Citation: 8C_359/2022 E. 5.3

5.3. Nicht stichhaltig sind des Weiteren die Vorbringen gegen die Beweiskraft des medaffairs-Gutachtens vom 11. September 2020. Soweit der Beschwerdeführer das Alter des Gutachtens bemängelt, dringt er damit nicht durch. Die Renteneinstellungsverfügung vom 23. August 2021 erging zum einen weniger als ein Jahr nach Fertigstellung des Gutachtens. Zum andern schmälert auch der Umstand, dass die neurologische Untersuchung bereits am 29. November 2019 und die psychiatrische am 10. Dezember 2019 stattfanden, den Beweiswert nicht per se (BGE 134 IV 246 E. 4.3; Urteil 8C_449/2017 vom 7. März 2018 E. 3.2.3 mit Hinweis), worauf bereits die Vorinstanz hinwies. Zu wiederholen ist, dass es rechtsprechungsgemäss keinen absolut geltenden Grenzwert als formelles Kriterium für die Frage gibt, ab wann ein Gutachten zu lange zurück liegt, um eine zuverlässige Beurteilungsgrundlage darzustellen. Dies ist vielmehr jeweils unter Einbezug der konkreten Umstände zu beurteilen. Massgebend ist dabei, ob Gewähr dafür besteht, dass sich die Ausgangslage seit der Erstellung des Gutachtens nicht gewandelt hat (vgl. Urteile 8C_295/2021 9. August 2021 E. 6.3.1; 8C_143/2019 vom 21. August 2019 E. 4.1; 8C_125/2016 vom 4. November 2016 E. 4.3.4). Der Beschwerdeführer nennt keine gesundheitlichen Aspekte, die auf eine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustands im Nachgang zur neurologischen oder psychiatrischen Begutachtung schliessen liessen.