Citation: I 428/01 28.10.2002 E. 4

Es steht fest, dass der Vergleich der von der Beschwerdeführerin in den Jahren 1996 bis 1999 unbestrittenermassen erzielten Invalideneinkommen mit dem von Verwaltung und Vorinstanz für das Jahr 1998 ermittelten Valideneinkommen von Fr. 109'000.- keinen rentenbegründenden Invaliditätsgrad ergibt (Erw. 2.1 hievor). Soweit die Versicherte bezüglich des Valideneinkommens geltend macht, sie würde erheblich mehr verdienen können, ist festzuhalten, dass es sich nicht abschliessend beantworten lässt, wo sie sich nach dem Erwerb des Anwaltspatents niedergelassen hätte, ob sie als Wirtschaftsanwältin, zunächst als Gerichtsschreiberin oder später als Richterin, als Bezirksanwältin, in der Verwaltung oder in einem Privatunternehmen gearbeitet oder sich sogar selbstständig gemacht hätte. Das sind somit und sonders denkbare berufliche Entwicklungsmöglichkeiten, hinsichtlich deren von keiner gesagt werden kann, sie sei vorliegend überwiegend wahrscheinlich. Unter diesen Umständen ist der Validenlohn anhand von Durchschnittswerten zu bestimmen, die in der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) enthalten sind (BGE 126 V 76 Erw. 3b/bb; AHI 1999 S. 240 Erw. 3b). Aufgrund dieser lagen im Jahre 1998 die im privaten und öffentlichen Sektor (Bund) bezahlten Löhne für Frauen im Durchschnitt weit unter Fr. 109'000.- (vgl. Tabellen der LSE 1998 TA1 und TA2; Anforderungsprofil 1 + 2: Verrichtung höchst anspruchsvoller und schwierigster bzw. selbstständiger und qualifizierter Arbeiten). Selbst wenn in diesem Rahmen der höchste Lohn für Frauen von monatlich Fr. 8093.- (Tabelle TA2: Öffentliche Verwaltung, Landesverteidigung, Sozialversicherung; basierend auf 40 Arbeitsstunden pro Woche) herangezogen wird, resultiert (unter Berücksichtigung von 41,9 Wochenarbeitsstunden im Jahre 1998; vgl. Die Volkswirtschaft 2002, Heft 9, S. 88 Tabelle B 9.2) ein Jahreseinkommen von Fr. 101'729.-. Auch im Jahre 1999 bleibt der LSE-Tabellenlohn weit unter dem Betrag von Fr. 109'000.-, da die Nominallohnentwicklung 1999 total lediglich 0,3 % und im Bereich "Öffentliche Verwaltung, Landesverteidigung, Sozialversicherung" sogar -0,7 % betrug (vgl. Die Volkswirtschaft 2002, Heft 9, S. 89 Tabelle B 10.2). Es muss daher bei der Feststellung sein Bewenden haben, dass von 1996 bis 1999 kein rentenbegründender Invaliditätsgrad vorlag.