Citation: 4A_116/2023 E. 5.6

5.6. Die Beschwerdeführerin rügt schliesslich, die Vorinstanz habe in ihren Ausführungen die Beschäftigung von G.________ durch den Beschwerdegegner berücksichtigt, obwohl das erstinstanzliche Urteil sich mit keinem Satz zu dessen Rolle geäussert habe. Es könne nicht sein, dass die Berufungsinstanz die mangelhafte Begründung der Erstinstanz nachbessere. Überdies sei nicht erstellt, wie viele Stunden allenfalls auf diesen entfallen und wie und von wem die von ihm geleisteten Stunden finanziert worden seien. Indem die Vorinstanz zwar eine weitere Betreuungsperson anführe, deren Rolle, Aufwand und Finanzierung aber nicht kläre, erstelle sie den Sachverhalt unvollständig und offensichtlich unrichtig. Mit dieser Rüge vermag die Beschwerdeführerin weder eine Bundesrechtsverletzung noch eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung darzutun. So zeigt sie einerseits nicht hinreichend auf, inwiefern die vorinstanzliche Berücksichtigung von G.________ die Feststellungen der Vorinstanz zur Überzeitentschädigung (bzw. zur Lohnnachzahlungspflicht) nicht nur in der Begründung sondern auch im Ergebnis offensichtlich unhaltbar erscheinen lassen (vgl. E. 2.3. hiervor). Ohnehin erwähnte die Vorinstanz G.________ höchstens ergänzend und stellte zur Begründung ihres Entscheids nicht massgebend auf diesen ab. Andererseits verfügte die Vorinstanz über volle Ermessensfreiheit in tatsächlicher wie in rechtlicher Hinsicht. Sie durfte daher die Beweiswürdigung des erstinstanzlichen Gerichts frei prüfen (Art. 157 ZPO in Verbindung mit Art. 310 lit. b ZPO; vgl. BGE 138 III 374 E. 4.3.1).