Citation: 6B_577/2022 E. 1.3.1

1.3.1. Die Vorinstanz äussert sich nicht ausdrücklich zum schweren persönlichen Härtefall gemäss Art. 66a Abs. 2 StGB, sondern gelangt zum Schluss, selbst wenn ein solcher - im Sinne eines Grenzfalls - zu bejahen wäre, falle die Abwägung der öffentlichen Interessen an der Landesverweisung gegenüber den privaten Interessen des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz zu seinen Ungunsten aus (angefochtener Entscheid E. 7c S. 18 ff., insbesondere E. 7c/cc S. 20 in fine). Wenn der Beschwerdeführer davon ausgeht, die Vorinstanz bejahe einen schweren persönlichen Härtefall, missversteht er nicht nur diese Erwägungen der Vorinstanz, sondern legt er - wie im Folgenden zu zeigen ist - seiner Kritik auch eine unzutreffende Prämisse zugrunde. Denn ein schwerer persönlicher Härtefall lässt sich anhand der einschlägigen Tatsachenfeststellungen der Vorinstanz, die der Beschwerdeführer nicht als offensichtlich unrichtig bzw. rechtswidrig kritisiert und das Bundesgericht daher grundsätzlich binden (vgl. Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG), nicht begründen: