Citation: 8C_375/2019 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführerin wurde unbestrittenermassen weder aus wirtschaftlichen Gründen noch aufgrund zwingender Regelungen im Rahmen der beruflichen Vorsorge vorzeitig pensioniert. Mit Unterzeichnung des Formulars am 12. Januar 2018 meldete sie der Vorsorgeeinrichtung vielmehr ausdrücklich den Eintritt des Versicherungsfalls Alter, nachdem ihr die Pensionskasse D.________ mit Schreiben vom 9. Januar 2018 vorgängig mit Blick auf ihr Vorsorgekapital die Möglichkeit aufgezeigt hatte, anstelle einer Altersleistung - und damit einer vorzeitigen Pensionierung - eine Austrittsleistung zu wählen. Dieses Schreiben der Pensionskasse D.________ orientierte sich in korrekter Weise an Art. 2 Abs. 1 bis FZG, wonach Versicherte auch eine Austrittsleistung beanspruchen können, wenn sie die Vorsorgeeinrichtung zwischen dem frühestmöglichen und dem ordentlichen reglementarischen Rentenalter verlassen und die Erwerbstätigkeit weiterführen oder als arbeitslos gemeldet sind. Nicht stichhaltig ist das Argument der Beschwerdeführerin, nach ihrem Verständnis hätte die Anmeldung bei der Arbeitslosenversicherung im Zeitpunkt des Schreibens bereits vorliegen müssen, um eine Austrittsleistung wählen zu können. Sofern sie sich über den Inhalt dieses Dokuments oder die Folgen ihrer Wahl nicht im Klaren gewesen wäre, wäre es ihr jedenfalls offen gestanden, sich mit der Pensionskasse in Verbindung zu setzen und um Erläuterung desselben zu bitten. Eine Rückantwortfrist wurde ihr bis 31. Januar 2018 eingeräumt; eine Anmeldung zum Leistungsbezug bei der Arbeitslosenversicherung bis zur Rückantwort wäre daher möglich gewesen. Dass sich die Beschwerdeführerin nicht arbeitslos gemeldet und auch keine neue Arbeitsstelle gesucht hatte, ist ihrem freiwilligen Entschluss geschuldet, wie die Vorinstanz nicht offensichtlich unrichtig feststellte. Nicht als willkürlich gerügt wird in diesem Zusammenhang die Feststellung der Vorinstanz, sie sei zu keinem Zeitpunkt aus medizinischer Sicht vollständig arbeitsunfähig gewesen, weshalb die Stellensuche auch aus gesundheitlichen Gründen möglich gewesen wäre. Eine Anmeldung bei der Invalidenversicherung erfolgte sodann, selbst wenn sie eine frühzeitigere Anmeldung ins Auge gefasst haben mag, wie die Versicherte anführt, tatsächlich erst im März 2018, weshalb sie auch hieraus nichts zu ihren Gunsten ableiten kann. Überdies spricht die Wahl der Alters- anstatt der Austrittsleistung umso mehr für die Absicht, sich aus dem Erwerbsleben zurückziehen zu wollen, als gesundheitliche Gründe für die abgelehnte Weiterführung des Arbeitsverhältnisses bei der Bäckerei/Konditorei B.________ GmbH angeführt werden (vgl. BGE 129 V 327 E. 4.6 S. 334).