Citation: 7B_268/2022 E. 4.2

4.2. Als Mittäter gilt, wer bei der Entschliessung, Planung oder Ausführung eines Delikts vorsätzlich und in massgeblicher Weise mit anderen Tätern zusammenwirkt, sodass er als Hauptbeteiligter dasteht. Entscheidend ist, ob der Tatbeitrag nach den Umständen des konkreten Falls und dem Tatplan für die Ausführung des Delikts so wesentlich ist, dass sie mit ihm steht oder fällt. Der Beitrag des Mittäters muss nach den Umständen des konkreten Falles für die Ausführung der Straftat als wesentlich erscheinen. Daraus folgt aber nicht, dass Mittäter in objektiver Hinsicht nur ist, wer an der eigentlichen Tatausführung beteiligt ist oder sie zu beeinflussen vermag (BGE 149 IV 57 E.3.2.2; 130 IV 58 E. 9.2.1; je mit Hinweisen). Tatbestandsmässige Ausführungshandlungen sind daher keine notwendige Voraussetzung für die Annahme von Mittäterschaft (Urteil 6B_1161/2021 vom 21. April 2023 E. 7.8.2 mit Hinweisen). In subjektiver Hinsicht setzt Mittäterschaft Vorsatz und einen gemeinsamen Tatentschluss voraus. Dieser Tatentschluss muss nicht ausdrücklich sein, sondern kann auch konkludent bekundet werden. Eventualvorsatz genügt (BGE 149 IV 57 E.3.2.2 mit Hinweisen). Dabei ist nicht erforderlich, dass der Mittäter bei der Entschlussfassung mitwirkt, sondern es reicht aus, dass er sich später den Vorsatz seiner Mittäter zu eigen macht (BGE 149 IV 57 E.3.2.2; 130 IV 58 E. 9.2.1; je mit Hinweisen). In Mittäterschaft begangene Tatbeiträge werden jedem Mittäter zugerechnet (Urteil 6B_1161/2021 vom 21. April 2023 E. 7.8.2 mit Hinweisen).