Citation: 2C_699/2019 E. 6.2

6.2. Zunächst ist festzuhalten, dass das Bundesgericht im Zusammenhang mit der Zustellung von prozessleitenden Schriftstücken in ständiger Rechtsprechung von einer Aufmerksamkeitsdauer von bis zu einem Jahr seit der letzten verfahrensrechtlichen Handlung der Behörde ausgeht (Urteile 2D_45/2019 vom 14. Oktober 2019 E. 2.2; 6B_110/2016 vom 27. Juli 2016 E. 1.2, nicht publ. in: BGE 142 IV 286; YVES DONZALLAZ; La notification en droit interne suisse, Bern 2002, S. 501). Im Zeitraum dieser Aufmerksamkeitsdauer verlangt das Bundesgericht, dass eine sich in einem hängigen Verfahren befindende Person für den Fall ihrer längeren Ortsabwesenheit oder sonstigen Verhinderung alle ihr zumutbaren Vorkehrungen treffen muss, damit sie von allfälligen prozessleitenden Instruktionshandlungen seitens der involvierten Behörde Kenntnis erhält (BGE 141 II 429 E. 3.1 S. 431 f.; 139 IV 228 E 1.1 S. 230; 138 III 225 E. 3.1 S. 227). Vor diesem Hintergrund ist die Annahme der Vorinstanz nicht zu beanstanden, dass der Beschwerdeführer aufgrund der fremdenpolizeilichen Befragung am 19. Januar 2018 mit der Zustellung von weiteren Dokumenten seitens des Migrationsamtes rechnen musste und er deshalb hätte Vorkehrungen treffen müssen, damit ihm trotz gesundheitlicher Verhinderung sämtliche verfahrensleitenden Schriftstücke ordentlich zugestellt werden können (vorne E. 5.3.1).