Citation: 5A_556/2021 E. 6.2.1

6.2.1. Die Erstinstanz berücksichtigte auf der Passivseite der Bilanz der D.________ GmbH neben der Grundpfandschuld von Fr. 1'350'000.--, drei Zinspositionen in der Höhe von Fr. 337'500.--, Fr. 270'185.-- und Fr. 27'019.--, somit Zinsen in der Grössenordnung von Fr. 630'000.--. Sie führte aus, zu den Verbindlichkeiten der D.________ GmbH gegenüber der E.________ AG gehörten nicht nur die Grundpfandschulden, sondern all jene Schulden, welche die E.________ AG gegen die D.________ GmbH in Betreibung gesetzt habe. Die Vorinstanz stützte diese Begründung und führte aus, die Erstinstanz habe die Verbindlichkeiten als derart wahrscheinlich beurteilt, dass sie die Bildung von Rückstellungen erforderten. Der blosse Hinweis des Beschwerdeführers, die E.________ AG habe versucht, kumulativ Darlehens- und Verzugszinsen geltend zu machen, genüge mit Blick auf Art. 828 Abs. 1 Ziff. 2 und 3 ZGB nicht, dies zu entkräften. Auch der Umstand, dass die Erstinstanz im Rechtsöffnungsverfahren für lediglich Fr. 1'340'288.15 Rechtsöffnung erteilt haben soll, impliziere nicht, dass keine Mehrforderungen geschuldet sein können. Die Erstinstanz verhalte sich nicht widersprüchlich, wenn sie im Verfahren um provisorische Nachlassstundung die Zinsen im Umfang von rund Fr. 630'000.-- berücksichtigte, obschon sie für diese Forderungen keine provisorische Rechtsöffnung erteilte.