Citation: 1C_92/2018 E. 4.2

4.2. Das Baurekursgericht hatte nach Durchführung eines Augenscheins befunden, als Folge der Höhe des geplanten Neubaus mit sechs anrechenbaren Geschossen und einem Volumen von ca. 17'000 m3ergebe sich ein enormer baulicher Kontrast gegenüber dem bestehenden Ensemble. Es entstehe eine für die Umgebung völlig untypische Solitärbaute auf einer leichten Kuppe, was die Höhenwirkung noch verstärke. Die Häuser in der Umgebung wiesen Schräg- bzw. Satteldächer auf. Damit sei eine (besonders) gute Beziehung zur baulichen Umgebung nicht gewährleistet. Das Verwaltungsgericht hat sich dieser Betrachtungsweise im Wesentlichen angeschlossen und befunden, angesichts seiner Höhe, seines Volumens und seiner Lage sei keine relevante Beziehung des strittigen Bauprojekts zu den nördlich gelegenen Umgebungsbauten ersichtlich. Das Flarzhaus am Tannsteinweg 9-15 und die Liegenschaften an der Tödistrasse würden von der geplanten Baute weit überragt. Insofern fehle es dieser an Eingliederung und Rücksichtnahme. Ähnliches gelte für die Beziehung zum - teilweise denkmalgeschützten - Ensemble mit hofartigem Innenraum südlich der Bauparzelle. Die beiden bestehenden Seitengebäude würden weit überragt, und auch das geplante Flachdach mit Attikageschoss bilde einen Gegensatz; die Neubaute wende sich einer gemeinsamen Innenhofnutzung mehr ab als zu.