Citation: 1C_289/2017 E. 4.3

4.3. Im Zusammenhang mit der geltend gemachten Bundesrechtswidrigkeit von § 12a Abs. 2 RBG/BL hielt die Vorinstanz fest, es sei unklar, was gelte, wenn eine (bestehende) kommunale Uferschutzzone nach § 12a Abs. 2 RBG/BL den bundesrechtlichen Anforderungen an den Gewässerraum nicht entspreche und wie eine allfällige Verletzung festgestellt werden solle. Diesen Bedenken der Vorinstanz ist zuzustimmen. Es ist fraglich, ob eine bloss generell-abstrakte Gewässerraumfestlegung wie in § 12a Abs. 2 RBG/BL, der darauf verzichtet, aktiv einen Gewässerraum zu definieren oder durch die Gemeinden definieren zu lassen, mit dem Bundesrecht vereinbar ist (vgl. zu dieser Problematik: ERIK LUSTENBERGER, Generell-abstrakte Festlegung des Gewässerraums - die Quadratur des Kreises?, in: URP 2018, S. 474-483; HANS W. STUTZ, a.a.O., S. 93). Diese Frage kann aber offenbleiben. Vorliegend ist nicht die Rechtmässigkeit bestehender kommunaler Uferschutzzonen zu beurteilen, sondern die Bundesrechtskonformität im Rahmen des kommunalen Ortsplanungsverfahren neu erlassener Uferschutzzonen.