Citation: 4A_583/2021 E. 8.2

8.2. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Vorinstanz habe verkannt, dass die Beschwerdegegnerin in der Antwort vom 16. Dezember 2020 auf die Noveneingabe der Beschwerdeführerin vom 7. Dezember 2020 (zumindest) den Betrag von AED 1.7 Milliarden anerkannt habe. Die Vorinstanz hielt fest, die Beschwerdegegnerin habe die von der Beschwerdeführerin behauptete Summe von total AED 1'758'235'817.-- an entgegengenommenen und weitergeleiteten Geldern bestritten. Entsprechend müsste die Beschwerdeführerin aufzeigen, dass diese Feststellung offensichtlich unrichtig ist, mithin die Beschwerdegegnerin diese Summe in ihren Rechtsschriften anerkannt hat. Die Beschwerdeführerin bezieht sich in ihrer Rüge auf die Antwort der Beschwerdegegnerin vom 16. Dezember 2020 auf ihre Noveneingabe vom 7. Dezember 2020. Diese Noveneingabe, mit der die Beschwerdeführerin das Protokoll der Sitzung der Parteien vom 9. Juli 2013 (act. 48/55) einreichte, hat die Vorinstanz als verspätet erachtet. Sie erwog, selbst wenn die Beschwerdeführerin erst nach Abschluss des Schriftenwechsels eine Abschrift des Protokolls hätte beibringen können, so ergebe sich doch aus ihren Ausführungen, dass sie (bzw. ihr Direktor) an jener Sitzung teilgenommen habe. Der betreffende Sachverhalt hätte damit bereits im Rahmen des ordentlichen Schriftenwechsel dargelegt werden können. Die Beschwerdeführerin vermag in ihrer Beschwerde nicht darzutun, dass die Voraussetzungen von Art. 229 Abs. 1 ZPO entgegen der Vorinstanz erfüllt waren. Sie belegt insbesondere nicht, dass sie den sich aus dem Protokoll ergebenden Sachverhalt bereits im ordentlichen Schriftenwechsel hinreichend ausgeführt hat. Der Hinweis auf Rz. 39 ihrer Replik, wo sie ausgeführt habe, sie sei am 10. Juli 2013 (sic) von der Beschwerdegegnerin instruiert worden, AED 600 Mio. innert kürzester Zeit zu überweisen, genügt dafür jedenfalls nicht. Damit durfte die Vorinstanz ohne Verletzung von Bundesrecht davon ausgehen, die Noveneingabe der Beschwerdeführerin sei verspätet erfolgt. Entsprechend ist fraglich, ob in der Antwort der Beschwerdegegnerin auf diese verspätete Noveneingabe überhaupt eine wirksame Anerkennung von Tatsachenbehauptungen hätte erfolgen können. Darauf muss aber vorliegend nicht weiter eingegangen werden, denn aus den von der Beschwerdeführerin ins Feld geführten Aussagen der Beschwerdegegnerin in deren Antwort zur Noveneingabe lässt sich ohnehin nicht ableiten, dass die Summe von AED 1.7 Milliarden anerkannt worden wäre. Aus den Ausführungen der Beschwerdegegnerin ergibt sich insbesondere nicht mit hinreichender Klarheit, dass es sich beim Betrag von AED 1.7 Mio. um einen Verschrieb handelt, und eigentlich Milliarden gemeint wären, wie die Beschwerdeführerin unterstellt. Der Vorwurf, die Vorinstanz habe übersehen, dass die Beschwerdegegnerin den Betrag von AED 1.7 Milliarden (prozessual) anerkannt habe, ist unbegründet.