Citation: 6B_343/2020 E. 7.4.1

7.4.1. Die Beschwerde ist zunächst unbegründet, soweit der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe eine Verletzung des Beschleunigungsgebots verneint. Das in Art. 5 StPO festgeschriebene Beschleunigungsgebot (vgl. auch Art. 29 Abs. 1 BV, Art. 6 Ziff. 1 EMRK und Art. 14 Ziff. 3 lit. c IPBPR) verpflichtet die Behörde, das Strafverfahren unverzüglich an die Hand zu nehmen, es voranzutreiben und ohne unbegründete Verzögerung zum Abschluss zu bringen. Es ist nur verletzt, wenn eine von der Strafbehörde zu verantwortende krasse Zeitlücke zu Tage tritt. Dies ist noch nicht der Fall, wenn die eine oder andere Untersuchungshandlung etwas rascher hätte vorgenommen werden können. Im zu beurteilenden Fall hat die Staatsanwaltschaft das Strafverfahren am 13. Oktober 2015 eröffnet und am 30. August 2018 Anklage erhoben. Der Beschwerdeführer macht nicht geltend und es ist auch nicht ersichtlich, dass es während der Dauer des Verfahrens über längere Zeit grundlos zu einem Stillstand oder zu Verzögerungen in den Untersuchungshandlungen gekommen wäre. Dasselbe gilt für das Verfahren vor den kantonalen Gerichten. Im Übrigen wäre nach der Rechtsprechung nicht zu beanstanden, wenn das Verfahren aus Gründen der Arbeitslast und wegen faktischer und prozessualer Schwierigkeiten unumgängliche Unterbrüche erleiden würde, solange der Stillstand nicht als stossend erscheint (BGE 133 IV 158 E. 8; 130 IV 54 E. 3.3.1; je mit Hinweisen). Ferner ist nicht ersichtlich, inwiefern die Vorinstanz den Umstand, dass der Beschwerdeführer sich zu Beginn der Untersuchung auf sein Aussageverweigerungsrecht berufen hat, zu seinen Ungunsten gewürdigt haben soll. Darüber hinaus hat die Vorinstanz auch angemessen berücksichtigt, dass der Beschwerdeführer während der gesamten Zeit der Untersuchung sowohl in psychischer als auch physischer Hinsicht einer erheblichen Belastung ausgesetzt war. Sie weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich auf die gesellschaftlichen, im Wesentlichen durch Politik und Medien geschürten Erwartungen nach einer strafrechtlichen Reaktion hin (angefochtenes Urteil S. 47). Dass die Vorinstanz diesen Belastungen nicht unter dem Gesichtspunkt der Verletzung des Beschleunigungsgebots Rechnung trägt, ist ohne Bedeutung.