Citation: 1C_30/2009 11.06.2009 E. 6

6.1 Die sinngemässe Rüge des Nichteintretensentscheids des Stadtrats begründet die Beschwerdeführerin im Wesentlichen damit, dass den Gemeinden Bischofszell und Zihlschlacht-Sitterdorf seit Mitte der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts verschiedene Planungsfehler unterlaufen seien, weil sie den Unterschied zwischen einem Richtplan und einem Nutzungsplan nicht gekannt hätten und auch heute noch nicht kennen würden. So habe insbesondere die Gemeinde Bischofszell mit Berufung auf den Richtplan Bruggwiesen Baubewilligungen in der Landwirtschaftszone erteilt. 6.2 Die Vorinstanz hat den Nichteintretensentscheid des Stadtrats mit der Begründung bestätigt, Richtpläne seien nur behördenverbindlich und könnten daher von den Grundeigentümern nicht angefochten werden. Dies gelte sowohl für den Erlass des Plans als auch für dessen Ausserkraftsetzung. 6.3 Das Bundesrecht gebietet nicht, Richtpläne einem kantonalen Rechtsmittel zu unterwerfen; nach Art. 33 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700) hat das kantonale Recht lediglich gegen Nutzungspläne wenigstens ein Rechtsmittel vorzusehen. Zudem nennt die Beschwerdeführerin auch keine kantonale Vorschrift, wonach für Private gegen Richtpläne ein Rechtsmittel zur Verfügung stehen würde. Daran ändert entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin (Beschwerdeschrift S. 6 oben) auch nichts, dass der Stadtrat den Ausserkraftsetzungsentscheid unter Hinweis auf ein Einspracherecht publik gemacht hat. Ebenso wenig würde der Umstand daran etwas ändern, wenn die Gemeinde Bischofszell, wie die Beschwerdeführerin behauptet, den Richtplan als Nutzungsplan betrachtet und gestützt darauf Baubewilligungen erteilt haben sollte. Selbst wenn dem so wäre, bliebe es dabei, dass es sich beim in Frage stehenden Plan um einen Richtplan handelt entsprechend dem Entscheid des Regierungsrats vom 15. Juni 1976. Letztlich wird der Richtplancharakter auch von der Beschwerdeführerin nicht bestritten, macht sie doch nicht geltend, der Regierungsrat habe seinerzeit dem "Quartierplan Bruggwiesen" zu Unrecht die Eigenschaft eines Quartierplans abgesprochen. Soweit die Beschwerdeführerin das Nichteintreten des Stadtrats auf ihre Eingabe vom 23. Juli 2007 rügt, ist die Beschwerde daher, soweit darauf überhaupt einzutreten ist, abzuweisen. Damit ist auch auf die beiden Rechtsbegehren 4 und 5, deren materielle Behandlung Eintreten auf die Einsprache vorausgesetzt hätte, nicht einzutreten.