Citation: 6S.115/2006 05.04.2006 E. 4

Die Beschwerdeführerin bezieht nachweislich Sozialhilfeleistungen. Ihre Zahlungsunfähigkeit ist erstellt. Dies genügt für sich alleine jedoch nicht, um eine Umwandlung gemäss Art. 49 Ziff. 3 StGB auszuschliessen. Denn deren Ausschluss knüpft an das schuldlose Aus-bleiben der Bussenzahlung an. Schuldlosigkeit ist indes nur anzunehmen, wenn der Verurteilte auch bei gutem Willen keine Möglichkeit hat, sich die erforderlichen Mittel zu verschaffen oder die Busse durch Arbeitsleistung zu tilgen (BGE 125 IV 231 E. 3a). Im Rahmen des gerichtlichen Umwandlungsverfahrens wurde die Beschwerdeführerin darauf hingewiesen, dass eine Busse auch durch Abverdienen getilgt werden könne (vgl. kantonale Akten, 271). Soweit sie in dieser Hinsicht etwas anderes behauptet, ist sie mit ihren Vorbringen nicht zu hören. Dass und welche zumutbaren Anstrengungen die Beschwerdeführerin unternommen hat, die Busse abzuarbeiten, legt sie nicht dar und ist auch nicht ersichtlich. Im Gegenteil ist der Appellationsbegründung der Beschwerdeführerin vom 27. Dezember 2005 zu entnehmen, dass für sie ein Abverdienen der Busse nicht zur Debatte stand, weil sie die Verurteilung vom 18. Dezember 2003 als ungerecht erachtet (kantonale Akten, 369). Ebenso wenig hat sie aufgezeigt, weshalb es ihr in Absprache mit dem Sozialamt nicht möglich sein sollte, die Busse in Raten abzuzahlen. Mithin hat es die Beschwerdeführerin versäumt, ihre Schuldlosigkeit nachzuweisen. Es kann in dieser Hinsicht auf die zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Urteil verwiesen werden. Unter diesen Umständen hat die Vorinstanz, ohne Bundesrecht zu verletzen, die ausgefällte Busse in der Höhe von Fr. 500.-- in Haft umgewandelt.