Citation: I 862/05 13.06.2006 E. 3

3.1 Bei der Untersuchung vom 6. Juni 2002 hatte Dr. med. H.________ im Wesentlichen folgenden rheumatologischen Befunde erhoben: «(...) Gangbild hinkfrei, bewegt sich allgemein etwas steif, jedoch uneingeschränkt (...). Wirbelsäule mit physiologischen Krümmungen, Beweglichkeit der LWS für Inklination endphasig schmerzhaft, leicht eingeschränkt (...). HWS frei beweglich, indolent. BWS für Lateralflexion und Rotation bds. endphasig eingeschränkt (...). Druckdolenz der mittleren und unteren BWS sowie ausgeprägt der unteren LWS und am lumbo-sakralen Übergang (...). Gelenke der oberen Extremitäten sowie Sternum und coststernale Übergänge reizlos und frei beweglich, indolent (...). Hüftgelenk links für IR um 2/3, übrige Richtungen um 1/3 schmerzhaft eingeschränkt, rechtes Hüftgelenk für IR und AR endphasig eingeschränkt jedoch indolent. Periartropathiedruckpunkt am Trochanter major links ausgeprägter als rechts (...)» (Gutachten vom 26. Juni 2002). Bei der Untersuchung vom 20. März 2003 wurde demgegenüber folgender rheumatologische Befund erhoben: «(...) Gangbild hinkfrei, bewegt sich harmonisch und uneingeschränkt. Wirbelsäule mit physiologischen Krümmungen, allseits frei beweglich und weitgehend indolent, lediglich leichte Druckdolenz am lumbo-sakralen Übergang. ISG unauffällig. Gelenke der oberen Extremitäten reizlos, voll beweglich. Hüftgelenke bds. für IR und AR noch knapp 1/3 eingeschränkt, nicht wesentlich schmerzhaft (...)» (Gutachten vom 26. März 2003). 3.2 Der am 20. März 2003 erhobene klinisch-rheumatologische Befund in Bezug auf Beweglichkeit und Schmerzhaftigkeit war somit sowohl bei der Brust- und Lendenwirbelsäule, als auch bei den Hüftgelenken deutlich besser als bei der Abklärung vom 6. Juni 2002. Dies ist zu Recht unbestritten, ebenso dass eine allenfalls notwendige Einnahme von Medikamenten grundsätzlich zumutbar ist. Es ist daher auch von einer Verbesserung der von Dr. med. H.________ im ersten Gutachten auf 50 % bezifferten Arbeitsfähigkeit in dem Leiden angepassten Tätigkeiten auszugehen. In Bezug auf das Ausmass ist zu berücksichtigen, dass der Versicherte bereits seit April 2001 arbeitsunfähig gewesen war und seit November 2001 lediglich noch leichte Arbeiten im zeitlichen Umfang von 50 % verrichtet hatte. Die ungünstige «monoton-stereotype Arbeitshaltung in sitzender vornübergebeugter Stellung mit dauernder Belastung des linken Beines und der linken Hüfte durch Bedienung des Baggerpedals sowie durch die erwiesenermassen ungünstige chronische Vibrationseinwirkung auf der Baggermaschine» (Gutachten vom 26. Juni 2002) hatte somit im Zeitpunkt der zweiten Untersuchung im März 2003 beinahe zweieinhalb Jahre lang nicht mehr eingenommen werden müssen. Die Annahme einer grundsätzlich nicht oder zumindest nicht rentenerheblich beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit erscheint daher schlüssig. Eine Einschränkung aus psychischen Gründen wird nicht geltend gemacht. Es bestehen denn auch keine genügenden Anhaltspunkte für eine krankheitswertige Fehlverarbeitung der Schmerzen oder der «unklaren beruflichen Situation» (Gutachten vom 26. März 2003). Die Feststellung des kantonalen Gerichts, die (allfällige) Einnahme von Medikamenten (Antidepressiva) sei zumutbar, wird zu Recht nicht bestritten. Dies gilt auch für die anlässlich der Untersuchung vom 20. März 2003 erstmals geklagten vegetativen Symptome (Kopfschmerzen, Reizhusten, Nachtschweiss). Im Weitern besteht kein Anlass, die Beurteilung im kreisärztlichen Bericht vom 10. September 2003, wonach spätestens in diesem Zeitpunkt keine die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigenden Folgen der beim Verkehrsunfall vom 16. April 2003 erlittenen HWS-Distorsion mehr bestanden, in Frage zu stellen. Insbesondere ergeben sich aus den UV-Akten keine Anhaltspunkte, dass diese Verletzung zu verstärkten Schmerzen im Bereich der Brust- und Lendenwirbelsäule sowie der Hüftgelenke geführt hätte. Der Versicherte hatte sich dem Kreisarzt gegenüber auch nicht in diesem Sinne geäussert. Bereits dies spricht gegen die von Dr. med. L.________ in seinem Bericht vom 17. September 2005 postulierte richtunggebende Verschlimmerung des degenerativen Vorzustandes als Folge des Unfalles vom 26. April 2005. 3.3 Aufgrund des Vorstehenden ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass sich der Gesundheitszustand seit der Rentenzusprechung erheblich verbessert hat und spätestens im September 2003 keine Unfallfolgen mehr bestanden haben, welche die Arbeitsfähigkeit in Tätigkeiten, die den degenerativen Veränderungen im Bereich der Brust- und Lendenwirbelsäule sowie der Hüften Rechnung tragen, erheblich beeinträchtigen. Ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG ist somit gegeben.