Citation: 9C_330/2021 E. 4.4.1

4.4.1. Anders als der Beschwerdeführer anzunehmen scheint, ergibt sich aus den Stellungnahmen des Regionalen Ärztlichen Dienstes (vgl. Art. 59 Abs. 2bis IVG) oder der Berücksichtigung einer um 25 % eingeschränkten Arbeitsfähigkeit in der angefochtenen Verfügung nichts zu seinen Gunsten. Das kantonale Sozialversicherungsgericht ist weder an die Beweiswürdigung der IV-Stelle noch an die Begehren der Parteien gebunden (vgl. Art. 61 lit. c und d ATSG). Sodann lässt der Umstand, dass eine psychiatrische Diagnose lege artis gestellt wurde, nicht per se auf eine invalidenversicherungsrechtlich relevante Arbeitsunfähigkeit schliessen (vgl. BGE 143 V 409; 143 V 418; 141 V 281). Auch wenn ein Ermessensspielraum des psychiatrischen Experten zu respektieren ist (BGE 145 V 361 E. 4.1.2 und 4.3), kann auf dessen Folgenabschätzung nur abgestellt werden, wenn sie mit Blick auf die durch BGE 141 V 281 normierten Beweisthemen überzeugend begründet ist (vgl. vorangehende E. 4.1). Es genügt somit nicht, wenn ein Gutachten - wie hier - zwar umfassende Feststellungen zu den massgeblichen Indikatoren enthält, diese aber nicht in nachvollziehbarer Weise in die ärztliche Arbeitsfähigkeitsschätzung einfliessen.