Citation: 8C_584/2019 E. 5.2

5.2. Die Versicherte stellte mit der Beschwerde ans kantonale Gericht den Hauptantrag auf Zusprechung einer ganzen Invalidenrente (Ziff. 1) sowie verschiedene Eventualanträge (Ziff. 2-5). Weiter ersuchte sie um Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels (Ziff. 6) und um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Ziff. 7). Schliesslich machte sie geltend, die Durchführung einer öffentlichen Verhandlung werde ausdrücklich vorbehalten (Ziff. 8). Anders als in SVR 2017 UV Nr. 30 S. 99, 8C_723/2016, wo die versicherte Person einen konkreten (Eventual-) Antrag auf Durchführung einer öffentlichen Verhandlung stellte, ist vorliegend das Begehren der Versicherten mit einem Vorbehalt verbunden. Es ist mit anderen Worten an (ungenannte) Bedingungen geknüpft. Bei dieser Ausgangslage darf erwartet werden, dass die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin spätestens nach Abschluss des Schriftenwechsels von sich aus mitteilt, ob der Antrag auf Durchführung einer öffentlichen Verhandlung nun konkret und vorbehaltslos gestellt wird oder nicht. Da kein klarer und bedingungsloser Antrag auf Durchführung einer öffentlichen Verhandlung vorlag, war die Vorinstanz auch nicht gehalten, nachzufragen. Es ist demnach nicht zu beanstanden, dass sie weder mit dem Rechtsvertreter der Versicherten Rücksprache nahm noch eine öffentliche Verhandlung durchführte.