Citation: 6B_149/2022 E. 7.1

7.1. Der Beschwerdeführer rügt die vorinstanzliche Strafzumessung wegen Verletzung von Bundesrecht durch unrichtige Anwendung von Art. 47 StGB und Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 6 Ziff. 3 EMRK). Die Vorinstanz habe wichtige Faktoren zu seinen Ungunsten nicht beachtet bzw. falsch gewichtet. Sie stütze die Strafzumessung auf unrichtige, respektive aktenwidrige Annahmen, was den Grundsatz einer willkürfreien Beurteilung seines Verschuldens gemäss Art. 9 BV verletze (Beschwerde Ziff. 103). Im Einzelnen rügt der Beschwerdeführer den vorinstanzlich mit dem Bezirksgericht angenommenen mittleren Reinheitsgrad von 30 %. Die Vorinstanz stütze sich dazu auf Drogengeschäfte von D.________ und einen Lieferanten, mit dem er nichts zu tun habe. Das sei willkürlich. Weiter bestreitet er die vorinstanzlich angenommene Hierarchiestufe, ein professionelles Vorgehen sowie das Gewinnstreben und rügt eine "Doppelbewertung" zu seinen Lasten. Dass er nur durch die Verhaftung davon abgehalten worden sei, sich weiter dem Heroinhandel zu widmen, sei eine aktenwidrige Unterstellung. Gestützt auf das Modell von EUGSTER/FRISCHKNECHT habe ihm das Bezirksgericht die Hierarchiestufe 3, allenfalls 2 zugewiesen. Die hohe Strafe stehe im Widerspruch zu den erhobenen Vorwürfen. Es sei zu ungerechtfertigt langen Verfahrensunterbrüchen gekommen. Zwischen der letzten angeklagten Tat vom 6. Januar 2014 und der Edition des Berufungsurteils am 29. Dezember 2021 seien annähernd 8 Jahre verstrichen; die Strafreduktion von 5 Monaten überschreite das Ermessen der Vorinstanz (Beschwerde Ziff. 119 f.). Er leide an einer schweren chronischen Rückenerkrankung, die trotz anderslautender Empfehlung des Spitals U.________ in Haft nicht adäquat behandelt werden könne.