Citation: 7B_68/2024 E. 3.3

3.3. Der Beschwerdeführer kann nichts für seinen Standpunkt gewinnen, wenn er ausführt, die Vorinstanz halte lediglich fest, es liege "derzeit" noch kein Fall notwendiger Verteidigung vor, womit sie selbst in Aussicht stelle, dass dies sich noch ändern könnte. Inwiefern die Voraussetzungen notwendiger Verteidigung bei Einleitung des Vorverfahrens oder auch im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids erfüllt gewesen sein sollen, begründet er jedenfalls nicht näher. Wie die Vorinstanz nachvollziehbar darlegt, handelt es sich um einen wenig komplexen Tatvorwurf. Dass der Beschwerdeführer alleine nicht fähig gewesen wäre, der polizeilichen Befragung zu folgen beziehungsweise die an ihn gerichteten Fragen angemessen zu beantworten, ist gemäss dem angefochtenen Entscheid nicht ersichtlich. Dafür, dass es während der Einvernahme immer wieder zu Diskussionen und Rückfragen seitens des Beschwerdeführers gekommen sein solle, würden sich aus dem Einvernahmeprotokoll - wie der Beschwerdeführer selber einräume - keine Hinweise ergeben. Ebenso wenig habe er im Rahmen der Einvernahme Erinnerungslücken in Bezug auf den vorgeworfenen Sachverhalt geltend gemacht beziehungsweise wären solche aufgrund seiner Aussage auszumachen. Was der Beschwerdeführer hiergegen vorbringt, geht nicht über eine appellatorische Kritik am angefochtenen Beschluss hinaus. Inwiefern der Straffall in tatsächlicher oder rechtlicher Hinsicht insgesamt besondere Schwierigkeiten bieten sollte, ist auch nicht ersichtlich. Am Ganzen ändert schliesslich nichts, dass sich die fallführende Assistenz-Staatsanwältin gegenüber dem Staatsanwalt für amtliche Mandate der Oberstaatsanwaltschaft zu Gunsten der Bestellung einer amtlichen Verteidigung ausgesprochen hatte. Damit braucht auch nicht beurteilt zu werden, ob die in Art. 132 Abs. 3 StPO genannten Schwellenwerte erreicht sind. Die Vorinstanz verletzt nicht Bundesrecht, wenn sie die Gewährung der amtlichen Verteidigung des Beschwerdeführers derzeit als nicht geboten erachtet.