Citation: 8C_302/2024 E. 8.3.2

8.3.2. Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, der psychiatrische ABI-Gutachter habe ein deutlich aggravatorisches Verhalten festgestellt. Welche Verhaltensweisen effektiv aggravatorisch gewesen seien, sei im ABI-Gutachten nicht festgehalten worden. Dass sie mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Stuhl hin und her gerückt sei, sei entgegen dem Gutachter bei den erheblichen Rückenschmerzen kaum überraschend. Dass sie die Unterlagen zu Hause vergessen habe, sei Zeichen der Depression und kaum einer Aggravation. Wie es sich hiermit verhält, braucht nicht weiter geprüft zu werden. Denn der psychiatrische ABI-Gutachter stellte auch fest, ein deutlicher Leidensdruck sei bei der Beschwerdeführerin in der Untersuchung nicht spürbar gewesen. In der Alltagsgestaltung fänden sich keine höhergradigen Einschränkungen. Sie sei in der Lage, grossteils den Haushalt und die Einkäufe zu erledigen. Sie gehe mehrfach am Tag spazieren, fahre Velo und begebe sich regelmässig mehrmals pro Woche zu Fuss zu einer Kapelle. Letztlich kann aber offen bleiben, ob von einem Ausschlussgrund nach BGE 141 V 281 E. 2.2.1 auszugehen ist. So oder anders konnte im ABI-Gutachten vom 6. April 2022 ein erhebliches psychisches Krankheitsgeschehen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit festgestellt werden. Diese Beweislosigkeit geht zu Lasten der Beschwerdeführerin (vgl. BGE 138 V 218 E. 6; Urteil 8C_288/2024 vom 29. Oktober 2024 E. 8.7).