Citation: 6B_131/2019 E. 2.5.1

2.5.1. Die Vorinstanz verneint einen "schweren persönlichen Härtefall" und bejaht die "überwiegenden öffentlichen Interessen" an der Landesverweisung im Sinne von Art. 66a Abs. 2 StGB. Der Beschwerdeführer kam 1986 im Alter von 16 Jahren in die Schweiz. Nach der Vorinstanz spricht für eine gewisse Härte, dass er sich seit 32 Jahren in der Schweiz aufhält, hier seit 2016 mit einer Serbin verheiratet ist, welche ein Kind von ihm erwarte, und die ihre Aufenthaltsbewilligung durch diese Heirat erhalten habe. Er habe sich darauf berufen, dass er ein weiteres neunjähriges Kind in der Schweiz habe, welches er regelmässig an gewissen Wochenenden sowie ab und zu besuche; er habe bei der erstinstanzlichen Befragung dessen Geburtsdatum nicht gewusst und zahle auch keinen Unterhalt. Was er zu einer Gefährdung in der Türkei wegen seiner angeblichen Nähe zur Gülen-Bewegung ausführe, vermöge nicht zu überzeugen. Seine Angaben seien weder konkret noch glaubhaft. Vor rund eineinhalb Jahren habe er noch unbehelligt in die Türkei ein- und ausreisen können. Seine Eltern und seine Schwestern lebten wieder dort. Seine Mutter mit Niederlassungsbewilligung C reise regelmässig von der Türkei in die Schweiz. Er habe seine ersten 16 Lebensjahre in der Türkei verbracht und dort die Schule besucht. Auch wenn die individuellen Verhältnisse zu berücksichtigen seien, zeigten seine Eltern, dass eine Rückkehr in die Türkei nicht unzumutbar sei. Er habe in der Gastronomie gearbeitet und spreche fliessend seine türkische Muttersprache. Dass er Freunde und Bekannte in der Schweiz habe und sein soziales Netz sich zurzeit hier befinde, begründe noch keinen schweren persönlichen Härtefall. Die zahlreichen Vorstrafen belegten das eminente öffentliche Interesse, dass er nicht weiter in der Schweiz delinquieren könne. Es sei bei den "überwiegenden Interessen" auch der Rückfallgefahr und der wiederholten Delinquenz Rechnung zu tragen, wobei auch frühere Straftaten berücksichtigt werden könnten (Urteil 6B_651/2018 vom 17. Oktober 2018 E. 8 und 8.3.3). Das öffentliche Interesse überwiege gegenüber seinen privaten Interessen.