Citation: 6B_1158/2016 E. 2.2.1

2.2.1. Die Vorinstanz schliesst, ein unfallanalytisches Gutachten sei kaum geeignet, den Sachverhalt, wie er nach einer Würdigung der vorhandenen Akten erstellt sei, zu verändern oder zu ergänzen. Gesichert sei nur die Endlage des Fahrzeugs. Ungeklärt sei dagegen namentlich die Stelle des Zusammenstosses, die Unfallendlage der Privatklägerin und die Stelle, an welcher der Beschuldigte den Bremsvorgang eingeleitet habe. Bei dieser Ausgangslage habe die Staatsanwaltschaft begründetermassen auf das beantragte unfallanalytische Gutachten verzichtet. Die Vorbringen der Privatklägerin stellten die Feststellungen der Staatsanwaltschaft nicht in Frage, wonach der Beschuldigte allem Anschein nach mit einer den Verhältnissen angepassten Geschwindigkeit unterwegs gewesen sei und ihn auch nicht der Vorwurf mangelnder Aufmerksamkeit treffe. Der Umstand, dass die von der Privatklägerin bezeichneten Augenzeugen das Fahrzeug des Beschuldigten erst im letzten Moment wahrgenommen hätten, spreche nicht notwendigerweise für überhöhte Geschwindigkeit; dies könne, gerade auch angesichts des einsetzenden starken Regens, ebensogut auf eine mangelnde Wahrnehmung des Geschehens auf der Strasse zurückzuführen sein. Schliesslich gebe es keine Indizien für die von der Privatklägerin geäusserte Vermutung, es sei möglich, dass der Beschuldigte ohne Licht gefahren sei.