Citation: 5A_195/2024 E. 4.2

4.2. Soweit sich die Beschwerdeführerin damit über eine Verletzung von Art. 107 Abs. 1 Bst. c ZPO beklagen will, übersieht sie, dass der angefochtene Entscheid in einem Kindesschutzverfahren ergangen ist. Dieses Verfahren untersteht dem kantonalen Recht, soweit das Bundesrecht keine abschliessende Regelung enthält. Was die Verteilung der Prozesskosten angeht, enthalten die Art. 450-450e ZGB über das Verfahren vor der Beschwerdeinstanz, die auch im Kindesschutzverfahren gelten (Art. 314 Abs. 1 ZGB), keine bundesrechtliche Vorgabe. Gemäss Art. 450f ZGB sind somit die Bestimmungen der Zivilprozessordnung sinngemäss anwendbar, soweit die Kantone nichts anderes bestimmen. Auch das Gesetz des Kantons Schaffhausen über die Einführung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches vom 12. Juni 1911 (EG ZGB/SH; SHR 210.100) enthält keine eigene Regel über die Verteilung der Prozesskosten (vgl. Art. 54 f. EG ZGB/SH), sondern erklärt die Bestimmungen der Zivilprozessordnung als sinngemäss anwendbar (Art. 46 Abs. 3 EG ZGB/SH). Mit Blick auf das Verfahren der Beschwerde in Zivilsachen gilt die Zivilprozessordnung deshalb als ergänzendes kantonales Recht (Urteile 5A_1025/2019 vom 1. Oktober 2020 E. 7.2 mit Hinweisen). Dessen Anwendung prüft das Bundesgericht - von hier nicht zutreffenden Ausnahmen (Art. 95 Bst. c-e BGG) abgesehen - nur auf die Verletzung verfassungsmässiger Rechte, namentlich auf Willkür hin, wenn und soweit entsprechende Rügen erhoben und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 140 III 385 E. 2.3; 139 III 225 E. 2.3). Diesen Anforderungen genügt die Beschwerde nicht. Die Beschwerdeführerin zeigt nicht auf, inwiefern das Obergericht das anwendbare Prozessrecht bei der Verlegung der Kosten des Verfahrens vor der KESB willkürlich oder sonstwie verfassungswidrig gehandhabt hätte. In diesem Punkt ist auf die Beschwerde deshalb nicht einzutreten.