Citation: 6B_209/2022 E. 6

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde insofern gutzuheissen, als dass Ziffer 1 des vorinstanzlichen Urteilsdispositivs zu korrigieren und durch die mit Abs. 2 von Art. 138 Ziff. 1 StGB erfasste Tatvariante der Veruntreuung von Vermögenswerten zu ersetzen ist. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Eine Rückweisung an die Vorinstanz hat nicht zu erfolgen. Die Beschwerde an das Bundesgericht ist ein reformatorisches Rechtsmittel (Art. 107 Abs. 2 BGG). Das Bundesgericht kann die notwendige Abänderung des vorinstanzlichen Dispositivs selbst vornehmen. Mit dem vorliegenden Entscheid wird einzig die Qualifikation des Schuldspruchs wegen Veruntreuung als Fall von Abs. 1 von Art. 138 Ziff. 1 StGB durch Abs. 2 derselben Bestimmung ersetzt. Der vorinstanzliche Entscheid ist darüber hinaus vollumfänglich zu bestätigen. Insbesondere wird auch der Schuldspruch für Veruntreuung trotz teilweiser Abänderung von Ziff. 1 des Dispositivs bestätigt und das vorinstanzliche Urteil in dieser Hinsicht nicht durch das vorliegende Urteil ersetzt. Andere Gründe, die eine Rückweisung an die Vorinstanz notwendig machen würden, liegen keine vor. Die Strafandrohung gemäss Art. 138 Ziff. 1 Abs. 3 StGB gilt für beide Tatbestandsvarianten gemäss Abs. 1 und Abs. 2. Darüber hinaus ist nicht ersichtlich, weshalb aufgrund der abweichenden rechtlichen Qualifikation eine neue Strafzumessung vorgenommen werden müsste. Der Sachverhalt ist unbestritten und bleibt unverändert. Der Beschwerdeführer begründet nicht, inwiefern die vorinstanzliche Strafzumessung eventualiter zu beanstanden wäre (vgl. oben E. 5). Da die Gutheissung lediglich zu einer geringfügigen Korrektur des vorinstanzlichen Urteils führt und dieses in Bezug auf den Schuldspruch, die Strafzumessung, den Widerruf und die Zivilforderungen bestätigt wird, braucht die Sache auch nicht zur Neuregelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen an die Vorinstanz zurückgewiesen zu werden.