Citation: 2C_246/2022 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz erwog, die Beschwerdeführerin sei ihren eigenen Angaben zufolge seit 2006 mit ihrem in der Schweiz aufenthaltsberechtigten Partner liiert, mit welchem sie seit ihrer Einreise vor 8 Jahren eine Wohnung teile und auch beruflich zusammenarbeite. Es falle jedoch auf, dass der Beschwerdeführer zwar regelmässig Verpflichtungserklärungen zur Ermöglichung des Aufenthalts der Beschwerdeführerin eingegangen sei und bislang die Miete für die gemeinsame Wohnung übernommen habe, eine darüber hinausgehende Beziehung in früheren Stellungnahmen des Paares jedoch kaum Erwähnung gefunden habe. Auch vor der Unterinstanz sei der Beschwerdeführer zunächst lediglich als "musikalischer Partner" bezeichnet worden und sei ansonsten nur die Rede davon gewesen, dass das Paar "zwischenzeitlich liiert" gewesen und "einander noch immer sehr eng verbunden" sei. Es erscheine wenig wahrscheinlich, dass der frühere Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin aufgrund fehlerhafter Instruktion oder aufgrund von Missverständnissen die Beziehung des Paares (wiederholt) nicht weiter betont oder deren Bedeutung für das vorliegende Verfahren unterschätzt habe. Vielmehr deute die gesamte Aktenlage stark darauf hin, dass die Beziehung des Paares nicht die behauptete Qualität aufweise. Es sei zwar durchaus möglich oder gar wahrscheinlich, dass die Beschwerdeführer sich nahe stünden und seit mehreren Jahren zusammen wohnten. Zugleich deuteten aber die Umstände auch klar darauf hin, dass ihre Beziehung mindestens zeitweise nicht (mehr) den Charakter einer Liebesbeziehung oder eines Konkubinats gehabt habe. So habe die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin namentlich in ihrem Verlängerungsgesuch vom 17. Februar 2021 den Beschwerdeführer lediglich als ihren "musikalischen Partner" bezeichnet und der damalige Rechtsvertreter habe mit seinen Eingaben vom 16. März und 13. Mai 2021 zwar ausdrücklich auf Freunde und Bekannte der Beschwerdeführerin Bezug genommen, die Konkubinatsbeziehung hingegen unerwähnt gelassen. Sodann seien auch keine konkreten Schritte dokumentiert, welche auf eine unmittelbar bevorstehende Hochzeit des Paares hindeuten würden. Die Beschwerdeführer hätten offenkundige Eigeninteressen in der Sache, weshalb auf ihre eigenen Angaben nicht vorbehaltslos abgestellt werden könne. Die eingereichten Fotobeweise würden zwar eine gewisse Verbundenheit des Paares dokumentieren, seien aber schon aufgrund der nicht überprüfbaren Datierung ungeeignet, eine gefestigte Konkubinatsbeziehung zu belegen.