Citation: 1C_594/2008 27.05.2009 E. 3

Bei mittelschweren Widerhandlungen verlangt das Gesetz zwingend den Entzug des Führerausweises (Art. 16b Abs. 2 SVG). Die Dauer des Entzugs ist nach Art. 16 Abs. 3 SVG zu bemessen, wobei die gesetzliche Mindestentzugsdauer nicht unterschritten werden darf (Art. 16 Abs. 3 Satz 2 i.V.m. Art. 16c Abs. 2 SVG; vgl. BGE 132 II 234 E. 2 S. 235 ff.). Gemäss Art. 16b Abs. 2 lit. a SVG wird der Führerausweis bei einer mittelschweren Widerhandlung mindestens einen Monat entzogen. Wenn in den vorangegangenen zwei Jahren der Ausweis einmal wegen einer schweren oder mittelschweren Widerhandlung entzogen war, dauert der Entzug mindestens vier Monate (Art. 16b Abs. 2 lit. b SVG). Dem Beschwerdeführer wurde der Führerausweis mit Verfügung vom 10. April 2007 wegen einer schweren Verkehrsregelverletzung (Fahren im angetrunkenen Zustand mit einer qualifizierten Blutalkoholkonzentration) für die Dauer von drei Monaten entzogen. Bei ihm sind somit die Voraussetzungen für einen mindestens viermonatigen Führerausweisentzug nach Art. 16b Abs. 2 lit. b SVG erfüllt. Da ihm gegenüber diese Mindestentzugsdauer angeordnet worden ist, bleibt kein Raum für eine weitergehende Berücksichtigung der von ihm geltend gemachten beruflichen Massnahmeempfindlichkeit (vgl. BGE 132 II 234 E. 2.3 S. 236 f.). Der angefochtene Entscheid verstösst somit nicht gegen Bundesrecht.