Citation: 6B_1155/2017 E. 2.8.4

2.8.4. Die Vorinstanz führt im Einzelnen aus, für die Beurteilung der Gefährlichkeit seien nicht allein das Vollzugsverhalten und die sozialen Kontakte massgebend. Vielmehr ins Gewicht falle die Unsicherheit, welche mit der fehlenden Therapie einhergehe. Es sei dadurch nicht abschätzbar, inwiefern er sich mit seinen Delikten auseinandergesetzt und deliktspezifische Vermeidungsstrategien erarbeitet habe und sich die Ausgangslage bezüglich seiner Persönlichkeitsstörung und der Alkoholproblematik verbessert hätte. Dies sei im Privatgutachten unberücksichtigt geblieben; es werde nur darauf hingewiesen, dass eine Therapie notwendig sei und ein guter Verlauf die Legalprognose verbessern könne. Dass bisher keine Therapie durchgeführt worden sei, sei auf das Misstrauen gegenüber dem PPD und der Justiz im Allgemeinen zurückzuführen (Urteil S. 15 f.). Mit den begleiteten Beziehungsurlauben werde die Verhältnismässigkeit unter Berücksichtigung der öffentlichen Interessen gewahrt. Über die Rückversetzung sei rechtskräftig entschieden; das sei nicht Verfahrensgegenstand. Bei unbegleiteten Urlauben oder offenem Vollzug bestünde die Gefahr schwerer Straftaten (Urteil S. 16). Hinsichtlich des geltend gemachten Abstandsgebots sei festzustellen, dass sich der Beschwerdeführer dazu negativ geäussert habe und eine Versetzung nicht geprüft werden konnte (Urteil S. 17). Es könne nicht angehen, wie er sich vorstelle, mit einem externen Psychiater oder Psychologen eine Therapie ohne jeden Bezug zur Frage zu machen, was die Therapie bezüglich des Massnahmenregimes zur Folge haben könnte. Der Privatgutachter sehe den Empfangsraum als positiv an, auch wenn zwei psychisch beeinträchtigte Personen zusammengefunden hätten; auch das Privatgutachten enthalte aber Hinweise, dass dies nicht unverrückbar so bleiben könnte (Urteil S. 18 mit Hinweis auf Privatgutachten S. 63). Der gutachterliche Kompromissvorschlag sei nicht genutzt worden. Allerdings stehe weder die Person des Therapeuten noch die verfolgte Therapie im Belieben des Inhaftierten. Ein gewisses Misstrauen sei aber verständlich, als er bereits mehrere unbegleitete Urlaube ohne Vorkommnisse absolviert habe und er aus von ihm nicht zu vertretenden Gründen in den Jahren 1993 und 2006 in der Vollzugsstufe zurückgestuft worden sei. Dass er die Anstalt nicht wechseln wolle, sei verständlich, da er sich inzwischen eine Stellung als Mitarbeiter erarbeitet habe und die Nähe des Wohnorts seiner Partnerin nicht missen möchte. Es liege mindestens ein besonderer Einzelfall vor, der kaum als Präjudiz für andere Fälle hinhalten könnte, wenn ihm eine Therapie im von den Gutachtern erwähnten Sinne zu ermöglichen versucht würde. Art und Form der Psychotherapie bildeten aber vorliegend nicht Streitgegenstand, weswegen darüber nicht verfügt werden könne. Ohne ernsthafte Therapie erschienen aber Vollzugslockerungen nicht als sehr wahrscheinlich. Der Beschwerdegegner (der Justizvollzug Kanton Zürich) sei daher dazu einzuladen, entsprechende Möglichkeiten zu prüfen (Urteil S. 19).