Citation: 4P.184/2001 14.12.2001 E. 2

2.- Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG hat die Beschwerdeschrift eine kurz gefasste Darlegung darüber zu enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte betroffen sind und inwiefern sie der angefochtene Entscheid verletzt. Im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde prüft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen (BGE 122 I 70 E. 1c S. 73; 119 Ia 197 E. 1d S. 201; 118 Ia 64 E. 1b S. 67; 117 Ia 10 E. 4b S. 11 f.; 115 Ia 183 E. 3 S. 185). a) Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass die vom Handelsgericht St. Gallen aus der Beweiswürdigung abgeleiteten Rechtswirkungen offensichtlich unzutreffend seien und den Gleichheitsgrundsatz nach Art. 8 BV verletzen würden. Da die Beschwerdeführerin aber nicht klar darlegt, inwiefern sie den Gleichheitsgrundsatz verletzt sieht, ist dieses Vorbringen nicht zu hören. Ebenfalls nicht zu hören sind die unverständlichen und nahezu ungehörigen Rügen, die die Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit dem von ihr behaupteten Bestätigungsschreiben erhebt. b) Soweit die Vorbringen der Beschwerdeführerin überhaupt den Rügeanforderungen genügen, wendet sie im Wesentlichen ein, die Beweiswürdigung der Saldobestätigung per 31.12.96 und der Zeugenaussage Engelhardt sei willkürlich. Das Handelsgericht schliesse zu Unrecht aus der Saldobestätigung per 31.12.96 im Schreiben der Beschwerdeführerin vom 14. April 1997, dass die Beschwerdeführerin die Leistungserbringung stillschweigend anerkenne und das Honorar bis Ende 1996 geschuldet sei, nachdem der Nachweis der Beratungsleistungen der Jahre 1995 bis 1998 aus den Aussagen des Zeugen Engelhardt nicht habe entnommen werden können. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts verfällt eine Behörde in Willkür, wenn sie ihrem Entscheid Tatsachenfeststellungen zugrunde legt, die mit den Akten in klarem Widerspruch stehen (BGE 114 Ia 27 f. E. 3b, 218 E. 2a; 113 Ia 20 E. 3a mit Hinweisen). Im Bereich der Beweiswürdigung besitzt der Richter allerdings einen weiten Ermessensspielraum. Das Bundesgericht greift auf staatsrechtliche Beschwerde hin nur ein, wenn die Beweiswürdigung offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, auf einem offenkundigen Versehen beruht oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 117 Ia 106 E. 5b, 139 E. 2c; 116 Ia 88 E. 2b; 116 II 29 E. 5; 114 Ia 27 f. E. 3b; 105 Ia 190 f.). Willkürlich ist insbesondere eine Beweiswürdigung, welche einseitig einzelne Beweise berücksichtigt (BGE 112 Ia 371 E. 3 mit Hinweis), oder die Abweisung einer Klage mangels Beweisen, obwohl die nicht bewiesenen Tatsachen aufgrund der Vorbringen und des Verhaltens der Parteien eindeutig zugestanden sind (BGE 113 Ia 435 f. E.4). In der aufgrund der Saldobestätigung per 31.12.96 getroffenen Feststellung des Handelsgerichts, dass die Leistungen für die Jahre 1995 und 1996 anerkannt worden sind, liegt keine stossende oder gar untragbare Beweiswürdigung. Das Handelsgericht hält vielmehr vertretbar und in willkürfreier Auslegung des deutschen Rechts fest, dass das Schreiben der Beschwerdeführerin vom 14. April 1997 mangels vorausgegangener Vertragsverhandlungen nicht als Bestätigungsschreiben gelten könne. Da sich der Entscheid des Handelsgerichts damit auf nachvollziehbare Gründe stützt, liegt Willkür nicht vor, wenn der Ansicht des Beschwerdeführers nicht gefolgt wird.