Citation: 5A_319/2021 E. 5.2

5.2. Vor Obergericht hatte der Beschwerdeführer geltend gemacht, dass mit den Erdsondenbohrungen ein Grenzabstand von drei Metern eingehalten werden müsse, weshalb maximal sieben Erdnägel der obersten Reihe, die mit einer Ausnahme allesamt im Bereich der Garageneinfahrt der Beschwerdegegner lägen, als potentiell von einem Beseitigungsinteresse betroffen in Betracht fielen und die Beschwerdegegner im Bereich des Grenzabstands kein Ausübungsinteresse hätten. Weil im (seltenen) Fall von mehreren Bohrungen diese mehrere Meter voneinander und vom Gebäude entfernt gesetzt werden müssten, reduziere sich das potentielle Eigentumsausübungsinteresse der Beschwerdegegner auf den Bereich von maximal zwei Nägeln. Das Obergericht qualifizierte diese Ausführungen im Berufungsverfahren als unzulässige Noven und folgerte, im Bereich, in welchem das Erdreich des beklagtischen Grundstücks durch die in Betracht zu ziehenden Erdsondenbohrungen in Anspruch genommen werde, sei ein schutzwürdiges Eigentumsausübungsinteresse der Beschwerdegegner zu bejahen (vgl. oben E. 4.2). Für die Begründung seines im hiesigen Verfahren gestellten Eventualbegehrens stellt der Beschwerdeführer mithin auf einen Sachverhalt ab, der vom Obergericht so nicht festgestellt wurde. Dass er diesen Eventualstandpunkt bereits im kantonalen Verfahren vertreten und das Obergericht diesbezüglich zu Unrecht keine Feststellungen getroffen hätte, macht er nicht geltend. Damit erweisen sich die vom Beschwerdeführer vorgetragenen Tatsachen als neu und unzulässig (Art. 99 Abs. 1 BGG). Mangels eines vorinstanzlich festgestellten Tatsachenfundaments kann auf das Eventualbegehren nicht eingetreten werden, auch wenn es gegenüber dem auf Klageabweisung gerichteten Hauptbegehren ein Minus darstellt und deshalb allein unter dem Blickwinkel von Art. 99 Abs. 2 BGG zulässig wäre.