Citation: 1P.244/2001 20.08.2001 E. 2

2.- a) Die staatsrechtliche Beschwerde ist, von hier nicht gegebenen Ausnahmen abgesehen, rein kassatorischer Natur (BGE 124 I 327 E. 4 mit Hinweisen). Soweit der Beschwerdeführer mehr als die Aufhebung des angefochtenen Beschlusses verlangt, kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden. b) Anfechtungsobjekt der staatsrechtlichen Beschwerde ist der Beschluss der Anklagekammer. Soweit der Beschwerdeführer Ausführungen macht, die damit in keinem Zusammenhang stehen, ist er ebenfalls nicht zu hören. c) Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss die Beschwerdeschrift die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Erlass oder Entscheid verletzt worden sind. Im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren prüft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen (BGE 125 I 492 E. 1b mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer hat zu erklären, welches verfassungsmässige Individualrecht seiner Ansicht nach verletzt worden sein soll. Wirft er der kantonalen Behörde zum Beispiel vor, sie habe mit der vorgenommenen Anwendung des kantonalen Rechts Art. 9 BV verletzt, so genügt es noch nicht, wenn er einfach behauptet, der angefochtene Entscheid sei willkürlich; bei der Rechtsanwendungsrüge hat der Beschwerdeführer vielmehr die Rechtsnorm, die qualifiziert unrichtig angewandt bzw. nicht angewandt worden sein soll, zu bezeichnen und anhand der angefochtenen Subsumtion im Einzelnen zu zeigen, inwiefern der Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem und offensichtlichem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 110 Ia 1 E. 2a). d) Der Beschwerdeführer verweist auf verschiedene Bestimmungen der StPO und macht sinngemäss deren Verletzung geltend. Darauf ist nicht einzutreten. Die Verletzung kantonalen Rechts kann mit staatsrechtlicher Beschwerde nicht gerügt werden. Mit staatsrechtlicher Beschwerde kann der Bürger die Verletzung seiner verfassungsmässigen Rechte geltend machen (Art. 84 Abs. 1 lit. a OG). Der Beschwerdeführer hätte somit vorbringen können, die Anklagekammer habe Bestimmungen der StPO willkürlich angewandt und damit Art. 9 BV verletzt. Das legt er jedoch nicht dar. e) Soweit der Beschwerdeführer die fehlerhafte Anwendung des Schweizerischen Strafgesetzbuches geltend macht, ist er ebenfalls nicht zu hören. Insoweit wäre die eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde gegeben gewesen (Art. 269 Abs. 1 BStP). Die subsidiäre staatsrechtliche Beschwerde scheidet deshalb aus (Art. 84 Abs. 2 OG). f) Der Beschwerdeführer macht einzig auf S. 6 der Beschwerde eine Verletzung seiner verfassungsmässigen Rechte geltend. Er bringt vor, die Polizei und das Bezirksamt seien willkürlich von einem Deliktsbetrag von "ca. Fr. 300.--, ca. Fr. 250.--, unter Fr. 300.--" ausgegangen. Die Anklagekammer (S. 6 f.) hat sich einlässlich mit dem Deliktsbetrag befasst. Sie legt dar, der Sattel habe nach Angaben der Beschwerdegegnerin einen Wert von rund Fr. 250.--. Anlässlich der Strafanzeige habe der Beschwerdeführer einen Strafantrag wegen eines "geringfügigen Vermögensdelikts" unterzeichnet. Dem Polizeirapport sei zu entnehmen, dass es sich beim Deliktsgut um einen Sattel mit einem Wert von "ca. Fr. 300.--" handle. Daraus, dass der Polizeibeamte im Rapport diesen Wert angegeben und ausserdem das in der Folge vom Beschwerdeführer unterzeichnete Strafantragsformular mit "geringfügiges Vermögensdelikt" beschriftet habe, sei zu schliessen, dass sich der Beschwerdeführer bei der Anzeigeerstattung dahin geäussert habe, der Wert des Sattels beschränke sich auf ca. Fr. 300.--. Mit dieser Begründung setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander. Er legt nicht dar, inwiefern ausgehend von den von der Anklagekammer geschilderten Umständen die Annahme eines Deliktsbetrages von jedenfalls nicht mehr als ca. Fr. 300.-- schlechterdings unhaltbar sein soll. Auch insoweit kann daher auf die Beschwerde nicht eingetreten werden. Ob die Anklagekammer bei der gegebenen Sachlage auf eine Übertretung nach Art. 172ter StGB mit einer absoluten Verjährungsfrist von zwei Jahren schliessen durfte, ist eine Frage des Bundesrechts, die im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde nicht zur Diskussion gestellt werden kann. g) Zum Vorwurf, die kantonalen Behörden hätten das Verfahren absichtlich verzögert, um die Verjährung eintreten zu lassen, hat sich die Anklagekammer (S. 9 f.) ebenfalls eingehend geäussert. Der Beschwerdeführer sagt nicht, inwiefern die Anklagekammer insoweit seine verfassungsmässigen Rechte verletzt haben soll.