Citation: 2A.87/2002 22.02.2002 E. 1

1.1 X.________ (geb. 1966) ist Tunesier. Am 5. September 1998 heiratete er in seiner Heimat die Italienerin Y.________, welche in der Schweiz lebt und über eine Niederlassungsbewilligung verfügt. Am 15. Januar 2000 reiste X.________ in die Schweiz ein, wo er eine Aufenthaltsbewilligung erhielt. Allerdings verliess seine Ehefrau bereits im März 2000 die gemeinsame Wohnung; der am 14. April 2000 geborene Sohn der Ehegatten wurde im anschliessenden Eheschutzverfahren unter die Obhut der Mutter gestellt. 1.2 Am 17. Januar 2001 ersuchte X.________ um Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung, was ihm das Ausländeramt des Kantons St. Gallen verweigerte (Verfügung vom 1. März 2001). Ein Rekurs an das Justiz- und Polizeidepartement des Kantons St. Gallen blieb ebenso erfolglos (Entscheid vom 19. September 2001) wie eine Beschwerde an das kantonale Verwaltungsgericht (Entscheid vom 22. Januar 2002). Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 18. Februar 2002 hat X.________ dem Bundesgericht beantragt, den angefochtenen Entscheid aufzuheben und die kantonale Fremdenpolizeibehörden anzuweisen, seine Aufenthaltsbewilligung zu verlängern. 1.3 Auf dem Gebiet der Fremdenpolizei ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde insbesondere ausgeschlossen gegen die Verweigerung von Bewilligungen, auf die das Bundesrecht keinen Anspruch einräumt (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG). Gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAG; SR 142.20) entscheidet die zuständige Behörde grundsätzlich nach freiem Ermessen über die Bewilligung des Aufenthalts, weshalb dem Betroffenen regelmässig kein Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung zukommt. Ausgenommen ist der Fall, in dem sich der Ausländer hierfür auf eine Sondernorm des Bundesrechts oder eines Staatsvertrags berufen kann (BGE 124 II 361 E. 1a S. 363 f., mit Hinweisen). So hat der Ehegatte eines Ausländers, der im Besitz der Niederlassungsbewilligung ist, gemäss Art. 17 Abs. 2 ANAG grundsätzlich Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, vorausgesetzt die Ehegatten wohnen zusammen. Nachdem der Beschwerdeführer unbestrittenermassen seit einiger Zeit nicht mehr mit seiner Ehefrau zusammenlebt, ergibt sich jedoch aus dieser Bestimmung nichts zu seinen Gunsten. Mangels einer intakten, gelebten Beziehung zu seiner Ehefrau, kann er sich insoweit auch nicht auf Art. 8 EMRK berufen (vgl. BGE 127 II 60 E. 1d/aa S. 64 f.), wobei unerheblich ist, dass das Urteil des Bezirksgerichts St. Gallen vom 7. November 2001, mit welchem die Ehegatten inzwischen geschieden worden sind, offenbar noch nicht in Rechtskraft erwachsen ist. Hingegen könnte sich für den Beschwerdeführer allenfalls im Zusammenhang mit dem Besuchsrecht, dass ihm gegenüber seinem anwesenheitsberechtigten Sohn zusteht, ein aus Art. 8 EMRK fliessender Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung ergeben, weshalb die Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorliegend zulässig ist (vgl. BGE 120 Ib 1 E. 1d S. 3). Auf die Eingabe des zu diesem Rechtsmittel legitimierten Beschwerdeführers (vgl. Art. 103 lit. a OG) ist einzutreten.