Citation: I 669/04 13.12.2005 E. 4

Indessen wird in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu Recht geltend gemacht, dass im Jahr 2003 eine rentenwirksame Änderung eingetreten ist, was rechtsprechungsgemäss bei der rückwirkenden Rentenzusprechung berücksichtigt werden muss (BGE 129 V 222, 128 V 174). Der Beschwerdeführer hat am 1. Juli 2003 eine Festanstellung angetreten. Das 50 %-Pensum entspricht den ärztlichen Einschätzungen seiner Arbeitsfähigkeit, die Tätigkeit im Fundbüro ist den Leiden angepasst, der Versicherte fühlt sich sehr wohl dort und sein Arbeitgeber ist zufrieden mit seiner Leistung, sodass von einem stabilen Arbeitsverhältnis gesprochen werden kann. Zudem verdient der Beschwerdeführer dort pro Stunde mehr als im angestammten Beruf als Taxifahrer. Es kann daher ab 1. Juli 2003 auf die konkreten Lohnverhältnisse abgestellt werden. Gemäss Arbeitsvertrag sind pro Woche 20 Arbeitsstunden zu leisten, und der Stundenlohn beträgt Fr. 19.- (ohne Ferienentschädigung). Dies entspricht einem Jahreseinkommen von Fr. 19'760.- (Fr. 19.- x 20 x 52). Dem ist der Lohn als Taxifahrer (von Fr. 37'018.- im Jahr 2001) gegenüberzustellen. Angepasst an die Nominallohnentwicklung bei den Männerlöhnen im Bereich Dienstleistungen bis ins Jahr 2003 (2002: 1,3 %, 2003: 1,4 %; vgl. Tabelle T1.1.93, Nominallohnindex, Männer, 1993-2004, abrufbar unter www.bfs.admin.ch) ergibt sich ein Einkommen von Fr. 38'024.-. Daraus resultiert ein Invaliditätsgrad von 48 %, sodass der Beschwerdeführer ab 1. Juli 2003 Anspruch auf eine Viertelsrente hat. Zu keinem andern Ergebnis gelangt man, wenn beim Invalideneinkommen anstelle des vertraglichen Lohnanspruchs der tatsächlich erzielte Verdienst gemäss Lohnausweis vom 15. Januar 2004 herangezogen wird. Demnach hat der Versicherte in den Monaten Juli bis November 2003 Fr. 8'889.- erzielt. Umgerechnet auf zwölf Monate ergibt dies ein Einkommen von Fr. 21'333.-, verglichen mit dem Valideneinkommen resultiert ein Invaliditätsgrad von 44 %. Die Verwaltung wird abzuklären haben, ob bei Vorliegen eines wirtschaftlichen Härtefalls Anspruch auf eine halbe Rente besteht (Art. 28 Abs. 1bis IVG und Art. 28bis IVV in der bis 31. Dezember 2003 gültig gewesenen Fassung).