Citation: 4A_171/2024 E. 3.4.2

3.4.2. Auf Rüge der Beschwerdeführerin hin hat die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid vorab dargelegt, warum die Praxis der Ausserrhoder Gerichte, wonach bei der Glaubhaftmachung die Wahrscheinlichkeit "mindestens 51%" betragen müsse, bundesrechtskonform sei. Wie es sich mit diesem Prozentsatz im Einzelnen verhält, braucht vorliegend nicht beurteilt zu werden, denn die Vorinstanz ging in ihrer konkreten Beweiswürdigung nicht weiter auf den Prozentsatz von "mindestens 51%" ein. Vielmehr referierte sie zutreffend die gerade genannte bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Glaubhaftmachung (Erwägung 3.4.1) und kam gestützt darauf zum Schluss, dass vorliegend also zu fragen sei, ob die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Parteien den Vertrag vom 18. August 2019 angepasst oder einen neuen Vertrag geschlossen hätten, grösser sei als die Wahrscheinlichkeit dafür, dass dies nicht geschehen sei. Sie ging damit im Einklang mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung vom richtigen Beweismass aus. Von einer überhöhten Anforderung an die Glaubhaftmachung kann keine Rede sein.