Citation: 8C_136/2024 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin wendet dagegen ein, sie habe den 10%igen Abzug nur gewährt, weil sie das Kompetenzniveau 2 herangezogen habe. Werde das Kompetenzniveau 1 als einschlägig erachtet, sei ein leidensbedingter Abzug von 10 % keinesfalls gerechtfertigt. Der Vorinstanz sei eine Ermessensunterschreitung vorzuwerfen, indem sie den 10%igen Abzug bestätigt habe, obwohl sie diesen als nicht gerechtfertigt bzw. angemessen bezeichnet habe. Ihre Ermessensausübung sei von ungerechtfertigten, dem Zweck des leidensbedingten Abzugs zuwiderlaufenden Erwägungen geleitet worden. Das zumutbare Leistungsprofil biete ein genügend breites Spektrum an Verweisungstätigkeiten. Anders als im Kompetenzniveau 2 komme beim tiefsten Anforderungsniveau dem Umstand, dass die versicherte Person nicht mehr in ihrer angestammten Tätigkeit arbeiten könne und hinsichtlich einer Verweisungstätigkeit keine Dienstjahre und kein Erfahrungswissen aufweise, keine relevante Bedeutung zu. Daher sei kein Abzug gerechtfertigt. Es seien nur Umstände zu berücksichtigen, die auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt als ausserordentlich zu bezeichnen seien. Solche würden hier nicht vorliegen.