Citation: 4P.15/2007 13.03.2007 E. 6

6.1 Weiter wirft die Beschwerdeführerin dem Obergericht eine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor. Der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) verlangt insbesondere, dass die Gerichte die rechtserheblichen Vorbringen der Parteien anhören und bei der Entscheidfindung berücksichtigen (BGE 124 I 241 E. 2 S. 242). Damit sich die Parteien ein Bild über die Erwägungen des Gerichts machen können, ist sein Entscheid zu begründen. Die Begründung muss kurz die Überlegungen nennen, von denen sich das Gericht hat leiten lassen und auf die sich sein Entscheid stützt. Nicht erforderlich ist hingegen, dass sich der Entscheid mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinander setzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Es genügt, wenn der Entscheid gegebenenfalls sachgerecht angefochten werden kann (BGE 129 I 232 E. 3.2 S. 236, 126 I 97 E. 2b S. 102 f., je mit Hinweisen). Zudem verleiht der aus Art. 29 Abs. 2 BV fliessende Anspruch auf rechtliches Gehör der betroffenen Partei das Recht, in einem Verfahren, welches in ihre Rechtsstellung eingreift, mit rechtzeitig und formgültig angebotenen Beweisanträgen gehört zu werden, soweit diese nicht offensichtlich beweisuntauglich sind (BGE 131 I 153 E. 3 S. 157, 127 I 54 E. 2b S. 56, 124 I 241 E. 2 S. 242, je mit Hinweisen). 6.2 Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, man hätte zumindest erwarten können, dass das Obergericht darlegt, weshalb die behaupteten Einzahlungen von Kundengeldern auf Privatkonti der Arbeitnehmerin eine fristlose Auflösung des Arbeitsverhältnisses nicht zu begründen vermögen, kann darin eine Rüge der Gehörsverletzung mangels hinreichender Begründung zu verstehen sein. Die Beschwerdeführerin dringt damit aber nicht durch, denn dem angefochtenen Urteil ist zweifelsfrei zu entnehmen, dass es die Beschwerdeführerin unterlassen hat, Ausführungen zum Tatbeitrag der Beschwerdegegnerin zu machen. Fehlten aber Behauptungen, die auf ein strafrechtlich relevantes Verhalten der Beschwerdegegnerin schliessen lassen, konnten Beweiserhebungen (Edition von Bank- bzw. Postunterlagen und der Beizug von Strafakten) entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin ohne Verletzung des Gehörsanspruchs unterbleiben. Von einer Verfassungsverletzung kann auch insoweit keine Rede sein.