Citation: 5A_368/2022 E. 3.3

3.3. Dem hält die Beschwerdeführerin entgegen, die Vorinstanz habe sich trotz entsprechender Rüge mit keinem Wort zur Kognition des EHRA geäussert, womit sie ihr rechtliches Gehör verletzt habe. Stattdessen habe sie sich direkt und ausschliesslich mit der materiellrechtlichen Frage der Rechtmässigkeit der Aufsichtsbehörde befasst und die "Natur der Aufsichtsbehörde" mit der Anerkennung der Beschwerdeführerin als kirchliche Stiftung - und so mit der Eintragungsfähigkeit - verknüpft. Sie gehe zu Unrecht davon aus, dass die kirchliche Stiftung im Eintragungsverfahren eine Aufsichtsbehörde angeben müsse und dem Handelsregisterführer die Kognition zur materiellrechtlichen Prüfung der "Natur" bzw. Qualität und Rechtmässigkeit der Aufsicht und damit einhergehend der (Nicht-) Anerkennung als kirchliche Stiftung zustehe. Im Übrigen habe sie die genügende Aufsicht im vorliegenden Fall zu Unrecht verneint. Die beiden Doppelmitglieder im Vorstand der Religionsgemeinschaft und im Stiftungsrat seien da wie dort in der Minderheit und es sei ihr Ausstand in Aufsichtsangelegenheiten beschlossen worden. Damit sei die Unabhängigkeit der Aufsicht gewährleistet, obschon das Gesetz eine solche nicht verlange.