Citation: 8C_379/2019 E. 5.1.4

5.1.4. Hinsichtlich der Aussagekraft der Ableitung der visuell evozierten Potentiale hielt Dr. med. B.________ sodann fest, dass es sich dabei nicht um eine geeignete Methode zum Nachweis von pathologischen Augenbewegungen wie zum Beispiel Oszillopsien handle. Bei einer Person mit Oszillopsien wäre diese Untersuchung nach Auffassung des Gutachters wohl nicht möglich, da dabei der Blick längere Zeit auf einem Punkt gerichtet ruhen müsse. Bei der Versicherten seien aber keine tatsächlich erkennbaren Augenbewegungen vorhanden gewesen. In diesem Zusammenhang wies Dr. med. B.________ darauf hin, dass die Untersuchung abhängig von der Kooperationsfähigkeit der untersuchten Person sei. Diesbezüglich seien in den Akten Diskrepanzen beschrieben worden. So habe Dr. med. I.________, Facharzt FMH für Neurologie, Neurozentrum J.________, anlässlich einer klinischen Untersuchung im Juli 2014 Aggravationstendenzen festgestellt. Deutliche Hinweise auf Aggravation ergaben sich zudem im Rahmen der Gesichtsfeldprüfung bei der ophthalmologischen Untersuchung im ABI, wie das kantonale Gericht zutreffend feststellte.