Citation: 8G_2/2022 E. 2.3

2.3. Entgegen der Gesuchstellerin lässt sich auch nicht sagen, dass die Begründung des betroffenen Urteils unklar oder mehrdeutig wäre. Einer inhaltlichen Präzisierung bedarf es nicht, und eine Abänderung der Entscheidung fiele sowieso ausser Betracht, wie auch kein Raum für eine allgemeine Diskussion einzelner Formulierungen im Urteil besteht (vgl. E. 1 hiervor). Der Umstand allein, dass die IV-Stelle den mit der Rückweisung erteilten Abklärungsauftrag anders, namentlich weiter interpretiert als die Gesuchstellerin, gibt keinen Anlass zur Erläuterung. Ebenso wenig kann unter den hier gegebenen Umständen von einer klaren Fehlinterpretation der bundesgerichtlichen Erwägungen durch die IV-Stelle ausgegangen werden (vgl. dazu Urteil 4C.86/2004 vom 7. Juli 2004 E. 1.4), die dem Fall zwangsläufig näher steht als das Bundesgericht und die hinsichtlich der - bei einem komplexen, allenfalls fluktuierend verlaufenden Beschwerdebild - gebotenen Beweismassnahmen auch über Ermessen verfügt. Davon abgesehen kann das Mittel der Erläuterung nicht dazu dienen, gegen die Beweismassnahmen der Verwaltung den (notabene "direkten") Rechtsweg an das Bundesgericht zu öffnen (vgl. BGE 137 V 210 E. 3.4.1.2; Urteil 9C_207/2012 vom 3. Juli 2013 E. 1.2.1, nicht publ. in: BGE 139 V 349).