Citation: 2C_718/2013 E. 3.4.2

3.4.2. Es liegt auf der Hand, dass die Übersiedlung nach Italien nicht einfach sein wird. Insofern besteht durchaus ein persönliches Interesse am Verbleib in der Schweiz. Dessen ungeachtet muss das öffentliche Interesse an Fernhaltung als klar überwiegend bezeichnet werden. Gegen das Verweilen des Beschwerdeführers in der Schweiz spricht zunächst der stark belastete strafrechtliche Leumund. Mit Blick darauf und unter Würdigung der übrigen Umstände muss prospektiv mit einiger Wahrscheinlichkeit von weiteren Gewalt- und Betäubungsmitteldelikten ausgegangen werden (BGE 139 I 31 E. 2.3.2 S. 34; 130 II 176 E. 4.4.2 S. 190; 125 II 521 E. 4a/aa und 4a/bb S. 526 ff.; 122 II 433 E. 2c S. 436). Der Beschwerdeführer hat zuletzt gleich mehrfach den Tatbestand des Raubes verwirklicht, was jeweils eine unmittelbare Gefahr für Leib und Leben der Opfer hervorrief (vgl. Art. 140 Ziff. 1 StGB). Dem zuletzt erstellte Therapiebericht vom 31. Oktober 2012 zufolge ist auffallend, "wie gefühllos und abwertend sich der Klient über die Opfer äusserte, aber auch sehr gereizt und heftig reagierte, als der Referent ihn damit konfrontierte". Weitere Dunkelfelddelikte hätten Eigentumsdelikte, Drogenhandel sowie Raubüberfälle betroffen, "die minutiös geplant und nicht [Hervorhebung schon im Bericht] unter Drogeneinfluss begangen wurden". Die Gefahr neuerlichen, Leib, Leben und Gesundheit gefährdenden Delinquierens ist, wie die Vorinstanz im Ergebnis willkürfrei schliesst, ganz erheblich. Eine solche Gefahr ist weder landes- noch konventionsrechtlich hinzunehmen.