Citation: 6B_883/2014 E. 4.3

4.3. Soweit der Beschwerdeführer seine Rüge damit begründet, er sei zumindest hinsichtlich der angeblichen Vorfälle vom Oktober 2007 bis zum 15. Januar 2011 freizusprechen, ist darauf nicht einzugehen. Im Übrigen ist sie unbegründet. Die Vorinstanz setzt sich in ihren Erwägungen zur Strafzumessung mit den wesentlichen schuldrelevanten Komponenten auseinander und würdigt sämtliche Zumessungsgründe zutreffend. Dass sie sich dabei von rechtlich nicht massgebenden Gesichtspunkten hätte leiten lassen oder wesentliche Gesichtspunkte nicht berücksichtigt hätte, ist nicht ersichtlich. Insbesondere ist sie in ihrer Strafzumessung nicht an die Erwägungen der ersten Instanz gebunden. Sie darf die gleich hohe Strafe ausfällen wie jene, selbst wenn sie von Eventualvorsatz und einer leicht verminderten Schuldfähigkeit des Beschwerdeführers ausgeht. Er argumentiert, die Vorinstanz hätte entgegen dem Gutachten eine weitere Einschränkung der Schuldfähigkeit annehmen müssen, ohne aufzuzeigen, dass die Vorinstanz in Willkür verfällt, indem sie das Gutachten als schlüssig erachtet und darauf abstellt. Auf diese rein appellatorische Kritik ist nicht einzutreten. Die Vorinstanz hält zu Recht fest, die leicht eingeschränkte Schuldfähigkeit des Beschwerdeführers sei innerhalb des ordentlichen Strafrahmens zu berücksichtigen (Urteil S. 35). Zudem geht die Vorinstanz zugunsten des Beschwerdeführers nicht nur hinsichtlich des Vorfalls vom 16. Januar 2011, sondern auch bezüglich der übrigen sexuellen Übergriffe von einer leicht verminderten Schuldfähigkeit aus, obwohl die Gutachter hierzu keine gesicherten Aussagen machen konnten (Urteil S. 37). Unbegründet ist auch der Einwand, die von der Vorinstanz nicht berücksichtigten aktuellen persönlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers und die Folgen einer allfälligen Strafe auf sein Leben sowie seine Familie liessen die ausgesprochene Strafe als unvertretbar hoch erscheinen. Zu Recht verneint die Vorinstanz eine erhöhte Strafempfindlichkeit des Beschwerdeführers. Eine solche kann nur bei aussergewöhnlichen Umständen bejaht werden, weil die Verbüssung einer Freiheitsstrafe für jede arbeitstätige und in ein familiäres Umfeld eingebettete Person mit Härten verbunden ist (Urteil 6B_375/2014 vom 28. August 2014 E. 2.6 mit Hinweisen). Die Vorinstanz berücksichtigt, dass der Beschwerdeführer wieder mit seiner Ehefrau und den beiden gemeinsamen Kindern zusammenlebt und im Stundenlohn angestellt ist. Inwiefern sich seine Verhältnisse zwischen seiner Einvernahme an der Berufungsverhandlung vom 22. August 2013 und dem Urteil vom 3. Juli 2014 verändert haben, legt der Beschwerdeführer nicht dar. Damit genügt die Rüge, die Vorinstanz verletze seinen Anspruch auf rechtliches Gehör, indem sie ihn nach Eingang des psychiatrischen Gutachtens nicht noch einmal zu seinen persönlichen Verhältnissen befragt habe, den qualifizierten Begründungsanforderungen nicht (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG). Im Übrigen wäre es dem anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer freigestanden, im Rahmen seiner Stellungnahme zum psychiatrischen Gutachten auf massgebende Veränderungen hinzuweisen.