Citation: 4A_271/2013 E. 7.4

7.4. Entsprechend diesen Grundsätzen gehen die Beschwerdeführer selber davon aus, für die Vergütung der Leistungen eines Architekten seien, unabhängig davon, ob Werk- oder Auftragsrecht zur Anwendung komme, die wesentlichen Bewertungselemente gleich. Demnach ist im vorliegenden Fall bezüglich der Entschädigung des Architekten die Unterscheidung zwischen Auftrag und Werkvertrag nicht entscheidrelevant. Das Kantonsgericht hat daher auch bei der Massgeblichkeit des Werkvertragsrechts kein Bundesrecht verletzt, wenn es bezüglich der Angemessenheit der vom Beschwerdegegner einzig verlangten Entschädigung für den von ihm hinreichend substanziierten Arbeitsaufwand (vgl. E. 6 hiervor) auf die von ihm behauptete Verkehrsübung abstellte. Deren Überprüfung erfordert Fachkenntnisse, die von einem Gericht nicht erwartet werden können, zumal auch die von den Beschwerdeführern erwähnten jährlich publizierten Entschädigungsansätze der KBOB gemäss der Lehre nicht ohne Weiteres der zu beachtenden Verkehrsübung entsprechen (vgl. EGLI/STÖCKLI, a.a.O., S. 322 Rz. 7.35 und S. 331 Rz. 7.70). Demnach hätte das Gericht bezüglich der Verkehrsüblichkeit der geltend gemachten Ansätze im Bestreitungsfall ohnehin die vom Beschwerdegegner beantragte gerichtliche Expertise einholen müssen. Ihm kann daher keine ungenügende Substanziierung der Verkehrsübung vorgeworfen werden, weil er diesbezüglich ohne eigenen Angaben einen entsprechende Beweisantrag stellte.