Citation: 6B_1252/2020 E. 4

Die Vorinstanz erwägt, das Wiederherstellungsgesuch vom 3. August 2020 sei nicht innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Frist von 30 Tagen nach dem Wegfall des Säumnisgrundes gestellt worden. Selbst wenn die unbelegte zweiwöchige Quarantäne am letzten Tag der gesetzlichen Frist zur Einreichung einer Berufungserklärung zu laufen begonnen hätte, hätte der Beschwerdeführer spätestens am 11. Juni 2020 um Wiederherstellung ersuchen müssen. Das am 3. August 2020 erhobene Gesuch sei verspätet, weshalb darauf nicht einzutreten sei. Abgesehen davon vermöge der Beschwerdeführer keine unverschuldete Säumnis am Verpassen der Frist für die Einreichung der Berufungserklärung zu belegen. Aus seinen Eingaben vom 3. und 31. August 2020 gehe nicht hervor, wann er sich wo für zwei Wochen in Quarantäne befunden haben wolle und inwiefern ihn diese davon abgehalten habe, rechtzeitig Berufung zu erklären. Nicht zu hören sei der Beschwerdeführer mit seinem Vorbringen, die vorinstanzliche Rechtsmittelbelehrung sei fehlerhaft gewesen. Das schriftlich begründete Urteil des Kreisgerichts Werdenberg-Sarganserland habe den korrekten Rechtsmittelhinweis enthalten, dass die Berufungserklärung innert der nicht erstreckbaren Frist von 20 Tagen seit der Zustellung des begründeten Urteils beim Kantonsgericht einzureichen sei.