Citation: 5A_710/2022 E. 2.3.3

2.3.3. Das Kantonsgericht hat im angefochtenen Entscheid - ohne dazu noch einmal abschliessend Stellung zu nehmen - auf E. 5a und c des Exequaturentscheids vom 14. Oktober 2014 verwiesen: Ein ausländischer Entscheid könne gemäss Art. 31 LugÜ 1988 dann für vollstreckbar erklärt werden, wenn er im Urteilsstaat vollstreckbar sei. Soweit der Schuldner behaupte, nach deutschem Recht fehle es an der Vollstreckbarkeit und sich dafür auf § 756 dZPO berufe, verkenne er, dass es sich ausschliesslich um die Vollstreckbarerklärung handle und nicht um die eigentliche Vollstreckung, die nicht zu beurteilen sei. Das Kantonsgericht habe damals § 726 Abs. 2 dZPO zitiert, aus dem sich ergebe, dass in Deutschland bei Leistungen Zug-um-Zug eine vollstreckbare Ausfertigung erteilt werden müsse (ausser im Sonderfall, dass eine Willenserklärung abzugeben ist), und zwar unabhängig davon, ob der Beweis erbracht sei, dass der Schuldner befriedigt worden sei oder sich im Annahmeverzug befinde.