Citation: U 521/06 10.12.2007 E. 3

Was den für die Bestimmung des Invaliditätsgrades vorzunehmenden Einkommensvergleich nach alt Art. 18 Abs. 2 Satz 2 UVG und Art. 16 ATSG anbelangt, beanstandet der Beschwerdeführer, dass SUVA und Vorinstanz diesen gestützt auf die Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik und nicht anhand der Verdienste an konkret in Frage kommenden Stellen gemäss der von der SUVA zusammengestellten Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP; vgl. BGE 129 V 472 E. 4.2.1 S. 475 ff.) vorgenommen haben (nachstehende E. 3.1) und überdies von zu geringen Einkünften, die er ohne Unfallfolgen mutmasslich realisieren würde (Valideneinkommen), ausgegangen sind (nachstehende E. 3.2). 3.1 In BGE 129 V 472 hat das Eidgenössische Versicherungsgericht die Anforderungen umrissen, die erfüllt sein müssen, wenn im Rahmen eines Einkommensvergleichs auf Lohnangaben aus der DAP abgestellt wird. Danach werden, zusätzlich zur Auflage von mindestens fünf DAP-Blättern, Angaben über die Gesamtzahl der auf Grund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den Tiefstlohn sowie über den Durchschnittslohn der entsprechenden Gruppe verlangt; ist die SUVA nicht in der Lage, diesen verfahrensmässigen Anforderungen zu genügen, kann nicht auf den DAP-Lohnvergleich abgestellt werden (BGE 129 V 472 E. 4.2.2 S. 478 ff.). Die SUVA ist nicht verpflichtet, ihre aus der DAP gewonnenen Informationen zu ergänzen, bis die von der Rechtsprechung verlangten Erfordernisse erfüllt sind, würde dies doch voraussetzen, dass ihre Dokumentation den gesamten Arbeitsmarkt weitestgehend abdeckt, was nicht der Fall ist (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 S. 476). Verfügt sie nicht über hinreichende Dokumentationen, kann auch sie wie die Invalidenversicherung auf lohnstatistische Ergebnisse greifen, wie sie in der LSE ausgewiesen sind (BGE 129 V 472 E.4.2.2 S. 480 f.). Keiner dieser beiden Methoden kommt Vorrang zu. Das Abstellen der Vorinstanzen auf die der LSE entnommenen Lohnangaben ist daher grundsätzlich nicht zu beanstanden. Auch aus dem angerufenen, in RKUV 2001 Nr. U 439 S. 347 publizierten Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 7. August 2001 [U 240/99]) kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten, standen dort doch die Verhältnisse eines konkreten Einzelfalles zur Diskussion, welche sich in ähnlich gelagerten Fällen nicht in allen Punkten gleich präsentieren müssen. Wird der Einkommensvergleich nach Massgabe der LSE durchgeführt, ist dem Umstand, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen (BGE 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481, mit Hinweisen) Rechnung zu tragen, indem von den Tabellenlöhnen gemäss LSE ein so genannter behinderungsbedingter Abzug vorgenommen wird, dessen Höhe unter Berücksichtigung sämtlicher persönlicher und beruflicher Umstände (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen ist, wobei der Abzug höchstens 25 % ausmachen darf (BGE 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481; 126 V 75 E. 5 b/aa-cc S. 79 f.). SUVA und Vorinstanz haben dem Beschwerdeführer diesen höchstzulässigen Abzug zugebilligt, womit dessen unfallbedingte funktionelle Einschränkungen (E. 2.4 hievor) in hinreichendem Ausmass Eingang in die Invaliditätsbemessung gefunden haben.