Citation: 1B_600/2022 E. 2.2.1

2.2.1. Weiter erwog die Vorinstanz, im Rahmen des Verfahrens betreffend Haftanordnung sei aus dem von den Zeugen geschilderten Tatvorgehen (unvermittelter und massiver Angriff mit Hammerschlägen auf den Kopf einer dem Beschwerdeführer nicht persönlich bekannten Person in aller Öffentlichkeit) und aus dem Verhalten des Beschwerdeführers in den Einvernahmen geschlossen worden, dass er unberechenbar und psychisch auffällig sei und deshalb sowie aufgrund der Umstände und Schwere der Tat ernsthaft befürchtet werden müsse, dass er sein Opfer erneut angreife oder eine andere schwere Gewalttat ausführe. Im forensisch-psychiatrischen Kurzgutachten vom 6. Oktober 2022 werde ausgeführt, beim Beschwerdeführer zeige sich der hochgradige Verdacht auf eine seit mehreren Jahren bestehende psychische Erkrankung mit Denkstörungen und Wahrnehmungsstörungen, die schwerwiegende Auswirkungen auf die Bewältigung des alltäglichen Lebens habe. Aufgrund der Aktenlage und der erhobenen Befunde sei am ehesten von einer paranoiden Schizophrenie auszugehen. Darüber hinaus habe er in der Vergangenheit psychotrope Substanzen (Alkohol und Canabinoide) konsumiert, wobei die tatzeitnah entnommenen Urin- und Blutproben negativ auf THC ausgefallen seien. Das Gutachten schliesse in Anwendung des Basler Kriterienkatalogs, eines forensischen Prognoseinstruments, das 101 Einzelkriterien in zwölf zu beurteilenden Bereichen abbilde, in einer Gesamtschau aller Kriterien auf ein deutlich erhöhtes Risiko für Gewaltstraftaten und damit auf eine sehr ungünstige Legalprognose. Das Zwangsmassnahmengericht habe zutreffend erkannt, dass vorliegend keine triftigen Gründe vorhanden seien, um vom Vorabgutachten abzuweichen. Es sei daher von einer sehr ungünstigen Rückfallprognose auszugehen.