Citation: 8C_806/2007 07.08.2008 E. A

Der 1961 geborene G.________ arbeitete seit 1. September 2000 als Verkaufsberater bei der Firma Q.________ AG und war damit bei Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch unfallversichert. Am 23. August 2002 erlitt er eine Auffahrkollision. Dr. med. M.________, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, diagnostizierte im Bericht vom 26. September 2002 eine Distorsion der Halswirbelsäule (HWS). Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld). Auf Ende März 2003 verliess der Versicherte die Firma Q.________ AG, um sich als Handwerker selbstständig zu machen. Zur Abklärung der Verhältnisse holte die SUVA diverse Arztberichte ein. Mit Verfügung vom 13. Februar 2004 stelle die SUVA die Taggeldleistungen für die Folgen des Unfalls vom 23. August 2002 auf den 29. Februar 2004 ein; ab 1. März 2004 sei der Versicherte wieder voll arbeitsfähig. Für medizinisch notwendige Behandlungen, die im Zusammenhang mit diesem Unfall stünden, komme sie auf Zusehen weiterhin auf. Hiegegen erhob der Versicherte Einsprache. Am 3. November 2004 teilte er der SUVA mit, er habe am 29. Oktober 2004 einen weiteren Unfall erlitten, bei dem er von einem Gerüst in eine Böschung hinuntergefallen sei; er habe sich dabei vermehrt Nackenschmerzen, eine Nasen- und Mundblutung sowie einige Schürfwunden zugezogen. Mit Verfügung vom 7. März 2005 stellte die SUVA fest, die aktuell noch geklagten Beschwerden seien organisch als Folge des Unfalls vom 23. August 2002 nicht mehr erklärbar. Es lägen keine behandlungsbedürftigen Unfallfolgen mehr vor. Die Auswirkungen des Unfalls stünden mit diesem nicht in einem rechtserheblichen Zusammenhang. Der Unfall hinterlasse keine Folgen, welche die Erwerbsfähigkeit messbar beeinträchtigen könnten. Ebenso resultiere keine unfallbedingte bleibende Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität. Somit seien die Voraussetzungen für weitere Geldleistungen der SUVA (Invalidenrente/Integritätsentschädigung) nicht erfüllt. Bei dieser Sachlage müsse der Fall, was die Unfallfolgen anbelange, abgeschlossen werden und die Versicherungsleistungen würden mit dem heutigen Datum gänzlich eingestellt. Hinsichtlich des Unfalls vom 29. Oktober 2004 bestehe keine Versicherungsdeckung bei der SUVA, weshalb sie nicht leistungspflichtig sei. Gegen diese Verfügung erhoben der Versicherte und sein Krankenversicherer Einsprache. Auf ein Erläuterungsgesuch des Versicherten vom 10. März 2005 hin führte die SUVA im Schreiben vom 21. März 2005 aus, bei der Beurteilung ihrer Leistungspflicht stütze sie sich auf BGE 117 V 359; die darin formulierten Anforderungen für die Anerkennung eines adäquaten Kausalzusammenhangs betreffend den Unfall vom 23. August 2002 seien nicht erfüllt, weshalb sie die Leistungen eingestellt habe. Am 29. April 2005 zog der Krankenversicherer seine Einsprache zurück. Mit Entscheid vom 7. Juni 2005 wies die SUVA die Einsprachen des Versicherten gegen die Verfügungen vom 13. Februar 2004 und 7. März 2005 ab.