Citation: U 593/06 14.04.2008 E. 4

Die Basler hat während rund eineinhalb Jahren den adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem Raubüberfall und der in der Folge aufgetretenen posttraumatischen Belastungsstörung anerkannt und Versicherungsleistungen erbracht. Nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung überwindet jedoch ein Opfer ein solches Erlebnis mit fortlaufender Zeit. Dies gilt insbesondere, wenn weder es selbst noch ein Dritter einen erheblichen Körperschaden erlitten und das Schreckerlebnis nur relativ kurze Zeit angedauert hat. Die Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geben im Übrigen keinen Anlass zu einer Aenderung dieser Praxis.