Citation: 2C_636/2017 E. 4.1.2

4.1.2. Indessen erwirkte der Beschwerdeführer nur wenige Monate nach der verfahrensauslösenden Verurteilung zwei weitere Strafbefehle, wobei er die zugrundeliegenden Delikte teils vor, teils nach der Einleitung des Widerrufsverfahrens am 6. Mai 2016 beging. Wenngleich - wie schon bei den geringfügigen Vorstrafen - keine hohen Rechtsgüter betroffen waren, offenbart diese erneute Delinquez doch eine gewisse Geringschätzung der Rechtsordung. Der Beschwerdeführer hat offensichtlich den Ernst der Lage verkannt, als er - trotz der Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten - erneut gegen das Betäubungsmittelgesetz verstiess, wenn auch nur in Form einer Übertretung (Strafbefehl vom 31. Mai 2016). Die Geldstrafe wegen Vergehens gegen das Waffengesetz (Strafbefehl vom 31. Mai 2016) beruhte darauf, dass der Beschwerdeführer beim Grenzübergang in die Schweiz im Ablagefach des Personenwagens, in dem er als Beifahrer sass, ein Elektroschockgerät in Form einer Taschenlampe mit sich führte. Der Busse von Fr. 150.-- (Strafbefehl vom 14. Juli 2016) lag zugrunde, dass der Beschwerdeführer als Gast eines Hotels einen falschen Namen angegeben hatte, um zu verhindern, dass jemand von seiner Übernachtung im Hotel erführe.