Citation: 6B_1133/2019 E. 1.3.3

1.3.3. Verfahrenshandlungen, die vor Inkrafttreten der eidgenössischen Strafprozessordnung angeordnet oder durchgeführt worden sind, behalten ihre Gültigkeit (vgl. Art. 448 Abs. 2 StPO). Diese Regel steht unter dem Vorbehalt, dass die verfassungs- und konventionsrechtlichen Mindestgarantien hinsichtlich des Anspruchs auf Konfrontation nach Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 32 Abs. 2 BV und Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK eingehalten worden sind. Die erhöhten Anforderungen an Konfrontationseinvernahmen (vgl. vorstehend Ziff. 1.3.2) hat das Bundesgericht auch auf einen Fall angewendet, in dem die massgebenden Befragungen vor Inkrafttreten der eidgenössischen Strafprozessordnung bzw. das Urteil danach erfolgte (vgl. Urteil 6B_369/2013 vom 31. Oktober 2013 E. 2.3.3).