Citation: 1C_739/2021 E. 3.3

3.3. Der Beschwerdeführer macht ausserdem geltend, es liege eine Streitigkeit über zivilrechtliche Ansprüche im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 EMRK vor. Aus dem im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten Schreiben seiner Arbeitgeberin vom 15. Februar 2021 gehe hervor, dass er zur Berufsausübung unmittelbar auf den Führerausweis angewiesen sei. Auch insofern habe er daher einen konventionsrechtlichen Anspruch auf eine öffentliche mündliche Verhandlung. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Urteil anerkannt, dass der Beschwerdeführer in seiner aktuellen Anstellung auf den Führerausweis angewiesen ist. Sie hat es zudem für möglich gehalten, dass er - wie gemäss seiner Darstellung von der Arbeitgeberin bereits angekündigt - wegen des strittigen Führerausweisentzugs diese Stelle verlieren könnte. Er sei indes weder Berufschauffeur noch Taxifahrer. Für die Ausübung seines Berufs sei der Führerausweis nicht unbedingt notwendig. Der Beschwerdeführer kritisiert diese Feststellung zwar als offensichtlich unrichtig und verweist auf das erwähnte Schreiben seiner Arbeitgeberin. Dieses bezieht sich indes lediglich auf seine aktuelle Anstellung, wird darin doch ausgeführt, er übe als Magaziner in einem Werkhof des betreffenden Bauunternehmens auf dem Werkhofareal und ausserhalb davon im geschätzten Umfang von ca. 20-30% seines Arbeitspensums Fahrtätigkeiten aus, für die er auf den Führerausweis angewiesen sei. Aus dem Schreiben ergibt sich somit nicht, dass er für die Ausübung seines Berufs wie ein Berufschauffeur unbedingt auf den Führerausweis angewiesen und die gegenteilige Feststellung der Vorinstanz offensichtlich unrichtig ist. Vielmehr lässt sich daraus schliessen, dass die Arbeit eines Magaziners überwiegend keinen Führerausweis voraussetzt. Auch sonst sind ein entsprechendes Angewiesensein des Beschwerdeführers auf den Führerausweis und eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz weder dargetan noch ersichtlich. Die Vorinstanz durfte demnach das Vorliegen einer zivilrechtlichen Streitigkeit im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 EMRK und damit auch einen Anspruch auf eine öffentliche Verhandlung verneinen, ohne diese Bestimmung oder sonst Bundesrecht zu verletzen. Die formelle Rüge des Beschwerdeführers erweist sich somit auch in diesem Punkt und damit insgesamt als unbegründet.