Citation: 2C_355/2020 E. 7.4

7.4. Zu prüfen bleibt damit die Rüge, die Vorinstanz sei zu Unrecht davon ausgegangen, der Beschwerdeführer werde sich im Nordirak wieder einfinden können. Festzuhalten ist diesbezüglich, dass das Bundesgericht in verschie denen jüngeren Entscheiden (Urteile 2C_679/2019 vom 23. Dezember 2019 E. 6.4.3; 2C_740/2017 vom 6. März 2018 E. 5.2.4; 2C_666/2017 vom 1. Februar 2018 E. 3.3) in Einklang mit der asylrechtlichen Praxis des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. Referenzurteil E-3737/2015 vom 14. Dezember 2015, jüngst bestätigt durch das Urteil E-5757/2017 vom 13. Juli 2020 E. 8.3.2) von der grundsätzlichen Zumutbarkeit der Rückkehr in die Gebiete des Nordiraks ausging. Für die Vorinstanz bestand kein Anlass, von dieser Einschätzung abzuweichen. Auch im vorliegenden Verfahren legt der Beschwerdeführer nicht dar, dass sich die Situation in seiner Heimat massgeblich verändert hätte. Aus dem Umstand, dass der Beschwerdeführer sich in den Jahren 2012, 2013 und 2014 jeweils für mehrere Wochen bis Monate im Nordirak aufhielt, durfte die Vorinstanz sodann für den konkreten Fall willkürfrei schliessen, dass er dort über einen gewissen sozialen Empfangsraum verfüge. Weiter anerkennt der Beschwerdeführer, dass es ihm - neben den bestehenden mündlichen Kurdischkenntnissen - möglich ist, die nordkurdische Schriftsprache zu erlernen. Dies wird es ihm neben seiner in der Schweiz absolvierten Ausbildung erleichtern, im Nordirak beruflich Fuss zu fassen. Auch angesichts des Alters des Beschwerdeführers und seiner - soweit ersichtlich - intakten Gesundheit ist davon auszugehen, dass er sich in seiner Heimat wieder zurechtfinden wird.