Citation: 9C_185/2016 E. 4.1

4.1. Sowohl die Potentialabklärungsberichte wie auch das Schreiben der Beiständin vom 30. Juli 2015 wurden nicht von psychiatrischen Fachärzten verfasst. Wie die Vorinstanz diesbezüglich richtig erwogen hat und auch die Beschwerdeführerin einräumt, sind es aber gerade die psychiatrischen Fachärzte, welche die Arbeits- und Leistungsfähigkeit einer versicherten Person zu beurteilen haben, wenn - wie im vorliegenden Fall - die geltend gemachten gesundheitlichen Einschränkungen psychosomatischer Natur sind. Sofern sich bei Haushaltabklärungen die Ergebnisse der Abklärung vor Ort und die fachmedizinischen Feststellungen zur Fähigkeit der versicherten Person, ihre gewohnten Aufgaben zu erfüllen, widersprechen, ist in der Regel den ärztlichen Stellungnahmen mehr Gewicht einzuräumen als dem Bericht über die Haushaltsabklärung, weil es der Abklärungsperson regelmässig nur beschränkt möglich ist, das Ausmass des psychischen Leidens und der damit verbundenen Einschränkungen zu erkennen (Urteil 8C_817/2013 vom 28. Mai 2014 E. 5.1). Gleiches hat auch im Verhältnis zwischen beruflichen Abklärungsberichten und den Feststellungen der psychiatrischen Gutachterin zu gelten. Nur letzterer ist es möglich, die tatsächlich vorhandenen Einschränkungen zu erfassen und zu werten. Inwiefern die Potentialabklärungsberichte der Stiftung B.________ und des Tageszentrums E.________ dennoch Zweifel am fachärztlichen Gutachten der med. pract. C.________ begründen sollten, lässt sich der Beschwerde nicht substanziiert entnehmen. Insbesondere fehlt es darin an einer Auseinandersetzung mit den diesbezüglichen vorinstanzlichen Erwägungen, wonach aus den Berichten des Tageszentrums E.________ überhaupt kein invalidisierender Gesundheitsschaden hervorgehe und der Bericht der Stiftung B.________ vom 28. Februar 2013 bereits deshalb keine Zweifel am Gutachten der med. pract. C.________ erlaube, weil er gut eineinhalb Jahre zuvor erstellt worden sei und bereits damals der medizinischen Situation widersprochen habe. Eine inhaltliche Auseinandersetzung fehlt überdies auch bezüglich der Stellungnahme der med. pract. C.________ vom 19. November 2014, worin diese explizit zu den Abklärungsergebnissen der Stiftung B.________ Stellung genommen und dargelegt hat, weshalb sich der Bericht vom 28. Februar 2013 nicht nachvollziehen und plausibilisieren lasse. Insbesondere äusserte die Gutachterin erhebliche Zweifel, ob das bei der Leistungsabklärung gezeigte Verhalten der Beschwerdeführerin - diese vermochte selbst eine dreistündige Präsenzzeit nicht einzuhalten - ihrem tatsächlichen Potential entspreche. Weiter wies sie auf zahlreiche Widersprüche, Unsicherheiten und Inkonsistenzen im Bericht der Stiftung B.________ vom 28. Februar 2013 hin.