Citation: 2C_1163/2013 E. 6.2

6.2. Wie dargelegt, mussten die Beschwerdeführenden damit rechnen, dass die Ehe mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht in der Schweiz würde gelebt werden können. Die Vorinstanz weist zu Recht darauf hin, dass dies bei der ersten Ehe des Beschwerdeführers 1 anders war: Jene Ehe war vor der Begehung von Straftaten geschlossen worden, weshalb ihr in der Interessenabwägung, welche zur Verwarnung geführt hatte, grösseres Gewicht zukam als der Ehe der Beschwerdeführenden (vgl. auch BGE 139 I 145 E. 3.6 S. 153). Nachdem die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung - unter eingehender Erörterung der wiederholten Straffälligkeit des Beschwerdeführers 1 - bereits vom Verwaltungsgericht bestätigt war, haben die Beschwerdeführenden bei der Eheschliessung das Risiko der Verweigerung des Familiennachzugs bewusst in Kauf genommen. Dies gilt insbesondere auch für die Beschwerdeführerin 2, wenngleich ihr als Schweizer Bürgerin nicht zugemutet werden kann, dem Beschwerdeführer 1 nach Nigeria zu folgen. Ferner haben die Beschwerdeführenden keine gemeinsamen Kinder. Unter diesen Umständen ist das auf die Ehe bezogene Interesse am Familiennachzug als beschränkt einzuschätzen. Nachdem sich der Beschwerdeführer 1 - anders als im Verfahren vor der Vorinstanz - nicht mehr auf die Beziehung zu seinem Sohn D.________ beruft, ist diese Frage hinfällig geworden. Zudem ist der Beschwerdeführer 1 als Erwachsener in die Schweiz gekommen und nicht besonders gut integriert. Nach einer Aufenthaltsdauer von gut elf Jahren ist es dem (im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils) 36-jährigen Beschwerdeführer 1 zumutbar, nach Nigeria zurückzukehren und dort eine Existenz aufzubauen. Der Kontakt zwischen den Eheleuten kann mittels Besuchen und elektronischen Kommunikationsmitteln aufrecht erhalten werden.