Citation: 9C_495/2023 E. 4.2

4.2. Auf im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholte Gutachten ist rechtsprechungsgemäss abzustellen, wenn nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4). Solche vermag der Beschwerdeführer hinsichtlich des somatischen Teils des Gutachtens des ABI nicht darzutun. Wie das kantonale Gericht zutreffend erwogen hat, setzte sich der orthopädische Teilgutachter des ABI mit den aktenkundigen Berichten der behandelnden Ärzte differenziert auseinander und begründete nachvollziehbar, wo Übereinstimmungen bestehen und welche Differenzen sich - insbesondere zur Arbeitsfähigkeitsbeurteilung - ergeben. Es verstösst demgemäss nicht gegen Bundesrecht, dass die Vorinstanz gestützt auf dieses Gutachten davon ausging, es habe - abgesehen von den anerkannten Rekonvaleszenzzeiten nach den beiden Schulteroperationen in den Jahren 2015 und 2017 - aus somatischen Gründen keine länger andauernde Arbeitsunfähigkeit bestanden. Soweit der Beschwerdeführer eine entsprechende Rekonvaleszenzzeit auch nach der Operation vom 15. Mai 2014 geltend macht, ist gestützt auf den Sprechstundenbericht des Spitals Uster vom 13. August 2014 davon auszugehen, dass die Rekonvaleszenzphase nach der Operation im Jahre 2014 spätestens auf das Datum dieses Berichts hin - und damit noch vor Ablauf des Wartejahres - abgeschlossen war.