Citation: 7B_1232/2024 E. 3.3

3.3. Die vorinstanzlichen Ausführungen vermögen nicht restlos zu überzeugen. Wie der Beschwerdeführer zu Recht ausführt, wurde die Sicherheitshaft nicht bloss nicht im Dispositiv angeordnet, sondern blieb auch in der Begründung des am 17. August 2023 ergangenen Beschlusses unerwähnt. Entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung hatte die Abweisung des Haftentlassungsgesuchs vom 17. August 2023 indessen keinen Zustand ohne Hafttitel zur Folge. Selbst wenn sich das Obergericht in seinem Beschluss vom 17. August 2023 unter Berücksichtigung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht darauf beschränken durfte, das Haftentlassungsgesuch abzuweisen, sondern formell hätte Sicherheitshaft anordnen müssen (BGE 143 IV 160 E. 2.3), ändert dies nichts daran, dass die materiellen Voraussetzungen der strafprozessualen Haft beim vorzeitigen Strafvollzug vorliegen müssen (BGE 146 IV 49 E. 2.6; 143 IV 160 E. 2.1) und am 17. August 2023 auch geprüft wurden. Insofern bestand nach dem Beschluss vom 17. August 2023 nach wie vor ein Hafttitel. Dass dem Beschwerdeführer durch das Nichtanordnen von Sicherheitshaft bei gleichzeitiger Abweisung des Haftentlassungsgesuchs ein Nachteil erwachsen wäre, ist im Übrigen nicht ersichtlich. Im vorzeitigen Strafvollzug entfällt zwar die periodische Haftprüfung von Amtes wegen nach Art. 227 StPO (BGE 137 IV 177 E. 2.1 mit Hinweisen). Das Gleiche gilt indessen auch für die Sicherheitshaft während des Berufungsverfahrens (BGE 139 IV 186 E. 2.2.3; Urteil 7B_817/2024 vom 27. August 2024 E. 3.2 mit Hinweisen).