Citation: 4A_516/2018 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz hat verneint, dass die Anzeichen, welche für die Erkennbarkeit der Fälschung angeblich bestanden, zur Aufdeckung des Betrugs führen konnten. Da der Angestellte für die Erstellung der gefälschten Meldeliste die offiziellen Formulare verwendete, sind nach den Feststellungen im angefochtenen Entscheid die Fälschungen aufgrund des äusseren Erscheinungsbildes nicht erkennbar gewesen. Nach den Feststellungen der Vorinstanz wiesen die vom Angestellten verwendeten Schulnamen sodann eine grosse Ähnlichkeit zu bestehenden oder vormaligen Berufsschulen auf und auch die Konten für die entsprechenden Schulen lauteten auf übliche Abkürzungen und waren unverdächtig. Für jede Buchung sei ein plausibler Beleg vorhanden gewesen, die Höhe der einzelnen Schulbeiträge sei unverdächtig gewesen und da den gefälschten Meldungen Wohnsitz-Bestätigungen der Schüler beilagen, bestand kein Anlass für eine Nachfrage. Der Gebrauch von Amtsstempeln unter Behörden sei seit Jahren nicht mehr gebräuchlich und würde ohnehin erst bei der Kontrolle angebracht. Die gefälschten Meldelisten hätten gleich ausgesehen wie die echten, die fehlende Unterschrift auf gewissen Meldezetteln sei nicht aufgefallen, weil der Eindruck erweckt worden sei, sie beträfen dieselben Schüler für verschiedene Semester und gehörten daher zusammen.