Citation: 8C_232/2013 E. 4.2.1

4.2.1. Zwar trifft es zu, dass sich der Beschwerdeführer bereits vor dem Jahr 2000 zeitweilig wegen Alkoholproblemen in Schwierigkeiten befunden haben soll. Auch hatte der Versicherte 2011 gegenüber der Klinik Y.________ angegeben, rückblickend seit etwa dem 20. Lebensjahr an Denkstörungen gelitten zu haben. Ebenso ist anamnestisch ein mit dem Auseinanderfallen der Familie (Trennung 2003; Scheidung 2005) einhergehender sozialer Rückzug erfasst. Auch soll sich die Freizeitbeschäftigung vorab am Computer abgespielt haben und hat er das letzte Arbeitsverhältnis im Jahr 2007 wegen Unzuverlässigkeit und Unpünktlichkeit verloren, wobei hier allenfalls der Alkoholkonsum eine wesentliche Rolle gespielt haben dürfte. In diesem Sinne bezeichnete etwa Dr. med. E._________ von der Klinik X._________ im Kurzaustrittsbericht vom 28. Juli 2008 das damals aktuelle Zustandsbild als gesundheitlich und psychisch stabilisiert, allerdings ohne die direkt nach dem Austritt wieder beginnenden Stressfaktoren wie Arbeitssuche, die Suchtstrukturen Alkohol und Chatten im Internet, die Beziehungslosigkeit - vor allem den fehlenden Kontakt zur Tochter -, die Vernachlässigung seiner Gesundheit ohne entsprechende Kontrolle und die mangelnde Fähigkeit, Termine einzuhalten und sich zu organisieren. Umgekehrt ging der Versicherte bis 2007 jeweils verschiedenen geregelten Tätigkeiten nach, hatte eine Familie gegründet (Heirat: 2001: Geburt der Tochter: 28. August 2002) und nahm auch keine ärztliche Hilfe in Anspruch. Die Aussage des Experten ist im Kontext der fraglichen Diagnose einer Persönlichkeits- und Verhaltensstörung gemäss ICD-10 F60-F69 zu sehen. Danach sind für sämtliche Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen tief verwurzelte, anhaltende Verhaltensmuster Voraussetzung, die sich in starren Reaktionen auf unterschiedliche persönliche und soziale Lebenslagen zeigen und gegenüber der Mehrheit der betreffenden Bevölkerung deutliche Abweichungen im Wahrnehmen, Denken, Fühlen und in den Beziehungen zu anderen verkörpern. Wenn der Gutachter dergestalt das bis dato an den Tag gelegte Verhalten (smuster) als gegen die Annahme einer Persönlichkeitsstörung liegend bezeichnete und in diesem Sinne als gute Lebensbewältigung beschrieb, beruht dies weder auf einer offensichtlich unvollständigen Sachverhaltsfeststellung noch auf einer willkürlichen Würdigung derselben.