Citation: 6B_1172/2021 E. 3.5

3.5. Die Beschwerdeführerin beanstandet die Feststellung der Vorinstanz, wonach zum Tatzeitpunkt D.________ und E.________ Eigentümer bzw. wirtschaftlich Berechtigte der C.________ GmbH gewesen seien. Die Vorinstanz begründet diese Feststellung eingehend und willkürfrei. Sie hält fest, sie basiere auf den schriftlichen Angaben der Beschwerdeführerin gegenüber der Bank F.________ vom 23. Mai 2013, einem zuvor von B.A.________ (für die H.________ SA) unterzeichneten, sehr ausgeklügelten Vertragswerk, den Einlassungen der Beschwerdeführerin gegenüber der Polizei sowie schliesslich auch den Aussagen von B.A.________ selbst. Dieser habe am 19. September 2016 in Anwesenheit seiner Verteidigung unmissverständlich bestätigt, dass er am 19. April 2013 bereits nicht mehr der wirtschaftlich Berechtigte der I.________ AG und der J.________ AG (und somit auch der C.________ GmbH) gewesen sei, weil die Beschwerdeführerin neue Aktien ausgegeben und an E.________ sowie an D.________ übergeben habe. Aber auch sonst habe B.A.________ im Rahmen der erwähnten Einvernahme nie auch nur ansatzweise zu verstehen gegeben, dass nicht die zwei Personen allein an der C.________ GmbH wirtschaftlich berechtigt gewesen sein könnten. Im Gegenteil habe er sogar ausgesagt, die C.________ GmbH-Aktionäre (die wirtschaftlich Berechtigten) hätten im Grunde genommen die Beschwerdeführerin wie ein kleines Kind behandelt. Ausserdem führt die Vorinstanz im Zusammenhang mit der Frage, ob der auf ihr Konto überwiesene Betrag für die Beschwerdeführerin trotz deren Organstellung wirtschaftlich fremd war, aus, die Beschwerdeführerin habe im Rahmen einer polizeilichen Einvernahme im Beisein ihres Verteidigers ausgesagt, die C.________ GmbH sei an diesem Geld immer noch berechtigt gewesen, sie habe ja (damit) Zahlungen machen müssen. Eine Überweisung an die wirtschaftlich Berechtigten der C.________ GmbH wäre unmöglich gewesen, da diese keine Konti in der Schweiz gehabt hätten, die ihr bekannt gewesen seien. Die Beschwerdeführerin kann die Feststellung zur wirtschaftlichen Berechtigung an der C.________ GmbH nicht aus den Angeln heben, wenn sie, anstatt sich mit der dargestellten Begründung im Einzelnen auseinanderzusetzen, ihrerseits bloss allgemein ausführt, das Eigentum an den Kapitalanteilen und damit die wirtschaftliche Berechtigung an einer juristischen Person werde privatrechtlich begründet und könne auch privatrechtlich wieder untergehen, wobei zu beachten sei, "dass privatrechtliche Ansprüche einer Aktivlegitimation bedürfen und grundsätzlich aufgrund des Parteiwillens begründet, verändert oder untergehen können", und weiter, der Bestand einer Forderung richte sich nach dem anwendbaren Recht, jedoch müsse "sich jemand auf diese Anwendung berufen bzw. die Parteien vereinbaren die Anwendung einer Bestimmung oder deren Nichtanwendung". Entgegen dem, was die Beschwerdeführerin anzunehmen scheint, ergibt sich aus der privatrechtlichen Natur eines im Rahmen des Vermögensstrafrechts zu berücksichtigenden Rechtsverhältnisses nicht ohne Weiteres, dass sämtliche an diesem beteiligten Personen im Strafverfahren zwingend angehört werden müssten. Weshalb vorliegend D.________ und E.________ hätten einvernommen und - in den Worten der Beschwerdeführerin - "die Behauptung der wirtschaftlichen Berechtigung" in einer kontradiktorischen Einvernahme mit diesen hätte geklärt werden müssen, ist nicht erkennbar, zumal die Beschwerdeführerin nicht aufzeigt, dass sich die beteiligten Personen über die wirtschaftliche Berechtigung an der C.________ GmbH bzw. deren Vermögenswerten zum Tatzeitpunkt uneinig waren. Die Beschwerdeführerin führt eine E-Mail-Nachricht ins Feld, aus der sich ergebe, dass E.________ zumindest die bestrittenen Eigentumsverhältnisse bestätige "und dass die Aktien nicht in seinem Eigentum sind". Ohne Erfolg: Die Vorinstanz setzt sich ausdrücklich und überzeugend mit der E-Mail-Korrespondenz zwischen B.A.________ und E.________ auseinander. Mit ihr ist nicht zu erkennen, inwiefern es umstrittene Eigentumsverhältnisse an der C.________ GmbH belegen soll, wenn E.________ am 13. Juni 2012, also mehr als ein Jahr vor dem Tatzeitpunkt, an B.A.________ schrieb: "Of course the shares of the two AGs are pledged to you. We will be able to buy the shares from you next year." Die von der Beschwerdeführerin gerügte Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör liegt nicht vor.