Citation: 7B_375/2023 E. 1.3.1

1.3.1. Gemäss § 5 Abs. 1 des Gesetzes über die Verantwortlichkeit der Gemeinwesen, Behördemitglieder und Beamten des Kantons Zug vom 1. Februar 1979 (Verantwortlichkeitsgesetz; BGS 154.11) haftet der Staat für den Schaden, den seine Angestellten in ihrer amtlichen Funktion jemandem widerrechtlich zugefügt haben. Allfällige Schadenersatzansprüche der Beschwerdeführerinnen aufgrund eines allfällig strafbaren Verhaltens der verfahrensleitenden Staatsanwältin beurteilen sich demnach ausschliesslich nach dem kantonalen Haftungsrecht und sind öffentlich-rechtlicher Natur. Der von den Beschwerdeführerinnen erhobene strafrechtliche Vorwurf kann sich daher allenfalls auf ihre Staatshaftungsansprüche, nicht aber auf Zivilansprüche auswirken.