Citation: 7B_1136/2024 E. 2.4

2.4. Inwiefern diese Beurteilung unrichtig sein soll, tut der Beschwerdeführer nicht nachvollziehbar dar und ist auch nicht ersichtlich. Der blosse Umstand, dass der Beschwerdegegner in früheren Verfahren die Verwahrung des Beschwerdeführers angeordnet hat, bedeutet nicht, dass er sich dadurch für die heute zu beurteilende Frage festgelegt hätte und nicht in der Lage wäre, über diese - unter Berücksichtigung der seither erfolgten Entwicklung - unvoreingenommen zu entscheiden (siehe auch Urteil 7B_55/2023 vom 19. Juli 2023 E. 2.3.2). Dahingehendes folgt im Übrigen auch nicht aus dem Umstand, dass das Obergericht die im Verfahren DA180003 ausgesprochene Verwahrung aufgehoben hat. Die Vorinstanz merkt diesbezüglich an, die abweichende Beurteilung durch das Obergericht im damaligen Verfahren habe massgeblich darauf gefusst, dass sich der Beschwerdeführer im (kantonalen) Beschwerdeverfahren (UH200313), anders als noch im erstinstanzlichen Verfahren, gegenüber einer antihormonellen Therapie offener gezeigt habe. Das Obergericht sei vor diesem Hintergrund zum Schluss gelangt, die Voraussetzung der Untherapierbarkeit (recte: Therapierbarkeit) sei trotz erheblicher verbleibender Zweifel noch knapp zu bejahen. Nicht beanstandet worden seien hingegen etwa die erstinstanzlichen Erwägungen betreffend die Anlasstaten sowie das Vorliegen einer schweren psychischen Störung und die Rückfallgefahr. Der Vorinstanz ist zuzustimmen, dass sich daraus kein Grund für die Befürchtung ergibt, der Beschwerdegegner sei nicht fähig, seinen damaligen - die Situation vor über sechs Jahren betreffenden - Standpunkt für das hängige Verfahren zu überdenken.