Citation: 8C_342/2023 E. A

Die 1971 geborene A.________ arbeitete seit dem 1. September 2014 in einem Vollzeitpensum bei der Spitex als Pflegehelferin SRK/Assistenz. Daneben übte sie zusätzlich eine Nebenerwerbstätigkeit im Reinigungsdienst bei der B.________ AG aus. Am 18. Oktober 2017 erlitt sie bei einem Auffahrunfall ein Distorsionstrauma der Halswirbelsäule (HWS). Im September 2018 meldete sie sich unter Hinweis auf seit dem Unfall bestehende Schmerzen und eine Depression zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an. Nach ersten Abklärungen der erwerblichen und medizinischen Situation gewährte die IV-Stelle Zug der Versicherten Eingliederungsmassnahmen in Form eines vom 20. Mai bis 19. August 2019 dauernden Belastbarkeitstrainings beim gemeinnützigen Verein C.________ und eines Aufbautrainings im gleichen Betrieb. Letzteres musste per 31. Januar 2020 infolge körperlicher Beschwerden vorzeitig abgebrochen werden. Trotz dieses Massnahmeabbruchs erhielt A.________ per 1. März 2020 beim Verein C.________ eine geschützte Arbeitsstelle in einem Pensum von 16 Stunden pro Woche. In der Folge holte die IV-Stelle bei der Medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS) Begutachtungszentrum BL (BEGAZ) ein polydisziplinäres Gutachten vom 29. Oktober 2020 ein. Am 6. November 2021 nahm Dr. med. D.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) zum Gutachten Stellung. Daraufhin unterbreitete die IV-Stelle dem BEGAZ Ergänzungsfragen, welche am 30. Dezember 2020 beantwortet wurden. Nach weiteren Stellungnahmen des Dr. med. D.________ vom 12. Januar und 1. März 2021 sprach die IV-Stelle der Versicherten - nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren - mit Verfügung vom 29. Juni 2021 eine halbe Invalidenrente ab 1. Mai 2019 zu.