Citation: 1C_60/2024 E. 3.2

3.2. Da das Einsichtsgesuch des Beschwerdeführers auf die in einem amtlichen Dokument enthaltenen Personendaten einer Drittperson gerichtet ist, hat die Vorinstanz im angefochtenen Urteil eine Abwägung der sich gegenüberstehenden Interessen vorgenommen. Hinsichtlich der privaten Interessen des Beschwerdeführers an einer Bekanntgabe der Identität der Meldeperson hält die Vorinstanz fest, der Beschwerdeführer verkenne, dass das Amt für Wirtschaft und Arbeit im Rahmen von zwei Kontrollgängen Missstände betreffend die Maskentragepflicht festgestellt habe. Die Strafanzeige basiere auf eigenen Wahrnehmungen und nicht auf der Mitteilung der Meldeperson; Letztere habe lediglich Anlass für die beiden Kontrollen gebildet. Des Weiteren habe der Beschwerdeführer auch ohne Preisgabe der Identität der Meldeperson die Möglichkeit, Strafanzeige gegen unbekannt zu erstatten. Demgegenüber würden bei der Meldeperson private Interessen vorliegen, die klarerweise gegen die Bekanntgabe ihrer Personendaten sprechen würden. Bei der Bekanntgabe der Identität könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Meldeperson mit negativen Auswirkungen auf sich und ihr näheres familiäres Umfeld zu rechnen habe, welche stark in die Privatsphäre, in die psychische Integrität und in die informationelle Selbstbestimmung eingreift. Für die Befürchtungen der negativen Auswirkungen habe die Meldeperson zahlreiche Belege eingereicht. Die Befürchtungen der Meldeperson seien nachvollziehbar und es handle sich dabei nicht um Schutzbehauptungen. Primäre Intention der Meldeperson sei die Sorge um die Gesundheit der Mitarbeitenden und Schülerinnen und Schüler gewesen, und nicht die Denunziation des Beschwerdeführers. Die Meldung sei sachlich formuliert und ohne Wertungen versehen worden. Weitere Erwägungen zu den überwiegenden persönlichen Gründen der Meldeperson müssten unterbleiben, ansonsten Rückschlüsse möglich seien. Die privaten Interessen der Meldeperson an der Nichtbekanntgabe ihrer Identität seien besonders schützenswert und somit gewichtig. Überdies bestehe ein öffentliches Interesse daran, dass Identitäten von Meldepersonen nicht immer bekanntgegeben werden müssten, ansonsten die Bereitschaft zur Informationserteilung und Mitteilung von Missständen erheblich nachlassen würde. Zusammenfassend würden die privaten Interessen der Meldeperson und die gewichtigen öffentlichen Interessen die Interessen des Beschwerdeführers überwiegen.