Citation: 9C_442/2021 E. 6.2.3

6.2.3. Zusammenfassend ist damit Folgendes festzuhalten: Im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Anspruchs auf Corona-Erwerbsersatz können nicht nur definitive Beitragsverfügungen, sondern auch (provisorische) Akontoverfügungen und Mitteilungen der Ausgleichskasse betreffend das AHV-beitragspflichtige Einkommen sowie hierauf beruhende Akontorechnungen als Grundlage für die Ermittlung des massgeblichen Einkommens im Zusammenhang mit der Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen von Art. 2 Abs. 3bis sowie der Bemessung der Entschädigung gemäss Art. 5 Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall herangezogen werden. Weiter ist nicht von einer zeitlichen Grenze per 17. März 2020 für die Berücksichtigung von Anpassungen im massgeblichen Einkommen auszugehen. Sollte das KS CE Regelungen enthalten, die als dem Gesagten widersprechend interpretiert werden müssten, wären sie für das Gericht nicht verbindlich (vgl. E. 3.1 und 3.3 hiervor).