Citation: 2A.45/2005 28.04.2005 E. 2

2.1 Gemäss Art. 103 lit. a OG ist zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde berechtigt, wer durch die angefochtene Verfügung berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat. Im Allgemeinen ist ein Interesse im Sinne dieser Bestimmung nur schutzwürdig, wenn der Beschwerdeführer ein aktuelles praktisches Interesse an der Aufhebung oder Änderung der angefochtenen Verfügung hat (BGE 128 II 34 E. 1b S. 36; 111 Ib 56 E. 2a S. 58 f., mit Hinweisen). 2.2 Gegenstand der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist die im angefochtenen Urteil behandelte Frage, ob die im Zusammenhang mit der an einem bestimmten Ort angebotenen Nothilfe verfügte Aus- bzw. Eingrenzung rechtmässig sei. Da sich einerseits der Beschwerdeführer seit September 2004 vom Minimalzentrum Jaunpass entfernt hat und andererseits der Kanton dieses Zentrum nicht mehr betreibt, fehlt es an einem aktuellen Interesses an der Behandlung der Beschwerde. Das Bundesgericht verzichtet zwar ausnahmsweise auf das Erfordernis des aktuellen praktischen Interesses, wenn sich die aufgeworfenen Fragen, an deren Beantwortung wegen der grundsätzlichen Bedeutung ein hinreichendes öffentliches Interesse besteht, jeweils unter gleichen oder ähnlichen Umständen wieder stellen könnten, ohne dass es je rechtzeitig in einem Einzelfall zu einer höchstrichterlichen Prüfung käme (BGE 128 II 34 E. 1b S. 36; 111 Ib 56 E. 2b S. 59, je mit Hinweisen). Diese Voraussetzungen erscheinen vorliegend nicht erfüllt: Abgesehen davon, dass insbesondere die Modalitäten einer Eingrenzung, welche die Frage ihrer Zulässigkeit beeinflussen, spezifisch von der Situation im heute nicht mehr betriebenen Minimalzentrum Jaunpass abhängig sind, muss nicht befürchtet werden, dass im Einzelfall nie rechtzeitig eine höchstrichterliche Prüfung erwirkt werden könnte. Ein Bedürfnis nach einem Urteil über eine vom Einzelfall losgelöste theoretische Rechtsfrage (vgl. BGE 111 Ib 56 E. 2a S. 59) besteht insofern nicht. Nachdem der Beschwerdeführer immerhin einen gerichtlichen Rechtsmittelentscheid erwirken konnte, ist unter dem Gesichtspunkt des Rechtsschutzinteresses sodann nicht von ausreichender Bedeutung, dass er, sollte er einmal aufgegriffen werden (und nicht ohnehin wegen offensichtlicher Untertauchensgefahr oder gestützt auf Art. 13b Abs. 1 lit. d ANAG in Verbindung mit Art. 32 Abs. 2 lit. a AsylG in Ausschaffungshaft genommen werden können), wegen der Missachtung der rechtskräftig gewordenen Eingrenzung einer höheren Strafdrohung ausgesetzt wäre als wegen rechtswidrigen Verweilens im Land (Art. 23 Abs. 1 ANAG bzw. Art. 23a ANAG). Dabei ist mit zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer seit Monaten verschwunden ist und objektiv nicht feststeht, ob und inwieweit er durch den Ausgang des Rechtsstreits je konkret betroffen sein könnte. Er ist untergetaucht und hat selbst den Ausgang des Verfahrens betreffend Nothilfe nicht abgewartet. Jedenfalls darf angesichts der gesamten Umstände angenommen werden, dass er an der Durchführung des bundesgerichtlichen Verfahrens persönlich nicht interessiert ist. Damit ist die Beschwerdelegitimation im Sinne von Art. 103 lit. a OG zu verneinen, und es erübrigt sich, den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers zur Einreichung einer aktualisierten und auf das vorliegende bundesgerichtliche Verfahren bezogenen Vollmacht aufzufordern. 2.3 Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist im vereinfachten Verfahren (Art. 36a OG) nicht einzutreten. 2.4 Entsprechend dem Verfahrensausgang würde der Beschwerdeführer für das bundesgerichtliche Verfahren kostenpflichtig (Art. 156 OG). In Berücksichtigung aller Umstände rechtfertigt es sich, ihm keine Gerichtsgebühr aufzuerlegen; insofern wird das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung gegenstandslos. Angesichts der offensichtlichen Unzulässigkeit und damit Aussichtslosigkeit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde fällt die Beigabe eines unentgeltlichen Rechtsanwalts ausser Betracht (Art. 152 OG).