Citation: 1C_596/2017 E. 3.2

3.2. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers liegt im beanstandeten Zusammenhang keine massgebliche Unregelmässigkeit. Der Gemeinderat hatte in den Unterlagen für die Gemeindeversammlung den formellen Ablauf genau dargelegt. Daraus ging mit ausreichender Deutlichkeit hervor, dass er den am 29. Juni 2015 überwiesenen Antrag von Armin Sommer als Wiedererwägungsgesuch zum Verkaufsbeschluss vom 17. Dezember 2012 behandeln und entsprechend der Gemeindeversammlung zum Entscheid vorlegen und sich der weitere, im Detail geschilderte Verlauf nach dem Ausgang dieses Wiedererwägungsentscheids richten würde. Für die Organisation und Leitung der Geschäfte einer Gemeindeversammlung steht dem Gemeinderat zwangsläufig ein gewisses Ermessen zu (vgl. auch § 28 GG). Wenn der Beschwerdeführer mit diesem Vorgehen nicht einverstanden war, hätte er Anlass und Gelegenheit gehabt, sich mit einem Verfahrensantrag dagegen zu wenden. Von keiner Seite wurde dagegen aber ein Einwand erhoben. Die Vorgehensweise kann daher nicht nachträglich in Frage gestellt werden, und zwar auch nicht mit dem Argument, der Beschwerdeführer hätte sich gegen die Abstimmungsunterlagen gewandt, hätte er vom Ausschluss des Referendums Kenntnis gehabt. Bei der Anfechtung behördlicher Vorkehren wegen angeblicher Unregelmässigkeiten und beim Referendum handelt es sich um zwei verschiedene, voneinander unabhängige Rechtsinstitute. Während beim ersten das Vorgehen bzw. der Einfluss der Behörden auf den demokratischen Entscheidungsprozess beanstandet wird, löst das zweite eine inhaltliche Überprüfung des Gemeindeversammlungsentscheids in einer Volksabstimmung durch die gesamte Aktivbürgerschaft aus. Die Kenntnis der Referendumsfähigkeit eines Entscheids hat nichts damit zu tun, ob bzw. wann allfällige behördliche Unregelmässigkeiten angefochten werden.