Citation: I 307/99 02.03.2000 E. 4

4.- Der Auffassung der Beschwerdeführerin kann nicht gefolgt werden. a) In dem von den Winterthur-Versicherungen der IV- Stelle zur Verfügung gestellten Bericht des Dr. P.________ vom 19. September 1994 diagnostizierte dieser an der rechten Hand ein Interosseus-Syndrom. Nach seiner Meinung sollte die Patientin "zu 50 % arbeiten und dabei nur jene Tätigkeiten ausüben, die sie ohne Schmerzen durchführen kann". Nähere zeitliche Angaben über die Dauer der Arbeits- unfähigkeit sind dem besagten Bericht nicht zu entnehmen. Dr. M.________ erwähnt in seiner - ebenfalls bei den Winterthur-Versicherungen eingeholten - Stellungnahme vom 30. August 1995 einen angeblichen Handgelenkbruch rechts vor rund 22 Jahren. Er diagnostizierte einen chronischen, diffusen Handgelenkschmerz rechts bei Thoracic-Outlet-Syn- drom rechts und stufte die Arbeitsunfähigkeit auf "weiter- hin 50 %" ein, ohne jedoch eine Aussage zur Dauer zu machen. Erst im Gutachten des Dr. P.________ vom 17. März 1998, welches schlüssig begründet ist, werden die Angaben zur Arbeitsunfähigkeit konkreter. So erhellt daraus, dass die Versicherte vom 17. November 1994 bis 5. Januar 1995 zu 100 % arbeitsunfähig war. Eine weitere vollständige Arbeitsunfähigkeit bestand von November 1996 bis ca. Mitte Mai 1997 wegen einer Operation am linken Mittelfinger- Grundgelenk. Diese Feststellung deckt sich mit dem ärzt- lichen Zeugnis des Dr. O.________ vom 6. Dezember 1996 zu Handen der Winterthur-Versicherungen (in Verbindung mit dessen Nachtrag vom 7. Februar 1997) sowie mit seinen Ein- tragungen im Unfallschein betreffend das Ereignis vom 10. Januar 1996, wonach die Beschwerdeführerin mit Wirkung ab Mitte November 1996 zu 100 % arbeitsunfähig war. Laut den weiteren Eintragungen im Unfallschein dauerte die voll- ständige Arbeitsunfähigkeit bis 15. April 1997; danach betrug sie bis 30. Mai 1997 noch 50 %. In der Zeit ab 1. Juni 1997 ist keine Arbeitsunfähigkeit mehr ausgewiesen. Etwas anderes wird auch seitens der Beschwerdeführerin nicht behauptet. Im Gegenteil hielt Dr. P.________ im Gutachten vom 17. März 1998 ausdrücklich fest, abgesehen von der Arbeitsunfähigkeit von November 1994 bis anfangs 1995 und November 1996 bis Mai 1997 sei der Versicherten die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Buchhalterin stets zumutbar gewesen. Tatsächlich lässt sich den Akten denn auch entnehmen, dass sie im Zeitraum vom 1. April 1994 bis 29. Februar 1996 mit einem - auf eigenen Wunsch redu- zierten - Pensum von 50 % in der Debitorenbuchhaltung des Kantons Graubünden, in welcher Abteilung sie seit 1. März 1989 (zu 100 %) arbeitete, beschäftigt war. Vom 15. April bis 21. Juni 1996 war sie temporär, je nach Arbeitsanfall, 50-100 % als kaufmännische Angestellte tätig. Am 1. Juli 1996 trat sie eine Halbtagsstelle als Büroangestellte an, wobei das Arbeitsverhältnis noch während der Probezeit auf den 6. September 1996 aufgelöst wurde. Im April und von September bis November 1996 sowie wieder im April und Mai 1997 bezog sie Leistungen der Arbeitslosenversicherung unter Berücksichtigung der in dieser Zeit erzielten Zwischenverdienste. b) Aus dem Gesagten ergibt sich, dass im Zeitraum seit der ersten ärztlichen Beurteilung des Dr. P.________ vom 19. September 1994 bis zu dessen Gutachten vom 17. März 1998 keine im Wesentlichen ununterbrochene Arbeitsunfähig- keit von mindestens 40 % während eines Jahres vorliegt. Zwischen den Phasen der gesundheitlich bedingten Arbeits- unfähigkeit war die Beschwerdeführerin immer wieder für 30 Tage oder mehr arbeitsfähig. Der Umstand, dass sich weder Dr. P.________ im Bericht vom 19. September 1994 noch Dr. M.________ in demjenigen vom 30. August 1995 näher zur Dauer der Arbeitsunfähigkeit geäussert haben, führt zu keinem anderen Ergebnis. Denn gemäss Abwesenheitskontrolle des Personal- und Organisationsamtes des Kantons Graubünden ist in der fraglichen Zeitspanne kein relevanter Arbeits- unterbruch zu verzeichnen. Ein Rentenanspruch ist demzufolge - zumindest bis zum Datum der angefochtenen Verfügung vom 30. November 1998, welches rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Prüfungsbefugnis bildet (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen) - nicht entstanden, und entgegen der Ansicht der Verwaltung stellt sich daher auch die Frage nicht, ob sich die Beschwerdeführerin hinsichtlich des möglichen Rentenbeginns verspätet angemeldet hat (Art. 48 Abs. 2 IVG). Der kantonale Entscheid ist somit im Ergebnis nicht zu beanstanden, weshalb sich die Verwaltungsgerichts- beschwerde auch in Bezug auf den Vorwurf der unrichtigen und unvollständigen Darstellung und Würdigung des Sachver- halts als unbegründet erweist.