Citation: 5A_655/2023 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz hat erwogen, die Beschwerdegegnerin unterliege zwar mit ihrer Anschlussberufung vollumfänglich, da die von den Parteien geschlossene Vereinbarung einem weitgehenden Rückzug ihrer Anschlussberufungsanträge gleichkomme. Der ohnehin von Amtes wegen zu beurteilenden Obhutsregelung für die Tochter komme jedoch im Kostenpunkt - abgesehen von der Kostennote für die Mediation - lediglich untergeordnete Bedeutung zu. Der Kläger unterliege bezüglich Güterrecht zu mehr als drei Vierteln sowie betreffend Bar-, Betreuungs- und nachehelichen Unterhalt vollständig. Einzig mit der Anfechtung des erstinstanzlichen Kostenspruchs dringe er zu ungefähr 60% durch. Darüber hinaus sei er mit zwei von drei Gesuchen um Anordnung vorsorglicher Massnahmen für die Dauer des Berufungsverfahrens unterlegen. Es rechtfertige sich daher, den Parteien die Kosten für die Mediation - ihrer Natur gemäss - je hälftig aufzuerlegen. Im Übrigen habe der grossmehrheitlich unterliegende Beschwerdeführer die Gerichtskosten, seine eigenen Kosten sowie eine angemessene (partielle) Parteientschädigung zugunsten der Beschwerdegegnerin zu tragen.