Citation: 9C_563/2014 E. 5

Nach der Rechtsprechung (E. 1) bestimmt sich die Zuständigkeit des Schiedsgerichts danach, welche Parteien einander gegenüberstehen und um was es rechtlich geht. Dies sind hier der Leistungserbringer und der Versicherer, wobei die Frage streitig ist, ob die involvierten Leistungserbringer nachvollziehbar und tarifkonform abgerechnet haben. Dafür ist allein das Schiedsgericht zuständig. Durch die Vertretung vor Schiedsgericht soll die versicherte Person im System des Tiers garant davor geschützt werden, die Folgen tragen zu müssen, wenn der Arzt tarifwidrig fakturiert, Tarifschutzbestimmungen verletzt oder eine unwirtschaftliche Leistung erbracht hat. Dabei ist es zulässig, dass ein Versicherungsträger gegen den Willen der versicherten Person auch in deren Namen klageweise vor dem Schiedsgericht gegen einen Leistungserbringer vorgeht. Hat somit die Beschwerdeführerin die durch die Rückforderungsbelege Nr. 1809, Nr. 1845 und Nr. 1873 ausgewiesenen Arztrechnungen bereits bezahlt, so hat der Krankenversicherer für seine Versicherte gegen den Arzt vor dem Schiedsgericht auf Rückerstattung zu klagen. Hat die Beschwerdeführerin die Rechnungen noch nicht beglichen, hat der Arzt als Leistungserbringer vor dem Schiedsgericht gegen den Versicherer Klage zu erheben, welche auch in dieser Konstellation die Versicherte vertritt.