Citation: 5A_292/2023 E. 6.3.2

6.3.2. Zu Recht weist der Beschwerdeführer darauf hin, dass das Bundesgericht (in einem Fall alternierender Obhut) die Beteiligung von zwei Kindern zu gut 46 % an den Wohnkosten der ganzen Familie für zu hoch befand (Urteil 5A_743/2017 vom 22. Mai 2019 E. 5.2.5, in: FamPra.ch 2019 S. 1006 f.). Das Argument der Beschwerdegegnerin, die beiden Söhne seien mittlerweile 17- bzw. 15-jährig, sodass für sie ein höherer Wohnkostenanteil gerechtfertigt sei, überzeugt nicht. Unabhängig vom Alter der Kinder wäre es stossend, dem obhutsberechtigten Elternteil - wie hier - einen Anteil an den Wohnkosten zu belassen, mit welchem wohl nicht einmal die Miete für eine bescheidene Unterkunft (z.B. Studio) gedeckt werden könnte und welcher in einem krassen Missverhältnis zu den dem anderen Elternteil zugestandenen Wohnkosten stünde. Der Beschwerdeführer verlangt die Reduktion der Wohnkostenanteile der Kinder auf einen Drittel der Gesamtwohnkosten der Beschwerdegegnerin, was im Einklang mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung steht (vgl. Urteile 5A_645/2022 vom 5. Juli 2023 E. 5.3.1 und E. 6.3 [15 % für ein Kind bei einem Elternteil im Falle geteilter Obhut, d.h. 30 % insgesamt]; 5A_803/2021 vom 18. März 2022 E. 4.2 [je 15 % für zwei Kinder, d.h. 30 % insgesamt]), sodass die Anteile entsprechend zu reduzieren sind.