Citation: U 129/98 18.05.2000 E. 1

1.- Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung seines Anspruchs auf Gewährung des rechtlichen Gehörs durch die Vorinstanz. Dieser Einwand formeller Natur ist vorweg zu prüfen. a) Die Vorinstanz hatte angeordnet, dass im Rahmen der von der Invalidenversicherung eingeleiteten MEDAS-Abklärung des Beschwerdeführers den Ärzten gleichzeitig Fragen aus unfallversicherungsrechtlicher Sicht unterbreitet werden sollen. Die Parteien erhielten die Möglichkeit, zu diesem Verfahrensschritt Stellung zu nehmen sowie Fragen an die Experten zu formulieren. Das Gutachten vom 8. Januar 1997 wurde in der Folge dem Beschwerdeführer und der SUVA zur Stellungnahme zugestellt. Am 10. September 1997 unterbreitete das Gericht den Gutachtern vier Ergänzungsfragen. Deren Ergänzungsbericht vom 24. November 1997 ging am 8. Dezember 1997 an die Parteien mit der Aufforderung, sich bis zum 7. Januar 1998 dazu zu äussern. Der beschwerdeführerische Anwalt teilte dem Gericht am 15. Dezember 1997 mit, dass er, bevor er Stellung nehmen könne, eine Frage geklärt habe möchte. Er ersuche deshalb, diese Ergänzungsfrage dem Gutachter zu unterbreiten. Bei Ablauf der Frist am 7. Januar 1998 beantragte er eine Neuansetzung, sobald die Ergänzungsfrage vom 15. Dezember 1997 beantwortet ist. Ohne dass zu diesen Eingaben Stellung genommen worden wäre, entschied die Vorinstanz am 18. März 1998 in der Sache. b) Das kantonale Gericht hat im vorliegenden Fall das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzt, indem es, nachdem im Sinne einer antizipierten Beweiswürdigung von weiteren Beweiserhebungen abgesehen wurde, kurzerhand ohne Anhörung entschieden hat. c) Nach der Rechtsprechung kann eine - nicht besonders schwerwiegende - Verletzung des rechtlichen Gehörs als geheilt gelten, wenn der Betroffene die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei überprüfen kann. Die Heilung eines - allfälligen - Mangels soll aber die Ausnahme bleiben (BGE 125 V 371 Erw. 3c/aa, 124 V 183 Erw. 4a je mit Hinweisen). Der Verfahrensverstoss der Vorinstanz stellt keine derart schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs dar, welche einer Heilung des Mangels von vorneherein entgegenstünde. Da der Beschwerdeführer im letztinstanzlichen Verfahren sämtliche Tatsachen und Einwendungen vor einer über umfassende Kognition verfügenden richterlichen Behörde vorbringen kann (Art. 132 OG), sind die Voraussetzungen für eine ausnahmsweise Heilung der Gehörsverletzung vorliegend gegeben, zumal er sich in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde einlässlich geäussert hat.