Citation: 6B_942/2022 E. 3.2

3.2. Indem die Vorinstanz nach der Rückweisung der Sache durch das Bundesgericht in einem schriftlichen Verfahren erneut über die Landesverweisung entschieden hat, ohne dem Beschwerdeführer Gelegenheit zu geben, Beweisanträge zu stellen resp. sich zu der zu klärenden Frage seiner Situation im Falle einer Rückkehr in den Kosovo zu äussern, hat sie dessen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. Die Vorinstanz konnte sich nicht lediglich mit den Erwägungen des Bundesverwaltungsgerichts in seinem Entscheid vom 8. Mai 2018 auseinandersetzten, ohne zu klären, inwiefern die vom Bundesverwaltungsgericht zum damaligen Zeitpunkt erwogenen Verhältnisse nach wie vor zutreffen oder diese sich allenfalls seither verändert haben. Die Vorinstanz konnte sich daher auch nicht einfach auf das Ergebnis der ersten Berufungsverhandlung vom 14. August 2020 abstützen, zumal es in diesem Urteil selbst festgehalten hatte, die Verhältnisse des Beschwerdeführers in seinem Heimatland seien unklar. Die Beschwerde ist daher auch unter dem Aspekt der Verletzung des rechtlichen Gehörs gutzuheissen.