Citation: 2C_1035/2014 E. 3.1

3.1. Die Beschwerdeführer erblicken eine Sorgfaltspflichtverletzung insbesondere in der Auswahl einer zu gefährlichen Raftingstrecke. Diesbezüglich verweist die Vorinstanz auf ein Gutachten des Bundesamtes für Sport vom 12. Oktober 2010, welches im Rahmen der Strafuntersuchung u.a. gegen den beteiligten Lehrer eingeholt wurde. Dieses erachtet eine Riverrafting-Tour durch die Vanel Schlucht für Jugendliche im Alter von rund 15 Jahren ohne wildwassertechnische Erfahrung vom Schwierigkeitsgrad her als geeignet. Was die Beschwerdeführer dagegen einwenden, vermag keine Willkür in der Rechtsanwendung zu begründen: So machen sie etwa geltend, das strafrechtliche Gutachten nehme keinen Bezug auf das zürcherische Schulrecht. Indessen ist nicht ersichtlich, inwiefern die von ihnen wiedergegebenen Richtlinien und Merkblätter zum Schwimmunterricht oder zu Exkursionen die gutachterlich bejahte Eignung der Strecke für die durchgeführte Aktivität in Frage zu stellen vermögen. Weiter beanstanden die Beschwerdeführer, das strafrechtliche Gutachten bejahe die Eignung nur unter der Voraussetzung, dass die Boote nicht kentern. Diesbezüglich trifft zwar zu, dass das Gutachten darauf hinweist, dass beim Befahren dieser Strecke ein Kentern unbedingt vermieden werden sollte. Jedoch hielten die Experten im unmittelbar anschliessenden Abschnitt des Gutachtens sogleich wieder fest, ein Team von 15-jährigen Jugendlichen könne mit einem erfahrenen Raft-Guide und bei einem Wasserstand, wie er am 8. Juli 2007 vorgelegen sei, die Vanel-Schlucht befahren. Aus diesem Umstand durfte die Vorinstanz willkürfrei schliessen, dass die Experten die Gefahr eines Kenterns für äusserst gering gehalten haben.