Citation: I 89/02 24.02.2003 E. 1

1.1 Unter den Parteien streitig ist einzig die Rentenherabsetzung per 1. November 1996. Da indessen mit der rückwirkenden Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Rente materiell ein Rechtsverhältnis geregelt wird, ist im Falle der Anfechtung der Abstufung oder Befristung die richterliche Überprüfungsbefugnis nicht in dem Sinne eingeschränkt, dass unbestritten gebliebene Anspruchsperioden in (Teil-) Rechtskraft erwachsen und damit von der Beurteilung ausgeklammert bleiben. Die richterliche Überprüfungsbefugnis ergibt sich im Übrigen kraft engen Sachzusammenhangs: Da einer rückwirkend verfügten abgestuften und/oder befristeten Rente rechtsprechungsgemäss Revisionsgründe analog Art. 41 IVG unterlegt sein müssen, mithin die revisionsweise Herauf-, Herabsetzung oder Aufhebung der Invalidenrente - selbst wenn rückwirkend gleichzeitig mit der erstmaligen Rentenzusprechung vorgenommen - stets nach Massgabe der Entwicklungen in den tatsächlichen Verhältnissen in dem durch die Rentenzusprechungsverfügung oder den Rentenbeginn und die Revisionsverfügung bestimmten Zeitraum zu beurteilen ist, könnte die Frage nach der Rechtmässigkeit der Abstufung/Befristung gar nicht sachgerecht beurteilt werden, ohne auch die unbestrittenen Perioden der Anspruchsberechtigung in die richterliche Prüfung miteinzubeziehen (BGE 125 V 417 f. Erw. 2d, 369 Erw. 2, je mit Hinweisen). 1.2 Nach den dargelegten revisionsrechtlichen Grundsätzen ist über die unangefochten gebliebene Anspruchsperiode ab 1. September 1995 bis 31. Oktober 1996 noch nicht rechtskräftig entschieden worden. Zu beachten ist, dass die Rentenabstufung im vorliegenden Fall nicht, wie die Vorinstanz angenommen hat, durch zwei getrennte (dazu vgl. AHI 2001 S. 278 f. Erw. 1), sondern mate-riell wie formell durch eine einzige Verfügung erfolgt ist, was sich namentlich daraus ergibt, dass der Rentenentscheid nur eine (das gesamte Rechtsverhältnis betreffende) Begründung, eine Rechtsmittelbelehrung und ein Deckblatt enthielt und in der Sache lediglich ein Vorbescheid ergangen war. Da indessen die Bejahung des Anspruchs auf eine ganze Invalidenrente ab 1. September 1995 bis 31. Oktober 1996 materiellrechtlich nicht zu beanstanden ist (nachfolgend Erw. 3.2), kann von der Androhung einer reformatio in peius (BGE 120 V 104 Erw. 5a mit Hinweisen) abgesehen werden.