Citation: U 65/02 13.12.2002 E. 2

Es ist einzig zu prüfen, ob das Ereignis vom 30. Januar 2000 als Unfall zu qualifizieren sei. 2.1 Die Vorinstanz hat erwogen, dass sich im vom Beschwerdeführer geschilderten Geschehensablauf nichts Programmwidriges erkennen lasse. Die folgenschwere Bewegung sei nicht zur Abwehr einer plötzlich aufgetretenen Gefahr oder zur Vermeidung eines Sturzes erfolgt und der Versicherte sei weder ge-stolpert noch ausgeglitten. Er habe sich vielmehr bewusst nach vorne gebeugt, um die Ursache des wahrgenommenen Geräusches zu ergründen. Ausserdem sei das Hochheben und Tragen einer Last von rund 30 kg, was etwa einem gut gefüllten Reisekoffer oder einer mit Büchern gefüllten Bananenschachtel ent-spreche, auch für einen untrainierten, an blosse Bürotätigkeiten gewohnten jun-gen Mann nichts Aussergewöhnliches. Es fehle daher am Merkmal der Unge-wöhnlichkeit, weshalb kein Unfall vorliege. 2.2 Soweit der Beschwerdeführer die im vorinstanzlichen Verfahren erhobenen Rügen wiederholt, wird auf die zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen. Der Einwand, beim Beugen des Körpers habe sich die auf den Rücken wirkende Belastung vervielfacht (Hebelwirkung), wodurch augenfällig eine ausserordentliche Anstrengung notwendig wurde, um nicht vornüber zu stürzen, sticht nicht. Nach der Begriffsdefinition bezieht sich das Merkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern auf diesen selbst. Der vom Beschwerdeführer geschilderte Geschehensablauf lässt die von ihm getragene Lautsprecherbox nicht zu einem ungewöhnlichen Faktor werden. Er hat sich bewusst vornübergebeugt, mithin das Geschehen willentlich gesteuert. Die dadurch einsetzende Hebelwirkung stellt als allgemein bekanntes physikalisches Naturgesetz nichts Besonderes oder Unübliches dar (vgl. BGE 122 V 233 Erw. 1), sodass der Versicherte damit rechnen musste, einen Sturz nur durch eine erhebliche körperliche Anstrengung vermeiden zu können. Daher ist nicht zu prüfen, ob das Vorkommnis der Fallgruppe der "Ueberanstrengung" (RKUV 1999 Nr. U 333 S. 199 Erw. 3c/bb) zuzuordnen ist und auf die vom Be-schwerdeführer zitierte, im Zusammenhang mit der Berücksichtigung persönli-cher Eigenschaften bei der Beurteilung des Merkmals der Aussergewöhnlichkeit in der Lehre geäusserte Kritik an der Rechtsprechung (Duc, Les assurances so-ciales en Suisse, Lausanne 1995, S. 80 ff., insbes. Fn. 93; Bühler, Der Unfall-begriff, in: Haftpflicht- und Versicherungsrechtstagung 1995, Institut für Versi-cherungswirtschaft der Universität St. Gallen, S. 195 ff., S. 234 und 244 f.) ist nicht einzugehen. Unerheblich sind schliesslich die Erörterungen in der Verwal-tungsgerichtsbeschwerde zum Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und der Lumbago.