Citation: 6B_597/2014 E. 3

Unabhängig von der Legitimation in der Sache kann der Privatkläger die Verletzung von Verfahrensrechten geltend machen, deren Missachtung eine formelle Rechtsverweigerung darstellt. Zulässig sind Rügen formeller Natur, die von der Prüfung der Sache getrennt werden können (BGE 138 IV 248 E. 2). Der Beschwerdeführer wendet ein, die am angefochtenen Beschluss mitwirkende Oberrichterin sei befangen. Sie habe schon an einem früheren Verfahren teilgenommen, in dessen Rahmen er Beschwerde gegen eine Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft erhoben habe. Statt "der Wahrheit und der Wiedergutmachung verpflichtet" zu sein, nehme sie "fehlbare Mandatsträger" in Schutz. Sie sei ihrer "Rolle als neutrale Richterin zumindest im vorliegenden Fall nicht gewachsen" (Beschwerde, S. 3 f.). Ausstandsgesuche müssen ohne Verzug gestellt werden (Art. 58 Abs. 1 StPO). Wer einen Ablehnungsgrund gegen einen Richter nicht unverzüglich nach dessen Kenntnisnahme geltend macht, verwirkt den Anspruch auf seine spätere Anrufung (BGE 138 I 1 E. 2.2 S. 4; 136 I 207 E. 3.4 S. 211). Ob der Beschwerdeführer das Ausstandsbegehren rechtzeitig erhoben hat, kann offenbleiben, weil sich die Befangenheitsrüge ohnehin als unbegründet erweist. Das Obergericht schützt die Nichtanhandnahme des Verfahrens mit sachlichen Argumenten. Anzeichen für eine Befangenheit der genannten Oberrichterin sind nicht ersichtlich. Aus ihrer angeblichen Mitwirkung an einem früheren Verfahren kann nicht per se auf ihre Befangenheit geschlossen werden. Ebenso wenig genügt, dass sie nicht zu Gunsten des Beschwerdeführers entschieden hat.