Citation: 1C_6/2022 E. 4.3

4.3. Diesbezüglich hatte die Vorinstanz argumentiert, es könne dahingestellt bleiben, inwiefern die Beschwerdeführer - wie die Gemeinde vor dem Departement des Innern sinngemäss vorgetragen habe - persönlich den stadträtlichen Entscheid begrüsst hatten. Die Beschwerdeführer hätten jedenfalls nicht geltend gemacht, sie oder einer von ihnen hätten vom Inhalt des Beschlusses des Stadtrats vom 6. Juli 2020 und von der Zustimmung der Parteien trotz der medialen Kritik am 10. September 2020 keine Kenntnis gehabt. Davon, dass ihnen das am Parteiengespräch bestätigte Vorgehen erst mit der Zustellung der Abstimmungsunterlagen Anfang Oktober 2020 bzw. erst vierzehn Tage vor Beschwerdeerhebung bekannt wurde, sei deshalb nicht auszugehen. Dazu komme der Umstand, dass einer der beiden Beschwerdeführer ein etabliertes Mitglied der SP Rapperswil-Jona sei. Die Beschwerdeführer würden sich hingegen sinngemäss darauf berufen, sie hätten erst mit Erhalt der Abstimmungsunterlagen erfahren, dass der Stadtrat am zuvor beschlossenen Vorgehen festhalte. Dies helfe jedoch insofern nicht weiter, als keine Anhaltspunkte für ein entsprechendes Zurückkommen des Stadtrats (durch Vorlage des Klimaartikels mit einer Stichfrage) vorgelegen hätten - auch nicht nach Bekanntwerden seines Beschlusses sowie daraufhin erhobener medialer Kritik. Spätestens nach Zustimmung der Parteien bzw. der Bestätigung seitens des Stadtrats am 10. September 2020 seien die gerügten Verfahrensmängel daher als mit genügender Wahrscheinlichkeit bekannt geworden anzusehen und hätten die Beschwerdeführer nicht mehr in guten Treuen mit der Beschwerdeerhebung zuwarten können. Entsprechend bestehe auch kein Raum, auf die formelle Zustellung der Abstimmungsunterlagen als fristauslösendes Ereignis abzustellen.