Citation: 4A_591/2015 E. 2.4

2.4. Die Vorinstanz hält zwar fest, es bestünden keine Unterschiede zwischen dem Gutachten E.________ und dem G.________-Gutachten bezüglich der objektivierbaren medizinischen Befunde. Im Zwischenentscheid werden die im Gutachten E.________ aufgezählten Beschwerden aber als bestehend und durch den Unfall verursacht angenommen, während das G.________-Gutachten in der Beurteilung eine vorgetäuschte Störungsgenese in Betracht zieht. Vorgetäuschte Beschwerden sind aber nicht kausal durch den Unfall verursacht. Die Vorinstanz hat im Wesentlichen nicht etwa gestützt auf das G.________-Gutachten auf eine nach dem Zwischenentscheid eingetretene gesundheitliche Verbesserung geschlossen oder angenommen, Gutachter E.________ schätze aufgrund der von ihm festgestellten gesundheitlichen Beeinträchtigung die Arbeitsfähigkeit falsch ein. Sie übt vielmehr Kritik daran, dass das Gutachten E.________ die geklagten Beschwerden als glaubhaft einschätzte. Der Entscheid der Vorinstanz gründet nicht auf Zweifeln, dass die im Gutachten E.________ festgestellten Beschwerden die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen, sondern auf Zweifeln, ob die Beschwerden tatsächlich bestehen. Die Vorinstanz sah es mithin nicht mehr als erwiesen an, dass die Beschwerden durch den Unfall verursacht wurden, sondern zog gestützt auf das G.________-Gutachten eine vorgetäuschte Störungsgenese in Betracht. Damit kommt sie auf den im Zwischenentscheid bereits entschiedenen Punkt der durch den Unfall kausal verursachten gesundheitlichen Einschränkung und der diesbezüglichen Glaubwürdigkeit des Gutachtens E.________ zurück. Auch dies ergibt sich aus den Vorbringen der Beschwerdegegner selbst: Sie argumentieren, das G.________-Gutachten verneine nicht jegliche Gesundheitsbeeinträchtigung, sondern nur solche, mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Damit behaupten sie nicht, dem G.________-Gutachten liege die im Gutachten E.________ angenommene gesundheitliche Beeinträchtigung zugrunde, sondern anerkennen, dass das G.________-Gutachten die durch den Unfall verursachte Gesundheitsstörung selbst abgeklärt hat. Wenn es bezüglich der Gesundheitsstörung aber zu einem mit dem Gutachten E.________ unvereinbaren Ergebnis kommt, kann darauf, ohne gegen die Bindungswirkung des Rückweisungsentscheides zu verstossen, nicht abgestellt werden. Ein Gutachten, das für gemäss Zwischenentscheid durch den Unfall hervorgerufene Beschwerden eine alternative Ursache in Betracht zieht, nämlich eine vorgetäuschte Störungsgenese, könnte nur nach erfolgreicher Anfechtung oder Revision des Zwischenentscheides herangezogen werden.