Citation: 5A_44/2023 E. 4.2

4.2. Vor Bundesgericht hält die Beschwerdeführerin an ihrer Auffassung fest, dass sich der Beschwerdegegner nur dann auf die Nichtkenntnis des Widerrufs berufen kann, wenn er zeigt, dass ihm die Vollmacht direkt von ihr, der Beschwerdeführerin selbst, mitgeteilt wurde und er sich auch im Jahr 2010 und 2015 und damit im Zeitpunkt der beiden letzteren angeblichen Darlehensvertäge noch in gutem Glauben auf den angeblich erzeugten Rechtsschein hat verlassen dürfen. Das Kantonsgericht habe somit - anstatt die Voraussetzungen einer Kundgabe der Vollmacht zu prüfen - vielmehr direkt die Rechtsfolge bejaht, und ihr vorgeworfen, sie habe nicht aufgezeigt, dass sie den Widerruf mitgeteilt habe. Im Ergebnis hätten damit sowohl die erste Instanz als auch das Kantonsgericht den Beschwerdegegner in der Erstellung seines Behauptungsfundaments unter Verletzung der Dispositionsmaxime unterstützt.