Citation: 1C_451/2020 E. 5.1

5.1. Nach dem Ausgeführten erachtete die Vorinstanz den Nichtigkeitsgrund des Erschleichens der Einbürgerung im Sinne von Art. 41 Abs. 1 aBüG einzig aufgrund der ihrer Ansicht nach bereits im Einbürgerungszeitpunkt vorbestehenden Eheprobleme als erfüllt. Ausgehend von den genannten Grundsätzen (vgl. vorne E. 3.4 und E. 4.1 f.) ist zu prüfen, ob aufgrund dieser Beziehungskonflikte der volle Beweis erbracht ist, dass die Ehe des Beschwerdeführers bereits im Einbürgerungszeitpunkt nicht mehr intakt gewesen ist oder ob der Beschwerdeführer, wie von ihm vorgebracht, im Einbürgerungszeitpunkt weiterhin von einer zukunftsgerichteten Ehe ausgehen durfte. Nicht entscheidend für die Beurteilung dieser Frage ist, ob der Vorfall mit der Beschimpfung des Beschwerdeführers durch einen Verwandten seiner Ex-Ehefrau ein Ereignis darstellt, welches geeignet war, die Ehe abrupt zum Scheitern zu bringen. Wie bereits weiter oben ausgeführt, konnte die Ehe aufgrund der langen Zeitspanne zwischen der Einbürgerung und der späteren Trennung auch ohne Hinzutreten eines solchen Ereignisses scheitern (vgl. vorne E. 4.2).