Citation: 5A_287/2019 E. 3.4.1

3.4.1. Zwar können Zusagen einer Verwaltungsbehörde und Vereinbarungen mit ihr die Grundlage für spätere Einwendungen begründen, die jedoch im Rahmen des Rechtsöffnungsverfahrens geltend zu machen sind (Art. 81 Abs. 1 SchKG). Dem Inhalt und der Dauer einer mit den Verwaltungsbehörden getroffenen Abmachung kann auch darüber hinaus Bedeutung zukommen. Hat ein Schuldner vom Gläubiger die Stundung erhalten, kann er (sofern der Gläubiger das Fortsetzungsbegehren nicht zurückzieht) vom Richter die Aufhebung oder die Einstellung der Betreibung verlangen (Art. 85, Art. 85a SchKG), um die Pfändung zu vermeiden (AMONN/WALTHER, a.a.O., § 22 Rz. 38).