Citation: 4A_111/2018 E. 5.1.3

5.1.3. Die Vorinstanz erkannte, die Beschwerdeführer hätten aus der Mitwirkung der Beschwerdegegnerin bei dem von deren Haftpflichtversicherung initiierten Gutachten der E.________ AG nicht schliessen können, die Beschwerdegegnerin anerkenne eine Haftung. Die in der Berufung zitierten Textstellen des Gutachtens würden lediglich belegen, dass im Gutachten die technischen Ursachen des Wassereintritts untersucht worden seien. Daraus lasse sich keine Haftung der Beschwerdegegnerin ableiten, da das Gutachten rein technischer Natur gewesen sei und die Haftungsfrage ausgeblendet habe. Weiter sei der zwischen den Parteien abgeschlossene Werkvertrag nicht Grundlage der Begutachtung gewesen. Die Beschwerdegegnerin bzw. ihre Haftpflichtversicherung habe am 20. November 2012 denn auch klar mitgeteilt, die Arbeiten seien lediglich "entgegenkommenderweise" ausgeführt worden, obwohl diese eigentlich eher zu Lasten des Fassadenherstellers gehen würden. Dass die Beschwerdegegnerin in ihrer E-Mail vom 13. August 2014 selber ausführe, sie habe "bis Dezember 2012 (...) neue Bleche, Ergänzungen, zusätzliche Abdichtungen, Spritzwassertests etc. ausgeführt", sei nicht gleichbedeutend mit einer Anerkennung. Die Beschwerdegegnerin sei zwar bei der Ursachenermittlung und der Beseitigung des Mangels behilflich gewesen, jedoch habe sie ihre Leistungen in Rechnung gestellt und habe dadurch zum Ausdruck gebracht, dass sie eine Haftung nicht anerkenne. Sie habe auf die Rüge des Architekten D.________ vom 19. Juli 2010, trotz gegenteiliger Aufforderung, keine Zusicherung für Nachbesserungsarbeiten abgegeben. In den E-Mails vom 3. November 2012 und 13. August 2014 habe sie zudem klar zum Ausdruck gebracht, dass die Grenzen ihrer (kulanten) Unterstützung erreicht gewesen seien. Auch gegenüber der Haftpflichtversicherung habe sie sich entsprechend geäussert.