Citation: 2C_170/2013 E. 2.1

2.1. Gemäss Art. 51 Abs. 1 AuG erlöschen die Ansprüche auf Nachzug der Familienangehörigen von Schweizerinnen und Schweizern (Art. 42 AuG), sofern sie rechtsmissbräuchlich geltend gemacht werden (lit. a) oder Widerrufsgründe nach Art. 63 AuG vorliegen (lit. b). Einen Widerrufsgrund setzt die ausländische Person, wenn sie "zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde" (Art. 62 lit. b AuG, auf welchen Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG verweist). Als "längerfristig" ist eine Freiheitsstrafe zu betrachten, deren Dauer ein Jahr überschreitet, ungeachtet dessen, ob die Strafe bedingt, teilbedingt oder unbedingt ausgesprochen wurde. Verlangt wird hingegen, dass sich die Jahresfrist aus einem einzigen Strafurteil ergibt und nicht durch Zusammenrechnung von kürzeren Freiheitsstrafen hergeleitet wird (BGE 139 I 16 E. 2.1 S. 18; 139 I 31 E. 2.1 S. 32; 137 II 297 E. 2 S. 299 ff.; 135 II 377 E. 4.2 S. 381).