Citation: 4A_48/2019 E. 5.8

5.8. Da es dem Beschwerdeführer nicht gelingt, in wesentlichen Punkten Zweifel an der Einschätzung des Gutachters zu wecken, konnte die Vorinstanz ohne Willkür auf die Anordnung eines Obergutachtens verzichten. Auch soweit der Beschwerdeführer verlangt, es sei ein angemessener Unternehmensgewinn zu berücksichtigen, ist er nicht zu hören. Wird der Gutachter nach dem praxisüblichen Unternehmer-Honorarzuschlag gefragt, kann ohne Willkür davon ausgegangen werden, ein allfälliger Unternehmensgewinn sei in den angenommenen Zahlen berücksichtigt, soweit er üblicherweise berücksichtigt wird. Es besteht kein Anlass für eine zusätzliche Entschädigung. Zu prüfen wäre an sich der Einwand, die Vorinstanz habe missachtet, dass auch der Baumeister nicht auf der Basis von Konkurrenzpreisen habe abrechnen müssen, denn damit wird geltend gemacht, die Vorinstanz habe nicht berücksichtigt, wie die konkreten Vertragsparteien den Vertrag wohl ergänzt hätten. Die Frage braucht aber nicht vertieft zu werden. Der Gutachter ging davon aus, die honorarberechtigte Summe hätte mit Blick auf die Tatsache, dass ein Teil der Planung (bis und mit Bewilligungsverfahren) bereits erfolgreich und mängelfrei abgeschlossen gewesen sei, gekürzt werden müssen. Sodann wäre der Anspruch nach Massgabe des 2. Rückweisungsentscheides zusätzlich zu kürzen, weil die Aktiengesellschaft - anders als eine gewöhnliche Generalunternehmerin - anschliessend die Möglichkeit gehabt hätte, ihre Kosten gegenüber den einfachen Gesellschaftern geltend zu machen. Aus prozessualen Gründen kamen beide Kürzungen nicht zum Zuge. Auch wenn man zu Gunsten des Beschwerdeführers annimmt, die Konsortialpartner hätten die Aktiengesellschaft grosszügig entschädigt, würde sich dies im Ergebnis nicht mehr zu seinen Gunsten auswirken.