Citation: 5P.109/2000 08.05.2000 E. 2

2.- Die Beschwerdeführerin wirft dem Appellationsgericht sowohl materielle wie formelle Rechtsverweigerung vor. Das Appellationsgericht erwog, die Beschwerdeführerin habe sich trotz der vom Zivilgerichtspräsidenten auf ihr Ersuchen erstreckten Frist nicht zum Gesuch des Beschwerdegegners um Erhöhung der Arrestkaution auf Fr. 200'000.-- vernehmen lassen; der Zivilgerichtspräsident habe die angefochtene Verfügung somit gestützt auf die unbestritten gebliebenen Ausführungen des Beschwerdegegners zum Schaden erlassen, was in keiner Weise als willkürlich bezeichnet werden könne; die Einwendungen der Beschwerdeführerin, mit welchen sie sich im Beschwerdeverfahren erstmals im Einzelnen zu den Schadensposten geäussert habe, seien verspätet, da es ihr ohne weiteres möglich und zumutbar gewesen wäre, die gegnerische Schadensaufstellung bereits vor dem Zivilgerichtspräsidenten zu bestreiten; im Übrigen sei der Vorwurf der Beschwerdeführerin, es erweise sich als einmalig dreist, dass der Beschwerdegegner auch den Schaden seines Bruders geltend mache, als offensichtlich unrichtig, zumal bereits der Wortlaut von Art. 273 SchKG klar erkennen lasse, dass sich Haftung und Sicherheitsleistung auf den sowohl dem Schuldner als auch Dritten aus einem ungerechtfertigten Arrest erwachsenen Schaden beziehe. Soweit die Beschwerdeführerin dem Appellationsgericht hinsichtlich jener Punkte, welche in dieser Begründung angesprochen werden, formelle Rechtsverweigerung vorwirft, erweist sich ihre Rüge als haltlos. Die Begründung ist in dieser Hinsicht derart abgefasst, dass der Entscheid des Appellationsgerichts sachgerecht angefochten werden konnte; mehr aber verlangt Art. 4 aBV nicht (BGE 124 II 146 E. 2a S. 149 mit Hinweisen). Ins Leere stösst der Vorwurf formeller Rechtsverweigerung, den die Beschwerdeführerin damit begründet, das Appellationsgericht habe keine wirkliche Prüfung in jenen Punkten vorgenommen, welche entsprechende Sachvorbringen vor dem Zivilgerichtspräsidenten vorausgesetzt hätten. Denn an solchen gebrach es, nachdem die Beschwerdeführerin sich trotz verlangter Fristerstreckung vor dem Zivilgerichtspräsidenten nicht hatte vernehmen lassen, so dass wegen Verspätung unwidersprochen ausser Betracht blieb, was sie vor dem Appellationsgericht zum Schaden vorgetragen hatte. Die Willkürrüge substanziert die Beschwerdeführe-rin damit, es liege mit Fr. 70'000.-- ein bloss indirekter, von Art. 273 SchKG nicht erfasster Schaden vor, was vom Zivilgerichtspräsidenten im Rahmen der Rechtsanwendung von Amtes wegen hätte beachtet werden müssen; der Schaden von Fr. 50'000.-- hänge nicht mehr vom gegenwärtigen Arrest ab; Art. 273 SchKG verbiete dem Richter, seinen Entscheid auf nicht bestrittene Sachvorbringen abzustützen, und verlange die Würdigung ihrer Wahrscheinlichkeit von Amtes wegen. Erstmals vorgetragen sind diese Vorbringen allerdings neu und in einer staatsrechtlichen Beschwerde wegen Verletzung von Art. 4 aBV unzulässig (BGE 118 III 37 E. 2a S. 39 mit Hinweisen). Eine materielle Rechtsverweigerung durch das Appellationsgericht ist mit diesen nicht darzutun. Es stösst insoweit aber auch der Vorwurf ins Leere, im angefochtenen Entscheid sei zu diesen Einwendungen nicht Stellung genommen und dadurch ebenso gegen die Begründungspflicht verstossen worden. Inwiefern die Erwägung des Appellationsgerichts, bereits aus dem Wortlaut von Art. 273 SchKG ergebe sich klar, dass sich Haftung und Sicherheitsleistung auf den sowohl dem Schuldner als auch Dritten aus einem ungerechtfertigten Arrest erwachsenen Schaden beziehe, offensichtlich unhaltbar wäre, legt die Beschwerdeführerin nicht dar; sie hält statt dessen in unzulässiger Weise bloss ihre eigene Sicht der Dinge entgegen (BGE 120 Ia 369 E. 3a mit Hinweisen).