Citation: 1P.648/2002 04.03.2003 E. D

A.________ beantragte dem Kriminalgericht des Kantons Luzern mit Eingabe vom 3. Dezember 2002, die im aktuellen Verfahren gegen ihn ernannten Richter seien als befangen zu erklären und verlangte deren Ausstand. B.________ sei vom Kriminalgericht am 8. September 2000 aufgrund seines Geständnisses für schuldig befunden worden. Der Verurteilte habe angegeben, für A.________ Drogen transportiert zu haben. Mit dieser Aussage belaste er A.________ schwer. Es sei offensichtlich, dass das Kriminalgericht die Aussagen B.________s als glaubwürdig qualifiziert habe, sei es doch im Schuldspruch und im Strafmass vollumfänglich den Anträgen der Anklage gefolgt. Das damalige Gericht habe sich konkret mit den Belastungen B.________s gegen ihn, A.________, auseinander setzen müssen. Es habe sämtliche Sachverhaltsschilderungen B.________s als richtig befunden und darauf abgestellt. Damit hätten sich sämtliche Richter und Richterinnen früher mit der Sache amtlich in einer Weise befasst, die erwarten lasse, dass sie bezüglich Schuld oder Nichtschuld nicht mehr unvoreingenommen seien. Das Kriminalgericht wies das Ausstandsgesuch A.________s mit Urteil vom 6. Dezember 2002 ab.