Citation: 2C_868/2016 E. A

A.a. A.________ (geb. 1984) ist Staatsangehöriger der Republik Kosovo. Die zuständigen französischen Behörden wiesen ein von ihm eingereichtes Asylgesuch im Jahr 2008 ab. Am 7. März 2009 heiratete A.________ die französische Staatsangehörige B.________ (geb. 1982). Aus der Beziehung gingen die Kinder C.________ (geb. 2012) und D.________ (geb. 2014) hervor, welche beide über die französische Staatsbürgerschaft verfügen und in ihrer Heimat leben. A.________ war gestützt auf seine familiären Beziehungen bis zum 16. Juli 2013 in Frankreich aufenthaltsberechtigt ("Permis de séjour temporaire vie privée et familiale"). A.b. Am 6. August 2012 brachte der Vater von A.________, E.________, im Kosovo seinen Schwiegersohn um, weil dieser seine schwangere Tochter im Januar 2012 verlassen hatte. Er wurde deswegen am 22. Januar 2015 im Kosovo zu einer Freiheitsstrafe von 40 Jahren verurteilt. Die Familie des getöteten Schwiegersohns lehnte eine Aussöhnung ("Besa") nach dem albanischen Gewohnheitsrecht ("Kanun") mit der Familie A.________ trotz Vermittlungsversuchen Dritter ab und hielt daran fest, Blutrache üben zu wollen. A.c. A.________ wurde sowohl in Deutschland wie in der Schweiz straffällig. Wegen des Verdachts, er sei zwischen dem 26. Dezember 2011 und dem 8. Juli 2012 an grenzüberschreitenden banden- und gewerbsmässigen Diebstählen beteiligt gewesen, schrieb die Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern A.________ am 6. Februar 2013 inter-national zur Verhaftung aus. Am 3. Oktober 2012 hatten die kosovarischen Behörden ihrerseits einen internationalen Haftbefehl erlassen, da A.________ im Verdacht stand, an der Tat seines Vaters beteiligt gewesen zu sein. Die französischen Behörden verhafteten A.________ am 2. Juni 2014. Dieser stimmte in der Folge der Auslieferung an die Schweiz zu, widersetzte sich indessen einer solchen in den Kosovo. Am 22. Juli 2014 wurde A.________ an die Schweizer Behörden überstellt. In der Folge befand er sich in Untersuchungshaft und ab dem 1. Juli 2015 im vorzeitigen Strafvollzug. Eine Auslieferung an die kosovarischen Behörden hatte die Instruktionskammer des "Cour d'appel de Chambéry" am 2. Juli 2014 abgelehnt; sie erachtete deren Auslieferungsersuchen als unzureichend übersetzt und ungenügend begründet. Am 10. Dezember 2015 erhob die Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern Anklage gegen A.________ beim Kriminalgericht des Kantons Luzern. Sie beantragte, diesen zu einer Freiheitsstrafe von 6 Jahren zu verurteilen (unter Anrechnung der Untersuchungshaft sowie des vorzeitigen Strafvollzugs). Das Verfahren ist nach den vorliegenden Akten noch hängig.