Citation: 1C_519/2019 E. 3.4

3.4. Das Vorgehen der Solothurner Behörden ist auch keineswegs unverhältnismässig. Da, wie erwähnt, der Beschwerdeführer zu beweisen hat, dass der Mangel behoben ist, der seine Fahreignung ausgeschlossen hat, wäre auch in Betracht gefallen, ihm die Fahrerlaubnis erst wieder zu erteilen, wenn er vorher während einer bestimmten Zeit seine Drogenabstinenz nachgewiesen hätte. Da es sich nach Angaben des Instituts C.________ bei der nachgewiesenen Menge von Kokain um einen toxikologischen Grenzfall gehandelt hatte, hat die MFK eine mildere Massnahme ergriffen und - statt ihm die Fahrerlaubnis gänzlich zu verweigern - dem Beschwerdeführer den Führerausweis unter Auflagen wieder erteilt. Die Auflage, sich einer Kontrolluntersuchung mittels Haaranalyse zu unterziehen, ist geeignet und erforderlich, da die vom Beschwerdeführer vorgeschlagenen Urinproben wesentliche Schwächen aufweisen (vgl. oben E. 3.2). Die Solothurner Behörden sind ihm damit trotz der immer wieder aufgetretenen Drogenproblematik weit entgegengekommen. Dass er dabei gewisse Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen muss, ist ihm ohne Weiteres zuzumuten. Somit kann weder von einer unverhältnismässigen Massnahme die Rede sein noch von einem unzulässigen Eingriff in die persönliche Freiheit des Beschwerdeführers.