Citation: 4C.139/2006 15.08.2006 E. A

X.________ (Kläger) war Gesellschafter der B.________. Diese erwarb im Jahre 1985 das Hotel C.________. Dazu verwendete sie unter anderem Geldmittel, die sie von der Hotelfinanzierungsgesellschaft D.________ AG als Darlehen erhalten hatte. Das C.________ rentierte jedoch nicht und musste auf Druck der Banken verkauft werden. Das Hotel wurde am 31. März 1993 verkauft bzw. per 1. April 1993 in eine Aktiengesellschaft überführt, ohne dass das Darlehen an die D.________ AG vollständig zurückgezahlt wurde. Die D.________ AG klagte am 22. März 1993 gegen die B.________ die per 30. Juni und 31. Dezember 1991, 1992 und 1993 fälligen Zinse ein. Während der Hängigkeit dieses Verfahrens trat die D.________ AG am 30. Juni 1993 einen Teil der Grundforderung gegenüber der B.________, nämlich zwei Mal je Fr. 480'000.-- nebst Zinsen, an die E.________ AG in Augsburg ab. Am 15. Juni 1997 wurde die A.________ AG (Beklagte) - damals noch unter A.A.________ AG firmierend - durch Zession Inhaberin der Forderung, was sie dem Kläger am 13. August 1997 notifizierte. A.a Am 25. April 1995 wurde über die B.________ der Konkurs eröffnet. A.b Mit Begehren vom 2. September 1997 setzte die Beklagte gegen den Kläger als solidarisch haftenden Gesellschafter der konkursiten B.________ eine Forderung von Fr. 1'110'000.-- nebst Zins zu 6,25% seit dem 1.9.1997 in Betreibung. Gegen diese Betreibung erhob der Kläger Rechtsvorschlag. A.c Mit Klage vom 30. Juli 1998 begehrte die Beklagte die Verurteilung des Klägers zur Bezahlung von Fr. 113'862.10, d.h. der Zinsen auf zwei Mal Fr. 480'000.-- für die Zeit vom 30. Juni 1993 bis zum 25. April 1995. Nach Teil- Gutheissung einer Berufung schützte das Handelsgericht die Forderung am 28. Februar 2002 in Höhe von Fr. 56'931.05. A.d Am 3. Mai 2002 reichte der Kläger beim Handelsgericht des Kantons Bern ein Gesuch um Neues Recht betreffend den Entscheid vom 28. Februar 2002 ein, welches der Beklagten am 7. Mai 2002 zur Beantwortung zugestellt wurde. Nach Eingang der Antwort am 15. August 2002 wurde dem Kläger Frist für die Replik angesetzt. Er verzichtete jedoch darauf und zog sein Gesuch am 21. Oktober 2002 zurück, worauf der Prozess beim Handelsgericht des Kantons Bern am 23. Oktober 2002 als erledigt abgeschrieben wurde. A.e Am 24. Februar 2003 betrieb die Beklagte den Kläger auf Bezahlung von Fr. 480'000.-- nebst 5% Zins seit dem 26. August 1995. Der Kläger erhob Rechtsvorschlag. A.f Der Kläger reichte am 27. Oktober 2003 beim Handelsgericht des Kantons Bern eine negative Feststellungsklage ein mit dem Begehren, es sei festzustellen, dass er der Beklagten nichts schulde, und die Betreibung sei aufzuheben. Die Beklagte beantragte nicht nur Abweisung der Klage, sondern erhob am 14. Januar 2004 Widerklage auf Bezahlung von Fr. 480'000.-- nebst Zins zu 6.25% ab 26. April 1995. A.g Mit Urteil vom 10. September 2004 schrieb das Handelsgericht die negative Feststellungsklage als gegenstandslos ab und hiess die Widerklage im Umfang von Fr. 480'000.-- nebst Zins zu 5% für die Zeit vom 1. Januar 1998 bis 31. Dezember 1998 sowie von 6.25% für die Zeit ab 1. Januar 1999 gut, hob den Rechtsvorschlag in diesem Umfang auf und erteilte für den zugesprochenen Betrag Rechtsöffnung. A.h Das Bundesgericht hiess am 2. Juni 2005 die Berufung des Klägers teilweise gut, hob den angefochtenen Entscheid auf und wies die Sache zur neuen Beurteilung der inhaltlichen Tragweite des Saldo-Vergleichs vom März 1995 und zum anschliessenden neuen Entscheid über die Klage an das Handelsgericht zurück.