Citation: 6P.31/2007 22.05.2007 E. 3

Der Beschwerdeführer bringt vor, das Kantonsgericht habe zwei Beweisanträge willkürlich abgelehnt (Beschwerde S. 9 f.). Art. 29 Abs. 2 BV gewährleistet den Anspruch auf rechtliches Gehör. Aus dem Gehörsrecht ergibt sich der Anspruch der Parteien, mit rechtzeitig und formgültig angebotenen Beweisanträgen gehört zu werden, soweit diese erhebliche Tatsachen betreffen und nicht offensichtlich beweisuntauglich sind (vgl. BGE 120 Ib 379 E. 3b). Das Gericht kann indessen das Beweisverfahren schliessen, wenn die Beweisanträge eine nicht erhebliche Tatsache betreffen oder offensichtlich untauglich sind oder wenn es aufgrund bereits abgenommener Beweise seine Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür in vorweggenommener Beweiswürdigung annehmen kann, dass seine Überzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht geänderte würde (BGE 124 I 208 E. 4a; 119 Ib 492 E. 5b/bb). Nach der Darstellung des Kantonsgerichts erklärte der Beschwerdeführer, dass er beim Herausfahren aus dem Rastplatz den VW Golf habe vorbeifahren sehen und dass er unverzüglich die Verfolgung aufgenommen habe, um zu prüfen, ob A.________ im VW Golf sei (angefochtenes Urteil S. 6). Der Beschwerdeführer legt nicht dar, dass diese Feststellungen willkürlich wären, sondern macht geltend, dass er vom Rastplatz aus oder bei der Einfahrt den Lenker des VW Golf nicht erkennen konnte. Das Kantonsgericht stellt nicht auf ein Erkennen bei der Einfahrt ab (vgl. nachfolgend). Es kann deshalb das Beweisbegehren ohne Willkür mit der Begründung ablehnen, es könne offen bleiben, ob der Beschwerdeführer bereits auf dem Rastplatz mit Sicherheit gewusst habe, dass A.________ die Lenkerin sei. Ein Augenschein könne zu keinen zusätzlichen, erheblichen Erkenntnissen führen. Dasselbe gilt für die Ablehnung einer Expertise hinsichtlich der Frage, ab welchem Zeitpunkt bzw. aus welcher Entfernung der Beschwerdeführer habe erkennen können, wer sich im VW Golf befunden habe. Nach den Feststellungen des Kantonsgerichts verfolgte der Beschwerdeführer den VW Golf auf der Überholspur rund 1'800 Meter weit. Er war zudem mit dem Auto von A.________ bestens vertraut und kannte auch das auffällige vierstellige Nummernschild. Das Kantonsgericht sieht es deshalb als erwiesen an, er habe gewusst, dass A.________ den VW Golf lenkte, so dass die Expertise mangels Relevanz abzulehnen sei (angefochtenes Urteil S. 9). Diese Ablehnung des Beweisantrags ist nicht willkürlich.