Citation: 4A_371/2023 E. 9.1

9.1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, es bestehe kein Forderungsanspruch des Beschwerdegegners. Der Beschwerdegegner habe die Rückzahlung des Darlehens verlangt und damit von sich aus das Darlehensverhältnis beendet. Mit der verlangten Rückzahlung des Darlehens sei die Gewinnbeteiligung des Beschwerdegegners untergegangen. Eventualiter macht sie geltend, ein allfälliger Gewinnbeteiligungsanspruch könne unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände nur die erste Etappe betreffen. Die Rüge geht fehl. Der Vertrag 2 hält, wie erwähnt, explizit fest: "Das Darlehen kann jederzeit durch die Darlehensnehmerin zurückbezahlt werden. Eine Rückzahlung tangiert die Erfolgskomponente gemäss Ziff. 3.1 und 3.2. in keiner Weise, d.h. diese ist weiterhin geschuldet." Die Erfolgskomponente in Ziff. 3.1 und 3.2 des Vertrags 2 entspricht der Gewinnbeteiligung in Ziff. II 5a und b der Vereinbarung 2005. Vor diesem Hintergrund ist nicht ersichtlich und die Beschwerdeführerin vermag auch nicht darzutun, weshalb eine Rückzahlung des Darlehens - entgegen dem Wortlaut des Vertrags 2 - dazu führen sollte, dass die Gewinnbeteiligung nicht mehr geschuldet bzw. untergegangen ist. Unbegründet ist in diesem Zusammenhang auch der erneut erhobene Vorwurf einer unzulässigen Vermischung der Vereinbarung 2005 und des Vertrags 2. Es kann auf die Ausführungen in E. 6.10 hiervor verwiesen werden. Wenn die Beschwerdeführerin schliesslich erneut argumentiert, der Gewinnbeteiligungsanspruch des Beschwerdegegners könne unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände nur die erste Etappe betreffen, kann auf die Ausführungen in E. 7 hiervor verwiesen werden.