Citation: 1D_5/2022 E. 3.5

3.5. Die Vorinstanz stellte fest, dass der Betreibungsregisterauszug vom 26. Februar 2018 zwar keine offenen Betreibungen oder Verlustscheine aufweise. Jedoch stehe fest, dass der Beschwerdeführer der Fürsorgebehörde der Politischen Gemeinde Weinfelden, wo er früher wohnhaft gewesen sei, noch Fr. 11'562.55 aus Alimentenbevorschussung schulde, nachdem er eine Akontozahlung von Fr. 6'000.-- geleistet habe. Daran ändere nichts, dass das Sozialamt zu Gunsten des Beschwerdeführers und seines wirtschaftlichen Fortkommens zugestimmt hatte, die bestehenden Schuldscheine aus dem Betreibungsregister löschen zu lassen. Auf welche Weise dem Beschwerdeführer der Betrag von Fr. 6'000.-- zukam, sei von ihm bislang nicht transparent dargelegt worden. Er habe keinen Nachweis erbracht, dass ihm dieses Geld tatsächlich geschenkt worden sei. Zudem habe am 13. Juni 2018 (und damit zum Zeitpunkt der Einreichung des Einbürgerungsgesuchs) noch eine Sozialhilfeschuld in der Höhe von Fr. 8'226.95 bestanden. Auch wenn der Beschwerdeführer monatlich eine gewisse Summe abbezahlt habe und am 15. Dezember 2020 dank einer weiteren Schenkung den Restbetrag von Fr. 4'200.-- habe zurückzahlen können, ändere dies nichts daran, dass im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung wesentliche Schulden bei Sozialämtern bestanden und teilweise (im Umfang von immerhin über Fr. 11'000.--) noch immer bestehen würden. Vor diesem Hintergrund könne beim Beschwerdeführer nicht von geordneten finanziellen Verhältnissen im Sinne von § 5 Abs. 2 Ziff. 4 KBüG/TG bzw. § 2 Abs. 1 KBüV/TG ausgegangen werden. Er scheine seine finanzielle Situation offenbar vorwiegend durch Schenkungen und Zuwendungen nicht leistungsverpflichteter Dritter einigermassen im Griff zu haben, wobei unklar sei, ob es sich dabei zumindest teilweise auch um Darlehen handle.