Citation: I 45/05 21.09.2005 E. 2

Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente und dabei insbesondere die Frage der noch verbliebenen Arbeitsfähigkeit. 2.1 Während IV-Stelle und Vorinstanz davon ausgehen, der Versicherte sei für leichte bis mittelschwere, vorzugsweise wechselbelastende Tätigkeiten zu 50 % arbeitsfähig, vertritt der Beschwerdeführer die Auffassung, er sei vollständig arbeitsunfähig. Die Parteien stimmen grundsätzlich darin überein, dass die somatischen Beschwerden (Rücken- und Schulterprobleme) zumindest eine Teilerwerbstätigkeit nicht ausschliessen, unterschiedliche Auffassungen bestehen hingegen bezüglich der psychisch bedingten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. 2.2 Vorinstanz und Verwaltung stützen ihre Auffassung auf das Gutachten der MEDAS vom 27. Februar 2003. Demnach leidet der Versicherte im Wesentlichen an einer andauernden Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastungen (Folter, politische Verfolgung, Inhaftierung mit Isolationshaft), einem chronischen Panvertebralsyndrom, speziell Lumbospondylogenes Syndrom mit residuellem S1-Syndrom links, einem Zervikovertebralsyndrom bei Osteochondrose C5/6 sowie einer Periarthropathia humeroscapularis rechts. Für Schwerarbeiten besteht eine vollständige Arbeitsunfähigkeit, während leichte, vorzugsweise eher wechselbelastende und mittelschwere Tätigkeiten unter Beachtung verschiedener Kautelen als zu 50 % zumutbar erachtet werden. Dabei ist der Beschwerdeführer laut Gutachten wegen seiner psychischen Problematik für eine Arbeitstätigkeit in einem Team oder in engem Kontakt mit anderen Menschen nicht geeignet. Als ideal wird eine selbstständige Tätigkeit bezeichnet, die man als Einzelperson verrichten kann. Aus somatischen Gründen darf zudem die rechte Schulter bzw. der rechte Arm nicht durch ständiges Lastenheben oder durch stereotyp-repetitive Tätigkeiten belastet werden. Die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ergibt sich primär aus dem psychiatrischen Befund, gemäss dem rheumatologischen Teilgutachten besteht für wechselbelastende körperliche Tätigkeiten eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. 2.3 Der Beschwerdeführer beruft sich zur Begründung der von ihm angenommenen vollen Arbeitsunfähigkeit auf den Bericht von Frau Dr. med. M.________, Leiterin des Therapiezentrums SRK, vom 4. März 2002. Darin wird im Wesentlichen gestützt auf die Diagnose "andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung (ICD-10 F62.0)" eine berufliche Tätigkeit aufgrund der psychischen Situation als nicht realistisch bezeichnet; zusammenfassend wird ausgeführt, aufgrund einer schweren, multiplen und andauernden Traumatisierung sei der Beschwerdeführer nicht fähig, einer geregelten Erwerbstätigkeit nachzugehen.