Citation: 6B_1161/2014 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer beanstandet, es liege eine unzulässige Beweisausforschung ("fishing expedition") und eine Verletzung des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes (Art. 36 BV) vor. Die Polizei habe sich im Jahre 2006 in eigener Initiative auf die Sache nach potentiellen "Betrugsopfern" gemacht und einen Fragebogen an rund 330 potentielle Geschädigte versandt, die sich von sich aus nie bei der Polizei gemeldet hätten. Im Zeitpunkt der Massenumfrage habe eine einzige Strafanzeige vorgelegen. Daraus lasse sich kein hinreichender Tatverdacht auf einen serienmässig begangenen Betrug abstützen. Ein Seriendelikt gebe zudem keinen Freipass für die Ausgestaltung von Fragebögen. Die kontaktierten Unternehmen seien durch Suggestivfragen einseitig beeinflusst worden. Der Fragebogen habe indirekte Hinweise enthalten, man könne auf elegante Weise von rechtsgültig abgeschlossenen Insertionsvertägen leicht und ohne Kostenfolgen zurücktreten. Die gesetzliche Unschuldsvermutung sei nicht beachtet worden.