Citation: 8C_559/2017 E. 3.2

3.2. Gemäss Art. 22 Abs. 4 UVV in der hier anwendbaren, bis 31. Dezember 2016 in Kraft stehenden, Fassung gilt als Grundlage für die Bemessung der Renten der innerhalb eines Jahres vor dem Unfall bei einem oder mehreren Arbeitgebern bezogene Lohn, einschliesslich noch nicht ausbezahlter Lohnbestandteile, auf die ein Rechtsanspruch besteht. Dauerte das Arbeitsverhältnis nicht das ganze Jahr, so wird der in dieser Zeit bezogene Lohn auf ein volles Jahr umgerechnet. Bei einer zum voraus befristeten Beschäftigung bleibt die Umrechnung auf die vorgesehene Dauer beschränkt. Das Bundesgericht hat in BGE 138 V 106 E. 5 S. 111 ff. festgehalten, ein im voraus befristetes Arbeitsverhältnis könne nicht in jedem Fall mit einer zum voraus befristeten Beschäftigung im Sinne von Art. 22 Abs. 4 Satz 3 UVV gleichgesetzt werden. Vielmehr ist bei der Bestimmung der Dauer, auf die in Anwendung dieser Bestimmung die Umrechnung beschränkt ist, die normale Dauer der Beschäftigung massgeblich. Diese richtet sich nach der bisherigen oder beabsichtigten künftigen Ausgestaltung der Erwerbsarbeitsbiographie.