Citation: 9C_675/2017 E. 3.3

3.3. Bezüglich der erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitsschadens erwog das kantonale Gericht, die Versicherte habe zwar im Fragebogen betreffend Erwerbstätigkeit und Haushalt im März 2013 angegeben, im Gesundheitsfall zu 100 % als Kassiererin zu arbeiten. I n der Haushaltsabklärung vom 22. September 2015 (Bericht vom 30. September 2015) habe sie dagegen erklärt, im Gesundheitsfall ein Pensum von 80 bis 100 % zu leisten, wobei sie angab, eine - ihr vor längerer Zeit angebotene - Vol lzeitanstellung habe sie zugunsten der Anstellung im Stundenlohn abgelehnt, da die Einsätze so planbarer und flexibler und der Verdienst besser gewesen seien; auch habe sie damit Nachtschichten vermeiden können. Den Akten zufolge habe sie ihr Pensum ab dem Jahr 2007, als ihre beiden Kinder 13 bzw. 15 Jahre alt waren, bis auf rund 80 % im Jahr 2011 erhöht. Bereits damals wäre aber, so die Vorinstanz, in Anbetracht des Alters der Kinder und deren möglicher Betreuung durch den lediglich körperlich eingeschränkten Ehegatten (IV-Rentner) eine weitere Steigerung des Pensums jederzeit möglich gewesen. Auch die finanzielle Situation der Familie, auf die sich die Versicherte berufe, habe sich zwischen 2007 und 2012 nicht wesentlich verändert, so dass nicht wahrscheinlich sei, dass aufgrund finanzieller Notwendigkeit eine weitere Pensumserhöhung erfolgt wäre. Insgesamt sei überwiegend wahrscheinlich, dass die Beschwerdeführerin ihr Arbeitspensum auch im Gesundheitsfall nicht über 90 % erweitert hätte und daneben im Aufgabenbereich tätig wäre. Die Bemessung des Invaliditätsgrads erfolge demnach anhand der gemischten Methode. Bei einer erwerblichen Einbusse von 34.39 % und einer Einschränkung im Aufgabenbereich von 40 % resultiere ein Invaliditätsgrad von 35 %.