Citation: 2C_318/2023 E. 3.2

3.2. Die Feststellung der Vorinstanz, dass die Eheleute ihre eheliche Gemeinschaft seit spätestens Oktober 2020 aufgegeben haben, und dass auch spätestens ab diesem Zeitpunkt kein gegenseitiger Ehewille mehr bestanden habe, bestreitet der Beschwerdeführer vor Bundesgericht nicht. Der Beschwerdeführer bringt lediglich vor, die Vorinstanz habe die Dauer der Ehe in Bosnien und Herzegowina zu Unrecht unberücksichtigt gelassen. Diesem Standpunkt ist indessen nicht zu folgen: Die Vorinstanz hat die Rechtsprechung des Bundesgerichts, wonach für die Berechnung der Ehedauer nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG nur auf die in der Schweiz gelebte Ehegemeinschaft abzustellen ist, korrekt wiedergegeben (BGE 140 II 345 E. 4.1; 140 II 289 E. 3.5.1; 136 II 113 E. 3.3; Urteil 2C_888/2022 vom 10. März 2023 E. 3.1); entsprechend ist die Ehedauer im Ausland bei der Berechnung der Dreijahresfrist von Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG nicht zu berücksichtigen. Damit hat die (relevante) Ehegemeinschaft in der Schweiz weniger als drei Jahre gedauert (November 2017 bis längstens Oktober 2020). Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG kann daher vorliegend nicht zur Anwendung gelangen. Die Vorinstanz hat kein Bundesrecht verletzt, indem sie einen darauf gestützten Anspruch verneinte.