Citation: 9C_84/2019 E. 6.3

6.3. Als technischer Zins wird der für die Diskontierung der künftigen Leistungen und Beiträge angewendete Zinssatz bezeichnet (THOMAS GÄCHTER/MAYA GECKELER HUNZIKER, in: Handkommentar zum BVG und FZG, Schneider/Geiser/Gächter [Hrsg.], 2010, N. 15 zu Art. 26 FZG, Fachwörterbuch für die berufliche Vorsorge, 3. Aufl. 2015, S. 167). Der technische Zins, für welchen in Art. 8 FZV ein Rahmen festgelegt wurde (in der bis 31. Dezember 2012 geltenden Fassung: 3.5-4.5 %; in der seither geltenden Fassung: 2.5-4.5 %), ist eine auf Annahmen beruhende rechnerische Grösse, mit der sich die künftigen Verpflichtungen bestimmen lassen. Eine Überprüfung der adäquaten Höhe ist erst im Nachhinein aufgrund der erzielten Kapitalerträge möglich (JÜRG WALTER/BENNO AMBROSINI, Technischer Zinssatz und Fachrichtlinie FRP 4, in: Schweizer Treuhänder 2011 S. 345 ff., insbesondere S. 345). Der technische Zinssatz beeinflusst unter anderem in Beitragsprimatplänen den Umwandlungssatz sowie die Risikobeiträge und in Leistungsprimatplänen die Austrittsleistungen, Einkaufssummen und Beiträge. Er unterscheidet sich damit vom Zinssatz, mit dem die Altersguthaben (gemäss dem Beschluss des obersten Organs der Vorsorgeeinrichtung) effektiv verzinst werden (JÜRG WALTER/DOMINIQUE KOCH, Technischer Zinssatz bei autonomen Pensionskassen, in: Schweizer Treuhänder 2005 S. 1017 ff., insbesondere S. 1017; WALTER/AMBROSINI, a.a.O., S. 346).