Citation: 1P.343/2002 16.01.2003 E. 10

Die staatsrechtlichen Beschwerden sind nach dem Gesagten insofern (teilweise) begründet, als mit ihnen eine Verletzung der Gemeindeautonomie gerügt wird, weil das Verwaltungsgericht selbst über die planerische Behandlung des Gebiets Ifang entschieden hat. Das gilt inhaltlich freilich nur in Bezug auf die Parzelle Nr. 1813 und die Teilfläche von Parzelle Nr. 1794 entlang der Staatsstrasse (eine Bautiefe). Prozessual führt dies, soweit auf die Beschwerden eingetreten werden kann, zu deren Gutheissung im Sinne der Erwägungen und zur Aufhebung des angefochtenen Urteils. Damit wird das Verwaltungsgericht in der Lage sein, den bundesgerichtlichen Erwägungen in geeigneter Weise Rechnung zu tragen. Der Klarheit halber ist zu unterstreichen, dass für eine Bestätigung des regierungsrätlichen Genehmigungsentscheides vom 4. Januar 2000, wie sie von einem Teil der Beschwerdeführer beantragt worden ist, kein Anlass besteht (s. diesbezüglich im Übrigen vorstehende E. 2.3). Die Kostenverlegung im bundesgerichtlichen Verfahren hat nach Massgabe des Obsiegens bzw. Unterliegens zu erfolgen, wobei Gemeinden, die in ihrem amtlichen Wirkungskreis und ohne Vermögensinteressen handeln, keine Gerichtskosten auferlegt werden dürfen (vgl. Art. 156 und 159 OG). In Beachtung dieser Grundsätze ist es gerechtfertigt, den Beschwerdeführern der Verfahren 1P.343/ 2002 und 1P.345/2002 insgesamt 9/10 (je zur Hälfte) und den privaten Beschwerdegegnern 1/10 der bundesgerichtlichen Kosten aufzuerlegen. Diese sind um den an sich auf die beschwerdeführende Gemeinde Herisau (Verfahren 1P.344/2002) entfallenden Anteil zu reduzieren und auf insgesamt Fr. 12'000.-- festzusetzen. Die anwaltlich nicht vertretenen privaten Beschwerdegegner haben keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. Hingegen haben diese die - vollständig obsiegende - Beschwerdeführerin im Verfahren 1P.346/2002 für deren Prozessaufwand angemessen zu entschädigen. Die anderen Beschwerdeführer dringen mit ihrem Standpunkt nur in untergeordneter Weise durch; sie haben keinen Anspruch auf Parteientschädigung.