Citation: U 338/03 25.06.2004 E. 2

Streitig ist, ob die nach dem 9. September 1999 geklagten Beschwerden in kausalem Zusammenhang mit dem Vorfall vom 22. April 1999 stehen und die Beschwerdegegnerin dementsprechend leistungspflichtig ist. 2.1 Verwaltung und Vorinstanz haben beides verneint und sich dabei auf den Bericht des SUVA-Arztes Dr. med. B.________ vom 11. Oktober 2000 gestützt. Demnach handelt es sich bei der Epikondylitis um eine degenerative Tendinose, welche spontan und allmählich auftritt, während ein akuter Beginn durch einen direkten Schlag sehr selten ist. Dieser ist regelmässig nur Auslöser der bereits ausgebildeten Krankheit und verschlimmert sie vorübergehend. Die am 9. September 1999 als Rückfall gemeldeten Beschwerden sind seiner Auffassung nach vollumfänglich auf die Krankheit zurückzuführen, nachdem die organischen Folgen des eher geringfügigen Ellbogentraumas vollständig erloschen sind. Die Beschwerden würden auch dann vorliegen, wenn die Prellung am 22. April 1999 nicht vorgefallen wäre. Auf diese schlüssige Einschätzung (vgl. auch die ergänzenden Berichte vom 28. Februar und 18. April 2001) ist mit dem kantonalen Gericht abzustellen (vgl. auch BGE 125 V 252 Erw. 3a), wobei auf dessen zutreffende Erwägungen vollumfänglich verwiesen werden kann. Dies gilt insbesondere auch bezüglich der Würdigung des Berichtes des Dr. med. R.________, Orthopädische Chirurgie FMH, vom 19. Dezember 2000, welcher die Epikondylitis auf das Ereignis vom 22. April 1999 zurückführt. 2.2 Damit ist nachgewiesen, dass die am 9. September 1999 noch geklagten Beschwerden nicht unfall-, sondern krankheitsbedingt sind, sodass offen bleiben kann, wer hiefür die Beweislast tragen würde. Der Einwand des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers, die nach dem Vorfall vom 22. April 1999 aufgetretenen Schmerzen seien gar nie abgeklungen und es habe demnach kein Rückfall vorgelegen, weshalb die Beschwerdegegnerin bei der Anerkennung des natürlichen Kausalzusammenhangs im Grundfall zu behaften sei, ist daher nicht stichhaltig. Auch widerspricht er der Aktenlage. So konnte der Hausarzt Dr. med. A.________ den Fall abschliessen, nachdem der Beschwerdeführer im Spital X.________ behandelt worden war (Bericht vom 28. Juli 1999). Am 27. Oktober 1999 teilte er der SUVA mit, es seien "erneut" starke Schmerzen aufgetreten - die jedoch die Arbeitsfähigkeit vorerst nicht beeinträchtigten -, während der Beschwerdeführer selber der SUVA am 9. September 1999 eine "Rückfallmeldung" erstattete. Bei der Befragung vom 15. November 1999 gab er an, dass nach der ersten Röntgentherapie im Spital X.________ eine Besserung und erst später wieder eine Verschlimmerung eingetreten sei. Dass er seit dem Vorfall vom 22. April 1999 an persistierenden, therapieresistenten Schmerzen gelitten hat, wie Dr. med. R.________ erwähnt, trifft demnach nicht zu. 2.3 Schliesslich bemängelt der Beschwerdeführer zu Unrecht, der SUVA-Arzt habe die konkreten Umstände nicht berücksichtigt. Dr. med. B.________ schildert, dass die Epikondylitis in der Regel spontan und allmählich auftrete, während ein akuter Beginn durch einen direkten Schlag sehr selten sei. Ein direktes Trauma sei nur unter bestimmten Voraussetzungen geeignet, eine Epikondylitis hervorzurufen, insbesondere wenn eine Wunde oder Prellmarke, eine sofortige Schwellung oder ein Bluterguss am Ort der Gewalteinwirkung festgestellt werde und die Beschwerden sich unmittelbar nach dem Ereignis einstellten. All diese Voraussetzungen sind hier nicht nachgewiesen, da der Versicherte erst am 1. Juni 1999 seinen Hausarzt aufgesucht hat.