Citation: 9C_573/2023 E. 5.2

5.2. Die Beschwerdeführerin vertritt demgegenüber den Standpunkt, es liege lediglich eine im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtliche abweichende Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts vor, indem die Fachärzte die rezidivierende depressive Störung und die Persönlichkeitsstruktur des Versicherten unterschiedlich gewürdigt hätten. Das kantonale Gericht übersehe, dass seine Feststellung betreffend einen veränderten Gesundheitszustand auf der Kritik des Prof. Dr. med. B.________ an der Vorbegutachtung im Jahr 2015 beruhe. Der psychiatrische Gerichtsgutachter habe eine Veränderung nur insoweit erkannt, als der Zustand im Durchschnitt über die letzten Jahre im Vergleich zur "Momentaufnahme" von 2015 schlechter geworden sei.