Citation: 5A_44/2022 E. 1.2.4

1.2.4. Zuletzt ist weder offensichtlich noch geltend gemacht, dass ausnahmsweise auf das Erfordernis eines aktuellen und praktischen Interesses an der Beschwerdeführung verzichtet werden könnte. Die Beschwerdeführer führen zwar aus, eine Kindesschutzbehörde könne den Rechtsmittelweg so faktisch nach Belieben aushebeln, indem sie die Besuchszeiträume derart kurz festlege, dass zwangsläufig ein neuer Entscheid ergehen müsse, bevor letztinstanzlich materiell entschieden werden könne. Dies könne und dürfe nicht sein. Ihre Ausführungen bleiben aber theoretischer Natur; sie zeigen nicht auf, inwiefern dies vorliegend zutreffen sollte. Dies ist denn auch nicht ersichtlich, regelt die Verfügung vom 15. Juli 2022 das Besuchsrecht der Beschwerdeführer doch zeitlich unbeschränkt und werfen die Beschwerdeführer dem Bundesgericht selbst vor, auch in Bezug auf die Verfügung vom 15. Oktober 2021 wäre genügend Zeit für einen Entscheid geblieben.