Citation: 6B_1045/2015 E. A

X.________ wird gemäss Anklage zusammengefasst vorgeworfen, seine frühere Arbeitgeberin A.________ AG dadurch geschädigt zu haben, dass er als Geschäftsführer zwischen Januar 2001 und November 2010 immer wieder Zahlungen von Kunden privat einkassiert habe, indem er Barbeträge an sich genommen oder Einzahlungen auf seine privaten Konten veranlasst habe. Weiter habe er sich im Mai 2002 eine Steuerrückvergütung zugunsten der Vorgängerfirma seiner Arbeitgeberin bei der Post auszahlen lassen und für eigene Zwecke verwendet. Zwischen März 2003 und März 2010 habe X.________ seiner Arbeitgeberin in zahlreichen Fällen vorgetäuscht, bereits bezahlte Sprachkurse seien annulliert oder abgebrochen worden, und den entsprechenden Kunden würde ein Teil der Kurskosten zurückerstattet. Tatsächlich habe er die entsprechenden Beträge aber auf seine privaten Konten, an seine privaten Gläubiger, an Gläubiger der B.________ oder an andere ihm nahestehende Personen auszahlen lassen. Weiter habe X.________ als Verantwortlicher für die Internet-Werbung von seiner Arbeitgeberin zwischen September 2003 und Oktober 2010 überhöhte Beträge für die im Internet aufgeschaltete Werbung einkassiert, indem er ihr unwahre Abrechnungen über die von ihm mit seiner privaten Kreditkarte (angeblich) bezahlten Werbekosten vorgelegt habe. Zwischen Ende 2004 und Mitte 2010 habe X.________ zahlreiche Reisegutscheine auf Rechnung seiner Arbeitgeberin bestellt und ihr vorgespiegelt, diese würden an Schüler oder Dritte ausgehändigt, die die Schule weiterempfohlen und so neue Kunden gebracht hätten. In Wirklichkeit habe er die Reisegutscheine für sich selbst verwendet. Im Jahr 2006 habe X.________ seinem Zahnarzt die Teilnahme an einem Englischkurs ermöglicht, wobei die Kurskosten mit ausstehenden respektive künftig anfallenden Behandlungskosten seiner Familie verrechnet worden seien. Am 8. September 2008 habe X.________ einen von einer Lehrerin abgelieferten Betrag für an die Schüler abgegebene Lehrmittel an sich genommen und persönlich verwendet. Schliesslich habe X.________ Ende September/Anfang November 2010 wiederum versucht, sich den ausstehenden Betrag für einen von einem Kunden gebuchten Kurs auf sein Privatkonto bezahlen zu lassen. Der Kunde habe indes bemerkt, dass der der Rechnung beigelegte Einzahlungsschein nicht auf das Lerninstitut lautete und sich an den Verwaltungsrat gewandt.