Citation: U 13/00 28.03.2001 E. 4

4.- a) Die Vorinstanz erwog, der Versicherte müsse spätestens anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 12. September 1995 zum Vorzustand des rechten Unterschenkels befragt worden sein, weil im entsprechenden Bericht vom 26. September 1995 festgehalten werde, dass er vor dem Unfall beschwerdefrei gewesen sei und unter keinerlei Schwellungen gelitten habe. Spätestens bei der Konfrontation mit dieser Fragestellung hätte er Kreisarzt Dr. med. X._________, FMH für Chirurgie, auf die massiven gesundheitlichen Probleme am rechten Unterschenkel, welche im Herbst 1992 zu einer Hospitalisierung und vor dem Unfall zu einer erneuten Behandlung führten, hinweisen müssen. Dass er dies unterlassen habe, sei als grobfahrlässig zu qualifizieren. Hinzu komme, dass die Ärzte davon ausgegangen seien, dass erst der bei der Frontalkollision vom 17. Mai 1995 erlittene starke Schlag auf den rechten Unterschenkel die Schwellung hervorgerufen habe. Aufgrund der Bemerkung des Dr. med. A._________ vom 21. Januar 1998, wonach es «komisch» sei, dass der Patient bereits am Unfalltag einen erhöhten Beinumfang aufgewiesen habe, sei jedoch überwiegend wahrscheinlich, dass der Unterschenkel bereits im Zeitpunkt des Unfalles geschwollen gewesen sei. Wenn der Beschwerdeführer trotzdem den Ärzten gegenüber die Schwellung als durch den Unfall ausgelöste Gesundheitsstörung dargestellt habe, so müsse sogar von einer bewussten Irreführung seinerseits ausgegangen werden. Der gute Glaube wäre aber selbst dann zu verneinen, wenn eine Schwellung im Zeitpunkt des Unfalles nicht vorgelegen und eine ausdrückliche Befragung zum Vorzustand nie stattgefunden hätte. Denn weil nach dem Unfall am rechten Unterschenkel (abgesehen vom Hämatom) dieselben Beschwerden wie zuvor aufgetreten seien, hätte der Beschwerdeführer in guten Treuen nicht annehmen dürfen, die nach dem Unfall bestehenden Beschwerden und Schwellungszustände am rechten Unterschenkel seien ausschliesslich auf den Unfall zurückzuführen, zumal er weder die Ärzte noch den Unfallversicherer auf die vorbestehende Venenproblematik hingewiesen habe. b) Nach diesen Erwägungen wirft das kantonale Gericht dem Beschwerdeführer im Wesentlichen vor, dass er sich der Unrechtmässigkeit des Leistungsbezuges bewusst gewesen sei. An diese tatsächliche Feststellung ist das Eidgenössische Versicherungsgericht gebunden, es sei denn, der Sachverhalt sei offensichtlich unrichtig, unvollständig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt worden (Art. 105 Abs. 2 OG; vgl. Erw. 3 hievor). Der Beschwerdeführer macht zu Unrecht geltend, dass die Vorinstanz ihn nicht, «wie beantragt», befragt habe. Denn ein entsprechender Antrag auf ein Parteiverhör (vgl. auch BGE 122 V 55 Erw. 3a mit Hinweisen), lässt sich den vorinstanzlichen Rechtsschriften nicht entnehmen, rügte der Beschwerdeführer doch einzig, dass er von der SUVA nicht (eingehender) persönlich befragt worden sei. Selbst wenn aber seine Ausführungen sinngemäss einen entsprechenden Beweisantrag enthielten, hätte die Vorinstanz, indem sie kein Parteiverhör durchführte, keine Verfahrensbestimmungen verletzt, weil sie angesichts des bereits aufgrund der Akten feststehenden Ergebnisses auf weitere Beweismassnahmen verzichten konnte (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. 1d mit Hinweis). Unerheblich ist schliesslich auch, was der Versicherte Bezug nehmend auf die vorinstanzliche Eventualbegründung, wonach der gute Glaube selbst dann zu verneinen gewesen wäre, wenn eine Schwellung im Zeitpunkt des Unfalles nicht vorgelegen und eine ausdrückliche Befragung zum Vorzustand nicht stattgefunden hätte, ausführen lässt. Denn weil der Zusammenhang zwischen den vor und nach dem Unfall bestehenden Beschwerden klar auf der Hand lag, kann keine Rede davon sein, dass an den Versicherten betreffend die Frage des Vorzustandes angesichts seiner rudimentären Bildung und seiner ausländischen Herkunft zu hohe intellektuelle Anforderungen gestellt würden. Somit ergibt sich, dass in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nichts vorgebracht wird, was die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung, wonach der Beschwerdeführer nicht gutgläubig war, als mangelhaft im Sinne von Art. 105 Abs. 2 OG oder die Folgerungen des kantonalen Gerichtes als bundesrechtswidrig erscheinen liesse. Die Voraussetzungen für den Erlass der Rückerstattungsschuld wurden demnach zu Recht verneint.