Citation: 4A_255/2024 E. 4.2

4.2. Die Erstinstanz hatte beim Erstreckungsentscheid berücksichtigt, dass das Mietverhältnis vier Jahre gedauert habe; dass die Beschwerdeführerin Sozialhilfe beziehe; dass das Wohnkostenbudget Fr. 800.-- bis Fr. 900.-- betrage; dass eine Wohnungsgrösse von 1 bis 1 ½ Zimmern angemessen sei; dass die Leerstandsquote für solche Wohnungen 1,6 % betrage; dass die Beschwerdeführerin nicht ortsgebunden sei; dass ihre Hörbehinderung die Wohnungssuche nicht übermässig beeinträchtige und dass sie keine Suchbemühungen unternommen habe. Die Erstinstanz hatte erwogen, aufgrund der Auswirkungen des Verhaltens der Beschwerdeführerin auf die anderen Hausbewohner sei nur eine kurze und einmalige Erstreckung zumutbar. Seit dem Einzug der Beschwerdeführerin im Jahr 2019 bestehe bei den anderen Hausbewohnern ein grosser Leidensdruck. Zudem sei zu berücksichtigen, dass die durch das Kündigungsschutzverfahren bewirkte "kalte Erstreckung" zum Zeitpunkt der erstinstanzlichen Hauptverhandlung bereits 5 Monate betragen habe.