Citation: 5P.36/2007 03.05.2007 E. 2.2.1

2.2.1.1 Die Beschwerdeführerin macht als Erstes geltend, sie habe vor dem Kantonsgericht behauptet, dass der Beschwerdegegner eine AHV-Rente von Fr. 2'000.-- pro Monat und sie eine solche von Fr. 1'500.-- bzw. eine um Fr. 500.-- tiefere AHV-Rente erhalten werde. Als Beweis hierfür habe sie in der Anschlussberufung vom 8. Mai 2006 eine Vorausberechnung der AHV-Rente beider Parteien offeriert. Das Kantonsgericht habe dieses Beweismittel verweigert und willkürlich erwogen, dass beide Parteien angesichts der Ehedauer von 33 Jahren von der AHV eine annähernd gleiche Rente erhielten. Es gehe jedoch vorliegend lediglich um 26 Jahre. Zudem habe das Kantonsgericht diese Tatsache aktenwidrig und damit willkürlich falsch (33 Jahre gleiche Beiträge, keine Lücke) angewendet. 2.2.1.2 In der Duplik vom 31. August 2004 hat die Beschwerdeführerin lediglich ausgeführt, der Beschwerdegegner werde nach seiner Pensionierung eine AHV-Rente von mindestens Fr. 2'000.-- erhalten und sie Fr. 500.-- weniger, weil sie ab der Scheidung deutlich weniger Gutschriften erhalte als der Beschwerdegegner. Dasselbe hat sie in der kantonalen Berufungsbegründung vom 23. Januar 2006 ausgeführt. Erst in der kantonalen Anschlussberufung vom 8. Mai 2006 hat sie die "Vorausberechnung AHV-Rente der Beklagten durch die Ausgleichskasse Schwyz" beantragt. Es trifft zu, dass das Kantonsgericht in diesem Zusammenhang keine Beweise abgenommen hat. Es handelt es sich somit um ein Problem der Zulassung zum Beweis nach Art. 8 ZGB, das mit Berufung zu rügen ist (Peter Münch, in: Prozessieren vor Bundesgericht, I, 2. Aufl., S. 142, N. 4.62). Die Beschwerdeführerin macht zudem keine Verletzung von kantonalem Prozessrecht geltend, und sie legt nicht dar, dass sie den in der Anschlussberufung erstmals vorgetragenen Beweisantrag nach kantonalem Verfahrensrecht rechtzeitig eingebracht hat. Auf die Rüge der Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV kann somit nicht eingetreten werden. 2.2.1.3 Zudem wirft die Beschwerdeführerin dem Kantonsgericht in diesem Zusammenhang eine Verletzung von Art. 9 BV vor, weil die Sachumstände für die Annahme einer gleich hohen AHV-Rente der Parteien (33 Jahre gleiche Beiträge, keine Lücke) willkürlich gewürdigt worden seien. 2.2.1.3.1 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts verfällt eine Behörde in Willkür, wenn sie ihrem Entscheid Tatsachenfeststellungen zu Grunde legt, die mit den Akten in klarem Widerspruch stehen. Im Bereich der Beweiswürdigung besitzt der Richter allerdings einen weiten Ermessensspielraum. Das Bundesgericht greift auf staatsrechtliche Beschwerden nur ein, wenn die Beweiswürdigung offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, auf einem offensichtlichen Versehen beruht oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 131 I 57 E. 2 S. 61; 128 III 1 E. 4b S. 7; je mit Hinweisen). 2.2.1.3.2 Vorerst ist darauf hinzuweisen, dass auf S. 17 im angefochtenen Urteil unter anderem Folgendes angeführt wird: Bei der AHV-Rente werde der Unterschied zwischen den Parteien aufgrund des Splitting bei der vorliegend langen Ehedauer von 33 Jahren, der wenigen noch anstehenden Berechnungsjahre und dem verbleibenden Verdienst der Beschwerdeführerin relativ bescheiden ausfallen. Bei der beruflichen Vorsorge sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin ihr Rentenkapital in den voraussichtlich neun restlichen Erwerbsjahren bis zur Pensionierung etwas weniger werde aufstocken können als dies der Beschwerdegegner tun könne. Das Kantonsgericht hat - entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin - nicht festgestellt, dass beide Parteien ab dem AHV-Rentenalter über ein gleiches Renteneinkommen verfügen werden, sondern lediglich erwähnt, die Differenz der beiden Renten werde relativ bescheiden ausfallen. Zudem hat das Kantonsgericht nicht übersehen, dass die Parteien zunächst in Dänemark lebten, wo sie - wie die Beschwerdeführerin selber ausführt - auch eine kleine Rente zu erwarten haben, und anschliessend in die Schweiz übersiedelten. Zudem geht die Beschwedeführerin von einem anderen Monatseinkommen der Parteien aus als das Kantonsgericht. Und im Weiteren ist gestützt auf die Ausführungen in der Beschwerde und Berufung nicht klar, ob die Beschwerdeführerin der Meinung ist, dass sie Fr. 500.-- oder Fr. 300.-- monatlich weniger AHV-Rente erhalten wird als der Beschwerdegegner (In der Berufung wird von Fr. 300.-- gesprochen, weil auch noch die gemeinsame Zeit in Dänemark berücksichtigt wird). Die tatsächliche Feststellung des Kantonsgerichts hält somit vor der Verfassung stand. Denn Willkür liegt nur vor, wenn nicht bloss die Begründung eines Entscheids, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (BGE 127 I 54 E. 2b, 60 E. 5a S. 70; 128 I 275 E. 2.1; 129 I 8 E. 2.1). Sodann ist eine materielle Rechtsverweigerung nicht schon dann gegeben, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar oder gar zutreffender erschiene, sondern nur dann, wenn das Ergebnis schlechterdings mit vernünftigen Gründen nicht zu vertreten ist (BGE 124 IV 86 E. 2a mit Hinweisen; 120 Ia 369 E. 3a S. 373). Diese Voraussetzung ist nicht erfüllt.