Citation: 2C_779/2021 E. 6.1

6.1. Dass sich die Beschwerdeführerin vor ihrer letzten Einreise lediglich besuchsweise in der Schweiz aufhielt, erschwert die Ausbildung eines Abhängigkeitsverhältnisses (vgl. Urteil 2C_301/2016 vom 19. Juli 2017 E. 5.2), schliesst ein solches aber nicht grundsätzlich aus (vgl. Urteil 2C_546/2013 vom 5. Dezember 2013 E. 4.2.1 und 4.5). Vorliegend hat die Beschwerdeführerin ihre Aufenthaltsmöglichkeiten als Touristin in der Schweiz über einen Zeitraum von fünf Jahren maximal ausgeschöpft und damit gesamthaft rund 2 ½ Jahre beim Beschwerdeführer gelebt, bevor sie letztmals am 13. Februar 2020 in die Schweiz einreiste. Während diesen Aufenthalten hat sie ihn physisch wie psychisch betreut und unterstützt. Damit unterscheidet sich die Situation der Beschwerdeführenden klar von denjenigen Fällen, in denen durch einmalige Einreise und Verbleib in der Schweiz vollendete Tatsachen geschaffen werden, welche die Entstehung eines Betreuungsverhältnisses erst ermöglichen (vgl. Urteile 2C_396/2021 vom 27. Mai 2021 E. 4.1; 2C_867/2016 vom 30. März 2017 E. 2.4). Die Vorinstanz geht damit in willkürlicher Weise davon aus, es sei nicht ersichtlich, inwiefern das geltend gemachte Abhängigkeitsverhältnis bereits vor der letztmaligen Einreise der Beschwerdeführerin bestanden haben soll.