Citation: 1C_155/2016 E. A

Am 6. März 2014 annullierte das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons Bern den Führerausweis auf Probe von A.________ und ordnete an, ein neuer Lernfahrausweis könne ihm frühestens ab dem 15. Dezember 2014 und nur gestützt auf ein positives, höchstens drei Monate altes verkehrspsychologisches und -medizinisches Gutachten erteilt werden. A.________ unterzog sich am 23. April 2015 der verkehrsmedizinischen und am 30. April 2015 der verkehrspsychologischen Untersuchung beim Institut für Rechtsmedizin der Universität Bern, Abteilung Verkehrsmedizin (VMPP). Dieses erstellte am 2. Oktober 2015 zu Handen des Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamts das Gutachten, worin es die Fahreignung "derzeit" verneinte. Am 8. Oktober 2015 stellte das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt A.________ das Gutachten zu, riet ihm, dessen Empfehlungen zu befolgen und teilte ihm mit, aufgrund des negativen Gutachtens könne eine Wiederzulassung als Motorfahrzeugführer zurzeit nicht erfolgen. Mit Eingabe vom 14. Oktober 2015 machte A.________ geltend, das Gutachten sei nicht aktuell, da die entsprechenden Untersuchungen bereits rund 5 Monate zuvor durchgeführt worden seien. Seither habe er die Drogenabstinenz weitergeführt, seinen Alkoholkonsum reduziert und sich im Internet über die Wirkungen von Drogen und Alkohol im Strassenverkehr informiert. Er ersuche darum, das Gutachten zu ergänzen bzw. zu aktualisieren und sei bereit, daran mitzuwirken und sich baldmöglichst einer Kurzbegutachtung zu stellen. Am 21. Oktober 2015 teilte das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt A.________ mit, die Entzugsverfügung vom 6. März 2014 sei nach wie vor gültig und es liege in seiner Verantwortung, ein positives Gutachten beizubringen. Mit Eingabe vom 28. Oktober 2015 hielt A.________ fest, dass das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt das Gutachten in Auftrag gegeben und die Fragen formuliert habe; es sei auch dem Amt erstattet worden, welches daher verpflichtet sei, seine Einwände gegen das Gutachten zu prüfen. Falls es dazu nicht bereit sei, ersuche er um einen anfechtbaren Entscheid über die Wiederzulassung zum Verkehr. Am 11. November 2015 verfügte das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt, die Zulassung zum motorisierten Strassenverkehr werde A.________ in Anwendung von Art. 15a Abs. 5 SVG und Art. 11 Abs. 4 VZV verweigert. A.________ focht diese Verfügung bei der Rekurskommission des Kantons Bern für Massnahmen gegenüber Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführern an mit dem Antrag, sie aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung ans Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt zurückzuweisen. Die Rekurskommission wies die Beschwerde am 24. Februar 2016 ab.