Citation: 9C_723/2007 10.09.2008 E. 3

Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente. 3.1 Nach den im Wesentlichen gestützt auf das als vollumfänglich beweiskräftig erachtete Gutachten der MEDAS vom 5. September 2005 getroffenen Feststellungen der Vorinstanz ist der Versicherten die Ausübung ihrer bisherigen Tätigkeiten als Hilfsköchin aufgrund ihrer diversen psychischen und körperlichen Leiden (Diagnosen: Agoraphobie mit Panikstörung [ICD-10: F40.01]; mittelgradige depressive Störung [ICD-10: F32.1]; chronisches zerviko- und lumbovertebragenes Schmerzsyndrom [ICD-10: M54.2 und M54.5]; klinischer Verdacht auf beginnende Gonarthrose mit leichter Instabilität sowie fermoropatelläre Knieschmerzen rechts [ICD-10: M17.9] und Adipositas permagna [BMI 44kg/m2; ICD-10: E66.0]) nicht mehr zumutbar; für körperlich leichte Tätigkeiten unter Vermeidung von Zwangshaltungen der Wirbelsäule und wiederholtem Treppensteigen, ohne Überkopfarbeiten und ohne knieende Arbeitsanteile sowie mit einer Limite für Heben, Stossen und Ziehen von 5 kg bestehe jedoch eine verwertbare Restarbeitsfähigkeit von 60 %; diese könne entweder in einem 60 %-Pensum mit normaler Leistung bei entsprechenden Freizeiten oder in einem zeitlich längeren Pensum mit entsprechenden Pausen umgesetzt werden. Entgegen dem Einwand der Versicherten sei die Annahme einer 60%igen Restarbeitsfähigkeit durch die medizinische Gesamteinschätzung im MEDAS-Gutachten ausreichend abgestützt; dass im psychiatrischen Teilgutachten vom 13. Juni 2005 aktuell eine 50%ige Arbeitsfähigkeit attestiert wird, ändere daran nichts, hätten doch die Gutachter die in der Schlussbeurteilung um 10 % höher veranschlagte Arbeitsfähigkeit mit dem ausdrücklichen Hinweis auf das Verbesserungspotential "der derzeit noch nicht vollständig ausgebauten psychotherapeutischen Behandlung" nachvollziehbar begründet. Nichts Abweichendes ergebe sich auch aus den weit weniger ausführlich begründeten, teilweise offen gehaltenen Einschätzungen in den Berichten des Hausarztes Dr. med. D.________ vom 6. Februar 2003 (keine andere als die bisherige Tätigkeit als Küchenhilfe zumutbar, letztere versuchsweise zwei Std./Tag) sowie des behandelnden Psychiater Dr. med. C.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 24. August 2003 ["psychiatrischerseits aktuell keine gänzliche Arbeitsunfähigkeit"; keine abschliessenden Angaben möglich]) und vom 30. Mai 2003 [Ausmass der Arbeitsunfähigkeit "abklärungsbedürftig"]), und von weiteren Abklärungen seien keine neuen, rechtserheblichen Erkenntnisse zu erwarten. 3.2 Die Beschwerdeführerin verweist letztinstanzlich erneut auf die Tatsache, dass im zu Handen der MEDAS erstellten psychiatrischen Fachgutachten lediglich eine 50%ige Restarbeitsfähigkeit attestiert wird; die nach der interdisziplinären Konsens-Konferenz der MEDAS aus gesamtmedizinischer Sicht schliesslich angegebene 60%ige Leistungsfähigkeit sei gemäss gutachterlicher Einschätzung nur "bei adäquater Therapie und in einem entsprechend angepassten Berufsumfeld mit einer körperlich adaptierten Tätigkeit" realisierbar. Im Gutachtenszeitpunkt seien diese Bedingungen noch nicht erfüllt gewesen; die Gutachter hätten mithin die 60%ige Restarbeitsfähigkeit nur für die Zukunft und nur für den Fall unterstellt, dass die damals noch nicht vollständig ausgebaute psychotherapeutische Behandlung erfolgreich verlaufen, mit andern Worten das vermutete Verbesserungspotential auch tatsächlich eintreten würde. Diese klaren ärztlichen Vorbehalte habe die Vorinstanz schlicht missachtet und damit - so die implizite Rüge der Beschwerdeführerin - den Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt (Art. 105 Abs. 2 BG).