Citation: 8C_335/2019 E. 3.2.3

3.2.3. Entgegen den Darlegungen des Beschwerdeführers befasste sich das kantonale Gericht auch mit der beeinträchtigten Gehfähigkeit, die jedoch, wie soeben dargelegt, ausweislich der Akten erstmals am 21. März 2016 ärztlicherseits erwähnt wurde. Dass bereits anlässlich der Erstkonsultation beim Hausarzt oder drei Tage danach - mithin am 7. März 2016, wie geltend gemacht wird - eine entsprechende Symptomatik bestand, ergibt sich aus den unfallnahen medizinischen Akten nicht. Ergänzend kann festgehalten werden, dass der Hausarzt dementsprechend am 9. März 2016 bei der Anmeldung für die bildgebende Untersuchung am Institut für Medizinische Radiologie unter "Klinische Angaben/Fragestellung/gewünschte Untersuchungen" anmerkte: "MRI HWS nach Sturz vor 2 Wochen und unklaren Beschwerden der Arme. St. n. DH-Operation C6/7 2007, Frage nach DH Frakturen oder andere Pathologien." Mit Blick auf den zeitlichen Verlauf und die Frage, ob die zervikale Myelopathie durch den Sturz eine vorübergehende oder richtungsgebende Verschlimmerung erfahren habe, hätte, gemäss Dr. med. F.________, bedingt durch eine Schwellung/ Ödembildung im Rückenmark und den angrenzenden Strukturen, spätestens innert drei Tagen eine Verschlechterung auftreten müssen, welche er hier nicht erkenne. Ebenso führte Dr. med. E.________ in seiner Stellungnahme vom 29. Mai 2017 abschliessend aus, überwiegend wahrscheinlich handle es sich um einen Spontanverlauf einer progredienten zervikalen Myelopathie bei degenerativen HWS-Veränderungen, die zuvor langsam schleichend verlaufen sei. Der Beschwerdeführer vermag nichts vorzubringen, was diese Einschätzung der Dres. med. E.________ und F.________ in Zweifel zu ziehen vermöchte, weshalb sich die Vorinstanz darauf stützen durfte. Daran ändert schliesslich die bloss auszugsweise in der vorinstanzlichen Replik des Beschwerdeführers wiedergegebene Ansicht des Dr. med. G.________ nichts. Dr. med. F.________ legte, wie ausgeführt, überzeugend dar, dass gestützt auf die initialen Akten, entgegen der Auffassung des Dr. med. G.________, keine unmittelbar nach dem Sturz aufgetretenen neurologischen Ausfälle dokumentiert sind, die mit dem notwendigen Beweismass auf eine Rückenmarksverletzung schliessen liessen. Die Vorinstanz verletzte daher weder die Beweiswürdigungsregeln noch sonstwie Bundesrecht, wenn sie im Rahmen ihrer freien, pflichtgemässen Beweiswürdigung nicht darauf abstellte und den Auszug aus der Beurteilung des Dr. med. G.________ als ungeeignet ansah, die Stellungnahmen der Dres. med. E.________ und F.________ in Zweifel zu ziehen. Bei gegebener Aktenlage durfte die Vorinstanz in antizipierter Beweiswürdigung auf weitere Sachverhaltsabklärungen verzichten. Eine Bundesrechtswidrigkeit, namentlich eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, ist darin ebenso wenig zu sehen wie eine in medizinischer Hinsicht unrichtige oder gar willkürliche Sachverhaltsfeststellung. Damit besteht kein Anlass zur eventualiter beantragten Rückweisung zwecks Einholung eines Gerichtsgutachtens. Es bleibt bei der vorinstanzlichen Verneinung eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Stolpersturz vom 29. Februar 2016 und der in der Folge aufgetretenen Gesundheitsschädigung. Die Beschwerde ist unbegründet.