Citation: 8C_411/2017 E. A

Der 1970 geborene A.________ war vom 1. Oktober 2006 bis 31. Juli 2008 bei der B.________ AG als Projektmanager angestellt und dadurch bei der Schweizerischen National-Versicherungs-Gesellschaft AG (im Folgenden: National) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 18. Juli 2008 schnitt er sich an einer zerbrochenen Glasflasche am rechten Daumen im Bereich des Grundgelenks. Am 19. Juli 2008 wurden die vollständig durchtrennte Beugesehne und die ebenfalls durchtrennte Faszie des Musculus adductor pollicis chiriurgisch versorgt (vgl. Operationsbericht des Spitals C.________ vom 23. Juli 2008). Die National erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung; Taggeld) und klärte den Sachverhalt in beruflicher und medizinischer Hinsicht ab. Laut neurologischem Gutachten des Dr. med. D.________, Schweizerisches Institut für Versicherungsmedizin (SIVM), vom 30. Mai 2012 litt der Explorand an neuropathischen Schmerzen am rechten Thenar, Daumen sowie Zeigefinger mit belastungsabhängigen Schmerzausstrahlungen in den rechten Arm, Nacken und Kopf infolge der Teilschädigung des Nervus digitalis palmaris ulnaris I rechts und möglicher Neurombildung. Die Befunde an der rechten Hand waren überwiegend wahrscheinliche Unfallfolgen. Die Ausstrahlungen in den rechten Arm bis in den Kopf waren Zeichen der Zentralisierung, die nur unter der Voraussetzung der Nervenschädigung in diesem zeitlichen Kontext entstehen konnte. Alle Tätigkeiten, die einen kraftvollen oder behenden Einsatz der rechten Hand erforderten (z.B. eine über 45 Minuten liegende Bedienung der PC-Tastatur), waren erschwert. Insgesamt war der Explorand in einer angepassten Erwerbstätigkeit zu 80 % arbeitsfähig. An dieser Einschätzung hielt Dr. med. D.________ in seiner Stellungnahme vom 19. Dezember 2012 fest. Mit Verfügung vom 20. Dezember 2012 eröffnete die National dem Versicherten, er habe ab 1. Dezember 2012 Anspruch auf eine Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 20 % sowie Anspruch auf eine Integritätsentschädigung auf Basis einer Einbusse von 20 %. Auf die hiegegen erhobene Einsprache hin holte die National die auf innermedizinischen, handchirurgischen, neurologischen sowie psychiatrischen Untersuchungen beruhende Expertise des Zentrums für Medizinische Begutachtung (ZMB) vom 31. März 2015 ein. Die Sachverständigen diagnostizierten im Wesentlichen ein persistierendes neuropathisches Schmerzsyndrom am Daumen rechts palmar, akzentuierte Persönlichkeitszüge mit leistungsorientiert narzisstischen Anteilen (ICD-10 Z73.1), eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41; differentialdiagnostisch: anhaltende somatoforme Schmerzstörung [ICD-10 F45.40]) sowie eine rezidivierende depressive Störung (gegenwärtig remittiert; ICD-10 F33.4). Die Sensibilitätsstörung und der Schmerz im Bereich des rechten Daumens - nicht des ganzen (rechten) Armes - stünden nach wie vor überwiegend wahrscheinlich in natürlichem Kausalzusammenhang zum Unfall vom 18. Juli 2008. Unfallfremd seien hiegegen die chronische Schmerzstörung und die auf den weiterhin wirkenden psychosozialen Faktoren und emotionalen Konflikten beruhenden psychiatrischen Befunde. In der aktuell ausgeübten Erwerbstätigkeit (Verkauf/Marketing) sei der Explorand zu 20 % limitiert, wobei eine gewisse Verlangsamung sowohl beim Schreiben von Hand wie auch mit der Tastatur festzustellen sei. Sämtliche Tätigkeiten, die ein kräftiges bimanuelles Zupacken erforderten, seien ihm nicht zumutbar. Mit Entscheid vom 17. November 2015 wies die inzwischen zuständig gewordene Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG (im Folgenden: Helvetia) die Einsprache ab.