Citation: 6B_93/2022 E. 1.5.3

1.5.3. Die Rüge einer Verletzung von Art. 47 und Art. 50 StGB ist begründet und die bundesrechtlichen Eingriffsvoraussetzungen (oben E. 1.3.2) sind hier nach dem Gesagten gegeben. Es handelt sich keineswegs um puerile Akte zwischen Kindern oder um Jugendliebe. Dabei ist nicht ersichtlich, inwiefern die Art. 187 Ziff. 2 und 3 StGB strafmindernd veranschlagt werden sollten, da deren Anwendbarkeit von der Vorinstanz verneint wurde. Eine Strafminderung "wegen loser Beziehung und des vergleichsweise geringen Altersunterschieds" betreffend A ist nicht angebracht (Urteil S. 40 f.); nicht anders verhält es bei B, D und E. Es geht nach der Vorinstanz um "unzählige" Delikte (oben E. 1.2.3) und tatsächlich um schwere Straftaten zum Nachteil von Kindern und keineswegs um blosse "Massen-Kleinkriminalität" (oben E. 1.2.1), bei der jede einzelne Straftat für sich alleine mit einer Geldstrafe abgegolten werden könnte. Die angefochtene Strafzumessung erweist sich bezüglich der Wahl der Strafart und des Strafmasses als unhaltbar milde. Sie ist aufzuheben. Die Sache ist zur Festsetzung einer schuldangemessenen Strafe an die Vorinstanz zurückzuweisen.