Citation: 6S.205/2002 06.01.2004 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des Gleichbehandlungsprinzips. Er sei als Haupttäter und Y.________ (bloss) als Gehilfe verurteilt worden, obwohl er Ende Dezember 1994 die A.________ Finanz AG an Y.________ übertragen und dieser ab dem genannten Zeitpunkt ausschliessliche Verfügungsmacht über die A.________ Finanz AG hatte. 2.1 Die Verletzung verfassungsmässiger Rechte, wie namentlich des Anspruchs auf rechtsgleiche Behandlung (Art. 8 BV), kann im Rahmen einer Nichtigkeitsbeschwerde nicht gerügt werden (Art. 269 Abs. 2 BStP). Sodann ist der Beschwerdeführer mangels rechtlichen Interesses nicht legitimiert, den Schuldspruch gegen den Mitangeklagten Y.________ anzufechten (vgl. Art. 270 BStP). Grundsätzlich zulässig ist einzig die Rüge, er sei für die Taten, die in die Zeit nach der Übertragung der A.________ Finanz AG an Y.________ fallen, zu Unrecht der Veruntreuung schuldig gesprochen worden. 2.2 Nach der verbindlichen Feststellung der Vorinstanz ist der Sachverhalt gemäss Anklageschrift erstellt, mit der Präzisierung allerdings, dass der vom Beschwerdeführer am 16. Dezember 1994 erteilte Auftrag infolge der Übernahme der A.________ Finanz AG durch Y.________ nicht mehr ausgeführt wurde und die späteren Anweisungen von Y.________ erteilt worden sind. Die Überweisung der DM 63 Mio. auf das Konto der Bank H.________ erfolgte Mitte November 1994. Bis Ende desselben Monats wurden ab diesem Konto DM 20 Mio. an S.________, DM 3 Mio. an A.________ und DM 14,6605 Mio. auf ein Konto der A.________ Finanz AG bei der S.________ Bank in Z.________ überwiesen. Ab letzterem Konto erfolgten am 12. und 13. Dezember 1994 Überweisungen von USD 8,213 Mio. und DM 2,5 Mio. auf andere Konti der A.________ Finanz AG bei der M.________ Bank in Z.________. All diese Überweisungen wurden somit bis zum 16. Dezember 1994 getätigt, als der Beschwerdeführer die tatsächliche Leitung der A.________ Finanz AG inne hatte. Danach folgten nur noch eine Reihe Überweisungen und Bezüge ab den Konten der A.________ Finanz AG bei der M.________ Bank. Für die Taten, die in die Zeit nach dem 16. Dezember 1994 fallen, wurde der Beschwerdeführer entgegen seiner Darstellung nicht verurteilt. Die Veruntreuung des von der Darlehensgenossenschaft anvertrauten Geldes war bereits vor diesem Datum vollendet. Die Rüge ist, soweit zulässig, unbegründet.