Citation: 1C_405/2021 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz hielt zutreffend fest, die schwere Widerhandlung des Beschwerdeführers habe nach den für Inlandtaten geltenden Vorschriften einen Führerausweisentzug von mindestens zwölf Monaten zur Folge, weil ihm in den vorangegangenen fünf Jahren der Ausweis bereits einmal wegen einer schweren Widerhandlung entzogen gewesen sei (Art. 16c Abs. 2 lit. c SVG). Diese gesetzliche Mindestdauer dürfe selbst bei hoher Angewiesenheit auf den Führerausweis nicht unterschritten werden (Art. 16 Abs. 3 SVG). Zu prüfen sei, ob sich aus Art. 16c bis SVG etwas anderes ergebe. In diesem Zusammenhang erwog die Vorinstanz, die in Art. 16cbis Abs. 2 SVG eingeräumte Möglichkeit, die Mindestentzugsdauer zu unterschreiten, sei zur Vermeidung einer unzulässigen Doppelbestrafung eingeführt worden. Eine solche könne nur dann eintreten, wenn die betroffene Person vom ausländischen Fahrverbot tatsächlich betroffen gewesen sei. Die Möglichkeit, die gesetzlichen Mindestentzugsdauern zu unterschreiten, diene mithin einzig dazu, eine im Einzelfall angemessene Berücksichtigung des ausländischen Fahrverbots zu ermöglichen. Sie biete hingegen keinen Raum, um die Mindestdauern aus anderen Gründen, im Rahmen einer allgemeinen Verhältnismässigkeitsprüfung, zu unterschreiten.