Citation: 5C.176/2004 10.03.2005 E. A

Die F.________-Strasse, die G.________-Strasse, die H.________-Strasse und die I.________-Strasse umgrenzen ein rechteckiges Areal auf dem Gebiet P.________. Das Areal besteht aus mehreren Einzelparzellen, eingetragen im Grundbuch P.________ und ist überbaut ("T.________-Überbauung"). Häuserzeilen entlang allen vier Strassen umschliessen einen Innenhof. Im Abstand von rund acht Metern zu diesem Häuserring befindet sich im Innenhof ein Gebäudekomplex. Der Zwischenraum ("Hofraum") ist unbebaut und gehört eigentums- und anteilsmässig zu den Parzellen, auf denen die Gebäude längs den vier Strassen stehen. Zu Gunsten und zu Lasten dieser Aussengrundstücke und zu Gunsten der Innengrundstücke sind ein "Bau-, Unterkellerungs-, Ablagerungs- und Einfried(ig)ungsverbot" und ein "Benützungsrecht an Hofraum" im Grundbuch eingetragen. Die Dienstbarkeiten gehen auf das Grundbuchbereinigungsverfahren im Jahre 1937 zurück (Schlussprotokoll vom 10. September 1937). Die Parzelle Nr. xx ist an der nördlichen Ecke der T.________-Überbauung gelegen, wo sich die F.________-Strasse und die G.________-Strasse kreuzen. Ihr benachbart folgen längs der G.________-Strasse die weiteren Aussengrundstücke Nrn. yy und zz. An der nördlichen Ecke des inneren Gebäudekomplexes ist die Parzelle Nr. vv gelegen. Auf ihr sowie auf den weiteren Innengrundstücken Nrn. uu und ww wird eine Wäscherei betrieben, die im Jahre 1912 ursprünglich auf der Parzelle Nr. uu eingerichtet und später vergrössert wurde. Zwischen der Eigentümerin des Aussengrundstücks Nr. xx, der Klägerin K.________, und dem Eigentümer der Innengrundstücke Nrn. uu, vv und ww, dem Beklagten B.________, ist ein Zivilprozess über die Nutzung des Hofraums rechtshängig. Anlass zum Streit gab offenbar, dass Kunden des Wäschereibetriebs mit Fahrzeugen in das Innere der T.________-Überbauung hineinfuhren, auf den unbebauten Flächen der Aussengrundstücke, im Hofraum mithin, parkierten bzw. Fahrzeuge abstellten und dadurch die Klägerin an der Ausübung ihrer Eigentums- und Dienstbarkeitsrechte behinderten. Die Klägerin stellte eine Vielzahl von Begehren, die einerseits auf die Feststellung ihrer Rechte abzielten und andererseits bezweckten, die fehlende Berechtigung des Beklagten und/oder seiner Kunden festzustellen und ihm bzw. ihnen die Benutzung des Hofraums zu verbieten.