Citation: 6B_298/2024 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwägt, in der Anklageschrift werde dem Beschwerdeführer zur Last gelegt, er habe sich die Unterschrift seines Halbbruders von einem anderen Dokument beschafft und sie am 9. August 2017 auf der Zahlungsvereinbarung angebracht, um vorzutäuschen, sein Halbbruder habe diese mitunterzeichnet. Damit habe er gegenüber der Vermieterin den Anschein erwecken wollen, sein Halbbruder sei weiterhin Mitmieter der Wohnung, um so die Kündigung des Mietverhältnisses zu vermeiden und die Schulden zur Hälfte auf seinen Halbbruder abzuwälzen. Die Vorinstanz pflichtet dem Beschwerdeführer insofern bei, als aus der Anklage nicht ersichtlich sei, von welchem Dokument und zu welchem Zeitpunkt er die Unterschrift seines Halbbruders beschafft haben soll. Allerdings stelle die Beschaffung der Unterschrift nicht das angeklagte Delikt dar. Vielmehr werde ihm zum Vorwurf gemacht, die zuvor beschaffte Unterschrift seines Halbbruders auf der Zahlungsvereinbarung angebracht zu haben, die er Anfang August 2017 der Vermieterin habe zukommen lassen. Hinsichtlich des ihm gemachten Tatvorwurfs genüge die Anklageschrift den gesetzlichen Anforderungen. Der Beschwerdeführer habe die ihm vorgeworfenen Sachverhaltselemente gekannt und habe sich hinreichend verteidigen können.