Citation: 6B_62/2024 E. 1

Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des Anklageprinzips. Die Vorinstanz habe ihn entgegen der Anklageschrift vom 9. September 2022 der fahrlässigen groben Verkehrsregelverletzung schuldig gesprochen. Sie sei davon ausgegangen, dass er an der fraglichen Stelle "aufgrund früherer Gewohnheit" beschleunigt und damit in pflichtwidriger Unvorsichtigkeit nicht darauf Rücksicht genommen habe, "ob die 30-er-Zone aufgehoben worden sei". Die Anklageschrift werfe ihm indessen Vorsatz (zumindest Eventualvorsatz) vor und umschreibe keine pflichtwidrige Unvorsichtigkeit. Aufgrund des Inhalts der Anklageschrift habe er auch nicht mit einer Verurteilung wegen pflichtwidrig unvorsichtigem Verhalten rechnen müssen.