Citation: 4A_459/2023 E. 3.3.1

3.3.1. Die Erstinstanz berücksichtigte zahlreiche Umstände und prüfte im Einzelnen, ob diese für oder gegen eine Solidarschuld sprechen. So erwog sie, die handschriftliche Vereinbarung vom 23. August 2012 erwähne den Begriff "Solidarität" nicht. Allerdings habe der Beschwerdeführer 1 die Vereinbarung für sich sowie als Vertreter der Beschwerdeführerin 2 unterzeichnet. Von zentraler Bedeutung sei, dass der Beschwerdeführer 1 und die Beschwerdeführerin 2 in der Vereinbarung mit einem "+" verbunden seien, was für eine Solidarschuld spreche. Die Erstinstanz übersah nicht, dass gewisse Umstände gegen eine Solidarschuld sprechen. So hielt sie fest, dass das Darlehen einen Tag nach der Unterzeichnung auf ein Konto überwiesen worden sei, welches nur auf die Beschwerdeführerin 2 gelautet habe, und dass es nur von der Beschwerdeführerin 2 für einen Goldkauf verwendet worden sei.