Citation: 6B_1106/2019 E. 1.3.3

1.3.3. Die Vorinstanz schliesst die Präsenz eines Tieres auf der Fahrbahn nicht nur aufgrund der Spuren des Unfalls, sondern auch unter Berücksichtigung der Aussagen des Beschwerdeführers zum Tier selbst und zum genauen Unfallhergang aus. Sie bezieht sich dabei auf das Urteil des Bezirksgerichts, welches diesbezüglich erwägt, dass die Ausführungen des Beschwerdeführers zum Unfallhergang fragwürdig seien. Zunächst habe sich der Beschwerdeführer bei der Frage verstrickt, auf welcher Spur er sich befunden habe, als er das angebliche Ausweichmanöver begann. Weiter seien seine Angaben zum Tier widersprüchlich. Er glaube, es könne ein kleines Wildschwein, ein Hund oder ein Fuchs gewesen sein. Das Tier sei etwa einen Meter bzw. ein bis zwei Meter lang gewesen. Ein Wildschwein mit dieser Länge wäre aber nicht mit einem Fuchs verwechselbar und könne auch nicht unter der Leitplanke durch. Der Beschwerdeführer habe weiter erzählt, dass er das Tier etwa 20 Meter vor seinem Auto gesehen habe. Dann habe er versucht auszuweichen und sogar noch gehupt. Das Bezirksgericht erwägt weiter, dass man bei einer Geschwindigkeit von 120 km/h 33 Meter pro Sekunde zurücklege. Während der Reaktionszeit von einer Sekunde wäre der Beschwerdeführer also bereits mit dem Tier zusammengestossen, bevor er überhaupt irgendwie hätte reagieren können. Weiter sei die Strasse durch einen Schutzzaun bzw. eine Trennwand abgesperrt gewesen. Wäre ein Tier dennoch auf die Autobahn geraten, hätte es diese nicht mehr verlassen können und wäre umhergeirrt. Dafür gäbe es aber keine Hinweise oder Meldungen. Die Aussage des Beschwerdeführers, es sei ein Tier auf die Strasse gelaufen, sei demnach als Schutzbehauptung zu werten (erstinstanzliches Urteil, S. 10). Der Beschwerdeführer äussert sich nicht zur Würdigung seiner eigenen Aussagen zum Unfallhergang und zum Tier selbst. Auf seine Rüge, er sei einem Tier ausgewichen, ist demnach mangels hinreichender Begründung nicht einzutreten. Unter dieser Prämisse erscheint es nicht als willkürlich, wenn die Vorinstanz - namentlich unter Berücksichtigung der langen, nächtlichen Anreise - den Unfall einer Übermüdung des Beschwerdeführers zuschreibt. Ebenso durfte die Vorinstanz in antizipierter Beweiswürdigung von der Einholung der beantragten Gutachten absehen.