Citation: 5A_737/2014 E. 4.1

4.1. Verfahrensmängel, die in Gehörsverletzungen liegen, sind an sich heilbar und führen in der Regel nur zur Anfechtbarkeit des fehlerhaften Entscheids. Handelt es sich jedoch um einen besonders schwerwiegenden Verstoss gegen grundlegende Parteirechte, so haben auch Verletzungen des Anspruchs auf rechtliches Gehör Nichtigkeit zur Folge. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn der Betroffene von einer Entscheidung mangels Eröffnung gar nichts weiss bzw. wenn er gar keine Gelegenheit erhalten hat, an einem gegen ihn laufenden Verfahren teilzunehmen (BGE 129 I 361 E. 2.1 S. 364). Die Praxis hat sich vorab an der Pflicht zur Veröffentlichung von Änderungen an Zonenplänen entwickelt. Absolut nichtig ist die Zonenplanänderung, die nicht veröffentlicht wurde und folglich nicht angefochten werden konnte (BGE 114 Ib 180 E. 2a S. 184). Nur ein anfechtbarer rechtlicher Mangel des Publikationsverfahrens, der keine Nichtigkeit der Zonenplanänderung zur Folge hat, liegt hingegen vor, wenn eine Veröffentlichung nach ortsüblicher Praxis erfolgt ist, die den raumplanungsrechtlichen Anforderungen und verfassungsmässigen Minimalgarantien nicht genügt (BGE 116 Ia 215 E. 2c S. 219).