Citation: I 811/05 20.09.2006 E. 3.1

Gestützt auf die medizinischen und wirtschaftlichen Ergebnisse hat das kantonale Gericht festgestellt, der Versicherte weise einen Invaliditätsgrad von 21 % auf, sodass er die Voraussetzungen für die Gewährung einer Umschulung auf eine geeignete Erwerbstätigkeit erfülle. Unter diesen Umständen habe die Verwaltung den Anspruch auf Leistungen abzuklären und es sei des Weiteren zu prüfen, ob der Versicherte Leistungen in Form von Kapitalhilfe beanspruchen könne. Schliesslich erweise sich der rentenabweisende Einspracheentscheid vom 28. Februar 2005 als verfrüht, sodass auch dieser aufzuheben sei. Bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades stützte sich die Vorinstanz auf ein Valideneinkommen von Fr. 65'000.- und - unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzuges von 10 % - ein Invalideneinkommen von Fr. 51'307.30. 3.2 Demgegenüber macht die IV-Stelle in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend, im vom kantonalen Gericht zur Berechnung des Invaliditätsgrades zu Grunde gelegten Valideneinkommen seien für das Jahr 2002 Kinderzulagen in der Höhe von Fr. 3'920.- enthalten. Diese seien nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung indessen in Abzug zu bringen, was zu einem Invaliditätsgrad von lediglich gerundet 16 % führe, sodass der für die Prüfung des Umschulungsanspruchs erforderliche Mindestinvaliditätsgrad von 20 % nicht gegeben sei. 3.3 In seiner Vernehmlassung zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde wendet der Beschwerdegegner dagegen ein, die IV-Stelle selber habe in ihrer Verfügung vom 11. Januar 2005 festgehalten, ihre Abklärungen hätten ergeben, dass er als selbstständiger Chauffeur ohne Invalidität ein Jahreseinkommen von Fr. 65'000.- verdienen könnte. Da die Verwaltung ihre Verfügung schon im Einspracheverfahren hätte korrigieren können, habe sie in formeller Hinsicht für den dadurch entstehenden Mehraufwand aufzukommen und die unnötigen Parteikosten zu tragen. In materieller Hinsicht müsse festgestellt werden, dass das Valideneinkommen im vorliegenden Fall nicht zuverlässig ermittelt werden könne, sodass dafür die Ergebnisse der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) heranzuziehen seien. In Anwendung des Tabellenlohnes und unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 10 % ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 24 %. Unter Würdigung der gesamten Umstände rechtfertige sich jedoch die Gewährung eines 15 %igen Abzugs. Der für eine Umschulung erforderliche Mindestinvaliditätsgrad von etwa 20 % wäre somit selbst dann erreicht, wenn man dem Valideneinkommen von Fr. 63'509.- (per 2003) das hypothetische Invalideneinkommen von Fr. 49'083.- gegenüberstellen würde. Stellte man schliesslich dem genannten Valideneinkommen ein Invalideneinkommen von Fr. 51'971.- gegenüber, würde sich daraus ein Invaliditätsgrad von 18 % ergeben, welcher nach zürcherischer Rechtsprechung immer noch Anspruch auf eine Umschulung begründe. Zudem sei zu beachten, dass im Rahmen der vorzunehmenden Prognose unter Berücksichtigung der gesamten Umstände nicht nur der Gesichtspunkt der Verdienstmöglichkeiten, sondern auch die für die künftige Einkommensentwicklung ebenfalls bedeutsamen qualitativen Stellenwerte der beiden zu vergleichenden Berufe mitzuberücksichtigen seien. Anspruch auf eine Umschulung habe der Versicherte auch schon deshalb, weil bei der Abklärung der konkreten Umstände zu beachten sei, dass das berufliche Fortkommen und damit die Erwerbsaussichten als Hilfsarbeiter mittel- bis längerfristig betrachtet nicht im gleichen Masse gewährleistet seien wie im angestammten Beruf.