Citation: 7B_209/2023 E. 5.6

5.6. Im Lichte der oben dargelegten Rechtsprechung liegt hier kein Fall vor, bei dem eine getrennte Verfahrensführung gegen mutmassliche Mittäter oder Teilnehmer desselben Deliktes (Art. 29 Abs. 1 lit. b StPO) bundesrechtswidrig wäre und die Wahrung der Parteirechte des Beschwerdeführers ein komplexes und aufwändiges Mehrparteien-Verfahren als sachlich notwendig erscheinen liesse. Ebenso wenig hat die Vorinstanz das ihr zustehende erhebliche Ermessen überschritten, indem sie sachliche Gründe verneinte, die es sonstwie als von Bundesrechts wegen geboten erscheinen liessen, die fraglichen Strafverfahren zu vereinigen (Art. 30 StPO). Insbesondere sprechen hier auch die Anliegen von Prozessökonomie und Verfahrensbeschleunigung nicht für eine Verfahrensvereinigung.