Citation: 8C_272/2009 01.10.2009 E. 4

Indem die Versicherte die weitere Ausrichtung von vorübergehenden Leistungen (Taggelder und Heilbehandlung) verlangt, rügt sie implizit einen zu frühen Fallabschluss. 4.1 Nach konstanter Rechtsprechung hat ein Versicherer - sofern allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind - die Heilbehandlung (und das Taggeld) nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung abzuschliessen (BGE 134 V 109 E. 4.1 S. 114 mit Hinweisen). Ist von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes des Versicherten mehr zu erwarten und wird der Entscheid der IV-Stelle über die berufliche Eingliederung erst später gefällt, so hat die versicherte Person Anspruch auf eine Übergangsrente (Art. 19 Abs. 3 UVG in Verbindung mit Art. 30 Abs. 1 UVV). Wie jede Leistung der Unfallversicherung müssen für die Ausrichtung einer Übergangsrente der natürliche und adäquate Kausalzusammenhang gegeben sein. Der Voraussetzung des adäquaten Kausalzusammenhangs kommt dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 129 V 177 E. 3.3 S. 182 mit Hinweisen). 4.2 Nach den Experten der medizinischen Gutachtenstelle Y.________ ist eine antidepressive Therapie, die Wiederaufnahme eines allgemeinen Muskeltrainings sowie die Anpassung der Schmerzmedikation zu empfehlen. Zwar erhoffen sie sich aus der antidepressiven Therapie eine relevante Besserung, doch geht aus ihrem Gutachten vom 21. November 2007 nicht hervor, dass sich damit eine wesentliche Steigerung der Arbeitsfähigkeit erreichen lässt. Vielmehr wird eine höhere Arbeitsfähigkeit in einer Verweisungstätigkeit verneint und von einer Umschulung abgeraten. Daran ändern auch die beiden letztinstanzlich erstmals eingereichten Berichte des Dr. med. Z.________, Facharzt für Neurologie sowie Physikalische Medizin und Rehabilitation, vom 13. März 2009 und des Dr. med. D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 17. März 2009 nichts. Denn dabei handelt es sich um Stellungnahmen der am Gutachten der medizinischen Gutachtenstelle Y.________ beteiligten Experten zum vorinstanzlichen Entscheid. Diese stellen unzulässige Noven dar (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 135 V 194), da die Gutachter sich zu Fragen äussern, welche nicht erst der vorinstanzliche Entscheid aufgeworfen hat, sondern sie präzisieren ihre Aussagen im Rahmen des Gutachtens der medizinischen Gutachtenstelle Y.________ vom 21. November 2007. Damit ist nicht zu beanstanden, dass Vorinstanz und Verwaltung einen Fallabschluss vorgenommen, die vorübergehenden Leistungen (Taggeld, Heilbehandlung) eingestellt und den Anspruch auf eine Invalidenrente geprüft haben.