Citation: I 666/03 08.04.2004 E. 3

3.1 In somatischer Hinsicht diagnostizierte Frau Dr. med. L.________ in ihrem Gutachten vom 27. November 2001 ein thorakolumbovertebrales Schmerzsyndrom mit pseudoradikulärer Ausstrahlung in die Beine bei (klinisch) verminderter Beweglichkeit der LWS bei Druckdolenz der Dornfortsätze der unteren BWS und LWS sowie paravertebral thorakolumbal rechts und (radiologisch) bei einer Fehlhaltung der BWS und LWS bei beginnenden degenerativen Veränderungen lumbosakral. Diesem Befund opponiert die Beschwerdeführerin grundsätzlich nicht. Sie macht indessen geltend, dass die Fachärztin in ihrer Beurteilung der Auswirkungen auf das Leistungsvermögen zur "Verharmlosung" neige. 3.2 Dem ist nicht beizupflichten. Da schwerwiegende pathologische Befunde ausgeschlossen werden konnten - auch Dr. med. C.________ wies in seinem Bericht vom 12. Juni 2001 darauf hin, dass sich seitens des Bewegungsapparates keine Pathologien ergäben, welche eine höhergradige Arbeitsunfähigkeit begründeten -, verneinte die Gutachterin konsequenterweise eine wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für eine mittel belastende Tätigkeit verbunden mit regelmässigem Positionswechsel. Sie erachtete jede Tätigkeit, in welcher kein wiederholtes Heben von Gewichten über 10 kg sowie längeres Verharren in gedrehter oder gebückter Körperhaltung erforderlich sei, für uneingeschränkt zumutbar. Ob die bisherige Beschäftigung als Zimmermädchen diesen Auflagen entspricht - wie von Frau Dr. med. L.________ bejaht -, braucht demgegenüber nicht abschliessend beantwortet zu werden. Es steht jedenfalls fest, dass die Versicherte aus körperlicher Sicht in jeder leidensangepassten, wechselbelastenden Tätigkeit vollumfänglich arbeitsfähig ist und einen ihrem bisherigen Einkommen entsprechenden Verdienst zu realisieren vermöchte. Entgegen der Betrachtungsweise der Beschwerdeführerin erscheinen die Aussagen der Expertin auch insofern nicht widersprüchlich, als sie an anderer Stelle eine Arbeitsunfähigkeit von 20 % bescheinigt habe. Vielmehr hat sie auf die Frage, seit wann eine medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit von 20 % oder mehr bestünde (Ziff. 2.5 des Gutachtens), lediglich ausgeführt, dass zur Zeit keine Arbeitsunfähigkeit über 20 % attestiert werden könne. Daraus die Bestätigung einer 20%igen Arbeitsunfähigkeit folgern zu wollen, geht indessen - namentlich vor dem Hintergrund der übrigen Angaben zur Arbeitsfähigkeit - fehl. Nichts anderes lässt sich sodann aus dem hausärztlichen Bericht des Dr. S.________ vom 22. August 2001 schliessen, auf welchen aus den vom kantonalen Gericht einlässlich dargelegten Gründen nicht abgestellt werden kann, zumal in Bezug auf Aussagen von Hausärzten der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen ist, dass diese mitunter wegen ihrer auftragsrechtlichen Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen. Ihren Stellungnahmen kann deshalb nicht der gleiche Beweiswert zuerkannt werden wie denjenigen der zur neutralen Expertise durch die Verwaltung beauftragten Ärzte (vgl. BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc mit Hinweisen).