Citation: 5A_633/2021 E. 3

Das Obergericht hat zunächst auf Einwand der Beschwerdeführerin hin erwogen, es bestünden keine Anzeichen für eine Befangenheit oder Voreingenommenheit des Gutachters Dr. C.________. Alleine der Umstand, dass er bereits früher ein Gutachten über die Beschwerdeführerin erstattet habe, führe nicht zum Anschein der Befangenheit bzw. Voreingenommenheit. Das Obergericht hat sodann die Voraussetzungen der fürsorgerischen Unterbringung und schliesslich diejenigen für die Zwangsbehandlung eingehend behandelt. Zusammengefasst hat es erwogen, die Beschwerdeführerin leide an paranoider Schizophrenie und es fehle ihr an Krankheitseinsicht, bei unbehandelter Schizophrenie bestehe eine Selbstgefährdung, die Klinik sei für die Unterbringung geeignet, hinsichtlich der Behandlungsbedürftigkeit sei die Beschwerdeführerin urteilsunfähig, der Behandlungsplan sei geeignet, und schliesslich erschienen mit Blick auf die Schwere der Erkrankung, die zunehmende Chronifizierung und die verhältnismässig kurze Dauer der Zwangsbehandlung die allfälligen Nebenwirkungen der Medikamente - vor denen sich die Beschwerdeführerin fürchte, wobei sie aber abgesehen von Konzentrationsschwierigkeiten nicht geltend mache, aktuell an konkreten Nebenwirkungen zu leiden - als vertretbar.