Citation: 8C_295/2016 E. 3.4

3.4. Soweit sich die Versicherte - wie bereits im vorinstanzlichen Verfahren - auf abweichende medizinische Berichte beruft, namentlich auf denjenigen des Dr. med. I.________, Facharzt FMH für Chirurgie, vom 21. September 2015, ist mit dem kantonalen Gericht festzustellen, dass diese keine auch nur geringen Zweifel an den erwähnten Beurteilungen des Kreisarztes Dr. med. E.________ und des Dr. med. D.________ zu begründen vermögen. Vielmehr ist mit der Vorinstanz auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5 S. 470). Dr. med. I.________ argumentierte in seinem Kurzbericht denn auch vor allem damit, dass eine degenerative Ruptur im Alter der Patientin deutlich seltener sei als eine Unfallfolge, was indes für die Annahme der überwiegenden Wahrscheinlichkeit eines Kausalzusammenhangs nicht ausreicht. Die Argumentation der Beschwerdeführerin sodann, wonach sie vor dem Unfall nie unter Schulterbeschwerden gelitten habe, läuft auf einen unzulässigen "post hoc, ergo propter hoc"-Schluss hinaus (vgl. SVR 2012 UV Nr. 8 S. 27, 8C_380/2011 E. 6.2.1, und Nr. 5 S. 17, 8C_310/2011 E. 4.5.1, je mit Hinweisen) und vermag ebenfalls keinen Kausalzusammenhang zu beweisen. Selbst die Annahme einer unfallähnlichen Körperschädigung schliesslich, deren Vorliegen die Versicherte behauptet, würde nichts daran ändern, dass die SUVA über den 30. April 2014 hinaus keine Leistungen aus dem Unfallereignis vom 10. Juli 2012 mehr zu erbringen hat. Einerseits darf eine unfallähnliche Körperschädigung nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder Degeneration zurückzuführen sein (Art. 9 Abs. 2 UVV); andererseits ist der Nachweis eines natürlichen Kausalzusammenhangs auch für eine Leistungspflicht aufgrund einer unfallähnlichen Körperschädigung erforderlich. Diese Voraussetzungen sind vorliegend nicht erfüllt.