Citation: 6B_1108/2019 E. 3

Schliesslich rügt der Beschwerdeführer die vorinstanzliche Annahme eines nach Art. 141 StGB erheblichen Nachteils als bundesrechtswidrig. Der Beschwerdeführer macht geltend, es fehle an einem "Vorenthalten" und damit an einem (nicht bloss bagatellären) Nachteil. Namentlich bleibe unklar, weshalb die Geschädigte die Kleider nicht sofort an sich genommen habe und (weiter) danach gesucht haben wolle, obwohl der Schrank offen und die Kleider zugänglich gewesen seien. Unbestrittenermassen habe niemand nach dem ersten Saunagang die Räume verlassen. Daher hätten sich die Kleider nur in diesen Räumen befinden können. Dass die Geschädigte den Haufen nicht ergriff und darin nach ihren Kleider suchte, könne ihm nicht als absichtliche Nachteilszufügung zugeschrieben werden. Er habe nicht damit rechnen müssen, dass die Geschädigte ihre eigenen Kleider in den sehr überschaubaren Örtlichkeiten so lange übersehe. Das erkläre auch, weshalb er sich amüsierte. Wieso das Verbleiben in den Räumlichkeiten einen Nachteil darstellen solle, begründe die Vorinstanz nicht. Die Vorinstanz stellt entscheidend darauf ab, dass die Geschädigte effektiv nicht erkannt hat, dass ihre Kleider Bestandteil des im Schrank befindlichen Kleiderhaufens waren (vgl. oben E. 2). Damit setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander. Ausserdem widerspricht er sich selbst, wenn er ausführt, es hätte zu jedem Zeitpunkt im Belieben der Geschädigten gestanden, ihre Kleider zu finden. Damit gibt er zu verstehen, dass er es nicht darauf angelegt habe, die Geschädigte daran zu hindern, die Räumlichkeiten zu verlassen. Indes hat er nach Feststellung der Vorinstanz im Vorverfahren ausgesagt, dass die Geschädigte und ihr Begleiter weggehen wollten, er aber der Ansicht gewesen sei, die Geschädigte habe sich nach ihm zu richten, was das Verbleiben vor Ort betrifft (angefochtenes Urteil S. 12 und 13). Die Ausführungen des Beschwerdeführers sind von vornherein nicht geeignet, die beanstandeten, in E. 2 hievor zitierten Erwägungen der Vorinstanz zu entkräften. Insoweit kann nicht auf die Beschwerde eingetreten werden (Art. 42 Abs. 2 BGG). Im Übrigen ist hinsichtlich der Erheblichkeit des Nachteils auf die Erwägungen der Vorinstanz zu verweisen (Art. 109 Abs. 3 BGG; vgl. angefochtenes Urteil S. 15 ff. E. 4).