Citation: 1C_567/2022 E. 4.9

4.9. Sollte die Ausgabe in der Volksabstimmung abgelehnt werden und auch ein überarbeitetes Gesamtprojekt keine Zustimmung finden, so könnte dies freilich dazu führen, dass sich der Kanton gestützt auf § 52 Abs. 1 WBSNG/TG veranlasst sehen könnte, auf Kosten der Gemeinde Ersatzmassnahmen anzuordnen. Ob es sich rechtfertigt, dies in Kauf zu nehmen, haben jedoch nicht der Gemeinderat oder das Bundesgericht, sondern die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger zu entscheiden (vgl. BGE 94 I 126 E. 4b). Es handelt sich dabei um den Preis, welchen die Gemeinwesen für die Aufrechterhaltung ihrer demokratischen Einrichtungen zu zahlen bereit sein müssen (vgl. zum Ganzen: BGE 95 I 213 E. 4b).