Citation: 4P.250/1999 11.04.2000 E. 2.-

a) Bereits im Verfahren vor erster Instanz bestritt der Beschwerdeführer die Aktivlegitimation des Beschwerdegeg- ners und machte geltend, Partei der fraglichen "Dienstleis- tungsvereinbarung" sei die Erbengemeinschaft Dürckheim. Der Beschwerdegegner legte hierauf zusammen mit der Replik pro- zessual rechtzeitig eine Abtretungserklärung ins Recht, wo- nach ihm die Erbengemeinschaft Dürckheim, bestehend aus dem Beschwerdegegner selbst und seiner Schwester, sämtliche ihr zustehenden Rechte gegen den Beschwerdeführer, insbesondere aber die Restforderung von DM 323'000.-- zediere. In der Dup- lik wandte der Beschwerdeführer hiergegen ein, der Beschwer- degegner habe keine Erbenbescheinigung vorgelegt und damit die Zusammensetzung der Erbengemeinschaft Dürckheim nicht nachgewiesen. Dennoch erachtete das Kantonsgericht es als erstellt, dass die Erbengemeinschaft nur aus dem Beschwerde- gegner und dessen Schwester bestehe. Der Beschwerdeführer habe keine weiteren Erben genannt und damit die Darstellung des Beschwerdegegners nicht substanziiert bestritten. b) Im kantonalen Berufungsverfahren stellte sich der Beschwerdegegner erstmals auf den Standpunkt, bei der "Dürck- heim Erbengemeinschaft" handle es sich nicht um eine Erbenge- meinschaft im zivilrechtlichen Sinne, sondern um eine bürger- liche Gemeinschaft im Sinne des deutschen BGB, welche der einfachen Gesellschaft gemäss Art. 530 ff. OR entspreche. Zum Nachweis der Zusammensetzung dieser Gemeinschaft reichte er eine Bescheinigung des Finanzamtes Bayern ein. Das Oberge- richt hielt im angefochtenen Urteil indessen fest, welche Rechtsform die fragliche Gemeinschaft habe, sei letztlich un- erheblich, sofern deren Mitglieder ihren Anspruch an den Be- schwerdegegner rechtsgültig abgetreten hätten. Das neu einge- reichte Beweismittel wies es unter Hinweis auf das Novenver- bot gemäss § 205 ZPO/ZG aus dem Recht. Es hielt aber dennoch dafür, der bloss formale Hinweis des Beschwerdeführers, es fehle eine amtliche Bescheinigung bezüglich Zusammensetzung der Erbengemeinschaft, genüge nicht, um die Überzeugung des Gerichts umzustossen, dass die Erbengemeinschaft nur aus dem Beschwerdegegner und seiner Schwester bestehe. In den gesam- ten Akten finde sich kein Hinweis darauf, dass noch andere Personen der "Erbengemeinschaft Graf Dürckheim" angehören könnten. Ferner seien auch in der zunächst beim Landgericht Aachen eingereichten Klage der Beschwerdegegner und seine Schwester als Kläger genannt worden.