Citation: 1C_330/2023 E. 4.1.3

4.1.3. Dem Beschwerdeführer ist einzuräumen, dass die zuletzt geschilderte Version die im Dokument enthaltenen Metadaten erklären würde. Das Verwaltungsgericht erachtete die Schilderung aber aus anderen Gründen als nicht plausibel: Es verwies auf die sich in zentralen Aspekten widersprechenden Aussagen des Beschwerdeführers und hielt fest, es leuchte nicht ein, weshalb ein Polizist in einem Gruppenchat von "Wir für Euch" bei anderen Polizeiangehörigen um eine Vorlage für eine Strafanzeige für Ehrverletzungsdelikte hätte bitten sollen, obwohl er in seiner Funktion als Polizist zweifellos selbst die Möglichkeit gehabt hätte, sich ohne grossen Aufwand ein entsprechendes Dokument zu beschaffen. Mit diesem Argument setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander, weshalb er keine Willkür zu begründen vermag. Erstaunlich erscheint zudem, dass der Beschwerdeführer ein neues Word-Dokument (ohne das Polizeilogo) erstellte, obwohl es angeblich einzig um die Übermittlung eines offiziellen Strafanzeigeformulars ging, noch dazu an einen anderen Polizisten. Hätte sich der Sachverhalt schliesslich wie geschildert zugetragen, hätte dem Beschwerdeführer (der zuletzt in der Abteilung Cybercrime eingesetzt war) schon bei seiner Befragung vom 1. Oktober 2021 einfallen müssen, dass er kürzlich ein Word-Dokument mit einer Strafanzeigenvorlage an ein Mitglied der Chatgruppe übermittelt hatte und dies der Grund sein könnte, weshalb er im aufgeschalteten (abgeänderten) Dokument weiterhin als Autor genannt werde. In dieser Situation wäre zu erwarten gewesen, dass er schon damals, spätestens aber bei der Gewährung des rechtlichen Gehörs am 1. November 2021, den Vorgang detailliert darlegt, anstatt sich mit Vermutungen und vagen Hinweisen zu begnügen. Dies wäre auch ohne Kenntnis der Identität des Chatpartners möglich gewesen.