Citation: 1C_3/2024 E. 9.4.1

9.4.1. Sie beruft sich hierfür auf das bundesgerichtliche Urteil i.S. Tramelan (1C_149/2021 vom 25. August 2022 E. 2.4). Darin erachtete das Bundesgericht eine kommunale Bestimmung, welche einen Abstand von 500 m zwischen einer Windenergieanlage und einem Wohnhaus vorsah, als zulässig. Es erwog, das grosse öffentliche Interesse an der Erstellung von Windenergieanlagen schliesse die Anwendung des kommunalen Raumplanungsrechts nicht von vornherein aus. Dessen Bestimmungen seien im Sondernutzungsplanverfahren, im Rahmen der gebotenen umfassenden Interessenabwägung, konkret zu berücksichtigen. Allerdings stützte sich diese Einschätzung auf die Feststellungen des Berner Verwaltungsgerichts zum bernischen Recht, wonach die Sondernutzungsplanung von der streitigen Abstandsvorschrift abweichen dürfe. Zudem hatten die Beschwerdeführenden dargelegt, dass mit einem Mindestabstand von 500 m noch drei weitere Windenergieanlagen (zusätzlich zu den zwei bestehenden) möglich wären.