Citation: 2C_868/2020 E. 3.2.1

3.2.1. Das Kantonale Steueramt war unter den gegebenen Umständen nicht verpflichtet, ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Solche Abklärungen hätten sich nur dann aufgedrängt, wenn die Beschwerdeführer bzw. die sie vertretende Treuhandgesellschaft in der Steuererklärung 2014 - etwa unter der Rubrik "Bemerkungen" - auf die im Zeitpunkt der Einreichung der Steuererklärung bereits ausbezahlte und veranlagte Kapitalabfindung hingewiesen hätten. Da das nicht der Fall war, hatte der die Steuerperiode 2014 veranlagende Steuerkommissär keinen Anlass, Nachforschungen anzustellen und den geltend gemachten Abzug zu verweigern. Die Steuerbehörde hat ihre Sorgfaltspflicht nicht verletzt und danach eine "neue Tatsache" zu Recht angenommen.