Citation: 6S.272/2004 28.02.2005 E. 4

Die Vorinstanz verletzt mit dem Nichtaufschub des Vollzugs der Freiheitsstrafe nicht Art. 44 Ziff. 1 i.V.m. Art. 43 Ziff. 2 Abs. 2 StGB. Insbesondere verletzt sie auch kein Bundesrecht, wenn sie die Gutachterin einerseits auf die einschlägige Rechtsprechung hinweist und ihr andererseits die vom Beschwerdeführer als notwendig erachteten Fragen nicht stellt. Der Hinweis auf diese Bundesgerichtsentscheide war möglicherweise nicht notwendig. Er war aber jedenfalls nicht irreführend und für eine Gutachterin verständlich. Die Fragen, welche die Vorinstanz gemäss den Vorstellungen des Beschwerdeführers der Gutachterin hätte stellen sollen, waren in Ziff. 4.4 des Gutachtens vom 18. November 2003 (kantonale Akten, act. 47) sowie in der Ergänzung vom 23. Dezember 2003 (act. 51) grundsätzlich bereits beantwortet. So hielt die Gutachterin fest, dass sie eine solche Massnahme im Strafvollzug als wenig sinnvoll erachte. Der Beschwerdeführer richtet sich im Übrigen eher gegen die Qualität des Gutachtens, was indessen mit staatsrechtlicher Beschwerde gerügt werden müsste. Der Einwand, die von der Vorinstanz in ihrem Hinweis erwähnten Entscheide beträfen Fälle mit klar über 18 Monaten, ist unbehelflich. Diese Entscheide enthalten die allgemein geltenden Grundsätze. Ferner ist auch eine Freiheitsstrafe von 15 Monaten als "längere" Freiheitsstrafe zu bezeichnen. Es kann auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Art. 36a Abs. 3 OG; angefochtenes Urteil S. 12/13).