Citation: 4A_257/2024 E. 4.3

4.3. Hinsichtlich des Verschweigens kann der Beschwerde folglich nur Erfolg beschieden sein, wenn die Beschwerdeführerin das Beweisergebnis zu ihrer Kenntnis des Mangels umzustossen vermöchte. Dazu müsste sie dieses als willkürlich ausweisen, was ihr indes nicht gelingt: Die Beweiswürdigung der Vorinstanz ist nicht einzig deshalb willkürlich, weil sie nicht mit der Darstellung der Beschwerdeführerin übereinstimmt. So trägt die Beschwerdeführerin vor, sie habe als Generalunternehmerin alle Aufträge und Arbeiten extern vergeben und sich auf die pflichtgetreue Ausführung ihrer Ingenieure, Architekten und Unternehmer verlassen. Ihr "reines Wissen" sei nicht genügend, um das Fehlen eines Abdichtungskonzeptes zu bemerken. Damit zeigt die Beschwerdeführerin nicht auf, dass die Vorinstanz Sinn und Tragweite der im Recht liegenden Beweismittel zur Kenntnis der hydrologischen Gegebenheiten offensichtlich verkannt haben soll. Auch zeigt sie nicht auf, dass die Vorinstanz entscheidungserhebliche Beweismittel unberücksichtigt gelassen haben soll, die einen anderen Rückschluss auf die Kenntnis des fehlenden Abdichtungskonzepts der Beschwerdeführerin aufdrängen. Auf der Grundlage der festgestellten Tatsachen ist es keine geradezu unhaltbare Schlussfolgerung, dass die Vorinstanz von dieser Kenntnis ausging, da der Beschwerdeführerin die Problematik der Abdichtung bekannt war und sie deshalb als Generalunternehmerin hätte erkennen müssen, dass kein Abdichtungskonzept abgeliefert wurde und in der Folge aufgrund des erkennbaren Mangels die Ablieferung des Werks nicht genehmigt, sondern fristgerecht gerügt hätte. Folglich besteht für das Bundesgericht auch kein Grund, in die Beweiswürdigung der Vorinstanz einzugreifen (BGE 144 II 281 E. 3.6.2; 140 III 264 E. 2.3; 137 III 226 E. 4.2).