Citation: 1C_316/2014 E. A

Das Gesetz des Kantons Bern vom 6. Juni 1982 über See- und Flussufer (See- und Flussufergesetz, SFG; BSG 704.1) verpflichtet die Gemeinden, Uferschutzpläne zu erstellen. Gestützt darauf legte die Einwohnergemeinde Spiez am 15. Juli 2003 die Uferschutzplanung Nr. 8 Einigen-Tellergut West dem Amt für Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern (AGR) zur Vorprüfung vor. Dieses erachtete in seinem Vorprüfungsbericht unter anderem den im Bereich Tellergut nicht direkt dem Ufer entlang führenden Uferweg als nicht genehmigungsfähig. Die Gemeinde überarbeitete deshalb die Uferschutzplanung und legte sie in der Folge öffentlich auf. Dagegen erhoben unter anderem die Miteigentümer der in der Landwirtschaftszone liegenden Parzelle Nr. 1091 (Miteigentümergemeinschaft Tellergut) Einsprache. Am 17. Juni 2007 beschloss die Einwohnergemeinde Spiez die Uferschutzplanung Nr. 8 Einigen-Tellergut West (bestehend aus dem Überbauungsplan, den Überbauungsvorschriften, dem Realisierungsprogramm und dem technischen Bericht). Mit Verfügung vom 12. Januar 2009 genehmigte das AGR die Uferschutzplanung und wies die dagegen gerichteten Einsprachen ab, soweit es darauf eintrat. Gegen die Genehmigungsverfügung des AGR reichten die Mitglieder der Miteigentümergemeinschaft Tellergut am 11. Februar 2009 Beschwerde bei der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern (JGK) ein. Mit Entscheid vom 31. August 2012 hiess die Direktion die Beschwerde teilweise gut und hob die Verfügung des AGR insoweit auf, als damit der durch den Wald verlaufende Uferweg im nordwestlichen Teil der Parzelle Nr. 1091 genehmigt worden war. Gegen den Entscheid der JGK erhoben die Mitglieder der Miteigentümergemeinschaft Tellergut Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Sie verlangten zur Hauptsache, der Beschwerdeentscheid der JGK sei aufzuheben, soweit er die Uferschutzplanung ausserhalb des bewaldeten Teils des Uferabschnittes Tellergut auf der Parzelle Nr. 1091 bestätige. Mit Urteil vom 19. Mai 2014 hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Bern die Beschwerde teilweise gut. Es hob den Entscheid der JGK insoweit auf, als es die Sache zur Anordnung von zusätzlichen Biotopschutz- und -ersatzmassnahmen im Sinn der Erwägungen an die Gemeinde zurückwies. Im Übrigen wies es die Beschwerde ab.