Citation: 2C_911/2022 E. 8.2

8.2. Wie bereits festgehalten wurde, sind das Wohnsitzerfordernis und die Verweigerung der Zulassung zum Lernvikariat bei Nichterfüllung dieser Voraussetzung zur Erreichung der in Art. 1 Konkordat vorgesehenen Zwecke geeignet (vorne E. 7.6). Mildere Massnahmen, mit denen diese Zwecke ebenso gut zu erreichen wären, sind nicht ersichtlich. So ist insbesondere nicht ersichtlich, zu welchem zweckdienlichen Ergebnis das vom Beschwerdeführer vorgeschlagene Erörterungsgespräch zwischen den Beteiligten führen sollte. Die Zuweisung zu einer anderen Vikariatsgemeinde ist ebenfalls keine zweckdienliche Ersatzmassnahme, solange der Beschwerdeführer die für das ganze Konkordatsgebiet geltende Voraussetzung der Zugehörigkeit zu einer Konkordatskirche (Art. 17 Konkordat) nicht erfüllt. Die Nichtzulassung war somit erforderlich. Sie ist dem Beschwerdeführer auch zumutbar, zumal es ihm offenstünde, die Zulassungsvoraussetzungen durch entsprechende Wohnsitznahme zu erfüllen, und das Lernvikariat überdies keinen grundrechtlich geschützten Anspruch betrifft. Damit ist auch die Rüge der Unverhältnismässigkeit unbegründet.