Citation: 2C_509/2022 E. 2.3.3

2.3.3. Die Gegenausnahme in Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG bezieht sich - nach ihrem klaren Wortlaut - ausschliesslich auf Bewilligungen (und verweist damit auf die in Art. 32 ff. AIG genannten Bewilligungskategorien). So ist auch die in der Doktrin vertretene Auffassung zu verstehen, dass die Ausnahmebestimmung in Art. 83 lit. c Ziff. 1 BGG dann nicht zur Anwendung kommt, wenn es der Sache nach um einen Rechtsanspruch auf einen bewilligungsrechtlichen Aufenthalt in der Schweiz geht (HÄBERLI, a.a.O., N. 55 zu Art. 83 BGG). In diesen Fällen richtet sich die Zulässigkeit der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG, da die Einreise vom Bewilligungsanspruch miterfasst wird (vgl. Urteil 2C_962/2013 vom 13. Februar 2015 E. 1.3; in diesem Sinne auch die Urteile 2C_60/2021 vom 8. Juni 2021 E. 1; 2C_1085/2016 vom 9. März 2017 E. 1.2; 2C_134/2016 vom 4. April 2016 E. 2.1). Weil das vorliegende Verfahren nur die Einreise - und eben keine allenfalls auf einen Anspruch abgestützte Aufenthaltsbewilligung; entsprechende Gesuche des Beschwerdeführers wurden bereits rechtskräftig abgewiesen - betrifft, kommt die Ausnahmeregelung von Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG nicht zur Anwendung. Stattdessen ist für die Eintretensfrage ausschliesslich Art. 83 lit. c Ziff. 1 BGG zu berücksichtigen.