Citation: I 648/05 23.12.2005 E. 4

Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegt der Beschwerdegegner vor dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, weshalb ihm hiefür kein Anspruch auf eine Parteientschädigung zusteht. Zu prüfen ist jedoch die ihm im kantonalen Prozess zugesprochene Entschädigung. 4.1 Im vorinstanzlichen Verfahren hat der Versicherte gegen den Entzug der aufschiebenden Wirkung bei den zwei Verfügungen vom 29. und 30. April 2004 rekurriert. Dabei hat er vor dem kantonalen Gericht vollumfänglich obsiegt. Da ein Entzug der aufschiebenden Wirkung bei einer Rückzahlungsverfügung nicht möglich ist (Erw. 1 hievor) und die IV-Stelle dies denn auch nicht angefochten hat, blieb der vorinstanzliche Entscheid betreffend die Verfügung vom 30. April 2004 unangetastet. Diesbezüglich hat der Versicherte im kantonalen Verfahren somit definitiv obsiegt. Hingegen unterliegt er nach dem Ergebnis des letztinstanzlichen Verfahrens in Bezug auf den Entzug der aufschiebenden Wirkung bei der Verfügung vom 29. April 2004. Somit wird die Vorinstanz die Parteientschädigung ohnehin neu zu bemessen haben, da nach dem Gesagten nur noch ein teilweises Obsiegen vorliegt. 4.2 Die Bemessung der Parteientschädigung ist mangels bundesrechtlicher Bestimmung dem kantonalen Recht überlassen, mit welchem sich das Eidgenössische Versicherungsgericht grundsätzlich nicht zu befassen hat (Art. 128 OG in Verbindung mit Art. 97 Abs. 1 OG und Art. 5 Abs. 1 VwVG). Es darf die Höhe der Entschädigung nur daraufhin überprüfen, ob die Anwendung der für ihre Bemessung einschlägigen kantonalen Bestimmungen, sei es bereits auf Grund ihrer Ausgestaltung oder aber auf Grund des Ergebnisses im konkreten Fall, zu einer Verletzung von Bundesrecht geführt hat (Art. 104 lit. a OG). Dabei fällt praktisch nur das in Art. 9 BV verankerte Willkürverbot in Betracht (BGE 125 V 408 Erw. 3a). Dabei steht dem kantonalen Gericht bei der Bemessung der Entschädigung praxisgemäss ein weiter Ermessensspielraum offen (BGE 114 V 87 Erw. 4b). Es hat für die Bestimmung des Honorars die Wichtigkeit und Schwierigkeit der Streitsache, den Umfang der Arbeitsleistung und den Zeitaufwand des Anwalts zu berücksichtigen. Dabei kann das durchschnittliche Anwaltshonorar pro Stunde je nach der kantonalen Anwaltsgebühren-Regelung willkürfrei innerhalb einer relativ weiten Bandbreite von Fr. 160.- bis Fr. 320.- festgesetzt werden (zum Ganzen: SVR 2002 AlV Nr. 3 S. 5 [Urteil W. vom 11. Juni 2001, C 130/99] mit zahlreichen Hinweisen). Die Vorinstanz wird sich bei der Neufestsetzung des Honorars von diesen Erwägungen leiten lassen.