Citation: 1C_574/2023 E. 5.10

5.10. Weiter machen die Beschwerdeführenden sinngemäss geltend, für sie sei unzumutbar, Kosten von Fr. 28'000 für die Sanierung der Eindolung ab nordöstlichem Rand der Raschnalstrasse bis zur Ausdolung zu tragen, weil die Gemeinde für den Vorzustand verantwortlich sei und das nachträglich eingeholte Gutachten zeige, dass die neue Linienführung der Eindolung gemäss dem revidierten GGP (und in der Baubewilligung) nicht optimal sei. Auch diese Einwände dringen nicht durch. Da die Beschwerdeführenden bei der in Abweichung von der Baubewilligung errichteten Eindolung des Wiesenbachs nicht gutgläubig handelten, müssen sie in Kauf nehmen, dass die ihnen erwachsenden Nachteile nicht oder nur in verringertem Masse berücksichtigen werden. Die von ihnen geltend gemachten Kosten der Verschiebung der Eindolung im Bereich der Raschnalstrasse fallen nicht ins Gewicht, zumal diese Verlegung von den Beschwerdeführenden beantragt wurde und sie daher die entsprechenden Kosten ohnehin hätten tragen müssen. Zudem können sie zwischen den Varianten 2 und 3 wählen (vgl. E. 5.8 hiervor). Die Beschwerdeführenden zeigen nicht auf, inwiefern bei der Realisierung dieser Varianten der grössere Durchmesser der Rohre zu erheblichen Mehrkosten führen könnte. Zudem würden solche Kosten durch überwiegende öffentliche Interessen gerechtfertigt, da die grösseren Rohre - auch wenn sie in der Baubewilligung nicht ausdrücklich verlangt wurden - im Sinne von Art. 79 Abs. 2 KRG zur Wahrung der anerkannten Regeln der Baukunde im Bereich des Hochwasserschutzes erforderlich sind. Demnach verstösst die verlangte Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands bezüglich der Eindolung des Wiesenbachs nicht gegen das Verhältnismässigkeitsprinzip.