Citation: 6B_544/2009 26.10.2009 E. A

A.a Im Februar 2005 befand sich der in der Schweiz wohnhafte russische Geschäftsmann A.________ aufgrund eines Auslieferungsersuchens Russlands in der Schweiz in Auslieferungshaft. Am 25. Februar 2005 ersuchte X.________, ein in der Schweiz ansässiger Geschäftspartner von A.________, beim Bundesamt für Justiz telefonisch um die Erlaubnis, jenen in der Haft zu besuchen. Anlässlich dieses Telefongesprächs bzw. eines weiteren Gesprächs vom gleichen Tag gab X.________ den Beamten vor, es befinde sich ein russischer Staatsanwalt in seinem Büro. Dieser verlange USD 50'000.--, damit Russland das Auslieferungsersuchen in Sachen A.________ zurückziehe. Ebenfalls am 25. Februar 2005 informierte ein Mitarbeiter des Rechtsvertreters von A.________ im Auslieferungsverfahren den zuständigen Mitarbeiter des Bundesamtes für Justiz per Telefon, X.________ sei gemäss seiner eigenen Mitteilung von einem russischen Staatsanwalt aufgesucht worden, der gegen eine Zahlung von USD 50'000.-- zum Rückzug des Auslieferungsersuchens bereit sei. Diese Information verbreitete sich in der Folge beim Bundesamt für Justiz, bei der Bundesanwaltschaft und bei der Bundeskriminalpolizei. A.b Am 13. Oktober 2005 beantragte die Bundesanwaltschaft die Eröffnung einer Voruntersuchung gegen X.________ wegen falscher Anschuldigung, eventuell Irreführung der Rechtspflege. Mit Verfügung vom 31. Mai 2006 eröffnete die Eidgenössische Untersuchungsrichterin die Voruntersuchung wegen Irreführung der Rechtspflege sowie wegen Bestechung eines fremden Amtsträgers. In ihrem Schlussbericht vom 9. Oktober 2006 stellte sie fest, die erhobenen Beweise erlaubten den Entscheid über die Erhebung der Anklage wegen Irreführung der Rechtspflege. Eine Anklage wegen falscher Anschuldigung und wegen Bestechung schloss sie aus. A.c Am 8. Dezember 2006 erhob die Bundesanwaltschaft beim Einzelrichter des Bundesstrafgerichts gegen X.________ Anklage wegen falscher Anschuldigung, eventuell wegen Irreführung der Rechtspflege.