Citation: 8C_783/2017 E. 3.4

3.4. Abgesehen davon, dass es widersprüchlich ist, wenn der Beschwerdegegner vor Vorinstanz die Angaben der Arbeitgeberin noch akzeptiert hatte, sie nunmehr aber als unzutreffend kritisiert, fällt auf, dass er gemäss Lohnkontoauszug 2011 bereits im Jahr vor dem Unfall keine Nominallohnerhöhung erhalten hatte. Angaben aus früherer Zeit finden sich in den Akten zwar keine, dennoch erscheint damit die vom Versicherten vorgenommene Verknüpfung der Lohnangaben mit den im Raum stehenden Schadenersatzansprüchen kaum als evident. Der nicht attestierte Lohnanstieg lässt sich vielmehr durchaus auch anders begründen, so etwa mit betriebswirtschaftlichen und leistungsmässigen Überlegungen oder aber vor allem auch mit der Dauer der Betriebszugehörigkeit von rund 33 Jahren zum Unfallzeitpunkt und der damit verbundenen bereits durchlaufenen Lohnentwicklung. Der von der Arbeitgeberin attestierte Verdienst liegt nämlich deutlich über dem für 2016 statistisch ausgewiesenen Durchschnittslohn von im Sektor "verarbeitendes Gewerbe/Herstellung von Waren", dem Kompetenzniveau 2 (praktische Arbeiten wie [...] Bedienen von Maschinen) zurechenbare Arbeiten ausführenden Männern in der Höhe von Fr. 73'479.- (LSE 2014 TA 1: Fr. 5'868.- x12 x41.3/40 (Anpassung an die betriebsübliche Wochenarbeitszeit, Sektor "verarbeitendes Gewerbe/Herstellung von Waren"; Bundesamt für Statistik [Hrsg]. T03.02.03.01.04.01, betriebsübliche Arbeitszeitzeit nach Wirtschaftsabteilungen, 2004-2017) x104.4/103.3 (Anpassung an die Nominallohnentwicklung bis 2016, Sektor "verarbeitendes Gewerbe/ Herstellung von Waren"). Der Durchschnittsverdienst für komplexe praktische Tätigkeiten, welche ein grosses Wissen in einem Spezialgebiet voraussetzen (Kompetenzniveau 3) in der Höhe von Fr. 90'020.- ist ebenfalls um einiges überschritten (TA1 2014: Fr. 7'189.- x12 x41.3/40 x104.4/103.3). Zusammengefasst finden sich keine hinreichenden Anhaltspunkte, um von den Angaben der Arbeitgeberin abzuweichen.