Citation: 1P.429/2006 13.11.2006 E. A

A.a X.________ fuhr am 13. Mai 2005 mit einem Traktor in Gempenach auf einem Flurweg vom Dorfkern in Richtung Riedacker. Der Traktor war mit einer Drei-Punkt-Frontschaufel versehen, worin sich Holz und Kleinmaterial befanden. Um die Ladung festzuhalten, setzte sich Y.________ in die Schaufel. Der Sicherheitssplint der Schaufel war nicht eingeschoben, was dazu führte, dass sich der Arrestierungsbügel durch die Vibrationen während der Fahrt löste und die Schaufel vorneweg kippte. Y.________ erlitt dabei schwere Kopfverletzungen. A.b Mit Strafbefehl vom 27. Dezember 2005 verurteilte der Untersuchungsrichter des Kantons Freiburg X.________ wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung (Art. 125 Abs. 2 StGB) und grober Verkehrsregelverletzung (Art. 90 Ziff. 2 SVG) zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von zwanzig Tagen unter Ansetzung einer zweijährigen Probezeit und zu einer Busse von Fr. 500.-- und auferlegte ihm die Verfahrenskosten. Die dem Beschwerdeführer zur Last gelegte Fahrlässigkeit erachtete der Untersuchungsrichter als schwer. X.________ erhob gegen den Strafbefehl Einsprache. In der Begründung führte er aus, die Einsprache richte sich insbesondere gegen die Verurteilung wegen grober Verkehrsregelverletzung und die Anwendung von Art. 68 StGB (Zusammentreffen von strafbaren Handlungen oder Strafbestimmungen). Der Polizeirichter des Seebezirks des Kantons Freiburg verurteilte X.________ mit Urteil vom 17. März 2006 wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung zu einer Busse von Fr. 1'700.--, setzte die Probezeit für die Löschung des Strafregistereintrags auf ein Jahr fest und auferlegte ihm die Verfahrenskosten. Im Gegensatz zum Untersuchungsrichter beurteilte der Polizeirichter das Verhalten des Beschwerdeführers als nur leicht fahrlässig und eine Gesetzeskonkurrenz zwischen Art. 125 Abs. 2 StGB und Art. 90 Ziff. 2 SVG als nicht gegeben. Dieses Urteil erwuchs unangefochten in Rechtskraft. A.c Mit Eingabe an die Strafkammer des Kantonsgerichts Freiburg beantragte X.________, es seien ihm die durch das Strafverfahren entstandenen Verteidigungskosten im Betrag von Fr. 2'896.80 zu ersetzen und ihm für das vorliegende Verfahren eine angemessene Parteientschädigung zuzusprechen. Mit Urteil vom 13. Juni 2006 wies die Strafkammer das Entschädigungsgesuch ab.