Citation: 5A_339/2024 E. 5.2

5.2. Das Obergericht verweist zur Begründung seines Entscheids auf die konflikthafte Beziehung der Eltern, wobei die Konflikte sich zum Teil in Anwesenheit der Kinder abgespielt hätten. So sei es zu mehreren polizeilichen Interventionen und Gefährdungsmeldungen wegen häuslicher Gewalt gekommen. Die ältere Tochter sei sehr stark in die Betreuung der beiden jüngeren Geschwister eingebunden worden und Letztere seien teilweise im Kosovo durch Verwandte des Vaters betreut worden. Bei Hausbesuchen hätten die jüngeren Kinder, v.a. aber D.________, ein distanzloses Verhalten gezeigt. Alles in allem bestehe der Eindruck, dass die Eltern mit der Situation komplett überfordert seien, zumal beide Elternteile einer Vollzeitbeschäftigung nachgingen. Trotzdem und trotz Kostengutsprache durch den Kanton sei aus unbekannten Gründen kein Platz in einer Kinderkrippe organisiert worden. Beteuerungen der Eltern, wonach die Kinderbetreuung durch Familienangehörige sichergestellt sei, hätten sich nicht bestätigt. Insbesondere der Vater lasse keinerlei Bereitschaft für eine angemessene Drittbetreuung erkennen. Die Eltern hätten es zusammengefasst unterlassen, für eine stabile und adäquate Versorgung der Kinder zu sorgen. Eine solche liege weder in der Betreuung durch die ältere Halbschwester noch durch Familienangehörige im Ausland. In der gegebenen Situation werde die geistige, körperliche und seelische Entwicklung der Söhne gefährdet, woran ein Bericht der Kinderärztin, wonach diese gesund seien, nichts ändere. Die damit bestehende Kindeswohlgefährdung rechtfertige die ergriffenen Massnahmen, zumal keine geeigneten milderen Mittel vorhanden seien, um dieser zu begegnen.