Citation: 5C.173/2005 07.12.2005 E. 3

Die Klägerin kritisiert noch die Berechnung des Bedarfs des Beklagten, namentlich die Gewährung eines pauschalen Zuschlages von 20 % zu seinem Existenzminimum. Sie bringt vor, dem Pflichtigen von Unterhaltszahlungen an unmündige Kinder sei bestenfalls das nackte Existenzminimum zu belassen. Dabei übersieht sie indes, dass im vorliegenden Fall ihr Unterhaltsbedarf, welcher ihr nach Art. 285 Abs. 1 ZGB zusteht, vollständig gedeckt ist. Dies im Übrigen unabhängig von der Frage der Anrechnung der IV-Kinderrente. Bei einer Reduktion des Notbedarfs des Beklagten würde damit für sie kein höherer Unterhaltsbeitrag resultieren, so dass diese Rüge vorliegend nicht behandelt werden muss.