Citation: 9C_474/2023 E. 2.7.1

2.7.1. Selbst im Falle eines seit längeren Jahren bestehenden Arbeitsverhältnisses am Wochenaufenthaltsort muss es dem Pflichtigen möglich sein, mittels gewichtiger Indizien die Vermutung eines dortigen Wohnsitzes zu entkräften und Indizien für den Wochenendaufenthaltsort in ausreichender Qualität nachzuweisen. Allerdings werden dann die Abwägungskriterien, nach welchen das Bundesgericht entscheidet, besonders streng gehandhabt. Erforderlich ist grundsätzlich, dass die unverheiratete Person regelmässig, mindestens einmal pro Woche, an den Ort der Familie heimkehrt (vgl. Urteile 2C_762/2019 vom 18. November 2019 E. 3.2.4; 2C_296/2018 vom 6. Juni 2018 E. 2.2.3). Im Urteil 2C_87/2019 vom 17. Juli 2019 (vgl. dort insb. E. 3.2.2 u. 5.1) ging es um einen Fall, in dem der Pflichtige an einem Tag in der Woche vom Familienort zur Arbeit pendelte und damit im Extremfall mehr Nächte pro Woche am Familienort als im Arbeitskanton verbrachte (vgl. dazu auch das Urteil 2C_247/2021 vom 27. Dezember 2021 E. 3.6; siehe zum Ganzen weiter: BGE 148 II 285 E. 3.3.3; 125 I 54 E. 2b/bb; Urteile 2C_994/2019 vom 8. Juni 2020 E. 6.3; 2C_397/2010 vom 6. Dezember 2010 E. 2.4.2).