Citation: 2C_620/2024 E. 3.2

3.2. Im Zwischenentscheid vom 25. Juli 2024 erwog das DGS im Wesentlichen, allein in der "jüngeren Geschichte" (ab ca. 2021) seien gravierende Mängel in der Nutztier-, Hunde- und Katzenhaltung der Beschwerdeführerin festgestellt worden: - Bei den Nutztieren habe der kantonale Veterinärdienst im Rahmen einer Kontrolle im Februar 2021 fehlende Tränken für acht Wollschweine, zwei lahme Ziegen, Rinder und Schweine ohne Ohrmarken sowie acht im Morast stehende Rinder festgestellt. Im Juli 2021 sei der Nutztierbestand mit Fuchsräude befallen worden. Im gleichen Monat habe die Beschwerdeführerin den kantonalen Veterinärdienst um sofortige Hilfe für die Kuh "D.________" ersucht. Das Tier habe mit einer schweren Geburt zu kämpfen gehabt, sei bei einer Aussentemperatur von 39 Grad Celsius auf morastigem Boden gelegen und habe mangels Ausrüstung nicht fixiert werden können. Der beigezogene Tierarzt habe ein lebendes und ein totes Kalb bergen können. Am 23. Juli 2021 sei die Kuh "D.________" verstorben. Im Februar 2022 seien verschiedene Meldungen bei der Regionalpolizei und der Verwaltung eingegangen, wonach die Beschwerdeführerin den Rindern aufgeschnittene Siloballen zur Verfügung gestellt habe. Die Tiere könnten sich überfressen und zudem Plastikteile verschlucken. Weiter seien wiederum morastige Böden festgestellt worden. Im Jahr 2023 seien sodann zwei Rinder entwichen. Im Jahr 2024 sei festgestellt worden, dass die Beschwerdeführerin zwei verschmutzte Jungtiere mit behornten Kühen auf der Weide halte (Zwischenentscheid vom 25. Juli 2024, S. 2 f.). - In Bezug auf die Hundehaltung hielt das DGS zusammengefasst fest, die Beschwerdeführerin sei seit 1996 aktenkundig. Über die Jahre sei es zu verschiedenen Vorfällen (Bisse und Entweichungen) gekommen. Im Rahmen einer unangemeldeten Tierschutzkontrolle sei im April 2023 festgestellt worden, dass der Hund "C.________" in einem eingezäunten Aussengehege gehalten worden sei, das weder witterungsfest eingerichtet sei noch über erhöhte Liegeflächen und Wasser verfüge (Zwischenentscheid vom 25. Juli 2024 S. 4). - Zur Katzenhaltung erwog das DGS im Wesentlichen, der kantonale Veterinärdienst habe die Beschwerdeführerin am 8. September 2021 verwarnt und Sanierungsmassnahmen im Hinblick auf einen (zu grossen) Katzenbestand sowie den daraus resultierenden Infektionsdruck gefordert. Im Rahmen einer unangemeldeten Tierschutzkontrolle im April 2023 seien unzählige Katzen und Katzenwelpen festgestellt worden. Der Boden sei mit Katzenkot versehen gewesen; eine Katze habe sich auf dem ungesicherten Fenstersims befunden; zwei Katzen seien bei der Kopulation beobachtet worden. Im August 2023 habe sodann eine Nachbarin der Beschwerdeführerin gemeldet, dass sich 30 Katzen im freien Gelände aufgehalten hätten (Zwischenentscheid vom 25. Juli 2024, S. 5). Gestützt auf eine summarische Prüfung der jahrzehntelangen Vorgeschichte der Beschwerdeführerin rechtfertige es sich - so das DGS -, dem Anliegen des Tierschutzes vor den Interessen der Beschwerdeführerin den Vorzug zu geben und deshalb dem Rechtsmittel keine aufschiebende Wirkung beizulegen (Zwischenentscheid vom 25. Juli 2024, S. 15).