Citation: 1C_617/2021 E. 6.3

6.3. Der Gemeinde ist zuzustimmen, dass die vom Verwaltungsgericht vorgenommene Subsumtion unter den "Unterhalt" gemäss § 5 WR diskutabel erscheint, geht es doch nicht um die Erhaltung der Funktionsfähigkeit der Leitung, sondern um ihre physische Beseitigung aus dem Boden. Gleiches gilt für die Anknüpfung an § 21 WR, der lediglich Erstellungs- und Reparaturarbeiten betrifft. Der allgemeine Grundsatz des Reglements, wonach sämtliche Aufwendungen im Zusammenhang mit Hauptleitungen der Gemeinde und nicht den Grundeigentümern obliegen, spricht zwar dafür, dass dem Grundeigentümer keine Aufwendungen für eine allfällig gebotene Beseitigung der Leitung entstehen dürfen; dagegen lässt sich diesem Kostentragungsprinzip nichts zur Frage entnehmen, ob der Grundeigentümer die Beseitigung der Leitung generell, auch ohne Nachweis eines aktuellen Interesses, verlangen kann. Unter diesen Umständen erscheint die Auslegung der Gemeinde, wonach die Frage in ihrem Reglement nicht geregelt sei, sachlich ebenso vertretbar, wenn nicht gar überzeugender, als die vom Verwaltungsgericht gewählte Auslegung.