Citation: 1C_281/2016 E. 2

Nach Art. 33 Abs. 3 lit. a RPG gewährleistet das kantonale Recht die Legitimation mindestens im gleichen Umfang wie für die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten. Die Beschwerdebefugnis setzt nach Art. 89 Abs. 1 BGG insbesondere voraus, dass der Beschwerdeführer am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen hat, durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung hat. Nach Art. 82 Abs. 1 des kantonalen Baugesetzes ist dagegen jede im Kanton wohnhafte natürliche Person befugt, gegen bewilligungspflichtige Bauvorhaben Einsprache zu erheben und gegen den Bauentscheid Rechtsmittel zu ergreifen. Das kantonale Recht kennt somit in Bausachen die Popularbeschwerde, vorausgesetzt wird einzig ein innerkantonaler Wohnsitz. Die Beschwerdeführerin macht geltend, Art. 33 Abs. 3 lit. a RPG lege nicht nur die Mindestanforderungen an die Beschwerdebefugnis im kantonalen Verfahren fest, sondern schütze gleichzeitig auch den Bauwilligen, indem es den Kantonen untersage, die Beschwerdebefugnis weiter zu umschreiben. Der Einwand geht fehl. Wer zur Beschwerde an das Bundesgericht berechtigt ist, muss sich gemäss Art. 111 Abs. 1 BGG am Verfahren vor allen kantonalen Vorinstanzen als Partei beteiligen können. Wie das Bundesgericht bereits mehrfach festgehalten hat, ergibt sich aus dieser Bestimmung, dass die Beschwerdebefugnis im kantonalen Verfahren nicht enger gefasst sein kann als im Verfahren vor dem Bundesgericht. Die Kantone bleiben aber frei, diese weiter zu fassen (BGE 138 II 162 E. 2.1.1; BGE 135 II 145 E. 5 mit Hinweisen). Die im Kanton Appenzell-Innerrhoden geltende Popularbeschwerde in Bausachen erweist sich somit bundesrechtlich als zulässig.