Citation: 4A_97/2013 E. A

A.a. Die X.________ AG (Beschwerdegegnerin) war Aktionärin der Y.________ AG mit Sitz in Z.________ (im Folgenden "Y.________"). Über letztere wurde nach einer vorgängigen Umbenennung in Q.________ Beteiligungen AG am 20. März 1997 der Konkurs eröffnet. Die Beschwerdegegnerin liess sich von der Konkursverwaltung die inventarisierten Verantwortlichkeitsansprüche gegen Organe der Q.________ Beteiligungen AG, darunter A.________ (Beschwerdeführer) und B.________, abtreten. Der Beschwerdeführer war während 20 Jahren und bis zur Konkurseröffnung Mitglied des Verwaltungsrates der Y.________ bzw. der Q.________ Beteiligungen AG. Ausserdem war er Verwaltungsrat der im Mai 1993 im Handelsregister eingetragenen und im Oktober 1998 durch Konkurs aufgelösten R.________ Holding AG. Zwischen der R.________ Holding AG und der Y.________ bestand abgesehen davon, dass der Beschwerdeführer bei beiden Gesellschaften Verwaltungsrat war, keine Beziehung. Gemäss eigenem Bekunden vertrat der Beschwerdeführer bis 1991 im Verwaltungsrat der Y.________ lediglich die Interessen der Familie A.________ als Minderheitsaktionäre, da bis dahin die Beschwerdegegnerin sowie mit ihr verbundene Angehörige der Familie X.________ über die Aktienmehrheit an der Gesellschaft verfügten. Ab Herbst 1991 will er im Verwaltungsrat die Interessen der neu in einer "Gruppe A.________" verbundenen Mehrheitsaktionäre vertreten haben. Präsidiert wurde der Verwaltungsrat der Y.________ ab etwa Mitte November 1991 von B.________. Neben dem Beschwerdeführer und B.________ gehörten dem Verwaltungsrat bis April 1992 noch der vorherige Verwaltungsratspräsident C. X.________ an, ab da D.________ und ab April 1993 zusätzlich E. X.________. Im Januar 1994 traten D.________ und E. X.________ aus dem Verwaltungsrat zurück. A.b. Gegen Ende der 1980er Jahre verzeichnete die Y.________ einen Kapazitätsüberschuss. Ihre Geschäftsleitung entwickelte deshalb eine Strategie, die vorsah, neue geografische Märkte zu erschliessen. Auf Antrag von B.________ und dem Beschwerdeführer beschloss der Verwaltungsrat im Januar 1993 eine Beteiligung von 10 % an der S.________ Gesellschaft mbH (nachfolgend: "S.________") in Deutschland, die 1991 gegründet worden war und deren Gesellschafter bis dahin F.________ und G.________ waren. Bereits im April 1992 hatten F.________ und G.________ im Hinblick auf einen Neubau für die S.________ (Lager- und Produktionshalle) eine Grundstückverwaltungsgesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) gegründet. Laut dem Beschwerdeführer hatte G.________ der Y.________ vorgegeben, das Bauland sei erworben und die Hypothezierung bei der Bank U.________ gesichert. Um die Realisierung des Vorhabens mitzubestimmen und den Geldfluss zwischen der S.________ und der GbR zu kontrollieren, beteiligte sich die Y.________, vertreten durch B.________ und den Beschwerdeführer, im Juli 1993 als Gesellschafterin an der GbR. Vorgesehen war an sich eine Aufteilung der Kapitalleistungen von insgesamt DM 1 Mio. zu je einem Viertel zwischen F.________, G.________, der Y.________ und einem sog. Drittinteressenten. Weil F.________ den ihm zugedachten Anteil von 25 % nicht vollständig aufzubringen vermochte, übernahm die Y.________ den ungedeckten Teil von 11.84 %, mithin einen Anteil von insgesamt 36.84 % bzw. DM 349'980.--. Weil sich der sogenannte Drittinteressent zurückgezogen hatte, übernahm die R.________ Holding AG den entsprechenden Anteil von 25 %. Laut dem Beschwerdeführer wurde die R.________ Holding AG eigens dafür gegründet. Im Sommer 1993 überwarfen sich die Gesellschafter F.________ und G.________. Anlässlich einer danach durchgeführten ausserordentlichen Gesellschafterversammlung der S.________, an der seitens der Y.________ B.________ und der Beschwerdeführer teilnahmen, wurde u.a. aufgrund einer provisorischen Gewinn-/Verlustrechnung für das erste Halbjahr 1993 ein Verlust von rund DM 2.1 Mio. festgestellt. Auf Antrag des Beschwerdeführers wurde der Auftrag erteilt, Vorkehren zu treffen, dass wöchentlich Auskunft über die Finanz- und Produktionslage erteilt werden kann. Es wurden die Konsequenzen einer Auflösung und Weiterführung der S.________ und die jeweils erforderlichen Massnahmen erwogen. Dabei wurde die Weiterführung als vorteilhafter angesehen und eine neue Kompetenzordnung auf der Ebene der Unternehmensführung beschlossen sowie beim Finanzplan Zielsetzungen und Termine bestimmt. Die Y.________ übernahm dabei laut Beschwerdeführer die Managementverantwortung. Seitens der Y.________ (B.________ und Beschwerdeführer) wurde eine Fortführung der S.________ vorab bis Mitte August befürwortet, unter Hinweis darauf, dass die Hauptgesellschafter den bisherigen Verlust zu tragen hätten und die Bank V.________ "die Verlustsituation noch nicht als überschuldet" betrachte. Am 8. September 1993 beschloss der Verwaltungsrat der Y.________, bei der S.________ mit wenig Cash-Investitionen eine Beteiligung von über 50 % anzuvisieren. Dabei wurde festgehalten: "Kein Cash in S.________ ohne Sicherheit durch reelle Aktiven wie Maschinen/Werkzeuge". Festgehalten wird in diesem Zusammenhang im Sitzungsprotokoll, die Produktivität sei unter dem Y.________-Management steil angestiegen. Gegen Ende September 1993 übernahmen F.________ und G.________ anlässlich einer weiteren Gesellschafterversammlung der S.________ die Verluste im Umfang von insgesamt DM 2.55 Mio. und die Y.________ zum symbolischen Preis von DM 1.-- von F.________ und G.________ je 25 % der Stammanteile. Es wurde ein langfristiges Darlehen über DM 1 Mio. durch die Y.________ an die S.________ in Aussicht gestellt. Ab dem Oktober 1993 veranlasste die Y.________ mehrere Überweisungen zwecks Darlehensgewährung an die S.________, so allein im Oktober 1993 eine solche von Fr. 900'000.-- und eine von Fr. 300'000.--. Am 20. Januar 1994 erfolgte die Überweisung eines weiteren Darlehensbetrages von DM 420'000.--. Unstrittig wurde die Y.________ zudem aus Wechselbürgschaft in Anspruch genommen, da sie u.a. die Schulden eines Kunden der S.________ gegenüber der S.________ gesichert hatte und für die GbR einstand. Ferner ging die Y.________ gegenüber der Bank V.________ Bürgschaften im Höchstbetrag von insgesamt DM 2'500'000.-- für Schulden der S.________ ein.