Citation: 6B_681/2019 E. 1.4

1.4. Soweit die Beschwerdeführerin den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz und ihrer Beweiswürdigung lediglich ihre Sicht der Dinge gegenüberstellt ohne darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid auch im Ergebnis schlechterdings unhaltbar ist, kann darauf nicht eingetreten werden. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn sie behauptet, die Privatklägerin sei ihr körperlich nicht klar unterlegen gewesen, oder wenn sie einwendet, sie habe nicht gemerkt, dass die Privatklägerin Probleme mit dem Bein gehabt habe (Beschwerde S. 5 Ziff. 9). Im Übrigen erweisen sich die Rügen der Beschwerdeführerin als unbegründet. Dass die Vorinstanz die Art und Weise der Tatbegehung angesichts der vorliegenden Umstände straferhöhend einbezogen hat, ist nicht zu beanstanden. An der Sache vorbei geht das Vorbringen der Beschwerdeführerin, sie habe den Gertel zufällig gefunden, weshalb es einem verhängnisvollen Zufall und nicht einer besonders kriminellen Energie geschuldet sei, dass sie die Tat mit einem massiven sowie gefährlichen Gegenstand wie einem Gertel ausgeführt habe (Beschwerde S. 4 f. Ziff. 8). Die Vorinstanz verfällt weder in Willkür noch verletzt sie Bundesrecht, wenn sie in zutreffender Würdigung des psychiatrischen Gutachtens und des Tatverhaltens der Beschwerdeführerin festhält, einem allfälligen Einfluss von Kokain sei nicht zusätzlich zur bereits attestierten leichten Verminderung der Schuldfähigkeit Rechnung zu tragen. Gleich verhält es sich, wenn die Vorinstanz zum Schluss gelangt, von einem umfassenden Geständnis oder aufrichtiger Einsicht und Reue könne keine Rede sein, sodass eine Strafminderung unter dem Titel Nachtatverhalten entfalle. Das Gericht mildert die Strafe, wenn der Täter aufrichtige Reue betätigt, namentlich den Schaden, soweit es ihm zuzumuten war, ersetzt hat (Art. 48 lit. d StGB). Nach der Rechtsprechung führt nicht jede Wiedergutmachung des Schadens zur Anwendung des Strafmilderungsgrunds. Verlangt wird eine besondere Anstrengung seitens des Fehlbaren, die er freiwillig und uneigennützig weder nur vorübergehend noch allein unter dem Druck des drohenden oder hängigen Strafverfahrens zu erbringen hat. Der Täter muss Einschränkungen auf sich nehmen und alles daran setzen, das geschehene Unrecht wieder gut zu machen. Aufrichtige Reue setzt voraus, dass er die Schwere seiner Verfehlung einsieht und die Tat gesteht (BGE 107 IV 98 E. 1; Urteile 6B_94/2012 vom 19. April 2012 E. 2.2 und 6B_714/2012 vom 17. September 2013 E. 6.2.1; je mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, inwiefern ihr Entschuldigungsschreiben kurz nach der Tat oder ihre anlässlich der Berufungsverhandlung erklärten Reuebekundungen oder Bitten um Verzeihung einer besonderen und freiwilligen Anstrengung entsprechen, die sie unter Inkaufnahme von persönlichen Einschränkungen erbrachte und daher als Betätigung aufrichtiger Reue gewertet werden können. Auch behauptet sie nicht, sie habe den Schaden soweit zumutbar ersetzt. Insgesamt zeigt die Beschwerdeführerin nicht auf, dass sich die Vorinstanz bei der Strafzumessung von rechtlich nicht massgebenden Gerichtspunkten leiten lässt oder wesentliche Gesichtspunkte nicht berücksichtigt respektive falsch gewichtet.