Citation: 2C_84/2023 E. 3.1.3

3.1.3. Aufgrund der Garantie einer öffentlichen Gerichtsverhandlung in Art. 6 Ziff. 1 EMRK haben Parteien grundsätzlich Anspruch, zumindest einmal im ganzen Verfahren Gelegenheit zu erhalten, ihre Argumente mündlich in einer öffentlichen Sitzung einem unabhängigen Gericht vorzutragen (BGE 147 I 219 E. 2.3.1). Von der Durchführung einer öffentlichen und mündlichen Verhandlung kann jedoch unter bestimmten Bedingungen abgesehen werden, so u.a. dann, wenn die Angelegenheit ohne Weiteres aufgrund der Akten sowie der schriftlichen Parteivorbringen beurteilt werden kann (BGE 147 I 153 E. 3.5.1 mit Hinweisen). Ausserdem kann von einer Verhandlung abgesehen werden, soweit die Parteien ausdrücklich oder stillschweigend auf die Durchführung eines öffentlichen Verfahrens verzichtet haben (vgl. BGE 147 I 219 E. 2.3.1).