Citation: I 220/06 25.04.2007 E. 5

Streitig und zu prüfen ist sodann der Anspruch auf eine Invalidenrente. 5.1 Nach sorgfältiger Würdigung der medizinischen Akten, namentlich des die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische Stellungnahme erfüllenden (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) Gutachtens des ABI vom 2. September 2004, gelangte die Vorinstanz zum Ergebnis, dass der Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit voll arbeitsunfähig ist, indessen eine körperlich leichte bis mittelschwere, otoneurologisch angepasste Tätigkeit ganztägig ausüben könnte, wobei aufgrund der wiederkehrenden, zu Absenzen führenden (Schwindel-)Anfälle von einer Leistungseinschränkung von 10 % auszugehen sei. Dieser Auffassung ist beizupflichten. Nicht gefolgt werden kann dem Beschwerdeführer, soweit er eine wesentlich höhere Arbeitsunfähigkeit geltend macht mit der Begründung, eine Einschränkung von 10 % trage der Klaustrophobie nicht und den Schwindelattacken nur ungenügend Rechnung. Denn mit der von ihm angeführten Klaustrophobie hat sich Dr. med. F.________, Psychiatrie FMH, im Teilgutachten vom 6. Juli 2004 eingehend auseinandergesetzt, bevor er in überzeugender Weise zum Ergebnis gelangt ist, dass eine Leistungseinschränkung aus psychiatrischer Sicht nicht begründet werden könne, weil der Beschwerdeführer zwar enge und dunkle Räume - namentlich Tiefgaragen - meide, sich aber (ohne weiteres) in einem Gebäude aufhalten könne. Ebenso wenig gibt die von ihm für eine höhere Gewichtung der Schwindelbeschwerden angeführte Einschätzung der Dr. med. H.________ vom 25. Januar 2005 zu einer anderen Beurteilung Anlass, stimmte die Ärztin doch dem Gutachten des ABI vom 2. September 2004 ausdrücklich zu. Soweit sie - in einem gewissen Widerspruch zur grundsätzlichen Zustimmung zum Gutachten des ABI - des Weitern ausführte, sie halte die Einschätzung, eine leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit sei ganztags zumutbar, angesichts von zwei bis drei Schwindelanfällen pro Woche für theoretisch, stützte sie sich offensichtlich auf die Angaben des Versicherten, welchen indessen auch zu entnehmen ist, dass immer wieder Phasen vorhanden sind, in denen die Anfälle seltener sind (so dass in diesem Sinne höchstens von zwei bis drei Anfällen pro Woche auszugehen ist). Des Weitern fällt auf, dass nicht nach dem Schweregrad der Anfälle unterschieden wurde, führte doch auch Dr. med. H.________ aus, es seien keine Angaben darüber vorhanden, ob bei jedem Schwindelanfall auch Übelkeit und Erbrechen auftreten würden. Selbst wenn indessen von maximal drei Schwindelattacken pro Woche (unterschiedlichen Schweregrads) ausgegangen wird, lässt sich dies - angesichts der Tatsache, dass dies einem Durchschnitt von maximal zwei Schwindelattacken (unterschiedlichen Schweregrads) pro fünf Arbeitstage entspricht - mit der Einschränkung von 10 % ohne weiteres vereinbaren. Aktenwidrig ist schliesslich die Behauptung des Beschwerdeführers, die im Jahr 2002 aufgetretenen neurologischen Auffälligkeiten hätten keinen Eingang ins Gutachten des ABI gefunden, weshalb dieses unvollständig sei. Denn unter den im Gutachten aufgelisteten Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit findet sich die Eintragung "St. n. unklarem synkopalem Ereignis 8/2002 - seither rezidivfrei - Kontrolluntersuchung Neurologie Y.________ ohne Hinweise auf epileptisches Geschehen". 5.2 Das kantonale Gericht ist beim Einkommensvergleich von einem Valideneinkommen von Fr. 61'100.- und einem gestützt auf die vom Bundesamt für Statistik herausgegebene Lohnstrukturerhebung (LSE-Tabellen) ermittelten Invalideneinkommen von 41'614.- ausgegangen. Die beiden Vergleichseinkommen sind unbestritten und geben auch aufgrund der Akten zu keinen Bemerkungen Anlass. Ihre Gegenüberstellung führt zu einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 32 % (zur Rundung: BGE 130 V 121 E. 3.2 S. 122).