Citation: 5A_901/2022 E. 2

Die Beschwerdeführerin stellt das Rechtsbegehren, die grundsätzliche Rechtsfrage zu klären, ob ein Gläubiger die dreimonatige Frist von Art. 594 ZGB für die Beantragung der konkursamtlichen Liquidation nach Art. 193 Abs. 3 SchKG zu beachten habe. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat ein Rechtsbegehren zu enthalten (Art. 42 Abs. 1 BGG). Die blosse Formulierung einer Rechtsfrage stellt keinen genügenden Antrag dar. Das Bundesgericht beantwortet in einem Beschwerdeverfahren Rechtsfragen nicht abstrakt, sondern nur in Bezug auf einen angefochtenen Entscheid, der in bestimmter, von der beschwerdeführenden Partei darzulegender Weise abgeändert werden soll. Dabei muss grundsätzlich ein Antrag in der Sache gestellt werden und blosse Aufhebungsanträge oder Anträge auf Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zu neuem Entscheid genügen grundsätzlich nicht (BGE 137 II 313 E. 1.3; 134 III 379 E. 1.3). In den Anträgen muss genau angegeben werden, inwiefern der angefochtene Entscheid abgeändert werden soll. Klare und präzise Anträge sind für ein Gerichtsverfahren zentral, sowohl für die Gegenpartei wie das Gericht. In dieser Hinsicht besteht Anlass zur Strenge, zumal das Antragserfordernis in der Regel einfach zu erfüllen ist (Urteil 5A_799/2014 vom 25. Juni 2015 E. 2.1 mit Hinweis). Die Beschwerdeführerin stellt weder einen Aufhebungs- noch einen Sachantrag. Zwar hat die Beschwerdeführerin vor Bezirks- wie auch vor Obergericht Anträge gestellt (oben E. 1). Es gibt jedoch keine Vermutung dahingehend, dass eine Partei, die vor Bundesgericht keine genauen Anträge stellt, ihre vor der Vorinstanz gestellten Anträge übernehmen möchte (Urteil 5A_799/2014 vom 25. Juni 2015 E. 2.1 mit Hinweis). Auch der Begründung der Beschwerde lässt sich nicht entnehmen, welche Anordnung die Beschwerdeführerin vom Bundesgericht erwartet. Bereits mangels Antrags erweist sich die Beschwerde damit als unzulässig.