Citation: 2C_370/2024 E. 2.3

2.3. Dem angefochtenen Urteil kann entnommen werden, dass die strittige, gestützt auf Art. 31 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes vom 20. Juni 1997 über Waffen, Waffenzubehör und Munition (Waffengesetz, WG; SR 514.54) verfügte Beschlagnahmung der Schusswaffen bis zum Entscheid über eine allfällige definitive Einziehung angeordnet wurde. Die Massnahme diene dazu, beim Vorliegen eines Gefährdungspotenzial präventiv einzugreifen und daraufhin im Rahmen der Einziehung die Umstände genauer abzuklären. Daraus kann geschlossen werden, dass die Beschlagnahmung lediglich provisorisch, im Hinblick auf eine spätere definitive Einziehung der Schusswaffen, erfolgt ist. Entscheide mit provisorischem Charakter, die eine rechtliche Frage so lange regeln, bis über sie in einem späteren Hauptentscheid definitiv entschieden wird, stellen in der Regel vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG dar (vgl. Urteile 1C_434/2023 vom 4. Juni 2024 E. 2.4, zur Publ. vorgesehen; 2C_992/2022 vom 5. Juni 2024 E. 2.1 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil 2C_798/2021 vom 11. Mai 2022 E. 1.2). Vor dem Hintergrund, dass die Beschlagnahmung nur für die Dauer des Verfahrens betreffend die definitive Einziehung der Waffen angeordnet wurde, ist grundsätzlich davon auszugehen, dass es sich beim angefochtenen Urteil um einen Entscheid über vorsorgliche Massnahmen handelt. Dafür spricht auch der Umstand, dass in der Verfügung des Statthalteramts vom 8. März 2023 festgehalten wurde, dass der Beschwerdeführer gestützt auf ein ärztliches Waffentauglichkeitsgutachten innert sechs Monaten die Rückgabe der Waffen beantragen könne und dass über die Kosten der Beschlagnahmung erst mit dem Endentscheid entschieden werde.