Citation: 6B_964/2018 E. 1.2.2

1.2.2. Der hievor dargestellte Sachverhalt sowie die einzelnen Handlungen des Beschwerdeführers und des Mitbeschuldigten sind unbestritten und unter Willkürgesichtspunkten nicht zu beanstanden. Hingegen erhellt daraus entgegen der Auffassung der Vorinstanz klar, dass der Angriff der Beschuldigten koordiniert erfolgte. So deckte zunächst der Beschwerdeführer den Beschwerdegegner 2 mit mehreren Schlägen ein. Als er infolge einer Abwehrhandlung des Opfers zu Boden gegangen war, kam ihm der Mitbeschuldigte augenscheinlich zu Hilfe und versetzte dem unvorbereiteten Beschwerdegegner 2 aus dem Lauf heraus einen heftigen Schlag ins Gesicht, sodass dieser zu Boden ging. Dies nutzte wiederum der Beschwerdeführer, welcher sich in der Zwischenzeit erhoben hatte, um dem Beschwerdegegner 2 den finalen, zur Bewusstlosigkeit führenden Schlag gegen den Kopf zu versetzen. Von einem unkoordinierten Gerangel, wobei jeder Beteiligte nur mit sich selbst beschäftigt war, kann keine Rede sein. Daran ändert nichts, dass der Mitbeschuldigte nach dem einen Schlag vom Opfer abliess. Vielmehr konnte er danach seine Kräfte resp. diejenigen des Kollektivs offensichtlich wiederum anderen Gegnern zuwenden, zumal sich der Beschwerdeführer erhoben hatte und seiner Unterstützung gegen den am Boden liegenden Beschwerdegegner 2 nicht mehr bedurfte. Der Tatbeitrag des Mitbeschuldigten war zudem entscheidend dafür, dass der Beschwerdeführer die Oberhand behielt und dem wehrlosen Opfer den letzten Schlag versetzen konnte. Für ein gemeinschaftliches Vorgehen der Beschuldigten sprechen schliesslich die Umstände der Auseinandersetzung. Es handelte sich demnach um zwei Gruppen, deren Mitglieder sich innerhalb der jeweiligen Gruppe kannten und die zusammen im Ausgang gewesen waren. Aus dem vom Erstgericht festgestellten und von der Vorinstanz übernommenen Sachverhalt erhellt, dass mehrere Kollegen dem Beschwerdeführer und einem weiteren Beschuldigten zu Hilfe kamen bzw. sich in deren Auseinandersetzung mit einem Mitglied der anderen Gruppe einmischten und abwechselnd auf diese Person einschlugen. Die ganze Auseinandersetzung dauerte zudem keine zwei Minuten und fand auf derart engem Raum statt, dass das gesamte Geschehen praktisch durchgehend von einer Videokamera erfasst wurde. Der in unmittelbarer Nähe zum übrigen Gerangel erfolgte Übergriff des Beschwerdeführers und des Mitbeschuldigten erscheint daher sowohl in örtlicher als auch zeitlicher Hinsicht als Teil eines einheitlichen Geschehens. In Übereinstimmung mit dem Erstgericht und der Staatsanwaltschaft sind die beiden Beschuldigten somit objektiv als Mittäter zu betrachten. Dies gilt, jedenfalls mit Bezug auf den Beschwerdeführer, auch in subjektiver Hinsicht. Er hat den heftigen Schlag des Mitbeschuldigten gegen den Beschwerdegegner 2 unbestrittenermassen mitbekommen, diesen hilflos am Boden liegen sehen und ihm trotzdem einen letzten Hieb gegen den Kopf versetzt. Damit hat er die Unterstützung des Mitbeschuldigten gebilligt, sich dessen Handlung zu eigen gemacht und sich deren Folgen anrechnen zu lassen (vgl. dazu Urteil 6B_1024/2017 vom 26. April 2018 E. 2.2 mit Hinweis). Es spielt daher keine Rolle, ob die schwere Körperverletzung auf die Handlungen des Beschwerdeführers oder auf diejenigen des Mitbeschuldigten zurückzuführen ist, sodass offen bleiben kann, ob es anlässlich des vom Mitbeschuldigten verursachten Sturz des Opfers auf den Asphalt zu einem Aufprall des Kopfes kam oder nicht. Andere mögliche Ursachen für den Schädelbruch behauptet der Beschwerdeführer nicht. Ebenso wenig bestreitet er die rechtliche Qualifikation der Verletzungen als schwer im Sinne von Art. 122 Abs. 1 StGB. Der vorinstanzliche Schuldspruch ist im Ergebnis rechtens.