Citation: 6B_1503/2021 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz erwägt, die erste Instanz erachte den Anklagesachverhalt zu Recht als erstellt. Eine willkürliche Beweiswürdigung liege nicht vor. Die erste Instanz ging davon aus, die Aussagen der Geschädigten seien stringent, detailreich und lebendig. Sie enthielten Details, die für das Hauptgeschehen nicht relevant seien. Es sei lediglich fraglich, weshalb die Geschädigte den Wodkakonsum nicht sofort geschildert habe. Dies könne aber damit erklärt werden, dass es mit dem Hauptgeschehen nichts zu tun habe und sie Konsequenzen mit dem Arbeitgeber befürchtet habe. Sie habe es auf Nachfrage hin sofort zugegeben. Es seien keine Gründe ersichtlich, warum sie den Beschwerdeführer hätte falsch belasten sollen. Demgegenüber sei das Aussageverhalten des Beschwerdeführers gekennzeichnet von einsilbigen Aussagen und einer Tendenz zum Ausweichen. Statt eine eigene Version der Geschichte zu schildern, die es gemäss seinem Schreiben vom 16. Mai 2019 offenbar gebe, versuche er immer wieder das Verhalten und die Aussagen der Geschädigten in ein schlechtes Licht zu rücken. Es sei auffallend, dass der Beschwerdeführer die in seinem Schreiben enthaltene Version der Geschehnisse - die Geschädigte sei ihm beim Wodkatrinken näher gekommen, woraufhin er sie weggestossen habe - bei der Staatsanwaltschaft nicht geschildert habe und an der erstinstanzlichen Hauptverhandlung erst auf Nachfrage der Einzelrichterin hin. Seine Version der Geschehnisse sei mitunter als nicht glaubhaft und als reine Schutzbehauptung anzusehen.