Citation: 8C_793/2017 E. A

A.a. A.________, geboren 1956, Mutter von zwei 1978 und 1983 geborenen Kindern, meldete sich am 12. März 2013 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Sie gab an, dass sie seit Juli 2012 wegen eines Erysipels (akute bakterielle Hautinfektion) am rechten Bein sowie wegen psychischer Beschwerden beeinträchtigt sei. Sie war vom 17. Mai 2008 bis zum 31. Juli 2010 als Mitarbeiterin in der Wäscherei einer Alterspension und zuletzt ab dem 1. Februar bis zum 30. September 2012 als Pflegehelferin, jeweils in Teilzeitpensen angestellt gewesen. Gemäss dem hausärztlichen Bericht vom 25. April 2013 war sie in der Arbeitsfähigkeit (nebst einer Adipositas per magna und Gonarthrosen beidseits) durch eine venöse Insuffizienz mit zunehmend chronifizierten Lymphödemen und seit Sommer 2012 rezidivierenden Erysipelen eingeschränkt. Sie musste deswegen vom 11. Dezember 2012 bis zum 3. Januar 2013 im Spital B.________ und vom 15. Januar bis zum 4. Februar 2014 in der Klinik C.________ hospitalisiert werden (Berichte vom 3. Januar 2013 und vom 4. Februar 2014). Ab dem 23. August 2012 wurde sie zudem durch den psychiatrischen Dienst, Dr. med. D.________, ambulant betreut (Berichte vom 2. April und vom 20. November 2013). Mit den Verfügungen vom 18. Juli 2014 lehnte die IV-Stelle des Kantons Thurgau die Ansprüche auf berufliche Massnahmen sowie auf eine Invalidenrente ab. Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau mit Entscheid vom 7. Januar 2015 gut und wies die Sache zu weiteren Abklärungen zurück. A.b. Die IV-Stelle holte ein polydisziplinäres Gutachten des Begutachtungszentrums BEGAZ, Binningen, vom 17. November 2015 ein. Die Gutachter bescheinigten gestützt auf ihre Untersuchungen in den Fachrichtungen allgemeine innere Medizin, Rheumatologie, Chirurgie, Dermatologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit. Am 12. Januar 2016 unterzog sich die Versicherte einer Magenbypassoperation im Spital E.________ (Bericht vom 19. Januar 2016). Der Hausarzt Dr. med. F.________, innere Medizin FMH, der sie seit Juli 2015 betreute, bescheinigte in seinen Berichten vom 9. August 2016 und vom 20. Januar 2017 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in rein sitzenden Tätigkeiten. Mit Verfügungen vom 4. Mai 2017 lehnte die IV-Stelle die Ansprüche auf berufliche Massnahmen sowie auf eine Invalidenrente erneut ab. Sie ging dabei davon aus, dass die Versicherte als Gesunde zu 60 % erwerbstätig und zu 40 % im Haushalt beschäftigt wäre. Mit der 50%igen Arbeitsunfähigkeit resultiere im erwerblichen Bereich ein Teilinvaliditätsgrad von 17 %. Im Haushalt bestehe keine Einschränkung. Insgesamt ermittelte sie damit einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 17 %.