Citation: 9C_302/2018 E. 4.2.1

4.2.1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, es hätte einer neuropsychologischen Abklärung bedurft. Sie habe über erhebliche kognitive Defizite geklagt, welche vom Gutachter nur marginal berücksichtigt worden seien. Auch die Vorinstanz habe sich mit den geklagten Einschränkungen nicht auseinandergesetzt. Die Vorinstanz erwog dazu, solche testpsychologischen Zusatzuntersuchungen stellten gemäss den Qualitätsleitlinien für psychiatrische Gutachten in der Eidgenössischen Invalidenversicherung der Schweizerischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (SGPP) lediglich einen Zusatzbefund dar und seien nicht in jedem Fall indiziert. Nachdem sich med. pract. B.________ aufgrund einer eingehenden, dreieinhalb Stunden dauernden Untersuchung von den geklagten Beschwerden ein umfassendes Bild habe verschaffen können, habe er über die notwendigen Kenntnisse verfügt, um den Gesundheitszustand der Versicherten beurteilen zu können. Es sei daher nicht zu beanstanden, dass er auf weitergehende Abklärungen im Sinne einer neuropsychologischen Untersuchung verzichtet habe, denn davon seien keine zusätzlichen Erkenntnisse zu erwarten gewesen. Aus dem Gutachten ergibt sich zudem, dass sich kognitive Defizite grobkursorisch nicht hätten eruieren lassen. Die Konzentration hätte insbesondere über die gesamte Gesprächsdauer aufrechterhalten werden können, obschon die Versicherte über subjektive Konzentrationsstörungen berichtet habe. Ebenso fänden sich keine Hinweise für Gedächtnisstörungen oder Schwierigkeiten in der Auffassung. Formal gedanklich hätten sich keine Auffälligkeiten gezeigt. Das Denken sei nicht verlangsamt, gehemmt oder eingeengt gewesen. Vor diesem Hintergrund ist es nicht bundesrechtswidrig, dass die Vorinstanz auf eine neuropsychologische Abklärung verzichtete.