Citation: 5A_796/2013 E. 6.6

6.6. Für das unüberbaute landwirtschaftliche Grundstück Nr. 291 hat das Gerichtsgutachten einen Wert von Fr. 7.-- bis Fr. 8.-- pro m² ermittelt. Das Kantonsgericht hat die vom Notweg beanspruchte Fläche auf 629 m² festgelegt. Es ist dabei von der gutachterlichen Feststellung ausgegangen, der gesamte Notweg weise eine Länge von rund 225 m aus, was bei einer Breite von rund 3 m eine Wegrechtsfläche von insgesamt 675 m² ergebe. Davon seien die auf die Parzelle Nr. 570 entfallenden 46 m² abzuziehen (E. III/5e S. 24 f. des angefochtenen Entscheids). Die Beschwerdeführer rügen diese Feststellung teilweise zu Recht als willkürlich (S. 14 f. Rz. 28 der Beschwerdeschrift). Aus der gutachterlichen Beantwortung der Ergänzungsfragen ergibt sich zweifelsfrei, dass der gesamte Weg ab der öffentliche Strasse bis zum Wohnhaus des Beschwerdegegners 225 m lang ist, die Länge des Notwegs über die belasteten Grundstücke Nrn. 570 und 291 bis zur Grenze des Grundstücks Nr. 292 aber nur rund 130 m beträgt, wovon Wegstrecken von gut 15 m auf das Grundstück Nr. 570 und von rund 115 m auf das Grundstück Nr. 291 entfallen (act. 56 und 56/1). Nach der angewendeten Methode (E. 6.3) beträgt der Wert der vom Notweg beanspruchten Fläche auf dem Grundstück Nr. 291 rund Fr. 2'590.-- (= 115 m x 3 m x Fr. 7.50). Das Kantonsgericht hat die Beteiligung des Beschwerdegegners daran auf einen Drittel festgesetzt, weil neben ihm auch die Eigentümer der Grundstücke Nrn. 570 und 291 die Wegstrecke befahren. Die angemessene Beteiligung beträgt rund Fr. 865.-- (= 1/3 von Fr. 2'590.--) und nicht Fr. 1'570.--, die das Kantonsgericht auf falscher Grundlage errechnet hat. Wird der Zuschlag für zu entschädigende Immissionen von Fr. 180.-- hinzugerechnet, ergibt sich eine Entschädigung von insgesamt Fr. 1'045.-- statt der zuerkannten Fr. 1'750.-- (E. III/5e S. 25 des angefochtenen Entscheids). Die Beschwerdeführer erhalten somit Fr. 865.-- als angemessene Beteiligung des Beschwerdegegners am Verkehrswert der vom Notweg konkret beanspruchten Fläche sowie Fr. 885.-- als Entschädigung für die angeblichen Immissionen, die durch den seit 1988 angestiegenen Verkehr verursacht werden sollen. Inwiefern dieser Betrag als Entschädigung für den Notweg willkürlich sein soll, vermögen die Beschwerdeführer mit ihren Vorbringen nicht darzutun, abgesehen davon, dass eine Entschädigung für Immissionen aus Zusatzverkehr auf dem bestehenden Strässchen über das Grundstück Nr. 291 unter Willkürgesichtspunkten auch vollständig hätte verweigert werden dürfen (E. 1.2.3 hiervor).