Citation: 5P.329/2000 01.12.2000 E. 3

3.- Nach Ansicht der Beschwerdeführerin ist der Bezirksgerichtsausschuss auch dadurch in Willkür verfallen, dass er ihren Antrag, den Ehemann zur Leistung eines Anwaltskostenvorschusses von Fr. 5'000.-- anzuhalten, abgelehnt hat. Im angefochtenen Entscheid wird hiezu ausgeführt, der Beschwerdeführerin stehe einerseits ein Anspruch aus Güterrecht von rund Fr. 115'000.-- zu, und anderseits sei sie Miteigentümerin der ehelichen Liegenschaft in B.________, weshalb sie über ausreichend realisierbare Vermögenswerte verfüge. Dem hält die Beschwerdeführerin entgegen, dass erstens ein allfälliger Anspruch aus Güterrecht frühestens mit dem Abschluss des Scheidungsprozesses fällig werde und deshalb für die Zeit des Scheidungsverfahrens von vornherein ausser Betracht falle, und dass zweitens der Verkauf einer Miteigentumshälfte an einem Einfamilienhaus in der Praxis schlechterdings unmöglich sei. Voraussetzung der Vorschussberechtigung ist, dass einerseits dem ansprechenden Ehegatten die Mittel fehlen, um selbst die Anwaltskosten zu finanzieren, und anderseits der angesprochene Eheteil in der Lage ist, den Vorschuss aufzubringen (Hinderling/Steck, Das schweizerische Ehescheidungsrecht,