Citation: I 1081/06 23.10.2007 E. 3

Der Rechtsstreit dreht sich um die Frage, wie die für den Zeitraum vom 26. Mai 2002 (vgl. Art. 18 Abs. 2 IVV, wonach der Anspruch auf Wartezeittaggelder spätestens vier Monate nach der Anmeldung beginnt) bis 4. Mai 2006 zugesprochenen Taggelder zu bemessen sind. 3.1 Das kantonale Gericht hat unter Hinweis auf die für die Taggeldbemessung in der Zeit vom 26. Mai 2002 bis 31. Dezember 2003 einschlägig gewesenen Bestimmungen und Grundsätze (insbesondere Art. 24 Abs. 1 und 2 IVG und Art. 21 Abs. 2 IVV, je in der bis 31. Dezember 2003 in Kraft gestandenen Fassung; Urteil I 365/00 vom 28. November 2001, E. 2-4, publ. in AHI 2002 S. 183) einlässlich und zutreffend erwogen, dass altrechtlich, d.h. vor Inkrafttreten der 4. IV-Revision am 1. Januar 2004, als Bemessungsgrundlage der Taggelder das Erwerbseinkommen heranzuziehen war, welches der Versicherte als Selbstständigerwerbender im letzten ganzen Kalenderjahr vor Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung erzielt hatte. Fehlte es an einer entsprechenden Steuermeldung, hatte die Verwaltung (und auf Beschwerde hin das Gericht) das effektiv erzielte Einkommen zu schätzen. An der Massgeblichkeit dieser Grundsätze hat sich - auch insofern kann auf die in allen Teilen zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden - mit Inkrafttreten der 4. IV-Revision nichts geändert: Gemäss Art. 23 Abs. 1 Satz 1 IVG (in Kraft seit 1. Januar 2004, AS 2003 3837 3853, BBl 2001 3205) beträgt die Grundentschädigung 80 Prozent des Erwerbseinkommens, das durch die zuletzt ohne gesundheitliche Einschränkung ausgeübte Tätigkeit erzielt wurde. In der Botschaft (BBl 2001 3205 3284) wird betont, dass sich damit an der Bemessungsgrundlage gegenüber dem bisherigen Recht nichts ändere. Grundlage für die Bemessung des Taggeldes für Selbstständigerwerbende bildet laut Art. 21quater Abs. 1 IVV (in Kraft seit 1. Januar 2004, AS 2003 3859) das auf den Tag umgerechnete, zuletzt ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erzielte Erwerbseinkommen, von dem Beiträge nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG) erhoben werden (vgl. auch Ziff. 3039 des Kreisschreibens über die Taggelder der Invalidenversicherung, gültig ab 1. Januar 2004, wonach die Bemessungsregeln gemäss Urteil I 365/00 vom 28. November 2001, E. 2-4, publ. in AHI 2002 S. 183, nach wie vor massgebend seien). 3.2 Nach Lage der Akten stimmen alle Verfahrensbeteiligten zu Recht darin überein, dass der Gesundheitsschaden im April 2001 eingetreten ist. Weiter ist davon auszugehen, dass keine Steuermeldung über das im Jahre 2000 effektiv erzielte Einkommen vorliegt. Mit der Vorinstanz ist demnach das im Jahre 2000 (als letztem ganzen Kalenderjahr vor Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung) effektiv erzielte Einkommen zu schätzen. Invalidenversicherungsrechtlich nicht massgebend sind demgegenüber - entgegen der offenbaren Rechtsauffassung der IV-Stelle - die in den Jahren 1997 und 1998 erzielten (und besteuerten) Einkünfte, welche ihrerseits Grundlage für die Beitragszahlungspflicht im Jahre 2000 bildeten. Für die Schätzung des im Jahre 2000 effektiv erzielten Einkommens bildet die von der Vorinstanz herangezogene, in den Akten liegende Erfolgsrechnung für das Jahre 2000 (per 31. Dezember 2000) eine grundsätzlich taugliche Ausgangslage. Mit Blick auf Art. 9 Abs. 2 AHVG ebenfalls nicht zu beanstanden ist, dass der buchhalterisch ausgewiesene Gewinn von Fr. 65'659.78 um die geleisteten Sozialversicherungsbeiträge (AHV/IV/EO und UVG) erweitert wurde (lit. d). Zu berücksichtigen haben wird die IV-Stelle bei der definitiven Einkommensfestsetzung auch den Zins des im Betrieb eingesetzten Kapitals (lit. f), soweit dieses nicht im Zusammenhang mit dem einkommensmässig nicht angerechneten Wertschriftenhandel steht. In diesem Punkt ist der vorinstanzliche Rückweisungsentscheid zu ergänzen.