Citation: U 324/03 30.07.2004 E. 3

Streitig und zu prüfen ist zunächst der für die Rentenberechnung massgebende versicherte Verdienst. 3.1 Bei Eintritt des Unfalls vom 4. Juli 1997 war der Beschwerdeführer Bezüger einer Rente der SUVA von 15% auf Grund des Unfalls vom Oktober 1977. Der für die Rentenberechnung für beide Unfälle ab 1. Februar 2001 massgebende versicherte Verdienst ist gemäss Art. 24 Abs. 4 UVV auf dem Lohn festzusetzen, welchen der Versicherte im Jahr vor dem letzten Unfall bezogen hätte, wenn früher kein versicherter Unfall eingetreten wäre. Während SUVA und Vorinstanz diesen Lohn auf Fr. 89'635.- festgesetzt haben, macht der Beschwerdeführer geltend, als Gesunder hätte er im Jahr 1997 einen Lohn von Fr. 102'375.- (13 x 7'875.-) erzielt, weshalb als versicherter Verdienst der damalige gesetzliche Höchstbetrag von Fr. 97'200.- anzunehmen sei. Zur Begründung bringt er vor, er habe wegen der Unfallfolgen einen gekürzten Lohn bezogen, weil er nicht in der Sparte "Hoch- und Tiefbau", sondern lediglich im (weniger gut entlöhnten) Bereich "Umbau und Renovation" habe eingesetzt werden können. 3.2 Nach den Angaben des Arbeitgebers vom 6. Februar 2001 hat der Beschwerdeführer vor dem zweiten Unfall einen Monatslohn von brutto Fr. 6'895.- bezogen, was einem Jahresverdienst von Fr. 89'635.- (13 x Fr. 6'895.-) entspricht. Dabei handelte es sich laut einer Aktennotiz des Arbeitgebers zu einer Auskunft an die SUVA vom 14. Mai 1991 um einen Leistungslohn, wie ihn gesunde Poliere im gleichen Tätigkeitsbereich bezogen haben. Eine Lohnkürzung wegen der SUVA-Rente von 15% erfolgte nicht. Aus der Aktennotiz des Arbeitgebers geht anderseits hervor, dass der Beschwerdeführer wegen raschem Ermüden beim Gehen und der Einschränkung beim Tragen von Lasten nur auf kleinen Baustellen eingesetzt werden konnte. Gemäss der von der SUVA erstellten Aktennotiz zu dieser Anfrage hatten sich die zuständigen Vertreter des Betriebes in dem Sinne geäussert, M.________ sei seinerzeit mit den Unfallfolgen behaftet eingestellt worden und es habe sich die Frage gestellt, in welcher Sparte (Hoch- und Tiefbau oder Kundenabteilung) er als Polier die beste Leistung erbringen könne. Dies sei eindeutig die Kundenabteilung (Umbau und Renovationen) gewesen, in welcher er noch heute tätig sei. Sein Bruttosalär betrage Fr. 6'050.- im Monat (x 13 im Jahr). Im Vergleich zu den andern Polieren in diesem Bereich handle es sich um einen absolut normalen Lohn. Im Hoch- und Tiefbau verdienten Poliere wegen des viel grösseren Aufgabenbereichs erheblich mehr, wobei die Spitze bei rund Fr. 7'000.- liege. Zwar hat der Versicherte am 30. April 1991 gegenüber dem SUVA-Inspektor ausgeführt, im Bereich "Umbauten und Renovationen" sei mehr körperliche Arbeit zu verrichten als bei Neubauten (Hoch- und Tiefbau), wo der Anteil der Administrativarbeiten 50% übersteige. Damit übereinstimmend hatte der Arbeitgeber bereits im Jahre 1985 darauf hingewiesen, dass Poliere auf "Umbau- und Renovationsbaustellen" vermehrt aktiv mitarbeiten und dabei auch heikle Arbeiten zu verrichten hätten. Dennoch ist durchaus glaubhaft, dass der Beschwerdeführer aus gesundheitlichen Gründen (eingeschränkte Gehfähigkeit) nicht auf grossen Baustellen tätig sein konnte und deshalb eine Stelle im weniger gut entlöhnten Bereich "Umbauten und Renovationen" annehmen musste, obschon ihm an sich auch eine Stelle im Hoch- und Tiefbau offen gestanden hätte. In Anwendung von Art. 24 Abs. 4 UVV ist der versicherte Verdienst daher auf dem Lohn festzusetzen, welchen er als Polier im Hoch- und Tiefbau bezogen hätte. Dass er dabei einen Spitzenlohn von Fr. 7'000.- im Monat erzielt hätte, kann nicht als überwiegend wahrscheinlich erachtet werden. Auf Grund der Bestätigung des ehemaligen Vorgesetzten vom 6. November 2002, wonach die Verdiensteinbusse ca. Fr. 500.- im Monat betragen hat, rechtfertigt es sich, den mutmasslichen Verdienst vor dem zweiten Unfall auf Fr. 7'395.- (Fr. 6'895.- + Fr. 500.-) festzusetzen. Der für den Rentenanspruch massgebende versicherte Verdienst beläuft sich damit auf Fr. 96'135.- (Fr. 7'395.- x 13).