Citation: 1C_253/2022 E. 6.3.2

6.3.2. Die Erwägungen der Vorinstanz sind nicht zu beanstanden. Ungeachtet der Tatsache, dass es sich beim Grundstück der Beschwerdeführenden wohl nicht um dicht überbautes Gebiet handelt und eine Anwendung von Art. 41c Abs. 1 lit. a GSchV deshalb zumindest zweifelhaft erscheint, stehen der Erstellung der Mauer überwiegende öffentliche Interessen entgegen. Nicht entscheidend ist indessen, ob das Hochwasserprojekt Dorfbach in der aktuell geplanten, jedoch noch nicht definitiv feststehenden Ausgestaltung durch die betreffende Mauer allenfalls nur teilweise tangiert wird, wie dies die Beschwerdeführenden geltend machen. Es genügt, dass im Gewässerraum an der betreffenden Stelle in absehbarer Zeit Gewässerschutzmassnahmen geplant sind, die durch die betreffende Mauer erschwert werden könnten (vgl. BGE 140 II 437 E. 6.2). Wie die Vorinstanz zu Recht festhielt, soll das Hochwasserschutzprojekt ohne Einschränkungen und Verzögerungen umgesetzt werden können und darf dieses durch die Erteilung einer Ausnahmebewilligung nicht präjudiziert werden (vgl. CHRISTOPH FRITZSCHE, in: Kommentar zum Gewässerschutzgesetz und zum Wasserbaugesetz / Commentaire de la loi sur la protection des eaux et de la loi sur l'aménagement des cours d'eau, 2016, Art. 36a N. 131). Insofern hält vor Bundesrecht stand, wenn die Vorinstanz aufgrund entgegenstehender öffentlicher Interessen eine Ausnahmebewilligung gestützt auf Art. 41c Abs. 1 lit. a GSchV verwehrt hat.