Citation: U 118/99 12.02.2001 E. 4

4.- a) In Bezug auf die HWS-Beschwerden steht die Stellungnahme des Dr. med. H.________ im Widerspruch zum Gutachten des Dr. med. R.________; sie stellt insbesondere keine "Erläuterung" dar (angefochtener Entscheid S. 13 unten). So bezeichnet Dr. med. R.________ auf Seite 7 (5a) seines Gutachtens die HWS-Beschwerden der Beschwerdeführerin als unfallbedingt und auf Seite 9 (7c) geht er von der Annahme aus, der Wechsel zu einer leichteren (und schlechter bezahlten) Stelle sei leidensbedingt gewesen; dagegen sei die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit an der weniger belastenden Arbeitsstelle nicht HWS-, sondern LWS-bedingt (7a). Dr. med. H.________ hingegen bestreitet zwar das Vorliegen von HWS-Beschwerden nicht, ist jedoch der Meinung, dass diese "nach der allgemeinen Erfahrung und nach dem normalen Lauf der Dinge" nach maximal 12 Monaten auf den Vorzustand zurückzuführen seien. Indessen ist dieser Bericht diesbezüglich weder schlüssig noch nachvollziehbar begründet. Aus diesem Grund ist hinsichtlich der Kausalität der HWS-Beschwerden auf das Gutachten der Klinik Y.________ abzustellen. Allerdings können diesem keine klaren Angaben zu der entsprechenden Arbeitsunfähigkeit entnommen werden, weshalb sich ergänzende Abklärungen durch die Beschwerdegegnerin aufdrängen, welche neu verfügen wird. b) Auch in Bezug auf die LWS-Beschwerden weichen die medizinischen Berichte voneinander ab. Da die Beschwerdegegnerin die diesbezüglichen Leistungen für die vor dem 11. Januar 1997 versicherten Unfälle wegen fehlender Kausalität eingestellt hat (vgl. Gutachten des Dr. med. S.________), stellt sich die Frage, ob auf die abweichende ärztliche Beurteilung durch Dr. med. R.________ abzustellen ist und ob sie gegebenenfalls - verglichen mit derjenigen von Dr. med. S.________ - einen Grund zur prozessualen Revision des früheren Fallabschlusses darstellt. Um dies überprüfen zu können, wird die Beschwerdegegnerin die früheren Unfallakten beiziehen. Somit rechtfertigt sich auch diesbezüglich eine Rückweisung zur ergänzenden Abklärung und neuen Verfügung.