Citation: 6B_233/2021 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz bejaht zu Recht eine Anlasstat und einen Deliktskonnex. Im Personenwagen des Beschwerdeführers wurden Kontaminationswerte verschiedener Drogen von 1.04 bis 3.41 gemessen, wobei gemäss Vorinstanz eine Verwechslung der Testresultate ausgeschlossen ist. Es ist nicht willkürlich, wenn die Vorinstanz angesichts dieser Werte eine zufällige Kontamination ausschliesst. Die Vorinstanz berücksichtigt, dass im Personenwagen neben Kokain auch Heroin, Metamphetamin und THC aufgespürt wurden, und zwar an diversen Stellen, insbesondere im Kofferraum, auf der Rückbank, auf dem Beifahrersitz und im Geheimversteck. Dies alles spricht gegen eine zufällige Kontamination, die umso unwahrscheinlicher erscheint, als es sich um einen privaten Personenwagen handelt. Wie die Vorinstanz zutreffend ergänzt, war der Personenwagen nicht nur mit Betäubungsmitteln, sondern auch mit dem gängigen Streckmittel Paracetamol kontaminiert. Der Wert betrug beim Fahrersitz am Lenkrad 2.25. Zudem wiesen der Beschwerdeführer selbst sowie sein Beifahrer signifikante Spuren von Noscapin und Kokain auf, letzteres namentlich in den Hosentaschen. Dass die Rückstande in den Hosentaschen von Banknoten stammen sollen, ist in der Tat unwahrscheinlich. Die Vorinstanz durfte willkürfrei davon ausgehen, dass der Beschwerdeführer und der Beifahrer mit den betreffenden Stoffen in direkten Kontakt gekommen waren. Die Vorinstanz merkt zudem an, dass der Beschwerdeführer in seiner schriftlichen Stellungnahme vom 5. September 2017 selbst angab, in der Vergangenheit mit Drogen zu tun gehabt zu haben. Die vorinstanzliche Beweiswürdigung steht auch in Einklang mit dem Urteil 6B_220/2018 vom 12. April 2018. Dort ging es um kontaminierte Banknoten, deren Kokainwerte zwischen 3.4 und 5.61 lagen. Das Bundesgericht schützte die vorinstanzliche Annahme, dass angesichts dieser Kontaminierung davon auszugehen sei, die Banknoten stammten mit grosser Wahrscheinlichkeit aus dem Drogengeschäft. Im vorliegenden Fall waren Vergleichsmessungen etwa mit Taxis oder öffentlichen Verkehrsmitteln angesichts der hohen Werte obsolet. Die Kontamination bildet offensichtlich ein gewichtiges Indiz, dass mit dem Personenwagen Drogen transportiert wurden. Der Beschwerdeführer trägt vor, er sei Mitinhaber eines Nachtclubs in U.________ und arbeite auch dort. Er zähle mehrmals pro Woche den Bargeldumsatz und bringe diesen zur Bank. Gelegentlich würden auch Gäste des Nachtclubs in seinem privaten Personenwagen nach Hause gebracht. Daher überrasche es nicht, wenn der Personenwagen mit Betäubungsmitteln und Paracetamol kontaminiert sei. Diese appellatorischen Ausführungen lassen die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellungen keinesfalls als willkürlich erscheinen. Unbegründet ist ferner das Vorbringen des Beschwerdeführers, die Vorinstanz habe nicht erklärt, welche Relevanz die Spuren von Noscapin haben sollen. Die Vorinstanz wies darauf hin, dass Noscapin ein natürlicher Bestandteil von Schlafmohn sei. Mehr gab es dazu nicht zu erklären. Es ist auch nicht willkürlich, dass die Vorinstanz im Geheimversteck ein weiteres Indiz für eine Anlasstat erblickt. Ganz im Gegenteil drängt sich dieser Schluss geradezu auf. Darüber hinaus erwähnt die Vorinstanz das Bargeld verschiedener Währungen, das beim Beschwerdeführer gefunden wurde. Dazu erklärte der Beschwerdeführer, in der Diskothek in U.________ werde mit Euro, US-Dollar, Schweizerfranken und in weiteren Währungen bezahlt. Es ist nicht willkürlich, wenn die Vorinstanz diese Erklärung als wenig überzeugend einstuft, zumal unklar bleibt, weshalb der Beschwerdeführer bei einem zweitägigen Besuch seiner Familie in der Schweiz so hohe Bargeldbeträge mit sich führen sollte, und erst noch in derart ausgefallenen Währungen wie der bosnischen konvertiblen Mark. Zudem wertet die Vorinstanz zu Recht als auffällig, dass der Beschwerdeführer zum Ziel seiner Reise widersprüchliche Angaben gemacht habe. Gegenüber den Zollbehörden habe er angegeben, er wolle nach U.________ zurückkehren. In seiner schriftlichen Stellungnahme habe er dagegen verlauten lassen, er habe nach dem Besuch seiner Tochter nach W.________ weiterreisen wollen. Schliesslich berücksichtigt die Vorinstanz, dass der Beschwerdeführer mit seinem Cousin unterwegs war, der wegen Widerhandlungen gegen das BetmG zur Verhaftung ausgeschrieben war. Es ist zwar möglich, dass der Beschwerdeführer davon nichts wusste. Dennoch fällt dieser Umstand im Gesamtkontext negativ ins Gewicht. Aus alledem folgt, dass die Vorinstanz willkürfrei erstellte, dass sich im Personenwagen ein Geheimversteck befindet und dass der Personenwagen in direkten Kontakt mit verschiedenen Betäubungsmitteln kam. Daraus folgert sie ohne Willkür, dass verschiedene Betäubungsmittel im Personenwagen zumindest gelagert und allenfalls sogar befördert, eingeführt, ausgeführt oder durchgeführt wurden (Art. 19. Abs. 1 lit. b BetmG). Der Beschwerdeführer unterstellt der Vorinstanz Stimmungsmache. Davon kann angesichts der sorgfältigen Sachverhaltsfeststellung keine Rede sein. Nach dem Gesagten liegt eine Anlasstat samt Deliktkonnex vor. Ob der Beschwerdeführer damit etwas zu tun hatte, ist unerheblich, da die Sicherungseinziehung eine objektbezogene Massnahme ist. Die Person des Beschwerdeführers spielt nur eine Rolle, wenn es um die Frage geht, ob der Personenwagen in seinen Händen eine künftige Gefährdung darstellt (vgl. E. 6 hiernach) und ob die Einziehung verhältnismässig ist (vgl. E. 7 hiernach).