Citation: 5A_401/2022 E. 6.2

6.2. In tatsächlicher Hinsicht hielt die Vorinstanz fest, die abnorme Beeinflussbarkeit der Erblasserin stehe fest und die Beeinflussung sei (mindestens) versucht worden. Dabei unterscheidet die Vorinstanz - und entsprechend auch die Beschwerdeschrift - nicht klar zwischen diesen Voraussetzungen. Stattdessen greift die Vorinstanz einzelne Aspekte auf (die Anwesenheit der Beschwerdeführerin bei den Arzt-Patienten-Gesprächen der Erblasserin beim Hausarzt bzw. insgesamt ihre Vertrauensstellung und wichtige Rolle; die Behändigung eines persönlichen Briefs der Pflegetochter an die Erblasserin durch die Beschwerdeführerin; den Wechsel des Treuhänders nach dem Tod des Ehemannes; die Zustellung der Post durch den Treuhänder in Angelegenheiten der Erblasserin an die Beschwerdeführerin; die lebzeitigen Rechtsgeschäfte zwischen der Erblasserin und den Beschwerdeführenden; das Interesse des Beschwerdeführers am Grundstück der Erblasserin), die den angeblichen Einfluss der Beschwerdeführerin bzw. die Abhängigkeit der Erblasserin von dieser belegen sollen (die Beschwerdegegner sprechen insoweit von einem "Gesamtkontext"), und aus denen sie schliesslich auch auf die abnorme Beeinflussbarkeit der Erblasserin schliesst. Was den konkreten Einflussversuch der Beschwerdeführerin auf das Testament anbelangt, stellt die Vorinstanz immerhin einige spezifische Erwägungen an. Da diese letztlich entscheidwesentlich sind, sind sie zunächst zu prüfen (E. 6.3).