Citation: I 525/03 08.08.2005 E. 3

3.1 Im Zusammenhang mit der Kürzung des Eingliederungszuschlages zum Wartetaggeld (Zeitspanne vom 1. Juli bis 14. August 2002) hat das kantonale Gericht erwogen": "Da gemäss dem Gesetzeswortlaut des Art. 25 Abs. 1 IVG der Eingliederungszuschlag lediglich während der Eingliederung gewährt wird, erscheint es fraglich, ob ein Eingliederungszuschlag auch bei der Bemessung der Wartetaggelder zu berücksichtigen ist. Die Vorinstanz hat zu dieser Frage noch keine Stellungnahme abgeben können. Die Aktenlage lässt einen Entscheid dieser Frage nicht zu, sodass diese vorerst der Vorinstanz zur Prüfung zu unterbreiten ist. Die Verfügung Nr. 2486 vom 9. August 2002 wird deshalb an die Vorinstanz zurückgewiesen, um zu prüfen, ob die Zusprechung des Eingliederungszuschlages von Fr. 30.- im vorliegenden Fall mit den gesetzlichen Bestimmungen übereinstimmt." Die Beanstandung der Beschwerde führenden IV-Stelle an dieser prozessualen Vorgehensweise der Vorinstanz ist begründet: Indem die IV-Stelle mit der Verfügung Nr. 2486 ein Wartetaggeld zusprach, in dessen Kürzung sie den Eingliederungszuschlag miteinbezog, hat sie das Recht von Amtes wegen angewendet und damit zu erkennen gegeben, dass sie die materiellen Anspruchsvoraussetzungen des Art. 25 IVG für den gesetzlichen Eingliederungszuschlag grundsätzlich auch in der Wartezeit für ausgewiesen hält. Hier noch eine Stellungnahme der Verwaltung im Beschwerdeverfahren zu verlangen, ist überflüssig. Wenn das kantonale Gericht, abweichend von der in der Verfügung betreffend das Wartetaggeld vom 9. August 2002 zum Ausdruck gelangten Auffassung, der Meinung ist, während der Wartezeit könne der Versicherte grundsätzlich keinen Eingliederungszuschlag beanspruchen, so hat es darüber zu entscheiden. Dieser Aspekt gehört zum Anfechtungs- und Streitgegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens (BGE 125 V 413). 3.2 Für das Eidgenössische Versicherungsgericht stellt sich nun die Frage, wie in dieser prozessualen Situation zu verfahren ist: Es kann den diesbezüglichen kantonalen Rückweisungsentscheid aufheben und die Sache seinerseits an die Vorinstanz zurückweisen, damit sie in Beachtung des Grundsatzes der Rechtsanwendung von Amtes wegen über den grundsätzlichen Aspekt eines Anspruches auf Eingliederungszuschlag während der Wartezeit entscheide. Die Rückweisung an die Vorinstanz ist indessen unter dem Gesichtspunkt der Verfahrensökonomie (BGE 121 V 116 mit Hinweis) in Frage zu stellen. Denn wie auch immer das kantonale Gericht in diesem Punkt entscheiden würde, wäre wiederum - sei es seitens des Versicherten, sei es durch die IV-Stelle - mit einer erneuten Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu rechnen. Das Eidgenössische Versicherungsgericht bezieht daher die zum Streitgegenstand zählende und spruchreife Frage der grundsätzlichen Berechtigung auf den Eingliederungszuschlag während der Wartezeit in die materielle Beurteilung abschliessend mit ein, was mit Blick auf Art. 132 lit. c OG (fehlende Bindung an die Parteianträge; Erw. 1 hievor) zulässig ist.