Citation: 9C_834/2019 E. 5

Die Vorinstanz hat erwogen, trotz gewisser depressiver Symptome erwiesen sich die diagnoserelevanten Befunde gemäss dem RAD-Bericht des med. pract. C.________ und dem Gutachten der Dr. med. B.________ als nur geringfügig ausgeprägt. Zum Behandlungs- und Eingliederungserfolg sei zu sagen, dass zum Zeitpunkt der Untersuchung durch med. pract. C.________ eine Therapiepause bestanden habe. Dabei sei nicht auszuschliessen, dass die Beschwerdeführerin die Behandlung erst aufgrund der drohenden Rentenaufhebung wieder aufgenommen habe. Vor diesem Hintergrund leuchte die Einschätzung des RAD-Arztes ein, dass für den Fall der Wiederaufnahme der therapeutischen Behandlung mit einer weiteren Steigerung der Arbeitsfähigkeit gerechnet werden könne. Zu Gunsten der Versicherten sei zu berücksichtigen, dass neben einer rezidivierenden depressiven Störung eine nicht-organische Störung des Schlaf-Wach-Rythmus im Sinne einer Komorbidität bestehe, an der sie seit Jahren leide. Gemäss dem psychiatrischen Gutachten könne die Beschwerdeführerin auf mehrere Ressourcen zurückgreifen. Sie befinde sich in einer stabilen Partnerschaft und sei Mitglied in einem Handballklub. Zudem könne sie Reisen unternehmen und es bestünden regelmässige Kontakte zu Mutter und Schwester. Eine soziale Isolierung liege jedenfalls nicht vor. Die geschilderten Ressourcen und das intakte soziale Umfeld erlaubten eine weitere Steigerung gegenüber der von med. pract. C.________ und Dr. med. B.________ attestierten Arbeitsfähigkeit. In Bezug auf die Kategorie funktioneller Schweregrad sei daher gesamthaft von einer nur leichten Einschränkung auszugehen. Bei der Prüfung der Konsistenz sei ebenfalls auf die Freizeitaktivitäten hinzuweisen, die gegen eine massgebliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sprächen. Die Therapiepause spreche überdies gegen einen erheblichen Leidensdruck.