Citation: 2C_115/2021 E. 7.2.1

7.2.1. Die Ausführungen der Beschwerdeführerin überzeugen nicht: Sie beruft sich zum Beleg für die besonders (negativen) Auswirkungen der Maskentragpflicht auf die Kinder auf den Presseartikel einer Kinderpsychiaterin (Nadia Bruschweiler-Stern), auf die Äusserung einer Psychologin (Rita Jungo Küttel), auf Stellungnahmen von drei Logopädinnen (Emilie Castella, Amélie Collaud und Alexandra Ritz), auf ein Schreiben des Freiburger Kinderkrippenverbandes, auf Beobachtungen der Kitas "Fripouilles" in Corminboeuf und "Zauberschlössli" in Tafers, auf einen Bericht der "Association romande des logopédistes (ARLD) " aus dem Jahr 2003, auf eine Stellungnahme der "Konferenz der Freiburger LogopädInnenvereine" und auf eine Untersuchung aus Quebec. Die Durchsicht dieser Unterlagen ergibt, dass es sich dabei nicht um eigentliche wissenschaftliche Studien handelt. Den verschiedenen Äusserungen kann entnommen werden - was aber nicht bestritten ist - dass dem Gesicht und der Mimik der betreuenden Erwachsenen für die kindliche Entwicklung eine besondere Bedeutung zukommt und sie geeignet sind, den Spracherwerb, die Lernfähigkeit, die sozialen Komponenten, die Empathie, das Lesen der Absichten des andern und die Regulierung von Emotionen zu beeinflussen. Es ist dabei zwar von der Möglichkeit von negativen Auswirkungen die Rede; keine der eingereichten Unterlagen stellt solche jedoch in relevanter wissenschaftlicher Art und Weise fest. Im Übrigen wird von negativen Auswirkungen vor allem dann ausgegangen, wenn die Maskentragpflicht dauernd und ohne Ausnahmen besteht, was bei der beanstandeten Regelung gerade nicht der Fall ist.