Citation: 2C_275/2020 E. A

A.________ wurde für gewisse ehe- und scheidungsrechtliche Verfahren die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt. Aus diesen Verfahren erwuchsen A.________ Gerichts- und Anwaltskosten von insgesamt Fr. 11'307.--, welche der Kanton Graubünden im Rahmen der unentgeltlichen Rechtspflege übernahm. Am 21. Mai 2019 forderte die Steuerverwaltung des Kantons Graubünden A.________ auf, ihre Vermögens- und Einkommensverhältnisse offenzulegen. Nach nochmaliger Aufforderung durch die Steuerverwaltung am 19. Juni 2019 reichte A.________ am 1. Juli 2019 das Formular "Überprüfung Vermögens- und Erwerbsverhältnisse" ein. Darin deklarierte sie Nettoeinkünfte von monatlich Fr. 1'043.-- sowie ein Existenzminimum von monatlich Fr. 998.--. Weil A.________ das Formular nicht vollständig ausgefüllt hatte, forderte die Steuerverwaltung sie auf, weitere Finanzbelege einzureichen. Am 22. Juli 2019 reichte A.________ den öffentlich-rechtlichen Arbeitsvertrag mit dem Kanton Graubünden vom 12. Juni 2019, zwei Verlustscheine sowie die Prämienrechnung für den Monat August 2019 sowie den Untermietvertrag vom 8. Januar 2018 nach. Des Weiteren reichte A.________ eine Zusammenstellung ein, worin sie ein Existenzminimum von monatlich Fr. 3'490.-- geltend machte und darauf hinwies, dass sie am 1. August 2019 eine neue Stelle bei der B.________ antreten werde, womit sie neben ihrer Tätigkeit beim Amt C.________ des Kantons Graubünden ein zusätzliches Nettoerwerbseinkommen von monatlich Fr. 2'500.-- erwirtschaften werde. Aufgrund der veränderten Arbeitssituation forderte die Steuerverwaltung A.________ am 25. Juli 2019 auf, bis spätestens am 11. November 2019 die Lohnabrechnungen für die Monate August, September und Oktober 2019 nachzureichen. Dieser Aufforderung kam A.________ fristgerecht nach.