Citation: 9C_596/2017 E. A

Der 1988 geborene A.________ leidet seit Geburt an einer geistigen Behinderung. Die Invalidenversicherung richtet ihm insbesondere eine Entschädigung für leichte Hilflosigkeit aus. Der Versicherte lebt selbständig und bezieht dabei Leistungen der Pro Infirmis für "begleitetes Wohnen". Bis Ende Januar 2016 vergütete die Ausgleichskasse des Kantons Bern (nachfolgend: Ausgleichskasse) diese Leistungen im Rahmen der Ergänzungsleistungen als Krankheits- und Behinderungskosten. Am 29. September 2015 erteilte die IV-Stelle Bern A.________ Kostengutsprache für Beratung im Zusammenhang mit einem Assistenzbeitrag bis maximal Fr. 1'500.-. Mit Vorbescheid vom 30. September 2015 stellte sie ihm zudem einen Assistenzbeitrag ab Dezember 2014 in Aussicht. Gestützt darauf teilte die Ausgleichskasse dem Versicherten am 19. Oktober 2015 mit, die für das Wohnen benötigten Hilfeleistungen seien an eine Assistenzperson zu delegieren und neu über den Assistenzbeitrag der Invalidenversicherung abzurechnen; nach einer Übergangsfrist von drei Monaten - ab Februar 2016 - würden keine Leistungen der Pro Infirmis für betreutes Wohnen mehr vergütet. Mit Verfügung vom 10. November 2015 sprach die IV-Stelle A.________ einen Assistenzbeitrag an tatsächlich erbrachte Assistenzstunden von monatlich Fr. 186.00 (entsprechend 5.67 Stunden) ab 1. Dezember 2014 zu. Der Versicherte bezog die Leistungen weiterhin von der Pro Infirmis, weshalb sie nicht über den Assistenzbeitrag abgerechnet werden konnten. Wie in Aussicht gestellt, weigerte sich die Ausgleichskasse mit Verfügung vom 22. Juli 2016, die ab Februar 2016 angefallenen Kosten für das begleitete Wohnen zu vergüten. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 1. November 2016 fest.