Citation: 6B_1172/2021 E. 3.6.3

3.6.3. Die Beschwerdeführerin verkennt den Sinngehalt dieser Erwägungen, wenn sie meint, die Vorinstanz habe darin abschliessend über das zivilrechtliche Bestehen ihrer Verrechnungsforderung entschieden und stütze ihren Entscheid auf diese Beurteilung. Entgegen der Darstellung in der Beschwerde stellt die Vorinstanz weder fest, "dass die Beschwerdeführerin für die Jahre 2012 und 2013 schon genügend entschädigt worden sei", ihr also keine Verrechnungsforderung zugestanden habe, noch, dass der Lohnanspruch der Beschwerdeführerin für die Arbeit nur bestanden hätte, wenn dazu eine Rechnung gestellt worden wäre". Vielmehr beruht der Entscheid der Vorinstanz auf der Feststellung zur inneren Tatsache, dass die Beschwerdeführerin im Moment der Mittelverwendung nicht den Willen zur Verrechnung mit eigenen Forderungen gegenüber der C.________ GmbH hatte. Diese Feststellung zum subjektiven Tatbestand ficht die Beschwerdeführerin nicht sachgerecht an. Statt unter Bezugnahme auf die Erwägungen der Vorinstanz im Einzelnen aufzuzeigen, dass die dahingehende Beweiswürdigung geradezu unhaltbar ist, begnügt sie sich mit einer freien Erörterung, weshalb ihr die von ihr geltend gemachten Ansprüche zustanden. Da dies nach der zitierten Rechtsprechung nicht massgebend ist (E. 3.6.1), verfehlen die entsprechenden Ausführungen von vornherein ihr Ziel. Dies gilt insbesondere, wenn die Beschwerdeführerin - ohnehin nicht völlig widerspruchsfrei - einerseits auf die Parteiautonomie verweist und bemängelt, dass D.________ und E.________ nicht zu den mit diesen getroffenen Vereinbarungen angehört worden seien, und sich andererseits auf die zwingende Natur ihres (auf Arbeits- oder Auftragsrecht gestützten) Anspruchs auf Entlöhnung beruft. Sodann ist nicht erkennbar, inwiefern aus den - ohnehin nur schwer nachvollziehbaren - Ausführungen in der Beschwerde zum Konkursverfahren der C.________ GmbH auf den Verrechnungswillen der Beschwerdeführerin im Tatzeitpunkt geschlossen werden könnte. Auch abgesehen von den Ausführungen der Beschwerdeführerin ist nicht ersichtlich, inwiefern die Beweiswürdigung in diesem Punkt willkürlich sein soll. Namentlich ist es nicht zu beanstanden, sondern im Gegenteil überzeugend, wenn die Vorinstanz insbesondere die unterbliebene (rechtzeitige) Abrechnung und Verrechnungserklärung als Indiz gegen den Verrechnungswillen berücksichtigte (vgl. BGE 105 IV 29 E. 3a S. 35 mit Hinweisen). Ferner ist es auch nicht unhaltbar, wenn die Vorinstanz zusammenfassend erwägt, die Beschwerdeführerin habe wohl gehofft, dass die Gelder irgendwann als Aktiven der C.________ GmbH vergessen gehen könnten.