Citation: 6A.29/2002 02.07.2002 E. 2

2.1 Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. Er macht geltend, mit separater Eingabe vom 8. Januar 2002 das Gericht auf die Nachtunfall-Problematik, nämlich auf die spezielle Situation bei der nächtlichen Informationsaufnahme und -verarbeitung aus psychologischer Sicht, hingewiesen zu haben. Er habe in diesem Zusammenhang auf zwei Aufsätze verwiesen (Amos S. Cohen, Möglichkeiten und Grenzen der Informationsaufnahme und -verarbeitung im motorisierten Strassenverkehr aus psychologischer Sicht, in: Schaffhauser [Hrsg.], Aspekte der Überforderung im Strassenverkehr - Forderung an die Praxis, St. Gallen 1997, S. 9 ff.; Martin Schubarth, Antworten des Rechts auf den Stand der Kenntnisse von Physiologie und Psychologie - Versuch einer Stellungnahme, a.a.O., S. 113 ff.) und aus ihnen den Schluss gezogen, dass die "objektivierten" Anforderungen im Sinne der vom Verwaltungsgericht bestätigten Auffassung des Departements des Innern subjektiv gar nicht zu erfüllen gewesen seien. Darauf sei die Vorinstanz "nicht ernsthaft" eingegangen (Beschwerde, S. 4 ff. Ziff. 2a). 2.2 Art. 29 Abs. 2 BV gewährleistet den Anspruch auf rechtliches Gehör (BGE 127 I 54 E. 2b). Daraus ergibt sich der Anspruch der Parteien, mit rechtzeitig und formgültig angebotenen Beweisanträgen gehört zu werden, soweit diese erhebliche Tatsachen betreffen und nicht offensichtlich beweisuntauglich sind (BGE 120 Ib 379 E. 3b S. 383; 106 Ia 161 E. 2b S. 162, je mit Hinweisen). 2.3 Bei den vom Beschwerdeführer im kantonalen Verfahren vorgebrachten Einwänden zur Nachtunfall-Problematik geht es nicht um die Ermittlung bzw. Würdigung des Sachverhalts. Vielmehr macht der Beschwerdeführer damit geltend, es treffe ihn wegen der herrschenden Sichtverhältnisse nur ein geringer Schuldvorwurf. Dabei handelt es sich um eine Frage des materiellen Rechts, die nicht Gegenstand einer staatsrechtlichen Beschwerde bzw. einer deren Funktion übernehmenden Verwaltungsgerichtsbeschwerde sein kann. Die Vorinstanz setzt sich mit den Einwänden des Beschwerdeführers bei der Gewichtung des Tatverschuldens auseinander (Urteil Verwaltungsgericht, S. 10). Soweit auf die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs überhaupt einzutreten ist, erweist sie sich als unbegründet.