Citation: 6B_1028/2022 E. 3.2.2

3.2.2. Mit Urteil 6S.632/1999 hielt der Kassationshof fest, indem der Beschwerdeführer die von ihm hergestellte unwahre Urkunde zunächst dem Notariat und in der Folge dem Handelsregisteramt vorgelegt habe, habe er sie nicht lediglich im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 2 (a) StGB "gebraucht" (vgl. Urteil, a.a.O., vom 24. August 2001 E. 2c). Weder die Falschbeurkundung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 aStGB durch Erstellen inhaltlich unwahrer Dokumente noch die Erschleichung einer falschen Beurkundung im Sinne von Art. 253 Abs. 1 StGB durch das amtliche Beglaubigen lassen der inhaltlich unwahren Dokumente beim Notariat seien als blosse straflose Vortat zur anschliessenden Erschleichung einer falschen Beurkundung durch die Anmeldung der Aktienkapitalerhöhung beim Handelsregisteramt zu qualifizieren. Bei der Beglaubigung sei ein anderer Beamter getäuscht worden (vgl. Urteil, a.a.O., vom 24. August 2001 E. 2d/bb).