Citation: 1P.616/2005 12.10.2005 E. 4

Der Haftrichter hat auch die übrigen Voraussetzungen der Untersuchungshaft zu Recht bejaht. 4.1 Aufgrund der Aktenlage und der Ausführungen des Beschwerdeführers (Bestreitung nur der Tötungsabsicht) ist von einem dringenden Verdacht hinsichtlich der Tat vom 4. März 2004 in K.________ auszugehen. Ob hinsichtlich der übrigen Straftaten ein dringender Verdacht vorliegt, kann offen bleiben. 4.2 Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes und des Beschleunigungsgebots, indem die Schlusseinvernahme vom 13. Juli 2005 auf den 21. September 2005 verschoben worden sei. Der Staatsanwalt verweist auf den grossen Umfang der Untersuchung (mehrere Delikte, umfangreiche Akten auch aus früheren Verfahren, aufwändiges psychiatrisches Gutachten). Er habe sich auf den ersten Termin nicht vorbereiten können, weil sich die Akten damals beim Haftrichter befunden hätten. Der Beschwerdeführer hatte am 7. Juli 2005 ein Haftentlassungsgesuch gestellt, welches er am 13. Juli 2005 zurückzog. Da es sich um einen schwerwiegenden Vorwurf handelt und der Beschwerdeführer mehrfach vorbestraft ist, droht ihm im Falle einer Verurteilung eine empfindliche Freiheitsstrafe. Die bisherige Dauer der Untersuchungshaft von einem Jahr und ca. sieben Monaten übersteigt die zu erwartende Freiheitsstrafe nicht und ist somit verhältnismässig. Auf die Rüge der Verletzung des Beschleunigungsgebots ist nicht einzutreten, da das, was der Beschwerdeführer vorbringt, keine genügende Begründung der staatsrechtlichen Beschwerde darstellt (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; BGE 128 I 149 E. 2.2 S. 151 f.).