Citation: 5A_115/2022 E. 3.2.9

3.2.9. Soweit der Beschwerdeführer bemängelt, der Betreuungsunterhalt sei zu Unrecht auf Grundlage des familienrechtlichen statt des betreibungsrechtlichen Existenzminimums berechnet worden, geht seine Kritik ebenfalls fehl. Zum einen stellte die Vorinstanz nur dort auf das familienrechtliche Existenzminimum ab, wo es die finanziellen Verhältnisse der Parteien gemäss ihrer Rechnung erlaubten. Zum anderen wies das Bundesgericht in seinem Leitentscheid, mit welchem es für die Ermittlung des Betreuungsunterhalts die Lebenshaltungskostenmethode für massgeblich erklärte, darauf hin, dass sich die Lebenshaltungskosten auf Grundlage des familienrechtlichen Existenzminimums bemessen, soweit es die finanziellen Verhältnisse erlauben (BGE 144 III 377 E. 7.1.4 in fine mit Hinweisen).