Citation: 5A_681/2018 E. 5.2.6

5.2.6. Unter dem Titel der Fahrzeugkosten erinnert die Vorinstanz daran, dass die Benutzung eines Porsches zum ehelichen Lebensstandard gehörte und es daher weder eine Rolle spielt, ob der Beschwerdegegner zurzeit auf ein Auto angewiesen ist, noch ob einer der drei Porsches dem Beschwerdegegner zur ausschliesslichen Benützung zur Verfügung stand (vgl. E. 4.1). Im Rahmen der Regelung des Getrenntlebens sei auch nicht massgebend, wem die Fahrzeuge gehören, wer sie erworben hat, wer als Halter registriert ist und wer die Kosten trug. Dass dem Beschwerdegegner ein Fahrzeug zur Verfügung stand, anerkenne auch die Beschwerdeführerin, habe sie doch deponiert, dass der Beschwerdegegner in U.________ (SZ) "mehrheitlich" öffentliche Verkehrsmittel benutzt habe und nach Absprache vereinzelt für konkrete Anlässe eines ihrer Fahrzeuge habe benutzen dürfen. Das Obergericht hält den vom Bezirksgericht für Unterhalt, Service, Reparatur, Versicherungen und Steuern berücksichtigten Betrag von monatlich Fr. 500.-- für "ausgewiesen und angemessen". Dazu kommen - gestützt auf die Vorbringen des Beschwerdegegners vor erster Instanz - Fr. 120.-- an monatlichen Treibstoffkosten. Die Beschwerdeführerin argumentiert, die Beibehaltung des bisherigen Lebensstandards bedeute nicht, einen Anspruch auf alles zu haben, was man lediglich einmal oder wenige Male pro Jahr benutzt hat. Der bisherige Lebensstandard drücke das reale Niveau des Besitzes und Konsumierens von Gütern und Dienstleistungen aus, weshalb es einer gewissen Regelmässigkeit des Konsumierens bzw. einer gewissen Dauer des Besitzes bedürfe. Der Beschwerdegegner habe nicht ausgeführt, wann, wie oft und wohin er mit einem der drei Fahrzeuge fuhr; er habe in keiner Weise glaubhaft gemacht, dass ihm während des Zusammenlebens regelmässig ein Fahrzeug zur Verfügung gestanden hat. Entsprechend habe er die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen und sei ihm die beweislos gebliebene Bedarfsposition nicht anzurechnen. Die Befürchtung der Beschwerdeführerin, dass die Vorinstanz die Ausführungen des Beschwerdegegners willkürlich als substanziiert und belegt betrachte und ihm daraus einen Anspruch auf ein Fahrzeug ableite, ist unbegründet. Der angefochtene Entscheid fusst auf dem positiven Beweisergebnis, dass die Benutzung eines Porsches zum ehelichen Lebensstandard gehörte. Die Frage der Beweislastverteilung ist deshalb gegenstandslos (s. E. 5.2.3), ebenso diejenige der Behauptungs- und des Substanziierungslast (Urteil 5A_182/2017 vom 2. Februar 2018 E. 5.2). Ist die Beschwerdeführerin mit dem vorinstanzlichen Beweisergebnis nicht einverstanden, müsste sie zunächst nachweisen, dass diese Sachverhaltsfeststellung ihre verfassungsmässigen Rechte verletzt. Die vage Behauptung, der bisherige Lebensstandard umfasse nur, was mit "einer gewissen Regelmässigkeit" in Anspruch genommen wurde, genügt hierzu nicht. Warum es gerade mit Blick auf einen Lebensstandard wie denjenigen der Parteien für die Berechtigung dieser Bedarfsposition darauf ankommt, wie oft oder wie viele Kilometer der Beschwerdegegner mit einem der drei Luxusautos tatsächlich fuhr, ist der Beschwerde nicht zu entnehmen. Auch auf die vorinstanzliche Erkenntnis, wonach es lebensfern wäre, wenn der Beschwerdegegner während des Zusammenlebens keinen der drei Porsches hätte mitbenützen dürfen, geht die Beschwerdeführerin mit keinem Wort ein. Die Höhe der unter diesem Titel verzeichneten Betreffnisse stellt die Beschwerdeführerin im Übrigen nicht in Frage, so dass es damit sein Bewenden hat.