Citation: 4A_280/2017 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz erwog, dass der Beschwerdeführer im erstinstanzlichen Verfahren keine konkreten Angaben zu seinen Arbeitszeiten gemacht habe. Er habe in der Klageschrift lediglich ausgeführt, die Überzeit sei angeordnet worden und mit Problemen in der Sandaufbereitung, mit diversen Reparaturen und mit Bedürfnissen des Betriebs (dringende Bestellungen) in Zusammenhang gestanden. Zudem habe er den Betrieb gemäss Anweisungen als Letzter verlassen müssen. An der erstinstanzlichen Verhandlung habe er ausgesagt, dass seine Arbeitszeiten weit über das Normale hinausgegangen seien. Er habe keine Arbeitszeiterfassung geführt, obwohl er öfters gesagt habe, dass er stempeln möchte. Seine Arbeitszeiten könnten nur mit den Schmelzberichten eruiert werden, in welchen die Zeiten aufgeführt seien. Genauere Angaben über seine konkreten Arbeitszeiten und wie oft ausserordentliche Reparaturen oder sonstige dringende Arbeiten über die übliche Arbeitszeit hinaus erforderlich waren, habe er im erstinstanzlichen Verfahren allerdings nicht gemacht. Aufgrund der Zeugenaussagen bestehe, so die Vorinstanz weiter, eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass der Beschwerdeführer vereinzelt Überstunden gemacht habe. Dies gehe aus den Aussagen des Zeugen E.________ hervor, wonach der Beschwerdeführer einmal für die Beschaffung eines Ersatzteils die ganze Nacht unterwegs gewesen sei, und des Zeugen F.________, wonach der Beschwerdeführer manchmal länger im Betrieb geblieben sei, wenn die Produktion noch nicht beendet gewesen sei. Mangels genauerer Angaben durch den Beschwerdeführer lasse sich daraus jedoch die Anzahl der Überstunden nicht abschätzen. Auch aus den anderen erstinstanzlichen Akten lasse sich keine Schätzung der Überstunden vornehmen. In den monatlichen Leistungsabrechnungen befinde sich eine Position "Zeitsaldo". Diese sei in den Lohnabrechnungen des Beschwerdeführers immer mit "0.00" angegeben. Er führe nicht aus, dass und inwiefern er gegenüber der Beschwerdegegnerin jemals diesen aufgeführten Zeitsaldo moniert habe, sodass sich daraus keine Anhaltspunkte über eine Schätzung ergäben. Vielmehr würden die während des ganzen Arbeitsverhältnisses unwidersprochen gebliebenen Angaben auf den Lohnabrechnungen gegen geleistete Überstunden sprechen. Die Erstinstanz habe gestützt auf die ihr vorgelegenen Akten und auf die Partei- und Zeugenaussagen zu Recht festgehalten, dass der Beschwerdeführer nicht nachgewiesen habe, dass er Überstunden geleistet habe, und dass eine Abschätzung mangels genaueren Angaben nicht möglich sei.