Citation: 4A_544/2019 E. 6

6. Die Vorinstanz erwog, zu prüfen sei, ob der Beschwerdeführer mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit den Beweis für die von ihm behauptete Arbeitsunfähigkeit in der strittigen Periode habe erbringen können, oder ob der Beschwerdegegnerin der Gegenbeweis gelinge, sodass mithin hinreichende Indizien den Hauptbeweis scheitern lassen würden. Den ärztlichen Beurteilungen, auf die sich beide Parteien bezögen, komme dabei der Stellenwert von Parteibehauptungen zu. Hinsichtlich der aus somatischer Sicht diagnostizierten Epicondylitis radialis humeri des rechten Ellbogens sei Ende Mai 2016 eine ausführliche rheumatologische Untersuchung durch Dr. med. F.________ erfolgt. Dieser habe eine dadurch bedingte längerfristige Arbeitsunfähigkeit nicht (mehr) erkennen können. Da die durchgeführte Therapie zu einer deutlichen Besserung geführt habe, sei dem Beschwerdeführer anlässlich der im September 2016 erfolgten versicherungsmedizinischen Beurteilung eine vollständige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ohne wiederkehrende/dauernde Belastung des rechten Ellbogens bescheinigt worden. Die beiden Allgemeinmediziner Dr. med. G.________ und Dr. med. H.________ hätten für die Zeit vom 1. Oktober 2016 bis 2. Februar 2018 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % attestiert. Die betreffenden Zeugnisse würden aber jeglicher Begründung entbehren, wobei insbesondere unklar bleibe, aufgrund welcher Diagnosen respektive Beschwerden die Zeugnisse ausgestellt worden seien. Diese Zeugnisse vermöchten daher die Sachverhaltsdarstellung des Beschwerdeführers nicht als überwiegend wahrscheinlich nachzuweisen. Der Beschwerdeführer selbst habe ebenfalls nicht bestritten, dass er aus somatischer Sicht seit Mitte 2016 in einer angepassten Tätigkeit wiederum vollständig arbeitsfähig sei. Falls die Zeugnisse aufgrund eines psychischen Leidens ausgestellt worden wären, bleibe anzumerken, dass weder Dr. med. G.________ noch Dr. med. H.________ über einen entsprechenden Facharzttitel verfügen würden, womit sie nicht befähigt gewesen seien, ein psychiatrisches Krankheitsbild und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zuverlässig zu beurteilen.