Citation: 2C_99/2020 E. 3.3.2

3.3.2. Weiter kann auch keine Rede davon sein, dass der Beschwerdeführer gut in die hiesigen Verhältnisse integriert ist. Er ist wiederholt straffällig geworden und hat neun Strafbefehle erwirkt, wobei es keine Rolle spielt, dass er nur Bagatelldelikte begangen haben will. Zu seiner Überschuldung äussert er sich nur insofern, als dass er beteuert, er wolle seine Schulden zurückzahlen. Die fehlende soziale Integration stellt der Beschwerdeführer nicht in Abrede. Vor diesem Hintergrund kann alleine aus dem Umstand, dass er einer Erwerbstätigkeit nachgeht und zwei Landessprachen spricht, nicht auf eine gute Integration geschlossen werden. Unklar ist weiter, was der Beschwerdeführer daraus ableiten will, dass seine Ehe angeblich wegen der Strafanzeige betreffend Scheinehe bzw. der schweren Erkrankung seiner Schwiegermutter gescheitert ist. Nachdem er erst im Alter von knapp 40 Jahren in die Schweiz eingereist ist, sich nicht vertieft in die hiesigen Verhältnisse integriert hat und sich lediglich seit sechs Jahren (wovon rund zwei Jahre auf das vorliegende Verfahren entfallen) hier aufhält, ist ihm eine Rückkehr in den Herkunftsstaat ohne Weiteres zumutbar. Der Beschwerdeführer kann sich deshalb offensichtlich auch weder auf den Anspruch auf Achtung des Privatlebens nach Art. 8 EMRK noch auf Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG (nachehelicher Härtefall) berufen.