Citation: 9C_876/2014 E. 3

Nach Auffassung der Vorinstanz ist die fragliche Verzinsung rechtsungleich. Als entscheidend erachtete sie den Umstand, dass die Festsetzung der Verzinsung retrospektiv und nicht prospektiv erfolgte. Ende November 2013 sei klar gewesen, dass für das laufende Jahr keine weiteren Sanierungsmassnahmen ergriffen würden resp. ergriffen werden könnten. Es sei nicht einzusehen, weshalb Versicherte, die am 31. Dezember austreten würden, anders behandelt werden sollten als Personen, die am 1. Januar weiterhin versichert seien; das Altersguthaben der austretenden Versicherten würde gar nicht verzinst, während sich die in der Vorsorgeeinrichtung verbleibenden Versicherten bloss eine Minderverzinsung gefallen lassen müssten. Die Beschwerdeführerin widerspricht der vorinstanzlichen Auffassung und meint im Wesentlichen, dass die Unterscheidung zwischen prospektiver und retrospektiver Festsetzung der Verzinsung kein sachliches Kriterium darstelle. Die Sitzung des Stiftungsrats hänge weitgehend vom Zufall bzw. dessen Willkür ab. Ausserdem ergebe sich der Zinsanspruch nicht eo ipso aus einer Beteiligung am Vorsorgevermögen oder an der Performance, sondern auf Grund des Beschlusses, der im Bereich des Überobligatoriums durch den Stiftungsrat vorzunehmen sei. Dieser Beschluss dürfe und müsse gewissen Besonderheiten Rechnung tragen. Im vorliegenden Fall seien dies die Unterdeckung und das daraus erwachsende Gebot, die verbleibenden Versicherten für ihre Treue zu belohnen, da sie im Unterschied zu den austretenden künftige Sanierungsmassnahmen mitzutragen hätten.