Citation: 4A_205/2019 E. A

B.________ (Klägerin, Verfahrensbeteiligte) und A.________ (Beklagte, Beschwerdeführerin) lernten sich im Jahr 1997 in der C.________-Gemeinde in U.________ kennen, von der sich im Verlaufe der Zeit einzelne Mitglieder abspalteten. Die Gruppe traf sich ab 2007 als Verein D.________ regelmässig zum Bibelstudium, zunächst an wechselnden Örtlichkeiten, später in eigens gemieteten Räumlichkeiten in V.________. Die Klägerin war bis 2009 aktives Mitglied des Vereins, welchem die Beklagte vorstand. Im Jahr 2010 löste sich der Verein auf. Die Klägerin stellte am 2. Dezember 2011 Strafantrag gegen die Beklagte wegen Tätlichkeiten, Drohung und Körperverletzung. Das Untersuchungsamt Gossau erliess am 5. April 2016 einen Strafbefehl. Demnach soll die Beklagte die Klägerin in Kenntnis, dass diese sich ihr gegenüber in einer psychischen Abhängigkeit befinde, dazu genötigt haben, eine Einzelfirma zu gründen und sich per 1. Mai 2009 ihre Freizügigkeitsgelder in der Höhe von Fr. 94'600.-- auszahlen zu lassen. Diese Summe habe die Klägerin auf das Geschäftskonto der von E.________, ebenfalls Vereinsmitglied, geführten F.________ GmbH überwiesen. E.________ habe das Geld umgehend an die Beklagte weitergeleitet. Die Beklagte wurde im Strafbefehl, der unangefochten in Rechtskraft erwuchs, der Nötigung gemäss Art. 181 StGB schuldig erklärt und zu einer bedingt aufgeschobenen Geldstrafe verurteilt.