Citation: 1P.517/2005 23.11.2005 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt eine willkürliche Beweiswürdigung und eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo". 2.1 Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss eine staatsrechtliche Beschwerde die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. Im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren prüft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene Rügen. Auf ungenügend begründete Rügen und appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (BGE 127 I 38 E. 3c S. 43 mit Hinweisen). 2.2 Nach Art. 9 BV hat jede Person Anspruch darauf, von den staatlichen Organen ohne Willkür behandelt zu werden. Willkürlich ist ein Entscheid nicht schon dann, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre, sondern erst dann, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, zur tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Willkür liegt nur vor, wenn nicht bloss die Begründung eines Entscheides, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9). 2.3 Der Beschwerdeführer weist auf verschiedene Unstimmigkeiten in den Aussagen von Y.________ hin. Er will daraus dessen Unglaubwürdigkeit ableiten. - In der Einvernahme vom 12. Juli 2002 (act. 18/7) erwähnte Y.________ ein Treffen mit einem Dritten in Kloten. Zunächst gab er an, die mit Heroin gefüllte Tasche dem Dritten in Kloten an dem Tag weitergegeben zu haben, an dem er sie empfangen hatte. Danach sagte er, das Treffen in Kloten habe zwei bis drei Tage später stattgefunden, er habe die Tasche jedoch nicht übergeben. - Hinsichtlich der Rückgabe an den Beschwerdeführer am 6. April 2002 sagte Y.________ in der Einvernahme vom 19. Juli 2002 (act. 18/9) entgegen seinen früheren Angaben, vor der Rückgabe der Tasche daraus drei Platten Heroin (1,55 Kilogramm) entnommen zu haben. - Ebenfalls in der Einvernahme vom 19. Juli 2002 sagte Y.________, diese drei Platten dem Lieferanten am 8. April 2002 zurückgegeben zu haben. In der Konfrontationseinvernahme mit dem Beschwerdeführer vom 22. August 2002 (act. 23/1) nannte er den 7. April 2002 ("am nächsten Tag") als Rückgabetag. An der Schlusseinvernahme vom 14. April 2003 (act. 18/38) sagte er aus, zwei Leute hätten die Heroinplatten mitgenommen. Mit seinen Bemerkungen zu diesen Aussagen will der Beschwerdeführer - wie schon vor Kassationsgericht - seine eigene Lesart der Aussageprotokolle durchsetzen. Er zeigt dabei aber nicht auf, wieso die Würdigung des Kassationsgerichts geradezu willkürlich sei. Seine Ausführungen erschöpfen sich in appellatorischer Kritik. Er bringt insbesondere nicht vor, dass die aufgelisteten Unstimmigkeiten in einem Zusammenhang mit seinem Handeln stünden. Das Treffen in Kloten betrifft Y.________ und einen Dritten; eine Verbindung mit dem Beschwerdeführer ist nicht ersichtlich. Ebenso fehlt ein entsprechender Bezug zum Geständnis von Y.________, er habe der Tasche 1,55 Kilogramm Heroin entnommen. Auf die Beschwerde ist deshalb in diesem Punkt nicht einzutreten. Das Bezirksgericht unterscheidet zwischen der allgemeinen Glaubwürdigkeit des Zeugen und der Glaubhaftigkeit einzelner Aussagen. Dass Y.________ sich mit seinen Aussagen selber belastet, spricht nach dem Bezirksgericht stark für seine Glaubwürdigkeit. Es erachtet die Darstellung der Drogenübernahme und -rückgabe von Y.________ als glaubhaft. Seine diesbezüglichen Aussagen seien konstant und überzeugend. Sie deckten sich mit dem Inhalt der abgehörten Telefongespräche und ergäben ein stimmiges Bild ohne Lügensignale. Glaubhaft seien die Aussagen auch deshalb, weil Y.________ in der erwähnten Konfrontationseinvernahme mit dem Beschwerdeführer an seinen Aussagen festgehalten habe. Nach dem Obergericht ist ein Motiv, weshalb Y.________ den Beschwerdeführer fälschlicherweise belasten sollte, nicht ersichtlich. Nach dem Kassationsgericht erklären sich die Unstimmigkeiten damit, dass Y.________ sich zunächst selber entlasten wollte. Die kantonalen Gerichte haben die Aussagen von Y.________ über das "Kerngeschehen", für das sie den Beschwerdeführer verurteilt haben, nach sachlichen Gesichtspunkten gewürdigt. Ihr Schluss, diese Aussagen seien glaubhaft, ist nicht willkürlich. Die angeführten Unstimmigkeiten lassen auch die Würdigung des allgemeinen Aussageverhaltens von Y.________ nicht als unzulässig erscheinen, da die kantonalen Gerichte diese plausibel erklären. Damit ist die Beweiswürdigung nicht offensichtlich unhaltbar. 2.4 Der Beschwerdeführer macht geltend, das Bezirksgericht bezeichne in seinem Urteil gegen Y.________ und andere vom 27. August 2003 dessen Aussagen als nicht glaubhaft. Das angeführte Urteil stammt aus einem Verfahren, in dem der Beschwerdeführer nicht Partei ist. Es kann deshalb nicht unbesehen darauf abgestellt werden. An der zitierten Stelle bezeichnet das Gericht im Übrigen einzig diejenige Aussage von Y.________ als nicht glaubhaft, wonach er sich aus dem Drogengeschäft zurückziehen wolle. Ein Zusammenhang mit dem Beschwerdeführer ist weder dargetan noch ersichtlich. Daraus vermag der Beschwerdeführer zu seinen Gunsten nichts abzuleiten. Das Vorbringen ist daher nicht geeignet, Willkür darzutun.