Citation: 6B_1422/2019 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz erachtet als erstellt, dass sowohl der Verwendungszweck der vier Darlehen (Investitionen und Projektfinanzierungen, insbesondere Goldgeschäfte in Afrika, daneben unspezifizierte Projekte in Russland und Brasilien) als auch ein bestimmter Rückzahlungstermin wesentliche Bestandteile der Darlehensvereinbarungen zwischen der vom Beschwerdeführer geführten E.________GmbH und C.________ gewesen seien. Dies ergäbe sich klar aus den Aussagen des Beschwerdeführers. So hätten die Gelder nach seinen Angaben namentlich für den Ankauf von Gold, aber auch für damit im Zusammenhang stehende Investitionen wie Ausfuhrtaxen, Versicherung, Transport, Schmelzprobe, Zertifizierung der Papiere etc. verwendet werden sollen. Insofern sei eine Werterhaltungspflicht bezüglich den der E.________GmbH gewährten Darlehen zu bejahen. C.________ habe davon ausgehen dürfen, dass der Beschwerdeführer bei einer vertragsgemässen Verwendung der Gelder über die Mittel zur Rückzahlung verfügen werde, sodass sich sein Verlustrisiko aufgrund des Verwendungszwecks in Grenzen gehalten habe. Hätte er gewusst, dass der stark überschuldete und über kein regelmässiges Einkommen verfügende Beschwerdeführer das Geld nahezu ausschliesslich für die Bestreitung seines Lebensunterhalts verwenden würde, hätte er die Darlehen sicher nicht gewährt. Wenngleich sich C.________ bei der Darlehensgewährung überaus leichtgläubig präsentiert habe, habe der Beschwerdeführer sich über den festgelegten Verwendungszweck hinweggesetzt und die der E.________GmbH gewährten Darlehen unrechtmässig verwendet. Ausser Frage stehe, dass er vorsätzlich und in unrechtmässiger Bereicherungsabsicht gehandelt habe. Er habe die erhaltenen Vermögenswerte nahezu ausschliesslich in seinem eigenen Nutzen verwendet, ohne dass er zufolge fehlenden anderweitigen Einkommens oder Vermögens fähig und gewillt gewesen wäre, sie jederzeit oder überhaupt irgendwann zu ersetzen. Damit sei der Beschwerdeführer bezüglich der vier Darlehen im Umfang von insgesamt Fr. 1'487'800.-- der mehrfachen Veruntreuung schuldig zu erklären.