Citation: I 732/05 17.10.2006 E. 4

4.1 Im noch nicht in der Amtlichen Sammlung veröffentlichten Urteil R. vom 14. Juli 2006 (I 686/05) kam das Eidgenössische Versicherungsgericht auf dem Wege der Auslegung von Art. 44 ATSG zum Schluss, dass auch mit Bezug auf Medizinische Abklärungsstellen die Namen der konkret mit dem Gutachten befassten Ärzte vorgängig bekannt zu geben sind. Mit Blick auf das praktische Vorgehen hat das Gericht erwogen, Art. 44 ATSG regle den Zeitpunkt der Bekanntgabe der Namen der sachverständigen Personen nicht ausdrücklich. Vom Normzweck her sei jedoch von einer vorgängigen Mitteilung auszugehen. Denn nur so werde gewährleistet, dass die Mitwirkungsrechte ihre Funktion erfüllen. Die Bestimmung fordere indessen nicht, dass die Namensnennung gleichzeitig mit der Anordnung der IV-Stelle über die durchzuführende Begutachtung zu erfolgen habe. Ein Zusammenlegen der beiden Mitteilungen sei zwar zweckmässig und rationell, jedoch im Rahmen der Begutachtung durch eine MEDAS aus sachlichen Gründen oftmals nicht praktikabel. Es müsse daher genügen, wenn die Namen der Gutachter der versicherten Person erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben würden. In jedem Fall müsse dies aber frühzeitig genug erfolgen, damit sie in der Lage sei, noch vor der eigentlichen Begutachtung ihre Mitwirkungsrechte wahrzunehmen. Es rechtfertige sich daher, die jeweilige Begutachtungsstelle damit zu beauftragen. Sie sei am ehesten in der Lage, die Namen der mit der Abklärung befassten Gutachter zu kennen, und sie könne diese zusammen mit dem konkreten Aufgebot oder jedenfalls möglichst frühzeitig der versicherten Person bekannt geben. Diese werde ihre Einwände alsdann gegenüber der IV-Stelle gelten machen können, welche darüber noch vor der eigentlichen Begutachtung zu befinden haben werde. Der vorinstanzliche Entscheid verletzt somit Bundesrecht, wenn damit die Anwendung der Mitwirkungsrechte gemäss Art. 44 ATSG auf Begutachtungsstellen verneint wird. 4.2 Die IV-Stelle hat am 9. Mai 2005 in Form einer einfachen Mitteilung an den Beschwerdeführer eine Begutachtung im MZ angeordnet. In Ergänzung zu dieser Mitteilung wird die IV-Stelle dem Beschwerdeführer nunmehr die Namen der Ärzte zu nennen haben, welche konkret mit der Begutachtung befasst sein werden. Sollten ihr diese aufgrund der besonderen Situation beim MZ noch nicht bekannt sein, wird sie dies dem Beschwerdeführer mitteilen mit dem Hinweis, dass ihm diese zu einem späteren Zeitpunkt direkt von der Begutachtungsstelle genannt würden und er dannzumal allfällige Einwendungen der IV-Stelle gegenüber geltend machen könne. Das MZ wird alsdann zusammen mit dem konkreten Aufgebot oder rechtzeitig, bevor es das Gutachten an die Hand nimmt, die Namen der mit dem Begutachtungsauftrag befassten Fachärzte und ihre fachliche Qualifikation bekannt geben. Allfällige Einwendungen wird der Beschwerdeführer jedoch nicht gegenüber dieser, sondern gegenüber der dafür zuständigen IV-Stelle geltend zu machen haben.