Citation: 6B_156/2008 15.05.2008 E. A

Das Obergericht des Kantons Zürich verurteilte X.________ am 15. März 2005 wegen Mordes, vorsätzlicher einfacher Körperverletzung, Drohung und Nötigung zu 17 Jahren Zuchthaus und 15 Jahren Landesverweisung. Es verpflichtete ihn zudem im Grundsatz, der Geschädigten A.________ Schadenersatz zu bezahlen und sprach ihr eine Genugtuung von Fr. 10'000.-- sowie B.________ eine solche von Fr. 15'000.-- zu. Es hielt folgende zwei Vorfälle für erwiesen: - In der Nacht vom 12. auf den 13. Juli 2002 zerrte X.________ seine vor Mitternacht heimkehrende Ehefrau A.________ ins Schlafzimmer, hinderte sie in den folgenden Stunden daran, dieses zu verlassen, bedrohte sie mehrmals mit dem Tode und schlug sie. - Die Eheleute AX.________ einigten sich am 27. August 2002 vor der Eheschutzrichterin des Bezirksgerichts Zürich darauf, auf unbestimmte Zeit getrennt zu leben, wobei die eheliche Wohnung an der S.________-Strasse 18 der Ehefrau zur alleinigen Benützung zustand und der Ehemann bis zum 24. September 2002 die Schlüssel zurückzugeben und die Wohnung zu räumen hatte. Diese Trennungsvereinbarung wurde am 18. September 2002 gerichtlich genehmigt. X.________, der ohne Wissen seiner Ehefrau einen Schlüssel zur Haustüre zum Mehrfamilienhaus S.________-Strasse 18 nachmachen lassen und für sich behalten hatte, erhielt am Abend des 29. September 2002 den Telefonanruf eines Kollegen, der ihm sagte, seine Frau liege mit einem anderen Mann im Bett. Daraufhin ergriff X.________ ein Messer und begab sich nach 22:30 Uhr an die S.________-Strasse 18 und öffnete die Haustüre mit seinem Nachschlüssel. Als er die Türe zur Wohnung seiner Ehefrau wegen des von innen steckenden Schlüssels nicht öffnen konnte, brach er sie auf und stach mit dem mitgeführten Messer auf den ihm entgegen tretenden +D.________ und seine Ehefrau ein, die die Kämpfenden trennen wollte. +D.________ erlitt 32 Stich- und Schnittverletzungen am Kopf, im Gesicht, an der oberen Brustpartie, am Rücken links, am linken Oberarm, im Bereich der Ellenbogen und an der Hand, an welchen er noch am Tatort durch Verbluten starb. A.________ erlitt nicht lebensgefährliche Schnittwunden am linken Oberarm und am Gesäss. Das Kassationsgericht des Kantons Zürich hiess die Nichtigkeitsbeschwerde von X.________ am 18. September 2006 gut und hob den obergerichtlichen Entscheid auf. Am 23. Oktober 2007 bestätigte das Obergericht sein erstes in dieser Sache ergangenes Urteil im Grundsatz, passte es dem neuen Recht an, welches keine strafrechtliche Landesverweisung mehr kennt, und trug der langen Verfahrensdauer durch eine Senkung der Freiheitsstrafe auf 16 Jahre und 6 Monate Rechnung.