Citation: 8C_97/2020 E. 4.3

4.3. Nicht zu beanstanden ist sodann, dass das kantonale Gericht die Arbeitsunfähigkeit in der strittigen Periode auf 50 % festlegte. Dabei stützte es sich nicht (wie die Beschwerdeführerin behauptet) auf den Ingenieursberuf oder den Beruf der Forschungsingenieurin im Allgemeinen, sondern auf die konkrete Arbeitsplatzdokumentation der ehemaligen Arbeitgeberin vom 2. November 2018. Nach den Auskünften des Vertreters der Arbeitgeberin ist die von der Beschwerdeführerin geschilderte Aufteilung von ca. 50 % sitzenden und ca. 50 % stehenden/gehenden Tätigkeiten zwar korrekt. Allerdings würden die körperlichen Anstrengungen (Tragen von Gewichten, Steigen auf Treppen oder Gerüste) entgegen der Darstellung der Versicherten nicht regelmässig, sondern selten bzw. nicht alltäglich vorkommen und könnten allenfalls auch von Hilfspersonen erledigt werden. Dass sich Kreisarzt Dr. med. C.________, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, dadurch veranlasst sah, in der Stellungnahme vom 6. November 2018 von seiner ursprünglichen, allein auf den Angaben der Beschwerdeführerin beruhenden Einschätzung abzuweichen, ist nachvollziehbar. Die Arbeitsplatzdokumentation stützt sodann die Beurteilung des behandelnden Fusschirurgen Dr. med. D.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, vom 28. September 2017, der allgemein von einer Mischbelastung und einer mindestens 50%igen Reduktion der Belastung nach der Fraktur ausging. Nicht bestätigt werden können schliesslich die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Zweifel an der Schlüssigkeit der weiteren Arztberichte. Insbesondere beruht der vorinstanzliche Hinweis, der Sportmediziner Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, habe eine Arbeitsunfähigkeit von 0 % bereits ab Januar 2016 attestiert, offensichtlich auf einem Versehen. Im Übrigen erforderte die aus dem Gehörsanspruch (Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 42 Satz 1 ATSG) abgeleitete Begründungspflicht (vgl. Art. 49 Abs. 3 ATSG) nicht, dass sich die Vorinstanz mit sämtlichen Arztberichten einlässlich auseinandersetzte (vgl. BGE 143 III 65 E. 5.2 S. 70 f. mit Hinweisen).