Citation: I 476/99 20.07.2001 E. 3

3.- a) Im am 6. Oktober 1996 unterzeichneten Anmeldeformular gab die Beschwerdegegnerin an, die (volle oder teilweise) Arbeitsunfähigkeit auf Grund der Hodgkin-Krankheit und deren Folgen bestehe seit 1976. Im Begleitschreiben vom 5. Oktober 1996 zur Anmeldung führte sie weiter aus, die Behandlung dieser schweren Krankheit des Lymphsystems mittels Chemo- und Strahlentherapie dürfe im Nachhinein als erfolgreich angesehen werden. Allerdings habe ihre "Leistungskraft in den Folgejahren bis heute zusehends abgenommen", wobei insbesondere eine starke Ermüdung verbunden mit Konzentrationsschwäche erwähnt werden. Anlässlich der Abklärung im Haushalt vom 19. Februar 1997 wiederholte sie ihre Angaben, wonach die Einschränkungen wegen des Morbus Hodgkin seit Jahren bestünden, während diejenigen zufolge des Rückenleidens bis Oktober 1996 zurückreichten. Überdies ist dem Abklärungsbericht zu entnehmen, dass sie seit 1981 nur noch im Rahmen von rund 50 % habe arbeiten können. Bei B._________, habe sie 1984 zuerst mit einem Pensum von 60 % begonnen; diese Belastung sei jedoch zu gross gewesen, weshalb sie auf ein hälftiges Teilzeitpensum zurückgegangen sei. Gesundheitlich sei von Jahr zu Jahr eine Verschlechterung zu verzeichnen gewesen, so dass "die 50 % auch zuviel" wurden. Mit grösster Anstrengung habe sie versucht, dieses Arbeitspensum aufrechtzuerhalten. Die Anforderungen im Betrieb seien indessen immer grösser geworden. Ein früherer Antrag auf eine Invalidenrente sei aus Unkenntnis unterblieben; die Anmeldung zum Leistungsbezug sei erst erfolgt, als sich der Gesundheitszustand im Oktober 1996 nochmals wesentlich verschlechtert habe und eine ausserhäusliche Tätigkeit nicht mehr in Frage gekommen sei. Wie bereits eingangs erwähnt, bescheinigte Dr. G._________, der die Beschwerdegegnerin seit ihrem Wohnortswechsel im Juli 1995 behandelt und über die gesamte frühere Krankengeschichte betreffend den Morbus Hodgkin verfügt, wegen der "in Kenntnis der Anamnese verständlich(en)" allgemeinen rascheren Erschöpfbarkeit ab etwa 1981 eine 50 %ige sowie - wegen des zusätzlichen Rückenleidens - ab Oktober 1996 eine vollständige funktionelle Leistungseinbusse als Modeverkäuferin (Arztberichte vom 29. Januar und 28. April 1997). Der frühere Hausarzt Dr. S._________, sandte das ihm zugestellte Arztberichtsformular anfangs November 1996 unausgefüllt zurück, wobei er ausführte, die Versicherte sei weggezogen und er habe (offenbar zuhanden Dr. G._________) seine sämtlichen Unterlagen mitgegeben, weshalb er keine Angaben machen könne. b) Es ist nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle im Verwaltungs- und im erstinstanzlichen Verfahren auf Grund der hievor zitierten glaubwürdigen und nachvollziehbaren Ausführungen der Beschwerdegegnerin sowie der ärztlichen Beurteilung durch Dr. G._________ davon ausging, dass die 360-tägige Wartezeit gemäss altArt. 29 Abs. 1 IVG anfangs Januar 1981 (faktisch: am 6. Januar 1981) zu laufen begonnen hat und am 31. Dezember 1981 ablief, worauf - bei weiterdauernder hälftiger Beeinträchtigung in erwerblicher Hinsicht - die rentenbegründende Invalidität am 1. Januar 1982 eintrat. Der Umstand, dass dabei weitgehend auf (subjektive) Angaben der Versicherten abgestellt wird, ändert angesichts deren kohärenten, sich widerspruchsfrei ins Gesamtbild einfügenden (früheren) Darlegung nichts. Demgegenüber vermögen der von der Beschwerdegegnerin nach Erhalt des Vorbescheids - offenbar im Hinblick auf anderweitige (Sozial-)Versicherungsleistungen - eingenommene Standpunkt und das diesbezügliche Bestätigungsschreiben von Dr. S._________ vom 30. November 1997, worin dieser der Versicherten nunmehr "auf Grund einer telefonischen Aufforderung durch Ihren Ehemann" bestätigte, von 1980 bis 1996 vollständig arbeitsfähig gewesen zu sein, nicht zu überzeugen. Schliesslich sind - in Übereinstimmung mit der Vorinstanz und entgegen der von der IV-Stelle in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vertretenen Auffassung - von zusätzlichen medizinischen Abklärungen keine für die vorliegend zu beantwortende Rechtsfrage wesentlichen neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb derartige Weiterungen unterbleiben können. Nach dem Gesagten erweist sich der von der Verwaltung verfügungsweise auf den 1. Januar 1982 festgesetzte Beginn des materiellrechtlichen Rentenanspruchs als rechtens.