Citation: 1C_574/2023 E. 5.1

5.1. Weiter führte die Vorinstanz sinngemäss aus, der Rückbau zweier illegal erstellter Aussenparkplätze mit Stützmauern sowie die Verlegung des Wiesenbachs nach den Vorgaben des Gutachters L.________ seien geeignet, die im öffentlichen Interesse liegenden Ziele eines wirksamen Gewässerschutzes und der Respektierung aller kommunalen Bauvorschriften zu erreichen. Die verlangten Rückbaumassnahmen seien erforderlich, weil damit die Gefahr von Bachüberläufen und von Verstopfungen der zu kleinen Abflussrohre gebannt werden könne. In Bezug auf die Wahl der mildesten Massnahme spiele es keine entscheidende Rolle, ob für die Bachlinienführung auf die Variante 2 gemäss Gutachten L.________ vom 4. Mai 2018 (mit geschätzten Kosten von Fr. 28'000.--) oder die preislich günstigere Variante 3 (mit geschätzten Kosten von Fr. 22'600.--) abgestellt werde, da beide Varianten einander qualitativ ebenbürtig seien und der Aufwand für die nötige Bachsanierung in beiden Fällen im Direktvergleich zu den gesamten Baukosten von rund Fr. 2,36 Mio. sachlich vertretbar sei. Im Übrigen hätte die Bauherrschaft in den Schreiben vom 10. Februar und 3. März 2017 selbst ausgeführt, der Bach sei gemäss ursprünglicher Bewilligung zu führen. Demnach sei die Behauptung der Bauherrschaft, der Bach habe wegen Leitungen etc. (in der Raschnalstrasse) nicht wie bewilligt geführt werden können, falsch. Da die Gemeinde Klosters die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands bereits in ihrer Verfügung vom 11. Juni 2019 in Aussicht gestellt habe und diese Verfügung von der Vorinstanz bestätigt worden sei, hätten die Beschwerdeführenden ausreichend Zeit gehabt, diesen Zustand herzustellen. Zudem stellten die baulichen Verfehlungen nicht bloss unbedeutende Abweichungen von den bewilligten Bauplänen dar. Die entsprechende Rechtswidrigkeit sei bezüglich der Bachverbauung aufgrund der Missachtung des Gewässerraums bereits im Urteil R 18 91 (recte: R 19 57) vom 3. November 2020 festgestellt worden. Zudem seien die anerkannten Regeln der Baukunde im Sinne von Art. 79 Abs. 2 KRG schwer verletzt worden, zumal die unsachgemässe Ausführung der Bachlinienführung samt Eindolung zu einer Verstopfungsgefahr und damit zu Überschwemmungen und Murgängen führen könne. Die illegal erstellte Stützmauer und die Parkplätze 4 und 5 stellten ebenfalls eine bedeutende Abweichung von den bewilligten Bau- und Ausführungsplänen dar, weil sie innerhalb des gesetzlich definierten und strikte einzuhaltenden Gewässerraums lägen und damit gegen gewichtige öffentliche Interessen verstiessen. Die Regelung des Gewässerraums in Art. 36a des Bundesgesetzes vom 24. Januar 1991 über den Schutz der Gewässer (Gewässerschutzgesetz, GSchG; SR 814.20) und Art. 62 GSchV seien für sämtliche Entscheide in diesem Verfahren massgeblich gewesen.