Citation: 1C_505/2017 E. 6.3

6.3. Die räumlichen Auswirkungen der Schneeablagerung sind nicht so erheblich, dass sich ein Baubewilligungsverfahren trotz fehlender baulicher Vorkehrungen aufdrängen würde: Zwar verändert der abgelagerte Schnee temporär die Uferlandschaft und kann, bei erheblichen Niederschlagsmengen, kurzfristig einen grossen Umfang annehmen (nach Angaben des Beschwerdeführers bis zu 10 m Länge und mehreren Metern Höhe). Allerdings ist es notorisch, dass auch im Winter immer wieder Tauwetterperioden auftreten, so dass diese maximalen Ausmasse nur über kurze Zeit bestehen bleiben. Von der optischen Wirkung her unterscheidet sich die Schneeablagerung nicht wesentlich von anderen, in der Landwirtschaftszone saisonal üblichen und in der Regel bewilligungsfrei zulässigen Haufen oder Stapeln (z.B. von Zuckerrüben, Holz oder Silageballen). Aufgrund des relativ kleinen Einzugsbereichs des Ablagerungsstandorts (Quartier Tschuppmoos und Seestrasse) ist auch nicht mit erheblichen Immissionen für das angrenzende Wohngebiet oder für die Erschliessung aufgrund der Schneetransporte zu rechnen; hierfür kann auf die Ausführungen von Verwaltungsgericht und Regierungsrat verwiesen werden.