Citation: 5A_207/2016 E. 2.1

2.1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie habe die Schuld in grösserem Umfang getilgt als von der Beschwerdegegnerin anerkannt, nämlich im Umfang von Fr. 393'290.--. Die Differenz kommt durch zwei Teilzahlungen vom 17. Mai und 3. Juni 2013 von je Fr. 78'010.-- zustande, die die Beschwerdeführerin zusätzlich als Tilgungen der Schuld angerechnet wissen will. Die beiden fraglichen Teilzahlungen erfolgten vor der Unterzeichnung der Vergleichsvereinbarung vom 5. Juni 2013 und vor Erlass des Schiedsgerichtsurteils vom 4. November 2013. Das Appellationsgericht hat es deshalb zu Recht abgelehnt, die Zahlungen vom 17. Mai und 3. Juni 2013 zu berücksichtigen. Gemäss Art. 81 Abs. 1 SchKG wird die definitive Rechtsöffnung erteilt, wenn nicht der Betriebene durch Urkunden beweist, dass die Schuld seit Erlass des Entscheids getilgt worden ist. Nach dem klaren Wortlaut kann der Betriebene Tilgungen also nur dann einwendungsweise geltend machen, wenn sie nach Erlass des als Rechtsöffnungstitel dienenden Entscheids erfolgt sind. Wäre es anders, müsste der Rechtsöffnungsrichter den Entscheid materiell überprüfen, was nicht Zweck des Rechtsöffnungsverfahrens ist (vgl. Urteil 5A_673/2008 vom 20. November 2008 E. 2.3; DANIEL STAEHELIN, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 2. Aufl. 2010, N. 5 zu Art. 81 SchKG). Die Beschwerdeführerin macht vor Bundesgericht geltend, die Beschwerdegegnerin habe die Teiltilgung von insgesamt Fr. 393'290.-- gar nie substantiiert bestritten. Sie verkennt damit, dass es im vorliegenden Zusammenhang nicht um Tatsachenfragen geht, sondern um die Rechtsfrage, welche Tilgungen im Rechtsöffnungsverfahren überhaupt eingewendet und berücksichtigt werden können. Auf den soeben dargestellten Inhalt von Art. 81 Abs. 1 SchKG, auf welchen auch das Appellationsgericht abgestellt hat, geht die Beschwerdeführerin nicht ein.