Citation: 2D_39/2021 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz hat im Wesentlichen ausgeführt, im Zeitpunkt des Entscheids vom 29. August 2019 hätten drei Personen als Mitglieder der Prüfungskommission geamtet. Der Präsident sei in den Ausstand getreten und habe nicht (ohne Nachnomination) durch ein anderes Mitglied ersetzt werden können. Sodann hat das Verwaltungsgericht erwogen, dass die Anforderungen an die Vollbesetzung des Spruchkörpers bei Exekutivorganen weniger hoch als bei Rechtsprechungsorganen seien, weil sie notgedrungen auch in reduzierter Besetzung entscheiden können müssten. In Anbetracht dessen, dass die Prüfungskommission kein Rechtsprechungs-, sondern ein Exekutivorgan sei und angesichts der Tatsache, dass das Prüfungsreglement kein Mindestquorum für die Beschlussfähigkeit der Prüfungskommission vorschreibe und sich ein solches auch nicht direkt aus dem Fairnessgebot ergebe, erachtete die Vorinstanz die Rüge der unrichtigen Zusammensetzung der Prüfungskommission als unbegründet (vgl. E. II/2.2.2.1 f. des angefochtenen Urteils).