Citation: 6P.43/2001 31.05.2001 E. 3

3.- Steht dies einmal fest, ist auch die Würdigung der Aussagen durch das Obergericht - ebenfalls unter dem Gesichtspunkt der Willkür und im Hinblick auf den Grundsatz "in dubio pro reo" - nicht zu beanstanden: Zwar ist es richtig, dass die vor Gericht unter Wahrheitspflicht getätigten Aussagen eine gegenüber Aussagen im polizeilichen Verfahren erhöhte Beweiskraft haben. In casu durfte das Obergericht jedoch willkürfrei auf letztere abstellen, da die vor Gericht geltend gemachten Gründe, weshalb die polizeilichen Aussagen falsch gewesen sein sollen, im Rahmen des gesamten Beweisergebnisses nicht zu überzeugen und deshalb keine ernst zu nehmenden Zweifel an der Täterschaft des Beschwerdeführers zu wecken vermögen. Im Übrigen ist festzuhalten, dass eine belastende Aussage nicht schon deswegen nicht verwertet werden darf, weil deren Urheber trotz zweimaliger Zeugenvorladung zu verschiedenen Terminen nicht vor Gericht erscheint und deshalb eine Konfrontation nicht durchgeführt werden kann.