Citation: 9C_174/2015 E. 3.3

3.3. Ob als zeitlicher Aspekt zu berücksichtigen ist, dass die Landesabwesenheit von insgesamt mindestens 92 Tagen (Ziff. 6 des Schlussprotokolls zum Abkommen; vgl auch Rz. 2440.02 der Wegleitung des BSV über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV [WEL; http://www.bsv.admin.ch/vollzug/documents/view/1638/lang:deu/category:59]) nicht bereits Ende Dezember 2012, sondern erst im August 2013 erreicht wurde (vgl. E. 2.2), braucht hier nicht beantwortet zu werden. Dem vorinstanzlichen Standpunkt kann schon in grundsätzlicher Hinsicht nicht beigepflichtet werden: Nach dem klaren Wortlaut der massgeblichen Bestimmungen (E. 2.1; ebenso in der französischen und italienischen Fassung) ist die Karenzfrist unmittelbar vor Anspruchsbeginn zu erfüllen. Sie ist denn auch nur Kriterium für die Entstehung des Anspruchs und als solches nicht geeignet, eine bereits bestehende Bezugsberechtigung erlöschen zu lassen (vgl. Urteil P 23/00 vom 26. Juli 2001 E. 6). Da der Beschwerdeführer seit September 2005 ununterbrochen Ergänzungsleistungen bezieht, ist die Karenzfrist hier nicht von Belang. Deren Berücksichtigung im konkreten Fall verletzt Bundesrecht; in diesem Sinn ist die Beschwerde offensichtlich begründet (vgl. Art. 109 Abs. 2 lit. b BGG). Daran ändert nichts, dass in Rz. 2330.01 WEL ebenfalls eine Frist von drei Monaten resp. 92 Tagen erwähnt wird: Die entsprechende Weisung konkretisiert den Begriff des "gewöhnlichen Aufenthalts" (Art. 4 Abs. 1 ELG) und bezieht sich auf den Fall, dass eine Person länger als 92 Tage am Stück (d'une traite, di fila) landesabwesend ist, was hier nicht zutrifft (E. 3.1).