Citation: 1A.27/2003 27.02.2003 E. 5

Wenn aber die Voraussetzungen zur Auslieferung, insbesondere die beidseitige Strafbarkeit, gegeben waren, ist auch die Beschwerde 1A.27/2003 unbegründet, mit der geltend gemacht wird, die Auslieferungshaft sei unzulässig, weil die Voraussetzungen für die Bewilligung des deutschen Auslieferungsersuchens nicht gegeben seien. Im Übrigen ist nach Art. 47, Art. 50 Abs. 3 und Art. 51 Abs. 1 IRSG die Haft im Auslieferungsverfahren die Regel. Die Haftentlassung bildet die Ausnahme (BGE 111 IV 108 E. 2 u. 3 S. 109 ff.). Es wird nicht dargetan, dass hier ein Ausnahmefall gegeben wäre. Unbehelflich ist ferner der Einwand des Beschwerdeführers, die Fortdauer der Haft sei unverhältnismässig, weil er in der Schweiz für die ihm vorgeworfenen Delikte gestützt auf Art. 172ter Abs. 1 StGB bloss mit einer Freiheitsstrafe von maximal 3 Monaten zu rechnen habe. Wie ausgeführt wurde, könnten die dem Beschwerdeführer zur Last gelegten Delikte nach schweizerischem Recht unter die Tatbestände von Art. 139 Ziff. 1 und Ziff. 3 StGB fallen, nach welchen Vorschriften eine längere Freiheitsstrafe möglich wäre. Nach dem Gesagten ist auch die Beschwerde 1A.27/2003 abzuweisen.