Citation: 4A_377/2021 E. A

Die A.________ AG (Beschwerdeführerin) betrieb die Errichtung eines Landhauses in U.________, in deren Rahmen das Einzelunternehmen B.________ (Beschwerdegegner) mit Gipserarbeiten, Deckenbekleidungen, Innenputz und der Ausführung von Stuckaturen betraut wurde. Die Parteien schlossen am 2./12./19. August 2013 einen Werkvertrag, den sie den Regeln der SIA-Norm 118, Ausgabe 1977/1991, unterstellten und vereinbarten die Entlöhnung nach tatsächlichen Einheitspreisen bzw. nach Ausmass, teilweise nach Regie. In der Folge gerieten die Parteien insbesondere bei der Ermittlung der Ausmasse in Streit. Mit Schlussrechnung vom 16. September 2014 fakturierte der Beschwerdegegner Fr. 512'499.03 für Ausmassleistungen und Fr. 332'468.85 für Regiearbeiten, total Fr. 844'967.90. Es ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin dem Beschwerdegegner insgesamt Fr. 526'428.55 bezahlte.