Citation: 2C_742/2021 E. 3.3.1

3.3.1. Zunächst ist zweifelhaft, ob das Vorbringen des Beschwerdeführers überhaupt eine für den Verfahrensausgang relevante Tatsache betrifft (Art. 97 Abs. 1 BGG) und ihm nur dann eine Berufspflichtverletzung vorgeworfen werden kann, wenn die Ansprüche gegen die Verwaltungsgesellschaft von den Eigentümern "gemeinsam und als Gemeinschaft" erhoben wurden. Ebenso gut ist denkbar, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner Berufspflichten vor der Mandatsannahme zumindest zu weiteren Abklärungen verpflichtet gewesen wäre und nicht einfach auf das Wohlverhalten der Verwaltungsgesellschaft hätte vertrauen dürfen, wenn ihm bloss bekannt gewesen wäre, dass einzelne Stockwerkeigentümer Ansprüche gegenüber der Verwaltungsgesellschaft gestellt hatten. Die Frage kann hier aber offen bleiben, da die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz jedenfalls nicht offensichtlich unrichtig und keineswegs aktenwidrig, sondern durch die Akten gedeckt ist. In seiner E-Mail an den Verzeiger vom 1. November 2018, auf welche die Vorinstanz Bezug nahm, hatte der Beschwerdeführer nämlich erklärt, dass ihm bei der Mandatierung sämtliche relevanten Unterlagen, unter anderem auch das Schreiben der Gemeinschaft vom 26. April 2018 an die Verwaltungsgesellschaft, ausgehändigt worden seien und er bei der Mandatierung sogar ausdrücklich angewiesen worden sei, die Vorwürfe der Gemeinschaft gegenüber der Verwaltungsgesellschaft nicht zu prüfen. Vor diesem Hintergrund ist es jedenfalls nicht willkürlich, dass die Vorinstanz die vom Beschwerdeführer beantragte Einvernahme des Geschäftsführers der Verwaltungsgesellschaft in antizipierter Beweiswürdigung ablehnte (vgl. dazu BGE 145 I 167 E. 4.1; 144 V 361 E. 6.5 mit Hinweisen). Eine Verletzung des Rechts auf Beweis ist nicht auszumachen.