Citation: 1P.144/2001 09.03.2001 E. 18

18. Altersjahr strafbar gemacht, weshalb Art. 1 Abs. 2 VStGB 1 zum Zug komme. Insofern sei es auch nicht von Belang, ob der Beschwerdeführer bereits im Dezember 2000 oder erst im Februar 2001 wieder in die Schweiz eingereist sei. b) Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, sich auch nach Zurücklegen des 18. Altersjahrs unrechtmässig in der Schweiz aufgehalten und damit strafbar gemacht zu haben. Weshalb die Voraussetzungen von Art. 1 Abs. 2 VStGB 1 unter diesen Umständen nicht erfüllt sein sollten, ist aufgrund der Argumentation des Beschwerdeführers nicht nachvollziehbar und auch sonst nicht ersichtlich. Eine Ausnahme von der Anwendung des Verfahrens gegen Erwachsene besteht nach Art. 1 Abs. 2 VStGB 1 in Fällen wie dem vorliegenden, in denen die Untersuchung noch vor dem zurückgelegten 20. Altersjahr des Täters eingeleitet wurde, ausdrücklich nur dann, wenn der Täter voraussichtlich einer Massnahme des Jugendstrafrechts bedarf. Das macht der Beschwerdeführer nicht geltend und war auch im kantonalen Verfahren nicht streitig (Art. 86 Abs. 1 OG). Es ist daher nicht zu beanstanden, dass sich der Haftrichter des Bezirksgerichts Uster für zuständig befunden hat. c) Erscheint es nicht unrechtmässig, die strafprozessualen Bestimmungen für Erwachsene zur Anwendung zu bringen, erübrigt es sich, die weiteren Rügen zu prüfen, die der Beschwerdeführer hinsichtlich der von ihm erwünschten Anwendung des Jugendstrafverfahrens erhoben hat (insbes. S. 6 - 10 der Beschwerde).