Citation: 7B_83/2022 E. 6.2

6.2. Die Kritik ist unbegründet: Die Vorinstanz setzt eine Einsatzstrafe von 60 Tagen fest, wobei sie diese in Anwendung des Asperationsprinzips aufgrund der mehrfachen Tatbegehung um 30 Tage erhöht. Die Gesamtdauer des Verfahrens sei - so die Vorinstanz weiter - vertretbar: Diese hänge u.a. damit zusammen, dass der Sachverhalt grenzüberschreitend sei und in Zusammenarbeit mit verschiedenen Stellen habe abgeklärt werden müssen. Das Bundesamt für Justiz sei im Zuge des Rechtshilfeverfahrens vom Verfahrensleiter um Mitteilung über den Stand der Angelegenheit ersucht worden. Das Verfahren sei nirgends übermässig lange stillgestanden oder verschleppt worden, womit der Grundsatz der Verfahrensbeschleunigung gewahrt worden sei. Dass seit dem Deliktszeitraum inzwischen einige Jahre vergangen sind, könne höchstens in leichtem Umfang strafmindernd berücksichtigt werden. In Würdigung sämtlicher Umstände sei damit eine Gesamtstrafe von 72 Tagessätzen angemessen. Mit diesen Erwägungen hat die Vorinstanz sowohl dem Beschleunigungsgebot wie auch ihrer Begründungspflicht Rechnung getragen.