Citation: 2C_948/2019 E. 3.4.2

3.4.2. Der Beschwerdeführer 1 hat seine Heimat vor über elf Jahren verlassen, als seine Kinder fünf und drei Jahre bzw. vier Monate alt waren. Die familiären Beziehungen wurden durch Besuche und über die üblichen Kommunikationsmittel aufrecht erhalten. Der Beschwerdeführer 1 hat damit die Trennung von seiner Familie für eine längere Zeit in Kauf genommen; selbst als er noch keine konkreten Aussichten auf eine Arbeitsstelle in der Schweiz hatte, verblieb er im Land; er gab im Übrigen an, dass er nach seinem Studium wieder nach Amman zu seiner Familie zurückkehren wolle. Wie das Verwaltungsgericht zutreffend festhält, können die Beschwerdeführer ihr Familienleben wie bisher weiter pflegen, auch wenn der Beschwerdeführer 1 im Hinblick auf seine Arbeit, die Familie allenfalls etwas weniger oft wird besuchen können. Die Mutter kann die Kinder in Amman weiter betreuen. Zwar ist von Gewicht, dass Kinder in engem Kontakt mit beiden Elternteilen aufwachsen können; im vorliegenden Fall hat der Beschwerdeführer 1 sich nach Abschluss der Studien jedoch (vorerst) entschlossen, in der Schweiz zu bleiben und die Kontakte wie bisher zu pflegen. Seine Wahl verpflichtet die Schweiz nicht, seiner Familie, die keine näheren Beziehungen zum Land unterhält, den Nachzug ausserhalb der gesetzlichen Fristen zu gestatten. Der Beschwerdeführer 1 hat die örtliche Trennung von seiner Familie auch noch aufrecht erhalten, als er im März 2015 sein Studium beendet und während einer gewissen Zeit noch keine Anstellung in Aussicht hatte.