Citation: 8C_583/2019 E. 3

Streitig und zu prüfen ist, ob das kantonale Gericht Bundesrecht verletzte, indem es - der Suva folgend - deren Leistungspflicht ab 8. Dezember 2017 verneinte. Es erwog im Wesentlichen, die Aktenbeurteilung des Kreisarztes Dr. med. D.________, Arzt für Allgemeinmedizin, vom 29. Mai 2018 sei überzeugend, weshalb darauf abgestellt werden könne. Er habe plausibel begründet, dass - unabhängig vom konkreten Ablauf des Sturzes von 15. Mai 2017 - der daraus folgende und hier massgebende Unfallmechanismus generell nicht geeignet sei, eine Rotatorenmanschettenruptur zu verursachen. Damit habe sich Dr. med. C.________ am 9. Juli 2018 nicht auseinandergesetzt. Zudem habe Dr. med. D.________ nachvollziehbar festgestellt, die Bildgebung habe deutliche degenerative Veränderungen der rechten Schulter gezeigt, wobei er sich auf eine fachradiologische Stellungnahme des Dr. med. E.________, Röntgeninstitut Aarau, vom 29. Mai 2018 gestützt habe. Dieser habe zudem entgegen Dr. med. C.________ einen knöchernen Ausriss und mangels einer hierfür typischen Delle eine Hill-Sachs-Läsion verneint. Der von Dr. med. C.________ angeführte Befund sei von den Dres. med. D.________ und E.________ einleuchtend als zystische degenerative Veränderungen interpretiert worden. Dr. med. C.________ habe sich mit der Bildgebung und den darauf basierenden Beurteilungen der Dres. med. D.________ und E.________ nicht auseinandergesetzt. Seine Argumentation laufe auf einen unzulässigen "post hoc ergo propter hoc Schluss" (zu deutsch: danach, also deswegen) hinaus. Zudem habe Dr. med. D.________ nachvollziehbar darauf hingewiesen, dass die initial rasche Beschwerdeabnahme für eine blosse Kontusion mit vorübergehenden Beschwerden spreche. Der Hausarzt Prof. Dr. med. F.________, Allgemeinmedizin/Kardiologie, habe die Behandlung denn auch am 18. Mai 2017, mithin nur drei Tage nach dem Unfall, abschliessen können und sei vom Versicherten erst wieder im Juli 2017 wegen Schulterbeschwerden konsultiert worden. Nach dem Gesagten bestünden keine auch nur geringen Zweifel an der Beurteilung des Dr. med. D.________ vom 29. Mai 2018. Gestützt hierauf sei davon auszugehen, dass hinsichtlich der Schulterbeschwerden der status quo sine vel ante spätestens am 8. Dezember 2017 erreicht gewesen sei, weshalb die Suva danach und somit auch für die Schulteroperation vom 13. Dezember 2017 nicht mehr leistungspflichtig gewesen sei.