Citation: 6B_243/2022 E. 4.4

4.4. Auf die zutreffenden vorinstanzlichen Ausführungen kann auch ihm Hinblick auf das Berufsverbot vollumfänglich verwiesen werden. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, ein Tätigkeitsverbot sei nicht möglich, da er korrekterweise zu einer (bedingten) Geldstrafe zu verurteilen sei, ist darauf nicht weiter einzugehen, da es bei der bedingten Freiheitsstrafe bleibt (vgl. E. 3.4). Auch könnte das altrechtliche Berufsverbot bei einer Geldstrafe von über 180 Tagessätzen ausgesprochen werden. Die Vorinstanz trägt dem Umstand, dass seit den Pflichtverletzungen des Beschwerdeführers bereits über zehn Jahre vergangen sind, ohne dass sich dieser neue Verfehlungen hat zuschulden kommen lassen, hinreichend Rechnung. Sie führt nachvollziehbar aus, dass der Zeitablauf allein die Gefahr neuer Pflichtverletzungen nicht derart verringere und ein Tätigkeitsverbot ausschliesse, da der Beschwerdeführer weiterhin die eigenen Verfehlungen nicht einsehe. Ferner zeigt die Vorinstanz anhand der einzelnen Gesellschaften, in die der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils involviert war, schlüssig auf, weshalb sie zur Einschätzung gelangt, dass die Gefahr weiterer Pflichtverletzungen mit Gesellschaftsschädigung beim Beschwerdeführer erheblich sei (angefochtenes Urteil S. 47 ff.). Mit dieser ausführlichen vorinstanzlichen Begründung setzt sich der Beschwerdeführer nicht ansatzweise auseinander. Schliesslich erweist sich die Anordnung des Berufsverbots, beschränkt auf die formelle Organtätigkeit, auch als verhältnismässig. Mit der Vorinstanz schränkt das Verbot der zukünftigen Organtätigkeit den Beschwerdeführer angesichts seines Alters und seiner finanziellen Absicherung nur geringfügig in seiner Wirtschaftsfreiheit ein, zumal er mit seinen Organtätigkeiten keine Einkünfte erzielt (angefochtenes Urteil S. 49). Daran ändert entgegen dem Einwand des Beschwerdeführers nichts, dass er gemäss den vorinstanzlichen Feststellungen seit zwölf Jahren zu keinen weiteren Beschwerden Anlass gibt (angefochtenes Urteil S. 49). Nicht zu beanstanden ist schliesslich, dass die Vorinstanz das Verbot, wie die Probezeit, auf drei Jahre festsetzt. Der Beschwerdeführer kann, sofern er sich weiterhin bewähren sollte, nach Ablauf von zwei Jahren des Vollzugs um eine inhaltliche oder zeitliche Einschränkung oder um Aufhebung des Verbots ersuchen (vgl. aArt. 67a Abs. 4 StGB; nunmehr Art. 67c Abs. 5 lit. a StGB). Unter Würdigung aller relevanter Umstände ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz die Voraussetzungen von (a) Art. 67 Abs. 1 StGB als erfüllt erachtet. Das angefochtene Urteil ist jedoch dahingehend zu korrigieren, dass nicht ein Tätigkeitsverbot gemäss Art. 67 Abs. 1 StGB, sondern ein Berufsverbot gemäss aArt. 67 Abs. 1 StGB ausgesprochen wird. Betreffend Umfang und Dauer des Berufsverbots bleibt es bei den Anordnungen der Vorinstanz.