Citation: 1C_208/2016 E. 2.2

2.2. Ob und inwiefern kantonale Volksinitiativen vorgängig auf ihre Rechtmässigkeit, das heisst auf ihre Vereinbarkeit mit dem übergeordneten Recht geprüft werden, bestimmt sich nach dem kantonalen Recht (BGE 128 I 190 E. 1.2 f. S. 193 f.; Urteil 1C_92/2010 vom 6. Juli 2010 E. 2.1, in: ZBl 112/2011 S. 262; je mit Hinweisen). Im Kanton Graubünden ist eine Volksinitiative gemäss Art. 14 Abs. 1 Ziff. 2 KV/GR dann ungültig, wenn ihr Widerspruch zum übergeordneten Recht offensichtlich ist. Das Verwaltungsgericht hielt mit Verweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zum Kanton Genf fest, dies sei der Fall, wenn der Widerspruch ins Auge springe und vernünftigerweise nicht verneint werden könne (vgl. Urteil 1P.451/2006 vom 28. Februar 2007 E. 2.2 mit Hinweisen, in: PJA 2007 S. 902, wonach eine Ungültigerklärung gemäss der damaligen Genfer Verfassung voraussetzte, dass die Initiative klarerweise rechtswidrig ist ["manifestement non conforme au droit"]; vgl. auch Urteil 1C_357/2009 vom 8. April 2010 E. 1.3, 3.2.2 und 3.3, in: RDAF 2010 I S. 252, wo das Bundesgericht festhielt, an der Bundesrechtskonformität der zu beurteilenden Genfer Initiative bestünden zwar Zweifel, doch reichten diese nicht aus, um auf eine klare Rechtswidrigkeit zu schliessen). Überwindbare praktische Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Initiative sowie allenfalls mit der Umsetzung verbundene hohe Kosten für das Gemeinwesen können nicht zur Ungültigerklärung der Initiative führen (zur Publ. vorgesehenes Urteil 1C_267/2016 vom 3. Mai 2017 E. 3.3). Im Folgenden ist mithin zu untersuchen, ob die Sonderjagdinitiative dem übergeordneten Recht offensichtlich widerspricht. Das Bundesgericht prüft diese Frage frei (Art. 95 lit. d BGG und E. 1 hiervor; BGE 132 I 282 E. 1.3 S. 284 f. mit Hinweis).