Citation: 5A_223/2023 E. 2.3.1

2.3.1. Rechtsmissbräuchlich verhält sich der Gläubiger, wenn er mit der Betreibung offensichtlich Ziele verfolgt, die nicht das Geringste mit der Zwangsvollstreckung zu tun haben (vgl. Urteil 5A_453/2016 vom 30. August 2016 E. 2.1 [Anwendungsfall einer Betreibung, die sachfremde Ziele verfolgt]. Davon ist namentlich auszugehen, wenn der Betreibende bloss die Kreditwürdigkeit eines (angeblichen) Schuldners schädigen will, oder wenn er in schikanöser Weise einen völlig übersetzten Betrag in Betreibung setzt (BGE 140 III 481 E. 2.3.1 mit Hinweisen; Urteil 5A_937/2020 vom 24. Juni 2021 E. 3.1). Ein gewichtiges Indiz für eine rechtsmissbräuchliche Betreibung kann vorliegen, wenn keinerlei auch nur im Ansatz plausiblen Hinweise auf eine Forderung gegen den Betreibungsschuldner in der geltend gemachten Höhe vorliegen und daher von einer eigentlichen Fantasieforderung auszugehen ist (Urteil 5A_588/2011 vom 18. November 2011 E. 4.4: Der Betreibungsgläubiger hatte nicht nachvollziehbar begründet, inwiefern ihm persönlich Schadenersatzansprüche aufgrund welcher Rechtsbeziehung in der Höhe von Fr. 300 Mio. gegen den Betreibungsschuldner zustehen könnten).