Citation: 5A_969/2019 E. 5.2.2

5.2.2. Die Beschwerdeführerin stösst sich an der Feststellung des Kantonsgerichts, wonach sich aus den Akten keine Hinweise bezüglich eines übermässigen Alkoholkonsums des Beschwerdegegners ergeben bzw. keine Gefahr auszumachen sei, dass der Beschwerdegegner sich vor oder während den Kontakten mit seinen Kindern in einen Zustand begebe oder befinde, in welchem er seine Verantwortung nicht mehr pflichtgemäss wahrnehme. So hätten die im selben Haus wohnenden Eltern und Dr. phil. G.________ (Paartherapeut) sich zur Alkoholproblematik geäussert. Weiter habe sie, die Beschwerdeführerin, sowohl in der Klage vom 15. Oktober 2014 (S. 6) als auch in der Stellungnahme im Massnahmeverfahren vom 17. September 2015 (S. 4) ausgeführt, der Beschwerdegegner habe sich oftmals am Nachmittag betrunken, als er auf C.A.________ hätte aufpassen müssen. Diese Verhaltensweise, welche er bereits vor dem Jahr 2013 an den Tag gelegt habe, würde auch heute noch sehr wohl eine Gefahr für das Kindeswohl darstellen. Insoweit habe das Kantonsgericht den Sachverhalt willkürlich festgestellt. Weiter treffe es nicht zu, dass nur die Beschwerdeführerin selber und Personen aus ihrer Verwandtschaft ein erst zu nehmendes Alkoholproblem behauptet hätten, zumal sich in den Akten - neben Berichten ihrer Eltern und Schwester - auch der Kurzbericht von Dr. phil. G.________ vom 16. September 2015 befinde, welcher sich dahingehend äussere, dass die Alkoholproblematik des Beschwerdeführers in der Ehe Schwierigkeiten bereitete und thematisiert wurde. Der Rüge der Beschwerdeführerin ist kein Erfolg beschieden. So hat das Kantonsgericht ausdrücklich festgehalten, dass mit Ausnahme der Behauptung der Beschwerdeführerin und von Personen aus ihrer Verwandtschaft nichts auf ein ernst zu nehmendes Alkohol- und Betäubungsmittelproblem des Beschwerdegegners hindeute (vgl. E. 5.2.1). Mithin hat es die Ausführungen der Beschwerdeführerin nicht ausser Acht gelassen. Dass das Kantonsgericht sich nicht einfach auf die diesbezüglichen Behauptungen der Beschwerdeführerin abstützte, sondern den Vorwurf auf seine Stichhaltigkeit hin prüfte, ist selbstredend nicht zu beanstanden. Hinsichtlich des Berichts von Dr. phil. G.________ trifft es zu, dass das Kantonsgericht nicht explizit darauf Bezug nimmt. Zu beachten ist jedoch, dass es sich bei diesem Bericht um ein kurzes Schreiben handelt, aus dem lediglich hervorgeht, dass die Alkoholproblematik des Ehemannes ein Thema gewesen war. Mithin handelt es sich nicht um eine Bestätigung oder Diagnose, sondern einzig um die Benennung eines Gesprächspunkts. Insoweit ist dieses Schreiben weniger aussagekräftig als der auf Ergänzungsfrage hin erstellte Bericht der Gutachterin der UK Basel vom 14. Februar 2017, womit auch nicht ersichtlich ist, weshalb die Berücksichtigung dieses Schreibens einen Einfluss auf den Verfahrensausgang gehabt hätte (vgl. E. 2.2). Entsprechend ist Willkür bei der Sachverhaltsermittlung zu verneinen.