Citation: 8C_776/2023 E. 5.4

5.4. Damit steht auch fest, dass die Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt der Taggeldzusprechung mit Verfügung vom 12. Oktober 2022 bereits seit mehr als zwei Jahren zum letzten Mal eine Erwerbstätigkeit ohne gesundheitliche Einschränkung ausgeübt hat. Es ist deshalb nach Art. 21 Abs. 3 IVV auf das Erwerbseinkommen abzustellen, das sie durch die gleiche Tätigkeit unmittelbar vor der Eingliederung erzielt hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Die Vorinstanz verletzte demnach auch insoweit Bundesrecht, als sie bei der Taggeldberechnung keine Abklärungen zum Einkommen im massgeblichen Zeitpunkt im Oktober 2022 traf, sondern darauf hinwies, dass die Beschwerdeführerin gemäss IK-Auszug nie mehr als Fr. 81'171.- (dies im Jahr 2018) und ab 1. Mai 2020 im 80 %-Pensum ohnehin lediglich Fr. 74'311.- verdient habe. Die Sache ist an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit sie bei der Arbeitgeberin abkläre, welchen Lohn die Beschwerdeführerin vor Beginn der beruflichen Massnahmen im Oktober 2022 verdient hätte, wenn sie zu diesem Zeitpunkt noch die gleiche Tätigkeit wie im April 2019, vor Eintritt der Gesundheitsschädigung, ausgeübt hätte (Art. 21 Abs. 3 IVV). Gestützt auf diese Angaben ist der betragliche Taggeldanspruch nach den im Einzelnen für die Berechnung weiter massgeblichen Regeln (oben E. 3) zu ermitteln.