Citation: 6B_57/2021 E. 2.3

2.3. Der Beschwerdeführer scheint in casu die Tragweite der bundesgerichtlichen Kognition zu verkennen. So handelt er seine Rügen zur Feststellung des Parteiwillens zwar unter dem Titel "Sachverhalt einschliesslich Vertragsauslegung" ab, er stützt seine Ausführungen jedoch auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zur objektivierten Vertragsauslegung, bei welcher es sich, wie erwogen, um eine Rechtsfrage handelt. Die Vorinstanz äussert sich nicht ausdrücklich zur Natur der von ihr vorgenommenen Auslegung des Parteiwillens. Sie stellt insbesondere nicht fest, dass sich kein übereinstimmender wirklicher Wille der Parteien in den Zeitpunkten der Vertragsschlüsse feststellen lasse. Angesichts des Vorrangs der subjektiven Vertragsauslegung (und da eine objektivierte Auslegung nur zum Zuge kommen kann, wenn die Eruierung des wirklichen Willens scheitert) ist davon auszugehen, dass ihre Ausführungen den tatsächlichen und nicht den mutmasslichen Willen der Parteien betreffen. Dies legt im Übrigen auch verschiedentlich der Wortlaut des angefochtenen Urteils nahe (vgl. z.B. "im Übrigen ist klar, dass von Anfang an ein Darlehens- und nicht ein Hinterlegungsvertrag abgeschlossen wurde"; vorinstanzliches Urteil S. 15). Die tatsächlichen Erwägungen der Vorinstanz zum Willen der Parteien bei Vertragsabschluss sind durch das Bundesgericht mithin nur auf Willkür überprüfbar.