Citation: K 112/01 17.06.2002 E. 2

2.- Mit der Vorinstanz ist auf Grund der gesamten vorhandenen medizinischen Akten davon auszugehen, dass die Versicherte während des Klinikaufenthaltes vom 6. bis 24. Januar 1998 lediglich erholungsbedürftig, nicht aber spital- oder stationär rehabilitationsbedürftig im Sinne von Art. 25 Abs. 2 lit. d bzw. e KVG gewesen ist. Wie der Ärztliche Leiter der Kurhaus/Privatklinik Y.________, Dr. med. D.________, Spezialarzt FMH für Innere Medizin, dem einweisenden Hausarzt Dr. med. B.________ anlässlich des Klinikaustritts der Beschwerdeführerin bestätigte, diagnostizierte man dort als Hauptbefund einen ausgeprägten Erschöpfungszustand bei Status nach gastro-intestinalem Infekt sowie nach Infekt der oberen Luftwege. Die Patientin habe vor allem zu Beginn über eine ausgeprägte Müdigkeit und Schwäche geklagt. Die Magen-Darm-Störungen hätten sich, abgesehen von zeitweilig auftretenden Durchfällen, zurückgebildet. Ebenfalls habe sich die Appetitlosigkeit verbessert (Bericht vom 27. Januar 1998). Stellt man auf die für die Abgrenzung zwischen Erholungskuren und der medizinischen Rehabilitation massgebende Zielsetzung der Massnahme ab (Erw. 1d in fine) und berücksichtigt man die möglichen Formen der Durchführung medizinischer Rehabilitationen (Erw. 1c in fine), dann ist bezogen auf den fraglichen Aufenthalt der Beschwerdeführerin in der Klinik Y.________ festzustellen, dass hier die Verordnung einer "stationär-klinischen" Rehabilitationsbehandlung dem Wirtschaftlichkeitsgebot nicht entsprochen hat. Nach Art. 32 Abs. 1 KVG müssen die Leistungen, wofür die obligatorische Krankenpflegeversicherung die Kosten übernimmt, wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich sein. Entsprechend müssen sich die Leistungserbringer in ihren Leistungen auf das Mass beschränken, das im Interesse der Versicherten liegt und für den Behandlungszweck erforderlich ist (Art. 56 Abs. 1 KVG). Es kann vorliegend offen bleiben, ob es sich hier um eine eigentliche Rehabilitationsbehandlung oder um eine Erholungskur gehandelt hat, weil die bei einer stationären Rehabilitation vorausgesetzte Spitalbedürftigkeit (Erw. 1c in fine) nicht vorlag und bei einer Rehabilitationsbehandlung in einer Kuranstalt der analoge Anspruch auf Leistungen aus der obligatorischen Krankenpflegeversicherung gegeben war wie bei einer Erholungskur. Mit der Vorinstanz ist der Antrag auf Anordnung einer Expertise abzuweisen. Eine zuverlässige aktenmässige Beurteilung durch den Vertrauensarzt war möglich und die bei den Akten liegenden Berichte des Hausarztes Dr. med. B.________, der behandelnden Ärztin Dr. med. A.________ (Klinik X.________) und des behandelnden Arztes Dr. med. D.________ (Klinik Y.________) sowie der Vertrauensärzte der CSS Dres. med. C.________ und E.________ geben zur Frage der Spitalbedürftigkeit nach freier, pflichtgemässer und umfassender Beweiswürdigung eine hinreichende Beurteilungsgrundlage ab.