Citation: 2C_947/2019 E. 4.3.2

4.3.2. Unbehelflich ist auch der Einwand, das neue Kurtaxenreglement verunmögliche es den Beherbergungsbetrieben, im Vergleich zu den Eigentümern von Ferienwohnungen, einen Gewinn zu erzielen. Gewinn ist in diesem Zusammenhang so zu verstehen, dass die Eigentümer von Ferienwohnungen aufgrund der pauschalen Abrechnungsmethode nach 30 Übernachtungen keine Kurtaxe mehr entrichten müssen. Einerseits sind die Gäste der Beherbergungsbetriebe das Abgabesubjekt der Kurtaxe und nicht die Betriebe selber, weshalb die Beherbergungsbetriebe unabhängig der Abrechnungsmethoden aus der Kurtaxe keinen "Gewinn" erzielen können (Art. 2 Abs. 2 KTR). Andererseits ist es zwar zutreffend, dass das neue Kurtaxenreglement vorsieht, dass die Eigentümer von Ferienwohnungen bei der pauschalen Abrechnungsmethode im Vergleich zur effektiven Abrechnung ab einer jährlichen Auslastung von 30 Übernachtungen (Gemeindegebiet 1; Art. 6 Abs. 2 KTR) bzw. 18 Übernachtungen (Gemeindegebiet 2; Art. 6 Abs. 3 KTR) keine Kurtaxe mehr bezahlen müssen. In diesem Zusammenhang gilt es aber auch zu beachten, dass der Eigentümer der seine Ferienwohnung nicht an 30 bzw. 18 Tagen pro Jahr nutzt und die Wohnung auch nicht vermietet, im Gegensatz zur effektiven Abrechnung einen Verlust erzielt, da das Kurtaxenreglement keine Reduktion der Abgabe vorsieht. Die unterschiedlichen Berechnungsmethoden sind darauf zurückzuführen, dass bei Ferienwohnungen aus Praktikabilitätsgründen eine Pauschalierung zulässig ist (vorne E. 4.3.1), während bei professionellen Beherbergungsbetrieben ohnehin die effektive Belegung erfasst wird. Sie führen nach dem Dargelegten zu keiner unsachlichen Ungleichbehandlung (Art. 8 Abs. 1 BV) zwischen den Ferienwohnungseigentümern und den Hotelgästen.