Citation: 6B_264/2020 E. 1.4.5

1.4.5. Der Beschwerdeführer bestreitet im Hinblick auf die eventualvorsätzliche Begehung die vorinstanzlichen Feststellungen, wonach er mit voller Kraft zugeschlagen habe und der reduzierte Zustand des Beschwerdegegners 2 für ihn erkennbar gewesen sei. Der Mittelhandknochen seiner rechten Hand sei gebrochen und nach der Operation vom 24. Mai 2016 am Zusammenwachsen gewesen sei. Ferner sei bei der Untersuchung im Kantonsspital Aarau vom 21. Dezember 2016 keine neue Fraktur festgestellt worden. Die Vorinstanz hat diesbezüglich festgehalten, dass der Mittelhandknochen mit einer Metallplatte stabilisiert gewesen sei, weshalb der Umstand, dass bei der Untersuchung am 21. September 2016 keine neuen Frakturen festgestellt worden seien, nicht gegen einen harten Faustschlag spreche. Unter Berücksichtigung dieser Erwägung, welcher der Beschwerdeführer nichts entgegensetzt, sowie des Bildmaterials, ist eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung durch die Vorinstanz zu verneinen. Betreffend die Frage, ob der Zustand des Beschwerdegegners 2 für den Beschwerdeführer erkennbar gewesen sei, hält die Vorinstanz unter Verweis auf das erstinstanzliche Urteil fest, die Zeugen E.________ und D.________ hätten ausgesagt, dass der alkoholisierte Zustand des Beschwerdegegners 2 aufgrund seines Schwankens erkennbar gewesen sei. Die Koordinationsschwierigkeiten seien auf dem Video durch die deutliche Überdrehung beim Ausweichen des Tritts erkennbar. Ferner könne die Erkennbarkeit bei einer Alkoholintoxikation von 2.04 Gewichtspromille kaum in Abrede gestellt werden und auch die Bierdose, welcher der Beschwerdegegner 2 bei der Auseinandersetzung vor 9 Uhr stets in der Hand gehalten habe, habe diese zu erkennen gegeben. Unter Berücksichtigung dieser Umstände ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz von der Erkennbarkeit des alkoholisierten Zustandes des Beschwerdegegners 2 ausgegangen ist.