Citation: 5A_63/2009 20.08.2009 E. 8

Nach dem Gesagten muss das Begehren der Beschwerdeführerin auf Zusprechung von Unterhaltsbeiträgen abgewiesen werden, soweit überhaupt darauf eingetreten werden kann. Betreffend den Vorsorgeausgleich kann über den Hauptantrag der Beschwerdeführerin nicht entschieden werden, da die dafür erforderlichen tatsächlichen Feststellungen fehlen. Der Eventualantrag ist hingegen teilweise gutzuheissen. Die Dispositiv-Ziffer 1.1 des Urteils des Obergerichts betreffend die Nichtgewährung einer Entschädigung für die berufliche Vorsorge und die Dispositiv-Ziffern 3 und 4 betreffend die Verfahrens- und Parteikosten sind somit aufzuheben und die Streitsache gestützt auf Art. 107 Abs. 2 BGG zur weiteren Abklärung und neuer Entscheidung an das Obergericht zurückzuweisen. Dabei hat es insbesondere das Vermögen der Parteien sowie den Bedarf und das Einkommen des Beschwerdegegners festzustellen und die offen gelassene Frage, ob aufgrund der finanziellen Verhältnisse ein Vorsorgeausgleich unbillig wäre, zu entscheiden. Zu beachten ist bei diesem Entscheid, dass als Entschädigung sowohl eine Kapitalleistung als auch eine Rentenleistung zugesprochen werden kann, wobei bei fehlendem Vermögen des Leistungspflichtigen auch dessen Einkommen zur Zahlung der Entschädigung herangezogen werden könnte (vgl. BGE 131 III I E. 4.3 S. 5 f.).