Citation: 4A_60/2023 E. 6

Das Handelsgericht stellte zunächst fest, dass die Parteien in ihrem Vertrag keinen Preis bestimmt hätten. Sie seien sich aber darin einig gewesen, dass die Leistungen der Beschwerdeführerin gegen Entgelt erfolgen sollten und insofern grundsätzlich eine Vergütungspflicht bestehe, ob nun Werkvertrags- oder Auftragsrecht Anwendung finde. Im Hinblick auf die Beweislast führte die Vorinstanz weiter aus, dass die Beschwerdeführerin als Unternehmerin respektive Beauftragte beweisen müsse, welche Leistungen konkret vereinbart und erbracht worden und wie diese Leistungen zu vergüten seien. Die Beschwerdeführerin habe aber erstens "gar keine Ausführungen" zum Entgelt für ihre angeblich erbrachten Leistungen gemacht, weshalb nicht nachvollzogen werden könne, "welcher Preis für die von ihr behaupteten Leistungen geschuldet" sei. Die Beschwerdeführerin habe zweitens nicht nachgewiesen, dass die behaupteten Leistungen vereinbart gewesen seien respektive dass sie diese überhaupt erbracht habe. Einzig die Aufwendungen für die Entwicklung der Marke und des Logos, für den Internetauftritt und für das Erscheinungsbild der Verpackungen seien erstellt, von den Verträgen gedeckt und von der Beschwerdegegnerin denn auch mit Fr. 32'720.-- vergütet worden. Darüber hinaus schulde die Beschwerdegegnerin aber keine Entschädigung. Somit sei die Klage abzuweisen.