Citation: 1P.117/2002 07.05.2002 E. 2

Der Beschwerdeführer geht davon aus, dass der beschlagnahmte Briefumschlag mit dem Betrag in holländischen Gulden nach wie vor in diesem Zustand vorliegt. Demgegenüber bringt die Staatsanwaltschaft in ihrer Vernehmlassung vor, der Betrag sei im Sommer 2001 in Schweizer Franken umgewechselt worden und nunmehr zinstragend angelegt. Spätestens durch diesen Vorgang - der einer sorgfältigen und nicht vorwerfbaren Verwaltung des beschlagnahmten Betrages entspricht - liegt der umstrittene Geldbetrag nicht mehr im ursprünglichen Zustand ausgesondert vor. Bei dieser Sachlage stellt sich die Frage, auf welchen Zeitpunkt für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde abzustellen ist. Die Frage kann indessen in Anbetracht des Verfahrensausgangs sowie im Hinblick auf die für Art. 59 Ziff. 1 Abs. 1 in fine StGB geltenden Grundsätze (unten E. 3.1.2) offen gelassen werden.