Citation: 6B_1125/2020 E. 3.4.6

3.4.6. Soweit der Beschwerdeführer die vorinstanzliche Feststellung kritisiert, wonach seine Aufmerksamkeit beim Überholmanöver nicht auf die Strasse gerichtet gewesen sei, ist ihm nicht zu folgen. Die Vorinstanz durfte die Aufmerksamkeit des Beschwerdeführers anhand äusserlich feststellbarer Indizien beurteilen. Angesichts des Umstandes, dass er das beleuchtete Motorfahrrad überhaupt nicht sah und erst nach der Kollision bemerkte, dass er G.C.________ sel. angefahren hatte, ist der Schluss auf eine fehlende Aufmerksamkeit beim Überholmanöver bzw. ein besonders unvorsichtiges Überholen durchaus vertretbar. Dies gilt selbst dann, wenn das Motorfahrrad unbeleuchtet gewesen wäre, da dieses - nach den überzeugenden vorinstanzlichen Erwägungen - zumindest im vom Auto des Beschwerdeführers und vom Lieferwagen von F.________ ausgeleuchteten Raum sichtbar war. Mit der blossen gegenteiligen Behauptung bzw. dem nicht weiter ausgeführten Vorwurf, dass der vorinstanzliche Schluss nicht nachvollziehbar sei, lässt sich keine Willkür aufzeigen.