Citation: 1C_117/2020 E. A

A.a. Das Grundstück Nr. 822 im Grundbuch Uzwil an der U.________strasse 11 in Niederuzwil liegt in der Kernzone und im Gewässerschutzbereich Au und ist mit einem Wohn- und Geschäftshaus überbaut. Ab 1963 betrieb der 1983 verstorbene C.________ darauf eine chemische Kleiderreinigung, bis die Geschäftstätigkeit wegen Konkurses im Jahr 1978 eingestellt wurde. In der Folge kaufte D.________ das Grundstück zum Kaufpreis von Fr. 246'600.-- aus der Konkursmasse und veräusserte es 1980 für Fr. 270'000.-- an B.________. Im Jahr 2010 verstarb B.________. Das Grundstück ging in der Folge am 30. September 2010 durch Erbteilung an die überlebende Ehegattin des Erblassers A.________ über. Gemäss einer Schätzung des Steueramtes Uzwil vom 3. September 2014 betrug der Verkehrswert der Liegenschaft damals Fr. 1'020'000.--. A.b. Mit Blick auf den früheren Betrieb der chemischen Reinigung nahm das Amt für Umwelt und Energie des Kantons St. Gallen (AFU) im Jahr 2008 verschiedene Abklärungen vor. Dabei kam es zum Schluss, dass mit grosser Wahrscheinlichkeit Belastungen des Untergrunds oder des Grundwassers mit umweltgefährdenden chlorierten Kohlenwasserstoffen (CKW) bestünden. Mit Schreiben vom 24. Juni 2008 teilte das Amt B.________ mit, der Standort werde in den Kataster der belasteten Standorte (KbS) eingetragen. Am 19. Januar 2011 liess A.________, die das Grundstück inzwischen zufolge Erbgangs übernommen hatte, darauf Porenluftmessungen durchführen, die einen klaren Nachweis für CKW im Untergrund ergaben. In der Folge wurde die Massnahmenklasse im Eintrag des Grundstücks Nr. 822 im Belastungskataster wegen geänderter Richtlinien wiederholt angepasst. Am 8. Mai 2015 teilte das kantonale Amt (AFU) A.________ mit, der Standort werde neu der Massnahmenklasse B (untersuchungsbedürftig) zugeteilt, wobei die erforderliche Voruntersuchung bis Ende Mai 2020 zu erfolgen habe. A.________ beauftragte daraufhin die Andres Geotechnik AG mit einer Altlasten-Voruntersuchung. Diese führte im Wesentlichen zum Ergebnis, auf dem Grundstück Nr. 822 liege im Bereich der zwischen 1963 und 1978 tätigen chemischen Reinigung eine mutmasslich kleine CKW-Belastung vor, ohne dass aufgrund der Datenlage eine genaue räumliche Abgrenzung möglich sei. Der Standort müsse aufgrund der Vorgaben für den Gewässerschutzbereich Au als belastet mit Sanierungsbedarf eingestuft werden, jedoch ohne grosse Dringlichkeit für eine Standortsanierung oder Erforderlichkeit für sofortige Massnahmen zur Gefahrenabwehr. Gestützt darauf verlangte das kantonale Amt (AFU) am 17. Januar 2017, dass nach Vorliegen einer rechtskräftigen Kostenverteilungsverfügung eine Detailuntersuchung durchgeführt und bis zu deren Abschluss der Standort überwacht werde. A.c. Am 7. Februar 2017 beantragte A.________ bei der politischen Gemeinde eine Verfügung über die Kostenverteilung. Am 25. April 2018 verfügte das kantonale Amt (AFU) zuständigkeitshalber, von den anrechenbaren Kosten in der Höhe von Fr. 31'870.30 A.________ 30 %, ausmachend Fr. 9'561.10, aufzuerlegen. Die übrigen Kosten von 70 %, ausmachend Fr. 22'309.20, wurden als Ausfallkosten nach einem bestimmten Verteilschlüssel für den Bund, den Kanton und die Gemeinde dem Gemeinwesen überbunden. A.d. Am 3. Juni 2019 wies das Baudepartement des Kantons St. Gallen einen dagegen von A.________ erhobenen Rekurs, der sich nicht gegen die Höhe der Kosten, sondern gegen deren Verteilung richtete, ab.