Citation: 6B_1093/2022 E. B

B.a. Am 23. Februar 2022 reichte die Ehefrau von A.________ dem Obergericht des Kantons Zürich unter Beilage eines Arbeitsunfähigkeitszeugnisses ein Schreiben ein. Darin teilte sie mit, dass ihr Ehemann seit Längerem krank und einstweilen bis zum 25. Februar 2022 zu 100 % arbeitsunfähig sei. Mit Eingabe vom 21. März 2022 (erneut unter Beilage eines Arbeitsunfähigkeitszeugnisses) legte A.________ dar, er sei nun wieder zu 20 % arbeitsfähig. Dies reiche jedoch nicht aus, um die Berufungserklärung auszuarbeiten. B.b. Am 3. Mai 2022 stellte A.________ beim Obergericht des Kantons Zürich ein Gesuch für die Wiederherstellung der Frist. Der Säumnisgrund sei am 19. April 2022 weggefallen. Zur Begründung des Gesuchs brachte er zusammengefasst vor, aufgrund gesundheitlicher Beschwerden habe er die Berufungserklärung erst ab dem 19. April 2022 verfassen können. Am 5. Mai 2022 reichte A.________ u.a. ein "rektifiziertes" Arztzeugnis (welches dasjenige vom 5. April 2022 ersetze) ein. B.c. Die Berufungserklärung von A.________ ging beim Obergericht des Kantons Zürich am 19. Mai 2022 ein.