Citation: I 607/03 12.02.2004 E. 7.2

7.2.1 Als Erstes ist festzuhalten, dass das Vorgehen der Verwaltung, im Rahmen des Einkommensvergleichs das Validen- und Invalideneinkommen auf das Jahr 2000 (Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügungen) hochzurechnen, nicht korrekt ist. Für die Vornahme des Einkommensvergleichs ist grundsätzlich zunächst auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt der allfälligen Rentenrevision abzustellen. Bevor die Verwaltung über einen Leistungsanspruch befindet, muss sie zudem prüfen, ob allenfalls in der folgenden Zeit eine erhebliche Veränderung der hypothetischen Bezugsgrössen eingetreten ist. Gegebenenfalls hat sie vor ihrem Entscheid einen weiteren Einkommensvergleich durchzuführen (BGE 129 V 223 f. Erw. 4.1 und 4.2, 128 V 174; Urteil T. vom 21. Juli 2003 Erw. 4.1, I 833/02). 7.2.2 Der Versicherte und seine Ehefrau arbeiteten seit 17. Dezember 1996 als Saisonniers im Hotel X.________. Gemäss dem Gutachten des Prof. Dr. med. U.________ vom 13. Oktober 2001 war die Ehefrau in der Wintersaison 2001/2002 weiterhin im Saisonnierstatus in der Schweiz tätig. Unter diesen Umständen ist es überwiegend wahrscheinlich, dass der Versicherte im Revisionszeitpunkt (2001) und auch bei Erlass der Revisionsverfügung vom 8. November 2002 weiterhin lediglich über eine Saisonnierbewilligung verfügt hätte. Etwas anderes wird denn auch von keiner Seite geltend gemacht. Da invaliditätsfremde Gesichtspunkte im Rahmen des Einkommensvergleichs nach Art. 28 Abs. 2 IVG überhaupt nicht oder dann bei beiden Vergleichsgrössen gleichmässig zu berücksichtigen sind (ZAK 1989 S. 458 Erw. 3b; RKUV 1993 Nr. U 168 S. 104 Erw. 5b; Urteil S. vom 16. April 2002, I 640/00), ist auch bei der Bestimmung des Invalideneinkommens dem Saisonnierstatus des Versicherten Rechnung zu tragen, weshalb - mit der IV-Stelle - nicht auf die Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) abzustellen ist. Vielmehr hat die Verwaltung aufgrund konkreter Abklärungen zu eruieren, welches Einkommen der Beschwerdeführer als Saisonnier in einer leidensangepassten Tätigkeit, insbesondere etwa in der Hotellerie, hätte erzielen können. Anders als bei der Ermittlung des Invalideneinkommens auf Grund von Tabellenlöhnen ist dabei kein leidensbedingter Abzug vorzunehmen (BGE 129 V 225 Erw. 4.4). Soweit die Verwaltung als maximal erzielbares Invalideneinkommen den Portier-Validenlohn beigezogen und in diesem Rahmen eine Arbeitsfähigkeit von 90 % und einen leidensbedingten Abzug von 10 % eingesetzt hat (Erw. 7.1 hievor), kann dem nicht gefolgt werden. Denn als Portier ist der Versicherte weiterhin nur zu 50 % arbeitsfähig, so dass diesbezüglich gar kein Revisionsgrund vorliegt (Erw. 6.1 hievor). Zu eruieren ist vielmehr das Invalideneinkommen in den von Prof. Dr. med. U.________ angeführten leidensangepassten Arbeiten, wobei der Arzt klar anzugeben hat, in welchem Umfang der Versicherte in welchen Tätigkeiten arbeitsfähig ist (Erw. 6.3 hievor).