Citation: 2C_453/2015 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer wurde zu einer Freiheitsstrafe von 31 /2 Jahren verurteilt. Er beteiligte sich mit massiv übersetzter Geschwindigkeit nachts bei eingeschränkten Sichtverhältnissen, teilweise unter Deaktivierung der elektronischen Fahrhilfe und in gefährlicher Interaktion mit seinen Konkurrenten an illegalen Autorennen; zum Teil erreichte er dabei Geschwindigkeiten von über 240 km/h, womit er andere Verkehrsteilnehmer massiv gefährdete. Nach Ansicht des Bezirksgerichts Bülach, der sich das Obergericht des Kantons Zürich anschloss, schuf der Beschwerdeführer ein "sehr hohes, zumindest abstraktes Gefahrenpotential, welches im Falle eines auch nur minimalen Fahrfehlers eines der Beteiligten zu einem mit schwerster Verletzungs- bzw. gar Todesfolge verbundenen Unfallereignisses" hätte führen können; angesichts der hohen Geschwindigkeit und der Rennsituation habe eine erhebliche Wahrscheinlichkeit eines solchen bestanden. Die Visionierung der Aufnahmen eines der (mit einem Mobiltelefon aufgezeichneten) Rennen sei - so das Obergericht - "ebenso eindrücklich wie beängstigend": Für die Insassen der beteiligten Autos habe eine konkrete Gefahr für Leib und Leben bestanden, sämtliche weiteren Verkehrsteilnehmer seien einer abstrakten Gefahr ausgesetzt gewesen. Der Beschwerdeführer habe eine "fast beispiellose Gewissen- und Verantwortungslosigkeit mit entsprechend grosser krimineller Energie an den Tag gelegt"; sein Fahrverhalten sei "eigentlich gemeingefährlich" gewesen und sein Verschulden habe eher als "schwer" als bloss "mittelschwer" zu gelten. Aus reiner Geltungssucht und somit einem nichtigen Grund habe er die Gesundheit und das Leben einer Vielzahl von Verkehrsteilnehmern aufs Spiel gesetzt, was "verwerflich" erscheine und von einer "niederen charakterlichen Haltung" zeuge. Die strafrechtliche Abteilung des Bundesgerichts teilte in ihrem Entscheid vom 22. Oktober 2013 diese Auffassung: Bei den einzig aus Geltungs- und Geschwindigkeitssucht begangenen Delikten des Beschwerdeführers handle es sich um eine Reihe "von schwersten Verstössen gegen das SVG", die von einer "beispiellosen Gleichgültigkeit und erheblichen kriminellen Energie" zeugten. Der Beschwerdeführer habe sich zu Geschwindigkeitsexzessen und weiteren groben Verkehrsregelverletzungen hinreissen lassen, bei denen es nicht mehr in seiner Macht gestanden habe, ob es zu einem fatalen Verkehrsunfall kam oder nicht. Zudem weise der Beschwerdeführer bereits zwei einschlägige Vorstrafen auf, die beide vollzogen worden seien. Der Beschwerdeführer lasse sich somit weder von Verurteilungen noch vom Vollzug von Strafen abschrecken und manifestiere eine "enorme Gleichgültigkeit gegenüber dem Straf- und Vollzugssystem" (Urteil 6B_499/2013 vom 22. Oktober 2013 E. 1.8). Das Verschulden des Beschwerdeführers wiegt straf- wie ausländerrechtlich - wie die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat - damit schwer; es besteht ein entsprechend grosses öffentliches (Sicherheits-) Interesse daran, dass er das Land verlässt.