Citation: 6B_1068/2022 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwägt, die Verweigerung der bedingten Entlassung bzw. die Aufrechterhaltung der Verwahrung erweise sich noch als verhältnismässig. Der Beschwerdeführer befinde sich seit mehr als 21 Jahren im Vollzug, was angesichts der verhängten Freiheitsstrafe von 24 Monaten unbestrittenermassen als äussert lange zu bezeichnen sei. Der Eingriff in seine Rechte wiege damit besonders schwer und sein Anspruch auf Freiheit gewinne zunehmend an Gewicht. Allerdings liessen die schlechte Legalprognose, die nach wie vor nicht bewältigte Cannabisproblematik und die kombinierte Persönlichkeitsstörung mit emotional-instabilen sowie dissozialen Anteilen und die (immer noch) hohe Behandlungsbedürftigkeit des Beschwerdeführers seinen Freiheitsanspruch trotz bereits ausserordentlich langer Vollzugsdauer in den Hintergrund treten. Das öffentliche Interesse am Schutz der körperlichen Integrität sei eminent. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers könne der von ihm ausgehenden Gefahr zurzeit auch nicht mit anderweitigen Vorkehrungen begegnet werden, beispielsweise, in dem er mittels Weisungen und Kontrollen überwacht würde. Allfälligen Vollzugslockerungen - und somit erst recht einer bedingten Entlassung - habe zwingend eine stationäre therapeutische Massnahme vorauszugehen, in der deutlich werde, dass der Beschwerdeführer die Behandlungsziele erkannt sowie akzeptiert habe und die therapeutische Aufgabenstellung innerhalb der Massnahme anpacke. Vor dem Hintergrund, dass das Rückfallrisiko durch eine stationäre therapeutische Massnahme weiter minimiert werden könne, erweise sich die Verwahrung noch als verhältnismässig (Beschluss S. 30 ff.).