Citation: 8C_222/2024 E. 4

Die Vorinstanz stützte sich in medizinischer Hinsicht auf das ZMB-Gutachten, welchem als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine persistierende depressive Störung mit gegenwärtig mittelgradiger depressiver Episode bei anhaltender Trauerreaktion und Schmerzverarbeitungsstörung sowie ein chronisches Schultergürtel- und Nackensyndrom zu entnehmen sind. Laut Gutachten, so die Vorinstanz, sei die Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit als Reinigungskraft wegen der schweren Chronifizierung der Schmerzen im Schultergürtel- und Nackenbereich seit dem 11. Dezember 2020 zu 100 % arbeitsunfähig. Eine leidensangepasste Tätigkeit sei hingegen sowohl aus orthopädischer als auch aus psychiatrischer Sicht zu 100 % möglich, wobei eine Rendement-Minderung von 20 % bestehe. Hinsichtlich der Frage der Verwertbarkeit dieser Restarbeitsfähigkeit hielt die Vorinstanz sodann fest, dass die 1962 geborene Beschwerdeführerin über keine Berufsausbildung verfüge und zumindest seit 2012 als Reinigungskraft tätig gewesen sei. Laut Gutachten seien ihr noch leichte Tätigkeiten ohne Belastung/Einsatz des linken Armes in abgespreizter Position, ohne Heben und Tragen von Lasten über 5 kg und ohne beidhändigen Einsatz über Schulterhöhe zumutbar. Der ausgeglichene Arbeitsmarkt beinhalte Tätigkeiten, die diesem Zumutbarkeitsprofil entsprächen, da die Beschwerdeführerin bei der Ausübung verschiedener körperlich leichter Tätigkeiten nicht eingeschränkt sei. Da sie im für die Beurteilung der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit relevanten Zeitpunkt der Erstattung des ZMB-Gutachtens ca. 60 3/4 Jahre alt gewesen sei und die Rechtsprechung relativ hohe Hürden für die Annahme einer altersbedingten Unverwertbarkeit aufstelle, stehe auch das Alter trotz des eingeschränkten Zumutbarkeitsprofils einer Verwertbarkeit der verbliebenen Arbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht entgegen. Gestützt auf den statistischen Zentralwert für Hilfsarbeiterinnenlöhne (Kompetenzniveau 1) der Lohnstrukturerhebung (LSE) 2020 des Bundesamts für Statistik ermittelte die Vorinstanz schliesslich ein Invalideneinkommen von Fr. 43'389.10. Verglichen mit dem - anhand des Einkommens der Beschwerdeführerin in der Tätigkeit als Reinigungskraft ermittelten - Valideneinkommen von Fr. 47'581.80 ergab sich eine Erwerbseinbusse von Fr. 4'193.- und damit ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von rund 9 %.