Citation: M 7/03 18.08.2004 E. 3

3.1 Nach Art. 40 Abs. 1 MVG kommt eine Invalidenrente für die Entschädigung einer durch die Militärversicherung versicherten Invalidität erst in Betracht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann. Namhaft ist eine Besserung des Gesundheitszustandes, wenn sie die Erwerbsfähigkeit günstig zu beeinflussen vermag. Der Anspruch auf eine Invalidenrente setzt nicht notwendigerweise voraus, dass die Heilbehandlung abgeschlossen ist oder hievon keine Beeinflussung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann (Jürg Maeschi, Kommentar MVG, Rz 5 zu Art. 40 MVG). Für die Beurteilung der Frage, ob eine tatbestandsmässige Besserung des Gesundheitszustandes prospektiv ausser Betracht fällt, sind die Verhältnisse massgebend, wie sie sich bis zum Erlass des Einspracheentscheides - hier am 27. März 2003 - entwickelt haben (BGE 129 V 4 Erw. 1.2, 169 Erw. 1, 356 Erw. 1, je mit Hinweisen). 3.2 In tatsächlicher Hinsicht ist davon auszugehen, dass beim Beschwerdeführer im Frühjahr 2001 eine "Hüftgelenksproblematik" festgestellt wurde, die in den Formenkreis der Früharthrosen einzureihen ist (Schreiben des Oberarztes Dr. med. I.________, Orthopädische Klinik X.________, vom 18. Mai 2001). Im Bericht des Oberarztes Dr. med. D.________, Orthopädische Klinik X.________, vom 22. August 2001 wurde ein "Impingement Syndrom Hüfte beidseits bei aufgehobener Taillierung (Früh-Arthrose)" diagnostiziert und als Behandlung eine chirurgische Hüftluxation mit Verbesserung der Kopf-Schenkelhalstaillierung und Gelenkdébridement empfohlen. Die entsprechende Operation an der rechten Hüfte fand am 5. Oktober 2001 statt. Der Heilungsverlauf komplizierte sich durch einen Wundinfekt sowie einen Trochanterabriss, was jeweils weitere chirurgische Eingriffe erforderlich machte (Operationsberichte vom 1. November 2001 und 23. Januar 2002). Am 12. November 2002 folgte (unter gleichzeitiger Entfernung der Metallklammern an der rechten Hüfte) die Operation an der linken Hüfte. Wegen fehlender Anheilung des Trochanter wurde am 20./21. Dezember 2002 eine nochmalige Fixation durchgeführt. Laut Operationsbericht der Klinik Y.________ vom 2. Mai 2003 wurde gleichentags das Osteosynthesematerial an der linken unteren Extremität entfernt, worauf eine Hautreaktion bei allergischer Disposition eintrat (Bericht der Klinik Y.________ vom 15. Mai 2003). 3.3 Mit der Vorinstanz sind die medizinischen Akten dahingehend zu würdigen, dass dem Beschwerdeführer nach mehreren Operationen mit anschliessenden Komplikationen nunmehr eine hüftschonende Tätigkeit grundsätzlich zu 100 % zumutbar ist. Im Rahmen dieser - offenen - Umschreibung der (Rest-)Arbeitsfähigkeit übt der Beschwerdeführer bei der Alarmzentrale A.________ eine Bürotätigkeit aus. Dies ändert indes nichts daran, dass bei Erlass des in zeitlicher Hinsicht massgebenden Einspracheentscheides vom 27. März 2003 (Erw. 3.1 in fine) die gesundheitlichen Verhältnisse nicht soweit konsolidiert waren, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit prospektiv eine namhafte Besserung ausgeschlossen werden konnte. Am 27. März 2003 war nach Lage der Akten noch offen, welche Arbeiten der Beschwerdeführer künftig im Einzelnen - sei dies eine anspruchsvollere, besser entlöhnte Bürotätigkeit oder eine manuelle Arbeit, z.B. als Elektromechaniker - nach Beendigung der Behandlung (vgl. Erw. 3.2 in fine) und einer gewissen Phase der Angewöhnung an das (verbliebene) Hüftleiden würde zumutbarerweise ausüben können. Bei dieser Sachlage ist die vorinstanzlich bestätigte Verneinung eines Rentenanspruchs durch den Einspracheentscheid vom 27. März 2003, im Ergebnis, rechtens.