Citation: 5A_56/2010 02.06.2010 E. A

X.________ (geb. 1964) und Y.________ (geb. 1949) schlossen am 15. November 2004 den Bund der Ehe, nachdem sie sich zu Beginn desselben Jahres kennengelernt hatten. Die Ehefrau zog kurz vor der Hochzeit von Schweden in die Schweiz. Gemäss ihren Angaben war sie in Schweden zuvor als Mitarbeiterin eines Reisebüros tätig. Noch vor der Hochzeit, am 4. November 2004, liessen die Parteien durch eine Basler Notarin einen Ehe- und Erbvertrag (fortan: Ehevertrag) beurkunden. Ziffer 6 dieses Ehevertrages lautet wie folgt: "Die zukünftigen Ehegatten blicken mit Zuversicht auf eine gemeinsame Zukunft. In Anbetracht aber der heutigen Scheidungsrealität wünschen sie in diesem Vertrag im Hinblick auf eine mögliche Scheidung nachfolgende Regelung hinsichtlich des Ehegattenunterhaltes: Y.________ verpflichtet sich, X.________ für den Zeitpunkt während des Scheidungsverfahrens sowie nach der Scheidung eine monatliche und monatlich vorauszahlbare sowie lebenslängliche Rente von Fr. 3'000 (Franken dreitausend) zu zahlen. Der am 4. (vierten) November 2004 (zweitausendundvier) festgelegte Unterhaltsbeitrag wird indexiert (Landesindex der Konsumentenpreise, Stand des Indexes im Zeitpunkt der Hochzeit) und soll jährlich der Entwicklung des Indexes auf den ersten Januar angepasst werden. Massgeblich soll jeweils der Novemberindex des Vorjahres sein. Die Indexierung gilt nicht nur für die Festlegung des Unterhaltsbeitrages im Zeitpunkt des Scheidungsverfahrens respektive der Scheidung, sondern auch weiterhin. Der Unterhaltsanspruch steht neben den sonstigen Ansprüchen von X.________ wie beispielsweise aus Güterrecht, aus Pensionskassenanwartschaften sowie auf allfälligen Unterhalt für die gemeinsamen Kinder. Die Ehegatten verpflichten sich, diesbezüglich eine entsprechend lautende Scheidungskonvention zu unterzeichnen. Sie sind von der Notarin auf Artikel 140 (einhundertvierzig) des Schweizerischen Zivilgesetzbuches aufmerksam gemacht worden, wonach die Vereinbarung über die Scheidungsfolgen erst rechtsgültig ist, wenn das Gericht sie genehmigt. Das Gericht spricht die Genehmigung aus, wenn es sich davon überzeugt hat, dass die Ehegatten aus freiem Willen und nach reiflicher Überlegung die Vereinbarung geschlossen haben und diese klar, vollständig und nicht offensichtlich unangemessen ist." Gemäss übereinstimmender Darstellung der Parteien verlief die Ehe schon wenige Wochen nach Eheschluss nicht erwartungsgemäss und die Ehegatten beschlossen über Weihnachten 2004, sich zu trennen. Beide Parteien gehen von einer effektiv gelebten Ehe von fünf Wochen Dauer aus. Die Ehefrau zog per 1. Februar 2005 in eine eigene Wohnung. Der Ehemann klagte am 8. Juni 2005 auf Ungültigerklärung des Eheschlusses, eventualiter auf Scheidung gemäss Art. 115 ZGB, zog diese Klage aber wieder zurück. Für die Dauer der Trennung wurde der vom Ehemann an die Ehefrau zu bezahlende monatliche Unterhaltsbeitrag wie folgt festgelegt: Fr. 5'400.-- ab 1. Oktober 2005, Fr. 3'200.-- ab 1. August 2007 und Fr. 3'000.-- ab 1. Dezember 2007.