Citation: 2C_654/2020 E. 3.3.3

3.3.3. Schliesslich ist die Vorinstanz zutreffend davon ausgegangen, dass keine Hinweise für eine Wiederannäherung der Ehegatten vorliegen. Unbestritten ist, dass die Ehegatten trotz Getrenntleben weiterhin Kontakt hatten. Während die Ehefrau am 7. März 2018 ausgeführt hat, dass sie den Kontakt nicht aufrecht erhalten wolle, sie aber den Beschwerdeführer zeitweilig sehe, wenn er Hilfe in "gesetzlichen Sachen" benötige, gab der Beschwerdeführer am 12. März 2018 lediglich an, dass er seine Ehefrau seit dem Auszug sechs Mal gesehen und sechs Mal mit ihr telefoniert habe. Soweit der Beschwerdeführer später vorgebracht hat, es sei bei den Treffen auch zu intimen Kontakten gekommen, belässt er es bei der blossen Behauptung, wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat. Es wäre dem Beschwerdeführer ohne Weiteres möglich gewesen, die Treffen bezüglich Zeit, Ort und Ablauf näher zu substanziieren. Seine Rüge, wonach dies zu einer unzulässigen Beweislastumkehr führe, geht bereits wegen der umfassenden Mitwirkungspflicht nach Art. 90 AIG fehl. Damit kann offengelassen werden, ob im vorliegenden Fall von (glaubhaft gemachten) intimen Kontakten überhaupt auf eine Wiederannäherung der Ehegatten hätte geschlossen werden können.