Citation: 2C_658/2023 E. 4.6.4

4.6.4. Zu prüfen bleibt im Zusammenhang mit dem ebenfalls als verletzt gerügten Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG, ob die Gewalt, welche die Beschwerdeführerin 1 bis zu ihrer Trennung durch ihren Ex-Ehemann erfahren hat (insbesondere der dem Strafbefehl vom 14. August 2017 zugrunde liegende Vorfall vom 4. Juli 2017; vgl. A hiervor) bzw. haben will, die ihr ansonsten vorwerfbare Sozialhilfeabhängigkeit zu entschuldigen vermag. Dies ist zu verneinen: Auch wenn man den Darstellungen der Beschwerdeführerin 1 folgt, wonach ihr Ex-Ehemann sie bereits vor dem objektiv belegten Vorfall vom 4. Juli 2017, nämlich seit Mitte 2014, bedroht, beschimpft sowie beleidigt habe und er zunehmend auch physisch gewalttätig geworden sei, ist damit nicht dargetan, inwiefern sie dies nach der Trennung im Jahr 2017 davon abgehalten haben soll, sich um eine existenzsichernde Erwerbstätigkeit zu bemühen.