Citation: 6B_986/2017 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz nimmt an, der Beschwerdeführer sei als Mitarbeiter und eingesetzte Fachkraft der A.________ GmbH gestützt auf zeitlich gestaffelte Verträge zwischen diesem Unternehmen und der Schweizerischen Eidgenossenschaft (vertreten durch das BAFU, teilweise durch das Bundesamt für Bauten und Logistik [nachfolgend: BBL]) beim BAFU als (externer) Projektleiter im Projekt DaZu tätig gewesen. Dem Beschwerdeführer seien als IT-Projektleiter im Projekt DaZu vom BAFU unmittelbar Aufgaben im Rahmen des öffentlichen Beschaffungswesens des Bundes übertragen worden. Er habe bei der WTO-Ausschreibung die Zuschlags- und Eignungskriterien mitdefiniert und bei der Evaluation der Angebote mitgewirkt. Er habe im Projekt allgemein die Aufgabe und die Befugnis gehabt, den Ressourcenbedarf bei der zuständigen Stelle anzumelden, die Anforderungen für externe IT-Dienstleistungen zusammen mit der Fachprojektleiterin festzulegen, die hierfür geeigneten Unternehmen auszuwählen oder vorzuschlagen und diese zur Offerteneinreichung einzuladen. Er habe mehrheitlich die Offerten eingeholt, sich im Projektteam an der Evaluation der eingegangenen Offerten beteiligt und Vorschläge gemacht sowie Empfehlungen abgegeben, welche Anbieterin in fachlicher und wirtschaftlicher Hinsicht zu bevorzugen sei. Diesen Vorschlägen sei N.________, Sektionschef des Fachbereichs Umweltbeobachtung im BAFU, in der Regel gefolgt. Aufgrund seines Fachwissens, seiner Projektkenntnisse und seines persönlichen Netzwerks im IT-Bereich sei seiner Meinung besonderes Gewicht zugekommen. Dem Beschwerdeführer sei somit in objektiver Hinsicht im funktionellen Sinne Beamtenstellung zugekommen (angefochtenes Urteil S. 22 ff., 34). In subjektiver Hinsicht nimmt die Vorinstanz gestützt auf die Aussagen des Beschwerdeführers an, er habe darum gewusst, dass das öffentliche Beschaffungswesen und der im Beschaffungsverfahren zu fällende Vergabeentscheid eine öffentliche Aufgabe darstellten und dass er in diesem Zusammenhang spezifische Aufgaben wahrgenommen habe. Dass er sich nicht bewusst gewesen sei, mit seinen Handlungen den strafrechtlichen Begriff des funktionellen Beamten zu erfüllen, sei nicht massgeblich. Desgleichen sei auch nicht von Bedeutung, dass er bei der Vergabe selbst formell keine Entscheidungskompetenz gehabt habe. Er habe aber gewusst, dass seinen Vorschlägen und Empfehlungen bei Vergaben in der Regel gefolgt worden sei. Es habe ihm daher auch bewusst sein müssen, dass er im Rahmen der Beschaffungen durch das BAFU faktisch eine öffentliche Aufgabe ausgeübt und die Funktion eines Beamten wahrgenommen habe (angefochtenes Urteil S. 35).