Citation: 8C_64/2019 E. 5.2.1

5.2.1. Die Beschwerdeführerin macht zunächst geltend, die Vorinstanz sei gestützt auf dieses Gutachten zu Unrecht von einer organisch nachweisbaren, unfallkausalen Schädigung des Gehirns ausgegangen. Insbesondere handle es sich um eine unzulässige Beurteilung "post hoc ergo propter hoc", wenn die neurologische Expertin der Gutachterstelle E.________, Dr. med. J.________, Fachärztin für Neurologie, ausführe, dass die erst elf Monate nach dem Unfall (im MRI vom 19. November 2013) festgestellten persistierenden strukturellen Defizite intrakraniell in Form von diffusen Scherverletzungen wegen fehlender Hinweise auf eine anderweitige Genese unfallbedingt seien. Trotz der (für sich allein betrachtet) verfänglichen Formulierung der Gutachterin kann dem nicht gefolgt werden. Denn Dr. med. J.________ legte nachvollziehbar dar, dass die Verletzungen wegen unterschiedlicher bildgebenden Methoden (initiales CT und späteres MRI) erstmals im November 2013 festgestellt wurden. Etwas anderes ergibt sich auch nicht daraus, dass der Radiologe die Verletzungen im Bericht vom 19. November 2013 lediglich als "möglicherweise posttraumatisch bedingt" bewertete. Hierzu ist mit der Vorinstanz festzuhalten, dass diese Beurteilung des Radiologen in Unkenntnis der Vorakten ergangen ist, so dass darauf nicht abgestellt werden kann. Weiter attestierten die Ärzte der Rehaklinik ebenfalls eine traumatische Hirnverletzung, und auch das Gutachten der Gutachterstelle D.________ ging von unfallkausalen strukturellen Veränderungen des Gehirns aus.