Citation: 2C_771/2021 E. 5.4.1

5.4.1. Das Recht des Beschwerdeführers auf Familiennachzug steht seit dem Erreichen des Alters von 21 Jahren unter dem Vorbehalt, dass ihm Unterhalt gewährt wird. Fällt diese Voraussetzung weg, hat er keinen aus Art. 3 Abs. 1 und 2 FZA abgeleiteten Anspruch mehr. Auch wenn die von der Mutter geleisteten Beiträge für sie subjektiv erheblich sind, leistet sie dennoch nur einen marginalen Beitrag an den Unterhalt des Beschwerdeführers, welcher grösstenteils durch seine IV-Rente bzw. Ergänzungsleistungen bestritten wird. Unter diesen Umständen kann nicht gesagt werden, die Mutter erbringe einen erheblichen materiellen Beitrag, welcher den wirtschaftlich erforderlichen Unterhalt sicherstellt. Dass es nicht auf die subjektive Erheblichkeit für die unterhaltsleistende, originär aufenthaltsberechtigte Person ankommen kann, ergibt sich auch aus der Voraussetzung, dass diese wirtschaftlich in der Lage sein muss, den erforderlichen Unterhalt zu gewähren (vgl. E. 4.5).