Citation: 6B_335/2020 E. 3.2.3

3.2.3. Anders als bezüglich des SpoFöG hätten die Observationsergebnisse den Tatverdacht bezüglich einer qualifizierten Widerhandlung gegen Art. 86 Abs. 2 und Art. 87 Abs. 2 HMG nicht begründen können. Das ändere nichts daran, dass die Staatsanwaltschaft aufgrund von vor der Observation gewonnenen Erkenntnissen (Urteil S. 13 zu den Angaben der "Vertrauensperson") auch diesbezüglich zu Recht ein Vorverfahren eröffnet habe. Ausserdem sei der EZV im März 2013 von der Kantonspolizei Bern zur Kenntnis gebracht worden, dass sie ein illegales Untergrundlabor ausgehoben habe, welches Konkurrenzprodukte zum Untergrundlabor X.________ hätte herstellen sollen; der Beschwerdeführer sei als die mit "Doc" bezeichnete verantwortliche Person identifiziert worden, die nach Thailand ausgewandert sei und regelmässig für längere Aufenthalte einreise. Daher sei dessen Observation bei seiner nächsten Einreise per 30. April 2013 angeordnet worden. Die Staatsanwaltschaft habe - vor der Anordnung der Observation - anhand der Aussagen von E.________ in dessen Strafverfahren per Ende 2012 bzw. Anfang 2013 dahingehende Informationen erhalten, dass die Produkte des Labels "X.________" in einem vom Beschwerdeführer betriebenen Labor produziert würden. Es habe daher ein hinreichender Tatverdacht gegen den Beschwerdeführer hinsichtlich des SpoFöG wie des HMG bestanden (Urteil S. 14 f.).