Citation: 9C_107/2015 E. 4.1.2

4.1.2. Es liegen keine Akten vor, die vom Zeitraum vor Vollendung des fünften Lebensjahres der Versicherten datieren. Zwar legte die behandelnde Psychologin lic. phil. C.________ dar, bereits im Mai 2001 hätten Fachpersonen bei ihrer Patientin autistische Verhaltensweisen "wahrgenommen und dokumentiert" (Bericht vom 9. Mai 2014); an entsprechenden Belegen mangelt es jedoch. Insbesondere fehlen - entgegen der Angabe der Beschwerdeführerin - der Bericht des Zentrums D.________ vom 13. März 2001 und die (nicht echtzeitliche) Stellungnahme der behandelnden Kinderärztin Dr. med. E.________ vom 23. März 2004. Soweit sich die Versicherte auf darin enthaltene Tatsachen beruft, handelt es sich um blosse Behauptungen, die nicht belegt sind. Was die späteren Einschätzungen anbelangt (zum Einbezug nicht echtzeitlicher medizinischer Unterlagen vgl. Urteil 9C_682/2012 vom 1. Mai 2013 E. 3.2.3), hat das kantonale Verwaltungsgericht den Bericht von Dr. med. E.________ vom 31. August 2010 sowie die Stellungnahmen des RAD vom 10. Dezember 2010 und 11. Februar 2011 erwähnt. Daraus ergeben sich keine (eindeutigen) Hinweise, dass bei der Beschwerdeführerin vor Erreichen ihres fünften Lebensjahres ein autismustypischer Zustand vorgelegen hätte. Dr. med. E.________ behandelte die Versicherte zwar schon ab dem 22. Januar 2002. Eine Einschätzung bei Behandlungsbeginn liegt aber ebenso wenig vor wie spätere medizinische Angaben der behandelnden Kinderärztin, die klare Rückschlüsse auf das Vorliegen des fraglichen Geburtsgebrechens im relevanten Zeitraum (vor dem 25. Dezember 2001) ermöglichten. Nicht anders verhält es sich mit den Berichten des Zentrums D.________ vom 24. März/23. Mai und 1. Juli 2003; darin wird einzig auf Untersuchungen im Jahre 2003 Bezug genommen. Hinzu kommt, dass die RAD-Ärztin Dr. med. F.________ andere Diagnosen, welche diejenige eines (frühkindlichen) Autismus ausschliessen (namentlich eine reaktive Bindungsstörung des Kindesalters [ICD-10 F94.1]), für wahrscheinlicher hielt (Stellungnahme vom 11. Februar 2011). Schliesslich begründet die Beschwerdeführerin nicht (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), inwiefern die Kostengutsprache für Sonderschulmassnahmen ab 11. März 2003 (Verfügung vom 8. Juli 2003) geeignet sein soll, die Abweisung der Leistungspflicht für Psychotherapie als zweifellos unrichtig erscheinen zu lassen. Da somit auch die nicht echtzeitlichen Akten keine Rückschlüsse auf eine bis zum vollendeten fünften Lebensjahr der Versicherten erkennbare "Autismus-Spektrum-Störung" zulassen, fällt eine zweifellose Unrichtigkeit der Verfügung vom 4. März 2011 ausser Betracht. Der vorinstanzliche Entscheid hält mit Blick auf Art. 13 IVG vor Bundesrecht stand.