Citation: 6B_238/2011 E. 6.2.3

6.2.3. Die Beschwerdeführer machen geltend, die Verteidigung habe an der Hauptverhandlung vom 17. Juni 2009 eindeutig klar gemacht, dass die Abwesenheit der Beschuldigten nicht als Verzicht auf Durchführung einer öffentlichen Gerichtsverhandlung im Sinne von Art. 6 EMRK verstanden werden könne, und triftige sachliche Gründe für das Fernbleiben der Beschuldigten vorgetragen. Angesichts dieser klaren Willensäusserung bestehe selbstredend kein Spielraum dafür, das Fernbleiben der Beschuldigten als Verzicht auf eine öffentliche Hauptverhandlung zu deuten. In der Beschwerdeschrift wird indessen nicht dargelegt, welche triftigen Gründe an der Hauptverhandlung vom 17. Juni 2009 (kant. Akten GD 7/3) für die Abwesenheit der Beschuldigten vorgebracht wurden und aus welchen Gründen das Fernbleiben von der Hauptverhandlung nicht als Verzicht gewertet werden könne. Auf die Beschwerde ist in diesem Punkt mangels rechtsgenügender Begründung nicht einzutreten. Immerhin ist darauf hinzuweisen, dass die Gründe, aus welchen die Verteidigung das Fernbleiben der Beschuldigten zu rechtfertigen versuchte, unter anderem die behaupteten vielfachen Mängel der Untersuchung, auch schon im März 2009 bekannt waren, als die Verteidigung gestützt auf § 59 Abs. 2 Satz 2 Ziff. 2 aStPO/ZG die Durchführung einer mündlichen Verhandlung verlangte.