Citation: 5P.417/2001 07.02.2002 E. 3

3.-Was den Unterhaltsbeitrag nach Beendigung der Weiterbildung anbelangt, so war im Zeitpunkt des obergerichtlichen Urteils noch nicht bekannt, ob der Beschwerdeführer erfolgreich abschliessen würde oder nicht. Das Obergericht hat deshalb für diesen Zeitraum für beide Eventualitäten einen Unterhaltsbeitrag festgelegt. a) Für den Fall, dass der Beschwerdeführer die Ausbildung nicht erfolgreich abschliesst, ist das Obergericht davon ausgegangen, dass er Fr. 4'900.-- netto pro Monat verdienen wird. Dies entspricht seinem Verdienst vor Beginn der Weiterbildung. Seine Beschwerden im linken Handgelenk stellen nach Beurteilung des Obergerichts keine relevante Einschränkung in der Ausübung seines angestammten Berufs dar, da das Umhertragen schwerer Gegenstände sicher nicht zu den Hauptaufgaben eines Elektronikers gehöre. Ausserdem sei der Beschwerdeführer Rechtshänder und sei noch im Sommer 1999 bei seinem früheren Arbeitgeber tätig gewesen. Der Beschwerdeführer zitiert zwei Aktenstücke, welche nach seiner Darstellung ausdrücklich festhalten, dass er bei seiner früheren Tätigkeit sehr viele schwere Gewichte habe umhertragen müssen. Mit der obergerichtlichen Erwägung, die entsprechenden Aktenstücke genügten nicht für den Nachweis der Erwerbsunfähigkeit, und mit der Begründung dieser Erwägung setzt sich der Beschwerdeführer ebenso wenig auseinander wie mit den weiteren Gründen, aus welchen das Obergericht die Erwerbsfähigkeit für gegeben erachtete. Auf solche Weise ist Willkür nicht darzutun, weshalb auf diese Rüge ebenfalls nicht einzutreten ist. b) Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers hält auch der Nettolohn von Fr. 5'800.-- monatlich, den das Obergericht für den Fall des erfolgreichen Abschlusses der Ausbildung angenommen hat, dem Willkürverbot ohne weiteres stand. Der Beschwerdeführer legt nicht dar, inwiefern dieser Betrag in einem klaren Widerspruch zu der zu erwartenden Lohnentwicklung steht. In keiner Weise konkretisierte Hypothesen wie jene des Beschwerdeführers, dass das künftige Einkommen wesentlich tiefer, aber vielleicht auch wesentlich höher sein könnte, stellen rein appellatorische Kritik dar und sind nicht geeignet, die obergerichtliche Annahme als willkürlich erscheinen zu lassen. c) Das Obergericht hat für die Zeit nach der Beendigung des Studiums auf Seiten des Beschwerdeführers ein Existenzminimum von Fr. 3'700.-- angenommen. Auch diesen Betrag rügt er als willkürlich. Das Obergericht hat den Betrag für verschiedene Szenarien, nämlich sowohl für den Fall, dass der Beschwerdeführer weiter bei seinen Eltern leben wird, als auch für den Fall, dass er von zu Hause wegzieht, errechnet. Das Vorbringen, es stehe noch nicht fest, wo der Beschwerdeführer arbeiten, wo er wohnen und wie er sich zur Arbeit begeben werde, ist rein appellatorischer Natur. Mit so pauschalen Bestreitungen kann der Nachweis der Willkür nicht erbracht werden, weshalb darauf nicht einzutreten ist. d) Soweit der Beschwerdeführer schliesslich die Betreuungskosten für die Beschwerdegegnerin als willkürlich tief rügt, ist auf seiner Seite weder ein faktisches noch ein rechtlich geschütztes Interesse an einer Annahme von höheren Betreuungskosten ersichtlich, könnte sich diese doch nur zu seinen Ungunsten auswirken. Auf die Rüge ist demnach nicht einzutreten.