Citation: 6B_1237/2015 E. 1.3.7

1.3.7. Es ergibt sich zusammenfassend, dass das aussagepsychologische Gutachten vom 25. März 2013 erläuterungs- und ergänzungsbedürftig ist, weil darin nicht eine hinreichend klar erkennbare Schlussfolgerung zur Frage der Glaubhaftigkeit der Aussagen von A.________ betreffend die Vergewaltigung gezogen wird, dass die Aktennotiz der Staatsanwaltschaft vom 12. April 2013 betreffend telefonische Ausführungen der Gutachterin nicht als erläuternde und ergänzende Stellungnahme der Sachverständigen qualifiziert werden kann und dass die Vorinstanz gestützt auf Art. 187 Abs. 2 StPO die Gutachterin zwecks Erläuterung und Ergänzung des Gutachtens zur Hauptverhandlung unter Wahrung des Teilnahmerechts der Parteien hätte vorladen sollen. Das Gutachten ist unvollständig und kann daher nicht mit berücksichtigt werden, um den Vorwurf der Vergewaltigung in tatsächlicher Hinsicht zu begründen. Dass sie auch ohne Berücksichtigung des Gutachtens und der Aktennotiz die Aussagen von A.________ betreffend die Vergewaltigung als glaubhaft erachtet, hat die Vorinstanz nicht erwogen. Es ist daher im vorliegenden Verfahren nicht zu prüfen, ob eine solche Schlussfolgerung willkürfrei gezogen werden könnte. Im gegenwärtigen Stadium des Verfahrens ist auch nicht zu prüfen, ob die weiteren Einwände des Beschwerdeführers gegen die vorinstanzliche Beweiswürdigung begründet sind. Denn zurzeit ist offen, ob die Vorinstanz im neuen Verfahren unter Berücksichtigung eines erläuterten und ergänzten aussagepsychologischen Gutachtens erneut zum Schluss gelangen wird, dass die tatsächlichen Voraussetzungen einer Vergewaltigung entsprechend den Aussagen von A.________ erfüllt seien.