Citation: 6B_447/2013 E. 1.3

1.3. Bei den Akten befinden sich zwei Formulare, mit denen Strafklage gegen den Beschwerdegegner wegen fahrlässiger Tötung gestellt und eine Zivilforderung "im Betrag von 0" geltend gemacht wird (Untersuchungsakten A/164 und 165). Beide Formulare sind zwar nur vom Beschwerdeführer 1 unterzeichnet. Sie sind aber mit einem von beiden Beschwerdeführern unterzeichneten Begleitschreiben dem damaligen Verhöramt Nidwalden am 11. Mai 2010 zugestellt worden (Untersuchungsakten A/166). Das Verhöramt Nidwalden bestätigte in der Folge in einem an beide Beschwerdeführer adressierten Schreiben vom 21. Mai 2010, dass es den Beschwerdeführer 1 als Straf- und Zivilkläger erfasst habe (Untersuchungsakten A/167). Der von den Beschwerdeführern gemeinsam beigezogene Rechtsvertreter teilte dem Verhöramt am 1. Juni 2010 mit, dass seine Mandanten das Formular "Strafklage" bereits zugestellt hätten. Auch hätten sie ihm ein Schreiben vorgelegt, wonach sie bereits als Straf- und Zivilkläger erfasst worden seien. Zum heutigen Zeitpunkt stehe noch nicht fest, ob seine Mandanten im Strafverfahren gegen den Beschwerdegegner Zivilforderungen erheben werden. Im Vordergrund stehe einstweilen, für die Eltern der beiden Opfer möglichst Klarheit über den Unfallhergang zu erhalten (Untersuchungsakten A/179). Eine Richtigstellung oder eine Nachfrage von Seiten des Verhöramtes erfolgte nicht, und auch vor dem Erlass der Einstellungsverfügung wurde den Beschwerdeführern keine Gelegenheit eingeräumt, ein allfälliges Missverständnis über ihre Rechtsstellung im Verfahren zu klären. Die Nichtzulassung der Beschwerdeführerin 2 als Privatklägerin erweist sich unter diesen Umständen als überspitzt formalistisch und widerspricht dem Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 3 Abs. 2 lit. a StPO). Auf die Beschwerde ist indessen trotzdem nicht einzutreten, weil die Beschwerdeführerin 2 kein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids hat (Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG). Die Vorinstanz hat zu den in den Eingaben ihres gemeinsam beigezogenen Rechtsvertreters vorgebrachten Einwendungen Stellung genommen. Mit der Zulassung der Beschwerdeführerin im vorinstanzlichen Verfahren würde sich somit am Ergebnis nichts ändern.