Citation: 7B_249/2022 E. 9.1.1

9.1.1. Zunächst will sie auch hier eine Verletzung der richterlichen Begründungspflicht (Art. 29 Abs. 2 und Art. 50 StGB) ausmachen. Dem angefochtenen Urteil lasse sich nicht entnehmen, wie die Vorinstanz die erkannten Strafmilderungs- bzw. Strafminderungsgründe gewichtet habe. Dies gelte insbesondere in Bezug auf das Gewaltverbrechen, dem sie, ihre Tochter und ihr Sohn in der Vergangenheit zum Opfer fielen, und den langen Zeitablauf seit Tatbegehung, wobei die Vorinstanz auch keine Feststellungen zum Wohlverhalten treffe.