Citation: 4A_5/2014 E. 5.1

5.1. Die Betriebsgefahr ist nicht abstrakt zu bestimmen, sondern es ist zu berücksichtigen, ob und wenn ja in welchem Masse sie sich in der konkreten Situation ausgewirkt hat (vgl. BGE 105 II 209 E. 4b S. 214; zit. Urteile 4A_479/2009 E. 7.1; 4C.3/2001 E. 2a/aa). Die Berücksichtigung der Auswirkung der Betriebsgefahr im Rahmen von Art. 61 Abs. 1 SVG setzt voraus, dass die Gefahr des einen Fahrzeugs nach dessen Art, Grösse, Geschwindigkeit usw. offensichtlich überwiegt und zwischen den Betriebsgefahren der beteiligten Fahrzeuge ein erheblicher Unterschied besteht (vgl. BGE 99 II 93 E. 2b S. 96; zit. Urteil 4C.3/2001 E. 2a/aa mit Hinweisen). Der Hinweis des Beschwerdeführers auf die Kausalität der Betriebsgefahr greift vor diesem Hintergrund zu kurz. Würden sämtliche beteiligten Verkehrsteilnehmer auf die Benutzung des von ihnen gewählten Verkehrsmittels verzichten, liesse sich jeder Unfall, der mit dem Betrieb eines Motorfahrzeugs zusammenhängt, vermeiden. In diesem Sinne ist die Betriebsgefahr eines Verkehrsmittels regelmässig natürlich kausal für den Unfall. Dies genügt nicht, um darin einen besonderen Umstand im Sinne von Art. 61 Abs. 1 SVG zu erblicken (vgl. Brehm, Motorfahrzeughaftpflicht, 2008, S. 318 Rz. 823), und sagt über die für eine Berücksichtigung massgebende Intensität der Auswirkung der Betriebsgefahr in der konkreten Situation nichts aus.