Citation: 6B_322/2020 E. 1.1

1.1. Im angefochtenen Entscheid erwägt die Vorinstanz unter anderem, dass die zuständigen Behörden des Fürstentums Liechtenstein die Originalaktienzertifikate der A.________ SA am 1. Juni 2001 sichergestellt und am 24. Januar 2005 ein Verfügungsverbot erlassen hätten. E.________ hätte die von ihm am 29. Mai 2002 unterzeichneten zusätzlichen Aktienzertifikate nur dann ausgeben dürfen, wenn gleichzeitig bestehende Aktienzertifikate mit gleichem Nominalwert zurückgenommen und vernichtet worden oder bestehende Aktienzertifikate in gleichem Nominalwert gerichtlich für kraftlos erklärt worden wären oder aber eine Kapitalerhöhung über mindestens Fr. 1.05 Mio. beschlossen und vollzogen worden wäre. All dies sei offenkundig nicht geschehen. Die in der Beschwerdeschrift als "Aktionäre" bezeichneten Personen hätten deshalb gar nie Mitgliedschaftsrechte an der Aktiengesellschaft erlangen können, denn zusätzliche Inhaberaktien, die vor einer Volleinzahlung des entsprechenden Nominalwerts ausgegeben werden, seien gemäss Art. 683 Abs. 2 OR nichtig. Aktionärsrechte könnten damit also nicht übertragen werden (Beschluss, S. 12 f.). In der Namens der A.________ SA eingereichten Beschwerdeschrift wird in diesem Zusammenhang vorgetragen, im Verzeichnis der Aktionäre seien derzeit F.________, G.________, H.________, I.________ und J.________ eingetragen. Diese Personen hätten die Aktienzertifikate rechtmässig und gutgläubig erworben. Dies gelte insbesondere für diejenigen Aktionäre, welche die Aktien vor dem 19. März 2001 erworben hätten. In Bezug auf den Erwerb der Aktien durch diese Personen habe die Vorinstanz es unterlassen, Beweise zu erheben. Darüber hinaus wird in der Beschwerdeschrift ausgeführt, dass die Aktienzertifikate der Mehrheit der Aktionäre von E.________ ausgestellt worden seien. Dieser sei aber nicht befugt gewesen, die Aktien zu verkaufen, zumal diese im Fürstentum Liechtenstein beschlagnahmt gewesen seien. Die Vorinstanz sei auf die Frage der strafrechtlichen und zivilrechtlichen Verantwortlichkeit von E.________ nie eingegangen.