Citation: 1C_615/2022 E. 4.2.2

4.2.2. Dem Beschwerdeführer ist insoweit beizupflichten, als der Überbauungsplan Chlosterwies und die zugehörigen besV einerseits sowie der Planungsbericht Chlosterwies andererseits gewisse Widersprüche aufweisen. Gestützt auf Art. 1 Abs. 2 besV durfte die Vorinstanz indes willkürfrei zum Schluss gelangen, dass planerische Festlegungen im Überbauungsplan dem Planungsbericht im Grundsatz vorgehen. Weiter erscheint es nicht als geradezu unhaltbar, wenn die Vorinstanz der Umrandung der Baubereiche aufgrund ihrer klaren und eindeutigen Positionierung sowie Vermassung die Wirkung von Markierungslinien zusprach, auch wenn sie im Überbauungsplan Chlosterwies nicht ausdrücklich als solche bezeichnet wurden. Ergänzend zu beachten ist, dass sich der heutige Beschwerdeführer in seinem Rekurs vom 21. Juni 2018 an das Baudepartement des Kantons St. Gallen mit dem Vorbringen gegen den Erlass des Überbauungsplans Chlosterwies zur Wehr setzte, die vorgesehenen Mindestabstände zwischen den Baufeldern würden gegen "geltendes Baurecht" verstossen. Im Verfahren auf Erlass des Überbauungsplans Chlosterwies ging der Beschwerdeführer mithin offenbar selbst davon aus, der Überbauungsplan Chlosterwies erlaube im Verhältnis zur Regelbauweise eine Unterschreitung der Abstandsvorschriften. Dass er seinen Rekurs gegen den Überbauungsplan Chlosterwies nur nach anderslautenden Zusicherungen zurückgezogen habe, findet im angefochtenen Urteil keine Stütze und wird von ihm auch nicht näher belegt. Eine willkürliche Anwendung des Überbauungsplans Chlosterwies ist vor diesem Hintergrund nicht erkennbar.