Citation: 6B_239/2022 E. 7.4

7.4. Der Beschwerdegegner 2 machte vor dem Bezirksgericht wie bereits erwähnt Schadenersatz in der Höhe von Fr. 10'826.65 für den von den Unfalltaggeldern im Umfang von 80 % nicht gedeckten Lohnausfall sowie einen Haushaltsschaden in der Höhe von Fr. 1'000.-- geltend. Das Bezirksgericht erwog dazu, der Beschwerdegegner 2 habe lediglich eine einzige Lohnabrechnung für den Monat März 2019 eingereicht, weshalb es dem Gericht nicht möglich sei, den tatsächlichen Lohnausfall zu berechnen, zumal der Beschwerdegegner 2 damals auf Tagesbasis gearbeitet habe. Der geltend gemachte Haushaltschaden sei in keiner Weise substanziiert worden (angefochtenes Urteil E. 7.1 S. 26; erstinstanzliches Urteil S. 9 f.). Damit lag zumindest ausgehend vom Gesetzeswortlaut kein Anwendungsfall von Art. 126 Abs. 3 StPO für einen Grundsatzentscheid vor, da das Gericht die Zivilforderung mangels einer hinreichenden Begründung auf den Zivilweg verwies und nicht deshalb, weil deren vollständige Beurteilung "unverhältnismässig aufwändig" gewesen wäre (Art. 126 Abs. 3 StPO).