Citation: 1B_263/2021 E. 4.2

4.2. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschwerdeführer in der Anklageschrift, soweit hier interessierend, insbesondere vor, er sei am 2. August 2020 um circa 14 Uhr mit einem Beil in der Hand am Wohnort seines Nebenbuhlers B.________ (nachfolgend: Geschädigter) erschienen und habe diesen zu einem Gespräch aufgefordert. Nachdem der Geschädigte eingewilligt habe, habe der Beschwerdeführer ihm das Beil übergeben. Im darauffolgenden Gespräch habe der Beschwerdeführer dem Geschädigten erklärt, er habe ursprünglich die Absicht gehabt, ihn zu töten. Weiter habe er ihm diverse Fragen zu seiner Exfreundin C.________ (nachfolgend: Geschädigte) gestellt. Sodann habe er ihm mitgeteilt, dass er ihm gegenüber Gewaltphantasien hege und ihn "einsalzen" wolle. Dies bedeute, jemanden zu verprügeln, ihm den Penis anzuzünden, die Augen auszustechen und Salz über ihn zu streuen. Später habe er dem Geschädigten an dessen Wohnort die in seinem Rucksack mitgebrachten Utensilien gezeigt (Salz zum "Einsalzen", ein spitz zulaufendes Pflanzholz zur rektalen Einführung und Brennsprit für den Penis). Während des Gesprächs habe er seine Gewaltphantasien mehrfach wiederholt und variiert. Er habe zudem zum Geschädigten gesagt, seine Freunde aus der Hooligan- und der Nazi-Szene wüssten, wo er wohne. Er solle sich von der Geschädigten fernhalten, sonst schlage er ihn kaputt, bzw. er solle diese in Ruhe lassen, sonst werde er ihn fertigmachen und Nazis auf ihn hetzen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschwerdeführer ausserdem vor, er habe unter anderem dem Vorstand der religiösen Gemeinde des Geschädigten mitgeteilt, dieser habe die Geschädigte vergewaltigt und zu hartem Sex gezwungen. Zu dieser habe er im Weiteren gesagt, er werde kommen und sie vergewaltigen. Zudem habe er ihr mehrfach mit dem Tod und einmal mit körperlicher Gewalt gedroht. Ferner habe er sie gedrängt, sich dahingehend zu äussern, dass der Geschädigte sie vergewaltigt habe, sowie versucht, von ihr Fr. 15'000.-- zu erpressen. Darüber hinaus habe er den Geschädigten und insbesondere die Geschädigte mehrfach übel und aggressiv beschimpft.