Citation: 5P.186/2005 15.07.2005 E. B

B.a Mit Beschluss vom 25. Oktober 2004 konkretisierte die Sozialbehörde ihren Beschluss vom 17. November 2003 hinsichtlich des Besuchsrechts. Dagegen erhob die Mutter Beschwerde beim Bezirksrat und gegen dessen abweisenden Entscheid vom 30. November 2004 Rekurs beim Obergericht des Kantons Zürich mit dem Begehren, "es sei auf das Besuchsrecht des Vaters sofort zu verzichten". Im Rekurs erhob sie unter anderem den Vorwurf des sexuellen Missbrauchs gegen den Vater. B.b Mit fristgerechter Eingabe vom 28. Januar 2005 erstattete die Rechtsvertreterin des Vaters, X.________, eine 25 Seiten umfassende Rekursantwort. Zur Hauptsache beantragte sie im Namen ihres Mandanten, auf den Rekurs nicht einzutreten, eventuell ihn abzuweisen. In prozessualer Hinsicht ersuchte sie darum, auf den Antrag der Rekurrentin um Erlass vorsorglicher Massnahmen nicht einzutreten, bzw. diesen abzuweisen. Auf Seite 24 der Rekursantwort bezeichnete die Anwältin den Fall als sehr aufwändig, wobei sie den konkreten Aufwand bis zum damaligen Zeitpunkt mit ca. 15 Stunden zuzüglich Spesen von rund Fr. 150.-- bezifferte. B.c Mit Verfügung vom 18. Februar 2005 bewilligte das Obergericht dem Vater die unentgeltliche Prozessführung für das Rekursverfahren und bestellte ihm eine unentgeltliche Rechtsvertreterin in der Person von X.________. Überdies wies es die von der Mutter beantragten vorsorglichen Massnahmen ab. B.d Mit Beschluss vom 20. April 2005 wies das Obergericht das Rekursbegehren der Rekurrentin ab. Diese wurde überdies verpflichtet, der Rechtsvertreterin des Rekursgegners für das Rekursverfahren eine Prozessentschädigung von Fr. 3'000.-- zu bezahlen (Dispositiv-Ziff. 6 des Beschlusses), wobei sich den Erwägungen des Beschlusses nichts Näheres zur Festsetzung der Entschädigung entnehmen lässt.