Citation: 4A_467/2020 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, bis zum Erhalt des Gutachtens habe für ihn kein Anlass bestanden, an den Fähigkeiten und der Unabhängigkeit des Gutachters zu zweifeln. Erst die krasse Einseitigkeit der Ausführungen im Gutachten vom 4. Oktober 2016 hätten den Anschein der Befangenheit begründet. Der Gutachter habe sich nicht die Mühe gemacht, beim Spital nachzufragen, ob Algorithmen für den lntubationsvorgang bestünden, bzw. diese vom Spital herauszuverlangen. Vollends widersprüchlich sei das Gutachten in Bezug auf den Einsatz der Fiberoptik. Der Gutachter habe hierzu festgehalten, dass vom Versuch einer fiberoptischen Intubation hätte abgesehen werden müssen. Welchen Einfluss dieses kontraindizierte Vorgehen auf den lntubationsvorgang bzw. die aufgrund des Sauerstoffmangels eingetretene Hirnschädigung gehabt habe, habe der Gutachter mit keinem Wort erwähnt. Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe nicht verlangt, dass der Gutachter zu seinen Vorwürfen Stellung nehme. Für ihn habe der Anschein der Befangenheit bestanden. Deshalb habe er keine Ergänzungsfragen an den Gutachter gestellt. Der Haftpflichtversicherer habe - ohne dies mit ihm abzusprechen - das Schreiben seines Rechtsvertreters vom 1. Februar 2017 dem Gutachter zur rechtfertigenden Stellungnahme zukommen lassen.