Citation: 8C_55/2023 E. 3.3

3.3. Hinsichtlich des Invaliditätsgrads erwog die Vorinstanz, der genaue Beschäftigungsgrad im hypothetischen Gesundheitsfall (80-100 %) sei vorliegend nicht entscheidend, da auch im für die Beschwerdeführerin günstigsten Fall einer 100%igen Erwerbstätigkeit kein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultieren würde. Denn dieser könne anhand eines sogenannten Prozentvergleichs ermittelt werden, da das Valideneinkommen und der Ausgangswert des zumutbarerweise erzielbaren Invalideneinkommens identisch seien und folglich für die Berechnung des Invaliditätsgrades mathematisch gar keine Rollen spielen könnten. Der maximale Invaliditätsgrad entspreche somit dem Grad der Arbeitsunfähigkeit, korrigiert um einen dem sogenannten Tabellenlohnabzug analogen Abzug. Entgegen der Ansicht der IV-Stelle bestehe vorliegend - auch unter Berücksichtigung von Art. 26bis Abs. 3 IVV (in der seit 1. Januar 2022 geltenden Fassung) - Raum für einen solchen Abzug. Die Vorinstanz legte den Abzug alsdann auf 10 % fest, was einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von maximal 37 % (100 % - [90 % x 70 %]) ergab.