Citation: 2C_769/2022 E. 6.6

6.6. Schliesslich hält auch die von der Vorinstanz bejahte Verhältnismässigkeit der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung vor Bundesrecht stand (vgl. Art. 96 AIG). Die Beschwerdeführerin hat nicht nur den weitaus grössten Teil ihres Lebens in Serbien verbracht, sondern sie ist auch während ihres Aufenthalts in der Schweiz wiederholt, auch mit ihrer Tochter und dem Enkelsohn, dorthin zurückgereist. Ihre gesundheitlichen Probleme (zeitweise Symptome einer schweren Depression mit psychotischen Symptomen, Nierenbeckenausgussstein links, Extensionsdefizit des rechten Ellenbogens, rezidive Schleimbeutelentzündung und Nikotinabusus) können zudem, was unbestritten geblieben ist, auch in der Heimat behandelt werden. Die dagegen vorgebrachten Einwände der Beschwerdeführerin, wonach sie im Herkunftsland keine Kontakte, keine Verwandten und keine Wohnung mehr habe sowie dass sie sich nur für sporadische Besuche in einem Kloster von Montenegro aufgehalten habe, um dort gemeinsam mit ihrer Tochter und ihrem Enkel für dessen Gesundheit zu beten, vermögen die vorinstanzlichen Feststellungen (Art. 105 Abs. 1 BGG) nicht zu erschüttern. Vielmehr bestätigen sie die vorinstanzliche Annahme, dass gemeinsame Reisen und damit auch gegenseitige Besuche sowohl mit der Tochter als auch mit dem Enkelsohn möglich sind. Im Ergebnis durfte die Vorinstanz angesichts der fehlenden (besonderen) Integration bundesrechtskonform von einem überwiegenden Interesse an der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung der Beschwerdeführerin ausgehen.