Citation: 8C_620/2014 E. 2.1

2.1. Die Parteien sind sich darin einig, dass die Beschwerdegegnerin am 22. Juli 2013 keinen eigentlichen Unfall nach Art. 4 ATSG (in Verbindung mit Art. 6 Abs. 1 und 3 sowie Art. 7 und 8 UVG) erlitt, da es an der Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors fehlt. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers fällt deshalb nur in Betracht, wenn das Ereignis als eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV (in Verbindung mit Art. 6 Abs. 2 UVG) zu qualifizieren ist. Dabei zu Recht nicht infrage gestellt wurde, dass der totale Abriss der linken hinteren Oberschenkelmuskulatur unter die in Art. 9 Abs. 2 lit. a bis h UVV aufgelisteten unfallähnlichen Körperschädigungen fällt.