Citation: 6B_941/2019 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer habe die Beschwerdegegnerin, bevor er mit ihr den Geschlechtsverkehr vollzogen habe, in mehrfacher Hinsicht drangsaliert. Er habe sie gepeinigt, mehrfach genötigt, ihr gedroht und sie mehrfach mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen, was geeignet gewesen sei, bei ihr einen ausserordentlichen psychischen Druck zu erzeugen und aufrecht zu erhalten. Die Beschwerdegegnerin habe sich in einer ausweglosen Situation befunden, in welcher ihr Widerstand nicht zumutbar gewesen sei. Sie habe dem Beschwerdeführer zu verstehen gegeben, dass sie nicht mit ihm den Geschlechtsverkehr vollziehen möchte. Entgegen der Ansicht der Verteidigung habe die Beschwerdegegnerin keinesfalls freiwillig mitgemacht. Der Beschwerdeführer sei sich dessen bewusst gewesen, es sei ihm aber egal gewesen. Ihm sei auch klar gewesen, dass die Beschwerdegegnerin durch die vorangegangenen Übergriffe verängstigt gewesen sei und keinen weiteren Widerstand zu leisten vermocht habe. Somit habe der Beschwerdeführer gewusst, dass es nur wegen der umschriebenen Einwirkung auf die Beschwerdegegnerin zum Geschlechtsverkehr gekommen sei. Der Beschwerdeführer sei daher der Vergewaltigung schuldig zu sprechen. In Bezug auf die sexuelle Nötigung führt die Vorinstanz aus, der Beschwerdeführer habe die Beschwerdegegnerin unter Einsatz seiner überlegenen Kraft auf die Knie gezwungen und sie aufgefordert, ihn oral zu befriedigen. Durch die vorangegangenen Übergriffe sei die Beschwerdegegnerin einem zunehmenden Druck ausgesetzt gewesen, was dazu geführt habe, dass sie in ihrer ausweglosen Situation den Widerstand aufgegeben habe, das Ganze über sich habe ergehen lassen und den Penis des Beschwerdeführers in den Mund genommen habe. Es sei ihr nicht zumutbar gewesen, sich weiter gegen den Beschwerdeführer aufzulehnen. Die geschaffene Zwangssituation sei hinreichend intensiv gewesen, um den Widerstand der Beschwerdegegnerin zu brechen bzw. zu überwinden. Sie habe die beischlafsähnliche Handlung geduldet zufolge des vom Beschwerdeführer ausgeübten psychischen Drucks. Dabei habe sie ihren Willen, keinen Oralverkehr vornehmen zu wollen, klar und deutlich manifestiert. Dies habe der Beschwerdeführer angesichts der gesamten Umstände erkannt. Er habe sich über diesen klar geäusserten Willen der Beschwerdegegnerin hinweggesetzt. Der Beschwerdeführer sei daher wegen sexueller Nötigung schuldig zu sprechen.