Citation: U 253/05 23.01.2006 E. 2

Was die für den Anspruch auf eine Invalidenrente zunächst massgebende Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers anbelangt, diagnostizierte Dr. med. I.________ am 11. April 2003 eine posttraumatische/ postoperative Omarthrose rechts bei Status nach viermaligem Schultereingriff, weshalb die ausgeübte körperlich sehr strenge Tätigkeit als Lagerführer äusserst ungünstig sei und dem Patienten dringend eine Umschulung auf einen wenig belastenden Job angeboten werden sollte. Der Hausarzt Dr. med. G.________ stellte im ärztlichen Zwischenbericht vom 24. Juni 2003 dieselbe Diagnose und hielt fest, dass die strenge Arbeit als Lagerist sehr ungeeignet sei. Der Kreisarzt Dr. med. B.________ diagnostizierte in seinem abschliessenden Bericht vom 17. Oktober 2003 ebenfalls eine Omarthrose rechts mit einer erheblichen Funktionseinschränkung der rechten Schulter bei Status nach Luxation vom 15. April 1986 sowie diversen operativen Eingriffen. Überkopfarbeiten seien dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar, sondern lediglich noch Arbeiten auf Brust- und Bauchhöhe, wobei der rechte Arm als Zudienarm eingesetzt werde. Das Tragen von Lasten über 15 Kilogramm sei einzuschränken und häufige Rotationsbewegungen sowie Schläge auf den Arm seien zu vermeiden. Unter Berücksichtigung dieser Behinderung sei jedoch dem Versicherten - so der SUVA-Kreisarzt - ein ganztägiger Arbeitseinsatz zumutbar. Damit habe sich keine Veränderung der Zumutbarkeitsbeurteilung gegenüber früheren Beurteilungen ergeben. Mit der SUVA und der Vorinstanz besteht kein Grund, von dieser Beurteilung abzuweichen. Sie erfüllt die für den Beweiswert ärztlicher Berichte und Gutachten geltenden Anforderungen (BGE 125 V 352 Erw. 3a) und vermag in den Schlussfolgerungen zu überzeugen. Gestützt hierauf ist davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer eine geeignete leichte Tätigkeit ganztägig zumutbar ist. Der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vertretenen Auffassung, es liege für eine Verweisungstätigkeit lediglich eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit vor, kann nicht gefolgt werden. Dies kann insbesondere nicht daraus abgeleitet werden, dass der Kreisarzt eine 50%-ige Arbeitsunfähigkeit ab 28. April 2003 im Rahmen einer internen Abklärung am 22. September 2003 als glaubhaft bezeichnet hatte, bezog sich doch diese Aussage auf den Zwischenbericht des Dr. med. G.________ vom 24. Juni 2003, worin die Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Lagerist mit 50 % beziffert worden war. Die kreisärztlich attestierte vollumfängliche Arbeitsfähigkeit gilt indessen für eine der Behinderung angepasste Verweisungstätigkeit. An dieser Beurteilung vermögen die mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde neu aufgelegten Arztberichte des Dr. med. G.________ vom 18. Juli 2005 und des Dr. med. I.________ vom 18./19. Juli 2005 nichts zu ändern. Soweit sich diese Berichte überhaupt auf den massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheides beziehen, enthalten sie zwar nach wie vor die Diagnose einer Omarthrose rechts mit gleicher Umschreibung der Schmerzen, jedoch eine andere Beurteilung der daraus resultierenden Arbeitsunfähigkeit. Wenn Dr. med. G.________ festhält, der rechte Arm könne auch als Zusatzarm nur wenig eingesetzt werden, kann dieser Beurteilung mindestens für den massgebenden Beurteilungszeitpunkt nicht gefolgt werden, zeigten doch - worauf die SUVA zu Recht hinweist - sowohl die anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung festgehaltenen Umfangmasse wie auch die Kraftprüfung kaum Abweichungen zum linken Arm, sodass nicht auf eine Immobilisierung des rechten Arms geschlossen werden kann. Angesichts der Tatsache, dass eine leidensangepasste Tätigkeit voll zumutbar ist, ist davon auszugehen, dass dem Versicherten auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt Erwerbsmöglichkeiten offen stehen. Daran ändern auch die geltend gemachten sprachlichen Unzulänglichkeiten nichts. Von zusätzlichen medizinischen Abklärungen sind für den Zeitpunkt des Einspracheentscheides keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf verzichtet werden kann (BGE 124 V 94 Erw. 4b mit Hinweisen). Eine seit dem Einspracheentscheid allenfalls eingetretene Verschlechterung des Zustandes sodann kann nicht im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens berücksichtigt werden.