Citation: 4A_532/2022 E. B

B.a. Am 6. Juli 2021 reichte der Versicherte beim Kantonsgericht Freiburg Klage gegen die Versicherung ein. Er verlangte, die Versicherung sei zu verpflichten, ihm Krankentaggelder im Betrag von Fr. 145'068.20 nebst Zins seit dem jeweiligen Fälligkeitsdatum zu bezahlen. B.b. Mit Verfügung vom 13. Juli 2022 wurde das Gesuch des Versicherten um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gutgeheissen. B.c. Am 8. September 2022 fand eine öffentliche Verhandlung statt. Anlässlich derer änderte der Versicherte sein Rechtsbegehren. Er beantragte neu, die Versicherung sei zu verpflichten, ihm Krankentaggelder in der Höhe von Fr. 137'667.20 nebst Zins zu 5 % seit dem 8. November 2014 (mittlerer Verfall) zu bezahlen. B.d. Mit Urteil vom 13. Oktober 2022 wies das Kantonsgericht die Klage ab. Es erwog, der Versicherte habe den Beweis nicht erbracht, dass seit dem 23. November 2015 [recte: 2013] eine Arbeitsunfähigkeit von 60 % bestanden und über den 1. Mai 2014 hinaus angedauert habe. Weiter sei festzustellen, dass die Versicherung den Beweis habe erbringen können, dass sich der Versicherte wiederholt einer Verletzung von Verhaltenspflichten schuldig gemacht habe, was die Versicherung daran hinderte, die Krankheitsfolgen festzustellen. Die Versicherung habe somit zu Recht ihre Leistungen per 1. Mai 2014 eingestellt.