Citation: 6B_521/2022 E. 3.2.2

3.2.2. Das Verhalten des Beschwerdeführers ist zudem in seiner Intensität nicht nachvollziehbar. Wohl trifft zu, dass ihn der Beschwerdegegner 2 beschimpft und gar tätlich angegangen hat. Der wuchtige Schlag mit einem massiven Gegenstand gegen den Kopf des wehrlosen Beschwerdegegners 2 steht dazu aber in keinerlei Verhältnis. Dies gilt insbesondere auch für die erwartbaren Folgen des Mitteleinsatzes, zumal feststeht, dass der Beschwerdegegner 2 unbewaffnet war, was der Beschwerdeführer wusste. Der Einsatz gefährlicher Gegenstände, worunter ein massiv hölzerner Baseballschläger zweifellos zu zählen ist, muss denn auch nach der Rechtsprechung mit besonderer Zurückhaltung erfolgen und es muss, wie die Vorinstanz zutreffend erwog, wenn möglich ein milderer Einsatz zur Erreichung des Abwehrerfolgs versucht werden, namentlich gegen weniger verletzliche Körperteile wie Beine oder Arme (vgl. Urteil 6B_1454/2020 vom 7. April 2022 E. 3.3.1 zum Einsatz eines Messers). Vor diesem Hintergrund verneint die Vorinstanz ein rechtfertigendes Notwehrrecht im Ergebnis zutreffend. Dies unbesehen der Tatsache, dass die verbalen und leichten körperlichen Attacken des Beschwerdegegners 2 grundsätzlich einen der Notwehr zugänglichen Angriff auf Rechtsgüter des Beschwerdeführers darstellen. Dessen diesbezügliche Kritik geht daher an der Sache vorbei. Ein schwererer Eingriff, etwa ein unmittelbar bevorstehender Faustschlag oder gar der Einsatz einer Waffe drohte dem Beschwerdeführer gemäss den willkürfreien Feststellungen der Vorinstanz hingegen nicht. Soweit er Gegenteiliges behauptet, entfernt er sich in unzulässiger Weise vom für das Bundesgericht verbindlichen Sachverhalt. Dies gilt ebenso, wenn er eine Putativnotwehrsituation geltend macht. Es ist nicht erstellt, dass der Beschwerdeführer, abgesehen von den Beschimpfungen und Pöbeleien, mit einem unmittelbaren Angriff des Beschwerdegegners 2 rechnete, der sein Handeln rechtfertigen würde.