Citation: 4A_289/2021 E. 7.2

7.2. Im vorliegenden Verfahren stellten die Beschwerdeführer ein Wiederherstellungsgesuch (Erwägung 1.1). Die Wiederherstellung im Sinne von Art. 148 ZPO setzt ein Säumnis voraus, da sonst nichts wiederherzustellen ist. Mit anderen Worten kommt die Wiederherstellung nur dann in Frage, wenn Säumnis besteht. Im vorliegenden Wiederherstellungsverfahren ist daher die Frage, ob der Beschwerdeführer an der Schlichtungsverhandlung vom 6. November 2020 säumig war, nicht mehr Thema, sondern wird vorausgesetzt. Das angeblich mangelnde Säumnis des Beschwerdeführers wäre von den Beschwerdeführern im Rechtsmittelverfahren gegen die Abschreibungsverfügung der Schlichtungsbehörde vom 6. November 2020 geltend zu machen gewesen. Es wäre mithin von den Beschwerdeführern in einem diesbezüglichen Rechtsmittelverfahren vorzubringen gewesen, dass die Voraussetzungen des Säumnisentscheides nach Art. 206 Abs. 1 ZPO nicht erfüllt gewesen seien und das Schlichtungsverfahren betreffend Anfechtung/Erstreckung mangels Säumnis nicht als gegenstandslos hätte abgeschrieben werden dürfen. Soweit die Beschwerdeführer im vorliegenden Wiederherstellungsverfahren geltend machen, das Säumnisurteil sei überspitzt formalistisch, und damit den Säumnisentscheid in Frage stellen wollen, ist darauf nicht einzutreten. Das Gleiche gilt, wenn sie monieren, die Vorinstanz habe ihren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt und willkürlich geurteilt, weil sie nicht geprüft habe, ob die minutiöse Einhaltung der Vorschriften schutzwürdigen Interessen diene.