Citation: 6S.10/2005 23.02.2005 E. 1

Die Vorinstanz gelangt gleich wie die erste Instanz zum Schluss, dass der Beschwerdeführer die dreimonatige Antragsfrist gemäss Art. 29 StGB missachtet hat. Sie verwirft dessen Auffassung, wonach das E-Mail vom 8. Juni 2004 zusammen mit späteren gleich lautenden Äusserungen des Beschwerdegegners eine Einheitstat darstelle, die Antragsfrist daher erst mit dem letzten Akt zu laufen beginne und sie deshalb gewahrt sei. Es ist unbestritten, dass die Strafantragsfrist allein mit Bezug auf das E-Mail vom 8. Juni 2004 vom Beschwerdeführer nicht eingehalten worden ist. Dieser stellt sich jedoch auch vor Bundesgericht auf den Standpunkt, die inkriminierte Passage im E-Mail vom 8. Juni 2004 bilde zusammen mit den späteren Vorwürfen, die der Beschwerdegegner bei einem Treffen in Bern am 30. Juni 2004, in einem E-Mail am 7. September 2004 und schliesslich in einer Medienmitteilung am 24. September 2004 erhoben habe, eine Einheit. Denn inhaltlich seien die geäusserten Vorwürfe sehr ähnlich. Ausserdem stünden sie alle im Zusammenhang mit der Fernsehsendung V.________ und seien in einem relativ kurzen Zeitraum von knapp 4 Monaten erfolgt. Bei Verneinung eines Einheitsdelikts müsste der Verletzte nach jeder Äusserung immer wieder einen neuen Strafantrag stellen, was mit einem entsprechenden formellen und finanziellen Aufwand verbunden wäre.