Citation: 1C_657/2020 E. 2.4

2.4. Die Beschwerdeführerin macht geltend, für die Studentenwohnungen würden keine Parkplätze angeboten. Die Wohnungen seien für Studenten bestimmt, die zu Fuss oder mit dem Velo zur nahe gelegenen und mit dem öffentlichen Verkehr optimal erschlossenen Hochschule fahren und dort ganztägig studieren würden. Wer neben dem Studium arbeite und ein Auto besitze, verlege seinen Wohnort ohnehin nicht an den Studienort. Zudem handle es sich um 1-Zimmer-Studios ohne Nebenräume, die nicht einer Wohnung gleichgestellt werden könnten. Ebensowenig sei die Nutzung mit derjenigen eines Hotels vergleichbar, dessen Gäste für einen kurzen Aufenthalt in der Regel mit dem Auto anfahren würden. Das Kantonsgericht hat demgegenüber dargelegt, dass Studentenwohnungen nach dem Parkplatzreglement grundsätzlich als Mehrfamilienhäuser anzusehen seien. Dass der Gemeinderat die Regeln über Hotels angewendet habe, stelle eine Erleichterung zu Gunsten der Beschwerdeführerin gemäss Art. 7 Abs. 4 Parkplatzreglement dar. Damit habe er auch der Zentrumslage und dem Umstand Rechnung getragen, dass die Hochschule in Gehdistanz liege. Da Studenten einer Fachhochschule in der Regel bereits ein Erwerbseinkommen erwirtschaftet hätten und zum Teil neben dem Studium noch arbeitstätig seien, könne davon ausgegangen werden, dass zumindest ein Teil von ihnen über ein Auto verfüge. Schliesslich sei bei den geplanten Studentenwohnungen keine Exklusivnutzung durch Studenten vorgeschrieben. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin spielt keine Rolle, ob sie als künftige Vermieterin vorhat, den studentischen Mietern einen Parkplatz anzubieten. Unzutreffend ist auch der Vorwurf, die Anwendung der Regeln zur Wohn- oder Hotelnutzung sei unpassend, dienten doch diese lediglich als Auslegungshilfe im Rahmen der reglementarisch vorgeschriebenen Interessenabwägung für eine nicht vorgesehene Nutzung. Dass für die Festlegung der Anzahl Parkplätze bei solchen Nutzungen gewisse Schematisierungen erforderlich sind, liegt auf der Hand. Indem der Gemeinderat und ihm folgend das Kantonsgericht statt einem Pflichtparkplatz pro Wohnung einen Parkplatz pro drei Betten als sachgerecht erachteten, haben sie den Besonderheiten der Nutzung als Studentenwohnung und der Erschliessungssituation hinreichend Rechnung getragen. Die Begründung, weshalb davon auszugehen sei, dass die Bewohner teilweise ein Auto besitzen würden, ist zudem nachvollziehbar. Dasselbe gilt für die Erwägung, eine Exklusivnutzung für Studierende sei nicht vorgeschrieben. Der angefochtene Entscheid ist somit in diesem Punkt haltbar und die Rüge, Art. 7 Abs. 4 Parkplatzreglement sei willkürlich angewendet worden, unbegründet.