Citation: 2C_671/2020 E. 4.1

4.1. Gemäss den Erwägungen der Vorinstanz hat die Sicherheitsdirektion im Rekursentscheid vom 3. Dezember 2019 festgestellt, dass das Migrationsamt das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzt habe, indem es ihm die Verdachtsmeldung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 3. Juli 2017 nicht offengelegt habe. Sodann habe die Sicherheitsdirektion diesen Mangel jedoch zu Recht als geheilt betrachtet, weil der Beschwerdeführer im Rekursverfahren sämtliche für das ausländerrechtliche Verfahren relevanten Akten habe einsehen können, und ihm das Recht zur Stellungnahme gewährt worden sei. Den Einwand des Beschwerdeführers, dass eine Heilung angesichts der Schwere der Verletzung des Akteneinsichtsrechts ausgeschlossen gewesen sei, liess die Vorinstanz nicht gelten: Unter Hinweis auf die einschlägige bundesgerichtliche Rechtsprechung (BGE 133 I 201, E. 2.2; 132 V 387 E. 5.1) führte sie aus, dass die Verletzung des Akteneinsichtsrechts im Verfahren vor dem Migrationsamt "nicht so schwer [wiege], dass sie nicht im Rekursverfahren hätte geheilt werden können" (vgl. angefochtener Entscheid, E. 3.5). Diese Würdigung ist im Lichte vergleichbarer Fälle (vgl. statt vieler Urteile 2C_756/2019 vom 14. Mai 2020 E. 3.2.1; 2D_16/2015 vom 29. Oktober 2015 E. 2.3; 2C_1259/2012 vom 22. April 2013 E. 2.2) entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht zu beanstanden, zumal die Kognition der Sicherheitsdirektion nicht eingeschränkt ist (§ 20 VRG/ZH).