Citation: 9C_94/2020 E. A

Der 1970 geborene A.________ ist bei der KPT Krankenkasse AG, Bern (nachfolgend: KPT), obligatorisch krankenpflegeversichert. Nach einem bariatrisch-chirurgischen Eingriff (Gastric-Sleeve Resektion) und einer weiteren Operation (Roux Y-Bypass) im Jahr 2015 konnte er sein Körpergewicht bei 164 cm Körpergrösse von 127 kg auf 85 kg reduzieren. Infolge dieses Gewichtsverlustes leidet A.________ an einer abdominalen Fettschürze, weshalb er am 6. Januar 2017 um Übernahme der Kosten für eine Abdominalplastik (Bauchdeckenstraffung) ersuchen liess. Nachdem die KPT die Akten dem vertrauensärztlichen Dienst vorgelegt hatte (vgl. insbesondere Stellungnahmen des Dr. med. B.________ vom 23. September 2018 und 15. Januar 2019), wies sie das Leistungsbegehren ab, da kein Leiden mit Krankheitswert vorliege und der geplante plastisch-chirurgische Eingriff vorwiegend ästhetischer Natur sei (Verfügung vom 6. April 2018; Einspracheentscheid vom 17. Oktober 2018).