Citation: 2C_658/2023 E. 4.7.5

4.7.5. Sofern die Beschwerdeführerinnen gemeinsam in die Türkei ausreisen, wie ihnen das nach dem Dargelegten grundsätzlich zumutbar ist, beeinträchtigt die Entfernungsmassnahme der Mutter nicht die familiäre Beziehung zur Tochter, da sie diese im Ausland fortsetzen können. Allerdings lebt der besuchsberechtigte Vater der Tochter in der Schweiz, verfügen Vater und Tochter über ein gefestigtes Aufenthaltsrecht und besteht zwischen ihnen ebenfalls eine tatsächlich gelebte Beziehung. Das Familienleben zwischen Tochter und Vater ist folglich beeinträchtigt, wenn die Tochter der Beschwerdeführerin 1 ins Ausland folgt (vgl. Urteil 2C_34/2023 vom 19. Oktober 2023 E. 6.1). Bei dieser Ausgangslage kann die Tochter der Beschwerdeführerin 1 einen Bewilligungsanspruch vermitteln, wenn die vorstehend in E. 4.4 genannten Voraussetzungen vorliegen. Angesichts der langjährigen, in erheblichem Umfang selbstverschuldeten Sozialhilfeabhängigkeit der Beschwerdeführerin 1 (vgl. E. 4.6.6 hiervor) fehlt es jedoch vorliegend an einem tadellosen Verhalten. Ein Anspruch auf "umgekehrten Familiennachzug" ist daher zu verneinen.