Citation: 2A.745/2005 25.04.2006 E. 2

2.1 Die Niederlassungsbewilligung erlischt mit der Ausweisung oder Heimschaffung (Art. 9 Abs. 3 lit. b ANAG). Gemäss Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG kann der Ausländer aus der Schweiz oder aus einem Kanton ausgewiesen werden, wenn er wegen eines Verbrechens oder Vergehens gerichtlich bestraft wurde. Ein Ausländer kann zudem ausgewiesen werden, wenn sein Verhalten im Allgemeinen und seine Handlungen darauf schliessen lassen, dass er nicht gewillt oder nicht fähig ist, sich in die im Gaststaat geltende Ordnung einzufügen (Art. 10 Abs. 1 lit. b ANAG). Die Ausweisung soll nur verfügt werden, wenn sie nach den gesamten Umständen "angemessen", d.h. verhältnismässig (BGE 125 II 521 E. 2a S. 523) erscheint (Art. 11 Abs. 3 ANAG). Dabei ist namentlich auf die Schwere des Verschuldens des Ausländers, auf die Dauer seiner Anwesenheit in der Schweiz und auf die ihm und seiner Familie drohenden Nachteile abzustellen (Art. 16 Abs. 3 der Vollziehungsverordnung vom 1. März 1949 zum Bundesgesetz über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer, ANAV; SR 142.201). 2.2 Der Beschwerdeführer ist mehrfach und immer schwerer straffällig geworden. Von den insgesamt fünf unter Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG fallenden Verbrechen und Vergehen wiegen die Entwendung eines Motorfahrzeuges zum Gebrauch und das wiederholte Fahren trotz Entzug des Führerausweises nicht mehr leicht. Noch gravierender ist die Verurteilung u.a. wegen mehrfachen Betrugs. Dadurch hat er zudem gezeigt, dass er nicht willens bzw. fähig ist, sich an die hier gültige öffentliche Ordnung zu halten. Dasselbe ergibt sich aus seinem liederlichen Finanzgebaren und seiner (selbst nach der Verwarnung und dem Ausweisungsentscheid) immer weiter zunehmenden Überschuldung: Inzwischen belaufen sich seine Verlustscheine auf ca. Fr. 440'000.--. Vergeblich wendet er dagegen ein, der grösste Teil dieses Betrags beruhe auf einer Schuldanerkennung gegenüber seinem früheren Arbeitgeber (in der Höhe von Fr. 325'000.-- bzw. Fr. 390'000.--); erst danach sei er finanziell in Not gekommen. Es ist indessen weder dargetan noch ersichtlich, dass diese Verschuldung unrechtmässig zustande gekommen wäre. Da er sie seither offensichtlich weder getilgt noch verringert hat, kann sie ihn auch nicht in Bedrängnis gebracht und die sonst noch bestehenden beträchtlichen Zahlungsausstände erst verursacht haben. Genauso kann hier nicht massgeblich sein, dass es auch Schweizer Bürger gibt, die im selben Ausmass straffällig werden und Schulden aufhäufen. 2.3 Gemäss Art. 10 Abs. 1 lit. a und b ANAG besteht somit ein gewichtiges öffentliches Interesse an der Ausweisung des Beschwerdeführers. Dieses wird durch seine privaten Interessen an einem Verbleib in der Schweiz nicht aufgewogen. Zwar befindet er sich seit 18 Jahren hier. Trotz der langen Aufenthaltsdauer ist er in Finanz- wie in Strafbelangen nicht in die im Gaststaat zwingend geltende Ordnung eingegliedert und hat sich in beiden Bereichen unbelehrbar gezeigt. Selbst unter dem Druck der drohenden Ausweisung hat sich sein jeweiliges Verhalten nicht gebessert, sondern sogar noch verschlimmert. Die vom Beschwerdeführer zum Vergleich genannten Fälle sind anders gelagert. Er ist kein Ausländer der zweiten Generation. Er ist auch nicht mit einer Schweizerin bzw. mit einer niederlassungsberechtigten Ausländerin verheiratet. Seine Ehefrau reiste mit dem gemeinsamen Kind illegal ein, verfügt über keine Aufenthaltsbewilligung und wird aller Voraussicht nach spätestens mit dem Abschluss des vorliegenden Verfahrens weggewiesen werden. Somit liegt kein Eingriff in das Familienleben vor. Ebenso fällt nicht ins Gewicht, dass andere Angehörige in der Schweiz wohnen. Mit seinem Heimatland ist der Beschwerdeführer weiterhin verbunden (vgl. S. 5 des angefochtenen Entscheids), so dass eine Rückkehr ohne weiteres zumutbar ist. 2.4 Gesamthaft erweist sich die Ausweisung somit als gerechtfertigt und verhältnismässig.