Citation: 5P.107/2004 26.04.2004 E. 5

In der Sache selber machen die Beschwerdeführer geltend, der Erbenvertreter habe die laufenden Geschäfte zu besorgen und er sei für die Erhaltung und (vorsichtige) Mehrung der Erbschaftswerte verantwortlich. Die Erstellung eines Baus, für welchen im Zeitpunkt des Todes des Erblassers erst eine Baubewilligung vorliege, könne willkürfrei nicht als Besorgung laufender Geschäfte oder als Erhaltung und vorsichtige Mehrung der Erbschaftswerte bezeichnet werden. Die Rüge ist unbegründet. Ohne auf die einzelnen Gesichtspunkte des Wiederaufbaus einzugehen, kann unter Willkürgesichtspunkten festgehalten werden, dass das alte Bauernhaus zu Lebzeiten des Erblassers abgebrannt ist, dass dieser den Wiederaufbau gewollt und vorangetrieben hat, dass zu seinen Lebzeiten die Baubewilligung rechtskräftig erteilt worden ist und dass im Zeitpunkt der Einsetzung des Erbenvertreters der Bau aus welchen Gründen auch immer angefangen und teilweise erstellt war. Bei dieser Sachlage ist die Schlussfolgerung nicht willkürlich, der Entscheid, die Baute fertig zu stellen, liege im Aufgabenbereich des Erbenvertreters. Daran vermögen die weiteren Rügen gegen einzelne Massnahmen und die angeblichen Versäumnisse des Erbenvertreters nichts zu ändern. Gegenstand des vorliegenden Aufsichtsverfahrens ist einzig sein Entscheid, das Bauernhaus gemäss der erteilten Baubewilligung wieder aufzubauen und die U.________ AG mit der Weiterführung der Planungs- und Architekturarbeiten sowie V.________ mit der Bauführung zu betrauen, sowie seine Auflage, das Bauprojekt auf Fr. 1'500'000.-- zu redimensionieren, im neuen Baukostenplan eine Reserve von Fr. 83'400.-- einzuplanen und ihm den neuen Baukostenplan zur Genehmigung zu unterbreiten. Es ist nicht willkürlich, diesen Entscheid im Aufsichtsbeschwerdeverfahren zu bestätigen. Es läuft auch nicht in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwider, wenn hinter der U.________ AG die Erben D.________ und E.________ stehen und es sich bei V.________ um den Lebenspartner von C.________ handelt. Zwar hat deren offenbar eigenmächtiges Vorgehen zur vorübergehenden Baueinstellung bis zum Ernennen des Erbenvertreters geführt. Das Willkürverbot gebietet bei dieser Sachlage nicht zwingend, die Fachpersonen auszuwechseln. Vielmehr gibt es Gründe der Praktikabilität und der Wirtschaftlichkeit, den Wiederaufbau mit den mit dem Vorhaben vertrauten Fachleuten zu Ende zu führen.