Citation: 8C_628/2023 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, gestützt auf die eigenen Untersuchungen und die ärztlichen Vorberichte sei die E.________-Expertin Dr. med. D.________ zum Schluss gekommen, bei der Beschwerdeführerin habe am linken Fuss kein CRPS vorgelegen. Zwar habe die behandelnde Ärztin Dr. med. F.________, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation spez. Rheumaerkrankungen, Klinik B.________, im Bericht vom 16. September 2013 den Verdacht auf ein CRPS geäussert. Im Erstbefund seien aber laut dem E.________-Gutachten vom 25. Juni 2017 keine auf ein CRPS hinweisenden Zeichen festgehalten worden. Zusammenfassend ergäben sich keine Zweifel an den Einschätzungen der E.________-Gutachter, wonach die Entwicklung eines CRPS im Anschluss an den Unfall fraglich respektive nicht überwiegend wahrscheinlich sei, und falls es jemals vorhanden gewesen sein sollte, restlos ausgeheilt bzw. in chronische Schmerzen anderer Genese übergegangen sei. Hieran ändere nichts, dass das Bundesverwaltungsgericht im Rahmen des IV-Verfahrens mit Urteil vom 16. Juni 2022 zum Schluss gelangt sei, als Folge der Fussverletzung links beim Unfall vom 6. Juni 2013 habe sich ein CRPS entwickelt. Diesen Schluss habe es entgegen den Gutachten der E.________ und der Neurologie Toggenburg AG vom 21. Oktober 2019 sowie ohne Begründung, weshalb auf diese beiden Administrativgutachten nicht abgestellt werden könne, gezogen. Ob es Aufgabe eines Gerichts sei, aus verschiedenen Berichten behandelnder Ärzte und den anamnestischen Angaben der Beschwerdeführerin selber zu entscheiden, ob die Voraussetzungen für die Diagnose eines CRPS erfüllt seien, könne dahingestellt bleiben. Für die Beantwortung der Frage, ob bei der Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Leistungseinstellung eine organisch objektiv ausgewiesene Unfallfolge vorgelegen habe, seien die Ausführungen des Bundesverwaltungsgerichts jedenfalls nicht von Bedeutung. Denn zum einen könne dem Urteil bezüglich des Zeitpunkts der Leistungseinstellung nichts entnommen werden. Zum anderen entfalte die Invaliditätsschätzung der IV gegenüber dem Unfallversicherer keine Bindungswirkung. Dies habe vorliegend umso mehr zu gelten, als es primär nicht um die Auswirkung der Beschwerden auf die Arbeitsfähigkeit, sondern um die Frage der Unfallkausalität der Beschwerden gehe, welche Frage im IV-Verfahren nicht beantwortet werden müsse.