Citation: U 90/04 16.02.2005 E. 5

Selbst wenn hinreichend erstellt wäre, dass die Beschwerdeführerin beim zweiten Vorfall ein Distorsionstrauma der HWS erlitten hat, würde sich am Ergebnis nichts ändern. Denn in Anwendung von BGE 123 V 98 in Verbindung mit RKUV 2002 Nr. U 465 S. 437 ist die Adäquanz gemäss dem Beurteilungsmodell bei einer psychischen Fehlentwicklung zu prüfen. Daran ändert nichts, dass sich nach dem Unfall teilweise Beeinträchtigungen manifestiert haben, welche zum typischen ("bunten") Beschwerdebild nach HWS-Traumen gehören. Im Vergleich zur psychischen Problematik in Gestalt von somatoformen Schmerzstörungen sowie einer Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion sind diese mit dem zweiten Unfallgeschehen allenfalls verknüpften Symptome in den Hintergrund getreten. Die Stossrichtung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhanges nach Massgabe von BGE 115 V 133 durch die Vorinstanz anzugreifen, dringt damit nicht durch.