Citation: 1A.81/2005 13.05.2005 E. 2

2.1 Der Beschwerdeführer vertritt die Auffassung, es sei nicht zulässig, die Angelegenheit ein weiteres Mal an die Gemeinde zurückzuweisen, nachdem das Verfahren bereits mehrfach alle Instanzen bis hin zum Kantonsgericht durchlaufen habe. Er wirft dem Kantonsgericht in diesem Zusammenhang Amtsmissbrauch vor. Es ist in der Tat schwer verständlich, weshalb es den kommunalen und kantonalen Behörden nicht möglich war, die vorliegende Angelegenheit in beinahe neun Jahren seit Eingang der Anträge des Beschwerdeführers zum Abschluss zu bringen. Indessen darf das Kantonsgericht nicht die geltende Zuständigkeitsordnung ausser Kraft setzen und als letzte kantonale Rechtsmittelinstanz ein erstinstanzliches Verfahren durchführen, das nach Art. 21 ff. des kantonalen Gesetzes vom 21. Juni 1990 betreffend die Anwendung der Bundesgesetzgebung über Umweltschutz (GS/VS 814.1) in die Zuständigkeit der Gemeinde oder des kantonalen Departements für Umwelt und Raumplanung fällt. Das Kantonsgericht hat richtigerweise eine Rechtsverweigerung bejaht und die Sache an die Munizipalgemeinde Riederalp zurückgewiesen. Von Amtsmissbrauch kann keine Rede sein. 2.2 Der Beschwerdeführer beantragt, der Gemeinde sei zumindest ein verbindlicher Zeitpunkt zu nennen, bis zu welchem sie ihren Entscheid zu fällen habe. Dieser Antrag ist angesichts der Vorgeschichte nachvollziehbar. Indessen ist nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer auch nicht dargelegt, aufgrund welcher Rechtsgrundlage das Kantonsgericht verpflichtet gewesen wäre, der Gemeinde zur Behandlung der Anträge des Beschwerdeführers eine bestimmte Frist anzusetzen. Nach dem angefochtenen Entscheid wird die Gemeinde die Sache nun ohnehin unverzüglich zu behandeln haben, ansonsten sie eine weitere Rechtsverweigerung begehen würde. Eine Rechtsverzögerung würde die Gemeinde begehen, wenn sie sich zwar bereit zeigte, einen Entscheid zu treffen, diesen aber nicht binnen der Frist fassen würde, welche nach der Natur der Sache und nach der Gesamtheit der Umstände als angemessen erscheint (René Rhinow/Beat Krähenmann, Verwaltungsrechtsprechung, Ergänzungsband, S. 258). Die Gemeinde darf sich mithin nicht beliebig Zeit lassen, bis sie ihren Entscheid fällt. Indessen erscheint die Ansetzung einer verbindlichen Frist aufgrund der Aktenlage kaum möglich, da unter Umständen noch gewisse Instruktionshandlungen - wie beispielsweise die Einladung des Beschwerdeführers zur Stellungnahme zum Lärmbericht - erforderlich sind, bevor die Gemeinde ihren Entscheid treffen kann. Aufgrund der vorliegenden Umstände und der bereits verstrichenen Zeit seit Einreichung der Anträge des Beschwerdeführers ist es jedoch angezeigt, dass die Gemeinde das Verfahren nun mit hoher Priorität zügig vorantreibt.