Citation: 1A.266/2006 25.04.2007 E. 1

Weil das angefochtene Urteil vor dem 1. Januar 2007 erging, bleiben auf das bundesgerichtliche Beschwerdeverfahren das OG und die bis zum 31. Dezember 2006 geltende Rechtsmittelbestimmung des RPG (Art. 34 aRPG) anwendbar (Art. 132 Abs. 1 BGG). 1.1 Der kantonal letztinstanzliche Entscheid des Verwaltungsgerichts bestätigt den Entscheid der Gemeindeversammlung und des Regierungsrats, wonach die Beschwerdeführer nicht zur Einsprache bzw. zur Beschwerde gegen die Zuweisung der Grundstücke Nrn. 395, 396 und 381 in die Sonderbauzone Gemüse- und Gartenbau befugt seien. Dieser Entscheid stützt sich auf kantonales Verfahrensrecht. Dagegen steht die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Bundesgericht nur offen, soweit diese auch in der Hauptsache zulässig wäre (vgl. BGE 125 II 10 E. 2 S. 12 ff.). In der Sache fechten die Beschwerdeführer die Revision der Ortsplanung der Gemeinde Wikon an. Gegen Nutzungspläne steht grundsätzlich nur die staatsrechtliche Beschwerde ans Bundesgericht offen. Indessen ist gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen Nutzungspläne zulässig, wenn der Nutzungsplan auf Bundesverwaltungsrecht abgestützte Anordnungen enthält oder das Fehlen derartiger Anordnungen bemängelt wird. Insoweit stellt das Bundesgericht die Anordnungen im Nutzungsplanverfahren prozessual einer Verfügung im Sinne von Art. 5 VwVG i.V.m. Art. 97 OG gleich (vgl. BGE 132 II 209 E. 2 S. 211 mit Hinweisen). Im vorliegenden Fall rügen die Beschwerdeführer materiell die Umgehung von Art. 24 RPG durch Schaffung einer unzulässigen Kleinstbauzone; sodann machen sie eine Verletzung von Bundesumweltrecht, insbesondere durch Lärm- und Lichtimmissionen, geltend. Da diese Rügen im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu beurteilen wären, ist auch der angefochtene Entscheid betreffend die Einsprache- und Beschwerdelegitimation der Beschwerdeführer in diesem Verfahren zu überprüfen. 1.2 Die Beschwerdeführer sind als Einsprecher zur Rüge legitimiert, ihnen sei die Legitimation zu Unrecht, unter Verletzung von Art. 33 Abs. 3 lit. a RPG, abgesprochen worden. Auf die rechtzeitig erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist daher grundsätzlich einzutreten. 1.3 Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist allerdings nur, ob das Verwaltungsgericht die Einsprache- und Beschwerdebefugnis der Beschwerdeführer zu Unrecht verneint hat bzw. ob es zumindest auf die erhobenen Verfahrensrügen hätte eintreten müssen. Soweit die Beschwerdeführer darüber hinausgehende, die Sache selbst betreffende Rügen erheben, ist darauf nicht einzutreten. 1.4 Gleiches gilt, soweit die Beschwerdeführer geltend machen, der Gemeinderat habe den Stimmbürgern wichtige Informationen vorenthalten und damit eine unverfälschte Stimmabgabe sowie eine freie Willensbildung verunmöglicht. Hierbei handelt es sich um stimmrechtliche Rügen, die mit Stimmrechtsbeschwerde hätten vorgebracht werden müssen. Die Beschwerdeführer legen nicht dar, dass sie schon im Kanton derartige Rügen erhoben haben und begründen nicht, weshalb der Regierungsrat bzw. das Verwaltungsgericht ihre Beschwerde insoweit als Stimmrechtsbeschwerde hätte entgegennehmen oder an eine andere Behörde hätte weiterleiten müssen.