Citation: 6B_290/2015 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz erwägt, die Videoaufzeichnung der Kantonspolizei Zürich zeige, dass der Abstand zwischen dem vom Beschwerdeführer gefahrenen Mercedes und dem vor ihm fahrenden Lastwagen augenscheinlich gering ist. Das in Auftrag gegebene Sachverständigengutachten zur Ermittlung des konkreten Abstands sei hinsichtlich der wiedergegebenen Erkenntnisse in allen Teilen nachvollziehbar und überzeugend. Es bestünden keine Gründe, an der Richtigkeit des Gutachtens zu zweifeln, weshalb erstellt sei, dass der Beschwerdeführer über eine Distanz von 250 und 400 Metern bei einer Geschwindigkeit von mindestens 80 km/h einen Abstand von 12 Metern oder weniger zum vorausfahrenden Lastwagen eingehalten habe. Die Vorinstanz führt aus, gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung könne für die Beurteilung einer groben Verkehrsregelverletzung als Richtschnur die Regel " 1 /6 -Tacho" bzw. ein Abstand von 0,6 Sekunden herangezogen werden. Dass der Beschwerdeführer mit seinem Personenwagen hinter einem Lastwagen herfuhr, begründe keinen besonderen Umstand, um zu seinen Gunsten von der Rechtsprechung abzuweichen. Zwar sei anzunehmen, dass er einen etwas kürzeren Bremsweg gehabt hätte, jedoch habe er nicht sehen können, was sich vor dem Lastwagen abgespielt habe und hätte somit erst verzögert reagieren können. Auch wenn der Beschwerdeführer keine Gefahr habe schaffen wollen, habe er um die Gefährlichkeit seines zu dichten Auffahrens gewusst und namentlich Leib und Leben der Insassen des Lastwagens gefährdet, wobei er sich zumindest ein bedenkenloses und damit pflichtwidriges Verhalten anrechnen lassen müsse.