Citation: 7B_288/2022 E. 2.2.2

2.2.2. Was den gewerbsmässigen Betrug betrifft, erwägt die Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe seine behandelnden Ärzte und das Kantonsspital C.________ mit Wissen und Willen über seine Arbeitsfähigkeit getäuscht, indem er eine angebliche Krankheit vorgespiegelt habe. Das Kantonsspital C.________ sei dem Irrtum unterlegen, der Beschwerdeführer sei zu 100 % arbeitsunfähig und habe deshalb Anspruch auf die ausbezahlten Fr. 49'356.17. Das Kantonsspital C.________ und die Stiftung B.________ seien dadurch unmittelbar am Vermögen geschädigt worden. Der Beschwerdeführer habe arglistig gehandelt. Eine mit gefälschten oder verfälschten Urkunden verübte Täuschung sei grundsätzlich arglistig, da im geschäftlichen Verkehr in aller Regel auf die Echtheit von Urkunden vertraut werden dürfe (BGE 133 IV 256 E. 4.4.3 mit Hinweisen). Anders könne es sich verhalten, wenn sich aus den vorgelegten Urkunden ernsthafte Anhaltspunkte für deren Unechtheit ergeben würden (Urteile 6B_1306/2020 vom 2. März 2021 E. 1.2; 6B_236/2020 vom 27. August 2020 E. 4.3.1 mit Hinweisen), was vorliegend nicht der Fall gewesen sei. Ohnehin habe der Beschwerdeführer ein ganzes Lügengebäude errichtet, wonach er arbeitsunfähig sei und sich in Deutschland aufhalte. Bewerkstelligt habe er dies durch die Arztbesuche in Deutschland, durch das Einreichen der ärztlichen Zeugnisse und Schreiben aus Deutschland, durch das Vorschieben seines Sohnes und durch die Schreiben des "Freundeskreises A.________", welche er in Wahrheit selbst verfasst habe. Weiter habe er dem Kantonsspital C.________ bewusst seine Arbeitstätigkeit als Assistenzarzt für das Psychiatriezentrum D.________ verschwiegen. Es komme hinzu, dass er dem Kantonsspital C.________ am 6. Oktober 2017 mitgeteilt habe, sein Gesundheitszustand habe sich verschlechtert, womit er es im Irrtum bestärkt habe, er sei krankheitshalber arbeitsunfähig. Es seien keine Gründe ersichtlich, dass der Beschwerdeführer von der Tat Abstand genommen hätte, wenn das Kantonsspital C.________ den Arbeitsvertrag nicht per Ende Oktober 2017 aufgelöst hätte. Vielmehr habe er sich schriftlich gegen die Vertragsauflösung gewehrt und selbst nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses gegenüber dem Kantonsspital C.________ geltend gemacht, er sei in Behandlung bei Dr. med. F.________. Aufgrund des mehrfachen Einreichens der ärztlichen Zeugnisse und der Bereitschaft zu einer Vielzahl weiterer Delikte in der fraglichen Art habe der Beschwerdeführer gewerbsmässig gehandelt und innerhalb von 7 Monaten Fr. 50'000.-- erhalten. Der Beschwerdeführer habe vorsätzlich und mit Bereicherungsabsicht gehandelt, was bereits daraus erhelle, dass er unmittelbar nach Empfang der Kündigung Fr. 95'000.-- auf sein persönliches Vorsorgekonto einbezahlt und die ihm vor und nach dieser Einzahlung vom 12. Juli 2017 zugeflossenen Krankentaggelder dem Kantonsspital C.________ nie zurückerstattet habe. Damit habe er sich des gewerbsmässigen Betrugs schuldig gemacht (angefochtenes Urteil E. 4.2.4).