Citation: 7B_552/2024 E. 4.3.2

4.3.2. Weiter zitiert der Beschwerdeführer diverse Entscheide des EGMR und listet auf, welche Verfahrensdauer dort als im Sinne von Art. 5 Ziff. 4 EMRK unangemessen qualifiziert wurden. Dieses Vorgehen ist unbehelflich, da die Frage der Angemessenheit von der Würdigung der konkreten Umstände des Einzelfalls abhängt (vgl. BGE 127 III 385 E. 3a; 117 Ia 372 E. 3a; Urteile 6B_280/2021 vom 27. Mai 2021 E. 4.2; 6B_850/2020 vom 8. Oktober 2020 E. 3.2; 6B_699/2019 vom 16. Januar 2020 E. 3.2; dazu auch oben E. 4.1). Die Vorinstanz begründet schlüssig, weshalb in der vorliegenden Konstellation keine Verletzung von Art. 5 Ziff. 4 EMRK vorliegt. Sie hält insbesondere fest, die Entscheide der Bewährungs- und Vollzugsdienste und der Sicherheitsdirektion hätten gerade die Natur der gesetzlich vorgesehenen periodischen Prüfung und die Zuständigkeit dafür betroffen. Daher kämen nicht die gleichen Voraussetzungen zum Tragen wie etwa bei einer erstmaligen Prüfung der Untersuchungshaft oder bei gänzlicher Untätigkeit der Behörden innert Jahresfrist nach Art. 64b Abs. 1 StGB. Mit diesen Erwägungen setzt sich der Beschwerdeführer nicht hinreichend auseinander. Stattdessen trägt er vor, die Schweiz scheine "noch immer nicht begriffen zu haben, dass der EGMR den Ländern de facto einen Haftrichter vorschreibt, wie er auch in der Westschweiz bekannt ist". Oder er behauptet, die Vorinstanz nehme an, "die Verweigerung der Arbeit stelle Arbeit dar".