Citation: 1C_395/2022 E. 8.3

8.3. In ihrer ersten Stellungnahme bestätigt die Baudirektion des Kantons Zürich die Ausführungen der Vorinstanz, wonach Massnahmen gegen eine Neuüberbauung von Grundstücken geeignet seien für den Moorschutz, trotz der heute noch bestehenden, jedoch aufhebbaren (Sicht-) Störungen. Sie führt sodann aus, es sei nicht von Bedeutung, ob bereits heute Bestrebungen auf Planungsebene bestünden, den Velo- und Wanderweg aufzuheben oder zu sperren, zumal die Behebung der Störungswirkung real möglich und praktisch umsetzbar sei. Weiter liessen sich die vorhandenen Bäume und Büsche einfach mit Motorsäge und Gertel entfernen; auch diese Massnahme sei leicht umzusetzen, womit sie nicht auf ihre Plausibilität überprüft werden müsse. In ihrer zweiten Stellungnahme führt die Baudirektion sodann aus, es liege ausschliesslich im Vollzugsermessen des Kantons Zürich zu entscheiden, welche Zielarten im Flachmoor Robenhauserriet zu schützen seien. Die Wahl des Kiebitzes sei legitim, womit nicht ausschlaggebend sein könne, dass die bestehenden Vertikalstrukturen möglicherweise für andere Zielarten wichtig seien. Weiter gehe es vorliegend darum, eine schleichende Zunahme von Störungen zu verhindern, unabhängig von den bereits vorbestehenden Störungen. Langfristig sei es möglich, dass Gebäude, deren Lebensdauer abgelaufen sei, nicht mehr erneuert werden dürften. Es sei wichtig, Neubauten zu verhindern, die eine präjudizielle Wirkung auf den Vollzug des Moorschutzes hätten.