Citation: 8C_804/2021 E. 4.1.3

4.1.3. Rechtsprechungsgemäss fallen Z-codierte Diagnosen nicht unter den Begriff der invaliditätsrechtlich erheblichen Gesundheitsbeeinträchtigungen; sie stellen grundsätzlich keine invalidisierenden Gesundheitsschäden dar (vgl. Urteil 9C_542/2019 vom 12. November 2019 E. 3.2 mit weiteren Hinweisen). Hieraus lässt sich mithin nichts zugunsten der Beschwerdeführerin ableiten. Hinsichtlich des Berichts der behandelnden Psychiaterin Dr. med. E.________ vom 18. Juni 2020 ist zu betonen, dass es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-) Person einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4) rechtsprechungsgemäss nicht zulässt, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräfte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil diese wichtige - und nicht rein subjektiver Interpretation entspringende - Aspekte benennen, die bei der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (BGE 135 V 465 E. 4.5; 125 V 351 E. 3b/cc; SVR 2017 IV Nr. 7 S. 19, 9C_793/2015 E. 4.1; Urteile 8C_630/2020 vom 28. Januar 2021 E. 4.2.1; 8C_370/2020 vom 15. Oktober 2020 E. 7.2). Inwiefern im vorliegenden Fall solche Aspekte aus dem Bericht vom 18. Juni 2020 hervorgehen sollen, ist nicht ersichtlich. Dass die Vorinstanz diesen Bericht den Experten der Klinik C.________ nicht zur Stellungnahme zukommen liess, verletzt daher, entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin, den Untersuchungsgrundsatz nicht. Ihre weitere Kritik, die Diagnose einer bloss leichten Depression stimme nicht mit den absolvierten Tests überein, da sich hieraus eine schwerere depressive Erkrankung ergeben habe, verfängt schon deshalb nicht, weil die klinische Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung entscheidend ist. Den Testverfahren (hier: Hamilton Depressionsskala [HAMD] und Beck-Depressions-Inventar [BDI]) kommt im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung höchstens eine ergänzende Funktion zu (Urteile 9C_362/2020 vom 21. Oktober 2020 E. 3.4; 8C_465/2019 vom 12. November 2019 E. 5; 9C_728/2018 vom 21. März 2019 E. 3.3). Dementsprechend legten die Gutachter der Klinik C.________ schlüssig dar, weshalb sie - massgeblich gestützt auf die klinischen Eindrücke und in Berücksichtigung der auf die akzentuierten Persönlichkeitszüge zurückzuführenden Aggravation - abweichend von den Testergebnissen von einer lediglich leichten depressiven Erkrankung ausgingen. Die anderslautende Einschätzung von Dr. med. E.________ vermag nach dem Gesagten daran nichts zu ändern, wie die Vorinstanz zutreffend schlussfolgerte.