Citation: 5A_433/2017 E. 7.1

7.1. Die Vorinstanz hat ferner geprüft, ob eine Vereinbarung genehmigt werden kann, die mehr als fünf Jahre zurückwirkt und deren Wirkungsdauer bereits abgelaufen ist. Sie hat dazu im Wesentlichen erwogen, mit Bezug auf die Prozessgeschichte erscheine es vorliegend richtig, den Beginn der Unterhaltspflicht auf den 1. Oktober 2009 festzulegen. Die Parteien hätten im Appellations- bzw. Berufungsverfahren Vergleichsverhandlungen geführt, die in den Abschluss einer Vereinbarung per 1. Oktober 2009 mündeten. Die Beschwerdeführerin habe zwar die Nichtgenehmigung der Vereinbarung beantragt, diese aber nicht auf den Beginn der nachehelichen Unterhaltspflicht bezogen. Das Verfahren habe sich aufgrund des ihr anzulastenden Verhaltens in die Länge gezogen, sodass es sich nicht rechtfertige, die Unterhaltspflicht erst ab der Rechtskraft dieses Urteils (des Urteils im Unterhaltspunkt) festzusetzen und bis dahin den Eheschutzentscheid des Kantonsgerichts St. Gallen vom 20. September 2000 gelten zu lassen. Der Beschwerdegegner sei seiner Unterhaltspflicht bis September 2009 nachgekommen und habe danach monatlich Fr. 1'000.-- überwiesen, was mit Ausnahme der Zahlung für September 2009 der von den Parteien unterzeichneten Vereinbarung entspreche.