Citation: 6B_422/2024 E. 2.5.1

2.5.1. Sie hält fest, er habe an der erstinstanzlichen Verhandlung eingeräumt, dass ihm die Verfügung vom 12. Oktober 2021 zugestellt worden sei und er sie durchgelesen oder zumindest überflogen habe. Die Vorinstanz hält für unglaubhaft, dass der Beschwerdeführer das genaue Datum des Entzugs nicht richtig angeschaut habe. Sie weist darauf hin, dass die Dauer von einem Monat und das exakte Datum des Entzugs vom 10. April 2022 bis 9. Mai 2022 durch Fettdruck optisch hervorgehoben und daher leicht erkennbar seien. Hinzu komme, dass dem Beschwerdeführer der Führerausweis schon sechs Mal während unterschiedlicher Dauer entzogen worden sei und dass vier dieser Entzüge nicht vom Anfang bis zum Ende eines Kalendermonats gedauert hätten. So habe insbesondere der letzte Entzug von drei Monaten vom 4. Juli 2020 bis 3. Oktober 2020 gedauert. Vor diesem Hintergrund verwirft die Vorinstanz die Aussage des Beschwerdeführers, wonach er den Führerausweis immer vom Anfang bis Ende eines Kalendermonats habe abgeben müssen und dies so in seinem Gedächtnis gewesen sei.