Citation: 5P.102/2002 29.05.2002 E. 2

2.1 Bei der Bemessung der Unterhaltsbeiträge für ein Kind ist von dessen Bedürfnissen auszugehen (Ingeborg Schwenzer, Praxiskommentar Scheidungsrecht, N. 4 zu Art. 285 ZGB; vgl. auch Peter Breitschmid, Kommentar zum schweizerischen Privatrecht, Basel 1996, N. 1 zu Art. 285 ZGB). In grundsätzlicher Hinsicht beanstandet der Beschwerdeführer nicht, dass das Obergericht sich von den Empfehlungen des Jugendamtes des Kantons Zürich (sog. "Zürcher Tabellen") hat leiten lassen. Er rügt indessen das Abstellen auf die Ausgabe vom 1. Januar 2000, deren Zahlen weit über denjenigen der aufdatierten und nachindexierten Tabelle von 1996 lägen, die vom Obergericht des Kantons Luzern bisher angewendet worden sei; die Lebenshaltungskosten in E.________ seien bekanntermassen einiges tiefer als in Zürich; das Abstellen auf massiv höhere Zahlen sei willkürlich. 2.2 Der Beschwerdeführer legt mit keinem Wort dar, inwiefern die Lebenshaltungskosten für ein Kind in E.________ um einiges tiefer sein sollen als in Zürich, was entgegen seiner Ansicht auch nicht als bekannt gelten kann. Sodann macht er nicht etwa geltend, der vom Obergericht gestützt auf die "Zürcher Tabellen" angenommene durchschnittliche Unterhaltsbedarf für A.________ und B.________ von Fr. 1'540.-- bzw. Fr. 1'700.-- entspreche nicht dem tatsächlichen Bedarf der beiden Kinder. Angesichts dessen, dass der angefochtene Entscheid vom 15. Januar 2002 datiert, erscheint es im Übrigen jedenfalls nicht als willkürlich, wenn die kantonale Rekursinstanz nicht die Tabellen aus dem Jahr 1996, sondern diejenige vom 1. Januar 2000 herangezogen hat.