Citation: 5F_27/2022 E. 3.4

3.4. Der Gesuchsteller nennt damit keine entscheiderheblichen Tatsachen oder Aktenstücke, die das Bundesgericht übersehen haben soll, sondern verweist lediglich auf Passagen seiner Beschwerdeschrift, die das Bundesgericht seiner Auffassung nach nicht gewürdigt habe. Das Revisionsverfahren dient nicht dazu, die Beschwerdeschrift einer erneuten Würdigung zu unterziehen und angebliche Rechtsfehler des Bundesgerichts zu korrigieren (BGE 122 II 17 E. 3; Urteile 4F_20/2013 vom 11. Februar 2014 E. 3.1; 2F_20/2012 vom 25. September 2012; 5F_7/2012 vom 7. September 2012 E. 2.3). Soweit der Gesuchsteller glaubt, das Bundesgericht habe die erwähnten Passagen übersehen, so irrt er. Dieses hat die im materiellen Teil der Beschwerde enthaltenen Ausführungen sehr wohl zur Kenntnis genommen, dem Beschwerdeführer aber vorgehalten, sich nicht im formellen Teil seiner Beschwerde, d.h. im Rahmen der Eintretensvoraussetzungen zur Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung geäussert zu haben, wozu er im Rahmen der gesetzlichen Begründungsanforderungen verpflichtet gewesen wäre. Ausserdem liegt eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung nicht schon dann vor, wenn behauptet wird, das Bundesgericht habe sich mit der im konkreten Fall stellenden Rechtsfrage noch nie auseinandergesetzt. Auf diese Begründung hat sich der Gesuchsteller in seiner Beschwerde vom 7. Juni 2022 beschränkt. Er hätte jedoch u.a. auch darlegen müssen, inwiefern ein allgemeines und dringendes Interesse an der Klärung der Rechtsfrage besteht. Dies hat er nicht getan. Von einer ausführlichen und erschöpfenden Begründung kann somit nicht die Rede sein. Indem schliesslich das Bundesgericht auf die subsidiäre Verfassungsbeschwerde eingetreten ist und diese auch materiell beurteilt hat (vgl. Urteil 5A_434/2022 vom 15. Juni 2022 E. 1 und 3), ist der Einwand des Gesuchstellers, seine theoretischen Ausführungen zur subsidiären Verfassungsbeschwerde in Rn. 6 bis 9 seien unberücksichtigt geblieben, offensichtlich unzutreffend.