Citation: 5P.18/2005 15.03.2005 E. 3

Zur Begründung des Vorwurfs der Verletzung des rechtlichen Gehörs macht die Beschwerdeführerin geltend, ihr Anwalt sei bei der Auslegung des obergerichtlichen Schreibens vom 30. September 2003 nach dem Vertrauensprinzip davon ausgegangen, das Obergericht habe eine Frist mit zwei fristgebundenen Handlungen und nicht zwei getrennte Fristen angesetzt. Dieses Verständnis sei ihr als Mandantin anzurechnen. Die Gegenpartei habe in Ziff. 3 auf Seite 2 ihrer Stellungnahme vom 15. November 2004 vorgetragen, dass zwei getrennte Fristen angeordnet worden seien, die getrennt zu notieren gewesen wären. Dabei handle es sich um einen erheblichen Gesichtspunkt, welcher überdies durch die Stellungnahme der privaten Gegenpartei erstmals in das Fristwiederherstellungsverfahren eingebracht worden sei. Zu diesem, einen wesentlichen Gesichtspunkt betreffenden Vorbringen habe die Beschwerdeführerin nicht Stellung nehmen können, womit ihr Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt worden sei.