Citation: 5A_392/2013 E. 2

Gegenstand des bundesgerichtlichen Verfahrens ist einzig die Frage, ob die Beschwerdeführerin ihr Recht verwirkt hat, ihren Anspruch auf die gepfändeten Vermögenswerte im Betreibungsverfahren geltend zu machen. Daneben äussert sich die Beschwerdeführerin auch zur Parteirollenverteilung, die sie seit Beginn des Beschwerdeverfahrens kritisiert hat. Das Obergericht ist auf diesen Punkt nicht eingegangen, so dass sich auch das Bundesgericht derzeit inhaltlich nicht dazu äussern könnte. Darauf ist deshalb nicht einzugehen. Zur Verwirkung der Drittansprache hat das Obergericht erwogen, ein Dritter verwirke seinen Anspruch am Pfändungsobjekt im laufenden Verfahren, wenn er die Anmeldung des Anspruchs rechtsmissbräuchlich verzögert habe. Wer erst nach längerem Zuwarten einen Anspruch geltend mache, müsse die Gründe seines Verhaltens angeben und diese glaubhaft machen. Grund zur Anmeldung bestehe jedoch erst, wenn die Pfändung oder der Arrestvollzug rechtswirksam geworden sei. Vorliegend sei die Pfändung am 19. April 2010 erfolgt und der Arrestvollzug sei sogar erst mit Abschluss der beiden Arresteinspracheverfahren am 13. Januar 2011 rechtswirksam geworden. Der Beschwerdegegner 3 als Direktor der am Arresteinspracheverfahren beteiligten M.________ Ltd. habe mit Zustellung der beiden Verfügungen vom 13. Januar 2011 vom rechtswirksamen Arrestvollzug Kenntnis genommen. Die Beschwerdeführerin müsse sich das Wissen des Beschwerdegegners 3 anrechnen lassen, da er damals alleiniger Direktor der Beschwerdeführerin gewesen sei. Zwischen der Kenntnisnahme des Arrestvollzugs durch die Beschwerdeführerin im Januar 2011 und der Anmeldung ihres Drittanspruchs (4. Juni 2012) sei mehr als ein Jahr vergangen. Die Beschwerdeführerin habe weder schlüssig erklärt, weshalb sie solange gewartet habe, noch sei dies nachvollziehbar. Die Drittansprache sei daher verspätet und folglich verwirkt.