Citation: 9C_689/2009 28.12.2009 E. 3.2

3.2.1 Bezüglich des ebenfalls umstrittenen Erlasses der zurückgeforderten Leistungen gemäss Art. 25 Abs. 1 ATSG ist die Vorinstanz zutreffend davon ausgegangen, dass der hierfür vorausgesetzte gute Glaube (Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG) von vornherein entfällt, wenn die zu Unrecht erfolgte Leistungsausrichtung auf eine vorsätzliche oder eine grobfahrlässige Verletzung der gesetzlichen Melde- oder Auskunftspflicht des Leistungsempfängers (Art. 31 ATSG; Art. 24 ELV) zurückgeht (BGE 112 V 97 E. 2c S. 103 und E. 3b S. 104; 110 V 176 E. 3c S. 180 f.; AHI 2003 S. 161 E. 3a, I 553/01; zum Ganzen Urteil 8C_594/2007 vom 10. März 2008 E. 5.2). Sie hat zudem richtig dargelegt, dass die gebotene Sorgfalt nach einem objektiven Massstab (unter Mitberücksichtigung des den Betroffenen in ihrer Subjektivität Möglichen und Zumutbaren [Urteilsfähigkeit, Gesundheitszustand, Bildungsgrad usw.]) zu beurteilen ist (vgl. SVR 2007 IV Nr. 13 S. 49 E. 3.1, I 622/05). 3.2.2 Nach den unter dem Blickwinkel von Art. 105 Abs. 2 BGG nicht zu beanstandenden und von den Parteien auch nicht bestrittenen Feststellungen der Vorinstanz haben die Beschwerdeführer der Ausgleichskasse die im Zeitraum 2005 bis 2007 gegenüber den Vorjahren wesentlich höheren Erwebseinkommen (vgl. E. 3.1 hievor) nicht gemeldet, dies trotz des Umstands, dass es bereits zuvor zu mehrfachen Leistungsanpassungen aufgrund veränderter finanzieller Verhältnisse gekommen war (per April 2002, Dezember 2003, Januar 2004, Februar 2004, September 2004, Januar 2005), die Formulare und Leistungsverfügungen der Ausgleichskasse ausdrücklich auf die Meldepflicht (auch) bei geändertem Erwerbseinkommen hingewiesen hatten und davon ausgegangen werden muss, dass der Beschwerdeführer sich aufgrund seiner Tätigkeit als Kundenberater einer grossen Versicherungsgesellschaft im Versicherungsbereich bestens auskennt. Im Lichte dieser Sachumstände hat der Beschwerdeführer es nach Auffassung der Vorinstanz an der rechtlich gebotenen Aufmerksamkeit fehlen lassen und ist ihm eine - die Gutgläubigkeit ausschliessende (E. 3.2.1 hievor) - grobfahrlässige Meldepflichtverletzung vorzuwerfen. 3.2.3 In der Beschwerde wird nichts vorgebracht, was die Bundesrechtswidrigkeit des vorinstanzlich unter Berücksichtigung der tatsächlichen Verhältnisse angewandten Sorgfaltsmassstabes und der daraus gezogenen Schlussfolgerungen zu begründen vermöchte (Art. 95 BGG; zur Einstufung als Rechtsfrage: BGE 122 V 221 E. 3 S. 223; SVR 2007 EL Nr. 8 S. 19 E. 2.2, 8C_1/2007). Den Einwand, man sei von einer bloss einmaligen und dann unveränderten Leistungsberechnung ausgegangen, hat die Vorinstanz - unter zutreffendem Hinweis auf die allseits bekannten früheren Leistungsanpassungen infolge geänderter Finanzverhältnisse - überzeugend zurückgewiesen. Auch die angebliche Annahme der Beschwerdeführer, die Ausgleichskasse habe die relevanten Einkommenszahlen direkt bei den Steuerbehörden anfragen können, ist offensichtlich nicht geeignet, ein abweichendes Ergebnis zu bewirken. Dass es dem beschwerdeführenden Ehegatten der Ergänzungsleistungsbezügerin - bei nachvollziehbarer psychischer Belastungssituation nach der Erkrankung seiner Ehefrau - objektiv unmöglich oder unzumutbar war und auch von einem verständigen Menschen in gleicher Lage nicht hätte verlangt werden können, der Ausgleichskasse die geänderten Erwerbseinkommen jeweils ordnungsgemäss zu melden, wird zu Recht nicht behauptet.