Citation: 4A_347/2024 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz erwog, gemäss Art. 41 Abs. 7 Zakon o Trgovini (übersetzt: [serbisches] Gesetz über den Handel) müsse eine Klage wegen unlauterem Wettbewerb innerhalb von sechs Monaten ab Kenntnis des Täters und des Schadens, spätestens jedoch drei Jahre nach Beendigung der unlauteren Wettbewerbshandlung, erhoben werden. Die Beschwerdeführerin habe bereits im Januar 2020 ihre Schädigerin gekannt. Aufgrund der angeblichen rufschädigenden Medienkampagne habe die Beschwerdeführerin diverse Massnahmen getroffen, die sie bis Ende Juni 2020 EUR 969'571.02 gekostet habe. Aus den Abonnement-Kündigungen sei der Beschwerdeführerin ein weiterer Schaden von umgerechnet Fr. 140'400.-- entstanden. Hier sei allerdings zu beachten, dass die allermeisten Kündigungen vor Ende Juni 2020 erfolgt seien. Da die späteren Kündigungen den Schaden nicht wesentlich vergrössert hätten, seien sie verjährungsrechtlich unbeachtlich. Die relative sechsmonatige Verjährungsfrist habe somit von anfangs Juli 2020 bis Ende Dezember 2020 gedauert. Die Beschwerdeführerin habe all ihre lauterkeitsrechtlichen Ansprüche erst am 5. Februar 2021 und damit verspätet beim Handelsgericht eingeklagt.