Citation: 4F_7/2017 E. 4.3

4.3. Das Bundesgericht führte in Erwägung 5.2 seines Urteils 4A_533/2013 vom 27. März 2014 im Zusammenhang mit der Frage nach der Frist zur Anfechtung des Vertrages gemäss Art. 31 OR was folgt aus: "Die Vorinstanz stellte fest, dass die Klägerin erst im Laufe des Jahres 2003 aufgrund der Abklärungen ihres damaligen Rechtsvertreters einigermassen gesicherte Kenntnisse über die täuschenden Handlungen des Beschwerdeführers erlangt habe. Dies vermochte der Beschwerdeführer nicht als offensichtlich unrichtig bzw. willkürlich auszuweisen. Ist aber von dieser Feststellung auszugehen, erfolgte die Anfechtung des Vertrags am 28. Juli 2003 rechtzeitig innert der Jahresfrist von Art. 31 Abs. 2 OR. Ob die Klägerin allenfalls schon früher Zweifel hegte bzw. hätte hegen müssen, ist irrelevant, weshalb die diesbezüglichen Vorbringen des Beschwerdeführers ins Leere gehen und nicht weiter darauf einzugehen ist. Mit seinen Ausführungen betreffend angebliche Kenntnis der Klägerin vom tiefen Steuerwert der Aktien aufgrund der Steuererklärungen für die Jahre 2000 und 2001 kann er zudem wegen Verspätung nicht gehört werden. Die Vorinstanz erachtete die diesbezüglichen Ausführungen des Beschwerdeführers in der Noveneingabe vom 4. März 2013 und den dazu gestellten Beweisantrag als verspätet (vgl. § 205 Abs. 1 aZPO/ZG), zumal der Beschwerdeführer nicht geltend gemacht hatte, dass er sie nicht bereits im erstinstanzlichen Verfahren hätte machen können. Der Beschwerdeführer kommt prozessual zu spät, wenn er dies nun in seiner Beschwerde an das Bundesgericht nachzutragen versucht." Mit anderen Worten setzten sich das Bundesgericht und seine Vorinstanzen bereits mit den Behauptungen des Gesuchstellers betreffend den Zeitpunkt der Kenntnis der Klägerin von der Täuschung auseinander, stellten aber einerseits aus prozessualen Gründen (Verspätung), andererseits mangels Entscheiderheblichkeit nicht auf sie ab. Insbesondere räumte das Bundesgericht ausdrücklich ein und hielt für unerheblich, dass die Klägerin allenfalls schon früher Zweifel gehegt haben könnte bzw. hätte hegen müssen. Die entsprechende Beurteilung kann nicht mittels Revision gemäss Art. 123 Abs. 1 BGG in Wiedererwägung gezogen werden. Dem Gesuchsteller ist daher kein Erfolg beschieden, wenn er dem Bundesgericht im Revisionsgesuch - nun unter dem Aspekt eines angeblichen Prozessbetrugs - noch einmal die Argumente unterbreitet, die er hierzu bereits im kantonalen Verfahren sowie im bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahren vorgebracht hatte respektive (rechtzeitig) hätte vorbringen können und anfügt, im Rahmen des von ihm veranlassten Strafverfahrens habe sich nun "herauskristallisieren" können, dass die Klägerin bezüglich des Kenntniszeitpunktes des tiefen Steuerwertes "nachweislich gelogen" habe. Soweit dadurch in Wahrheit Kritik an der Rechtsauffassung des Bundesgericht geübt wird, erweist sich das Revisionsbegehren von vornherein als unzulässig. Im Übrigen vermögen aber die vom Gesuchsteller behaupteten Ungereimtheiten zwischen den fraglichen Steuerunterlagen und den übrigen (bereits gewürdigten) Umständen für sich alleine ohnehin nicht den gemäss Art. 123 Abs. 1 BGG erforderlichen Beweis dafür zu erbringen, dass die Klägerin im Sinne einer strafbaren Falschaussage gemäss Art. 307 Abs. 1 StGB auf das Urteil eingewirkt hätte. Der dahingehende Vorwurf des Gesuchstellers beruht massgeblich auf der Annahme, die Klägerin habe bereits im März 2002 gewusst, dass die Aktien "praktisch keinen Wert" aufwiesen. Seine zugrundeliegende Behauptung, die Klägerin habe den Steuerwert der Aktien der E.________ Holding AG "schon damals mit dem Wert CHF 0.-- deklariert", bleibt indessen unbelegt. In der dem Bundesgericht eingereichten Kopie des Wertschriften- und Guthabenverzeichnisses zur Steuererklärung 2001 wurde jedenfalls unter der Position "Aktien E.________ Holding AG" in Klammern die Anmerkung "Bewertung nicht vorliegend" angebracht und der Steuerwert - soweit erkennbar - zunächst offengelassen.