Citation: 8C_229/2022 E. 8.2

8.2. Die Vorinstanz erwog, entsprechend dem Verfahrensausgang hätten die Beschwerdeführer maximal drei Viertel der verwaltungsgerichtlichen Kosten im Verfahren WBE.2021.315 (betreffend Kürzung der materiellen Hilfe; Beschwerdeführer: B.A.________ und A.A.________; vgl. Sachverhalt lit. B.a hiervor) zu tragen (§ 31 Abs. 2 VRPG). Aufgrund der festgestellten Gehörsverletzung (vgl. E. 3.3.1 hiervor) rechtfertige es sich indessen, ihnen die Verfahrenskosten nur zur Hälfte aufzuerlegen; die restlichen Kosten trage der Staat. Das Gesuch der Beschwerdeführer um unentgeltliche Rechtspflege sei zu bewilligen. Die Staatsgebühr im Verfahren WBE.2021.315 werde unter Berücksichtigung des Zeitaufwands und der Bedeutung der Streitsache auf Fr. 1200.- festgelegt (§ 3a Abs.1 VRPG i.V.m. § 22 Abs. 1 lit. c VKD [Dekret über die Verfahrenskosten vom 24. November 1987, SAR 221.150]). Eine Parteientschädigung sei im Verfahren WBE.2021.315 nicht geschuldet (§ 29 i.V.m § 32 Abs. 2 VRPG; zur Verrechnung der Parteikostenanteile: AGVE 2011 S. 247 ff., 2009 S. 278 ff.). Den Beschwerdeführern werde die unentgeltliche Rechtspflege gewährt. Der Streitwert im Verfahren WBE.2021.315 betrage Fr. 1743.70. Er setze sich aus Fr. 550.20 (entsprechend 10 % des Grundbedarfs für die Unterstützungseinheit während dreier Monate) plus Fr. 1193.50 (Fr. 3787.00 [Parteikosten gemäss Honorarnote] minus Fr. 1400.- [von der Beschwerdestelle SPG zugesprochener Betrag] = Fr. 2387.- : 2 = Fr. 1193.50) zusammen. Angesichts des tiefen Streitwerts sei ein kostendeckendes Honorar festzulegen. Unter den vorliegenden Umständen rechtfertige sich eine Entschädigung von pauschal Fr. 1400.-. Die Aufwendungen für die Erstellung einer Beschwerde mit fünfzig Seiten (inkl. Ausführungen zum Verfahren WBE.2021.317: betreffend Höhe der Entschädigung für den unentgeltlichen Rechtsvertreter, Beschwerdeführer: Rechtsanwalt C.________ [vgl. Sachverhalt lit. B.a hiervor].) und einer Replik mit sechs Seiten stünden in keinem Verhältnis zum vergleichsweise tiefen Streitwert. Mit der tarifmässigen Entschädigung würden die in einem Verfahren notwendigen und entsprechend der Bedeutung der Sache üblichen Leistungen des Anwalts abgegolten (§ 2 Abs. 1 AnwT). Im Rahmen des streitwertabhängigen Honorars werde der Bedeutung einer Angelegenheit in erster Linie anhand des Streitwerts Rechnung getragen. Entsprechend hätten sich die anwaltlichen Aufwendungen grundsätzlich innerhalb eines bestimmten Bandes zu bewegen und sich - bei geringerer (finanzieller) Bedeutung der Streitigkeit - zu beschränken. Die Kostennote der Vertreterin der Beschwerdeführer vom 3. Februar 2022 sei nicht streitwertabhängig und trage der erwähnten Pflicht zur Beschränkung des Aufwandes nicht Rechnung. Die ausgewiesenen Leistungen stünden in keinem Verhältnis zum Streitwert und zur Schwierigkeit des Falles und seien auch angesichts der anwaltlichen Vertretung im vorinstanzlichen Verfahren überhöht. Mit der Entschädigung von Fr. 1400.- und den Parteikosten, die C.________ im Verfahren WBE.2021.317 zu tragen bzw. seiner Vertreterin zu bezahlen habe, resultierte insgesamt eine adäquate Entschädigung. C.________ hätte drei Viertel der Kosten des Verfahrens WBE.2021.317 zu tragen. Aufgrund der festgestellten Verfahrensmängel seien ihm die Kosten indessen nur zu 1/2 aufzuerlegen. Damit werde dem Umstand Rechnung getragen, dass die Beschwerdestelle SPG die Entschädigung aus unentgeltlicher Rechtsvertretung ohne entsprechende Kostennote festgelegt habe. Aufgrund der Verrechnung der Parteikostenanteile habe C.________ keinen Anspruch auf Parteientschädigung.