Citation: 2C_337/2018 E. 2.1

2.1. Die Anordnung in Dispositivziffer 5 der Verfügung des Veterinärdienstes vom 2. Mai 2017 ist unter Berücksichtigung der ihr zugrunde liegenden Erwägungen zu verstehen. Wie im angefochtenen Entscheid festgehalten wurde, begründete der Veterinärdienst die Massnahme nicht mit den diversen defekten Einrichtungen im Anbindestall, sondern mit dem ausufernden Tierbestand der Beschwerdeführerin: Die Vergangenheit habe eindrücklich gezeigt, dass sie nicht in der Lage sei, einen adäquaten Tierbestand zu halten. Sie habe es soweit kommen lassen, dass nicht einmal alle Tiere einen Platz im Stall zur Verfügung hätten. Mit dem Verbot, irgendwelche Tiere im Anbindestall zu halten, solle verhindert werden, dass die Anzahl anderer Nutztiere ausgedehnt werde und diese anstelle der Milchkühe im Anbindestall untergebracht würden (vgl. angefochtener Entscheid E. 7.1 S. 17). In den Erwägungen der erstinstanzlichen Verfügung wird zudem ausdrücklich präzisiert, dass die Nutzung des Anbindestalls der Beschwerdeführerin verboten werde. Bei der vorliegend strittigen Anordnung handelt es sich mithin um ein Nutzungsverbot für die Beschwerdeführerin. Die Vorinstanz hielt wie bereits erwähnt fest, dass der Grund für die Anordnung nicht Mängel in der Einrichtung des Stalles waren. Der Veterinärdienst erwog betreffend der Tierschutzkonformität des Anbindestalls, diese werde nicht bestritten, der Stall werde jedoch für die Haltung von nunmehr nur noch zehn Mutterkühen von der Beschwerdeführerin nicht benötigt. Auch das Volkswirtschaftsdepartement erwog in seinem Entscheid vom 12. Oktober 2017, der Anbindestall sei für die Milchkuhhaltung tierschutzkonform. Der Beschwerdeführerin sei in Zukunft jedoch nur noch erlaubt, zehn Mutterkühe mit Kälbern zu halten, für die im Laufstall eine tierschutzkonforme Unterbringungsmöglichkeit vorhanden sei. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Beschwerdeführerin den Stall für die Haltung anderer Nutztiere verwenden und deren Bestand ausdehnen werde. Dies werde durch das Nutzungsverbot für andere Tierarten verhindert.