Citation: 9C_289/2017 E. 5.4

5.4. Die Beschwerdeführerin weist zutreffend daraufhin, dass bei einander widersprechenden medizinischen Berichten das Gericht den Prozess nicht erledigen darf, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352). Entgegen der in der Beschwerde geäusserten Kritik genügt der angefochtene Entscheid diesen Vorgaben: Das kantonale Gericht hat nachvollziehbar dargelegt, weshalb es hinsichtlich der Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit auf das zeitnähere und ausführlichere Gutachten der Gutachterstelle B.________ abstellte. Soweit die Beschwerdeführerin bemängelt, das kantonale Gericht habe es unterlassen darzulegen, weshalb die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im ZMB-Gutachten vom 13. Januar 2015 nicht schlüssig sei, ist darauf hinzuweisen, dass sich im ZMB-Gutachten nur die nicht weiter begründete Angabe einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit seit November 2008 findet; bei der Stellungnahme zu fachspezifischen Vorberichten im psychiatrischen Teilgutachten wird lediglich die diagnostische Einordnung bestätigt, die unterschiedliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aber nicht diskutiert. Die Beweiswürdigung der Vorinstanz, wonach sich für die Zeit ab November 2009 gestützt auf das Gutachten der Gutachterstelle B.________ vom 24. Mai 2011 die Annahme einer Arbeitsunfähigkeit von 80 % rechtfertigt, ist demnach vertretbar und für das Bundesgericht verbindlich.