Citation: 2C_762/2017 E. 3.3.3

3.3.3. Kein anderes Resultat ergibt sich unter Berücksichtigung der obligationenrechtlichen Pflichten, die der vom Beschwerdeführer und B.________ beigezogenen Hilfsperson obliegen. Wohl können Beauftragte im Rahmen ihrer Sorgfalts- und Treuepflicht (Art. 398 Abs. 1 und Abs. 2 OR) gehalten sein, über ihre Wahrnehmungen Verschwiegenheit zu wahren. Der Umfang der Geheimhaltungspflicht bestimmt sich aber in erster Linie nach den Weisungen des Auftraggebers. Ein Austausch über Offertbedingungen zwischen zwei Anbietern wird damit nicht zwingend verhindert, zumal im vorliegenden Fall ohne Weiteres davon ausgegangen werden kann, dass der Beschwerdeführer über die Tätigkeit seiner mit Büro- und Buchhaltungsaufgaben betrauten Hilfsperson im Transportbetrieb ihres Ehemanns im Bild war.