Citation: 4A_78/2020 E. B

Mit Klage vom 2. Oktober 2014 beantragten die Kläger beim Bezirksgericht Hochdorf, es seien der Beklagte und die E.________ AG solidarisch zu verpflichten, ihnen Fr. 46'695.55 nebst Zins zu bezahlen. Mit Urteil vom 9. April 2018 wies das Bezirksgericht die Klage gegenüber dem Beklagten ab und schrieb die Klage gegen die E.________ AG (infolge Klagerückzugs) ab. Eine dagegen gerichtete Berufung wies das Kantonsgericht Luzern mit Urteil vom 11. Dezember 2019 ab. Es erwog mit der Erstinstanz, nachdem der Beklagte die von den Klägern geforderte Nachbesserung (Art. 368 Abs. 2 OR) verweigert habe, hätten die Kläger gestützt auf Art. 107 Abs. 2 OR einen Nichterfüllungsschaden in der Höhe der Kosten der Nachbesserung geltend gemacht. Durch die Verweigerung der Nachbesserung gerate der Unternehmer grundsätzlich in Nachbesserungsverzug mit den entsprechenden Folgen (Art. 107 OR). Dies setze aber voraus, dass dem Besteller überhaupt ein Anspruch auf Nachbesserung zustehe. Vorliegend fehle es an diesem Anspruch, da der Beklagte die Nachbesserung (bzw. die Neuerstellung des Werks) aufgrund übermässiger Nachbesserungskosten habe verweigern dürfen. In solchen Fällen lebe das Wahlrecht nach Art. 368 OR zwar wieder auf, da die Kläger jedoch keinen Eventualantrag gestellt hätten und der Richter nicht befugt sei, das ihnen zustehende Gestaltungsrecht an ihrer Stelle auszuüben, sei die Klage abzuweisen.