Citation: 8C_399/2023 E. 3.1.1

3.1.1. Das kantonale Gericht erwog, der Beschwerdeführer sei ab 1. Januar 2004 bei der B.________ AG vollzeitlich als Nachtchauffeur angestellt gewesen, wo er seinen Angaben gemäss körperlich schwer belastende Arbeiten verrichtet habe. Am 4. April 2007 sei er auf einer Treppe gestürzt und habe sich an der rechten Schulter verletzt. Die B.________ AG habe das Arbeitsverhältnis auf den 31. Oktober 2007 aufgelöst. Ab 1. November 2007 sei er von der zuständigen Ausgleichskasse als Selbstständigerwerbender im Bereich Renovationen nicht mehr im Neben-, sondern im Haupterwerb erfasst worden. Die IV-Stelle habe sein Leistungsgesuch vom 13. Mai 2008 gutgeheissen und die bereits begonnene Weiterbildung in der Immobilienbranche als berufliche Massnahme übernommen, weil er die früheren Tätigkeiten als Nachtchauffeur und im Bereich Renovationen nicht mehr auszuüben vermocht habe. Ab Juli 2009 sei er als Geschäftsführer bei der C.________ GmbH angestellt gewesen. Diese Beschäftigung habe er wegen der gesundheitlichen Folgen des Unfalls vom 4. April 2007 begonnen. Aus den Akten sei nicht ersichtlich, dass er bereits davor konkrete Schritte unternommen habe, sich beruflich neu zu orientieren. Angesichts der erst im Jahre 2008 absolvierten Kurse "Einstieg in die PC Welt" und "Word Basis" sei anzunehmen, dass er im administrativen Bereich nicht einmal über grundlegende Kenntnisse am PC verfügt habe. Mithin müsse es sich beim Nebenerwerb um eine rein handwerkliche Tätigkeit gehandelt haben. Vor diesem Hintergrund sei nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass er ohne die Folgen des Unfalls vom 4. April 2007 eine berufliche Neu- oder Umorientierung realisiert hätte. Daher sei das Valideneinkommen nicht gestützt auf den zuletzt bei der C.________ GmbH erzielten Jahreslohn zu bemessen, vielmehr sei derjenige von der B.________ AG ausbezahlte heranzuziehen. Ausgehend von deren Angaben für das Jahr 2007 (Fr. 74'810.-) sei angepasst an die geschlechts- und branchenspezifische Nominallohnentwicklung bis zum frühestmöglichen Rentenbeginn im Jahre 2016 ein Salär von Fr. 80'070.- zu ermitteln. Hinzuzurechnen seien die durchschnittlich erzielten Einkünfte im Nebenerwerb (Bereich Renovationen) von Fr. 17'569.-. Addiert ergebe sich somit ein Valideneinkommen von Fr. 97'639.-.