Citation: 4A_368/2020 E. B

B.a. Auf Gesuch der Unternehmerin ordnete das Kreisgericht Toggenburg am 5. September 2011 superprovisorisch die vorläufige Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts für eine Pfandsumme von Fr. 126'407.-- nebst Zins auf dem Grundstück an, auf welchem das vorerwähnte Wohnhaus steht. Diese superprovisorische Anordnung wurde mit Entscheid vom 25. November 2011 bestätigt. B.b. In der Folge erhob die Unternehmerin am 9. März 2012 beim Kreisgericht Toggenburg Klage auf definitive Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts sowie gleichzeitig auf Zahlung des ausstehenden Werklohns von Fr. 126'407.-- zuzüglich Zins. Das Kreisgericht trat mit Entscheid vom 25. Oktober 2012 mangels örtlicher Zuständigkeit nicht auf die Klage ein, wogegen die Unternehmerin erfolglos Berufung beim Kantonsgericht St. Gallen führte. Mit Eingabe vom 17. April 2013 reichte die Unternehmerin sodann beim Kreisgericht St. Gallen Klage ein und begehrte die definitive Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts sowie die Bezahlung des offenen Werklohns nebst Zins. Die Besteller erhoben hierauf Widerklage und verlangten ihrerseits die Zahlung von Fr. 66'786.30 zuzüglich Zins sowie die Löschung des vorläufig eingetragenen Bauhandwerkerpfandrechts. Mit Entscheid vom 6. September 2017 verpflichtete das Kreisgericht St. Gallen die Besteller, der Unternehmerin Fr. 126'407.-- zuzüglich Zins zu bezahlen. Weiter wies es das Grundbuchamt an, das Bauhandwerkerpfandrecht definitiv einzutragen. Die Unternehmerin ihrerseits wurde in teilweiser Gutheissung der Widerklage verpflichtet, den Bestellern Fr. 6'360.15 zuzüglich Zins zu bezahlen. Im Übrigen wurde die Widerklage abgewiesen. Das Kreisgericht hielt dafür, dass die Schlussrechnung vom 10. Juli 2011 durch den Bauleiter in Anwendung von Art. 154 Abs. 3 SIA-Norm 118 genehmigt worden sei, weshalb die Besteller verpflichtet seien, den gesamten Rechnungsbetrag zu bezahlen. Die Gutheissung der Klage führe dazu, dass die Widerklage - soweit mit dieser die Rückleistung eines Teils der Akontozahlungen begehrt werde - grösstenteils abzuweisen sei, liege doch die Summe derselben unter dem geschuldeten Werklohn. Soweit die Besteller widerklageweise Schadenersatz wegen mangelhafter Werkausführung verlangten, sei ein solcher im Umfang von Fr. 6'360.15 zuzusprechen. B.c. Gegen diesen Entscheid erhoben die Besteller mit Eingabe vom 1. Februar 2018 Berufung beim Kantonsgericht St. Gallen. Sie beantragten, der Entscheid des Kreisgerichts sei kostenfällig aufzuheben und auf die Hauptklage der Unternehmerin sei nicht einzutreten, eventualiter sei diese abzuweisen, subeventualiter sei diese zu neuer Entscheidung an das Kreisgericht zurückzuweisen. Weiter begehrten sie die Gutheissung der Widerklage im vor der Vorinstanz geltend gemachten Betrag, eventualiter die Rückweisung der Widerklage an die Vorinstanz. Mit Entscheid vom 28. Mai 2020 hiess das Kantonsgericht die Berufung teilweise gut. Es trat auf den Antrag der Unternehmerin auf Zahlung von Fr. 126'407.-- zuzüglich Zins nicht ein, wies das Grundbuchamt an, das Bauhandwerkerpfandrecht zu löschen, und verpflichtete die Unternehmerin, den Bestellern Fr. 24'542.60 zuzüglich Zins zu bezahlen. Im Mehrbetrag wies es die Widerklage ab. Das Kantonsgericht begründete seinen Nichteintretensentscheid damit, dass die Unternehmerin für ihre Klage auf Bezahlung des Werklohns das erforderliche Schlichtungsverfahren nicht durchlaufen habe. Betreffend die definitive Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts hielt es fest, die von den Bestellern geleisteten Akontozahlungen überstiegen den geschuldeten Werklohn von Fr. 347'957.40 um Fr. 24'542.60, weshalb die definitive Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts nicht möglich und das provisorisch eingetragene Bauhandwerkerpfandrecht zu löschen sei. Die widerklageweise begehrte Rückerstattung eines Teils der Akontozahlungen hiess es deshalb im Umfang von Fr. 24'512.60 gut; die Rückerstattung des überschiessen-den Teils von Fr. 14'410.75 wies es ab, da es diesen Betrag als geschuldet erachtete. Die Forderung auf Zahlung von Fr. 21'502.80 wegen angeblichen Minderwerts des Bodens über der Garage wies es ab, weil dieser vertragskonform erstellt worden sei.