Citation: 8C_382/2016 E. 3.3

3.3. Dieser Argumentation der Vorinstanz kann in allen Teilen beigepflichtet werden, zumal Dr. med. D.________ ein reines Aktengutachten erstellt und seine Stellungnahme vom 16. Juni 2010 vorwiegend auf das anlässlich der durchgeführten Observation zusammengetragene Bildmaterial und die Berichterstattung darüber vom 25. April 2010 gestützt hat, ohne den Beschwerdegegner je persönlich gesehen und untersucht zu haben. Sein Bericht vom 16. Juni 2010 erscheint deshalb nicht als geeignet, die bis dahin von den Ärzten des Spitals F.________ und vom Hausarzt Dr. med. C.________ wiederholt bescheinigten Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit in Frage zu stellen. Dass das kantonale Gericht diesem Dokument keine massgebliche Bedeutung beigemessen hat, ist daher nicht zu beanstanden. Der Vorwurf, damit der Untersuchungspflicht (Art. 61 lit. c ATSG) nicht nachgekommen zu sein, ist - entgegen der Argumentation in der Beschwerdeschrift - nicht berechtigt. Die Absolvierung eines Sprachkurses in Spanien allein spricht noch nicht - wie geltend gemacht - gegen das Bestehen einer Arbeitsunfähigkeit. Auch dass der Beschwerdegegner während seines Sprachaufenthaltes seine Freizeit halbtags dafür einsetzte, Pflanzen für seine Ausstellungen auszusuchen, stellt noch nicht einen Einsatz dar, welcher der üblichen Tätigkeit des Geschäftsführers einer Gartenbaufirma entspricht, auch wenn diese Aktivität - als Nebeneffekt - für den Betrieb von Nutzen gewesen sein mag. Zu beachten ist auch, dass sich die bei einer Observation gewonnenen Erkenntnisse in der Regel auf Momentaufnahmen beschränken, die keine zuverlässigen Aufschlüsse über die Möglichkeit entsprechender Arbeitseinsätze über eine gewisse Dauer hinweg erlauben. Kommt hinzu, dass der Bericht des Dr. med. D.________ vom 16. Juni 2010 noch vor dem Rückfall vom 21. Dezember 2010 verfasst worden ist, womit der aktuelle Stand der gesundheitlichen Entwicklung keine Berücksichtigung finden konnte. Unter diesen Umständen ist mit der Vorinstanz darauf zu schliessen, dass die Beobachtungen anlässlich der durchgeführten Observation keine verwertbaren Rückschlüsse auf das verbliebene Leistungsvermögen zulassen, sondern lediglich Spekulationen darüber ermöglichen. Ausführungen zur Zulässigkeit der Observation erübrigen sich damit (vgl. E. 3.1 hievor).