Citation: 9C_508/2023 E. 4.2

4.2. Die Rasier Operations B.V. erneuerte im letztinstanzlichen Prozess, der zum Urteil vom 16. Februar 2023 führte, das vor dem kantonalen Gericht gestellte Rechtsbegehren und unterlag mit sämtlichen Anträgen (insbesondere demjenigen zum Beitragsstatut), indem diese abgewiesen wurden, soweit darauf einzutreten war. Von der vorinstanzlichen Gutheissung ihrer Beschwerde blieb einzig übrig, dass sie insofern erfolgreich gegen den Einspracheentscheid opponiert hatte, als sich eine Neufestsetzung der geschuldeten Beiträge als unumgänglich erwies. Angesichts der besonderen Umstände des vorliegenden Falles ist es allerdings nicht der Ausgleichskasse anzulasten, dass der Einspracheentscheid in betraglicher Hinsicht nicht standhielt. Vielmehr ist es das Verschulden der Rasier Operations B.V., denn diese weigerte sich in Verletzung ihrer Mitwirkungspflicht, Angaben zu liefern zu den Zahlungen, die sie an die Fahrer geleistet hatte, so dass der Kasse nichts anderes übrigblieb, als die ausgerichteten Entgelte schätzungsweise zu ermitteln, um die drohende Verwirkung gemäss Art. 16 Abs. 1 AHVG abzuwenden (vgl. dazu Urteil 9C_71/2022 und 9C_75/2022 vom 16. Februar 2022 E. 11). Mit anderen Worten verhalf der Raser Operations B.V. letztlich ihr eigenes unkooperatives Verhalten zu diesem einzigen Teilerfolg im kantonalen Prozess. Da ihr teilweises Obsiegen mithin auf ihre eigene fehlende Mitwirkung zurückzuführen ist, kann sie dafür keine Parteientschädigung beanspruchen, dies entsprechend dem Verursacherprinzip, wonach unnötige Kosten zu bezahlen hat, wer sie verursacht hat (SVR 2021 UV Nr. 34 S. 154, 8C_672/2020 E. 5.2; 2018 IV Nr. 80 S. 263, 8C_304/2018 E. 4.3.2; Urteil 9C_455/2022 vom 13. November 2023 E. 11.3.1; je mit Hinweisen; vgl. auch § 6 Abs. 2 der zürcherischen Verordnung vom 12. April 2011 über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht [GebV SVGer; LS 212.812]).