Citation: 5A_677/2022 E. 5.4

5.4. Mit diesen Einwendungen vermag die Beschwerdeführerin den Entscheid des Obergerichts hinsichtlich der Verlegung der Gerichtskosten nicht als unangemessen auszuweisen. Sie hat sowohl im erst- wie auch im oberinstanzlichen Verfahren die vollumfängliche Abweisung der Klage beantragt. Diese wurde aber nur teilweise abgewiesen. Für die Einschätzung des Umfangs des Obsiegens bzw. Unterliegens durfte das Obergericht sowohl für das erst- wie auch das oberinstanzliche Verfahren die im Spiel stehenden Interessen als solche und insbesondere nach Massgabe ihrer wirtschaftlichen Bedeutung bzw. Auswirkung gewichten. Es ist deshalb weder ersichtlich, dass das Obergericht Tatsachen berücksichtigt hat, die keine Rolle hätten spielen dürfen, oder umgekehrt Umstände ausser Betracht gelassen hat, die zwingend hätten beachtet werden müssen.