Citation: 2C_641/2013 E. 2.3

2.3. Aufgrund von Art. 90 lit. a AuG trifft die ausländische Person im Bewilligungsverfahren eine Mitwirkungspflicht in dem Sinne, dass sie gehalten ist, zutreffende und vollständige Angaben über die für die Regelung des Aufenthalts wesentlichen Tatsachen zu machen. Das Bundesgericht hat sich zu Umfang und Tragweite der ausländerrechtlichen Mitwirkungspflicht verschiedentlich ausgesprochen (Urteile 2C_595/2011 vom 24. Januar 2012 E. 3.3; 2C_403/2011 vom 2. Dezember 2011 E. 3.3.1 mit Hinweisen). Im Urteil 2C_136/2012 vom 17. April 2012 (E. 3.3) hielt es fest, nach Treu und Glauben werde nicht nur verlangt, dass das Bewilligungsverfahren in rechtsstaatlichen Bahnen verlaufe, sondern ebenso, dass die Gesuchstellenden alle Tatsachen bekanntgäben, die für den Entscheid von Bedeutung sein könnten. Für strafrechtlich relevantes Verhalten gelte dies in besonderem Masse, auch soweit es um Verurteilungen im Ausland oder dort hängige Strafverfahren gehe (genanntes Urteil, ebenda). In der Tat ist bei der Handhabung von Art. 62 lit. b AuG irrelevant, ob die Verurteilung - zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe - im In- oder Ausland ausgesprochen wurde, wobei im letzteren Fall zu verlangen ist, dass es sich bei den ausländischen Delikten um Verbrechen oder Vergehen im Sinne des schweizerischen Strafrechts handelt und der Schuldspruch in einem Staat erging, in welchem die Einhaltung der rechtsstaatlichen Verfahrensgrundsätze und Verteidigungsrechte als gewährleistet erscheint (Urteile 2C_264/2011 vom 15. November 2011 E. 3.3; 2C_427/2008 vom 23. Januar 2009 E. 3.1; ferner BGE 134 II 25 E. 4.3.1 S. 29). Diese Voraussetzungen sind hier zweifelsfrei erfüllt. Was Art. 62 lit. a AuG betrifft (Verschweigen wesentlicher Tatsachen), führt die Vorinstanz im Wesentlichen aus, hätte A.X.________ seine deutschen Vorstrafen offen gelegt, wäre ihm eine Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz von allem Anfang an verweigert worden. Es habe auch dem Beschwerdeführer bewusst sein müssen, dass nicht nur nach inländischen Vorstrafen gefragt werde, zumal sich die Frage nach gerichtlichen Vorstrafen insbesondere bei erstmaliger Einreise in die Schweiz logischerweise nur auf ausländische Verurteilungen beziehen könne. Dies trifft zu; und vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz den Schluss gezogen hat, der Beschwerdeführer habe die Verurteilungen in Deutschland vorsätzlich verschwiegen in der alleinigen Absicht, die hiesigen Behörden zu täuschen und sein eigenes Fortkommen zu erleichtern. Beide Widerrufsgründe (Art. 62 lit. a und Art. 62 lit. b AuG) sind damit erfüllt.