Citation: 5A_525/2022 E. 5

Abgesehen davon, dass die Vorbringen teils neu und damit unzulässig sind (Art. 99 Abs. 1 BGG; namentlich das Vorbringen, Lastwagenführerin zu sein, ist neu, wäre aber ohnehin kein Beleg für Drogenabstinenz, nachdem die Mutter kurz zuvor selbst gegenteilige Aussagen gemacht hatte) und sich die Kritik zum grossen Teil direkt gegen die KESB richtet, was unzulässig ist, weil einzig der obergerichtliche Entscheid das Anfechtungsobjekt bildet (vgl. Art. 75 Abs. 1 BGG), beschlagen die Ausführungen weitestgehend den Sachverhalt, bleiben aber von der Sache her rein appellatorisch, woran das ab und zu eingestreute Wort "willkürlich" nichts ändert; eine Willkürrüge im Zusammenhang mit der Beweiswürdigung wäre erst dann substanziiert, wenn im Einzelnen aufgezeigt würde, dass und inwiefern das Gericht den Sinn und die Tragweite eines Beweismittels offensichtlich nicht erkannt, ohne vernünftigen Grund ein entscheidendes Beweismittel ausser Acht gelassen oder aus den vorhandenen Beweismitteln einen unhaltbaren Schluss gezogen hätte (BGE 129 I 8 E. 2.1; 136 III 552 E. 4.2; 137 III 226 E. 4.2; 140 III 264 E. 2.3). Davon kann vorliegend keine Rede sein. Das Obergericht hat eine ganze Anzahl von Sachverhaltselementen angeführt, welche in objektiver Weise an der uneingeschränkten Erziehungsfähigkeit der Mutter zweifeln lassen, wobei nicht klar ist, ob das Kindeswohl von C.________ konkret in Gefahr ist. Eben dies gilt es abzuklären und hierfür ist ein Erziehungsfähigkeitsgutachten das geeignete Mittel. Mit anderen Worten ist der Nachweis einer konkreten Kindeswohlgefährdung nicht die Voraussetzung für die Anordnung eines Gutachtens, sondern vielmehr ist dieses das Instrument zur Abklärung einer allfälligen Gefährdung. Insgesamt liegen genügend Anhaltspunkte vor, welche eine entsprechende Abklärung gebieten, so dass in rechtlicher Hinsicht ein Gutachten als erforderlich anzusehen ist. Schliesslich sind angesichts der zahlreichen Anhaltspunkte weitere Berichte, Hausbesuche u.ä. nicht zielführend, um Klarheit über die sich stellenden Fragen zu haben; vielmehr schafft einzig ein umfassendes Erziehungsfähigkeitsgutachten die notwendige Basis für weitere Entscheidungen und insofern ist dieses auch unter dem Gesichtspunkt der Subsidiarität unabdingbar. Daran ändert der Hinweis nichts, freiwillig psychiatrische Hilfe in Anspruch zu nehmen, denn dies schafft nicht den notwendigen Wissensstand, wie er für die weiteren Entscheidungsschritte seitens der KESB erforderlich ist.