Citation: 6B_834/2021 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer rügt, seine zukünftige Ehefrau und seine Tochter seien niederländische Staatsangehörige und in den Niederlanden wohnhaft. Die Vorbereitungen für die Hochzeit in den Niederlanden seien im Gang und seine zukünftige Ehefrau habe für den 21. Juli 2021 einen Termin bei den zuständigen Behörden für die Vorbereitung der Hochzeit. Die Ausschreibung der Landesverweisung im SIS riskiere, die Hochzeit und den durch Art. 8 und 12 EMRK sowie Art. 13 und 14 BV geschützten Familiennachzug in den Niederlanden zu verhindern, weshalb darauf zu verzichten sei. Die Vorinstanz werfe ihm zu Unrecht vor, er habe keine Beweise für die geplante Hochzeit eingereicht. Sie wäre in Anwendung von Art. 6 StPO verpflichtet gewesen, aktiv Beweise zu der von ihm geltend gemachten Hochzeit einzuholen, und sie habe sich diesbezüglich nicht passiv verhalten dürfen, um daraus danach die für ihn negativen Konsequenzen zu ziehen. Bei einer Ausschreibung der Landesverweisung im SIS sei es ihm zudem nicht ohne Weiteres möglich, den physischen Kontakt mit seiner in den Niederlanden wohnhaften Tochter aufrechtzuerhalten. Im Falle eines Besuches seiner Tochter in Guinea bestehe ein ernsthaftes Risiko einer Genitalverstümmelung, welche die Gesundheit seiner Tochter oder gar deren Leben in Gefahr bringen könnte.