Citation: 8C_787/2021 E. 3

Die Vorinstanz erwog in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen, somatischerseits habe Dr. med. F.________, Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie, im Bericht vom 2. Juni 2015 eine volle Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer angepassten Tätigkeit attestiert. Dr. med. G.________, FMH Physikalische Medizin, habe in der Folge höhere Arbeitsunfähigkeiten festgehalten, dabei allerdings auf die Einschätzung der behandelnden Psychiater verwiesen. Somit sei eine höhergradige Einschränkung des Beschwerdeführers somatischerseits nicht erstellt. Sein Zusammenstoss mit einem Auto am 29. Juli 2017 habe nachvollziehbar zu einer kurzzeitigen Arbeitsunfähigkeit geführt. Gemäss dem Bericht der Dr. med. G.________ vom 29. Dezember 2017 habe der Beschwerdeführer die Arbeit am 1. Oktober 2017 wieder zu 100 % aufnehmen können und die Behandlung sei abgeschlossen worden. Damit habe keine invalidenversicherungsrechtlich relevante dauerhafte Verschlechterung bestanden. Weitere Arztberichte, die eine höhere somatische Einschränkung überwiegend wahrscheinlich erscheinen liessen, lägen nicht vor. Somit sei der somatische Gesundheitszustand hinreichend abgeklärt. Pract. med. H.________, Facharzt für Arbeitsmedizin, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) der IV-Stelle, habe in der Stellungnahme vom 18. Januar 2020 entsprechend notiert, der Beschwerdeführer sei als Paketbote in der Paketzustellung zu 50 % und im Innendienst der Firma B.________ sowie in einer angepassten knieschonenden Tätigkeit voll arbeitsfähig. Das psychiatrische Gutachten des Dr. med. C.________ und der med. pract. D.________ vom 6. Juni 2019 erfülle die praxisgemässen Anforderungen an eine medizinische Beurteilungsgrundlage, weshalb darauf abzustellen sei. In Bezug auf die gutachterlich gestellte Diagnose Persönlichkeitsakzentuierung mit histrionisch-akzentuierten Zügen (ICD-10 Z73 V) sei festzuhalten, dass eine solche gemäss bundesgerichtlicher Praxis nicht unter den Begriff des rechtserheblichen Gesundheitsschadens falle. Somit sei psychischerseits von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen und eine weitere Prüfung der Standardindikatoren erübrige sich. Selbst unter Berücksichtigung der gutachterlich attestierten Arbeitsunfähigkeit von 20 % bestehe kein rentenrelevanter Invaliditätsgrad.