Citation: 8C_66/2024 E. 5.2

5.2. Die Beschwerdeführerin bringt vor, die KSIH-Praxisänderung wonach sich die Hörschädigung nach den nicht korrigierten Hörwerten richte, gelte auch unter Ziff. 3016 KSH. Dies zeige das von ihr letztinstanzlich eingereichte Schreiben des BSV an die Rechtsvertreterin vom 17. April 2023. Da dieses Schreiben vor dem angefochtenen Urteil vom 30. November 2023 datiert, ist es ein unechtes Novum. Dessen Einbringung vor Bundesgericht ist nur im Rahmen von Art. 99 Abs. 1 BGG zulässig. Der vorinstanzliche Verfahrensausgang allein bildet noch keinen hinreichenden Anlass für die Zulässigkeit solcher Noven, die bereits im kantonalen Verfahren ohne Weiteres hätten vorgebracht werden können (BGE 143 V 19 E. 1.2). Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, dass ihr die Einreichung des BSV-Schreibens vom 17. April 2023 bei der Vorinstanz trotz hinreichender Sorgfalt prozessual unmöglich und objektiv unzumutbar gewesen wäre (vgl. Urteil 8C_788/2023 vom 5. April 2024 E. 6.2). Anderseits verlangte sie von der Vorinstanz die Einholung einer Stellungnahme des BSV, was diese in antizipierter Beweiswürdigung ablehnte. Ob mithin das angefochtene Urteil Anlass zur Einreichung des BSV-Schreibens vom 17. April 2023 gab, kann offen bleiben. Denn die Beschwerdeführerin kann daraus ohnehin nichts zu ihren Gunsten ableiten (vgl. E. 6.2 hiernach).