Citation: 4A_637/2016 E. A

B.________ (Mieter, Kläger, Beschwerdegegner) schloss mit der C.________ AG einen unbefristeten Mietvertrag (Mietbeginn 1. April 1987) für eine 4-Zimmer-Wohnung an der Strasse U.________ xx in V.________ ab. Seit 1999 steht das Mietobjekt im Eigentum der A.________ AG (Vermieterin, Beklagte, Beschwerdeführerin). Per 1. Januar 2000 wurde die Verwaltung der Liegenschaft der D.________ GmbH übertragen. Gemäss Bankauszügen des Klägers betrug der Mietzins zum damaligen Zeitpunkt Fr. 1'100.--. Am 20. Februar 2003 fand im Restaurant E.________ in V.________ eine Versammlung mit den Mietern der Liegenschaften an der Strasse U.________ xx-yy sowie der Verwaltung (vertreten durch die Geschäftsführerin F.________) statt, wobei letztere über die geplante Renovation der Wohnungen in den Liegenschaften informierte und den Mietern dabei ein Dokument mit dem folgenden Inhalt zur Unterschrift vorlegte: "MFH Strasse U.________ xx-yy, V.________ Versammlung - Mieterschaft/Verwaltung im Rest. E.________, V.________: Renovationsbeginn: ca. April 2003-02-21 Renovationsumfang: total neue Küchen und Bäder inkl. Badmöbel Korridor-, Bad- und Küchenboden neu geplättelt Leitungen und Lüftungen neu Briefkastenanlagen neu Aufwand pro Wohnung: ca. 1 Woche Es wird für die Zeit pro Wohnung eine Leer- wohnung zur Verfügung gestellt Mietzinserhöhung: Fr. 220.- Eine kostendeckende Mietzinserhöhung von ca. Fr. 340.-- pro Wohnung wird nicht vorgenommen. Im Gegenzug werden jedoch während der Renovationszeit keine Mietzinsreduktionen zugesprochen. Die Mieter damit einverstanden: V._______, 20.02.2003" Das Dokument wurde von mehr als 20 Mietern unterzeichnet und enthält ebenfalls den in Blockschrift und Grossbuchstaben ( "B.________") geschriebenen Namen des Klägers. Eine Unterschrift der Liegenschaftsverwaltung ist hingegen nicht vorhanden. In der Folge wurden die Wohnungen an der Strasse U.________ xx-yy, unter Einschluss derjenigen des Klägers, sukzessive renoviert. Ab Mai 2005 entrichtete der Kläger einen um Fr. 220.-- erhöhten Mietzins. Am 18. Juni 2014 forderte der klägerische Rechtsvertreter die Liegenschaftsverwaltung auf, Fr. 24'000.-- an Mietzinsen zurückzuzahlen, da diese Mietzinserhöhung ohne Verwendung des amtlichen Formulars erfolgt sei.