Citation: H 292/01 18.06.2002 E. 3

3.- a) In seiner Beschwerde an das kantonale Gericht machte der Versicherte geltend, dass er für seine Arbeitgeberin, die A.________ AG, als vom Verwaltungsrat Beauftragter nebenamtlich Arbeiten im Stundenaufwand erledigt habe. Die sich inzwischen in Liquidation befindliche Firma habe die überwiesene und von ihm versteuerte Akontozahlung wieder entwendet. Dieser Betrag sei von zwei anderen Verwaltungsräten so verbucht worden, dass die Gesellschaft die AHV-Beiträge darauf bezahlen müsse. Mit Replik vom 3. September 2000 hält er fest, die A.________ AG müsse für die von ihm verlangten Beiträge aufkommen. Bei den von ihm im Stundenaufwand erledigten Arbeiten handle es sich um Verwaltungsaufgaben, welche er notfallmässig habe übernehmen müssen und die bis anhin von S.________ erledigt worden seien. Für diese Arbeiten habe zuvor immer die Gesellschaft die AHV-Beiträge abgerechnet und bezahlt. Gemäss Auskunft der mit der Liquidation betrauten Treuhandfirma sei die fragliche Zahlung an ihn nicht abgerechnet worden, weil es sich dabei um eine Akontozahlung gehandelt habe, welche erst mit Genehmigung durch die Gesellschaft definitiv werde. b) Auf Grund der Verbindlichkeit der Steuermeldung ist nicht zu prüfen, ob das gemeldete Einkommen tatsächlich realisiert wurde, nachdem sich aus den Akten keine Hinweise ergeben, die die Höhe des gemeldeten Einkommens und Eigenkapitals als offensichtlich falsch erscheinen liessen. Streitig ist hingegen, ob das erzielte Einkommen aus selbstständigem oder unselbstständigem Erwerb stammt. Denn entgegen der von der Ausgleichskasse in ihrer Vernehmlassung geäusserten Ansicht ist die Steuermeldung bezüglich dieser Qualifikation für die Ausgleichskasse nicht massgebend. Vielmehr ist es gerade deren Aufgabe, zu entscheiden, ob beitragspflichtiges Einkommen aus selbstständigem Erwerb vorliegt oder ob es sich beim gemeldeten Einkommen um massgebenden Lohn handelt. c) Der Versicherte meldete sich mit Fragebogen vom 12. Juli 1998 als Selbstständigerwerbender bei der Ausgleichskasse zur Erfassung an. Er sei bis Ende Januar 1996 bei der U.________ AG angestellt und nur von 31. Januar bis 18. Juli 1996 selbstständig erwerbstätig gewesen; von 18. Juli bis 31. Dezember 1996 habe er Ersatzeinkommen (in Form von Arbeitslosenentschädigung) bezogen. In den Akten findet sich ein Schreiben der Zweigstelle Zürich vom 22. August 1995, gemäss welchem die dem Versicherten am 18. Juli 1995 in Rechnung gestellten Verzugszinsen storniert wurden. Daraus folgt, dass weder der Vorinstanz noch dem Eidgenössischen Versicherungsgericht sämtliche Akten bezüglich seiner Erfassung als Selbstständigerwerbendem vorliegen. Gemäss Steuermeldung vom 31. März 1999, auf welche sich die Ausgleichskasse bei ihrer Verfügung vom 19. Oktober 1999 stützt, hat der Beschwerdeführer 1995 und 1996 Einkommen aus selbstständigem Erwerb erzielt. Bezüglich 1995 hat die Ausgleichskasse auf der Meldung vermerkt, es handle sich hierbei um massgebenden Lohn. Zudem bestehen die der umstrittenen Verfügung zugrunde gelegten Einnahmen aus lediglich zwei Arbeiten, wobei zumindest eine für die A.________ AG ausgeführt wurde. Abgesehen davon ergibt sich aus dem Fragebogen vom 12. Juli 1998, dass der Beschwerdeführer kein Personal beschäftigte, sein Büro von zu Hause aus betrieb und keine grösseren Investitionen in eine Infrastruktur getätigt hatte. Nach dem Gesagten gab es genügend Anhaltspunkte, die eine genauere Überprüfung des Einkommens aufgedrängt hätten. Daran vermag auch der Einwand der Ausgleichskasse nichts zu ändern, der Versicherte verhalte sich rechtsmissbräuchlich, wenn er einerseits das angeblich aus unselbstständigem Erwerb stammende Einkommen nicht in seiner Eigenschaft als Verwaltungsrat der Arbeitgeberin melde und andererseits diese Einnahmen nicht als Selbstständigerwerbender abrechnen wolle. Denn die Qualifikation als beitragspflichtiges Einkommen aus selbstständigem Erwerb oder als massgebender Lohn ist Aufgabe der Ausgleichskasse. Zudem wäre das Verhalten des Versicherten allenfalls im Rahmen von Art. 52 AHVG von Bedeutung. d) Nachdem der entsprechende Einwand des Beschwerdeführers im kantonalen Verfahren rechtsgenüglich vorgebracht, vom Gericht hingegen nicht geprüft wurde, ist die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie über die Beschwerde vom 19. November 1999, allenfalls nach erfolgten weiteren Abklärungen, neu entscheide.