Citation: 8C_195/2024 E. 5.2

5.2. Der Beschwerdeführer vermag mit seinen Vorbringen keine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung darzutun. Er räumt selber ein, dass aus den Akten eine explizite Abmeldung von B.A.________ aus U.________ nicht ersichtlich sei. Die Erwähnung einer vor der Geburt von A.A.________ erfolgten Abmeldung in einem Beschluss der Fürsorgebehörde U.________ vom 18. Februar 2020 ist diesbezüglich nicht relevant. Nicht nachvollziehbar ist, inwiefern der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang die vorinstanzliche Feststellung, B.A.________ sei unmittelbar nach der Geburt von A.A.________ zusammen mit ihrer Tochter zu C.A.________ nach V.________ gezogen, als offensichtlich unrichtig qualifiziert; dies unter Hinweis darauf, sie halte sich seit der Geburt dort auf. Die Relevanz einer Differenzierung zwischen "unmittelbar nach der Geburt" und "seit der Geburt" ist weder für die Frage des Wegzugs aus U.________ noch für diejenige eines Aufenthalts mit der Absicht dauernden Verbleibens in V.________ ersichtlich. Auch mit der rückwirkenden Aufhebung der Anmeldung in der Gemeinde V.________, welche diese der Gemeinde U.________ am 10. Juli 2018 gestützt auf einen "Stornierungsantrag" von B.A.________ vom 3. Juli 2018 anzeigte, kann sodann entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht der Nachweis einer Abmeldung in U.________ erbracht werden. Vielmehr machte B.A.________ damit deutlich, dass sie sich nicht mit der Absicht dauernden Verbleibens in V.________ aufhalten, sondern ihren Wohnsitz eben in U.________ belassen wollte. Dies deckt sich mit den Ausführungen im Beschluss der KESB vom 4. Juni 2018, dem die Vorinstanz als einzigem Aktenstück mit "echtzeitlichen", d.h. zeitlich nah zum streitigen Sachverhalt ergangenen, Feststellungen erhöhten Beweiswert zumass. Diesem Beschluss entnahm das kantonale Gericht willkürfrei, dass B.A.________ und C.A.________ vor der Geburt von A.A.________ kaum in Kontakt standen und dass B.A.________ zusammen mit A.A.________ bei ihrer Mutter, die nach der Geburt als einzige Unterstützerin in Frage gekommen sei, Unterschlupf suchte, jedoch ein Zusammenleben aus bei B.A.________ vorbestehenden gesundheitlichen und sozialen Gründen unmöglich war. Die Vorinstanz verneinte daher in Würdigung der Aktenlage Anhaltspunkte für eine Absicht dauernden Verbleibens für die Zeit des kurzen, nicht meldepflichtigen Aufenthalts von B.A.________ in V.________ von 23. bis ca. 29. Mai 2018; dies selbst wenn von einer - nachträglich "stornierten" - Anmeldung auszugehen wäre. Wie das kantonale Gericht zutreffend darlegte, vermögen sachverhaltlich abweichende Annahmen im Monate später ergangenen Beschluss der KESB vom 5. November 2018/16. Januar 2019 dies nicht in Frage zu stellen. Soweit der Beschwerdeführer schliesslich als Argument für den Unterstützungswohnsitz in V.________ erneut vorbringt, die KESB Region V.________ habe ihre Zuständigkeit mit dem zivilrechtlichen Wohnsitz von A.A.________ in V.________ begründet, belegt auch dies keine offensichtliche Unrichtigkeit der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung. Bei Erlass des in Form einer dringlichen Anordnung ergangenen KESB-Beschlusses vom 4. Juni 2018, mit welchem der Kindsmutter die Obhut über A.A.________ entzogen, deren Unterbringung bei der Grossmutter angeordnet und ein Kontaktverbot zwischen der Kindsmutter und ihrer Tochter sowie ihrer Mutter verfügt worden war, lag offensichtlich Gefahr im Verzug, weshalb neben der Kindesschutzbehörde am Wohnsitz des Kindes auch diejenige am Aufenthaltsort zuständig war (vgl. Art. 315 Abs. 1 und 2 ZGB).