Citation: 8C_434/2014 E. 4.2

4.2. Angesichts der dargelegten Rechtsprechung bleibt für die in der Beschwerde vorgebrachte Auslegung der gesetzlichen Bestimmungen kein Raum. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass der Bundesrat in seiner Botschaft vom 30. Mai 2008 zur Änderung des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (BBl 2008 5395) unter anderem vorgeschlagen hatte, dass - in Konkretisierung und Ergänzung von Art. 15 UVG - für die Bemessung der Taggelder und Renten künftig der bei allen Arbeitgebern erzielte Gesamtlohn massgebend sein soll. Dies gelte unabhängig davon, ob bei allen eine Nichtberufsunfallversicherung bestehe und ob eine selbstständige oder unselbstständige Tätigkeit ausgeübt werde, für welche eine freiwillige Versicherung bestehe. Wie das Bundesgericht in BGE 139 V 148 E. 724 S. 158 bereits ausführte, war schon im Zeitpunkt der Urteilsfällung nicht absehbar, ob das Gesetz tatsächlich in diesem Sinne abgeändert werde. Inzwischen hat der Bundesrat mit Datum vom 19. September 2014 eine Zusatzbotschaft zur Änderung des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung erlassen (BBl 2014 7911). Darin wird unter anderem beantragt, den erwähnten Entwurf gemäss Botschaft vom 30. Mai 2008 abzuschreiben. Im neuen Entwurf wird von einem Antrag zu Art. 15 UVG abgesehen. Damit besteht auch für das Bundesgericht kein Anlass, von seiner ständigen Rechtsprechung abzuweichen. Art. 23 Abs. 5 UVV gilt demnach in Nachachtung des Äquivalenzprinzipes nur für Einkommen, für welche eine Versicherungsdeckung besteht. Bei einem Nichtberufsunfall wie dem Vorliegenden ist dafür - wie dargelegt (E. 2.1) - vorausgesetzt, dass die wöchentliche Arbeitszeit des Arbeitnehmers mindestens acht Stunden beträgt (Art. 13 Abs. 1 UVV).