Citation: 2C_972/2018 E. 8.2.1

8.2.1. Die Vorinstanz hält im Wesentlichen dafür, dass es sich bei den mit diesen Abschreibungen verbundenen Forderungsverzichten gegenüber der seinerzeit notleidenden Gruppengesellschaft C.________ S.A.S. um eine Sanierungsleistung gehandelt habe, welche unter unabhängigen Dritten nicht gewährt worden wäre. Die Sanierung einer notleidenden Konzerngesellschaft sei Sache des Stammhauses. Unter unabhängigen Dritten wären nach Ansicht der Vorinstanz vor dem Zeitpunkt, in welchem die Abschreibungen vorgenommen wurden, Massnahmen zur Eintreibung oder Sicherstellung der Forderungsbeträge ergriffen worden. Solche Massnahmen seien aber vorliegend unterlassen worden. Stattdessen habe man vorliegend das Inkasso aufgeschoben und die Patente durch die C.________ S.A.S., welche ihren Zahlungsverpflichtungen seit dem Jahr 2003 nicht mehr nachgekommen sei, weiter nutzen lassen. Damit habe man der C.________ S.A.S. als nahestehende Person nur mit dem fehlenden Interessengegensatz erklärbare Leistungen erbracht, welche den Dritt- bzw. Fremdvergleichskonditionen (Grundsatz des dealing at arm's length) nicht genügen würden. Die entsprechenden Leistungen bzw. die Abschreibungen seien daher als nicht geschäftsmässig begründete Aufwendungen steuerlich nicht anzuerkennen.