Citation: 5A_211/2016 E. 6.1

6.1. Im Lichte des Grundsatzes der Verhältnismässigkeit (Art. 389 Abs. 2 ZGB) müssen die gestützt auf Art. 445 ZGB ergriffenen Massnahmen sich auf das gerade Notwendige beschränken. Möglich und zulässig sind Sicherungs- und Regelungsmassnahmen zur Personen- und/oder Vermögenssorge, denkbar aber auch dringende Anordnungen endgültiger Art wie z.B. Kündigungen (SCHMID, Erwachsenenschutz. Kommentar, 2010, N. 5, und STECK, FamKommentar Erwachsenenschutz, 2013, N. 11, je zu Art. 445 ZGB; vgl. zum bisherigen Art. 386 ZGB: BGE 113 II 386 E. 3b Abs. 3 S. 389; Urteil 5A_175/2012 vom 26. Juni 2012 E. 5.2).