Citation: 6B_1219/2021 E. 3.4

3.4. Gemäss der Begriffsdefinition in Art. 2 Abs. 3 lit. r TSchV sind Rinder domestizierte Tiere der Rindergattung einschliesslich Yaks und Wasserbüffel. Unter "Kuh" wird denn auch gemäss Duden ein weibliches Rind und unter "Stier" ein Bulle respektive ein männliches Rind verstanden (Duden - Das Synonymwörterbuch, 6. Aufl. 2014, S. 585 und 857). Ausserdem weist die Vorinstanz zu Recht darauf hin, dass Art. 39 TSchV, der den Liegebereich regelt und namentlich Kühe und Zuchtstiere erwähnt, wie Art. 40 Abs. 1 TSchV unter dem Titel "Rinder" eingeordnet ist. Im Übrigen ist auch in Art. 40 Abs. 2 TSchV von Zuchtstieren die Rede. Aus dem Gesagten folgt, dass Kühe und Stiere der Gattung der Rinder angehören und als solche von der Journalpflicht nach Art. 40 Abs. 1 TSchV erfasst werden (vgl. für Erdinger-Kühe Urteil 2C_482/2018 vom 12. Dezember 2018 E. 2.2.1). Dass die Vorinstanz Art. 39 Abs. 1 TSchV zur Auslegung des Begriffs "Rinder" heranzieht, bedeutet im Übrigen nicht, dass diese Bestimmung in der Anklageschrift bzw. im vorinstanzlichen Urteilsdispositiv hätte erwähnt werden müssen. Gemäss Art. 325 Abs. 1 StPO bezeichnet die Anklageschrift insbesondere möglichst kurz, aber genau die der beschuldigten Person vorgeworfenen Taten mit Beschreibung von Ort, Datum, Zeit sowie Art und Folgen der Tatausführung (lit. f) und die nach Auffassung der Staatsanwaltschaft erfüllten Straftatbestände unter Angabe der anwendbaren Gesetzesbestimmungen (lit. g). Nicht zwingend erforderlich ist, dass die Anklageschrift auch die Gesetzesbestimmungen, die hilfsweise zur Auslegung der einschlägigen Strafbestimmungen herangezogen werden, nennt. Die Anklage hat die der beschuldigten Person zur Last gelegten Delikte in ihrem Sachverhalt so präzise zu umschreiben, dass die Vorwürfe in objektiver und subjektiver Hinsicht genügend konkretisiert sind (BGE 147 IV 439 E. 7.2; 141 IV 132 E. 3.4.1; je mit Hinweisen). Diese Voraussetzungen sind vorliegend erfüllt. Weiter fällt das Gericht nach Art. 408 i.V.m. Art. 351 Abs. 1 StPO, sofern es materiell über die Anklage entscheiden kann, ein Urteil über die Schuld, die Sanktionen und die weiteren Folgen. Im Urteilsdispositiv wird festgehalten, wie das Gericht in den einzelnen Punkten entschieden hat. Nicht aus dem Urteilsdispositiv hervorzugehen hat, mit welcher Begründung das Gericht zu seinem Ergebnis gelangt ist. Folglich braucht auch nicht jede Gesetzesnorm, die Teil dieser Begründung ist, im Dispositiv genannt zu werden. Die Einwände, die der Beschwerdeführer betreffend Übertretung des TSchG erhebt, erweisen sich als unbegründet.