Citation: 6B_1149/2020 E. 4.3.5

4.3.5. Fehl geht ausserdem der Einwand, das Verschulden lasse sich nicht in ein solches betreffend die Erpressung und Nötigung aufteilen. Zwar liegt mit dem Inaussichtstellen ernstlicher Nachteile gegen C.________ und dessen Familie eine einheitliche Nötigungshandlung vor; diese richtet sich mit der von C.________ geforderten Geldleistung einerseits (als Taterfolg der Erpressung) und dem von ihm verlangten Rückzug sowie der ihm befohlenen Aussagenverweigerung andererseits (als Taterfolg der Nötigung) jedoch auf unterschiedliche Ziele (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.5.1 ff. S. 27 ff. und E. 4.3.3 S. 33). Insoweit ist auch das mit diesen Handlungen einhergehende Verschulden zu differenzieren. Dass die Vorinstanz das Verschulden betreffend die Erpressung und Nötigung separat beurteilt, für die Begründung desjenigen der Nötigung aber auf die Ausführungen zu den Tatkomponenten der Erpressung verweist, ist vor diesem Hintergrund nicht zu beanstanden. Inwiefern deshalb die Erhöhung der Einsatzstrafe für die Nötigung um ein weiteres halbes Jahr Freiheitsstrafe nicht nachvollziehbar wäre, wie der Beschwerdeführer dies bemängelt, ist nicht ersichtlich. Insbesondere sind auch Anhaltspunkte für die Befürchtung des Beschwerdeführers, es könnten Tatkomponenten unzulässigerweise doppelt berücksichtigt worden sein, weder näher dargetan noch ersichtlich.