Citation: 1C_291/2022 E. 4.5

4.5. Soweit der Beschwerdeführer eine Verletzung der Koordinationspflicht rügt, kann ihm nicht gefolgt werden. Es trifft zwar zu, dass das Bauvorhaben hinsichtlich der Gestaltung ohne den Inventareintrag anders beurteilt worden wäre (zur ohnehin überschrittenen Gebäudelänge vgl. E. 5 hiernach). Die Baubewilligung bedingt jedoch nicht den Erlass eines Schutzentscheids (Anordnung von Schutzmassnahmen oder Verzicht auf solche), da das schutzwürdige Objekt das Nachbargebäude und nicht das Bauvorhaben als solches ist. Dies begründet mithin noch keine Koordinationspflicht gestützt auf Art. 25a RPG. Der Beschwerdeführer vermag im Übrigen auch nicht hinreichend darzulegen, dass die Vorinstanz kantonales Verfahrensrecht offensichtlich unhaltbar und damit willkürlich angewendet haben soll. Dies ist auch nicht ersichtlich, auch wenn ein anderes Vorgehen gut vorstellbar gewesen wäre. Es ist jedenfalls nicht als willkürlich zu beanstanden, dass die Vorinstanz bezüglich der Erfüllung der rechtlichen Voraussetzungen für die Baubewilligungserteilung auf den Bewilligungszeitpunkt abstellte und die Inventarentlassung nicht berücksichtigte, zumal diese aufgrund eines hängigen Rechtsmittelverfahrens noch nicht rechtskräftig war (und nach wie vor nicht rechtskräftig ist). Die Vorinstanz durfte daher von einer Koordination des Baubewilligungsverfahrens mit dem Verfahren betreffend die Inventarentlassung des Nachbargebäudes absehen. Damit erübrigt sich der in diesem Zusammenhang beantragte Beizug der Akten aus dem Inventarentlassungsverfahren. Vor diesem Hintergrund erweist sich auch die Rüge der Verletzung von Art. 33 Abs. 4 RPG, nach welcher Bestimmung einheitliche Rechtsmittelinstanzen vorzusehen sind, als unbegründet.