Citation: 8C_84/2014 E. 5.1

5.1. Noch vor den beiden in E. 3.2 hievor genannten Urteilen des Eidgenössischen Versicherungsgerichts resp. der späteren I. sozialrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts hat die II. öffentlichrechtliche Abteilung im Urteil 2A.178/1996 vom 9. September 1996 einen auf Nichteintreten wegen Fristversäumnis lautenden Entscheid der Eidgenössischen Steuerrekurskommission geschützt, welcher eine Beschwerde gegen einen bereits am 10. Oktober 1995 ergangenen und versandten, fälschlicherweise aber mit dem Datum des 11. Oktober 1995 versehenen Einspracheentscheid betraf. Dies geschah, weil die dortige Rechtsvertretung das tatsächliche Zustelldatum des angefochtenen, vom 11. Oktober 1995 datierenden und am selben Tag auch zugestellten Einspracheentscheids nicht nur - wie hier - leicht in Erfahrung hätte bringen können, sondern sich dessen Kenntnis sogar anrechnen lassen musste, nachdem der Entscheid seinerzeit in seiner Anwaltskanzlei in Empfang genommen worden war. An diesem Ergebnis änderte unter diesen Umständen nichts, dass das Bundesgericht im damaligen Urteil noch ausdrücklich festgehalten hatte, dass die falsche Datierung des Entscheids um einen Tag an sich geeignet sei, beim Empfänger einen Irrtum über das Zustelldatum herbeizuführen, wenn er einzig auf das Entscheiddatum achtet, und nicht weiter prüft, wann ihm der Entscheid eröffnet worden ist; der Bürger könne grundsätzlich darauf bauen, dass die Behörde sorgfältig arbeite, und müsse demnach nicht damit rechnen, dass ein Entscheid falsch datiert sei.