Citation: I 632/02 05.06.2003 E. 3

Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der Arbeitsunfähigkeit. 3.1 Streitig ist zunächst, ob und inwieweit der Beschwerdeführer das verbliebene Leistungsvermögen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt verwerten könne. Nach der Rechtsprechung zum Begriff des allgemeinen Arbeitsmarktes gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG können dem Versicherten nicht sämtliche gesundheitlich zumutbaren Erwerbsmöglichkeiten zugerechnet werden, sondern nur jene, die für ihn - allenfalls nach Eingliederung (Art. 8 ff. IVG) - von seinen persönlichen Verhältnissen her in Frage kommen. Über die Zumutbarkeit, die Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu verwerten, ist im konkreten Einzelfall zu befinden (BGE 113 V 22 Erw. 4a; vgl. auch Meyer-Blaser, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, S. 214 ff.). Der Beschwerdeführer bringt nichts vor, dass ihm angesichts seiner psychischen Leiden die Verwertung seiner Restarbeitsfähigkeit, deren Beurteilung nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu erfolgen hat, sozial-praktisch nicht mehr zumutbar und für die Gesellschaft nicht tragbar wäre (vgl. BGE 127 V 298 Erw. 4c mit Hinweisen). Der verminderten psychischen Belastbarkeit (Gereiztheit, Impulsivität, Lärm- und Geruchsempfindlichkeit, morgendliche Abgespanntheit, gelegentliche Aggressivität gegenüber dem Praxispersonal des Hausarztes) trugen die Ärzte der Fachstelle für Sozialpsychiatrie und Psychotherapie bei der Einschätzung der zumutbaren Arbeitsleistung bereits vollumfänglich Rechnung. Dem Antrag, es sei ein arbeitsmedizinischer oder "arbeitsmarktlicher" Fachbericht einzuholen, ist daher nicht stattzugeben. Die vom Hausarzt erwähnte, durch die Tracheopathie eingeschränkten sprachlichen Verständigungsmöglichkeiten des Beschwerdeführers fallen, nachdem der für ihn in Betracht kommende Arbeitsmarkt eine differenzierte mündliche Ausdrucksfähigkeit nicht voraussetzt, nicht ins Gewicht. 3.2 Es bleiben die zur Bemessung des Invaliditätsgrades notwendigen Einkommen (Art. 28 Abs. 2 IVG) zu prüfen. Nach der Rechtsprechung sind dabei die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs (im vorliegenden Fall 1. Juni 2000) massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (in BGE 129 V noch nicht veröffentlichtes Urteil R. vom 3. Februar 2003, I 670/01, Erw. 4.1 und 4.2 mit Hinweisen; BGE 128 V 174). Daher ist der Einwand des Beschwerdeführers, das Valideneinkommen habe gemäss den letztinstanzlich aufgelegten Lohnabrechnungen des Jahres 2000 Fr. 4'390.- monatlich betragen, an sich zutreffend, ändert jedoch nichts daran, dass der für den Anspruch auf eine ganze Rente erhebliche Invaliditätsgrad von 66 2/3 % nicht erreicht wird (vgl. weiter unten). Die verlangte Aufwertung mit dem Nominallohnindex für 2001 kann nach der zitierten Praxis nicht erfolgen. Das kantonale Gericht bestimmte das Invalideneinkommen, da der Versicherte seit Eintritt des Gesundheitsschadens keine ihm zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hatte, praxisgemäss (BGE 126 V 76 Erw. 3b/bb mit Hinweisen) gestützt auf die Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE 1998, TA1, Anforderungsniveau 4, Männer, Fr. 4'268.- im privaten Sektor). Diesen Wert hat es auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit im Jahre 2001 (41,8 Stunden) sowie auf die bis Ende Jahr 2000 eingetretene Nominallohnentwicklung (106,9 Punkte verglichen mit 104,6 Punkten Ende Dezember 1997) umgerechnet und in Berücksichtigung eines maximalen behinderungsbedingten Abzuges von 25 % (BGE 126 V 80 Erw. 5b/cc) ein Invalideneinkommen von Fr. 20'512.-, entsprechend dem Arbeitsunfähigkeitsgrad von 50 %, ermittelt. Zu diesem nicht streitigen Ergebnis ist anzumerken, dass die Tabellenlöhne der LSE 1998 auf dem Nominallohnindex desselben Jahres (105,3 Punkte; vgl. Statistisches Jahrbuch der Schweiz 2002 des Bundesamtes für Statistik, T3.4.3.2) und nicht von 1997 basieren, weshalb der Tabellenlohn mit dem Faktor 106,9/105,3 aufzuwerten ist, was gegenüber der Berechnung im angefochtenen Entscheid zu einem leicht tieferen Invalideneinkommen (Fr. 20'382.-) führt. Sodann ist im Lichte der zitierten Rechtsprechung von der durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit des Jahres 2000 (41,8 Stunden) auszugehen, wobei sich diesbezüglich an der vorinstanzlichen Umrechnung des Tabellenlohnes nichts ändert, da im folgenden Jahr 2001 ebenfalls durchschnittlich 41,8 Stunden gearbeitet wurde (Statistisches Jahrbuch der Schweiz 2002 des Bundesamtes für Statistik, T3.2.3.5). Dem Valideneinkommen gegenübergestellt, das im Vergleichszeitraum gemäss den letztinstanzlich aufgelegten Lohnabrechnungen im Jahre 2000 monatlich Fr. 4'390.- und, da der Versicherte gemäss Auskunft der Arbeitgeberin (Fragebogen für Arbeitgeber vom 19. Februar 2001) regelmässig am Jahresende eine Gratifikation vereinnahmt hatte, Fr. 57'070.- betragen hatte, lässt sich ein Invaliditätsgrad von etwa 64 % ermitteln, der keinen Anspruch auf eine ganze Invalidenrente begründet. Auch bei dem von der Vorinstanz angenommenen Wert (Fr. 57'246.-) würde die Zweidrittelsgrenze nicht erreicht.