Citation: 8C_159/2020 E. 3.1

3.1. Das kantonale Gericht hat erwogen, gemäss Bericht der Dr. med. B.________ vom 17. Mai 2017 falle die Versicherte durch ein tiefes Selbstwertgefühl auf. Dabei handle es sich um eine Beeinträchtigung der Affektivität, mithin eine Störung des Verhaltens (Ziff. 2.1.1 des Medizinischen Leitfadens). Zudem habe die Versicherte Mühe, neue und stabile Freundschaften zu schliessen, was als Störung der Kontaktfähigkeit und somit ebenfalls als Störung des Verhaltens gelte (Ziff. 2.1.1 des Medizinischen Leitfadens). Weiter hat die Vorinstanz erkannt, gestützt auf Ziff. 2.1.2 des Medizinischen Leitfadens könne auch eine Störung des Antriebs bejaht werden. Sowohl anamnestisch (Auskünfte der Eltern) wie auch anlässlich der neuropsychologischen Testungen bei Dr. med. B.________ sei die Versicherte durch hektisches sowie ungeduldiges Verhalten aufgefallen. Sie habe voreilige und teilweise unüberlegte Antworten gegeben. Zudem sei sie motorisch unruhig gewesen. Sodann sei gestützt auf Ziff. 2.1.4 des Medizinischen Leitfadens auch eine Störung der Konzentration anzunehmen. Diesbezüglich habe Dr. med. B.________ unter Bezugnahme auf die Angaben der Eltern (rasche Ablenkbarkeit, Unkonzentriertheit) namentlich erwähnt, die Versicherte habe bei einer Aufgabe zur selektiven Aufmerksamkeit unterdurchschnittlich abgeschlossen. Gemäss den weiteren Erwägungen des kantonalen Gerichts konnte allerdings keine Störung des Erfassens (insbesondere keine Beeinträchtigung der akustischen oder visuellen Wahrnehmung; vgl. Ziff. 2.1.3 des Medizinischen Leitfadens) festgestellt werden. Die Testungen vom Mai 2017 seien normgerecht ausgefallen. Anhaltspunkte dafür, dass diese falsch durchgeführt oder deren Ergebnisse unkorrekt analysiert worden seien, lägen nicht vor. Hinweise auf eine proprioceptive und taktile Perzeption hätten sich nicht ergeben. Insbesondere gelte es in diesem Zusammenhang zu berücksichtigen, dass die Prüfung des neurologischen Status unaufällig ausgefallen sei (altersentsprechende Koordination und Balance; keine Hinweise auf pyramidale und extrapyramidale Bewegungsstörung oder Ataxie). Schliesslich hat die Vorinstanz eine relevante Störung der Merkfähigkeit, mithin des Kurzzeitgedächtnisses (vgl. Ziff. 2.1.5 des Medizinischen Leitfadens) verneint. Zwar sei mit der Aufgabe "Zahlen Nachsprechen" eine Störung testpsychologisch belegt worden, dabei handle es sich jedoch, wie Dr. phil. D.________ im Aktengutachten vom 27. August 2018 zutreffend darlege, lediglich um eine individuelle Schwäche. Zusammenfassend hat das kantonale Gericht auch unter Würdigung des von der Versicherten im vorinstanzlichen Verfahren aufgelegten Untersuchungsberichts der F.________ GmbH vom 15./20. Januar 2019 festgehalten, mangels Vorliegens eines Geburtsgebrechens bestehe kein Anspruch auf medizinische Massnahmen.