Citation: I 678/04 15.07.2005 E. 3

Unter den Verfahrensbeteiligten ist - abgesehen von der Frage der Kinderrentenkürzung - letztinstanzlich nur mehr streitig, welche Erwerbseinkommen der Bemessung der Invalidität zugrunde zu legen sind, mithin welche Invalidenrente der Beschwerdeführerin ab 1. Mai 2002 zusteht. 3.1 Was das trotz der verbliebenen Leistungsbeeinträchtigung noch erreichbare Invalideneinkommen anbelangt, ist in Übereinstimmung mit der Vorinstanz von einem Jahressalär von Fr. 39'000.- auszugehen, welches die Versicherte als Geschäftsführerin und Kursleiterin bei der X.________ GmbH unbestrittenermassen seit dem Jahre 2002 zu erzielen im Stande ist. Dass die Beschwerdeführerin, die - wie erwähnt - überdies Gesellschafterin der GmbH ist, an dieser Stelle die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft und einen ihrer Arbeitsleistung angemessenen Lohn erhält, liegt nicht im Streite. Hingegen machte die Versicherte bereits im vorinstanzlichen Verfahren geltend, es liege kein "besonders stabiles Arbeitsverhältnis" im Sinne der angeführten Rechtsprechung (vorstehende Erw. 2 in fine) vor, weil die bisherige Geschäftspartnerin bereits im 60. Altersjahr stehe und beabsichtige, sich aus dem Unternehmen zurückzuziehen. Das Weiterbestehen der X.________ GmbH sei somit keineswegs gesichert. Das erwähnte Kriterium gemäss Rechtsprechung BGE 129 V 475 Erw. 4.2.1 ist indessen im vorliegenden Fall angesichts der arbeitgeberähnlichen Stellung der Beschwerdeführerin und mit Blick auf den offenbar bis heute nicht erfolgten Austritt der zweiten Gesellschafterin als erfüllt zu betrachten (zumindest im hier relevanten Zeitraum bis zum Einspracheentscheid). Unter den gegebenen Umständen wäre es jedenfalls verfehlt, die konkrete beruflich-erwerbliche Situation der Versicherten ausser Acht zu lassen und stattdessen - wie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt - auf Tabellenlöhne abzustellen. Ebenso wenig kommt ein "leidensbedingter Abzug von 20 Prozent" vom tatsächlich erzielten Verdienst in Frage. 3.2 Mit Bezug auf das sog. Valideneinkommen macht die Beschwerdeführerin zunächst geltend, ohne gesundheitliche Beeinträchtigung hätte sie die Prüfung zur Erlangung des Diploms "Office Supporterin SIZ" geschafft, weshalb sie ab Mai 2002 bei Ausübung einer entsprechenden anspruchsvollen Ganztagstätigkeit als Unselbstständigerwerbende einen Lohn gemäss Anforderungsniveau 2 der LSE ("Verrichtung selbstständiger und qualifizierter Arbeiten") im Bereich Informatikdienste/Dienstleistungen für Unternehmen erzielen würde. Ob der Misserfolg in der genannten Prüfung tatsächlich auf die gesundheitliche Beeinträchtigung zurückzuführen ist, mag hier offen bleiben: Selbst wenn die Versicherte ab Mai 2002 Inhaberin des angestrebten Diploms gewesen wäre, hätte sie mit Blick auf ihre geringe Erfahrung im neuen Berufszweig (wie bereits dargelegt, besuchte sie ab November 2000 erstmals an einem Abend pro Woche einen Informatik-Anwenderkurs) auch bei vollständiger Gesundheit kein Einkommen erzielen können, welches über dem von der Vorinstanz auf der Grundlage des Anforderungsniveaus 3 ("Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt") nach der LSE 2002 ermittelten Jahressalärs von Fr. 67'767.- liegt (Zentralwert für Frauen in Informatikdiensten/Dienstleistungen für Unternehmen von Tabelle TA 1 des Anhangs von monatlich Fr. 5417.-; Mitberücksichtigung des Umstandes, dass diesem statistischen Monatslohn eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zugrunde liegt, welche etwas tiefer ist als die im Jahre 2002 betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit im zutreffenden Berufszweig von wöchentlich 41,7 Stunden [Die Volkwirtschaft, 2005 Heft 6, S. 82, Tabelle B 9.2]). Das in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend gemachte Valideneinkommen von jährlich über Fr. 80'000.- erscheint nur schon deshalb als unrealistisch, weil die Beschwerdeführerin vor dem invalidisierenden Unfall noch nie ein Jahreseinkommen erzielt hatte, welches auch nur die Hälfte des letztgenannten Betrages erreichte. Soweit die Versicherte schliesslich verlangt, es sei zur Ermittlung des Valideneinkommens der an der X.________ GmbH tatsächlich erzielte Verdienst von jährlich Fr. 39'000.- (d.h. das Invalideneinkommen gemäss Erw. 3.1 hievor) einfach zu verdoppeln, übersieht sie, dass dem genannten Jahressalär (zumindest bis Herbst 2003) nicht etwa eine hälftige, sondern bloss eine 40%ige Arbeitsunfähigkeit zugrunde lag (Arztbericht Dr. R.________ vom 2. September 2002). Die Umrechnung auf ein Vollpensum würde mithin zu einem Jahreseinkommen von Fr. 65'000.- führen (Fr. 39'000.- : 6 x 10), was im Bereich des hievor auf LSE-Grundlage ermittelten Lohnes läge. Entscheidend ist indessen, dass die Beschwerdeführerin gemäss ihren eigenen Angaben ohne Gesundheitsschaden in unselbstständiger Stellung als Office Supporterin arbeiten würde. Den Entschluss, zusammen mit einer Geschäftspartnerin eine Computerschule zu übernehmen und als Gesellschafterin der neu gegründeten GmbH in der Funktion als Geschäftsführerin und EDV-Kursleiterin tätig zu sein, habe sie (nur) gefasst, weil sie "als lediglich Teilarbeitsfähige und mit ihrer stark schwankenden Leistungsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt massiv benachteiligt" gewesen sei (Verwaltungsgerichtsbeschwerde S. 9 und 11). Unter diesen Umständen braucht nicht abgeklärt zu werden, ob die X.________ GmbH die Versicherte ohne Invalidität überhaupt ganztägig beschäftigen könnte. Ebenfalls offen bleiben kann die (letztinstanzlich unter Hinweis auf eine Taggeldabrechnung des Unfallversicherers vom 17. September 2004 und eines jeweils von der Hausärztin Dr. S.________ ab Januar 2004 ausgefüllten "Unfallscheins UVG" aufgeworfene) Frage, ob der von der Beschwerdeführerin an ihrer Computerschule unbestrittenermassen nach wie vor erzielte Verdienst von Fr. 39'000.- pro Jahr ab Ende November 2003 mit einer Arbeitsfähigkeit von nur mehr 50 % (statt der bisherigen 60%igen Leistungsfähigkeit) erreicht wird. 3.3 Aus der Gegenüberstellung des Fr. 67'767.- betragenden Valideneinkommens und des Invalideneinkommens von Fr. 39'000.- resultiert ein Invaliditätsgrad von 42 %. Wie IV-Stelle und kantonales Gericht zu Recht festgestellt haben, hat die Versicherte demnach ab 1. Mai 2002 Anspruch auf eine Viertelsrente der Invalidenversicherung.