Citation: P 18/02 09.07.2002 E. 2

2.- a) Die Ausgleichskasse des Kantons Bern hat in ihrer Verfügung vom 2. November 2001 darauf hingewiesen, dass die Ehefrau des Beschwerdeführers gemäss Verfügung der IV-Stelle Bern vom 22. August 2001 ein Invalideneinkommen von jährlich Fr. 37'800.- erzielen könne. Sie führte aus, dass sie, nachdem der EL-Ansprecher im Anhörungsverfahren nicht belegt habe, dass dieses Einkommen nicht realisierbar sei, bei der Ermittlung eines allfälligen EL-Anspruchs von einem hypothetischen Erwerbseinkommen der Ehefrau von Fr. 36'000.- ausgehe, dieses um den Freibetrag von Fr. 1500.- kürze und davon zwei Drittel anrechne. Gestützt auf einen daraus resultierenden Einnahmenüberschuss lehnte sie das Gesuch um Ergänzungsleistungen ab. b) Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern ging ebenfalls vom durch die IV-Stelle ermittelten Invaliditätsgrad von 5 % aus und leitete daraus ab, dass die Ehefrau des Beschwerdeführers bei leichten körperlichen Arbeiten praktisch vollumfänglich arbeits- und erwerbsfähig sei. Es wies darauf hin, dass bei den Ergänzungsleistungen - im Gegensatz zu den Leistungen der Invalidenversicherung - zusätzlich invaliditätsfremde Gründe berücksichtigt werden könnten. Weder habe jedoch der Beschwerdeführer im Anhörungsverfahren - trotz entsprechender Aufforderung - derartiges geltend gemacht, noch seien Gründe dafür ersichtlich, dass die Ehefrau ihre Arbeitskraft nicht tatsächlich verwerten und dabei das angerechnete Einkommen erzielen könnte. c) Der Beschwerdeführer stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt, aufgrund der sich verschlimmernden gesundheitlichen Probleme könne seine Ehefrau das ihm angerechnete hypothetische Einkommen nicht erzielen. Auch die Institution X.________, die kurzfristig stunden- und tageweise Aufträge bei Privaten, Institutionen und Firmen vermittle, habe nicht weiterhelfen können. Zudem seien sie als Ausländer bei der Arbeitssuche benachteiligt und hätten als Flüchtlinge nicht die Möglichkeit gehabt, Deutsch zu lernen und einen Beruf zu haben. Die Deutschkenntnisse seiner Ehefrau erlaubten ihr nur eine Stelle als Hilfsarbeiterin oder als Putzfrau, wobei sie - wenn sie überhaupt eine Stelle finde - höchstens ein Einkommen von Fr. 12'000.- im Jahr erzielen könnte. d) Streitig und zu prüfen ist somit, ob und wenn ja, in welchem Umfang und ab wann, dem EL-Ansprecher ein hypothetisches Einkommen seiner Ehefrau angerechnet werden kann.