Citation: 8C_338/2009 14.01.2010 E. 3

3.1 Dr. med. W.________ diagnostizierte ein reflektorisches Cervikalsyndrom (Cervicothorakovertebralsyndrom links) durch starkes Kollisionstrauma mit Thoraxkontusion mit multiplen Rippenprellungen links und Fissur der 8. und 9. Rippe (Verordnung zur Physiotherapie vom 6. Februar 2002). Zudem attestierte er anfänglich eine volle Arbeitsunfähigkeit, ab 28. Januar 2002 eine solche von 50 % und ab 11. Februar 2002 volle Arbeitsfähigkeit (vgl. Unfallschein). Im Zwischenbericht vom 6. Juni 2002 hielt er fest, nach Abheilung der Rippenprellung persistiere der HWS/BWS-Schmerz mit Muskelhartspann der cervico-thorakalen Übergangs, vor allem linksseitig. Die Beweglichkeit der HWS sei seit Ende April, Anfang Mai wesentlich besser. 3.2 Frau Dr. med. K.________, Fachärztin für Anästhesie, Psychotherapie und Chirotherapie, berichtete am 12. Dezember 2002, infolge Physiotherapie bestehe im Thoraxbereich nunmehr Beschwerdefreiheit, jedoch noch fortbestehende Schmerzen occipito-cervical. Die voraussichtliche Behandlungsdauer betrage noch drei Monate. 3.3 Das Spital Y.________ erstellte am 4. Juni 2003 Funktionsaufnahmen der HWS und hielt eine leichte Steilstellung der oberen HWS fest; im Übrigen bestehe bei normaler knöcherner Struktur kein Hinweis auf Instabilität oder ein Wirbelgleiten. 3.4 Anlässlich der Untersuchung vom 4. Juni 2003 hielt der Kreisarzt fest, die vor allem linksbetonten Nackenschmerzen, welche einerseits haltungsbedingt, andererseits aber auch bewegungsbedingt seien, persistierten. Die physiotherapeutische Behandlung sei eher auf Kräftigung der Nackenmuskulatur auszurichten, da dadurch die haltungsbedingten Schmerzen günstig beeinflusst werden könnten. 3.5 Am 23. August 2003 berichtete Frau Dr. med. K.________, zur Vermeidung einer Chronifizierung sei erneut eine medikamentöse Behandlung sowie Akupunktur/Lasertherapie eingeleitet worden. Ein Abschluss sei noch nicht möglich. In den Zwischenberichten vom 2. November 2003 und vom 11. Februar 2004 gibt sie an, zur Vermeidung einer Verschlechterung mit Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sei weiterhin Physiotherapie zu gewähren. 3.6 Dr. med. V.________, Facharzt für Neurologie, ging am 16. März 2004 davon aus, der Versicherte habe am 6. Januar 2002 eine Distorsion der HWS erlitten. In diesem Zusammenhang seien posttraumatische Schulter-, Nacken- und Kopfschmerzen sowie Muskelverspannungen aufgetreten. Letztere nehme der Versicherte als Zittern wahr. Die heutige Untersuchung zeige keine fokal-neurologische Ausfälle und keine Anhaltspunkte für eine sonstige Ursache eines Tremors, für eine extrapyramidale Erkrankung oder einen Morbus Wilson. 3.7 Frau Dr. med. K.________ hielt in ihrem Zwischenbericht vom 3. November 2004 fest, eine vollständige Ausheilung sei nicht mehr zu erwarten. Nach unfallbedingter Mikrotraumatisierung des dorsalen Muskel-, Sehnen- und Bandapparates der HWS bestünden andauernde Fehl- und Überbelastungen des Halteapparates. Ihre weiteren Zwischenberichte lauteten ebenfalls in diesem Sinne. 3.8 Die kreisärztliche Untersuchung vom 28. September 2005 ergab keine pathologischen Befunde, wobei die Untersuchung im Anschluss an die Physiotherapie erfolgt sei. Die Physiotherapie sei nach wie vor indiziert, die Intervalle seien jedoch zu erweitern. 3.9 Dr. med. B.________, Facharzt für Chirurgie, Leiter Versicherungsmedizin, SUVA, kam anlässlich seiner Untersuchung vom 12. Dezember 2006 zum Schluss, der Versicherte leide an Kopfschmerzen im Sinne von Spannungskopfschmerzen sowie an Nackenschmerzen. Die über fünf Jahre angewandte Physiotherapie bringe keine Verbesserung der Nackenschmerzen mehr, weshalb sie einzustellen sei. Es seien aber etwa vier Arztkontrollen pro Jahr zur weiteren Überwachung und Verschreibung der notwendigen Medikamente (insbesondere gegen die Kopfschmerzen) geboten. Die subjektiven Restbeschwerden würden keinen erheblichen Integritätsschaden begründen. Schliesslich sei der Versicherte, wie schon in den vergangenen fünf Jahren, weiterhin voll arbeitsfähig. Die selbsttätige Therapie sei für den Versicherten ungleich wertvoller als jede durch Dritte durchgeführte Massnahme.