Citation: 5A_1038/2020 E. 5.3.8

5.3.8. Die Beschwerde kommt auf das Gerichtsverfahren auf den Cayman Islands zu sprechen. Laut Vorinstanz stellte das dortige Gericht in der vom damaligen Rechtsvertreter des Beschwerdeführers unterzeichneten "Agreed Note of Ruling" vom 18. Februar 2010 einen "breach of trust" fest, indem sich der Beschwerdeführer abredewidrig doppelt entschädigen liess, und setzte den Beschwerdeführer mit Gerichtsbeschluss gleichentags rechtskräftig als Trustee ab. Der Beschwerdeführer tadelt die vorinstanzlichen Schlüsse als aktenwidrig, offensichtlich unrichtig und willkürlich. Dass das Gericht auf den Cayman Islands im Zusammenhang mit einer angeblichen doppelten Auszahlung von Beträgen einen "breach of trust" festgestellt habe, sei unzutreffend. Das Gericht habe inhaltlich nichts festgestellt und kein Beweisverfahren über die angeblichen Pflichtverletzungen durchgeführt, sondern einfach die Behauptungen der dortigen Kläger wiedergegeben, ohne die vorgebrachten Tatsachen zu würdigen oder die materielle Begründetheit der Klage zu prüfen. Entsprechend beinhalte die Unterzeichnung der "Agreed Note of Ruling" kein inhaltliches Zugeständnis. Indem es auf ausländische Gerichtsdokumente abstelle, obwohl im Ausland inhaltlich nie Beweis geführt wurde und die Unterzeichner der "Agreed Note of Ruling" einem solchen Inhalt nie zugestimmt haben, verkenne die Vorinstanz offensichtlich Sinn und Tragweite dieses Beweismittels und ziehe eine unhaltbare Schlussfolgerung. Wie der Beschwerdeführer selbst einräumt, wertet die Vorinstanz den Inhalt der Urkunden aus dem besagten ausländischen Verfahren nicht als selbständigen Umstand im Sinne von § 57 Abs. 2 Satz 2 NEG, sondern lediglich als "weiteres Indiz" für die festgestellten unrechtmäs-sigen Bezüge des Beschwerdeführers im Zusammenhang mit der TT-Angelegenheit. Der Beschwerdeführer macht nun geltend, die von ihm identifizierten Mängel beträfen einen "potentiell entscheidenden Punkt", weil ihre Behebung dazu führen könne, dass auch das "Zusatzindiz" bezüglich des "Umstands" im Sinne von § 57 Abs. 2 Satz 2 NEG wegfalle. Dass die Vorinstanz allein deswegen zum gegenteiligen Schluss gekommen wäre, die zwischen Oktober 2006 und Mai 2007 erfolgten Bezüge zu Lasten des Klientengeldkontos der Anwaltskanzlei T.________ seien zu Recht erfolgt, ist indes unwahrscheinlich. Vielmehr dienen die Erkenntnisse aus den Unterlagen zum Gerichtsverfahren auf den Cayman Islands dem Kantonsgericht als Bestätigung seiner bereits gewonnenen Überzeugung.