Citation: 6B_73/2015 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erwägt, die erstinstanzlichen Schuldsprüche seien zu bestätigen. Der Beschwerdeführer habe sich der versuchten vorsätzlichen Tötung und der Freiheitsberaubung schuldig gemacht. Gestützt auf das Gutachten des Psychiatrischen Dienstes Aargau (PDAG) vom 22. Juli 2012, wonach beim Beschwerdeführer zum Tatzeitpunkt seines Alkoholrausches und der vermuteten Einnahme von Schlaftabletten eine deutlich verminderte Einsichts- und Steuerungsfähigkeit vorlag, sei von einer leicht bis mittelgradig verminderten Schuldfähigkeit auszugehen. Zwar sei die Ehefrau nicht lebensgefährlich verletzt worden, das Rechtsgut Leben sei jedoch erheblich gefährdet gewesen. Der Beschwerdeführer habe seine Frau derart stranguliert und zeitgleich ihren Kopf wiederholt auf den Plattenboden geschlagen, dass sie den Eindruck gehabt habe, sterben zu müssen. Es sei nur dem Zufall zu verdanken, dass keine schwerwiegenden und bleibenden Nachteile eingetreten sind. Die konkreten Verletzungsfolgen seien noch leicht, weshalb das Ausmass des verschuldeten Erfolges leicht bis mittelschwer straferhöhend ins Gewicht falle. Dass der Beschwerdeführer nicht planmässig, sondern spontan gehandelt habe, wirke sich nicht strafmindernd aus, da sein Vorgehen von Brutalität und starken Aggressionen geprägt gewesen sei, was mittelschwer bis schwer verschuldenserhöhend zu gewichten sei. Bei den subjektiven Tatmerkmalen sei das Motiv, seine während eines verbalen Streits schreiende Ehefrau ruhig stellen zu wollen, stark verschuldenserhöhend, das Fehlen eines direkten Tötungsvorsatzes hingegen leicht verschuldensmindernd zu berücksichtigen. Das Tatverschulden für das vollendete Delikt sei als noch mittelschwer bis schwer zu qualifizieren und wiege infolge der leicht bis mittelgradig verminderten Schuldfähigkeit noch leicht bis mittelschwer. Eine Einsatzstrafe von acht Jahren erscheine angemessen. Dass es letztlich beim Versuch geblieben sei, habe nicht am Beschwerdeführer gelegen. Der Versuch sei mittelgradig strafmindernd zu berücksichtigen und die Freiheitsstrafe auf vier Jahre zu reduzieren. Leicht verschuldenserhöhend wirke sich aus, dass der Beschwerdeführer seine Ehefrau nur relativ kurz der Freiheit beraubt hat. Stark verschuldenserhöhend sei das Tatvorgehen zu gewichten. Der Beschwerdeführer habe die Wehrlosigkeit seiner Ehefrau infolge deren Bewusstlosigkeit ausgenutzt, um sie mit Bandagen zu fesseln. Das mittelschwere bis schwere Tatverschulden bei der Freiheitsberaubung sei infolge der leicht bis mittelgradig verminderten Schuldfähigkeit als noch leicht bis mittelschwer zu qualifizieren und die Einsatzstrafe um sechs Monate zu erhöhen. Bei den Täterkomponenten sei zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer seine Frau bereits früher aus nichtigem Anlass geschlagen habe. Auch wenn diesbezüglich kein Strafverfahren durchgeführt worden sei, sei das Vorleben mittelschwer straferhöhend zu berücksichtigen. Dies gelte auch für das Nachtatverhalten. Der Beschwerdeführer habe sich nach der Tat schlafen gelegt, ohne sich weiter um seine Ehefrau zu kümmern. Auch anlässlich der ersten Einvernahme habe er sich nicht nach ihrem Befinden erkundigt. Er habe seine Taten zwar eingeräumt und schäme sich dafür, habe sein Handeln aber bis zuletzt bagatellisiert und als Spass abgetan. Er sei sich der Ernsthaftigkeit seiner Taten nicht bewusst und zeige weder Reue noch Einsicht. Insgesamt wirkten sich die Täterkomponenten mittelschwer bis schwer straferhöhend aus, und es sei eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren auszusprechen.