Citation: 9C_406/2024 E. 5.1.1

5.1.1. Die Bestimmungen des Art. 30 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK garantieren unter anderem den Anspruch des Einzelnen auf ein durch Gesetz geschaffenes, zuständiges, unabhängiges und unparteiisches Gericht, dessen Verletzung das Bundesgericht grundsätzlich mit freier Kognition prüft (Art. 95 lit. a und b BGG). Welches Gericht als kantonales Versicherungsgericht (vgl. Art. 57 ATSG) zuständig und wie dieses zu besetzen ist, ergibt sich aus der einschlägigen kantonalen Regelung der Gerichtsorganisation (deren Anwendung und Auslegung das Bundesgericht - vorbehältlich der in Art. 95 lit. c und d BGG genannten Fälle - nur auf Willkür hin prüft). Das hier massgebende zürcherische Gesetz vom 7. März 1993 über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer; LS 212.81) sieht vor, dass die Kammer für ihre Entscheide grundsätzlich mit drei Richterinnen und Richtern besetzt wird (§ 9 Abs. 1 GSVGer) und dass die voll- und teilamtlichen Mitglieder des Gerichts als Einzelrichterinnen und Einzelrichter Streitigkeiten entscheiden können, deren Streitwert Fr. 30'000.- nicht übersteigt (§ 11 Abs. 1 GSVGer). Dabei ist für die Streitwertberechnung primär auf den Anfechtungsgegenstand (d.h. die Verfügung bzw. den Einspracheentscheid) und innerhalb desselben auf den Streitgegenstand abzustellen. Anfechtungs- und Streitgegenstand sind identisch, wenn die Verfügung bzw. der Einspracheentscheid insgesamt angefochten wird (vgl. zum Ganzen: SVR 2024 AHV Nr. 13 S. 41, 9C_164/2023 E. 3.1.1 und 3.1.2 mit weiteren Hinweisen).