Citation: 1B_350/2022 E. 3.2

3.2. Nach der Vorinstanz habe der Beschwerdeführer ausgesagt, er könne sich nicht an den Diebstahl vom 4. Mai 2022 erinnern. Es sei unklar, ob er damit die ihm vorgeworfene Tat habe gestehen wollen oder ob er habe geltend machen wollen, die Bilder der Überwachungskamera böten keinen genügenden Hinweis für seine Täterschaft. Der dringende Tatverdacht sei aber in jedem Fall zu bejahen. Die Vorinstanz stützte sich dabei in erster Linie auf die Aufnahmen der Überwachungskamera des Tatorts und die Einschätzung des Fachspezialisten, wonach mehrere Anhaltspunkte für die Täterschaft des Beschwerdeführers vorlägen. Zudem habe der Beschwerdeführer die Tat zunächst eingestanden oder zumindest nicht kategorisch bestritten und verfüge über kein Alibi für den Tatzeitpunkt. Weiter habe der Beschwerdeführer gestanden, am 9. Mai 2022 in einem Einkaufsgeschäft Lebensmittel im Wert von Fr. 1'700.-- gestohlen zu haben. Insofern bestehe auch hinsichtlich des "eingestandenen Diebstahls" ein dringender Tatverdacht. Die Vorinstanz verwies zudem auf die Erwägungen des Zwangsmassnahmengerichts, wonach zwei Ladendiebstähle innert einer Woche mit hoher Deliktssumme, die Aussagen des Beschwerdeführers sowie dessen Vorstrafen auf Gewerbsmässigkeit schliessen lassen würden.