Citation: 2A.434/2000 03.10.2000 E. 4

4.-Der Beschwerdeführer kritisiert, die von ihm bestellte Anwältin sei bei der Verhandlung vor der Haftrichterin vom 23. August 2000 nicht anwesend gewesen. Soweit er damit eine Verletzung seines Anspruchs auf Vertretung im Sinn von Art. 13d Abs. 1 ANAG geltend machen will, dringt die Rüge nicht durch: Dass die vom Beschwerdeführer beauftragte Anwältin nicht zur Verhandlung erschienen ist, kann nicht der Haftrichterin angelastet werden, die vom angeblichen Vertretungsverhältnis keine Kenntnis hatte. Im Übrigen war der Beschwerdeführer im gerichtlichen Haftprüfungsverfahren durch einen unentgeltlichen Rechtsbeistand vertreten. Er bemängelt zwar, dieser habe erst kurz vor der Gerichtsverhandlung seinen Fall "kennengelernt" und an der Verhandlung nichts Neues gesagt. Auch der betreffende Rechtsanwalt weist in einem Schreiben vom 26. September 2000 an das Bundesgericht darauf hin, dass im Kanton Zürich die Vorbereitungszeit für die gerichtlich bestellten Rechtsvertreter "regelmässig sehr knapp bemessen" sei. An der Verhandlung vom 23. August 2000 hatte er indessen nicht geltend gemacht, die verfügbare Zeit habe für die korrekte Wahrnehmung seines Mandats nicht ausgereicht. Unter den konkreten Umständen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf Verbeiständung im Haftverlängerungsverfahren (vgl. BGE 122 I 275 E. 3a S. 276) nicht verletzt, wenngleich einzuräumen ist, dass der unentgeltliche Rechtsbeistand vorliegend sehr kurzfristig eingesetzt wurde (Bestellung erst am 22. August 2000, also einen Tag vor der Verhandlung; Mitteilung der Ernennung gleichentags per Fax um 16.39 Uhr). In Fällen mit komplexeren Rechtsfragen und komplizierterem Sachverhalt würde ein solches Vorgehen vor Bundesrecht möglicherweise nicht mehr standhalten.