Citation: 4A_615/2015 E. 5.4

5.4. Die Vorinstanz hielt fest, der Vertragsinhalt müsse anhand der Methode der objektivierten Vertragsauslegung - ausgehend vom Wortlaut des Vertrages ermittelt werden. Dabei sei zunächst der objektive Sinn des Erklärten zu ermitteln, um davon ausgehend festzustellen, ob eine Partei einen davon abweichenden subjektiven Sinn als übereinstimmend wirklich Gewolltes behaupte und daraus Rechtsfolgen ableite. Treffe dies zu, obliege dieser Partei die Behauptungs- und Beweislast für den Bestand dieses vom (objektiven) Auslegungsergebnis abweichenden subjektiven Willens. Für die objektivierte Auslegung von Ziffer 7.3 des Mietvertrages sowie der Ziffer 2 und 28 der Betriebsordnung sei das Ausmass der derzeitigen Abweichung von den in der Betriebsordnung aufgeführten Öffnungszeiten nicht relevant. Dies sei lediglich für die Bestimmung der Schwere der Beeinträchtigung (d.h. leichter, mittlerer oder schwerer Mangel) bedeutsam. Ebenso verhalte es sich mit den Ausführungen zu den Folgen bzw. Auswirkungen der reduzierten Öffnungszeiten des Raststättenbetriebs. Eine Auseinandersetzung mit den diesbezüglichen Ausführungen der Parteien habe daher nur zu erfolgen, sofern ein Mangel zu bejahen sei. Dagegen wendet die Beschwerdeführerin nichts ein. Mit ihrer Begründung macht sie einzig geltend, es habe nicht von den Öffnungszeiten in Ziffer 28 der Betriebsordnung abgewichen werden dürfen, da es sich um fixe Öffnungszeiten handeln würde.