Citation: 6B_476/2015 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdeführer übt über weite Strecken unzulässige appellatorische Kritik am vorinstanzlichen Beweisergebnis und beschränkt sich darauf, seine Sicht der Dinge vorzutragen. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn er anführt, die Tatsache, dass die Beschwerdegegnerin 3 bei den Einvernahmen von Beginn weg von einer Vertrauensperson einer Fachstelle begleitet worden sei, spreche nicht gegen ein auf eine Genugtuungszahlung ausgerichtetes taktisches Verhalten. Gleiches gilt für sein Vorbringen, wonach er keine sexuellen Handlungen an einem derart bevölkerten Ort wie einer automatischen Waschstrasse vornehmen würde und überdies die Tatsache, dass er zum damaligen Zeitpunkt verheiratet gewesen sei, gegen erzwungenen, ungeschützten Oralverkehr im Auto spreche, da dies mit der grossen Gefahr von im Fahrzeug hinterlassenen Spuren verbunden gewesen wäre. Darauf ist nicht einzutreten. Nicht zu beanstanden ist die vorinstanzliche Erwägung, wonach Schamgefühle der Beschwerdegegnerin 3 der Grund dafür gewesen seien, erst später über die Übergriffe zu berichten. Die Annahme, dass diese Handlungen für die Beschwerdegegnerin 3 demütigend waren und es ihr deshalb - im Gegensatz zu einem (nicht angeklagten) früheren Nötigungsversuch, von welchem sie bereits anlässlich ihrer ersten Einvernahmen berichtete - nicht leicht fiel, darüber zu sprechen, ist jedenfalls nicht willkürlich. Aus der Tatsache, dass der zunächst erwähnte Nötigungsversuch nicht angeklagt wurde, lässt sich sodann nichts in Bezug auf die generelle Glaubwürdigkeit der Beschwerdegegnerin 3 ableiten. Der allgemeinen Glaubwürdigkeit einer Person im Sinne einer dauerhaften personalen Eigenschaft kommt im Übrigen ohnehin nur untergeordnete Bedeutung zu. Wichtiger für die Wahrheitsfindung als die allgemeine Glaubwürdigkeit ist die Glaubhaftigkeit der konkreten Aussage, welche durch methodische Analyse ihres Inhalts darauf überprüft wird, ob die auf ein bestimmtes Geschehen bezogenen Angaben einem tatsächlichen Erleben des Zeugen entspringen (BGE 133 I 33 E. 4.3 mit Hinweisen). Dem Beschwerdeführer ist zuzustimmen, dass die Angaben der Beschwerdegegnerin 3 hinsichtlich der Daten und der Uhrzeiten der sexuellen Übergriffe nicht klar und widerspruchsfrei sind. Die Vorinstanz legt indessen willkürfrei dar, dass die Beschwerdegegnerin 3 generell Schwierigkeiten hat, zeitliche Abläufe zuverlässig zu schildern. Sie zeigt auf, dass sich aus den Aussagen der Beschwerdegegnerin 3 die Reihenfolge der verschiedenen Ereignisse dennoch klar ergebe. Der Vorfall in der Waschstrasse lasse sich zudem mit dem in diesem Zusammenhang genannten Rahmengeschehen (Arztbesuch) verknüpfen, was für die Wiedergabe eines erlebten Vorfalls spreche. Nicht gefolgt werden kann dem Beschwerdeführer, soweit er behauptet, der Vorgang in der Waschstrasse habe sich aufgrund seines Alters und seiner medizinischen Probleme gar nicht in der von der Beschwerdegegnerin 3 geschilderten Art und Zeitdauer abspielen können. Abgesehen davon, dass er dies erstmals vor Bundesgericht vorbringt und daher ohnehin nicht darauf einzugehen ist (vgl. Art. 99 Abs. 1 BGG), ist nicht ersichtlich, weshalb der Sachverhalt gemäss Anklage deswegen nicht möglich sein soll. Dasselbe gilt mit Blick auf den Vorfall in der Diskothek D.________. Schliesslich trifft es zwar zu, dass die Aussagen der Beschwerdegegnerin 3 zum Waschvorgang und den Merkmalen der Waschstrasse nicht frei von Ungereimtheiten sind. Die Vorinstanz legt indessen nachvollziehbar dar, weshalb die Aussagen nicht unglaubhaft sind. Die vom Beschwerdeführer angeführten Ungereimtheiten betreffen zudem nicht das eigentliche Kerngeschehen. Nicht zu beanstanden ist die vorinstanzliche Feststellung, wonach beim Waschvorgang die Vorgänge im Innenraum des Fahrzeugs von aussen nicht genau zu beobachten seien. Nicht willkürlich ist auch ihre Erwägung, wonach bei einem Geländefahrzeug vom Typ, wie es der Beschwerdeführer fuhr, der geschilderte Nötigungsvorgang - Niederdrücken des Kopfs in den Schoss des Fahrers - von aussen kaum zu erkennen sei. Schliesslich ist nicht erfindlich, weshalb der angeklagte Sachverhalt mit Blick auf die Ausstattung des Fahrzeugs und die Körpergrösse der Beschwerdegegnerin 3 nicht möglich sein sollte. Zusammengefasst vermag der Beschwerdeführer nicht darzulegen, inwiefern die vorinstanzliche Beweiswürdigung geradezu willkürlich sein sollte (vgl. vorne E. 2.3).