Citation: 2C_480/2023 E. 1.5.2

1.5.2. In der vorliegenden Angelegenheit fehlt es an der Unabhängigkeit zwischen den Rechtsbegehren. Vielmehr hängt das Rechtsbegehren 3 von der Beurteilung der Rechtsbegehren 1 und 2 ab. Die Vorteilsanrechnung im Sinne von Art. 27 Abs. 1 EBG, auf deren Höhe das Rechtsbegehren 3 abzielt, kommt erst zum Tragen, wenn die Vorinstanz im Rahmen der Rechtsbegehren 1 und 2 zum Schluss kommt, dass die Beschwerdeführerin im Grundsatz die Kosten für den Ersatz des Siedlungsentwässerungskanals zu tragen hat. Dieses Verständnis ergibt sich im Übrigen auch aus einer Betrachtung der Verfügung des Bundesamts vom 7. Oktober 2021, die den äussersten Rahmen des Streitgegenstands bildet (vgl. Urteil 2C_174/2023 vom 22. März 2024 E. 5.5.1.1). In Dispositiv-Ziffer 1.4 hat das Bundesamt die Kosten betreffend den Ersatz des Siedlungsentwässerungskanals auf die Verfahrensbeteiligten verteilt. Diese Kostenverteilung entspricht dem (betraglichen) Ergebnis aus der gesetzlichen Kostentragungsregel abzüglich der gesetzlich vorgesehenen Vorteilsanrechnung (vgl. Bst. B hiervor). Die Dispositiv-Ziffer 1.4 der Verfügung des Bundesamts vom 7. Oktober 2021 hat die Vorinstanz im Rahmen ihres Rückweisungsentscheids denn auch integral aufgehoben. Folglich lässt sich der Entscheid über die vorliegende Kostenstreitigkeit in materieller Hinsicht - d. h. im Sinne einer objektiven Klagehäufung - nicht auftrennen, sodass das Bundesgericht in der Sache über einen abtrennbaren Teilbetrag endgültig entscheiden könnte (vgl. Urteil 2C_739/2018 vom 8. Oktober 2018 E. 1.4).