Citation: 6B_1119/2022 E. 5.2.2

5.2.2. Für den mehrfachen Diebstahl erachtet die Vorinstanz, ausgehend von einem je leichten Verschulden, isolierte Einzelstrafen von zwei und vier Monaten für angemessen. Sie nimmt eine asperierte Erhöhung um 3 Monate vor und setzt die (hypothetische) Gesamtstrafe auf 54 Monate Freiheitsstrafe fest. Da der Beschwerdeführer am 2. Dezember 2016 wegen qualifizierten Raubes und Hausfriedensbruchs zu 27 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden war, fällt die Vorinstanz hierzu eine Zusatzstrafe aus und erhöht erstere Freiheitsstrafe aufgrund der vorliegend zu beurteilenden Delikte asperiert um 45 Monate oder 3 Jahre und 9 Monate. Die als schwierig beurteilte Kindes- und Jugendzeit des Beschwerdeführers würdigt sie leicht strafmindernd, wohingegen sie die teilweise einschlägige Vorstrafe gemäss vorerwähntem Urteil als strafschärfend würdigt, zumal der Beschwerdeführer während laufendem Strafverfahren delinquierte. Die Täterkomponente und das Nachtatverhalten würdigt die Vorinstanz neutral, das junge Alter und die fehlende Reife leicht strafmindernd. Obwohl das Beschleunigungsgebot nicht verletzt sei, erscheine eine leichtgradige Strafminderung aufgrund der langen Verfahrensdauer und der damit einhergehenden Unsicherheit angemessen. Insgesamt resultiert eine Freiheitsstrafe von 42 Monaten (3 Jahre und 6 Monate).