Citation: 8C_346/2009 03.07.2009 E. 4

4.1 Die Vorinstanz hat im Wesentlichen erwogen, in der Unfallmeldung der Arbeitgeberin vom 24. September 2007 sei geschildert worden, der Beschwerdeführer habe am 27. August 2007 beim Heben von schwerem Zubehör bei der Installation einer Maschine einen stechenden Schmerz im Knie gespürt. Die Schilderung des Beschwerdeführers vom 24. September 2007 sei identisch und enthalte keinen Hinweis auf das Hängenbleiben mit dem linken Fuss oder auch nur eine Drehbewegung. Es sei nicht auszuschliessen, dass er gegenüber dem operierenden Arzt und auch in der Einsprache vom 14. Januar 2008 bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst worden sei. Deshalb komme der Einsprache nur ein verminderter Beweiswert zu. Ebenso verhalte es sich mit den ins Recht gelegten Zeugen-Auskünften. Der Zürich ist beizupflichten, wenn sie Zweifel am Beweiswert der Aussagen habe. Die "Zeugen" bestätigten, wie der Versicherte den Hergang "damals" geschildert habe. Fragwürdig sei, wieso er den Vorfall vom 27. August 2007 mehreren Personen immer in der gleichen Art und Weise geschildert haben soll, der Zürich gegenüber jedoch keine genaueren Angaben gemacht habe. Auch die pauschale Bestätigung vermöge nicht zu überzeugen. Es sei unwahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer jedem der Zeugen genau den erwähnten Sachverhalt unter Einbezug der Masse des Zubehörs und Gewichts geschildert haben soll. Die genaue Wiedergabe von Masse und Gewicht lasse eher vermuten, dass Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art Einfluss gehabt hätten. Demnach sei auf die Unfallmeldung vom 11. September 2007 und die Hergangsschilderung vom 24. September 2007 abzustellen und davon auszugehen, der Versicherte habe eine Last gehoben und dabei einen stechenden Schmerz verspürt, ohne dass sich dabei etwas Ungewöhnliches zugetragen hätte. Ungewöhnlich sei auch nicht das Heben des 35 kg schweren Zubehörs. Demnach habe beim Ereignis vom 27. August 2007 der für den Unfallbegriff vorausgesetzte ungewöhnliche äussere Faktor gefehlt. Mangels eines äusseren Faktors sei auch der Tatbestand der unfallähnlichen Körperschädigung nicht erfüllt; das Auftreten von Schmerzen im linken Knie genüge nicht für die Annahme eines äusseren Faktors. 4.2 Der Versicherte macht geltend, der korrekte Sachverhalt ergebe sich weder aus der Unfallmeldung vom 11. September 2007 noch aus der Hergangsschilderung vom 24. September 2007, sondern aus den Aussagen, die er unmittelbar nach dem Ereignis vom 27. August 2007 (d.h. vor der Unfallmeldung und der Hergangsschilderung vom 24. September 2007) gegenüber diversen Personen aus seinem direkten Arbeitsumfeld gemacht habe. Demgemäss habe die äussere Einwirkung in einem "Hängenbleiben" des linken Fusses an einem durch die aufgehobene Kiste verdeckten Elektronikwagen bestanden, was den natürlichen Ablauf der Körperbewegung programmwidrig beeinflusst habe. Die von ihm vorinstanzlich offerierten elf Zeugen bestätigten allesamt, dass er ihnen diesen Hergang des Ereignisses vom 27. August 2007 bereits unmittelbar danach geschildert habe. Indem die Vorinstanz darauf verzichtet habe, einen oder mehrere der offerierten Zeugen zu befragen, habe sie eine unzulässige antizipierte Beweiswürdigung (hiezu vgl. BGE 134 I 140 E. 5.3 S. 148; SVR 2009 UV Nr. 3 S. 9 E. 8.3 [8C_354/2007]) vorgenommen, was den Untersuchungsgrundsatz, den Gehörsanspruch (Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 42 ATSG) und das aus der Garantie eines fairen Verfahrens gemäss Art. 6 Ziff. 1 EMRK fliessende Recht auf Beweis verletze.