Citation: C 199/03 09.12.2003 E. 2

2.1 Die Verwaltung hat sich in ihrer Verfügung vom 18. September 2002 auf den Standpunkt gestellt, beim beabsichtigten Besuch des Vitalstoff-Therapie-Seminars stehe das weitere persönliche und berufliche Fortkommen im Vordergrund. Die Versicherte habe in den letzten Jahren als Drogistin gearbeitet und der beantragte Kurs sei weder dafür bestimmt noch dazu geeignet, ihre Vermittelbarkeit im ausgeübten Beruf erheblich zu fördern. In seiner Vernehmlassung zur vorinstanzlichen Beschwerde führte das Amt für Wirtschaft und Arbeit weiter aus, die Versicherte verfüge über ausreichende Qualifikationen, sie habe bereits während ihrer Berufstätigkeit als Drogistin verschiedene Kurse, insbesondere auch im Gebiet der Vitalstofftherapie besucht, weshalb anzunehmen sei, dass sie den anbegehrten Kurs auch dann besuchen würde, wenn sie nicht arbeitslos wäre. Überwiegen würden somit die bildungsmässige und wirtschaftliche Verbesserung im Sinne der allgemeinen beruflichen Weiterbildung und nicht die Verbesserung der Einsatzmöglichkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Im angefochtenen Entscheid vom 23. Juni 2003 gelangte die Vorinstanz zum Schluss, es fehle angesichts der beruflichen Qualifikationen der Versicherten als gelernte Drogistin mit guter Ausbildung und mehrjähriger Berufserfahrung, die bereits mehrere, unter anderem auch in Vitalstofftherapie, Fortbildungskurse besucht hatte, an der Voraussetzung, dass die Vermittlung im Sinne von Art. 59 Abs. 1 AVIG unmöglich oder stark erschwert sei. Auch wenn sie trotz zahlreicher Bewerbungen bis im Januar 2003 noch keine Stelle gefunden hatte, müsse davon ausgegangen werden, dass es ihr auch ohne die gewünschte Weiterbildung möglich sein sollte, eine Stelle zu finden. Daraus, dass ihr bereits einmal ein Kursbesuch in Vitalstofftherapie bewilligt wurde, könne kein Anspruch auf die Gewährung von weiteren gleichartigen Kursen abgeleitet werden. 2.2 Nach Abschluss ihrer Ausbildung als Drogistin war die Beschwerdeführerin vom 1. Juni 1995 bis am 31. August 1998 und vom 15. März 1999 bis am 31. August 2002 in ihrem Beruf tätig. Während dieser Zeit hat sie bereits verschiedene Kurse besucht und es wurde ihr vom Amt für Wirtschaft und Arbeit die Übernahme der Kosten für einen Fortbildungskurs vom 28. Januar bis 11. März 1999 gewährt. In ihrer Verwaltungsgerichtsbeschwerde macht die Versicherte geltend, der beantragte Kurs, den sie inzwischen besucht habe, sei für die Erneuerung ihres Wissens bezüglich Neueinführungen diverser Medikamente von entscheidender Bedeutung gewesen und stelle in ihrem Beruf nichts Besonderes dar, sondern gehöre zur verlangten Weiterbildung. Erst nach deren Absolvierung und nachdem sie während sechs Monaten arbeitslos gewesen war, sei es ihr gelungen, wieder eine Stelle als Drogistin zu finden. Auch aus gesundheitlichen Gründen habe sie lange Zeit nicht arbeiten können und sei mit ihrem beruflichen Wissensstand nicht mehr auf dem neusten Stand gewesen. 2.3 Wie die Vorinstanz zutreffend erkannt hat, gibt es praktisch durchaus Arbeitsplätze, welche für die Beschwerdeführerin mit ihren zahlreichen zusätzlich zur Grundausbildung erworbenen Qualifikationen und beruflichen Erfahrungen vom Anforderungsprofil her auch ohne Absolvierung des streitigen Kurses in Frage kommen. Dass sie nicht mehr über eine den berufsspezifischen Anforderungen genügende Ausbildung verfügt hätte, kann nach Lage der Akten nicht gesagt werden. Trotz fehlenden oder wenigen freien Stellen kann keine zumindest starke Erschwerung der Vermittelbarkeit der Beschwerdeführerin angenommen werden. Zwar dürfte sich der Kursbesuch - wie jede berufliche Weiterbildung (vgl. ARV 1999 Nr. 12 S. 66 Erw. 2) - positiv auf die Vermittelbarkeit ausgewirkt haben, was aber für sich allein praxisgemäss gerade nicht genügt. Nach den Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde muss davon ausgegangen werden, dass Kurse von der hier beanspruchten Art zur berufsüblichen, ständigen Qualifizierung im Sinne einer Weiterbildung zählen, welcher sich eine Drogistin auch dann unterzieht, wenn sie eine Stelle hat. Daher lässt sich der angefochtene Entscheid nicht beanstanden.