Citation: 5C.120/2006 08.09.2006 E. 3

3.1 Die Beklagte bringt vor, die Klägerin habe eine Schenkungspauliana (im Sinne von Art. 286 SchKG) geltend gemacht, aber nicht substantiiert. Indem die kantonalen Instanzen die Klage gestützt auf Art. 288 SchKG (Absichtsanfechtung) gutgeheissen hätten, hätten sie den Grundsatz "iura novit curia" missachtet, da dieser die klagende Partei nicht von ihrer Behauptungslast befreie. Hier sei die Absicht einer Gläubigerschädigung von der Klägerin nicht substantiiert behauptet worden und eine solche habe von ihr entsprechend auch nicht bestritten werden können. Das angefochtene Urteil sei auf Grund eines von der Klägerin nicht behaupteten Sachverhalts ergangen und verstosse damit gegen das System der getrennten Anfechtungstatbestände des geltenden SchKG und der entsprechend verteilten Beweislast. Die Anfechtungstatbestände dürften vom Gericht nicht von Amtes wegen angewendet werden.