Citation: 1A.120/2005 31.05.2006 E. 7

Die Beschwerdeführer rügen weiter, es sei keine umfassende Interessenabwägung vorgenommen und es seien keine Alternativstandorte geprüft worden. Zur Vornahme dieser Prüfung wäre das Verwaltungsgericht verpflichtet gewesen, Abdeckungspläne von der Beschwerdegegnerin einzuholen. Im vorliegenden Fall handelt es sich um ein Bauvorhaben innerhalb der Bauzone, auf deren Bewilligung ein Anspruch besteht, wenn das Projekt zonenkonform ist und allen übrigen Anforderungen des kantonalen- und des Bundesrechts entspricht. Art. 24 RPG, der für Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone eine umfassende Interessenabwägung verlangt, ist nicht anwendbar. Das Bundesumweltrecht verlangt lediglich, dass die geplante Anlage die Anlage- und Immissionsgrenzwerte der NISV einhält. Zusätzliche Anforderungen an den Standort der Mobilfunkanlage könnten sich daher allenfalls aus kantonalem Bau- und Planungsrecht ergeben, zu dem die Beschwerdeführer jedoch keine Ausführungen machen. Insofern ist nicht ersichtlich, weshalb das Verwaltungsgericht verpflichtet gewesen wäre, Alternativstandorte zu prüfen und hierfür die Abdeckungspläne der Beschwerdegegnerin beizuziehen.