Citation: 5A_44/2024 E. 4.3

4.3. Mit Bezug auf die am 17. Oktober 2023 veranlasste Kontosperre erwog das Obergericht, es handle sich um eine vor dem Pfändungsvollzug getroffene sichernde Massnahme gemäss Art. 99 SchKG. Diese erfülle die Formerfordernisse und es sei für die Gültigkeit einer Kontosperre nicht erforderlich, dass der Schuldner eine separate Verfügung erhalte. Die für eine vorsorgliche Massnahme erforderliche Dringlichkeit sei vorliegend zu bejahen. Der Beschwerdeführer habe nicht auf die ersten beiden Pfändungsankündigungen reagiert und auch der Vorladung auf das Betreibungsamt vom 9. Oktober 2023 keine Folge geleistet. Er habe sich somit beharrlich dem Pfändungsvollzug entzogen, wozu er kein Recht gehabt habe. Die Forderung der Gläubigerin in der Pfändungsgruppe Nr. xxx sei unbezahlt geblieben. Zur Sicherung der Gläubigerrechte, insbesondere zur Feststellung des pfändbaren Vermögens, habe das Betreibungsamt deshalb zur Kontosperre im Sinn einer vorsorglichen Massnahme schreiten dürfen. Sofern der Beschwerdeführer die Meinung vertrete, dass ein Eingriff in sein Existenzminimum vorliege, obliege es ihm, sich dem Pfändungsvollzug umgehend zu stellen und vom Betreibungsamt dabei die Entlassung des Betrags aus der Kontosperre zu verlangen. Die durch das Betreibungsamt veranlasste Kontosperre i.S. einer vorsorglichen Massnahme erweise sich somit als rechtmässig.