Citation: 4A_453/2023 E. 2.4

2.4. Die II. Zivilkammer des Obergerichts stützte sich auf die soeben erwähnte bundesgerichtliche Rechtsprechung. Bezogen auf den konkreten Fall erwog sie, der erstinstanzliche Beschluss der Gerichtsverwaltung des Bezirksgerichts Andelfingen vom 10. März 2023 enthalte eine korrekte Rechtsmittelbelehrung, wonach innert 10 Tagen Beschwerde beim Obergericht des Kantons Zürich, Zivilkammer, erklärt werden könne. Der Beschwerdeführer habe den Entscheid der Erstinstanz am 23. März 2023 entgegengenommen. Die 10-tägige Beschwerdefrist sei also bis am 3. April 2023 gelaufen. Mit seiner Eingabe vom 2. April 2023 (Poststempel: 3. April 2023) sei der Beschwerdeführer rechtzeitig an das Obergericht des Kantons Zürich gelangt. Allerdings richteten sich seine Begehren an die Verwaltungskommission des Obergerichts als "erste Instanz" "in einem solchen Justizverwaltungsverfahren". Er verlange, dass die Verwaltungskommission das Verfahren an eine andere Schlichtungsbehörde überweise, dass nach Entscheid durch die Verwaltungskommission der Beschluss der Gerichtsverwaltung des Bezirksgerichts Andelfingen vom 10. März 2023 "aufheben zu lassen" und dass "im vorliegenden Verfahren vor obergerichtlicher Verwaltungskommission" keine Entscheidgebühr zu erheben und keine Parteientschädigung zuzusprechen sei. Die II. Zivilkammer des Obergerichts erwog, diese Anträge seien klar an die Verwaltungskommission des Obergerichts gerichtet, weshalb die Eingabe auch bei dieser eingegangen sei. Diese sei aber für die Beurteilung einer Beschwerde gegen den Beschluss der Gerichtsverwaltung des Bezirksgerichts Andelfingen nicht zuständig. Die II. Zivilkammer des Obergerichts ging auf das Argument des Beschwerdeführers ein, er habe zeitgleich mit seinem Antrag an die Verwaltungskommission des Obergerichts Beschwerde gegen den erstinstanzlichen Beschluss der Gerichtsverwaltung des Bezirksgerichts Andelfingen vom 10. März 2023 erhoben. Dazu hielt sie im angefochtenen Entscheid fest, der Beschwerdeführer behaupte zu Recht nicht, er habe die Beschwerde versehentlich an die falsche Stelle gerichtet. Die erstinstanzliche Rechtsmittelbelehrung sei klar und enthalte insbesondere den Hinweis auf die Zivilkammer des Obergerichts als zuständige Beschwerdeinstanz. Darüber hinaus sei der Beschwerdeführer kein juristischer Laie. Vielmehr habe er ein juristisches Studium und ein Auditoriat am Bezirksgericht Andelfingen absolviert. Aus alledem schliesst die II. Zivilkammer des Obergerichts, dass der Beschwerdeführer "sein sinngemässes Rechtsmittel" bewusst an die Verwaltungskommission des Obergerichts und damit an die falsche Stelle gerichtet habe. Dazu passe auch sein Standpunkt, dass er gar nie ein Ausstandsverfahren habe einleiten wollen, sondern seit Anbeginn die Verwaltungskommission als zuständige Stelle für seinen prozessualen Antrag auf Umteilung des Kündigungsschutzverfahrens gehalten habe, weshalb er nun mit seinem Anliegen an die eigentlich zuständige Verwaltungskommission gelange. Die II. Zivilkammer des Obergerichts fasste zusammen, der Beschwerdeführer habe seine Eingabe vom 2. April 2023 an die falsche Behörde gerichtet. Bei der zuständigen II. Zivilkammer des Obergerichts sei die Beschwerde erst mit Schreiben der Verwaltungskommission des Obergerichts vom 21. April 2023 eingetroffen und damit nach Ablauf der 10-tägigen Beschwerdefrist. Da der Beschwerdeführer sich nicht aus Versehen an die falsche Behörde gewandt habe, sei die Verwaltungskommission des Obergerichts nicht verpflichtet gewesen, seine Eingabe unverzüglich weiterzuleiten. Ein Gesuch um Weiterleitung habe der Beschwerdeführer erst am 20. April 2023 gestellt. Damit sei die Beschwerde verspätet erfolgt, weshalb darauf nicht einzutreten sei.