Citation: 8C_550/2008 20.01.2009 E. 4

4.1 Unbestritten ist, dass die Unfalladäquanz der organisch nicht objektiv ausgewiesenen, über den Fallabschluss per 30. April 2007 hinaus geklagten Beschwerden nach der sogenannten Schleudertrauma-Praxis (BGE 134 V 109, 117 V 359) zu prüfen ist und sowohl das Sturz-Ereignis vom 27. Februar 1996 als auch die Heck-Auffahrkollision vom 17. November 1997 auf Grund des augenfälligen Geschehensablaufes höchstens als mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten Unfällen zu qualifizieren sind (zur Unfalleinstufung vgl. BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126; SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26, U 2/07 E. 5.3.1). Die Adäquanz des Kausalzusammenhanges wäre daher nur zu bejahen, wenn die Kriterien gemäss BGE 134 V 109 E. 10.3 S. 130 gehäuft oder auffallend gegeben wären oder eines der Kriterien in besonders ausgeprägter Weise vorliegen würde (BGE 117 V 359 E. 6b S. 367, 369 E. 4c S. 384). 4.2 Die Beschwerdeführerin hat den angefochtenen Entscheid zu Recht nicht beanstandet, soweit das kantonale Gericht die Kriterien der besonders dramatischen Begleitumstände oder der besonderen Eindrücklichkeit des Unfalles, der Schwere und besonderen Art der erlittenen Verletzung sowie des schwierigen Heilungsverlaufs und der erheblichen Komplikationen als nicht erfüllt qualifiziert hat. 4.3 Für das Kriterium der ärztlichen Behandlung entscheidwesentlich ist, ob nach dem Unfall bis zum Fallabschluss eine fortgesetzt spezifische, die versicherte Person belastende Behandlung notwendig war (BGE 134 V 109 E. 10.2.3 S. 128). Dies trifft hier offensichtlich nicht zu. Denn der behandelnde Dr. med. K.________ ging schon am 15. Januar 1998 davon aus, dass er bei "subjektiv und objektiv tipptoppem" Zustand am 6. Januar 1998 angesichts der ab 4. Januar 1998 wiedererlangten vollen Arbeitsfähigkeit die Behandlung abschliessen konnte. Obwohl die Versicherte Dr. med. K.________ am 19. Januar 1999 wieder konsultieren und dieser erneut Physiotherapie verordnen musste, berichtete er doch bereits am 9. März 1999 wiederum von einer "wesentlichen Verbesserung" des Gesundheitszustandes. Auch wenn es im Folgenden bei Rezidiven eines Cervicalsyndromes wiederholt zu Phasen manualtherapeutischer Massnahmen kam, ist das Kriterium der fortgesetzten spezifischen Behandlung hier offensichtlich nicht erfüllt. 4.4 Von einer ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hätte, kann entgegen der Beschwerdeführerin nicht die Rede sein, war sie doch auch bei der psychiatrischen Begutachtung des Dr. med. O.________ im Februar 2005 überzeugt, keine psychiatrische bzw. psychotherapeutische Behandlung zu benötigen, weil ihre Schmerzen auf rein körperliche Ursachen zurückzuführen seien. 4.5 Im Übrigen legte die Vorinstanz mit zutreffender Begründung, worauf verwiesen wird (Art. 109 Abs. 3 BGG), überzeugend dar, dass das Kriterium der erheblichen Beschwerden zu verneinen und das Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen nur - aber immerhin - in einfacher, nicht besonders ausgeprägter Weise zu bejahen ist. 4.6 Ein einziges, in nicht besonders ausgeprägter Weise erfülltes Kriterium reicht praxisgemäss zur Adäquanzbejahung nicht aus (Urteil 8C_590/2007 vom 6. Oktober 2008 E. 8 mit Hinweisen). Das kantonale Gericht hat daher die mit Einspracheentscheid vom 11. Oktober 2007 bestätigte Einstellung sämtlicher Versicherungsleistung per 30. April 2007 zu Recht geschützt. Die letztinstanzlich dagegen erhobenen Einwände sind nicht geeignet, die Sachverhaltsfeststellung und die daraus abgeleiteten vorinstanzlichen Schlussfolgerungen in Zweifel zu ziehen oder zu entkräften.