Citation: 1B_379/2020 E. 2.5

2.5. Dem Beschwerdeführer ist zwar darin zuzustimmen, dass allenfalls in Bezug auf D.________ und der Mutter der Mitbeschuldigten keine Kollusionsgefahr mehr zu bestehen scheint. Bezüglich der weiteren von der Staatsanwaltschaft und der Vorinstanz genannten Personen, namentlich der restlichen Elternteilen des Beschwerdeführers und der Mitbeschuldigten, sowie der Nachbarinnen und Nachbarn, überzeugen die Einwendungen des Beschwerdeführers jedoch nicht. Die Vorinstanz hat schlüssig dargelegt, dass den Aussagen der genannten Personen im persönlichen Umfeld des Beschwerdeführers im vorliegenden Verfahren grosses Gewicht zukommt. Dies ist einerseits darauf zurückzuführen, dass sowohl der Beschwerdeführer wie auch die Mitbeschuldigte bis jetzt von ihren Aussageverweigerungsrechten Gebrauch gemacht haben. Andererseits gibt es gemäss der Vorinstanz Hinweise darauf, dass das bei B.________ festgestellte Schütteltrauma nicht die einzige physische Einwirkung auf die Kinder gewesen ist und somit nicht von einem einmaligen Vorfall auszugehen ist. Die genannten Personen können gegebenenfalls auch über andere allfällige Vorfälle Aussagen machen. Es spielt somit auch keine Rolle, ob der Beschwerdeführer die genannten Personen seit der Geburt der Zwillinge persönlich getroffen hat oder - wie der Beschwerdeführer behauptet - nicht. Die Bedeutung der von einer Beeinflussung bedrohten Aussagen ist somit sehr hoch. Die Vorinstanz hat ausserdem aufgezeigt, dass aufgrund der persönlichen Beziehungen zwischen dem Beschwerdeführer und der Mitbeschuldigten einerseits und den genannten zu befragenden Personen andererseits Kollusionsgefahr besteht. Zurecht führt sie aus, es entspreche der allgemeinen Lebenserfahrung, dass "frischgebackene" Eltern sich Personen in ihrem Umfeld anvertrauen. Die Vorinstanz zählt unter anderem die Eltern der beiden Beschuldigten zum persönlichen Umfeld; dies ist naheliegend und bedarf keiner weiteren Ausführungen. Die persönliche Beziehung zu den Nachbarinnen und Nachbarn ergibt sich ohne Weiteres aus deren unmittelbarer Nähe zur Wohnung der Beschuldigten. Schliesslich stützt sich die Vorinstanz entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers weder auf den Umstand, dass noch keine Konfrontationseinvernahme durchgeführt wurde, noch auf das hängige Siegelungsverfahren, um die Kollusionsgefahr zu begründen.