Citation: 2C_258/2015 E. 2.5

2.5. Gemäss Art. 43 Abs. 1 AuG haben ausländische Ehegatten von Personen mit Niederlassungsbewilligung Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG lässt diesen Anspruch nach Auflösung der Ehe weiter bestehen, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre gedauert hat und - kumulativ - eine erfolgreiche Integration besteht. Das Verwaltungsgericht hält dafür, dass weder die Ehegemeinschaft, gerechnet ab der Einreise des Beschwerdeführers am 28. April 2010, drei Jahre gedauert habe noch der Beschwerdeführer erfolgreich integriert sei. Zunächst kommt es nach umfassender Würdigung der verschiedenen Aussagen (bzw. des Aussageverhaltens im Zeitablauf) des Beschwerdeführers, der Ehefrau und mehrerer weiterer Personen (je unter Berücksichtigung von deren Interessenlage), zudem des Eheschutzverfahrens, der Wohnverhältnisse und weiterer Indizien zur Auffassung, dass die eheliche Gemeinschaft um den 1. April 2013 aufgelöst worden sei (E. 4.2 und 4.3 S. 7 - 16 des angefochtenen Urteils). Der Beschwerdeführer bestreitet diese Annahme; er erachtet als entscheidend, dass die Ehegatten sich im Eheschutzverfahren auf den 15. Mai 2013 als Trennungsdatum geeinigt haben. Er wirft dem Verwaltungsgericht willkürliche Beweiswürdigung vor. Willkürliche Beweiswürdigung liegt vor, wenn sie unhaltbar ist, mit den Akten im Widerspruch steht oder dem Gerechtigkeitssinn widerspricht. So verhält es sich, wenn das Gericht ohne zureichenden Grund ein Beweismittel, das einen anderen Entscheid herbeiführen könnte, nicht zur Kenntnis genommen oder offensichtlich Sinn und Tragweite eines Beweismittels verkannt hat oder aufgrund der beigezogenen Grundlagen bzw. berücksichtigten Beweismittel zu unhaltbaren Schlüssen gekommen ist. Dass andere tatsächliche Schlussfolgerungen möglich oder gar wahrscheinlicher wären, lässt eine Beweiswürdigung noch nicht als willkürlich erscheinen (BGE 140 III 264 E. 2.3 S. 266; 137 I 58 E. 4.1.2 S. 62; 136 III 552 E. 4.2 S. 560; 134 V 53 E. 4.3 S. 62; 129 I 8 E. 2.1 S. 9). Die Ausführungen des Beschwerdeführers genügen kaum um aufzuzeigen, worin die Beweiswürdigung des Verwaltungsgerichts im beschriebenen Sinn willkürlich wäre. Wie es sich damit verhält, kann indessen offen bleiben. Der Beschwerdeführer befasst sich nämlich nicht in einer den Anforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG genügenden Weise mit dem weiteren unabdingbaren Erfordernis von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG, der gelungenen Integration, welche das Verwaltungsgericht verneint: Die Vorinstanz relativiert die sprachliche und auch wirtschaftliche Integration des Beschwerdeführers; dieser habe zahlreiche Betreibungen erwirkt. Vor allem aber weist es auf die im Zusammenhang mit einer selbstständigen (zwischenzeitlich aufgegebenen) Erwerbstätigkeit stehende Straffälligkeit des Beschwerdeführers hin und listet die gegen ihn ergangenen Straferkenntnisse auf (E. 4.5 S. 17); er ist im Dezember 2013 (wegen der vorsätzlichen Beschäftigung von Ausländern ohne Bewilligung im Sinn von Art. 117 Abs. 1 AuG) und am 14. September 2014 (wegen mehrfacher vorsätzlicher Verstösse gegen das SVG und die VVV) zweimal zu Geldstrafen von je 90 Tagessätzen verurteilt worden; erwähnt wird auch eine 2007, während des früheren illegalen Aufenthalts und im Zusammenhang damit erwirkte unbedingte Freiheitsstrafe von 75 Tagen. Der Beschwerdeführer macht dazu geltend, er arbeite seit fünf Jahren selbstständig in seiner eigenen Autowerkstatt, ihm sei vor Kurzem sogar das mit starken Auflagen verbundene Händlerschild zugesprochen worden; daraus wie auch aus der Tatsache, dass er eine Beziehung zu einer deutschsprachigen Frau führe, ergebe sich, dass er Deutschkenntnisse habe. Mit keinem Wort geht er auf die vom Verwaltungsgericht für die Frage der Integration als bedeutsam erachteten "zahlreichen" Betreibungen ein, noch nimmt er Stellung zu den ihm vorgehaltenen strafrechtlichen Sanktionen. Seiner Darstellung lässt sich auch nicht entnehmen, wie es sich mit einer vom Verwaltungsgericht erwähnten zwischenzeitlichen evtl. vorübergehenden Aufgabe der selbstständigen Erwerbstätigkeit verhält. Die Beschwerde enthält mithin zu einem Kriterium von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG, dessen Nichterfüllung allein den durch diese Norm gewährten Anspruch dahinfallen lässt, offensichtlich keine hinreichende Begründung (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG).