Citation: 6A.39/2001 19.06.2001 E. 4

4.- In einem weiteren Schritt ist somit zu prüfen, ob die Vorinstanz ihr Ermessen verletzte, indem sie den Warnungsentzug auf drei Monate festsetzte. Der Beschwerdeführer 1 macht geltend, die ausgesprochene Sanktion sei unverhältnismässig kurz, weil die Vorinstanz dem erheblich beeinträchtigten automobilistischen Leumund des Beschwerdeführers 2 zuwenig Rechnung getragen habe. Dagegen macht dieser geltend, die Sanktion sei unverhältnismässig lang. Er sei aus beruflichen Gründen auf ein Fahrzeug angewiesen und im Übrigen habe er mit der Anlasstat keine Gefährdung für andere Verkehrsteilnehmer geschaffen. Schliesslich sei auch sein seitheriges Wohlverhalten stärker zu berücksichtigen, es bestehe heute kein Grund mehr für eine erzieherische Massnahme. Bei der Festsetzung der Entzugsdauer ist die Vorinstanz im Rahmen des pflichtgemässen Ermessens frei. Sie hat die wesentlichen Gründe für die Bemessung der Sanktion zutreffend festgehalten und gewürdigt: Sowohl der automobilistische Leumund und das Verschulden des Beschwerdeführers 2 wie auch die Verfahrenslänge und die Erforderlichkeit einer administrativen Massnahme haben in den Entscheid Eingang gefunden. Eine Ermessensverletzung ist nicht auszumachen. Auch soweit der Beschwerdeführer 2 die berufliche Angewiesenheit auf ein Fahrzeug anführt, ist seine Beschwerde abzuweisen. Die gesamten Umstände rechtfertigen es nicht, auf einen Führerausweisentzug überhaupt zu verzichten und lediglich eine Verwarnung auszusprechen. Ein bloss dreimonatiger Entzug dürfte mit den Anforderungen am Arbeitsplatz vereinbar sein.