Citation: 4A_507/2015 E. 3.4

3.4. Die Beschwerdeführerin setzt sich in ihrer Beschwerde über weite Strecken mit den Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz auseinander, ohne indessen eine willkürliche Beweiswürdigung geltend zu machen. Sie beschränkt sich vielmehr auf eine Darstellung des Geschehens aus eigener Sicht. Dies genügt den dargelegten Begründungsanforderungen nicht; auf die Ausführungen der Beschwerdeführerin ist daher nur einzugehen, soweit sie sinngemäss rechtliche Vorbringen enthalten. Inwiefern die Vorinstanz Bundesrecht verletzt hätte, indem sie zum Schluss kam, die Änderung des Terminprogramms sei einseitig erfolgt und die Beschwerdegegnerin habe nicht auf eine Mehrvergütung verzichtet, ist weder dargetan noch ersichtlich. Eine Zustimmung zur Änderung und ein Verzicht auf Mehrvergütung lassen sich aus dem blossen Zuwarten der Beschwerdegegnerin nicht ableiten. Es könnte sich einzig fragen, ob die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin auf die Mehrkosten hätte hinweisen müssen, wenn sie erkannt hätte, dass diese wesentlich höher ausfallen würden als die Einsparungen. Diese Frage kann aber offenbleiben, da nicht festgestellt ist, ob bzw. ab wann der Beschwerdegegnerin die Höhe der Mehrkosten und die Höhe der Einsparungen bekannt waren. Soweit die Vorinstanz weiter das Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 2. März 2011 vertrauenstheoretisch ausgelegt hat, ist im Ergebnis kein Rechtsfehler ersichtlich. Schliesslich rügt die Beschwerdeführerin zwar, es gebe keine Anspruchsgrundlage für Nachforderungen gestützt auf "Bauablaufstörungen". Die Vorinstanz hat den Anspruch der Beschwerdegegnerin indessen nicht mit einer "Bauablaufstörung" begründet, sondern mit einer Verletzung von Mitwirkungspflichten durch die Beschwerdeführerin. Gegen die rechtlichen Ausführungen der Vorinstanz, wonach eine solche Verletzung eine Pflicht zur Mehrvergütung nach sich ziehen kann, wendet die Beschwerdeführerin zu Recht nichts ein (vgl. Urteil 4C.188/1993 vom 1. Oktober 1993 E. 2c). Die Vorinstanz hat somit kein Bundesrecht verletzt, wenn sie einen Anspruch der Beschwerdegegnerin auf Mehrvergütung bejahte. Die Rüge ist unbegründet, soweit darauf einzutreten ist.