Citation: I 1014/06 16.03.2007 E. 4

Die Beschwerde führende IV-Stelle opponiert der vorinstanzlichen Anordnung ergänzender medizinischer Abklärungen für die Beurteilung des Rentenanspruches ab September 2004. Sie argumentiert, das Gutachten des Dr. med. B.________ erfülle alle Anforderungen an ein beweistaugliches und beweiskräftiges Gutachten und stimme hinsichtlich der Schlussfolgerungen mit der Rechtsprechung überein, wonach anhaltende somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare Leidenszustände in aller Regel keine rentenbegründende Invalidität zur Folge hätten (BGE 130 V 356 und seitherige Praxis). Es gehe deshalb nicht an, sie gestützt auf das vorinstanzlich eingereichte Privatgutachten zu erneuten Abklärungen zu verpflichten. Die Beschwerdeführerin übersieht hiebei, dass ihre Vorbringen keine Verletzung von Bundesrecht (Art. 104 lit. a OG) darzutun vermögen. Eine freie Beweiswürdigung durch das kantonale Gericht (Art. 61 lit. d ATSG), welche den von der Rechtsprechung aufgestellten Erfordernissen genügt, verletzt Bundesrecht nicht (BGE 132 V 393). Die vorinstanzliche Schlussfolgerung auf fehlende Spruchreife der für den Rentenanspruch ab September 2004 massgeblichen Verhältnisse kann insbesondere nicht als offensichtlich unrichtige Tatsachenfeststellung bezeichnet werden. Was die Zeit vor September 2004 anbelangt, bestreitet der Versicherte die vorinstanzliche Beurteilung der Verhältnisse von März 2001 bis August 2004 insbesondere mit dem Argument, die 1998 aufgetretene Epilepsie werde von Frau Dr. med. C.________ zwar anamnestisch erwähnt, jedoch bezüglich Wesensveränderung und Arbeitsfähigkeit nicht diskutiert, sowenig wie durch Dr. med. H.________. Diese Kritik übersieht, dass der 1998 durchgemachte Grand Mal-Anfall mit Kopfschmerzen (bei normalem MRI des Schädels) im gesamten Beschwerdebild keine eigenständige Bedeutung hatte, zumindest nicht im Zeitpunkt der psychiatrischen Untersuchungen vom 26. August 2004, zumal Dr. med. U.________ einen Zusammenhang nur als denkbar bezeichnet hatte. Dazu lässt sich auch dem der Vorinstanz eingereichten Privatgutachten vom 19. August 2006 nichts anderes entnehmen, bezeichnet Dr. med. U.________ doch die von ihm postulierte Wesensveränderung als Folge des Schmerzzustandes, der depressiven Verstimmung und der psychosozialen Belastungen (Gutachten S. 8 unten f.). Bei dieser Aktenlage verletzt der Schluss der Vorinstanz, bis August 2004 sei eine rentenrelevante Verschlechterung des Gesundheitszustandes auszuschliessen, Bundesrecht nicht.