Citation: 4A_490/2017 E. B

B.a. Am 23. Februar 2016 leitete die IAAF beim TAS ein Schiedsverfahren gegen die Athletin ein und verlangte, dass die Streitsache von einem Einzelschiedsrichter entschieden werde. Die Athletin beantragte in ihrer Antwort vom 1. April 2016 unter anderem, dass auf die Eingabe der IAAF mangels Zuständigkeit nicht einzutreten sei. Mit Eingabe vom 11. April 2016 stellte sich die IAAF auf den Standpunkt, dass das Verfahren vor dem TAS an die Stelle eines Disziplinarverfahrens der ARAF trete, da der Nationalverband ausser Stande sei, ein solches zeitgerecht durchzuführen. Mit Entscheid vom 29. November 2016 wies der Einzelschiedsrichter des TAS die von der Beklagten erhobene Unzuständigkeitseinrede ab und verhängte eine Sperre von drei Jahren und acht Monaten seit 5. Februar 2016 gegen die Athletin, wobei die Zeit der provisorischen Sperre zwischen 22. Juli 2013 und 21. Juli 2015 angerechnet wird. Zudem wurden ihr sämtliche zwischen 15. August 2011 und 22. Juli 2013 erzielten Resultate aberkannt. Hinsichtlich seiner Zuständigkeit erwog der Einzelschiedsrichter, Artikel R47 des TAS Code sehe die Zuständigkeit des TAS entweder gestützt auf eine Statutenbestimmung oder eine Schiedsvereinbarung vor. Im vorliegenden Fall lasse sich seine Zuständigkeit auf die IAAF-Regel 38.3 stützen; zudem könne die Antwort der Rechtsvertreterin der Athletin vom 19. Februar 2016 nur dahingehend verstanden werden, dass sie einem Verfahren vor dem TAS zustimmte. B.b. Die Athletin focht den Entscheid des Einzelschiedsrichters vom 29. November 2016 bei der Berufungskammer des TAS an, dies mit dem einzigen Vorbringen, dem Einzelschiedsrichter habe die Zuständigkeit gefehlt. Mit Schiedsentscheid vom 18. Juli 2017 wies die Berufungskammer des TAS die von der Athletin gegen den Entscheid des Einzelschiedsrichters vom 29. November 2016 erhobene Berufung ab.