Citation: 6B_1061/2020 E. 3.4

3.4. Die Vorinstanz verletzt kein Bundesrecht, wenn sie die Verurteilung des Beschwerdeführers für Pornografie auf das sichergestellte Video stützt. Es ist nicht umstritten, dass es sich bei dieser Datei mit tierpornografischem Inhalt um einen Zufallsfund im Sinne von Art. 243 Abs. 1 StPO handelt. Wie die Vorinstanz zutreffend erkennt, beurteilt sich deren Verwertbarkeit im Strafverfahren danach, ob die ursprünglich ergriffene Zwangsmassnahme, die den Zufallsfund hervorgebracht hat, rechtmässig war. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers ist für diese Beurteilung nicht entscheidend, ob sich der Tatverdacht, der zur Anordnung der Zwangsmassnahme geführt hatte (vgl. Art. 197 Abs. 1 lit. b StPO), im weiteren Verfahren erhärtete und schliesslich zu einer Einstellung, einem Freispruch oder einer Verurteilung führte. Vielmehr ist, wie es die Vorinstanz macht, danach zu fragen, ob die formellen und materiellen Voraussetzungen nach Art. 196 ff. StPO für die Anordnung der Zwangsmassnahme zu jenem Zeitpunkt erfüllt waren, in dem diese ergriffen wurde (vgl. Urteile 6B_1273/2019 vom 11. März 2020 E. 4.3.1; 6B_990/2013 vom 10. Juni 2014 E. 2.2; je mit Hinweisen).