Citation: 2P.137/2004 19.10.2004 E. 3.4

3.4.1 Die Arbeit der Beschwerdeführerin wurde bezüglich der dritten Aufgabe, in welcher bei einer Aktiengesellschaft eine Kapitalherabsetzung vorzunehmen war, mit der Note 5 bewertet; darin liegt gemäss Auffassung des Regierungsrats kein Ermessensmissbrauch. Die Beschwerdeführerin hat vor Verwaltungsgericht beanstandet, der Regierungsrat sei auf einen Teil ihrer Einwände nicht eingegangen und habe zudem ihrer Lösung kleinere Mängel vorgeworfen, ohne seine Ansicht näher zu begründen. Das Verwaltungsgericht erachtete diese Rüge für unbehelflich, weil der Regierungsrat seine Prüfung angesichts der beschränkten Kognition auf die für eine Beurteilung wesentlichen Punkte habe beschränken können. 3.4.2 Vor Bundesgericht macht die Beschwerdeführerin nunmehr geltend, soweit der Regierungsrat ihre Arbeit als mangelhaft bezeichnet habe, sei er zwingend zur Begründung seiner Ansicht verpflichtet; wenn das Verwaltungsgericht eine entsprechende Verletzung des rechtlichen Gehörs nicht korrigiere, verstosse es seinerseits gegen Art. 29 Abs. 2 BV. Diese Rüge ist unbegründet: Der Regierungsrat hat nur nebenbei zwei kleinere Mängel erwähnt, denen er aber für die Bewertung der Lösung ausdrücklich nur marginale Bedeutung beimass. Er begründete seinen Entscheid vielmehr damit, dass die Beschwerdeführerin die Kapitalherabsetzung nicht, wie in der Aufgabenstellung gefordert, mittels Rückzahlung des Aktienkapitals, sondern fälschlicherweise durch einen Rückkauf der Aktien vornahm. Er betonte zudem, dass sich die Arbeit der Beschwerdeführerin gerade in diesem Punkt von jener des mit der Note 5,5 besser bewerteten Mitkandidaten unterscheide. Bei diesen Gegebenheiten hat das Verwaltungsgericht zu Recht eine Gehörsverletzung verneint.