Citation: 8C_640/2017 E. 5.3

5.3. Entgegen den Ausführungen des Kreisarztes J.________ fand die Erstbehandlung nicht erst am 13. Mai 2016 bei Dr. med. I.________, sondern bereits am 9. Mai 2016 bei Dr. med. H.________ statt, der zunehmende Schmerzen in der rechten Schulter festhielt und diese in Zusammenhang mit der Rotatorenmanschette stellte ("contusione spalla destra con segni di importante irritazione della cuffia dei rotatori"). Auch gab der Versicherte am Unfalltag gegenüber dem ihn befragenden Polizisten entsprechende Schmerzen an. Insofern vermag das Argument dieses Kreisarztes, es seien zwischen Unfall und Erstbehandlung "annähernd zwei Wochen" verstrichen, nicht zu verfangen. Kreisarzt K.________ argumentiert ebenfalls mit der zeitlichen Verzögerung, auch wenn er die Angaben des Dr. med. H.________ berücksichtigt. Allerdings führt er noch weitere Kriterien an, welche eine Unfallkausalität ausschliessen würden. So ist nach seiner Ansicht der Unfallhergang nicht geeignet, eine Ruptur der Rotatorenmanschette zu verursachen. Ebenso sprächen die radiologischen Befunde eher für eine degenerative Ursache (fehlender Gelenkerguss resp. fehlende Blutung, fehlender Sehnenstumpf sowie vorliegende Retraktion, die mehrere Wochen zur Ausbildung benötige).