Citation: 2C_39/2016 E. 2.5

2.5. Der Beschwerdeführer wendet ein, dass die laufenden Strafverfahren noch nicht rechtskräftig abgeschlossen worden seien. Die Vorinstanz verstosse gegen die Unschuldsvermutung, wenn sie diese zur Begründung eines schwerwiegenden Verstosses heranziehe. Dieser Einwand mag zwar insofern stichhaltig sein, als die nicht rechtskräftig abgeurteilten Delikte nicht unter den Tatbestand von Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG subsumiert werden können. Es steht jedoch nichts entgegen, diese Verfehlungen unter dem Gesichtspunkt von Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG zu berücksichtigen, soweit sie unbestritten sind oder aufgrund der Akten keine Zweifel bestehen, dass sie dem Betreffenden zur Last zu legen sind (Urteile des Bundesgerichts 2C_170/2015 vom 10. September 2015 E. 5.1; 2C_795/2010 vom 1. März 2011 E. 4.2 noch zum ANAG; Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002 BBl 2002 3809). Wie die Vorinstanz verbindlich festgestellt hat, hat der Beschwerdeführer die ihm zur Last gelegten Taten, welche zur Untersuchungshaft führten, im Wesentlichen zugegeben. Sie durften folglich zur Beurteilung des Widerrufgrundes nach Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG einbezogen werden, soweit sie nicht bestritten sind.