Citation: 4A_614/2020 E. B

B.a. Mit Klage vom 25. April 2017 beim Zivilgericht Basel-Landschaft Ost beantragte der Kläger, der Beklagte sei zu verpflichten, ihm USD 124'567.-- zuzüglich Zins von 5 % seit 11. November 2016 zu bezahlen, vorbehältlich einer Nachklage. Der Beklagte beantragte die Abweisung der Klage und verlangte widerklageweise USD 1'249'044.35 nebst Zins zu 5 % seit 1. Februar 2016. Mit Duplik und Widerklagereplik beantragte er zudem, den Kläger unter Androhung der Ungehorsamsstrafe gemäss Art. 292 StGB zu verpflichten, ihm umfassend und unter Beilage der entsprechenden Belege Rechenschaft (1) über die Endverkaufspreise der sich am 31. Dezember 2015 bei der C.________ AG an Lager befindlichen 93'210 kg Nüsse, (2) über die Einkaufspreise der zur Erfüllung von verschiedenen Verträgen eingekauften Ware sowie (3) über den Weiterverkauf der gemäss verschiedenen Verträgen eingekauften Ware zu geben. Ferner stellte er den Antrag, ihm nach erfolgter Rechenschaftsablegung eine gerichtliche Frist zur abschliessenden Bezifferung seiner Forderung anzusetzen. Der Kläger ersuchte um Abweisung der Widerklage. Das Zivilgericht wies die Klage mit Urteil vom 28. März 2019 ab (Disp.Ziff. 1). Die Widerklage des Beklagten hiess es teilweise gut und verpflichtete den Kläger, dem Beklagten USD 439'578.59 nebst Zins zu 5 % seit 1. Februar 2016 zu bezahlen (Disp.Ziff. 2). Die weiteren Begehren des Beklagten wies es ab, soweit es darauf eintrat (Disp.Ziff. 3). Es auferlegte die Gerichtskosten zu 40 % dem Kläger und zu 60 % dem Beklagten (Disp.Ziff. 2 Abs. 1) und verpflichtete den Kläger, dem Beklagten eine Parteientschädigung von Fr. 23'000.-- zuzüglich 7.7 % MwSt. zu bezahlen (Disp.Ziff. 4 Abs. 2). B.b. Der Beklagte erhob Berufung beim Kantonsgericht Basel-Landschaft und der Kläger Anschlussberufung. Mit Entscheid vom 8. September 2020 hob dieses die Dispositivziffern 2 und 3 des angefochtenen Urteils auf, hiess die Widerklage teilweise gut und verpflichtete den Kläger und Widerbeklagten, dem Beklagten und Widerkläger USD 330'726.59 nebst Zins zu 5 % seit 8. September 2017 sowie USD 35'163.75 zu bezahlen. Die weiteren Begehren des Beklagten und Widerklägers wies es ab. Ausserdem änderte es den Kostenspruch, indem es bei der Parteientschädigung den Anspruch auf Mehrwertsteuer aufhob. Das Kantonsgericht erwog im Hinblick auf die Berufung des Beklagten/Widerklägers, entgegen dem Zivilgericht sei auf die erst mit der Duplik/Widerklagereplik im Rahmen einer Stufenklage gestellten Rechtsbegehren 2-4 auf Rechenschaftsablegung einzutreten. In materieller Hinsicht bestehe aber kein Anspruch auf Auskunft und Rechenschaft, da die entsprechenden Auskünfte/Unterlagen nicht relevant seien für die materielle Anspruchsprüfung. Den vom Beklagten/Widerkläger geltend gemachten Anspruch auf Zahlung eines Bonus für das Geschäftsjahr 2015 habe das Zivilgericht zu Recht abgewiesen. Es schützte sodann die Berufung des Beklagten/Widerklägers betreffend den Kostenpunkt im Hinblick auf die dem im Ausland wohnhaften Kläger/Widerbeklagten zugesprochene Mehrwertsteuer. Im Rahmen der Anschlussberufung des Klägers/Widerbeklagten reduzierte es den dem Beklagten/Widerkläger zugesprochenen Betrag auf USD 330'726.59, indem es eine dem Kläger/Widerbeklagten in einem Verfahren in Hongkong zugesprochene Parteientschädigung von USD 108'852.-- zur Verrechnung zuliess.