Citation: 2C_521/2021 E. 2.2.2

2.2.2. Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, dass ihr das angefochtene Urteil am 17. Mai 2021 von der Post zur Abholung gemeldet wurde. In Anwendung der vorher genannten Grundsätze wurde ihr das Urteil am 24. Mai 2021 zugestellt, wobei es wie erwähnt keine Rolle spielt, dass dieser Tag ein Feiertag war. Die Rechtsmittelfrist begann damit am 25. Mai 2021 zu laufen und endete am 23. Juni 2021. Die (unbestrittenermassen) erst am 25. Juni 2021 eingereichte elektronische Eingabe erweist sich deshalb als verspätet. Daran ändert nichts, dass die Beschwerdeführerin gemäss eigenen Angaben davon ausgegangen ist, dass mit der Frist von sieben Tagen "sieben Arbeitstage" gemeint seien. Das Verwaltungsgericht hat sie mit Schreiben vom 27. Mai 2021 ausdrücklich auf die Zustellfiktion und die hierzu ergangene bundesgerichtliche Rechtsprechung hingewiesen; es hätte an der Beschwerdeführerin gelegen, sich über den Fristenlauf Klarheit zu verschaffen, anstatt sich auf falsche Annahmen zu verlassen. Ebenso ist unbeachtlich, dass ihr die Post eine Abholfrist bis 25. Mai 2021 gewährt hat. Einerseits vermag eine längere Abholfrist der Post die Zustellfiktion nicht hinauszuschieben (vgl. BGE 127 I 31 E. 2b) und andererseits hätte die Beschwerdeführerin die Frist selbst dann versäumt, wenn von einer Zustellung am 25. Mai 2021 ausgegangen würde; in diesem Fall wäre die Frist für die Beschwerde an das Bundesgericht am 24. Juni 2021 abgelaufen. Dafür, dass die Zustellfiktion wie von der Beschwerdeführerin gefordert erst am Tag der Rücksendung eintritt (im vorliegenden Fall am 26. Mai 2021), besteht so oder anders keine Grundlage.