Citation: 9C_26/2017 E. 4.4

4.4. Zu keiner abweichenden Betrachtungsweise Anlass gibt schliesslich der Umstand, dass die am 22. August 1956 geborene Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses schon knapp 59-jährig war. Anders als in dem in der Beschwerde zitierten Urteil 9C_954/2012 vom 10. Mai 2013, in welchem das Bundesgericht die Vermittelbarkeit eines 60-jährigen Versicherten, der keinen Beruf erlernt und während über 20 Jahren als Hotelportier meist mittelschwere bis schwere Arbeiten ausgeführt hatte, verneint hat, ist hier mit der Vorinstanz aufgrund der beruflichen Qualifikationen und Kenntnisse der Versicherten von einer Verwertbarkeit der nur leicht reduzierten Arbeitsfähigkeit in einer angepassten erwerblichen Beschäftigung auszugehen. Namentlich der Umstand, dass die Beschwerdeführerin eine qualifizierte Ausbildung genossen und den erlernten Beruf als Physiotherapeutin während Jahren ausgeübt hat, spricht für diese Sichtweise. Weil sie ihren Beruf nur während rund sechs Jahren als Selbstständigerwerbende ausgeübt hat, erscheint der Wechsel zu einer unselbstständigen Erwerbstätigkeit als zumutbar, umso mehr, als im Hinblick auf ihren beruflichen Hintergrund - anders als im Fall des Portiers, der zum Urteil 9C_954/2012 vom 10. Mai 2013 geführt hat - auch feinmotorisches Geschick vorhanden ist, das in einer entsprechenden beruflichen Tätigkeit eingesetzt werden kann.