Citation: H 135/06 10.08.2007 E. 4

Streitig und zu prüfen ist, ob der angefochtene Entscheid - wie bereits der mit Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts H 80/05 vom 31. August 2005 aufgehobene Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 5. April 2005 - auf einer bundesrechtswidrigen Sachverhaltsfeststellung und Beweiswürdigung beruht (E. 3.2 und 3.3. hievor). 4.1 Das Eidgenössische Versicherungsgericht hob den ersten in dieser Sache ergangenen Gerichtsentscheid vom 5. April 2005 mit der Begründung auf, der für die Beurteilung der umstrittenen Organhaftung nach Art. 52 AHVG massgebende Sachverhalt sei unvollständig abgeklärt worden. So habe die Vorinstanz ihren Entscheid gefällt, ohne dass die relevanten Akten - namentlich die Firmenakten der X.________ GmbH, ferner Belege für Rechnungsstellungen der Ausgleichskasse und eine detaillierte Beitragsübersicht derselben sowie amtliche Unterlagen zum aktenmässig nicht verlässlich dokumentierten, schadenersatzrechtlich indessen relevanten Zeitpunkt der Einstellung des Konkursverfahrens mangels Aktiven bzw. deren Publikation im Amtsblatt - in den Akten lagen. Nachdem der schadenersatzrechtlich Belangte zuvor wiederholt klar und unmissverständlich betont hatte, die Firmenunterlagen zur Überprüfung der von ihm bestrittenen Forderung der Ausgleichskasse seien nicht bei ihm, sondern müssten sich beim Konkursamt Y.________ respektive beim Bezirksgericht befinden, wäre es nach Auffassung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts Sache der Vorinstanz gewesen, die nötigen Abklärungen zum Verbleib der betreffenden Belege zu treffen respektive um deren Edition zu ersuchen. In seinem Urteil vom 31. August 2005 wies es das kantonale Gericht daher an, das Versäumte nachzuholen und hernach über die Beschwerde vom 24. September 2004 neu zu entscheiden. 4.2 Im Nachgang zum Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts H 80/05 vom 31. August 2005 kontaktierte die Vorinstanz nach eigenen Angaben am 14. Februar 2006 das Konkursamt des Bezirkes Y.________, welches mitgeteilt habe, aktuell über keine Firmenunterlagen der X.________ GmbH zu verfügen; diese müssten sich beim aufbewahrungspflichtigen Gesellschafter und Geschäftsführer befinden. In der Folge verpflichtete das kantonale Gericht den Beschwerdeführer mit Präsidialverfügiung vom 15. Februar 2006, "sämtliche für dieses Schadenersatzverfahren relevanten Firmenakten, insbesondere Lohnabrechnungen, Rechnungsstellungen, detaillierte Beitragsübersicht der Ausgleichskasse, amtliche Unterlagen über den schadenersatzrechtlich erheblichen Zeitpunkt der Einstellung des Konkursverfahrens mangels Akten bzw. deren Publikation im Amtsblatt, dem Gericht noch einzureichen"; für den Fall, dass die Beschwerdegegnerin im Besitze der erwähnten (oder anderer relevanter) Firmenunterlagen (Kopien) sei, verpflichtete die Vorinstanz die Ausgleichskasse mit derselben Verfügung zur Edition. Nachdem diese Beweismassnahmen erfolglos geblieben waren, verzichtete die Vorinstanz auf Weiterungen und fällte den angefochtenen - die Beschwerde vom 24. September 2004 gutheissenden - Entscheid vom 13. Juni 2006. 4.3 Entgegen dem Standpunkt der Beschwerdeführerin ist die Vorinstanz mit den getätigten Beweisvorkehren ihren Abklärungspflichten gemäss Art. 61 lit. c ATSG (Untersuchungsgrundsatz) und § 22 in Verbindung mit § 43 der Verordnung über die Rechtspflege in Sozialversicherungssachen (SAR 271.131) und den konkreten Vorgaben des Eidgenössischen Versicherungsgerichts gemäss Urteil vom 31. August 2005 hinreichend nachgekommen. Mit den zwischenzeitlich getätigten vorinstanzlichen Abklärungen ist nunmehr rechtsgenüglich erstellt, dass die in diesem Schadenersatzprozess relevanten schriftlichen Akten dem Gericht nicht verfügbar gemacht werden können. Anlass zur Annahme, dass der Beschwerdegegner den aktuellen Besitz massgebender Firmenunterlagen und sonstiger rechtserheblicher Akten unterschlägt oder diese böswillig vernichtet hat, besteht nicht, hat er doch bereits vor Einleitung des Einspracheverfahrens konsequent und glaubwürdig dargetan, dass sich die für die Beurteilung der Schadenersatzforderung bedeutsamen Firmenbelege (insbesondere Lohnbuchhaltung) beim Konkursamt bzw. Bezirksgericht Y.________ befänden respektive dort befinden müssten. Entgegen dem Einwand der Ausgleichskasse durfte das kantonale Gericht daher ohne Willkür (Art. 9 BV) und ohne Verletzung bundesrechtlicher Beweisgrundsätze (E. 3.2 hievor) davon ausgehen, dass ein Augenschein beim schadenersatzrechtlich Belangten keine neuen Erkenntnisse zutage fördern würde. Weiter war vorinstanzlich entgegen den Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde auch von einer Zeugeneinvernahme der vor der Konkurseröffnung bei der X.________ GmbH beschäftigt gewesenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kein beweisrechtlich ausreichendes Ergebnis in allen rechtserheblichen Punkten zu erwarten gewesen. Zusätzliche Vorkehren, aufgrund welcher sich der massgebende Sachverhalt zuverlässig hätte ermitteln lassen, werden von der Beschwerdeführerin keine genannt und sind auch nicht ersichtlich. Vor diesem Hintergrund, aber namentlich auch mit Blick auf die bereits in E. 2.3.1 des Urteils des Eidgenössischen Versicherungsgerichts H 80/05 vom 31. August 2005 dargelegte, dem Untersuchungsgrundsatz Grenzen setzende Substantiierungspflicht der Ausgleichskasse war es nicht an der Vorinstanz, nebst der - erfolglosen - Anforderung der rechtserheblichen Akten beim Konkursamt Y.________ und bei den Parteien noch zusätzliche Nachforschungen zu tätigen (vgl. Urteile des Eidgenössischen Versicherungsgerichts H 326/03 vom 31. August 2004 [E. 3.1], H 296/03 vom 11. Mai 2004 [E. 4.1], H 295/01 vom 20. August 2002 [E. 4.3], H 81/02 vom 10. Juli 2002 [E. 4b], H 256/01 vom 6. Mai 2002 [E. 4a], H 438/00 vom 13. Februar 2002 [E. 3b] und H 301/00 vom 13. Februar 2002 [E. 2d]). 4.4 Hat das kantonale Gericht die ihm möglichen und - unter Berücksichtigung der den Parteien obliegenden Substantiierungspflichten - zumutbaren Abklärungspflichten nunmehr erfüllt und vermag die Ausgleichskasse ihrerseits keine weiteren Akten beizubringen, welche Grund und Höhe der nach wie vor allein auf der im Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts H 80/05 vom 31. August 2005 für unzureichend befundenen Aktenlage beruhenden Schadenersatzforderung in der Höhe von Fr. 15'381.55 nachträglich rechtsgenüglich zu untermauern vermöchten, ist diesbezüglich Beweislosigkeit anzunehmen. Deren Folgen hat die Ausgleichskasse zu tragen (vgl. E. 3.2 hievor).