Citation: 6B_969/2020 E. 1.2.2

1.2.2. Die Vorinstanz erwägt weiter, der Aktienkaufvertrag vom 1. November 2014 sowie der Buchungstext der Überweisungen vom 7. November 2014 hätten bloss dazu gedient, die Verschiebung der veruntreuten Gelder von Bank zu Bank zu ermöglichen. Der Beschwerdegegner habe mit seinen Aktivitäten entscheidend dazu beigetragen, dass diese Gelder für die Betriebskosten der von ihm geführten Gesellschaften, und damit unter anderem auch für seinen Lohn, verwendet werden konnten. Mit der ersten Instanz liege die Vermutung nahe, der Beschwerdegegner wisse mehr, als er zugebe. Dies mitunter auch deshalb, da er mit dem Beschuldigten C.________ seit vielen Jahren befreundet sei und gewusst habe, dass die Gesellschaften B.________s keine operativen Einnahmen generierten. Jedoch könne ihm ein konkretes Wissen über das Handelsgeschäft mit E.________ und die folgende Veruntreuung dessen Gelder nicht nachgewiesen werden. Die passive Teilnahme des Beschwerdegegners an Treffen mit E.________, B.________ und C.________, wo unter anderem auch über das Handelsgeschäft gesprochen worden sei, lasse den Schluss nicht zu, dass der Beschwerdegegner annehmen musste, die später unter dem Deckmantel des Aktienkaufvertra-ges vorgenommene Überweisung beruhe auf einer unrechtmässigen Verwendung gerade der Gelder von E.________. Der Standpunkt des Beschwerdegegners, wonach er geglaubt habe, B.________ verfüge über beträchtliche private Gelder und auch Immobilienbesitz in Deutschland, um immer wieder Gelder in die Gesellschaften einzuschiessen, was sie dann auch wiederholt getan habe, könne nicht widerlegt werden. Der Beschwerdegegner habe immer auf Anweisung von B.________ gehandelt und ihm könne weder eine Beteiligung noch aktives Mitwissen an den deliktischen Tätigkeiten der beiden Beschuldigten nachgewiesen werden. Eine entsprechende Strafuntersuchung in Bezug auf ihn sei denn auch unterblieben und die übrigen Lohnzahlungen nicht Gegenstand von irgendwelchen Untersuchungen geworden. Die einzige wirklich erstellte fragwürdige Handlung des Beschwerdegegners sei die Mithilfe zur Verschleierung der Zahlungen vom 7. November 2014 mittels Scheinvertrag. Es könne aufgrund der Aktenlage nicht rechtsgenügend erstellt werden, dass der Beschwerdegegner damit auch zumindest in Kauf genommen habe, dass seine Lohnzahlungen in der strittigen Periode letztlich aus deliktischer Herkunft stammten.