Citation: 6B_1280/2022 E. 1.2.1

1.2.1. Es ist unbestritten, dass die Verfahren gegen die Gebrüder D.________ getrennt vom Verfahren des Beschwerdeführers geführt wurden. Unter diesen Umständen bestand für ihn von Vornherein kein Teilnahmerecht an den Befragungen der anderen Beschuldigten (oben E. 1.1.2). Wie die Vorinstanz zudem zutreffend erwägt und der Beschwerdeführer nicht bestreitet, erhielt er Einsicht in verschiedene Einvernahmen von B.D.________ und wurde ihm im Rahmen einer Konfrontationseinvernahme in Anwesenheit der Verteidigung das Recht auf Ergänzungsfragen gewährt. Der Vorinstanz ist zuzustimmen, dass das Konfrontationsrecht des Beschwerdeführers damit gewahrt und belastende Aussagen von B.D.________ unter diesem Aspekt verwertbar sind. Demgegenüber war bereits vor Vorinstanz anerkannt, dass die belastenden Aussagen von C.D.________ nicht gegen den Beschwerdeführer verwertet werden dürfen, da er mit jenem nicht konfrontiert wurde. Die getrennte Verfahrensführung verstiess auch nicht gegen den Grundsatz der Verfahrenseinheit gemäss Art. 29 StPO (oben E. 1.1.1). Wie aus dem angefochtenen Urteil erhellt, wurde dem Beschwerdeführer keine Mittäterschaft oder Teilnahme an den Delikten der Gebrüder D.________ resp. kein gemeinsames Handeln mit diesen zur Last gelegt. Er soll vielmehr einer von 70 Betäubungsmittelkäufern von B.D.________ gewesen sein. Ihm wurde vorgeworfen, von diesem 50 Gramm Kokain zum Weiterverkauf erworben zu haben. Da somit kein Anwendungsfall von Mittäterschaft oder Teilnahme im Sinne von Art. 29 Abs. 1 lit. b StPO vorliegt, hat die Vorinstanz den Grundsatz der Verfahrenseinheit nicht durchbrochen und kommt es - entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers - auf das Vorliegen sachlicher Gründe für die getrennte Verfahrensführung gemäss Art. 30 StPO nicht an. Unter diesen Umständen schadet auch nicht, dass die Beschwerdegegnerin einen Antrag des Beschwerdeführers auf Verfahrensvereinigung übergangen haben mag, zumal offensichtlich kein Anwendungsfall von Art. 29 Abs. 1 lit. b StPO vorlag. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt nicht vor. Die geltend gemachte Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes begründet der Beschwerdeführer nicht. Darauf ist nicht einzugehen (oben E. 1.1.3).