Citation: 2C_338/2017 E. 5.3

5.3. Ausgangspunkt für das migrationsrechtliche Verschulden ist die vom Strafgericht ausgesprochene Strafe (BGE 134 II 10 E. 4.2 S. 23; 129 II 215 E. 3.1 S. 216). Der Beschwerdeführer wurde am 18. Dezember 2014 zu drei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt, weil er während 16 Monaten in 14 Fällen als Mitglied einer Einbrecherbande in Baustellen eindedrungen war und dort Baumaterial, Baumaschinen und Kücheninstallationen im Wert von insgesamt Fr. 276'821.70 entwendet und dabei einen Sachschaden von Fr. 620.-- verursacht hatte. Wenngleich es sich nicht um ein Delikt gegen Leib und Leben oder gegen die sexuelle Integrität handelt, ist das Verschulden mit Blick auf die zweifach qualifizierte Tatbegehung (gewerbs- und bandenmässig) beträchtlich, was sich auch im Strafmass niedergeschlagen hat. Erschwerend kommt hinzu, dass dieser Verurteilung vier weitere vorausgegangen waren, wobei der Beschwerdeführer schon nach der ersten Verfehlung verwarnt worden war. Dessen ungeachtet verübte er immer wieder Einbruchsdelikte, welche zu den Verurteilungen vom 9. Januar 2006 (bedingte Gefängisstrafe von vier Monaten) und vom 6. September 2010 (Geldstrafe von 90 Tagessätzen) führten. Diese Vorgeschichte und die verfahrensauslösende Verurteilung vom 18. Dezember 2014 zeigen, dass der Beschwerdeführer trotz Verwarnung und bedingt ausgesprochenen Strafen mehrmals rückfällig wurde. Der Zeitablauf bzw. das Wohlverhalten seit dem letzten deliktischen Verhalten am 24. September 2011 ist mit der Vorinstanz zu relativieren, weil der Beschwerdeführer seit jenem Zeitpunkt unter dem Eindruck des Strafverfahrens, einschliesslich Untersuchungshaft und anschliessendem Strafvollzug stand und sein Aufenthaltsrecht durch die Einleitung des Widerrufsverfahrens am 1. Juni 2015 (Gewährung des rechtlichen Gehörs in Form der Befragung durch die Kantonspolizei Zürich) gefährdet erschien. Das sicherheitspolizeiliche Interesse an der Beendigung des Aufenthalts ist dementsprechend als erheblich einzustufen, zumal bei ausländischen Personen, die sich - wie der Beschwerdeführer - nicht auf das FZA (SR 0.142.112.681) berufen können, generalpräventive Gesichtspunkte berücksichtigt werden dürfen (Urteil 2C_794/2016 vom 20. Januar 2017 E. 2.2). Der Auffassung des Beschwerdeführers, er werde als Geschäftsmann in der Schweiz gebraucht und das öffentliche Interesse werde dadurch verringert, dass im Fall einer Wegweisung seine Kunden und Geschäftspartner zu Schaden kommen würden, kann nicht gefolgt werden. Der Beschwerdeführer wusste seit dem Widerruf der Niederlassungsbewilligung vom 23. September 2015, dass er die Schweiz eventuell würde verlassen müssen. Am 8. Februar 2017 bestätigte die Vorinstanz den Widerruf. Der Beschwerdeführer hatte genug Zeit, Vorkehren zu treffen, um die Interessen seiner Kunden und Geschäftspartner zu wahren. Warum sodann die Unternehmung nur mit dem Beschwerdeführer als Geschäftsführer weiterexistieren kann und bei seinem Ausscheiden in den Konkurs fallen würde, wie dieser behauptet, wird nicht nachvollziehbar darglegt.