Citation: 6B_57/2021 E. A

Am 30. April 2010, 23. Juli 2011 und am 8. August 2013 nahm B.________ insgesamt drei Darlehen in Höhe von Fr. 60'000.--, Fr. 98'000.-- und EUR 9'800.-- bei A.________ auf. Für das Darlehen vom 30. April 2010 wurde erst zum Zeitpunkt des Abschlusses des zweiten Darlehensvertrags am 23. Juli 2011 eine (auf den 30. April 2010 zurückdatierte) schriftliche Vereinbarung aufgesetzt. Diese statuierte als Darlehenszweck die Gründung einer Investmentfirma in U.________. In derselben Ziffer wurde festgehalten, dass das Darlehen zweckgebunden sei und an den Finanzmärkten investiert werde (Ziff. I). Das Darlehen sei jährlich nach den erwirtschafteten Erfolgen an den Finanzmärkten zu verzinsen, wobei die Verzinsung die Marke von 10 % nicht unterschreiten solle (Ziff. III). Der zweite Darlehensvertrag sah als Zweck die Gründung einer Investmentfirma in U.________ ab dem 23. Juli 2011 vor. Bis zur Gründung dieser Firma für Oktober 2011 sei der Darlehensbetrag in bar in einem Bankschliessfach zu deponieren (Ziff. I). Überdies sei das Darlehen jährlich nach den erwirtschafteten Erfolgen an den Finanzmärkten zu verzinsen (Ziff. III). Das dritte Darlehen wurde zum Zwecke der Finanzierung des Lebensunterhalts von B.________ (insbesondere Wegfertigung bestehender Verbindlichkeiten) sowie zum Wiederaufbau der Investmentfirma C.________ in U.________ gewährt (Ziff. I.) und war unverzinslich (Ziff. III). B.________ wird vorgeworfen, die aufgenommenen Darlehen vertragswidrig verwendet zu haben. Anstatt das Geld gewinnbringend oder zumindest werterhaltend an den Finanzmärkten investiert zu haben, habe er es teilweise für den Aufbau und Betrieb seiner bereits bestehenden, aber umbenannten Firma C.________ und teilweise zur Deckung privater Bedürfnisse verbraucht.