Citation: 2P.10/2001 31.08.2001 E. C

C.- Die Stadt Bern, die Stadt Biel, die Stadt Burgdorf, der Gemeindeverband Berufsschulzentrum Interlaken (BZI) und die Stadt Thun als Eigentümer von Liegenschaften, die dem Berufsschulunterricht dienen, haben am 8. Januar 2001 gegen Art. 71a Abs. 8 BerG staatsrechtliche Beschwerde eingereicht mit dem Antrag, diesen aufzuheben, soweit die Standortgemeinden darin verpflichtet werden, "dem Kanton bis zum Erwerb oder Abschluss eines Mietvertrages die in ihrem Eigentum stehenden Liegenschaften unentgeltlich zur Verfügung zu stellen". Eventuell sei festzustellen, dass den Standortgemeinden für die vorübergehende Beanspruchung der Berufsschulliegenschaften durch den Kanton eine angemessene Nutzungsabgeltung zustehe. Die beschwerdeführenden Körperschaften machen geltend, die angefochtene Bestimmung verletze ihre Eigentumsgarantie (Art. 26 BV), sei willkürlich (Art. 9 BV) und führe zu einer rechtsungleichen Behandlung gegenüber den restlichen Gemeinden (Art. 8 BV). Indem der Kanton für unbestimmte Zeit - bis zum Abschluss der Übernahmeverhandlungen - von ihnen ein unentgeltliches Nutzungsrecht an den Gemeindeliegenschaften beanspruche, greife er "in einer Intensität in das Eigentumsrecht der Gemeinden ein, die einer (mindestens vorübergehenden) materiellen Enteignung" gleichkomme. Er versetze sich dadurch in die "bequeme Lage", auf ihre Kosten "beliebig lange verhandeln und den Übernahmepreis mehr oder weniger diktieren zu können". Der Kanton Bern beantragt, auf die staatsrechtliche Beschwerde nicht einzutreten, eventuell sie abzuweisen.