Citation: 2A.331/2001 19.09.2001 E. 2

2.-a) Gemäss Art. 86 Abs. 1 AsylG sind Asylsuchende und Schutzbedürftige verpflichtet, für die Rückerstattung von Fürsorge-, Ausreise- und Vollzugskosten sowie für die Kosten des Rechtsmittelverfahrens Sicherheit zu leisten. Zu diesem Zweck richtet der Bund Sicherheitskonti ein (Art. 86 Abs. 2 AsylG). Art. 86 Abs. 4 AsylG bestimmt, dass Asylsuchende und Schutzbedürftige ohne Aufenthaltsbewilligung ihre Vermögenswerte, die nicht aus ihrem Erwerbseinkommen stammen, offenlegen müssen; die zuständigen Behörden können solche Vermögenswerte bis zum voraussichtlichen Betrag der Fürsorge-, Ausreise- und Vollzugskosten sowie der Kosten des Rechtsmittelverfahrens zuhanden des Sicherheitskontos sicherstellen und mit den aufgelaufenen Kosten verrechnen, soweit die Asylsuchenden und Schutzbedürftigen ohne Aufenthaltsbewilligung die Herkunft der Vermögenswerte nicht nachweisen (a) oder soweit die Vermögenswerte einen vom Bundesrat festzusetzenden Betrag übersteigen (b). Gemäss Art. 14 Abs. 1 Satz 1 der Asylverordnung 2 vom 11. August 1999 über Finanzierungsfragen (AsylV 2; SR 142. 312) sind Vermögenswerte nach Art. 86 Abs. 4 AsylG Geldbeträge, geldwerte Gegenstände und unkörperliche Werte wie Bankguthaben; gemäss Art. 14 Abs. 3 AsylV 2 beträgt der Betrag nach Art. 86 Abs. 4 lit. b AsylG 1000 Franken. Wie die Vorinstanz richtig festhält, sieht Art. 86 Abs. 4 (lit. a) AsylG eine Beweislastumkehr vor: Der Ausländer kann die Beschlagnahme der Vermögenswerte nur dadurch verhindern, dass er deren Herkunft nachweist. Blosse diesbezügliche Behauptungen genügen denn auch nicht. Es dürfen schlüssige, plausible Erklärungen verlangt werden, welche regelmässig durch Belege zu untermauern sind. Es wird dem Ausländer in der Regel möglich sein, bereits zu Beginn wenigstens in den Grundzügen handfeste Angaben zu machen und später allenfalls noch Beweismittel nachzureichen. b) Das Bundesamt für Flüchtlinge sowie anschliessend das Departement stellen auf den Bericht der Kantonspolizei Solothurn vom 22. November 2000 über die Anhaltung in der Nacht vom 20./21. November 2000 ab. Ob der Beschwerdeführer diesen Polizeibericht je zu Gesicht bekommen hat, ist unerheblich. Er anerkennt nämlich folgende tatsächlichen Gegebenheiten: Er hielt sich am fraglichen Ort um 2.30 Uhr nachts auf; er bewegte sich, als die Polizei ihn wahrnahm, auf ein Gebüsch zu. In seinem Rucksack trug er nebst einem Barbetrag von Fr. 1010. 10 in diversen Notengrössen ein Natel, eine SIM-Karte Diax, eine SIM-Karte Swisscom easy und drei Valuecards à Fr. 50.00 bei sich. Er gab der Polizei an, das Geld für eine Reise nach England gespart zu haben. In der mit Hilfe einer Asylbetreuerin verfassten Beschwerde gegen die Verfügung des Bundesamtes für Flüchtlinge vom 25. Januar 2001 machte er geltend, er habe das Geld von seinen Unterhaltsauszahlungen und zu einem kleinen Teil aus dem Lohn von für die Gemeinde geleisteten Hilfsarbeiten erspart. Dazu führte er aus, er wohne oft bei seinem Freund in A.________, weshalb er nicht seine ganzen Auszahlungen für den Unterhalt verbrauche. Im als Verwaltungsgerichtsbeschwerde entgegengenommenen Schreiben vom 20. Juni 2001 erklärte der Beschwerdeführer zudem, dass die drei Valuecards à Fr. 50.-- nicht ihm gehörten, wofür er eine schriftliche Bestätigung von Y.________ und Z.________ aus A.________ vom 20. Juni 2001 vorlegte. Dieselben Personen bestätigen, dass der Beschwerdeführer gelegentlich bei ihnen übernachtet und gegessen habe, um für die Ausreise nach England Geld zu sparen. Hinsichtlich der Geldquellen des Beschwerdeführers liegt einzig der im Hinblick auf das Gesuch um Kostenbefreiung vor Bundesgericht eingeholte Bericht der Sozialhilfekommission der Gemeinde B.________ vom 8. August 2001 vor. Danach erhält der Beschwerdeführer wöchentlich einen Betrag von Fr. 93.45, und es wird ihm unentgeltlich eine Wohngelegenheit zur Verfügung gestellt. Die Gemeinde bestätigt sodann, dass der Beschwerdeführer eine zusätzliche Barentschädigung von Fr. 635. 75 für stundenweise Einsätze beim örtlichen Abfuhrunternehmen erhalten habe; diese Einsätze betreffen jedoch allein den Zeitraum vom 27. Dezember 2000 bis 16. Juli 2001, was vorliegend angesichts des massgeblichen Zeitpunkts der polizeilichen Anhaltung (20. /21. November 2000) unerheblich ist; eine Bestätigung für eine zeitweise Tätigkeit bei der Gemeinde vor diesem Datum liegt nicht vor. Belegt sind somit einzig wöchentliche Bareinnnahmen von Fr. 93.45. Selbst wenn der Beschwerdeführer gelegentlich in A.________ bei Y.________ und Z.________ gegessen und übernachtet hat, wobei die Frage allfälliger Reisekosten nur teilweise geklärt ist, lässt sich nicht nachvollziehen, wie es ihm bei diesen Einnahmequellen möglich gewesen sein sollte, in den Besitz eines Barbetrags von mehr als Fr. 1'000.-- sowie eines Natels und je einer SIM-Karte Diax und Swisscom easy zu kommen. Im Hinblick auf die ihm für die Herkunft dieser Vermögenswerte obliegende Beweislast sind seine Ausführungen darüber, warum er diese Werte auf sich trug oder aus welchen Gründen er sich beim Eintreffen der Polizei auf ein Gebüsch zu bewegte, unerheblich; der Rapport der Kantonspolizei Solothurn vom 22. November 2000 ist nämlich für das vorliegende Verfahren einzig hinsichtlich der beim Beschwerdeführer vorgefundenen Vermögenswerte von Bedeutung. Die Behauptung des Beschwerdeführers sodann, er habe für die Ausreise nach England gespart, betrifft allein die geplante Verwendung der Mittel und nicht die Frage, wie er sie erworben haben könnte. Der Beschwerdeführer hat die Herkunft der Vermögenswerte nicht im Sinne von Art. 86 Abs. 4 lit. a AsylG nachgewiesen. Der Barbetrag von Fr. 900.-- ist daher zu Recht zuhanden des auf seinen Namen lautenden Sicherheitskontos sichergestellt worden. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist im vereinfachten Verfahren (Art. 36a OG) abzuweisen.