Citation: 1C_655/2023 E. 2.2

2.2. Eine Verfügung, die durch eine unzuständige Behörde erlassen wurde, leidet an einem Mangel. Dessen Rechtsfolge besteht entweder in der Nichtigkeit oder zumindest in der Anfechtbarkeit der Verfügung (BGE 142 II 182 E. 2.2.3 mit Hinweisen). Nichtigkeit einer Verfügung wird nach der sogenannten Evidenztheorie nur ausnahmsweise angenommen, wenn der ihr anhaftende Mangel besonders schwer und offensichtlich oder zumindest leicht erkennbar ist und die Rechtssicherheit durch die Annahme der Nichtigkeit nicht ernsthaft gefährdet wird. Als Nichtigkeitsgründe kommen vorab die funktionelle und sachliche Unzuständigkeit der entscheidenden Behörde sowie krasse Verfahrensfehler in Betracht. Eine allfällige Nichtigkeit ist jederzeit und von sämtlichen rechtsanwendenden Behörden von Amtes wegen zu beachten und kann auch im Rechtsmittelverfahren festgestellt werden (vgl. BGE 148 IV 445 E. 1.4.2; 147 III 226 E. 3.1.2; 145 IV 197 E. 1.3.2; 139 II 243 E. 11.2; 138 II 501 E. 3.1; 137 I 273 E. 3.1; 136 II 489 E. 3.3; je mit Hinweisen).