Citation: 6B_1071/2022 E. 3.3.1

3.3.1. Dem Einwand des Beschwerdeführers, die Vorinstanz begründe nicht, weshalb sie die Einsatzstrafe auf 8 Jahre festsetze (Beschwerde S. 5 Ziff. 1), kann nicht gefolgt werden. Die Vorinstanz wertet hinsichtlich der objektiven Tatschwere, dass der Beschwerdeführer mit schwerem Schuhwerk und grosser Kraft sechsmal gegen den Beschwerdegegner getreten hat, wobei er diesen einmal verfehlt, einmal die Schulter und danach viermal den Kopf getroffen hat. Sein Vorgehen zeuge von erschreckender Brutalität und Rücksichtslosigkeit. Der Umstand, dass der Beschwerdegegner bei den letzten beiden Tritten regungslos und ohne Körperspannung am Boden gelegen habe, zeuge von bedenklicher Menschenverachtung, insbesondere weil der Beschwerdeführer direkt vor dem Oper gestanden habe und diesem frontal ins Gesicht habe sehen können. Die offenbar fehlende Hemmschwelle, so intensiv mit dem eigenen Körper gegen den Körper eines Wehrlosen und insbesondere gegen dessen Kopf und Gesicht vorzugehen, manifestiere eine hohe kriminelle Energie. Indes habe sich der Vorfall während nur weniger Sekunden abspielt. Die Tat sei "explosionsartig" und spontan erfolgt (Urteil S. 18 f. E. 2.1). In subjektiver Hinsicht berücksichtigt die Vorinstanz sodann, dass der Beschwerdeführer lediglich eventualvorsätzlich gehandelt hat. Die unmittelbar vorgängig zur Tat erfolgten Beleidigungen des Beschwerdegegners veranschlagt sie leicht strafmindernd. Weiter bezieht sie ein, dass der Beschwerdeführer emotional aufgewühlt agiert hat. Insgesamt werde die objektive Schwere des Delikts durch die subjektive Tatschwere merklich relativiert, weshalb das Tatverschulden des Beschwerdeführers im Rahmen der vorsätzlichen Tötung - ausgehend von einer vollendeten Tatbegehung - als nicht mehr leicht bis erheblich zu bewerten sei. Deshalb sei die Strafe im unteren bis mittleren Teil des vorgegebenen Strafrahmens, nämlich bei 8 Jahren, festzusetzen (Urteil S. 19 f. E. 2.2). Der Beschwerdeführer setzt sich mit diesen Ausführungen nicht ansatzweise auseinander.