Citation: B 121/04 16.08.2005 E. 4

4.1 Gemäss Art. 5.1 des ab 1. Januar 1993 gültigen Reglements für das Vorsorgewerk der Firma R.________ liegt Invalidität vor, wenn die versicherte Person durch ärztlichen Befund objektiv nachweisbar wegen Krankheit (einschliesslich Zerfall der geistigen und körperlichen Kräfte) oder unabsichtlicher Körperverletzung ganz oder teilweise ihren Beruf oder eine andere ihrer Lebensstellung, ihren Kenntnissen und Fähigkeiten angemessene Erwerbstätigkeit nicht mehr ausüben kann oder im Sinne der Invalidenversicherung invalid ist. Ist die versicherte Person teilweise invalid, so werden nach Art. 15.2 die für Vollinvalidität festgesetzten Leistungen in der Höhe gewährt, die dem Invaliditätsgrad entspricht. Teilweise Invalidität von weniger als einem Viertel gibt keinen Anspruch auf Leistungen. Beträgt die teilweise Invalidität mindestens zwei Drittel der vollen Invalidität, so werden die vollen Leistungen gewährt. Der Grad der Invalidität entspricht mindestens dem von der Invalidenversicherung festgestellten Invaliditätsgrad. 4.2 Damit ist der von der Vorsorgeeinrichtung verwendete Invaliditätsbegriff, selbst für den Obligatoriumsbereich, insofern weiter gefasst als in der Invalidenversicherung (Art. 4 Abs. 1 IVG in der bis 31. Dezember 2002 gültig gewesenen Fassung; vgl. nunmehr Art. 8 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 7 ATSG; BGE 130 V 346 ff. Erw. 3.2 und 3.3, mit Hinweisen), als für das Vorliegen einer Invalidität im Sinne von Art. 5 des Reglements, im Unterschied zur Invalidenversicherung, nicht der ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeit auf dem gesamten für die versicherte Person in Frage kommenden, ausgeglichenen Arbeitsmarkt ausschlaggebend ist; es genügt eine ganze oder teilweise Beeinträchtigung im Beruf oder der Erwerbstätigkeit, wobei für deren Ermittlung auch persönliche, berufliche und soziale Aspekte zu berücksichtigen sind (vgl. SZS 1999 S. 136 ff.; Ulrich Meyer-Blaser, 1995-1999: Die Rechtsprechung von Eidgenössischem Versicherungsgericht und Bundesgericht zum BVG, in: SZS 2000 S. 302). Anderseits wird, im Gegensatz zur Invalidenversicherung, keine "voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbsunfähigkeit" verlangt. Verwendet die Vorsorgeeinrichtung im obligatorischen Bereich einen weitergehenden (erleichterten) Invaliditätsbegriff als die Invalidenversicherung, ist die BVG-Invalidenrente spätestens ab dem von der IV-Stelle festgestellten Zeitpunkt und mindestens auf der Grundlage eines gleichen Invaliditätsgrades geschuldet (SZS 1995 S. 462).