Citation: 1C_179/2019 E. 2.3

2.3. Art. 33 VVRG/VS entspricht grundsätzlich der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach die Verwaltungsbehörden unter bestimmten Voraussetzungen ihre Verfügungen in Wiedererwägung ziehen können. Sie sind dazu gehalten, soweit sich eine entsprechende Pflicht aus einer gesetzlichen Regelung oder einer konstanten Verwaltungspraxis ergibt. Überdies ergibt sich gestützt auf Art. 29 BV ein Anspruch auf Wiedererwägung, wenn sich die Verhältnisse seit dem ersten Entscheid erheblich geändert haben oder wenn der Gesuchsteller Tatsachen und Beweismittel anführt, die ihm im früheren Verfahren nicht bekannt waren oder die schon damals geltend zu machen für ihn rechtlich oder tatsächlich unmöglich war oder hierzu keine Veranlassung bestand. Die Wiedererwägung von Verwaltungsentscheiden, die in Rechtskraft erwachsen sind, kann jedoch nicht beliebig zulässig sein. Sie darf namentlich nicht dazu dienen, rechtskräftige Entscheide immer wieder in Frage zu stellen oder gesetzliche Vorschriften über die Rechtsmittelfristen zu umgehen (vgl. BGE 143 II 1 E. 5.1 S. 5; Urteil 2C_339/2017 vom 24. Mai 2018 E. 2.1; je mit Hinweisen).