Citation: 1C_360/2017 E. 9

Die Beschwerdeführerin beanstandet weiter, die auf ca. 8 m vorgesehene Offenlegung des Bachs im Bereich der Kantonsparzelle Nr. 20 sei unnötig; gleiches gelte für den Abbruch der bestehenden Dachkonstruktion zwischen Mühlen- und Silogebäude. Die Dachkonstruktion - für die nach den Feststellungen des Kantonsgerichts keine Baubewilligung nachgewiesen werden konnte - muss gemäss Technischem Bericht (S. 13 Ziff. 8.1) zur Ermöglichung der Bauarbeiten (insbesondere Einsatz eines Pneukrans) entfernt werden, ansonsten hohe Zusatzaufwendungen erforderlich wären. Dies wird von der Beschwerdeführerin nicht in Frage gestellt. Gemäss Art. 38 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 24. Januar 1991 über den Schutz der Gewässer (GSchG; SR 814.20) dürfen Fliessgewässer nicht überdeckt oder eingedolt werden; Ausnahmen davon sind nur ausnahmsweise, unter den in Abs. 2 genannten Voraussetzungen zulässig, insbesondere zur Ermöglichung eines Verkehrsübergangs (lit. b). Dabei ist der Begriff der Überdeckung umfassend zu verstehen (CHRISTOPH FRITZSCHE, in: Hettich/Jansen/Norer, GSchG/ WBG-Kommentar, 2016, Art. 38 N. 6). Die Erneuerung der Überdeckung (samt Überdachung) kann daher nur soweit bewilligt werden, als sie zwingend als Verkehrsfläche für den Betrieb der Beschwerdeführerin benötigt wird, insbesondere zur Bachquerung zwischen Mühlen- und Silogebäude sowie für die Zufahrt auf Parzelle Nr. 21. Gründe der Bequemlichkeit (grössere Manövrierfläche, Schutz vor Witterung) oder andere Nutzungsmöglichkeiten (als Lagerfläche) genügen dafür nicht. Damit erweist sich der angefochtene Entscheid als bundesrechtskonform; dies bestätigt auch das BAFU in seiner Vernehmlassung.