Citation: 6B_1236/2022 E. 2

Der Beschwerdeführer vermischt unter dem Titel des fairen Verfahrens gemäss Art. 6 EMRK verschiedene Rügen. Zunächst trägt er vor, seine Einvernahmen ohne Verteidigung dürften nicht gegen ihn verwertet werden. Gleiches gelte für die Einvernahmen von F.________, E.________ und C.________, an denen er nicht habe teilnehmen können. Dazu hält die Vorinstanz fest, die Einvernahmen des Beschwerdeführers vom 3. und 4. März 2015 sowie 18. September 2016 seien mangels notwendiger Verteidigung nicht gegen ihn verwertbar. Dies gelte auch für die Einvernahmen von F.________ vom 27. März 2017, von E.________ vom 25. März 2015 und von C.________ vom 27. März 2015, weil der Beschwerdeführer nicht daran habe teilnehmen können. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Strafbehörden hätten sich während Jahren auf diese unverwertbaren Einvernahmen gestützt. Auf deren Grundlage seien auch die späteren Befragungen erfolgt. Erst die Vorinstanz habe die Unverwertbarkeit verbindlich festgestellt. Mit diesem Vorbringen belegt der Beschwerdeführer keine Verletzung von Bundes- oder Völkerrecht. Um den allgemeinen Begründungsanforderung zu genügen, hätte er im Einzelnen aufzeigen müssen, inwiefern die Fernwirkung des Beweisverbots missachtet und welche konkrete Aussage zu Unrecht zu seinen Lasten verwertet worden sein sollen. Dies unterlässt der Beschwerdeführer gänzlich, weshalb auf seine Rüge nicht weiter einzugehen ist. Auch wo er sinngemäss eine Verletzung von Art. 141 Abs. 5 StPO rügt, lässt er eine hinreichende Begründung vermissen. Weiter verfehlt der Beschwerdeführer die Begründungsanforderungen, wenn er vorbringt, dass ihm anfänglich eine Verurteilung wegen Raufhandels und einfacher Körperverletzung in Aussicht gestellt und dass das Beschleunigungsgebot verletzt worden sei. Damit legt der Beschwerdeführer nicht dar, inwiefern das Strafverfahren gesamthaft seinen Anspruch auf ein faires Verfahren verletzt haben soll. Ob die Vorinstanz die Verletzung des Beschleunigungsgebots hinreichend berücksichtigt, ist bei der Strafzumessung zu prüfen (vgl. E. 4.2.3 hiernach).