Citation: I 54/00 07.05.2001 E. 2

2.- a) Der AHV/IV-Rekurskommission standen unter anderem der Zwischenbericht des Dr. med. O.________ vom 30. November 1998 und ein Attest desselben Arztes vom 16. August 1999, sowie der Fragebogen für eine Hilflosenentschädigung der Invalidenversicherung vom 19. Januar 1999 und die schriftliche Aussage der Ehefrau des Versicherten vom 26. Juli 1999 zur Verfügung. Gestützt auf diese Akten ging die Vorinstanz davon aus, dass der Beschwerdeführer zum massgebenden Zeitpunkt des Verfügungserlasses (21. Mai 1999; BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen) in den Lebensverrichtungen Essen, Körperpflege und Fortbewegung regelmässig in erheblicher Weise auf Hilfe Dritter angewiesen war. Demgegenüber verneinte sie eine derartige Bedürftigkeit in den weiteren, für die Bemessung des Hilflosigkeitsgrades massgebenden alltäglichen Lebensverrichtungen (BGE 121 V 90 Erw. 3) genauso wie die Notwendigkeit einer dauernden persönlichen Überwachung, woraus sich eine Hilflosigkeit leichten Grades ergab. b) Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Um im Bereich der Hilflosenentschädigung den Grad der Hilflosigkeit nach Massgabe der drei Stufen "leicht", "mittelschwer" und "schwer" ermitteln zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall der Richter) auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben (AHI 2000 S. 317). Gemäss Art. 57 Abs. 1 lit. d IVG hat die IV-Stelle die Hilflosigkeit zu bemessen. Dabei ist aber eine enge, sich ergänzende Zusammenarbeit zwischen Arzt und Verwaltung erforderlich. Der Arzt hat anzugeben, inwiefern die versicherte Person in ihren körperlichen bzw. geistigen Funktionen durch das Leiden eingeschränkt ist. Der Versicherungsträger kann an Ort und Stelle weitere Abklärungen vornehmen. Zur Feststellung der Hilflosigkeit hat er die gesamten Umständen des einzelnen Falles zu beachten, wobei er nach dem Gesagten bezüglich des Gesundheitszustandes der versicherten Person auch die Stellungnahmen der Ärzte zu berücksichtigen hat. Im vorliegenden Fall sind die medizinischen Unterlagen in Bezug auf die Frage, inwieweit der Beschwerdeführer in den einzelnen Lebensverrichtungen beeinträchtigt gewesen sei, ungenügend. So enthält der anlässlich der Rentenrevision im Hinblick auf die zumutbare Arbeitsfähigkeit ausgestellte Zwischenbericht des Dr. med. O.________ vom 30. November 1998 überhaupt keine diesbezüglichen Angaben und das Attest desselben Arztes vom 16. August 1999 ist zu wenig substanziiert, um den Grad der Hilflosigkeit zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses korrekt festlegen zu können. c) Das vom Beschwerdeführer nachgereichte Schreiben des Dr. med. H.________ vom 2. Februar 2001 betrifft die Hilflosigkeit in einem Zeitraum, der lange nach dem Zeitpunkt des Verfügungserlasses liegt, sodass offen bleiben kann, ob dieses neue Beweismittel überhaupt berücksichtigt werden kann, nachdem es nach Ablauf der Beschwerdefrist aufgelegt worden ist (BGE 109 Ib 249 Erw. 3c; ferner nicht veröffentlichtes Urteil des Bundesgerichts vom 10. Oktober 1997, 2A.616/1996).