Citation: 5P.46/2007 28.06.2007 E. 5

Schliesslich rügt der Beschwerdeführer die Berechnungsweise des Obergerichtes als willkürlich, soweit in seinem Bedarf nicht die vollen Reisekosten zwischen Wohnort und Arbeitsort angerechnet wurden. Das Obergericht hat nur die Hälfte des geltend gemachten Betrages von Fr. 768.--, mithin Fr. 384.-- pro Monat, berücksichtigt, dies mit dem Hinweis auf den rein steuerlich begründeten Wohnsitz. Wenn er nun vor Bundesgericht einen monatlichen Abzug von Fr. 960.-- fordert, geht der Beschwerdeführer über den im kantonalen Verfahren geltend gemachten Ansatz hinaus, was aufgrund des Novenverbotes nicht zulässig ist (E. 1.5). Zudem steht der kantonalen Instanz bei der Berücksichtigung von Auslagen, welche bloss schätzungsweise festgelegt werden, ein gewisses Ermessen zu. Der Praxis zur Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums kommt hiebei nur die Bedeutung einer Orientierungshilfe zu. In Anbetracht einer Auslage für Reisekosten von immerhin Fr. 384.-- pro Monat kann hier von Willkür nicht die Rede sein. Hinzu kommt, dass das Obergericht bei andern Aufwendungen - ebenfalls im Rahmen seines Ermessens - grosszügig gewesen ist. So bewilligte es dem Beschwerdeführer für Krankheitskosten monatlich Fr. 100.--, obwohl es ihn als grundsätzlich gesund erachtete. Damit wurde der Bedarf des Beschwerdeführers zumindest im Ergebnis nicht in willkürlicher Art und Weise festgelegt. Daran ändern schliesslich auch die allgemeinen Ausführungen des Beschwerdeführers zu den steuerlichen Vor- und Nachteilen einer Renten- bzw. Kapitallösung der nachehelichen Unterhaltsregelung für die Parteien nichts. Insbesondere tut er nicht dar, wie sich der Entscheid für eine Kapitalzahlung auf seine steuerliche Belastung und die der Beschwerdegegnerin genau auswirkt.