Citation: 5A_153/2016 E. 1.2

1.2. Der Antrag auf Aufhebung des Sachurteils vom 19. Januar 2016 ist neu, ebenso die Tatsache, dass Bezirksrichter Ziltener an diesem Datum in der Sache geurteilt hat. Die Berufung auf das Urteil vom 19. Januar 2016 ist unzulässig, soweit die Beschwerdeführerin aus ihm neue Ablehnungsgründe gegen Bezirksrichter Ziltener ableitet (Art. 99 Abs. 1 BGG). Soweit das Urteil jedoch für die Zulässigkeit der Beschwerde relevant ist, ist es zu beachten (vgl. BGE 136 III 123 E. 4.4.3 S. 129; Urteil 5A_115/2012 vom 20. April 2012 E. 4.2.2). Auf das Interesse der Beschwerdeführerin an der Beschwerdeführung (Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG) hat die Tatsache, dass das Sachurteil ergangen ist, keinen Einfluss. Da Bezirksrichter Ziltener aufgrund des Abschlusses des erstinstanzlichen Verfahrens mit diesem nicht mehr befasst ist, liegt das Interesse zwar nicht länger darin, ihn von der weiteren Verfahrensführung abzuhalten, sondern neu darin, kein Urteil eines - angeblich - befangenen Richters akzeptieren zu müssen und ihn gegebenenfalls von einer weiteren Fallbearbeitung nach Aufhebung dieses Urteils auszuschliessen. Dabei kann es nicht genügen, die Beschwerdeführerin auf die Anfechtung des inzwischen ergangenen erstinstanzlichen Urteils zu verweisen. Es bestünde so die Gefahr, dass das Bundesgericht die vorliegend geltend gemachten Ausstandsgründe nie überprüfen könnte. Einerseits könnten sie dem Bundesgericht nicht mit dem Endentscheid in der Sache vorgetragen werden, wenn das Obergericht diese Gründe im Rahmen seiner allfälligen Überprüfung des erstinstanzlichen Entscheids nicht erneut aufgreifen würde, da es sie bereits im Rahmen eines Zwischenentscheides behandelt hat. Andererseits ist dieser Zwischenentscheid mit der Hauptsache vor Bundesgericht nicht mehr anfechtbar (Art. 92 Abs. 2 BGG). Es kommt hinzu, dass die Rekurskommission die Fällung des erstinstanzlichen Entscheids überhaupt erst ermöglicht hat, indem sie den Antrag der Beschwerdeführerin auf vorsorgliche Massnahmen nicht behandelt hat. Der Antrag der Beschwerdeführerin ist vor diesem Hintergrund demnach so zu interpretieren, dass sie nach wie vor den Ausstand von Bezirksrichter Ziltener verlangt. Der Antrag auf Aufhebung des Sachurteils stellt keine unzulässige Erweiterung oder Abänderung des Streitgegenstands dar (Art. 99 Abs. 2 BGG; BERNARD CORBOZ, in: Commentaire de la LTF, 2. Aufl. 2014, N. 30 zu Art. 99 BGG), sondern spiegelt bloss wieder, dass bei einer Gutheissung der Beschwerde, d.h. bei Vorliegen von Ausstandsgründen gegen Bezirksrichter Ziltener, aufgrund der Entwicklung des Verfahrens die Sache nicht mehr bloss zur weiteren Behandlung in anderer Besetzung an das Bezirksgericht zurückgewiesen werden könnte, sondern zusätzlich das Sachurteil vom 19. Januar 2016 aufgehoben werden müsste, damit das Verfahren erstinstanzlich weitergeführt werden kann. Die Beschwerdeanträge sind deshalb zulässig.