Citation: 4A_462/2020 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin wendet sich gegen alle Begründungen der Vorinstanz. Bezüglich der mangelnden Substanziierung trägt sie vor, in ihrer erstinstanzlichen Klagebegründung, Seite 4, sei klar festgehalten worden, dass ihr Ehemann nach einem Produkt gefragt habe, welches den Spotpreis von Rohöl im Verhältnis 1 zu 1 widerspiegle. Mithin habe der Kunde klar geäussert, was er wollte. Die Äusserungen der Kundenbetreuerin im Zusammenhang mit den beiden Fact-Sheets ("Here you are!" und "Issuer") hätten vom Kunden klar dahin verstanden werden können und dürfen, man biete ihm hiermit das gewollte Produkt an, zumal weitere Hinweise unterblieben seien. Weitere Worte als diejenigen, welche die Beschwerdeführerin erwähnt habe, habe die Kundenbetreuerin nicht fallen gelassen. Diese konkrete Weisung ihres Ehemanns habe dahin gelautet, ihm ein Produkt anzubieten, welches den Spotpreis von Rohöl im Verhältnis 1 zu 1 widerspiegle. Eine andere Anweisung habe der Genannte nicht erteilt. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz könne die Frage, ob in concreto ein Beratungsmandat bestanden habe oder aber die Sorgfaltspflicht von der Beschwerdegegnerin erfüllt worden sei, allein dann beantwortet werden, wenn hinsichtlich dem Inhalt und dem Ablauf der Besprechung ein Beweisverfahren durchgeführt werde. Verhalte es sich so, wie die Beschwerdeführerin in ihren Rechtsschriften darlegt habe, dann sei die Willensäusserung ihres Ehemanns klar gewesen, ebenso, dass die Kundenberaterin ihn nicht darauf hingewiesen habe, dass es ein solches Produkt nicht gebe, und ihm in Wirklichkeit ein aliud angeboten habe.