Citation: 8C_244/2022 E. 4.2

4.2. Das kantonale Gericht prüfte sodann, ob die Einsprache vom 18. Januar 2021 den inhaltlichen Anforderungen von Art. 10 Abs. 1 ATSG genügte. Es erwog, die rechtskundige Beschwerdeführerin habe beantragt, es seien ihr die gesetzlichen Leistungen zu erbringen, womit ein materielles Rechtsbegehren vorliege. Sie habe zudem vorgetragen, dass ihrer Ansicht nach zwischen dem Unfallereignis vom 20. April 2019 und den Fussbeschwerden ein Kausalzusammenhang bestehe. Damit sei auch eine kurze Begründung vorhanden. Allerdings habe die damalige Rechtsvertreterin die Rechtmässigkeit der Verfügung noch nicht prüfen können, weshalb sie die Einsprache ausdrücklich lediglich als vorsorglich bezeichnet und diese zwecks Wahrung der Rechtsmittelfrist erhoben habe. Die Einsprache habe demnach unter dem Vorbehalt gestanden, dass auch die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin die Verfügung als nicht rechtens betrachten würde. Aus diesem Grund habe sie denn auch das Gesuch um Ansetzung einer Frist zu ergänzenden Begründung gestellt. Unter diesen Umständen könne nicht von einem klaren Einsprachewillen gesprochen worden. Die Einsprache vom 18. Januar 2021 könne demnach nicht als rechtsgenüglich qualifiziert werden.