Citation: 7B_299/2023 E. 4.6

4.6. Auch aus der dritten Einstellungsverfügung vom 17. März 2021 lässt sich im Lichte der hier zu beurteilenden Prozessgeschichte kein Vorwurf ableiten, die Staatsanwältin sei nicht dazu bereit oder nicht in der Lage gewesen, ihre früheren Standpunkte im Lichte der Erwägungen der Rechtsmittelinstanzen und des aktuellen Verfahrensstands zu überprüfen und nötigenfalls zu korrigieren. Dass die Beschwerdegegnerin - auch nach weiteren juristischen Abklärungen - die subjektive Tatbestandsmässigkeit nach wie vor verneinte, widerspricht den bundesgerichtlichen Erwägungen im Urteil 6B_1016/ 2015 vom 26. Januar 2017 nicht. Die Beschwerdeführer bestreiten nicht, dass auch das Bundesgericht ausdrücklich erwogen hatte, es werde von der Beschwerdegegnerin nach weiteren Abklärungen (zur objektiven Tatbestandsmässigkeit bzw. zum Bestehen eines Treuhandverhältnisses) auch noch "in einem zweiten Schritt zu prüfen" sein, "ob die Beschuldigten ihre Pflichten gekannt und diesen bewusst zuwidergehandelt hätten". Zwar wurde auch die dritte Einstellungsverfügung vom 17. März 2021 (auf Beschwerde der Privatkläger hin) am 29. November 2021 vom Obergericht teilweise aufgehoben, soweit sie die Strafuntersuchung gegen E.________ betreffend Veruntreuung und ungetreue Geschäftsbesorgung betraf. Die Vorinstanz erwägt jedoch mit Recht, dass die Beschwerdegegnerin auch in diesem Fall den Erwägungen und Anweisungen das Obergerichtes (in dessen Beschluss vom 29. November 2021) ausreichend Rechnung trug. Am 19. Januar 2023 erhob die Beschwerdegegnerin gegen E.________ Anklage beim Einzelrichter des Strafgerichts des Kantons Zug.