Citation: 6B_1001/2008 25.03.2009 E. 2.2

2.2.1 Der Beschwerdeführer rügt weiter, das Gutachten der kriminaltechnischen Abteilung der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt vom 11. Juni 2008 sei offensichtlich fehlerhaft und beruhe auf einer willkürlichen Sachverhaltsfeststellung. Der Gutachter habe der Berechnung des Auftreffwinkels eine falsche Schussdistanz zugrunde gelegt, indem er nicht berücksichtigt habe, dass sich die Laufmündung nicht auf der Höhe der Eingangstüre, sondern einen Meter davon entfernt befunden habe. Unter Berücksichtigung des ausgestreckten Arms des Beschwerdeführers sei nicht von einer Schussdistanz von 283 bzw. 375 cm sondern von höchstens 183 bzw. 275 cm auszugehen. Dies führe zu einem Schusswinkel von mindestens 30° und damit zum Ausschluss einer Lebensgefahr auch bei Verwendung von Vollmantelmunition. 2.2.2 Zur Frage der möglichen Konsequenzen der Schussabgabe stützt sich die Vorinstanz auf das Gutachten der kriminaltechnischen Abteilung der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt vom 11. Juni 2008 ab (act. 1806 f.). Danach besteht bei der vom Beschwerdeführer verwendeten Hohlspitzmunition erst ab einem Auftreffwinkel von 15% oder weniger die Gefahr lebensgefährlicher Abpraller. Der Aufprallwinkel der Geschosse habe im konkreten Fall 22° bzw. 29° betragen. Die kinetische Energie sei nach dem Zersplittern der verwendeten Geschosse sehr klein, wodurch die Geschosssplitter nur noch ein geringes Verletzungspotential hätten. Lebensgefährliche Verletzungen seien mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auszuschliessen. Hätte der Beschwerdeführer hingegen Vollmantelgeschosse verwendet, so hätte bei der weiter entfernten Schussabgabe aus der Distanz von 375 cm mit potentiell lebensgefährlichen Abprallern gerechnet werden müssen (angefochtenes Urteil S. 13). 2.2.3 Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers ist es nicht willkürlich, dass das Gutachten bei der der Berechnung des Auftreffwinkels zugrunde gelegten Schussdistanz von der Körpermitte als Ausgangspunkt ausgeht und die Vorinstanz ihrem Urteil das Gutachten zur Frage des Vorliegens einer Lebensgefahr zugrunde legt. Das Gutachten führt gestützt auf die Aufzeichnungen der Überwachungskamera am Tatort aus, der Beschwerdeführer habe seinen Arm gestreckt gehalten, wovon auch der Beschwerdeführer ausgeht (Beschwerdeschrift S. 6). Es ist nicht zu beanstanden, wenn der Gutachter gestützt auf die Bilder der Überwachungskamera davon ausgeht, dass der ausgestreckte Arm und die Schussrichtung auf einer Linie liegen. Der Gutachter hat deshalb den Auftreffwinkel korrekterweise anhand der Schussdistanz von der Körpermitte bis zur Einschussstelle sowie der Schulterhöhe des Beschwerdeführers errechnet (vgl. Skizze act. 1815). Indem die Vorinstanz zur Frage des Schusswinkels auf das Gutachten abstellt und von einer "klassischen Schiessstellung" ausgeht, ist sie nicht in Willkür verfallen.