Citation: 4C.416/2005 24.02.2006 E. 1

Im kantonalen Verfahren hatten die Beklagten die Abweisung der klägerischen Rechtsbegehren verlangt. Vorliegend beantragen sie ausser der Aufhebung des angefochtenen Urteils einzig, es sei festzustellen, dass sie dem Kläger aus der Auflösung der einfachen Gesellschaft "W.________" nichts schuldeten. Damit stellen sie formell ein neues und daher im Berufungsverfahren unzulässiges Begehren (Art. 55 Abs. 1 lit. b OG). Berufungsbegehren sind indessen nach Treu und Glauben auszulegen, insbesondere im Lichte der dazu gegebenen Begründung (BGE 123 IV 125 E. 1; 115 Ia 107 E. 2b S. 109; 114 II 329 E. 1; 105 II 149 E. 2a). Das Bundesgericht hat die Rechtsmittelvoraussetzungen nach Art. 55 Abs. 1 lit. b OG denn auch stets so ausgelegt, dass es genügt, wenn aus der Begründung mindestens sinngemäss ersichtlich ist, in welchem Sinn das angefochtene Urteil abgeändert werden soll (BGE 125 III 412 E. 1b S. 414; 104 II 209 E. 1; 101 II 372 f.). Unter Berücksichtigung der Berufungsbegründung kann der bereits im kantonalen Verfahren gestellte Antrag auf Abweisung der Klage als im gestellten Feststellungsbegehren enthalten betrachtet und das gestellte Begehren soweit zugelassen werden, als die Klageabweisung beantragt wird. Mangels materieller Beschwer der Beklagten ist sodann auf die Berufung nicht einzutreten, soweit sie die Aufhebung des angefochtenen Urteils auch in Punkten verlangen, in denen die Vorinstanz die klägerischen Rechtsbegehren abgewiesen hat (vgl. BGE 120 II 5 E. 2a mit Hinweisen). Die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen der Berufung sind erfüllt und geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf das Rechtsmittel ist damit grundsätzlich einzutreten.