Citation: 1C_546/2022 E. 1.3.3

1.3.3. Das Vorliegen eines Zwischenentscheides ist nicht bereits dann zu bejahen, wenn mit der (materiellen) Rückweisung verlangt wird, dass geänderte Baupläne bei der Baubehörde einzureichen und zu bewilligen sind. Vielmehr ist auch in diesem Fall zu prüfen, ob der unteren Instanz tatsächlich ein Entscheidungsspielraum zusteht oder die Rückweisung nur der Umsetzung des oberinstanzlich Angeordneten dient (vgl. Urteil 1C_170/2022 vom 12. September 2022, E. 1.4.3). Im Entscheid des Baurekursgerichts wurden dem Beschwerdegegner durch die Nebenbestimmung betreffend die Firsthöhen bereits klar bestimmte Vorgaben zur Überarbeitung der Baupläne gemacht. Der Gemeinde als Baubewilligungsbehörde verbleibt im Rahmen der Genehmigung grundsätzlich kein Entscheidungsspielraum, sondern es geht nur noch um die Umsetzung des oberinstanzlich Angeordneten, d.h. der Genehmigung der Pläne unter Berücksichtigung der herabgesetzten Firsthöhen um 5 cm (rot bezeichneter Gebäudeteil) bzw. 10.5 cm (grau bezeichneter Gebäudeteil). Durch die geringfügigen Anpassungen (vgl. auch hinten E. 6.2) der Pläne werden auch keine Interessen der Nachbarschaft in neuer Weise tangiert, sodass keine Gefahr besteht, dass sich das Bundesgericht zweimal mit dem Bauvorhaben befassen müsste (vgl. Urteile 1C_170/2022 vom 12. September 2022, E. 1.4.3; 1C_563/2012 vom 26. April 2013, E. 1.2 mit Hinweisen).