Citation: 6B_758/2014 E. 2

Die Beschwerdeführerin beruft sich in ihrer Eingabe vom 29. Juli 2014 auf Art. 48 Abs. 3 BGG. Danach gilt die Frist für eine Beschwerde ans Bundesgericht auch als gewahrt, wenn die Eingabe rechtzeitig bei der Vorinstanz oder bei einer unzuständigen eidgenössischen oder kantonalen Behörde eingereicht wurde. Die Bestimmung konkretisiert den allgemeinen Verfahrensgrundsatz, dass ein Rechtsmittel, welches irrtümlich bei einer unzuständigen Behörde eingereicht wird, nach Treu und Glauben von Amtes wegen an die zuständige Behörde überwiesen werden soll. Demgegenüber ist die rechtsmissbräuchliche Anrufung der Bestimmung unzulässig. Die Beschwerdeführerin, die ausgebildete Rechtsanwältin ist und deshalb die eindeutige Rechtsmittelbelehrung in der Verfügung vom 13. Mai 2014 ohne Weiteres verstehen konnte, sandte am 10. Juli 2014 nicht irrtümlich eine für das Bundesgericht bestimmte Beschwerde an das Kantonsgericht, sondern stellte bei dieser Instanz ausdrücklich ein auf Art. 94 StPO gestütztes Gesuch um Wiederherstellung der Frist von Art. 322 Abs. 2 StPO. In der Eingabe ans Bundesgericht vom 2. September 2014 bestätigt sie dies explizit, indem sie ausführt, der Antrag auf Wiederherstellung der Frist habe rechtlich und sachlich "zunächst" näher gelegen als eine Beschwerde (S. 2 oben). Erst als sie durch das Kantonsgericht zur Bezahlung einer Sicherheitsleistung für das Fristwiederherstellungsverfahren aufgefordert wurde, kam sie auf die abwegige Idee, das Gesuch nachträglich als Beschwerde ans Bundesgericht zu deklarieren. Ein solches Verhalten ist rechtsmissbräuchlich. Die direkt an das Bundesgericht gesandte Eingabe vom 2. September 2014 ist im Übrigen verspätet. Folglich ist auf die Beschwerde im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.