Citation: 2C_765/2014 E. A

Mit Beschluss der Fachgruppe Dolmetscher- und Übersetzungswesen (nachfolgend: Fachgruppe), angegliedert dem Obergericht des Kantons Zürich, vom 12. Februar 2004 wurde A.________ (geb. 1970) für die Sprachen Spanisch und Französisch im Dolmetscherverzeichnis des Kantons Zürich eingetragen. A.a. Am 27. Mai 2008 und am 11. Juni 2009 wurde A.________ wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand zu je einer bedingten Geldstrafe (25 Tagessätze zu Fr. 120.-- bzw. 50 Tagessätze zu Fr. 60.--) und je einer Busse (Fr. 1'200.-- bzw. Fr. 1'000.--) verurteilt. Am 23. April 2009 versäumte sie krankheitsbedingt einen Dolmetschertermin bei der Polizei, ohne vorgängig ihre Abwesenheit mitzuteilen. Ebenfalls im Jahr 2009 wurde A.________ vorgeworfen, dass sie einen Übersetzungsauftrag aus gesundheitlichen Gründen erst 45 Minuten vor dem Termin abgesagt hatte. Aufgrund dieser Vorfälle forderte die Fachgruppe A.________ am 8. Januar 2010 zu einer schriftlichen Stellungnahme auf. A.________ nahm am 28. Februar 2010 zu den Vorwürfen Stellung. Am 29. April 2010 fand zudem ein Treffen mit einem Vertreter der Fachgruppe statt, an dem die erwähnten sowie weitere, nicht dokumentierte Vorkommnisse besprochen wurden (vgl. Aktennotiz vom 6. Mai 2010). Am 15. Juni 2010 teilte die Fachgruppe A.________ mit, das Verfahren werde als erledigt abgelegt. Bei weiteren Straffälligkeiten müsse jedoch eine Neubeurteilung erfolgen, da der Eintrag ins Dolmetscherverzeichnis einen guten Leumund - insbesondere in strafrechtlicher Hinsicht - voraussetze. A.b. Am 27. Februar 2013 ging bei der Zentralstelle Dolmetscherwesen ein Bericht der Stadtpolizei Zürich vom 25. Februar 2013 ein. Darin wurden neben den erwähnten Verurteilungen folgende Vorfälle betreffend A.________ aufgeführt: - Unangemessene private Beziehungen zu Drogenhändlern (zu B.________ vom 11. Juli 2009 bis 5. Januar 2012 sowie zu C.________ vom 16. Januar 2010 bis 13. Juni 2010); - Problematische Beziehung zu einem Kleinkriminellen (D.________, ca. von Dezember 2011 bis 25. Februar 2013); - Renitentes, unkooperatives und unflätiges Verhalten von A.________ gegenüber der Polizei anlässlich eines Einsatzes in ihrer Wohnung, der am 14. Februar 2013 im Anschluss an eine Messerstecherei durchgeführt wurde mit dem Ziel, eine tatverdächtige Person ausfindig zu machen; - Entgegen der Angabe von A.________ habe sich beim Eintreffen der Polizei am 14. Februar 2013 eine weitere Person in der Wohnung aufgehalten; zudem hätten überall Gerichtsakten offen herumgelegen.