Citation: 6B_135/2020 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer macht in erster Linie geltend, der Schuldspruch der eventualvorsätzlichen Tötung verletze die Unschuldsvermutung. Es bestünden erhebliche Zweifel daran, dass er dem Opfer die tödliche Stichverletzung zugefügt habe. Eine korrekte Würdigung der vorhandenen Beweise ergebe, dass allein der Mitbeschuldigte E.________ das Opfer tödlich verletzt haben könne, zumal nur er über ein Messer verfügt habe. Selbst die Staatsanwaltschaft sei von der Täterschaft von E.________ überzeugt gewesen, zumal sie in ihrer Anschlussberufung die Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils beantragt habe. Die Vorinstanz habe insofern zu Unrecht nicht auf die von ihr grundsätzlich als glaubhaft erachteten Aussagen der Brasilianer abgestellt, die keinerlei Interesse am Ausgang des Verfahrens gehabt hätten, sondern sich auf die unglaubhaften und abgesprochenen Aussagen der Mitbeschuldigten E.________ und A.________ gestützt. Dabei habe die Vorinstanz nicht berücksichtigt, dass die beiden Mitbeschuldigten eng befreundet gewesen seien und E.________ zudem im Tatzeitpunkt mit der Schwester von A.________ liiert gewesen sei. Vor diesem Hintergrund sei ohne Weiteres nachvollziehbar, dass die beiden sich abgesprochen und versucht hätten, die Schuld ihm (sc. dem Beschwerdeführer) in die Schuhe zu schieben. Der Schuldspruch basiere zudem auf blossen Spekulationen und Mutmassungen. Die Vorinstanz verkenne auch, dass er selber kein Motiv gehabt habe, an der Auseinandersetzung mitzuwirken. Er habe den Mitbeschuldigten A.________, der zusammen mit seinem Cousin am Ursprung der Auseinandersetzung gestanden habe, sich an der Gruppe habe rächen wollen und dabei von seinem engen Freund E.________ unterstützt worden sei, nicht gekannt. Zudem sei er nach der Tat bis zum 14. August 2009 in der Schweiz geblieben und weiter seiner Arbeitstätigkeit nachgegangen, obwohl er über keine Aufenthaltsbewilligung verfügt habe. Den Entschluss, die Schweiz zu verlassen, habe er erst gefasst, als er befürchtet habe, erneut von der Polizei befragt zu werden und dabei den Mitbeschuldigten E.________ belasten zu müssen, von dem er zuvor massiv bedroht worden sei. Insgesamt sei jedenfalls nicht rechtsgenüglich nachgewiesen, dass er den tödlichen Messerstich geführt habe, zumal weder der Mitbeschuldigte A.________ noch die einvernommenen Zeugen je ein Messer in seiner Hand gesehen hätten (Beschwerde S. 5 ff., 10 ff.).