Citation: 2C_972/2020 E. 3.3.1

3.3.1. Auch die weiteren Einwände des Beschwerdeführers überzeugen nicht: Eine Rückkehr in sein Heimatland ist ihm zumutbar, nachdem er dort noch über Angehörige verfügt. Seine in der Schweiz zusätzlich erworbenen Kenntnisse in der Krankenpflege werden ihm auch in der Heimat nützlich sein (vgl. das Urteil 2C_293/2017 vom 30. Mai 2017 E. 3.4). Er ist erst im Alter von 40 Jahren in die Schweiz gekommen und ist mit der heimatlichen Sprache und den dortigen Gebräuchen nach wie vor vertraut. Seine Ehe wurde keine drei Jahre gelebt, weshalb er sich nicht auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG und seine geglückte Integration berufen kann (vgl. BGE 140 II 289 E. 3, 345 E. 4; 136 II 113 E. 3.3.3 S. 119). Zwar mag er sich in die hiesigen Verhältnisse gut eingelebt haben; seine soziale und berufliche Wiedereingliederung in Bosnien/Herzegowina ist dadurch aber nicht bereits stark gefährdet. Dies gilt sowohl bezüglich seiner Hinweise auf die Kriegszeit, auf die Korruption in seinem Heimatland bzw. auf die dortige desolate wirtschaftliche Situation und seinen angeschlagenen Gesundheitszustand (chronische Hepatitis-B-Virusinfektion).