Citation: 7B_730/2023 E. 4.7.1

4.7.1. Auf Seiten der öffentlichen Interessen an einem Landesverweis ist zunächst ein Blick auf die Art und Schwere der Anlasstat zu richten. Der Beschwerdeführer macht diesbezüglich geltend, beim Kriterium "Art und Schwere der begangenen Straftaten" lasse die Vorinstanz unberücksichtigt, dass er tatsächlich kein Elektroschockgerät verwendet habe, nur aus Selbsthilfe gehandelt habe - nämlich um einen von seiner Frau für einen Kredit bezahlten Betrag von Fr. 1'707.35 zurückzuerlangen - und dass es letztlich nur um einen Betrag von Fr. 850.-- gehe, wobei er sich bezüglich des Eigentums daran in einem Sachverhaltsirrtum befunden habe. Demgegenüber erwägt die Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe durch die konkrete Tatbegehung nicht nur eine erhebliche kriminelle Energie offenbart, sondern auch das Sicherheitsgefühl von B.________ nachhaltig erschüttert. Diese Einschätzung ist angesichts des Gewaltausbruchs des Beschwerdeführers nicht zu beanstanden. Daran ändern auch die vom Beschwerdeführer ins Feld geführten Elemente nichts, im Gegenteil: Der geltend gemachte Tathintergrund - eine zivilrechtliche Forderung seiner Ehefrau - hätte vielmehr, auch mit Blick auf den Betrag, ein gemässigtes Vorgehen mittels legaler Methoden geboten. Dies gilt umso mehr, als dieser angebliche Rückforderungsanspruch nicht gegen B.________ selber, sondern gegen die D.________ AG gerichtet war. Stattdessen nötigte der Beschwerdeführer B.________ privates Geld ab, wobei er laut nicht substanziiert bestrittener Einschätzung der Vorinstanz hinsichtlich der Eigentumsverhältnisse zumindest eventualvorsätzlich handelte. Dabei griff er nicht nur die körperliche Integrität von B.________ an, sondern verletzte durch die verschiedenen Drohungen (mit einer Schere sowie mit dem vermeintlichen Versetzen eines Stromstosses) auch dessen persönliche Freiheit erheblich. Durch seine Randale kam es darüber hinaus zu Sachbeschädigungen im Büro. Bei der Strafzumessung geht die Vorinstanz im Übrigen von einem nicht mehr leichten bis mittelschweren Verschulden für die räuberische Erpressung aus. Die Anlasstat zeugt damit von einer nicht zu verharmlosenden Unberechenbarkeit und Gefährlichkeit des Beschwerdeführers.