Citation: 9C_394/2007 28.08.2007 E. 5

Die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen sind für das Bundesgericht verbindlich, ausser wenn sie offensichtlich unrichtig oder unvollständig sind, was hier jedoch entgegen der beschwerdeführerischen Beanstandung nicht zutrifft. Von unvollständiger Tatsachenfeststellung, die nach Art. 105 Abs. 2 BGG als Rechtsverletzung gilt, kann nur gesprochen werden, wenn bezüglich einer rechtserheblichen Tatsache (z.B. hinsichtlich des Gesundheitsschadens, des funktionellen Leistungsvermögens, der verfügbaren psychischen Ressourcen, der medizinisch zumutbaren restlichen Arbeitsfähigkeit etc.) keine gerichtliche Feststellung getroffen worden ist. Dies ist hier nicht der Fall. Im angefochtenen Entscheid ist der rentenrelevante Sachverhalt, namentlich die zumutbare Arbeitsfähigkeit des Versicherten, weder offensichtlich unrichtig noch rechtsverletzend festgestellt, sodass er für die angerufene Instanz verbindlich ist. Was der Beschwerdeführer dazu vorbringen lässt, dringt nicht durch: 5.1 Der in der Beschwerde (vgl. Ziff. 9 S. 6) genannte Bericht der Neurochirurgischen Klinik des Spitals B.________ vom 10. Oktober 2005 erwähnt zwar die anamnestische Verschlechterung des Gesundheitszustandes im Jahre 2005 (Bericht S. 2), schliesst aber trotzdem auf eine bis zu 100-prozentige Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit bzw. - in der im Bericht integrierten medizinischen Beurteilung der Arbeitsbelastbarkeit vom 2. Oktober 2005 - auf die Zumutbarkeit einer solchen ganztägigen Beschäftigung. 5.2 Auch die Würdigung der psychiatrischen Aspekte durch die Vorinstanz ist nicht offensichtlich unrichtig. Die von Dr. med. Y.________ im Bericht vom 25. Mai 2005 zunächst im Sinne einer Differenzialdiagnose (zu einer Anpassungsstörung mit mittelgradiger depressiver Symptomatik ([ICD10 F43.2] im Rahmen einer chronischen Schmerzsymptomatik und psychosozialer Problematik) angegebene, im Zeugnis vom 3. April 2006 dann als Diagnose genannte mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1), ist hier nicht einer psychischen Störung mit selbstständigem Krankheitswert gleichzusetzen. Die von der Rechtsprechung (BGE 130 V 352) dafür verlangten Morbiditätskriterien wären zweifellos vom Psychiater festgestellt worden, wenn sie bestanden hätten. Eine anspruchsrelevante Verschlimmerung des Gesundheitszustandes kann nur bejaht werden, wenn eine Krankheit neu aufgetreten ist oder sich wesentlich verschlimmert hat. Psychosoziale Belastungsfaktoren haben dabei weitgehend ausser Acht zu bleiben. Je stärker psychosoziale und soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein, damit eine Invalidität bejaht - oder im Falle der Rentenrevision eine wesentliche Verschlechterung der Leiden angenommen - werden kann (vgl. BGE 127 V 294 E. 5a S. 299 mit Hinweis auf AHI 2000 S. 153 E. 3). Je mehr der von der Rechtsprechung verlangten Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die entsprechenden Befunde darstellen, desto eher sind - ausnahmsweise - die Voraussetzungen für eine zumutbare Willensanstrengung zu verneinen (Meyer-Blaser, Der Rechtsbegriff der Arbeitsunfähigkeit und seine Bedeutung in der Sozialversicherung, in: Schmerz und Arbeitsunfähigkeit, St. Gallen 2003, S. 77). 5.3 Der letztinstanzlich eingelegte Bericht des Medizinischen Zentrums K.________, vom 1. Juni 2007 stellt ein unzulässiges Novum dar, da nach Art. 99 Abs. 1 BGG neue Tatsachen und Beweismittel nur so weit vorgebracht werden dürfen, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt, was entgegen der beschwerdeführerischen Darstellung hier nicht der Fall ist. Auch handelt es sich bei den dort gestellten Diagnosen nicht um schwere psychische Komorbiditäten im Sinne der Rechtsprechung (BGE 131 V 49).