Citation: 6B_1424/2019 E. 3.4.3

3.4.3. Die Beschwerdeführerin bestreitet sodann nicht, dass sie in der Schweiz kaum über familiäre Bindungen verfügt. Zwar lebt der Sohn eines Cousins in der Schweiz (vgl. angefochtenes Urteil Ziff. 4.1 S. 18). Aus diesem Umstand kann die Beschwerdeführerin indes nichts zu ihren Gunsten ableiten. Das durch Art. 13 BV bzw. Art. 8 EMRK geschützte Recht auf Achtung des Familienlebens ist berührt, wenn eine staatliche Entfernungs- oder Fernhaltemassnahme eine nahe, echte und tatsächlich gelebte familiäre Beziehung einer in der Schweiz gefestigt anwesenheitsberechtigten Person beeinträchtigt, ohne dass es dieser ohne Weiteres möglich bzw. zumutbar wäre, ihr Familienleben andernorts zu pflegen (BGE 144 I 266 E. 3.3 S. 272, 91 E. 4.2 S. 96; 144 II 1 E. 6.1 S. 12; Urteile 6B_396/2020 vom 11. August 2020 E. 2.4.3; 6B_177/2020 vom 2. Juli 2020 E. 2.4.3; 6B_186/2020 vom 6. Mai 2020 E. 2.3.2). Zum geschützten Familienkreis gehört in erster Linie die Kernfamilie, d.h. die Gemeinschaft der Ehegatten mit ihren minderjährigen Kindern (BGE 145 I 227 E. 5.3 S. 233; 144 II 1 E. 6.1 S. 12; Urteile 6B_396/2020 vom 11. August 2020 E. 2.4.3; 6B_177/2020 vom 2. Juli 2020 E. 2.4.3; 6B_186/2020 vom 6. Mai 2020 E. 2.3.2). Der Sohn des Cousins der Beschwerdeführerin ist nicht Teil der nach Art. 13 BV und Art. 8 EMRK geschützten Kernfamilie. Auch wurde diese familiäre Bindung von der Vorinstanz nicht als gelebte enge Beziehung qualifiziert (vgl. angefochtenes Urteil Ziff. 4.1 S. 18). Soweit die Beschwerdeführerin Gegenteiliges behauptet (vgl. Beschwerde Ziff. 7.2 S. 11 und 12), weicht sie von den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz ab, ohne dabei aber Willkür in der Sachverhaltsfeststellung oder eine Verletzung des rechtlichen Gehörs darzutun. Darauf ist nicht einzugehen. Dass der Cousin selber in der Schweiz wohnen würde (vgl. Beschwerde Ziff. 7.2 S. 12), lässt sich dem angefochtenen Urteil ebenfalls nicht entnehmen.