Citation: 4A_501/2021 E. 7.2.2

7.2.2. Aus den obigen Ausführungen ergibt sich, dass die Vorinstanz von einer theoretisch möglichen (hypothetischen) Ersatzlieferung ausging, wenn die Klägerin nach dem Vertragsrücktritt umgehend Verhandlungen betreffend die Ersatzmaschine aufgenommen hätte. Dazu berücksichtigte sie noch zwei Monate (von der Klägerin selbst behauptete) Vorbereitungszeit, womit sie zum Ergebnis gelangte, die Fabrikhalle wäre bei rechtzeitigem Bemühen um Ersatz bereits am 25. Juli 2016 benötigt worden. Damit gelangte die Vorinstanz zusammenfassend zum Ergebnis, die Klägerin habe die Fabrikhalle vom 25. Februar 2015 bis zum 25. Juli 2016 aufgrund des Vertrags mit der Beklagten gemietet. Damit war aber das von der Beklagten bestrittene tatsächliche Lieferdatum der Ersatzmaschine (erst im November 2016) für die Bestimmung der Schadensposition insofern nicht entscheidrelevant, als die Vorinstanz der Klägerin gerade nicht Schadenersatz bis zum November 2016 zugesprochen hat. Vor diesem Hintergrund ist es nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz den geltend gemachten Zeitablauf (Zeitpunkt der Bestellung der Ersatzmaschine, Produktionsdauer etc.) aufgrund der Behauptungen der Klägerin als plausibel erachtet hat. Die Vorinstanz hat weder Art. 8 ZGB verletzt noch ist sie in Willkür verfallen.