Citation: 8C_774/2023 E. 3.3.1

3.3.1. Der orthopädische Gutachter stellt als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit chronische Beschwerden im Bereich des dominanten rechten Ellbogens und Vorderarms bei Status nach Hohmann/Wilhelm am 14. März 2019 bei Epicondylopathia humeri radialis, Status nach Ellbogenarthroskopie am 15. Oktober 2019 und Status nach Dekompression, Neurolyse und submuskulärer Vorverlagerung des Nervus ulnaris am 17. März 2020, wobei klinisch kein objektiver Hinweis für eine längerdauernde Schonung der Extremität bestehe. Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit diagnostiziert er einen Status nach wiederholtem arthroskopischem Knieeingriff beidseits. Er führt aus, dass sich die beklagten Beschwerden aus orthopädischer Sicht durch die klinischen, radiologischen und infiltrativen Befunde keinesfalls klar begründen liessen. Dennoch würden sich die chronischen Schmerzen im Bereich des rechten Ellbogens insofern auf die Arbeitsfähigkeit auswirken, als die Beschwerdeführerin aus orthopädischer Sicht keine Verrichtungen mehr ausüben könne, die körperlich schwere Anteile enthielten. Für den angestammten Beruf bestehe demnach seit März 2004 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Eine angepasste Arbeit, körperlich leicht bis selten mittelschwer unter Wechselbelastung, sei der Beschwerdeführerin auf Ebene des Bewegungsapparats zeitlich und leistungsmässig uneingeschränkt möglich. Für derartige Verrichtungen habe auch in der Vergangenheit keine längerdauernde Arbeitsunfähigkeit im Sinn einer invalidisierenden Erkrankung bestanden. Einzig für den Zeitraum von der ersten Ellbogenoperation im März 2019 bis sechs Monate nach dem letzten Eingriff von März 2020 habe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden.