Citation: 6P.36/2006 03.08.2006 E. 4

Die Beschwerdeführerin beanstandet die Annahme der Vorinstanz, dass der Unfallbeteiligte aufgrund der Signalisation berechtigt gewesen sei, von der Kreuzstrasse geradeaus auf die Bahnhofstrasse hinauszufahren. Die Signalisation sei zumindest verwirrend gewesen, weshalb A.________ zu besonderer Vorsicht im Sinne von Art. 26 Abs. 2 SVG verpflichtet gewesen wäre. Dessen Berufung auf den Vertrauensgrundsatz und auf das Vortrittsrecht sei daher nicht zulässig. Indem die Vorinstanz davon ausgehe, es sei diesem trotz der verwirrenden und damit unklaren Verkehrsanordnung gleichwohl erlaubt gewesen, geradeaus zu fahren, habe sie Bundesrecht verletzt. Das gelte auch, soweit die Vorinstanz verneine, dass A.________ das Rechtsfahrgebot missachtet habe, und dessen Vortrittsrecht bejahe (Beschwerde, S. 3 ff.).