Citation: 5P.250/2006 21.12.2006 E. 3

3.1 Wie der Beschwerdeführer zutreffend festhält hatte der Bezirksgerichtspräsident der Beschwerdegegnerin für die Zeit von September 2005 bis September 2011 persönliche Unterhaltsbeiträge von zusammen Fr. 99'042.-- zugesprochen. Der Gesamtbetrag der vom Obergericht (für die Zeit von September 2005 bis September 2009) festgesetzten Unterhaltsbeiträge beläuft sich auf Fr. 80'925.--. Mit seiner Appellation hatte der Beschwerdeführer eine Reduktion der Unterhaltsbeiträge auf insgesamt Fr. 48'000.-- (monatlich Fr. 1'000.-- für die Zeit von September 2005 bis August 2009) beantragt, während die Beschwerdegegnerin - für die Zeit von September 2005 bis Mai 2031 (Eintritt des Beschwerdeführers ins AHV-Alter) - die Zusprechung von Unterhaltsbeiträgen in einem Gesamtbetrag von Fr. 493'155.-- (nicht wie vom Beschwerdeführer versehentlich errechnet Fr. 491'332.--), d.h. eine Erhöhung der Summe der vom Bezirksgerichtspräsidenten festgesetzten Beiträge um Fr. 394'113.-- verlangt hatte. 3.2 Auf Grund der Tatsache, dass die Appellationsinstanz der Beschwerdegegnerin gesamthaft weniger zugesprochen hat als der erstinstanzliche Richter, ist ihre Feststellung, der Beschwerdeführer sei mit seiner Appellation vollständig unterlegen, unzutreffend. Der Einwand des Obergerichts, es habe darauf abgestellt, wieweit die Parteien im Grundsatz durchgedrungen seien, ist unbehelflich, zumal angesichts der Herabsetzung des Gesamtbetrags der der Beschwerdegegnerin zugesprochenen Unterhaltsbeiträge die Appellation des Beschwerdeführers in diesem Punkt dem Grundsatze nach (teilweise) gutgeheissen wurde. Weshalb das Obergericht für die Beurteilung der Kostenverlegung die Rentenbeträge nicht zusammengezählt hat, ist nicht nachzuvollziehen. Das Gesagte vermöchte für sich allein freilich den Entscheid des Obergerichts über die Kosten- und Entschädigungsfolgen nicht als vollkommen unhaltbar erscheinen zu lassen, wenn der Beschwerdeführer zu einem erheblichen Teil unterlegen wäre, stand doch der Appellationsinstanz naturgemäss ein gewisses Ermessen zu. Unterlegen ist indessen ebenfalls die Beschwerdegegnerin, deren Appellationsanträge zu einer Erhöhung der Summe der ihr von der ersten Instanz zugesprochenen Unterhaltsbeiträge von Fr. 99'042.-- auf Fr. 493'155.-- geführt hätten. Betragsmässig ist der Beschwerdeführer im Umfang von Fr. 32'925.-- (Fr. 80'925.-- [gemäss Entscheid der ersten Instanz] minus Fr. 48'000.--), die Beschwerdegegnerin im Umfang von Fr. 412'230.-- (Fr. 493'155.-- minus Fr. 80'925.--) unterlegen, was einem Verhältnis von weniger als 10 % zu mehr als 90 % entspricht. Dem Beschwerdeführer drei Viertel der Verfahrenskosten aufzuerlegen und ihn zur Bezahlung der Hälfte des Honorars der Rechtsvertreterin der Beschwerdegegnerin zu verpflichten, war bei dieser Sachlage nicht nur falsch, sondern selbst dann willkürlich, wenn der Beschwerdegegnerin zugebilligt wird, dass sie mit ihrem Appellationsbegehren zu den Kinderunterhaltsbeiträgen obsiegt hat. Dass das Obergericht das dem Beschwerdeführer anzurechnende Einkommen von Fr. 6'323.-- gemäss Entscheid des Bezirksgerichtspräsidenten auf Fr. 6'586.-- erhöht hat, ändert daran nichts. Dieser Umstand hat keine eigenständige Bedeutung und ist insofern bereits berücksichtigt, als er die Höhe der von der kantonalen Appellationsinstanz festgesetzten Unterhaltsbeiträge beeinflusst hat.