Citation: 9C_292/2022 E. 3.2

3.2. Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz einzig in Bezug auf die Höhe des Tagesansatzes resp. des zugrunde gelegten Erwerbseinkommens. Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, die Provisionen im Umfang von Fr. 34'579.80 hätten zum massgebenden Einkommen des Jahres 2019 von Fr. 30'200.- hinzugerechnet werden müssen, auch wenn sie erst später erhältlich gemacht werden konnten. Ansonsten würde er "doppelt bestraft": einerseits durch die Nichtbezahlung der geschuldeten Provisionen, anderseits durch einen zu niedrigen Corona-Erwerbsersatz; das verstosse gegen den Sinn und Zweck der Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall. Die Verwaltung hätte die Akonto-Beiträge entsprechend der Provisionsforderung anpassen müssen. Die Steuermeldung sei diesbezüglich nicht massgeblich: Zwar sei steuerrechtlich auf den tatsächlichen Zufluss der Provisionen (Fr. 26'000.- im Jahr 2021) abzustellen; beitragsrechtlich gelte das Einkommen aber bereits dann als realisiert, wenn ein Rechtsanspruch darauf erworben wurde, hier also im Jahr 2019.