Citation: 6B_954/2023 E. 2.3

2.3. Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer das Gesuch um Wiederherstellung der Einsprachefrist fristgerecht eingereicht und die versäumte Einsprache rechtzeitig bei der Staatsanwaltschaft nachgeholt hat. Zudem droht ihm ein erheblicher und unersetzlicher Rechtsverlust, da der Strafbefehl vom 19. April 2022 durch die verspätete Einsprache in Rechtskraft erwächst. In materieller Hinsicht bejaht die Vorinstanz indessen ein Verschulden des Beschwerdeführers an der Säumnis. Zur Begründung führt sie aus, der Beschwerdeführer habe mit der Zustellung einer behördlichen Sendung rechnen müssen. Weniger als drei Monate vor der Zustellung sei er durch die Polizei als beschuldigte Person einvernommen worden. Dabei sei ihm mitgeteilt worden, dass eine Anzeige zuhanden der Staatsanwaltschaft erfolgen werde. Die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Ferien würden kein unvorhersehbares Ereignis darstellen, die eine Fristwahrung unmöglich gemacht hätten. Er hätte eine Stellvertretung organisieren oder bei der Beschwerdegegnerin seine Abwesenheit melden können. Besondere Umstände, die die Ferienabwesenheit trotzdem als unverschuldetes Hindernis erscheinen liessen, seien nicht ersichtlich. Ausserdem hätte der Beschwerdeführer die Möglichkeit gehabt, den Strafbefehl abzuholen und eine Einsprache zu erheben. Der vom 19. April 2022 datierende Strafbefehl sei am 20. April 2022 durch die Post zur Abholung gemeldet worden. Die Abholfrist habe bis zum 27. April 2022 gedauert. Gemäss eigenen Aussagen habe sich der Beschwerdeführer erst ab dem 27. April 2022 in den Ferien befunden. Der Beschwerdeführer bringt lediglich vor, in einem Fall wie dem vorliegenden, in welchem der Beschwerdeführer die Abholungseinladung nie zu Gesicht bekommen hat, dürfe nicht einfach angenommen werden, es liege deswegen ein Verschulden vor. Mit dieser Argumentation thematisiert der Beschwerdeführer wiederum die Gültigkeit der Einsprache, was unzulässig ist. Im Übrigen setzt er sich nicht mit der zutreffenden Argumentation der Vorinstanz auseinander (Art. 42 Abs. 2 BGG). Auf die Rüge ist nicht einzutreten.