Citation: 6B_33/2022 E. 1.3

1.3. Die Anklage wirft dem Beschwerdeführer vor, er habe vom 11. September 2019 bis 7. Oktober 2019 über die App "B.________" unter dem Pseudonym "C.________" mit der vermeintlich 14-jährigen "D.________" - einem verdeckten Vorermittler der Stadtpolizei Zürich - gechattet. Der Beschwerdeführer habe "D.________" von sich aus angesprochen und "D.________" immer wieder Nachrichten gesendet, wobei "D.________" nicht oder nur knapp geantwortet habe. Er habe "D.________" geschrieben, wie es ihr gehe, dass er sie treffen sowie ihr Freund werden wolle, er sie schön finde und ob sie Geld wolle. "D.________" habe dem Beschwerdeführer bereits am 19. September 2019 geschrieben, dass sie erst 14 Jahre alt sei. Er habe "D.________" weiter ununterbrochen geschrieben, dass er sie treffen wolle, habe ihr Vorschläge gemacht, was sie unternehmen könnten, habe ihr Geld angeboten und insistiert, dass sie ihm gefalle, er sie vermisse und sie liebe. Der Beschwerdeführer habe "D.________" am 22. September 2019 geschrieben, dass es kein Problem sei, dass sie erst 14 Jahre alt sei. Er sei bereit für alles, was sie wolle. Dann habe er "D.________" geschrieben, dass er einen Kuss möchte und ihr Fr. 100.-- zahle. Schliesslich habe er "D.________" am 26. September 2019 gefragt, ob sie Sex möge sowie suche und insistiert, dass er ihr dafür Fr. 100.-- oder Fr. 150.-- gebe (Nachrichten vom 2. Oktober 2019). Als der Beschwerdeführer am 7. Oktober 2019 "D.________" gefragt habe, warum sie ihm nicht zurückschreibe, habe "D.________" ihm geantwortet, dass sie ihn doof finde, weil er kein Deutsch könne, und dies bedeute, dass er ihr nicht gefalle. Der Beschwerdeführer schrieb sodann, dass er ein Treffen wolle und er Geld zahle. Weiter habe er "D.________" gefragt, ob sie seine Freundin sein oder mit ihm Sex wolle. Auf Rückfrage habe er bestätigt, dass er Sex mit ihr wolle. Als "D.________" dem Beschwerdeführer geschrieben habe, dass Sex mit ihr verboten sei, weil sie noch nicht 16 Jahre sei, habe er mit Kuss, dass Küssen nicht verboten sei, und er einen Kuss wolle, geantwortet. Dies habe "D.________" abgelehnt, worauf der Beschwerdeführer geschrieben habe, er wolle Sex und bezahle dafür Fr. 100.--. Als "D.________" gefragt habe, ob ihm egal sei, dass das verboten sei, habe er dies bejaht und den von ihm angebotenen Betrag auf Fr. 125.-- erhöht. Schliesslich habe "D.________" zu einem Treffen eingewilligt und sie hätten vereinbart, sich am 7. Oktober 2019, 09.30 Uhr, am Zürcher Hauptbahnhof zu treffen, wo der Beschwerdeführer erschienen und verhaftet worden sei. Diesen äusseren Sachverhalt erachtet die Vorinstanz gestützt auf die aktenkundigen Chatnachrichten vom 11. September 2019 bis 7. Oktober 2019 zwischen dem Beschwerdeführer und "D.________" in der App "B.________", die eigenen Zugaben des Beschwerdeführers und den Umstand, dass der Beschwerdeführer am 7. Oktober 2019, 09.46 Uhr, am mit "D.________" vereinbarten Treffpunkt am Bahnhofquai 23 in Zürich erschien, als erstellt. Die Vorinstanz führt weiter aus, hätte der Beschwerdeführer "D.________" tatsächlich getestet, hätte sie allerspätestens im Zeitpunkt, als sie in ein Treffen mit ihm einwilligt habe, bei welchem es zu sexuellen Handlungen habe kommen sollen, bei ihm in Ungnade fallen müssen. Dass sich der Beschwerdeführer jedoch nicht nur ausdrücklich zu Sex mit ihr verabredet habe, sondern auch tatsächlich am Tatort aufgetaucht sei, habe seine Vorbringen unglaubhaft gemacht. Diese seien auch lebensfremd. "D.________" habe keinerlei widersprüchliche Altersangaben gemacht. Sie habe dem Beschwerdeführer von Anfang an klar geschrieben, dass sie 14 Jahre alt sei und habe dies in der Folge gleich bleibend mehrmals bestätigt, wobei sie ihr Alter jeweils in Ziffern ausgedrückt habe. Der Beschwerdeführer habe ausdrücklich bestätigt, das Alter von "D.________" verstanden zu haben. Zudem seien die Chatnachrichten von "D.________" vollständig humorfrei. Weshalb sich der Beschwerdeführer veräppelt gefühlt habe, erhelle nicht. Im Übrigen wäre irgendeine Reaktion im Chat zu erwarten gewesen, hätte der Beschwerdeführer tatsächlich das Gefühl gehabt, zum Narren gehalten zu werden. Er habe sich indes "D.________" gegenüber durchgehend gleich verhalten und ihr fortwährend sexuell konnotierte Nachrichten geschickt. Schliesslich erscheine es völlig lebensfremd, dass man sich dann noch zum Ort begebe, wohin man durch die mutmasslich täuschende Person gelockt worden sei, wodurch man sich einer zusätzlichen Schmach aussetzen würde.