Citation: 9C_374/2013 E. 3.4

3.4. Der Umstand, dass das kantonale Gericht bei der Quantifizierung der Tätigkeitsbereiche Erwerb und Haushalt mit einer statistisch unterlegten Erwägung auch Gesichtspunkte der allgemeinen Lebenserfahrung in die Entscheidung hat einfliessen lassen, bedeutet nicht, dass es sich deswegen um eine bundesgerichtlich frei überprüfbare Rechtsfrage handelt. Die Festlegung des Status ist vielmehr als Tatfrage zu behandeln, da die Vorinstanz auch (und vor allem) anhand konkreter Umstände entschieden hat (vgl. oben E. 3.2). Das kantonale Gericht stellte hinsichtlich des im Gesundheitsfall hypothetisch ausgeübten Erwerbspensums nicht allein auf die schwierig zu interpretierenden Aussagen der Versicherten selber (50 Prozent) und ihres (früheren) Ehemanns (80 Prozent) ab. Ausgehend von der anlässlich der Haushaltabklärung abgegebenen Erklärung der Beschwerdeführerin, die Kinderbetreuung stehe für sie im Vordergrund, erscheint die vorinstanzliche Schlussfolgerung, im Gesundheitsfall sei sie zu 70 Prozent (und nicht, wie beschwerdeweise geltend gemacht, zu 80 Prozent) erwerbstätig, im Rahmen der eingeschränkten Überprüfungsbefugnis des Bundesgerichts (oben E. 1) jedenfalls nicht als willkürlich. Damit ist nicht mehr entscheidend, ob die Aussagen der Beschwerdeführerin über den hypothetischen prozentualen Umfang der ausserhäuslichen Tätigkeit im Abklärungsbericht der IV-Stelle vom 7. Juni 2010 zuverlässig wiedergegeben worden sind, und ob der Umstand, dass die Krankheit seit jeher besteht, die Aussagen der Beschwerdeführerin relativiert, weil die Fragestellung für sie zu abstrakt gewesen wäre. Das Bundesgericht bleibt auch angesichts der inzwischen erfolgten Trennung vom Ehemann an den vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt gebunden; das kantonale Gericht hat zu Recht erwogen, dass die Betreuung von Kleinkindern die Aufnahme einer Erwerbsarbeit unzumutbar macht (vgl. BGE 138 III 97 E. 3.2 S. 102).