Citation: K 98/02 10.11.2004 E. 1

Im Beschwerdeverfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen ist die Überprüfungsbefugnis des Eidgenössischen Versicherungsgerichts nicht auf die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens beschränkt, sondern sie erstreckt sich auch auf die Angemessenheit der angefochtenen Verfügung; das Gericht ist dabei nicht an die vorinstanzliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gebunden und kann über die Begehren der Parteien zu deren Gunsten oder Ungunsten hinausgehen (Art. 132 OG). Das Eidgenössische Versicherungsgericht ist demzufolge auch an den Antrag der Beschwerdegegnerin auf teilweise Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht gebunden. Diese teilweise Anerkennung der Leistungspflicht erfolgte denn auch vor Erlass des noch nicht in der Amtlichen Sammlung veröffentlichten Grundsatzurteils A. vom 19. August 2004, K 86/02, betreffend Leistungspflicht der obligatorischen Krankenpflegeversicherung bei der Behandlung von Weisheitszähnen.