Citation: U 295/02 03.07.2003 E. 3

Im Rahmen der für die Belange der Adäquanzbeurteilung vorzunehmenden Katalogisierung der Unfälle ist das Ereignis vom 26. März 1997 auf Grund des augenfälligen Geschehensablaufs und der von der Versicherten erlittenen, nicht besonders gravierenden Verletzungen mit Unfallversicherer und Vorinstanz dem mittleren Bereich zuzuordnen und dabei im Grenzbereich zu den leichten Unfällen anzusiedeln. Von dieser Einteilung abzuweichen besteht entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin kein Grund. Damit die Adäquanz des Kausalzusammenhangs bejaht werden könnte, müsste somit ein einzelnes der in die Beurteilung einzubeziehenden Kriterien (BGE 117 V 367 Erw. 6a) in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sein oder die zu berücksichtigenden Kriterien müssten in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sein (BGE 117 V 367 Erw. 6b). 3.1 Der Unfall vom 26. März 1997 ereignete sich weder unter besonders dramatischen Begleitumständen noch ist er als speziell eindrücklich zu bezeichnen. Die erlittenen Verletzungen waren nicht besonders schwer. Von einer ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung - welche im Wesentlichen in der Schmerztherapie durch Medikamente bestand und keine stationären Spitalaufenthalte erforderte - kann sodann ebenso wenig gesprochen werden wie von einer Fehlbehandlung oder einem schwierigen Heilungsverlauf mit erheblichen Komplikationen. Das Kriterium der Dauerbeschwerden ist als erfüllt zu betrachten, da es der Gesundheitszustand zwar erlaubte, die Erwerbstätigkeit ab 21. Mai 1997 teilweise und ab 22. September 1997 wieder ganz aufzunehmen, die Versicherte aber (gemäss Zwischenbericht des Dr. med. E.________ vom 14. Oktober 1997) nach wie vor über Nackenschmerzen klagte und ab August 1998 eine Zunahme und Ausweitung der Beschwerden zu verzeichnen war. Entsprechendes gilt für Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit. Die Beschwerdeführerin nahm ihre Tätigkeit bei der X.________ AG am 21. Mai 1997 zu 50 % eines Vollpensums wieder auf und war ab 22. September 1997 zu 100 % arbeitstätig. Eine erneute Arbeitsunfähigkeit trat im Herbst 1998 ein. Sind nach dem Gesagten bloss zwei der nach der Rechtsprechung massgebenden unfallbezogenen Kriterien und diese nicht in auffallender Weise erfüllt, ist der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 26. März 1997 und den seit August 1998 persistierenden Beschwerden nicht gegeben. Die - vorinstanzlich bestätigte - Leistungsablehnung seitens der SUVA erfolgte demnach zu Recht. 3.2 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird nichts vorgebracht, was zu einer anderen Betrachtungsweise führen könnte. Da die Frage, ob ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen den seit August 1998 (vermehrt) geklagten Leiden der Versicherten und dem Unfall vom 26. März 1997 besteht, nicht geklärt zu werden braucht (Erw. 2 hiervor), ist von diesbezüglichen weiteren Beweisvorkehren, insbesondere von der beantragten Einholung einer medizinischen Expertise, abzusehen. Aus dem selben Grund vermag auch das nach Ablauf der Beschwerdefrist eingereichte Gutachten des PD Dr. med. B.________ vom 21. März 2001, soweit es sich mit dem natürlichen Kausalzusammenhang zwischen Unfallereignis und Gesundheitseinschränkungen beschäftigt, zu keinem anderen Ergebnis zu führen. Soweit sich der Privatgutachter zum adäquaten Kausalzusammenhang äussert, kann schon deshalb nicht darauf abgestellt werden, weil die Adäquanz nicht von medizinischen Fachpersonen, sondern von Verwaltung und Gericht zu prüfen ist. Mit der ebenfalls nach Ablauf der Beschwerdefrist von der Versicherten zu den Akten gereichten Zusammenstellung der X.________ AG über die vom 26. März 1997 bis zum 28. August 1998 effektiv geleisteten Arbeitsstunden (ohne Berücksichtigung der Abrufbereitschaft) möchte die Versicherte nachweisen, dass sie vom 22. September 1997 bis 27. August 1998 trotz ärztlicherseits attestierter 100 %iger Arbeitsfähigkeit nicht mehr als zu 50 % eines Vollpensums habe tätig sein können. Allerdings würde auch die Berücksichtigung einer eingeschränkten Arbeitsfähigkeit während der besagten Zeit nicht zu einer Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges führen. Denn bei der Adäquanzprüfung wurde bereits berücksichtigt, dass das Kriterium von Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit erfüllt ist. Würde mit der Beschwerdeführerin davon ausgegangen, dass sie seit dem Unfallereignis vom 26. März 1997 ununterbrochen in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt war, so wäre dadurch allein das Kriterium noch nicht in einer solch ausgeprägten Weise gegeben, dass die Adäquanz bejaht werden könnte. Weil die nach Ablauf der Beschwerdefrist unaufgefordert eingereichten Schriftstücke und Beweismittel für den Ausgang des vorliegenden Verfahrens nicht relevant sind, kann offen bleiben, ob sie in prozessual zulässiger Weise zu den Akten gegeben wurden (BGE 127 V 353). Die Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels (Art. 110 Abs. 4 OG) erübrigt sich unter diesen Umständen.