Citation: 2C_376/2021 E. 4.5

4.5. Zu prüfen bleibt, ob die soeben dargelegten Vorfälle zusammen genommen die notwendige Intensität erreichen, damit ein weiteres Zusammenleben mit ihrem Ehemann die Beschwerdeführerin in ihrer Persönlichkeit ernsthaft gefährden würde und ihr eine Fortführung der ehelichen Gemeinschaft bei objektiver Betrachtungsweise nicht mehr zugemutet werden kann. Wie gesehen, erfolgten die Vorfälle primär durch die Familienangehörigen des Ehemannes und nicht durch diesen selbst. Dieser Umstand schliesst häusliche Gewalt zwar nicht an sich aus (vorne E. 3.2), jedoch wollte die Beschwerdeführerin an der Ehe festhalten, wenn auch in einer eigenen ehelichen Wohnung. In der Folge veranlasste der Ehemann die Trennung der Ehe, was vorliegend zumindest als weiteres Indiz dafür zu werten ist, dass die Beschwerdeführerin nicht in einer objektiv unzumutbaren ehelichen Gemeinschaft verblieben ist, weil die Trennung für sie nachteilige ausländerrechtliche Konsequenzen haben würde (vorne E. 3.3). Ob der Ehemann durch die Familienangehörigen zur Trennung ermutigt worden ist - wie die Beschwerdeführerin vorbringt - spielt bei dieser Einschätzung keine wesentliche Rolle. Weiter kommt hinzu, dass die Ehe nur kurz dauerte und die erlittene Unbill in zeitlicher Hinsicht ebenfalls nicht allzu intensiv war. Insgesamt ergibt sich das Bild einer wenig harmonischen Beziehung, wobei insbesondere die Behandlung der Beschwerdeführerin durch die Angehörigen des Ehemanns von Feindseligkeiten geprägt und für die Beschwerdeführerin belastend war. Die glaubhaft gemachten Vorfälle reichen allerdings auch in ihrer Gesamtheit nicht aus, um die für das Vorliegen häuslicher Gewalt notwendige Intensität zu erreichen. Inwiefern die Vorinstanz dabei die verschiedenen Beweismittel nicht in korrekter Weise gewürdigt hätte, begründet die Beschwerdeführerin nicht weiter. Sie begnügt sich unter Verweis auf die angebliche Zerstückelung des Sachverhalts, was wie gesehen nicht zutreffend ist (vorne E. 4.3), mit rein appellatorischer Kritik an der scheinbar unvollständigen Sachverhaltsfeststellung durch die Vorinstanz, welche nicht ihrer Darstellung der Geschehnisse entspricht. Dies alleine genügt für eine willkürliche Feststellung des Sachverhaltes jedoch nicht (E. 1.5). Auch vermag die Beschwerdeführerin weder aufzuzeigen, inwiefern die Vorfälle - soweit die Vorinstanz diese als glaubhaft gemacht erachtete - die für häusliche Gewalt notwendige Intensität erreichten, noch dass sie aus bewilligungsrechtlichen Gründen in einer für sie objektiv unzumutbaren Beziehung verblieben wäre.