Citation: 1C_112/2014 E. 2.2

2.2. Für den Erlass von Verkehrsanordnungen sind grundsätzlich die Kantone zuständig (Art. 3 Abs. 2 SVG); das ASTRA verfügt indessen die (dauernde wirksamen) Massnahmen der örtlichen Verkehrsregelung auf den Nationalstrassen (Art. 2 Abs. 3bis SVG; Art. 104 Abs. 3 und Art. 110 Abs. 2 SSV). Es ist unstreitig, dass die Wehntalerstrasse eine Kantons- und keine Nationalstrasse ist. Wie das Bundesverwaltungsgericht im angefochtenen Entscheid richtig dargelegt hat, ist der Bund aber auch für Verkehrsanordnungen und ihre Signalisation bzw. Markierung im Rahmen von Ausführungsprojekten i.S.v. Art. 21 des Bundesgesetzes vom 8. März 1960 über die Nationalstrassen (NSG, SR 725.11) zuständig. Derartige Projekte sind nicht zwingend auf die Nationalstrassen-Anlage selbst beschränkt, sondern können weitere bauliche und gestalterische Vorkehren sowie flankierende Massnahmen umfassen, insbesondere auch Anpassungen von nachgeordneten Strassen, deren Ausbau oder Umgestaltung unabdingbar mit der Nationalstrasse verbunden ist. Diese bilden dann Bestandteil des Ausführungsprojekts und damit dem nationalstrassenrechtlichen Plangenehmigungsverfahren (BGE 122 II 165 E. 16b S. 176 f. ISABELLE HÄNER, in: Müller [Hrsg.], Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Band IV, Verkehrsrecht, Basel 2008, S. 194). Wie im angefochtene Entscheid ausgeführt wird, ist der Ausbau der Wehntalerstrasse im fraglichen Abschnitt eng mit dem Ausbau der Nordumfahrung Zürich und dem Umbau des Anschlusses Zürich-Affoltern verbunden und deshalb zulässigerweise Bestandteil des Ausführungsprojekts. Dies wird von der Beschwerdeführerin auch nicht bestritten. Dies hat zur Folge, dass im bundesrechtlichen Plangenehmigungsverfahren auch über die nötigen Markierungen und Signale auf dem ausgebauten Abschnitt der Wehntalerstrasse zu entscheiden ist. Dies begründet die Zuständigkeit des ASTRA für die Projektierung und des UVEK für die Genehmigung der vorgesehenen Sicherheitslinie. Dies ändert allerdings nichts am Status der Wehntalerstrasse als Kantonsstrasse. Insofern bleibt es für künftige Bauvorhaben, z.B. für die Überbauung der Parzelle der Beschwerdeführeri und dafür allfällig erforderliche Anpassungen der Verkehrsanordnungen, bei der Zuständigkeit der kantonalen Stellen.