Citation: 1C_256/2017 E. 2.5

2.5. Von den strittigen Planänderungsbewilligungen erfuhr der Beschwerdeführer spätestens an der Einspracheverhandlung vom 25. Januar 2016. Zwar sollte gemäss dem Protokoll dieser Verhandlung das Architekturbüro des Beschwerdegegners die Pläne der bewilligten Projektänderung an den Rechtsanwalt des Beschwerdeführers senden. Aus diesem Protokoll geht jedoch nicht hervor, die Gemeinde werde dem Beschwerdeführer die Projektänderungsbewilligungen zustellen. Vielmehr wurde nur angeführt, dass die bewilligten Projektänderungen immer noch während den Bürozeiten bei der Gemeinde eingesehen werden könnten (vgl. lit. B hievor). Als der Beschwerdeführer die Gemeinde mit Schreiben vom 3. Februar 2016 um baldmöglichste Gewährung des Akteneinsichtsrechts und um Erlass einer anfechtbaren Feststellungsverfügung ersuchte, antwortete die Gemeinde am 17. Februar 2016, die geforderte Akteneinsicht sei, wie bereits im Einspracheverhandlungsprotokoll vom 25. Januar 2015 erwähnt, zu den üblichen Bürozeiten jederzeit möglich. Dieses Schreiben musste der Beschwerdeführer nach Treu und Glauben so verstehen, dass die Gemeinde die verlangte Einsicht in die Planänderungsbewilligungen in ihren Räumlichkeiten gewähren und sie keine (zusätzlichen) Verfügungen erlassen wollte. Der Beschwerdeführer durfte daher aufgrund des Schreibens der Gemeinde vom 17. Februar 2016 nicht darauf vertrauen, dass ihm die Gemeinde die strittigen Bewilligungen zusenden werde. Selbst wenn die Gemeinde ihm am 22. Februar 2016 telefonisch zugesagt haben sollte, in nächster Zeit doch, d.h. entgegen ihren früheren Angaben, eine anfechtbare Verfügung zu erlassen, hat sie diese Zusage gemäss den Angaben des Beschwerdeführers am 7. März 2016 widerrufen. Der Beschwerdeführer war daher ab diesem Zeitpunkt nach Treu und Glauben gehalten, die strittigen Bewilligungen bei der Gemeinde einzusehen. Dass diese dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 14. März 2016 anerbot, die gewünschten Planunterlagen als Dateien zuzusenden, ist unter dem Gesichtspunkt des Vertrauensschutzes nicht von Bedeutung, weil er dadurch nicht davon abgehalten wurde, vor dem Erhalt dieses Schreibens Einsicht in die strittigen Bewilligungen zu nehmen. Die Vorinstanz verletzte daher weder den Grundsatz von Treu und Glauben noch das Verbot des überspitzten Formalismus, wenn sie davon ausging, der Beschwerdeführer habe von den strittigen Bewilligungen bei Anwendung der gehörigen Sorgfalt zwischen dem 7. und 11. März 2016 Kenntnis nehmen können und müssen. Dass seine Beschwerde bei der Erfüllung dieser Obliegenheit und dem entsprechend früheren Beginn des Fristenlaufs verspätet eingereicht wurde, bestreitet der Beschwerdeführer nicht.