Citation: 1C_763/2021 E. 5.2

5.2. Zu Recht geht der Beschwerdeführer sodann davon aus, dass ihm die Fahreignung aufgrund der festgestellten Charaktereigenschaften abgesprochen wurde. Jedoch kann ihm nicht gefolgt werden, wenn er die Auffassung vertritt, rücksichtsloses Verhalten sei nur im Fall von Schikanestopps bei hohen Geschwindigkeiten, illegalen Rennen und krassen Geschwindigkeitsüberschreitungen gegeben und dafür gäbe es bei ihm keine Anhaltspunkte. Soweit er dabei den Begriff der Rücksichtslosigkeit unter Heranziehung von Art. 15d Abs. 1 lit. c SVG und der diesbezüglichen Materialien auslegt, übersieht er, dass die Fahreignungsuntersuchung in seinem Fall gestützt auf eben diese Bestimmung angeordnet wurde (vgl. Urteil 1C_405/2020 vom 8. Dezember 2020), weshalb er aus diesem Argument nichts zu seinen Gunsten ableiten kann. Im Übrigen vertritt er selber die Auffassung, dass der Führerausweis gestützt auf Art. 16d Abs. 1 lit. c SVG zu entziehen ist, wenn eine Person nicht einmal über ein Minimum an Verantwortungsbewusstsein, Beständigkeit und Selbstbeherrschung verfügt (vgl. dazu oben E. 5.1).