Citation: 7B_8/2021 E. 9.4.1

9.4.1. Der Beschwerdeführer wurde mittels Strafbefehl verurteilt, der zufolge Rückzugs der Einsprache (Art. 356 Abs. 4 StPO) in Rechtskraft erwachsen ist. Die vor erster Instanz angefallenen Kosten der amtlichen Verteidigung wurden in Einklang mit Art. 423 StPO und Art. 426 Abs. 1 i.V.m. Art. 135 Abs. 4 StPO dem Kanton Freiburg auferlegt, unter Festsetzung einer RückzahlungspfIicht des Beschwerdeführers. Inwiefern mit Blick auf Art. 426 Abs. 3 lit. a StPO von der Anordnung der Rückzahlungspflicht hätte abgesehen werden müssen, ist nicht ersichtlich. Die Bestellung der amtlichen Verteidigung wurde nach den vorinstanzlichen Erwägungen damit begründet, dass der Beschwerdeführer fremdsprachig ist, seine Rechtsschriften in französischer Sprache abgefasst werden mussten, gegenüber dem Beschwerdeführer erhebliche Zivilforderungen geltend gemacht wurden, die Privatkläger anwaltlich vertreten waren und sich zufolge Waffengleichheit eine Rechtsvertretung des Beschwerdeführers aufdrängte. Unter diesen Umständen erscheint die Anordnung einer notwendigen amtlichen Verteidigung entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers bei objektiver Betrachtung weder von vornherein als unnötig noch als fehlerhaft. Dass das Mandat des amtlichen notwendigen Verteidigers von der Polizeirichterin später ohne Beigabe eines neuen Verteidigers widerrufen wurde, vermag daran nichts zu ändern. Wie die Vorinstanz überzeugend festhält, geht der Widerruf auf das Dahinfallen gewisser Anordnungsgründe zurück und führten die veränderten Gegebenheiten dazu, dass die notwendige Verteidigung unter Berücksichtigung aller Umstände nicht mehr als erforderlich erschien. Davon, dass das Mandat des Verteidigers widerrufen wurde, da von Anfang an kein Grund für die notwendige Verteidigung bestanden habe, kann nicht die Rede sein.