Citation: 4C.58/2002 09.04.2003 E. 4

Die Vorinstanz hat erkannt, die klägerischen Behauptungen zum Schaden und insbesondere zum Kausalzusammenhang seien derart unsubstanziiert, dass darüber kein Beweisverfahren durchgeführt werden könne. 4.1 Wie weit die anspruchsbegründenden Tatsachen inhaltlich zu substanziieren sind, damit sie unter die massgebenden Normen des materiellen Rechts subsumiert werden können, bestimmt das materielle Bundesrecht (BGE 127 III 365 E. 2b; 123 III 183 E. 3e S. 188, je mit Hinweisen). Die jeweiligen Anforderungen ergeben sich einerseits aus den Tatbestandsmerkmalen der angerufenen Norm und anderseits aus dem prozessualen Verhalten der Gegenpartei. Tatsachenbehauptungen müssen so konkret formuliert sein, dass ein substanziiertes Bestreiten möglich ist oder der Gegenbeweis angetreten werden kann (BGE 127 III 365 E. 2b; 117 II 113 E. 2, je mit Hinweisen). Bestreitet der Prozessgegner das an sich schlüssige Vorbringen der behauptungsbelasteten Partei, kann diese gezwungen sein, die rechtserheblichen Tatsachen nicht nur in den Grundzügen, sondern so umfassend und klar darzulegen, dass darüber Beweis abgenommen werden kann (BGE 127 III 365 E. 2b; 108 II 337 E. 3, je mit Hinweisen). 4.2 Die Vorinstanz hat festgestellt, dass der Klägerin von August 1994 bis Ende Juni 1996 kein Verkaufs- und Demonstrationsmaterial zur Verfügung gestanden hatte, womit die Vertragsverletzung erstellt ist. Die Beklagte hat nach den Erwägungen der Vorinstanz jedoch den Schaden substanziiert bestritten, ohne dass die Klägerin ihrerseits dargelegt hätte, welche möglichen Vertragspartner vorhanden gewesen wären, wer noch mit den von der Beklagten vertriebenen Datenfunksystemen hätte beworben werden sollen, oder wie sich die allgemeine Marktlage in der fraglichen Zeit gestaltet hatte. Die Vorinstanz hat keine Bundesrechtsnormen verletzt, wenn sie für Kausalität und Schadenshöhe die blosse Behauptung der Klägerin nicht genügen liess, sie hätte auch in der Zeit von August 1994 bis Ende Juni 1996 dasselbe Brutto-Vertragsvolumen wie in den vorangegangen 29 Monaten erreichen können, wobei 50% Einsparungen abzuziehen seien. Den Ziffern 23 und 24 der klägerischen Eingabe vom 6. November 2000 - auf welche die Vorinstanz ihre Erwägungen bezieht - ist entgegen der sinngemässen Rüge der Klägerin nichts weiter zu entnehmen. Die Vorinstanz hat Art. 8 ZGB nicht verletzt, wenn sie mangels hinreichender rechtserheblicher Behauptungen keine Beweise zum angeblichen Schaden abnahm.