Citation: 9C_68/2018 E. 4.2

4.2. Weiter bestreitet die Beschwerdeführerin, dass eine Arbeitsfähigkeit von 80 % bestehen soll. Die Vorinstanz ist gestützt auf das psychiatrische Gutachten vom 7. Oktober 2011 von einer Arbeitsfähigkeit von 70-80 % in einer angepassten Tätigkeit spätestens seit dem 15. September 2011 (Zeitpunkt der Untersuchung) ausgegangen. Es trifft zwar zu, dass im Gutachten vom 15. April 2010 bei im Wesentlichen gleichen Diagnosen eine Arbeitsunfähigkeit von 70 % attestiert worden war. Damit allein kann jedoch der Beweiswert der späteren Expertise nicht in Frage gestellt werden, zumal wenn Folgendes berücksichtigt wird: Nach den für das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz (E. 1) hielt der Zweitgutachter u.a. fest, nachdem die Versicherte geplant schwanger geworden sei, habe sie es geschafft, eine dauerhafte Abstinenz einzuhalten. Vorübergehend seien in der Folge starke soziophobische Ängste in den Vordergrund getreten, die sie in ihrem Alltag massiv eingeschränkt hätten. In einem rund zehnmonatigen Aufenthalt im Haus D.________ und einer parallel dazu begonnenen ambulanten psychiatrischen Behandlung habe sie sukzessive gelernt, ihre Hemmungen zu überwinden. Geblieben seien bis heute eine erhöhte Unsicherheit und Verletzlichkeit sowie eine verminderte Belastbarkeit bzw. eine erhöhte Erschöpfbarkeit im Zusammenhang mit ihrer Grunderkrankung. Gemäss diesen nicht bestrittenen Darlegungen hat sich somit der Gesundheitszustand seit der Erstbegutachtung verbessert. Es kommt dazu, dass die Beschwerdeführerin im Zeitraum von März 2012 bis Februar 2014 ein kaufmännisches Praktikum in Form eines Arbeitstrainings in einem 50-70 %-Pensum absolvierte und daneben eine erstmalige berufliche Ausbildung an einem Tag in der Woche machte. Das Berufspraktikum fand zwar im geschützten Rahmen statt, woraus sich indessen nichts zu ihren Gunsten ableiten lässt.