Citation: 1C_106/2018 E. 4.6

4.6. Das BAFU führt in seiner Stellungnahme im bundesgerichtlichen Verfahren vom 14. September 2018 aus, bevor die Erteilung einer Ausnahmeregelung in Betracht komme, müssten sämtliche verhältnismässigen baulichen Massnahmen (Bsp. Lärmschutzwände) oder gestalterischen Massnahmen (Bsp. optimale Grundrissgestaltung, abgewinkelte Fassaden) i.S.v. Art. 22 Abs. 2 USG und Art. 31 Abs. 1 LSV ausgeschöpft werden. Im Baugesuchsdossier sei kein eigentliches Lärmschutzkonzept vorhanden und es sei nicht ersichtlich, inwieweit bauliche oder gestalterische Massnahmen geprüft und allenfalls verworfen worden seien. Es sei daher nicht klar, warum die Einhaltung der Immissionsgrenzwerte nicht möglich sein sollte. Die von der Vorinstanz vorgenommene bzw. gestützte Interessenabwägung sei folglich ungenügend. Die angeführten Massnahmen zum Lärmschutz (Lüftungsfenster, künstliche Belüftung) seien nur Ersatzmassnahmen, um die Auswirkungen der Grenzwertüberschreitungen zu mildern. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz könne dabei eine Überschreitung der Immissionsgrenzwerte von bis zu 4 dB (A) am Tag nicht als unwesentlich qualifiziert werden.