Citation: 9C_602/2016 E. 3

Die Vorinstanz hat die revisionsweise Aufhebung der ganzen Rente durch die Beschwerdegegnerin mit folgender Begründung bestätigt: Aufgrund des vollumfänglich beweistauglichen Gutachtens des SMAB vom 23. April 2014 sei der medizinische Sachverhalt dahingehend erstellt, dass keine Beeinträchtigung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostiziert worden sei, mithin kein anspruchsrelevanter Gesundheitsschaden bestehe. Zum selben Ergebnis wäre aus Sicht der Rechtsanwendung zu gelangen, liege doch regelmässig keine versicherte Gesundheitsschädigung vor, wenn eine Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen Konstellation im Sinne von BGE 131 V 49 E. 1.2 in fine S. 51 beruhe. Die in der Expertise nachgewiesene und als bewusstseinsnah charakterisierte Aggravation falle angesichts ihrer Ausprägung und Intensität zweifellos in den Anwendungsbereich dieser Rechtsprechung. Aus medizinischer Sicht stehe sodann ebenfalls und insbesondere fest, dass im Gutachtenszeitpunkt keine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) zu diagnostizieren gewesen sei. Die Experten hätten sogar darüber hinaus den Standpunkt vertreten, eine solche habe nie bestanden und diese Diagnose sei im Gutachten der Klinik B.________ vom 5. Februar 2001 zu Unrecht gestellt worden, woraus sie - soweit konsequent - geschlossen hätten, der Gesundheitszustand habe sich seither nicht wesentlich verändert, sondern werde von ihnen lediglich anders (und zutreffender) beurteilt. In dieser Hinsicht könne dem Gutachten des SMAB vom 23. April 2014 jedoch nicht gefolgt werden. Ob 2001 eine PTBS vorgelegen habe oder nicht, sei im heutigen Zeitpunkt keine retrospektiv durch die Medizin zu beantwortende Frage mehr. Das Bundesgericht habe im Urteil 9C_86/2013 vom 30. April 2013 E. 2.3 die Frage entschieden und verbindlich festgestellt, diese damals gestellte Diagnose sei nicht zweifellos unrichtig gewesen. Damit stehe fest, dass bei der seinerzeitigen Rentenzusprache zu Recht vom Vorliegen einer PTBS ausgegangen wurde. Der Umstand, dass im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung keine PTBS (mehr) vorgelegen habe, stelle eine revisionsrelevante erhebliche Sachverhaltsänderung dar. Damit erweise sich die Aufhebung der 2001 zugesprochenen Rente als rechtens.