Citation: I 307/99 02.03.2000 E. 2

2.- a) Die Vorinstanz hat die massgeblichen gesetzli- chen Bestimmungen über den Begriff der Invalidität (Art. 4 Abs. 1 IVG) sowie die Voraussetzungen und den Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 und Abs. 1bis IVG) zutref- fend dargelegt. Richtig sind auch die Ausführungen zum Be- griff und Grad der Arbeitsunfähigkeit (BGE 114 V 283 Erw. 1c und d, je mit Hinweisen) sowie über die dabei den ärztlichen Auskünften zukommende Bedeutung (BGE 115 V 134 Erw. 2, 114 V 314 Erw. 3c, 105 V 158 Erw. 1). Gleiches gilt in Bezug auf den im Sozialversicherungsrecht allgemein gel- tenden Grundsatz der Schadenminderungspflicht (BGE 117 V 278 Erw. 2b, 400, je mit Hinweisen) und Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 125 V 195 Erw. 2, 121 V 47 Erw. 2a, 208 Erw. 6b mit Hinweis) sowie hinsichtlich des im Sozialversicherungsprozess herrschenden Untersu- chungsgrundsatzes mit den dazu korrelierenden Mitwirkungs- pflichten der Parteien (BGE 125 V 195 Erw. 2, 122 V 158 Erw. 1a) und der von diesen zu tragenden Beweislast (BGE 117 V 264 Erw. 3b mit Hinweisen). Korrekt wiedergegeben ist schliesslich auch die Rechtsprechung zum Beweiswert von ärztlichen Berichten und Gutachten (BGE 122 V 160 Erw. 1c mit Hinweisen) sowie zur Erwerbslosigkeit aus invaliditäts- fremden Gründen (BGE 107 V 21 Erw. 2c; ZAK 1991 S. 321 Erw. 3c, 1989 S. 315 f.). Darauf kann verwiesen werden. b) Zu ergänzen ist, dass der Rentenanspruch nach Art. 28 IVG u.a. frühestens in dem Zeitpunkt beginnt, in dem der Versicherte während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40 % arbeitsun- fähig gewesen war (Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG). Keine Rolle spielt, wie hoch der Grad der bestehenden Arbeitsunfähig- keit anfänglich war, sofern er nur die Erheblichkeits- schwelle von jedenfalls 25 % erreicht (Meyer-Blaser, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, Zürich 1997, S. 235; vgl. auch BGE 121 V 268 Erw. 3b mit Hinweis). Die Wartezeit nach Art. 29 Abs. 1 IVG wird unter- brochen, wenn der Versicherte an mindestens 30 aufeinander- folgenden Tagen voll arbeitsfähig war (Art. 29ter IVV). Ein Unterbruch kann nur dann angenommen werden, wenn während mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen eine wirtschaft- lich verwertbare Arbeitsfähigkeit bestand, ohne Rücksicht auf die Entlöhnung (Meyer-Blaser, a.a.O., S. 236 mit Hin- weis auf die Rechtsprechung). Eine weitere Voraussetzung für den Rentenanspruch ist sodann, dass der Versicherte bei Ablauf der Wartefrist weiterhin erwerbsunfähig ist (vgl. BGE 121 V 272 Erw. 6a). Ferner ist der Zeitpunkt, in welchem die Anmeldung zum Leistungsbezug (Art. 46 IVG) eingereicht wird, nur für den Beginn der Rentenauszahlung massgebend (Art. 48 Abs. 2 IVG), nicht aber für den Rentenanspruch als solchen, wes- halb auch vor der Anmeldung liegende Zeiten von Arbeitsun- fähigkeit (Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG) zu berücksichtigen sind (Meyer-Blaser, a.a.O., S. 238 mit Hinweis auf die Rechtsprechung).