Citation: 2C_633/2009 22.03.2010 E. A

Die mazedonische Staatsangehörige X.________ heiratete am 15. Oktober 2001 in Mazedonien ihren in der Schweiz niederlassungsberechtigten Landsmann Y.________. Aufgrund dieser Ehe erhielt sie hier am 27. April 2002 eine Aufenthaltsbewilligung, welche letztmals bis 26. April 2007 verlängert wurde. Am 29. März 2007 ging beim Migrationsamt des Kantons Thurgau ein erneutes Verlängerungsgesuch von X.________, datiert vom 21. März 2007, ein. Daraufhin erteilte das Migrationsamt X.________ am 27. April 2007 die Niederlassungsbewilligung. Per 31. Mai 2007 gab X.________ ihre Wohnsitzverlegung nach A.________ bekannt und am 8. August 2007 klagte sie beim Bezirksgericht B.________ auf Scheidung ihrer Ehe mit Y.________. Aus diesen Gründen kündigte das Migrationsamt am 15. Oktober 2007 die Prüfung eines Widerrufes der erteilten Niederlassungsbewilligung an. Nach Einsicht in die Anhörungsprotokolle des Bezirksgerichts B.________ zum Scheidungsbegehren der Betroffenen widerrief das Migrationsamt mit Verfügung vom 17. März 2008 die Niederlassungsbewilligung von X.________ und wies diese aus der Schweiz weg: Das Amt ging davon aus, dass das eheliche Zusammenleben von Y.________ und X.________ bereits am 23. März 2007, d.h. vor Ablauf einer fünfjährigen Aufenthaltsdauer von X.________ in der Schweiz, geendet und die Betroffene diesen Umstand wissentlich verschwiegen hatte.