Citation: 1C_246/2021 E. 3.2

3.2. Soweit sich die Rügen mit Bezug auf den erwähnten Entscheid vom 10. Juli 1995 gegen die Rechtskonformität des Neubaus auf KTN 356 und 357 wenden, ist daran zu erinnern, dass derartige Fragen vom Streitgegenstand ausgenommen werden konnten (vgl. oben E. 2.4). Vielmehr betrifft das vorliegende Verfahren eine enteignungsrechtliche Entschädigungsforderung gegen die Beschwerdegegnerin für den von den Beschwerdeführern behaupteten Minderwert bei KTN 358. Der angefochtene Entscheid lässt sich nicht anders verstehen, als dass den Beschwerdeführern kein enteignungsrechtlicher Entschädigungsanspruch gegen die Beschwerdegegnerin im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme von Drittgrundstücken für die Zufahrt zusteht. Einer solchen Betrachtungsweise ist zuzustimmen. Der Entscheid vom 10. Juli 1995 beschränkte sich auf die finanzielle Regelung des Verhältnisses zwischen den Eigentümern der damals am Enteignungsverfahren beteiligten Grundstücke. Es ist weder geltend gemacht noch ersichtlich, dass dies bei der Eigentümerschaft von KTN 356 und 357 der Fall war. Es hält deshalb vor den verfassungsrechtlichen Verfahrensrechten der Beschwerdeführer stand, wenn sich ihr Anliegen, eine Anpassung des Entscheids vom 10. Juli 1995 zu erreichen, im vorliegenden Verfahren nicht verwirklichen lässt.