Citation: 6B_157/2016 E. 6.2

6.2. Die Vorinstanz nimmt zunächst an, ob der Anklagesachverhalt als einfache Körperverletzung oder als Angriff zu qualifizieren sei, sei eine Rechtsfrage. Dabei sei das Gericht nicht an die rechtliche Würdigung durch die Anklagebehörde gebunden. Die Vorinstanz gelangt weiter zum Schluss, die dem Beschwerdeführer vorgeworfene Tat sei in der Anklageschrift genügend präzise umschrieben. Die Anklage beschreibe zunächst die körperliche Attacke des Beschwerdeführers und von Y.________ auf den Privatkläger D.________ als Opfer. Das gemeinsame Vorgehen mithin der Angriffsvorsatz ergebe sich nicht nur aus der Beschreibung, wonach der Beschwerdeführer als Folge seines gewaltsamen Angriffs gegen den Privatkläger die Verletzungen in Kauf genommen habe, sondern auch aus der Schilderung, wie er gemeinsam mit Y.________ den Privatkläger verfolgt habe. Die Umschreibung des Vorsatzes umfasse zwar auch die konkreten Verletzungsfolgen. Darin enthalten sei aber begrifflich auch der Vorsatz an der Beteiligung am Angriff. Die Anklageschrift genüge daher den Anforderungen von Art. 325 Abs. 1 lit. f StPO. Dem Beschwerdeführer sei zudem im Rahmen der erstinstanzlichen Verhandlung das rechtliche Gehör im Hinblick auf die rechtliche Würdigung des Anklagesachverhalts unter dem Gesichtspunkt des Angriffs gewährt worden (angefochtenes Urteil S. 17 ff.). In rechtlicher Hinsicht nimmt die Vorinstanz an, der Beschwerdeführer habe mit seinem Eingreifen Y.________ bei seinem Vergeltungswunsch unterstützend zur Seite gestanden. Indem er den Privatkläger D.________ zunächst selber festgehalten und mit Faustschlägen traktiert habe, sei dieser eingeschüchtert und wehrlos gemacht worden, damit Y.________ ihn habe schlagen können. In subjektiver Hinsicht habe der Beschwerdeführer vorsätzlich gehandelt, da er gewusst habe, dass jener ebenfalls am Angriff auf den Privatkläger teilnehmen würde. Auch während dessen Angriffs habe er daneben gestanden und ihn mit seiner Anwesenheit in seinem Vorhaben unterstützt, indem er nach allfälligen Zeugen Ausschau gehalten habe. Erst sein Eingreifen habe den Angriff beendet (angefochtenes Urteil S. 26).