Citation: 6B_445/2023 E. 2.3.1

2.3.1. Die Vorinstanz stellt verbindlich fest, der Plan des Beschwerdeführers sei es gewesen, mittels einer Schusswaffe zwecks "Freipressens" von B.________ aus dem Strafvollzug eine weitere Person zu töten. Der Beschwerdeführer wollte sich hierfür eine Schusswaffe beschaffen. Zudem wollte er in Erfahrung bringen, ob die Behörden seiner Forderung nicht bereits nachgekommen waren und B.________ aus dem Strafvollzug entlassen hatten. Dass der Beschwerdeführer zu einer weiteren Tötung bereit war, leitet die Vorinstanz willkürfrei aus seinen Briefen an "Mr. D.________" und die Ex-Ehefrau von B.________ ab, in welchen der Beschwerdeführer u.a. erwähnte, er sei nach wie vor bereit, eine weitere Aktion zu starten, um B.________ freizubekommen (angefochtenes Urteil E. 3.5 ff. S. 34 f. und E. 2.5 S. 49). Gleiches ergibt sich gemäss der Vorinstanz daraus, dass der Beschwerdeführer nicht etwa eine Selbstverteidigungswaffe, sondern eine weit gefährlichere und wesentlich teurere Faustfeuerwaffe mit Serienfeuerfunktion, Schalldämpfer und besonderer Munition erwerben wollte. Die zu erwerbende Waffe hätte gemäss der Vorinstanz entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers nicht der reinen Selbstverteidigung, sondern einem anderen Zweck dienen sollen, nämlich der Umsetzung des Befreiungsplans (angefochtenes Urteil S. 33 f., E. 3.7 S. 35 und E. 2.5 S. 49). Beim Waffenerwerb handelt es sich nach dem zuvor Gesagten um eine technische Vorkehrung im Sinne Art. 260 bis Abs. 1 StGB. Für die vom Beschwerdeführer geplante Tötung genügte eine Schusswaffe. Vorliegend beinhaltete bereits der geplante Waffenerwerb selbst mehrere aufeinander abgestimmte Handlungen, da der Beschwerdeführer über einen Zeitraum von mehreren Monaten im Darknet nach einer geeigneten Faustfeuerwaffe suchte, er sich hierfür über den Gebrauch des Darknets instruieren liess, zwecks Bezahlung des Kaufpreises ein Bitcoin-Konto einrichtete bzw. einrichten liess, für den Erwerb der Waffe auf der Internet-Plattform "H.________" im Darknet ein Account eröffnete bzw. eröffnen liess, im Darknet mehrere Verkaufsgespräche führte und sich schliesslich zweimal mit dem vermeintlichen Verkäufer traf, wobei er anlässlich des zweiten Treffens verhaftet wurde (vgl. Anklageschrift S. 14 ff., auf welche die Vorinstanz abstellt). Ob bereits der Erwerb einer einzigen Schusswaffe inkl. Zubehör den Tatbestand von Art. 260 bis Abs. 1 StGB erfüllt, kann letztlich jedoch offenbleiben, da sich die Vorkehrungen des Beschwerdeführers nicht auf den Waffenerwerb beschränkten. Dieser verfasste vielmehr auch zwei Briefe an die Ex-Ehefrau von B.________, wovon diese einen an einen gewissen "Mr. D.________" weiterleiten sollte. Zudem beauftragte er einen Bekannten, nach England zu fliegen und die Briefe der Ex-Ehefrau von B.________ an deren Wohnort persönlich zu übergeben. Mit den Briefen versuchte der Beschwerdeführer mit grossem Aufwand herauszufinden, wo sich B.________ aufhält (vgl. angefochtenes Urteil E. 2.6 S. 50). Sie dienten daher der Beschaffung von deliktsrelevanten Informationen und sind somit ebenfalls als Vorbereitungshandlungen im Sinne von Art. 260bis StGB zu qualifizieren (vgl. oben E. 2.2.2). Der Beschwerdeführer nahm folglich über einen längeren Zeitraum mehrere konkrete Handlungen vor, die nach seinem Plan auf die Tötung einer weiteren Person gerichtet und keineswegs "harmlos" waren. Letzteres gilt insbesondere in Berücksichtigung der Tatsache, dass der Beschwerdeführer seine Drohung aus dem "Erpresserschreiben" zuvor bereits einmal gegenüber einem Zufallsopfer auf offener Strasse mit einem blossen Messer umgesetzt hatte.