Citation: 8C_60/2024 E. 5.3.3

5.3.3. Hingegen ist die Rüge der Beschwerdeführerin berechtigt, dass die Vorinstanz mit Bezug auf die Ausführungen im Bericht der Dr. med. C.________ vom 26. Januar 2023 lediglich Spekulationen geäussert habe. Das kantonale Gericht hat sich mit diesem Bericht nicht auseinandergesetzt, sondern lediglich in einem Satz ohne Begründung festgehalten, die von Dr. med. C.________ attestierte Arbeitsunfähigkeit "dürfte" sich auf die angestammte Tätigkeit beziehen (vgl. E. 5.2 hiervor). Die Ausführungen der Dr. med. C.________ deuten aber auf eine Verschlechterung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin und das Vorliegen einer grösseren Arbeitsunfähigkeit ab 11. August 2022 auch in einer leidensangepassten Tätigkeit hin. Die Beschwerdegegnerin konnte sich zu einer allfälligen Verschlechterung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin nicht äussern, da der Bericht der Dr. med. C.________ im Verfügungszeitpunkt vom 19. August 2022 noch nicht vorgelegen hatte. Hinzu kommt, dass gemäss Art. 88a Abs. 2 IV eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit erst zu berücksichtigen ist, wenn sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat, so dass eine allfällige Erhöhung der Rente erst ab diesem Zeitpunkt in Betracht fiele.