Citation: 5A_137/2024 E. 3.2.2

3.2.2. Das Obergericht hat vorliegend geprüft, ob das Gemeinwesen den Kostenteil der Verursacherin (Konkursitin) tragen müsse, weil sie "zahlungsunfähig" im Sinne von Art. 32d Abs. 3 USG sei. Es hat der Vorinstanz beigepflichtet, dass mit der Konkurseröffnung nicht zwingend die "Zahlungsunfähigkeit" bzw. die Ausfallhaftung des Gemeinwesens verbunden sei, insbesondere, wenn (infolge Vermögensverschiebungen der Organe) z.B. noch Abtretungsprozesse möglich seien, um die Ausfallhaftung zu minimieren. Andernfalls könnte ein Verursacher (durch Aushöhlung der Gesellschaft) die Konkurseröffnung herbeiführen, ohne dass die Konkursverwaltung bzw. das Gemeinwesen (als Abtretungsgläubiger) die Möglichkeit hätte, durch z.B. Anfechtungsklage die Vermögenswerte zu Gunsten der Zwangsvollstreckung zurückzuführen. Nicht schlüssig ist, wenn der Beschwerdeführer demgegenüber vorbringt, ein altlastenrechtlicher Verursacher dürfe von den Behörden nicht in den Konkurs getrieben werden, jedoch ausblendet, dass im konkreten Fall die B.________ (nach Verkauf der letzten Liegenschaften, Bst. A.a.) selber beim Konkursgericht die Insolvenz anmeldete bzw. die Konkurseröffnung herbeiführte. Weiter hat das Obergericht festgehalten, dass die quadripartite Vereinbarung vom 15. Juni 2020 (zwischen Beschwerdegegner, Gemeinde U.________, F.________ AG und G.________ AG) keine rechtskräftige Verfügung darstelle, welche zum Bezug von Beiträgen aus dem sog. VASA-Altlastenfonds berechtigt, weil hierfür überhaupt Ausfallkosten entstehen müssten, was gerade noch nicht feststehe. Der Beschwerdeführer will in der betreffenden Vereinbarung einen grundsätzlichen Verzicht auf eine Kostentragungspflicht erblicken ("Erste Rüge/Erster Eventualstandpunkt"), ohne indes darzulegen, inwiefern im Schluss der Vorinstanz ein Verstoss gegen das Willkürverbot vorliegen soll. Wenn das Obergericht der (in der Lehre vertretenen) Auffassung gefolgt ist, dass die Konkurseröffnung nicht zwingend eine Zahlungsunfähigkeit im Sinne von Art. 32d Abs. 3 USG und vorliegend kein Hindernis zur Kollokation darstelle, kann nicht von einer geradezu unhaltbaren bzw. willkürlichen Rechtsanwendung gesprochen werden.