Citation: 6B_1054/2023 E. 4.2.2

4.2.2. Die Vorinstanz erachtet die Tatvorwürfe als erstellt. Diese würden durch die Aussagen der Geschädigten sowie deren Geschwister im Verfahren und weitere Sachbeweise, wie die Aussagen und teilweise Berichte von Behördenvertretern, Lehrern, Betreuern, Therapeuten, Ärzten, Nachbarn und Pflegeeltern bestätigt. Auch lägen Unterlagen der Sozialen Dienste, wie Gefährdungsmeldungen an die Vormundschaftsbehörde, im Recht. Zudem hätten die Beschuldigten gewisse Vorwürfe eingeräumt, aber dem jeweils anderen die Schuld gegeben. Dass die Kinder einander teilweise widersprochen hätten, etwa bei der Zuordnung der Täterschaft, tue der Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen keinen Abbruch. Die Widersprüche seien mit Abhängigkeiten und Loyalitätskonflikten sowie der Angst vor dem Beschwerdeführer plausibel erklärbar. Die Kernvorwürfe seien im Verfahren und gegenüber den vorerwähnten Aussenstehenden immer wieder Thema gewesen. Die spärlichen Angaben des Beschwerdeführers, der die Vorwürfe stereotyp bestritten, von Übergriffen der Beschwerdegegnerin 4 nichts bemerkt und eine heile Welt, ein harmonisches Familienleben habe herbeireden wollen, seien unglaubhaft. Seine Beteuerungen kontrastierten stark mit nachweislichen Gegebenheiten und Vorkommnissen im Familienleben. So ergebe sich aus Unterlagen der Schulbehörden, dass die Beschwerdegegner 3 und 5 bereits 2004 aufgrund des grossen Entwicklungsrückstandes in einer Heilpädagogischen Schule eingeschult werden mussten. Überdies sei den Behörden bereits 1996 eine Verwahrlosung und Aggressivität der Beschwerdegegnerin 3 aufgefallen. Sie habe die Abfalleimer der Schule nach Essen durchsucht und Angst geäussert, als angekündigt worden sei, ihre Mutter zu bitten, ihr ein Znüni mitzugeben. Auch, dass die (alleinige) Tochter der Beschwerdegegnerin 4 damals ebenfalls für ihr Alter mager, kleinwüchsig sowie emotional und kognitiv zurückgeblieben gewesen sei, zeige eindrücklich, dass die schönfärberische Darstellung des Familienlebens schon vor 2009 nicht den Tatsachen entspreche. Entgegen dem Einwand der Beschuldigten hätten sie die Beschwerdegegner 3 und 5 nicht übermässig belastet. Ihre Aussagen zeigten im Gegenteil teilweise eine augenscheinliche Zurückhaltung und Hemmung. Gleichwohl habe etwa der Beschwerdegegner 5 beispielsweise das regelmässige Einsperren sowie die hygienischen Verhältnisse und das Verrichten der Notdurft im Keller detailliert beschrieben. Bei weit zurückliegenden Taten sei im Übrigen, zumal angesichts der kognitiven Entwicklungsstörung der Kinder, kein allzu hoher Detaillierungsgrad und zeitliche Genauigkeit hinsichtlich der Regelmässigkeit und Daten der Deliktsbegehung zu erwarten. Es sei nachvollziehbar, dass die Beschwerdegegner 3 und 5 das Erlebte nur bruchstückhaft und zeitlich ungenau hätten schildern können. Ferner seien keine Anzeichen oder Gründe für Falschaussagen oder -bezichtigungen durch die weiteren Kinder der Beschuldigten sowie seitens der aussenstehenden Zeugen zu erkennen.