Citation: I 233/04 13.09.2004 E. 4

Die Invaliditätsbemessung hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen (Validen- und Invalideneinkommen) ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Die daraus sich ergebende Erwerbseinbusse bezogen auf das Einkommen ohne gesundheitliche Beeinträchtigung, ausgedrückt in Prozenten, entspricht dem Invaliditätsgrad (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 Erw. 1, 104 V 136 f. Erw. 2a und b). Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (frühestmöglichen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend. Dabei sind Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu ermitteln. Allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass sind zu berücksichtigen (BGE 129 V 222 und 128 V 174). 4.1 Für die erwerblichen Auswirkungen der ab Juli 2002 bestehenden Arbeitsfähigkeit (80 % in einer leidensangepassten Tätigkeit) ist von den sachbezüglichen vorinstanzlichen Erwägungen auszugehen. Wird bei der Anpassung an die Lohnentwicklung zudem nach Geschlechtern differenziert (BGE 129 V 408), resultiert ein hypothetisches Einkommen ohne Invalidität (Valideneinkommen) im Jahr 2002 (Eintritt der revisionsbegründenden Tatsache) von maximal Fr. 57'253.70 (Fr. 53'368.- als Verdienst im Jahre 1998 bereinigt um die Teuerung 1999 bis 2002 [vgl. Lohnentwicklung 2002, Kommentierte Ergebnisse und Tabellen, T1.2.93 Nominallohnindex, Frauen, 1997-2002, S. 33]). Bei der Bestimmung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) resultiert teuerungsangepasst ein Wert von Fr. 38'388.- jährlich (Tabelle A1 der LSE 2000, Anforderungsniveau 4, Frauen, umgerechnet auf 41.7 Wochenstunden, teuerungsbereinigt, davon 80 %). Aus der Gegenüberstellung der beiden hypothetischen Einkommen (Valideneinkommen: Fr. 57'253.70; Invalideneinkommen: Fr. 38'388.-) resultiert ein (rentenausschliessender) Invaliditätsgrad von 33 %. 4.2 Für das Jahr 2000 ergibt eine analoge Vorgehensweise (wobei insbesondere dem Umstand Rechnung zu tragen ist, dass damals eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit bestand) ein Valideneinkommen von Fr. 54'601.40 (Fr. 53'368.- als Verdienst im Jahre 1998 bereinigt um die Teuerung 1999 bis 2000 [vgl. Lohnentwicklung 2002, a.a.O., S. 33]) sowie ein Invalideneinkommen von Fr. 22'880.80. Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen resultiert ein Invaliditätsgrad von 58 %, welcher den befristeten Anspruch auf eine halbe Rente begründet.