Citation: I 543/04 26.01.2005 E. 3

Es bleibt zu prüfen, ob aufgrund der gesundheitlichen Beeinträchtigung gemäss dem pneumologischen Gutachten vom 4. Juli 2002 eine anspruchsbegründende Erwerbsunfähigkeit von mindestens 40 % (Art. 28 Abs. 1 IVG) besteht. 3.1 Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades hat die Vorinstanz einen Einkommensvergleich für 2002 durchgeführt. Dabei hat sie ein Valideneinkommen von Fr. 52'959.- resp. Fr. 57'329.- und ein Invalideneinkommen von Fr. 38'219.- ermittelt. Daraus resultiert ein Invaliditätsgrad von weniger als 34 %. Fr. 52'959.- entsprechen dem auf ein volles Arbeitspensum hochgerechneten und an die Nominallohnentwicklung angepassten Verdienst bei der Bank X.________. Auf Fr. 57'329.- oder Fr. 38'219.- beliefe sich der Lohn als medizinische Sekretärin in der Augenpoliklinik des Spitals Y.________ bei einem vollen oder bei einem Zweidrittel-Arbeitspensum. 3.2 Die vorinstanzliche Invaliditätsbemessung wird in mehrfacher Hinsicht beanstandet. Beim Valideneinkommen wird geltend gemacht, die Beschwerdeführerin hätte ohne gesundheitliche Beeinträchtigung eine kaufmännische Lehre und nicht bloss eine Bürolehre absolviert. Sie sei daher als Frühinvalide im Sinne von Art. 26 IVV zu betrachten. Falle dieser Status ausser Betracht, könne nicht auf den Verdienst bei der Bank X.________ abgestellt werden. Die Tätigkeit im Bereich Empfang/Sekretariat ab 1. März 1998 sei ihrem Leiden angepasst gewesen, nicht zu anstrengend und hektisch und in hygienisch einwandfreier Umgebung. Der dabei erzielte Lohn stelle somit mehr ein Invaliden- als ein Valideneinkommen dar. Abgesehen davon sei der Verdienst unterdurchschnittlich gewesen. Gemäss den «Salärempfehlungen 2004» des Kaufmännischen Verbandes Schweiz betrage das mittlere Jahressalär von kaufmännischen Angestellten mit einer zweijährigen Bürolehre im Alter der Beschwerdeführerin Fr. 60'576.-. Als KV-Absolventin könnte sie Fr. 71'356.- verdienen. Das Valideneinkommen habe daher mindestens dem Durchschnitt dieser Beträge abzüglich 2,5 % (regionaler Unterschied), somit Fr. 64'316.85 zu entsprechen. Im Weitern könne das Invalideneinkommen nicht dem auf ein Zweidrittel-Pensum hochgerechneten Verdienst als medizinische Sekretärin in der Augenpoliklinik des Spitals Y.________ gleichgesetzt werden. Diese Stelle habe die Beschwerdeführerin lediglich dank der Hilfe ihrer Schwester bekommen, welche in derselben Abteilung arbeite. Auf Ende Juli 2004 sei ihr im Übrigen gekündigt worden. Richtigerweise müsse das Invalideneinkommen auf der Grundlage der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 2000 des Bundesamtes für Statistik (LSE 00) berechnet werden. Dabei sei ihr aufgrund der gesundheitlichen Einschränkungen (Asthmaexazerbationen in Stresssituationen) mindestens ein 20%iger leidensbedingter Abzug zu gewähren. Daraus resultierte ein Invalideneinkommen von Fr. 30'070.90. Der Invaliditätsgrad betrage somit 53,24 %.