Citation: 6B_39/2022 E. 1.4

1.4. Der Beschwerdeführer vermag mit seinen Vorbringen gegen die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung keine Willkür darzutun. Die Aussagen des Beschwerdeführers weisen sowohl in Bezug auf seine vor dem Vorfall geführten Telefonate als auch in Bezug auf seine Reaktion auf den Schlag des Privatklägers zahlreiche Widersprüche auf, welche sich nicht durch das Verblassen der Erinnerung oder Verwechslung erklären lassen. Die Vorinstanz verfällt nicht in Willkür, wenn sie die Ausführungen des Beschwerdeführers als unglaubhaft wertet und - unter Berücksichtigung seiner Aussage, er habe allenfalls die Familie C.________ am Telefon als "Arschlöcher" betitelt - seiner Behauptung, er habe den Privatkläger am 27. September 2019 im Hotel-Restaurant B.________ nicht als "Arschloch" bezeichnet, bei der Würdigung mit Zurückhaltung begegnet. Die Vorinstanz stellt auch nicht auf die Aussagen des Privatklägers ab, da dieser lediglich bei der Polizei den Ablauf des Geschehens geschildert und ausgesagt hat, der Beschwerdeführer habe die anwesenden Personen der Familie C.________ als "Arschlöcher" tituliert und später lediglich auf seine Aussage bei der Polizei verwiesen hat. Wenn die Vorinstanz die Aussagen des Zeugen D.________ aIs glaubhaft wertet und feststellt, dass keine Anhaltspunkte für abgesprochene Aussagen bestünden, nimmt sie keine willkürliche Beweiswürdigung vor. Der Zeuge machte seine Aussagen rund ein Jahr nach den Depositionen des Privatklägers bei der Polizei, wobei Letzterer auf eine Teilnahme an der Zeugeneinvernahme verzichtete und er selbst in der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme keine weiteren Aussagen machte. Die Vorinstanz berücksichtigt bei der Beweiswürdigung, dass der Zeuge mit Zurückhaltung ausgesagt hat, ohne einem der Beteiligten die Schuld am Vorgefallenen zuzuweisen und ohne ein erkennbares eigenes Interesse am Ausgang des Verfahrens zu haben. Überzeugend hält die Vorinstanz fest, dass die Mehrheit der Formulierungen des Zeugen nicht identisch mit den Ausführungen des Privatklägers ist und seine Aussagen keine stereotypen Übereinstimmungen mit den Ausführungen des Privatklägers aufweisen. Zum Einwand der Verteidigung, dass sowohl der Zeuge als auch der Privatkläger in Bezug auf das Randgeschehen ausführten, der Beschwerdeführer habe einen spitzigen Gegenstand in der Hand gehabt und damit herumgefuchtelt bzw. es habe Kundschaft (so der Beschwerdeführer) bzw. hätten Kunden (so der Zeuge) in das Restaurant kommen wollen bzw. der Privatkläger habe dem Beschwerdeführer einen "Mupf" (ein im berndeutschen üblicher Ausdruck für einen Schupf) auf die Schulter (so der Privatkläger) bzw. gegen Brust oder Schulter (so der Zeuge) gegeben, worauf sich der Beschwerdeführer wohl an einem Möbel gestossen (so der Privatkläger) bzw. auf die Stühle gefallen sei (so der Zeuge), hält die Vorinstanz ohne in Willkür zu verfallen fest, die meisten Aussagen des Zeugen würden eine von derjenigen des Privatklägers abweichende Wortwahl aufweisen. Sie wertet die wenigen identischen Formulierungen willkürfrei als Wiedergabe des tatsächlich Beobachteten und nicht als Zeichen einer Absprache. Dass der Zeuge ausgesagt hat, der Beschwerdeführer habe die anwesenden Mitglieder der Familie C.________ mit "Arschlöcher" und "Sauhunde" beschimpft, während der Privatkläger gemäss seiner Aussage Anzeige erstattet hat, weil ihn der Beschwerdeführer "Arschloch" genannt habe, bedeutet nicht, dass nicht auch der Ausdruck "Sauhunde" gefallen sein kann und der Privatkläger eben Anzeige wegen des schwerer wiegenden Ausdrucks erstattet hat. Ohne in Willkür zu verfallen wertet die Vorinstanz die Aussagen des Zeugen D.________ aIs glaubhaft. Wenn die Vorinstanz aufgrund einer Gesamtwürdigung zum Schluss gelangt, der dem Beschwerdeführer vorgeworfene Sachverhalt sei erstellt, nimmt sie keine willkürliche Beweiswürdigung vor und verletzt auch nicht den Grundsatz "in dubio pro reo".