Citation: 8C_122/2010 21.05.2010 E. 5

5.1 Die Schwere des Unfalles ist auf Grund des augenfälligen Geschehensablaufs mit den sich dabei entwickelnden Kräften zu beurteilen (SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26, U 2/07 E. 5.3.1). Der genaue Hergang des Unfalles ist ungeklärt. Selbst wenn jedoch auf den vom Beschwerdeführer vorgetragenen Ablauf abstellt wird, wonach er beim Verlassen des Schienentraktors auf die Nase fiel und sich dabei das Nasenbein brach, kann das Ereignis höchstens als mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten Unfällen qualifiziert werden. Die Adäquanz des Kausalzusammenhanges wäre somit nur dann zu bejahen, wenn eines der relevanten Adäquanzkriterien in besonders ausgeprägter oder mehrere dieser Kriterien in gehäufter Weise erfüllt wären. 5.2 Der Beschwerdeführer macht zu Recht nicht geltend, die Kriterien der besonders dramatischen Begleitumstände oder der besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls oder jenes der ärztlichen Fehlbehandlung seien erfüllt. 5.3 Wie der Versicherte in seiner Einsprache vom 24. Juni 2008 selbst betonte, war er vor dem Ereignis vom 23. August 2007 vollständig gesund. Somit ist das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzungen nicht aufgrund eines krankhaften Vorzustandes erfüllt. 5.4 Der Versicherte konnte das erstbehandelnde Spital bereits am Unfalltag wieder verlassen. Vom 29. Oktober bis zum 24. November 2007 hielt er sich stationär in der Klinik X.________ auf. Die sonstigen durchgeführten Therapiemassnahmen waren für den Beschwerdeführer nicht überdurchschnittlich belastend im Sinne der Rechtsprechung; praxisgemäss werden an das Kriterium der fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen Behandlung deutlich höhere Anforderungen gestellt (vgl. Urteil 8C_910/2009 vom 13. Januar 2010 E. 4.4). Das Kriterium ist somit zu verneinen. 5.5 Die Teilaspekte des Kriteriums des schwierigen Heilungsverlaufs und der erheblichen Komplikationen müssen nicht kumulativ erfüllt sein (BGE 117 V 359 E. 7b S. 369). Aus der ärztlichen Behandlung und den erheblichen Beschwerden darf nicht auf einen schwierigen Heilungsverlauf und/oder erhebliche Komplikationen geschlossen werden. Es bedarf hiezu besonderer Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt haben (Urteil 8C_80/2009 vom 5. Juni 2009 E. 6.5). Entgegen den Vorbringen des Versicherten vermögen vorbestehende Gesundheitsschäden keine Komplikation im Sinne dieses Kriteriums zu begründen (vgl. SVR 2008 UV Nr. 36 S. 137, 8C_637/2007 E. 2.5.3), zudem betonte der Beschwerdeführer selber, vor dem Ereignis vom 23. August 2007 vollständig gesund gewesen zu sein (vgl. auch E. 5.3 hievor); das Kriterium ist somit ebenfalls nicht erfüllt. 5.6 Was schliesslich die beiden Kriterien der erheblichen Beschwerden und der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen betrifft, gilt festzustellen, dass selbst wenn diese bejaht werden könnten, sie jedenfalls nicht in ausgeprägter Weise gegeben sind. 5.7 Da mithin keines der massgeblichen Kriterien besonders ausgeprägt vorliegt und selbst dann, wenn man zugunsten des Versicherten die beiden Kriterien der erheblichen Beschwerden und der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen als erfüllt erachten würde, die Kriterien nicht in gehäufter Weise gegeben sind, ist die Adäquanz eines Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfallereignis vom 23. August 2007 und den über den 30. Juni 2008 hinaus anhaltend geklagten, organisch nicht im Sinne der Rechtsprechung hinreichend nachweisbaren Beschwerden, zu verneinen. Die Leistungseinstellung auf dieses Datum hin war damit rechtens; die Beschwerde ist - ohne dass weitere Abklärungen notwendig wären - abzuweisen.