Citation: 8C_61/2013 E. 4.2.1

4.2.1. Die behandelnden Ärzte Dres. med. H.________ und W.________ hielten im Bericht vom 1. September 2010 fest, der Versicherte habe erstmals vier Monate nach dem Unfall über vermehrte Schulterbeschwerden berichtet. Einer eventuellen Erwähnung von leichten Schulterschmerzen sei aufgrund der vordringlichen Diagnose der Radiusfraktur und dem schleppenden Verlauf wahrscheinlich zunächst keine Bedeutung beigemessen worden. Nach Abklingen der Symptomatik am linken Handgelenk habe der Patient die Schmerzen in der Schulter erst richtig wahrgenommen. Die beiden Ärzte hielten die Beschwerden in der linken Schulter bei initialem Trauma an der linken Extremität für nicht so unwahrscheinlich wie die SUVA, habe der Versicherte doch bereits in der initialen Anamnese vom 5. September 2009 einen Sturz auf den linken Arm angegeben. Eine Traumatisierung der Supraspinatus- und Bizepssehne sei keineswegs unwahrscheinlich. Zudem habe sicherlich eine Schonhaltung bei persistierenden Schmerzen und sechswöchigem Gipstragen zur schleichenden Exazerbation einer bereits bestehenden Symptomatik beigetragen. Zusammenfassend sahen die Dres. H.________ und W.________ einen wahrscheinlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 5. September 2009 und den Beschwerden an der linken Schulter.