Citation: 9C_615/2021 E. 8.3

8.3. Dem vermag die Beschwerdeführerin nichts Entscheidendes entgegenzuhalten. Vielmehr bezieht sie sich erneut einzig auf die sogenannten "MzF-FFS-Kernprozeduren" nach Ousterhout und fordert eine nähere Differenzierung anhand der Diagnosestellung "Gender-Dysphorie" und der Fallgruppe "Transfrauen mit Gender Dysphoria und massiven Gesichtsinkongruenzen sowie eindeutig männlich-anatomischen Gesichtscharakteristika". Diesbezüglich kann jedoch auf das bereits Gesagte verwiesen werden, wonach kein Anspruch auf eine bestimmte Vorkehr respektive - hier - eine bestimmte im Ausland praktizierte Methode besteht, solange gestützt auf das inländische Behandlungsangebot ein adäquates Resultat erwartet werden darf. Davon muss mit Blick auf die soeben erwähnten überzeugenden Auskünfte der Universitätskliniken ausgegangen werden. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin hat die Vorinstanz die Ausführungen der behandelnden Psychiaterin Dr. med. C.________ (vgl. Berichte vom 13. Mai, 20. Juli und 26. August 2019 sowie vom 25. November 2020) mit einbezogen und festgestellt, diese habe ebenfalls darauf hingewiesen, dass es sich bei den besonders anspruchsvollen Korrekturen am Kinn, am Kieferwinkel und an den Augenbrauenknochen um gesichtsfeminisierende knochenchirurgische Interventionen handle, welche durch Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen durchgeführt werden müssten. Die angefragten Zentren verfügen ohne Frage über diese Kompetenzen und ausserdem über die Möglichkeit der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Plastischer Chirurgie, Hals-Nasen-Ohren- und Kieferchirurgie. Anders als die Beschwerdeführerin meint, wurden insbesondere am Spital E.________ bereits vor dem relevanten Zeitfenster im Jahr 2019 gesichtsfeminisierende Massnahmen durchgeführt. Darauf lassen vor allem die Aussagen des PD Dr. med. H.________ schliessen, welcher dort bis im Jahr 2018 als leitender Chirurg arbeitete und FFS-Eingriffe vornahm (vgl. E. 7.3 hievor). Dass diese Kompetenzen in Bezug auf gesichtsfeminisierende (chirurgische) Behandlungen nach dessen Weggang nicht mehr vorhanden gewesen wären, ist in keiner Weise belegt. Ein objektiv unzumutbares Komplikationsrisiko, welches mit einer "Versorgungslücke" gleichzusetzen wäre, erscheint vor diesem Hintergrund nicht plausibel. Dass die Klinik B.________ höhere Fallzahlen und damit eine grössere Erfahrung auf dem Gebiet der operativen Gesichtsfeminisierung hat, als dies an den inländischen universitären Instituten naturgemäss der Fall sein kann, vermag daran nichts zu ändern (vgl. E. 4.2 hievor; BGE 145 V 170 E. 2.3; SVR 2012 KV Nr. 1 S. 1, 9C_110/2011 E. 2.3; je mit Hinweisen). Ebenso wenig helfen die von der Beschwerdeführerin aufgezählten Studien weiter, lassen sich doch daraus keine Rückschlüsse hinsichtlich der konkreten Versorgungssituation in der Schweiz ziehen, um welche es hier einzig geht (vgl. E. 6.2 in fine hievor).