Citation: 5A_447/2014 E. A

Mit öffentlich beurkundetem Vertrag vom 11. Dezember 2007 verkauften J.________ und die K.________ AG einen Miteigentumsanteil von 102/1000 an der Liegenschaft Kat. Nr. xxxx in U.________ an B.A.________ und A.A.________ (nachfolgend Ehepaar A.________). Anstelle des bisherigen Wohnhauses sollte ein Mehrfamilienhaus mit neun Eigentumswohnungen erstellt werden. Das Ehepaar A.________ schloss zu diesem Zweck mit der L.________ AG als Totalunternehmerin einen Werkvertrag ab, welcher ebenfalls am 11. Dezember 2007 unterzeichnet wurde. Inhalt war die Erstellung einer 3½-Zimmer-Garten-Wohnung mit Keller und Waschküche und einem Autoeinstellplatz. Im Kaufvertrag findet sich der Passus, dass nach Angaben der Parteien beabsichtigt sei, an der gemeinschaftlichen Liegenschaft Stockwerkeigentum zu begründen. Der Vertrag der Miteigentümer über die Ausgestaltung ihrer Anteile zu Stockwerkeigentum wurde allerdings nie unterzeichnet. M.________ und N.________ sind weitere Miteigentümer, welche mit der L.________ AG einen Werkvertrag über die Erstellung einer 4½-Zimmer-Wohnung abschlossen. In der Folge stritten sich die Miteigentümer über die Berechnungsmethode für die Wertquoten der zu erstellenden Liegenschaft und warfen sich dabei gegenseitig streitsüchtiges, unverträgliches und strafrechtlich relevantes Verhalten vor. An der Miteigentümerversammlung vom 10. Februar 2010 (wie auch an derjenigen vom 13. April 2011) beschlossen die übrigen Miteigentümer, welche insgesamt rund 78 % der Miteigentumsanteile halten, das Ehepaar A.________ sowie M.________ und N.________ durch gerichtliches Urteil im Sinn von Art. 649b Abs. 1 ZGB aus der Miteigentümergemeinschaft ausschliessen zu lassen. Ab dem 20. Januar 2010 waren die Wohnungen der neu erstellten Baute fertig und sie wurden in der Folge von den Miteigentümern bezogen.