Citation: 7B_636/2023 E. 2.2

2.2. Die Rüge erweist sich als unbegründet: Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, dass die Vorinstanz Staatsanwalt B.________ sowohl die Eingabe vom 30. Mai 2023 als auch jene vom 6. Juni 2023 mit Verfügungen vom 1. und 13. Juni 2023 zu Kenntnis gebracht hat. Aus den Vorakten geht hervor, dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 13. Juni 2023 Staatsanwalt B.________ eine Frist zur Stellungnahme bis 26. Juni 2023 setzte. Die Vorinstanz scheint sich dabei zwar nur auf das Schreiben des Beschwerdegegners vom 6. Juni 2023 zu beziehen und lässt dessen Eingabe vom 30. Mai 2023 unerwähnt; Staatsanwalt B.________ war es damit jedoch ohne Weiteres möglich, sich in seiner Stellungnahme auch zum Ausstandsgesuch vom 30. Mai 2023 zu äussern, das sich im Übrigen inhaltlich weitgehend mit dem Ausstandsgesuch vom 6. Juni 2023 deckt. In seiner Stellungnahme vom 15. Juni 2023 erwähnt Staatsanwalt B.________ denn auch ausdrücklich die "anfangs Juni 2023 [...] mir vom Kantonsgericht von Graubünden zugestellten Aufforderungen und Stellungnahmen". Bei dieser Sachlage ist nicht ersichtlich, inwiefern sein rechtliches Gehör verletzt sein soll. Angesichts dessen ist auch nicht nachvollziehbar, weshalb die Vorinstanz Staatsanwalt B.________ zum Vorwurf der Fürsorgepflichtverletzung hätte anhören müssen.