Citation: 8C_153/2021 E. 4.2

4.2. In materieller Hinsicht stellte die Vorinstanz fest, gestützt auf das beweiskräftige Gerichtsgutachten sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin an einer histrionischen Persönlichkeitsstörung leide. Dr. med. C.________ sei auf sämtliche in früheren Berichten/Gutachten gestellten Diagnosen eingegangen, habe diese überprüft und nachvollziehbar dargelegt, weshalb seiner Meinung nach weder eine Hypergraphie, eine Schizophrenie, eine Depression, ein ADSH, eine somatoforme Störung oder eine schwere Zwangssymptomatik vorliege. Bezüglich der funktionellen Auswirkungen der Störung zeigten sich in der Krankengeschichte der Beschwerdeführerin, wie der Gutachter dargelegt habe, sowohl im Längs- als auch im Querschnitt zahlreiche erhebliche Inkonsistenzen. Obwohl sich solche bereits im Rahmen der neuropsychologischen Begutachtung durch die asim gezeigt hätten, habe eine Auseinandersetzung damit nicht stattgefunden und sei trotz Hinweisen auf inkonsistentes Verhalten eine volle Arbeitsunfähigkeit postuliert worden. Die aktenkundigen Inkonsistenzen, so das kantonale Gericht, hätten sich auch im Rahmen der öffentlichen Verhandlung gezeigt. In Würdigung der Aktenlage stellte die Vorinstanz schliesslich fest, es sei nicht zu beanstanden, wenn Dr. med. C.________ der Beschwerdeführerin sehr hohe Ressourcen attestiere, die sie bei ihrer Tätigkeit als Büroangestellte einsetzen könnte. Weder aus neuropsychologischer noch aus psychiatrisch-gutachterlicher Sicht könne gemäss Gerichtsgutachten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit die Diagnose einer psychischen Störung gestellt werden, welche die auffälligen Verhaltensweisen der Beschwerdeführerin alleine erklären und eine Minderung der arbeitsbezogenen Leistungsfähigkeit begründen könne. Angesichts der vom Gutachter aufgezeigten Inkonsistenzen und Ressourcen sei dessen Schlussfolgerung einer vollständigen Arbeitsfähigkeit sowohl in der angestammten Tätigkeit als Büroangestellte als auch in einer leidensadaptierten Tätigkeit logisch und nachvollziehbar. Da der Gutachter kein Leiden habe feststellen können, das den funktionellen Schweregrad erfülle, der eine Minderung der Arbeitsfähigkeit per se begründe und das gezeigte Verhalten erkläre, fehle es an der Schwere, die auf eine invalidisierende Gesundheitsbeeinträchtigung schliessen lasse, und erübrige sich die Prüfung der Standardindikatoren.