Citation: 6B_1290/2020 E. 1.1

1.1. Unter anderem im Hinblick auf die Strafzumessung (unten E. 2) wehrt sich der Beschwerdeführer gegen den Schluss der Vorinstanz, es erscheine unglaubhaft, dass er von Dritten zum Betäubungsmittelhandel gezwungen worden sei. Insbesondere könne die Vorinstanz gar nicht beurteilen, ob das geltend gemachte Abarbeiten einer Geldschuld von Fr. 7'000.-- (u.a. wegen des Verlusts von Kokain im Rahmen eines früheren Strafverfahrens) in Form von wenigen Drogenlieferungen "nicht aufgehe" (dazu im Einzelnen das angefochtene Urteil, S. 8 f. E. 2.2.6). Er habe seine Notlage glaubhaft und nachvollziehbar belegt. Entgegen der Vorinstanz sei sodann der Umstand, dass er nach seiner Verhaftung B.________ bereitwillig als Hintermann bezeichnet habe, durchaus vereinbar mit dessen Drohung ihm und seiner Familie gegenüber. Er habe gehofft, nun werde auch B.________ strafrechtlich verfolgt und dieser sei alsdann nicht mehr in der Lage, ihm und seiner Familie zu drohen. Nicht nachvollziehbar sei es sodann, dass ihm die Vorinstanz entgegenhalte, er habe nach eigener Aussage B.________ freiwillig von einer Beschlagnahme von bei ihm befindlichen Betäubungsmitteln berichtet, wodurch er sich unnötig einer Gefahr ausgesetzt hätte. Auch dies spreche nicht gegen eine Gefährdung. Zu einer solchen Erklärung zum Fehlen sowohl der Drogen wie auch eines Erlöses habe es keine Alternative gegeben. B.________ habe ihn ja gerade aufgesucht, um den Ertrag aus einem Verkauf der Betäubungsmittel einzukassieren. Insgesamt schliesse die Vorinstanz willkürlich, bei seiner Angabe, er sei nur wegen der Drohungen aus Angst erneut straffällig geworden, handle es sich um eine Schutzbehauptung.