Citation: 6B_1332/2016 E. 5.4

5.4. Die Gefahr eines vom Abschlagplatz Nr. 9 auf den Abschlagplatz Nr. 7 eintreffenden Golfballs wurde in erster Linie durch die konkrete Festlegung der Abschlagplätze und der Spielrichtungen geschaffen. Bei der Planung und dem Bau der fraglichen Standorte, deren Abstand zueinander, ihrer Ausrichtung und bei der Wahl der Grünanlage in unmittelbarer Umgebung handelt es sich nicht um Unterlassungen, sondern um Handlungen. Dass der Beschwerdegegner 3 beim Bau des Golfplatzes zwischen den Abschlägen Nr. 7 und 9 kein Netz installieren, sondern Gebüsche/Bäume pflanzen liess, ist deshalb keine Unterlassung, ebenso wenig, wie wenn das Netz an einem anderen Ort anstatt an der genannten Stelle, nicht auf der fraglichen Höhe oder nicht auf der notwendigen Länge aufgestellt worden wäre. Die Vorinstanz stützt sich zur Bestimmung der Verjährungsfrist auf aArt. 97 Abs. 1 lit. c StGB (in der bis 31. Dezember 2013 gültigen Fassung; AS 2013 4417). Diese altrechtliche Bestimmung sah eine siebenjährige Verjährungsfrist vor, weshalb die Vorinstanz unter Hinweis auf Art. 389 Abs. 1 StGB zutreffend darauf abstellt (Entscheid S. 11 f.). Nachdem der Bau des Golfplatzes spätestens im Juni 2004 abgeschlossen war, trat die Verfolgungsverjährung spätestens Anfang Juli 2011 und vor dem erstinstanzlichen Urteil ein. Die Einstellung des gegen den Beschwerdegegner 3 geführten Verfahrens ist bundesrechtskonform.