Citation: 4A_447/2018 E. 5.3.5

5.3.5. Die Beschwerdeführerinnen rügen, sie hätten zum Mehrvergütungsquantitativ sowie zur Angemessenheit der Nachtragsforderung eine gerichtliche Expertise beantragt. Die Vorinstanz stelle überhöhte Anforderungen an die Substanziierung und behaupte zu Unrecht, dass ihr die Grundlagen für einen Ermessensentscheid fehlen würden. Die Vorinstanz hätte mit den Behauptungen und dem beantragten Gutachten prüfen können, ob die von den Beschwerdeführerinnen aufgestellten Nachtragsforderungen marktgerecht seien. Wenn die Beschwerdeführerinnen einen Mehrpreis von Fr. 4.50 für die mehrseitig geneigten Balkonoberflächen behaupten und anschliessend ausführen, der gerichtliche Experte werde dies bestätigen sowie als Beweis eine gerichtliche Expertise (zu den angefallenen Mehrmengen und zur Angemessenheit der Preise) offerieren, ist die Expertise zu den Mehrpreisen formgerecht beantragt. Die Rüge trifft zu.