Citation: 8C_156/2019 E. 4.1

4.1. Das kantonale Gericht hat zunächst erwogen, ein Umschulungsanspruch der Versicherten sei von der IV-Stelle bereits mit Verfügung vom 24. Juli 2013 verneint worden. Entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführerin ist diese Auslegung der Verfügung nicht bundesrechtswidrig und widerspricht insbesondere nicht dem Grundsatz, wonach Verfügungen nach Treu und Glauben auszulegen sind; ebenso wenig beruht sie auf einer offensichtlich unrichtigen Tatsachenfeststellung. Zwar trifft es zu, dass bei rein formalistischer Betrachtung einzig des Dispositivs der Verfügung der Umschulungsanspruch als von diesem nicht mitumfasst interpretiert werden könnte. Indessen ist es unbestritten, dass die IV-Stelle der Versicherten mit Vorbescheid vom 25. März 2013 die Abweisung des Leistungsbegehrens sowohl in Bezug auf die Ausrichtung einer Invalidenrente als auch auf weitere Eingliederungsmassnahmen - und damit auch in Bezug auf einen Umschulungsanspruch - in Aussicht gestellt hatte. Die Versicherte führte daraufhin in ihrem Einwand vom 7. Mai 2013 aus, weshalb sie auch weiterhin einen Anspruch auf Arbeitsvermittlung habe; einen Anspruch auf eine weitere Umschulung machte sie dabei nicht geltend. Aus diesem Verfahrensablauf ergibt sich, dass die IV-Stelle in ihrer Verfügung vom 24. Juli 2013 zwar den Anspruch auf Arbeitsvermittlung im Sinne von Art. 18 IVG anerkannte, im Übrigen aber das Leistungsbegehren abwies. Demgegenüber ist kein Grund ersichtlich, weshalb die IV-Stelle einen endgültigen Entscheid über weitere berufliche Massnahmen - insbesondere über einen weiteren Umschulungsanspruch - hätte aufschieben sollen.