Citation: 4C.230/2002 26.08.2002 E. 1

Streitig ist vorliegend einzig, ob das Vertragsverhältnis der Parteien als Arbeitsvertrag nach Art. 319 ff. OR oder als Auftrag im Sinne von Art. 394 ff. OR zu qualifizieren ist. Die Vorinstanz erwog, die vom Kläger zu erbringenden Arbeiten seien zwar in den Vereinbarungen von 1993 und 1995 genau aufgelistet worden. Dem Kläger seien indessen keinerlei Weisungen über die Arbeitsausführung erteilt worden. Innerhalb eines wenn auch teilweise engen Zeitrahmens, wie er sich für einzelne Arbeiten aus dem Spielplan des Fussballverbandes und dem Trainingsplan ergeben habe, sei der Kläger frei gewesen, wann und wie er seine Tätigkeiten erbringen wollte. Er habe darüber nicht rapportieren müssen und er sei auch nicht verpflichtet gewesen, die Arbeiten selber auszuführen. Das für die Abgrenzung des Arbeitsvertrags vom Auftrag in erster Linie massgebliche Kriterium der rechtlichen Subordination der die Arbeitsleistung erbringenden Person unter Eingliederung in eine fremde Arbeitsorganisation erlaube damit im vorliegenden Fall keine eindeutige Vertragsqualifikation. Es sei daher auf ergänzende Indizien abzustellen. Von diesen weise einzig die von den Parteien beabsichtigte Vertragsdauer auf einen Arbeitsvertrag hin, während die Anhaltspunkte für einen einfachen Auftrag überwögen. So sei der Kläger wirtschaftlich nicht vom Beklagten abhängig gewesen. Der zu erbringende Zeitaufwand habe sich nach der geschuldeten Leistung gerichtet, und nicht die zu erbringende Leistung nach der aufzuwendenden Zeit. Der Kläger habe sodann auf eigene Rechnung für Material und Maschinen gesorgt, die Sozialversicherungsbeiträge selber bezahlt und eine Kranken- und Unfallversicherung abgeschlossen. Schliesslich hätten die Parteien im Vertrag von 1995 auch ausdrücklich auf die selbständige Stellung des Klägers hingewiesen.