Citation: I 17/03 08.07.2003 E. 2

Streitig und zu prüfen ist einzig, ob seit der erstmaligen rechtskräftigen Zusprechung der halben Invalidenrente durch Verfügung vom 23. Mai 2000 bis zum Erlass der die revisionsweise Erhöhung ablehnenden, vorinstanzlich bestätigten Verfügung vom 14. September 2001 Änderungen in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten sind, welche nunmehr gestützt auf Art. 41 IVG den Anspruch auf eine ganze Invalidenrente begründen würden. 2.1 Der Beschwerdeführer macht eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes geltend. Er stützt sich dabei auf die Berichte des Dr. med. K.________, Allgemeine Medizin, vom 12. Dezember 2000 und des Dr. med. R.________, orthopädische Chirurgie, vom 9./ 10. Januar 2001. Dieser erhebt den Befund einer Diskopathie L4/5 und L5/S1, eines chronifizierten lumbalen Schmerzsyndroms sowie einer radiologisch kleineren paramedianen Diskushernie L5/S1 links. Der Hausarzt Dr. med. K.________ diagnostiziert ein lumbospondylogenes Syndrom links bei Diskushernie L5/S1 und berichtet von einem stationären, sich seit dem letzten Bericht im Juli 1999 nicht veränderten Zustand des Versicherten, wobei dieser über heftige Rückenschmerzen mit Ausstrahlung ins linke Bein klage. In seiner Stellungnahme vom 6. Juli 1999, welche die IV-Stelle bezüglich des Gesundheitszustandes und der daraus resultierenden Arbeitsfähigkeit ihrer ursprünglichen Rentenverfügung zu Grunde legte, erachtet Dr. med. K.________ eine körperlich leichte, wechselbelastende und nicht ausschliesslich sitzende Tätigkeit ohne Heben von Gewichten über wenige Kilogramm im Umfang von 50 % für zumutbar, woran er auch in seinem neuen Bericht vom 12. Dezember 2000 festhält. Dr. med. R.________ äussert sich zu den Funktionseinschränkungen dahingehend, dass er keinen Beruf wisse, welchen der Versicherte ausüben könne. Da er keine operativen Möglichkeiten zur Verbesserung der Situation sehe, empfehle er die Zusprechung einer vollen Rente, zumal ein im Rahmen der Arbeitslosenversicherung durchgeführter Arbeitsversuch nach einem Monat wegen der Schmerzen habe abgebrochen werden müssen. Hierbei gilt es aber zu beachten, dass es nicht Aufgabe des Arztes ist, den Invaliditätsgrad zu bestimmen, sondern dies obliegt der Verwaltung und im Bestreitungsfalle den Gerichten (vgl. BGE 125 V 261 Erw. 4, 115 V 134 Erw. 2, 114 V 314 Erw. 3c, 105 V 158 Erw. 1). Aus seinem Schreiben vom 22. Mai 2001 an die IV-Stelle ergibt sich zudem, dass er den Versicherten eigentlich ebenfalls nicht zu 100 % arbeitsunfähig schätzt, sondern eine 100%ige Rente lediglich zur Verhinderung der Sozialhilfeabhängigkeit zu sprechen wäre. Vielmehr hält auch er eine 50%ige Arbeitsfähigkeit gestützt auf die medizinischen Fakten für gerechtfertigt. 2.2 Das zuhanden der Verwaltung im Rahmen des Revisionsverfahrens erstattete rheumatologische Gutachten der Klinik X.________ vom 9. März 2001 nennt als Diagnosen ein lumbospondylogenes Syndrom linksbetont mit Symptomausweitung, wobei die geäusserten Beschwerden insgesamt als einigermassen glaubhaft bezeichnet werden, wenn auch nicht ganz in der vorgetragenen Intensität. Die Ärzte betrachten den Versicherten vor allem aufgrund der Dekonditionierung in seinem ursprünglichen Beruf als Gipser zu 100 % arbeitsunfähig. Die Arbeitsfähigkeit bei einer leichten körperlich wechselbelastenden Arbeit mit Lastenheben bis 10 kg sei ebenfalls aufgrund der Dekonditionierung um 50 % reduziert. Entgegen dem in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobenen Einwand ist die Frage der zumutbaren Restarbeitsfähigkeit für den hier massgebenden Zeitraum bis Verfügungserlass am 14. September 2001 (BGE 121 V 266 Erw. 1b mit Hinweisen) genügend abgeklärt. Namentlich durften Vorinstanz und Verwaltung aufgrund der verfügbaren medizinischen Unterlagen davon ausgehen, dass ein zusätzliches psychiatrisches Gutachten bezüglich der erwerblichen Einschränkung keine neuen, entscheidwesentlichen Gesichtspunkte zutage bringen würde. Die Ärzte der Klinik X.________ erachteten zwar im rheumatologischen Gutachten als begleitende Massnahme den Besuch bei einem in der Behandlung von Patienten mit chronischen Schmerzen versierten Psychologen/Psychiater zur Erlernung der Schmerzbewältigungsstrategien und Veränderung seiner Verhaltensweise als angezeigt. Darüber hinaus ergeben sich aus den Akten jedoch keine Anhaltspunkte für ein - von der von Dr. med. R.________ und Dr. med. K.________ erwähnten psychosozialen Belastungssituation unterscheidbares und in diesem Sinne verselbstständigtes - psychisches Leiden mit Krankheitswert (BGE 127 V 299 Erw. 5a), welches mittels eines psychiatrischen oder polydisziplinären Gutachtens näher abzuklären wäre (AHI 2000 S. 159 Erw. 4b mit Hinweisen; vgl. auch BGE 127 V 298 Erw. 4c mit Hinweisen; AHI 2001 S. 228 Erw. 2b). Da von weiteren Sachverhaltsabklärungen keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind, ist von einer Rückweisung der Streitsache an die Verwaltung abzusehen. Zusammenfassend ergibt sich damit keine Verschlechterung des Gesundheitszustandes im Sinne von Art. 41 IVG, woran die kurze und nicht stichhaltige Stellungnahme des Dr. med. R.________ vom 9./10. Januar 2001 nichts zu ändern vermag, zumal er, wie dargelegt, die Annahme einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ebenfalls für gerechtfertigt hält.