Citation: 8C_227/2020 E. A

A.a. Der 1988 geborene A.A.________ und die 1987 geborene B.A.________, beide äthiopische Staatsangehörige, reisten am 29. August 2015 illegal in die Schweiz ein und stellten am darauffolgenden Tag ein Asylgesuch. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) lehnte die Gesuche mit Verfügungen vom 24. August 2017 mangels Flüchtlingseigenschaft ab, wies beide Gesuchstellenden aus der Schweiz weg und setzte ihnen eine Ausreisefrist bis 19. Oktober 2017. Am 16. April 2018 gebar B.A.________ die Zwillinge C.A.________ und D.A.________, die A.A.________ als seine Kinder anerkannte. A.b. Mit Entscheiden vom 27. August 2019 wies das Bundesverwaltungsgericht die gegen die Verfügungen des SEM vom 24. August 2017 erhobenen Beschwerden ab, soweit es darauf eintrat. Dabei wurde insbesondere auch die gesundheitliche Situation des Kindes C.A.________ gewürdigt und als nicht vollzugshinderlich erachtet. Auf dagegen erhobene Revisionsgesuche trat das Bundesverwaltungsgericht mit Entscheiden vom 25. September 2019 nicht ein. Das SEM hatte bereits mit Schreiben vom 4. September 2019 eine neue Ausreisefrist bis 30. September 2019 angesetzt. Im Rahmen des Ausreisegesprächs vom 30. September 2019 wies das Migrationsamt des Kantons St. Gallen die Familie darauf hin, dass sie sich nunmehr illegal in der Schweiz aufhalte und nur noch Anspruch auf Nothilfe habe. Die Familie teilte mit, nicht freiwillig nach Äthiopien zurückzukehren, und verzichtete auf Nothilfe. Aufgrund eines Wiedererwägungsgesuchs vom 4. Oktober 2019 ersuchte das SEM das Migrationsamt mit Schreiben vom 8. Oktober 2019, den Vollzug der Wegweisung im Sinne einer vorsorglichen Massnahme einstweilen auszusetzen. A.c. Mit Eingaben vom 3. und 24. Oktober 2019 ersuchten A.A.________, B.A.________ und ihre Kinder das Migrationsamt um Erlass einer rechtsmittelfähigen Verfügung betreffend Entzug der Sozialhilfe sowie um Zuweisung einer Unterkunft im Sinne des Belassens in der bisherigen Unterkunft in St. Gallen. Das Migrationsamt teilte den Gesuchstellenden mit Schreiben vom 25. Oktober 2019 mit, Personen mit einem rechtskräftig abgewiesenen Asylgesuch seien gestützt auf das Asylgesetz von der Sozialhilfe ausgeschlossen; dies auch bei Sistierung des Wegweisungsvollzugs infolge eines ausserordentlichen Wiedererwägungsgesuchs. Sie hätten daher lediglich noch Anspruch auf Gewährung von Nothilfe, deren Ausrichtung im Kantons St. Gallen ausschliesslich im Ausreise- und Nothilfezentrum F.________ in U.________ erfolge. Mit Schreiben vom 26. Oktober 2019 ersuchten A.A.________, B.A.________ und ihre Kinder nochmals um Erlass einer rechtsmittelfähigen Verfügung über den Entzug der Sozialhilfe im engeren Sinn. Am 2. November 2019 liessen sie beim Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons St. Gallen Rechtsverweigerungsbeschwerde gegen das Migrationsamt erheben und beantragen, es sei festzustellen, dass ihnen die Sozialhilfe im engeren Sinn nicht entzogen, sondern weiterhin geschuldet sei, und sie demnach keinen Anspruch auf Nothilfe hätten. Das Sicherheits- und Justizdepartement wies die Rechtsverweigerungsbeschwerde mit Entscheid vom 24. Dezember 2019 ab.