Citation: 6B_460/2020 E. 8.4.4

8.4.4. Keine Ermessenverletzung ist schliesslich ersichtlich in Bezug auf die Gewichtung der Freisprüche von der Anklage der qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung in den Sachverhaltskomplexen "E.________ Holding AG" und "F.________ AG" sowie von der Anklage des Betruges sowie der ungetreuen Geschäftsbesorgung und der Urkundenfälschung im Sachverhaltskomplex "H.________ AG" (Teilkomplexe A und B) sowie auf die Einstellung des Verfahrens hinsichtlich des Vorwurfs der falschen Angaben über ein kaufmännisches Gewerbe in den Sachverhaltskomplexen "F.________ AG" und "G.________ Swiss AG". Die Herabsetzung der Strafe gegenüber dem erstinstanzlichen Urteil um 14 Monate liegt ohne Weiteres im Rahmen des Ermessens. Die Reduktion in diesem Umfang trägt insbesondere dem Umstand angemessen Rechnung, dass der Beschwerdeführer in den betreffenden Sachverhaltskomplexen jeweils nicht vollumfänglich, sondern lediglich in einem Teilbereich freigesprochen wurde und die übrigen Schuldsprüche bestehen blieben. Dies gilt insbesondere für die Sachverhaltskomplexe "E.________ Holding AG" und "F.________ AG", in denen an Stelle eines Schuldspruchs wegen qualifizierter ungetreuer Geschäftsbesorgung gemäss Art. 158 Ziff. 1 Abs. 3 StGB ein solcher nach dem Grundtatbestand von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 StGB erfolgte (angefochtenes Urteil S. 121, 139). Zuletzt ist auch die Würdigung des Verschuldens durch die Vorinstanz ohne Weiteres nachvollziehbar. Dabei nimmt diese in Bezug auf die einzelnen Tatvorwürfe entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 80) nicht bloss ein "nicht unerhebliches" (angefochtenes Urteil S. 261 E. 8.1.1, 263) bzw. "nicht mehr leichtes" Verschulden an (angefochtenes Urteil S. 262, 264 E. 8.2.4, 268), sondern geht in Bezug auf mehrere Tatvorwürfe auch von einem erheblichen Verschulden aus (angefochtenes Urteil S. 261 E. 8.1.3, 264 E. 8.2.3, 265 E. 8.3.1, 266 E. 8.4.1 und 8.4.2, 267 E. 8.4.3 und 8.4.4). Zudem gewichtet die Vorinstanz auch die langjährige und wiederholte Delinquenz in Millionenhöhe zu Recht als stark negativ (angefochtenes Urteil S. 266). Insgesamt trägt die Vorinstanz der von der ersten Instanz, welche von einem "ausgesprochen schweren" Gesamtverschulden ausgegangen ist (angefochtenes Urteil S. 259), abweichenden Gewichtung des Verschuldens ausreichend Rechnung.