Citation: 6B_863/2018 E. 2.3

2.3. Was die Beschwerdeführerin vorbringt, belegt, soweit es den gesetzlichen Anforderungen (oben E. 2.1) überhaupt genügt, keine Willkür. Entgegen ihrer Auffassung würdigt die Vorinstanz auch die Aussagen des Beschuldigten angesichts der Interessenlage mit der nötigen Zurückhaltung. Dass sie diese dennoch als glaubhafter beurteilt, als diejenigen der Beschwerdeführerin ist aber nicht zu beanstanden, zumal sie dies mit Hinweis auf zahlreiche Realkriterien nachvollziehbar und ausführlich begründet. Gleiches gilt, wenn die Vorinstanz den Umstand, dass der Beschuldigte ein Blenden mit dem Scanner selber für grundsätzlich möglich hielt, als Indiz für seine Glaubhaftigkeit wertet, daraus aber nicht mit hinreichender Sicherheit auf ein stattgehabtes Blenden sowie auf Absicht oder Eventualvorsatz schliesst. Die Beschwerdeführerin zeigt im Übrigen nicht auf, welcher Art die geforderte vertiefte Untersuchung zum behaupteten Eventualvorsatz hätte sein sollen. Sodann ist unerfindlich, inwiefern es zulasten des Beschuldigten sprechen soll, dass er in seiner Stellungnahme an den Arbeitgeber von sich aus auf dem Vorwurf, die Beschwerdeführerin geblendet zu haben, einging, obwohl dieser im Reklamationsformular nicht vermerkt war. Dass es möglicherweise zu einem Blenden gekommen sein könnte, hat der Beschuldigte nie bestritten, und würdigt die Vorinstanz zu Recht zu seien Gunsten. Es spricht zudem gegen die sinngemässe Behauptung, wonach der Beschuldigte allein deshalb gleichbleibend ausgesagt habe, weil er sich auf seine schriftliche Stellungnahme zum Reklamationsformular habe stützen können. Auch, dass die Augenärztin einen Kontakt des Auges mit einem Lasergerät nicht ausgeschlossen haben mag, ist nicht geeignet, die vorinstanzliche Einschätzung zum Sachverhalt und zum Eventualvorsatz als willkürlich erscheinen zu lassen. Wie die Vorinstanz in diesem Zusammenhang überzeugend ausführt, ist der "notfallmässige" Arztbesuch eine Woche nach dem angeblichen Schadensereignis damit kaum zu vereinbaren. Daran ändert nichts, dass die Beschwerdeführerin vorbringt, sie habe zunächst den Verlauf abwarten wollen. Sie zeigt auch nicht auf, weshalb die Vorinstanz aus dem durchgeführten Augenschein mit einem Scanner, wobei sich ein Gerichtsmitglied selber blendete, andere tatsächliche Schlussfolgerungen hätte ziehen müssen. Der in diesem Zusammenhang erhobene Einwand der Verletzung des rechtlichen Gehörs, indem die Vorinstanz den Scanner nicht näher untersucht, dessen Klassifizierung nicht festgestellt, den Augenschein im Urteil nicht erwähnt und sich zur Möglichkeit eines eventualvorsätzlichen Blendens nicht geäussert habe, ist nicht nachvollziehbar. Aus dem Umstand, dass die Vorinstanz das Ergebnis des - protokollierten - Augenscheins im Urteil nicht erwähnte, kann die Beschwerdeführerin ohnehin nichts für sich ableiten. Der Augenschein lässt die vorinstanzliche Auffassung, wonach ein stattgehabtes Blenden grössere Irritationen hätte verursachen müssen, im Gegenteil plausibler erscheinen, soll doch der Referent vom Laserlicht ermüdet gewesen sein und den Lichtstrahl bei geschlossenen Augen noch immer gesehen haben. Die Beschwerdeführerin beschränkt sich zudem darauf, ihren Standpunkt zu wiederholen, wenn sie - im Übrigen in Übereinstimmung mit der Vorinstanz - vorbringt, sie sei schockiert gewesen und habe den Beschuldigten gefragt, was er da mache. Mit dem Einwand, wonach ihr Verhalten, namentlich das Eilen in den Keller, angesichts des behaupteten Schocks nicht plausibel erscheine, setzt sie sich nicht auseinander. Die Vorinstanz verfällt schliesslich nicht in Willkür, wenn sie den Tatvorwurf der Beschimpfung im Zweifel gleichfalls als nicht erstellt erachtet. Daran ändert nichts, dass der Beschuldigte in der Situation durchaus Anlass gehabt haben könnte, sich über die Beschwerdeführerin zu ärgern und ob er das angeblich verwendete Schimpfwort möglicherweise kannte. Die Beschwerdeführerin ergeht sich im Übrigen insoweit in blossen Spekulationen und haltlosen Unterstellungen. Auch eine willkürliche Verletzung des Grundsatzes in dubio pro reo, indem die Vorinstanz offensichtlich zu Unrecht von nicht zu unterdrückenden Zweifeln am Anklagesachverhalt ausgegangen wäre, ist nicht ersichtlich.