Citation: 8C_371/2019 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz erkannte sodann, bei den Aufnahmen der Schülerinnen auf der Damentoilette bei der Verrichtung ihrer Notdurft und im Schulzimmer unter die Jupes und des Dekolletés sowie der aus den Turntaschen entwendeten Unterwäsche handle es sich um einen massiven Eingriff in die persönliche und sexuelle Integrität der Schülerinnen. Der Beschwerdeführer habe sich eines für eine Lehrkraft krassen Fehlverhaltens schuldig gemacht. Dabei spiele keine Rolle, dass er für die in den Räumlichkeiten des KBZSG gemachten Aufnahmen strafrechtlich nicht belangt worden sei. Im Übrigen seien die zürcherischen Gerichte bei den von ihnen zu beurteilenden Straftaten, bei denen es sich um ähnlich gelagerte Fälle gehandelt habe, ebenfalls von einem schweren objektiven und subjektiven Tatverschulden ausgegangen. Das Verwaltungsgericht kam zum Schluss, dass die fristlose Auflösung des Dienstverhältnisses durch das KBZSG in Kenntnis der nunmehr im zürcherischen Strafverfahren aufgetauchten Aufnahmen zu schützen gewesen wäre. Der Beschwerdeführer könne aufgrund seiner sehr schweren Verfehlungen keine schutzwürdigen Interessen vorbringen, welche die Interessen des Bildungsdepartements des Kantons St. Gallen resp. des KBZSG an der Aufhebung des verwaltungsrechtlichen Entscheids im Beschwerdeverfahren B 2011/235 vom 29. August 2012 überwiegen würden. Folglich sei die aufgrund dieses Entscheids ausgesprochene ordentliche Kündigung per 31. Januar 2011 aufzuheben und die am 15. November 2010 erfolgte fristlose Auflösung des Dienstverhältnisses zu bestätigen.