Citation: 2C_436/2020 E. 5.3

5.3. Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts ist für die Berechnung der Dreijahresfrist auf die in der Schweiz gelebte Ehegemeinschaft abzustellen (vgl. E. 3.2 hiervor). Es besteht in der vorliegenden Angelegenheit keine Veranlassung von dieser Praxis abzuweichen. Die Dauer von drei Jahren ist im Zusammenhang mit der zweiten in Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG erwähnten Voraussetzung - der gelungenen Integration - zu betrachten (vgl. E. 3.1 hiervor). Damit die Integration in die schweizerische Gesellschaft möglich ist, bedarf es eines ehelichen Zusammenlebens in der Schweiz (vgl. BGE 140 II 289 E. 3.5 S. 294 f.; Urteile 2C_394/2017 vom 28. September 2017 E. 3.2; 2C_430/2011 vom 11. Oktober 2011 E. 4.1.2). Diese Integration ist ausgeschlossen, wenn das Eheleben im Ausland stattfindet. Daran vermag der Umstand nichts zu ändern, dass sich die Einreise aufgrund von Schwierigkeiten bei der Beschaffung der benötigten Reisedokumente ergeben hat und die Verzögerung durch die ausländischen Behörden verursacht worden ist.