Citation: 8C_90/2015 E. 3.2

3.2. Beschwerdeweise wird korrekt vorgebracht, im Gutachten der medizinischen Akademie B.________ werde das Vorliegen eines syndromalen Beschwerdebildes im engeren Sinn verneint. Die Schlussfolgerung der Beschwerdeführerin, wonach deshalb kein Raum für die Anwendung der SchlB IVG bestehe, ist gestützt auf BGE 140 V 197 hingegen falsch. So hat das Bundesgericht die von der Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang angerufene Rechtsprechung gemäss BGE 139 V 547 E. 10 S. 568 f. mit BGE 140 V 197 E. 6.2.3 S. 200 insofern präzisiert, als vom Anwendungsbereich von lit. a Abs. 1 SchlB IVG laufende Renten nur auszunehmen sind, wenn und soweit sie auf erklärbaren Beschwerden beruhen. Lassen sich unklare Beschwerden von erklärbaren Beschwerden trennen, können die Schlussbestimmungen der 6. IV-Revision auf erstere Anwendung finden. Sodann bestimmt sich die Anwendung der SchlB IVG danach, ob die ursprüngliche Rentenzusprache zum Teil aufgrund eines syndromalen Gesundheitsschadens zugesprochen worden ist. Beim Vorliegen sowohl syndromaler wie nicht syndromaler Gesundheitsschäden hängt die Anwendbarkeit von lit. a Abs. 1 SchlB IVG sodann davon ab, dass letztere die anspruchserhebliche Arbeitsunfähigkeit nicht mitverursacht, das heisst letztlich nicht selbständig zur Begründung des Rentenanspruchs beigetragen haben. Damit bleibt eine Rentenrevision unter diesem Rechtstitel möglich, wenn sie die Auswirkungen des unklaren Beschwerdebildes bloss verstärkten (SVR 2014 IV Nr. 39 S. 137, 9C_121/2014 vom 3. September 2014 E. 2.6). Das kantonale Gericht hat nachvollziehbar dargelegt, dass gemäss dem Radiologen Dr. med. C.________ eine Neuroirritation aufgrund der kleinen medianen Diskushernie wenig wahrscheinlich ist. Die Vorinstanz folgerte daraus gestützt auf die fehlende radikuläre Reizung und neurologischen Befunde zu Recht, nicht die Diskushernie tangiere die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin, sondern eben unklare Beschwerden. Inwiefern diese Würdigung offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung beruht, ist weder aus den Akten ersichtlich, noch wird dies in der Beschwerde dargelegt. Dies gilt umso mehr, als auch im Gutachten der medizinischen Akademie B.________ darauf hingewiesen wird, die degenerativen Veränderungen seien teilursächlich für die Beschwerden, es bestehe hingegen eine ausgeprägte Diskrepanz zwischen dem niedrigen Grad an Befundauffälligkeit und der geltend gemachten Leidensintensität. Zusammenfassend ist demnach die Anwendung der SchlB IVG durch die Vorinstanz nicht bundesrechtswidrig. Die voraussetzungslose Überprüfung der laufenden Rente ist demnach zulässig.