Citation: 1B_48/2016 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erwog, der Beschwerdeführer sei bei der Befragung vom 10. August 2015 als Auskunftsperson einvernommen worden und hätte wenn nicht von Anfang an, dann spätestens nach der Aussage, absichtlich mit dem entgegenkommenden Fahrzeug kollidiert zu sein, als Beschuldigter einvernommen werden müssen. Für das Beweisverwertungsverbot bei einem solchen Rollenwechsel sei entscheidend, ob eine Auskunftsperson auf die Beschuldigtenrechte von Art. 158 Abs. 1 StPO aufmerksam gemacht worden sei. Diesfalls seien ihre Aussagen ausnahmsweise verwertbar. Da die Norm betreffend die Belehrung sinngemäss bei der Befragung der Auskunftsperson anzuwenden sei, werde den Anforderungen Genüge getan, wenn die Auskunftsperson gestützt darauf entscheiden könne, ob sie die Aussage verweigern wolle oder nicht. Obschon dem Beschwerdeführer keine Straftat vorgehalten worden sei, habe man ihn über den Lebenssachverhalt, nämlich den tödlichen Verkehrsunfall, sowie über das eingeleitete Strafverfahren informiert, so dass er in der Lage gewesen sei, zu entscheiden, ob er vom Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen wolle. Mithin sei der Normzweck von Art. 158 Abs. 1 lit. a StPO gewahrt worden, weshalb die erfolgte Orientierung rechtsgenüglich sei. Zudem sei Dr. I.________ als Leitender Arzt im Zeitpunkt der Einvernahme über den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers im Bilde gewesen und habe für die Einvernahme grünes Licht gegeben. Die Einschätzung von Dr. H.________ tauge nicht, um die Vernehmungsfähigkeit ernsthaft in Zweifel zu ziehen, da sie ihre Konsultation erst nach der Einvernahme durchgeführt habe. Der Beschwerdeführer sei durchaus in der Lage gewesen, klare, widerspruchsfreie und detaillierte Aussagen zu machen, wie dem Einvernahmeprotokoll entnommen werden könne. Es lägen keine Hinweise für eine Einvernahmeunfähigkeit vor.