Citation: 1P.163/2003 03.04.2003 E. 5

Nach Art. 84 Abs. 2 OG ist die staatsrechtliche Beschwerde nur zulässig, wenn die behauptete Rechtsverletzung nicht sonstwie durch Klage oder Rechtsmittel beim Bundesgericht oder einer anderen Bundesbehörde gerügt werden kann. 5.1 Gemäss Art. 397 StGB haben die Kantone gegenüber Urteilen, die auf Grund des Strafgesetzbuches ergangen sind, wegen erheblicher Tatsachen oder Beweismittel, die dem Gericht zur Zeit des früheren Verfahrens nicht bekannt waren, die Wiederaufnahme des Verfahrens zu Gunsten des Verurteilten zu gestatten. Die Ablehnung einer Wiederaufnahme könnte Art. 397 StGB verletzen, was mit eidgenössischer Nichtigkeitsbeschwerde nach Art. 268 ff. BStP zu rügen wäre. Tatsächliche Feststellungen können hingegen nicht mit eidgenössischer Nichtigkeitsbeschwerde gerügt werden (vgl. Art. 273 Abs. 1 lit. b BStP). 5.2 Der Beschwerdeführer legt nicht dar, dass die Strafkammer des Kantonsgerichts St. Gallen eidgenössisches Recht im Sinne von Art. 269 Abs. 1 BStP verletzt habe. Das ist auch nicht ersichtlich. Die Auffassung der Strafkammer, die vom Gesuchsteller neu ins Recht gelegten Beweismittel seien nicht erheblich, beruht auf einer Beweiswürdigung, welche mit staatsrechtlicher Beschwerde und nicht mit eidgenössischer Nichtigkeitsbeschwerde angefochten werden muss (vgl. BGE 125 IV 298 E. 2b). Die vorliegende Eingabe ist somit als staatsrechtliche Beschwerde entgegenzunehmen.