Citation: C 236/99 12.05.2000 E. 4

4.- a) Die Vorinstanz stellte fest, dass der Beschwer- degegner in den Monaten April bis Juli 1995 einen Brutto- tagesverdienst von Fr. 186.70 erzielt habe, welcher das mögliche Taggeld von Fr. 158.95 übersteige, weshalb es sich um eine lohnmässig zumutbare Arbeit gehandelt habe. Hinge- gen habe der Versicherte infolge der Reduktion der Arbeits- zeit in den Monaten Mai bis Juli 1995 im Vergleich zum (Teilzeit) -Beschäftigungsgrad innerhalb der zweijährigen Rahmenfrist für die Beitragszeit (Mai 1993 bis April 1995) einen anrechenbaren Arbeitsausfall von 4,2 Std. pro Woche erlitten; da nach der Rechtsprechung eine spezielle Ent- schädigung bei zumutbarer Teilzeitarbeit nicht mehr in Be- tracht falle, sei die Verwaltung gehalten, die Arbeitslo- senentschädigung selbst dann nach der Zwischenverdienstre- gelung festzusetzen, wenn es sich nicht um eine unzumutbare Zwischenverdienstgelegenheit, sondern eine in allen Punkten zumutbare Erwerbsarbeit handelt. b) Diese Auffassung steht in Widerspruch zur vorste- hend (Erw. 3 hievor) zitierten Rechtsprechung, an welcher festzuhalten ist. Bei Aufnahme oder Fortführung einer (lohnmässig) zumutbaren Erwerbsarbeit, wie sie der Be- schwerdegegner verrichtet, fällt ein Anspruch auf Arbeits- losenentschädigung, die nach Ansicht der Vorinstanz auf der Basis der Differenz zwischen der tatsächlich ausgeübten und der angestrebten Beschäftigung festzusetzen wäre, ausser Betracht. Der angefochtene Entscheid ist daher aufzuheben. Aus der letztinstanzlich aufgelegten Weisung 98/1 des Bundesamtes für Wirtschaft und Arbeit (seit 1. Juli 1999 Staatssekretariat für Wirtschaft) über den versicherten Verdienst "bei schwankendem Beschäftigungsgrad" kann der Beschwerdegegner nichts zu seinen Gunsten ableiten. Denn für die Bemessung des versicherten Verdienstes entsprechend dem vom Versicherten gesuchten Beschäftigungsgrad bestand zumindest gemäss den vorliegend anwendbaren, bis Ende 1995 gültig gewesenen gesetzlichen Bestimmungen keine Grundlage. Ob sich diesbezüglich mit der auf den 1. Januar 1996 in Kraft getretenen Teilrevision des AVIG eine Änderung erge- ben hat, ist im vorliegenden Fall nicht zu prüfen.