Citation: 1C_520/2020 E. 2.1

2.1. Am 20. Juni 2014 erliess die Bundesversammlung das Bundesgesetz über das Schweizer Bürgerrecht (BüG; SR 141.0). Per 1. Januar 2018 trat dieses in Kraft und hob das Bundesgesetz vom 29. September 1952 über Erwerb und Verlust des Schweizer Bürgerrechts (aBüG; AS 1952 1087) auf (vgl. Art. 49 BüG i.V.m. Ziff. I Anhang BüG). Nach Art. 50 BüG wirkt das neue Gesetz allerdings nicht rückwirkend. So richten sich Erwerb und Verlust des Schweizer Bürgerrechts gemäss dessen Abs. 1 nach dem Recht, das bei Eintritt des massgebenden Tatbestandes in Kraft steht bzw. stand. Der für die Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung des Beschwerdeführers massgebende Sachverhalt ereignete sich vor dem 1. Januar 2018 und das Verfahren zur Nichtigerklärung wurde ebenfalls vorher eingeleitet. Die Vorinstanz hat ihrer Beurteilung daher zu Recht das aBüG zu Grunde gelegt (vgl. Urteile 1C_618/2020 vom 19. Mai 2021 E. 2 und 1C_451/2020 vom 12. Mai 2021 E. 3.1).