Citation: 1C_28/2021 E. 6.2.1

6.2.1. Gemäss § 12 Abs. 3 Satz 2 ABauV/AG sind die Gebäude- und Firsthöhe sowie die Geschosszahl bei "gestaffelten und terrassierten Bauten" für "jeden Gebäudeteil einzeln" zu messen. Diese Regel ist prinzipiell auch analog auf Stützmauern anzuwenden, welche in einem zeitlichen Abstand von mehreren Jahren erstellt wurden. Folgerichtig geht denn auch die Vorinstanz davon aus, dass bei einer Stützmauer für die Bestimmung des für deren Höhe massgebenden "niedriger gelegenen Terrains" im Sinne von § 19 Abs. 1 lit. a ABauV/AG grundsätzlich gemäss § 13 Abs. 1 ABauV/AG auf den Verlauf des Bodens abzustellen ist, der bei Einreichung des Baugesuches vorlag. Es erscheint auch nicht als willkürlich, wenn die Vorinstanz annimmt, bei einem nachträglichen Baugesuch sei im Rahmen der Anwendung von § 13 Abs. 1 BauV/AG anstelle des Terrainverlaufes im Zeitpunkt der Einreichung des Baugesuches derjenige bei Erstellung der Stützmauer massgeblich.