Citation: 5A_599/2024 E. 3.3

3.3. Der Beschwerdeführer bestreitet das Vorliegen einer res iudicata und rügt eine Verletzung von Art. 30 Abs. 1 BV sowie von Art. 6 Ziff. 1 EMRK. Im früheren Verfahren sei es lediglich um die Frage gegangen, ob die Anordnung des Gutachtens einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil darstelle, was das Bundesgericht verneint habe. Ein derartiges Urteil, das sich materiell mit den Grundsatzfragen nicht auseinandersetze, ob die vom Gesetz vorgesehene Notwendigkeit für ein Erziehungsfähigkeitsgutachten vorliege und ob Ausstandsgründe gegen die Gutachterinnen geltend gemacht werden könnten, begründe keine res iudicata. Zudem sei über das Ausstandsbegehren gegen die Gutachterinnen gar nie rechtskräftig entschieden worden, da ein solches formell erst gestellt werden könne, wenn eine Gerichtsperson [sic] in einem laufenden Verfahren eingesetzt werde.