Citation: U 180/05 17.08.2005 E. 2

Bezüglich des Unfallereignisses bestehen widersprüchliche Angaben. Während die Arbeitgeberin in der Unfallmeldung vom 27. Januar 2004 zunächst einen Zeckenstich vom 1. Juni 2003 gemeldet hatte, teilte sie in der Folge mit, die Versicherte sei vermutlich im Herbst 2002 von einer Zecke gebissen worden, was sie damit begründete, dass sich erste Hinweise auf einen Zeckenstich aufgrund eines Bluttestes im Dezember 2002 ergeben hätten. Die Beschwerdeführerin hatte aber bereits ab Mai 2002 über schwere Kopfweh-Schübe geklagt, welche von den behandelnden Ärzten in Zusammenhang mit einer Zeckenstich-Erkrankung gebracht wurden. Nähere Abklärungen, von welchen ohnehin kaum zusätzliche Erkenntnisse zu erwarten wären, erübrigen sich indessen, weil aufgrund der Ergebnisse der Laboruntersuchungen jedenfalls mit der erforderlichen überwiegenden Wahrscheinlichkeit anzunehmen ist, dass eine Borrelien-Infektion stattgefunden hat, was auch von der SUVA nicht bestritten wird. Zum andern kann der genaue Unfallzeitpunkt offen bleiben, da die Beschwerdeführerin seit dem 1. Januar 1993 beim gleichen Arbeitgeber angestellt und bei der SUVA versichert war. Streitig und zu prüfen ist, ob die ab Mai 2002 geklagten Kopfschmerzen, wozu in der Folge noch Nackenbeschwerden, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen kamen, in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis stehen.