Citation: 2C_620/2023 E. 4.5.2

4.5.2. In Bezug auf den von der Vorinstanz verneinten Unterhaltsbedarf beanstanden die Beschwerdeführer zwar die belarussischen Statistiken, welche die Vorinstanz zur Überprüfung der von den Beschwerdeführern geltend gemachten Lebenshaltungskosten beigezogen hat. Auch hier fehlt es aber an hinreichend substantiierten Vorbringen, um die Belastbarkeit der im angefochtenen Urteil angeführten belarussischen Statistiken in Zweifel zu ziehen. Abgesehen von der appellatorischen Kritik - es sei in Ex-Sowjetstaaten üblich, die Statistiken dem "Narrativ des sozialistischen Paradieses" anzupassen - ist insbesondere auch der Wikipedia-Beitrag zum Thema "Nationales Statistisches Komitee der Republik Belarus" nicht geeignet, die amtlichen Statistiken in Frage zu stellen, zumal dort von statistischen Ungereimtheiten lediglich in Bezug auf einige spezifische Themen wie insbesondere die Covid-Pandemie die Rede ist. Daraus lässt sich aber nichts zu den belarussischen Statistiken betreffend Existenzminima und Durchschnittseinkommen ableiten. Die Vorbringen sind somit nicht geeignet, die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung betreffend Lebenshaltungskosten in Belarus als willkürlich erscheinen zu lassen.