Citation: U 265/98 22.02.2001 E. 2

2.- Nach dem Vorfall vom 23. Februar 1995 traten bei der Beschwerdeführerin Kopf-, Nacken- und Kieferschmerzen auf. Des Weiteren wurden Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen, Erbrechen, Schwitzen, unbeabsichtigtes Kopfanstossen und Geschirrzerschlagen, Seh- und Schlafstörungen, Lärmempfindlichkeit, Schwindelerscheinungen sowie starke Ermüdbarkeit angegeben. Während die SUVA davon ausgeht, dass im Zeitpunkt der erfolgten Leistungseinstellung keine organischen Unfallfolgen mehr vorlagen, will die Beschwerdeführerin das geschilderte Leidensbild auf ein zufolge der ihr widerfahrenen Tätlichkeit erlittenes Schädel-Hirntrauma mit Distorsionstrauma der Halswirbelsäule zurückführen. a) Wie dem Bericht des Dr. med. L.________ über die kreisärztliche Untersuchung vom 17. Mai 1995 zu entnehmen ist, ergaben die im Spital X.________ noch am Unfalltag vorgenommenen radiologischen Abklärungen der Halswirbelsäule, des Schädels und der Kiefergelenke keine Anhaltspunkte für ossäre Läsionen. Der erstbehandelnde Arzt soll lediglich eine Kontusion des Gesichtsschädels mit leichtem Hämatom unterhalb des linken Auges diagnostiziert haben. Für die geklagten Schmerzen in Nacken, Kopf, rechtem Kiefergelenk und der Halswirbelsäule konnte Dr. med. L.________ anlässlich seiner Untersuchung kein somatisches Substrat ausmachen. Dr. med. V.________ von der Abteilung Unfallmedizin der SUVA hielt es in seiner im Rahmen des Einspracheverfahrens eingeholten Stellungnahme vom 21. November 1995 zwar für möglich, dass die Beschwerdeführerin eine leichte Distorsion der Halswirbelsäule erlitten hatte; eine solche wäre aber nicht vergleichbar mit einer klassischen Beschleunigungsverletzung der Halswirbelsäule bei einem Verkehrsunfall, bei welcher wesentlich höhere Energien freigesetzt würden. Laut Dr. med. V.________ lässt sich der aktuelle Zustand rein somatogen organisch-unfallbedingt nicht mehr plausibel erklären. b) Auf Grund dieser von den Ärzten, insbesondere von Dr. med. V.________, überzeugend begründeten Feststellungen ist entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin mit der SUVA davon auszugehen, dass sich weder eine Hirnschädigung noch eine Verletzung der Halswirbelsäule organisch nachweisen lassen, welche als Ursache der vorhandenen Leiden in Frage kommen könnten. Eine davon abweichende Betrachtungsweise lässt sich auch gestützt auf den im vorliegenden Verfahren neu aufgelegten Bericht des Neurologen Dr. med. H.________ vom 15. September 1998 nicht rechtfertigen, hält der Arzt darin doch lediglich einen gegenüber dem am 28. Juni 1995 erhobenen Befund praktisch gleich gebliebenen Status fest. Ebenso wenig vermag das aus dem gegen den Gabelstaplerfahrer geführten Strafverfahren stammende Attest des Dr. med. E.________ vom 22. Februar 1998 eine organische Schädigung zu belegen, die auf das Unfallgeschehen zurückzuführen wäre. Wie Dr. med. V.________ in seiner Expertise vom 21. November 1995 des Weiteren schlüssig darlegt, sind von zusätzlichen Abklärungen ebenfalls keine entscheidrelevanten neuen Erkenntnisse zu erwarten, sodass davon abzusehen ist. Insbesondere besteht mangels konkreter Anhaltspunkte wie anfänglicher Bewusstlosigkeit, Amnesie und computertomo- oder elektroenzephalographisch auffälliger Befunde kein Anlass zu weiteren auf das Vorliegen einer organischen Hirnschädigung ausgerichteten medizinischen Erhebungen. Was die Ergebnisse der am 24. November 1995 im Institut für Nuklearmedizin des Spitals Y.________ erfolgten Abklärung mittels der Single Photon Emission Computed Tomography (Spect) anbelangt, ist festzuhalten, dass diese bisher auch wissenschaftlich nicht anerkannte Untersuchungsmethode nach der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts gemäss Urteil Z. vom 2. Juni 2000 (U 160/98) nicht geeignet ist, um im Rahmen der Prüfung der natürlichen Kausalität von Unfallfolgen den Beweis für das Vorliegen hirnorganischer Schädigungen zu erbringen (RKUV 2000 Nr. U 395 S. 316 = SVR 2001 UV Nr. 1 S. 1).