Citation: 9C_81/2019 E. 4.4

4.4. Aus dem angefochtenen Entscheid geht hervor, weshalb die Vorinstanz auf das neuropsychologische Teilgutachten des MZR abgestellt hat. Hier kann von einer Verletzung der Begründungspflicht als Teilgehalt des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV; zur Begründungspflicht vgl. BGE 142 II 49 E. 9.2 S. 65) keine Rede sein. Dies hat auch in Bezug auf den Vorwurf der Versicherten zu gelten, wonach sich das kantonale Gericht weder mit den Ausführungen des Dr. med. B.________ und dessen EEG-Monitoring, das am 22. März 2016 bei ihm durchgeführt worden sei (Bericht vom 24. März 2016), noch mit dem Bericht von Frau lic. phil. D.________ und des Dr. med. E.________ vom 10. Mai 2016 auseinandergesetzt habe. Der Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt vom Gericht nicht, dass sich die Begründung mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Im angefochtenen Entscheid sind die entscheidwesentlichen Faktoren hinlänglich festgestellt und gewürdigt worden, so dass die Beschwerdeführerin sich über dessen Tragweite ein Bild machen und diesen sachgerecht anfechten konnte (zum Ganzen: BGE 137 II 266 E. 3.2 S. 270 mit Hinweisen). Schliesslich kann der Vorinstanz auch keine Verletzung von Bundesrecht vorgeworfen werden, indem sie dem neuropsychologischen Gutachten des MRZ Beweiskraft zugemessen hat. Denn die Neuropsychologin hat sich entgegen der Beschwerdeführerin zum Vorgutachten der MEDAS Ostschweiz vom 17. April 2014 geäussert. Ausserdem ist der Gutachterin des MZR der Bericht von Frau lic. phil. D.________ und des Dr. med. E.________ vom 10. Mai 2016 bekannt gewesen. Dies geht aus Punkt 1.4 in der Expertise mit dem Titel "Aktenauszug" hervor. Dass die Neuropsychologin zum Bericht vom 10. Mai 2016 nichts weiter angemerkt hat, führt nicht dazu, dass dem Gutachten der Beweiswert abzuerkennen ist. Denn im Rahmen einer Exploration ist nicht erforderlich, dass die Gutachter zu jedem Bericht der behandelnden Ärzte Stellung nehmen müssen (Urteil 9C_344/2012 vom 24. Oktober 2012 E. 4.7). Zum Schreiben des Dr. med. B.________ betreffend das durchgeführte EEG-Monitoring hat im Übrigen der Neurologe Dr. med. C.________ vom MZR in seinem Teilgutachten berichtet, dass das EEG-Monitoring keine epilepsietypischen Potenziale gezeigt habe.