Citation: 2C_80/2023 E. 6.4

6.4. Die Beschwerdeführerin ersuchte die Vorinstanz in ihrem Eventualbegehren um Erteilung der Bewilligung für die Beschäftigung von Arbeitnehmenden an den Sonntagen während der touristischen Saison vom 1. April bis 31. Oktober (jährlich wiederkehrend; vgl. Sachverhalt B). Sie ersuchte damit um eine Bewilligung sowohl für mehr als sechs Sonn- und Feriertage als auch für einen nicht-einmaligen Einsatz von mehr als drei Monaten. Dabei handelt es sich nicht um vorübergehende Sonntagsarbeit, sondern um dauerhafte bzw. regelmässig wiederkehrende Sonntagsarbeit gemäss Art. 40 Abs. 4 aArGV 1. Für diese Bewilligung war (und ist) das SECO zuständig (Art. 19 Abs. 4 ArG). Dass dies im vorliegenden Fall anders sein oder die Vorinstanz Verfahrensrecht verletzt haben sollte, vermag die Beschwerdeführerin mit ihrer Rüge nicht aufzuzeigen. Das ist angesichts des Ausgeführten auch nicht ersichtlich. Indem die Beschwerdeführerin die Vorinstanz um Bewilligung von dauerhafter bzw. regelmässig wiederkehrender Sonntagsarbeit ersuchte, stellte sie das Gesuch bei der unzuständigen Behörde. Die Vorinstanz musste sich mit der Frage nicht befassen und hat die Erteilung einer Bewilligung zu Recht nicht geprüft, da sie dafür nicht zuständig ist. Die Rüge der Rechtsverweigerung ist unbegründet.