Citation: 9C_532/2019 E. 3.2.2

3.2.2. Es ist unbestritten, dass die Kinder der verstorbenen Ehefrau sich nicht im Sinne von Ziff. 4.1 lit. d des Ehe- und Erbvertrages verpflichteten, für den Unterhalt des Beschwerdeführers aufzukommen. Nach dem Ehe- und Erbvertrag führt dies dazu, dass die Kinder nur noch Anspruch auf den Pflichtteil haben. Dem Beschwerdeführer standen 13/16 sowohl am Gesamtgut wie auch am Eigengut der verstorbenen Ehefrau zu (Art. 241 Abs. 1 i.V.m. Art. 462 Ziff. 1 und Art. 471 Ziff. 1 ZGB). Indem der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 6. Mai 2018 auf eine finanzielle Unterstützung der Kinder seiner verstorbenen Ehefrau verzichtete und in der Folge im Erbteilungsvertrag vom 19. September 2018 eine Zahlung an ihn von Fr. 13'312.- akzeptierte, obwohl das Reinvermögen (Gesamtgut und Eigengut der Ehefrau) per Todestag der Ehefrau mehrere hunderttausend Franken betrug (vgl. E. 4 nachfolgend), hat er auf Vermögen im Sinne des ELG verzichtet. Daran ändert nichts, dass sich der Beschwerdeführer damit für vor der Eheschliessung von seiner Ehefrau und deren Kindern erbrachte Pflegeleistungen erkenntlich zeigen wollte, denn entgegen dem Beschwerdeführer sind die Tatbestandselement in Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG ("ohne rechtliche Verpflichtung" und "ohne adäquate Gegenleistung") alternativ zu verstehen (BGE 131 V 329 E. 4.3 f. S. 334 ff.). Der ohne Rechtspflicht erfolgte Verzicht ist daher in der Berechnung der Ergänzungsleistung zu berücksichtigen.