Citation: 4A_696/2015 E. 9.2.2

9.2.2. Der Beschwerdeführer rügt, damit habe die Vorinstanz eine vorgängige Abrechnungspflicht angenommen. Von Gesetzes wegen sei der eingeklagte Anspruch noch gar nicht fällig. Die anteilsmässigen Gewinnanteile würden nämlich nichts anderes darstellen als die Herausgabe eines nach der Liquidation allenfalls verbleibenden Überschusses. Da gemäss beschwerdegegnerischer Darstellung weder eine Auflösung der Gesellschaft erfolgt sei noch eine Verwertung des Gesellschaftsvermögens stattgefunden habe, sei der eingeklagte Anspruch von Gesetzes wegen noch nicht fällig. Die gesetzlichen Bestimmungen über die Liquidation sind jedoch dispositiver Natur und kommen nur zur Anwendung, wenn nichts Abweichendes im Gesellschaftsvertrag oder im Nachhinein vereinbart wurde (DANIEL STAEHELIN, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht II, 4. Aufl. 2012, N. 2 zu Art. 548/549 OR). Davon geht der Beschwerdeführer letztlich selber aus, weshalb es sich erübrigt, weiter auf diese Argumentation einzugehen.