Citation: 1B_453/2018 E. 2.3

2.3. Weiter hat das Bundesgericht auf seine Rechtsprechung hingewiesen, wonach es der Inhaberin oder dem Inhaber der erhobenen Dokumente obliegt, die von ihnen angerufenen Entsiegelungshindernisse - namentlich das Vorliegen von Unterlagen aus anwaltlichen Rechtsberatungsmandaten - ausreichend zu substanziieren. Was die hier streitigen internen Berichte (samt Beilagen) betrifft, hat es den Untersuchungsauftrag an die Anwaltskanzlei als "Mischmandat" qualifiziert. Dieses enthält neben rechtsberatenden Anteilen deutliche Merkmale eines nicht anwaltsspezifischen bankenrechtlichen Controlling und Auditing der von der Bank einzuhaltenden Compliance-Vorschriften im Bereich Geldwäschereiabwehr. Die beauftragten Anwälte haben den komplexen Sachverhalt in bezug auf die Geschäftstätigkeit der Bank mit der B.________ AG und ihren Kunden detailliert untersucht. Dabei wurden unter anderem 520'000 E-Mails und zahlreiche Telefonaufzeichnungen ausgewertet und diverse Bankmitarbeiter zu den verdächtigen Sachverhalten befragt. Ausserdem haben dieselben Anwälte die Einhaltung der in diesem Zusammenhang massgeblichen bankrechtlichen Vorgaben (Aufsichtsrecht, Standesregeln, interne Weisungen etc.) geprüft und in ihren umfangreichen Berichten die Massnahmen zur Behebung allfälliger Verletzungen bankrechtlicher Vorgaben oder sonstiger bankregulatorischer Mängel erörtert. Dabei handelt es sich zumindest partiell um komplexe finanzwirtschaftliche Dienstleistungen im Sinne der bundesgerichtlichen Praxis (vgl. Urteil 1B_433/2017 E. 4.14-4.16).