Citation: U 464/05 07.06.2006 E. 2

2.1 Die SUVA begründete die Kürzung der Geldleistungen in der Verfügung vom 20. Februar 2004 damit, dass der Beschwerdeführer gemäss Polizeirapport als Beifahrer in einem Personenwagen während der Fahrt auf der Autobahn bei einer Geschwindigkeit von ca. 120 km/h auf den Fensterrahmen gesessen sei, wobei sich der Oberkörper ausserhalb des Fahrzeugs befunden habe. Nach Beizug der Akten des Strafverfahrens gegen L.________ führte sie im Einspracheentscheid vom 31. August 2004 aus, selbst wenn der Versicherte entgegen der glaubwürdigen Aussage des PW-Fahrers nicht auf dem Fensterrahmen gesessen wäre, hätte er zumindest Anstalten dazu gemacht und sich weit aus dem Fahrzeug hinausgelehnt, was bei einer Geschwindigkeit von ca. 120 km/h und bei Vorliegen eines angetrunkenen Zustandes auch eine gefährliche und unsinnige Handlung und damit ein Wagnis darstelle. 2.2 Nach sorgfältiger Würdigung der Aktenlage bestätigte die Vorinstanz sowohl die Annahme der SUVA, der Versicherte habe sich auf den Fensterrahmen des Autos gesetzt, wie auch die aus dem eingegangenen Wagnis resultierende Kürzung der Geldleistungen um 50 %. 2.3 Der Beschwerdeführer wendet im Wesentlichen ein, Verwaltung und Vorinstanz hätten ausschliesslich auf die Aussagen des PW-Fahrers L.________ abgestellt. Diese Aussagen des Unfallverursachers seien indessen zu relativieren, da sie einerseits Widersprüche aufwiesen und andrerseits die Wahrnehmung von L.________ durch Übernächtigung, Alkohol- und Drogeneinfluss getrübt gewesen sei. Aus dem Umstand, dass sich der Beschwerdeführer selber nicht mehr an den relevanten Sachverhalt erinnern konnte, dürfe nichts zu seinen Ungunsten abgeleitet werden. Es sei nicht rekonstruierbar, was genau am 28. Juni 2003 vorgefallen sei, sodass die Folgen der Beweislosigkeit von der SUVA zu tragen seien.