Citation: 2C_605/2023 E. B

Nach der Gewährung des rechtlichen Gehörs auferlegte das Finanzdepartement A.________ mit Entscheid vom 2. Dezember 2022 eine Busse von Fr. 10'000.-- sowie die Verfahrenskosten von Fr. 10'000.--. Zur Begründung führte es aus, dass C.________ den Untersuchungsergebnissen zufolge eine Faszination für satanistische rituelle Gewalt und Mind Control entwickelt habe, entsprechende Verschwörungserzählungen in fachlich nicht korrekter und vermutlich sogar krankheitsfördernder Weise Eingang in seine therapeutische Behandlung von Patientinnen und Patienten gefunden hätten und er einschlägige Weiterbildungen für die Belegschaft organisiert habe. Vor diesem Hintergrund warf das Finanzdepartement A.________ vor, ihre Aufsicht über C.________, welcher über eine Bewilligung zur Berufsausübung unter fachlicher Aufsicht verfüge und dessen direkte Vorgesetzte sie gewesen sei, nicht pflichtgemäss ausgeübt zu haben (Art. 105 Abs. 2 BGG). Gegen diesen Entscheid erhob A.________ am 23. Dezember 2022 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau (nachfolgend: Verwaltungsgericht). Mit Urteil vom 30. August 2023 hiess das Verwaltungsgericht die Beschwerde gut und hob den Entscheid des Finanzdepartements vom 2. Dezember 2022 auf. Zur Begründung führte es zusammengefasst aus, es fehle an einer genügenden gesetzlichen Grundlage, um A.________ aufgrund des beanstandeten Sachverhalts (keine pflichtgemäss ausgeübte Aufsicht über C.________) eine Busse aufzuerlegen. Ihr werde denn auch nicht vorgeworfen, ihre Tätigkeit als Ärztin selber nicht sorgfältig und gewissenhaft ausgeübt zu haben.