Citation: 7B_20/2022 E. 3.4.4

3.4.4. Ein weiterer Hauptkritikpunkt der Beschwerdeführer bezieht sich auf die fehlende Flüssigkeitsbilanz. Die Beschwerdeführer tragen vor, es sei bei der Verstorbenen trotz ihrer grossen Bedenken eine entwässernde Therapie zur Entlastung des Herzens durchgeführt worden. Die behandelnden Personen hätten dabei allerdings keine Flüssigkeitsbilanz erstellt. Den Gutachtern des IRM seien keine Fragen zum Elektrolythaushalt und zur Flüssigkeitsbilanz unterbreitet worden. Es habe sich aber die entscheidende Frage gestellt, wann die restriktive Flüssigkeitszufuhr hätte angepasst werden müssen, um nicht durch Dehydrierung Schäden anzurichten, die schlimmer seien als die Belastung des Herzens durch eine etwas höhere Flüssigkeitsmenge. In diesem Zusammenhang reichen die Beschwerdeführer im bundesgerichtlichen Verfahren eine selbst erstellte Flüssigkeitsbilanz vom 3.-8. März 2019 ein. Sie machen allerdings nicht geltend, dass die Vorinstanz die von ihnen erstellte Flüssigkeitsbilanz nicht beachtet habe. Vielmehr hält diese fest, im Aktengutachten werde der Vorwurf der Beschwerdeführer, die Führung der Flüssigkeitsbilanz sei mangelhaft gewesen und der Flüssigkeitshaushalt der Verstorbenen sei nicht lege artis überwacht worden, verneint (vgl. E. 3.2.10 des angefochtenen Beschlusses). Mit der eigenen Flüssigkeitsbilanz vermögen die Beschwerdeführer keine Willkür hinsichtlich dieser Feststellung darzutun.