Citation: 9C_493/2023 E. 2.2

2.2. Entscheide über vorsorgliche Massnahmen gelten als Endentscheide im Sinn von Art. 90 BGG, wenn sie in einem eigenständigen Verfahren ergehen. Selbständig eröffnete Massnahmeentscheide, die vor oder während eines Hauptverfahrens erlassen werden und nur für die Dauer des Hauptverfahrens Bestand haben, stellen Zwischenentscheide nach Art. 93 BGG dar (BGE 137 III 324 E. 1.1). Bei der angefochtenen Verfügung, mit welcher die Vorinstanz - im Rahmen eines Verfahrens betreffend Rechtsverweigerung - Anträge des Beschwerdeführers auf Erlass vorsorglicher Massnahmen abweist, handelt es sich um einen solchen Zwischenentscheid. Gegen selbständig eröffnete Zwischenentscheide, die weder die Zuständigkeit noch den Ausstand betreffen (Art. 92 BGG), ist die Beschwerde - abgesehen vom hier nicht massgebenden Fall gemäss Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG - nur zulässig, wenn der angefochtene Entscheid einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG; vgl. BGE 138 III 333 E. 1.3; 137 III 589 E. 1.2.3). Irreparabel ist ein Nachteil, der nicht durch ein Endurteil oder einen anderen Entscheid zugunsten der beschwerdeführenden Partei behebbar ist. In der Regel muss er rechtlicher Natur sein; ein wirtschaftlicher oder rein faktischer Schaden genügt nicht (BGE 142 III 798 E. 2.2; 137 V 314 E. 2.2.1; Urteil 9C_246/2023 vom 30. Mai 2023 E. 2). Dass im konkreten Fall ein nicht wieder gutzumachender Nachteil droht, ist in der Beschwerdebegründung aufzuzeigen, soweit das betreffende Risiko nicht offensichtlich ist. Andernfalls ist auf die Beschwerde nicht einzutreten (FELIX UHLMANN, in: Basler Kommentar zum BGG, 3. Aufl. 2018, N. 11 zu Art. 93 BGG). Auch wenn der nicht wieder gutzumachende Nachteil bei Entscheiden über vorsorgliche Massnahmen regelmässig gegeben ist, gilt die Substantiierungsanforderung auch hier (BGE 144 III 475 E. 1.2; LAURENT MERZ, in: Basler Kommentar zum BGG, N. 76 zu Art. 42 BGG).