Citation: 8C_591/2019 E. 3.1.1

3.1.1. Die Vorinstanz erachtete einen Revisionsgrund nach Art. 17 Abs. 1 ATSG als gegeben. Sie erwog, die Beschwerdeführerin habe am 8. November 2016 gegenüber der Abklärungsperson angegeben, dass sie mit ihren 21, 19 und 17 Jahre alten Kindern aus erster Ehe zusammen wohne. Von ihrem zweiten Ehemann lebe sie seit Ende 2015 getrennt. Bei guter Gesundheit hätte sie aufgrund ihrer schlechten Chancen auf dem Arbeitsmarkt sicher weiterhin als Reinigungsangestellte gearbeitet und mit zunehmendem Alter ihrer Kinder sukzessive das Pensum von 71 % erhöht. Aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation würde sie inzwischen wieder 100 % arbeiten. Weiter hielt die Vorinstanz fest, dass die zweite Ehe der Versicherten zwar bereits Ende Mai 2012 geschieden worden sei. Das Paar habe in der Folge allerdings (wieder/weiterhin) zusammengelebt, wobei er zu 100 % gearbeitet und sie und ihre Familie finanziert habe. Die Vorinstanz erachtete es daher als nachvollziehbar, dass sich die finanziellen Verhältnisse nach dem Auszug des zweiten Ehemanns Ende 2015 verschlechtert hatten und die Beschwerdeführerin - ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen - ihr Arbeitspensum auf 100 % erhöht hätte. Dem sei auch in familiärer Hinsicht nichts entgegengestanden, da das jüngste Kind zu diesem Zeitpunkt rund 16 Jahre alt gewesen sei. Unter diesen Umständen erscheine es als überwiegend wahrscheinlich, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall nach dem Auszug ihres zweiten Ehemanns Ende 2015 ihre Erwerbstätigkeit auf ein Pensum von 100 % ausgedehnt hätte. Damit sei eine Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten, die grundsätzlich geeignet sei, den Invaliditätsgrad zu beeinflussen.