Citation: 1C_122/2020 E. 5.4

5.4. In Art. 7 des Parkplatzreglements i.V.m. Art. 45 BZR wird nicht vorgeschrieben, dass von den Abstellflächen die öffentlichen Verkehrsflächen mit einem gefahrenen (und nicht bloss gestossenen) Zweirad erreicht werden müssten. Die Vorgabe, dass die Parkierungsanlage in der Regel ebenerdig zu platzieren ist und hindernisfrei zugänglich sein muss, lässt sich mit einem solchen Verständnis vereinbaren. Es kommt daher nicht darauf an, ob das Zweirad bei einer Rampe mit nahezu 22 % Gefälle geschoben werden muss und nicht gefahren werden kann. Im Übrigen verweisen die angesprochenen kommunalen Vorschriften nicht auf die VSS-Norm "Projektierung von Veloparkierungsanlagen" (VSS-40066). Die Beschwerdeführer legen ebensowenig dar, inwiefern diese VSS-Norm rechtlich von Bedeutung für die Anwendung des fraglichen kommunalen Rechts sein soll. Somit vermögen die Beschwerdeführer aus der VSS-Norm nichts abzuleiten. Nichts anderes gilt bezüglich der Empfehlungen des Bundesamts für Strassen (ASTRA) im Handbuch zur Veloparkierung (Vollzugshilfe Langsamverkehr Nr. 7, 2008), auf welche sich die Beschwerdeführer ebenfalls berufen. Insgesamt erweist es sich nicht als willkürlich, die Lösung des Bauprojekts in Anwendung des gerügten kommunalen Rechts - auch mit Blick auf die Länge des Zugangswegs und die Rampe - als vertretbar zu betrachten, zumal die Vorinstanz dabei den Autonomiebereich der Stadt Kriens zu respektieren hatte.