Citation: 8C_586/2015 E. 4.3

4.3. Weiter bringt die Beschwerdeführerin vor, den beschriebenen Einschränkungen in der Leistungsfähigkeit sei zumindest im Rahmen eines Abzugs vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen, wobei ein Abzug von 25 Prozent als angemessen erscheine. Der Abzug beschlägt die Frage, ob aufgrund persönlicher und beruflicher Merkmale einer versicherten Person mit Bezug auf eine konkret in Betracht fallende Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage verglichen mit einem gesunden Mitbewerber nur bei Inkaufnahme einer Lohneinbusse reale Chancen für eine Anstellung bestehen. Relevante Umstände sind leidensbedingte Einschränkungen, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad (vgl. BGE 126 V 75 E. 5b/bb S. 80). Da Tätigkeiten, welche Einschränkungen wegen möglicher Nebenwirkungen der Medikamente verlangen, wie bereits erwähnt, wegfallen, rechtfertigt sich deswegen kein Abzug. Den Abzug von 10 Prozent vom Tabellenlohn begründet die Vorinstanz mit der Unzumutbarkeit von Nachtarbeit und dem Leisten von Überstunden, der Gefahr überdurchschnittlicher Krankheitsabsenzen, verminderter Flexibilität und verstärkter Rücksichtnahme seitens der Vorgesetzten und damit zur Hauptsache mit den von der Beschwerdeführerin genannten Einschränkungen, weshalb nicht weiter darauf einzugehen ist. Die Höhe des im konkreten Fall vorgenommenen Leidensabzugs kann das Bundesgericht lediglich auf Überschreitung, Missbrauch und Unterschreitung des vorinstanzlichen Ermessens überprüfen (vgl. BGE 137 V 71 E. 5.1 S. 72 f. mit Hinweis). Der vom kantonalen Gericht vorgenommene Abzug von 10 Prozent hält dieser Überprüfung stand und kann jedenfalls nicht als Ergebnis rechtsfehlerhafter Ermessensausübung betrachtet werden.