Citation: 6B_814/2015 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz erwägt, die Zugänglichmachung des Bewirtschaftungswegs, welcher auf dem Grundstück Nr. xxx des Beschwerdegegners 2 im B.________ zum Wald führe, sei zivilrechtlich einklagbar. Im Vordergrund stehe der Beseitigungsanspruch in Bezug auf die Umzäunung bzw. das am Gatter angebrachte Schloss beim Zugang des Bewirtschaftungswegs. Als in seinem individuellen Anspruch Verletzter sei es dem Beschwerdeführer grundsätzlich offen gestanden, nach Art. 261 Abs. 1 lit. b und Art. 265 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272) dem Bezirksgericht Willisau die (gegebenenfalls superprovisorische) Anordnung vorsorglicher Massnahmen zu beantragen. Dabei sei der Hinweis des Verteidigers, einstweiligen Rechtsschutz hätte er nicht rechtzeitig erlangen können, wie dies das vorliegende Strafverfahren zeige, unbehelflich. Hätte der Beseitigungsanspruch im vorsorglichen Massnahmeverfahren nicht vorläufig durchgesetzt werden können, z.B. wenn das Gericht einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil oder einen ortsüblichen Umfang im Sinne von Art. 699 Abs. 1 ZGB verneint hätte, wäre ihm das Selbsthilferecht ohnehin nicht zugestanden und dies selbst dann, wenn sein Gesuch zu Unrecht abgewiesen worden wäre (angefochtenes Urteil E. 2.2.2 S. 5). In tatsächlicher Hinsicht entspreche die Behauptung des Beschwerdeführers, er hätte nicht rechtzeitig amtliche Hilfe erlangen können, nicht der Aktenlage. Die Parteien hätten am 29. April 2009 eine Vereinbarung abgeschlossen, wonach dem Beschwerdeführer das Betreten des Grundstücks Nr. xxx in B.________ gegen die Entrichtung einer jährlichen Entschädigung von Fr. 1'000.-- gestattet wurde. Diese Vereinbarung habe der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 22. Oktober 2010 gekündigt, wobei er als Begründung angeführt habe, dass der Beschwerdegegner 2 die Missachtung des allgemeinen Verbots durch andere Wanderer und Biker dulde, ohne Anzeige zu machen. Am 5. Mai 2011, 13 Tage vor der Durchführung der Goldwaschtour, habe der Beschwerdeführer dem Beschwerdegegner 2 geschrieben, nach Abklärung bei seinem Anwalt bitte er darum, die Absperrung zu entfernen. Der Beschwerdeführer habe offensichtlich einige Zeit (mehr als 13 Tage) vor der beabsichtigten Goldwaschtour die Absperrung festgestellt und auch die Zeit gefunden, einen Anwalt (seinen Verteidiger) zu konsultieren. Auch ohne zu wissen, wann die Konsultation stattgefunden habe, könne nicht mehr gesagt werden, er hätte nicht rechtzeitig das Verfahren um Anordnung vorsorglicher Massnahmen anstrengen und bei Dringlichkeit auch die superprovisorische Anordnung beantragen können. Er könne sich daher nicht auf das Selbsthilferecht gemäss Art. 52 Abs. 3 OR als Rechtfertigungsgrund berufen (angefochtenes Urteil S. 6).