Citation: 6A.78/2002 07.02.2003 E. 1

In verfahrensrechtlicher Hinsicht wirft der Beschwerdeführer der Verwaltungsrekurskommission vor, sie habe weder ihn befragt noch eine öffentliche Verhandlung durchgeführt (Beschwerde S. 7 unten). 1.1 Der Entzug des Führerausweises zu Warnzwecken ist ein Entscheid über die Stichhaltigkeit einer strafrechtlichen Anklage im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 EMRK (BGE 121 II 22 E. 3c und 219 E. 2a). Der Betroffene hat daher im kantonalen Verfahren Anspruch auf eine öffentliche mündliche Verhandlung, sofern er eine solche eindeutig beantragt (BGE 127 II 129 unveröffentlichte E. 1b; 125 V 37 E. 2 S. 38; 121 II 22 E. 3c, 219 E. 2a). In diesem Rahmen hat der Betroffene auch Anspruch auf persönliche Anhörung (BGE 119 Ib 311 E. 7a S. 311). 1.2 Vorliegend konnte der Beschwerdeführer zum Verfahren Stellung nehmen (act. 7/24), und er hat diese Möglichkeit genutzt. Dass er die Durchführung einer öffentlichen Verhandlung und eine persönliche Befragung beantragt hätte, ist weder dargetan noch ersichtlich. Die Rüge einer Verletzung von Art. 6 Abs. 1 EMRK ist demnach unbegründet, soweit darauf einzutreten ist.