Citation: 9C_625/2018 E. 3.3

3.3. Die in der Beschwerde geäusserte Kritik, die Schlussfolgerungen in der Expertise vom 20. März 2017 würden sich ausschliesslich auf das Observationsmaterial stützen, ist nicht stichhaltig. So hatte PD Dr. med. C.________ den Beschwerdeführer bereits vor der Observation psychiatrisch begutachtet (Expertise vom 17. November 2014). Sowohl diese erste Begutachtung wie auch die Nachbegutachtung vom 20. März 2017 basieren auf umfangreichen eigenen Untersuchungen des PD Dr. med. C.________. Einzig aus dem Umstand, dass dieser im Rahmen der Zweitbegutachtung mehrfach auf die Observationsergebnisse Bezug nahm, vermag der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Er verkennt vielmehr, dass es gerade gutachterliche Aufgabe war, das Observationsmaterial aus medizinischer Sicht zu würdigen. Dies war notwendig, weil rechtsprechungsgemäss ein Observationsbericht für sich allein keine sichere Basis für Sachverhaltsfeststellungen betreffend den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit bildet (vgl. Urteil 8C_192/2013 vom 16. August 2013 E. 3.1). Die diesbezüglichen Schlussfolgerungen des PD Dr. med. C.________ in der Expertise vom 20. März 2017 sind nachvollziehbar und überzeugend. Sie imponieren zudem durch eine sachlich-nüchterne Auseinandersetzung mit dem Observationsmaterial. Dass er seine psychodiagnostischen Überlegungen im Vergleich zu seiner ersten Begutachtung neu überdenken musste, liegt entgegen der Beschwerde nicht an einem Mangel der zweiten Expertise. Verantwortlich dafür waren vielmehr das diskrepante Verhalten des Beschwerdeführers sowie seine im Rahmen beider Begutachtungen vorgetragenen Verhaltensauffälligkeiten, welche aus gutachterlicher Sicht einer realen Grundlage mit überwiegender Wahrscheinlichkeit entbehren.