Citation: 8C_756/2013 E. 5.3

5.3. Dem ist mit der Vorinstanz zunächst entgegenzuhalten, dass die gutachterliche Einschätzung auf einer die Krankengeschichte einschliessenden, auf einer persönlichen Exploration beruhenden Gesamtbeurteilung beruht, welche nicht nur gemäss Ausführungen der Vorinstanz, sondern auch gemäss Einschätzung des RAD-Arztes vom 19. Oktober 2010 als ausführlich, schlüssig und nachvollziehbar gewertet wurde. Auch stellte der Experte nicht etwa allein auf die Ergebnisse der Depressionsfremdbeurteilungsskalen Hamilton und MADRS ab, nach welchen von einer im unteren Bereich einer schweren bzw. dem oberen Bereich einer mässig schweren depressiven Störung auszugehen sei. Sodann mag es durchaus zutreffen, dass der Experte nicht sämtliche der für die Diagnosestellung einer schweren depressiven Episode möglichen Symptome als erfüllt betrachtete. Dies ist aber auch nicht erforderlich. Er erkannte neben dem Verlust des Selbstwertgefühls, Gefühlen von Wertlosigkeit, Libidoverlust, Durchschlafstörungen und Müdigkeit auch eine gedrückte Stimmung mit eingeengter Affektmodulation auf Kränkungen und Verluste und damit durchaus verschiedene Anhaltspunkte, die für eine solche Diagnose sprechen können. Auch erklärte er nachvollziehbar, weshalb seine Diagnose im Vergleich zu jener des behandelnden Psychiaters vom 23. März 2009, welcher noch von einer mittelschweren depressiven Störung ausgegangen war, abweiche und zeigte dabei auf, dass dies nicht allein in einer unterschiedlichen Gewichtung unverändert gebliebener Gesamtumstände begründet sei. Wenn daher die Versicherte anlässlich der rund 90 Minuten dauernden Untersuchung keinen eigentlichen Konzentrationsabfall zeigte, sich sodann offenbar nach wie vor in die Lage versetzt sieht, ihre beiden schulpflichtigen Kinder in einem eigenständigen Haushalt hinreichend zu versorgen und darüber hinaus kein Suizidrisiko auszumachen ist, vermag dies die von Dr. med. K.________ getroffene, von den weiteren an der Begutachtung der MEDAS beteiligten Ärzten mitgetragene Einschätzung nicht zu erschüttern, zumal diese Gesichtspunkte von Dr. med. K.________ ebenfalls erkannt und in die Überlegungen mit einbezogen worden sind. Die Störung stufte er als mittel- bis schwergradig, nicht aber ausschliesslich schwer ein, umgekehrt aber eben auch nicht lediglich als leicht bis mittelgradig oder ausschliesslich mittelgradig. Wenn er die psychische Komorbidität von der Schwere, Intensität und Dauer her gesamthaft als erheblich bezeichnet, lässt sich dies mit Blick auf seine weiteren Ausführungen dazu letztinstanzlich nicht beanstanden. Insgesamt erscheint die von der Vorinstanz auf der Grundlage dieses Gutachtens getroffene Tatsachenfeststellung zum Schweregrad der depressiven Episode nicht als offenkundig unrichtig, d.h. willkürlich, was aber erforderlich wäre, damit diese letztinstanzlich erfolgreich in Frage gestellt werden könnte.