Citation: 6B_664/2024 E. 5.2

5.2. Diese Vermutung vermag der Beschwerdeführer weder mit dem pauschalen Einwand eines "komischen" Verfahrensganges noch mit der blossen Behauptung von angeblich zu Beginn an bestehenden Zustellungsschwierigkeiten zu widerlegen. Umso weniger, als sich letzteres nicht ansatzweise aus den vorinstanzlichen Akten ergibt, im Gegenteil: Der Sendungsverfolgung der Post lässt sich entnehmen, dass das Urteilsdispositiv vom Bezirksgericht Zurzach am 12. März 2024 als Einschreiben zum Versand aufgegeben, am 13. März 2024 mittels Abholungseinladung zur Abholung gemeldet und dem Beschwerdeführer am 20. März 2024 und damit am letzten Tag der Abholfrist am Schalter zugestellt worden ist. Dass er auf die laufende, das Urteilsdispositiv betreffende Abholfrist einzig durch vom Bezirksgericht Zurzach (in der gleichen Sache) versandte Rechnungen aufmerksam geworden sein will, bleibt nicht nur unbelegt sondern erscheint auch unwahrscheinlich, da die Gerichtskasse gemäss der im Urteilsdispositiv getroffenen Zustellungs- und Mitteilungsanordnung erst nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils mit einer entsprechenden Mitteilung bedient wird. Insofern der Beschwerdeführer schliesslich moniert, das Bezirksgericht Zurzach habe zu Unrecht davon abgesehen, ihm das begründete Urteil mit einer zweiten, A-Post Plus versandten Zustellung zukommen zu lassen, verkennt er, dass die Strafbehörden ihre Post eingeschrieben oder auf andere Weise gegen Empfangsbestätigung, insbesondere durch die Polizei, zustellen (Art. 85 Abs. 2 StPO). Zusätzliche Mitteilungen per A-Post (Plus) sind nicht notwendig und im Gesetz auch nicht vorgesehen (Urteile 6B_972/2020 vom 19. November 2020 E. 5; 6B_947/2020 vom 19. November 2020 E. 6).