Citation: 1C_655/2019 E. 6.3

6.3. Das Baurekursgericht führte zusammengefasst aus, der Augenschein habe gezeigt, dass vorliegend nicht von einem solchen Ausnahmefall auszugehen sei. Zwar weise die Überbauungssituation durch unterschiedliche Dachgestaltungen (Schräg- und Flachdach) und die divergierenden Gebäudehöhen des Haupthauses und der Gartenbauten eine gewisse Besonderheit auf. Indes betrage die Distanz zwischen dem Wohnhaus der Beschwerdeführer und der strittigen Kaminmündung rund 19 m und überschreite damit die in Ziff. 3.2 der Kamin-Empfehlungen geforderte Distanz (von 10 m) um fast das Doppelte. Damit könnten sich die Rauchemissionen im Luftkorridor hinreichend verteilen und genügend in die Höhe ziehen, bevor sie auf das Wohnhaus der Beschwerdeführer treffen. Daran ändere nichts, dass der Wind aufgrund der vorherrschenden West-Südwestströmung tendenziell vermehrt zur Liegenschaft der Beschwerdeführer blase und das Gelände zum Baugrundstück hin leicht abfalle. Demnach sei bei der massgeblichen objektiven Betrachtungsweise, die losgelöst von Krankheitsleiden und subjektiven Einschätzungen sei, nicht von übermässigen Immissionen auszugehen.