Citation: 6B_634/2016 E. 2.6

2.6. Der Beschwerdeführer beanstandet, dass die Vorinstanz im Rahmen der Tatkomponente bei der groben Verkehrsregelverletzung erneut zu seinen Lasten berücksichtige, dass er alkoholisiert gewesen sei. Diese doppelte Berücksichtigung verstosse gegen Bundesrecht. Auch bezüglich der Verkehrsregelverletzung sei lediglich von einem leichten bis mittelschweren Verschulden auszugehen. Der Beschwerdeführer rügt damit eine Verletzung des Doppelverwertungsverbots. Dieses besagt, dass Umstände, die zur Anwendung eines höheren oder tieferen Strafrahmens (z.B. eines qualifizierten oder privilegierten Tatbestandes) führen, innerhalb des geänderten Strafrahmens nicht noch einmal als Straferhöhungs- oder Strafminderungsgrund berücksichtigt werden dürfen, weil dem Täter sonst der gleiche Umstand zweimal zur Last gelegt oder zugute gehalten würde (BGE 118 IV 342 E. 2b; siehe auch BGE 141 IV 61 E. 6.1.3). Der Einwand des Beschwerdeführers geht insofern fehl, als dass kein Fall im Sinne der obigen Definition vorliegt. Vielmehr musste die Vorinstanz vorliegend das Tatverschulden für zwei unterschiedliche Delikte beurteilen und jeweils eine Strafe festlegen. Es spricht nichts dagegen, bei beiden Delikten im Rahmen der Prüfung der Tatkomponente dieselben Tatumstände in die Beurteilung miteinzubeziehen. Der Einwand erweist sich damit als unbegründet. Selbst wenn man zum gegenteiligen Schluss gelangen würde, würde dies allein nicht in jedem Fall zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids führen, da bei der Strafzumessung jeweils im Sinne einer Gesamtbetrachtung zu prüfen ist, ob die ausgesprochene Strafe im Ergebnis das sachrichterliche Ermessen überschreitet (vgl. dazu E. 2.8).