Citation: 5A_777/2019 E. 2.3

2.3. Gemäss Art. 63 Abs. 1 ZPO gilt als Zeitpunkt der Rechtshängigkeit einer Eingabe das Datum der ersten Einreichung, wenn die Eingabe, die mangels Zuständigkeit zurückgezogen oder auf die nicht eingetreten wurde, innert eines Monats seit dem Rückzug oder dem Nichteintretensentscheid bei der zuständigen Schlichtungsbehörde oder beim zuständigen Gericht neu eingereicht wird. Das Bundesgericht hat entschieden, dass der Ansprecher die gleiche Rechtsschrift, die er ursprünglich bei einem unzuständigen Gericht eingegeben hat, im Original bei der von ihm für zuständig gehaltenen Behörde neu einzureichen hat; die von ihm ursprünglich angerufene, unzuständige Behörde hat ihm zu diesem Zweck auf sein Verlangen hin die mit ihrem Eingangsstempel versehene Originaleingabe zurückzusenden (BGE 141 III 481 E. 3.2.4 S. 487, bestätigt in BGE 145 III 428 E. 3.2 ff. S. 430 ff.). Die Beschwerdeführerin stützt sich in erster Linie auf das erstgenannte Urteil, um geltend zu machen, dass die Neueinreichung der Klage durch die Beschwerdegegnerin den Voraussetzungen von Art. 63 Abs. 1 ZPO nicht genügte. Da die Beschwerdegegnerin dem Friedensrichteramt nicht das Original ihrer Klage an das Handelsgericht eingereicht hat, genügt ihre Eingabe an das Friedensrichteramt an sich nicht, um mit ihr die Rechtshängigkeit nach Art. 63 Abs. 1 ZPO zu bewahren.