Citation: 6B_25/2017 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdegegner 3 sei durch die Beschwerdeführerin getäuscht worden. Wenn er gewusst hätte, dass sie nicht die Erbin eines grossen Vermögens sei, sondern seit Jahren arbeitslos und verschuldet, und damit nicht in der Lage gewesen sei, ihm nach 14 Tagen Fr. 30'000.-- zurückzugeben, so hätte er ihr die Fr. 15'000.-- nicht übergeben. Anlässlich des persönlichen Treffens mit dem Beschwerdegegner 3 habe die Beschwerdeführerin seinen Irrtum bestärkt. Bei der Frage, ob die Täuschung arglistig sei, seien die gesamten Umstände zu berücksichtigen. Auch hier habe die Beschwerdeführerin ein bestehendes Vertrauensverhältnis, das zwischen dem Beschwerdegegner 3 und seinem älteren Bruder bestand, gezielt ausgenutzt. Der Beschwerdegegner 3 habe zu seinem Bruder aufgeschaut und diesem vertraut. Da jener absolut davon überzeugt gewesen sei, dass die Beschwerdeführerin eine reiche irische Erbin sei und seine Fragen stimmig habe beantworten können, habe der Beschwerdegegner 3 seinem Bruder geglaubt und selber keine Abklärungen getroffen bzw. keine weiteren Sicherheiten verlangt. Zudem habe die Beschwerdeführerin die Geschichte bestätigt, als sie sich persönlich getroffen hätten, weshalb ihr auch das Verhalten des Beschwerdegegners 2 anzurechnen sei. Das Vertrauensverhältnis zwischen den Brüdern mache es denn auch verständlich und nachvollziehbar, weshalb der Beschwerdegegner 3 keine Abklärungen getroffen und geglaubt habe, was man ihm gesagt habe. Daher könne ihm auch keine Leichtsinnigkeit vorgeworfen werden. Die Vorinstanz teilt die Auffassung der ersten Instanz nicht, wonach der Bruder des Beschwerdegegners 3 als willenloses Werkzeug der Beschwerdeführerin gehandelt habe. Vielmehr sei er aus eigenem Antrieb auf den Beschwerdegegner 3 zugegangen. Zur Bejahung der Arglist genüge es, dass die Beschwerdeführerin das Vertrauensverhältnis zwischen den Brüdern gezielt ausgenutzt habe und den Irrtum des Beschwerdegegners 3 bestärkt habe, indem sie beim Treffen die ursprünglich von ihr erfundene und durch den Beschwerdegegner 2 seinem Bruder erzählte unwahre Geschichte bestätigt habe (Urteil S. 57 f. E. 13.3.4).