Citation: 1B_227/2017 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz bejaht Kollusionsgefahr gegenüber der Mitbeschuldigten C. D.________ und der Auskunftsperson G.________. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschwerdeführer insbesondere die Beteiligung an mehrfachem Mord und Raub vor. Es geht also um sehr schwere Straftaten, weshalb der Beschwerdeführer im Falle einer Verurteilung mit einer hohen Freiheitsstrafe rechnen muss. Entsprechend gross ist der Anreiz für Kollusionshandlungen. Mit Beschluss vom 25. April 2017 entliess das Obergericht des Kantons Zürich C. D.________ aus der Untersuchungshaft. Sie belastete den Beschwerdeführer und gab an, er habe ihr gesagt, wo sie das Mobiltelefon von E.________ wegwerfen solle. Der Beschwerdeführer hätte damit bei seiner Freilassung ein erhebliches Interesse, C. D.________ zu einer Rücknahme oder Abschwächung ihrer belastenden Aussagen zu bewegen. Die Strafuntersuchung dauert zwar schon länger an. Präzis geklärt werden konnte der Sachverhalt bisher jedoch nicht. Dies liegt vor allem daran, dass die Beschuldigten zunehmend von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machten. Sowohl zum genauen Ablauf der Tötungs- und Raubdelikte als auch zu den einzelnen Tatbeiträgen bestehen noch Unklarheiten. Unter diesen Umständen ist zu befürchten, dass sich der Beschwerdeführer bei einer Haftentlassung mit C. D.________ in Verbindung setzen und sich mit ihr absprechen würde. An der Verhinderung einer derartigen Absprache besteht ein gewichtiges Interesse, weil damit zu rechnen ist, dass das urteilende Gericht die Beschuldigten - nebst wichtigen Zeugen und Auskunftspersonen - nochmals eingehend zur Sache befragen wird (Art. 343 Abs. 3 StPO). Auch die Beweisabnahme vor dem Gericht muss vor Verdunkelungshandlungen geschützt werden (BGE 132 I 21 E. 3.2.2 S. 24 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer wird, wie gesagt, auch des mehrfachen versuchten Betrugs beschuldigt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, er habe der Polizei wahrheitswidrig den Diebstahl seines Lieferwagens gemeldet, um von der Versicherung Leistungen zu erwirken. Zudem habe er B. D.________ bei einem anderen versuchten Versicherungsbetrug Hilfe geleistet. Dabei habe er versucht, beim in Frage stehenden Fahrzeug ein neues Schloss einzubauen. Zudem habe er beim Anzünden des Fahrzeugs mitgewirkt. Überdies habe er falsche Rechnungen ausgestellt, um der Versicherung einen höheren Wert des Fahrzeugs vorzuspiegeln. Diese dem Beschwerdeführer vorgeworfenen Handlungen lassen auf seine Bereitschaft schliessen, auch gegenüber Behörden wahrheitswidrige Angaben zu machen, Tatsachen zu verschleiern und Spuren zu beseitigen. Dies spricht für Kollusionsgefahr. In Anbetracht dessen besteht nicht nur die theoretische Möglichkeit, dass der Beschwerdeführer bei einer Haftentlassung jedenfalls gegenüber C. D.________ Kollusionshandlungen vornehmen könnte. Vielmehr bestehen dafür erhebliche Anhaltspunkte. Da es um sehr schwere Straftaten geht, besteht an ihrer Aufklärung und damit der Verhinderung von Kollusionshandlungen ein gesteigertes öffentliches Interesse (Urteil 1B_261/2013 vom 11. September 2013 E. 2.3). Wenn die Vorinstanz Kollusionsgefahr bejaht hat, hält das deshalb vor Bundesrecht stand. Ob die Vorinstanz Kollusionsgefahr zu Recht auch gegenüber G.________ angenommen hat, kann dahingestellt bleiben. Die Beschwerde erweist sich demnach im vorliegenden Punkt als unbegründet.