Citation: 1C_347/2021 E. 2.6

2.6. Der angefochtene Entscheid lässt keinen anderen Schluss zu, als dass auf die Anhörung dieser Zeugen aufgrund einer antizipierten Beweiswürdigung (vgl. zu diesem Begriff BGE 144 II 427 E. 3.1.3 mit Hinweisen) verzichtet wurde. Im angefochtenen Entscheid steht, der Containerplatz unterliege aufgrund seiner Lage am Strassenrand der Baubewilligungspflicht. Unter Zugrundelegung der vom Beschwerdeführer behaupteten baulichen Änderungen im Jahr 2015 handle es sich dabei um einen neubauähnlichen Umbau gemäss dem übergangsrechtlich anwendbaren Art. 206 des früheren kantonalen Gesetzes vom 24. April 1988 über die Raumplanung und das öffentliche Baurecht (BauG; NG 611.01). Somit sei ein allfälliger Bestandesschutz des früheren Zustands untergegangen. Zudem würden bei der Anwendung von Art. 206 BauG öffentliche Interessen der Verkehrssicherheit überwiegen. Diese hätten Vorrang im Verhältnis zu allfälligen Baubewilligungen oder einem aktiven Tun des Gemeinderats zum Zustand des Containerplatzes vor 2015 und einem daraus abgeleiteten Vertrauensschutz. Im Folgenden ist im Rahmen der erhobenen Rügen zu überprüfen, ob diese Erwägungen des Verwaltungsgerichts in der Sache mit dem Bundesrecht vereinbar sind. Diesfalls können allfällige Äusserungen der angerufenen Zeugen zum Containerplatz vor der baulichen Änderung von 2015 nicht entscheidend für den Ausgang des Verfahrens sein. Unter diesem Vorbehalt hat das Verwaltungsgericht weder den Gehörsanspruch des Beschwerdeführers verletzt noch gegen das Willkürverbot verstossen, wenn es vom fraglichen Zeugenbeweis abgesehen hat. In diesem Punkt ist es auch genügend auf die Vorbringen des Beschwerdeführers eingegangen (vgl. zu den Anforderungen an die Entscheidbegründung BGE 146 II 335 E. 5.1; 142 II 49 E. 9.2).