Citation: 6P.68/2007 05.09.2007 E. 4

4.1 Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung von Art. 29 Abs. 1 und 2 BV. Ihre Eingabe vom 17. Juli 2005, worin sie namentlich die kleine Stückelung des Geldes plausibel erklärt habe, sei vom Obergericht gänzlich unberücksichtigt geblieben. Dieses habe gar wahrheitswidrig ausgeführt, sie habe erstmals anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung vom 6. Juli 2006 zur Frage der Stückelung Stellung bezogen. Diese Erwägungen des Obergerichts widersprächen dem in Art. 29 Abs. 1 BV verankerten Gebot des fairen Verfahrens und missachteten ihren Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV. Zudem habe das Obergericht durch den Verzicht auf die Einvernahme ihres Sohns C.________, welcher ihre Angaben zur Stückelung des Geldes hätte bestätigen können, eine Gehörsverletzung begangen. Ferner begründeten die Tatsachen, dass keine Fotodokumentation ihrer Wohnung erstellt und keine kriminaltechnische Untersuchung der sichergestellten Banknoten und Reka-Checks durchgeführt worden sei, einen Verstoss gegen Art. 29 Abs. 2 BV. 4.2 Gemäss Art. 29 Abs. 1 BV hat jede Person in gerichtlichen Verfahren Anspruch auf gleiche und gerechte Behandlung (vgl. auch BGE 129 I 85 E. 4.1). Art. 29 Abs. 2 BV gewährleistet den Anspruch auf rechtliches Gehör. Daraus ergibt sich der Anspruch der Parteien, mit rechtzeitig und formgültig angebotenen Beweisanträgen und Vorbringen gehört zu werden, soweit diese erhebliche Tatsachen betreffen und nicht offensichtlich beweisuntauglich sind (BGE 129 II 396 E. 2.1; 120 Ib 379 E. 3b, je mit Hinweisen). Keine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt vor, wenn ein Gericht darauf verzichtet, beantragte Beweise abzunehmen, weil es auf Grund der bereits abgenommenen Beweise seine Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür in vorweggenommener Beweiswürdigung annehmen kann, seine Überzeugung würde durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert (BGE 129 II 396 E. 2.1; 124 I 49 E. 3a, 241 E. 2, je mit Hinweisen).