Citation: 6B_660/2021 E. 3.2.2

3.2.2. Zur Angemessenheit des Verteidigungsaufwandes führte die erste Instanz aus, die Beschwerdeführerin habe zwei Honorarnoten über Fr. 4'606.-- und Fr. 22'742.45 eingereicht, wobei der Verteidiger die Vertretung erst per 23. August 2016 übernommen habe. Die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Sistierungsverfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 6. September 2016 seien nicht notwendig gewesen, dies in Analogie zu den Aufwendungen des Beschwerdegegners 2. Zu jenen erwägt die Vorinstanz, nachdem die Staatsanwaltschaft das Verfahren sistiert habe, hätten der verstorbene Beschwerdegegner C.C.________ und der Beschwerdegegner 2 ein Beschwerdeverfahren anhängig gemacht. Dieses sei nach staatsanwaltschaftlicher Wiederaufnahme abgeschrieben worden. Auf die vom verstorbenen Beschwerdegegner C.C.________ und dem Beschwerdegegner 2 erhobene Beschwerde sei das Bundesgericht nicht eingetreten. Der Gang vor Obergericht und Bundesgericht sei nicht notwendig gewesen, was das Ergebnis beider Verfahren zeige. Andererseits sei ein paralleles Zivilverfahren gegen die Beschwerdeführerin gelaufen. Zudem habe die Staatsanwaltschaft das Verfahren selbst wieder an die Hand genommen. Folglich seien der Beschwerdeführerin (erg. für das Untersuchungsverfahren) 15,8 Stunden zu Fr. 250.-- zu vergüten, was Fr. 4'266.-- inkl. MWSt. ergebe. Für den angemessenen Aufwand der Beschwerdeführerin im Hauptverfahren stellt die Vorinstanz auf § 17 AnwGebV ab und vergütet eine Pauschale. Es sei von einer Grundgebühr von Fr. 3'000.-- sowie zwei Zuschlägen von je Fr. 1'000.-- für die Beweiseingabe und eine weitere Verhandlung auszugehen. Insgesamt sei für die Führung des Strafprozesses inklusive der Vorbereitung des Parteivortrags und der Teilnahme an der Hauptverhandlung eine Entschädigung von rund Fr. 5'000.-- angemessen. Weiter seien die notwendigen Auslagen von Fr. 366.30 zu entschädigen. Somit belaufe sich die Entschädigung für das Hauptverfahren inkl. MWSt. auf Fr. 5'779.50. Der Anspruch von total Fr. 10'045.50 inkl. MWSt. sei zufolge teilweisen Freispruchs auf die Hälfte zu kürzen und es sei der Beschwerdeführerin für das erstinstanzliche Verfahren eine Parteientschädigung von Fr. 5'000.--- zu entrichten.