Citation: 1B_235/2015 E. 1.2

1.2. Zu prüfen bleibt, ob die Sachurteilsvoraussetzung des nicht wieder gutzumachenden Rechtsnachteils (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) erfüllt ist (vgl. BGE 135 I 261 E. 1.2 S. 263 mit Hinweisen). Die Oberstaatsanwaltschaft legt dar, dass im Falle der Abweisung des Entsiegelungsgesuches ein empfindlicher und irreversibler Beweisverlust bei der Aufklärung schwer wiegender Delikte drohe. Untersucht werde ein schwerer Fall internationaler (Cyber-) Wirtschaftskriminalität. Die Täterschaft habe mehrfach versucht, diverse Datenverarbeitungsanlagen betrügerisch zu missbrauchen, unrechtmässige Überweisungen aus fremden Bankkonten zu veranlassen und sich oder Dritte mit mehr als Fr. 1,267 Mio. zu bereichern. Bei internationaler Cyberkriminalität sei das Risiko der Täterschaft, ermittelt und überführt zu werden, besonders gering. Es bestehe die Gefahr, dass die Täter gefahrlos die nötige Anzahl weiterer Versuche unternehmen könnten, von denen erfahrungsgemäss nur ein kleiner Prozentsatz die Maschen aller Sicherheitssysteme der Banken passiere. Dieses Täterkalkül sei durchaus erfolgreich und führe weltweit zu Schäden in Milliardenhöhe bei verschwindend geringen Aufklärungsraten. Solchen Zusammenhängen sei auch bei der Prüfung des hinreichenden Tatverdachtes bei konkreten strafprozessualen Ermittlungsansätzen ausreichend Rechnung zu tragen.