Citation: 5A_621/2021 E. 3.3.3

3.3.3. Für die rückwirkende Zusprechung von Unterhalt ist grundsätzlich auf das damals erzielte Nettoeinkommen abzustellen. Wie sich das im Verhältnis zur Berechnung des durchschnittlichen Einkommens bei Selbständigerwerbenden verhält bzw. ob bei Selbständigerwerbenden für die rückwirkende Zusprechung von Unterhalt nur auf das im jeweiligen Jahr tatsächlich erzielte Einkommen oder auf den bis zum entsprechenden Jahr errechneten Durchschnitt der letzten - in der Regel drei - Jahre abzustellen ist, kann vorliegend offen bleiben. Denn selbst der Beschwerdeführer stellt für die Berechnung des Einkommens auf einen Durchschnitt aus den Jahren 2017 bis 2019 ab und will diesen - soweit seinen diesbezüglichen Ausführungen gefolgt werden kann - ebenfalls rückwirkend anwenden. Inwiefern dann das Abstellen auf den Durchschnitt der Jahre 2014 bis 2017 und 2019 willkürlich sein soll (zur willkürfreien Berücksichtigung der Jahre 2014 und 2016 schon E. 3.2.4.1), vermag der Beschwerdeführer nicht darzulegen, zumal das Jahr 2018 unstrittig als Ausreisser-Jahr ausser Betracht zu bleiben hat. Soweit er ausführt, die Vorinstanz habe bei den Jahren 2018 und 2019 nicht auf das tatsächlich in diesen Jahren erzielte Einkommen abgestellt, so ergeht er sich in rein appellatorischen Ausführungen, ohne jedoch Willkür zu rügen bzw. aufzuzeigen, inwiefern die Vorinstanz konkret in Willkür verfallen sein soll. Der Beschwerdeführer kommt seinen Begründungspflichten gemäss Art. 106 Abs. 2 BGG nicht nach; darauf ist nicht weiter einzugehen.