Citation: 4A_343/2015 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdeführer zeigen mit ihren Vorbringen nicht auf, inwiefern der Vorinstanz eine verfassungswidrige Anwendung der kantonalen Verfahrensbestimmungen von Art. 56 oder Art. 164 ZPO/SG vorzuwerfen wäre. Sie schliessen ihre Ausführungen zwar mit der Bemerkung, die Vorinstanz habe willkürlich gehandelt, ohne diesen Vorwurf jedoch hinreichend zu begründen (vgl. Art. 106 Abs. 2 BGG). Entsprechend ist das Vorgehen der Vorinstanz, die von einem nach kantonalem Verfahrensrecht rechtzeitig erhobenen Einwand ausging, nicht zu beanstanden. Zudem trifft die Behauptung der Beschwerdeführer, der Beschwerdegegner habe sich im vorinstanzlichen Verfahren zu keinem Zeitpunkt auf eine hypothetische Einwilligung des Patienten berufen, offensichtlich nicht zu. Wie in der Beschwerdeantwort zutreffend aufgezeigt, berief sich der Beschwerdegegner in seiner Berufungsantwort vom 16. August 2012 ausdrücklich auf den Einwand der hypothetischen Einwilligung ( "[...] dass keine alternativen Therapieoptionen bestanden [...], weshalb von einer zumindest hypothetischen Einwilligung in die Medikation auszugehen ist." ). Entsprechend ist die Rüge unbegründet, der Einwand sei nicht prozesskonform in das Berufungsverfahren eingebracht worden und habe als neue Tatsachenbehauptung nach Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht mehr berücksichtigt werden dürfen. Der Vorinstanz ist daher keine Bundesrechtsverletzung vorzuwerfen, indem sie den Einwand der hypothetischen Einwilligung im Rahmen des Berufungsverfahrens geprüft hat. Dass sie den erhobenen Einwand in Verletzung bundesrechtlicher Grundsätze als berechtigt erachtet hätte (zur hypothetischen Einwilligung BGE 133 III 121 E. 4; Urteil 4A_137/2015 vom 19. August 2015 E. 8.1 mit Hinweisen), bringen die Beschwerdeführer nicht vor.