Citation: 6B_47/2021 E. 2

Nach den unbestrittenen vorinstanzlichen Feststellungen wollte die Bäckerei ihre Müll-Press-Box ausbeulen und neu streichen lassen. Bei dieser Müllbox handelt es sich um einen länglichen Metallcontainer, der vorne eine Vorrichtung zum Einfüllen des Abfalls und hinten eine Klappe aufweist, die der Leerung dient. Diese Klappe ist oben mit Scharnieren am Rand des Behälters befestigt und normalerweise verschraubt. Zur Leerung muss der Container auf einen Kipplaster gehoben werden. Die Schrauben werden gelöst und der Behälter gekippt, so dass die Klappe aufpendelt und der Müll herausfällt. Mit der Leerung, Reinigung und Wartung des Containers der Bäckerei war das Unternehmen K.________ betraut. Für die geplante Renovation des Müllcontainers holte der Betriebsleiter der Bäckerei, L.________, eine Offerte des Malerbetriebs D.________ ein. Die Bäckerei beauftragte das Unternehmen M.________ mit dem Ausbeulen und L.________ erteilte dem Malerbetrieb D.________ den Auftrag für das Entrosten sowie den Neuanstrich des Containers. Er informierte darüber den Beschwerdegegner, der die Arbeiten am Container koordinieren sollte (Urteil S. 8 f.). Das Ausbeulen des Containers besorgte N.________ als Angestellter des Unternehmens M.________. Weil dieser im Innern des Containers arbeiten musste, gab der Beschwerdegegner am frühen Vormittag des Unfalltags F.________ den Auftrag, die Schrauben der Klappe zu lösen. N.________ stützte die Klappe während des Ausbeulens mit zwei Hölzern ab, die er nach getaner Arbeit wieder mitnahm. Weshalb die Klappe anschliessend unverschraubt blieb, ist unklar. Zum äusserlichen Reinigen, Entrosten und Streichen des Containers muss weder die Entladeklappe geöffnet werden, noch muss sich der Maler ins Innere des Müllbehälters begeben (Urteil S. 10).