Citation: 6B_355/2021 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz hält unter dem Titel "Strafrahmen" zunächst in allgemeiner Weise fest, dass bezüglich einer allfälligen Geldstrafe eine solche bis zu 360 Tagessätzen möglich wäre (aArt. 34 Abs. 1 StGB), da die in der Probezeit verübten Straftaten vor dem 1. Januar 2018 begangen wurden und das ab diesem Datum geltende neue Recht, welches die Geldstrafe auf maximal 180 Tagessätze begrenze, in dieser Hinsicht nicht milder sei (vgl. angefochtenes Urteil S. 12). In ihren weiteren Erwägungen schliesst sie eine Geldstrafe jedoch aus und bestraft den Beschwerdeführer für die in der Probezeit begangenen Delikte stattdessen mit einer Gesamtfreiheitsstrafe. Dabei führt sie zur Wahl der Sanktionsart im Einzelnen aus, dass für die Einfuhr und den Besitz von 10 kg Marihuana eine Freiheitsstrafe angemessen erscheine, zumal - wie noch zu zeigen sein werde - die aus den Einzelstrafen resultierende Gesamtstrafe 12 Monate deutlich übersteige. Die Bestrafung mit einer (milderen) Geldstrafe falle hier wie auch bei den Einzelstrafen angesichts des Ausmasses des (Einzeltat-) Verschuldens ausser Betracht. Auch unter Berücksichtigung der Zweckmässigkeit einer bestimmten Sanktion, ihrer Auswirkungen auf den Täter und sein soziales Umfeld sowie ihrer präventiven Effizienz sei für sämtliche, heute zu beurteilenden Delikte, eine Freiheitsstrafe auszufällen. Angesichts der Vorstrafen des Beschwerdeführers, welche ihn, obwohl er auch zu einer bedingten Freiheitsstrafe verurteilt worden sei, nicht davon abgehalten hätten, erneut zu delinquieren, erweise es sich nicht als zweckmässig, ihn mit einer Geldstrafe zu bestrafen. Im Hinblick auf die präventive Effizienz erscheine es einzig sinnvoll, eine Freiheitsstrafe auszusprechen. Eine solche scheine geboten, um den Beschwerdeführer von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten. Die öffentliche Sicherheit, welche gewichtiger sei, als die von der Verteidigung geltend gemachten Auswirkungen auf den Täter und sein soziales Umfeld, könne vorliegend nur noch mit einer Freiheitsstrafe gewährleistet werden (vgl. angefochtenes Urteil S. 15 f.).