Citation: 4A_264/2015 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz verwarf den von der Erstinstanz zugesprochenen Ersatzanspruch für vorprozessuale Anwaltskosten über Fr. 36'648.60 nebst Zins mit mehreren Begründungen: In der Hauptbegründung wies sie die Klage insoweit mangels Substanziierung ab. Die Beschwerdeführer hätten weder in der Klageschrift noch im ersten Parteivortrag Ausführungen dazu gemacht, weshalb die als "vorprozessual" deklarierten anwaltlichen Bemühungen gerechtfertigt, notwendig und angemessen gewesen sein sollten. Ebenso wenig werde erläutert, inwiefern der Aufwand der Durchsetzung der Schadenersatzforderung gegenüber der Beschwerdegegnerin (und nicht gegenüber Dritten) gedient habe und warum er nicht vom prozessualen Parteikostenersatz abgegolten sei. Die Beschwerdeführer hätten die einzelnen Positionen der Honorarnote in den Rechtsschriften oder im Parteivortrag erläutern und zusammenstellen müssen; es sei nicht Aufgabe des Gerichts, sich die Sachdarstellung einer Partei aus den Beilagen zusammenzusuchen. Im Sinne einer Eventualbegründung führte die Vorinstanz ergänzend aus, selbst bei Durchsicht der Honorarnote in Klagebeilage 27 könne weder eine exakte Aufteilung zwischen den prozessualen und den ausserprozessualen Aufwendungen noch die Überprüfung der vorprozessualen Bemühungen auf ihre Notwendigkeit, Nützlichkeit und Angemessenheit vorgenommen werden. Die Beschwerdeführer betrachteten offenbar sämtlichen Aufwand bis zum Tag der Einreichung des Schlichtungsgesuchs (19. Oktober 2012) als ausserprozessual. Diese undifferenzierte Abgrenzung überzeuge nicht. Die vor der Schlichtungsverhandlung erfolgende Aufarbeitung des Falles in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht diene dem späteren Klageverfahren und sei deshalb von der Parteientschädigung abgedeckt. Zudem zähle auch das Führen von Vergleichsverhandlungen - zumindest im üblichen Mass - zu den mit dem Parteikostenersatz abgegoltenen Aufwendungen, gleich wie die Instruktion durch den Klienten und die Sachverhaltsermittlung. Zudem legten die Beschwerdeführer auch nicht dar, weshalb die Beschwerdegegnerin anwaltliche Bemühungen bezahlen müsste, die sich nicht gegen sie, sondern gegen Dritte gerichtet hätten (i.c. Rettungskräfte, insb. auch im Zusammenhang mit dem Strafverfahren).