Citation: U 419/05 24.03.2006 E. 4

4.1 Die Adäquanz des Kausalzusammenhangs ist mit der Vorinstanz gemäss der für psychische Fehlentwicklungen nach Unfällen geltenden Rechtsprechung (BGE 115 V 133) zu beurteilen, da Nackenbeschwerden innerhalb der ersten drei Tage nach dem Unfall nicht ausgewiesen sind (RKUV 2000 Nr. U 359 S. 29 mit Hinweisen), weshalb das Vorliegen eines Schleudertraumas der HWS oder eines äquivalenten Verletzungsmechanismus nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist. Dr. med. K.________ stellte bei der Erstbehandlung am 7. Juli 2000 eine volle Beweglichkeit der HWS fest. Am 23. Oktober 2000 erklärte der Versicherte zwar gegenüber dem SUVA-Mitarbeiter, dass die Versteifung im Hals immer schlimmer werde; Anhaltspunkte für Nackenbeschwerden in der Zeit unmittelbar nach dem Unfall finden sich indessen nirgends, was zweifellos der Fall wäre, wenn solche aufgetreten wären; denn Dr. med. K.________ stellte das Arztzeugnis UVG erst am 24. Juli 2000 aus, und am 16. August 2000 fand eine MRI-Untersuchung der rechten Hand im Röntgeninstitut der Klinik Y.________ statt, ohne dass der Beschwerdeführer zwischenzeitlich über behandlungsbedürftige Nackenbeschwerden geklagt hätte. Es erscheint aufgrund des Geschehensablaufs möglich, dass der Beschwerdeführer beim Sturz vom 6. Juli 2000 eine Contusio capitis und Commotio cerebri erlitten hat, wovon Dr. med. H.________ im Bericht vom 24. Juni 2004 ausgegangen ist. Indessen rechtfertigt in der Regel nur ein Trauma, das (mindestens) im Bereich zwischen Commotio cerebri und Contusio cerebri liegt (BGE 117 V 378 Erw. 3d), die Anwendung der Rechtsprechung zur Adäquanz des Kausalzusammenhangs bei Schädel-Hirntraumen (BGE 117 V 382 ff.). Eine solche Verletzung ist im vorliegenden Fall nicht nachgewiesen. Namentlich liegen die typischen Folgen nach einer gedeckten Schädelhirnverletzung wie Frischgedächtnisstörungen und Störungen der Handlungsplanung (BGE 117 V 380) nicht vor. 4.2 In Bezug auf die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs nach Massgabe von BGE 115 V 133 ist den Erwägungen des kantonalen Gerichts in vollem Umfang beizupflichten. Ausgehend von einem mittelschweren Unfall ist die Adäquanz des Kausalzusammenhangs mit Blick darauf, dass mit Ausnahme der längere Zeit dauernden teilweisen Arbeitsunfähigkeit aus somatischen Gründen keines der unfallbezogenen Kriterien gemäss BGE 115 V 140 Erw. 6c aa erfüllt ist, zu verneinen, woran die Ausführungen des Beschwerdeführers nichts ändern. Soweit er unter Berufung auf die von ihm in Auftrag gegebene Expertise des Professor E.________ geltend macht, die vielfältigen Beschwerden beruhten auf einer organischen Grundlage, ist ihm entgegenzuhalten, dass dieser fachärztliche Bericht aus den vorstehend (Erw. 3.1 hievor) dargelegten Gründen den Anforderungen, die rechtsprechungsgemäss an ein Gutachten gestellt werden, nicht genügt, weshalb ihm hinsichtlich der Frage nach der Unfallkausalität kein Beweiswert zukommt.