Citation: 6B_814/2015 E. 1.4.1

1.4.1. Der Beschwerdeführer beanstandet weiter, die Vorinstanz habe ihn verurteilt, obschon er sich berechtigterweise auf das Selbsthilferecht gemäss Art. 52 Abs. 3 OR berufen habe. Er habe erfahren, dass er trotz Verbot offenbar berechtigt sei, den Wald über die Wiese zu betreten. Er habe den Beschwerdegegner 2 daher schriftlich aufgefordert, die Absperrung zu entfernen. Er habe darauf vertrauen dürfen, dass dieser ihm den Zugang zum Grundstück ermöglichen würde, zumal er auf sein Schreiben nicht reagiert habe. Sein Vorgehen sei als angemessen und als mildestes mögliches Mittel zu bezeichnen, da die beiden Zaunisolatoren in keiner Weise Schaden genommen hätten und er diese, nachdem er seiner Gruppe und sich den Zutritt sichergestellt habe, auch wieder an den Zaunpfählen montiert habe. Nach der Logik der Vorinstanz hätte er einige Tage vor der geplanten Tour nachschauen müssen, ob der Zaun entfernt wurde, und anschliessend sofort einen Anwalt zuziehen müssen, der sehr kurzfristig den Versuch hätte unternehmen müssen, eine superprovisorische Verfügung zu erwirken. Selbst wenn ihm das Bezirksgericht mittels superprovisorischer Verfügung Rechtsschutz gewährt hätte, hätte dies nichts daran geändert, dass er höchstwahrscheinlich mit einer Goldwasch-Gruppe vor einem verschlossenen Gatter gestanden wäre. Die Vorinstanz verkenne zudem, dass er für den Fall, dass ihm der superprovisorische Rechtsschutz verweigert worden wäre, zur Selbsthilfe berechtigt gewesen wäre.