Citation: 6B_164/2020 E. 3.2

3.2. Der vorinstanzliche, in Bezug auf das Beweisergebnis vorgenommene Verweis auf das erstinstanzliche Urteil vermag am fehlenden Sachverhaltsfundament nichts zu ändern. Zum einen enthält das erstinstanzliche Urteil lediglich zehn Seiten, womit der vorinstanzliche Verweis auf die Seiten 17-23 des erstinstanzlichen Urteils nicht nachvollziehbar ist. Zum anderen hat das erstinstanzliche Gericht unter dem Titel "Rechtliches" in tatsächlicher Hinsicht festgehalten, der Beschwerdegegner sei sich der Gefährlichkeit seiner verkehrswidrigen Fahrweise bewusst gewesen (vgl. erstinstanzliches Urteil S. 7). Ob sich die Vorinstanz diese Sachverhaltsfeststellung zu eigen machen möchte, ist nicht klar und erscheint aufgrund ihrer Ausführungen zur subjektiven Rücksichtslosigkeit zumindest als fraglich. Ist sich der Täter der allgemeinen Gefährlichkeit seiner verkehrswidrigen Fahrweise bewusst gewesen, lässt sich eine subjektive Rücksichtslosigkeit nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kaum verneinen und wäre das Vorliegen grober Fahrlässigkeit zu bejahen (vgl. E. 2.4.2 hiervor).