Citation: 5A_390/2022 E. 4.4

4.4. Damit geht die Beschwerdeführerin nicht auf die überzeugende Einschätzung des Obergerichts ein, wonach aufgrund ihres vergangenen Verhaltens trotz der derzeitigen Abstinenz mit Blick auf den Alkoholkonsum (noch) nicht auf eine entscheidende Veränderung der Verhältnisse geschlossen werden kann. Hierzu wäre vielmehr eine Stabilisierung der derzeitigen Situation über einen längeren Zeitraum hinweg notwendig. Die Beschwerdeführerin bestreitet weiter nicht, dass vergangene Abstinenz- und Therapieversuche missglückt sind. Unter diesen Umständen kann der Vorinstanz keine Bundesrechtsverletzung vorgeworfen werden, wenn sie aufgrund des Alkoholkonsums von einer weiterbestehenden Kindeswohlgefährdung ausgeht. Da diesbezüglich auch nicht von einer relevanten Änderung der Verhältnisse auszugehen ist, ist auch nicht zu beanstanden, dass das Obergericht das Gutachten vom 17. Dezember 2020 beigezogen und nicht auf neuste Berichte abgestellt hat. Auf die Frage, ob auch aus anderen Gründen eine Kindeswohlgefährdung anzunehmen wäre, braucht unter diesen Umständen nicht eingegangen zu werden. Damit rücken die Ausführungen der Beschwerdeführerin zur verminderten Intelligenz in den Hintergrund und auch ihre weiteren Vorbringen zielen ins Leere, soweit sie überhaupt den einschlägigen Begründungsanforderungen zu genügen vermögen (vgl. vorne E. 2 und 3).