Citation: 6B_877/2021 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer habe Dr. med. B.________ und die Fürsorgebehörde getäuscht, indem er jahrelang in einer eigentlichen Inszenierung gesundheitliche Beschwerden vorgespielt habe. Die vorgespielten Symptome liessen sich objektiv kaum überprüfen. Daher seien Dr. med. B.________ und die Fürsorgebehörde auf die Schilderungen des Beschwerdeführers angewiesen gewesen und hätten sich darauf verlassen müssen. Die Täuschung erweise sich damit als arglistig. Nach dem ersten Gespräch vom 11. Juni 2014 und der Übernahme der Kinderbetreuungskosten vom 26. Februar 2015 habe die Fürsorgebehörde am 1. Juni 2016, am 18. August 2017 und am 3. Oktober 2017 weitere Gespräche mit dem Beschwerdeführer geführt. Bei diesen Gelegenheiten habe sie sich nach dessen Gesundheitszustand erkundigt und Arztzeugnisse verlangt. Somit habe sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten den Leistungsanspruch mehrfach überprüft. Der Beschwerdeführer habe die Fürsorgebehörde in den Irrtum versetzt, er sei nicht in der Lage, die Kinderbetreuung zu übernehmen. Gestützt auf diesen Irrtum habe sie die Kosten für die Kinderbetreuung zu Unrecht übernommen, wodurch sie eine ungerechtfertigte Vermögensdisposition getroffen habe. Die Gespräche mit der Fürsorgebehörde hätten der Überprüfung der Leistung wirtschaftlicher Sozialhilfe gedient. Dass der Beschwerdeführer im Wissen um den Zweck der Gespräche unwahre Angaben über seinen Gesundheitszustand gemacht habe, lasse keinen anderen Schluss zu, als dass er in der Absicht gehandelt habe, sich zu bereichern, weshalb Vorsatz und Bereicherungsabsicht gegeben seien.