Citation: 5A_878/2022 E. A

Die Beschwerdeführerin ist die Mutter der am xx.xx.2009 geborenen B.________, für die sie die Alleinsorge hatte. Bereits am 30. September 2009 hatte die damalige Vormundschaftsbehörde der Stadt Luzern mit Blick auf die Geburt eine Erziehungsbeistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB angeordnet. Am 10. März 2020 erteilte die KESB der Stadt Luzern der Mutter gestützt auf Art. 307 Abs. 3 ZGB die Weisung, für sich innert Monatsfrist eine ambulante Psychotherapie zu organisieren. Am 14. April 2020 ernannte sie für B.________ eine neue Beiständin. Mit Schreiben vom 18. März 2021 beantragte diese bei der KESB die Platzierung von B.________ in der Notaufnahme U.________. Darauf ordnete die KESB am 1. April 2021 eine Vertretungsbeistandschaft nach Art. 314a bis ZGB an (dazu Urteil 5A_134/2022). Vom 8. April 2021 bis Anfang Januar 2022 hielt sich B.________ bei ihrem Vater in Belgien auf, nachdem sie von der Mutter überstürzt dorthin gebracht worden war. Im Anschluss holte die Mutter sie abrupt und gegen den Willen des Vaters in die Schweiz zurück. In der Folge beantragte dieser am 17. Januar 2022 bei der KESB die alleinige elterliche Sorge und Obhut. Mit superprovisorischer Verfügung vom 14. Februar 2022 entzog diese der Mutter das Aufenthaltsbestimmungsrecht über B.________ und brachte sie beim Vater in Belgien unter (dazu Urteil 5A_162/2022).