Citation: 7B_384/2024 E. 5.2

5.2. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers hat die Vorinstanz das Verhältnismässigkeitsprinzip nicht verletzt. Dass die Strafverfolgungsbehörden die auf dem sichergestellten Mobiltelefon gesuchten Informationen (teilweise) auch auf anderem Wege hätten finden können - etwa indem sie die beschlagnahmten Mobiltelefone anderer involvierter Personen durchsuchen, wie der Beschwerdeführer vorschlägt - steht der Entsiegelung nach der zitierten Rechtsprechung nicht entgegen. Ferner war die Vorinstanz in diesem konkreten Fall auch nicht gehalten, die Entsiegelung der sichergestellten Daten zeitlich auf den Zeitraum von 27. November 2023 bis dem 15. Dezember 2023zu beschränken, wie der Beschwerdeführer verlangt: Ihm wird banden- und gewerbsmässige Begehung (einerseits in der Zeit von Juli 2022 bis März 2023 und andrerseits in der Zeit von Oktober 2023 bis Januar 2024) vorgeworfen. Dies lässt vermuten, dass sich in den gesiegelten Daten über die fraglichen Zeiträume hinaus Hinweise auf Kommunikation unter Bandenmitgliedern und deren sowie seine eigene Arbeitsorganisation finden lassen könnten. Die vollständige Entsiegelung des Mobiltelefons erweist sich deshalb auch als angemessen. Schliesslich tut der Beschwerdeführer nicht nachvollziehbar dar, dass sein Interesse an Geheimhaltung der auf seinem Mobiltelefon naturgemäss enthaltenen persönlichen Aufzeichnungen nach Art. 264 Abs. 1 lit. b StPO wie die von ihm erwähnten Fotos das öffentliche Interesse an der Aufklärung von Straftaten überwiegen soll. Die Rüge der Unverhältnismässigkeit der Entsiegelung erweist sich damit als unbegründet.