Citation: 8C_369/2022 E. A

Die A.________ GmbH, heute mit Sitz in U.________, St. Gallen (bis zum 14. Oktober 2022: V.________, Glarus), betrieb in W.________ eine Bar. Am 7. Februar 2021 reichte sie unter Hinweis auf Covid-19 eine Voranmeldung von Kurzarbeit für ihre Arbeitnehmer ein. Hiergegen erhob das Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Glarus (nachfolgend: AWA oder Beschwerdegegner) mit Verfügung vom 8. Februar 2021 teilweisen Einspruch, weil Personen, welche in ihrer Eigenschaft als Gesellschafter die Entscheidungen der Arbeitgeberin bestimmen oder massgeblich beeinflussen könnten, keinen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung hätten. Unter Vorbehalt der Erfüllung der übrigen Anspruchsvoraussetzungen bewilligte es sodann die Kurzarbeit vom 1. März bis zum 31. Mai 2021. In der Folge richtete das AWA der A.________ GmbH Kurzarbeitsentschädigungen von insgesamt Fr. 22'465.05 aus (März: Fr. 8'426.90; April: Fr. 6'799.20; Mai: Fr. 7'238.95). Bereits am 12. Mai 2021 hatte die A.________ GmbH erneut eine Voranmeldung von Kurzarbeit eingereicht. Diese wurde vom AWA mit Verfügung vom 17. Mai 2021 für die Zeit vom 1. Juni bis zum 30. November 2021 bewilligt. Am 22. Juli 2021 wendete sich das AWA zwecks weiterer Abklärungen des Anspruchs auf Kurzarbeitsentschädigung ab Juni 2021 an die A.________ GmbH. Mit E-Mail vom 23. Juli 2021 teilte ihm diese mit, der Betrieb in W.________ sei seit "ca. Mitte oder Ende Mai" geschlossen. Es würden Vorbereitungen für die Eröffnung eines neuen Betriebs (Restaurant B.________ in U.________) laufen, wobei das Personal übernommen werde. Mit Verfügungen vom 28. Juli 2021 forderte das AWA die für April und Mai 2021 bereits ausbezahlten Kurzarbeitsentschädigungen im Betrag von insgesamt Fr. 14'038.15 zurück. Den Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung für Juni 2021 lehnte es ab. Daran hielt es mit Einspracheentscheid vom 1. Oktober 2021 fest.