Citation: 4A_606/2016 E. 3.2

3.2. Selbst wenn man grundsätzlich davon ausgeht, eine Vergütung sei üblich, wenn die Geschäfts- oder Dienstleistung berufsmässig geschehe (WEBER, a.a.O., N. 35 zu Art. 394 OR; FELLMANN, a.a.O., N. 380 zu Art. 394 OR mit Hinweisen), hilft dies der Beschwerdeführerin nicht, da der von ihr behauptete Auftrag gewisse Besonderheiten aufweist. Nach Art. 400 Abs. 1 OR wäre der Beauftragte nämlich unter anderem verpflichtet, alles, was ihm infolge seiner Geschäftsführung aus irgendeinem Grunde zugekommen ist, zu erstatten. Die Erstattungspflicht umfasst auch die Sachen, die zu schaffen der Beauftragte sich vertraglich verpflichtet hat (FELLMANN, a.a.O., N. 135 zu Art. 400 OR mit Hinweisen; vgl. WEBER, a.a.O., N. 12 zu Art. 400 OR). Dazu kann auch die Übertragung von Immaterialgüterrechten gehören (GAUTSCHI, Berner Kommentar, 3. Aufl. 1971, N. 7a zu Art. 400 OR; vgl. auch BRIGITTE BIELER, Die Übertragung des Urheberrechts in Konstellationen des Arbeits-, Auftrags-, Werkvertrags- und Produzentenverhältnisses sowie in ausgewählten Bereichen des Umstrukturierungsrechts, 2014, S. 167 f., die von einer entsprechenden Pflicht ausgeht, mit Blick auf Art. 16 Abs. 3 URG [SR 231.1] aber für die Übertragung zusätzlich ein Verfügungsgeschäft verlangt). Die Beschwerdeführerin behauptet aber nicht, ihr sei ein derartiger Auftrag erteilt worden: