Citation: 5P.444/2002 06.02.2003 E. 6

Eine Verletzung seines Anspruch auf rechtliches Gehör erblickt der Beschwerdeführer schliesslich darin, dass das Kantonsgericht den von ihm beantragten Zeugen Z-I.________ nicht einvernommen habe. Die Anrufung des verfassungsmässigen Beweisanspruchs (Art. 29 Abs. 2 BV) ist von vornherein unzulässig, wo - wie hier - fraglos die eidgenössische Berufung ergriffen und damit eine Verletzung des bundesgesetzlichen Beweisanspruchs (Art. 8 ZGB) geltend gemacht werden kann (Art. 84 Abs. 2 OG; BGE 108 Ia 293 E. 4c S. 294). Weder dieser noch jener schliessen indessen die Ablehnung weiterer Beweisanträge gestützt auf vorweggenommene Beweiswürdigung aus, die wiederum ausschliesslich der Willkürbeschwerde unterliegt (für Art. 8 ZGB: BGE 114 II 289 E. 2a S. 291; für Art. 29 Abs. 2 BV: BGE 124 I 208 E. 4a S. 211). Das Kantonsgericht hat denn auch die Einvernahme des Zeugen Z-I.________ von vornherein nicht für geeignet gehalten, die behaupteten Tatsachen zu beweisen. Es ist im Einzelnen davon ausgegangen, der Zeuge, der sich nur sporadisch in O.________ aufgehalten habe, könnte zur geistigen Verfassung der Erblasserin kaum entscheidende zusätzliche Informationen geben und seine Aussagen wären als Bruder des Beschwerdeführers ohnehin mit einer gewissen Zurückhaltung zu würdigen (E. 2 S. 8). Die Auffassung hält der Willkürprüfung stand, wie das im Zusammenhang mit der Zeugin Z-B.________ einerseits und den Zeugen Z-C.________ und Z-D.________ andererseits ausgeführt worden ist (E. 4.2 hiervor). Was der Beschwerdeführer dagegenhält, ist nicht stichhaltig und geht am entscheidenden Gesichtspunkt vorbei (vgl. S. 11 und S. 14/15 der Beschwerdeschrift).