Citation: 1B_146/2018 E. A

Die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich (im Folgenden: Staatsanwaltschaft) führt eine Strafuntersuchung gegen A.________. Sie wirft ihr vor, an mehrfachem Mord und Raub beteiligt gewesen zu sein. Ausserdem habe sie sich an einem Versicherungsbetrug beteiligt. Am 3. Juni 2016 habe sich A.________ zusammen mit ihrem mitbeschuldigten Ehemann B.________ und dem weiteren Beschuldigten C.________ zur Einstellhalle von D.________ begeben. Dabei hätten sie vorgegeben, Interesse an einem von diesem zum Verkauf angebotenen Lastwagen zu haben. Um den Kaufpreis von ca. Fr. 60'000.-- nicht bezahlen zu müssen, habe einer der beschuldigten Männer bei der Probefahrt D.________ bedroht und der andere diesen gefesselt; darauf hätten sie ihn in einen Anhänger umgeladen. Diesen Anhänger habe A.________ zuvor mit ihrem Fahrzeug mitgeführt. Zwischenzeitlich sei A.________ zurück zur Einstellhalle gefahren und habe das Mobiltelefon des Opfers dort in der Nähe abgelegt, um vorzutäuschen, dass dieses zur Einstellhalle zurückgekehrt sei. Anschliessend sei B.________ mit dem Opfer im Anhänger bis an den Wohnort von A.________ und B.________ gefahren. Dort habe B.________ das Opfer gezwungen, einen Kaufvertrag für den Lastwagen zu unterzeichnen. Anschliessend habe er dem Opfer ein Band um den Mund und die Nase geklebt und gewartet, bis dieses erstickt sei. Die Leiche habe er in einen Wald gelegt (Dossier 1). Überdies sei A.________ zusammen mit B.________ und C.________ zwischen dem 27. und 28. April 2016 an der Tötung von E.________ und der anschliessenden Entwendung von dessen "BMW" und des dessen Vater gehörenden "Mercedes" beteiligt gewesen. Am 27. April 2017 habe C.________ gegenüber E.________ vorgegeben, den "BMW" zwecks Reparatur auf einem Anhänger in eine Autogarage zu transportieren. E.________ sei in der Folge zu C.________ ins Fahrzeug gestiegen. C.________ sei aber mit ihm und dem "BMW" nicht in eine Autogarage, sondern zum Wohnort von A.________ und B.________ gefahren. Dort sei das Opfer widerstandsunfähig gemacht worden. Man habe ihm die Autoschlüssel für den "BMW" und den "Mercedes" abgenommen. Anschliessend hätten C.________ und A.________ zusammen am Wohnort von E.________s Eltern den "Mercedes" abgeholt und an den Wohnort von A.________ und B.________ gebracht. Zwischen dem 27. und 28. April 2016 habe B.________ das Opfer getötet, indem er ihm den Mund und die Nase mit einem Klebeband verschlossen habe; die Leiche habe er an seinem Wohnort vergraben. Ein paar Tage später habe sich A.________ an den Wohnort der Eltern von E.________ begeben und vorgegeben, sie habe den "BMW" gekauft und benötige noch den Fahrausweis (Dossier 2). A.________ habe des weiteren B.________ beim Betrug einer Versicherung Hilfe geleistet. Dieser habe am 6. Januar 2016 der Versicherung wahrheitswidrig mitgeteilt, ein auf seine Mutter eingetragener Personenwagen sei am 29. Dezember 2015 in Deutschland gestohlen worden. In der Nacht des 28. Januar 2016 sei der Wagen in Deutschland brennend aufgefunden worden. A.________ habe B.________ am 29. Dezember 2015 nach der Diebstahlsmeldung in Deutschland abgeholt; dabei habe sie gewusst, dass B.________ eine Falschanzeige bezüglich des als entwendet gemeldeten Wagens erstattet habe (Dossier 5).