Citation: 6B_1437/2022 E. 1.3.2

1.3.2. Gleichfalls überzeugend ist, dass die Vorinstanz auf die Täterschaft des Beschwerdeführers schliesst. Sie verneint eine Dritttäterschaft schlüssig. Darauf kann verwiesen werden. Aus dem Einwand, wonach das Reservewahlmaterial erst zwei Wochen nach den Wahlen vernichtet worden sei, kann der Beschwerdeführer nichts für sich ableiten. Er vermag damit keine relevanten Zweifel an seiner Täterschaft zu begründen. Es schadet nicht, dass keine Abklärungen dahingehend erfolgten, "inwiefern noch jemand nach der Wahl in die Entsorgungskiste geschaut" hat. Sein Einwand, wonach angesichts der zwei Wochen nach der Wahl noch vorhandenen Wahlsets eine Manipulation wie in der Anklage geschildert - von 86 bis 99 Wahllisten - nicht möglich sei, ist, zumal mit Blick auf seine eigenen Aussagen, wonach nach der Wahl 150 bis 180 Reservewahlsets vorhanden waren, nicht nachvollziehbar. Eine willkürliche Ausserachtlassung wesentlicher Beweismittel durch die Vorinstanz liegt nicht vor. Soweit der Beschwerdeführer namentlich die vorinstanzliche Feststellung beanstandet, wonach es möglich sei, einzelne Wahllisten aus den Bündeln herauszunehmen, ist seine Kritik wiederum rein appellatorisch. Abgesehen davon belegt er auch hier keine Willkür. Auch die weiteren Einwände des Beschwerdeführers, weshalb er nicht der Täter sein könne, sind nicht stichhaltig. Dies gilt namentlich, wenn er geltend macht, die inkriminierte Manipulation sei angesichts der engen zeitlichen Verhältnisse - er selbst spricht von einer Stunde - nicht möglich gewesen. Im Übrigen übersieht der Beschwerdeführer auch mit seinen diesbezüglichen Einwänden, dass das Bundesgericht keine Appellationsinstanz ist, sondern den vorinstanzlichen Sachverhalt - auch mit Blick auf den Grundsatz "in dubio pro reo" als Beweiswürdigungsregel - nur unter dem Gesichtspunkt der Willkür prüft. Solches legt er mit seinen Einwänden, etwa zu seinem Motiv und den Umständen des Tatentschlusses, nicht dar. Gleichfalls nicht zu beanstanden ist, dass die Vorinstanz das Verhalten des Beschwerdeführers im Nachgang zur Tat als Indiz für seine Täterschaft würdigt. Auch darauf kann verwiesen werden. Dies gilt, wie gesagt, ebenso für den Ausschluss einer Dritttäterschaft. Der Beschwerdeführer belegt auch insoweit keine Willkür. Dies ist etwa der Fall, wenn er wiederum darauf hinweist, dass am Wahltag rund 100 weitere Personen im Einsatz waren. Von unüberwindlichen Zweifeln an der Täterschaft des Beschwerdeführers, die sich nach der objektiven Sachlage geradezu aufdrängen, kann keine Rede sein. Der Anklagesachverhalt ist willkürfrei erstellt. Dass die Vorinstanz die Unschuldsvermutung in ihrer Funktion als Beweislastregel verletzt hätte, was das Bundesgericht frei prüft (oben E. 1.1), ist ebenfalls nicht ersichtlich.