Citation: 9C_717/2023 E. 8.5

8.5. Es steht fest, dass die Stiftung FAR spätestens seit 2013 von der Beschwerdeführerin als (grundsätzlich) beitragspflichtige Personalverleiherin Vorsorgebeiträge entgegennahm. Ebenso ging die Stiftung FAR (laut verbindlicher vorinstanzlicher Feststellung; vgl. vorangehende E. 3.2) spätestens seit November 2014 davon aus, dass die hier interessierenden Einsatzunternehmen beitragspflichtig im Sinne des GAV FAR sind. Damit verfügte sie über die grundlegenden Informationen, um Beitragsforderungen gegenüber der Beschwerdeführerin geltend zu machen. Die hier gegebene Konstellation ist nicht mit jener in BGE 138 V 32 oder SVR 2012 BVG Nr. 19 S. 79, 9C_783/2011 vergleichbar. Mangels eines konkreten Anhaltspunktes für ein treuwidriges Verhalten (vgl. Art. 5 Abs. 3 BV; Art. 2 ZGB) resp. eine qualifizierte Meldepflichtverletzung besteht kein Anlass, die Fälligkeit abweichend von Art. 66 Abs. 4 BVG festzusetzen. Demnach trat die Verjährung der (allfälligen) Beitragsforderung für das Jahr 2013 am 31. Januar 2019 ein, während die Beitragsforderungen für die Jahre 2014 bis 2016 bei Abgabe der Erklärung vom 25. November 2019 noch nicht verjährt waren.