Citation: 4A_230/2022 E. 3

Die Vorinstanz hielt mit der Erstinstanz fest, die Beschwerdegegnerin und die E.________ AG hätten am 18. August 2009 Finanzierungsverträge im Sinne eines Forfaitierungsgeschäfts abgeschlossen. Damit habe die Beschwerdegegnerin von der E.________ AG deren Forderungen gegenüber der H.________ S.p.A. bzw. der I.________ S.p.A. aus dem angeblichen Verkauf von Schmiedepressen zu je 80 % des Nominalwerts gekauft. Der Verkauf habe unter dem Vorbehalt des fristgerechten Erhalts einer in Form und Inhalt akzeptablen Dokumentation gestanden. Die Beschwerdeführerin habe der Beschwerdegegnerin folgende Dokumente zukommen lassen: Die Verträge zwischen der E.________ AG und der Versicherung J.________ AG vom 13. August 2009, inkl. Rechnungen vom 13. August 2009 und Zahlungsbestätigungen vom 16. September 2009, die Forderungs- und Versicherungsabtretungen von der E.________ AG an die Beschwerdegegnerin gegenüber der Versicherung J.________ AG, die von der Beschwerdeführerin für die E.________ AG unterzeichneten Auftragsbestätigungen vom 24. Juni 2009 bzw. 1. Juli 2009 mit den Stempelvermerken "Diese Kopie entspricht dem Original" vom 18. August 2009 bzw. 2. September 2009, die Notifikationsbestätigungen (Anzeige betreffend Forderungsabtretungen) vom 18. August 2009, je eine "Confirmation Order during inspection" vom 18. August 2009 und die notariellen Unterschriftenbeglaubigungen vom 24. Juni 2009 betreffend H.________ S.p.A. bzw. vom 1. Juli 2009 betreffend I.________ S.p.A. Die besagten Geschäfte mit H.________ S.p.A. und I.________ S.p.A. seien rein fiktiv gewesen. Der E.________ AG hätten aus den fiktiven Verkäufen keine realen Forderungen zugestanden. Die Beschwerdeführerin habe die Auftragsbestätigungen der H.________ S.p.A. bzw. der I.________ S.p.A. in den Büroräumlichkeiten der E.________ AG erstellen lassen. Nicht erwiesen sei, dass sie die Unterschriften eigenhändig gefälscht habe.