Citation: 6B_1394/2017 E. 8.3.2

8.3.2. Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz ein methodisch fehlerhaftes Vorgehen vor, indem sie die Delinquenz während laufenden Verfahrens und die Vorstrafen mehrfach berücksichtigt habe. Dies führe dazu, dass die Bildung der Gesamtstrafe nicht mehr hinreichend nachvollziehbar sei. Zwar trifft zu, dass die Vorinstanz methodisch nicht korrekt vorgeht, indem sie die Vorstrafen bei den versuchten schweren Körperverletzungen und die Delinquenz während laufender Untersuchung zudem bei den Betrugsdelikten und damit mehrfach thematisiert (wobei entgegen der Rüge der Beschwerdeführerin nicht zutrifft, dass die Vorstrafen bei den Betrugsdelikten abermals Berücksichtigung finden, ebenso wenig die genannten Täterkomponenten unter dem Titel "allgemeine Täterkomponenten"). Hingegen belässt es die Beschwerdeführerin damit, den Entscheid deshalb als unzureichend begründet zu kritisieren. Diese Rüge erhebt sie ohne Grund (vgl. zu den Begründungsanforderungen der Strafzumessung BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff. S. 59 ff. mit Hinweisen). Selbst wenn die Beschwerdeführerin darüber hinaus geltend machte, das methodisch unrichtige Vorgehen der Vorinstanz wirke sich zu ihrem Nachteil aus, könnte ihr nicht gefolgt werden. Die hier zu beurteilenden Betrugsdelikte beging die Beschwerdeführerin während laufender Untersuchung wegen gleichgelagerter Delikte und in diesem Sinne gänzlich unbeirrt. Die tätliche Auseinandersetzung erfolgte zudem nur wenige Monate nach der Verurteilung im Sommer 2013. Deshalb sind die Bewertung der Täterkomponenten und die Straferhöhung von fünf Monaten im Ergebnis nicht zu beanstanden. Im Übrigen könnte das Bundesgericht das angefochtene Urteil, wo sich die Strafe unter Beachtung aller relevanten Faktoren wie hier offensichtlich im Rahmen des dem Sachgericht zustehenden Ermessens hält, auch bestätigen, wenn dieses in Bezug auf die Erwägungen zum Strafmass einzelne Unklarheiten und Unvollkommenheiten enthielte (Urteile 6B_988/2017 vom 26. Februar 2018 E. 2.4; 6B_341/2007 vom 17. März 2008 E. 8.4, nicht publ. in: BGE 134 IV 97; 6B_202/2010 vom 31. Mai 2010 E. 6.3.4, nicht publ. in: BGE 136 IV 117). Schliesslich ist festzuhalten, dass trotz Verurteilung vom 22. August 2013 keine (teilweise) retrospektive Konkurrenz im Sinne von Art. 49 Abs. 2 StGB vorliegt, da der Beschwerdeführerin damals eine Geldstrafe und eine Busse auferlegt wurden. Dies thematisiert die Vorinstanz nicht näher, ihr ist aber im Ergebnis, soweit sie keine Zusatzstrafe ausfällt, zu folgen. Eine Zusatzstrafe kann nur ausgesprochen werden, soweit die Strafen der neu zu beurteilenden Delikte und die Grundstrafe gleichartig sind (BGE 142 IV 329 E. 1.4 S. 331, 265 E. 2.3.2 und 2.4.2 S. 267 ff. mit Hinweisen).