Citation: 8C_544/2018 E. A

Der am 11. August 2006 geborene A.________ leidet an verschiedenen Geburtsgebrechen und ist schwerstbehindert. Am 13. Oktober 2006 erfolgte die Anmeldung für Leistungen der Invalidenversicherung. Die IV-Stelle des Kantons Thurgau anerkannte namentlich den Anspruch auf verschiedene Hilfsmittel und medizinische Massnahmen zur Behandlung der Geburtsgebrechen Ziff. 497, 387, 395, 280 und 390 gemäss Anhang zur Verordnung vom 9. Dezember 1985 über Geburtsgebrechen (GgV). Zudem gewährte sie Kostengutsprache für heilpädagogische Früherziehung, Hilflosenentschädigung zunächst wegen leichter, ab 1. Mai 2009 wegen mittlerer Hilflosigkeit und zusätzlich für eine beschränkte Zeit einen Intensivpflegezuschlag sowie Kostengutsprache für Kinderspitexleistungen und für einen stationären Aufenthalt in einem Kinderheim. Mit Verfügung vom 24. September 2013 hob die IV-Stelle die zugesprochene Hilflosenentschädigung per 31. Dezember 2011 auf, da sich A.________ seit längerer Zeit dauernd im Heim aufhalte. Am 13. November 2013 verlängerte sie die Kostengutsprache für Kinderspitexleistungen für die Zeit vom 1. September 2010 bis 31. August 2016 im Umfang von 14 Stunden pro Woche für Untersuchung und Behandlung. Am 22. August 2017 ersuchte die Kinderspitex Ostschweiz die IV-Stelle um Kostengutsprache für weitere Spitexleistungen für A.________. Die dem Gesuch beigelegte Verordnung für Spitexleistungen vom 11. Juli 2017 veranschlagte ab 1. September 2016 einen voraussichtlichen Zeitaufwand von 41 Stunden pro Woche für die Untersuchung und Behandlung, von 35.5 Stunden pro Woche für die Grundpflege und von 0.5 Stunden pro Woche für die Abklärung und Beratung. Nach Einholung von Auskünften bei der Mutter des Versicherten sowie bei der Internatsleiterin der Stiftung C.________ vom 18. September 2017 lehnte die IV-Stelle die Kostenübernahme für Kinderspitexleistungen nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens mit Verfügung vom 2. Februar 2018 ab.