Citation: 2P.227/2005 24.01.2006 E. 4

Die Beschwerdeführerin macht ausserdem geltend, das Verwaltungsgericht habe sie in willkürlicher Weise dazu verpflichtet, der Schulgemeinde eine Parteientschädigung zu bezahlen. Es könne nicht unbesehen auf die Finanzkraft der politischen Gemeinde abgestellt werden, da die Schulgemeinde vom Kanton nach Massgabe der Schülerzahl finanziert werde. Im Übrigen handle es sich bei der Gemeinde A.________ ohnehin um eine finanzkräftige Vorortsgemeinde von Zürich und Winterthur. 4.1 Das Verwaltungsgericht hat sich für die Parteientschädigung auf § 17 Abs. 2 lit. a des Zürcher Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG/ZH) gestützt. Danach kann im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht die unterliegende Partei zu einer angemessenen Entschädigung für die Umtriebe des Gegners verpflichtet werden; namentlich ist dies möglich, wenn die rechtsgenügliche Darstellung komplizierter Sachverhalte und schwieriger Rechtsfragen besonderen Aufwand erforderte oder den Beizug eines Rechtsbeistandes rechtfertigte. Gemäss Verwaltungsgericht gehört die Schulgemeinde A.________ zu den kleineren Gemeinwesen im Kanton Zürich und waren die Rechtsfragen nicht einfach zu beurteilen; deshalb habe die obsiegende Schulgemeinde Anspruch auf eine Entschädigung für den beigezogenen Rechtsvertreter. 4.2 Damit hat das Verwaltungsgericht die Kostenvorschrift in seinem Verfahren durchaus sachbezogen konkretisiert und angewendet (vgl. Alfred Kölz/Jürg Bosshart/Martin Röhl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 2. Aufl., Zürich 1999, N. 19 f. zu § 17 VRG, mit Hinweisen auf Lehre und Rechtsprechung). Auch das Bundesgericht stellt in seiner Praxis zu Art. 159 Abs. 2 OG bei staatsrechtlichen Beschwerden wesentlich darauf ab, ob eine obsiegende Gemeinde zu den kleineren Gemeinwesen gehört (vgl. BGE 125 I 182 E. 7 S. 202; 131 I 321 nicht publ. E. 7.2). Die einschlägige kantonale Norm nennt die Finanzkraft der Gemeinde und die Art der Finanzierung ihres Aufwands in einem bestimmten Bereich nicht als Kriterien; deshalb war das Verwaltungsgericht auch nicht verpflichtet, solche Gesichtspunkte zum Massstab zu nehmen. Von Willkür kann in diesem Zusammenhang nicht die Rede sein.