Citation: 6B_521/2015 E. 3.3

3.3. Nicht zu beanstanden ist die vorinstanzliche Erwägung, wonach der Beschwerdeführer wusste, dass die auf sein Unternehmen lautenden Rechnungen des ausländischen Lieferanten falsch waren. Die Vorinstanz erwägt zutreffend, dass allen beteiligten Personen klar war, dass die eingeführten Waren nicht für die A.________ GmbH bestimmt waren. Der Beschwerdeführer sagte aus, mit den Importen nichts zu tun gehabt zu haben und niemals Waren bei dem fraglichen ausländischen Lieferanten bestellt, bezogen oder bezahlt zu haben. Aus den Akten ergibt sich, dass er die mit den Wareneinfuhren einhergehenden Transaktionen auch nicht in die Buchhaltung der A.________ GmbH aufnahm (act. 91, S. 4 f.). Der Beschwerdeführer räumte sodann selbst ein zu wissen, dass die gewählte Vorgehensweise bei den Wareneinfuhren nicht korrekt war (act. 91, S. 14). Daran ändert nichts, dass er anlässlich seiner zweiten Befragung vom 31. März 2009 zwei weitere Importe nach demselben Muster einräumte. Warum er dies bekannt gab, spielt für die Frage des Wissens um die Unrechtmässigkeit seines Handelns keine Rolle. Wie die Vorinstanz zu Recht festhält, hat sich der Beschwerdeführer nicht um die Einhaltung der relevanten zollrechtlichen Vorschriften gekümmert, weil der Warenimport auf die von ihm mit D.________ vereinbarte Art und Weise gut gelaufen sei. Da gegen den Beschwerdeführer bereits in den Jahren 2005 und 2008 hohe Bussen wegen Verstössen gegen die Zollvorschriften ausgesprochen worden sind, wusste dieser um das Bestehen spezifischer zollrechtlicher Vorschriften. Wenn die Vorinstanz unter diesen Umständen annimmt, er habe mindestens eventualvorsätzlich gehandelt, ist dies nicht zu beanstanden (vgl. Urteil 2C_290/2011 vom 12. September 2011 E. 2.1 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer konnte sich nicht einfach darauf verlassen, dass die anderen in die fraglichen Importe involvierten Personen für eine korrekte Zollanmeldung sorgen und das von diesen allenfalls bereits früher angewandte System rechtskonform ist. Dass die Vorgehensweise bei den Wareneinfuhren von einer Fachperson festgelegt worden ist und der Beschwerdeführer darum wusste, stellt die Vorinstanz nicht fest und ergibt sich auch nicht aus den Akten. Selbst wenn dies so gewesen wäre, hätte der Beschwerdeführer nicht ohne Weiteres auf die Rechtmässigkeit des Vorgehens vertrauen können. Dies gilt umso mehr, als gemäss den vorinstanzlichen Feststellungen nach zwei korrekt erfolgten Wareneinfuhren mittels Abtretung von Kontingenten ab August 2008 plötzlich anders vorgegangen wurde.