Citation: 4C.362/2002 10.11.2003 E. 3

Die Vorinstanz hat den vom Kläger beanspruchten Bonus von Fr. 127'608.95 abgewiesen. Der Kläger rügt, sie habe Art. 8 ZGB verletzt. 3.1 Die Vorinstanz hat in Auslegung des Vertrages erkannt, dass die Parteien einen Basiswert von Fr. 2'000'000.-- für die Baukosten vereinbarten, bei deren Unterschreitung dem Kläger ein Bonus bzw. eine Erhöhung des Honorars zustehen sollte. Sie hat offen gelassen, ob dieser Basiswert der bonusberechtigten Baukosten im Sinne der Ansicht des Klägers an die Gebäudekubatur gekoppelt ist, so dass er sich wegen der Vergrösserung des Gebäudevolumens auf Fr. 2'353'130.20 erhöhte. Denn die Vorinstanz gelangte zum Schluss, dass die zur Berechnung des Bonus massgebenden Baukosten Fr. 2'397'733.30 betrugen und damit auch den vom Kläger behaupteten Basiswert überschritten. Die zur Ermittlung des Bonus massgebenden Baukosten setzen sich nach dem angefochtenen Urteil zusammen aus Gebäudekosten von Fr. 1'927'767.--, Honorarkosten von Fr. 299'568.55 sowie aus Kosten von Fr. 170'397.75, welche der Kläger zu Unrecht von der Rubrik BKP 2 (Gebäude; Bauabrechnung) in die Rubriken BKP 4 (Umgebung), BKP 6 (Reserve) und BKP 9 (Ausstattung) umgebucht habe. Die Rüge des Klägers bezieht sich allein auf diese wegen unzutreffender Umbuchungen vorgenommene Aufrechnung von Fr. 170'397.75. 3.2 Die Vorinstanz hat festgestellt, der Kläger bestreite nicht, dass die angeführten Positionen grundsätzlich unter BKP 2 abzurechnen wären. Sie hat sich dabei auf die Replik des Klägers, S. 13 zu Ziffer 8.2.1 bezogen. Dass der Kläger sich dort gegen das entsprechende Vorbringen in der Klageantwort gewendet hätte, behauptet er nicht. Die Beklagte weist in der Berufungsantwort zutreffend darauf hin, dass der Kläger in der Replik vor der Vorinstanz systematisch der Klageantwort gefolgt ist. Nach der Behauptung der Beklagten unter Ziffer 8.2.1 hat der Kläger zunächst in der Baukostenübersicht vom 20. Januar 2000 in der Rubrik "Rechnung" Gebäudekosten von Fr. 2'098'164.75 ausgewiesen, diese jedoch durch die streitigen Umlagerungen in BKP 6, 9 und 4 reduziert. Inwiefern die Vorinstanz Bundesrechtsnormen verletzt haben sollte mit der Feststellung, der Kläger habe die streitigen Umbuchungen vorgenommen, ist weder dargetan noch ersichtlich. 3.3 Ausserdem hat die Vorinstanz festgehalten, der Kläger stelle bezüglich der Umbuchungen von Fr. 26'048.20 aus BKP 2 in BKP 9 (Ausstattung) und von Fr. 18'350.-- in BKP 4 (Umgebung) im Weiteren keine Behauptungen auf. Dem widerspricht der Kläger unter Verweis auf seine Replik vor der Vorinstanz ab Seite 16. Er behauptet, er habe dort dargelegt, dass die aufgeführten Kosten für die Ausstattung und Umgebung entstanden seien; es sei offensichtlich, dass all diese Positionen nicht für die Bonusberechnung herangezogen werden könnten, was sich aus dem in den Rechtsschriften geschilderten Zusammenhang ohne weiteres ergebe. Das Vorbringen, die Rechtsauffassung des Klägers sei offensichtlich und deren Begründung ergebe sich aus dem Zusammenhang kantonaler Rechtsschriften, genügt den formellen Anforderungen von Art. 55 Abs. 1 lit c OG nicht. Im Übrigen ist die Behauptung des Klägers mutwillig, dass er vor der Vorinstanz die hier massgebenden Umlagerungen in Höhe von Fr. 26'048.20 (Ausstattung) und Fr. 18'350.-- (Umgebung) auf Seiten 16 ff. der Replik bestritten habe. Dort nimmt der Kläger zu Ziffer 8.2.3 der Klageantwort Stellung, welche andere Positionen mit einem abweichenden Gesamtbetrag betrifft. 3.4 Bezüglich der Umbuchung von Fr. 125'999.55 aus BKP 6 hat die Vorinstanz im angefochtenen Urteil (E. 4c S. 42 f.) ausgeführt, der Kläger unterlasse darzutun, was er für die umstrittene Umlagerung daraus ableiten wolle, dass die Positionen nachträgliche, teilweise nicht voraussehbare Arbeiten betreffen würden. Unter Verweis auf den Kommentar zum zürcherischen Prozessrecht hat die Vorinstanz geschlossen, der Kläger begründe damit seinen Anspruch nicht so, dass über dessen Identität keine Zweifel entstehen könnten, und der Kläger lege die Tatsachen insbesondere nicht so konkret dar, dass erklärbar sei, was er daraus ableite. Sie hat vom Kläger verlangt darzutun, dass die Beklagte mit der Umlagerung bestimmter Positionen und deren Einbezug in den Basiswert der bonusberechtigten Baukosten einverstanden gewesen sei. Dass der Kläger für ein derartiges Einverständnis Tatsachen angeführt habe, behauptet er nicht. Inwiefern bundesrechtswidrig sein sollte, für den behaupteten Anspruch das Einverständnis der Beklagten zu verlangen, ist der Rechtsschrift dagegen nicht zu entnehmen (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). Auch in diesem Punkt ist die Berufung abzuweisen, soweit auf sie eingetreten werden kann.