Citation: I 607/03 12.02.2004 E. 4

4.1 Im Rahmen des Revisionsverfahrens führte Prof. Dr. med. U.________ am 13. Oktober 2001 aus, sein Bericht beruhe auf den ihm zur Verfügung gestellten spärlichen medizinischen Unterlagen und der ambulanten Untersuchung vom 8. Oktober 2001. Anlässlich der Untersuchung habe sich der Versicherte über eine Missempfindung im antero-lateralen Bereich des rechten Oberschenkels sowie über Schmerzen im Bereich des rechten Fusses nach längerer Beanspruchung beklagt. Von Seiten des Abdomens, des Thorax und des Beckens sei er beschwerdefrei. Alle Frakturen seien in guter Stellung sicher verheilt. Die vom Versicherten geäusserten Beschwerden bezögen sich auf das rechte Sprunggelenk bei fraglich freiem Gelenkkörper sowie auf den rechten Oberschenkel in Form einer Dysästhesie und Hyperästhesie im Bereich des Nervus cutaneus femoris lateralis. Es sei sehr unwahrscheinlich, dass sich die Arbeitsfähigkeit künftig verschlechtern werde. Dem Versicherten seien alle Arbeiten zumutbar, die nicht mit ununterbrochener Gehnotwendigkeit verbunden seien. In vorwiegend sitzender oder stehender Arbeit, z.B. als Concierge, im Empfang, im Office und in der Küche sei er zu 75 bis 100 %, als Portier zu 50 % arbeitsfähig. Er sei arbeitswillig, neige jedoch etwas zur Dramatisierung seiner Restbeschwerden. Er befürchte, dass er im Hotel, in dem seine Frau im Winter arbeiten werde, keine entsprechende leichtere Arbeit und keine Arbeitsbewilligung finde. Am 19. April 2002 teilte der Vertreter des Versicherten der IV-Stelle mit, die Expertise des Prof. Dr. med. U.________ beruhe auf unvollständiger Aktenkenntnis und setze sich nicht mit den umfangreichen medizinischen Vorakten auseinander. Weiter verlange er eine EFL, wie sie im Rahmen der rentenzusprechenden Verfügungen vom 21. August 2000 erfolgt sei. Mit Schreiben vom 18. Juli 2002 eröffnete die IV-Stelle Prof. Dr. med. U.________, im Rahmen seiner ersten Begutachtung hätten leider einige Akten gefehlt. Sie sende ihm die vollständigen Akten des Falles. Er werde vom Vertreter des Versicherten aufgefordert, die Sache neu zu begutachten und ihm die neuen Schlussfolgerungen mitzuteilen. Mit Expertiseergänzung vom 9. August 2002 gab Prof. Dr. med. U.________ an, er sei nun zusätzlich im Besitz des IMB-Gutachtens vom 25. März 1998 und der EFL der Klinik V.________ vom 13. Mai 1998. Aufgrund der Akten und seiner Untersuchung bestehe kein Zweifel, dass der Zustand des Versicherten am 8. Oktober 2001 besser gewesen sei als bei der Begutachtung vom 30. Januar 1998, bei der EFL vom 13. Mai 1998 und bei der Untersuchung durch Dr. med. Y.________ vom 16. November 1999. Der Versicherte habe am 8. Oktober 2001 kein Hinken und ein gutes Abrollen des rechten Fusses und im Röntgenbild keine wesentlichen degenerativen Veränderungen im Bereich des oberen Sprunggelenks rechts gezeigt. Radiologisch habe lediglich eine Verkalkung ventral des oberen Sprunggelenks mit fraglich freiem Gelenkkörper vorgelegen. Der Versicherte habe keine Beschwerden seitens des Abdomens, des Rückens und des Beckens angegeben. Er habe sich nur noch über Schmerzen im rechten Fuss nach längerem Gehen und über eine Dysästhesie antero-lateral am rechten Oberschenkel beklagt. Aufgrund der vollständigen Akten und der Untersuchung vom 8. Oktober 2001 dränge sich keine vom Gutachten vom 13. Oktober 2001 abweichende Beurteilung auf. Insbesondere sei zu betonen, dass die vom IMB gestellte Prognose der Entwicklung einer Arthrose im rechten oberen Sprunggelenk bis Ende 2001 nicht eingetroffen sei. Mit einer solchen müsse auch nicht gerechnet werden. Bei leichteren Arbeiten als Etagenportier, Concierge, im Office oder in der Küche oder bei vorwiegend sitzender Tätigkeit betrage die Arbeitsfähigkeit 75 bis 100 %. Die Unfallresiduen seien geringfügig. Die Arbeitsmotivation des Versicherten scheine jedoch nicht optimal zu sein. 4.2 Frau Dr. med. Q.________ führte am 2. Januar 2002 aus, als Unfallfolge bestehe eine Meralgia parästhetica am rechten Oberschenkel. Die Frakturen seien alle gut verheilt. Auch die Abdominalverletzung habe keine Residuen hinterlassen. Die Schmerzen mit minimaler Funktionseinschränkung im rechten oberen Sprunggelenk seien möglicherweise durch einen freien Gelenkkörper verursacht. Sie erachte die Einschränkung als gering, so dass bei Arbeiten im Sitzen und Stehen (z.B. im Hotel-Office, in der Hotelküche, als Concierge, als Chauffeur von Taxis und Kleinwagen) eine Arbeitsunfähigkeit von 10 % angenommen werden könne. Mit Berichten vom 4. September und 22. Oktober 2002 legte Frau Dr. med. Q.________ dar, sie zweifle nicht daran, dass Prof. Dr. med. U.________ den zweiten Teil des Gutachtens nach Einsicht in die kompletten Akten vorurteilslos verfasst habe. Sie bleibe bei ihrer Einschätzung vom 2. Januar 2002 und erachte eine weitere orthopädische Begutachtung nicht als notwendig.