Citation: 1C_231/2020 E. 3.3

3.3. Wie bereits dargelegt (vgl. vorne E. 2.8), ist nicht umstritten, dass in der Dorfzone bisher nicht eine völlig homogene Praxis zu den Fensterläden umgesetzt wurde. Dass sich die Beschwerdeführerin daran stört, ist nachvollziehbar. Andererseits ist es aber auch nicht zu beanstanden, wenn die kommunalen und kantonalen Behörden insoweit von Ausnahmen ausgehen, die im Wesentlichen auf Versehen beruhen. Zudem gibt die Gemeinde eindeutig zu erkennen, künftig eine einheitliche Praxis anwenden zu wollen. Die Beschwerdeführerin bestreitet eine solche Absicht insbesondere mit Verweis auf das neue Baureglement der Gemeinde vom 25. Februar 2020 (revBauR), das keine Bestimmung enthalte, die der Regelung der Fensterläden im alten Reglement entspräche. Zwar erscheint fraglich, ob es sich dabei nicht um ein unzulässiges Novum gemäss Art. 99 BGG handelt, wobei freilich auch zu berücksichtigen wäre, dass wohl das Reglement erst nach dem angefochtenen Entscheid definitiv beschlossen wurde, der Entwurf aber schon lange vorher vorgelegen haben und bekannt gewesen sein dürfte. Wie es sich damit verhält, kann aber offenbleiben. Denn die Gemeinde stellt in ihrer Vernehmlassung an das Bundesgericht klar, die neuen Bestimmungen von Art. 28 Abs. 1 und Art. 30 revBauR weiterhin im Sinne der hier verfolgten Praxis anwenden zu wollen. Art. 28 Abs. 1 revBauR verlangt im Wesentlichen wiederum die Anpassung von Bauten an das Ortsbild und Art. 30 revBauR schreibt vor, dass unter anderem Fensterläden der ortsüblichen Bauweise zu entsprechen haben. Die Beschwerdeführerin kann mithin aus dem neuen Reglement nicht zu ihren Gunsten ableiten, die Gemeinde werde ihre Praxis nicht weiter verfolgen. Damit entfällt für sie die Möglichkeit, sich auf den Grundsatz der Gleichbehandlung im Unrecht zu berufen.