Citation: 8C_817/2018 E. A

Die 1957 geborene A.________ war als Assistenzärztin im Spital B.________ befristet bis 31. Dezember 2007 tätig und dadurch obligatorisch bei der CSS Versicherung AG (nachfolgend: CSS) gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 14. August 2007 erlitt sie bei einem Treppensturz eine proximale Humerusschaftfraktur links mit Abrissfraktur des Tuberculum majus, die gleichentags operativ versorgt wurde (geschlossene Reposition und Implantation eines T2-Humerusmarknagels). Die CSS erbrachte Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen, wobei die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) die Schadensabwicklung für die CSS übernahm. Es stellte sich ein protrahierter Verlauf ein, den Dr. med. C.________, Oberarzt Klinik für Chirurgie und Orthopädie, Spital B.________, zumindest teilkausal auf das vorstehende Nagelende zurückführte; er äusserte überdies den Verdacht auf eine Frozen Shoulder (Berichte vom 30. Oktober und 11. Dezember 2007). Dr. med. D.________, Leitender Arzt Orthopädie, Klinik E.________, diagnostizierte am 7. Februar 2008 eine Delayed-Union fünfeinhalb Monate nach Humerus-Marknagel mit proximalem Überstand links. Das starke Bewegungsdefizit führte er auf den überstehenden Humerus-Marknagel zurück. Ab April 2008 war A.________ wieder zu 50 % als Assistenzärztin tätig. Am 13. August 2008 liess sie den Marknagel entfernen. In Übereinstimmung mit der Arbeitsfähigkeitsschätzung im Bericht des Dr. med. D.________ vom 20. Oktober 2008 arbeitete sie ab 15. September 2008 zu 25 %, ab 21. Oktober 2008 zu 50 % und ab 1. Dezember 2008 zu 100 %, wobei sie nie beschwerdefrei war. In X.________ erlangte A.________ den in der Schweiz anerkannten Facharzttitel für Allgemeine Innere Medizin. Am 6. November 2012 hielt der Suva-Kreisarzt Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, nach einer Untersuchung fest, es bestünden belastungsabhängige Schmerzen und eine Bewegungseinschränkung der linken Schulter bei subacromialem Impingement mit aktivierter Acromioclaviculargelenkarthrose links und Défiléeinengung bei Acromion Typ III. In ihrer angestammten Tätigkeit als Spitalärztin sei sie nicht eingeschränkt. Mit Verfügung vom 11. Dezember 2013 sprach ihr die CSS eine Integritätsentschädigung auf der Basis einer Integritätseinbusse von 5 % zu, worauf sie im Rahmen des Einspracheverfahrens wieder zurückkam und weitere Abklärungen tätigte. Insbesondere liess sie die Versicherte an der Klinik für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates des Spitals G.________ begutachten (Expertise vom 23. Februar 2015). Mit Verfügung vom 23. Februar 2016 sprach die CSS A.________ eine Integritätsentschädigung auf der Grundlage einer Integritätseinbusse von nunmehr 15 % zu. Den Anspruch auf eine Invalidenrente verneinte sie verfügungsweise am 16. August 2016. Mit Einspracheentscheid vom 21. Dezember 2016 bestätigte die CSS die Verfügung vom 16. August 2016.