Citation: 1P.578/2005 17.02.2006 E. 2.3

2.3.1 Die Verweigerung einer Baubewilligung stellt eine Eigentumsbeschränkung dar, die nur zulässig ist, wenn sie auf einer gesetzlichen Grundlage beruht, im öffentlichen Interesse liegt und verhältnismässig ist (Art. 36 BV; BGE 125 II 129 E. 8 S. 141 mit Hinweis). Bei schweren Eingriffen prüft das Bundesgericht das Vorliegen einer gesetzlichen Grundlage frei, bei anderen Eingriffen auf Willkür hin (BGE 126 I 213 E. 3a S. 218; 124 II 538 E. 2a S. 540 f. mit Hinweisen). Ob es sich bei der Verweigerung der Baubewilligung um einen schwerwiegenden Eingriff handelt, kann vorliegend offen bleiben, da die gesetzliche Grundlage für den Eingriff gegeben ist: Baubewilligungen dürfen nur erteilt werden, wenn die Bauten und Anlagen dem Zweck der Nutzungszone entsprechen und das Land erschlossen ist (Art. 22 Abs. 2 lit. a und b RPG). Entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerinnen verweigert das Verwaltungsgericht die Baubewilligung im angefochtenen Entscheid nicht mehr aufgrund einer negativen Vorwirkung der hängigen Zonenplanrevision. Es geht davon aus, die Parzellen würden weder in einer bundesrechtskonformen Bauzone liegen, noch seien sie hinreichend erschlossen. Demzufolge liegt dem angefochtenen Entscheid die Verweigerung einer Baubewilligung gestützt auf Art. 22 Abs. 2 RPG zugrunde. 2.3.2 Das Vorliegen eines öffentlichen Interesses und die Verhältnismässigkeit prüft das Bundesgericht in jedem Fall frei (BGE 121 I 117 E. 3c S. 121; 119 Ia 362 E. 3a S. 366), auferlegt sich aber Zurückhaltung, soweit die Beurteilung von einer Würdigung der örtlichen Verhältnisse abhängt, welche die kantonalen Behörden besser überblicken (BGE 126 I 219 E. 2c S. 222; 119 Ia 362 E. 3a S. 366; 117 Ia 434 E. 3c S. 437). Die Feststellung und Würdigung der tatsächlichen Verhältnisse überprüft das Bundesgericht im Rahmen einer staatsrechtlichen Beschwerde in jedem Fall auf Willkür (BGE 122 I 168 E. 2c S. 173; 119 Ia 362 E. 3a S. 366).