Citation: U 329/04 15.03.2005 E. 2

2.1 Gemäss der nach Lage der weiteren medizinischen Akten zutreffenden und insoweit nicht umstrittenen Auffassung des Kreisarztes sind die bestehenden gesundheitlichen Beschwerden der Versicherten mit einem lumbovertebralen und lumboradikulären Reiz- und Ausfallsyndrom L5/S1 rechts bei Übergangsstörung, fortgeschrittener Segmentdegeneration L4-S1 und Diskusprotrusionen L4/5 und L5/S1 zu erklären (Untersuchungsberichte vom 14. Juni, 20. September und 21. Oktober 2002). Auseinander gehen die Meinungen in der Beantwortung der Frage, inwieweit hiefür der Unfall vom 18. September 2001 verantwortlich gemacht werden kann. Die SUVA schliesst auf einen zeitlich bis Ende Oktober 2002 beschränkten unfallbedingten Beschwerdeschub bei vorbestandenen degenerativen Veränderungen und wird darin von der Vorinstanz bestätigt. Demgegenüber macht die Versicherte geltend, die Bandscheibenschädigung sei zumindest weitgehend auf den Unfall zurückzuführen. Selbst wenn das Ereignis die Diskushernie nur ausgelöst hätte, wäre der entsprechende Beschwerdeschub Ende Oktober 2002 nicht abgeschlossen gewesen. 2.2 Nach der Beurteilung des Kreisarztes sprechen verschiedene Gesichtspunkte für einen zeitlich befristeten Beschwerdeschub und gegen eine unfallbedingte dauernde und richtungsweisende Verschlimmerung des erheblichen Vorzustandes. Erwähnt werden die Tatsache, dass prima vista mit einem Stauchungstrauma des Rückens bei Sturz aufs Gesäss keine Verletzung diagnostiziert wurde, die in der Lage wäre, einen unfallbedingten Dauerschaden zu hinterlassen, das zeitliche Intervall zwischen Unfall und Auftreten der radikulären Symptomatik, der radiologische und kernspintomatographische Ausschluss eines als traumatisch identifizierbaren Schadens sowie völlig identische radiologische Verhältnisse unmittelbar nach dem Unfall und bei der Untersuchung ein Jahr danach (Untersuchungsbericht vom 21. Oktober 2002). Auch nach Auffassung des Dr. med. M.________, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie, von der Abteilung Versicherungsmedizin der SUVA lässt sich der Schluss auf Erreichen des status quo sine per Ende Oktober 2002 medizinisch begründen (Ärztliche Beurteilung vom 27. November 2003). 2.3 Die Beurteilung durch die SUVA-Ärzte beruht auf wiederholten eigenen Untersuchungen der Versicherten durch den Kreisarzt sowie einer eingehenden Analyse der übrigen Arztberichte und namentlich auch der Ergebnisse der verschiedenen bildgebenden Untersuchungen. Die daraus gezogenen Folgerungen sind eingehend und, auch in der Darlegung der zugrunde gelegten medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnisse, überzeugend begründet. Sie werden durch den Bericht vom 13. April 2004 des von der Beschwerdeführerin beigezogenen Privatexperten PD Dr. med. F.________ nicht in Frage gestellt, zumal dieser Arzt namentlich nicht über die unter den gegebenen Umständen für die Meinungsbildung zweifellos besonders wichtigen Röntgen- und MRI-Aufnahmen verfügte. Diese Unterlagen lagen auch bei der Erstellung der übrigen Arztberichte, welche dem Privatgutachter unterbreitet wurden und von diesem sowie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde auszugsweise zitiert werden, noch nicht vollständig vor. Demgegenüber konnten sich die SUVA-Ärzte auf die vollständigen Beurteilungsgrundlagen stützen, welche sie auch einlässlich interpretiert haben. 2.4 Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, wenn das kantonale Gericht auf die Berichte der Versicherungsärzte abgestellt hat. Gestützt auf deren Beurteilung ist eine kausale Bedeutung des Unfalles vom 18. September 2001 für die über den 31. Oktober 2002 hinaus bestandenen gesundheitlichen Beschwerden und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu verneinen. Was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde weiter vorgebracht wird, führt zu keiner anderen Betrachtungsweise. Dies gilt namentlich auch für die Ausführungen zum Unfallhergang und die Deutung von - aus dem Zusammenhang gerissenen - Aussagen des Kreisarztes. Sodann ist der in einem Teil der Arztberichte geäusserte Verdacht auf eine commotio spinalis von den SUVA-Ärzten in die Beurteilung einbezogen worden. Gleiches gilt für den Umstand, dass nach Lage der Akten vor dem Unfall vom 18. September 2001 nur dem Alter der Versicherten entsprechende gelegentliche Rückenbeschwerden aufgetreten waren. Es ist ergänzend bloss zu erwähnen, dass eine gesundheitliche Schädigung nicht schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, wenn sie nach diesem aufgetreten ist (BGE 119 V 341 f. Erw. 2b/bb; SVR 2005 MV Nr. 1 S. 3 Erw. 2.3 in fine).