Citation: 1P.631/2000 23.11.2000 E. 3

3.- Die Beschwerdeführerin rügt ebenfalls eine Verletzung ihres aus Art. 29 Abs. 2 BV fliessenden Anspruchs auf Akteneinsicht. Sie behauptet jedoch nicht, dass ihr die Behörden je die Einsicht in die Strafakten verweigert hätten. Sie wurde im Gegenteil mehrmals schriftlich auf ihr Akteneinsichtsrecht aufmerksam gemacht (vgl. etwa Schreiben des Obergerichts vom 4. November 1999), und sie hat wiederholt davon Gebrauch gemacht (vgl. etwa Aktennotizen des Amtsstatthalters vom 9. September 1997 und des Amtsschreibers vom 14. Januar 1998). Die Akteneinsicht war ihr auch ohne ihren Verteidiger möglich und zwar selbst dann, wenn dieser eine solche nicht für nötig hielt. Ihre Beschwerdeschrift beweist auch, dass sie mit den Akten bestens vertraut ist. Der Anspruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör wurde somit nicht verletzt.