Citation: 5A_783/2023 E. 3.3.4

3.3.4. Die Kindesanhörung dient zwar der Sachverhaltsfeststellung, doch sie verfolgt - gerade bei älteren Kindern - vor allem auch den Zweck, die Stellung des Kindes im Prozess zu stärken. Sie ist kein Selbstzweck, weshalb die Pflicht zur Anhörung grundsätzlich nur einmal im Verfahren (einschliesslich des Instanzenzuges) besteht. Der Beschwerdeführer macht nicht geltend, dass die Tochter nicht zu den entscheidrelevanten Punkten befragt worden und das Ergebnis der Anhörung nicht mehr aktuell sei (vgl. BGE 146 III 203 E. 3.3.2). Vielmehr geht es ihm darum aufzuzeigen, dass die Vorinstanz den Kindeswillen falsch festgestellt habe. Diese Rüge trägt er indessen erstmals vor Bundesgericht vor, sodass er den materiellen Instanzenzug nicht ausgeschöpft hat und damit nicht zu hören ist (Art. 75 Abs. 1 BGG; BGE 146 III 203 E. 3.3.4; 143 III 290 E. 1.1; je mit Hinweisen). Ohnehin zeigt er nicht auf, inwiefern die Vorinstanz den Kindeswillen offensichtlich unrichtig ermittelt haben soll. Es genügt nicht, bloss den Standpunkt zu vertreten, die Äusserungen der Tochter gegenüber der KESB entsprächen nicht ihrem freien Willen. Der Beschwerdeführer verweist weder auf Aktenstücke, welche einen anderen als den festgestellten Kindeswillen nahelegen würden, noch tut er dar, dass er erfolglos Beweise offeriert oder deren Abnahme beantragt hätte, welche den von ihm behaupteten Kindeswillen hätten ausweisen können. Namentlich macht er nicht geltend, die Gutheissung des auf Anhörung der Tochter vor Vorinstanz lautenden Beweisantrags der Beschwerdegegnerin verlangt oder gar selbst ein entsprechendes Begehren gestellt zu haben. Mithin ist auch nicht dargetan, inwiefern sein Anspruch auf rechtliches Gehör - in seinem Teilgehalt des Rechts auf Beweis - verletzt sein sollte.