Citation: 6B_1074/2016 E. A

Im Jahre 2008 versandte die A.________ AG im Rahmen sog. "Mailings" tausende von nach Art. 3 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes vom 19. Dezember 1986 gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG; SR 241) irreführenden Formularen. Diese täuschten den Adressaten vor, es gehe um die Prüfung/Ergänzung von Geschäftsadressen bzw. Geschäftsdaten und einen kostenlosen Eintrag in ein Register. Tatsächlich schlossen die Adressaten einen mehrjährigen, kostenpflichtigen Inserationsvertrag ab, dessen Vertragsbestimmungen in einem kleingedruckten, kaum lesbaren Fliesstext kaschiert wurden, von welchem ein sog. "Eyecatcher" ablenkte.