Citation: H 24/98 04.07.2000 E. 5

5.- Das kantonale Gericht hat verbindlich festgestellt (vgl. Erw. 1 hievor), dass die nachmalige Konkursitin die paritätischen Sozialversicherungsbeiträge für die Zeit ab August 1992 bis zur Konkurseröffnung am 1. März 1993 nicht abgeliefert hat. Allerdings betrachtete die Vorinstanz den Beschwerdeführer für die Zahlungsperioden August bis Oktober 1992 als exkulpiert, sodass aus der Folgezeit bis zur Konkurseröffnung ein Schaden von Fr. 136'042. 25 resultierte. Damit verstiess die Firma gegen die Beitragszahlungspflicht und missachtete Vorschriften im Sinne von Art. 52 AHVG. Dieses Verschulden der Arbeitgeberin hat die Vorinstanz zu Recht dem Beschwerdeführer als einzigem Verwaltungsratsmitglied und Verwaltungsratspräsidenten als grobfahrlässiges Verhalten angerechnet: Nach dem Scheitern der Kreditverhandlungen am 10. Dezember 1992 mit den Gläubigerbanken und der damit verbundenen Pflicht, bis Ende Dezember 1992 zwei Darlehen in der Höhe von Fr. 11,5 Mio. zurückzuzahlen, durfte der Beschwerdeführer angesichts der massiven Überschuldung des Betriebes, wie sie bereits im provisorischen Zwischenabschluss per 30. September 1992 zum Ausdruck kam, ungeachtet der weiteren Sanierungsbemühungen (u.a. Versuch eines Teilverkaufs der Liegenschaft der Firma in der Höhe von Fr. 1,5 Mio. im Februar 1993) nicht (mehr) davon ausgehen, dass es sich bei den finanziellen Schwierigkeiten der Firma um bloss vorübergehende Liquiditätsprobleme handelte. Vielmehr musste spätestens ab diesem Zeitpunkt ernsthaft mit der Notwendigkeit einer Betriebsschliessung gerechnet werden. Unter diesen Umständen wäre er verpflichtet gewesen, für eine ordnungsgemässe Bezahlung der ab dem 10. Dezember 1992 fälligen Beiträge zu sorgen. Im Hinblick auf den drohenden Konkurs hätte er keine Lohnzahlungen mehr veranlassen dürfen, ohne die jeweiligen Sozialversicherungsbeiträge ordnungsgemäss abzuführen. Daraus folgt aber auch, dass für die Verschuldensfrage ohne Belang ist, wer die Kreditverhandlungen letztlich zum Scheitern gebracht hat, was der Beschwerdeführer bei seinen Vorbringen übersieht.