Citation: 5A_144/2023 E. 4.7.2

4.7.2. Dies überzeugt nicht: Eine spätere Abänderung des Unterhaltsbeitrags bedingt, dass die Voraussetzungen von Art. 179 Abs. 1 ZGB gegeben sind, mithin eine wesentliche und dauerhafte Veränderung in den massgebenden Verhältnissen eingetreten ist (BGE 143 III 617 E. 3.1). In einem allfälligen Abänderungsverfahren ist daher primär zu klären, ob eine derartige Veränderung eingetreten ist. Der von den Ehegatten zuletzt gemeinsam gelebte Standard als Obergrenze des Unterhaltsbeitrags wird in der gegebenen Konstellation erst dann bedeutsam, wenn das Vorliegen eines Änderungsgrundes bejaht wird und sich die Anschlussfrage stellt, bis zu welchem Betrag der Unterhalt erhöht werden darf (zum Vorgehen bei Vorliegen eines Änderungsgrunds vgl. Urteil 5A_424/2022 vom 23. Januar 2023 E. 2.1.2 mit Hinweisen). Dabei ist zu beachten, dass eine solche Erhöhung grundsätzlich ohne Berücksichtigung der Beschränkungen möglich ist, die im Kontext des nachehelichen Unterhalts gelten (vgl. Art. 129 ZGB; BGE 143 III 617 E. 5.4.3; 138 III 97 E. 2.3.1). Im Zusammenhang mit einer Reduktion des Unterhaltsbeitrags, der wie hier von Anfang an unter dem zuletzt gemeinsam gelebten Standard bleibt (vgl. E. 4.4.2 hiervor), ist dagegen nicht ersichtlich, weshalb die Feststellung dieses Standards notwendig sein sollte. Eine Erhöhung des Unterhaltsbeitrags liegt allein im Interesse der Beschwerdegegnerin. Unbesehen um die Frage der Beschwerdelegitimation nach Art. 76 Abs. 1 BGG vermag der Beschwerdeführer damit nicht aufzuzeigen, dass das angefochtene Urteil mit Blick auf ein späteres Abänderungsbegehren seinerseits verfassungswidrig ist.