Citation: 2C_738/2022 E. 6.4

6.4. Entgegen der Kritik des Beschwerdeführers war die Vorinstanz nicht gehalten, anstelle des Widerrufs der Niederlassungsbewilligung als mildere Massnahmen eine Bewilligungserteilung unter Auflage oder eine Rückstufung der Niederlassungsbewilligung auf eine Aufenthaltsbewilligung zu prüfen. Die Rückstufung auf eine Aufenthaltsbewilligung kommt als mildere Massnahme nicht infrage, wenn - wie im vorliegenden Fall - die Voraussetzungen für den Widerruf der Niederlassungsbewilligung und die damit verbundene Wegweisung erfüllt sind (BGE 148 II 1 E. 2.5; Urteil 2C_133/2022 vom 24. Juni 2022 E. 8.2). Die Aufrechterhaltung der Bewilligung unter Auflagen fällt ausser Betracht, da die Niederlassungsbewilligung bedingungsfeindlich ist (vgl. Art. 34 Abs. 1 AIG). Auch die Ausführungen des Beschwerdeführers, es liege bei ihm ein schwerwiegender persönlicher Härtefall vor, überzeugen nicht: Es geht im vorliegenden Verfahren um den Widerruf der Niederlassungsbewilligung und nicht um die Erteilung einer Ermessensbewilligung als allgemeiner Härtefall in Anwendung von Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG (vgl. hierzu BGE 138 II 393 E. 3.1; 137 II 345 E. 3.2.1 und das Urteil 2C_5/2022 vom 17. August 2022 E. 2).