Citation: 2C_338/2024 E. 5.4.1

5.4.1. Die Beschwerdeführerinnen sind in Kosovo geboren und aufgewachsen und mit der Sprache und Kultur ihres Heimatlands vertraut. Dort verfügen sie über ein soziales Netz. Nach den nicht hinreichend bestrittenen vorinstanzlichen Feststellungen pflegten die Beschwerdeführerinnen auch heute noch einen sehr guten Kontakt zur Mutter respektive Grossmutter. Die Beschwerdeführerinnen telefonierten zudem regelmässig mit ihrer Schwiegermutter bzw. Grossmutter (vaterlicherseits). Gute Beziehungen bestünden weiter zur Schwester und Tante der Beschwerdeführerinnen und zum Bruder von D.B.________ und dessen Familie. Zudem seien die Beschwerdeführerinnen bereits vor ihrer Ausreise bei Bekannten untergekommen (vgl. E. 3.7 i.f. des angefochtenen Urteils). Dem Hinweis der Beschwerdeführerinnen im bundesgerichtlichen Verfahren, wonach sie, unabhängig davon, wo sie in Kosovo wohnten, ein isoliertes Leben ohne soziales oder familiäres Netz führen würden, ist nicht zu folgen. Die Angehörigen und Bekannten können, wie die Vorinstanz zu Recht festhält, den Beschwerdeführerinnen in ihrem Heimatland zumindest unterstützend zur Seite stehen. Wohl trifft es zu, dass die Lebensumstände und die wirtschaftliche Situation in Kosovo insgesamt schwieriger sind als in der Schweiz. Wie bereits bisher, können die Beschwerdeführerinnen von D.B.________ allerdings finanziell unterstützt werden. Im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils ist die beschwerdeführende Tochter bereits 13 Jahre alt gewesen. Sie verfügt über eine gewisse Selbständigkeit, sodass es, wie bereits die Vorinstanz festhält, ihrer Mutter möglich und auch zumutbar ist, einer gewissen Erwerbstätigkeit nachzugehen. Dass diese dazu in der Lage ist, bestreiten die Beschwerdeführerinnen nicht (vgl. E. 3.7 des angefochtenen Urteils).