Citation: 7B_879/2024 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer begründet sein Ausstandsbegehren damit, dass Dr. med. Franke just in dem Zeitpunkt bei den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel (nachfolgend: UPK Basel) tätig gewesen sei, als er im Jahr 2011 in deren Obhut verbracht worden sei. Sie habe also teilweise den Entscheid zu verantworten, ihn dort unterzubringen. Ausserdem habe sie unter der Weisung des Klinikdirektors Dr. med. Hachtel gearbeitet, dessen einseitige Begutachtung im Hauptverfahren von der Verteidigung stark kritisiert worden sei. Es gehe somit nicht nur um einen fachlichen Austausch, sondern es bestünden objektive Anhaltspunkte, welche die Besorgnis der Befangenheit zu begründen vermöchten. Wegen dieser sehr ausgeprägten und unguten Nahbeziehung hätte die Vorinstanz einen Revokationsgrund anerkennen müssen. Nebst dem habe Dr. med. Franke keine Ausbildung in Traumafolgen und vermöge die Menschenrechtslage nicht einzuschätzen. Sie eigne sich fachlich deshalb nicht, die sich stellenden Fragen einzuschätzen. Hinzu komme, dass es sich um einen medial aufgeheizten Fall handle. Es stelle sich die Frage, ob überhaupt ein schweizerischer Gutachter in der Lage sei, ohne Bias einen Expertenbericht zu erstellen. Vor dem Hintergrund der Organisationsgarantie von Art. 32 BV sei es deshalb nicht zu verantworten, Dr. med. Franke mit der Begutachtung zu beauftragen.