Citation: 5A_471/2020 E. 2.2.2

2.2.2. Die Einwände sind unbegründet. Soweit sich die Beschwerdeführerin darüber beklagt, dass das Obergericht die Qualifikation der letztwilligen Anordnung offenlasse, und eine Verletzung der Begründungspflicht rügt, übersieht sie, dass sich die Behörde nicht zu allen Punkten einlässlich äussern muss (BGE 135 III 670 E. 3.3.1 S. 667). Ob ein Entscheid hinreichend begründet ist (vgl. dazu BGE 134 I 83 E. 4.1 S. 88; 133 III 439 E. 3.3 S. 445), beurteilt sich anhand seines Ergebnisses, das im Urteilsspruch zum Ausdruck kommt und das allein die Rechtsstellung der betroffenen Person berührt (BGE 145 III 324 E 6.1 S. 326). Unter diesem Blickwinkel ist der angefochtene Entscheid nicht zu beanstanden. Wie die Beschwerdeführerin selbst zur Kenntnis nimmt, lässt die Vorinstanz offen, ob die streitige Anordnung als Erbeinsetzung oder als Vermächtnis zu qualifizieren ist. Die Vorinstanz liefert dazu auch eine Begründung: Sie stellt fest, im konkreten Fall sei unbestritten, dass das Grundstück Nr. xxx nach dem ersten Erbgang in das Alleineigentum von G.________ übergegangen sei (E. 2.1). Das ist eine tatsächliche Feststellung über den Ablauf des vor- und erstinstanzlichen Verfahrens, also eine Feststellung über den Prozesssachverhalt (s. BGE 140 III 16 E. 1.3.1 S. 17 f.). Daran ist das Bundesgericht gebunden (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann darauf nur zurückkommen, wenn die Feststellung offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). Letzteres macht die Beschwerdeführerin nicht geltend. Sie wirft dem Obergericht lediglich vor, aktenwidrig und willkürlich festzustellen, dass das Grundstück Nr. xxx nach dem Erbgang der Mutter in das Alleineigentum des Vaters übergegangen sei. Dieser Vorwurf zielt ins Leere. Denn die vorinstanzliche Feststellung hat gar nicht den besagten Eigentumserwerb zum Gegenstand. Festgestellt wird einzig, dass dieser Eigentumserwerb im Prozess unbestritten sei. Damit setzt sich die Beschwerdeführerin nicht auseinander. Insbesondere ist ihrem Schriftsatz auch nicht zu entnehmen, weshalb es für den Ausgang des Prozesses trotzdem auf die Qualifikation der fraglichen testamentarischen Anordnung ankäme. Entsprechend erübrigen sich auch vor Bundesgericht weitere Erörterungen zur Frage, ob die Erblasserin ihren hälftigen Miteigentumsanteil am Grundstück Nr. xxx ihrem Ehemann als Vermächtnis oder als Erbe zuwenden wollte.