Citation: 6B_490/2017 E. 2.1

2.1. Die erste Instanz erwog, die inkriminierte Äusserung sei im Gesamtzusammenhang als Hinweis auf ein "emotionales Verhältnis" zu verstehen und nicht ehrverletzend (erstinstanzliches Urteil E. 4.3). Sie führte sodann in einer Eventualerwägung aus, selbst wenn man den objektiven Tatbestand von Art. 173 StGB als erfüllt erachten würde, wäre die Beschuldigte in Anwendung von Art. 173 Ziff. 2 StGB freizusprechen, da ihr der Gutglaubensbeweis gelingen würde. Spätestens mit Kenntnisnahme des Schreibens von Dr. B.________ vom 26. Oktober 2011 habe die Beschuldigte von einer eigentlichen Liebesbeziehung zwischen der Beschwerdeführerin und Dr. B.________ ausgehen dürfen (erstinstanzliches Urteil E. 4.4). Die Vorinstanz teilt die Auffassung der ersten Instanz, dass die Äusserung der Beschwerdegegnerin 1 betreffend das Bestehen eines Verhältnisses im Gesamtzusammenhang nicht ein sexuelles Verhältnis meine, sondern als Hinweis auf ein emotionales Verhältnis zu verstehen und nicht ehrverletzend sei (angefochtener Entscheid E. 5.4). Die Vorinstanz erwägt sodann in E. 5.5 ihres Entscheids Folgendes: "Schliesslich würde der Beschuldigten auch der Gutglaubensbeweis gelingen; darauf hat die Vorinstanz korrekt hingewiesen (vgl. Urteil, E. 4.4)." Der angefochtene Entscheid beruht somit wie das erstinstanzliche Urteil auf einer Haupt- und auf einer Eventualbegründung. Die Beschwerdegegnerin 1 wurde freigesprochen, weil gemäss der Hauptbegründung die inkriminierte Äusserung nicht ehrverletzend ist und weil ihr nach der Eventualbegründung der Gutglaubensbeweis gelingen würde.