Citation: 2C_95/2021 E. 4.3.1

4.3.1. Ein schutzwürdiges Interesse liegt vor, wenn die tatsächliche oder rechtliche Situation der Beschwerdeführer durch den Ausgang des Verfahrens beeinflusst werden kann (vgl. BGE 136 II 281 E. 2.2; 133 II 400 E. 2.2). Dieses Interesse hat im Grundsatz nicht nur bei der Beschwerdeeinreichung, sondern auch noch im Zeitpunkt der Urteilsfällung aktuell und praktisch zu sein (vgl. BGE 137 I 23 E. 1.3.1). Die Vorinstanz verneint das Vorliegen eines schutzwürdigen Interesses. Ihrer Auffassung nach kann der Nachteil, den eine Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde im Zusammenhang mit den Bewilligungen verhindern würde, einzig darin erkannt werden, diese nicht zu verlieren. Die Bewilligungen hätten die Beschwerdeführer jedoch von sich aus niedergelegt. Der einzige mit der Beschwerde zu erzielende Nutzen könne daher nicht mehr eintreten, weshalb das praktische Interesse an der Überprüfung des Bewilligungsentzugs nicht mehr gegeben sei (vgl. E. 1.2.6 des angefochtenen Urteils). Die Beschwerdeführer machen demgegenüber geltend, ihr schutzwürdiges Interesse bestehe darin, dass ihnen nicht die Vertrauenswürdigkeit rechtskräftig abgesprochen werde. Das Fehlen der Vertrauenswürdigkeit wäre gemäss Art. 38 MedBG den Aufsichtsbehörden des Kantons Bern zu melden. Da der beschwerdeführende Arzt eine Arztpraxis im Kanton Bern betreibe, habe er ein Interesse daran, eine solche Meldung zu verhindern.