Citation: 1B_239/2021 E. 2.4

2.4. Entgegen der Vorinstanz geht es vorliegend auch nicht um Handlungen mit einem leicht überschaubaren, in sich abgegrenzten Lebenssachverhalt. Zu berücksichtigen ist, dass eine Mehrzahl von Tatvorwürfen im Raum steht, was bereits eine nicht unerhebliche Komplexität darstellt (vgl. Urteil 1B_654/2020 vom 22. März 2021 E. 2.5 mit Hinweis). Es geht sodann vorliegend um allfällige wiederholte Tathandlungen während der Ehe. In tatsächlicher Hinsicht erfordert die Angelegenheit soweit ersichtlich insbesondere die Würdigung von Aussagen von Angehörigen der Familie der verstorbenen Ehefrau und die Würdigung von gespeicherten Daten diverser Accounts der Verstorbenen. Für die sachliche Notwendigkeit einer amtlichen Verteidigung spricht auch der Umstand, dass der Beschwerdeführer der Staatsanwaltschaft vorwirft, ihm im Zusammenhang mit dem Rechtshilfeersuchen vom 4. September 2020 zunächst nicht in der gebotenen Weise Gelegenheit gegeben zu haben, als beschuldigte Person Fragen zuhanden der ersuchten ausländischen Behörde im Kosovo zu formulieren (vgl. dazu Art. 148 Abs. 1 lit. a StPO). Es stellen sich damit Fragen der Verwertbarkeit von Beweismitteln. Hinzu kommt, dass ein weiteres Rechtshilfeersuchen an die USA gestellt worden war, was die Verfahrenskomplexität zusätzlich erhöht. Unter den dargelegten Voraussetzungen erscheint der mittellose Beschwerdeführer nicht in der Lage, ohne anwaltliche Unterstützung seine Argumente gezielt vorzutragen und sich sachgerecht zu verteidigen. Dies gilt auch dann, wenn er - wie die Vorinstanz annimmt - über die intellektuellen Fähigkeiten verfügen sollte, sich bei einem einfach gelagerten Fall selbst zu verteidigen.