Citation: 4A_398/2022 E. 2

2. Es seien die Beklagten solidarisch zu verpflichten, der Klägerin 1 CHF 2'530'144.63 zuzüglich Zins zu 5% p.a. seit dem 1. April 2011 zu bezahlen; Mehrforderungen vorbehalten." Die Forderung gemäss Rechtsbegehren 1 stützte die Klägerin 2 im Wesentlichen auf die Behauptung, die Beklagten hätten zu Unrecht eine Kürzung der AGP vorgenommen und müssten ihr den zurückbehaltenen Teil in Höhe von Fr. 6'514'660.92 bezahlen. Darüber hinaus verlangte die Klägerin 2 mit Rechtsbegehren 1 Fr. 547'466.01, weil die Beklagten bei Verrechnungen falsche Umrechnungskurse zum Nachteil der Klägerin 2 angewendet hätten. Mit Rechtsbegehren 2 verlangte die Klägerin 1 von den Beklagten unter Hinweis auf ihren Inventarbestand nach Ablauf des CMA am 1. April 2011 die Zahlung von Fr. 2'530'144.63 für Rohstoffe, die im Hinblick auf die Herstellung der vereinbarten API-Mengen eingekauft, jedoch aufgrund der geringeren Produktionskapazität des Werkes bis zum Ablauf des CMA nicht verarbeitet worden seien. Die Rohstoffe seien für die Klägerin 1 infolge Nichtfortführung des CMA unnütz geworden, was zu einem Schaden in besagter Höhe geführt habe und dem Verhalten der Beklagten zuzurechnen sei. Im Bestreitungsfalle könne der Inventarbestand per 1. April 2011 durch Expertise oder einer mit einem Augenschein verbundenen Bestandesaufnahme festgestellt werden. B.b. Die Beklagten beantragten in ihrer Klageantwort die Abweisung der Klage sowie Nichteintreten auf die prozessualen Begehren betreffend Gutachten und Augenschein. Ausserdem erhoben sie Widerklage und begehrten, die Klägerinnen seien solidarisch zu verpflichten, der Beklagten 2 Fr. 3'013'650.-- zuzüglich Zins zu 5 % p.a. ab dem 28. Dezember 2010 zu bezahlen; Mehrforderung vorbehalten (Ziffer 3). Sodann seien die Klägerinnen solidarisch zu verpflichten, der Beklagten 3 Fr. 767'461.-- zuzüglich Zins zu 5 % p.a. ab dem 29. November 2011 zu bezahlen; Mehrforderung vorbehalten (Ziffer 4). Eventualiter zu Ziffer 3 und 4 beantragten sie, die Klägerinnen zu verpflichten, der Beklagten 3 Fr. 2'061'470.-- zuzüglich Zins zu 5 % p.a. ab dem 13. Mai 2011 zu bezahlen; Mehrforderung vorbehalten (Ziffer 5). Ferner verlangten sie die solidarische Verpflichtung der Klägerinnen, der Beklagten 3 Fr. 78'454.82 zuzüglich Zins zu 5 % p.a. ab dem 24. Mai 2011 zu bezahlen. Die Klägerinnen trugen auf Abweisung der Widerklage an. B.c. Das Zivilkreisgericht ordnete unter anderem eine Expertise an zu den Themenkreisen der Produktion in der Produktionsanlage U.________ und zum Inventarbestand per 1. April 2011. Mit Urteil vom 12. August 2020 wies es die Klagen ab (Dispositiv-Ziffer 1). Es hiess die Widerklage teilweise gut und verpflichtete die Klägerinnen in solidarischer Verbindung, den Beklagten Fr. 78'454.82 zuzüglich Zins zu 5 % ab dem 24. Mai 2011 zu bezahlen. Im Übrigen wies es die Widerklagen ab, soweit es darauf eintrat (Dispositiv-Ziffer 2). Sodann legte es die Gutachterkosten auf Fr. 217'500.-- zuzüglich 7,7 % MWST, insgesamt auf Fr. 234'247.50 fest (Dispositiv-Ziffer 3). Die Gerichtskosten auferlegte es zu 72 % den Klägerinnen und zu 28 % den Beklagten. Letztere erhielten eine Parteientschädigung von insgesamt Fr. 532'576.30 zulasten der Klägerinnen zugesprochen (Dispositiv-Ziffer 4). B.d. Gegen dieses Urteil erhoben sowohl die Klägerinnen als auch die Beklagte 2 Berufung an das Kantonsgericht Basel-Landschaft. Ferner legte der Gutachter Beschwerde betreffend die Höhe des Gutachterhonorars ein. Das Kantonsgericht eröffnete drei Verfahren: - Im Verfahren Nr. 400 21 103 stellten die Klägerinnen im Wesentlichen die Anträge, ihre Klagen seien vollumfänglich gutzuheissen und die Widerklagen seien vollumfänglich abzuweisen. Weitere Anträge betrafen die Gutachterkosten und die erstinstanzlichen Prozesskosten. - Im Verfahren Nr. 400 21 105 beantragte die Beklagte 2, die Widerklage sei gutzuheissen und die Klägerinnen seien solidarisch zu verpflichten, der Beklagten 2 EUR 2'396'846.25 zuzüglich Zins zu 5 % p.a. ab dem 28. Oktober 2010 [recte 28.12.2010] zu bezahlen. - Das Verfahren Nr. 410 21 92 betraf die Beschwerde des Gutachters Dr. D.________ gegen die Höhe seines Honorars. Das Kantonsgericht führte die Urteilsberatung über alle drei Rechtsmittel gemeinsam am 13. und 14. Dezember 2021 durch. In der Folge verfasste es für die beiden Berufungen zwar eine einheitliche Entscheidbegründung, erliess aber zwei Berufungsentscheide, die sich im Rubrum und im Entscheiddispositiv unterscheiden. Im Verfahren Nr. 400 21 103 (Berufung der Klägerinnen) lautet das Dispositiv des Entscheids vom 14. Dezember 2021 wie folgt: "1. Die Berufung wird abgewiesen.