Citation: 9C_124/2015 E. 5

Bezüglich der Verrechnung erwog das kantonale Gericht korrekt, es sei nicht nur das berufsvorsorgerechtliche Verrechnungsverbot zu beachten, wonach der einer Verrechnung entgegen stehende Vorsorgezweck lediglich entfällt, wenn ein - hier fehlender - Barauszahlungsgrund vorliegt. Richtig ist ausserdem, dass im konkreten Fall eine Verrechnung an der Gegenseitigkeit scheitert (vgl. BGE 134 III 643 E. 5.5.1 S. 652). Nicht der Verstorbene als Destinatär, sondern die Beschwerdegegnerin ist Adressatin des verrechnungsweise geltend gemachten Rückforderungsanspruchs. Nichts anderes ergibt sich aus Art. 24 Abs. 3 des hier massgeblichen Reglements der Beschwerdeführerin, gültig ab 1. Januar 1999, zu dem sich weder die Parteien noch das kantonale Gericht geäussert haben. Nach dieser Reglementsbestimmung werden unrechtmässig bezogene Leistungen der Pensionskasse mit den künftigen Leistungsansprüchen gegenüber der Pensionskasse verrechnet. Da eine Verrechnung mangels Gegenseitigkeit der Forderung ausser Betracht fällt, hätte die Beschwerdeführerin aus der einschlägigen Reglementsbestimmung ohnehin nichts zu ihren Gunsten ableiten können.