Citation: 6A.62/2005 15.11.2005 E. 2

Die Vorinstanz stellt fest, der Beschwerdeführer sei gemäss seiner Zugabe gedanklich abwesend gewesen, als er 160 Meter nach der Innerortsbegrenzung die ihm bekannte Messanlage passiert habe. Damit könne nicht mehr von einer bloss momentanen Unaufmerksamkeit ausgegangen werden. Im Übrigen sei auch nachts jederzeit mit anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen, und die allgemeine Übersicht sei aufgrund der Dunkelheit deutlich eingeschränkt, was die Gefahrensituation erhöhe. Unter Würdigung der Umstände könne nicht von einer leichten Widerhandlung gesprochen werden, weshalb eine blosse Verwarnung ausgeschlossen sei. Festzuhalten sei schliesslich, dass der Beschwerdeführer bereits in den Jahren 2000 und 2003 je einmal wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen habe verwarnt werden müssen (vgl. angefochtenen Entscheid S. 7/8). Bei der gegebenen Sachlage ist der angefochtene Entzug des Führerausweises für die Minimaldauer von einem Monat nicht zu beanstanden. Daran ändert nichts, dass der Beschwerdeführer nicht mit einem direkten Vorsatz gehandelt und sich in der fraglichen Nacht angeblich "kein Mensch" auf der Strasse befunden hat. Dasselbe gilt für sein Vorbringen, er fahre jährlich 120'000 Kilometer mit dem Auto. Bei zwei früheren Verwarnungen und einem weiteren Rückfall innerhalb von relativ kurzer Zeit darf durchaus davon gesprochen werden, dass er eine gewisse Mühe mit dem Einhalten von Geschwindigkeitslimiten hat. Die Beschwerde ist als offensichtlich unbegründet abzuweisen.