Citation: 2A.522/2002 15.01.2003 E. 1

1.1 Die kroatische Staatsangehörige M.________, geboren am 15. April 1955, reiste am 16. März 1972, als Siebzehnjährige, in die Schweiz ein. Sie hat eine Niederlassungsbewilligung. Aus einer im Jahr 1978 geschlossenen und 1987 geschiedenen Ehe stammen eine Tochter (geboren 1978) und ein Sohn (geboren 1983). Am 1. Juni 1991 heiratete M.________ ein zweites Mal; Schritte zur Scheidung dieser kinderlos gebliebenen Ehe sind eingeleitet. Die Bezirksanwaltschaft Zürich bestrafte M.________ am 2. Juli 1991 wegen Diebstahls, fortgesetzten Betruges und fortgesetzter Urkundenfälschung mit 14 Tagen Gefängnis bedingt. Die Fremdenpolizei des Kantons Aargau nahm diese Verurteilung zum Anlass, M.________ zu verwarnen und ihr für den Fall weiterer wesentlicher Bestrafung die Anordnung geeigneter fremdenpolizeilicher Massnahmen anzudrohen (Verfügung vom 22. Januar 1992). Am 26. März 1998 wurde M.________ wegen Verdachts, gegen das Betäubungsmittelgesetz verstossen zu haben, in Untersuchungshaft genommen. Mit Urteil vom 26. April 2000 erkannte das Bezirksgericht Zürich sie der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3, 4 und 6 in Verbindung mit Art. 19 Ziff. 2 BetmG für schuldig (bandenmässige Einfuhr grosser Mengen Heroin in die Schweiz im Zeitraum Ende 1997 Anfang 1998) und bestrafte sie mit fünf Jahren Zuchthaus. 1.2 Am 4. Juli 2001 wies die Fremdenpolizei des Kantons Aargau M.________ auf unbestimmte Dauer aus der Schweiz aus. Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache blieb erfolglos (Einspracheentscheid vom 26. Februar 2002). Am 20. September 2002 wies das Rekursgericht im Ausländerrecht des Kantons Aargau die gegen den Einspracheentscheid erhobene Beschwerde ab. 1.3 Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 23. Oktober 2002 stellt M.________ die Anträge, das Urteil des Rekursgerichts vom 20. September 2002 sei vollumfänglich aufzuheben und es sei ihr der weitere Aufenthalt in der Schweiz zu bewilligen, eventualiter sei das angefochtene Urteil aufzuheben und sie sei zu verwarnen (Androhung der Ausweisung), subeventualiter sei das angefochtene Urteil aufzuheben und sie sei für eine auf zwei Jahre befristete Dauer aus der Schweiz auszuweisen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersucht sie um persönliche Befragung und Anhörung sowie um Einholung eines Berichts der Universität Bern, integrierter forensisch-psychiatrischer Dienst IFPD, betreffend Legalprognose bzw. Zumutbarkeit einer Ausreise. Am 25. Oktober 2002 reichte sie eine schriftliche Stellungnahme des sie behandelnden Arztes zur Frage der Ausweisung ein. Das Rekursgericht im Ausländerrecht des Kantons Aargau beantragt Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Migrationsamt (früher Fremdenpolizei) des Kantons Aargau hat auf Vernehmlassung verzichtet. Am 15. November 2002 hat es einen Bericht des Bundesamtes für Flüchtlinge vom 8. November 2002 eingereicht, welcher sich zu den medizinischen Behandlungsmöglichkeiten in Kroatien äussert; der Bericht ist der Beschwerdeführerin zur Kenntis gebracht worden. Das Bundesamt für Ausländerfragen stellt den Antrag, die Verwaltungsgerichtsbeschwerde abzuweisen. 1.4 Mit Verfügung vom 18. November 2002 hat der Präsident der II. öffentlichrechtlichen Abteilung dem Gesuch der Beschwerdeführerin, der Beschwerde aufschiebende Wirkung zuzuerkennen, entsprochen.