Citation: 6B_536/2021 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erkennt auf Inkaufnahme des Todeseintritts, da die Sorgfaltspflichtverletzung schwer und das Todesrisiko gross gewesen sei. Mit dem Druck, den die Beschwerdeführerin mit dem spitzen Messer auf die beiden Halsseiten des Opfers entschlossen und kraftvoll ausgeübt habe, und diesen im weiteren Verlauf gar noch gesteigert habe, habe sie das Opfer einem für sie erkennbaren hohen Risiko des Todes ausgesetzt. Der vom Opfer geleistete körperliche Widerstand hätte jederzeit ermatten können. Die Beschwerdeführerin habe zudem nicht davon ausgehen dürfen, dass das Opfer den Kopf immer ruhig halte. Das Risiko für tiefere Verletzungen im Halsbereich und insbesondere für eine Verletzung der Halsschlagader, was ein Verbluten des Opfers innert kürzester Zeit nach sich gezogen hätte, sei für die Beschwerdeführerin weder kalkulier- noch dosierbar gewesen.