Citation: 4A_84/2020 E. 5.1

5.1. Die Beschwerdeführerin moniert, dass bei "unklarer Qualifikation des Vertrages" die arbeitsvertraglichen Schutzbestimmungen analog anzuwenden seien. Es gehe nicht an, dass die Erstinstanz nach der Bejahung der Zuständigkeit eine positive Qualifikation des Vertragsverhältnisses gar nicht behandelt und die Frage einer allfälligen analogen Anwendung arbeitsvertraglicher Bestimmungen nicht geprüft habe. Selbst wenn die direkte Anwendung der arbeitsvertraglichen Bestimmungen nach Art. 319 ff. OR auf die vorliegenden Streitpunkte verneint werde, habe eine Rechtsanwendung, mithin eine materiell rechtliche Prüfung, zu erfolgen. Es sei eine Verletzung von Bundesrecht, wenn die Vorinstanz keine positive Rechtsanwendung auf den massgeblichen Sachverhalt vornehme. Es stelle sich daher die Frage, ob die Vorinstanz, Art. 1 ZGB, Art. 18 und Art. 319 ff. OR sowie die Rechtsprechung über die Innominatverträge verletzt habe, als sie einen Arbeitsvertrag verneinte, aber entgegen dem Grundsatz iura novit curia überhaupt nicht prüfe, ob die arbeitsvertraglichen Schutzbestimmungen zumindest analog auf das Vertragsverhältnis anzuwenden seien.