Citation: 6B_683/2008 02.04.2009 E. 2.2

2.2.1 Die Vorinstanz begründet die Verurteilung der Beschwerdeführerin wegen Betrugs, begangen durch Verschweigen der kleinen und mittleren Spenden im Gesamtbetrag von Fr. 193'611.45, im Weiteren wie folgt. Der Kanton Wallis, welcher für die Gemeinde Mörel diverse Aufräumarbeiten vorfinanziert habe, hätte den Betrag von Fr. 193'611.45 berechtigterweise von der Gemeinde Mörel einverlangen können, wenn er davon Kenntnis gehabt hätte. Die Gemeinde sei verpflichtet gewesen, dem Kanton den Betrag von Fr. 193'611.45 zu zahlen. Die Gemeinde habe sich im Umfang dieses Betrages unrechtmässig bereichert. Die "Glückskette" hätte bei Kenntnis dieses Spendenbetrags einen um 95% dieses Betrags (ca. Fr. 183'930.--) geringeren Beitrag an den Kanton zu Handen der Gemeinde Mörel geleistet. Das Verschweigen der kleinen und mittleren Spenden habe somit zu einer Vermögensschädigung der "Glückskette" geführt. Die Beschwerdeführerin habe um diese Zusammenhänge gewusst (angefochtenes Urteil S. 54). 2.2.2 Die Vorinstanz begründet die Verurteilung der Beschwerdeführerin wegen Betrugs, begangen durch die Angabe einer unwahren Zweckbestimmung der Aargauer Spende von Fr. 711'000.-- (angeblich Renovation des Regionschulhauses, in Wahrheit Wiederaufbau der Wasserversorgung), im Weiteren wie folgt. Die Gemeinde Mörel hätte diesen Betrag in Anbetracht des tatsächlichen Spendenzwecks dem Kanton, welcher auch Arbeiten im Bereich Wasserbau (im Gesamtbetrag von Fr. 2'358'774.58) vorfinanziert habe, zurückerstatten müssen, was sie unterlassen habe, wodurch sie unrechtmässig bereichert sei. Der Kanton habe infolgedessen von der "Glückskette" den Betrag von Fr. 675'450.-- (95% von Fr. 711'687.--) zu viel für die Gemeinde erhalten, wodurch die "Glückskette" um diesen Betrag geschädigt worden sei (angefochtenes Urteil S. 56 f.). 2.3 Die Beschwerdeführerin macht geltend, ihre Verurteilung wegen Betrugs verstosse in beiden Fällen gegen Bundesrecht. Sie habe die Mitglieder der Arbeitsgruppe nicht getäuscht, und eine allfällige Täuschung sei nicht arglistig gewesen.