Citation: 4A_186/2021 E. 4.1

4.1. Sie rügt, die Vorinstanz ignoriere, dass die Beschwerdegegnerin in der Befragung vor der Erstinstanz explizit zu Protokoll gegeben habe, dass sie mit dem "Lohnsplitting" einverstanden gewesen sei. Diese unmissverständliche Aussage lasse keinen Platz für eine Interpretation. Aufgrund der eigenen Aussage der Beschwerdegegnerin sei erstellt, dass sie der geteilten Lohnauszahlung zugestimmt habe. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin berücksichtigte die Vorinstanz, dass die Beschwerdeführerin im Berufungsverfahren geltend machte, dass sich die Erstinstanz nicht mit der Aussage der Beschwerdegegnerin auseinandergesetzt habe, dass sie dem Ehemann "zuliebe" das Lohnsplitting akzeptiert habe. Sie konnte aber in der Aussage der Beschwerdegegnerin keinen Nachweis eines Einverständnisses über das von der Beschwerdeführerin behauptete Lohnsplitting erkennen (angefochtener Entscheid E. II.5 und II.8.4.4). Der Vorwurf, dass die Vorinstanz das Vorbringen ignoriert habe, geht damit fehl. Ebenso ist der Willkürvorwurf unbegründet: In der erstinstanzlichen Parteibefragung wurde die Beschwerdegegnerin gefragt, ob sie bei ihrer Schwiegermutter, D.B.________, nachgefragt habe, weshalb der Lohn nicht vollumfänglich auf ihr Konto bezahlt worden sei. Sie antwortete darauf wie folgt: "Das ist eine gute Frage. Konfrontiert sicher, ja. Darauf angesprochen, sicher. An das mag ich mich schon noch erinnern. Aber eine klare Antwort... nein. Sonst wüsste ich ja weshalb." - "Aber Sie haben es offenbar akzeptiert?" "Meinem Mann zuliebe, ja" (AS 111 Rz. 126-133). In der Tat sagte die Beschwerdegegnerin damit zwar aus, dass sie akzeptiert habe, dass ihr Lohn nicht vollumfänglich auf ihr Konto ausbezahlt wurde, worin man einen Konsens über die Abzüge hätte erblicken können. Dass eine solche Interpretation vertretbar wäre, macht die anderslautende Auffassung der Vorinstanz aber nicht geradezu unhaltbar. Die Vorinstanz entschied nicht geradezu willkürlich, wenn sie angesichts der vorliegenden familiären Konstellation in dieser Aussage kein Einverständnis der Beschwerdegegnerin erkennen konnte, sondern (zumindest implizit) davon ausging, dass sich die Beschwerdegegnerin im Sinne des Familienfriedens bloss nicht gegen die Lohnabzüge gewehrt habe. Nur der Vollständigkeit halber sei ergänzt, dass die Vorinstanz auch auf den Vorwurf der Beschwerdeführerin einging, die Beschwerdegegnerin habe während des fünf Jahre lange dauernden Zusammenlebens mit C.B.________ nie gegen die Auszahlungspraxis opponiert. Die Vorinstanz legte dar, aus welchen Gründen sich die Beschwerdeführerin nicht auf eine stillschweigende Akzeptanz der Beschwerdegegnerin berufen könne, sondern sie als Arbeitgeberin eine ausdrückliche Vereinbarung über eine Drittzahlung nachweisen müsse (angefochtener Entscheid, E. II.8.4.3 und II.8.5.3). Damit setzt sich die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht nicht auseinander, noch zeigt sie auf, zumindest nicht hinreichend (Erwägung 2.1), inwiefern die Vorinstanz damit Bundesrecht verletzt hätte.