Citation: 9C_221/2018 E. 3.3.2

3.3.2. Im vorliegenden Fall war vor der Zusprechung der ganzen Rente im Mai 2002 kein psychiatrisches Gutachten oder zumindest die Beurteilung eines Psychiaters eingeholt worden. Es kommt dazu, dass weder der Hausarzt noch die behandelnden Fachärzte die von ihnen gestellten Diagnosen (zervikospondylogenes Schmerzsyndrom mit sekundärem Fibromyalgie-Syndrom, anhaltende somatoforme Schmerzstörung) und die attestierte Arbeitsunfähigkeit anhand der von ihnen erhobenen (psychiatrischen) Befunde begründeten. Ebenso fehlte eine Auseinandersetzung mit der Frage, inwiefern die Beschwerdeführerin über psychische Ressourcen verfügte, um trotz der Schmerzen zu arbeiten. Unter diesen Umständen muss die Rentenzusprache als klar rechtsfehlerhaft und damit die Verfügung vom 30. Mai 2002 als zweifellos unrichtig bezeichnet werden.