Citation: 1C_725/2013 E. 3.1

3.1. Streitgegenstand bildet allein die Frage, ob der Entschädigungsanspruch der Beschwerdegegner aus materieller Enteignung infolge Nichteinhaltung der Frist gemäss § 183ter Abs. 1 des kantonalen Einführungsgesetzes vom 2. April 1911 zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch (EG ZGB; LS 230) verwirkt ist. Nach der genannten Bestimmung hat der Betroffene seine Ansprüche innert zehn Jahren seit dem Inkrafttreten der Eigentumsbeschränkung dem Gemeinwesen schriftlich anzumelden. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts haben die Kantone die Kompetenz, Fristen für die Geltendmachung von Ansprüchen aus materieller Enteignung vorzusehen (BGE 112 Ib 496 E. 3e S. 511 mit Hinweis). Gemäss Art. 183ter Abs. 1 EG ZGB läuft die Frist zur Anspruchserhebung ab dem Inkrafttreten der Eigentumsbeschränkung. Dies entspricht dem Zeitpunkt des Inkrafttretens der Anordnung, welche die Eigentumsbeschränkung bewirkt. Auf diesen Fristbeginn stellt auch die bundesgerichtliche Rechtsprechung ab, wenn das kantonale Recht zur Verjährung keine Regelung enthält (BGE 113 Ib 369 E. 1b S. 370; 111 Ib 269 E. 3a/aa S. 272 ff.; je mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung beginnt zudem die Verjährungsfrist zur Geltendmachung von Ansprüchen aus materieller Enteignung - wiederum unter dem Vorbehalt einer anderslautenden gesetzlichen Regelung - auch zu laufen, wenn der Eigentümer von der rechtskräftig gewordenen Beschränkung seiner Befugnisse keine Kenntnis hat. Allerdings können Gründe des Vertrauensschutzes unter Umständen eine Abweichung von dieser Regel rechtfertigen (BGE 111 Ib 269 E. 3a/aa und cc S. 272 ff. mit Hinweisen).