Citation: U 245/02 27.01.2003 E. 3.2

3.2.1 Unbestritten ist das Valideneinkommen, welches von SUVA und Vorinstanz mit Fr. 48'824.- beziffert wurde. 3.2.2 Die SUVA hat das für die Invaliditätsbemessung nach Art. 18 Abs. 2 UVG massgebende Invalideneinkommen auf Grund von Lohnangaben aus der internen Dokumentation über Arbeitsplätze (DAP) auf Fr. 35'000.- festgesetzt. Wie die Beschwerdeführerin zu Recht geltend macht, können mehrere der von der SUVA aufgelegten Arbeitsplatzprofile jedoch nicht als geeignet erachtet werden, weil sie dem ärztlich festgestellten Zumutbarkeitsprofil nicht hinreichend entsprechen. Das Invalideneinkommen ist daher praxisgemäss auf Grund der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) anhand von Tabellenlöhnen festzusetzen (BGE 126 V 76 f. Erw. 3b/bb mit Hinweisen). Nach Tabelle TA1 der LSE 2000 belief sich der monatliche Bruttolohn (Zentralwert, basierend auf 40 Wochenstunden) für Arbeitnehmerinnen mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) im privaten Sektor Fr. 3'658.-, was umgerechnet auf die betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit von 41,8 Stunden (Statistisches Jahrbuch der Schweiz 2002, S. 207, T3.2.3.5) einem Jahreseinkommen von Fr. 45'871.- entspricht. Die Vorinstanz hat hievon einen leidensbedingten Abzug von 20 % vorgenommen, was ein Invalideneinkommen von Fr. 36'697.- ergibt, und die Invaliditätsbemessung der SUVA mit der Feststellung geschützt, dass selbst bei einem Abzug von 25 % und einem Invalideneinkommen von Fr. 34'403.- der Invaliditätsgrad lediglich 29,5 % betragen würde. Soweit mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ein höherer Abzug verlangt wird, kann der Beschwerdeführerin nicht gefolgt werden. Wie das Eidgenössische Versicherungsgericht in BGE 126 V 75 ff. entschieden und seither wiederholt bestätigt hat, hängt die Frage, ob und gegebenenfalls in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), welche nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind, wobei der maximal zulässige Abzug unter Berücksichtigung aller jeweils in Betracht fallenden Merkmale auf 25 % zu begrenzen ist (BGE 126 V 79 f. Erw. 5b). Im vorliegenden Fall sind die Voraussetzungen für einen leidensbedingten Abzug erfüllt, weil sich die Beschwerdeführerin wegen des bestehenden Gesundheitsschadens auch im Rahmen angepasster Tätigkeiten möglicherweise mit einem geringeren Lohn zu begnügen hat. Zu beachten sind auch die Kriterien des Alters und der Nationalität, nicht dagegen dasjenige des Beschäftigungsgrades, weil der Beschwerdeführerin eine angepasste leichtere Tätigkeit vollzeitlich zumutbar ist. Der Abzug ist unter diesen Umständen auf höchstens 20 % festzusetzen. Der Vorinstanz ist somit darin beizupflichten, dass der Einspracheentscheid der SUVA, mit welchem der Beschwerdeführerin eine Rente auf Grund einer Erwerbsunfähigkeit von 30 % zugesprochen wurde, zu Recht besteht.