Citation: 1C_623/2015 E. 4.3

4.3. In Bezug auf den projektbedingten Mehrverkehr geht das Verwaltungsgericht in seiner Prognose von täglich rund 116 Fahrten aus (vorne E. 3.4). Der Beschwerdeführer macht geltend, diese Prognose beruhe auf lückenhaften, intransparenten und unglaubhaften Angaben der Beschwerdegegnerin. Er kommt aufgrund eigener Einschätzungen und Vermutungen über die "wahren" Absichten der Beschwerdegegnerin - er geht davon aus, dass in der geplanten Halle weit mehr Arbeitsplätze entstehen sollen als von ihr angegeben, dass sie plant, den Firmensitz hierherzuverlegen und verschiedene bisher ausgelagerte Tätigkeiten hier zu konzentrieren - zu einem Mehrverkehr von mindestens 250 bis 300 Fahrten. Solche weitgehend spekulativen Einwände - soweit sie überhaupt in der Beschwerdeschrift selber erhoben werden und nicht auf unzulässigen Verweisen beruhen - sind nicht geeignet, die Einschätzung des Verwaltungsgerichts als willkürlich nachzuweisen. Nicht auszuschliessen ist selbstverständlich, dass sich die Beschwerdegegnerin als Unternehmung weiterentwickelt und die umstrittene Halle in Zukunft anders - intensiver - nutzt als sie das im Baubewilligungsverfahren deklariert hat. Allerdings wäre eine allfällige spätere Umnutzung der Halle, die nach den Befürchtungen des Beschwerdeführers zu mehr als der Verdoppelung des vom Verwaltungsgericht prognostizierten Mehrverkehrs von 116 Fahrten führt, wohl als Zweckänderung im Sinn von § 98 Abs. 1 Ziff. 3 des Baugesetzes des Kantons Thurgau vom 21. Dezember 2012 bewilligungspflichtig, sodass sich der Beschwerdeführer, falls seine Legitimation bejaht werden kann, dagegen wird zur Wehr setzen können.