Citation: 1C_128/2023 E. A

A.________ ist Eigentümerin des Grundstücks GB Kappel Nr. 1449 und B.________ Eigentümerin des Grundstücks GB Kappel Nr. 1450. Am 18. Juni 2020 erliess die Baukommission Kappel zwei identische Verfügungen folgenden Inhalts: " - Die Terrainaufschüttung und die behelfsmässige Stützmauer aus Zementplatten und losen Steinen auf fremdem Grund sind durch Frau A.________ wieder zu entfernen. - Mit dem Rückbau der Aufschüttung und der Stützmauer ist die Böschung durch den jeweiligen Grundeigentümer wieder sicher zu erstellen (Böschungsneigung 2:3 gemäss § 62 Abs. 1 [KBV]), siehe dazu auch beiliegende Skizze. - Die Koordination des Rückbaus und die Böschungssicherung hat durch die beiden Parteien B.________ und A.________ zu erfolgen. Die Baubehörde nimmt die Schlusskontrolle vor. - Sollen für die Böschungssicherung andere Massnahmen als eine Neigung von 2:3 ergriffen werden, so ist ein entsprechendes Baugesuch einzureichen. - Diese Verfügung hebt alle vorhergehenden Verfügungen auf." Auf Beschwerde beider Parteien und nachdem es im Beisein der Parteien am 3. März 2021 einen Augenschein vor Ort durchgeführt hatte, ergänzte bzw. änderte das Bau- und Justizdepartement des Kantons Solothurn am 15. Juni 2021 die Verfügung vom 18. Juni 2020 wie folgt: "Dispositiv, erster Punkt: "Die Terrainaufschüttungen und die behelfsmässige Stützmauer sind durch A.________ bis spätestens innert 60 Tagen ab Rechtskraft dieses Entscheides wieder zu entfernen, soweit sie nicht den ursprünglich bewilligten Plänen entsprechen." Dispositiv, zweiter Punkt: "Mit dem Rückbau ist die Böschung gegenüber der gemeinsamen Grenze durch A.________ wieder sicher herzustellen (Böschungsneigung 2:3) oder aber es ist vorgängig der Gemeinde ein Baugesuch einzureichen." Dispositiv, dritter Punkt der Verfügung der Baukommission Kappel vom 18. Juni 2020 wird aufgehoben." Dagegen erhob A.________ am 24. Juni 2021 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn. Am 10. November 2022 führte der Instruktionsrichter des Verwaltungsgerichts in Kappel einen Augenschein durch. Am 16. Februar 2023 wies das Verwaltungsgericht die Beschwerde ab.