Citation: 6B_1468/2020 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz setzt sich ausführlich mit diesen Aspekten auseinander und legt nachvollziehbar dar, weshalb diese vorliegend keinen persönlichen Härtefall zu begründen vermögen. Sie anerkennt die lange Aufenthaltsdauer des Beschwerdeführers in der Schweiz, führt jedoch aus, diese allein sei kein genügendes Kriterium für eine gelungene Integration. Der Beschwerdeführer sei weder hier geboren noch aufgewachsen, sondern bereits 26 Jahre alt gewesen, als er in die Schweiz eingereist sei. Betreffend das Familienleben sei ferner relevant, wie sich die tatsächlich gelebte Situation darstelle. Der Beschwerdeführer verfüge nicht über hinreichend starke persönliche oder familiäre Bindungen in der Schweiz, die einer Wegweisung entgegenstehen würden. Seine Ehe sei geschieden worden und auch bei einem guten nachehelichen Verhältnis reiche die Beziehung zu seiner Ex-Frau nicht aus, um einen Härtefall zu begründen. Das minderjährige Kind gehöre primär zum geschützten Familienkreis, wobei die Beziehung zu diesem gut, jedoch nicht besonders ausgeprägt scheine. Der Beschwerdeführer habe seinen Sohn bis zur Verhaftung nur alle zwei Wochen gesehen. Zudem habe er das Zimmer des Sohnes in seiner Wohnung für die Lagerung und Sortierung der Drogen zur Verfügung gestellt. Unter Berücksichtigung dieser Aspekte könne das Verhältnis zum Sohn keinen Härtefall begründen, zumal der Kontakt auch über Telefon und Internet sowie Treffen ausserhalb der Schweiz aufrecht erhalten werden könne. Es sei ferner nicht ersichtlich, dass die Bindung zum in der Schweiz lebenden Bruder des Beschwerdeführers derart eng sei, dass dieser als Teil der Kernfamilie erscheine. Der Rest seiner Familie lebe im Ausland und seine aktuelle Beziehungspartnerin wohne in Italien. Zur beruflichen Integration führt die Vorinstanz aus, der Beschwerdeführer habe sich im Rahmen seiner Möglichkeiten um eine Anstellung bemüht. Im Weiteren seien seine sprachlichen Fähigkeiten nicht so gut, wie es nach 19 Jahren Aufenthalt zu erwarten wäre, jedoch verstehe er an ihn gerichtete Fragen und könne diese beantworten. Bei einer Gesamtbetrachtung könne die Integration nicht als komplett gelungen angesehen werden und begründe keinen Härtefall im Sinne von Art. 66a Abs. 2 StGB.