Citation: 6B_146/2017 E. 1.2.3

1.2.3. Auch die vorinstanzliche Strafschärfung aufgrund der Tatmehrheit ist nachvollziehbar: Dem Beschwerdeführer werden mehrfache Schändungen zum Nachteil von fünf weiteren Mädchen im Alter zwischen zwei und acht bzw. in einem Fall zwischen zehn und zwölf Jahren vorgeworfen. Der Vorinstanz ist zuzustimmen, dass diese Taten, wobei es sich unbestrittenermassen um jeweils mehrminütiges manuelles oder orales Stimulieren der Scheide sowie um mehrfache versuchte anale Penetration handelte, ebenfalls sehr gravierende Übergriffe darstellen. Namentlich letztere gingen nur geringfügig weniger weit als die schwerste Tat. Sie wiegen daher kaum leichter als diese. Die vorgenommene Strafschärfung um 3 ½ Jahre aufgrund der wiederholten Schändungen mehrerer teilweise sehr junger Mädchen liegt innerhalb des vorinstanzlichen Ermessens und korrespondiert mit dem nachvollziehbar als schwer bis mittelschwer beurteilten Verschulden des Beschwerdeführers bei egoistischen Beweggründen, wiederholter Tatbegehung sowie planmässigem und zielgerichtetem Vorgehen. Entgegen seiner Auffassung ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz das Einverständnis der Mädchen auch hier nicht zu seinen Gunsten berücksichtigt. Angesichts des teilweise sehr jungen Alters kommt der Einwilligung keine entscheidende Bedeutung zu. Sie muss somit keineswegs zu einer Strafminderung führen (vgl. dazu oben E. 1.2.2). Daran ändert nichts, dass es sich bei der fehlenden gültigen Einwilligung bereits um ein Tatbestandsmerkmal der Schändung handelt (vgl. oben E. 1.2.2). Gleichfalls nachvollziehbar ist die Erhöhung der Strafe um weitere 2 ½ Jahre infolge Idealkonkurrenz sämtlicher Taten mit dem Tatbestand der sexuellen Handlungen mit einem Kind sowie um 3 Monate für die Herstellung von Pornografie. Die Vorinstanz würdigt die wiederholte Tatbegehung auch insoweit zu Recht als erheblich verschuldenserhöhend, zumal sich die Delikte über mehrere Jahre hinzogen. Sie legt dar, dass jedenfalls die sexuelle Entwicklung des am schwersten betroffenen Mädchens durch die Handlungen des Beschwerdeführers nachweislich erheblich beeinträchtigt wurde. Angesichts der Intensität der Übergriffe sei auch bezüglich der übrigen Kinder nicht bloss von untergeordneten Folgen auszugehen. Es ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz der Einwilligung der Opfer auch bei diesem Tatbestand nur leicht verschuldensmindernd Rechnung trägt. Sie begründet dies nachvollziehbar damit, dass insgesamt nur in einem Fall von einer gültigen Einwilligung auszugehen sei und es sich durchwegs um Mädchen im vorpubertären Alter gehandelt habe. Die Vorinstanz verletzt kein Bundesrecht, wenn sie der Einwilligung derart junger Mädchen nicht weitergehend Rechnung trägt, wie dies etwa bei einem Kind knapp unterhalb der gesetzlichen Altersgrenze vorstellbar wäre. Ausserdem weist sie zu Recht darauf hin und wirkt für den Beschwerdeführer belastend, dass er sich bei einem folgenden Vorfall über den vormals klar geäusserten Willen eines Mädchens, welches keine Berührung seines Vaginalbereichs wollte, hinwegsetzte. Ferner berücksichtigt sie, dass es hinsichtlich der sexuellen Handlungen mit Kindern nur einmal beim Versuch blieb.