Citation: 5A_85/2021 E. 7.4.1

7.4.1. Zu dem von ihm selbst erzielbaren Einkommen macht der Beschwerdeführer geltend, er sei aufgrund seiner "Whistleblower-Tätigkeit" im gesamten Kanton Graubünden im Baubereich nicht mehr vermittelbar. Ohnehin sei er dem erlernten Beruf - Polier - entfremdet; er habe nie in dieser Funktion gearbeitet und sei bis 2013 als Bauunternehmer tätig gewesen. Die Behörden hätten durch ihr Verhalten in der Öffentlichkeit ausserdem den Eindruck erweckt, der Beschwerdeführer sei gefährlich, was ihm eine normale Anstellung faktisch verunmögliche. Zudem müsse der Beschwerdeführer verschiedenen parlamentarischen und administrativen Untersuchungen zur Verfügung stehen, was mit erhöhten Absenzen und mit Widrigkeiten in der Einsatzplanung verbunden sei. Auch branchenfremde Arbeitgeber seien sich weiter der Öffentlichkeitswirkung einer Anstellung des Beschwerdeführers bewusst. Entgegen dem Kantonsgericht habe der Beschwerdeführer dargetan, welches Einkommen er derzeit erziele und weshalb es ihm nicht möglich sei, ein höheres Einkommen zu erreichen. Genauere Einzelnachweise seien zu keinem Zeitpunkt verlangt worden. Indem das Kantonsgericht dem Beschwerdeführer ein hypothetisches Einkommen anrechne, handle es in Verletzung der strengen Untersuchungsmaxime und willkürlich (Art. 9 BV) und verletze den Anspruch auf gleiche und gerechte Behandlung (Art. 29 Abs. 1 BV). Ausserdem werde er gegenüber der Beschwerdegegnerin rechtsungleich behandelt (Art. 8 BV). Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) im Teilgehalt der Begründungspflicht liege in der Erwägung der Vorinstanz, die Hindernisse bei der Erwerbsaufnahme seien auf die Region Y.________ beschränkt.