Citation: 5D_19/2008 18.11.2008 E. 1

1.1 Nach den Feststellungen des Obergerichts im Beschluss vom 23. Januar 2008 steht gegen die angefochtene kantonsgerichtliche Verfügung kein kantonales Rechtsmittel offen. Auf die Beschwerde, die die Beschwerdeführerin gegen den obergerichtlichen Beschluss erhoben hat, ohne die darin vertretene Auffassung zur Zulässigkeit eines kantonalen Rechtsmittels zu beanstanden (vgl. Urteil 5D_27/2008 E. 2), ist nicht eingetreten worden. Unter den gegebenen Umständen ist davon auszugehen, es handle sich bei der Verfügung des Kantonsgerichtspräsidenten um einen letztinstanzlichen Entscheid (Art. 75 Abs. 1 BGG). Dass der angefochtene Entscheid nicht von einem oberen kantonalen Gericht erlassen wurde (vgl. Art. 75 Abs. 2 BGG), ist in Anbetracht der übergangsrechtlichen Regelung in Art. 130 Abs. 2 BGG ohne Belang. Sodann ist die Höhe der Gerichtsgebühr für die Ernennung der Einzelschiedsrichterin vom Kantonsgerichtspräsidenten endgültig festgelegt worden; dessen Entscheid kann im Schiedsverfahren nicht mehr in Frage gestellt werden, so dass ein im Sinne von Art. 90 BGG das Verfahren abschliessender Endentscheid vorliegt (vgl. BGE 133 III 350 E. 1.2 S. 351). 1.2 Gegenstand der Verfügung des Kantonsgerichtspräsidenten sind die auf Art. 3 lit. a und Art. 12 des Konkordats über die Schiedsgerichtsbarkeit sowie auf § 17 Abs. 3 erster Satz des Zuger Gerichtsorganisationsgesetzes (GOG) beruhende Ernennung einer (Einzel-)Schiedsrichterin und die für diese Verrichtung angesetzten Gerichtskosten. Es handelt sich mithin um eine Angelegenheit der Justizverwaltung, d.h. um eine solche öffentlich-rechtlicher Natur. Da der angefochtene Entscheid indessen unmittelbar mit einer vereins-, mithin zivilrechtlichen Streitigkeit zusammenhängt, unterliegt er nach Art. 72 Abs. 2 lit. b BGG an sich der Beschwerde in Zivilsachen (vgl. BGE 133 IV 335 E. 2 S. 337 f.). In vermögensrechtlichen Angelegenheiten steht die Beschwerde in Zivilsachen grundsätzlich nur offen, wenn der in Art. 74 Abs. 1 BGG festgelegte Streitwert erreicht ist. Bei der Qualifizierung der vorliegenden Sache aus dieser Sicht ist zu beachten, dass die angefochtene Verfügung vollkommen unabhängig von der Hauptsache, der gegen die Beschwerdeführerin verhängten Konventionalstrafe, die in einem - privaten - Schiedsverfahren zu beurteilen sein wird, erlassen wurde. Der Streitwert der Hauptsache ist unter den gegebenen Umständen - im Gegensatz zu den Fällen von Zwischenentscheiden etwa über ein Ausstandsbegehren oder über ein Armenrechtsgesuch (dazu Urteile des Bundesgerichts 5A_201/2008 vom 6. Oktober 2008 E. 1 und 5A_108/2007 vom 11. Mai 2007 E. 1.2) - ausser Betracht zu lassen. Abzustellen ist vielmehr auf die von der Beschwerdeführerin einzig angefochtene Höhe der vom Kantonsgerichtspräsidenten auf Fr. 450.-- festgesetzten Gerichtsgebühr (in diesem Sinne auch das Urteil des Bundesgerichts 5D_88/2008 vom 14. August 2008 E. 1). Der für die Beschwerde massgebliche Streitwert übersteigt somit nicht den genannten Betrag, so dass der für einen Fall der vorliegenden Art erforderliche Streitwert von 30'000 Franken (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) nicht erreicht ist. Da kein Ausnahmefall nach Art. 74 Abs. 2 BGG dargetan ist, die Beschwerdeführerin namentlich selbst nicht etwa geltend macht, es gehe um eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung (Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG), kommt einzig die subsidiäre Verfassungsbeschwerde in Betracht (Art. 113 BGG). Im Sinne des von der Beschwerdeführerin gestellten Eventualbegehrens ist deren Eingabe als solche entgegenzunehmen.