Citation: C 159/04 02.02.2005 E. 5

5. wenn die gesetzliche Ordnung seit der Auskunftserteilung keine Änderung erfahren hat (BGE 121 V 66 Erw. 2a mit Hinweisen; RKUV 2000 Nr. KV 126 S. 223 Erw. 2). 2.3.2 Mit Schreiben vom 16. Dezember 2002 hat das RAV dem Versicherten mitgeteilt, dass eine Mitarbeiterin der Arbeitslosenkasse (nicht des RAV) mit dem Krankentaggeldversicherer gesprochen habe, er gemäss den erhaltenen Informationen bis auf weiteres 100 % arbeitsunfähig sei und deshalb Krankentaggelder, aber keine Arbeitslosenentschädigung beziehen könne. Deshalb sei es "sinnvoll", ihn "von der Arbeitslosenversicherung abzumelden"; er könne sich "wieder anmelden", "sobald [er] wieder 50 % arbeitsfähig" sei. Es kann offen bleiben, ob das RAV eine falsche Auskunft erteilt hat und ob sich die Arbeitslosenkasse diese allenfalls anrechnen lassen müsste, denn der Versicherte hätte sich so oder so erst im März 2004 und nicht bereits unmittelbar nach Einstellung der Leistungen des Krankentaggeldversicherers im Sommer 2003 bei der Arbeitslosenversicherung (erneut) gemeldet. Der Beschwerdeführer hat nämlich erst in dem Zeitpunkt wieder Arbeitslosenentschädigung beantragt, als ihn Dr. med. L.________ mit Zeugnis vom 11. März 2004 für leichte Arbeit "voll vermittelbar" erachtet hat und - wohl zur gleichen Zeit - auf der Krankenkarte des Krankentaggeldversicherers hinsichtlich seiner früheren Einschätzung einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit präzisierte, dass sich dies nur auf die angestammte Tätigkeit als Eisenleger bezogen hatte (was sich inhaltlich mit den anderen in den Akten liegenden Arztberichten deckt). Damit war nicht die Auskunft des RAV, sondern das Zeugnis des Dr. med. L.________ der entscheidende Grund für den Zeitpunkt der Anmeldung im März 2004, d.h. der Beschwerdeführer hat sich nicht wegen der Mitteilung des RAV nicht bereits im Sommer 2003 bei der Arbeitslosenversicherung gemeldet, sondern weil er sich zu dieser Zeit immer noch als vollständig arbeitsunfähig erachtete. Auch wenn die Auskunft von Dezember 2002 falsch sein sollte, wäre die Anmeldung somit nicht früher erfolgt. Deshalb kann der Versicherte aus der behaupteten Unrichtigkeit des Schreibens des RAV von Dezember 2002 nichts zu seinen Gunsten ableiten. 2.3.3 Da zur Zeit der erneuten Anmeldung im März 2004 bereits eine Rahmenfrist für den Leistungsbezug bestand (vgl. Erw. 2.2 hievor), geht die Sache zurück an die Arbeitslosenkasse, damit sie die restlichen Voraussetzungen des Taggeldanspruches ab diesem Zeitpunkt prüfe.