Citation: U 328/06 25.07.2007 E. 5.1

5.1.1 Prof. Dr. med. A._______, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie, Spital Y.________, legte im Bericht vom 31. Juli 2003 dar, die klinische Untersuchung sei weitgehend unauffällig. Es könnten keine objektiven Defizite im Sinne eines radikulären Syndroms festgestellt werden. Der Trapezius links sei relativ verhärtet und deutlich schmerzhaft auf Berührung. Die Kopfrotation nach links sei eingeschränkt, möglicherweise wegen den Schmerzen. Die Inklination und Reklination sei nicht massiv limitiert. Die Röntgenbilder zeigten eine gewisse Streckhaltung der HWS, aber keine fokalen Befunde, auch nicht im MRI. Er könne bei der Versicherten keinen strukturellen Befund an der HWS finden, der ihre Beschwerden erklären würde. Anamnestisch und vom Verlauf her habe sie klare Zeichen eines Schleudertraumas mit Konzentrationsstörungen. Er glaube nicht, dass hier ein wirbelsäulenorthopädisches Problem vorliege, das behandelt werden könne. Es handle sich um einen dieser schwierigen Verläufe im Zusammenhang mit einem Schleudertrauma. 5.1.2 Dr. med. H.________, Oberarzt Orthopädie, Spital X.________, bei dem die Versicherte am 3. Juni 2004 wegen Nacken- und Schulterschmerzen links röntgenologisch untersucht wurde, führte im Bericht vom 7. Juni 2004 unter anderem aus, es bestehe ein deutlicher Muskelhartspann im Bereich des Muskulus trapezius. Impingement und modifizierter Impingement Test seien diskret und in verschiedenen Positionen wechselnd schmerzhaft. Eine relevante Schulterpathologie könne praktisch ausgeschlossen werden. Am ehesten bestünden milde Beschwerden von Seiten der muskulären Verspannungen im Trapezius und Nackenbereich. Von Seiten der Schulter bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. 5.1.3 Im Bericht vom 11. September 2005 gab der dipl. Heilpraktiker R.________ an, er habe anfänglich einen ausgeprägten Hartspann im Schulter-/Nackenbereich, der die Ursache für die entsprechenden Symptome (starke Schulter-/Nackenschmerzen mit Ausstrahlung in beide Arme, starke Kopfschmerzen, Schwindel, begleitet mit starker Müdigkeit) gewesen sei. Heute sei der Schulter-/Nackenbereich weicher und fliessender geworden. Aber der Nacken sei auf Druck immer noch sehr schmerzempfindlich und entsprechend ausstrahlend auf Kopf (Schwindel) und Arme. 5.2 Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin ist festzuhalten, dass Verhärtungen und Verspannungen der Muskulatur, eine Druckdolenz im Nacken sowie eine Einschränkung der HWS-Beweglichkeit für sich allein nicht als klar ausgewiesenes organisches Substrat der Beschwerden qualifiziert werden können. Gleiches gilt für die HWS-Streckhaltung, zumal ihr im Rahmen des Beschwerdebildes keine erhebliche Bedeutung zukommt (E. 5.1.1. hievor; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts U 185/06 vom 27. April 2007, E. 4.2, U 41/06 vom 2. Februar 2007, E. 7.1.4, und des Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 360/05 vom 21. August 2006, E. 3.4, U 147/05 vom 8. Juni 2006, E. 4.2, sowie U 9/05 vom 3. August 2005, E. 4).