Citation: 6B_1303/2016 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung von Treu und Glauben (Art. 9 BV, Art. 3 Abs. 2 lit. a StPO) sowie des Gleichbehandlungsgrundsatzes (Art. 29 BV), der jedem den Anspruch auf gleiche und gerechte Behandlung garantiere. Das Obergericht des Kantons Bern habe in seinem Urteil vom 15. Januar 2016 ausgeführt, dass im Falle eines Schuldspruchs gegen die Familie X.________ wegen Raufhandels allenfalls der Revisionsgrund gemäss Art. 410 Abs. 1 lit. b StPO gegeben sei; dieser komme hauptsächlich dann zur Anwendung, wenn verschiedene Mitbeteiligte einer Straftat getrennt verfolgt bzw. verurteilt würden und ein Widerspruch zwischen zwei Urteilen insofern anzunehmen sei, als nach den Denkgesetzen eines davon notwendigerweise falsch sein müsse. Diese Erwägung habe er dahingehend verstehen dürfen, dass die Vorinstanz sich einerseits der durch die einseitige Berufung entstandenen Diskrepanz bewusst gewesen sei, und andererseits diese nicht ohne Weiteres hinzunehmen gedacht habe, sondern an einer Korrektur interessiert gewesen sei. Mit anderen Worten habe er davon ausgehen dürfen, dass sich die Vorinstanz zumindest materiell mit seinem Revisionsgesuch befassen würde. Sein Vertrauen in die zitierte vorinstanzliche Erwägung sei zu schützen und der angefochtene Beschluss daher bundesrechtswidrig.