Citation: I 358/04 02.11.2004 E. 5.3

5.3.1 In seinem Bericht vom 2. Oktober 2000 hielt Dr. med. M.________ fest, dass hinsichtlich des gesundheitlichen Verlaufs von einer zunehmenden Besserung gesprochen werden könne, die aber nur allmählich vonstatten ginge und immer wieder von leichten Rückfällen begleitet werde. Er schätze das aktuelle Haushaltsdefizit - in Übereinstimmung mit der Patientin - auf höchstens noch 30 % ein, was heisse, dass der Haushalt zu gut 70 % selbstständig durch die Versicherte zu erledigen sei. Die MEDAS-Gutachter kamen mit Gutachten vom 23. April 2002 zum Schluss, dass die Arbeitsfähigkeit im Haushalt gemäss ihrer multidisziplinären Exploration 75 % betrage. Die Einschränkungen resultierten aus der neurologischen Beurteilung sowie den neuropsychologischen Befunden und stimmten somit "recht gut" mit dem Resultat der im November 2000 durchgeführten Haushaltsabklärung überein. Sie gingen dabei, wie den anamnestischen Angaben zu entnehmen ist, von einer bereits nach oben korrigierten gesamthaften Einschränkung von 23 % aus. 5.3.2 Angesichts dieser medizinischen Aktenlage erscheint die von der IV-Stelle ehemals getroffene Annahme einer um 23,46 % beeinträchtigten Haushaltstätigkeit, wenn auch vorab auf einem Berechnungsfehler beruhend, im Rahmen der erforderlichen Gesamtbetrachtung als im Ergebnis doch überzeugend, zumal die Beschwerdegegnerin mit dieser Einschätzung ihres noch verbliebenen Leistungsvermögens im Haushalt letztinstanzlich ebenfalls einig geht. Sofern die Beschwerdeführerin nunmehr eine seit 2000 bestehende Behinderung von lediglich 14 % behauptet, finden sich dafür in den Unterlagen auch in Anbetracht einer noch im Jahre 1998 festgestellten haushaltlichen Einschränkung von 44 % demgegenüber keine genügende Stütze. Eine Verbesserung des Gesundheitszustandes ist in diesem Zeitraum zwar ärztlicherseits attestiert, aber nicht in derart hohem Masse bestätigt worden, dass daraus eine 30 %ige Steigerung der Leistungsfähigkeit zu folgern wäre. Es ist demnach von einer massgeblichen Behinderung im Haushalt von 23,46 % auszugehen.