Citation: 2P.283/2005 05.10.2005 E. 2

Wer staatsrechtliche Beschwerde erhebt, hat in der Rechtsschrift darzulegen, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sein sollen (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Soweit der Beschwerdeführer auf die Begründung zu sprechen kommt, die den Regierungsrat dazu bewog, von der Zusprechung einer Parteientschädigung abzusehen, ist eine Verfassungsrüge nicht erkennbar. Insbesondere wird in keiner Weise aufgezeigt, warum es dem Verwaltungsgericht nicht zugestanden habe, die Verweigerung einer Parteientschädigung anders zu begründen als der Regierungsrat. Das Verwaltungsgericht stützt seinen Entscheid auf Art. 24 des Gesetzes des Kantons Appenzell I.Rh. vom 9. September 2002 über die Verwaltungsrechtspflege (Verwaltungsrechtspflegegesetz; VRPG). Es leitet daraus insbesondere ab, dass eine Parteientschädigung nur dann zuzusprechen ist, wenn der obsiegenden Partei Kosten und/oder Auslagen entstanden sind. Es hält zutreffend fest, dass dem Beschwerdeführer keine Anwaltskosten entstanden sind, und nimmt den Standpunkt ein, dass für den mit dem eigenhändigen Verfassen von Eingaben verbundenen Aufwand grundsätzlich keine Entschädigung zuzusprechen sei. Warum bzw. inwiefern diese Praxis, welcher der Wortlaut von Art. 24 VRPG nicht entgegensteht und welche im Übrigen in vielen anderen Kantonen sowie auch auf Bundesebene geübt wird, verfassungswidrig sein sollte, zeigt der Beschwerdeführer mit seinen Ausführungen nicht auf. Wenn er mit seinem Hinweis auf einen anderen ihn betreffenden Entscheid einer kantonalen Behörde, welchen er beim Bundesgericht angefochten hatte (vgl. Verfahren 2P.172/2005), sinngemäss die Verletzung des Rechtsgleichheitsgebots geltend macht, ist diese Rüge kaum genügend substantiiert und ist sie jedenfalls offensichtlich unbegründet. In jenem Fall ging es um eine Angelegenheit, wofür nicht das Verwaltungsrechtspflegegesetz, sondern die Zivilprozessordnung für den Kanton Appenzell A.Rh. massgeblich war. Seit je hat die Rechtsprechung anerkannt, dass für die Zusprechung von Parteientschädigungen in Verwaltungsbeschwerdeverfahren andere Kriterien zur Anwendung kommen und grössere Zurückhaltung geübt werden darf als etwa im Zivilprozess (neuestens Urteil 2P.147/2005 vom 31. August 2005 mit Hinweisen). Keine Rügen erhebt der Beschwerdeführer gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts, soweit ihm dieses die unentgeltliche Rechtspflege verweigert und die Verfahrenskosten auferlegt hat. Soweit auf die Beschwerde überhaupt eingetreten werden kann, erweist sie sich als offensichtlich unbegründet. Wie sich aus den vorstehenden Erwägungen ergibt, erscheinen die Rechtsbegehren des Beschwerdeführers als aussichtslos; sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist schon darum abzuweisen (vgl. Art. 152 OG). Entsprechend dem Verfahrensausgang sind somit die bundesgerichtlichen Kosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 156 in Verbindung mit Art. 153 und 153a OG).