Citation: 2A.402/2002 07.01.2003 E. A

Mit Schenkungsvertrag vom 5. März 1998 übertrug A.________ ihrer Tochter C.________ das Grundstück Art. ****des Grundbuchs der Gemeinde X.________ sowie ihrer Tochter D.________ das Grundstück Art. *** des Grundbuchs der Gemeinde X.________. Gleichentags schenkte B.________ seiner Tochter C.________ einen Miteigentumsanteil am Grundstück Art. *** des Grundbuchs der Gemeinde X.________. Die Schenkungen waren als Erbvorempfänge gedacht. Dementsprechend enthielten die Schenkungsverträge die Klausel, die Anrechnungen der Schenkungen an den Erbteil der Beschenkten würden ausserhalb dieses Vertrags in einem separaten Wertausgleichsvertrag geregelt. Mit "Vertrag über die Abtretung einer Liegenschaft" vom * Februar 2001 übertrug C.________ das Eigentum am Grundstück Art. ****sowie ihren Miteigentumsanteil am Grundstück Art. *** des Grundbuchs der Gemeinde X.________ an ihre Schwester D.________. Zum "Ausgleich für die Grundstücksübertragung" erhielt sie von D.________ einen Betrag von Fr. xxx.--. Die Vertragsparteien bezogen sich dabei auf eine als "Erbvertrag" bezeichnete Urkunde vom * Januar 2001, in welchem sie "im Sinne einer Neuverteilung der Vorempfänge aus dem elterlichen Grundbesitz" vereinbart hatten, dass C.________ die beiden erwähnten Liegenschaften gegen einen "Abtretungspreis" von Fr. xxx.-- auf D.________ übertrage. Mit Schreiben vom 30. Oktober 2001 teilte die Kantonale Steuerverwaltung des Kantons Freiburg C.________ mit, sie betrachte die Liegenschaftsübertragung unter den Geschwistern nicht als Erbvertrag, sondern als Verkauf, welcher der Grundstückgewinnsteuer unterliege. C.________ stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, die Liegenschaftsübertragung sei in Erfüllung der Erbteilung erfolgt, so dass keine Grundstückgewinnsteuer geschuldet sei.