Citation: 1C_258/2023 E. 4

Die Beschwerdeführerin macht geltend, das Obergericht habe im angefochtenen Beschluss diverse Vorbringen ihrerseits nicht berücksichtigt. Insbesondere habe es ihren Ausführungen in der Eingabe vom 31. Januar 2022 zur Bedeutung ihrer Betroffenheit aufgrund vorenthaltener Gehörsgarantien durch die Staatsanwaltschaft keine Rechnung getragen. Dadurch habe es ihren Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV), die Pflicht zur Verwirklichung von Grundrechten (Art. 35 BV) und den Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 9 BV) verletzt. Soweit die Beschwerde in dieser Hinsicht überhaupt den Begründungsanforderungen von Art. 106 Abs. 2 BGG genügt (vgl. E. 3.1 hiervor), erweist sich das Vorbringen der Beschwerdeführerin als unbegründet. Die aus dem rechtlichen Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) fliessende Begründungspflicht verlangt nicht, dass sich die Behörde mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich die betroffene Person über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (vgl. BGE 148 III 30 E. 3.1 mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin konnte sich vorliegend ohne Weiteres ein Bild über die Tragweite des Entscheids machen und diesen sachgerecht anfechten. Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) ist zu verneinen. Dementsprechend erweist sich auch der Vorwurf, die Vorinstanz habe ihre Pflicht zur Verwirklichung von Grundrechten (Art. 35 BV) und den Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 9 BV) verletzt, als unbegründet.