Citation: 1A.41/2005 04.11.2005 E. 6

6. Die Kontrolle, ob die in Ziff. 2 und 3 des Beschlusses festgelegten Bedingungen im jährlichen Schiessprogramm beachtet werden sowie die Kontrollen über die Einhaltung der festgelegten Schiesszeiten im genehmigten Schiessprogramm obliegen dem Gemeinderat. Mit Beschluss vom 19. Februar 2002 gewährte der Regierungsrat des Kantons Nidwalden für die Schiessanlage "Halti" Sanierungserleichterungen, soweit trotz der von der Landwirtschafts- und Umweltdirektion angeordneten baulichen und betrieblichen Lärmschutzmassnahmen die Immissionsgrenzwerte nicht eingehalten werden könnten. Die Sanierungserleichterungen wurden bis 31. März 2007 befristet; danach habe eine Neubeurteilung durch die zuständigen Instanzen stattzufinden. Im Übrigen hielt der Regierungsrat fest, dass der Erleichterungs-Entscheid als gegenstandslos dahinfalle und nicht in Rechtskraft erwachse, sofern gegen den Sanierungs-Entscheid der kantonalen Direktion Verwaltungsbeschwerde an den Regierungsrat erhoben werde. In der Folge reichte die Schützengesellschaft Beckenried gegen den Entscheid der Landwirtschafts- und Umweltdirektion Beschwerde beim Regierungsrat ein und verlangte, dass statt des Einbaus von Schallschutztunnels die Installation von Seitenblenden für die 300m-Anlage vorgesehen werde. Der angeordneten schallabsorbierenden Verkleidung der Sicherheitsblende und der Betonmauer der 50m-Anlage stimmte die Beschwerdeführerin zu. In betrieblicher Hinsicht seien die Schiesszeiten derart zu beschränken, dass sich bei der 300m-Anlage eine Pegelkorrektur von -16 dB(A) und bei der 50m-Anlage eine solche von -18 dB(A) ergebe. Auf der 300m-Anlage sollten nur noch die Läger 1-10 benutzt werden. Während des regierungsrätlichen Beschwerdeverfahrens liess die Schützengesellschaft gestützt auf eine Baubewilligung des Gemeinderates Beckenried vom 16. September 2002 bei der 50m-Anlage zwei Schallschutzwände erstellen und die Sicherheitsblenden sowie die Betonmauer mit Schallschutzelementen verkleiden. Mit Beschluss vom 23. September 2003 wies der Regierungsrat des Kantons Nidwalden die Beschwerde der Schützengesellschaft Beckenried ab und ordnete an, dass die noch nicht realisierten baulichen Sanierungsmassnahmen (Installation von mindestens 10 Schallschutztunnels) bis spätestens zu Beginn der Schiesssaison 2004 zu realisieren seien und die betrieblichen Einschränkungen ab der Schiesssaison 2004 gälten. Gleichentags erneuerte er seinen Beschluss betreffend die Sanierungserleichterungen, die unter der Bedingung gewährt wurden, dass die angeordneten baulichen Lärmschutzmassnahmen bis spätestens zu Beginn der Schiesssaison 2004 ergriffen seien.