Citation: 2C_909/2019 E. 3.4.2

3.4.2. Das Bundesgericht verkennt nicht, dass es sich für ein Gericht je nach Konstellation als notwendig erweisen kann, sich im Rahmen einer mündlichen Anhörung einen unmittelbaren persönlichen Eindruck einer Person zu verschaffen. Weil der Anspruch, persönlich angehört zu werden, jedoch nicht generell besteht (vorne E. 3.2), obliegt es der Partei, die sich darauf beruft, darzulegen, inwiefern es unter den gegebenen Umständen entscheidend ist, dass das Gericht einen persönlichen Eindruck als solchen über die Partei gewinnen kann. Dies gilt umso mehr, wenn eine erneute Befragung beantragt wird (vgl. BGE 142 I 188 E. 3.3 S. 193 f.). Eine persönliche Anhörung der Beschwerdeführerin durch die Vorinstanz war auch gestützt auf Art. 12 Abs. 2 des Übereinkommens vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes (KRK; SR 0.107) nicht zwingend angezeigt. Die Beschwerdeführerin konnte sich bereits mündlich und schriftlich in das Verfahren einbringen (vorne E. 3.4.1). Zudem konnten ihre Interessen, die vorliegend mit denjenigen der Mutter übereinstimmen, von dieser hinreichend wahrgenommen werden (vgl. Urteil 2C_356/2014 vom 27. August 2014 E. 4.1).