Citation: 5A_743/2021 E. 5.3

5.3. Die Beschwerdeführerin argumentiert, dass der Treuhandvertrag zusammen mit anderen Beweisen die Absicht der Parteien belege, dass die Schuldnerin die Gelder auf ihren Konten für die Beschwerdeführerin und die F.________ GmbH halte. Wenn man mit der Vorinstanz davon ausgehe, dass die Beschwerdeführerin und die F.________ GmbH nicht bereits vorher an den auf den streitgegenständlichen Bankkonten liegenden Vermögenswerten wirtschaftlich berechtigt gewesen seien (vgl. dazu E. 4 hievor), hätten sie daran spätestens mit dem Abschluss des Treuhandvertrags wirtschaftliches Eigentum ("beneficial ownership") erlangt. Die Vorinstanz habe gar keine Auslegung des Treuhandvertrags gemäss dem anwendbaren New Yorker Recht vorgenommen, sondern einzig untersucht, ob der Treuhandvertrag ein simuliertes Rechtsgeschäft darstelle. Nun ist aber die Frage, welche Absicht die Parteien bei Vertragsschluss tatsächlich verfolgten, eine Sachverhaltsfrage und keine solche des New Yorker Rechts (vgl. BGE 126 III 375 E. 2e/aa; 97 II 201 E. 5; 96 II 145 E. 1; 19 I 888 E. 5; Urteil 4A_551/2014 vom 6. November 2014 E. 3.1). Die Beschwerdeführerin zeigt mit ihrer rein appellatorischen Kritik an den vorinstanzlichen Erwägungen keine willkürliche oder sonstwie bundesrechtswidrige Sachverhaltsfeststellung auf, sondern unterbreitet dem Bundesgericht bloss ihre eigene Sicht der Dinge, indem sie ungeachtet der im angefochtenen Entscheid genannten zahlreichen Indizien behauptet, es fehle für die Annahme eines mangelnden Willens zur Übertragung von wirtschaftlichem Eigentum jegliche Basis. In diesem Punkt kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden. Ausgehend vom vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt ist sodann nicht zu bemängeln, wenn die Vorinstanz ein besseres Recht der Beschwerdeführerin an den Guthaben auf den streitgegenständlichen Konten der Schuldnerin verneint hat.