Citation: 8C_109/2008 03.10.2008 E. 6

6.1 Die Vorinstanz hat für das Bundesgericht in tatsächlicher Hinsicht grundsätzlich verbindlich festgestellt, dass weder bildgebend noch aus fachärztlich orthopädischer, rheumatologischer oder neurologischer Sicht organische Folgen des Unfalles vom 12. Dezember 2002 mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. auch BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen) nachgewiesen wurden, sondern der massgebende Gesundheitsschaden in der lege artis diagnostizierten (BGE 130 V 396) anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10 F 45.4) mit der psychischen Komorbidität einer Anpassungsstörung bei prämorbid unauffälliger Persönlichkeitsstruktur (ICD-10 F43.2) besteht. Ferner steht fest, dass die Rheumatologin Dr. med. W.________ im Rahmen der polydisziplinären Begutachtung der Beschwerdegegnerin im Spital Z.________ aus rheumatologischer Sicht mit Blick auf die angestammte Tätigkeit als Hausangestellte im Reinigungsdienst keine Arbeitsunfähigkeit feststellen konnte, dass sich die Fachärztin jedoch der Einschätzung des explorierenden Psychiaters Dr. med. I.________ anschloss, wonach von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit auszugehen sei. 6.2 Eine diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung als solche begründet nach der Rechtsprechung noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die somatoforme Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50). Entsprechendes gilt für die Fibromyalgie (BGE 132 V 65 E. 4 S. 70 ff.). Diese von der Beschwerdegegnerin kritisierte, für alle Versicherten in gleicher Weise geltende Gerichtspraxis ist weder menschenrechtswidrig noch diskriminierend (Urteil 9C_830/2007 vom 29. Juli 2008, E. 4.2 in fine).