Citation: 7B_192/2024 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführerin werde mehrfachen Betrug vorgeworfen, indem sie gemeinsam mit ihrem mitbeschuldigten Ehemann (separates Strafverfahren) die Arbeitslosenkasse durch wahrheitswidrige Angaben in deren Formular "Angaben der versicherten Person" zur Auszahlung von Fr. 8'835.80 veranlasst haben soll, wobei der Beschwerdeführerin (bzw. ihrem mitbeschuldigten Ehemann) diese Leistungen nicht zugestanden hätten. Die der Beschwerdeführerin drohende Sanktion von 60 Tagessätzen liege deutlich unter der in Art. 132 Abs. 3 StPO normierten Grenze von 120 Tagessätzen, woran der Umstand, dass das erstinstanzliche Gericht nicht an die Anträge der Staatsanwaltschaft gebunden sei und damit die theoretische Möglichkeit einer höheren Strafe bestehe, nichts zu ändern vermöge. Nachdem die Staatsanwaltschaft die erwähnte Sanktion beantrage und auch die Präsidentin des Bezirksgerichts Aarau von einem Bagatelldelikt ausgehe, bestünden keine Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführerin nunmehr eine konkrete Strafe von mehr als 120 Tagessätzen drohe, zumal sie auch nicht vorbestraft sei. Zudem seien die tatsächlichen Verhältnisse einfach und leicht überblickbar, womit weder ein vertieftes Aktenstudium noch eine aufwändige Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Beweismitteln angezeigt sei. Zeugen oder Auskunftspersonen (mit Ausnahme des mitbeschuldigten Ehemannes), welche vorgeladen und befragt werden müssten, seien nicht vorhanden. Die mutmasslich wahrheitswidrig ausgefüllten Formulare und die entsprechenden Abrechnungen seien aktenkundig. Die Aussagen der Beschwerdeführerin und des mitbeschuldigten Ehemannes stimmten überein und gegenseitige falsche Beschuldigungen seien keine erkennbar. Entgegen der Beschwerdeführerin würden sich aus den Akten auch keine besonders komplexen Rechtsfragen ergeben. Bei der vorgeworfenen mehrfachen Tatbegehung handle es sich jeweils um die identische inkriminierte Tathandlung (wahrheitswidrige Beantwortung der Frage Nr. 1 "Haben Sie bei einem oder mehreren Arbeitgebern gearbeitet?"), wobei im Hauptverfahren einzig diese Handlung auf ihre Tatbestandsmässigkeit zu prüfen sein werde. Überdies würden keine anderen Schwierigkeiten vorliegen, welche eine amtliche Verteidigung rechtfertigen könnten.