Citation: 1A.43/2005 19.08.2005 E. 3

3.1 Die Beschwerdeführer bringen (S. 16 ff.) vor, aufgrund der unkonkreten, nicht nachvollziehbaren und widersprüchlichen Sachverhaltsschilderungen im Rechtshilfeersuchen bleibe unklar, was dem Beschwerdeführer 1 überhaupt vorgeworfen werde. Aus dem Ersuchen ergäben sich keine hinreichenden Verdachtsmomente für den untersuchten deliktischen Vorwurf. Die Vorwürfe der passiven Bestechung und kriminellen Vereinigung würden im Gegenteil durch den geschilderten Sachverhalt entkräftet. Gleiches gelte für den nicht ausdrücklich formulierten, aber allenfalls in Betracht zu ziehenden Vorwurf der aktiven Bestechung. Die Sachverhaltsschilderung vermittle insgesamt den Eindruck, dass sich der Beschwerdeführer 1 an den Machenschaften um Montesinos weder aktiv noch passiv beteiligt habe, sondern abseits gestanden sei. Die Sachdarstellung im Rechtshilfeersuchen genüge den Anforderungen von Art. 22 Ziff. 1 lit. d des Rechtshilfevertrages und Art. 10 Abs. 2 IRSV nicht, weshalb darauf nicht abgestellt werden dürfe. 3.2 Nach der Rechtsprechung werden an die Begründung eines Rechtshilfeersuchens keine strengen Anforderungen gestellt. Es genügt, wenn die darin gemäss Art. 22 Ziff. 1 lit. d des Rechtshilfevertrages und Art. 10 Abs. 2 IRSV enthaltenen Angaben den schweizerischen Behörden die Prüfung ermöglichen, ob kein Sachverhalt vorliegt, für den die Rechtshilfe unzulässig ist (BGE 116 Ib 96 E. 3a S. 101, mit Hinweis; Robert Zimmermann, La coopération judiciaire internationale en matière pénale, 2. Aufl., Bern 2004, S. 168). Diese Prüfung kann hier aufgrund des Rechtshilfeersuchens ohne weiteres vorgenommen werden. Es geht um die Bestechung eines Amtsträgers und damit um ein gemeinrechtliches Delikt, für das Rechtshilfe zulässig ist. Zwar ist den Beschwerdeführern einzuräumen, dass die deutsche Übersetzung des Rechtshilfeersuchens sprachliche Mängel aufweist und stellenweise nicht leicht verständlich ist. Würdigt man die Darlegungen im Rechtshilfeersuchen gesamthaft und beschränkt man sich nicht - wie die Beschwerdeführer - darauf, einzelne Sätze oder Gruppen von Sätzen für sich zu analysieren, wird jedoch klar, was dem Beschwerdeführer 1 in tatsächlicher Hinsicht vorgeworfen wird. Die Rückweisung des Ersuchens an die ersuchende Behörde zu seiner Verbesserungen in Anwendung von Art. 23 Ziff. 1 des Rechtshilfevertrags würde auf einen strengen Formalismus hinauslaufen, der nicht nur im Lichte der angeführten Rechtsprechung abzulehnen ist, sondern auch im Hinblick auf Art. 1 Ziff. 1 des Rechtshilfevertrages. Danach verpflichten sich die Parteien, einander gemäss den Bestimmungen des Vertrages weitestgehende Rechtshilfe zu leisten. Dass die Vorwürfe der Bestechung und kriminellen Vereinigung durch den im Ersuchen dargelegten Sachverhalt selbst entkräftet würden, trifft nicht zu. Zwar wird im Ersuchen gesagt, Z.________ habe an Montesinos eine Million US-Dollar als Strafe zahlen müssen wegen all der Provisionen, die letzterem bei früheren Ausschreibungen im Zusammenhang mit dem Verkauf militärischer Güter an das peruanische Heer durch den Beschwerdeführer 1 entgangen seien. Daraus kann nicht geschlossen werden, der Beschwerdeführer 1 habe - insbesondere bei späteren Ausschreibungen - nie Provisionen an Montesinos bezahlt. Fehl gehen die Beschwerdeführer ebenso, soweit sie vorbringen, der Vorwurf der aktiven Bestechung werde im Ersuchen nicht erhoben. Im Ersuchen wird gesagt, gegen den Beschwerdeführer 1 werde wegen Korruption von Amtsträgern ermittelt. Offensichtlich unbegründet ist sodann der Einwand, die Sachverhaltsschilderung im Ersuchen vermittle den Eindruck, dass sich der Beschwerdeführer 1 an den Machenschaften um Montesinos weder aktiv noch passiv beteiligt habe, sondern abseits gestanden sei. Die Beschwerde ist auch im vorliegenden Punkt unbegründet.