Citation: 6B_341/2019 E. 2.4.2

2.4.2. Während der Beschwerdeführer die Bemessung des Verschuldens für die weiteren Delikte nicht kritisiert, rügt er hinsichtlich der Täterkomponente, aufgrund der relativ langsamen Verfahrensführung sei das Beschleunigungsgebot offensichtlich verletzt, was die Vorinstanz nur ungenügend berücksichtige. Entgegen der Annahme des Beschwerdeführers geht die Vorinstanz nicht von einer Verletzung des Beschleunigungsgebots aus. Sie thematisiert dieses nicht. Jedoch berücksichtigt sie die lange Verfahrensdauer im Rahmen von Art. 47 StGB. Auf die vom Beschwerdeführer erstmals vor Bundesgericht erhobene Rüge, das Beschleunigungsgebot sei verletzt, ist nicht einzutreten (vgl. Art. 80 Abs. 1 und Art. 99 BGG). Im Übrigen trägt die Vorinstanz der langen Verfahrensdauer hinreichend Rechnung. Sie verweist in ihren Erwägungen zur Täterkomponente zunächst auf die Ausführungen des erstinstanzlichen Gerichts. Dieses gelang aufgrund der Strafregistereinträge, mangels Geständnis, Reue, Wohlverhaltens und besonderer Strafempfindlichkeit sowie angesichts der langen Verfahrensdauer und des Umstands, dass es dem Beschwerdeführer gelang, sich nach der Untersuchungshaft wieder vollkommen in die Arbeitswelt zu integrieren, zum Schluss, dass sich die positiven und negativen Täterkomponenten die Waage hielten (Urteil Kriminalgericht S. 89 f.). Die Vorinstanz berücksichtigt ergänzend, dass der Beschwerdeführer von der Staatsanwaltschaft Zug am 14. Dezember 2016 wegen Betrugs verurteilt wurde, was sich auf die Täterkomponente negativ auswirke und zur Folge habe, dass eine Strafmilderung nach Art. 48 lit. e StGB nicht angezeigt sei. Hingegen gewichtet die Vorinstanz die lange Verfahrensdauer stärker zu Gunsten des Beschwerdeführers als die erste Instanz (Urteil S. 69). Entgegen dem Einwand des Beschwerdeführers beträgt die Strafreduktion der Vorinstanz nicht lediglich 12%. Aus ihren Erwägungen ergibt sich, dass die Vorinstanz einige Täterkomponenten negativ, sprich straferhöhend gewichtet. Hingegen führen einzig die Reintegration in die Arbeitswelt und die lange Verfahrensdauer zu einer Strafminderung. Wenn also die Vorinstanz die strafmindernden Faktoren als leicht überwiegend bezeichnet und die Strafe um vier Monate reduziert, beträgt die Reduktion der Strafe für die lange Verfahrensdauer mehr als vier Monate beziehungsweise 12%, da damit noch die negativen Täterkomponenten aufgewogen werden.