Citation: 2C_41/2023 E. 6.4.3

6.4.3. Vorliegend wurde der Beschwerdeführer mit Urteil des Kantonsgerichts Schaffhausen vom 21. April 2011 zu einer bedingten Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt (vgl. Bst. A.b oben). Die Vorinstanz hat zudem auch die ausländische Verurteilung zu dreieinhalb Jahren Freiheitsstrafe wegen Schmuggels von Marihuana bzw. Cannabis aus dem Jahre 2017 berücksichtigt, da es sich dabei auch nach schweizerischem Recht um ein Vergehen handle und keine Anzeichen dafür bestünden, dass das Verfahren in Serbien nicht korrekt durchgeführt worden sei, wobei Serbien Konventionsstaat der EMRK sei (vgl. E. 4.2.1 ff. angefochtenes Urteil und Bst. A.d oben). Der Beschwerdeführer wendet generell ein, zahlreiche Strafurteile seien bereits im Strafregister gelöscht. Bei der durch das serbische Urteil sanktionierten Straftat handle es sich zudem nach (schweizerischem) Betäubungsmittelgesetz vom 3. Oktober 1951 (BetmG; SR 812.121) nicht um einen schweren Fall im Sinne von Art. 19 Abs. 2 BetmG. Der Beschwerdeführer scheint darauf abzuzielen, dass nur ein qualifizierter Verstoss gegen Art. 19 BetmG bzw. ein in diesem Sinne "schwerer" Fall, der vorliegend nicht gegeben sei, mit einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr geahndet werde, weshalb das serbische Urteil nicht zu berücksichtigen sei.