Citation: 1C_103/2014 E. 3.4

3.4. Das BAFU teilt im Wesentlichen die Auffassung der Vorinstanz und erachtet die Rügen der Beschwerdeführer als nicht stichhaltig. Das Hochwasserereignis von Juni 2013 bestätige den Handlungsbedarf. Das Absenken der Bachsohle und die Verbreiterung des Bachquerschnitts erwiesen sich als notwendig, um das mittels Gefahrenkarte ausgewiesene Schutzdefizit zu beheben. Die Massnahmen führten zu einer Aufwertung des Bachgerinnes bzw. des Uferbereichs, indem eine strukturreichere Bachsohle geschaffen werde und die bestehenden Ufergehölze durch standortgerechte Bäume und Sträucher ersetzt würden. Die geplanten Schutzmassnahmen erfüllten die Anforderungen nach Art. 4 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes über den Wasserbau wie auch jene nach Art. 37 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 GSchG. Das BAFU hat weiter ausgeführt, für die Beurteilung, ob eine Ufervegetation i.S.v. Art. 21 Abs. 1 NHG vorliege, sei massgebend, ob sich die Pflanzen im Schwankungsbereich des Wasserspiegels befänden. Aufgrund der Akten (insb. Gewässerprofile und Fotos) lasse sich dies nicht abschliessend entscheiden. Es handle sich vorliegend aber jedenfalls um einen durch die Wasserbaupolizei- und Gewässerschutzgesetzgebung erlaubten Fall eines standortgebundenen Projekts, womit die materiellen Voraussetzungen für die Erteilung einer Ausnahmebewilligung nach Art. 22 Abs. 2 NHG zur Beseitigung der Ufervegetation erfüllt wären.