Citation: 9C_666/2024 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz hat ihrer rechtlichen Würdigung die folgenden Sachverhaltsfeststellungen zugrunde gelegt: Zwischen den Parteien unbestritten und aus den Akten erstellt sei, dass die Beschwerdeführerin Ende 2016 20 Aktien der B.________ S.A. von D.________ zu einem Preis von insgesamt Fr. 220'000.- gekauft habe. Ebenfalls ausser Streit stehe, dass sie dieselben Aktien mit Aktienkaufvertrag vom 29. Juni 2017 an ihre Arbeitgeberin B.________ AG zu einem Preis von Fr. 440'000.- weiterverkauft habe (vgl. E. 3.3 des angefochtenen Entscheids, nachfolgend: a.E.). Für diese Verdoppelung des Kaufpreises bzw. für den Aufpreis von Fr. 220'000.- nach nur rund einem halben Jahr habe die Beschwerdeführerin keine überzeugende Erklärung vorbringen können (vgl. dazu ausführlich E. 3.7 u. 3.9 a.E.). Die massgebliche Kaufpreisentwicklung lasse sich in Würdigung aller Umstände nur dadurch erklären, dass mit den beiden Transaktionen finanzielle Anreize für die Beschwerdeführerin eine zentrale Rolle gespielt hätten, welche ihre Arbeitgeberin ihr als Folge der ArbeitnehmersteIIung ermöglicht hätte. Insgesamt sei nicht ernsthaft zu bezweifeln, dass es mit der Verdoppelung des Kaufpreises darum gegangen sei, die Beschwerdeführerin für ihre Leistungen als Arbeitnehmerin zu entlöhnen (vgl. dazu u.a. E. 3.5 einleitend, 3.5.1, 3.5.2 u. insb. E. 3.8 sowie 3.9 a.E.). Anstelle der in Wirklichkeit beidseits bezweckten Zusprechung eines Erwerbseinkommens hätten die Kaufs- und Weiterverkaufsparteien eine rechtliche Ausgestaltung ihrer Vereinbarungen gewählt, die es der Beschwerdeführerin ermöglichen sollte, gegenüber den Steuerbehörden einen steuerfreien Kapitalgewinn geltend zu machen, was für die Beteiligten (gegenüber einer herkömmlichen Lohnzahlung) erhebliche steuerrechtliche und sozialversicherungsrechtliche Vorteile gebracht hätte (vgl. E. 3.5.3 u. 3.9 a.E.). Weiter erscheine ausgeschlossen, dass sich die Beschwerdeführerin - wie durch den ins Recht gelegten Kaufvertrag impliziert - mit ihrer Arbeitgeberin erst am 29. Juni 2017 über den Weiterverkauf der Aktien geeinigt habe (vgl. E. 3.4.3 u. 3.9 a.E.; zu den sich diesbezüglich aus der vollumfänglichen Fremdfinanzierung des Aktienkaufs durch die Beschwerdeführerin und aus der Zurückzahlung des erhaltenen Lombardkredits ergebenden Indzien: vgl. ausführlich E. 3.4.2 a.E.). Vielmehr sei aufgrund der gesamten Umstände davon auszugehen, dass die Vertragsparteien sich bereits anlässlich des Aktienkaufs von Dezember 2016 in dem Sinne geeinigt haben müssten, der Beschwerdeführerin den Weiterverkauf der Aktien an die B.________ AG zuzusichern (vgl. E. 3.4.3 u. 3.4.5 a.E.). Zu jenem Zeitpunkt habe die Beschwerdeführerin einen insbesondere im Interesse ihrer Arbeitgeberin liegenden Aktienerwerb mit erheblichen wirtschaftlichen Risiken getätigt. Sie habe diese Risiken letztlich im Interesse ihrer Arbeitgeberin getragen, und es müsse vermutet werden, dass sie die Risiken des kreditfinanzierten Aktienkaufs nur eingegangen sei, da ihre Arbeitgeberin ihr versichert habe, ihr die Aktien (mit dem genannten Aufpreis) wieder abzukaufen. Damit übereinstimmend habe die B.________ AG gemäss Angaben der Beschwerdeführerin im Rechtsmittelverfahren schon Ende 2016 gewusst, dass die Beschwerdeführerin die Aktien nicht an eine Drittperson verkaufen würde, was zusätzlich auf eine entsprechende Vereinbarung zwischen der Beschwerdeführerin und der B.________ AG bereits zu jenem Zeitpunkt hindeute (vgl. E. 3.4.5 a.E.). Wenn die Beschwerdeführerin ausserdem auf Provisionsansprüche gegenüber der B.________ AG hinweise, so schlössen solche Ansprüche nicht aus, dass mit der Erhöhung des Kaufpreises eine Entschädigung für die Arbeitstätigkeit der Beschwerdeführerin ausgerichtet werden sollte (vgl. dazu ausführlich E. 3.8 a.E.). Im Übrigen sei es auch nicht so, dass innerhalb der Gruppe keine anderen Möglichkeiten für eine Transaktion mit demselben Ergebnis bestanden hätten (vgl. dazu ausführlich E. 3.6 a.E.).