Citation: 9C_150/2021 E. A

Der 1957 geborene A.________ schloss im Jahre 1992 mit der Basler Leben AG (nachstehend: Basler) einen Lebensversicherungsvertrag, gebundene Vorsorge, Säule 3a, mit Vertragsbeginn am 1. September 1992 ab. Dieser Vertrag sieht bei Erwerbsunfähigkeit infolge Krankheit oder Unfall gestaffelte Rentenleistungen und eine Prämienbefreiung vor. Am 18. Januar 2016 machte A.________ gegenüber der Basler erstmals eine Erwerbsunfähigkeit geltend und wies darauf hin, sich im Februar 2015 bei der Invalidenversicherung angemeldet zu haben. Die IV-Stelle des Kantons Zürich tätigte berufliche und medizinische Abklärungen, insbesondere holte sie beim Zentrum B.________ AG eine medizinische Expertise ein (Gutachten vom 15. Dezember 2016). Die IV-Stelle lehnte ihre Leistungspflicht mit Verfügung vom 20. Juni 2017 ab; auf Beschwerde des Versicherten hin sprach ihm jedoch das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit Urteil vom 10. September 2019 ab 1. September 2015 eine halbe und ab 1. November 2017 eine ganze Rente der Invalidenversicherung zu. In ihrem Schreiben vom 28. August 2016 hielt die Basler gegenüber A.________ fest, ihm seien für ausstehende Prämien bereits zwei Zahlungserinnerungen zugestellt worden, weshalb der Versicherungsvertrag nunmehr per 1. September 2016 "prämienfrei" gestellt werde. Dadurch seien allfällige versicherte Erwerbsunfähigkeitsleistungen mit dem Datum der ungenutzten Zahlungsnachfrist nicht mehr gedeckt. Mit Schreiben vom 9. Oktober 2019 präzisierte die Basler ihre Sichtweise dahingehend, dass mit der Prämienfreistellung per 1. September 2016 die Leistungspflicht bei Erwerbsunfähigkeit weggefallen sei. Die Versicherungsansprüche für die "Zeit vor der Liberierung des Vertrages" seien verjährt.