Citation: 5A_71/2020 E. 5.2

5.2. Die Beschwerdeführerin verweist demgegenüber darauf, dass sie von ihrer Familie belästigt und bedroht werde, wie sie vor Obergericht dargetan und nachgewiesen habe. Damit habe die Vorinstanz sich nicht auseinandergesetzt, was eine Gehörsverletzung darstelle. Die Vorinstanz übersehe sodann, dass im Erwachsenenschutzverfahren der Schutz des Vermögens und der Privatsphäre der Beschwerdeführerin im Vordergrund stehe und nicht die Erhaltung des Familienvermögens. Die finanziellen Interessen der Beschwerdegegnerin stünden den Interessen der Beschwerdeführerin denn auch diametral entgegen. Von einer fürsorglichen Schwester könne keine Rede sein. Unter diesen Umständen habe das Obergericht den Sachverhalt willkürlich festgestellt und die Akteneinsicht zu Unrecht zugelassen. Ohnehin sei die Beschwerdegegnerin auch ohne Akteneinsicht in der Lage, ihr Begehren um Absetzung der Beiständin hinreichend zu begründen.