Citation: 4A_443/2015 E. 4.2

4.2. Blosse Verweise auf Rechtsschriften oder Beilagen zu Rechtsschriften genügen den Anforderungen an die Urteilsbegründung grundsätzlich nicht. Denn es obliegt dem urteilenden Gericht selbst, die Tatsachenelemente festzustellen, die es als rechtserheblich erachtet (BGE 140 III 101 E. 6.2.3 S. 103, Urteil 4A_ 370/2012 vom 4. Dezember 2012 E. 2.3). Im Gegensatz zu Verweisen der Rechtsmittelinstanz auf die Begründung des angefochtenen erstinstanzlichen Entscheids, die zulässig sind, soweit die Rechtsmittelinstanz der Würdigung der ersten Instanz folgt (BGE 141 IV 244 E. 1.2.3 S. 246 f.), kann blossen Verweisen auf Beilagen oder Behauptungen keine Stellungnahme des Gerichts entnommen werden. Das Gericht hat sich jedoch in Würdigung der Beweise in nachvollziehbarer Weise dazu zu äussern, welche Behauptungen der Parteien es als erwiesen oder widerlegt erachtet und weshalb sie rechtserheblich sein sollen. Nur unter dieser Voraussetzung können die Parteien erkennen, welche Tatsachen als rechtserheblich festgestellt worden sind, was sie in die Lage versetzt, sie in Auseinandersetzung mit dieser Würdigung sachgerecht anzufechten.