Citation: C 341/99 09.08.2000 E. 4

4.- Wie den unwidersprochen gebliebenen Ausführungen der Versicherten im Schreiben an die X.________ AG vom 24. Juni 1998 zu entnehmen ist, wurde ihr mündlich erklärt, das Abpacken von Lorbeerblättern werde für die Dauer von fünf Wochen eingestellt und sie müsse im Laufe des Jahres 1998 mit weiteren elf arbeitsfreien Wochen rechnen. Im erwähnten Brief wehrte sich die Beschwerdeführerin gegen Beschäftigungsunterbrüche und stellte eine Umgestaltung des Arbeitsverhältnisses zur Diskussion. Am 29. Juni 1998 sprach die Firma die Kündigung aus. a) Gemäss den Lohnabrechnungen der Monate Dezember 1997 bis Juli 1998 konnte die Versicherte seit Beginn des Arbeitsverhältnisses eine rasche Erhöhung der Anzahl abgepackter Lorbeerblätterbeutel verzeichnen. Für die Behauptung der X.________ AG, sie habe die Kündigung ausgesprochen, weil dieser Anstieg nur auf Kosten der Sorgfalt möglich gewesen sei, liegen keine Anhaltspunkte vor. Zudem ging die Firma zumindest anfangs Juni 1998 noch von einer Aufrechterhaltung des Arbeitsverhältnisses aus, ansonsten ihre Ankündigung, die Beschwerdeführerin müsse im Laufe des Jahres 1998 mit weiteren elf arbeitsfreien Wochen rechnen, hätte unterbleiben können. Falls ihre Leistung zu gravierenden Beanstandungen Anlass geboten hätte, wäre die Versicherte kaum während mehrerer Monate im Dienst behalten worden. Auch der enge zeitliche Zusammenhang zwischen dem Brief der Beschwerdeführerin (vom 24. Juni 1998) und dem Kündigungsschreiben (vom 29. Juni 1998) spricht dafür, dass die Auflösung des Arbeitsverhältnisses in erster Linie deswegen erfolgte, weil sich die Beschwerdeführerin gegen arbeitsfreie Zeitabschnitte wandte. Es steht jedenfalls fest, dass sich die angeblich schlechte Arbeitsqualität nicht auf die Lohnzahlungen ausgewirkt hat. b) Dem Schreiben der X.________ AG vom 10. März 1999 ist zu entnehmen, dass das maximale Jahresquantum abgepackter Lorbeerblätter 360'000 Beutel beträgt. Gemäss einer undatierten Aktennotiz der Arbeitslosenkasse gab Frau F.________ im Oktober 1998 auf Anfrage telefonisch zur Auskunft, diese Stückzahl sei durch die von der Versicherten abgelieferten Abpackungen bereits überschritten worden. In einer weiteren Aktennotiz der Verwaltung vom 22. Oktober 1998 wurde festgehalten, gemäss einem Telefonat mit Frau F.________ habe die Beschwerdeführerin sehr viele Stunden vorgearbeitet, woraus sich die hohen Lohnbeträge ergäben. Diesen Aussagen kann entnommen werden, dass die Versicherte die Abpackarbeiten für das Jahr 1998 bereits im Juli 1998 abgeschlossen hatte. Für die Annahme von Verwaltung und Vorinstanz, wonach diese in mengenmässiger Hinsicht überdurchschnittliche Leistung teils in Überzeit erbracht worden sei, finden sich in den Akten jedoch keine Hinweise. Allein aus der nicht dokumentierten Aussage der X.________ AG, wonach Arbeitnehmer im Allgemeinen während der ordentlichen Arbeitszeit weniger hohe Stückzahlen erreichten, kann jedenfalls nicht gefolgert werden, dass die Beschwerdeführerin ihre Tätigkeit zu einem Teil in Überzeit ausgeführt hat. Gerade bei Angestellten, die mit ihren Arbeitgebern eine Akkordlohnvereinbarung getroffen haben, zeigt sich, dass Einzelne Spitzenleistungen zu erbringen vermögen. Unter diesen Umständen ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit (BGE 125 V 195 Erw. 2, 121 V 47 Erw. 2a, 208 Erw. 6b mit Hinweis) davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin im Betrieb der ehemaligen Arbeitgeberin keine Überzeit verrichtet hat. Für die Berechnung des versicherten Verdienstes auf Grund im Betrieb der X.________ AG von der Arbeitnehmerschaft erreichter Durchschnittswerte besteht deshalb vorliegend kein Anlass. c) Bei diesem Ergebnis ist die Sache an die Arbeitslosenkasse zurückzuweisen, welche den versicherten Verdienst nach dem von der Beschwerdeführerin tatsächlich erzielten Lohn zu berechnen und alsdann neu zu verfügen hat.