Citation: 8C_623/2021 E. A

A.a. A.________, geboren 1960, ist gelernter Tiefbauzeichner und studierte auf dem zweiten Bildungsweg Betriebswirtschaft. Daneben war er seit März 1991 als Verkäufer bei der B.________ beschäftigt. Am 22. Februar 1993 stürzte er am Arbeitsplatz eine Treppe hinunter und litt in der Folge unter anhaltenden Rückenbeschwerden. Die Elvia, heute Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: Elvia/ Allianz), bei welcher er für die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert war, erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Nach Einholung eines Gutachtens der Klinik C.________ vom 12. Januar 1996 mit Ergänzung vom 14. Januar 1997 sprach die Elvia A.________ mit Verfügung vom 26. Mai 1997 ab 1. März 1997 eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 90 % sowie eine Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 25 % zu. A.b. Im Zuge eines Revisionsverfahrens holte die Allianz ein Gutachten der Medizinischen Abklärungsstelle MEDAS ABI (Ärztliches Begutachtungsinstitut), Basel, vom 19. September 2016 mit Ergänzungen vom 15. September 2017 und 19. Juni 2018 ein. A.________ hatte sein Studium zwischenzeitlich aufgegeben und war auch keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgegangen. Mit Verfügung vom 4. April 2017 und Einspracheentscheid vom 23. Juli 2018 hob die Allianz die Verfügung vom 26. Mai 1997, soweit sie die Invalidenrente betraf, wegen zweifelloser Unrichtigkeit auf und stellte ihre Leistungen per 30. April 2017 ein. Auf eine Rückforderung der erbrachten Rentenbetreffnisse verzichtete sie.