Citation: 1P.104/2004 10.05.2004 E. 2

2.1 Im Einzelnen beanstandet der Beschwerdeführer die Umstände und Durchführung der Fotokonfrontation, das Abstellen auf die Aussagen des Beschwerdegegners als Zeugen ohne Beizug eines Experten, die Würdigung der erhobenen Beweise sowie in verschiedenem Zusammenhang die Verweigerung von zusätzlichen Beweisvorkehren. Die Rügen beziehen sich auf die Anwendung des Verfahrensrechts, auf die Beweiswürdigung und die antizipierte Beweiswürdigung und schliesslich auf die Unschuldsvermutung. Sie sind im Folgenden nach dem entsprechenden Sachzusammenhang zu prüfen. 2.2 Das Bundesgericht prüft die Anwendung des kantonalen Verfahrensrechts unter dem Gesichtswinkel von Art. 9 BV und die Einhaltung der verfassungs- und konventionsrechtlichen Verfahrensgarantien (Art. 29 BV und Art. 6 Ziff. 3 EMRK) frei. In Bezug auf die Feststellung des Sachverhalts und die Würdigung erhobener Beweise hat das Bundesgericht in ständiger Rechtsprechung festgehalten, dass der Richter das Beweisverfahren schliessen kann, wenn die Beweisanträge eine nicht erhebliche Tatsache betreffen oder offensichtlich untauglich sind oder wenn er aufgrund bereits abgenommener Beweise seine Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür in vorweggenommener Beweiswürdigung annehmen kann, dass seine Überzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert würde. Das Bundesgericht greift auf staatsrechtliche Beschwerde hin nur ein, wenn die Beweiswürdigung offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, auf einem offenkundigen Versehen beruht oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Das Bundesgericht hebt einen Entscheid indessen nur auf, wenn er sich im Resultat als verfassungswidrig erweist, und nicht schon dann, wenn nur die Begründung unhaltbar ist (BGE 124 I 208 E. 4a S. 211, 125 I 127 E. 6c/cc S. 135 [mit Bezug zum Anspruch auf Einvernahme von Entlastungszeugen], je mit Hinweisen). Hinsichtlich des aus der Unschuldsvermutung von Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK abgeleiteten Grundsatzes "in dubio pro reo" ergibt sich, dass sich der Strafrichter nicht von einem für den Angeklagten ungünstigen Sachverhalt überzeugt erklären darf, wenn bei objektiver Betrachtung erhebliche und nicht zu unterdrückende Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt so verwirklicht hat. Die Maxime ist verletzt, wenn der Strafrichter an der Schuld des Beschuldigten hätte zweifeln müssen. Dabei sind bloss abstrakte und theoretische Zweifel nicht massgebend, weil solche immer möglich sind und absolute Gewissheit nicht verlangt werden kann. Das Bundesgericht greift nur ein, wenn der Sachrichter den Angeklagten verurteilte, obgleich bei objektiver Würdigung des ganzen Beweisergebnisses offensichtlich erhebliche und schlechterdings nicht zu unterdrückende Zweifel an dessen Schuld fortbestehen (BGE 127 I 38 E. 2a S. 41, 124 IV 86 E. 2a S. 88, 120 Ia 31 E. 2c/d S. 37 f.).