Citation: 6B_1236/2018 E. 5.3

5.3. Mit Blick auf die deliktische Herkunft der zum Eigentumserwerb überlassenen Gelder sind die Voraussetzungen für die beantragte Einziehung gegeben. Die Gelder gehören zu den Vermögenswerten, die im Rahmen des Anlagebetrugs zum Deliktserlös geworden sind. Die spezifische Tathandlung des (faktischen) Verschenkens an B.________ (vgl. E. 2) ist, wie die Vorinstanz richtig festhält, durch den gewerbsmässigen Betrug konsumiert. Die Vorinstanz geht davon aus, dass B.________ die Vermögenswerte - als Dritte im Sinn von Art. 70 Abs. 2 StGB - ohne Kenntnis des Einziehungsgrundes erworben hat. Die Beschwerdeführerin bestreitet dies. Wie es sich damit verhält, kann offen bleiben. Denn nach Art. 70 Abs. 2 StGB entgeht der Dritterwerber der Einziehung nur, wenn neben dem gutgläubigen Erwerb kumulativ eine gleichwertige Gegenleistung erbracht worden ist. Das trifft hier nicht zu, zumal die aus der C.________ stammenden Mittel für den Liegenschaftserwerb faktisch geschenkt und nicht als (der Rückforderung unterliegendes) Darlehen übergeben wurden (vgl. E. 2.3). Schliesslich erübrigt sich nach dem Tod von B.________ die Prüfung einer anderweitigen unverhältnismässigen Härte, zumal ihre Tochter die Erbschaft ausgeschlagen hat. Die Sache ist an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie die Verwertung der Stockwerkseigentums-Einheiten und die Einziehung des Erlöses im Umfang des aus den zweckentfremdeten Anlagegeldern für den Kauf eingesetzten Betrags anordne.