Citation: 2C_960/2014 E. 3.1

3.1. Im vorliegenden Fall erscheint massgeblich, dass die per 1. Oktober 2007 erfolgte Veräusserung der Aktien der Z.________ AG an den Beschwerdeführer 1 noch vor Errichtung der Statuten der Y.________ & Partner AG (17. September 2007) vereinbart wurde (Vertrag vom 8./12. September 2007) und die Aktiengesellschaft nach Eintragung ins Handelsregister (27. September 2007) und dem damit verbundenen Erwerb der Rechtspersönlichkeit (Art. 643 Abs. 1 OR; SR 220) nur gerade während vier Tagen im formellen Besitz der zuvor bereits verkauften Beteiligung war, wovon zwei Tage auf ein Wochenende fielen. Wie die Vorinstanz zutreffend festhielt, machte eine solche Einbringung der Aktien der Z.________ AG in die Y.________ & Partner AG für letztere keinen unternehmerischen Sinn. Zu beachten sind sodann die unbestrittenen vorinstanzlichen Feststellungen, wonach sich der Beschwerdeführer 1 bereits in den Jahren 2000, 2006 sowie zu Beginn des Jahres 2007 bei den Steuerbehörden nach den steuerlichen Folgen einer Überführung der Aktien der Z.________ AG ins Privatvermögen erkundigte. Zuvor hatte sogar bereits eine sog. "kalte Überführung" stattgefunden, indem diese Beteiligung ab 1. Januar 1997 nicht mehr in der Buchhaltung der Kollektivgesellschaft "Y.________ & Partner" erschienen war und der Beschwerdeführer 1 erst nach Aufklärung über die Steuerfolgen im Frühjahr 2000 erklärt hatte, rückwirkend auf eine Überführung ins Privatvermögen zu verzichten (vgl. E. 3.3.1.2 des angefochtenen Entscheids). Bei dieser Sachlage ist es evident, dass der Beschwerdeführer 1 einzig bezweckte, die Beteiligung an der Z.________ AG fortan als Teil seines Privatvermögens halten zu können. Wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat, wäre die übliche Vorgehensweise für das vom Beschwerdeführer 1 angestrebte Endergebnis somit die direkte Überführung der Beteiligung an der Z.________ AG von der Kollektivgesellschaft ins eigene Privatvermögen gewesen; der Umweg über die sehr kurzzeitige Übernahme der Beteiligung durch die neugegründete Aktiengesellschaft erscheint demgegenüber äusserst ungewöhnlich und es ist kein anderes nachvollziehbares Interesse an einem solchen Vorgehen erkennbar, als eine beabsichtigte Steuerersparnis der Beschwerdeführer. In diesem Zusammenhang kann auf die entsprechenden Erwägungen des Verwaltungsgerichts verwiesen werden (E. 3.3.1.2 und E. 3.3.2 des angefochtenen Entscheids). Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer ist auch das Erfordernis der effektiven Steuerersparnis erfüllt: Wie aufgezeigt, würde der Handwechsel der Beteiligung an der Z.________ AG bei den Beschwerdeführern keine Einkommenssteuerfolgen auslösen, wollte man diesen Vorgang auch steuerrechtlich als Übertragung von stillen Reserven an eine juristische Person im Rahmen einer Umstrukturierung qualifizieren. Folgerichtig beantragen die Beschwerdeführer vor Bundesgericht denn auch eine Reduktion der steuerbaren Einkünfte aus selbständiger Erwerbstätigkeit auf lediglich Fr. 17'021.--, wogegen die Vorinstanz und das Spezialverwaltungsgericht von einem Einkommen aus Kollektivgesellschaft in Höhe von Fr. 738'135.-- ausgingen (vgl. Sachverhalt Lit. C und Lit. D). Diese erhebliche Ersparnis der Beschwerdeführer liesse sich auch nicht ohne Weiteres mit dem Steueranfall bei anderen Steuersubjekten querverrechnen: Es ist daher nicht von entscheidender Bedeutung, ob und in welchem Umfang die vom Beschwerdeführer 1 gewählte Konstruktion bei der Y.________ & Partner AG zu Steuerfolgen führen würde. Bei dieser Sachlage ist die Vorinstanz mithin zu Recht von einer Steuerumgehung ausgegangen. Dies hat zur Folge, dass der Besteuerung jene Rechtsgestaltung zugrunde zu legen ist, die sachgemäss gewesen wäre, um den erstrebten wirtschaftlichen Zweck zu erreichen (BGE 138 II 239 E. 4.1 S. 245). Im vorliegenden Fall entspricht eine solche Rechtsgestaltung der direkten Privatentnahme der streitbetroffenen Beteiligung aus der Kollektivgesellschaft.