Citation: 8C_107/2022 E. 5

Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, der Beschwerdeführer berufe sich zwecks Revision ihres Entscheides vom 24. Februar 2021 auf das von der IV-Stelle des Kantons St. Gallen eingeholte polydisziplinäre (internistische, psychiatrische, rheumatologische, neurologische und handchirurgische) Gutachten des Ärztlichen Begutachtungsinstituts (ABI) GmbH, Basel, vom 4. Januar 2021 und die Stellungnahme der Dr. med. C.________, Allgemeine Innere Medizin, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) der IV-Stelle, vom 14. Januar 2021. Diese Akten hätten zwar vor dem kantonalen Entscheid vom 24. Februar 2021 bestanden, seien aber weder dem Gericht noch den Parteien bekannt gewesen. Der Beschwerdeführer habe davon erst am 6. April 2021 Kenntnis erhalten. Diese medizinischen Unterlagen rechtfertigten jedoch keine Revision des Entscheides vom 24. Februar 2021. Hierin sei der Einspracheentscheid der Suva bestätigt worden, worin dem Beschwerdeführer ab 1. März 2019 eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 19 % und eine Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 10 % gewährt worden seien. Das kantonale Gericht habe sich im Entscheid vom 24. Februar 2021 auf die Einschätzung des Kreisarztes Dr. med. D.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, gestützt. Dieser habe im Bericht vom 1. Februar 2018 eine leicht- bis mittelgradig schmerzhafte Funktionsbeeinträchtigung mit Bewegungseinschränkung, insbesondere in der Greiffunktion, und eine erhebliche Kraftminderung der rechten Hand festgestellt. Am 18. April 2018 habe Dr. med. D.________ festgehalten, dem Beschwerdeführer seien nur noch sehr leichte körperlich adaptierte Arbeiten mit Heben von Gegenständen bis 5 kg vollschichtig mit den betriebsüblichen Pausen zumutbar. Eine Nebenerwerbstätigkeit sei bis zu fünf Stunden wöchentlich möglich. Am 11. (richtig: 15.) Januar 2019 habe er angegeben, die zwischenzeitlich gemeldeten Schulterbeschwerden seien nicht unfallkausal. Im ABI-Gutachten vom 4. Januar 2021 seien folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt worden: chronisches Schmerzsyndrom der rechten Hand, chronisches zerviko- und thorakolumbospondylogenes Schmerzsyndrom und ein Belastungsdefizit der rechten Schulter. Das kantonale Gericht habe aber bereits im Entscheid vom 24. Februar 2021 festgestellt, dass nur die Beschwerden an der rechten Hand unfallkausal seien. Es bestehe kein Anlass, hiervon abzuweichen. Der handchirurgische ABI-Gutachter Dr. med. E.________ sei aufgrund der Einschränkungen an der rechten dominanten Hand von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in einer Tätigkeit mit leichter Belastung derselben bis 5 kg ohne repetitive Arbeitsabläufe und ohne Kälteexposition ausgegangen. Die von Dr. med. E.________ genannten Schmerzen mit beginnender Arthrose seien Dr. med. D.________ bereits bekannt gewesen. Der Sachverhalt sei diesbezüglich unverändert. Wie bereits im kantonalen Entscheid vom 24. Februar 2021 festgehalten, könne der Beschwerdeführer aus dem Berufsabklärungsbericht der HPV U.________ vom 18. Dezember 2018, worin eine ca. 10%ige Leistungsfähigkeit attestiert worden sei, nichts zu seinen Gunsten ableiten. Gleiches gelte für die weiteren von ihm aufgelegten Arztberichte. Insgesamt bestünden keine neuen objektiven Erkenntnisse im Sinne der Revisionsvoraussetzungen.