Citation: 5C.127/2005 04.10.2005 E. 1

Soweit die Klägerin eine Verletzung von Art. 9 und 29 BV rügt und geltend macht, das Kantonsgericht hätte beim Betreibungsamt nähere Erkundigungen betreffend die Zustellung des Zahlungsbefehls einholen müssen bzw. das Kantonsgericht habe in diesem Zusammenhang aktenwidrige Annahmen getroffen, ist auf die Berufung nicht einzutreten. Die Verletzung verfassungsmässiger Rechte ist mit staatsrechtlicher Beschwerde geltend zu machen (Art. 43 Abs. 1 Satz 2 i.V.m. Art. 84 Abs. 1 lit. a OG). Im Berufungsverfahren sind die Sachverhaltsfeststellungen der letzten kantonalen Instanz für das Bundesgericht verbindlich, sofern sie nicht unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften getroffen worden sind oder auf offensichtlichen Versehen beruhen (Art. 63 Abs. 2 OG), was vorliegend nicht behauptet wird. Unzulässig ist deshalb auch die neue Tatsachenbehauptung, der Zahlungsbefehl sei der Schuldnerin an ihrer Wohnadresse im Alters- und Pflegeheim zugestellt und vom dortigen Sozialdienst entgegengenommen worden, sowie der entsprechende Zahlungsbefehl als neues Beweismittel (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). Massgebend sind nach dem Gesagten die kantonalen Feststellungen, die sich dahingehend zusammenfassen lassen, dass der Zahlungsbefehl seinerzeit nicht der verbeiständeten Y.________, sondern allein ihrem Beistand zugestellt worden ist, indes auch diesem nicht persönlich. Vielmehr wurde der Zahlungsbefehl gemäss Vermerk von "Herrn Z.________ (Soz. Dienst)" entgegengenommen, bei dem es sich um den Vorgesetzten des Beistandes handelt. Aufgrund dieser Tatsachenfeststellungen ist das Kantonsgericht von einer nichtigen Zustellung ausgegangen mit der Begründung, die Zustellung des Zahlungsbefehls an den Vorgesetzten des Beistandes reiche nicht aus, zumal Herr Z.________ in einem Interessenkonflikt gestanden sei, weil es sich um eine Forderung seiner Arbeitgeberin gehandelt habe, und deshalb davon ausgegangen werden müsse, dass die Schuldnerin keine Kenntnis vom Zahlungsbefehl und folglich auch keine Möglichkeit zur Erhebung eines Rechtsvorschlags erhalten habe. Erweise sich jedoch die Zustellung des Zahlungsbefehls und als Folge auch der Verlustschein als nichtig, fehle es an einer Voraussetzung für die Anfechtungsklage.