Citation: U 278/98 10.02.2000 E. 4

4.- Vorliegend steht - entgegen der Ansicht der X.________ - fest, dass die Beschwerdeführerin beim Unfall vom 21. Januar 1993 ein (indirektes) Schleudertrauma der HWS erlitten hat. Ebenso ist auf Grund der medizinischen Akten, die von der Vorinstanz einlässlich, sorgfältig und zutreffend gewürdigt worden sind, erstellt, dass zwar nach dem Unfall auch für eine Schleuderverletzung typische Beschwerden aufgetreten sind. Wie im Bericht der Neurologischen Abteilung der Klinik vom 2. Februar 1994 aber festgehalten ist, trat in der Folge eine subjektive Problematik in den Vordergrund, welche schliesslich eindeutige Dominanz aufwies. Unter diesen Umständen ist die Adäquanz des Kausalzusammenhanges, wie das kantonale Gericht zutreffend erkannt hat, nicht anhand der Kriterien, wie sie für Schleudertraumen der HWS entwickelt wurden, sondern unter dem Gesichtspunkt einer psychischen Fehlentwicklung zu prüfen (vgl. Erw. 2 hievor). a) Mit der Vorinstanz sind die Unfallereignisse vom 21. Januar 1993 dem mittleren Bereich im Grenzbereich zu den leichten Unfällen zuzuordnen. Die Adäquanz der Unfallfolgen ist praxisgemäss daher zu bejahen, wenn eines der nach der Rechtsprechung für die Adäquanzbeurteilung als massgebend bezeichneten Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist oder die genannten Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sind (BGE 115 V 141 Erw. 6c/bb). Dies trifft hier nicht zu, wie das kantonale Gericht mit überzeugender Begründung dargelegt hat. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird nichts vorgebracht, was zu einer anderen Betrachtungsweise führen könnte. b) Soweit die Beschwerdeführerin die Kriterien der langandauernden Arbeitsunfähigkeit, der Dauerschmerzen sowie der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung als erfüllt betrachtet, übersieht sie, dass dies durchwegs nicht körperlich, sondern vielmehr psychisch bedingt der Fall war, was indessen bei der Adäquanzbeurteilung bei psychischer Fehlentwicklung anhand der Kriterien gemäss BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa ohne Belang ist. Soweit die Beschwerdeführerin die Rechtsprechung zum adäquaten Kausalzusammenhang bei psychischen Unfallfolgen an sich kritisiert und sinngemäss deren Änderung postuliert, ist auf BGE 123 V 100 ff. Erw. 3 hinzuweisen, wo sich das Eidgenössische Versicherungsgericht ausführlich mit dieser Frage auseinandersetzte und die Rechtsprechung bestätigte. Es besteht kein Anlass, die geltende Praxis einer weiteren Überprüfung zu unterziehen, zumal die Beschwerdeführerin in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde keine in BGE 123 V 100 ff. Erw. 3 unberücksichtigt gebliebenen Gesichtspunkte aufwirft. c) Selbst wenn von der Darstellung der Beschwerdeführerin ausgegangen würde, sie sei wuchtig durch einen Skifahrer von hinten angefahren worden, könnte die Adäquanzbeurteilung nicht anders ausfallen. Dass der erste Unfall hinsichtlich des Schweregrades deswegen anders einzuordnen wäre, wird selbst von der Beschwerdeführerin nicht geltend gemacht. Ihrer Schilderung können indessen keine besonders dramatische Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit des Unfalles entnommen werden, womit das einzige Kriterium, auf das ihre Darstellung allenfalls einen Einfluss haben könnte, auch nicht erfüllt wäre. d) Nach dem Gesagten steht fest, dass den Unfällen vom 21. Januar 1993 für die psychisch bedingte Gesundheitsstörung mit der Folge einer Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit keine massgebende Bedeutung zukommt, weshalb die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen zu Recht mit Verfügung vom 3. September 1996 eingestellt hat.