Citation: U 258/00 08.11.2001 E. 3

3.- Die Vorinstanz gelangte in umfassender Würdigung der medizinischen Unterlagen zum Ergebnis, dem Versicherten sei eine vollzeitige, körperlich leichte Erwerbstätigkeit ohne Überkopfarbeiten sowie ohne Heben und Tragen von schweren Gewichten mit dem rechten Arm zumutbar. Ein allfälliger psychischer Gesundheitsschaden stehe in keinem adäquaten Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis vom 23. Dezember 1991, weshalb bei der Bemessung der Invalidenrente einzig die physischen Beeinträchtigungen zu berücksichtigen seien. Diesen zutreffenden Darlegungen kann gefolgt werden. Die Einstellung der Taggeldleistungen per 12. August 1997 und der Rentenbeginn per 1. August 1997 stehen fest und waren im Übrigen bereits im kantonalen Gerichtsverfahren nicht mehr umstritten. Zu prüfen bleibt somit die Höhe des Invaliditätsgrades. a) Der Versicherte war vor dem Unfallereignis vom 23. Dezember 1991 in der Firma P.________ AG als angelernter Flachdachisolierer tätig gewesen. Gestützt auf die Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin vom 15. und 16. September 1998 hat die SUVA das hypothetische Einkommen ohne Invalidität für das Jahr 1997 auf monatlich Fr. 69'550.- festgesetzt. Bei einer zu Vergleichszwecken von 42 auf 41,9 Wochenstunden reduzierten Arbeitszeit (Statistisches Jahrbuch der Schweiz 1999, Tabelle 3.11, S. 115) ergibt sich ein Jahreslohn von Fr. 69'384.40. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird geltend gemacht, massgebend sei das von der Invalidenversicherung errechnete Jahresgehalt von Fr. 69'967.30. Ob tatsächlich auf diesen Betrag abzustellen ist, kann allerdings offen gelassen werden, da sich bei dessen Berücksichtigung kein abweichender Invaliditätsgrad ergibt, wie die nachstehenden Erwägungen zeigen. b) Im Rahmen der Berechnung des hypothetischen Einkommens, welches der Versicherte trotz des unfallbedingten Gesundheitsschadens durch eine ihm zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage noch erzielen könnte (Invalideneinkommen), ist die SUVA von ihrer internen Dokumentation über Arbeitsplätze (DAP) ausgegangen. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird geltend gemacht, die von der SUVA genannten Verweisungstätigkeiten seien nicht vollzeitig zumutbar. Dabei übersieht der Beschwerdeführer allerdings, dass die Vorinstanz nicht auf die Angaben der SUVA, sondern auf Tabellenlöhne (vgl. hierzu BGE 124 V 322 Erw. 3b/aa mit Hinweisen) abgestellt hat. Der Berechnung des Invalideneinkommens legte sie den standardisierten monatlichen Bruttolohn (Zentralwert) für die im privaten Sektor mit einfachen und repetitiven Aufgaben (Anforderungsniveau 4) beschäftigten Männer gemäss Tabelle A1 der vom Bundesamt für Statistik für das Jahr 1996 durchgeführten Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) von Fr. 4294.- zu Grunde, was sich nicht beanstanden lässt (BGE 126 V 76 f. Erw. 3b/bb). Umgerechnet auf die betriebsübliche durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 41,9 Stunden und angepasst an die im Jahr 1997 eingetretene Nominallohnerhöhung von 0,5 % (Die Volkswirtschaft 2001, Heft 8, S. 93, Tabelle B 10.2) ergibt sich ein Gehalt von Fr. 4520.45 monatlich oder Fr. 54'245.40 im Jahr. Zu beachten ist, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die bisher körperliche Schwerarbeit verrichtet haben und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch bei leichteren Arbeiten nicht uneingeschränkt einsatzfähig sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig häufig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Löhnen rechnen müssen (BGE 124 V 323 Erw. 3b/bb mit Hinweisen; vgl. auch BGE 126 V 77 ff. Erw. 4 und 5). Der konkret angemessene Abzug vom Tabellenlohn ist in jedem Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen festzulegen (BGE 126 V 80 Erw. 5b/bb mit Hinweisen). Die Vorinstanz hat unter Berücksichtigung aller Umstände einen 10 %igen Abzug vorgenommen. Damit wird das dem kantonalen Gericht zustehende Ermessen nicht überschritten, sodass für eine Korrektur auf Grund einer abweichenden Einschätzung durch das Eidgenössische Versicherungsgericht kein Raum bleibt (vgl. BGE 126 V 81 Erw. 6 mit Hinweis). Bei einem leidensbedingten Abzug von 10 % resultiert demzufolge ein hypothetisches Invalideneinkommen von Fr. 48'820.85 für das Jahr 1997. Das von der IV-Stelle des Kantons Zürich im Vorbescheid vom 14. Juli 1998 angegebene Invalideneinkommen von Fr. 41'700.- ist schon deshalb nicht massgebend, weil die Invalidenversicherung bei dessen Berechnung auch die Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit durch die vom Beschwerdeführer geklagten, nicht auf das Unfallereignis vom 23. Dezember 1991 zurückzuführenden Gesundheitsschäden zu berücksichtigen hat. c) Die Gegenüberstellung des Valideneinkommens von Fr. 69'384.40 und des Invalideneinkommens von Fr. 48'820.85 ergibt einen Invaliditätsgrad von 29,6 %. Wird auf das von der Invalidenversicherung auf Fr. 69'967.30 bemessene Valideneinkommen abgestellt, resultiert ein Invaliditätsgrad von 30,2 %. Der vom kantonalen Gericht auf 30 % festgesetzte Invaliditätsgrad erweist sich deshalb als rechtens.