Citation: 1C_628/2020 E. 3.4

3.4. Ob diese Rüge der willkürlichen Beweiswürdigung den Begründungsanforderungen genügt, ist fraglich, kann jedoch offen bleiben, weil sie ohnehin unbegründet ist. Zwar führt der Bericht der G.________AG vom 12. Dezember 2018 in Ziffer 5 aus, für den geplanten Umbau im Erdgeschoss werde das vorhandene Tragsystem beibehalten. Diese Angabe wird jedoch dadurch relativiert, dass gemäss dem nachfolgenden Satz die geplanten Öffnungen (gelb. als Abbruch bezeichnet) mit entsprechenden Massnahmen (Stahlträger, CFK Lamellen, usw.) verstärkt werden. Diese beiden Sätze sind nach Treu und Glauben unter Berücksichtigung der im Bericht angeführten grafischen Darstellung des Tragsystems dahingehend zu verstehen, dass das bestehende Tragsystem weitgehend beibehalten wird und die im Plan gelb gekennzeichneten Öffnungen in den tragenden Mauern durch entsprechende bauliche Massnahmen verstärkt werden, so dass die Tragsicherheit auch mit dem Umbauvorhaben gewährleistet bleibe. Inwiefern diese Annahme unzutreffend sein soll, legen die Beschwerdeführer nicht substanziiert dar und ist auch nicht ersichtlich, zumal sich aus der genannten grafischen Darstellung und den Bauplänen ergibt, dass die tragenden Mauern nur in relativ geringem Umfang durch Öffnungen reduziert werden sollen. Demnach kann in vertretbarer Weise davon ausgegangen werden, diese Öffnungen stellten gemäss dem technischen Bericht der G.________AG unter Berücksichtigung der vorgesehenen Verstärkungsmassnahmen keinen Eingriff in die bestehende Tragstruktur dar, der die Tragsicherheit des Hauses gefährdet. Somit durfte die Vorinstanz willkürfrei eine konkrete Gefahr verneinen, dass der Umbau zu einer Absenkung der oberen Stockwerke und dadurch bei den Sky-Frame Fenstern im zweiten Ober- und dem Dachgeschoss zu Schäden führen könnte. Dies wird dadurch bestätigt, dass gemäss den Angaben der Beschwerdeführer auch im ersten Obergeschoss Sky-Frame Fenster eingebaut wurden und die Eigentümer der dortigen Stockwerkeinheit gegen das Umbauvorhaben keine Einwände erhoben haben. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz nicht in Willkür verfiel, wenn sie in Würdigung des technischen Berichts der G.________AG und der Baupläne zum Ergebnis kam, der Umbau gefährde weder Personen noch Sachen im Sinne von § 54 Abs. 1 PBG, woran das von den Beschwerdeführern verlangte Gutachten nichts ändern könne. Damit ist in diesem Zusammenhang sowohl eine Verletzung des rechtlichen Gehörs als auch eine willkürliche Anwendung von § 54 Abs. 1 PBG zu verneinen. Die Beschwerdeführer zeigen nicht auf, inwiefern der strittige Umbau im Erdgeschoss dazu führen könnte, dass sich das Fundament des streitbetroffenen Hauses absenkt. Demnach ist unerheblich, dass gemäss ihren Angaben die Absenkung des Fundaments eines Hauses im Kanton Zug dazu führte, dass Sky-Frame Fenster aus den Fugen gerieten. Nicht relevant ist auch, ob die Haftpflichtversicherung der Bauherrschaft Schäden deckt, die durch Eingriffe in die Tragstruktur hervorgerufen werden. Demnach ist auf die entsprechenden Ausführungen der Beschwerdeführer nicht einzugehen.