Citation: 4A_441/2019 E. 2.4.2

2.4.2. Der Vorinstanz ist deshalb nicht zu folgen, wenn sie dem Beschwerdeführer bereits deshalb eine ungenügende Tatsachenbehauptung vorwirft, weil er nichts zum "wie" und "wann" der mündlichen Vereinbarung behauptet und sich auf Vorbringen betreffend die Motive beider Parteien beschränkt habe. Zutreffend ist, dass er eine mündliche Einigung ungenügend substanziiert hat. Eine solche kann daher nicht zugrunde gelegt werden. Die unbestrittenermassen erfolgte Geldhingabe hatte aber einen Zweck und deshalb ist zu prüfen, ob weitere Tatsachen behauptet wurden, aus denen sich der behauptete Vertragswille ergibt. Die blosse Behauptung von Motiven genügt dabei nicht, denn dabei handelt es sich um innere Tatsachen, die sich ihrerseits aus äusseren Umständen ableiten lassen müssen. Der Beschwerdeführer beruft sich in diesem Sinn auf eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, weil die Vorinstanz seinen "Indizienbeweis" nicht beachtet habe. Entscheidend ist deshalb, ob der Beschwerdeführer im kantonalen Verfahren gemäss der Begründung im angefochtenen Urteil nur Motive behauptete oder auch diese stützende Tatsachen. Hat die klagende Partei es unterlassen, eine Tatsache zu behaupten, darf das Gericht diese Tatsache trotzdem beachten, wenn sie von der beklagten Partei behauptet worden ist (CHRISTOPH LEUENBERGER, in: Kommentar zur schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], 3. Aufl. 2016, N. 42 zu Art. 221 ZPO).