Citation: 4F_4/2024 E. 1.1

1.1. Das Bezirksgericht Lenzburg verpflichtete die Gesuchstellerin mit Urteil vom 13. April 2022 unter anderem, der Gesuchsgegnerin einen Betrag von Fr. 40'840.-- netto nebst Zins zu bezahlen, und beseitigte den von der Gesuchstellerin erhobenen Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. xxx des Betreibungsamtes X.________. Eine von der Gesuchstellerin gegen dieses Urteil erhobene Berufung wies das Obergericht des Kantons Aargau am 21. September 2023 ab. Gegen diesen Entscheid erhob die Gesuchstellerin beim Bundesgericht mit einer am 2. November 2023 der Schweizerischen Post übergebenen Eingabe Beschwerde. Mit Urteil vom 3. Januar 2024 (4A_538/2023) trat die Präsidentin der I. zivilrechtlichen Abteilung als Einzelrichterin im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG auf die Beschwerde nicht ein, da die Gesuchstellerin die Beschwerdefrist mit ihrer Eingabe vom 2. November 2023 nicht eingehalten habe. Sie führte dazu aus, die Frist für eine Beschwerde an das Bundesgericht habe nach den Bestimmungen von Art. 44 Abs. 1 und Art. 100 Abs. 1 BGG am 1. November 2023 geendet. Der 1. November (Allerheiligen) sei am Ort des Sitzes der Beschwerdeführerin kein vom kantonalen Recht anerkannter Feiertag, weshalb die Frist auch mit Rücksicht auf Art. 45 Abs. 1 BGG nicht erst am nächstfolgenden Werktag, dem 2. November 2023, abgelaufen sei. So sei zwar der 1. November (Allerheiligen) nach § 6 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Arbeitsrecht des Kantons Aargau vom 8. November 2011 [EG ArR; SAR 961.200]) in gewissen Bezirken des Kantons Aargau ein vom kantonalen Recht anerkannter Feiertag. Im Bezirk Lenzburg, wo die Sitzgemeinde der Gesuchstellerin liege, zähle der 1. November gemäss § 6 Abs. 1 lit. a EG ArR jedoch nicht zu den anerkannten Feiertagen. Dementsprechend sei die erst am 2. November 2023 erhobene Beschwerde verspätet.