Citation: 5C.263/2001 12.02.2002 E. A

A.- Die A.________ AG (nachfolgend: A.________) und die B.________ AG (nachfolgend: B.________), beide in Niederhasli, liessen in der Zeit vom 6. November 1997 bis zum 26. Februar 1999 insgesamt 71'480 kg Rhabarbern geschnitten, 92'440 kg Zwiebel-Würfel und 5'760 kg Apfel-Würfel, nebst geringen Mengen anderer Gemüse- und Obstsorten, an das Kühl- und Lagerhaus der Y.________ in Rümikon überführen und dort einlagern. Am 5./25. Januar 1999 kaufte die X.________ AG, Zürich, von der B.________ 90'000 kg Zwiebel-Würfel, 35'000 kg Rhabarbern geschnitten und 15'000 kg Apfel-Würfel zum Gesamtpreis von Fr. 273'908. 25. Über die A.________ wurde am 27. April 1999 der Konkurs eröffnet. Am 27. Mai 1999 gab das Konkursamt Niederglatt die bei der Y.________ eingelagerten Waren - von den Apfelwürfeln nur 4'500 kg - zu Gunsten der X.________ AG frei, falls diese der Y.________ deren Lagerkosten bezahle. Am 8. Juni 1999 stellte die Y.________ der X.________ AG Fr. 70'744. 15 für aufgelaufene Lagerkosten in Rechnung. Ebenfalls im Juni 1999 teilte die X.________ AG der Y.________ mit, sie habe 90'000 kg Zwiebel-Würfel an die C.________ AG in Schaan/FL verkauft und verlangte gleichzeitig die Herausgabe der eingelagerten Produkte. Daraufhin beanspruchte die Y.________ das Retentionsrecht an der gesamten Lagerware. Die X.________ AG liess das Retentionsrecht bestreiten, offerierte aber am 16. September 1999 die Hinterlegung von Fr. 73'000.-- auf ein Sperrkonto beim Bezirksgericht Zürich nach Auslagerung der Zwiebeln. In der Folge verlangte die Y.________ AG von der X.________ AG die Auslagerung der gesamten Ware gegen Bezahlung der Lagerkosten bis zum 22. September 1999. Später verkaufte die Y.________ die bei ihr eingelagerten Zwiebel-Würfel für Fr. 126'000.-- an die C.________ AG in Schaan/FL und liess die Rhabarbern und Apfel-Stücke entsorgen. Den Erlös aus dem Verkauf der Zwiebel-Würfel beanspruchte die Y.________ zur Deckung ihrer Lagerkosten.