Citation: 2P.203/2001 12.10.2001 E. 6

6.- a) Die Beschwerdeführerin rügt im Weiteren, dass die Prüfung im Privatrecht II in zwei Teilprüfungen zerlegt und auf zwei Lehrstühle (Prof. Y.________ und Prof. X.________) aufgeteilt worden sei. Es handelt sich dabei um eine Verfahrensfrage, die den äusseren Ablauf des Examens betrifft. Aus der Vernehmlassung von Prof. Y.________ an das Dekanat der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich vom 22. Dezember 2000 geht hervor, dass die Kandidaten der schriftlichen Prüfung im Privatrecht II zwei Aufgabenstellungen erhielten, wobei sie ausdrücklich darauf hingewiesen wurden, dass beide Fälle zu lösen waren. Nach Auffassung der Beschwerdeführerin war eine solche Aufteilung unzulässig, da eine solche in der Promotionsordnung nicht vorgesehen sei. Gemäss § 20 Abs. 1 PO finden drei Prüfungen in Form von fünfstündigen Klausuren statt, wobei die Fächer, aus denen die einzelnen Klausuren zu wählen sind, durch Hinweis auf die in § 16 PO genannten Fächer bezeichnet werden. Die Rekurskommission hat im angefochtenen Beschluss ausgeführt, wie die Klausuren zu gestalten seien, liege im Ermessen der Examinatoren, die sich dabei an die Grundprinzipien des Verwaltungsrechts, wie das Gebot der Gleichbehandlung und das Willkürverbot, zu halten hätten. In diesem Rahmen stehe es ihnen frei, ob sie innerhalb einer Klausur eine oder mehrere Aufgaben stellen oder diese auf zwei Lehrstühle verteilen wollen. Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, ist schwer verständlich und nicht geeignet, die Aufteilung einer Klausur auf zwei Lehrstühle als willkürlich erscheinen zu lassen. Die Ausgestaltung einer Prüfung fällt im Rahmen der Prüfungsordnung in das pflichtgemässe Ermessen der Prüfungsinstanz. Nachdem die Promotionsordnung ausser § 16 PO keine Vorschriften betreffend die Durchführung und Bewertung der schriftlichen Klausuren enthält und somit der Aufteilung einer schriftlichen Klausur auf zwei Examinatoren nicht entgegensteht, durfte die schriftliche Klausur im Fach Privatrecht II ohne Willkür in zwei, durch verschiedene Examinatoren zu beurteilende Aufgaben aufgeteilt werden. b) Dass sich die Rekurskommission mit den diesbezüglichen Ausführungen der Rekurrentin nicht auseinandersetzte, verletzt das rechtliche Gehör bzw. die sich daraus ergebende Begründungspflicht nicht. Die Begründung eines Entscheids muss so abgefasst sein, dass der Betroffene ihn gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann (BGE 123 I 31 E. 2c S. 34, mit Hinweisen). Dieser Anforderung genügt der angefochtene Entscheid, ohne dass die Rekurskommission verpflichtet gewesen wäre, sich mit sämtlichen Argumenten der Beschwerdeführerin im Einzelnen auseinanderzusetzen (BGE 112 Ia 107 E. 2b S. 110).