Citation: 2C_822/2016 E. A

A.a. B.A.________ (geb. 1961) ist kosovarischer Staatsangehöriger. Er arbeitete ab 1987 als Saisonnier in der Schweiz; von 1993 an hielt er sich dauerhaft im Land auf. Im Jahr 1997 zog seine kosovarische Gattin A.A.________ (geb. 1962) mit ihren sechs Kindern (geb. zwischen 1985 und 1995) im Familiennachzug zu ihm. A.b. Am 12. Februar 2013 (begründet am 24. Juni 2013) sprach das Regionalgericht Oberland des Kantons Bern A.A.________ des versuchten gewerbsmässigen Betrugs zu Lasten der Invalidenversicherung (IV) und des gewerbsmässigen Betrugs zu Lasten der Einwohnergemeinde U.________, Sozialdienste, gemeinsam begangen mit ihrem Ehemann, für schuldig und verurteilte sie zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten bei einer Probezeit von zwei Jahren. A.c. Ihr bereits früher straffällig gewordener Gatte wurde zu einem Freiheitsentzug von 36 Monaten verurteilt, wovon 12 Monate unbedingt. Er wurde nach einem Fluchtversuch von Albanien an die Schweiz ausgeliefert. Das Ehepaar und eine ihrer Töchter hatten von Mai 2005 bis März 2009 nach ursprünglich bestehenden Kniebeschwerden eine weitere Arbeitsunfähigkeit von B.A.________ simuliert, indem sie der Invalidenversicherung, der Sozialhilfe und verschiedenen Ärzten gegenüber vorgaben, dieser sei nach einem Hirnschlag gelähmt, völlig apathisch, mutistisch, nicht ansprechbar, der Sprache nicht mächtig und umfassend pflegebedürftig. Die ärztlichen Beurteilungen und Observationen seitens der Behörden ergaben, dass dies nicht der Fall war. A.d. Die missbräuchlich bezogenen Sozialhilfeleistungen beliefen sich auf Fr. 235'640.85; hinsichtlich des versuchten Betrugs zum Nachteil der IV-Stelle berechnete das Regionalgericht Oberland einen potentiellen Deliktsbetrag von rund Fr. 652'924.--.