Citation: 4P.262/2003 27.02.2004 E. B

Das Kantonsgericht von Graubünden hiess die gegen dieses Urteil eingelegte Berufung des Beschwerdegegners teilweise gut und sprach der Beschwerdeführerin noch Fr. 4'779.25 netto zu. Im Ergebnis ging das Kantonsgericht in Übereinstimmung mit dem Bezirksgericht davon aus, dass die Beschwerdeführerin mit ihrem Einverständnis zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses per 15. Juni 2001 nicht auf ihren Lohnanspruch bis zum Ablauf der ordentlichen Kündigungsfrist und auf Entschädigung gemäss Art. 337c Abs. 1 und 3 OR habe verzichten können. Ebenso seien ihr die bereits entstandenen Ansprüche auf Mindestlohn gemäss Gesamtarbeitsvertrag, welchem das Arbeitsverhältnis der Beschwerdeführerin unterstand, erhalten geblieben. Indessen gelangte das Kantonsgericht - anders als das Bezirksgericht - aufgrund der vorgelegten Beweise zum Schluss, die Beschwerdeführerin habe die für eine 100 %-Anstellung gemäss GAV erforderliche jahresdurchschnittliche Sollarbeitszeit nie erreicht. Das Kantonsgericht berechnete den der Beschwerdeführerin zustehenden Mindestlohn gestützt auf die seiner Auffassung nach für die Jahre 2000 und 2001 ausgewiesenen Beschäftigungsgrade von 88 % bzw. 82 %.