Citation: 7B_249/2022 E. 8

Im Dossier G.________ stellt sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, es liege unechte Konkurrenz vor. Die Urkundendelikte (Fälschung bundesgerichtlicher Korrespondenz) erschienen als blosse Vorbereitungshandlungen und gingen im Betrug auf. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung besteht aufgrund der Verschiedenheit der betroffenen Rechtsgüter zwischen Art. 251 und Art. 146 StGB echte Konkurrenz in Form von Realkonkurrenz, wenn die Täterin für einen Betrug gefälschte Urkunden verwendet (BGE 138 IV 209 E. 5.5; 129 IV 53 E. 3; Urteil 6B_219/2021 vom 19. April 2023 E. 5.3, nicht publ. in: BGE 149 IV 248; je mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin erläutert nicht, weshalb von dieser gefestigten Rechtsprechung abzuweichen wäre; allein der Hinweis auf den Grundsatz "ne bis in idem" und gegenläufige Lehrmeinungen (MAEDER/NIGGLI sowie BOOG, in: Basler Kommentar Strafrecht, 4. Aufl. 2019, N. 303 zu Art. 146 und N. 222 zu Art. 251 StGB) reicht zur Begründung jedenfalls nicht aus. Ohnehin wird die Beschwerdeführerin im Fall G.________ wie bereits erwähnt wegen Gebrauchs einer gefälschten Urkunde gar nicht verurteilt, sondern (nur) wegen der Fälschung an sich. In dieser Konstellation ist umso klarer von echter Konkurrenz auszugehen (vgl. BGE 129 IV 53 E. 3.6 mit Hinweisen).