Citation: 6B_1088/2022 E. 1.2

1.2. Die Beschwerdeführerin hat ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung des angefochtenen Entscheids, da sie im vorinstanzlichen Verfahren schuldig gesprochen wurde (Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 1 BGG). Auf die Beschwerde ist - unter Vorbehalt einer hinreichenden Begründung (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG) - einzutreten. Insofern die Beschwerdeführerin hingegen den vorinstanzlichen Verzicht auf die Anordnung einer vollzugsbegleitenden ambulanten Behandlung beanstandet (Beschwerde S. 2 und 35 ff.), kann darauf nicht eingetreten werden. Die ambulante Behandlung nach Art. 63 StGB stellt einen Eingriff in die Freiheitsrechte der Beschwerdeführerin dar. Wird auf deren Anordnung verzichtet, entfällt der Eingriff (vgl. Urteil 6B_486/2021 vom 21. Juli 2021 E. 1.3). Da im angefochtenen Urteil auf die Anordnung einer ambulanten Massnahme nach Art. 63 StGB verzichtet wurde, ist die Beschwerdeführerin in diesem Punkt nicht beschwert. Sie ist zwar durch das angefochtene Urteil betroffen, da sie die Anordnung der ambulanten Behandlung anstrebt. Dieses faktische oder tatsächliche Interesse genügt indessen - mangels Eingriffs in ihre Freiheitsrechte - nicht (vgl. Urteil 6B_486/2021 vom 21. Juli 2021 E. 1.4 a.E.). Daran ändert die behauptete Verletzung von Art. 404 StPO (vgl. Beschwerde S. 36 f.) nichts.