Citation: U 401/04 13.06.2005 E. 1

1.1 Im Beschwerdeverfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen ist die Überprüfungsbefugnis des Eidgenössischen Versicherungsgerichts nicht auf die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens beschränkt, sondern sie erstreckt sich auch auf die Angemessenheit der angefochtenen Verfügung; das Gericht ist dabei nicht an die vorinstanzliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gebunden und kann über die Begehren der Parteien zu deren Gunsten oder Ungunsten hinausgehen (Art. 132 OG). 1.2 Die dem Eidgenössischen Versicherungsgericht in Leistungsstreitigkeiten zustehende Kognition hat unter anderem zur Konsequenz, dass auch neue, erstmals im letztinstanzlichen Verfahren vorgebrachte Tatsachenbehauptungen und Beweismittel zu berücksichtigen sind (BGE 109 Ib 248 f. Erw. 3b, 103 Ib 196 Erw. 4a, 102 Ib 127 Erw. 2a; RKUV 1988 Nr. K 769 S. 244 Erw. 5a). Das (Noven-)Recht, den rechtserheblichen Sachverhalt noch im Verfahren vor dem Eidgenössischen Versicherungsgericht zu ergänzen, kann aber in zeitlicher Hinsicht - unter Vorbehalt eines zweiten Schriftenwechsels oder neuer Tatsachen oder entscheidender Beweismittel im Sinne von Art. 137 lit. b OG - gemäss Art. 108 Abs. 2 OG in Verbindung mit Art. 132 OG nach Ablauf der Rechtsmittelfrist nicht mehr ausgeübt werden (BGE 127 V 353). Die von der Beschwerdeführerin zusammen mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde neu aufgelegten Berichte des Facharztes für Neurologie Dr. med. R.________ vom 22. und 29. Oktober 2004 sind demgemäss beachtlich, das am 14. Februar 2005 eingereichte Schreiben dieses Arztes vom 11. Januar 2005 sowie die mit den späteren Eingaben vom 3. und 31. März 2005 verurkundeten E-Mail-Schreiben an und von Prof. Dr. A.________, Italien, hingegen nicht; ebenso wenig der Bericht der Physiotherapeutin C.________ vom 22. April 2005.