Citation: 2C_856/2018 E. 4.5

4.5. Vor dem Hintergrund dieser Rechtslage braucht nicht geklärt zu werden, ob die Vorinstanz mit Recht davon ausgegangen ist, dem Beschwerdeführer sei es zwischen der Anerkennung seiner Kinder am 24. Dezember 2009 und der Nichtigkerklärung seiner Einbürgerung am 1. Oktober 2010 rechtlich und faktisch möglich gewesen, den Anspruch auf Nachzug seiner Kinder geltend zu machen. Obschon an dieser Feststellung ernsthafte Zweifel angebracht sind, ist vielmehr entscheidend, dass die Frist für die Geltendmachung des Nachzugsanspruchs (Art. 47 Abs. 1 AIG) zum Zeitpunkt der Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung nicht abgelaufen war und der Beschwerdeführer mit dem Nachzugsgesuch vom 30. Dezember 2013 die Frist von Art. 47 Abs. 1 AIG eingehalten hat. Nachdem er zu diesem Zeitpunkt keinen Anspruch auf den Nachzug seiner Kinder besass, löste die Erteilung der Niederlassungsbewilligung am 9. November 2017 eine neue Frist aus (Art. 47 Abs. 1 AIG), die er mit dem Nachzugsgesuch vom 21. November 2017 offensichtlich eingehalten hat.