Citation: 2C_440/2024 E. 5.3.1

5.3.1. Seit 2006 wurden auf dem Hof des Beschwerdeführers durch das Veterinäramt und die Kontrollstelle für Ökomassnahmen und Labelproduktion (KOL) regelmässig - teils gravierende - Mängel in der Tierhaltung festgestellt. Diese betrafen insbesondere die Tierpflege, die Kälberhaltung, die ungenügende Anzahl von Liegeplätzen, die Kennzeichnung sowie Meldung des Tierbestandes und den baulichen Zustand des Stalles. Für die Zeit zwischen 2006 und 2016 kam es ausnahmslos bei jeder Kontrolle durch das Veterinäramt zu Beanstandungen, die zudem immer wieder gleiche oder ähnliche Vergehen betrafen. Von 2016 bis 2022 wurden anlässlich von Kontrollen durch die Kontrollstelle für Ökomassnahmen und Labelproduktion (KOL) ebenfalls mehrfach Verfehlungen im Bereich des Tierschutzes festgestellt. Ausserdem wurde der Beschwerdeführer zwischen 2007 und 2017 mehrfach wegen Verletzung der Tierschutz- und Tierseuchengesetzgebung strafrechtlich verurteilt. Bereits vor diesem Hintergrund ist zu verneinen, dass der Beschwerdeführer willens und fähig ist, die grundsätzlichen Verhaltensgebote und -verbote des Tierschutzes zu befolgen. Daran ändert auch nichts, dass einige der festgestellten Mängel das Tierseuchengesetz betrafen, bezweckt doch auch dieses, die Tiergesundheit und damit mittelbar das Wohlergehen der Tiere zu schützen (vgl. Botschaft vom 7. September 2011 zur Änderung des Tierseuchengesetzes, BBl 2011 7027, S. 7029), womit die Vorinstanz auch die diesbezüglichen tierseuchenrechtlichen Mängel zumindest mitberücksichtigen durfte.