Citation: I 632/99 14.04.2000 E. 2

2.- a) Die Vorinstanz hat unter Hinweis auf die mass- gebliche Verordnungsbestimmung (Art. 18 Abs. 2 IVV) und die Rechtsprechung, wonach der Anspruch auf Taggeld während der Wartezeit voraussetzt, dass subjektiv und objektiv Einglie- derungs- und nicht bloss Abklärungsmassnahmen angezeigt sind (BGE 117 V 277 Erw. 2a; siehe auch AHI 1997 S. 172 Erw. 3a), zutreffend erkannt, es liege in der Natur der Sa- che, dass den Massnahmen Abklärungen vorausgehen müssten. Nach der am 20. April 1994 eingegangenen Anmeldung waren denn auch - was vom Versicherten nicht einmal bestritten wird - umfangreiche Abklärungen zu treffen, sodass der Be- ginn des Anspruchs zu Recht auf den 21. August 1994, dem ersten Tag nach Ablauf der Frist von vier Monaten seit Ein- gang der Anmeldung (vgl. Art. 18 Abs. 2 IVV; BGE 117 V 278 Erw. 2b), festgesetzt wurde. Ein auf einen Zeitpunkt vor der Anmeldung liegender Anspruchsbeginn ist im Übrigen durch den klaren Wortlaut der genannten Verordnungsbestim- mung von vornherein ausgeschlossen, setzen doch von der IV- Stelle zu tätigende Massnahmen zwingend voraus, dass be- reits eine Anmeldung zum Leistungsbezug erfolgt ist. b) Übt ein Versicherter während der Eingliederung eine Erwerbstätigkeit aus, so wird das Taggeld einschliesslich Eingliederungszuschlag gekürzt, soweit es zusammen mit dem aus dieser Tätigkeit erzielten Einkommen das gemäss den Absätzen 1 und 2 massgebende Erwerbseinkommen übersteigt (Art. 21 Abs. 3 IVV). Diese Regeln finden auf die Bemessung des Wartetaggeldes sinngemäss Anwendung (BGE 117 V 279 Erw. 3a). Übt der Versicherte die vom Arzt für die Zeit der Eingliederung als zumutbar erklärte Teilerwerbstätigkeit nicht aus, so ist nach Rz 2027 der Wegleitung über die Be- rechnung und Auszahlung der Taggelder sowie ihre beitrags- rechtliche Erfassung (WTG) der Lohn, den er erzielen könn- te, für die Kürzung des Taggeldes massgebend. Diese Verwaltungspraxis ist, entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers, nicht zu beanstanden. Dass nicht nur der tatsächlich erzielte, sondern - wie im vorliegenden Fall - auch der aus invaliditätsfremden Gründen nicht er- wirtschaftete mögliche Verdienst für die Kürzung heranzu- ziehen ist, ergibt sich aus dem Rechtsgleichheitsgebot, wie das kantonale Gericht im angefochtenen Entscheid zutreffend festgestellt hat. Es wäre mit dem genannten, aus Art. 8 Abs. 1 BV abgeleiteten Prinzip schlechterdings nicht ver- einbar, den teilweise arbeitsunfähigen Versicherten, der in Erfüllung der generell in der Sozialversicherung geltenden Schadenminderungspflicht (vgl. BGE 117 V 278 Erw. 2b, 400, je mit Hinweisen) während der Wartezeit eine Erwerbstätig- keit ausübt, schlechter zu stellen, als den im gleichen Ausmass Arbeitsunfähigen, der im selben Zeitraum keiner ihm an sich zumutbaren Arbeit nachgeht. Nachdem dem Beschwerdeführer die Ausübung seines ur- sprünglich erlernten Berufes als Käser zwar nicht mehr zu- mutbar war, er hingegen in jeglicher anderen leichten bis mittelschweren körperlichen Arbeit aus gesundheitlichen Gründen nicht eingeschränkt war, ist die Anrechnung eines monatlichen Einkommens von lediglich Fr. 1500.- im Rahmen der Angemessenheitskontrolle nicht zu beanstanden (Art. 132 lit. a OG; BGE 114 V 316 Erw. 5a mit Hinweisen). Soweit der Beschwerdeführer im Übrigen auch eine Kür- zung des Taggeldes ab 8. September 1997 bemängelt, scheint er zu übersehen, dass ab diesem Zeitpunkt infolge Beginns der Umschulung zu Recht kein möglicher Verdienst mehr he- rangezogen und entsprechend keine Kürzung vorgenommen wur- de, was aus den bei den Akten liegenden Verfügungen betref- fend den Zeitraum ab 8. September 1997 ohne weiteres er- sichtlich ist.