Citation: 5A_288/2021 E. 3.3.1

3.3.1. 3.3.1.1. In diesem Zusammenhang moniert der Beschwerdeführer, gemäss § 3 Abs. 1 lit. a und c AnwT werde die Grundentschädigung für die Vertretung und Verbeiständung einer Partei bei güterrechtlichen Ansprüchen im Scheidungsverfahren nach dem Streitwert bemessen. Dieser habe sowohl vor Bezirksgericht als auch im Berufungsverfahren, in welchem die güterrechtlichen Ansprüche weiterhin strittig gewesen seien, Fr. 71'240.42 betragen. Das Grundhonorar wäre dementsprechend gestützt auf § 3 Abs. 1 lit. a Ziff. 5 AnwT auf Fr. 10'481.65 (= Fr. 4'070.-- + [Fr. 71'240.42 x 0.09]) festzulegen gewesen, woraus nach Berücksichtigung des Verhandlungsabzugs von 20 %, eines Zuschlags für die zweite Rechtsschrift von 15 %, des Rechtsmittelabzugs von 25 %, der Auslagenpauschale von 3 % sowie der Mehrwertsteuer von 7,7 % eine Parteientschädigung von Fr. 8'284.55 resultiere. Das Gesetz (§ 3 Abs. 1 lit. a Ziff. 5 und lit. d Satz 2 AnwT) sehe für den vorliegenden Fall keine Pauschalisierung vor, da im erstinstanzlichen und im Berufungsverfahren auch güterrechtliche Ansprüche zu beurteilen gewesen seien. 3.3.1.2. Mit Eingabe vom 16. Juli 2020 habe er eine Honorarnote über Fr. 6'976.45 eingereicht, wobei er geltend gemacht habe, die Parteientschädigung sei gestützt auf § 3 Abs. 1 lit. a Ziff. 5 AnwT zu berechnen. Nach Erstatten einer Stellungnahme zu einer weiteren Eingabe des Beschwerdegegners am 18. August 2020 habe er eine angepasste Honorarnote über Fr. 8'284.55 eingereicht. Die Vorinstanz habe sein rechtliches Gehör verletzt, indem sie seine entsprechend den gesetzlichen Grundlagen erstellten Honorarnoten missachtet und die Höhe der Parteientschädigung bzw. der subsidiären staatlichen Entschädigung ungenügend begründet habe. Sie wäre verpflichtet gewesen, Kürzungen bzw. das Abweichen von der Honorarnote zu erläutern. So hätte sie kurz ausweisen müssen, inwiefern die Kostennoten ungerechtfertigt sein sollten und daher ausser Betracht bleiben müssten. Eine solche Auseinandersetzung fehle. Insbesondere habe die Vorinstanz ungeklärt gelassen, weshalb sie vom Gesetzeswortlaut von § 3 Abs. 1 lit. d AnwT abgewichen sei und die Parteientschädigung nicht nach dem Streitwert festgelegt habe. Ebenso wenig habe sie erläutert, weshalb sie keinen Zuschlag für die zweite Rechtsschrift vom 18. August 2021 (§ 6 Abs. 3 AnwT) gewährt habe. Begründet habe die Vorinstanz schliesslich auch nicht, weshalb sie bei der Wahl der "praxisgemässen" Pauschale von ihrer eigenen bisher konstanten Rechtsprechung abgewichen sei. Der Beschwerdeführer könne unter Beizug des Gesetzes und der bisherigen Rechtsprechung betreffend Pauschalisierung des Honorars nicht nachvollziehen, wie sein Honorar zustande gekommen sei.