Citation: 6B_667/2019 E. 2.2.1

2.2.1. Die Vorinstanz gelangt zum Schluss, die Behauptung des Beschwerdeführers, wonach der M.________ stets entweder das Geld oder das Bild besessen habe, treffe nicht zu. In Bezug auf den Erwerb des Gemäldes "Grablegung Christi" nimmt sie in tatsächlicher Hinsicht an, das auf dem Konto der I.________ Ltd. bei der P.________-Bank in Dubai liegende Geld des M.________s sei nie im Austausch zum besagten Gemälde oder einem reellen Gegenwert auf ein Konto der L.________ Ltd. transferiert worden. Es habe zu keiner Zeit ein Eigentumsanspruch des Trusts auf das Bild oder ein rechtlich durchsetzbarer Herausgabeanspruch bestanden. Die vom Beschwerdeführer aufgesetzten Verträge hätten lediglich dazu gedient, den Schein eines treuhänderischen Erwerbs des Gemäldes zu erwecken, hätten aber keinen ernsthaften oder auch nur halbwegs vernünftigen Hintergrund gehabt (angefochtenes Urteil S. 19 f.). So hätte mit dem vom Beschwerdeführer mit Datum vom 23. März 2010 ausgearbeiteten "Option/Sales Agreement" zwischen der I.________ Ltd. ("Buyer") und der von ihm beherrschten K.________ Ltd. ("Grantor") die I.________ Ltd. von der K.________ Ltd. gegen eine Entschädigung von EUR 4.35 Mio. das Recht erwerben sollen, das fragliche Gemälde an eine Drittpartei zum Preis von EUR 5 Mio. zu verkaufen. Die I.________ Ltd. habe mithin nie das Gemälde erworben, sondern nach dem genannten Agreement lediglich über eine Option verfügt, jenes einem Dritten für EUR 5 Mio. zu verkaufen. Der Vertrag sei seitens der K.________ Ltd. vom Beschwerdeführer und seitens der I.________ Ltd. - auf Veranlassung des Beschwerdeführers - von J.________ unterzeichnet worden, womit für den Abschluss des Agreements faktisch auf beiden Seiten der Beschwerdeführer gehandelt habe. Der Vertrag sei für die I.________ Ltd. indes wirtschaftlich sinnlos gewesen, zumal die Käuferin des Bildes, die nicht namentlich genannte S.________ S.A., eine blosse Briefkastenfirma ohne Vermögen und ohne nennenswerte aktive Geschäftstätigkeit, mithin eine leere, nicht kreditwürdige Firmenhülle gewesen sei. Zudem sei die K.________ Ltd. entgegen der Ziffer 1 des Vertrags gar nicht Eigentümerin des Bildes gewesen. Im Übrigen hätte nach den Aussagen des Beschwerdeführers faktisch nicht die S.________ S.A., sondern ein obskurer Österreicher das Gemälde kaufen sollen, hinter welchem wiederum eine unbekannte russische Käufergruppe gestanden haben solle, welche das Gemälde indes weder jemals gesehen noch begutachtet habe. In Wirklichkeit habe die I.________ Ltd. damit eine nicht eintreibbare Kaufpreisforderung erworben. Das "Option/Sales Agreement" sei daher wertlos gewesen. Eine vom Beschwerdeführer erst im Laufe des Berufungsverfahrens eingereichte, in verschiedenen Punkten von dem im Untersuchungsverfahren sichergestellten Vertragsdokument abweichende angebliche "Originalversion" des Agreements erachtete die Vorinstanz aufgrund zahlreicher Widersprüche als nicht massgeblich. Ebenfalls als wertlos würdigte die Vorinstanz das sog. "Basic Agreement" zwischen der S.________ S.A. ("Buyer") und der E.________ AG ("Seller") vom 9. Dezember 2009, zumal der Beschwerdeführer auch darin falsche Eigentumsverhältnisse betreffend das Gemälde deklariert habe und die Käuferin nicht die geringste Bonität besessen habe. Im März 2010 habe zudem festgestanden, dass die Zahlungsmodalitäten dieses Vertrages nicht eingehalten worden seien und die Zahlungsfrist längst abgelaufen gewesen sei. Schliesslich sei auch erstellt, dass der Sicherungsübereignungsvertrag zwischen der L.________ Ltd. und der I.________ Ltd. vom 23. März 2010 nie gültig abgeschlossen worden sei, weil der Beschwerdeführer, der im Namen der I.________ Ltd. unterschrieben habe, in dieser Gesellschaft weder Organstellung noch Zeichnungsberechtigung gehabt habe. Abgesehen davon sei die Sicherungsübereignung der Aktien der K.________ Ltd. an die I.________ Ltd. bzw. F.________ nie vollzogen worden. Dem M.________ habe daher zur Zeit der Überweisung seines Vermögens auf das Konto der K.________ Ltd. und hernach auf das Konto der L.________ Ltd. Ende April 2010 kein Gegenwert gegenüber gestanden. Das Gemälde habe zu diesem Zeitpunkt immer noch im Eigentum von T.________ gestanden, was der Beschwerdeführer, zumal er noch in Vertragsverhandlungen mit dieser gestanden und den Kaufvertrag erst mit Datum vom 23. Juni 2010 unterschrieben habe, auch gewusst habe (angefochtenes Urteil S. 22 ff., 42 f.). Die Vorinstanz nimmt weiter an, der Beschwerdeführer habe nie einen vernünftigen (Rechts-) Grund für die am 26. April 2010 erfolgte Überweisung des Geldes des M.________s vom Konto der K.________ Ltd. auf das Konto der L.________ Ltd. angeben können. Seine Darstellung, wonach sowohl das Gemälde als auch der Kaufpreis im Vermögen der K.________ Ltd. gestanden habe, werde durch die tatsächlichen Verhältnisse widerlegt. Aufgrund der Akten sei zweifelsfrei erstellt, dass es sich bei den überwiesenen rund EUR 4.3 Mio. nicht um den Erlös aus dem Verkauf des Bildes gehandelt habe, sondern um das Vermögen des M.________s. Ein Verkaufserlös aus dem Tizian-Gemälde sei nie erzielt worden. Die Eigentümerin T.________ habe das Gemälde erst am 23. Juni 2010 zu einem Preis von EUR 1.5 Mio. verkauft, und zwar gemäss schriftlichem Vertrag nicht der L.________ Ltd., sondern der K.________ Ltd. (angefochtenes Urteil S. 49 ff.).