Citation: 7B_91/2022 E. 2.2

2.2. Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die Verfahrensleitung berechtigt und verpflichtet, jederzeit und von Amtes wegen über die Vertretungsbefugnis eines professionellen Rechtsbeistandes zu entscheiden (BGE 141 IV 257 E. 2.2; 138 II 162 E. 2.5.1; Urteil 1B_226/2016 vom 15. September 2016 E. 2; je mit Hinweisen). Wem die Verfahrensleitung im vorinstanzlichen Verfahren nach Art. 61 lit. c StPO sowie kantonalem Gerichtsorganisationsrecht (Art. 14 StPO) zukommt, braucht vorliegend nicht vertieft zu werden. Nach konstanter Rechtsprechung sind nicht bloss Ausstandsgründe nach Art. 56 StPO, sondern auch andere Rügen betreffend den Anspruch gemäss Art. 30 Abs. 1 BV auf ein durch Gesetz geschaffenes, zuständiges, unabhängiges und unparteiisches Gericht so früh wie möglich, d.h. nach deren Kenntnis bei erster Gelegenheit, geltend zu machen, andernfalls verwirkt der Anspruch (Urteile 6B_85/2021 vom 26. November 2021 E. 4.3; 1B_47/2019 vom 20. Februar 2019 E. 3.3; 1B_513/2017 vom 5. März 2018 E. 3.2; je mit Hinweisen).