Citation: 9C_194/2019 E. 4.1.1

4.1.1. Entgegen den Ausführungen in der Beschwerde finden sich in den Akten sehr wohl medizinische Berichte, welche einen Zusammenhang zwischen der Behandlungssistierung und der attestierten Arbeitsunfähigkeit nahe legen. So hatte Dr. med. C.________, behandelnder Gastroenterologe des Kantonsspitals D.________, noch Ende Juli 2013 erklärt, der Morbus Crohn habe sich nach einem Auf und Ab sowie schweren Komplikationen mittlerweile stabilisiert. Übereinstimmend damit hatte die Beschwerdeführerin im Rahmen der IV-Anmeldung vom 14. Juni 2013 einen durchaus positiven Verlauf ihrer Krankheitsgeschichte beschrieben. Insbesondere hatte sie Ängste, Rückfälle und verschiedene gesundheitliche Sorgen unter Behandlung mit Humira verneint. Auch ihr Hausarzt, Dr. med. E.________, wies am 30. Juli 2013 auf zögerliche Fortschritte hin und hielt immerhin eine Umschulung für indiziert. Mit Blick auf diese Entwicklung bekräftigte Dr. med. C.________ am 16. Dezember 2013 sein ausserordentliches Bedauern darüber, dass die Beschwerdeführerin die Behandlung mit Humira abgesetzt habe. Unter Berücksichtigung der jahrelangen Vorgeschichte sei leider in absehbarer Zeit mit einem Rezidiv zu rechnen, welches dann - wenn überhaupt - nur schwierig und unvollkommen wieder zu kontrollieren sei. Entsprechend dieser Prognose trat gemäss den Folgeberichten vom 25. Februar und 28. Mai 2014 ein Rezidiv in Form von vermehrtem Durchfall, Gewichtsverlust und analen Schmerzen ein. Dr. med. C.________ wies explizit darauf hin, dass die Sistierung der medikamentösen Behandlung entgegen ärztlicher Empfehlung erfolgt sei; es sei nun zu sehen, ob und wie die Krankheit wieder unter Kontrolle gebracht werden könne. Mit Blick auf diese Ausführungen des behandelnden Gastroenterologen kann keine Rede davon sein, der vorinstanzliche Schluss, die ab Mai 2013 attestierte vollständige Arbeitsunfähigkeit hätte bei konsequenter Behandlung mit Humira überwiegend wahrscheinlich nicht bestanden, sei willkürlich (zum Begriff der Willkür vgl. E. 1.2 hievor).