Citation: 4A_48/2019 E. 5.7.3

5.7.3. Auch der mit Hinweis auf die Literatur erhobene Einwand, der Honorarzuschlag hänge massgeblich davon ab, welche Aufgaben und Verantwortungen übernommen worden seien, insb. ob Preisgarantien abgegeben worden seien, ist nicht stichhaltig. Der Beschwerdeführer verkennt, dass sich genau besehen auch der Gutachter von diesen Grundsätzen hat leiten lassen. Wenn er den Verzicht auf einen über die Erhöhung der honorarberechtigten Bausumme hinausgehenden Zuschlag damit rechtfertigt, es sei keine sehr komplexe anspruchsvolle Planung nötig gewesen und es habe ein Kostenvorschlag bestanden, der inklusive einer 10 %-Kostenungenauigkeit tiefer gelegen habe als die Werksvertragsumme mit Pauschalpreis, dann stellt er gerade darauf ab, in welchem Mass tatsächlich Aufgaben und Verantwortungen übernommen wurden. Der Verzicht auf einen Zuschlag für die übernommene Preisgarantie wird nicht damit begründet, dass diese an der geschuldeten Leistung generell nichts ändere - diese Auffassung hat das Bundesgericht in seinem Rückweisungsentscheid ausdrücklich verworfen - sondern damit, dass aufgrund der konkreten Umstände (einerseits der Pauschalpreis, der über dem Kostenvoranschlag liegt auch unter Berücksichtigung einer 10 %-Kostenungenauigkeit, und andererseits die einschlägige Erfahrung mit ähnlichen Objekten, welche es unwahrscheinlich machen, dass sich der Kostenvoranschlag als zu tief erweisen wird) die Eintretenswahrscheinlichkeit einer Belastung für die Aktiengesellschaft derart gering ist, dass sie wirtschaftlich kein zusätzliches Entgelt für die Übernahme dieses Risikos beanspruchen kann.