Citation: 1B_548/2021 E. 2.5

2.5. Im angefochtenen Entscheid erwägt das Obergericht im Wesentlichen Folgendes: Die Jugendanwaltschaft verweise auf die Untersuchungsakten, wonach der Beschwerdeführer sehr wohl Kontakte zu seinem im Kosovo lebenden Vater pflege. Die Jugendanwaltschaft habe am 5. Februar 2021 eine Besuchsbewilligung für diesen ausgestellt, und sein Gefängnisbesuch beim Beschwerdeführer habe am 19. März 2021 stattgefunden. Diesem drohe eine erhebliche Freiheitsstrafe bzw. stationäre Massnahme. Neben seinem Vater habe er weitere Verwandte im Kosovo, und er spreche Albanisch. Zwar möge es zutreffen, dass seine familiären Verbindungen in den Kosovo nicht sehr eng seien; dem ZMG sei jedoch darin zuzustimmen, dass auch die sozialen und familiären Beziehungen, die der Beschwerdeführer in der Schweiz pflege, von einer ihn unterstützenden Tante abgesehen, nicht besonders eng erschienen. Einen Freundeskreis habe er nach eigenen Aussagen nicht mehr. Vor seiner Verhaftung sei seine Lebens- und Wohnsituation unbeständig gewesen. Sämtliche bisherigen Lehrstellen habe er abgebrochen. Nach der Einschätzung des psychiatrisch-forensischen Gutachters sei es überaus fraglich, ob sich eine stabile Wohnsituation bei der Tante realisieren liesse. Dagegen sprächen die Umstände, dass bereits verschiedene professionelle Hilfestellungen und Interventionen keinen Erfolg gezeigt hätten und auch das Zusammenleben mit der Tante nicht längerfristig funktioniert habe. Mit einem Untertauchen oder einer Flucht des Beschwerdeführers müsse daher ohne Weiteres gerechnet werden.