Citation: 4A_257/2024 E. 4.2.2

4.2.2. Die Vorbringen der Beschwerdeführerin zielen an der vorinstanzlichen Begründung vorbei. Die Vorinstanz stützte sich entgegen der Annahme der Beschwerdeführerin nicht auf die Folge der Beweislosigkeit zulasten der Beschwerdeführerin hinsichtlich des arglistigen Verschweigens des fehlenden Abdichtungskonzepts, für welches sie nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung grundsätzlich die Beweislast trägt (vgl. BGE 89 II 405 E. 2b; Urteil 4A_165/2020 vom 14. Dezember 2020 E. 4.5; zit. Urteile 4A_646/2016 E. 3.1; 4A_97/2014 E. 4.1). Vielmehr stellte die Vorinstanz positiv das Gegenteil fest: Durch die Kenntnis der Beschwerdeführerin des Fehlens eines Abdichtungskonzepts liegt im Ergebnis kein versteckter Mangel vor. Insofern stellt sich die Frage einer Beweiserleichterung sowie der Beweislastverteilung von vornherein nicht; die gegenteilige Behauptung der Beschwerdegegnerin erachtete die Vorinstanz als erstellt und die Behauptungen der Beschwerdeführerin als widersprüchlich. Die Beschwerdeführerin vermag auch keine Begründung zu liefern, inwiefern die angeblich fehlende Mitwirkung der Beschwerdegegnerin dieses (positive) Beweisergebnis hätte beeinflussen sollen und woraus sie die gerügte Verletzung ihres Rechts auf Beweis und ihres verfassungsmässigen Gehörsanspruch ableitet. Insbesondere macht sie zu Recht nicht geltend, die Vorinstanz habe sich hinsichtlich der Feststellung der Kenntnis des Mangels auf Tatsachen gestützt, die von den Parteien nicht behauptet worden seien, oder dass die Vorinstanz diese Feststellung bundesrechtswidrig oder willkürlich auf die im angefochtenen Urteil referenzierten Aussagen der Beschwerdeführerin zu den hydrologischen Gegebenheiten in der Klage (Rz. 45 ff. und Klagebeilage 11) sowie auf die Ausführungen zu den Bausitzungen in der Replik (Rz. 45 ff.) gestützt habe.