Citation: 2C_406/2019 E. 3.2

3.2. Die Parteien sind sich zu Recht darüber einig, dass es sich bei der streitgegenständlichen Beherbergungsgebühr nach gesetzlicher Konzeption um eine Kostenanlastungssteuer handelt. Diese wird natürlichen und juristischen Personen für das zur Verfügungstellen von Räumlichkeiten für die Übernachtung (vgl. zum Abgabekreis Art. 4 und Art. 5 TR) deshalb auferlegt, weil sie zu den tourismusbedingten Aufwendungen des Gemeinwesens in einer näheren Beziehung stehen als die übrigen Steuerpflichtigen (sog. einfache Gruppenäquivalenz). In Frage steht dabei nicht ein konkreter Leistungsaustausch, der für eine Kausalabgabe kennzeichnend ist. Entscheidend ist vielmehr der Umstand, dass die betreffenden Steuerpflichtigen von den fraglichen Aufwendungen des Gemeinwesens generell stärker profitieren als andere ("abstrakte Nutzennähe") bzw. dass sie als hauptsächlicher Verursacher derselben erscheinen ("abstrakte Kostennähe") (BGE 124 I 289 E. 3b S. 291 f; Urteil 2C_1051/2017 vom 15. April 2019 E. 4.1; MARTIN KOCHER, Die bundesgerichtliche Kontrolle von Steuernormen, 2018, S. 505 f. Rz. 1347).