Citation: 5C.21/2005 08.03.2005 E. C

Gegen den bezirksgerichtlichen Entscheid legte der Beklagte beim Kantonsgericht St. Gallen Berufung ein mit dem Hauptantrag, den ehelichen Sohn unter seine alleinige elterliche Sorge zu stellen. Der Beklagte erneuerte ferner seine vor Bezirksgericht gestellten Eventualbegehren in der Sache sowie das Rechtsbegehren-Ziff. 2 auf Abänderung des Massnahmenentscheids vom 19. März 2001 (neu: Ziff. 3). Während des Berufungsverfahrens mussten superprovisorisch vorsorgliche Massnahmen betreffend Obhut, Besuchsrecht und Beistandschaft getroffen werden. Mit Verfügung vom 2. Dezember 2004 stellte der Präsident der II. Zivilkammer das Kind in die Obhut des Beklagten (Dispositiv-Ziff. 1). Die IV-Kinderrente wurde ab sofort wieder dem Beklagten zuerkannt (Dispositiv-Ziff. 2) und die Schuldneranweisung an dessen Ausgleichskasse aufgehoben (Dispositiv-Ziff. 3), das Gesuch um rückwirkende Abänderung der vorsorglichen Massnahmen hingegen abgewiesen (Dispositiv-Ziff. 4 der vorsorglichen Verfügung). In der Sache hob die II. Zivilkammer des Kantonsgerichts gleichentags die Dispositiv-Ziff. 2-4 des Scheidungsurteils auf (Dispositiv-Ziff. 1) und stellte das Kind in die alleinige elterliche Sorge des Beklagten (Dispositiv-Ziff. 2) unter Beibehaltung der Beistandschaft (Dispositiv-Ziff. 3). Es regelte den persönlichen Verkehr zwischen der Klägerin und ihrem Sohn (Dispositiv-Ziff. 4) und wies den Antrag des Beklagten auf Rückerstattung von Kindesvermögen ab (Dispositiv-Ziff. 5 des Entscheids vom 2. Dezember 2004).