Citation: 4P.172/2004 18.11.2004 E. 7

7.1 Der Beschwerdeführer machte vor Obergericht geltend, mit der Appellation im Scheidungsverfahren hätte eine neue Schatzung der Liegenschaft in Meggen per 1. Januar 1998 verlangt werden können, welche zu einem tieferen Wert geführt hätte, da die Preise für Einfamilienhäuser seit dem Hauskauf stark gesunken seien. Das Obergericht nahm an, eine neue Schätzung hätte zu keinem tieferen Liegenschaftswert als den vom Amtsgericht Luzern-Land angenommenen Wert von Fr. 774'000.-- geführt. Dies ergebe sich daraus, dass die Liegenschaft im Februar 1998 vom Betreibungsamt Meggen auf Fr. 851'000.-- geschätzt worden sei. Damit sei die vom Treuhandbüro N.________ in einem Schreiben an den Beschwerdeführer vermutete Wertverminderung der Liegenschaft widerlegt, zumal darin erwähnt werde, dass die Neubewertung auf einer rechnerischen Nachprüfung der Verkehrswertschätzung vom 1993 beruhe und die Liegenschaft nicht besichtigt worden sei. Nachdem erstellt sei, dass die Liegenschaft in Meggen 1998 nicht weniger, sondern eher mehr Wert gehabt habe als 1993, erübrige es sich, die vom Beschwerdeführer beantragte Expertise einzuholen. Damit stehe fest, dass der Beschwerdeführer dadurch, dass er im Scheidungsverfahren keine neue Schatzung veranlassen konnte, nicht zu Schaden gekommen sei. 7.2 Der Beschwerdeführer rügt, diese Annahme beruhe auf willkürlicher Beweiswürdigung. Zur Begründung macht er dem Sinne nach geltend, die Wertverminderung sei mit dem Schreiben vom 4. Juni 1997 durch das Treuhandbüro N.________ vom gleichen Experten belegt, der bereits die Schatzung vom 7. April 1993 vorgenommen habe. Dieser wäre deshalb wohl auch mit der Neuschatzung beauftragt worden. Der Vergleich mit einer Schatzung des Betreibungsamts Meggen sei verfehlt, weil dieses offensichtlich von anderen Verhältnissen ausgegangen sei. Zudem seien zwischenzeitlich bauliche Investitionen getätigt worden, welche zu Wertvermehrungen geführt hätten, welche hätten in Abzug gebracht werden müssen. Da die vom Experten N.________ festgestellte Reduktion der Grundstückwerte in der Zeit zwischen 1992 bis 1998/99 immerhin 8 % betrage, sei anzunehmen, dass dem Antrag auf eine neue Expertise gefolgt worden wäre. 7.3 Die Rüge ist unbegründet. Der Beschwerdeführer behauptet zwar, das Betreibungsamt Meggen sei von anderen Verhältnissen ausgegangen und hätte zu Unrecht nachträgliche bauliche Massnahmen einbezogen. Diese allgemeinen Angaben werden jedoch weder konkretisiert noch belegt, weshalb sie nicht überprüfbar sind. Demnach ist nicht dargetan, inwiefern das Obergericht in Willkür verfallen sein soll, wenn es gestützt auf die Expertise des Betreibungsamtes Meggen annahm, der Wert des Grundstücks sei in der fraglichen Zeitperiode nicht gefallen, wobei nicht anzunehmen sei, eine zusätzliche Expertise könne an diesem Ergebnis etwas ändern.