Citation: 2C_589/2021 E. A

A.A.________ (geb.1977) ist Staatsangehöriger von Kosovo. Er reiste am 20. Juni 1989 im Rahmen des Familiennachzuges zu seinem Vater in die Schweiz ein und besitzt seit dem 11. Januar 1990 eine Niederlassungsbewilligung. Am 8. März 2012 heiratete er B.A.________ (geb. 20. Mai 1990), Staatsangehörige von Nordmazedonien. A.A.________ und B.A.________ haben zwei gemeinsame Kinder, C.A.________ (geb. 2011) und D.A.________ (geb. 2013). Die Ehefrau und die Kinder verfügen ebenfalls über eine Niederlassungsbewilligung. Aus einer früheren Beziehung hat A.A.________ zwei weitere, nicht in seinem Haushalt lebende Kinder, E.A.________ (geb. 2003) und F.A.________ (geb. 2004), beide Staatsangehörige von Nordmazedonien mit einer Schweizer Niederlassungsbewilligung. Seit 1998 ist A.A.________ in der Schweiz wiederholt strafrechtlich in Erscheinung getreten. Er wurde wie folgt verurteilt: - Mit Urteil der Gerichtskommission U.________ vom 18. August 1998 wegen bandenmässigen Diebstahls, mehrfacher Sachbeschädigung, mehrfachen Hausfriedensbruchs, Entwendung eines Personenwagens zum Gebrauch, Führens eines Personenwagens mit einem Lernfahrausweis ohne die vorgeschriebene Begleitperson und Nichtmitführens des Lernfahrausweises zu einer Gefängnisstrafe von 9 Monaten und einer Busse von Fr. 1'500.--, wobei zudem eine Landesverweisung von 3 Jahren angeordnet wurde. Der Vollzug der Gefängnisstrafe sowie der Landesverweisung wurden bei einer Probezeit von jeweils 2 Jahren bedingt aufgeschoben; - mit Urteil des Einzelrichters des Bezirksgerichts V.________ vom 12. Juli 2001 insbesondere wegen mehrfacher falscher Anschuldigung, Führens eines Fahrzeugs trotz Führerausweisentzugs, einfacher Verkehrsregelverletzung, Führens eines nicht den Vorschriften entsprechenden Personenwagens und Missachtung der Abgaswartungspflicht zu einer unbedingten Gefängnisstrafe von 8 Wochen, wobei die Probezeit von 2 Jahren gemäss Urteil der Gerichtskommission U.________ vom 18. August 1998 um 1 Jahr verlängert wurde; - mit Strafbescheid des Untersuchungsamts W.________ vom 2. Oktober 2002 wegen mehrfacher sexueller Handlungen mit einem Kind - bei dem es sich um seine damalige Freundin, die das Schutzalter beinahe erreicht hatte und im sechsten Monat schwanger war, handelte - zu einer Gefängnisstrafe von 10 Tagen, bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von 2 Jahren; - mit Bussenverfügung des Untersuchungsamts W.________ vom 23. Juli 2003 wegen fahrlässiger einfacher Körperverletzung sowie mehrfachen Ungehorsams des Schuldners im Betreibungsverfahren zu einer Busse von Fr. 1'500.--. Am 16. März 2004 hiess das Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen eine Beschwerde gegen eine gegen A.A.________ verfügte Ausweisung gut, drohte ihm aber die Ausweisung förmlich an und wies ihn darauf hin, dass die Aufhebung der Ausweisung nicht zur Folge habe, dass die früheren Verurteilungen im Rahmen eines allfälligen neuen Verfahrens nicht mehr berücksichtigt werden könnten. In der Folge wurde A.A.________ weiter wie folgt strafrechtlich verurteilt: - Mit Strafverfügung des Bezirksamts X.________ vom 21. November 2006 wegen Nichttragens der Sicherheitsgurte zu einer Busse von Fr. 60.--; - mit Strafbefehl des Bezirksamts Y.________ vom 11. August 2009 wegen Benutzung der Nationalstrasse ohne gültige Vignette, Überschreitens der vorgeschriebenen Frist für die obligatorische Abgaswartung bis 1 Monat sowie Nichttragens der Sicherheitsgurte durch den Fahrzeugführer zu einer Busse von Fr. 200.--; - mit Strafbefehl des Untersuchungsamts W.________ vom 21. März 2012 wegen Überschreitung der Geschwindigkeit innerorts um 30 km/h zu einer Geldstrafe von 16 Tagessätzen zu je Fr. 30.--, bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von 2 Jahren, sowie einer Busse von Fr. 900.-; - Mit Strafbefehl vom 7. September 2012 wegen Tätlichkeiten, Beschimpfung und Drohung zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je Fr. 110.--, bedingt aufgeschoben; bei einer Probezeit von 2 Jahren, und einer Busse von Fr. 1 '200.--. Am 24. Juni 2019 wurde er vom Kantonsgericht St. Gallen wegen gewerbsmässigen Betrugs verurteilt zu einer Freiheitsstrafe von 32 Monaten, bedingt vollziehbar verurteilt, weil er zwischen 2007 und 2014 durch falsche Angaben zu seinen Leiden zu Unrecht IV-Rentenleistungen in der Höhe von Fr. 131'849.-- sowie Ergänzungsleistungen von Fr. 225'893.-- bezogen hatte. Die gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde wies das Bundesgericht mit Urteil vom 6. Mai 2020 ab, soweit es darauf eintrat (Urteil 6B_ 1286/2019). Die Ehefrau von A.A.________ wurde vom Kantonsgericht am 24. Juni 2019 der Gehilfenschaft zu gewerbsmässigem Betrug schuldig erklärt. Dieses Urteil wurde am 6. Mai 2020 vom Bundesgericht bestätigt (vgl. Urteil 6B_1249/2019). A.A.________ befindet sich seit dem 8. Dezember 2020 in der Strafanstalt Z.________. Gemäss Vollzugsauftrag für Strafen dauert der Vollzug bis am 6. August 2021.