Citation: 2C_927/2020 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz war der Auffassung, bei der Handänderungssteuer des Kantons Wallis handle es sich um eine "Quasi-Handänderungssteuer", weil nicht der Rechtsverkehr als solcher, sondern die Errichtung von Urkunden hierzu belastet würden. Der Steuer würden alle im Gesetz bezeichneten Urkunden und Schriftstücke unterliegen (Art. 3 Abs. 1 HG/VS). Der Beschluss der Generalversammlung der C.________ AG vom 8. Juli 2014 in Form einer öffentlichen Urkunde bilde das Steuerobjekt. Gestützt auf Art. 11 lit. l HG/VS werde die Steuer auf der Gegenleistung für den Grundstückserwerb (Wert der Grundstücke) erhoben. Grundlage des vorliegenden Verfahrens und die erste Rechtshandlung sei die Errichtung der öffentlichen Urkunde über die Beschlüsse der Generalversammlung der C.________ AG vom 8. Juli 2014 gewesen. Durch den Rückkauf der je 700 Namenaktien der beiden austretenden Aktionärinnen durch die C.________ AG sei das Aktienkapital um Fr. 1'400'000.-- auf Fr. 3'500'000.-- herabgesetzt worden. Das Steuerobjekt der Handänderungssteuer basiere vorliegend auf dieser Urkunde (Art. 3 HG/VS). Art. 6 Abs. 1 HG/VS halte betreffend Steuerobjekt fest, dass der Handänderungssteuer sämtliche Urkunden und Schriftstücke unterliegen, mit denen rechtlich oder wirtschaftlich Eigentum übertragen werde, namentlich alle Übertragungen von Anteilen an Immobiliengesellschaften (lit. f). Im vorliegenden Fall handle es sich um eine wirtschaftliche Handänderung, welche sich im Gegensatz zu einer zivilrechtlichen Handänderung nicht in einem Grundbucheintrag niederschlage. Es würden lediglich die wesentlichen Herrschaftsbefugnisse über Grundstücke vom bisherigen auf einen anderen Rechtsträger übertragen, ohne dass damit ein formeller zivilrechtlicher Eigentumswechsel verbunden wäre. Die Besteuerung wiederum erfolge nach dem Wert der Urkunde und hänge deshalb nicht von dem der Urkunde zugrundeliegenden Rechtsverhältnis ab, sondern von der Form, die dieses annehme. Das Recht die Steuer zu erheben, entstehe mit der Errichtung der Urkunde. Die fünf verbleibenden Aktionäre hätten vorliegend nicht als Privatpersonen in einem ersten Schritt die Aktien erworben, sondern die C.________ AG habe dies getan. Bei dieser Beschlussfassung hätten alle sieben Aktionäre mitgewirkt. Das Steuerobjekt sei somit die öffentliche Urkunde vom 8. Juli 2014, auf deren Grundlage die Handänderungssteuer bemessen werde, und zwar auf der Gegenleistung für den Grundstückserwerb (Art. 11 Abs. 1 lit. l HG/VS). Gestützt auf die bezahlte Entschädigung sowie zuzüglich der Grundfpand- und Gesellschaftsschulden und abzüglich des Werts der nichtliegenschaftlichen Aktiven ergebe dies einen Betrag von Fr. 3'484'240.--. Auf dieser Steuerbemessungsgrundlage sei anschliessend gestützt auf Art. 14 HG/VS der entsprechende Steuersatz von 1.5% angewendet worden.