Citation: 6B_98/2024 E. 1.2.1

1.2.1. Der Beschwerdegegner habe sich am 1. August 2021 beim Hintereingang des Clubs C._________ die in der Anklage aufgeführten Verletzungen an Bauch, Hals, Schulter und Hand zugezogen. Dies ergebe sich aus den unmittelbar nach der Tat angefertigten Fotos des Beschwerdegegners, dem Bericht der Klinik für Traumatologie sowie aus dem Gutachten zur körperlichen Untersuchung des Instituts für Rechtsmedizin. Mit Bezug auf die Äusserungen des Beschwerdegegners führt die Vorinstanz aus, dieser schildere den Sachverhalt "anklagegemäss" und gebe an, der Beschwerdeführer habe nach dem Zusammentreffen ein Messer gezückt und versucht, ihn am Hals zu stechen. Trotz seiner Gegenwehr habe ihn der Beschwerdeführer mit dem Messer am Hals und an den Fingern geschnitten sowie auf den Bauch eingestochen. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdegegner zeichne mit seinen Aussagen ein klares und einheitliches Bild der Geschehnisse und stuft seine Aussagen aufgrund des Detaillierungsgrades und der Differenziertheit als glaubhaft ein. Zum Kerngeschehen habe der Beschwerdegegner unmittelbar nach der Tat gegenüber der Polizei geschildert, wie der aufgebrachte Beschwerdeführer mit dem Türsteher einen heftigen Disput geführt habe, weil ihm der Zutritt verwehrt worden sei. Um ihn zu beruhigen, sei der Türsteher auf den Beschwerdeführer zugegangen. Der Beschwerdeführer habe jedoch den Türsteher an die Wand gedrückt und dann mit dem Messer mehrmals auf ihn eingestochen. Das Messer habe er nicht genau gesehen, denn es sei dunkel gewesen. Er habe aber gehört, wie der Beschwerdeführer unmittelbar vorher etwas aus der Tasche gezogen und geöffnet habe. Anfänglich habe er nichts gespürt, sondern erst Sekunden später, wo er auch ein wenig Blut auf seinem T-Shirt gesehen habe. Weiter erwägt die Vorinstanz, der Beschwerdegegner habe die Ereignisse in der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 3. September 2021 gleichlautend geschildert - insbesondere die Geschehnisse vor und nach dem eigentlichen Kerngeschehen. Nach der Verweigerung des Zutritts zum Club sei der Beschwerdeführer aggressiv geworden, worauf der Beschwerdegegner versucht habe, ihn zu beruhigen. Der Beschwerdeführer habe das Messer gezückt und auf ihn in Richtung Hals ein- und danach ihm in den Bauch gestochen. Bei der Stichbewegung in Richtung Hals habe er sich mit der Hand zu schützen versucht. Sein T-Shirt habe der Beschwerdegegner als im Bauchbereich voll Blut und im Kragenbereich als ein wenig blutbefleckt beschrieben, wobei er selber nur wenig Blut verloren habe. Es habe mittelgradig Blut auf dem T-Shirt gehabt. Nachdem sich die Vorinstanz mit den vom Beschwerdeführer vorgebrachten Einwänden gegen die Glaubhaftigkeit der beschwerdegegnerischen Äusserungen auseinandersetzt, stuft sie die Aussagen des Beschwerdegegners insgesamt als glaubhaft ein.