Citation: 1B_215/2018 E. 3.2

3.2. Das psychiatrische Gutachten von Dr. Karla Schümperli vom 6. Februar 2018 kommt zum Schluss, dass der Beschwerdeführer für die Ehefrau und - im Rahmen eines möglichen Mitnahmesuizides - die gemeinsamen Kinder sowie den Freund der Ehefrau gefährlich und das Risiko, dass er die gegen seine Ehefrau und deren Freund geäusserten Drohungen ausführt, hoch sei. Ersatzmassnahmen wie Fernhaltegebote, Kontaktverbote, Abstinenzverpflichtungen etc. seien nicht geeignet, die Ausführungsgefahr zuverlässig zu bannen (Gutachten S. 132). Aufgrund dieser Schlussfolgerungen der Gutachterin besteht offenkundig nach wie vor Ausführungsgefahr. Der Beschwerdeführer bringt nichts vor, was geeignet wäre, diese klaren und nachvollziehbaren Ergebnisse des Gutachtens zu erschüttern. Er macht zwar geltend, seine Ehefrau habe an der Einvernahme vom 29. Januar 2018 ihre Anschuldigung, er habe ihr angedroht, sie zu vergiften und zu zerstückeln, zurückgezogen (Fragen 41. ff., insbesondere Frage 49). Dadurch habe sich die Ausgangslage für die Erstattung des Gutachtens wesentlich verändert, weshalb darauf nicht abgestellt werden könne. Der Einwand ist offenkundig schon deswegen unbegründet, weil der Gutachterin die Einvernahme der Ehefrau vom 29. Januar 2018 zur Verfügung stand (Gutachten S. 2). Abgesehen davon ist die Behauptung jedenfalls zumindest insoweit teilweise falsch, als die Ehefrau die Frage 49 dahingehend beantwortete, dass sie den Beschwerdeführer habe sagen hören, er werde sie vergiften und lasse sie nicht überleben. Das Obergericht hat kein Bundesrecht verletzt, indem es Ausführungsgefahr bejahte.