Citation: I 71/06 19.01.2007 E. 4

Im Rentenpunkt ist zunächst streitig, ob der medizinische Sachverhalt hinreichend und zuverlässig abgeklärt ist, um die Frage der gesundheitlich bedingten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit beurteilen zu können. Vorinstanz und Verwaltung haben hiebei namentlich auf das MEDAS-Gutachten vom 11. September 2003 abgestellt. Der Beschwerdeführer beanstandet die Expertise in verschiedener Hinsicht. 4.1 Der Versicherte wurde im Rahmen der MEDAS-Begutachtung in Bezug auf den Allgemeinstatus sowie orthopädisch, neurologisch, internistisch und psychiatrisch fachmedizinisch abgeklärt. Die Ergebnisse der Teilexpertisen wurden anschliessend einer Gesamtwürdigung unterzogen. Danach leidet der Versicherte an einer vorwiegend oberen Armplexusparese mit Betonung des Radialisinnervationsgebietes links bei angiomatoidem malignem fibrösem Histiozytom im Bereich der oberen Thoraxapertur links, Status nach Osteotomie und Plattenosteosynthese der Clavicula, Neurolyse des Plexus brachialis, Tumorresektion unter Mitnahme betroffener Plexusanteile (Fasciculus posterior) links am 16. Juli 1999, Status nach Chemo- und Radiotherapie 1999, Status nach multiplem Sehnentransfer am 26. Juni 2000, Paresen auch distaler Muskelgruppen am linken Arm ohne adäquates elektrophysiologisches Korrelat. Weiter wird eine chronifizierende Anpassungsstörung diagnostiziert. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit eines Hilfsarbeiters in der Metallbranche erachten die Experten aufgrund der beschriebenen Leiden für nicht mehr zumutbar. Ausgeschlossen seien alle körperlich schweren Tätigkeiten, Arbeiten auf Leitern oder Gerüsten, Akkordarbeit oder weitere Arbeit unter Zeitdruck sowie alle Tätigkeiten, bei welchen beide Arme eingesetzt werden müssten. Hingegen könne der Versicherte aktuell einfache Kontrollarbeiten und weitere Tätigkeiten im Umfang von zweimal zwei Stunden im Tag übernehmen. Weiter äusserten sich die medizinischen Fachärzte dahingehend, dem Versicherten sei ein intensives Training mit psychosozialer Begleittherapie zumutbar. Dabei sollte die Restarbeitsfähigkeit des linken Armes erprobt und trainiert werden. Infolgedessen sollte es möglich sein, den linken Arm mindestens teilweise wieder als Hilfe zu benützen, womit sich die Restarbeitsfähigkeit noch erhöhe. Das kantonale Gericht hat aus den Aussagen der medizinischen Experten geschlossen, dem Versicherten sei die Ausübung einer adaptierten Tätigkeit zu 50 % zumutbar.