Citation: M 15/05 22.08.2006 E. 1

1.1 Das kantonale Gericht hat mit Blick auf die im Streit liegende revisionsweise Erhöhung der Integritätsschadenrente (Art. 48 ff. MVG) die Bestimmungen zu den Anspruchsvoraussetzungen (Art. 48 Abs. 1 MVG in der hier anwendbaren, bis Ende 2003 gültig gewesenen Fassung [vgl. zu den in zeitlicher Hinsicht massgebenden Rechtssätzen BGE 130 V 447 Erw. 1.2.1, 129 V 4 Erw. 1.2, je mit Hinweisen]), zum Anspruchsbeginn (Art. 48 Abs. 2 MVG), zu den Bemessungsgrundsätzen (Art. 49 MVG) und zur Revision (Art. 50 MVG) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. 1.2 Ergänzend ist auf BGE 117 V 76 Erw. 3a/bb/aaa hinzuweisen, wonach ein Integritätsschaden grundsätzlich dann Anspruch auf eine Rente der Militärversicherung gibt, wenn der Versicherte objektiverweise im Lebensgenuss erheblich eingeschränkt ist. Anspruchsbegründend ist nicht die Gesundheitsschädigung als solche, sondern die daraus resultierende Beeinträchtigung in den Lebensfunktionen und im Lebensgenuss (Jürg Maeschi, Kommentar zum Bundesgesetz über die Militärversicherung [MVG] vom 19. Juni 1992, Bern 2000, N 2 zu Art. 48-50 [Vorbemerkungen] mit Hinweis), wobei subjektiven Präferenzen des Versicherten nicht Rechnung getragen werden kann (Maeschi, a.a.O., N 14 zu Art. 49). Richtet sich der versicherte Integritätsschaden nach den konkreten Auswirkungen der Gesundheitsschädigung auf die betroffene Person, so können diese Auswirkungen je nach den Umständen geringer oder auch schwerwiegender sein, als allein auf Grund des medizinischen Sachverhalts anzunehmen ist (Jürg Maeschi, Die Abgeltung von Integritätsschäden in der Militärversicherung, in: SZS 1997 S. 177-206, S. 181; vgl. BGE 117 V 77). 1.3 Anzufügen bleibt, dass der Versicherte nach Art. 18 Abs. 1 MVG (in der hier anwendbaren, bis 31. Dezember 2002 gültig gewesenen Fassung; vgl. dazu den seit 1. Januar in Kraft stehenden Art. 21 Abs. 4 ATSG) verpflichtet war, alle zumutbaren medizinischen Massnahmen vornehmen zu lassen und die Weisungen der Militärversicherung, des behandelnden Arztes, der Anstaltsleitung sowie des Pflegepersonals zu befolgen. Diese Behandlungspflicht ist Ausdruck eines allgemeinen Rechtsgrundsatzes des Sozialversicherungsrechts, wonach der Versicherte alles ihm Zumutbare zu unternehmen hat, um die Folgen der eingetretenen Gesundheitsschädigung zu mildern (vgl. dazu BGE 123 V 233 Erw. 3c, 117 V 278 Erw. 2b, je mit Hinweisen; SVR 2004 AHV Nr. 19 S. 62 Erw. 1.3, AHI 2001 S. 282 f. Erw. 5a/aa; vgl. auch Maeschi, a.a.O., N 9 zu Art. 18 mit Hinweisen).