Citation: 2C_862/2020 E. 4.5

4.5. Hilfsweise führen die Beschwerdeführerinnen an, dass die Ablehnung der Anonymisierung unverhältnismässig im engeren Sinne sei. Ihrem privaten Interesse an einer Anonymisierung ihres Namens stehe kein überwiegendes öffentliches Interesse gegenüber. Solange kein gerichtliches Urteil vorliege, welches die Schuld feststelle, gelte der verfassungsmässige Grundsatz der Unschuldsvermutung (Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK), welcher zumindest erheische, dass ihre Namen anonymisiert würden.