Citation: 2C_71/2020 E. 5.1

5.1. Dass die Vorinstanz aufgrund des Dargelegten zu Recht von einem erheblichen öffentlichen Fernhaltungsinteresse ausgegangen ist, scheint auch der Beschwerdeführer grundsätzlich nicht in Abrede zu stellen. Er bringt jedoch vor, die Vorinstanz habe zu Unrecht die ihm von den Strafgerichten attestierte gute Legalprognose ausser Acht gelassen. Weiter habe die Vorinstanz sein Wohlverhalten seit seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft am 9. Dezember 2014 zu wenig gewichtet. Er sei, entgegen der Auffassung der Vorinstanz, in den letzten Jahren geläutert und von ihm gehe aufgrund seines vollzogenen Reifungsprozesses keine Rückfallgefahr mehr aus. Er habe erkannt, dass er mit seinem früheren Verhalten in seinem Leben nicht weiter komme. Dies habe bei ihm zu einem Umdenken geführt. Namentlich habe er sich von seinem damaligen sozialen Umfeld distanziert. Zusätzlich verschaffe ihm seine aktuelle Lehrstelle neue berufliche Perspektiven und zeige auf, dass er sich nunmehr auch wirtschaftlich integriert habe. Ausserdem sei die Fernhaltemassnahme auch deshalb unverhältnismässig, da er sein ganzes bisheriges Leben in der Schweiz verbracht habe und hier verwurzelt sei. Zu seinem Heimatland pflege er nur sehr dünne Beziehungen. Angesichts seiner religiösen Zugehörigkeit zur Glaubensgemeinschaft der Ahmadiyya drohten ihm bei einer Rückkehr in sein Heimatland zudem schwere Nachteile, was seine Wegweisung ebenfalls unverhältnismässig mache.