Citation: 6B_459/2018 E. 2.4.2

2.4.2. Zutreffend ist, dass der Verzicht auf eine Rückweisung an die erste Instanz und der reformatorische Entscheid der Vorinstanz zu einem Instanzenverlust führten. Daraus vermag der Beschwerdeführer für seinen Standpunkt nichts abzuleiten. Gemäss Art. 409 Abs. 1 StPO weist das Berufungsgericht die Sache an das erstinstanzliche Gericht zurück, wenn das erstinstanzliche Verfahren wesentliche Mängel aufweist, die im Berufungsverfahren nicht geheilt werden können. Die Bestimmung greift nur, wenn die Fehler des erstinstanzlichen Verfahrens und Urteils derart gravierend sind, dass die Rückweisung zur Wahrung der Parteirechte unumgänglich erscheint (Urteil 6B_630/2012 vom 15. Juli 2013 E. 2.2 mit Hinweisen). Dem Beschwerdeführer waren die Schilderungen der Beschwerdegegnerinnen 2 und 3 bekannt und er nahm dazu bereits im Untersuchungsverfahren und vor erster Instanz Stellung (vorinstanzliche Akten pag. 103 ff. und 504 ff.). Zudem hatte die Verteidigung vor erster Instanz die Möglichkeit, Fragen an die Beschwerdegegnerinnen 2 und 3 zu stellen (vorinstanzliche Akten pag. 424 ff.). Ein wesentlicher Mangel im Sinne von Art. 409 StPO liegt nicht vor (vgl. Urteil 6B_630/2012 vom 15. Juli 2013 E. 2.5). Die Vorinstanz konnte deshalb das Beweisverfahren in Anwendung von Art. 389 Abs. 2 lit. b StPO ergänzen und den erstinstanzlichen Verfahrensmangel heilen (HUG/SCHEIDEGGER, Schweizerische Strafprozessordnung [StPO], Praxiskommentar, 3. Aufl. 2018, N. 5 und 7 zu Art. 409 StPO). Weitere Umstände, die ausnahmsweise einen Anspruch auf erneute ergänzende Konfrontation mit den Beschwerdegegnerinnen 2 und 3 begründen könnten, macht der Beschwerdeführer nicht geltend und sind nicht erkennbar (vgl. BGE 124 I 274 E. 5b S. 285; Urteil 6B_529/2014 vom 10. Dezember 2014 E. 4.2.1, nicht publ. in: BGE 140 IV 196; je mit Hinweisen).