Citation: 1P.496/2000 08.09.2000 E. 2

2.- Der Beschwerdeführer beruft sich auf seinen Anspruch als Inhaftierter, unverzüglich einem Richter oder einem gleichgestellten Beamten vorgeführt zu werden (Art. 31 Abs. 3 BV und Art. 5 Ziff. 3 EMRK). Ebenso dürfe er die Rechtmässigkeit seines Freiheitsentzugs so rasch wie möglich von einem Gericht überprüfen lassen (Art. 31 Abs. 4 BV und Art. 5 Ziff. 4 EMRK). Er kritisiert, er sei bisher einzig "dem Untersuchungsrichter" vorgeführt worden. Wenn er damit den Bezirksanwalt meint, trifft dies offensichtlich nicht zu, wurde er doch am 23. Mai 2000 der Haftrichterin vorgeführt, die seine Untersuchungshaft anordnete und seither seine Haftentlassungsgesuche beurteilt. Wenn der Beschwerdeführer die Haftrichterin als "Untersuchungsrichter" bezeichnet, verkennt er deren Rolle und dass diese die Anforderungen von Art. 5 Abs. 3 EMRK erfüllt (vgl. Entscheid des Bundesgerichts vom 7. Oktober 1992 i.S. R.B. E. 3b/aa in EuGRZ 1992 S. 555).