Citation: 2C_644/2022 E. 7.2.1

7.2.1. Bereits aufgrund der langen Dauer der gegenüber dem Beschwerdeführer in Österreich ausgesprochenen Freiheitsstrafe ist ohne Weiteres von einem erheblichen Verschulden des Beschwerdeführers auszugehen, selbst unter der Annahme, dass Österreich die beurteilten Delikte strenger bestrafe als die Schweiz (vgl. Urteil 2C_819/2021 vom 12. Mai 2022 E. 5.2.1). In Bezug auf den Tatvorgang ist dem vorinstanzlichen Urteil zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer (zusammen mit einem Mittäter) sein Opfer mit vorgehaltener Pistole mit dem Tod sowie Schlägen bedroht habe, um einen Dritten zur Übergabe von 15'000 Euro zu nötigen. Das Opfer sei während Stunden seiner Freiheit beraubt worden (angefochtener Entscheid E. 4). Das österreichische Oberlandesgericht Innsbruck hatte das Strafurteil am 10. November 2010 unter Verweis auf die Brutalität sowie das stundenlange Wiederholen von Todesdrohungen bestätigt. Es wertete die Taten als schwerwiegender einschlägiger und neuerlicher Rückfall, da der Beschwerdeführer bereits zuvor mehrfach, teils schwerwiegend straffällig wurde: 2004 (Betrug); 2004, 2005 und 2006 (Körperverletzung); 2006 (Diebstahl, schwerer Diebstahl, gewerbsmässiger Diebstahl); 2007 (schwere Körperverletzung). Es mag zutreffen, dass die Verurteilung vom 9. April 2010 zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren bereits länger zurück liegt. Doch hat der Beschwerdeführer aufgrund seiner schweren Delinquenz wiederholt hochwertige Rechtsgüter wie die körperliche Integrität und Fortbewegungsfreiheit verletzt, womit selbst ein geringes Restrisiko weiterer Delinquenz nicht in Kauf genommen werden muss (vorstehende E. 6.4).