Citation: 9C_92/2018 E. 3.4.2

3.4.2. Die Beschwerdeführerin gab bei der Haushaltsabklärung am 5. Juni 2012 an, sie würde auch ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen weiterhin in einem 60 % Pensum arbeiten wollen. Sie habe damals von sich aus den Beschäftigungsgrad reduziert, um mehr Lebensqualität zu erhalten. Dazu im Widerspruch hat sie gegenüber ihrem behandelnden Psychiater Dr. med. D.________ ausgeführt (vgl. Bericht vom 28. Dezember 2013), sie habe aufgrund ihrer eingeschränkten Leistungsfähigkeit in Folge des Erschöpfungszustands beim Unternehmen B.________ in einem 60 % Pensum beginnen können. Geplant sei gewesen, das Pensum zu steigern, was wegen der weiteren Entwicklung, auch in körperlicher Hinsicht, jedoch nicht mehr möglich gewesen sei. An diesen Vorbringen hielt die Beschwerdeführerin im weiteren Verfahrensverlauf fest, indem sie gegen den Vorbescheid vom 18. Januar 2016 geltend machte, sie ginge ohne gesundheitliche Einschränkungen einer Erwerbstätigkeit im Umfang von 100 % nach. Die Angaben der Beschwerdeführerin erscheinen somit nicht kongruent. Vorliegend ist jedoch ihrer initialen Aussage bei der Haushaltsabklärung im Vergleich zu ihren späteren Ausführungen nicht zwingend ein erhöhter Beweiswert zuzumessen. Es ist insbesondere nicht ersichtlich, dass ihre Aussagen gegenüber ihrem Psychiater, wie sie im Bericht vom 28. Dezember 2013 dokumentiert werden, von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst waren. Die Beschwerdeführerin war dannzumal weder anwaltlich vertreten noch konnte sie zu diesem Zeitpunkt absehen, welchen Einfluss diese Aussage auf den Ausgang des Verfahrens haben würde.