Citation: 6P.46/2004 11.08.2004 E. A

Am 7. Mai 1987 unterzeichnete X.________ in seiner Funktion als einzelzeichnungsberechtigter Verwaltungsratspräsident und Geschäftsführer der A.________ AG eine Globalzessionserklärung zugunsten der Y. ________ Bank. Darin trat die A.________ AG der Bank als Sicherheit für einen ihr gewährten Betriebskredit sämtliche gegenwärtigen und zukünftigen Forderungen aus dem Geschäftsbetrieb ab. Mit der Einziehung der Forderungen blieb die A.________ AG betraut, welche dafür zu sorgen hatte, dass die ausstehenden Beträge auf ihr Konto bei der Y. ________ Bank überwiesen wurden. Der Bank wurde das Recht eingeräumt, die eingehenden Zahlungen laufend mit ihrem Guthaben gegenüber der A.________ AG zu verrechnen, bis zu ihrer vollen Deckung. Trotz Abschluss dieser Globalzessionsvereinbarung zedierte die A.________ AG, vertreten durch X.________, zwischen August und Oktober 1999 in schriftlichen Abtretungsverträgen Werklohnforderungen in der Höhe von insgesamt Fr. 220'574.05 an mehrere ihrer Lieferanten. Im gleichen Zeitraum schoss X.________ Geld, welches ihm von Dritten geliehen worden war, in die A.________ AG ein, da sich die Gesellschaft in finanziellen Schwierigkeiten befand. Nichtsdestotrotz mussten die Aktionäre an der ordentlichen Generalversammlung vom 11. November 1999 eine offensichtliche Überschuldung der A.________ AG feststellen. Die in der Folge beantragte Nachlassstundung wurde vom Bezirksgericht Heinzenberg am 6. Dezember 1999 für sechs Monate bewilligt und später bis zum 7. Dezember 2000 verlängert. Am 14. März 2001 nahm die Gläubigermehrheit schliesslich einen Nachlassvertrag mit Vermögensabtretung an. Der Bestätigungsentscheid des Nachlassgerichts datiert vom 14./26. März 2001.