Citation: 9C_154/2023 E. C

C.a. Dagegen gelangte die Steuerpflichtige mit Eingabe vom 14. Februar 2022 an das Bundesverwaltungsgericht. Sie beantragte, in Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids sei der Vorsteuerabzug auf den aus dem Ausland bezogenen Dienstleistungen zuzulassen, soweit die Leistungen nach dem Stichtag erbracht worden seien. Nicht abzugsfähig sei lediglich der Betrag von Fr. 13'069.59. Eventualiter sei bezüglich der noch nicht in Gebrauch genommenen Dienstleistungen die Einlageentsteuerung auf dem Zeitwert zu gewähren, subeventualiter die erzielten Erfolgsprämien als ausgenommene Leistung zu qualifizieren. Die Steuerpflichtige machte im Wesentlichen geltend, mit der Aufteilung der bezogenen Dienstleistungen pro rata temporis unterstelle die ESTV, dass die Leistungserbringung gleichmässig über den gesamten Leistungszeitraum angefallen sei. Dies treffe nicht zu. In Wahrheit sei ein grosser Teil der aus dem Ausland bezogenen Beratungsleistungen nach dem 1. April 2019 erbracht worden. C.b. Das Bundesverwaltungsgericht wies die Beschwerde mit Urteil A-722/2022 vom 27. Dezember 2022 ab. Betreffend den Hauptantrag begründete es die Abweisung hauptsächlich damit, dass die jeweiligen Verträge auszulegen seien und die Auslegung in allen Fällen zu einer proportionalen Verteilung der Honorare zu führen habe. Die bezüglich der Beraterinnen 2 und 3 vorgelegten Rechnungsdetails seien wenig aussagekräftig und insbesondere erst nachträglich, am 27. Juli 2020 bzw. 6. November 2020, erstellt worden. Aufgrund der nachträglichen Erstellung sei der jeweilige Beweiswert von vornherein eingeschränkt. Dass die von den Beraterinnen 2 und 3 fakturierten Erfolgshonorare tatsächlich auf Arbeit beruhten, die nach dem Stichtag geleistet worden seien, sei nicht nachgewiesen. Was den Eventualantrag betreffe, müsse die Einlageentsteuerung daran scheitern, dass die vor dem Stichtag bezogenen Dienstleistungen als vollständig konsumiert zu gelten hätten. Gemäss Art. 72 Abs. 2 der Mehrwertsteuerverordnung vom 27. November 2009 (MWSTV 2009; SR 641.201) werde bei Dienstleistungen in den Bereichen Beratung, Buchführung, Personalbeschaffung, Management und Werbung vermutet, dass sie bereits im Zeitpunkt ihres Bezugs verbraucht und daher nicht mehr vorhanden seien. Schliesslich gelte, dies nun in Bezug auf den Subeventualantrag, dass die Steuerpflichtige von der Beraterin 1 nur "beratend unterstützt" worden sei, sodass keine steuerausgenommene und damit keine von der objektiven Bezugsteuerpflicht befreite Vermittlungsleistung bestehe (Art. 21 Abs. 2 Ziff. 19 lit. e in Verbindung mit Art. 45a MWSTG 2009). C.c. Die Steuerpflichtige erhebt mit Rechtsschrift vom 15. Februar 2023 beim Bundesgericht Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten. Sie ersucht um Aufhebung des angefochtenen Urteils und beantragt sinngemäss, es sei der Vorsteuerabzug auf den aus dem Ausland bezogenen Dienstleistungen zuzulassen, soweit diese nach dem 1. April 2019 erbracht worden seien. Es sei festzustellen, dass die vor dem Stichtag erbrachten Leistungen zu nicht abzugsfähigen Vorsteuern von Fr. 13'069.59 geführt hätten. Eventualiter sei per Stichtag bezüglich der noch nicht in Gebrauch genommenen Dienstleistungen die Einlageentsteuerung auf dem Zeitwert zu gewähren, subeventualiter die erzielten Erfolgsprämien als ausgenommene Leistung zu qualifizieren. Die Vorinstanz sieht von Bemerkungen ab. Die ESTV ersucht um Abweisung der Beschwerde. Die Steuerpflichtige äussert sich abschliessend.