Citation: 1C_50/2021 E. 4.4

4.4. Es trifft zu, dass das SKE bei der Herleitung des Minderwerts keine eigentliche Verkehrswertschätzung durchgeführt, sondern mittels Vereinfachungen vorgegangen ist. Beim Baulandpreis bzw. absoluten Landwert als Ausgangspunkt des objektiven Schadens sind die kantonalen Instanzen vom selben Betrag ausgegangen wie die Beschwerdeführer vor Bundesgericht. Dabei hat das SKE begründet, weshalb es den tieferen Quadratmeterpreis, den der Enteigner genannt hatte, verwarf. Damit befassen sich die Beschwerdeführer vor Bundesgericht nicht konkret. Der Vorwurf, wonach der Landwert ungenügend ermittelt worden sei, vermag ihnen daher nicht weiterzuhelfen. Weiter bestehen die Beschwerdeführer vor Bundesgericht auf der Forderung, es sei ihnen mindestens der absolute Landwert für die Dienstbarkeitsfläche von 26 m² voll zu entschädigen. Substanziierte Rügen gegen die Überlegungen des SKE zur Bedeutung dieser Teilfläche für das Restgrundstück bringen die Beschwerdeführer nicht vor, ebenso wenig gegen die Erwägungen zum Mietzinsanteil des Gartenbereichs ihrer Liegenschaft als Element des subjektiven Schadens. Unter diesen Umständen sind im vorliegenden Fall weder die Verwendung der Figur des relativen Landwerts noch die Bewertung über eine Mietwerteinbusse beim nordseitigen Vorgarten zu beanstanden. Ausserdem hat die Vorinstanz nachvollziehbar begründet, weshalb die von den Beschwerdeführern ins Feld geführten Aspekte Sichtsperre und Verlegung des Hauszugangs im konkreten Fall finanziell nicht ins Gewicht fallen. Dabei hat die Vorinstanz zwischen der hauptsächlichen Wohnnutzung und der zusätzlich bestehenden kleingewerblichen Nutzung bei der Liegenschaft unterschieden. Sie konnte sich auf die Ergebnisse des Augenscheins des SKE stützen. Ebenso wurde im kantonalen Verfahren festgestellt, dass die Gemeinde und die Schweizerische Post mitgeteilt hätten, die bisherige Adresse könne trotz einer Verschiebung des Briefkastens von der Hauser- an die Schulstrasse infolge der neuen Eingangsgestaltung beibehalten werden. Aufgrund der Einwände der Beschwerdeführer ist nicht ersichtlich, dass erhebliche Elemente bei der umstrittenen Entschädigungsbemessung ungenügend berücksichtigt worden wären. Vielmehr beruht die Festlegung der Entschädigung auf Bewertungsmethoden, die auch in Anbetracht der eingangs angesprochenen Vereinfachungen dem Anspruch auf volle Entschädigung Genüge tun. Die dagegen gerichteten Einwände dringen nicht durch.