Citation: U 82/05 13.03.2006 E. 4

4.1 Richtig ist, dass auf eine Rechtsverzögerungsbeschwerde in der Regel nicht einzutreten ist, wenn im Zeitpunkt ihrer Einreichung die verlangte Handlung des Sozialversicherungsträgers bereits vorgenommen wurde. Zu beachten ist aber zunächst, dass bei postalischer Zustellung der Beschwerde als deren Einreichungszeitpunkt derjenige der Postaufgabe gilt. Sodann muss, damit auf Nichteintreten entschieden werden kann, die verlangte Handlung des Sozialversicherungsträgers in diesem Zeitpunkt nicht nur veranlasst, sondern der sie anbegehrenden Person auch eröffnet worden sein. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird hiezu ausgeführt, die Rechtsverzögerungsbeschwerde sei am 3. Dezember 2004 durch eine Hilfskraft der Rechtsvertreterin am Postschalter abgegeben worden. Etwa zur gleichen Zeit sei die Mitteilung der SUVA vom 2. Dezember 2004 bei der Rechtsvertreterin eingegangen. 4.2 Ob die Mitteilung vom 2. Dezember 2004 vor der Beschwerdeaufgabe in den Herrschaftsbereich der Rechtsvertreterin gelangt ist, lässt sich aufgrund der gegebenen Umstände nur schwerlich feststellen, kann aber aufgrund der folgenden Überlegungen offen bleiben: Bejahendenfalls ist die Vorinstanz richtigerweise nicht auf die Rechtsverzögerungsbeschwerde eingetreten. Dies hätte, soweit in diesem Punkt überhaupt noch ein schutzwürdiges Interesse an der Verwaltungsgerichtsbeschwerde bejaht werden könnte, deren Abweisung zur Folge. Verneinendenfalls hätte ebenfalls kein materieller vor- (und letzt-) instanzlicher Entscheid resultiert. Vielmehr wäre das kantonale Verfahren als gegenstandslos abzuschreiben gewesen, da die SUVA dem an sie gerichteten Begehren der Versicherten endgültig und vollumfänglich nachgekommen ist (vgl. SVR 1998 Nr. 11 S. 32 Erw. 5b mit Hinweisen). Insofern bestünde auch kein schutzwürdiges Interesse an der letztinstanzlichen Prüfung der Rechtsverzögerungsfrage, weshalb diesbezüglich auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht eingetreten werden könnte.