Citation: 2A.378/2003 01.09.2003 E. 3

Nach der Rechtsprechung kann einem Kind, das sich noch in einem anpassungsfähigen Alter befindet, zugemutet werden, dass es seinen Eltern oder dem mit der Fürsorge betrauten ausländischen Elternteil ins Ausland folgt. Dies hat das Bundesgericht sogar bei Kleinkindern bestätigt, die im Besitz des Schweizer Bürgerrechts waren (BGE 122 II 289 E. 3c S. 298; Urteil 2A.262/1997 vom 24. Juli 1997, E. 2b). Das muss umso mehr gelten, wenn das Kleinkind bloss über eine Niederlassungsbewilligung verfügt. Vorliegend ist die fest anwesenheitsberechtigte Person, die der Beschwerdeführerin einen potenziellen Anspruch auf Aufenthalt verschafft (vgl. E. 2.3), ein noch nicht dreijähriges Kleinkind. Diesem ist ohne weiteres zuzumuten, seiner Mutter nach Mazedonien zu folgen. Die Ausreise von Mutter und Kind hat zwar zur Folge, dass die Beziehung des Kindes zu seinem besuchsberechtigten Vater tangiert wird, jedoch nicht in einem Masse, das für sich genommen schon die weitere Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung an die Mutter gebieten könnte (vgl. Urteil 2A.144/1998 vom 7. Dezember 1998, E. 3b). Anders als im dort beurteilten Fall hat die Beschwerdeführerin auch keine eigenen engen Beziehungen zur Schweiz (vgl. S. 6 des angefochtenen Urteils), was im Rahmen der Interessenabwägung mit zu berück-sichtigen ist. Wieweit dieser Aspekt bei der Beurteilung der vorliegenden Beschwerde, welche einzig im Namen der Mutter erhoben wurde, bei der Interessenabwägung überhaupt eine entscheidende Rolle zu spielen vermöchte, kann offen bleiben. Wenn das Verwaltungsgericht die Verweigerung der Bewilligungsverlängerung als zulässig erachtete (vgl. S. 12 des angefochtenen Entscheides), verletzte es damit nach dem Gesagten nicht Bundesrecht.