Citation: 4A_11/2020 E. 5.3.2

5.3.2. Die Vorinstanz erkannte, aus diesen Textzeilen sei sowohl für Zwischenhändler als auch für Endabnehmer ohne den geringsten Zweifel erkennbar, dass mit dem Prospekt Keramikplatten beworben würden. Mit den Erläuterungen auf S. 1 werde deutlich, dass die Ästhetik der Keramikplatten sich strikte an den Originalstein aus Vals anlehne, wodurch die optische Ansprechung der Keramikplatten betont werde. In dem von der Beschwerdegegnerin vertriebenen Prospekt werde VALS nicht als Herkunftsbezeichnung, sondern als Hinweis auf die ästhetische Gestaltung einer Keramikplatte verwendet. Mit Blick auf von anderen Herstellern verwendete Bezeichnungen hielt die Vorinstanz fest, dabei handle es sich um eine branchenübliche Praxis zur Benennung vom Keramikplatten. Dadurch werde die Zuordnung zur Optik von Natursteinen ermöglicht. Die geografischen Begriffe würden verwendet, um aufzuzeigen, dass die Keramikplatten ästhetisch und optisch dem Originalstein nachempfunden würden. Beim Publikum werde nicht der Eindruck erweckt, die Keramikplatten seien in Vals hergestellt worden. Keramikplatten würden im Unterschied zu Steinen nicht an einem bestimmten Ort abgebaut. Die verwendete Bezeichnung VALS werde nicht als Hinweis auf die Herkunft der Keramikplatten verstanden. Entsprechend mache die Beschwerdegegnerin keine unrichtigen oder irreführenden Angaben über ihre Waren, weshalb auch kein Verstoss gegen Art. 2 und Art. 3 lit. b UWG gegeben sei.