Citation: 1C_114/2019 E. 5.5

5.5. Die Beschwerdeführerin bestreitet, dass der Haselstock bei Jalon 2 das nötige Mindestalter aufweise. Auf die Äusserungen von Oberförster Nigg am Augenschein könne nicht abgestellt werden, ebensowenig wie auf die Beurteilung des in dieser Frage nicht fachkundigen Obergerichts. Oberförster Nigg führte aus, die Hasel sei vor etwa 8 Jahren zurückgeschnitten worden, aber der Stock sei angesichts seines Durchmessers "uralt". Allerdings litt Oberförster Nigg an diesem Tag an Sehproblemen, weshalb das Obergericht in E. 3 festhielt, dass es bei der Urteilsfindung nicht auf seine Ausführungen abgestellt habe. Es nannte denn auch - neben Verzweigung und Grösse der Hasel - weitere Gründe für die Richtigkeit von Jalon 2. Insbesondere ergebe sich aus dem Bericht Scherrer und den im Recht liegenden Luftbildern, dass schon seit dem Jahr 1995 ein kompaktes Laubdach über der strittigen Fläche und darüber hinaus bestanden habe. Im Augenscheinsprotokoll (S. 23) wurde überdies festgehalten, dass die strittige Waldgrenze bei Jalon 2 durch die Kronen der angrenzenden Bäume (die unstreitig älter als 15 bzw. 17 Jahre sind) deutlich überlappt werde, und zudem über die strittige Grenze hinaus eine Wald- bzw. Waldsaumvegetation sichtbar sei. Unter diesen Umständen erscheint der Einbezug des Haselstocks weder offensichtlich unrichtig noch bundesrechtswidrig, unabhängig von den Feststellungen des Oberförsters und der Expertise des Gerichts.