Citation: 8C_300/2017 E. 5.4

5.4. Zusammenfassend bestehen zwar starke Anhaltspunkte gegen eine Therapieresistenz; zudem scheinen auch gewisse Ressourcen vorhanden zu sein; allerdings sprechen verschiedene Umstände für eine reduzierte Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin und damit eher für einen invalidisierenden Gesundheitsschaden. Schlüssige medizinische Ausführungen, die eine zuverlässige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im nunmehr anzuwendenden strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 208 erlauben würden, liegen somit nicht vor. Die Sache ist daher an die Verwaltung zurückzuweisen, damit sie ein den Grundsätzen von BGE 141 V 281 entsprechendes psychiatrisches Gutachten einhole, wobei auf die Fragen nach Therapieerfolg bzw. -resistenz und nach invaliditätsfremden psychosozialen und soziokulturellen Faktoren ein besonderes Augenmerk zu richten sein wird. Gestützt auf dieses Gutachten wird sie in Berücksichtigung des gesundheitlichen Verlaufs erneut über die Sache zu entscheiden haben.