Citation: 6B_933/2023 E. 12.4.3

12.4.3. Im Weiteren nimmt die fachliche Einschätzung von Dr. med. I.________ ausreichend dazu Stellung, ob sich durch die Massnahme über die Dauer von fünf Jahren die Gefahr weiterer mit der psychischen Störung des Beschwerdeführers in Zusammenhang stehender Straftaten deutlich verringern lasse. Dr. med. I.________ äussert sich dahingehend, dass es für die Pädophilie wirksame Behandlungskonzepte gebe und sich dadurch der Gefahr neuerlicher Straftaten begegnen lasse. In erster Linie sei nicht die Pädophilie selbst, sondern der Umgang damit einer Therapie zugänglich, indem insbesondere die langjährig gefestigten kognitiven Verzerrungen anzugehen seien. Der Beschwerdeführer sei zwar nicht massnahmewillig, aber ein Behandlungserfolg im Falle einer Therapie gegen seinen Willen sei nicht ausgeschlossen. Nach einer Motivationsphase, die bis zu einem Jahr dauern solle, könne sich im Einzelfall im Rahmen einer mehrjährigen Behandlung durchaus ein positiver Behandlungsverlauf entwickeln. Letzlich zeige erst ein Behandlungsversuch, ob die Behandlung erfolgreich durchgeführt werden könne. Grundsätzlich sei davon auszugehen, dass die Erfolgsaussichten deutlich begrenzt seien. Mithin lässt sich der bestehenden hohen Gefahr weiterer mit seiner schweren psychischen Störung in Zusammenhang stehender Sexual- sowie Gewaltdelikte zum Nachteil von Kindern, Konsum etc. von illegaler Pornografie sowie Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz grundsätzlich begegnen. Vor dem Hintergrund der fehlenden Einsicht in das Unrecht der Straftaten sowie der langjährig gefestigten kognitiven Verzerrungen scheint eine Behandlungsdauer von mehreren Jahren nachvollziehbar als zweckmässig.