Citation: I 275/06 31.05.2007 E. 3

3.1 Frau Dr. med. B.________, Fachärztin für Allgemeine Medizin, diagnostizierte in ihrem Bericht vom 30. Juni 2003 mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine seit 1997 bekannte Colitis ulcerosa mit schwerem Verlauf sowie ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Nephrektomie links im März 2003. In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Packerin in einer Bäckerei sei die Versicherte seit 29. Oktober 2001 bis auf weiteres voll arbeitsunfähig. Die Colitis habe immer wieder schwere Schübe verursacht. Am 29. Oktober 2001 habe die Versicherte deshalb hospitalisiert werden müssen. Seither sei sie nicht mehr arbeitsfähig. Im weiteren Verlauf seien unklare Beinschmerzen, chronische Müdigkeit und häufig Kopfschmerzen aufgetreten. Es gebe keine aktuelle Koloskopie, da dies vom Gastroenterologen nicht als nötig erachtet worden sei. Die Versicherte sei physisch und psychisch stark geschwächt. Bei physischen oder psychischen Belastungen komme es immer wieder zu Schüben der Colitis ulcerosa. Die Nephrektomie habe sie zusätzlich geschwächt. Die Patientin könne nicht lange stehen und keine schweren Lasten tragen. Die bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. Da sie bereits bei den täglichen Verrichtungen im Haushalt überfordert und auf weitgehende Hilfe des Ehemannes angewiesen sei, sei keine andere Tätigkeit zumutbar. Eine vermehrte Belastung bewirke zudem vermehrte Symptome der Colitis. 3.2 Im Gutachten des Instituts Z.________ vom 24. Juni 2004 wurde mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine Colitis ulcerosa (ICD-10: K 51.0) und eine Anpassungsstörung (ICD-10: F 43.23) bei Colitis ulcerosa und Status nach Nephrektomie links diagnostiziert. Da in Verweistätigkeiten keine höhere Arbeitsfähigkeit als im angestammten Bereich zu erwarten sei, werde die medizinisch-theoretische Arbeitsfähgikeit zusammenfassend beurteilt. Von den internistischen Problemen beeinflusse nur die Colitis die Arbeitsfähigkeit. Aktuell bestehe nur eine leichte und erst noch unbehandelte Eisenmangelanämie. Die Versicherte habe sich gegenüber dem Gastroenterologen und bei der allgemeinen Befundaufnahme nicht einheitlich über Behandlung und Frequenz der Colitis geäussert. Sofern ihre Angaben stimmen würden, bestehe aus gastroenterologischer Sicht eine Einschränkung von 10 bis 20 %. Die Therapie werde von der Versicherten wohl nicht optimal durchgeführt, wäre noch verbesserbar, so auch die Schubfrequenz. Es bestehe unter Einbezug sämtlicher Einschränkungen, sowohl der täglichen Leistungseinschränkung als auch über die Zeit gemittelten Einschränkungen, eine maximale Einschränkung von 30 % der Leistungsfähigkeit, sämtliche Bereiche miteinbezogen. 3.3 Auf Nachfrage der IV-Stelle äusserte sich Frau Dr. med. B.________ am 18. November 2004 zur Osteoporose und den Rückenschmerzen. Wegen der andauernden Kortisontherapie sei am 6. August 2004 im Inselspital eine Knochendensitometrie durchgeführt worden. Dabei habe sich eine Osteoporose im Bereich der LWS und eine Osteopenie des Schenkelhalses und der Tibiaepiphyse ergeben. Seit August 2004 klage die Versicherte über thorakale Rückenschmerzen. Eine physiotherapeutische Behandlung habe kurzfristig eine Besserung gebracht. Radiologisch habe man eine leichtgradige Skoliose der BWS und degenerative Veränderungen vor allem im Bereich der mittleren BWS festgestellt. Eine Prognose sei im Moment nicht möglich und sie könne sich auch nicht zur Arbeitsfähigkeit äussern. Eine Abklärung durch einen IV-Arzt sei allenfalls sinnvoll.