Citation: 6B_533/2010 13.08.2010 E. 2

Die Beschwerde richtet sich gegen den Sachverhalt, von dem die Vorinstanz ausgegangen ist. Der Sachverhalt kann vor Bundesgericht mit Erfolg nur angefochten werden, wenn die Vorinstanz ihn offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG bzw. willkürlich im Sinne von Art. 9 BV festgestellt hat. Willkür liegt vor, wenn der angefochtene Entscheid im bemängelten Punkt offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 134 I 140 E. 5.4). Die Rüge der Willkür muss vor Bundesgericht präzise vorgebracht und begründet werden, ansonsten darauf nicht eingetreten wird (Art. 106 Abs. 2 BGG). Dieser Voraussetzung genügt die vorliegende Beschwerde nicht, da sie sich auf unzulässige appellatorische Kritik beschränkt. Die Vorinstanz geht zum Beispiel davon aus, die Beschwerdeführerin sei sich des problematischen Verhaltens ihrer Hunde bewusst gewesen (angefochtener Entscheid S. 6). Die Beschwerdeführerin behauptet demgegenüber, die Hunde seien sozialisiert, wie es bei Hunden selten vorkomme (Beschwerde S. 3). Dem steht indessen der Bericht einer Tierärztin entgegen, die bei beiden Pitbulls ein offenes Aggressionsverhalten gegenüber Menschen bzw. anderen Hunden diagnostizierte (Urteil Kreisgericht S. 10). Inwieweit das Abstellen auf diesen Bericht willkürlich sein könnte, ist nicht ersichtlich. Die Vorinstanz stellt fest, der Rettungssanitäter habe bei der Attacke eine leichte Rötung ohne Verletzung der Hautoberfläche am Oberschenkel erlitten (angefochtener Entscheid S. 7). Die Beschwerdeführerin macht dagegen geltend, bei einem Biss wäre die Hose beschädigt worden, was nicht der Fall gewesen sei (Beschwerde S. 3). Da es indessen lediglich um eine Tätlichkeit und nicht um eine "eigentliche Beissattacke mit erheblichen Auswirkungen auf die physische Integrität eines Menschen" geht (angefochtener Entscheid S. 8), muss es nicht zwingend zu einem Riss in der Hose des Geschädigten gekommen sein.