Citation: 6B_352/2016 E. 1.5

1.5. Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Eventualstandpunkt, er sei vom Angriff überrascht worden. Er habe die Grenzen der Notwehr in entschuldbarer Aufregung überschritten und deshalb nicht schuldhaft gehandelt (Art. 16 Abs. 2 StGB). Bei der Beurteilung, ob die Aufregung oder die Bestürzung hinreichend erheblich war, um den Täter in Anwendung von Art. 16 Abs. 2 StGB nicht mit Strafe zu belegen, wird ein umso höherer Grad entschuldbarer Aufregung oder Bestürzung verlangt, je mehr die Reaktion des Täters den Angreifer verletzt oder gefährdet (BGE 102 IV 1 E. 3b S. 7; Urteil 6B_889/2013 vom 17. Februar 2014 E. 3.1). Nicht jede Aufregung, die mit einem Angriff gezwungenermassen einhergeht, führt zur Straflosigkeit im Sinne von Art. 16 Abs. 2 StGB (vgl. BGE 109 IV 5 E. 3 S. 7). Tatfrage ist, in welchem Zustand sich die angegriffene Person befand. Rechtsfrage ist hingegen, ob dieser Zustand eine entschuldbare Aufregung oder Bestürzung im Sinne von Art. 16 Abs. 2 StGB darstellt. Die Argumentation des Beschwerdeführers dringt, soweit sie gehört werden kann und sich nicht vom massgebenden Sachverhalt loslöst, nicht durch. Selbst wenn es zuträfe, dass der Beschwerdeführer durch den Angriff überrascht wurde, liegt darin nicht bereits eine entschuldbare Aufregung. Eine starke Gemütsbewegung stellt die Vorinstanz nicht fest und zeigt der Beschwerdeführer nicht auf. Dass er in Panik reagiert hätte, verwirft die Vorinstanz ausdrücklich. Es verletzt deshalb nicht Bundesrecht, wenn die Vorinstanz die Notwehrhandlung des Beschwerdeführers (einzig) bei der Strafzumessung berücksichtigt und nicht als Entschuldigungsgrund im Sinne von Art. 16 Abs. 2 StGB qualifiziert. Die Beschwerde ist unbegründet.