Citation: 6P.47/2004 06.10.2004 E. 6

Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, die Verweigerung des bedingten Strafvollzugs verletze Bundesrecht. Die Vorinstanz habe sich bei der Beurteilung seiner Bewährungsaussichten von unmassgeblichen Gesichtspunkten leiten lassen. 6.1 Gemäss Art. 41 Ziff. 1 Abs. 1 StGB kann der Richter den Vollzug einer Freiheitsstrafe von nicht mehr als 18 Monaten aufschieben, wenn Vorleben und Charakter eines Verurteilten erwarten lassen, er werde durch eine bedingt vollziehbare Strafe von weiteren Delikten abgehalten. Das Bundesgericht hat die Voraussetzungen zur Gewährung des bedingten Strafvollzugs in seiner bisherigen Rechtsprechung eingehend dargelegt (BGE 128 IV 193 E. 3a mit Hinweisen). 6.2 Die Vorinstanz hat den wesentlichen Kriterien gemäss Art. 41 Ziff. 1 Abs. 1 StGB Rechnung getragen, ohne dass eine Ermessensverletzung vorliegt. Auf ihre zutreffenden Ausführungen kann verwiesen werden. Folgendes bleibt immerhin zu erwähnen: Dass sie das eingestellte Strafverfahren vom 21. Oktober 2001 wegen Drohung im Rahmen der Prognosestellung berücksichtigt hat, ist nicht zu beanstanden. Denn auch nicht abgeurteilte Vortaten, welche Schlüsse auf das Vorleben und den Charakter eines Täters zulassen, dürfen mit der erforderlichen Zurückhaltung bei der Beurteilung der Bewährungsaussichten beachtet werden. Die Vorinstanz durfte auch die Alkoholproblematik zu Lasten des Beschwerdeführers würdigen, hat sich doch seine angebliche Bereitschaft, die Abhängigkeit behandeln zu lassen, bislang nicht manifestiert. Dass sie die voraussichtliche Wirkung der wegen Widerrufs des bedingten Strafaufschubs zu vollziehenden Strafe vom 5. Oktober 1999 nicht ausdrücklich in ihre Beurteilung miteinbezogen hat, fällt entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nicht ins Gewicht. Denn angesichts seiner Einsichtslosigkeit und der ungelösten Alkoholproblematik vermag der Vollzug der widerrufenen Freiheitsstrafe an der ungünstigen Prognose nichts zu ändern.