Citation: 5A_625/2023 E. 4.2.4

4.2.4. Die Beschwerdegegnerin wendet ein, es bestehe kein Grund, ihr ein hypothetisches Einkommen anzurechnen. Der Beschwerdeführer stelle hypothetische Überlegungen an, was sie verdienen könnte und dass sie eine andere Stelle antreten müsste. Er setze sich jedoch nicht damit auseinander, ob die Voraussetzungen für die Annahme eines hypothetischen Einkommens gegeben seien. Ihr Pensum von 80% ermögliche ihr, am Wohnort zu arbeiten, und sei mit der Kinderbetreuung gut vereinbar. Es entspreche der Vereinbarung während der Ehe. Indem der Beschwerdeführer verlange, dass sie als Fachfrau Betreuung arbeite, übersehe er, dass die Löhne in dieser Branche sehr tief seien und sich die Arbeitszeiten dann nicht mehr gleichermassen mit der Betreuung der gemeinsamen Kinder vereinbaren liessen.