Citation: 6S.582/2006 15.05.2007 E. 2

2.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, Art. 13 Abs. 1 StGB sei durch die vorinstanzliche Verweigerung der Anordnung seiner erneuten bzw. ergänzenden psychiatrischen Begutachtung verletzt worden. Durch sein Geständnis habe er für die Begutachtung massgebliche und bis dahin unbekannte Umstände geschaffen, welche Zweifel an seiner Zurechnungsfähigkeit im Tatzeitpunkt begründet hätten. Eine ergänzende Begutachtung habe sich überdies aufgedrängt, um die tatsächliche Unklarheit und die Zweifel über seine Alkoholisierung im Tatzeitpunkt bzw. seine allfällige Alkoholabhängigkeit zu beseitigen. 2.2 Nach der Auffassung der Vorinstanz liegen keine neuen Erkenntnisse vor, welche eine ergänzende psychiatrische Begutachtung gebieten. Insbesondere sei es nicht die Aufgabe eines Gutachters, sondern des Gerichts, ein Geständnis zu würdigen (angefochtenes Urteil S. 50). Im Übrigen sei es auch faktisch gar nicht möglich, durch ein Ergänzungsgutachten eine allfällige Alkoholisierung bzw. Alkoholabhängigkeit des Beschwerdeführers im Tatzeitpunkt aufgrund seiner heutigen körperlichen Verfassung zu rekonstruieren (angefochtenes Urteil S. 225 f.). 2.3 Nach Art. 13 StGB hat die urteilende Behörde eine Untersuchung des Beschuldigten anzuordnen, wenn sie Zweifel an dessen Zurechnungsfähigkeit hat oder wenn zum Entscheid über die Anordnung einer sichernden Massnahme Erhebungen über dessen körperlichen oder geistigen Zustand erforderlich sind. Werden die Voraussetzungen, unter denen der Beschuldigte einen Anspruch auf Begutachtung hat, aus unzutreffenden Gründen verneint, so kann dieser Entscheid wegen Verletzung von Bundesrecht mit eidgenössischer Nichtigkeitsbeschwerde angefochten werden. Wird dagegen ein neues bzw. ergänzendes Gutachten verlangt, weil der Beweiswert des bereits vorliegenden Gutachtens in Zweifel gezogen wird, so bezieht sich die Kritik auf Fragen der Beweiswürdigung, welche mit staatsrechtlicher Beschwerde vorzubringen sind. Mit Nichtigkeitsbeschwerde kann lediglich geltend gemacht werden, wegen der Veränderung des Geisteszustandes des Täters seit der letzten Begutachtung hätte eine neue psychiatrische Expertise eingeholt werden müssen (BGE 125 IV 118 nicht publ. E. 4; 106 IV 236 E. 2, 97 E. 2b; 105 IV 161 E. 2). 2.4 Eine Veränderung des Geisteszustandes des Beschwerdeführers seit der letzten Begutachtung wird nicht geltend gemacht. Vielmehr richten sich die Vorbringen des Beschwerdeführers gegen die Beweiswürdigung der Vorinstanz. Darauf ist im Verfahren der Nichtigkeitsbeschwerde nicht einzutreten.