Citation: 6B_848/2024 E. B

Am 2. Februar 2024 lud das Obergericht des Kantons Zürich zu der auf den 21. August 2024 anberaumten Berufungsverhandlung vor. Am 20. August 2024 um 18.36 Uhr reichte der erbetene Verteidiger von A.________ via IncaMail ein Arztzeugnis vom 20. August 2024 ein, wonach sein Mandant vom 20. bis 25. August 2024 arbeits- und verhandlungsunfähig sei, und ersuchte um Abnahme der Ladung bzw. um Verschiebung der Verhandlung. Das Obergericht teilte dem Verteidiger am 21. August 2024 telefonisch mit, dass dem Abnahme- bzw. Verschiebungsgesuch nicht entsprochen werde und die Berufungsverhandlung nachmittags stattfinde. A.________ erschien nicht zur Berufungsverhandlung. Anwesend war sein Verteidiger, der sich mangels Instruktion nicht zur Sache äusserte. Das Obergericht gewährte A.________ eine Frist, um seine Säumnis rechtsgenüglich darzulegen und hierzu Belege beizubringen. A.________ machte davon Gebrauch und reichte mit Eingabe vom 2. September 2024 einen ambulanten Bericht des Spitals B.________ vom 20. August 2024 nach. Das Obergericht schrieb das Berufungsverfahren mit Beschluss vom 5. September 2024 gestützt auf Art. 407 Abs. 1 lit. a StPO als durch Rückzug der Berufung erledigt ab.