Citation: 5A_801/2018 E. 9.4.2

9.4.2. Die nachweislichen Ausfälle des Beschwerdegegners 2 gegen Juden und Jüdisches, die eine Verurteilung wegen mehrfacher Rassendiskriminierung zur Folge hatten, standen im Zusammenhang mit dem Tierschutz, den der Beschwerdegegner 2 vertritt. Das Bundesgericht hat dabei festgehalten, mit Rücksicht auf die Meinungsäusserungsfreiheit sei es dem Beschwerdegegner 2 erlaubt, das Schächten als tierquälerisch und - polemisch, provokativ, übertreibend - als bestialisch und pervers zu bezeichnen (Urteil 6S.367/1998 vom 26. September 2000 E. 3b Abs. 3). Strafrechtlich relevant sei hingegen, dass der Beschwerdegegner 2 seine verbalen Angriffe gegen die dem Schächtgebot verpflichteten und dieses verteidigenden jüdischen Kreise richte, wobei das Schächten nur noch der Anlass für seine Äusserungen sei (zit. Urteil 6S.367/1998 E. 4 ff.). Die Beurteilung betrifft das Verhalten des Beschwerdegegners 2 aus der Zeit vor dem erstinstanzlichen Entscheid vom 14. Juli 1997 (zit. Urteil 6S.367/1998 Bst. B und E. 1).