Citation: 2C_1077/2018 E. 4.6

4.6. Zwar ist es dem Beschwerdeführer positiv anzurechnen, dass er sich inzwischen ambulant psychiatrisch-psychotherapeutisch behandeln lässt; ein zukünftiges Wohlverhalten ist hierdurch indessen noch nicht gesichert, auch wenn - nach Ansicht des Zentrums für Suchtmedizin - "durch ein bestehendes positives Beziehungsnetz, die starke Eigenmotivation, eine Arbeitsstelle sowie des hohen Lebensalters bei Beginn des Kokainkonsums die Prognose unter Weiterführung der ambulanten psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung insgesamt" eher "als günstig" bezeichnet werden könne; Garantien hierfür bestehen indessen keine. Der Beschwerdeführer legt nicht dar, inwiefern die Beweiswürdigung des Verwaltungsgerichts, wonach aufgrund seines bisherigen Verhaltens eine Rückfallgefahr nicht auszuschliessen sei, offensichtlich unhaltbar wäre. Zwar hat der Beschwerdeführer relativ kurz nach seiner Haftentlassung wieder eine Arbeitsstelle im Detailhandel gefunden; er wird dort jedoch offenbar nur stundenweise eingesetzt, was zu einem variablen, eher bescheidenen Monatslohn führt und ihm Anlass geben könnte, wieder straffällig zu werden. Trotz des Hinweises, nun seine Verantwortung der Familie gegenüber wahrnehmen zu wollen, legt der Beschwerdeführer keine Elemente dar, die einen konkreten Entwicklungs- und Reifeprozess bzw. ein tragfähiges Zukunftsprojekt belegen würden. Er macht weder geltend noch belegt er, dass und inwiefern er die Voraussetzungen einer "biographischen Kehrtwende" erfüllen würde (offensichtlich glaubwürdig gemachte besonders tiefgreifende Veränderung des bisherigen Verhaltens, welche geeignet ist, eine Rückfallgefahr praktisch auszuschliessen; vgl. die Urteile 2C_846/2018 vom 26. März 2019 E. 5.5 und 2C_634/2018 vom 5. Februar 2016 mit zahlreichen Hinweisen).