Citation: 6B_506/2019 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Qualifikation seines Verhaltens als versuchte sexuelle Handlung mit einem Kind verletze Bundesrecht (Art. 187 Abs. 1 und Art. 22 StGB). Mit dem Klingeln an der Haustür von "Lars" habe er die Schwelle zum strafbaren Versuch noch nicht überschritten. Es sei lebensfremd, davon auszugehen, dass es, nachdem "Lars" die Tür geöffnet hätte, ohne weitere wesentliche Zwischenschritte, namentlich ohne weitere vorbereitende Gespräche und Handlungen sogleich zu sexuellen Handlungen gekommen wäre. Zudem wäre es naheliegend gewesen, dass der Beschwerdeführer einen Rückzieher gemacht hätte, denn er habe noch keine einschlägigen Vorstrafen. Weiter seien die Voraussetzungen, welche das Bundesgericht in BGE 131 IV 100 für den hier relevanten Fall von geplanten sexuellen Handlungen auf freiwilliger Basis aufgestellt habe, nicht erfüllt. Ebensowenig könne die Vorinstanz ihren Entscheid auf das bundesgerichtliche Urteil 6B_1327/2017 vom 12. März 2018 stützen, da die Tatumstände im genannten Fall anders gewesen seien (Aufbau eines Vertrauensverhältnisses durch gemeinsame Hundespaziergänge, regelmässige Einladungen zu Hause, Zurverfügungstellen von Alkohol und Zigaretten). Vorliegend habe der Kontakt lediglich über eine Internetplattform stattgefunden. Dies sei nicht ansatzweise mit persönlichem Kontakt vergleichbar. Auch sei es im genannten Fall im Zeitpunkt, in dem das Gericht die Schwelle zum Versuch als überschritten betrachtet habe, schon zu mehrfachen Umarmungen und sexuell konnotierten Berührungen gekommen.