Citation: 1P.416/2002 19.11.2002 E. 7

Schliesslich erheben die Beschwerdeführer mehrere Rügen bezüglich des Kostenentscheids. 7.1 Zum einen werfen sie dem Verwaltungsgericht vor, die Kosten der streitigen Lampe verkannt zu haben; nur dies sei angefochten gewesen. Diese Behauptung ist unzutreffend: Streitgegenstand waren nicht die Kosten für den Kandelaber, sondern die Frage, ob die Beschwerdeführer dessen Aufstellung und Betrieb auf ihrem Grundstück dulden müssen. Zudem richten sich die Gerichtskosten nicht nur nach dem Streitwert, sondern auch nach dem Zeitaufwand (§ 3 Abs. 1 des Dekrets vom 24. November 1987 über die Verfahrenskosten). Aufgrund der umfangreichen Rechtsschriften und den gestellten Anträgen und Widerklageanträge erscheint die Bemessung der Gerichtskosten durch das Verwaltungsgericht jedenfalls nicht willkürlich. 7.2 Die Beschwerdeführer machen zudem geltend, sie hätten sich in guten Treuen gegen die klägerischen Ansinnen zur Wehr gesetzt, weshalb ihnen die Kosten nicht oder jedenfalls nicht vollständig überbunden werden dürften. Sie begründen diese Rechtsauffassung jedoch nicht näher. Die Tatsache, dass sie von ihrem Recht überzeugt waren und den Entscheid des Verwaltungsgerichts für falsch halten, genügt jedenfalls nicht, um sie von den Gerichtskosten zu befreien. 7.3 Schliesslich wenden sie sich gegen die Höhe der vom Verwaltungsgericht zugesprochenen Parteientschädigung. Das Verwaltungsgericht habe keine belegte Kostennote des ersten Rechtsvertreters der Gemeinde (Rechtsanwalt Baumann) angefordert, sondern sich mit einer telefonischen Erhebung seitens des zweiten Rechtsvertreters der Gemeinde (Rechtsanwalt Blöchlinger) begnügt. Der behauptete und völlig unbelegte Aufwand des Klägeranwalts sei grotesk. Mindestens aber hätte das 95-minütige Telefonat des zweiten Anwalts der Gemeinde mit deren ersten Anwalt aus den Kosten herausgenommen werden müssen. Das Verwaltungsgericht verpflichtete die Beschwerdeführer, die der Klägerin entstandenen Parteikosten zu ersetzen. Ausgenommen wurden die durch den Anwaltswechsel erwachsenen Mehraufwendungen, welche die Klägerin selbst zu tragen habe. Die von Rechtsanwalt Blöchlinger eingereichte Kostennote für seine Bemühungen und diejenigen seines Vorgängers kürzte das Verwaltungsgericht von insgesamt Fr. 10'136.70 auf Fr. 7'392.85, wobei der Hauptanteil der Kürzung auf das Honorar von Rechtsanwalt Blöchinger entfällt. Es ist davon auszugehen, dass diese Kürzung auch sämtliche von den Beschwerdeführern beanstandeten Telefonate mit dem Vorgänger-Anwalt umfasst. Auch im Übrigen lässt sich die Berechnung der Parteikosten, jedenfalls aus dem Blickwinkel des Willkürverbots (Art. 9 BV), nicht beanstanden.