Citation: 2A.453/2003 08.09.2004 E. 4

4.1 Im Entwurf vom Pflichtenheft vom 27. Juli 2000 sind die umstrittenen, von der Beschwerdeführerin verweigerten Arbeitsleistungen im Umfang von 30% unter dem zusammenfassenden Titel "Departementssekretariat" als Raumkoordination der Zeichensäle, Auditorien, Assistenzen (Gesamtkonzept, Anpassung jedes Semester), Stundenplankoordination, Koordination der Semesterprogramme sowie "Administrative Vorbereitung der Lehraufträge" umschrieben. Hierbei handelt es sich um Arbeiten, die in der Administration jeder Hochschule anfallen. Es liegt nichts Diskriminierendes darin, wenn die Erfüllung solcher Aufgaben von einer Mitarbeiterin im Sekretariat einer Hochschulabteilung verlangt wird. Sie sind bereits im vor der Reorganisation geltenden Pflichtenheft der Beschwerdeführerin enthalten gewesen und werden unterschiedslos von Frauen und Männern erbracht. Die fraglichen Tätigkeiten sind, nachdem sich die Beschwerdeführerin geweigert hat, sie zu erledigen, einem männlichen Kollegen übertragen und von diesem seither wahrgenommen worden. Die von ihr als "Zudienarbeiten" empfundenen Bereiche Posteingang, Korrespondenz, Vorsteherterminprogramm, Aktenablage und Administration der Regulative bildeten ihrerseits nicht (mehr) Gegenstand des abgelehnten Pflichtenhefts; diesbezüglich hatte die ETHZ ihren Einwänden im Vorschlag vom 27. Juli 2000 Rechnung getragen. Es ist allgemein und geschlechtsunabhängig üblich, Mitarbeitenden in einer Hochschuladministration die Erledigung unterschiedlicher Aufgaben zuzuweisen, die nicht notwendigerweise immer einen funktionellen Zusammenhang haben. Dass die Beschwerdeführerin es vorgezogen hätte, ausschliesslich und zu 100% die Tätigkeiten Öffentlichkeitsarbeiten und Internationale Austauschprogramme zu betreuen, bedeutet nicht, dass es diskriminierend wäre, von ihr auch Arbeiten zu verlangen, die damit nicht direkt zusammenhängen.