Citation: 5A_10/2023 E. 2

Das Obergericht hat erwogen, dass bei der Liquidation des Haushaltes das Recht auf Selbstbestimmung sowie die Wünsche und Vorstellungen der betroffenen Person zu berücksichtigen seien und es ein überstürztes Handeln zu vermeiden gelte. Die Beschwerdeführerin habe konstant ihre Überzeugung zum Ausdruck gebracht, dass sie in ihre Wohnung zurückkehren möchte und in der Lage sei, selbständig dort zu leben. Indes würden sämtliche Arzt-, Betreuungs- und Pflegepersonen zum Schluss kommen, dass ihr gesundheitlicher Zustand eine Rückkehr in die eigene Wohnung ausschliesse (was im angefochtenen Entscheid mit jeweiligen Aktenhinweisen detailliert ausgeführt wird); die Beschwerdeführerin würde eine 24-Stunden-Betreuung benötigen, welche sie zuhause nicht in Anspruch nehmen könne, und die Wohnung sei auch nicht rollstuhlgängig. Verschiedene Pflegepersonen hätten festgehalten, dass sich die Beschwerdeführerin erheblich überschätze, und sie sei in Bezug auf die Frage, ob sie in ihrer eigenen Wohnung leben könnte, als urteilsunfähig zu betrachten. In finanzieller Hinsicht hat das Kantonsgericht auf die Doppelbelastung und die Überschuldungsproblematik hingewiesen. Die Vermieterin habe am 18. Mai 2022 die ausstehenden Mietzinse gemahnt und mit der Kündigung gedroht. In der Folge habe die Beschwerdeführerin die fälligen Ansprüche aus (der Beiständin) unbekannten Quellen bezahlt.