Citation: 4C.279/2000 11.01.2001 E. A

A.-Die Mercedes-Benz Automobil AG (Beklagte) und Pavel Vozeh (Kläger) schlossen am 24. März 1998 einen Kaufvertrag über einen Personenwagen "Mercedes-Benz E 430 Elegance". Der Kaufpreis betrug Fr. 102'968.--, wovon der Kläger eine Anzahlung von Fr. 20'000.-- leistete. Auf dessen ausdrücklichen Wunsch klärte der für die Beklagte handelnde Verkäufer ab, ob das serienmässig mit grün getönten Scheiben hergestellte Fahrzeug mit blau getönten Scheiben erhältlich sei. Dies wurde dem Kläger bestätigt und am 6. April 1998 als zusätzliche Bestellung zum Kaufvertrag schriftlich festgehalten. Als Liefertermin vereinbarten die Parteien "ca. August 1998". Mit Schreiben vom 4. September 1998 mahnte der Kläger die Beklagte, verlangte die Lieferung des Wagens innert 30 Tagen und behielt sich die gesetzlichen Verzugsfolgen ausdrücklich vor. In der als Nachtrag zum Kaufvertrag betitelten Vereinbarung vom 16. Oktober 1998 bezeichnete die Beklagte "ca. Dezember 1998" als Ablieferungstermin und führte unter den Ausstattungsmodalitäten auf: "693/wärmedämmendes Glas rundum blau Fr. 370. 00". Sie teilte dem Kläger sodann mit Schreiben vom 22. Oktober 1998 mit, die Lieferung des Fahrzeugs sei vom Importeur bestätigt worden. Sie erfolge spätestens anfangs 1999, weshalb die Beklagte davon ausgehe, die in Verzug Setzung vom 4. September 1998 sei hinfällig geworden. Aufgrund der Mitteilung der Beklagten vom 17. November 1998, dass eine Lieferung des Wagens mit blauen Gläsern nicht möglich sei, trat der Kläger mit Schreiben vom 20. November 1998 vom Vertrag zurück. Am 24. November 1998 teilte die Beklagte dem Kläger folgendes mit: "... Anlässlich der diversen Besprechungen ... mussten wir Sie dahingehend orientieren, dass das wärmedämmende Glas in blau bei der ELEGANCE-Ausführung werkseitig nicht lieferbar ist. Dazu machen wir Sie auf die beidseitig unterzeichneten Allgemeinen Vertragsbestimmungen, Punkt "Merkmale des Fahrzeuges", aufmerksam. Grünes anstelle von blauem Glas liegt absolut im Rahmen von "zumutbaren Änderungen". Auf solche Vorbehalte seitens des Herstellwerks können wir leider keinen Einfluss nehmen. " Der Kläger bestätigte hierauf am 26. November unter Rückforderung seiner Anzahlung seinen bereits mit Schreiben vom 20. November 1998 erklärten Vertragsrücktritt. Die Beklagte beharrte in der Folge auf ihrem Standpunkt, grünes statt blaues Glas stelle eine "zumutbare Änderung" im Sinne der allgemeinen Vertragsbedingungen dar, so dass der Kläger ihr 15 % des Verkaufspreises im Betrage von Fr. 17'266. 35 sowie die Miete für den Ersatzwagen von Fr. 2'044. 80, insgesamt Fr. 19'311. 15 inklusive Mehrwertsteuer, schulde.