Citation: 6B_1190/2013 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdeführer leidet trotz Therapiefortschritten und einem grundsätzlich positiven Massnahmenverlauf nach wie vor an einer kombinierten Persönlichkeitsstörung namentlich mit nur schwer behandelbaren narzisstischen Persönlichkeitsanteilen sowie einer langjährigen schweren Alkoholabhängigkeit (bei mehrjähriger Abstinenz in geschützter Umgebung). Die Gefahr für weitere einschlägige Gewaltdelikte wird bei Alkoholabstinenz als gering, bei Rückfall in alte Trinkgewohnheiten allerdings als deutlich erhöht ("hochgradig") eingestuft. Nach den Ausführungen der Experten geht es deshalb bei der Weiterführung der Massnahme insbesondere darum, anhand von schrittweisen Vollzugslockerungen bei engmaschiger Kontrolle und therapeutischer Begleitung zu klären, ob es dem Beschwerdeführer gelingt, die Alkoholabstinenz auch in einem weniger strukturierten Umfeld aufrechtzuerhalten (Entscheid, S. 6 ff. und S. 11 i.V.m. S. 18). Vor diesem Hintergrund und unter Berücksichtigung insbesondere der nur langsamen Öffnung des Beschwerdeführers in Richtung vermehrter Verantwortungsübernahme für die Straftaten sowie der Erforderlichkeit weiterer Therapiearbeit zur Verbesserung der Legalprognose durfte die Vorinstanz die Massnahmenverlängerung um vier Jahre als notwendig und angemessen beurteilen. Das gilt umso mehr, als sie zu Recht darauf hinweist, der Beschwerdeführer könne jederzeit ein Gesuch um Entlassung stellen und sei aus dem Vollzug bedingt zu entlassen, falls sich die Legalprognose wider Erwarten vor Ablauf der Verlängerungsdauer derart verbessere, dass ihm Gelegenheit gegeben werden könne, sich in der Freiheit zu bewähren. Dieser Hinweis dient entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers keineswegs zur Begründung der Massnahmenverlängerung. Die Vorinstanz unterstreicht damit vielmehr den Grundsatz der Zweckbindung der stationären Behandlung sowie das Recht des Betroffenen, die Rechtmässigkeit des Freiheitsentzugs regelmässig überprüfen zu lassen, um keinem übermässigen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte unterworfen zu werden. Die angefochtene Verlängerung der Massnahme um vier Jahre verletzt kein Bundesrecht.