Citation: 1C_248/2019 E. 5.2

5.2. Bei der verkehrsmässigen Erschliessung von nur zwei Wohnstätten bzw. Grundstücken ist nach der Rechtsprechung der Vorinstanz nicht in jedem Fall ein hinreichendes öffentliches Interesse für Eigentumsbeschränkungen anzunehmen (GVP 2000 Nr. 18). Im angefochtenen Entscheid wird darauf hingewiesen, dass hingegen das kantonale Baudepartement das öffentliche Interesse an einer Strasse bereits dann bejaht, wenn sie der Erschliessung von mehr als einem Grundstück dient (GVP 2001 Nr. 98). Die Vorinstanz verfällt allerdings nicht in Willkür und missachtet auch nicht die Autonomie der Gemeinden, wenn sie letzteren die Befugnis zur Öffentlicherklärung einer grundstücksübergreifenden Zufahrt nicht stets bei nachbarrechtlichen Konflikten zwischen bloss zwei Parteien zugesteht. Vielmehr ist es sachgerecht, das öffentliche Interesse in derartigen Fällen von einer Einzelfallbeurteilung abhängig zu machen.