Citation: 8C_775/2023 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin macht demgegenüber geltend, die Vorinstanz habe Bundesrecht verletzt, indem sie angenommen habe, dem Beschwerdegegner sei es aus arbeitslosenversicherungsrechtlicher Sicht nicht zumutbar gewesen, das Arbeitsverhältnis unter Einhaltung der ordentlichen Kündigungsfrist aufzulösen. Verzichte nämlich eine versicherte Person auf ihren Lohn- oder Krankentaggeldanspruch im Rahmen der Lohnfortzahlungspflicht, indem sie das Arbeitsverhältnis ohne Einhaltung der Kündigungsfrist auflöse und sich noch während der ordentlichen Kündigungsfrist zum Taggeldbezug anmelde, so füge sie durch ihr Verhalten der Arbeitslosenversicherung einen Schaden zu. An diesem sei sie mit Blick auf die Schadenminderungspflicht mit einer Einstellung wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit angemessen zu beteiligen.