Citation: 6B_429/2021 E. 2.6.1

2.6.1. Mit der unbestritten gebliebenen Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer die mit Art. 90 Abs. 4 SVG festgesetzten Grenzwerte sowohl inner- als auch ausserorts deutlich bzw. z.T. massivst überschritten und zudem innerorts ein waghalsiges Überholmanöver vollzogen hat. Ebenso unbestritten geblieben sind die von der Vorinstanz aufgezeigten und gewürdigten Streckenführungen und Verkehrssituationen (vgl. angefochtenes Urteil S. 11-13). Konkret beschleunigte der Beschwerdeführer sein Fahrzeug innerorts nach einer Kreiselausfahrt auf 80 bis 100 km/h und überholte trotz Gegenverkehrs ein vor ihm fahrendes Fahrzeug. Aus der Videoaufzeichnung ergibt sich eindrücklich die durch das Überholmanöver bzw. bis zum Abschluss desselben geschaffene, knappe Distanz zum entgegenkommenden Fahrzeug. Die Strasse ist rechterhand von einem Trottoir, einer Einmündung in eine Quartierstrasse und einer Liegenschaft, linkerhand von bebautem Landwirtschaftsland gesäumt. Unmittelbar nach Abschluss des Überholmanövers befindet sich links wiederum eine Strasseneinmündung, gefolgt von einer Hauszufahrt mit Abstellplatz (vgl. Video Sekunden 5 bis 12). Nach wie vor innerorts und zu Beginn einer Rechtskurve warnt bei Sekunde 13, mithin auf der Höhe des zur Zufahrt gehörigen Wohnhauses, ein grosses Transparent mit der Aufschrift "Schulanfang Achtung Kinder" und gelangt ein auf der Gegenfahrbahn fahrendes Fahrzug in das Blickfeld. Der Tacho des Fahrzeuges des Beschwerdeführers zeigt eine Geschwindigkeit von 120 km/h. Bei Sekunde 14, mithin in der Rechtskurve, kreuzt der Beschwerdeführer das entgegenkommende Fahrzeug. Ab der Sekunde 44 bis ca. Sekunde 52 beschleunigt der Beschwerdeführer bei einer signalisierten Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h sein Fahrzeug bis auf 110 km/h, wiederum mehrere Häuserzufahrten und Abstellplätze passierend und während er drei entgegenkommende Fahrzeuge kreuzt. Bei ca. 1 Minute 10 Sekunden erreicht er in einer lang gezogenen Rechtskurve ausserorts die Höchstgeschwindigkeit von sage und schreibe 214 km/h, während die Strasse rechts von Wald- und Buschgebiet, einem Trottoir bzw. einem auf das Trottoir einmündenden und wieder abzweigenden Fahrradstreifen (Video bei 1 Minute 7 Sekunden und 1 Minute 10 Sekunden) und auf der linken Fahrspur ebenfalls von einem Fahrradstreifen und zudem mit einer Betonmauer abgegrenzt ist. Ab ca. 1 Minute 13 Sekunden, nachdem die die Höchstgeschwindigkeit dokumentierende Nahaufnahme vom Tacho weg schwenkt, wird wiederum Gegenverkehr erkennbar. Der Beschwerdeführer setzt seine Fahrt mit bis zu 170 km/h fort, mehrere Fahrzeuge, eine Strassenverzweigung, einen Fussgängerstreifen und eine Bushaltestelle passierend (bis ca. 1 Minute 18 Sekunden), um seine Fahrt schliesslich mit übersetzter Geschwindigkeit, konkret bei signalisierter Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h mit ca. 110 km/h und bei signalisierter Geschwindigkeit von 80 km/h mit ca. 130 km/h fortzusetzen (bis ca. Minute 2 der Videoaufzeichnung). Dabei wird der Strassenverlauf kurviger, kreuzt der Beschwerdeführer immer wieder Gegenverkehr, befährt er z.T. trotz Sicherheitslinie die Gegenfahrbahn, passiert er am Streckenverlauf liegende Autoabstellplätze und eine Baustellenabschrankung und kreuzt schliesslich (bei 1 Minute 52 Sekunden) Fussgänger, die auf dem Trottoir der linken Strassenseite unterwegs sind und unter denen sich Kinder befinden.