Citation: 2C_320/2015 E. 4.5.1

4.5.1. Die Niederlassungsbewilligung eines Ausländers, der sich schon seit langer Zeit hier aufhält, soll zwar nur mit besonderer Zurückhaltung widerrufen werden, doch ist dies bei wiederholter bzw. schwerer Straffälligkeit selbst dann nicht ausgeschlossen, wenn er hier geboren ist und sein ganzes bisheriges Leben im Land verbracht hat. Bei schweren Straftaten, Rückfall und wiederholter Delinquenz besteht - überwiegende private oder familiäre Bindungen vorbehalten - auch in diesen Fällen ein schutzwürdiges öffentliches Interesse daran, die Anwesenheit des Ausländers zur Aufrechterhaltung der Ordnung bzw. Verhütung von (weiteren) Straftaten zu beenden (BGE 139 I 31 E. 2.3.1 S. 33 und 139 I 16 E. 2.2.1 S. 19, jeweils mit Hinweisen; vgl. auch Urteile 2C_8/2015 vom 22. Oktober 2015 E. 2.2.2; 2C_676/2015 vom 8. September 2015 E. 2.1). Der Beschwerdeführer lebt seit seinem zehnten Lebensjahr und somit seit über 25 Jahren in der Schweiz, weshalb eine Ausreise ihn zweifellos sehr hart treffen würde. Allerdings kann angesichts seiner zwölf strafrechtlichen Verurteilungen bzw. der angesammelten Schulden über einen Zeitraum von mehr 15 Jahren nicht auf eine erfolgreiche soziale und wirtschaftliche Integration geschlossen werden. Negativ fällt ins Gewicht, dass weder die ergangenen Strafurteile noch eine ausländerrechtliche Verwarnung ihn dazu veranlasst haben, sein Verhalten zu ändern. In beruflicher Hinsicht hat der Beschwerdeführer zwar eine Anlehre als Elektriker abgeschlossen. Von einer beruflichen Verankerung in der Schweiz kann jedoch nicht gesprochen werden, da der Beschwerdeführer offenbar keiner regelmässigen Erwerbstätigkeit nachging. Den Kontakt zu seinem Heimatland Serbien, wo er einen Teil seiner Kindheit verbracht hat, hat der Beschwerdeführer nicht abgebrochen. Er spricht serbisch und kennt sein Heimatland von Ferienaufenthalten her. Zwar leben die Eltern und Geschwister des Beschwerdeführers in der Schweiz. Ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis zu ihnen, welches seine Anwesenheit in der Schweiz erforderlich machen würde, ist jedoch nicht dargetan. Dem heute 37-jährigen und kinderlosen Beschwerdeführer ist es deshalb zuzumuten, im Falle seiner Ausreise den Kontakt zu seiner Familie in der Schweiz durch gegenseitige Besuche bzw. die modernen Kommunikationsmittel aufrechtzuerhalten. Andere vertiefte soziale Bindungen zur Schweiz, die eine Ausreise unzumutbar erscheinen liessen, sind nicht ersichtlich. Insgesamt stehen somit einer Rückkehr des Beschwerdeführers in sein Heimatland keine unüberwindlichen Hindernisse entgegen. In Anbetracht aller Umstände ist die von der Vorinstanz vorgenommene Interessenabwägung nicht zu beanstanden. Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung erweist sich als verhältnismässig, weshalb der Antrag des Beschwerdeführers, eine erneute Verwarnung gegen ihn auszusprechen, abzuweisen ist.