Citation: 5A_243/2018 E. A

Die Vormundschaftsbehörde T.________ errichtete am 25. Oktober 2011 für A.A.________ (geb. 2002) auf Antrag seiner Mutter, B.A.________, eine Erziehungsbeistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 ZGB. A.A.________ wohnte damals zusammen mit seiner Mutter als alleiniger Inhaberin der elterlichen Sorge. Die Eltern hatten sich im September 2010 getrennt, wobei der älteste Sohn zum Vater und A.A.________ mit seiner jüngeren Schwester zur Mutter zogen. Im April 2013 berichtete die Beiständin, A.A.________ gehe seit Mai 2012 in C.________ in die Schule, nachdem er in T.________ nach einer tätlichen Auseinandersetzung nur noch unter Begleitung habe zur Schule gehen dürfen. Eine Abklärung in der D.________ AG habe ergeben, dass A.A.________ ein gesunder Knabe sei, jedoch unter der Trennung der Eltern leide und mit fehlender Impulskontrolle reagiere. Im Mai 2016 berichtete die Schulpsychologin E.________ über die schwierige Situation von A.A.________ bei der Verarbeitung seiner familiären Situation. Im Unterricht verhalte er sich unauffällig; ausserhalb des Unterrichts sei er aber immer wieder in Streitereien mit Mitschülern verwickelt und teilweise sehr impulsiv, mit heftigen Wutausbrüchen und aggressivem Verhalten. Die Sonderschule C.________ habeer zuerst extern, dann teilintern und seit etwa eineinhalb Jahren intern besucht. Seit März 2016 wohne A.A.________ wieder extern zu Hause. Seither hätten die Konflikte mit der Mutter sowie die Grenzüberschreitungen in der Freizeit wieder zugenommen. Angesichts der Fortschritte von A.A.________ würden der Besuch der öffentlichen Sekundarschule sowie eine familienexterne Platzierung beantragt. Einer Aktennotiz der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) S.________ zufolge war geplant, A.A.________ ab Sommer 2016 in der 1. Klasse der Sekundarschule T.________ zu beschulen, wobei er wieder bei der Mutter wohnen sollte. Bei der Mutter mache sich aber eine Überforderung bemerkbar, so dass sie das Sorgerecht abgeben möchte. Ende Mai 2016 beantragten die Verantwortlichen des F.________, wo A.A.________ seit 2011 in Behandlung war, ihn während der Beschulung in T.________ in einer Wohngruppe des Schulheims U.________ unterzubringen, womit die Mutter einverstanden war. Mit Entscheid vom 12. August 2016 erteilte die KESB S.________ der Beiständin die Befugnis, die Interessen von A.A.________ bei aussergewöhnlichen schulischen Anlässen zu vertreten, und schränkte die elterliche Sorge der Mutter mit deren Einverständnis entsprechend ein. Im November 2016 berichtete die Beiständin, A.A.________ wohne nun in einer Aussenwohngruppe des Schulheimes U.________. Er sei auf enge, klare Strukturen angewiesen und benötige professionelle Bezugspersonen. Er sei mit seinem oppositionellen und aggressiven Verhalten deutlich auffällig und in seiner Entwicklung gefährdet. Problematisch sei, dass er regelmässig ohne Absprache die Wohngruppe verlasse und mache, was er wolle. Er sei nicht zu stoppen, rauche und kiffe. Mit der Mutter und den Grosseltern sei abgesprochen, dass er in der Wohngruppe vorerst verbleibe und nach Hause zurückkehren könne, sobald es besser laufe. Im Januar 2017 informierte der Schulleiter der Schulen T.________ die Beiständin, dass die Entwicklung von A.A.________ grosse Sorge bereite. Der Grossvater von A.A.________ holte diesen im Februar 2017 im Schulheim U.________ ab und seither wohnte dieser bei seinen Grosseltern in V.________, wo er ab April 2017 auch die öffentlichen Schulen besuchte. Mit Verfügung vom 14. Juli 2017 erteilte die KESB der Bezirke V.________ und W.________ den Grosseltern von A.A.________ die Pflegeplatzbewilligung zur Aufnahme von A.A.________ in die Familienpflege. Im April und Mai 2017 wurde A.A.________ in der Klinik X.________ untersucht. Diese stellte fest, A.A.________ durchlebe eine depressive Episode. Er habe zu wenig Energie, um die Schule regelmässig zu besuchen. Seine rezidivierenden Beschwerden seien im Zusammenhang mit der chronisch belasteten familiären Situation und vielen Wohnorts- und Schulwechseln zu verstehen. Ihm fehlten funktionale Bewältigungsstrategien, um mit der belastenden Situation umzugehen und anstehende Entwicklungsaufgaben zu meistern. Im November 2017 erstattete der Schulleiter der Schule von A.A.________ eine Gefährdungsmeldung. A.A.________ komme seit den Herbstferien praktisch nicht mehr zur Schule. Er brauche professionelle Hilfe, am besten stationär. A.A.________ habe jeweils versprochen, solche in Anspruch zu nehmen, die entsprechenden Angebote dann aber immer wieder ausgeschlagen. Das bestätigte im Wesentlichen auch die Beiständin. Die Psychotherapeutin der Klinik Y.________ habe eine mittelgradige depressive Episode diagnostiziert. A.A.________ habe aber die Therapie im Juli 2017 abgebrochen und einen Klinikeintritt abgelehnt. Auf Grund der Gefährdung von A.A.________ und der offensichtlichen Überforderungen der Grosseltern empfahl die Beiständin eine Platzierung von A.A.________ in der Schulabschluss- und Berufsvorbereitungsgruppe des Jugendheims Z.________. Daraufhin hörte die KESB S.________ im Januar 2018 sowohl A.A.________ wie auch die Grosseltern und die Mutter an. Anschliessend unterzeichneten A.A.________ und die Grosseltern eine Vereinbarung, in der sich A.A.________ zur Abwendung einer Platzierung unter anderem damit einverstanden erklärte, ab 15. Januar 2018 lückenlos die Schule zu besuchen und sich mindestens 14-täglich in psychologische Behandlung zu begeben sowie die Regeln der Grosseltern zu befolgen.