Citation: 1C_208/2016 E. 3.1

3.1. Das Verwaltungsgericht legt zusammengefasst dar, nach der Jagd- und Waldgesetzgebung des Bundes müssten die Kantone primär durch eine Basisbejagung des Wildes sicherstellen, dass sich der Wald natürlich verjüngen könne (Art. 3 Abs. 1 JSG, Art. 27 Abs. 2 WaG i.V.m. Art. 31 Abs. 1 der Verordnung vom 30. November 1992 über den Wald [Waldverordnung, WaV; SR 921.01]). Schutzmassnahmen wie Einzäunungen, Einzelabschüsse von Wild und dergleichen seien nur subsidiär zulässig, wenn sich im Bereich von besonders günstigen Wintereinständen oder anderen günstigen Orten Wildschäden nicht anders vermeiden liessen. Gemäss dem vom Regierungsrat in Auftrag gegebenen, wildtierbiologischen Gutachten von Prof. Dr. Robin könnten diese Vorgaben des Bundesrechts jedoch nicht erfüllt werden, wenn die Sonderjagd abgeschafft würde. Das Problem bestehe vor allem darin, dass viele Rothirsche in für Jäger unzugänglichen Gebieten (ausserhalb des Kantons, in Wildschutzgebieten oder in anderen unzugänglichen Gebieten) übersommerten und erst im Herbst ihre Wintereinstände aufsuchten. Die ordentliche Hochjagd sei deshalb zwingend durch eine Sonderjagd zu ergänzen, um auch diese Populationen zu erfassen. Für einen nachträglichen Eingriff durch eine Regie- bzw. Beamtenjagd liessen die Initiative und das geltende Recht keinen Raum.