Citation: 2C_106/2022 E. 4.5.3

4.5.3. Aus der von der Vorinstanz zitierten Studie vom Oktober 2021 ergibt sich, dass bei der Impfung mit Comirnaty 30 µg bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 15 Jahren eine Wirksamkeit gegenüber einer COVID-19-Erkrankung von bis zu 100 % in klinischen Studien nachgewiesen werden konnte (vgl. Robert Koch Institut, https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-Impfen/gesamt.html [abgerufen am 11. Oktober 2022]; vgl. auch E. 5.1 des angefochtenen Urteils). Angesichts des Kenntnisstands des Regierungsrats Ende September 2021 respektive anfangs Oktober 2021 durfte der Regierungsrat in tatsächlicher Hinsicht damals in haltbarer Weise von der Annahme ausgehen, dass von Personen, welche nicht über ein gültiges Covid-19-Impfzertifikat verfügten, ein höheres Ansteckungsrisiko ausgehe, als von Personen, die gegen SARS-CoV-2 geimpft seien. In diesem Lichte knüpfte die Unterscheidung zwischen geimpften und ungeimpften Schülerinnen und Schülern mit Blick auf die Möglichkeit, sich von der Maskentragpflicht zu befreien, an einen sachlichen Grund an: Während bei einer geimpften Person die Immunisierung das Ansteckungsrisiko gestützt auf die damals beigezogenen Studien reduzieren konnte, gelang dies bei einer ungeimpften Person unter anderem durch das Tragen einer Maske. Damit lässt sich eine Befreiungsmöglichkeit für Erstere sachlich begründen.