Citation: U 366/00 20.05.2003 E. 4

Der Beschwerdeführer übt keine Kritik an den Feststellungen und Befunden des psychiatrischen Gutachtens und stellt dessen Schlüssigkeit nicht in Frage. Er vertritt indessen die Auffassung, der Entscheid der Vorinstanz beruhe auf einer unrichtigen Würdigung der Expertise und damit auf einer unzutreffenden Anwendung von Art. 52 Abs. 1 UVG. Für eine Simulation im Sinne bösgläubigen Verhaltens seien keine Anhaltspunkte vorhanden, weshalb von einer Aggravation auszugehen sei, und zwar von einer gutgläubigen. Für eine solche Annahme ergäben sich im Gutachten ausreichende Anhaltspunkte. Dieses weise auf eine paranoide Verarbeitung der Unfallfolgen hin, was eine durchaus plausible Erklärung für die erfolgte Aggravation sei. Das Gutachten spreche von Überlegungen des Beschwerdeführers (recte wohl Überzeugungen, vgl. Gutachten S. 9), was ohne weiteres ausschliesse, dass sie arglistig seien und auf der Absicht beruhten, Versicherungsleistungen zu erlangen. Denn echte Überzeugungen schlössen bösen Glauben aus, auch wenn sie objektiv unverständlich erschienen. Weiter erachteten die Experten seinen Umgang mit potenziellen Unvereinbarkeiten zumindest als bemerkenswert, und schliesslich habe die psychiatrische Diagnose einen weiteren Anhaltspunkt erbracht, nämlich das Vorliegen einer posttraumatischen Belastungsstörung, welche die Kriterien von ICD-10: F 43.1 erfülle. Damit schliesse das Gutachten auf drei Diagnoseelemente, welche die Annahme des guten Glaubens im Sinne von Art. 52 Abs. 1 UVG erlauben würden.