Citation: 6B_1040/2017 E. 1.4

1.4. Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, inwiefern die vorinstanzliche Feststellung, es sei von insgesamt 16.66 g reinen Kokains auszugehen, schlechterdings unhaltbar sein soll. Sie nimmt zunächst Bezug auf BGE 109 IV 143 und zieht aus dem Umstand, dass das Bundesgericht dort die "intravenöse Applikation" erwähne, den Schluss, zur Berechnung des Reinheitsgehalts von Kokain komme nur Kokainhydrochlorid in Betracht, da ausschliesslich dieses intravenös verabreicht werden könne. In diesem Zusammenhang macht die Beschwerdeführerin anschliessend geltend, die Vorinstanz setze sich offenkundig in Widerspruch zu ihrem eigenen Beweisergebnis, wenn sie argumentiere, das Kokain sei in casu nach Angaben des Beschwerdegegners zum Rauchen und damit zum Konsumieren in Baseform bestimmt gewesen, weshalb es sich vorliegend nicht rechtfertige, zur Berechnung des Reinheitsgrades vom Kokainhydrochlorid auszugehen. Denn zuvor habe die Vorinstanz festgehalten, dass vollumfänglich auf die Aussagen der beiden Auskunftspersonen abgestellt werden könne, während die Aussagen des Beschwerdegegners als unglaubhaft zu erachten seien. Der Beschwerdeführerin ist zwar beizupflichten, dass die Begründung der Vorinstanz an dieser Stelle isoliert betrachtet durchaus hinterfragt werden könnte. Allerdings stellt die kritisierte Erwägung lediglich einen marginalen Teil der gesamten vorinstanzlichen Ausführungen betreffend den Reinheitsgrad dar, und selbst wenn sie als unhaltbar zu qualifizieren wäre, liesse dies allein noch nicht das gesamte vorinstanzliche Ergebnis hinsichtlich der Menge reinen Kokains willkürlich erscheinen. In Anbetracht der geringen Differenz zwischen den beiden Werten (16.66 g bei der von der Kokainbase ausgehenden Berechnung der Vorinstanz und 18.54 g bei der Berechnung der Beschwerdeführerin auf der Basis von Hydrochlorid), kann von Willkür in der Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz keine Rede sein.