Citation: I 773/02 12.12.2003 E. 1

1.1 Das kantonale Gericht hat die massgebenden gesetzlichen Bestimmungen über die Leistungspflicht der Invalidenversicherung für die Sonderschulung bildungsfähiger Versicherter (Art. 19 IVG) insbesondere für Massnahmen pädagogisch-therapeutischer Art zur Ermöglichung des Volksschulbesuches (Art. 19 Abs. 3 IVG in Verbindung mit Art. 8 und 9 IVV) sowie die hiezu ergangene Rechtsprechung (BGE 122 V 206 Erw. 2) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. Gleiches gilt für den Anspruch auf nicht auf die Behandlung des Leidens an sich gerichtete medizinische Massnahmen (Art. 12 Abs. 1 IVG). Dazu bleibt zu betonen, dass die Invalidenversicherung in der Regel nur solche Vorkehren als medizinische Massnahmen übernimmt, die unmittelbar auf die Beseitigung oder Korrektur stabiler oder wenigstens relativ stabilisierter Defektzustände oder Funktionsausfälle hinzielen und welche die Wesentlichkeit und Beständigkeit (AHI 2000 S. 298 f. Erw. 1b und c mit Hinweisen) des angestrebten Erfolges gemäss Art. 12 voraussehen lassen, nicht jedoch solche Massnahmen, die auf die Behandlung des Leidens an sich gerichtet sind (BGE 120 V 279 Erw. 3a mit Hinweisen). Art. 12 IVG bezweckt namentlich die gegenseitige Abgrenzung der Aufgabenbereiche der Invalidenversicherung einerseits sowie der Kranken- und Unfallversicherung andererseits (BGE 104 V 81 Erw. 1 mit Hinweis). Richtig wiedergegeben sind schliesslich auch Rz 16 und 17 des Kreisschreibens über die Behandlung von Sprachgebrechen der Invalidenversicherung. So kann nach Rz 16 eine Sprachheilbehandlung im Sinne einer pädagogisch-therapeutischen Massnahme, welche während des Normal- oder Sonderschulunterrichts eingeleitet wird, nötigenfalls gestützt auf Art. 5 Abs. 2 und Art. 12 IVG während der erstmaligen beruflichen Ausbildung (worunter auch der Besuch des Gymnasiums zu verstehen ist) fortgesetzt werden, jedoch höchstens bis zur Volljährigkeit des Versicherten bzw. zum vollendeten 20. Altersjahr. 1.2 Zu ergänzen ist, dass das am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 im vorliegenden Fall nicht anwendbar ist, da nach dem massgebenden Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung (hier: 11. April 2002) eingetretene Rechts- und Sachverhaltsänderungen vom Sozialversicherungsgericht nicht berücksichtigt werden (BGE 129 V 4 Erw. 1.2 mit Hinweisen).