Citation: 6B_1194/2017 E. 1.8.1

1.8.1. Der Beschwerdegegner übernahm die Verantwortung ab der ersten polizeilichen Einvernahme, auch wenn er erst in der dritten Einvernahme ein vollumfängliches Geständnis ablegte; ohne seine Kooperation hätte das Geschehen wohl im milderen Lichte beurteilt werden müssen (Urteil S. 17). Nur so war es möglich, die Verletzungen auf konkrete, präzise umschriebene Handlungen zurückzuführen. Der Hinweis der Beschwerdeführerin, dass die Rechtsmedizin Tathandlungen "vermutete" (Beschwerde S. 7, Ziff. 4), zeigt auf, dass der Tatablauf nicht im Einzelnen gesichert war. Ohne das Geständnis wäre in der Anklage nicht präzise zu umschreiben gewesen, was sich in der Tatnacht ereignet hatte (z.B. dass der Beschwerdegegner die erste Tochter an einem Bein über den Spültrog gehalten hatte, als sie sich übergab, und ihr auf den Rücken klopfte, wobei sie in Schwingung geriet und den Kopf anschlug). Dem Geständnis kommt massgebende Bedeutung für die Tataufklärung zu, auch wenn es erst nach Vorhalt belastender Erkenntnisse der Rechtsmedizin umfassend erfolgte.