Citation: I 307/00 28.02.2003 E. 4

Es bleibt, die Frage nach der Rechtmässigkeit der vorinstanzlichen Abschreibung zufolge Gegenstandslosigkeit zu prüfen. 4.1 Die Massstäbe, welche Art. 103 lit. a OG und die Praxis bezüglich der Beschwerdebefugnis im letztinstanzlichen Verfahren setzen, sind auch für das erstinstanzliche Verfahren richtungsweisend (123 V 114 Erw. 3 mit Hinweisen u.a. auf Art. 98a Abs. 3 OG). Nach der genannten Gesetzesbestimmung in Verbindung mit Art. 132 OG ist zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Eidgenössische Versicherungsgericht berechtigt, wer durch die angefochtene Verfügung berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Abänderung hat (gleich lautend der vorliegend nicht anwendbare, am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Art. 59 ATSG). Ein Interesse ist - von hier nicht in Betracht fallenden Ausnahmen (BGE 111 Ib 185 Erw. 2c mit Hinweisen) abgesehen - nur schutzwürdig, wenn es sich nicht nur bei der Beschwerdeeinreichung, sondern auch noch im Zeitpunkt der Urteilsfällung als aktuell und praktisch erweist (BGE 123 II 286 Erw. 4 Ingress mit Hinweisen). Das aktuelle Interesse fehlt insbesondere, wenn der Nachteil auch bei Gutheissung der Beschwerde nicht mehr behoben werden kann (vgl. BGE 118 Ia 490 Erw. 1a). Dieses Erfordernis soll sicherstellen, dass das Gericht konkrete und nicht bloss theoretische Fragen entscheidet (BGE 111 Ib 59 Erw. 2a mit Hinweisen). Liegt das aktuelle Interesse im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung vor, fällt es aber nachträglich im Laufe des Verfahrens dahin, so ist die Beschwerde aus diesem Grunde als gegenstandslos oder erledigt abzuschreiben (Art. 72 BZP in Verbindung mit Art. 40 und Art. 135 OG; BGE 118 Ib 7 Erw. 2 Ingress). 4.2 Im hier zu beurteilenden Fall ist das im Zeitpunkt der vorinstanzlichen Beschwerdeeinreichung aktuelle schutzwürdige Interesse nachträglich im Verlaufe des Prozesses weggefallen. Der anbegehrte und verfügungsweise abgelehnte Aufenthalt in der therapeutischen Gemeinschaft "Q.________" kam für die Versicherte schon am 19. November 1998 nicht mehr in Frage, als sie die Schnupperwoche in dieser Institution vorzeitig abbrach, weil sie sich gemäss den Angaben des behandelnden Psychiaters Dr. W.________ dort nicht wohl gefühlt habe (Arztbericht vom 7. Dezember 1998) bzw. "weil es ihr 'auf dem Bauernhof nicht gefallen'" habe (Stellungnahme vom 8. Mai 2000). Abgesehen von diesen persönlichen Motiven fiel die ursprünglich verlangte und von der IV-Stelle verweigerte psychotherapeutische Eingliederungsvorkehr in der Gemeinschaft "Q.________" ab 17. Februar 1999 auch aus medizinischen Gründen ausser Betracht, war doch ab diesem Datum wegen einer neuerlichen Dekompensation unbestrittenermassen der stationäre Aufenthalt in der Kantonalen Psychiatrischen Klinik Y.________ nötig. Die vorinstanzliche Abschreibung der Beschwerde zufolge Gegenstandslosigkeit erweist sich nach dem Gesagten ebenfalls als rechtens.