Citation: 4A_56/2023 E. 5.3.3

5.3.3. Die Beschwerdeführer sind weiter der Meinung, man habe die Sanierungs- und Umbaukosten in zu hohem Umfang auf sie "überwälzt". Der "wertvermehrende Anteil" der baulichen Arbeiten sei nämlich geringer als von den Vorinstanzen veranschlagt, und ferner sei das Mietgericht von einer unzutreffenden Amortisationsrate ausgegangen. Sie stellen Kalkulationen gestützt auf eigene "Berechnungsparameter" an. Überdies betonen sie, dass die "Qualität der eingebauten Geräte und sanitären Anlagen in Küche und Bad [...] jedenfalls durchschnittlich" sei und die Wohnung "keinerlei Luxusmerkmale" aufweise. Auch aus diesem Grund sei der Anfangsmietzins tiefer anzusetzen. Mit diesen Ausführungen übergehen die Beschwerdeführer, dass dem Sachrichter ein grosser Ermessensspielraum bei der zahlenmässigen Festsetzung des Anfangsmietzinses zukommt (BGE 148 III 209 E. 3.2.3; 139 III 13 E. 3.5.1; Urteile 4A_513/2016 vom 18. April 2017 E. 3.2; 4A_461/2015 vom 15. Februar 2016 E. 3.1.3) und das Bundesgericht derartige Ermessensentscheide gemäss ständiger Praxis nur mit Zurückhaltung überprüft (vgl. etwa BGE 141 III 97 E. 11.2). Im vorliegenden Fall gibt es keinen Anlass, in die obergerichtlich geschützte, auf gerichtliche Erfahrungen und (Miet-) Marktkenntnisse gestützte Ermessensausübung des Mietgerichts einzugreifen. In der Sache möchten die Beschwerdeführer, dass das Bundesgericht das Ermessen der kantonalen Richter durch sein eigenes ersetzt, indem es - erstens - sich selber ein Bild macht über die Merkmale der streitbetroffenen Mietwohnung und darüber, wie sich die Sanierungs- und Umbauarbeiten auf den Zustand der Wohnung auswirkten, und - zweitens - diese objektbezogenen Befunde zu tieferen Ansätzen in einer neuen Kalkulation in den Anfangsmietzins einpreist. Einen höchstrichterlich korrigierbaren Fehler in der Ermessensausübung tun die Beschwerdeführer damit nicht dar. Es hat mit dem Hinweis sein Bewenden, dass das Mietgericht auf zutreffende Kriterien Rückgriff nahm (vgl. Erwägung 5.1 und 5.3.1), die es in nachvollziehbarer Weise gewichtete, wie bereits das Obergericht schlüssig erkannte. Sein Vorgehen zur ermessensweisen Bestimmung des Anfangsmietzinses erweist sich ohne Weiteres als vertretbar und auch im Ergebnis zumindest nicht als offensichtlich unbillig oder sonst als in stossender Weise ungerecht.