Citation: 6B_38/2007 23.08.2007 E. 3

Der Beschwerdeführer möchte seine Eingabe als subsidiäre Verfassungsbeschwerde behandelt wissen, falls sie nicht als Beschwerde in Strafsachen zulässig ist. Der Entwurf zum Bundesgerichtsgesetz (BBl 2001, 4480 ff.) sah in Art. 74 vor, dass unter anderem bei Verurteilungen unter 30 Tagessätzen Geldstrafe, unter 120 Stunden gemeinnütziger Arbeit und unter Fr. 500.-- Busse für eine natürliche Person die Beschwerde in Strafsachen nicht zulässig ist. In diesen Fällen sollte die subsidiäre Verfassungsbeschwerde erhoben werden können. Weil der Gesetzgeber auf die erwähnten Streitwertgrenzen verzichtete, bestehen nicht dieselben Rechtsschutzlücken wie im Zivil- und öffentlichen Recht. Da somit im Strafrecht alle kantonalen Entscheide mit dem ordentlichen Rechtsmittel anfechtbar sind, besteht für die subsidiäre Verfassungsbeschwerde kein Raum (Seiler/von Werdt/Güngerich, Bundesgerichtsgesetz, Handkommentar, Bern 2007, S. 283 f. und 485 je N 14).