Citation: 6B_4/2019 E. 4.2

4.2. Die in der Einstellungsverfügung verlegten Kosten umfassen die Vorwürfe der mehrfachen üblen Nachrede, des Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung und des Missbrauchs einer Fernmeldeanlage. Während die Staatsanwaltschaft dem Beschwerdeführer bezüglich der beiden letztgenannten Tatbestände kein prozessuales Verschulden vorwirft, auferlegt sie ihm die auf den Vorwurf der mehrfachen üblen Nachrede entfallenden Verfahrenskosten gestützt auf Art. 426 Abs. 2 StPO (Einstellungsverfügung vom 14. Mai 2018). Die Vorinstanz bestätigt diese Kostenauflage und gelangt zum Schluss, auf den Vorwurf entfielen 20% der gesamten Verfahrenskosten. Sie erwägt, der Beschwerdeführer habe in zwei E-Mails an verschiedene Personen die Persönlichkeit der Beschwerdegegnerin 2 widerrechtlich verletzt. Sein Verhalten sei natürlich sowie adäquat kausal für die Eröffnung des Strafverfahrens und die dadurch verursachten Kosten gewesen. Die in diesem Zusammenhang entstandenen Verfahrenskosten seien gestützt auf Art. 426 Abs. 2 StPO dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Beschluss S. 11 ff.). Da er im Umfang von 20% kostenpflichtig sei, habe er der Beschwerdegegnerin 2 20% der Kosten ihrer Anwältin, ausmachend Fr. 2'878.--, zu bezahlen (Beschluss S. 21).