Citation: U 33/03 02.12.2003 E. 4

4.1 Ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf, wie er sich laut Polizeirapport und den gegenüber verschiedenen Ärzten geäusserten Angaben des Beschwerdeführers abgespielt hat, wurde der Unfall vom 10. Februar 1993 im Rahmen der Einteilung, die rechtsprechungsgemäss für die Belange der hier vorzunehmenden Adäquanzbeurteilung massgeblich ist (BGE 117 V 366 f. Erw. 6a), von der Vorinstanz dem mittleren Bereich zugeordnet. Dies lässt sich, vor allem auch im Lichte der bisherigen Judikatur (dargestellt u.a. in RKUV 1999 Nr. U 330 S. 122 ff. Erw. 4b/bb sowie 1995 Nr. U 215 S. 91 Erw. b), nicht beanstanden, da vorliegend weder der verursachte Sachschaden, welcher sich gemäss Aussage des Beschwerdeführers zwar auf Fr. 11'000.- beläuft, der aber auf Grund der bei den Akten liegenden Fotographie des Unfallfahrzeuges nicht als äusserst gravierend zu bezeichnen ist, noch die erlittenen Verletzungen auf durch den Unfall freigesetzte erhebliche Kräfte hindeuten (vgl. Urteil S. vom 21. März 2003, U 367/01, Erw. 4.2 mit Hinweis). So hat das Eidgenössische Versicherungsgericht einen schweren Unfall beispielsweise bei einer Frontalkollision bejaht, bei welcher der Mitfahrer getötet und der Fahrer schwer verletzt wurden (RKUV 1995 Nr. U 215 S. 91 Erw. b). Von einer derartigen Konstellation kann hier nicht die Rede sein. Was die vom Versicherten geltend gemachte Auffahrgeschwindigkeit der in den Unfall involvierten Fahrzeuge anbelangt, wurde eine frontale Kollision, bei der die Personenwagen mit einer Geschwindigkeit von rund 20 km/h bzw. 30 km/h aufeinander trafen und keine schwereren Verletzungen resultieren, zu den leichteren Ereignissen im mittleren Bereich gezählt (Erw. 3a des in RKUV 1995 Nr. U 221 S. 117 zusammenfassend zitierten Urteils F. vom 6. Januar 1995, U 185/94). Einen Unfallhergang, anlässlich welchem der rechte Teil der Front eines Fahrzeugs mit der linken Seite eines von rechts kommenden Fahrzeugs zusammenstiess, wobei beide Lenker angaben, sie seien mit einer Geschwindigkeit von ungefähr 50 km/h unterwegs gewesen, und bei dem die Beifahrerin des einen Personenwagens eine Commotio cerebri und ein Distorsionstrauma der HWS erlitt, ordnete das höchste Gericht den mittelschweren Ereignissen zu (Urteil R. vom 17. Mai 2001, U 434/00, Erw. 7b). Vor diesem Hintergrund erscheint die Annahme, dass es sich bei einem Unfall wie dem hier zu beurteilenden - frontales Aufeinanderprallen zweier Fahrzeuge mit Geschwindigkeiten von 30 bis 40 km/h bzw. 50 km/h - angesichts der zugezogenen Verletzungen (Distorsion der HWS, posttraumatisches Cervikovertebralsyndrom mit wahrscheinlicher Commotio cerebri) um ein mittelschweres Ereignis handelt, als folgerichtig. Ferner stellen entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers Art und Weise des Erlebens und die Verarbeitung eines Unfallereignisses keine wesentlichen Kriterien dar, an welche für die Einteilung der Unfallgeschehnisse anzuknüpfen wäre (BGE 124 V 44 Erw. 5c/aa; Urteil S. vom 21. März 2003, U 367/01, Erw. 4.2). Der Umstand, dass ein Schleudertrauma der HWS in strafrechtlicher Hinsicht allenfalls eine schwere Körperverletzung darzustellen vermag, ändert an diesem Ergebnis nichts. Zur Bejahung der Adäquanz ist daher erforderlich, dass ein einzelnes unfallbezogenes Kriterium besonders ausgeprägt erfüllt ist oder die nach der Praxis relevanten Kriterien insgesamt in gehäufter oder auffallender Weise vorliegen (BGE 117 V 367 f. Erw. 6b).