Citation: 9C_354/2017 E. A

Im Rahmen der dreijährlichen Überprüfung der Aufnahmebedingungen derjenigen Arzneimittel, die in der Liste der pharmazeutischen Spezialitäten und konfektionierten Arzneimittel mit Preisen (Spezialitätenliste; fortan: SL) aufgeführt sind, informierte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die A.________ AG am 13. März 2014 darüber, dass die Arzneimittel mit SL-Aufnahmedatum 2011, 2008, 2005, 2002 etc. überprüft würden. Es verlangte Daten betreffend das Arzneimittel B.________ ®ein, das zur Behandlung der Krankheit C.________ zugelassen ist. Mit Mitteilung vom 18. Juli 2014 an die A.________ AG legte das BAG dar, es habe die Wirtschaftlichkeit von B.________ ® anhand eines Auslandpreisvergleichs (fortan: APV) und eines therapeutischen Quervergleichs (nachfolgend: TQV) mit den Arzneimitteln D.________ ® und E.________ ® durchgeführt und die Ergebnisse von APV und TQV in einem Verhältnis von 1 zu 1 gewichtet. Diese Preisüberprüfung habe ergeben, dass B.________ ® zu teuer sei, weshalb die SL-Preise für B.________ ® Fertigspritzen, B.________ ® Startpackung und B.________ ® multidose per 1. November 2014 gesenkt werden müssten. Die A.________ AG beantragte in der Folge, es seien beim TQV sämtliche bei der Krankheit C.________ zugelassenen First-Line-Präparate einzubeziehen, und es sei auf das Heranziehen von noch nicht rechtskräftigen SL-Preisen der Vergleichspräparate zu verzichten. Nach der Umsetzung einer freiwilligen Preissenkung von B.________ ® per 1. November 2014 ordnete das BAG mit Verfügung vom 11. Dezember 2014 eine Preissenkung für B.________ ® Fertigspritzen, B.________ ® Startpackung und B.________ ® multidose von 10,33 % an und setzte die SL-Preise dementsprechend per 1. Februar 2015 fest.