Citation: 5A_459/2024 E. 4.2

4.2. Die Behauptungen des Beschwerdeführers zur Verwertung der Liegenschaft sind neu. Er macht geltend, das Kantonsgericht habe die Noveneingabe verursacht, weil es den entsprechenden Sachverhalt nicht von Amtes wegen festgestellt habe (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 2 SchKG). Er geht nicht ausdrücklich darauf ein, dass ihn bei der Feststellung des Sachverhalts eine Mitwirkungsobliegenheit trifft (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 2 SchKG; BGE 123 III 328 E. 3; Urteil 5A_253/2015 vom 9. Juni 2015 E. 4.1 mit Hinweisen). Er macht allerdings geltend, er habe das Novum der erfolgreichen Verwertung der Liegenschaft nicht rechtzeitig in das kantonsgerichtliche Verfahren einbringen können. Warum er dem Kantonsgericht die Mitteilung des Konkursamts vom 21. Mai 2024 nicht hätte zur Kenntnis bringen können, legt er nicht dar. Inwieweit Noven im kantonalen Beschwerdeverfahren zulässig sind, regelt grundsätzlich das kantonale Recht (Art. 20a Abs. 3 SchKG; COMETTA/MÖCKLI, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs I, 3. Aufl. 2021, N. 40g zu Art. 20a SchKG). Der Beschwerdeführer legt nicht dar, dass das anwendbare Verfahrensrecht eine Noveneingabe ausgeschlossen hätte. Auf diesen Punkt braucht jedoch nicht näher eingegangen zu werden. Der behauptete Umstand würde nämlich - selbst wenn er zutreffen sollte - nichts an der Pflicht des Beschwerdeführers zur Rechenschaftsablegung ändern. Auch wenn der Konkurs bereits geschlossen und die C.________ AG in Liquidation im Handelsregister gelöscht wurde, bleibt das Konkursamt zur Behändigung von Vermögenswerten und in analoger Anwendung von Art. 269 Abs. 2 SchKG zur Nachverteilung des nach Schluss des Konkurses sich ergebenden Erlöses aus Prozessen befugt, die von Abtretungsgläubigern nach Art. 260 SchKG geführt wurden (BGE 122 III 341 E. 2; Urteil 5A_50/2015 vom 28. September 2015 E. 3.4.3). Ist der Abtretungsgläubiger bereits vollständig befriedigt, so hat er den gesamten Prozessgewinn abzüglich der ihm entstandenen Kosten als Überschuss an das Konkursamt abzuliefern (BACHOFNER, a.a.O., N. 71 zu Art. 260 SchKG). Daran ändert nichts, dass vorliegend nicht nur der Beschwerdeführer, sondern angeblich auch alle anderen kollozierten Gläubiger bereits aus dem Ergebnis der Liegenschaftsverwertung allein vollständig befriedigt werden können. Sollte der Beschwerdeführer im in Deutschland geführten Verfahren - abzüglich der ihm entstandenen Kosten - einen Prozessgewinn erzielt haben, führt dies vielmehr zu einem Aktivenüberschuss. Dieser steht nicht dem Abtretungsgläubiger, sondern dem Schuldner zu und das Konkursamt hat nach den Regeln für die Übergabe eines solchen Aktivenüberschusses vorzugehen (BGE 148 III 194 E. 5.1.3; Urteil 5A_50/2015 vom 28. September 2015 E. 3.4.3; FRANCO LORANDI, Aktivenüberschuss in der Generalexekution - wenn der Glücksfall zum Problemfall wird, BlSchK 2013 S. 221). Damit das Konkursamt dementsprechend vorgehen kann, bleibt der Abtretungsgläubiger rechenschafts- und gegebenenfalls herausgabepflichtig.