Citation: 2C_405/2018 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe die für die Prüfung der Verhältnismässigkeit der aufenthaltsbeendenden Massnahme massgeblichen Kriterien unzutreffend angewandt und ausgelegt. Wenn die Vorinstanz für die Straftat, für welche er verurteilt worden sei, von einem erheblichen Verschulden und von einer hohen Freiheitsstrafe ausgehe, verkenne sie die anwendbaren strafrechtlichen Bestimmungen, weshalb diese Wertung Bundesrecht verletze. Ebenso habe die Vorinstanz die Strafe für den Geschädigten, welcher zuerst als Täter aufgetreten sei, falsch eingeordnet. Die Behauptung, der Beschwerdeführer verkehre in "gewaltbereiten Kreisen", sei frei erfunden. Die Unterstellungen, dem Beschwerdeführer fehle es an Einsicht, bei ihm würde eine signifikante Wiederholungsgefahr bestehen und er sei im Zusammenhang mit seinem Umgang mit Konflikten therapieresistent, würden in den Akten keine Stütze finden, seien rein spekulativ formuliert und offensichtlich im Hinblick auf die Begründung des Dispositivs formuliert worden, weshalb die Vorinstanz in Willkür (Art. 9 BV) verfallen sei. Befremdlich sei, wenn die Vorinstanz suggeriere, der Beschwerdeführer arbeite temporär, finde doch auch dieses Argument in den Akten keine Stütze und sei offensichtlich krass willkürlich (Art. 9 BV). Der Beschwerdeführer habe sich des Weiteren während des gesamten Zeitraums seit der begangenen Tat und nicht nur unter dem Druck der Probezeit wohlverhalten, weshalb die entsprechenden Ausführungen im Zusammenhang mit der Rückfallprognose willkürlich seien. Bei einer korrekten Würdigung dieser Elemente würde kein öffentliches Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung und an seiner Wegweisung bestehen. Der Beschwerdeführer halte sich seit über 15 Jahren in der Schweiz auf, sei sprachlich integriert, und habe in finanzieller Hinsicht zu keinerlei Klagen Anlass gegeben. Zutreffenderweise habe die Vorinstanz zwar davon ausgehen können, dass die rechtliche Integration des Beschwerdeführers zu wünschen übrig lasse, die Vorinstanz habe aber übersehen, dass der Beschwerdeführer nur einen Straftäter habe dingfest machen wollen. Angesichts seiner Verwurzelung in der Schweiz - der Beschwerdeführer habe hier die Primarschule absolviert, spreche perfekt Schweizerdeutsch - würden ihm auch die persönlichen bzw. familiären Verbindungen zu seinem Heimatstaat Mazedonien fehlen, weshalb ihm eine Ausreise nicht zumutbar sei. Der Beschwerdeführer habe sich hier eine Existenz als Steinmetz aufgebaut, welche er in Mazedonien nicht weiterführen könnte.