Citation: 6B_1148/2023 E. B

B.a. Das Obergericht des Kantons Glarus bestätigte am 24. Juni 2022 auf Berufung von A.________ die erstinstanzlichen Schuldsprüche. Es stellte eine Verletzung des Beschleunigungsgebots fest und verurteilte A.________ zu einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten, davon 18 Monate mit bedingtem Vollzug bei einer Probezeit von drei Jahren. B.b. Dem Urteil liegt folgender Sachverhalt zugrunde: A.________ war in den Jahren 2004 bis 2006 formal als Treuhänder für sieben Mantelgesellschaften ohne jegliche Geschäftsaktivitäten tätig, welche ihr Domizil in unterschiedlichen Kantonen hatten (B.________ AG mit Sitz im Kanton Basel-Landschaft; C.________ GmbH mit Sitz im Kanton Glarus; D.________ GmbH mit Sitz im Kanton Graubünden; E.________ GmbH mit Sitz im Kanton Zürich; F.________ GmbH mit Sitz im Kanton Zug; G.________ GmbH mit Sitz im Kanton Thurgau und H.________ GmbH mit Sitz im Kanton Bern). Über die Gesellschaften wurde der Konkurs eröffnet. In der Folge beantragten gegenüber den zuständigen kantonalen Arbeitslosenkassen jeweils mehrere Personen gestützt auf fiktive Arbeitsverträge und weitere Unterlagen Insolvenzentschädigungen im Sinne von Art. 51 f. des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 837.0). Einzelne Personen machten dabei zwecks Erhalts von Insolvenzentschädigungen für die gleiche Periode angebliche Vollzeitanstellungen in mehreren Kantonen geltend. Von den gestützt auf die vorgetäuschten Arbeitsverhältnisse unrechtmässig beantragten Insolvenzentschädigungen von insgesamt rund Fr. 1.9 Mio. wurden knapp Fr. 400'000.-- tatsächlich ausbezahlt. Am 29. Oktober 2010 sprach das Obergericht des Kantons Glarus in diesem Zusammenhang mehrere Personen, darunter I.________ und J.________, des Betrugs schuldig. Die gegen die obergerichtlichen Schuldsprüche erhobenen Beschwerden in Strafsachen wies das Bundesgericht ab, soweit es darauf eintrat (Urteile 6B_1071/2010, 6B_1073/2010 und 6B_1076/2010, je vom 21. Juni 2011). Am 9. November 2012 standen I.________ und J.________ in einer anderen Angelegenheit zusammen mit A.________ als Mitbeschuldigtem vor dem Obergericht des Kantons Glarus. Anlässlich ihrer persönlichen Befragung vor Obergericht gaben beide zu Protokoll, A.________ sei der eigentliche Drahtzieher hinter den vormaligen Insolvenzbetrügereien gewesen, seinerzeit aber von ihnen gedeckt worden und daher zu Unrecht verschont geblieben. A.________ wurde im Anschluss an die Obergerichtsverhandlung vom 9. November 2012 festgenommen. Er befand sich bis zum 19. November 2012 in Untersuchungshaft. In dieser Zeit fand in den Räumlichkeiten des Treuhandbüros von A.________ eine Hausdurchsuchung statt, wobei neben zahlreichen Unterlagen auch umfangreiche Daten aus dem Rechner (PC) von A.________ sichergestellt wurden. Die Vorinstanz hält für erwiesen, dass A.________ die sieben Mantelgesellschaften nicht bloss treuhänderisch begleitete, sondern dass er die wahren Verhältnisse kannte, faktischer Geschäftsführer der Gesellschaften sowie eigentlicher Drahtzieher hinter den Insolvenzbetrügen war und von den angepe ilten Insolvenzentschädigungen von insgesamt Fr. 1.9 Mio. mindestens 25 % für sich beanspruchte. Sie stellt fest, A.________ habe ab 2004 bis ungefähr Mitte 2006 erhebliche Aktivitäten für die Akquirierung der angeblichen Arbeitnehmer, das Erstellen von Formularen und Verfassen von unzähligen Schreiben, für das Bereitstellen der Mantelgesellschaften, deren Umfirmierung und (teilweise) Sitzverlegung, für die Planung, Einleitung und Begleitung von Betreibungs- und Konkursverfahren sowie schliesslich für die Instruktion von Dritten unternommen.