Citation: 6B_824/2022 E. 1.5

1.5. Die Rüge ist berechtigt. Die beiden vom Beschwerdeführer beanstandeten Passagen (" [...] insbesondere an die Orientierung darüber, dass er mit einer Bestrafung durch die Staatsanwaltschaft wegen rechtswidrigen Aufenthalts zu rechnen habe." und "Dass es sich bei der eingeschriebenen Sendung [...] um den angekündigten Strafbefehl hand eln könnte [...]") lassen sich weder aus den vorinstanzlichen Ausführungen zum Sachverhalt ableiten noch mittels ihren dazu zitierten Quellen belegen. Die diesbezüglichen vorinstanzlichen Feststellungen erweisen sich deshalb als willkürlich. Ob die Behebung dieses Mangels für den Ausgang des Verfahrens entscheidend ist, kann angesichts der nachfolgenden Erwägungen offen bleiben, zumal die Zustellung des Strafbefehls vom 9. Juli 2019 erstellt ist.