Citation: I 469/03 13.11.2003 E. 2

Streitig ist der Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung und in diesem Zusammenhang allein die Frage des Ausmasses der zumutbaren Arbeitsfähigkeit. Im Übrigen hat das kantonale Gericht zutreffend festgehalten, dass die unklar formulierte Verwaltungsverfügung auf materielle Ablehnung (der Ansprüche auf berufliche Massnahmen und Invalidenrente) lautet, dies entsprechend dem tatsächlich rechtlichen Gehalt, auf welchen es praxisgemäss ankommt (BGE 120 V 497 Erw. 1a mit Hinweisen). Da die Eingliederung schon im erstinstanzlichen Verfahren nicht angefochten wurde, gehört sie nicht zum Streitgegenstand (BGE 125 V 415 Erw. 2a). 2.1 Die Vorinstanz ist davon ausgegangen, dass der Versicherte an Rückenbeschwerden leide, welche jedoch eine vollständige Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit nicht ausschlössen; die weiter geltend gemachten Beschwerden (Gleichgewichts- und Sehkraftstörungen, Depression, Kopfschmerzen) seien, soweit ausgewiesen, invalidenversicherungsrechtlich nicht erheblich. Der Beschwerdeführer ist demgegenüber der Ansicht, es seien zu Unrecht nur die Rückenbeschwerden berücksichtigt worden; er leide auch an "Neurosis, Depressionen, Gleichgewichtsstörungen, Vergesslichkeit und niedrigem Blutdruck"; diese Probleme seien im Rahmen einer polydisziplinären Begutachtung abzuklären. 2.2 Aufgrund der vorliegenden Akten ist erstellt und - entgegen der vorinstanzlichen Beschwerde - mittlerweile unbestritten, dass der Versicherte wegen des geklagten Rückenleidens in einer leidensangepassten Tätigkeit - d.h. leichte Arbeit mit Positionswechseln zwischen Sitzen und Stehen sowie ohne Tragen und Heben von Gewichten über 20 kg - vollständig arbeitsfähig ist. Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erwähnten Gleichgewichtsstörungen sind im Übrigen von Verwaltung und Vorinstanz berücksichtigt worden; denn die Klinik Y.________ ist in ihrer Einschätzung der Arbeitsbelastbarkeit davon ausgegangen, der Beschwerdeführer sei in den Funktionen des Gleichgewichts und der Balance eingeschränkt, sodass ihm Tätigkeiten mit entsprechenden Anforderungen nicht möglich seien. 2.3 Was die geklagten psychischen und geistigen Beschwerden (Neurose, Depression, Vergesslichkeit) anbelangt, ergibt sich aus den Akten nicht der geringste Anhaltspunkt, dass solche im praxisgemäss (BGE 121 V 366 Erw. 1b) entscheidenden Zeitraum bis zum Verfügungserlass im Mai 2002 vorgelegen hätten: Sowohl die Klinik Y.________ wie auch der Hausarzt Dr. med. G.________ haben - im Rahmen der Beantwortung der entsprechenden Frage im von der IV-Stelle zugesandten Formular "Arbeitsbelastbarkeit: Medizinische Beurteilung" - keinerlei Einschränkung in den psychischen Funktionen angenommen und auch keinerlei diesbezügliche Auffälligkeiten bemerkt, die zu weiteren Abklärungen durch Spezialärzte Anlass geboten hätten. Die vom Psychiater Dr. med. S.________ gegenüber dem Rechtsvertreter des Versicherten bloss telefonisch geäusserte Auffassung einer ernsthaften Erkrankung ist einerseits keine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit und betrifft andererseits einen Zeitpunkt nach Verfügungserlass im Mai 2002, sodass der Beschwerdeführer schon aus diesem Grund daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten kann. Für das Bestehen eines die Arbeitsfähigkeit beeinflussenden niedrigen Blutdrucks finden sich in den Akten ebenfalls keinerlei Anhaltspunkte; insbesondere findet sich im Bericht des Hausarztes vom 17. Dezember 2001 kein entsprechender Hinweis. Damit ist davon auszugehen, dass der Versicherte in einer leidensangepassten Tätigkeit vollständig arbeitsfähig ist; weitere Abklärungen - insbesondere die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragte polydisziplinäre Begutachtung - sind nicht notwendig (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 94 Erw. 4b). Da Validen- und Invalideneinkommen gemäss kantonalem Entscheid ziffernmässig weder bestritten noch nach der Aktenlage zu beanstanden sind (BGE 110 V 53), ist ein Invaliditätsgrad von wenigstens 40 % nicht ausgewiesen.