Citation: 8C_188/2024 E. 5.4.3

5.4.3. Die hinsichtlich des orthopädischen Teilgutachtens geübte Kritik ist ebenfalls nicht stichhaltig. Dieses beruht auf einer klinischen Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symptom- und Beschwerdeerfassung sowie einer Verhaltensbeobachtung. Der medizinische Sachverständige Dr. med. H.________ trug unter anderem dem Umstand Rechnung, dass - obschon von keiner Aggravation oder übermässigen Verdeutlichung auszugehen sei - eine hochgradige Diskrepanz zwischen den angegebenen Beeinträchtigungen und den objektivierbaren Funktionseinschränkungen (uneingeschränkte Spontanbewegungen) bestehe. Seine Schlussfolgerung einer unfallbedingt nur leicht verminderten Belastbarkeit der rechten Schulter bzw. des rechten Armes begründete der orthopädische Experte nachvollziehbar. Demnach bestehe an der rechten Schulter keine Seitendifferenz in der Ausprägung der Muskulatur und im Umfang bei uneingeschränkter aktiver und passiver Beweglichkeit. Auch an den Händen zeige sich am Handdynamometer eine seitengleiche Kraftausübung. Der spezifische Test für den Musculus serratus anterior bzw. den Nervus thoracicus longus (Wall push-up Test) ergebe keine signifikante Differenz in der Ausführung. Auch im Hinblick auf die von der Beschwerdeführerin angegebenen Schmerzen an der Brust- und Lendenwirbelsäule führte Dr. med. H.________ eine umfassende klinische Untersuchung durch. Die Begründung für die festgestellte leicht verminderte statisch-dynamische Belastbarkeit ist auch hier widerspruchsfrei und schlüssig (vgl. Gutachten, S. 24 ff.). Konkrete Indizien, welche die daraus fliessende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in Zweifel ziehen könnten, benennt die Beschwerdeführerin demgegenüber keine. Insbesondere ist nicht ersichtlich, inwiefern die orthopädische Exploration, wie in der Beschwerde pauschal behauptet, "absolut unzureichend" und "nicht hinsichtlich ihrer Defizite" gewesen sein soll. Ein Widerspruch zum im Wesentlichen unbeanstandet gebliebenen neurologischen Teilgutachten des Dr. med. J.________ ergibt sich ebenso wenig. Gleichermassen hinreichend äusserten sich die Gutachter zu den vor Verfügungserlass von der Beschwerdeführerin eingereichten abweichenden Einschätzungen der behandelnden Ärzte (vgl. Stellungnahme vom 13. Januar 2021). Auf die gestützt darauf abermals vorgebrachten Rügen zur Kausalitätsfrage braucht nach dem Gesagten (vgl. E. 5.4.2 hiervor) nicht mehr näher eingegangen zu werden.