Citation: 4A_284/2019 E. 2.4

2.4. Der Beschwerdeführer erhebt sodann keine Rüge gegen die Rechtsanwendung der Vorinstanz von Art. 271 Abs. 1 OR. Inwiefern das (indirekte) Interesse des Beschwerdegegners an der Zusammenlegung seiner Unternehmen in einem krassen Missverhältnis zum gegenüberstehenden Interesse des Beschwerdeführers an der Fortführung der Miete stehen würde (vgl. dazu vorstehend E. 2.1), ist auch nicht ersichtlich. Demnach konnte die Vorinstanz die vom Beschwerdegegner geltend gemachte Absicht bundesrechtskonform als ein legitimes und nicht im Sinne von Art. 271 Abs. 1 OR treuwidriges Kündigungsinteresse betrachten. Da die Vorinstanz dem Beschwerdeführer im Übrigen die von ihm beantragte Erstreckungsdauer von drei Jahren gewährte, kann ihr im Ergebnis schliesslich auch keine Bundesrechtsverletzung vorgeworfen werden, sollte sie den Bedarf der vom Beschwerdegegner nur teilweise beherrschten Unternehmen, zu welchen keine vollständige wirtschaftliche Identität dargetan ist, nicht nur als legitimen Kündigungsgrund im Sinne von Art. 271 Abs. 1 OR, sondern zu Unrecht ebenfalls als dringenden Eigenbedarf des Vermieters für sich selbst im Sinne von Art. 272 Abs. 2 lit. d OR berücksichtigt haben.