Citation: 6B_1222/2016 E. 2

Der Beschwerdeführer erhebt Einwände gegen den Schuldspruch infolge Erschleichens einer falschen Beurkundung nach Art. 253 Abs. 1 StGB. Wie er jedoch selbst festhält, liegt beim hier strittigen Sachverhalt nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung eine strafbare Scheingründung und Erschleichung einer Falschbeurkundung vor (Urteil 6B_230/2011 vom 11. August 2011 E. 5.1.2 mit Hinweisen). Was er dagegen vorbringt, vermag diese mehrfach bestätigte Rechtsprechung nicht in Zweifel zu ziehen. Insbesondere scheint er zu verkennen, dass dieser Straftatbestand nicht zum Schutz des Investors, welcher das Gründungskapital zur Verfügung stellt, erlassen wurde, sondern zum Schutz der einer öffentlichen Urkunde innewohnenden Wahrheitsgarantie nach Art. 9 ZGB (vgl. Markus Boog, BSK, Strafrecht, Band II, 3. Aufl. 2013, N. 2 zu Art. 253 StGB). Mit anderen Worten sollen allfällige Gläubiger der neu gegründeten Gesellschaft darauf vertrauen dürfen, dass das liberierte Kapital auch tatsächlich der Gesellschaft dient, sei dies als direkt vorhandenes Kapital oder aber als dem Geschäftszweck dienende Investition. Mit einem Vorgehen wie dem hier strittigen liegt aber gerade eine Scheinliberierung mit bloss vorgetäuschter Kapitalausstattung vor (vgl. Boog, a.a.O., N. 12 zu Art. 253 StGB) und es werden die allgemeinen Gläubigerinteressen geschädigt und diesen das Haftungssubstrat der Gesellschaft entzogen. Mangels weiterer Einwände gegen den Schuldspruch hat es damit sein Bewenden.