Citation: 8C_108/2015 E. 4.5.1

4.5.1. Die Beschwerdeführerin bringt vor, beim Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzungen sei nicht nur die am 19. November 2004 erlittene HWS-Distorsion zu berücksichtigen, sondern auch die richtunggebende Verschlechterung des insbesondere durch den Unfall im Jahre 1993 verursachten Vorzustandes mit Kyphosierungen und Instabilitäten der HWS. Für die Berücksichtigung einer Vorschädigung im Rahmen der Beurteilung des Kriteriums wird indessen in der Regel vorausgesetzt, dass die versicherte Person aufgrund der Vorschädigung unmittelbar vor dem Unfall mindestens teilweise arbeitsunfähig war (Urteil 8C_759/2007 vom 14. August 2008 E. 5.3). Der Vorunfall führte nicht zu einer organisch nachgewiesenen Schädigung. Zudem war auch kein erheblicher degenerativer Vorzustand zu verzeichnen. Wie die Vorinstanz unter Hinweis auf vor dem zweiten Unfallereignis erstellte medizinische Unterlagen festhält, bestand nicht eine derart massive Vorschädigung und Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit, dass deswegen die im November 2004 erlittene HWS-Distorsion als Verletzung besonderer Art zu qualifizieren wäre. Weiter bringt die Beschwerdeführerin vor, es sei die durch den Sturz im Februar 2010 verursachte Einwirkung auf die HWS mitzuberücksichtigen. Weshalb dieser spätere, dritte Unfall im Rahmen der Adäquanzbeurteilung des Unfalls vom 19. November 2004 beim Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzungen miteinzubeziehen wäre, ist indessen nicht nachvollziehbar. Das kantonale Gericht hat das Kriterium somit zu Recht verneint.