Citation: 2C_827/2017 E. 6

Die Beschwerdeführerin rügt im Zusammenhang mit dem nachehelichen Härtefall gemäss Art. 50 AuG auch eine Verletzung von Art. 96 AuG, wonach das Ermessen nicht korrekt ausgeübt worden sei. Im Rahmen der Prüfung des Härtefallgrundes der starken Gefährdung der sozialen Wiedereingliederung im Herkunftsland ist eine umfassende Interessenabwägung bzw. Verhältnismässigkeitsprüfung vorgenommen worden (vgl. E. 5.2), welche im Ergebnis nicht zu einem Aufenthaltsrecht führt. Eine zusätzliche Verhältnismässigkeitsprüfung nach Art. 96 AuG, wie etwa im Zusammenhang mit dem Widerruf von Bewilligungen nach Feststellung des Vorliegens eines gesetzlichen Widerrufsgrunds (vgl. BGE 139 I 45 E. 2 S. 147 ff.), entfällt. Die behördliche Ermessensausübung gemäss Art. 96 AuG ist alsdann selbständig von Belang im Zusammenhang mit Bewilligungen, auf die kein Rechtsanspruch besteht, wie etwa Härtefallbewilligungen nach Art. 30 AuG; diesbezüglich ist das Bundesgericht nicht zuständig (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG). Auf die Rüge der Verletzung von Art. 96 AuG ist nicht einzutreten.