Citation: B 88/01 21.02.2002 E. 2

2.- Das kantonale Gericht hat richtig festgestellt, dass die Pensionskasse spätestens am 3. Januar 1996, bei Eingang des Leistungsgesuchs des Beschwerdegegners mit Angabe der Arbeitsunfähigkeitsperioden und beiliegender Verfügung der IV-Stelle des Kantons Freiburg (vom 13. Dezember 1995) betreffend Zusprechung einer halben Invalidenrente ab 1. Mai 1995, von der Anzeigepflichtverletzung Kenntnis erhalten hat, welche bei Erhöhung der Versicherungsdeckung von Plan 1 auf Plan 3 am 13. Februar 1995 begangen wurde. Die Frist von vier Wochen, innert welcher die Pensionskasse in analoger Anwendung von Art. 6 VVG vom überobligatorischen Vorsorgevertrag hätte zurücktreten können, endete somit spätestens Anfang Februar 1996. Da sie von dieser Befugnis innert Frist keinen Gebrauch gemacht hat, ist sie entsprechend den Ausführungen im angefochtenen Entscheid verpflichtet, dem Beschwerdegegner ab 1. August 1997 die reglementarischen Invalidenleistungen gemäss Plan 3 zu erbringen, woran die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobenen Einwendungen nichts zu ändern vermögen. Die Behauptung der Pensionskasse, Plan 1, Plan 2 und Plan 3 seien je eigene Vorsorgeeinrichtungen und der Wechsel von einem Plan zu einem anderen vollziehe sich nach Massgabe von Art. 23 BVG, entbehrt jeglicher Grundlage. Vielmehr handelt es sich offenkundig um verschiedene Vorsorgepläne der nämlichen Vorsorgeeinrichtung mit unterschiedlich hohen Leistungen. Die "Caisse Inter-entreprises de prévoyance professionnelle", die laut Art. 1 Abs. 1 ihres Reglements in diesem fortan als "la caisse" bezeichnet wird, ist eine und dieselbe Vorsorgeeinrichtung. Dies kommt auch in der vom Beschwerdegegner eingereichten Verfügung des BSV über die Aufnahme der Kasse in des Register der beruflichen Vorsorge vom 29. Dezember 1989 zum Ausdruck.