Citation: 9C_112/2024 E. 1.80

(bis 31.12.2016) Swiss Equestrian Förderung des Elitesports sowie der Ausbildung von Offiziellen Veranstalterpauschale 2.5 % Nenngeld Swiss Equestrian nicht zweckgebunden Veranstalterfranken vom Veranstalter bestimmt max. Fr. 10.- Veranstalter nicht zweckgebunden Nenngeld min. vom Veranstalter bestimmt Veranstalter Finanzierung Preisgelder B.c. B.c.a. Im März und April 2019 führte die ESTV bei Swiss Equestrian eine Kontrolle der Steuerperioden 2014 bis 2017 (Zeit vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2017) durch. Dabei beanstandete die ESTV unter anderem, dass Einnahmen, welche Swiss Equestrian anlässlich von Pferdesportveranstaltungen erzielt hatte, teils zu Unrecht als von der Mehrwertsteuer ausgenommene Umsätze deklariert worden seien. Der Basisfranken stelle Entgelt für steuerbare Dienstleistungen dar, wobei die ESTV im Umfang von 95 % von einem Durchlaufposten ausging und den Basisfranken zu 5 % in die Bemessungsgrundlage einbezog. Die ESTV stellte eine Steuernachforderung von Fr. 34'136.- in Aussicht. Mit Einschätzungsmitteilung vom 13. Juni 2019 schloss die ESTV ihre Kontrolle ab und forderte Mehrwertsteuern von Fr. 245'046.- zuzüglich Verzugszins nach. Zur Begründung der Aufrechnung - im Vergleich zum Kontrollergebnis - führte die ESTV aus, dass weitere Einnahmen, welche Swiss Equestrian anlässlich von Pferdesportveranstaltungen erzielt habe, zu Unrecht als von der Mehrwertsteuer ausgenommene Umsätze deklariert worden seien, namentlich der Sportfranken und die Teilnahmegebühr. Nachdem Swiss Equestrian die Nachbelastung samt Verzugszins bezahlt, aber bestritten hatte, forderte die ESTV von ihr mit Verfügung vom 10. Juni 2021 Mehrwertsteuer von Fr. 340'902.- zuzüglich Verzugszins. Die Aufrechnung gegenüber der Einschätzungsmitteilung begründete die ESTV damit, dass (auch) der Basisfranken zu 100 % Swiss Equestrian zuzurechnen sei. B.c.b. Eine Einsprache von Swiss Equestrian gegen die Verfügung vom 10. Juni 2021 wies die ESTV am 12. Mai 2023 ab. B.c.c. Eine Beschwerde von Swiss Equestrian gegen den Einspracheentscheid wies das Bundesverwaltungsgericht, Abteilung I, am 20. Dezember 2023 ab.