Citation: 5A_293/2024 E. 4.5

4.5. Damit konnte das Obergericht ohne Verfassungs- oder Rechtsverletzung zum Schluss gelangen, die Voraussetzungen für eine Änderung der Regelung des persönlichen Verkehrs zwischen dem Beschwerdegegner und der Tochter und damit für ein erneutes Besuchsrecht seien erfüllt. Von vornherein an der Sache vorbei geht der weitere Hinweis der Beschwerdeführerin, der Beschwerdegegner trage die " (einzige) Beweislast hinsichtlich der positiven Erfüllungskriterien für die Zusprechung eines streitgegenständlichen begleiteten Besuchsrechts", der er nicht nachgekommen sei: Die Beweislastverteilung (vgl. Art. 8 ZGB) regelt die Folgen der Beweislosigkeit und ist gegenstandslos, sobald das Gericht eine bestimmte Tatsachenbehauptung wie hier zu Recht als erwiesen erachtet (BGE 141 III 241 E. 3.2 [einleitend]). Nicht umstritten und damit nicht zu prüfen sind die Ausgestaltung des dem Beschwerdegegner neu eingeräumten (begleiteten) Besuchsrechts sowie die Anpassung der Aufgaben des Beistandes an die neue Situation.