Citation: 6B_511/2020 E. A

B.________ (Parallelverfahren 6B_520/2020) und A.________ (Parallelverfahren 6B_460/2020) wird im Wesentlichen vorgeworfen, sie hätten - teils zusammen mit weiteren Beschuldigten - in Bezug auf verschiedene Gesellschaften Verrechnungsliberierungen vorgetäuscht, indem sie deren Aktienkapital ohne Zuschuss tatsächlicher Mittel erhöht hätten. Dabei waren u.a. namentlich die Gesellschaften E.________ Holding AG, F.________ AG und G.________ Swiss AG involviert. Die Beschuldigten sind in diesen Sachverhaltskomplexen im Einzelnen so vorgegangen, dass einer in ihrem Einflussbereich stehenden zahlungsunfähigen Gesellschaft, deren Aktienkapital erhöht werden sollte, von einer anderen Gesellschaft, welche ebenfalls von den Beschuldigten beherrscht war, verschiedene Marken (z.T. mit Internetadressen oder sog. Wort-Bild-Marken) verkauft wurden, welche jedoch nicht werthaltig bzw. nicht aktivierbar und nicht bilanzierbar waren. Dabei handelte es sich um die Marken "E.________", "F.________", "G.________" und "H.________". In allen Fällen wurde der Kaufpreis für die Marken von der Käuferin jeweils nicht bezahlt, sondern in eine Darlehensschuld der Käuferin gegenüber der Verkäuferin umgewandelt. Diese Darlehensforderung wurde bei den Marken "E.________", "F.________" und "G.________" anschliessend mit der Herausgabe von Aktien der Käuferin an die Verkäuferin verrechnet und mithin zum Gegenstand einer Verrechnungsliberierung gemacht. Damit wurde das Aktienkapital der Käufergesellschaft erhöht, obwohl nie ein werthaltiger Verkaufsgegenstand vorhanden war und auch nie die Absicht oder die Möglichkeit bestand, einen solchen zu bezahlen. Bei der Marke "H.________" fand keine Aktienkapitalerhöhung statt, sondern wurde der Kaufpreis mit Vermögensbezügen bei der Käuferin durch die Verkäuferin bzw. durch Drittgesellschaften infolge Forderungsabtretung verrechnet. B.________ und A.________ wird darüber hinaus vorgeworfen, sie hätten J.I.________, der beabsichtigt hatte, seine Mehrheitsbeteiligung an der H.________ AG zu verkaufen, darüber getäuscht, dass sowohl die E.________ Holding AG als Käuferin als auch sie selbst über genügend Kaufkraft verfügten, um den Kaufpreis von Fr. 3,5 Mio. bezahlen zu können.