Citation: 1P.547/2005 10.10.2005 E. 2

Im angefochtenen Entscheid wird die angeordnete prozessuale Sperrfrist für neue Haftentlassungsgesuche wie folgt begründet: Zwar liege ein "Gefährlichkeitsgutachten vom 25. Juli 2005 der psychiatrischen Klinik Schlössli" vor. Es sei jedoch ein weiteres "detailliertes Gutachten in Bezug auf den Geisteszustand des Angeklagten, insbesondere dessen Zurechnungsfähigkeit" in Bearbeitung. Dieses "dürfte offenbar aber erst Ende September 2005 vorliegen". "Solange nicht ein diese Frage abschliessend klärendes Gutachten" erstellt wurde, müsse "einem weiteren Haftverfahren die Berechtigung abgesprochen werden". Neue Haftprüfungsverfahren würden nach Ansicht des kantonalen Haftrichters "lediglich sämtliche Beteiligten unnötigerweise strapazieren". Daher erscheine es als "angemessen, bis zum Vorliegen eines umfassenden Gutachtens im vorgenannten Sinne kein neues Haftentlassungsgesuch zuzulassen".