Citation: B 128/06 16.10.2007 E. 4

4.1 Die Beschwerdeführerin kann sich sodann nicht auf einen Willensmangel, insbesondere nicht auf einen Grundlagenirrtum im Sinne von Art. 23 f. OR berufen. Sowohl dem Stiftungsrat als auch den Verantwortlichen der Pensionskasse war die Bedeutung der fraglichen Reglementsbestimmung klar oder hätte ihnen bei hinreichender Aufmerksamkeit klar sein müssen. Sie durften zudem nicht davon ausgehen, dass sich die Lohnentwicklung während der gesamten Geltungsdauer der Übergangsbestimmung stets mindestens in der Höhe von 2 % halten werde. Sie können sich daher nicht darauf berufen, sie hätten sich über einen Sachverhalt geirrt, den sie als notwendige Grundlage der getroffenen Regelung ansahen und nach Treu und Glauben auch bei objektiver Betrachtungsweise als gegeben voraussetzen durften (vgl. BGE 127 V 301 E. 3c S. 307 mit Hinweisen). 4.2 Art. 74 des Reglements verstösst schliesslich weder gegen das Gesetz noch gegen verfassungsrechtliche Grundsätze. Zwar ist der BVG-Mindestzinssatz auf den 1. Januar 2003 auf 3,25 % und auf den 1. Januar 2004 auf 2,25 % gesenkt worden (Art. 12 lit. b und c BVV 2). Auch hat die Weiterführung der Verzinsung mit 4,5 % zur Folge, dass die unter die Übergangsbestimmung fallenden Versicherten einen gegenüber der früheren Regelung prozentual höheren Rentenanspruch haben. Im Hinblick darauf, dass die Geltung der Reglementsbestimmung auf den 31. Dezember 2007 befristet ist, der BVG-Mindestzinssatz per 1. Januar 2005 auf 2,5 % erhöht wurde (Art. 12 lit. d BVV 2) und die Lohnentwicklung nach einer rückläufigen Phase in den Jahren 2001 bis 2004 ab 2005 wieder leicht zugenommen hat (www.statistik.admin.ch, Stichwort: Lohnentwicklung), führt die Übergangsbestimmung jedoch nicht zu derart stossenden Ergebnissen, dass sie insbesondere unter dem Gesichtspunkt des Gleichbehandlungsgebots (vgl. hiezu BGE 126 V 48 E. 3b S. 52 f., 117 V 309 E. 4b S. 316, je mit Hinweisen) als rechtswidrig zu betrachten wäre. Es bestehen auch keine hinreichenden Anhaltspunkte dafür, dass die getroffene Regelung notwendigerweise zu einer Verletzung zwingender gesetzlicher Vorschriften über die Finanzierung der Vorsorgeeinrichtungen (Art. 65 ff. BVG) geführt hat bzw. geführt hätte. Der Zinssatz für die Sparguthaben stellt nur einen unter mehreren Faktoren für das finanzielle Gleichgewicht der Vorsorgeeinrichtung dar. Zudem kann einer allfälligen Unterdeckung auf andere Weise als durch Herabsetzung des Zinssatzes auf den Sparguthaben Rechnung getragen werden (vgl. zum Ganzen: BGE 130 II 258 ff.). Was die Beschwerdeführerin diesbezüglich vorbringen lässt, genügt jedenfalls nicht zum Nachweis dafür, dass sie bei einer Weiterführung des reglementarischen Zinssatzes bis Ende 2007 den gesetzlichen Anforderungen an die finanzielle Sicherheit der Vorsorgeeinrichtungen nicht mehr hätte genügen können. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde erweist sich daher auch in diesem Punkt als unbegründet.