Citation: 8C_446/2007 28.12.2007 E. 4

Zu prüfen ist zunächst, ob die SUVA Leistungen in Zusammenhang mit dem Augenleiden zu erbringen hat. 4.1 Im Anschluss an die Unfälle vom 22. August und 16. September 1999 hatte der Beschwerdeführer zunächst über keine Sehstörungen geklagt. Im Februar 2000 kam es zu einer plötzlichen Visusverminderung rechts und Bewegungsschmerzen der Augen. Im Spital X.________ wurde anlässlich einer stationären Untersuchung vom 15. bis 17. Februar 2000 eine Retrobulbärneuritis (Bericht vom 18. Februar 2000) und bei einer späteren ambulanten Untersuchung ein Mikrostrabismus rechts festgestellt und die Verdachtsdiagnose einer vorbestehenden Amblyopie erhoben (Bericht vom 10. Mai 2000). Im Rahmen einer vom Spital X.________ veranlassten konsiliarischen augenärztlichen Untersuchung im Januar 2004 wurde die Diagnose einer Amblyopie rechts bei Mikrostrabismus bestätigt und eine leichte Visusminderung links bei asthenopischen Beschwerden gefunden (Bericht vom 20. Januar 2004). Die gleichen Diagnosen wurden in einem Bericht der Augenklinik vom 23. März 2005 gestellt. Es lagen demzufolge keine neuen Tatsachen vor, welche im Lichte von Art. 53 ATSG zu einer anderen Beurteilung Anlass gegeben hätten, weshalb die SUVA den Leistungsanspruch in diesem Punkt zu Recht verneint hat (Art. 53 ATSG [Revision und Wiedererwägung]). 4.2 An dieser Feststellung vermag der vom Beschwerdeführer bei PD Dr. med. W.________ in Auftrag gegebene augenärztliche Bericht vom 13. April 2006 nichts zu ändern. Zwar wird darin nebst einer vorbestehenden Amblyopie des rechten Auges und einer korrekturbedürftigen Weitsichtigkeit (Hyperopie) links eine gestörte Farbwahrnehmung erwähnt, welche den Beschwerdeführer in der beruflichen Tätigkeit als Farb-Qualitätsprüfer beeinträchtigt hat und nach Auffassung des Augenarztes mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine Unfallfolge darstellt. Wie es sich hinsichtlich der von den Ärzten der SUVA bestrittenen Unfallkausalität dieser Störung verhält und ob allenfalls eine Berufskrankheit im Sinne von Art. 14 UVV vorliegt, kann offen bleiben, weil es sich nach den Angaben von PD Dr. med. W.________ um eine leichte Störung ("grenzwertig normal bis pathologisch") handelt, welche keiner Behandlung zugänglich ist und sich lediglich in einem bezüglich der Farbwahrnehmung hoch anspruchsvollen Beruf auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt. Sie vermag daher zu keinen Versicherungsleistungen Anlass zu geben. Mangels Erheblichkeit des Schadens besteht auch kein Anspruch auf eine Integritätsentschädigung (Art. 24 UVG; Art. 36 Abs. 1 Satz 2 UVV).