Citation: 2C_216/2019 E. 9.2

9.2. Die erwähnte Vorgehensweise der Steuerrekurskommission steht in Übereinstimmung mit dem KS-SSK Nr. 27: Nach diesem Kreisschreiben sind Veräusserungsverluste interkantonal dem Belegenheitskanton der Liegenschaft zuzuweisen und in einem ersten Schritt mit im gleichen Kanton und im gleichen Jahr erzielten Wertzuwachsgewinnen zu verrechnen (KS-SSK Nr. 27 Ziff. 3.2.1). Ein verbleibender Verlust, der im betreffenden Kanton und Kalenderjahr nicht mit weiterem steuerbaren Substrat, d.h. Wertzuwachsgewinnen verrechnet werden kann, ist interkantonal auf die übrigen Kantone mit Kapitalanlageliegenschaften zu verlegen, und zwar im Verhältnis der in den betroffenen Kantonen steuerbaren Reingewinne (KS-SSK Nr. 27 Ziff. 3.2.2). Zwar stellt das KS-SSK Nr. 27 weder eine Rechtsnorm noch interkantonales Recht im Sinne von Art. 95 lit. e BGG dar und vermag damit das Bundesgericht nicht zu binden. Es steht aber nichts entgegen, auf dieses Kreisschreiben abzustellen, soweit es eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellt (siehe zum Ganzen Urteil 2C_375/2010 vom 22. März 2011 E. 6.2). Letzteres ist vorliegend der Fall (vgl. auch Urteil 2C_689/2010 vom 4. April 2011 E. 4.3). Sofern die hiervor genannten Ausscheidungsregeln des KS-SSK Nr. 27 von allen beteiligten Kantonen angewendet werden, ist entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin nicht ersichtlich, inwiefern die interkantonale Steuerausscheidung und die Übernahme von Ausscheidungsverlusten nicht funktionieren sollte (vgl. Entscheid des Steuerrekursgerichtes des Kantons Zürich 2 GR.2013.20 vom 29. April 2014 E. 3e). Eine Undurchführbarkeit einer entsprechenden Steuerausscheidung ergibt sich weder aus dem Objektsteuercharakter der Grundstückgewinnsteuer noch aus dem Umstand, dass diese Steuer nur teilweise harmonisiert ist und die Kantone entsprechend den ihnen belassenen Freiräumen die Besteuerung der Grundstückgewinne nicht einheitlich geregelt haben (vgl. zu den vagen Vorgaben des StHG hinsichtlich der Ausgestaltung der Grundstückgewinnsteuer BGE 143 II 382 E. 2.1 S. 384 f., mit weiteren Hinweisen).