Citation: 1P.236/2003 07.05.2003 E. 4

Die Haftrichterin lehnte das Begehren ab, der Beschwerdeführer sei unter Anordnung von Ersatzmassnahmen aus der Haft zu entlassen. Sie führte im angefochtenen Entscheid aus, die von der Verteidigung angebotenen Ersatzmassnahmen wie die Mitteilung über den definitiven Entscheid der Migrationsbehörde bezüglich der Aufenthaltsbewilligung, eine Meldepflicht und eine Schriftensperre sowie das Leisten einer Kaution vermöchten im vorliegenden Fall die Fluchtgefahr nicht genügend zu vermindern. Die Freilassung eines Angeschuldigten unter Anordnung von Ersatzmassnahmen setzt voraus, dass angenommen werden kann, mit den betreffenden Massnahmen werde die Fluchtgefahr gebannt. Die Haftrichterin nahm an, im vorliegenden Fall vermöchten die vorgeschlagenen Ersatzmassnahmen die Fluchtgefahr nicht ausreichend zu vermindern. Diese Auffassung ist vertretbar und hält vor der Verfassung stand. In der staatsrechtlichen Beschwerde wird eingewendet, der Mitbeschuldigte B.________, ein Onkel des Beschwerdeführers, sei gegen Leistung einer Kaution aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Es sei "grundsätzlich stossend, dass im gleichen Verfahren zwei Angeschuldigte ungleich behandelt" würden. Die Rüge der Verletzung der Rechtsgleichheit geht fehl, da die tatsächlichen Verhältnisse in den Fällen verschiedener Gefangener kaum je identisch sind und der Beschwerdeführer nicht darzutun vermag, dass die Verhältnisse im Falle des Angeschuldigten B.________ in jeder Hinsicht mit seinem Fall vergleichbar wären. Nach dem Gesagten verletzt der angefochtene Entscheid der Haftrichterin das verfassungsmässige Recht des Beschwerdeführers auf persönliche Freiheit nicht. Die staatsrechtliche Beschwerde ist daher abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.