Citation: 1P.19/2000 23.03.2000 E. A

A.- Y.________, geboren am 1. Juni 1982, absolvierte von 1989 bis 1997 die Primar- und Sekundarschule an der Jüdischen Schule Zürich. Seit September 1997 besucht sie eine dreijährige Ausbildung am jüdischen Seminar "Tomer Debora" in Aix-les-Bains, Frankreich. Am 14. Juli 1997 stellte ihr Vater, X.________, bei der (damaligen) Erziehungsdirektion des Kantons Zürich ein Gesuch um Studienbeiträge. Zur Begründung brachte er vor, Ausbildungsziel sei ein international voll anerkanntes Diplom als jüdische Primar- und Sekundarlehrerin. Eine entsprechende Ausbildungsstätte in der Schweiz gebe es nicht, es müssten dafür Seminare im Ausland, vorwiegend in England, Israel oder Amerika besucht werden. Die Ausbildung in Aix-les-Bains berechtige zum Besuch des Fortbildungskurses am jüdischen Lehrerseminar in Israel. Zudem berechtige sie bereits zum Unterricht an jüdischen Kindergärten. Die kantonale Stipendienkommission wies das Gesuch und eine daraufhin erhobene Einsprache ab. Den von X.________ dagegen erhobenen Rekurs wies der Erziehungsrat des Kantons Zürich am 9. Juni 1998 ab. Er erwog, Y.________ verfüge über keine Grundausbildung in der Schweiz und sei deshalb gemäss § 5 Abs. 4 der kantonalen Stipendienverordnung vom 10. Januar 1996 (StipV/ZH; LS 416. 1) für eine Weiterbildung im Ausland nicht beitragsberechtigt. X.________ gelangte daraufhin an das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich. Dieses erwog mit Urteil vom 7. Oktober 1998, die Tochter des Beschwerdeführers verfüge noch über keine Grundausbildung, da das Seminar "Tomer Debora" keine Grundausbildung sei, sondern allenfalls einer Mittelschule entspreche. Die Beitragsberechtigung beurteile sich daher nicht nach § 5 Abs. 4, sondern § 5 Abs. 3 der Stipendienverordnung. Diese Bestimmung schliesse die Ausrichtung von Beiträgen für den Besuch einer Mittelschule im Ausland nicht von vornherein aus, doch müssten dafür erhebliche "andere Gründe" vorliegen. Diese Frage sei im Lichte der bisherigen Verwaltungspraxis zu beurteilen. Die Vorinstanzen hätten es aber unterlassen, die Grundsätze ihrer Praxis darzulegen. Die Akten gäben sodann auch keinen Aufschluss darüber, ob die Verbindung von profaner Mittelschulausbildung und Unterweisung in jüdischen Fächern zwingend sei. Zudem wäre abzuklären, ob die Unterrichtstätigkeit an jüdischen Kindergärten und Schulen in der Schweiz auch auf Grund der zürcherischen Kindergärtnerinnen- bzw. Primarlehrerausbildung möglich sei. Das Verwaltungsgericht hiess daher die Beschwerde teilweise gut und wies die Sache zur weiteren Untersuchung und neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurück.