Citation: U 131/06 19.05.2006 E. 3

3.1 Dem Beschwerdeführer ist darin beizupflichten, dass sich die genügenden Erfolgsaussichten des Prozesses als eine Voraussetzung für den Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege von hier nicht interessierenden Ausnahmen abgesehen auch im Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht in unfallversicherungsrechtlichen Streitigkeiten nach den (tatsächlichen und rechtlichen) Verhältnissen im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung beurteilen (Art. 61 lit. f ATSG in Verbindung mit Art. 2 ATSG und Art. 1 UVG; Urteil K. vom 27. Dezember 2005 [U 430+472/05] mit Hinweis auf BGE 101 Ia 34). Dabei schliesst eine allfällige reformatio in peius oder der Rückzug der Beschwerde wegen einer möglichen Schlechterstellung den Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege nicht schlechthin aus (Urteil K. vom 27. Dezember 2005; vgl. auch SVR 1996 UV Nr. 40 S. 123 Erw. 3b sowie AHI 1994 S. 182 oben). Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers kommt anderseits der Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung für das Einspracheverfahren keine entscheidende Bedeutung für die Frage der unentgeltlichen Verbeiständung für das erstinstanzliche Beschwerdeverfahren zu. So kann ein in allen Teilen (tatsächliche Feststellungen und rechtliche Schlussfolgerungen) überzeugender Einspracheentscheid unter Berücksichtigung der Vorbringen in der Beschwerde deren Erfolgsaussichten als derart gering erscheinen lassen, dass die Aussichtslosigkeit des Rechtsmittels bejaht werden muss. 3.2 Im Weitern weist die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung richtig darauf hin, dass die Ausführungen in der Beschwerdeantwort der SUVA nichts enthalten, was nicht schon bei Einreichung der Beschwerde sich den Akten entnehmen liess. In Bezug auf die tatsächlichen Entscheidungsgrundlagen betrifft dies die Berichte des PD Dr. med. F.________ vom 22. Mai 2003 und des Spitals I.________ vom 3. Oktober 2003. Das Hauptargument der SUVA in der vorinstanzlichen Vernehmlassung für eine allfällige Reformatio in peius, der Rentenzusprechung liege die unzutreffende Annahme zu Grunde, es bestünden unfallbedingte Einschränkungen, sodann fand sich bereits im Einspracheentscheid vom 23. Dezember 2003. In der dortigen Erw. 4 wurde festgehalten, auf Grund des Berichts des Spitals I.________ vom 3. Oktober 2003, welcher sich auch noch auf weiter vorgenommene bildgebende Abklärungen stütze, sei eigentlich kein erklärendes organisches Korrelat für die geklagten Beschwerden gegeben. Es kann somit nicht davon gesprochen werden, mit der Verweisung auf die Ausführungen in der Beschwerdeantwort habe das kantonale Gericht für die Beurteilung der Erfolgsaussichten des Prozesses als eine Voraussetzung für den Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege auf die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse in einem späteren Zeitpunkt nach der Gesuchseinreichung abgestellt. Ebenfalls kann aufgrund der Feststellung, dass eigentlich kein erklärendes organisches Korrelat für die geklagten Beschwerden gegeben sei, was die Beurteilung einer unfallbedingten funktionellen Einschränkung als wohlwollend erscheinen lasse, nicht gesagt werden, der Einspracheentscheid habe keine Hinweise für eine Aussichtslosigkeit erkennen lassen. Weitere Einwendungen gegen die Qualifikation der Beschwerde als aussichtslos durch das kantonale Gericht werden - zu Recht - nicht vorgebracht. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist somit unbegründet.