Citation: 1A.184/2006 15.02.2007 E. 4

Insbesondere gilt aber zu beachten, dass der Neu- resp. Wiederaufbau im Jahr 2002 gestützt auf Art. 24c RPG bewilligt wurde. In der damaligen Verfügung der Baudirektion vom 4. März 2002 (Beilage A6 des Amtes für Raumplanung) wurde in E. 3 ausdrücklich festgehalten, das Wohnhaus entspreche nicht dem Zweck der Nutzungszone. Das Bauvorhaben sei deshalb als Ausnahme gemäss Art. 24c RPG zu behandeln. 4.1 Nach Art. 24c Abs. 2 RPG können bestimmungsgemäss nutzbare, aber zonenfremde Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone teilweise geändert oder massvoll erweitert werden, sofern sie rechtmässig erstellt oder geändert worden sind; in jedem Fall bleibt die Vereinbarkeit mit den wichtigen Anliegen der Raumplanung vorbehalten. Die Zulässigkeit einer teilweisen Änderung oder massvollen Erweiterung ergibt sich unmittelbar aus dem Bundesrecht (BGE 127 II 215 E. 3b S. 219 mit Hinweisen). Der Bundesrat hat in Art. 41 und 42 RPV die zulässigen Änderungen im Sinne von Art. 24c Abs. 2 RPG konkretisiert. Nach Art. 42 Abs. 1 RPV sind Änderungen zulässig, wenn die Identität der Baute oder Anlage einschliesslich ihrer Umgebung in den wesentlichen Zügen gewahrt bleibt. Verbesserungen gestalterischer Art sind zulässig. Ob die Identität der Baute im Wesentlichen gewahrt bleibt, ist gemäss Art. 42 Abs. 3 RPV unter Würdigung der gesamten Umstände zu beurteilen. Sie ist jedenfalls dann nicht mehr gewahrt, wenn die zonenwidrig genutzte Fläche um mehr als 30 % erweitert wird, wobei Erweiterungen innerhalb des bestehenden Gebäudevolumens nur zur Hälfte angerechnet werden (lit. a), oder wenn die zonenwidrig genutzte Fläche innerhalb oder ausserhalb des bestehenden Gebäudevolumens um insgesamt mehr als 100 m2 erweitert wird (lit. b). 4.2 Am 7. Dezember 2001 hatte der Baudirektor in einem Schreiben an den Rechtsvertreter der Beschwerdeführer zudem festgestellt, die anrechenbare Geschossfläche des abzubrechenden Wohnhauses betrage 220 m2. Die massvolle Erweiterung von 30 % ergebe unter Berücksichtigung einer geringfügigen Aufrundung eine maximale anrechenbare Geschossfläche von 300 m2. Diese Fläche sei auf jeden Fall massgebend und es könnten keine zusätzlichen Vergrösserungen gestattet werden. Die Beschwerdeführer haben denn von dieser Erweiterungsmöglichkeit auch Gebrauch gemacht. Es ist nicht ersichtlich und wurde auch nicht dargetan, inwiefern sich an der damaligen Ausgangslage massgeblich etwas geändert haben sollte. Offenbar hatten die Beschwerdeführer damals keine Einwände dagegen, nicht als zonenkonformer landwirtschaftlicher Betrieb qualifiziert zu werden. Die Verfügung vom 4. März 2002 ist jedenfalls in Rechtskraft erwachsen. Wurde aber das maximal zulässige Mass an Erweiterung gestützt auf Art. 24c Abs. 2 RPG bereits ausgeschöpft, kann keine weitere Ausnahmebewilligung mehr erteilt werden.