Citation: 8C_828/2008 09.02.2009 E. 3.2

3.2.1 Das kantonale Gericht hat sich mit dem Einwand der Beschwerdeführerin, der von der SUVA im Rahmen einer kreisärztlichen Beurteilung konsultierte Dr. med. N.________ erwecke den Anschein von Befangenheit, einlässlich auseinandergesetzt. Den nicht zu beanstandenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid ist einzig beizufügen, dass die undatierte Aktenbeurteilung dieses Arztes auf die SUVA-Anfrage vom 8. Januar 2007 hin nicht in Widerspruch zu dessen Auskünften vom 18. Januar 2007 steht. Darin wurde lediglich der Befund wiederholt, dass die gesundheitlichen Beeinträchtigungen medizinisch unklar waren, wobei der Diabetes mellitus im Vordergrund stand. Mit der Vorinstanz ergibt sich aus den medizinischen Akten klar, dass die diagnostizierte frozen shoulder (oder retraktile Kapsulitis) beidseits nicht unfallbedingt sein kann. Dem Einwand, diese Symptomatik sei durch die aufgrund der Schambeinastfraktur notwendig gewordene Verwendung von Gehstöcken, mithin einer Mehrbelastung der Schulter- und Armgelenke, entstanden, kann nicht beigepflichtet werden. Schon kurze Zeit nach dem Unfall vom 22. Dezember 2005 empfahl das Spital X.________ der Versicherten, die Stöcke beim Gehen wegzulassen und weiterhin unter Anleitung die Muskelfunktionen, insbesondere die Beckenmuskulatur zu trainieren (Bericht vom 26. Mai 2006). Daraus ist zu schliessen, dass aus ärztlicher Sicht schon früh eine vollständige Mobilisierung der Hüftgelenke zuzumuten war. Damit übereinstimmend kam die Klinik B._________ (Bericht vom 27. November 2007) zum Ergebnis, dass die Ursache der retraktilen Kapsulitis links weder anhand der radiologischen Aufnahmen, noch der klinischen Untersuchungen geklärt werden konnte. Die Ärzte wiesen auf die ungünstigen gesundheitlichen Bedingungen der Versicherten hin, die seit Jahren an einem Diabetes mellitus sowie einer Hypothyreose leidet. Dr. med. K.________ stellte im Bericht vom 15. November 2007 lediglich einen zeitlichen Zusammenhang zwischen dem Unfall und den Schulterbeschwerden fest. Seiner Auffassung, in solchen Fällen müsse die Kausalitätsfrage zugunsten der Patienten entschieden werden, liegt die beweisrechtlich unzulässige Regel "post hoc ergo propter hoc" zugrunde, wie die Vorinstanz richtig erwogen hat. In Anbetracht der Beweislage hat das kantonale Gericht zu Recht einen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bestehenden natürlichen Zusammenhang zwischen den beidseitig bestehenden Schulter- und Armbeschwerden und dem Unfall vom 22. Dezember 2005 verneint. An dieser Beurteilung ändert das letztinstanzlich aufgelegte Gutachten der MEDAS vom 9. November 2008 nichts. Danach waren für die chronische ankylosierende Periarthroapathia humeroscapularis links mehr als rechts ätiologisch in erster Linie der insulinpflichtige Diabetes mellitus mit axonaler Neuropathie (Erstdiagnose 1976), eine subklinische Hypothyreose (Status nach Hashimoto-Thyreoiditis 1993/94) als bekannte Co-Faktoren einer adhäsiven Kapsulitis sowie im Bereich der rechten Hand ein postoperativer Residualzustand (nach Synovektomie und Denervation 1993/1994) bei anderseits möglicher Schulterprellung links nach Fahrradsturz (22. Dezember 2005) zu nennen. Die erstbehandelnden Ärzte des Spitals X.________ hielten hinsichtlich der linken Schulter und des linken Armes keine Beschwerden fest, weshalb nicht nachgewiesen ist, dass die Versicherte beim Unfall vom 22. Dezember 2005 eine Schulterprellung erlitten hatte. 3.2.2 Was die unstreitig konsolidiert abgeheilte Schambeinastfraktur und deren allfällige Folgen anbelangt, hat die Vorinstanz entgegen den Einwänden der Beschwerdeführerin nicht einzig die Schlussfolgerungen der Frau Dr. med. U._________ (kreisärztlicher Untersuchungsbericht vom 6. Juli 2007) übernommen. Sie berücksichtigte auch die Auskünfte der Klinik Z._________ vom 3. Oktober 2006, wonach die angegebenen Beeinträchtigungen in der linken Hüfte mit Beuger- und Streckerschwäche aus rheumatologischer Sicht nicht interpretiert werden konnten, sowie des Spital A.________ vom 5. Oktober 2006, laut welchen die Hüftbeschwerden weitgehend inaktivitätsbedingt waren. Nicht ersichtlich ist in diesem Zusammenhang, inwiefern Frau Dr. med. U._________ voreingenommen gewesen sein soll. Die Kreisärztin legte gestützt auf eine umfassende Darstellung der Anamnese, eine eigene klinische Exploration der Versicherten vom 6. Juli 2007 sowie unter Beurteilung der radiologischen Aufnahmen vom 18. Januar 2007 (Beckenübersicht) und 5. April 2007 (Skelettszintigraphie) plausibel dar, dass für die geklagten Hüft-/Beckenschmerzen kein objektives Substrat mehr feststellbar war, weshalb diese aus medizinischer Sicht nicht mehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als Unfallfolgen gewertet werden konnten. Der vorinstanzlich eingereichte Bericht der Klinik B._________ vom 23. Juni 2008 steht diesem Ergebnis nicht entgegen, nachdem darin erneut festgestellt wurde, dass weder klinisch noch radiologisch (Arthro-MRI vom 23. Juni 2008 in der Klinik D.________) ein die geklagten Beschwerden erklärbarer unfallbedingter Befund erhoben werden konnte. Dies betraf u.a. auch die radiologisch neu entdeckte Labrumläsion, welche gemäss Diagnose degenerativen Ursprungs war. Nichts anderes ist dem fast gleichlautenden letztinstanzlich aufgelegten Bericht der Klinik B._________ vom 3. September 2008 zu entnehmen. Hinsichtlich der Angaben des Dr. med. K.________ vom 1. Oktober 2008 an die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin wird auf das in vorstehender Erwägung Gesagte verwiesen. Die MEDAS legt im Gutachten vom 10. November 2008 mangels Fragestellung nicht dar, ob die geklagten Hüft-/Beckenbeschwerden unfallkausal sind. Dasselbe trifft zu für den Operationsbericht der Klinik B._________ vom 16. Dezember 2008. Insgesamt betrachtet ist daher der kantonale Entscheid, mit welchem ab 1. September 2007 ein natürlicher Kausalzusammenhang der weiterhin geklagten Hüft-/Beckenbeschwerden mit dem Unfall vom 22. Dezember 2005 verneint wurde, nicht zu beanstanden. 3.2.3 Was schliesslich den geltend gemachten Taggeldanspruch vom 1. Februar bis 1. September 2007 anbelangt, wird auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen, wonach die Versicherte in diesem Zeitraum im angestammten Beruf als kaufmännische Sachbearbeiterin unfallbedingt nicht mehr eingeschränkt gewesen war.