Citation: 9C_71/2023 E. 3.3.2

3.3.2. Das kantonale Gericht hat sich auch unter diesem Aspekt sorgfältig mit den ärztlichen Unterlagen befasst und ist zum Ergebnis gelangt, dass der Heilungsprozess bezüglich der Schulterverletzung anfänglich zwar zufriedenstellend verlaufen sei, sich indessen bereits gegen Ende 2021 Komplikationen abzuzeichnen begonnen hätten. So habe etwa der behandelnde Arzt der Klinik D.________, Prof. Dr. med. E.________, Leitender Arzt Schulter- und Ellbogenchirurgie, erwähnt, dass für den Fall weiterer zunehmender Beschwerden ein erneuter operativer Eingriff in Erwägung zu ziehen sei (Bericht vom 13. Dezember 2021). Vor diesem Hintergrund ist die vorinstanzliche Einschätzung, vornehmlich basierend auf der Stellungnahme des RAD-Arztes vom 22. April 2022, wonach angesichts der überwiegend wahrscheinlich dauerhaft bestehenden gesundheitlichen Einschränkung im Bereich der rechten Schulter mit limitierter Belastbarkeit und Beweglichkeit aus beruflicher Optik, insbesondere auch auf lange Sicht, eine möglichst geringe Belastung des Schultergürtelbereichs anzustreben sei, schlüssig, jedenfalls aber nicht offenkundig unrichtig (vgl. E. 1 hiervor). Mit dem kantonalen Gericht ist es als absehbar einzustufen, dass unter Berücksichtigung der gesamthaften Dauer des Erwerbslebens der im Verfügungszeitpunkt (vom 3. Mai 2022) noch nicht 25-jährigen Beschwerdeführerin sämtliche der die rechte Schulter belastenden Tätigkeiten, und nicht nur jene mit Belastung der rechten Schulter über der Horizontalebene, den weiteren Verlauf negativ beeinflussen können und den Eingliederungserfolg zu gefährden vermöchten. Dies gilt umso mehr, als die Versicherte bereits aktuell nicht bloss an einer schmerzbedingten Belastungseinschränkung über der Horizontalebene leidet, sondern die Kraftentwicklung, die Stabilität, die Skapulakinetik und die Rotationsfähigkeit der rechten Schulter beeinträchtigt sind mit der Folge von Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich sowie von Kopfschmerzen (vgl. Berichte der Klinik D.________ vom 23. Oktober 2020 sowie des Spitals F.________, Klinik für Neurologie, vom 12. März und 3. Juni 2021). Damit bleibt es dabei, dass nur eine mit dem in E. 3.1 hiervor beschriebenen Belastungsprofil korrespondierende berufliche Ausbildungsmassnahme dauerhaft als leidensangepasst gelten kann. Zusätzlicher bei Prof. Dr. med. E.________ einzuholender Auskünfte bedarf es, entgegen der Beschwerdeführerin, nicht, äusserte dieser sich doch, seinem Behandlungsauftrag entsprechend, zur momentanen gesundheitlichen Situation, nicht aber - wie es aus spezifisch versicherungsmedizinischer Sicht Aufgabe des RAD ist (vgl. dazu auch Urteil 9C_389/2022 vom 3. Mai 2023 E. 5 und 6.2.1) - zum hier ebenfalls relevanten prognostischen Beschwerdeverlauf. Die gerügte Verletzung der in Art. 43 Abs. 1 (Versicherungsträger) und Art. 61 lit. c ATSG (kantonales Versicherungsgericht) verankerten Untersuchungspflicht ist nicht erkennbar.