Citation: 2C_336/2015 E. 3.2.4

3.2.4. Der Beschwerdeführer leidet unter einer Störung durch multiplen Substanzgebrauch, einem Abhängigkeitssyndrom sowie einer kombinierten Persönlichkeitsstörung. Die Vorinstanz hat eine länderspezifische Recherche unter Mitberücksichtigung der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts vorgenommen und festgestellt, dass sich das türkische Gesundheitswesen spezifisch in allen Bereichen der Suchttherapie stark weiterentwickelt hat. In zahlreichen Teilen des Landes finden sich nach ihren Feststellungen Institutionen, die Therapie- und Substitutionsmöglichkeiten für Drogenabhängige anbieten. Sie seien teilweise ambulant wie auch stationär mit psychologischer Betreuung ausgestaltet. Die Substanzabhängigkeit des Beschwerdeführers vermag die Unzumutbarkeit einer Rückkehr in sein Herkunftsland somit nicht zu begründen (vgl. Urteile 2C_396/2014 vom 27. März 2015 E. 4.5; 2C_407/2013 vom 15. November 2013 E. 4.5). Auch die weiteren Vorbringen zum Gesundheitszustand sind - wenn sie überhaupt hinreichend substanziiert sind - nicht geeignet, die vorinstanzlichen Feststellungen zu den Behandlungsmöglichkeiten in der Türkei entscheidrelevant infrage zu stellen (vgl. BGE 139 II 393 E. 5.2 S. 403; 128 II 200 E. 5.3 S. 209 f.; Urteil 2C_743/2014 vom 13. Februar 2015 E. 3.4.1). Gemäss den vorinstanzlichen Feststellungen leben sodann der Vater des Beschwerdeführers und zwei Schwestern in der Türkei. Auch wenn der Beschwerdeführer zu ihnen keinen regelmässigen Kontakt unterhielt, ist er wegen der in seinem Heimatland verbrachten Jugendjahre sowohl mit der Sprache als auch mit den dortigen soziokulturellen Gegebenheiten hinreichend vertraut. Insgesamt sind die privaten Interessen des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz wegen seiner langen Anwesenheit und seines gesundheitlichen Zustandes bedeutend. Aufgrund der wiederholten Delinquenz und einer erheblichen Rückfallgefahr überwiegen sie aber das sicherheitspolizeiliche Interesse nicht, seinen Aufenthalt zu beenden. Der angefochtene Entscheid verletzt hinsichtlich des Bewilligungswiderrufs kein Bundesrecht.