Citation: 6B_813/2023 E. 2.5.4

2.5.4. Die Vorinstanz bejaht zu Recht auch das Tatbestandsmerkmal der Arglist. Aus der E-Mail vom 22. Dezember 2015 ergibt sich, dass die Beschwerdegegner das Darlehen und das damit verbundene Risiko kritisch hinterfragten, worauf sich der Beschwerdeführer auf ihre "familiäre Freundschaft" berief und ihnen zusicherte, ein Risiko sei aus seiner Sicht ausgeschlossen. Die Beschwerdegegner hatten zudem keine Anhaltspunkte dafür, dass die Angaben des Beschwerdeführers zu den finanziellen Verhältnissen der D.________ GmbH falsch waren und diese Gesellschaft in Wirklichkeit mit finanziellen Problemen zu kämpfen hatte. Zwar ist im Schreiben von G.________ vom 6. Oktober 2015 - anders als in der E-Mail des Beschwerdeführers vom 22. Dezember 2015 - entgegen der Vorinstanz (vgl. angefochtenes Urteil S. 22) keine Rede von einem "Sperrkonto". Die Behauptung des Beschwerdeführers, die D.________ GmbH verfüge über (Fremd-) Kapital von Fr. 2 Mio., deckte sich jedoch insofern mit dem Schreiben von G.________ vom 6. Oktober 2015, als dieser darin bestätigte, dass die Finanzierung des Projekts "Schweden" im Umfang von Fr. 2 Mio. bereits "sichergestellt" sei. Damit, dass der Beschwerdeführer mit dem Darlehen offene Schulden und laufende Auslagen begleichen und das Aktienkapital der E.________ AG in Gründung liberieren und danach verbrauchen würde, mussten die Beschwerdegegner auch angesichts der vereinbarten anderweitigen Verwendung und des besonderen Vertrauensverhältnisses - welches der Beschwerdeführer nicht infrage stellt - nicht rechnen. Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer die gesetzlichen Kapitalvorschriften zu beachten hatte (vgl. Art. 725b Abs. 2 bzw. aArt. 725 Abs. 2 und Art. 820 Abs. 1 OR) und die Liberierung des Aktienkapitals mittels eines Darlehens wie dargelegt von Gesetzes wegen unzulässig ist. Den Beschwerdegegnern kann daher nicht zum Vorwurf gemacht werden, sie hätten grundlegendste Vorsichtsmassnahmen nicht beachtet, indem sie vom Beschwerdeführer keine weiteren Informationen zur finanziellen Lage der D.________ GmbH verlangten. Zumindest zeigt der Beschwerdeführer nicht auf, weshalb die Beschwerdegegner in der konkreten Situation mit ihren Kenntnissen und Fähigkeiten ohne Weiteres in der Lage gewesen wären zu erkennen, dass er die Fr. 290'000.-- nicht wie vereinbart verwenden würde, und ihr Verhalten daher geradezu leichtfertig war.