Citation: 9C_85/2024 E. 5.2

5.2. Die Ausgleichskasse macht eine Verletzung bzw. falsche Anwendung von Art. 49 Abs. 2 ATSG, Art. 53 Abs. 1 ATSG und Art. 29 Abs. 2 BV geltend. Anders als das kantonale Gericht, dessen Urteil dazu noch ausstehe (vgl. E. 3.3.2 hiervor), habe sie selber den Beitragsstatus der Fahrer aufgrund der Änderung von 2020 bereits beurteilt (Einspracheentscheid vom 4. August 2022). Dass die Änderung von 2022 für den Status der Fahrer rechtserheblich sei, müsste nun aber bezogen auf dieses zuvor gültig gewesene Modell (d.h. die Änderung von 2020) glaubhaft gemacht werden. Diesen für die Beurteilung der Rechtserheblichkeit unabdingbaren Vergleich der beiden Modelle habe die Vorinstanz unterlassen. Er würde zeigen, dass eine Sachverhaltsänderung nicht glaubhaft und das Nichteintreten deshalb zu Recht erfolgt sei.