Citation: 9C_568/2019 E. 3.2.2

3.2.2. Was die Einschätzung von Dr. med. B.________ anbelangt, so trifft es zu, dass er in seiner an die IV-Stelle gerichteten Stellungnahme vom 13. Juni 2018 festhielt, in Bezug auf das fibromyalgieforme Schmerzsyndrom, welches in seiner Ausprägung sehr wechselhaft sei, habe sich im 2016 initial ein sehr guter Verlauf mit langsamer aber stetiger Tendenz der Besserung gezeigt, worauf sich die Klinik im 2017 wieder verschlechtert habe. Die Arbeitsfähigkeit werde "entsprechend der Klinik und daraus ableitenden Prognose eingeschätzt" und im vorliegenden Fall sei im weiteren Verlauf eine unerwartete Verschlechterung eingetreten, sodass die initiale Arbeitsfähigkeitseinschätzung habe angepasst werden müssen. Diese Beurteilung ist insoweit in Frage zu stellen, als sich aus den Akten nicht ergibt, dass es in Bezug auf das fibromyalgieforme Schmerzsyndrom infolge einer Verschlechterung der Klinik zu einer Anpassung der Arbeitsfähigkeit gekommen wäre. Wie die Vorinstanz zutreffend - und entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin auch in Auseinandersetzung mit der Stellungnahme vom 13. Juni 2018 - festgestellt hat, hat Dr. med. B.________ ab 7. März 2016 durchgehend bis 3. September 2017 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % attestiert. Gleichzeitig hat er jedoch in seinen Berichten vom 25. April 2016, 13. Juli 2016 und 17. August 2016 festgehalten, dass eine (Teil-) Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit zumutbar sei (vgl. auch Bericht vom 21. Dezember 2016). Aufgrund dieser Diskrepanz gelangte die Vorinstanz zum Ergebnis, dass auf die von Dr. med. B.________ attestierte, stets auf 100 % bezifferte Arbeitsunfähigkeit nicht abgestellt werden könne, wogegen die Beschwerdeführerin keine konkreten Einwände erhebt.