Citation: I 587/04 27.04.2005 E. 3

In erwerblicher Hinsicht ging die Verwaltung korrekterweise nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs vor (Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 IVG, BGE 128 V 30 Erw. 1, 104 V 136 Erw. 2a und b). Rechtsprechungsgemäss kann das Eidgenössische Versicherungsgericht das für die Bestimmung des Invaliditätsgrades nach Art. 28 Abs. 2 IVG massgebende Einkommen ohne Gesundheitsschaden (Valideneinkommen) in einem Revisionsverfahren frei überprüfen, wenn die Aktenlage oder die Parteivorbringen dazu Anlass geben (AHI 2002 S. 164 und 166 Erw. 2a mit Hinweis). Praxisgemäss ist bei der Bestimmung des Valideneinkommens grundsätzlich darauf abzustellen, was der Versicherte aufgrund seiner beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände (im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit) als Gesunder tatsächlich verdienen würde (ZAK 1992 S. 92 Erw. 4a; vgl. auch Urteile R. vom 9. September 2003 [M 2/02] Erw. 3.4, P. vom 22. August 2003 [I 316/02] Erw. 3.2, M. vom 7. Juli 2003 [I 627/02] Erw. 2.1.1, S. vom 28. April 2003 [I 297/02] Erw. 3.2.3, W. vom 9. Mai 2001 [I 575/00] Erw. 3a). Dies gilt auch für die Bestimmung des Valideneinkommens im Rentenrevisionsprozess. Auch hier bleibt in der Regel der zuletzt erzielte, der Teuerung sowie der realen Einkommensentwicklung angepasste Verdienst (RKUV 2000 Nr. U 400 S. 381 Erw. 2a, 1993 Nr. U 168 S. 100 f. Erw. 3b; vgl. auch ZAK 1990 S. 519 Erw. 3c) als Bezugsgrösse bestehen, ausser es finden sich genügend konkrete Anhaltspunkte für eine berufliche Weiterentwicklung. 3.1 Bezüglich der Bestimmung des Valideneinkommens ist den Akten zu entnehmen, dass der Versicherte seine zuletzt im Rahmen eines 100 %-Pensums ausgeübte Tätigkeit als Lagerist bei der Firma R.________ AG aus wirtschaftlichen und nicht aus gesundheitlichen Gründen Ende August 1996 verlor, weshalb hierauf nicht abzustellen ist (vgl. AHI 1999 S. 240 Erw. 3b sowie Urteil M. vom 15. April 2003 [I 1/03] Erw. 4.3 mit Hinweis). Die von Oktober 1996 bis März 2001 bei der Firma C.________ innegehabte Stelle als Lagermitarbeiter übte der Versicherte seit Beginn lediglich halbtags aus, weshalb fraglich ist, ob er ohne Gesundheitsschaden bei der Firma C.________ vollzeitlich als Staplerfahrer tätig wäre. Da er diese Arbeit schon während längerer Zeit ausführte und auch der Arbeitgeber mit seinen Leistungen zufrieden war, kann aber davon ausgegangen werden, dass sich der Versicherte im Gesundheitsfall in Ergänzung zu dieser Tätigkeit eine weitere Hilfsarbeit im Umfang von 50 % gesucht hätte, wobei ihm hiezu der gesamte Arbeitsmarkt offen gestanden wäre. Zur Ermittlung des Valideneinkommens sind daher die Lohnangaben von der Firma C.________ im Umfang des 50%igen Pensums beachtlich und sodann zusätzlich die standardisierten Durchschnittswerte der schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) heranzuziehen. Mit dem kantonalen Gericht sind die Angaben der Arbeitgeberberichte vom 12. Juli 1999 und 14. Juni 2001 massgebend, wonach der Beschwerdeführer im Jahr 2001 ohne Gesundheitsschaden einen Stundenlohn von Fr. 22.35 und somit bei einem 50%igen Pensum einen Jahreslohn von Fr. 23'280.- (Fr. 22.35 x 4 Stunden x 21,7 Tage x 12 Monate) erzielt hätte. Der Versicherte verfügt über keine abgeschlossene Berufslehre und arbeitete unter anderem als Kehrichtwagenmitarbeiter, Baggerfahrer, Mitarbeiter in einer Pneufabrik und als Magaziner in einem Kleiderladen. Ausgehend vom monatlichen Bruttolohn (Zentralwert) von Männern für einfache und repetitive Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4), im gesamten privaten Sektor von Fr. 4'437.- (LSE 2000 S. 31, TA1) ergibt sich für das Jahr 2001 (Revisionszeitpunkt) unter Berücksichtigung einer durchschnittlichen betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,7 Stunden (Die Volkswirtschaft 3-2005, S. 96 B 9.2) und einer Nominallohnentwicklung 2001 für Männerlöhne (BGE 129 V 408) von 2,5 % (Lohnentwicklung 2001, S. 32 T1.1.93) ein Valideneinkommen bei einem Teilzeitpensum von 50 % von Fr. 28'447.- (Fr. 4'437.- x 12 : 40 x 41,7 : 100 x 102,5 : 2). Damit ist der Invaliditätsbemessung ein Valideneinkommen von gesamthaft Fr. 51'727.- zu Grunde zu legen. 3.2 Für die Bestimmung des trotz Gesundheitsschädigung (bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage) zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) sind ebenfalls die Tabellenlöhne heranzuziehen (BGE 126 V 76 f. Erw. 3b/aa und bb mit Hinweisen), womit ein massgebendes Einkommen im Jahre 2001 von Fr. 28'447.- resultiert (50 % von Fr. 56'894.50). Das kantonale Gericht hat den Abzug vom Tabellenlohn, der eine Schätzung darstellt und rechtsprechungsgemäss kurz zu begründen ist (BGE 126 V 81 Erw. 6), auf 20 % beziffert, was namentlich mit Blick auf die auch bei einer leichteren Tätigkeit bestehenden gesundheitlichen Einschränkungen und den um 50 % reduzierten Beschäftigungsgrad im Rahmen der richterlichen Ermessenskontrolle keinen Anlass zu abweichender Ermessensausübung gibt (vgl. Art. 132 lit. a OG; BGE 123 V 152 Erw. 2). Um diesen Prozentsatz gekürzt resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 22'758.-. Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 56 %, weshalb der vorinstanzliche Entscheid im Ergebnis zu bestätigen ist.