Citation: 8C_639/2017 E. 4.2

4.2. Im ABI-Gutachten vom 27. März 2012 wurde ausgeführt, die Befunde seien nicht mehr auf den zervikalen Bereich lokalisiert. Vielmehr habe sich ein multilokuläres generalisiertes Schmerzsyndrom entwickelt, das die Arbeitsfähigkeit für eine körperlich leichte bis mittelschwere wechselbelastende Tätigkeit nicht einschränke. Objektiv-medizinisch könne seit dem ABI-Gutachten vom 12. Dezember 2005 von einer deutlichen Verbesserung der Befunde und der Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden. Andere Beurteilungen des Bewegungsapparates, insbesondere Hinweise auf ein rheumatisches Leiden, fänden sich nicht in den Akten. In der Ergänzung vom 29. Mai 2012 führten die ABI-Gutachter aus, es bestehe primär eine veränderte subjektive Beschwerdesymptomatik, indem die früher als gravierend im Vordergrund empfundene zervikale Problematik nun in den Hintergrund getreten sei und ein generalisiertes Schmerzsyndrom geltend gemacht werde. Objektiv sei die Untersuchung gemäss der Beurteilung im Jahre 2005 durch eine deutlich eingeschränkte HWS-Beweglichkeit gekennzeichnet gewesen, was heute nicht mehr feststellbar sei. Aus diesem Grund sei subjektiv und objektiv eine Verbesserung eingetreten. Damit haben die ABI-Gutachter die festgestellte Verbesserung der neurologischen Problematik hinreichend begründet. Wenn die Vorinstanz auf diese Einschätzung, die auf eingehender klinischer Untersuchung des Beschwerdeführers beruhte und interdisziplinär bestätigt wurde, abstellte, ist dies im Lichte der eingeschränkten bundesgerichtlichen Kognition (E. 1 und E. 3.2 hievor) nicht zu beanstanden. Es sind keine konkreten Indizien ersichtlich, die gegen die Zuverlässigkeit des ABI-Gutachtens vom 27. März/29. Mai 2012 sprechen würden (siehe BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470). Der Beschwerdeführer gibt insgesamt bloss die eigene Sichtweise wieder, wie die Akten tatsächlich und rechtlich zu würdigen gewesen wären (vgl. E. 4.1 hievor), womit er eine unzulässige appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid vornimmt (BGE 138 I 171 E. 1.4 S. 176; 137 II 353 E. 5.1 S. 356; Urteil 8C_461/2017 vom 27. September 2017 E. 7.2). Er erhebt aber keine Rügen, aus denen sich ergäbe, dass das kantonale Gericht den Sachverhalt offensichtlich unrichtig oder sonstwie bundesrechtswidrig festgestellt hätte.