Citation: 8C_193/2022 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer macht unter Berufung auf den in der SZS 2021 S. 287 ff. publizierten Beitrag "Der Weg zu einem invaliditätskonformeren Tabellenlohn" von Prof. em. Riemer-Kafka und Dr. phil. Schwegler letztinstanzlich ernsthafte sachliche Gründe für eine Praxisänderung geltend. Er verweist namentlich auf die im Anhang des erwähnten Beitrags aufgeführten Tabellen Kompetenzniveau (KN) 1 "light" und KN 1 "light-moderate", die es seiner Meinung nach rechtfertigten, die bisherige Praxis den neuen Gegebenheiten bei der Bemessung des Leidensabzugs für Hilfsarbeiter anzupassen. Es sei durch diese Tabellen nämlich wissenschaftlich sowie statistisch belegt, dass Hilfsarbeiter, die gesundheitsbedingt nur noch körperlich leichte Arbeiten verrichten könnten, auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 16 % weniger verdienten als Hilfsarbeiter ohne Belastungsgrenzen bzw. im Gesamtdurchschnitt. Der Beschwerdeführer beantragt daher, das von der Vorinstanz auf Fr. 68'992.- festgesetzte Invalideneinkommen sei um einen Leidensabzug von 15 % zu kürzen. Eine solche Kürzung rechtfertige sich auch deshalb, weil er als Rechtshänder durch die Verletzung seines rechten Arms bzw. Ellenbogens auf dem ihm offenstehenden Arbeitsmarkt besonders eingeschränkt sei, dies nicht nur belastungsmässig, sondern auch hinsichtlich Umwendbewegungen der rechten Hand.