Citation: 8C_151/2024 E. 5

Der Beschwerdeführer bringt vor, relevant sei für die Frage der Dauerhaftigkeit der Fremdplatzierung im Sinne von Art. 7 Abs. 3 lit. c ZUG, ob bei Beginn der Fremdplatzierung bereits von einer anhaltenden Vorkehr ausgegangen worden sei. Solange noch Abklärungen über die Sachumstände und hinsichtlich der Prognose über die persönlichen und familiären Umstände offen seien, könne nicht von einer dauerhaften Fremdplatzierung gesprochen werden. Die Vorinstanz widerspreche sich in sachverhaltlicher Hinsicht, wenn sie festgestellt habe, dass beim Eintritt ins Kinderheim D.________ bezüglich Ort und Ausgestaltung der dauerhaften Platzierung noch nicht alle Faktoren geklärt gewesen seien und gleichzeitig festhalte, aus den Akten ergäbe sich nicht, dass noch weitere Abklärungen notwendig gewesen seien. Anlässlich der sog. Helferskonferenz am 20. Dezember 2000 sei man sich einig geworden, dass ein sofortiger Schul-/Heimwechsel notwendig sei, ohne die konkrete Massnahme oder deren genaue Form festgelegt oder beschlossen zu haben. Ein Vollinternat sei im Bericht des SPD vom 21. Dezember 2021 dementsprechend nur mit "ggf." erwähnt worden. Es sei ein Antrag an den Schulrat erfolgt, A.________ in eine geeignete Institution einzuweisen und die Massnahme zu organisieren. Im Auftrag des Schulrats sei das Kinder- und Familienhilfswerk Uri mit der Suche einer geeigneten Institution beauftragt worden. Diese Abklärungen seien im Zeitpunkt des Wegzugs der Mutter von M.________/UR nach N.________/LU noch nicht abgeschlossen gewesen. Ein definitiver Entscheid über eine dauerhafte Fremdplatzierung sei somit noch nicht vorgelegen. Die Vorinstanz habe rein mutmasslich festgestellt, dass die Unterbringung im Kinderheim D.________ eine Notfallmassnahme gewesen sei. Bei der Notfallplatzierung im Kinderheim D.________ sei es im Sinne eines Time-Out-Settings vielmehr darum gegangen, dass die Mutter den Umzug nach N.________/LU in Ruhe vorbereiten könne und dieses nach erfolgtem Umzug zu beenden. Mit dieser vorübergehenden Massnahme sei kein eigener Unterstützungswohnsitz begründet worden, zumal A.________ nur rund drei Wochen in einer Wochenbetreuung im Kinderheim D.________ gewesen sei, die Wochenendbetreuung sei von der Mutter organisiert worden. Bei Eintritt in eine von vornherein ungeeignete Institution im Sinne einer Übergangs- oder Notlösung könne grundsätzlich nicht von deren Dauerhaftigkeit ausgegangen werden. Nur wenn bei Eintritt in die Einrichtung deren Dauerhaftigkeit anzunehmen sei, seien die Bedürfnisse der betroffenen Person berücksichtigt und der Zweck der klaren Verhältnisse erfüllt. Überdies seien im Zeitpunkt des Umzugs der Mutter von M.________/UR nach N.________/LU noch keine vormundschaftlichen Massnahmen ergriffen worden. Vom 26. Januar bis 12. März 2001 habe A.________ bei seiner Mutter in N.________/LU gelebt. Diese habe am 8. Februar 2001 ihren Sohn selbstständig beim Schul- und Wohnzentrum E.________ angemeldet und am 21. März 2001 eine Erziehungsbeistandschaft beantragt. Bei einer bereits Ende Dezember 2000 bestehenden dauerhaften Fremdplatzierung wäre die Gemeinde N.________/LU nicht erst durch die Anträge der Mutter und des Schul- und Wohnzentrums E.________ tätig geworden.