Citation: 6B_315/2020 E. A

Der Kranführer A.________ hatte am 26. November 2013 den Auftrag, ein zirka 10 Tonnen schweres Betonelement von seinem Lagerplatz bis zur Endposition zu transportieren. Dort hätte dieses von einem grösseren auf einen kleineren Kran umgehängt werden sollen. In der Endposition stellte A.________ das Element nach den Anweisungen von C.________ horizontal, der Längsseite nach auf Kanthölzern ab. Auf Befehl hin entspannte A.________ die Ketten des Krans, die das Element bis dahin noch sicherten, woraufhin C.________ diese löste. Danach stand das Element eine nicht mehr genau eruierbare Zeit ohne Sicherung frei, bis es ohne Dritteinwirkung seitlich in Richtung Fassadenbrüstung fiel. Dabei stiess es gegen die herangestellte Hebebühne, die ihrerseits D.________ erfasste und gegen die Fassadenbrüstung drückte. Dieser erlitt ausgeprägte Verletzungen im Becken- und Unterschenkelbereich. Die Staatsanwaltschaft 3 des Kantons Luzern wirft A.________ vor, er habe das Betonelement unsachgemäss und in Verletzung der Sicherheitsbestimmungen von einem grösseren auf einen kleineren Kran umhängen wollen. Der Unfall wäre durch Sicherung des Betonelements vermeidbar gewesen. A.________ habe durch seine Ausbildung sowie Erfahrung wissen können und müssen, welche Gefahren diese Art der Lagerung mit sich bringe und wie das Element richtigerweise hätte gesichert werden müssen.