Citation: 2C_16/2015 E. 3.4.4

3.4.4. Die Vorinstanz nimmt an, die Erhebung der Nachsteuer hänge davon ab, dass der direkte Beweis der Eigentümerschaft bzw. der wirtschaftlichen Berechtigung des Steuerpflichtigen an der Anstalt erbracht sei. Diese Annahme geht fehl und verletzt Bundesrecht (Art. 8 ZGB analog; Art. 20 Abs. 1 lit. c in Verbindung mit Art. 151 ff. DBG) : Nach der aus dem Recht der Verrechnungssteuer übernommenen Praxis genügt das Fehlen plausibler anderweitiger Erklärungen, um annehmen zu dürfen, die ungewöhnliche Leistung sei an einen Beteiligungsinhaber oder eine ihm nahestehende Person geleitet worden. Dies folgt aus dem Prinzip der freien Beweiswürdigung (vorne E. 2.5.3). Bei bundesrechtskonformer Auslegung und Anwendung der Beweisregeln kann kein vernünftiger Zweifel bestehen, dass die Leistung von einer dem Steuerpflichtigen nahestehenden Person empfangen worden ist. Die Vorinstanz gelangt zu einem andern Schluss, was darauf zurückzuführen ist, dass sie nach einem direkten Beweis sucht, was aber erfolglos bleibt. Ein solche Einschränkung verletzt Bundesrecht. Zwangsläufig erweist sich die vorinstanzliche Beweiswürdigung daher als qualifiziert falsch, das heisst willkürlich (wiederum vorne E. 2.5.3).