Citation: 4A_299/2014 E. 2.5

2.5. Die Auslegung dieses Schreibens der Versicherung C.________ durch die Vorinstanz nach dem Vertrauensprinzip ist bundesrechtlich nicht zu beanstanden. Entgegen dem was die Beschwerdeführerin im bundesgerichtlichen Verfahren geltend macht, hat sich die Vorinstanz mit allen ihren wesentlichen Vorbringen auseinandergesetzt und diese bei der Auslegung des Schreibens vom 17. Juli 2006 gewürdigt. Wie die Vorinstanz festgestellt hat, hat sich das Schreiben der Versicherung C.________ vom 17. Juli 2006 auf das Schreiben der Beschwerdeführerin vom 12. Juli 2006 bezogen, in welchem die Beschwerdeführerin nur um Kostengutsprache bezüglich der Akupunkturtherapie ersucht hat ("Wie bereits telefonisch besprochen sende ich Ihnen die ärztliche Verordnung für Akupunktur. Ich werde im Zentrum U.________ in V.________ Termine vereinbaren. Bitte senden Sie mir eine schriftliche Bestätigung, dass die Kosten von Ihrer Versicherung übernommen werden"). Eine weitergehende Kostengutsprache oder gar eine grundsätzliche Anerkennung der Haftung hat die Beschwerdeführerin in diesem Schreiben nicht verlangt. Entsprechend hat sich denn auch die Kostengutsprache im Schreiben von Herrn D.________ einzig auf die 12 Akupunktursitzungen bezogen. Dem klaren Wortlaut des Schreibens kann nicht entnommen werden, dass die Versicherung C.________ unter gewissen Voraussetzungen zur Leistung weiterer Zahlungen bereit wäre. Herr D.________ hielt lediglich fest, dass sich der Schreibende, welcher mit der Weiterbehandlung des Schadensfalles beauftragt worden sei, zwecks Vereinbarung eines Besprechungstermins mit der Beschwerdeführerin in Verbindung setzen werde. Wie die Vorinstanz festgehalten hat, erfolgte die angekündigte Terminvereinbarung nicht zur Prüfung des Umfanges der Verpflichtung, sondern vielmehr zur Frage, ob überhaupt eine Leistungspflicht besteht. Ein durchschnittlicher Mensch durfte demnach vernünftigerweise nicht schliessen, dass die Versicherung C.________ eine generelle Haftung bezüglich des Unfalles vom 20. Mai 2006 anerkannt hat. Daran ändert - wie die Vorinstanz festgestellt hat - nichts, dass die Versicherung C.________ die Kostenübernahme für die Akupunkturbehandlung ohne Einschränkung übernommen hat. Denn selbst bei Fehlen von Floskeln wie "ohne Anerkennung einer Rechtspflicht" oder "ohne präjudizielle Wirkung" konnte nicht von einer vorbehaltlosen Haftungsanerkennung für den gesamten Schadensfall geschlossen werden. An diesem Auslegungsergebnis vermögen auch die weiteren Vorbringen der Beschwerdeführerin nichts zu ändern.