Citation: 1C_740/2013 E. 4

Streitgegenstand bilden einerseits der vom Bau- und Justizdepartement am 10. August 2010 verfügte Widerruf der Baubewilligung vom 14. April 2008, soweit sie die beiden Lukarnen betrifft, und die Pflicht zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands. Anderseits betrifft er die von der Baukommission Olten am 18. Juli 2011 verfügte Verweigerung der Bewilligung für die goldglänzende Materialisierung des Dachs und die Pflicht diese so anzupassen, dass das Dach keinerlei störende Wirkungen (Blendungen etc.) auf seine Umgebung hervorruft und gleichmässig dunkel-matt erscheint. Dagegen bilden die Grösse des Dachs und die innere Gestaltung des Dachgeschosses, insbesondere des Galeriegeschosses, nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens. Die Beschwerdeführer sehen im erwähnten Widerruf der Baubewilligung für die Lukarnen einen Verstoss gegen den Grundsatz von Treu und Glauben sowie das Willkürverbot (Art. 9 BV). Ausserdem werfen sie der Vorinstanz bei der Prüfung dieser Frage verschiedene Verletzungen des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) vor. Der Befehl zur Beseitigung bzw. Reduktion der Lukarnen auf das rechtlich zulässige Mass widerspricht nach Auffassung der Beschwerdeführer der Eigentumsgarantie (Art. 26 BV) und dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit (Art. 5 Abs. 2 und Art. 36 Abs. 3 BV). Soweit die kantonalen Behörden eine nachträgliche Bewilligung für die bestehende Einkleidung des Dachgeschosses verweigern, rügen die Beschwerdeführer eine ungenügende Sachverhaltsabklärung und eine willkürliche Anwendung der Eingliederungsvorschrift von Art. 63 der kantonalen Bauverordnung vom 3. Juli 1978 (KBV) sowie einen unverhältnismässigen Eingriff in die Eigentumsgarantie (Art. 26 BV) und die Kunstfreiheit (Art. 21 BV). Überdies verstosse die Pflicht zur Herstellung des rechtmässigen Zustands auch in diesem Punkt gegen den Grundsatz der Verhältnismässigkeit (Art. 5 Abs. 2 und Art. 36 Abs. 3 BV) und das Willkürverbot (Art. 9 BV). Nachfolgend ist zunächst die Zulässigkeit des Widerrufs der Baubewilligung hinsichtlich der Lukarnen zu prüfen (E. 5-8). Danach ist die Bewilligungsfähigkeit der bestehenden Einkleidung des Dachgeschosses zu beurteilen (E. 9). Entsprechend dem gefundenen Ergebnis stellt sich schliesslich die Frage der Zulässigkeit der getroffenen Anordnungen zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands (E. 10 und 11).