Citation: 6B_149/2021 E. A

A.________ wurde aufgrund eines Hinweises von B.________ am 17. November 2017 am Hauptbahnhof St. Gallen von der Polizei angehalten, wobei bei ihr in einem Fotoumschlag 155 Gramm Heroin mit einem Reinheitsgehalt von 24 % gefunden wurden. Im Verlauf der weiteren Ermittlungen ergaben sich Hinweise auf den Verkauf von Heroin an mehrere Personen. A.________ soll zudem am 17. März 2018 einen Erpresserbrief an B.________ übermittelt haben, in welchem sie diesem gedroht habe, es gebe "gewaltig auf die Mütze", falls er nicht Fr. 3'600.-- bezahle. Damit soll A.________ die Absicht verfolgt haben, die wegen ihrer Verhaftung verlorene Summe zurückzuerhalten. Ferner soll sie selber in strafbarer Weise Betäubungsmittel konsumiert haben. Das Kreisgericht St. Gallen sprach A.________ am 6. August 2019 der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (BetmG; SR 812.121), der versuchten Erpressung sowie der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes schuldig und verurteilte sie zu einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten, unter Anrechnung der Untersuchungshaft von 88 Tagen, sowie zu einer Busse von Fr. 300.--. Darüber hinaus ordnete es eine vollzugsbegleitende ambulante Massnahme in Form einer Suchtbehandlung an und verwies A.________ für fünf Jahre des Landes.