Citation: 2A.566/2001 15.04.2002 E. 2

Das Bundesgericht hat in seinem Urteil 2A.532/2000 vom 12. März 2001 u.a. (vgl. auch oben "C.") erkannt, die Versteigerung von Zollkontingenten gemäss Art. 16 ff. AEV folge - analog dem Steigerungskauf (Art. 229 ff. OR) - einem bestimmten vereinfachenden und beschleunigenden Mechanismus, der durch sich überbietende Angebote (Offerten) und den Zuschlag charakterisiert werde. Für die Irrtumsanfechtung eines Zuschlags bleibe daher wenig Raum. Die Bindung des Bieters an die Versteigerungsbedingungen setze aber immerhin voraus, dass alle Essentialia des Geschäfts objektiv feststehen müssten und nur die Bestimmung des Preises offen sei. Sodann dürfe es nicht an der nach den Umständen gebotenen Aufklärung des Publikums fehlen; eine Unterlassung könne zur Aufhebung des Zuschlages wegen Willensmangels führen (erwähntes Urteil, E. 2d).