Citation: 1C_215/2022 E. 5.4

5.4. Die Vorinstanz führte im Rahmen der Interessenabwägung aus, gemäss einem Schreiben der B.________ AG vom 20. Oktober 2021 sei eine Restwassersanierung im Bereich Mittal geplant. Für die Realisierung des Projekts sei der Erwerb der Parzellen Nrn. 2261 und 2258 notwendig. Das Renaturierungskonzept halte fest, dass dem Gewässer im Interesse des Natur- und Landschaftsschutzes sowie des Hochwasserschutzes wieder mehr Raum gegeben werde. Die nach dem Hochwasser im Jahr 2011 erfolgten Terrainaufschüttungen hätten dazu geführt, dass die auentypische Vegetation verschwunden sei und die durch die Aufschüttung gewonnenen Flächen zum Teil illegal als Ablagerungsplatz für Bauschutt, Schnittgut und Aushub genutzt würden, was sich insbesondere auf der linken Flussseite auswirken würde; die Schutzziele des Natur- und Landschaftsschutzes würden dadurch nicht mehr erfüllt. Das Konzept sehe den Rückbau der aufgeschütteten Flächen und die fachgerechte Entsorgung von Altlasten wie Bauschutt und die mit Neophyten belasteten Böden vor. Das öffentliche Interesse am Landschafts- und Naturschutz sowie an der Durchsetzung des Prinzips der Trennung von Bau- und Nichtbauzone überwögen daher die privaten Vermögensinteressen der Beschwerdeführerin.