Citation: 6B_1246/2018 E. 3

Das Obergericht erwägt, die Staatsanwaltschaft habe den Strafbefehl vom 16. Oktober 2017 mit Gerichtsurkunde zunächst an die Adresse des Beschwerdeführers in Zürich geschickt. Am 31. Oktober 2017 sei eine Zustellung an dessen Adresse in Olten mit Abholfrist bis zum 10. November 2017 erfolgt. Danach sei die Gerichtsurkunde mit dem Vermerk "nicht abgeholt" an die Staatsanwaltschaft retourniert worden. Da am 13. Juli 2017 im Betrieb des Beschwerdeführers eine Polizeikontrolle durchgeführt und er durch die Polizei über die Anzeige an die Staatsanwaltschaft in Kenntnis gesetzt worden sei, habe er gewusst, dass ein Verfahren gegen ihn zu laufen beginne. Er hätte daher mit der Polizei oder der Staatsanwaltschaft Kontakt aufnehmen und seine Abreise aus der Schweiz resp. seine neue Adresse mitteilen oder aber einen Vertreter ernennen müssen, der eingeschriebene Sendungen für ihn entgegennehmen würde. Die 10-tägige Einsprachefrist habe am 11. November 2017 zu laufen begonnen und am 20. November 2017 geendet. Mit der Postaufgabe der Einsprache am 20. Juli 2018 habe der Beschwerdeführer die Frist nicht eingehalten. Das Gerichtspräsidium Olten-Gösgen habe zu Recht festgestellt, dass die Einsprache verspätet eingereicht worden sei.