Citation: 4A_298/2017 E. 5.2

5.2. Dass sie die einzelnen Leistungen zu substanziieren hat, erachtet die Beschwerdeführerin auch deshalb als unangebracht, weil sie dies gar nicht tun könne. Sie habe diese Leistungen als Paket von der Nebenintervenientin erworben, was zulässig sei. Eine Substanziierung im Einzelnen sei ihr daher unmöglich, weshalb dies von ihr auch nicht verlangt werden dürfe. Bloss weil es einer Partei im konkreten Einzelfall nicht möglich sein sollte, die ihr obliegenden Substanziierungen vorzutragen, ist dies noch kein Grund, von Art. 8 ZGB abzuweichen und die Last dafür der Gegenseite aufzuerlegen oder trotz Bestreitung auf Substanziierungen gänzlich zu verzichten. Liegt der Grund für das behauptete eigene Unvermögen im selbst gewählten Beizug Dritter zur Vertragserfüllung, ist erst recht nicht ersichtlich, weshalb zu Lasten der Gegenpartei von den üblichen Regeln abgewichen werden sollte.