Citation: 9C_541/2017 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz hat erwogen, die Einschätzungen des Dr. med. C.________ seien grundsätzlich beweiskräftig. Es bestünden aber immerhin geringe Zweifel zeitlicher und formeller Art: Die Gutachten vom 25. Juni 2008 und 9. November 2011 seien bei Erlass der angefochtenen Verfügung nicht mehr aktuell gewesen und hätten eine hinreichend zuverlässige Beurteilung im Lichte von BGE 141 V 281 nicht zugelassen. Deshalb sei das gerichtliche Gutachten eingeholt worden. Weiter hat das kantonale Gericht dem Gerichtsgutachten der Frau Dr. med. B.________ in Bezug auf den medizinischen Sachverhalt Beweiskraft beigemessen. Hingegen hat es die darin enthaltene Arbeitsfähigkeitsschätzung - die Expertin attestierte eine Restarbeitsfähigkeit von 60 % - nicht übernommen mit der Begründung, diese überzeuge mit Blick auf die Indikatoren gemäss BGE 141 V 281 nicht. Die Gutachterin habe das Vorliegen einer krankheitswertigen Persönlichkeitsstörung resp. -änderung schlüssig verneint, und die von ihr diagnostizierten akzentuierten Persönlichkeitszüge fielen als Z-Kodierung nicht unter den Begriff der invalidenversicherungsrechtlich erheblichen Gesundheitsbeeinträchtigung (Urteile 9C_848/2016 vom 12. Mai 2017 E. 4.1; 9C_537/2011 vom 28. Juni 2012 E. 3.1, je mit Hinweisen). Sodann sei aufgrund der Angaben im Gerichtsgutachten von einer eher geringen Ausprägung der für die diagnostizierten Somatisierungsstörungen (ICD-10: F45.1, F45.37, F45.8) relevanten Befunde auszugehen, und manche der von Dr. med. C.________ noch festgestellten Symptome seien kaum mehr vorhanden. Weiter könne die bei den Untersuchungen durch Dr. med. C.________ (22. Juni 2011) und Frau Dr. med. B.________ (21. Dezember 2016) lediglich schwach ausgeprägte depressive Störung ebenso wenig wie die akzentuierten Persönlichkeitszüge als psychische Komorbidität berücksichtigt werden. Eine somatische Komorbidität fehle. Die Persönlichkeitszüge seien zwar unter dem Aspekt "Persönlichkeit" ein erschwerendes Moment, hingegen weise der soziale Kontext insbesondere in Bezug auf die Familienverhältnisse Ressourcen aus, auf die der Versicherte zurückgreifen könne. Auch unter Berücksichtigung des im Gerichtsgutachten geschilderten Aktivitätsniveaus sei nur auf eine geringe Beeinträchtigung des Leistungsvermögens zu schliessen. Die Gerichtsgutachterin habe festgehalten, die von ihr attestierte Arbeitsunfähigkeit ergebe sich hauptsächlich aus der Persönlichkeit des Versicherten bzw. der nur als Verdachtsdiagnose genannten Persönlichkeitsänderung. Eine rechtlich relevante Arbeitsunfähigkeit lasse sich damit nicht begründen. Sodann hat die Vorinstanz für die Arbeits (un) fähigkeit ab Juni 2006 auf das Gutachten des Dr. med. C.________ vom 25. Juni 2008 und die Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 21. Juli 2008 abgestellt. Für den Zeitraum ab der Untersuchung durch Dr. med. C.________ am 22. Juni 2011 hat sie die Arbeitsfähigkeitsschätzung gemäss dessen Gutachten vom 9. November 2011 übernommen. Dies mit der Begründung, dass zum einen die Feststellungen des Experten im Wesentlichen durch das Gerichtsgutachten bestätigt worden seien und zum andern sich aus Letzterem bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung auch keine erhebliche Veränderung des Gesundheitszustandes ergeben habe.