Citation: U 230/03 25.06.2004 E. 3.2

3.2.1 Das kantonale Gericht lehnte die Gewährung der unentgeltlichen Verbeiständung ab, weil die Beschwerde sowohl hinsichtlich der verlangten Aufhebung der Sistierung als auch der Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung und der Anordnung vorsorglicher Massnahmen offensichtlich aussichtslos ist. 3.2.2 Das kantonale Gericht trat auf die Beschwerde insoweit nicht ein, als die Aufhebung der Sistierung verlangt wurde. Begründet wurde dies mit dem Hinweis darauf, dass die Beschwerdeführerin keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil erleide. Diesbezüglich wird auf die zutreffende Erwägung 3.2 des angefochtenen Entscheides sowie auf die Ausführungen der Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung (S. 3 Ziff. 3) verwiesen. 3.2.3 Ob vorsorgliche Massnahmen für die Dauer des Einspracheverfahrens bewilligt werden können, beurteilt sich aufgrund einer Interessenabwägung. Es ist zu prüfen, ob die Gründe, welche für die sofortige Vollstreckbarkeit der Verfügung sprechen, gewichtiger sind als jene, die für die gegenteilige Lösung angeführt werden können. Dabei steht der urteilenden Instanz ein gewisser Beurteilungsspielraum zu. Bei der Abwägung der Gründe für und gegen die sofortige Vollstreckbarkeit können auch die Aussichten auf den Ausgang des Verfahrens in der Hauptsache ins Gewicht fallen; diese müssen allerdings eindeutig sein (vgl. BGE 124 V 88 Erw. 6a, 117 V 191 Erw. 2b, 98 V 222 Erw. 4 sowie SVR 2001 KV Nr. 12 S. 31, RKUV 1994 Nr. K 952 S. 300 Erw. 3a; ferner BGE 115 Ib 158 Erw. 2, 107 Ib 399 Erw. 2c). Bei der Abwägung der Gründe für und gegen eine sofortige Vollstreckung der Verfügung steht dem Interesse der Allianz, eine Rückforderung wegen der damit verbundenen administrativen Erschwernisse und der Gefahr der Uneinbringlichkeit nach Möglichkeit zu vermeiden, das Interesse der Beschwerdeführerin an der Sicherstellung des Lebensunterhaltes für die Dauer des Einspracheverfahrens gegenüber. Die Vorinstanz erachtete die Interessen des Versicherers als überwiegend (Erw. 4.2 des angefochtenen Entscheides). Diese Würdigung ist nicht zu beanstanden. 3.2.4 Nach dem Gesagten war die vorinstanzliche Beschwerde aussichtslos, weshalb das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Verbeiständung zu Recht abgewiesen wurde.