Citation: 5A_284/2024 E. 3.2.1

3.2.1. Die Vorinstanz erwog, im Kanton St. Gallen werde das Honorar der unentgeltlichen Rechtsvertretung in Familiensachen grundsätzlich als Pauschale bemessen (Art. 10 Abs. 1 der Honorarordnung vom 22. April 1994 [HonO; sGS 963.75]), wobei der um einen Fünftel reduzierte Tarif anwendbar sei (Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes vom 11. November 1993 [AnwG; sGS 963.70]). Art. 20 Abs. 1 lit. b HonO sehe für Verfahren betreffend Kindesunterhalt und Kindesschutz einen Pauschalrahmen von Fr. 1'000.-- bis Fr. 7'500.-- vor. Derselbe Pauschalrahmen gelte für Verfahren betreffend vorsorgliche Massnahmen (Art. 20 Abs. 1 lit. c HonO). Im schriftlichen Rechtsmittelverfahren betrage das Honorar 20 bis 50 % davon (Art. 26 Abs. 1 HonO). In aussergewöhnlich aufwendigen Fällen könne das Honorar um höchstens 50 % erhöht werden (Art. 10 Abs. 2 HonO). Nur wenn zwischen dem erweiterten Honorar und den notwendigen Bemühungen der Rechtsvertretung ein offensichtliches Missverhältnis bestehe, könne das Honorar nach Zeitaufwand bemessen werden (Art. 10 Abs. 3 HonO). Dies sei beispielsweise der Fall bei umfangreichen Beweiserhebungen oder wenn die Zuteilung der elterlichen Sorge für Kinder lange umstritten bleibe.