Citation: 1C_660/2015 E. 2.3

2.3. Erstellt ist, dass der Beschwerdeführer vor dem Vorfall vom 25. Oktober 2014 grössere Alkoholprobleme hatte, die er nach eigener Einschätzung nicht mehr alleine in den Griff bekommen konnte. Ob seine offenbar seit Jahren bestehende Entzündung der Bauchspeicheldrüse auf (jahrelangen) Alkoholmissbrauch zurückgeführt werden kann, ist nicht erstellt. Die entsprechende Annahme der Vorinstanzen stellt eine Vermutung medizinischer Laien dar, die zutreffen kann oder auch nicht. Unbestritten ist anderseits, dass der automobilistische Leumund des Beschwerdeführers makellos ist, er somit auch während der Zeit seiner Alkoholabhängigkeit im Strassenverkehr nie negativ aufgefallen ist. Nach seiner Entlassung aus dem Entzug, über dessen Verlauf nichts bekannt ist, nahm der Beschwerdeführer Seroquel in hoher Dosierung zu sich und beabsichtigte, sich einer Psychotherapie zu unterziehen. Das Medikament ist laut Arzneimittel-Kompendium ( www.compendium.ch) indiziert zur Behandlung von Schizophrenie sowie manischen und depressiven Episoden bei bipolaren Störungen. Es wurde offenbar in der Zwischenzeit abgesetzt. Der Beschwerdeführer war somit vor dem Vorfall vom 25. Oktober 2014 alkoholabhängig und, wie die Notwendigkeit seiner fürsorgerischen Unterbringung zeigt, psychisch instabil. Über seine Behandlung im Sanatorium und deren ambulante Fortführung bzw. die Auswirkungen dieser Massnahmen auf den Zustand des Beschwerdeführers ist nichts Gesichertes bekannt, was auch daran liegt, dass er die behandelnden Ärzte nicht von ihrer Schweigepflicht entbunden hat. Es steht somit nicht sicher fest, dass der Alkoholentzug erfolgreich war und der Beschwerdeführer (wenigstens für eine bestimmte Zeit) abstinent leben kann und will. Die hoch dosierte Verschreibung von Seroquel weist zudem auf psychische Probleme hin, die allenfalls seine Fahreignung beeinträchtigen könnten. Zurzeit steht jedenfalls nicht fest, dass der Beschwerdeführer seine Alkoholsucht überwunden hat und psychisch ausreichend stabil ist, um zuverlässig Gewähr zu bieten, sich nicht in fahrunfähigem Zustand ans Steuer zu setzen. Das Verwaltungsgericht ist somit jedenfalls nicht in Willkür verfallen, indem es zum Schluss kam, es bestünden ernsthafte Zweifel an seiner Fahreignung, welche einen vorsorglichen Führerausweisentzug und die Anordnung einer verkehrsmedizinischen Abklärung rechtfertigten. Eine Verfassungsverletzung im Sinne von Art. 98 BGG ist nicht ersichtlich. Die Beschwerde ist unbegründet.