Citation: 1P.717/2005 03.04.2006 E. 2

2.1 Als erstes rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 6 Abs. 1 EMRK). Er macht geltend, das Kantonsgericht habe die aus dem Gehörsanspruch fliessende Begründungspflicht nicht erfüllt. Das Kantonsgericht habe nur pauschal festgehalten, dass es die Aussagen der Beschwerdegegnerin als glaubwürdig erachtet, und damit sein Urteil nicht hinreichend begründet. 2.2 Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) fliesst die Pflicht der Behörden, ihren Entscheid zu begründen. Der Bürger soll wissen, warum die Behörde entgegen seinem Antrag entschieden hat. Die Begründung eines Entscheids muss deshalb so abgefasst sein, dass der Betroffene ihn gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Dabei muss sich die Behörde nicht ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinander setzen. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 126 I 97 E. 2b S. 102 f., mit Hinweisen). Je stärker aber ein Entscheid in die individuellen Rechte eingreift, desto höhere Anforderungen sind an die Begründung eines Entscheids zu stellen (BGE 112 Ia 107 E. 2b S. 110, mit Hinweisen). 2.3 Im angefochtenen Urteil führte das Kantonsgericht die Gründe an, weshalb es die Widersprüche in den Aussagen der Beschwerdegegnerin als unerheblich und deren Verhalten nach dem Vorfall als erklärbar erachtet. Weiter setzte sich das Kantonsgericht mit den Aussagen der Nachbarin und des Sohnes der Beschwerdegegnerin auseinander, welche nach Auffassung des Gerichts die Aussagen des Opfers im Wesentlichen bestätigen. Schliesslich würdigte das Kantonsgericht die Aussagen des Beschwerdeführers und das Gutachten des Rechtsmedizinischen Instituts und verglich dieses mit den Aussagen der Beschwerdegegnerin. Diese Begründung genügt den verfassungsrechtlichen Mindestanforderungen vollumfänglich. Darin kommen die tragenden Überlegungen darüber, weshalb das Gericht das dem Beschwerdeführer zur Last gelegte Verhalten als erwiesen erachtet, hinreichend zum Ausdruck. Dem Beschwerdeführer ist es ohne weiteres möglich, aufzuzeigen, inwiefern er an der Beweiswürdigung des Kantonsgerichts zweifelt. Entgegen seinem Vorbringen ist die Frage, ob das Gericht die Aussagen der Beschwerdegegnerin auf Realkennzeichen überprüfte, nicht eine solche der Begründung des Urteils, sondern der Beweiswürdigung (Art. 9 BV). Eine Verletzung der Pflicht zur Urteilsbegründung (Art. 29 Abs. 2 BV) liegt damit nicht vor.