Citation: 6B_1121/2022 E. 6

Die Kritik des Beschwerdeführers an der angefochtenen Verfügung erweist sich als unbegründet. Mit seinen Vorbringen vermischt er die Frage der Legitimation gemäss Art. 382 Abs. 1 StPO mit jener, ob und unter welchen Voraussetzungen vom in Art. 423 StPO statuierten Grundsatz der Kostentragungspflicht durch Bund oder Kanton, der das Verfahren geführt hat, abgewichen werden kann. Ersteres setzt ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung eines Entscheides - vorliegend des Kostenentscheides der Regionalen Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland - voraus. Zweiteres kann der Beschwerdeführer nur aufwerfen, insoweit er durch den fraglichen Kostenentscheid selbst in seinen eigenen Rechten unmittelbar und direkt betroffen ist, was die Vorinstanz zu Recht verneint. Mithin ist der Beschwerdeführer dadurch, dass mit der Nichtanhandnahmeverfügung vom 27. Juni 2022 die Verfahrenskosten in Anwendung von Art. 423 Abs. 1 StPO dem Kanton Bern auferlegt worden sind, offensichtlich nicht unmittelbar in seinen Rechten betroffen; auch als Staatsbürger und Steuerzahler ist er hiervon lediglich und höchstens indirekt betroffen, und zwar unabhängig von seinem steuerrechtlichen Wohnsitz. Dasselbe gilt, wenn er eine Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte geltend macht. Mithin ist nicht ersichtlich, inwiefern diese Rechte durch den staatsanwaltschaftlichen Kostenentscheid unmittelbar tangiert sein könnten. Auch aus der Anrufung gleich gelagerter Interessen anderer (beanzeigter) Personen und damit anderen Rechtssubjekten zustehender oder die Allgemeinheit betreffender Interessen kann der Beschwerdeführer in Ermangelung persönlicher Interessen keine Beschwerdelegitimation herleiten (BGE 145 IV 161 E. 3.1; 131 IV 191 E. 1.2.1). Wenn der Beschwerdeführer unter Hinweis auf Art. 42 Abs. 2 BGG schliesslich geltend macht, es handle sich bei der aufgeworfenen Thematik um eine grundsätzliche und damit vom Bundesgericht profund zu behandelnde Frage, lässt er damit einerseits ausser acht, dass die Vorinstanz seine Beschwerdeberechtigung verneint und demnach die von ihm aufgeworfene (materiellrechtliche) Frage nicht zu beantworten hatte. Damit kann diese nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens sein, dessen Anfechtungsobjekt einzig die vorinstanzliche Nichteintretensverfügung vom 18. August 2022 ist, die den Streitgegenstand auf die Eintretensfrage beschränkt (vgl. oben E. 4.1). Andererseits und zumindest sinngemäss beruft sich der Beschwerdeführer mit seiner Argumentation auf Eintretensvoraussetzungen, die u.a die Beschwerde in Zivilsachen (vgl. Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG) und die Beschwerde in gewissen öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (vgl. Art. 83 lit. f Ziff. 2 und Art. 85 Abs. 2 BGG) betreffen und für die Beschwerde in Strafsachen nicht zur Anwendung gelangen. Zusammenfassend ist nicht ersichtlich, inwiefern die vorinstanzliche Nichteintretensverfügung bundes- oder verfassungswidrig sein könnte. Diese ist samt der Art. 428 Abs. 1 StPO folgenden Kostenregelung nicht zu beanstanden.