Citation: 8C_2/2018 E. 4.3

4.3. Der Versicherte macht weiter unter Hinweis auf die Dauer der Überwachung geltend, der Eingriff in seine grundrechtliche Position sei so erheblich gewesen, dass die erlangten Beweise auch aufgrund einer korrekten Interessenabwägung nicht verwertet werden dürfen. Gemäss den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz wurde er an 17 einzelnen (Halb) Tagen im Zeitraum von Juli bis Oktober 2015 sowie an je einem Tag im März und August 2016 überwacht. Wie das kantonale Gericht zutreffend erwogen hat, kann somit nicht von einer systematischen oder ständigen Überwachung gesprochen werden. Weiter hat die Vorinstanz festgestellt, die erhobenen Beweise beträfen einzig Tatsachen, die sich an öffentlich ohne weiteres einsehbaren bzw. der breiten Öffentlichkeit zugänglichen Orten verwirklicht hätten. Somit überwiegt das öffentliche Interesse an der Verwertung das private Interesse am Schutz der Privatsphäre; das kantonale Gericht hat demnach kein Bundesrecht verletzt, als es die Ergebnisse der "Beweissicherung vor Ort" in seine Sachverhaltswürdigung einbezogen hat.