Citation: 4A_58/2023 E. 6.2.2

6.2.2. Der Beschwerdeführer vermag nicht darzutun, dass die Vorinstanz in Willkür verfallen ist, indem sie auf die Befragung seines Hausarztes verzichtet hat. Er macht geltend, sein Hausarzt habe ihn während des fraglichen Zeitraums mehrmals gesehen und wäre somit in der Lage gewesen, seinen jeweiligen Zustand zu beschreiben und zu begründen, weshalb er ihn arbeitsunfähig geschrieben habe. Damit übergeht der Beschwerdeführer bereits, dass die Vorinstanz erwog, die Feststellungen des Hausarztes seien in der Krankengeschichte der fraglichen Zeitperiode vollständig enthalten. Entscheidend für die vorinstanzliche Beweiswürdigung war aber ohnehin, dass sie den Hausarzt - mangels fachärztlichen Kenntnissen auf dem Gebiet der Psychiatrie und Psychotherapie - nicht als qualifiziert ansah, einen psychopathologischen Befund zu erheben. Der Beschwerdeführer zeigt in seiner Beschwerde nicht auf, dass bzw. inwiefern sein Hausarzt - entgegen der Vorinstanz - über die dafür notwendigen Qualifikationen verfügt haben sollte. In diesem Sinne ist auch der Verweis der Vorinstanz auf das Urteil des Bundesgerichts 4A_445/2016 vom 16. Februar 2017 nicht zu beanstanden. Auch dort wurde der behandelnden Ärztin vorgeworfen, sie habe eine psychiatrische Diagnose gestellt, ohne über die notwendigen psychiatrischen Fachkenntnisse zu verfügen (zit. Urteil 4A_445/2016 E. 4.2.1). Nichts ändert der Einwand des Beschwerdeführers, sein Hausarzt sei - anders als im zitierten Urteil 4A_445/2016 - die einzige medizinische Fachperson gewesen, die ihn während des fraglichen Zeitraums mehrmals gesehen habe. Der Umstand, dass der Hausarzt den Beschwerdeführer als einzige medizinische Fachperson im fraglichen Zeitraum (mehrmals) gesehen haben soll, ändert nichts daran, dass die Vorinstanz erwog, der Hausarzt habe nicht über die notwendigen Qualifikationen verfügt, um einen psychopathologischen Befund zu erheben. Diese vorinstanzliche Feststellung vermag der Beschwerdeführer nicht als willkürlich auszuweisen.