Citation: 4A_575/2023 E. A

Die A.________ Co. (Beschwerdeführerin 1) und die B.________ Co. (Beschwerdeführerin 2) sind in U.________, V.________, domizilierte Unternehmen, die im Bereich der Stahlproduktion tätig sind. Sie sind Tochterunternehmen der D.________ Group, eine der grössten Stahlproduzentin in V.________ und im Mittleren Osten. Die C.________ SA (Beschwerdegegnerin) mit Sitz in W.________, Schweiz, ist ein Unternehmen, das auf die Herstellung von Graphitelektroden spezialisiert ist. Sie ist ein Tochterunternehmen der E.________ Ltd. mit Sitz in den USA. Die Beschwerdeführerinnen benötigen für die Stahlproduktion Graphitelektroden. Solche Elektroden sowie Verbindungsstifte bezogen sie seit 2008 von der Beschwerdegegnerin. Gemäss Darstellung der Beschwerdeführerinnen verlief die Zusammenarbeit bis 2017 reibungslos. Seit 2018 basiert die Geschäftsbeziehung auf im Wesentlichen gleichlautenden Verträgen für die Lieferung von Graphitelektroden vom 22. Januar 2018, welche die Beschwerdegegnerin je mit der Beschwerdeführerin 1 bzw. der Beschwerdeführerin 2 abschloss ("Graphite Electrode Supply Agreements"; nachfolgend "LTA's"). In der Folge kam es zu verschiedenen Leistungsstörungen und Ende 2019 zur Kündigung dieser LTA's durch die Beschwerdeführerinnen. Die beiden LTA's enthalten in Artikel 14.2 je eine Schiedsklausel für Streitigkeiten betreffend diese Verträge (einschliesslich ausservertraglicher Ansprüche) zugunsten eines Einzelschiedsgerichts mit Sitz in Genf gemäss den ICC Rules of Arbitration.