Citation: 4A_640/2018 E. 1

Mit Entscheid vom 27. August 2018 löste der Einzelrichter am Kantonsgericht Zug auf Gesuch des Handelsregisteramtes Zug die A.________ AG (Beschwerdeführerin) wegen eines Organisationsmangels (fehlende Revisionsstelle) auf und ordnete ihre Liquidation nach den Vorschriften über den Konkurs an. Die A.________ AG focht diesen Entscheid mit Eingabe an das Kantonsgericht vom 14. September 2018 an. Das Kantonsgericht leitete die Eingabe an das Obergericht des Kantons Zug weiter, welches der A.________ AG mit Präsidialverfügung vom 17. September 2018 eine Nachfrist bis 1. Oktober 2018 ansetzte, um den Nachweis der Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustands der Gesellschaft durch Einreichung eines entsprechenden Handelsregisterauszuges zu erbringen, und sie aufforderte, innert einer Frist von 10 Tagen einen Kostenvorschuss von Fr. 1'600.-- für die Durchführung des Berufungsverfahrens zu leisten. Nachdem der Kostenvorschuss nicht eingegangen war, räumte das Obergericht der A.________ AG mit Mahnung vom 15. Oktober 2015 eine Nachfrist von 5 Tagen ein, mit der Androhung, dass auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde, falls die Zahlung nicht fristgerecht erfolge. Die mit eingeschriebener Post versandte Mahnung wurde der A.________ AG am 17. Oktober 2016 zur Abholung gemeldet und in der Folge am 5. November 2018 von der Post zurückgesandt mit dem Hinweis, dass die A.________ AG die Sendung nicht abgeholt habe. Mit Präsidialverfügung vom 6. November 2018 trat das Obergericht "zufolge Nichtleistung des Kostenvorschusses" auf die Berufung nicht ein.