Citation: 6B_1239/2023 E. 1.2.5

1.2.5. Insgesamt resultiert eine Freiheitsstrafe von 20 Monaten. Da der Beschwerdeführer am 29. Juni 2017 zu einer unbedingten Geldstrafe von 240 Tagessätzen à Fr. 60.-- verurteilt worden sei, wäre ein Strafaufschub nur unter besonders günstigen Umständen zulässig, welche jedoch nicht vorliegen würden: Der Beschwerdeführer verfüge über eine Arbeitsstelle im Stundenlohn und ein monatliches Einkommen zwischen Fr. 5'000.-- bis Fr. 7'000.--. Er habe Fr. 120'000.-- Schulden. Von seiner Ehefrau lebe er getrennt und er sei aufgrund eines Drogenproblems sowie weiterer psychischer Probleme in psychologischer Behandlung. Selbst wenn unter diesen Umständen von stabilen Verhältnissen auszugehen wäre, könne der Beschwerdeführer daraus nichts für sich ableiten. Auch die weitaus bessere familiäre und berufliche Ausgangslage (der Beschwerdeführer hatte ein eigenes Geschäft, war verheiratet und verfügte mit den drei Kindern über ein familiäres Netz), habe ihn nicht von neuen Straftaten abgehalten. Zwar sei positiv, dass sich der Beschwerdeführer einstweilen von seinem Drogenproblem gelöst habe, jedoch müsse sich angesichts der Langjährigkeit des Problems und der vergleichsweise kurzen Dauer der Drogenabstinenz noch zeigen, ob die positive Entwicklung nachhaltig sein werde. Dies alleine begründe keine besonders günstigen Umstände. Bei der Prognosestellung sei zudem erheblich ungünstig zu gewichten, dass der Beschwerdeführer einschlägig vorbestraft sei. Er habe unbeirrt von der hohen unbedingten Geldstrafe von Fr. 14'400.-- nach kurzer Zeit erneut und erheblich delinquiert. Auch nach den vorliegend zu beurteilenden Straftaten ist er erneut straffällig geworden. Das Verhalten des Beschwerdeführers weise auf ein mangelhaftes Unrechtsbewusstsein und einen grundsätzlich fehlenden Respekt gegenüber der Rechtsordnung hin. Es sei von Einsichtslosigkeit und Gleichgültigkeit geprägt. Insgesamt fehle es an besonders günstigen Umständen, sodass die Freiheitsstrafe von 20 Monaten zu vollziehen sei.