Citation: 2P.298/2000 22.10.2001 E. 2

2.- a) Der Beschwerdeführer rügt vorab eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV), weil ihm vor Erlass der angefochtenen Beschlüsse die Stellungnahme des kantonalen Personal- und Organisationsamtes vom 28. Juli 2000 nicht zur Kenntnis gebracht worden sei. Der Beschwerdeführer macht allerdings nicht geltend, dass er je Akteneinsicht verlangt hätte und ihm die genannte Stellungnahme vorenthalten worden wäre. Am 31. August 2000 ist mit ihm eine mündliche Aussprache geführt worden, an welcher nach Darstellung des Kantonsgerichts auch auf die Stellungnahme des Personal- und Organisationsamtes Bezug genommen wurde. Abgesehen davon musste dem Beschwerdeführer aufgrund der Regelung von Art. 4 Abs. 2 der Verordnung über die Organisation, Besoldung und Geschäftsführung der Bezirksgerichte bekannt sein, dass sich das Kantonsgericht auf eine solche Stellungnahme stützen würde. Wenn er zwar seinerseits am 11. September 2000 noch einmal ausführlich Stellung nahm, ohne aber zuvor Einblick in die Akten zu nehmen, so kann er dies nicht dem Kantonsgericht vorhalten. Eine Gehörsverletzung liegt nicht vor. b) Der Beschwerdeführer bemängelt, dass sich das Kantonsgericht nicht mit der Eingabe vom 11. September 2000 auseinander gesetzt habe. Der verfassungsrechtliche Gehörsanspruch gebietet, dass die Behörden ihre Entscheide begründen. Sie können sich dabei allerdings auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken und sind namentlich nicht verpflichtet, sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinander zu setzen und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich zu widerlegen (BGE 126 I 97 E. 2b S. 102 f.; 124 II 146 E. 2a S. 149; 112 Ia 107 E. 2a S. 2b S. 109; 111 Ia 2 E. 4a S. 4; 107 Ia 246 E. 3a S. 248). Die Begründung der angefochtenen Beschlüsse ist sehr knapp gehalten. Doch lässt sich ihnen entnehmen, von welchen Überlegungen sich die Justizaufsichtskammer hat leiten lassen. Abgesehen davon ist dem verfassungsrechtlichen Begründungsanspruch Genüge getan, wenn dem Betroffenen aufgrund vorausgegangener Verhandlungen bekannt ist, weshalb die Behörde so und nicht anders entschieden hat (BGE 96 I 718 E. I/5 S. 723 f.; BGE 111 Ia 2 E. 4a S. 4, mit Hinweisen). Hiervon kann aufgrund der einlässlichen mündlichen Besprechung zwischen der Justizaufsichtskammer und dem Beschwerdeführer ausgegangen werden. c) Der Beschwerdeführer verweist unter dem Gesichtspunkt des Gehörsanspruchs auch auf die Regelung von Art. 4 Abs. 2 der Verordnung über die Organisation, Besoldung und Geschäftsführung der Bezirksgerichte, wonach das Kantonsgericht "nach Anhörung der Bezirksgerichte" die Einreihung in die Gehaltsklassen vornehme. Dass diese Anhörung stattgefunden hat, lässt sich aber nicht bestreiten, und eine verfassungswidrige Anwendung der genannten Bestimmung liegt jedenfalls nicht vor.