Citation: 2C_795/2014 E. 5.2.3

5.2.3. Der Beschwerdeführer hat sich in der Schweiz nicht erfolgreich zu integrieren vermocht; sein beruflicher Status und sein Einkommen ist nicht gesichert; seine sozialen Beziehungen bestehen im Wesentlichen zu Landsleuten; im Übrigen hat der Beschwerdeführer nicht nur seiner Frau, sondern auch einer der Töchter gegenüber Gewalt angewendet. Sein Verhalten kann deshalb nicht als tadellos im Sinne der Rechtsprechung zu Art. 8 Ziff. 2 EMRK gelten. Der Beschwerdeführer hat nie über die Niederlassung oder anderweitig über ein originäres Aufenthaltsrecht verfügt; seine Anwesenheit war zweckbezogen auf sein Ehe- und Familienleben bewilligt. Da der Beschwerdeführer die Beziehung unter Anpassung seines Besuchsrechts, das nach Angaben der Gattin immer wieder Anlass zu Auseinandersetzungen gab, auch distanzmässig vom Kosovo aus leben kann, ist der Familie aufgrund des bisherigen Verhaltens des Beschwerdeführers, des Alters der Kinder und des Umstands, dass zu deren Schutz nach wie vor eine Beistandschaft besteht, zumutbar, ihre Beziehung über die Grenzen hinweg zu pflegen. Eine dauernde Anwesenheit des Beschwerdeführers in der Schweiz ist hierfür auch im Lichte der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR-Urteil i.S. Udeh gegen Schweiz vom 16. April 2013 [Nr. 12020/09; BGE 139 I 325 ff.]; vgl. auch das EGMR-Urteil der Grossen Kammer Jeunesse gegen Niederlande vom 3. Oktober 2014 [Nr. 12738/10]) im vorliegenden Fall nicht erforderlich, zumal der Beschwerdeführer seine Beziehung zu den Kindern während einer gewissen Zeitspanne nicht oder bzw. bloss sehr punktuell leben konnte und er weder über das Sorgerecht noch die geteilte Obhut verfügt.