Citation: 7B_68/2024 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz erwägt, entgegen dem Beschwerdeführer liege (derzeit) kein Fall notwendiger Verteidigung im Sinne von Art. 130 lit. b StPO vor. Bereits im Zeitpunkt der polizeilichen Einvernahme des Beschwerdeführers vom 24. August 2024 habe der Notfallbericht des Spitals Wetzikon vorgelegen, welcher über die Verletzungsfolgen der tätlichen Auseinandersetzung beim Geschädigten Aufschluss gebe. Würde die Staatsanwaltschaft gestützt darauf von schwerer Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB ausgehen bzw. wäre im für die Beurteilung relevanten Zeitpunkt der Aufbietung des Anwalts der ersten Stunde davon ausgegangen worden, wäre dem Beschwerdeführer eine notwendige Verteidigung beigegeben worden. Damit scheide (derzeit) auch eine obligatorische Landesverweisung im Sinne von Art. 66a StGB aus. Zur Wahrung der Interessen des Beschwerdeführers sei auch keine amtliche Verteidigung im Sinne von Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO geboten. So seien keine besonderen Schwierigkeiten in tatsächlicher Hinsicht ersichtlich. Der dem Beschwerdeführer vorgeworfene Sachverhalt (eine Schlägerei mit mindestens drei Faustschlägen seitens des Beschwerdeführers) sei durchaus einfach gelagert und auch für einen juristischen Laien ohne Weiteres überschaubar und verständlich, sodass sich der Beschwerdeführer dagegen grundsätzlich selber ausreichend zur Wehr setzen könne. Ebenso wenig seien rechtliche Schwierigkeiten auszumachen. Soweit der Beschwerdeführer eine Notwehrsituation geltend mache, seien damit keine rechtlichen Schwierigkeiten verbunden, denen er allein nicht gewachsen wäre. Er sei in der Lage, die Situation, wie sie sich seiner Ansicht nach abgespielt habe, zu schildern und damit den allfälligen Rechtfertigungsgrund ins Verfahren einzubringen. Schliesslich seien auch keine persönlichen Schwierigkeiten erkennbar, aufgrund derer sich eine amtliche Verteidigung aufdrängen würde. Der Beschwerdeführer sei anlässlich seiner polizeilichen Einvernahme vom 24. August 2023 ohne Weiteres in der Lage, seinen Standpunkt darzulegen. Die sich aus der Fremdsprachigkeit des Beschwerdeführers ergebenden sprachlichen Hindernisse bzw. Verständigungsschwierigkeiten seien problemlos mittels Beizug einer Übersetzerin zu beseitigen.