Citation: 4A_572/2021 E. 4.2

4.2. Vor Bundesgericht sind neue Tatsachen und Beweismittel grundsätzlich ausgeschlossen. Sie dürfen nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). Der vorinstanzliche Verfahrensausgang allein bildet keinen hinreichenden Anlass im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG für die Zulässigkeit von unechten Noven, die bereits im kantonalen Verfahren ohne Weiteres hätten vorgebracht werden können (BGE 143 V 19 E. 1.2; 136 III 123 E. 4.4.3). Vielmehr geht es um tatsächliche Vorbringen, welche erstmals durch das angefochtene Urteil rechtserheblich geworden sind, z.B. aufgrund einer neuen überraschenden rechtlichen Argumentation der Vorinstanz (dazu: BGE 136 III 123 E. 4.4.3; 5A_904/2015 vom 29. September 2016 E. 2.3, nicht publ. in BGE 142 III 617; 4A_18/2010 vom 15. März 2010 E. 2.1, nicht publ. in BGE 136 I 197; 4A_36/2008 vom 18. Februar 2008 E. 4.1). Demgegenüber kann die beschwerdeführende Partei vor Bundesgericht nicht nachholen, was sie vor den Vorinstanzen versäumt hat (BGE 136 III 123 E. 4.4.3; Urteile 5A_904/2015 vom 29. September 2016 E. 2.3, nicht publ. in BGE 142 III 617; 4A_18/2010 vom 15. März 2010 E. 2.1, nicht publ. in BGE 136 I 197). Sie kann also nicht mit neuen tatsächlichen Vorbringen, die sie schon vor der Vorinstanz hätte vorbringen können und müssen, nachzuweisen versuchen, dass die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung offensichtlich unrichtig oder die Beweiswürdigung willkürlich sei (Urteil 4A_36/2008 vom 18. Februar 2008 E. 4.1). In der Beschwerde ist darzutun, inwiefern erst der angefochtene Entscheid zum nachträglichen Vorbringen der Tatsachen oder Beweismittel Anlass gegeben hat (BGE 143 V 19 E. 1.2; 139 III 120 E. 3.1.2; 136 III 261 E. 4.1). Die blosse Behauptung, erst der angefochtene Entscheid habe Anlass dazu gegeben, ist unzureichend (BGE 133 III 393 E. 3).