Citation: 7B_219/2022 E. 2.3

2.3. Gemäss dem Entscheiddispositiv der Einstellungsverfügung vom 30. Juli 2021 wurden die Kosten dieser Verfügung auf die Staatskasse genommen. In der Entscheidbegründung wurde festgehalten, dass über die weiteren Kosten, die nun Gegenstand des bundesgerichtlichen Verfahrens sind, mit separatem Entscheid zu befinden sei. Mit Strafbefehl vom 30. Juli 2021 wurde die Beschwerdeführerin der Widerhandlung gegen das Waffengesetz sowie der Übertretung des Fernmeldegesetzes schuldig gesprochen. Sodann wurde über die erwähnten weiteren Verfahrenskosten befunden und diese wurden der Beschwerdeführerin in der Höhe von Fr. 20'026.10 (Gutachten Fr. 7'885.--; Auslagen Schreiner Fr. 550.10; Entschädigung amtliche Verteidigung Fr. 11'591.--) auferlegt. Nachdem die Beschwerdeführerin Einsprache gegen den Strafbefehl erhoben hatte, stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren am 29. September 2021 auch betreffend den Vorwurf der Widerhandlung gegen das Waffengesetz ein. In der Begründung erwog sie, die Beschwerdeführerin habe die Einleitung des Strafverfahrens, von welchem der Vorwurf der Widerhandlung gegen das Waffengesetz einen Teilkomplex darstelle, durch ihr Verhalten rechtswidrig und schuldhaft herbeigeführt. Folglich seien ihr die Verfahrenskosten, wozu auch die erwähnten Kosten in der Höhe von Fr. 20'026.10 zählten, aufzuerlegen. Die Vorinstanz wertete dieses Vorgehen als zulässig und bestätigte die Einstellungsverfügung vom 29. September 2021.