Citation: 1P.791/2001 05.02.2002 E. 2

Am 22. Januar 2001 erstattete D.________ bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Graubünden Strafanzeige wegen Freiheitsberaubung, Körperverletzung, Nötigung und Diebstahls. Am 23. Februar 2001 wurde eine Strafuntersuchung wegen Freiheitsberaubung eröffnet. Mit Verfügung vom 16. Juli 2001 stellte der Untersuchungsrichter das Verfahren ein. Er stellte fest, weder dem Bezirksarzt noch der Klinik Beverin könne im Zusammenhang mit der Einweisung und der Behandlung der Anzeigeerstatterin strafrechtlich relevante Vorwürfe gemacht werden. Auf das Begehren um Rückerstattung der bezahlten Aufenthalts- und Transportkosten trat er nicht ein und verwies die Anzeigeerstatterin insoweit auf den Zivilweg. Gegen diese Einstellungsverfügung erhob D.________ Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Kantonsgerichts von Graubünden. Diese wies mit Entscheid vom 11. September 2001 die Beschwerde ab. Zur Begründung führte die Beschwerdekammer zusammenfassend aus, die Staatsanwaltschaft sei zu Recht davon ausgegangen, dass von einer Freiheitsberaubung, die eine unrechtmässige Festnahme voraussetze, und von einer Körperverletzung nicht die Rede sein könne. Auch liege weder eine Nötigung noch ein Diebstahl vor.