Citation: 1P.323/2005 16.08.2005 E. 2

2.1 Tritt eine Behörde auf eine ihr frist- und formgerecht unterbreitete Sache nicht ein, obschon sie darüber entscheiden müsste, begeht sie gemäss der bundesgerichtlichen Praxis eine formelle Rechtsverweigerung im Sinne von Art. 4 aBV bzw. Art. 29 Abs. 1 BV (BGE 124 V 130 E. 4 S. 133; 117 Ia 116 E. 3a S. 117; Urteil des EVG vom 29. Oktober 2003 E. 3, in: Kranken- und Unfallversicherung, Rechtsprechung und Verwaltungspraxis [RKUV] 2004 Nr. U 506, S. 255). In welcher Form und in welchem Umfang die diesbezüglichen Verfahrensrechte zu gewährleisten sind, lässt sich nicht generell, sondern nur im Hinblick auf den konkreten Fall beurteilen (BGE 117 Ia 116 E. 3a S. 118). 2.2 Willkür im Sinne von Art. 9 BV liegt nach ständiger Rechtsprechung nur dann vor, wenn ein Entscheid in klarer, offensichtlicher Weise unhaltbar ist. Die Unhaltbarkeit muss im Ergebnis, nicht in allenfalls fehlerhaften Motiven liegen. Willkür ist nicht schon dann gegeben, wenn eine andere Lösung als die beanstandete ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre, sondern nur dann, wenn das Ergebnis schlechterdings mit vernünftigen Gründen nicht zu vertreten ist (BGE 131 I 57 E. 2 S. 61; 129 I 173 E. 3.1 S. 178, je mit Hinweisen).