Citation: I 644/02 07.04.2003 E. 1

Mit der am 29. November 2002 erfolgten Einreichung des psychiatrischen Gutachtens vom 26. November 2002 ist das Sistierungsbegehren gegenstandslos geworden. Zur Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels besteht kein Anlass, nachdem sich Verwaltung und Aufsichtsbehörde zu den vollständigen Akten, einschliesslich des nachgereichten psychiatrischen Gutachtens, äussern konnten. 1.1 Nach bisheriger Rechtsprechung berücksichtigte das Eidgenössische Versicherungsgericht im Verfahren gemäss Art. 132 OG die nach Ablauf der Beschwerdefrist unaufgefordert eingereichten Schriftstücke und Beweismittel, namentlich auch Gutachten, soweit sie für die Beurteilung der Streitsache erheblich schienen (vgl. AHI 2000 S. 303 ff., ZAK 1986 S. 190 Erw. 3b, 1980 S. 439 Erw. 2). In BGE 127 V 353 ff. hat das Gericht eingehend begründet, weshalb an dieser Praxis nicht länger festgehalten werden kann. Im Sinne einer Angleichung an die Rechtsprechung des Bundesgerichts hat es entschieden, dass es - selbst in Verfahren, in denen das letztinstanzliche Gericht nicht an die Feststellung des Sachverhalts gebunden ist (Art. 132 lit. b OG) - im Lichte von Art. 108 Abs. 2 OG grundsätzlich unzulässig ist, nach Ablauf der Beschwerdefrist neue Beweismittel beizubringen, es sei denn, dass ausnahmsweise ein zweiter Schriftenwechsel (Art. 110 Abs. 4 OG) angeordnet wurde (Erw. 3b und 4a). Namentlich ist es nicht zulässig, dass eine Person in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ihre Absicht kundtut, nach Ablauf der Beschwerdefrist ein künftiges Beweismittel einzureichen, oder dass sie zu diesem Zweck die Sistierung des Verfahrens beantragt (Erw. 3b i.f.). Zu berücksichtigen sind in der Regel nur solche Eingaben, welche dem Gericht innert der gesetzlichen Frist (Art. 106 Abs. 1 OG) vorliegen. Anders verhält es sich lediglich dann, wenn nach Ablauf der Beschwerdefrist oder nach Abschluss des Schriftenwechsels unaufgefordert eingereichte Schriftstücke neue erhebliche Tatsachen oder schlüssige Beweismittel enthalten, welche eine Revision im Sinne von Art. 137 lit. b OG zu rechtfertigen vermöchten (Erw. 4b). Nur unter diesem beschränkten Gesichtswinkel ist das von der Beschwerdeführerin nachgereichte psychiatrische Gutachten vom 26. November 2002 zu berücksichtigen.