Citation: 5A_747/2020 E. 3.3.1

3.3.1. Dem angefochtenen Entscheid zufolge liess das Bezirksgericht die Liegenschaften von einem Experten schätzen. Die Liegenschaft des Beschwerdeführers an der W.________strasse yyy in X.________ (ZH) habe es in der Folge zum Wert von Fr. 3'735'000.-- berücksichtigt. Für die Liegenschaften der Beschwerdegegnerin an der U.________strasse vvv und www in V.________ (ZH) seien Fr. 3'555'000.-- bzw. Fr. 3'100'000.-- eingesetzt worden, für ihr Objekt "E.________" mit Umschwung in Y.________ (GR) Fr. 2'657'000.--. Das Obergericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer mit der Berufung eine neue Schätzung aller Liegenschaften durch einen neuen Experten verlange. Es hält ihm entgegen, dass er die erstinstanzliche Feststellung, wonach beide Parteien mit der Ernennung von F.________, F.________ Immobilien GmbH, als Liegenschaftenschätzer einverstanden gewesen seien, nicht bestreite. Daher könne er, der Beschwerdeführer, in guten Treuen nicht geltend machen, dass F.________ als Gutachter grundsätzlich nicht geeignet war. Was die Liegenschaft in X.________ angeht, geht die Vorinstanz auf das in der Berufung erstmals vorgetragene Argument des Beschwerdeführers ein, wonach er erst vor kurzem erfahren habe, dass die benachbarte, mit seinem eigenen Haus zusammengebaute Liegenschaft W.________strasse zzz für Fr. 2,6 Mio. veräussert wurde, und seine eigene Liegenschaft deshalb um gut Fr. 1 Mio. zu hoch bewertet sei. Das Obergericht lässt dieses Vorbringen nicht zu. Die Angabe "vor kurzem" sei zu unbestimmt, als dass sie Art. 317 ZPO genügen könnte. Der Beschwerdeführer sage auch nicht, wann die Nachbarliegenschaft verkauft worden sein soll. Vor allem aber äussere er sich nicht dazu, warum der Verkaufspreis der Nachbarliegenschaft für den Wert seiner eigenen massgebend sein soll. Allein dass die Gebäude zusammengebaut sind, ziehe nicht notwendigerweise gleiche Werte nach sich. Erst im Rahmen seiner "letzten Worte" bezeichne er die beiden Objekte als "Zwillinge", was als Behauptung verstanden werden könnte, dass die beiden Liegenschaften identisch seien, jedoch verspätet und damit unbeachtlich wäre. Auch den Einwand, dass der Innenausbau der Liegenschaft seiner Immobiliengesellschaft "gehöre", habe er erst in seinen "letzten Worten" und damit verspätet vorgetragen, denn die "letzten Worte" würden ausschliesslich dazu dienen, zu den letzten Vorbringen der Gegenseite das rechtliche Gehör zu gewähren. Deshalb sei diese Liegenschaft in der Errungenschaft des Beschwerdeführers unverändert mit Fr. 3'735'000.-- einzusetzen. Im Zusammenhang mit den Liegenschaften der Beschwerdegegnerin in V.________ (ZH) ist streitig, ob die gutachterliche Schätzung, die ursprünglich aus dem Jahr 2013 stammt und Anfang 2017 aktualisiert wurde, im Zeitpunkt des erstinstanzlichen Urteils (7. Juni 2019) noch aktuell war. Die Vorinstanz stellt klar, dass Verkehrswertgutachten in einem sich ändernden Marktumfeld so aktuell wie möglich sein sollten. Wie weit sich die vom Experten festgestellten tiefen Finanzierungskosten und die hohe Nachfrage seit Anfang 2017 noch akzentuiert hätten, sei nicht ohne Weiteres klar. Vor allem aber habe der Beschwerdeführer in Kenntnis der Expertenschätzungen in seiner Stellungnahme vom 4. Juni 2018 die Zahlen des Gutachters selbst übernommen und am 18. Juni 2018 ausdrücklich erklärt, dass von den gutachterlich ermittelten Werten auszugehen sei. Zwar habe die letzte Stellungnahme des Experten damals erst eineinhalb Jahre zurückgelegen. Aber auch am 14. Mai 2019, als er die Einzelrichterin zur unverzüglichen Fällung des Urteils aufrief, habe der Beschwerdeführer nicht darauf hingewiesen, dass die gutachterliche Bewertung infolge Zeitablaufs ergänzungsbedürftig geworden sei. Dabei muss er laut Obergericht behaftet werden. Der Beschwerdeführer behaupte nicht, dass sich der Markt für Liegenschaften in V.________ (ZH) seit Mai 2019 so tiefgreifend verändert hätte, dass heute nicht mehr auf die Bewertung des Experten abgestellt werden kann. Diese sei vielmehr auch dem obergerichtlichen Urteil zugrunde zu legen. Was die Bewertung der Liegenschaft der Beschwerdegegnerin in Y.________ (GR) angeht, anerkennt das Obergericht, dass der Beschwerdeführer im erstinstanzlichen Verfahren das Gutachten bemängelte. Bei diesem Objekt habe der Beschwerdeführer in seiner letzten Stellungnahme vom 18. Juni 2018 die Bewertung durch den Experten aber ebenfalls ausdrücklich anerkannt. Das schliesst dem angefochtenen Entscheid zufolge nicht aus, dass eine (vom Beschwerdeführer geforderte) zweite Überarbeitung des Gutachtens einen höheren Wert ergäbe. Habe der Beschwerdeführer vor erster Instanz seine Kritik am Gutachten aber nicht aufrecht erhalten, so sei er daran auch in der Berufung gebunden. Deshalb könne er den Wert des Ferienhauses samt Umschwung von Fr. 2'657'000.-- nicht in Frage stellen.