Citation: I 194/03 10.09.2003 E. 2

Streitig und zu prüfen ist der Invaliditätsgrad. Die Vorinstanz hat erwogen, dass der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit zu 50 % arbeitsfähig sei. Sie wies die Sache im Sinne der Erwägungen an die IV-Stelle zurück, nämlich damit diese einen Einkommensvergleich erstelle und prüfe, ob allenfalls ein Abzug von den einschlägigen Tabellenlöhnen gemäss BGE 126 V 78 in Frage komme. Nach der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts stellt der Rückweisungsentscheid einer kantonalen Rekursinstanz eine im Sinne von Art. 128 in Verbindung mit Art. 97 Abs. 1 OG und Art. 5 VwVG mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Eidgenössische Versicherungsgericht anfechtbare Endverfügung dar. Anfechtbar ist grundsätzlich nur das Dispositiv, nicht aber die Begründung eines Entscheides. Verweist indessen das Dispositiv eines Rückweisungsentscheides ausdrücklich auf die Erwägungen, werden diese zu dessen Bestandteil und haben, soweit sie zum Streitgegenstand gehören, an der formellen Rechtskraft teil. Dementsprechend sind die Motive, auf die das Dispositiv verweist, für die Behörde, an die die Sache zurückgewiesen wird, bei Nichtanfechtung verbindlich. Beziehen sich diese Erwägungen auf den Streitgegenstand, ist somit auch deren Anfechtbarkeit zu bejahen (BGE 120 V 237 Erw. 1a mit Hinweis). Daher trifft die Argumentation in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu, dass die Vorinstanz den Grad der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit für die IV-Stelle verbindlich auf 50 % festgesetzt hat. Diese Vorgabe ist mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde angefochten worden. Demnach ist vorliegend zu prüfen, welche Restarbeitsfähigkeit der Beschwerdeführer in einer ihm zumutbaren Tätigkeit noch aufweist. Die darauf gestützte Berechnung des Invaliditätsgrades mittels Einkommensvergleichs hingegen wird die IV-Stelle vornehmen. 2.1 Im Urteil vom 26. Oktober 2001 (I 48/01) hatte das Eidgenössische Versicherungsgericht festgestellt, dass sich zwei gleichwertige medizinische Gutachten gegenüber standen: die Expertise der MEDAS vom 5. Juli 1999 und diejenige von Dr. med. H.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 11. März 2000. Während die MEDAS auf eine volle Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Bauhilfsarbeiter sowie in jeglicher andern Hilfsarbeit schloss, hielt Dr. H.________ den Versicherten aus psychischen Gründen nur noch für 25 % arbeitsfähig. Da sich das Gericht ausser Stande sah, die Widersprüche zwischen den beiden Expertisen zu beurteilen, wies es die Sache an die Vorinstanz zurück, damit sie hierüber ein Obergutachten einhole. Dem kam das kantonale Gericht in der Weise nach, dass es das forensisch-psychiatrische Obergutachten von Dr. F.________ vom 22. Juli 2002 sowie ein ergänzendes Schreiben des selben Arztes vom 2. August 2002 beizog. 2.2 Dr. F.________ schätzte die Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer zumutbaren Verweisungstätigkeit auf 50 %, worauf die Vorinstanz abgestellt hat. Der Versicherte bezeichnet das Gutachten als oberflächlich, was sich schon daran zeige, dass eine klärende Zusatzauskunft habe eingeholt werden müssen. Wohl sei er mehrmals in den Kosovo gereist; daraus auf eine verbliebene Belastungsfähigkeit zu schliessen, gehe jedoch schon deshalb nicht an, weil der Beschwerdeführer sich in seiner Heimat jeweils in ein verdunkeltes Zimmer zurückziehe, jedoch in keiner Weise bei den notwendigen Alltagsarbeiten Hand reiche. Die Vorinstanz habe nicht begründet, weshalb sie dem Gutachten von Dr. F.________ den Vorzug gegenüber demjenigen von Dr. H.________ gegeben habe. 2.3 Die Einwendungen des Beschwerdeführers gegenüber dem Gutachten von Dr. F.________ vermögen nicht zu überzeugen. Es fehlen Anhaltspunkte dafür, dass es sich bei der Bezifferung der Arbeitsunfähigkeit mit 70 % auf Seite 15 des Gutachtens, welche zu einer Nachfrage beim Experten geführt hat, um etwas anderes als einen blossen Verschrieb handeln könnte. Dr. F.________ setzt sich sodann mit den Widersprüchen zwischen den beiden Vorgutachten auseinander und begründet seine Schlussfolgerungen in nachvollziehbarer Weise. Dass sich der Beschwerdeführer gemäss Angaben des Bruders im Kosovo jeweils in ein verdunkeltes Zimmer zurückzog, vermag nicht darüber hinwegzutäuschen, dass der Versicherte mehrmals in der Lage war, die lange Reise in die Heimat auf sich zu nehmen. Es lässt sich deshalb nicht beanstanden, wenn die Vorinstanz gestützt auf das Obergutachten eine Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer angepassten Verweisungstätigkeit angenommen hat.