Citation: 6B_243/2024 E. 7.3.1

7.3.1. Wie in der Beschwerde sinngemäss zu Recht eingewendet wird, greift die Sichtweise der Vorinstanz zu kurz. Zwar ist richtig, dass die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers im Familiennachzug nicht verlängert (vgl. Urteil 2C_52/2022 vom 15. Februar 2022), er weggewiesen wurde und seit seiner Ausreise aus der Schweiz Ende März 2022 (mit Ausnahme für die Zeit seiner Inhaftnahme ab dem 4. Dezember 2023; vorstehend Sachverhalt C) in seinem Heimatland (Bosnien) lebt. Der Beschwerdeführer verfügt aktuell somit über kein Aufenthaltsrecht in der Schweiz. Es trifft auch zu, dass gegen ihn zusätzlich eine Einreisesperre verhängt wurde (vgl. angefochtenes Urteil S. 77 mit Verweis auf die kantonalen Akten), die bis Ende November 2025 dauern wird. Insofern gibt die Vorinstanz die ausländerrechtlich angeordneten Entfernungs- und Fernhaltemassnahmen korrekt wieder. Indessen verletzt sie Bundesrecht, wenn sie gestützt darauf sowie unter Hinweis auf das sistierte Besuchsrecht davon ausgeht, eine zusätzliche Landesverweisung schaffe weder einen persönlichen Härtefall noch begründe sie eine unverhältnismässige Härte für den Beschwerdeführer oder für seinen Sohn. Damit geht sie letztlich davon aus, dass die ausländerrechtlichen Entfernungs- und Festhaltemassnahmen und das sistierte Besuchsrecht eine Härtefall- und Verhältnisnismässigkeitsprüfung im Sinne von Art. 66a Abs. 2 StGB bzw. Art. 8 EMRK/Art. 13 BV entbehrlich machen.