Citation: 1B_149/2022 E. 1.6

1.6. Entgegen der Kritik des Beschwerdeführers ändert daran auch der Umstand nichts, dass die sichergestellten Datenträger eine grosse Menge an gespeicherten Daten aufweisen und die ihm vom ZMG zur Verfügung gestellten gespiegelten Dateien anscheinend zum Teil beschädigt waren. Es mag insoweit zwar zutreffen, dass es dem Beschwerdeführer aufgrund des teilweise nicht möglichen Zugriffs auf gewisse Dateien erschwert wurde, sich einen Überblick über sämtliche gespeicherte Inhalte zu verschaffen. Allerdings ist nicht ersichtlich und auch nicht ansatzweise dargetan, weshalb es dem Beschwerdeführer, nachdem ihm das ZMG vollumfängliche Einsicht in die Siegelungsakten gewährte und er nach eigenen Angaben zumindest einen Teil des Inhalts der gespiegelten Daten sichten konnte, nicht möglich gewesen sein soll, allfällige geschützte Geheimnisrechte wenigstens mit Anfangshinweisen (z.B. Anwalts- oder zusätzliche Arztkorrespondenz oder Dateien mit höchstpersönlichem Inhalt) zu benennen. Der Beschwerdeführer hatte bei dieser Ausgangslage hinreichend Zeit und erhielt mehrmals die Gelegenheit, zum Entsiegelungsgesuch Stellung zu nehmen um aufzuzeigen, welche schützenswerte Geheimnisinteressen durch eine Entsiegelung verletzt würden. Er hat diese Gelegenheiten nicht genutzt. Der von ihm vor Bundesgericht sodann vertretene Standpunkt, aufgrund der grossen Datenmenge und den teilweise beschädigten Dateien sei es ihm unmöglich gewesen, sich innert nützlicher Frist wieder in Erinnerung zu rufen, welche Inhalte sich auf den ihm gehörenden Datenträgern befänden, überzeugt auch nicht. Als Inhaber müsste er spätestens nach erfolgter Akteneinsicht und Durchsicht des intakten Teils der gespiegelten Daten wieder in den Grundzügen wissen, was auf den Geräten abgespeichert ist (vgl. Urteil 1B_656/2021 vom 4. August 2022 E. 7.1). Überzeugende Argumente, warum es sich vorliegend anders verhalten sollte, legt der Beschwerdeführer nicht dar. Unbegründet ist weiter auch die Kritik des Beschwerdeführers, die Mitwirkungs- und Substanziierungsobliegenheiten der beschuldigten Person im Rahmen des Entsiegelungsverfahrens verstosse gegen das Verbot des Zwangs zur Selbstbelastung. Es ist nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer auch nicht dargetan, inwiefern er sich durch den Beschrieb der Art von allfälligen schützenswerten Geheimnisrechten selber belasten sollte. Vielmehr dienen diese Angaben ja gerade dem Ziel, dass solche Daten im Rahmen des Entsiegelungsverfahrens aus den Akten ausgesondert werden, damit die Strafverfolgungsbehörden keine Kenntnis vom Inhalt erlangen können. Nichts zu seinen Gunsten ableiten kann der Beschwerdeführer schliesslich aus seinem Einwand, auf den sichergestellten Datenträgern befänden sich nicht nur seine eigenen, sondern auch Daten von seinen Söhnen, deren Inhalt er nicht kenne. Der Beschwerdeführer ist im Entsiegelungsverfahren nicht legitimiert, im eigenen Namen die privaten Interessen von angeblich mitbetroffenen Drittpersonen zu wahren (Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG i.V.m. Art. 105 Abs. 1 lit. f und Abs. 2 StPO; Urteile 1B_70/2021 vom 9. November 2021 E. 1.5; 1B_553/2021 vom 14. Januar 2021 E. 1.3; 1B_243/2020 vom 26. Februar 2021 E. 2.4). Etwaige Geheimnisrechte seiner Söhne, die durch die Entsiegelung verletzt würden, legt der Beschwerdeführer vor Bundesgericht ohnehin nicht dar.