Citation: 5A.1/2001 19.04.2001 E. B

B.- Am 19. August 1998 stellte das Ehepaar H.M.________ und S.M.________ beim Kantonalen Jugendamt des Kantons Bern ein Gesuch um Aufnahme von R.E.________ als Pflegekind im Hinblick auf eine spätere Adoption. Mit Schreiben vom 10. September 1998 legte das Kantonale Jugendamt dem Ehepaar H.M.________ und S.M.________ nahe, das Gesuch zurückzuziehen, da ihnen der Knabe von seinen Eltern nur zur Pflege und nicht zur Adoption anvertraut worden sei und andere wichtige Gründe, die eine Aufnahme des Kindes gestatten würden, nicht vorlägen. Es wies sie ferner darauf hin, dass ein Kind erst nach Erteilung der Pflegekindbewilligung aufgenommen werden dürfe. Am 30. September 1998 reichte das Ehepaar H.M.________ und S.M.________ die Zustimmung der Eltern des Knaben zur Adoption nach. Mit Verfügung vom 7. Oktober 1998 setzte die Fremdenpolizei des Kantons Bern die Ausreisefrist für R.E.________ auf Mitte November 1998 fest. Eine hiergegen erhobene Beschwerde wurde von der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern am 18. Dezember 1998 abgewiesen und die Ausreisefrist neu auf den 23. Januar 1999 angesetzt. Infolge der noch laufenden Rechtsmittelverfahren wurde allerdings die Rückführung des Knaben nicht vollzogen. Das Kantonale Jugendamt lehnte schliesslich mit Verfügung vom 31. Mai 2000 das Gesuch um Aufnahme von R.E.________ als Pflegekind ab. Eine dagegen erhobene Beschwerde beschied die Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern am 22. September 2000 abschlägig. In der Folge appellierten die Eheleute an den Appellationshof des Kantons Bern und beantragten, der Entscheid der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion sei aufzuheben und das Kantonale Jugendamt anzuweisen, die nachgesuchte Bewilligung zu erteilen. Mit Entscheid vom 21. November 2000 wies der Appellationshof das Gesuch des Ehepaares H.M.________ und S.M.________ um Bewilligung zur Aufnahme von R.E.________ ab.