Citation: 4F_22/2024 E. 4.3.2

4.3.2. Die Gesuchsgegnerin 4 macht geltend, das Verfahren vor dem Bundesgericht hätte nur dann einen anderen Verlauf nehmen können, wenn auch die relative Verjährung nicht eingetreten wäre. Denn nur dies hätte zur Rückweisung an die Vorinstanz, zur Neubeurteilung und Prüfung der Haftungsvoraussetzungen geführt. Die Voraussetzung von Art. 122 lit. c BGG sei somit nicht erfüllt. Auch der Gesuchsgegner 3 macht geltend, es sei fraglich, ob vorliegend die Revision tatsächlich notwendig sei, um die Verletzung der EMRK zu beseitigen. Denn das Bundesgericht hätte im zitierten Urteil 4A_554/2013 auch dann nicht zu einem anderen Ergebnis gelangen können, wenn es nicht auf die absolute Verjährung abgestellt hätte. Dieser Einwand geht fehl. Es ist nicht davon auszugehen, dass das Bundesgericht von sich aus die von den Vorinstanzen nicht beurteilte Frage der relativen Verjährung geprüft und abschliessend beurteilt hätte, wenn es zum Schluss gelangt wäre, der geltend gemachte Anspruch sei nicht absolut verjährt, zumal die Frage nach dem Eintritt der relativen Verjährung zwar eine Rechtsfrage darstellt; Tatfrage aber ist, wann von wem welche Unterbrechungshandlungen vorgenommen wurden. Das Bundesgericht hätte somit die Sache zur Prüfung der relativen Verjährung sowie den Haftungsvoraussetzungen an die Vorinstanz zurückgewiesen. Was die Gesuchsgegnerin 4 und der Gesuchsgegner 3 eigentlich bezwecken, ist, dass mit Bezug auf die Voraussetzung von Art. 122 lit. c BGG im Revisionsverfahren erstmals geprüft wird, ob die relative Verjährung eingetreten ist. Dies ist abzulehnen. Die Gesuchsgegnerin 4 und der Gesuchsgegner 3 verkennen die Natur der Revision als ausserordentliches Rechtsmittel. Es ist im Rahmen von Art. 122 lit. c BGG jedenfalls ausreichend, dass das bundesgerichtliche Verfahren ohne Konventionsverletzung möglicherweise einen anderen Ausgang gefunden hätte.