Citation: 5C.33/2002 12.04.2002 E. 2

2.- Das Obergericht hat einen Schadenersatzanspruch des Klägers aus verschiedenen Gründen abgelehnt: Der Kläger habe mit Brief vom 13. August 1999 den Vertrag vom 2. Mai 1988 gekündigt und damit auch das durch Verrechnung reduzierte Darlehen; davon sei auch er selber in seinen Kündigungsschreiben ausgegangen. Die Rückzahlungspflicht selbst und die umstrittene Frage, um wieviel das Darlehen den im Vertrag vom 2. Mai 1988 erwähnten Betrag von Fr. 180'000.-- übersteige, seien nicht Prozessgegenstand gewesen. Der Kläger verlange erfolglos Ersatz für die weggefallene Arbeit (positives Vertragsinteresse), weil mit der Kündigung des Darlehens auch die damit verbundene Arbeitsleistung nicht mehr geschuldet sei. Das Begehren des Klägers um Schadenersatz von monatlich Fr. 2'000.-- dringe auch deshalb nicht durch, weil das Wohnrecht nicht mit Arbeitsleistungen entschädigt werden müsse (E. 5a und 5b S. 16 f. des angefochtenen Urteils). Der Kläger begründet seinen Schadenersatzanspruch vor Bundesgericht damit, die Beklagten - namentlich die Beklagte 2- würden sich mit der Arbeitsleistung im Verzug befinden (Art. 107 OR). Ihm stehe Schadenersatz zu, weil die von ihm ohne Erfolg gemahnten Beklagten die Arbeitsleistungen nicht erbracht hätten, die sie für das Wohnrecht schulden würden. a) Hat die Vorinstanz bundesrechtskonform eine aus dem Vertrag vom 11. Juni 1996 fliessende Pflicht der Beklagten verneint, Arbeitsleistungen als Entgelt für das Wohnrecht zu erbringen (E. 1b hiervor), hat sie dem Kläger aus diesem Vertrag auch keinen Schadenersatz zusprechen dürfen. Denn der Verzug setzt eine Schuldpflicht voraus. Ist der Vertrag vom 2. Mai 1988 gekündigt worden, hat das Obergericht zu Recht befunden, aus der Verweigerung der Arbeitsleistung entstehe kein Schadenersatzanspruch. Denn durch die Kündigung ist das Darlehen rückzahlungspflichtig geworden, soweit es nicht bereits durch Verrechnung getilgt worden ist. Wegen der Kündigung sind die Beklagten auch nicht mehr zu Arbeitsleistungen verpflichtet, die ja den Gegenwert zum ebenfalls weggefallenen Darlehenszins gebildet haben (E. 1b Abs. 3 hiervor). Ist aber keine Arbeit geschuldet, können die Beklagten insoweit nicht in Verzug geraten sein. Ob sie sich bezüglich der Darlehensrückzahlung allenfalls in Verzug befinden, interessiert hier nicht, weil diese Forderung nicht Prozessgegenstand ist. b) Somit hat das Obergericht die Schadenersatzklage unter allen Aspekten geprüft und ohne Verletzung von Bundesrecht abgewiesen.