Citation: 4A_80/2009 05.06.2009 E. B

Per 1. Oktober 2003 übertrug die Beklagte das sogenannte "Family- Office" auf die C.________ AG, wobei D.________ für die Bereiche Steuern und Hypotheken zuständig sein sollte, während der Kläger die sozialen Kontakte zur Beklagten zu pflegen hatte. Am 4. Dezember 2003 unterzeichnete die Beklagte zudem einen Vermögensverwaltungsvertrag, durch welchen sie der C.________ AG ein Portefeuille zur selbständigen Verwaltung übertrug. Der Kläger stimmte der Betreuung der Beklagten durch D.________ zu. Am 5. März 2004 trafen sich D.________, die Beklagte und der Kläger in dessen Haus. D.________ legte der Beklagten eine Rechnung über Fr. 364'000.-- einer Aktiengesellschaft vor, in der er und der Kläger nachfolgend gemäss einer Vereinbarung der Aktionäre vom 26. Januar 2004 in den Verwaltungsrat gewählt wurden. Die Beklagte hatte sich einverstanden zu erklären, diesen Betrag auf ein Bankkonto von D.________ zu überweisen, der die Transaktion als Steueroptimierung ausgab, indem die Rechnung als Aufwand in Abzug gebracht werden könne und das Geld in Form von Wertpapieren steuerbefreit aus den USA auf das Depot der Beklagten zurückfliessen sollte. Dabei handelte es sich indessen um einen Betrug zum Nachteil der Beklagten, wie der Kläger sowie der Geschäftsführer der C.________ AG im Oktober 2004 schliesslich erkannten.