Citation: 8C_949/2008 04.05.2009 E. 5

5.1 Unbestritten ist der im Rahmen des Einkommensvergleichs nach Art. 16 ATSG zu berücksichtigende Jahresverdienst von Fr. 92'599.-, welchen der Beschwerdeführer laut Auskunft seiner früheren Arbeitgeberin im Jahr 2005 mutmasslich erzielen würde, wäre er nicht verunfallt (Valideneinkommen). Im Jahr 2004 (Jahr des Rentenbeginns) beträgt das Valideneinkommen gemäss Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin Fr. 91'234.-. 5.2 Der Beschwerdeführer bringt vor, bei der Ermittlung des trotz unfallbedingter Gesundheitsschädigung realisierbaren Verdienstes (Invalideneinkommen) könne entgegen dem Vorgehen der SUVA nicht von deren Arbeitsplatzdokumentation (DAP) ausgegangen werden, weil einzelne der daraus entnommenen Arbeitsplatzbeschriebe den ärztlich attestierten Funktionseinschränkungen nicht Rechnung tragen würden. Frau Dr. med. A.________ gehe in ihren Berichten vom 26. April 2006 und 29. Januar 2007 davon aus, dass der Versicherte seiner Schmerzen im linken Knie und im rechten Bein wegen weder lange Zeit sitzen noch lange Gehstrecken zurücklegen könne; für körperlich belastende Tätigkeiten sei er somit zu 100 % arbeitsunfähig. Tatsächlich ist bei den fünf von der SUVA ausgewählten DAP in zwei Fällen (DAP Nrn. 8846 und 6807) sehr oft Sitzen gefordert, wobei gemäss DAP Nr. 6807 die Position allerdings frei wählbar ist, was den Anforderungen an den Arbeitsplatz für den Versicherten bestens entspricht. Die andere Tätigkeit, welche sehr oft im Sitzen, sowie die weiteren DAP Nrn. 8316 und 2947, welche oft im Sitzen auszuüben sind, entsprechen den Vorgaben an eine Verweistätigkeit hingegen nicht. Die fünfte DAP (Nr. 4774) "manchmal Sitzen" beschreibt demgegenüber wiederum eine zumutbare Beschäftigung. Bei drei der fünf Arbeitsplatzdokumentationen ist somit fraglich, ob die gewählten Beschäftigungen für den Beschwerdeführer zumutbar wären. Das von der SUVA auf dieser Basis errechnete Invalideneinkommen hält der Überprüfung nicht stand. Die Sache ist daher zwecks Durchführung eines neuen Einkommensvergleichs an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Hernach hat sie über den Rentenanspruch neu zu verfügen. Damit bleiben den Parteien alle Rechte, insbesondere der doppelte Instanzenzug, gewahrt (vgl. BGE 125 V 413 E. 2c S. 417; Urteil [des Bundesgerichts] 8C_319/2007 vom 6. Mai 2008 E. 5.3). Im Rahmen der Rückweisung wird die SUVA das Invalideneinkommen entweder auf der Basis von Arbeitsplatzdokumentationen, welche den ärztlich attestierten Funktionseinschränkungen vollumfänglich Rechnung tragen, oder auf der Grundlage der Daten der vom Bundesamt für Statistik periodisch durchgeführten Lohnstrukturerhebung (LSE) berechnen. Dabei wird sie zu berücksichtigen haben, dass für den Einkommensvergleich die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs massgebend sind, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage erhoben werden müssen (BGE 129 V 222).