Citation: 4P.139/2002 10.10.2002 E. 3.2

3.2.1 Die Beschwerdeführer rügen, das Verwaltungsgericht habe willkürlich missachtet, dass sie im kantonalen Verfahren dargelegt hätten, weshalb die Patientin auch bei genügender Aufklärung nicht in die Operation eingewilligt hätte. Da jedoch die Beschwerdeführerin in der Einvernahme ausgesagt hat, sie wisse nicht, wie ihre Haltung hinsichtlich des Eingriffes gewesen wäre, wenn sie um ihre Lebensgefahr gewusst hätte, ist der Schluss des Verwaltungsgerichtes, die Beschwerdeführerin habe nicht plausibel dargelegt, weshalb sie die Einwilligung verweigert hätte, nicht willkürlich. Daran ändert auch nichts, wenn das erhöhte Risiko des Verlustes der Stimme, bzw. einer Stimmbandlähmung in die Erwägungen einbezogen wird, denn die Beschwerdeführerin hätte keine Alternative zum Eingriff gehabt. Das Verwaltungsgericht ist nicht in Willkür verfallen, wenn es schloss, die Beschwerdeführerin habe nicht plausibel dargelegt, dass sie bei gehöriger Aufklärung die Einwilligung verweigert hätte. Somit konnte das Verwaltungsgericht nach objektiviertem Massstab prüfen, ob eine vernünftige Person in derselben Situation in den Eingriff eingewilligt hätte. 3.2.2 Die Beschwerdeführer machen geltend, die Annahme eines besorgniserregenden Gesundheitszustandes durch das Verwaltungsgericht sei willkürlich, da ein solcher aus den vorliegenden Beweisen nicht hervorgehe. Auch seien die Erwägungen des Verwaltungsgerichts widersprüchlich und daher willkürlich, weil das Bestehen einer Notfallsituation einerseits als nicht entscheidend gewertet worden sei, andererseits die hypothetische Einwilligung mit dem besorgniserregenden Zustand der Patientin begründet werde. Da aus den übereinstimmenden Aussagen der Fachärzte hervorgeht, der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin habe sich verschlechtert und ein weiteres Zuwarten sei im Interesse der Patientin nicht zu verantworten gewesen, durfte das Verwaltungsgericht willkürfrei auf einen besorgniserregenden Zustand der Patientin schliessen. Den Beschwerdeführern gelingt nicht darzulegen und es ist auch nicht ersichtlich, dass im angefochtenen Entscheid die Begriffe "eigentliche Notfallsituation" und "besorgniserregender Zustand" gleichbedeutend verwendet wurden. Somit konnte das Verwaltungsgericht ohne Verletzung des Willkürverbotes einerseits die hypothetische Einwilligung mit dem kritischen Gesundheitszustand und der ungünstigen Prognose der Patientin begründen, und andererseits als nicht erheblich erachten, ob vor der Operation eine eigentliche Notfallsituation bestand. 3.2.3 Die Beschwerdeführer rügen im Weiteren, der Grundsatz des rechtlichen Gehörs sei verletzt, da ein besorgniserregender Zustand der Beschwerdeführerin angenommen worden sei, ohne Anordnung des beantragten spezialärztlichen Gutachtens; zudem habe das Verwaltungsgericht das Protokoll der Eintrittsuntersuchung vom 20. Februar 1997 nicht in die Gesamtwürdigung einbezogen. Das Verwaltungsgericht durfte ohne Verletzung verfassungsmässiger Rechte in antizipierter Beweiswürdigung davon ausgehen, dass weitere Beweisabnahmen das Ergebnis der Beweiswürdigung nicht mehr beeinflussen konnten. Dadurch dass die Anordnung eines weiteren spezialärztlichen Gutachtens, welches von den Beschwerdeführern verlangt wurde, unterblieb, wurde der Anspruch auf rechtliches Gehör nicht verletzt. Zudem haben die Beschwerdeführer nicht dargelegt, inwiefern sich das beantragte spezialärztliche Gutachten oder das Protokoll der Eintrittsuntersuchung auf das Ergebnis des Entscheides hätten auswirken können. Auch mit der Rüge, es sei sachlich nicht zu vertreten und daher willkürlich auf die Aussagen von Prof. D.________ abzustellen, können die Beschwerdeführer nicht durchdringen, da aus der Beschwerde nicht zu ersehen ist, weshalb die Berücksichtigung der Aussage von Prof. D.________, die lediglich die Einschätzung der anderen Ärzte bestätigt, willkürlich sein könnte.