Citation: 2C_93/2022 E. 5.3.1

5.3.1. Im Zusammenhang mit der Rüge, dass vor Abschluss des stationären Therapie-Settings und ohne ambulantes Setting inkl. erwachsenenschutzrechtlicher Begleitung eine aussagekräftige Einschätzung der Legalprognose nicht möglich sei und das Amt für Migration deshalb verfrüht gehandelt habe, hatte das Bundesgericht bereits Gelegenheit, festzustellen, dass diesbezüglich auf eine vernünftige zeitliche Distanz zwischen der Verfügung und der Entlassung zu achten sei, wobei die Zeitspanne zwischen der Regelung des künftigen Aufenthalts und der Entlassung aus dem Vollzug die voraussichtliche Dauer eines Rechtsmittelverfahrens nicht überschreiten sollte (BGE 137 II 233 E. 5.2.3; 131 II 329 E. 2.3 und 2.4).