Citation: 9C_762/2013 E. 4.1

4.1. Weil die mit BGE 130 V 352 etablierte Rechtsprechung zur Beurteilung unklarer Beschwerdebilder für sich allein nicht ausreicht, um - im Sinne der Anpassung an eine veränderte Rechtsgrundlage - auf laufende Invalidenrenten zurückzukommen (BGE 135 V 215) und lit. a Abs. 1 SchlB IVG wegen der in Abs. 4 dieser Bestimmung verankerten Ausschlussklausel eine Rentenrevision im Fall der Beschwerdegegnerin verbietet (vorangehende E. 2), liesse sich eine revisionsweise Rentenaufhebung nur mit verbesserten gesundheitlichen Verhältnissen oder veränderten anderweitigen Bemessungsfaktoren begründen. Als Ergebnis des im Juni 2012 von Amtes wegen in die Wege geleiteten Revisionsverfahrens gelangte die Beschwerdeführerin indes zum Schluss, die neuen medizinischen Unterlagen wiesen keine neuen Beschwerdebilder auf, die nicht schon bei den vorangehenden Abklärungen berücksichtigt worden wären. Auf welcher Basis die Beschwerdeführerin bei dieser Ausgangslage die verfügte Renteneinstellung unter dem Titel der Rentenrevision (Art. 17 Abs. 1 ATSG) hätte prüfen und beurteilen wollen, bleibt somit im Dunkeln und wird von ihr selbst in keiner Weise dargelegt. Während die letztinstanzliche Beschwerde keinerlei Ausführungen zu einem allfälligen Revisionsgrund enthält, hatte sich die Beschwerdeführerin im vorinstanzlichen Verfahren auf die überwundene Krebserkrankung der Beschwerdegegnerin berufen. Diese war Anlass für die am 27. April 2007 revisionsweise verfügte Rentenherabsetzung und kann nicht als Revisionsgrund für die am 6. Dezember 2012 erlassene Verfügung herangezogen werden. Dass beim Erlass der Verfügung vom 27. April 2007 die Schmerzrechtsprechung zu Unrecht nicht berücksichtigt worden sei, ist nicht revisionsrechtlich relevant, sondern wäre allenfalls Grund für eine Wiedererwägung (hiezu nachfolgende E. 4.2). Eine Prüfung und Beurteilung der verfügten Renteneinstellung unter dem substituierten Titel der Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG scheidet folglich aus.