Citation: U 422/05 12.09.2006 E. 2

2.1 Der Vorinstanz ist auch darin beizupflichten, dass im vorliegenden Fall nicht die für den Wegfall des Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und den bestehenden Beschwerden geltenden Regeln zur Beweislast (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 Erw. 2, 1994 Nr. U 206 S. 328 Erw. 3b) Anwendung finden. Zwar hat die SUVA im Anschluss an die Unfallmeldung vom 25. September 1998 Kosten für ärztliche Konsultationen und Physiotherapie übernommen. Es handelte sich jedoch nur um eine kurzfristige Behandlung somatischer Unfallfolgen bei voller Erwerbstätigkeit des Versicherten. Von den in der Folge im Vordergrund stehenden und die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigenden kognitiven und psychischen Beeinträchtigungen erhielt die SUVA erst anfangs 1999 Kenntnis. Sie stellten ein neues, zusätzliches Beschwerdebild dar, welches am 16. Juli 1999 Anlass zu einer Rückfallmeldung gab und über dessen Unfallkausalität erstmals zu entscheiden war. Die Beweislast liegt daher grundsätzlich beim Versicherten. Dieser trägt im Hinblick auf den Untersuchungsgrundsatz eine Beweislast indessen nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesenen Sachverhalt Rechte ableiten will (BGE 115 V 44 mit Hinweisen). 2.2 Nicht gefolgt werden kann dem Beschwerdeführer soweit er vorbringt, der Fallabschluss per 15. Dezember 1998 und die Adäquanzprüfung seien verfrüht erfolgt. Zum einen bestanden im fraglichen Zeitpunkt keine behandlungsbedürftigen somatischen Unfallfolgen mehr und war der Beschwerdeführer am bisherigen Arbeitsplatz voll erwerbstätig. Zum andern traten anfangs 1999 neue behandlungsbedürftige und die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigende Beschwerden auf, deren Unfallkausalität erstmals zu beurteilen war. Dabei bestand unter den konkreten Umständen kein Anlass, mit der Adäquanzbeurteilung zuzuwarten, auch wenn der Unfall erst rund sechs Monate zurücklag.