Citation: 5A_702/2023 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, der Beschwerdegegner habe am 3. April 2023 das Konkursbegehren zurückgezogen und am 12. Mai 2023 für einen noch bestehenden Forderungsbetrag von Fr. 212'734.15 neu gestellt. Das Konkursgericht habe ihm indes nie ein Doppel dieser Eingabe des Beschwerdegegners zugestellt. Auch von weiteren Eingaben des Beschwerdegegners habe er zunächst kein Doppel erhalten. Kopien dieser Unterlagen habe er vom Konkursgericht erst nach Zustellung des Konkurseröffnungsurteils erhalten. Die im Zusammenhang mit der Missachtung von Art. 136 lit. c ZPO und des "unbedingten Replikrechts" geltend gemachten Gehörsverweigerungen durch das Konkursgericht hätten automatisch - ohne Prüfung weiterer Voraussetzungen - zur Gutheissung der Beschwerde und zur Aufhebung des Konkursdekrets führen müssen. Indem das Obergericht den unbedingten Charakter des Anspruchs auf rechtliches Gehörs missachtet habe, habe es gegen Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK verstossen. Der Vorhalt des Obergerichts, dass er am Schalter des Konkursgerichts um Akteneinsicht hätte ersuchen können, heile den Verstoss des Konkursgerichts gegen Art. 136 lit. c ZPO nicht.