Citation: 4A_423/2019 E. B

B.a. Am 17. Oktober 2014 erhob die Unternehmerin beim Bezirksgericht Willisau Klage aus Werkvertrag und beantragte, die Bauherrschaft sei zu verpflichten, ihr unter solidarischer Haftbarkeit Fr. 148'986.15 nebst 5 % Zins seit dem 28. September 2013 zu bezahlen. Sie klagte damit Forderungen aus Werkvertrag, Nachträgen sowie übrigen Aufwendungen ein. Die Bauherrschaft beantragte die Abweisung der Klage und erhob Widerklage mit dem Begehren, die Unternehmerin sei zu verpflichten, ihr den Betrag von Fr. 500'000.-- nebst Verzugszins zu 5 % seit 1. Dezember 2011 zu bezahlen. Die Bauherrschaft stellte zudem einen Antrag auf vorsorgliche Beweisabnahme nach Art. 158 ZPO, den der Bezirksgerichtspräsident abwies. Während das Kantonsgericht Luzern auf die hiergegen erhobene Beschwerde nicht eintrat, hiess das Bundesgericht die im Anschluss eingereichte Beschwerde in Zivilsachen mit Entscheid vom 12. Mai 2017 gut wegen Verweigerung des rechtlichen Gehörs mangels hinreichender Begründung des Abweisungsentscheids (Verfahren 4A_128/2017). Mit nunmehr gehörig begründetem Entscheid vom 13. Juli 2017 wies das Bezirksgericht Willisau das Gesuch der Bauherrschaft um vorsorgliche Beweisführung erneut ab. Das Kantonsgericht Luzern sowie das Bundesgericht (Verfahren 4A_441/2017) schützten diesen Entscheid. Mit Urteil vom 11. September 2018 verpflichtete das Bezirksgericht Willisau die Bauherrschaft, der Unternehmerin unter solidarischer Haftung Fr. 117'343.95 nebst 5 % Zins seit 28. September 2013 zu bezahlen und wies die Klage im Mehrumfang sowie die Widerklage ab. Das Bezirksgericht erachtete den Werkvertrag sowie diverse Nachträge und Regiearbeiten als gehörig erfüllt und wies die von der Bauherrschaft vorgebrachten Einwände grösstenteils als unsubstanziiert ab. Insbesondere könne der Unternehmerin kein Architektenfehler angelastet werden; zumal die Bauherrschaft nicht konkretisiert habe, aufgrund welcher gegenseitigen Willensübereinstimmung - abweichend vom klaren Wortlaut des Werkvertrags - die Unternehmerin die Verantwortung für die gesamte Bauleitung übernommen habe. In Bezug auf die Widerklage kam die Bauherrschaft nach Ansicht des Bezirksgerichts ebenfalls ihrer Behauptungs- und Substanziierungslast nicht nach. Da sie nicht aufgezeigt habe, dass sie allfällige Mängel fristgerecht rügte, wies das Bezirksgericht die Widerklage ab, ohne diesbezüglich Beweise abgenommen zu haben. B.b. Das Kantonsgericht Luzern wies mit Urteil vom 25. Juni 2019 die von der Bauherrschaft erhobene Berufung ab und bestätigte den Entscheid des Bezirksgerichts Willisau.