Citation: 7B_212/2022 E. 3.3.2

3.3.2. Dass es sich bei den fraglichen polizeilichen Einvernahmen nicht um selbstständige polizeiliche Ermittlungshandlungen im Sinne von Art. 306 StPO handeln soll, ist nicht ersichtlich. Mit Ausnahme der von der Staatsanwaltschaft Thurgau an die Kantonspolizei delegierten Einvernahme des Beschwerdeführers vom 20. September 2019 fanden die fraglichen weiteren polizeilichen Einvernahmen vom 8. Juli 2019 (Kantonspolizei Schwyz), 20. September 2019 (Kantonspolizei St. Gallen) und 30. Oktober 2019 (Kantonspolizei Graubünden) nach den gemäss Art. 105 Abs. 1 BGG verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz vor den jeweiligen Eröffnungen der Strafuntersuchungen durch die verschiedenen kantonalen Staatsanwaltschaften statt, was der Beschwerdeführer nicht bestreitet. Die entsprechenden polizeilichen Einvernahmen dienten, gemäss den ebenfalls nicht in Abrede gestellten Erwägungen der Vorinstanz, der Abklärung der in den jeweiligen Kantonen eingegangen Strafanzeigen der verschiedenen Privatkläger. Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, handelt es sich bei den fraglichen Einvernahmen somit um den ersten polizeilichen Ermittlungsschritt zur möglichen Bestätigung der Angaben in den jeweiligen Strafanzeigen. Die nach den Einvernahmen erstellten Polizeirapporte wurden den jeweiligen kantonalen Staatsanwaltschaften übermittelt und diese eröffneten daraufhin die kantonalen Strafuntersuchungen, was entgegen dem Dafürhalten des Beschwerdeführers dem gesetzlich statuierten Vorgehen gemäss Art. 307 und Art. 309 StPO entspricht.