Citation: 1C_586/2022 E. 4.3.3

4.3.3. Die Vorinstanz durfte ausserdem in willkürfreier Beweiswürdigung zum Schluss kommen, dass auch im anschliessenden Verzicht auf eine Zweitoperation keine Sorgfaltspflichtverletzung zu erblicken sei. Nach der Auffassung des Beschwerdeführers soll eine Heilung aufgrund der intraoperativ verursachten Fraktur und der angeblich zu kleinen Prothese ohne Korrekturoperation von vornherein ausgeschlossen gewesen sein. Dies lässt sich allerdings entgegen seinem Vorbringen weder den Ausführungen von Dr. D.________ noch dem von ihm zitierten orthopädischen Lehrbuch entnehmen. Dass die vom Beschwerdeführer eingeholte Zweitmeinung von Dr. D.________ eine Reoperation vorgeschlagen habe, ist - wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat - noch nicht gleichbedeutend damit, dass das von Dr. B.________ gewählte (konservative) Vorgehen mit einem Fokus auf die Physiotherapie nach dem allgemeinen fachlichen Wissensstand nicht mehr vertretbar erschien. Damit verfängt auch der Einwand des Beschwerdeführers nicht, wonach die nutzlose und schmerzhafte Physiotherapie und Rehabilitation eine (weitere) Körperverletzung darstelle. Deshalb ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz offengelassen hat, ob und inwiefern der Beschwerdeführer im Nachgang zur Operation vom 4. Mai 2018 über Alternativen zur konservativen Vorgehensweise informiert worden ist.