Citation: 4C.252/2000 05.12.2000 E. A

A.- Die X.________ SA war am 15. Mai 1992 gegründet worden, wobei die bereits existierende gleichnamige Gesellschaft in Y.________ SA umbenannt und deren operatives Geschäft auf die neue Gesellschaft übertragen wurde. Die Y.________ SA hielt sämtliche Aktien der X.________ SA. A.________ war seit der Gründung Verwaltungsratspräsident der X.________ SA; er war zudem Verwaltungsrat und Allein- bzw. ab Mitte 1993 Mehrheitsaktionär der Y.________ SA. B.________ war von 1. Januar 1992 bis 30. November 1993 bei der X.________ SA angestellt, wobei er ab Frühjahr 1993 auch deren Verwaltungsrat angehörte. Vor der Gründung der X.________ SA hatte A.________ zwecks Erlangung eines Geschäftskredits eine private Lebensversicherung abgeschlossen, für welche die neu gegründete Gesellschaft gesamthaft Fr. 24'840.-- an Prämien bezahlte, obwohl der damit gesicherte Bankkredit weiterhin der Y.________ SA zugute kam. In den Jahren 1992 und 1993 tätigte er Privatbezüge in Höhe von Fr. 20'000.--; zudem behändigte er ein Bild im Wert von Fr. 2'000.--. Nach den bestrittenen Feststellungen der Vorinstanz kam es sodann zu Irregularitäten im Zusammenhang mit dem Verkauf eines Gebrauchtwagens der X.________ SA durch A.________. Im Jahre 1994 veranstaltete er ein Fest, das teilweise auch den Geschäftsinteressen der Y.________ SA und seinen privaten Interessen diente. Die Kosten von gesamthaft Fr. 16'859. 50 wurden vollumfänglich von der X.________ SA bezahlt. Bei der Beendigung des Arbeitsverhältnisses von B.________ kam es zu gerichtlich ausgetragenen Unstimmigkeiten, in deren Folge die Geschäftstätigkeit der X.________ SA ab Herbst 1995 auf Weisung A.________s nahezu eingestellt wurden. Nebst der Forderung B.________s über Fr. 200'000.-- war in diesem Zeitpunkt eine Forderung der Z.________ AG in Nachlassliquidation über Fr. 150'000.-- gegen die X.________ SA eingeklagt. Die Jahresrechnungen 1995 und 1996 schlossen mit einem das Eigenkapital übersteigenden Bilanzverlust ab. Am 13. Februar 1997 verpflichtete sich die X.________ SA, deren Firma um die gleiche Zeit in V.________ SA geändert wurde, gegenüber B.________ vergleichsweise zur Bezahlung von Fr. 132'500.--, wovon sie Fr. 60'000.-- bezahlte. Kurz darauf schied A.________ aus dem Verwaltungsrat aus. Als einziges Verwaltungsratsmitglied verblieb der seit September 1996 amtende C.________. Am 20. Mai 1997 stellte A.________ der V.________ SA Rechnung für Beratungen über Fr. 8'605. 20; den entsprechenden Betrag liess er sich selbst gutschreiben, wodurch seine Kontokorrentschuld gegenüber der V.________ SA ausgeglichen wurde. Im August 1997 machte C.________ gegenüber B.________ einen letzten Kompromissvorschlag über Fr. 30'000.-- per Saldo aller Ansprüche. Als dieser den Vorschlag zur Reduktion der Vergleichssumme ablehnte, deponierte C.________ am 19. August 1997 die Bilanz. Über die V.________ SA wurde am 9. September 1997 der Konkurs eröffnet. B.________ liess sich am 2. September 1998 von der Konkursverwaltung gemäss Art. 260 SchKG die Ansprüche gegen A.________ aus aktienrechtlicher Verantwortlichkeit abtreten.