Citation: I 739/06 10.04.2007 E. 3

Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente, insbesondere das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit und die Höhe der bei der Bemessung des Invaliditätsgrades massgebenden Vergleichseinkommen. 3.1 Im angefochtenen Entscheid werden die Bestimmungen und Grundsätze über den Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 28 Abs. 1 IVG), die Bemessung des Invaliditätsgrades nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 16 ATSG) sowie die Bedeutung ärztlicher Auskünfte für die Belange der Invaliditätsschätzung (BGE 115 V 133 E. 2 S. 134, 114 V 310 E. 3c S. 314, 105 V 156 E. 1 S. 158) richtig dargelegt. Darauf wird verwiesen. 3.2 Gestützt auf die versicherungspsychiatrische Stellungnahme des Arztes des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), Dr. med. X.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 5. Oktober 2005, welcher die Beschwerdeführerin am 7. Juli 2005 untersucht hatte, gelangte die Vorinstanz zum Ergebnis, dass die Versicherte in einer leichten Tätigkeit zu 86 % arbeitsfähig ist. Dabei handelt es sich um eine Sachverhaltsfeststellung, die das Bundesgericht nur mit den erwähnten Einschränkungen (E. 2) überprüft (BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 398). 3.3 Was die Beschwerdeführerin vorbringt, ist nicht geeignet, diese vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung als offensichtlich unrichtig oder unvollständig erscheinen zu lassen. Wenn sie beanstandet, das kantonale Gericht habe die Berichte des Hausarztes Dr. med. K.________ und des Dr. med. C.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, nicht berücksichtigt und alleine auf die Stellungnahme des Versicherungsarztes Dr. med. X.________ abgestellt, hat die Vorinstanz bereits zutreffend begründet, dass der Bericht von Dr. med. C.________ die an den Beweiswert gestellten Anforderungen nicht erfüllt, weil er zu wenig substanziiert ist, keine Schlussfolgerungen enthält und zu wesentlichen Fragen lediglich ausgeführt wird, sie seien noch abklärungsbedürftig. Da in erster Linie ein psychisches Krankheitsbild zu beurteilen war, hat das kantonale Gericht zu Recht vorrangig auf die Einschätzung des RAD-Psychiaters Dr. med. X.________ abgestellt, und nicht auf die Stellungnahmen des Allgemeinpraktikers Dr. med. K.________. Es hat dabei auch der von der Rechtsprechung anerkannten Erfahrungstatsache Rechnung getragen, wonach Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b.cc S. 353). Auch hat es in nachvollziehbarer Weise dargelegt, warum dem Bericht des RAD-Arztes voller Beweiswert zuzuerkennen ist. Dass die gestellten Diagnosen voneinander abweichen, ist nicht entscheidend, weil die von den behandelnden Ärzten angegebenen Diagnosen (Neurasthenie [ICD-10 F48.0], wiederholte depressive Episoden, körperliche Erschöpfungszustände und Migräne) und die vom Versicherungsarzt genannte (aus einer neurasthenischen Konstitution sich entwickelnde, nun verselbstständigte generalisierte Angststörung [ICD-10 F41.1]) von der Symptomatik und ihren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit her nahe beieinander liegen. So wird in der ICD-10-Kodifikation die Neurasthenie bei der generalisierten Angststörung als einzige Differenzialdiagnose angegeben. Beide Krankheiten liegen damit innerhalb der gleichen Gruppe symptomatisch ähnlicher (oder zum Teil sogar übereinstimmender) Krankheiten (vgl. Roche Lexikon Medizin, 5. Auflage, zum Begriff "Differenzialdiagnostik"). Die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung bleibt damit für das Bundesgericht verbindlich. 3.4 Bei dem vom kantonalen Gericht somit gestützt auf die versicherungspsychiatrische Stellungnahme vom 5. Oktober 2005 korrekt festgestellten Grad der Arbeitsfähigkeit von 86 % ist die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde aufgeworfene Frage nach der Höhe der im Einkommensvergleich massgebenden Löhne nicht zu erörtern; denn selbst bei der Ermittlung nach den Vorgaben der Beschwerdeführerin (Validen- und Invalideneinkommen je ausgehend von Fr. 43'281.90, leidensbedingter Abzug von 10 %) ergäbe sich nur ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 23 %.