Citation: I 561/01 06.08.2002 E. 4.1

Gestützt auf das ZMB-Gutachten 1 empfahl die IV-Stelle der Versicherten als geeignete medizinische Massnahme eine "neurologische Betreuung". Nach einer ambulanten neurologisch-neurochirurgischen Untersuchung vom 4. September 1996 im Spital X.________ beurteilten die untersuchenden Ärzte die Arbeitsfähigkeit gemäss Bericht vom 16. Oktober 1996 unverändert im Vergleich zum ZMB-Gutachten 1 und hielten daran fest, dass nach wie vor keine beruflichen Massnahmen angezeigt seien. Sie rieten zu einer rheumatologischen Abklärung und - falls auch diese keine Lösungsansätze aufzuzeigen vermöge - zu einem psychosomatischen Annäherungsversuch. Die seit Januar 1997 behandelnde Dr. med. A.________, Spezialärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, regte sodann mit Bericht vom 6. Juni 1997 die Durchführung beruflicher Massnahmen an, weil die Versicherte "gelegentlich das Gefühl [habe,] wieder 100% arbeiten zu können" und mit diesem Procedere einverstanden sei. Angesichts des als "stationär" bezeichneten Gesundheitszustandes und der identischen Diagnosestellung wie gemäss ZMB-Gutachten 1 wies die Ärztin jedoch ausdrücklich darauf hin, dass "ein objektives Erfassen der künftigen Arbeitsfähigkeit" der Beschwerdeführerin sehr schwierig sei. Obwohl zwischenzeitlich weder ein Arbeitsversuch unternommen noch sonstige medizinische Massnahmen durchgeführt worden waren und Dr. med. A.________ am 17. Februar 1998 ein im Vergleich zum Bericht vom 6. Juni 1997 "unverändertes Zustandsbild" der Gesundheit beschrieb, vertrat sie nunmehr - ohne nachvollziehbare Begründung - die Auffassung, der Beschwerdeführerin seien jetzt einfache, sehr strukturierte Arbeiten, bei welchen sie ihren rechten Arm schonen könne, anfänglich während wenigen Stunden (mit Steigerungsmöglichkeit je nach Verlauf) zumutbar.