Citation: 4A_446/2020 E. 7.3.2

7.3.2. Es braucht hier nicht abschliessend entschieden zu werden, ob die gerichtliche Fragepflicht allgemein entfällt, wenn die Gegenpartei auf den Mangel aufmerksam gemacht hat, wie dies in der Lehre vertreten wird (Urteil des Bundesgerichts 4A_78/2014 und 4A_80/2014 vom 23. September 2014 E. 3.3.3 mit Hinweisen auch auf abweichende Ansichten; vgl. vor Inkrafttreten der ZPO: Urteil 4A_45/2014 vom 19. Mai 2014 2.3.2 mit Hinweis). Denn der Beschwerdeführer zeigt nicht rechtsgenüglich auf, woran das erstinstanzliche Gericht hätte erkennen sollen, dass er sich trotz der anwaltlichen Vertretung und des Hinweises der Gegenpartei im Unklaren über die Substanziierungsanforderung gewesen sein sollte, so dass eine Nachfrage vielleicht als angezeigt hätte erscheinen können. Seine Ausführungen vor Bundesgericht deuten vielmehr darauf hin, dass sich seine Rechtsvertreterin sehr wohl bewusst ist, dass eine Festsetzung des Entgelts durch das Gericht nur erfolgen kann, wenn der Unternehmer hinreichende Ausführungen zu seinem Aufwand macht (vgl. E. 6.1 f. hiervor).