Citation: 2C_122/2024 E. 2.3

2.3. Vorliegend hat die Vorinstanz in einer ersten Begründung erwogen, die Beschwerde sei bereits deshalb abzuweisen, weil der Beschwerdeführer die behaupteten Mängel im Prüfungsablauf zu spät bzw. erst nach Erhalt des negativen Prüfungsergebnisses vorgebracht habe. Dabei hat sie insbesondere auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung hingewiesen, wonach allfällige Mängel im Prüfungsablauf grundsätzlich schnellstmöglich geltend zu machen sind und der Anspruch eines Prüfungskandidaten auf Beseitigung des Mangels und dessen Folgen verwirkt, wenn er trotz Kenntnis des Verfahrensmangels die ihm zumutbare Rüge unterlässt und sich auf das fehlerhafte Prüfungsverfahren einlässt bzw. das Prüfungsergebnis abwartet (vgl. BGE 147 I 73, nicht publ. E. 7.2; Urteil 2C_967/2022 vom 25. Mai 2023 E. 6.1; 2D_7/2011 vom 19. Mai 2011 E. 4.6). In einer zweiten Alternativbegründung hat das Verwaltungsgericht sodann erwogen, dass die Beschwerde selbst dann abzuweisen gewesen wäre, wenn die behaupteten Mängel rechtzeitig vorgebracht worden wären, da die erhobenen Rügen der Verletzung der Rechtsgleichheit und der Unterschreitung der Prüfungsdauer nicht stichhaltig seien. Der angefochtene Entscheid beruht somit auf zwei selbständigen alternativen Begründungen, die je für sich den Ausgang des Verfahrens besiegeln. In diesem Fall muss der Beschwerdeführer sich mit beiden Begründungen auseinandersetzen und darlegen, dass jede von ihnen Recht verletzt (BGE 142 III 364 E. 2.4; 133 IV 119 E. 6.3).