Citation: 2C_50/2018 E. 5.3.1

5.3.1. Die weiteren in den Akten befindlichen Unterlagen, welche die Vorinstanz zu Unrecht in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 141 I 60 E. 3.3 S. 64; 136 I 229 E. 5.3 S. 136 f.) nicht weiter berücksichtigte bzw. ohne überzeugende Begründung als wenig aussagekräftig bezeichnete, bestätigen die grundsätzlich in den letzten Jahren erfolgte positive Persönlichkeitsentwicklung des Beschwerdeführers. Soweit es zur Falllösung erforderlich ist, kann das Bundesgericht diesbezüglich den Sachverhalt gestützt auf die Akten im Rahmen von Art. 105 Abs. 2 BGG von Amtes wegen ergänzen (vgl. das Urteil 2C_116/2017 vom 3. Oktober 2017 E. 2.2), da der Sachverhalt offensichtlich unvollständig festgestellt bzw. die Beweise in verfassungswidriger Weise gewürdigt worden sind (vgl. vorstehende E. 2.2). Dass die entsprechenden Stellungnahmen teilweise auf Wunsch des Beschwerdeführers hin abgefasst wurden, rechtfertigt die Annahme der Vorinstanz für sich allein nicht, dass sie einseitig formuliert wären bzw. nur zurückhaltend berücksichtigt werden dürften, zumal wenn die verschiedenen Berichte - wie hier - inhaltlich weitgehend übereinstimmen. Indem die Vorinstanz die positiven Sachverhaltselemente ausgeblendet hat, stellte sie den entscheidwesentlichen Sachverhalt offensichtlich unvollständig fest, weshalb dieser für die erforderliche Gesamtbeurteilung im Rahmen der Interessenabwägung nach Art. 8 EMRK zu vervollständigen ist (vgl. vorstehende E. 2.2).