Citation: 2C_770/2022 E. 1.2

1.2. Dagegen gelangten die Steuerpflichtigen mit Rekurs vom 30. Dezember 2021 an das Verwaltungsgericht des Kantons Zug. Mit einzelrichterlicher Verfügung vom 4. Januar 2022 im Verfahren A 2022 2 forderte der Kammerpräsident die Steuerpflichtigen zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 3'000.-- bzw. zur Einreichung eines Gesuchs um Erteilung des Rechts zur unentgeltlichen Rechtspflege auf. Am 14. Februar 2022 ersuchten die Steuerpflichtigen um Erteilung des Rechts zur unentgeltlichen Rechtspflege. Der Kammerpräsident setzte den Steuerpflichtigen Frist zur Nachreichung konkret bezeichneter Belege. In der Folge machten die Steuerpflichtigen weitere Angaben, was nach Einschätzung des Kammerpräsidenten die finanziellen Verhältnisse nach wie vor nicht zu belegen vermochte. Demzufolge forderte er die Steuerpflichtigen am 25. März 2022 auf, die Auszüge sämtlicher Bank- und Postkonten für die zurückliegenden sechs Monate beizubringen. Die Steuerpflichtigen liessen dem Gericht weitere Schreiben mit Beilagen zukommen. Mit Verfügung vom 5. Mai 2022 wies der Kammerpräsident das Gesuch um Erteilung des Rechts zur unentgeltlichen Rechtspflege ab. Die Begründung ging im Wesentlichen dahin, dass das tatsächliche Einkommen und Vermögen auch weiterhin nicht vollständig offengelegt worden sei, weshalb die Prozessarmut nicht abschliessend beurteilt werden könne. So sei die angebliche Saldierung des Kontos CH35 xxx trotz gegenteiliger Ankündigung nicht nachgewiesen worden. Zum Konto CH38 yyy seien überhaupt keine Auszüge beigebracht worden, ebenso wenig wie zu den "kleineren" Passivdarlehen und zum Guthaben gegenüber E.________. Die Angaben zur selbständigen Erwerbstätigkeit des Ehemannes seien "äusserst dürftig" geblieben.