Citation: 8C_153/2021 E. 5.4.2

5.4.2. Im hier zu beurteilenden Fall wird der Beschwerdeführerin im beweiskräftigen Gerichtsgutachten vom 11. Februar 2019, wie die Vorinstanz in für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlicher Weise feststellte, eine vollumfängliche Arbeitsfähigkeit in der angestammten wie auch in einer leidensangepassten Tätigkeit attestiert. Zwar findet sich im Gutachten die Diagnose einer histrionischen Persönlichkeitsstörung, doch legte Dr. med. C.________ überzeugend dar, dass ihr keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zuzumessen sei. Fehlt es an einer fachärztlich attestierten Arbeitsunfähigkeit, bedarf es - wie in E. 5.4.1 hiervor dargelegt - grundsätzlich nicht dem Vorgehen nach dem strukturierten Beweisverfahren und einer Indikatorenprüfung. Dies erübrigt sich auch deshalb, da mit einer Indikatorenprüfung eine im Rahmen einer psychischen Diagnose attestierte Arbeitsunfähigkeit validiert wird. Vorliegend wird aber vom Experten mit nachvollziehbarer und überzeugender Begründung keine Arbeitsunfähigkeit im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen festgestellt. Eine grössere Arbeitsunfähigkeit als die gutachterlich attestierte kann jedoch auch aus einer Indikatorenprüfung nicht resultieren (vgl. Urteile 8C_52/2020 vom 22. April 2020 E. 4.2.2; 8C_783/2019 vom 14. April 2020 E. 4.1.4 und 8C_629/2019 vom 8. November 2019 E. 4.2.4; je mit Hinweisen). Die in dieser Hinsicht erhobenen Rügen gehen demnach an der Sache vorbei.