Citation: 5A_957/2016 E. 3.2.1

3.2.1. Wie die Beschwerdeführer zutreffend hervorheben (S. 15 der Beschwerdeschrift), ist die Enteignung für die Verwirklichung allgemeiner öffentlicher Werke im kantonalen Gesetz über die Einführung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches vom 4. April 1954 (EGZGB/SO; BGS/SO 211.1) geregelt, wonach zur Durchführung von Unternehmen der öffentlichen Wohlfahrt dingliche Rechte an Grundstücken enteignet werden können (§ 228 Abs. 1 EGZGB/SO), das Enteignungsrecht unter anderem von den Gemeinden beansprucht werden kann (§ 229 Abs. 1 EGZGB/SO) und der Regierungsrat über das Enteignungsrecht beschliesst (§ 230 Abs. 1 EGZGB/SO). Der Beschwerdegegnerin steht somit das Enteignungsrecht nicht kraft Gesetzes zu. Dass sie durch regierungsrätliche Verfügung zur formellen Enteignung gestützt auf diese Gesetzesgrundlage berechtigt worden wäre, hat die Beschwerdegegnerin auch nicht behauptet.