Citation: 2C_837/2019 E. B

B.a. Mit Verfügung vom 22. August 2018 erteilte die Anwaltsaufsichtsbehörde Rechtsanwalt A.________ eine Verwarnung. Sie begründete die Disziplinarmassnahme im Wesentlichen damit, Rechtsanwalt A.________ hätte bereits bei der Übernahme des Mandats für B.________ bewusst sein müssen, dass er in dem gegen B.________ geführten Strafverfahren womöglich als Zeuge werde aussagen müssen; damit habe die konkrete Gefahr eines Interessenkonflikts im Sinne von Art. 12 lit. c des Bundesgesetzes vom 23. Juni 2000 über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte (Anwaltsgesetz, BGFA; SR 935.61) im Raum gestanden; dass Rechtsanwalt A.________ das Mandat angenommen habe, verletze die Berufspflichten. B.b. Eine von Rechtsanwalt A.________ gegen die Verfügung der Anwaltsaufsichtsbehörde erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Urteil vom 29. August 2019 ab. Im Rahmen seiner Begründung liess das Verwaltungsgericht offen, ob bereits im Zeitpunkt der Mandatsübernahme die konkrete Gefahr eines Interessenkonflikts bestanden habe. Stattdessen führte es aus, Rechtsanwalt A.________ hätte spätestens anlässlich zweier Einvernahmen vom 19. Juni 2012 bewusst werden müssen, dass er in der betreffenden Strafsache womöglich als Zeuge vorgeladen würde; spätestens ab jenem Zeitpunkt habe ein Interessenkonflikt vorgelegen, dem Rechtsanwalt A.________ durch eine sofortige Niederlegung des Mandats hätte Rechnung tragen müssen. Dennoch habe er das Mandat noch bis zum 3. Juli 2012 weitergeführt. Durch die Weiterführung des Mandats habe er seine Berufspflichten verletzt.