Citation: 8C_346/2023 E. 5.3.2

5.3.2. Nicht stichhaltig ist auch die Rüge der unvollständigen Sachverhaltswürdigung im Zusammenhang mit der grundsätzlich zumutbaren Übersetzungstätigkeit. Zutreffend ist, dass die Vorinstanz die Frage, in welchen Branchen der Beschwerdegegner einer Übersetzertätigkeit nachgehen könnte, offen gelassen hat, wobei der Asyl- und Medizinalbereich traumabedingt nicht in Frage kommt. Sie hat nicht gänzlich ausgeschlossen, dass der Beschwerdegegner wegen seiner Sprachkenntnisse Übersetzertätigkeiten ausüben könnte. Indessen hat sie in gesamthafter Würdigung der konkreten Umstände (vgl. vorstehende E. 2.3) auf seine fehlende Ausbildung hingewiesen, was aktenkundlich auch hinsichtlich seiner Sprachkenntnisse zutrifft. Dass der Beschwerdegegner über Sprachdiplome oder ähnliche Abschlüsse verfügen würde, ist nicht ersichtlich und wird auch nicht vorgebracht. In haltbarer Weise hat die Vorinstanz mit Blick auf das von Dr. med. C.________ umschriebene Belastungsprofil ferner erkannt, dass kaum eine unselbstständige Erwerbstätigkeit ohne gewisse Unterordnung (wie etwa durch einzuhaltende Vorgaben, Weisungen, Vereinbarungen) denkbar sei. Eine selbstständige Tätigkeit hat die Vorinstanz wegen der Abhängigkeit des Beschwerdegegners von einem "Helfernetz bzw.-system" ausgeschlossen, was in der Beschwerde nicht moniert wird.