Citation: 1C_374/2020 E. 3.2.2

3.2.2. Der mit der Gesamtrevision der Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland gestrichene § 25 der BNO Turgi lautete wie folgt: "Dach-, Attika- und Untergeschosse werden bei der Ausnützungsziffer nicht angerechnet. Voraussetzung für einen Ausbau dieser Räume ist allerdings, dass die allgemeinen Anforderungen der Wohnhygiene eingehalten werden." Im Planungsbericht zur Gesamtrevision Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland der Gemeinde Turgi vom 7. Januar 2019 wird darauf hingewiesen, dass für die Berechnung der in der neuen Bau- und Nutzungsordnung festgelegten Ausnützungsziffer § 32 der kantonalen Bauverordnung vom 25. Mai 2011 (BauV AG; SAR 713.121) gilt und mit der Streichung von § 25 der BNO Turgi Räume in Dach-, Attika- und Untergeschossen neu miteinberechnet werden (a.a.O., S. 39). Wie dem Bericht sodann entnommen werden kann, ist die Streichung von § 25 BNO Turgi mit einer Aufzonung verschiedener Wohnzonen verbunden, indem in vielen Gebieten ein Vollgeschoss mehr erlaubt und die in den verschiedenen Wohnzonen maximal zulässige Ausnützungsziffer neu festgelegt wird (a.a.O., S. 29 ff., S. 42 f., S. 44 ff.). Die Streichung von § 25 BNO Turgi bei gleichzeitiger Aufzonung verschiedener Wohnzonen wird im Bericht als Systemwechsel bezeichnet (a.a.O., S. 51 und 57). Mit der Einladung zur ausserordentlichen Gemeindeversammlung hat der Gemeinderat die Stimmberechtigten über das Traktandum Gesamtrevision Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland ausführlich informiert. In den entsprechenden Erläuterungen wurde namentlich auch auf die Aufzonung verschiedener Wohngebiete und weitere Massnahmen zur Förderung der inneren Siedlungsentwicklung hingewiesen. Wie der Beschwerdeführer zu Recht vorbringt, wurde in den Erläuterungen jedoch nicht erwähnt, dass § 25 BNO Turgi gestrichen werden soll, was die vorgenommenen Aufzonungen der Wohngebiete relativiert und - wie der Beschwerdeführer vorbringt - Aufstockungen von bestehenden Bauten in vielen Fällen erschweren oder verunmöglichen mag. Immerhin wurde in den Erläuterungen allgemein darauf hingewiesen, dass die innere Siedlungsentwicklung nicht allein auf eine Quantitätssteigerung ausgelegt werden solle, da bestehende Qualitäten und Sensibilitäten berücksichtigt werden müssten. Die revidierte BNO Turgi sehe deshalb vor, eine jeweils im örtlichen Kontext angemessene Verdichtung zu sichern.