Citation: 6B_1025/2023 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz erwägt, es sei unbestritten geblieben und ergebe sich aus der Sendungsverfolgung der Post, dass der Beschwerdeführer die Postsendung mit dem Strafbefehl vom 17. Februar 2023 am 21. Februar 2023 entgegengenommen habe. Damit sei eine rechtswirksame Zustellung gemäss Art. 85 Abs. 3 StPO erfolgt und habe die Einsprachefrist zu laufen begonnen. Dass er die Sendung nicht geöffnet und durch die Post habe retournieren lassen, spiele keine Rolle. Es genüge, wenn die Sendung in den Machtbereich des Adressaten gelange, so dass er sie zur Kenntnis nehmen könne. Gemäss Einwohnerregister sei die Sendung mit der korrekten Anschrift versehen gewesen. Die Reihenfolge der Namen (Vor-/Nachname) sei dabei ebenso unbeachtlich wie der Umstand, dass der Zweitname des Beschwerdeführers in der Anschrift fehle. Die Sendung sei zudem für ihn bestimmt gewesen, so dass er entgegen seiner Ansicht als Täter einer strafbaren Handlung gegen den Geheim- oder Privatbereich (Art. 179 StGB) ausscheide. Damit habe der Strafbefehl vom 17. Februar 2023 als am 21. Februar 2023 zugestellt zu gelten. Die Einsprachefrist habe dementsprechend am 22. Februar 2023 zu laufen begonnen und am 3. März 2023 geendet, womit die erst am 5. Juni 2023 der Schweizerischen Post übergebene Einsprache des Beschwerdeführers offensichtlich verspätet sei.