Citation: 4A_633/2020 E. 2.4.5

2.4.5. Soweit die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang ausführt, der Beschwerdegegner habe genau gewusst, dass es sich bei der "G.________ GmbH" um eine Immobiliengesellschaft des Investors gehandelt habe, der die Beschwerdeführerin persönlich - und nicht die Aktiengesellschaft oder den Beschwerdegegner - mandatiert habe, setzt sie der vorinstanzlichen Erwägung, dass es sich um einen Geschäftsordner gehandelt habe, einfach ihre eigene Sachverhaltsdarstellung entgegen, um gestützt darauf das geschäftliche Interesse des Beschwerdegegners am Inhalt dieses E-Mail-Ordners zu verneinen. Gemäss der Vereinbarung vom 28. Juni 2015 wurde aber nicht nur zwischen dem Investor und der Beschwerdeführerin eine Mäklerprovision von 1 % des Kaufpreises festgelegt, sondern auch eine Pauschalgebühr für die Verwaltungs- und Buchführungsaufgaben der Aktiengesellschaft. Dass es sich um eine Immobiliengesellschaft des Investors gehandelt hat, bedeutet mithin keineswegs zwingend, dass an der Korrespondenz kein geschäftliches Interesse der Aktiengesellschaft bestehen konnte. Die Beschwerdeführerin übt einmal mehr unzulässige appellatorische Kritik.