Citation: 9C_625/2023 E. 3.3.2

3.3.2. Mit der Botschaft zum neuen Rechnungslegungsrecht schlug der Bundesrat eine Ausweitung der bisher bestehenden Regelung vor (vgl. Botschaft zur Änderung des Obligationenrechts [Aktienrecht und Rechnungslegungsrecht sowie Anpassungen im Recht der Kollektiv- und der Kommanditgesellschaft, im GmbH-Recht, Genossenschafts-, Handelsregister- sowie Firmenrecht] vom 21. Dezember 2007, BBl 2008 1589 ff. 1712), wobei er gleichzeitig neu vorsah, dass Unternehmen, die von dieser Bewertungsmöglichkeit Gebrauch machen, eine Wertberichtigung zulasten der Erfolgsrechnung bilden dürfen, um Schwankungen im Kursverlauf und damit der Volatilität der Bewertung Rechnung zu tragen (BBl 2008 1713). Während der sachliche Umfang bzw. Anwendungsbereich der vorgeschlagenen Bewertungsregel in den Räten zu Diskussionen führte (vgl. AB 2009 S 1196, AB 2011 S 259 f. und S 719 f. sowie AB 2011 N 878 f. Geschäfts-Nr. 08.011; vgl. dazu TOBIAS HÜTTCHE, in: Dieter Pfaff/Stephan Glanz/Thomas Stenz/Florian Zihler [Hrsg.] Rechnungslegung nach Obligationenrecht [nachfolgend: veb.Kommentar], 3. Aufl. 2024, N 7 - 9 zu Art. 960b OR), war die vom Bundesrat vorgeschlagene Möglichkeit der Bildung einer sog. Schwankungsreserve in den parlamentarischen Beratungen unumstritten und wurde redaktionell unverändert ins Gesetz übernommen.