Citation: 8C_31/2014 E. 4.2.3

4.2.3. Diese Beurteilung ist insofern aktenwidrig, als damit die Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit der Begutachtung nicht berücksichtigt wird. Naturgemäss wird im Gutachten vom 31. Dezember 2010 die Versorgung des linken Knies mittels Totalprothese (Operation vom 8. November 2012) nicht erwähnt. Dem Bericht des Dr. med. D.________ folgend besteht nunmehr auch eine vaskuläre und onkologische Problematik. Das Verlaufsgutachten kann bezüglich dieser Beschwerden im Verfügungszeitpunkt nicht mehr als aktuell und damit verbindlich bezeichnet werden, da seit den Begutachtungsuntersuchungen im Oktober 2010 bis zum Verfügungserlass im Februar 2013 knapp zweieinhalb Jahre verstrichen sind. Indem sich das Gericht auch für den gesundheitlichen Verlauf seit der Begutachtung trotz gegenteiliger Argumentation des Beschwerdeführers und entsprechendem neuen Arztbericht auf eine veraltete Aktenlage stützte, verletzte es seine Untersuchungspflicht und damit Bundesrecht (E. 1.2 und 1.3 hievor). Der Hinweis, mittels zumutbarer Willensanstrengung sei die aus den geltend gemachten Zusatzdiagnosen herrührende Einschränkung des Leistungsvermögens zu überwinden, ist angesichts der rein somatischen Gesundheitsschäden unhaltbar. Dieser Hinweis kann die unterlassene Abklärung des vollständigen und zeitnahen Verlaufs des Gesundheitszustandes jedenfalls weder erklären noch heilen. Mit den vorhandenen medizinischen Akten lassen sich die Diagnosen und die Arbeitsfähigkeit im Zeitpunkt der Rentenverfügung nicht verlässlich beurteilen.