Citation: 6B_262/2016 E. 3.3.3

3.3.3. Es stellt sich die Frage, wann der Beschwerdeführer das Opfer auf dem Fussgängerstreifen hätte erkennen müssen. Im Bereich der Kreuzung Bahnhofstrasse/Mitteldorfstrasse kann ihm kein Fehlverhalten vorgeworfen werden. Hingegen hätte der Beschwerdeführer, wenn er dem Fussgängerstreifen seine hauptsächliche Aufmerksamkeit zugewendet hätte, spätestens die erste Kollision des Opfers aus einer Entfernung von 11 bis 13.3 Metern sehen und in der Folge unverzüglich reagieren müssen. Von einem früheren Fehlverhalten ist zu Gunsten des Beschwerdeführers nicht auszugehen. Nach der Kreuzung beschleunigte er sein Fahrzeug auf 30 km/h, wobei nicht feststeht, wie sehr er bei der Kreuzung verlangsamt hatte und wie stark er in der Folge beschleunigte. Zu seinen Gunsten ist anzunehmen, dass es ihm zu einem früheren Zeitpunkt bei einem grösseren Abstand und einer tieferen Geschwindigkeit möglich gewesen wäre, rechtzeitig anzuhalten.