Citation: 1C_364/2009 13.04.2010 E. 6

Den weiteren Rügen der Beschwerdeführerin kann ebenfalls nicht gefolgt werden. Dass die vorhandene strassenmässige Erschliessung den rechtlichen Anforderungen genügt, wurde im Quartierplanverfahren mit dem Gutachten Hartmann detailliert nachgewiesen. Teilweise problematische Verkehrsverhältnisse während der Hochsaison vermögen an der grundsätzlichen Geeignetheit der Via Tinus als Erschliessungsstrasse nichts zu ändern. Jedenfalls ist die entsprechende Würdigung der Vorinstanz mit dem Willkürverbot vereinbar. Inwieweit die in Art. 8 Abs. 2 QPB gewährte Möglichkeit der Erhöhung der Ausnützungsziffer um 10 % auf 0.55 gegen baurechtliche Normen verstossen soll, ist ebenfalls nicht ersichtlich. Sowohl die genannte Quartierplanbestimmung als auch Art. 123 Abs. 2 Ziff. 3 BG setzen für die Gewährung des Ausnützungsbonus voraus, dass die geplanten Bauten Gewähr bieten für eine gute Beziehung untereinander sowie zur baulichen und landschaftlichen Umgebung. Diese Voraussetzung wird im Baubewilligungsverfahren durch den Gemeindevorstand überprüft (Art. 8 Abs. 2 QPB). Der Beschwerdeführerin kann nicht zugestimmt werden, dass die Voraussetzungen für die Gewährung der höheren Ausnützung mit Sicherheit nicht erfüllt werden können. Vielmehr wird im Baubewilligungsverfahren zu beurteilen sein, ob die geplanten Gebäude den baurechtlichen Anforderungen für eine höhere Ausnützung entsprechen. Die im Quartierplan getroffene Regelung ist vor diesem Hintergrund nicht zu beanstanden.