Citation: I 173/04 10.08.2005 E. 4

Trotz dieser an sich klaren Rechtslage war die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht von vornherein aussichtslos, befasste sich doch das Eidgenössische Versicherungsgericht in einem andern Verfahren mit der Frage, wie die in Art. 85bis Abs. 1 IVV enthaltene Formulierung zu verstehen sei, wonach dort namentlich bezeichnete Institutionen, "welche im Hinblick auf eine Rente der Invalidenversicherung Vorschussleistungen erbracht haben", verlangen können, dass eine Rentennachzahlung an sie ausbezahlt wird. Diese Frage ist erst mit Urteil vom 5. August 2005 in dem Sinne entschieden worden, dass es für die Leistungskoordination zwischen Sozialhilfe und Invalidenversicherung nur darauf ankommt, dass objektiv für den gleichen Zeitraum Sozialhilfe- und Invalidenversicherungsleistungen fliessen und für die zur Verhinderung eines doppelten Leistungsbezugs erforderliche Drittauszahlung die weiteren normativen Erfordernisse des Art. 85bis IVV erfüllt sind. Nicht von Bedeutung ist hingegen, dass die Sozialhilfeleistungen in subjektiver Kenntnis eines bei der Invalidenversicherung gestellten oder noch zu stellenden Leistungsbegehrens ausgerichtet wurden (Urteil K. vom 5. August 2005 [I 80/03], Erw. 5.2). Da diese Frage im Zeitpunkt der Einreichung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht geklärt und auch nicht anzunehmen war, dass das den Beschwerdeführer unterstützende Fürsorgeamt im Zeitpunkt der Ausrichtung von Sozialhilfeleistungen von dem bei der Invalidenversicherung hängigen Leistungsbegehren Kenntnis hatte, bestand immerhin die Möglichkeit, dass dem erhobenen Rechtsmittel Erfolg beschieden sein könnte. Da überdies die Bedürftigkeit ausgewiesen ist, kann die am 14. April 2004 beantragte unentgeltliche Rechtspflege gewährt werden. Trotz grundsätzlicher Kostenpflicht (Umkehrschluss aus Art. 134 OG) werden daher für das Verfahren vor dem Eidgenössischen Versicherungsgericht vorerst keine Gerichtskosten erhoben. Ausdrücklich wird der Beschwerdeführer indessen auf Art. 152 Abs. 3 OG aufmerksam gemacht, wonach die durch die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege begünstigte Partei der Gerichtskasse Ersatz zu leisten haben wird, wenn sie später dazu im Stande ist.