Citation: 6B_552/2021 E. 2.7.2

2.7.2. Die Vorinstanz prüft die Zumutbarkeit der Ehefrau des Beschwerdeführers, ihn mit den beiden Töchtern für die Dauer der Landesverweisung in sein Heimatland Slowenien zu begleiten. Dabei hält sie verbindlich fest, die Ehefrau würde die slowenische Sprache nicht beherrschen und habe bloss einen schwachen Bezug zu Slowenien. Die beiden würden sich auf Bosnisch und Deutsch unterhalten. Es sei zudem davon auszugehen, dass sie keine gesicherten Kenntnisse vom Drogenhandel des Beschwerdeführers gehabt habe bzw. sie sich vorübergehend von diesem getrennt habe, als sie davon erfahren habe (vgl. dazu Urteil des EGMR Boultif gegen Schweiz, a.a.O., § 48; vgl. auch Urteil 6B_855/2020 vom 25. Oktober 2021 E. 3.5.2). Die Vorinstanz erwägt, unter diesen Umständen sei es der Schweizer Ehefrau kaum zumutbar, dem Beschwerdeführer zusammen mit den Töchtern in dessen Heimatland zu folgen. Anlässlich der vorgenommenen Interessenabwägung erwägt die Vorinstanz mit Bezug auf die familiäre Situation des Beschwerdeführers indes, minderjährige Kinder würden schon aus familienrechtlichen Gründen regelmässig das ausländerrechtliche Schicksal der Eltern teilen und müssten das Land gegebenenfalls mit diesen verlassen. Die Töchter würden sich im Falle einer Ausreise der Eltern nach Slowenien altersbedingt - 5 Jahre und 6 Wochen - gut an die neue Situation anpassen können. Seiner Ehefrau stehe es frei, ihn für die beschränkte Dauer der Landesverweisung in seine Heimat zu begleiten, sie dürfe im Zielland keine unüberwindbaren Schwierigkeiten antreffen. Es sei zudem davon auszugehen, dass die Eltern des Beschwerdeführers die Familie in Slowenien unterstützen würde.