Citation: 1C_183/2016 E. 3.3

3.3. Der Beschwerdeführer rügt, die Verneinung eines besonders leichten Falles im Sinne von Art. 16a Abs. 4 SVG verletze Bundesrecht. Nach dem Ordnungsbussenkatalog werde das Telefonieren während der Fahrt mit dem Telefon in der Hand mit einer Busse erledigt, obwohl der Fahrzeugführer dabei nicht nur akustisch vom Verkehr abgelenkt werde, sondern er nur eine Hand am Steuerrad halte. Der vorliegend zu beurteilende Sachverhalt habe eine geringere oder höchstens gleich grosse Gefährdung hervorgerufen, wie das Telefonieren während der Fahrt. Der Beschwerdeführer sei als geübter Auto- und Ralleyfahrer in seiner Fahrweise nicht eingeschränkt gewesen, wenn er mit beiden Händen am Steuer zusätzlich das Gerät halte. Er sei dadurch bezüglich der Fahrfertigkeiten, des Gesichtsfelds und der Kopfbewegung nicht eingeschränkt worden. Er habe daher annehmen dürfen, dazu berechtigt zu sein, zumal das Halten eines Mobiltelefons während der Fahrt nicht strafbar sei. Er habe seinen Blick nur kurz auf das Gerät gerichtet, sofern dies die Verkehrssituation zugelassen habe, was er als Fahrlehrer zuverlässig habe beurteilen können. Er sei daher sicher gewesen, keine anderen Verkehrsteilnehmer zu gefährden. Ihn treffe somit ein besonders geringes Verschulden. Das Strafgericht habe die Busse auf Fr. 100.-- reduziert, womit sie einer durchschnittlichen Ordnungsbusse entspreche. Auch wenn dies nicht ausdrücklich aus dem Urteil des Strafgerichts hervorgehe, habe die Präsidentin die vorgenommene Reduktion mündlich mit einer äusserst geringen Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer und einem besonders geringen Verschulden begründet.