Citation: 6B_556/2024 E. 9.4.1

9.4.1. Was der Beschwerdeführer gegen die Landesverweisung vorbringt, verfängt nicht. Die Vorinstanz berücksichtigt die massgebenden Kriterien im Rahmen der Interessenabwägung und räumt dem öffentlichen Interesse an der Landesverweisung zu Recht Vorrang gegenüber dem privaten Interesse des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz ein. Sie durfte entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers auch auf die abstrakte Schwere des Vergewaltigungstatbestandes abstellen. Bei der Vergewaltigung nach aArt. 190 StGB (resp. Art. 190 Abs. 2 StGB gemäss geltendem Recht) handelt es sich um eine sehr schwere Straftat mit einer gesetzlichen Mindeststrafe von einem Jahr und einer Höchststrafe von zehn Jahren Freiheitsstrafe. Dass die Vorinstanz das konkrete Tatverschulden innerhalb dieses weiten Strafrahmens im unteren Drittel ansiedelt, spricht nicht gegen ein gewichtiges öffentliches Interesse. Ebenso weist sie zutreffend auf das konkrete Tatvorgehen hin, aus dem sich eine künftige erhebliche Gefährdung der öffentlichen Sicherheit seitens des Beschwerdeführers ergibt.