Citation: 6B_149/2017 E. 7.2

7.2. Was der Beschwerdeführer gegen die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz und ihre Beweiswürdigung betreffend Verletzung der Fürsorge- oder Erziehungspflicht vorbringt, vermag diese nicht als willkürlich erscheinen zu lassen (vgl. E. 3.3.1). Die Vorinstanz hält fest, der Beschwerdeführer habe ungefähr ein bis zwei Mal pro Monat vor den Kindern damit gedroht, die ganze Familie auszulöschen, wenn er angezeigt werde. B.________ und A.________ habe er mit einem Gürtel, Holzstock oder Kabel, meist auf den Rücken, geschlagen. Alle vier Kinder seien von ihm mit der flachen Hand oder der Faust geschlagen und getreten worden. Den damals zweijährigen D.________ habe der Beschwerdeführer bei einer Auseinandersetzung gewürgt. Als Strafe hätten die Kinder hinknien und die Arme in die Höhe strecken müssen. Meist habe der Beschwerdeführer sie auch noch mit einem Gegenstand auf den Rücken geschlagen. Dies sei so häufig geschehen, dass es als eine Form der Erziehung betrachtet werden müsse (Urteil S. 74 f. E. 8.c) bb). Angesichts dieser Feststellungen verfällt die Vorinstanz nicht in Willkür, wenn sie zum Schluss gelangt, die Kinder des Beschwerdeführers seien während Jahren einem gewaltgeprägten Klima ausgesetzt gewesen, in dem Angst und Schrecken geherrscht habe. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers vermag daran der Umstand, dass C.________ anlässlich einer Befragung aussagte, sie habe aufgrund der Aussagen des Beschwerdeführers nie um ihr Leben gefürchtet, nichts zu ändern (Beschwerde S. 29). Es ist weiter nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz auf den Bericht der Zentren für Kind, Jugend und Familie vom 25. November 2015 hinweist, wonach bei B.________ eine posttraumatische Belastungsstörung festzustellen sei, die einerseits auf das todesnahe Erlebnis, andererseits auf die früher erlebte kontinuierliche häusliche Gewalt zurückzuführen sei (Urteil S. 75 E. 8.c) bb). Dass einem behandelnden Arzt oder einer behandelnden Therapeutin nicht die gleiche Unabhängigkeit und Neutralität wie einem gerichtlichen Gutachter zukommt (vgl. Beschwerde S. 29 Ziff. 36), führt im Lichte der freien Beweiswürdigung nicht dazu, dass dem Bericht eines behandelnden Arztes oder einer behandelnden Therapeutin die Beweiseignung und Verwertbarkeit abzusprechen ist. Vielmehr stellt ein solcher Bericht ein grundsätzlich verwertbares Beweismittel dar, der sowohl zu Gunsten als auch zu Lasten eines Betroffenen gewürdigt werden kann.