Citation: I 484/00 21.03.2001 E. 2

2.- a) Im vorliegenden Fall ist einzig die Eintretensvoraussetzung der glaubhaft gemachten erheblichen Sachverhaltsänderung streitig. Der Beschwerdeführer stützt sich hiefür ausschliesslich auf den neuen Abklärungsbericht der Berufsberaterin der IV-Stelle vom 15. Januar 1999. Darin hat diese die vom Versicherten selbst angegebenen gesundheitlichen Behinderungen und Beschwerden sowie die von ihm geschilderten Beeinträchtigungen seiner Arbeitsfähigkeit festgehalten und daraus den Schluss gezogen, sein Hauptproblem liege darin, dass er über keine Konstanz verfüge, d.h. keine regelmässige Arbeit über mehrere Stunden verrichten könne. Eine bessere Eingliederung als diejenige, die der Beschwerdeführer mit der Weiterführung seiner selbstständigen Erwerbstätigkeit in seiner eigenen Werkstätte realisiert habe, bei welcher er seine Arbeitszeit frei einteilen könne, existiere nicht. Zudem könne er in einer unselbstständigen Verweisungstätigkeit auch kein höheres Invalideneinkommen erzielen als im eigenen Betrieb. Dieser Bericht deckt sich im Wesentlichen mit demjenigen, den die Berufsberaterin der IV-Stelle am 26. November 1996 im ursprünglichen, mit der Rentenverfügung vom 21. Oktober 1997 beendeten Verwaltungsverfahren erstattet hatte; und zwar in erster Linie hinsichtlich der dem Bericht zugrunde liegenden, gesundheitlichen Behinderungen des Beschwerdeführers sowie der angenommenen, ihm noch zumutbaren Arbeitsleistungen. b) Es ist Aufgabe des Arztes, den Gesundheitszustand des Versicherten, die von ihm geklagten Beschwerden und die ihm noch zumutbaren Arbeitsleistungen zu beurteilen. Gestützt auf die entsprechenden ärztlichen Angaben und unter Umständen nach Rückfragen beim Arzt hat der Berufsberater zur Frage Stellung zu nehmen, welche konkreten beruflichen Tätigkeiten unter Berücksichtigung der Fähigkeiten, Ausbildung und Berufserfahrung vom Versicherten realistischerweise noch ausgeübt werden können (BGE 107 V 20 Erw. 2b). Da die Berufsberaterin der IV-Stelle in ihrem neuen Bericht vom 15. Januar 1999 ihre Einschätzung der erwerblichen Möglichkeiten des Beschwerdeführers wiederum unabhängig von der ärztlichen Arbeitsfähigkeitsbeurteilung lediglich gestützt auf die entsprechenden Selbstangaben des Versicherten vorgenommen hat, kommt ihrer Beurteilung keine rechtserhebliche Bedeutung zu. Es ist damit im Wesentlichen nur die bereits im Bericht vom 25. November 1996 geäusserte, berufsberaterische Auffassung bestätigt worden, wonach keine unselbstständige Verweisungstätigkeit existiere, in welcher der Beschwerdeführer die ihm verbliebene Restarbeitsfähigkeit besser verwerten könne als in seiner eigenen Werkstätte. Diese Bestätigung beinhaltet kein neues, nach der ursprünglichen Rentenverfügung vom 12. Juni 1997 eingetretenes, tatsächliches Element, welches eine erhebliche, nachträgliche Sachverhaltsänderung begründen könnte. Die Verwaltung ist daher zu Recht auf das Revisionsgesuch nicht eingetreten.