Citation: 5C.109/2003 16.10.2003 E. 6

Abwegig ist schliesslich die "für den Eventualfall" erklärte Verrechnung mit Genugtuungsansprüchen aus erlittener Persönlichkeitsverletzung wegen entgangener Vaterfreuden: Ganz abgesehen davon, dass die Verrechnungserklärung bedingungsfeindlich ist (Bucher, a.a.O., S. 431), kann gegen den Kläger von vornherein kein Genugtuungsanspruch bestehen, ist doch dessen Verhalten weder widerrechtlich noch schuldhaft (Art. 49 OR; zum Erfordernis und Grad des Verschuldens vgl. BGE 112 II 220 E. 2f S. 225; 126 III 161 E. 5b/aa S. 167). Damit stösst auch die Rüge, in Verletzung von Art. 8 ZGB sei seinem Antrag auf ein Parteiverhör bezüglich seiner seelischen Unbill nicht stattgegeben worden, ins Leere, denn der aus Art. 8 ZGB fliessende Beweisführungsanspruch setzt voraus, dass der beantragte Beweis rechtserheblich ist (BGE 122 III 219 E. 3c S. 223; 126 III 315 E. 4a S. 317).