Citation: 5A_208/2024 E. 4.3

4.3. Die Erwägungen der Vorinstanz sind insofern zu relativieren, als die Anwendbarkeit der Untersuchungsmaxime und des Offizialgrundsatzes nichts an der gemäss Art. 311 ZPO geltenden Begründungspflicht ändert (oben E. 4.1). Erwiese sich die Berufungsschrift der Beschwerdegegnerin daher tatsächlich als mangelhaft, wäre darauf - wie der Beschwerdeführer geltend macht - nicht einzutreten (vgl. auch Urteil 5A_779/2021 vom 16. Dezember 2022 E. 4.3.2). Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers hat die Vorinstanz allerdings nicht "klar festgehalten, dass sich die Beschwerdegegnerin mangelhaft mit dem erstinstanzlichen Entscheid auseinandergesetzt hat". Zwar erinnerte die Vorinstanz die Beschwerdegegnerin an die im Rechtsmittelverfahren geltende Begründungsobliegenheit. Dass sie die Berufung insgesamt als ungenügend begründet erachtete, ergibt sich aus dem angefochtenen Entscheid hingegen nicht. Es läge daher am Beschwerdeführer, dem Bundesgericht - seinerseits unter Einhaltung der vor Bundesgericht geltenden Begründungspflicht (dazu E. 2.1) - aufzuzeigen, inwiefern die Berufungsschrift der Beschwerdegegnerin den Anforderungen von Art. 311 Abs. 1 ZPO nicht zu genügen vermochte und die gegenteilige Ansicht der Vorinstanz gegen das Willkürverbot (Art. 9 BV) verstösst. Der Beschwerdeführer macht diesbezüglich geltend, die Berufungsschrift der Beschwerdegegnerin habe sich nicht mit dem erstinstanzlichen Entscheid auseinandergesetzt und die Ausführungen würden ohne Zusammenhang und ohne konkreten Bezug auf den erstinstanzlichen Entscheid erfolgen. Damit zeigt er jedoch nicht genügend konkret und mit Aktenhinweisen belegt auf, inwiefern die Berufungsschrift den Anforderungen von Art. 311 Abs. 1 ZPO nicht zu genügen vermochte bzw. die Vorinstanz in Willkür verfallen sein soll, indem sie dennoch auf die Berufung eingetreten ist.