Citation: 2C_518/2022 E. B

Gegen den vorgenannten Verlängerungsbeschluss erhoben A.________ und B.________ am 11. Februar 2022 im Verfahren der abstrakten Normenkontrolle Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich und bean tragten die Aufhebung von § 2 Abs. 1 und § 3 Abs. 1 der V Covid-19 Gesundheitsbereich/ZH sowie die Aufhebung von Ziff. I des regierungsrätlichen Verlängerungsbeschlusses. Eventualiter sei, wenn die angefochtenen Bestimmungen im Urteilszeitpunkt nicht mehr in Kraft seien, deren Rechtswidrigkeit festzustellen. Das Verwaltungsgericht schrieb das Verfahren mit Verfügung des Einzelrichters vom 16. Mai 2022 als gegenstandslos geworden ab. Es begründete die Abschreibung im Wesentlichen damit, dass die angefochtene Verordnung nicht mehr in Kraft sei und sich das Verwaltungsgericht bereits mit der Zulässigkeit der Testpflicht auseinandergesetzt (und diese bejaht) habe. Deshalb stelle sich keine Frage von grundsätzlicher Bedeutung mehr. Auf das Erfordernis des aktuellen Rechtsschutzinteresses werde deshalb nicht verzichtet. A.________ war zum fraglichen Zeitpunkt angestellte Pflegerin eines Spitals im Kanton Zürich, wobei sie nach eigener, unwidersprochener Darstellung privatrechtlich angestellt war. B.________ war privatrechtlich angestellte Arbeitsagogin beim C.________/ZH, einer sozialtherapeutischen Einrichtung, welche unter anderem Suchtkranke stationär behandelt. Es ist unbestritten, dass die Institutionen, bei welchen A.________ und B.________ angestellt waren, von § 2 Abs. 1 (Spital) bzw. § 3 (C.________/ZH) V Covid-19 Gesundheitsbereich/ZH erfasst wurden. A.________ und B.________ waren während der Geltungsdauer der V Covid-19 Gesundheitsbereich/ZH weder (gegen Covid-19) geimpft noch genesen und nicht bereit, am repetitiven Testen ihres jeweiligen Arbeitgebers teilzunehmen.