Citation: 6B_612/2020 E. 6.2

6.2. Die Vorinstanz erwägt, dem Beschwerdeführer sei gemäss Verfügung des Bezirksgerichts Zürich vom 8. April 2017 untersagt worden, mit der Beschwerdegegnerin 2 in irgendeiner Weise (persönlich, telefonisch, schriftlich, per SMS, per E-Mail etc.) Kontakt aufzunehmen oder sich ihr auf weniger als 200 Meter zu nähern. Für den Fall des Verstosses sei er auf die Strafandrohung von Art. 292 StGB aufmerksam gemacht worden. Dennoch habe der Beschwerdeführer die Beschwerdegegnerin 2 am 12. April 2017 im Wissen um das ihm auferlegte Kontaktverbot im Bus angesprochen und die behördliche Anordnung vorsätzlich missachtet. Der objektive wie auch der subjektive Tatbestand von Art. 292 StGB seien folglich erfüllt. Sodann werde die Behauptung des Beschwerdeführers, er sei aufgrund des Medikamenteneinflusses schuldunfähig gewesen, durch keinerlei Anhaltspunkte in den Akten gestützt. Der Beschwerdeführer sei damit anklagegemäss des Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen im Sinne von Art. 292 StGB schuldig zu sprechen (vgl. angefochtenes Urteil Ziff. 6.2 ff. S. 20 f. und Ziff. 3.2 f. S. 23 f.).