Citation: 5A_898/2023 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz wies die Begehren der Beschwerdeführerin ab, soweit sie die vollständige Beseitigung der Birkengruppe und der Grünhecke beantragte. Soweit sie lediglich deren Reduktion beantragte, trat die Vorinstanz auf das Begehren mit Bezug auf die Birkengruppe insofern ein, als die Beschwerdeführerin deren Rückschnitt auf 4,8 m verlange. Betreffend die Grünhecke trat sie auf das Berufungsbegehren hingegen nicht ein. Sie argumentierte, es sei unklar, was unter einer "nicht (mehr) übermässigen Beeinträchtigung" und einer "Nutzung in üblicher Weise" zu verstehen sei. Aufgrund des Berufungsantrags stehe nicht fest, auf welche Höhe die Pflanzungen auf dem Grundstück der Beschwerdegegner zurückgeschnitten werden müssten, damit die Liegenschaft der Beschwerdeführerin nicht mehr durch Entzug von Aussicht, Besonnung und Tageslicht übermässig beeinträchtigt würde und die Beschwerdeführerin ihren Sitzplatz und Garten und ihre Terrasse jederzeit ohne übermässige Beeinträchtigung in üblicher Weise nutzen könnte. Die Beschwerdegegner wüssten nicht, was sie zu tun hätten bzw. auf welche Höhe sie ihre Grünhecke und die einzelnen Birken zurückschneiden müssten, damit von ihnen nach Auffassung der Beschwerdeführerin keine übermässige Beeinträchtigung mehr ausginge. Damit fehle dem Berufungsantrag Ziff. 1.2 (siehe Sachverhalt Bst. B.a) die erforderliche Bestimmtheit. Die Expertise des Gerichtsgutachters vom 12. November 2021 halte die Grenzabstände der Birkengruppen und deren Ausmasse fest und enthalte diverse Schattendiagramme. Es sei der Beschwerdeführerin deshalb ohne Weiteres möglich gewesen, ihr Rechtsbegehren dahingehend zu konkretisieren, welche Pflanzungen zu entfernen oder inwieweit zurückzuschneiden und unter Schere zu halten sind, damit ihres Erachtens keine übermässige Immission im Sinn von Art. 679 i.V.m. Art. 684 ZGB mehr vorliege. Weil die Beschwerdeführerin auch in ihrer Begründung nicht konkretisiere, inwieweit die Grünhecke zurückzuschneiden und unter Schere zu halten sei, werde auf das Begehren nicht eingetreten.