Citation: 8C_753/2010 18.01.2011 E. 3

Was die Beschwerdegegnerin dagegen einwendet, dringt nicht durch: Selbst wenn sie, wie von ihr behauptet, beim Unfall neben dem linken Mittelfinger zusätzlich auch noch den rechten Ellenbogen verletzt hätte, wäre mit der eine allseitige, polydisziplinäre Untersuchung durchführenden Medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS) von einem Abklingen der Beschwerdesymptomatik binnen der ersten sechs Wochen nach dem Unfall zu rechnen gewesen; auf alle Fälle sind gemäss deren Bericht vom 16. September 2008 (auch diesfalls) die zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung vorhandenen Beschwerden nicht mehr mit dem Unfall in Verbindung zu bringen. Es besteht keine Veranlassung, diese Einschätzung in Zweifel zu ziehen (dazu siehe BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232), so dass sich Weiterungen in dieser Richtung erübrigen (vgl. BGE 134 I 140 E. 5.3 S. 148; 124 V 90 E. 4b S. 94). Unerheblich ist in diesem Zusammenhang, dass die Gutachterstelle die Abklärungen und den Bericht im Auftrag der Invalidenversicherung durchgeführt hatte. Wesentlich ist, dass der Unfallversicherer seinerseits in diesem Rahmen einen Fragenkatalog einreichen konnte, der von den Experten denn auch eindeutig und in nachvollziehbarer Weise beantwortet worden ist. Es ist demnach für den Verfahrensausgang nicht einmal entscheidend, ob sich die Beschwerdeführerin beim Unfall lediglich den linken Mittelfinger oder darüber hinaus auch noch den rechten Ellenbogen gequetscht hat oder nicht. Strukturelle Verletzungen an knöchernen und Gelenkstrukturen schlossen die Ärzte ohnehin aus. Immerhin ist nicht unerwähnt zu lassen, dass sich nicht nur in der Unfallmeldung des Arbeitgebers vom 25. Februar 2003 kein Hinweis auf eine über den linken Mittelfinger hinausgehende Verletzung findet, sondern auch der Hausarzt in einem am 10. Februar 2003 an Dr. med. B.________ gerichteten Überweisungsschreiben lediglich ausführte, die Patientin habe ihm heute (einzig) von einem Anfang Januar 2003 eingeklemmten linken Mittelfinger berichtet, der nunmehr stark Schmerzen bereite. Dies, obwohl er in der Krankengeschichte gleichentags auch starke Ellenbogenbeschwerden bei ausgeprägter Myogelose notierte, über multiple, muskulär bedingte Störungen und Schmerzen berichtete, und Dr. med. B.________ über eine aktuell laufende Behandlung von Überlastungsschmerzen in Kenntnis setzte. All dies spricht eher gegen, aber zumindest nicht für einen Unfallhergang, wie er von der Beschwerdeführerin im späteren Verlauf behauptet und alsdann von ärztlicher Seite häufig übernommen wird. Die blosse Möglichkeit eines solchen Geschehensablaufs reicht nicht aus (BGE 126 V 353 E. 5b S. 360 mit Hinweisen).