Citation: 9C_449/2014 E. 3

Die Vorinstanz hat richtigerweise nicht beanstandet, dass die IV-Stelle, nachdem die Pensionskasse gegen den ersten Vorbescheid vom 18. Juli 2011 Einwände erhoben hatte, ein weiteres Gutachten in Auftrag gab und gestützt darauf - entgegen dem ersten Vorbescheid (mit welchem eine ganze Rente in Aussicht gestellt worden war) - einen zweiten, leistungsabweisenden Vorbescheid erliess. Ob sich die Verhältnisse zwischen den beiden Vorbescheiden geändert haben, spielt keine Rolle. Das Vorbescheidverfahren entspricht einer institutionalisierten Form des Gehörsanspruch, dessen Zweck darin besteht, eine unkomplizierte Diskussion des Sachverhalts zu ermöglichen, den Parteien ein rechtzeitiges Vorschlagsrecht für weitere Beweismassnahmen einzuräumen und dadurch die Akzeptanz des Entscheids zu verbessern (vgl. BGE 134 V 97 E. 2.7 S. 106). Der Vorbescheid entspricht in diesem Sinn einer "Vorwarnung", welche die nachfolgende Verfügung nicht präjudiziert.