Citation: 2C_12/2009 27.08.2009 E. 3

3.1 Die Beschwerdeführer wenden sich allein gegen die vorinstanzliche Bestimmung des Zeitpunkts, der den Beginn des Fristenlaufs zur Leistung des Kostenvorschusses auslöst. Sie rügen einerseits eine offensichtlich unzutreffende Sachverhaltsfeststellung sowie eine Aktenwidrigkeit und anderseits eine Verletzung des Grundsatzes der Rechtsgleichheit (Art. 8 BV und Art. 2 Abs. 1 KV/NW) sowie des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 3 Abs. 2 KV/NW). Die Beschwerdeführer behaupten zwar, die Nidwaldner Kantonsverfassung verleihe den beiden zuletzt genannten verfassungsmässigen Rechten eine weitergehende Bedeutung als die Bundesverfassung. Doch begründen sie dies mit keinem Wort, und es ist nicht ersichtlich, inwieweit den gleichlautenden Bestimmungen der Kantonsverfassung eine Tragweite zukommen könnte, die über das Bundesverfassungsrecht hinausreicht. Nicht erkennbar ist auch, inwiefern der angefochtene Entscheid Art. 50 StHG verletzen könnte; diese Bestimmung regelt nämlich die hier allein umstrittene Fristwahrung im Rechtsmittelverfahren nicht. 3.2 Nach Auffassung der Beschwerdeführer bestimmt die Vorinstanz den Fristbeginn zu Unrecht nach § 32 VRPV/NW, da diese Norm gegen den Grundsatz der Rechtsgleichheit verstosse. Nach der zitierten Bestimmung gilt eine Zustellung als erfolgt, wenn der Adressat die Annahme ausdrücklich verweigert oder eine eingeschriebene Sendung nicht binnen der angesetzten Frist abholt. Die Behauptung der Beschwerdeführer, diese sog. Zustellungsfiktion benachteilige in unhaltbarer Weise Personen, die sich während der Abholungsfrist im Ausland aufhielten und ihr Postfach nicht leeren könnten, übersieht, dass vorübergehend Abwesende die Möglichkeit haben, jemanden mit der Entgegennahme bzw. Abholung postalischer Sendungen zu beauftragen. Wie die Vorinstanz zu Recht darlegt, darf von demjenigen, der ein Rechtsmittel ergreift, erwartet werden, dass er den Empfang der zu erwartenden gerichtlichen Sendungen sicherstellt. Die erhobene Rüge leuchtet auch deshalb nicht ein, weil es trotz der geltend gemachten unvorhergesehenen Auslandabwesenheit des Ehemanns zumindest der Ehefrau hätte möglich sein müssen, die fragliche Sendung abzuholen, zumal diese ja auch an sie adressiert war.