Citation: 2C_30/2022 E. 4.4

4.4. Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, die Vorinstanz lasse weitgehend unberücksichtigt, dass er sich seit dem Jahr 2015 und damit über fünf Jahre wohl verhalten habe, von ihm mithin offenkundig keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit mehr ausgehe. Dem Wohlverhalten während eines Strafprozesses und der Bewährungsfrist, wie auch einem solchen unter dem Druck eines hängigen ausländerrechtlichen Widerrufsverfahrens, kommt eine geringere Bedeutung zu als einem solchen in (voller) Freiheit (Urteil 2C_1024/2020 vom 19. Mai 2021 E. 5.3.5 mit weiteren Hinweisen). Der Beschwerdeführer wurde wegen der im September 2015 begangenen Taten am 23. April 2018 zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten unter Ansetzung einer Probezeit von drei Jahren verurteilt. Mit Verfügung vom 20. November 2019 widerrief das Migrationsamt die Niederlassungsbewilligung. Der Beschwerdeführer stand somit während eines Grossteils der fünf Jahre, in denen er sich wohl verhalten hat, unter dem Druck des Strafprozesses bzw. der Bewährungsfrist bzw. des ausländerrechtlichen Widerrufsverfahrens. Die Vorinstanz hat diesem Wohlverhalten daher zu Recht keine grosse Bedeutung beigemessen.