Citation: 9C_642/2015 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer wendet weiter ein, die vorinstanzliche Prüfung der Arbeitsfähigkeit verletzte Bundesrecht, weil das zugrunde gelegte Gutachten des Dr. med. B.________ vom 7. Mai 2012 keine schlüssige Beurteilung im Lichte der Indikatoren gemäss der mit BGE 141 V 281 geänderten Rechtsprechung erlaube. Mit diesem Einwand wird verkannt, dass ein nach altem Verfahrensstandard eingeholtes Gutachten nicht per se seinen Beweiswert verliert, sondern konkret zu prüfen ist, ob dieses - gegebenenfalls im Kontext mit weiteren fachärztlichen Berichten - eine schlüssige Beurteilung im Lichte der massgeblichen Indikatoren erlaubt (vgl. BGE 141 V 281 E. 8 S. 309 mit Hinweis auf BGE 137 V 219 E. 6 S. 266). Gründe, weshalb die Expertise des Dr. med. B.________ vom 7. Mai 2012 keine solch schlüssige Beurteilung erlauben sollte oder inwiefern eine solche in casu zu der Zusprechung einer Invalidenrente führen könnte, nennt der Beschwerdeführer nicht. Sein Einwand ist denn auch unbegründet, verneinte Dr. med. B.________ doch explizit das Vorliegen einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10 Ziff. F45.40), weil deren diagnostische Kriterien in mehrfacher Hinsicht nicht erfüllt seien. Namentlich fehle es an andauernden, schweren und quälenden Schmerzen und es sei die Zunahme emotionaler und sozialer Konflikte sowie psychosozialer Belastungen Folge und nicht Ursache des Schmerzsyndroms. Der stattdessen diagnostizierten chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 Ziff. F45.41), welche Diagnose ohnehin in der deutschen Ausgabe der ICD-10-Kodifikation (GM) figuriert und für die hier interessierenden versicherungsmedizinischen Belange nicht massgebend ist (Urteil 9C_168/2015 vom 13. April 2016 E. 3.2), sprach der Gutachter den Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ab und bezeichnete deren Ausprägung im Vergleich zu ähnlichen Störungsbildern als objektiv leicht. Damit fehlt es der Diagnose - auch nach neuer Rechtsprechung (vgl. BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2 S. 299 f.) - zum vornherein an der Schwere, die auf eine invalidisierende Gesundheitsbeeinträchtigung schliessen liesse. Damit besteht kein Anlass für eine Neubegutachtung unter Berücksichtigung der Indikatoren gemäss BGE 141 V 281.