Citation: 4A_235/2020 E. 12

12. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen." Die Beklagte widersetzte sich der Klage. B.b. Mit Beschluss vom 11. März 2020 schrieb das Handelsgericht das Verfahren in Bezug auf die Mehrheit der ursprünglichen Rechtsbegehren als zufolge Klagerückzugs erledigt ab (Beschluss Dispositiv-Ziff. 1). Zudem trat es auf die folgenden Rechtsbegehren ganz oder teilweise nicht ein (Beschluss Dispositiv-Ziff. 2) : a) Rechtsbegehren 1, soweit es 'in der vom Benutzer angewählten Sprache' betrifft, b) Rechtsbegehren 2, soweit es 'alle Tickets sind von unserer Garantie abge deckt', 'in der vom Benutzer angewählten Sprache' sowie 'für das Anbieten von Tickets zu verwenden, insbesondere im Zusammenhang mit' betrifft, c) Rechtsbegehren 5, soweit es 'in der von ihm angewählten Sprache' betrifft, d) Rechtsbegehren 6, soweit es das Vorsehen einer Rubrik 'Impressum' auf der Eingangswebseite unmittelbar nah der Angabe 'Über uns' sowie das Angeben des Firmennamens und der Kontaktadresse der Beklagten darin betrifft, e) Rechtsbegehren 8, soweit es 'etc.' und 'und [in] der vom Benutzer an gewählten Sprache' betrifft, f) Rechtsbegehren 9 g) Rechtsbegehren 11, soweit es die Ermächtigung zur Veröffentlichung einer Pressemitteilung und zur Veröffentlichung des Urteils in franzö sischer, englischer und italienischer Sprache betrifft." In Bezug auf Rechtsbegehren Ziffer 2, soweit es "offiziell" und "Offizielle A.________ Seite-A.________" betrifft, schrieb das Handelsgericht das Verfahren als gegenstandslos ab (Dispositiv-Ziff. 3). In der Sache wies das Handelsgericht die Klage mit Urteil vom 11. März 2020 ab (Dispositiv-Ziffer 1). Zudem regelte es die Kosten- und Entschädigungsfolgen (Dispositiv-Ziffern 2-4). Das Handelsgericht erwog, aufgrund des teilweisen Klagerückzugs sei die Klage teilweise als gegenstandslos geworden abzuschreiben. Weiter fehle es teilweise an der Bestimmtheit der Rechtsbegehren und am Rechtsschutzinteresse, weshalb insoweit auf die Klage nicht einzutreten bzw. sie als gegenstandslos abzuschreiben sei. In materieller Hinsicht sei es der Klägerin - der als Rechtssuchenden die Behauptungs- und Substanziierungs- sowie die Beweislast obliege - nicht gelungen, in Bezug auf die Rechtsbegehren jeweils gleichzeitig eine UWG-Verletzung und ihre Aktivlegitimation darzutun. Untaugliche Beweismittel seien nicht abzunehmen. Theoretische Ausführungen kombiniert mit unvollständigen, unsubstanziierten Behauptungen, zumeist zu Einzelfällen, genügten namentlich zur Darlegung von UWG-Verletzungen nicht. Bezüglich keinem der Rechtsbegehren könne sowohl eine UWG-Verletzung als auch die Aktivlegitimation der Klägerin bejaht werden. Folglich könne auch weder das Vollstreckungsbegehren (Rechtsbegehren 10) noch das Begehren auf Urteilspublikation (Rechtsbegehren 11) gutgeheissen werden. Soweit eine UWG-Verletzung verneint werde, könne die Frage der Aktivlegitimation offengelassen werden. Ebenso offengelassen werden könne die Frage der Passivlegitimation in Bezug auf "A.________.fr", "A.________.es", "A.________.be" und "A.________.com". Nur am Rande sei darauf hingewiesen, dass sich die klägerischen Behauptungen zumeist auf die Plattform "www.A.________.ch" bezögen; bezüglich der anderen Plattformen wäre die Klage zu weiten Teilen bereits alleine deshalb abzuweisen gewesen, weil kein (vollständiger und schlüssiger) Tatsachenvortrag vorliege.