Citation: 1A.120/2005 31.05.2006 E. 9

Die Beschwerdeführer rügen schliesslich eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, weil das Verwaltungsgericht den Verzicht der Baurekurskommission auf Durchführung eines Augenscheins fälschlicherweise nicht als rechtsverletzend beurteilt habe. Ein Augenschein wäre zur Beurteilung der rechtsgenügenden ästhetischen Gestaltung und Einordnung der Antennenanlage erforderlich gewesen. Das Verwaltungsgericht hat im angefochtenen Entscheid (E. 2.1 S. 7) dargelegt, dass grosse Teile der Antennenanlage im Dachgeschoss der Liegenschaft Birmensdorferstrasse 597 untergebracht und lediglich die beiden 1,8 m hohen Antennenmasten mit den Sendeelementen sichtbar sein würden. Von Letzteren gehe kaum eine gestalterische Wirkung aus, sondern sie würden wie andere Infrastruktureinrichtungen von einem durchschnittlichen Betrachter als notwendiges Übel hingenommen. Da zudem auch das bauliche Umfeld keine nennenswerten Besonderheiten aufweise (Nähe zu Schutzobjekten, Errichtung in Kernzone, etc.) herrschten Verhältnisse, die sich unter Rückgriff auf die Erfahrung der Baurekurskommission mit Mobilfunkanlagen auch ohne einen Augenschein beurteilen liessen. Diese Erwägungen lassen keine Willkür erkennen. Die Beschwerdeführer legen nicht dar, inwiefern die Wohnzone W2bII aus baulicher und ästhetischer Sicht besonders empfindlich sei. Hierfür genügt es nicht, auf den Widerstand zahlreicher Bewohner des Quartiers gegen die Errichtung der Mobilfunkanlage zu verweisen, da sich dieser in erster Linie gegen die nichtionisierende Strahlung der Antennen richtete (vgl. Rekurs vom 30. Juli 2003 S. 6 oben). Soweit die Beschwerdeführer rügen, auch das Verwaltungsgericht habe keinen Augenschein vorgenommen, ist darauf hinzuweisen, dass sie keinen entsprechenden Antrag gestellt, sondern die Rückweisung der Sache an die Rekurskommission zur Nachholung des Augenscheins beantragt hatten. Es liegt somit keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor.