Citation: 6B_459/2020 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz zählt die Beweismittel auf (Urteil S. 21 f.), zitiert aus den zahlreichen Gutachten des IRM, setzt sich mit dem Parteigutachten und den Aussagen eines Sachverständigen auseinander und würdigt diese Beweismittel (Urteil S. 34 ff.). Sie hält fest, ein sekundärer DNA-Transfer könne nie ausgeschlossen werden. Jedoch gebe es nicht nur die Spur am Tatort. Es seien dieselben Spuren auf dem Büstenhalter der Geschädigten 1 wie ab dem Hals der Geschädigten 2 gefunden worden. Sie halte es für äusserst unwahrscheinlich, dass es sich dabei um einen DNA-Transfer gehandelt habe (Urteil S. 37). Sie stimmt dem Verteidiger insofern zu, als dass die Gutachten für sich alleine keinen eindeutigen, unwiderlegbaren Beweis für die Täterschaft des Beschuldigten liefern, aber mit den weiteren Beweisen ein stimmiges Gesamtbild bildeten, welches an der Täterschaft keine ernsthaften Zweifel offenlasse (Urteil S. 38). Sie würdigt die Aussagen der beiden Geschädigten und des Beschwerdeführers und kommt zum Ergebnis: Die Aussagen der Geschädigten seien glaubhaft. Die Spuren und der Tactical Search hätten überhaupt erst zum Beschwerdeführer geführt. Fast alle reproduzierbaren, also mindestens doppelt bestimmten Merkmale der Nebenkomponenten des Mischprofils ab BH stimmten mit dem DNA-Profil des Beschwerdeführers überein. Nach Berechnungen des IRM sei es 138'900 bzw. 225'000 Mal wahrscheinlicher, den detektierten Y-Haplotypen zu beobachten, wenn es sich beim Verursacher der Spur um den Beschwerdeführer handle, als wenn es ein anderer Mann aus der westeuropäischen Bevölkerung wäre. Es sei eine rein theoretische und abstrakte Möglichkeit, dass ein männlicher Verwandter des Beschwerdeführers an diesen beiden Tatzeitpunkten an genau denselben Orten gewesen wäre, weshalb diese Möglichkeit ausgeschlossen werden könne. Zu beiden Tatzeitpunkten hätten sich keine Verwandten des Beschwerdeführers in der Schweiz befunden. Die modi operandi an benachbarten Tatorten wiesen Parallelen auf. Seine Aussagen seien widersprüchlich und nicht glaubhaft. Die objektiven und subjektiven Beweismittel liessen keine Zweifel an der Täterschaft offen (Urteil S. 49 f.).