Citation: 8C_301/2023 E. 4.2

4.2. Nach den zutreffenden vorinstanzlichen Feststellungen teilte die Beschwerdeführerin der Arbeitgeberin des Beschwerdegegners am 26. Juli 2019 mit, dass dessen Anspruch auf Familienzulagen am 31. Juli 2019 ende und sie für den Anspruch ab 1. August 2019 eine aktuelle Schulbestätigung der im Ausland lebenden Tochter des Beschwerdegegners benötige. Gleichzeitig wies die Beschwerdeführerin in ihrem Begleitschreiben darauf hin, dass die Arbeitgeberin ohne (neuen) Zulagenentscheid keine Familienzulagen auszahlen solle, da die Ausgleichskasse "zu Unrecht ausbezahlte Zulagen" nicht vergüten könne. In ihrer Rückforderungsverfügung vom 11. Februar 2020 hielt die Beschwerdeführerin dann jedoch fest, die Familienzulagen für die Zeit vom 1. Januar bis 31. August 2019 seien von der Arbeitgeberin bereits ausbezahlt worden. Die Ausgleichskasse ihrerseits habe die Zulagen der Arbeitgeberin ebenfalls bereits gutgeschrieben resp. mit den von dieser geschuldeten (Sozialversicherungs-) Beiträgen verrechnet. Sie bezifferte den Rückforderungsbetrag für die Monate Januar bis August 2019 auf Fr. 2'800.- (8 x Fr. 350.-). Wie die Beschwerdeführerin zu Recht geltend macht, hat der Beschwerdegegner die Höhe der Rückforderung zu keinem Zeitpunkt bestritten, auch nicht im vorliegenden Verfahren. Vielmehr machte er im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren die Verwirkung der vom 1. Januar bis 31. August 2019 "bezogenen Ausbildungszulagen" im Gesamtbetrag von Fr. 2'800.- geltend. Bereits in seiner Einsprache wies er darauf hin, dass er die Zulagen von Januar bis August 2019 im Betrag von Fr. 2'800.- nicht zurückzahlen könne. Dies spricht dafür, dass er auch im August 2019 Leistungen erhalten hat. Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführerin den Anspruch auf Familienzulagen ursprünglich bis zum 31. August 2019 anerkannt hatte. Unter Hinweis auf das Anspruchsende am 31. August 2019 forderte sie die Arbeitgeberin mit Schreiben vom 19. Juli 2019 auf, eine aktuelle Schulbestätigung vorzulegen, damit die Leistungen weiter ausbezahlt werden könnten. Diesbezüglich besteht eine ungeklärte Diskrepanz zur Wegfallanzeige vom 26. Juli 2019.