Citation: 9C_641/2023 E. A

A.________, geb. 1964, war seit April 2011 als Geschäftsführer für diverse Unternehmen tätig. Nachdem er sich am 5. März 2014 aufgrund einer Herzinsuffizienz zum Leistungsbezug bei der IV-Stelle des Kantons Zürich angemeldet hatte, sprach ihm diese mit Verfügungen vom 26. Oktober 2016 eine ganze Rente ab 1. Dezember 2014 und eine Dreiviertelsrente ab 1. Dezember 2015 zu. Mit Schreiben vom 19. April 2017 wurde die IV-Stelle durch die Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich darüber informiert, dass gegen A.________ ein Strafverfahren wegen Veruntreuung eingeleitet worden sei. Nachdem die IV-Stelle erfahren hatte, dass sich A.________ seit 31. März 2018 in Untersuchungshaft befand, ersuchte sie am 8. Januar 2019 beim Bezirksgericht Zürich um Einsicht in die Strafakten. D araufhin sistierte sie mit Verfügung vom 23. Januar 2019 die Rente für die Dauer der Haft. Mit bezirksgerichtlichem Urteil vom 22. Mai 2019 wurde A.________ der qualifizierten Veruntreuung sowie der mehrfachen Urkundenfälschung schuldig gesprochen und zu einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten verurteilt. Nachdem die Rente bereits von 1. April 2018 bis 30. Juni 2019 während der Dauer der Untersuchungshaft sistiert worden war, sistierte die IV-Stelle die Rente erneut mit Verfügung vom 25. November 2019 per Ende Juni 2019, da Anhaltspunkte für eine Meldepflichtverletzung aufgrund von IV-relevanten Einkommen bestünden und eine rückwirkende negative Leistungsbeurteilung möglich sei. Am 3. Juni 2020 wurde sie über eine Verschlechterung des Gesundheitszustands von A.________ informiert. Mit Auftrag vom 11. Dezember 2020 liess sie durch Dr. med. B.________, Facharzt für Innere Medizin FMH, spez. Kardiologie, ein kardiologisches Gutachten erstellen, welches am 25. März 2021 bei ihr einging. Am 16. Juni 2021 erhielt die IV-Stelle Einsicht in die Steuerakten. Mit Vorbescheid vom 7. Juli 2021 kündigte sie ein Rückkommen auf die ursprünglichen Rentenverfügungen vom 26. Oktober 2016 mittels prozessualer Revision an. Nachdem A.________ dagegen Einwand erhoben hatte, verfügte sie am 3. März 2022 die Aufhebung der Verfügungen vom 26. Oktober 2016 und die rückwirkende Aufhebung der Rente ab Rentenbeginn (1. Dezember 2014) bis 31. März 2018. Ab 1. Juli 2019 bestehe Anspruch auf eine halbe, ab 1. Dezember 2020 auf eine ganze Rente. Die zu Unrecht bezogenen Leistungen seien zurückzuerstatten. Mit Vorbescheid vom 16. August 2022 entschied sie zudem über den Rentenanspruch während der Dauer der Untersuchungshaft.