Citation: 4A_598/2012 E. 5.6

5.6. Die Beschwerdeführer werfen der Vorinstanz vor, ignoriert zu haben, dass sie den Rahmenvertrag nicht wegen entgangener Zusatzaufträge und den damit verbundenen finanziellen Einbussen beendet hätten, sondern weil die Ausschliesslichkeitsklausel und damit ihre Urheberrechte trotz Abmahnungen mehrfach verletzt worden seien, was die Fortführung des Vertragsverhältnisses für sie schliesslich unzumutbar gemacht habe. Die Vorinstanz hätte daher diesen Umstand und nicht die finanziellen Nachteile auf ihrer Seite bei der Interessenabwägung in die Waagschale werfen müssen. Auch sei auf Seiten der Beschwerdeführer der Imageverlust nicht berücksichtigt worden. Schliesslich hätte der Abwägung der gegenseitigen finanziellen Interessen die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Parteien zugrunde gelegt werden müssen. Dem ist entgegenzuhalten, dass die Beschwerdeführer mit Abschluss des Rahmenvertrags die Urheberrechte an den Figuren mit ihrer Entstehung (resolutiv bedingt) umfassend auf die Nebenintervenientin übertragen haben (Ziffer 18 des Rahmenvertrags). Waren sie aber während der Dauer des Vertrags nicht mehr Inhaber der Urheberrechte, können sie die behauptete Unzumutbarkeit der Fortsetzung des Rahmenvertrags nicht mit der Verletzung ihrer Urheberrechte begründen. Die Vorinstanz berücksichtigte daher bei der Interessenabwägung auf Seiten der Beschwerdeführer zu Recht nicht die angeblichen Verletzungen von Urheberrechten, sondern die Verletzungen der vertraglichen Ausschliesslichkeitsklausel. Was sodann den angeblich durch die vertragswidrigen Illustrationen und dilettantischen Veränderungen verursachten Imageverlust anbelangt, konnte die Vorinstanz einen solchen auf Seiten der Beschwerdeführer nicht feststellen und warf ihn demnach folgerichtig nicht in die Waagschale. Schliesslich übergehen die Beschwerdeführer mit ihrer Forderung, die involvierten finanziellen Interessen müssten in Relation zur unterschiedlichen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Parteien gewichtet werden, dass die Vorinstanz dem finanziellen Interesse der Beschwerdeführer von geschätzten Fr. 100'000.-- nicht einzig ein viel grösseres absolutes finanzielles Interesse der Beschwerdegegnerin gegenüberstellte. Vielmehr anerkannte sie, dass für die Beschwerdegegnerin das Interesse an der Fortsetzung ihres breit und langfristig angelegten Kinderprogramms "Y.________" auf dem Spiel stand. Sie wies insbesondere auf den absehbaren Zeit- und Imageverlust bei vorzeitiger Beendigung des Rahmenvertrags hin. Unter diesem Aspekt ist es nicht willkürlich, wenn die Vorinstanz die der Beschwerdegegnerin bei einer vorzeitigen Vertragsauflösung drohenden Nachteile erheblich stärker gewichtete als das Interesse der Beschwerdeführer, den Rahmenvertrag wegen entgangener Zusatzaufträge von rund Fr. 100'000.-- vorzeitig zu beenden.