Citation: 1C_80/2022 E. 4.7

4.7. Vorliegend verletzt die rechtswidrige Gartenanlage in der Rebbauzone nicht nur das für die Raumplanung grundlegende Prinzip der Trennung von Bau- und Nichtbauzone. Nach den unbestritten gebliebenen Feststellungen der Vorinstanz ist die Gemeinde auch im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) verzeichnet. Die Gartenanlage befindet sich daher auch in einer schutzwürdigen Umgebung. Das öffentliche Interesse an der Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustands ist demnach erheblich. Diesem gewichtigen öffentlichen Interesse steht vor allem das finanzielle Interesse des Beschwerdeführers am Erhalt der Gartenanlage bzw. der Vermeidung der Wiederherstellungskosten entgegen. Selbst bei einem Verzicht auf Rebbau kann er die Parzelle Nr. 155 indessen noch als Frei- und Erholungsfläche nutzen. Dass mit dem Rückbau der Gartenanlage auch die Parzelle Nr. 971, auf welcher die Villa des Beschwerdeführers steht, an Wert verlieren würde, erweist sich als reine Behauptung. Den Vermögensinteressen des Beschwerdeführers kann daher kein grosses Gewicht beigemessen werden. Zu keinem anderen Schluss führt das Argument, der Beschwerdeführer sehe sich bei einem Wegfall der Gartenanlage zu einem Wegzug gezwungen. Im Übrigen geht auch die Auffassung, die Parzelle Nr. 155 könne ohnehin nicht zonenkonform genutzt werden und es liege kein Verlust des Kulturlandes vor, fehl. Der Umstand, dass aus Sicht des Beschwerdeführers kein Rebbau betrieben werden kann, bedeutet im Umkehrschluss nicht, die Parzelle könne nach seinem Belieben umgestaltet werden. Auf die Erheblichkeit der Änderungen der Parzelle Nr. 155 ist sodann nachfolgend einzugehen (E. 5). Die von der Vorinstanz vorgenommene Interessenabwägung erweist sich nach dem Gesagten als bundesrechtskonform. Ein Anspruch aus Vertrauensschutz ist zu verneinen. Bei diesem Ergebnis erübrigt es sich, auf die Vorbringen zur Bösgläubigkeit und die in diesem Zusammenhang erhobene Sachverhaltsrüge einzugehen.