Citation: 1C_577/2022 E. 2.4

2.4. Diese Voraussetzungen sind jedoch vorliegend nicht erfüllt. Die Beurteilung der indirekten Diskriminierung reduziert sich in der vorliegenden Konstellation nicht auf eine reine Rechtsfrage. Sie betrifft auch Tatfragen und erfordert die Würdigung und Abwägung tatsächlicher Umstände. Eine indirekte Diskriminierung scheidet - entgegen dem von der Gemeinde in ihrer Stellungnahme vom 23. Januar 2023 vertretenen Standpunkt - nicht bereits deshalb aus, weil es sich bei der Liegenschaft des Beschwerdeführers nicht um seinen Erstwohnsitz, sondern um sein Ferienhaus handelt, das er nur in den Wintermonaten nicht erreichen könne. Eine Heilung der Gehörsverletzung durch das Bundesgericht fällt deshalb ausser Betracht. Die Sache ist zur Prüfung und Begründung der indirekten Diskriminierung an das Verwaltungsgericht zurückzuweisen. Dieses wird insbesondere prüfen müssen, ob und inwieweit die Zugänglichkeit zum Ferienhaus infolge der geltend gemachten Gehbeeinträchtigung des Beschwerdeführers (u.a. auch unter Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse) tatsächlich substanziell eingeschränkt bzw. ausgeschlossen ist.