Citation: 6B_76/2021 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer stellt nicht in Abrede, dass bei einer Geschwindigkeit von 120 km/h ab einem Abstand von 20 Metern oder weniger eine grobe Verkehrsregelverletzung im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG vorliegt, wie die Vorinstanz angenommen hat (zur 1/6-Tacho-Regel vgl. Urteile 6B_1139/2019 vom 3. April 2020 E. 2.2; 6B_848/2016 vom 13. Februar 2017 E. 1.3.3; je mit Hinweisen). Die Annahme der Vorinstanz, dass diese Distanz beim erstellten Sachverhalt (derart nahes Auffahren, dass die Vorderlichter des Alfa Romeos im Rückspiegel nicht mehr zu erkennen sind) unterschritten war, gibt sodann zu keinen Bemerkungen Anlass. Indessen meint der Beschwerdeführer, es sei nicht erstellt, dass er dem Fahrzeug von B.________ während einer strafrechtlich relevanten Dauer zu nahe aufgefahren sei. Möglich sei, dass das angeblich zu nahe Auffahren verkehrsbedingt erfolgt sei, "z.B. durch stockenden Kolonnenverkehr, abbremsen oder verlangsamen der Fahrzeuge etc.". Vielleicht habe ja B.________ sein Fahrzeug verlangsamt, um sich wieder rechts in die Normalspur einfügen zu können. Dazu habe er seine Geschwindigkeit der auf der Normalspur gefahrenen Geschwindigkeit anpassen müssen, was zu einer stockenden Verkehrslage geführt haben könnte.