Citation: 1P.569/2000 16.11.2000 E. A

A.- Die Z.________ AG (nachfolgend: Z.________ AG) wurde am 10. Dezember 1998 von der X.________ AG wegen angeblich unzulässiger Benutzung der Marke X.________ verwarnt. Am 14. Dezember 1998 reichte die Z.________ AG dem Präsidenten des Kantonsgerichts Zug eine Schutzschrift ein, um sich vorsorglich gegen ein ihr möglicherweise drohendes superprovisorisches Verbot der Verwendung der Bezeichnung "X.________" in den Titeln der Sonderausgaben einiger ihrer Zeitschriften zu verteidigen. Gleichzeitig beantragte sie dem Kantonsgericht, die Schutzschrift entgegenzunehmen und zu berücksichtigen, sollte die X.________ AG um Erlass einer superprovisorischen Massnahme ersuchen. Am 15. Dezember 1998 wies der Einzelrichter im summarischen Verfahren beim Kantonsgerichtspräsidium Zug das Gesuch um Entgegennahme der Schutzschrift ab und auferlegte der Z.________ AG Gerichtskosten von Fr. 315.--. Diese beschwerte sich am 28. Dezember 1998 beim Obergericht des Kantons Zug mit dem Antrag, die Verfügung sei aufzuheben und die Vorinstanz anzuweisen, die Schutzschrift entgegenzunehmen. Die Justizkommission des Obergerichts schrieb das Beschwerdeverfahren am 31. März 2000 wegen Gegenstandslosigkeit ab, da die X.________ AG in der Zwischenzeit keine rechtlichen Schritte gegen die Z.________ AG unternommen habe. Die Verfahrenskosten von Fr. 360.-- auferlegte sie der Z.________ AG. Im selben Beschluss setzte sich das Obergericht im Sinne einer Stellungnahme mit der Frage, ob Schutzschriften gerichtlich zuzulassen sind, vertieft auseinander und verneinte sie für den Kanton Zug.