Citation: 6B_1028/2023 E. 3.5.1

3.5.1. Hinsichtlich der E-Mail vom 27. August 2020 hält die Vorinstanz fest, der Beschwerdeführer berufe sich darauf, der Geschädigte habe ihm Informationen über den Verbleib von Gemälden und den Zugang zu Dokumenten betreffend die Erbengemeinschaft verweigert und ein von ihm ausgesprochenes Hausrecht nicht beachtet. Darin sehe er jahrelange schwere Straftaten begründet. Die Vorinstanz erwägt, das bei den Akten liegende Schreiben des Beschwerdeführers vom 14. November 2018, das er angeblich an den Geschädigten, die Rechtsanwältin (Beiständin der gemeinsamen Mutter) und die Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) geschickt habe, dessen Versand allerdings nicht bewiesen sei, sei nicht geeignet, den Beweis dafür zu erbringen, dass er am 27. August 2020 beim Verfassen der inkriminierten E-Mail an die Rechtsanwältin ernsthafte Gründe dafür gehabt habe, seine Behauptung schwerer Straftaten des Geschädigten in guten Treuen für wahr zu halten. Es sei vom Beschwerdeführer nicht geltend gemacht worden, dass entsprechende Strafuntersuchungen gegen den Geschädigten betreffend Urkundenunterdrückung oder Hausfriedensbruchs am 27. August 2020 pendent gewesen wären oder gar eine entsprechende Anklageerhebung bevorgestanden hätte. In der E-Mail an die Rechtsanwältin als Beiständin seiner Mutter vom 27. August 2020 habe der Beschwerdeführer wie im Schreiben vom 14. November 2018 erneut festgehalten, ihm sei seit Jahren der Zutritt zur Familienwohnung und zu ihn betreffenden Dokumenten der Erbengemeinschaft verweigert worden, und er ersuche sie, ihm den freien Zugang dazu wieder zu verschaffen. Schliesslich folge der anklagegegenständliche Passus, dass die Behörden informiert worden seien, dass er gegenüber dem Geschädigten ein Hausverbot ausgesprochen habe, [recte: zumal] dieser seit Jahren ununterbrochen schwere Straftaten gegen ihn begangen habe wie [recte: sowie] schwere Verletzungen des Grundsatzes von Treu und Glauben. Daraus gehe klar hervor - so die Vorinstanz -, dass der Beschwerdeführer den Geschädigten über den verweigerten Zugang zu den Räumlichkeiten der Familienwohnung und das Unterdrücken von Urkunden hinaus schwerer Straftaten bezichtigte. Für diese Bezichtigungen habe keinerlei Veranlassung bestanden, wäre es ihm nur darum gegangen, sich Zutritt zur Liegenschaft und zu den Unterlagen zu verschaffen, worum er die Beiständin seiner Mutter ersuchte. Bezüglich der E-Mail vom 27. August 2020 könne der Beschwerdeführer den Gutglaubensbeweis nicht erbringen (Urteil S. 13 ff.).