Citation: 5P.366/2002 26.11.2002 E. 2

Der Beschwerdeführer wirft dem Verwaltungsgericht Befangenheit vor, weil es bereits wiederholt gegen ihn entschieden habe. An der Befragung vom 23. August 2002 haben der Beschwerdeführer, dessen Vormund und seine heutige Rechtsvertreterin sowie die später urteilenden Mitglieder des Verwaltungsgerichts teilgenommen. Weder an der Sitzung noch in seiner Stellungnahme vom 2. September 2002 hat der Beschwerdeführer das Verwaltungsgericht abgelehnt und geltend gemacht, das Verwaltungsgericht offenbare seine Befangenheit durch seine Vorbefasstheit mit mindestens fünf Urteilen, die gegen ihn ergangen seien. Mit der entsprechenden Rüge ist der Beschwerdeführer nicht mehr zu hören, da er ein Ablehnungsbegehren im kantonalen Verfahren hätte stellen können und nach Treu und Glauben auch sofort hätte stellen müssen (Art. 30 Abs. 1 BV; BGE 128 V 82 E. 2b S. 85). Im Übrigen verliert ein Gerichtsmitglied seine Unabhängigkeit und Unbefangenheit nicht schon dann, wenn es in früheren Verfahren gegen den Beschwerdeführer entschieden hat (BGE 117 Ia 324 E. 2 S. 327 und 372 E. 2c S. 374).