Citation: 5A_251/2024 E. 2.2

2.2. Das Obergericht hat erwogen, das Bezirksgericht habe zutreffend erkannt, dass die Prozesskostenvorschusspflicht unabhängig vom Güterstand zur Anwendung gelange. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers komme es somit nicht darauf an, ob er unter Gütertrennung lebe und ob diese von Gesetzes wegen eingetreten sei (z.B. Art. 188 ZGB oder Art. 118 Abs. 1 ZGB) oder freiwillig vereinbart (Art. 182 ZGB) respektive gerichtlich angeordnet worden sei (Art. 185 ZGB). Die Bevorschussungspflicht von Prozesskosten gelte sodann auch für Verfahren zwischen einem Ehepartner und einem Dritten. Dass die unentgeltliche Rechtspflege im Verhältnis zur Leistung eines Prozesskostenvorschusses subsidiär sei, ergebe sich aus der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichts, die einer anwaltlich vertretenen Partei bekannt sein müsse. Das Regionalgericht sei deshalb nicht verpflichtet gewesen, dem Beschwerdeführer eine Nachfrist anzusetzen.