Citation: 4A_481/2019 E. 5

Die Berechnung des Erwerbsausfallschadens an sich beanstandet die Beschwerdeführerin nicht. Sie macht aber geltend, die Vorinstanz habe festgehalten, dass die von der Invaliden- und der Unfallversicherung erbrachten Rentenleistungen in der unbestrittenen Höhe von Fr. 18'118.-- bzw. Fr. 153'627.-- an den bis 30. Juni 2012 aufgelaufenen Erwerbsausfallschaden von Fr. 194'595.-- in Abzug zu bringen seien, sodass noch ein Restbetrag von Fr. 22'850.-- zu ihren Gunsten verbleibe. Mit dem Stichtag 30. Juni 2012 verletze sie die zeitliche Kongruenz. Im Urteil 4A_254/2017 vom 9. April 2018 E. 4.3 habe das Bundesgericht zwar festgehalten, dass für die Beurteilung der zeitlichen Kongruenz durchaus auch weitere Zeitspannen als einzig die Zeitspannen "bisheriger Schaden" und "zukünftiger Schaden" berücksichtigt werden könnten, das Abstellen auf den 30. Juni 2012 erweise sich indes als willkürlich und sachfremd. Sachgerechter sei es, wenn auf den Tag abgestellt werde, an dem die letzten Leistungen der Sozialversicherungen bezahlt worden seien. Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts liegt Willkür in der Rechtsanwendung vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Das Bundesgericht hebt einen Entscheid jedoch nur auf, wenn nicht bloss die Begründung, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist. Dass eine andere Lösung ebenfalls als vertretbar oder gar zutreffender erscheint, genügt nicht (BGE 140 III 167 E. 2.1 S. 168; 138 I 305 E. 4.3 S. 319 mit Hinweis). Dass diese Anforderungen vorliegend erfüllt wären, zeigt die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde nicht auf. Sie legt nicht hinreichend dar und es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern das Abstellen auf den 30. Juni 2012 durch die Vorinstanz offensichtlich unrichtig gewesen wäre. Allein der Umstand, dass das Abstellen auf einen anderen Zeitpunkt allenfalls sachgerechter wäre - wie die Beschwerdeführerin geltend macht - belegt keine Willkür. Im Übrigen hat sich die Beschwerdeführerin - wie sie in ihrer Beschwerde selbst ausführt - ab dem 1. Juli 2012 nach Kroatien begeben.