Citation: 1C_75/2018 E. 6.5

6.5. Zwar trifft zu, dass Ziff. 3 des Reglements der SBK - anders als die Kann-Vorschrift in Art. 48 BZO - obligatorisch verlangt, dass die darin umschriebenen Bauprojekte von der SBK zu behandeln sind. Diese Regelung bezieht sich jedoch ausdrücklich auf Bauprojekte, weshalb daraus nicht zwingend abgeleitet werden kann, die SBK müsse bereits im Verfahren zum Erlass eines Gestaltungsplans beigezogen werden, dem nachträglich ein Baubewilligungsverfahren folgt. Daran vermag nichts zu ändern, dass dieser Beizug als wünschenswert erscheint, weil mit dem Gestaltungsplan gemäss Art. 4 Ziff. 1 BZO namentlich die Lage und Grösse der Bauten aufzuzeigen sind und damit in kubischer Hinsicht bereits in konkreter Weise über die Endgestaltung der geplanten Arealüberbauung entschieden wird (vgl. Urteil 1C_361/2008 vom 27. April 2009 E. 7.5, in: URP 2009 S. 877 ff.). Der Stadtrat und mit ihm die Vorinstanz verstiessen daher nicht gegen das Willkürverbot, wenn sie annahmen, der Zweck von Ziff. 3 des Reglements der SBK verlange nicht zwingend, dass die Stellungnahme der SBK bereits im Verfahren zum Erlass eines Gestaltungsplans eingeholt wird. Dies gilt umso mehr, als der Stadtrat sich die in Art. 48 BZO vorgesehene fachliche Beratung durch die Einsetzung eines Architekturbeirats verschafft hat und unter diesen Umständen eine zusätzliche Beratung durch die SBK nicht als zwingend erscheint.