Citation: 6B_1291/2022 E. 1.5.3

1.5.3. Gegen Entscheide des Amts für Justizvollzug betreffend den Straf- und Massnahmenvollzug kann ein Rechtsmittel erheben, wer ein schutzwürdiges eigenes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des Entscheids hat (vgl. § 55a Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Strafprozessordnung des Kantons Aargau vom 16. März 2010, SAR 251.200, i.V.m. § 42 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes des Kantons Aargau vom 4. Dezember 2007, VRPG/AG, SAR 271.200). Gemäss dem in Art. 111 BGG normierten Grundsatz der Einheit des Verfahrens sind für die Auslegung der Regelung von § 42 Abs. 1 lit. a VRPG/AG die bundesrechtlichen Normen zum Beschwerderecht vor dem Bundesgericht mitsamt der dazugehörigen Praxis massgeblich, die das Bundesgericht, da es sich um Bundesrecht handelt, mit freier Kognition beurteilt (vgl. BGE 144 I 43 E. 2.1; 138 II 162 E. 2.1.1). Die einschlägige Bestimmung von Art. 81 Abs. 1 BGG setzt für die Beschwerdelegitimation neben der Teilnahme am vorinstanzlichen Verfahren oder der fehlenden Möglichkeit dazu (lit. a) ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids voraus (lit. b), das aktuell und praktisch sein muss (vgl. BGE 140 IV 74 E. 1.3 mit Hinweis).