Citation: 4P.220/2001 19.02.2002 E. 3

3.-Die Beschwerdeführenden rügen zunächst in mehrfacher Hinsicht die Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör. a) Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts zu Art. 4 aBV umfasst der heute in Art. 29 Abs. 2 BV verankerte Anspruch auf rechtliches Gehör für die entscheidende Behörde die Pflicht, die ihr rechtzeitig und formgültig angebotenen Beweismittel abzunehmen, es sei denn, diese beträfen eine nicht erhebliche Tatsache oder seien offensichtlich untauglich, die streitige Tatsache zu beweisen. Die Behörde kann auf ein beantragtes Beweismittel verzichten, wenn sie ohne Willkür in vorweggenommener Beweiswürdigung annehmen darf, eine weitere Beweiserhebung würde ihre Überzeugung nicht beeinflussen (BGE 124 I 208 E. 4a mit Hinweisen). b) Eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör sehen die Beschwerdeführenden vorab darin, dass das Obergericht den Zeugen W.________ nicht angehört hat. Dieser hätte nach ihrer Darstellung bestätigen können, dass sie schon vor dem 1. April 1998 - und auch noch im Juli 1998 - das Zahlungsversprechen hätten vorlegen können. Da sie dazu in der Lage gewesen seien, könne die Nichtvorlage einzig damit erklärt werden, dass sie gutgläubig annahmen, sie seien zum Abschluss des Kaufvertrages inklusive Vorlage des Zahlungsversprechens lediglich dann verpflichtet, wenn der Beschwerdegegner sie dazu bis spätestens 1. April 1998 aufforderte, beziehungsweise wenn der inzwischen eingetretene Frostschaden bereinigt war. Die von den Beschwerdeführenden behauptete Erfüllungsmöglichkeit, die sie durch die Zeugeneinvernahme belegen wollen, liesse lediglich Rückschlüsse auf ihr eigenes Vertragsverständnis zu. Dass daraus auch Folgerungen hinsichtlich des Vertragsverständnisses des Beschwerdegegners gezogen werden können, behaupten die Beschwerdeführenden selbst nicht. Im Umstand, dass das Obergericht der beantragten Zeugeneinvernahme die Tauglichkeit zum Nachweis eines übereinstimmenden Parteiwillens im Sinne der Beschwerdeführenden abgesprochen hat, liegt demnach kein Verstoss gegen die Verfassung. c) Als weitere Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör rügen die Beschwerdeführenden, dass das Obergericht den von ihnen angerufenen Zeugen K.________ nicht einvernommen und die Bewilligungsakten für den Umbau nicht beigezogen hat. Mit diesen Beweismitteln wollten sie das Ausmass der durch den Frost entstandenen Schäden an der Liegenschaft belegen und damit wiederum nachweisen, dass der Beschwerdegegner selbst mit seiner Leistung in Verzug gewesen sei, weshalb er die Beschwerdeführenden nicht in Verzug habe setzen können. Zum Beweis darüber, dass die Frostschäden der alleinige Grund für ihre fehlende Bereitschaft zum Vertragsabschluss gewesen sei, beantragten die Beschwerdeführenden überdies die Einvernahme des Zeugen W.________. Das Obergericht ist in rechtlicher Hinsicht zum Ergebnis gekommen, dass die Beschwerdeführenden unabhängig von Bestand und Ausmass der Frostschäden verpflichtet waren, den Kaufvertrag abzuschliessen. Lediglich dann, wenn ihnen ein Festhalten an der Abschlusspflicht nicht hätte zugemutet werden können, wären sie berechtigt gewesen, vom Vorvertrag zurückzutreten. Ein solcher Rücktritt sei jedoch nicht erfolgt. Nach der Rechtsauffassung des Obergerichts war bei diesem Sachverhalt weder der Schaden noch sein Ausmass entscheidwesentlich, weshalb der Verzicht auf die Abnahme der diesbezüglichen Beweise nicht zu beanstanden ist. Die obergerichtliche Feststellung, wonach kein Rücktritt erfolgt sei, haben die Beschwerdeführenden nicht in einer Art. 90 Abs. 1 lit. b OG genügenden Weise angefochten. Dass die Rechtsauffassung des Obergerichts unzutreffend und der Sachverhalt zwecks richtiger Anwendung des Bundesrechts zu ergänzen sei, hätte gegebenenfalls mit Berufung vorgebracht werden müssen. Aufgrund der Subsidiarität der staatsrechtlichen Beschwerde kann im vorliegenden Verfahren darauf nicht eingetreten werden.