Citation: I 712/01 06.06.2002 E. 5

5.- a) Zu prüfen bleibt die erwerbliche Seite. Die IV-Stelle ging in ihrer Verfügung davon aus, dem Versicherten sei seine angestammte Tätigkeit, welche er durch Kündigung verloren habe, sowie jede andere angepasste Tätigkeit, in welcher er keine eintönige Arbeit mit den Händen verrichten müsse, weiterhin zumutbar. Sie stellte deshalb keinen Einkommensvergleich an. Zwar ist dem Beschwerdegegner gemäss MZX-Gutachten eine leichte bis mittelschwere wechselbelastende Tätigkeit ohne Heben von schweren Gewichten zu 100 % zumutbar. Ob indes die bisherige Tätigkeit als Nachkalkulator diesen Anforderungen entspricht, geht aus den Akten nicht schlüssig hervor, zumal nirgends klar festgehalten ist, welche Verrichtungen diese Tätigkeit genau beinhaltet. b) Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, sowie das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn erscheint, gilt grundsätzlich der von ihr tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 126 V 76 Erw. 3b/aa mit Hinweisen). Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne beigezogen werden (BGE 126 V 76 f. Erw. 3b/bb mit Hinweisen). Seit Aufgabe der Tätigkeit bei der Gesellschaft Z.________ per Ende Februar 1998 geht der Versicherte keiner Erwerbstätigkeit mehr nach. Rechtsprechungsgemäss können daher für die Invaliditätsbemessung die Tabellenlöhne nach der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebung (LSE) herangezogen werden. Die Frage, ob dem Beschwerdeführer trotz seiner gesundheitlichen Probleme die ehemalige Beschäftigung als Nachkalkulator zuzumuten und deshalb für das Invalideneinkommen auf die Lohnangaben der vormaligen Arbeitgeberin abzustellen ist, kann damit offen gelassen werden. c) Unter Zugrundelegung eines durchschnittlichen statistischen Monatseinkommens für Arbeitnehmer mit Berufs- und Fachkenntnissen im privaten Sektor von Fr. 5171.- im Jahre 1998 (LSE 1998, Tabelle A1, Anforderungsniveau 3), welches im Übrigen in etwa dem vom Beschwerdegegner zuletzt erzielten Verdienst von Fr. 5000.- entspricht, der betriebsüblichen Arbeitszeit von 41,8 Stunden (Die Volkswirtschaft, Heft 2/2002, S. 88, Tabelle B 9.2) sowie der massgeblichen Lohnentwicklung (1999: 0,3 %; 2000: 1,3 %; Die Volkswirtschaft, Heft 2/2002, S. 89, Tabelle B 10.2) ergibt sich für das Jahr 2000 ein zumutbares Invalideneinkommen von jährlich Fr. 65'884.-. Selbst wenn in Berücksichtigung aller einkommensbeeinflussenden Merkmale ein im Lichte der bereinigten und weiterentwickelten Rechtsprechung (vgl. BGE 126 V 78 f. Erw. 5a und b, bestätigt in AHI 2000 S. 62) höchstzulässiger behinderungsbedingter Abzug vom statistischen Tabellenlohn von 25 % vorgenommen würde, was im vorliegenden Fall indes nicht angebracht erscheint, ergäbe sich im Vergleich zum auf das Jahr 2000 aufgerechneten Valideneinkommen (Fr. 5000.- x 12; Nominallohnentwicklung 1999: 0,3 %, 2000: 1,3 %) von Fr. 60'962. 35 ein Invaliditätsgrad von rund 19 %. Damit erweist sich die Verfügung, mit welcher ein Rentenanspruch abgelehnt wurde, im Ergebnis als rechtens.