Citation: 1B_394/2021 E. 2.1.2

2.1.2. Zum untersuchten Sachverhaltskomplex "Vortat S/T", legte die Staatsanwaltschaft Folgendes dar: Im Jahr 2012 habe die Gesellschaft S.________ der C.________ ein "Darlehen" in der Höhe von VES 17,4 Mrd. (offizieller Kurswert ca. USD 72,5 Mio.) gegeben und dieses an die Firma T.________ zediert. Kurz darauf habe die C.________ dieses angebliche Darlehen an die Fa. T.________ zurückgezahlt, und zwar in US-Dollar. Die C.________ habe - nach Umwechslung der erhaltenen VES zu einem der staatlichen Gesellschaft C.________ vorbehaltenen Vorzugskurs - die Summe von USD 4,35 Mrd. (anstatt ca. USD 72,5 Mio.) an die Fa. T.________ überwiesen. Wirtschaftlich habe das angebliche Darlehensgeschäft für die keinen Sinn gemacht und bei ihr zu einem Vermögensschaden von über USD 4 Mrd. geführt. Die Geldwechsel sollen dabei von U.________, dem damaligen Direktor der C.________, veranlasst und von seinem Vorgesetzten, V.________, autorisiert worden sein, wofür beide C.________-Organe Bestechungsgelder in der Höhe von mehreren Millionen USD erhalten hätten. Die deliktisch erzielten USD 4,35 Mrd. seien zwischen dem 21. März 2012 und dem 29. Januar 2013 von einem Bankkonto der C.________ zunächst zur Fa. T.________ geflossen. Von dort seien die Guthaben auf zahlreiche weitere Konten transferiert worden, darunter auf ein Konto der Firma h.________. Die Fa. h.________ sei "einzig als Durchlaufgesellschaft gegründet" worden, um solche deliktisch erlangten Gelder entgegenzunehmen und weiterzuleiten. Am 24. September 2012 habe die Fa. T.________ von der C.________ USD 105 Mio. erhalten. Zwei Tage später, am 26. September 2012, habe die Fa. T.________ USD 1,39 Mio. auf das Konto der Fa. h.________ überwiesen. Davor habe der Kontostand bei der Fa. h.________ USD 0.-- betragen. Von diesem Konto seien am 3. Oktober 2013 USD 662'389.-- und am 28. Februar 2014 USD 943'092.-- auf das unterdessen gesperrte Konto der Beschwerdegegnerin geflossen. Am 7. Juni 2012 hätten Organe der C.________ weitere USD 225 Mio. an die Fa. T.________ transferiert. Dieser Betrag sei in den nachfolgenden Tagen auf diverse weitere Konten verteilt worden. Auf das Konto der Beschwerdegegnerin habe die Fa. T.________ am 14. Juni 2012 USD 1'709'400.-- vergütet. Vier Tage später, am 18. Juni 2012, habe die Beschwerdegegnerin exakt diesen Betrag auf ein Konto in Mexiko weitertransferiert. Es bestehe der hinreichende Verdacht, dass sich der Beschuldigte mithilfe der (von ihm wirtschaftlich beherrschten) Beschwerdegegnerin der qualifizierten Geldwäscherei (mit den Vortaten Korruption bzw. ungetreue Geschäftsbesorgung, evtl. Betrug) schuldig gemacht habe. Die Beschlagnahme in der Höhe von (aktuell) USD 3,4 Mio. diene der vorläufigen Sicherung einer allfälligen Ausgleichseinziehung bzw. als Haftungssubstrat für die richterlichen Zusprechung einer staatlichen Ersatzforderung.