Citation: 8C_674/2022 E. 4.1.1

4.1.1. Die Vorzinstanz kam gestützt auf den Abklärungsbericht Haushalt vom 28. März 2022 und die übrigen Akten mit eingehender Begründung zum Schluss, die Beschwerdeführerin wäre im Gesundheitsfall je zu 50 % erwerbs- und im Haushalt tätig. Hierfür spreche, dass sie nach der Einreise in die Schweiz im November 2001 während 12 Jahren und 5 Monaten ausschliesslich als Hausfrau/Mutter tätig gewesen sei und erst ab März 2014 eine Teilerwerbstätigkeit auf Abruf (von unter 50 %) in der Reinigung von Ferienwohnungen aufgenommen habe. Dies, obwohl die damals fünfköpfige Familie vor dieser Arbeitsaufnahme nur über bescheidene Einkünfte verfügt und die Beschwerdeführerin in der Anmeldung bei der IV-Stelle vom 23. November 2007 bloss eine Arbeitsunfähigkeit vom 10. September 2002 bis 15. Januar 2003 angegeben habe. Laut dem Bericht des Augenarztes Dr. med. C.________ vom 21. Februar 2008 habe aus augenmedizinischer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit bestanden; vom 29. Mai 2002 bis 9. November 2006 hätten keine Konsultationen stattgefunden. Der Ehemann der Beschwerdeführerin habe bei der Haushaltsabklärung mitgewirkt (teilweise als Übersetzer) und bei der Besprechung der beruflichen Situation der Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden ein 50%iges Pensum erwähnt. Somit sei der Invaliditätsgrad nach der gemischten Methode mit Anteilen von je 50 % im Erwerbs- und Haushaltsbereich zu ermitteln. Daraus, dass die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann die Frage nach ihrer Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall nicht richtig verstanden hätten, könnten sie nichts zu ihren Gunsten ableiten.