Citation: 2C_47/2024 E. 6.3.3

6.3.3. Nachdem vorliegend die Voraussetzungen für den Vertrauensschutz nicht erfüllt sind, mangelt es auch an den Voraussetzungen für eine Verletzung des Verbots widersprüchlichen Verhaltens. Abgesehen davon kann sich die Einwohnergemeinde auf sachliche Gründe stützen, nämlich die erhebliche Zunahme des Verkehrs in Zermatt, welche eine Überprüfung der erteilten Bewilligungen erforderlich machte. Dass bereits vor dem Jahr 2017 in Zermatt ein Verkehrswachstum zu verzeichnen war, hilft der Beschwerdeführerin diesbezüglich nicht weiter. Entscheidend ist, wann ein Verkehrswachstum erreicht ist, welches aufgrund des betroffenen, öffentlichen Interesses, vorliegend dem Schutz der Sicherheit der Fussgänger und Fahrzeuge sowie dem Erhalt von Zermatt als autofreiem Kurort, ein Einschreiten der Behörden erfordert. Dass der Verkehr in Zermatt, inklusive Fussgängerverkehr, auch in den letzten Jahren stetig zugenommen hat, ist unbestritten. Die Einwohnergemeinde hat deshalb gemäss vorinstanzlicher Sachverhaltsfeststellung nicht nur gegenüber der Beschwerdeführerin, sondern auch gegenüber den anderen reinen Bergrestaurants die Ausserverkehrsetzung des Elektrofahrzeugs bzw. die Ablehnung der Bewilligung verfügt. Ihr kann deshalb auch kein schwankendes Verhalten vorgeworfen werden.