Citation: 5A_377/2018 E. 3.3.1

3.3.1. Die Vorinstanz kam zum Schluss, die der C.________ AG gehörende Parzelle von 47'930 m2 sei bereits im Zeitpunkt der Aktienübertragung vom Vater auf den Beschwerdegegner als Bauland zu bewerten gewesen und es hätten sowohl der Vater wie auch der Sohn um diese Tatsache Bescheid gewusst. Zur Begründung führte sie aus, mit Schreiben vom 27. Januar 1993 sei der C.________ AG mitgeteilt worden, dass die bisherige Berechnung betreffend Bau-Beitrag an die Kanalisation nicht stimme. Der Beitrag für die Parzelle xxx betrage Fr. 497'700.--. Am 13. November 1995 sei sodann die Bauabrechnung vorgelegen: Der Grundeigentümerbeitrag betreffend die Parzelle Nr. xxx habe demnach Fr. 545'132.30 betragen. Am 6. Dezember 1995 habe der Gemeinderat der C.________ AG mitgeteilt, dass sich diese mit 75 % an den Baukosten für die Kanalisation E.________ zu beteiligen habe, weil ihr in der zweiten Bauetappe liegendes Land mit der neu erstellten Kanalisation erschlossen werde. Diese Schreiben sowie das gesamte Vorgehen, insbesondere die Verpflichtung zur Tragung eines enorm grossen Bau-Beitrages würden belegen, dass das Land bereits im Jahr 1996, sicherlich aber im relevanten Zeitpunkt vom 21. April 1997, als Bauland zu bewerten gewesen sei, unabhängig davon, ob es rechtlich bereits definitiv Bauland geworden oder noch Land der zweiten Etappe gewesen sei. Die Umwandlung in definitives Bauland sei nur noch eine Frage der Zeit gewesen. Selbst die Gemeinde habe damit gerechnet, dass das Land dereinst überbaut werde, weshalb der Bau-Beitrag von rund Fr. 0.5 Mio. bis zu diesem Zeitpunkt gestundet worden sei. Aufgrund der eingereichten Unterlagen sowie den darin aufgestellten Behauptungen sei davon auszugehen, dass die C.________ AG über das Erschliessungsvorhaben als Adressatin der zitierten Schreiben mehrfach informiert worden sei. Auch wenn die detaillierten und substantiierten Ausführungen des Beschwerdegegners prozessual als bestritten zu gelten hätten, habe die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang keine gegenteiligen oder anderweitigen Behauptungen aufgestellt. Der Beschwerdegegner habe auch implizit behauptet, sein Vater wie er selber hätten um die von ihm geschilderten Umstände (Land als Bauland zu bewerten) gewusst - andernfalls hätten seine Ausführungen zur Schenkungssteuer keinen Sinn ergeben. Die Beschwerdeführerin habe erst verspätet vorgebracht, dass das Wissen der C.________ AG nicht dem Vater des Beschwerdegegners und dem Beschwerdegegner angerechnet werden könne. Weder in der Klageantwort noch in der Duplik habe sie entsprechendes behauptet, sondern sich damit begnügt zu bestreiten, dass die Aktien 1997 mehr als Fr. 3'000.-- wert gewesen seien. Unter den gegebenen Umständen sei auszuschliessen, dass der Vater des Beschwerdegegners im Zeitpunkt der Übertragung der Aktien auf den Beschwerdegegner keine Ahnung vom Wert des Landes und damit auch der Aktien gehabt habe. Dass Aktionäre über die wirtschaftlichen Gegebenheiten der Unternehmung unterrichtet seien, sei gerichtsnotorisch. Insbesondere angesichts der familiären Verflechtungen innerhalb der C.________ AG erscheine es fernab jeglicher Realität, dass der Vater als Aktionär oder der Beschwerdegegner als Erwerber der Aktien vom effektiven Wert des Landes zufolge Einzonung und damit auch vom eigentlichen Wert der Aktien keine Ahnung gehabt haben sollten. Insbesondere die Ausführungen des Beschwerdegegners in Bezug auf die Steueroptimierungsabsicht erschienen plausibel und sinnvoll. Auch diesbezüglich habe die Beschwerdeführerin keine gegenteiligen oder anderweitigen Behauptungen aufgestellt.