Citation: I 352/03 08.10.2003 E. 3

3.1 Die Zusprechung der ganzen Invalidenrente am 17. Oktober 1996 beruhte auf der Annahme, der Beschwerdeführer sei infolge eines panvertebralen Schmerzsyndroms ohne erfassbares adäquates somatisches Korrelat im Rahmen einer psychosozialen Belastungssituation und einer depressiven Verstimmung in jeder, insbesondere der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Kellermeister vollumfänglich arbeitsunfähig (Berichte der Klinik X.________ vom 17. März, 26., 27. und 28. April 1995, des Medizinischen Zentrums Y.________ vom 27. Januar 1995 und 22. April 1996 sowie des Kantonsspitals A.________ vom 9. Januar 1995). 3.2 Gemäss SAM-Gutachten vom 19. Oktober 1999 ist der Beschwerdeführer in den Tätigkeiten als "cantiniere, uomo tuttofare nel campo alberghiero, aiuto cucina, addetto all'office" sowie in jedem anderen mittelschweren Beruf nurmehr zu 20% eingeschränkt. Die noch bestehende gesundheitliche Beeinträchtigung beruht auf einer Fibromyalgie. Andere die funktionelle Leistungsfähigkeit vermindernde physische oder psychische Leiden liegen nicht vor. Die Vertrauensärztin der IV-Stelle schloss sich dieser Einschätzung in ihrer Stellungnahme vom 23. September 2000 weitgehend an und macht lediglich insofern einen Vorbehalt, dass sie - im Sinne einer Präzisierung der Expertenaussagen - die zuletzt verrichtete schwere körperliche Arbeit eines Kellermeisters sowie andere mehr als nur leichte bis mittelschwere Arbeiten, wie etwa die des Küchengehilfen und des "Mannes-für-alles", als nicht zumutbar bezeichnete und als Verweisungstätigkeiten mit einer Arbeitsfähigkeit von 80% die Berufe Portier, Bote, Taxichauffeur, Officegehilfe, Bürogehilfe und Gehilfe im Magazin anführte. Die gegenüber früher andere Einschätzung der Arbeitsfähigkeit führen die SAM-Gutachter und die Vertrauensärztin auf eine gesundheitliche Verbesserung zurück. Für eine solche positive Entwicklung des bei der Rentenzusprechung gegebenen, von einer Schmerzsymptomatik und einer depressiven Verstimmung geprägten Leidensbildes spricht auch der Umstand, dass der Beschwerdeführer gemäss Feststellung in der SAM-Expertise schmerzlindernde Medikamente nur zeitweise und die damals benötigten Antidepressiva nicht mehr einnimmt. Bei dieser Aktenlage kann mit dem im Sozialversicherungsrecht erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE126 V 360 Erw. 5b mit Hinweisen) von einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes seit der Verfügung vom 17. Oktober 1996 ausgegangen und mit Verwaltung und Vorinstanz das Vorliegen eines Rentenrevisionsgrundes bejaht werden. 3.3 Die Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde führen zu keiner anderen Betrachtungsweise. Widersprüche im SAM-Gutachten lassen sich nicht ausmachen und können auch darin nicht gesehen werden, dass einerseits bestehende körperliche Schmerzen und psychische Auffälligkeiten erwähnt, anderseits diesem Beschwerdebild aber keine über das bescheinigte Mass der Arbeitsunfähigkeit hinausgehende Bedeutung beigemessen wird. Die Experten nehmen damit eine Wertung aus (fach-)ärztlicher Sicht vor, was Teil ihrer Aufgabe bei der Invaliditätsbemessung ist (BGE 125 V 261 Erw. 4 mit Hinweisen). Ihre von der Vertrauensärztin der IV-Stelle im Wesentlichen geteilte Einschätzung ist nachvollziehbar und überzeugt. Dies gilt auch bei Berücksichtigung der weiteren medizinischen Akten. Wenn Dr. med. V.________, especialista em medicina geral e familiar, Portugal, in dem neu aufgelegten Attest vom 11. April 2003 den Beschwerdeführer aus psychischen und somatischen Gründen für gänzlich arbeitsunfähig bezeichnet, vermag diese, ohnehin nur sehr kurz gefasste und erst zwei Jahre nach dem massgebenden Zeitpunkt der Revisionsverfügung vom 16. Mai 2000 abgegebene Aussage eines Allgemeinmediziners die fachübergreifenden und in Kenntnis der medizinischen Vorakten getroffenen spezialärztlichen Feststellungen der SAM-Gutachter nicht zu entkräften. Den anderen vom Versicherten zuvor aufgelegten Arztberichten hat die Vorinstanz zu Recht ebenfalls keine entscheidrelevante Bedeutung beigemessen. Es wird hiezu auf die einlässlichen vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen, mit denen sich der Beschwerdeführer nicht weiter auseinandersetzt. Wenn sodann geltend gemacht wird, die Rekurskommission verneine fälschlicherweise die noch bestehenden Schmerzen in den Extremitäten, hat es mit dem Hinweis sein Bewenden, dass diese Beschwerden bei der Gesamtwürdigung der SAM-Gutachter und damit auch bei der darauf abstellenden vorinstanzliche Beurteilung berücksichtigt wurden. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird schliesslich, nebst weiteren, nicht einzeln zu behandelnden Vorbringen, auch auf den niedrigen Intelligenzquotienten hingewiesen. Inwiefern der Versicherte dadurch anders als in der früheren Tätigkeit eines Kellermeisters eingeschränkt sein soll, wird aber nicht dargetan und ist auch nicht ersichtlich.