Citation: 6S.281/2002 16.04.2003 E. 6

Der vierte Schuldspruch erfolgte wegen des Vorwurfs in einem Schreiben vom 23. August 1998, der Beschwerdegegner falle L._______, dessen Treuhandfirma als Revisionsstelle der A.________ AG fungiere, in den Rücken und beschuldige diesen, eine strafbare Handlung begangen zu haben. Denn dadurch werde dem Beschwerdegegner vorgehalten, er beschuldige L._______ eines Deliktes und begehe auf diese Weise selber eine Ehrverletzung zum Nachteil von L._______. Das Schreiben war an den Beschwerdegegner gerichtet mit Kopie an L._______. Der Beschwerdeführer wendet ein, der Beschwerdegegner sei nicht legitimiert gewesen, Strafantrag zu stellen, weil der Vorwurf der strafbaren Handlung nicht ihn, sondern L._______ betroffen habe, welcher keinen Strafantrag gestellt habe. Diese Argumentation geht an der Sache vorbei. Der Schuldspruch erfolgte nämlich nicht wegen einer Verletzung der Ehre des L._______, sondern jener des Beschwerdegegners. Mit dieser Begründung des Schuldspruches setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander. Die lapidare Behauptung, der Vorwurf an ihn sei weder nach- noch rechtlich ausgewiesen, genügt den Anforderungen an die Begründung einer Nichtigkeitsbeschwerde nicht (BGE 129 IV 6 E. 5.1). Auf die Rüge ist somit nicht einzutreten.