Citation: I 776/06 10.04.2007 E. 3

Die Vorinstanz folgt bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im Wesentlichen dem polydisziplinären Gutachten der MEDAS vom 4. Dezember 2003, wonach der Beschwerdeführerin die Ausübung der bisherigen Tätigkeit als Primarlehrerin (ohne Turnunterricht) zu 50 % zumutbar ist. Dabei handelt es sich um eine Feststellung tatsächlicher Natur, welche für das Gericht im Rahmen von Art. 105 Abs. 2 OG verbindlich ist. 3.1 Die Beschwerdeführerin beanstandet die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung und Beweiswürdigung und macht vorab geltend, im Gutachten werde lediglich festgehalten, dass sie einen psychiatrisch begleiteten Wiedereinstieg von 50 % in den Primarlehrerinnenberuf unternehmen sollte, woraus sich ergebe, dass erst eine psychiatrische Aufarbeitung zu einer Arbeitsfähigkeit von 50 % führen könne. Diese Auffassung findet in den Akten keine Stütze. Die Gutachter machen die mit 50 % bemessene Arbeitsfähigkeit als Primarlehrerin nicht von einer vorgängigen psychiatrischen Behandlung abhängig. Vielmehr handelt es sich um eine aktuelle Schätzung der Arbeitsfähigkeit und ist laut Gutachten davon auszugehen, dass mit der erforderlichen psychiatrischen Begleitung eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit möglich sein sollte. Der vorinstanzliche Entscheid beruht in diesem Punkt weder auf einer mangelhaften Feststellung des Sachverhalts noch auf einer pflichtwidrigen Beweiswürdigung (vgl. hiezu BGE 125 V 351 E. 3a S. 352). 3.2 Als unbegründet erweisen sich auch die gegen die vorinstanzlichen Erwägungen zum medizinischen Sachverhalt (und den daraus folgenden Beeinträchtigungen der Arbeitsfähigkeit) vorgebrachten Einwendungen. 3.2.1 Nicht gefolgt werden kann der Beschwerdeführerin zunächst, soweit sie geltend macht, der neuropsychologische Bericht des Dr. phil. G.________ vom 10. Oktober 2003 sei nicht bzw. ungenügend gewürdigt worden. Im kantonalen Entscheid wird der im Rahmen der MEDAS-Begutachtung konsiliarisch erstattete neuropsychologische Bericht eingehend gewürdigt mit dem Ergebnis, dass die darin genannten Befunde einer Teilerwerbstätigkeit als Primarlehrerin nicht entgegen stehen und in der Gesamtbeurteilung der Arbeitsfähigkeit gemäss Gutachten vom 4. Dezember 2003 berücksichtigt sind (E. 6c/bb/ddd und 7d). In die Beurteilung einbezogen hat die Vorinstanz auch den mit der erstinstanzlichen Beschwerde eingereichten Bericht der Neuropsychologischen Praxis Y.________ vom 12. Februar 2004, worin sogar von einer erneuten leichten Besserung gegenüber den früheren neuropsychologischen Untersuchungsergebnissen gesprochen wird. Zudem geht aus dem Bericht hervor, dass lediglich geringe Beeinträchtigungen der Aufmerksamkeits- und Gedächtnisfunktionen bestehen, welche zudem weitgehend schmerzbedingt sein dürften und durch eine geeignete Therapie (kognitiv-verhaltenstherapeutische Schmerzbehandlung) gebessert werden könnten. 3.2.2 Unbegründet sind des Weiteren die Vorbringen der Versicherten hinsichtlich der Schwindelbeschwerden. Auch diese bildeten Gegenstand sowohl des MEDAS-Gutachtens als auch der vorinstanzlichen Beweiswürdigung (E. 6c/bb/bbb und eee). Die Feststellung des kantonalen Gerichts, wonach die Schwindelbeschwerden in der Beurteilung der gutachtlichen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit als Primarschullehrerin berücksichtigt sind, ist zutreffend. Im angefochtenen Entscheid werden auch die Berichte des behandelnden Arztes Dr. med. S.________, Facharzt für Allgemeinmedizin FMH, vom 26. Januar 2004, und des Universitätsspitals X.________ vom 11. Mai 2004 erwähnt (E. 6c/bb/bbb und ccc). Es ergeben sich daraus keine Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführerin wegen der Schwindelbeschwerden selbst eine reduzierte Tätigkeit als Primarschullehrerin nicht möglich oder zumutbar ist. Die von Dr. med. S.________ erwähnten Unsicherheiten auf Strassen und Treppen sowie der Umstand, dass die Beschwerdeführerin ihren Angaben zufolge nicht mehr Velo fahren kann, schliessen eine entsprechende Tätigkeit nicht aus. Im Übrigen geht aus dem Bericht der Neuropsychologischen Praxis Y.________ vom 12. Februar 2004 hervor, dass die Beschwerdeführerin stundenweise als Nachhilfelehrerin arbeitet, ein Geschäft mit dem Vertrieb von Gesundheitsprodukten aufbaut und oft mit dem Hund spazieren geht. Wenn die Vorinstanz aufgrund der Akten zum Schluss gelangt ist, dass die genannten Beschwerden in der gutachtlichen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit berücksichtigt sind und kein Anlass zu weiteren Abklärungen besteht, so beruht dies weder auf einer mangelhaften Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes noch auf einer pflichtwidrigen Beweiswürdigung. 3.3 Nach dem Gesagten durfte das kantonale Gericht, ohne Bundesrecht zu verletzen, von der im Gutachten der MEDAS mit 50 % angenommenen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin als Primarschullehrerin ausgehen. Es bestehen auch keine Anhaltspunkte dafür, dass sich der medizinische Sachverhalt bis zu dem für die Beurteilung massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheids vom 5. Juli 2004 (BGE 131 V 9 E. 1 S. 11 und 107 E. 1 S. 109) in einer für den Rentenanspruch erheblichen Weise geändert hätte. Der angefochtene Entscheid, mit welchem die Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 5. Juli 2004 abgewiesen wurde, besteht folglich zu Recht.