Citation: 9C_463/2016 E. 3.2

3.2. Wie eingangs erwähnt (Sachverhalt lit. A.c), stellte die Beiständin der Sozialversicherungsanstalt erst im Verlaufe des Septembers 2012 eine IV-Taggeldverfügung zu (jene vom 18. September 2012). Die daraus hervorgehende neue Heimadresse in X.________ hätte die EL-Durchführungsstelle in der Tat zu weitergehenden Abklärungen veranlassen müssen. Der Vorinstanz ist deshalb beizupflichten, wenn sie im angefochtenen Entscheid erwog, die Sozialversicherungsanstalt hätte den EL-Anspruch ab 1. Oktober 2012 den tatsächlichen Verhältnissen anpassen bzw. die Ergänzungsleistung zufolge Einnahmenüberschusses einstellen können, wenn sie nach Zustellung der Taggeld-Verfügung genügend Sorgfalt hätte walten lassen. Mit dem kantonalen Gericht ist demnach für den Zeitraum ab Oktober 2012 von der (verspäteten) Erfüllung der Meldepflicht auszugehen. Allerdings oblag der damaligen Beiständin bezüglich der in der Folge erlassenen EL-Verfügungen und den dazugehörigen Berechnungsblättern eine Kontrollpflicht (Urteil 9C_269/2016 vom 21. Juni 2016 E. 2 mit Hinweisen). Die Verfügungen der Sozialversicherungsanstalt vom 8. Oktober und 27. Dezember 2012 sowie vom 8. Juli 2013 waren an sie adressiert (bzw. an die Amtsvormundschaft/Berufsbeistandschaft, für welche sie tätig war). Aus den Berechnungsblättern ging jeweils hervor, dass fälschlicherweise nach wie vor Heimkosten als Ausgaben berücksichtigt wurden. Dies hätte der Beiständin bei einer sorgfältigen Prüfung der Verfügungen und ihrer Beiblätter (wie sie von ihr verlangt werden durfte) nicht verborgen bleiben können. Der gute Glaube der damaligen Beiständin wurde von der Vorinstanz somit zu Recht verneint.