Citation: 6B_1428/2020 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz führt zusammengefasst aus, die Beschwerdeführerin sei mit 16 Jahren in die Schweiz eingereist und somit nicht hier aufgewachsen. Sie sei trotz ihres mehrjährigen Aufenthalts der deutschen Sprache nicht mächtig und unterhalte sich mit ihrem Mann ausschliesslich auf Albanisch. Es seien keine Anstrengungen für eine Integration ersichtlich oder glaubhaft gemacht, so habe die Beschwerdeführerin weder eine Ausbildung abgeschlossen, noch seien besondere Beziehungen oder Engagements ersichtlich. Dabei könne sie ihre junge Mutterschaft nicht als Ausrede vorbringen, sondern hätte diese als Chance ansehen können, sich durch neue soziale Kontakte, Kurse und Engagements zu integrieren. Auch ihre berufliche Situation ändere nichts am Umstand, dass die Beschwerdeführerin nicht integriert sei (Urteil S. 7 f.). Betreffend die Resozialisierungschancen im Heimatland hält die Vorinstanz fest, die Beschwerdeführerin verbringe regelmässig und mehrmals pro Jahr ihre Ferien im Kosovo und besitze dort auch ein Haus. Sie sei mit der Sprache und der Kultur ihres Heimatlandes bestens vertraut, wodurch eine Resozialisierung im Kosovo nicht gefährdeter sein könne als die bisher nicht gelungene Eingliederung in der Schweiz (Urteil S. 8). Negativ wertet die Vorinstanz auch den Umstand, dass die Beschwerdeführerin keine Einsicht in das begangene Unrecht zeige und wegen des gleichen Delikts bereits im Jahr 2014 bestraft worden sei. Schliesslich verneint die Vorinstanz das Vorliegen eines besonderen Abhängigkeitsverhältnisses der Kinder zu der Beschwerdeführerin. Diesen, wie auch dem Ehemann der Beschwerdeführerin, stehe es frei, in der Schweiz zu bleiben und den Kontakt über Kommunikationsmittel oder mittels Besuchen aufrechtzuerhalten oder sie sogar in ihr Heimatland zu begleiten (Urteil S. 8).