Citation: 1C_326/2021 E. 3.6

3.6. Bei der Versandart A-Post Plus besteht, wie bei eingeschriebenen Sendungen, die natürliche Vermutung, dass die Zustellung ordnungsgemäss erfolgte. Eine fehlerhafte Postzustellung ist insoweit nur anzunehmen, wenn sie aufgrund der Umstände als plausibel erscheint (vgl. BGE 142 III 599 E. 2.4.1 S. 604). Die nie auszuschliessende Möglichkeit von Zustellfehlern genügt für sich allein nicht, um die Vermutung umzustossen. Vielmehr müssen konkrete Anzeichen für einen Fehler vorhanden sein (vgl. Urteile 2C_16/2019 vom 10. Januar 2019 E. 3.2.2; 1C_40/2021 vom 22. April 2021 E. 5.2). Das Bundesgericht wandte diese Grundsätze auf ein Administrativverfahren des SVSA an, das zur Aberkennung des Rechts, von einem ausländischen Führerausweis Gebrauch zu machen, geführt hatte. Die vorgängige Mitteilung des SVSA über die Verfahrenseröffnung an die damals betroffene Beschwerdeführerin mit der Versandmethode A-Post Plus erachtete das Bundesgericht als ordnungsgemäss, weil keine konkreten Anzeichen für Zustellfehler behauptet worden seien. Das Bundesgericht hielt die vorinstanzliche Annahme nicht für willkürlich, wonach jene Mitteilung ein Prozessrechtsverhältnis begründet habe. Demzufolge durfte für die rund einen Monat später per Einschreiben versandte Verfügung in der Sache die Zustellfiktion bejaht werden (vgl. Urteil 1C_532/2018 vom 25. März 2019 E. 5).