Citation: 8C_343/2021 E. 6.5

6.5. Die Beschwerdeführer erblicken sodann eine verfassungswidrige Ungleichbehandlung darin, dass für ihre beiden Pflegekinder (bis zum 20. Juni 2019 waren es drei Pflegekinder) unterschiedliche Ansätze zur Anwendung gelangen. Dabei drängt sich der Hinweis auf, dass die jeweiligen Kostengutsprachen von zwei verschiedenen Gemeinwesen - wenngleich desselben Kantons - erteilt wurden: Für das Pflegekind C.________ ist die Beschwerdegegnerin zuständig; für das andere Pflegekind die Stadt Winterthur. Die Vorinstanz hielt in diesem Zusammenhang fest, es stehe vorliegend nicht zur Beurteilung, ob die Stadt Winterthur, die den Forderungen der Beschwerdeführer in Bezug auf die Höhe der Tagesansätze nachgekommen ist, ihr Ermessen rechtmässig ausgeübt habe (vgl. E. 6.4 in fine des angefochtenen Urteils). Dem ist insofern beizupflichten, als die Beschwerdeführer aus der unterschiedlichen Vergütung der beiden Gemeinwesen keine Verletzung des Gleichbehandlungsgrundsatzes ableiten können, zumal sich die Stadt Winterthur bei ihrem Leistungsentscheid vom 13. Februar 2019 auf andere Grundlagen stützte, so etwa auf die "Kosteninformation kjz" vom 29. Januar 2019 und die Richtlinien der Sozialhilfebehörde der Stadt Winterthur. Zudem sind die konkreten Verhältnisse in Bezug auf das andere Pflegekind unbekannt. Die Pflegegeld-Richtlinien, die dem Entscheid der Sozialbehörde der Stadt Zürich zu Grunde liegen, gelten im Übrigen nur dann, wenn eine vertragliche Vereinbarung zwischen der gesetzlichen Vertretung des Pflegekindes oder der KESB und den Pflegeeltern fehlt (vgl. § 12 Abs. 2 VO Pflegekinderfürsorge). Es ist somit in erster Linie an den Vertragsparteien, die Höhe des Pflegegeldes zu vereinbaren (vgl. § 12 Abs. 1 VO Pflegekinderfürsorge). Darin liegt keine verfassungswidrige Ungleichbehandlung.