Citation: 4A_302/2018 E. 2.4

2.4. Indem sie auf weitere Abklärungen hinsichtlich der Vertretungsbefugnis verzichteten, haben die Verantwortlichen der Bank elementare Sorgfaltspflichten verletzt, die sich jeder verständigen Person in der gleichen Lage aufdrängen mussten (vgl. BGE 128 III 76 E. 1b S. 81; 119 II 443 E. 2a; Urteil 4A_438/2007 vom 29. Januar 2008 E. 5.3). Angesichts der offensichtlichen Versäumnisse kann entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin nicht von einem bloss leichten Verschulden ausgegangen werden, weshalb ihr Einwand nicht verfängt, die in den AGB enthaltene Freizeichnungsklausel sei nach Art. 100 OR zulässig gewesen und die entsprechende Haftungsbeschränkung sei wirksam (vgl. Urteil 4A_379/2016 vom 15. Juni 2017 E. 3.3.1). Die Bank kann sich von ihrer Leistungspflicht daher nicht unter Berufung auf die in ihren AGB enthaltene Freizeichnungsklausel befreien, wie bereits die Vorinstanz im Ergebnis zutreffend erkannte.