Citation: I 229/02 17.12.2002 E. 2

Für den Anspruch auf eine Umschulung durch die Invalidenversicherung ist unter anderem vorausgesetzt, dass die versicherte Person invalid oder von Invalidität bedroht ist. Auf Grund der für den hier relevanten Zeitraum - zwischen der zweiten IV−Anmeldung vom 7. Juli 1998 und dem Erlass der ablehnenden Verfügung vom 19. Juli 2001 - vorliegenden Arztberichte ist nicht von einer anspruchsberechtigenden Invalidität auszugehen. Dr. med. L.________ von der Sprechstunde für Technische Orthopädie der Orthopädischen Klinik X.________ berichtet über den Verlauf am 3. März 1998, die Patientin sei mit den orthopädischen Spezialschuhen sehr zufrieden und habe kaum Beschwerden. Auf Grund der Physiotherapie verspüre sie keine ausstrahlenden Schmerzen in die Arme oder Beine mehr, auch die Kopfschmerzen seien deutlich regredient. Auf weitere am 23. Februar bzw. 23. März 1999 vorgesehene medizinische Kontrollen an der Klinik X.________ ist die Versicherte nicht erschienen, sodass davon ausgegangen werden kann, dass ihre Beschwerden sich zumindest nicht verstärkt haben. Mit Bericht vom 16. Juli 1999 legt Dr. med. R.________, Assistenzarzt an der Klinik X.________ dar, es bestehe eine Beinverkürzung rechts von ca. 1 cm. Die Achillessehne sei massiv verkürzt und es gebe eine Tendenz zur Überlastung der lateralen Fusskante und des Vorfusses, wo eine ausgeprägte Schwielenbildung beobachtet werden könne. An der Halswirbelsäule sei eine schmerzbedingte leichte Bewegungseinschränkung mit unauffälliger Neurologie in den oberen Extremitäten, aber keine Bewegungseinschränkung in der Brustwirbelsäule festzustellen. An den unteren Extremitäten bestünden keine sensomotorischen Ausfälle bei symmetrisch auslösbaren Reflexen. Zur Entlastung der Schwielenbildung werde die Schuheinlage angepasst. In einer abwechselnd sitzend und gehend auszuführenden leichten Arbeit ohne Tragen von schweren Lasten sei die Versicherte voll arbeitsfähig. Bei der aktuellen Tätigkeit als Verkäuferin in der Firma M.________ betrage diese 82%, wobei eine Reduktion auf 50% drohe. Dr. med. T.________, Oberärztin bei E.________, berichtete am 14. August 2000, bei aktuell bestehender Drogenabstinenz sei die Beschwerdeführerin aus psychiatrischer Sicht voll arbeitsfähig. Anhaltspunkte für eine Verschlechterung des Gesundheitszustands seit Erstattung dieser ärztlichen Berichte, fehlen. Damit ist die Versicherte trotz gelegentlich auftretenden Rücken- und Beinbeschwerden und der neu vorgetragenen Migräneanfälle, in der Lage, in einer Weise erwerbstätig zu sein, wie ihr dies vor der Drogenabhängigkeit während vielen Jahren und seit dem erfolgten Drogenentzug mit ambulanter Weiterbehandlung seit August 1998 wieder gelang. Entgegen den Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist der medizinische Sachverhalt genügend abgeklärt.