Citation: 6B_449/2023 E. 2.1.4

2.1.4. Zur Beurteilung des Grades der (persönlichen und wirtschaftlichen) Integration (im weiteren Sinne) ist die Beachtung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung respektive das Sozialverhalten insgesamt zu würdigen. Die Vorinstanz lässt in diese Würdigung auch die vor dem Inkrafttreten der Art. 66a ff. StGB am 1. Oktober 2016 stattgefundene Delinquenz und auch solche Vorstrafen einfliessen, die aus dem aktuellen Strafregisterauszug nicht mehr ersichtlich sind (vgl. hierzu Urteile 6B_694/2023 vom 6. Dezember 2023 E. 3.3.5; 6B_1358/2021 vom 21. Juni 2023 E. 3.4; 6B_224/2022 vom 16. Juni 2022 E. 2.3.3 m.H. auf die im Grundsatz gleiche Rechtslage im Ausländerrecht und damit einhergehend auf Urteile 2C_358/2019 vom 18. November 2019 E. 3.2 und 2C_861/2018 vom 21. Oktober 2019 E. 3.2; Urteile 6B_1164/2021 vom 26. August 2022 E. 4.2; 6B_429/2021 vom 3. Mai 2022 E. 3.3.1; 6B_1044/2019 vom 17. Februar 2020 E. 2.6; 6B_1015/2019 vom 4. Dezember 2019 E. 5.3). Damit bzw. mit Letzteren - konkret 20 gelöschten Verurteilungen und deren vorinstanzlichen Einbezug und Würdigung mit Blick auf die Integration im weiteren Sinne - setzt sich der Beschwerdeführer wiederum nicht rechtsgenüglich auseinander, wenn er sich pauschal auf "einige schwierige Jugendjahre" beruft. Wenn er weiter geltend macht, es sei damit einhergehend (vgl. Beschwerde Rz. 12) in den Jahren 2007 und 2012 zu je einer strafrechtlichen Verurteilung gekommen, ignoriert er einerseits, dass er im Zeitpunkt dieser Verurteilungen bereits 33 bzw. 38 Jahre alt war. Andererseits, dass er nach seiner Wegweisung in den Jahren 2009 bis 2014 in Italien lebte und es dementsprechend keiner grossen Anstrengung bedarf bzw. bedurft hätte, in dieser Phase nicht gegen die schweizerische Rechtsordnung zu verstossen. Folglich setzt er sich auch nicht mit den Erwägungen der Vorinstanz auseinander, gemäss welchen er indes selbst während dieser Zeit gegen eben diese verstiess, mithin er trotz der migrationsrechtlichen Wegweisung in die Schweiz einreiste, weswegen er alsdann am 19. März 2012 - und damit wie erwähnt im Alter von 38 Jahren - u.a. wegen rechtswidriger Einreise aber auch wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte verurteilt worden ist. Die Vorinstanz erwägt im Weiteren zu Recht, dass es nach der im April 2014 aufgehobenen Wegweisung und daraufhin erfolgten Wiedereinreise in die Schweiz gerade einmal rund vier Jahre dauerte, bis er Ende 2018 - und damit im Alter von 44 Jahren - wiederum und angesichts der versuchten schweren Körperverletzung z.T. massiv straffällig geworden ist. Auch wenn der Beschwerdeführer nun geltend macht, sich seit diesem Vorfall wohlverhalten zu haben, vermag er damit nicht darzutun, inwiefern seine gegenüber der hiesigen Rechtsordnung mehrfach und nicht bloss in Jugendjahren gezeigte Gleichgültigkeit respektive sein Sozialverhalten insgesamt auf eine überdurchschnittliche Integration schliessen liesse.