Citation: 5P.450/2001 30.01.2002 E. 1

1.- a) Mit Urteil vom 30. November 1999 erkannte der Appellationshof (II. Zivilkammer) des Kantons Bern, dass die Einwohnergemeinde Z.________ verpflichtet werde, der X.________ AG (im Folgenden: X.________) Fr. 406'588. 60 zu bezahlen, und dass die Klage, soweit sie weiter gehe, abgewiesen werde (Dispositiv-Ziffer 1). Die auf insgesamt Fr. 256'804. 70 festgesetzten Gerichtskosten wurden zu einem Fünftel der X.________ und zu vier Fünfteln der Einwohnergemeinde Z.________ auferlegt (Dispositiv-Ziffer 2). Ferner wurde diese dazu verurteilt, der X.________ - unter Wettschlagung der übrigen Parteikosten - einen Parteikostenbeitrag von Fr. 80'000.-- zu zahlen (Dispositiv-Ziffer 3), die Kosten der vorsorglichen Beweisführung im Betrag von Fr. 60'889. 10 zu ersetzen und den für die vorsorgliche Beweisführung erhaltenen Parteikostenvorschuss von Fr. 2'500.-- zurückzuerstatten (Dispositiv-Ziffer 4). Die von der Einwohnergemeinde Z.________ gegen das Urteil vom 30. November 1999 erhobene staatsrechtliche Beschwerde hiess die erkennende Abteilung am 4. April 2001 teilweise gut, soweit sie darauf eintrat, und hob die Dispositiv-Ziffern 2 bis 4 auf. Sie hielt dabei fest, dass die X.________ zu 38 % unterlegen sei und zu 62 % obsiegt habe. Indem der Appellationshof die Gerichts- und Parteikosten ohne besondere Begründung im Verhältnis 20 % zu 80 % verteilt habe, habe er seinen Ermessensspielraum verletzt und gegen das Willkürverbot verstossen. b) Im Hinblick auf die Neubeurteilung der Kostenregelung holte der Appellationshof in der Folge bei den Parteien Stellungnahmen ein. Die Einwohnergemeinde Z.________ ersuchte am 30. Juli 2001 darum, die Kosten so zu verlegen, wie es - bei einem Streitwert von einer Million Franken - ihrem Obsiegen zu 80 % entspreche. Mit Eingabe vom 14. August 2001 beantragte die X.________, die Gerichtskosten ihr zu einem Drittel und der Einwohnergemeinde Z.________ zu zwei Dritteln aufzuerlegen und diese zu verurteilen, ihr einen Parteikostenbeitrag von Fr. 80'000.-- zu zahlen; ferner sei die Einwohnergemeinde Z.________ zu verpflichten, die Gerichtskosten der vorsorglichen Beweisführung (Fr. 60'899. 10) zu ersetzen und ihr den für die vorsorgliche Beweisführung erhaltenen Parteikostenvorschuss von Fr. 2'500.-- zurückzuerstatten. Am 5. November 2001 fällte der Appellationshof (II. Zivilkammer) einen neuen Entscheid und erkannte: "1. Die Gerichtskosten, bestimmt auf total Fr. 256'804. 70 (Gerichtsgebühr Fr. 60'000.--, Taggelder Fr. 144.--, und Beweiskosten Fr. 196'660. 70), werden zu einem Drittel, ausmachend Fr. 85'601. 55, der Klägerin [d.h. X.________] bzw. zu zwei Dritteln, ausmachend Fr. 171'203. 15, der Beklagten [d.h. Einwohnergemeinde Z.________] auferlegt. Sie werden zu Fr. 85'000.-- dem Vorschuss der Klägerin und zu Fr. 171'804. 70 dem Vorschuss der Beklagten entnommen. Die Klägerin wird verurteilt, der Beklagten Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 601. 55 zu ersetzen.