Citation: 4P.9/2001 15.05.2001 E. 3

3.- Die Beschwerdeführerinnen rügen eine willkürliche Anwendung kantonalen Prozessrechts. So habe das Kantonsgericht die Verhandlungsmaxime gemäss Art. 56 ZPG verletzt, wenn es annahm, der erste Kanalisationsplan Nr. 287-5 habe Vertragsgrundlage gebildet, weil dies von keiner Partei behauptet worden sei. Die Beschwerdeführerinnen lassen dabei ausser Acht, dass die Beschwerdegegner in ihrer Klage (S. 11 Ziff. 10) ausdrücklich geltend machen, der vertraglich vereinbarte Zustand (Kaufvertrag vom 9. März 1990, kläg. Beilage 5 und Baubewilligung vom 14. März 1998; vgl. Ziff. 5 des Kaufvertrages) stimme mit dem effektiv ausgeführten Zustand nicht überein. Aus dieser Darstellung geht ohne weiteres hervor, dass sich die Mängelrüge der Beschwerdegegner auf die von der Baubewilligung vom 14. März 1998 erfassten Baueingabepläne bezieht, was zudem im von den Beschwerdegegnern eingereichten und in der Klage auf S. 11 erwähnten Privatgutachten auf Seite 4 ausdrücklich gesagt wird. Da zu diesen Baueingabeplänen auch der erste Kanalisationsplan Nr. 287-5 gehört, haben sich die Beschwerdegegner zumindest implizit darauf berufen, weshalb eine Verletzung der Verhandlungsmaxime zu verneinen ist.