Citation: 5A_426/2022 E. 5.1

5.1. Das Obergericht stellt klar, dass Klagen nach Art. 75 ZGB im ordentlichen Verfahren zu behandeln sind und für solche Verfahren gemäss Art. 13 Abs. 1 i.V.m. Art. 8 des kantonalen Gesetzes über die Gerichte und die Justizbehörden vom 9. Juni 2010 (GerG; NG 261.1) erstinstanzlich das Kollegialgericht zuständig ist, das in Dreierbesetzung entscheidet. Die Vorinstanz stellt fest, dass das Rubrum des Entscheids vom 11. Juni 2021 die urteilende Abteilung und Kammer und die Zusammensetzung des Gerichts aufführt (vgl. Sachverhalt Bst. B.a). Nachdem das Kantonsgericht auf die Klage vom 21. Januar 2021 erneut nicht eingetreten sei, würden die Dispositivziffern 1 des Entscheids ZK 21 27 und des (aufgehobenen) Entscheids ZK 21 15 (s. Sachverhalt Bst. A) übereinstimmen. Soweit der Beschwerdeführer allein daraus ableite, dass die nebst der Kantonsgerichtspräsidentin aufgeführten Richterinnen bei der Beurteilung der Sache nicht mitgewirkt hätten, genüge er den Begründungsanforderungen nicht. Im Übrigen fänden sich in den Akten keine Anhaltspunkte dafür, dass die Kammer nicht in der gesetzlich vorgesehenen Besetzung getagt hätte. In der Folge prüft das Obergericht, ob der Entscheid des Kantonsgerichts nichtig ist, weil die unterzeichnete, prozessleitende Kantonsgerichtspräsidentin als Einzelrichterin betitelt wird (s. Sachverhalt Bst. B.a). Es erinnert an Art. 238 Bst. h ZPO, wonach der Entscheid die Unterschrift des Gerichts zu enthalten habe, und an die Rechtsprechung, wonach mit der handschriftlichen Unterzeichnung die formelle Richtigkeit der Ausfertigung und deren Übereinstimmung mit dem vom Gericht gefassten Entscheid bestätigt werde. Fehle die Unterschrift und liege nicht bloss ein Versehen der Gerichtskanzlei vor, das berichtigt werden kann, so führe dies grundsätzlich zur Nichtigkeit des Entscheids. Ein entsprechender Mangel sei sofort zu rügen; nach Ablauf der Rechtsmittelfrist könne darauf nicht mehr zurückgekommen werden. Bezogen auf den konkreten Fall konstatiert die Vorinstanz, dass die im Rubrum aufgeführte prozessleitende Kantonsgerichtspräsidentin den Entscheid unstrittig handschriftlich unterzeichnet und damit die formelle Richtigkeit der Ausfertigung und deren Übereinstimmung mit dem vom Kollegialgericht gefassten Entscheid bestätigt habe. Dass sie irrtümlich als "Einzelrichterin" und nicht als "Kantonsgerichtspräsidentin" bezeichnet wird, beruhe offensichtlich auf einem redaktionellen Versehen, das berichtigbar gewesen wäre. Die Gültigkeit des Entscheids werde dadurch nicht beeinträchtigt. Damit liege auch kein zur Nichtigkeit führender Eröffnungsmangel "i.S.v. Art. 248 lit. h ZPO" vor.