Citation: H 101/99 18.02.2000 E. 2

2.- a) Gemäss Art. 128 OG beurteilt das Eidgenössische Versicherungsgericht letztinstanzlich Verwaltungsgerichts- beschwerden gegen Verfügungen im Sinne von Art. 97, 98 lit. b-h und 98a OG auf dem Gebiet der Sozialversicherung. Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grund- sätzlich nur Rechtsverhältnisse zu überprüfen bzw. zu beur- teilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgän- gig verbindlich - in Form einer Verfügung - Stellung genom- men hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den beschwerdewei- se weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sach- urteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist (BGE 119 Ib 36 Erw. 1b, 118 V 313 Erw. 3b, je mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versiche- rungsgerichts kann das verwaltungsgerichtliche Verfahren aus prozessökonomischen Gründen auf eine ausserhalb des Anfechtungsgegenstandes, d.h. ausserhalb des durch die Ver- fügung bestimmten Rechtsverhältnisses liegende spruchreife Frage ausgedehnt werden, wenn diese mit dem bisherigen Streitgegenstand derart eng zusammenhängt, dass von einer Tatbestandsgesamtheit gesprochen werden kann, und wenn sich die Verwaltung zu dieser Streitfrage mindestens in Form einer Prozesserklärung geäussert hat (BGE 122 V 36 Erw. 2a mit Hinweisen). b) In der Verfügung vom 1. Oktober 1997 verneinte die SAK einen Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Alters- rente. Zur Frage einer allfälligen Rückerstattung von be- reits bezahlten AHV-Beiträgen nahm sie indessen nicht Stel- lung, weshalb dieser Punkt nicht Gegenstand des Verwal- tungsaktes bildete. Die Vorinstanz hat es ihrerseits abge- lehnt, über den entsprechenden Antrag materiell zu befin- den, da die formellen Voraussetzungen für eine diesbezügli- che Ausdehnung des Verfahrens - namentlich die erforderli- che Prozesserklärung der Verwaltung - nicht gegeben seien. Ob diese Vorgehensweise - zumal im angefochtenen Entscheid dennoch eine materielle Beurteilung der Frage vorgenommen wurde - rechtens ist, braucht vorliegend nicht näher ge- prüft zu werden, da es sich bei der Ausdehnung des Verfah- rens über den Anfechtungsgegenstand hinaus um eine Befugnis und nicht um eine Pflicht des Sozialversicherungsrichters handelt. Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat mithin nicht zu prüfen, ob eine solche Ausdehnung zu Recht oder Unrecht unterlassen wurde (nicht veröffentlichtes Urteil H. vom 25. Juli 1996, C 84/96). Da die beantragte Rückvergü- tung der geleisteten Beiträge somit weder Gegenstand der Verwaltungsverfügung noch des vorinstanzlichen Entscheides war, fehlt es insofern am Anfechtungsgegenstand und daher an einer Sachurteilsvoraussetzung. c) In ihrer letztinstanzlichen Vernehmlassung hat sich die SAK indes zur Rückerstattungsproblematik geäussert. Die prozessualen Voraussetzungen für eine Prüfung dieser spruchreifen Frage durch das Eidgenössische Versicherungs- gericht - nebst dem Erfordernis der Prozesserklärung ist auch dasjenige der Tatbestandsgesamtheit zu bejahen (nicht veröffentlichtes Urteil P. vom 28. August 1992, H 215/91) - liegen damit vor (RKUV 1991 Nr. U 120 S. 88 Erw. 2b).