Citation: 6B_930/2016 E. 1.1

1.1. Die Vorinstanz erwägt im Wesentlichen, der Beschwerdeführer mache gar nicht geltend, beim Befahren der Kreuzung die notwendige Sorgfalt aufgebracht zu haben. Er gebe vielmehr zu, nicht in Betracht gezogen zu haben, dass ein von links kommendes Fahrzeug seinen Weg kreuzen könnte. Der Beschwerdeführer habe dabei seine vermeintliche Ortskenntnis krass überschätzt. Als Folge dieses Fehlers habe er die Verzweigung mindestens bis zu deren Hälfte ausgesprochen nachlässig analysiert, sei objektiv betrachtet zu schnell gefahren und habe seine Aufmerksamkeit ausschliesslich nach rechts jenseits der Kreuzungsmitte gerichtet. Hätte er etwas weniger auf seine Ortskenntnisse vertraut und etwas mehr Aufmerksamkeit aufgebracht, hätte der Beschwerdeführer bemerken können, dass sich auf der Hohlstrasse sowohl Tramgleise als auch Busspuren befinden, die auf Tram- und Busverkehr aus beiden Richtungen hindeuten. Weiter bestehe auf der Hohlstrasse zwischen der Abbiegspur in die Seebahnstrasse und den Tramschienen genügend Platz für eine zweite, geradeaus führende Spur. Kein Schild und keine Bodenmarkierung würden darauf hindeuten, dass dem nicht so sein könnte. Im Gegenteil würden die weissen "Haifischzähne" auf der Seite der Hohlstrasse unmissverständlich auf möglichen Verkehr von links hinweisen. Diese Anzeichen für Querverkehr wären dem Beschwerdeführer bei minimaler Aufmerksamkeit geradezu ins Auge gesprungen. Ungeachtet des Umstandes, dass seine Ortskenntnisse beschränkt gewesen seien, habe er einfach darauf vertraut, dass von links kein Verkehr kommen würde. Der Beschwerdeführer habe sich grobfahrlässig verhalten, indem er sich auf seine (beschränkten) Ortskenntnisse verlassen und seine Aufmerksamkeit und Geschwindigkeit ausschliesslich auf den von rechts kommenden Verkehr ausgerichtet habe, statt sich vorsichtig vorzutasten und sich dabei über die gesamte Streckenführung ein Bild zu verschaffen, was trotz der schlechten Sicht nach links aufgrund der vorhandenen Anzeichen ohne Weiteres möglich gewesen wäre. Ausführungen zu dem vom Beschwerdeführer geltend gemachten Sachverhaltsirrtum würden sich somit erübrigen. Der Tatbestand von Art. 90 Abs. 2 SVG sei erfüllt.