Citation: 6B_134/2021 E. 1.3.4

1.3.4. Während der frühere Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG ausdrücklich auf den Begriff "Menge der Betäubungsmittel" Bezug nahm, ist dies in der aktuellen, seit 1. Juli 2011 geltenden Fassung dieser Bestimmung nicht mehr der Fall. Somit können bei der Beurteilung der Gefährdung vieler Menschen weitere Elemente, wie etwa die besonderen Risiken, die mit besonders reinen Drogen (Risiko einer Überdosis) oder mit gefährlichen Mischungen verbunden sind, berücksichtigt werden. Die Betäubungsmittelmenge stellt somit nicht das einzige, jedoch nach wie vor ein zentrales Kriterium dar (BGE 145 IV 312 E. 2.1.2 mit Hinweisen; Urteil 6B_1428/2019 vom 5. Februar 2020 E. 1.1.2).