Citation: 5A_13/2009 09.02.2009 E. 5

5.1 Die Vorinstanz gelangt sodann zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin einerseits unfähig sei, ihre eigenen Angelegenheiten zu besorgen und anderseits auch ein Bedürfnis nach Beistand und Fürsorge im Sinn von Art. 369 Abs. 1 ZGB aufweise. Sie stützt sich dabei auf das Gutachten vom 25. März 2008, wonach die Beschwerdeführerin intensiver Betreuung und Pflege sowie intensiver Unterstützung in der Tagesstrukturierung und Beschäftigung bedarf. Laut Gutachten sei davon auszugehen, dass diese Unterstützung künftig nur in einem Pflegeheim oder in einem intensiv betreuten Wohnheim gewährt werden könne, wobei anzunehmen sei, dass die Beschwerdeführerin nur mit vormundschaftlicher Unterstützung adäquat platziert werden könne, was für eine längerfristige Stabilität ihres Zustandes wichtig sei. Die Fähigkeit der Beschwerdeführerin, zu andern Leuten Kontakt aufzunehmen, und ihre Selbstverantwortlichkeit seien massiv reduziert. Durch die kombinierte Wirkung ihrer kognitiven Störung, ihrer verminderten Selbstwahrnehmung und Selbsteinschätzung, des gestörten Tag-Nachtrhythmus und der verminderten Impulskontrolle zeige die Beschwerdeführerin eine andauernd erheblich verminderte Selbstständigkeit. Bei der Beschwerdeführerin seien seit Sommer 2007 etwa ein bis zwei Stunden Pflegeaufwand pro Tag zur Hilfe, Anleitung und Kontrolle bei der Körperpflege und speziell auch bei der Fusspflege, zur Gewährleistung einer ordentlichen Bekleidung, zur Regulation und Kontrolle der Medikamenteneinnahme und zur Regelung der Ernährung notwendig. Hervorgehoben wird auch, dass die Beschwerdeführerin ihre administrative Post ungeöffnet liegen gelassen habe. Die Vorinstanz weist sodann auf die äussert problematischen Lebensumstände der Beschwerdeführerin hin. Aufgrund des beschriebenen, durch den Unfall noch verschlechterten Gesundheitszustandes sei sie in hohem Mass auf Pflege angewiesen und folglich nicht in der Lage ihre Wohnsituation zu klären. Eine Rückkehr in die Wohnung ihres Ex-Freundes wird als unrealistisch bezeichnet. Nach den Feststellungen der Vorinstanz verfügt die Beschwerdeführerin im weiteren über kein intaktes soziales Beziehungsnetz. Sie hat weder Bekannte noch Freunde, zu denen sie regelmässige Kontakte pflegt, oder die ihr in irgend einer Weise zur Seite stehen. Eine soziale Integration und eine sinnvolle Beschäftigung fehlen vollständig. 5.2 Die Ausführungen der Beschwerdeführerin gegen die vorinstanzlichen Erwägungen bestehen zum Teil in einer Bestreitung der im Gutachten festgestellten Pflegebedürftigkeit, insbesondere auch des erforderlichen Pflegeumfanges, den sie als nicht nachvollziehbar bezeichnet. Sie richtet sich damit in unzulässiger Weise gegen die vorinstanzlichen Sachverhaltsfestellungen, ohne diese aber in einer den Begründungsanforderungen entsprechenden Weise als willkürlich bzw. gegen Bundesrecht verstossend zu rügen (E. 1.3). Darauf ist insgesamt nicht einzutreten. Soweit die Beschwerdeführerin auf ihre Beunruhigung durch die Anordnung der Entmündung hinweist, gilt es darauf hinzuweisen, dass es sich nach dem Gutachten um eine vorübergehende Beunruhigung handelt. Zudem wird damit nicht näher auf die ausführliche Begründung eingegangen, die eine Entmündigung als unumgänglich darstellt. Die Beschwerde erweist sich damit in diesem Punkt als unbegründet, soweit darauf eingetreten werden kann.