Citation: 9C_461/2020 E. 5.4

5.4. Da die rückwirkende Leistungsbefreiung im Sinne von Art. 6 Abs. 3 VVG zum vornherein nur bei gültiger Vertragskündigung greifen kann (Art. 6 Abs. 3 VVG; vgl. etwa ANDREA PATRICIA STÄUBLI, Die Regelung über die vorvertragliche Anzeigepflicht des Versicherungsnehmers nach Art. 4 ff. VVG und ihr Verhältnis zum allgemeinen Zivilrecht, 2019, S. 204 f. Rz. 474), erübrigen sich Ausführungen zum nach dieser Bestimmung geforderten kausalen Zusammenhang zwischen den nicht oder unrichtig mitgeteilten Gefahrstatsachen und dem eingetretenen Schaden.