Citation: 8C_44/2021 E. 5.3

5.3. Die Überprüfung der prospektiven Festsetzung der Arbeitsfähigkeit ex post ist zulässig, wenn bis zu dem für die richterliche Überprüfung massgebenden Zeitpunkt des hier angefochtenen Einspracheentscheides vom 19. Juni 2019 (BGE 129 V 167 E. 1 S. 169) eine sachverhaltliche Grundlage für eine zuverlässige Beurteilung besteht (RKUV 2005 Nr. U 560 S. 398, U 3/04 E. 2.2; Urteile 8C_605/2012 vom 21. September 2012 E. 5 und 8C_949/2009 vom 28. April 2010 E. 9.2). Dies trifft hier nicht zu. Aus der Tatsache, dass der Low-Grade-Infekt gemäss handschriftlicher Bestätigung des Universitätsspitals D.________ auf dem Bericht vom 6. Juni 2019 ständig da gewesen sei, kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten. Die Vorinstanz hat nämlich richtig erkannt, dass das Infektgeschehen bloss während den stationären Behandlungen und der Rehabilitation zu vorübergehenden, aber nicht zu dauernden, Arbeitsunfähigkeiten in einer angepassten Tätigkeit geführt hat. Der Umstand, dass zwischen Juni 2016 und März 2019 mehrere Operationen durchgeführt wurden (vgl. E. 4.1 hiervor), ohne dass der Infekt ausgeräumt werden konnte, spricht gegen eine zu erwartende namhafte Besserung im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG. Inwiefern von der nach der Operation vom 19. Februar 2019 begonnenen und nach denjenigen vom 26. Februar sowie 4. und 15. März 2019 weitergeführten, für insgesamt sechs Monate vorgesehenen Antibiotikatherapie eine solche Besserung zu erwarten war, wird vom Beschwerdeführer nicht dargelegt und ist unter den gegebenen Umständen auch nicht ersichtlich. Zu keinem anderen Ergebnis führt die blosse Angabe der Universitätsspital D.________-Ärzte im Bericht vom 6. Juni 2019, sie seien mit dem Heilungsverlauf zufrieden, und die Antibiose solle fortgeführt werden.