Citation: 5A_126/2023 E. 3.3.1

3.3.1. Mit Blick auf die an der Verhandlung vom 28. September 2020 eingereichten Beweismittel act. 56/5-6, act. 56/8 und act. 56/10 verwirft die Vorinstanz zunächst den Einwand der Beschwerdeführerin, sie sei im Schiedsverfahren zwischen der H.________ Ltd. und der Beschwerdegegnerin nicht Partei gewesen, weshalb ihr nicht vorgehalten werden könne, die Akten verspätet beigezogen und eingereicht zu haben. Auch wenn die Beschwerdeführerin in jenem Schiedsverfahren nicht Partei gewesen sei, bestehe eine enge strukturelle und personelle Verbindung zwischen der H.________ Ltd. und ihr. So habe die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde gegen das bezirksgerichtliche Urteil vom 11. Februar 2020 (s. Sachverhalt Bst. C) darauf hingewiesen, dass das Schiedsgericht in London im Rahmen des Hauptsache- und Prosequierungsverfahrens der H.________ Ltd. gegen die Beschwerdegegnerin am 11. Februar 2020 einen Teilentscheid gefällt habe. Daraus folgert die Vorinstanz, dass die Beschwerdeführerin, die sich vom selben Anwalt wie die H.________ Ltd. vertreten lasse, von den Entscheiden in deren Verfahren gegen die Beschwerdegegnerin binnen kürzester Zeit Kenntnis erhalte. Ausserdem erkläre die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde selbst, nach Einreichung der Beilagen im Schiedsverfahren am 24. Juli 2020 keine Veranlassung gehabt zu haben, die Schiedsrichterin umgehend um Erlaubnis zur Einreichung dieser Beilagen im Verfahren vor dem Bezirksgericht zu ersuchen. Daraus schliesst das Obergericht, dass die Beschwerdeführerin spätestens seit 24. Juli 2020 Kenntnis von diesen Beweismitteln hatte und - allenfalls über die H.________ Ltd. - beim Schiedsgericht einen Offenlegungsantrag hätte stellen können. Soweit die Beschwerdeführerin argumentiere, dass erst die Arresteinsprache Anlass zur Einreichung der Noven gegeben habe, mache sie sinngemäss geltend, dass die Beweismittel unechte Noven im Sinne von Art. 229 Abs. 1 Bst. b ZPO seien. Weshalb sie diese Beweismittel trotz zumutbarer Sorgfalt nicht vorher vorbringen konnte, erläutere die Beschwerdeführerin nicht eingehender. Insbesondere lege sie nicht dar, mit welchen konkreten Einwendungen und Vorbringen der Beschwerdegegnerin sie nicht habe rechnen müssen - während sie mit der Arresteinsprache als solcher auf jeden Fall rechnete, wie ihre Eingabe vom 15. Juni 2020 zeige. Da substanziierte Erläuterungen zur Qualität eines unechten Novums fehlen, müssten die fraglichen Beweismittel unberücksichtigt bleiben.