Citation: 7B_268/2022 E. 4.3

4.3. Gemäss den vorinstanzlichen Feststellungen wirkte der Beschwerdeführer, abgesehen von einem starken Halten am rechten Arm auf dem Weg ins Untergeschoss, nicht gewaltsam auf den Beschwerdegegner 2 ein. Die für die Verletzungen ursächlichen Handlungen - zweimaliger starker Würgegriff und Anwendung des "Schwanengriffs" - gingen vielmehr vom Mitbeschuldigten C.________ aus. Im Rahmen der rechtlichen Würdigung der Mittäterschaft führt die Vorinstanz jedoch aus, es ergebe sich aufgrund des erstellten Sachverhalts, dass der Beschwerdeführer mit den Handlungen des Mitbeschuldigten einverstanden gewesen sei und sich diesen grundsätzlich angeschlossen habe. Es könne von einem konkludent arbeitsteiligen Zusammenwirken gesprochen werden, wobei der Mitbeschuldigte C.________ hauptsächlich für die körperlichen Einwirkungen auf den Beschwerdegegner 2 zuständig gewesen sei. Der Beschwerdeführer sei unmittelbar neben ihm präsent gewesen und habe ihm nicht Einhalt geboten, obwohl er dies als Einsatzleiter und direkter Vorgesetzter hätte tun können. Er müsse sich deshalb auch jene Tathandlungen anrechnen lassen, die er nicht eigenhändig verübt habe. Wenn die Vorinstanz im Rahmen der Strafzumessung zur einfachen Körperverletzung erwägt, es sei zugunsten des Beschwerdeführers zu berücksichtigen, dass die eingeklagten Verletzungen nicht von ihm verursacht worden seien und er trotz Mittäterschaft nicht die unmittelbare Kontrolle über die konkrete Intensität und Dauer der Verletzungshandlungen gehabt habe, steht dies dazu nicht im Widerspruch. Die Annahme von Mittäterschaft setzt wie erwähnt nicht voraus, dass jeder Mittäter aktiv bei der Ausführung der Tat mitwirkt. Ausserdem dürfte es sich regelmässig so verhalten, dass der Mittäter, der nicht eigenhändig an der Tatausführung beteiligt ist, keine umfassende Kontrolle über diese hat. Dieser Umstand kann nicht gegen Mittäterschaft sprechen. Weiter stellt die Vorinstanz bei der Tatkomponente fest, dass der Beschwerdeführer seinen Mitarbeiter gebremst habe, als dessen Aktion im Eingangsbereich für den Beschwerdegegner 2, das heisst in der ersten Tatphase, gefährlich zu werden drohte. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers hat dies jedoch keinen Einfluss auf das Endergebnis, da die Verletzungen des Beschwerdegegners 2 laut Annahme der Vorinstanz in der zweiten und dritten Tatphase (das heisst im Security-Büro im Untergeschoss sowie auf dem Weg dorthin über die Treppe) entstanden sind. Dass er auch in dieser Phase versucht habe, den Mitbeschuldigten zurückzuhalten, macht der Beschwerdeführer nicht geltend. Die Bejahung einer mittäterschaftlich begangenen einfachen Körperverletzung verletzt kein Bundesrecht.