Citation: 6B_844/2023 E. 2.3.3

2.3.3. Hinsichtlich des objektiven Tatverschuldens betreffend das mehrfache Entziehen von Minderjährigen berücksichtigt die Vorinstanz zunächst, dass der Beschwerdeführer die Kinder der allein sorgeberechtigten Mutter nunmehr seit über elf Jahren vorenthalte und es ihr aufgrund des beharrlichen Schweigens des Beschwerdeführers nicht möglich sei, Kontakt mit ihnen aufzunehmen (Urteil S. 23 f.). Soweit der Beschwerdeführer dem entgegen hält, es liege nicht in seiner Macht, diesbezüglich etwas zu unternehmen, entfernt er sich wiederum vom verbindlich festgestellten Sachverhalt (vgl. E. 1.4.3; Art. 105 Abs. 1 BGG), weshalb weder die Vorinstanz noch das Bundesgericht hierauf eingehen müssen. Demgegenüber ist dem Beschwerdeführer zuzustimmen, dass die Vorinstanz unzulässigerweise einen in der Zukunft liegenden und noch ungewissen Umstand verschuldenserhöhend berücksichtigt, indem sie festhält, angesichts der absehbaren Volljährigkeit der Kinder sei davon auszugehen, dass die Kindsmutter gar nie die Möglichkeit haben werde, die ihr rechtmässig zustehende alleinige elterliche Sorge auch tatsächlich wieder auszuüben (Urteil S. 24). Dies rechtfertigt jedoch nicht, das vorinstanzliche Urteil aufzuheben. Selbst wenn diese Annahme nicht berücksichtigt würde, läge die vorinstanzliche Bewertung des objektiven Tatverschuldens als schwer angesichts der langen Deliktsdauer und der mehrfachen Tatbegehung noch innerhalb des sachrichterlichen Ermessens der Vorinstanz.