Citation: 1P.575/2006 28.11.2006 E. 5

5.1 Der Beschwerdeführer kritisiert diese obergerichtliche Beweiswürdigung (Beschwerde E. 7.2 S. 21 ff.), indem er zunächst darlegt, dass die erste Instanz willkürfrei zu einem anderen Beweisergebnis gekommen sei. Ein solcher Einwand geht an der Sache vorbei: Selbst wenn er zutreffen sollte, bedeutete dies keineswegs, dass die hier allein anzufechtende Beweiswürdigung des Obergerichts willkürlich wäre. In der Folge begnügt er sich damit, die Beweise selber zu würdigen und aufzuzeigen, dass man aus seiner Sicht zu einem anderen Beweisergebnis kommen müsste als das Obergericht. Ein solches Vorgehen ist nicht geeignet, diesem Willkür nachzuweisen und damit in einer staatsrechtlichen Beschwerde unzulässig. 5.2 Eine eigentliche Willkürrüge erhebt der Beschwerdeführer indessen in Bezug auf die Würdigung des Zeugen I.________; dessen Aussagen soll das Obergericht "verdreht" haben, damit sie zu seiner Beweiswürdigung passten (Beschwerde S. 23 unten bis 26). Es trifft durchaus zu, insofern kritisiert der Beschwerdeführer die obergerichtlichen Ausführungen zu Recht, dass I.________ am 11. März 2004 als Zeuge auch auf Nachfrage hin klar bestätigte, dass seiner Einschätzung nach die umstrittenen Bezüge des Beschwerdeführers mit Wissen und Billigung von A.________ erfolgten; anders lässt sich die Aussage von I.________ schlechterdings nicht verstehen. Hingegen hat das Obergericht nachvollziehbar dargelegt, dass es sich von diesen Aussagen nicht hat überzeugen lassen, weil der Zeuge nicht näher darlegte, auf welche Fakten er seine Einschätzung stützte, er A.________ erst einige Zeit nach den umstrittenen Bezügen kennen lernte und er sich zur Zeit seiner Aussage mit diesem im Streit befand und gegen ihn prozessierte. Dies lässt es jedenfalls als im Ergebnis nicht offensichtlich unhaltbar erscheinen, dass das Obergericht gestützt auf die nachvollziehbare und vertretbare Würdigung der weiteren Beweismittel, entgegen dieser Zeugenaussage, zum Schluss kam, die umstrittenen Bezüge seien ohne Billigung von A.________ erfolgt. Für dieses Ergebnis spricht im Übrigen auch der sowohl vom Beschwerdeführer (wenigstens an der polizeilichen Befragung) als auch von A.________ angegebene Verwendungszweck der Gelder als Alterssicherung; damit schlechterdings nicht vereinbar erscheint, sie dem Beschwerdeführer ohne jede Sicherheit darlehensweise für Hochrisikogeschäfte zu überlassen. Die Willkürrüge ist unbegründet, und es ist unter diesen Umständen auch nicht ersichtlich, inwiefern der Grundsatz "in dubio pro reo" verletzt sein sollte.