Citation: I 637/02 09.05.2003 E. A

W.________, geboren 1956, ist gelernter Maurer und war ab 1991 als selbstständiger Kundenmaurer tätig. Am 25. Mai 1999 meldete er sich zum Rentenbezug bei der Invalidenversicherung an, wobei er angab, seit Januar 1998 an fibromyalgieformen Beschwerden sowie einem Zervikalsyndrom zu leiden und mit Erregern der Lyme-Borreliose in Kontakt gekommen zu sein. Die IV-Stelle des Kantons Aargau traf medizinische Abklärungen, welche ergaben, dass eine Fibromyalgie als Folge einer Lyme-Borreliose als unwahrscheinlich zu betrachten ist (Berichte Dr. med. S.________ vom 5. November 1998 und 8. Februar 1999), aus rheumatologischer und internistischer Sicht keine objektiven Befunde bestehen und psychosoziale Gründe im Vordergrund zu stehen scheinen (Bericht Dr. med. P.________ vom 10. Juni 1999). In dem von der Verwaltung in Auftrag gegebenen Gutachten der Klinik X.________ vom 10. Mai 2000 wurden Schmerzen unklarer Ätiologie sowie ein Status nach Lyme-Borreliose 1998 diagnostiziert und eine Abklärung durch einen psychosomatisch spezialisierten Psychiater empfohlen. Für die Tätigkeit als Maurer wurde eine Arbeitsfähigkeit von 50 % ab 1. April 2000 und für eine leichte wechselbelastende Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit angegeben. Gestützt darauf wies die IV-Stelle das Rentenbegehren mit Verfügung vom 1. September 2000 ab. Im anschliessenden Beschwerdeverfahren, in welchem W._______ auch die Zusprechung beruflicher Eingliederungsmassnahmen beantragte, hob die Verwaltung die Verfügung zwecks Durchführung ergänzender Abklärungen auf, worauf das Versicherungsgericht des Kantons Aargau das Verfahren abschrieb (Beschluss vom 7. November 2000). In dem in der Folge eingeholten psychosomatischen Gutachten der Klinik B.________ vom 31. Mai 2001 stellten die untersuchenden Ärzte die Hauptdiagnosen einer Somatisierungsstörung mit chronischem multilokulärem Schmerzsyndrom (ICD-10 F45.0) und einer Anpassungsstörung mit längerer depressiver Entwicklung (ICD-10 F43.21). Aus psychosomatischer Sicht wurde der Versicherte im angestammten Beruf als 100 % arbeitsunfähig, für eine leichte wechselbelastende Arbeit hingegen als voll arbeitsfähig beurteilt. Nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens erliess die IV-Stelle am 12. Juli 2001 eine Verfügung, mit welcher sie den Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen (Umschulung) mangels einer Erwerbseinbusse von mindestens 20 % verneinte. Mit einer weiteren Verfügung vom 23. August 2001 lehnte sie die Ausrichtung einer Rente ab, weil der Invaliditätsgrad lediglich rund 11 % betrage.