Citation: 5A_401/2022 E. 6.4

6.4. Letztlich entscheidend ist die Frage, ob die Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen ist, die Beschwerdeführerin habe mindestens versucht, auf die Erblasserin Einfluss zu nehmen. Der Schluss der Vorinstanz, der Einfluss der Beschwerdeführerin auf das Testament stehe mit überwiegender Wahrscheinlichkeit fest, erweist sich, wie aufgezeigt (E. 6.3.4), als willkürlich. Daran mag der "Gesamtkontext" bzw. die ausführliche Schilderung und Bewertung der Ereignisse in den Jahren nach dem Tod des Ehemannes durch die Vorinstanz und die Beschwerdegegner nichts zu ändern. Denn dies genügt nicht, den Einfluss (versuch) in Bezug auf das konkret angefochtene Testament als überwiegend wahrscheinlich erscheinen zu lassen (vgl. auch BUCHER/AEBI-MÜLLER, Berner Kommentar, 2. Aufl. 2017, N. 76 zu Art. 16 ZGB). Es steht damit gerade nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit fest, dass die Beschwerdeführerin mindestens versucht hat, auf die Erblasserin Einfluss zu nehmen; die gegenteilige Beweiswürdigung durch die Vorinstanz erweist sich als willkürlich.