Citation: 4A_271/2013 E. 2.2

2.2. Das Bundesgericht bestätigte mit Urteil vom 15. März 2005 einen kantonalen Entscheid, gemäss welchem ein Bauherr, der nicht besonders über den Genauigkeitsgrad von +/- 10 % gemäss der anwendbaren SIA-Ordnung informiert wurde, auch bezüglich einer als "approximativ" bezeichneten Kostenschätzung nicht mit einer solchen Abweichung rechnen musste, wenn ihm mündlich eine Abweichung von höchstens 1-2 % in Aussicht gestellt wurde, und ihn der Architekt bei der Finanzierung beraten und dieser gewusst hat, dass der Bauherr mit dem Bauvorhaben an seine finanziellen Grenzen ging und keine Mehrkosten verkraften konnte. Das Bundesgericht liess hingegen offen, ob der Unternehmer unter diesen Umständen von einer Kostenlimite ausgehen durfte (Urteil 4C.424/2004 vom 15. März 2005 E. 4.1 mit Hinweisen).