Citation: 1B_150/2007 09.08.2007 E. A

X.________ wurde am 21. April 2006 in Untersuchungshaft versetzt. Es wird ihm vorgeworfen, sich der mehrfachen sexuellen Handlung mit einem Kind, der mehrfachen sexuellen Nötigung, der mehrfachen schweren und der einfachen Körperverletzung, des Diebstahls, der Nötigung, der Förderung der Prostitution, der Pornographie und weiterer Delikte schuldig gemacht zu haben. Am 2. Mai 2007 verlängerte der Haftrichter des Kreisgerichts Untertoggenburg-Gossau die Untersuchungshaft letztmals bis zum 2. August 2007. Am 16. Mai 2007 stellte der amtliche Verteidiger von X.________ ein Haftentlassungsgesuch. Der Haftrichter wies das Gesuch mit Entscheid vom 4. Juni 2007 ab und bestätigte die Fortdauer der Untersuchungshaft bis zum 2. August 2007. Er begründete den Entscheid damit, dass X.________ das Vorliegen eines dringenden Tatverdachts mit den vorgebrachten Argumenten nicht rechtsgenüglich zu widerlegen vermöge und auch die Haftgründe der Flucht- und Fortsetzungsgefahr nach wie vor gegeben seien. Die Ausführungen im Entlassungsgesuch würden sich im Wesentlichen auf eine Wiederholung der in vorangegangenen Haftentlassungsgesuchen aufgestellten Behauptung beschränken, dass die vorliegenden Belastungen ausnahmslos auf wahrheitswidrigen Sachverhaltsdarstellungen beruhen. Im Haftprüfungsverfahren gehe es aber nicht darum, wiederholt dieselbe Frage nach den tatsächlichen und rechtlichen Voraussetzungen der Inhaftierung zu beurteilen. Ferner entschied der Haftrichter, dass die von X.________ persönlich verfassten Entlassungsgesuche nicht zugelassen werden, solange er im Strafverfahren verteidigt sei. Eine solche Einschränkung des Rechts, ein Haftentlassungsbegehren zu stellen, sei angebracht, da durch die zahlreichen unsubstantiierten Behauptungen des Angeschuldigten das Verfahren kompliziert und unnötig verzögert werde. Gegen diesen haftrichterlichen Entscheid reichte X.________ persönlich mit handschriftlicher Eingabe vom 7. Juni 2007 eine als "Rekurs" bezeichnete Rechtsverweigerungsbeschwerde bei der Anklagekammer des Kantons St. Gallen ein. Mit Entscheid vom 10. Juli 2007 wies diese das Rechtsmittel ab, soweit sie darauf eintrat. In der Begründung führte sie aus, die Vorbringen des Beschwerdeführers würden den im kantonalen Verfahrensrecht vorgesehenen Begründungsanforderungen nicht genügen. Insbesondere habe der Beschwerdeführer nicht aufgezeigt, in welchen Punkten und inwieweit die Beweiswürdigung der Vorinstanz bei der Beurteilung des dringenden Tatverdachts rechtsmissbräuchlich sei. Die Untersuchungshaft sei so lange aufrechtzuerhalten, als der allgemeine Haftgrund des dringenden Tatverdachts und einer der besonderen Haftgründe der Flucht-, Kollusions-, Fortsetzungs- oder Ausführungsgefahr bestehen würden und als die Haft verhältnismässig sei. Der angefochtene Haftentscheid erweise sich als rechtens.