Citation: 7B_687/2024 E. 3.4

3.4. Ausgehend von diesen Begebenheiten geht die Vorinstanz von einem dringenden Tatverdacht wegen Betrugs (Art. 146 StGB) oder nachgelagert gegebenenfalls (schwerer) Geldwäscherei (Art. 305bis StGB) und mit Blick auf die Restitutionsvereitelung allenfalls auch Hehlerei (Art. 160 StGB) aus. Zur Begründung führt sie aus, es bestünden mehrere konkrete Anhaltspunkte, dass sich die Beschwerdeführerin aktiv an den betrügerischen Handlungen ihres Ehemannes beteiligt habe. So seien auf ihrem sichergestellten, abgelaufenen montenegrinischen Notpass handschriftliche Notizen festgestellt worden. Die entsprechende handschriftliche Auflistung ("105 x 1'000, 26 x 200, 28 x 100, 100 x 100, 100 x 100" usw.) lasse vermuten, sie habe über die betrügerisch eingenommenen Geldbeträge Buch geführt. Solch hohe, für "Falso Polizia"-Betrüge typische Geldbeträge, hätten denn auch im ehelichen Schlafzimmer sichergestellt werden können und die Handschrift im Pass sei mangels anderweitigen Indizien aktuell der Beschwerdeführerin zuzuordnen. Gemäss der Vorinstanz sei es sodann nicht überzeugend, wenn die Beschwerdeführerin aussage, sie habe keinerlei Kenntnis gehabt über die betrügerischen Handlungen ihres Ehemannes und die hohen Bargeldbeträge im Haus. Die Vorinstanz stützt ihre Schlussfolgerung auf mehrere Widersprüche im Aussageverhalten der Beschwerdeführerin sowie den Umstand, dass sich in der Schlafzimmerschublade, in welcher das Bargeld vorgefunden wurde, keine männliche Kleidung befunden habe und die Beschwerdeführerin in der Schublade nach eigener Aussage ihr "Gerät für die Haare" aufbewahre. Als weitere Indizien für eine Tatbeteiligung der Beschwerdeführerin nennt die Vorinstanz die in der Tiefgarage des Wohnhauses vorgefundene elektrische Geldzählmaschine, einen Softair-Revolver im Schubladenkorpus des Büros der Beschwerdeführerin sowie den Umstand, dass sie anlässlich ihrer Festnahme Fr. 2'461.85 in bar auf sich getragen habe, obwohl ihre Tageseinkünfte am Tag ihrer Festnahme aufgrund des derzeitigen Ermittlungsstands wesentlich tiefer gewesen seien.