Citation: 6B_765/2015 E. 6.3.1

6.3.1. Die Vorinstanz qualifiziert die objektive und subjektive Tatschwere insgesamt als sehr erheblich. Sie berücksichtigt unter anderem, dass der Beschwerdeführer sich an drei Frauen verging, die Beschwerdegegnerin 2 über einen Zeitraum von (fast) fünf Jahren mehrfach vergewaltigte und sexuell nötigte und er insbesondere gegenüber der Beschwerdegegnerin 2 äusserst grob vorging (unter anderem mehrfache anale Penetration und mehrfaches Einführen der ganzen Hand in die Vagina). Indem der Beschwerdeführer in wenig substanziierter Weise auf eine "teils geringe Übergriffsintensität" verweist und meint, bei der Beschwerdegegnerin 2 seien die Folgen der Übergriffe bis heute nicht bekannt, vermag er sich nicht zu entlasten. Dass die sexuelle Nötigung und die Schändung der Beschwerdegegnerinnen 3 und 4 vergleichsweise weniger intensiv ausfielen, verkennt die Vorinstanz nicht. Hingegen geht die Vorinstanz methodisch nicht korrekt vor, indem sie den ordentlichen Strafrahmen aufgrund der mehreren Taten in Anwendung von Art. 49 Abs. 1 StGB auf 15 Jahre erweitert. Die tat- und täterangemessene Strafe ist grundsätzlich innerhalb des ordentlichen Strafrahmens der (schwersten) anzuwendenden Strafbestimmung festzusetzen. Dieser wird durch Strafschärfungs- oder Strafmilderungsgründe nicht automatisch erweitert. Vielmehr ist der ordentliche Strafrahmen nur zu verlassen, wenn aussergewöhnliche Umstände vorliegen und die für die betreffende Tat angedrohte Strafe im konkreten Fall zu hart bzw. zu milde erscheint (BGE 136 IV 55 E. 5.8 S. 63 mit Hinweisen). Solche Umstände zeigt die Vorinstanz nicht auf. Dennoch kann das Bundesgericht, solange sich die Strafe unter Beachtung aller relevanten Faktoren wie hier offensichtlich im Rahmen des dem Sachgericht zustehenden Ermessens hält, das angefochtene Urteil auch bestätigen, wenn dieses in Bezug auf die Erwägungen zum Strafmass einzelne Unklarheiten und Unvollkommenheiten enthält (Urteil 6B_341/2007 vom 17. März 2008 E. 8.4, nicht publ. in: BGE 134 IV 97). Indem die Vorinstanz die objektive und subjektive Tatschwere insgesamt als sehr erheblich einschätzt, verletzt sie ihr Ermessen nicht. Die fragliche Einsatzstrafe von acht Jahren bewegt sich im oberen Drittel des ordentlichen Strafrahmens. Die Formulierung des Verschuldens und die Festsetzung des Strafmasses stehen auch begrifflich noch im Einklang (vgl. BGE 136 IV 55 E. 5.9 S. 64 und Urteil 6B_1096/2010 vom 7. Juli 2011 E. 4.2 mit Hinweisen). Ebenso kann auf eine Aufhebung des Urteils und eine Rückweisung verzichtet werden, obgleich die Vorinstanz soweit erkennbar gedanklich keine Einsatzstrafe für das schwerste Delikt festlegt. Dies wird vom Beschwerdeführer nicht gerügt. Insbesondere bringt er nicht vor, das methodisch unrichtige Vorgehen der Vorinstanz wirke sich zu seinem Nachteil aus.