Citation: 4A_299/2014 E. 2.2

2.2. Die Beschwerdeführerin rügt, mit dieser Auslegung habe die Vorinstanz nicht den gesamten Wortlaut des Schreibens der Versicherung C.________ vom 17. Juli 2006 berücksichtigt. Die Vorinstanz habe nämlich nicht beachtet, dass Herr D.________ von der Versicherung C.________ sich für die Weiterbehandlung des Schadensfalles zuständig erklärt habe und gleichzeitig mitgeteilt habe, dass er sich zwecks Vereinbarung eines Besprechungstermins melden werde. Daraus sei zu schliessen, dass die Fallbearbeitung noch nicht abgeschlossen sei und die Versicherung C.________ selber davon ausgehe, für den Schaden einstehen und weitere Leistungen erbringen zu müssen. So habe die Vorinstanz auch nicht berücksichtigt, dass die Kostenübernahme für die Akupunkturbehandlung ohne jegliche Einschränkung übernommen worden sei. Herr D.________ habe es unterlassen, die rechtliche Pflicht der Versicherung C.________ auch nur mit einer leisen Andeutung in Zweifel zu ziehen. Schliesslich habe die Vorinstanz auch nicht berücksichtigt, dass es sich bei der Versicherung C.________ um eine Expertin in Versicherungsfragen mit entsprechendem Fachwissen handle. Diesem Umstand dürfe verpflichtende Wirkung beigemessen werden. Entsprechend sei sich ein Fallverantwortlicher bewusst, dass ein Personenschaden - wie dies vorliegend der Fall sei - nicht mit einer einmaligen Zahlung abschliessend geregelt werden könne. Darüber hinaus habe sich die Vorinstanz auch nicht bzw. nur ungenügend damit befasst, aus welchem Grund die Versicherung C.________ eine Kostengutsprache für eine Akupunkturbehandlung erteilt habe, noch zu welchem Zeitpunkt diese Kostengutsprache erfolgt sei und wie sich die Versicherung C.________ bzw. die Beschwerdegegnerin nach dieser Zahlung verhalten habe. Eine richtige Auslegung nach dem Vertrauensprinzip ergebe, dass das Erklärungsverhalten der Versicherung C.________ von der Beschwerdeführerin nach Treu und Glauben als grundsätzliche Haftungsanerkennung habe verstanden werden dürfen.