Citation: 8C_385/2023 E. 6.2

6.2. Demgegenüber rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung von Bundesrecht. Ohne triftige Gründe seien die IV-Stelle und das kantonale Gericht von den Ergebnissen des im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Asim-Gutachtens abgewichen. Weder die von den Asim-Gutachtern erhobenen Diagnosen noch deren Herleitung seien bestritten. Es gehe nicht an, dass die IV-Stelle mit Verfügung vom 22. Mai 2017 einen Rentenanspruch gestützt auf das ZIMB-Gutachten verneinte, jedoch im Zeitpunkt der Neuanmeldung den von den Asim-Gutachtern lege artis erhobenen Gesundheitszustand und die daraus resultierenden Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit nicht mit den Ergebnissen des ZIMB-Gutachtens, sondern mit den Einschätzungen der behandelnden Ärzte vergleiche, welche schon 2016 eine von den ZIMB-Gutachtern abweichende Auffassung hinsichtlich des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit vertraten. Die Asim-Gutachter hätten mit Blick auf die Fragestellung der Beschwerdegegnerin im Vergleich zum ZIMB-Guachten nicht nur mehrere zusätzliche Diagnosen erhoben, sondern im Gegensatz zu den ZIMB-Gutachtern einzelnen Diagnosen auch Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit beigemessen. Sodann hätten die Asim-Gutachter ausführlich und nachvollziehbar dargelegt, inwieweit sich im zeitlichen Verlauf nicht nur diagnosemässig der Gesundheitszustand, sondern auch die Arbeitsfähigkeit basierend auf validen Befunden der neurokognitiven Testungen verschlechtert habe. Laut Dr. med. C.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) der Invalidenversicherung in Zürich, erfülle das Asim-Gutachten die Anforderungen an eine beweiskräftige Expertise aus medizinischer Sicht, weshalb sie der IV-Stelle empfohlen habe, vollumfänglich darauf abzustellen.