Citation: 5A_427/2022 E. 5.1.1

5.1.1. Die Weigerung, eine ehemalige Korporationsgenossin wieder in eine öffentlich-rechtliche Körperschaft aufzunehmen, die ihren Mitgliedern - wie hier (vgl. Sachverhalt lit. A.a) - ausschliesslich Vorteile vermittelt, stellt gegenüber anderen ehemaligen Korporationsgenossinnen oder -genossen, die wiederaufgenommen werden, eine Schlechterstellung dar. Im vorliegenden Fall geht es um die Schlechterstellung der qua Abstammung Korporationsgenossin gewordenen Beschwerdegegnerin, die ihr Genossenrecht infolge Heirat verloren hat, gegenüber verheirateten männlichen Nachkommen, die ihr Genossenrecht trotz Verheiratung nicht verloren. Ebenso schlechtergestellt ist die Beschwerdegegnerin gegenüber nie verheirateten weiblichen oder männlichen Nachkommen von Korporationsgenossinnen bzw. -genossen, denn diese gingen nie unfreiwillig des Genossenrechts verlustig. Dasselbe gilt gegenüber (ehemals) verheirateten Frauen, die das Genossenrecht bereits unter den alten Statuten wiedererlangen konnten. Schliesslich ergibt sich eine Schlechterstellung gegenüber "ausgeheirateten" Korporationsgenossinnen, deren Vater oder Mutter bis mindestens zum 31. Dezember 2005 gelebt haben.