Citation: 2C_128/2024 E. 6.1

6.1. Im Weiteren rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung von Art. 50 AIG. Er macht im Wesentlichen geltend, bezüglich des nachehelichen Aufenthaltsanspruchs gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG müsse auf die erste Ehe abgestellt werden. Andernfalls würde der Beschwerdeführer durch die erneute Heirat einer Schweizerin schlechter gestellt, obwohl davor ein jahrelang gewährter, nachehelicher Aufenthaltsanspruch bestanden habe. Diese Schmälerung des Aufenthaltsanspruchs verletze auch das Recht auf Ehe gemäss Art. 14 BV, Art. 12 EMRK und Art. 23 Abs. 2 UNO-Pakt II. Selbst wenn an die zweite Ehe des Beschwerdeführers angeknüpft werde, sei die vorinstanzliche Anwendung von Art. 50 AIG falsch, da in diesem Fall ein nachehelicher Härtefall im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG (starke Gefährdung der sozialen Wiedereingliederung im Herkunftsland) bestehe.