Citation: 8C_109/2008 03.10.2008 E. 8

8.1 Ohne auf den Bericht des RAD vom 31. Mai 2006 abzustellen, gelangte das kantonale Gericht zur Überzeugung, aus den Akten sei nicht zu schliessen, dass die Versicherte ihre Beschwerden durch die geforderte Willensanstrengung überwinden könne. Gemäss psychiatrischem Gutachter Dr. med. I.________ sei nicht absehbar, dass die Beschwerdegegnerin in Zukunft wieder eine volle Arbeitsfähigkeit erreiche. Es sei somit nicht nachgewiesen, dass sich die attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50 % auf eine somatoforme Schmerzstörung reduzieren lasse, welche bis zum massgebenden Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheids vom 2. Juni 2006 (BGE 130 V 445 E. 1.2 S. 446 mit Hinweisen) von der Versicherten willentlich hätte überwunden werden können. 8.2 Demgegenüber rügt die IV-Stelle, die Vorinstanz habe Bundesrecht verletzt, indem sie aus der diagnostizierten anhaltenden somatoformen Schmerzstörung in Verbindung mit der psychischen Komorbidität auf die Nichtüberwindbarkeit der Beschwerden geschlossen habe, ohne gesamthaft zu prüfen, ob die Voraussetzungen für die - nur in Ausnahmefällen anzunehmende - Unzumutbarkeit einer willentlichen Schmerzüberwindung erfüllt seien. Denn praxisgemäss liessen nur eine psychisch ausgewiesene Komorbidität von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprägung und Dauer oder andere qualifizierte, mit gewisser Intensität und Konstanz erfüllte Kriterien ausnahmsweise auf eine Unzumutbarkeit der Schmerzüberwindung schliessen.