Citation: 2C_278/2024 E. A

A.a. A.________ (geb. 1993) ist Staatsangehöriger von Sri Lanka. Er reiste am 30. Januar 2017 erstmals in die Schweiz ein und stellte ein Asylgesuch. Dieses wurde vom Staatssekretariat für Migration SEM am 24. April 2020 abgewiesen; gleichzeitig wurde er aus der Schweiz weggewiesen. Der Entscheid wurde durch das Bundesverwaltungsgericht am 30. Juni 2021 bestätigt. A.________ erhielt eine Ausreisefrist bis 12. August 2021, welche er ungenutzt verstreichen liess. Anlässlich des Ausreisegesprächs am 20. August 2021 erklärte er, lieber zu sterben, als nach Sri Lanka zurückzukehren. Am 1. September 2021 teilte das Staatssekretariat für Migration SEM dem Migrationsamt mit, dass A.________ als Staatsangehöriger von Sri Lanka anerkannt wurde und die Behörden bereit seien, ihm ein Ersatzreisepapier auszustellen, sobald ein Flug gebucht sei. Am 21. September 2022 wurde A.________ auf das Gebiet des Kantons Aargau eingegrenzt. Ab dem 4. Januar 2023 war A.________ unbekannten Aufenthalts. A.b. Am 1. Februar 2024 wurde A.________ am Flughafen U.________ festgenommen, nachdem er versucht hatte, mit einem gefälschten deutschen Reisepass nach Kanada auszureisen. A.________ gab gegenüber der Polizei an, im November oder Dezember 2022 illegal nach Frankreich ausgereist und von dort im Februar 2023 in seine Heimat Sri Lanka zurückgekehrt zu sein. Danach sei er erneut von Sri Lanka nach Frankreich gereist. A.c. Am 2. Februar 2024 ordnete das Migrationsamt des Kantons Aargau mit sofort vollstreckbarer Verfügung die Wegweisung von A.________ aus der Schweiz, dem Schengenraum und der Europäischen Union an. Gleichzeitig ordnete es eine Ausschaffungshaft für die Dauer von drei Monaten an, welche mit Urteil des Einzelrichters des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau vom 5. Februar 2024 bis zum 1. Mai 2024, 12:00 Uhr, bestätigt wurde. A.d. Das Staatssekretariat für Migration SEM bestätigte am 5. Februar 2024, dass die Behörden Sri Lankas A.________ als Staatsbürger anerkennen. Am 7. Februar 2024 wurde er für einen Flug nach Sri Lanka am 29. Februar 2024 angemeldet. A.________ weigerte sich am 8. Februar 2024, eine Freiwilligenerklärung zu unterzeichnen. Nachdem A.________ am 20. Februar 2024 ein Asylgesuch gestellt hatte, wurde der Flug vom Migrationsamt am 23. Februar 2024 abgesagt. Das Asylgesuch wies das Staatssekretariat für Migration SEM mit Entscheid vom 29. Februar 2024 ab. Im selben Entscheid wies es ihn aus der Schweiz weg und ordnete den Vollzug per Haftende an. A.e. In der Folge signalisierte A.________ gegenüber dem Migrationsamt seine Ausreisebereitschaft, ersuchte um Gewährung von Rückkehrhilfe und unterzeichnete am 25. März 2024 auf Verlangen des Migrationsamts einen Rechtsmittelverzicht gegen die Wegweisungsverfügung des Staatssekretariat für Migration SEM vom 29. Februar 2024.