Citation: 9C_93/2019 E. 4.1.2

4.1.2. Die Beschwerdegegnerin hatte die orthopädische Expertise der Klinik B.________ auf diesbezügliche Anweisung des Bundesgerichts im Urteil 9C_335/2015 vom 1. September 2015 hin erstellen lassen. Darin war ausdrücklich festgehalten worden (E. 4.2.2 mit Hinweis, u.a. bestätigt mit Urteil 9C_451/2018 vom 6. November 2018 E. 6.2.2), bei Gesundheitsschäden im Bereich der Orthopädie sei eine Diagnose des Funktionsausfalls (Funktionsdiagnose), d.h. eine qualitative und quantitative Analyse der Funktionsstörung des Bewegungsapparats und seiner Folgen für die versicherte Person, von zentraler Bedeutung. So seien etwa bei den Bewegungsprüfungen nicht die Winkelgrade ausschlaggebend, sondern die Brauchbarkeit eines Gelenks, die praktische Leistungsfähigkeit bzw. die Behinderung im täglichen Leben. Diese seien deshalb bei der Bewegungsprüfung der einzelnen Gelenke zusätzlich anzugeben. Bei Gesundheitsschäden an der Wirbelsäule stellte zudem die klinische Untersuchung (Inspektion) die wichtigste und feinste Prüfung dar. Auf Grund der engen Verknüpfung der Funktion der Hüften mit der Wirbelsäule sei ferner auch die Prüfung der Hüftbeweglichkeit integrierender Bestandteil der Rückenuntersuchung. Da der Sachverhalt in dieser Hinsicht unzureichend abgeklärt sei, werde die Sache zum Zweck der Einholung eines externen (orthopädischen) Gutachtens an die IV-Stelle zurückgewiesen (E. 4.3 des Urteils). Daraus ergibt sich ohne Weiteres, dass höchstrichterlich zusätzliche orthopädische Abklärungen auf Gutachtensebene als noch erforderlich, grundsätzlich aber auch als genügend eingestuft wurden. Rechtsprechungsgemäss ist es zwar prinzipiell den Gutachterpersonen überlassen, über Art und Umfang der auf Grund der konkreten Fragestellung notwendigen Untersuchungen zu befinden (u.a. Urteil 8C_682/2017 vom 14. Februar 2018 E. 6.2 mit Hinweisen). In Anbetracht der hier gegebenen Ausgangslage sowie der Tatsache, dass (chronische) Schmerzen des Bewegungsapparats zwar Gegenstand der Rheumatologie als Teildisziplin der Inneren Medizin bilden, dies aber u.a. auch auf die Orthopädie zutrifft (Urteil 8C_682/2017 vom 14. Februar 2018 E. 6.2 mit Hinweisen), erweisen sich die Feststellungen der Vorinstanz, es sei nicht ersichtlich, weshalb die orthopädischen Fachgutachter der Klinik B.________ sich hätten ausserstande sehen sollen, die Beschwerden an der Hüfte der Versicherten kompetent zu beurteilen, als jedenfalls nicht offensichtlich unrichtig. Die gutachtliche Anregung, eine rheumatologische Untersuchung durchzuführen, geht, zumal die unterschiedliche ärztliche Einschätzung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit nicht auf fachspezifischen Differenzen beruht, lediglich auf differentialdiagnostische Überlegungen zurück, ein allfälliges Krankheitsbild aus dem rheumatologischen Formenkreis nachweisen oder ausschliessen zu können. Ausschlaggebend ist indessen nach dem hiervor Dargelegten nicht die Diagnose, sondern die Frage, ob und inwieweit der Bewegungsapparat der Beschwerdeführerin beeinträchtigt ist, bzw. nach den funktionellen Einschränkungen und der damit einhergehenden Auswirkung auf das Leistungsvermögen der Versicherten (vgl. auch Urteil 9C_617/2008 vom 6. August 2009 E. 4.5). Dazu wurde im Rahmen der orthopädischen Abklärungen durch die Gutachter der Klinik B.________ in genügender Weise Stellung genommen. An diesem Ergebnis ändert der in der Beschwerde erwähnte - bereits im vorinstanzlichen Entscheid aufgeführte und gewürdigte - Bericht des PD Dr. med. E.________, Klinik F.________ AG, vom 27. September 2016 nichts, wonach Auslöser der Hüftschmerzen eine rheumatologische Grunderkrankung zu sein scheine. Beschwerdegegnerin und kantonales Gericht haben somit ihre Untersuchungs- bzw. Abklärungspflicht nicht verletzt.