Citation: 6B_265/2021 E. 2.2.2

2.2.2. Ebenso wenig stellt die Annahme im angefochtenen Urteil, die vom Beschwerdeführer beantragten Zeugeneinvernahmen erwiesen sich als nicht zweckdienlich, um für den Zeitraum vom 9. bis 20. November sowie vom 26. November bis 5. Dezember 2011 - und damit zeitlich während eines Teils der vorgeworfenen Handlungen - behauptete Italienaufenthalte zu belegen, eine unzulässige antizipierte Beweiswürdigung dar. Die Vorinstanz hat vielmehr in überzeugender, jedenfalls aber nicht unhaltbarer Weise erkannt, entsprechende Befragungen erschienen nicht geeignet, um nach über zehn Jahren verlässliche Auskünfte zu angeblichen Ereignissen zu erhalten, an die der Beschwerdeführer selber sich ebenfalls erst anlässlich einer Einvernahme vom 6. Februar 2018 wieder erinnert haben will. Der Beschwerdeführer verkennt, dass nach dem auch für die Gerichte geltenden Untersuchungsgrundsatz von Art. 6 Abs. 1 StPO die Strafbehörden zwar von Amtes wegen alle für die Beurteilung der Tat und der beschuldigten Person bedeutsamen Tatsachen abzuklären haben. Gemäss konstanter Rechtsprechung können sie jedoch ohne Verletzung des rechtlichen Gehörs und des Untersuchungsgrundsatzes auf die Abnahme weiterer Beweise verzichten, wenn sie in Würdigung der bereits abgenommenen Beweise zur Überzeugung gelangen, der rechtlich erhebliche Sachverhalt sei genügend eruiert, und sie überdies in antizipierter Würdigung zum Schluss kommen, ein an sich taugliches Beweismittel vermöge ihre auf Grund der bereits abgenommenen Beweismittel gewonnene Überzeugung von der Wahrheit oder Unwahrheit einer strittigen Tatsache nicht zu erschüttern (BGE 146 III 73 E. 5.2.2; 144 II 427 E. 3.1.3; je mit Hinweisen). Die Rüge unzulässiger antizipierter Beweiswürdigung prüft das Bundesgericht zudem nur unter dem Aspekt der - hier nicht gegebenen - Willkür (BGE 146 III 73 E. 5.2.2; Urteil 6B_521/2022 vom 7. November 2022 E. 2.1.2).