Citation: 8C_36/2018 E. 5.2

5.2. Die weitgehend bereits im kantonalen Verfahren vorgebrachten Einwendungen des Versicherten beschränken sich im Wesentlichen auf die Verwertbarkeit seiner Restarbeitsfähigkeit, indem er aufzeigt, dass seine zahlreichen Bewerbungen erfolglos geblieben seien. Die diesbezügliche vorinstanzliche Beurteilung ist indes im Rahmen der bundesgerichtlichen Überprüfungsbefugnis nicht zu beanstanden. Zunächst ist mit dem kantonalen Gericht grundsätzlich darauf hinzuweisen, dass für die Invaliditätsbemessung gemäss Gesetz nicht der aktuelle, sondern der ausgeglichene Arbeitsmarkt massgebend ist (Art. 16 ATSG). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt ist ein theoretischer und abstrakter Begriff. Er berücksichtigt die konkrete Arbeitsmarktlage nicht, umfasst in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auch tatsächlich nicht vorhandene Stellenangebote und sieht von den fehlenden oder verringerten Chancen Teilinvalider, eine zumutbare und geeignete Arbeitsstelle zu finden, ab (BGE 134 V 64 E. 4.2.1 S. 70 f., 110 V 273 E. 4b S. 276). Was sodann das Alter des Versicherten anbelangt, kann bei seiner Ausgangslage - 50%ige Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit sowie verbleibende Aktivitätsdauer von fast sechs Jahren - in Anbetracht des nur minimalen Einarbeitungsaufwandes sowie im Lichte der dargelegten Grundsätze (E. 4.1 hiervor) und der relativ hohen Hürden, welche das Bundesgericht für die Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit älterer Menschen entwickelt hat, auch unter Berücksichtigung der für die Arbeit zu beachtenden Rahmenbedingungen nicht gesagt werden, die dem Beschwerdeführer zumutbare Tätigkeit sei nur in so eingeschränkter Form möglich, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt und das Finden einer entsprechenden Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen erscheint. Es ist für die Invaliditätsbemessung nicht massgebend, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn ein Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage nach Arbeitsplätzen bestünde (vgl. 8C_582/2015 vom 8. Oktober 2015 E. 5.11, in: SVR 2016 IV Nr. 3 S. 7; vgl. auch BGE 138 V 457 E. 3.1 S. 459 f.). Die konkrete Beweiswürdigung, welche die Vorinstanz mit Blick auf die medizinischen Unterlagen zu einem Einkommensvergleich unter Berücksichtigung eines Invalideneinkommens auf der Basis einer dem Ausbildungsniveau des Versicherten entsprechenden Erwerbstätigkeit führt, wird nicht substanziiert gerügt und ist nicht willkürlich.