Citation: 8C_147/2020 E. 5.3

5.3. Schliesslich wendet die Versicherte ein, es habe entgegen der Empfehlung der behandelnden Psychiaterin sowie Dr. med. G.________ keine arbeitsmarktliche medizinische Abklärung stattgefunden. Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass sich die Versicherte der Durchführung von beruflichen oder Integrationsmsassnahmen, namentlich von sozialrehabilitativen Massnahmen, abgeneigt zeigte. So hatte die IV-Stelle die Versicherte am 30. August 2016 im Rahmen ihrer Schadenminderungspflicht zur Teilnahme an Integrationsmassnahmen (zwei bis drei Stunden täglich, an fünf Tagen die Woche) aufgefordert, was die Versicherte aber am 5. September 2016 ablehnte, da sie ein Belastbarkeitstraining in diesem Ausmass als nicht zumutbar erachtete. Der Hausarzt der Versicherten bestätigte gegenüber Dr. med. C.________ am 15. Dezember 2016, dass bei der Versicherten wenig Motivation für eine Rehabilitation bestehe. Dr. med. C.________ hatte die Versicherte neurologisch untersucht. In ihrem Bericht vom 16. Dezember 2016 hielt sie fest, diese habe auf den Vorschlag einer stationären Rehabilitation in nicht nachvollziehbarer Weise heftig reagiert und angesichts der unplausiblen und inkonsistenten Befunde im Rahmen der neuropsychologsichen Untersuchung seien die Angaben der Versicherten in Frage zu stellen. Daraus folgerte sie, grundsätzlich seien ein Belastbarkeitstraining oder Integrationsmassnahmen zumutbar, aber wegen der fehlenden Motivation nicht sinnvoll. Bei dieser Ausgangslage ist nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle am 5. Januar 2017 von der Durchführung von beruflichen Massnahmen absah, da diese mangels subjektiver Eingliederungsfähigkeit nicht angezeigt waren. Anzufügen bleibt, dass zwar Dr. med. G.________ in ihrem Gutachten vom 8. Januar 2019 die Durchführung einer arbeitsmarktlichen medizinischen Abklärung empfahl, aber auch festhielt, dass die Versicherte bereits einen täglichen Einsatz von zwei Stunden als zu stressig und mit zu viel Druck verbunden erachtete.