Citation: 1P.501/2000 22.12.2000 E. 3

3.- Zur Hauptsache rügt der Beschwerdeführer, dass die Beweiswürdigung des Obergerichts gegen das Willkürverbot und die Unschuldsvermutung (Art. 6 Ziff. 2 EMRK) verstiessen. a) Als Beweiswürdigungsregel besagt der aus Art. 6 Ziff. 2 EMRK sowie aus dem Willkürverbot nach Art. 9 BV und der Unschuldsvermutung nach Art. 32 Abs. 1 BV folgende Grundsatz "in dubio pro reo", dass sich der Strafrichter nicht von der Existenz eines für den Angeklagten ungünstigen Sachverhalts überzeugt erklären darf, wenn bei objektiver Betrachtung Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt so verwirklicht hat. Die Maxime ist verletzt, wenn der Strafrichter an der Schuld des Angeklagten hätte zweifeln müssen. Dabei sind bloss abstrakte und theoretische Zweifel nicht massgebend, weil solche immer möglich sind und absolute Gewissheit nicht verlangt werden kann. Es muss sich um erhebliche und nicht zu unterdrückende Zweifel handeln, d.h. um solche, die sich nach der objektiven Sachlage aufdrängen. Die Frage, ob dieser Grundsatz durch den Sachrichter bei der Feststellung der Täterschaft im Rahmen der Beweiswürdigung verletzt wurde, fällt nach der Praxis des Bundesgerichts mit dem verfassungsrechtlichen Willkürverbot zusammen (BGE 120 Ia 31 E. 2c - 2e S. 37 f.). b) Der Beschwerdeführer befasst sich zunächst mit der Glaubwürdigkeit von S.________ im Allgemeinen (Beschwerdeschrift Ziff. 10 - 13, 15) und mit Einzelnen von ihr stammenden Sachverhaltsschilderungen im Besonderen (Ziff. 4, 6, 7 - 9, 13). Ferner geht er auf Zeugenaussagen einzelner Dritter (Ziff. 10 - 12) und sodann auf die Motivlage und die Glaubwürdigkeit des Beschwerdeführers ein (Ziff. 14, 16, 17). Er legt dar, S.________ habe den Beschwerdeführer nicht spontan, sondern erst mehr als ein Jahr nach der behaupteten Tat und zunächst mit wenig konkreten Angaben wegen sexueller Übergriffe angezeigt. Sie habe sich damals im Drogenentzug befunden und sei unter starkem Einfluss ihres Therapeuten gestanden. Ihre Angaben hätten sich nicht mit weiteren Beweisen untermauern lassen und seien bestritten. Ihre Zeitangaben bezeichnet der Beschwerdeführer "unlogisch" und als "mehr als fragwürdig". Dem vom Obergericht angenommenen Tathergang, wonach der Beschwerdeführer die Badezimmertür aufgewuchtet, S.________ an den Haaren durch die Wohnung gezerrt und schliesslich vergewaltigt habe, stellt der Beschwerdeführer im Wesentlichen seine eigene Würdigung gegenüber. Er beruft sich auf einen kriminaltechnischen Bericht, wonach die Badezimmertür und der Türrahmen keine Schäden aufwiesen und laut Angaben der Hausverwaltung auch nicht repariert worden waren, und er macht geltend, dass S.________, wäre sie an den Haaren "über den Boden geschleift" worden, an der Kopfhaut Verletzungen aufweisen müsste. Er lässt es aber bei den entsprechenden Hinweisen bewenden, ohne darzutun, wie er aus seiner abweichenden Würdigung staatsrechtliche Beschwerdegründe ableitet. Sodann führt er aus, dass S.________ "ein Doppelleben betreffen(d) Heroinkonsum führte" und dem Beschwerdeführer "etwas vorspielte, ja diesen anlog". Auch behaupte S.________ unzutreffenderweise, der Zeugin B.________ für den Beschwerdeführer Heroin verkauft zu haben, was die Zeugin aber bestritten habe. Mehrere Zeugen hätten S.________ sodann als unglaubwürdig geschildert und einem Zeugen habe sie Geld entwendet. Diese Vorbringen sind weitgehend appellatorischer Natur. Der Beschwerdeführer setzt sich mit der Beweiswürdigung im angefochtenen Urteil nicht auseinander, sondern trägt lediglich einzelne behauptete Sachverhalte oder einzelne Aussagen von Beteiligten in Verbindung mit seiner persönlichen Würdigung vor. Es fehlen begründete Ausführungen darüber, in welchen Erwägungen des angefochtenen Urteils das Obergericht Beweise willkürlich oder in Hintansetzung objektiv begründeter Zweifel an der Täterschaft des Beschwerdeführers gewürdigt hat. Überdies unterlässt der Beschwerdeführer durchwegs konkrete Aktenhinweise. Damit genügt die Beschwerde den Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG nicht, weshalb darauf in dieser Hinsicht nicht einzutreten ist.