Citation: 8C_38/2013 E. 4.5.2

4.5.2. Laut Bericht vom 14. Juli 2009 führte die RAD-Ärztin eine persönliche Untersuchung des Versicherten durch und erstellte anhand der festgestellten Funktionseinschränkungen folgendes Belastungsprofil: Kein Arbeiten an gefährlichen Maschinen, kein Arbeiten, welches räumliches Sehen benötigt oder ein optimales Gesichtsfeld, Tätigkeiten ohne Fahrtätigkeit, ohne Schicht- oder Nachtarbeit aufgrund des Diabetes mellitus mit genügender Möglichkeit regelmässiger Blutzuckermessungen und Nahrungsaufnahme und ohne Tätigkeiten, die ein Ersteigen von Leitern oder Gerüsten beinhalten oder Arbeiten auf dem Dach, sowie keine Tätigkeiten auf unebenem Gelände oder die eine Gehstrecke über 200 Meter erfordern. Bezüglich des insulingeführten Diabetes mellitus mit vermehrter Müdigkeit, regelmässigen Blutzuckerkontrollen und einer regelmässigen Nahrungszufuhr ist gemäss RAD-Ärztin von einer Leistungseinbusse von 20 Prozent auszugehen. Eine 20 Prozent übersteigende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit seit 1999 lasse sich spätestens ab September 2008 nicht eruieren. Eine massgebliche Verbesserung oder Verschlechterung des Gesundheitszustandes sei seit der letzten Beurteilung gemäss Feststellungsblatt der IV-Stelle vom 3. Oktober 2003 nicht eingetreten. Eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit für Tätigkeiten, welche Ansprüche an das Sehvermögen stellten, sei bereits im Jahre 1999 postuliert worden.