Citation: 5A_489/2010 06.12.2010 E. 4.4

4.4.1 Das Obergericht ist wie ausgeführt (E. 3.2 oben) bei der Frage des Inhalts und Umfangs des Wegrechts in Anwendung von Art. 738 ZGB zum Ergebnis gelangt, das Wegrecht habe sich nur auf die Y.________strasse bezogen, nicht aber auf den damaligen Weg, der über das heutige Grundstück Nr. 1096 der Beschwerdegegner zum See hinab führt. Dieses Auslegungsergebnis wird von den Beschwerdeführern in ihrer Beschwerde nicht thematisiert und nicht bestritten. Es wäre denn auch nicht zu beanstanden (zur restriktiven Auslegung von Dienstbarkeiten vgl. BGE 113 II 506 E. 8b S. 512). 4.4.2 Ist damit der Inhalt des Wegrechts durch Auslegung gestützt auf den Begründungsakt bestimmt, ergibt sich daraus auch der Begründungszweck: Das Wegrecht bezweckt einzig die Zufahrt zum Herrschaftshaus (über die Y.________strasse). 4.5 Das von den Beschwerdeführern in ihrer Beschwerde geltend gemachte Interesse am fraglichen Wegrecht ist mit dem ursprünglichen Zweck nicht identisch. Das im Jahr 1951 begründete Fuss- und Fahrwegrecht bezweckt wie erwähnt die Zufahrt und damit die Erschliessung des Herrschaftshauses. Hingegen geht es nicht darum, in die Nähe des Sees zu gelangen. Damit ist das von den Beschwerdeführern geltend gemachte Interesse von vornherein nicht dazu geeignet, eine Verletzung von Art. 736 Abs. 1 ZGB durch das Obergericht darzulegen.