Citation: 6B_1087/2022 E. 6.4

6.4. Die gegen die vorinstanzliche Beweiswürdigung gerichteten Vorbringen der Beschwerdeführerin erweisen sich insgesamt als unbehelflich. Mit ihren Ausführungen vermag sie, soweit darauf überhaupt eingetreten werden kann, keine willkürliche Beweiswürdigung zu belegen. Die Vorinstanz würdigt die Aussagen der Beschwerdeführerin eingehend und gelangt überzeugend zum Schluss, dass ihre Version in verschiedenen Punkten, auf die sie näher eingeht, nicht zu überzeugen vermag (angefochtenes Urteil S. 14 f. und 17 ff.). Die Beschwerdeführerin setzt sich in Zusammenhang mit der Rüge der willkürlichen Sachverhaltsfeststellung mit den schlüssigen Erwägungen der Vorinstanz nicht bzw. nicht rechtsgenüglich begründet auseinander. Sie beschränkt sich vor Bundesgericht im Wesentlichen darauf, ihre Sicht der Dinge zu schildern und der Vorinstanz vorzuwerfen, die Beweise und insbesondere ihre Aussagen nicht richtig bzw. zu Unrecht als nicht überzeugend gewürdigt zu haben (Beschwerde S. 4 f.). Die Beschwerde genügt in diesem Punkt den gesetzlichen Begründungsanforderungen (vgl. oben E. 2.2) nicht. Darauf ist nicht weiter einzugehen. Die Beschwerdeführerin führt unter Hinweis auf das Urteil 6B_257/2020 vom 24. Juni 2021 (BGE 147 IV 409) allgemein aus, die Vorinstanz hätte bei der Beweiswürdigung die bei ihr diagnostizierte posttraumatische Belastungsstörung sowie die sich daraus ergebenden Konsequenzen auf ihr Aussageverhalten zwingend berücksichtigen müssen (Beschwerde S. 4 f. und 6). Indem sie sich auf eine solche posttraumatische Belastungsstörung beruft, weicht die Beschwerdeführerin von den von der Vorinstanz festgestellten Tatsachen ab (Art. 105 Abs. 1 BGG; vgl. oben E. 2.3), ohne rechtsgenüglich darzulegen, dass diese willkürlich festgestellt worden wären (vgl. Urteil 6B_957/2021 vom 24. März 2022 E. 2.8). Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, wie wissenschaftliche Erkenntnisse über das Verhalten von Opfern von Sexualstraftaten ihr Verhalten und insbesondere ihre widersprüchlichen Aussagen erklären könnten (vgl. Urteil 6B_957/2021 vom 24. März 2022 E. 2.8). Aus dem angefochtenen Urteil geht im Übrigen hervor, dass die Glaubhaftigkeit der Aussagen der Beschwerdeführerin auch auf der Grundlage anderer, von ihr in der Beschwerde nicht in Frage gestellter Elemente verneint wurde. Namentlich erwägt die Vorinstanz, dass keine der Auskunftspersonen je wahrgenommen habe, dass der Beschwerdegegner die Beschwerdeführerin bei einem konkreten Vorfall durch körperliche Gewalt oder eine ernsthafte Drohung zur Duldung des Geschlechtsverkehrs genötigt habe. Ebensowenig habe eines der gemeinsamen Kinder je geschildert, es sei wenige Tage vor der Verhaftung der Mutter (d.h. der Beschwerdeführerin) ein erzwungener Geschlechtsverkehr, wie er in der Anklageschrift als dritter Vorfall geschildert wird, erfolgt (angefochtenes Urteil S. 19). Weiter erwägt die Vorinstanz zu Recht, dass die Beschwerdeführerin im Verlauf der Untersuchung nicht konstant ausgesagt und aggraviert habe (angefochtenes Urteil S. 19), was in der Beschwerde nicht bestritten wird. Schliesslich erwähnt die Vorinstanz, die Beschwerdeführerin gebe als schlimmsten Vorfall an, sie hätte dem Beschwerdegegner auf dessen Wunsch einen Dildo anal einführen sollen, was sie abgelehnt habe (angefochtenes Urteil S. 15). Daraus und aus den allgemeinen Angaben zum Sexualleben während der Ehe (insbesondere aus dem von der Beschwerdeführerin untechnisch verwendeten Begriff der Vergewaltigung) schliesst die Vorinstanz auf die Unglaubhaftigkeit der Angaben der Beschwerdeführerin zu sämtlichen Sexualdelikten. Unter Berücksichtigung all dieser Umstände konnte die Vorinstanz die Glaubhaftigkeit der Aussagen der Beschwerdeführerin ohne Verletzung von Bundesrecht verneinen. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.