Citation: 5A_927/2022 E. 2.4

2.4. Die Vorinstanz erwog, dass sich aus dem Wortlaut keine Anhaltspunkte für eine allfällige Verknüpfung der beiden Leistungsversprechen ergäben. Ein Vorbehalt, wonach die Zahlung nach Ziffer 1 zu erfolgen habe, wenn zuvor der Laptop zurückgegeben worden sei, sei nicht angebracht worden. Der Wortlaut sei insoweit eindeutig. Auch die systematische Reihenfolge der beiden Klauseln spreche gegen eine Vorleistungspflicht. Die Vorinstanz stellte zudem fest, dass an der Ausarbeitung des Vergleichs zahlreiche juristische Fachpersonen beteiligt gewesen seien, weshalb von einer sorgfältigen Formulierung ausgegangen werden könne. Hätte eine Vorleistungspflicht vereinbart werden sollen, wäre dies explizit in den Vergleich aufgenommen worden.