Citation: 9C_372/2007 03.01.2008 E. 5

Es ist unbestritten, dass die neuromotorischen Beeinträchtigungen, welche mit der beantragten Ergotherapie angegangen werden sollen, das versicherte Mädchen im Alltag und in der Schule behindern. Ziel der Ergotherapie ist es, Patienten, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt oder von Einschränkungen bedroht sind, bei für sie bedeutungsvollen Betätigungen zu unterstützen und sie darin zu stärken. Es geht somit darum, die Auswirkungen des Leidens zu neutralisieren und in wesentlichen Lebensbereichen eine Handlungsfähigkeit zu erreichen (vgl. BGE 130 V 284 E. 5.1.3 S. 287 und 288 E. 3.3 S. 290). Insofern beeinflusst die Vorkehr die ausbildungsmässige und letztlich auch die erwerbliche Eingliederung (Urteil I 258/05 des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 10. November 2005, E. 3.2.2). Damit ist der überwiegende Eingliederungscharakter der hier streitigen Massnahme indessen noch nicht erstellt. Erklärtes Behandlungsziel der ins Auge gefassten Ergotherapie ist laut angeführtem ärztlichen Bericht von Dr. K.________ eine Verbesserung der Handlungsplanung und der Selbständigkeit. Anhaltspunkte dafür, dass Ergotherapie diesbezüglich zur Vermeidung eines stabilen Defektzustandes notwendig wäre, ergeben sich aufgrund der zur Verfügung stehenden Unterlagen jedoch nicht (vgl. Urteil I 501/06 vom 29. Juni 2007, E. 6). Anzumerken gilt, dass das Bundesgericht den rechtserheblichen Sachverhalt in diesem Punkt von Amtes wegen überprüft, weil die Vorinstanz dazu im angefochtenen Entscheid keine Tatsachenfeststellungen getroffen hat (vgl. E. 1 hievor). Nach dem Gesagten sind die Voraussetzungen für eine Übernahme der Ergotherapie gestützt auf Art. 12 IVG ebenfalls nicht erfüllt.