Citation: 2C_972/2020 E. 3.2.2

3.2.2. Auch wenn diese Vorkommnisse den Beschwerdeführer allenfalls destabilisiert haben mögen, liegt hierin noch keine relevante Form ehelicher Gewalt, welche ihm einen Bewilligungsanspruch im Rahmen von Art. 50 Abs. 1 lit. b i.V.m. Abs. 2 AuG verschaffen würde. Gemäss dem polizeilichen Meldeformular vom 18. September 2017 haben sowohl er wie seine Gattin erklärt, es habe sich um einen "verbalen Streit" gehandelt. Obwohl das Formular "Häusliche Gewalt" bezüglich allfälliger Verletzungen auch eine Rubrik "Schürf-/Kratzwunden" vorsieht, wurde diese nicht markiert. Mit der Vorinstanz ist im Übrigen davon auszugehen, dass - selbst wenn die Vorwürfe des Beschwerdeführers an die Adresse seiner Gattin zutreffen sollten - darin kein wichtiger persönlicher Grund läge, der seinen weiteren Aufenthalt erforderlich machen würde, da die für den Bewilligungsanspruch nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG erforderliche Eingriffsintensität nicht erreicht wurde.