Citation: 2C_181/2021 E. 2.3.7

2.3.7. Mit dieser Argumentation, welche wesentlich auf das Vorhandensein von zwei Wohnungen abstellt, wendet das Verwaltungsgericht das kommunale Recht willkürlich an: Denn dieses stellt nicht auf die Wohnung ab, sondern auf den Haushalt. Die Vorinstanz hat zwar festgestellt, dass früher zwei Haushalte bestanden hätten. Wenn sie aber dann fortfährt, jener der Mutter sei nicht aufgelöst worden, so setzt sie voraus, was erst zu beurteilen wäre. Die Unterinstanz hat ausführlich dargelegt, dass die Mutter im streitbetroffene Jahr 2019 nicht mehr einen eignen Haushalt geführt habe. Hätte das Verwaltungsgericht davon abweichen wollen, so hätte es - nötigenfalls mit einem Beweisverfahren - die entsprechenden Sachverhaltsfeststellungen treffen müssen. Dies hat es unterlassen und damit den rechtserheblichen Sachverhalt nicht festgestellt (Art. 112 Abs. 1 lit. b BGG). Dennoch ist die Angelegenheit nicht an die Vorinstanz zurückzuweisen. Die Aktenlage erlaubt es gerade noch, dass das Bundesgericht reformatorisch entscheiden kann (Art. 107 Abs. 2 BGG). So sind die tatsächlichen Feststellungen der Unterinstanz hinreichend untermauert und klar, um darauf abzustellen. In Abwägung der Umstände ist die Unterinstanz zum Ergebnis gelangt, dass die derzeitige Nutzung einem einzigen Haushalt gleichkomme (Sachverhalt lit. C). Die tatsächlichen Überlegungen, die zu diesem Schluss geführt haben (Mehrfamilienhaus mit zwei Wohnungen, Hilflosigkeit im mittleren Grad, Pflegebedürftigkeit usw.), haben weder die Gemeinde noch die Vorinstanz infrage gestellt. Darauf sind sie zu behaften.