Citation: 7B_537/2023 E. 4.2

4.2. Ergänzend bringt die Beschwerdeführerin vor, die Schuldsprüche gründeten in Sachverhalten, die mehrheitlich mehr als fünf Jahre zurücklägen. Die Strafe sei deshalb gemäss Art. 48 lit. e StGB zu mildern. Gemäss Art. 48 lit. e StGB mildert das Gericht die Strafe, wenn das Strafbedürfnis in Anbetracht der seit der Tat verstrichenen Zeit deutlich vermindert ist und die Täterin sich in dieser Zeit wohl verhalten hat. Art. 48 lit. e StGB gelangt nach der Rechtsprechung zur Anwendung, wenn zwei Drittel der Verjährungsfrist verstrichen sind und die Täterin sich in dieser Zeit wohl verhalten hat (BGE 140 IV 145 E. 3.1; Urteil 6B_1186/2022 vom 12. Juli 2023 E. 5.3, nicht publ. in: BGE 149 IV 395). Die zweite dieser Voraussetzungen ist vorliegend eindeutig nicht erfüllt, sah sich doch die Staatsanwaltschaft gezwungen, während laufendem Verfahren mittels dreier Zusatzanklagen diverse weitere Sachverhalte anzuklagen, welche zu einem grossen Teil in Schuldsprüchen mündeten. Von einem Wohlverhalten der Beschwerdeführerin kann somit keine Rede sein, weshalb auch keine Strafmilderung nach Art. 48 lit. e StGB angezeigt ist. Eine Berechnung der unterschiedlichen Verjährungsfristen erübrigt sich damit.