Citation: 8C_698/2023 E. 5.3.4

5.3.4. Das Bundesgericht hatte denn auch bis vor kurzem angenommen, dass die Anerkennung der Leistungspflicht durch den Unfallversicherer implizit auch die dafür vorausgesetzte Bejahung der Adäquanz der geklagten Beschwerden bedeutet (E. 5.3.3.2 hiervor). Im Sinne einer Bereinigung der Rechtsprechung wird daher an dieser Stelle bestätigt, dass die Leistungszusprache durch den Unfallversicherer stets auf eine vorgängige, zumindest implizit vorgenommene Adäquanzprüfung schliessen lässt und eine entsprechende Rentenverfügung demnach nicht wegen einer später behaupteten unterbliebenen Prüfung als zweifellos rechtsfehlerhaft qualifiziert werden kann. An den mit den neueren Urteilen eingeführten Anforderungen bezüglich der Annahme einer impliziten Adäquanzprüfung ist nicht festzuhalten.