Citation: 2C_702/2016 E. 4.2.1

4.2.1. Die Vorbringen des Beschwerdeführers überzeugen nicht. Der Beschwerdeführer hat sich über einen langen Zeitraum wiederholt und in schwerwiegender Weise, namentlich in Verletzung fremder Eigentums- und Vermögensrechte, deliktisch betätigt. Seine kriminellen Aktivitäten beschränkte der Beschwerdeführer keineswegs auf wirtschaftlich prekäre Phasen; er delinquierte vielmehr auch während laufenden Arbeitsverhältnissen und trotz erheblicher finanzieller Unterstützung durch seine damalige Partnerin sowie die öffentliche Hand. Zudem machte sich der Beschwerdeführer für seine Taten verschiedentlich alltägliche Situationen zunutze, die sich ihm im Rahmen seiner Arbeitstätigkeit oder durch Personen in seinem Umfeld boten. Aus dem Warenlager einer ehemaligen Arbeitgeberin stahl er etwa Tabakerzeugnisse und -utensilien im Wert von rund Fr. 118'000.--. Bereits früher hatte er ihm anvertraute Tank- und Bankkarten von Arbeitgebern zum unberechtigten Bezug von Benzin und Geld missbraucht. Unter Verwendung eines seiner damaligen Partnerin als Hauswartin anvertrauten Schlüssels verschaffte sich der Beschwerdeführer ausserdem Zugang zur Wohnung einer verstorbenen Person, um daraus Gegenstände im Wert von über Fr. 160'000.-- und Bargeld im Betrag von Fr. 20'000.-- zu entwenden. Insgesamt summierte sich der Deliktsbetrag so auf mehr als Fr. 350'000.--. Allein die Vermögensdelikte des Beschwerdeführers sind damit von einem solch erheblichen Ausmass, dass an die Wahrscheinlichkeit einer künftigen Verletzung gleichgearteter Rechtsgüter keine hohen Anforderungen gestellt werden können, bevor von einer gegenwärtigen Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Sinne von Art. 5 Anhang I FZA auszugehen ist. Erschwerend hinzu kommt insbesondere die mehrfach begangene Drohung zum Nachteil der damaligen Lebenspartnerin des Beschwerdeführers.