Citation: 7B_692/2024 E. 2.2

2.2. Eine Verfahrenseinstellung hat nach Art. 319 Abs. 1 StPO namentlich dann zu erfolgen, wenn kein Tatverdacht erhärtet ist, der eine Anklage rechtfertigt (lit. a), oder wenn kein Straftatbestand erfüllt ist (lit. b). Die Entscheidung über die Einstellung eines Verfahrens hat sich nach dem Grundsatz "in dubio pro duriore" zu richten. Danach darf die Staatsanwaltschaft das Strafverfahren nur bei offensichtlicher Straflosigkeit oder offensichtlich fehlenden Prozessvoraussetzungen einstellen (BGE 146 IV 68 E. 2.1; 143 IV 241 E. 2.2.1; je mit Hinweisen). Auf die zu diesem Grundsatz und zur Verkehrssicherungspflicht der Bergbahnunternehmen ergangene, im bundesgerichtlichen Rückweisungsurteil 6B_1209/2020 vom 26. Oktober 2021 bereits zitierte Rechtsprechung kann verwiesen werden (Urteil, a.a.O., E. 2.4.1, 2.4.3). Das Gleiche gilt für die im Rückweisungsurteil zitierten, von der Schweizerischen Kommission für Unfallverhütung auf Schneesportabfahrten (SKUS) ausgearbeiteten Richtlinien für Anlage, Betrieb und Unterhalt von Schneesportabfahrten und die von der Kommission Rechtsfragen auf Schneesportabfahrten der Seilbahnen Schweiz (SBS) herausgegebenen Richtlinien (Urteil, a.a.O., E. 2.4.4).