Citation: 2C_860/2017 E. 6.1

6.1. Wie die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat, ist im Rahmen der Finanzmarktaufsicht nicht erforderlich, dass die Überschuldung bereits formell als nachgewiesen zu gelten hat. Es genügt, dass vernünftige, nachvollziehbare Umstände vorliegen, die auf eine bestehende oder unmittelbar bevorstehende Überschuldung schliessen lassen. Dabei sind im Lichte des Gläubigerschutzes die Aktiven und Forderungen der potentiellen Gemeinschuldnerin vorsichtig zu bewerten; die entsprechenden Annahmen müssen jedoch nachvollziehbar begründet werden (BGE 131 II 306 E. 4.3.1 S. 322 f.; Urteil 2C_101/2011 vom 21. September 2011 E. 4.1.1); die bloss abstrakte Vermutung einer Überschuldung genügt nicht (Urteil 2C_101/2011 vom 21. September 2011 E. 4.1.1; vgl. URS ZULAUF U. MITB., a.a.O., S. 344 ff.).