Citation: 6B_1326/2017 E. 4

Das Appellationsgericht stellt im angefochtenen Urteil fest, dass die Frontscheibe des Fahrzeugs des Beschwerdeführers nicht vollständig, sondern nur teilweise vom Eis befreit gewesen und dadurch zumindest die Sicht des Lenkers nach rechts durch einen von oben nach unten reichenden, mehrere Zentimeter breiten "Vereisungsbalken" beeinträchtigt gewesen sei. Die Vorgaben von Art. 71a Abs. 1 der Verordnung über die technischen Anforderungen an Strassenfahrzeuge (VTS, SR 741.41) seien somit nicht erfüllt gewesen, so dass das Fahrzeug des Beschwerdeführers in einem nicht betriebssicheren Zustand im Sinne von Art. 29 SVG gewesen sei. Es treffe zwar zu und werde von der Vorinstanz auch nicht übersehen, dass der Beschwerdeführer - wie er an der Hauptverhandlung vorgebracht habe - nicht bloss ein Guckloch in die Scheibe gekratzt, sondern einen recht grossen Teil der Scheibe vom Eis befreit habe. Hätte er bloss ein Guckloch ins Eis gekratzt und dadurch eine ernstliche Gefahr für die Sicherheit anderer geschaffen, hätte er sich nicht bloss einer Übertretung nach Art. 93 Abs. 1 SVG, sondern einer groben Verkehrsregelverletzung nach Art. 90 Abs. 2 SVG schuldig gemacht.