Citation: 8C_468/2020 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz erachtete den Tatbestand von Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG nicht als erfüllt. Dazu führte sie im Wesentlichen aus, dass die Stellenvermittlerin weder ein näher spezifiziertes Stellenangebot noch einen konkreten Arbeitsvertrag in Aussicht gestellt habe. Mithin mangle es bereits an der tatbestandsmässigen Voraussetzung eines konkreten Stellenangebots. Angesichts des klaren Wortlauts von Art. 30 Abs. 1 lit. d AIVG erscheine es alsdann äusserst fraglich, ob dieser als Gefährdungstatbestand in einem so weiten Sinn zu verstehen sei, dass der Beschwerdegegner mit seinem Verhalten ein Risiko dafür geschaffen hätte, dass ihm eine konkrete (zumutbare) Stelle schon gar nicht angeboten werde. Mangels eines konkreten Angebots lasse sich zudem nicht überprüfen, ob eine allfällige Stelle überhaupt zumutbar gewesen wäre.