Citation: 6B_1107/2020 E. 5

Der Beschwerdeführer rügt eine willkürliche antizipierte Beweiswürdigung und damit eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör. Er habe bereits im Verfahren vor der Staatsanwaltschaft beantragt, seine Ehefrau, B.A.________, sei zu befragen bezüglich des Verhaltens der Patientinnen D.________, F.________ und der Beschwerdegegnerin 2 im Wartesaal sowie zu den Rückständen in seiner Unterhose infolge der Blutungen, der Inkontinenz sowie der Zinksalbe. Vor der Vorinstanz habe er diesen Beweisantrag dahingehend ergänzt, dass zumindest eine eidesstattliche Erklärung von B.A.________ zuzulassen sei. Zudem habe er die Einholung eines Gutachtens bei einem Urologen beantragt zur Frage, ob die bei ihm vorhandene Vorhautverengung anlässlich des Geschlechtsverkehrs zu Rissen, Schmerzen und Blutungen führe. Diese Beweisanträge seien von der Staatsanwaltschaft, der Erstinstanz und der Vorinstanz abgewiesen worden, was unver ständlich und nicht nachvollziehbar sei. Würde sich aufgrund der Einvernahme von B.A.________ bestätigen, dass die Rückstände in seiner Unterhose deutlich zu sehen gewesen seien, hätte das den drei Patientinnen auffallen müssen. Sei dies nicht der Fall gewesen, würde das zumindest darauf hindeuten, dass sich die Geschehnisse nicht wie vorgebracht zugetragen hätten. Würde sich aus der Einvernahme von B.A.________ weiter ergeben, dass er kaum noch in der Lage gewesen sei, seinen täglichen Verpflichtungen nachzukommen, wäre dies ein starkes Indiz für die Glaubhaftigkeit seiner Vorbringen. Auch aus ihrer Befragung zum Verhalten der Patientinnen im Wartesaal sowie zum Verhalten der Beschwerdegegnerin 2 bei der Terminfindung resp. der Wahrnehmung von Terminen könnten möglicherweise Rückschlüsse gezogen werden, ob die im Raum stehenden Handlungen tatsächlich stattgefunden hätten. Ferner sei es beweisnotwendig, das beantragte Gutachten einzuholen. Würden darin nämlich seine Vorbringen betreffend des Aussehens seines Glieds sowie über das Vorliegen einer Vorhautverengung sowie deren Auswirkungen bestätigt, wäre dies ein weiteres, starkes Indiz dafür, dass seinen Vorbringen Glauben zu schenken sei.