Citation: 4A_210/2020 E. 7.2.2

7.2.2. Die Vorinstanz erwog sodann, wenn Short Put-Optionen nicht nur generell, sondern auch konkret die eingegangene strittige Short Put-Option vertragskonform gewesen sei (vgl. hiervor E. 7.2.1), stelle sich die Frage nach der Risikoaufklärung nicht. Hätten Short Put-Optionen allgemein nicht eingegangen werden sollen/dürfen, hätten sie als Anlageinstrument ausgeschlossen werden müssen, was gerade nicht der Fall gewesen sei. Um die Risikoaufklärung könne es nicht mehr gehen, wenn feststehe, dass die Aufgabe des Mindestkurses und der dadurch ausgelöste Kurszerfall des Euro nicht vorhersehbar gewesen seien bzw. der Beschwerdegegnerin insofern keine Pflichtverletzungen vorzuwerfen seien.