Citation: 1B_421/2018 E. 1

Im Zuge eines Strafverfahrens gegen A.________ wegen Pfändungsbetrug beschlagnahmte die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm am 15. März 2018 das Guthaben eines auf A.________ lautenden Bankkontos bei der Raiffeisenbank Region Zofingen. A.________ focht den Beschlagnahmebefehl beim Obergericht des Kantons Aargau an. Die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm verurteilte A.________ mit Strafbefehl vom 16. März 2018 wegen betrügerischen Konkurses und Pfändungsbetrugs zu einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu Fr. 160.--, bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von 2 Jahren, und zu einer Busse von Fr. 2'000.-- (Ersatzfreiheitsstrafe 13 Tagen). Weiter wurde unter Dispositivziffer 6 entschieden, dass vom beschlagnahmten Vermögenswert ein Betrag von Fr. 3'400.-- zur Deckung von Verfahrenskosten, Geldstrafen und Bussen verwendet (Art. 263 Abs. 1 lit. b StPO) und ein Betrag von Fr. 4'758.40 gestützt auf Art. 70 Abs. 1 StGB eingezogen und dem Betreibungsamt Oftringen-Aarburg überwiesen würden. Bezüglich des darüber hinausgehenden Betrages wurde die Beschlagnahme aufgehoben (Dispositivziffer 6, 3. Strich). A.________ erhob gegen den Strafbefehl Einsprache. Er hielt dabei fest, dass er Dispositivziffer 6, 3. Strich des Strafbefehls nicht anfechte, weshalb dieser Absatz in Rechtskraft trete. Mit Schreiben vom 28. Mai 2018 an die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm verlangte er deshalb die Auszahlung von Fr. 21'351.95. Die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm teilte A.________ mit Schreiben vom 28. Mai 2018 mit, dass es sich bei der Einsprache gegen einen Strafbefehl nicht um ein Rechtsmittel, sondern um einen Rechtsbehelf handle, weshalb es keine Teilrechtskraft gebe. Die Einsprache führe zum Dahinfallen des gesamten Strafbefehls. Der Antrag vom 28. Mai 2018 sei damit hinfällig. Gegen das Schreiben der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm erhob A.________ Beschwerde, welche die Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Aargau mit Entscheid vom 24. Juli 2019 abwies, soweit sie darauf eintrat. Die Beschwerdekammer führte zur Begründung zusammenfassend aus, dass die Einsprache kein Rechtsmittel, sondern ein Rechtsbehelf sei und im Falle ihrer Erhebung der gesamte Strafbefehl dahinfalle. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung gelte dies allerdings nur, soweit die Einsprache Hauptpunkte wie namentlich Schuldspruch und Strafe betreffe. Die Einsprache des Beschwerdeführers betreffe sowohl Schuldspruch und Strafe. Es bestehe zwischen dem mit Einsprache angefochtenen Schuldspruch und dem beschlagnahmten Vermögenswert ein Zusammenhang, weshalb mit der Einsprache der gesamte Strafbefehl dahingefallen sei. Das Obergericht des Kantons Aargau hiess mit Entscheid vom 8. August 2018 die Beschwerde gegen den Beschlagnahmebefehl vom 15. März 2018 teilweise gut. Es hielt die Beschlagnahme im Betrag von Fr. 7'500 aufrecht und hob sie, soweit darüber hinausgehend, auf.