Citation: 9C_654/2014 E. 2.2

2.2. Weiter bestreitet die Beschwerdeführerin die Feststellung der Vorinstanz nicht, sie sei nie voll erwerbstätig gewesen. Ihr sinngemässes Vorbringen, sie wäre auch nach ihrer Arbeitslosigkeit, insbesondere ab 2008 grundsätzlich bereit gewesen, 100 % zu arbeiten, begründet sie damit, sie sei bereits damals gesundheitlich erheblich beeinträchtigt gewesen. Dem widerspricht indessen, dass sie gegenüber der Abklärungsperson angegeben hatte, "alles" habe im Dezember 2008 im Zeitpunkt des Umzugs in die neue Wohnung angefangen. Soweit bereits davor Beschwerden bestanden, kann daraus allein nicht auf eine Arbeitsunfähigkeit geschlossen werden. Im Übrigen legte die IV-Stelle aufgrund der medizinischen Akten den Beginn der einjährigen Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG in den Juli 2009, was unangefochten blieb. Unbestritten ist sodann, dass die Beschwerdeführerin anlässlich der Abklärung vor Ort angegeben hatte, sie würde bei voller Gesundheit im bisherigen Umfang arbeiten. Ihr Versuch, diese Aussage zu relativieren, ist unbehelflich. Nichts lässt den Schluss zu, dass sie die hypothetische Natur der Frage "Würde heute ohne Behinderung eine Erwerbstätigkeit ausgeübt?" unter Ziff. 2.6 des Abklärungsberichts vom 28. März 2011 falsch verstanden hatte, namentlich nicht ihr Hinweis "auf Gespräche mit dem Arbeitgeber zur Arbeitsaufnahme trotz Beschwerden". Sodann fehlen Anhaltspunkte in den Akten, dass nennenswerte sprachliche Defizite bestehen könnten. Die Versicherte lebt seit 1971 in der Schweiz. Hier hat sie auch die Primarschule besucht und danach die Oberstufe absolviert.