Citation: 5A_463/2014 E. 11

Nicht akzeptieren will der Beschwerdeführer schliesslich den vorinstanzlichen Entscheid betreffend die Kosten- und Entschädigungsfolgen des Berufungsverfahrens. Er klammert sich an Art. 107 Abs. 1 Bst. c ZPO, wonach der Richter in familienrechtlichen Verfahren von den üblichen Verteilungsgrundsätzen (Art. 106 ZPO) abweichen und die Prozesskosten nach Ermessen verteilen kann. Entsprechend würden Hausheer/Spycher (in: Handbuch des Unterhaltsrechts, 2. Aufl. 2010, S. 112, Rz. 03.79) es für "angezeigt" halten, in allen familienrechtlichen Verfahren die Gerichtskosten zu halbieren und die Parteikosten wettzuschlagen. Allein aus einer abstrakten Meinung im Schrifttum folgt nicht, dass es unter den gegebenen Umständen des konkreten Falles willkürlich ist, die Prozesskosten dieses familienrechtlichen Verfahrens nach Obsiegen und Unterliegen zu verteilen. Im Übrigen betont das Bundesgericht in einem neueren Entscheid, dass es sich bei Art. 107 ZPO um eine blosse "Kann"-Bestimmung handelt und in der Lehre keineswegs unumstritten ist, in welchem Verhältnis Art. 107 Abs. 1 Bst. c ZPO zum Unterliegerprinzip (Art. 106 ZPO) steht (BGE 139 III 358 E. 3 S. 360 ff.). Abgesehen davon übergeht der Beschwerdeführer, dass sich das Obergericht nicht nur auf den Verfahrensausgang abstützt, sondern auch auf die Zuteilung des Einkommensüberschusses an den Beschwerdeführer (vgl. E. 9.3 und 9.5), die finanzielle Leistungskraft der Parteien und die eheliche Beistandspflicht nach Art. 159 ZGB. Der Beschwerdeführer begnügt sich einmal mehr damit, den vorinstanzlichen Erwägungen seine Sicht der wirtschaftlichen Situation gegenüberzustellen. Dass er damit nichts auszurichten vermag, hat ihm das Bundesgericht in den vorigen Erwägungen erschöpfend aufgezeigt.