Citation: 7B_156/2022 E. 4.4

4.4. Kein Ausstandsgrund stellt weiter der Umstand dar, dass sich die strittige Anwaltskorrespondenz auch während der Dauer des vorinstanzlichen Verfahrens und zum Zeitpunkt der Beschwerdeeinreichung an das Bundesgericht weiterhin in den Verfahrensakten befand. Wie sich aus den Akten und dem bundesgerichtlichen Verfahren 1B_57/2022 ergibt, beantragte der Beschwerdeführer in diesem Verfahren im Rahmen einer vorsorglichen Massnahme, dass die beschlagnahmten elektronischen Daten aus seinem privaten Laptop und seinem privaten Gmail-Konto bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens 1B_57/2022 unter Verschluss zu halten seien. Das Bundesgericht ordnete daraufhin mit Verfügung vom 17. März 2022 an, dass die Daten bis zum Entscheid über die vorsorgliche Massnahme unangetastet zu bleiben haben. Mithin war es dem Beschwerdegegner in der Folge gerichtlich untersagt, die strittige Verteidigerkorrespondenz auszusondern. Entgegen der Rüge des Beschwerdeführers kann dem Beschwerdegegner somit nicht vorgeworfen werden, er habe die Verteidigerkorrespondenz, nachdem er mit Verfügung vom 7. März 2022 deren Herausgabe von der Privatklägerschaft verlangt hatte, weiterhin bei den Verfahrensakten belassen, obwohl sich darin auch Anwalts- und Verteidigerkorrespondenz befand.