Citation: 1C_291/2022 E. 5.2

5.2. Der Beschwerdeführer macht demgegenüber geltend, die Fertigstellung des teilerstellten Scheibenhauses C stelle im Rahmen der bestehenden Arealüberbauung keinen "Neubau", sondern einen Umbau oder eine Erweiterung im Sinne von § 357 Abs. 1 PBG/ZH dar. Baurechtswidrig im Sinne von § 357 Abs. 1 PBG/ZH seien die bestehende Arealüberbauung und ihre Bauten, insbesondere die Scheibenhäuser, welche allesamt Längen von über 45 m aufweisen würden. Die Anforderungen der altrechtlichen Arealüberbauung Kalkofen-Wassergass würden eingehalten, insbesondere auch der Arealüberbauungsrevers. Damit werde den öffentlichen Interessen entsprochen. Der Abschlussblock C führe zu keiner wesentlich anderen Überbauung als seinerzeit bewilligt. Das projektierte Gebäude widerspreche für sich allein betrachtet auch den heutigen Bauvorschriften nicht. Der erforderliche Grenzabstand gemäss der heutigen Regelbauweise werde eingehalten, weshalb überdies die nachbarlichen Interessen gewahrt seien. Die Voraussetzungen der Besitzstandsgarantie nach § 357 Abs. 1 PBG/ZH seien somit erfüllt. Selbst wenn die maximal zulässige Gebäudelänge von 40 m hätte eingehalten werden müssen, wäre die Vorinstanz gestützt auf § 357 Abs. 1 Satz 2 PBG/ZH verpflichtet gewesen, zu prüfen, ob nicht die Voraussetzungen für einen Dispens nach § 220 Abs. 1 PBG/ZH erfüllt seien, andernfalls die Eigentumsgarantie (Art. 26 BV) der Grundeigentümer der Arealüberbauung verletzt würde.