Citation: 9C_317/2016 E. 4.1

4.1. Das kantonale Gericht gelangte in Würdigung sämtlicher medizinischer Unterlagen zum Ergebnis, das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG sei im Sinne von Art. 29ter IVV wesentlich unterbrochen worden, weshalb kein Rentenanspruch bestehe. Es sei zwar unbestritten, dass sich der Beschwerdeführer wegen des im Oktober 2012 diagnostizierten Urothelkarzinoms mehreren Operationen habe unterziehen müssen, wobei er jeweils während den Hospitalisationen und anschliessenden Erholungsphasen 100 % arbeitsunfähig gewesen sei. Aus urologischer Sicht sei jedoch keine andauernde Arbeitsunfähigkeit attestiert worden. Die behandelnden Urologen hätten vielmehr ausdrücklich festgehalten, der Beschwerdeführer könne seine angestammte Tätigkeit nach wie vor ausüben und es bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Gemäss Bericht des erstbehandelnden Urologen sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer spätestens am 20. Mai 2014 wieder voll arbeitsfähig gewesen sei. Eine erneute Einschränkung der Arbeitsfähigkeit werde erst wieder ab dem 13. August 2014 mit echtzeitlichen Arztzeugnissen dokumentiert. Daraus folge, dass die einjährige Wartezeit, deren Beginn auf den 1. September 2013 (frühester möglicher Rentenbeginn: 1. September 2014, vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG) festzulegen sei, wesentlich unterbrochen worden sei: Der Beschwerdeführer sei spätestens ab dem 20. Mai bis 13. August 2014, mithin während mehr als 30 aufeinanderfolgenden Tagen, voll arbeitsfähig gewesen. Das Wartejahr habe daraufhin am 13. August 2014 neu zu laufen begonnen, sei damit aber im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung am 10. August 2015 noch nicht beendet gewesen. Daher müsse nicht geprüft werden, ob ab dem 13. August 2014 eine ununterbrochene Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40 % bestanden habe.