Citation: 5A_310/2010 19.11.2010 E. 7

7.1 Der gebührende Unterhalt im Sinne von Art. 125 Abs. 1 ZGB schliesst eine angemessene Altersvorsorge ein. Dies betrifft den Ausgleich allfälliger künftiger nachehelicher Einbussen, wenn ein Ehegatte nach der Scheidung einer lebensprägenden Ehe keiner oder vorübergehend nur einer beschränkten Erwerbstätigkeit nachgehen und deshalb auch keine oder nicht die vollen Beiträge in die eigene Altersvorsorge einzahlen kann (BGE 135 III 158 E. 4.1 S. 159). 7.2 Zwischen den Parteien ist unbestritten, dass der Beschwerdeführerin ein Vorsorgeunterhalt zusteht. Das Obergericht hat diesen gestützt auf die in BGE 135 III 158 dargelegte Methode berechnet. Ausgehend davon, dass der Verbrauchsunterhalt (Fr. 9'426.-- pro Monat; E. 6.8 oben) als Nettoeinkommen 87% des Bruttoeinkommens entspricht, hat es ein fiktives Bruttoeinkommen von Fr. 10'835.-- errechnet. Nach Abzug des Eigenverdienstes der Beschwerdeführerin in der Höhe von Fr. 1'875.-- (E. 5.6 oben) hat es im Bereich der AHV (10% des Bruttoeinkommens) einen Vorsorgeunterhalt von Fr. 896.-- pro Monat berücksichtigt. Im Bereich des BVG berechnete es den Vorsorgeunterhalt auf dem koordinierten Lohn, das heisst auf dem jährlichen Bruttoeinkommen abzüglich des Koordinationsbetrages von Fr. 23'940 (Art. 8 BVG) geteilt durch zwölf Monate (damit Fr. 8'840.-- pro Monat). Ausgehend von einem Beitragssatz von 16% resultierte damit nach Abzug des Eigenverdienstes von Fr. 1'875.-- pro Monat ein monatlicher BVG-Vorsorgeunterhalt von Fr. 1'115.-- pro Monat.