Citation: 1C_450/2021 E. 5.4

5.4. Das öffentliche Transportwesen wird durch die Zweiteilung in infrastruktur- und verkehrsbezogene Bestimmungen gekennzeichnet. Erstere bezeichnen alles, was mit dem Bau und Betrieb von Verkehrsträgern zusammenhängt und Letztere regeln den Personen- und Gütertransport im Regional- sowie im Fernverkehr (vgl. URSIGNA MARUGG/UELI STÜCKELBERGER, Die Konzession im öffentlichen Transportwesen, in: Isabelle Häner/Bernhard Waldmann (Hrsg.), Die Konzession, 2011, S. 161 MARKUS KERN/PETER KÖNIG, Verkehr: Öffentlicher Verkehr, in: Biaggini/Häner/Saxer/Schott (Hrsg.), Fachhandbuch Verwaltungsrecht, 2015, N. 9.10). Das Eisenbahngesetz unterteilt die Eisenbahnunternehmen gemäss Art. 2 des Eisenbahngesetzes vom 20. Dezember 1957 (EBG; SR 742.101) denn auch in solche Unternehmen, welche die Infrastruktur bauen und betreiben (Infrastrukturbetreiberinnen; lit. a) und jene, welche den Verkehr auf der Infrastruktur durchführen (Eisenbahnverkehrsunternehmen; lit. b). Diese sind jeweils unterschiedlichen Verfahren unterworfen. In einem ersten Schritt werden die eisenbahnrechtlichen Verfahren, denen die Infrastrukturbetreiberin unterliegt, denjenigen Verfahren gegenübergestellt, mit denen der private Beschwerdegegner als Eisenbahnverkehrsunternehmen konfrontiert ist (nachfolgende E. 5.5 und 5.6). In einem zweiten Schritt ist der Regelungsinhalt einer Personenbeförderungskonzession näher zu prüfen (nachfolgende E. 5.7).