Citation: 4A_501/2021 E. 10.1.2

10.1.2. Die Höhe der Gerichtsgebühr bestimme sich nach der Gebührenverordnung des Obergerichts des Kantons Zürich vom 8. September 2010 (GebV OG; LS 211.11) und richte sich in erster Linie nach dem Streitwert (§ 2 Abs. 1 lit. a GebV OG). Es handle sich um eine umfangreiche Streitsache, die zudem keinen Inlandsbezug habe. Das Verfahren sei aufwendig gewesen und es seien von den Parteien verschiedenste Anspruchsgrundlagen vorgebracht worden. Dies rechtfertige eine Erhöhung der Grundgebühr um rund die Hälfte. In Anwendung von § 4 Abs. 1 und 2 i.V.m. § 11 GebV OG sei die Gerichtsgebühr auf Fr. 54'000.-- festzulegen. Die Kosten seien nach Obsiegen und Unterliegen zu verteilen. Dabei sei zu berücksichtigen, dass die Rückerstattung des bereits bezahlten Kaufpreises (EUR 357'001.50, Hauptklage) und die Zahlung des Restkaufpreises (EUR 387'268.50, Widerklage) sich gegenseitig ausschlössen. Diesbezüglich sei folglich lediglich der höhere Betrag der Widerklage zu berücksichtigen. Zur Bemessung des Obsiegens seien die Streitwerte zusammenzuzählen. Insgesamt obsiege die Klägerin zu rund zwei Dritteln. Somit seien die Gerichtskosten zu einem Drittel der Klägerin und zu zwei Dritteln der Beklagten aufzuerlegen.