Citation: 6B_492/2018 E. 2.4.2

2.4.2. Zu prüfen ist, ob diese Beschränkung angesichts der konkreten Umstände und in Nachachtung des Grundsatzes der Untrennbarkeit zulässig war. In der Berufungsbegründung vom 10. Februar 2017 akzeptierte die damalige amtliche Verteidigerin des Beschwerdeführers wie gesagt zwar explizit den Schuldspruch wegen Mordes. Allerdings wendete sie sich gegen die Annahme des erstinstanzlichen Gerichts, dass eine sexuelle Frustration des Beschwerdeführers beziehungsweise ein Streit über die Qualität und den Umfang der sexuellen Dienstleistungen Motiv für die Tat gewesen seien. Sie machte geltend, dass erhebliche Zweifel an den entsprechenden Sachverhaltsfeststellungen des erstinstanzlichen Gerichts bestünden. Ferner führte sie aus, der Beschwerdeführer sei sich während des Zustechens der Grausamkeit seiner Tatausführung nicht bewusst gewesen. Er habe sich aufgrund der Anwesenheit einer Drittperson, die sich im Schrank versteckt habe, in einem Zustand höchster Panik und Angst befunden. Weiter argumentierte sie, der Beschwerdeführer habe während der Tat unter dem Einfluss von unreinem Kokain gestanden, dessen Wirkung er als radikal und heftig bezeichnet habe. Dies habe die Angst und Panik während der Tat verstärkt und sein Bewusstsein geschmälert. Dass seine Panik und die entsprechende Reaktion übermässig gewesen seien, müsse im Wesentlichen der Wirkung des unreinen Kokains zugeschrieben werden und widerspreche seinem gewohnten Verhalten. Er habe das Opfer nicht bewusst besonders grausam getötet. Entsprechend sei auch bezüglich der besonderen Grausamkeit innerhalb des Mordtatbestands kein schweres Verschulden gegeben (kantonale Akten, act. 2111 ff.). Mit diesen Ausführungen wandte sich die damalige amtliche Verteidigerin des Beschwerdeführers gegen die tatsächlichen Feststellungen der ersten Instanz. Sowohl der Schuldspruch wegen Mordes als auch die Strafzumessung beziehungsweise die Bewertung des Verschuldens durch die erste Instanz basieren auf diesen tatsächlichen Feststellungen. Indem sich die Berufung offensichtlich gegen die tatsächlichen Grundlagen des Schuldpunkts einerseits und der Bemessung der Strafe andererseits richtete, bestand zwischen diesen beiden Punkten ein innerer Zusammenhang, weshalb sie nicht losgelöst voneinander beurteilt werden konnten. Folglich war im vorliegenden Fall angesichts der konkret vorgebrachten Rügen eine Beschränkung der Berufung auf die Bemessung der Strafe nicht möglich, was der Vorinstanz hätte auffallen müssen. Dieser Umstand führt jedoch aus nachfolgenden Gründen nicht zur Gutheissung der Beschwerde.