Citation: 2C_740/2017 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer, der zum Zeitpunkt seiner Tat zusammen mit seiner Gattin einer beruflichen Tätigkeit nachging und selber nicht an einer Drogenabhängigkeit litt, war sich des Umstands bewusst, dass die von ihm aufbewahrte Menge geeignet war, die Gesundheit einer Vielzahl von Personen zu gefährden. Erschwerend kommt hinzu, dass er kein Ersttäter ist: Bereits am 1. Dezember 2004 war er wegen qualifizierten Drogenhandels zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten verurteilt worden; er hatte damals insgesamt 280 Gramm Heroin entgegengenommen, aufbewahrt und weiterverkauft. Betäubungsmitteldelikte stellen praxisgemäss eine schwere Gefährdung der öffentlichen Ordnung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 Anhang I FZA dar, wobei wegen des dadurch bedrohten Rechtsguts (Gesundheit, körperliche Unversehrtheit) freizügigkeits- und ausländerrechtlich nur eine geringe Rückfallgefahr hingenommen werden kann. Trotz der einschlägigen Vorstrafe, die indessen immerhin bereits mehr als zehn Jahre zurückliegt, und einem früheren Aufenthalt in Untersuchungshaft haben ihn weder die Beziehung zu seiner Ehefrau noch jene zu seiner Tochter davon abgehalten, im Drogenbereich erneut qualifiziert straffällig zu werden.