Citation: 6B_135/2018 E. 1.5

1.5. Die den Beschuldigten in den verschiedenen Verfahren vorgeworfenen Taten sind offensichtlich derart eng miteinander verknüpft, dass zum Verständnis der gegen den Beschwerdeführer erhobenen Tatvorwürfe auf die Akten aus den separat geführten Verfahren zurückgegriffen werden muss. Die Oberstaatsanwaltschaft erwähnt in ihrer Stellungnahme vor Bundesgericht gar Verfahren gegen insgesamt acht weitere Personen. Die Vorinstanz bejaht sodann, dass der Beschwerdeführer in Mittäterschaft bzw. als Gehilfe gehandelt hat. Die Zulässigkeit der Verfahrenstrennung ist damit offensichtlich fraglich. Da der Beschwerdeführer auch im vorinstanzlichen Verfahren die Verfahrenstrennung rügte, hätte die Vorinstanz auf die vom Beschwerdeführer aufgeworfene Kritik eingehen müssen. Indem sie dies nicht tat, verletzt sie sein rechtliches Gehör. Ob ein sachlicher Grund für die Verfahrenstrennung im Sinne von Art. 30 StPO vorlag, kann und muss vorliegend noch nicht beantwortet werden. Es erübrigt sich somit, auf die von der Oberstaatsanwaltschaft in ihrer Vernehmlassung genannten Gründe für die Verfahrenstrennung einzugehen. Die Vorinstanz wird sich zunächst zur Zulässigkeit der Verfahrenstrennung äussern und prüfen müssen, ob ein sachlicher Grund vorlag, der trotz Vorliegens von Mittäterschaft und Teilnahme ein Abweichen vom Grundsatz der Verfahrenseinheit rechtfertigte.