Citation: 1B_90/2021 E. 3

Im Eventualstandpunkt bringt der Beschwerdeführer vor, selbst wenn Kollusionsgefahr derzeit zu bejahen wäre, sei er gegen geeignete Ersatzmassnahmen aus der Untersuchungshaft zu entlassen. In Frage kämen hier eine Ein- oder Ausgrenzung sowie ein Kontaktverbot (allenfalls kontrolliert mit einer sogenannten elektronischen Fussfessel). Eine sofortige Haftentlassung gegen mildere Ersatzmassnahmen dränge sich im Lichte des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes umso mehr auf, als er betagt sei und schon seit Haftantritt im Juli 2020 gesundheitlich angeschlagen. Im Dezember 2020 sei er in der Untersuchungshaft zudem an Covid-19 erkrankt und deswegen vorübergehend hospitalisiert worden. Eine Impfung habe seither nicht stattgefunden. Im Falle einer Neuansteckung bestehe bei ihm eine "erhebliche Todesgefahr". Im erstinstanzlichen Haftverfahren sei sogar die Gefängnisleitung auf das ZMG zugegangen und habe eine Haftentlassung gegen Ersatzmassnahmen angeregt.