Citation: 2A.569/2002 23.12.2002 E. 2

2.1 Die Vorinstanz hat die Rechtsgrundlagen, die für Abgabenachforderungen (Zoll und Mehrwertsteuer) massgeblich sind, zutreffend wiedergegeben. Ihre Auslegung von Art. 14 Ziff. 23 des Zollgesetzes vom 1. Oktober 1925 (ZG; SR 631.0) bzw. dessen Anwendung auf den vorliegenden Fall, auch im Hinblick auf die Mehrwertsteuerforderung (vgl. Art. 65 der auf den vorliegenden Sachverhalt noch anwendbaren Mehrwertsteuerverordnung [MWSTV; AS 1994 1464]), lässt sich, im Lichte der richtig wiedergegebenen Rechtsprechung, in keinerlei Hinsicht beanstanden. Der Beschwerdeführer bringt denn auch nichts vor, was geeignet wäre, den angefochtenen Entscheid insofern als bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen, als das Vorliegen der Voraussetzungen einer Abgabebefreiung verneint wird. Auch hinsichtlich der Höhe der geschuldeten Abgaben besteht kein Anlass für eine Korrektur. 2.2 Der Beschwerdeführer macht letztlich einzig geltend, er habe mit der Einfuhr von Landwirtschaftserzeugnissen in die Schweiz durch Y.________ nichts zu tun und er könne diesbezüglich nicht zur Rechenschaft gezogen werden. Damit bestreitet er, dass die hinterzogenen Abgaben bei ihm eingefordert werden dürfen. Gemäss Art. 9 Abs. 1 ZG unterliegt der Zollmeldepflicht, wer eine Ware über die Grenze bringt, sowie der Auftraggeber. Die Zollzahlungspflicht obliegt gemäss Art. 13 Abs. 1 ZG dem Zollmeldepflichtigen und den übrigen in Art. 9 ZG genannten Personen sowie demjenigen, für dessen Rechnung die Waren eingeführt oder ausgeführt worden sind. Diese Personen haften solidarisch für die geschuldeten Abgaben. Zu beachten ist sodann, dass gemäss Art. 12 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 22. März 1974 über das Verwaltungsstrafrecht (VstrR; SR 313.0) Abgaben, die infolge einer Widerhandlung gegen die Verwaltungsgesetzgebung des Bundes (dazu gehören das Zollgesetz und die Mehrwertsteuerverordnung) nicht erhoben worden sind, nachzuerstatten sind, und zwar ohne Rücksicht auf die Strafbarkeit einer bestimmten Person. Leistungspflichtig ist, wer in den Genuss des unrechtmässigen Vorteils gelangt ist, insbesondere der zur Zahlung der Abgabe Verpflichtete (Art. 12 Abs. 2 VstrR). Der Kreis der gemäss Art. 13 ZG (und Art. 12 VstrR) zur Zahlung und Nachzahlung von Abgaben verpflichteten Personen ist weit gezogen (BGE 89 I 542 E. 4; bestätigt in BGE 107 Ib 198 E. 6; 110 Ib 306 E. 2). Vorliegend ist nicht erforder lich, abschliessend zu prüfen, wie weit dieser Kreis grundsätzlich zu ziehen ist. Eingestandenermassen hat der Beschwerdeführer sich an der Bewirtschaftung der an Y.________ "verpachteten" Grundstücke auch unmittelbar beteiligt; ein eigentlicher Pachtzins war nicht vereinbart, vielmehr liess sich der Beschwerdeführer im Sinne einer Umsatzbeteiligung (Fr. 30.-- bis Fr. 35.--/100 kg geerntete Waren) entschädigen. Damit aber besteht ein enger Zusammenhang zwischen seiner Eigenschaft als Eigentümer der fraglichen landwirtschaftlichen Liegenschaften und der Einfuhr der darauf geernteten Produkte in der Schweiz. Er profitierte insofern vom wegen der Abgabebefreiung erleichterten Absatz in der Schweiz. Er ist an der Einfuhr der Produkte nicht in minderem Ausmasse beteiligt als ein Auftraggeber; er gehört demnach ohne weiteres zum Kreis der Abgabepflichtigen. 2.3 Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, und sie ist im vereinfachten Verfahren (Art. 36a OG) abzuweisen. 2.4 Unter den gegebenen Umständen kann ausnahmsweise von der Erhebung einer Gerichtsgebühr abgesehen werden.