Citation: 2C_485/2023 E. 2.3

2.3. Die Beschwerdeführerin beruft sich auf den Schutz ihres Privatlebens gemäss Art. 8 Ziff. 1 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV aufgrund ihrer Aufenthaltsdauer in der Schweiz. Diesbezüglich ist festzuhalten, dass sich die Beschwerdeführerin seit dem 31. Oktober 2015 in der Schweiz aufhält, wobei ihre Aufenthaltsbewilligung letztmals mit Gültigkeit bis 26. Juni 2017 verlängert wurde. Seither ist ihr Aufenthalt in der Schweiz - soweit ersichtlich - prozedural bedingt. Da die Aufenthaltsdauer der Beschwerdeführerin erst acht Jahre beträgt, kann sie aus BGE 144 I 266 und der darin aufgestellten Vermutung, dass eine ausländische Person nach einem zehnjährigen rechtmässigen Aufenthalt als integriert gelten könne (vgl. dort E. 3.9), keinen Anspruch auf Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung ableiten. Besondere Umstände, wonach in ihrem Fall - trotz kürzerer Aufenthaltsdauer - eine besonders ausgeprägte, über eine normale Integration hinausgehende Verwurzelung vorliegen soll (vgl. hierzu BGE 144 I 266 E. 3.5 und 3.9; Urteil 2C_734/2022 vom 3. Mai 2023 E. 5.3, zur Publ. vorgesehen), vermag sie nicht substanziiert darzutun. Ihre Behauptungen, wonach sie über eine Festanstellung verfüge, eine Ausbildung als Pflegehelferin mache und von ihren Kollegen und Freunden geschätzt werde, reichen dazu nicht aus. Folglich gelingt es ihr nicht, in vertretbarer Weise darzutun, dass sie einen potenziellen Bewilligungsanspruch gestützt auf den Schutz ihres Privatlebens (Art. 8 Ziff. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV) haben könnte. Im Übrigen fällt die Berufung auf den Schutz des Familienlebens gemäss Art. 8 Ziff. 1 EMRK von vornherein ausser Betracht, zumal die Beschwerdeführerin über keine Kernfamilie in der Schweiz verfügt.