Citation: U 408/04 09.05.2005 E. 4

Das kantonale Gericht hat ohne weitere Ausführungen zum natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem psychischen Leidensbild und dem Unfall vom 6. Februar 2002 die Adäquanz geprüft. Nach SVR 1995 UV Nr. 23 S. 68 Erw. 3c ist dies nicht zu beanstanden. 4.1 Bei der Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs von psychischen Unfallfolgen ist an das Ereignis anzuknüpfen. Der Sturz vom 6. Februar 2002 kann aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufes (vgl. Erw. 3.1 hievor) und der erlittenen Verletzungen mit der Vorinstanz als mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten Unfällen eingeordnet werden. Von den weiteren, objektiv fassbaren und unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehenden oder als Folge davon erscheinenden Umständen, welche als massgebende Kriterien in die Gesamtwürdigung einzubeziehen sind (BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa), müssten demnach für eine Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges entweder ein einzelner in besonders ausgeprägter Weise oder aber mehrere in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sein (BGE 115 V 140 Erw. 6c/bb). Dies trifft, wie das kantonale Gericht im angefochtenen Entscheid einlässlich dargelegt hat, nicht zu. 4.2 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird zunächst eingewendet, der Unfall vom 6. Februar 2002 sei zwar als mittelschwer, aber nicht an der Grenze zu den leichten Unfallereignissen zu einzustufen. Dies würde indessen am Erfordernis der in der dargelegten Weise zu erfüllenden Adäquanzkriterien nichts ändern. 4.3 Sodann lässt der Versicherte sein vorinstanzliches Vorbringen erneuern, er sei von den beteiligten Ärzten fehlbehandelt worden. Zur Begründung macht er im Wesentlichen geltend, die Fraktur der Beckenschaufel und der Ausriss der Sehne seien erst am 13. März 2002 diagnostiziert und nicht adäquat behandelt worden. Weiter hätten die beteiligten Ärzte die Schmerzproblematik nicht ernst genommen. Es trifft zu, dass eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert, als massgebendes Adäquanzkriterium in Betracht kommt (BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa). Wie das kantonale Gericht aber richtig erkannt hat, ist dieses Kriterium, selbst wenn es grundsätzlich bejaht werden könnte, jedenfalls nicht in besonders ausgeprägter Weise gegeben und vermöchte somit für sich alleine die Adäquanz nicht darzutun. Es kann im Übrigen auf die zutreffenden Erwägungen des kantonalen Gerichts verwiesen werden. Dies gilt namentlich auch für die einlässliche und letztinstanzlich bis auf die eben behandelten Punkte nicht beanstandete Auseinandersetzung mit den die Adäquanzfrage betreffenden Vorbringen des Versicherten im Beschwerdeverfahren. 4.4 Kommt somit dem Unfall vom 6. Februar 2002 keine rechtlich massgebende Bedeutung für die Entstehung des psychischen Leidensbildes zu, ist der angefochtene Entscheid in allen Teilen rechtens. Damit erübrigen sich auch Weiterungen dazu, ob und unter welchen Umständen eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung überhaupt geeignet wäre, eine Invalidität (vgl. hiezu BGE 130 V 352) und eine Integritätseinbusse zu begründen.