Citation: 6B_422/2024 E. 2.2

2.2. Vorliegend warf die Staatsanwaltschaft dem Beschwerdeführer im zur Anklage erhobenen Strafbefehl nur vor, er habe vorsätzlich gehandelt. Entsprechend verweist die Vorinstanz auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach klar sein muss, ob der beschuldigten Person Vorsatz oder Fahrlässigkeit vorgeworfen wird, weil dies Auswirkungen auf die Verteidigungsstrategie haben kann (vgl. Urteile 6B_638/2019 vom 17. Oktober 2019 E. 1.4.2 mit Hinweisen auf Rechtsprechung und Lehre; 6B_870/2018 vom 29. April 2019 E. 2.3). Sie hält fest, dass eine Verurteilung wegen Fahrlässigkeit ausgeschlossen ist, weil die Staatsanwaltschaft es unterlassen habe, dem Beschwerdeführer eine fahrlässige Tatbegehung vorzuwerfen und in der Anklage die entsprechenden Umstände anzuführen (vgl. dazu auch BGE 149 IV 42 E. 3; 148 IV 124 E. 2.6.7).