Citation: H 228/98 25.07.2000 E. 8

8.- Der Arbeitgeber haftet in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich nur für jenen Schaden, der durch die Nichtzahlung von paritätischen Beiträgen entstanden ist, die zu einem Zeitpunkt zur Bezahlung fällig waren, als er über allenfalls vorhandenes Vermögen disponieren und eine Zahlung der fälligen Beiträge an die Ausgleichskasse veranlassen konnte. Dies hat zur Folge, dass während des Konkursverfahrens keine Haftung mehr besteht (AHI 1994 S. 36 Erw. 6b). Vorliegend wurden die letzten Beiträge vor der Konkurseröffnung vom 10. August 1994 mit Ablauf der letzten Zahlungsperiode am 31. Juli 1994 fällig und waren innert 10 Tagen, mithin bis zum 10. August 1994, zu bezahlen (Art. 34 Abs. 4 AHVV). Ob es den Beschwerdeführern unter diesen zeitlichen Gegebenheiten nicht mehr möglich war, das Betreffnis der letzten Abrechnungsperiode zu bezahlen, da sie - wie von den Beschwerdeführern vorgebracht - am 10. August 1994 ab 14.00 Uhr keine Verfügungsgewalt über das Vermögen der Gesellschaft mehr hatten, kann dahingestellt bleiben, weil die Verpflichtung zur Beitragszahlung nicht erst ab diesem Zeitpunkt bestand.