Citation: 1B_347/2021 E. 2.4

2.4. Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrer Verfügung vom 26. Februar 2021 das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege mit einer äusserst knappen Begründung abgewiesen. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin verletzte sie damit jedoch nicht ihre Begründungspflicht. Die Verfügung war die dritte, die im Zusammenhang mit vorgeworfenen Straftaten des Beschuldigten erlassen wurde und bei denen die Beschwerdeführerin als Straf- und Privatklägerin auftrat. Bereits in den beiden vorhergehenden Verfügungen hatte die Staatsanwaltschaft begründet, weshalb sie eine anwaltliche Vertretung der Beschwerdeführerin zur Wahrung ihrer Mitwirkungsrechte nicht für erforderlich hielt. Die dem vorliegenden Verfahren zugrunde liegende Verfügung vom 26. Februar 2021 der Staatsanwaltschaft verweist denn auch auf die diesbezüglichen Ausführungen in den beiden vorhergehenden Verfügungen vom 7. Januar 2020 und vom 13. Juli 2020. Die geltend gemachte seitherige Entwicklung ist, wie die Vorinstanz zu Recht festhält, nicht geeignet, die Ausgangslage für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege derart zu beeinflussen, dass sich eine neue rechtliche Würdigung aufgedrängt hätte. Die betreffenden rechtlichen Ausführungen in den vorangegangenen Verfügungen sind ausreichend und beanspruchen nach wie vor Gültigkeit. Die Begründungen dieser beiden früheren Verfügungen waren der Beschwerdeführerin bekannt, eine Verletzung des rechtlichen Gehörs ist diesbezüglich nicht auszumachen.