Citation: 1C_267/2021 E. 3.1

3.1. Strittig ist, ob im vorliegenden Fall von einem altlastenrechtlich massgeblichen Sanierungsbedarf auszugehen ist. Ausgangslage dafür ist, dass das kantonale Umweltschutzamt im Jahre 2008 im Zusammenhang mit der Erstellung des Katasters belasteter Standorte eine Aufnahme des Grundstücks der Beschwerdeführerin in diesen Kataster vorsah. Der Eintrag wurde mit Blick auf das damalige Bauprojekt der Beschwerdeführerin zurückgestellt. In den Jahren 2010 bis 2016 wurde im Auftrag der Beschwerdeführerin und im Einverständnis mit dem kantonalen Amt eine historische und technische Voruntersuchung durchgeführt. In der Folge nahm die Beschwerdeführerin in den Jahren 2016 und 2017 eine Gesamtdekontamination vor, d.h. sie entfernte das belastete Erdreich vollständig, um einen Eintrag im Kataster belasteter Standorte zu vermeiden und ihr Bauvorhaben umzusetzen. Während bzw. nach Beendigung der Dekontamination liess die Beschwerdeführerin die Belastung des Bodens und die damit verbundene mögliche Gefährdung des Grundwassers aufgrund der Erkenntnisse, die sich aus den Arbeiten ergaben, fachlich neu beurteilen, was Ende 2017 im Wesentlichen in zwei Fachberichten mündete.