Citation: 1C_138/2014 E. 5.2

5.2. Das Verwaltungsgericht ging davon aus, die Zulässigkeit der geplanten Flachdächer gemäss Art. 20 Abs. 2 BZP sei an den tatsächlich unterschiedlichen Dachformen zu messen, wie sie (in der Umgebung des Bauprojekts) von den Vorinstanzen zutreffend festgestellt worden seien (vgl. Augenscheinprotokoll vom 13. Dezember 2012, Act. 8/1; vgl. auch Googel Maps/Street View, https://maps.google.ch). Laut E. 5.3 des Rekursentscheids vom 25. Juni 2013 seien Satteldächer mit diversen Neigungen, Walm-, Mansarden- und Tonnendächer sowie begrünte Flachdächer zu sehen, welche in den letzten Jahren ortsüblich geworden seien (vgl. namentlich die Gebäude Bahnhofstrasse 21, 23, 24, 27, 30-34, Pilgerweg 11, 13, 15 und Schlossstrasse 17-27, act. 8/17). Die Umgebung zeichne sich jedenfalls nicht durch eine Gleichförmigkeit als besonderes Gestaltungsmerkmal aus, die es gebieten würde, besondere Rücksicht auf die bestehenden Bauformen zu nehmen. Nachdem das Satteldach als klassisches Schrägdach infolge der neueren Entwicklungen nicht (mehr) das prägende Element des Quartiers bilde, habe die Baubehörde von der Vereinbarkeit der geplanten Flachdächer mit Art. 20 Abs. 2 BZP ausgehen dürfen. Zudem seien die geplanten Flachdächer durch die Rückversetzung des Attikageschosses zurückhaltend gestaltet und die beiden Aufbauten übersichtlich angeordnet.