Citation: 1C_27/2021 E. 2.1

2.1. Die Vorinstanz führte sinngemäss aus, der Gestaltungsplan Säumerhalde sei ein freiwilliger Plan, der gemäss § 30 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes des Kantons Schwyz vom 14. Mai 1987 (PBG; SRSZ 400.100) die Einwilligung sämtlicher Grundeigentümer vorausgesetzt habe. Fraglich sei, ob seine Änderung ebenfalls die Zustimmung sämtlicher Grundeigentümer erfordert. Dies sei zu verneinen, da Nutzungspläne, zu denen auch Gestaltungspläne gehörten, bei erheblich geänderten Verhältnissen gemäss Art. 21 Abs. 2 RPG überprüft und nötigenfalls abgeändert werden. Für die Beurteilung der Frage, ob aufgrund erheblich geänderter Verhältnisse ein öffentliches Interesse an der Änderung eines Zonenplans besteht, bedürfe es einer Interessenabwägung unter Berücksichtigung namentlich der Geltungsdauer des Plans, seines Inhalts, des Ausmasses der beabsichtigten Änderung und deren Begründung. Je neuer ein Zonenplan sei, umso mehr dürfe mit seiner Beständigkeit gerechnet werden, und je einschneidender sich die beabsichtigte Änderung auswirke, umso gewichtiger müssten die Gründe sein, die für die Planänderung sprechen. Nach Ablauf des Planungshorizonts, der für Bauzonen 15 Jahre betrage, seien Zonenpläne grundsätzlich einer Überprüfung zu unterziehen und nötigenfalls anzupassen. Die Anforderungen an die Änderung der Verhältnisse steigen, je detaillierter der Plan ausgestaltet sei. Quartiergestaltungspläne würden namentlich durch besondere Bau- und Gestaltungsvorschriften ergänzt, welche die zu realisierenden Bauvorhaben bereits in erheblichem Umfange umschreiben. Solche detaillierten Pläne kämen einer Baubewilligung nahe und hätten daher einen besseren Stand als allgemeinere Zonenpläne. Zum Schutz der Eigentümer, die gegen eine Änderungen des Quartiergestaltungsplans opponierten, sei eine Interessenabwägung vorzunehmen. Gründe, welche eine Planänderung rechtfertigen könnten, seien vor allem eine zweckmässigere Nutzung, eine bessere architektonische oder ortsbauliche Gestaltung oder ganz allgemein Massnahmen, welche den raumplanerischen Zielsetzungen deutlich besser entsprechen als die geltende Ordnung.