Citation: 6B_82/2020 E. 2.1

2.1. Die Vorinstanz erachtet es gestützt auf die Aussagen von B.________, D.________ und E.________ als erwiesen, dass es am 7. November 2013 vor der Bar F.________ in U.________ zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen gekommen sei, an der sich sowohl der Beschwerdeführer wie auch B.________ tätlich beteiligt hätten. Die anlässlich der rechtsmedizinischen Untersuchung vom 7. November 2013 beim Beschwerdeführer festgestellte Stichwunde in der Bauchhaut und die Schnittwunde an der linken Handfläche würden jedoch nicht auf diese Auseinandersetzung zurückgehen. Unmittelbar nach dem Vorfall vor der Bar F.________ habe niemand die vom Beschwerdeführer erlittenen Schnitt- bzw. Stichverletzungen bestätigt. Die Polizei sei erst später auf Requisition durch das Universitätsspital Basel dazu gekommen und habe die Wunden erst in genähtem Zustand gesehen. Die Wunde sei im frischen Zustand auch nicht dokumentiert worden. Zwar werde im Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Basel (IRM) vom 3. Dezember 2013 festgehalten, dass das Durchtrennen der Kleidung gegen eine Selbstbeibringung spreche. Dies gelte jedoch nur, wenn von einer Selbstverletzung mit psychischem Hintergrund ausgegangen werde, was vorliegend nicht der Fall sei. Dass das T-Shirt des Beschwerdeführers bei der Einstichstelle im Bauch durchtrennt gewesen sei, spreche damit nicht gegen die Variante der Selbstverletzung zwecks Vortäuschung eines Angriffs. Ferner stehe fest, dass beide Verletzungen eher harmlos und oberflächlich und für eine Messerstecherei untypisch aussehen würden. Gerade die Verletzung am Handgelenk wirke von ihrer Lage her so, als habe man zuerst zögerlich über die heikle Stelle (Schlagader) gestrichen und dann am unproblematischen Ort (Handfläche aussen) stärker zugestochen. Dies spreche für eine Selbstbeibringung. Die ergänzende Stellungnahme des IRM vom 15. Juli 2019 zur Frage, ob eine Selbstbeibringung der Schnitt- bzw. Stichverletzungen bzw. eine Selbstbeibringung zur Vortäuschung eines (abgewehrten) Angriffs möglich sei, schliesse diese Variante nicht aus (1. Sachverhaltskomplex, Vorwurf: Raufhandel). Kurz nach diesem Vorfall, ebenfalls im November 2013, seien sich beide Kontrahenten sodann zufällig wieder begegnet. Gemäss den glaubhaften Aussagen von B.________ habe der Beschwerdeführer ihn bei dieser Gelegenheit beschuldigt, seinen Kollegen mit fünf Messerstichen verletzt zu haben und von ihm im Gegenzug dafür, dass er und sein Kollege keine Anzeige erstatten werden, Geld verlangt. Dabei habe er B.________ gedroht, dass er ihn umbringe, wenn er nicht bezahle und diesem zur Untermauerung seiner Drohung auf seinem Handy ein Foto gezeigt, auf dem er (sc. der Beschwerdeführer) mit einer Waffe posiert. Ausserdem habe er B.________ ein Klappmesser gezeigt und ihm gesagt, er könne ihn auch sofort "kaputt machen" (2. Sachverhaltskomplex, Vorwurf: versuchte Erpressung). Am 19. Januar 2014 sei es im Restaurant G.________ in U.________ schliesslich zu einer erneuten Begegnung zwischen den beiden Männern gekommen. Aufgrund der Bilder der Überwachungskamera sowie den glaubhaften Aussagen von B.________, H.________ (Security-Mitarbeiter des Restaurants G.________) und I.________ (Service-Mitarbeiter des Restaurants G.________) sei erstellt, dass der Beschwerdeführer zusammen mit C.________ und zwei weiteren unbekannten Männern auf B.________ losgegangen sei und auf diesen - selbst als er wehrlos am Boden lag - mit Fäusten und Fusstritten eingeschlagen hätte. B.________ habe von diesem Vorfall diverse Verletzungen davongetragen, welche im IRM Gutachten vom 4. März 2013 beschrieben seien. Zudem sei bei diesem Vorfall die Hose und die Jacke von B.________ beschädigt worden (3. Sachverhaltskomplex, Vorwurf: Angriff und Sachbeschädigung).