Citation: 8C_495/2018 E. 5.4

5.4. Auch die weiteren Einwände des Beschwerdeführers gegen die Beweiskraft des psychiatrischen Teilgutachtens im Besonderen vermögen nicht zu überzeugen: Zunächst stellt der Hinweis des psychiatrischen Gutachters, der Befund entspreche "der früher verwendeten Bezeichnung eines unklaren syndromalen Beschwerdebilds" nicht die Begründung dafür dar, dass er der chronischen Schmerzstörung keine Wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zumass. Diese Schlussfolgerung ergibt sich vielmehr aus der gesamten Untersuchung sowie den festgestellten Diskrepanzen zwischen Befunden und Selbsteinschätzung. Der Gutachter trug sodann den Schlafstörungen (und der damit verbundenen erhöhten Ermüdbarkeit) durchaus Rechnung, indem er sie als Symptom der depressiven Störung wertete. Er erkannte, dass die höheren Ich-Funktionen intakt sind und setzte sich auch mit den Eingliederungsversuchen und Therapiemassnahmen auseinander. Zudem gab er die Angaben des Beschwerdeführers zu seinen körperlichen und psychischen Beschwerden, zum sozialen Umfeld, zu Tagesablauf, Einschränkungen im Alltag und Freizeitgestaltung sowie zu seinen Zukunftsvorstellungen wieder. Schliesslich trifft es zwar zu, dass die Gutachter des ABI keine Feststellungen zu Persönlichkeitsstörungen getroffen haben. Da aber bereits die Gutachter der MEDAS eine anankastische Persönlichkeitsstörung verneint hatten, kann der Beschwerdeführer daraus, dass im ABI-Gutachten keine Persönlichkeitsstörung als ressourcenhemmender Faktor diskutiert wird, nichts zu seinen Gunsten ableiten. Im Ergebnis ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz dem Gutachten der ABI vom 10. Januar 2017 Beweiskraft zusprach.