Citation: 1C_232/2017 E. B

Bei der Eidgenössischen Schätzungskommission Kreis 10 (nachfolgend: ESchK10) sind seit 1999 zahlreiche Entschädigungsforderungen zur Abgeltung übermässiger Fluglärmimmissionen aus dem Betrieb des Flughafens Zürich hängig. In diesen Verfahren tritt die Flughafen Zürich AG (FZAG) als Enteignerin auf. Im Jahr 2007 gelangte die FZAG an die Aufsichtsdelegation des Bundesverwaltungsgerichts, weil Organisation und Struktur der ESchK10 bei weitem nicht ausreichen würden, um die enorme Zahl von Fällen - 19'000 Entschädigungsbegehren, wovon erst ein kleiner Teil an die Schätzungskommission überwiesen worden sei - innert angemessener Frist zu behandeln. Auch der damalige Präsident der ESchK10, B.________, wies in mehreren Eingaben darauf hin, dass das aus den 1930er Jahren stammende Milizsystem für ausserordentliche Massenverfahren nicht tauglich und dringend eine Revision der Rechtsgrundlagen ins Auge zu fassen sei. Zur Bewältigung der Arbeitslast wies das Bundesverwaltungsgericht am 11. März 2010 B.________ an, umgehend die zur beförderlichen Erledigung der Flughafenfälle benötigten Hilfskräfte einzustellen. Zudem solle er so rasch als möglich geeignete Büroräumlichkeiten mieten und für die zeitgerechte Anschaffung der zweckmässigen Büroeinrichtung und die Einrichtung der erforderlichen Arbeitsplätze besorgt sein. Am 1. Februar 2011 übernahm die bisherige Aktuarin der ESchK10, A.________, das Präsidium und gab dafür per 31. Januar 2011 ihre Anwaltskanzlei auf. Im Oktober 2011 erliess das Bundesverwaltungsgericht als Aufsichtsbehörde eine Weisung über Stundenansätze für allgemeine Arbeiten; diese betrugen ein Fünftel des Taggelds, d.h. Fr. 160.-- (Taggeld Fr. 800.--) bzw. Fr. 100.-- (Taggeld Fr. 500.--).