Citation: 8C_208/2018 E. 4.1

4.1. Zu den geltend gemachten psychischen Beschwerden legte das kantonale Gericht dar, diese seien erstmals Ende 2015, d.h. über 25 Jahre nach dem Unfall vom 17. August 1989, von den Ärzten der Reha O.________ festgestellt und in der Folge nie behandelt worden. Eine Leistungspflicht wäre nur gegeben, wenn zwischen dem Unfall vom 17. August 1989 und der psychischen Symptomatik sowohl ein natürlicher als auch ein adäquater Kausalzusammenhang bestünde. Anhand der Rechtsprechung zur Beurteilung der Adäquanz psychischer Fehlentwicklungen nach einem Unfall (vgl. BGE 115 V 133) prüfte das kantonale Gericht sodann, ob ein solcher adäquater Kausalzusammenhang vorliegend gegeben sei. Es qualifizierte das Unfallereignis als mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen und verneinte die Adäquanz nach Prüfung der Adäquanzkriterien, weil keines davon in besonders ausgeprägter Weise gegeben sei und sie auch nicht in gehäufter oder auffallender Form erfüllt seien. Folglich verzichtete es darauf, das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zu untersuchen.