Citation: 2C_564/2019 E. 6.3

6.3. Vorliegend erweist sich die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung als mit Art. 8 EMRK nicht vereinbar: Es ist aktenkundig und unbestritten, dass die Beschwerdeführerin die Schule nicht besucht hat und einen niedrigen Bildungsstand aufweist. Dass sie offenbar sprachlich eher schlecht integriert ist, darf vor diesem Hintergrund nicht übermässig gewichtet werden. Vielmehr ist vorliegend zu beachten, dass sie beruflich integriert ist, sich nichts zuschulden hat kommen lassen und seit über zehn Jahren rechtmässig in der Schweiz lebt. Es liegen keine besonderen Gründe für die Beendigung ihres Aufenthalts in der Schweiz im Sinne der zitierten Rechtsprechung vor. Das öffentliche Interesse an der Nichtverlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung erschöpft sich somit weitgehend im Bestreben, eine restriktive Einwanderungspolitik durchzusetzen. Dies kann für sich allein angesichts der konkreten Umstände nicht genügen, um die Verweigerung des weiteren Aufenthalts zu rechtfertigen (vgl. auch BGE 144 I 266 E. 4.3 S. 279). Weitere öffentliche Interessen an einer Wegweisung der Beschwerdeführerin sind nicht ersichtlich und werden im angefochtenen Urteil auch nicht aufgeführt. Das private Interesse der Beschwerdeführerin, ihr soziales und berufliches Netz nach langem Aufenthalt in der Schweiz nicht zurücklassen zu müssen, überwiegt somit das öffentliche Interesse an einer Beendigung ihres Aufenthalts. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass eine Rückkehr der Beschwerdeführerin in den Kosovo nicht von vornherein unzumutbar erscheint (vgl. BGE 144 I 266 E. 4.3 S. 279 f.; E. 5.5 hiervor).