Citation: 4A_235/2020 E. 4.5

4.5. Rechtsbegehren Ziffer 7 (Angaben der gewerblichen Ticketanbieter) wies die Vorinstanz ebenfalls mangels Aktivlegitimation der Beschwerdeführerin ab. Diese habe nicht dargelegt, weshalb ein schützenswertes öffentliches Interesse bestehen solle. Insbesondere lägen keine Beschwerden vor, welche die fehlende Bekanntgabe der Angaben der gewerbsmässigen Anbieter (d.h. der Verkäufer der Tickets) kritisierten. Die Vorinstanz wies unter anderem darauf hin, die Schreiben der britischen Competition & Markets Authority (CMA) und der Verbraucherzentrale Bayern genügten nicht. Soweit sich die Beschwerdeführerin einmal mehr darauf beruft, es sei für ihr Klagerecht ausreichend, dass sich das fragliche Internetangebot an eine Vielzahl von Personen in zahlreichen Sprachregionen der Welt richte, kann ihr auch in diesem Zusammenhang nicht gefolgt werden. Sie vermag auch keine Verletzung von Bundesrecht aufzuzeigen, indem sie vorbringt, bei den Schreiben der CMA und der Verbraucherzentrale Bayern "[handle] es sich allerdings sehr wohl um Meldungen, welche im Rahmen des Klagerechts nach Art. 10 Abs. 3 UWG berücksichtigt werden können". Entgegen dem, was die Beschwerdeführerin anzunehmen scheint, hat die Vorinstanz die beiden Schreiben nicht etwa als unbeachtlich betrachtet, sondern hat erwogen, diese genügten im Hinblick auf das Klagerecht des Bundes nicht. Mit ihren abstrakten rechtlichen Ausführungen zu Art. 3 Abs. 1 lit. s UWG vermag sie auch in diesem Zusammenhang nicht aufzuzeigen, dass der Vorinstanz eine Missachtung der gesetzlichen Voraussetzungen zur Klageberechtigung nach Art. 10 Abs. 3 UWG vorzuwerfen wäre.