Citation: 9C_611/2016 E. 4.3.1

4.3.1. Die rentenaufhebende Verfügung vom 23. Mai 2014 basierte - was die hier interessierende psychische Problematik betrifft - auf dem Teilgutachten des Dr. med. C.________ vom 28. November 2013. Darin diagnostizierte der Experte eine rezidivierende depressive Störung (F33.4), derzeitig remittiert, sowie den Verdacht auf eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung. Der Psychostatus (in Anlehnung an das AMDP-System) fiel in allen 70 Merkmalsbereichen ohne jeglichen Befund aus. Der Sachverständige führte aus, die Beschwerdeführerin sei ihm - wie schon dem psychiatrischen Vorgutachter Dr. med. F.________, welcher (im Gutachten vom 23. September 2003) eine neurotisch-narzisstische Persönlichkeitsstörung (F60.8) diagnostiziert habe - von der Persönlichkeitsstruktur her etwas unreif und zu hypochondrischer Beobachtung bzw. Interpretation von Empfindungen neigend erschienen. Diese Unreife habe sie im Hinblick auf ihre Beziehungen zu Männern eingestanden. Die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung würde indes masslos verwässert, wenn bei jeder Frau mit vergleichbarer Biographie eine psychische Störung diagnostiziert würde. Hinzu komme, dass in den ersten drei Lebensjahrzehnten zu wenig Symptome einer Persönlichkeitsstörung objektivierbar seien. Er könne auch dem Vorgutachten des Dr. med. F.________ keine überzeugenden, den Diagnosekriterien der ICD-10 entsprechenden anamnestischen und im psychopathologischen Befund dargestellten Objektivierungen für die Annahme einer Persönlichkeitsstörung entnehmen. Psychische Funktionsbeeinträchtigungen lägen zur Zeit nicht vor.