Citation: 4A_71/2008 05.05.2008 E. 4

Die Beschwerdeführerin macht sodann geltend, die Vorinstanz habe Bundesrecht, insbesondere die Art. 62 ff. OR verletzt, indem sie einen Bereicherungsanspruch mit der Begründung abgelehnt habe, die Zahlungen der Beschwerdeführerin an den Beschwerdegegner stellten nicht die irrtümliche Zahlung einer Nichtschuld, sondern die Bezahlung von Werklohn dar. Auch auf diese Rüge kann nicht eingetreten werden, da die Beschwerdeführerin ihr im Wesentlichen tatsächliche Elemente zugrunde legt, die im angefochtenen Urteil keine Stütze finden: So macht sie geltend, der Werklohn habe sich um den Betrag von Fr. 73'990.70 reduziert, da sie nach dem Vertrag zur direkten Zahlung an die Y.B.________ AG berechtigt gewesen sei, zumal sie diese Subunternehmerin bezahlt habe, um nicht unter den Druck eines Bauhandwerkerpfandrechts und eines drohenden Baustopps zu gelangen, nachdem der Beschwerdegegner seine werkvertraglich geschuldete Leistung eigenmächtig reduziert habe. Die Vorinstanz hat indessen gegenteils festgestellt, dass nach dem Werkvertrag die "Zahlungen der Bauherrschaft nur auf Anweisung der Bauleitung" erfolgten, die Beschwerdeführerin mithin nicht zur direkten Zahlung der Subunternehmer befugt war bzw. solche dem Beschwerdegegner grundsätzlich nicht entgegenhalten kann. Auch die Behauptung der Beschwerdeführerin, sie habe die Y.B.________ AG zur Vermeidung eines Bauhandwerkerpfandrechts oder eines Baustopps bezahlt, findet in den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz keine Stütze, zumal die Vorinstanz festgehalten hat, es sei hinsichtlich der Rechnungen Nrn. 1298, 1455 und 1490 nicht dargetan, dass die Y.B.________ AG die Beschwerdeführerin in Verzug gesetzt hätte. Keine Stütze im angefochtenen Urteil findet sodann die Behauptung, der Beschwerdegegner habe seine vertraglichen Leistungen eigenmächtig reduziert, womit die Beschwerdeführerin offenbar geltend machen will, er habe die Y.B.________ AG nicht bezahlt (vgl. die vorstehende Erwägung 3). Inwiefern die Vorinstanz Bundesrecht verletzt haben soll, wenn sie aufgrund des von ihr festgestellten Sachverhalts nicht auf eine Reduktion des Werklohnes und auf Bezahlung einer Nichtschuld schloss, tut die Beschwerdeführerin nicht dar. Es erübrigt sich damit auch auf deren Vorbringen einzugehen, wonach ihre Zahlung irrtümlich erfolgt sei.