Citation: 8C_1056/2008 13.05.2009 E. 2

Der Sozialversicherungsgerichtshof begründet sein Nichteintreten damit, Art. 148 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1991 (SGF 150.1; VRG; recte: Art. 34 URPG) verstosse gegen den Grundsatz des einfachen und raschen Verfahrens im Bereich der Sozialversicherungen und verletze damit Bundesrecht, weshalb direkt das Bundesgericht zuständig sei. Diese Ansicht ist unzutreffend. Die Bemessung der Höhe der unentgeltlichen Rechtspflege ist mangels bundesrechtlicher Bestimmungen dem kantonalen Recht überlassen; Bundesrecht ist nur verletzt, wenn die Anwendung des kantonalen Rechts, sei es wegen seiner Ausgestaltung oder auf Grund des Ergebnisses im konkreten Einzelfall, zu einer Verfassungsverletzung führt (BGE 131 V 153 E. 6.1 S. 158; Urteil 8C_411/2008 vom 14. November 2008, E. 4.1). Das in Art. 34 URPG vorgesehene Rechtsmittel verletzt Art. 61 lit. a ATSG nicht. Dies gilt hier umso mehr, da die versicherte Person am Verfahren über die Höhe der Entschädigung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters nicht beteiligt und demnach der Schutzgedanke von Art. 61 lit. a ATSG hinfällig ist (vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. 2009, N. 3 zu Art. 61). Daran ändert auch Art. 7 Abs. 2 VRG nichts, da keine dem kantonalen Recht vorgehende bundesrechtliche Norm besteht. Somit ist der kantonale Instanzenzug, der sich nach kantonalem Recht richtet (Esther Tophinke, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 2008, N. 10 zu Art. 86 BGG), nicht erschöpft und es liegt kein Entscheid einer letzten kantonalen Instanz im Sinne von Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG vor. Die Sache ist an den Sozialversicherungsgerichtshof zu überweisen, damit er über die Einsprache vom 22. Oktober 2008 entscheide. Bei diesem Ergebnis kann offen bleiben, ob der Entscheid vom 8. September 2008 bezüglich der Kosten- und Entschädigungsfrage den Anforderungen von Art. 112 BGG entspricht.