Citation: 8C_602/2019 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin wendet dagegen ein, das ABI-Gutachten sei nicht beweiskräftig. Zudem basiere die Expertise auf einem Aktenstand per 6. April 2017 und sei deshalb im Zeitpunkt des Verfügungserlasses veraltet gewesen. Indem die IV-Stelle und die Vorinstanz die Entwicklung nach der Begutachtung trotz bekanntermassen schwankendem Gesundheitszustand nicht abgewartet und mitbeurteilt hätten, hätten sie den Untersuchungsgrundsatz verletzt. Eine solche Verletzung bestehe im Weiteren darin, dass weder die Verwaltung noch das kantonale Gericht überprüft hätten, ob der Beschwerdeführerin hinsichtlich des nach der Begutachtung diagnostizierten schweren rektalen und vaginalen Deszensus eine Operation überhaupt zumutbar sei. Aus den Akten ergebe sich diesbezüglich, dass zumindest vorübergehend aufgrund der immunsupressiven Medikation eine Operation ausscheide, was bei der Zumutbarkeit der Arbeitsfähigkeit hätte berücksichtigt werden müssen. Im Übrigen habe zumindest während eines erheblichen Zeitraums ab dem Revisionsgesuch eine vollumfängliche Erwerbsunfähigkeit bestanden.