Citation: 2C_763/2019 E. A

A.a. A.________ (1973) stammt aus dem Kosovo und reiste im September 1994 in die Schweiz ein. Nach einem erfolglosen Asylgesuch und mehrmaliger Verlängerung der Ausreisefrist wegen Undurchführbarkeit des Wegweisungsvollzugs heiratete er im Mai 1999 seine erste Ehefrau, welche in der Schweiz niederlassungsberechtigt war. Im November 1999 erhielt er eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Ehefrau. Im Juni 2004 trennte sich das Ehepaar und im November 2005 erfolgte die Scheidung. Daraufhin wurde A.________ eine eigenständige Aufenthaltsbewilligung erteilt und jeweils verlängert, letztmals bis Oktober 2018. Im Januar 2006 heiratete er eine kosovarische Landsfrau, die im Rahmen des Familiennachzugs eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib beim Ehemann erhielt. Gemeinsam haben sie drei Kinder (geboren 2010, 2011 und 2016). A.b. A.________ wurde in der Schweiz mehrfach straffällig. In den Jahren 1994 bis 1999 erwirkte er vier Strafbefehle, insbesondere wegen Widerhandlungen gegen das SVG sowie der illegalen Ausreise aus der Schweiz. In den Jahren 2000 und 2001 erhielt er neun Strafbefehle und wurde dreimal verurteilt, vornehmlich wegen Verstössen gegen das SVG und ausserdem wegen Sachbeschädigung, Tätlichkeiten und Widerhandlung gegen das ANAG (BS 1 121; aufgehoben per 1. Januar 2008). Mit Schreiben des Migrationsamts des Kantons Aargau (heute Amt für Migration und Integration [MIKA]) vom 4. Februar 2003 wurde er formlos ermahnt. Danach ergingen zwischen März 2003 und Dezember 2005 fünf weitere Strafbefehle gegen A.________, unter anderem wegen Begünstigung, Ungehorsams des Schuldners im Betreibungs- und Konkursverfahren sowie verschiedenen Strassenverkehrsdelikten. Mit Strafbefehl vom 22. November 2006 wurde er wegen Widerhandlung gegen das AVIG (SR 837.0), Widerhandlung gegen das ANAG sowie Ungehorsams des Schuldners im Betreibungs- und Konkursverfahren verurteilt. Daraufhin verwarnte ihn das MIKA mit Verfügung vom 25. Juli 2007. Zwischenzeitlich war er erneut wegen Verstosses gegen das SVG verurteilt worden. Zwischen August 2008 und Dezember 2010 ergingen gegen A.________ acht weitere Strafbefehle sowie eine Strafverfügung. Den Verurteilungen lagen Urkundenfälschung, Widerhandlungen gegen das AuG (heute AIG; SR 142.20), Strassenverkehrsdelikte und Ungehorsam des Schuldners im Betreibungs- und Konkursverfahren zugrunde. Gemäss Betreibungsregisterauszügen vom 17. Mai 2011 bestanden in jenem Zeitpunkt offene Betreibungen in der Höhe von Fr. 5'178.40 und Verlustscheine über Fr. 139'653.55. Unter Androhung des Widerrufs seiner Aufenthaltsbewilligung und der Wegweisung aus der Schweiz verwarnte das MIKA A.________ mit Verfügung vom 17. Juni 2011 erneut. Es machte ihn darauf aufmerksam, dass er inskünftig allen seinen öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Verpflichtungen nachzukommen, bereits bestehende Schulden zu tilgen und sich wohlzuverhalten habe. Mit Urteil vom 4. November 2015 verurteilte das Obergericht des Kantons Aargau A.________ wegen Veruntreuung, mehrfacher Täuschung der Behörden, mehrfacher wiederholter Beschäftigung von Ausländerinnen und Ausländern ohne Bewilligung, mehrfacher Veruntreuung von Quellensteuern, mehrfacher Widerhandlung gegen das AHVG, Unterlassung der Buchführung und Nichtabgabe des Fahrzeugausweises und der Kontrollschilder zu einer Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren. Als Zusatzstrafe zum Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Baden vom 28. August 2014 wurde ihm eine Geldstrafe von 160 Tagessätzen auferlegt. Nachdem das Bundesgericht eine Beschwerde von A.________ hinsichtlich der Strafzumessung teilweise gutgeheissen hatte (Urteil 6B_1340/2015 vom 17. März 2017), reduzierte das Obergericht mit Urteil vom 12. Juni 2017 die Freiheitsstrafe auf 18 Monate. Zwischen April 2012 und Januar 2018 wurde A.________ in 31 weiteren Fällen per Strafbefehl verurteilt, grösstenteils wiederum wegen Strassenverkehrsdelikten und Ungehorsams des Schuldners im Betreibungs- und Konkursverfahren, ausserdem wegen Beschäftigung von Ausländerinnen und Ausländern ohne Bewilligung sowie einer Verletzung der Auskunfts- und Meldepflicht gemäss ATSG (SR 830.1). Gemäss Betreibungsregisterauszügen vom 9., 12. und 13. Februar 2018 bestanden nunmehr offene Betreibungen im Umfang von Fr. 29'743.55 und Verlustscheine über Fr. 232'719.70. A.c. Am 23. Februar 2018 stellte das MIKA A.________ die Nichtverlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung in Aussicht und gewährte ihm hierzu das rechtliche Gehör. Mit Verfügung vom 31. Mai 2018 verfügte es die Nichtverlängerung der bis 31. Oktober 2018 gültigen Aufenthaltsbewilligung und wies A.________ auf den Termin seiner Haftentlassung bzw. unter Ansetzung einer Ausreisefrist von 90 Tagen ab Rechtskraft der Verfügung aus der Schweiz weg.