Citation: 4A_568/2013 E. 2.3.3

2.3.3. Zu Unrecht hält die Beschwerdeführerin der Vorinstanz vor, sie sei fälschlicherweise davon ausgegangen, das Kantonsgericht Glarus habe die Verrechnung ihrer Forderungen gegen die Beschwerdegegnerin geprüft und festgestellt, während das Kantonsgericht Glarus in Wirklichkeit lediglich festgestellt habe, dass die Vorauszahlungen höher gewesen seien als die kumulierten Werte der Lieferungen. Das Kantonsgericht Glarus prüfte zwar in der Tat vordergründig nicht die Verrechnungserklärung der A.________, sondern bezeichnete diese als gegenstandslos. Es behandelte jedoch im Rahmen der Berücksichtigung der von der B.________ zugunsten der A.________ aufgeführten Gutschriften bzw. Vorauszahlungen die Forderungen der B.________ materiell. Es gelangte zum Schluss, den anerkannten Zahlungen der A.________ in der Höhe von EUR 5'782'200.-- stünden "ausgewiesene Forderungen" der B.________ von insgesamt EUR 5'652'229.95 gegenüber. Wenn es die Klage der B.________ abwies, hielt es damit der Sache nach eine Verrechnungslage und eine Verrechnungserklärung im entsprechenden Umfang für gegeben. Die A.________ zeigt nicht auf, inwiefern die Vorinstanz zu Unrecht angenommen hätte, dass das Kantonsgericht Glarus über die gegenseitigen Forderungen der Parteien entschieden und die Verrechnung bejaht hat.