Citation: 1B_146/2008 23.06.2008 E. 6

Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des Akteneinsichtsrechts. Er stellte im Haftanordnungsverfahren kein Gesuch auf Akteneinsicht. Der später beauftragte Rechtsanwalt erhielt auf Anfrage vom 19. Mai 2008 die Akten des Haftverfahrens per Telefax zugestellt. Er verfügt über die Unterlagen, die für die Haftanordnung wesentlich sind, und ist in der Lage, zu den Vorhalten der Staatsanwaltschaft und zum Entscheid des Haftrichters Stellung zu nehmen. Insoweit ist die Rüge unbegründet. Soweit seine Rüge sich auf weitere Akten des Strafverfahrens bezieht, namentlich auf die Einsicht in die Akten der Hausdurchsuchung, ist darauf nicht einzutreten. Gemäss Vernehmlassung der Staatsanwaltschaft kann im frühen Stadium des Strafverfahrens aus ermittlungstaktischen Gründen keine vollständige Einsicht in die Akten des Strafverfahrens gewährt werden. Die Vorhalte im angefochtenen Urteil lassen sich auf jene Akten zurückführen, die dem Beschwerdeführer per Telefax zugestellt wurden. Im Rahmen dieser Haftanordnung besteht kein weitergehendes Einsichtsrecht in die Akten der laufenden Ermittlungen des Strafverfahrens.