Citation: 6B_783/2018 E. 2.4

2.4. Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, es liege ein Fall notwendiger Verteidigung im Sinne von Art. 130 StPO vor. Es sei, wenn man die drohenden Widerrufe bedingt ausgesprochener Strafen berücksichtigte, eine Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr im Raum gestanden. Trotzdem sei ihm kein Rechtsvertreter zur Seite gestellt worden. Hinzu komme, dass er der deutschen Sprache nicht mächtig sei und auf die Richtigkeit der Protokolle vertraut habe, ohne diese zu lesen. Die Aussagen, welche er in Abwesenheit seines Verteidigers gemacht habe, seien nicht verwertbar und die Vorinstanz dürfe daher nicht darauf abstellen (Art. 131 Abs. 3 StPO).