Citation: 2C_293/2019 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz hat das Vorliegen einer Scheinehe insbesondere mit der Begründung bejaht, dass der gesamte zeitliche Ablauf darauf hindeute, dass der Beschwerdeführer planmässig vorgegangen sei, um sich in der Schweiz ein Aufenthaltsrecht zu verschaffen und seiner Familie den Nachzug zu ermöglichen: Der Beschwerdeführer sei im Jahr 2005 mit der Absicht in die Schweiz eingereist, eine Arbeit zu finden und hier längerfristig zu verbleiben. Da er über kein Aufenthaltsrecht verfügt habe, sei er vorübergehend in den Kosovo zurückgekehrt, wo er die in der Schweiz niedergelassene F.________ geheiratet habe, welche er wenige Monate zuvor über eine gemeinsame Bekannte in der Schweiz kennengelernt hatte. In der Folge sei ihm im Rahmen des Familiennachzugs eine Aufenthaltsbewilligung erteilt worden, worauf er erneut in die Schweiz eingereist sei und im Geschäft seines Bruders eine Stelle angetreten habe. Bereits wenige Monate später habe er, ohne von seiner Ehefrau begleitet zu werden, die im Kosovo verbliebene Mutter seiner zwei Kinder besucht und mit dieser eine Tochter gezeugt. Dies erachtete die Vorinstanz als ein starkes Indiz dafür, dass die Beziehung mit der Beschwerdeführerin entgegen den Aussagen des Beschwerdeführers 1 nie wirklich beendet worden sei. Es erscheine insbesondere wenig glaubwürdig, dass es bei einem Paar, nach einer konfliktreichen Trennung und dreijähriger Kontaktlosigkeit, gleich beim ersten Besuch zu einem einmaligen "Ausrutscher" gekommen sei, der Kontakt danach wiederum für weitere sechs Jahre unterbrochen worden sei, bevor es neun Jahre später zu einer Wiederaufnahme der Beziehung und zu einer Heirat mit der Kindesmutter gekommen sei. Der Verdacht der Scheinehe würde zudem dadurch erhärtet, dass der Beschwerdeführer nur knapp zwei Monate nach Erreichen der Dreijahresgrenze gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG aus der ehelichen Wohnung ausgezogen sei und der Beschwerdeführer 1 kurze Zeit nach der ihm erteilten Niederlassungsbewilligung die Mutter seiner Kinder geheiratet und ein Familiennachzugsgesuch für Ehefrau und Kinder gestellt habe. Die schriftlichen Bestätigungen dreier Bekannter des Beschwerdeführers, gemäss welchen es sich um eine normale Ehe gehandelt habe, erachtete die Vorinstanz als wenig glaubwürdig, nicht zuletzt auch, weil diese sowohl in ihrer Wortwahl, als auch in ihrer Gestaltung (Schriftart, Schriftgrösse) identisch sind.