Citation: 4C.130/2003 28.08.2003 E. 2

2.1 Alsdann bringt die Klägerin vor, obwohl sie in allen Rechtsschriften die Beibringung aller notwendigen Beweismittel ausdrücklich offeriert habe, hätten die kantonalen Instanzen keinen Beweisbeschluss gemäss § 117 der Schwyzer Zivilprozessordnung gefasst. Dadurch sei ihr verunmöglicht worden, den rechtserheblichen Sachverhalt nötigenfalls mit weiteren Dokumenten zu beweisen, was ihren Anspruch auf Beweisführung gemäss Art. 8 ZGB verletzt habe. 2.2 Die bundesrechtliche Beweisvorschrift von Art. 8 ZGB regelt zunächst die Verteilung der Beweislast; sie gewährleistet zudem der beweisbelasteten Partei im gesamten Gebiet des Bundesprivatrechts das Recht, zum ihr obliegenden Beweis zugelassen zu werden. Dieser bundesrechtliche Beweisanspruch besteht jedoch nur für rechtserhebliche Tatsachen; er setzt zudem voraus, dass im kantonalen Verfahren form- und fristgerecht Beweisanträge gestellt worden sind (BGE 122 III 219 E. 3c, mit Hinweisen). 2.3 Die Rüge der Verletzung ihres Beweisführungsanspruchs gemäss Art. 8 ZGB ist unbegründet, weil die Klägerin nicht geltend macht, sie habe form- und fristgerechte Beweisanträge gestellt, welche das Kantonsgericht missachtet habe. Soweit die Klägerin vorbringt, das Stellen solcher Beweisanträge sei ihr auf Grund einer falschen Anwendung kantonalen Verfahrensrechts verunmöglicht worden, ist sie nicht zu hören, weil die Verletzung kantonalen Rechts mit Berufung nicht gerügt werden kann (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). Die Klägerin hat denn die entsprechende Rüge auch mit staatsrechtlicher Beschwerde vorgebracht.