Citation: I 712/01 06.06.2002 E. 4

4.- a) Die Vorinstanz hat in Würdigung dieser medizinischen Unterlagen erwogen, das Gutachten des MZX überzeuge insgesamt nicht, sodass weitere Abklärungen angezeigt seien. Zur Begründung wurden angebliche Widersprüche zwischen der Arbeitsfähigkeit von 100 % einerseits und der Diagnose der leicht depressiven Episode und ausgeprägten Traumatisierung sowie der Empfehlung der fachärztlichen Abklärung andererseits aufgeführt. b) Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Die von der Vorinstanz ins Feld geführten Argumente gegen die Schlüssigkeit des Gutachtens vermögen nicht zu überzeugen. So besteht kein Widerspruch zwischen einem Attest einer Arbeitsfähigkeit von 100 % und der Empfehlung einer weiteren fachärztlichen Abklärung, können doch damit weitere Behandlungswege gefunden werden, um die Beschwerden zu reduzieren. Die Tatsache, dass sich ein Versicherter auf Grund einer leicht depressiven Episode in einer antidepressiven Therapie befindet, schliesst nicht aus, dass der Versicherte arbeitsfähig ist, wie das die Vorinstanz anzunehmen scheint. Eine gesundheitliche Beeinträchtigung mit entsprechender medizinischer Behandlung impliziert nicht ohne weiteres eine Arbeitsunfähigkeit. Massgebend ist das Ausmass der Beschwerden. Dazu hat das MZX im Gutachten und insbesondere auch nach Kenntnis der vom Versicherten eingereichten Arztberichte in seiner Stellungnahme vom 22. Juni 2001 nachvollziehbar erläutert, dass beim Versicherten zwar multiple Beschwerden bestehen, diese indes nicht so ausgeprägt sind, und zwar weder die somatischen noch die psychischen, dass der Versicherte nicht mehr voll arbeitsfähig wäre. Im Gegenteil verfüge er über ein uneingeschränktes Leistungsvermögen in einer körperlich leichten Tätigkeit. In diesem Sinn ist auch die Auflistung der die Arbeitsfähigkeit einschränkenden Diagnosen zu verstehen, als diese Beschwerden es nicht zulassen, dass der Versicherte eine schwere körperliche Arbeit verrichtet, wobei anzufügen ist, dass er auch vor Eintritt des Gesundheitsschadens keine schwere körperliche Arbeit ausgeübt hat. Das Gutachten des MZX erfüllt alle rechtsprechungsgemässen (BGE 125 V 352 Erw. 3 mit Hinweisen) Kriterien für eine beweiskräftige ärztliche Entscheidungsgrundlage, sodass ihm voller Beweiswert zukommt. Es ist umfassend, beruht auf eingehenden Untersuchungen, berücksichtigt die beklagten Beschwerden, ist in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden und überzeugt auch mit seinen Schlussfolgerungen. Es bestehen auch weder Anhaltspunkte dafür, dass die Untersuchung in einem für die Beurteilung wesentlichen Punkt unvollständig gewesen wäre noch gibt es Hinweise, die gegen die Unabhängigkeit und Unparteilichkeit der begutachtenden Ärzte sprechen würden. Auch die vom Beschwerdegegner eingereichten weiteren Arztberichte ändern daran nichts; sie vermögen die Schlüssigkeit des Gutachtens entgegen der Auffassung der Vorinstanz nicht in Frage zu stellen. So kritisiert der Hausarzt Dr. med. H.________ das MZX-Gutachten und verweist dazu auf die von der Vorinstanz aufgenommenen vermeintlichen Widersprüche, legt aber selbst nicht schlüssig dar, weshalb die seit Jahren bestehenden gesundheitlichen Beschwerden des Versicherten gerade nach der Kündigung durch die Firma Q.________ eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % bewirkt haben sollen. Die Stellungnahme des Dr. med. C.________ lässt eine eingehende Diagnose vermissen; sie stützt sich vielmehr auf die subjektiven Angaben des Beschwerdeführers und ist nicht geeignet, die auf eingehenden Untersuchungen beruhenden und überzeugend begründeten Schlussfolgerungen im Gutachten und der zusätzlichen Stellungnahme des MZX in Zweifel zu ziehen. Schliesslich begründet Dr. med. C.________ mit keinem Wort, weshalb ihm die vom Hausarzt attestierte volle Arbeitsunfähigkeit einleuchtet. Damit ist nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle den Beschwerdegegner in einer leichten, wechselbelastenden Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig erachtet hat. Weitere Abklärungen in medizinischer Hinsicht sind nicht angezeigt.