Citation: 6B_25/2021 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erwägt, in der Anklageschrift vom 17. April 2018 seien das Datum, die Uhrzeit und der Ort des Vorfalls, der Unfallhergang, die Umstände resp. Strassen- und Sichtverhältnisse, die Sorgfaltspflichtverletzung (namentlich das Nichtanpassen der Geschwindigkeit, das ungebremste Fahren in das Stauende sowie die mangelnde Aufmerksamkeit) und die Verletzungen der Privatkläger umschrieben. Der Grund für die mangelnde Aufmerksamkeit müsse nicht zwingend in der Anklageschrift enthalten sein. Anhand der vorliegenden Anklageschrift wisse der Beschwerdeführer zweifellos, was ihm vorgeworfen werde, auch wenn diese "knapp gehalten" sei. Der Lebenssachverhalt sei sachlich, örtlich, und zeitlich genügend konkret wiedergegeben, und die Sorgfaltspflichtverletzungen seien genannt. Die Pflichtwidrigkeit sei in ihrem Kern dargestellt. Mit diesen Umschreibungen werde die Tat hinreichend individualisiert und mithin unverwechselbar gekennzeichnet. Die Vermeidbarkeit ergebe sich im vorliegenden Fall bereits aus der Sorgfaltspflichtverletzung und die Vorhersehbarkeit aus der allgemeinen Erkenntnis, wonach eine den Verhältnissen nicht angepasste Geschwindigkeit und mangelnde Aufmerksamkeit im Strassenverkehr dazu führen können, dass sich eine Kollision nicht mehr verhindern lasse. Der Beschwerdeführer sei anhand der Anklageschrift jedenfalls fraglos im Stande, sich zu verteidigen. Insgesamt sei die Umschreibung des Tatvorwurfs zwar auf das absolut Wesentliche beschränkt, erreiche aber immerhin das gebotene Minimum. Im Ergebnis sei eine Verletzung des Anklagegrundsatzes daher zu verneinen (Urteil S. 10 ff. E. 2.1.5).