Citation: 1A.81/2000 11.08.2000 E. C

C.-Die chinesischen Behörden machen geltend, dass das Commercial Crime Bureau Hong Kong am 15. Oktober 1997 eine Strafuntersuchung gegen S.________ und H.________ eingeleitet habe. Auf Grund einer (vermutlich gefälschten oder erschlichenen) Bankanweisung sei vom Konto des Geschädigten, K.________, bei der A.________ Bank, Hongkong, ein Betrag von US$ 3,23 Mio. auf das fragliche Konto bei der B.________ Bank, Zürich, überwiesen worden. Frau S.________ und deren Freund H.________ würden diesbezüglich verdächtigt. S.________ sei ab Dezember 1996 als persönliche Sekretärin K.________s tätig gewesen. Ihr sei die Verwaltung aller Geschäftsangelegenheiten K.________s anvertraut gewesen, welcher der englischen Sprache nicht mächtig sei. Am 12. Juli 1997 habe ein unbekannter Mann bei der A.________ Bank ein Anweisungsschreiben vorgelegt. Für allfällige Nachfragen habe der Unbekannte die direkte Telefonnummer des Büros von K.________ angegeben, mit dem Hinweis, dass ein "Herr Lee" zuständig sei. Das Personal der A.________ Bank habe versucht, K.________, der vom 11. bis zum 13. Juli 1997 abwesend gewesen sei, telefonisch zu erreichen. Ein Mann, der vorgegeben habe, "Herr Lee" zu sein, habe den Anruf entgegengenommen und gesagt, die schriftliche Anweisung sei zu befolgen. Daraufhin sei der Überweisungsauftrag (via Zwischenbanken in New York) ausgeführt worden. Die Zahlung sei am 14. Juli 1997 auf ein am selben Tag eröffnetes Konto "MR CHUWTSAMUEL" der Firma X.________ S.A. (British Virgin Islands) bei der B.________ Bank, Zürich, überwiesen worden. H.________ sei an dem Konto wirtschaftlich berechtigt. Am 15. Juli 1997 sei von diesem Konto ein Betrag von US$ 299'741. 33 auf ein weiteres Konto der A.________ Bank transferiert worden, welches S.________ und H.________ gehöre. In den folgenden Tagen hätten beide Hongkong verlassen.