Citation: 6B_4/2019 E. 5.5.3

5.5.3. Der vorinstanzliche Schluss, der Beschwerdeführer habe seine gesundheitliche Beeinträchtigung, deren Zusammenhang mit dem Strafverfahren sowie die daraus resultierende Arbeitsunfähigkeit nicht genügend belegt, ist bundesrechtskonform. Das Bundesgericht hat den Beschwerdeführer bereits im Urteil 6B_129/2016 vom 2. Mai 2016 darauf hingewiesen, dass er den anspruchsbegründenden Sachverhalt mit hinreichender Bestimmtheit darlegen und der Vorinstanz diejenigen Angaben liefern muss, die es ihr erlauben, weitere Erkundigungen einzuholen (a.a.O., E. 4.4). Der Beschwerdeführer hat sich jedoch lediglich darauf beschränkt, seinen angeblichen Genugtuungsanspruch zu behaupten und die Vorinstanz aufgefordert, einen Arztbericht sowie ein psychiatrisches Gutachten einzuholen (Akten Vorinstanz, act. 1 S. 15 f.). Es ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz auf diese Beweisanträge nicht einging. Vielmehr wäre es am Beschwerdeführer gewesen, einen Bericht seiner behandelnden Ärzte einzureichen, zumal er diese nicht vom Arztgeheimnis entbunden hatte (vgl. Beschluss S. 26). Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, die Vorinstanz habe willkürlich nicht alle Arztzeugnisse berücksichtigt und seine Beschwerde vor Bundesgericht mit weiteren Schreiben dokumentiert, ist darauf nicht weiter einzugehen. Der Beschwerdeführer zeigt nicht auf, dass er diese Schreiben im kantonalen Verfahren bereits eingereicht hatte, und es ist nicht Aufgabe des Bundesgerichts, die umfangreichen Akten nach allfälligen weiteren Arztzeugnissen zu durchsuchen. Insofern belegt der Beschwerdeführer seine Willkürrüge beziehungsweise die implizite Gehörsverletzungsrüge nicht genügend. Legt der Beschwerdeführer die aus den Jahren 2013, 2014, 2015 und 2017 stammenden Schreiben erstmals vor Bundesgericht ins Recht, können sie nicht berücksichtigt werden. Er hätte die Dokumente bereits im kantonalen Verfahren zu den Akten geben müssen, weil sie für den Nachweis eines Genugtuungsanspruchs relevant sein könnten (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 142 V 311 E. 2 S. 312 f.). Schliesslich ist auch die vorinstanzliche Einschätzung bundesrechtskonform, der Beschwerdeführer sei durch die überlange Verfahrensdauer, die er weitgehend selbst zu verantworten habe, in seinen persönlichen Verhältnissen nicht in einer rechtserheblichen Schwere tangiert. Insgesamt ist damit nicht belegt, dass das verhältnismässig lange Strafverfahren den Beschwerdeführer in seinen persönlichen Verhältnissen besonders schwer verletzte (vgl. E. 5.2.4).