Citation: 5A_222/2023 E. 2.3.1

2.3.1. Ob das angesprochene behördliche Verhalten von der Vorinstanz hätte berücksichtigt werden müssen, betrifft nicht den Anspruch auf rechtliches Gehör, sondern stellt eine Rechtsfrage dar. Aus der Begründungspflicht folgt nicht, dass sich die Behörde mit jedem einzelnen Parteivorbringen auseinandersetzen und dieses widerlegen muss. Es genügt vielmehr, wenn sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränkt. Die Begründung muss derart abgefasst sein, dass sich die betroffene Person über die Tragweite des Entscheides Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die obere Instanz weiterziehen kann (BGE 148 III 30 E. 3.1).