Citation: 2C_620/2020 E. 6.2

6.2. Zwar machen die Beschwerdeführer sinngemäss geltend, die erwähnte vorinstanzliche Beweiswürdigung sei willkürlich. Indessen kann ihnen in diesem Punkt jedenfalls insoweit nicht gefolgt werden, als es um die erwähnte vorinstanzliche Würdigung des Dokuments mit dem Titel "Einnahmen und Ausgaben selbständige Tätigkeit 2012, Ingenieursleistungen" und der Tätigkeitsbeschreibung vom 7. Juni 2003 geht: Mit den Beschwerdeführern ist zwar davon auszugehen, dass jedenfalls die "Patentgebühr Getriebe" und allenfalls auch weitere, in der Aufstellung zur Steuerperiode 2012 aufgelistete Kosten (wie etwa die Kosten für die Software Solidworks) keine Nähe zu typischen Lebenshaltungskosten aufweisen und entsprechende Kosten von vielen Selbständigerwerbenden prinzipiell als (Geschäfts-) Aufwand geltend gemacht werden können müssen (vgl. hinten E. 8.2.1 und E. 9.1). Dies allein genügt aber nicht für den Nachweis, dass die vorliegend geltend gemachten Aufwendungen im Rahmen einer im Jahr 2012 ausgeübten, möglicherweise als gewinnstrebig zu qualifizierenden Tätigkeit angefallen sind. Entscheidend fällt bei einer Würdigung der gesamten Umstände ins Gewicht, dass für die Steuerperiode ein Umsatz in der Höhe von Fr. 0.-- angegeben wurde und die Beschwerdeführer nicht näher ausgeführt haben, welche "Ingenieursleistungen" der Beschwerdeführer in der Steuerperiode 2012 erbracht haben will. Es ist weder ersichtlich, ob der Beschwerdeführer tatsächlich "Ingenieursleistungen" erbracht hat, noch erkennbar, in welchem Zusammenhang die geltend gemachten Aufwendungen mit entsprechenden Leistungen stehen sollen. Überhaupt ergibt sich aus dem Dokument "Einnahmen und Ausgaben selbständige Tätigkeit 2012, Ingenieursleistungen" in tatsächlicher Hinsicht nicht, dass der Beschwerdeführer in der Steuerperiode 2012 einer möglicherweise als gewinnstrebig zu qualifizierenden Tätigkeit nachgegangen ist. Auch lässt sich daraus nicht entnehmen, weshalb die behauptete Tätigkeit in der Steuerperiode 2012 zu keinen Umsätzen geführt haben soll. Aus dem Umstand, dass mehrwertsteuerpflichtige Personen im Allgemeinen Umsätze generieren (vgl. Art. 10 MWSTG) und der Beschwerdeführer im fraglichen Jahr als mehrwertsteuerpflichtige Person registriert war, lässt sich nicht ohne Weiteres schliessen, dass er im Rahmen einer mit den geltend gemachten Aufwendungen zusammenhängenden Tätigkeit Umsätze tätigte. Dies gilt schon deshalb, weil der Beschwerdeführer mit dem Dokument "Einnahmen und Ausgaben selbständige Tätigkeit 2012, Ingenieursleistungen" selbst erklärt hat, keine Umsätze generiert zu haben, und keine konkreten Umsätze nachgewiesen sind. Da rund neun Jahre zwischen der Erstellung der Tätigkeitsbeschreibung vom 7. Juni 2003 und der vorliegend streitbetroffenen Steuerperiode liegen, verfiel die Vorinstanz auch insofern nicht in Willkür, als sie diese Tätigkeitsbeschreibung als nicht relevant bzw. als nicht hinreichend aktuell qualifiziert hat (vgl. dazu auch hinten E. 9.2 und E. 9.3). Auch unter Berücksichtigung der von der Vorinstanz nicht in die Beurteilung einbezogenen (früheren) Eintragung des Beschwerdeführers im Register der mehrwertsteuerpflichtigen Personen erscheint es nach dem Gesagten nicht als willkürlich, dass nach der Beweiswürdigung der Vorinstanz nicht ersichtlich ist, welche möglicherweise als gewinnstrebig zu qualifizierende Arbeit der Beschwerdeführer in der Steuerperiode 2012 verrichtete.