Citation: 7B_219/2022 E. A

A.a. Die B.________ AG erstattete im Juli und August 2020 Strafanzeige bzw. Strafantrag gegen Unbekannt, da ihr Geschäftsgebäude und die Mobilfunkantenne im Zeitraum vom 22. Juli 2020 bis zum 5. August 2020 mehrfach mit Armbrustpfeilen und Feuerwerkskörpern beschossen worden war. Im Zuge der weiteren Ermittlungen konnte A.________ als mögliche Täterin eruiert werden. Am 22. Juli 2021 zog die B.________ AG ihre Strafanträge zurück und erklärte ihr Desinteresse an der Strafverfolgung. A.b. Die Staatsanwaltschaft See/Oberland stellte die gegen A.________ eingeleitete Strafuntersuchung betreffend Sachbeschädigung, versuchte Körperverletzung, Hausfriedensbruch, Gefährdung des Lebens, Schreckung der Bevölkerung und strafbare Vorbereitungshandlungen für Brandstiftung mit Teileinstellungsverfügung vom 30. Juli 2021 ein, nahm die Kosten dieser Verfügung auf die Staatskasse und sprach A.________ weder eine Entschädigung noch eine Genugtuung zu. A.c. Gleichentags erliess die Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl gegen A.________ und verurteilte sie wegen Widerhandlung gegen das Waffengesetz (SR 514.54) sowie wegen Übertretung des Fernmeldegesetzes (SR 784.10). Sie auferlegte ihr eine Busse sowie die Verfahrenskosten. Gegen den Strafbefehl erhob A.________ Einsprache. A.d. Am 29. September 2021 verfügte die Staatsanwaltschaft die Einstellung des Strafverfahrens wegen Widerhandlung gegen das Waffengesetz. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 20'026.10 wurden A.________ auferlegt und ihr wurde weder eine Entschädigung noch eine Genugtuung zugesprochen. Das Strafverfahren betreffend Widerhandlung gegen das Fernmeldegesetz wurde an das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) abgetreten.