Citation: 2C_56/2023 E. 5.5

5.5. Dem steht das private Interesse der Beschwerdeführerin gegenüber, bei ihrem Schweizer Ehemann und ihren Töchtern aus erster Ehe verbleiben zu können. Dieses möchte die Beschwerdeführerin höher gewichtet wissen. Der Ehemann indessen hat bekundet, mit der Beschwerdeführerin auszureisen, während die Töchter bereits volljährig sind und ihr eigenes Leben führen. Zu diesen und auch zum Ehemann, falls er ihr nicht nach Serbien folgen wollte, kann der Kontakt besuchsweise und über moderne Kommunikationsmittel aufrechterhalten werden, zumal die Distanz dem nicht entgegensteht (Urteil 2C_934/2021 vom 15. Februar 2022 E. 4.6.3) und die Beschwerdeführerin reisefähig ist (vgl. unten E. 5.6). Die Integrationsleistungen der Beschwerdeführerin sprechen ebenfalls nicht für ihren Verbleib, hat sie sich angesichts der Sozialhilfeabhängigkeit weder beruflich noch wirtschaftlich integriert und beschränkt sich ihr soziales Umfeld trotz der sechsjährigen Anwesenheit nur auf ihre engere Familie. Dass sie sprachlich integriert erscheint, nicht straffällig geworden ist und - ausser den Fr. 250'000.-- Schulden beim Sozialamt - keine weiteren Schulden hat, geht nicht über eine zu erwartende, normale Integration hinaus und ist entgegen der Beschwerdeführerin nicht besonders positiv zu würdigen.