Citation: 4A_626/2024 E. 2.3

2.3. Die Beschwerdeführerin verkennt den engen Anwendungsbereich des Willkürtatbestands nach Art. 393 lit. e ZPO hinsichtlich Tatsachenfeststellungen. Indem sie vorbringt, das Schiedsgericht habe ihre Position unvollständig dargestellt und die schiedsgerichtliche Feststellung in Rz. 256 stehe in Widerspruch zu einzelnen anderen Fundstellen im angefochtenen Schiedsentscheid, zeigt sie keine Aktenwidrigkeit auf, sondern kritisiert in unzulässiger Weise die Würdigung und Darstellung der Prozesserklärungen der Parteien durch das Schiedsgericht. Eine der Willkürrüge zugängliche Tatsachenfeststellung, die von keiner weiteren Würdigung abhängen würde, liegt nicht vor. Selbst wenn die fragliche Kundenberaterin nach den Vorbringen der Beschwerdeführerin eine Gesamtstrategie verfolgt und den Gesamtüberblick hatte, schliesst dies im Übrigen nicht aus, dass sie jeweils für jede einzelne Kundenbeziehung entscheiden musste, wann und in welchem Umfang sie die Optionen verkaufen sollte. Dem Schiedsgericht ist auch nicht entgangen, dass sich die Beschwerdeführerin im Schiedsverfahren auf den Standpunkt gestellt hatte, die verschiedenen Transaktionen seien miteinander in Zusammenhang gestanden und die Kundenberaterin habe eine Art Schneeballsystem angewendet. Eine Aktenwidrigkeit liegt nicht vor. Im Weiteren bringt die Beschwerdeführerin vor, die Beschwerdegegnerin habe keine entsprechende Behauptung aufgestellt, weshalb es nicht angehe, dass das Schiedsgericht in Rz. 256 des Schiedsentscheids eine solche nicht aufgestellte Behauptung als unbestritten umqualifiziere. Eine nach Art. 393 lit. e ZPO zulässige Rüge lässt sich ihren Ausführungen jedoch nicht entnehmen, zumal eine Verletzung des Verfahrensrechts von dieser Bestimmung nicht erfasst wird.