Citation: 9C_704/2018 E. 6.1

6.1. Nach der Rechtsprechung ist vor einer Änderung des Rentenanspruchs gestützt auf Art. 17 Abs. 1 ATSG grundsätzlich der Eingliederungsbedarf abzuklären (Urteil 9C_304/2018 vom 5. November 2018 E. 5.2 mit Hinweis). Im Besonderen bei Personen, welche eine Bezugsdauer von mindestens fünfzehn Jahren aufweisen oder wenn sie das 55. Altersjahr zurückgelegt haben, sind in der Regel vor der Herabsetzung oder Aufhebung der Rente Massnahmen zur Eingliederung durchzuführen, bis sie in der Lage sind, das medizinisch-theoretisch (wieder) ausgewiesene Leistungspotenzial mittels Eigenanstrengung auszuschöpfen und erwerblich zu verwerten. Die IV-Stelle trägt die Beweislast dafür, dass die Ausnahme gilt, die versicherte Person also über eine genügend grosse Selbsteingliederungskapazität verfügt, sodass sich Eingliederungsmassnahmen erübrigen (Urteil 9C_289/2018 vom 11. Dezember 2018 E. 7.1 mit Hinweis).