Citation: 8C_464/2008 06.10.2008 E. 5

Das kantonale Gericht auferlegte dem Beschwerdeführer Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'000.-, da sein prozessuales Verhalten als mutwillig zu qualifizieren sei. Der Beschwerdeführer rügt diese Kostenauflage. 5.1 Gemäss Art. 61 lit. a ATSG muss das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht einfach, rasch, in der Regel öffentlich und für die Parteien kostenlos sein; einer Partei die sich mutwillig oder leichtsinnig verhält, können jedoch eine Spruchgebühr und die Verfahrenskosten auferlegt werden. Nach ständiger, auch unter der Herrschaft des ATSG geltender Rechtsprechung kann leichtsinnige oder mutwillige Prozessführung vorliegen, wenn die Partei ihre Stellungnahme auf einen Sachverhalt abstützt, von dem sie weiss oder bei der ihr zumutbaren Sorgfalt wissen müsste, dass er unrichtig ist. Mutwillige Prozessführung kann unter anderem auch angenommen werden, wenn eine Partei vor der Rekursbehörde an einer offensichtlich gesetzwidrigen Auffassung festhält. Leichtsinnige oder mutwillige Prozessführung liegt aber so lange nicht vor, als es der Partei darum geht, einen bestimmten, nicht als willkürlich erscheinenden Standpunkt durch das Gericht beurteilen zu lassen. Dies gilt auch dann, wenn das Gericht die Partei im Laufe des Verfahrens von der Unrichtigkeit ihres Standpunktes überzeugen und zu einem entsprechenden Verhalten (Beschwerderückzug) veranlassen will. Die Erhebung einer aussichtslosen Beschwerde darf einer leichtsinnigen oder mutwilligen Beschwerdeführung nicht gleichgesetzt werden. Das Merkmal der Aussichtslosigkeit für sich allein lässt einen Prozess noch nicht als leichtsinnig oder mutwillig erscheinen. Vielmehr bedarf es zusätzlich des subjektiven - tadelnswerten - Elements, dass die Partei die Aussichtslosigkeit bei der ihr zumutbaren vernunftgemässen Überlegung ohne weiteres erkennen konnte, den Prozess aber trotzdem führt (SVR 2007 IV Nr. 17 E. 2.2 [I 252/06]). 5.2 Der Beschwerdeführer machte in seiner Beschwerdeergänzung vom 17. Dezember 2007 unter anderem geltend: "Die Dauer der ärztlichen Behandlung ist noch nicht absehbar, Dauerbeschwerden liegen vor, die Dauer der Arbeitsunfähigkeit ist nicht abzuschätzen, bis heute ist der Beschwerdeführer noch nicht arbeitsfähig". Damit stützte er seine Stellungnahme auf einen Sachverhalt ab, von dem er wusste, dass er unrichtig ist (vgl. E. 4 hievor). Die Vorinstanz hat das Verhalten des Versicherten zu Recht als mutwillig qualifiziert, die Kostenauflage ist somit nicht zu beanstanden.