Citation: 5A_231/2024 E. 2

Das Obergericht hat festgehalten, dass gemäss Art. 269 Abs. 1 SchKG für die Verteilung des Erlöses im Nachkonkurses die gleichen Regeln wie im vorangehenden Konkursverfahren anwendbar seien. Der obsiegende (Wegweisungs-) Kläger erhalte die Dividende, die ihm auf seine Forderung zukomme sowie den Prozessgewinn nach Art. 250 Abs. 2 SchKG bis zur Höhe seiner kollozierten Forderung. Im vorliegenden Fall müsse demnach bei der Verteilung des Erlöses aus dem Nachkonkurs berücksichtigt werden, dass die Beschwerdegegnerin im Wegweisungsprozess gegen die C.________ obsiegt habe. Für den Prozessgewinn nach Art. 250 Abs. 2 SchKG seien auch die nach Konkursschluss neu entdeckten Vermögenswerte zu berücksichtigen; das Recht auf den Prozessgewinn bestehe im Nachkonkurs weiter. Entsprechend hat das Obergericht die Nachkonkursdividende der Beschwerdegegnerin neu berechnet: Ausgehend von den Anteilen am Erlös im vorangegangen Konkursverfahren hat das Obergericht im gleichen Verhältnis die Anteile am Erlös im Nachkonkursverfahren (Fr. 236'094.65 nach Abzug der Kosten) festgesetzt. Es ermittelte den Prozessgewinn (Erlösanteil von 66.37% bzw. Fr. 156'696.--, den die C.________ nach dem ursprünglichen Kollokationsplan für ihre Forderung erhalten würde) sowie den verhältnismässigen Erlösanteil der Beschwerdegegnerin für ihre eigene Forderung. Von der Summe, die der Beschwerdegegnerin insgesamt zustehe (Fr. 184'862.11), hat das Obergericht den Betrag (Fr. 83'746.45), der vom Konkursamt im Nachkonkurs bereits ausbezahlt wurde, abgezogen. Der Beschwerdegegnerin würden daher Fr. 101'115.66 zustehen, wovon indes nur Fr. 101'111.77 anbegehrt und auszuzahlen seien.