Citation: I 12/03 15.07.2003 E. 5

5.1 Die Vorinstanz setzte die Parteientschädigung "unter Würdigung der Bedeutung und Schwierigkeit der Streitsache, des Umfangs der Arbeitsleistung sowie der durch den Rechtsstreit entstanden Auslagen" auf pauschal Fr. 800.- (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) fest. Am 2. Dezember 2002 verlangte der Versicherte eine Erläuterung, wie sich der Betrag von Fr. 800.- konkret zusammensetze, worauf die Vorinstanz mit Schreiben vom 6. Dezember 2002 darlegte, die Beschwerdeschrift habe einzig in zwei und nicht in drei Exemplaren eingereicht werden müssen, weshalb bei der Berechnung der Auslagen (Kopien und Porti) nur die erforderlichen zwei Exemplare berücksichtigt worden seien und ein Pauschalbetrag von Fr. 20.- festgesetzt worden sei. Das Honorar, welches gemäss Art. 40 GTar als Pauschalhonorar zwischen Fr. 500.- bis Fr. 10'000.- festzusetzen sei, sei aufgrund des zu beurteilenden sehr einfachen Sachverhalts, der geringen Schwierigkeit der Streitsache, des Umfangs der Arbeitsleistung und des nützlichen Zeitaufwands, der maximal bei knapp über drei Stunden liegen könne, festgesetzt worden. 5.2 Der Versicherte bestreitet die Einfachheit des Sachverhalts nicht und lässt es offen, ob von einer geringen Schwierigkeit der Streitsache auszugehen sei. Auf jeden Fall stehe aber fest, dass die Abgeltung eines Zeitaufwandes von drei Stunden für das Beschwerdeverfahren auf Grund der Akten dem notwendigen Zeitaufwand nicht gerecht werde und seinen Anspruch auf Parteientschädigung missachte. Zu berücksichtigen sei auch die Wichtigkeit des Falles, da die Zusprechung einer Viertelsrente statt einer halben Rente auch unter Berücksichtigung der damit verbundenen Folgen bezüglich der Leistungspflicht der beruflichen Vorsorge grosse finanzielle Bedeutung habe. 5.3 Die im vorinstanzlichen Verfahren eingereichte Beschwerdeschrift umfasste knapp acht Seiten, wovon fünf der materiellen Begründung gewidmet waren. Es stellten sich relativ schwierige Rechtsfragen, geht es doch darum, ob der zu 80 % als Lehrer beschäftigt gewesene Versicherte als Voll- oder Teilerwerbstätiger zu qualifizieren ist und ob im Falle der Invaliditätsbemessung nach der gemischten Methode (Teilerwerbstätigkeit) als Tätigkeit im Aufgabenbereich die Besorgung des Einpersonenhaushaltes und/oder die Malerei zu berücksichtigen ist. Die Erwägungen der Vorinstanz zu diesen Fragen umfassen sechs Seiten, wobei sie sich nicht auf eine veröffentlichte höchstrichterliche Rechtsprechung zum Fall eines teilzeitlich erwerbstätigen, einen Einpersonenhaushalt führenden Versicherten abstützen konnte. Mit Blick auf die zu beurteilenden Rechtsfragen handelte es sich um einen komplexen Fall, der auch eine erfahrene Anwältin vor besondere Schwierigkeiten stellt (vgl. BGE 111 V 50 Erw. 5b; SVR 2002 ALV Nr. 3 S. 7 Erw. 4d). Da sie den Beschwerdeführer im Verwaltungsverfahren noch nicht vertreten hatte, fiel ihr Aufwand dementsprechend höher aus. Es ist davon auszugehen, dass ein Anwalt oder eine Anwältin für die Erstellung einer solchen Rechtsschrift sowie für die vorangehende Besprechung mit dem Klienten und das Aktenstudium erheblich mehr als drei Stunden braucht, weshalb die vorinstanzliche Veranschlagung als willkürlich erscheint. Die Sache ist daher an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie die Parteientschädigung des Versicherten für das kantonale Beschwerdeverfahren gemäss den aufgeführten Bemessungselementen (Erw. 3 hievor) neu festsetze.