Citation: 8C_217/2023 E. 4.1.2

4.1.2. Das kantonale Gericht stellte fest, die Beschwerdeführerin habe während des Arbeitsversuchs nie zu 100 % gearbeitet. Gemäss Schlussbericht Arbeitsversuch vom 23. Januar 2020 habe sie offenbar eine Leistungsfähigkeit von ca. 80 % bei einer Arbeitsfähigkeit von ca. 70 % (richtig wohl umgekehrt) in leichter angepasster Tätigkeit erreicht. Die Vorinstanz hielt weiter fest, die Beschwerdeführerin selber habe sich aber sehr wohl in der Lage gesehen, mehr zu arbeiten. So habe sie manchmal bis zu 7 Stunden zu leisten gehabt und dabei kaum mehr Schmerzen gehabt als an freien Tagen. Gemäss ihren Angaben habe ihr Hausarzt ihr empfohlen, nicht mehr als 80 % zu arbeiten. Gegenüber der IV-Stelle habe dieser aber am 16. Dezember 2019 ausdrücklich eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätigkeiten bestätigt. Wieso Dr. med. H.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, nur drei Monate später von einer zurzeit bestehenden, nicht vollständigen Arbeitsfähigkeit gesprochen und der Beschwerdeführerin eine 70%ige Arbeitsfähigkeit vom 1. Februar bis 30. April 2020 attestiert habe, habe er nicht nachvollziehbar begründet. Er habe sich wohl auf die Tätigkeit der Beschwerdeführerin bei der D.________ Filiale V.________ in der Backwarenabteilung (ab 1. Februar 2020) bezogen, bei welcher die Beschwerdeführerin nach eigenen Angaben wieder vermehrt Schmerzen bekommen habe. Diese Beschäftigung entspreche unbestrittenermassen nicht einer vollumfänglich angepassten Tätigkeit. Dasselbe gelte für die vom 1. Juni bis 30. November 2020 in einem Pensum von 80,49 % verrichtete Arbeit an der Kasse im Food Bereich einer D.________ Filiale in U.________. So habe der Nachfolger des Dr. med. H.________, Dr. med. I.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, die aktuell ausgeübte Tätigkeit, gemeint sei wohl die Stelle in U.________, als repetitiv und teilweise sehr streng bezeichnet. Die Prognose für eine Arbeit, welche die rechte Hand nicht gross belaste, habe er als gut bezeichnet. Dass die Beschwerdeführerin die seit Dezember 2020 ausgeübte Tätigkeit an der Kasse in der D.________ nicht in einem Vollzeitpensum, sondern zu lediglich 70 % ausüben könne, widerspreche der überzeugenden Einschätzung des RAD-Arztes. Im Übrigen gehe auch Dr. med. I.________ von einer wesentlich höheren Arbeitsfähigkeit aus, erachte er doch 7 Stunden pro Tag für zumutbar, was bei einer 41-Stunden-Woche einem zumutbaren Pensum von 85,37 % entspreche.