Citation: 9C_51/2022 E. 3.2.3

3.2.3. Die Vorinstanz hat sodann erwogen, dass keine konkreten Anhaltspunkte dafür vorlägen, dass der Verlust oder eine Veränderung des allenfalls schon früher teilweise eingeschränkten Leistungsvermögens während der Anstellung bei C.________ arbeitsrechtlich in Erscheinung getreten seien (vorinstanzliche Erwägung 4.6.2 S. 10). Inwiefern diese, auf einer konkreten Beweiswürdigung beruhende Schlussfolgerung offensichtlich unrichtig sein oder das Ergebnis einer Rechtsverletzung darstellen soll (E. 1 und 2.2.2 hiervor), ist nicht ersichtlich: Der Beschwerdeführer scheint zu verkennen, dass es nicht genügt, wenn sich die zwischenmenschlichen Probleme im Rahmen des Arbeitsverhältnisses zeigten. Sie müssen sich vielmehr im Sinne einer nachgewiesenen und damit dem Arbeitgeber aufgefallenen Einbusse an funktionalem Leistungsvermögen konkret nachteilig bemerkbar gemacht haben. Dies wird auch bei Persönlichkeitsstörungen (vorliegend zumindest Differenzialdiagnose) vorausgesetzt (vgl. Urteil 9C_49/2010 vom 23. Februar 2010 E. 2.2; siehe auch Urteil 9C_51/2020 vom 17. November 2020) und ist daher auch hier zu verlangen. In diesem Zusammenhang hat die Vorinstanz insbesondere auf die Bestätigung von C.________ vom 19. Mai 2012 hingewiesen, wonach der Beschwerdeführer bei ihm zu 100 % gearbeitet hatte und der Vorgesetzte keinen Grund hatte feststellen können, weshalb er nicht arbeitsfähig gewesen sein soll (vorinstanzliche Erwägung 4.6.2 S. 10). Dass die Chemie zwischen ihm und dem Beschwerdeführer Probleme bereitete, ist dabei nicht entscheidend. Denn offensichtlich war der Beschwerdeführer in der Lage, seine (zweifellos bereits damals vorhandenen) Defizite zu kompensieren, so dass es zu keinen nachgewiesenen Leistungseinbussen kam. Er arbeitete ab März 2011 bei C.________ und kündigte das Arbeitsverhältnis am 30. Mai 2011 per 30. Juni 2011 selbst. Somit war er während drei Monaten angestellt, ohne dass er entlassen worden wäre. Dieser Umstand wiederum bildet ein gewichtiges Indiz dafür, dass der Beschwerdeführer trotz der bestehenden Probleme für seinen Vorgesetzten tragbar war. Objektive Hinweise auf eine Akzentuierung der psychischen Störung im Verlauf (vor allem während der Dauer der Versicherungsdeckung durch die Beschwerdegegnerin) werden schliesslich weder substanziiert noch sind solche - insbesondere in den Beschreibungen von Dr. med. D.________ - zu erkennen. So ging der Experte von einem seit Kindheit und Jugend im Wesentlichen unveränderten Gesundheitszustand aus (vgl. E. 3.2.2 hiervor). Damit erübrigen sich Weiterungen.