Citation: 5A_147/2022 E. 3.1

3.1. Anlass zur Beschwerde gibt das Gesuch des Beschwerdeführers vom 11. März 2021 um Aufhebung der bestehenden Erwachsenenschutzmassnahmen (vgl. vorne Bst. A.c). Im Rahmen dieses Verfahrens hat die KESB bei Dr. med. F.________ ein verhaltensneurologisches Gutachten eingeholt. Bereits vor der Vorinstanz hat der Beschwerdeführer geltend gemacht, die KESB habe im Zusammenhang mit der Anordnung und Durchführung der Begutachtung verschiedentlich seine verfassungsmässigen Rechte verletzt. Vor Bundesgericht rügt der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang die Verletzung der Ansprüche auf rechtliches Gehör sowie auf ein faires Verfahren. Der Beschwerdeführer sei bei Auswahl und Ernennung des Gutachters nicht einbezogen worden und habe deswegen nicht Einwendungen gegen diesen erheben oder darauf hinweisen können, dass allenfalls auf sprachliche Barrieren - der Beschwerdeführer ist italienischer Muttersprache - Rücksicht zu nehmen sei. Anders als die Vorinstanz meine, habe es nicht ausgereicht, dass der Beschwerdeführer sich zu den Gutachtensfragen habe äussern können, zumal er zu diesen mangels der entsprechenden Kenntnisse über den Gutachter (Patientenstamm, berufliche und private Verflechtungen) und weil die fehlenden Fremdsprachenkenntnisse sich ohnehin erst im Gutachten ausgewirkt hätten, nicht habe substanziiert Stellung beziehen können. Entgegen ihrer diesbezüglichen Verpflichtung habe die KESB sodann nicht vorgängig geklärt, ob die Rahmenbedingungen der Begutachtung eingehalten würden, namentlich ob ein Interessenkonflikt bestehe, was mit Blick auf die Involvierung von C._________ und B.________ in das Erwachsenenschutzverfahren sehr wohl möglich gewesen sei. Zuletzt verweist der Beschwerdeführer darauf, dass er Anspruch darauf habe, in seiner Muttersprache begutachtet zu werden. Unbestritten ist sodann, dass der Gutachter nicht über seine Pflichten sowie die Straffolgen eines falschen Gutachtens belehrt worden ist. Anders als das Kantonsgericht ist der Beschwerdeführer der Ansicht, die Folgen dieser Unterlassung könnten nicht offen bleiben, weil die Begutachtung für den Entscheid letztlich nicht ausschlaggebend sei. Tatsächlich sei das Gutachten sehr wohl entscheidend gewesen, was der Beschwerdeführer mit verschiedenen Hinweisen auf das Gutachten selbst und die Akten zu unterlegen versucht. Die Vorinstanz weiche zudem in fachlicher Hinsicht von den Feststellungen des Gutachtens ab, ohne hierfür einen Grund anzugeben. Letztlich blende sie das Gutachten aus und habe gestützt auf weitere Umstände entschieden. Gleichzeitig stelle das Kantonsgericht verschiedentlich dennoch zu Ungunsten des Beschwerdeführers auf das Gutachten ab, weshalb dessen Verwertbarkeit ebenfalls zu klären gewesen wäre.