Citation: 1A.183/2001 18.09.2002 E. 2

2.1 Zu prüfen ist zunächst die Rüge der Beschwerdeführer, die Ausstandspflicht sei verletzt worden. Sie machen geltend, das Verwaltungsgericht sei unter Verletzung von Art. 6 EMRK und Art. 30 BV nicht auf ihren Einwand eingetreten, im Umstand, dass im Rekursverfahren das Baudepartement federführend gewesen sei, sei eine formelle Rechtsverweigerung zu erblicken. Mit ihrer am 19. Februar 2001 beim Verwaltungsgericht erhobenen Beschwerde hatten die Beschwerdeführer gerügt, die Regierung sei mehrfach der formellen Rechtsverweigerung verfallen. Dabei hatten sie drei Aspekte angeführt, unter anderem, dass das Baudepartement in der Rekursbehandlung federführend gewesen sei, obwohl dessen Vorsteher der ehemalige Gemeindepräsident von Wittenbach sei. Das Verwaltungsgericht führte in E. 2b des angefochtenen Urteils (S. 19) aus, eine formelle Rechtsverweigerung liege namentlich bei Rechtsverweigerung und überspitztem Formalismus vor; doch seien diese Verfahrensverletzungen nicht Gegenstand der erwähnten Rüge, weshalb sich der Vorwurf der formellen Rechtsverweigerung zum Vornherein als unbegründet erweise. Sodann äusserte es sich in E. 2c (S. 19 f.) zur Rüge der Verletzung der Ausstandspflicht und verneinte eine solche Verletzung, weil der Vorsteher des Baudepartements bei der Beschlussfassung im Ausstand gewesen sei und sich die Ausstandspflicht nicht auf die Mitarbeiter des Baudepartements erstrecke. Das Verwaltungsgericht hat sich somit entgegen der Darstellung der Beschwerdeführer materiell mit der gerügten Verletzung der Ausstandspflicht auseinandergesetzt und eine solche verneint. Die Beschwerdeführer machen nicht geltend, das Verwaltungsgericht habe dabei die massgebenden Ausstandsvorschriften falsch angewendet. Die Rüge erweist sich somit als unbegründet. 2.2 Die Beschwerdeführer erblicken ferner eine Verletzung von Art. 30 BV und Art. 6 EMRK darin, dass sich das Verwaltungsgericht nicht mit den von Amtes wegen zu berücksichtigenden Ausstandsgründen befasst habe. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführer hatte im Anschluss an den verwaltungsgerichtlichen Augenschein vom 4. September 2001 in einem Schreiben an das Verwaltungsgericht darauf hingewiesen, der Präsident dieses Gerichts habe offensichtlich am Rande des Augenscheins bemerkt, er habe schon verschiedentlich auf der Jagdschiessanlage des Jägervereins Hubertus geschossen und werde auch zu weiteren Schiessen eingeladen. Anschliessend führte der Rechtsvertreter in seinem Schreiben aus: "Ich ersuche Sie deshalb höflich, die Ausstandsregeln sorgfältig zu beachten." Diese Formulierung in einem von einem Rechtsanwalt abgefassten Schreiben kann nicht als Ablehnungsgesuch betrachtet werden, sondern überlässt es ausdrücklich dem Angesprochenen, die Ausstandsregeln zu beachten. Indem der Präsident des Verwaltungsgerichts am Entscheid mitgewirkt hat, hat er implizit zum Ausdruck gebracht, dass er sich nicht als befangen betrachtet. Die Beschwerdeführer machen nicht geltend, der Präsident habe durch seine Mitwirkung die Ausstandspflicht verletzt, sondern nur, dass sich die Vorinstanz mit den Ausstandsgründen nicht befasst habe. Nachdem kein formelles Ablehnungsbegehren vorlag, bestand dazu jedoch kein Anlass. Auch insoweit sind daher Art. 30 BV und Art. 6 EMRK nicht verletzt.