Citation: U 384/04 04.05.2005 E. 4

4.1 Das kantonale Gericht ist in einlässlicher, in allen Teilen zutreffender Würdigung der medizinischen Unterlagen zum Schluss gelangt, dass die über den 30. Juni 2002 hinaus bestehenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen nicht mehr mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfall vom 16. August 1999 stehen. Es stützte sich dabei im Wesentlichen auf das Gutachten des Prof. Dr. med. W.________ vom 19. Juni 2002 - inklusive Neuropsychologisches Teilgutachten der Frau Prof. Dr. phil. E.________ vom 16. April 2002 - ab, dem im Lichte der diesbezüglich massgebenden Kriterien (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis) voller Beweiswert zuzuerkennen ist. Im Gegensatz zu den Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde liegen gemäss diesem fachärztlichen Gutachten keinerlei Anhaltspunkte für eine neurologische hirnorganische Schädigung vor. Solche werden denn auch von dem die Beschwerdeführerin betreuenden Dr. med. H.________ nicht dargelegt. In seinem Bericht vom 25. August 2003 gegenüber den Winterthur-Versicherungen attestiert dieser Arzt zwar eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für die Zeit vom 21. Januar 2003 bis 12. Mai 2003. Begründet wird diese mit einer nicht näher umschriebenen "Dekompensation". Wie sich einem weiteren Zeugnis vom 19. Januar 2004 entnehmen lässt, handelt es sich bei dieser Versicherung um eine kollektive Krankenversicherung und das Attest wird wegen "Krankheit" ausgestellt. Erst in den folgenden Zeugnissen vom 2. März 2004 bis 6. September 2004 wird "Unfall" als Grund für die Arbeitsunfähigkeit vermerkt. Da die richterliche Überprüfungsbefugnis rechtsprechungsgemäss den Zeitraum bis zum Erlass des Einspracheentscheides am 7. April 2003 umfasst, und seitherige Veränderungen nicht zu prüfen sind (Erwägung 1), ist es irrelevant, ob ein Rückfall oder Spätfolgen aufgetreten sind oder ob die Arbeitsunfähigkeit auf Krankheit beruht. 4.2 Die Beschwerdeführerin bringt weiter vor, aufgrund der seit dem Unfall bestehenden Nackenbeschwerden sei auch auf eine zusätzliche Beteiligung der HWS im Sinne eines HWS-Schleudertraumas zu schliessen. Das dafür typische Beschwerdebild halte seit dem Unfall unverändert an. Dem ist entgegenzuhalten, dass in den initialen medizinischen Akten Klagen über Nackenbeschwerden nicht vermerkt sind. Aufgrund des Unfallherganges ist eine Distorsionsverletzung der HWS sehr unwahrscheinlich. Dr. med. H.________ hat die Verunfallte am 11. November 1999 auch auf Hirnverletzungen hin untersucht, konnte aber einen normalen intracerebralen Befund, ohne Hinweise auf Parenchymläsionen oder Kontusionen, festhalten. Unbestritten ist ferner, dass die Beschwerdeführerin das Bewusstsein nach dem Unfall nicht verloren und auch nicht an einer retro- oder anterograden Amnesie oder an Übelkeit gelitten hatte (vgl. Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 259. Auflage, S. 310). Damit steht fest, dass sie im Zeitpunkt der Begutachtung durch Prof. Dr. med. W.________ an keinen organischen Unfallfolgen mehr gelitten hat.