Citation: 6B_510/2022 E. 2.4

2.4. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass er C.________ durch das Austauschenlassen der Schlösser den Zugang zur (ihrigen) Wohnung zwischen dem 27. Oktober und dem 15. November 2018 verunmöglicht hat. Die Vorinstanz qualifiziert dies korrekt als eine Überschreitung des üblicherweise geduldeten Masses einer Beschränkung der Handlungsfreiheit im Sinne von Art. 181 StGB. Dies wird vom Beschwerdeführer - zu Recht - nicht in Frage gestellt. Soweit er C.________ weiterhin nicht als rechtmässige Mieterin der Wohnung ansieht (und anführt, dem Auswechseln der Schlösser sei aufgrund ihrer fehlenden Mietereigenschaft nichts entgegengestanden und er auch kein Exmissionsverfahren gegen sie hätte anstrengen können), entfernt er sich vom für das Bundesgericht verbindlichen Sachverhalt (vgl. Art. 105 Abs. 1 BGG); darauf ist nicht weiter einzugehen. Gleiches gilt für sein Vorbringen, er sei sich der Unrechtmässigkeit seines Vorgehens nicht bewusst gewesen bzw. von der Zulässigkeit seines Vorgehens ausgegangen, womit er sich in einem Irrtum befunden habe. Wie die Vorinstanz aufgrund von WhatsApp-Nachrichten zwischen dem Beschwerdeführer und dem von ihm beauftragten Handwerker D.________ sel. feststellt, war sich der Beschwerdeführer über die fehlende Rechtmässigkeit seines Handelns im Klaren gewesen, zumal er Eigentümer mehrerer Liegenschaften sei und während des gesamten Verfahrens seine mietrechtlichen Kenntnisse betont habe. Der Beschwerdeführer behauptet nicht, die Vorinstanz sei in dieser Hinsicht der Willkür verfallen und tut dies auch nicht dar. Da die Vorinstanz das Vorliegen eines Irrtums verneint, hatte sie folglich auch nicht weiter auszuführen, was die Rechtsfolgen eines (vermeidbaren) Irrtums gewesen wären. Insofern stösst die hierzu vom Beschwerdeführer erhobene Rüge der Gehörsverletzung ins Leere. Aus dem vorgenannten Grund ist der Beschwerdeführer ebensowenig zu hören, wenn er sodann behauptet, durch sein Handeln habe er bloss sein Eigentum zu schützen beabsichtigt. Ohnehin substanziiert er nicht hinlänglich, inwiefern sein Eigentum durch angebliche Dritte oder durch das vertragswidrige Halten eines Hundes durch C.________ unmittelbar gefährdet gewesen sei und dies ein sofortiges Auswechseln der Schlösser erforderlich gemacht haben soll. Was der Beschwerdeführer schliesslich aus dem Umstand, dass C.________ trotz hängigen Schlichtungsverfahrens betreffend die hier zugrunde liegende Mietstreitigkeit (später) eine Strafanzeige gegen ihn eingereicht habe, für das vorliegende Strafverfahren ableiten will, ist nicht nachvollziehbar. Soweit er darin ein rechtsmissbräuchliches Verhalten erkennen will, würde eine Anzeige eines von Amtes wegen zu verfolgenden Deliktes wie der Nötigung dadurch nicht unbeachtlich (vgl. BGE 108 IV 133 E. 3a). Aufgrund des Gesagten verletzt die Vorinstanz kein Bundesrecht, wenn sie den Tatbestand der Nötigung als erfüllt erachtet.