Citation: 6B_1395/2019 E. 1.3

1.3. Die vorinstanzlichen Ausführungen sind schlüssig. Der Beschwerdeführer beschränkt sich im Wesentlichen darauf, diese zu bestreiten und ihnen seine eigene Sachverhaltsdarstellung gegenüber zu stellen. Dies genügt zum Nachweis von Willkür nicht (oben E. 1.1). So macht er unter Verweis auf Zeugen, eine Terminbestätigung und eine Aktennotiz wiederum geltend, angesichts seiner bis zur Mittagszeit dauernden Besprechung in Aarau könne er nicht um 12.16 Uhr in Zofingen geblitzt worden sein. Die Vorinstanz hat sich mit diesen Argumenten indes einlässlich auseinandergesetzt und sie nachvollziehbar widerlegt. Der Beschwerdeführer vermag damit nicht darzutun, dass die Annahme, wonach das inkriminierte Radarfoto seine Anwesenheit am Tatort und damit seine Täterschaft beweise, schlechterdings unhaltbar wäre. Dies behauptet er im Übrigen gar nicht, macht er doch lediglich geltend, die Schlussfolgerung der Vorinstanz sei falsch. Entgegen seiner Auffassung ist Zofingen von Aarau zudem durchaus innert der fraglichen Zeitspanne zu erreichen, zumal wenn, wie vorliegend, die zulässige Höchstgeschwindigkeit gelegentlich überschritten und mit der Vorinstanz davon ausgegangen wird, dass der Beschwerdeführer die Besprechung in Aarau gegen Mittag, mithin vor 12 Uhr, verlassen hat. Das Abstellen auf die tatnäheren Angaben ist nachvollziehbar und nicht zu beanstanden. Die Frage, ob die Vorinstanz eine andere, nicht über Zofingen führende Route von Aarau nach Hagendorn als "effizienter" und daher naheliegender hätte bejahen müssen, prüft das Bundesgericht zudem nur unter dem Aspekt der Willkür (vgl. oben E. 1.1). Die Vorinstanz war auch nicht gehalten, ein Gutachten zu dieser Frage oder weitere Beweise hierzu einzuholen, was das Bundesgericht ebenfalls nur eingeschränkt prüft (zur antizipierten Beweiswürdigung vgl. BGE 141 I 60 E. 3.3; Urteil 6B_927/2019 vom 20. November 2019 E. 2.1.3). Dies gilt ebenso für das vom Beschwerdeführer als notwendig erachtete Gutachten zur wissenschaftlichen Identifizierung der Person auf dem Radarfoto, was die Vorinstanz gestützt auf ihre eigene Wahrnehmung und zu Recht ablehnt. Wie die Vorinstanz sodann zutreffend erwägt, kann unter den gegebenen Umständen, namentlich angesichts des Radarfotos, vom Beschwerdeführer erwartet werden, Angaben dazu zu machen, wer ausser ihm konkret als Täter in Frage kommen und ihm ähnlich sehen würde, was er weiterhin nicht tut. Darin liegt weder eine Verletzung der Unschuldsvermutung noch des Verbots des Selbstbelastungszwangs (sog. nemo-tenetur-Grundsatz; BGE 131 IV 36 E. 3.1 S. 40). Diese hindern das Sachgericht nicht daran, die zur Entlastung vorgebrachte Behauptung des beschuldigten Fahrzeughalters, nicht er, sondern ein Dritter habe das Tatfahrzeug gelenkt, aufgrund der konkreten Fallumstände als unglaubhaft zu würdigen. Aussagen, auch jene des Angeklagten, sind Beweismittel. Fehlt eine solche Aussage, fehlt lediglich ein Beweismittel. Auch das Schweigen des Beschuldigten schliesst die Annahme der Täterschaft nicht aus, wenn sie aufgrund der gesamten Beweis- und Indizienlage nicht zweifelhaft ist. Der Schluss auf die Täterschaft begründet auch keine Umkehr der Beweislast, welche die Unschuldsvermutung verletzen könnte. In dem Masse, wie der Betroffene auf Mitwirkung verzichtet, begibt er sich der Möglichkeit, auf sein Verfahren einzuwirken und seine Interessen aktiv wahrzunehmen. Dies kann aber die Behörden nicht hindern, ihre gesetzliche Aufgabe wahrzunehmen. Zu prüfen ist in solchen Fällen nur noch, ob die Behörden wirksame Verteidigungsmöglichkeiten gewährt und das Beweismaterial gesetzmässig verwendet haben (vgl. zum Ganzen: Urteil 6B_843/2018 vom 8. Januar 2019 E. 1.4 mit Hinweisen). Dass dies nicht geschehen wäre, behauptet der Beschwerdeführer nicht und ist nicht ersichtlich. Soweit der Beschwerdeführer schliesslich in verfahrensrechtlicher Hinsicht eine Ordnungswidrigkeit der Aktenführung seitens der Untersuchungsbehörden und der Vorinstanz rügt, zeigt er nicht auf, was er daraus für sich ableiten will. Es kann auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden. Der vor Bundesgericht erstmals erhobene Einwand, es sei nicht ausgeschlossen, dass der seine Täterschaft stets bestreitende Beschwerdeführer im angeblich unvollständigen Einvernahmeprotokoll der Polizei vom 8. Juni 2017 substanzielle - über die bisher beurteilten Vorbringen hinausgehende, das Radarfoto widerlegende - Angaben zu seinem Alibi gemacht haben könnte, ist verspätet (Art. 99 Abs. 1 BGG) und rein spekulativ. Jedenfalls aber vermag der Einwand die Schlussfolgerungen der Vorinstanz nicht zu erschüttern.