Citation: 4A_300/2013 E. 6.3.2

6.3.2. Weiter beanstandete die Beschwerdeführerin, dass die Beschwerdegegnerin 1 ihre Produktepalette als "hochwertige Qualitätsprodukte" anpreist. Die Vorinstanz erwog, diese Anpreisung dürfte von Kunden nicht als reine Marktschreierei verstanden werden, sondern auch Erwartungen hinsichtlich der Qualität des Produkts begründen. Dass die "NOVA Generation" diese Erwartung zu erfüllen vermöge, sei anerkannt. Hingegen seien sich die Parteien nicht einig über die Qualität der weiteren von der Beschwerdegegnerin 1 angebotenen Leuchtstoffröhren. Die Beschwerdeführerin räume jedoch ein, dass es sich bei der "NATURE Superb" und der "FRESH Light" um Produkte handle, die ihrem Preis entsprechend eine genügende Qualität aufweisen würden. Die "COOL Generation" werde von der Beschwerdeführerin als Standardprodukt bezeichnet. Die Vorinstanz erwog, eine derart zusammengesetzte Produktepalette von Standardprodukten und Lampen genügender und hochwertiger Qualität vermöge in ihrer Gesamtheit die Erwartungen, die beim Durchschnittskonsumenten mit der besagten Anpreisung geweckt würden, zu erfüllen, denn der Durchschnittskunde werde dieser zwar einen Teil Wahrheitsgehalt beimessen, sich jedoch bewusst sein, dass darin sicherlich auch ein marktschreierisches und damit übertreibendes Element enthalten sei. Die Beschwerdeführerin rügt auch in diesem Punkt den Verzicht auf ein Beweisverfahren und insbesondere auf Einholung eines Gutachtens als Verstoss gegen Art. 8 ZGB und Art. 29 Abs. 2 BV. Da die Vorinstanz ihrer Beurteilung indessen die tatsächlichen Zugeständnisse der Beschwerdeführerin hinsichtlich der Qualität der beschwerdegegnerischen Produkte zugrunde legte, erübrigte sich diesbezüglich ein Beweisverfahren. Die Rüge stösst ins Leere. Sodann zeigt die Beschwerdeführerin keine Verletzung von Art. 3 Abs. 1 lit. b UWG auf, indem sie die "Mischrechnung", wie sie die Vorinstanz vorgenommen habe, als unlogisch bezeichnet und in unzulässiger Erweiterung des im angefochtenen Urteil festgestellten Sachverhalts behauptet, der Durchschnitt der Produktepalette der Beschwerdegegnerin 1 sei zugegebenermassen nicht hochwertig. Die Vorinstanz hat zutreffend erkannt, dass die Anpreisung "hochwertige Produkte" beim Kunden gewisse Qualitätserwartungen weckt, andererseits aber auch ein übertreibendes Element erkennbar ist, zumal sich diese Anpreisung pauschal auf eine ganze Palette von Produkten mit unterschiedlichen Preisen bezieht, die auch unterschiedliche Qualität vermuten lassen. Es ist daher bundesrechtlich haltbar, wenn die Vorinstanz erkannte, in ihrer Gesamtheit werde die Produktepalette der Beschwerdegegnerin 1, die unbestrittenermassen auch Lampen von hochwertiger Qualität umfasst, den mit der besagten Anpreisung erweckten Erwartungen gerecht.