Citation: 6B_638/2022 E. 1.4

1.4. Zur Urkundenfälschung erwägt die Vorinstanz, der Beschwerdegegner habe dem BAV die Eröffnungsbilanz, datiert per 23. Februar 2010 und unterzeichnet von E.________ der F.________ Treuhand AG, zusammen mit dem vom Beschwerdegegner unterzeichneten Antrag zur Erteilung einer Zulassungsbewilligung als Strassentransportunternehmung vom 25. März 2010 eingereicht. Die Bilanz habe folgende Aktiven aufgewiesen: "G.________ KK" Fr. 14'638.-- und "H.________" Fr. 115'362.--. Auf der Passivseite sei die Position "Darlehen" mit Fr. 30'000.-- und das Aktienkapital mit Fr. 100'000.-- aufgeführt gewesen. Die Bilanz habe auf der Aktiv- sowie Passivseite Fehler aufgewiesen. Damit habe der Beschwerdegegner dem BAV eine unwahre Urkunde eingereicht und den objektiven Tatbestand erfüllt. Hinsichtlich des subjektiven Tatbestandes hält die Vorinstanz fest, dem Beschwerdegegner sei bei der Gründung der B.________ AG nicht bewusst gewesen, dass die Gesellschaft über kein frei verfügbares Eigenkapital verfügt habe und es sei von einem Folgefehler auszugehen. Dem Beschwerdegegner sei der Umstand des fehlenden freien Eigenkapitals bei der Gründung nicht bewusst gewesen, was auch im Zusammenhang mit der Eröffnungsbilanz gelten müsse. Ferner habe er hinsichtlich der unwahren Angabe auf der Aktivseite der Bilanz darauf vertrauen dürfen, dass die F.________ Treuhand AG, mit welcher er lange zusammengearbeitet habe, die Bilanz korrekt aufgestellt habe. Eine eventualvorsätzliche Begehung sei zu verneinen.