Citation: 8C_344/2021 E. 9.2.2

9.2.2. Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, die Vorinstanz habe die einwirkenden Kräfte gar nicht abgeklärt, sondern nur Mutmassungen angestellt und damit den Untersuchungsgrundsatz sowie die Verfahrensfairness (Art. 6 EMRK) verletzt und den Sachverhalt willkürlich festgestellt. Gemäss seinen Angaben gegenüber der Suva vom 12. Dezember 2018 sei er mit 32 km/h gefahren. Sein Unfall sei mit dem im Urteil 8C_134/2015 vom 14. September 2015 beurteilten Sachverhalt vergleichbar. Die Vorinstanz habe seinen Unfall in eine zu tiefe Kategorie eingereiht. Zumindest wären weitere Abklärungen betreffend die einwirkenden Kräfte vorzunehmen. Das vom Beschwerdeführer angeführte Urteil 8C_134/2015 vom 14. September 2015 betraf eine Frontalkollision zwischen einem Motorrad und einem Auto und kann damit vorliegend nicht als einschlägig angesehen werden. Zu beachten ist vielmehr, dass Unfälle, bei denen Velofahrer von einem Auto angefahren wurden, häufig als mittelschwere Ereignisse im Grenzbereich zu den leichten Unfällen gelten, bisweilen aber auch als mittelschwer im mittleren Bereich taxiert werden (vgl. Urteile 8C_414/2017 vom 26. Februar 2018 E. 3.6, 8C_62/2013 vom 11. September 2013 E. 7.3, 8C_768/2008 vom 3. Juni 2009 E. 4.1, 8C_364/2008 vom 7. November 2008 E. 9.1 und 8C_322/2007 vom 1. Juli 2008 E. 5.1). Der vorliegende Fall ist am ehesten mit demjenigen gemäss Urteil 8C_62/2013 vom 11. September 2013 E. 7.3 vergleichbar, weshalb die Vorinstanz den Unfall vom 27. April 2018 zu Recht als mittelschwer im mittleren Bereich qualifizierte, selbst wenn mit dem Beschwerdeführer davon ausgegangen wird, er sei vor der Kollision mit 32 km/h gefahren.