Citation: 8C_168/2017 E. 5.1

5.1. Für das kantonale Gericht stand fest, dass beide Tätigkeiten, sowohl die Arbeit im Beruf wie auch jene im Haushalt, körperlich anstrengend und damit schlecht vereinbar seien. Die Wechselwirkungen seien nicht vermeidbar. Der Beruf als medizinische Masseurin sei der Sehbehinderung optimal angepasst. Es bestünden keine Anhaltspunkte dafür, dass die wechselseitige Verminderung der Leistungsfähigkeit in den vorliegenden Berichten hinreichend gewürdigt worden wären. Dabei war unbestritten, dass auch im neuen, dem Leiden angepassten Beruf eine Leistungsminderung von 50 Prozent bestand. Die Arztberichte äusserten sich jedoch nicht zum Ausmass der Einschränkung im Haushalt unter gleichzeitiger Berücksichtigung der beruflichen Tätigkeit. Im Abklärungsbericht Haushalt sei unbeachtet geblieben, dass die Versicherte den Haushalt neben einem beruflichen Pensum von 60 Prozent zu bewältigen habe.