Citation: 2C_562/2020 E. 10.2

10.2. Nachdem feststeht, dass der Dienstleistungsbezug der Beschwerdeführerin von der C.________ Ltd. der Bezugssteuer unterliegt, ist im Hinblick auf den Eventualantrag zu prüfen, ob diesbezüglich (und nicht in Bezug auf die Leistung des Versicherers) eine Steuerausnahme gemäss Art. 21 MWSTG greift. Dabei stellt sich die Frage, ob die von der C.________ Ltd. erbrachten (hinsichtlich der Steuerausnahme überhaupt streitbaren) Dienstleistungen unter Art. 21 Abs. 2 Ziff. 18 MWSTG (in der bis am 31. Dezember 2017 gültigen Fassung; ab 1. Januar 2018 bezüglich der hier relevanten Ausnahme in Art. 21 Abs. 2 Ziff. 18 lit. d MWSTG geregelt; AS 2009 5203 ff.; AS 2017 3575 ff.) fallen. Gemäss dieser Bestimmung sind unter anderem Umsätze aus der Tätigkeit als Versicherungsvertreterin oder Versicherungsmaklerin von der MWST ausgenommen. Eine entsprechende Bestimmung war bereits in der Verordnung über die Mehrwertsteuer vom 22. Juni 1994 (MWSTV 1994; AS 1994 1464 ff.; vgl. Art. 14 Ziff. 14 derselben) und dem aMWSTG (Art. 18 Ziff. 18 aMWSTG) verankert, weshalb auch auf die Rechtsprechung zum früheren Recht zurückgegriffen werden darf.