Citation: 5C.82/1998 29.02.2000 E. 6

6.- Da der Kläger mit der Berufung bezüglich der Widerrechtlichkeit der Pressemitteilung somit zum Teil durchdringt (E. 3 f. hiervor) und nur in Rücksicht auf die Genugtuungsforderung als unterliegend betrachtet werden muss (E. 1a hiervor), rechtfertigt es sich, die Verfahrenskosten je zur Hälfte den Beklagten und dem Kläger aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 3 OG); soweit die Beklagten gebührenpflichtig sind, tragen sie ihren Anteil zu gleichen Teilen und haften solidarisch (Art. 156 Abs. 7 OG). Die Parteikosten sind dem Verfahrensausgang entsprechend wettzuschlagen (Art. 159 Abs. 3 OG). Das Gesuch des Klägers um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege, das bis unmittelbar vor der Fällung des bundesgerichtlichen Urteils gestellt werden darf (BGE 94 IV 134 S. 135), ist wegen des teilweisen Obsiegens des Klägers nur im entsprechenden Umfang gegenstandslos geworden und muss somit beurteilt werden. Der Kläger belegt seine Bedürftigkeit nicht glaubhaft (Poudret/Sandoz-Monod, Commentaire de la loi fédérale d'organisation judiciaire, Bd. V, Bern 1992, N. 4 zu Art. 152 OG S. 121 unten; Th. Geiser, Grundlagen, in: Prozessieren vor Bundesgericht, 2. Aufl. 1998, Rz. 1.43 S. 23 unten). Zum einen spricht der Umstand, dass der Kläger wegen seines Aufenthalts im Ausland vor Obergericht keinen Wohnsitz in der Schweiz angeben konnte, und das Fehlen der klägerischen Unterschrift auf dem Mietvertrag dagegen, der Mietzins werde effektiv entrichtet, womit die klägerische Berechnung seines Existenzminimums in sich zusammenfällt. Zum anderen hätte der Kläger in Anbetracht der behaupteten Bedürftigkeit begründen müssen, weshalb er den Kostenvorschuss trotz des eröffneten Konkurses dennoch entrichten konnte. Ist das Gesuch des Klägers somit mangels Nachweises der Bedürftigkeit abzuweisen (Art. 152 Abs. 1 OG), bleibt es bei der obgenannten Kostenverlegung.