Citation: 1C_485/2016 E. 2.6

2.6. Wie bereits in der angefochtenen Verfügung des Amts für Strassenverkehr und Schifffahrt zutreffend dargelegt wird, handelt es sich bei den in Art. 13 Abs. 1 VTS genannten Arbeiten um solche von ausgesprochen physischer Natur. Die Darstellung der Beschwerdeführerin geht zwar davon aus, dass durch das Ausbringen von Wasser vor das Messrad der Asphalt bearbeitet oder gar verändert werde. Dies ist aber nicht zutreffend. Das Annässen der Fahrspur mag für den defi-nierten Messablauf unerlässlich sein, doch handelt es sich dabei um keine Fahrbahnbearbeitung und damit auch um keine mechanische Arbeit im Sinne der Rechtsprechung. Wie auch das ASTRA im Rahmen der Vernehmlassung zutreffend vorbringt, wird der zu prüfende Strassenbelag lediglich vorkonditioniert, um das Seitenkraftmessverfahren überhaupt durchführen zu können. Wie nach einem Regenschauer weist der Asphalt nach dem Abtrocknen jedoch grundsätzlich dieselben Eigenschaften auf wie vor der Benetzung. Von einer Bearbeitung oder Veränderung des Strassenbelags durch das Messfahrzeug kann daher keine Rede sein. Dieses hat vielmehr die Funktion, die benötigten Ausrüstungen und Gerätschaften zu transportieren. Damit fällt eine Anwendung von Art. 13 Abs. 1 VTS und insoweit eine Qualifikation als Arbeitsmotorwagen ausser Betracht.