Citation: 2C_127/2024 E. 1.1

1.1. Auf dem Gebiet des Ausländerrechts ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen Entscheide ausgeschlossen, welche Bewilligungen betreffen, auf die weder das Bundesrecht noch das Völkerrecht einen Anspruch einräumt (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG). Für das Eintreten auf die Beschwerde genügt es, wenn die betroffene Person in vertretbarer Weise dartun kann, dass ein potenzieller Anspruch auf die beantragte Bewilligung besteht; ob die jeweiligen Voraussetzungen tatsächlich gegeben sind, ist Gegenstand der materiellen Beurteilung (BGE 147 I 89 E. 1.1.1; 139 I 330 E. 1.1). Die Beschwerdeführer berufen sich u.a. auf Art. 3 Abs. 1 und Abs. 2 Anhang I des Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (Freizügigkeitsabkommen, FZA; SR 0.142.112.681) und machen geltend, der Beschwerdeführer 1 gewähre dem Beschwerdeführer 2 Unterhalt. Nach der genannten Bestimmung haben Familienangehörige von aufenthaltsberechtigten Staatsangehörigen eines FZA-Vertragsstaates das Recht, bei diesen Wohnung zu nehmen, wobei als Familienangehörige u.a. Verwandte in aufsteigender Linie gelten, denen Unterhalt gewährt wird (Art. 3 Abs. 1 Satz 1 i.V.m. Abs. 2 lit. b Anhang I FZA). Der Beschwerdeführer 1 ist Staatsangehöriger des FZA-Vertragsstaates Italien und in der Schweiz niederlassungsberechtigt. Sofern er dem Beschwerdeführer 2, d.h. seinem Vater, tatsächlich wie geltend gemacht Unterhalt gewährt, was eine Frage der materiellen Prüfung ist, besteht für diesen ein Anspruch auf Erteilung der Aufenthaltsbewilligung. Ein potenzieller Bewilligungsanspruch ist damit hinreichend dargetan, weshalb die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten insoweit zulässig ist.