Citation: 6B_1310/2023 E. 1.5.4

1.5.4. Vorliegend haben die Sachverständigen an drei Terminen mit der Geschädigten eine klinisch-psychiatrische und klinisch-psychologische Untersuchung einschliesslich einer Prüfung der Aussagetüchtigkeit, eine Persönlichkeitsexploration sowie eine Verhaltensbeobachtung vorgenommen (kantonale Akten, act. 2530a, Gutachten S. 25 f.). Gemäss Angaben im Gutachten basiert dieses auf fünf Einvernahmen der Geschädigten vom Januar 2013 und der Konfrontationseinvernahme vom März 2013, bezüglich derer schriftliche Einvernahmeprotokolle (soweit ersichtlich keine exakten Wortprotokolle) vorlägen, der protokollierten Einvernahme anlässlich der erstinstanzlichen Verhandlung vom 21. November 2013 und der wörtlich protokollierten Einvernahme an der ersten Berufungsverhandlung vom 14. Januar 2016, wobei bezüglich der beiden letzten Einvernahmen zusätzlich Audio-Aufzeichnungen vorlägen (kantonale Akten, act. 2530a, Gutachten S. 98 f.). Die Sachverständigen halten fest, dass aussagepsychologische Analysen für gewöhnlich anhand von Wortprotokollen erfolgten. Jedoch könnten auch in zusammenfassenden Protokollen gewisse inhaltliche Merkmale, sofern sie vorhanden seien, identifiziert werden (kantonale Akten, act. 2530a, Gutachten S. 98 und 142; erläuternd: Einvernahme der Sachverständigen, act. 2691). Aus dem Gutachten ergibt sich, dass sich die Sachverständigen trotz der teilweise nicht wörtlich protokollierten Aussagen grundsätzlich in der Lage sahen, das vorhandene Aussagematerial aussagepsychologisch zu analysieren. Dabei wiesen sie darauf hin, wo eine Analyse mangels Wortprotokollen nicht oder nur beschränkt möglich war (betreffend detailliertem Strukturvergleich und Konstanzanalyse: kantonale Akten, act. 2530a, Gutachten S. 109 f., 114, 142).