Citation: 8C_723/2019 E. 5.3

5.3. Was die Beschwerdeführerin gegen die rechtliche Qualifikaiton des Ereignisses vom 13. August 2008 gemäss Sachverhaltsfeststellung laut angefochtenem Entscheid vorbringt, ist unbegründet. Entgegen der Allianz ist nicht ersichtlich, inwiefern die vorinstanzliche Würdigung des feststehenden Sachverhalts (E. 5.2.1) mit Blick auf die konstante Rechtsprechung (vgl. insbesondere E. 4.3 hievor) Bundesrecht verletzt hätte. Nach der massgebenden Beschreibung des Vorfalles vom 13. August 2008 ist unerheblich, ob der Versicherte nach dem grossen Schritt zwecks Ballabnahme "zu rennen begann". Fakt ist, dass es nach dem grossen Schritt gar nicht mehr zu einer normalen Schrittverlangsamung oder einem "Auslaufen" kommen konnte. Denn die Kniescheibe blockierte bereits am Ende des (ersten) grossen Schrittes bei der Ballabnahme im Moment des Auftretens am Boden und zerbrach. Zu Recht verweist das kantonale Gericht auf die Rechtsprechung, wonach zur Erfüllung des Erfordernisses des äusseren schädigenden Faktors schon der Versuch genügt, vom Stand in eine Laufbewegung überzugehen (Urteil [des Eidgenössischen Versicherungsgerichts; heute: sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] U 398/06 vom 21. November 2006 E. 3.2.1 i.f.). Entgegen der Beschwerdeführerin handelte es sich auch nicht "lediglich [um] einen grossen Schritt" beliebiger Art. Der grosse Schritt bezweckte vielmehr das Zurückspielen des Balles auf das Spielfeld. Die Wahl der Schrittgrösse folgte dem Verlauf des heran rollenden Balles, den der Versicherte auf das Spielfeld zurück spielen wollte. Nicht nur die Schrittgrösse, sondern auch die Fussposition und Beinstellung richteten sich daher nach dem Ziel des beabsichtigten Rückpasses aus. Auch wenn der Versicherte als Fussballtrainer am Spielfeldrand stand, diente der Bewegungsablauf, welcher zur Blockierung und dabei zum Bruch der Kniescheibe führte, dem Zurückspielen des Balles. Der entsprechende Rückpass durch Ballabnahme ist damit auch vergleichbar mit einem Ballschuss (vgl. E. 4.3.3 hievor). Jedenfalls ist nicht als bundesrechtswidrig zu beanstanden, dass die Vorinstanz in der Ausführung dieses grossen Schrittes - mit dem Ziel des Zurückspielens des Balles auf das Spielfeld durch Ballabnahme - eine heftige bzw. belastende Bewegung und damit einen äusseren schädigenden Faktor bei plötzlicher Änderung der Körperlage erkannte.