Citation: 4A_672/2012 E. 3.2.5

3.2.5. Die Beschwerdeführerin macht sodann geltend, die Vorinstanz habe ihren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, indem sie Ansprüche beurteilt habe, " die im Request for Arbitration lediglich provisorisch geltend gemacht und danach geändert " worden seien, während sie " die in der Klage definitiv geltend gemachten Ansprüche " ignoriert habe. Auch in diesem Zusammenhang wirft die Beschwerdeführerin der Vorinstanz diverse " aktenwidrige " Feststellungen vor. Die Vorwürfe treffen - wie die Beschwerdegegnerin zu Recht einwendet - schon deshalb nicht zu, weil die Beschwerdeführerin in ihrer Klage ( " Statement of Claim " ) vom 29. Juli 2011, Ziff. 238, selber ausführt: "In its Request for Arbitration, X.________ has claimed 'refund of prepayments' (USD 467'126.40) and 'repurchase costs' (USD 30'844.80) which claims were fully set-off against the Z.________ invoices. In this Statement of Claim, X.________ raises exactly the same claims, yet it has refined these claims into various subdivisions (...). The identity of these claims becomes apparent on the basis of the following table." (Hervorhebung hinzugefügt) Die Beschwerdeführerin gibt also selber zu, dass sie in ihrer Klage ( " Statement of Claim " ) keine anderen Ansprüche als in der Einleitungsanzeige ( " Request for Arbitration " ) geltend gemacht habe, womit ihrer Rüge, die Vorinstanz habe anstatt auf die Klage auf die Einleitungsanzeige abgestellt und damit die " definitiv geltend gemachten Ansprüche " ignoriert, die Grundlage entzogen ist. Abgesehen davon hält das Schiedsgericht in Ziff. 37 des angefochtenen Entscheids ausdrücklich fest, dass es auf die Rechtsbegehren des " Statement of Claim " abstelle. Von einem Ignorieren kann keine Rede sein.