Citation: 5A_92/2024 E. 4.3

4.3. Schliesslich besteht für nicht privilegierte Forderungen keine gesetzliche Sicherstellungspflicht des Schuldners für Nachlassdividenden (HUNKELER, in: Kurzkommentar SchKG, 2. Aufl. 2014, N. 18, 27 zu Art. 306; GUGGISBERG/JAKOB, a.a.O., N. 4b, 5a zu Art. 314). In Nachlassverträgen kann gleichwohl vorgesehen werden, dass die bestrittenen Forderungen sicherzustellen sind (BERNHEIM/GEIGER, a.a.O., S. 666 f.). Dass der Beschwerdegegner gemäss nachlassvertraglicher Regelung verpflichtet wäre, bestrittene Forderungen sicherzustellen, geht aus dem konkreten Nachlassvertrag nicht hervor, und eine Berechtigung wird von der Beschwerdeführerin nicht behauptet. Wenn das Obergericht den erstinstanzlichen Entscheid - d.h. die Abweisung des Gesuchs um Hinterlegung nach Art. 315 Abs. 2 SchKG - vollumfänglich bestätigt hat, hält dies einer Willkürprüfung stand.