Citation: 1P.464/2006 10.11.2006 E. 4

4.1 Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör, weil sich das Obergericht mit verschiedenen Vorbringen nicht auseinandergesetzt habe. 4.2 Wesentlicher Bestandteil des Anspruchs auf rechtliches Gehör ist unter anderem die Begründungspflicht. Diese soll verhindern, dass sich die Behörde von unsachlichen Motiven leiten lässt, und dem Betroffenen ermöglichen, den Entscheid gegebenenfalls sachgerecht anzufechten. Dies ist nur möglich, wenn sowohl er wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheides ein Bild machen können. In diesem Sinn müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf welche sich ihr Entscheid stützt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sie sich ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 129 I 232 E. 3.2 S. 236; 126 I 97 E. 2b S. 102 f., mit Hinweisen). 4.3 Die kantonalen Gerichte haben, wie gesagt, die Beweise sehr einlässlich und sorgfältig gewürdigt. Wenn sie sich nicht mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand des Beschwerdeführers auseinander gesetzt und sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränkt haben, ist dies nach der dargelegten Rechtsprechung verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden.