Citation: 4A_545/2019 E. 4.4

4.4. Der Beschwerdeführer räumt vor Bundesgericht zwar ein, dass eine Haftung gemäss Art. 41 Abs. 1 OR nicht notwendigerweise ein strafbares Verhalten voraussetze. Er meint aber, dass es um eine Vermögensschädigung gehe, die nur bei einem Verstoss gegen eine Schutznorm widerrechtlich sei. Vorliegend kämen nur strafrechtliche Schutznormen in Betracht. Werde er im gegen ihn geführten Strafverfahren freigesprochen, bestünden daher die eingegebenen Forderungen der Beschwerdegegnerinnen nicht und sei die Kollokation "von vornherein unzulässig" gewesen. In diesem Fall hätten die Beschwerdegegnerinnen "offensichtlich keinen Anspruch auf Beteiligung an einer allfälligen Dividende", womit es an einem Rechtsschutzinteresse fehle. Ihm sei die Rechtsprechung des Bundesgerichts bekannt, wonach in einem vom Abtretungsgläubiger erhobenen Verfahren die Rechtmässigkeit der Kollokation nicht geprüft werden könne. Er sei aber der Ansicht, dass - "aufgrund des vorliegenden besonderen Falls" - auf diese Rechtsprechung "nochmals zurückzukommen" sei beziehungsweise sie einer "Präzisierung" bedürfe. Zudem bringt der Beschwerdeführer vor, die vorinstanzliche Verweisung auf Art. 244 SchKG sei unrichtig. Die Konkursverwaltung könne bei der Prüfung der eingegebenen Forderungen "nicht ansatzweise" beurteilen, ob ein Straftatbestand gegeben sei und ob gestützt darauf eine Forderung aus Delikt bestehe. Für eine solche Beurteilung benötige eine Staatsanwaltschaft "Jahre". Es sei ihm (dem Beschwerdeführer) auch nicht möglich gewesen, die Wegweisung der kollozierten Forderungen mit Kollokationsklage nach Art. 250 Abs. 2 SchKG zu beantragen, da er kein zugelassener Gläubiger gewesen sei.