Citation: 1C_160/2019 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer erachtet die regierungsrätliche Praxis, der sich die Vorinstanz angeschlossen hatte, bei der Anwendung von § 16 Abs. 2 lit. e aV PBG als mit dem Sinn und Zweck der Bestimmung nicht vereinbar. Diese Praxis führe auch im konkreten Fall zu einem offensichtlich unrichtigen Ergebnis. Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, dass der Verordnungswortlaut von Vorbauten, Veranden und Terrassen ausgehe und es sich somit nicht um Bauteile handle, die nur einseitig verglast seien. Auch einspringende verglaste Balkone würden von der Ausnützungsprivilegierung nicht erfasst. Die Vorinstanz hat jedoch nachvollziehbar dargelegt, dass nur die beiden in § 16 Abs. 2 lit. e aV PBG genannten Voraussetzungen - weniger als 15% der Summe aller anrechenbaren Geschossflächen und das Fehlen heiztechnischer Installationen - massgebend sind. Das Abstellen allein auf die beiden Erfordernisse erweist sich als klar und praktikabel, währenddem die Einführung weiterer Erfordernisse, wie sie der Beschwerdeführer verlangt, zu Unklarheiten und Interpretationsschwierigkeiten führen könnte. So will der Beschwerdeführer beispielsweise bei ins Gebäude eingelassenen Bauteilen die Privilegierung nicht gewähren und auch den Begriff "Balkon" nur in einem sprachlich engen Sinn auf die Bestimmung von § 16 Abs. 2 lit. e aV PBG anwenden. Dass die von der Vorinstanz vorgenommene Auslegung von § 16 Abs. 2 lit. e aV PBG zu einem sinn- und zweckwidrigen Ergebnis führen soll, ist nicht erkennbar.