Citation: 8C_265/2019 E. 5

Die Vorinstanz erwog, das Gutachten des Dr. med. G.________ entspreche den Anforderungen an den Beweiswert eines ärztlichen Berichts. Selbst wenn die Gehörs- und Partizipationsrechte nach Art. 44 ATSG nicht gewährt worden seien und das Gutachten auf der Stufe eines verwaltungsinternen Gutachtens stünde, sei darauf abzustellen, da es keine Zweifel an dessen Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit gebe. Daran ändere nichts, dass Dr. med. G.________ keine eigene Untersuchung durchgeführt, sondern sich auf die Akten gestützt habe. Im Rahmen der antizipierten Beweiswürdigung sei von der Einholung eines polydisziplinären Gutachtens abzusehen, da keine weiteren Erkenntnisse zu erwarten seien. Der vom Versicherten geschilderte Ablauf sei nicht geeignet, die vorgetragenen Beschwerden oder gar eine Commotio cerebri zu verursachen, woran auch ein allfälliger Vorzustand resp. die früheren Ereignisse nichts ändern würden. Gestützt auf das Gutachten des Dr. med. G.________ vom 4. Juni 2018 verneinte die Vorinstanz die natürliche Kausalität zwischen dem Ereignis vom 22. Oktober 2016 und den geltend gemachten Beschwerden. Weiter führte sie aus, selbst wenn eine natürliche Kausalität zu bejahen wäre, sei die Adäquanz nicht gegeben, da nicht die Schleudertraumapraxis von BGE 134 V 109, sondern die für psychisch bedingte Folgeschäden entwickelte Praxis gemäss BGE 115 V 133 massgebend wäre. Denn es liege keine Ausnahmekonstellation vor, bei der bei einem leichten Unfall eine Adäquanzprüfung nach den für die mittelschweren Unfälle massgebenden Kriterien erforderlich wäre.