Citation: 6B_1088/2022 E. 8.2.3

8.2.3. Weshalb die Dauer der Landesverweisung vorliegend unangemessen sein soll, vermag die Beschwerdeführerin nicht aufzuzeigen. Die Vorinstanz erwägt, durch die Begehung eines versuchten Mordes habe sich die Beschwerdeführerin eines äusserst schwerwiegenden Delikts schuldig gemacht und sie werde mit einer sehr hohen Freiheitsstrafe bestraft. Ihr Verschulden wiege schwer. Sie habe durch ihr hinterhältiges Tatvorgehen eine hohe kriminelle Energie an den Tag gelegt. Auch wenn die Fernhaltemassnahme für die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer langen Anwesenheit in der Schweiz eine grosse Härte zeitigen werde, erweise sich insbesondere angesichts des begangenen Delikts und der hierfür auszufällenden Sanktion eine Dauer der Landesverweisung deutlich in der oberen Hälfte des verfügbaren gesetzlichen Rahmens von 5 bis 15 Jahren als verhältnismässig und angemessen. Sie sei für 12 Jahre aus der Schweiz zu verweisen (angefochtenes Urteil S. 46 f.). Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, die Dauer der Landesverweisung wäre im Fall einer Verurteilung wegen eines milderen Tatbestands zu reduzieren (Beschwerde S. 35), weicht sie von der vorinstanzlichen Einschätzung ab, ohne jedoch Willkür darzutun. Insgesamt liegt die Dauer der Landesverweisung von 12 Jahren im Rahmen des weiten sachgerichtlichen Ermessens. Eine Verletzung von Bundesrecht ist auch insofern nicht ersichtlich.