Citation: I 380/02 09.01.2003 E. 2

Streitig ist, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Rente hat. Zu prüfen ist zunächst, ob die vorhandenen medizinischen Akten eine Beurteilung dieser Rechtsfrage zulassen oder ob es weiterer Abklärungen des rechtserheblichen Sachverhalts bedarf. 2.1 Dem MEDAS-Gutachten vom 2. Oktober 2000 kann entnommen werden, dass die Beschwerdeführerin an einem chronischen Lumbovertebralsyndrom (mit/bei leichten degenerativen Veränderungen, Spondylolisthesis L5/S1 bei Spondylolyse beidseits, Osteochondrosen und Spondylarthrosen, leichter Wirbelsäulenfehlform, muskulärer Dysbalance und Verdacht auf ISG-Dysfunktion rechts), Angst und depressiver Störung gemischt, einem Status nach Venenthrombose des linken Beines 1995 mit postthrombotischem Syndrom und einem Status nach Operation bei Epicondylitis radialis rechts vom Januar 2000 leidet. All diese Erkrankungen haben Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Aus rein psychiatrischer Sicht wird die Arbeitsfähigkeit um 0 bis 25 % eingeschränkt beurteilt. Die Rheumatologen kommen zum Schluss, dass die angestammte Arbeit im Service nicht mehr ausgeübt werden kann. Für wechselnd sitzend und stehend auszuübende Tätigkeiten mit der Möglichkeit von Pausen und ohne Zwangspositionen und längeres Überkopfarbeiten könne von einer Arbeitsfähigkeit von 80 bis 100% ausgegangen werden. 2.2 Während die IV-Stelle in ihrer Invaliditätsschätzung von einem Mittel von 90 % in zeitlichem Umfang ausgegangen ist und einen Invaliditätsgrad von 34 % errechnete, folgert das kantonale Gericht aus dem MEDAS-Gutachten vom 2. Oktober 2000 - auf welches der Entscheid gestützt wird - es sei eine angepasste Tätigkeit im Ausmass von mindestens 80 % zumutbar, woraus sich ein Invaliditätsgrad von 36,1 % ergebe. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird insbesondere gerügt, es könne nicht auf das MEDAS-Gutachten vom 2. Oktober 2000 abgestellt werden. Die Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht sei mit 0 bis 25 % sehr vage ausgedrückt. Wichtig dabei sei der Hinweis, dass die Beschwerdeführerin behandlungsbedürftig sei. Bei der diagnostizierten Angst und depressiven Störung bei unklarer Chronifizierung hätte die empfohlene psychotherapeutische Behandlung angeordnet und deren Ergebnis abgewartet werden müssen, bevor über die Höhe der Invalidität entschieden wurde. Ebenso sei im MEDAS-Gutachten geraten worden, eine Berufsberatung durchzuführen, beides sei von der IV-Stelle nicht an die Hand genommen worden. Man habe auch das Zeugnis der behandelnden Psychiaterin, Frau Dr. med. A.________, FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 17. April 2001 nicht beachtet, welches eine volle Arbeitsunfähigkeit bestätige. Neu legt die Beschwerdeführerin ein Zeugnis von Dr. med. Z.________, Spezialarzt FMH für orthopädische Chirurgie, Klinik Y.________, vom 20. Februar 2001 auf, worin der Arzt die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung im MEDAS-Gutachten als völlig unrealistisch bezeichnet. Die IV-Stelle und die Vorinstanz hätten es unterlassen, die bis zum Verfügungszeitpunkt erlassenen weiteren Arztberichte und Behandlungen in ihre Beurteilungen miteinzubeziehen.