Citation: 8C_606/2022 E. 4

Dass von einer Fortsetzung der Heilbehandlung in Bezug auf die somatischen Unfallrestfolgen über den verfügten Fallabschluss per 28. Februar 2021 hinaus mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit noch eine namhafte, prospektiv ins Gewicht fallende Besserung des Gesundheitszustandes (Urteil 8C_620/2019 vom 5. Februar 2020 E. 3.2 mit Hinweisen) zu erwarten gewesen wäre, vermag der Beschwerdeführer nicht darzulegen. Er selber hielt im Einspracheverfahren mit Blick auf das geltend gemachte massive Schmerzsyndrom ausdrücklich fest, bis heute sei es nicht gelungen, "diese Schmerzsituation mit herkömmlichen Mitteln, das heisst medikamentös und/oder manual-therapeutisch, in den Griff zu bekommen." Ebenso steht fest, dass die chirurgischen Massnahmen bei Fallabschluss ausgeschöpft waren. Auch dem Austrittsbericht vom 4. August 2020 zum zweiten stationären Aufenthalt in der Klinik F.________ vom 8. bis 31. Juli 2020 sind keine gegenteiligen Anhaltspunkte zu entnehmen. Zwar trifft zu, dass die psychiatrische Behandlung laut Bericht zum psychiatrischen Konsilium des Dr. med. G.________ fortzusetzen war. Gemäss zweitem Austrittsbericht der Klinik F.________ präsentierte der Beschwerdeführer jedoch eine erhebliche Symptomausweitung. Seine Schmerzangaben waren wenig differenziert und das Schmerzverhalten nicht adäquat. "Ein Zugang zu einer gezielten Behandlung des betroffenen Dig. III oder zu einer Aktivitätssteigerung, [zum] Abbau der Schonhaltung und [zum Verzicht auf die] Handschiene konnte nicht erarbeitet werden." Fehlen konkrete Hinweise für eine überwiegend wahrscheinliche namhafte Besserung der somatischen Unfallrestfolgen durch eine Fortsetzung der ärztlichen Behandlung über den 28. Februar 2021 hinaus, hat die Beschwerdegegnerin zu Recht zu diesem Zeitpunkt den Fallabschluss geprüft und die Heilbehandlungsleistungen eingestellt (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG; vgl. auch E. 3.2.2 hiervor). Insoweit erhebt der Beschwerdeführer keine Einwände gegen den von der Vorinstanz mit angefochtenem Urteil auf den 1. März 2021 festgesetzten Zeitpunkt des Rentenbeginns.