Citation: 8C_261/2022 E. 4.1

4.1. Im Raum steht die Frage, ob ein längeres beschwerdefreies Intervall anzunehmen ist, das auf Abheilung des unfallbedingten Gesundheitsschadens schliessen lässt, und keine Brückensymptome vorliegen, die auf ein kontinuierliches Fortbestehen des leistungsrechtlich anerkannten Leidens hindeuten würden, mithin das Geschehen zwischen dem Unfallereignis und den aktuell geltend gemachten Beschwerden als Einheit kennzeichnen. Ist ein genügend langes beschwerdefreies Intervall zu bejahen und nicht von einem einheitlichen gesundheitlichen Geschehen in Bezug auf die ab 2018 geltend gemachten Beschwerden (vgl. Sachverhalt lit. A.c) auszugehen, liegt ein neuer Versicherungsfall vor, der die Beurteilung der Haftungsfrage nach Art. 6 MVG mit sich bringt (vgl. vorstehende E. 2.4). Wie sich aus den nachstehenden Erwägungen ergibt, kann offen gelassen werden, ob ein mit der ursprünglichen Gesundheitsschädigung nicht identisches, neues Krankheitsgeschehen gemeldet wurde.