Citation: 6B_647/2023 E. 2.3.2

2.3.2. Mit Bezug auf die Einschätzung von Dr. med. E.________ und F.________ erwägt die Vorinstanz, es treffe zwar zu, dass Dr. med. E.________ im Allgemeinen ebenfalls als forensisch-psychiatrische Gutachterin tätig sei, im vorliegenden Fall habe sie jedoch die Rolle der Ärztin inne und stehe sie in einem Näheverhältnis zum Beschwerdeführer. Dies gelte auch in Bezug auf den Psychotherapeuten F.________. Die Vorinstanz weist darauf hin, dass forensische Gutachter und behandelnde Ärzte sowie Therapeuten Diagnosen und Empfehlungen in einem unterschiedlichen Bezugsrahmen stellen würden. Therapeuten werde nicht dieselbe Unabhängigkeit und Neutralität wie den Gerichtsgutachtern zuerkannt, doch sei ihre Meinung nicht unbeachtlich (vgl. Urteil 6B_1067/2020 vom 5. Mai 2021 E. 1.3 mit Hinweisen). Wesentlich sei, dass sich der Gutachter mit den abweichenden Meinungen auseinandersetze, was der Fall sei, da sich Dr. med. G.________ eingehend mit der Möglichkeit einer ambulanten Behandlung und den Erwägungen von Dr. med. E.________ auseinandergesetzt habe. Hingegen erachtet die Vorinstanz ein Vergleich der Explorations- mit der Behandlungszeit als nicht massgeblich. Wesentlich sei, dass der Sachverständige alle notwendigen Informationen habe, was der Fall sei. Insgesamt stellt die Vorinstanz deshalb auf die Ausführungen von Dr. med. G.________ ab und weist sie die Beweisanträge einer erneuten Befragung von Dr. med. E.________ sowie einer Befragung von F.________ ab.