Citation: 2C_99/2019 E. 6.2

6.2. Seine schweizerische Ehefrau stammt ursprünglich aus Algerien und spricht weder Albanisch noch Mazedonisch und war noch nie zu Besuch im Heimatland des Beschwerdeführers. Es dürfte ihr deshalb kaum zumutbar sein, mit ihrem Mann und dem Kleinkind in dessen Heimat auszureisen. Diesbezüglich ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Gattin den Beschwerdeführer erst nach den verschiedenen Straftaten geheiratet hat; auch die Tochter wurde erst nach diesen gezeugt. Die Eheleute konnten somit - nach der Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren und sechs Monaten wegen einer brutalen Vergewaltigung - nicht davon ausgehen, dass sie ihr Familienleben hier würden pflegen können (vgl. die Urteile 2C_453/2015 vom 10. Dezember 2015 E. 5.4), zumal das Amt für Migration den Beschwerdeführer bereits am 9. Oktober 2015 - und damit wiederum vor der Zeugung der Tochter - darüber in Kenntnis gesetzt hatte, dass sie nach dem Vorliegen des rechtskräftigen Strafurteils ausländerrechtliche Massnahmen gegen ihn prüfen werde. Zurzeit befindet sich der Beschwerdeführer immer noch im Strafvollzug, womit er seine familiären Beziehungen nur beschränkt leben kann. Er hat sich im Strafvollzug zwar bewährt; ob er auch ohne die engmaschige Betreuung und den entsprechenden äusseren Druck in Freiheit die hiesigen Werte achten wird, ist nicht sicher. Die Tochter wurde während des Strafvollzugs des Beschwerdeführers geboren; er hat somit noch nie dauerhaft mit ihr unter einem Dach gelebt. Zusammengefasst besteht dennoch ein grosses privates Interesse des Beschwerdeführers als grundsätzlich integrierter ausländischer Angehöriger der "Zweiten Generation" daran, die Niederlassungsbewilligung behalten und mit seiner Familie in der Schweiz verbleiben zu können.