Citation: U 392/04 15.06.2005 E. 5

5.1 Verwaltung und Vorinstanz verneinten einen stark überwiegenden ursächlichen Zusammenhang zwischen der Berufstätigkeit des Versicherten als Koch und den diagnostizierten Krankheiten (Asthma bronchiale und Rhinokonjunktivitis allergica) gemäss Bericht des Dr. med. B.________ vom 7. April 2003. Das kantonale Gericht führte im angefochtenen Entscheid aus, die medizinischen Akten zeigten, dass der Beschwerdeführer primär unter einer Birkenpollenallergie leide, welche sich im Laufe der Zeit zu einer Rhinitis und Konjunktivitis auf Karotte, Spargel, Sellerie, Tomate etc. entwickelt habe. Selbst den Ärzten sei unklar, ob der durch die Tätigkeit als Koch bedingte Kontakt mit den genannten Gemüsen eine weitere Sensibilisierung bewirkt habe, oder ob eine solche allenfalls durch die Immuntherapie herbeigeführt worden sei. Ausschlaggebend sei jedoch, dass gemäss Prof. Dr. med. P.________ eine atopische Disposition vorliege. Dies bedeute, dass die beim Versicherten in Verbindung mit dem Rüsten von gewissen Gemüsen auftretende Symptome auf Grund seiner genetischen Prädisposition durch die Tätigkeit als Koch zwar aktualisiert, nicht aber verursacht worden seien, weshalb nach der Praxis im Sinne von RKUV 1987 Nr. U 28 S. 399 nicht von einer Berufskrankheit ausgegangen werden könne. 5.2 Demgegenüber macht der Versicherte mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend, die Vorinstanz habe verkannt, dass er nicht erst seit Februar 1992, sondern bereits seit 1989 bei der Arbeitgeberin als (anfänglich Hilfs-) Koch gearbeitet habe. Das erstmalige Auftreten der Asthmaerkrankung und die im Juli 1990 erforderlich gewesene Hospitalisierung im Spital Y.________ falle deshalb schon in die Zeit der Allergenexposition. Die von Prof. Dr. med. P.________ festgestellte atopische Disposition schliesse die Annahme einer Berufskrankheit nicht aus. Er habe vielmehr darauf hingewiesen, dass nur Köche mit einer atopischen Disposition besonders gefährdet seien, eine zusätzliche Symptomatik des Respirationstraktes zu entwickeln. Soweit das kantonale Gericht die Aussagen der behandelnden Spezialärzte als unklar und eher vage eingeschätzt habe, hätte es die entsprechenden Fragen einem Facharzt zur Beantwortung vorlegen müssen.