Citation: 8C_289/2007 28.01.2008 E. 6

6.1 Verwaltung und Vorinstanz haben zu Recht das Vorliegen eines adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen den psychischen Beschwerden und dem Unfall vom 14. Mai 2002 nach der Rechtsprechung von BGE 115 V 133 geprüft. Die Einordnung des Ereignisses vom 14. Mai 2002 in den Bereich der mittelschweren Unfälle ist ebenfalls nicht zu beanstanden. Damit müssen ein Kriterium in besonders schwerer Weise oder mehrere Kriterien für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges erfüllt sein. 6.2 Unbestrittenermassen sind die Kriterien der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzung und der Fehlbehandlung nicht gegeben. Entgegen der Ansicht der Versicherten ist der Unfallhergang im Rahmen der Rechtsprechung nicht als besonders eindrücklich zu werten (vgl. etwa RKUV 1999 Nr. U 335 S. 207). Was die Dauer der ärztlichen Behandlung betrifft, ist diese nicht als überlang zu bezeichnen. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass nach deren Abschluss zwei Monate nach dem Unfall am 16. April 2003 eine operative Korrektur notwendig geworden war; denn insgesamt ist die ärztliche Behandlung nicht als überlang zu werten. Bezüglich der geklagten Dauerschmerzen ist angesichts der andauernden somatoformen Schmerzstörung sowie des Berichts des Dr. med. E.________ vom 19. August 2003 fraglich, ob diese Schmerzen körperlichen Ursprung haben. Selbst wenn dieses Kriterium bejaht werden müsste, wäre es nicht besonders ausgeprägt gegeben. Das Kriterium des schwierigen Heilungsverlaufs ist zu verneinen. Daran ändert auch die operative Korrektur knapp ein Jahr nach dem Unfall nichts; denn nach fachärztlicher Ansicht war damit die Behandlung abgeschlossen. Aus den Akten ergibt sich denn auch kein Hinweis auf weitere medizinische Vorkehren, welche einer wesentlichen Verbesserung des somatischen Zustands dienen sollten. Es sind auch keine weiteren oder erheblichen Komplikationen im Rahmen der physischen Verletzungen aufgetreten. Ebenfalls zu verneinen sind Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsfähigkeit. Die Versicherte nahm gut eineinhalb Monate nach dem Unfall ihre Arbeit im Reinigungsdienst wieder voll auf. Selbst wenn diese Arbeitsaufnahme zu früh erfolgt wäre, so war ihr nach fachärztlicher Einschätzung 15 Monate nach dem Unfall eine angepasste leichtere Tätigkeit voll zumutbar (vgl. Bericht des Dr. med. E.________ vom 19. August 2003). Damit ist aber das Kriterium von Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit nicht erfüllt. 6.3 Nach dem Gesagten ist weder ein Kriterium in besonders ausgeprägter Weise gegeben noch liegen mehrere Kriterien vor, sodass der adäquate Kausalzusammenhang zwischen den psychischen Leiden der Versicherten und dem Unfall vom 14. Mai 2002 zu verneinen ist. Die SUVA schuldet demnach keine weiteren Taggelder oder Renten.