Citation: I 227/04 07.12.2004 E. 2

Gemäss Austrittsbericht der Klinik X.________ vom 16. November 2001 leidet die Beschwerdeführerin unter einem chronischen panvertebralen Schmerzsyndrom bei Status nach traumatischer Fraktur BWK12 im Oktober 1998, konservativer Therapie im Gips- und Hartschalenplastikkorsett, rezidivierendem lumbovertebralem Schmerzsyndrom, Wirbelsäulenfehlform und muskulärer Dekonditionierung, unter einer Periarthropathia genu rechts und unter einer reaktiven Depression. Zudem bestehe der Verdacht auf eine sekundäre Fibromyalgie. Aus funktionell-rheumatologischer Sicht wird eine 100 %ige Arbeitsfähigkeit für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten attestiert. Dr. med. S.________ stellt in seinem Gutachten vom 13. November 2002 die Diagnose einer leichten depressiven Episode mit somatischen Symptomen (ICD-10 F32.01) und einer psychogenen Überlagerung der nach dem Unfall erlittenen Beschwerden (ICD-10 F54). Eine aggravatorische Tendenz sei nicht zu übersehen. In der Wertung der ganzen psychischen Situation liessen sich invaliditätsrelevante, aber auch invaliditätsfremde Elemente feststellen. Die depressive Störung bewirke eine Arbeitsunfähigkeit im Umfang von 20 %. Dr. med. M.________ gibt demgegenüber an, die Beschwerdeführerin sei in ihrer Tätigkeit als Hausfrau seit anfangs 2001 zu ungefähr 33 % (Bericht vom 13. Februar 2002) bzw. seit anfangs 2002 bis auf weiteres zu 60 % (Bericht vom 31. Juli 2002) eingeschränkt. Die Arbeitsfähigkeit sei infolge eines chronischen panvertebralen Schmerzsyndroms, eines Zustandes nach BWK12-Fraktur und einer chronisch depressiven Stimmungslage reduziert; ausserdem bestehe ein Verdacht auf Fibromyalgie. Prof. Dr. med. E.________ gelangt in seinem Gutachten vom 12. August 2003 zum Schluss, die Versicherte leide seit ungefähr 1992 an einer sich progredient entwickelnden, inzwischen generalisierten weichteilrheumatischen Erkrankung, die "im Groben" die Kriterien einer Fibromyalgie erfülle. Diagnostiziert werden eine schwere, deutlich rechtsseitig betonte, langjährige und "vollständig invalidisierende" Fibromyalgie, eine Fehlform bzw. -haltung der Wirbelsäule, eine chronisch depressive Verstimmung und Übergewicht. Die Versicherte habe einen gewissen Anteil ihrer Selbstständigkeit, weniger im körperlichen, mehr im psychosozialen Bereich bereits verloren. Die Gründe für die Invalidität lägen zu einem kleineren Teil auf der psychischen, zu einem weit grösseren Teil auf der körperlichen Ebene, wobei der chronische weichteilrheumatische Schmerzzustand den Hauptbefund darstelle. Ob sich zusätzlich eine somatoforme Komponente manifestiere, müsse auf Grund einer eingehenden psychosomatischen Analyse geklärt werden.