Citation: 2D_5/2019 E. 6

Dem Hauptantrag der Beschwerdeführerin, es sei ihr das Fähigkeitszeugnis zu erteilen, kann nicht stattgegeben werden. Denn hierfür fehlt es zum einen (nach wie vor) an der gemäss dem Urteil 2D_30/2016 vom 19. Juni 2017 erforderlichen Erstbewertung durch die korrekt besetzte kantonale Prüfungskommission, soweit es um die noch rekonstruierbaren zwei Drittel der Prüfungsleistung im Prüfungsteil "Praktische Arbeit" aus dem Jahr 2014 geht. Zum anderen lässt sich - wie ausgeführt - nach den bindenden Feststellungen der Vorinstanz ein Drittel der Prüfungsleistung im Prüfungsteil "Praktische Arbeit" aus dem Jahr 2014 (Fachgespräch) nicht mehr rekonstruieren, so dass die Erteilung des Fähigkeitszeugnisses insoweit nur auf Basis einer mit dem Prüfungszweck nicht zu vereinbarenden Annahme einer fiktiven Prüfungsleistung erfolgen könnte (vgl. vorne E. 4.2.2). Auch dem Antrag auf Einholung eines von zwei unabhängigen Experten erstellten Gutachtens über die Prüfungsleistung der Beschwerdeführerin im Prüfungsteil "Praktische Arbeit" vom 26. Mai 2014 ist nicht stattzugeben. Denn ein solches Gutachten wäre nur erforderlich, wenn sich ernstliche Hinweise auf eine eigentliche Fehlbeurteilung durch die zuständige Prüfungskommission ergeben sollten (vgl. Urteil 2D_6/2013 vom 19. Juni 2013 E. 3.2.3, unter Verweis auf BGE 136 I 229 E. 5.5 S. 238; 135 I 6 E. 2.1 S. 9; 132 I 249 E. 5 S. 253; 130 V 177 E. 5.4.1 S. 183). Vorliegend fehlt es aber - wie ausgeführt - schon an der erforderlichen Erstbewertung durch die ordnungsgemäss besetzte Prüfungskommission, so dass dem genannten Antrag (zumindest vorerst) nicht zu entsprechen ist.