Citation: 5P.200/2005 02.11.2005 E. A

Die Ehegatten E.________ und F.________, Jahrgang 1911 und 1910, hatten sechs Kinder, nämlich die vier Töchter D.________, A.________, B.________ und C.________ sowie die beiden Söhne S.________ und T.________. Im Frühjahr 1989 richtete E.________ seinen Kindern je Fr. 350'000.-- als Erbvorbezug aus. Mit Vertrag vom 5. April 1989 verkaufte er die eheliche Liegenschaft an seinen Sohn S.________, wobei er sich und seiner Ehefrau ein Wohnrecht an der zur Liegenschaft gehörenden 2-Zimmer-Wohnung vorbehielt. Kurze Zeit nach den Vergabungen kam es zwischen den Ehegatten E.________ und F.________ und ihren Töchtern zum Bruch. S.________ sorgte fortan allein für seine Eltern, die ihm eine Vollmacht über ihre Bankkonten einräumten. Am 25. Januar 1991 schenkte E.________ seinem Sohn S.________ Fr. 100'000.--. Im Juni 1991 trat F.________ in das Alters- und Pflegeheim I.________ ein. Knapp drei Jahre später folgte E.________ seiner Ehefrau dorthin nach. 1996 starb zunächst im Herbst die älteste Tochter der Ehegatten E.________ und F.________, ohne Nachkommen zu hinterlassen, und alsdann am 17. Dezember auch E.________. Seine Erben waren die Ehefrau und die fünf Kinder. Die Erbschaft blieb unverteilt. Am 17. Dezember 1998 unterbreitete der von S.________ beigezogene Rechtsberater einen Erbteilungsvorschlag, den die Töchter des Erblassers annahmen, die überlebende Ehefrau F.________ hingegen ablehnte. F.________ starb am 1. Januar 2000. Ihre Erben sind die fünf Kinder. Am 25. Februar 2000 widerriefen die drei Töchter ihre Zustimmung zum Erbteilungsvorschlag vom 17. Dezember 1998.