Citation: 8C_632/2018 E. 8.3

8.3. Praxisgemäss werden Stürze aus einer Höhe zwischen etwa 2 und 4 Metern in die Tiefe noch als im engeren Sinne mittelschwere Unfälle qualifiziert (Urteil 8C_44/2017 vom 19. April 2017 E. 5.2 mit Hinweisen). Der Suva ist beizupflichten, dass sich die Sturzhöhe - entgegen der Vorinstanz - nicht nach dem Abstand des Kopfes, sondern nach demjenigen der Füsse des Versicherten bzw. der ihn tragenden Fläche vom Boden bemisst. Ansonsten müsste jedes gewöhnliche Hinfallen als Sturz aus einer Höhe, die der Körpergrösse entspricht, qualifiziert werden. Die Vorinstanz vermag sich in diesem Zusammenhang auch nicht auf entsprechende Aussagen in der Rechtsprechung zu berufen. Vielmehr ergibt sich etwa aus dem Urteil U 131/04 vom 13. September 2004 E. 2.4, dass ihr nicht gefolgt werden kann. Dort wurde die Sturzhöhe ab einem Eisenbahnwagen mit rund 1.8 m angegeben. Wäre auch die Körpergrösse der versicherten Person zu berücksichtigen gewesen, hätte die Sturzhöhe zweifellos auf mehr als 1.8 Meter festgesetzt werden müssen. Gleiches ergibt sich sinngemäss aus dem Urteil U 43/02 vom 6. September 2002 Sachverhalt lit. a und E. 3a, worin von einer Fallhöhe der versicherten Person von 2 Metern ausgegangen wurde (vgl. ferner Urteile 8C_103/2015 vom 1. Juli 2015 E. 5.1; U 11/07 vom 27. Februar 2008 E. 4.2.1; U 421/00 vom 7. Mai 2002 E. 3b; U 82/87 vom 12. April 1991). Somit ist mit der Suva davon auszugehen, dass der Versicherte aus einer Höhe von knapp 3 Metern stürzte. Insgesamt ist der Unfall vom 3. Oktober 2007 aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs mit den dabei sich entwickelnden Kräften praxisgemäss als mittelschwer im engeren Sinn zu qualifizieren. Dem stehen auch die von der Vorinstanz als erschwerend gewerteten Faktoren, wie die Unkontrollierbarkeit des Sturzes, der harte Fussboden und der erlittene Kopfanprall, nicht entgegen. Die Unfalladäquanz der gesundheitlichen Beschwerden des Versicherten kann somit nur bejaht werden, wenn mindestens drei der sieben Adäquanzkriterien erfüllt sind oder eines besonders ausgeprägt vorliegt (BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140; SVR 2013 UV Nr. 3 S. 7, 8C_398/2012 E. 5.2.3 und E. 6 Ingress; Urteil 8C_114/2018 vom 22. August 2018 E. 5.3.3).