Citation: 2C_214/2023 E. 4.4.3

4.4.3. Aus dem Gesagten lassen sich folgende Abgrenzungskriterien ableiten: - Der Private erbringt nur einen Teil an die Erfüllung der Verwaltungsaufgabe, die Gesamtorganisation verbleibt beim Staat; - es handelt sich um administrative oder technische Hilfstätigkeiten; - die Einzelheiten der zu erbringenden Dienstleistung sind detailliert im Leistungsauftrag geregelt; - der Private hat nur wenig Gestaltungsspielraum, vielmehr nur aufgabenimmanentes Ermessen; - der Private ist in die Verwaltungsorganisation eingebettet; - der Private handelt nicht in eigenem Namen und nicht in eigener Zuständigkeit, er trägt keine eigene Verantwortung und tritt nicht selbständig nach aussen auf; vielmehr trägt der Staat die Verantwortung für das Handeln oder Unterlassen des Privaten und tritt entsprechend nach aussen auf; - der Private hat keine Verfügungsbefugnis und handelt nicht hoheitlich; - der Staat übt Inhaltskontrolle und Aufsicht über den Privaten aus. Es handelt sich hingegen um eine Aufgabenübertragung, wenn der Private die gesamte Aufgabe zu erfüllen hat, in eigenem Namen und in eigener Verantwortung handelt, entsprechend nach aussen auftritt und nicht in die Verwaltungsorganisation eingebunden ist. Ist der Private befugt, Verfügungen zu erlassen oder hoheitlich zu handeln, liegt eine Aufgabenübertragung vor. Die Kriterien müssen nicht kumulativ erfüllt sein, damit eine Verwaltungshilfe vorliegt. Vielmehr muss sich aus einer Gesamtschau ergeben, ob es sich aufgrund der genannten Kriterien um eine Aufgabenübertragung oder eine Verwaltungshilfe handelt.