Citation: 6B_238/2013 E. 2.2

2.2. Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz setze sich mit der verjährungsrechtlich relevanten und daher von Amtes wegen zu erörternden Frage nach der Beendigung der inkriminierten Delikte nicht auseinander. Dadurch verletze sie ihren Anspruch auf rechtliches Gehör. Die eingeklagten Sachverhalte bildeten eine tatbestandliche beziehungsweise natürliche Handlungseinheit. Der Tatbestand der kriminellen Organisation im Sinne von Art. 260ter StGB umfasse auch in der Variante der Unterstützung ein andauernd pflichtwidriges Verhalten, wenn die inkriminierten Handlungen auf Dauer angelegt seien. Die Versorgung eines von kriminellen Organisationen kontrollierten illegalen Marktes mit stark nachgefragten Konsumgütern sei offensichtlich auf Dauer angelegt und erfordere eine kontinuierliche Lieferung der Ware. Der Transit der Zigaretten durch Montenegro sei im Rahmen einer Lizenz erfolgt. Diese sei die gemeinsame Grundlage für alle ab Montenegro getätigten Verkäufe von unversteuerten Zigaretten an die italienischen Abnehmer gewesen. Daher bildeten sämtliche Akte eine tatbestandliche respektive natürliche Handlungseinheit. Deshalb seien die Handlungen vor dem 21. März 1997 nicht verjährt (Beschwerde S. 17 ff. Ziff. 1).