Citation: 9C_271/2014 E. 4

Die Ausgleichskasse hat die Beitragsforderung für die Jahre 2005 bis 2008 am 18. Dezember 2012 verfügungsweise geltend gemacht. Gemäss Art. 16 Abs. 1 Satz 1 AHVG wurde mit dieser Nachzahlungsverfügung ungeachtet längerer strafrechtlicher Fristen die Verjährungsfrist von fünf Jahren für die für 2007 und 2008 geschuldeten Beiträge gewahrt. Die Beiträge, welche die Ausgleichskasse für die Jahre 2005 und 2006 nachgefordert hat und die sich laut Einspracheentscheid auf Fr. 2'250.-, zuzüglich Verzugszinsen von Fr. 783.35 für das Jahr 2005, und auf Fr. 1'586.05, zuzüglich Verzugszinsen von Fr. 473.15 für das Jahr 2006, belaufen, wurden unter Berücksichtigung der längeren strafrechtlichen Verjährungsfrist von sieben Jahren (Art. 97 Abs. 1 lit. c StGB) ebenfalls rechtzeitig verfügt: Wie bereits erwähnt, erging die Nachzahlungsverfügung am 18. Dezember 2012. Nach Art. 98 lit. a StGB beginnt die Verjährung an dem Tag, an dem der Täter die strafbare Handlung ausführt. Da aufgrund der längeren strafrechtlichen Verjährungsfrist von sieben Jahren die Beiträge nicht innert fünf, sondern innert sieben Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, für welches sie geschuldet sind, durch Erlass einer Verfügung geltend zu machen sind (vgl. Art. 16 Abs. 1 AHVG), ist mit der Verfügung vom 18. Dezember 2012 die Verjährungsfrist für das Jahr 2006 und auch für das früheste Jahr 2005 eingehalten. Ob die Straftatbestände der Beschäftigung von Ausländern ohne Bewilligung und der Widerhandlung gegen das AHVG als Dauerdelikte gemäss Art. 98 lit. c StGB (vgl. BGE 129 II 385 E. 4.2.1 S. 352) zu qualifizieren wären, was Verwaltung und Vorinstanz annehmen, vom Beschwerdeführer dagegen mit ausführlicher Begründung bestritten wird, kann somit offenbleiben.