Citation: 6B_587/2017 E. 3.4.3

3.4.3. Weiter moniert der Beschwerdeführer, der Beschwerdegegner 2 habe zum eigentlichen Geschlechtsakt keine genauen Angaben machen können. Insbesondere habe er nicht einmal sagen können, ob der Täter ein Kondom oder Gleitgel verwendet habe. Demgegenüber würden seine eigenen Aussagen als detailarm bezeichnet, obwohl er eine negative Tatsache - das Nichtstattfinden des erzwungenen Geschlechtsverkehrs - offensichtlich nicht detailreich beschreiben könne. Zudem diskriminiere ihn die Vorinstanz aufgrund seiner Homosexualität. Denn seine Lebensweise bringe einen häufigen Wechsel der Sexualpartner mit sich. Häufig bleibe man dabei anonym. Diese Argumentation verfängt nicht. Einzig zutreffend ist, dass der Beschwerdegegner 2 zu gewissen Tatumständen keine Angaben machen konnte. Abgesehen davon schilderte er den Tatablauf, die Örtlichkeiten sowie seine Gefühle jedoch äusserst detailreich. Es kann diesbezüglich auf die vorinstanzlichen Ausführungen verwiesen werden. Hinsichtlich seiner eigenen Aussagen verkennt der Beschwerdeführer, dass ihm nicht vorgeworfen wird, er hätte einen Sachverhalt, von dem er behauptet, dass es nicht stattgefunden habe, detailreich beschreiben müssen. Vielmehr würdigt die Vorinstanz zu seinen Ungunsten, dass er zur fraglichen Nacht, wobei es sich immerhin um eine Silvesternacht handelte, nur sehr wenige Angaben machte. Er könne sich angeblich nicht an den Beschwerdegegner 2 erinnern, obwohl aufgrund der sichergestellten Spermaspuren zweifellos feststehe, dass es zwischen den beiden einen sexuellen Kontakt gegeben habe. Der Beschwerdeführer habe zwar ein solches Zusammentreffen nicht ausgeschlossen, aber mit Verweis auf seine zahlreichen sexuellen Kontakte angeblich keine genaueren Angaben dazu machen können. Inwiefern die Vorinstanz den Beschwerdeführer mit dieser Begründung aufgrund seiner Homosexualität ungerechtfertigt behandelt und gegen das Diskriminierungsverbot verstossen haben soll, ist nicht ersichtlich.