Citation: 4A_412/2019 E. 8.2

8.2. Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung von Art. 394 OR i.V.m. Art. 4 ZGB sowie von Art. 55 und 221 ZPO. Sie bringt vor, die Festlegung der Reduktion des Honorars habe durch das Gericht zu erfolgen. Die vorinstanzlichen Anforderungen, wonach sie hätte darlegen müssen, wie viel Zeit in Bezug auf die dargelegten Mängel für die fehlerfreie Bauleitung notwendig gewesen wäre, erachtet sie als nicht praktikabel. Wie viel Zeit für eine mängelfreie Bauleitung in Bezug auf die geltend gemachten Mängel erforderlich gewesen wäre, wisse sie nicht und könne sie auch nicht wissen. Insbesondere würden die Generalplaner- und Architektenverträge keine Anhaltspunkte betreffend die von der Beschwerdegegnerin benötigte Zeit für die Bauleitungsaufgaben enthalten. Eine entsprechende Einschätzung hätte nur ein Experte vornehmen können. Mangels entsprechenden Wissens sei der Beschwerdeführerin nur eine Einschätzung gestützt auf die Schwere der Pflichtverletzung möglich gewesen.