Citation: 5A_915/2016 E. 6.2.1

6.2.1. Im Zusammenhang mit der "Rechtsverzögerungsbeschwerde II (Kindesschutz, Geeignete Massnahme/Unabhängige medizinische Untersuchung) " hat das Obergericht erwogen, der Bezirksrat habe sich im Beschluss vom 2. Mai 2016 nicht nur mit der Sistierung der Besuche und des Skype-Kontakts, sondern ebenso mit dem Vorwurf der Rechtsverzögerung befasst und diesen als unbegründet erachtet. Das Obergericht habe überdies in seinem Entscheid vom 15. August 2016, der den Beschluss des Bezirksrats vom 2. Mai 2016 betroffen habe, bemerkt; "Würde von einer Rechtsverzögerungsbeschwerde ausgegangen, erwiese sich diese als unbegründet". Damit bestehe keine Veranlassung, erneut auf den Vorwurf der Rechtsverzögerung zurückzukommen. Seit Erlass des ersten bezirksrätlichen Beschlusses vom 2. Mai 2016 hätten die Akten in der Sache der Beschwerdegegnerin nicht zur Verfügung gestanden. Sie seien am 15. August 2016 an den Bezirksrat überwiesen worden, der am 30. August 2016 den nunmehr angefochtenen Beschluss erlassen habe. Dessen Anfechtung durch den Beschwerdeführer habe zur Folge, dass die Akten der Beschwerdegegnerin nach wie vor nicht zur Verfügung gestanden seien. Zwar sei dem Beschwerdeführer darin beizupflichten, dass insbesondere bei dringend erforderlichen Massnahmen nicht sämtliche Akten zur Verfügung stehen müssen. Objektive Anhaltspunkte für die behauptete Dringlichkeit fänden aber in den Akten keine Stütze: Die Tochter werde gemäss Bestätigung von Dr. med. D.________ vom 14. Dezember 2015 seit August 2015 psychiatrisch betreut und der Beschwerdeführer sei in den Monaten Januar und Februar 2016 mit der behandelnden Ärztin in Kontakt gestanden. Die Betreuung in ärztlichen und schulischen Belangen sei sichergestellt. Zwar habe die Beschwerdegegnerin in ihrem Entscheid vom 26. November 2015 angeordnet, auf die übrigen Anträge in der geplanten Verhandlung einzugehen; doch habe eine entsprechende Verhandlung bisher noch nicht stattgefunden. Die materielle Behandlung der Anträge des Beschwerdeführers durch die Beschwerdegegnerin habe indes durch die diversen Beschwerdeverfahren eine weitere Verzögerung erlitten. Mangels Nachweises besonderer Dringlichkeit erweise sich der Vorwurf der Rechtsverzögerung als nicht gerechtfertigt, zumal die Beschwerdeverfahren durch den Beschwerdeführer selbst veranlasst worden seien (2/13 f. III E. 5.2.2).