Citation: 7B_417/2023 E. 3.3.2

3.3.2. In Bezug auf die bereits erfolgten Kollusionshandlungen verweist die Vorinstanz auf die aktenkundigen Absprachen zwischen I.________, J.________ und der Schwester des Mitbeschuldigten D.________. Die drei Frauen hätten vereinbart, anlässlich der Einvernahmen alles wegzulassen, was den Beschwerdeführer und D.________ belasten könnte und auszusagen, der Beschwerdeführer sei nur der Fahrer gewesen und sei von B.________ erpresst worden. Der Beschwerdeführer - so die Vorinstanz - habe zudem aktenkundig versucht, J.________ in ihrem Aussageverhalten zu beeinflussen. Auf dem Mobiltelefon von J.________ sei insoweit folgende Chat-Nachricht des Beschwerdeführers gefunden worden: "du musst sagen dass wir im schwarz weissen auto gefahren sind, keine Marke nennen, und sag dass du die angeschrieben hast per msd hast aber die daten nicht." Weiter enthalte der Chat folgende Aussage des Beschwerdeführers: "deck mich einfach wie vorher". Bei der Beurteilung der Kollusionsgefahr sei gemäss der Vorinstanz sodann auch das kollegiale Verhältnis unter den vier Mitbeschuldigten zu berücksichtigen, was die Gefahr von Verdunkelungshandlungen zusätzlich begünstige. So habe der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit einem weiteren Strafverfahren wegen Körperverletzung dem Mitbeschuldigten D.________ am 22. Februar 2022 via Mobiltelefon geschrieben, er solle ihn gegenüber der Polizei entlasten oder keine Aussage tätigen und sein Mobiltelefon jemandem abgeben. Diese Nachricht zeige, dass der Beschwerdeführer in der Vergangenheit bereits konkret versucht habe, das Aussageverhalten des Mitbeschuldigten D.________ zu beeinflussen, was seine Bereitschaft zu kolludierenden Handlungen zusätzlich illustriere. Zu berücksichtigen sei schliesslich auch die Schwere der ihm vorgeworfenen Taten und das Machtgefälle zwischen dem Beschwerdeführer und den mutmasslichen Opfern im kollusionsanfälligen Zuhältermilieu. Angesichts der bereits erfolgten Kollusionshandlungen, der Vielzahl an Indizien, die auf ein erhöhtes Risiko von Verdunkelungshandlungen hindeuteten, und der im Falle eine Verurteilung drohenden empfindlichen Strafe lägen insgesamt hinreichend konkrete und objektive Anzeichen für die Bejahung des Haftgrunds der Kollusionsgefahr vor.