Citation: 1F_36/2018 E. 2.2

2.2. Die Gesuchsteller bringen vor, das Urteil des Verwaltungsgerichts sei ihnen am 30. Mai 2018 als Einschreiben "R" zur Abholung gemeldet worden. Zu diesem Zeitpunkt und bis zum 14. Juni 2018 seien sie landesabwesend gewesen. Für die Dauer ihres Auslandaufenthaltes hätten sie für eine periodische Kontrolle der eingehenden Post gesorgt. Die damit beauftragte Person habe ihnen gemeldet, dass am 30. Mai 2018 eine gewöhnliche Einschreibesendung mit unbekanntem Absender eingetroffen sei. Sie hätten zwar den Eingang einer Gerichtsurkunde (GU) erwartet und die geeigneten Vorkehren für deren Empfang auch in ihrer Abwesenheit getroffen, aber nicht damit rechnen müssen, dass das Verwaltungsgericht sein Urteil als gewöhnliches Einschreiben und nicht als Gerichtsurkunde versenden würde. Die Zustellung des Urteils als "R = Einschreiben Inland", somit als "Nicht-GU" sei irreführend gewesen und habe daher den Fristenlauf nicht ausgelöst.