Citation: 5A_318/2021 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung von Art. 310 Abs. 3 ZGB. Er bestreitet, einen klaren, gefestigten, stabilen Willen gehabt zu haben, zur Mutter zurückzukehren. Er verweist darauf, in seinen Eingaben auf seine diesbezügliche Ambivalenz mehrfach hingewiesen zu haben. Nach der Eröffnung des obergerichtlichen Entscheids sei er nach reiflicher Überlegung zum klaren Schluss gekommen, dass er auf der G.________ in den sicheren und klar strukturierten Verhältnissen der Pflegefamilie bleiben und sich nicht den Unsicherheiten und der Eigenverantwortung aussetzen wolle, die im Falle einer Rückplatzierung auf ihn zukämen. Auf diesen klaren und aktuellen Willen sei abzustellen. Der Beschwerdeführer erklärt, dass er sich weiterhin anlässlich der Besuchszeiten an Wochenenden und Ferien mit seiner eigenen Herkunft vertraut machen und seine erweiterte Familie kennenlernen könne. Mit der Rückplatzierung würde er sein gesamtes aktuelles Umfeld - Schule, Freunde, Pflegefamilie, Örtlichkeiten - verlieren; sein Leben würde einmal mehr von einem Tag auf den anderen auf den Kopf gestellt und er müsste die Hauptleistung erbringen. Die in den letzten Jahren bei der Pflegefamilie gewonnene Stabilität ausgerechnet zum Beginn der Adoleszenz mit all ihren herausfordernden Entwicklungsaufgaben aufzugeben, würde seine weitere Entwicklung ernstlich gefährden. Daher sei von einer Rückplatzierung in Anwendung von Art. 310 Abs. 3 ZGB abzusehen und der Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts der Beschwerdegegnerin 1 zu bestätigen.