Citation: 6B_238/2013 E. 4.1.1

4.1.1. Die Vorinstanz kam in ihrem ersten Urteil vom 8. Juli 2009 zum Schluss, dass die Personen, welche von den Beschuldigten Zigaretten für den Schwarzhandel erwarben, nur zum Teil Mitglieder der kriminellen Organisationen Camorra und Sacra Corona Unita (SCU) waren. Die kriminellen Organisationen hätten den Zigarettenschmuggel nicht systematisch kontrolliert, daran nicht operativ mitgewirkt und daraus keine direkten Gewinne erzielt. Die Abnehmer hätten, auch soweit sie Mitglieder einer kriminellen Organisation waren, die Zigaretten auf eigene Rechnung und eigenes Risiko erworben. Sie hätten aber, egal ob sie Mitglieder einer kriminellen Organisation waren oder nicht, den kriminellen Organisationen eine Abgabe auf dem Umsatz zahlen müssen.