Citation: C 90/02 14.04.2005 E. 6

Die teilweise obsiegende Beschwerdegegnerin verlangt für das letztinstanzliche Verfahren eine Parteientschädigung. Praxisgemäss wird einer Partei, die in eigener Sache ohne anwaltliche Vertretung prozessiert, für ihren Arbeitsaufwand nur unter besonderen Umständen eine Parteientschädigung zugesprochen (BGE 110 V 134 Erw. 4d und 136 Erw. 7). Die Voraussetzungen, die kumulativ erfüllt sein müssen, damit eine solche Ausnahmesituation anzunehmen ist (komplexe Sache mit hohem Streitwert, hoher Arbeitsaufwand; vernünftiges Verhältnis zwischen dem betriebenen Aufwand und dem Ergebnis der Interessenwahrung) sind vorliegend nicht erfüllt. Der Umstand, dass sich die Beschwerdegegnerin anwaltlich beraten liess und dafür ein Honorar zu bezahlen hat, rechtfertigt die Zusprechung einer Parteientschädigung nicht, zumal die letztinstanzliche Vernehmlassung inhaltlich weitgehend den vorinstanzlichen Rechtsschriften entspricht.