Citation: 5A_309/2022 E. 5.1

5.1. Im Zusammenhang mit der Berechnung des dem Beschwerdeführer anrechenbaren Existenzminimums ist strittig, ob dieser mit G.________ in einem Konkubinat lebt und deshalb nur der halbe Grundbetrag und die halben Mietkosten zu berücksichtigen sind (vgl. allgemein dazu BGE 138 III 97 E. 2.3). Das Obergericht erachtet die Aussagen des Beschwerdeführers im Berufungsverfahren zu diesem Thema als widersprüchlich. Wahlweise gäben er und seine Rechtsvertreterin an, G.________ sei seine Partnerin, seine frühere Partnerin, seine beste Freundin oder aber eine Bekannte. Der Beschwerdeführer habe verlauten lassen, G.________ sei bei der E.________ AG angestellt oder aber in Deutschland arbeitstätig und bei ihm nur zu Besuch. Nicht glaubhaft sei sodann das Vorbringen, G.________ benutze zwar die Toilette des Beschwerdeführers, bewohne ansonsten aber eine eigene Wohnung. Die gemeinsame Nutzung der sanitären Anlagen liesse auf eine gemeinsame Wohnung schliessen. Unzutreffend sei die Aussage, G.________ halte sich nur vorübergehend beim Beschwerdeführer auf: Gemäss einer aktuellen Anfrage auf der Gemeinderegistersysteme-Plattform (GERES-Plattform) sei sie seit dem 15. März 2021 an dessen Wohnadresse gemeldet. Aufgrund dieser widersprüchlichen und nicht glaubhaften Aussagen sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer mit G.________ in einem Konkubinat lebe. Hieran ändere die Behauptung nichts, Erstere verfüge über einen Mietvertrag mit einer Erbengemeinschaft als Vermieterin. Der Beschwerdeführer gehöre der Erbengemeinschaft an, habe aber den angeblichen Mietvertrag dennoch nicht eingereicht, weshalb dieses Vorbringen unglaubhaft sei.