Citation: 1C_43/2024 E. 1.6.2

1.6.2. Die Beschwerdeführerin leitet sodann aus § 64 f. GPR/ZH eine ihr zukommende Autonomie ab. Sie bringt vor, ihr stehe beim Verfassen des Beleuchtenden Berichts ein Beurteilungsspielraum zu. Es ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin über einen gewissen Spielraum verfügt, wie sie die Erläuterungen zu einer Abstimmung im Einzelnen formuliert. Dies liegt in der Natur der Sache, muss doch jede Abstimmungsvorlage mit dem jeweiligen Gegenstand individuell beschrieben werden. Ein solcher Spielraum bei der Formulierung darf indes nicht verwechselt werden mit den grundsätzlichen Anforderungen an den Inhalt von Abstimmungserläuterungen. Diese Anforderungen sind im kantonalen Recht abschliessend geregelt (vgl. § 64 f. GPR/ZH) und ergeben sich im Übrigen bereits aus Art. 34 Abs. 2 BV und der reichen Rechtsprechung dazu. Insbesondere das Gebot der Sachlichkeit verbietet es der Gemeinde - unabhängig von einem Spielraum bei der Formulierung - über den Zweck und die Tragweite einer Vorlage falsch zu orientieren (vgl. E. 1.5 hiervor). Vor diesem Hintergrund ist nicht erkennbar, inwieweit der Beschwerdeführerin mit Blick auf die aus der Abstimmungsfreiheit abgeleitete Pflicht zur sachlichen und verhältnismässigen Information eine von der Gemeindeautonomie geschützte, relativ erhebliche Entscheidungsfreiheit zukommen soll.