Citation: 5A_351/2017 E. 3.4.3

3.4.3. Wie es sich mit der strittigen gerichtlich genehmigten Vereinbarung im Einzelnen verhält, ist im vorliegenden Verfahren nicht zu klären. Entscheidend ist einzig, ob ein Tatbestand vorliegt, der eine Löschung der vorgemerkten Verfügungsbeschränkung rechtfertigt (vgl. E. 3.3). Eine solche kann zwar in jedem Stadium der Verwertung erfolgen. Das Betreibungsamt darf indes weder von Amtes wegen noch bei einem Antrag des Schuldners eine Löschung im Grundbuch veranlassen, wenn nicht klar ist, ob die Verwertung nicht doch weitergeführt werden muss. Der Beschwerdeführer übergeht, dass das Betreibungsamt lediglich das Organ ist, welches nach Art. 649b Abs. 3 ZGB zur Vollstreckung des Ausschlussurteils bei dessen Nichtbefolgung bestimmt ist (vgl. PERRUCHOUD, in: Commentaire romand, Code Civil II, 2016, N. 30 zu 649b; STRITTMATTER, Ausschluss aus Rechtsgemeinschaften [...], 2002, S. 103). Allein der Umstand, dass der Beschwerdeführer die zu verwertenden Liegenschaften in der Zwischenzeit dennoch selber verkauft hat, rechtfertigt die Löschung der darauf lastenden Verfügungsbeschränkung noch nicht. Zudem ist zwischen den Parteien gerade strittig, ob er durch den Abschluss des Kaufvertrages nachträglich seiner Verpflichtung gemäss der gerichtlich genehmigten und zu vollstreckenden Vereinbarung nachgekommen ist. Damit ist nicht erkennbar, weshalb das Betreibungsamt die Löschung der Verfügungsbeschränkung veranlassen sollte. Selbst wenn in der Vollstreckung bei Nichtbefolgung des Ausschlussurteils nach Art. 649b Abs. 3 ZGB (durch öffentliche Versteigerung durch SchKG-Organe nach der VZG) eine Art der direkten Vollstreckung erblickt würde, wie sie allgemein in Art. 337 ZPO geregelt ist (vgl. STAEHELIN/STAEHELIN/GROLIMUND, Zivilprozessrecht, 2. Aufl. 2013, § 28 Rz. 31 f.), wäre zur Einstellung der Vollstreckung nicht das vollstreckende Organ, sondern das Vollstreckungsgericht zuständig.