Citation: 7B.161/2001 02.08.2001 E. 3

3.- Der Schuldner ist grundsätzlich an seinem Wohnsitz zu betreiben (Art. 46 Abs. 1 SchKG). Schuldner, die keinen festen Wohnsitz haben, können da betrieben werden, wo sie sich aufhalten (Art. 48 SchKG). Diese Regeln gelten auch für die Betreibung auf Konkurs (BGE 119 III 51 E. 2c S. 53 mit Hinweisen). a) Das Obergericht hält fest, der Beschwerdeführer bestreite, soweit ersichtlich, nicht ausdrücklich, dass er keinen festen Wohnsitz habe, wohl aber, dass er in A.________ wohne. Er verfüge offensichtlich über verschiedene Domizile, an denen er sich wechselnd aufzuhalten pflege. Nach dem von ihm eingereichten Ausländerausweis des Kantons Wallis solle er im Hotel V.________ in K.________ wohnen. Indessen sei offensichtlich, dass er sich auch dort nicht mit der Absicht dauernden Verbleibens aufhalte und er diesen Ort nicht zum Mittelpunkt seiner persönlichen Lebensbeziehungen und Interessen gemacht habe. Das gehe schon daraus hervor, dass er offenbar in einem Hotel residiere. Sodann gebe der Beschwerdeführer als Zustelladresse die in K.________ domizilierte X.________ AG an. Im erwähnten Ausländerausweis sei als Aufenthaltszweck angegeben, dass er bei dieser Gesellschaft als Arzt tätig sei. Die Vorinstanz weist ferner darauf hin, dass der Beschwerdeführer nach seinen eigenen Angaben weitere Wohnungen in C.________ besitzen solle, wo er sich gelegentlich ebenfalls aufhalte. Mit einem Schreiben vom 1. September 2000 habe er sodann das Postamt in A.________ angewiesen, künftig keine an ihn persönlich gerichtete Post mehr anzunehmen, sondern diese an seine Adresse in E.________ weiterzuleiten. Bei der gleichen Gelegenheit habe er ausdrücklich erklärt, dass er die Ferienwohnung in A._______ auf den 1. April 2000 aufgegeben habe und nicht in A.________ gemeldet sei. Daraus lasse sich immerhin folgern, dass er eine Zeit lang an der genannten Adresse logiert haben dürfte. Eine zeitweilige Residenz befinde sich offenbar an der Adresse in E.________. Schliesslich gebe der Beschwerdeführer an, dass er sich ausserdem auch in Tschechien aufhalte, wo er jeweils bei einem Geschäftspartner in F.________ wohne, und dass er in China an einer Universität eine Professur bekleide und als Geschäftsführer eines Unternehmens wirke, so dass er sich während einer gewissen Zeit auch in jenem Land aufhalten dürfte. Der Beschwerdeführer habe in seiner Eingabe vom 28. November 2000 denn auch eingeräumt, dass er sich auf Grund seiner "globalen Tätigkeiten im Bereich Medizin und Pharma ... an unterschiedlichen Adressen aufgehalten habe und aufhalten werde". Auf Grund dieser tatsächlichen Darlegungen hält das Obergericht dafür, der Beschwerdeführer habe weder in der Schweiz noch im Ausland einen festen Wohnsitz. Er habe deshalb an seinem Aufenthaltsort betrieben werden können, und da er nicht bestreite, sich im Zeitpunkt der Zustellung der Konkursandrohung in A.________ aufgehalten zu haben, sei die vom Betreibungsamt A.________ vorgenommene Betreibungshandlung nicht zu beanstanden. b) Feststellungen der kantonalen Aufsichtsbehörden zu den tatsächlichen Gegebenheiten sind für die erkennende Kammer verbindlich, es sei denn, sie seien unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zustande gekommen oder beruhten auf einem offensichtlichen Versehen (vgl. Art. 63 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 81 OG). Derartige Mängel sind hier nicht dargetan. Umgekehrt sind neue tatsächliche Ausführungen, zu deren Vorbringen schon im kantonalen Verfahren Gelegenheit und Anlass bestanden hätte und die im angefochtenen Entscheid keine Stütze finden, unbeachtlich (Art. 79 Abs. 1 zweiter Satz OG). Der Beschwerdeführer erklärt, dass sich aus Unterlagen ("Mietvertrag etc. "), die dem Obergericht vorgelegen hätten, allenfalls ein Nachweis für einen festen Wohnsitz (in K._______) ergäben. Dass die Vorinstanz in Verletzung des auch im Beschwerdeverfahren zu beachtenden Art. 8 ZGB (dazu BGE 119 III 103 E. 1 S. 104 mit Hinweisen) von ihm anerbotene Beweise zu Unrecht nicht abgenommen hätte, ist mit diesem nicht näher substantiierten Vorbringen nicht dargetan. Die Ausführungen des Beschwerdeführers erschöpfen sich im Übrigen in einer unzulässigen Kritik an der Würdigung der tatsächlichen Verhältnisse durch das Obergericht. Das gilt insbesondere für die Erklärung, dieses gehe zu Unrecht davon aus, er wohne in einem Hotel; das Hotel V.________ werde heute nicht mehr als solches betrieben, sondern sei in ein Gebäude umgestaltet worden, in dem sich Gewerberäume und Appartements befänden. Neu und auch aus diesem Grund unbeachtlich ist der Hinweis des Beschwerdeführers, er sei Mitbegründer der Europäischen Gesellschaft für ... mit Sitz in K.________. Abgesehen davon, wären angesichts der (übrigen) tatsächlichen Feststellungen im angefochtenen Entscheid weder dieser Hinweis noch die Ausführungen zu den Unterkunftsverhältnissen in K.________ geeignet, die Auffassung des Obergerichts, der Beschwerdeführer habe dort keinen festen Wohnsitz begründet, als bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen. Dass die Annahme der Vorinstanz, A.________ sei für ihn als Aufenthaltsort im Sinne von Art. 48 SchKG zu qualifizieren, gegen Bundesrecht verstosse (vgl. Art. 79 Abs. 1 erster Satz OG), macht der Beschwerdeführer nicht geltend.