Citation: 1C_471/2021 E. 3.6.3

3.6.3. Dagegen ist den Beschwerdeführenden zuzustimmen, dass Nutzungsplanänderungen, die neue Wohnschwerpunkte festlegen, die Richtplananforderungen an WSP sowie an die Siedlungsqualität und innere Siedlungsentwicklung berücksichtigen müssen. Das Verwaltungsgericht hat (in E. 3.4.2) festgehalten, es sei "kritisch", ob sich das Gestaltungsplangebiet, das lärmmässig erheblich vorbelastet sei und neu dem Lärm des Fussballstadions ausgesetzt werde, für eine vorrangige Wohnnutzung eigne. Die mit der Teiländerung BNO "Stadion 2017" zugelassene hohe Baudichte sowie der Raumbedarf des Stadions lassen wenig Platz für Grünflächen, denen für die Erholung der Bewohnerinnen und Bewohner, aber auch zur Anpassung an den Klimawandel (u.a. Vermeidung von Hitzeinseln) grosse Bedeutung zukommt. Es wird Aufgabe der Sondernutzungsplanung (Änderung Gestaltungsplan) sein, die anzustrebende Kombination von Dichte, hoher Wohnqualität und attraktiver Freiraumgestaltung umzusetzen (vgl. Richtplan S 1.9 S. 3; vgl. auch Art. 1 Abs. 2 lit. a bis und Art. 3 Abs. 3 lit. b und 3 RPG). Sollte sich eine angemessene Wohnqualität nicht anders realisieren lassen, müsste auf die Ausschöpfung der zugelassenen BGF oder des maximal zulässigen Wohnanteils verzichtet werden. Die Sondernutzungsvorschriften stehen dem nicht entgegen, enthält doch Anh. 2 BNO lediglich maximale Werte für die bauliche Dichte (BGF), die unterschritten werden können.