Citation: 1C_455/2022 E. 5.4.1

5.4.1. Die Vorinstanz erwog in diesem Zusammenhang, es sei rechtsmissbräuchlich bzw. widerspreche Treu und Glauben, sich erst im Beschwerdeverfahren auf eine rechtsungültige Unterschrift zu berufen, nachdem die Beschwerdeführenden den Rücktritt von der Nutzungsübertragung vorher ausschliesslich mit den Ausmassen der geplanten Baute begründet hätten. Zudem übersteige die Prüfung der (zivilrechtlichen) Frage, ob eine Unterschrift rechtsgültig geleistet wurde und ob daraus eine Ungültigkeit der Vereinbarung folge, die summarische Prüfungspflicht der Baubehörde. Dies wäre von einem Zivilgericht zu klären. Ob die von der Beschwerdegegnerin angebrachten Initialen im vorliegenden Fall das Erfordernis einer rechtsgültigen Unterschrift erfüllen, liess die Vorinstanz daher offen. Sie wies aber darauf hin, dass die Initialen offensichtlich der Beschwerdegegnerin zuzuordnen seien.