Citation: 6B_838/2024 E. 2.4

2.4. Eine Verletzung des Anklagegrundsatzes oder eine unzulässige Änderung der Anklage liegt nicht vor. Es liegt auf der Hand, dass der Beschwerdeführer ersehen konnte, wessen er angeklagt ist. Er wusste auch, wie sein Verhalten rechtlich qualifiziert wird und konnte seine Verteidigung richtig vorbereiten. Er wurde nicht erst an der Gerichtsverhandlung mit neuen Anschuldigungen konfrontiert. Der Beschwerdeführer übersieht, dass selbst eine fehlerhafte oder unpräzise Anklage einem Schuldspruch nicht im Weg steht, solange der Anklagegrundsatz seine Umgrenzungs- und Informationsfunktion erfüllt. Dies ist insbesondere der Fall, wenn für die beschuldigte Person klar ist, welcher Sachverhalt ihr vorgeworfen wird. Den Sachverhalt verbindlich festzustellen, ist Sache des Gerichts.