Citation: 2A.493/1999 25.08.2000 E. 6

6.- a) Nach dem Gesagten ist auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde zwar einzutreten, weshalb nicht weiter geprüft werden muss, ob und inwiefern sie andernfalls als staatsrechtliche Beschwerde entgegenzunehmen wäre. In der Sache selber ist sie jedoch abzuweisen, weil der Eingriff in den Schutzbereich des Privatlebens der beiden Beschwerdeführerinnen im Sinne von Art. 8 Ziff. 2 EMRK gerechtfertigt erscheint. Art. 8 in Verbindung mit Art. 14 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 8 BV verankern keine Pflicht zur Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung für gleichgeschlechtliche Partner unterschiedlicher Nationalität, soweit eine Fortführung der Beziehung - wie hier - am bisherigen Wohnort möglich und zumutbar erscheint. b) Dem Verfahrensausgang entsprechend werden die unterliegenden Beschwerdeführerinnen kostenpflichtig (Art. 156 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 153 und Art. 153a OG). Eine Parteientschädigung ist nicht geschuldet (Art. 159 OG). Dass eine Minderheit des Verwaltungsgerichts die Beschwerde gutgeheissen hätte, rechtfertigt diesbezüglich keine andere Beurteilung. Das Gleiche gilt für die mit dem vorliegenden Entscheid verbundene Praxisänderung hinsichtlich des Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG. Das Bundesgericht bestätigt mit seinem Entscheid im Ergebnis vollumfassend - wenn auch mit Nuancen in der Begründung - das angefochtene Urteil des Verwaltungsgerichts; die Beschwerdeführerinnen konnten sich deshalb nicht in guten Treuen im Sinne von Art. 159 Abs. 3 OG zur Prozessführung veranlasst sehen.