Citation: 2C_524/2007 28.01.2008 E. 3

3.1 Gemäss den Feststellungen der Vorinstanz leben die Ehegatten seit dem 5. Juli 2005 getrennt und kommt für den Ehemann ein Zusammenleben nicht mehr in Frage. Hinweise darauf, dass die Feststellungen des Verwaltungsgerichts zum Sachverhalt offensichtlich unrichtig oder unvollständig wären, sind nicht ersichtlich und gehen namentlich auch nicht aus den Vorbringen der Beschwerdeführerin hervor. Bereits kurz nach der Heirat traten eheliche Probleme auf, die im Juli 2005 zur definitiven Trennung führten. Der Ehemann teilte dem Migrationsamt bereits am 1. Januar 2006 mit, es sei niemals mit einer Wiederaufnahme der ehelichen Gemeinschaft zu rechnen und er wolle sich baldmöglichst scheiden lassen. Aus seinem Schreiben vom 27. August 2006 ging erneut unmissverständlich hervor, dass ein eheliches Zusammenleben nicht mehr in Frage kam. Die Beschwerdeführerin äusserte sich dahingehend, dass sie nie einen Scheidungswunsch geäussert habe und nach wie vor an eine Wiedervereinigung glaube. Angesichts des vom Ehemann konstant zum Ausdruck gebrachten mangelnden Ehewillens sowie der gegenseitigen Anschuldigungen und zum Teil heftigen Auseinandersetzungen ist nicht ersichtlich, inwiefern ein Neuanfang noch möglich sein sollte. Unter den vorliegenden Verhältnissen musste auch der Beschwerdeführerin bewusst sein, dass nicht mehr ernsthaft mit der Wiederaufnahme des ehelichen Zusammenlebens gerechnet werden konnte. Umstände oder eigene Bemühungen, die darauf schliessen liessen, dass konkret Hoffnung auf Versöhnung bestünde, macht die Beschwerdeführerin im Übrigen keine geltend. 3.2 Zwar soll der Ausländer nicht der Willkür des schweizerischen Ehepartners ausgeliefert werden; dies gilt aber nur im Rahmen des Zwecks von Art. 7 ANAG. Vorliegend hat sich die Beschwerdeführerin offensichtlich darauf ausgerichtet, die nur noch auf dem Papier bestehende Ehe trotz fehlender Aussicht auf Wiedervereinigung wegen des damit verbundenen Anwesenheitsrechts aufrecht zu erhalten. Hierzu dient Art. 7 ANAG nicht. Die Gründe, die zum Scheitern der Ehe geführt haben, sind im Übrigen nicht von Belang (BGE 130 II 113 E. 4.2 S. 117; 128 II 145 E. 3.4 S. 154; 127 II 49 E. 5d S. 59 f.). 3.3 Bei gesamter Betrachtung aller Indizien durfte das Verwaltungsgericht zulässigerweise zum Schluss gelangen, dass die Ehe seit längerer Zeit definitiv gescheitert ist und keine Aussichten auf Wiederaufnahme der ehelichen Gemeinschaft bestehen. Wenn sich die Beschwerdeführerin unter den dargelegten Umständen dennoch auf die Ehe beruft, um die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligungen für sich und ihren Sohn zu erwirken, handelt sie rechtsmissbräuchlich.