Citation: 8C_214/2018 E. 4.4

4.4. Schliesslich fordert der Beschwerdeführer im Rahmen der Invaliditätsbemessung einen Maximalabzug von 25 % vom LSE-Tabellenlohn zur Ermittlung des Invalideneinkommens. Die Frage nach der Höhe des Abzuges ist allerdings eine typische Ermessensfrage, deren Beantwortung letztinstanzlicher Korrektur nur mehr dort zugänglich ist, wo das Gericht das Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hat, also Ermessensüberschreitung, -missbrauch oder -unterschreitung vorliegt (BGE 137 V 71 E. 5.1 S. 72 f.; 132 V 393 E. 3.3 S. 39; Urteil 8C_439/2017 vom 6. Oktober 2017 E. 5.3). Entgegen der Ansicht des Versicherten kann dem kantonalen Gericht, indem es einen Leidensabzug von 10 % bestätigt, weder angesichts des von der ORL-Expertin beschriebenen erhöhten Pausenbedarfs, noch wegen der von ihm behaupteten kognitiven Einschränkungen oder der Beeinträchtigungen durch das Schulterleiden eine rechtsfehlerhafte Ermessensausübung vorgeworfen werden. Nicht ersichtlich ist auch, aus welchem Grund sein Alter, die vorinstanzlich beigezogenen statistischen Werte und die nunmehr nur noch teilzeitlich zumutbare Erwerbstätigkeit den neben der Leistungseinschränkung von 30 % (vgl. zur nicht zulässigen doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunktes: Urteile 8C_552/2017 vom 18. Januar 2018 E. 5.3.1; 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1) zusätzlich berücksichtigten 10%igen Leidensabzug als willkürlich erscheinen lassen sollten.