Citation: 5A_758/2020 E. 7.8.1

7.8.1. Die Behauptung der Beschwerdeführer, "die KESB L.________ habe im Beschluss vom 15. Februar 2016 eine gefälschte, offensichtlich nicht von 'N.________' stammende E-Mail verwendet, um dessen Einverständnis zum Übertritt in den Z.________ zu belegen", sei widerrechtlich persönlichkeitsverletzend, so hat das Kantonsgericht ausgeführt, und deshalb zu verbieten (E. III/5.2.2.5 S. 214 und Dispositiv-Ziff. 6.7). Die "E.________" berichteten in ihrer Ausgabe vom 18. Februar 2016 unter der Überschrift "Gefälschte E- Mail?", dass der Beschwerdegegner das Einverständnis von N.________ zum Übertritt ins Jugendheim Z.________ mit einer E-Mail zu belegen versuchte, die N.________ selbst nicht geschrieben haben wolle. Wer die E-Mail gefälscht hat, bleibt im Bericht offen, doch wird darin festgehalten, dass es sich um eine unverkennbar und für jedermann ersichtlich gefälschte E-Mail handelte, derer sich der Beschwerdegegner bedient habe. Das Kantonsgericht hat dafürgehalten, die Darstellung rücke das Verhalten des Beschwerdegegners in die Nähe des Straftatbestandes der Urkundenfälschung und sei vor diesem Hintergrund, aber auch ganz allgemein geeignet, das Behördenmitglied, das eine fürsorgerische Unterbringung bzw. Umplatzierung eines Jugendlichen mit einem offensichtlich gefälschten Einverständnis desselben begründe, im Ansehen der Mitmenschen herabzusetzen. Die Beschwerdeführer hätten die fehlende Authentizität der E-Mail nicht belegt, so dass ihre Darstellung, der Beschwerdegegner habe eine E-Mail verwendet, deren Fälschungscharakter ausser Zweifel stehe und selbst für Nicht-Kriminologen sofort erkennbar sei, nicht gerechtfertigt sei (E. III/4.1.15 S. 108 des angefochtenen Entscheids).