Citation: 8C_569/2021 E. 3.2.3

3.2.3. Der Beschwerdeführer macht schliesslich eine Alkoholabhängigkeit sowie damit zusammenhängende Verhaltensstörungen und Verhaltensexzesse geltend, die nicht hinreichend abgeklärt worden seien. Es mag zutreffen, dass der Gutachter nicht in der Lage war, den Suchtmittelgebrauch zu objektivieren und diesen diagnostisch abschliessend einzuordnen (Alkoholmissbrauch bzw. -abhängigkeit), dies insbesondere mit Blick auf die widersprüchlichen Angaben des Beschwerdeführers bei der neuropsychologischen und psychiatrischen Begutachtung (kein Konsum von Alkohol und anderer Drogen vs. seit zwei Jahren konsumiere er eine Harasse Bier täglich) sowie der nicht mitgebrachten Laborwerte. So oder anders war der medizinische Experte aber im Stande, die psychopathologischen Befunde in Abgrenzung zur präsentierten Aggravation bei im Vordergrund stehender Persönlichkeitsstörung schlüssig einzuschätzen. Denn die bestehenden Einschränkungen und erhaltenen Fähigkeiten konnte er auch anhand der beschriebenen Lebensführung (Freundin, Flugreisen in die Heimat), der angegebenen Umbautätigkeiten, der Erkenntnisse der Hausdurchsuchung vom 2. April 2017 sowie der polizeilichen Einvernahmen des Beschwerdeführers vom 3. April und 14. Juni 2017 verifizieren. Damit ist das Gutachten für die hier interessierenden Belange umfassend und es besteht kein Grund für weitere Abklärungen. Die vorinstanzliche Schlussfolgerung, es gebe keine Anhaltspunkte für eine gravierende Störung, welche eine massgebliche Beeinträchtigung bewirke, verletzt deshalb kein Bundesrecht.