Citation: 8C_922/2014 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz gelangte zur Auffassung, dass der Versicherte eine neue Stelle hätte antreten können, ohne den Kurs unter Kostenfolge endgültig und ohne Abschluss abbrechen zu müssen. Die Vermittlungsfähigkeit während der vom 1. September bis 31. Dezember 2013 anfallenden Kurstage sei deshalb zu bejahen. Zur Begründung gibt sie an, in den zu beurteilenden Kontrollperioden habe der Versicherte unbestrittenermassen stets genügende persönliche Arbeitsbemühungen nachgewiesen. In einem Schreiben vom 16. Dezember 2013 habe der Head of EMBA Operations France Alternativen aufgezeigt für den Fall, dass der Teilnehmer vor Abschluss des Studiums eine neue Stelle antreten würde und nicht in der Lage wäre, den Lehrgang wie geplant zu beenden. Da jedes Jahr sechs Executive MBA Kurse in Frankreich, China und Qatar durchgeführt würden, stehe ihm eine Anzahl von Optionen offen. Bei einer kurzfristigen Unterbrechung (Short-term break) könne er die verpassten Kurse nachholen, wobei die Verzögerung Auswirkungen auf das Datum der Diplom-Übergabe habe. Im Rahmen einer langfristigen Unterbrechung (Long-term break) könne die Kursverwaltung auf begründetes Gesuch hin die akademische Akte in das folgende Jahr transferieren. Der Versicherte würde die bereits erreichten Credits behalten, müsse jedoch in eine andere Klasse eintreten, um seine ausstehenden Punkte zu erwerben. In diesem Fall wäre ein Zeitrahmen zu vereinbaren, in welchem der Abschluss zu machen sei. Bei dieser Variante würde sich eventuell der Programminhalt ändern, da der Lehrplan jedes Jahr weiter entwickelt werde, und es würde sich der Diplomabschluss verzögern. Die Schulleitung hat sich laut Vorinstanz im erwähnten Schreiben zuversichtlich gezeigt, dass eine Lösung gefunden würde, die es dem Versicherten im Falle eines Stellenantritts erlaube, sich dort voll einzubringen und trotzdem die Ausbildung in einem überschaubaren Zeitrahmen abzuschliessen. Weiter habe die Schulleitung darauf hingewiesen, dass der Versicherte angesichts des bereits fortgeschrittenen Kursverlaufs bei einem Studienabbruch nicht mehr mit einer Rückerstattung des Kursgeldes rechnen könne. Daraus schloss die Vorinstanz, der Versicherte hätte im Falle eines Stellenantritts den besuchten MBA-Kurs kurz- oder langfristig verschieben und die ausgefallenen Kurse zu einem späteren Zeitpunkt (eventuell an einem anderen Standort und/oder im folgenden Jahr) nachholen können, ohne dass ihm dabei bedeutende zusätzliche Kosten angefallen wären. Es sei daher glaubhaft, dass er eine Stelle auch vor Beendigung des Kurses angetreten hätte. Dafür spreche auch der Umstand, dass er die ersten beiden Module des MBA-Lehrgangs in einer Zeit absolviert habe, als er im Vollzeitpensum bei der ehemaligen Arbeitgeberin angestellt gewesen sei. Überdies habe er laut eigenen Angaben im Februar 2014, und damit vor Beendigung des bis Juni 2014 dauernden Kurses, eine neue Stelle angetreten. Weiter hat das kantonale Gericht erwogen, mit Blick auf den Fr. 125'000.- übersteigenden versicherten Verdienst und die damit verbundene zwanzigtägige Wartezeit (Art. 18 Abs. 1 lit. c AVIG), habe der Versicherte ab dem 30. September 2013 Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung.