Citation: 1B_629/2021 E. 5.2

5.2. Der Beschwerdeführer macht zwar geltend, die Fortdauer der Haft sei angesichts der drohenden bzw. der bereits eingetretenen Überhaft sowie der Möglichkeit, allfälligen Restbedenken mit Ersatzmassnahmen zu begegnen, absolut unverhältnismässig. Er verweist in diesem Zusammenhang jedoch im Wesentlichen pauschal auf sein Haftentlassungsgesuch vom 30. November 2020. Welche Ersatzmassnahmen in Frage kommen sollten, erläutert er nicht; ebenso wenig geht er auf die Ausführungen der Vorinstanz zu dieser Frage bzw. das von ihr zitierte bundesgerichtliche Urteil ein. Bezüglich der Frage der Überhaft begnügt er sich mit der Behauptung, die bisherige Haftdauer von über 9 ½ Jahren rechtfertige gestützt auf Art. 86 StGB ohne Weiteres seine bedingte Entlassung aus der Haft. Wieso entgegen der vorinstanzlichen Beurteilung die Voraussetzungen erfüllt sein sollten, um bei der Prüfung einer möglichen Überhaft ausnahmsweise vom nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung geltenden Grundsatz der Nichtberücksichtigung der bedingten Entlassung aus dem ordentlichen Strafvollzug - der bereits im Urteil 1B_55/2020 vom 21. Februar 2020 dargelegt wurde - abzuweichen, begründet er nicht. Ebenso wenig führt er aus, wieso diese Rechtsprechung nicht zur Anwendung gelangen oder nicht daran festgehalten werden sollte. Sodann weist er zwar ansatzweise auch auf die in der Tat überaus lange Dauer des gegen ihn geführten Strafverfahrens hin. Auch insoweit setzt er sich jedoch mit den vorinstanzlichen Ausführungen nicht auseinander noch tut er dar, wieso nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung - die ebenfalls bereits im Urteil 1B_55/2020 vom 21. Februar 2020 dargelegt wurde -die Dauer der strafprozessualen Haft unter dem Gesichtswinkel des Beschleunigungsgebots als übermässig zu beurteilen wäre. Soweit seine Vorbringen überhaupt den Begründungsanforderungen genügen, was fraglich erscheint, geht daraus nicht hervor, dass der angefochtene Entscheid die von ihm angerufenen Bestimmungen des Bundesrechts und der EMRK verletzten würde oder sonst bundesrechts- oder EMRK-widrig wäre. Solches ist auch sonst nicht ersichtlich.