Citation: 8C_12/2021 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz führte aus, massgebend für die Bestimmung der Invalidität sei der Verlust an Erwerbsmöglichkeiten auf dem (hypothetischen) ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Dieser Verlust sei nicht identisch mit einem konkreten Einkommens- oder Ertragsverlust im Rahmen einer selbstständigen oder unselbstständigen Erwerbstätigkeit. Es sei vielmehr ein hypothetisches Einkommen in Betracht zu ziehen, das aufgrund der Fähigkeiten und der persönlichen Situation der versicherten Person geschätzt werde; dabei sei auf einen Lohn abzustellen, den eine gesunde Person gleichen Alters und gleicher Bildung unter Umständen erzielen würde, wobei die Durchschnittslöhne der betreffenden Branche als Vergleichsbasis herangezogen werden könnten. Das vom Beschwerdeführer beantragte betriebswirtschaftliche Gutachten diene nicht der Beantwortung der relevanten Fragestellung, weshalb darauf zu verzichten sei. Als (angelernter) Gipser liege seine Erwerbsfähigkeit nicht über dem statistischen Durchschnittslohn für Hilfsarbeitertätigkeiten gemäss Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik. Er habe indessen in seinem Heimatland eine kaufmännische Ausbildung absolviert und vermöge zumindest einen Teil der in der eigenen Gesellschaft anfallenden administrativen Aufgaben zu bewältigen (wie z.B. Offerten unterbreiten, Zahlungsverkehr und Bestellungen erledigen). Die verwertbaren Erwerbsmöglichkeiten als kaufmännischer Angestellter oder (angestellter) Geschäftsführer seien bezüglich erzielbarer Lohnhöhe auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt besser als diejenigen als angelernter Gipser. Zur Bestimmung des Valideneinkommens sei deshalb auf eine kaufmännische beziehungsweise geschäftsführende unselbstständige Tätigkeit abzustellen. Da diese vollumfänglich dem Anforderungsprofil einer leidensangepassten Tätigkeit entspreche, erübrige es sich, die Vergleichseinkommen zu bestimmen. Es seien keine lohnmindernden Umstände erkennbar, weshalb auch keine Invalidität bestehe.