Citation: 1P.433/2003 01.10.2003 E. 2

Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss eine staatsrechtliche Beschwerde die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. Im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren prüft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene Rügen. Auf unbegründete Rügen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (BGE 127 I 38 E. 3c mit Hinweisen). 2.1 Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung von Art. 13, 26 und 29 BV sowie von Art. 8 und 13 EMRK. Sie legt jedoch nicht dar, und dies ist auch nicht ersichtlich, inwiefern der angefochtene Nichteintretensentscheid betreffend Nichteröffnung der Strafverfolgung die genannten Verfassungs- und Konventionsbestimmungen verletzt haben sollte. Insoweit ist auf die staatsrechtliche Beschwerde nicht einzutreten. 2.2 Die Beschwerdeführerin beanstandet den Nichteintretensentscheid als willkürlich. Sie beruft sich dabei nicht auf die von der Anklagekammer angewandte Bestimmung von Art. 47 StrV. Sie macht einzig geltend, die Anklagekammer sei fälschlicherweise davon ausgegangen, dass sie durch die angezeigte Handlung nicht unmittelbar in ihren eigenen rechtlich geschützten Interessen verletzt worden sei. Sie müsse entgegen der Auffassung der Anklagekammer auch als Geheimnisherr betrachtet werden. Ob die Beschwerde insoweit den Begründungsanforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG zu genügen vermag, kann offen bleiben, da sich die Rüge, sie sei im kantonalen Verfahren in willkürlicher Anwendung von Art. 47 StrV nicht als Privatklägerin anerkannt und dadurch von ihrem Rekursrecht ausgeschlossen worden, als offensichtlich unbegründet erweist. Die von der Beschwerdeführerin beanstandete Weitergabe der Patientennamen betrifft das Arzt- Patientenverhältnis, welches zum Schutz des Patienten grundsätzlich dem Arztgeheimnis untersteht (vgl. Art. 321 StGB). In ihrer Eingabe vom 8. Juli 2003 geht die Beschwerdeführerin selbst davon aus, dass die behauptete "Amtsgeheimnisverletzung gegenüber den Patienten" erfolgt sei. Unter dem Willkürgesichtspunkt ist es deshalb nicht zu beanstanden, dass die Anklagekammer davon ausging, dass vorliegend allenfalls einzig die Patienten und nicht auch die Beschwerdeführerin als deren Ärztin unmittelbar in eigenen rechtlich geschützten Interessen im Sinne von Art. 47 StrV verletzt wurden.