Citation: 6B_300/2016 E. 9.4

9.4. Das angefochtene Urteil ist auch in diesem Punkt nicht zu beanstanden. Die Vorinstanz durfte ohne Weiteres annehmen, dass dem Beschwerdeführer aufgrund seines beruflichen Hintergrundes klar war, dass er mit seiner Vorgehensweise seine Pflichten verletzte und einen Vermögensschaden der Privatklägerin bewirkte. Jedenfalls besteht kein Zweifel, dass er dies zumindest in Kauf nahm (vgl. BGE 130 IV 58 E. 8.3). Unbegründet ist die Beschwerde auch, soweit der Beschwerdeführer sich auf einen Rechtsirrtum beruft. Einem Irrtum über die Rechtswidrigkeit im Sinne von Art. 21 StGB erliegt, wer zwar alle Tatumstände kennt und somit weiss, was er tut, sein Tun aber aus zureichenden Gründen für erlaubt hält, wenn er mithin meint, kein Unrecht zu tun. Ein Verbotsirrtum ist schon ausgeschlossen, wenn der Täter aufgrund seiner laienhaften Einschätzung weiss, dass sein Verhalten der Rechtsordnung widerspricht, wenn er also in diesem Sinne das unbestimmte Empfinden hat, etwas Unrechtes zu tun (Urteil 6B_782/2016 vom 27. September 2016 E. 3.1). Die vorliegende Konstellation fällt offensichtlich nicht unter den Rechtsirrtum, sondern wäre gegebenenfalls, da der Beschwerdeführer nach seinem Dafürhalten von einer falschen Vorstellung über das Einverständnis von B.________ mit seinem Vorgehen ausging, als Sachverhaltsirrtum gemäss Art. 13 StGB zu beurteilen. Indes liegt auch kein Sachverhaltsirrtum vor. Das ergibt sich, wie bereits ausgeführt, schon daraus, dass der Beschwerdeführer nicht von einem vorgängigen Einverständnis von B.________ ausgehen konnte und für einen Irrtum über das Einverständnis von B.________ keinerlei hinreichende Hinweise bestehen.