Citation: 4A_258/2018 E. 2.4

2.4. Weiter rügt die Beschwerdeführerin, dass selbst wenn (entgegen ihrer Ansicht) ein Verkauf zum bestmöglichen Verkaufspreis vereinbart gewesen sei, die Beschwerdegegnerin den Nachweis zu erbringen hätte, dass es sich bei den Fr. 50'000.-- um den bestmöglichen Verkaufspreis gehandelt habe. Wenn die Beschwerdeführerin geltend macht, die Beschwerdegegnerin habe den grünen Mercedes nicht zum bestmöglichen Preis weiterverkauft, wirft sie ihr eine Verletzung des Kommissionsvertrags vor und leitet daraus Rechte ab. Dafür trägt die Beschwerdeführerin nach Art. 8 ZGB die Beweislast. Dies gilt auch für die Behauptungslast, die der Beweislast folgt (vgl. BGE 132 III 186 E. 4 S. 191). Die Beschwerdeführerin legt aber in ihrer Beschwerde unter Hinweis auf die Akten dar, dass sie in den vorinstanzlichen Verfahren behauptet hat, ein besserer Preis als Fr. 50'000.-- wäre möglich gewesen, da selbst Herr C.________, der Inhaber der Beschwerdegegnerin, in der Parteibefragung ausgesagt habe, die Preise für solche Fahrzeuge seien stark im Steigen begriffen gewesen. Zudem habe die Beschwerdegegnerin ihre konkreten Verkaufsbemühungen nicht ansatzweise dargetan. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die beweisbelastete Beschwerdeführerin in Bezug auf die Verkaufsbemühungen der Beschwerdegegnerin aus eigener Kenntnis wohl nicht viel darlegen kann, weshalb von der Beschwerdegegnerin verlangt werden darf, die Behauptung, sie habe keine ausreichenden Verkaufsbemühungen unternommen, substanziiert zu bestreiten (vgl. BGE 133 III 43 E. 4.1 S. 54). Die Beschwerdegegnerin macht ihrerseits geltend, es sei vereinbart gewesen, nicht nur zum bestmöglichen Preis, sondern auch schnellstmöglich, weiterzuverkaufen. Die Vorinstanz hat sich mit diesen Ausführungen nicht auseinandergesetzt und auch kein Beweisverfahren durchgeführt. Sie hielt nur fest, es sei vom Preis von Fr. 50'000.-- auszugehen, der vom Erwerber an die Beschwerdegegnerin bezahlt worden sei (vgl. hiervor E. 2.1.1). Damit ist die Vorinstanz ihrer Begründungspflicht (vgl. hiervor E. 2.3.1) nicht nachgekommen. Sollte die Vorinstanz im Rahmen der durchzuführenden Beweiswürdigung (vgl. hiervor E. 2.3.3) zum Schluss kommen, es sei ein Verkauf zum bestmöglichen Preis vereinbart worden, hat sie sich entsprechend mit den diesbezüglichen Vorbringen der Parteien auseinanderzusetzen.