Citation: 5A_593/2021 E. 2.4.1

2.4.1. Ferner macht die Beschwerdeführerin geltend, das Kantonsgericht habe die Vorbringen in ihrer Eingabe vom 2. Juni 2021 weder abgeklärt noch gewürdigt, was willkürlich sei und eine Verletzung des rechtlichen Gehörs darstelle. Sie habe nämlich geltend gemacht, dass die vom Beschwerdegegner angeführten Beispiele für über die bereits hohen Repräsentationsspesen hinausgehende Berufsauslagen in den Erfolgsrechnungen bereits berücksichtigt worden seien, zum Beispiel in den Positionen "Verluste Forderungen, Veränderungen Wertberichtigungen", "Unterhalt Geschäftsräume", "Betriebsaufwand Fahrzeuge" und "Betriebsstoffe", "Beiträge, Spenden, Vergabungen, Trinkgelder", "Kundengeschenke", "freiwillige Zahlungen Mahngebühren", "freiwillige Schadenszahlungen" und "sonstiger betrieblicher Aufwand". Somit hätte im Verfahren mit Untersuchungsmaxime eine diesbezügliche Überprüfung vorgenommen werden müssen und wäre es hierfür unumgänglich gewesen, allfällige Beispielbelege des Beschwerdegegners darauf zu überprüfen, ob sie nicht mit Verbuchungen in den fraglichen Kontodetails der Erfolgsrechnungen der GmbH übereinstimmten. Die Unterlassung einer solchen Überprüfung stelle eine Verletzung des rechtlichen Gehörs dar. Sei diese Überprüfung mangels Belegen des Beschwerdegegners nicht möglich gewesen, habe das Kantonsgericht ohne Verletzung des allgemeinen, im Urteil 5A_373/2007 vom 30. Oktober 2007 E. 3.2 dargelegten Grundsatzes nicht zu Ungunsten der unterhaltsberechtigten Kinder davon ausgehen dürfen, dass die vom Beschwerdegegner geltend gemachten Spesen tatsächlich begründet seien. Die gegenteilige Folgerung der Vorinstanz sei auch aus diesem Grund willkürlich.