Citation: 6B_729/2007 06.01.2008 E. 2.5

2.5.1 Die Vorinstanz hat erwogen, die Aussage der Beschwerdegegnerin 1, wonach sie vom Beschwerdeführer in eine durch Gewalt und Drohungen gekennzeichnete Beziehung gedrängt worden sei, sei glaubhaft. Der Beschwerdeführer habe ausdrücklich eingestanden, eifersüchtig gewesen zu sein, der Beschwerdegegnerin 1 misstraut und diese ständig kontrolliert zu haben (angefochtenes Urteil S. 18). Deren Schilderungen der Verfolgung, Terrorisierung und Beraubung ihres Selbstbestimmungsrechts im privaten und sexuellen Bereich durch den Beschwerdeführer wie auch ihre Beschreibungen der konkreten Vergewaltigungsvorfälle seien überzeugend und nachvollziehbar (angefochtenes Urteil S. 19). Der Beschwerdeführer habe gegenüber der Beschwerdegegnerin 1 nicht nur Gewalt angewendet, indem er sie während ihrer Beziehung geschlagen habe, sondern immer wieder ernst zu nehmende Drohungen ausgesprochen. Durch den systematischen, zielgerichteten und planmässigen Aufbau von psychischem Druck habe er sich eine Machtposition verschafft. Die Beschwerdegegnerin 1 sei vom Beschwerdeführer dabei derart unter Druck gesetzt worden, dass sie sich seinen sexuellen Übergriffen nicht mehr habe widersetzen können. Der Tatbestand der Vergewaltigung sei damit zu bejahen (angefochtenes Urteil S. 21). 2.5.2 Die Vorinstanz hat weiter ausgeführt, die Aussagen der Beschwerdegegnerin 1 seien auch in Bezug auf den Schändungsvorfall schlüssig und widerspruchsfrei. Glaubhaft sei insbesondere ihre Schilderung, wonach sie den auf ihr liegenden Beschwerdeführer weggestossen und geschrieen habe. Zudem sei es durchaus nachvollziehbar, dass sie den Beschwerdeführer aus Angst vor Repressalien nicht sofort angezeigt, sondern die Beziehung friedlich aufzulösen versucht habe (angefochtenes Urteil S. 23 f.). Vorliegend hätten die Schläfrigkeit und die gesundheitlichen Probleme der Beschwerdegegnerin 1 deren Widerstandsfähigkeit in der konkreten Situation vollständig aufgehoben. Da die Geschlechtsorgane bereits vereint gewesen seien, als die Beschwerdegegnerin 1 erwacht sei, sei der Tatbestand der Schändung erfüllt (angefochtenes Urteil S. 25). 2.6 Als Beweiswürdigungsregel besagt der aus der Unschuldsvermutung (Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK) abgeleitete Grundsatz "in dubio pro reo", dass sich das Strafgericht nicht von einem für die angeklagte Person ungünstigen Sachverhalt überzeugt erklären darf, wenn bei objektiver Betrachtung Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt so verwirklicht hat. Inwiefern dieser Grundsatz verletzt ist, prüft das Bundesgericht unter dem Gesichtspunkt der Willkür, d.h. es greift nur ein, wenn das Sachgericht die angeklagte Person verurteilte, obgleich bei objektiver Würdigung des Beweisergebnisses offensichtlich erhebliche bzw. schlechterdings nicht zu unterdrückende Zweifel an deren Schuld fortbestanden (BGE 127 I 38 E. 2 und 4 mit Hinweisen). 2.7 Die Vorinstanz hat, ohne in Willkür zu verfallen, dargelegt, weshalb sie die Aussagen der Beschwerdegegnerin 1 als glaubhaft eingestuft hat. Die Schlussfolgerung im angefochtenen Urteil, es bestünden keine offensichtlich erheblichen bzw. schlechterdings nicht zu unterdrückenden Zweifel an der Schuld des Beschwerdeführers, ist nicht unhaltbar. Nicht gefolgt werden kann insbesondere der Argumentation des Beschwerdeführers, wonach die Vergewaltigungs- und Schändungsvorwürfe deshalb nicht stichhaltig seien, weil er eine Beziehung zum Opfer unterhalten habe. Die Tatsache, dass eine Beziehung bestand, rechtfertigt es weder, die Partnerin zur Duldung des Beischlafs zu nötigen noch deren Widerstandsunfähigkeit auszunützen und sie zum Beischlaf zu missbrauchen. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz den Grundsatz "in dubio pro reo" nicht missachtet und ihre Begründungspflicht nicht verletzt hat. Ebenso wenig war es aufgrund der Gesamtumstände geboten, weitere Abklärungen zur psychischen Verfassung der Beschwerdegegnerin 1 zum Tatzeitpunkt vorzunehmen. 2.8 Die Beschwerde ist demnach vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die bundesgerichtlichen Kosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).