Citation: 5A_485/2007 19.12.2007 E. 4

4.1 Der Beschwerdeführer verweist auf den von ihm im Rekurs an das Obergericht gestellten Antrag, es seien zu allen Punkten seiner Sachdarstellung die Beschwerdegegnerinnen persönlich zu befragen, und rügt, dass die Vorinstanz den Verzicht auf diese Einvernahmen mit keinem Wort begründet habe. Diese Vorbringen treffen an sich zu. Dass er bereits im bezirksgerichtlichen Verfahren einen Antrag des angeführten Inhalts gestellt hätte, macht der Beschwerdeführer nicht geltend und ist auch nicht ersichtlich. Es ist freilich einzuräumen, dass nach § 267 in Verbindung mit § 278 ZPO im Rekursverfahren grundsätzlich kein Novenverbot besteht. Indessen ist festzuhalten, dass das Beweisbegehren auf Befragung der Beschwerdegegnerinnen (die ja dann ohnehin zur Einreichung einer Rekursantwort eingeladen wurden), ihrer Vertreterin und des Beschwerdeführers selbst in keiner Weise substantiiert worden war. So wurde nirgends im Rekurs dargetan, zu welchen konkreten Sachverhaltselementen die genannten Personen angerufen würden und weshalb ihre Befragung von Nutzen sein soll. Das Übergehen eines derart allgemein formulierten Beweisantrags kann von vorherein nicht gegen Art. 8 ZGB verstossen. Dass ein pauschales Begehren unbeachtet bleibt, ist zudem so selbstverständlich, dass es für den Verzicht auf die verlangten Befragungen keiner Begründung bedurfte. Auch von einer Missachtung des Anspruchs des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) kann in diesem Zusammenhang demnach keine Rede sein. 4.2 Zu seinen Vorbringen, es treffe nicht zu, dass er seine Aufgabe als Willensvollstrecker verschleppe bzw. die Beschwerdegegnerinnen (Erbinnen) ungenügend informiere, will der Beschwerdeführer "sachdienliche Beweismittel" angeboten haben. Er scheint damit wiederum die erwähnten Befragungen anzusprechen. Auf die Beschwerde ist in diesem Punkt nicht einzutreten, wird doch nicht dargetan, was die angerufenen Personen hätten bestätigen sollen. 4.3 Unter Hinweis auf die entsprechende Stelle in seinem kantonalen Rekurs erklärt der Beschwerdeführer alsdann, er habe geltend gemacht, dass per 30. Mai 2006 die überwiegenden Teile des Nachlassvermögens bereits verteilt worden seien, was nachzuweisen die beantragten Befragungen geeignet gewesen wären. Das Obergericht habe die angebotenen Beweise indessen nicht abgenommen und sinngemäss erklärt, es habe keine partielle Teilung stattgefunden. Damit habe die Vorinstanz gegen die Art. 8 ZGB und 9 BV verstossen. Auch in diesem Punkt legt der Beschwerdeführer nicht dar, was die angerufenen Personen bezüglich der geltend gemachten teilweisen Teilung hätten bestätigen sollen. Auf die Beschwerde ist demnach auch insofern nicht einzutreten. Im Übrigen enthält der angefochtene Beschluss an der vom Beschwerdeführer bezeichneten Stelle (S. 17) nichts, woraus sich ergäbe, das Obergericht sei davon ausgegangen, es sei überhaupt noch nichts geteilt worden. 4.4 Ferner beanstandet der Beschwerdeführer, dass das Obergericht sein Vorbringen, die verlangten Grundbuchauszüge über die Liegenschaft in A.________ seien den Beschwerdegegnerinnen bereits am 29. Mai 2006 gefaxt worden, kommentarlos übergangen habe. Soweit ersichtlich, haben sich die Beschwerdegegnerinnen im Rekursverfahren zu diesem Vorbringen nicht geäussert und es somit auch nicht bestritten. Es ist unter diesen Umständen nicht ersichtlich, was das Obergericht zu diesem Punkt hätte ausführen sollen bzw. was eine Befragung der angerufenen Personen, wäre sie denn an dieser Stelle konkret beantragt worden, hätte beitragen können. Auf das zur Liegenschaft in A.________ weiter Vorgebrachte ist mangels hinreichender Substantiierung nicht einzutreten: Der Beschwerdeführer begnügt sich mit einer unzulässigen Verweisung auf die kantonale Rechtsschrift und legt nicht dar, was für Beweise er abzunehmen beantragt habe und weshalb. Letzteres gilt auch für die von ihm im Zusammenhang mit Bescheinigungen betreffend den T________--Verlag, mit Steuerunterlagen, mit dem Thema der ungenügenden Kommunikation mit den Beschwerdegegnerinnen und mit den Aktien der V.________ AG erhobenen Rügen der Nichtabnahme von Beweisen. 4.5 Zu dem gegen ihn erhobenen Vorwurf der ungenügenden Kommunikation bringt der Beschwerdeführer vor, das Obergericht sei auf seine Sachdarstellung nicht eingegangen. Anhand verschiedener im Rekurs erwähnter Vorkommnisse habe er dargelegt, dass die Beschwerdegegnerinnen seine Aufgabe als Willensvollstrecker erschwert hätten. All diese Umstände hätten bei der Prüfung der Frage, ob er rechtzeitig und hinreichend informiert habe, berücksichtigt werden müssen. An der vom Beschwerdeführer genannten Stelle des angefochtenen Entscheids hat das Obergericht dem Vorwurf ungenügender Kommunikation mit der Feststellung beigepflichtet, ein Indiz liege darin, dass der Beschwerdeführer den Grund, weshalb er die Unterlagen zur Liegenschaft in A.________ nicht früher habe zustellen können, erst im Nachhinein genannt habe. Warum die Vorinstanz in diesem Zusammenhang zu dem von ihm beanstandeten Verhalten der Beschwerdegegnerinnen hätte Stellung nehmen müssen, legt der Beschwerdeführer nicht dar, so dass auf die Rüge der Gehörsverletzung mangels hinreichender Substantiierung nicht einzutreten ist.