Citation: 6B_978/2023 E. 3.2.4

3.2.4. Der Beschwerdeführer habe eingeräumt, dass die von der Kantonspolizei ermittelten und mit einem Buchhaltungsbericht im Wesentlichen übereinstimmenden Zahlen zu den Privatentnahmen korrekt seien. Da er sämtliche von den Geschädigten investierten Gelder eingestandenermassen mittels Täuschung erlangt habe, habe er darauf sowie auf Retrozessionen, Lohn und Spesen von vornherein keinen Anspruch gehabt. Dem Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach er zumindest anfangs an seine Tradingstrategie geglaubt habe, könne nicht gefolgt werden. Aus den Akten ergebe sich, dass er bereits vor dem angeklagten Zeitraum mit ihm anvertrauten Kundengeldern, u.a. mittels Trading, erhebliche Verluste erzielt habe. So habe er einen im November 2005 von seinem Schwiegervater erhaltenen Betrag ca. hälftig mit Devisenhandel verbraucht und auch dem Schwiegervater gegenüber Kontoauszüge gefälscht, um die Verluste zu kaschieren. Zum Zeitpunkt der Firmengründung und der Aufnahme der hier zu beurteilenden Geschäftstätigkeit sei der Beschwerdeführer verschuldet gewesen. Auch die Firma habe über kein Vermögen verfügt. Zudem habe der Beschwerdeführer mit seiner Anlagestrategie von Beginn an Verluste erwirtschaftet. Dennoch habe er laufend Geld aus der Firma bezogen und sich so seinen aufwendigen Lebensunterhalt finanziert. Obwohl der Beschwerdeführer mit seiner Strategie nicht erfolgreich gewesen sei, habe er seine Tätigkeit nicht beendet, sondern weiterhin mittels inhaltlich unwahrer Unterlagen Kunden für seine Vermögensverwaltungsgeschäfte akquiriert. Die Chancen, seine stets wachsenden Schulden zurückzahlen zu können, seien so gering gewesen, dass darauf nicht wirklich Aussicht bestanden habe. Es sei daher davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer von Anfang an nicht darauf vertraut habe, die investierten Gelder bei Bedarf zurückzahlen zu können.