Citation: C 184/98 09.05.2000 E. 2

2.- a) Verwaltung und Vorinstanz haben den Anspruch auf Insolvenzentschädigung zu Recht abgelehnt, da einer- seits der nicht im Handelsregister eingetragene Verein nicht der Konkursbetreibung unterliegt (Art. 39 Abs. 1 Ziff. 11 SchKG) und somit Art. 51 lit. b AVIG nicht anwend- bar ist, andererseits der Beschwerdeführer das Pfändungs- begehren gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber erst am 27. September 1996 und somit nach Erlass der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 24. April 1996 gestellt hat, weshalb Art. 51 lit. c AVIG nicht erfüllt ist. b) Sämtliche in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobenen Einwände vermögen an diesem Ergebnis nichts zu ändern. Unbehelflich ist insbesondere der Einwand, dass zwei andere Vereinsangestellte (B.________ und W.________) Insolvenzentschädigung erhalten haben. Nach der Rechtsprechung geht der Grundsatz der Gesetz- mässigkeit der Verwaltung in der Regel der Rücksicht auf die gleichmässige Rechtsanwendung vor. Der Umstand, dass das Gesetz in andern Fällen nicht oder nicht richtig ange- wendet worden ist, gibt dem Bürger und der Bürgerin grund- sätzlich keinen Anspruch darauf, ebenfalls abweichend vom Gesetz behandelt zu werden. Das gilt jedoch nur, wenn lediglich in einem einzigen oder in einigen wenigen Fällen eine abweichende Behandlung dargetan ist. Wenn dagegen die Behörden die Aufgabe der in andern Fällen geübten, gesetz- widrigen Praxis ablehnen, können der Bürger oder die Bürge- rin verlangen, dass die gesetzwidrige Begünstigung, die Dritten zuteil wird, auch ihnen gewährt werde (BGE 122 II 451 Erw. 4a, 115 Ia 83 Erw. 2, 115 V 238/239, je mit Hin- weisen auf Lehre und Rechtsprechung). Vorliegend ist nicht nachgewiesen, dass die Arbeits- losenkasse den genannten Personen zu Unrecht Insolvenzent- schädigungen ausgerichtet hätte. Auch ist nicht ersicht- lich, dass die Arbeitslosenkasse eine (angeblich) gesetz- widrige Praxis verfolgt, von der sie nicht abzuweichen gedenkt. Die Voraussetzungen zur Gleichbehandlung im Un- recht sind somit nicht gegeben. Der Versicherte kann des- halb nichts zu seinen Gunsten aus dem Umstand ableiten, dass B.________ und W.________ Insolvenzentschädigung zuge- sprochen erhielten.