Citation: 7B.97/2005 29.07.2005 E. A

Am 2. September 2004 stellte der Vertreter von Y.________ ein Betreibungsbegehren gegen die Stiftung X.________. Er schrieb im Begehren, die Betreibung erfolge zwecks Unterbrechung der Verjährungsfrist, und er habe die Betreibungsschuldnerin gebeten, ihm einen Verjährungsverzicht zukommen zu lassen. Er bitte deshalb, mit der Zustellung des Zahlungsbefehls bis zur Bezahlung des Kostenvorschusses zuzuwarten. Das Betreibungsamt forderte den Betreibungsgläubiger zweimal zur Leistung des Kostenvorschusses auf. Am 21. Oktober 2004 wurde der Kostenvorschuss bezahlt. Mit Telefonaten vom 20. September, 19. Oktober, 10. Dezember und 14. Dezember 2004 wurde die zuständige Mitarbeiterin des Betreibungsamts vom Vertreter des Betreibungsgläubigers ersucht, mit der Zustellung des Zahlungsbefehls zuzuwarten, was per Telefax vom 15. Dezember 2004 bestätigt wurde. Am 21. Januar 2005 schrieb das Betreibungsamt dem Vertreter des Betreibungsgläubigers, es werde den Zahlungsbefehl erlassen, falls er die Betreibung nicht binnen 10 Tagen zurückziehe. In der Folge kam es nicht zum Rückzug, worauf am 8. Februar 2005 der Zahlungsbefehl 1 erstellt und versendet wurde. Auf dem am 8. Februar 2005 erstellten Zahlungsbefehl war die Schuldnerbezeichnung Stiftung X.________ korrekt angegeben. Aufgrund eines Irrtums (verursacht durch den "Zentralen Mutations-Dienst" der ZID) wurde aber ein falsches Zustelldomizil angegeben: Statt X.________ Schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft, die X.________ Holding (Genossenschaft). Zudem war die eigentliche Schuldnerbezeichnung mit der Zustelladresse lose überklebt. Dies führte dazu, dass sich die X.________ Holding (Genossenschaft) als Betreibungsschuldnerin auffasste. Nach verschiedenen Telefonaten und Korrespondenzen verfügte der Vorsteher des Betreibungsamts am 23. Februar 2005, dass der ergangene Zahlungsbefehl der Klarheit halber aufgehoben und der Stiftung X.________ ein neuer zugestellt werde. Da in dieser Zeit beim Betreibungsamt die Umstellung der gesamten Software begonnen hatte, wurde der neue Zahlungsbefehl am 6. April 2005 unter Nummer ... erstellt und am 8. April 2005 der Betreibungsschuldnerin zugestellt.