Citation: 2C_213/2007 26.11.2007 E. 4

4.1 Die Beschwerdeführer machen weiter geltend, das Kantonsgericht habe zu Unrecht eine erhebliche Veränderung der Verhältnisse, welche die Wiedererwägung des Entscheides vom 12. Oktober 2004 gebieten würde, verneint. Es habe sich ohne Grund über die ausdrückliche Feststellung des Arztes hinweggesetzt, wonach die den Sohn bisher betreuende Grossmutter unfähig sei, selbständig zu leben. Ebenso habe das Kantonsgericht die eindeutigen Äusserungen des Zentrums für soziale Fürsorge in Rekovac (vgl. vorne "B.") ausser Acht gelassen. Aus der dort erwähnten Unfähigkeit der Grossmutter, für sich selber zu sorgen, ergebe sich, dass sie auch nicht mehr in der Lage sei, die Obhut über ihren Enkel zu übernehmen. Darin sei eine wesentliche Veränderung der Verhältnisse zu sehen, welche eine Wiedererwägung des regierungsrätlichen Entscheides aus dem Jahre 2004 rechtfertige. Dies gelte auch mit Bezug auf die nachgewiesene Verschlechterung des eigenen Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin "zufolge Unmöglichkeit, mit ihrem Sohn in der Schweiz zusammenleben zu dürfen". Mit diesem Vorbringen habe sich das angefochtene Urteil im Übrigen gar nicht auseinandergesetzt, worin wiederum eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör liege (S. 9 der Beschwerdeschrift). 4.2 Das Kantonsgericht hat im Wesentlichen erwogen, es seien keine Gründe ersichtlich, welche das bis im Mai 2006 andauernde Schweigen der Beschwerdeführerin über das Verhalten der Grossmutter von B. X.________ bzw. das verspätete Einreichen der diesbezüglichen Beweismittel zu rechtfertigen vermöchten. Den übrigen Unterlagen könne zwar entnommen werden, dass sich der Gesundheitszustand der Grossmutter seit dem regierungsrätlichen Entscheid von 2004 offensichtlich weiter verschlechtert habe. Weshalb und inwiefern die Grossmutter aufgrund der diagnostizierten Beschwerden jedoch nicht mehr in der Lage gewesen sein solle, ein selbständiges Leben zu führen und den mehr als 17 Jahre alten Enkel - soweit überhaupt noch notwendig - zu betreuen, gehe weder aus dem eingereichten Arztzeugnis noch aus den weiteren Unterlagen hervor. Der Nachweis einer erheblichen, den Familiennachzug im Mai 2006 insgesamt rechtfertigenden Veränderung der Sachlage hätten die Beschwerdeführer nicht erbracht, weshalb das kantonale Amt für Migration nicht verpflichtet gewesen sei, auf das Wiedererwägungsgesuch vom 10. Mai 2006 einzutreten. 4.3 Aus diesen im angefochtenen Urteil dargelegten Gründen durfte das Kantonsgericht das Vorliegen von Revisionsgründen bzw. eines verfassungsrechtlichen Anspruches auf Wiedererwägung ohne Bundesrechtsverletzung verneinen. Insbesondere nicht zu beanstanden ist die Beweiswürdigung durch das Kantonsgericht: So belegt das eingereichte Arztzeugnis über den im Oktober 2006 bestehenden Gesundheitszustand der Grossmutter nicht, dass es dieser - unter Berücksichtigung des diagnostizierten Krankheitsbildes (vgl. vorne "B.") - geradezu unmöglich wäre, die weitere altersgerechte Betreuung bzw. Begleitung ihres zum damaligen Zeitpunkt wenige Monate vor der Volljährigkeit stehenden Enkels für diese kurze Zeit noch zu gewährleisten, und es durfte auch mit einbezogen werden, dass dieses Zeugnis ausdrücklich "zum Zweck der Familie in der Schweiz" ausgestellt worden ist. Nichts Gegenteiliges ergibt sich aus den weiteren, auf Veranlassung der Beschwerdeführerin abgegebenen Erklärungen: Wieso die Grossmutter nicht imstande sein sollte, sich für die besagte kurze Zeit noch "um sich selber" und damit auch um ihren Enkel zu kümmern, ist mit Blick darauf, dass sich die Fürsorgebehörden erst "in der nahen Zukunft" um die Organisation einer Unterkunft in einer Fürsorgeanstalt oder in einem Heim bemühen wollten (Erklärung des Zentrums für die soziale Fürsorge Rekovac vom 10. Oktober 2006) - was wiederum Zeit beansprucht -, nicht ersichtlich. Der Schluss des Kantonsgerichts, die im Zusammenhang mit der Betreuung des Sohnes bzw. Enkels B. X.________ massgebenden Verhältnisse hätten sich seit dem Nachzugsgesuch vom 17. März 2004 zwar verändert, der Nachweis einer erheblichen, den Nachzug im Mai 2006 insgesamt rechtfertigenden Veränderung der Sachlage sei aber nicht erbracht worden, lässt sich nach dem Gesagten nicht beanstanden. Daran ändert - zumal dieser Punkt angesichts der kurz bevorstehenden Volljährigkeit des Sohnes entsprechend geringes Gewicht besitzt - auch der eigene Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin nichts, die sich (was dem Kantonsgericht im Laufe des Verfahrens im Übrigen nicht entgangen ist, wie in der Beschwerdeschrift [S. 9] selber eingeräumt wird) seit September 2005 wegen "zunehmenden reaktiven psychischen Störungen (...) in anhaltend schwieriger familiärer Situation (aufgezwungene mehrjährige Trennung vom einzigen minderjährigen Sohn)" in psychiatrischer Behandlung befindet (Zeugnis Dr. med. Lucijano Gorgievski vom 31. Mai 2006). 4.4 Die Beschwerdeführer können auch aus dem angerufenen Urteil 2A.601/2003 vom 13. April 2004 nichts zu ihren Gunsten ableiten: Dort hatte das Bundesgericht die Auffassung eines kantonalen Gerichts, wonach die Aufrechterhaltung der bisherigen Betreuung des Kindes im Heimatland als im Zeitpunkt der Einreichung des Wiedererwägungsgesuchs aufgrund eines sich rapide verschlechternden Gesundheitszustandes der Grossmutter nicht mehr gewährleistet sei, als noch bundesrechtskonform geschützt. Das Bundesgericht bezeichnete diese Angelegenheit aber ausdrücklich als Grenzfall (E. 2.5), der noch innerhalb des der kantonalen Rechtsmittelinstanz in solchen Fällen zuzugestehenden Beurteilungsspielraums liege (E. 2.4.2). Um einen solchen Grenzfall, der eine Wiedererwägung des rechtskräftig abgewiesenen Familiennachzugsgesuches vom 17. März 2004 als verfassungsrechtlich geboten erscheinen lassen würde, handelt es sich - nach den für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz (Art. 105 Abs. 1 BGG) - vorliegend nicht.