Citation: 1C_574/2023 E. 5.7

5.7. Diese Rüge ist unbegründet. Da das Wasser des Wiesenbachs bei einer Verstopfung der Eindolung unter der Raschnalstrasse bei ihrem nördlichen Eingang bei einem Hochwasserereignis zu Überschwemmungen führen und damit die dortigen Wohnbauten und das hangabwärts gelegene Mehrfamilienhaus auf der Bauparzelle gefährden könnte, hat die Gemeinde Klosters das ihr bezüglich des Hochwasserschutzes zustehende Ermessen nicht überschritten, wenn sie mit dem Gutachter vom Regelschutzziel HQ100 für Siedlungsgebiete ausging (vgl. zu diesem Schutzziel: Urteil 1C_161/2023 vom 29. Februar 2024 E. 3.2. und 3.3 mit Hinweisen). Inwiefern die Schätzung des Gutachters bezüglich der bei einem 100-jährlichen Hochwasser zu erwartenden Wassermenge unzutreffend sein soll, legen die Beschwerdeführenden mit ihrer unsubstanziierten Angabe, diese Schätzung sei ungenau, nicht dar. Dass es während der langen Verfahrensdauer nicht zu Verstopfungen kam, ist diesbezüglich nicht relevant, zumal die Beschwerdeführenden nicht geltend machen, es habe während dieser Dauer in der Gemeinde Klosters ein 100-jährliches Hochwasser gegeben.