Citation: 2C_1017/2022 E. 5.5

5.5. Die Wirtschaftsfreiheit ist grundsätzlich negativer Natur. Nur in Ausnahmefällen begründet sie Ansprüche auf staatliche Leistungen (vorne E. 5.3). Im Unterschied zur Konstellation, in der eine Subvention nur einem von mehreren direkten Konkurrenten gewährt wird (vorne E. 5.3 i.f.), bezieht sich die Beschwerdeführerin vorliegend auf unterschiedliche staatliche Leistungen. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern der Umstand, dass ein direkter Konkurrent eine bestimmte Leistung erhält, einen Anspruch auf eine andere Leistung begründen sollte, die dem genannten Konkurrent ebenso wenig gewährt wird. Darüber hinaus würde eine Ausweitung der Härtefallpraxis des Kantons Zürich auf Beratungsunternehmen die monierte Ungleichbehandlung zwischen Unternehmen unterschiedlicher Grösse, welche die Beschwerdeführerin letztlich auf die Ausrichtung von Kurzarbeitsentschädigung zurückführt, nicht aufheben. Betrifft demnach die Kritik der Beschwerdeführerin im Wesentlichen die Anspruchsvoraussetzungen der Kurzarbeitsentschädigung, ist darauf im vorliegenden Verfahren bezüglich der Covid-19-Härtefallmassnahmen ohnehin nicht weiter einzugehen. Wenn die Beschwerdeführerin mit Verweis auf den Umfang der Härtefallmassnahmen sodann eine Wettbewerbsverzerrung ausmacht, die über die Ungleichbehandlung der direkter Konkurrenten hinausgehe, legt sie nicht dar, inwiefern dies für die streitgegenständliche Frage der Subventionsgewährung im vorliegenden Einzelfall vor dem Hintergrund des Schutzgehalts der Wirtschaftsfreiheit (vorne E. 5.2) relevant sein sollte. Eine Verletzung der Wirtschaftsfreiheit ist schliesslich nicht hinreichend dargetan, soweit die Beschwerdeführerin auf Beratungsunternehmen Bezug nimmt, die in anderen Branchen tätig sind. Diesbezüglich fehlt bereits die Übereinstimmung des Publikums, an das sich das Angebot richtet (vorne E. 5.2), sodass der Grundsatz der Gleichbehandlung direkter Konkurrenten nicht zum Tragen kommt. Letzteres trifft offensichtlich auch auf den pauschalen Vorwurf zu, es sei nicht wettbewerbsneutral, wenn die Beschwerdeführerin trotz Umsatzeinbruchs wegen behördlichen Massnahmen keine Härtefallhilfe erhalte, während - nicht näher bezeichnete - anderen Unternehmen mit einem kleineren Umsatzrückgang solche Hilfen gewährt würden.