Citation: 8C_689/2019 E. 6

Zusammenfassend kann die vom Beschwerdeführer über den 31. Dezember 2016 hinaus geklagte schmerzhafte Bewegungseinschränkung der Schulter links keinem organischen Korrelat zugeordnet werden. Allein damit lässt sich der Wegfall der natürlichen Kausalität indessen nicht begründen. Vielmehr fehlt es in Bezug auf die Beurteilung der natürlichen Kausalität der nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden an einer zuverlässigen Entscheidgrundlage. In diesem Zusammenhang ist daran zu erinnern, dass der Unfallversicherer für einen Gesundheitsschaden nur insoweit haftet, als dieser nicht nur in einem natürlichen, sondern auch in einem adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis steht (BGE 142 V 435 E. 1 S. 438; 129 V 177 E. 3 S. 181). Steht aufgrund einer speziellen Adäquanzprüfung fest, dass ein allfällig bestehender natürlicher Kausalzusammenhang nicht adäquat und damit nicht rechtsgenüglich wäre, ist die Frage, ob der natürliche Kausalzusammenhang tatsächlich besteht, nicht entscheidrelevant (BGE 135 V 465 E. 5.1 S. 472). Entsprechend könnte allenfalls auf weitere medizinische Abklärungen verzichtet werden. Die AXA brachte im kantonalen Beschwerdeverfahren vor, der medizinische Endzustand sei erreicht und in Bezug auf die nicht objektivierbaren Beschwerden fehle es an einem adäquaten Kausalzusammenhang. Hierzu hat sich die Vorinstanz nicht geäussert, da sie bereits den natürlichen Kausalzusammenhang als nicht gegeben betrachtete, was nach dem Gesagten (noch) nicht erstellt ist. Die Sache ist deshalb an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie über die Beschwerde neu entscheidet. Dabei bleibt zu klären, ob die nicht objektiv nachweisbaren Beschwerden betreffend die linke Schulter in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfall vom 11. April 2014 stehen. Unabhängig davon wird sich die Vorinstanz noch zu den erwerblichen Auswirkungen der von Dr. med. E.________ festgestellten (unfallbedingt) verminderten Belastbarkeit der linken Schulter nach Ruptur der Supraspinatussehne links mit zweimaliger Arthroskopie (vgl. E. 4.2 und E. 5.1 hiervor) zu äussern haben. In diesem Sinne ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen.