Citation: 5P.178/2003 02.06.2003 E. 1

Die Vorinstanz hat erwogen, die Nichtigkeit von Verwaltungsverfügungen werde nach Massgabe der Evidenztheorie bei schwerwiegenden und zugleich offenkundigen oder zumindest leicht erkennbaren Rechtsfehlern als gegeben erachtet. Gemäss Art. 181 OR hafte der bisherige Schuldner auch für AHV-Beiträge noch während zwei Jahren solidarisch mit. Diese Frist scheine zwar bei Erlass der Nachtragsverfügung abgelaufen gewesen zu sein, doch könne dies nicht als schwerwiegender und zugleich offenkundiger Fehler angesehen werden, der zur (Teil)nichtigkeit führe. Die Beschwerdeführerin hätte die Verfügung anfechten können und müssen.