Citation: 4A_498/2023 E. 5.2.1

5.2.1. Die Vorinstanz erwog, die Parteien seien sich darüber einig, dass die D.________ im Rahmen der Vertragsverhandlungen mit der Beschwerdegegnerin als Stellvertreterin der Beschwerdeführerinnen gehandelt habe. Bei der D.________ handle es sich um eine ungebundene Vermittlerin, welche als ausgewiesene und branchenkundige Versicherungsexpertin zu gelten habe. Dieses Expertenwissen und die Branchenkundigkeit der Versicherungsbrokerin müssten sich die Beschwerdeführerinnen anrechnen lassen. Die strittige Klausel präzisiere die versicherten Gefahren und Schäden, was einen in der Versicherungsbranche üblichen Vorgang darstelle. Aus diesen Gründen und weil die D.________ als Versicherungsvermittlerin zwingend über ein hohes Fachwissen verfüge, erweise sich der Inhalt von Ziff. C7.3.1 AB nicht als überraschend, geschweige denn subjektiv ungewöhnlich. Angesichts ihrer Behauptungs- und Beweislast bezüglich der Umstände, die für eine subjektive Ungewöhnlichkeit sprechen würden, vermögen die Beschwerdeführerinnen mit ihrem nur pauschalen Hinweis auf ein "besonderes Vertrauensverhältnis" zwischen der D.________ und der Beschwerdegegnerin, welches aus deren Zusammenarbeitsvertrag resultiere, nichts zu ihren Gunsten ableiten.