Citation: 6B_210/2024 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz erwägt vorab, die Berufung hätte bis zum 12. Juni 2023 angemeldet werden müssen. Gemäss Angaben des Beschwerdeführers habe der geltend gemachte Haftschock bis am 14. Juni 2023 angedauert. Anhand der Aktenlage lasse sich dieser Haftschock während des erwähnten Zeitraums indes nicht objektivieren. Zusammengefasst führt die Vorinstanz aus, insgesamt sei trotz unbestritten schwerer Erkrankung des Beschwerdeführers und der Verschlechterung seines psychischen Zustands in Sicherheitshaft nicht ersichtlich, dass es ihm nicht bloss erschwert, sondern geradezu unmöglich gewesen sein soll, selbst oder durch seine damalige amtliche Verteidigerin gültig Berufung gegen das Urteil vom 30. Mai 2023 zu erheben. Eine einfache schriftliche Erklärung seinerseits hätte zur Fristwahrung bereits genügt. Zudem sei nicht von einem grob nachlässigen, qualifiziert unrichtigen oder mit den Regeln der Anwaltskunst gänzlich unvereinbaren Verhalten seitens seiner damaligen Verteidigerin auszugehen. Vielmehr sei davon auszugehen, dass diese gehörig instruiert gewesen sei und das Gesuch um vorzeitigen Massnahmeantritt im Auftrag ihres Klienten gestellt habe. Es erscheine nicht nachvollziehbar, dass sich der Beschwerdeführer mit ihr zwar über den vorzeitigen Massnahmeantritt austauschen und die Verlegung in eine Spezialstation mit einem Hungerstreik habe vorantreiben können, zugleich aber nicht im Stande gewesen sein soll, seinen Berufungswillen gegenüber seiner amtlichen Verteidigerin kundzutun. Der Beschwerdeführer mache denn auch selbst nicht geltend, die Verteidigerin habe entgegen seiner ausdrücklichen Instruktion die Berufung nicht angemeldet.