Citation: 1C_123/2023 E. 5

Die Beschwerdeführenden rügen eine Verletzung von Art. 29 Abs. 1 BV. Sie bringen vor, die Vorinstanz habe eine formelle Rechtsverweigerung begangen, indem sie ihre Kognition nicht ausgeschöpft habe. Eine formelle Rechtsverweigerung als Teilgehalt von Art. 29 Abs. 1 BV liegt unter anderem vor, wenn die Behörde ihre Prüfungsbefugnis nicht voll ausschöpft, ihre Kognition mithin zu Unrecht beschränkt (BGE 131 II 271 E. 11.7.1; Urteile 2C_503/2023 vom 29. Mai 2024 E. 3.1 und 1C_760/2021 vom 24. Januar 2023 E. 4.2). Die Vorinstanz hat den Entscheid des Staatsrats in Anwendung von Art. 78 des kantonalen Gesetzes über das Verwaltungsverfahren und die Verwaltungsrechtspflege vom 6. Oktober 1976 (VVRG/VS; SGS 172.6) auf Rechtsverletzungen und auf eine korrekte Sachverhaltsermittlung hin überprüft. Die Beschwerdeführenden vermögen mit ihren Vorbringen keine formelle Rechtsverweigerung aufzuzeigen. Wenn die Vorinstanz bei der Überprüfung von Ermessens- bzw. Variantenentscheiden des als Projektgenehmigungsbehörde handelnden Staatsrats eine gewisse Zurückhaltung übt, ist dies nicht zu beanstanden (vgl. Art. 2 Abs. 3 RPG und Urteil 1C_567/2020 vom 1. Mai 2023 E. 5.1).