Citation: 8C_121/2022 E. 5.2

5.2. Beanstandet wird des Weiteren die Beurteilung der Leistungspflicht für die psychischen Beschwerden nach dem Fallabschluss per 31. Juli 2020. Die Qualifikation des Unfallereignisses als mittelschwer im eigentlichen mittleren Bereich wird dabei nicht bestritten. Es wird indessen geltend gemacht, dass die meisten der in Betracht fallenden Kriterien erfüllt seien. Mit den eingehenden und sorgfältigen Erwägungen der Vorinstanz setzt sich der Beschwerdeführer jedoch nicht substanziiert auseinander. Dass das Ereignis einen unmittelbar lebensbedrohenden Charakter gehabt hätte, der eine objektive Eindrücklichkeit hätte begründen können, wird beschwerdeweise nicht dargetan und ist nicht erkennbar (Urteile 8C_611/2016 vom 16. Dezember 2016 E. 3.4; 8C_799/2008 vom 11. Februar 2009 E. 3.2.3; 8C_257/2008 vom 4. September 2008 E. 3.3.3). Das blosse Risiko eines komplizierten Heilungsverlaufs kann, sofern sich dieses nicht verwirklicht hat, für die Bejahung des Kriteriums nicht genügen. Auch reicht dafür nicht aus, dass sich der Beschwerdeführer später einer operativen Metallentfernung unterziehen musste und bis im Jahr 2022 therapeutisch mit Infiltrationen behandelt wurde. Zum Kriterium der langen Behandlungsdauer äusserte sich die Vorinstanz eingehend. Inwiefern ihre diesbezüglichen Feststellungen unrichtig oder die daraus gezogenen Schlussfolgerungen bundesrechtswidrig sein sollten, legt der Beschwerdeführer nicht dar. Ob das Kriterium der Dauerschmerzen erfüllt sei, prüfte das kantonale Gericht nicht abschliessend, da dieses (auch zusammen mit dem ebenfalls nicht näher beurteilten Kriterium der langen physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit) für die Bejahung der Adäquanz nicht genügt hätte. Dass das Kriterium in besonders ausgeprägter Weise gegeben wäre, wird beschwerdeweise nicht dargetan und ist nicht erkennbar. Es ist damit nicht zu beanstanden, dass das kantonale Gericht den adäquaten Kausalzusammenhang zwischen allfälligen psychischen Beschwerden und dem Unfall vom 1. Juli 2017 verneint hat. Entgegen den Einwänden des Beschwerdeführers bedurfte es daher keiner weiteren Abklärungen hinsichtlich des psychischen Gesundheitszustandes und ist insbesondere auch der Einwand unberechtigt, die Vorinstanz habe einen Bericht über die stationäre psychosomatische Behandlung in bundesrechtswidriger Weise unberücksichtigt gelassen.