Citation: 1C_616/2019 E. 2.2

2.2. Im vorliegenden Verfahren ist noch nicht ein Konzessionsgesuch bzw. das damit verbundene Verfahren zu beurteilen, sondern lediglich die Rechtmässigkeit des strittigen Schutzreglements, das in der Form einer Allgemeinverfügung erging. Der Beschwerdeführer betreibt schon heute ein Wasserkraftwerk im erfassten Gebiet. Selbst wenn ihm die bisher konzessionierte Nutzung im Sinne einer Besitzstandsgarantie weiterhin erlaubt bleiben sollte, schränkt das neue Reglement die bis anhin grundsätzlich zulässigen Nutzungsmöglichkeiten ein (vgl. das Urteil des Bundesgericht 1C_642/2018 vom 10. April 2019 E. 3.4), was insoweit grundsätzlich Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet. Inwiefern mit Blick auf diese bereits bestehende Gewässernutzung das strittige Schutzreglement ein Konzessionsverfahren in unfairer bzw. willkürlicher Weise beeinträchtigen sollte, legt der Beschwerdeführer indessen nicht dar und ist auch nicht ersichtlich. Hingegen benötigt er für die geplante Erweiterung der Gewässernutzung durch ein weiteres Kraftwerk eine neue Konzession. Das entsprechende Konzessionsverfahren ist aber vom vorliegenden Prozess über die Rechtmässigkeit des Schutzreglements zu unterscheiden und zählt nicht zum hier zu beurteilenden Streitgegenstand. Ob der Entscheid über die angestrebte Konzession fair und willkürfrei bzw. unter Beachtung des Verhältnismässigkeitsprinzips erfolgt und ob es rechmässig ist, dem Beschwerdeführer die Konzession für die angestrebte Nutzungserweiterung zu verweigern, ist im entsprechenden Verfahren zu prüfen.