Citation: 6B_272/2015 E. 3

Die beiden Vorfälle als solche werden vom Beschwerdeführer nicht in Abrede gestellt. Er anerkennt auch, dass sein Betreten des Grundstücks einen Hausfriedensbruch darstellte. Indessen macht er in beiden Fällen einen Rechtfertigungsgrund geltend. Hinsichtlich der Frage einer Notwehr bzw. eines Notstandes kann in Anwendung von Art. 109 Abs. 3 BGG auf die zutreffenden Erwägungen der kantonalen Richter verwiesen werden (vgl. angefochtenes Urteil S. 8-11 E. 5 mit Hinweis auf das Urteil der ersten Instanz). In Bezug auf den ersten Vorfall war die Beschimpfung bereits beendet, weshalb sie durch den Hausfriedensbruch nicht mehr abgewendet werden konnte. Der Beschwerdeführer hätte sich über das Verhalten des Mitarbeiters der Stiftung (z.B. telefonisch) beschweren können, ohne deren Grundstück zu betreten. In Bezug auf den zweiten Vorfall wollte der Beschwerdeführer durch das Foto des Hammers seine Position im baurechtlichen Verfahren verbessern. Selbsthilfe ist jedoch nur ganz ausnahmsweise gerechtfertigt, und im vorliegenden Fall ist nicht zu sehen, inwieweit es dem Beschwerdeführer ohne das Foto unmöglich gewesen wäre, einen ihm zustehenden Anspruch durchzusetzen. Sein Vorbringen, in der Bausache sei "kein reguläres Verfahren" geführt worden (Beschwerde S. 4 lit. d), vermag die angebliche Notwendigkeit, den Hammer zu fotografieren, nicht darzutun. Die Beschwerde ist unbegründet.