Citation: 9C_738/2022 E. 4.3.2

4.3.2. Der Beschwerdeführer führt weiter aus, wenn Einkommen im Schoss einer juristischen Person erzielt worden sei, dann sei die juristische Person steuerpflichtig und nicht der Verwaltungsrat, und zwar auch nicht dann, wenn er gleichzeitig auf einem anderen Gebiet als Gewerbetreibender tätig (und steuerpflichtig) sei. Wer eine solche Disposition treffe - gemeint ist offenbar, wer eine solche Einkommenszurechnung vornehme - handle krass willkürlich, denn kein Steuergesetz erlaube es, Einkommen einer dritten Person einfach der durch den Fiskus in Anspruch genommenen Person als deren Einkommen anzurechnen (Beschwerdeschrift, Ziff. 9 S. 7 f.). Mit seinem Vorbringen verkennt der Beschwerdeführer zunächst, dass die Vorinstanz nicht etwa aus rechtlichen Gründen tatsächlich von der B.________ S.A. erzielten Ertrag steuerlich ihm zugerechnet hat. Im angefochtenen Entscheid ist die Vorinstanz mit Bezug auf den Sachverhalt vielmehr in tatsächlicher Hinsicht aufgrund verschiedener Indizien (vollständig fehlende Infrastruktur der B.________ S.A., keine verbuchten Aufwendungen der B.________ S.A. im Zusammenhang mit von ihr an die C.________ AG erbrachten Leistungen [Aufwendungen für ein Arbeitsverhältnis und/oder für einen von ihr vergebenen Auftrag]) zur Auffassung gelangt, dass die B.________ S.A. keine Leistungen an die C.________ AG erbracht habe. Stattdessen hat die Vorinstanz - wiederum aufgrund verschiedener vom Beschwerdeführer selbst gelieferter Anhaltspunkte (es hätten Besprechungen mit Vertretern der C.________ AG stattgefunden, er habe sich mit der B.________ S.A. ein zweites wirtschaftliches Standbein aufbauen wollen und es hätten natürlich teilweise täglich Arbeiten stattgefunden) - darauf geschlossen, dass die von der C.________ AG abgegoltenen Arbeiten durch den Beschwerdeführer persönlich erbracht worden seien. Gestützt auf diese Feststellungen ist die Vorinstanz sodann in rechtlicher Hinsicht zum Ergebnis gelangt, da die vom Beschwerdeführer erbrachten Leistungen nicht der B.________ S.A. zuzurechnen seien, falle allein noch deren Zurechnung - und die steuerliche Zurechnung des dafür geleiteten Entgelts - an den Beschwerdeführer selbst in Betracht. Daraus erhellt weiter, dass das Vorbringen des Beschwerdeführers, soweit er der Vorinstanz eine qualifiziert falsche Sachverhaltsfeststellung vorwirft, unzureichend substanziiert ist: Der Beschwerdeführer legt nicht dar, inwiefern die tatsächlichen Feststellungen im angefochtenen Entscheid, mit denen die Vorinstanz aufgrund des Ausschlusses der möglichen Sachverhaltsvariante Leistungserbringung durch die B.________ S.A. auf eine persönliche Leistungserbringung durch den Beschwerdeführer selbst schloss, unhaltbar sein sollen. Damit erweist sich aber auch die Rüge, die Vorinstanz habe mit Bezug auf die Rechtsanwendung willkürlich entschieden, von vornherein als unbegründet. Da die B.________ S.A. keine Aufwendungen für die angeblich von ihr für die C.________ AG erbrachten Leistungen verbucht hat, wäre es unzutreffend, für den persönlichen Einsatz des Beschwerdeführers geleistete Entgelte nicht ihm selbst, sondern der Gesellschaft zuzurechnen. Dabei ist insbesondere die vom Beschwerdeführer geäusserte Auffassung, es seien bei der B.________ S.A. nur deshalb keine Aufwendungen verbucht worden, um auf diese Weise zusätzliche Verluste bzw. eine Überschuldung der Gesellschaft zu vermeiden, offensichtlich unzutreffend. Einer ertragsneutralen Verbuchung entsprechender Aufwendungen zulasten eines Aktivums angefangene Arbeiten hätte nämlich, worauf im angefochtenen Entscheid zutreffend hingewiesen wird, nichts entgegengestanden. Wenn die Vorinstanz in der Folge - gestützt auf ihre willkürfreie Sachverhaltsfeststellung, wonach der Beschwerdeführer die infrage stehenden Leistungen persönlich erbrachte und das dafür geschuldete Entgelt (letztendlich) auch selbst vereinnahmte - auf Einkommensqualität des fraglichen Entgelts von Fr. 300'000.- beim Beschwerdeführer schloss, so ist dies entgegen dem Beschwerdeführer nicht zu beanstanden. An diesem Resultat ändert insbesondere auch nichts, dass die B.________ S.A. mit ihrer Steuererklärung Erträge im Umfang von Fr. 300'000.- deklarierte, wird doch in der Beschwerde nicht dargelegt und ist auch sonst nicht ersichtlich, dass die nunmehr dem Beschwerdeführer zugerechneten Einkünfte auch bei der Gewinnbesteuerung der B.________ S.A. (doppelt) erfasst worden wären.