Citation: I 473/06 10.09.2007 E. 6

6.1 IV-Stelle und Vorinstanz stützten sich bei der Prüfung des Anspruchs auf Hilflosenentschädigung auf den Abklärungsbericht der Frau W.________ bei der Versicherten zu Hause vom 8. Februar 2005. Darin wurde betreffend das selbstständige Wohnen (Art. 38 Abs. 1 lit. a IVV; Rz. 8050 KSIH) ausgeführt, Frau R.________ von der Gemeindepsychiatrie motiviere und unterstütze die Versicherte im Alltag bzw. leite sie an, damit sie diesen selbstständig bewältigen könne. Sie helfe ihr, den Tag bzw. die Woche zu strukturieren, z.B. die anfallenden Termine zu besprechen und wenn nötig zu organisieren. Die Versicherte habe Mühe, Hilfe anzufordern bzw. fremde Menschen in ihre Wohnung zu lassen. Sei jedoch Hilfe (z.B. der Spitex) nötig, würden die Ängste der Versicherten besprochen und sie motiviert, den Besuch zu empfangen. Im Notfall (z.B. bei einem Panikanfall) dürfe die Versicherte Frau R.________ jederzeit anrufen, was ca. dreimal pro Monat vorkomme (insgesamt ca. 30 Min.). Den Wochenkehr könne die Versicherte selber machen. Für grobe Reinigungsarbeiten sei sie auf die Hilfe von Freundinnen angewiesen, da ihr der Antrieb fehle oder sie Panikzustände habe (Wasserpanik). Die Versicherte sei Vizepräsidentin im Verein T.________, Frau I.________ dessen Präsidentin. Diese helfe der Versicherten bei der Erledigung der Briefpost, wofür sie ca. 15 Min. pro Woche benötigten. Da die Versicherte auf Unvorgesehenes mit Angst reagiere, werde dies mit Frau I.________ besprochen und zwar während ca. 15 Min. pro Woche. Die Zahlungen würden vom Beistand erledigt. Weiter besuche die Versicherte einmal pro Woche ihre Schwester während ca. 1 Std., sei es, weil sie Hilfe im Alltag benötige oder damit sie eine richtige Mahlzeit zu sich nehme. Es sei schwierig zu sagen, wie viel Minuten exakt für Fragen der Alltagsbewältigung benötigt würden. Die Gespräche und Anregungen mit oder durch die Schwester trügen jedoch massgebend dazu bei, dass die Versicherte ihren Alltag weitgehend selbstständig bewältigen könne. Der Aufwand für Hilfeleistungen setze sich mithin wöchentlich wie folgt zusammen: ca. 8 Min. Telefongespräche mit Frau R.________, ca. 30 Min. Besuche der Frau R.________, ca 15. Min. Anleitung und Unterstützung bei Reinigungsarbeiten, ca. 15 Min. Durchsicht und Erledigung der Briefpost sowie ca. 15 Min. Besprechungen von Unvorgesehenem im Tagesablauf mit Frau I.________. Da die Dritthilfe nicht regelmässig mindestens 2 Std. pro Woche betrage, könne dieser Bereich nicht angerechnet werden. Hinsichtlich der Begleitung bei ausserhäuslichen Verrichtungen und Kontakten (Art. 38 Abs. 1 lit. b IVV; Rz. 8051 KSIH) wurde dargelegt, da die Versicherte sämtliche Termine mit Frau R.________ bespreche und dieser nötigenfalls anrufen könne, sei es ihr möglich, diese selber wahrzunehmen. Einkäufe tätige sie selber; schwere Waren würden ihr auf Grund ihrer psychischen Probleme durch Dritte transportiert. Bezüglich der Begleitung zur Vermeidung dauernder Isolation (Art. 38 Abs. 1 lit. c IVV; Rz. 8052 KSIH) wurde festgestellt, ca. sechzehn Mal pro Jahr nehme die Beschwerdeführerin an Psychose-Seminaren des Vereins T.________ teil. Diese Aktivitäten bzw. Freizeitbeschäftigungen würden mit Frau R.________ besprochen. Diese unterstütze sie auch bei der Umsetzung ihrer Ideen. Die Versicherte habe zusätzlich noch zur Schwester, einer Freundin in Zürich und zu verschiedenen Kolleginnen in Winterthur regelmässig Kontakt.