Citation: 4C.280/2000 14.12.2000 E. 2

2.- Die Beklagte rügt, die Vorinstanz habe Art. 201 OR falsch angewendet, indem sie die Zeitspanne für die Prüfung der Ware zu kurz bemessen und angenommen habe, die Mängelrüge sei nicht genügend substanziiert gewesen. a) Der Käufer soll nach Art. 201 Abs. 1 OR die Beschaffenheit der empfangenen Sache prüfen, sobald es nach dem üblichen Geschäftsgange tunlich ist und dem Verkäufer sofort Anzeige machen, falls sich Mängel ergeben, für die dieser Gewähr zu leisten hat. Bei der Beurteilung, ob eine Rüge rechtzeitig erfolgt ist, muss auf die konkreten Umstände des Einzelfalls und insbesondere die Art der Mängel abgestellt werden (BGE 118 II 142 E. 3b S. 148). Da sich Umfang und Intensität der Prüfung aus Verkehrssitte und Übung ergeben, kann sie von einigen Tagen bis mehrere Monate dauern (BGE 81 II 56 E. 3b S. 59, Honsell, Basler Kommentar, N. 5 und 9 zu Art. 201 OR; Tercier, Les contrats spéciaux,