Citation: 5A_154/2022 E. 2.2

2.2. Der angefochtene Entscheid trifft die verfahrensbeteiligte Beschwerdeführerin umso mehr in ihren schutzwürdigen Interessen (Art. 76 Abs. 1 BGG), als ihr (zusammen mit dem Beschwerdegegner) nach Massgabe von Art. 398 ZGB die gesetzliche Vertretung von C.________ zusteht (s. Sachverhalt Bst. A). Die Befugnis zur Beschwerde setzt freilich auch ein aktuelles und praktisches Interesse an der Gutheissung der gestellten Rechtsbegehren voraus, das im Zeitpunkt der Fällung des bundesgerichtlichen Urteils vorhanden sein muss (BGE 131 I 153 E. 1.2). Die rechtsuchende Partei muss eine im konkreten Fall eingetretene Verletzung ihrer Rechte geltend machen. Sie kann sich nicht damit begnügen, faktisch irrelevante Rechtsfragen aufzuwerfen (Urteil 5A_845/2017 vom 14. Mai 2018 E. 3.1 mit Hinweis). Ob ein aktuelles Interesse gegeben ist, beurteilt sich deshalb nach den Wirkungen und der Tragweite einer allfälligen Gutheissung der Beschwerde (vgl. BGE 131 I 153 a.a.O.). Am Erfordernis des praktischen Interesses fehlt es insbesondere dann, wenn der Rechtsstreit gegenstandslos geworden ist. Fällt das aktuelle Interesse im Verlaufe des Verfahrens dahin, wird die Sache gemäss Art. 72 BZP (SR 273) in Verbindung mit Art. 71 BGG als gegenstandlos geworden abgeschrieben; fehlte es hingegen schon bei Beschwerdeeinreichung, so tritt das Bundesgericht auf die Beschwerde nicht ein (BGE 136 III 497 E. 2.1 mit Hinweisen). Die Rechtsprechung verzichtet auf das Erfordernis des aktuellen und fortdauernden praktischen Interesses, wenn sich die aufgeworfenen Fragen unter gleichen oder ähnlichen Umständen jederzeit wieder stellen können, eine rechtzeitige gerichtliche Überprüfung im Einzelfall kaum je möglich wäre und die Beantwortung wegen deren grundsätzlicher Bedeutung im öffentlichen Interesse liegt (sog. virtuelles Interesse; BGE 136 III 497 E. 1.1; Urteile 5A_724/2017 vom 15. Mai 2018 E. 6.1 und 5A_562/2016 vom 15. Dezember 2016 E. 4.1; vgl. BGE 142 I 135 E. 1.3.1; 139 I 206 E. 1.1). Im konkreten Fall hat C.________ die vollständige Grundimmunisierung gegen COVID-19 mit einem mRNA-Impfstoff erhalten (s. Sachverhalt Bst. C.a). Das Gesuch der Beschwerdeführerin um aufschiebende Wirkung für das bundesgerichtliche Verfahren war abgewiesen worden (s. Sachverhalt Bst. D.a). Ob und gegebenenfalls zu welchem Zeitpunkt C.________ in der Folge eine Auffrischimpfung verabreicht wurde, ist nicht bekannt. Laut der Beschwerdeführerin wurde C.________ inzwischen mittels eines PCR-Tests positiv auf eine aktive Infektion mit COVID-19 getestet (s. Sachverhalt Bst. D.b). Trotz dieser Gegebenheiten kann der Beschwerdeführerin ein aktuelles und praktisches Interesse an der Gutheissung ihrer Beschwerde nicht abgesprochen werden. Zum einen empfiehlt das BAG die Auffrischimpfung trotz Impfdurchbruchs, sofern die Infektion mit COVID-19 weniger als vier Monate nach der vollständigen Grundimmunisierung erfolgte. Zum andern ist ungewiss, ob, für wen und mit welchen Impfstoffen in Zukunft weitere Auffrischimpfungen nötig sein werden. Dazu kommt, dass Erwachsene mit Trisomie 21 als Personen mit einem erhöhten Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus und eines schweren Verlaufs von COVID-19 gelten ("besonders gefährdete Personen"; s. BAG/EKIF, Impfempfehlung für mRNA-Impfstoffe gegen Covid-19 [Stand 13. April 2022]). Im Ergebnis steht dem Beschwerderecht der Beschwerdeführerin nichts im Weg.