Citation: 6B_573/2018 E. 1

Der Beschwerdeführer bringt vor, er habe nicht gewusst, dass sich die Betäubungsmittel in dem von ihm gelenkten Fahrzeug befanden. Das Bezirksgericht habe den Schuldspruch einzig darauf gestützt, dass eine ihm zuzuordnende DNA-Spur auf der Aussenseite eines Haschischpakets gefunden worden sei. Die Vorinstanz verletze seinen Anspruch auf rechtliches Gehör, indem sie darüber hinaus weitere Umstände würdige, welche im erstinstanzlichen Verfahren keine Rolle gespielt hätten und deshalb in der Begründung der Berufung nicht behandelt worden seien. Im Berufungsverfahren beschränkt sich die Rechtsmittelinstanz nicht darauf, den erstinstanzlichen Entscheid zu überprüfen. Nach Art. 408 StPO fällt sie vielmehr ein neues Urteil, welches dasjenige der ersten Instanz ersetzt. Damit ist das Berufungsgericht frei, den Sachverhalt anders als die erste Instanz zu würdigen. Überdies hatte der Beschwerdeführer die Möglichkeit, sich im Rahmen der Berufungsverhandlung zu den Vorbringen der Staatsanwaltschaft zu äussern. Das rechtliche Gehör wurde nicht verletzt.