Citation: 4A_439/2021 E. A

A.a. A.________ (Versicherte; Beschwerdeführerin) war ab Mai 2017 vollzeitig als Pflegehilfe angestellt und im Rahmen dieses Arbeitsverhältnisses bei der Schweizerischen B.________ AG (Beschwerdegegnerin) durch Kollektivvertrag gegen Lohnausfall bei Krankheit versichert. Das Arbeitsverhältnis endete am 31. März 2019. Ab Oktober 2019 bezog die Versicherte eine Arbeitslosenentschädigung. Ab dem 29. April 2018 wurde der Versicherten eine Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit attestiert, zunächst eine vollständige Arbeitsunfähigkeit, danach eine von 80%, 75% und ab dem 1. August 2020 eine solche von 60%. Ab dem 29. Mai 2018 erbrachte die B.________ AG Taggeldleistungen infolge von Fussbeschwerden. Nach einer Beurteilung der Versicherten durch Dr. med. C.________, in welcher dieser der Versicherten eine volle Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten ohne Einschränkungen attestiert hatte, teilte die B.________ AG der Versicherten mit, dass sie die Leistungen längstens bis am 31. März 2019 erbringen werde. Auf Einwand der Versicherten hin gewährt die B.________ AG ihr eine Übergangsfrist bis am 30. Juni 2019. A.b. Mit Schreiben vom 13. Juni 2019 machte die Versicherte gegenüber der B.________ AG geltend, zusätzlich zu ihren Fussbeschwerden sei ihre Arbeitsunfähigkeit in der angestammten wie auch in der angepassten Tätigkeit durch eine retraktile Kapsulitis der rechten Schulter eingeschränkt. Da diese Einschränkung vor März 2019 bestanden habe, seien ihr über den Juni 2019 hinaus Leistungen auszurichten. Die B.________ AG holte diesbezüglich Bericht bei den behandelnden Ärzten ein, woraufhin die Versicherte am 21. Juli 2019 ihre Erklärung zur Entbindung der ärztlichen Schweigepflicht gegenüber der B.________ AG widerrief und ihre Ärzte entsprechend informierte. Mit Schreiben vom 23. Juli 2019 erklärte sich die B.________ AG bereit, hinsichtlich der Fussbeschwerden Taggelder bis längstens Ende Juli 2019 zu bezahlen. Gleichzeitig forderte sie die Versicherte auf, ihr mitzuteilen, ob sie mit einer polydisziplinären Begutachtung einverstanden sei - ohne Durchführung derselben seien weitere Taggeldzahlungen ab August 2019 ausgeschlossen. Hierauf strengte die Versicherte ein gerichtliches Verfahren an.