Citation: 8C_305/2019 E. 4.2.3

4.2.3. Insgesamt bestehen zwischen dem Gutachten des Instituts D.________ vom 25. April 2017 einerseits und den übrigen medizinischen Akten, insbesondere der neurographischen und der elektromyographischen Standortbestimmungen vom 6. September 2018 andererseits, einige Widersprüche. Die Gutachter des Instituts D.________ waren offenbar nicht darüber informiert, dass beim Beschwerdegegner eine Enzymindukation beim Medikamentenabbau vorliegt. Daher ist auch nicht bekannt, ob Tests in anderer Form durchgeführt worden seien und eine andere Erklärung den niedrigen Medikamentenspiegel für denkbar wäre. Noch wichtiger aber ist die Diskrepanz bezüglich der apparativ eruierten und damit objektivierbaren neurologischen Werte. Dr. med. F.________ hat bei der sensiblen Stimulation der Nervi Radialis beidseits in ihrem distalen Abschnitt einen signifikanten Amplitudenunterschied von 80% zuungunsten von rechts festgestellt. Aus dem Gutachten des Instituts D.________ ist nicht ersichtlich, ob diese Nerven überhaupt geprüft worden sind. Erschwerdend kommt hinzu, dass aus dem Gutachten nicht ersichtlich ist, welche Untersuchungen durchgeführt wurden. Jedenfalls vermerkte der neurologische Teilgutachter, er habe nur geringfügige Auffälligkeiten gefunden, weshalb er daraus schloss, die vom Exploranden angegebenen Schmerzen beruhten entweder auf einer Fehlverarbeitung ohne Krankheitswert oder einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren. Entgegen der Darstellung in der Beschwerde ist es nicht relevant, dass der Bericht des Dr. med. F.________ vom 6. September 2018 erst nach Erlass des Einspracheentscheides vom 3. Mai 2018 erfolgte, da der geschilderte Gesundheitszustand des Beschwerdegegners auch den Zeitraum bei Verfügungserlass abdeckt.