Citation: 8C_325/2024 E. 5.2

5.2. Unabhängig von den unbehelflichen Vorbringen in der Beschwerde ist dieser letztlich aus einem anderen Grund (zumindest teilweise) Erfolg beschieden. Wie bereits dargelegt, kann gemäss dem jüngst ergangenen Urteil 8C_698/2023 vom 27. November 2024 eine Rentenverfügung nicht allein aufgrund einer vom Unfallversicherer nachträglich behaupteten Unterlassung der Adäquanzprüfung als zweifellos unrichtig qualifiziert werden. Vielmehr ist aus der Leistungszusprache auf eine zumindest implizite vorgängige Adäquanzprüfung zu schliessen (vorne E. 3.2). Für den vorliegenden Fall bedeutet dies, dass aufgrund der Rentenzusprache mit Verfügung vom 14. Oktober 1993 von einer zumindest impliziten Adäquanzprüfung auszugehen ist. Soweit das kantonale Gericht in Anwendung der vorstehend in E. 3.2 ebenfalls dargestellten, nach dem Urteil 8C_698/2023 aber nicht mehr anwendbaren Praxis zu einem anderen Ergebnis gelangt ist und gestützt darauf die zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Verfügung bejaht hat, kann dem nach dem Gesagten nicht (mehr) gefolgt werden. Vielmehr ist in einem weiteren Schritt zunächst zu klären, ob die implizite Adäquanzprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung im Ergebnis zweifellos unrichtig war. Dabei sind nicht die Verhältnisse im Zeitpunkt des hier angefochtenen Einspracheentscheids vom 30. Juni 2023 massgebend, weshalb aus dem Umstand, dass die Vorinstanz den adäquaten Kausalzusammenhang nach den Kriterien von BGE 134 V 109 bezogen auf den genannten Einspracheentscheid verneint hat, nicht auf eine im Ergebnis zweifellos unrichtige Rentenzusprache im Jahr 1993 geschlossen werden kann. Vielmehr ist die Adäquanz nach der damaligen Praxis zu prüfen, das heisst in Anwendung der Adäquanzkriterien gemäss seinerzeitiger Rechtsprechung (BGE 117 V 359 E. 5d/bb). Das kantonale Gericht hat sich dazu noch nicht geäussert, weshalb die Sache an dieses zurückzuweisen ist. Dabei wird es allenfalls auch auf die bisher offen gelassene Frage einzugehen haben, ob die von der Allianz im Einspracheentscheid vorgebrachten weiteren Argumente einen Wiedererwägungsgrund bilden. Mit diesem Vorgehen bleiben der Beschwerdeführerin sämtliche Rechte, insbesondere der Instanzenzug, gewahrt (Urteil 8C_247/2022 vom 24. März 2023 E. 5.2.2).