Citation: 1B_130/2014 E. 1.4.2

1.4.2. Die Vorinstanz verneint die Voraussetzungen für eine Einschränkung des Akteneinsichtsrechts nach Art. 108 Abs. 1 StPO. Der begründete Verdacht, dass die Beschwerdegegnerin ihre Rechte missbraucht, bestehe nicht. Überwiegende Geheimhaltungsinteressen des Beschwerdeführers, die der Akteneinsicht entgegenstünden, seien weder dargetan noch ersichtlich. Die Erwägungen der Vorinstanz sind nicht zu beanstanden. Soweit sich der Beschwerdeführer gegen deren tatsächlichen Feststellungen richtet, beschränkt er sich auf appellatorische Kritik. Darauf ist nicht einzutreten (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246 mit Hinweisen). Letzteres gilt ebenso, soweit sich der Beschwerdeführer auf Tatsachen und Beweismittel beruft, die nach dem angefochtenen Entscheid entstanden sind, da es sich dabei um unzulässige Noven handelt (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 133 IV 342 E. 2.1 S. 344; Urteil 1C_784/2013 vom 23. Juni 2014 E. 1.4). Nach den verbindlichen tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz (Art. 105 Abs. 1 BGG) hat eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft aufgrund eines Vergleichs der Barbezüge des Beschwerdeführers ab Konten der Beschwerdegegnerin einerseits und der Bareinzahlungen zur Begleichung offener Rechnungen der Beschwerdegegnerin anderseits einen Kassenfehlbetrag von 1,2 Millionen Franken festgestellt. Die Polizei reduzierte diesen Betrag gestützt auf eigene Berechnungen auf Fr. 706'000.--. Der Tatverdacht hat sich im Laufe der Strafuntersuchung erhärtet und die Staatsanwaltschaft hat diese inzwischen auf weitere Straftatbestände ausgedehnt. Unter diesen Umständen ist eine missbräuchliche Strafanzeige durch die Beschwerdegegnerin offensichtlich zu verneinen. Die Untersuchungsakten enthalten die Buchhaltungen der vom Beschwerdeführer kontrollierten Gesellschaften, seine privaten Bankunterlagen sowie Dokumente über seinen Fahrzeugbestand und die Finanzierung seines Wohneigentums im Kanton Graubünden. Es ist weder dargetan noch ersichtlich, welcher konkrete Nachteil ihm durch die Offenlegung dieser Unterlagen gegenüber der Beschwerdegegnerin erwachsen soll. Diese steht zu ihm unstreitig in keinem Konkurrenzverhältnis, so dass er mit keinen geschäftlichen Nachteilen rechnen muss. Sensible persönliche Daten wie ärztliche Berichte, Tagebücher oder Ähnliches enthalten die Akten nicht. Die Beschwerdegegnerin hat an der Akteneinsicht demgegenüber ein gewichtiges Interesse. Nur in Kenntnis der Akten kann sie ihre Verfahrensrechte wirksam wahrnehmen, insbesondere gegebenenfalls auf verdächtige Zunahmen des Vermögens des Beschwerdeführers hinweisen und Beweisanträge stellen. In Abwägung der Interessen verletzt es deshalb kein Bundesrecht, wenn die Vorinstanz die Voraussetzungen einer Einschränkung des Akteneinsichtsrechts gemäss Art. 108 Abs. 1 lit. b StPO ebenso wenig als erfüllt angesehen hat, zumal nach dem Gesagten auch diese Bestimmung zurückhaltend anzuwenden ist. Auf die Ausführungen der Vorinstanz (insb. E. 4.3 und 5.3 f.) - und die Vernehmlassung der Staatsanwaltschaft - kann, was die Einzelheiten betrifft, vollumfänglich verwiesen werden (Art. 109 Abs. 3 BGG). Der Beschwerdegegnerin ist somit Akteneinsicht zu gewähren. Für einen Aufschub besteht kein Grund.