Citation: U 196/06 23.02.2007 E. A

Die 1956 geborene C.________ arbeitete seit Dezember 1988 als Administrationsleiterin in der Genossenschaft Q.________ und war damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen Unfälle versichert. Am 19. Januar 2003 stürzte sie beim Skifahren. Laut den Angaben gegenüber dem am 28. Januar 2003 konsultierten Dr. med. V.________ verspürte sie im Anschluss daran leichte Schulter- und Rückenschmerzen links betont mit Verstärkung innerhalb von 48 Stunden. Bei der Untersuchung fanden sich eine nach rechts um einen Drittel eingeschränkte Rotation der Halswirbelsäule (HWS) sowie verschiedene muskuläre Druckdolenzen. Der Röntgenbefund ergab keine ossären Läsionen. Das MRI der HWS und oberen Brustwirbelsäule vom 5. März 2003 zeigte eine leichte Kyphosierung der mittleren und unteren HWS, degenerative Veränderungen, eine leichte Diskusprotrusion C3-6 und eine etwas ausgeprägtere Protrusion C6/7 und konsekutiver, leichter Spinalkanaleinengung. Die Diagnose lautete auf HWS-Distorsionstrauma mit eventuell frischer ausgeprägter Diskusprotrusion C6/7 mit konsekutiver leichter Spinalkanaleinengung. Dr. med. V.________ bescheinigte gemäss Zeugnis vom 13. März 2003 eine volle Arbeitsunfähigkeit vom 29. Januar bis 5. Februar 2003. Am 6. Februar 2003 nahm die Versicherte die Erwerbstätigkeit stundenweise wieder auf, wurde ab dem 12. Februar 2003 jedoch bis auf weiteres wieder vollständig arbeitsunfähig geschrieben. Gegenüber dem Kreisarzt der SUVA, Dr. med. W.________, gab C.________ am 16. Juni 2003 an, sie leide seit dem Unfall an Nacken- und Kopfschmerzen sowie an Schwindelerscheinungen und Übelkeit. Zudem erwähnte sie Konzentrations- und Merkfähigkeitsstörungen. Die neurologische Untersuchung ergab gemäss Bericht der Neurologischen Klinik und Poliklinik des Spitals X.________ vom 24. Juli 2003 einen normalen Befund ohne Anzeichen für fokale neurologische Defizite. Bei der neuropsychologischen Abklärung fanden sich gemäss Bericht derselben Klinik vom 10. September 2003 eine deutlich verminderte kognitive Frontalhirnfunktion und teilweise durch die Frontalhirnstörung bedingte Gedächtnisdefizite. Vom 3. bis 15. November 2003 weilte C.________ zur stationären Rehabilitation in der Klinik Y.________. Laut Austrittsbericht vom 27. November 2003 wurde wegen der chronischen Schmerzen mit Verdacht auf eine mittelgradige Depression eine psychiatrische Betreuung empfohlen, welche von Oktober 2004 bis Februar 2005 von Frau dipl. Psych. L.________ durchgeführt wurde. Es wurde eine Arbeitsfähigkeit von 25 % während vier Wochen mit anschliessender Steigerung auf 60 % attestiert. Nachdem diese nicht realisiert werden konnte, nahmen die Ärzte derselben Klinik am 22. Juni 2004 eine neurologische und am 21. Juni 2004 eine neuropsychologische Untersuchung vor, welche indessen keine neuen Erkenntnisse brachten. Vom 27. September bis 22. Oktober 2004 erfolgte ein weiterer Rehabilitationsaufenthalt in der Klinik Y.________. Auf den 31. März 2005 wurde das Arbeitsverhältnis in der Genossenschaft Q.________ aufgelöst. Die SUVA, welche ihre Haftung für den Unfall vom 19. Januar 2003 anerkannt hatte, für Heilungskosten aufgekommen war und Taggelder ausgerichtet hatte, teilte der Versicherten am 4. Mai 2005 verfügungsweise mit, es seien keine organischen Unfallfolgen mehr feststellbar und psychische Beschwerden stünden nicht in einem adäquaten Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis, weshalb die Versicherungsleistungen mit dem 31. Mai 2005 eingestellt würden. Da die Voraussetzungen für die Zusprechung einer Invalidenrente oder einer Integritätsentschädigung nicht erfüllt seien, werde der Fall abgeschlossen. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 12. August 2005 fest.