Citation: 5P.86/2005 25.08.2005 E. 5

Im Rahmen einer staatsrechtlichen Beschwerde wegen Willkür greift das Bundesgericht zudem nur ein, wenn nicht bloss die Begründung des Entscheids, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (BGE 129 I 49 E. 4 S. 58; 128 I 81, E. 2 S. 86, und 177, E. 2.1 S. 182, mit Hinweisen). Dies ist vorliegend unbesehen der vom Obergericht angewandten Berechnungsmethode und der dazu gelieferten Begründung nicht der Fall. Ein Vergleich mit den konkreten Ergebnissen in den oben besprochenen kantonalen (E. 3.4) und bundesgerichtlichen Entscheiden (E. 3.6) zeigt, dass die Parteientschädigung gemäss erstinstanzlichem Richter eindeutig überrissen war und die vom Obergericht festgelegte hingegen durchaus in den Rahmen der übrigen kantonalen Rechtsprechung fällt: In einem Luzerner Fall (BlSchK 53 [1989] Nr. 13 S. 39) sprach das Obergericht dem obsiegenden Beklagten für zwei Stellungnahmen zu zwei Rechtsöffnungsbegehren und für die zwei darauf folgenden Rekurse eine Entschädigung von insgesamt Fr. 1'100.-- zu; zwar war der Streitwert dabei tief (knapp über Fr. 8'000.--), aber zu entschädigen waren vier Rechtsschriften. Für ein nicht besonders kompliziertes, aber über zwei Instanzen geführtes Rechtsöffnungsverfahren über einen Betrag von Fr. 380'000.-- setzte das Kantonsgericht Freiburg (FZR 1994 Nr. 19 S. 123) eine Entschädigung von insgesamt Fr. 2'000.-- fest. Das Obergericht des Kantons Zürich (ZR 96 [1997] Nr. 112, E. 2-3 S. 236 f.) taxierte für ein Rechtsöffnungsbegehren über einen 4 Millionen Franken übersteigenden Betrag die erstinstanzlich festgelegte Entschädigung von Fr. 400.-- als willkürlich tief und sprach selbst an Stelle der geforderten Fr. 4'600.-- eine solche von Fr. 1'000.-- zu. Schliesslich hat das Bundesgericht im mehrmals zitierten BGE 119 III 68 eine Entschädigung von Fr. 1'000.-- für ein Rechtsöffnungsverfahren über einen Gesamtbetrag von über 1,5 Millionen Franken als willkürlich tief angesehen. Und im kurz zuvor gefällten Entscheid, der im aargauischen Urteil in AGVE 1993 erwähnt wird, wird die auf Grund des - nicht näher bezeichneten, jedenfalls aber über einer Million Franken liegenden - Streitwertes berechnete Parteientschädigung von über Fr. 26'000.-- als überrissen und damit willkürlich gewürdigt. Die gemäss angefochtenem Entscheid berechnete Entschädigung von Fr. 900.-- für ein Rechtsöffnungsverfahren über Fr. 160'000.--, welches sich über eine einzige Instanz abspielte und keineswegs kompliziert war, erweist sich im Ergebnis nicht als willkürlich.