Citation: 6P.46/2005 08.06.2005 E. 1

1.1 Der Beschwerdeführer bestritt im Untersuchungs- und Gerichtsverfahren, den Lieferwagen im Unfallzeitpunkt gelenkt zu haben und am Unfall beteiligt gewesen zu sein. Er habe den Lieferwagen ab ca. 15.15 Uhr einem "Jugoslawen" zum Zügeln ausgeliehen. Er sei von diesem in den Ruswiler Wald gefahren worden, wo er nach Pilzen habe Ausschau halten wollen. Um ca. 18.15 Uhr habe der "Jugoslawe" ihn vereinbarungsgemäss mit dem Lieferwagen wieder abgeholt. Danach seien sie gemeinsam über Buttisholz und Sursee in einen Wald bei Beromünster gefahren, wobei der "Jugoslawe" das Fahrzeug gelenkt habe. Im Wald bei Beromünster sei der Lieferwagen im Sumpf stecken geblieben. Der "Jugoslawe" habe ihm zum Dank für die leihweise Überlassung des Fahrzeugs eine Flasche Zwetschgenschnaps geschenkt, dann das Steuerrad und die Sitze des Lieferwagens mit einem Lappen abgeputzt und ihn schliesslich allein mit dem Lieferwagen im Wald zurückgelassen. Er (der Beschwerdeführer) habe in der Folge versucht, den Lieferwagen aus dem Sumpf zu fahren, was ihm aber nicht gelungen sei, worauf er in seiner Wut die ganze Flasche Schnaps getrunken habe (angefochtenes Urteil S. 5 E. 3.1, Urteil des Amtsgerichts Willisau S. 2 f.). Das Obergericht hat diese Darstellung des Beschwerdeführers mit dem Amtsgericht als konstruiert und in höchstem Masse unglaubhaft erachtet (angefochtenes Urteil S. 7 E. 3.5) und auch auf einige Widersprüche und Ungereimtheiten in den verschiedenen Aussagen des Beschwerdeführers hingewiesen (angefochtenes Urteil S. 8 f. E. 3.6). Es ist zum Schluss gekommen, es bestünden keine vernünftigen Zweifel daran, dass es der Beschwerdeführer und niemand anders gewesen sei, der am 2. Januar 2003 um ca. 17.20 Uhr mit dem Lieferwagen seines Sohnes in Ettiswil die Fussgängerin A.________ auf dem Fussgängerstreifen überfahren und danach ohne anzuhalten das Weite gesucht habe (angefochtenes Urteil S. 10 E. 3.8). Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des unter anderem in Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK verankerten Grundsatzes der Unschuldsvermutung und der daraus fliessenden Maxime "in dubio pro reo".