Citation: 1C_220/2019 E. 4.4

4.4. Der Beschwerdeführer verknüpft seine Kritik an der Beurteilung der Vorinstanz, er vermöge die erwähnte Vermutung nicht in Zweifel zu ziehen, denn auch - obwohl er selbst diese Frage als Rechtsfrage qualifiziert - mit seiner Rüge der unrichtigen Sachverhaltsfeststellung. Insbesondere macht er geltend, die Vorinstanz habe an mehreren Stellen an sich klare Aussagen von ihm gezielt gegen ihn verwendet. Zudem sei ihre Sachverhaltsfeststellung teilweise krass widersprüchlich. Soweit er damit implizit eine willkürliche Beweiswürdigung im Zusammenhang mit der Frage der Entkräftung der Vermutung rügen sollte, ist dies unzutreffend. Zwar hat die Vorinstanz verschiedene seiner Aussagen zu seinen Ungunsten interpretiert, obschon eine andere Interpretation nicht nur möglich, sondern naheliegender oder sogar unerlässlich gewesen wäre. Das von ihr gezeichnete Bild des Beschwerdeführers ist deshalb negativer, als es sich aus den Akten ergibt, zumal sie es im Wesentlichen bei ihrer Kritik bewenden lässt, ohne näher zu erläutern, wie er sich stattdessen hätte verhalten sollen. Diese Schwächen der vorinstanzlichen Begründung, die der Beschwerdeführer zu Recht bemängelt, stellen das angefochtene Urteil in den wesentlichen Punkten jedoch nicht in Frage. Angesichts der Umstände der Ehe, der weiteren bekannten Tatsachen und des ganzen Geschehensablaufs ist die Erklärung des Beschwerdeführers für das rasche Scheitern der Ehe so kurz nach der erleichterten Einbürgerung trotz der psychischen Erkrankung seiner damaligen Ehefrau und der von dieser beschriebenen krankheitsbedingten Impulsivität im Zusammenhang mit der Scheidung in der Gesamtbetrachtung wenig plausibel. Daran vermag die überschwängliche Schilderung des Beschwerdeführers durch seine damalige Ehefrau im Rahmen des Einbürgerungsverfahrens nichts zu ändern, zumal diese ihre Ehe in den nachträglichen Stellungnahmen vom Februar 2015 und August 2016 im Widerspruch dazu klar negativ beschrieben und in letzterer Stellungnahme zudem zum Ausdruck gebracht hat, dass sie bereits vor dem Entschluss zur Scheidung seit Längerem unzufrieden war. Wenig plausibel ist aus den genannten Gründen auch die Beteuerung des Beschwerdeführers, er sei bis zur Mitteilung der Scheidungsabsicht seiner damaligen Ehefrau von einer funktionierenden und intakten Ehe ausgegangen. Es erscheint entsprechend nicht als willkürlich (vgl. BGE 144 II 281 E. 3.6.2 S. 287; 137 III 226 E. 4.2 S. 234 mit Hinweisen), dass die Vorinstanz wie vor ihr bereits das Staatssekretariat die vom Beschwerdeführer genannten Umstände bzw. Gründe als unzureichend beurteilt hat, um die tatsächliche Vermutung zu entkräften er habe mit seiner damaligen Ehefrau im Zeitpunkt der erwähnten Erklärung im Juli und der erleichterten Einbürgerung im August 2011 nicht (mehr) in einer stabilen, von einem intakten gemeinsamen Ehewillen getragenen ehelichen Gemeinschaft gelebt. Sie durfte deshalb ohne Willkür auf diese Vermutung abstellen und damit auch davon ausgehen, der Beschwerdeführer habe die erleichterte Einbürgerung durch falsche Angaben und das Verheimlichen erheblicher Tatsachen im Sinne von Art. 41 Abs. 1 aBüG erschlichen.