Citation: 9C_464/2016 E. 6.3.4

6.3.4. Im angefochtenen Rückweisungsentscheid wurde sodann ausdrücklich eingeräumt, dass die Anforderungen gemäss BGE 137 V 210 anlässlich der am 2. Dezember 2011 erfolgten Auftragsvergabe an das ABI "teilweise eingehalten" worden seien (E. 3.1). So habe die IV-Stelle dem Versicherten gleichentags das Begutachtungsinstitut angegeben und einen Fragenkatalog zur schriftlichen Stellungnahme innert Frist zugestellt. Zudem sei ihm mit Schreiben vom 5. Dezember 2011 mitgeteilt worden, dass er triftige Einwendungen gegen die angegebene Abklärungsstelle innert Frist schriftlich und begründet einreichen könne; die Namen der an der Abklärung beteiligten Ärzte gäbe ihm - so die IV-Stelle gleichenorts im Weiteren - die Abklärungsstelle direkt bekannt. Triftige Einwendungen gegen die begutachtenden Personen könnten ab dem Zeitpunkt dieser Information innert Frist ebenfalls schriftlich eingereicht werden. Schliesslich gewährte die Beschwerdeführerin dem Versicherten unmittelbar nach Fertigstellung der ABI-Expertise vom 15. Mai 2012 das rechtliche Gehör und eröffnete ihm die Möglichkeit, sich noch vor Erlass des Vorbescheids zum Begutachtungsergebnis zu äussern (vgl. Schreiben vom 8. Juni 2012). Der Versicherte machte von den ihm zugestandenen Mitwirkungsrechten bis zum Vorliegen des Gutachtens keinen Gebrauch bzw. verhielt sich passiv. Die IV-Stelle durfte angesichts dieser Verhältnisse davon ausgehen, dass der Versicherte mit der Begutachtung in der ihm vorgeschlagenen Form einverstanden war. Erst nach Zustellung des Vorbescheids (vom 29. August 2012) kritisierte er am 19. September 2012 die Schlussfolgerungen der ABI-Gutachter. Ferner liess er im Rahmen der gegen die Verfügung vom 17. Oktober 2012 erhobenen vorinstanzlichen Beschwerde Vorbehalte in Bezug auf die inhaltliche Beweiskraft der Expertise anbringen. Es standen demnach zu keinem Zeitpunkt Einwände formeller (fallbezogenes formelles Ablehnungsbegehren) oder materieller (fachbezogener) Natur im Raum, welche ein konsensorientiertes Vorgehen der Beschwerdeführerin (im Sinne der Einleitung eines Einigungsverfahrens) angezeigt hätten. Eine wie auch immer geartete Verletzung der in BGE 137 V 210 statuierten Beteiligungsrechte ist folglich nicht ausgewiesen.