Citation: 1B_246/2010 17.08.2010 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt, die strafprozessuale Haftdauer sei unverhältnismässig gewesen und die kantonalen Behörden hätten das Verfahren enorm verzögert. Dies verletze das Beschleunigungsgebot in Haftsachen. 2.1 Im Falle einer strafrechtlichen Verurteilung wegen gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls musste der Beschwerdeführer (im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheides) mit einer empfindlichen Freiheitsstrafe rechnen. Er bestreitet nicht, dass er wegen ähnlichen Delikten schon mit Strafbefehl des Amtsstatthalteramtes Sursee vom 9. Dezember 2009 verurteilt worden war. Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrer Anklageschrift für die neuen Delikte eine unbedingte Freiheitsstrafe von 10 Monaten beantragt. Die Hauptverhandlung wurde auf den 12. August 2010 angesetzt. Die Ansicht der Vorinstanz, die Haftdauer von ca. sechs Monaten bis zum angefochtenen Entscheid (bzw. ca. sieben Monaten bis zur Hauptverhandlung) sei noch nicht in grosse Nähe der damals konkret drohenden Freiheitsstrafe gerückt, hielt vor der Bundesverfassung stand (vgl. BGE 133 I 168 E. 4.1 S. 170, 270 E. 3.4.2 S. 281; je mit Hinweisen). 2.2 Zwar macht der Beschwerdeführer auch noch geltend, die Untersuchung und Anklageerhebung seien "enorm" verzögert worden. Seine Beanstandungen finden jedoch in den Akten keine Stütze. Nach eigener Darstellung wurde die Untersuchung innert fünf Monaten seit seiner Verhaftung abgeschlossen. Einerseits stellt er sich auf den Standpunkt, er habe die untersuchten Straftaten gestanden, weshalb nicht ersichtlich sei, aus welchem Grund die Untersuchung "so weit hinausgezögert" worden sei. Anderseits räumt er ein, dass das Bezirksamt Zofingen gegen mehrere mutmassliche Mittäter der untersuchten gewerbs- und bandenmässigen Diebstähle ermittelte und dass einer davon am 26. April 2010 verhaftet wurde, was Untersuchungsergänzungen zur Folge hatte. Auch die weiteren Vorbringen lassen keine prozessualen Versäumnisse der kantonalen Justizbehörden erkennen. Im Gegenteil erfolgten die Anklageerhebung und Ansetzung der Hauptverhandlung zügig.