Citation: 8C_285/2022 E. 6.2

6.2. Der Beschwerdeführer verfügt über eine Ausbildung zum Geräteinformatiker und absolvierte ein Informatikstudium an der Fachhochschule. Er hat somit besondere Kenntnisse, welche er auch im Rahmen einer angepassten Tätigkeit noch nutzen kann, denn auch in der Informatikbranche existieren einfachere Einsatzbereiche. Gemäss der Arbeitgeberin des Arbeitsversuchs gäbe es im IT-Bereich - für einen studierten Informatiker langweilige - Verwendungsmöglichkeiten mit mehr wiederkehrenden Aufgaben wie das Testen oder Schreiben von Software. Anders als eine Person, die über keine Ausbildung verfügt und vor Eintritt des Gesundheitsschadens Hilfsarbeitertätigkeiten verrichtete, kann der Beschwerdeführer - wie die Vorinstanz zutreffend feststellte - im Rahmen einer angepassten Tätigkeit somit auf Kenntnisse seiner Ausbildung und die gewonnene Berufserfahrung zurückgreifen. Es ist daher nicht gerechtfertigt, beim Beschwerdeführer auf das Total des Kompetenzniveaus 1 abzustellen. Ob die Vorinstanz das Invalideneinkommen zu Recht gemäss Total des Kompetenzniveaus 2 (Fr. 5649.-) bestimmte, kann offenbleiben. Denn der Lohn für einfache Tätigkeiten (Kompetenzniveau 1) des Wirtschaftszweigs "Informationstechnologie und Informationsdienstleistungen" (vgl. zu diesem Tabellenlohn: NOGA 2008, Allgemeine Systematik der Wirtschaftszweige, Erläuterungen, S. 174) liegt deutlich höher. Der Umstand, dass diesbezüglich hinsichtlich des Männerlohns (Fr. 9318.-) keine hinreichenden Daten vorliegen, schadet auch nicht. Denn selbst der im Vergleich dazu niedrigere Frauenlohn von Fr. 6085.- liegt noch über dem von der Vorinstanz berücksichtigten Einkommen von Fr. 5649.-. Dem kantonalen Gericht kann somit nicht vorgehalten werden, es habe das Invalideneinkommen von einem zu hohen Tabellenlohn aus bestimmt.