Citation: 8C_428/2016 E. 3.4

3.4. Auch was der Beschwerdeführer gegen die vorinstanzliche Feststellung der Versäumnis der 90-tägigen Revisionsfrist vorbringt, ist offensichtlich unbegründet. Zum einen bestand gerade mit Blick auf den nicht nur im Verwaltungsverfahren (Art. 43 Abs. 1 ATSG), sondern auch im Verfahren vor kantonalem Versicherungsgericht geltenden Untersuchungsgrundsatz (Art. 61 lit. c ATSG; BGE 137 V 314 E. 3.2.2 S. 319 mit Hinweisen) Veranlassung, die neu entdeckte Tatsache der erstmals gestellten Diagnose einer Pseudarthrose L4/5 mit operativer Behandlungsbedürftigkeit bereits im August 2010 bei erster Gelegenheit in das erst mit Entscheid vom 16. Mai 2011 abgeschlossene kantonale Beschwerdeverfahren einzubringen. Zum anderen argumentiert der Versicherte widersprüchlich. Angeblich war es für ihn weder 2010 noch 2013 erkennbar, dass gewichtige Indizien vorlagen, welche ein Revisionsgesuch hätten erfolgreich erscheinen lassen. Gleichzeitig lag aber nach seiner eigenen Überzeugung doch bereits spätestens 2013 "ein wahrscheinliches Indiz einer neuen Tatsache vor". Fest steht, dass der Beschwerdeführer - entgegen seiner Darstellung - die neue Tatsache weder im Sommer 2010 noch im März 2013 nur im Wege eines Revisionsgesuches hätte ins Verfahren einbringen können. Vielmehr bestand in beiden Zeitpunkten nicht nur nach Massgabe der ihm obliegenden Mitwirkungspflicht (Art. 43 Abs. 3 ATSG), sondern auch im Rahmen der anwaltlichen Sorgfaltspflicht (Art. 12 lit. a BGFA) Veranlassung, die neue Tatsache als unechtes Novum raschmöglichst in einem der jeweils laufenden kantonalen Beschwerdeverfahren geltend zu machen und diesbezüglich gegebenenfalls weitere Abklärungen zu beantragen.