Citation: 2C_809/2021 E. 5.2.2

5.2.2. Weiter bringen die Beschwerdeführer vor, die Interpretation des ärztlichen Berichts durch die Vorinstanz sei auch Ergebnis einer willkürlich verweigerten Beweisaufnahme. Dr. med. D.________ sei während des gesamten Verfahrens nicht als Zeugin einvernommen worden, weshalb eine zutreffende Einschätzung ihres Berichts nicht habe in das vorliegende Verfahren eingebracht werden können. Zwar sieht das kantonale Verfahrensrecht (vgl. Art. 12 Abs. 1 des Gesetzes vom 16. Mai 1965 über die Verwaltungsrechtspflege des Kantons St. Gallen [VRP/SG; sGS 951.1]) - anders als das Verwaltungsverfahrensrecht des Bundes (BGE 130 II 473 E. 2.3) - eine Zeugeneinvernahme nicht bloss subsidiär vor. Jedoch ist nicht ersichtlich, welche zusätzlichen Erkenntnisse über den Gesundheitszustand von C.A.________ durch eine mündliche Befragung der Ärztin hätten gewonnen werden bzw. welche relevanten Punkte sie in ihrer schriftlichen Stellungnahme nicht hätte festhalten können. Wenn unter diesen Umständen die Vorinstanz auf eine Zeugeneinvernahme in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet, liegt keine Willkür vor (vgl. BGE 144 II 427 E. 3.1.3; 141 I 60 E. 3.3; 136 I 229 E. 5.3).