Citation: I 326/03 29.12.2003 E. A

Die 1951 geborene K.________ leidet seit Jahren an multiplen körperlichen Beschwerden, insbesondere einer ausgeprägten Müdigkeit mit Leistungsintoleranz, häufig auftretenden Schwindelgefühlen und Konzentrationsstörungen. Nachdem sie während längerer Zeit als Schuhverkäuferin erwerbstätig gewesen war, nahm sie im Jahre 1992 eine Anstellung als Haushalthilfe und Kinderbetreuerin an, die sie wegen zunehmender Erschöpfung nach über zwei Jahren aufgab. Fortan arbeitete sie in derselben Funktion in einem Teilzeitpensum (ca. 40 %); ab Juni 1997 ging sie keiner Erwerbstätigkeit mehr nach. Das Gesuch zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung vom 13. Dezember 1996 wies die IV-Stelle des Kantons Zürich ab (Verfügung vom 9. Juli 1998). Eine hiegegen erhobene Beschwerde hiess das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich insoweit teilweise gut, als es die Verwaltungsverfügung hinsichtlich der Ablehnung des Anspruchs auf Berufsberatung und Arbeitsvermittlung aufhob; im Übrigen wurde die Beschwerde abgewiesen (Entscheid vom 17. Januar 2000). Die von K.________ eingereichte Verwaltungsgerichtsbeschwerde hiess das Eidgenössische Versicherungsgericht mit Urteil vom 8. September 2000 (I 131/00) in dem Sinne gut, dass es die Sache unter Aufhebung des angefochtenen Entscheids und der Verwaltungsverfügung an die IV-Stelle zurückwies, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über die Invalidenrente neu verfüge. Die IV-Stelle veranlasste daraufhin eine medizinische Abklärung beim Ärztlichen Beobachtungsinstitut Y.________ (Gutachten vom 14. November 2001). Die Experten kamen gestützt auf eine klinische, psychiatrische und rheumatologische Untersuchung zum Schluss, es liege (1) ein multifaktorielles Müdigkeitssyndrom mit chronischer, hypochromer mikrozytärer Anämie (ICD-10 D50.8), Hypokaliämie, beginnendem TSH-Suppressionssyndrom und Ausschluss eines Chronic Fatigue Syndroms sowie (2) eine Neurasthenie (ICD-10 F48.0) vor. In einer körperlich leichten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 50 % ab 1. September 1998. In einer Stellungnahme vom 22. Dezember 2001 würdigte der Hausarzt, Dr. med. G.________, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, Homöopathie SVHA, Akupunktur-TCM ASA, das Gutachten des Ärztlichen Beobachtungsinstituts Y.________. Entgegen der Auffassung der Experten liege ein Chronic Fatigue Syndrom (CFS) vor, welches die Versicherte nicht nur in jeglicher Berufsausübung vollständig einschränke, sondern auch die Besorgung des eigenen Haushalts erheblich beeinträchtige. Vom 12. März bis 16. April 2002 hielt sich K.________ auf Verordnung des Hausarztes in der Höhenklinik Z.________ zur Rehabilitation auf (Bericht vom 16. April 2002). Nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens sprach die IV-Stelle der Versicherten eine halbe Invalidenrente bei einem nach der Einkommensvergleichsmethode ermittelten Invaliditätsgrad von 50 % mit Beginn ab 1. September 1999 zu (Verfügung vom 19. Juli 2002).