Citation: 4A_467/2020 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer rügt, er habe einen verzögerten Beginn der Intubation geltend gemacht. Er sieht diesbezüglich einen Widerspruch im Gutachten. Der Gutachter betone einerseits, dass zum Zeitpunkt der Indikationsstellung eine invasive Beatmung nicht nur zwingend, sondern auch dringend gewesen sei, um einen fatalen Verlauf zu vermeiden. Andererseits bezeichne er eine Zeitverzögerung zwischen Indikation und Intubation von "20 Minuten" als "nachvollziehbar". Die Verzögerung habe aber nicht 20, sondern 25 Minuten betragen (21:15 Uhr bis 21:40 Uhr). Die Behauptung des Gutachters, die Kollegen aus der Anästhesie hätten aus dem Operationssaal gerufen werden müssen, sei nicht belegt und könne nicht den Tatsachen entsprechen. Es sei nicht möglich, dass ein Anästhesist eine laufende Operation verlassen könne. Der Gutachter führe sodann aus, die Patientin sei unmittelbar vor dem ersten lntubationsversuch kurz vor einem vollständigen Atemversagen gestanden. Es sei nicht nachvollziehbar, dass der Gutachter dennoch in der Zeitspanne von 25 Minuten zwischen Indikation und Beginn der Intubation kein Fehlverhalten erblicke. Das Gutachten sei nicht vollständig bzw. nicht schlüssig.