Citation: 4A_462/2024 E. 5

Schliesslich beanstandet die Beschwerdeführerin die vorinstanzlichen Erwägungen zur Widerklage. D ie Vorinstanz habe wesentliche ihrer Parteivorbringen nicht geprüft, insbesondere die geltend gemachte Nichtigkeit des streitgegenständlichen Mini-Futures, die Kollusion durch D.________, die Gutgläubigkeit der Beschwerdegegnerin sowie Mängel des Vertragsschlusses. Die Rügen sind unbegründet. Wie aus der Beschwerde selbst erhellt, hat die Vorinstanz im Rahmen ihrer Erwägungen zur Klagegutheissung erwogen, dass der Vertrag betreffend die streitgegenständlichen Mini-Futures durch die Abreden von D.________ und C.________ gültig zustande kam und die Beschwerdeführerin verpflichtete. Unter diesen Umständen war die Vorinstanz nicht gehalten, die von der Beschwerdeführerin widerklageweise geltend gemachten Mängel des Vertragsschlusses erneut zu prüfen. Sie durfte vielmehr auf ihre früheren Erwägungen verweisen. Darin liegt keine Verletzung der Begründungspflicht bzw. des rechtlichen Gehörs. Dies gilt auch für das von der Beschwerdeführerin behauptete kollusive Verhalten von C.________ und D.________, wobei die Vorinstanz nochmals darauf hinweist, dass die Behauptung, wonach sich D.________ als Mittäter oder Gehilfe von C.________ strafbar gemacht habe, einer Grundlage entbehre. Geprüft hat die Vorinstanz, entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin, schliesslich die Gutgläubigkeit der Beschwerdegegnerin hinsichtlich der Vertretungsbefugnis von C.________. Darauf kann verwiesen werden.