Citation: 5A_894/2013 E. 4.3

4.3. Keine Willkür ist sodann mit dem Hinweis darzutun, dass eine Aufhebungsvereinbarung gemäss § 2276 i.V.m. § 2290 BGB der öffentlichen Beurkundung bedürfe: Die Aufhebung ist nach dem Gesagten formgültig, wenn sie den Formvorschriften von einer der in § 26 Abs. 1 Ziff. 1-5 EGBGB alternativ bezeichneten Rechtsordnungen entspricht, wobei Ziff. 4 auf das Recht am Ort der unbeweglichen Sache, also vorliegend auf das schweizerische Recht verweist. Ebenso wenig ist Willkür darzutun mit der - einzig auf der Formulierung, der Aufhebungsvertrag werde in drei Originalexemplaren angefertigt, wobei ein Exemplar für den Notar bestimmt sei, basierenden - Annahme, Vater und Tochter hätten die öffentliche Beurkundung des Aufhebungsvertrages in Aussicht genommen. Soweit diese Form nicht erforderlich war, kann es nicht schaden, wenn die Parteien eine "überschiessende Formstrenge" allenfalls beabsichtigt, aber schliesslich nicht verwirklicht haben sollten. Durfte das Kantonsgericht willkürfrei davon ausgehen, dass der Aufhebungsvertrag gestützt auf § 26 Abs. 1 Ziff. 4 i.V.m. Abs. 2 und 4 sowie i.V.m. Art. 513 ZGB mit einfacher Schriftlichkeit geschlossen werden konnte, so ist auch seine Auffassung, dass demzufolge für die Frage der Formgültigkeit nicht § 11 EGBGB zur Anwendung gelangt, ohne Willkür, handelt es sich doch bei § 26 EGBGB offensichtlich um eine der allgemeinen Vorschrift von § 11 EGBGB vorgehende lex specialis für den Abschluss und die Aufhebung der Verfügungen von Todes wegen.