Citation: 1C_900/2013 E. 2.1

2.1. Zum Schutz des Dorfs vor Hochwasser sei geplant, am Oberlauf des Dorfbachs, ca. 1 km oberhalb des umstrittenen Strassenprojekts, einen Geschiebesammler zu erstellen. Zudem müsse der gesamte, ca. 98 m lange eingedolte Teil des Dorfbachs saniert werden, weil er einen Engpass im Abfluss des Bachs darstelle. Diese Sanierung sei aus nicht nachvollziehbaren Gründen in zwei Verfahren aufgeteilt worden: ein Teil sei mit dem Strassenprojekt verknüpft worden und die restliche, nur ca. 40 m lange Bachstrecke sei Teil eines gesonderten Wasserbauprojekts. Nach Auffassung der Beschwerdeführerin 1 besteht ein enger räumlicher und gewässertechnischer Zusammenhang (Schutz vor Hochwassergefahr) zwischen allen drei Projekten. Mindestens aber hätten die beiden Sanierungsprojekte für den eingedolten Teil des Dorfbachs miteinander koordiniert worden müssen, um eine optimale Linienführung ohne Kurven und Versätze realisieren zu können. Dadurch hätten grössere Gewässerabstände erreicht und vermieden werden können, dass die Grundstücke der Beschwerdeführerin 1 zweimal hintereinander durch eine Baustelle beeinträchtigt werden. Im Situationsplan zum Vorprojekt der Planung der Kantonsstrasse 2008 sei noch der gesamte Bachlauf eingezeichnet gewesen. Die Beschwerdeführerin vermutet, dass das Verfahren nur deshalb aufgeteilt worden sei, damit der Kanton die Kosten für den Bachausbau ausserhalb des Kreisels auf die Grundeigentümer überwälzen könne; dies sei willkürlich. Die Beschwerdeführerin 1 rügt in diesem Zusammenhang eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, weil das Kantonsgericht es unterlassen habe, die weiteren Projektunterlagen zum Sanierungsprojekt Durchlass Dorfbach Zentrum zu edieren.