Citation: 5A_442/2023 E. 2

Das Obergericht hat im Kern erwogen, dass die Zustimmung zur Wohnungskündigung im Sinn von Art. 416 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB rechtkräftig erteilt, der Mietvertrag zwischenzeitlich beendigt und gemäss den Ausführungen des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin gegen diese auch ein Exmissionsverfahren im Gang sei. Daran ändere das Beschwerdevorbringen nichts, wonach ein gewisser B.________ sich für die Wohnung beworben habe und bereit sei, diese dauerhaft an die Beschwerdeführerin unterzuvermieten. Abgesehen davon, dass hierfür keine Belege eingereicht worden seien, könne vor dem geschilderten Hintergrund nicht angenommen werden, dass die Vermieterin zu einer Vermietung an B.________ mit dauerhafter Untervermietung an die Beschwerdeführerin bereit wäre. Die angestrebte Rückkehr in die bisherige Wohnung wäre mithin selbst dann nicht mehr möglich, wenn sich die Mobilität der Beschwerdeführerin entgegen den ärztlichen Prognosen grundlegend verbessern sollte. Insoweit sei in antizipierter Beweiswürdigung auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten, zumal diese an der faktisch fehlenden Möglichkeit einer Rückkehr in die frühere Wohnung nichts ändern würde.