Citation: 6B_1300/2020 E. 2.2

2.2. Die Vorbringen des Beschwerdeführers erweisen sich als unbegründet, sofern darauf überhaupt eingetreten werden kann. Soweit er von den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz abweicht - namentlich, dass er sich bei der ersten Einvernahme schikaniert gefühlt habe und dass die befragten Polizisten den Grenzverlauf der Gemeinde W.________ auf der Karte nicht genau hätten bezeichnen können (Beschwerde S. 6 ff. Ziff. 2.1) - ohne eine Willkürrüge zu erheben, ist darauf nicht einzutreten. Die Vorinstanz erkennt zutreffend auf Vorsatz. Sie stellt auf die erste Aussage des Beschwerdeführers nach der Tatbegehung ab, in welcher dieser seiner Eingrenzung die Rechtmässigkeit abgesprochen und angegeben hat, diese bewusst missachtet zu haben und auch in Zukunft nicht beachten zu wollen. Die spätere, völlig konträre Darstellung des Beschwerdeführers, wonach er den Grenzverlauf des Eingrenzungsgebiets gar nicht habe kennen können, qualifiziert sie zu Recht als nachgeschobene Schutzbehauptung. Nicht zu beanstanden ist auch die vorinstanzliche Erwägung zum Eventualvorsatz. Namentlich aufgrund der mehrmonatigen Aufenthaltsdauer des Beschwerdeführers in der Gemeinde W.________, der diesem ausgehändigten Karte des Gemeindegebiets, dessen Möglichkeit, sich auf dem von ihm mitgeführten Mobiltelefon mit Internetzugang über die Gemeindegrenze zu informieren oder dies vorab beim Personal der Notunterkunft in Erfahrung zu bringen, kann darauf geschlossen werden, dass der Beschwerdeführer in Kauf nahm, das Eingrenzungsgebiet zu verlassen, indem er einfach los gezogen ist und bis zu seiner Anhaltung drei Kilometer zurücklegte, ohne sich vorab in irgendeiner Form über den Grenzverlauf zu informieren.