Citation: U 517/06 09.10.2007 E. A

Die 1961 geborene K.________ arbeitete als Büroangestellte in einem 50%-Pensum bei der Firma U.________ AG in X.________ und war bei den Winterthur Versicherungen (nachfolgend: Winterthur) für die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 10. März 2003 wurde sie als Beifahrerin auf dem Hintersitz in einen Verkehrsunfall verwickelt, als ein vortrittsbelasteter Mofafahrer in die rechte Seite des Autos prallte und dessen Fahrer eine Vollbremsung einleitete. K.________ begab sich nach dem Unfall selbstständig zum nächsten Arzt. Dieser diagnostizierte eine leichte Dolenz der Dornfortsätze der HWS und der BWS ohne sensomotorische Ausfälle, aber mit einer vegetativen Reaktion in Form von kalter Haut am rechten Vorderarm. Dr. med. R.________ stellte die Diagnose eines Beschleunigungstraumas der HWS mit vegetativer passagerer Reaktion des rechten Vorderarmes und vorordnete neben Schmerzmitteln einen Schanz'schen Kragen. Aufgrund der röntgenologischen Untersuchungen konnten ossäre Läsionen ausgeschlossen werden. Die Winterthur richtete Taggelder aus und kam für die Heilbehandlung auf. In der Folge berichtete der Hausarzt der Versicherten über zunehmende neuropsychologische Störungen wie Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Gedankenabrisse und weiteres. Vom 14. Oktober bis 6. November 2003 weilte die Versicherte in der Rehaklinik Y.________. Dort stellte man die Diagnosen eines Status nach Verkehrsunfall (Seitkollision) bei HWS-Distorsion mit persistierenden Zervikozephalgien rechts, persistierenden Kribbelparästhesien am rechten Arm, vegetativer Dysregulation in Form von schlechtem Schlaf, verstärkter Müdigkeit und schlechter Darmmotilität und leichten neuropsychologischen Funktionsstörungen. Die Winterthur erstellte ein unfallanalytisches Gutachten (datiert vom 16. Januar 2004) und liess beim Vorstand des Institutes für gerichtliche Medizin in Graz, Prof. Dr. Leinzinger, ein fachorthopädisches Gutachten erstellten. Dieser kam auf Grund der Akten, insbesondere der erwähnten Unfallanalyse der Winterthur zur Überzeugung, aus verkehrsmedizinischer Sicht sei eine Verletzungsmöglichkeit auszuschliessen, weshalb die Beschwerden der Versicherten nur psychosomatischer Natur sein könnten. Die Winterthur gab in der Folge eine polydisziplinäre Begutachtung bei der MEDAS St. Gallen in Auftrag, stornierte diesen aber unter anderem nach Intervention des Anwalts der Versicherten in Bezug auf die Gutachterfragen und Zweifel über die zeitliche Verfügbarkeit des Begutachtungsinstitutes wieder. Nach Konsultation verschiedener Vertrauensärzte teilte die Unfallversicherung der K.________ in ihrer Verfügung vom 12. Juli 2004 mit, sie erbringe ab 1. Juni 2004 keine Leistungen mehr, da es bei den fortdauernden Beschwerden sowohl am natürlichen, als auch am adäquaten Kausalzusammenhang mit dem versicherten Ereignis fehle. Daran hielt die Winterthur auch auf Einsprache hin, in welcher insbesondere auch das Einholen eines interdisziplinären Gutachtens gefordert wurde, mit Entscheid vom 1. März 2005 fest.