Citation: 6P.143/2005 24.01.2006 E. 2

2.1 Der Beschwerdeführer rügt pauschal, das Obergericht habe ohne eine Beweisverhandlung durchzuführen, einen reinen Aktenentscheid getroffen und hierbei Beweise willkürlich gewürdigt (Beschwerde Ziff. 2.3; 3.2). Er trägt mehrfach vor, dass durch die "Mängel am Beweismaterial", das Fehlen einer Gerichtsverhandlung vor 2. Instanz, das Fehlen von Gutachten und einer Stellungnahme des Beschwerdeführers die Grundsätze des fairen Verfahren und des rechtlichen Gehörs verletzt worden seien (vgl. Beschwerde Ziff. 4.3, 6.4 und 7.4.). Auf diese allgemeinen Rügen ist mangels Substanziierung nicht einzutreten (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). 2.2 Der Beschwerdeführer rügt Willkür in der Beweiswürdigung (Art. 9 BV). Das Obergericht habe die Funktion des Geschädigten in fataler Weise falsch eingeschätzt. Mit keinem Wort erwähne es, dass dieser Polier und damit als Baustellenchef für die Organisation und Sicherheit verantwortlich gewesen sei. Indem es dieser Tatsache keine Bedeutung beimesse, verfalle es in Willkür (Beschwerde Ziff. 3). Willkürlich ist eine Tatsachenfeststellung, wenn der Richter den Sinn und die Tragweite eines Beweismittels offensichtlich verkennt, wenn er ein solches ohne ernsthafte Gründe ausser Acht lässt, obwohl es erheblich ist, und schliesslich, wenn er aus getroffenen Beweiserhebungen unhaltbare Schlüsse zieht (BGE 129 I 8 E.2.1). Die exakte Funktion des Geschädigten als Polier ist für die Beurteilung des Verhaltens des Beschwerdeführers rechtlich nicht erheblich, weshalb für die Überprüfung der diesbezüglichen Feststellungen ein Rechtsschutzinteresse fehlt (Art. 88 OG). Auf die Beschwerde ist insoweit nicht einzutreten. 2.3 Der Beschwerdeführer rügt die obergerichtliche Feststellung als aktenwidrig und willkürlich, wonach dem Beschwerdeführer habe bewusst sein müssen, dass er die Baggerschaufel auch über das Mäuerchen habe bewegen können (Beschwerde Ziff. 6). Das Obergericht schliesst aus dem aktenkundigen Standort des Baggers und der Reichweite des Baggerarms (vgl. Fotos; kant. Akten pag. 85 f.), dass der bewegliche Radius weit über das Mäuerchen hinausreichte. Dies habe dem Beschwerdeführer bewusst sein müssen. Diese Feststellungen sind nachvollziehbar und nicht willkürlich. 2.4 Das Obergericht habe überdies den Gefahrenbereich des Baggers willkürlich festgelegt. Richtigerweise sei zwischen einem potentiellen Wirkungs- und einem konkreten Arbeitsbereich zu unterscheiden. Nur der Arbeitsbereich sei auch Gefahrenbereich (Beschwerde Ziff. 7). Diese Rüge geht fehl. Das Obergericht definiert den Gefahrenbereich als "Umgebung der Erdbaumaschine, die durch arbeitsbedingte Bewegungen des Geräts" erreicht werden kann. Dies ist nicht willkürlich.