Citation: 5A_126/2023 E. 3.4.2

3.4.2. Die Beschwerdeführerin besteht darauf, auch act. 56/18 ohne Verzug vorgebracht zu haben. Sie argumentiert, dass erst die in der Arresteinsprache aufgestellte Behauptung der Beschwerdegegnerin, wonach der dem Arrestgesuch beigelegte Darlehensvertrag vom 9. Januar 2012 nicht echt sein könnte, Anlass gegeben habe, die unter act. 56/18 erfasste Zeugenaussage vom 24. April 2020 einzureichen. Das Obergericht stelle nur auf das Datum der Zeugenaussage ab, lasse alle anderen Umstände ausser Acht. Indem es das Vorbringen anlässlich der Verhandlung vom 28. September 2022 als verspätet qualifiziere, verfalle es abermals in überspitzten Formalismus (Art. 29 Abs. 1 BV). Auch diese Rüge muss scheitern. Zwar berief sich die Beschwerdeführerin laut Vorinstanz schon in ihrer kantonalen Beschwerde darauf, dass das fragliche Dokument und die dazugehörigen Behauptungen erst mit der Arresteinsprache notwendig geworden seien. Die Vorinstanz fand jedoch, allein dieser pauschale Hinweis sei als Begründung ungenügend (E. 3.4.1). Dass die Begründung ihrer kantonalen Beschwerde nicht richtig oder nicht vollständig zur Kenntnis genommen worden wäre, macht die Beschwerdeführerin nicht geltend. Insbesondere behauptet sie nicht, dass sie schon im kantonalen Beschwerdeverfahren erklärt hätte, weshalb erst die in der Arresteinsprache aufgestellten Behauptungen Anlass zur Noveneingabe gaben, und damit in Verletzung verfassungsmässiger Rechte nicht gehört worden wäre. Schliesslich zeigt sie auch nicht auf, inwiefern das Obergericht geradezu verfassungswidrig die Anforderungen an die Beschwerdebegründung überspannt, wenn es sich nicht mit dem erwähnten pauschalen Hinweis begnügt. Stattdessen schildert sie nun unter dem Titel eines angeblichen überspitzten Formalismus, weshalb das Obergericht ignoriere, dass erst die in der Arresteinsprache gesäten Zweifel an der Echtheit des Darlehensvertrags sie zur Einreichung von act. 56/18 veranlasst hätten. Allein mit derlei nachgeschobenen Erklärungen ist nichts gewonnen.