Citation: 6B_985/2016 E. 3.2.2

3.2.2. In Bezug auf den Vorwurf der Gläubigerbevorzugung nimmt die Vorinstanz an, aufgrund der darlehensweise gewährten Zuschüsse der B.________ GmbH seien Verbindlichkeiten der A.________ AG gegenüber der Darleiherin bis zum 22. Dezember 2011 von insgesamt Fr. 70'040.-- bzw. bis zum 9. März 2012 von rund Fr. 76'340.-- aufgelaufen. Die A.________ AG habe in der Folge vom 30. Dezember 2011 bis zum 12. März 2012 diverse Gegenstände an die B.________ GmbH verkauft und die Kaufpreisforderung im Betrag von Fr. 66'775.-- (bzw. gemäss Anklageschrift im Verkehrswert von Fr. 44'000.--) mit ihren Schulden verrechnet. Damit habe die A.________ AG gegenüber der B.________ GmbH Schulden mit einem unüblichen Zahlungsmittel getilgt, wodurch der Beschwerdeführer als einziger Verwaltungsrat und Geschäftsführer der A.________ AG den objektiven Tatbestand der Bevorzugung eines Gläubigers erfüllt habe (angefochtenes Urteil S. 11 ff.). In subjektiver Hinsicht nimmt die Vorinstanz an, der Beschwerdeführer habe spätestens ab Ende 2009 um die Überschuldung und die Zahlungsunfähigkeit der A.________ AG gewusst. Die prekäre finanzielle Lage habe ihm auch aufgrund der im Zeitraum zwischen dem 20. November 2008 und dem 6. März 2012 eingeleiteten 105 Betreibungen und den in dieser Zeit mehrfach abgewendeten Konkurse bekannt sein müssen. Aufgrund der unternehmerischen Schwierigkeiten der Gesellschaft und der ab dem Jahr 2008 aus der laufenden Geschäftstätigkeit geschriebenen Verluste habe er nicht ernsthaft annehmen können, die A.________ AG könne aus selbst erwirtschafteten Mitteln die Überschuldung beseitigen. Der Beschwerdeführer habe mithin mit Bezug auf die Zahlungsunfähigkeit der A.________ AG direkten Vorsatz gehabt. Zudem habe er in Bezug auf die Bevorzugung B.________ GmbH zumindest mit Eventualvorsatz gehandelt. Dies leite sich daraus ab, dass die B.________ GmbH weder mit Papeterieartikeln noch mit Büromaterial, Spielwaren oder mit Oster- und Deko-Artikeln gehandelt habe. Der Kauf dieser Gegenstände sei für jene demnach ein vollkommen ungewöhnliches Geschäft gewesen. Der Beschwerdeführer habe offenkundig die Absicht gehabt, der B.________ GmbH einen Gegenwert für deren unbefriedigte Forderungen zuzuweisen und den ihr durch den Konkurs der A.________ AG drohenden Verlust zu vermindern. Damit habe er diese Gesellschaft zum Nachteil anderer Gläubiger bevorzugt. Denn dem Beschwerdeführer müsse bewusst gewesen sein, dass die noch verbliebenen Aktiven nicht genügt hätten, um sämtliche gegenüber der A.________ AG offenen Forderungen zu befriedigen. Daran vermöge auch nichts zu ändern, dass die B.________ GmbH im Jahre 2012 darlehensweise Fr. 7'000.-- ausbezahlt habe. Insgesamt habe der Beschwerdeführer eine Privilegierung der B.________ GmbH und gleichzeitig eine Schädigung der anderen Gläubiger zumindest in Kauf genommen (angefochtenes Urteil S. 13 ff.).