Citation: 1P.558/2002 15.01.2003 E. 3

Im angefochtenen Entscheid wird in tatsächlicher Hinsicht Folgendes erwogen: 3.1 Polizeikorporal B.________ habe (laut Rapport vom 4. September 1001) als Verkehrspolizist der aargauischen Kantonspolizei beobachtet, dass der Beschwerdeführer (kurz vor der Raststätte Würenlos) auf dem zweiten Überholstreifen auf einen (seinerseits überholenden) grünen Toyota Celica mit ausländischen Kontrollschildern aufgeschlossen habe. Er sei diesem Fahrzeug während ungefähr zwei Kilometern bei einer Geschwindigkeit von etwa 120 km/h in einem Abstand von ca. ein bis zwei Fahrzeuglängen gefolgt. Anschliessend habe sich der Beschwerdeführer mit seinem Fahrzeug etwas zurückfallen lassen. Im Bereich der Baustelle Neuenhof (wo eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 80 km/h signalisiert gewesen sei) habe der Beschwerdeführer (nach der Einfahrt Neuenhof, etwa bei Kilometer 96.000) wiederum auf den gleichen Toyota Celica aufgeschlossen. Dieser sei (auf der linken Spur) mit ca. 80 km/h am Überholen gewesen. Der Beschwerdeführer habe über eine Distanz von ungefähr einem Kilometer (bei ca. 80 km/h) einen Abstand von etwa einer halben bis einer Fahrzeuglänge eingehalten. Kurz vor dem Bareggtunnel habe der Beschwerdeführer das Fernlicht ("Lichthupe") betätigt, worauf der Fahrer des Toyota Celica von der Überholspur auf die (nun freie) rechte Spur (Normalspur) eingeschwenkt sei. Es habe reges Verkehrsaufkommen geherrscht und im Baustellenbereich Kolonnenverkehr. 3.2 Gemäss polizeilichem Rapport und Befragungsprotokoll sei der Beschwerdeführer nach der Autobahnausfahrt Baden verkehrspolizeilich angehalten und befragt worden. Er habe die polizeilichen Feststellungen bestätigt und die Widerhandlungen gegen das SVG anerkannt. Zunächst habe er zur Begründung des ungenügenden Sicherheitsabstandes erklärt, er habe sich dabei nichts überlegt. Später habe er ergänzt, er habe zuvor (um ca. 19.00 Uhr) seinem Vater beim Kraftwerk Schiffmühle (Turgi) beim Bergen einer weiblichen Leiche geholfen, was ihn innerlich aufgewühlt habe. Vor dem Bezirksgericht Baden habe Kpl B.________ die protokollierten Wahrnehmungen als Zeuge vollumfänglich bestätigt. Auf entsprechende Frage hin habe er erklärt, es hätten sich zwischen dem Polizeifahrzeug und dem Toyota Corolla des Beschwerdeführers zwar jeweils ein bis zwei weitere Fahrzeuge befunden. Dennoch hätten Kpl B.________ (als Beifahrer) und Polizeiwachtmeister C.________ (als Lenker des Polizeifahrzeuges) die relevanten Vorgänge durchaus beobachten können, zumal sie sich teilweise auch im seitlichen Blickwinkel zum Fahrzeug des Beschwerdeführers befunden hätten. 3.3 Wm C.________ habe sich (ohne Einblick in die Akten) zunächst nicht an den Vorfall erinnern können. Nach Vorlage des Polizeirapportes habe er die Sachdarstellung des Zeugen B.________ jedoch durchwegs bestätigt. Der damalige Beifahrer des Beschwerdeführers, D.________, habe als Zeuge ausgesagt, er habe auf der Fahrt von Zürich Richtung Baden (nach gemeinsamem Ausgang mit dem Beschwerdeführer) bezüglich Fahrzeugabstand "nichts besonderes festgestellt", der Abstand sei "normal" gewesen. Gemäss unterzeichnetem Protokoll habe der Beschwerdeführer den ihm vorgeworfenen Sachverhalt anlässlich der polizeilichen Befragung vom 22. Juli 2001 anerkannt. Vor Bezirksgericht Baden habe er eingeräumt, auf der Höhe von Würenlos sei der Sicherheitsabstand "während kurzer Zeit zu klein gewesen". Der Grund für seine Einsprache gegen den Strafbefehl liege darin, "dass man nicht präzise sagen könne, wie gross der Abstand gewesen sei, weil zwischen seinem Auto und dem Polizeifahrzeug andere Autos gefahren seien". 3.4 Das Obergericht gelangte in seiner Beweiswürdigung zur Überzeugung, dass keine Veranlassung bestehe, von den detaillierten und glaubhaften Darstellungen im Polizeirapport und in den übereinstimmenden Zeugenaussagen der Verkehrspolizisten B.________ und C.________ abzuweichen. Objektive Zweifel an diesen Aussagen bestünden nicht, zumal der Beschwerdeführer "den Sachverhalt zunächst anerkannt und auch vor Vorinstanz eingeräumt" habe, "mindestens kurzzeitig den Abstand nicht eingehalten zu haben". Seine eigenen Aussagen erschienen im übrigen "unpräzis oder unglaubwürdig wie etwa jene, im Bereich der Baustelle Neuenhof eine Geschwindigkeit von nur 60 km/h eingehalten zu haben" (vgl. angefochtener Entscheid, E. 2, S. 4-8).