Citation: 2C_1077/2018 E. 5.3.4

5.3.4. Die Ehegattin und die Kinder sind nicht zwangsweise gehalten, das Land zu verlassen; die Wegweisung bezieht sich ausschliesslich auf den Ehemann und Vater. Sollte die Ehefrau sich dafür entscheiden, mit den Kindern in der Schweiz zu verbleiben, kann der Beschwerdeführer die familiären Beziehungen zu seiner Familie über die Grenzen hinweg besuchsweise hier oder im Kosovo leben; tägliche Kontakte sind zudem über die elektronischen Medien (Skype, WhatsApp usw.) möglich. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die strafrechtliche Verurteilung nicht ein für allemal verunmöglicht, wieder in den Besitz eines Aufenthaltsrechts zukommen: Soweit der Beschwerdeführer, gegen den eine Entfernungsmassnahme ergriffen wurde, weiterhin in den Kreis der nach Art. 42 ff. AIG nachzugsberechtigten Personen fällt, ist eine Neubeurteilung regelmässig nach 5 Jahren angezeigt, falls der Betroffene sich bewährt und für eine angemessene Dauer in seiner Heimat klaglos verhalten hat, sodass eine deliktsfreie Integration in die hiesigen Verhältnisse absehbar erscheint und eine allfällige Rückfallgefahr vernachlässigt werden kann (vgl. die Urteile 2C_736/2017 vom 28. November 2017 E. 3.3; 2C_935/2017 vom 17. Mai 2018 E. 4.3; 2C_1224/2013 vom 12. Dezember 2014 E. 5.1.1; 2C_1170/2012 vom 24. Mai 2013 E. 3.3; 2C_964/2010 vom 5. Dezember 2011 E. 3.3 und 2C_36/2009 vom 20. Oktober 2009 E. 3.2). Eine frühere Beurteilung ist möglich, soweit das Einreiseverbot von Beginn weg unter fünf Jahre angesetzt worden oder eine Änderung der Sachlage eingetreten ist, die derart ins Gewicht fällt, dass ein anderes Ergebnis im Bewilligungsverfahren ernstlich in Betracht gezogen werden muss (vgl. BGE 136 II 177 E. 2.2.1 S. 181 f.; 130 II 493 E. 5 S. 504; Urteile 2C_736/2017 vom 28. November 2017 E. 3.3; 2C_1224/2013 vom 12. Dezember 2014 E. 5.1.2 und 2C_1170/2012 vom 24. Mai 2013 E. 3.4.2).