Citation: 9C_418/2022 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz erwägt, der mutmasslich entgangene Verdienst sei unter Berücksichtigung des mit Verfügung der IV-Stelle Basel-Stadt vom 6. Februar 2009 eingesetzten Valideneinkommens zu berechnen; anders könne es sich verhalten, wenn sich die IV-Stelle auf offensichtlich unhaltbare Kriterien gestützt hätte (vgl. BGE 143 V 434 E. 2.3). Nach den fehlerfreien Ermittlungen der IV-Stelle hätte der Beschwerdegegner zum Zeitpunkt des Rentenbeginns am 1. Dezember 2005 insgesamt ein Einkommen von Fr. 60'038.- erzielt. Per Juli 2015 sei unter Berücksichtigung der Nominallohnindex-Entwicklung ein hypothetischer Verdienst von Fr. 67'077.- gegeben resp. zusammen mit dem Anspruch auf einen 13. Monatslohn ein solcher von Fr. 67'846.-. Zur Frage, ob die Kinderzulagen von Fr. 7'200.- für die drei Kinder des Beschwerdegegners zum mutmasslich entgangenen Verdienst hinzuzurechnen sind, erwägt das kantonale Gericht, der Einbezug der Kinderzulagen beim mutmasslich entgangenen Verdienst korreliere mit der Berücksichtigung der Kinderrenten beim anrechenbaren Einkommen. Der Beschwerdegegner weise zu Recht darauf hin, dass zum Zeitpunkt, als er noch erwerbstätig gewesen sei, er die Kinderzulagen bezogen habe. Ohne den Unfall wäre er weiterhin erwerbstätig geblieben und hätte dementsprechend auch die Kinderzulagen weiterhin bezogen. Die Rechtslage zum Zeitpunkt des Unfalls im Jahr 2004 bleibe massgebend, weshalb der spätere Erlass des Familienzulagengesetzes nicht relevant sein könne. Nur die Ehefrau beziehe Kinderzulagen. Der mutmasslich entgangene Verdienst betrage gesamthaft Fr. 75'046.- (Fr. 67'846.- + Fr. 7'200.-), die Überentschädigungsgrenze liege mithin bei Fr. 67'541.- (Fr. 75'046.- x 90 %).