Citation: 2C_511/2019 E. A

Die chinesische Staatsangehörige A.A.________ (geboren 1979) ist in Österreich niederlassungsberechtigt. Sie hielt sich ab Februar 2009 wiederholt rechtswidrig in der Schweiz auf und ging einer nicht bewilligten Erwerbstätigkeit nach. Eine gegen sie verhängte Einreisesperre versuchte sie durch Vortäuschen einer falschen Identität und wiederholtes Erschleichen von Kurzaufenthaltsbewilligungen zu umgehen. Zudem beschäftigte sie mehrfach nicht über eine Arbeitsbewilligung verfügende Ausländerinnen in von ihr geführten Erotikclubs. Aufgrund dieser Verstösse wurde sie mehrfach zu Geldstrafen und Bussen verurteilt. Seit April 2013 ist A.A.________ mit dem Schweizer Staatsbürger B.A.________ (geboren 1952) verheiratet. Nachdem die Einreisesperre aufgehoben wurde, reiste sie im Juni 2013 in die Schweiz ein und erhielt eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei ihrem Ehemann. Die beiden haben einen gemeinsamen Sohn (C.A.________, geboren 2012). Mit Schreiben vom 22. September 2016 gewährte das Migrationsamt des Kantons Zürich A.A.________ das rechtliche Gehör bezüglich der beabsichtigten Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib beim Schweizer Kind. Das Migrationsamt führte an, sie lebe - obschon sie am Ehewillen festhalte - seit dem 1. April 2016 von ihrem Ehemann getrennt. Wichtige Gründe für das Getrenntleben seien nicht vorhanden. Der Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib beim Ehemann sei mit der Aufgabe der räumlichen Gemeinschaft entfallen. Im von A.A.________ unterzeichneten Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung vom 7. November 2016 ist als Aufenthaltszweck "Hausfrau mit Kind (CH-Bürger) " vermerkt. Am 10. November 2016 wurde ihr eine Aufenthaltsbewilligung zwecks Verbleibs bei ihrem Schweizer Sohn ausgestellt. Diese wurde letztmals verlängert bis Juni 2018.