Citation: 4A_231/2022 E. 4.2

4.2. Die in der Beschwerde formulierte Kritik ist nicht geeignet, die vorinstanzliche Einschätzung umzustossen: Der Beschwerdeführer übergeht den Massstab, den das Bundesgericht anlegt, wenn die sachgerichtliche Abschätzung der Erfolgsaussichten nach Art. 29 Abs. 3 BV und Art. 117 lit. b ZPO angefochten ist (Erwägung 3.4). Er beruft sich im Wesentlichen auf das erwähnte sozialversicherungsrechtliche Urteil des Bundesgerichts, das er indes anders interpretiert und aus dem er andere Schlüsse zieht, als dies das Obergericht tat. Die vorinstanzliche Feststellung, der behandelnde Arzt habe bescheinigt, dass bei ihm "eine Coxarthrose bestehe und die diesbezüglichen Beschwerden nicht auf das Unfallereignis zurückgeführt werden" könnten, stellt er dagegen nicht in Frage. Die Ausführungen des Beschwerdeführers laufen im Kern auf das Argument hinaus, dass es "gerade der Zweck der angestrebten Teilklage [sei], die umstrittene Kausalitätsproblematik zu klären". Dies mag zutreffen, ändert aber nichts daran, dass die unentgeltliche Rechtspflege auch für eine Teilklage nur zu gewähren ist, wenn diese Aussicht auf Erfolg hat. Dass die Vorinstanz bei dieser Beurteilung von anerkannten Rechtsgrundsätzen abgewichen wäre, bedeutungslosen Aspekten Gewicht beigemessen hätte oder umgekehrt über zwingend zu beachtende Gesichtspunkte hinweggegangen wäre, zeigt der Beschwerdeführer nicht auf. Insbesondere ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die Prozessaussichten aufgrund einer "vorläufigen und summarischen Prüfung" beurteilt hat (vgl. BGE 142 III 138 E. 5.1). Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass das Obergericht die Aussichtslosigkeit der (Schadenersatz-) Begehren in der Hauptsache - wie erwähnt - gestützt auf den (wohl) fehlenden natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und den gesundheitlichen Beeinträchtigungen begründete. Ob ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage (BGE 143 III 242 E. 3.7; 132 III 715 E. 2.2 mit weiteren Hinweisen). Entsprechende vorinstanzliche Feststellungen sind der bundesgerichtlichen Prüfung daher grundsätzlich ohnehin entzogen (BGE 140 III 16 E. 1.3.1 mit Hinweisen). Willkür macht der Beschwerdeführer nicht geltend.