Citation: 5A_797/2023 E. 4.4.5

4.4.5. Die Beschwerdeführerin begründet ihren Standpunkt, die Voraussetzungen für einen umgekehrten Durchgriff seien vorliegend erfüllt, im Wesentlichen wie folgt: Der Arrestschuldner habe die streitgegenständliche Liegenschaft nachweislich und aktenkundig gegenüber Dritten als sein Eigentum bezeichnet und sie als Pfand angeboten. Der Schluss des Obergerichts, es bleibe aufgrund der Akten unklar, ob es sich bei der angebotenen Sicherheit tatsächlich um das Grundstück an der D.________strasse in Zürich gehandelt habe, sei aktenwidrig und willkürlich. Weiter habe der Arrestschuldner die Liegenschaft mit seinen eigenen Mitteln gekauft. In der Folge habe er die Dritteinsprecherin für seine eigenen Interessen benutzt. Seit Januar 2017 seien Beträge in Millionenhöhe vom persönlichen Konto des Arrestschuldners auf das Konto der Dritteinsprecherin und umgekehrt geflossen. Sodann habe der Arrestschuldner bösgläubig versucht, die Eigentumsübertragung auf die G.________ AG zu vereiteln, nachdem die Dritteinsprecherin bereits eine Anzahlung erhalten habe. Weiter sei die faktische Kontrolle des Arrestschuldners bei der H.________ AG resp. I.________ AG mehrfach unzweifelhaft festgestellt worden. Es sei nicht ersichtlich, warum in Bezug auf die Dritteinsprecherin etwas anderes gelten sollte. Überdies seien die kriminellen Machenschaften des Arrestschuldners, insbesondere die zahlreichen und wiederholten Gläubigerschädigungen in einer umfangreichen Strafuntersuchung bereits festgestellt worden und würden demnächst zur Anklage gebracht. Ausserdem habe der Arrestschuldner gar selbst im Dritteinspracheverfahren interveniert, womit er dokumentiert habe, dass er die Dritteinsprecherin nach wie vor als sein Eigentum betrachte. Offensichtlich bestehe eine vollständige Vermischung der wirtschaftlichen Sphären des Schuldners einerseits und seiner zahlreichen Gesellschaften, wozu von der Vorinstanz selbst zugestanden auch die Dritteinsprecherin gehöre. Des Weiteren bilde auch der Ausübungszeitpunkt der vermeintlichen Call-Option, die just an dem Tage geltend gemacht worden sei, als die persönliche Garantie des Arrestschuldners von USD 25 Mio. fällig geworden sei, ein weiteres Indiz dafür, dass der Arrestschuldner die Dritteinsprecherin dem Gläubigerzugriff habe entziehen wollen. Die daraus resultierende Rechtsmissbräuchlichkeit lasse sich nicht willkürfrei abstreiten, bezwecke der Arrestschuldner doch offensichtlich ganz allgemein, seine zahlreichen Gläubiger leer ausgehen zu lassen.