Citation: I 267/06 05.12.2006 E. 3

3.1 Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird im Wesentlichen geltend gemacht, dass die Einschätzungen der Ärzte des ZMB und des Prof. Dr. med. S.________ sich widersprechen würden und die Vorinstanz zu Unrecht auf das ZMB-Gutachten abgestellt habe. 3.2 Das kantonale Gericht hat die ärztlichen Berichte und Gutachten einlässlich und sorgfältig gewürdigt. Auf seine zutreffenden Erwägungen und Schlussfolgerungen kann vollumfänglich verwiesen werden. Was die Beschwerdeführerin unter Zitierung des Gutachtens des Prof. Dr. med. S.________ dagegen vorbringt, vermag daran nichts zu ändern. 3.2.1 So wird zunächst bemängelt, dass die Gutachter des ZMB in ihrem Zusatzbericht vom 22. Januar 2004 von einer Steigerung der Restarbeitsfähigkeit nach Austritt aus dem Spital X.________, wo die Beschwerdeführerin vom 17. bis zum 27. Juli 2001 hospitalisiert war, ausgingen. Indessen präzisierten die ZMB-Gutachter mit diesem Zusatz, dass von einer 100 %igen Restarbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit nicht schon seit 30. Juni 2000 ausgegangen werden könne - damals attestierte die Hausärztin eine solche von 50 % -, sondern erst nach der Hospitalisation im Spital X.________. Gemäss Bericht der dortigen Ärzte vom 19. Oktober 2001 konnte anlässlich der stationären Rehabilitation eine 30 %ige Reduktion der Beschwerden erreicht werden. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin bezogen die Ärzte ihre Einschätzung der Arbeitsfähigkeit jedoch nicht auf jegliche leidensangepasste Tätigkeit, sondern auf die angestammte Tätigkeit im Reinigungsdienst. Die Versicherte war dort mit der Reinigung der Treppenhäuser betraut, was als mindestens mittelschwere bis schwerere Tätigkeit zu qualifizieren ist. Der sinngemässe Vorwurf, die Stellungnahme der Ärzte des Spitals X.________ hätte im Sinne einer lediglich 50 %igen Arbeitsfähigkeit für jegliche leidensangepasste Tätigkeit interpretiert werden müssen, ist daher unbegründet. 3.2.2 Auch die übrigen Einwände wurden von der Vorinstanz bereits entkräftet, so insbesondere was die Mitwirkung der Neurologin Frau Dr. med. B.________ sowie des Neuropsychologen lic. phil. P.________ in der Kommission für die medizinische Begutachtung des ZMB betrifft. In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass auch nach Auffassung des Prof. Dr. med. S.________ eine weitere neuropsychologische Abklärung nicht angezeigt war. 3.2.3 Schliesslich ist wesentlich, dass sich Prof. Dr. med. S.________, wie von der Vorinstanz richtig erkannt, bei seiner Einschätzung der Arbeitsfähigkeit hauptsächlich auf die Schmerzangaben der Beschwerdeführerin abstützt. Er führt an, es sei evidenterweise unmöglich bzw. illusorisch, der Versicherten ausser Haus irgendeine berufliche Tätigkeit zuzumuten, weil sowohl die Haltungs- als auch die immer in einem gewissen Ausmass notwendigen mentalen Anstrengungen zum raschen Auftreten der Kopfschmerzen (sowie Übelkeit) führten, die regelmässig einen längeren Unterbruch der Belastungen von rund einer halben Stunde erzwingen würden. Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat im Zusammenhang mit der Beurteilung der Invalidisierung durch somatoforme Schmerzstörungen erkannt, dass bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen können, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Dies ist jedoch nur im Ausnahmefall anzunehmen und entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien, wobei die Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer im Vordergrund steht (BGE 130 V 352). Solche Umstände liegen hier nicht vor. Somit fehlt es im Gutachten des Prof. Dr. med. S.________ an einer nachvollziehbaren Begründung, weshalb die Beschwerdeführerin einer leichten Tätigkeit trotz ihrer Schmerzen sowie der von ihm festgestellten Funktionsstörung schmerzhafter Art innerhalb des cervikothorakalen Übergangs, welche seiner Auffassung nach wesentlich verantwortlich ist für die geklagten Kopfschmerzen, nachgehen könnte. In diesem Zusammenhang wird geltend gemacht, die Gutachter des ZMB seien von unrichtigen Feststellungen ausgegangen. Dies betreffe die Qualität des Schlafs oder die Frage, inwieweit die Beschwerdeführerin allenfalls schon vor dem Unfall mit ihrer teilweise über 100 %igen Erwerbstätigkeit, Haushalt und Betreuung insbesondere des jüngsten, 1995 geborenen Kindes an die Grenzen der Belastbarkeit gestossen sei. Dem ist zu entgegnen, dass sich die ZMB-Gutachter dabei ebenso wie Prof. Dr. med. S.________ auf die Angaben der Beschwerdeführerin gestützt haben. 3.2.4 Zusammenfassend haben Verwaltung und Vorinstanz damit zu Recht auf das Gutachten des ZMB abgestellt.