Citation: 5A_631/2020 E. 3

Was die Rechtsanwendung anbelangt, hat die Beschwerde eine Begründung zu enthalten, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG), was eine sachbezogene Auseinandersetzung mit dessen Erwägungen erfordert (BGE 140 III 115 E. 2 S. 116; 142 III 364 E. 2.4 S. 368). Im Zusammenhang mit der Erwägung, wonach die Rechtsfähigkeit mit dem Tod endet (Art. 31 Abs. 1 ZGB) und die Beschwerdeführerin deshalb nicht im Namen des verstorbenen Ehemannes ein Erlassgesuch stellen konnte, setzt sie sich, obwohl anwaltlich vertreten, nicht sachgerichtet auseinander, wenn sie einzig festhält, sie könne nicht wissen, wie sie ihre Anträge zu formulieren habe und jedenfalls als Erbin müsse sie den Erlass der Schulden verlangen können. Ohnehin hält sie damit implizit selbst fest, dass das Erlassgesuch ausschliesslich in eigenem Namen gestellt werden konnte. Indem sie dies für die von Anfang an eigenen wie auch für die nachträglich geerbten Schulden tun konnte, geht ferner das Vorbringen an der Sache vorbei, sie sei rechtlos, wenn sie für die Schulden haften müsse, aber nichts unternehmen könne. Keine Rechtsverletzung wird dargetan mit der pauschalen und unbelegten Behauptung, es sei amtsbekannt, dass ihre finanzielle Situation sich immer weiter verschlechtere. Gleiches gilt für die Behauptung, ihre Krankheit sei amtsbekannt und der drohende Verlust des Hauses führe zu Stress und Asthma. Im Übrigen setzt sich die Beschwerdeführerin mit der Erwägung der Rekurskommission, eine allfällige Krankheit, welche allerdings nicht hinreichend belegt sei, könnte bei einer Betreibung als Grund für einen Rechtsstillstand zu prüfen sein (Art. 61 SchKG), nicht aber den Erlass von rechtskräftig auferlegten Kosten rechtfertigen, ebenso wenig auseinander wie mit der Erwägung, dass sie aufgrund einer paulianischen Anfechtung das auf sie übertragene Haus verlassen müsse (vgl. dazu im Übrigen das Urteil 5A_527/2020 vom 5. August 2020).