Citation: 5A_835/2012 E. 5.2

5.2. Angesichts dieser Grundsätze fragt sich in der Tat, ob das Obergericht die Ausführungen des Beschwerdeführers so peinlich genau auseinandernehmen und seine Tatsachenbehauptungen als ungenügend ansehen durfte (E. 4.3). Sind allgemein bekannte Tatsachen und Erfahrungssätze nach dem Gesagten aber auch dann zu berücksichtigen, wenn sich niemand auf sie beruft, so müssen sie a fortiori als rechtsgenüglich behauptet gelten, wenn eine Partei auf sie hinweist, selbst wenn dies lediglich mittels allgemein gehaltener Ausführungen geschieht. Jedenfalls hat auch das Obergericht anerkannt, dass der Beschwerdeführer vor Bezirksgericht rechtsgültig behauptet hatte, der Beschwerdegegner habe im September 2003 um die finanzielle Situation seines Vaters gewusst; der Beschwerdeführer sei mit den Verhältnissen in Lenzerheide vertraut gewesen und habe als Ökonom gewusst, dass der mit seinem Vater vereinbarte Kaufpreis unverhältnismässig tief gewesen sei; und schliesslich, der Beschwerdegegner habe darum gewusst, dass der Schuldner (sein Vater) mit dem Kaufvertrag vom 19. September 2003 Vermögenswerte dem Zugriff der Gläubiger entziehen wollte (E. 4.3). Mit all diesen Behauptungen hat der Beschwerdeführer letztlich auf allgemein bekannte Tatsachen und auf die Lebenserfahrung verwiesen, namentlich darauf, dass Personen in naher verwandtschaftlicher Beziehung über die finanzielle Lage ihrer Verwandten Bescheid wissen, dass Personen, die aus einem bestimmten Ort stammen und mit demselben verbunden geblieben sind, die örtlichen Verhältnisse (und damit die Landpreise) kennen, und schliesslich, dass solchen Personen der unangemessen tiefe Preis nicht entgehen konnte, insbesondere wenn sie über eine akademische Ausbildung verfügen. So hatte übrigens bereits das Bezirksgericht den Sinn des klägerischen Standpunktes verstanden und auch geschützt.