Citation: U 273/00 14.10.2002 E. A

Der 1969 geborene K.________ war seit 1991 als Lagermitarbeiter im Bahnverlad bei der Firma C.________ angestellt und bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen Unfälle versichert. Am 7. August 1997 kippte ihm beim Öffnen der Ladebrücke eine etwa 40 kg schwere, auf Schulterhöhe stehende Gasflasche seitlich links auf den Kopf. Der Versicherte war kurz benommen (wie "beduselt"), arbeitete jedoch nach einem Unterbruch von fünf Minuten weiter. Nach etwa einer Stunde traten Nackenschmerzen und ein diffuser Schwindel auf. Gegen Abend begab sich der Versicherte ins Spital X.________ und am folgenden Tag zum Internisten Dr. G.________ in ärztliche Behandlung. Dieser diagnostizierte eine Distorsion der Halswirbelsäule (HWS), bescheinigte eine vollständige Arbeitsunfähigkeit und verordnete eine Physiotherapie sowie einen Halskragen. In der Folge litt der Versicherte an Kopfschmerzen und Nacken-/Schulterbeschwerden rechts. Vom 5. Januar bis 25. Februar 1998 hielt er sich zur Durchführung einer intensiven physikalisch-ergotherapeutisch orientierten Rehabilitation in der Rehaklinik Y.________ auf, wo die Ärzte u.a. ein myofasciales Syndrom des Nacken-Schultergürtels (rechtsbetont sowie rechtsseitig thoraco-lumbal) bei Status nach Schädelkontusion und HWS-Distorsion diagnostizierten. Hinsichtlich einer milden traumatischen Hirnverletzung ergaben sich keine verwertbaren Hinweise. Nach einem anfänglich nur langsamen Ansprechen auf die durchgeführten Behandlungsmassnahmen waren ab der dritten Woche des Aufenthaltes in der Rehaklinik Y.________ deutliche subjektive und objektive Fortschritte zu verzeichnen. Beim Klinikaustritt hatte der Versicherte ein gutes Belastungstoleranzniveau erreicht und konnte seine Arbeitsfähigkeit bis zum 6. Mai 1998 sukzessive wieder auf 100 % steigern. Ab Mitte August 1998 bescheinigte der Hausarzt Dr. G.________ erneut eine vollständige funktionelle Leistungseinbusse zufolge heftiger HWS- und Kopfschmerzen verbunden mit einer reaktiven Depression (Nervosität, Appetitlosigkeit mit Gewichtsabnahme, Platzangst und Rückzug "ins Schneckenhaus") und ordnete wiederum eine intensive Physiotherapie an. Anlässlich der von Dr. M.________ durchgeführten kreisärztlichen Untersuchung vom 2. Oktober 1998 waren die Beschwerden im Bereiche der HWS deutlich zurückgegangen und es lag diesbezüglich eine praktisch freie Beweglichkeit vor, was den Kreisarzt zur Schlussfolgerung führte, im Hinblick auf die am 7. August 1997 erlittenen Verletzungen bestehe ab 19. Oktober 1998 wiederum volle Arbeits- und Vermittlungsfähigkeit. Ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und der depressiven Entwicklung sei zu verneinen. Auch Dr. G.________ bescheinigte eine vollständige Arbeitsfähigkeit im bisherigen Beruf oder Tätigkeitsbereich ab 18. Oktober 1998; gleichzeitig führte der Hausarzt insbesondere aus, der Versicherte sei "subjektiv nicht mehr in der Lage (...), die jetzige Arbeit weiterzuführen" (Arztbericht vom 22. Oktober 1998). Eigenen Angaben zufolge sei er nicht belastungsfähig und vor allem nicht stressfähig. Der Versicherte, der die Arbeit bei der Firma C.________ nicht mehr aufgenommen hatte, trat am 11. Februar 1999 bei der Unternehmung D.________ eine neue Stelle als Lastwagenchauffeur im Fernverkehr an, wo von ihm eine tägliche Arbeitsleistung von 400 bis 600 Fahrkilometern innert 12 bis 14 Stunden verlangt wurde. Aus dem Überweisungsbericht Dr. G.________ vom 21. Mai 1999 an den Psychiater und Psychotherapeuten Dr. S.________ geht hervor, dass der Versicherte "zur Zeit" (offenbar seit dem 6. April 1999) wegen Depression nicht arbeitsfähig war; überdies litt er erneut unter HWS-Schmerzen und war diesbezüglich in physiotherapeutischer Behandlung. Gestützt auf den Kreisarztbericht vom 1. Juni 1999, worin Dr. M.________ unter Hinweis auf die erneute Abheilung der Unfallfolgen im Nackenbereich bei guter Beweglichkeit der HWS in somatischer Hinsicht wieder eine vollständige Arbeits- und Vermittlungsfähigkeit attestiert hatte, stellte die SUVA mit Verfügung vom 18. Juni 1999 und Einspracheentscheid vom 8. September 1999 ihre Leistungen mit Wirkung ab 2. Juni 1999 ein. Mit Bezug auf die depressive Entwicklung verneinte sie die Entstehung eines Leistungsanspruchs gegenüber dem Unfallversicherer auch für den davor liegenden Zeitraum.