Citation: 2P.12/2000 11.05.2000 E. 2

2.- Massgebend für die Beurteilung ist die Sach- und Rechtslage zur Zeit des angefochtenen Urteils (BGE 121 I 370 E. 1b S. 370; 120 Ia 286 E. 2c/bb S. 291; 119 Ia 460 E. 4d S. 473): Anwendbar ist nicht Art. 9 der neuen Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV, in Kraft seit 1. Januar 2000), sondern Art. 4 der (alten) Bundesverfassung vom 29. Mai 1874 (aBV), und anstelle der expliziten Garantie von Art. 12 BV ("Recht auf Hilfe in Notlagen") gilt das entsprechende ungeschriebene Grundrecht auf Existenzsicherung (BGE 121 I 367 E. 2e S. 374). Die alte Bundesverfassung enthielt sodann keine der neuen Regelung von Art. 11 BV ("Schutz der Kinder und Jugendlichen") entsprechende Garantie. Wie weit Art. 90 Abs. 1 OG Raum dafür lässt, die Anrufung von Art. 11 BV allenfalls in die Geltendmachung entsprechender bisheriger staatsvertraglicher Garantien umzudeuten (vgl. Jörg Paul Müller, Grundrechte in der Schweiz, 3. Auflage, Bern 1999, S. 117 f.), kann auf Grund der folgenden Erwägungen dahingestellt bleiben.