Citation: 6P.112/2005 17.11.2005 E. 7

Die Nichtigkeitsbeschwerde ist im Schuld- und Strafpunkt rein kassatorischer Natur (Art. 277ter Abs. 1 BStP). Soweit der Beschwerdeführer in dieser Hinsicht mehr verlangt als die Aufhebung des angefochtenen Entscheids, ist auf sein Rechtsmittel nicht einzutreten (BGE 129 IV 276 E. 1.2; 125 IV 298 E. 1). Im Verfahren der Nichtigkeitsbeschwerde kann die Verletzung eidgenössischen Rechts gerügt werden (Art. 269 Abs. 1 BStP). Die Verletzung verfassungsmässiger Rechte ist jedoch - soweit nicht eine mittelbare Verfassungsverletzung geltend gemacht wird - mit staatsrechtlicher Beschwerde vorzubringen (Art. 269 Abs. 2 BStP). Auf die vom Beschwerdeführer behaupteten Verletzungen des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV), der Unschuldsvermutung (Art. 32 Abs. 1 BV) und des Fairnessgebots (Art. 6 EMRK) ist daher nicht einzutreten. Hinzuzufügen bleibt, dass Gehörsverletzungen im Unterschied zu Verfahrensverzögerungen oder einer überlangen Verfahrensdauer grundsätzlich geheilt werden können. Eine analoge Anwendung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur Verletzung des Beschleunigungsgebots (BGE 130 IV 54 E. 3.3.1; 117 IV 124 E. 4d), die bei der Strafzumessung Berücksichtigung findet, fällt daher ausser Betracht. Nicht einzutreten ist schliesslich auf das Vorbringen des Beschwerdeführers, die Vorinstanz habe in unzulässiger Weise auf eine Befragung zur Altersdifferenz zwischen ihm und dem Opfer verzichtet, da auch diese Kritik Fragen des Gehörsrechts und der Beweiswürdigung betrifft, die mit der Nichtigkeitsbeschwerde nicht aufgeworfen werden können.