Citation: 5F_23/2021 E. 3.2

3.2. Die Gesuchstellerin beklagt sich darüber, dass sie vom Bundesgericht im Urteil 5A_544/2021 auf ungewöhnliche, geradezu lehrmeisterliche Art und Weise mit fragwürdigen Formulierungen richtiggehend zurechtgeweisen werde. Sie zitiert Passagen aus den bundesgerichtlichen Erwägungen, in denen sich das Bundesgericht ihrer Meinung nach im Ton vergreift (z.B. "Die Beschwerdeführerin pocht darauf,...", "Die weitschweifigen Erörterungen der Beschwerdeführerin...", "Bei aller Beharrlichkeit, mit der sie sich an ihre Lesart der Vertragsklausel klammert,...", "Auch die weiteren Beanstandungen sind zum Scheitern verurteilt."), und beteuert, dass ihre Beschwerde sachlich gehalten und auch vom Umfang her angemessen sei. Die Formulierungen, mit herabsetzender Wirkung und aufgrund der Internetpublikation für jedermann einsehbar, brächten eine ihr gegenüber durchwegs grundlos negative geprägte Haltung des Bundesgerichts zum Ausdruck, was eine unvoreingenommene Herangehensweise und Beurteilung offensichtlich erschwere und daher offenkundig den Anschein der Befangenheit und Voreingenommenheit erwecke. Im Zusammenhang mit der vom Gesuchsgegner vorgelegten Vollmachtsurkunde, welche die Steuer- und Gebührentragung durch denselben nicht enthalte (vgl. E. 2.2), stelle das Bundesgericht ausserdem unsubstanziiert und einseitig auf die Vorbringen des Gesuchsgegners ab. Das sei eine unzulässige Entscheidfindung zu dessen Gunsten und begründe eine Befangenheit im Sinne von Art. 121 Bst. a BGG.