Citation: 6B_460/2020 E. 7.2

7.2. Dem Beschwerdeführer wird in diesem Punkt vorgeworfen, er habe mit dem Mitangeklagten B.________ am 21. August 2006, um die eigenen kriminellen Handlungen zu vertuschen, beim Amtsstatthalteramt Luzern eine Strafanzeige gegen J.I.________ und I.I.________ wegen Betruges, falscher Anschuldigung und Irreführung der Rechtspflege eingereicht. Mit dieser hätten sie wider besseres Wissen behauptet, J.I.________ habe sie darüber getäuscht, dass die von ihnen über den Erwerb des Aktienkapitals der V.________ SA erworbene H.________ AG, an welcher die V.________ SA Mehrheitseigentümerin (1'088 von insgesamt 1'200 Namenaktien) gewesen sei, überschuldet gewesen sei. Ausserdem hätten sie J.I.________ und I.I.________ wider besseres Wissen beschuldigt, diese hätten in den Jahren vor dem Verkauf die Bilanzen der Gesellschaft gefälscht, indem sie verschiedene Rückstellungen in Millionenhöhe verschwiegen hätten. Darüber hinaus solle J.I.________ sie auch darüber getäuscht haben, dass sämtliche Aktien der V.________ SA an die Bank P.________ verpfändet gewesen seien. Gestützt auf diese Anzeige hat das Amtsstatthalteramt Luzern am 23. August 2006 ein Strafverfahren gegen J.I.________ und I.I.________ eröffnet, das es am 4. Juli 2012 eingestellt hat (angefochtenes Urteil S. 225; erstinstanzliches Urteil S. 390 [Anklageschrift]). Dem Beschwerdeführer und dem Mitangeklagten B.________ wird des Weiteren vorgeworfen, sie hätten in der am 12. November 2007 beim Verhöramt für Wirtschaftsdelikte der Kantone Nidwalden, Obwalden und Uri gegen den Treuhänder W.________ eingereichten Strafklage wider besseres Wissen behauptet, W.________ und die Angestellten der W.________ Treuhand- und Revisions-AG, welche im Zeitpunkt des Aktienkaufs durch die E.________ Holding AG die Revisionsstelle der H.________ AG gewesen sei, hätten in der Bilanz und der Erfolgsrechnung 2004 der H.________ AG falsche Angaben in der Höhe von Fr. 519'886.70 gemacht. Die Angaben des Beschwerdeführers und des Mitangeklagten B.________ in der Strafklage seien indes falsch und die Erklärungen des Treuhänders seien offensichtlich korrekt gewesen, was für den Beschwerdeführer und den Mitangeklagten B.________ ersichtlich gewesen sei. Das Verhöramt stellte demgemäss das am 12. November 2007 eröffnete Verfahren am 28. März 2012 ein (angefochtenes Urteil S. 225; erstinstanzliches Urteil S. 391 f. [Anklageschrift]).