Citation: 6P.4/2007 06.03.2007 E. 7

Der Beschwerdeführer wendet sich gegen die Strafzumessung. Er macht geltend, es habe sehr wohl eine Beziehung zwischen A.A.________ und ihm bestanden, wenn auch nur eine indirekte. Y.Y.________ hätte am meisten vom Tod von A.A.________ profitieren können. Y.Y.________ habe ein bedeutendes Mehr an vorwerfbarer Tatentschlossenheit aufbringen müssen als er. Ihr Verhalten falle verschuldensmässig und moralisch mit Sicherheit am stärksten ins Gewicht. Immerhin sei das zu erschiessende Opfer ihr Ehemann gewesen. Ihre Pflicht wäre es gewesen, von ihrem Gatten Unheil fern zu halten (Beschwerdeschrift S. 10/11). 7.1 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung hat eine kantonale Instanz, wenn ein Täter Vergleiche zu einem Mitangeklagten zieht und eine Ungleichbehandlung in Bezug auf die ausgesprochenen Strafen geltend macht, sich jedenfalls zu diesem Vergleich zu äussern. Eine Ungleichbehandlung unterliegt der Begründungspflicht (vgl. etwa Urteile des Bundesgerichts 6S.46/1991 vom 16. Januar 92 und 6S.416/1999 vom 2. September 1999; s.a. BGE 121 IV 202, 204 f.). Dies gilt sowohl, wenn Mitangeklagte entweder in einem oder in einem getrennten Verfahren von der gleichen kantonalen Instanz beurteilt werden als auch, wenn ein Angeschuldigter im ordentlichen kantonalen Rechtsmittelverfahren rügt, seine Mittäter seien für den gleichen Sachverhaltskomplex in einem anderen Kanton zu milderen Strafen verurteilt worden als er selbst. Dann hat der Sachrichter materiell zu diesem Vergleich Stellung zu nehmen und muss der Verurteilte dem gegen ihn ergangenen Urteil jedenfalls entnehmen können, weshalb er zu einer empfindlicheren Strafe als seine Mittäter verurteilt wird (BGE 120 IV 136, 144 f.; Urteile des Bundesgerichts 6S.629/1997 vom 23. Januar 1998 und 6S.128/2000 13. Juni 2000). 7.2 Die Vorinstanz trug bei der Festlegung des Strafmasses der gegenüber Y.Y.________ ausgefällten Strafe von 14 Jahren Zuchthaus Rechnung. Werde bei ihr stark schuldmindernd eine Abhängigkeitssituation angenommen und letztlich trotz Auftragsmordes von einem "Beziehungsdelikt mit dramatischen Folgen" gesprochen, so sei auch das zwischen dem Beschwerdeführer und Y.Y.________ bestehende, tatbeeinflussende Abhängigkeitsverhältnis zu werten. Die Rolle des Beschwerdeführers bei der Tatausführung wiege jedoch schwerer und falle verschuldensmässig stärker ins Gewicht als diejenige von Y.Y.________, da der Wille des Beschwerdeführers, die Tat eigenhändig auszuführen und die tödlichen Schüsse auf das Opfer abzugeben, auch in Anbetracht seiner fehlenden Beziehung zum Opfer letztlich mehr an Intensität und krimineller Energie offenbare als der Tatentschluss seiner im Hintergrund agierenden Mittäterin. Mit dieser Begründung macht die Vorinstanz die doch beträchtlich höhere Strafe, die sie gegenüber dem Beschwerdeführer aussprach, nachvollziehbar und genügt somit ihren Begründungspflichten. Es kann deshalb offen bleiben, ob die eigenhändige Tatausführung verschuldensmässig höher ins Gewicht fällt als das Agieren als Mittäterin. In diesem Punkt ist die Nichtigkeitsbeschwerde abzuweisen.