Citation: P 4/02 25.07.2002 E. 2

2.- a) Die 1977 geschlossene Ehe des Beschwerdeführers wurde mit Urteil des Kantonsgerichts des Kantons X.________ vom 4. Dezember 1996 geschieden. Der Versicherte wurde zur Bezahlung von Unterhaltsbeiträgen an seine Ehefrau und seine beiden Kinder verpflichtet. Während dem damaligen Entscheid ein erzielbares Erwerbseinkommen von Fr. 6400.- zugrunde lag, verfügt er einkommensseitig - nebst den Ergänzungsleistungen - nurmehr lediglich noch über die ihm gemäss Verfügung der IV-Stelle des Kantons Zürich vom 21. April 1998 mit Wirkung ab 1. Januar 1997 bei einem Invaliditätsgrad von 100 % zugesprochene Invalidenrente von Fr. 1538.- im Monat. Am 15. Oktober 1999 hielt ihn das Amt für Zusatzleistungen an, bis Ende 1999 beim Zivilgericht ein Begehren um Abänderung oder Herabsetzung der familienrechtlichen Unterhaltsbeiträge einzureichen, da sich seine finanzielle Lage seit dem Bezug der Invalidenrente wesentlich anders darbiete als im Zeitpunkt des Scheidungsurteils und er deshalb offensichtlich zu hohe Unterhaltsbeiträge bezahlen müsse. Falls ein entsprechendes Gesuch gestellt werde, könne der Anspruch auf Ergänzungsleistungen für die Dauer von sechs Monaten ohne Berücksichtigung eines mutmasslich entgangenen Einkommens berechnet werden; andernfalls werde ein Verzicht auf Einkünfte angenommen, der eine Kürzung der Zusatzleistungen zur Folge haben werde. Der damalige Rechtsvertreter des Beschwerdeführers teilte zuerst mit, die Klage werde bis Ende März 2000 ausgearbeitet; mit Schreiben vom 21. April 2000 liess er das Amt für Zusatzleistungen dann allerdings wissen, dass der Versicherte ihm ausdrücklich verboten habe, eine Abänderungsklage einzureichen. Vorinstanz und Verwaltung gingen davon aus, dass ein Zivilprozess gute Aussichten auf Erfolg gehabt hätte. Ein solches Verfahren wäre dem Beschwerdeführer zudem zumutbar gewesen. Da er in der Lage gewesen sei, einen Rechtsvertreter mit der Wahrung seiner Interessen zu beauftragen, vermöge er aus der im Arztzeugnis vom 1. November 1999 aus psychischen Gründen attestierten Verhandlungsunfähigkeit nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. b) Soweit in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend gemacht wird, der Versicherte habe einen Abänderungsprozess anzustrengen versucht, dann aber infolge psychischer Probleme davon absehen müssen, ist mit der Vorinstanz darauf hinzuweisen, dass es ihm trotzdem möglich war, im Februar 2000 einen Vertreter mit der Angelegenheit zu beauftragen, der den Prozess auch geführt hätte. Was die Erfolgsaussichten eines Abänderungsbegehrens betrifft, waren diese sicher intakt, nachdem der vermögenslose Versicherte keine Erwerbstätigkeit mehr ausübt und von einer Invalidenrente als Haupteinnahmequelle leben muss. Nicht ersichtlich ist, was Verhandlungen zwischen dem Amt für Zusatzleistungen und der Frauenzentrale hätten bringen sollen. Da diese in der familienrechtlichen Streitigkeit nicht Partei sind, hätten sie im eigenen Namen gar keine aussergerichtliche Vereinbarung anstreben können. Was die finanziellen Risiken des Zivilprozesses betrifft, hätte der mittellose Beschwerdeführer um unentgeltliche Rechtspflege nachsuchen können.