Citation: 5A_671/2018 E. 3.5.3

3.5.3. Das neue Sanierungsrecht - welchem der Grundsatzentscheid BGE 134 III 452 (E. 5.5) nicht vorgreifen wollte - hat das Sanierungsdarlehen nicht aufgenommen (u.a. wegen des Risikos der Insolvenzverschleppung), jedoch nicht ausgeschlossen (vgl. Botschaft des Bundesrates vom 8. September 2010 zur Änderung des SchKG [Sanierungsrecht], BBl 2010 6455, Ziff. 1.5.2; vgl. Botschaft vom 23. November 2016 zur Änderung des Obligationenrechts [Aktienrecht], BBl 2016 399, Ziff. 1.4.9.2). Nach dem neuen Recht (Inkrafttreten am 1. Januar 2014, vgl. E. 3.2) - von welchem die A.________ AG noch nicht profitieren konnte - wird der Zugang zum Nachlassverfahren erleichtert und kann die Nachlassstundung insbesondere zur gezielten Sanierung einer Gesellschaft eingesetzt werden (Art. 294 Abs. 1 SchKG); die provisorische Nachlassstundung muss nicht mehr zwingend publiziert werden (Art. 293c Abs. 2 SchKG). Neu sind zudem Rechtshandlungen, die während der Nachlassstundung stattgefunden haben und vom Nachlassrichter oder Gläubigerausschuss genehmigt worden sind (weil sie im Interesse der Gläubiger liegen), nicht mehr nach Art. 285 ff. SchKG anfechtbar (Art. 285 Abs. 3 SchKG; Bovey, a.a.O., S. 58; UMBACH-SPAHN/BOSSART, a.a.O., N. 10a zu Art. 285).