Citation: 2C_1027/2020 E. 8.1

8.1. Das Kostendeckungsprinzip besagt, dass der Gebührenertrag die gesamten Kosten des betreffenden Verwaltungszweigs nicht oder nur geringfügig übersteigen soll (BGE 145 I 52 E. 5.2.2; 143 I 227 E. 4.2.2; 141 I 105 E. 3.3.2). Die Kosten umfassen auch Rückstellungen, Abschreibungen und Reserven in angemessenem Umfang (BGE 143 I 227 E. 4.2.2). Solche "Finanzpolster" verletzen das Kostendeckungsprinzip, wenn sie nicht objektiv begründet sind, das heisst, wenn sie den zukünftig vorhersehbaren Finanzbedarf, welcher konservativ berechnet wurde ("les besoins futurs prévisibles estimés avec prudence"), übersteigen (BGE 143 I 220 E. 5.2.1).