Citation: 9C_675/2017 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführerin rügt, ob eine medizinisch-theoretisch attestierte Restarbeitsfähigkeit noch verwertet werden könne, sei - entgegen dem kantonalen Gericht - nicht durch den medizinischen Gutachter, sondern durch den Rechtsanwender zu beurteilen. Indem die Vorinstanz keine konkret in Betracht fallenden Arbeitsstellen nannte, sei sie ihrer Untersuchungspflicht nicht nachgekommen und habe den Anspruch der Versicherten auf rechtliches Gehör (Begründungspflicht) verletzt. Da ihre verbliebene Einsatzfähigkeit aufgrund des sehr instabilen Gesundheitszustands und immer wieder vorkommender Ohnmachtsanfälle auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht wirtschaftlich verwertbar sei, hätte beim Einkommensvergleich kein Erwerbseinkommen berücksichtigt werden dürfen. Nach welchen Gesichtspunkten die Entscheidung über die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit erfolgt, ist eine Rechtsfrage (vgl. etwa BGE 140 V 267 E. 2.4 S. 270 mit Hinweisen), was im Übrigen auch die Vorinstanz nicht verkannte. Rechtsprechungsgemäss ist in der Regel die Verwertbarkeit umso eingehender abzuklären und nachzuweisen, je restriktiver das medizinische Anforderungsprofil umschrieben ist (Urteil 9C_253/2017 vom 6. Juli 2017 E. 2.2.1 mit Hinweis). Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist erst anzunehmen, wenn die zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich wäre, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt (vgl. Art. 7 Abs. 1 und 16 ATSG) praktisch nicht kennen würde und das Finden einer entsprechenden Stelle daher von vorneherein als ausgeschlossen erschiene (BGE 138 V 457 E. 3.1 S. 459 f.; Urteil 9C_769/2016 vom 29. Juni 2017 E. 4.3 mit Hinweisen). Die Vorinstanz hat kein Bundesrecht verletzt, wenn sie erkannt hat, dass eine derartige Konstellation nicht vorliege, biete doch der ausgeglichene Arbeitsmarkt rechtsprechungsgemäss genügend Stellen an, welche dem Belastungsprofil der Beschwerdeführerin (vgl. E. 3.1 oben) entsprächen. Konkrete, näher umschriebene Einsatzmöglichkeiten im Sinne von Arbeitsgelegenheiten konnte und musste sie nicht aufzeigen (vgl. z.B. Urteile 9C_283/2017 vom 29. August 2017 E. 4.2.3; 9C_226/2017 vom 7. August 2017 E. 3.2; 9C_469/2016 vom 22. Dezember 2016 E. 6.3). Daran ändern auch die Vorbringen der Versicherten, ihr Gesundheitszustand sei völlig instabil, sie leide unter Ohnmachtsanfällen und ihre Anwesenheit sei in keiner Weise planbar, nichts: Die auf konkreter Würdigung der ärztlichen Berichte beruhende vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung, wonach im April 2015 eine Verbesserung bzw. Stabilisierung des Gesundheitszustands mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eingetreten sei, ist für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlich (E. 1 vorne). Dass diese im konkreten Fall offensichtlich unrichtig oder willkürlich sei, wird nicht aufgezeigt.