Citation: 5P.47/2003 04.09.2003 E. 4

4.1 Das rechtliche Gehör als persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht verlangt, dass die Behörde die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tatsächlich hört, sorgfältig und ernsthaft prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die prinzipielle Pflicht der Behörden, ihren Entscheid zu begründen. Infolge dieses allgemeinen verfassungsrechtlichen Anspruchs lassen sich allerdings keine generellen Regeln aufstellen, denen eine Begründung zu genügen hätte. Die Begründung eines Entscheides muss so abgefasst sein, dass der Betroffene ihn gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Dies ist nur dann möglich, wenn sowohl er wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheides ein Bild machen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde leiten liess, und auf welche sie ihren Entscheid stützte (BGE 112 Ia 107 E. 2b S. 109; 121 I 108 E. 3a S. 112; 124 I 241 E. 2 S. 242). 4.2 Es wurde bereits vorstehend (E. 3.2 und 3.3) darauf hingewiesen, dass die erstinstanzliche Begründung für die Rechtswidrigkeit des Zeitungsartikels vom 2. Juli 1992 eine differenzierte und mehrdeutige war. War die bezirksgerichtliche Begründung jedenfalls im Hinblick auf die damals gestellten Begehren um Feststellung einer Persönlichkeitsverletzung überzeugend, fragt sich nun, wie weit das Obergericht sie im Zusammenhang mit dem später gestellten und ihm unterbreiteten Schadenersatzbegehren unkritisch übernehmen durfte, bzw. ob das Obergericht im genannten, geänderten Zusammenhang die verschiedenen Begründungselemente des früheren bezirksgerichtlichen Urteils - allenfalls mit anderen Argumenten aus dem unmittelbar angefochtenen Entscheid vom 25. November 1999 angereichert - mit der gebotenen Sorgfalt differenziert gewürdigt und seine diesbezügliche Meinung in nachvollziehbarer Weise dargelegt hat.