Citation: I 156/00 04.09.2001 E. 3

3.- Anhand eines Einkommensvergleichs gestützt auf die Oktoberlohnerhebung 1993 des damaligen Bundesamtes für Industrie, Gewerbe und Arbeit hat die Vorinstanz sodann ab August 1993 einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von weniger als 50 % ermittelt. Während der Beschwerdeführer die vorgenommene Berechnungsweise an sich nicht beanstandet, vertritt er die Auffassung, für ungelernte Hilfskräfte mit derart weitgehenden körperlichen Einschränkungen, wie sie bei ihm vorlägen, bestehe auf dem modernen Arbeitsmarkt keine Einsatzmöglichkeit mehr. Diesbezüglich ist ihm entgegenzuhalten, dass für die Invaliditätsbemessung nach Art. 28 Abs. 2 IVG massgebend ist, inwiefern sich das der versicherten Person verbliebene Leistungsvermögen auf dem für sie in Frage kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt wirtschaftlich verwerten lässt. Die Verwaltung hat den Beschwerdeführer auf Tätigkeiten wie Portier, Tankwart und Fabrikarbeiten verwiesen (vgl. auch Stellungnahme von Dr. med. I.________ vom 27. Dezember 1995), bei denen davon ausgegangen werden kann, dass es auch wechselbelastende Tätigkeiten gibt, und dadurch die ihm offen stehenden Arbeitsgelegenheiten konkretisiert. Beispiele weiterer zumutbarer Tätigkeiten werden im Bericht der Regionalstelle für Berufliche Eingliederung vom 11. Dezember 1992 (Metallverarbeitung/Kleingerätemonteur), im Bericht des Dr. med. B.________ vom 20. Januar 1993 (Überwachungsarbeiten, Portiertätigkeit, Lagerist, Büroarbeiten, Archivarbeiten) und im Vorbescheid der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 12. Januar 1995 (Montage-, Überwachungs-, Stanz- und Kontrollarbeiten) bezeichnet. Ausserdem ist aus der ärztlichen Umschreibung der Anforderungen an dem Versicherten zumutbaren Erwerbsmöglichkeiten zu schliessen, dass dieser trotz der attestierten Einschränkungen noch über eine beträchtliche Restarbeitsfähigkeit verfügt, deren zumutbare Verwertbarkeit auf dem Arbeitsmarkt auch ohne ergänzende Abklärungen bejaht werden darf (SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 4a). Praxisgemäss sind an die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten nicht übermässige Anforderungen zu stellen; vielmehr hat die Sachverhaltsabklärung nur so weit zu gehen, dass im Einzelfall eine zuverlässige Ermittlung des Invaliditätsgrades gewährleistet ist (AHI 1998 S. 290 f.), was vorliegend zutrifft. Bei den genannten Tätigkeitsfeldern sind Arbeitsstellen, die die erforderlichen leichteren Beschäftigungen anbieten, nicht bloss theoretischer Natur und im als ausgeglichen unterstellten Arbeitsmarkt durchaus verbreitet. Aus dem theoretischen und abstrakten Begriff des Arbeitsmarktes (BGE 110 V 276 Erw. 4b; ZAK 1991 S. 320 Erw. 3b) folgt, dass für die Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen ist, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen tatsächlich vermittelt werden kann, sondern einzig darauf, ob und in welchem Rahmen sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (AHI 1998 S. 291). Das restliche erwerbliche Leistungsvermögen hat sich somit in einem fiktiven Arbeitsmarkt zu bewähren, der definitionsgemäss unter anderem konjunkturell ausgeglichen ist. Da dem Versicherten grundsätzlich alle wechselbelastenden Tätigkeiten (ohne Tragen grösserer Gewichte) zumutbar sind, er aber nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, sind Verwaltung und Vorinstanz zur Bemessung des Invalideneinkommens zu Recht von statistischen Tabellenlöhnen ausgegangen (BGE 126 V 76 Erw. 3b/bb).