Citation: 4A_255/2022 E. 4.3.1

4.3.1. Die Vorinstanz erwog, aus der Begründung der Beschwerdeführerin gehe nicht hervor, inwiefern die erstinstanzliche Erwägung, wonach sie es unterlassen habe, genügend substanziierte Tatsachenbehauptungen betreffend die Unverbindlichkeitserklärung aufzustellen, falsch sein soll. Zum erstinstanzlichen Vorwurf, sie habe es (trotz Bestreitung) unterlassen, im Detail auszuführen, wer für sie als juristische Person, wann und in welcher Form gegenüber dem Beschwerdegegner die Unverbindlichkeitserklärung abgegeben habe, bringe sie im Berufungsverfahren lediglich vor, es sei selbsterklärend und offensichtlich, dass die besagte Erklärung einzig von ihrem alleinigen zeichnungsberechtigten Organ, C.________, mündlich vor dem 1. September 2018 habe abgegeben werden können. Es sei daher nicht zu beanstanden, dass die Erstinstanz es abgelehnt habe, eine Parteibefragung mit C.________ durchzuführen. Mangels hinreichend substanziierter Behauptungen hätten betreffend die Unverbindlichkeitserklärung keine Beweise abgenommen werden können. Ohne Unverbindlichkeitserklärung innert Jahresfrist gelte der Darlehensvertrag vom 1. September 2017 als "geheilt", womit sich die Prüfung der Voraussetzungen der Übervorteilung erübrige.