Citation: 8C_138/2020 E. 4

Mit seiner Argumentation verkennt der Beschwerdeführer, dass die Vorleistungspflicht der Arbeitslosenversicherung während des Schwebezustandes eine Übergangslösung darstellt und deshalb nicht auf eine lange Dauer angelegt ist. Sie soll im Zweifelsfall eine Leistungslücke während der laufenden Leistungsrahmenfrist verhindern. Dauern die Abklärungen der Invalidenversicherung länger, so kann die Arbeitslosenkasse nicht verpflichtet werden, Vorleistungen über mehrere Leistungsrahmenfristen hinweg zu erbringen (ARV 2019 S. 188, 8C_166/2018 E. 6.4). Wie das Bundesgericht in BGE 145 V 399 E. 4.1.3 S. 405 (unter Hinweis auf 142 V 380 E. 5.5 S. 388) klarstellte, bildet grundsätzlich die noch nicht rechtskräftige Verfügung der Invalidenversicherung hinreichende Grundlage für die Anpassung des versicherten Verdienstes an den damit erkannten Invaliditätsgrad (E. 2.2.2 hiervor). Bei der vorliegenden Konstellation, namentlich mit Blick auf die lange Dauer des Invalidenversicherungsverfahrens, hiervon abzuweichen, besteht kein Anlass (vgl. auch die Weisung des SECO in der AVIG-Praxis ALE Rz. C29 und B256d f., wonach nicht von Belang sei, ob die betroffene Person gegen den Entscheid der Invalidenversicherung ein Rechtsmittel erhebe. Die Korrektur des versicherten Verdienstes sei sofort nach Erlass des IV-Entscheids vorzunehmen). Dass die für die Anpassung des versicherten Verdienstes Grundlage bildende Verfügung vom 5. August 2014 nachträglich aufgehoben wurde, steht dem, wie das kantonale Gericht bereits zutreffend darlegte, nicht entgegen. Eine Bundesrechtsverletzung kann dem kantonalen Gericht nicht vorgeworfen werden. Die Beschwerde ist unbegründet.