Citation: 2C_864/2021 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdeführer hält der Würdigung der Vorinstanz entgegen, der Umsatzeinbruch ab 2010 sei auf die zeitaufwändigen Arbeiten am Kommentar zur solothurnischen Erbschafts- und Schenkungssteuer zurückzuführen. Die Umsatzeinbussen in den Jahren 2016 und 2017 stünden im Zusammenhang mit dem Versterben der Ehegattin des Beschwerdeführers. Laut dem Beschwerdeführer verunmöglichten die Bestattung in W.________ und das dortige Verlassenschaftsverfahren es ihm, grössere Mandate anzunehmen, und zwangen ihn, sich auf die Bearbeitung und Betreuung der vorhandenen Mandate zu beschränken. Erst im Jahr 2021 habe er wieder einen höheren Umsatz generieren und werde er einen positiven Geschäftserfolg vorweisen können. Diese Vorbringen des Beschwerdeführers decken sich nur teilweise mit den Feststellungen der Vorinstanz und lassen diese jedenfalls nicht als offensichtlich unrichtig erscheinen (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG; vgl. oben E. 2.1); teils sind sie neu und insoweit bereits aus diesem Grund nicht zu berücksichtigen (Art. 99 Abs. 1 BGG). Soweit die Vorbringen des Beschwerdeführers zulässig sind, kann ihm nicht gefolgt werden. Es ist zwar notorisch, dass die Arbeit an einem steuerrechtlichen Gesetzeskommentar viel Zeit in Anspruch nehmen kann. Indessen hängt eine solche publizistische Tätigkeit nicht dergestalt mit der beruflichen Tätigkeit als Rechtsanwalt und Notar zusammen, dass sie den Umsatzrückgang gewissermassen entschuldigen könnte und gestützt darauf ungeachtet mehrjähriger Verluste weiterhin eine selbständige Erwerbstätigkeit anzunehmen wäre. Was sodann den Tod der Ehegattin des Beschwerdeführers angeht, ist ohne Weiteres plausibel, dass der Beschwerdeführer dadurch im Kalenderjahr 2016 stark absorbiert war. Allerdings bestehen angesichts der Geschäftszahlen der Vor- und Folgejahre keine ernsthaften Anhaltspunkte dafür, dass sein Geschäft ohne diesen Schicksalsschlag im Kalenderjahr 2016 profitabel gewesen wäre. Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers besteht also kein Grund zur Annahme, dass die Umsatzrückgänge und Verluste wesentlich durch ausserordentliche Umstände verursacht worden wären. Vielmehr ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass sie schwergewichtig auf eine freiwillige Reduktion der Tätigkeit seitens des Beschwerdeführers zurückzuführen sind.