Citation: 1C_244/2020 E. 3.4

3.4. Die Beschwerdeführerinnen wenden ein, die lärmintensiven Arbeiten würden während der Dauer der Nachtruhe stattfinden. Lärm über der Aufwachschwelle sei grundsätzlich nach Mitternacht nicht zulässig. Die Emissionen träten nicht gleichmässig auf, sondern es ergäben sich jeweils Lärmspitzen aufgrund der einzelnen Betriebsvorgänge. Das hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie habe 2005 den Technischen Bericht zur Untersuchung der Geräuschemissionen durch Lastkraftwagen auf Betriebsgeländen von Frachtzentren, Auslieferungslagern, Speditionen und Verbrauchermärkten sowie weiterer typischer Geräusche insbesondere von Verbrauchermärkten veröffentlicht (<https://www.hlnug.de > unter Publikationen [besucht am 20. Mai 2021]). Gemäss S. 16 dieses Technischen Berichts ist bei einzelnen Betriebsgeräuschen von Lastwagen auf dem Betriebsgelände wie Anlassen oder Türenschlagen von Schallleistungspegeln in der Grössenordnung von 100 dB auszugehen. Die Beschwerdeführerinnen rügen, diesen Lärmspitzen sei vorliegend nicht hinreichend Rechnung getragen worden. Mit einer Beurteilung nach Anhang 6 LSV finde eine Lärmverdünnung von jenen Vorgängen statt, die einzeln störend seien und Aufwachreaktionen herbeiführen würden. Die Anforderungen an die Zulässigkeit von Lärm dürften beim Vorhandensein von Belastungsgrenzwerten nicht herabgesetzt sein im Vergleich zu Lärm, bei dem keine Belastungsgrenzwerte existieren. Die vorliegende Situation sei insoweit vergleichbar mit dem Betrieb eines mobilen Brechers für Bauschutt. Diesbezüglich sei in BGE 138 II 331 bestätigt worden, dass die Lärmbeurteilung anhand der effektiven Betriebsdauer zu erfolgen habe. Das müsse auch vorliegend gelten.