Citation: 1C_584/2014 E. A

Die A.________ AG beabsichtigt, an der Fischerhäuserstrasse 61 und 67 in Schaffhausen (Parzelle Nr. 996) die bestehenden Gebäude abzubrechen und ein Mehrfamilienhaus mit Autoeinstellhalle zu bauen. Am 7. Dezember 2010 erteilte der Stadtrat Schaffhausen die Baubewilligung für den Neubau des Mehrfamilienhauses, am 10. Dezember 2010 das Bauinspektorat des Kantons Schaffhausen jene für die Autoeinstellhalle. Gegen die Baubewilligungen erhoben unter anderem B.B.________ und C.B.________ sowie der Heimatschutz Schaffhausen Rekurs. Mit Beschluss vom 31. Januar 2012 hiess der Regierungsrat des Kantons Schaffhausen das Rechtsmittel teilweise gut und ergänzte die Baubewilligung des Stadtrats mit der Auflage, die kurze Dachfläche des asymmetrischen Satteldachs sei im östlichen Teil so auszubilden, dass das Dachgeschoss vollständig im theoretisch möglichen symmetrischen Satteldach mit 45° Dachneigung Platz findet. Daraufhin erhoben B.B.________ und C.B.________ sowie der Schweizer Heimatschutz Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Obergericht des Kantons Schaffhausen. Dieses vereinigte mit Entscheid vom 28. Dezember 2012 die beiden Verfahren, hiess die Beschwerden gut und hob den angefochtenen Regierungsratsbeschluss wie auch die Baubewilligungen vom 7. und 10. Dezember 2010 auf. Die in der Folge von der Einwohnergemeinde Schaffhausen und von der A.________ AG gegen den Entscheid des Obergerichts erhobenen Beschwerden hiess das Bundesgericht wegen einer willkürlichen Anwendung der kommunalen Bauordnung und der damit einhergehenden Verletzung der Gemeindeautonomie teilweise gut. Es hob den angefochtenen Entscheid auf und wies die Sache zur neuen Beurteilung ans Obergericht zurück. Dieses hatte sich noch nicht mit der städtebaulichen Einordnung auseinandergesetzt (Urteil 1C_174/2013, 1C_186/2013 vom 6. Februar 2014). Das wieder mit der Sache befasste Obergericht teilte den Verfahrensbeteiligten mit Schreiben vom 6. August 2014 seine Absicht mit, bei der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) ein Gutachten einzuholen. Die Verfahrensbeteiligten äusserten sich daraufhin zu den vom Obergericht formulierten Fragen. Ausstandsgründe machten sie nicht geltend. Teilweise stellten sie sich indessen auf den Standpunkt, ein Gutachten der ENHK sei gar nicht erforderlich. Allenfalls könnten der Kantonalen Natur- und Heimatschutzkommission (KNHK), welche am 28. September 2011 bereits ein Gutachten erstattet hatte, Ergänzungsfragen gestellt werden. Mit Verfügung vom 31. Oktober 2014 beauftragte das Obergericht die ENHK mit der Begutachtung des Bauprojekts (Dispositiv-Ziff. 1) und unterbreitete ihr dazu verschiedene Fragen (Dispositiv-Ziff. 2). Die Kosten schlug es zur Hauptsache (Dispositiv-Ziff. 3). Zur Begründung führte es aus, das Gutachten der KNHK vom 28. September 2011 sei nicht schlüssig begründet und genüge den Anforderungen nicht. Da die KNHK trotz ungenügender Auseinandersetzung mit dem Projekt und dessen Wirkung auf die Umgebung schon eine sehr klare Beurteilung abgegeben habe, erscheine eine Verbesserung des Gutachtens durch die KNHK nicht möglich. Es sei deshalb ein neues Gutachten von einer anderen Stelle einzuholen. Gestützt auf Art. 17a des Bundesgesetzes vom 1. Juli 1966 über den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451) und Art. 25 Abs. 1 lit. e der Verordnung vom 16. Januar 1991 über den Natur- und Heimatschutz (NHV; SR 451.1) sei die ENHK damit zu betrauen.