Citation: 2D_14/2020 E. 1.2

1.2. Dagegen gelangte der Steuerpflichtige an die Steuerrekurskommission des Kantons Thurgau, welche den Rekurs mit Entscheid STRE.2019.223 vom 6. März 2020 abwies. Die Steuerrekurskommission legte die bundesgerichtliche Rechtsprechung zum Verfahren "A-Post Plus" dar und erwog, dass demnach eine fehlerhafte Postzustellung nicht zu vermuten sei. Auf die gegenteilige Darstellung eines Adressaten sei nur abzustellen, wenn dessen Darlegung der Sachumstände nachvollziehbar sei und einer gewissen Wahrscheinlichkeit entspreche, wobei der gute Glaube des Adressaten zu vermuten sei. Im vorliegenden Fall habe der Steuerpflichtige sich lediglich in allgemeiner Weise geäussert und im Wesentlichen nur vorgebracht, dass eine Nachverfolgung möglich gewesen wäre, wenn die Veranlagungsbehörde den Versand mit eingeschriebener Briefpost vorgenommen hätte. Im Gegensatz zu seiner Partnerin verfüge er über keinen Briefkastenschlüssel. Diese Argumente, so die Steuerrekurskommission, reichten nicht aus, um konkrete Anzeichen für einen Zustellungsfehler zu setzen. Was den angeblich fehlenden Schlüssel betreffe, verlange die Praxis ohnehin keine Kenntnisnahme, sondern lediglich die Zustellung der amtlichen Sendung. Der Steuerpflichtige habe die Folgen der Säumnis zu vertreten. Die Veranlagungsbehörde sei rechtsfehlerfrei auf das Erlassgesuch nicht eingetreten.