Citation: 1B_627/2022 E. 4.7

4.7. Wie im mitangefochtenen prozessleitenden Entscheid des ZMG vom 14. Juni 2021 dargelegt wurde, hatte die Beschwerdeführerin angebliche Geschäftsgeheimnisse nur pauschal angerufen, aber nicht näher substanziiert. Ebenso wenig hat sie im gesamten Entsiegelungsverfahren jemals dargelegt, inwiefern ihre angerufenen Privatgeheimnisse das Strafverfolgungsinteresse überwiegen sollten. Wie sich aus der Prozessgeschichte ergibt, wäre es der Beschwerdeführerin (schon vor der Triagierung) durchaus zumutbar und möglich gewesen, angeblich betroffene Geschäftsgeheimnisse wenigstens grob zu umschreiben; dies umso mehr, als es sich um ihre eigenen Geschäftsdateien handelt, deren Siegelung sie verlangt hat. Die Ansicht des ZMG, ihre verantwortlichen Organe hätten wissen müssen, welche Geschäftsgeheimnisse betroffen sein könnten, hält vor dem Bundesrecht stand. Weshalb die Beschwerdeführerin diesbezüglich nochmals längere Vernehmlassungsfristen hätte erhalten oder gar Detaileinsicht in sämtliche gesiegelten Dateien hätte nehmen müssen, legt sie nicht nachvollziehbar dar. Indem die Beschwerdeführerin bis zum Abschluss der vorinstanzlichen Triagierungen lediglich pauschal auf nicht näher konkretisierte Geschäftsgeheimnisse hinwies, ist sie ihrer prozessualen Substanziierungsobliegenheit im Sinne der oben (E. 4.6) dargelegten Rechtsprechung des Bundesgerichtes nicht nachgekommen.