Citation: 2D_62/2019 E. 1.2.1

1.2.1. Dagegen gelangten die Steuerpflichtigen an die Steuerrekurskommission des Kantons Thurgau, was zur Abweisung des Rekurses führte (Entscheid STRE.2019.86 vom 30. Oktober 2019). Die Begründung ging dahin, gemäss § 194 Abs. 1 des Gesetzes (des Kantons Thurgau) vom 14. September 1992 über die Staats- und Gemeindesteuern (StG/TG; RB 640.1) könne auf schriftliches Gesuch hin der Steuererlass ganz oder teilweise gewährt werden, wenn Verhältnisse vorlägen, bei denen die Bezahlung der Steuer oder einer Steuerbusse unmöglich oder zur grossen Härte wird. Ein Härtefall sei anzunehmen, wenn der geschuldete Betrag in einem Missverhältnis zur finanziellen Leistungsfähigkeit der steuerpflichtigen Person stehe. Bei natürlichen Personen sei ein solches Missverhältnis insbesondere gegeben, wenn die Steuerschuld trotz bis auf das Existenzminimum eingeschränkter Lebenshaltungskosten in absehbarer Zeit nicht vollumfänglich beglichen werden könne (§ 50b Abs. 1 der Verordnung [des Kantons Thurgau] vom 10. November 1992 zum Gesetz über die Staats- und Gemeindesteuern [StV/TG; RB 640.11]).