Citation: 8F_6/2023 E. 2.1

2.1. Die Gesuchstellerin beruft sich auf Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG. Danach kann eine Revision in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten verlangt werden, wenn die ersuchende Partei nachträglich erhebliche Tatsachen erfährt oder entscheidende Beweismittel auffindet, die sie im früheren Verfahren nicht beibringen konnte, unter Ausschluss der Tatsachen und Beweismittel, die erst nach dem Entscheid entstanden sind. Die Gesuchstellerin bezieht sich auf die Empfehlung der Eidgenössischen Kommission für Qualitätssicherung in der medizinischen Begutachtung EKQMB vom 4. Oktober 2023 sowie auf den Überprüfungsbericht der EKQMB und der Fachstelle der EKQMB über die Gutachten der PMEDA AG der Jahre 2022/2023 vom 7. November 2023. Sie rügt, zwar sei die Geltendmachung echter Noven gemäss Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG ausgeschlossen. Allerdings habe sich die in BGE 144 V 258 betroffene Gesuchstellerin erfolgreich auf Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG berufen. Auch beim damaligen Sachverhalt sei es um eine Gutachterstelle gegangen, die im Verbund der SuisseMED@P Expertisen für die Invalidenversicherung erstellt habe und der aufgrund festgestellter Mängel Aufträge entzogen worden seien. Wären dem Bundesgericht die beiden Dokumente der EKQMB im Zeitpunkt der Urteilsfällung vom 10. August 2023 bekannt gewesen, hätte es mit Sicherheit anders entschieden und im vorliegenden Fall dem PMEDA-Gutachten die beweisrechtliche Verwertbarkeit untersagt.