Citation: 2C_870/2016 E. 3.4

3.4. Bezüglich des Einwands, die Vorinstanz hätte im Hinblick auf Art. 12 KRK insbesondere auch den Sohn zur aufenthaltsbeendenden Massnahme befragen müssen, hat das Bundesgericht entschieden, dass im ausländerrechtlichen Verfahren hiervon abgesehen werden kann, wenn die Wahrnehmung der wohlverstandenen, zu den Anliegen der Eltern parallel liegenden Kindesinteressen durch diese sichergestellt ist (vgl. das Urteil 2C_930/2012 Vom 10. Januar 2013 E. 4.4.1); dabei macht es - entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführer - keinen Unterschied, ob das Kind von den Eltern selber ausdrücklich als verfahrensbeteiligt bezeichnet wird oder nur der ausreisepflichtige Elternteil sich auf die familiäre, eng gelebte Beziehung zum Kind beruft. Einem - wie hier - erst rund fünfjährigen Kind dürfte es selbst bei einer Befragung durch eine spezialisierte Person schwer fallen, sich zu den in der ausländerrechtlichen Interessenabwägung relevanten Fragen sinnvoll zu äussern. Die Tiefe der Beziehung des Vaters zum Kind und dessen Rolle als Bezugsperson wurden im Übrigen von keiner Seite infrage gestellt, weshalb das Kantonsgericht auch aus diesem Grund davon absehen durfte, den Sohn zum Verhältnis zu seinen Eltern noch zu befragen oder im Rahmen eines kinderpsychologischen Gutachtens befragen zu lassen.