Citation: 1C_600/2022 E. C

Mit verkehrsmedizinischem Gutachten vom 10. August 2021 des IRMZ wurde die Fahreignung von A.________ abermals verneint. Zwar wurde dieses Mal eine Betäubungsmittelabstinenz für den mit der Haaranalyse abgedeckten Zeitraum der letzten fünf bis sechs Monate bestätigt, indes wurde ein nicht unerheblicher Alkoholkonsum ermittelt. Mit Verfügung vom 29. September 2021 verweigerte das SVA erneut die Wiedererteilung des Führerausweises an A.________. Gleichzeitig wurde der unbefristete Führerausweisentzug ab dem 20. Oktober 2016 bestätigt. Die Wiedererteilung des Führerausweises wurde von folgenden Bedingungen abhängig gemacht: "3.1 Einhaltung einer totalen und ärztlich kontrollierten Alkohol- und Betäubungsmittelabstinenz während mindestens sechs Monaten bzw. mindestens bis zur erneuten Begutachtung. 3.2 Fortsetzung der regelmässigen psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung sowohl hinsichtlich der Substanzproblematik als auch der psychischen Störungen (ADHS/Persönlichkeitsstörung). Die psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung ist über den Mindestzeitraum bis zur Neubegutachtung fortzusetzen. Ein psychiatrisch-psychotherapeutischer Bericht (Zeugnis: Fahreignung und psychische Erkrankungen) ist direkt zur erneuten Begutachtung mitzubringen. 3.3 Beibringen eines pneumologisch-schlafmedizinischen Berichts über die Durchführung des MURT (Zeugnis: Fahreignung und Erkrankungen mit erhöhter Einschlafneigung). Ein entsprechendes Zeugnis ist direkt zur erneuten Begutachtung mitzubringen. 3.4 Aktuelles, die Fahreignung bejahendes Gutachten inkl. Haaranalyse (auf eigene Kosten) durch einen Arzt der Stufe 4 (Verkehrsmediziner SGRM) frühestens im Januar 2022. Das Gutachten ist dem Strassenverkehrsamt zuzustellen. Für die Haaranalysen werden mindestens 5 cm lange, kosmetisch unbehandelte, d.h. nicht gefärbte, nicht getönte oder gebleichte Kopfhaare benötigt. Bei fehlender oder zu kurzer Kopfbehaarung (weniger als 5 cm) dürfen die Körperhaare (Arm-, Bein- oder Brusthaare) bis zur Neubegutachtung nicht rasiert werden. Ein psychiatrisch-psychotherapeutischer Bericht gemäss Ziffer 3.2 und ein pneumologisch-schlafmedizinischer Bericht über die Durchführung des MURT gemäss Ziffer 3.3 müssen vorhanden sein. 3.5 Bestehen einer neuen Führerprüfung (Theorie und Praxis)." Dagegen liess A.________ Verwaltungsgerichtsbeschwerde erheben, die am 5. Oktober 2022 vom Kantonsgericht Luzern abgewiesen wurde.