Citation: 6B_929/2019 E. 1.1

1.1. Sie macht geltend, im Berufungsverfahren vergeblich die nochmalige Anhörung aller bereits vor erster Instanz angehörten Zeugen beantragt zu haben. Das Beweisverfahren müsse schon deswegen wiederholt werden, weil eine böswillige Kampagne gegen sie geführt werde; diese manifestiere sich unter anderem in unwahren Aussagen von Auskunftspersonen resp. Zeugen, manipulierten Zäunen und undatierten Beweisfotos. Die Art und Weise, wie verschiedene Personen vor dem Bezirksgericht gegen sie ausgesagt hätten, habe sie vor den Kopf gestossen. Deshalb habe sie nach der erstinstanzlichen Hauptverhandlung mehrere Strafanzeigen wegen Verleumdung, übler Nachrede, falscher Anschuldigung und falschem Zeugnis gegen verfahrensbeteiligte Personen eingereicht. Umgekehrt hätten einer der Zeugen und weitere Personen immer wieder Strafanzeigen gegen sie eingereicht. Die Verfahren seien hängig. Die Weigerung des Obergerichts, die Zeugen nochmals zu befragen und sich ein eigenes Bild von der Glaubwürdigkeit dieser Personen zu verschaffen, bedeute, dass die Beschwerdeführerin im Vergleich zu den befragten Personen generell als weniger glaubwürdig eingestuft worden sei. In einem der Strafverfahren, in dem die Beschwerdeführerin als Zivil- und Strafklägerin auftrete, habe das Obergericht am 8. Januar 2018 zudem entschieden, dass die erstinstanzliche Gerichtspräsidentin in den Ausstand zu treten habe, weil ein Anschein unzulässiger Vorbefassung nicht auszuschliessen sei. Aus all diesen Gründen sei die Beweisaufnahme vor erster Instanz mangelhaft und hätte das Obergericht das Beweisverfahren wiederholen und die Zeugen und Auskunftspersonen nochmals befragen müssen. Da es dies verweigert habe, liege eine Verletzung ihres Gehörsanspruchs und von Art. 389 Abs. 2 StPO vor.