Citation: 1P.140/2001 26.06.2001 E. 3

3.- a) Der Beschwerdeführer macht zunächst geltend, das Obergericht sei der Pflicht zur Begründung seines Entscheides nicht ausreichend nachgekommen. Es habe sich weitgehend darauf beschränkt, auf die Ausführungen des Bezirksgerichts zu verweisen bzw. diese zusammengefasst wiederzugeben, sich jedoch nicht oder kaum zu den einlässlichen Vorbringen in der Berufung geäussert. Insbesondere habe es kaum begründet, weshalb die bei der Beschwerdegegnerin festgestellten Verletzungen von ihm, dem Beschwerdeführer, stammen sollten. Ferner habe es die im Berufungsverfahren angebotenen Beweise zu Unrecht ohne Begründung abgelehnt. b) Das rechtliche Gehör verlangt, dass die Behörde die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tatsächlich hört, prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt (BGE 124 I 241 E. 2 und 49 E. 3a, je mit Hinweisen). Daraus folgt die Verpflichtung der Behörde, ihren Entscheid zu begründen. Die Begründungspflicht und der Anspruch auf Begründung sind nicht bereits dadurch verletzt, dass sich die urteilende Behörde nicht mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich der Betroffene über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf welche sich ihr Entscheid stützt (vgl. BGE 124 II 146 E. 2a; 124 V 180 E. 1a; 123 I 31 E. 2c; 121 I 54 E. 2c, je mit Hinweisen). c) Aus der obergerichtlichen Begründung und derjenigen des Bezirksgerichts, auf die das Obergericht verwies, geht ohne weiteres hervor, weshalb das Obergericht die Schuld des Beschwerdeführers als erwiesen betrachtete und sich von seinen Erklärungen, wie die Verletzungen der Beschwerdegegnerin anders entstanden sein könnten, nicht überzeugen liess. Die Begründung genügt insoweit den vorstehend genannten verfassungsrechtlichen Mindestanforderungen offensichtlich. Das Obergericht hat auch rechtsgenügend dargelegt, weshalb es im Berufungsverfahren auf die Erhebung weiterer Beweise in vorweggenommener Beweiswürdigung verzichtete. So führte es aus, der Vorfall vom 18. Mai 1999 sei einzig vom Angeklagten und der Zivilklägerin direkt beobachtet worden. Daher sei in erster Linie die Glaubwürdigkeit ihrer Aussagen und ihre Übereinstimmung mit den objektiven Beweismitteln zu prüfen. Da die Zivilklägerin und der Beschwerdeführer bereits vor der Vorinstanz befragt worden seien, könne von der Erhebung weiterer Beweise Umgang genommen worden; das Obergericht habe mit der Vorinstanz keine erheblichen Zweifel an der Schuld des Angeklagten. Die Rüge, das Obergericht habe seine Begründungspflicht verletzt, erweist sich als unbegründet.