Citation: 4A_150/2010 09.06.2010 E. 2

Die Vorinstanz kam in Würdigung der Beweise zum Schluss, es bestehe kein Gesamtvertrag für die Ingenieurarbeiten. Ein solcher sei von der Beschwerdeführerin auch nicht substanziiert behauptet worden. Die Vorinstanz erachtete bezüglich der mehr als 10 Jahre vor Klageeinreichung am 4. März 1999 erbrachten Leistungen die Einrede der Verjährung als begründet. Bezüglich der Ingenieurarbeiten für die Kanalisation hatte die Beschwerdegegnerin Fr. 29'044.60 anerkannt und bezahlt. Auf diesem Betrag sprach die Vorinstanz der Beschwerdeführerin Verzugszinse bis zum Zeitpunkt der Zahlung zu. Hinsichtlich der Arbeiten in den Jahren 1989 bis 1993 betreffend die Wasserversorgung hielt die Vorinstanz fest, die Beschwerdeführerin berufe sich auf einen vom damaligen Gemeindepräsidenten erteilten Auftrag. Der zwischen der Gemeinde und dem Konsortium geschlossene Vertrag betreffend Vorfinanzierung und die finanzielle Lage der Gemeinde seien der Beschwerdeführerin aber bekannt gewesen. Zudem sei die Beschwerdeführerin für viele Gemeinden im Oberwallis tätig und einer ihrer Mitinhaber langjähriger Gemeindepräsident von B.________ gewesen. Vor diesem Hintergrund habe der Beschwerdeführerin bewusst sein müssen, dass einerseits die Gemeinde die Aufwendungen gemäss dem behaupteten Auftrag nicht finanzieren und dass andererseits der Gemeindepräsident alleine nicht verbindlich für die Gemeinde handeln und einen derartigen Auftrag erteilen konnte. Daher hätte die Beschwerdeführerin die Gemeinde über die entsprechenden Kosten informieren müssen. Dass sie sich ohne jegliche Rückfrage an die Arbeit gemacht habe, verstosse gegen Treu und Glauben. Die Vorinstanz prüfte eine durch die Gemeinde erfolgte Genehmigung des Auftrages und kam zum Schluss, sofern die Beschwerdeführerin nicht gewusst habe, dass die Gemeinde nur dem Konsortium vorgeschoben worden sei, um Bausubventionen zu erlangen, hätte sie von einer Genehmigung ausgehen können. Eine Entschädigung für die einzelnen Arbeiten könne der Beschwerdeführerin allerdings mangels hinreichend substanziierter Behauptungen auch bei Annahme einer Genehmigung nicht zugesprochen werden. Aus diesen Gründen hiess die Vorinstanz die Klage nur bezüglich des Verzugszinses auf der von der Beschwerdegegnerin anerkannten Forderung gut.