Citation: 5P.11/2003 27.01.2003 E. 1.1

Gleichzeitig mit der staatsrechtlichen Beschwerde hat die Beschwerdeführerin Berufung eingelegt. Gemäss Art. 57 Abs. 5 OG ist zunächst über die staatsrechtliche Beschwerde zu entscheiden. 1.2 Die Berufungsschrift ist praktisch wörtlich gleich abgefasst wie die staatsrechtliche Beschwerde. Dies ist nicht zum vornherein ausgeschlossen, sofern und soweit die Rechtsschrift den formellen Anforderungen einer staatsrechtlichen Beschwerde entspricht (BGE 116 II 745 E. 2b). Die Beschwerdeführerin zählt zwar eine ganze Reihe von Verfassungs- und EMRK-bestimmungen auf, die gebrochen worden sein sollen (nämlich Art. 3, Art. 5 Ziff. 1 und Ziff. 4, Art. 6 Ziff. 1, Art. 8, Art. 9, Art. 10 und Art. 14 EMRK sowie Art. 9, Art. 10, Art. 13, Art. 29, Art. 30 und Art. 31 BV). Im Rahmen der staatsrechtlichen Beschwerde muss aber im Einzelnen dargelegt werden, welche Verfassungs- oder EMRK-Bestimmung inwiefern verletzt worden ist. Eine solche Auseinandersetzung fehlt in der staatsrechtlichen Beschwerde weitgehend. Insoweit kann daher auf die Beschwerde nicht eingetreten werden (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; BGE 127 III 279 E. 1c S. 282; 125 I 492 E. 1b S. 495, je mit Hinweisen). 1.3 Die staatsrechtliche Beschwerde ist zudem subsidiär zur Berufung (Art. 84 Abs. 2 OG). Auf die staatsrechtliche Beschwerde kann deshalb auch nicht eingetreten werden, wo die Berufung zulässig ist. Dies ist insbesondere insoweit der Fall, als die Beschwerdeführerin die Befangenheit des Gutachters rügt, weil sich das Erfordernis der Unbefangenheit des Gutachters aus Art. 397e Ziff. 5 ZGB ergibt und damit berufungsfähig ist (BGE 128 III 12 E. 4a S. 15 mit Hinweisen). Gleiches gilt für die Rüge, der Verhältnismässigkeitsgrundsatz sei durch die Anordnung der fürsorgerischen Freiheitsentziehung verletzt, weil damit zum Ausdruck gebracht wird, die Voraussetzungen von Art. 397a ZGB seien nicht erfüllt. 1.4 Schliesslich kann auf die staatsrechtliche Beschwerde nicht eingetreten werden, soweit andere Gegenstände als die Anordnung der fürsorgerischen Freiheitsentziehung angefochten werden. Dies trifft insbesondere auf die Beanstandungen zu, welche im Zusammenhang mit der Therapie unter dem Stichwort Zwangsmedikation vorgebracht werden. Gegenstand des gesamten Verfahrens bildet die Verfügung des Bezirksarztes vom 30. November 2002, welche lautet: "Frau A.________ wird für die Dauer der medizinischen und sozialen Notwendigkeit eingewiesen in die Psychiatrische Klinik Y.________." Der Rekursantrag an die Verwaltungsrekurskommission wurde vom Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin am 10. Dezember 2002 wie folgt formuliert: "Ich verlange die sofortige Entlassung meiner Klientin." Den gleichen Antrag wiederholte er anlässlich der mündlichen Hauptverhandlung. Infolgedessen bildet die angebliche Zwangsbehandlung nicht Gegenstand des Verfahrens, so dass nichts darauf ankommt, ob die Rügen in diesem Zusammenhang genügend begründet sind.