Citation: 8C_792/2019 E. 4.2

4.2. Im Sinne einer Eventualbegründung hat die Vorinstanz weiter erwogen, selbst bei einem hypothetischen Beginn der Umschulung im Zeitpunkt des Unfalls wäre eine solche, da mindestens vier Jahre in Anspruch nehmend, nicht mehr verhältnismässig gewesen. Wie der Versicherte dagegen zutreffend einwendet, ist indessen nicht nachvollziehbar, weshalb die Vorinstanz zwingend von einer dermassen langen Umschulung ausgeht. Bereits aufgrund des allgemeinen Verhältnismässigkeitsprinzips wäre vor Inangriffnahme einer Massnahme von dieser Dauer zu prüfen, ob das Eingliederungsziel nicht auch mit einer kürzeren Umschulung erreicht werden könnte. Dabei bietet es sich an, wenn immer möglich von einer Umschulung in ein völlig neues Berufsfeld abzusehen und an die bereits vorhandenen Kenntnisse und Erfahrungen anzuknüpfen. Eine solche, bloss ein- oder zweijährige, Umschulung wäre aber - jedenfalls wenn man von den in der Beschwerde geltend gemachten Ausbildungskosten ausgeht - auch bei einem 56-jährigen Versicherten noch ohne weiteres angemessen.