Citation: 5A_88/2024 E. 4.3

4.3. Vor Bundesgericht bleibt unbestritten, dass den Beschwerdeführern die Aufforderung, innert einer Nachfrist von zehn Tagen bis am 8. Januar 2024 den Prozesskostenvorschuss zu leisten, unter Berücksichtigung der Zustellfiktion (vgl. zu dieser BGE 142 III 599 E. 2.4.1; 141 II 429 E. 3.1; 138 III 225 E. 3.1) am 4. Januar 2024 als zugestellt galt. Den Beschwerdeführern blieben damit vier Tage, um den einverlangten Vorschuss zu bezahlen. Dass ihnen dies grundsätzlich möglich gewesen wäre, ergibt sich aus ihren eigenen Ausführungen, wonach sie nach effektiver Zustellung der streitbetroffenen Verfügung die Zahlung noch am selben Tag veranlassten (vgl. E. 4.1 hiervor). Weshalb die Ansetzung einer solchen Frist verfassungswidrig sein sollte, legen die Beschwerdeführer nicht dar. Insbesondere hat das Verwaltungsgericht sie nicht auf den letzten Tag der Frist zur Abholung der Verfügung angesetzt, was problematisch wäre (vgl. Urteile 2C_496/2021 vom 30. November 2021 E. 3.3; 5A_280/2018 vom 21. September 2018 E. 5.2; 5D_69/2009 vom 3. September 2009 E. 2.3). Auch hat es den Endtermin der Frist ausdrücklich genannt, weshalb die Beschwerdeführer nicht darauf vertrauen konnten, länger, namentlich aber zehn Tage, für die Leistung des Kostenvorschusses Zeit zu haben. Unter diesen Umständen bleibt unerheblich, ob die zehn Tage ab Erlass oder ab Zustellung der Verfügung zu berechnen wären (vgl. dazu BGE 143 V 249 E. 6.5). Im Übrigen trifft zwar zu, dass die Beschwerdeführer bzw. deren Rechtsvertreter die fragliche Verfügung effektiv erst mit der zweiten Zustellung nach Fristablauf erhalten haben. Indes liegt es am Rechtsvertreter, seinen Kanzleibetrieb so zu organisieren, dass er in der Lage ist, die frist- und termingerechte Wahrnehmung der prozessualen Rechte seiner Klientel sicherzustellen, wozu auch die sorgfältige Erfassung und Prüfung eingehender und mit eingeschriebener Post versandter Gerichtskorrespondenz gehört (vgl. statt vieler Urteile 2C_345/2018 vom 11. Oktober 2018 E. 3.3; 2C_534/2016 vom 21. März 2017 E. 3.2). Entsprechend lässt sich aus diesem Umstand ebenfalls keine Verletzung des Anspruchs auf Treu und Glauben konstruieren.