Citation: 9C_590/2017 E. 3.2

3.2. Nach den Feststellungen im angefochtenen Entscheid diagnostizierten die Ärzte bei der Versicherten im März 2015 eine "aktuell" schwere depressive Episode (ICD-10 F32.2; Bericht des Hausarztes Dr. med. C.________ vom 14. März 2015), im Oktober 2015 einen schweren depressiven Zustand (ICD-10 F32.2; Berichte der Dres. med. D.________ und E.________, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 22. Oktober 2015), im Mai 2016 eine mittelgradige depressive Episode mit leichter Somatisierungstendenz (ICD-10 F32.11; Bericht der Klinik B.________ vom 30. Mai 2016) und im November 2016 schliesslich eine depressive Episode, mittelschwer bis schwer, mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11; RAD-Untersuchungsbericht vom 14. Dezember 2016). Die Vorinstanz prüfte die verschiedenen Diagnosen anhand der Unterlagen und gelangte zum Ergebnis, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit sei von einer mittelschweren depressiven Episode im Sinne von ICD-10 F32.1 (1) auszugehen. Dafür sprächen die im RAD-Bericht vom 14. Dezember 2016, welcher voll beweiskräftig sei, verwendete ICD-Codierung F32.11, die darin attestierte eingeschränkte, aber nicht vollständig aufgehobene Arbeitsfähigkeit und die von der Versicherten angegebenen Aktivitäten (regelmässige Spaziergänge, Einkäufe mit dem Ehemann, jährliche Besuche der Mutter in Mazedonien). Die übrigen medizinischen Berichte (des Hausarztes Dr. med. C.________ vom 14. März 2015 [nicht fachärztlich und vor Beginn der psychiatrischen Behandlung erstellt] und der Dres. med. D.________ und E.________ vom 22. Oktober 2015 [noch vor der Klinikeinweisung erstattet]) vermöchten die Feststellungen der RAD-Ärztin nicht in Zweifel zu ziehen. Im Übrigen habe bei Eintritt in die Klinik B.________ am 12. April 2016 ein mittelgradiges depressives Zustandsbild vorgelegen, so dass ein allfälliger schwerer depressiver Zustand höchstens von vorübergehender Natur gewesen sein könnte. Das kantonale Gericht rief in Erinnerung, dass eine invalidisierende Krankheit nach der (bisherigen [vgl. dazu nachfolgend E. 5.1]) Rechtsprechung nur in Betracht fällt, wenn sie erwiesenermassen therapieresistent ist (statt vieler: BGE 140 V 193 E. 3.3 S. 197; SVR 2017 IV Nr. 73 S. 225 [8C_753/2016 E. 4.3] und 2016 IV Nr. 52 S. 176 [9C_13/2016 E. 4.2]). Nach den Ärzten der Klinik B.________ sei bei der Versicherten die Weiterführung einer ambulanten Psychotherapie angezeigt und auch die RAD-Ärztin betrachte die Fortsetzung der psychotherapeutischen und psychopharmakologischen Behandlung als dringend indiziert. Es liege mithin weder eine Therapieresistenz vor noch seien die aus fachärztlicher Sicht zumutbaren Behandlungsmöglichkeiten bereits ausgeschöpft. Unter diesen Umständen stelle die mittelschwere depressive Störung - rechtlich - keinen invalidisierenden Gesundheitsschaden dar.