Citation: 9C_88/2023 E. 4.2.1

4.2.1. Soweit der Beschwerdeführer eine offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts rügt, die Erwägungen des vorinstanzlichen Urteils jedoch nicht ihrem Wortlaut entsprechend wiedergibt, erübrigen sich Weiterungen. Der Beschwerdeführer beruft sich auf die mit der Beschwerdegegnerin abgeschlossenen Zahlungsvereinbarungen und macht gestützt darauf geltend, dass bis im November 2017 kein Verzug vorgelegen habe und die finanzielle Lage der C.________ AG bezüglich der Bezahlung der Sozialversicherungsbeiträge ausgeglichen gewesen sei. Dem kann nicht gefolgt werden: Von einer Widerrechtlichkeit wird nicht nur bei Nichtbezahlung, sondern auch bei verspäteter Bezahlung von Beiträgen gesprochen (Reichmuth, a.a.O., Rz. 504 S. 119 f.). Auf die vereinbarten Zahlungsaufschübe kann sich der Beschwerdeführer somit lediglich dann berufen, wenn diese auch eingehalten wurden. Gemäss Aktenlage wurden mit der C.________ AG für die Beiträge Februar, Mai, Juni, August und September 2017 Zahlungsvereinbarungen abgeschlossen. Diese wurden für die Forderungen Februar, Juni und September 2017 nicht eingehalten. Den Akten ist weiter zu entnehmen, dass die C.________ AG bereits ab Januar 2017 durchgehend mit der Bezahlung der Beiträge in Verzug geraten war. Es kann somit keine Rede von einer ausgeglichenen Finanzlage bis im November 2017 sein. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers hat der Zeitpunkt der Betreibung keinen Einfluss auf die Verletzung der Beitragszahlungspflicht und die damit verbundene Bejahung der Widerrechtlichkeit. Nachdem die weiteren vorinstanzlichen Feststellungen zur Finanzlage und Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge unbestritten bleiben, ist mit dem kantonalen Gericht ein vorübergehender Liquiditätsengpass respektive eine vorübergehende Nichtbezahlung von Akontobeiträgen zu verneinen.