Citation: I 135/06 24.01.2007 E. 2

2.1 Den Invaliditätsbegriff (Art. 8 Abs. 1 ATSG), die Invaliditätsbemessung bei Erwerbstätigen nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 16 ATSG; vgl. Kieser, ATSG-Kommentar, N 6 f. zu Art. 16), die Bedeutung ärztlicher Arbeitsfähigkeitsschätzungen für die Invaliditätsbemessung (BGE 125 V 261 Erw. 4, 115 V 134 Erw. 2, 114 V 314 Erw. 3c, 105 V 158 Erw. 1) und die nach der Rechtsprechung bei der beweismässigen Auswertung medizinischer Berichte zu beachtenden Grundsätze (BGE 125 V 352 ff. Erw. 3, 122 V 160 Erw. 1c, je mit Hinweisen; vgl. auch Peter Omlin, Die Invalidität in der obligatorischen Unfallversicherung, Diss. Freiburg 1995, 2. Aufl. 1999, S. 296 ff.; Meyer-Blaser, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], in: Murer/ Stauffer [Hrsg.], Die Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Zürich 1997, S. 230) hat das kantonale Gericht ebenfalls richtig umschrieben, sodass sich weitere Ausführungen hiezu erübrigen. 2.2 Für die richterliche Beurteilung eines Falles sind grundsätzlich die tatsächlichen Verhältnisse zur Zeit des Erlasses des angefochtenen Einspracheentscheids massgebend (Urteil vom 3. Januar 2005 [I 172/04] Erw. 5.2; vgl. BGE 116 V 248 Erw. 1a; RKUV 2001 Nr. U 419 S. 101 [U 170/00] Erw. 2). Tatsachen, die sich erst später verwirklichen, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (vgl. BGE 121 V 366 Erw. 1b). Für die Beurteilung des streitigen Invaliditätsgrades ist demnach auf die tatsächlichen Verhältnisse abzustellen, wie sie sich bis zum Erlass des Einspracheentscheids vom 4. November 2004 verwirklicht haben. Seither eingetretene Änderungen können grundsätzlich nicht mehr berücksichtigt werden und müssten - nachdem ein Rentenanspruch verneint worden ist - allenfalls im Rahmen einer Neuanmeldung geltend gemacht werden. Aus diesem Grund vermag die Beschwerdeführerin aus den erst mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereichten neuen Beweismitteln, namentlich den Berichten des Kantonsspitals U.________ vom 8. Februar und 20. September 2005 sowie des Kantonsspitals X.________ vom 31. Mai 2005, von vornherein nichts zu ihren Gunsten abzuleiten, betreffen diese Dokumente mit der darin beschriebenen somatoformen Schmerzstörung doch primär die Entwicklung des Gesundheitszustandes nach Erlass des Einspracheentscheids vom 4. November 2004. Dasselbe gilt hinsichtlich der erst nach Abschluss des Schriftenwechsels zunächst vom Anwalt der Beschwerdeführerin und später auch von deren Hausarzt Dr. med. R.________ zu den Akten gegebenen Stellungnahme des Spitals C.________ vom 29. März 2006. Es kann dahingestellt bleiben, inwiefern die Beibringung des letztgenannten Beweismittels erst nach Abschluss des Schriftenwechsels prozessual noch zulässig war.