Citation: 8C_412/2023 E. 5.2.2

5.2.2. Am 1. Januar 2022 trat das revidierte Bundesgesetz über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) in Kraft (Weiterentwicklung der IV [WEIV]; Änderung vom 19. Juni 2020, AS 2021 705, BBl 2017 2535). Die dem hier angefochtenen Urteil zugrunde liegende Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022, betrifft aufgrund der Anmeldung vom Januar 2012 jedoch Leistungen mit allfälligem Anspruchsbeginn vor dem 31. Dezember 2021. Die Vorinstanz hat ihrem Entscheid Art. 26 Abs. 5 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201; in Kraft seit 1. Januar 2022) zugrunde gelegt. Danach gilt: Tritt die Invalidität ein, nachdem die versicherte Person eine berufliche Ausbildung geplant oder begonnen hat, so wird das Einkommen ohne Invalidität nach dem statistischen Wert nach Artikel 25 Absatz 3 bestimmt, den die versicherte Person nach Beendigung der Ausbildung erreicht hätte. Gemäss aArt. 26 Abs. 2 IVV (in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung) entspricht das Erwerbseinkommen, das der Versicherte als Nichtinvalider erzielen könnte, dem durchschnittlichen Einkommen eines Erwerbstätigen im Beruf, für den die Ausbilung begonnen wurde, falls der Versicherte wegen der Invalidität eine begonnene berufliche Ausbilung nicht abschliessen konnte. Welche dieser beiden Bestimmungen in der hier vorliegenden Konstellation zur Anwendung gelangt, kann mit Blick auf die nachfolgenden Erwägungen 5.3 und 5.4 offen bleiben.