Citation: 6P.171/2001 11.01.2002 E. 2

2.- Der Beschwerdeführer beruft sich auf Art. 8 BV und rügt, das Obergericht sei in Willkür verfallen und habe den Grundsatz in dubio pro reo verletzt (Beschwerde S. 2). Der Schutz des Betroffenen vor Willkür ergibt sich allerdings aus Art. 9 BV und die Unschuldsvermutung aus Art. 32 Abs. 1 BV. Der Beschwerdeführer bezieht sich dabei auf den zweiten Teil der Zusatzanklage 2 (Beschwerde S. 5 - 17), den Fall Cosco (Beschwerde S. 18 - 40) sowie auf die Strafzumessung (Beschwerde S. 41). Soweit sich der Beschwerdeführer auf den aus der Unschuldsvermutung fliessenden Grundsatz in dubio pro reo beruft, kann auf BGE 127 I 38 und die dort zitierten Entscheide verwiesen werden. Die Rüge hat im vorliegenden Fall keine selbständige Bedeutung, da der Beschwerdeführer nicht geltend macht, das Obergericht habe den Grundsatz in seiner Funktion als Beweislastregel verletzt. In Bezug auf seine Funktion als Beweiswürdigungsregel ist das Bundesgericht auf eine Willkürprüfung beschränkt. Willkür im Sinne von Art. 9 BV liegt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nur vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft; demgegenüber liegt noch keine Willkür vor, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint (BGE 123 I 1 E. 4a, 121 I 113 E. 3a). Soweit der Beschwerdeführer dem Obergericht keine Willkür nachzuweisen vermag, sondern nur appellatorische Kritik vorbringt, ist darauf nicht einzutreten. Ebenfalls unzulässig ist die Beschwerde, soweit darin Fragen des eidgenössischen Rechts im Sinne von Art. 269 Abs. 1 BStP aufgeworfen werden. Dafür steht die Nichtigkeitsbeschwerde zur Verfügung.