Citation: 1C_817/2013 E. 4.4.1

4.4.1. Ein grundsätzliches Verbot kommunaler Mietwohnungen in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen kennen weder das Bundesrecht noch das kantonale Recht. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind Zonen für öffentliche Bauten und Anlagen für öffentliche oder öffentlichen Interessen dienende Bauten und Anlagen bestimmt (Urteil des Bundesgerichts 1C_310/2011 vom 10. November 2011 E. 2.5 in: ZBl 113/2012 S. 371). Entscheidend ist demnach, dass die zugelassenen Bauten und Anlagen überwiegend öffentlichen und nicht privaten Interessen dienen. Dazu zählen nebst Schulen und Sportanlagen etwa auch Alters- und Pflegeheime sowie Familiengärten, öffentliche Parkplätze und ähnliches. Ob auch Allgemeinzugänglichkeit erforderlich ist, wie die Vorinstanz grundsätzlich annimmt, hängt vom Zweck der Baute oder Anlage ab. Allgemeinzugänglichkeit kann für den öffentlichen Charakter sprechen. Je nach dem kann sie aber auch mehr oder weniger beschränkt sein, was etwa für ein Zeughaus oder Feuerwehrmagazin offensichtlich ist. In den vom Kantonsgericht dazu angerufenen Urteilen des Bundesgerichts (1P.498/2000 vom 29. März 2001 E. 4, 1A.96/2002 vom 12. Februar 2003 E. 3.4) ging es lediglich darum, das jeweils von den unteren Instanzen angerufene entsprechende Argument auf Willkür hin zu überprüfen.