Citation: 4A_258/2020 E. 3.3.1

3.3.1. Die Beschwerdeführer rügen, die Vorinstanz habe den Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt, indem sie davon ausgegangen sei, der Ingenieur und nicht die Beschwerdegegnerin habe den Mauerabbruch angeordnet. Die Zeugen E.________ und F.________, Mitarbeiter der an dem Mauerabbruch beteiligten Bauunternehmungen, hätten übereinstimmend ausgesagt, die Beschwerdegegnerin sei am Entscheid, die Mauern abzubrechen, als Bauleiterin beteiligt gewesen. In dieser Funktion habe sie nach Rücksprache mit dem Ingenieur den Befehl erteilt, die Mauern abzubrechen. Ein solches Vorgehen sei auf Baustellen üblich und entspreche auch der allgemeinen Lebenserfahrung. Der Ingenieur selbst sei gar nicht weisungsbefugt gewesen. Aufgrund dieser fehlerhaften Sachverhaltsermittlung habe die Vorinstanz der Beschwerdegegnerin eine Sorgfaltspflichtverletzung durch Unterlassen statt durch ein Tun vorgeworfen. Bei korrekt festgestelltem Sachverhalt wäre nach Ansicht der Beschwerdeführer deshalb nicht der hypothetische, sondern der natürliche und adäquate Kausalzusammenhang zu prüfen gewesen.