Citation: 9C_316/2019 E. A

Gemäss Mitteilung vom 31. Juli 2015 vergütete die IV-Stelle Uri A.________ (geboren 1963) eine Pauschale für eine beidseitige Hörgeräteversorgung mit zwei Geräten im Betrag von Fr. 1'650.-. Im Februar 2018 ersuchte die Versicherte um eine Nachversorgung mit Hörhilfen. Nach Einholung einer ärztlichen Expertise des Dr. med. B.________, FMH ORL, Hals- und Gesichtschirurgie, vom 24. Mai 2018 (Eingang bei der Verwaltung), lehnte die IV-Stelle eine vorzeitige Kostengutsprache für eine Hörgerätepauschale mit Verfügung vom 2. Oktober 2018 ab. Zur Begründung hielt sie fest, ein Beitrag für den Ersatz des Hörgerätes könne frühestens nach sechs Jahren, somit im Juli 2021, gewährt werden. Ein vorzeitiger Beitrag könne nur ausgerichtet werden, wenn der Gesamthörverlust um mehr als 15 Prozentpunkte zugenommen hat, was hier nicht zutreffe. Die Härtefallkriterien wären zwar erfüllt; die Härtefallregelung komme jedoch nur zur Anwendung, wenn die Kriterien für die Hörgerätepauschale erfüllt sind.