Citation: 5A_333/2024 E. 6

Schliesslich beanstanden die Beschwerdeführer die vorinstanzliche Kostenverlegung. Sie meinen, unabhängig vom Verfahrensausgang seien die "vorinstanzlichen" Prozesskosten zu Lasten der Staatskasse zu verlegen. Die § 31 Abs. 2 und § 32 Abs. 2 des aargauischen Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 4. Dezember 2007 (VRPG/AG; SAR 271.200) gewährten nämlich die Möglichkeit, die Gerichts- und Parteikosten abweichend vom Unterliegerprinzip zu verlegen. Es erscheine krass stossend und ungerecht, wenn die Beschwerdeführer für ihre erfolglosen Adoptionsbemühungen noch mit Kosten abgestraft würden, obwohl sie keinen Grund für die Verweigerung der Eignungsbescheinigung gesetzt hätten und in ihrem Vertrauen auf eine Erneuerung zu schützen seien. Die Vorinstanz habe die genannten Paragraphen willkürlich gehandhabt. Die beiden von den Beschwerdeführern zitierten Bestimmungen des VRPG/AG sehen vor, dass sowohl die Verfahrenskosten als auch die Parteientschädigungen " in der Regel nach Massgabe des Unterliegens und Obsiegens " auf die Parteien verlegt werden. Was das Begehren der (vor den kantonalen Instanzen nicht anwaltlich vertretenen) Beschwerdeführer auf eine Parteientschädigung betrifft, so fehlt es bereits an einem genügend bezifferten Antrag. Wer eine Geldsumme fordert, hat diese zu beziffern, ansonsten auf das Begehren nicht eingetreten wird (vgl. Art. 42 Abs. 1 BGG; BGE 134 III 235 E. 2 mit Hinweisen). Das gilt auch für Anträge auf Parteientschädigung (BGE 143 III 111 E. 1.2 mit Hinweisen), zumal der hiesige Verfahrensausgang keinen Anlass für die Zusprechung einer solchen für das kantonale Beschwerdeverfahren gibt (vgl. Art. 68 Abs. 5 BGG). Wie im Übrigen aus dem Wortlaut der beiden Bestimmungen (" in der Regel ") hervorgeht, geniessen die kantonalen Behörden ein erhebliches Ermessen, ob sie vom Unterliegerprinzip abweichen wollen. Mit ihren knappen Ausführungen vermögen die Beschwerdeführer keine Willkür in der vorinstanzlichen Ermessensausübung aufzuzeigen. Betreffend die erstinstanzlichen Verfahrenskosten bestreiten sie die Erwägung der Vorinstanz nicht, wonach die Verfahrenskosten für die Erneuerung der Eignungsbescheinigung nach dem anwendbaren kantonalen Recht unabhängig vom Verfahrensausgang von den Gesuchstellern zu tragen sind. Was schliesslich die Verlegung der Verfahrenskosten für das Beschwerdeverfahren betrifft, so bestand jedenfalls das behauptete Vertrauen auf einen positiven Entscheid nicht mehr, nachdem bereits die erste Instanz ihr Gesuch abschlägig beantwortet hatte. Die Beschwerdeführer mussten somit damit rechnen, auch vor der Beschwerdeinstanz zu scheitern. Unter diesen Umständen ist der Vorinstanz keine Willkür vorzuwerfen (vgl. E. 2.2), wenn sie die Prozesskosten nach dem Unterliegerprinzip verlegt hat.