Citation: 5A_522/2013 E. 5

Aus den dargelegten Gründen (E. 2-4) erweist sich der Einwand des Beschwerdeführers als berechtigt. Eine Zuweisung gemäss Art. 36 Abs. 2 BGBB fällt ausser Betracht, weil die Miteigentumsanteile an den drei einzelnen landwirtschaftlichen Grundstücken der Parteien je zu deren landwirtschaftlichen Gewerben gehören und weil die Abtrennung der Miteigentumsanteile von einem landwirtschaftlichen Gewerbe der Zielsetzung des gesetzlichen Zuweisungsanspruchs widerspricht und deshalb eine Eigentumsübertragung zum Ertrags- statt zum Verkehrswert nicht gerechtfertigt ist. Die Art der Aufhebung des Miteigentums bestimmt sich somit nach Art. 651 ZGB, wonach bei Uneinigkeit der Miteigentümer die Sache nach Anordnung des Gerichts körperlich geteilt wird oder, wenn dies ohne wesentliche Verminderung ihres Wertes nicht möglich ist, öffentlich oder unter den Miteigentümern versteigert wird (Abs. 2). Eine gerichtliche Übertragung der ganzen Sache an einen der beiden Miteigentümer unter Auskauf des anderen Miteigentümers, wie sie der Beschwerdegegner als Kläger ausschliesslich beantragt hat, ist gestützt auf Art. 651 Abs. 2 ZGB nur dann zulässig, wenn sich die Parteien im Grundsatz auf diese Aufhebungsart geeinigt haben und nur darüber streiten, wem die Sache zuzusprechen ist (Meier-Hayoz, Berner Kommentar, 1981, N. 21 zu Art. 651 ZGB). Diese Voraussetzung ist hier nicht erfüllt, zumal der Beschwerdeführer als Beklagter die Aufhebung des Miteigentums abgelehnt und eventuell die körperliche Teilung beantragt hat. Es kommt hinzu, dass der Beschwerdegegner als Kläger ohnehin die Übernahme nur zum Ertragswert beantragt hat, während in Anwendung der zivilrechtlichen Regeln über die Aufhebung des Miteigentums der höhere Verkehrswert (vgl. Schätzungsprotokoll, Klage-Beilage Nr. 18) massgebend wäre. Über die Begehren der Parteien aber darf das Bundesgericht nicht hinausgehen (Art. 107 Abs. 1 BGG). Die Klage auf Aufhebung des Miteigentums an den drei Grundstücken gemäss Art. 651 ZGB entfällt mit Rücksicht auf die Rechtsbegehren der Parteien.