Citation: 1P.569/2002 25.11.2002 E. B

Am 27. Juni 2002 beantragte der Untersuchungsrichter dem Haftgericht, den Angeschuldigten unter Anordnung von Ersatzmassnahmen aus der Untersuchungshaft zu entlassen. X.________ sei zu verbieten, mit seiner von ihm getrennt lebenden Ehefrau Kontakt aufzunehmen sowie das Gemeindegebiet von Ostermundigen zu betreten. Mit Stellungnahme vom gleichen Tage teilte die Staatsanwaltschaft dem Untersuchungsrichter mit, sie könne der beabsichtigten Haftentlassung zur Zeit nicht zustimmen. Zur Begründung führte sie aus, es seien vorgängig noch der gemeinsame Sohn Y.________ und zwei Kindergärtnerinnen sowie eventuell weitere Personen aus dem Umfeld einzuvernehmen. Die Kollusionsgefahr lasse sich durch die beabsichtigten Ersatzmassnahmen kaum wirksam eindämmen; sie sei in der Regel zu bejahen, bis die wesentlichen Beweise erhoben seien. Am 3. Juli 2002 lehnte das Haftgericht den Antrag des Untersuchungsrichters auf Entlassung von X.________ ab. Es seien "keine wirklich tauglichen" Ersatzmassnahmen ersichtlich.