Citation: 7B.188/2005 31.10.2005 E. 2

Die Beschwerdeführerin macht zunächst geltend, in der Steigerungsanzeige sei die Fläche des Grundstücks, auf welches sich ihr Erbanteil beziehe, unrichtig angegeben. Die Fläche betrage 1'221 m2 und nicht ca. 1'000 m2. Bei einer Abweichung von 221 m2 handle es sich um eine Falschinformation. Die falsche Massangabe sei zwar bereits in der Steigerungsanzeige vom 10. Januar 2005 enthalten gewesen, welche ihr zugestellt worden sei. Indes habe sie den Fehler damals nicht erkennen können, da sie gutgläubig davon ausgegangen sei, dass amtliche Dokumente des Betreibungsamtes keine falschen Angaben enthalten würden. Sie habe erst durch einen Grundbuchauszug vom 29. März 2005 bemerkt, dass die Flächenangabe nicht richtig sei. Damit sei die Beschwerde vom 8. April 2005 rechtzeitig innert der 10-tägigen Frist erfolgt und nicht verspätet. Diese Rüge richtet sich nicht gegen die Steigerung als solche resp. den Zuschlag, sondern gegen das Vorbereitungsverfahren. Der Beschwerdeführerin wurde vor der Steigerung die Steigerungsanzeige zugestellt. Sie hätte ausreichend Gelegenheit gehabt, noch vor der Steigerung den Mangel an der Anzeige zu beanstanden. Durch ihr passives Verhalten hat sie ihr Beschwerderecht bezüglich der Steigerungsanzeige verwirkt (BGE 128 III 339 E. 5b S. 342 mit Hinweisen). Daran ändert auch die Behauptung nichts, sie habe erst nach dem Zuschlag die Falschangabe bemerkt. Entscheidend ist vielmehr, dass sie die Fehlerhaftigkeit - soweit in der ungenauen Flächenangabe überhaupt eine solche gesehen werden kann - bereits bei Erhalt der Steigerungsanzeige hätte erkennen können. Ob diese ihr tatsächlich erst später bewusst geworden ist, spielt dagegen keine Rolle (Jaeger/Walder/Kull/Kottmann, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 4. Aufl. 1997, N. 35 zu Art. 17 SchKG). Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn die Aufsichtsbehörde die Rüge als verspätet angesehen hat.