Citation: 2C_219/2019 E. 7.5

7.5. Was den konkreten Fall angeht, erwog die Vorinstanz, die bei den jeweiligen Einfuhren vorgelegten Kommissionsverträge zwischen den vom Beschwerdeführer kontrollierten Auslandsgesellschaften als Kommittentinnen und der Galerie B.________ als Kommissionärin seien simuliert gewesen (Art. 18 Abs. 1 OR); in Tat und Wahrheit hätten keine Kommissionsverhältnisse bestanden. Entsprechend habe der Galerie B.________ im Zeitpunkt der streitgegenständlichen Einfuhren die wirtschaftliche Verfügungsmacht an den eingeführten Kunstwerken gefehlt. Eigentlicher "Importeur" sei der Beschwerdeführer gewesen, auf dessen Anweisung ein grosser Teil der eingeführten Kunstwerke nach den jeweiligen Einfuhren in privaten Lokalitäten bzw. im Hotel C.________ ausgestellt worden sei. Zu Recht stellt der Beschwerdeführer nicht in Frage, dass in rechtlicher Hinsicht auf fehlende wirtschaftliche Verfügungsmacht geschlossen werden müsste, wenn davon auszugehen wäre, dass die Verkaufskommissionsverhältnisse zwischen den von ihm dominierten Auslandsgesellschaften und der Galerie B.________ simuliert gewesen wären. Er argumentiert jedoch, entgegen der Annahme der Vorinstanz widerspiegelten die fraglichen Kommissionsverträge den tatsächlichen Willen der Parteien; die Verträge seien damit zivilrechtlich gültig, und die wirtschaftliche Verfügungsmacht der Galerie B.________ im Zeitpunkt der Einfuhren gegeben gewesen.