Citation: 8C_181/2022 E. 3.2.1

3.2.1. Er bringt in diesem Zusammenhang vor, er habe belegt, dass er sein ganzes Leben lang ein volles Arbeitspensum bekleidet habe und kurze, weit zurückliegende gesundheitliche Beeinträchtigungen nicht als Beleg für eine angeblich eingeschränkte Gesundheit dienen könnten. Mit diesen Einwand hat sich bereits das kantonale Gericht befasst. Es begründete, das psychiatrische Teilgutachten, wonach Widersprüche zwischen den Einträgen und den Akten betreffend vorbestehender psychischer Erkrankungen vorlägen, sei insofern nachvollziehbar, als sich tatsächlich Hinweise fänden, dass der Beschwerdeführer zeitweise psychisch krank gewesen sei. Die Vorinstanz verwies diesbezüglich auf einen Bericht des Hausarztes vom 29. Juli 2005 und einen solchen des behandelnden Psychiaters vom 14. September 2017, die eine Erschöpfungsdepression bzw. depressive Störung seit 2004 erwähnten. Ferner legte die Vorinstanz dar, dass die psychiatrische Teilgutachterin ihre Diagnosen nicht mit diesen Widersprüchen begründet, sondern sich einlässlich mit dem Verlauf der Beschwerden auseinandergesetzt habe. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass das kantonale Gericht die Argumentation des Beschwerdeführers einer guten Gesundheit vor dem Unfall als unzulässigen "Post-hoc-ergo-propter-hoc"-Schluss qualifizierte (vgl. BGE 119 V 335 E. 2b/bb; SVR 2021 UV Nr. 34 S. 154, 8C_672/2020 E. 4.2).