Citation: 6B_685/2017 E. 3.3

3.3. Zur Art der Ausführung der Tat trägt der Beschwerdeführer im Wesentlichen vor, der zu beurteilende "Vorfall" sei nicht als übermässig intensiv zu qualifizieren. Er habe das Opfer weder grausam behandelt noch diesem mehr Schmerzen als nötig oder Qualen, Folter oder Ähnliches zugefügt. Er habe "nur" soviel Gewalt eingesetzt, wie zu dem von ihm angestrebten Erfolg, dem Ehemann der Geliebten einen Denkzettel zu verpassen, notwendig gewesen sei. Auch habe der Angriff lediglich einige Sekunden gedauert. Weiter sei der "Vorfall" ungeplant und mehr oder weniger spontan erfolgt. So habe er seinen Bruder erst am betreffenden Tag aufgefordert, jemandem "Angst zu machen" bzw. jemanden "niederzuschlagen". Ebenfalls sei die Rollenverteilung untereinander nicht im Vorfeld festgelegt worden und die eigentlichen Tatbeiträge hätten sich erst vor Ort aus der Situation ergeben. Sodann habe er keinerlei Vorkehrungen in Bezug auf die Tatwaffen getroffen, sondern kurzerhand ein Teppichmesser mit sich geführt, das sich bereits in seinem Auto befunden habe. Schliesslich habe er die Tat nicht zu Ende geführt und vom Opfer abgelassen, als es noch lebte. Eine Gesamtbetrachtung der äusseren Umstände des Tatgeschehens ergebe eindeutig keine besondere Skrupellosigkeit in Bezug auf die Art der Ausführung. Wie der Beschwerdeführer indessen selber festhält, waren er und sein Bruder "brutal mit Teppichmesser und Armierungseisen bewaffnet". Nach unbestrittener Feststellung des Obergerichts erfolgte der Überfall nachts, waren die beiden Angreifer maskiert und wurde das nichtsahnende Opfer mit einem Armierungseisen niedergeknüppelt und mit einem Messer attackiert. Die beiden Schnitte seien gezielt am Hals mit seinen links- und rechtsseitigen Blutgefässen angebracht worden. Der zweite Schnitt im vorderen Halsbereich (17 cm lang und 1 bis 3 cm tief, glattrandig, sauber horizontal verlaufend) sei erfolgt, als das Opfer am Boden gelegen habe. Aufgrund dieser äusseren Umstände kann der Art der Ausführung der Tat nicht jegliche Bedeutung für die Frage, ob der Beschwerdeführer "besonders skrupellos" im Sinne von Art. 112 StGB handelte, abgesprochen werden. Namentlich die Zufügung der zweiten Schnittverletzung an der Kehle, welche gemäss Obergericht die Halsschlagader nur gerade um wenige Millimeter verfehlte, spricht für eine tatentschlossene Kaltblütigkeit, zumal wenn berücksichtigt wird, dass das Opfer widerstandsunfähig war und in diesem Zeitpunkt bereits weit mehr als nur einen Denkzettel, wie sich der Beschwerdeführer ausdrückt, verpasst erhalten hatte. An dieser Beurteilung ändert nichts, dass der Beschwerdeführer von seinem Opfer abliess, als dieses noch lebte, zumal er davon ausgehen musste, wie er selber einräumt, dass die Schnittverletzungen tödlich enden konnten, ebenso wenig allfällige am Vorabend noch bestandene Skrupel in Bezug auf die (alleinige) Begehung der Tat an sich. Schliesslich findet sein Vorbringen, wonach der "Vorfall" ungeplant und mehr oder weniger spontan erfolgt sei, keine Stütze in den für das Bundesgericht verbindlichen Sachverhaltsfeststellung des Obergerichts (Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG). Im Gegenteil widerspricht er sich selber, wenn er vorbringt, er habe seinen Bruder aufgefordert, jemanden "niederzuschlagen", gleichzeitig aber festhält, die Rollenverteilung untereinander habe sich erst vor Ort aus der Situation ergeben.