Citation: 4A_614/2014 E. 11.5.2

11.5.2. Mit diesen Ausführungen geht die Beschwerdeführerin nicht auf die Begründung der Vorinstanz ein. Diese nahm an, bei der Berechnung des Minderwerts gemäss Art. 50 CISG sei auf die objektiven Ist- und Soll-Werte abzustellen. Die Beschwerdeführerin mache einen Stahlschrottpreis von USD 547.--/MT geltend und veranschlage diesen Betrag als geminderten Preis. Sie begründe dies damit, dass der Walzdraht für sie - und damit eben nicht objektiv - lediglich Schrottwert gehabt habe. Dies stimme auch mit ihren Ausführungen überein, wonach lediglich sie aufgrund ihres technisch-produktiven Produktionsprozesses zur Herstellung von Betonstahlmatten auf die Mindestzugfestigkeit von 400 MPA angewiesen und diese nicht allgemein vorausgesetzt sei. Da aber auf die objektiven Ist- und Soll-Werte abzustellen sei, sei der Walzdraht nach den eigenen Behauptungen der Beschwerdeführerin nicht objektiv minderwertig und es bestehe an sich kein Unterschied zwischen Ist- und Soll-Wert im Lieferungszeitpunkt, "weshalb der Minderungsanspruch der Beklagten grundsätzlich entfällt". Lediglich aus prozessualen Gründen, weil nämlich die Beschwerdegegnerin einen Minderungsanspruch nur bestritten hatte, soweit er USD 30.-- (USD 1'050.-- ./. USD 1'020.--) übersteigt, ging die Vorinstanz von einem geminderten Preis von USD 1'020.-- aus (vgl. E. 11.1 hiervor). Grundlage dieser Argumentation ist, dass Stahl mit einer Zugfestigkeit unter 400 MPA nicht tel quel (objektiv) weniger wert sei bzw. dass die Beschwerdeführerin jedenfalls nichts Entsprechendes behauptet habe. Dazu äussert sich die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde nicht substanziiert. Sie macht nur geltend, unbestrittenermassen (vgl. Sachverhalt A.b am Ende) sei für gewisse Verwendungszwecke Stahl mit einer gewissen Mindestzugfestigkeit notwendig. Stahl, der die notwendige Mindestzugfestigkeit aufweist sei deshalb - zumindest für gewisse Verwendungen - mehr wert als Stahl, der eine geringere Zugfestigkeit habe. Sie behauptet aber nicht, Entsprechendes schon vor Vorinstanz geltend gemacht und die Tatsache unterschiedlicher Preise je nach Zugfestigkeit zum Beweis verstellt zu haben. Nach den für das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen zum vorinstanzlichen Verfahren (vgl. E. 1.2 hiervor) berief sie sich auf den Schrottwert, den der Walzdraht für sie selber gehabt habe, während die Beschwerdegegnerin geltend machte, der Minderwert sei nicht genügend substanziiert. Mangels genügender Rüge (vgl. E. 1.1 hiervor) ist daher auf die Einwände betreffend Minderpreis nicht einzutreten.