Citation: 1C_439/2018 E. 3

Der Beschwerdeführer führt einen Landwirtschaftsbetrieb. Er hat auf den Grundstücken Kat.-Nr. 3328 und 3329 ein Mehrfamilien-Wohnhaus errichtet, welches aus einem in der Landwirtschaftszone (vgl. Art. 16 und 16a RPG [SR 700]) zonenkonformen Teil (Betriebsleiterwohnhaus mit Stöckli) und einem zonenfremden Teil besteht. Derjenige Teil des Wohnhauses, der als Ersatz für das frühere, nie landwirtschaftlich genutzte Wohnhaus errichtet wurde und nicht vom Beschwerdeführer und seiner Mutter bewohnt wird, wurde mit einer Ausnahmebewilligung i.S.v. Art. 24c RPG bewilligt. Umstritten ist, ob für die nicht bewilligte, aber bereits realisierte Umgebungsgestaltung des Mehrfamilienhauses nachträglich eine Baubewilligung zu erteilen ist. Die Baudirektion des Kantons Zürich hatte sich bei der Beurteilung der Zulässigkeit der Umgebungsgestaltung unter anderem auf ihre Praxis zu den altrechtlichen Wohnbauten gemäss Art. 24c RPG abgestützt, wonach nur im Nahbereich eines Wohnhauses, bzw. grundsätzlich nur innerhalb eines 7 m-Radiuses um das Wohnhaus, eine Gartengestaltung vorgenommen werden dürfe. Die Vorinstanz hat erwogen, dass sich die zulässige Grösse zonenkonformer Wohnbauten in der Landwirtschaftszone nach Art. 16a Abs. 1 Satz 1 RPG und Art. 34 Abs. 1 RPV und demgemäss nach ihrer Notwendigkeit richte. Landwirtschaftliche Wohnbauten dürften nicht überdimensioniert sein, wobei den Behörden ein erheblicher Spielraum in der Beurteilung darüber zustehe, wie viel Wohnraum erstellt werden dürfe. Gemäss den Ausführungen der Vorinstanz haben sich auch zonenkonforme Wohnbauten in der Landwirtschaftszone an den Zielen und Grundsätzen von Art. 1 und 3 RPG zu orientieren. Dazu zählten namentlich der Landschaftsschutz und die Erhaltung genügender Flächen geeigneten Kulturlandes. Dementsprechend seien auch zonenkonforme landwirtschaftliche Wohnbauten in ihrem Umfang zu beschränken, nämlich um die Zersiedelung gering zu halten und Kulturland sowie Landschaft zu schützen. Unter diesen Umständen sei nicht einzusehen, warum einer landwirtschaftlichen Wohnnutzung eine grössere Gartenfläche zustehen sollte als einer nicht zonenkonformen Wohnnutzung. Es sei gerechtfertigt, die Praxis, wonach Gartenanlagen bei altrechtlichen Wohnbauten im Sinne von Art. 24c RPG nur im Nahbereich des Wohnhauses bzw. grundsätzlich nur in einem 7 m-Radius erstellt werden dürften, sinngemäss auf zonenkonforme Wohnbauten in der Landwirtschaftszone anzuwenden, zumal diese Praxis nicht als absolut zu betrachten sei, im konkreten Fall jeweils eine Interessenabwägung stattfinde und die 7 m-Regel nur als Richtschnur diene. Die Anwendung der erwähnten Praxis zu Art. 24c RPG rechtfertige sich im vorliegenden Fall umso mehr, als die Wohnbaute in der Landwirtschaftszone nicht ausschliesslich zonenkonform sei, sondern sich aus einem zonenkonformen und einem nicht zonenkonformen Teil zusammensetze. Sodann setzte sich die Vorinstanz im angefochtenen Urteil mit Lage, Ausmass und Erscheinungsbild der neu gestalteten Gartenanlage ausführlich auseinander und kam zum Schluss, dass diese zu Recht nicht bewilligt worden sei.