Citation: 1A.158/2006 03.11.2006 E. A

Der Generalbundesanwalt beim Deutschen Bundesgerichtshof in Karlsruhe führt gegen den deutschen, in der Schweiz niedergelassenen Staatsangehörigen X.________ ein Strafverfahren wegen Verstosses gegen das deutsche Kriegswaffenkontrollgesetz (KWKG) und Beihilfe zu versuchtem Landesverrat. Er wirft ihm vor, an der Entwicklung von Gasultrazentrifugen zur Herstellung von waffenfähigem Nuklearmaterial und deren (versuchten) Lieferungen an Libyen beteiligt gewesen zu sein und dafür zwischen 2001 und 2003 4 bis 5 Mio. Franken entgegengenommen zu haben. Das Bundesamt für Justiz bewilligte die Auslieferung am 24. März 2005. In teilweiser Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde von X.________ bewilligte das Bundesgericht mit Entscheid 1A.108+142/ 2005 vom 23. Juni 2005 die Auslieferung für den Sachverhalt, der dem Auslieferungsersuchen des Bundesministeriums der Justiz vom 17. November 2004 sowie dessen Ergänzung durch den Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof vom 20. Januar 2005 zugrunde liegt, nicht aber, soweit damit der Vorwurf des Landesverrats begründet wurde. Die Auslieferung von X.________ an Deutschland wurde am 30. Juni 2005 vollzogen.