Citation: 8C_29/2008 23.04.2008 E. 5

5.1 Bei der Beurteilung der erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist die Höhe des Valideneinkommens von Fr. 60'550.- für das Jahr 2005 unbestritten und nicht zu beanstanden. 5.2 Für die Bestimmung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch realisierbaren Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, sowie das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn erscheint, gilt grundsätzlich der von ihr tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung für die Bestimmung des hypothetischen Invalideneinkommens entweder Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen oder die Zahlen DAP herangezogen werden (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 S. 475 mit Hinweisen). 5.3 Mit der Tätigkeit als Federmacher schöpft der Beschwerdegegner - wie aus Erwägung 4.2 hervorgeht - die ihm verbleibende Restarbeitsfähigkeit nicht in zumutbarer Weise voll aus. Zudem wurde dieses Arbeitsverhältnis seitens der Arbeitgeberin per 31. Dezember 2005 aufgelöst und bestand im massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheides gar nicht mehr. Entgegen der Auffassung des kantonalen Gerichts kann als Invalideneinkommen somit nicht das auf 50 % reduzierte Valideneinkommen beigezogen werden, vielmehr ist das trotz Gesundheitsschädigung noch erzielbare Einkommen mittels Tabellenlöhnen oder Angaben aus dokumentierten Arbeitsplätzen zu bestimmen. Es ist diesbezüglich davon auszugehen, dass der massgebliche ausgeglichene Arbeitsmarkt hinreichend Stellen anbietet, welche dem Zumutbarkeitsprofil entsprechen. Die SUVA hat anhand der durchschnittlichen Löhne von fünf DAP-Profilen für eine leidensangepasste ganztägige leichte Tätigkeit im Jahr 2005 ein Invalideneinkommen von Fr. 46'835.- ermittelt, was in Gegenüberstellung mit dem Valideneinkommen einen Invaliditätsgrad von 23 % ergab. Ihr Vorgehen entspricht den Anforderungen der Rechtsprechung (BGE 129 V 472 E. 4.2 S. 475 ff.) und die zu Grunde gelegten DAP-Profile sowie die vorgenommene Berechnung sind weder bestritten noch zu beanstanden. 5.4 Zusammenfassend hat der Beschwerdegegner somit Anspruch auf eine Invalidenrente aufgrund eines Invaliditätsgrades von 23 %.