Citation: 9C_341/2009 10.08.2009 E. 4

Die Beschwerdegegnerin hat die beruflichen Massnahmen abgelehnt, weil sie der Meinung war, es liege auch im angestammten Beruf eine Arbeitsfähigkeit von 80 % vor, weshalb der Versicherte angemessen eingegliedert sei. Geht man entgegen dieser Annahme mit der Vorinstanz davon aus, der Versicherte sei im angestammten Beruf nicht mehr arbeitsfähig, so besteht zunächst ein Anspruch auf berufliche Massnahmen (Umschulung). Vor der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen darf keine Rente gewährt werden, wenn der Versicherte eingliederungsfähig ist (Art. 7 Abs. 1, Art. 8 Abs. 1 sowie Art. 16 ATSG; Art. 29 Abs. 2 IVG; BGE 121 V 190 E. 4a und c; I 346/00 E. 4c; I 287/01 E. 2b/aa; I 739/02 E. 4).