Citation: 2C_171/2021 E. 4.3.2

4.3.2. Der Beschwerdeführer ist 2006 in die Schweiz eingereist. Dass er - wie er ausführt - bereits früher nach Europa gekommen sei, ist nicht ausschlaggebend. Immerhin ist er nun seit 15 Jahren in der Schweiz. Unbestritten ist, dass er während dieser Zeit zwei Studiengänge in Pakistan absolviert hat und dort nach seinen eigenen Angaben jeweils drei bis vier Monate pro Semester verbracht hat. Die jeweilige Abwesenheit von der Schweiz war also beträchtlich, aber nicht so, dass seine Niederlassungsbewilligung erloschen wäre (Art. 60 Abs. 2 AIG). Es ist deshalb von einer Anwesenheitsdauer von 15 Jahren auszugehen. Der Beschwerdeführer spricht die deutsche Sprache, hat sich hier weitergebildet, geht einer Arbeit nach und hat keine Schulden. Insofern ist er beruflich und finanziell integriert. Er war über sieben Jahre mit einer Schweizerin verheiratet und hat sich nach der Scheidung im Jahre 2013 während des nun laufenden migrationsrechtlichen Verfahrens erneut mit ihr verheiratet. Diesbezüglich führt die Vorinstanz aus, dass der Beschwerdeführer daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten könne. Da er nach der strafrechtlichen Verurteilung geheiratet habe, hätten die Eheleute nicht mehr davon ausgehen können, dass sie ihre Ehe in der Schweiz würden leben können. Der Beschwerdeführer macht dagegen geltend, dass er auch zwischen den beiden Ehen für seine Ehefrau gesorgt und während der gesamten Zeit bei ihr gewohnt habe, was im Übrigen die Vorinstanz in ihrem Urteil ausdrücklich auch so festhält. Insofern bestand zwischen den Eheleuten auch in der Zeit, während der sie nicht verheiratet waren, eine gewisse Beziehung, weshalb das Argument der Vorinstanz nicht mehr dasselbe Gewicht hat. Da der Beschwerdeführer sich aber nicht weiter dazu äussert und auch keine Belege einreicht, reduziert sich das entsprechende Gewicht nur wenig. Ob der Beschwerdeführer eine biographische Kehrtwende gemacht hat, was er ohnehin nicht unter Einhaltung der gebotenen allgemeinen Rüge- und Begründungspflicht (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG) rügt, lässt sich aufgrund des fehlenden Zeitablaufs nicht beurteilen: Die zum Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich führenden Taten liegen nun etwas mehr als fünf Jahre zurück und das strafrechtliche Verfahren ist erst mit dem erwähnten Urteil, mit welchem zudem eine vierjährige Probezeit festgesetzt wurde, zu Ende gegangen. Dass er sich während dieser Zeit wohl verhalten hat, ist naheliegend, wollte er doch seine Anwesenheitsberechtigung nicht gefährden.