Citation: 9C_563/2019 E. 4.3.2

4.3.2. Die reglementarische Bestimmung über den Begriff der Invalidität geht in zweierlei Hinsicht über die gesetzlichen Anforderungen, die für die obligatorische Vorsorge vorgesehen sind, hinaus. Einerseits sieht das Reglement die Gewährung einer Rente bereits ab einem Invaliditätsgrad von 25 % vor. Andererseits ist der Begriff der Invalidität weiter gefasst als im IVG (und im BVG), weil sich die Invalidität aus der Unfähigkeit, seinen Beruf oder eine andere seiner sozialen Stellung, seinen Kenntnissen und Fähigkeiten entsprechende Erwerbstätigkeit auszuüben, ergeben kann; die Invalidität im Sinne der IV stellt nur eine Variante dieser Möglichkeit dar (BGE 138 V 409 E. 4.2 S. 417). Damit eine versicherte Person im Sinne von Art. 5 des Reglements als invalid erklärt werden kann, ist daher ein Invaliditätsgrad von 25 % erforderlich (vgl. Urteil 9C_342/2015 vom 21. Oktober 2015 E. 3). Aus dem klaren Wortlaut und der Systematik von Art. 26 Abs. 2 Satz 1 und 2 des Reglements ergibt sich zudem, dass sich ein leistungsbegründender Invaliditätsgrad dauerhaft innerhalb der Nachdeckungsfrist manifestiert haben muss. Gegenteiliges führt, wie bei anderen, nicht innert Frist eingetretenen späteren Erhöhungen des Invaliditätsgrades, nicht zu einer Leistungspflicht nach dem Reglement (vgl. Urteil B 130/06 vom 27. April 2007 E. 4). Mit Blick darauf kann eine reglementarische Leistungspflicht nicht damit begründet werden, Art. 5 des Reglements fordere keine "voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbsunfähigkeit" (Urteil B 121/04 vom 16. August 2005 E. 4.2). Daran ändert auch nichts, dass nach Art. 15 Abs. 1 Satz 4 des Reglements Perioden der Erwerbsunfähigkeit betreffend die Wartefrist zusammengezählt werden, wenn sie nicht durch eine zwölfmonatige Phase der vollen Erwerbsfähigkeit unterbrochen werden.