Citation: 1C_608/2017 E. A

X.________ besitzt den Führerausweis seit 1968. Am 26. Juli 2013 wurde er wegen Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf der Autobahn von 80 km/h um 22 km/h verwarnt. Am Sonntag, 15. Juni 2014, lenkte X.________ um 19:45 Uhr einen Personenwagen auf der Rosengartenstrasse in Arbon in Richtung Bahnhof. Bei der Einfahrt in den Webschiffkreisel bog er nach links ab und befuhr den Kreisverkehrsplatz im Uhrzeigersinn entgegen der gebotenen Fahrtrichtung. Er bog danach vom Kreisel nach links in die St. Gallerstrasse ein, passierte den Bahnübergang und setzte die Fahrt auf der Bahnhofstrasse in Richtung Horn fort. Die Staatsanwaltschaft Bischofszell büsste ihn am 13. April 2015 wegen einfacher Verkehrsregelverletzung mit Fr. 900.--. Nach Rückzug der dagegen erhobenen Einsprache wurde der Strafbefehl am 15. Mai 2015 rechtskräftig. Aufgrund des Vorfalls vom 15. Juni 2014 eröffnete das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons St. Gallen am 15. Oktober 2015 gegen X.________ ein Administrativmassnahmeverfahren und entzog ihm am 5. November 2015 den Führerausweis wegen einer mittelschweren Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften für die Dauer eines Monats. Die Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen hiess den von X.________ dagegen erhobenen Rekurs am 28. April 2016 teilweise gut. Sie qualifizierte die Verkehrsregelverletzung als leichte Widerhandlung. Die mangelnde Aufmerksamkeit und das Fehlverhalten des - ortsunkundigen - Lenkers stufte sie noch als leichtes Verschulden und die verursachte Gefährdung als gering ein. Die Verwaltungsrekurskommission ging mangels anderer Angaben davon aus, im Zeitpunkt der Verkehrsregelverletzung habe kein Verkehrsaufkommen geherrscht und sei kein Fussgänger zugegen gewesen; zudem sei X.________ langsam und nur einen kurzen Streckenabschnitt in die falsche Richtung gefahren. Da X.________ am 26. Juli 2013 verwarnt worden sei und er die neuerliche Widerhandlung vor Ablauf von zwei Jahren begangen habe, sei der Führerausweis für die Dauer von einem Monat zu entziehen. Dies entspreche der gesetzlichen Mindestentzugsdauer, welche nicht unterschritten werden dürfe. Den Entscheid der Verwaltungsrekurskommission focht X.________ mit Beschwerde vom 13. Mai 2016 beim Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen an. Mit Entscheid vom 28. September 2017 wies dieses die Beschwerde ab.