Citation: 9C_480/2018 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz hat in diesem Zusammenhang auf ihre eigene Praxis verwiesen und erwogen, es beruhe auf einem falschen Verständnis der materiellen ELG-Bestimmungen, dass eine EL-Verfügung immer nur für ein Kalenderjahr verbindlich sei, und deshalb sämtliche Anspruchspositionen jedes Jahr neu überprüft werden könnten (sog. "Kalenderjahr-Praxis"). Auch in systematischer und teleologischer Hinsicht halte diese Auffassung nicht stand. Eine Neubeurteilung sämtlicher Anspruchspositionen der Verfügung vom 19. Dezember 2016 sei daher nicht zulässig. Mit Blick auf die strittige Tagestaxe hätte vielmehr einzig geprüft werden dürfen, ob eine massgebliche Veränderung eingetreten sei (Art. 17 Abs. 2 ATSG). Dies sei nicht der Fall, habe sich doch der geltend gemachte Tagessatz wie in den Vorjahren unverändert auf Fr. 180.- belaufen. Demzufolge seien die Voraussetzungen für eine revisionsweise Korrektur dieser Berechnungsposition nicht erfüllt.