Citation: 5A_305/2018 E. 5.4

5.4. Die Beschwerdeführerin macht geltend, der Kindeswille sei zu Unrecht nicht beachtet worden. C.________ wolle zur Mutter. Gemäss der willkürfreien Feststellung der Vorinstanz wollte C.________ aber die Frage, wer die elterliche Sorge ausüben solle, gerade nicht beantworten, um niemanden zu verletzen. Er meinte, er würde sich wünschen, dass seine Eltern in der Lage wären, die elterliche Sorge gemeinsam auszuüben. Aus dem Kindeswillen kann die Beschwerdeführerin somit entgegen ihrer Auffassung nichts zu ihren Gunsten ableiten. Auch soweit sie vorbringt, das Kindeswohl sei ausser Acht gelassen worden, geht sie fehl. Die Vorinstanz hat mit ihrem Entscheid dem Gesundheitszustand und den besonderen Bedürfnissen von C.________ Rechnung getragen und damit das Kindeswohl berücksichtigt. Die Argumentationsweise der Beschwerdeführerin verdeutlicht, dass sie die ausgewiesene Krankheit und besonderen Bedürfnisse ihres Sohnes nicht wahrzunehmen vermag. Sie setzt sich mit den Ausführungen der Vorinstanz zu diesem Thema nicht auseinander, sondern trägt lediglich in unzulässiger appellatorischer Kritik ihr eigenes Verständnis der Situation vor. Sie bestreitet auch nicht, sich den verschiedenen Behörden gegenüber, welche um das Wohl von C.________ besorgt sind, unkooperativ verhalten zu haben. Ihre aggressive Verhaltensweise gegenüber Dritten hat bei ihrem Sohn sogar eine zusätzliche Belastung hervorgerufen. Damit ist offenkundig, dass einer harmonischen Entfaltung von C.________ entgegengewirkt würde, wenn der Beschwerdeführerin die alleinige elterliche Sorge zugeteilt würde. Die Vorinstanz hat somit kein Bundesrecht verletzt, indem sie die Erziehungsfähigkeit der Beschwerdeführerin verneinte und zum Schluss kam, das Kindeswohl gebiete die Zuteilung der alleinigen elterlichen Sorge an den Beschwerdegegner.