Citation: 2C_1119/2013 E. 2.3.2

2.3.2. Dem Beschwerdeführer ist zu Gute zu halten, dass er auf Grund seiner langjährigen Aufenthaltsdauer mit der Schweiz sicher stark verbunden ist. Er ist beruflich integriert, bestreitet seinen Lebensunterhalt und hat keine Schulden. Die begangenen Delikte wiegen jedoch ausserordentlich schwer. Nach unbestritten gebliebener vorinstanzlicher Sachverhaltsdarstellung hat der Beschwerdeführer im Jahr 2003 eine Frau mit einer Waffe bedroht und gedroht, deren ebenfalls anwesendes Kind umzubringen. Die rechtskräftige Verurteilung des Beschwerdeführers im Jahr 2012 gründet auf Drohungen, Beschimpfungen, Nachstellungen und Verletzungen der sexuellen Integrität einer Frau, wobei sich die Einzelaktionen in ihrer Wiederholung und Kombination zu einem Stalking gegenüber deren ganzen Familie verdichteten. Ein längeres deliktfreies Wohlverhalten nach diesen schwerwiegenden Straftaten ist nicht auszumachen. Das planmässige, äusserst hartnäckige und aggressive Vorgehen des Beschwerdeführers zeugt vielmehr von einer erheblichen kriminellen Energie. Die begangenen Rechtsgutverletzungen erweisen sich damit als gravierend und das Verschulden des Beschwerdeführers ist als sehr schwer einzustufen. Das durch die schweren Rechtsgutverletzungen begründete erhebliche öffentliche Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung wird durch den Umstand, dass der Ehefrau des Beschwerdeführers, einer schweizerischen Staatsangehörigen, die Ausreise nach Mazedonien nur schwer zumutbar oder sogar unzumutbar ist, nicht aufgewogen; dieser bleibt es ohnehin freigestellt, ihrem Mann nicht nach Mazedonien nachzufolgen. Ausserdem ist die Ehe kinderlos geblieben. Der Beschwerdeführer lebt zwar schon sehr lange in der Schweiz, doch hat er sein Heimatland erst als Erwachsener verlassen, so dass die Wegweisung aus der Schweiz nicht zu einer eigentlichen Entwurzelung führt. Damit überwiegt vorliegend das durch die gewichtigen Rechtsgutverletzungen begründete öffentliche Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung die familiären und privaten Interessen des Beschwerdeführers an einem Verblieb in der Schweiz. Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers ist mit Art. 8 EMRK vereinbar (Urteil des EGMR Üner gegen Niederlande vom 18. Oktober 2006 § 64).