Citation: 4A_97/2013 E. 4.2.1

4.2.1. Zunächst trifft es nicht zu, dass die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer nie vorgeworfen hätte, im Zusammenhang mit den Zusatzinvestitionen in die S.________ (streitbetroffene Darlehensgewährungen) Abklärungen über die Vertrauenswürdigkeit von F.________ und G.________ unterlassen zu haben. Die damit begründete Gehörsrüge entbehrt der Grundlage. So warf die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer bereits in der erstinstanzlichen Klageschrift (act. 1 Rz. 106 f.) vor, leichtfertige Investitionen in die S.________ in erheblichem Ausmass vorgenommen zu haben, wobei er und B.________ sich ohne nähere Prüfung der Chancen und Risiken mit zwei Personen zusammengetan hätten, denen ein zweifelhafter Ruf voranging. In der Replik (act. 18 Rz. 33) führte die Beschwerdegegnerin konkreter folgendes aus: "Wenn der Beklagte den Eindruck erwecken will, es hätten intensive Abklärungen stattgefunden, bevor man sich in das Abenteuer S.________ stützte, ist das falsch. Der Beklagte wird darauf behaftet, dass er vom zweifelhaften Ruf der Partner F.________ und G.________ wusste, diesen Hinweisen aber keine Bedeutung schenkte. Der Beklagte überging auch die dezidiert geäusserte negative Meinung des Geschäftsführers (der Y.________) I.________, der davor warnte, bei F.________ und G.________ handle es sich um Konkursiten und Gauner. I.________ äusserte sich in diesem Sinne vor dem Entscheid, überhaupt in die S.________ zu investieren, auf jeden Fall aber bevor sich die Y.________ durch das Handeln des Beklagten immer weiter in das Abenteuer S.________ hineinziehen liess." (Hervorhebung durch das Gericht) Schliesslich machte die Beschwerdegegnerin nach den Feststellungen im angefochtenen Urteil im Berufungsverfahren geltend, der Beschwerdeführer hätte die fehlende Seriosität von F.________ und G.________ bei den verhängnisvollen Investitionsentscheiden berücksichtigen können und müssen, insbesondere indem die Investitionen aus diesem Grund unterlassen worden wären. Auch darin ist der Vorwurf enthalten, dass die Investitionen jedenfalls nicht ohne nähere Abklärungen über die Vertrauenswürdigkeit von F.________ und G.________ hätten erfolgen dürfen. Der Vorwurf, entsprechende Abklärungen unterlassen zu haben, wurde damit von der Beschwerdegegnerin im kantonalen Verfahren mit hinreichender Deutlichkeit erhoben, dass der Beschwerdeführer dazu hätte Stellung nehmen können. Wenn die Vorinstanz der Beschwerdegegnerin gefolgt ist und dem Beschwerdeführer eine entsprechende Sorgfaltspflichtverletzung vorwirft, liegt darin auch keine überraschende Rechtsanwendung (vgl. Erwägung 3.3.2 vorne).