Citation: 8C_177/2020 E. 3

Zusammenfassend hielt das kantonale Gericht fest, der Beschwerdeführer sei vom 1. Dezember 2014 bis zum 30. Juli 2015 wegen der krankheitsbedingten Einschränkungen zu 100 % arbeitsunfähig gewesen. Aufgrund der Verbesserung des Gesundheitszustandes sei bis zum 31. Juli 2016 eine Arbeitsfähigkeit von 50 % und seit August 2016 eine solche von 70 % ausgewiesen. Es sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer infolge einer Fatigue-Symptomatik in zeitlicher (zu 50 %, später zu 30 %), nicht jedoch in qualitativer Hinsicht eingeschränkt gewesen sei, sodass ihm seine angestammte Tätigkeit seit August 2015 unter Berücksichtigung der zeitlichen Einschränkungen auch weiterhin zumutbar sei. In antizipierter Beweiswürdigung könne daher von weiteren Beweismassnahmen abgesehen werden. Das Invalideneinkommen für Dezember 2015 bis August 2016 sei auf Fr. 85'714.- und ab September 2016 auf Fr. 120'000.- festzusetzen. Hinsichtlich des Valideneinkommens führte die Vorinstanz aus, der Beschwerdeführer hätte auch ohne die im Herbst 2014 gestellte Diagnose einer Leukämie das Arbeitsverhältnis mit der X.________ AG per Ende Februar 2015 gekündigt. Für die Bemessung des Valideneinkommens sei deshalb nicht auf das zuletzt erzielte Einkommen abzustellen, sondern dieses sei auf der Grundlage von Tabellenlöhnen der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) zu bestimmen. Das kantonale Gericht ermittelte ein hypothetisches Valideneinkommen von Fr. 115'913.-, weshalb weder während der 50%igen Arbeitsunfähigkeit bis 31. Juli 2016 noch danach ein Rentenanspruch bestehe.