Citation: I 195/01 09.07.2001 E. 3

3.- a) Die Vorinstanz hat in verbindlicher Weise (Erw. 1 hievor) festgestellt, dass die Beschwerdeführerin die massive Erhöhung ihres Einkommens von Fr. 20'112. 30 im Jahr 1992 und Fr. 17'808.- im Jahr 1993 in den folgenden drei Jahren am gleichen Arbeitsplatz nicht gemeldet hat (1994: Fr. 43'022.-, 1995: Fr. 53'820.- und 1996: Fr. 45'212.-). Dies, obwohl sie in der Verfügung vom 7. März 1994, mit welcher der Anspruch auf die halbe Rente bestätigt wurde, wie auch in den früheren Leistungsverfügungen vom 8. November 1990 und 3. Dezember 1992 darauf hingewiesen worden war, jede Änderung in den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen, welche den Leistungsanspruch beeinflussen könnte, unverzüglich der IV-Stelle zu melden. Die höheren Einkommen, die im Einkommensvergleich einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad ergaben (1994: 20 %, 1995: 13 %, 1996: 27 %), wurden erst anlässlich der per 17. Mai 1996 eingeleiteten amtlichen Rentenrevision festgestellt. b)Bei diesen Gegebenheiten hat das kantonale Gericht zu Recht eine grobfahrlässige Meldepflichtverletzung angenommen und damit das Vorliegen des guten Glaubens verneint. Die Beschwerdeführerin wurde mehrmals auf ihre Meldepflicht hingewiesen. Es hätte ihr unter Beachtung der auch ihr zumutbaren Aufmerksamkeit klar sein müssen, dass eine solch massive Erhöhung des Einkommens um fast das Doppelte nicht ohne Einfluss auf ihren Rentenanspruch sein konnte, zumal sie selbst am 15. September 1993 um Erhöhung ihrer Invalidenrente ersuchte und dies damit begründete, sie verdiene nur 50 %. Daran vermögen die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgebrachten Einwände nichts zu ändern. Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, sie sei nicht besser informiert gewesen und könne nicht begreifen, dass ihr kein Glauben geschenkt werde, ist darauf hinzuweisen, dass das kantonale Gericht ihr nicht vorgeworfen hat, sie sei sich der Unrechtmässigkeit ihres Verhaltens bewusst gewesen und habe die ihr nicht zustehenden Rentenleistungen wissentlich erwirkt. Vielmehr ist ihr vorzuhalten, dass sie das höhere Einkommen nicht meldete, obwohl auf der Verfügung vom 7. März 1994 (wie auch bereits auf derjenigen vom 2. Dezember 1992, Erw. 3a hievor) der unmissverständliche Hinweis auf die Meldepflicht bei Änderung in den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen angebracht war. Im Übrigen mag zwar zutreffen, dass die Versicherte auf Grund ihrer schweren Krankheit zeitweise zur Besorgung der persönlichen Angelegenheiten ausser Stande war. Dass es ihr aber über einen Zeitraum von knapp drei Jahren, in welchem sie zudem in der Lage war, ein massiv höheres Einkommen zu erzielen, nicht möglich gewesen wäre, die gebotene Aufmerksamkeit aufzubringen und ihre Meldepflicht wahrzunehmen, überzeugt nicht. Schliesslich ist bezüglich des Antrages der Beschwerdeführerin, es sei ihr mit der Höhe des Betrages entgegenzukommen, darauf hinzuweisen, dass die Möglichkeit einer Reduktion der Rückerstattungsforderung im Falle der Verneinung des guten Glaubens nicht besteht, die IV-Stelle indes mit der Versicherten eine Abzahlungsvereinbarung treffen kann.