Citation: 6B_1179/2021 E. 3.2.1

3.2.1. Die Vorinstanz erwägt in objektiver Hinsicht, die Beschwerdegegnerin 2 habe zum Tatzeitpunkt aufgrund des vorangegangenen erheblichen Alkoholkonsums und ihrer grossen Müdigkeit nach einem langen und anstrengenden Arbeitstag sowie einer durchzechten Nacht derart tief und fest geschlafen, dass sie auch durch die sexuellen Handlungen, die der Beschwerdeführer an ihr gemäss eigenen Angaben langsam und vorsichtig vorgenommen habe, namentlich die vaginale Penetration mit seinem Penis, nicht aufgewacht sei. Sie sei damit ausserstande gewesen, sich gegen den sexuellen Übergriff des Beschwerdeführers bzw. den Angriff auf ihre geschlechtliche Integrität zu wehren. Dass sie weder eine hochgradige Intoxikation noch einen pathologischen Rausch gehabt habe, schade vor dem Hintergrund der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht. Der Beschwerdeführer habe sich den widerstandsunfähigen Zustand der Beschwerdegegnerin 2 zunutze gemacht, indem er den ungeschützten Geschlechtsverkehr vollzogen und sie so als Sexualobjekt missbraucht habe. Eine Einwilligung dazu habe nicht vorgelegen (angefochtenes Urteil S. 33).