Citation: I 135/01 07.11.2001 E. 1

1.- Gemäss Art. 128 OG beurteilt das Eidgenössische Versicherungsgericht letztinstanzlich Verwaltungsgerichtsbeschwerden gegen Verfügungen im Sinne von Art. 97, 98 lit. b-h und 98a OG auf dem Gebiet der Sozialversicherung. Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechtsverhältnisse zu überprüfen bzw. zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich - in Form einer Verfügung - Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist (BGE 125 V 414 Erw. 1a, 119 Ib 36 Erw. 1b, je mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts kann das verwaltungsgerichtliche Verfahren aus prozessökonomischen Gründen auf eine ausserhalb des Anfechtungsgegenstandes, d.h. ausserhalb des durch die Verfügung bestimmten Rechtsverhältnisses liegende spruchreife Frage ausgedehnt werden, wenn diese mit dem bisherigen Streitgegenstand derart eng zusammenhängt, dass von einer Tatbestandsgesamtheit gesprochen werden kann, und wenn sich die Verwaltung zu dieser Streitfrage mindestens in Form einer Prozesserklärung geäussert hat (BGE 122 V 36 Erw. 2a mit Hinweisen). In der Verfügung der IV-Stelle vom 8. März 1999 wird der Anspruch auf eine Invalidenrente abgelehnt. Die Verfügung erging - ausdrücklich - im Rahmen der Behandlung des am 16. Juni 1998 gestellten Gesuchs. Darin werden folgende Versicherungsleistungen beansprucht: Berufsberatung, Umschulung auf eine neue Tätigkeit, Arbeitsvermittlung sowie besondere medizinische Eingliederungsmassnahmen (Ziff. 7.8 der Anmeldung zum Bezug von IV-Leistungen für Erwachsene vom 16. Juni 1998). Die Ausrichtung einer Rente wird nicht beantragt. In der ablehnenden Verfügung der IV-Stelle wird lediglich der Rentenanspruch abgelehnt, zu den ausdrücklich beantragten Leistungen, insbesondere zur verlangten Umschulung, wird nicht Stellung genommen. Der Beschwerdeführer verlangte bereits im Vorbescheidverfahren, dann im vorinstanzlichen Verfahren und schliesslich im Verwaltungsgerichtsverfahren vor dem Eidgenössischen Versicherungsgericht jeweils eventualiter die Durchführung notwendiger Eingliederungsmassnahmen. Es stellt sich somit die Frage, ob die Durchführung von Eingliederungsmassnahmen, insbesondere Massnahmen beruflicher Art (Umschulung), zu prüfen ist. Sie ist zu bejahen. Angesichts der unterschiedlichen Anspruchsvoraussetzungen für Eingliederungsmassnahmen und Invalidenrente kann zwar nicht davon ausgegangen werden, dass mit der Ablehnung der Rente implizit auch die Ablehnung von Eingliederungsmassnahmen verfügt worden sei; insofern ist die Frage der Eingliederungsmassnahmen nicht Anfechtungsgegenstand und somit auch nicht Streitgegenstand. Mit Beschwerde und Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann im Sozialversicherungsprozess aber gerügt werden, dass ein gestellter Antrag nicht behandelt wurde. Vorliegend hat der Beschwerdeführer diese Rüge erhoben, weshalb die Frage der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen schon unter dem Aspekt der Verletzung des rechtlichen Gehörs zu prüfen ist. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs führt in der Regel zwar zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Unter gewissen Voraussetzungen, die vorliegend als gegeben erscheinen (vgl. BGE 126 I 72 Erw. 2, 126 V 132 Erw. 2b, je mit Hinweisen), kann die Verletzung des rechtlichen Gehörs jedoch als geheilt gelten. Die Annahme einer Heilung verlangt aber selbstverständlich, dass der ursprünglich nicht oder nicht richtig geprüfte Antrag im Beschwerdeverfahren tatsächlich beurteilt wird. Im Übrigen kann mit der Vorinstanz davon ausgegangen werden, dass die Voraussetzungen zur Ausdehnung des Anfechtungs- bzw. Streitgegenstandes infolge Sachzusammenhangs gegeben sind. Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass sich sowohl die IV-Stelle in ihrer Vernehmlassung vom 17. Mai 1999 im Rahmen des vorinstanzlichen Verfahrens als auch die Vorinstanz im Entscheid vom 18. Januar 2001 zu den Eingliederungsmassnahmen geäussert haben. Im vorliegenden Verfahren ist deshalb die Durchführung von Eingliederungsmassnahmen zu prüfen.