Citation: 9C_422/2018 E. 4.2.1

4.2.1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, das kantonale Gericht hätte - analog zu seiner Würdigung der kardiologischen Beurteilung - die vom Versicherten geklagten Thoraxschmerzen als aggravatorisches Verhalten nicht berücksichtigen dürfen und abweichend vom pneumologischen Gutachten vom 30. Oktober 2015 von einer vollen Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten ausgehen müssen. Damit stellt die Beschwerdeführerin der vorinstanzlichen ihre eigene Beweiswürdigung gegenüber, ohne dass sie aufzuzeigen vermöchte, inwiefern es offensichtlich unrichtig oder sonst wie bundesrechtswidrig sein soll, dass sich das kantonale Gericht auf das pneumologische Teilgutachten der Dr. med. C.________, Fachärztin FMH Pneumologie und Innere Medizin, vom 30. Oktober 2015 abgestützt hat: Die beschwerdeführerische Kritik verfängt schon deshalb nicht, weil Dr. med. C.________ dem Verhalten des Versicherten sehr wohl Rechnung getragen hat. So wies die Fachärztin bereits im Teilgutachten vom 30. Oktober 2015 auf eine etwas eingeschränkte Kooperation des Versicherten hin. Auf Nachfrage der IV-Stelle erklärte sie, die eingeschränkte Kooperation habe zwar möglicherweise minimal schlechtere, allerdings reproduzierbare Werte der Lungenfunktion ergeben. Es sei ihr aber dennoch möglich, anhand der Symptome, der erhobenen Befunde und der Diagnose (persistierender Zwerchfellhochstand rechts unklarer Ätiologie bei Status nach offener Zwerchfellraffung, persistierender restriktiver Ventilationsstörung mittelschweren Grades sowie persistierender Diffusionsstörung mittelschweren Grades) die Leistungsfähigkeit des Versicherten eindeutig zu beurteilen. Ihre im Teilgutachten vom 30. Oktober 2015 abgegebene Einschätzung, wonach der Versicherte aufgrund einer restriktiven Pneumopathie in körperlich kaum belastenden Tätigkeiten mit häufigen Pausen 60 % arbeitsfähig ist, hielt sie unverändert für gerechtfertigt (Stellungnahme vom 22. August 2016).