Citation: 5P.86/2002 01.05.2002 E. 1

1.- a) Die in B.________ (Kanton Bern) wohnhaften Eheleute C.________ nahmen 1998 das aus Indien stammende und damals neun Jahre alte Mädchen D.________ im Hinblick auf eine spätere Adoption in Pflege. Nachdem das Pflegeverhältnis am Verhalten des Kindes gescheitert war, plazierte es der inzwischen bestellte Vormund in einem Kinderheim. Ebenfalls im Hinblick auf eine spätere Adoption wurde D.________ am 1. März 1999 von den in E.________ (Kanton Aargau) wohnhaften Eheleuten M. und N. X.________ in Pflege genommen, nachdem sich diese am 21. August 1998 zur Übernahme sämtlicher Unterhaltskosten des Kindes in der Schweiz bzw. zur Ersetzung entsprechender Kosten des Gemeinwesens auch für den Fall einer unterbleibenden Adoption verpflichtet hatten. Am 24. August 1998 erhielten M. und N. X.________ eine vorläufige, am 10. Mai 1999 eine definitive Pflegekinderbewilligung. Zum gleichen Zeitpunkt wurde die Vormundschaft durch die Vormundschaftsbehörde von E.________ übernommen. Auch das zweite Pflegeverhältnis scheiterte am Verhalten des Kindes. Auf Anordnung des Vormunds wurde D.________ am 1. Oktober 2000 im Sinne einer Notmassnahme in der Kinderabteilung des Kantonsspitals Baden untergebracht. Die Pflegeeltern verweigerten die Rücknahme des Kindes. Am 13. Oktober 2000 wies die Vormundschaftsbehörde D.________ in das Aufnahmeheim H.________ ein, wo das Mädchen bis zum 2. Januar 2001 verblieb. Hierauf wurde es vom Amtsvormund im Kinderheim F.________ in G.________ untergebracht, wo es sich seither aufhält. b) M. und N. X.________ ersuchten am 25. Oktober 2000 darum, die definitive Pflegekinderbewilligung rückwirkend auf den 1. Oktober 2000 aufzuheben. Mit Beschluss vom 30. Oktober 2000 wies die Vormundschaftsbehörde von E.________ das Gesuch ab. Durch Schreiben vom 8. November 2000 teilte die Gemeindekanzlei E.________ dem Aufnahmeheim H.________ mit, dass der Gemeinde inskünftig nur noch für deren Beitrag Rechnung zu stellen sei, wogegen die restlichen Kosten bei den Eheleuten X.________ zu erheben seien. c) Am 23. Januar 2001 ersuchten M. und N. X.________ den Gemeinderat von E.________ erneut um den Widerruf der Pflegekinderbewilligung per 1. Oktober 2000. Die Vormundschaftsbehörde beschloss am 5. März 2001, dass auf das Gesuch nicht eingetreten werde, da die mit einer Rechtsmittelbelehrung versehene Gesuchsabweisung vom 30. Oktober 2000 in Rechtskraft erwachsen sei. Eine Beschwerde der Eheleute X.________ wies das Bezirksamt Rheinfelden am 17. Juli 2001 ab. Hiergegen gelangten M. und N. X.________ an das Obergericht (Kammer für Vormundschaftswesen) des Kantons Aargau, das am 17. Januar 2002 die Beschwerde abwies (Dispositiv-Ziffer 1). Gleichzeitig erkannte diese Instanz, dass die Vormundschaftsbehörde angewiesen werde, die den Eheleuten X.________ erteilte definitive Pflegekinderbewilligung aufzuheben (Dispositiv-Ziffer 2). Den Eheleuten X.________ wurden die Verfahrenskosten auferlegt (Dispositiv-Ziffer 3), und deren Entschädigungsbegehren wurde abgewiesen (Dispositiv-Ziffer 4). d) Mit Eingabe vom 21. Februar 2002 erheben M. und N. X.________ staatsrechtliche Beschwerde und verlangen, die Dispositiv-Ziffern 1, 3 und 4 des obergerichtlichen Entscheids vom 17. Januar 2002 seien aufzuheben; allenfalls sei die Eingabe als Verwaltungsgerichtsbeschwerde entgegenzunehmen. Das Obergericht schliesst auf Abweisung der Beschwerde.