Citation: 2P.145/2002 18.09.2002 E. 1

1.1 A.________ und B.________ haben vier Kinder. Anfangs Februar 2000 buchten sie gemäss eigenen Angaben Ferien vom 8. bis 22. September 2000. Am 22. Februar 2000 meldeten sie ihre Tochter C.________ für das Schuljahr 2000/2001 für den Vollzeitkindergarten an. Das Gesuch von A.________ und B.________ vom 4. Mai 2000, ihre Tochter vom 8. bis 22. September 2000 vom Kindergartenbesuch zu dispensieren, wurde vom Schulrat von Stansstad am 19. Mai 2000 abgewiesen. Trotzdem reisten A.________ und B.________ mit ihrer Tochter wie geplant im September in die Ferien. Hierauf bestrafte sie der Schulrat mit einer Busse von Fr. 1'000.--. A.________ und B.________ fochten die Strafverfügung an. Der Regierungsrat des Kantons Nidwalden wies die Beschwerde mit Beschluss vom 3. Juli 2001 ab. Gegen die Abweisung und die Nichtgewährung einer Parteientschädigung erhoben A.________ und B.________ staatsrechtliche Beschwerde beim Bundesgericht, gegen die Auferlegung der Verfahrenskosten von Fr. 918.80 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Nidwalden, Verwaltungsabteilung (nachfolgend: Verwaltungsgericht). Das Verwaltungsgericht sistierte das Verfahren bis zum Entscheid über die staatsrechtliche Beschwerde. Das Bundesgericht hat die staatsrechtliche Beschwerde am 28. November 2001 im Verfahren nach Art. 36a OG gutgeheissen und den Beschluss des Regierungsrates vom 3. Juli 2001 aufgehoben. 1.2 Mit Schreiben vom 5. Februar 2002 liess der Anwalt von A.________ und B.________ dem Verwaltungsgericht eine Kopie des Bundesgerichtsurteils sowie eine Honorarnote zukommen und beantragte, das Verfahren als erledigt vom Protokoll abzuschreiben, weil der angefochtene Entscheid aufgehoben worden sei. Die Gerichtskosten seien zu Lasten des Staats zu verlegen, oder es sei auf diese zu verzichten sowie eine angemessene Parteientschädigung zuzusprechen. Das Verwaltungsgericht hat mit Urteil vom 18. März 2002 (Versand 26. Mai 2002) die Beschwerde als durch Rückzug erledigt vom Protokoll abgeschrieben, den Beschwerdeführern Gerichtskosten von Fr. 100.-- auferlegt und keine Parteientschädigung zugesprochen. 1.3 Dagegen haben A.________ und B.________ am 26. Juni 2002 erneut staatsrechtliche Beschwerde erhoben. Sie beantragen, das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 18. März 2002 aufzuheben. Geltend gemacht wird ein Verstoss gegen Art. 9 BV wegen willkürlicher Auslegung der §§ 26, 123 und 124 der Verordnung über das Verwaltungsverfahren und die Verwaltungsrechtspflege des Kantons Nidwalden vom 8. Februar 1985 (Verwaltungsrechtspflegeverordnung, VRPV) bzw. durch die willkürliche Feststellung, die Beschwerde sei "sinngemäss zurückgezogen" worden. Weiter rufen A.________ und B.________ Art. 6 Ziff. 1 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) an. Mit Verfügung vom 26. August 2002 wurde das Gesuch um aufschiebende Wirkung der staatsrechtlichen Beschwerde gutgeheissen.