Citation: 2C_325/2022 E. B

Mit Gesuch vom 7. November 2019 gelangte der Rechtsvertreter der noch in Gründung befindlichen A.________ AG an das Grundbuchinspektorat und Handelsregister des Kantons Graubünden als zuständige kantonale Bewilligungsbehörde (nachfolgend: kantonale Bewilligungsbehörde) für den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland. Er ersuchte um Erlass einer Feststellungsverfügung, der zufolge der Erwerb des Grundstücks Nr. xxxx in der Gemeinde Davos (nachfolgend nur: Grundstück) durch die zu gründende A.________ AG als bewilligungsfreier Erwerb eines Betriebsstättegrundstücks im Sinne des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 1983 über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland (BewG; SR 211.412.41) gelte. B.a. Die A.________ AG führte im Gesuch vom 7. November 2019 aus, dass das Hotel der C.________ AG auf Personalzimmer angewiesen sei. Daher wolle die A.________ AG das sich in unmittelbarer Nähe befindliche Grundstück erwerben und dieses langfristig an ihre Schwestergesellschaft vermieten. Auf dem Grundstück befinde sich aktuell ebenfalls ein Hotel. Dieses Gebäude solle aber nach dem Erwerb durch die A.________ AG dem Hotel als Personalhaus zur Verfügung stehen. Ein Umbau der inneren Räumlichkeiten sei nicht vorgesehen. Sämtliche Zimmer (14 Zimmer mit total 30 Betten) würden den Mitarbeitenden des Hotels als Wohneinheiten zur Verfügung stehen. Eine Vermietung der Wohneinheiten an Drittpersonen würde nicht erfolgen. Mit Feststellungsverfügung vom 12. Dezember 2019 hielt die kantonale Bewilligungsbehörde fest, dass das Grundstück als Teil einer Betriebsstätte gelten würde und der Erwerb des Grundstücks durch Personen im Ausland somit bewilligungsfrei sei. B.b. Gegen diese Verfügung vom 12. Dezember 2019 erhob das Bundesamt für Justiz am 22. Januar 2020 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. Es beantragte die Aufhebung der Verfügung vom 12. Dezember 2019 und die Feststellung, dass der Erwerb des Grundstücks durch die A.________ AG der Bewilligungspflicht nach dem Bundesgesetz über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland unterstehe, und eine Bewilligung mangels Bewilligungsgrund zu verweigern sei. Mit Urteil vom 24. März 2022 wies das Verwaltungsgericht die Beschwerde ab. Es erwog im Wesentlichen, praxisgemäss werde insbesondere der Erwerb von Wohnungen zugelassen, die für den Betrieb eines Unternehmens oder die Ausübung der wirtschaftlichen Tätigkeit notwendig seien. Vorliegend seien die nahe gelegenen Personalwohnungen für den Hotelbetrieb unabdingbar, da das Hotel auf flexibles Personal angewiesen sei. Das Grundstück mit den sich darauf befindlichen Personalwohnungen, deren ausschliessliche Nutzung als solche mittels öffentlich-rechtlicher, im Grundbuch eingetragener Eigentumsbeschränkung sichergestellt sei, könne durch eine Person im Ausland folglich bewilligungsfrei miterworben werden.