Citation: 6B_523/2023 E. 1.5.4

1.5.4. Die Vorinstanz erwägt, einer Wiedereingliederung im Heimatland des Beschwerdeführers stehe nichts entgegen. Angesichts des Umstands, dass er die ersten 18 Jahre seines Lebens in der Türkei verbracht hat, dort sowohl die Grund- als auch die Mittel- und Berufsschule besucht hat und türkisch spricht, ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz ausführt, der Beschwerdeführer dürfte mit den Gepflogenheiten der dortigen Gesellschaft nach wie vor vertraut sein. Hinzu kommt, dass er eine Tante in der Türkei hat und damit für ihn zumindest ein sozialer Empfangsraum bestehen dürfte. Ein Bezug zu seinem Heimatland kann ihm auch deshalb nicht abgesprochen werden, da er dort auch seine Ehefrau kennengelernt und im Jahr 2015 geheiratet hat. In diesem Zusammenhang ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz berücksichtigt, dass sich das gesellschaftliche Leben des Beschwerdeführers in der Schweiz vorwiegend im Kreise Angehöriger des eigenen Landes abspiele. Inwieweit diese Feststellung - wie der Beschwerdeführer geltend macht - unzutreffend und widersprüchlich sei, ist nicht ersichtlich. Daran ändert nichts, wenn der Beschwerdeführer ausführt, seine Töchter seien kaum "Angehörige der Türkei", da sie in der Schweiz geboren und aufgewachsen seien. Wenn der Beschwerdeführer mit Blick auf seine berufliche Zukunft in der Türkei ausführt, er habe dort im Gegensatz zu seiner beruflich gelungenen Integration in der Schweiz keine beruflichen Anknüpfungspunkte, so verfängt dies nicht. Ein allenfalls günstigeres wirtschaftliches Fortkommen in der Schweiz vermag einen Verbleib in der Schweiz nicht zu begründen (vgl. Urteil 6B_207/2022 vom 27. März 2023 E. 1.5.3 mit Hinweis). Dies gilt auch für den in der Türkei beruflich unerfahrenen Beschwerdeführer. Seine in der Schweiz gewonnene langjährige Arbeitserfahrung kann er auch in seiner Heimat einsetzen. Insgesamt erscheint eine Wiedereingliederung des Beschwerdeführers in seiner Heimat - wie die Vorinstanz zutreffend ausführt - zwar durchaus mit gewissen Schwierigkeiten verbunden, aber dennoch grundsätzlich möglich.