Citation: 1C_317/2022 E. 6.3

6.3. Das Bundesverwaltungsgericht erwog, in komplexen Verfahren wie dem vorliegenden Ausführungsprojekt sei es zulässig und sinnvoll, untergeordnete Fragen in Detailprojekten zu behandeln. Um eine solche handle es sich vorliegend, einerseits weil der ökologische Wert des zu ersetzenden Lebensraums relativ gering sei, andererseits weil das Ausführungsprojekt unter Berücksichtigung aller SABA zu einem Zuwachs der schützenswerten Lebensräume von 6'355 m2 auf 9'655 m2 führe. Überdies habe das ASTRA an der Einigungsverhandlung vom 31. Oktober 2018 noch zusätzliche Ersatzmassnahmen zugesichert (ca. 5'000 m2 Extensivierung Wiesland, ca. 5'000 m2 Aufwertung Amphibienlaichgebiet Lettaweiher, Instandstellen von Waldtümpeln beim Schiltacker), auf welche es zu behaften sei. Angesichts dieser Umstände komme der genauen Ausgestaltung des Waldweihers untergeordnete Bedeutung zu; dies dürfe im Rahmen eines Detailprojekts geklärt werden. Immerhin sei die Schaffung eines Ersatzweihers in nordöstlicher Richtung (Distanz ca. 160 m) in der vom UVEK genehmigten Umweltnotiz enthalten und damit rechtsverbindlich. Im Rahmen des Detailprojekts werde der Einfluss des bestehenden Waldweihers auf die Ausgestaltung der Ersatzmassnahme zu beurteilen sowie die Unterhaltsmassnahmen zu regeln sein. Der Beschwerdeführerin stehe dagegen der gleiche Rechtsschutz wie gegen die Plangenehmigung selbst zu (mit Hinweis auf BGE 121 II 378 E. 6).