Citation: 7B_36/2025 E. 2.2.1

2.2.1. Die Vorinstanz kommt zum Schluss, dass die Sicherheitsdirektion das Verfahren zu Recht als aussichtslos beurteilt habe. Diese hatte erwogen, das Verfahren um bedingte Entlassung des Beschwerdeführers aus der Verwahrung dürfte bei einer summarischen Prüfung kaum ernsthafte Erfolgsaussichten haben. Dabei falle besonders ins Gewicht, dass sich die Ausgangslage seit der erstmaligen Prüfung der Verwahrung durch die Bewährungs- und Vollzugsdienste des Amtes für Justizvollzug (BVD) am 2. November 2022 in Bezug auf zwei wesentliche Voraussetzungen der Verwahrung - die Legalprognose und die Therapierbarkeit - nicht geändert habe. In einem Gutachten vom 4. Mai 2020 wurden beim Beschwerdeführer eine homosexuelle Pädophilie und eine narzisstische Persönlichkeitsstörung mit dissozialen Zügen diagnostiziert. Hintergrund der Sexualdelinquenz bilde der mit der Pädophilie verbundene Wunsch, die sexuellen Interessen umzusetzen. Die diesbezügliche Motivation des Beschwerdeführers sei sehr hoch. Das deliktische Verhalten sei eingebettet in narzisstische Beziehungsbedürfnisse und deren Befriedigung. Damit gehe ein Grooming-Verhalten im Sinne eines Anbahnens und Vorbereitens von Hands-on-Delikten einher. Durch seine Empathiedefizite blende der Beschwerdeführer die Konsequenzen für die Opfer weitgehend aus. Er nutze mittels manipulativer Verhaltensmuster Vertrauensverhältnisse und Machtgefälle zu Angehörigen und Opfern aus. Dieses Verhalten werde durch die hohe Eigenorientierung, die auch sonst mangelhafte Achtung sozialer Normen und Regeln, die Bereitschaft zu vordergründiger Rationalisierung eigenen Fehlverhaltens und das mangelnde Schuldbewusstsein erleichtert. Die dissozialen Persönlichkeitsmerkmale würden somit die inneren Hemmungen senken und dem Beschwerdeführer die Deliktsbegehung erleichtern. Die Legalprognose sei ungünstig. Die Deliktsmotivation sei hoch, innere Hemmungen seien praktisch nicht vorhanden. Es müsse von einem hohen Risiko für erneute einschlägige Delinquenz ausgegangen werden. Die Störungen seien zwar grundsätzlich behandelbar, was die Legalprognose verbessern könnte. Die narzisstischen und dissozialen Persönlichkeitsmerkmale seien therapeutischen Interventionen aber nur schwer zugänglich. Zudem erschwere die Persönlichkeitsstörung die Behandlung der Pädophilie. Gleichzeitig verstärke die Auseinandersetzung damit die mit der Persönlichkeitsstörung verbundenen Interaktionsstörungen des Beschwerdeführers. Diese Wechselwirkungen würden die Behandlung erschweren. Hinzu komme seine deliktbejahende Wertehaltung. Die aktuelle therapeutische Beeinflussbarkeit per Jahr 2020 sei gering.