Citation: 5A_845/2018 E. 2.1

2.1. Das Obergericht hat erwogen, dass eine Fixierung der Zuständigkeit (am Nachlassort) im Fall, dass das Nachlassverfahren auf Gesuch des Schuldners oder Gläubigers eingeleitet werde, dadurch eintrete, dass das Nachlassgericht dem Schuldner eine der Konkursandrohung "funktional entsprechende Mitteilung" mache (Aufforderung zu einer möglichen Konkurseröffnung bzw. Konkurseröffnung bei Spruchreife) oder dem Schuldner die Einleitung des Bestätigungsverfahrens (Überweisung der Akten durch den Sachwalter an das Nachlassgerichts) zur Kenntnis gebracht werde. Dabei hat es auf die abweichende Ansicht in der Lehre (HUNKELER/WOHL, in: Schulthess Kommentar SchKG, 2017, N. 3 zu Art. 306) hingewiesen. Im konkreten Fall sei eine derartige Mitteilung nicht erfolgt und demzufolge eine perpetuatio fori noch nicht eingetreten. Infolge des unmittelbar feststehenden Wegzugs des Schuldners ins Ausland (per August 2018) könne das Nachlassverfahren ohnehin nicht zu Ende geführt werden und wäre eine Sanierung (i.e.S.) in der verbleibenden Zeit nicht möglich, weshalb die Erstinstanz zu Recht das Nachlassgesuch abgewiesen und den Konkurs ausnahmsweise nicht eröffnet habe. Im Fall, dass der Beschwerdeführer nicht ins Ausland wegziehe, könne er immerhin - auf neuer, veränderter Tatsachengrundlage - ein neues Gesuch um Nachlassstundung stellen.