Citation: 6B_1060/2020 E. 8.2.1

8.2.1. Hingegen beanstandet der Beschwerdeführer, dass die Vorinstanz ihn auf der Grundlage des erstellten Sachverhalts ebenso wegen mehrfacher Urkundenfälschung schuldig spricht. Er wendet ein, selbst wenn er den beurteilenden Arzt zur Ausstellung von fünf (unwahren) Arztzeugnissen veranlasst hätte und diese in der Folge bei der Unfallversicherung aufgelegt worden wären, sei sein Verhalten nicht als unrichtiges Beurkunden-Lassen einer rechtlich erheblichen Tatsache nach Art. 251 Ziff. 1 StGB zu qualifizieren. Denn der Arzt habe nicht wie ein Notar eine Erklärung als echt zu beglaubigen, sondern eine von ihm festzustellende Tatsache, nämlich eine Krankheit oder Verletzung, festzustellen und zu beurteilen, ob deshalb eine Arbeitsunfähigkeit vorliege.