Citation: 1C_244/2020 E. 4.7

4.7. Als Zwischenergebnis ist festzuhalten, dass aufgrund der hinlänglich begründeten Rügen der Beschwerdeführerinnen keine mangelhafte oder offensichtlich unrichtige Sachverhaltsabklärung bei der Lärmbeurteilung ersichtlich ist. Auf der für das Bundesgericht damit verbindlichen Sachverhaltsbasis durfte die Vorinstanz ohne Bundesrechtsverletzung den Schluss ziehen, die umstrittene Baubewilligung sei mit den Lärmvorschriften vereinbar. Abgesehen von der Auflage betreffend das Schliessen der übrigen Garagentore (vgl. oben E. 4.5) äussern sich die Beschwerdeführerinnen vor Bundesgericht nicht zu den Massnahmen der Lärmvorsorge. Im angefochtenen Urteil ist der Lärmbeurteilung der Vorbehalt beigefügt worden, dass nach Inbetriebnahme der Anlage gegebenenfalls zusätzliche Auflagen zur Lärmbegrenzung verfügt werden können, wenn sich die bisher getroffenen Massnahmen als ungenügend erweisen. Dieser Hinweis entspricht der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. Urteile 1C_498/2019 vom 21. Oktober 2020 E. 4.2 und 4.6; 1C_63/2019 vom 29. Januar 2020 E. 5.2, in: URP 2020 S. 566). Entgegen den Beschwerdeführerinnen hat sich die Vorinstanz wegen dieses Vorbehalts nicht mit einer Verschiebung der Lärmermittlung in relevanten Punkten auf einen Zeitpunkt nach Inbetriebnahme der Anlage begnügt. Unter diesen Umständen durfte die Vorinstanz in zulässiger antizipierter Beweiswürdigung davon ausgehen, dass die von den Beschwerdeführerinnen beantragten Beweismassnahmen zur Lärmermittlung - wie Augenschein (mit Hörprobe) und Einholung einer unabhängigen Lärmprognose mit Messungen auf dem Baugrundstück - zu keiner anderen Beurteilung führen würden (vgl. dazu BGE 144 II 427 E. 3.1.3 mit Hinweisen). Insoweit wurde ebenfalls weder gegen das Willkürverbot noch gegen den Gehörsanspruch der Beschwerdeführerinnen verstossen.