Citation: 6S.529/2001 18.02.2002 E. 4

4.- Die Beschwerdeführerin macht schliesslich geltend, nach dem Grundsatz der Quotenhaftung hätte ein Miteinbezug der Mitverantwortlichen von B.________ und C.________ und der Mutter des Geschädigten eine "massive Reduktion der Schadenshaftung" zur Folge haben müssen. Die Vorinstanz hätte angesichts ihres geringen Verschuldens und der Grösse des eingetretenen Schadens zudem den Reduktionsgrund von Art. 43 OR beachten müssen (Beschwerde, S. 15). Die Auferlegung einer vollen Haftungsquote verletze somit Bundesrecht. Dieser Einwand ist unbegründet. Die Vorinstanz hat überzeugend dargelegt, dass keine Herabsetzungsgründe nach Art. 44 Abs. 1 und 2 OR gegeben sind (angefochtenes Urteil, S. 23 f.). Darauf kann hier verwiesen werden. Die Beschwerdeführerin, welche über eine Privat-Haftpflichtversicherung verfügt (angefochtenes Urteil, S. 23), legt nicht dar, dass und inwiefern sie durch Leistung des Ersatzes in eine Notlage versetzt würde (Art. 44 Abs. 2 OR). Selbst wenn neben der Beschwerdeführerin noch weitere Personen wegen unterlassener Aufsicht den Schaden des Beschwerdegegners (mit-)verschuldet hätten, wäre angesichts eines gemeinsam verschuldeten Erfolges eine solidarische Haftung gegeben (Art. 50 Abs. 1 OR), die im externen Verhältnis nicht zu einer Herabsetzung der Haftungsquote führen kann (vgl. BGE 104 II 184). Schliesslich hat die Vorinstanz die Zivilforderungen des Geschädigten für die Festsetzung der Höhe des Schadenersatzes auf den Zivilweg verwiesen; es wird dannzumal am Zivilrichter liegen, das Verschulden der Beschwerdeführerin bei der Bestimmung von Art und Grösse des Ersatzes für den eingetretenen Schaden im Rahmen von Art. 43 Abs. 1 OR zu würdigen.