Citation: 1C_282/2021 E. 10

Zusammengefasst dringt die Beschwerde teilweise durch. Es hält vor Bundesrecht stand, dass auf das Baugesuch der Beschwerdegegnerin für die Deponie-Erweiterung eingetreten worden ist (oben E. 3). Fehl gehen auch die Vorwürfe der Beschwerdeführer, die sie in Zusammenhang mit dem Abfallrecht (oben E. 4 und 5), dem Waldabstand (E. 6) und dem Lärmschutz (E. 9) erhoben haben. Teilweise begründet sind demgegenüber die Rügen betreffend die Gewässerraumvorschriften des Bundes und die verkehrsmässige Erschliessung: Das Verwaltungsgericht hat die Standortgebundenheit der Deponie-Erweiterung im Gewässerraum unzureichend abgeklärt. Untersucht werden muss insbesondere die stabilitätstechnische Notwendigkeit von Aufschüttungen im Gewässerraum über den 2006 bewilligten Zustand hinaus, zumal die geplante Deponie-Erweiterung ohne Vorliegen einer solchen Standortgebundenheit den übergangsrechtlichen Gewässerraum verletzen würde. Immerhin ist anzunehmen, dass sich ein derartiger Projektmangel durch eine untergeordnete Änderung in der Ausgestaltung der Deponie-Erweiterung im unteren Bereich beim Gewässerraum beheben liesse (vgl. oben E. 7.9 und 7.10). Ausserdem ist die verkehrsmässige Erschliessung der Deponie zwar weitestgehend bundesrechtskonform. Die Gewährleistung der Verkehrssicherheit der Schulkinder auf dem Nachhauseweg von der Schulanlage Egg am Nachmittag entlang der betroffenen Zufahrtsstrecke der Deponie erfordert aber eine Anpassung der Betriebsauflage zu den Anlieferzeiten (vgl. oben E. 8.11).