Citation: 1B_453/2018 E. 5.2

5.2. Dass die edierten Berichte (samt Beilagen) grundsätzlich untersuchungsrelevant erscheinen und die Bedeutung der untersuchten Straftat die streitige Beweiserhebung rechtfertigt, hat das Bundesgericht bereits im Urteil 1B_433/2017 dargelegt: Bei der untersuchten verwaltungsstrafrechtlichen Widerhandlung gegen das GwG handelt es sich um ein Dauerdelikt und eine qualifizierte Übertretung. Die Strafdrohung ist Busse bis zu Fr. 500'000.--, somit das Fünfzigfache der im Strafgesetzbuch vorgesehenen Regel-Höchststrafdrohung gemäss Art. 106 Abs. 1 StGB. Selbst bei fahrlässiger Tatbegehung droht eine Busse bis zu Fr. 150'000.-- (vgl. Urteil 1B_433/2017 E. 4.10, mit Hinweis auf BGE 142 IV 276 E. 5.4.2 S. 279). Das EFD legt dar, dass ihm bei der Aufklärung eines schweren Falles der Widerhandlung gegen die Meldepflichten des GwG ein empfindlicher Beweisverlust drohe sowie eine gravierende Erschwerung und Komplizierung der Strafuntersuchung. Mutmassliche Vortat der versäumten Geldwäscherei-Verdachtsmeldung ist ein umfangreicher gewerbsmässiger Anlagebetrug mit Hunderten von geschädigten Personen und einer sehr hohen Deliktssumme von insgesamt ca. 250 Mio. Franken. Die streitige Beweiserhebung dient der Aufklärung der damit zusammenhängenden strafrechtlichen Verantwortlichkeiten und insofern auch der Gewährleistung der Sicherheit und Reputation des schweizerischen Finanzplatzes und dem Interesse der Schweizer Wirtschaft und Öffentlichkeit an gesetzeskonformen Abwehrmassnahmen (insbesondere von grossen und systemrelevanten Banken) gegen Geldwäscherei und schwere Formen der Wirtschaftskriminalität (vgl. Urteil 1B_433/2017 E. 1.8; s.a. angefochtener Entscheid, E. 7 und E. 8.1-8.4). Die bankinternen Berichte (samt Beilagen) sind auch grundsätzlich untersuchungsrelevant: Die Anwälte haben den komplexen Sachverhalt in bezug auf die Geschäftstätigkeit der Bank mit der fraglichen Investment-Gesellschaft und ihren Kunden detailliert untersucht. Dabei wurden unter anderem 520'000 E-Mails und zahlreiche Telefonaufzeichnungen ausgewertet und diverse Bankmitarbeiter zu den verdächtigen Sachverhalten befragt. Ausserdem haben dieselben Anwälte die Einhaltung der in diesem Zusammenhang "massgeblichen bankrechtlichen Vorgaben (Aufsichtsrecht, Standesregeln, interne Weisungen etc.) " geprüft und in ihren umfangreichen Berichten "die Massnahmen zur Behebung allfälliger Verletzungen bankrechtlicher Vorgaben oder sonstiger bankregulatorischer Mängel" erörtert (vgl. Urteil 1B_433/2017 E. 4.16). Zum analogen Ergebnis gelangt auch die Vorinstanz (vgl. angefochtener Entscheid, S. 12 f., E. 6.2-6.3).