Citation: 2A.653/2005 09.03.2006 E. A

Das Schweizer Fernsehen DRS strahlte am 11. Januar 2005 im Rahmen des Konsumentenmagazins "Kassensturz" den rund neunminütigen Beitrag "Management-Kurse: Viel Geld für Titel mit Makel" aus. Der Bericht wurde mit der Bemerkung eingeleitet, dass viele Leute für einen Master of Business Administration (MBA) jahrelang neben ihrem Job hart arbeiten und viel Geld ausgeben würden, doch nicht jeder Titel dieses Geld auch wert sei. Gezeigt wurden in der Folge als "klassische Titelmühle" die Freie Universität Teufen (FUT), deren Diplom für Fr. 13'000.-- gekauft werden könne, die Universität Zürich, deren Ausbildung bis zur Diplomübergabe Fr. 70'000.-- koste, 100 Tage dauere und einen zweiwöchigen Kurs an der "renommierten amerikanischen Yale-University" umfasse, sowie die Graduate School of Business Administration (GSBA), die als grösste MBA-Schule in der Schweiz mit einem Lehrgang von 72 Tagen und Kosten von Fr. 63'000.-- "besonders aggressive Werbung" mache. Im Anschluss an die Stellungnahme der als "Top-Kaderfrau" vorgestellten Z.________, wonach (die) Leute, die an der GSBA waren, dies in ihrem Lebenslauf nicht vermerkten, da sie darauf - "um dies mal gelinde auszudrücken" - nicht stolz seien, geht der "Kassensturz" während rund sechs Minuten der Frage nach, was hinter diesem Urteil steckt. Dabei thematisiert er den angeblich fragwürdigen, da durch die GSBA selber verliehenen Professorentitel einer Lehrkraft, die im Werbematerial nicht offen gelegte Kündigung der Zusammenarbeit durch die SUNY-Universität (University at Albany State University of New York), die fehlende Zertifizierung mit dem begehrten EQUIS-Label (European Quality Improvement System) sowie die angeblich fehlende Zusammenarbeit mit gewissen im Werbeprospekt genannten Wirtschaftsunternehmen.