Citation: 6B_1388/2021 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer trägt vor, aufgrund der Therapieberichte sei von einer erfolgversprechenden Therapie mit guten Resozialisierungschancen auszugehen. Auch über die ambulante Therapie hinaus zeige er bemerkenswerte Bemühungen, um rückfallfrei zu bleiben. So sei er von Drogen und Alkohol losgekommen und habe damit einen wesentlichen Risikofaktor ausgeräumt. Ausserdem absolviere er freiwillig eine weitere Therapie zur Behandlung seiner Depression. Er sei nicht rückfällig geworden, obwohl er unter risikobehafteten Umständen lebe, nämlich wiederum in einer Intimbeziehung. Er habe sich wieder in die Arbeitswelt integriert, seine neue Partnerin geheiratet und mit ihr eine Familie gegründet. Das Strafbedürfnis werde gemäss Beschwerdeführer dadurch relativiert, dass er sich selbst eingeschränkt habe, indem er stationäre Klinikaufenthalte zwecks Drogenentzugs auf sich genommen habe, weiterhin abstinent lebe und über die angeordnete ambulante Therapie hinaus eine weitere Therapie absolviere]. Der Beschwerdeführer anerkennt, dass eine Reihe von Therapiethemen auch während des Strafvollzugs angegangen werden könnten, doch dabei handle es sich um Nebenschauplätze der Therapie.