Citation: 7B_144/2023 E. 2.2

2.2. Gemäss Art. 63a Abs. 2 lit. b StGB hebt die zuständige Behörde die ambulante Behandlung auf, wenn deren Fortführung als aussichtslos erscheint. Den Kantonen steht es frei, eine gerichtliche Instanz zu schaffen, welche sowohl über die Aufhebung einer Massnahme als auch über deren Umwandlung gleichzeitig in einem einzigen Entscheid befinden kann (BGE 145 IV 167 E. 1.5). Sieht das kantonale Recht keine solche einheitliche Gerichtsinstanz - wie etwa in den Kantonen Genf, Waadt, Wallis und Tessin - vor, führt dies bspw. im Kanton Zürich zu einer zeitlichen Staffelung der Entscheide (BGE 145 IV 167 E. 1.4). Die Vollzugsbehörde hat zunächst im Aufhebungsentscheid festzustellen, dass die angeordnete Massnahme ihren Zweck nicht erreicht, sie aussichtslos ist und ihr Vollzug deshalb eingestellt wird (Urteile 6B_946/2019 vom 24. Januar 2020 E. 1.2.1; 6B_964/2019 vom 27. September 2019 E. 1.3.1; vgl. Art. 63a Abs. 1 StGB). Der Aufhebungsentscheid der Vollzugsbehörde kann nach Ausschöpfung des kantonalen Instanzenzugs beim Bundesgericht mit Beschwerde in Strafsachen angefochten werden (BGE 134 IV 246 E. 3.4 mit Hinweis; Urteile 6B_946/2019 vom 24. Januar 2020 E. 1.2.1; 6B_964/2019 vom 27. September 2019 E. 1.3.1; 6B_253/2015 vom 23. Juli 2015 E. 2.3.1; vgl. BGE 145 IV 167 E. 1.5; 141 IV 49 E. 2.4 zur Aufhebung wegen Art. 62c Abs. 1 lit. a StGB).