Citation: 4A_100/2014 E. 3.5

3.5. Die Vorinstanz hielt fest, die Beschwerdeführerin lege mit keinem Wort da, wieso das Gutachten, auf das schon die erste Instanz abstellte, nicht genügen sollte. Die Beschwerdeführerin verweist auf die Seiten 6-16 ihrer Beschwerde gegen den erstinstanzlichen Entscheid. Durch diese ziehe sich wie ein roter Faden die Kritik an der erstinstanzlichen Auffassung, im Ergebnis könne den Aussagen des Gutachters gefolgt werden, der festgehalten habe, anlässlich der Gallenblasenoperation habe eine Fehlinterpretation der Anatomie der Gallenwege zur falschen Clipsetzung geführt, wobei sich der Grund hierfür nicht mehr eruieren lasse. Dies sei jedoch nicht als Kunstfehler sondern als behandlungsimmanentes Risiko eines solchen Eingriffes zu qualifizieren. Die Beschwerdeführerin zeigt aber nicht auf, was sie an den bezeichneten Stellen ausgeführt und in welchen Punkten sie das Gutachten konkret beanstandet hat. Bereits in formeller Hinsicht genügt die Beschwerde damit den Begründungsanforderungen nicht. Ein Gutachten kann entweder in Zweifel gezogen werden, indem Unzulänglichkeiten, Widersprüche oder Unklarheiten im Gutachten selbst aufgezeigt werden. Eine Partei kann sich aber auch auf abweichende Einschätzungen anderer Ärzte berufen, wie dies die Beschwerdeführerin in Bezug auf den Vertrauensarzt ihres Rechtsvertreters tut. Mit letzterem wird das Gutachten aber nur als ungenügend ausgewiesen, wenn die vom Gutachten abweichende Einschätzung das Gericht zu überzeugen vermag, was hier nicht der Fall war. Dass die Beschwerdeführerin eigentliche Unzulänglichkeiten des Gutachtens selbst gerügt hätte, zeigt sie nicht auf und ist nicht festgestellt. Zu prüfen bleibt, ob die abweichende Meinung des Vertrauensarztes und die Hinweise auf andere Gerichtsentscheide zur Frage der Gallengangverletzung bei willkürfreier Würdigung Zweifel am Gutachten hätten erwecken müssen.