Citation: 2C_334/2017 E. 4.1

4.1. Anlässlich der Verhandlung vor dem Kantonsgericht vom 17. August 2016 befragte die Vorinstanz den Beschwerdeführer und dessen Ex-Ehefrau B.________ zum Vorwurf der Scheinehe. Den Beweisantrag des Beschwerdeführers auf Befragung seines Bruders F.A.________ und seiner Ehefrau C.A.________ wies sie mit der Begründung ab, dass diese Befragungen an der Überzeugung, wonach der Beschwerdeführer und B.________ die Ehe nur zum Schein eingegangen seien, nichts ändern würden. Der Beschwerdeführer sieht darin eine Verletzung des rechtlichen Gehörs nach Art. 29 Abs. 2 BV. Nach der Rechtsprechung umfasst der Anspruch auf rechtliches Gehör unter anderem das Recht auf Abnahme der rechtzeitig und formrichtig angebotenen rechtserheblichen Beweismittel. Diese Verfassungsgarantie steht einer vorweggenommenen Beweiswürdigung nicht entgegen. Das Gericht kann auf die Abnahme von Beweisen verzichten, wenn es aufgrund bereits abgenommener Beweise seine Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür annehmen kann, seine Überzeugung werde durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert (BGE 141 I 60 E. 3.3 S. 64; 136 I 229 E. 5.3 S. 236; 134 I 140 E. 5.3 S. 148). Dass die Vorinstanz ohne Willkür zu ihrer Überzeugung gelangt ist, ergibt sich ohne Zweifel aus der sorgfältigen Würdigung aller Beweismittel, einschliesslich des von ihr selbst eingeholten Berichts des Migrations-Attachés der Schweizerischen Botschaft im Kosovo vom 11. November 2015 (vgl. E. 4.2). Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs durch Nichtabnahme von Beweismitteln liegt nicht vor.