Citation: 6B_333/2024 E. 2.2

2.2. Die erste Instanz verurteilte den Beschwerdeführer zu einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten unter Gewährung des bedingten Strafvollzuges bei einer Probezeit von 3 Jahren. Obschon lediglich der Beschwerdeführer Berufung erhoben hatte (die Staatsanwaltschaft verzichtete sowohl auf eine selbständige Berufung wie auch auf eine Anschlussberufung), gewährte die Vorinstanz dem Beschwerdeführer lediglich den teilweise bedingten Strafvollzug für 12 Monate bei einer Probezeit von 4 Jahren. Sie begründete dies damit, gegen den Beschwerdeführer werde mittlerweile ein neues Strafverfahren geführt. Die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland habe dem Beschwerdeführer die Anklageschrift im abgekürzten Verfahren zur Zustimmung bzw. Ablehnung im Sinne von Art. 360 Abs. 2 StPO zugestellt. Es werde dem Beschwerdeführer zusammengefasst vorgeworfen, im Zeitraum zwischen 14. Juli 2022 bis 14. Juli 2023, mithin bereits vor dem erstinstanzlichen Urteil, 24.6 Gramm reines Methamphetamin erworben und aufbewahrt zu haben. Davon habe er 6.1 Gramm weiterveräussert. Weiter soll er von März 2022 bis Mitte Juli 2023 täglich 1 Gramm Methamphetamin und eine unbekannte Menge GBL sowie gelegentlich in unbekannter Menge Ecstasy und Kokain konsumiert haben. Schliesslich werde dem Beschwerdeführer vorgeworfen, in einem Online-Shop 10 Liter GBL bestellt zu haben, in der Absicht, den Stoff zu konsumieren resp. teilweise weiterzuverkaufen. Der Beschwerdeführer habe diese Tatbestände sowohl im Rahmen des gegen ihn neu geführten Strafverfahrens als auch anlässlich der Berufungsverhandlung anerkannt. Es zeige sich damit, dass der Beschwerdeführer sich bisher nicht von der problematischen Droge Methamphetamin habe lösen können. Die Menge an bestelltem GBL lasse ohne Weiteres auf einen geplanten Handel damit schliessen; ein entsprechender Vorwurf habe bereits im vorliegenden Berufungsverfahren im Raum gestanden. Die positive Einschätzung der ersten Instanz, wonach sich der Beschwerdeführer vom vorliegenden Verfahren genügend habe beeindrucken lassen, um nicht mehr rückfällig zu werden, habe sich somit zerschlagen. Das Verhalten des Beschwerdeführers, der offenbar nur wenige Monate nach seiner Haftentlassung erneut einschlägig delinquiert habe, zeuge vielmehr von einer krassen Unbelehrbarkeit.