Citation: 1B_118/2019 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdeführer legt nicht dar, welche konkreten Anmerkungen sein ehemaliger Anwalt in seinen beiden privaten Agenden (2004/2005) nachträglich (angeblich im Jahre 2016) handschriftlich angebracht haben soll. Er stellt sich auf den Standpunkt, seine Agenden enthielten "höchstwahrscheinlich" solche Anmerkungen, und diesfalls unterstünde "jeder einzelne Eintrag" dem Anwaltsgeheimnis. Es kann offen bleiben, ob der Beschwerdeführer die Verletzung von gesetzlich geschützten Geheimnisrechten (im Sinne der dargelegten Praxis des Bundesgerichtes) ausreichend substanziiert hat. Die Ansicht der Vorinstanz, das Anwaltsgeheimnis stellte in der vorliegenden Konstellation kein Entsiegelungshindernis dar, hält jedenfalls vor dem Bundesrecht stand: Zwar behauptet der Beschwerdeführer, sein damaliger Anwalt habe im Jahre 2016 Anmerkungen auf den Agenden 2004/2005 angebracht; im Entsiegelungsverfahren hat er jedoch keine konkreten Anmerkungen oder Kommentierungen genannt, auf die das zuträfe. Die Vorinstanz hat die beiden Agenden 2004 und 2005 einer sorgfältigen Sichtung unterzogen und keine Einträge gefunden, die über die ursprünglichen Termineinträge aus den Jahren 2004 und 2005 hinausgingen (vgl. oben, E. 4.1). Insbesondere fanden sich keine Notizen, die von einem Anwalt oder einer Anwältin nachträglich eingefügt worden sein könnten. Bei den an den Agenden angebrachten Klebezetteln konnte das ZMG nicht zum Vornherein ausschliessen, dass sie im Jahre 2016, anlässlich einer Besprechung mit dem damaligen Anwalt des Beschwerdeführers, eingefügt worden sein könnten. Die Vorinstanz hat alle Klebezettel daher aus den zur Durchsuchung freigegebenen Agenden entfernt. Dieses Vorgehen ist bundesrechtskonform. Selbst wenn der Beschwerdeführer auch noch konkrete handschriftliche Anmerkungen bezeichnet hätte, die von einem Rechtsanwalt stammen könnten, wäre im Übrigen auf die Praxis des Bundesgerichtes hinzuweisen, dass eine beschuldigte Person in ihrem Besitz befindliche relevante Beweismittel nicht schon dadurch dem Zugriff der Strafbehörden definitiv entziehen könnte, dass sie diese mit einem Anwalt bespricht oder von ihm nachträglich mit handschriftlichen Notizen versehen lässt (Urteil 1B_196/2018 vom 26. November 2018 E. 1.5).