Citation: 7B_792/2023 E. 2.7

2.7. Zusammenfassend sind die Akten insofern unvollständig, als eine Übersicht über die im Rahmen der Aktion "B.________" durchgeführten Überwachungsmassnahmen, die Berührungspunkte zum Tatvorwurf gegen den Beschwerdeführer aufweisen, fehlt. Die Vorinstanz wird die Staatsanwaltschaft deshalb auffordern müssen, ihrer Dokumentationspflicht nachzukommen und offenzulegen, wer, wann, auf welche Art und mit welchem Ergebnis überwacht wurde, wobei auch ergebnislose Überwachungen anzugeben sind (vgl. Urteil 6B_1368/2017 vom 14. Juni 2018 E. 2.5.2). Gestützt auf diese Dokumentation wird der Beschwerdeführer näher zu substanziieren haben, welche ausgesonderten Aufzeichnungen möglicherweise entlastend sein könnten. Soweit er dieser Obliegenheit nachkommt, hat die Vorinstanz grundsätzlich zu gewährleisten, dass ihm Zugang zu den entsprechenden Originalaufzeichnungen verschafft wird, damit er die Triage der Strafverfolgungsbehörden überprüfen kann. Dabei wird sie jedoch im Rahmen einer Interessenabwägung auch zu prüfen haben, ob Persönlichkeitsrechte Dritter der Einsichtnahme entgegenstehen.