Citation: 1P.297/2005 03.07.2006 E. 3

Der Beschwerdeführer beanstandet vor Bundesgericht, seine Verurteilung ohne Einsichtnahme in die fraglichen Protokolle verletze seinen Anspruch auf rechtliches Gehör, wie er aus Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 6 Ziff. 1 und 3 EMRK fliesst. Er macht eine Missachtung des Rechts auf Akteneinsicht sowie eine Verletzung des Diskriminierungsverbots, des Grundsatzes des fairen Verfahrens und des Prinzips der Waffengleichheit geltend. Dabei rügt er einerseits, die zuständigen Behörden hätten unzureichende Anstrengungen unternommen, um die verlangten Akten anzufordern, und seien somit ihrer Dokumentationspflicht nicht nachgekommen. Nach Ansicht des Beschwerdeführers war das urteilende Gericht andererseits nicht in der Lage, ohne Vorliegen der Verhandlungsprotokolle mögliche entlastende Momente zu würdigen, die dargelegt hätten, dass er blosser Übermittler war und ansonsten keinerlei Funktion leitender und damit verantwortlicher Natur innehatte.