Citation: 1B_470/2020 E. 3.1.1

3.1.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, gemäss Art. 127 Abs. 5 StPO gelte im Strafprozess das Anwaltsmonopol; vorbehalten seien einzig Übertretungsstrafverfahren, für welche die Kantone eine abweichende Regelung vorsehen könnten. Seien hingegen Vergehen und Verbrechen betroffen, sei der Einsatz von Rechtspraktikantinnen und Rechtspraktikanten per se unzulässig und bundesrechtswidrig. Im Fall der notwendigen Verteidigung gelte darüber hinaus ein Anwaltszwang. Ausserdem liege bei einem amtlichen Mandat ein Sonderstatusverhältnis vor. Weder die interkantonalen Vereinbarungen noch die kantonalen Anwaltsgesetze dürften den Praktikantinnen und Praktikanten darüber hinausgehende Vertretungsbefugnisse einräumen.