Citation: 2C_1032/2016 E. 6.6

6.6. Soweit sich der Beschwerdeführer auf BGE 139 I 31 beruft und geltend macht, dass der vorinstanzliche Entscheid gegen die Strassburger Rechtsprechung verstosse, weil die vorliegend zur Diskussion stehende Strafe nicht drei Jahre erreiche, kann ihm nicht gefolgt werden. Im betreffenden Entscheid wird zur Praxis des EGMR ausgeführt, dass bei Betäubungsmitteldelikten (ohne Konsum) regelmässig das öffentliche Interesse an der Beendigung des Aufenthalts überwiegt, falls keine besonderen persönlichen oder familiären Bindungen im Aufenthaltsstaat bestehen; ist die betroffene Person ledig und kinderlos, setzt sich tendenziell das öffentliche Fernhalteinteresse durch, sofern das Strafmass drei Jahre Freiheitsstrafe erreicht oder weitere erhebliche Delikte hinzukommen. Das Bundesgericht hat jedoch ebenfalls betont, dass die entsprechende Grenze von drei Jahren nur als Richtwert dienen kann und immer die Umstände des Einzelfalls ausschlaggebend sind. Auch wenn vorliegend die verfahrensauslösende Verurteilung nicht drei Jahre erreicht, erweist sich in Anbetracht der deliktischen Laufbahn des Beschwerdeführers, welcher über einen Zeitraum von fast 20 Jahren über 40 Mal strafrechtlich sanktioniert wurde, der Eingriff in sein Privat- und Familienleben als gerechtfertigt. Auch aus dem Urteil 2C_1000/2013 vom 20. Juli 2014 kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten. Im genannten Fall war der Betroffene vor der verfahrensauslösenden Straftat "nur in sehr untergeordneter Weise strafrechtlich in Erscheinung getreten", was vorliegend offensichtlich nicht der Fall ist.