Citation: 6G_2/2021 E. 3.2

3.2. Die Erläuterung oder Berichtigung erfolgt auf schriftliches Gesuch einer Partei oder von Amtes wegen. Zur Stellung eines Gesuchs legitimiert ist nach Art. 129 Abs. 1 BGG, wem im früheren Verfahren, das zum bundesgerichtlichen Entscheid geführt hat, Parteistellung zugekommen ist oder wer als Rechtsnachfolger auftritt (ELISABETH ESCHER, in: Prozessieren vor Bundesgericht, 4. Aufl. 2014, Rz. 8.7). Massgebend sind vorliegend die Regeln über die Berechtigung zur Erhebung der Beschwerde in Strafsachen (Art. 81 BGG) (ELISABETH ESCHER, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl. 2018, N 6 zu Art. 129). Erforderlich ist darüber hinaus ein Rechtsschutzinteresse. Der Vorinstanz, an welche die Sache vom Bundesgericht zur neuen Entscheidung zurückgewiesen worden ist, kommt keine Parteistellung zu. Sie ist daher zur Stellung eines Gesuchs um Erläuterung nicht berechtigt und ihr Gesuch kann lediglich als Anzeige entgegengenommen werden, welche das Bundesgericht von Amtes wegen behandeln kann (Urteil 4G_1/2013 vom 17. Juli 2013 E. 1; 4G_1/2009 vom 5. Mai 2009 E. 1.1; vgl. auch E SCHER, Basler Kommentar, a.a.O.; NIKLAUS OBERHOLZER, in: Seiler et al. [Hrsg.], SHK Bundesgerichtsgesetz [BGG], 2. Aufl. 2015, N 11 zu Art. 129; vgl. auch PIERRE FERRARI, in: Commentaire de la LTF, 2. Aufl. 2014, N 7 zu Art. 129).