Citation: 2C_354/2024 E. 3.8.2

3.8.2. Soweit der Beschwerdeführer der Vorinstanz vorwirft, die günstige Legalprognose der Bewährungs- und Vollzugsdienste des Kantons Bern ausgehöhlt zu haben und damit in Willkür verfallen zu sein, kann ihm ebenfalls nicht gefolgt werden. Das kantonale Gericht erwog vielmehr zutreffend, dass der Umstand, dass der Beschwerdeführer bedingt aus dem Strafvollzug entlassen und ihm eine günstige Legalprognose ausgestellt wurde, nicht bedeute, dass von ihm im fremdenpolizeilichen Sinn keine Gefahr mehr ausgehe (vgl. BGE 137 II 233 E. 5.2.2; Urteil 2C_568/2021 vom 17. August 2022 E. 5.2.5), und kam in differenzierter Würdigung der Fallumstände zum Ergebnis, dass weiterhin von einer Rückfallgefahr auszugehen sei. Hierin ist jedenfalls keine Willkür zu erkennen, zumal im Ausländerrecht eine strengere Betrachtungsweise als im Strafrecht zulässig ist (BGE 140 I 145 E. 4.3 mit Hinweis; Urteil 2C_261/2024 vom 12. Dezember 2024 E. 4.5.1) und bei schwerer Delinquenz - unter Berücksichtigung generalpräventiver Gesichtspunkte - selbst ein geringes Restrisiko weiterer Rechtsgutverletzungen nicht in Kauf genommen werden muss (vgl. E. 3.5 und 3.6 hiervor). Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer während des Strafvollzugs mehrfach disziplinarisch sanktioniert werden musste, obschon von Straftätern im Strafvollzug ein tadelloses Verhalten erwartet werden darf (BGE 139 II 121 E. 5.5.2; Urteil 2C_568/2021 vom 17. August 2022 E. 5.2.5). Auch diesen Umstand durfte die Vorinstanz bei der Prüfung der Rückfallgefahr negativ werten.