Citation: 2C_1038/2017 E. 3.3

3.3. Vorliegend ist unbestritten, dass der Beschluss des Regierungsrates betreffend den Widerruf der Aufenthaltsbewilligung - offenbar aufgrund eines verwaltungsinternen "Missverständnisses" (vgl. Ziff. 1 der Vernehmlassung des Regierungsrates) - der Beschwerdeführerin bzw. ihrer Rechtsvertreterin zweimal zugestellt wurde: ein erstes Mal per Einschreiben, am 16. August 2017 (Postaufgabe), und ein zweites Mal per "A-Plus-Post", am 18. August 2017 (Postaufgabe). Ebenfalls unbestritten ist, dass der erste Zustellungsversuch erfolglos blieb, so dass eine Abholungseinladung ins Postfach der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin gelegt wurde. Bezüglich der "A-Plus-Post"-Sendung bestreiten die Beschwerdeführerin bzw. ihre Rechtsvertreter im bundesgerichtlichen Verfahren offenbar nicht, dass diese ihnen bereits am 19. August 2017 via Postfach zugestellt wurde (vgl. Ziff. 7 der Beschwerde und Ziff. 5 der Bemerkungen zur Vernehmlassung der Vorinstanz). In ihren Bemerkungen zur Vernehmlassung der Vorinstanz behauptet die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin jedoch, dass sie bis zum 24. August 2017 büroabwesend war und deshalb keine der beiden Sendungen vor dem 24. August 2017 entgegennehmen konnte (vgl. Ziff. 5 der Bemerkungen zur Vernehmlassung der Vorinstanz). Gemäss den Erwägungen des Kantonsgerichts war die von der Beschwerdeführerin eingereichte Kopie des angefochtenen Entscheids des Regierungsrates mit einem Eingangsstempel vom 21. August 2017 versehen (vgl. E. 5 des angefochtenen Urteils). Daher erachtete die Vorinstanz die Behauptungen der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin, beim angegebenen Eingangsdatum (21. August 2017) handle es sich um einen Tippfehler, als unglaubwürdig (vgl. E. 6.5 und 6.6 des angefochtenen Urteils). Wie es sich damit genau verhält, kann angesichts des Ausgangs des Verfahrens offen bleiben.