Citation: 6B_883/2021 E. 1.5.1

1.5.1. Der Beschwerdeführer sei mit dem erstinstanzlichen Entscheid rechtskräftig wegen gewerbsmässigen Diebstahls, mehrfacher Sachbeschädigung, mehrfachen Hausfriedensbruchs und mehrfacher Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes verurteilt worden. Im Berufungsverfahren werde auch der Schuldspruch wegen Vergehens gegen das Waffengesetz bestätigt. Kaum ein bis zwei Jahre in der Schweiz, habe der Beschwerdeführer trotz solider beruflicher und finanzieller Lage über vier Jahre hinweg gewerbsmässig insgesamt 34 Diebstähle verübt, vorwiegend im Raum W.________. Dabei habe er Deliktsgut im Gesamtwert von fast Fr. 240'000.-- erbeutet. In den meisten Fällen habe es sich um Einschleich- und Einbruchsdiebstähle gehandelt, womit er nicht nur Waren entwendet, sondern auch Sachbeschädigungen und Hausfriedensbrüche begangen habe. Damit habe der Beschwerdeführer einerseits die Vermögensrechte einer Vielzahl von Personen angegriffen und andererseits deren Hausrechte verletzt. Durch sein gewerbsmässiges Vorgehen bei den Diebstählen habe der Beschwerdeführer zudem seine Sozialgefährlichkeit gezeigt. Ausserdem habe er gegen die öffentliche Ordnung verstossen bzw. eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit geschaffen, indem er eine verbotene Waffe in die Schweiz eingeführt habe. Es komme hinzu, dass er bereits einen Eintrag im Strafregister aufweise. So habe ihn die Staatsanwaltschaft des Kantons Appenzell Ausserrhoden mit Strafbefehl vom 21. Juni 2016 wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln mit einer bedingten Geldstrafe nebst Busse belegt. Weiter habe sich der Beschwerdeführer während der Strafuntersuchung weder besonders kooperativ noch aufrichtig reuig oder aus eigenem Antrieb geständig gezeigt. Ferner habe er mit den sich auf eine Vielzahl von Einzelfällen und sich über mehrere Jahre erstreckenden kriminellen Aktivitäten seine generelle Bereitschaft bzw. Neigung zur Delinquenz zum Ausdruck gebracht. Auch wenn dem Beschwerdeführer keine eigentliche Schlechtprognose im Sinne von Art. 42 Abs. 2 StGB attestiert werden könne, bestünden dennoch Restzweifel an den Bewährungsaussichten, was sich in der längeren Probezeit widerspiegle. Mit den aktuell zu beurteilenden Taten habe er sein deliktisches Potential massiv gesteigert. Angesichts dieser Umstände sei die Rückfallgefahr erhöht, auch wenn nicht mit Sicherheit feststehe, dass der Beschwerdeführer weiter delinquieren werde. Entsprechend schwer wiege die von ihm weiterhin zu erwartende Gefährdung der öffentlichen Ordnung.