Citation: 5D_149/2023 E. 5.2.5

5.2.5. Die im erstinstanzlichen Verfahren erst mit seiner dritten Stellungnahme vom 7. November 2022 eingereichten Beweismittel, mit welchen der Beschwerdeführer nachweisen wollte, dass er die genannte Nachricht an E.________ im Chat vom 7. Juli 2022 nicht erst nach bereits erfolgter Antwort geändert hat (11 Videos auf einem USB-Stick), können nicht mehr als unverzüglich vorgebracht angesehen werden. Diese Videos wurden gemäss eigenen Angaben des Beschwerdeführers in seiner Stellungnahme vom 7. November 2022 zwischen dem 7. Juli 2022 und 31. August 2022 erstellt und hätten daher - nachdem die Erstinstanz das Verfahren am 19. September 2022 wieder aufgenommen hatte - ohne Weiteres bereits mit der Eingabe vom 27. September 2022 eingereicht werden können. Dass der Beschwerdeführer diese weiteren Beweismittel allenfalls bewusst in der Hinterhand behalten wollte, vermag an deren verspäteter Einreichung nichts zu ändern. Folglich kann dem Kantonsgericht keine willkürliche Anwendung von Art. 229 Abs. 1 ZPO vorgeworfen werden, wenn es die Nichtberücksichtigung dieser Beweismittel durch den Erstrichter geschützt hat.