Citation: 2C_192/2022 E. 3.4.5

3.4.5. Die Staatsverträge über den Grenzzonenverkehr, welche die Schweiz mit den weiteren Anrainerstaaten geschlossen hat, kennen grundsätzlich dieselbe Wortwahl. Auch ihnen zufolge sind "Wohn- und Wirtschaftsgebäude" in der schweizerischen Grenzzone erforderlich (so Art. 2 Ziff. 4 der Übereinkunft vom 31. Januar 1938 zwischen der Schweiz und Frankreich betreffend die grenznachbarlichen Verhältnisse und die Beaufsichtigung der Grenzwaldungen [SR 0.631.256.934.99] bzw. Art. 2 Abs. 1 Ziff. 2 des Schweizerisch-österreichischen Abkommens vom 30. April 1947 über den Grenzverkehr [SR 0.631.256.916.31]). Etwas weniger explizit gehalten ist Art. 2 Abs. 1 und Abs. 2 lit. a des Vertrags GWV CH-IT 1953 (vorne E. 3.3.4). Danach gilt: "Grenzbewohner, die ihre land- und forstwirtschaftlichen Betriebe in der Grenzzone des einen der beiden Staaten haben und die als Besitzer, Pächter oder Nutzniesser die Bebauung oder die forstwirtschaftliche Nutzung von in der anstossenden Grenzzone des andern Staates gelegenen Grundstücken persönlich besorgen, [...]" (Auszeichnung wiederum durch das Bundesgericht). Inhaltlich dürften freilich keine wesentlichen Unterschiede zum "Wohn- und Wirtschaftsgebäude" bestehen.