Citation: 8C_429/2022 E. 4.3.4

4.3.4. Gemäss konstanter Rechtsprechung ist ferner die neuropsychologische Testuntersuchung allein nicht ausreichend, um die Kausalitätsfrage eines Beschwerdebildes selbstständig und abschliessend zu beantworten (BGE 134 V 109 E. 9.5; 119 V 335 E. 2b/bb, Urteile 8C_636/2018 vom 28. November 2018 E. 4.2; 8C_137/2014 vom 5. Juni 2014 E. 5). Der Beschwerdeführer lässt bei seiner Argumentation ausser Acht, dass die geklagten neuropsychologischen Beeinträchtigungen und Defizite, da organisch nicht objektiv fassbar, der Adäquanzprüfung nach der Schleudertrauma-Praxis unterliegen (vgl. E. 5 hernach). Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt wurden und die hiebei angewendeten Untersuchungsmethoden wissenschaftlich anerkannt sind (BGE 138 V 248 E. 5.1; 134 V 109 E. 7 ff.; vgl. auch BGE 117 V 359 E. 5). Selbst wenn im neurologischen Teilgutachten von unvollständigen neuropsychologischen Abklärungen und einer mangelhaften Diskussion der Vorbefunde gemäss Untersuchungsbericht der Psychiatrischen Dienste H.________ vom 3. September 2019 auszugehen wäre, wie der Beschwerdeführer rügt, könnte hieraus nichts zu seinen Gunsten gewonnen werden. Denn auch aus einem Nachweis gewisser neuropsychologischer Defizite lässt sich allein nichts über die (natürliche und adäquate) Unfallkausalität ableiten. Wie die Vorinstanz bereits festhielt, ist es sodann nachvollziehbar, wenn im neuropsychologischen Gutachten angesichts der geschilderten Auffälligkeiten und Inkonsistenzen sowie der nicht bestandenen Beschwerdevalidierung), die von der Psychiatrischen Dienste H.________ geschilderten neuropsychologischen Beeinträchtigungen nicht bestätigt werden konnten, bzw. keine plausiblen neuropsychologischen Defizite mangels hinreichendem Aussagewert der Testergebnisse festgestellt wurden. Weitere neuropsychologische Abklärungen, auch, wie verlangt, hinsichtlich Textgedächnis sowie verbaler und visueller Lern- und Frischgedächnisfunktion können nach dem Gesagten unterbleiben. Eine bundesrechtsverletzende Beweiswürdigung liegt auch in diesem Punkt nicht vor, weshalb die Vorinstanz dem I.________ GmbH-Gutachten Beweiswert zuerkennen durfte.