Citation: 6B_520/2020 E. 13.3

13.3. Die Vorinstanz gelangt zum Schluss, die Strafanzeige gegen J.I.________ und I.I.________ sei wider besseres Wissen erfolgt. Gestützt auf die Aussagen des Mitangeklagten A.________ nimmt sie an, die beiden Mittäter hätten vor dem Abschluss des Vertrages gewusst, dass die V.________-Aktien verpfändet gewesen seien. Sie hätten den Kaufvertrag entsprechend darauf angepasst. Von einer arglistigen Verhaltensweise seitens J.I.________ könne daher keine Rede sein. Damit könne offenbleiben, ob die Formulierung "definitive Freigabe der Aktien" im Entscheid 5A_508/2008 vom 12. Dezember 2008 (E. 3.2) vom Bundesgericht als Verpfändung der Aktien verstanden worden sei. Zum einen hätten der Beschwerdeführer und der Mitangeklagte A.________ diese Klausel selbst formuliert, zum anderen habe der Mitangeklagte A.________ selber eingeräumt, dass er um die Aktienverpfändung gewusst habe. Die Vorinstanz gelangt zum selben Ergebnis hinsichtlich der übrigen in der Strafanzeige erhobenen Vorwürfe. Die Liquiditätslage der H.________ AG sei Ende 2005 zwar angespannt gewesen, eine Überschuldung habe jedoch unter Beizug der stillen Reserven in Form der Betriebsliegenschaften nicht vorgelegen. Von einer Bilanzfälschung hätten der Beschwerdeführer und der Mitangeklagte A.________ daher nicht ausgehen können (angefochtenes Urteil S. 229 ff.).