Citation: 5A_534/2021 E. 4.3.2

4.3.2. 4.3.2.1. Dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer trotz seines Betreuungstages unter der Woche ein Vollzeitpensum zugemutet hat, hält vor Bundesrecht stand. Im Verhältnis zum minderjährigen Kind gelten besonders hohe Anforderungen an die Ausnützung der eigenen Erwerbskraft (BGE 137 III 118 E. 3.1; Urteil 5A_702/2020 vom 21. Mai 2021 E. 3.3). Dies gilt auch für den Beschwerdeführer, der nach den verbindlichen vorinstanzlichen Feststellungen keine gesundheitlichen Einschränkungen nachgewiesen hat, welche ihn in seiner Erwerbstätigkeit einschränken. Mit seiner bloss appellatorischen Kritik an dieser vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung ist der Beschwerdeführer nicht zu hören, zumal er im kantonalen Verfahren selbst mehrfach eingeräumt hat, dass er für eine Büroarbeit tatsächlich nicht in seiner Erwerbsfähigkeit beschränkt ist. Sodann durfte die Vorinstanz willkürfrei davon ausgehen, dass dem Beschwerdeführer die Ausübung eines Vollzeitpensums auch tatsächlich möglich ist, auch wenn die Schule am Vormittag lediglich von 8.20 bis 11.55 Uhr dauert. Die Vorinstanz hat festgestellt, dass der Beschwerdeführer als Immobilienfachmann seine Büroarbeiten auch ausserhalb der regulären Arbeitszeiten erledigen kann. Soweit dies der Beschwerdeführer vor Bundesgericht bestreitet, genügen seine Ausführungen den Anforderungen an eine Sachverhaltsrüge nicht. Willkür wäre im Übrigen auch nicht ersichtlich, zumal sich Wochenendtage und Abendzeiten unter der Woche für Besichtigungen von Liegenschaften mit potenziellen Käufern besonders eignen und der Beschwerdeführer allfällige Fehlstunden auch in denjenigen Wochen kompensieren kann, in welchen die Kinder mit der Beschwerdegegnerin in den Ferien weilen. Ausserdem hat die Vorinstanz nicht festgestellt, dass der Beschwerdeführer den Weg zur Beschwerdegegnerin mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen würde. Zumal der Beschwerdeführer im kantonalen Verfahren ausgesagt hat, dass er das von seiner Arbeitgeberin zur Verfügung gestellte Auto auch für die Kinderbetreuung nutzen könne, sind die Angaben zur Fahrzeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln ohne Relevanz. In seiner Replik hat der Beschwerdeführer vor Bundesgericht denn auch noch einmal eingeräumt, dass ihm von seiner Arbeitgeberin (weiterhin) ein Fahrzeug zur Verfügung gestellt wird. Unbehelflich ist auch das Vorbringen des Beschwerdeführers, dass ihm die Ausübung einer Vollzeiterwerbstätigkeit wegen wöchentlicher Besuche seines gesundheitlich angeschlagenen 27-jährigen Sohnes aus erster Ehe nicht möglich sei. Dieses Sachverhaltsvorbringen ändert nichts daran, dass der Beschwerdeführer seine Erwerbsmöglichkeiten ausschöpfen muss, um den Unterhalt für die beiden sehr jungen Kinder aus zweiter Ehe angemessen bestreiten zu können. 4.3.2.2. Nicht gefolgt werden kann dem Beschwerdeführer, soweit er mit Bezug auf die Höhe des hypothetischen Einkommens geltend macht, dass die Vorinstanz zwingend auf die von ihm eingereichten Belege zu seinem Teilzeitlohn für die Periode vom September 2018 bis und mit Februar 2021 hätte abstellen müssen. Die Vorinstanz hat sich mit der Berufung auf die Lohnstrukturerhebungen des Bundesamts für Statistik einer zulässigen Möglichkeit zur Bestimmung des hypothetischen Einkommens bedient (vorne E. 4.3.1; vgl. auch Urteil 5A_311/2019 vom 11. November 2020 E. 3.2, nicht publ. in BGE 147 III 265) und triftige Gründe dafür genannt, weshalb sie im vorliegenden Fall nicht einfach auf das jüngst konkret erzielte Erwerbseinkommen des Beschwerdeführers abgestellt hat.