Citation: 8C_608/2015 E. 5.3.5

5.3.5. Massgebend zur Beurteilung des Kriteriums der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen ist eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit als solche, die zu überwinden die versicherte Person ernsthafte Anstrengungen unternimmt (BGE 134 V 109 E. 10.2.7 S. 129). Somit muss zur Erfüllung des Kriteriums selbst nach ernsthaften Anstrengungen eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit übrig bleiben. Die Versicherte konnte ab dem 21. November 2011 ihre Arbeit zu 50 Prozent wieder aufnehmen und ab 1. März 2012 die Arbeitsfähigkeit auf 70 Prozent steigern. Da sie sich nach dem Unfall wieder in den Arbeitsprozess eingliedern und teilzeitlich erwerbstätig sein konnte, erscheint das Kriterium jedenfalls nicht in seiner ausgeprägten Form gegeben. Dass sie vermehrt Ruhe- und Erholungsphasen in Anspruch nehmen muss, rechtfertigt kein anderes Ergebnis. Ob das Kriterium in seiner einfachen Form erfüllt ist, kann vorliegend offen bleiben, da selbst dann, wenn man dies bejaht, ein allfälliger natürlicher Kausalzusammenhang nicht als adäquat erscheint.