Citation: H 143/03 25.08.2003 E. 5

Nach der Rechtsprechung ist für persönlichen Arbeitsaufwand und Umtriebe einer nicht vertretenen Partei grundsätzlich keine Parteientschädigung zu gewähren, ausser wenn besondere Verhältnisse vorliegen. Dabei wird kumulativ vorausgesetzt, dass es sich um eine komplizierte Sache mit hohem Streitwert handelt, dass die Interessenwahrung einen hohen Arbeitsaufwand erforderlich macht, welcher die normale (z.B. erwerbliche) Betätigung während einiger Zeit erheblich beeinträchtigt und dass zwischen dem betriebenen Aufwand und dem Ergebnis der Interessenwahrung ein vernünftiges Verhältnis besteht (BGE 110 V 72 Erw. 7). Die Beschwerdeführerin ist zwar vertreten durch ihren Ehemann; es steht aber fest, dass die Anfechtung der zwei Beitragsverfügungen gleichermassen auch seinen Interessen dient. Daher steht nichts entgegen, die geltend gemachte Parteientschädigung gemäss der dargelegten Praxis zu beurteilen. Da weder ein hoher Streitwert vorliegt noch ein hoher Arbeitsaufwand notwendig war, ist der Antrag auf Parteientschädigung abzuweisen