Citation: 1P.174/2000 10.04.2000 E. A

A.- Die Strafverfolgungsbehörden des Kantons Solothurn ermitteln gegen B.S.________ wegen vorsätzlicher, eventuell fahrlässiger Tötung. Sie verdächtigen ihn, für den Tod seiner Ehefrau T.S.________ verantwortlich zu sein. B.S.________ wurde am 10. November 1999 verhaftet. Am 10. Februar 2000 beantragte der Untersuchungsrichter dem Obergericht, die Untersuchungshaft gegen B.S.________ einstweilen bis zum 19. Mai 2000 zu verlängern. Zur Begründung führt er an, B.S.________ sei dringend verdächtig, mit dem Ableben seiner Ehefrau "in direktem Zusammenhang zu stehen". Es müsse davon ausgegangen werden, dass diese stranguliert worden sei. Es habe B.S.________ nachgewiesen werden können, dass er die Schaufel gekauft habe, mit der seine Ehefrau im Wald vergraben worden sei, und es sei an Hosen von ihm Humus gefunden worden, welcher mit dem Humus am Fundort der Leiche identisch sei. Zudem sprächen die persönliche Gesamtsituation und die Widersprüche, in die er sich bei seinen Aussagen bisher verwickelt habe, für seine Täterschaft. B.S.________ sei wegen einer Wirbelsäulenverletzung invalid, und er verfüge nicht über einen Personenwagen. Er sei physisch nicht in der Lage, ohne fremde Hilfe eine Leiche zu transportieren. Da der Tatort und der Fundort der Leiche nicht identisch seien, müsse B.S.________ mit Hilfe einer Drittperson gehandelt haben. Es bestehe daher die Gefahr, dass er in Freiheit mit seinem noch unbekannten Mittäter kolludieren könnte. Am 15. Februar 2000 bewilligte die Strafkammer des Obergerichts unter Verweis auf das Haftverlängerungsgesuch des Untersuchungsrichters vom 10. Februar 2000 ohne eigene Begründung die Fortdauer der Haft einstweilen bis zum 19. Mai 2000.