Citation: 5A_331/2020 E. 2.4

2.4. Die Einsprache gegen den Arrestbefehl (Art. 278 SchKG) soll den vom Arrest Betroffenen nachträglich rechtliches Gehör verschaffen (STOFFEL/CHABLOZ, Voies d'exécution, 3. Aufl. 2016, § 8 Rz 94; AMONN/WALTHER, Grundriss des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, 9. Aufl. 2013, § 51 Rz. 64). Die Voraussetzungen des Arrestes sind in der Folge im Lichte der vorgetragenen Einsprachegründe zu prüfen (BGE 140 III 466 E. 4.2.3 S. 471 f.). Wird der Arrest erst in einem Rechtsmittelverfahren bewilligt, ist die Einsprache - wie die Vorinstanz ohne Verfassungsverletzung annehmen durfte - gleichwohl beim Arrestrichter der ersten Instanz zu erheben, weil der Einsprecher andernfalls des bundesrechtlich vorgeschriebenen Instanzenzugs (Art. 278 Abs. 3 SchKG) verlustig ginge (ARTHO VON GUNTEN, Die Arresteinsprache, 2001, S. 34; WEINGART, Arrestabwehr - Die Stellung des Schuldners und des Dritten im Arrestverfahren, 2015, § 8 Rz. 387; VOCK/MEISTER-MÜLLER, SchKG-Klagen nach der schweizerischen ZPO, 2. Aufl. 2018, S. 329; KREN KOSTKIEWICZ, in: Schulthess Kommentar SchKG, 2017, N. 11 zu Art. 278 SchKG; REISER, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 2. Aufl. 2010, N. 2 und 28 zu Art. 278 SchKG; BOLLER, Abwehrmassnahmen: Arresteinsprache und Beschwerde, in: ZZZ 2017/2018 S. 45). Der blosse Umstand, dass der Entscheid des erstinstanzlichen Richters über das Arrestbegehren (Art. 272 SchKG) von der oberen Instanz aufgehoben worden ist, rechtfertigt es dabei entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht, den erstinstanzlichen Richter im Einspracheverfahren als befangen abzulehnen (vgl. BGE 143 IV 69 E. 3.1 S. 74; 113 Ia 407 E. 2 S. 408 ff.; HUNGERBÜHLER, Rechtsmittel und Rechtsbehelfe beim Arrest unter besonderer Berücksichtigung des Steuerarrestes und des Arrestes nach Art. 39 Abs. 1 LugÜ, ZZZ 2005 S. 208). Die Rüge der Verletzung von Art. 30 Abs. 1 BV erweist sich als unbegründet.