Citation: 5A_464/2015 E. 2.5.3

2.5.3. Der Beschwerdeführer beruft sich sodann auf sein Schreiben vom 18. Oktober 2014, mit dem er dem Kantonsgericht mitgeteilt habe, dass die Akontozahlung überwiesen worden sei. Darauf habe das Kantonsgericht nicht reagiert. Auch im Schreiben vom 27. Oktober 2014 und in der Verfügung vom 3. November 2014 habe das Kantonsgericht die Verspätung nicht erwähnt. Im Schreiben vom 27. Oktober 2014 und in der Verfügung vom 3. November 2014 habe es sogar vom "Restbetrag" bzw. der "Restzahlung" von Fr. 181'460.-- gesprochen. Durch dieses Verhalten habe es die Akontozahlung akzeptiert bzw. zu erkennen gegeben, dass es sie akzeptiert habe, und ein allfälliger Mangel sei geheilt worden. Wie bereits das Obergericht erwogen hat, kann aus dem Schweigen des Referenten zur Zahlung von Fr. 200'000.-- nicht abgeleitet werden, dass das Kantonsgericht diese Zahlung trotz Verspätung akzeptiert habe. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ist es unter dem Gesichtspunkt des fairen Verfahrens und des Vertrauensschutzes zulässig, dass das Kantonsgericht dem Beschwerdeführer die Fristversäumnis nicht sofort mitgeteilt hat. Die Zahlung des Restbetrages von Fr. 181'460.-- war zu den genannten Zeitpunkten noch ausstehend. Wenn das Kantonsgericht den Eingang dieser Zahlung abgewartet hat, um in einem einzigen Entscheid über die beiden Zahlungen zu befinden, so ist dies nicht zu beanstanden, sondern erscheint unter verfahrensökonomischen Gesichtspunkten vertretbar und ist durch seine Autonomie bei der Verfahrensführung gedeckt. Eine umgehende Mitteilung der Verspätung hätte an der Verspätung denn auch nichts geändert. Vielmehr hätte die Gefahr bestanden, damit Zwischenverfahren über die Frage der Rechtzeitigkeit der Akontozahlung vom Zaun zu reissen und das Gesamtverfahren dadurch zu blockieren. Immerhin hätte durch eine solche Mitteilung deutlich gemacht werden können, dass selbst bei Zahlung des Restbetrages nicht mehr alle Klagen behandelt werden können und der Beschwerdeführer sich über die Anrechnung des Restbetrages zu äussern habe. Dies betrifft jedoch nicht die hier zu behandelnde Frage, ob das Kantonsgericht die Zahlung von Fr. 200'000.-- akzeptiert habe, sondern den auch vom Obergericht kritisierten Punkt, dass das Kantonsgericht den Beschwerdeführer nie zu einer Anrechnungserklärung aufgefordert hat (unten E. 3.1). Schliesslich kann der Beschwerdeführer auch daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten, dass das Kantonsgericht von "Restzahlung" oder "Restbetrag" gesprochen hat. Auch wenn die Verspätung der Akontozahlung von Fr. 200'000.-- bereits feststand, handelte es sich beim Betrag von Fr. 181'460.-- im Hinblick auf die Gesamtkaution von Fr. 381'460.-- um den Restbetrag. Hat das Kantonsgericht demnach nie die Frist zur Zahlung von Fr. 200'000.-- abgenommen und hat es nie den Eindruck erweckt, es nehme die verspätete Zahlung an, so ist der Vorwurf des Beschwerdeführers unbegründet, es habe seine Haltung mit dem Abschreibungsbeschluss plötzlich und unvorhersehbar geändert.