Citation: 9C_624/2020 E. 4.1

4.1. Art. 5 des Reglements umschreibt die Invalidität (Erwerbsunfähigkeit) wie folgt: " (1) Invalidität liegt vor, wenn die versicherte Person im Sinne der IV invalid ist oder durch ärztlichen Befund objektiv nachweisbar ganz oder teilweise ihren Beruf oder eine andere ihrer sozialen Stellung, ihren Kenntnissen und Fähigkeiten angemessene Erwerbstätigkeit nicht mehr ausüben kann. " Der Begriff der Invalidität ist weiter gefasst als im IVG (und im BVG), weil sich die Invalidität aus der Unfähigkeit, den Beruf oder eine andere der sozialen Stellung, den Kenntnissen und Fähigkeiten entsprechende Erwerbstätigkeit auszuüben, ergeben kann; die Invalidität im Sinne der IV stellt in Art. 5 Abs. 1 nur eine Variante dar (vgl. BGE 138 V 409 E. 4.2; Urteil 9C_563/2019 vom 14. November 2019 E. 4.3.2). Das Einkommen aus der zumutbaren Tätigkeit der versicherten Person wird nicht, wie bei der Invalidenversicherung, nach dem auf dem gesamten in Frage kommenden Arbeitsmarkt ermittelt. Diese Lösung stellt in dem Sinne eine Begünstigung insbesondere der beruflich qualifizierten versicherten Personen dar, als im Invaliditätsfall eine berufliche Schlechterstellung vermieden werden soll (vgl. zum Ganzen BGE 115 V 208 E. 2b). Es handelt sich hier jedoch nicht um eine Berufsinvalidität, wie die Beschwerdeführerin geltend macht. Denn wie die Vorinstanz richtig ausführte, liegt eine Invalidität nur vor, wenn die versicherte Person neben ihrem Beruf auch eine andere ihrer sozialen Stellung, ihren Kenntnissen und Fähigkeiten angemessene Erwerbstätigkeit ganz oder teilweise nicht mehr ausüben kann. Die Definition der Invalidität in Art. 5 Abs. 1 Reglement berücksichtigt folglich die wirtschaftlichen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchtigung (vgl. Urteile B 140/06 vom 27. März 2007 E. 3.3 und B 72/00 vom 20. November 2001 E. 3b).