Citation: 9C_641/2019 E. 5.2

5.2. Ob ein höherer Abzug vom Tabellenlohn anzurechnen ist, stellt eine typische Ermessensfrage dar, die nur eingeschränkter Korrektur zugänglich ist (Ermessensüberschreitung, -missbrauch oder -unterschreitung; vgl. BGE 137 V 71 E. 5.1 S. 72 f. mit Hinweis auf BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399). Es wird beschwerdeweise nicht näher ausgeführt und ist auch nicht zu ersehen, inwiefern die vorinstanzliche Gewährung eines 10%igen Abzuges unter dem Aspekt der kurzfristigen, nicht planbaren Toilettenpausen und der Zumutbarkeit nur noch körperlich leichter, sitzender Tätigkeiten in diesem Sinne bundesrechtswidrig sein sollte. Ob dem erhöhten Pausenbedarf bereits durch die gastroenterologisch bedingte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20 % Rechnung getragen wurde, kann vor diesem Hintergrund dahingestellt bleiben (vgl. ABI-Gutachten, S. 33). Wenn sich die Beschwerdeführerin überdies erneut darauf beruft, es bestünden aufgrund der Schmerzen Minderleistungen in neuropsychologischer Hinsicht, ist auf das bereits Gesagte zu verweisen (E. 4.1). Unter diesen Umständen lässt sich die Festsetzung des Abzugs vom Tabellenlohn im Rahmen der eingeschränkten bundesgerichtlichen Kognition - soweit die Beschwerdeführerin einen überprüfbaren Ermessensfehler überhaupt hinreichend rügt - nicht beanstanden.