Citation: 5A_739/2014 E. 5.4.2

5.4.2. Die Vorinstanz ist von den zutreffenden Grundsätzen ausgegangen. Sie hat auf die beträchtlichen Schwierigkeiten hingewiesen, die Altersvorsorge des Beschwerdegegners zu bestimmen. Zudem hat die Vorinstanz die Vermögenssituation der Parteien vor und nach der güterrechtlichen Auseinandersetzung einander gegenübergestellt. Vor diesem Hintergrund konnte die Vorinstanz keine Unbilligkeit erkennen, wenn die Beschwerdeführerin die Hälfte ihrer während der Ehe erworbenen Austrittsleistung an den Beschwerdegegner abtreten muss, wie dies Art. 122 Abs. 1 ZGB als Grundsatz vorsieht. Die Kritik, welche die Beschwerdeführerin daran übt, ist weitgehend appellatorischer Natur und als solche nicht zu hören (E. 2). Im Übrigen ist das Gericht nicht berufen, die Entscheide des Gesetzgebers in der von der Beschwerdeführerin gewünschten Weise zu korrigieren. Der Gesetzgeber favorisiert mit dem Ertragswertprinzip bewusst den Übernehmer eines landwirtschaftlichen Gewerbes. Ebenso entspricht es seinem Willen, dass nur bei offensichtlicher Unbilligkeit vom Grundsatz der hälftigen Teilung der Vorsorgemittel abgewichen werden kann. Dieses Regime bringt es mit sich, dass in vielen Fällen die Altersvorsorge der Parteien nach einer Scheidung unterschiedlich ist. Es bleibt dem Unterhaltsrecht vorbehalten, wenn nötig einen Ausgleich zu schaffen (Art. 125 ZGB).