Citation: 1P.599/2006 21.12.2006 E. 2

Mit dem angefochtenen Entscheid hat das Kassationsgericht die vom Beschwerdeführer erhobene Nichtigkeitsbeschwerde als unbegründet abgewiesen. Im Einzelnen hielt es fest, dass das Absehen von einer nachträglichen Spurensicherung am fraglichen Rucksack nicht zu beanstanden sei (E. 2), dass die Annahme des Tragens von Handschuhen oder des bewussten oder unbewussten Verwischens von Spuren auf dem Rucksack nachvollziehbar sei (E. 3) und dass das Fehlen von verwertbaren Fingerabdrücken nicht zu unüberwindbaren Zweifeln an der Täterschaft führe (E. 4). Der Beschwerdeführer beanstandet nicht, dass im obergerichtlichen Verfahren eine nachträgliche Untersuchung von allfälligen Fingerabdrücken auf dem Rucksack unterblieben ist (Duplik S. 1 Ziff. 2; vgl. Kassationsgerichtsentscheid E. 2). Hingegen rügt er, dass das Kassationsgericht nunmehr angenommen habe, er habe möglicherweise Handschuhe getragen oder bewusst oder unbewusst Spuren auf dem Rucksack verwischt. Er erblickt in dieser Annahme eine Verletzung von Art. 32 Abs. 2 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK in seiner Bedeutung als Beweislastregel insofern, als ihm nunmehr der Nachweis auferlegt werde, dass er tatsächlich keine Handschuhe getragen und auch nicht bewusst oder unbewusst Spuren verwischt habe. Das Kassationsgericht kam in seiner tragenden Begründung zum Schluss, das Fehlen von verwertbaren Fingerabdrücken - aus welchen Gründen auch immer - führe nicht zu unüberwindlichen Zweifeln an der Täterschaft des Beschwerdeführers (E. 4 am Ende). Damit stellt das Kassationsgericht nicht auf blosse Vermutungen ab und begründet den Schuldspruch nicht damit, dass der Beschwerdeführer solche nicht entkräftet und damit seine Unschuld nicht bewiesen habe. Daher erweist sich die Rüge der Verletzung von Art. 32 Abs. 2 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK als unbegründet.