Citation: 6B_1424/2021 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer kritisiert, der Schuldspruch wegen Missbrauchs einer Fernmeldeanlage (Dossier 13) verletze Art. 9, Art. 29 Abs. 2 und Art. 32 Abs. 2 BV, Art. 9 sowie Art. 325 StPO, Art. 179septies StGB und Art. 6 Ziff. 1 sowie Ziff. 3 lit. a, lit. b und lit. c EMRK. Er argumentiert, die Vorinstanz ergänze unzulässiger Weise den Anklagevorwurf, wenn sie erstmals im gesamten Verfahren in ihrer Begründung ausführe, der Beschwerdeführer habe nicht nur am 13. Januar 2018 um 05.11 Uhr die D.________ AG angerufen, sondern habe dabei "eine wirre Nachricht mit zum Teil bedrohlichem Inhalt hinterlassen". Mit dieser Ergänzung des Sachverhalts verstosse die Vorinstanz gegen den Anklagegrundsatz. Zudem könne aus den angeblichen wirren Ausführungen mit zum Teil bedrohlichem Inhalt nicht geschlossen werden, dass diese beim Betroffenen eine schwere Beunruhigung ausgelöst hätten. Ebenso wenig sei ersichtlich, weshalb der Beschwerdeführer angeblich eine derartige Nachricht aus Bosheit und zur Belästigung hinterlassen hätte. Mithin erfülle auch der durch die Vorinstanz ergänzte Sachverhalt den objektiven und subjektiven Tatbestand von Art. 179septies StGB nicht.