Citation: 1C_457/2020 E. 3.2.2

3.2.2. Im Zeitpunkt des Entscheids vom 8. November 1996 war die Änderung des Umweltschutzgesetzes vom 21. Dezember 1995 (AS 1997 1155 ff. noch nicht in Kraft getreten. Deren Inkraftsetzung erfolgte erst auf den 1. Juli 1997 (AS 1997 1174). Unter dem Vorbehalt der antizipierten Ersatzvornahme durch die zuständige Behörde sah das Umweltschutzgesetz in der am 8. November 1996 geltenden Fassung keine Möglichkeit vor, die Kosten für Altlastensanierungen unter den einzelnen Verursachern aufzuteilen (vgl. Urteil 1A.67/1997 vom 26. Februar 1998 E. 4d/bb; Pierre Tschannen/Martin Frick, Der Verursacherbegriff nach Artikel 32d USG, Gutachten zuhanden des BUWAL vom 11. September 2002, S. 4; Hans W. Stutz, Die Kostentragung der Sanierung - Art. 32d USG, URP 1997 S. 758 ff., S. 765 f.). Bis zum Inkrafttreten von Art. 32d USG am 1. Juli 1997 galt daher gestützt auf Art. 30 Abs. 1 USG in der Fassung vom 7. Oktober 1983 (AS 1984 1129) der Grundsatz, dass der realleistungspflichtige Störer auch kostenpflichtig ist (vgl. Urteile 1A.67/1997 vom 26. Februar 1998 E. 4d/bb; 1A.158/1995 vom 9. Januar 1996 E. 3a; Hans W. Stutz/Barbara Wille, Neue Ansätze bei der Altlastenkostenverteilung?, URP 2011 S. 43 ff., S. 52).