Citation: 6B_51/2009 28.05.2009 E. 6

6.1 Der Beschwerdeführer 2 rügt, selbst wenn gestützt auf die Sachverhaltsdarstellung der Vorinstanz eine qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz und Geldwäscherei angenommen werde, sei die Freiheitsstrafe von sechs Jahren, auch bei einschlägiger Vorstrafe, als deutlich überhöht zu bewerten. Die in Deutschland gegen ihn wegen Kokainhandels ausgesprochene vierjährige Freiheitsstrafe sei um einiges höher ausgefallen, als dies für ein vergleichbares Delikt in der Schweiz der Fall gewesen wäre. Die Tatsache der ungleich härteren Bestrafung von Betäubungsmitteldelikten in Deutschland im Vergleich zur Schweiz sei bei der Strafzumessung in Verletzung von Art. 47 StGB nicht berücksichtigt worden (vgl. Beschwerde Ziff. 8). 6.2 Vorliegend gelangen die vor dem Inkrafttreten des neuen Allgemeinen Teils des Strafgesetzbuches am 1. Januar 2007 geltenden altrechtlichen Bestimmungen zur Anwendung, da das neue Recht für die Beschwerdeführer nicht milder ist (vgl. Art. 2 Abs. 2 StGB; BGE 134 IV 82 E. 7.2). Gemäss Art. 63 aStGB misst der Richter die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu; er berücksichtigt die Beweggründe, das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse des Schuldigen. Im Ausland ergangene Strafurteile bilden ebenso wie solche aus dem Inland Bestandteil des Vorlebens und sind bei der Strafzumessung zu berücksichtigen (BGE 105 IV 225 E. 2; Urteil des Bundesgerichts 6S.205/2002 vom 6. Januar 2004 E. 3.1). Es liegt im Ermessen des Sachrichters, in welchem Umfang er die verschiedenen Strafzumessungsfaktoren berücksichtigt. Die Strafrechtliche Abteilung des Bundesgerichts greift auf Beschwerde in Strafsachen hin nur ein, wenn die Vorinstanz den gesetzlichen Strafrahmen über- oder unterschritten hat, wenn sie von rechtlich nicht massgebenden Kriterien ausgegangen ist oder wesentliche Gesichtspunkte ausser Acht gelassen beziehungsweise durch Überschreitung oder Missbrauch ihres Ermessens falsch gewichtet hat (vgl. BGE 134 IV 17 E. 2.1; 129 IV 6 E. 6.1; 127 IV 101 E. 2; 124 IV 286 E. 4a). 6.3 Das Verschulden des Beschwerdeführers 2, welcher Mitglied einer international tätigen Drogenhändlerbande war und über einen längeren Zeitraum hinweg mit grösseren Mengen Heroingemisch gehandelt hat, wiegt schwer. Die Vorinstanz hat die Strafzumessung im angefochtenen Urteil ausreichend begründet. Sie hat die wesentlichen Strafzumessungsfaktoren herangezogen und im Rahmen ihres Ermessens gewichtet. In Bezug auf die gehandelte Drogenmenge hat das Kantonsgericht zwar lediglich festgestellt, dass die für die Annahme des qualifizierten Tatbestandes von Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG erforderliche Drogenmenge bei Weitem überschritten wurde. Wie gross genau die gehandelte Drogenmenge und wie hoch deren Reinheitsgrad war, liess es offen. Der Beschwerdeführer macht nicht geltend, dass sich dies zu seinem Nachteil ausgewirkt hat. Bei der Berücksichtigung der in Deutschland erfolgten einschlägigen Vorstrafen durfte die Vorinstanz auf die deutschen Strafregisterauszüge abstellen. Danach wurde der Beschwerdeführer 2 in Deutschland am 21. April 1998 wegen Kokainhandels in nicht geringer Menge zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und am 2. November 1999 wegen unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln zu einer Geldstrafe von 70 Tagessätzen verurteilt. Hinweise, dass das Kantonsgericht die Bedeutung dieser Vorstrafen falsch eingeschätzt oder gewürdigt hat, liegen nicht vor. Eine Verletzung von Art. 63 aStBG ist nicht auszumachen.