Citation: 6B_1354/2017 E. 4.4

4.4. Der Beschwerdeführer legt nicht dar, inwiefern die vorinstanzliche Auslegung oder Anwendung von Art. 36 Abs. 3 i.V.m. Art. 49 Abs. 1 GesG/GR willkürlich sein soll. Dies ist auch nicht ersichtlich. Die Vorinstanz hat auch die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Rechtfertigungsgründe in ihren Erwägungen berücksichtigt (vgl. angefochtenes Urteil, E. II. 8.5 S. 36) und ausgeführt, solche lägen nicht vor. Sie erwägt nachvollziehbar, dass die Patienten sich die Arzneimittel über den gesetzlichen Weg über eine Apotheke zumindest (durch Drittpersonen) besorgen lassen könnten und zeigt damit wie bereits anlässlich ihrer Erwägungen zur Arzneimittelabgabe mittels an der Praxistür angebrachter Plastiktragtasche (vgl. E. 2.4 hiervor) ein zusätzliches zumutbares Alternativverhalten zur Tat des Beschwerdeführers auf. Ebenso überzeugend ist die Ansicht der Vorinstanz, der Beschwerdeführer könne sich nicht auf die Wahrung berechtigter Interessen berufen, soweit dessen Patienten freiwillig auf Arzneimittelbesorgungen verzichteten. Dessen ungeachtet, dass sich der Beschwerdeführer mit diesen vorinstanzlichen Erwägungen nicht hinreichend auseinandersetzt, sind sie nicht zu beanstanden. Auch die Rüge der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör ist unbegründet, soweit dieser überhaupt noch eigenständige Bedeutung zukommt. Mit ihren Erwägungen zu fehlenden Rechtfertigungsgründen setzt sich die Vorinstanz offensichtlich mit der diesbezüglichen Rüge des Beschwerdeführers auseinander. Sie legt hinreichend dar, von welchen Überlegungen sie sich bei ihrer Entscheidfindung leiten liess. Aus dem Umstand, dass sie nicht näher auf den Gesundheitszustand der einzelnen Patienten eingeht, lässt sich nicht schliessen, sie lasse die entsprechenden Vorbringen des Beschwerdeführers unberücksichtigt.