Citation: I 591/06 15.12.2006 E. 4

4.1 Das Arthro-MRI vom 2. Mai 2006 und die darauf gestützte Beurteilung des Dr. med. L.________ vom 7./16. Juni 2006 bestätigen die im Teil «Röntgenbefunde» des UMEG-Gutachtens vom 31. Mai 2005 erwähnte schnelle Arthroseentwicklung an der Schulter links resp. im linken Glenohumeralgelenk. Sie vermögen indessen an der Schlüssigkeit der Expertise für die Zeit bis zum den Prüfungszeitraum begrenzenden Einspracheentscheid vom 27. April 2005 (BGE 131 V 354 Erw. 2) nichts zu ändern. Dabei ist davon auszugehen, dass der orthopädische Gutachter der UMEG die schon im Arthro-MRI vom 3. April 2003 ersichtliche erneute Ablösung des vorderen Labrums in seine Zumutbarkeitsbeurteilung miteinbezog. Im Übrigen berücksichtigt eine Arbeitsfähigkeit von 40 % im erwerblichen Bereich auch die im psychiatrischen UMEG-Teilgutachten vom 28. März 2005 erwähnte rezidivierende depressive Störung. Im Weitern trifft zwar zu, dass der orthopädische Gutachter der UMEG die Arbeitsfähigkeit im Haushalt auf gesamthaft 50 % bezifferte. Sämtliche schweren, Schulter und Rücken belastenden Tätigkeiten seien nicht oder nur zeitlich limitiert möglich. Indessen ist die gesundheitlich bedingte Einschränkung im Haushalt mittels eines Betätigungsvergleichs zu ermitteln. Die ärztliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in diesem Bereich bildet nur, aber immerhin eine notwendige Grundlage hiefür (SVR 2006 IV Nr. 42 [I 156/04] S. 154 Erw. 6.2). Selbst wenn indessen mit der Beschwerdeführerin von einer Einschränkung im Aufgabenbereich Haushalt von 50 % ausgegangen wird, womit auch einer allfälligen Leistungsverminderung als Folge der erwerblichen Tätigkeit Rechnung getragen wird (SVR a.a.O.), ergibt sich bei im Übrigen unveränderten Bemessungsfaktoren ein nicht anspruchsbegründender Invaliditätsgrad von 39 % (0,5 x 28 % + 0,5 x 50 %). 4.2 Die vorinstanzlich bestätigte Verneinung eines Rentenanspruchs ist somit nicht zu beanstanden. Aufgrund der in diesem Verfahren eingereichten medizinischen Unterlagen ist indessen eine anspruchserhebliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit Erlass des Einspracheentscheides vom 27. April 2005 nicht auszuschliessen. Die Akten sind daher an die IV-Stelle zu überweisen, damit sie - ohne dass eine Neuanmeldung erforderlich wäre - die erforderlichen Abklärungen vornimmt und danach über die Anspruchsberechtigung der Beschwerdeführerin verfügt.