Citation: H 204/01 12.07.2002 E. 1

1.- Die Vorinstanz hat mit einlässlicher und in allen Teilen überzeugender Begründung, worauf verwiesen wird, eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) verneint. Wohl greift eine Schadenersatzverfügung gestützt auf Art. 52 AHVG in die Rechtsstellung des Schuldners ein. Auf Grund der verfahrensrechtlichen Besonderheiten - insbesondere der Möglichkeit zum formlosen Einspruch, womit die Schadenersatzverfügung dahinfällt, sowie der Obliegenheit der Kasse, daraufhin unter dem Risiko der Fristversäumnis den behaupteten Anspruch nach Prüfung der Einwendungen der ins Recht gefassten Person klageweise geltend zu machen - besteht indes keine Pflicht, die belangte Person vor Erlass der Schadenersatzverfügung anzuhören (nicht veröffentlichtes Urteil B. vom 4. März 1996, H 287/94; Thomas Nussbaumer, Das Schadenersatzverfahren nach Art. 52 AHVG, in: Aktuelle Fragen aus dem Beitragsrecht der AHV, St. Gallen 1998, S. 117 mit Hinweisen). Weiter fehlen Anhaltspunkte dafür, dass die Ausgleichskasse im kantonalen Prozess dem Beschwerdeführer entlastende Aktenstücke vorenthalten hat. Der Umstand, dass die Ausgleichskasse zugestandenermassen nicht in der Lage ist, das in ihrem Schreiben vom 10. Dezember 1998 an die Mitglieder erwähnte Formular "Vorschlag der Lohnsummen für die Pauschalrechnungen des Jahres 1999" aufzulegen, indiziert nichts Gegenteiliges, wie die Rekurskommission in ihrer Vernehmlassung zutreffend darlegt. Sind seitens der Kasse sämtliche relevanten und bei ihr liegenden Akten in das kantonale Verfahren eingebracht worden, wurden auch unter diesem Blickwinkel keine Parteirechte des Beschwerdeführers verletzt.