Citation: 8F_10/2021 E. 3

Die Gesuchstellerin bringt vor, erhebliche Gründe entdeckt zu haben, die sie im früheren Verfahren nicht habe vorbringen können oder für deren Einbringung keine Veranlassung bestanden habe. Erst aus der Begründung des Nichteintretens im Urteil 8C_197/2021 vom 6. Juli 2021 auf die von ihr geltend gemachte Entschädigung als unentgeltliche Rechtsbeiständin im kantonalgerichtlichen Verfahren S 2019 133 habe sie erkennen können, aus welchen Überlegungen das Bundesgericht mit Urteil 8C_32/2021 vom 8. Februar 2021 ein erstes Mal auf diese Forderung nicht eingegangen sei. Es sei in tatsächlicher Hinsicht (irrigerweise) davon ausgegangen, die Hauptsache sei zum Zeitpunkt ihrer Mandatierung vom 23. April 2020 noch nicht rechtskräftig abgeschlossen gewesen. Dies habe dazu geführt, dass die Entschädigungsfrage im Rahmen der Hauptstreitigkeit oder bei fehlender Anfechtung des dieses Verfahren abschliessenden Aktes innert 30 Tagen beim Bundesgericht zur Diskussion hätte gestellt werden können. Dies sei aber vorliegend nicht so. Die im Urteil 8C_32/2021 vom 8. Februar 2021 in der Hauptsache Streitgegenstand bildenden Auflagen der IV-Stelle hätten bereits am 23. Januar 2020 rechtskräftig zur Einstellung der Leistungen wegen Verletzung der Auflagen geführt. Aus diesen Gründen rufe sie nun als neue Tatsache im Sinne von Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG an, dass sie als Anwältin erst mit Vollmacht vom 23. April 2020 mandatiert worden sei, nota bene nachdem die Hauptsache bereits rechtskräftig ihren Abschluss gefunden habe.