Citation: 6B_97/2019 E. 3.3.2

3.3.2. Ob der Freispruch von der Anklage der Geldwäscherei in Bezug auf die nach Beendigung der Haupttat erfolgten Taten des Beschwerdeführers (vgl. unten E. 3.4.3) vor Bundesrecht standhält, ist vorliegend nicht zu beurteilen, zumal der Beschwerdeführer insofern nicht beschwert und das obergerichtliche Urteil in diesem Punkt (von der Oberstaatsanwaltschaft) nicht angefochten ist. Ob die Vorinstanz mithin zu Recht annimmt, eine sich nach aussen manifestierende Veränderung der deliktischen Tätigkeit des Beschwerdeführers im Rahmen des betrügerischen Anlagesystems hin zu Bestrebungen zur Vereitelung der Einziehung sei nicht erkennbar, so dass eine zusätzliche Strafbarkeit wegen Geldwäscherei nach Beendigung des Betruges abzulehnen sei (angefochtenes Urteil S. 126 f.), muss daher nicht entschieden werden. Dasselbe gilt, soweit sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt stellt, der Tatbestand der Geldwäscherei konsumiere die Beteiligung als Gehilfe an der Vortat des gewerbsmässigen Betruges (Beschwerde S. 9). Soweit sich die Gehilfenschaft zum gewerbsmässigen Betrug und die Geldwäschereihandlungen zeitlich überschneiden, wäre im Übrigen zu beachten, dass - sofern der Teilnehmer an der Vortat als Täter der Geldwäscherei überhaupt in Frage kommt (krit. hiezu ACKERMANN/ZEHNDER, in: Kommentar Kriminelles Vermögen - Kriminelle Organisationen, Bd. II, 2018, § 11 Geldwäscherei Art. 305bis StGB N 781; vgl. auch PHILIPPE WEISSENBERGER, in: Basler Kommentar, Strafrecht II, 4. Aufl. 2019, N 98 zu Art. 160 [ad Hehlerei]) - nach den Regeln der unechten Konkurrenz der leichtere Deliktstatbestand wertmässig im schwereren Tatbestand aufgeht (JÜRG-BEAT ACKERMANN, in: Basler Kommentar, Strafrecht II, 4. Aufl. 2019, N 65 zu Art. 49; GÜNTER STRATENWERTH, Schweizerisches Strafrecht, Allg. Teil I, 4. Aufl. 2011, § 18 N 5), im vorliegenden Fall der Tatbestand der Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 2 lit. c StGB durch das Betrugsdelikt im Sinne von Art. 146 Abs. 1 und Abs. 2 StGB konsumiert würde. Damit kann offenbleiben, ob den Deliktshandlungen des Beschwerdeführers, namentlich der Erledigung des Zahlungsverkehrs der Charakter von Vereitelungshandlungen zukommt (vgl. angefochtenes Urteil S. 127).