Citation: 6B_505/2018 E. 3.3

3.3. Nach den unbestritten gebliebenen vorinstanzlichen Feststellungen, war dem Beschwerdeführer von Anfang an bewusst, dass die ESBK für die Zulassung von Automaten zuständig ist und das Aufstellen zwecks Betriebs des "Super Competition" gesetzlichen Einschränkungen unterliegen könnte. Entsprechend hat er sich im Jahr 2007 und 2008 mehrmals telefonisch bei der ESBK gemeldet, um sich über die Rechtmässigkeit seines Handelns zu informieren. Anlässlich dieser Telefongespräche hat die ESBK den Beschwerdeführer darauf hingewiesen, dass die Zulässigkeit des Spielautomaten "Super Competition" zunächst abgeklärt werden müsse, wobei hierfür ein entsprechendes Gerät benötigt werde (vgl. angefochtenes Urteil Ziff. 1.2.3 S. 18 f.). Wie die Vorinstanz zu Recht ausführt, durfte der Beschwerdeführer gestützt auf diese Informationen nicht in guten Treuen davon ausgehen, das Aufstellen des Automaten sei legal. Dass die ESBK ihm in keinem der Telefonate verboten habe, den "Super Competition" aufzustellen, vermag daran ebensowenig zu ändern, wie der Umstand, dass die ESBK vor bzw. während des Qualifikationsverfahrens keine eindeutigen Informationen über die Zulässigkeit dieses Geräts geben konnte. Sinn und Zweck des Qualifikationsverfahrens ist es gerade, die Legalität eines vorzuführenden Automaten abzuklären. Angesichts der Auskunft der ESBK hätte sich der Beschwerdeführer der Möglichkeit bewusst sein müssen, dass er mit seinem Verhalten gegen gesetzliche Bestimmungen verstossen könnte. Entsprechend hätte er auf das Aufstellen des Spielautomaten "Super Competition" vorerst verzichten und das Ergebnis des Qualifikationsverfahrens abwarten müssen. Dass ihm ein solches Verhalten nicht zumutbar gewesen wäre, macht der Beschwerdeführer nicht geltend. Sodann stellt weder das Schreiben der Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich vom 14. Mai 2008 noch jenes der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 28. Mai 2008 eine ausreichende Grundlage für einen unvermeidbaren Verbotsirrtum dar. Dem Beschwerdeführer war nach den für das Bundesgericht verbindlichen vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen durchaus bewusst, dass die Auskünfte nicht von den hierfür zuständigen Behörden stammen. Die beiden Schreiben haben dem Beschwerdeführer folglich nicht die Gewissheit verschaffen können, sein Vorgehen in Bezug auf den Automaten "Super Competition" sei rechtmässig. Ebensowenig lässt sich bei der gegebenen Sachlage sagen, dass ein gewissenhafter Mensch in der gleichen Situation davon ausgegangen wäre, zum Aufstellen des Spielautomaten "Super Competition" legitimiert zu sein. Im Gegenteil ist davon auszugehen, dass eine solche Person nicht einfach auf die Schreiben zweier unzuständiger Behörden abgestellt, sondern mit Blick auf die Hinweise der bekanntermassen zuständigen ESBK erkannt hätte, womöglich gegen die Vorschriften des SBG zu verstossen. Die Vorinstanz verletzt kein Bundesrecht, wenn sie das Vorliegen eines unvermeidbaren Verbotsirrtums verneint.