Citation: 7B_692/2024 E. 2.5.2

2.5.2. Für das Bestehen einer Verkehrssicherungspflicht im vorliegenden Fall sprechen weiter die am Unfalltag trotz des formell gesperrten Schlittelwegs weiterbestandene Miet- und Transportmöglichkeit sowie der am Unfalltag (und bis im April 2018) im Internet einsehbare Werbeflyer, der eine Schlittelmöglichkeit (auch) für den unfallrelevanten Zeitpunkt von 18.45 bis 22.00 Uhr propagierte. Der Umstand, dass die erfolgte Sperrung des Schlittelwegs - nach Würdigung der Vorinstanz - für die Schlittelgruppe der Beschwerdeführerinnen hinreichend erkennbar gewesen sein soll, vermag als solcher eine Verkehrssicherungspflicht nicht zweifelsfrei auszuschliessen (vgl. Urteil 6B_1209/2020 vom 26. Oktober 2021 E. 2.5.1). Unklar bleibt zudem, ob sich die Schlittelgruppe der Beschwerdeführerinnen betreffend Sonderbetriebs- und Öffnungszeiten des Schlittelwegs am fraglichen Werbeflyer orientierte. Dies kann aufgrund der Aussagen der Teilnehmer der Schlittelgruppe nicht klar verneint werden (vgl. Untersuchungsakten B.2 Ziff. 10, B.3 Ziff. 27, B.4a Ziff. 38).