Citation: 5A_202/2024 E. 3

Das appellationsgerichtliche Verfahren hatte drei Themen zum Gegenstand: Zum ersten ging es darum, dass sich die Ehefrau vor dem Appellationsgericht vehement gegen die Vertretung durch einen Prozessbeistand im Sinn von Art. 69 ZPO verwahrt hatte. Während das Appellationsgericht die Beigabe einer Vertretung für das erstinstanzliche Verfahren schützte, verzichtete es für das Berufungsverfahren auf eine solche Massnahme. Es erwog im Wesentlichen, dass die Ehefrau im erstinstanzlichen Scheidungsverfahren einlassungspflichtig gewesen und die Verbeiständung angesichts ihrer widersprüchlichen Standpunkte, des Fernbleibens von Verhandlungen unter Verweis auf einen stark beeinträchtigten psychischen Zustand attestierende Arztzeugnisse, der Mandatierung einer Vielzahl von sich in kurzer Zeit ablösenden Rechtsanwälten und der zahlreichen redundanten eigenen Eingaben gerechtfertigt gewesen sei, während das Rechtsmittelverfahren von ihr eingeleitet worden und nach Vorliegen eines erstinstanzlichen Scheidungsurteils ihre Autonomie und ihr Wunsch, nicht vertreten zu werden, höher gewichtet werden müsse. Zweitens ging es im Kontext mit der Wahrung der zweijährigen Wartefrist von Art. 114 ZGB um die Frage, wann die tatsächliche Trennung stattgefunden hatte. Die Ehefrau hatte bereits vor erster Instanz heftig bestritten, dass diese bereits am 7. Januar 2018 erfolgt sei. Das Appellationsgericht stellte, wie schon das Zivilgericht, nebst anderen Elementen beweiswürdigend insbesondere auf die ab dieser Zeit vorgelegten Quittungen des Ehemannes für ausserhäusliche Übernachtungen ab. Drittens ging es um die Frage des nachehelichen Unterhaltes. Das Appellationsgericht befand, dass keinerlei bezifferte Begehren gestellt würden und die Ehefrau einfach verlange, ihr Ehemann müsse ihr Geld bezahlen und sie für ihre Gesundheit entschädigen, weil er sie geschlagen, sie als Sexsklavin behandelt und ihr kaum Geld für das tägliche Essen zur Verfügung gestellt habe. Insofern trat das Appellationsgericht auf die Berufung nicht ein.