Citation: 4A_343/2015 E. 4.5

0 31.7. 0 Daneben nahm der Kläger 1 noch immer das Ende Juni 2003 von Dr. H.________ verordnete Cordarone ein, allerdings offenbar in einer gegenüber dem Bericht vom 23. Juni 2003 reduzierten Dosis und letztlich (wohl ab 10. Juli 2003) in einer Erhaltungsdosis von 2x200 mg. Wie im "Ausweis über Antikoagulantienbehandlung" vermerkt, kontrollierte der Beklagte während der vorstehenden Behandlung des Klägers 1 mit Marcoumar den Quick-Wert (früher verwendete Kenngrösse zur Bestimmung der Blutgerinnungszeit zwecks Überwachung bei OAK) und den INR-Wert ("International Normalized Ratio"; heute verbreitete, international und zwischen Labors vergleichbare Kenngrösse zur Überwachung bei OAK) am 21., 25. und 30. Juli 2003. Dabei lag der INR-Zielwert beim Kläger 1 - in Übereinstimmung mit der Regel - zwischen 2 und 3. Auf den 1. August 2003 sah der Beklagte die Wiederaufnahme der Behandlung des Klägers 1 mit Marcoumar (vorerst 1/4 Tablette pro Tag) vor. Dazu kam es jedoch nicht mehr, da der Kläger 1 an diesem Tag eine "ausgedehnte Marcoumar-bedingte intracerebrale Blutung rechts fronto-zentral mit erheblicher Mittellinienverlagerung von rechts nach links und Einbruch von Blut in das Ventrikelsystem", eine "Hirnstammkompression" und ein "diffuses Hirnödem" erlitt (Operationsbericht Prof. Dr. med. I.________, Herz- und Neurozentrum Bodensee, vom 1. August 2003). Seit diesem Vorfall ist der Kläger 1 in seinem Beruf zu 100 % bleibend arbeitsunfähig.