Citation: 8C_437/2021 E. 5.1.5

5.1.5. Dem Beschwerdeführer ist vor diesem Hintergrund dahingehend zu folgen, dass das Ereignis vom 8. August 2018 nicht im mittleren Bereich im engeren Sinne, sondern im Grenzbereich zu den schweren Unfällen anzusiedeln ist. Soweit die Vorinstanz aus dem Umstand, dass der Beschwerdeführer keine Stromein- und Stromaustrittsmarken zeigte, an keinen Herzrythmusstörungen litt und beim Eintreffen der Rettungskräfte bedingt ansprechbar war, ableitete, der Beschwerdeführer habe nur einen "sehr geringen Teil" (der Entladung) abbekommen, überzeugt dies nicht. Zunächst ist nicht einsehbar, weshalb die bedingte Ansprechbarkeit des Beschwerdeführers im Zeitpunkt des Eintreffens der Rettungskräfte ein Indiz für einen geringen Stromfluss durch den Körper sein soll. Immerhin geht die Vorinstanz ebenfalls von einer (kurzen) Bewusstlosigkeit des Beschwerdeführers nach dem Unfall aus. Weiter wies die psychiatrische Gutachterin der medexperts AG in ihrer Stellungnahme vom 24. September 2020 zu Handen der IV-Stelle darauf hin, dass nicht alle Blitzopfer äusserlich sichtbare Läsionen zeigen würden. Das Spektrum möglicher Folgen nach einem Blitzschlag sei gross. Oftmals fänden sich bei peripheren Kontaktverletzungen auch keine strukturellen Auffälligkeiten in der Bildgebung. Sie verwies dabei auf die im pschiatrischen Gutachten zitierte medizinische Literatur. Insoweit lässt das Verletzungsbild keine sachdienlichen Rückschlüsse hinsichtlich der elektrischen Energie zu, welcher der Beschwerdeführer durch den sogenannten "contact strike" ausgesetzt war.