Citation: 4A_163/2021 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführerin rügt, der Kreditvertrag sei nie gekündigt worden, denn eine Kreditkündigung, unabhängig vom Ausschluss als WIR-Teilnehmer, habe nie stattgefunden. Eine Kündigung des Kredits in WIR-Franken wäre aber nach den vertraglichen Bestimmungen erforderlich gewesen. Die Behauptung, dass nie eine separate Kreditkündigung ergangen sei, bringt die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht erstmals vor, was sie in ihrer Replik selbst einräumt. Die Behauptung ist daher neu und unzulässig (Art. 99 Abs. 1 BGG). Ohnehin ist dies nicht entscheidrelevant: Die Vorinstanz hat unter Hinweis auf Ziff. 2.6 der Vertragsbedingungen betreffend Kredite der WIR Bank 2009 festgehalten, dass das Kreditkapital (ungeachtet ob WIR-Franken oder Schweizer Franken) zur sofortigen Rückzahlung in bar fällig (Verfalltag) werde, "wenn die Teilnahme des Kreditnehmers [...] am WIR-Verrechnungsverkehr der Bank aus irgendeinem Grund endet". Wie bereits festgehalten (vgl. Erwägung 3.8), war der Ausschluss aus dem WIR-Verrechnungssystem rechtmässig und löste damit die automatische Kündigung des Kredits aus. Dieser Automatismus wird von der Beschwerdeführerin denn auch nicht in Zweifel gezogen, zumindest nicht rechtsgenüglich. Bei einem Ausschluss der Beschwerdeführerin aus dem WIR-Verrechnungssystem war somit auch keine eigenständige Kündigung des Kreditverhältnisses erforderlich. Die Beendigung der Teilnahme am WIR-Verrechnungssystem führt mithin automatisch, d.h. ohne Erfordernis einer Kündigung, dazu, dass das Kreditkapital zur sofortigen Rückzahlung fällig wurde, wie auch schon die Vorinstanz zutreffend erwog (oben Sachverhalt B). Der in diesem Zusammenhang erhobene Vorwurf, beide Vorinstanzen unterliessen jede Differenzierung zwischen dem Ausschluss als WIR-Teilnehmer und der Kreditkündigung, ist somit unzutreffend.