Citation: 6B_375/2015 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer und der Privatkläger arbeiteten seit Jahren als Lageristen beim gleichen Arbeitgeber, wobei es untereinander zu verbalen Sticheleien und Provokationen wegen ihrer ethnischen Herkunft kam. Der eine ist kroatischer Staatsbürger bosnischer und der andere serbisch-schweizerischer Doppelbürger kosovo-albanischer Herkunft. Beide leben seit 1988/89 in der Schweiz. Sie wurden infolge des Vorfalls fristlos entlassen. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass er dem Privatkläger mit einem Hammer am gemeinsamen Arbeitsort im Lagerraum eine Platzwunde am Kopf zufügte. Streitig sei, wie es dazu kam. Gemäss Anklage habe er dem Privatkläger von hinten überraschend auf den Kopf geschlagen, als dieser ihm den Rücken zukehrte, um eine Palette zusammenzubinden. Tatsächlich aber habe ihm der Privatkläger mit einem grossen Inbusschlüssel in die Rippen bzw. Bauchgegend stechen wollen. Er habe sich mit dem Hammerschlag gegen diesen Angriff verteidigt. Die Vorinstanz habe den Sachverhalt willkürlich und unter Verletzung des Grundsatzes in dubio pro reo festgestellt. Bei willkürfreier Würdigung hätte sie mehrere Rechtfertigungs- bzw. Entschuldigungsgründe prüfen und bejahen und ihn entweder freisprechen oder die Strafe deutlich unter 18 Monaten festsetzen müssen (Beschwerde S. 47).