Citation: 2C_831/2021 E. 3.4.3

3.4.3. Die Ehefrau des Beschwerdeführers verfügt ebenfalls über eine Niederlassungsbewilligung, womit ihr ein selbständiges Aufenthaltsrecht in der Schweiz zukommt. Sie hat zwar die Schule im Kosovo besucht und spricht Albanisch, lebt nun aber auch schon seit mehr als 17 Jahren in der Schweiz und hatte hier durchgehend immer eine Arbeitsstelle (vgl. act. 11). Es ist unklar, ob ihr eine Ausreise zur Fortsetzung des Ehelebens mit dem Beschwerdeführer im Kosovo zumutbar ist (vgl. Urteil 2C_1030/2020 vom 8. Dezember 2021 E. 5.4.3). Sie gab in einer Einvernahme durch die Polizei am 2. März 2020 zu Protokoll, dass sie und ihre Kinder im Falle einer Entfernungsmassnahme gegen ihren Ehemann nicht mit ihm gemeinsam in den Kosovo ausreisen würden (vgl. act. 11; Art. 105 Abs. 2 BGG). Entsprechend würde der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers faktisch zu einer Trennung der Familie führen, was einen empfindlichen Eingriff in das Recht auf Privat- und Familienleben gemäss Art. 8 Abs. 1 EMRK, sowohl des Beschwerdeführers als auch seiner Ehefrau und Kinder darstellt (vgl. BGE 144 II 1 E. 6.1; Urteil 2C_1030/2020 vom 8. Dezember 2021 E. 5.1).