Citation: 4A_71/2017 E. 3.1.3

3.1.3. Die Vorinstanz erwog zu den Vorbringen des Beschwerdeführers, dass seine Kritik unberechtigt sei. Aus der Stellungnahme des Beisitzers Wüst gehe unmissverständlich hervor, dass er und C.________ bzw. die von ihm vertretenen Gesellschaften Mitbewerber, also Konkurrenten, seien. Das Networking, das Beisitzer Wüst erwähnt habe, beziehe sich auf die Notwendigkeit, am Markt, d.h. bei potenziellen Kunden, Präsenz zu zeigen. Das führe zu persönlichen Kontakten zu Mitbewerbern. So habe er C.________ kennen gelernt, und in diesem Kontext treffe er ihn häufig. Aus diesen Umständen abzuleiten, wie es der Beschwerdeführer tue, der Beisitzer Wüst und C.________, wollten sich nicht "auf die Füsse treten", und damit zu insinuieren, der Beisitzer Wüst werde nicht gegen seinen Konkurrenten C.________ bzw. die Beschwerdegegnerin entscheiden, liege alles andere als auf der Hand und scheine sehr gesucht. Weder ein Duzverhältnis noch eine persönliche Bekanntschaft vermöge für sich allein betrachtet die Befangenheit eines Gerichtsmitglieds zu begründen. Damit eine Freundschaft den Anschein der Befangenheit erwecken würde, müsse die soziale Beziehung zwischen den Parteien eine gewisse Intensität aufweisen. Aus den häufigen Treffen der Beteiligten anlässlich von Ausschreibungen für Vermarktungsmandate könne nicht auf eine Freundschaft zwischen dem Beisitzer Wüst und dem Geschäftsführer der Beschwerdegegnerin geschlossen werden, geschweige denn auf eine intensive. Objektive Anhaltspunkte, welche an der Unvoreingenommenheit von Beisitzer Wüst zweifeln liessen, seien daher keine erkennbar. Daran vermöge auch der Umstand nichts zu ändern, wonach der Beisitzer Wüst im hängigen Kündigungsschutzverfahren [zwischen dem Beschwerdeführer und der Beschwerdegegnerin] vor dem Mietgericht Zürich als Vertreter der Vermieterseite bestellt sei. Zum einen seien die Mitglieder eines paritätisch besetzten Fachgerichts ganz bewusst als Interessenvertreter gewählt, und zum anderen werde von ihnen gleichwohl verlangt, dass sie sich als Richter unparteiisch verhalten würden.