Citation: 4A_549/2014 E. 4.2

4.2. Die Ausführungen der Vorinstanz betreffen zwar im Wesentlichen die Thematik des HWS-Schleudertraumas. Die Vorinstanz hat aber die einzelnen von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Beeinträchtigungen aufgeführt, die nicht mit apparativen/bildgebenden Abklärungen unter Anwendung von wissenschaftlich anerkannten Untersuchungsmethoden bestätigt werden konnten (Kopfschmerzen, Depressionen, Antriebsverlust und rasche Ermüdbarkeit sowie die neurologi-schen Defizite). Der Vorwurf, die Vorinstanz habe die behaupteten Beschwerden nicht abgeklärt, trifft nicht zu. Fehlt es an einer direkten Verifizierbarkeit der Beschwerden mit apparativen/bildgebenden Abklärungen, kommt denjenigen Beweismitteln, die der Geschädigte beibringen kann, um so mehr Bedeutung zu. Grundvoraussetzung für den Nachweis entsprechender gesundheitlicher Einschränkungen ist dabei, dass die Angaben des Geschädigten glaubwürdig sind, da sich auch die untersuchenden Ärzte zum Teil auf diese Angaben abstützen. Diesem Aspekt kommt auch Bedeutung zu für die Frage, ob weitere medizinische Untersuchungen zu veranlassen sind. Das Grundproblem des zu beurteilenden Falles liegt nicht in der Frage, inwieweit die im Sozialversicherungsrecht für das HWS-Schleudertrauma entwickelten Grundsätze einschlägig sind, sondern darin, dass sich bezüglich des Unfallhergangs und der danach aufgetretenen Symptome in den Darstellungen der Beschwerdeführerin Widersprüche in sich und zum Beweisergebnis der Vorinstanz ergeben, die den angestrebten Schadensnachweis misslingen und weitere medizinische Abklärungen als unbehelflich erscheinen lassen.