Citation: C 260/06 29.03.2007 E. 4

Wie bereits die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat, muss praxisgemäss das der versicherten Person im Rahmen von Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV zur Last gelegte Verhalten in beweismässiger Hinsicht feststehen, ansonsten eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung ausser Betracht fällt (BGE 112 V 242 E. 1 S. 244). Die Gründe, die hier zur Beendigung des Vertrages führten, rechtfertigen nicht in überzeugender Weise den Vorwurf, die Kündigung sei selbst verschuldet. So wurden drei der ursprünglich von der Arbeitgeberin geltend gemachten Vorkommnisse schon im Verwaltungsverfahren fallengelassen. Die Feststellungen im vorinstanzlichen Entscheid stützen sich zudem einseitig auf die Angaben der Arbeitgeberin, welche wenig aussagekräftig sind. Auch die durch das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen veranlassten Präzisierungen durch die Arbeitgeberin vermögen den erforderlichen Nachweis eines für eine selbstverschuldete Kündigung ausreichenden Grundes nicht zu erbringen. Überdies muss die Glaubwürdigkeit der Arbeitgeberin angezweifelt werden, da ihr Verhalten am Ende des Arbeitsverhältnisses deutlich durch einen Konflikt mit dem Beschwerdeführer geprägt war. Aufgrund der Umstände ist ein gewisses Mitverschulden des Beschwerdeführers an der Entlassung anzunehmen; er gibt denn auch zu, gegenüber zwei bis drei Kunden etwas unfreundlich gewesen zu sein. Unter zusätzlicher Berücksichtigung des allgemeinen Arbeitsklimas kann ihm jedoch keine (eventual-)vorsätzlich herbeigeführte Entlassung angelastet werden. Ein entsprechend schwerwiegendes Fehlverhalten ist nach Lage der Akten nicht klar beweisbar, weshalb der Beschwerdeführer zu Unrecht gestützt auf Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG und Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV in seiner Anspruchsberechtigung eingestellt worden ist (vgl. zum Erfordernis des vorsätzlichen Handelns nach Art. 20 lit. b IAO- Abkommen Nr. 168 BGE 124 V 234 E. 3b S. 236).