Citation: 6B_305/2022 E. 5.4.4

5.4.4. Nach den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz lebt der volljährige, kinderlose, ledige Beschwerdeführer alleine; hat aber vor, mit seiner Verlobten eine Familie zu gründen (Urteil S. 35 E. 3.2.2). Insofern verneint sie zu Recht und mit hinreichender Begründung (Beschwerde S. 53), dass sein Anspruch auf Familienleben nach Art. 13 BV bzw. Art. 8 EMRK tangiert sei. Der Beschwerdeführer verfügt im aktuellen Zeitpunkt nicht über eine Kernfamilie, d.h. er hat weder eine Ehefrau noch eigene Kinder, wobei nicht von Relevanz ist, dass er für die Zukunft plant, mit seiner Verlobten eine Familie zu gründen. In Bezug auf seine Beziehung mit seiner Freundin bzw. Verlobten sind keine Hinweise auf eine eheähnliche Verbindung auszumachen (vgl. E. 5.3.3). Weder wohnen sie in einem gemeinsamen Haushalt, noch unterstützt sich das Paar in finanzieller Hinsicht gegenseitig. Damit ist das Recht auf Achtung des Familienlebens auch in dieser Hinsicht nicht betroffen. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, er wohne mit seiner langjährigen Freundin zusammen und pflege mit ihr ein eheähnliches Zusammenleben (Beschwerde S. 53 f.), entfernt er sich von den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz, ohne dabei jedoch Willkür darzutun. Darauf kann nicht eingetreten werden. Ferner ergeben sich aus den vorinstanzlichen Erwägungen keine Abhängigkeitsverhältnisse zu seinen weiteren Verwandten hier in der Schweiz.