Citation: 2C_5/2024 E. 1.2

1.2. Die Beschwerdeführer rügen unter anderem eine Verletzung von Art. 8 EMRK (Recht auf Achtung des Familienlebens) in Bezug auf die Beziehung des Beschwerdeführers 1 zu seiner minderjährigen und in der Schweiz anwesenheitsberechtigten Tochter. Diese ist während des bundesgerichtlichen Verfahrens volljährig geworden. Im Anwendungsbereich von Art. 8 EMRK ist grundsätzlich das Alter des Kindes im Zeitpunkt des Bundesgerichtsurteils entscheidend (vgl. BGE 145 I 227 E. 3.1 und E. 6.7; 2C_223/2021 vom 26. Juli 2021 E. 1.2.2). Das Bundesgericht hat bisher offen gelassen, inwieweit dies auch in einer Konstellation wie der vorliegenden gilt, in der das betroffene Kind nach der Erhebung der bundesgerichtlichen Beschwerde, aber vor dem Urteilszeitpunkt volljährig wird (BGE 145 I 227 E. 6.8 in fine m.H.). Ob sich der Beschwerdeführer 1 vor diesem Hintergrund in Bezug auf die Beziehung zu seiner jüngeren Tochter in vertretbarer Weise auf Art. 8 EMRK berufen kann, muss indes nicht abschliessend beurteilt werden, da die Rüge einer Verletzung von Art. 8 EMRK unbegründet ist (s. nachstehende E. 8.3).