Citation: 2C_738/2019 E. 4.2.2

4.2.2. Erschwerend kommt hinzu, dass die Straftaten, die zur Verurteilung vom 11. August 2015 geführt haben, innerhalb der mit Strafmandat vom 15. Juni 2009 angesetzten Probezeit begangen wurden (vgl. auch E. 3.1 des angefochtenen Urteils). Auch die Untersuchungshaft, in welcher sich der Beschwerdeführer gemäss den Akten vom 5. November 2009 bis am 26. Januar 2010 befand, hielt ihn nicht davon ab, weiter zu delinquieren. So geht aus den Akten hervor, dass der Beschwerdeführer nur ca. 2 Monate nach seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft den versuchten Diebstahl, den Hausfriedensbruch und die Sachbeschädigung beging. Anschliessend folgten zwei Delikte gegen das Strassenverkehrsgesetz (Überschreiten der signalisierten Höchstgeschwindigkeit innerorts um 28 km/h und Nichtabgabe des entzogenen Führerausweises trotz behördlicher Anordnung). Wie die Vorinstanz zu Recht ausführt, indiziert ein solches Verhalten eine erhebliche kriminelle Energie und eine beträchtliche Gleichgültigkeit gegenüber der hiesigen Rechtsordnung (vgl. E. 3.1 des angefochtenen Urteils). Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn das Verwaltungsgericht zum Schluss gekommen ist, dass weitere Straftaten nicht ausgeschlossen seien (vgl. E. 4.2 des angefochtenen Urteils). Soweit der Beschwerdeführer der Vorinstanz in diesem Zusammenhang eine falsche Sachverhaltsfeststellung vorwirft, weil sie das Rückfallrisiko willkürlich beurteilt habe, verkennt er, dass es sich dabei nicht um eine Sachverhalts-, sondern um eine Rechtsfrage handelt. Schliesslich ist zu berücksichtigen, dass bei schweren Straftaten, wozu die qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie Raub gehören, zum Schutz der Öffentlichkeit ausländerrechtlich selbst ein geringes Restrisiko weiterer Beeinträchtigungen der dadurch gefährdeten Rechtsgüter nicht in Kauf genommen werden muss (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.2 S. 34).