Citation: 5A_236/2023 E. 3.4

3.4. Die Beschwerdeführerin begnügt sich damit, ihre eigene Sichtweise zu präsentieren. Mit der entscheidtragenden Erkenntnis des Obergerichts, dass der Beschwerdegegner im Falle einer öffentlichen Versteigerung davon profitiere, von der Hypothekargläubigerin nicht mehr als Solidarschuldner belangt werden zu können, setzt sie sich nicht auseinander. Insbesondere macht sie auch nicht geltend, dass es sich mit dem streitgegenständlichen Grundstück gerade anders verhalten würde. Soweit sie darauf pocht, dass sie laut dem erstinstanzlichen Urteil die Grundpfandschulden unter Entlastung des Beschwerdegegners aus der Schuldpflicht übernehmen muss, übersieht sie, dass eine solche Übernahme ohne Zustimmung des Hypothekargläubigers nur das interne Verhältnis unter den Ehegatten betrifft (Art. 175 f. OR; Urteil 5A_24/2017 vom 15. Mai 2017 E. 5.2). Auch ihr Versuch, dem Beschwerdegegner den Nachweis zuzuschieben, dass die Gläubigerbank ihn als Schuldner beibehalten wolle, hilft der Beschwerdeführerin nicht weiter. Die fragliche Erklärung des Pfandgläubigers knüpft daran an, dass der neue Eigentümer die Schuldpflicht für die Pfandforderung tatsächlich übernommen (Art. 832 Abs. 2 ZGB) und der Grundbuchverwalter dem Gläubiger davon Kenntnis gegeben hat (Art. 834 Abs. 1 ZGB). Allein mit Blick auf das schutzwürdige Interesse am Antrag, das Grundstück öffentlich zu versteigern, kann vom Beschwerdegegner keine sozusagen vorauseilende Beibehaltungserklärung des Pfandgläubigers verlangt werden, wenn sich der Streit gerade um die Art der Aufhebung des gemeinschaftlichen Eigentums dreht und die Befreiung des früheren Schuldners gemäss den erwähnten Normen - anders als im Falle der öffentlichen Versteigerung - vom Willen des Pfandgläubigers abhängt. Schliesslich kommt es, wie die zitierte Rechtsprechung zeigt, auch nicht auf den zu erwartenden Verwertungserlös an. Die Beschwerde ist in diesem Punkt unbegründet.