Citation: 2C_157/2025 E. 1.2

1.2. Am 10. Oktober 2017 ersuchte A.________ das SEM unter Einreichung seines echten Reisepasses (die im Asylverfahren eingereichte Geburtsurkunde war falsch) um Korrektur seiner Personalien. Weil A.________ damit in der Absicht, eine Aufenthaltsbewilligung zu erlangen, den Behörden gegenüber wissentlich falsche Angaben zu entscheidenden Tatsachen gemacht hatte, wies das Migrationsamt sein Gesuch um eine weitere Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung am 22. März 2019 ab und wies ihn aus der Schweiz weg. Die dagegen erhobenen Rechtsmittel wurden in Bezug auf die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung rechtskräftig abgewiesen (Entscheid des Sicherheits- und Justizdepartements des Kantons St. Gallen vom 16. Oktober 2019 und Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 28. Mai 2020). Die Angelegenheit wurde aber zur Prüfung eines allenfalls dem SEM zu unterbreitenden Antrags auf Anordnung einer vorläufigen Aufnahme an das Migrationsamt zurückgewiesen.