Citation: 1C_567/2018 E. 5.4

5.4. An der Geltung dieser Anforderung für die Beschwerdeführerin ändert deren Hinweis auf Art. 23 Abs. 2 VVV nichts. Zwar kann die kantonale Behörde gemäss dieser Bestimmung zugunsten des Bewerbers oder Inhabers ausnahmsweise von den Voraussetzungen des Anhangs 4 VVV abweichen, wenn die Gesamtbeurteilung des Betriebs ergibt, dass dadurch keine Gefahr für die Verkehrssicherheit und die Umwelt entsteht. Diese Möglichkeit, die mit der Änderung der VVV vom 11. April 2001 (AS 2001 1385) in die Verordnung aufgenommen wurde und am 1. Juni 2001 in Kraft trat, wurde allerdings geschaffen, um den betroffenen Unternehmen das wirtschaftliche Fortkommen zu erleichtern (Urteil 1C_72/2007 vom 29. August 2007 E. 6). Darum geht es vorliegend gerade nicht. Dass ohne den strittigen Kollektiv-Fahrzeugausweis mit Händlerschild das wirtschaftliche Fortkommen der Beschwerdeführerin beeinträchtigt würde, ist nicht ersichtlich. Wie aus ihren Ausführungen hervorgeht, verwendet sie diesen Ausweis und das dazugehörige Händlerschild praktisch nur dazu, die privaten Sammlerfahrzeuge ihres Inhabers zu bewegen und zu unterhalten, ohne dafür Rechnung zu stellen, mithin ohne eine geschäftliche Tätigkeit auszuüben. Die kantonale Behörde brauchte demzufolge nicht zu ihren Gunsten von der Anforderung von Ziff. 18.21 Anhang 4 VVV abzuweichen. Eine bundesrechtswidrige Ermessensausübung liegt demnach nicht vor.