Citation: 6B_976/2019 E. 2.4.2

2.4.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, als anerkannte Verhaltensregeln im Gleitschirmsport hätten die Ausführungen im Berichtsrapport der Kantonspolizei vom 24. Januar 2019, diejenigen im Ausbildungshandbuch von URS LÖTSCHER/THOMAS ZELLER, Gleitschirmfliegen, 10. Auflage [recte: 11. Auflage März 2018] (nachfolgend: Ausbildungshandbuch) und die beiden Beiträge von PETER CRÖNIGER in der Mitgliederzeitschrift des Deutschen Hängegleiterverbands DHV mit den Titeln " Rückwärtsstart / Rückwärts Aufziehen-Ausdrehen-vorwärts Starten" (DHV-Info 2012 Nr. 175, S. 46-51; nachfolgend: Rückwärts) und "Startentscheidung Abbruch oder Start?" (DHV-Info 2011 Nr. 173, S. 56-61; nachfolgend: Startentscheidung) zu gelten. Die Vorinstanz gehe implizit auch davon aus. In Bezug auf die Beiträge von PETER CRÖNIGER führe sie allerdings aus, es handle sich dabei nicht um eine allgemein gültige und anerkannte Richtlinie im Gleitschirmsport, sondern um einen Beitrag in einer Verbandszeitschrift. Ob diese Behauptung zutreffe, habe die Vorinstanz aber nicht (beispielsweise mittels einer Anfrage an den rapportierenden Beamten der Kantonspolizei, Gebirgsspezialist D.________) abgeklärt. Insofern handle es sich bei der vorerwähnten vorinstanzlichen Feststellung um eine - auf einer unzulässigen antizipierten Beweiswürdigung basierenden - willkürliche Feststellung (Beschwerde S. 9 f. Ziff. 17). Dem Beschwerdeführer ist beizupflichten, dass sich dem angefochtenen Entscheid, insbesondere auch aufgrund der diesbezüglich teilweise unklaren Erwägungen, nicht abschliessend entnehmen lässt, welche besonderen, der Unfallverhütung und der Sicherheit dienenden Vorschriften des Gleitschirmsports die Vorinstanz ihren Überlegungen zugrunde legt.