Citation: 1C_303/2022 E. 3.1

3.1. Dies wurde vorliegend vom Kantonsgericht bejaht. Es qualifizierte den Wechsel von einem traditionellen kleingewerblichen Sägereibetrieb zu einem in der Gebäudetechnik tätigen Betrieb als vollständige Zweckänderung. Eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24c RPG, der nur teilweise Änderungen gestatte, sei daher von vornherein ausgeschlossen. Auch eine Ausnahmebewilligung nach den vom Beschwerdeführer angerufenen Art. 24a und 37a RPG falle von vornherein ausser Betracht, da wesentliche neue Auswirkungen auf den Raum entstünden. Schliesslich komme auch keine Bewilligung nach Art. 24d Abs. 2 RPG in Betracht: Das Amt für Kulturgüter habe das vom Beschwerdeführer am 20. November 2009 eingereichte Vorprüfungsgesuch negativ beurteilt, insbesondere weil der Schutzzweck durch die Demontage der Maschinerie verloren ginge und das Gebäude ohne die vorhandenen Einrichtungen nicht als schutzwürdig eingestuft worden wäre. Dies gelte nicht nur für den damals geplanten Umbau, sondern auch bei der vorgesehenen Nutzungsänderung. Dass die geschützten Einrichtungen nicht mehr vorhanden seien, dürfe dem Beschwerdeführer nicht zum Vorteil gereichen: Deren Entfernung sei widerrechtlich gewesen (vgl. Art. 23 Abs. 1 des Gesetzes vom 7. November 1991 über den Schutz der Kulturgüter [KGSG; SGF 482.1]). Dabei könne offenbleiben, ob die Entfernung durch den Beschwerdeführer selbst oder dessen (zwischenzeitlich verstorbenen) Grossvater erfolgt sei, weil sich der Beschwerdeführer den bösen Glauben seines Grossvaters anrechnen lassen müsse (mit Hinweis auf Urteil 1C_533/2015 vom 6. Januar 2016 E. 3.4).