Citation: 1C_496/2014 E. 4.2.3

4.2.3. Die Vorinstanz ist im angefochtenen Urteil zum Schluss gekommen, es sei dem Beschwerdeführer nicht gelungen, diese Vermutung in Frage zu stellen. Der Beschwerdeführer habe kein plötzliches und unerwartetes Ereignis angeführt, welches die Scheidung innerhalb einer so kurzen Zeitspanne nach der gemeinsamen Erklärung bzw. der erleichterten Einbürgerung plausibel machen würde. Die genannten Umstände, nämlich die angespannte finanzielle Lage, die schwierige Arbeitssituation des Beschwerdeführers, die seit dem Jahr 2005 angeschlagene Gesundheit der früheren Ehefrau sowie ihre Unzufriedenheit mit der Ehe würden vielmehr auf einen länger dauernden Zerrüttungsprozess hindeuten. Es müsse davon ausgegangen werden, dass dieser Prozess zum Zeitpunkt der Einbürgerung bereits abgeschlossen, jedenfalls aber so weit fortgeschritten gewesen sei, dass eine intakte und auf die Zukunft ausgerichtete Ehe in Wahrheit nicht mehr bestanden habe. Der Beschwerdeführer vermag nicht darzutun, inwiefern diese Feststellungen der Vorinstanz willkürlich sein sollten. Daran ändert sein Hinweis auf die von seiner früheren Ehefrau im erstinstanzlichen Verfahren abgegebenen Erklärungen nichts, zumal er sich mit den Ausführungen der Vorinstanz, welche die Aussagen seiner früheren Ehefrau betreffen, nicht substanziiert auseinandersetzt. Eine plausible Erklärung, wie es zum Scheitern einer bei der erleichterten Einbürgerung angeblich noch intakten Ehe gekommen ist, ergibt sich aus den Ausführungen des Beschwerdeführers nicht. Die vorinstanzliche Feststellung, wonach zwischen dem Beschwerdeführer und seiner früheren Ehefrau im Zeitpunkt der gemeinsamen Erklärung zum Zustand der ehelichen Gemeinschaft bzw. der erleichterten Einbürgerung keine stabile und auf die Zukunft ausgerichtete eheliche Gemeinschaft mehr bestand, ist nachvollziehbar und nicht willkürlich im Sinne von Art. 9 BV.