Citation: 4A_115/2014 E. 5.2

5.2. Ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht dann, wenn das pflichtwidrige Verhalten für den eingetretenen Schaden eine notwendige Bedingung (conditio sine qua non) bildet, d.h. nicht hinweggedacht werden könnte, ohne dass auch der eingetretene Erfolg entfiele (BGE 133 III 462 E. 4.4.2; 132 III 715 E. 2.2; 125 IV 195 E. 2b). Ob ein natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist, beschlägt die tatsächlichen Verhältnisse (BGE 133 III 462 E. 4.4.2; 132 III 715 E. 2.2; 130 III 591 E. 5.3; 128 III 180 E. 2d S. 184). Das Bundesgericht ist an die diesbezüglichen Feststellungen der Vorinstanz gebunden (Art. 105 Abs. 1 BGG) vorbehältlich von Ausnahmen im Sinne von Art. 105 Abs. 2 BGG (Erwägung 2 vorne). Die Vorinstanz bejahte einen natürlichen Kausalzusammenhang. Sie stellte dazu gestützt auf zwei psychiatrische Gutachten von Dr. Horlacher und Dr. Pintér fest, es bestehe kein Zweifel, dass der Unfall und das darauf folgende Strafverfahren, in dem der Beschwerdegegner von zwei Instanzen der fahrlässigen Tötung für schuldig erklärt wurde, zumindest mitursächlich für dessen sich in der Folge entwickelnden psychischen Schwierigkeiten gewesen seien; sowohl der Unfall als auch das deswegen gegen den Beschwerdegegner durchgeführte Strafverfahren könnten nicht weggedacht werden, ohne dass die heutige Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdegegners entfiele. Der Beschwerde ist nicht zu entnehmen, inwiefern die Vorinstanz damit Bundesrecht verletzt haben sollte.