Citation: 6B_1239/2023 E. 1.2.2

1.2.2. Mit Bezug auf die Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz nach Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG erwägt die Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe innert eines Monats zweimal je 50 Gramm Kokaingemisch mit einem durchschnittlichen Reinheitsgrad vom 66,5% erworben und davon unbekannte Mengen an diverse Personen abgegeben bzw. selbst konsumiert. Die von der Abgabe des Kokains ausgehende Gefährdung sei nicht zu bagatellisieren. Die Beweggründe des Beschwerdeführers für die Abgabe blieben unklar, doch sei nicht erstellt, dass er dafür unmittelbar entschädigt worden sei. Dies sei neutral zu werten. Erheblich verschuldenserhöhend sei hingegen das hohe Mass an Entscheidungsfreiheit zu berücksichtigen. Trotz seines Konsums habe keine Abhängigkeit bestanden. Auch habe sich der Beschwerdeführer in keiner akuten finanziellen Notlage befunden, die ihn zur Delinquenz gedrängt hätte. Im Gegenteil sei es ihm damals finanziell gut gegangen. Entsprechend leicht wäre es ihm gefallen, sich wohl zu verhalten. Insgesamt wiege das Verschulden noch knapp leicht bis mittelschwer. Für die diversen Abgabehandlungen erscheine, isoliert betrachtet, je eine Freiheitsstrafe von 3 Monaten angemessen. Daraus würde angesichts von rund 10 Treffen mit Kollegen, anlässlich denen jeweils ungefähr je 10 Gramm gemeinsam konsumiert worden seien, 30 Monate Freiheitsstrafe resultieren. Aspiriert sei die Einsatzstrafe um 15 Monate auf 18 Monate zu erhöhen.