Citation: 7B_484/2023 E. 2.2.1

2.2.1. Die Beschwerdeführerin schildert folgenden - vom Zwangsmassnahmengericht nicht bestrittenen - Verfahrensgang: Im seit dem 10. Februar 2020 rechtshängigen Verfahren KZM 20 168 wurde die zwischenzeitliche Sistierung am 10. August 2020 aufgehoben. Auf Antrag der Beschwerdeführerin vom 21. August 2020 und nach Eingaben der Parteien (inkl. Stellungnahmen, Replik und Dupliken bis zum 12. April 2021) erfolgte am 5. November 2021 ein Teilentscheid, in dessen Rahmen über einen lediglich geringfügigen Teil der gesiegelten Daten entschieden wurde. Gleichzeitig verfügte das Zwangsmassnahmengericht der Bundeskriminalpolizei den Auftrag der technischen Unterstützung zur Entsiegelung. Am 30. Dezember 2021 erfolgte zudem eine Ergänzung zum Teilentscheid vom 5. November 2021. Darauffolgend erliess das Zwangsmassnahmengericht am 19. Januar 2022 eine Verfügung, im Rahmen welcher das Verfahren in Bezug auf ein Asservat abgeschrieben wurde und in welcher der Bundeskriminalpolizei für die Unterstützung bei der Triage weitere Aufträge mit Frist bis zum 10. Februar 2022 erteilt wurden. Im seit dem 2. März 2020 rechtshängigen Verfahren KZM 20 261 wurde die zwischenzeitliche Sistierung ebenfalls am 10. August 2020 aufgehoben. Im August und September 2020 hiess das Zwangsmassnahmengericht die darauffolgenden Akteneinsichtsgesuche betreffend Einsicht in die forensischen Kopien der Daten der beschlagnahmten Telefone teilweise gut. Am 9. September 2020 wurde die Bundeskriminalpolizei mit der Aufarbeitung der Daten und der Kontaktaufnahme mit den Rechtsanwälten betreffend Einsichtnahme beauftragt. Darauffolgend wurde die Zustellung der forensischen Kopien der jeweiligen Telefondaten am 9. Oktober 2020 verfügt. Die Eingabefrist zur Stellungnahme zum Entsiegelungsgesuch wurde auf Antrag der Parteien sukzessive bis am 16. Dezember 2020 erstreckt, wobei die Stellungnahmen der Beschwerdeführerin vom Zwangsmassnahmengericht nicht direkt zugestellt wurden. Erst am 19. Januar 2022 - 13 Monate später - erliess das Zwangsmassnahmengericht eine Verfügung, in welcher der Bundeskriminalpolizei für die technische Unterstützung bei der Triage weitere Aufträge mit Frist bis zum 10. Februar 2022 erteilt wurden. Im seit dem 22. Oktober 2020 rechtshängigen Verfahren KZM 20 1211 wurde am 23. Oktober 2020 an die Bundeskriminalpolizei verfügt, sie solle die technische Aufbereitung der Asservate vornehmen, welche in der Folge am 24. November 2020 beim Zwangsmassnahmengericht eingingen. Am 1. Februar 2021 ging die Stellungnahme der Gesuchsgegnerin beim Zwangsmassnahmengericht ein, am 5. März 2021 folgte die Replik der Beschwerdeführerin. Die Duplik der Gesuchsgegnerin, deren Frist bis zum 12. Mai 2021 erstreckt worden war, wurde der Beschwerdeführerin vom Zwangsmassnahmengericht nicht direkt zugestellt. Erst am 19. Januar 2022 - acht Monate später - erliess das Zwangsmassnahmengericht eine Verfügung, in welcher der Bundeskriminalpolizei für die technische Unterstützung bei der Triage weitere Aufträge mit Frist bis 10. Februar 2022 erteilt wurden.