Citation: I 337/01 16.09.2002 E. 9

Schliesslich fehlt es nicht nur an den invaliditätsmässigen Voraussetzungen für eine Umschulung, der geplante Besuch der Schule für Sozialbegleitung erscheint auch nicht als gezielte Förderung der beruflichen Möglichkeiten. Abgesehen davon, dass das Abschlussdiplom der Schule (noch) nicht offiziell anerkannt ist, stellt sich die Frage, welche Tätigkeit der Beschwerdeführer neben dieser offensichtlich berufsbegleitend gedachten dreijährigen Ausbildung ausüben soll. Vor allem aber würde die Schulung zu einer Einengung der beruflichen Optionen auf den Bereich der Asylbetreuung oder allenfalls den etwas weiteren Sozialbereich führen, ohne dass feststeht, dass die Einsatzmöglichkeiten auf diesem Arbeitsmarkt durch den Abschluss der geplanten Ausbildung - etwa im Vergleich zur anerkannten Ausbildung als Sozialarbeiter - wirklich wesentlich verbessert würden. Wie die Erfahrungen des Beschwerdeführers zeigen, sind gerade auf diesem Gebiet die beruflichen Aussichten derzeit nicht besonders gut. Orientiert man sich in der für die Invalidenversicherung massgeblichen Weise daran, wie die Erwerbsfähigkeit wirtschaftlich am besten umgesetzt werden kann, ergibt sich, wie bereits der IV−Berufsberater in seinem Bericht vom 20. November 2000 festgestellt hat, dass dies sinnvollerweise im Gastronomie- oder Lebensmittelbereich geschehen sollte. Damit der Versicherte auf diesem Gebiet eine Tätigkeit mit körperlicher Wechselbelastung und ohne langes Stehen und Gehen ausüben kann, wären allenfalls zusätzliche Kenntnisse im kaufmännischen oder buchhalterischen Bereich nützlich. Wollte man den Anspruch auf Umschulung bejahen, so würde eine ergänzende Ausbildung mit einer solchen Zielsetzung im Vordergrund stehen. Der Anspruch auf die konkret beantragte Umschulung ist also auch deshalb zu verneinen, weil die geplante Ausbildung zum Sozialbegleiter nicht geeignet erscheint, die Erwerbs- und Verdienstmöglichkeiten des Beschwerdeführers wesentlich zu verbessern.