Citation: 6B_396/2014 E. 5.2.1

5.2.1. Die Anklageschrift wirft A.X.________ Gläubigerschädigung in Bezug auf die Liegenschaft Schloss O.________ in zweierlei Hinsicht vor: Einerseits durch die Übertragung der Liegenschaft von der C.X.________ AG, vertreten durch C.X.________ als Verwaltungsratspräsident und B.X.________ als Mitglied der Verwaltungsrats, auf A.X.________ mit öffentlich beurkundetem Kaufvertrag vom 11. Februar 2003 zu einem Kaufpreis von CHF 27 Mio., wobei er den geschuldeten Kaufpreis nicht entrichtet und somit keine Gegenleistung erbracht habe (Anklageschrift S. 130 Ziff. D II). Andererseits durch die Schenkung der Liegenschaft durch A.X.________ an seine damals 10 Monate alten Söhne (Beschwerdeführer 2 und 3) vom 1. April 2003 (Anklageschrift S. 129 Ziff. D I/8). Die Vorinstanz stellte das Verfahren gegen A.X.________ wegen Gläubigerschädigung durch Vermögensminderung im Zusammenhang mit dem Verkauf der Liegenschaft Schloss O.________ durch die C.X.________ AG an ihn selbst (Partizipation an der Veräusserung der Liegenschaft als Verwaltungsrat der Verkäuferin; Tathandlungen zulasten der Gläubiger der C.X.________ AG; Anklageschrift S. 131 Ziff. D/II Rz 612) zufolge Verletzung des Anklageprinzips ein. Die Vorinstanz nimmt in dieser Hinsicht an, es lasse sich der Anklageschrift nicht entnehmen, auf welche Weise A.X.________ auf Verkäuferseite an der Veräusserung der Liegenschaft konkret mitgewirkt haben soll (angefochtenes Urteil S. 627). In Bezug auf den Erwerb der Liegenschaft von der C.X.________ AG ohne Leistung des Kaufpreises sprach sie A.X.________ frei, da der Kauf im abschliessenden Katalog der Tathandlungen gemäss Art. 164 Ziff. 1 StGB nicht enthalten ist und die Anklageschrift eine über die notwendige Teilnahme (blosser Erwerb; BGE 126 IV 5 E. 2d, S. 10 f.) hinausgehende Beteiligung von A.X.________ im Sinne von Art. 164 Ziff. 2 StGB nicht behaupte (angefochtenes Urteil S. 626). Insofern ist, was die Beschwerdeführer in diesem Punkt vorbringen, gegenstandslos. Schuldig sprach die Vorinstanz A.X.________ indessen wegen der unentgeltlichen Übertragung der Liegenschaft Schloss O.________ auf seine Söhne (Beschwerdeführer 2 und 3; angefochtenes Urteil S. 625).