Citation: 1C_691/2023 E. 4.2.4

4.2.4. Betreffend Massnahmeempfindlichkeit macht der Beschwerdeführer geltend, als Verwaltungsratspräsident und Vorsitzender der Geschäftsleitung der B.________ AG sowie Inhaber und einziger Mitarbeiter der C.________ GmbH in beruflicher Hinsicht auf den Führerschein angewiesen zu sein für Kundenbesuche in der gesamten Schweiz mit Laptop, Beamer, Akten, schwergewichtig im Kanton Bern und im Mittelland. Die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel sei nicht praktikabel; er fahre monatlich geschäftlich ca. 1'500 km und es sei eine persönliche Leistungserbringung notwendig. Für sein Einmannunternehmen und das kleine Unternehmen mit acht Mitarbeitenden sei sein Führerausweisentzug geschäftsschädigend bis existenzbedrohend, da Aufträge nicht angenommen oder ausgeführt werden könnten, Umsatzausfälle die Folge seien bzw. Mehrkosten für einen persönlichen Fahrer oder Taxi in der Höhe von ca. Fr. 4'000.-- bis Fr. 7'500.-- anfallen würden. In Anwendung des Verhältnismässigkeitsprinzips sei ihm der Führerschein daher nur für die Mindestdauer von einem Monat zu entziehen. Mit der Vorinstanz ist eine berufliche Angewiesenheit des Beschwerdeführers auf den Führerausweis entgegen der Ansicht des SVSA zu verneinen; sie weist zu Recht darauf hin, dass sich die benötigten Arbeitsmaterialien auch mit den öffentlichen Verkehrsmittel transportieren lassen. Der Anfahrtsweg zu seinen Kunden sollte damit im gut ausgebauten schweizerischen öffentlichen Verkehrsnetz grundsätzlich bewältigbar sein und liesse sich ansonsten mit Taxifahrten oder betriebsinternen oder externen Fahrgemeinschaften organisieren, ohne dass sich dies massiv geschäftsschädigend für die Unternehmen des Beschwerdeführers auswirken würde. Wie der Beschwerdeführer selbst namhaft macht, verfügt sein Unternehmen über mehrere Angestellte. Dagegen bringt er nichts Wesentliches vor. Dass eine derartige Organisation mit Umtrieben und auch finanziellem Mehraufwand verbunden ist, gehört zu den möglichen Folgen eines Führerausweisentzugs, begründet aber noch keine berufliche Angewiesenheit auf den Führerausweis (BGE 123 II 63 E. 3c/bb; 122 II 21 E. 1c).