Citation: 1A.72/2001 07.08.2001 E. A

A.- Am 24. Januar 2000 ersuchte die Untersuchungsrichterin am Landgericht Haarlem in den Niederlanden die schweizerischen Behörden um Rechtshilfe im Zusammenhang mit strafrechtlichen Ermittlungen gegen S.________. Dieser steht unter dem Verdacht, einer im Drogenhandel tätigen Organisation anzugehören. Die Untersuchungsrichterin ersuchte insbesondere um Hausdurchsuchungen und Beschlagnahmen bei der A.________ AG in Zug sowie um die Einvernahme von Zeugen; ferner um die Ermittlung der Beziehung von B.________ zu einer bestimmten Adresse in Zug. Mit Eintretensverfügung vom 9. Februar 2000 entsprach die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug dem Rechtshilfeersuchen. Sie beauftragte die Kantonspolizei, in den Räumen der A.________ AG eine Durchsuchung vorzunehmen und sämtliche Unterlagen und Vermögenswerte zu beschlagnahmen, welche sich auf S.________ beziehen bzw. diesem gehören oder sonstwie in Zusammenhang mit dem niederländischen Untersuchungsverfahren stehen. Überdies beauftragte die Staatsanwaltschaft die Kantonspolizei, unter anderem H.________ (ehemaliger Verwaltungsrat der A.________ AG) und E.________ (derzeitiger Verwaltungsrat der A.________ AG) zur Sache zu befragen. Am 29. Februar 2000 wies die Staatsanwaltschaft die Bank Credit Suisse an, Unterlagen betreffend S.________ und die A.________ AG herauszugeben und deren Konten zu sperren. Am 23. März 2000 erstattete die Kantonspolizei der Staatsanwaltschaft Bericht über die vorgenommenen Rechtshilfehandlungen. Nachdem die Staatsanwaltschaft die Untersuchungsrichterin am Landgericht Haarlem um nähere Angaben zu dem im Rechtshilfeersuchen genannten B.________ gebeten hatte, ergänzte die Untersuchungsrichterin am 6. September 2000 das Rechtshilfeersuchen. Sie legte dar, B.________ werde der Geldwäscherei verdächtigt; aus der Untersuchung gehe hervor, dass er an der A.________ AG beteiligt gewesen sei; die am 15. Februar 2000 in den Niederlanden und im Ausland durchgeführten Hausdurchsuchungen hätten ergeben, dass Sachwerte und Gelder der A.________ AG zugekommen seien; B.________ sei auf Verlangen der niederländischen Behörden in Monaco festgenommen und an die Niederlande ausgeliefert worden. Am 30. November 2000 erliess die Staatsanwaltschaft die Schlussverfügung. Ziffer 2 lautet: "Folgende Dokumente werden nach Rechtskraft dieser Verfügung über das Bundesamt für Justiz an die ersuchende Behörde herausgegeben: a) Die am Sitz der A.________ AG in Zug sichergestellten Akten gemäss Protokoll der Kantonspolizei Zug vom 15. April 2000 sowie der dazugehörige Bericht der Kantonspolizei Zug vom 23. März 2000; b) Protokoll der Kantonspolizei Zug vom 22. Februar 2000 über die Befragung von E.________, derzeitiger Verwaltungsrat der A.________ AG; c) die von E.________ selber eingelegten Akten der A.________ AG (1 Ordner A4, grau) ab 1995; diejenigen Aktenstücke, die auf eine Zeit vor 1995 zurückgehen, werden E.________ nach Rechtskraft dieser Verfügung zurückgegeben; d) Protokolle (inklusive Beilagen) der Kantonspolizei Zug vom 29. Februar und 21. März 2000 über die Befragung von H.________, ehemaliger Verwaltungsrat der A.________ AG; e) die von H.________ selber eingelegten Akten der A.________ AG (1 Ordner A4, rot); f) die bei der Credit Suisse erhobenen Unterlagen betreffend Konten der A.________ AG gemäss Schreiben des Rechtsdienstes der Credit Suisse vom 24. März 2000.. "