Citation: 5A_463/2024 E. 4

Die Beschwerdeführerin bringt vor, dass sie das Opting Out erklärt habe und nicht beschränkt revidiert werde. Sie habe vor Obergericht detailliert begründet, weshalb ein Revisionsbericht bei einer offensichtlichen Überschuldung keinen Informationsgewinn erzeugen würde. Das Obergericht halte Art. 725b Abs. 2 OR für zwingend, was bundesrechtswidrig sei. Auch der Revisor würde zu keinem anderen Ergebnis als der Feststellung der Überschuldung gelangen. Zudem habe sie nicht genügend liquide Mittel, um einen Revisor zu bezahlen. All diese Ausführungen gehen an den massgeblichen Erwägungen des Obergerichts vorbei. Das Obergericht hat gerade offengelassen, ob zwingend ein Bericht eines Revisors eingeholt werden muss. Stattdessen hat es erwogen, dass selbst dann, wenn man mit Teilen der Lehre und der Rechtsprechung in gewissen Fällen auf die Prüfung durch einen Revisor verzichten würde, die von der Beschwerdeführerin eingereichten Unterlagen für die Konkurseröffnung nicht genügen würden (oben E. 3). Diese massgeblichen Erwägungen bezeichnet die Beschwerdeführerin nun jedoch als an der Sache vorbeigehend. Sie wiederholt ihren Standpunkt, dass die Bilanz 2023 zu Liquidations- und zu Fortführungswerten offenkundig keine massgeblichen Unterschiede ergebe. Ein allenfalls unter den Fortführungswerten liegender Liquidationswert erzeuge keinen Informationsgewinn. Sodann seien die Erwägungen des Obergerichts zu den Daten der Erfolgsrechnung bundesrechtswidrig. Für die Beurteilung der Überschuldung seien alleine die Bilanz und der kumulierte Verlust entscheidend, nicht aber die Erfolgsrechnung. Mit alldem kann sie nicht aufzeigen, weshalb die Erwägungen des Obergerichts an der Sache vorbeigehen sollen. Eine genügende Auseinandersetzung mit diesen Erwägungen fehlt. Insbesondere setzt sich die Beschwerdeführerin nicht damit auseinander, dass sie keine objektiven - d.h. nicht von ihr selber hergestellten - Dokumente eingereicht hat, und sie legt auch nicht dar, weshalb ihr das Obergericht diese Unterlassung nicht hätte vorwerfen dürfen. Das blosse Beharren darauf, die Überschuldung sei offensichtlich, genügt den Begründungsanforderungen nicht. Hinsichtlich der Erfolgsrechnung verkennt sie den Gehalt der obergerichtlichen Erwägungen: Das Obergericht hat die Erfolgsrechnung nicht direkt als für die Beurteilung der Überschuldung relevant qualifiziert, sondern bloss erwogen, aufgrund ungewöhnlicher Angaben darin hätte sich die Einreichung weiterer Unterlagen aufgedrängt. Darauf geht die Beschwerdeführerin nicht ein. Die Beschwerde enthält damit in der Hauptsache (hinsichtlich der Überschuldung bzw. der angestrebten Konkurseröffnung) keine genügende Begründung. Die Beschwerdeführerin beantragt in einem weiteren Punkt, auf die Erhebung von Gerichtskosten für das obergerichtliche Verfahren zu verzichten. Sie macht jedoch nicht geltend, dass ihr das Obergericht unabhängig vom Verfahrensausgang in der Hauptsache keine Gerichtskosten hätte auferlegen dürfen. Da es beim Unterliegen der Beschwerdeführerin in der Hauptsache bleibt, ist auf den Antrag im Kostenpunkt nicht weiter einzugehen. Insgesamt kann damit auf die Beschwerde nicht eingetreten werden.