Citation: 1B_192/2019 E. 5.2

5.2. Auch diese Rüge vermag nicht durchzudringen. Den beiden Beschwerdeführern war im Zeitpunkt der Beschwerdeeinreichung bei der Vorinstanz bekannt, dass der Gesamtbetrag der Beschlagnahmen die Steuerausstände der F.________ AG wegen erfolgter Teilzahlungen mittlerweile deutlich überschritt. Beide wussten ausserdem, dass das Bundesgericht über die beiden erwähnten Kontosperren, deren Aufhebung ihr Hauptanliegen war, bereits entschieden hatte. Unter diesen Umständen hätte es sich aufgedrängt, dass sie bei der Staatsanwaltschaft ein Gesuch um gesamthafte Überprüfung und (teilweise) Aufhebung der strittigen Beschlagnahmen stellen und die Aufhebung der beiden Kontosperren als prioritär bezeichnen würden. Die von den beiden Beschwerdeführern stattdessen bei der Vorinstanz eingereichte Beschwerde gegen sämtliche strittigen Beschlagnahmen lag dagegen gerade nicht nahe. Dass die Vorinstanz hinsichtlich der beiden bundesgerichtlich bereits beurteilten Kontosperren auf die Beschwerde eintreten würde, war nicht zu erwarten. Ausserdem bestand die Möglichkeit, dass die Staatsanwaltschaft die Beschlagnahmen deshalb noch nicht angepasst hatte, weil ihr der genaue Umfang der Teilzahlungen noch nicht bekannt oder sie noch nicht dazu gekommen war. Es war daher bei Beschwerdeeinreichung durchaus denkbar, dass sie nicht sämtliche Beschlagnahmen aufrechterhalten, sondern von sich aus Anpassungen vornehmen würde, was sie in der Folge denn auch tat, und zwar - wie aus der beim Bundesgericht eingereichten Beilage hervorgeht - noch bevor sie vonseiten der Vorinstanz über die Beschwerdeeinreichung informiert wurde. Verzichteten die beiden Beschwerdeführer unter diesen Umständen auf ein Gesuch im erwähnten Sinn an die Staatsanwaltschaft und reichten sie stattdessen eine Beschwerde bei der Vorinstanz ein, brauchte diese bei der Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolge von vornherein nicht zu ihren Gunsten zu berücksichtigen, dass sie das Verfahren in Bezug auf die Grundbuchsperre für die Wohnung in X.________ als nach der Beschwerdeeinreichung gegenstandslos geworden abschrieb. Daran ändert das Vorbringen der beiden Beschwerdeführer, ein Gesuch bei der Staatsanwaltschaft wäre nutzlos gewesen, nichts, legt deren Aufhebung der Grundbuchsperre doch gerade das Gegenteil nahe. Auch aus den übrigen Vorbringen der beiden Beschwerdeführer ergibt sich keine andere Beurteilung. Dass die Vorinstanz die Kosten vollumfänglich den beiden Beschwerdeführern auferlegt und ihnen keine Entschädigung zugesprochen hat, verletzt demnach kein Bundesrecht (Art. 428 StPO, Art. 436 i.V.m. Art. 429 ff. StPO).