Citation: C 230/02 21.01.2003 E. 2

Streitig ist die Frage der Vermittlungsfähigkeit ab Juni 2001. 2.1 Die Vorinstanz geht davon aus, dass der Sachverhalt nicht genügend abgeklärt und eine vertrauensärztliche Untersuchung durchzuführen ist, da unterschiedliche ärztliche Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit bestünden (zwischen 25% und 100%), die Untersuchung des Vertrauensarztes fünfeinhalb Monate zurückliege und keine klare Prognose ergeben habe, der Abbruch des vom Versicherten während etwas mehr als einem Monat besuchten Einsatzprogrammes nicht unbedingt aus medizinischen Gründen erfolgt sein müsse und die Akten der Invalidenversicherung nicht beigezogen worden seien. Das RAV ist demgegenüber der Auffassung, dass das Einsatzprogramm, welches auf die Einschränkungen des Beschwerdegegners Rücksicht genommen habe, wegen unerträglicher Schmerzen aufgegeben worden und die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch den Vertrauensarzt nur bedingt erfolgt sei; im Übrigen sei es Sache der Verwaltung und nicht des Arztes, die Vermittlungsfähigkeit festzulegen. In seiner Vernehmlassung führt der Versicherte aus, dass ihn das RAV auch nach Ablehnung der Vermittelbarkeit ab April 2002 einem sechsmonatigen Einsatzprogramm zuwiesen habe, das jedoch nach zwei Monaten durch das RAV abgebrochen worden sei, weil die Arbeitslosenkasse keine Taggelder bezahlt habe. 2.2 Die Beurteilung der Vermittlungsfähigkeit obliegt zwar der Verwaltung (ARV 1999 Nr. 19 S. 106 Erw. 2 in fine), jedoch muss sie sich an den im Sozialversicherungsrecht geltenden Untersuchungsgrundsatz (BGE 125 V 195 Erw. 2) halten und den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen abklären. Aus den vom kantonalen Gericht angeführten Gründen (vgl. Erw. 2.1 hievor) ist der rechtserhebliche Sachverhalt ungenügend abgeklärt, so dass darauf gestützt kein Entscheid über die Frage der Vermittelbarkeit getroffen werden kann. Entgegen der Auffassung in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist aus dem vorzeitig (aber erst nach mehr als einem Monat) erfolgten Abbruch des Einsatzprogrammes nicht ohne Weiteres auf eine medizinisch indizierte vollständige Arbeitsunfähigkeit (die wiederum zur Vermittlungsunfähigkeit führen kann) zu schliessen; so hat denn auch die dem Beschwerdegegner vom RAV zugewiesene erneute Tätigkeit in einem Einsatzprogramm während der Monate April und Mai 2002 offensichtlich ohne Weiteres durchgeführt werden können und ist nicht aus medizinischen, sondern aus finanziellen Gründen (Ausbleiben der Taggelder der Arbeitslosenkasse) abgebrochen worden. Damit liegt keine offensichtliche Vermittlungsunfähigkeit vor, welche eine erneute vertrauensärztliche Untersuchung unnötig machen würde (vgl. Art. 15 Abs. 3 AVIG); die Rückweisung der Sache durch die Vorinstanz an die Verwaltung ist deshalb zu schützen.