Citation: 7B_8/2021 E. 5.4.3

5.4.3. Macht der säumige Beschuldigte einen Krankheitszustand als Säumnisgrund geltend, hat er glaubhaft zu machen, dass er durch die Erkrankung davon abgehalten wurde, den Termin, zu dem er persönlich zu erscheinen hatte, wahrzunehmen. Ein Arztzeugnis bildet dabei keinen absoluten Beweis, sondern unterliegt - wie alle Beweismittel - der freien richterlichen Beweiswürdigung. Nach den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz ist das Gericht folglich nicht an die vom Beschwerdeführer eingereichten Arztzeugnisse gebunden. Vielmehr hat es diese frei nach seiner aus dem gesamten Verfahren gewonnenen Überzeugung zu würdigen sowie zu entscheiden, ob und in welchem Masse es diese als beweiskräftig erachtet.