Citation: 2P.248/2004 13.05.2005 E. 5

5.1 Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, ihr Grundstück sei mit der von ihr selbst erstellten Versickerungsanlage bereits gesetzeskonform erschlossen gewesen. Ihr sei durch die Realisierung von CISTERNA kein Mehrwert erwachsen, zumal sie ja selbst nichts mit gefährlichen Stoffen zu tun habe. Es sei deshalb willkürlich, ihr überhaupt Erschliessungsbeiträge aufzuerlegen; zudem seien diese betraglich unangemessen und verstiessen gegen das Äquivalenzprinzip. 5.2 Von einer Verletzung des Willkürverbots kann keine Rede sein: Der generelle Entwässerungsplan und das Abwasserreglement der Gemeinde Birsfelden schliessen im Hafen- und Industriegebiet eine Versickerung des von Strassen und Plätzen abfliessenden Regenwassers aus. Die Grundeigentümer müssen deshalb das auf derartigen versiegelten Flächen anfallende Meteorwasser ableiten. Es steht nach dem Gesagten ausser Frage, dass die Gemeinde aufgrund der einschlägigen Gewässerschutzvorschriften verpflichtet war, zu diesem Zweck eine Sauberwasserleitung zu errichten; angesichts des bestehenden Verschmutzungsrisikos konnte sie dem Trennungsgebot nur auf diese Weise nachleben. Mithin führt erst der Bau der Sauberwasserleitung zu einer gesetzeskonformen Erschliessung der betroffenen Grundstücke. Zu diesen gehört auch jenes der Beschwerdeführerin, weshalb die Erschliessung zu einem Sondervorteil führt, der die erhobenen Beiträge ohne weiteres rechtfertigt. 5.3 Insoweit ist im Übrigen auch keine Verletzung des Äquivalenzprinzips (vgl. BGE 126 I 180 E. 3a/bb S. 188) dargetan: Nach dem Gesagten erscheint es zunächst vertretbar, alle betroffenen Grundeigentümer unabhängig von der momentanen Nutzung ihrer Grundstücke zur Bezahlung von gleich hohen Erschliessungsbeiträgen (pro Quadratmeter erschlossene Grundstücksfläche) zu verpflichten. Unerheblich ist weiter, dass die Beschwerdeführerin für die Einrichtung einer Versickerungsanlage auf ihrem Grundstück bereits beträchtliche Mittel aufgewendet hat. Die fraglichen Investitionen betreffen die Beseitigung jenes Teils des Meteorwassers, der keinem Verschmutzungsrisiko unterliegt und der deshalb im Zusammenhang mit der Erstellung der Sauberwasserleitung unbeachtlich ist. Im Übrigen wird diesen Kosten indirekt bei der Festsetzung der ebenfalls eingeforderten (aber nicht Gegenstand dieses Verfahrens bildenden) Anschlussbeiträge Rechnung getragen: Die betreffende Abgabe wird nur für jene Teilfläche erhoben, welche dem Versickerungsverbot unterliegt bzw. die tatsächlich an die Sauberwasserleitung angeschlossen ist.