Citation: 6B_1179/2021 E. 6.2.8

6.2.8. Zu den Familienverhältnissen des Beschwerdeführers erwägt die Vorinstanz, dieser sei seit neun Jahren mit einer Schweizerin verheiratet. Er lebe zusammen mit ihr und der gemeinsamen Tochter (geb. im Juli 2019) in Y.________. Er bezeichne seine Beziehung zur Familie seiner Frau als sehr gut und ihre ganze Familie als seine Ersatzfamilie. Er mache geltend, eine Landesverweisung würde sein ganzes Leben kaputt machen. Er und seine Frau könnten es sich nicht vorstellen, in Costa Rica ein Leben aufzubauen. Weitere Blutsverwandte oder Familienangehörige habe der Beschwerdeführer in der Schweiz nicht (angefochtenes Urteil S. 44). Dass sowohl seine Tochter als auch seine Ehefrau unter den Schutzbereich von Art. 8 EMRK fallen und zur Kernfamilie des Beschwerdeführers zählen würden, sei offensichtlich. Er sei mit einem 100 %-Arbeitspensum der Haupternährer der Familie und habe seine familiären Verpflichtungen in der Vergangenheit sehr ernst genommen. Allerdings stünde dies allein einer Ausweisung nicht entgegen. Das Kindeswohl gebiete gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht, dass eine Eltern-Kind-Beziehung unter allen Umständen aufrechterhalten werden könne. Selbst dass eine enge Eltern-Kind-Beziehung wegen der Distanz zwischen der Schweiz und dem Heimatstaat praktisch nicht aufrecht erhalten werden könne, lasse gemäss Bundesgericht eine ausländerrechtliche Wegweisung nicht bereits als unverhältnismässig erscheinen. Dies gelte umso mehr bei der als strafrechtliche Massnahme ausgestalteten Landesverweisung (angefochtenes Urteil S. 44).