Citation: 6B_748/2013 E. 6.3

6.3. Der vorinstanzliche Schuldspruch verletzt nicht Bundesrecht. Der Tatbestand des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB ist mit dem Betreten des geschützten Raums vollendet (vgl. Stratenwerth/Jenny/Bommer, a.a.O., § 6 N. 10). Damit ist mit der Vorinstanz nicht relevant, dass die Beschwerdeführerin unbehelligt ihre Einkäufe tätigen konnte, bevor sie vom Sicherheitspersonal angehalten wurde. Zudem liegt in einem allfälligen blossen Zuwarten der berechtigten Personen kein ausdrücklicher Verzicht auf das Antragsrecht (vgl. Art. 30 Abs. 5 StGB und zum neuen Recht Art. 304 StPO).