Citation: 4A_35/2021 E. 4

Die Beschwerdeführerin ist nach wie vor überzeugt, die Parteien hätten sich auf einen Globalpreis geeinigt; sie ficht den vorinstanzlichen Entscheid insoweit aber nicht an, sondern akzeptiert, dass von einem Circa-Preis für das Projekt "Quo Vadis" von Fr. 10-14 Mio. auszugehen sei. Sie macht aber geltend, die Beschwerdegegnerin könnte nur dann mehr als Fr. 14 Mio. fordern, wenn eine Zusatzbestellung vorliege. Deswegen habe sich die Vorinstanz mit der Frage auseinandergesetzt, "ob die vom Totalunternehmervertrag erfassten Leistungen innerhalb des Circa-Preises zuzüglich allfälliger Mehrkosten für Bestellungsänderungen abgerechnet" worden seien. Mit der Frage, ob Zusatzbestellungen im Gegenwert von rund Fr. 20 Mio. (nämlich Fr. 34'837'509.32 - Fr. 14 Mio.) vorgelegen hätten, habe sich die Vorinstanz auf kaum mehr als einer Seite der Urteilsbegründung befasst und die Frage weitestgehend ungeprüft gelassen, obwohl die Beschwerdegegnerin die Beweislast für Zusatzbestellungen trage. Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie habe in den vorinstanzlichen Rechtsschriften stets detailliert dargelegt, dass ein Globalpreis von Fr. 19 Mio. vereinbart worden sei bzw. dass ein Circa-Preis von Fr. 10-14 Mio. zur Anwendung gelange. Sollte die Beschwerdegegnerin behaupten, der Werklohn für bis zum 11. Juli 2003 erteilte Zusatzbestellungen übersteige die von der Beschwerdeführerin anerkannten Fr. 5 Mio., so hätte sie die einzelnen Zusatzbestellungen und deren Kosten im Einzelnen zu beweisen. Weitere, nach dem 11. Juli 2003 erteilte Zusatzaufträge würden bestritten, soweit sie den anerkannten und bereits akonto dieser Zusatzaufträge bezahlten Betrag von Fr. 475'157.-- überstiegen.