Citation: U 379/99 23.05.2000 E. 3

3.- a) Nach den Angaben der Firma R.________ AG vom 1. Februar 1996 hätte der Versicherte ohne den Gesundheitsschaden am bisherigen Arbeitsplatz im Jahre 1996 einen Monatsverdienst von Fr. 5140.- (x 13) erzielt. Das hypothetische Jahreseinkommen ohne Invalidität beläuft sich somit auf Fr. 66'820.-. b) Im Rahmen der Berechnung des hypothetischen Einkom- mens, welches der Versicherte trotz des unfallbedingten Gesundheitsschadens durch eine ihm zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage noch erzielen könnte (Inva- lideneinkommen), ist die SUVA von ihrer internen Dokumenta- tion über Arbeitsplätze (DAP) ausgegangen. Gemäss den von ihr ins Recht gelegten DAP-Erfassungsblättern hätte der Beschwerdeführer mit einer vollzeitlich ausgeübten körperlich leichteren Tätigkeit im Jahre 1996 einen Monatslohn zwischen Fr. 4150.- und Fr. 4672.- (x 13) erzielen können. Bei den angegebenen Vergleichstätigkeiten handelt es sich um körperlich leichte Arbeiten für angelernte Hilfsarbeiter als Verdrahter, Monteur, Bestücker und Schleifer in Industriebetrieben. Auf Grund der in den Akten enthaltenen medizinischen Berichte besteht kein Anlass, diese Tätigkeiten unter dem Gesichtspunkt des allein unfallkausalen Knieschadens nicht als vollzeitlich zumutbar zu erachten. Auch wenn vom niedrigsten Lohn von Fr. 4150.- monatlich ausgegangen wird, ergibt sich damit ein Jahreseinkommen von Fr. 53'950.-, was gegenüber dem Valideneinkommen von Fr. 66'820.- einem Invaliditätsgrad von 19,3 % entspricht. Die Vorinstanz hat zur Ermittlung des Invalideneinkommens auf Tabellenlöhne abgestellt (vgl. hiezu BGE 124 V 322 Erw. 3b/aa mit Hinweisen), was zu keinem anderen Ergebnis führt. Sie ist vom monatlichen Bruttolohn (Zentralwert) gemäss Tabelle A 1 der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 1996 für die mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsprofil 4) beschäftigten Männer im privaten Sektor bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden von Fr. 4294.- im Monat (x 12) ausgegangen, was umgerechnet auf eine betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit von 41,9 Stunden (Statistisches Jahrbuch der Schweiz 1999, Tabelle 3.11, S. 115) ein Invalideneinkommen von Fr. 53'975.- und einen Invaliditätsgrad von 19,2 % ergibt. Damit wird die aus den DAP-Zahlen resultierende Invaliditätsbemessung bestätigt. c) Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers besteht kein Anlass zu einem so genannten leidensbedingten Abzug vom hypothetischen Invalideneinkommen, wie ihn die Rechtsprechung für Versicherte zugelassen hat, die bisher körperliche Schwerarbeit verrichtet haben und nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine physisch anstrengende Arbeit mehr zu leisten vermögen oder als Teilzeitbeschäftigte in der Regel überproportional weniger verdienen als Vollzeitangestellte (AHI 2000 S. 79, 1998 S. 175; RKUV 1999 Nr. U 343 S. 412, 1998 Nr. U 304 S. 372). Zum einen vermag der Beschwerdeführer jedenfalls aus der Sicht des unfallbedingten Knieleidens eine körperlich leichtere Tätigkeit vollzeitlich auszuüben, zum anderen war er vor Eintritt der Invalidität nicht als Hilfsarbeiter, sondern als gelernter Zimmermann tätig und verfügt über berufliche Kenntnisse, die er auch im Rahmen einer körperlich leichteren Tätigkeit nutzbringend anzuwenden vermag, wie die von der Invalidenversicherung durchgeführten beruflichen Abklärungen ergeben haben. Im Bericht vom 12. August 1993 erklärte sich die BEFAS als überzeugt, dass der Versicherte beispielsweise im industriellen Montagebereich nach entsprechender Einarbeitung fähig sein werde, eine normale Leistung zu erbringen. Es besteht daher kein Grund zur Annahme, der Beschwerdeführer habe im Rahmen einer leichteren körperlichen Tätigkeit eine durch den Gesundheitsschaden bedingte zusätzliche Verdiensteinbusse hinzunehmen. d) Nach dem Gesagten lässt sich die von SUVA und kantonalem Gericht vorgenommene Invaliditätsbemessung nicht beanstanden.