Citation: 8C_694/2020 E. 4.3

4.3. Demgegenüber rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 61 lit. c ATSG), indem es die Vorinstanz unterlassen habe, den ganzen Sachverhalt bezüglich der Vorfälle in U.________ und der genauen Tatumstände als Angestellter der "Militärischen Sicherheit" weiter abzuklären. Die Vorinstanz habe zum Widerspruch zwischen dem sehr guten Arbeitszeugnis für den Swisscoy-Einsatz einerseits und der nachträglichen Geltendmachung von vordienstlichen gesundheitlichen Mängeln zwecks Leistungsverweigerung durch die Suva-MV andererseits nicht Stellung genommen. Das kantonale Gericht habe die Beweise willkürlich gewürdigt. Es hätte nicht auf das psychiatrische Gutachten abstellen dürfen, sondern ein Obergutachten veranlassen müssen. Das psychiatrische Gutachten habe sich nicht mit dem Suizidversuch vom Oktober 2005 auseinander gesetzt. Sowohl dieses psychiatrische Gutachten als auch das ZMB-Gutachten hätten eine Teilursache der militärischen Dienstleistung anerkannt. Es fehlten konkrete Beweise für die Vordienstlichkeit einzelner Gesundheitsschädigungen. Man könne nicht gleichzeitig von der vorbehaltlosen Tauglichkeit für den militärischen Auslandseinsatz in U.________ ausgehen und sich auf vordienstliche Gesundheitsschädigungen berufen, welche die Übernahme eines solchen Risikos für die Armee verboten hätten. Die Beschwerdegegnerin habe den Entlastungsbeweis für die Vordienstlichkeit nicht erbringen können. Die multifaktoriellen Traumatisierungen könnten nicht separiert werden.