Citation: 1B_411/2020 E. 3.3

3.3. Der Beschwerdeführer hält die Sachverhaltsfeststellungen des Obergerichts zum einen insofern für willkürlich, als das Obergericht erwog, er stelle die Ereignisse anders dar als die übrigen Beteiligten. Indessen räumt er selbst ein, dass es Unterschiede in den Aussagen gibt, auch wenn er diese für weniger bedeutsam hält. Damit stimmt er jedoch im Ergebnis dem Obergericht zu und zeigt jedenfalls keine offensichtlich falsche Sachverhaltsfeststellung auf. Zum andern behauptet er, das Obergericht habe aktenwidrig festgehalten, H.________ habe einen anderen Ablauf geschildert. Auch diese Rüge geht fehl. Gemäss den Feststellungen des Obergerichts hat der Beschwerdeführer behauptet, sein Bruder habe ihm am Telefon gesagt, er sei in Lebensgefahr bzw. stecke in Schwierigkeiten. H.________ habe dagegen ausgesagt, F. B.________ habe am Telefon zum Beschwerdeführer gesagt, er sei in eine Schlägerei mit C. und D. E.________ verwickelt; er habe ihn gebeten zu kommen, er wolle sich nicht wegen dessen Geldes bzw. Problemen schlagen. Diese beiden Darstellungen des Inhalts des Telefongesprächs zwischen dem Beschwerdeführer und seinem Bruder gehen aus den Einvernahmeprotokollen hervor und weichen deutlich voneinander ab. Es erscheint deshalb keineswegs als falsch zu sagen, H.________ habe den Vorfall anders geschildert als der Beschwerdeführer.