Citation: C 187/98 12.05.2000 E. 5

5.- Nach dem Gesagten kann der Beschwerdegegner von vornherein erst nach bestandener Abschlussprüfung vom 9. Dezember 1997 besondere Taggelder (nebst der Übernahme von 20 % des Verlustrisikos im Falle der Bürgschaftsgewäh- rung) beanspruchen. Auf Grund der vorliegenden Akten ist der Zeitraum vom 10. Dezember 1997 bis zum 21. Januar 1998 (Tag vor Eröffnung der Fahrschule) als Planungsphase im Sinne von Art. 71a Abs. 1 AVIG zu qualifizieren: Wenn das KIGA dem Versicherten - zu Recht - entgegenhält, vor der Prüfung habe nicht festgestanden, ob das Fähigkeitszeugnis überhaupt erlangt werde, ist auf der anderen Seite davon auszugehen, dass dem Beschwerdegegner nach dem erfolgrei- chen Abschluss seiner Fahrlehrerausbildung bis zur rund sechs Wochen später erfolgenden Geschäftseröffnung noch mancherlei Vorbereitungsarbeiten verblieben (namentlich konnte das auf die Fahrschuleröffnung ausgerichtete Werbe- konzept naheliegenderweise erst nach bestandener Prüfung umgesetzt werden). Zu beachten ist, dass die Ausrichtung der besonderen Taggelder erst ab dem Zeitpunkt erfolgen kann, in dem der Beschwerdegegner die Wartezeit gemäss Art. 18 Abs. 1 AVIG bestanden hat. Dies war am 17. Dezember 1997 der Fall, womit bis zur Eröffnung der Autofahrschule noch 26 Taggelder zuzusprechen sind (vgl. Art. 19 AVIG, Art. 12 lit. a des bernischen Gesetzes vom 30. August 1989 über die Arbeitsvermittlung, die Arbeitslosenversicherung und die Arbeitslosenunterstützung [AVUG/BE; BSG 836.31]).