Citation: 2C_111/2014 E. 2.2

2.2. Die Kindesanhörung ist, entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers, nicht ein Beweis, auf dessen Abnahme ihm ein uneingeschränktes Recht zukäme. Eine herausragende Bedeutung kommt bei der Beurteilung darüber, ob der beantragte Beweis abzunehmen ist, dem Kindeswohl sowohl im Sinne eines Leitgedankens (Art. 3 KRK; BGE 136 II 78 E. 4.8 S. 87) wie auch gestützt auf die unmittelbar anwendbare Bestimmung von Art. 12 KRK (BGE 124 II 361 E. 3c S. 368) zu, welche als völkerrechtliche Bestimmungen bei der Auslegung von Art. 29 Abs. 2 BV zu beachten sind (Pflicht zur Herstellung von praktischer Konkordanz mittels Ausgleich zwischen verschiedenen Grundrechtsinteressen, BGE 139 I 16 E. 4.2.2 S. 15, mit weiteren Hinweisen). Ob eine erneute Anhörung des Kindes im vorinstanzlichen Verfahren mit dem Kindeswohl vereinbar gewesen wäre, muss nicht vertieft werden. Die Vorinstanz konnte willkürfrei in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 134 I 140 E. 5.3 S. 148; 131 I 153 E. 3 S. 157) auf eine nochmalige Kindesanhörung verzichten. Der Beschwerdeführer räumt in seiner Beschwerdeschrift selbst ein, seine Beziehung zu seinem Sohn sei im Zeitpunkt der gerichtlichen Kindesanhörung am 3. April 2013 "betrübt" gewesen. Wie die Vorinstanz zutreffend ausführte, wäre selbst falls sich die familiäre Beziehung wie vom Beschwerdeführer dargestellt ein halbes Jahr später verbessert hätte, zu beachten, dass sich der Kontakt zwischen dem Beschwerdeführer und seinem Sohn unbestrittenermassen auf ein begleitetes Besuchsrecht von zwei (Halb-) tagen pro Monat beschränkt. Selbst bei zutreffender Darstellung des Beschwerdeführers wäre daraus nicht auf eine besonders enge Beziehung in affektiver Hinsicht zu schliessen (vgl. dazu unten, E. 4.3). Ihre bis anhin gelebte Beziehung können der Beschwerdeführer und sein Sohn vielmehr auch über Kurzaufenthalte aus dem Ausland und über Kommunikationsmittel aufrecht erhalten. Damit wird auf innerstaatlicher Ebene den Anforderungen der völkerrechtlichen Vorgabe von Art. 9 Abs. 3 KRK, aus welcher kein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch auf Familienzusammenführung fliesst (BGE 124 II 361 E. 3b S. 367), Rechnung getragen. Die unterlassene Anordnung einer nochmaligen gerichtlichen Anhörung des Kindes im vorinstanzlichen Verfahren verletzt damit weder Art. 29 Abs. 2 BV noch Art. 8 EMRK. Eine Verletzung von Art. 12 oder Art. 9 Abs. 3 KRK ist weder substantiiert dargetan noch ersichtlich.