Citation: 1P.422/2003 24.02.2004 E. 3

In der staatsrechtlichen Beschwerde wird eingewendet, während der Zeit des Verfahrens vom 17. April 2003 bis 19. Juni 2003 vor der Anklagekammer habe sich der Beschwerdeführer vom 5. Mai 2003 bis 2. Juni 2003 im Jugendheim Y.________ befunden, was einem Freiheitsentzug gleichkomme. Die Anklagekammer habe das Beschleunigungsgebot nach Art. 31 Abs. 4 BV missachtet, indem sie "seit dem 17. April 2003 bis 19. Juni 2003 über die Rechtmässigkeit des Freiheitsentzuges nicht entschieden" habe. Zudem habe sie diesen Entscheid rechtsmissbräuchlich hinausgezögert und damit gegen Art. 9 BV verstossen. Sodann wird eine Verletzung von Art. 10 Abs. 2 BV gerügt, weil dem Beschwerdeführer zu Unrecht die persönliche Freiheit entzogen worden sei. Der Beschwerdeführer wurde am 2. Juni 2003 aus dem Jugendheim entlassen und auf freien Fuss gesetzt. Damit ist das nach Art. 88 OG erforderliche aktuelle praktische Interesse an der Behandlung der den Freiheitsentzug betreffenden Rügen entfallen (BGE 125 I 394 E. 4a S. 397 mit Hinweisen). Die Voraussetzungen, unter denen das Bundesgericht ausnahmsweise trotz Wegfalls des aktuellen praktischen Interesses auf eine Rüge eintritt, sind hier nicht erfüllt (BGE 125 I 394 E. 4b S. 397 mit Hinweisen). Auf die oben angeführten Rügen kann daher nicht eingetreten werden.