Citation: 8C_289/2022 E. 6.2.2

6.2.2. Nach Ansicht der Beschwerdeführerin stellt die Eingabe vom 14. September 2021 nicht einmal eine Einsprache dar, weshalb gar nicht hätte geprüft werden müssen, ob eine Nachfrist zur Verbesserung von Mängeln anzusetzen war. Lasse die Formulierung des Rechtsvertreters - nach der Argumentation der Vorinstanz - bloss die Möglichkeit eines Anfechtungswillens erkennen, so liege von vornherein keine rechtsgültige Einsprache vor. Wie erwähnt, ist unter anderem ein innert Frist klar bekundeter Anfechtungswille gefordert, damit eine Nachfristansetzung überhaupt in Betracht fällt (vgl. E. 4.4 hiervor). Im vorliegenden Fall ist der Suva insoweit beizupflichten, dass durchaus fraglich ist, ob aufgrund der Eingabe vom 14. September 2021 überhaupt von einem (rechtzeitig bekundeten) Anfechtungswillen ausgegangen werden kann. Wie es sich damit verhält, kann an dieser Stelle offen bleiben. Denn der Rechtsvertreter hätte so oder anders nicht auf die Nachfristansetzung der Suva vertrauen dürfen.