Citation: 8C_129/2007 27.11.2007 E. 2

2.1 Unbestritten ist und fest steht, dass der Beschwerdeführer beim Unfall eine Halswirbelsäulen (HWS) - Distorsion erlitten hat. Gemäss den Akten und Parteivorbringen besteht kein Anlass, den vorinstanzlich in einlässlicher Würdigung der medizinischen Unterlagen und den bejahten (teilweisen) natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem über den 30. September 2004 hinaus fortdauernden, die Leistungsfähigkeit einschränkenden psychischen Beschwerdebild des Versicherten letztinstanzlich erneut der richterlichen Überprüfung zu unterziehen (BGE 110 V 48 E. 4b S. 53). Zu beurteilen bleibt die - einzig - umstrittene Adäquanz des Kausalzusammenhangs. 2.2 Auf Grund der bildgebenden Untersuchung vom 25. Juli 2002 schliessen Dr. med. T.________, Chefarzt, und Dr. med. G.________, Oberarzt, Institut für Radiologie und Nuklearmedizin, Spital L.________, einen Nachweis für eine Gefügelockerung oder Wirbelkörperfrakturen aus und stellen auch keine Befundpathologien fest (Schreiben vom 30. Juli 2002). Nach unbefriedigender konservativer Therapie ersucht der behandelnde Hausarzt Dr. med. M.________, Spezialarzt für Neurologie FMH, um eine Kostengutsprache für weitere Abklärungen an der Klinik B.________. Im Austrittsbericht der Klinik B.________vom 21. März 2003 bestätigen Frau Dr. med. N.________, Oberassistenzärztin, und Dr. med. R.________, Spezialarzt FMH für physikalische Medizin, die Diagnose einer HWS Distorsion. Im neurologischen Konsilium vom 3. Februar 2003 hält Dr. med. Z.________, Leitender Arzt für Neurorehabilitation, zwar eine HWS Distorsion fest, bezweifelt jedoch eine leichte traumatische Hirnverletzung. Das heutige Störungsbild basiere auf psychoreaktiven Störungen und insbesondere auf Angst vor einem Sarkom. Dem neuropsychologischen Bericht vom 12. Februar 2003 des lic. phil. F.________, Psychologe (Klinik B.________) ist die Diagnose einer schweren depressiv-reaktiven und schmerzbedingten Leistungshemmung zu entnehmen. Im psychosomatischen Konsilium vom 6. Februar 2003 stellt Dr. med. T.________, Oberarzt, eine reaktive Depression von aktuell mittelschwerem Ausmass einschliesslich latenter Suizidalität (IDC-10: F32.1) fest. Bei dieser Sachlage ist davon auszugehen, dass die zum typischen Beschwerdebild nach Schleudertrauma der HWS auftretenden Beeinträchtigungen zwar teilweise vorhanden sind, die geklagten Beschwerden jedoch mit einer medizinisch und psychosozialen belasteten Lebensgeschichte zusammenhängen. Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass die physischen Beschwerden gesamthaft eine untergeordnete Rolle zwischen Unfall und Beurteilungszeitpunkt gespielt haben, zumal die bildgebenden Untersuchungen keine Auffälligkeiten aufwiesen. Die psychischen Beschwerden sind hingegen dominierend, weshalb die Adäquanzbeurteilung nicht nach den für Schleudertrauma und schleudertraumaähnliche Verletzungen der HWS (BGE 117 V 359 ff: RKUV 2000 Nr. U 395 S. 317 E. 3; SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67), sondern nach den für psychische Unfallfolgen (BGE 115 V 133 ff.) geltenden Regeln zu erfolgen hat (BGE 123 V 98 E. 2a S. 99; RKUV 2002 Nr. U 465 S. 437). 2.3 Daran vermögen auch die Ausführungen des Dr. med. V.________ vom 10. April 2006 nichts zu ändern. Im Gegenteil wird anhand seiner Angaben deutlich, dass in Höhe C6/7 die Diskusprotrusion seit den Voruntersuchungen vom Jahr 2002 zugenommen habe. Folglich deutet der einzige Befund im Bereich der Wirbelsäule auf eine alters- und belastungsbedingte Schwäche des Bindegewebes, die sich im Laufe der Jahre verschlechtert hat, und daher nicht unfallbedingt ist. Auch die Ausführungen des Dr. med. C.________, Oberarzt, Spital X.________, im Bericht vom 27. Oktober 2006 schliessen auf eine psychische Überlagerung, weshalb sogar von einer indizierten operativen Behebung der foraminalen Einengungen C 6/7 abgeraten wird.