Citation: 4A_611/2018 E. 3.8

3.8. Der Beschwerdeführer rügt schliesslich eventualiter, er habe dargelegt, dass die Beschwerdegegnerin auch für die Handlungen ihrer Mitarbeiter einzustehen habe, wenn diese andere Mitarbeiter in Verletzung ihrer Sorgfaltspflichten schädigen würden. Der Kranführer habe gemäss dem Schichtführer D.________ und dem Obergiesser G.________ allfällige sich im Gefahrenbereich befindliche Personen von seiner Position aus sehen können. Spätestens als sich die Last verklemmt habe, hätte er folglich den Arbeitsvorgang abbrechen oder zumindest die Personen unten warnen müssen, dass ein Problem bestehe. Die Rüge geht fehl. Die Vorinstanzen haben keine Sorgfaltspflichtverletzung des Kranführers festgestellt. Fehlt es bereits am Nachweis einer Sorgfaltspflichtverletzung, für die der Beschwerdeführer die Beweislast trägt, brauchte die Vorinstanz nicht auf die Frage einzugehen, inwiefern eine angebliche Sorgfaltspflichtverletzung des Kranführers der Beschwerdegegnerin anzurechnen wäre. Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör liegt nicht vor. Die Argumentation des Beschwerdeführers in seiner Beschwerde ist im Übrigen auch widersprüchlich. Einerseits bemängelt er, der Kranführer, der Obergiesser und der Schichtführer hätten zu den Abläufen mit dem Kran diametral unterschiedliche Aussagen gemacht, anderseits will er aus denselben Aussagen des Obergiessers und des Schichtführers eine Sorgfaltspflichtverletzung des Kranführers ableiten. Es ist jedenfalls nicht willkürlich, wenn die Vorinstanz allein aus den Aussagen, der Kranführer habe den Gefahrenbereich sehen können, nicht auf eine Sorgfaltspflichtverletzung desselben schliesst.