Citation: 6B_638/2022 E. A

Mit Anklageschrift vom 27. März 2020 warf die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug A.________ vor, er habe sich von Dezember 2009 bis November 2016 als Verwaltungsrat der Misswirtschaft gemäss Art. 165 Ziff. 1 StGB schuldig gemacht, indem er durch ungenügende Kapitalausstattung, leichtsinniges Benützen von Kredit und arge Nachlässigkeit in der Berufsausübung die Überschuldung der B.________ AG herbeigeführt sowie verschlimmert habe. Im Weiteren habe er sich der Unterlassung der Buchführung gemäss Art. 166 StGB sowie der Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 Abs. 3 StGB durch die Verwendung einer unwahren Bilanz der B.________ AG zur Täuschung des Bundesamts für Verkehr (BAV) schuldig gemacht. A.________ habe ferner bei der Gründung der B.________ AG eine rechtlich erhebliche Tatsache unrichtig beurkundet und sich damit der Urkundenfälschung im Amt gemäss Art. 317 Ziff. 1 Abs. 2 StGB schuldig gemacht. Die in der Gründungsurkunde enthaltene Erklärung, wonach der B.________ AG ein Aktienkapital von Fr. 100'000.-- zur Verfügung gestanden sei, sei unwahr gewesen. Schliesslich habe A.________ durch Täuschung den Eintrag der B.________ AG mit einem Aktienkapital von Fr. 100'000.-- im Handelsregister des Kantons Zug erschlichen und sich der Erschleichung einer falschen Beurkundung gemäss Art. 253 Abs. 1 StGB schuldig gemacht.