Citation: 1C_429/2015 E. 4.2

4.2. Von vornherein unzulässig erscheint der von den kantonalen Instanzen gewährte Zuschlag von 10 % für Lohnunternehmung: Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung fehlt es an der unmittelbaren funktionalen Beziehung einer Baute zum Landwirtschaftsbetrieb, wenn die darin untergestellten Maschinen nicht für den eigenen Betrieb eingesetzt werden, sondern damit landwirtschaftliche Arbeiten für Dritte gegen Entgelt ausgeführt werden (Urteile 1C_567/2015 vom 29. August 2016 E. 5.2; 1A.110/2001 vom 4. Dezember 2001 E. 4.4). Es handelt sich um ein nichtlandwirtschaftliches Gewerbe, das grundsätzlich in die Bauzone gehört und nur ausnahmsweise als nichtlandwirtschaftlicher Nebenbetrieb in bestehenden Bauten und Anlagen in der Landwirtschaftszone bewilligt werden kann (vgl. Art. 24b RPG und Art. 40 RPV). Einen objektiven Raumbedarf in der Landwirtschaftszone vermögen deshalb nur jene Fahrzeuge und Maschinen zu begründen, die tatsächlich für den eigenen Landwirtschaftsbetrieb nötig sind (Urteil 1C_567/2015 vom 29. August 2016E. 4.5). Ist dies der Fall, so schadet es nicht, wenn sie zur besseren Auslastung auch an andere Landwirte vermietet werden oder - in untergeordetem Umfang - für Lohnarbeiten eingesetzt werden (Urteil 1C_429/2015 vom 4. September 2015 E. 4.2). Handelt es sich dagegen um Fahrzeuge oder Geräte, die objektiv (nach Art, Anzahl und Grösse) im eigenen Landwirtschaftsbetrieb nicht benötigt werden, so sind sie der Lohnunternehmung zuzurechnen und müssen grundsätzlich in der Bauzone untergebracht werden. Dies ist im Einzelfall zu prüfen.