Citation: 5A_682/2022 E. 6.2.1

6.2.1. Darüber hinaus kritisiert er, die Vorinstanz lasse offen, ob die vom behördlichen Gutachter festgestellte Reifungsstörung als psychische Störung im Sinne von Art. 390 ZGB zu qualifizieren sei. Die Vorinstanz versuche diese Lücke zu schliessen, indem sie auf das behördliche Gutachten abstütze und von einer schweren emotionalen Abhängigkeit ausgehe, was für sich bereits als Schwächezustand zu werten sei. Die Vorinstanz begründe abweichend von der Diagnose des behördlichen Gutachtens einen Schwächezustand, wobei sie sich auf eine Literaturquelle zu Art. 390 ZGB abstütze. Dies vermöge keinen Schwächezustand des Beschwerdeführers zu attestieren.