Citation: 9C_15/2022 E. 4.1

4.1. Hinsichtlich der Invaliditätsbemessung hat das kantonale Gericht erwogen, es sei nicht zu beanstanden, wenn die IV-Stelle für beide Vergleichseinkommen (Art. 16 ATSG) die vom Bundesamt für Statistik (BfS) herausgegebene Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) herangezogen habe. Das Valideneinkommen hat es auf Fr. 74'580.83 korrigiert, da sich die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit im Baugewerbe in den Jahren 2018 und 2019 nicht auf 43, sondern lediglich auf 41,3 Stunden belaufen habe. Aus der Gegenüberstellung (Art. 16 ATSG) mit dem Invalideneinkommen von Fr. 68'345.32 ermittelte die Vorinstanz - unter Verzicht auf einen Abzug vom Tabellenlohn (vgl. BGE 126 V 75) - einen Invaliditätsgrad von (gerundet) 8 %. Einen Anspruch auf Umschulung hat sie trotz des klar verfehlten Richtwerts von 20 % bejaht, weil der Beschwerdegegner im Zeitpunkt der Anmeldung erst 43,5 Jahre alt gewesen sei und somit noch eine mindestens 21-jährige Erwerbsphase vor sich gehabt habe. Abgesehen davon handle es sich bei den ohne Umschulung noch zumutbaren Tätigkeiten durchwegs um unqualifizierte Hilfsarbeiten, die im Vergleich zum erlernten Beruf mittel- bis langfristig nicht als "annähernd gleichwertig" bezeichnet werden könnten.