Citation: 2A.619/2005 02.03.2006 E. 2

2.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 BGFA müssen Anwälte für den Eintrag ins kantonale Anwaltsregister verschiedene persönliche Voraussetzungen erfüllen; unter anderem "dürfen gegen sie keine Verlustscheine bestehen" (Art. 8 Abs. 1 lit. c BGFA). Diese Regelung knüpft an das Bestehen von Verlustscheinen im Sinne des Bundesgesetzes vom 11. April 1889 über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG; SR 281.1) an, seien es solche aus der Betreibung auf Pfändung (Art. 89 ff. SchKG, hier insbesondere Art. 115 und Art. 149), oder solche aus der Betreibung auf Konkurs (Art. 159 ff. SchKG, hier insbesondere Art. 265). War bei der Betreibung auf Pfändung kein pfändbares Vermögen vorhanden, so bildet die Pfändungsurkunde den (definitiven) Verlustschein im Sinne des Artikels 149 (Art. 115 Abs. 1 SchKG, vgl. Kurt Amonn/Fridolin Walther, Grundriss des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, 7. Auflage 2003, § 22 Rz. 81). Art. 115 Abs. 2 SchKG bezeichnet für den Fall, dass in der Betreibung auf Pfändung "nach der Schätzung des Beamten nicht genügendes Vermögen vorhanden" war, die Pfändungsurkunde als "provisorischen Verlustschein" (vgl. Amonn/ Walther,a.a.O., § 22 Rz. 82). 2.2 Der Beschwerdeführer wendet ein, gegen ihn seien bislang keine definitiven Verlustscheine ausgestellt worden. Seiner Ansicht nach werden die provisorischen Verlustscheine nach Art. 115 Abs. 2 SchKG von Art. 8 Abs. 1 lit. c BGFA nicht erfasst; der Gesetzgeber sei bei dieser Regelung von Verlustscheinen nach Art. 115 Abs. 1 bzw. Art. 149 SchKG ausgegangen. Wenn das Verwaltungsgericht eine Pfändungsurkunde gemäss Art. 115 Abs. 2 SchKG einem (definitiven) Verlustschein gleichstelle, begehe es eine Rechtsverletzung (S. 3 der Beschwerdeschrift).