Citation: 1P.601/2005 10.10.2005 E. B

Am 28. November 2004 wurde der Angeschuldigte verhaftet. Am 1. Dezember 2004 ordnete das Haftgericht II Emmental-Oberaargau die Untersuchungshaft wegen Flucht-, Kollusions- und Wiederholungsgefahr an. Nachdem der Angeschuldigte für seine Firma Y._______ GmbH eine Insolvenzerklärung abgegeben und den Personenwagen Hummer H2 an die Garage zurückgegeben hatte, erachtete der Untersuchungsrichter die Kollusions- und Fluchtgefahr für weitgehend reduziert und entliess den Angeschuldigten am 21. Dezember 2004 aus der Untersuchungshaft. Diesem wurde die Weisung erteilt, ab sofort keine motorisierten Fahrzeuge mehr zu lenken und das Konkursverfahren über die GmbH nicht zu behindern. Am 27. Januar 2005 wurde der Angeschuldigte erneut verhaftet, weil er gegen die Weisung verstossen habe, das Konkursverfahren nicht zu behindern. Die Strafverfolgung wurde auf Veruntreuung, Verfügung über mit Beschlag belegte Vermögenswerte, Unterlassen der Buchführung, Förderung der Prostitution sowie Verleumdung bzw. üble Nachrede ausgedehnt.