Citation: 2C_636/2020 E. 3.3

3.3. Anders als die Beschwerdeführer im Verfahren 2C_519/2016 behaupten die Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren nicht, dass die Gruppe der Eigentümer von Ferienobjekten im Vergleich zur Gruppe der Hotelgäste ungleich behandelt würden. Vielmehr machen sie geltend, dass Eigentümer ohne Kinder einerseits und Familien mit Kindern andererseits trotz Ungleichheit gleich behandelt würden. Bei einer Berücksichtigung des "Kinder- und Jugendlichenprivilegs" im Rahmen des Übernachtungsfaktors werde dieser Faktor nämlich für alle Eigentümer - nicht nur für solche, in deren Ferienwohnung Kinder und Jugendliche übernachteten - gesenkt. Dadurch profitierten auch die kinderlosen Eigentümer vom "Kinder- und Jugendlichenprivileg", während den Familien nicht die ganze vom Gesetz vorgesehene Entlastung zuteil werde. Anders verhielte es sich nur, wenn Familien ihre Ferienwohnungen stärker auslasteten, das heisst, öfter in ihren Ferienwohnungen übernachteten als Eigentümer ohne Kinder. Dafür gebe es jedoch keine Anhaltspunkte. Schliesslich habe das Bundesgericht im Urteil 2C_519/2016 vom 4. September 2017 festgehalten, dass die Einrichtungen der Gemeinde gerade auch Bevölkerungsgruppen anziehen, "die aus Gründen des fortgeschrittenen Alters oder des Gesundheitszustandes zeitlich disponibler sind als Familien mit schulpflichtigen Kindern oder Erwerbstätige" (Urteil 2C_519/2016 vom 4. September 2017 E. 3.6.6). Die Gleichbehandlung ungleicher Situationen sei auch deshalb stossend, weil bei einer Korrektur des Bettenfaktors, wie sie der Kanton Wallis in seinem Musterreglement empfehle, der Ungleichheit von Eigentümern ohne Kinder einerseits und Familien andererseits gebührend Rechnung getragen würde. Verfüge eine Ferienwohnung nämlich über mehr als zwei Betten, könne davon ausgegangen werden, dass sie eher von Familien mit von der Taxe zu befreienden Kindern besetzt werde. Wenn der Bettenfaktor ab dem dritten oder vierten Bett reduziert werde, könne die kantonalgesetzlich vorgesehene Entlastung von der Kurtaxe für Kinder und Jugendliche sachgerecht den Familien vorbehalten werden.