Citation: 4A_154/2018 E. 4.4

4.4. Die Vorinstanz hat im vorliegenden Fall ohne Rechtsverletzung annehmen können, die beantragten Parteiaussagen und Zeugenbefragungen würden von vornherein nicht dazu taugen (vgl. den Wortlaut von Art. 152 ZPO), den behaupteten Qualitätsverlust des Rohöls während der Verzugsdauer zu beweisen. Es wären - wie die Vorinstanz ohne Rechtsverletzung festhielt - Messungen zu den massgebenden Zeitpunkten oder wenigstens Expertenerklärungen zum möglichen Qualitätsverlust unter den gegebenen Umständen und während der massgebenden Zeit möglich und erforderlich gewesen, um die Behauptung der Beschwerdeführerin zu beweisen. Doch selbst wenn die Aussagen von Organen der Beschwerdeführerin oder des Vertreters der Vertragspartnerin der Beschwerdeführerin, welche das Rohöl schliesslich gekauft haben, grundsätzlich im Sinne von Art. 152 ZPO zur Beweiserbringung tauglich wären, wäre ihnen jedenfalls eine so geringe Beweiskraft zuzuschreiben, dass die Vorinstanz willkürfrei davon ausgehen konnte, sie würden nicht vermögen, das Ergebnis der Beweiswürdigung in Frage zu stellen. Ein Gutachten zum möglichen Qualitätsverlust des Rohöls durch Lagerung und Wiederaufheizung hatte die Beschwerdeführerin im Übrigen nach ihrer eigenen Aussage in der Beschwerde für eine Lagerhaltung von 17 bis 18 Monaten beantragt. Es bedarf keiner Erklärung, dass eine derartige Expertise für den möglichen Qualitätsverlust während zweier Monate nicht taugt.