Citation: 2C_86/2007 05.04.2007 E. 4

4.1 Eine Veranlagung nach pflichtgemässem Ermessen kann wie erwähnt nur wegen offensichtlicher Unrichtigkeit angefochten werden. Die Einsprache ist zu begründen und muss allfällige Beweismittel nennen (Art. 48 Abs. 2 StHG und § 140 Abs. 2 StHG/ZH). Dieser Unrichtigkeitsnachweis ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung umfassend zu führen und kann nicht nur einzelne Positionen der Ermessensveranlagung betreffen. Der Steuerpflichtige muss die bisher versäumten Handlungen nachholen und die nicht eingereichte Steuererklärung vorlegen und die weiteren unterlassenen Mitwirkungshandlungen erfüllen (Einreichen von Unterlagen, Erteilen von Auskünften usw.; vgl. Urteil 2A.39/2004 vom 29. März 2005, E. 5.1, in: ASA 75 S. 329 = StE 2005 B 95.1 Nr. 9, für die direkte Bundessteuer). Nur unter dieser Voraussetzung kann der Nachweis der Unrichtigkeit der Veranlagung erbracht werden und lebt die Untersuchungspflicht der Behörde wieder auf. Dieser Unrichtigkeitsnachweis muss zudem nach Art. 48 Abs. 2 StHG mit der Begründung der Einsprache und damit innert der Einsprachefrist erfolgen. Die nach Art. 48 Abs. 2 StHG geforderte Begründung der Einsprache gegen eine Ermessensveranlagung stellt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung eine Prozessvoraussetzung dar (BGE 123 II 552 E. 4c; Urteil 2A.39/2004, a.a.O., E. 5.2, mit Hinweisen). Auf die Einsprache eines Steuerpflichtigen, welcher wegen der nicht eingereichten Steuererklärung zulässigerweise nach Ermessen veranlagt worden ist und der auch mit der Einsprache gegen die Ermessensveranlagung keine substantiierte Sachdarstellung samt Beweismittelangebot abgibt und die unterlassenen Mitwirkungshandlungen, soweit ihm das möglich ist, nicht nachholt, ist daher nicht einzutreten (Urteil 2A.72/2004 vom 4. Juli 2005, E. 6, in: StR 60/2005 S. 973). 4.2 Gemäss den verbindlichen (Art. 105 Abs. 1 BGG) Feststellungen der Vorinstanz reichte der Beschwerdeführer auch im Einspracheverfahren die Steuererklärung 2003 nicht ein. Seine Einsprachebegründung erschöpfte sich zudem laut angefochtenem Entscheid in der Behauptung, ein steuerbares Einkommen von Fr. 200'000.-- pro Jahr müsse für einen selbständigen Anwalt ohne eigenes Büro und ohne Verwaltungsratsmandat "doch als sehr hoch betrachtet werden" und eine "Recherche durch eine Sonntags-Zeitung über die Steuerzahlen der im Parlament tätigen Anwälte" habe ergeben, dass auch diese kein Einkommen in dieser Höhe erzielen würden. Die Vorinstanz schloss in haltbarer Weise, dass angesichts dieser vagen und nicht sachbezogenen Behauptungen das vom Beschwerdeführer behauptete Einkommen von Fr. 70'000.-- sich nicht nachvollziehen lässt und die Begründung von vornherein nicht geeignet ist, die Ermessensveranlagung als offensichtlich unrichtig erscheinen zu lassen. Da es somit an einer hinreichenden Begründung des Einspracheantrages fehlte, trat das kantonale Steueramt auf die Einsprache zu Recht nicht ein.