Citation: 1C_463/2020 E. 6.1.1

6.1.1. In seinem ersten Beispiel soll eine biologisch abbaubare Urne mit den sterblichen Überresten eines Menschen an einem bestimmten Platz in einem Zürcher Wald vergraben werden, zu welchem die verstorbene Person einen besonderen emotionalen Bezug hatte. Nach Ansicht des Beschwerdeführers stellt dies eine gemeinverträgliche Nutzung von öffentlichem Untergrund dar, wäre aber nach § 6 GNU/ ZH bewilligungspflichtig. Es mangle hier an einem öffentlichen Interesse für die Bewilligungspflicht (Art. 36 Abs. 2 BV); diese verletze ausserdem das Recht auf ein schickliches Begräbnis (Art. 7 BV), da der Staat dies durch prohibitive Vorschriften einschränke. Hinzu komme, dass nicht der Kanton, sondern die Gemeinden zuständig seien, das Beisetzen von Urnen oder das Ausbringen von Asche ausserhalb von Friedhöfen einzuschränken oder zu verbieten, wodurch auch die Gemeindeautonomie (Art. 50 Abs. 1 BV; Art. 85 Abs. 1 KV/ZH) verletzt werde.