Citation: 6B_1053/2022 E. 3.5.1

3.5.1. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer habe sich in einem Personenzug der B.________ befunden, womit das BGST anwendbar sei (Art. 1 BGST). Die Transportpolizisten hätten sich als solche zu erkennen gegeben (Art. 9 der Verordnung vom 17. August 2011 über die Sicherheitsorgane der Transportunternehmen im öffentlichen Verkehr [VST; SR 745.21]). Indem sie den Beschwerdeführer aufgefordert hätten, eine Gesichtsmaske zu tragen, hätten sie ihn dazu angehalten, die damals geltende Maskentragepflicht nach Art. 3a Abs. 1 aCovid-19-Verordnung besondere Lage zu befolgen. Dabei stelle die Maskentragpflicht eine Benützungsvorschrift des öffentlichen Verkehrs im Sinne von Art. 3 Abs. 1 lit. a BGST dar. Damit hätten die Transportpolizisten dem Beschwerdeführer eine Anordnung im Sinne von Art. 4 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 9 Abs. 1 BGST erteilt. Indem sich dieser geweigert habe, dieser Anweisung nachzukommen, habe er den Tatbestand von Art. 9 Abs. 1 BGST erfüllt (Urteil S. 15 f. E. 17.8.1). Weiter hält die Vorinstanz fest, es liege ein gültiger Strafantrag vor. Der Beschwerdeführer habe am 11. Juli 2020 seinen Fuss auf das Trittbrett des Zuges gestellt und so dessen Tür blockiert. Dadurch sei dessen Abfahrt um mindestens zwei Minuten verzögert worden. Dass sich der Transportpolizist ebenfalls im Türrahmen befunden und den Beschwerdeführer weggestossen habe, ändere daran nichts. Hätte der Beschwerdeführer die Zugtüre nicht blockiert, hätte ihn der Transportpolizist auch nicht wegstossen müssen und der Zug hätte demzufolge pünktlich abfahren können. Alsdann sei dem Beschwerdeführer bewusst gewesen, dass der fragliche Zug in Kürze abfahren sollte. Er habe mit diesem Zug aber nach Hause fahren wollen, weshalb er unbestrittenermassen versucht habe, wieder einzusteigen und die Abfahrt des Zugs zu verhindern, indem er mit dem Fuss dessen Türe blockiert habe. Dies obwohl ihn der Transportpolizist aufgefordert habe, vom Trittbrett zurückzutreten. Der Beschwerdeführer habe somit vorsätzlich gehandelt. Gemäss Art. 4 Abs. 1 lit. b BGST sei der Polizist befugt gewesen, den Beschwerdeführer aus dem Zug zu weisen und ihn daran zu hindern, wieder einzusteigen. Das Blockieren der Türen sei demnach keinesfalls gerechtfertigt gewesen, auch wenn der Beschwerdeführer nach Hause wollte und für die besagte Zugfahrt ein Billett habe vorweisen können. Demnach sei der Beschwerdeführer der Widerhandlung gegen das PBG gemäss Art. 57 Abs. 4 lit. e PBG schuldig zu sprechen (Urteil S. 18 E. 18.2).