Citation: 8C_265/2009 05.10.2009 E. 5

5.1 Das Bundesgericht hat in BGE 134 V 109 erkannt, dass der Unfallversicherer den Fall gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung in dem Zeitpunkt abzuschliessen hat, in welchem von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes des Versicherten mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (BGE 134 V 109 E. 3 und 4 S. 112 ff.). Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Dabei verdeutlicht die Verwendung des Begriffes "namhaft" durch den Gesetzgeber, dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen nicht (E. 4.3 S. 115). 5.2 Wie das kantonale Gericht zutreffend erwogen hat, ergibt sich aus den vorliegenden medizinischen Akten übereinstimmend, dass mit therapeutischen Massnahmen keine Steigerung der Arbeitsfähigkeit mehr erreicht werden kann. Daran vermag auch die Stellungnahme des behandelnden Arztes Dr. med. B._________ vom 9. April 2007, wonach dem Versicherten eine Pflegebedürftigkeit drohe, wenn er nicht mindestens einmal pro Woche angehalten werde, die lädierten Glieder zu bewegen und zu belasten, nichts zu ändern. Der noch im Frühjahr 2006 geplante Aufenthalt in der Orthopädischen Klinik B.________ wurde vom Hausarzt als nicht mehr sinnvoll erachtet, nachdem eine Untersuchung mittels Magnetresonanztomographie (MRI) ergeben hatte, dass die Kreuzbänder intakt seien. 5.3 Des Weiteren kann sich der in Art. 19 Abs. 1 UVG vorbehaltene Abschluss allfälliger Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung, soweit es um berufliche Massnahmen geht, rechtsprechungsgemäss nur auf Vorkehren beziehen, welche geeignet sind, den der Invalidenrente der Unfallversicherung zu Grunde zu legenden Invaliditätsgrad zu beeinflussen (Urteil U 90/01 vom 21. Oktober 2002 E. 2.3). Dies ist hier indessen nicht der Fall, nachdem dem Versicherten eine leidensangepasste Tätigkeit vollzeitlich zuzumuten ist. Im Übrigen ist anzumerken, dass sich die SUVA bemüht hat, dem Beschwerdeführer eine Stelle zu vermitteln. 5.4 Damit hat die SUVA den Fall zu Recht per Ende März 2007 abgeschlossen. Es bestehen auch keine Anhaltspunkte dafür, dass sich der Gesundheitszustand nach der kreisärztlichen Untersuchung im Juli 2006 bis zu dem für die richterliche Überprüfungsbefugnis massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheides (BGE 129 V 167 E. 1 S. 169) verschlechtert hätte. Damit erübrigen sich weitere medizinische Abklärungen. 5.5 Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang noch, dass die prospektive Festsetzung der Arbeitsfähigkeit rechtsprechungsgemäss zulässig ist. Sie wäre einer Überprüfung ex post zugänglich, wobei im Einsprache- und Beschwerdeverfahren insbesondere geltend gemacht werden könnte, die Prognose habe sich aufgrund der tatsächlichen Entwicklung als falsch erwiesen (RKUV 2005 Nr. U 560 S. 398, U 3/04 E. 2.2). Diese Frage hätte sich allenfalls stellen können, wenn der Beschwerdeführer tatsächlich eine Stelle angetreten hätte, was er jedoch - zumindest bis zum in zeitlicher Hinsicht massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheides - nicht getan hat. Er begründet seinen Einwand, seine Restarbeitsfähigkeit nicht im geforderten Umfang verwerten zu können, mit seinen Schmerzen. Diese wurden jedoch schon von Dr. med. W.________ erwähnt, wobei er den Einsatz von Medikamenten nach Bedarf als genügend erachtete. Sollte der Beschwerdeführer in einer konkreten neuen Arbeitssituation in der Tat nicht vollzeitlich arbeitsfähig sein, stünde es ihm frei, dannzumal bei der SUVA ein Revisionsbegehren im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG einzureichen. 5.6 Da der Beschwerdeführer den Bericht von SUVA-Kreisarzt Dr. med. W.________ vom 20. Juli 2006 abgesehen von den bereits entkräfteten Einwänden nicht weiter beanstandet und auch keine Anhaltspunkte für eine Unrichtigkeit seiner Einschätzung bestehen, ist mit der Vorinstanz auch bezüglich der Arbeitsfähigkeit darauf abzustellen.