Citation: U 9/03 26.04.2004 E. 4

Zu prüfen bleibt der Anspruch auf Integritätsentschädigung, welcher von SUVA und Vorinstanz auf 10 % festgesetzt wurde. 4.1 Gestützt auf Art. 25 Abs. 2 UVG und Art. 36 Abs. 2 UVV hat der Bundesrat im Anhang 3 zur UVV Richtwerte für die Bemessung häufig vorkommender Integritätsschäden aufgestellt. In Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala hat die SUVA Feinraster in tabellarischer Form erarbeitet. Diese Tabellen sind, soweit sie lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung der Versicherten gewährleistet werden soll, mit Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 Erw. 1c, 116 V 157 Erw. 3a mit Hinweisen). Dieser bestimmt in Ziffer 1 u.a., dass die Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschäden nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet wird. Das Gleiche gilt für das Zusammenfallen mehrerer körperlicher und geistiger Integritätsschäden. 4.2 Im vorliegenden Fall geht es um eine partielle obere Plexusparese des rechten Armes mit mässiger Einschränkung der Schulterfunktion und verminderter Belastbarkeit sowie reduzierter Kraft im rechten Arm bei Status nach lateraler Claviculafraktur und Sternoclavicularluxation rechts. Die vom Kreisarzt der SUVA mit 10 % bemessene Entschädigung entspricht dem oberen Richtwert (von 5 - 10 %), wie er nach Tabelle 5 der im Jahr 2000 revidierten Richtwerte (Integritätsschaden bei Arthrosen) für mässig ausgeprägte Arthrosen des Schultergelenks Geltung hat. Zudem entspricht sie einem Drittel des nach Tabelle 1 (Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten) für eine (vollständige) obere Plexuslähmung geltenden Richtwerts. Nachdem auch Dr. med. W.________ die Parese als leichtgradig qualifiziert hat, besteht kein Grund, von dieser Beurteilung abzugehen. Davon dass eine volle Gebrauchsunfähigkeit des rechten Arms besteht, welche gemäss Anhang 3 zur UVV einem mit 50 % zu bemessenden Verlust eines Arms gleichzustellen wäre, kann klarerweise nicht die Rede sein. Nach den medizinischen Akten ist vielmehr lediglich von einer eingeschränkten Beweglichkeit und Kraft sowie einer verminderten Belastbarkeit des rechten Armes auszugehen. Diesen Einschränkungen wird mit der zugesprochenen Integritätsentschädigung von 10 % im Rahmen von Anhang 3 zur UVV angemessen Rechnung getragen.