Citation: 2A.730/2005 02.03.2006 E. 4

Mit dem Rekurs vom 21. Juni 2005 an das Steuergericht wies die Beschwerdeführerin erneut darauf hin, dass sie Anspruch habe, nach Tarif A veranlagt zu werden. Sie legte dar, dass sie in eheähnlicher Gemeinschaft lebe und für ihren kranken Partner vollumfänglich aufzukommen habe. Im angefochtenen Entscheid legte die Vorinstanz dar, dass das monatliche Einkommen der Beschwerdeführerin erlaube, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Im Übrigen sei die Staatssteuer 2003 bereits bezahlt worden. Mit dieser Begründung erachtete die Vorinstanz die Voraussetzungen für einen Steuererlass oder Teilerlass nicht als erfüllt. Zur Frage, ob die Beschwerdeführerin nach Tarif A oder nach Tarif B zu veranlagen sei, enthält das angefochtene Urteil - wie bereits der Einspracheentscheid - keine Ausführungen. Die Beschwerdeführer hat diesen Punkt bereits in der Einsprache und erneut im Rekurs rechtsgenügend und in dem hierfür vorgesehenen Verfahren vorgebracht. Der Einwand der Beschwerdeführern, sie sei nach Tarif A zu veranlagen, zielt auch nicht auf den Erlass der Steuer, sondern auf die Veranlagung ab. Wenn daher das Steuergericht (wie bereits die Einsprachebehörde) diesen Punkt nicht überprüft hat, sondern einzig die Frage des Teilerlasses, hat es den Anspruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör verletzt. Die Beschwerde ist offensichtlich begründet und das angefochtene Urteil des kantonalen Steuergerichts aufzuheben. Die Sache ist zu neuer Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen (Art. 73 Abs. 3 StHG). Ob die Voraussetzungen für die Anwendung des Tarifs A erfüllt sind, hat nicht das Bundesgericht, sondern die Vorinstanz zu entscheiden.