Citation: 8C_728/2019 E. 4.2.1

4.2.1. Was den Erwerbsstatus im Gesundheitsfall betrifft, können den Akten verschiedene Aussagen entnommen werden. Auf eine diesbezügliche Anfrage der IV-Stelle antwortete die Versicherte mit Schreiben vom 7. Mai 2014, sie würde weiterhin zu 80 % arbeiten, da dies einer wirtschaftlichen Notwendigkeit entspreche. In der Stellungnahme zum Vorbescheid vom 17. November 2014 (Eingabe vom 23. Juni 2015) machte die Beschwerdeführerin demgegenüber neu geltend, die finanzielle Situation der Familie habe sich in den letzten Monaten verändert. Ihr Ehemann sei seit 2014 arbeitslos, weshalb sie als Gesunde zur Existenzsicherung zu 100 % arbeiten würde. Zeitweise habe die Familie vom Sozialamt unterstützt werden müssen. Im Dezember 2017 fand eine Haushaltabklärung statt. Auch im Bericht vom 13. Dezember 2017 wird von der Arbeitslosigkeit des Ehemannes berichtet. Dieser habe aber nun eine neue Stelle in einem Pensum von 60 %, welches er zum Teil mit Aushilfe auf Abruf erhöhen könne. Sie würde daher als Gesunde zu 80 % arbeiten. Bei dieser Sachlage wird es daher Aufgabe des kantonalen Gerichts sein, abzuklären und darüber zu entscheiden, in welchem Pensum die Beschwerdeführerin während der Zeit der (Teil-) Arbeitslosigkeit ihres Ehemannes erwerbstätig gewesen wäre.