Citation: I 555/04 24.12.2004 E. 6

Die Beschwerdeführerin bemängelt, dass die Vorinstanz auf das Gutachten des ZMB abgestellt hat, obwohl ihres Erachtens diesem widersprechende Arztberichte von Prof. M.________ und Dr. A.________ vorliegen und aus dem Entscheid nicht hervorgehe, warum Ersterem der Vorzug gegeben worden ist. Damit sei der Grundsatz der freien Beweiswürdigung verletzt worden. 6.1 Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin steht die Beurteilung des Prof. M.________ vom 29. Mai 1995 dem Gutachten des ZMB vom 25. September 2003 nicht entgegen. Zum einen beschlagen die jeweiligen Äusserungen über den Gesundheitszustand der Versicherten nicht den gleichen Zeitraum. Zum anderen diagnostizierte auch Prof. M.________ ein skapulo costales Schmerzsyndrom rechts mit funktionellen, sensomotorischen Beschwerden. Dies steht nicht im Widerspruch zu den am ZMB erhobenen Diagnosen. Unterschiede sind einzig in der ärztlichen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auszumachen. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass der Vertrauensarzt der Pensionskasse Q.________ sich einzig zur Arbeitsfähigkeit in der bisherigen schweren körperlichen Tätigkeit als Hilfsarbeiterin in einer Spitalküche äusserte. Der Arzt schreibt abschliessend: "Die Wiederaufnahme der angestammten Arbeit scheint uns undenkbar." Davon geht auch das ZMB-Gutachten aus. 6.2 Auch aus den medizinischen Feststellungen des Dr. med. A.________ ergibt sich kein rechtlich relevanter Widerspruch zum Gutachten vom 25. September 2003. Seinen Diagnosen wird nicht widersprochen. Uneinigkeit besteht einzig in der daraus gezogenen Konsequenz. Während der die Beschwerdeführerin behandelnde Arzt jede Erwerbstätigkeit als definitiv und vollständig unzumutbar erachtet, halten die Gutachter am ZMB eine angepasste halbtägige Arbeit als aus medizinischer Sicht für möglich. Die Differenz liegt damit einzig in der Zumutbarkeitsbeurteilung. Da es sich dabei indessen um eine dem Beweis nicht zugängliche Rechtsfrage handelt und der medizinische Sachverständige nur die notwendigen Beurteilungsgrundlagen beisteuern kann (vgl. BGE 105 V 158 f. Erw. 1), besteht keine Veranlassung für eine erneute Begutachtung. Entgegen den Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist den verschiedenen medizinischen Unterlagen kein Widerspruch in Bezug auf die Diagnosen zu entnehmen. 6.3 Wie die Vorinstanz dargetan hat, entspricht das Gutachten vom 25. September 2003 entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin den rechtsprechungsgemässen Kriterien einer ärztlichen Sachverhaltsfeststellung (vgl. Erwägung 5 hievor). Die Argumente in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde können daran keine Zweifel erwecken. Eine Rückweisung zur Durchführung einer weiteren Begutachtung - eventuell in der Schmerzklinik Z.________, wie von der Beschwerdeführerin beantragt - erübrigt sich damit. So war es beispielsweise nicht Aufgabe der von der IV-Stelle beauftragten Gutachter am ZMB, nach Therapiemöglichkeiten für die Beschwerdeführerin zu suchen, nachdem medizinische Massnahmen als Leistungskategorie unbestritten nicht zur Diskussion stehen. Nicht von Belang ist weiter der Umstand, dass es die Experten für ungewiss halten, ob die Versicherte die von ihnen attestierte Arbeitsfähigkeit in der freien Marktwirtschaft realisieren kann. Dabei handelt es sich indessen nicht um eine von Ärzten zu beantwortende Frage. Aus juristischer Sicht besteht unter Würdigung der vorhandenen medizinischen Grundlagen eine verwertbare Restarbeitsfähigkeit, mit der die Beschwerdeführerin - wie Verwaltung und Vorinstanz richtig festgestellt haben - ein Einkommen von Fr. 17'920.- erzielen kann. Die eigentliche Bemessung des Invaliditätsgrades ist, abgesehen von der Frage nach der zumutbaren Arbeitsfähigkeit, denn auch unbestritten geblieben.