Citation: 1C_25/2022 E. 8

Analoges gilt, soweit der Beschwerdeführer eine Verletzung der Wirtschafts- und Eigentumsgarantie (Art. 26 und 27 BV) sowie des Privat- und Familienlebens (Art. 8 EMRK) geltend macht. Wie das BAFU überzeugend dargelegt hat, sind die streitigen Pflege- und Nutzungsmassnahmen notwendig, um die Artenvielfalt auf schutzwürdigen Mahd- und Weideflächen zu erhalten und liegen damit im öffentlichen Interesse. Die Bewirtschafter haben im Gegenzug Anspruch auf angemessene Beiträge an ihre Aufwendungen sowie angemessene Abgeltungen ihrer Ertragsausfälle (§ 32 NLG; vgl. im einzelnen §§ 11-13 NLV), weshalb die Einschränkungen der Eigentums- und Wirtschaftsfreiheit in aller Regel verhältnismässig sind. Der Beschwerdeführer befürchtet, dass es künftig zu Konflikten mit der Dienststelle lawa zur praktizierten Lagerung des Mähguts und zur Beweidung von Naturschutzflächen mit Mutterkühen kommten könnte, welche die Existenz seines Landwirtschaftsbetriebs in Frage stellen könnten. Das Kantonsgericht hielt fest, dafür bestünden keine Anhaltspunkte; insbesondere habe auch das BUWD entsprechende Absichten in seiner Vernehmlassung in Abrede gestellt. Jedenfalls aber ergäben sich die befürchteten Einschränkungen nicht aus dem Wortlaut der beiden neuen Bestimmungen. Ob diese in einem konkreten Anwendungsfall eine genügende gesetzliche Grundlage bildeten für derartige Eingriffe in die Wirtschaftsfreiheit, wäre in einem allfälligen späteren Beschwerdeverfahren gegen eine entsprechende individuell-konkrete Verfügung zu beantworten und sei nicht Gegenstand des vorliegenden abstrakten Normenkontrollverfahrens. Dem ist nichts hinzuzufügen.