Citation: 1P.2/2006 19.05.2006 E. 3

Aus den vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass das Obergericht die Beweise nicht willkürlich gewürdigt hat. Soweit der Beschwerdeführer auf den Entscheid des Bundesgerichts 1P.529/2001 vom 25. Oktober 2001 verweist, war die Beweislage im Allgemeinen und bezüglich der Videoüberwachung offensichtlich verschieden; der Beschwerdeführer kann deshalb aus der dortigen Beweiswürdigung nichts für sich herleiten. Auch wenn der Tathergang nicht bis in die letzten Einzelheiten rekonstruiert werden kann, konnte das Obergericht aufgrund der erkennungsdienstlichen Ermittlungen und Aussagen des Beschwerdeführers die Verursachung des Brandes durch den Angeklagten als erstellt beurteilen. Bei objektiver Betrachtung des ganzen Beweisergebnisses bleiben auch keine erheblichen bzw. schlechterdings nicht zu unterdrückenden Zweifel an der Schuld des Beschwerdeführers bestehen. Eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" im Sinne der Beweiswürdigungsregel liegt somit nicht vor. Auch eine Verletzung der Beweislastregel, wonach es Sache des Staates ist, die Schuld eines Angeklagten zu beweisen, und nicht dieser seine Unschuld nachweisen muss, ist offensichtlich nicht gegeben. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet. Der Schuldspruch betreffend fahrlässige Verletzung einer Feuersbrunst verstösst nicht gegen Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.