Citation: 9C_93/2009 17.03.2009 E. 4

Zu prüfen bleibt der Anspruch der Versicherten auf unentgeltliche Verbeiständung für das Einspracheverfahren. 4.1 Laut Art. 37 Abs. 4 ATSG wird der Gesuch stellenden Person ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt, wo die Verhältnisse es erfordern. An die Voraussetzung der sachlichen Notwendigkeit einer Verbeiständung im Verwaltungsverfahren ist ein strengerer Massstab anzulegen als im kantonalen Gerichtsprozess (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 812/05 vom 24. Januar 2006). Nach der zu aArt. 4 BV ergangenen, weiterhin anwendbaren Rechtsprechung (BGE 125 V 32 E. 2 S. 34) sind insbesondere an die Notwendigkeit der Verbeiständung hohe Anforderungen zu stellen. Eine anwaltliche Verbeiständung drängt sich nur in Ausnahmefällen auf, wenn schwierige rechtliche oder tatsächliche Fragen dies notwendig erscheinen lassen und eine Verbeiständung durch Verbandsvertreter, Fürsorger oder andere Fach- und Vertrauensleute sozialer Institutionen nicht in Betracht fällt. 4.2 Das Sozialversicherungsgericht hat mit zutreffender Begründung festgestellt, dass die restriktiven Voraussetzungen, unter denen die unentgeltliche Verbeiständung im Einspracheverfahren ausnahmsweise zu gewähren ist, im vorliegenden Fall nicht erfüllt sind, waren doch nicht derart schwierige Rechts- oder Tatfragen zu beantworten, die den Beizug eines Rechtsanwalts erfordert hätten. Gerade in einem Fall wie dem vorliegenden wäre es für die Beschwerdeführerin naheliegend gewesen, sich an eine Vertrauensperson einer sozialen Institution zu wenden. Die in der Beschwerde vorgetragenen Ausführungen vermögen die Notwendigkeit anwaltlicher Verbeiständung im Verwaltungsverfahren nicht zu begründen.