Citation: 2C_114/2019 E. 5.2.2

5.2.2. Am erheblichen sicherheitspolizeilichen Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers und der Wegweisung kann auch der Umstand nichts ändern, dass der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit der sexuellen Nötigung von einer absolut singulären Tat spricht. Anders als der Beschwerdeführer suggeriert, setzt ein Widerruf der Niederlassungsbewilligung nicht etwa voraus, dass der betroffene Ausländer ein hartnäckiger Wiederholungstäter ist, welcher die zahlreichen, ihm eingeräumten Chancen ungenutzt gelassen hat und bei welchem sämtliche in einem Rechtsstaat zur Verfügung stehenden Sanktionen wirkungslos erscheinen. Zwar kann sich der Widerruf einer Niederlassungsbewilligung in besonderem Masse rechtfertigen, wenn es sich beim betroffenen Ausländer um einen solchen Wiederholungstäter handelt (vgl. Urteil 2C_270/2017 vom 30. November 2017 E. 3.3) oder eine sich zusehends verschlechternde Situation vorliegt, d.h. wenn der Ausländer, statt sich zu bessern, mit der deliktischen Tätigkeit fortfährt und sich namentlich immer schwerere Straftaten zuschulden kommen lässt (vgl. Urteile 2C_1178/2013 vom 15. August 2014 E. 6.3; 2C_50/2012 vom 28. September 2012 E. 5.3.3; 2C_70/2007 vom 2. Mai 2007 E. 2.1). Indessen kann unter Berücksichtigung der entscheidenden Umstände auch eine einzige Verurteilung wegen einer besonders schwerwiegenden Straftat (in Form eines besonders schweren Gewalt-, Sexual- oder Betäubungsmitteldeliktes) zu einem Widerruf der Niederlassungsbewilligung führen (vgl. zur früheren Ausweisung ebenso Urteil 2C_70/2007 vom 2. Mai 2007 E. 2.1).