Citation: U 295/04 30.05.2005 E. 5

5.1 Nicht ausdrücklich bestritten wird die von der SUVA und der Vorinstanz vorgenommene Ermittlung des Invaliditätsgrades nach der Methode des Einkommensvergleichs. Aus den Akten geht hervor, dass die Beschwerdeführerin als Verkäuferin vor dem Unfall bei einem Arbeitspensum von 60 % einen Monatslohn von Fr. 1930.35 bezogen hat. Nach den Angaben des Arbeitgebers hätte sich der Lohn im Jahr 2002 auf Fr. 2070.- belaufen, was umgerechnet auf eine volle Erwerbstätigkeit ein Valideneinkommen von Fr. 44'850.- (Fr. 2070.- : 60 x 100 x 13) ergibt. Beim Invalideneinkommen ging die SUVA aufgrund der Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) von einem Einkommen bei voller Erwerbstätigkeit "von etwa Fr. 46'000.-" im Jahr aus. Weil dieser Lohn höher lag als der Verdienst von Fr. 44'850.-, welchen die Versicherte bei voller Präsenz mit der bisherigen Tätigkeit hätte erzielen können, erachtete die SUVA diesen Lohn als massgebend und setzte das Invalideneinkommen auf Fr. 22'425.- (Fr. 44'850.- : 2) fest. Die Vorinstanz bestätigte diese Berechnung mit der Feststellung, dass sich gemäss der LSE 2002 der monatliche Bruttolohn (Zentralwert) der Löhne für Frauen in einfachen und repetitiven Tätigkeiten des privaten Sektors auf Fr. 3820.- (einschliesslich Anteil 13. Monatslohn) belief (LSE 2002 S. 43 TA1), was zu einem Jahreseinkommen von Fr. 45'840.- führt. Diese Berechnung ist insofern zu berichtigen, als die Tabellenlöhne auf einer standardisierten Wochenarbeitszeit von 40 Stunden beruhen (BGE 126 V 77 Erw. 3b/bb). Umgerechnet auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden im Jahr 2002 (Stat. Jahrbuch der Schweiz 2004, S. 200 T3.2.3.5) resultiert ein Jahreseinkommen von Fr. 47'788.-. Zu einem Abzug, wie er bei der Invaliditätsbemessung aufgrund von Tabellenlöhnen praxisgemäss vorgenommen werden kann (vgl. BGE 129 V 482 Erw. 4.2.3 mit Hinweisen), fehlen die Voraussetzungen. Dagegen ist der Auffassung von SUVA und Vorinstanz beizupflichten, dass das Invalideneinkommen nicht höher als auf 50 % des Verdienstes festzusetzen ist, welchen die Beschwerdeführerin bei ganztägiger Tätigkeit am bisherigen Arbeitsplatz hätte erzielen können. Es wird damit berücksichtigt, dass die Beschwerdeführerin vor dem Unfall einen unterdurchschnittlichen Verdienst erzielt hat. Der Invaliditätsgrad von 50 % ist demnach zu bestätigen. 5.2 Zu keinem anderen Ergebnis vermag der Umstand zu führen, dass die Invalidenversicherung der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 28. Februar 2003 rückwirkend ab 1. April 2000 eine ganze Invalidenrente aufgrund eines Invaliditätsgrades von 77 % zugesprochen hat. Die Invaliditätsbemessung der Invalidenversicherung erfolgte nach der für Teilerwerbstätige massgebenden gemischten Bemessungsmethode (Art. 27bis IVV in der bis 31. Dezember 2003 gültig gewesenen Fassung) und ist für die Unfallversicherung nicht bindend (vgl. hiezu BGE 127 V 135 Erw. 4d mit Hinweisen).