Citation: 6S.34/2003 21.03.2003 E. 3

Der Beschwerdeführer rügt die Annahme von Arglist auch im Zusammenhang mit der Bestellung von Druckerpatronen. Er sei leistungswillig gewesen. Die Geschädigte hätte zudem sehr leicht in Erfahrung bringen können, dass die Firmen, unter deren Namen er die Bestellungen aufgab, nicht existierten. 3.1 Aus den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz ist ersichtlich, dass der Beschwerdeführer seit 1996 keiner geregelten Arbeit mehr nachging, sondern einzig von den Gebühren lebte, die ihm seine Kunden zahlten. Gegen ihn seien Betreibungen hängig und eine Vielzahl von Rechnungen ausstehend gewesen. Er habe zugegeben, unter verschiedenen Namen Bestellungen aufzugeben, da er gedacht habe, auf diese Weise eher etwas geliefert zu bekommen. 3.2 Wer zur Erfüllung einer vertraglichen Leistung offensichtlich nicht fähig ist, ist nach der Rechtsprechung auch nicht erfüllungswillig (vgl. BGE 118 IV 359 E. 2 S. 361). In Anbetracht der beschriebenen Umstände verletzte die Vorinstanz kein Bundesrecht, als sie annahm, der Beschwerdeführer sei nicht zahlungsfähig und daher auch nicht zahlungswillig gewesen. Zutreffend erwägt sie auch, dass der Geschädigten kein Vorwurf gemacht werden könne, über die finanzielle Situation der Besteller keine Auskünfte eingeholt zu haben. Bei kleinen Beträgen (zwischen Fr. 200.-- und rund Fr. 465.--) seien Nachforschungen über die Zahlungsfähigkeit eines Kunden kosten- und zeitaufwändig und daher nicht üblich. Die Geschädigte habe zudem sofort reagiert, als sie bei der dritten Bestellung die Handschrift des Beschwerdeführers erkannt habe, obwohl die Bestellung unter einem neuen Namen eingegangen sei. Natürlich hätte die Geschädigte vorsichtiger sein und Auskünfte über die Zahlungsfähigkeit des Bestellers einholen können. Anhaltspunkte für ein betrügerisches Verhalten, die sie zu einer grösseren Vorsicht hätten bewegen sollen, lagen jedoch keine vor. Sie konnte somit handelsüblich vorgehen, ohne dass ihr Leichtfertigkeit vorzuwerfen ist.