Citation: 6B_1118/2022 E. 1.3.2

1.3.2. Im Übrigen lässt der Beschwerdeführer mit seiner Kritik am aussagepsychologischen Gutachten sowie den Aussagen der Beschwerdegegnerin 2, auch bezüglich ihres Verhaltens nach der Tat, ausser Acht, dass die Vorinstanz den Anklagesachverhalt, namentlich die vom Beschwerdeführer bestrittenen Aspekte, massgeblich auch gestützt auf die Aussagen der Mitbeschuldigten als erstellt erachtet. Entgegen seiner Auffassung geht sie insoweit zu Recht von keiner eigentlichen Aussage-gegen-Aussage-Konstellation resp. einem Vieraugendelikt aus, zumal sich die Beschuldigten gegenseitig erheblich belasteten. Es kann keine Rede davon sein, dass die Vorinstanz einzig auf die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 abgestellt hätte. Fehl geht sodann der Einwand des Beschwerdeführers, wonach angesichts der Minderintelligenz der Beschwerdegegnerin 2 hätte geprüft werden müssen, ob bei einer allfälligen Unfreiwilligkeit der Sexualkontakte überhaupt ein Widerstand und eine verbalisierte Abwehrhaltung zu erwarten und dies für die Beschuldigten erkennbar war. Gemäss willkürfreier Feststellung der Vorinstanz steht fest, dass die Beschwerdegegnerin 2 ihren Widerwillen gegen die Übergriffe des Beschwerdeführers verbal und nonverbal deutlich zum Ausdruck brachte und dass sämtliche Beschuldigten den Widerwillen erkannten. Die Vorinstanz weist wiederholt darauf hin, dass die Geschädigte angesichts der Übermacht und der ausweglosen Situation derart verkrampft und versteinert war, dass der Vollzug des Geschlechtsverkehrs kaum möglich war. Ebenso zeigt sie unter Bezugnahme auf die Aussagen der Beschuldigten auf, dass sich diese des Zustands der Geschädigten und ihres Widerwillens bewusst waren. Dagegen spricht weder, dass die Beschuldigten ein Kondom zurückliessen, noch dass der ein oder andere von ihnen die Tat gefilmt habe mag. Der Beschwerdeführer beanstandet, die Vorinstanz würdige das Verhalten der Geschädigten nach der mutmasslichen Tat nicht. Sie habe angegeben, sich anschliessend "normal" mit ihm unterhalten zu haben, was mit einem sexuellen Übergriff nicht zu vereinbaren sei. Wie es sich damit verhält, braucht nicht abschliessend geprüft zu werden. Die vorinstanzliche Beweiswürdigung ist gleichwohl nachvollziehbar, jedenfalls aber nicht willkürlich. Dies gilt umso mehr, als die Vorinstanz feststellt, gemäss Aussagen mehrerer Bezugspersonen sei die Beschwerdegegnerin 2 nach der Tat aufgewühlt gewesen und die Ereignisse hätten sie aus der Bahn geworfen. Ohnehin betrifft der Einwand des Beschwerdeführers nicht das Kerngeschehen und lässt keine Rückschlüsse darauf zu. Ferner ist unerfindlich, inwiefern der behauptete und beanzeigte Diebstahl der Beschwerdegegnerin 2 ein Motiv für eine Falschbezichtigung hinsichtlich der sexuellen Übergriffe geben soll.