Citation: 9C_56/2021 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz verletzte mit dem Verweis auf die Ausführungen der Berufsberaterin der IV-Stelle, gemäss welchen sich die Arbeitsfähigkeit aufgrund des Abschlussberichts der Stiftung C.________ vom 21. Juni 2018 nicht abschliessend festlegen lasse, kein Bundesrecht. Dieser Schlussbericht ist nämlich hinsichtlich der Leistungsfähigkeit der Versicherten in sich nicht stimmig. Zwar trifft zu, dass abschliessend festgehalten wurde, die Versicherte verfüge zurzeit über eine durchschnittliche wirtschaftlich verwertbare Arbeitsleistung von 55 %. An anderer Stelle wurde aber auf Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Theorie in die Praxis hingewiesen und dargelegt, diese Probleme führten zu einer verwertbaren Leistungsfähigkeit von unter 50 %. Letzteres deckt sich mit den Angaben der Stiftung C.________ von April 2018, als über eine Leistungsfähigkeit von etwa 30 % berichtet wurde und den schlechten Leistungsbeurteilungen während den beiden einwöchigen Praktika im Frühling 2018. Vor diesem Hintergrund kann nicht gesagt werden, die Vorinstanz sei durch eine einseitige Beweiswürdigung zu einem willkürlichen Schluss in Bezug auf die Leistungsfähigkeit der Versicherten gekommen. Daran ändert auch der Einwand der IV-Stelle nichts, der Arbeitgeber zahle nur einen Drittel des Mindestlohnes, obwohl das Arbeitstempo und die Arbeitsqualität bei 40 % liegen, ist doch auch zu berücksichtigen, dass ein erhöhter Betreuungsaufwand anfällt.