Citation: 6B_941/2019 E. 3.3.2

3.3.2. Weiter versucht der Beschwerdeführer aufzuzeigen, dass die Aussagen der Beschwerdegegnerin nicht konstant sind. So habe sie anfänglich den erzwungenen Oralverkehr nicht erwähnt. Bei späteren Einvernahmen habe sie nicht mehr angeben können, ob sie sich zusammen mit dem Beschwerdeführer ein- oder zweimal von C.________ entfernt habe, um die sexuellen Handlungen vorzunehmen. Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, die Beschwerdegegnerin habe am Anfang des Verfahrens wesentliche Aussagen gemacht, die sie später nicht wiederholt habe. Beispielsweise habe sie später nicht mehr angegeben, dass der Beschwerdeführer C.________ aufforderte, an den sexuellen Handlungen teilzunehmen. Zudem habe sie mit zunehmender Verfahrensdauer keine detaillierten Angaben mehr gemacht. Indem die Vorinstanz die Aussagen als konstant bezeichne, verfalle sie in Willkür. Der Beschwerdeführer äussert sich schliesslich zu möglichen Motiven für eine Falschbelastung durch die Beschwerdegegnerin. Auch diese Kritik des Beschwerdeführers ist unbegründet. Nicht stichhaltig ist seine Argumentation, soweit er das Aussageverhalten der Beschwerdegegnerin mit einem Verweis auf den Polizeirapport vom 12. November 2015 begründet. Dabei handelt es sich nicht um ein förmliches Einvernahmeprotokoll. Vielmehr werden darin die Aussagen der Beschwerdegegnerin durch die rapportierende Polizistin zusammengefasst und der Strafantrag entgegengenommen. Es können daraus jedoch keine direkten Rückschlüsse auf das Aussageverhalten der Beschwerdegegnerin gezogen werden. Die Vorinstanz befasst sich sehr ausführlich mit dem Aussageverhalten der Beschwerdegegnerin. Sie zeigt eingehend auf, weshalb sie die Aussagen als plausibel, realitätsnah und mehrheitlich kohärent erachtet. So habe die Beschwerdegegnerin originelle Details erwähnt, auf unnötige Diffamierungen verzichtet und zugegeben, wenn sie sich an etwas nicht habe erinnern können. Die Ausführungen werden jeweils mit Beispielen untermauert. Die Vorinstanz befasst sich auch mit der Frage, weshalb die Aussagen der Beschwerdegegnerin mit zunehmender Verfahrensdauer weniger detailreich waren. Sie liefert hierzu plausible Erklärungen (Schamgefühl, nachlassendes Erinnerungsvermögen). Die Vorinstanz durfte gestützt auf ihre Ausführungen willkürfrei zum Schluss gelangen, die Aussagen der Beschwerdegegnerin seien im Kern gleich geblieben und zeugten von innerer Geschlossenheit und Konstanz, was gerade darauf zurückzuführen sei, dass die Beschwerdegegnerin nicht eine gleichbleibende, einstudierte Geschichte erzählt habe, sondern es zu Sprüngen in den Erzählungen gekommen sei. Die Vorinstanz geht auch auf mögliche Motive für eine Falschbelastung und die Gründe für die verzögerte Strafanzeige ein. Sie schliesst eine Falschbelastung nach ausführlicher sowie nachvollziehbarer Begründung aus. Die Behauptung des Beschwerdeführers, die Beschwerdegegnerin habe erst auf Druck der Mutter hin und wegen der ungewollten Schwangerschaft Strafanzeige erstattet, ist als Schutzbehauptung zu werten. Unzutreffend ist die Behauptung des Beschwerdeführers, die Aussagen seien ungleich gewürdigt worden. Die Tatsache, dass die Vorinstanz die Aussagen der Beschwerdegegnerin nach ausführlicher Würdigung als glaubhafter einstuft als jene des Beschwerdeführers, bedeutet nicht, dass die Auslegung bundesrechtswidrig ist. Auch lassen nebensächliche Details wie etwa, dass die Beschwerdegegnerin nicht mehr sagen konnte, wo sie die "Pille danach" bezogen hatte oder dass sie ihre Ärztin nicht von der Schweigepflicht entbunden hat, die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung nicht als willkürlich erscheinen.