Citation: 1C_136/2023 E. 5.4.3

5.4.3. Der Beschwerdeführer führt weiter die angeblich fehlende Wahrnehmbarkeit der streitgegenständlichen Villa, die Erheblicherklärung der Motion "Oberägeri - (k) ein Ballenberg: Denkmalschutz mit Mass" und die Haltung des Gemeinderats Oberägeri ins Feld. Er macht geltend, da es sich vorliegend nach Auffassung der kantonalen Instanzen um ein Baudenkmal von lokaler Bedeutung handle, müsse der Meinung der lokalen Bevölkerung eine erhebliche Bedeutung zukommen. Es erscheint indes fraglich, ob gestützt auf die Aussagen des Gemeinderats und die Erheblicherklärung einer Motion - notabene vor Inkrafttreten der Teilrevision des kantonalen Denkmalschutzgesetzes - Rückschlüsse auf die Bedeutung der streitbetroffenen Villa für die lokale Bevölkerung gezogen werden können. Dies kann jedoch dahingestellt bleiben: Wie die Vorinstanz richtig festhält, ist die Bekanntheit, Einsehbarkeit oder Wahrnehmbarkeit eines Denkmals kein zwingendes Kriterium für seine Unterschutzstellung (vgl. § 4 und § 25 Abs. 1 DMSG). Gemäss § 25 Abs. 1 lit. a DMSG in seiner Fassung vom 14. Dezember 2019 sind nach dem Gesagten zudem nur Denkmäler von äusserst hohem wissenschaftlichen, kulturellen oder heimatkundlichen Wert unter Schutz zu stellen (vgl. E. 2.3). Der Kanton Zug stellt mit anderen Worten hohe Anforderungen an die Schutzgewährung; der Zuger Gesetzgeber beabsichtigte, die gesetzliche Regelung zu verschärfen (vgl. BGE 147 I 308 E. 7.1 und 7.3). Zumindest oder gerade der Schutz äusserst wertvoller Denkmäler dürfte nicht nur im Interesse eines begrenzten Kreises von Fachleuten liegen, sondern auch von einem grösseren Teil der Bevölkerung bejaht werden (vgl. BGE 135 I 176 E. 6.2; 120 Ia 270 E. 4a; je mit Hinweisen).