Citation: 4A_652/2014 E. 3.3.1

3.3.1. Die Vorinstanz hielt fest, dem Mietvertrag zwischen den Parteien sei zu entnehmen, dass unter der Rubrik "2. Mietobjekt" als "Mietliegenschaft (Adresse) " U.________ und als "Mietobjekt" Geschäftshaus angegeben wurde. Weiter stehe unter der gleichen Rubrik, unter "zur Benützung als:" Verkauf- und Lagerräume, Parkplätze etc., gemäss separatem Beschrieb. In der Zusatzvereinbarung zum Mietvertrag für Geschäftsräume, welche integrierten Bestandteil des vorerwähnten Mietvertrages darstelle und von beiden Parteien unterzeichnet worden sei, stehe u.a., dass weitere Bestimmungen und Zusatzvereinbarungen gemäss separater Beilage zum Mietvertrag bestünden. Im Dokument "Besondere Bestimmungen und Zusatzvereinbarungen zum Mietvertrag für Geschäftsräume vom 28.04.2005" sei unter dem Titel "Mietobjekt" Folgendes aufgelistet: "- Verkaufsräume im Erdgeschoss mit Galerie (mit einer Holztreppe zu erreichen). - Aufenthaltsraum für Verkauf und Ausstellungen und kleiner Theke mit Snacks, warmen und kalten Getränken. Es dürfen keine Spirituosen ausgeschenkt bzw. verkauft werden. - Kleines Büro. - Nassraum mit WC. - Autoabstellplätze im Freien. Es dürfen nur die Plätze frontseitig zum Gebäude benutzt werden. - Gedeckte kleine mobile Sitzvorrichtung mit Bänken." Nach Auslegung der Verträge nach dem Vertrauensprinzip kam die Vorinstanz zum Schluss, dass obwohl unter der Rubrik Mietobjekt im Mietvertrag "Geschäftshaus" stehe, aufgrund der detaillierten Auflistung des Mietobjektes im Dokument "Besondere Bestimmungen und Zusatzvereinbarungen zum Mietvertrag für Geschäftsräume vom 25.04.2005" davon auszugehen sei, dass nur die dort beschriebenen "Räumlichkeiten" tatsächlich zum Mietobjekt gehören würden. Denn die Auflistung lediglich einiger einzelner "Räumlichkeiten", die ohnehin alle im Mietobjekt inbegriffen seien, würde sonst wenig Sinn machen, wenn die ganze Liegenschaft (inkl. dieser separat aufgezählten "Räumlichkeiten") vermietet worden sei. Denn wäre die ganze Liegenschaft vermietet worden, so hätte sich diese Aufzählung erübrigt. Der Mietvertrag mit den beiden Zusätzen habe vom Beschwerdeführer damit nur so verstanden werden können und dürfen, dass die in den besonderen Bestimmungen aufgeführten "Räumlichkeiten" lediglich das Mietobjekt genauer spezifizieren würden. Entsprechend könne der Beschwerdeführer keinen Anspruch aus ihm entgangenen Einnahmen aus Untermietverhältnissen geltend machen.