Citation: 6B_551/2021 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer rügt eine willkürliche Beweiswürdigung nach Art. 9 BV. Die Vorinstanz werte die Aussagen des Opfers in unhaltbarer Weise als glaubhaft. Dieses habe in verschiedenen Punkten widersprüchlich ausgesagt, namentlich in Bezug auf die Situation vor dem Vorfall, den Übergriff selbst, die Gegenwehr und das Geschehen nach der Tat. Es sei möglich, dass die Aussagen des Opfers durch Suggestion entstanden seien. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz seien die Aussagen des Opfers in Bezug auf das Kerngeschehen nicht konsistent. Seine eigenen Aussagen seien bloss in Nebenpunkten widersprüchlich oder ungereimt. Seine Kernaussagen würden mit jenen der Mutter des Opfers übereinstimmen. Die Vorinstanz setze bei ihrer Würdigung einen anderen Massstab an seine Aussagen als an jene des Opfers. Willkür im Sachverhalt ergebe sich sodann aus der Diskrepanz zwischen dem Inhalt der bei der Polizei erfolgten Meldung durch die Praktikantin des Kinderhauses, der Anklageschrift, dem erst- und vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt. Schliesslich habe die polizeiliche Sichtung der Wohnung der Mutter des Opfers ergeben, dass kein Fernseher angeschlossen und keine Sender programmiert gewesen seien, was auf die Unwahrheit der Aussagen des Opfers hindeute, zumal das von diesem geschilderte Rahmengeschehen nicht so habe stattfinden können.