Citation: 8C_808/2018 E. 5.2.5

5.2.5. Materiell betrifft der Streit über die Feststellungsverfügung vom 6. Januar 2015 die Frage, ob dem Beschwerdegegner 2 nach UVG die Versicherteneigenschaft zukommt oder nicht (vgl. dazu Art. 1a UVG in Verbindung mit Art. 1 UVV). Dies hängt von der Beurteilung seines arbeitsorganisatorischen Verhältnisses gegenüber der Beschwerdegegnerin 1 ab (selbstständig oder unselbstständig ausgeübte Erwerbstätigkeit als Chauffeur im Bereich Einzelpersonentransport; vgl. dazu SVR 2018 UV Nr. 19 S. 66, 8C_571/2017; SVR 2017 UV Nr. 44 S. 153, 8C_189/2017). Der Suva kann nicht gefolgt werden, soweit sie diesen Streit über die Versicherteneigenschaft des Beschwerdegegners 2 als "Beitragsstreit" bezeichnet, weshalb sich der Gerichtsstand auf Grund des überwiegenden Interesses des Arbeitgebers als gesamthafter Prämienschuldner (vgl. Art. 91 Abs. 3 UVG) nach dessen Sitz zu richten habe. Entgegen der Suva ist der Beschwerdegegner 2 gleichermassen wie die Beschwerdegegnerin 1 vom Streit über die Versicherteneigenschaft betroffen. Zwar würde die Beschwerdegegnerin 1 nach Art. 91 Abs. 3 UVG gegenüber dem zuständigen Versicherungsträger den gesamten Prämienbetrag schulden. Doch hätte der Beschwerdegegner 2 grundsätzlich nach Art. 91 Abs. 2 UVG die Prämien für die obligatorische Versicherung der Nichtberufsunfälle zu tragen. Es ist nicht erkennbar, inwiefern die Beschwerdegegnerin 1 am Ausgang des materiellen Streites über die Versicherteneigenschaft des Beschwerdegegners 2 ein gegenüber dem Letzteren überwiegendes Interesse haben sollte, zumal dies seitens der Beschwerdegegnerin 1 auch nicht geltend gemacht wird. Denn wie von ihr dargelegt, entfaltet der Entscheid über die hier zu beurteilende Streitfrage für die übrigen Fahrdienstleister der Beschwerdegegnerin 1 keine Wirkung.