Citation: 4A_76/2021 E. 3.1

3.1. Ziffer 2 letzter Absatz des BZG-Vertrags lautet: "Beim Austritt der Partner 1 aus der Betriebszweig- und Tierhaltegemeinschaft (in Folge Pension etc.) erhält Partner 2 das Vorrecht, den Betrieb als Pächter weiterzuführen". Die Vorinstanz übernahm die - mangels tatsächlicher Willensübereinstimmung - objektivierte Auslegung des Bezirksgerichts von Ziffer 2 des BZG-Vertrags, dass darin den Beschwerdegegnern ein durch den Austritt der Beschwerdeführer suspensiv bedingtes Optionsrecht auf die Pacht eingeräumt worden sei. Sie teilte ferner die Feststellung, dass die Beschwerdegegner mit dem Verkauf der Viehhabe am 15. August 2012 aus der Betriebszweiggemeinschaft ausgetreten seien. Die Bedingung für das Optionsrecht war demnach im Jahre 2012 eingetreten. Dennoch vermochte das Obergericht nach eingehender Prüfung keine rechtsmissbräuchliche verzögerte Geltendmachung des Optionsrechts zu erkennen. Entsprechend hiess es das Hauptbegehren gut und verpflichtete die Beschwerdeführer, den Beschwerdegegnern die betreffenden Grundstücke zu verpachten. Dabei hielt es fest, dass mit dem Schutz der Berufung hinsichtlich der Pacht der bisher gemietete Milchviehstall von der Pacht mitumfasst sei.