Citation: 9C_499/2015 E. 3.7

3.7. Für den Fall, dass sich aus dem einzuholenden Gutachten eine wiedergewonnene Arbeitsfähigkeit ergeben sollte, werden vor einer allfälligen Herabsetzung der Rente - angesichts der Tatsache, dass der Versicherte seit mehr als zwanzig Jahren eine Rente bezieht -befähigende berufliche Massnahmen zu prüfen sein (vgl. statt vieler: SVR 2011 IV Nr. 73 S. 220, 9C_228/2010 E. 3.3). Denn die erwerbliche Verwertbarkeit eines allfälligen medizinisch ausgewiesenen Zugewinns an funktionellem Leistungsvermögen dürfte im Falle des Beschwerdegegners von der Durchführung entsprechender Massnahmen abhängen (vgl. dazu SVR 2011 IV Nr. 30 S. 86, 9C_163/2009 E. 4.2.1 und 4.2.2), wie sie im Übrigen bereits Dr. med. E.________ in seinem Gutachten vom 16. September 2010 für angezeigt hielt. Davon ging wohl auch die IV-Stelle aus, als sie am 8. Februar 2012 einen Anspruch des Versicherten auf Berufsberatung und Abklärung der beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten bejahte, wobei sie am 16. April 2013 den Abschluss der Massnahme verfügte (vorläufig bereits am 12. Juni 2012) mit dem Hinweis, es komme wegen weiterer medizinischer Abklärungen "vorläufig zu einem Unterbruch der Gespräche mit der Berufsberatung". Einem allfälligen Widerstand des Beschwerdegegners wird mit dem Mahn- und Bedenkzeitverfahren nach Art. 21 Abs. 4 ATSG zu begegnen sein (vgl. Urteil 9C_668/2015 vom 17. Februar 2016 E. 4.4).