Citation: 1C_504/2022 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz in diesem Zusammenhang eine mangelhafte Sachverhaltsfeststellung (Art. 97 Abs. 1 BGG) vor. Sie macht geltend, es sei der Vorinstanz bekannt, dass die Hartflächen inklusive Deckbeläge der Pflichtparkplätze tatsächlich erstellt seien. Die Pflichtparkplätze PP26-40 seien heute zwar nicht so markiert, wie im Plan "Pflichtparkplätze überlagert" vom 9. September 2021 mit oranger Farbe dargestellt. Die Markierung sei entsprechend dem Ausführungsplan vom 4. Dezember 2019 vollzogen worden. Auf dem Luftbild und den Plänen sei jedoch klar ersichtlich, dass die Belagsflächen für alle Pflichtparkplätze gemäss Plan vom 9. September 2021 erstellt seien. Das Verwaltungsgericht erhebe zu Unrecht die Parkplatzmarkierung zum Kriterium dafür, ob ein Pflichtparkplatz erstellt sei oder nicht. Diese Markierung sei bei sich überlagernden Parkfeldern in der Praxis gar nicht möglich, ansonsten auf der gleichen Teilfläche zwei (teilweise überlagernde) Parkfelder markiert würden. Diese Markierungsverpflichtung sei realitäts- und zweckfremd und damit willkürlich (Art. 9 BV) und entbehre jeglicher Rechtsgrundlage. Das Kriterium der "Markierung" stehe im klaren Widerspruch zur ständigen Verwaltungspraxis des BVU und der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts, wonach im Rahmen von § 67a BauG/AG Pflichtparkfelder nur zugelassen werden könnten, wenn im Fall eines erforderlichen Abbruchs eine Ersatzlösung garantiert sei. Die Vorinstanz verlange zu Unrecht eine definitive Markierung der Pflichtparkplätze und nicht bloss eine garantierte Ersatzlösung. Damit habe die Vorinstanz gegenüber der Beschwerdeführerin auch den Anspruch auf rechtsgleiche Behandlung (Art. 8 BV) verletzt. Die Feststellung der Vorinstanz, es seien lediglich 26 Pflichtparkplätze erstellt und es würden deshalb acht Pflichtparkplätze fehlen, sei vor den Grundsätzen der bisherigen Rechtsprechung zu § 67a BauG/AG unhaltbar; es sei belegt, dass für 38 Pflichtparkplätze Belagsflächen erstellt seien und diese im Enteignungsfall nur neu markiert werden müssten. Die Vorinstanz ziehe aus den festgestellten Tatsachen unhaltbare Schlussfolgerungen, was das Willkürverbot nach Art. 9 BV verletze.