Citation: 5A_407/2022 E. 3.2.3

3.2.3. Mit diesen Beanstandungen vermag die Beschwerdeführerin nicht durchzudringen. Die Vorinstanz hat dem angefochtenen Urteil die bundesgerichtliche Rechtsprechung zum Zugriff auf Vermögenswerte Dritter zugrunde gelegt. Es ist nicht offensichtlich unhaltbar, wenn die Vorinstanz dabei auf die Feststellung des Strafverfahrens abstellt (vgl. Urteil 5A_873/2010 vom 3. Mai 2011 E. 4.2.3 f.). Der Verweis auf die behauptete Bindungswirkung des Dispositivs der besagten Urteile mag daran auch nichts zu ändern. Die Beschwerdeführerin unterstellt diesen Urteilen denn auch zu Unrecht, im Dispositiv die Eigentumsfrage materiell zu entscheiden. Einen geradezu willkürlichen Widerspruch kann sie jedenfalls nicht aufzeigen, da auch im Arrestverfahren nicht materiell über die Eigentumsverhältnisse entschieden wird. Die Beschwerdeführerin versucht vielmehr einen Widerspruch zu konstruieren, indem sie die Frage der Einziehung im Strafverfahren mit der Frage der Verarrestierbarkeit auf materiellrechtlicher Ebene vermengt. In der Folge ist auch nicht nachvollziehbar, geschweige denn ist Willkür dargetan, wenn die Beschwerdeführerin eine Art doppelte Bestrafung moniert und behauptet, sie würde "zweimal zur Kasse gebeten". Der Arrest verfolgt Sicherungszwecke im Hinblick auf ein Vollstreckungsverfahren. Fragen der Befriedigung der Arrestforderung, der Verwertung des Arrestgegenstandes, der Verwendung von strafrechtlich eingezogenen Vermögenswerten bzw. Ersatzforderungen sowie des Verhältnisses zu den damit zusammenhängenden Grundbuchsperren sind nicht Teil des Arrestverfahrens.