Citation: 5A_773/2021 E. 3.2

3.2. Das Kantonsgericht führt diesbezüglich aus, die KESB sei zum Erlass des Entscheides vom 6. April 2021 örtlich nicht zuständig gewesen. Das betroffene Kind habe seit August 2019 einen Wohnsitz ausserhalb des Zuständigkeitsbereichs der KESB. Im Zeitpunkt des Wohnsitzwechsels sei kein Verfahren mehr hängig gewesen. Jenes betreffend Entzug des Rechts auf persönlichen Verkehr zwischen Vater und Tochter sei bereits abgeschlossen gewesen, woran auch die Anordnung der jährlichen Prüfung der Massnahme und die weiter getroffenen Anordnungen nichts geändert hätten, und das (aktuelle) Verfahren betreffend Überprüfung des Besuchsrechts sei erst später angehoben worden. Somit habe bei Wohnsitzwechsel keine Zuständigkeit der KESB bestanden, die hätte perpetuiert werden können, und die Behörde wäre verpflichtet gewesen, die Angelegenheit an die neu zuständige Kindesschutzbehörde zu überweisen. Ein wichtiger Grund, von diesem Vorgehen abzusehen, habe nicht bestanden. Allerdings habe der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer den Einwand der örtlichen Unzuständigkeit erst im Rechtsmittelverfahren erhoben, obgleich er die entsprechende Problematik bereits während des Verfahrens vor der KESB hätte erkennen können. Es sei unter diesen Umständen treuwidrig den Einwand der fehlenden Zuständigkeit erst vor dem Kantonsgericht zu erheben und das entsprechende Vorbringen sei verspätet.