Citation: 5A_451/2007 04.02.2008 E. 2

Der Beschwerdeführer beanstandet - neben Rügen in der Sache - in formeller Hinsicht, dass ihm die Aufsichtsbehörde die Vernehmlassungen des Betreibungs- und Konkursamtes zu seinen Beschwerden nicht zugestellt und er keine Gelegenheit erhalten habe, dazu Stellung zu nehmen. Er wirft der kantonalen Aufsichtsbehörde eine Missachtung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) vor. 2.1 Aus dem angefochtenen Entscheid geht hervor, dass im Verfahren Nr. ABS 6 keine Vernehmlassung eingeholt worden ist. In den Verfahren Nr. ABS 4 und 5 hat das Betreibungs- und Konkursamt Vernehmlassungen mit Datum vom 26. Juni 2007 eingereicht und Antrag auf kostenfällige Abweisung der Beschwerden gestellt. Es bestehen keine Anhaltspunkte, dass die Aufsichtsbehörde die erwähnten Vernehmlassungen dem Beschwerdeführer zur Kenntnis gebracht hat. Die Vorinstanz hat zu den Vorbringen des Beschwerdeführers keine Stellung bezogen. 2.2 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Anspruch auf rechtliches Gehör ergibt sich, unter Vorbehalt von hier nicht in Betracht fallenden Ausnahmen zum Schutz von überwiegenden Geheimhaltungsinteressen, aus Art. 29 Abs. 2 BV der Anspruch der Verfahrenspartei, in alle für den Entscheid wesentlichen Akten Einsicht zu nehmen und sich dazu zu äussern (vgl. BGE 129 I 85 E. 4.1 S. 88; 133 III 98 E. 2.1 und 2.2 S. 99, 100 E. 4.4-4.6 S. 103 f.). 2.3 Vorliegend steht fest, dass das Betreibungs- und Konkursamt in den Verfahren Nrn. ABS 4 und 5 der Aufsichtsbehörde Vernehmlassungen eingereicht hat, mit welchen in detaillierter Weise die tatsächliche und rechtliche Lage des Gegenstandes des Beschwerdeverfahrens erörtert wird und eine Antragsstellung verbunden ist. Wenn die Aufsichtsbehörde über die Beschwerden entschieden hat, ohne dem Beschwerdeführer zuvor Kenntnis von den beiden Vernehmlassungen zu geben, ist dies mit Art. 29 Abs. 2 BV unvereinbar. 2.4 Im weiteren Verfahren Nr. ABS 6 (betreffend Pfändungsankündigung in Betreibung Nr. 3) hat die Aufsichtsbehörde zwar keine Vernehmlassung des Betreibungs- und Konkursamtes eingeholt. Die im Verfahren Nr. ABS 5 eingereichte Vernehmlassung betrifft jedoch den gleichen Gegenstand - die Zulässigkeit der Fortsetzung der Betreibung Nr. 3 - und es wird hierzu Stellung bezogen. Wenn die Aufsichtsbehörde die betreffende Vernehmlassung dem Beschwerdeführer nicht zugestellt hat, ist Art. 29 Abs. 2 BV auch im Verfahren Nr. ABS 6 verletzt worden. Die Rüge, dass die Aufsichtsbehörde in allen drei (vereinigten) Beschwerdeverfahren unter Verletzung von durch die Bundesverfassung gewährten Verfahrensrechten entschieden habe, ist begründet.