Citation: 5C.282/2002 27.03.2003 E. B

Auf Klage der Ehefrau wurde die Ehe der Parteien geschieden, die elterliche Sorge über die Kinder der Klägerin übertragen, eine Erziehungsbeistandschaft angeordnet und dem Beklagten ein Ferienbesuchsrecht von zwei Wochen im Sommer und ein Besuchsrecht an zwei Wochenenden pro Monat sowie am Stephanstag und am Ostermontag eingeräumt. Über die Teilung des Pensionskassenguthabens und über die güterrechtliche Auseinandersetzung konnten die Teilvereinbarungen der Parteien ebenfalls gerichtlich genehmigt werden. Strittig blieb zur Hauptsache die Unterhaltsfrage. Das Bezirksgericht Hochdorf (II. Abteilung) verpflichtete den Beklagten, der Klägerin für die drei Kinder je Fr. 450.-- nebst Zulagen sowie für die Klägerin selbst Fr. 100.-- bis Ende Juni 2010 - monatlich, im Voraus, verzinslich und indexiert - zu bezahlen. Der gebührende Unterhalt der Klägerin blieb damit im Umfang von Fr. 2'019.-- ungedeckt. Die Klägerin wurde für berechtigt erklärt, innerhalb von fünf Jahren eine Erhöhung ihres Unterhaltsbeitrages zu verlangen, falls sich die wirtschaftlichen Verhältnisse des Beklagten entsprechend verbesserten (Dispositiv-Ziffern 2.3 und 3 des Urteils vom 31. Juli 2001). Das Obergericht (II. Kammer) des Kantons Luzern hiess die Appellationen der Parteien teilweise gut. Es setzte den Kinderunterhalt auf je Fr. 350.-- herab und sprach der Klägerin keine Beiträge zu bei einem Fehlbetrag von nunmehr Fr. 2'619.-- zur Deckung ihres gebührenden Unterhalts. Es berechtigte die Klägerin, innerhalb von fünf Jahren die Festsetzung eines Unterhaltsbeitrages zu verlangen, falls sich die wirtschaftlichen Verhältnisse des Beklagten entsprechend verbesserten. Nebst der Indexklausel änderte das Obergericht den Aufgabenbereich des Erziehungsbeistandes für die Kinder (Dispositiv-Ziffer 1 des Urteils vom 29. Oktober 2002).