Citation: U 299/03 20.04.2004 E. 3

Mit der Vorinstanz ist von einem Unfall im mittelschweren Bereich an der Grenze zu den leichten Unfällen auszugehen. Unbestritten und aufgrund der Akten ist erstellt, dass einerseits keine dramatischen Begleitumstände vorlagen, andererseits die Kriterien der Dauerbeschwerden und der langen Arbeitsunfähigkeit (100 % vom 10. bis 16. Februar 1998; 50 % seit 20. April 1998; RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544) erfüllt sind. Die übrigen Adäquanzkriterien hat die Vorinstanz zu Recht verneint. Es ergibt sich Folgendes: 3.1 Der Versicherte hat bei seinem Sturz ein leichtgradiges Schädel-Hirntrauma mit Verdacht auf HWS-Distorsion erlitten. Von einer weitergehenden, schweren Verletzung oder von einer Verletzung besonderer Art kann nicht gesprochen werden, liegen doch diesbezüglich keine medizinischen Akten vor. Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde unter diesem Kriterium geltend gemachten Kopf- und Nackenschmerzen, Schwindel, Konzentrationsstörungen, Licht- und Lärmempfindlichkeit, Sehbeschwerden, Müdigkeit sowie verminderte Belastbarkeit, welche den Versicherten einschränken, sind bereits unter dem Kriterium der Dauerbeschwerden berücksichtigt. 3.2 Eine ungewöhnlich lange Dauer der Behandlung kann ebenso wenig bejaht werden. Aus den Akten ergibt sich, dass zwischen dem zweiten Halbjahr 1999 und dem ersten Halbjahr 2000 keine ärztliche Behandlung mehr stattgefunden hat. Ab Sommer 2000 wurde die Behandlung wieder aufgenommen. Ab dem Zeitpunkt der Untersuchungen von Dr. med. K.________ (24. September bis 4. Oktober 2001) stand fest, dass keine regelmässigen therapeutischen Massnahmen mehr erforderlich waren. Insgesamt dauerte demnach die Behandlung etwas weniger als zwei Jahre. Diese Behandlungsbedürftigkeit ist für ein Schädel-Hirntrauma nicht unüblich lang, weshalb das Kriterium zu verneinen ist. 3.3 Der Beschwerdeführer ist der Auffassung, es liege eine ärztliche Fehlbehandlung vor, da er während eines Monats ärztlich verordnet einen Halskragen habe tragen müssen. Aus den Akten ist nicht ersichtlich, dass das einmonatige Tragen eines weichen Halskragens zur Verschlimmerung oder gar zur Chronifizierung der Beschwerden geführt hat. Die vom Versicherten mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereichten Unterlagen belegen überdies nur, dass auch in Fachkreisen von längerem Gebrauch von Halskragen eher abgeraten wird. Die Frage ist indessen in medizinischen Fachkreisen umstritten. Jedenfalls kann nicht als erstellt gelten, dass das einmonatige Tragen eines weichen Halskragens als medizinische Fehlbehandlung, die zur Verschlimmerung des Gesundheitszustandes führt, gezählt werden muss. 3.4 Schliesslich fehlt es auch am Kriterium des schwierigen Heilungsverlaufes. Der Gesundheitszustand des Versicherten ist aufgrund der ärztlichen Zeugnisse als stationär zu bezeichnen, wobei sich der Gesamtzustand eher verbessert hat. Erhebliche Komplikationen sind keine eingetreten. Insbesondere ergeben die medizinischen Akten keine Hinweise dafür, dass die Magen-Darmprobleme des Versicherten von erheblicher Bedeutung gewesen wären. Sie waren überdies nur von vorübergehender Natur. 3.5 Mithin sind lediglich zwei von sieben Adäquanzkriterien erfüllt. Da kein Kriterium in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist, reicht diese Ausgangslage für die Bejahung der Adäquanz nicht aus (vgl. Urteil H. vom 21. Oktober 2003, U 45/03). Die vorinstanzlich bestätigte Leistungseinstellung ab 1. Januar 2000 ist daher rechtens.