Citation: 9C_666/2018 E. 4.1

4.1. In der Beschwerde wird im Einzelnen vorgebracht, der Rückweisungsentscheid vom 22. September 2015 verstosse gegen Bundesrecht. Es wäre nicht Sache des Versicherungsgerichts gewesen, gestützt auf Zitate aus dem Artikel von THOMAS GÄCHTER und MICHAEL E. MEIER, "Schmerzrechtsprechung 2.0" (in: Jusletter vom 29. Juni 2015), dem psychiatrischen Gutachten des Dr. med. B.________ vom 29. Januar 2013 den Beweiswert im Lichte von BGE 141 V 281 abzusprechen und damit die vom Bundesgericht aufgestellte intertemporalrechtliche Beweiswürdigungsregel "ad absurdum zu führen". Das kantonale Gericht wäre vielmehr gehalten gewesen - so die IV-Stelle im Folgenden -, eingehend zu prüfen, ob das psychiatrische Administrativgutachten, gegebenenfalls im Kontext mit weiteren fachärztlichen Berichten, eine schlüssige Beurteilung nach Massgabe der entscheidwesentlichen Indikatoren erlaubte oder nicht. Es hätte sodann daraus folgern müssen, dass die fraglichen Standardindikatoren ohne Weiteres auf Grund des im Rahmen des Revisionsverfahrens eingeholten Gutachtens des Dr. med. B.________, der sich zu allen massgeblichen Beweisthemen geäussert habe, hätten beurteilt werden können. Aus der entsprechenden Beurteilung hätte die Vorinstanz schliesslich abzuleiten gehabt, dass die Versicherte über genügend Ressourcen verfüge, um einer Erwerbstätigkeit im Rahmen des somatisch anerkannten Zumutbarkeitsprofils im Umfang von 100 % nachgehen zu können. Zudem rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung ihres rechtlichen Gehörs, indem das Versicherungsgericht es unterlassen habe, ihr Gelegenheit zu geben, zur Rechtsprechungsänderung gemäss BGE 141 V 281 Stellung zu nehmen.