Citation: 1C_471/2021 E. 3.5.1

3.5.1. Den Beschwerdeführenden ist einzuräumen, dass die streitige Teiländerung BNO "Stadion 2017" die im Pflichtplangebiet Torfeld Süd zugelassenen Nutzungen wesentlich ändert, indem die zugelassene Wohnnutzung massiv erhöht wird, zulasten der bisher vorgesehenen gewerblichen Nutzungen. Aus der hier massgeblichen Sicht des kantonalen Richtplans ist diese Änderung allerdings in verschiedener Hinsicht zu relativieren: Die Änderungen betreffen nur einen Teilbereich des ESP-Substandorts Torfeld Süd-West (westlich WSB). Zwar ist dessen Ausdehnung zwischen den Parteien streitig; er umfasst aber mindestens das gesamte Aarauer Gestaltungsplangebiet Torfeld Süd sowie das östlich angrenzende Buchser Industriegebiet (westlich WSB). Geändert wird einzig die Nutzung des Ostteils des Aarauer Gestaltungsplangebiets. Dieses Teilgebiet ist jedoch im Richtplan zugleich als Stadionstandort festgesetzt, was die Möglichkeit der gewerblichen Nutzung stark einschränkt, räumlich auf die nicht durch das Stadion (einschliesslich Erschliessungsflächen) beanspruchte Fläche, und sachlich auf mit der Stadionnutzung vereinbare bzw. ihr dienende Betriebe. Schon bisher waren die im Gestaltungsplan vorgesehenen Mantelnutzungen des Stadions überwiegend keine Vorrangnutzungen: Einkaufszentrum und verkehrsintensive Sport- und Freizeitnutzungen gehören laut Richtplan (S 1.3 Erläuterungen S. 5) in die Kategorie PN (Nutzungen mit hohem Personenverkehr) und nicht zu den PVN (produzierende und verarbeitende Nutzungen, zum Beispiel Maschinenindustrie und Baugewerbe) oder APN (arbeitsplatzintensive Nutzungen). Schon bisher waren gewisse Wohnnutzungen zulässig; diese sind gemäss Richtplan in zentrumsnahen ESP (wie hier) sogar anzustreben (oben E. 3.1). Insgesamt ist es daher nicht zu beanstanden, dass die kommunalen und kantonalen Instanzen von einer untergeordneten Abweichung vom kantonalen Richtplan ausgegangen sind.