Citation: 4A_419/2023 E. B

B.a. Am 4. April 2019 klagte A.________ beim Bezirksgericht Weinfelden gegen die B.________ AG und beantragte, diese sei zu verpflichten, ihm einen nach Ausgang des Beweisverfahrens zu beziffernden Betrag, mindestens jedoch Fr. 800'000.-- zuzüglich 5 % Zins seit dem 21. März 2018 zu bezahlen. Anlässlich der Hauptverhandlung vom 10. Dezember 2019 erklärten sich die Parteien damit einverstanden, das Beweisverfahren in zwei Teilschritte zu unterteilen, wobei zunächst die Frage der Haftung geklärt werden sollte, bevor über die Höhe des Schadenersatzes zu befinden sei. Am 16. Juni 2020 fand eine Beweisverhandlung statt, an der Dr. med. vet. E.________, C.________, A.________ sowie Dr. med. vet. D.________ befragt wurden. An der Instruktionsverhandlung vom 18. Februar 2021 instruierte die Verfahrensleitung des Bezirksgerichts die beiden Gutachter PD Dr. med. vet. F.________ sowie Dr. med. vet. G.________ und legte zusammen mit den Parteien die Fragen an die beiden Gutachter fest. Mit Verfügung vom 1. März 2021 wurde ersterer als Gutachter für ein tiermedizinisches Gutachten und letzterer als Gutachter für ein Wertgutachten ernannt. Die Gutachten wurden am 11. März 2021 bzw. 27. April 2021 erstattet, wobei beide Gutachter anschliessend Ergänzungsfragen zu beantworten hatten. Am 24. Februar 2022 fand die zweite Beweis- und die Schlussverhandlung statt, anlässlich deren der Kläger die Forderungssumme mit Fr. 1 Mio. bezifferte. Mit Entscheid vom 21. März 2022 hiess das Bezirksgericht die Klage teilweise gut und verpflichtete die Beklagte zur Zahlung von Fr. 502'000.-- zuzüglich 5 % Zins seit 21. März 2018. B.b. Die Beklagte erhob gegen diesen Entscheid beim Obergericht des Kantons Thurgau Berufung mit dem Antrag, der bezirksgerichtliche Entscheid vom 21. März 2022 sei aufzuheben und die Klage abzuweisen. Der Kläger erhob Anschlussberufung und beantragte, die Beklagte sei zur Zahlung von Fr. 800'000.-- zuzüglich Zins zu 5 % seit 21. März 2022 zu verurteilen. Mit Entscheid vom 17. Januar 2023 hiess das Obergericht die Berufung gut und wies die Klage mangels Nachweises einer Sorgfaltspflichtverletzung ab; die Anschlussberufung wies es ab.