Citation: 7B_1049/2023 E. 3.4

3.4. Was die Beschwerdeführerin gegen die vorinstanzlichen Ausführungen vorbringt, belegt keine Willkür in der Sachverhaltsfeststellung. Zwar mag es zutreffen, dass die Vorinstanz gewisse Aussagen betreffend das Festhalten des Opfers in ihrem Urteil unerwähnt liess. Allerdings ist nicht ersichtlich, inwiefern sich dies auf das Beweisergebnis auswirken soll. Wie die Vorinstanz zu Recht festhält, sagte der Beschwerdegegner 3 anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung aus, der Beschwerdegegner 1 habe das Opfer während dem Einsatz des Messers nicht festgehalten. Der Beschwerdegegner 1 sei nebenan gestanden und habe es von nebenan gehalten. An der Berufungsverhandlung gab er sodann zu Protokoll, der Beschwerdegegner 1 habe das Opfer an den Schultern angefasst. Er wisse aber nicht, wie fest und ob er es festgehalten habe. Jedenfalls habe er es auf eine Art angefasst. Mit der Vorinstanz erscheinen die Aussagen zur Frage, ob der Beschwerdegegner 1 das Opfer im Zeitpunkt des Messereinsatzes festgehalten hat, damit zumindest teilweise unklar bzw. wurden im Verlauf des Verfahrens teils relativiert. Insofern ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz zugunsten des Beschwerdegegners 1 insgesamt von einer nicht hinreichend geklärten Sachlage ausging. Dass neben den von der Vorinstanz wiedergegebenen Aussagen noch andere Aussagen vorliegen, die isoliert betrachtet klar erscheinen, vermag daran nichts zu ändern. Die Beschwerdeführerin scheint zu übersehen, dass ihre Sachverhaltsrüge nur dann gutzuheissen wäre, wenn das angefochtene Urteil auch bei objektiver Würdigung des gesamten Beweisergebnisses offensichtlich unhaltbar und damit willkürlich erschiene. Dies ist nicht erkennbar. Dabei mag zutreffen, dass sich für die Sachverhaltsversion, wie sie die Beschwerdeführerin darlegt, ebenfalls gute Gründe anführen lassen. Doch genügt für die Begründung von Willkür praxisgemäss nicht, dass eine andere Lösung oder Würdigung der vorhandenen Beweismittel vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre (vgl. E. 3.3 hiervor). Soweit die Beschwerdeführerin ausführt, es sei davon auszugehen, dass die Tat anders verlaufen wäre, hätte der Beschwerdegegner 1 das Opfer während der Messerstecherei losgelassen, bzw. geltend macht, der Beschwerdegegner 1 habe das Opfer nach dem ersten Stich in den Bauch nicht losgelassen, erweisen sich ihre Darlegungen schliesslich als rein appellatorisch. Damit ist sie nicht zu hören. Eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes - wie die Beschwerdeführerin allenfalls implizit geltend macht - ist schliesslich nicht erkennbar. Die Sachverhaltsrügen der Beschwerdeführerin erweisen sich insgesamt als unbegründet, soweit überhaupt auf sie eingetreten werden kann. Ihren Antrag, der Beschwerdegegner 1 sei der versuchten vorsätzlichen Tötung schuldig zu sprechen und mit einer Freiheitsstrafe von 6¼ Jahren zu bestrafen, begründet die Beschwerdeführerin mit einem von den willkürfreien Feststellungen der Vorinstanz abweichenden Sachverhalt. Insofern ist darauf nicht weiter einzugehen.