Citation: 8C_297/2024 E. 6.1

6.1. Das kantonale Gericht verneinte auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der drei reinen Aktenbeurteilungen des Suva-Orthopäden Dr. med. E.________ vom 3. Februar, 19. Juni und 14. November 2023. Dieser hielt stets an seiner Beurteilung vom 3. Februar 2023 fest, wonach der Unfall vom 8. Juni 2022 keine objektivierbaren strukturellen Läsionen zur Folge gehabt habe, weshalb die Arthroskopie an der linken Schulter vom 3. Oktober 2022 mit operativer Sanierung der Subscapularispartialruptur nicht unfallbedingt gewesen sei. Die Folgen des Sturzes mit Schulterkontusion/-distorsion vom 8. Juni 2022 seien vielmehr nach vier bis sechs Wochen abgeheilt gewesen. Daraus schloss die Vorinstanz, die ab 12. Februar 2023 geklagten linksseitigen Schulterbeschwerden würden auf unfallfremden Ursachen beruhen. Obwohl der behandelnde Dr. med. F.________, Leitender Arzt der orthopädischen Abteilung des Spitals D.________, allen drei Einschätzungen des Dr. med. E.________ stets differenziert widersprach, verzichtete die Vorinstanz in antizipierter Beweiswürdigung auf ergänzende Abklärungen, insbesondere auf eine versicherungsexterne Expertise zur Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang der nach dem Unfall vom 8. Juni 2022 festgestellten Gesundheitsschäden an der linken Schulter.