Citation: I 1025/06 19.07.2007 E. 3

3.1 Das kantonale Gericht hat den Anspruch der Beschwerdeführerin auf Eingliederungsmassnahmen beruflicher Art (Art. 8 und 15 ff. IVG), insbesondere die Umschulung zur Treuhänderin mit Fachausweis verneint. In tatsächlicher Hinsicht hat es festgestellt, auf Grund der ärztlichen Beurteilungen sei die Versicherte nicht in der Lage, über längere Zeit zu stehen, zu gehen und zu sitzen, weshalb auf die Möglichkeit des Einnehmens von wechselnden Körperpositionen zu achten sei. Eine dementsprechend angepasste Erwerbstätigkeit sei ihr ganztags zumutbar. Da der Beruf als Finanzberaterin nicht nur im Aussendienst und auf Provisionsbasis ausgeübt werden könne, sondern auch im Geschäftslokal eines Arbeitgebers, unterscheide er sich diesbezüglich nicht von jenem einer Treuhänderin, welche ebenfalls an längeren Besprechungen mit Klienten teilzunehmen habe. Zudem seien die Gesprächsteilnehmer nicht gezwungen, während der gesamten Besprechungsdauer dieselbe Körperhaltung einzunehmen. Da die Beschwerdeführerin als Finanzberaterin eine behinderungsangepasste Tätigkeit ausüben könne, bleibe kein Raum für Massnahmen beruflicher Art. Mangels einer gesundheitlich bedingten Einschränkung in der Erwerbsfähigkeit wies es die Beschwerde ab. 3.2 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird hauptsächlich die vorinstanzliche Beurteilung des Tätigkeitsfeldes einer Finanzberaterin beanstandet und geltend gemacht, als Treuhänderin mit Fachausweis müsste die Versicherte nicht mehr potenzielle Kunden akquirieren und diese zu Hause aufsuchen und damit eine unangepasste, mit längeren Autofahrten verbundene Tätigkeit ausüben, sondern könnte eine bestehende Kundschaft im Geschäft eines Arbeitgebers beraten. Zudem wird bezweifelt, dass die Versicherte ohne weiteres eine angepasste Tätigkeit in einem Büro ausüben und dabei annähernd gleich viel verdienen könnte, wie in ihrer angestammten Tätigkeit als Finanzberaterin. 3.3 Gemäss Art. 17 IVG hat die versicherte Person bloss dann Anspruch auf Umschulung in eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung unter anderem notwendig ist. Sie kann den Beruf, in dem sie zumutbarerweise eingegliedert ist, nicht beliebig aufgeben und für den Berufswechsel Eingliederungsmassnahmen beanspruchen. Die vorinstanzliche Feststellung einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer körperlich wechselbelastenden Tätigkeit ist tatsächlicher Natur und daher für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlich. Sie blieb denn auch unbestritten. Sodann durfte die Vorinstanz willkürfrei davon ausgehen, dass die Tätigkeit einer Finanzberaterin nicht zwingend mit langen Autofahrten und monotoner Körperhaltung verbunden ist und sich diesbezüglich daher von jener einer Treuhänderin nicht unterscheidet, weshalb es der Beschwerdeführerin durchaus zugemutet werden kann, im erlernten Beruf eine leidensangepasste Erwerbstätigkeit auszuüben. Zudem ist nicht nachgewiesen, dass bis zum Zeitpunkt des Einspracheentscheids vom 19. Mai 2006, auf den es in zeitlicher Hinsicht rechtsprechungsgemäss für die Beurteilung des rechtserheblichen Sachverhalts ankommt (BGE 121 V 362 E. 1b S. 366), eine invaliditätsbedingte bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbsunfähigkeit gegeben war (vgl. 17 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 Abs. 1 ATSG). Denn es stehen der Beschwerdeführerin ohne weiteres Erwerbsmöglichkeiten offen, die der bisherigen bezüglich Besoldung gleichwertig sind. Daran vermag auch das Gutachten des Spitals Y.________ vom 4. November 2006 nichts zu ändern.