Citation: 1C_471/2021 E. 5.5

5.5. Die Beschwerdeführenden beanstanden die Feststellung, wonach es noch offen sei, ob die IGW eingehalten werden könnten, als offensichtlich unrichtig: Es stehe schon heute fest, dass die IGW überschritten würden und die lärmempfindlichen Räume nur mit Ausnahmebewilligungen nach Art. 31 Abs. 2 LSV realisiert werden könnten, da die geplanten Hochhäuser von Lärmquellen umgeben seien (Stadion im Westen, SBB-Hauptstrecke im Norden, Industriestrasse im Osten). Davon gehe auch der Planungsbericht aus. Sie verweisen auf den Umweltverträglichkeitsbericht (UVB) 2010 zum rechtkräftigen Gestaltungsplan, der das damals geplante Hochhaus für Wohnnutzungen aufgrund der Lärmbelastung als unzulässig beurteilt habe. Auch der UVB zur Änderung des Gestaltungsplans Torfeld Süd vom 20./27. Mai 2019 (S. 76) gehe davon aus, dass das Projekt bezüglich Lärm nicht so optimiert werden könne, dass die gesetzlichen Anforderungen beim Eisenbahn- und beim Sportlärm eingehalten werden könnten, ohne gleichzeitig andere relevante Rahmenbedingungen zu verletzen, so dass die Bauprojekte auf entsprechende Ausnahmebewilligungen angewiesen sein würden. Die Beschwerdeführenden sind der Auffassung, aufgrund der systematischen, grossflächigen und erheblichen Überschreitung der IGW könnten keine Ausnahmebewilligungen erteilt werden, zumal für ein noch unüberbautes Gebiet, das einer weniger lärmempfindlichen Nutzung zugeführt werden könnte. Insbesondere sei es widersprüchlich, zugleich noch eine neue Lärmquelle - nämlich das Fussballstadion - dazu zu bauen.