Citation: 8C_882/2017 E. 4.3

4.3. Das kantonale Gericht stellte den beruflichen Werdegang der Versicherten ausführlich dar und erkannte gestützt darauf, dass die geltend gemachte Beförderung zur Oberärztin zwar ein möglicher Karriereschritt gewesen wäre, insgesamt betrachtet aber keine konkreten Anhaltspunkte vorhanden seien, wonach die Versicherte ohne gesundheitliche Beeinträchtigung heute als Oberärztin beim früheren Arbeitgeber tätig wäre. Da Ärzte jedoch in der überwiegenden Anzahl der Fälle lediglich für einige Jahre als Assistenzärzte tätig seien, sei es überwiegend wahrscheinlich, dass sie im massgebenden Zeitpunkt im Jahr 2016 in einer anderen ärztlichen Funktion tätig gewesen wäre. Davon geht die Beschwerdeführerin ebenfalls aus, wenn sie ausführt, jede Assistenzärztin verändere sich in der Folge beruflich, indem entweder ein Aufstieg zur Oberärztin erfolge oder eine Tätigkeit in der Praxis aufgenommen werde. Die Feststellungen der Vorinstanz sind nicht willkürlich oder sonstwie bundesrechtsverletzend. Dies gilt umso mehr, als mit der Vorinstanz theoretisch vorhandene berufliche Entwicklungsmöglichkeiten rechtsprechungsgemäss nur beachtlich sind, wenn sie mit hoher Wahrscheinlichkeit eingetreten wären (vgl. etwa Urteil 8C_879/2017 vom 5. Februar 2018 E. 4.3.2.2). Dass die Versicherte heute eine Facharztausbildung als Neurologin oder Neurochirurgin absolviert hätte, steht den vorinstanzlichen Annahmen nicht entgegen. Eine Tätigkeit als Oberärztin oder eine neurowissenschaftliche Spezialisierung - wie in der Beschwerde im Sinne eines persönlichen Ziels formuliert - mit Verfassen einer Habilitation, weiteren Publikationen, Professur mit Lehrstuhl an einer Universitätsklinik oder Privatdozentin mit leitender Funktion an einer Universitätsklinik ist aber als blosse Absichtserklärung zu werten und damit nicht hinreichend sicher. Folglich ist es nicht zu beanstanden, dass das kantonale Gericht das Valideneinkommen auf der Grundlage der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 2012 des Bundesamtes für Statistik LSE ermittelte und auf Fr. 122'840.- festsetzte (LSE 2012, Tabelle T17, Akademische Berufe, monatlicher Bruttolohn von Fr. 9'533 für Frauen über 50, bei einer betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,7, angepasst an die Nominallohnentwicklung bis 2016 [Fr. 9'533.- x 12 / 40 x 41.7 / 2'630 x 2'709]).