Citation: 7B_584/2024 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz erwägt im Wesentlichen, der Beschwerdeführer habe die ihm am 18. September 2023 auferlegte Ordnungsbusse in der Höhe von Fr. 120.-- innert der Bedenkfrist von 30 Tagen unbestrittenermassen nicht bezahlt (Art. 6 Abs. 1 OBG), sondern Einsprache dagegen erhoben. Damit seien weder die Voraussetzungen für die Vernichtung des Bedenkfristformulars gegeben gewesen (Art. 6 Abs. 3 OBG) noch sei die Busse rechtskräftig geworden (Art. 11 OBG). Folglich sei durch die Polizei gemäss Art. 6 Abs. 4 OBG ein ordentliches Verfahren einzuleiten gewesen, was sie mit Strafanzeige vom 9. November 2023 an die Staatsanwaltschaft auch getan habe. Diese habe in formeller Hinsicht kein Strafverfahren gegen den Beschwerdeführer eröffnet, sondern die Strafsache gestützt auf Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO nicht an die Hand genommen (vgl. Art. 309 Abs. 4 StPO), da die Busse zwischenzeitlich vollständig beglichen und die Strafanzeige zurückgezogen worden sei, womit die Voraussetzungen für die Eröffnung eines Strafverfahrens gegen den Beschwerdeführer nicht mehr vorgelegen hätten. Daran vermöge der Einwand des Beschwerdeführers, wonach die Ordnungsbusse irrtümlicherweise durch sein Sekretariat bezahlt worden sei, nichts zu ändern. Zunächst handle es sich dabei lediglich um eine Behauptung des Beschwerdeführers, welche durch diesen in keiner Weise belegt werde. Es sei somit weder erstellt, dass die Bezahlung der Ordnungsbusse durch das Sekretariat des Beschwerdeführers erfolgt sei, noch, dass dies irrtümlicherweise geschehen sein solle. Dessen ungeachtet, habe sich der Beschwerdeführer das Verhalten und damit die Bezahlung der Ordnungsbusse der von ihm beigezogenen Hilfspersonen ("meinem Sekretariat") ohnehin anrechnen zu lassen (Art. 101 OR per analogiam), zumal er selber ausführe, dass sein Sekretariat den Auftrag gehabt habe, "fällige Pendenzen noch vor Jahresende zu erledigen".