Citation: 1C_368/2019 E. 8.1

8.1. Die Vorinstanz kam zum Ergebnis, es liege ein Doppelwohnhaus aus den 1820er-Jahren vor, in dem sich ein womöglich noch älterer Rauchfang und -abzug, die Raumstruktur und die doppelt vorhandene Ausstattung - Sparherde, Kachelöfen, Täfer - in den Küchen und Stuben erhalten hätten. Daran änderten die Restaurierungen und Ersetzungen nichts, die während des gesamten 19. Jahrhunderts bis hin zu den Umbauten von 1904 und 1924 erfolgt seien. Diese würden namentlich die Holzriemenböden, die Fenster, Teile des Täfers, gewisse Kacheln und die Sockel der Öfen (nicht aber der Ofenbänke), den Plattenschild hinter dem einen Sparherd sowie allenfalls die Subkonstruktionen der Öfen und des einen Herds betreffen. Ebenso unerheblich sei, dass das Mauerwerk des ursprünglich weitgehend aus Holz bestehenden Baus zu einem guten Teil von den Umbauten um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert stamme und dass ungeklärt bleibe, wie die Wohnteile ursprünglich erschlossen wurden.