Citation: 4A_462/2024 E. 4.3.1

4.3.1. Die Beschwerdeführerin unterlässt es, anhand der relevanten vorinstanzlichen Erwägungen zum Ablauf der Handelstätigkeit zwischen C.________ und D.________ nachvollziehbar und verständlich dazutun, inwiefern die Tatsachenfeststellungen und Beweiswürdigung der Vorinstanz konkret willkürlich sein sollen. Sie zeigt auch nicht auf, welche Schlussfolgerungen die Vorinstanz gestützt auf die angeblich verspätet eingereichten Audio-Dateien der Gespräche zwischen D.________ und C.________ gezogen und was die Vorinstanz aus den jedenfalls rechtzeitig eingereichten Transkriptionen geschlossen hat. Es ist nicht am Bundesgericht, in der 120-seitigen Beschwerde nach Hinweisen zu forschen, die gegen die Schlüssigkeit der vorinstanzlichen Beweiswürdigung sprechen. Diese ist auch nicht deswegen willkürlich, weil die Vorinstanz nur die von der Beschwerdegegnerin eingereichten Gesprächsauszüge herangezogen hat. Es wäre vielmehr an der Beschwerdeführerin gewesen, anhand der von der Beschwerdegegnerin nicht wiedergegebenen Teile der Audioaufzeichnungen aufzuzeigen, dass die Auszüge der Beschwerdegegnerin nicht den effektiven Inhalt der Gespräche wiedergeben und die vorinstanzlichen Schlussfolgerungen deswegen willkürlich sein sollen. Dies tut sie nicht. Soweit die Beschwerdeführerin in der Folge neuerlich beanstandet, die Vorinstanz habe den Sachverhalt teilweise zu Unrecht als unbestritten betrachtet und falsche Feststellungen getroffen, erschöpfen sich ihre Vorbringen in appellatorischer Kritik am angefochtenen Urteil. Dies ist etwa der Fall, wenn sie die Vorgeschichte der streitgegenständlichen Mini-Futures anspricht und rügt, die Telefongespräche zwischen D.________ und C.________, worauf die Vorinstanz abstelle, seien nicht erwiesen. Ebenfalls keine Willkür begründet die Beschwerdeführerin, indem sie den Inhalt der Gespräche und die vorinstanzlichen Schlussfolgerungen daraus kritisiert, etwa, wenn sie mit Bezug auf ein Telefongespräch vom 28. Februar 2020 geltend macht, die Vorinstanz hätte das Verhältnis zwischen dem sog. "Re-entry" und dem Stop-Loss klären müssen. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin hat die Vorinstanz dies - nachvollziehbar - getan (vgl. oben E. 4.2.3). Dies gilt auch für das Investitionsvolumen der strittigen Mini-Futures gemäss Termsheet. Bloss appellatorische Kritik übt die Beschwerdeführerin auch, wenn sie rügt, die im Mini-Future ISIN CH0501202847 eingepreisten Verluste stammten nicht "aus früheren, ausgestoppten Mini Futures", sondern "aus verschiedenen Quellen". Es steht daher für das Bundesgericht verbindlich fest, dass sich C.________ und D.________ hinsichtlich der wesentlichen Produktparameter der streitgegenständlichen Mini-Futures ISIN CH0501202847 und ISIN CH0501203092 vom 2. und 5. März 2020 geeinigt haben. Aus den vorstehenden Erwägungen 4.2.1 ff. erhellt sodann, dass die Vorinstanz mit Bezug auf die für die vorliegende Beurteilung (mit) -entscheidende Frage, ob C.________ nach dem Verfall der Mini-Futures ISIN CH0501202847 und ISIN CH0501203092 am Abend des 5. März 2020 die Anweisung gegeben hat, die Absicherungspositionen auf Risiko der Beschwerdeführerin nicht zu schliessen, auf E-Mail-Konversationen von C.________ und D.________ vom 28. Februar 2020 und 6. März 2020 abstellte. Demnach habe C.________ an letztgenanntem Datum daran festgehalten, dass die Positionen nicht aufgelöst werden sollten, worauf D.________ per E-Mail indikative Berechnungen für zwei neue, auf den bestehenden Absicherungsgeschäften gründende Mini-Futures an C.________ übermittelt habe. Dass die Konversation per E-Mail der zwischen den Parteien vereinbarten Form entsprach, bestreitet die Beschwerdeführerin nicht. Es ist daher ohne Belang, ob dies auch für die von der Vorinstanz erwähnte SMS-Konversation zwischen C.________ und D.________ vom 5. März 2020 zutrifft. Der diesbezügliche Einwand der Beschwerdeführerin geht an der Sache vorbei. Es kann auch offen bleiben, ob die Vorinstanz ihre Noveneingabe vom 20. Oktober 2022 hätte berücksichtigen müssen, wonach die Beschwerdegegnerin "ein Problem mit informeller Kommunikation" habe.