Citation: 2C_983/2020 E. 3.4.3

3.4.3. Selbst wenn aber auf die Zahlen der Aletsch Arena AG zum Geschäftsjahr 2016/2017 abgestellt werden könnte, deckten diese Zahlen ausschliesslich die Logiernächte ab, über die effektiv abgerechnet wurde. Dabei dürfte es sich nach der allgemeinen Lebenserfahrung ganz überwiegend oder sogar ausschliesslich um gewerblich vermietete Ferienwohnungen handeln, zumal selbstnutzende Ferienwohnungseigentümer erfahrungsgemäss die pauschale Abrechnung bevorzugen. In Bezug auf Objekte, über die bereits nach altem Reglement pauschal abgerechnet wurde, scheint die Gemeinde - wiederum im Unterschied zu anderen Walliser Gemeinden (vgl. oben E. 3.4.2) - keinerlei Anstrengungen unternommen zu haben, die durchschnittlichen Belegungsgrade zu ermitteln, wie dies Art. 21 Abs. 3bis TG/VS verlangt. Stattdessen unterstellt sie in Bezug auf diese Objekte einen fiktiven Belegungsgrad von 30 Übernachtungen (bzw. 15 Übernachtungen für Jugendliche). Dieser Wert lag bereits dem alten Reglement zugrunde, das diesen Wert für alle Ferienwohnungen in beiden Sektoren (Fiesch und Fiescheralp) vorsah. Er wird aber von der Gemeinde in keiner Art und Weise plausibilisiert. Die Gemeinde unterlässt es auch, für die pauschal abgerechneten Objekte insoweit zwischen Sektor 1 (Fiesch) und Sektor 2 (Fiescheralp) zu differenzieren, obschon sie für die beiden Sektoren schliesslich - aufgrund der wesentlich grösseren Zahl an effektiv abgerechneten Logiernächten in Objekten im Sektor 2 - sehr unterschiedliche Belegungsgrade (27 Nächte für Objekte im Sektor 1; 57 Nächte für Objekte im Sektor 2) festlegt.