Citation: 5P.335/2000 20.11.2000 E. 4

4.-Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, der Begründungspflicht (Art. 29 Abs. 2 OG) bzw. eine Verletzung des Willkürverbotes und des Grundsatzes von Treu und Glauben (Art. 9 BV) und macht geltend, das Verwaltungsgericht habe sich nicht mit den in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde dargelegten Argumenten auseinandergesetzt, sondern einfach auf den Entscheid der Direktion verwiesen und die Verwaltungsgerichtsbeschwerde auf diese Weise "abgeschmettert". Aus dem rechtlichen Gehör folgt die grundsätzliche Pflicht der Behörden, ihren Entscheid zu begründen. Aufgrund dieses allgemeinen verfassungsrechtlichen Anspruchs lassen sich allerdings keine generellen Regeln aufstellen, denen eine Begründung zu genügen hätte. Sie muss immerhin so abgefasst sein, dass der Betroffene den Entscheid gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Dies ist nur dann möglich, wenn sowohl er als auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheides ein Bild machen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid stützt. Das bedeutet indessen nicht, dass sie sich ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinander setzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 112 Ia 107 E. 2b S. 109; 121 I 108 E. 3a S. 112; 124 I 241 E. 2 S. 242). Sodann schliesst Art. 29 Abs. 2 BV nicht aus, dass die Rechtsmittelinstanz auf das angefochtene Urteil verweist, soweit sie dieses bestätigt und auch mit dessen Begründung einig geht. Anders verhält es sich lediglich dann, wenn der Beschwerdeführer vor der Rechtsmittelinstanz neue wesentliche Elemente vorbringt, zu denen die erste Instanz noch nicht Stellung bezogen hat (BGE 103 Ia 407 E. 3a S. 409 mit Hinweisen und 108 Ia 264 E. 7). Der Beschwerdeführer hat im vorliegenden Fall keine neuen Vorbringen der beschriebenen Art vorgetragen, geschweige denn diese durch substanziierten Hinweis auf die Akten belegt. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs durch den Verweis auf das Urteil der Direktion ist demnach nicht auszumachen. Ebenso wenig kann demzufolge von einer Verletzung des Willkürverbotes bzw. des Grundsatzes von Treu und Glauben die Rede sein. Im Folgenden ist demnach aufgrund der vom Verwaltungsgericht übernommenen Begründung zu prüfen, inwieweit der Vorwurf der Verletzung des rechtlichen Gehörs begründet ist. a) Als neu und damit unzulässig gilt von vornherein die Rüge des Beschwerdeführers, er sei im Rahmen der Festsetzung der Entschädigung nicht angehört worden (BGE 118 III 37 E. 2a S. 39 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer belegt nicht durch einschlägigen Hinweis auf die Akten, dass er den entsprechenden Vorwurf bereits vor der Direktion erhoben und ihn überdies auch vor dem Verwaltungsgericht noch aufrecht erhalten hat. Insoweit ist demnach auf die staatsrechtliche Beschwerde nicht einzutreten. b) Entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers hat sich die Direktion mit der Kritik befasst, der gesetzliche Vertreter habe nicht die Interessen des Beschwerdeführers wahrgenommen. Dieser Vorwurf wurde allerdings als zu pauschal erhoben betrachtet, weshalb die Direktion und das Verwaltungsgericht denn auch nicht näher darauf eingegangen sind. c) Im Entscheid der Direktion wurde alsdann erläutert, weshalb die Entschädigung sowie die Prüfung der Rechnung des gesetzlichen Vertreters vom öffentlichen und nicht vom privaten Recht beherrscht wird. Mit der entsprechenden Begründung setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander. d) Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, das Verwaltungsgericht habe die Verrechnungseinrede nicht beachtet, erschöpft sich die Rüge in einer Behauptung und einem unzulässigen Verweis auf die kantonalen Rechtsschriften, was den Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG nicht entspricht, zumal damit der Vorwurf der Verletzung des rechtlichen Gehörs nicht rechtsgenüglich substanziiert ist (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; BGE 115 Ia 27 E. 4a S. 30; 119 Ia 197 E. 1d S. 201; 120 Ia 369 E. 3a; 123 I 1 E. 4a, mit Hinweisen).