Citation: 6A.47/2003 24.10.2003 E. A

Von Anfang Februar bis Mitte April 2002 absolvierte M.________ eine stationäre Behandlung in der Klinik für psychotherapeutische und psychosomatische Medizin in Bielefeld. Die Diagnose im Abschlussbericht vom 13. Mai 2002 lautet: Posttraumatische Belastungsstörung mit Angst- und Panikzuständen, massive Schlafstörungen, Albträume, flash-backs (Rückblenden), latente Suizidalität, Schmerzstörungen, Kopfschmerzen bei Lebenskrise nach Autounfall im November 2001 sowie Alkoholmissbrauch. Im Anschluss an die stationäre Behandlung wurde die Entwicklung der psychischen Verfassung der Probandin insgesamt als positiv beurteilt. In der Nacht vom 26. auf den 27. Mai 2002 führte M.________ auf der Autobahn A3/A3b einen Personenwagen in angetrunkenem Zustand (FiaZ). Die Analyse ergab eine Blutalkoholkonzentration (BAK) von mindestens 3,03 und maximal 3,6 Promille. Das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons St. Gallen eröffnete am 17. Juli 2002 ein Administrativmassnahme-Verfahren zwecks Abklärung der Fahreignung und aberkannte M.________ vorsorglich den ausländischen Führerausweis. Am 5. September 2002 unterzog sich M.________ einer verkehrsmedizinischen Untersuchung im Institut für Rechtsmedizin des Kantonsspitals St. Gallen (IRM/SG). Das Gutachten vom 8. Oktober 2002 kommt zum Schluss, angesichts einer noch nicht hinreichenden Stabilisierung der Gesamtproblematik, bestehend aus psychischer Störung mit hieraus resultierender sekundärer Alkoholproblematik, könne die Fahreignung von M.________ aus medizinischen Gründen nicht befürwortet werden.