Citation: 6B_456/2017 E. 4

Ungeachtet der Legitimation in der Sache nach Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG kann der Privatkläger mit Beschwerde in Strafsachen eine Verletzung seiner Parteirechte rügen, die ihm nach dem Verfahrensrecht, der Bundesverfassung oder der EMRK zustehen und deren Missachtung auf eine formelle Rechtsverweigerung hinausläuft. Zulässig sind Rügen, die formeller Natur sind und von der Prüfung der Sache getrennt werden können. Das nach Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG erforderliche rechtlich geschützte Interesse ergibt sich diesfalls aus der Berechtigung, am Verfahren teilzunehmen (BGE 141 IV 1 E. 1.1 S. 5; 138 IV 78 E. 1.3 S. 79 f.; 136 IV 29 E. 1.9 S. 40). Der Beschwerdeführer rügt, die vorsitzende Richterin habe es unterlassen, ihm vorgängig bekanntzugeben, dass sie am angefochtenen Entscheid mitwirken werde. Indessen sieht die StPO für das schriftliche Beschwerdeverfahren keine derartige Mitteilungspflicht vor. Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, die am angefochtenen Entscheid teilnehmende vorsitzende Richterin sei befangen. Indessen ergibt sich aus dem Verbot der Vorbefassung nach Art. 56 lit. b StPO nicht, dass eine Kantonsrichterin als Beschwerderichterin in Strafsachen grundsätzlich alleine deshalb nicht amten kann, weil sie aufgrund der kantonalen Zuständigkeitsordnung des Kantonsgerichts auch Mitglied der oberen Aufsichtsbehörde und der Beschwerdeinstanz in SchKG-Angelegenheiten ist. Gestützt auf die Vorbringen in der Beschwerde ist auch nicht ersichtlich, weshalb aus den Ausführungen der Richterin im Verfahren 6B_979/2016, "beim Amt des Betreibungskreises Lachen Altendorf handle es sich nicht um eine private Unternehmung mit unüblichen Öffnungszeiten", auf eine Befangenheit im vorliegenden Verfahren geschlossen werden müsste. Inwiefern die Grundsätze des fairen Verfahrens und der Gewaltenteilung verletzt sein könnten, ist damit weder hinreichend dargelegt noch erkennbar. Die Beschwerde erweist sich als unbegründet, soweit sie den Rügeanforderungen von Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG überhaupt zu genügen vermag.