Citation: 6B_221/2022 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz begründet eingehend, weshalb sie davon ausgeht, dass die Voraussetzungen von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG erfüllt sind. Das Argument der Verteidigung, die Abgaben seien an Konsumenten erfolgt, die das Kokain zum Eigenkonsum gekauft hätten, weshalb der Beschwerdeführer nicht die Gesundheit vieler Menschen gefährdet habe, entkräftet sie überzeugend mit dem Hinweis, dass er weder gewusst noch die Kontrolle darüber gehabt habe, ob seine Abnehmer das Kokain selbst konsumieren würden. Insbesondere sei zu berücksichtigen, dass er an B.________ innert weniger Tage 34.9 Gramm Kokain abgegeben habe, was dessen Eigenbedarf offenkundig bei Weitem überstiegen habe und nicht alleine zu dessen Eigenkonsum habe erfolgt sein können. Entgegen der Verteidigung habe er somit eine Weitergabe an Dritte keineswegs ausschliessen können. Sie schliesst, angesichts der Schwelle von 18 Gramm Kokain gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sei die Handlung des Beschwerdeführers mit dem Verkauf von 34.9 Gramm an einen einzigen Abnehmer innert weniger Tage geeignet gewesen, die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr zu bringen. Die übrigen 10.2 Gramm Kokain, welche der Beschwerdeführer an weitere Abnehmer abgegeben habe, hätten diese Gesundheitsgefährdung noch vergrössert.