Citation: 7B_1282/2024 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer sei mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 5. August 2020 wegen Nötigung und wegen Gewalt oder Drohung gegen Behörden oder Beamte mit einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu Fr. 30.-- sowie mit einer Busse von Fr. 300.-- bestraft worden. Bereits mit diesen beiden zu unterschiedlichen Zeitpunkten begangenen Delikten sei das Vortatenerfordernis im Sinne von Art. 221 Abs. 1 lit. c StPO erfüllt, was von der amtlichen Verteidigung nicht bestritten worden sei; diese habe bezüglich der ersten der drei kumulativen Voraussetzungen für die Bejahung von Wiederholungsgefahr vielmehr geltend gemacht, es würden keine vergleichbaren weiteren Taten drohen, da angesichts der gütlichen zivilrechtlichen Einigung mitsamt Kontaktverbot keine Tatwiederholung zu befürchten sei. Gegen diese Einschätzung - so die Vorinstanz - spreche Folgendes: Der Beschwerdeführer habe sich weder durch die bisherigen fünf Verurteilungen, die laufende Probezeit für eine 15-monatige Freiheitsstrafe noch durch das laufende, umfangreiche Strafverfahren davon abhalten lassen, am 30. Mai 2024 der Geschädigten eine Todesdrohung zukommen zu lassen, eine Schreckschusswaffe auf den Mund des Bruders der Geschädigten zu schlagen und im Rahmen des Scheidungsverfahrens vor dem Bezirksgericht Hinwil während der laufenden Einigungsverhandlung die Geschädigte erneut zu bedrohen. Angesichts dieser Sachlage sei ohne Weiteres davon auszugehen, dass im Falle einer Haftentlassung Delikte gegen die Freiheit sowie gegen Leib und Leben (insbesondere der Geschädigten) drohten, weshalb eine erhebliche und unmittelbare Gefährdung der Sicherheit anderer durch vergleichbare weitere Taten und eine sehr ungünstige Rückfallprognose zu bejahen und damit sämtliche kumulativen Voraussetzungen für die Annahme von Wiederholungsgefahr erfüllt seien. Der Beschwerdeführer habe überdies vorgebracht, falls man den Standpunkt der Erstinstanz konsequent zu Ende denke, so hiesse dies, dass er geradezu dauerhaft weggesperrt werden müsste, um Ausführungs- und Wiederholungsgefahr zu bannen, und selbst ein Paradigmenwechsel, wie eine umfassende Scheidungsvereinbarung mit einem Kontaktverbot inklusive einer Strafandrohung, vermöchte daran nichts zu ändern. Die vorliegenden Fakten - so die Vorinstanz - reichten aus, um im gegenwärtigen Verfahrensstadium die besonderen Haftgründe der Wiederholungsgefahr (und der Ausführungsgefahr) zu bejahen.