Citation: 4A_532/2022 E. A

A.a. A.________ (Versicherter, Beschwerdeführer) führte als selbstständig erwerbender Rechtsanwalt eine Anwaltskanzlei in U.________. Für diese Tätigkeit hatte er bei der B.________ AG (Versicherung, Beschwerdegegnerin) eine Krankentaggeldversicherung abgeschlossen. Vereinbart war eine Summenversicherung von Fr. 150'000.-- pro Jahr während maximal 730 Tagen, abzüglich einer Wartezeit von 30 Tagen. A.b. Im Herbst 2013 teilte der Versicherte der Versicherung mit, dass er ab dem 24. Oktober 2013 zu 50 % arbeitsunfähig sei. Er berief sich auf ein Zeugnis seines Hausarztes, Dr. med. C.________ (nachfolgend: Hausarzt), vom 24. Oktober 2013 sowie auf einen Bericht desselben vom 13. Dezember 2013. Darin wurde eine Asthenie (Burn-out) sowie ein Ernährungsmangel (Hypovitaminose B 19) diagnostiziert. Gestützt darauf richtete die Versicherung Krankentaggelder aus. A.c. Mit Schreiben vom 4. März 2014 forderte die Versicherung den Versicherten auf, sich am 8. Mai 2014 durch Dr. med. D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, begutachten zu lassen. Der Versicherte erklärte mit Schreiben vom 6. Mai 2014, er leide seit Februar 2014 an einer weiteren (nicht näher bezeichneten) Krankheit und seine Arbeitsunfähigkeit betrage weiterhin 50 %. Die ärztlichen Untersuchungen seien nicht abgeschlossen, er habe noch einen Termin bei seinem Neurologen, weshalb es für eine Begutachtung zu früh sei. Des Weiteren zeigte er sich erstaunt darüber, dass Dr. med. D.________ akzeptiert habe, die Begutachtung durchzuführen; er habe dessen Arbeit als Gutachter regelmässig kritisiert. Den angesetzten Termin werde er nicht wahrnehmen. Abschliessend informierte er die Versicherung dahingehend, dass er grundsätzlich dazu bereit sei, sich einer Begutachtung zu unterziehen; er aber nur einen auf die Burn-out-Problematik spezialisierten Facharzt akzeptieren werde, der namentlich noch keine Expertisen für eine Privatversicherung erstattet habe. Gleichentags machte die Versicherung den Versicherten auf seine Mitwirkungspflichten aufmerksam und teilte ihm mit, sollte er sich der Begutachtung durch Dr. med. D.________ nicht unterziehen, werde sie ihre Leistungen einstellen. Am 8. Mai 2014 wurde die Versicherung informiert, dass der Versicherte den Termin nicht wahrgenommen habe. A.d. Mit Schreiben vom 27. Mai 2014 teilte die Versicherung dem Versicherten mit, dass sie (kulanterweise) an einer Begutachtung durch Dr. med. D.________ nicht festhalte. Sie gab ihm die Namen von drei weiteren Experten bekannt und forderte ihn auf, innert Frist zu erklären, mit welchem dieser Experten er sich einverstanden erklären könne. Zudem erinnerte sie ihn erneut an seine Mitwirkungspflicht und teilte mit, dass ihre Leistungen bis zum Vorliegen der Expertise eingestellt blieben. Nachdem er auf dieses Schreiben nicht innert Frist reagiert hatte, mandatierte sie am 16. Juni 2014 Dr. med. E.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie. Gleichentags wurde der Versicherte darüber in Kenntnis gesetzt, dass die Begutachtung am 30. Juni 2014 stattfinden werde und die Ausrichtung von Krankentaggeldern nicht wiederaufgenommen werden könne, wenn er diesen Termin nicht wahrnehme. Mit Eingabe vom 25. Juni 2014 gab der Versicherte bekannt, er werde den Termin nicht wahrnehmen, da Dr. med. E.________ bereits Gutachten für die Versicherung sowie für die IV erstattet, und er ihre Arbeit mehrmals kritisiert habe. Er habe Anspruch auf einen neutralen Experten. Zudem habe er darauf hingewiesen, dass er seit Februar 2014 an weiteren gesundheitlichen Beschwerden leide. Mit Schreiben vom 30. Juni 2014 stellte die Versicherung abermals fest, dass der Versicherte seine Mitwirkung verweigere. Sie gewährte ihm eine letzte Frist von 10 Tagen, um mit Dr. med. E.________ einen Termin für eine Begutachtung zu fixieren; komme er dieser Frist nicht nach, würden die Leistungen per 1. Mai 2014 definitiv eingestellt. A.e. Mit Verfügung vom 25. März 2021 sprach die IV-Stelle des Kantons Freiburg dem Versicherten ab 1. Dezember 2017 (verspätete Anmeldung) eine Dreiviertelsrente und ab 1. Januar 2021 ("Entzug des Anwaltspatents") eine ganze IV-Rente zu. Dies gestützt auf ein polydisziplinäres Gutachten des Zentrums F.________ vom 14. Juli 2020 (nachfolgend: F.________-Gutachten). Mit Urteil vom 4. Juli 2022 bestätigte das Kantonsgericht Freiburg die dem Versicherten zugesprochene IV-Rente. Gegen deren Bemessung hat der Versicherte Beschwerde ans Bundesgericht erhoben.