Citation: 6B_1083/2022 E. 3.2.2

3.2.2. Auch mit Bezug auf die Vorwürfe der Ausnützung einer Notlage komme eine Geldstrafe nicht in Frage, so die Vorinstanz weiter. Der Beschwerdeführer habe diese Delikte während eines laufenden Verfahrens wegen einschlägiger Sexualdelikte begangen. Für den schwersten Fall einer Ausnützung zum Geschlechtsverkehr erscheine in Berücksichtigung des im mittleren Bereich anzusiedelnden Verschuldens eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten angemessen. Für den weiteren Geschlechtsverkehr sei eine Freiheitsstrafe von drei Monaten und für die restlichen sexuellen Handlungen, die namentlich im Fall des Oralverkehrs als schwerwiegend in die sexuelle Integrität der Beschwerdegegnerin 2 eingreifende Ausnützung einzustufen seien, sei eine in sich asperierte Freiheitsstrafe von nochmals neun Monaten angemessen. Insgesamt sei somit für die Sexualdelikte eine Freiheitsstrafe von 18 Monaten auszufällen. Wie das Erstgericht zutreffend erwogen habe, seien die weiteren Strafzumessungskriterien neutral zu werten. Hingegen erfordere auch hier die empfindliche Verletzung des Beschleunigungsgebots eine Strafreduktion auf 12 Monate.