Citation: 6B_339/2009 07.08.2009 E. 6

6.1 Schliesslich wendet der Beschwerdeführer ein, dass es "hanebüchen" sei, wenn in der heutigen Zeit bei Beträgen um CHF 500.-- die Geringfügigkeit gemäss 172ter StGB keine Berücksichtigung finde. 6.2 Richtet sich die Tat nur auf einen geringen Vermögenswert oder auf einen geringen Schaden, so wird der Täter, auf Antrag, mit Busse bestraft (Art. 172ter Abs. 1 StGB). Diese Vorschrift gilt gemäss Art. 172ter Abs. 2 StGB nicht bei qualifiziertem Diebstahl (Art. 139 Ziff. 2 und 3), bei Raub und Erpressung. Da im vorliegenden Verfahren nur Raubtatbestände zur Beurteilung stehen, ist der Anwendung von Art. 172ter StGB unabhängig des konkreten Deliktsbetrags von vornherein der Boden entzogen, was der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer durch einen einfachen Blick ins Strafgesetzbuch hätte feststellen können.