Citation: 2C_730/2015 E. 3.2.3

3.2.3. Zu prüfen bleiben die persönlichen Verhältnisse beim Beschwerdeführer. Er bringt vor, sein Familienleben würde durch den vorinstanzlichen Entscheid in unzulässiger Weise beeinträchtigt, namentlich die Beziehung zu seiner ältesten Tochter. Er sei sehr gut integriert und er werde in seiner Heimat bedroht. Der Beschwerdeführer reiste mit knapp 22 Jahren in die Schweiz ein und hielt sich zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils rund 16 Jahre in der Schweiz auf. Nach den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen ist er sprachlich gut integriert. Entgegen den vorinstanzlichen Ausführungen kann er aufgrund der Delinquenz demgegenüber nicht als sozial integriert gelten. Von Januar 2008 bis Oktober 2010 sowie von November 2011 bis September 2013 mussten er und die Familie ergänzend, zeitweise auch vollumfänglich, von der Sozialhilfe unterstützt werden, wobei die Unterstützung insgesamt etwas mehr als Fr. 163'000.-- betrug. Zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils arbeitete der Beschwerdeführer als Abwart (30%) sowie zusätzlich als Chauffeur und als Reinigungskraft. Er ging bereits zuvor verschiedenen beruflichen Tätigkeiten nach und hat sich immer wieder um Arbeit bemüht. Dass er sich auch nach dem vorinstanzlichen Urteil anstrengt, sich beruflich zu integrieren, ist ihm zugutezuhalten, kann vorliegend jedoch nicht entscheidwesentlich sein (vgl. Art. 99 BGG). Auch die Rückkehr nach Mazedonien stellt ihn nicht vor unzumutbare Schwierigkeiten. So hat der Beschwerdeführer mehr als 20 Jahre und die prägenden Jugendjahre in seinem Herkunftsland verbracht und ist mit den sozio-kulturellen Gegebenheiten bestens vertraut. Dass er in seiner Heimat bedroht werden soll, wird zwar vorgebracht, bleibt jedoch vollständig unbelegt. Sein Vater, ein Bruder, zwei Schwestern und ein Cousin leben nach wie vor in Mazedonien. Die Vorinstanz durfte davon ausgehen, die Rückkehr sei dem Beschwerdeführer zumutbar. Der Beschwerdeführer unterhält zu seiner Ehegattin und den Kindern eine intakt gelebte familiäre Beziehung, die als erhebliches privates Interesse am Verbleib in der Schweiz zu gewichten ist (vgl. BGE 139 I 330 E. 2.1 S. 336; 135 I 143 E. 1.3.2 S. 146 mit Hinweis; Urteile 2C_1119/2012 vom 4. Juli 2013 E. 6.1; 2C_288/2013 vom 27. Juni 2013 E. 2.5.1). Eine Trennung von der Familie würde ihn zweifelsohne hart treffen; indessen vermochte ihn die enge Beziehung zur Familie nicht davon abzuhalten, die hiesige Ordnung nach langer Anwesenheit in schwerer Weise zu beeinträchtigen (vgl. Urteile 2C_1085/2014 vom 4. Juni 2015 E. 3.2.3; 2C_743/2014 vom 13. Februar 2015 E. 3.3; 2C_395/2014 vom 11. Dezember 2014 E. 4.1; 2C_817/2011 vom 13. März 2012 E. 3.2.3). Die Ehefrau und die Kinder des Beschwerdeführers sind ebenfalls mazedonische Staatsangehörige. Die Ehegattin, die sich um die Kinder kümmert, kam mit etwas weniger als sechzehn Jahren in die Schweiz und lebt seit knapp 20 Jahren hier. Ihre Kindheit und einen Teil der Jugend hat sie in Mazedonien verbracht. Sie pflegt verwandtschaftliche Beziehungen zu ihrer Heimat und weilte zum Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung in Mazedonien. Die Kinder kennen Sprache und die sozio-kulturellen Gegebenheiten des Herkunftslandes durch die Eltern sowie durch Ferienbesuche. Vier der fünf Kinder des Ehepaares wurden bereits eingeschult. Die jüngeren Kinder sind jedoch noch in einem anpassungsfähigen Alter. Für die älteste Tochter, die sich zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils im Übergangsalter von der Schulzeit ins Berufsleben befindet, würde eine Umsiedelung eine gewisse Härte bedeuten. Indessen steht es der Ehegattin und den Kindern auch frei, in der Schweiz zu verbleiben. Die Beziehung zu den Kindern vermag dem Beschwerdeführer vor diesem Hintergrund keinen Anwesenheitsanspruch zu vermitteln. Aus der vom Beschwerdeführer angerufenen UNO-Kinderrechte-Konvention (SR 0.107) ergeben sich sodann keine über Art. 8 EMRK hinausgehenden Rechte (vgl. BGE 135 I 153 E. 2.2.2 S. 156 f.; 126 II 377 E. 5 S. 388 ff. und 124 II 361 E. 3b S. 367; Urteil 2C_376/2014 vom 28. Oktober 2014 E. 2.3.2). Insgesamt sind die privaten Interessen des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz insbesondere wegen seiner familiären Situation bedeutend. Aufgrund der schweren Delinquenz im Betäubungsmittelbereich aus rein pekuniären Interessen überwiegen sie aber das öffentliche Interesse nicht, seinen Aufenthalt zu beenden. Der angefochtene Entscheid verletzt kein Bundes- oder Völkervertragsrecht.