Citation: 5A_199/2022 E. 3.2.2

3.2.2. Aus der Beschwerdeschrift, welche die Beschwerdeführerinnen dem Obergericht eingereicht haben, geht hervor, dass sie sich auf ein Recht zur Aussonderung, auf die Streichung des umstrittenen Anspruchs im Inventar und auf die Anwendbarkeit des Aussonderungsverfahrens sowie auf die Vormerkung eines Drittanspruchs berufen haben. Vorliegend hat das Obergericht das erstinstanzliche Nichteintreten (substituierend) damit begründet, dass die Beschwerdeführerinnen als Gläubigerinnen nicht verlangen könnten, einen Vermögenswert aus dem Inventar zu streichen, und sie keinen Anspruch für sich erheben würden, auf welchen das Aussonderungsverfahren anwendbar sei. Von einer Begründung, welche die Beschwerdeführerinnen nicht erwarten mussten (BGE 130 III 35 E. 5 [S. 39]) und daher ihren Gehörsanspruch (Art. 29 Abs. 2 BV) verletzt hätte, kann nicht gesprochen werden. Die Vorbringen der Beschwerdeführerinnen stellen sodann keine Rüge der Verletzung einer Begründungspflicht (Art. 29 Abs. 2 BV) dar, sondern richten sich gegen die Rechtsanwendung des Obergerichts.