Citation: 6B_401/2007 08.11.2007 E. 9.3

9.3.1 Die Vorinstanz hat das dem Beschwerdeführer 2 angelastete Fehlen von Einsicht und echtem Mitgefühl "in nicht unerheblichem Masse" straferhöhend berücksichtigt. Sie hat diese einzigen straferhöhenden Täterkomponenten um mehr als ¾ Jahre straferhöhend gewichtet. 9.3.2 Die Rechtsprechung hat sich schon mehrfach mit der Frage der strafzumessungsrechtlichen Bedeutung von Einsicht und Reue sowie deren Fehlen befasst. Gemäss BGE 113 IV 56 E. 4c lässt es sich mit Art. 63 aStGB vereinbaren, das Fehlen von Einsicht und Reue straferhöhend zu werten. Im Urteil 6S.686/1994 vom 11. Mai 1995 hat das Bundesgericht unter Hinweis auf Meinungsäusserungen im Schrifttum eingeräumt, dass eine auf Uneinsichtigkeit gestützte Straferhöhung nicht unbedenklich sei. Im Urteil 6S.199/2004 vom 27. April 2005 hat es erwogen, dass sich Einsicht und Reue strafmindernd auswirken. Der Umkehrschluss sei nicht zwingend, so dass jedenfalls keine Bundesrechtsverletzung vorliege, wenn fehlende Einsicht oder Reue nicht straferhöhend berücksichtigt werden. 9.3.3 Das angefochtene Urteil verstösst auch in diesem Punkt nicht gegen Bundesrecht. Es ist gerade auch im Falle eines an sich unbestrittenen Tötungsdelikts mit Rücksicht auf die Opferinteressen nicht zu beanstanden, das Verhalten eines Täters, der sich während des gesamten Verfahrens ausgesprochen uneinsichtig verhielt und gegenüber dem Opfer und dessen Familie kein echtes Mitgefühl zeigte, straferhöhend zu berücksichtigen.