Citation: 6B_1153/2023 E. 5.3

5.3. Die Vorinstanz nimmt eine sorgfältige Beweiswürdigung vor. Dabei zeigt sie nachvollziehbar auf, wie sie zu dem von ihr als erstellt erachteten Sachverhalt gelangt. Sie verweist teilweise auf die Erwägungen der ersten Instanz, die sich ebenfalls eingehend mit den Aussagen aller beteiligten Personen und den weiteren Beweisen auseinandergesetzt hat (Urteil S. 11-24; erstinstanzliches Urteil S. 14 ff.). Unter anderem stellt die Vorinstanz fest, C.________ habe den Messereinsatz klar und einheitlich dem Beschwerdeführer zugewiesen, einzig die Schilderung des Festhaltens durch B.________ habe eine gewisse Relativierung erfahren. Auch B.________ habe konstant und glaubhaft geschildert, wie der Beschwerdeführer völlig überraschend ein Messer gezückt habe. Zwar sei B.________ vom Beschwerdeführer als "komisch", "paranoid" und vom Opfer als "loco" beschrieben worden. Doch fehlten hinreichende Anhaltspunkte für ein wahnhaftes Verhalten von B.________ dergestalt, dass er dem Boten diese Verletzungen zugefügt haben könnte, ohne dass er sich daran erinnern würde. Dafür seien seine wie auch die diesbezüglich mit dem Opfer übereinstimmenden Aussagen mit Bezug auf den Messereinsatz zu spezifisch (Urteil S. 22 E. 3.1.5). Die Vorinstanz hält weiter fest, es könne daher mit der ersten Instanz in objektiver Hinsicht als erstellt erachtet werden, dass der Beschwerdeführer C.________ im Sinne der Anklage attackiert und er ihn mit einem Messer verletzt habe. Dass die Verletzungen des Opfers vergleichsweise gering ausgefallen seien, sei dem hochdynamischen und unkontrollierten Geschehensablauf geschuldet (Urteil S. 23 E. 3.1.5). Der Beschwerdeführer habe bei seinem Messerangriff von vorne gegen den Kopf des Boten geschlagen und den zweiten Schlag mit der Spitze nach vorne gerichteten Messer in der Hand im Sinne einer Stichbewegung gegen den Hals von C.________ ausgeführt (Urteil S. 23 f. E. 3.2.1).