Citation: 4A_462/2024 E. A

Im Rahmen einer mehrjährigen Geschäftsbeziehung erwarb die Bank A.________ SA (Beklagte, Beschwerdeführerin) von der B.________ AG (Klägerin, Beschwerdegegnerin) als Emittentin strukturierte Produkte, insbesondere sog. Mini-Futures. Inmitten des unter anderem durch die Covid-19-Pandemie verursachten Börsencrashs entstand zwischen den Parteien ein Streit über den nach Ansicht der Klägerin am 6. März 2020 vereinbarten Mini-Future, dessen Abwicklung die Beklagte verweigerte. Die Klägerin verlangte den Ausgabepreis des Mini-Future, eventualiter den Verlust, den sie auf der dazugehörigen Absicherungsposition erlitten habe und entgangenen Gewinn. Die Beklagte stellte sich auf den Standpunkt, ihr Kundenberater und stellvertretender Direktor der Zweigniederlassung in U.________ (nachfolgend C.________), welcher nach Ansicht der Klägerin die Order Instruction gegeben habe, habe sie, die Beklagte, nicht vertreten können. Dies sei der Klägerin bekannt gewesen. Darüber hinaus habe C.________ im Zusammenhang mit den streitgegenständlichen Transaktionen unter Mitwirkung von Mitarbeitenden der Klägerin, insbesondere von D.________, strafbare Handlungen begangen.