Citation: 6P.37/2004 19.05.2004 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt, das Obergericht sei in Willkür verfallen, indem es sich nur auf die Aussagen von A.________ abgestützt und diejenigen von B.________ nicht in Betracht gezogen habe. 2.1 Eine Sachverhaltsfeststellung ist willkürlich im Sinne von Art. 9 BV, wenn sie offensichtlich unhaltbar ist, zur tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, auf einem offenkundigen Versehen beruht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Willkür liegt sodann nur vor, wenn nicht bloss die Begründung eines Entscheides, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (BGE 129 I 173 E. 3.1, mit Hinweisen). 2.2 Das Obergericht hielt dem Beschwerdeführer vor, er habe am 27. Februar 2000 seinen Kuhstall nicht genügend gereinigt und nicht mit ausreichend Einstreu versehen. Es stützte sich dabei auf die Aussagen des kantonalen Tierschutzbeauftragten A.________, der am Morgen des 28. Februar 2000 eine Kontrolle des Kuhstalls durchgeführt hatte. A.________ sagte aus, der Boden des Stallgangs sei knöcheltief mit Kot bedeckt gewesen. Aufgrund der vorgefundenen Menge Kot müsse auf eine mehr als eintägige Vernachlässigung des Stalles geschlossen werden. 2.3 Der als Auskunftsperson befragte B.________ brachte vor, die Tiere könnten über Nacht eine derartige Menge Kot produzieren, dass der Boden knöcheltief bedeckt sei. Diese Aussage steht tatsächlich im Widerspruch zur Feststellung des Tierschutzbeauftragten A.________. Das Obergericht bedachte im Rahmen der Beweiswürdigung einerseits, dass A.________ selber einen landwirtschaftlichen Betrieb geführt habe und daher den Zustand beurteilen könne. Andererseits berücksichtigte das Gericht, dass B.________, der als Hilfsknecht am Abend vor der Kontrolle den Stall hätte besorgen sollen, sich selber Vorwürfen ausgesetzt sah. Zudem zog das Gericht in Betracht, dass A.________ über die vorgefundene Situation einen Bericht verfasste und den Zustand mit Fotos dokumentieren wollte. Obschon die Fotos wegen mangelhafter Qualität kein Bild über den Zustand wiedergeben könnten, spreche dieses Vorgehen für die Zuverlässigkeit seiner Feststellungen. Dass das Gericht sich unter diesen Umständen auf die Aussagen von A.________ abstützte, erscheint nicht willkürlich. Die Vorbringen des Beschwerdeführers erschöpfen sich in unzulässiger appellatorischer Kritik. Die Beschwerde ist in diesem Punkt unbegründet.