Citation: U 436/05 02.03.2006 E. 3

Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdegegners auf Leistungen der Unfallversicherung nach dem 19. September 2001. 3.1 Für die Vorinstanz ist unbestritten, dass der Beschwerdegegner bei dem Unfall vom 23. August 2001 ein Schleudertrauma der HWS erlitt und daraufhin das bekannte Beschwerdebild aufwies. Die Arztberichte sowie die Ausführungen des Arbeitgebers und der Eltern des Beschwerdegegners zeigten den Krankheitsverlauf vom Unfallereignis bis in die Gegenwart nahtlos auf. Zum einen würden in allen Arztberichten die persistierenden Kopf-, Nacken- und Schulterbeschwerden aufgeführt und als Unfallfolgen nie in Frage gestellt. Zum anderen seien deutliche kognitive Einschränkungen festgestellt worden. Im Verlaufe der mehrjährigen Behandlungsdauer hätten sich auch psychische Leiden entwickelt, welche vermehrt an Bedeutung gewonnen hätten. Die körperlichen Symptome seien jedoch gesamthaft nicht in den Hintergrund getreten, weshalb der adäquate Kausalzusammenhang nach der Rechtsprechung zum Schleudertrauma (BGE 117 V 359) zu beurteilen sei. Die Prüfung der einzelnen Adäquanzkriterien führe zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges. 3.2 Demgegenüber ist für die Beschwerdeführerin ein Schleudertrauma der HWS nicht erwiesen. Sie bezweifelt nach wie vor, dass der Unfall vom 23. August 2001 überwiegend wahrscheinlich Teilursache für den ab April 2002 auftretenden massiven Gesundheitsschaden des Beschwerdegegners sei. Selbst wenn von einem Schleudertrauma der HWS auszugehen sei, so stehe die physische Komponente des Leidens mittlerweile im Hintergrund. Dominant seien zwischenzeitlich die psychischen Leiden. Nach der Rechtsprechung (BGE 123 V 99 Erw. 2a und seitherige Rechtsprechung) sei daher die Frage des adäquaten Kausalzusammenhanges nach der Praxis für psychische Unfallfolgen (BGE 115 V 140 Erw. 6c) zu beurteilen. Diese Prüfung führe hier zur Verneinung der Adäquanz.