Citation: 4A_104/2008 08.05.2008 E. 4.5

4.5. Die Beschwerdeführerinnen rügen zunächst, es bleibe schleierhaft, weshalb C.________ aufgrund seiner angeblichen Kenntnisse bestimmter Tätigkeiten der Beschwerdegegnerin gegenüber den SBB auf seine Urheberrechte verzichtet haben solle. Zwischen den Tätigkeiten der Beschwerdegegnerin und dem angeblichen Verzicht gegenüber den SBB bestehe schlicht kein logischer Zusammenhang. Die Begründung des angefochtenen Urteils sei sachfremd und willkürlich. Es sei nicht einzusehen, weshalb C.________ seine Urheberrechte gerade an die SBB übertragen haben sollte, die selber keine Armbanduhren mit SBB-Zifferblatt herstellten, und nicht etwa an die Migros oder die Beschwerdegegnerin. Diese Vorbringen stossen insoweit ins Leere, als die Vorinstanz nicht festgestellt hat, dass C.________ aufgrund seiner angeblichen Kenntnisse der Tätigkeiten der Beschwerdegegnerin gegenüber den SBB auf seine Urheberrechte verzichtet hätte. Sie betrachtete das Verhalten von C.________ in Kenntnis der Tätigkeit der Beklagten lediglich als Indiz, aus dem es den Rückschluss auf eine willentliche Übertragung der Rechte an die SBB traf. Inwiefern die Heranziehung dieses Indizes für den angefochtenen Schluss willkürlich sein soll, zeigen die Beschwerdeführerinnen nicht auf und ist nicht ersichtlich. Insbesondere ist keine Willkür dargetan, weil die Vorinstanz von einer Übertragung der Rechte an die SBB und nicht etwa an die Migros oder an die Beschwerdegegnerin ausging, stand C.________ doch nach den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen einzig mit den SBB, nicht aber mit der Migros oder der Beschwerdegegnerin in einer Rechtsbeziehung, konkret in einem Dienstverhältnis, in deren Rahmen eine Übertragung von Rechten in Betracht fällt. Ins Leere stossen die Beschwerdeführerinnen sodann auch, soweit sie geltend machen, ein Verzicht auf Urheberrechte, die nicht an einen Registereintrag gebunden seien, dürfe ohnehin nur sehr zurückhaltend angenommen werden und mit einem Verzicht seien nach Art. 16 URG keine Urheberrechte auf die SBB übertragen worden, weshalb der gegenteilige Schluss der Vorinstanz gegen diese Bestimmung verstosse. Denn die Vorinstanz hat entgegen diesen Vorbringen nicht einen Verzicht, sondern eine Übertragung der Rechte durch C.________ als erwiesen betrachtet.