Citation: 2C_575/2018 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdeführer verweist diesbezüglich auf ein Urteil des Bundesgerichts, wonach bei einer Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr ein Widerrufsgrund gemäss Art. 62 Abs. 1 lit. b AuG vorliege. Es müsse jedoch auch die "Reneja"-Praxis berücksichtigt werden, welche eine Verurteilung zu 24 Monaten Freiheitsstrafe erfordere. Jedenfalls seien die genannten Fristen "nicht in Stein gemeisselt" bzw. könnten über- oder unterschritten werden. Auch bei einer längerfristigen Freiheitsstrafe sei die Fähigkeit und der Wille des Ausländers zu prüfen, ob er die Rechtsordnung in Zukunft respektieren werde. Diesbezüglich verweist der Beschwerdeführer auf das Urteil 2C_94/2016 vom 2. November 2016, gemäss welchem trotz einer Freiheitsstrafe von viereinhalb Jahren vom Widerruf der Niederlassungsbewilligung abgesehen worden und statt dessen eine Verwarnung ausgesprochen worden sei. Das Strafurteil des Bezirksgerichts Laufenburg sei im abgekürzten Verfahren ergangen, weshalb aus diesem Urteil mangels Begründung nicht hervorgehe, wie das Gericht zum ausgefällten Strafmass gekommen sei. Heute seien Untersuchungen in Zürich am Laufen gegen die eigentlichen Hauptfiguren der dem Beschwerdeführer zur Last gelegten Delikte, welche die strafbaren Handlungen des Beschwerdeführers stark relativieren würden.