Citation: 7B_858/2024 E. 3

Der Beschwerdeführer wendet sich nicht gegen die Annahme des dringenden Tatverdachts eines Verbrechens oder Vergehens (Art. 221 Abs. 1 Ingress StPO) bzw. eines Verbrechens oder schweren Vergehens im Sinne von Art. 221 Abs. 1bis lit. a StPO. Er rügt, es lägen keine besonderen Haftgründe gestützt auf Art. 221 Abs. 1 lit. a-c, Abs. 1bis und Abs. 2 StPO vor. Selbst wenn ein Haftgrund gegeben wäre, könne diesem mit Ersatzmassnahmen für Haft (Art. 237 f. StPO) ausreichend begegnet werden, weshalb die Weiterdauer der Untersuchungshaft unverhältnismässig sei. Zum Haftgrund der qualifizierten Wiederholungsgefahr (Art. 221 Abs. 1bis StPO) macht er insbesondere geltend, die Vorinstanz gehe zu Unrecht von einer ungünstigen Rückfallprognose aus. Es bestehe keine ernsthafte und unmittelbare Gefahr, dass er ein gleichartiges schweres Verbrechen verüben könnte. Für eine solche Annahme bestünden keine objektiven Anhaltspunkte. Dass das Kantonsgericht aus seinen protokollierten Aussagen auf eine psychische Störung schliesse, sei willkürlich. Bei der von der Vorinstanz befürchteten Drittgefährdung handle es sich um blosse Mutmassungen. Von seinem Nachtatverhalten könne nicht auf sein künftiges Handeln geschlossen werden, zumal er sich nach der untersuchten Straftat "in einer vollkommen singulären Paniksituation" befunden habe. Derzeit sei niemand akut und unmittelbar gefährdet. Entgegen der Annahme der Vorinstanz bestehe zwischen ihm und seinen Kindern auch "keineswegs eine schwierige Beziehungssituation". Selbst wenn ein besonderer Haftgrund gegeben wäre, könne diesem mit Ersatzmassnahmen für Untersuchungshaft (Art. 237 f. StPO), namentlich Kaution bzw. Grundbuchsperre, Schriftensperre, Electronic Monitoring und Kontaktverbot, ausreichend begegnet werden. Dass das Kantonsgericht keine Haftentlassung gegen Ersatzmassnahmen angeordnet habe, sei unverhältnismässig und verletze Art. 212 Abs. 2 lit. c StPO. Diesbezüglich habe die Vorinstanz auch die richterliche Begründungspflicht missachtet.