Citation: 1C_260/2016 E. 6.5.3

6.5.3. Dies kann allerdings nur gelten, solange der FAT-Bericht die nach den "anerkannten Regeln der Tierhaltung erforderlichen Mindestabstände zu bewohnten Zonen" i.S.v. Ziff. 512 Anh. 2 LRV definiert, d.h. im Sinne einer guten landwirtschaftlichen Praxis dem heutigen Stand der Technik entspricht. Die Mindestabstände und die ihnen zugrundeliegenden Berechnungsfaktoren müssen periodisch überprüft und soweit nötig an veränderte tatsächliche Verhältnisse und wissenschaftliche Erkenntnisse angepasst werden (URSULA BRUNNER, Die Bedeutung des Stands der Technik im Umwelt- und Energienutzungsrecht, URP 2015 S. 181 ff., insbes. S. 221; vgl. auch Urteil 1A.62/2001 vom 24. Oktober 2001, in BGE 128 I 59 nicht publizierte E. 3a und b zur Pflicht, die internationale Forschung sowie die technische Entwicklung zu verfolgen und gegebenenfalls eine Anpassung der vorsorglichen Anlagegrenzwerte der NISV zu beantragen). In gewissen Bereichen (insbesondere für die Schweinehaltung mit Auslauf) erlaubt der geltende FAT-Bericht keine abschliessende Beurteilung mehr (vgl. oben E. 3.4). BAFU und BLW haben denn auch den Revisionsbedarf anerkannt und einen neuen Entwurf in Auftrag gegeben (oben E. 2.4).