Citation: 2C_1017/2022 E. 1.2.10

1.2.10. Ein weiteres Indiz hinsichtlich der Frage der Anspruchssubvention kann sich daraus ergeben, wie konkret und präzis das subsidiäre kantonale Recht die Voraussetzungen für die Zusprechung von Covid-Härtefallmassnahmen regelt (vgl. vorne E. 1.2.2 und 1.2.7). Die bundesrechtlichen Kriterien, die vorliegend als subsidiäres kantonales Recht zur Anwendung kommen, sind angesichts unbestimmter Rechtsbegriffe auslegungsbedürftig. Dies zeigt sich namentlich daran, dass inhaltlich strittig ist, ob der Umsatzrückgang der Beschwerdeführerin "im Zusammenhang mit behördlich angeordneten Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie" steht (Art. 5 Abs. 1 Covid-19-Härtefallverordnung). Die fehlende Bestimmtheit bringt zwar einen Beurteilungsspielraum zum Ausdruck, schliesst für sich genommen aber keinen Anspruch aus und spricht folglich nicht per se für eine Ermessenssubvention (vgl. Urteil 2C_356/2023 vom 28. März 2024 E. 1.6.6). Gleichwohl lässt sich die fehlende Bestimmtheit in der Gesamtschau als dahingehendes Indiz interpretieren (vgl. Urteile 2C_799/2022 vom 30. April 2024 E. 1.3.10; 2C_142/2022 vom 15. Dezember 2023 E. 1.4.12).