Citation: 4A_271/2013 E. A

A. und B. X.________ (nachstehend: Eigentümer, Beschwerdeführer) beabsichtigten, ihr Einfamilienhaus um- und anbauen zu lassen. Sie liessen daher im Sommer 2008 vom Architekten C.________ (nachstehend: Architekt, Beschwerdegegner) Planskizzen für verschiedene An- und Umbauvarianten erstellen. In seiner E-Mail vom 17. September 2008 erkundigte sich der Eigentümer beim Architekten nach einem Termin für die Abgabe der Kostenschätzung und teilte ihm in Bezug auf die bisherigen Pläne verschiedene Änderungswünsche mit, welche namentlich den Verzicht auf eine zweite Garage und die Verschiebung einer Dusche betrafen. Am 23. September 2008 erstellte der Architekt für das Bauprojekt eine "Grobkostenschätzung" mit folgenden Passagen: "Gebäudekosten Anbauten Wohnteil m³ 440 zu CHF 1'000.00 CHF 440'000.00 Umbauten, Anpassungsarbeiten - Untergeschoss 8'000.00 - Erdgeschoss . Aussenwand Ost CHF 11'000.00 . Wohnen 67'000.00 . Essen 14'000.00 . Vorplatz 9'000.00 . Dusche 12'000.00 - Dachgeschoss . Ankleide CHF 28'000.00 . Vorplatz / Treppe 16'000.00 44'000.00 - Sonnenschutz Dachterrasse 20'000.00 Total Gebäudekosten CHF 625'000.00 Umgebungsarbeiten [...] Total Umgebungsarbeiten CHF 60'000.00 Baunebenkosten Gebühren, Bewilligungen usw.,[...] CHF 50'000.00 Total An- und Umbaukosten CHF 735'000.00" Mit Schreiben vom 24. September 2008 gab der Architekt an, das Total des Kubikinhalts des Wohnhauses betrage 400 m³. Am 29. September 2008 erstellte der Architekt ein Baugesuch, das von den Eigentümern mitunterzeichnet wurde. Dieses Gesuch wurde den zuständigen Behörden am 8. Oktober 2008 eingereicht und von diesen am 27. November 2008 bewilligt. Nach einem Planungsstopp im Dezember 2008 befassten sich die Eigentümer in den Monaten Januar und Februar 2009 erneut mit der Planung der Wohnküche, der Badezimmer sowie der Auswahl von Einrichtung und Materialien. Nach Einholung von Offerten erstellte der Architekt am 26. Februar 2009 einen detaillierten Kostenvoranschlag über Fr. 927'600.--. Mit Mail vom 1. März 2009 fragten die Eigentümer den Architekten an, weshalb zur Schätzung vom 23. September 2008 ein so grosser Unterschied bestehe; sie wollten wissen, was sie tun sollten, um die Kosten ungefähr auf den ursprünglichen Rahmen zurückzuführen. Nach einer Kostenbesprechung führten die Eigentümer in ihrer E-Mail vom 5. März 2009 gegenüber dem Architekten aus, sie müssten Verschiedenes unternehmen, um die Kosten ganz wesentlich herabzudrücken, wobei sie Konkurrenzofferten nannten. Im Schreiben vom 22. März 2009 erklärten die Eigentümer gegenüber dem Architekten, sie seien nur bereit, den Umbau zu verwirklichen, wenn der Architekt ein Kostendach (ohne Umgebungsarbeiten) von Fr. 680'000.-- gewährleiste; der Umbau sei, wie früher gemeinsam besprochen, bis Ende September 2009 abzuschliessen. Im Antwortschreiben vom 24. März 2009 führte der Architekt aus, die zugegebenermassen bedeutende Differenz zwischen Grobkostenschätzung und Kostenvoranschlag habe verschiedene Gründe; Reduziere man die Gebäudekosten des Kostenvoranschlags von Fr. 883'000.00 um die Kosten für spezielle Ausbauten von ca. Fr. 133'000.00 gemäss separater Liste, würden sich Kosten von Fr. 750'000.00 ergeben, was gegenüber der Grobkostenschätzung von CHF 625'000.00 einem Plus von 20 % entspreche; diese Differenz einer Grobkostenschätzung dürfe als durchaus vertretbar bezeichnet werden. In der angehängten Liste wurden betreffend die Küche "Zirka-Kosten" von Fr. 90'000.--, "Übliche ø -Kosten" von Fr. 40'000.-- und "Mehr-Kosten" von Fr. 50'000.-- angeführt. Nachdem der Architekt Konkurrenzofferten eingeholt hatte, erstellte er am 27. März 2009 einen neuen Kostenvoranschlag der ein Gesamttotal von Fr. 798'400.-- (Gebäude Fr. 766'600.--; Baunebenkosten und Übergangskosten Fr. 31'800.--) auswies. Für die Kücheneinrichtung wurden Fr. 90'000.-- angegeben. Der Architekt führte in seinem Schreiben vom 3. April 2009 gegenüber den Eigentümern aus, die von ihnen verlangte Reduktion der Gebäudekosten sei höchstens mit einer grundsätzlichen Reduktion des Bau- und Umbauvolumens möglich. Die Eigentümer lehnten eine solche Reduktion ab. Am 20. Juli 2009 stellte der Architekt für die erbrachten Architekturleistungen eine Honorarforderung von Fr. 74'300.25 (inkl. Auslagen von Fr. 1'406.65), die er nach der SIA-Ordnung 102 berechnete. Alternativ erstellte er gestützt auf eine Berechnung des Honorars nach Zeitaufwand eine Rechnung über Fr. 82'406.60. Die Eigentümer anerkannten einen Betrag von Fr. 12'000.--.