Citation: 6B_642/2015 E. 2.2.2

2.2.2. Gerichtsgebühren sind Kausalabgaben. Es gilt daher, das Kostendeckungs- und Äquivalenzprinzip. Letzteres konkretisiert das Verhältnismässigkeitsprinzip und das Willkürverbot für den Bereich der Kausalabgaben. Es bestimmt, dass eine Gebühr nicht in einem offensichtlichen Missverhältnis zum objektiven Wert der Leistung stehen darf und sich in vernünftigen Grenzen halten muss. Der Wert der Leistung bemisst sich nach dem wirtschaftlichen Nutzen, den sie dem Pflichtigen bringt, oder nach dem Kostenaufwand der konkreten Inanspruchnahme im Verhältnis zum gesamten Aufwand des betreffenden Verwaltungszweigs, wobei schematische, auf Wahrscheinlichkeit und Durchschnittserfahrungen beruhende Massstäbe angelegt werden dürfen (BGE 139 III 334 E. 3.2.4; 130 IV 225 E. 2.3 mit Hinweisen; Urteil 2C_513/2012 vom 11. Dezember 2012 E. 3.1).