Citation: 9C_312/2016 E. 3.3

3.3. Zuständig für die Festsetzung und die Auszahlung der Ergänzungsleistung ist der Kanton, in dem die Bezügerin oder der Bezüger Wohnsitz hat. Der Aufenthalt in einem Heim, einem Spital oder einer anderen Anstalt und die behördliche oder vormundschaftliche Versorgung einer mündigen oder entmündigten Person in Familienpflege begründen keine neue Zuständigkeit (Art. 21 Abs. 1 ELG). Mit der Ausnahmebestimmung des Art. 21 Abs. 1 Satz 2 ELG hat der Gesetzgeber für den Fall des Aufenthalts in einem Heim, einem Spital oder einer anderen Anstalt eine Regelung getroffen, bei welcher - ähnlich wie im Fürsorgebereich (BGE 138 V 23 E. 3.1.2 f. S. 25 f.) - der zivilrechtliche Wohnsitz und die Zuständigkeit für die Festsetzung und die Auszahlung der (Ergänzungs-) Leistung auseinanderfallen können (BGE 142 V 67 E. 3.2 S. 72 f.; 141 V 255 E. 2.2 S. 259; 138 V 23 E. 3.4.3 S. 29; SVR 2011 EL Nr. 6 S. 17, 9C_972/2009 E. 5.3.2.2). Zuständig ist bzw. bleibt der Kanton, in welchem die versicherte Person unmittelbar vor dem Heim- oder Anstaltseintritt zivilrechtlichen Wohnsitz hatte (BGE 142 V 67 E. 3.3 S. 73 f.).