Citation: 4A_537/2022 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin rügt, dass sich die Vorinstanz mit ihren Vorbringen in Ziff. II.15, 19 - 21 der Berufungsschrift und Ziff. 8 der Berufungsreplik überhaupt nicht auseinander gesetzt habe und damit eine formelle Rechtsverweigerung nach Art. 29 Abs. 1 BV begangen habe. Sie habe vor der Vorinstanz insbesondere vorgebracht, dass sie mit der Bezahlung der Prüfungsgebühr ein vertragliches oder vertragsähnliches Rechtsverhältnis eingegangen sei. Sie habe auf die Einhaltung des einmal festgelegten Prüfungstermins vertrauen dürfen und habe einen Anspruch auf eine Entschädigung. Sie habe Aufwendungen getätigt, welche sie in ihrem berechtigten Vertrauen darauf getätigt habe, dass die Prüfung an diesem Datum stattfinde. Da es um ein nicht typisches Vertragsverhältnis gehe, verhalte es sich ähnlich wie bei Sachverhalten, die von der Rechtsfigur der "culpa in contrahendo" erfasst würden. Diese Rüge geht fehl: Die Vorinstanz legte der Beschwerdeführerin bereits dar, dass jede Schadenersatzpflicht begriffsnotwendig das Bestehen eines Schadens voraussetze, und zwar unabhängig davon, woraus sich eine Ersatzpflicht im einzelnen Fall ableite. Das stellt die Beschwerdeführerin zu Recht nicht in Frage. Die Vorinstanz prüfte in der Folge, ob in casu überhaupt ein Schaden im Rechtssinne vorliege und verneinte dies. Da die Vorinstanz einen Schaden negierte, brauchte sie die weiteren, von der Beschwerdeführerin aufgeworfenen Fragen nicht weiter zu prüfen. Entsprechend erwog sie denn auch ausdrücklich (angefochtener Entscheid, E. 4.5 S. 10), es könne bei dieser Ausgangslage offenbleiben, in welchem Rechtsverhältnis die Parteien zueinander standen und ob die Beschwerdegegnerin die Prüfung verschieben durfte oder nicht, da es bereits an einem Schaden fehle. Art. 29 BV ist nicht verletzt. Die Beschwerdeführerin erwähnt in diesem Zusammenhang auch Bestimmungen von "Art. 308 ff. ZPO" und Art. 310 ZPO, ohne aber rechtsgenüglich darzulegen (Erwägung 2.1), dass die Vorinstanz diese Bestimmungen willkürlich angewandt hätte.