Citation: 6B_649/2022 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erwägt zusammengefasst, insgesamt lasse die Tatsache, dass in der vom Beschwerdeführer gebrauchten Schreckschusspistole zwei Schüsse im Magazin gewesen seien, nur den Schluss zu, dass er auch davon habe ausgehen können und müssen, dass in der echten Waffe von C.________ Patronen waren. Dem Beschwerdeführer hätten gegenteilige Hinweise gefehlt. Er habe auch lediglich überzeugt angeben können, dass die Waffe von C.________ noch nicht geladen gewesen sei. Dass er davon ausgegangen sei, dass die Waffe keine Patronen im Magazin gehabt habe, werde selbst von ihm selber nicht vorgebracht. Daher habe er denn auch gar nicht darauf vertrauen können, dass sich keine Patronen im Magazin befinden würden. Der Beschwerdeführer habe sich als geübt im Umgang mit Waffen zu erkennen gegeben, wobei ihm somit auch die Regel bekannt sein dürfte, dass Waffen in erster Linie immer als geladen zu betrachten seien, solange man sich nicht vom Gegenteil überzeugt habe (vgl. Sicherheitstipps beim Umgang mit Waffen des Kantons Zürich: www.zh.ch/de/sicherheit-justiz/delikte-praevention/waffen.html). Entsprechend lasse dies nur den Schluss zu, dass der Beschwerdeführer zumindest in Kauf genommen habe, dass C.________, als er mit ihm zusammen den Raubüberfall auf die Tankstelle verübt habe, eine funktionstüchtige und zur Schussabgabe taugliche Waffe mit sich geführt habe. Indem sich der Beschwerdeführer, nachdem er in seiner Schreckschusspistole die zwei Schüsse entdeckt habe, weder bei C.________ rückversichert habe, dass in dessen Waffe keine Munition sei und er auch keine Anstalten gemacht habe, diesen von der Mitnahme der Waffe abzuhalten, habe er konkludent in den Tatplan eingewilligt, eine Schusswaffe gemäss Art. 140 Ziff. 2 StGB zum Zwecke des Raubes mitzuführen. Demnach sei sowohl der objektive wie auch der subjektive Tatbestand von Art. 140 Ziff. 2 StGB erfüllt (Urteil S. 4 f. E. 2.3).