Citation: 6B_447/2021 E. 3.3

3.3. Die vorstehenden Erwägungen der Vorinstanz sind schlüssig. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin bejaht die Vorinstanz die nötige Urkundenqualität der eingereichten fingierten Quittungen auch ohne Unterschrift zu Recht (vgl. oben E. 3.1). Ihr ist zuzustimmen, dass damit der falsche Eindruck erweckt wird, der Vermieter der Beschwerdeführerin hätte den Erhalt zweier Zahlungen für Heizkosten quittiert. Der vermeintliche Urheber der Erklärung ergibt sich somit aus den Schriftstücken auch ohne Unterschrift klar. Da die Urkunden zudem über den Urheber der Erklärung täuschen, sind sie unecht im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB. Indem die Beschwerdeführerin die Belege beim Betreibungsamt einreichte, um eine Anrechnung der vermeintlichen Kosten an ihr betreibungsrechtliches Existenzminimum zu erreichen, ist auch das Erfordernis der Beweisbestimmung sowie der Vorteilsabsicht erfüllt. Die Vorinstanz bejaht somit auch den subjektiven Tatbestand, namentlich eine Täuschungs- resp. Vorteilsabsicht zu Recht, genügt doch hierzu grundsätzlich jede Besserstellung (oben E. 3.1). Darunter fällt, wie die Vorinstanz zutreffend erwägt, auch die Beschaffung von an sich wahren Beweismitteln. Es ist daher unerheblich, ob die Beschwerdeführerin die geltend gemachten Beträge tatsächlich bezahlt und ob sie Anspruch auf Rückerstattung durch das Betreibungsamt hätte.