Citation: 6B_556/2024 E. 8.3.1

8.3.1. Die Vorinstanz begründet nachvollziehbar, wieso sie von einem nicht mehr leichten Tatverschulden ausgeht (Urteil, E. VI.3.1.1). Entgegen der Rüge des Beschwerdeführers stützt sie sich dabei nicht auf aktenwidrige Sachverhaltselemente. Sie erwägt, es falle ins Gewicht, dass sich der Beschwerdeführer an die ihm kaum bekannte Beschwerdegegnerin 2 herangemacht und zuerst ausgelotet habe, wie viel Widerstand zu erwarten sei, worauf er immer zudringlicher geworden sei und letztlich seine körperliche Überlegenheit ausgenutzt habe, indem er sie mit den Händen festgehalten, ans Auto gedrückt bzw. bäuchlings auf den Tisch geschubst habe. Dabei habe er konstant über längere Zeit die wiederholten unmissverständlichen Äusserungen der Beschwerdegegnerin 2, dass er aufhören solle, ignoriert. In der geschlossenen Garage wäre es dieser nicht möglich gewesen zu fliehen, hätte doch der Beschwerdeführer sie spätestens beim Öffnen des Tores eingeholt, wenn er ihr hätte folgen wollen. Er habe ihre Lage, in die er sie absichtlich gebracht habe, sowie die Abwesenheit von anderen Leuten schamlos und unverfroren ausgenutzt. Erschwerend sei dabei, dass sich die Beschwerdegegnerin 2 gar nicht auf den ihr unbekannten Beschwerdeführer habe einstellen können. Sie habe nicht gewusst, wie brutal er vorgehen würde oder mit welcher Reaktion sie bei Widerstand oder Flucht hätte rechnen müssen. Darüber hinaus verdeutliche das mehrfache beharrliche Hinwegsetzen über den Willen der Beschwerdegegnerin 2 durch das Missachten des eingeführten Tampons eine Geringschätzung ihres physischen Wohlbefindens. Weiter komme erschwerend hinzu, dass der Beschwerdeführer dreimal in unterschiedlichen Positionen ungeschützt vaginal in sie eingedrungen sei, wodurch er sie zusätzlich der Gefahr von sexuell übertragbaren Krankheiten ausgesetzt habe. Auch wenn er nicht "maximal brutal" vorgegangen sei, sei sein Verhalten grob gewesen.