Citation: 1C_739/2021 E. 4.4.1

4.4.1. Wie dargelegt (vgl. vorne Sachverhalt Bst. A), wurde dem Beschwerdeführer der Führerausweis wegen seiner früheren Widerhandlungen insgesamt jahrelang entzogen. Zudem wurden gegen ihn zwei (Kaskaden-) Sicherungsentzüge verfügt, wobei es sich beim Sicherungsentzug für immer nach Art. 16b Abs. 2 lit. f SVG um die einschneidenste Massnahme auf der letzten Stufe des Kaskadensystems handelte. Bei der Wiederzulassung des Beschwerdeführers zum Verkehr im Herbst 2016 wurde im verkehrspsychologischen Gutachten der Psychiatrischen Dienste Graubünden vom 2. September 2016, das Grundlage für den Entscheid bildete, im Weiteren unmissverständlich festgehalten, eine neuerliche schwere Widerhandlung würde bedeuten, dass er sich nicht seinem Vorsatz gemäss verhalten könne und ihm die Fahreignung aus verkehrspsychologischer Sicht abzusprechen sei. Trotz dieser klaren gutachterlichen Aussage und der in der Vergangenheit verfügten einschneidenden Administrativmassnahmen beging der Beschwerdeführer 2020 erneut zunächst eine leichte und anschliessend eine schwere Widerhandlung. Während von seiner Wiederzulassung zum Verkehr im Herbst 2016 bis zur leichten Widerhandlung noch rund dreieinhalb Jahre verstrichen, erfolgte die schwere Widerhandlung dabei lediglich einige Monate nach der für erstere Widerhandlung ausgesprochenen Verwarnung. Auch diese neuerliche Verwarnung vermochte somit selbst vor dem Hintergrund der bisherigen Administrativmassnahmen und der erwähnten gutachterlichen Beurteilung eine weitere schwere Widerhandlung des Beschwerdeführers nicht zu verhindern. Wie bereits sämtliche Administrativmassnahmen sowie Strafen zuvor, wirkte vielmehr auch sie sich nicht im gewünschten Sinn aus.