Citation: U 247/02 12.12.2002 E. A

Die 1965 geborene E.________, gelernte Damencoiffeuse, arbeitete bis Ende November 1989 als Angestellte in diesem Beruf und danach im Aussendienst einer Firma für Coiffeurbedarf. Am 8. Juli 1994 verlor sie wegen eines Schwächeanfalls die Kontrolle über ihren Personenwagen und kollidierte mit einem Verkehrssignal. Sie zog sich dabei eine Commotio cerebri, ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule (HWS), eine Thoraxkontusion sowie Rissquetschwunden am rechten Knie und Oberschenkel zu. Nach komplikationslosem Heilungsverlauf wurde sie am 18. Juli 1994 aus dem Spital Y.________ entlassen und zur weiteren ärztlichen Behandlung an den Hausarzt, Dr. med. U.________, Arzt für Allgemeine Medizin FMH, überwiesen, welcher röntgenologische sowie neurologische Untersuchungen veranlasste und eine Arbeitsfähigkeit von 50 % ab 21. November 1994, 75 % ab 12. Dezember 1994 und 100 % ab 1. Januar 1995 bestätigte. Die La Suisse Versicherungen (im Folgenden: La Suisse), bei welchen E.________ obligatorisch für die Folgen von Unfällen versichert war, liess sie durch Prof. Dr. med. G.________, Spezialarzt für Chirurgie und Orthopädie, fachärztlich beurteilen (Gutachten vom 23. August 1996). Der Gutachter gelangte zum Schluss, dass hinsichtlich der Commotio cerebri keine und bezüglich der HWS-Verletzung lediglich geringe Befunde nachzuweisen seien und die Residuen des Unfalles keine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit zu begründen vermöchten. Eine Wiederaufnahme der Physiotherapie sei gerechtfertigt, wobei damit gerechnet werden dürfe, dass der Endzustand bis Ende 1996 erreicht sei; ein Integritätsschaden liege nicht vor. Nach Einholung weiterer Arztberichte eröffnete die La Suisse der Versicherten mit Verfügung vom 14. Januar 1998, dass die Gesundheitsstörungen ab 1. Januar 1997 nicht mehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall zurückzuführen seien. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 2. November 1998 fest. Die hiegegen eingereichte Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern insoweit gut, als es die Sache an die La Suisse zurückwies, damit sie ein neurologisches Gutachten einhole und über die Leistungspflicht neu verfüge (Entscheid vom 6. August 1999). Die La Suisse holte die ärztliche Expertise des Dr. med. H.________, Leitender Arzt Neurologie des Rheuma- und Rehabilitationszentrums Klinik V.________, vom 23. Oktober 2000 (einschliesslich eines neuropsychologischen Untersuchungsberichts) ein, wonach noch unfallbedingte Beschwerden bestehen würden, die jedoch keine Arbeitsunfähigkeit begründeten. Zudem wurde empfohlen, die Kosten physiotherapeutischer Massnahmen für vier bis sechs Monate zu übernehmen sowie eine Integritätsentschädigung von rund 5 % (abzüglich einen Drittel für den unfallfremden Vorzustand) zuzusprechen. Die La Suisse sprach E.________ eine Integritätsentschädigung von 3 % (Fr. 2'916.-) sowie einen Betrag von Fr. 199.20 für Reisekosten zu (Verfügung vom 20. Dezember 2000) und leistete Kostengutsprache für eine Physiotherapie während vier bis sechs Monaten ab 1. November 2000 (Verfügung vom 15. Juni 2001). Einen Anspruch auf Invalidenrente lehnte sie mit der Begründung ab, dass E.________ die frühere Tätigkeit als kaufmännische Angestellte ohne Einschränkungen auszuüben vermöge. Gegen beide Verfügungen liess E.________ Einsprachen erheben, welche die La Suisse mit Entscheid vom 29. August 2001 abwies. Gleichzeitig stellte sie fest, das in Abänderung der Verfügung vom 20. Dezember 2000 kein Anspruch auf Integritätsentschädigung bestehe, demnach der ausgerichtete Betrag von Fr. 2'916.- zurückzuerstatten sei, und dass zusätzlich zu der im Gutachten vom 23. Oktober 2000 empfohlenen Physiotherapie die Heilbehandlungen vom 1. Januar 1997 bis 23. Oktober 2000 bezahlt, nach diesem Zeitpunkt jedoch keine medizinischen Massnahmen mehr entschädigt würden.