Citation: 6B_739/2021 E. 1.3

1.3. Vorliegend hat der Vertreter des Beschwerdeführers eine Abgabequittung von IncaMail erhalten. Mit dieser wurde bestätigt, dass die entsprechende Nachricht bzw. zwei Anhänge ("A.________-Beschwerde v. 18.6.2021" und "A.________-Begleitbrief v. 18.6.2021" [samt Angabe der Hash-Werte]) um 22:55 Uhr abgegeben und auf der Abgabeplattform angenommen worden sind. Gestützt auf Art. 48 Abs. 2 BGG ist damit die 30-tägige Beschwerdefrist eingehalten. Die am Folgetag um 0:06 Uhr eingegangene Meldung betreffend Unzustellbarkeit ändert daran nichts. Dementsprechend bedarf es keiner Wiederherstellung der Frist im Sinne von Art. 50 Abs. 1 BGG. Der vorliegende Fall ist grundsätzlich jenem gleichzusetzen, in dem eine Eingabe nachweislich fristgerecht bei der Post aufgegeben worden ist, beim Empfänger indes - aus welchen (vom Absender unabhängigen) Gründen auch immer (z.B. Verlust, Zerstörung) - nicht ankommt. Auch in diesem Fall muss eine Nachreichung selbstredend möglich sein. Welche Modalitäten diesfalls in zeitlicher und sachlicher Hinsicht gelten, respektive ob es für solche (Ausnahme-) Fälle überhaupt eine allgemeingültige Regelung geben kann, kann offen bleiben, da vorliegend die Rechtsschrift samt Beilagen umgehend nachgereicht und ein (Daten-) Abgleich der per 18. Juni 2021 elektronisch versandten und der per 19. Juni 2021 postalisch nachgereichten Dokumente möglich ist.