Citation: 2C_133/2015 E. 4

Die Beschwerdeführer behaupten eine direkte Übertragung der streitbetroffenen Beteiligung von der U.________ AG an die W.________ AG. Sie bringen vor, die Gründung der W.________ AG sei bereits eine halbe Stunde vor Unterzeichnung des Aktienkaufvertrages mit der U.________ AG in die Wege geleitet worden. Zudem sei in den Statuten und den übrigen Gründungsunterlagen der W.________ AG die Absicht festgehalten worden, nach erfolgter Gründung die 47 Namenaktien der V.________ AG von der U.________ AG zum Höchstpreis von Fr. 3.2 Mio. zu erwerben. Somit sei der Beschwerdeführer 1 gar nicht mehr berechtigt gewesen, die Aktien der V.________ AG zunächst in sein Privatvermögen zu übernehmen; als Gründer der W.________ AG sei er vielmehr in der Pflicht gestanden, die Sachübernahmevorschriften einzuhalten. Im Übrigen sei es für eine direkte Zuordnung der streitbetroffenen Beteiligung im Rahmen einer Sachübernahmegründung ausreichend, wenn sich der Verkäufer bewusst war und er akzeptierte, dass die W.________ AG seine künftige Vertragspartnerin sein werde. Dabei genüge gemäss Art. 645 Abs. 2 OR ein konkludentes Verhalten in Form einer vorbehaltlosen Erfüllung durch die Gesellschaft; eine ausdrückliche oder gar schriftliche Erklärung des Beschwerdeführers 1, mit welcher er die W.________ AG als Käuferin der Beteiligung bezeichnet, sei nicht nötig gewesen. Der Beschwerdeführer 1 habe erkennbar im Namen der Gesellschaft gehandelt, weshalb der Erwerb der Aktien auch in steuerrechtlicher Hinsicht ex tunc der W.________ AG zuzurechnen sei.