Citation: 4A_229/2024 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdeführerin rügt mehrfach, die Vorinstanz habe ihren Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 58 Abs. 1 BV ( recte : Art. 29 Abs. 2 BV) sowie Art. 6 Ziff. 1 EMRK verletzt, etwa, indem sie sich nicht mit den Ausführungen der Beschwerdeführerin zur Ausübung des Replikrechts mit ihrer Eingabe vom 6. April 2023 nach Aktenschluss, zur Anwendung der Unklarheitsregel, zur Auslegung des Schreibens vom 15. August 2020, zur einvernehmlichen Vertragsaufhebung, zum Umfang der Arbeitsleistung und zur Arbeitsverweigerung, zur Verrechnungsforderung und zu den geltend gemachten Auslagen befasst habe. Diese Rügen verfehlen die qualifizierten Anforderungen an eine Rüge einer Verletzung von Grundrechten (oben E. 1.3). Genau besehen versucht die Beschwerdeführerin ihren Vorwurf damit zu begründen, dass die Vorinstanz ihrem in Wiederholung vorgetragenen Standpunkt nicht folgte. Dies stellt von vornherein keine Gehörsverletzung dar (siehe Urteil 4A_613/2019 vom 11. Mai 2020 E. 4.2, nicht publ. in: BGE 146 III 177). Ohnehin erfordert die Begründungspflicht als Teilgehalt des Gehöranspruchs nicht, dass sich die Vorinstanz mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt (vgl. BGE 148 III 30 E. 3.1 mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin begründet denn auch nicht hinreichend, inwiefern es ihr nicht möglich gewesen sein soll, den in den wesentlichen Punkten begründeten Entscheid sachgerecht anzufechten.