Citation: 1C_75/2022 E. 5.4.1

5.4.1. Gemäss Grundbucheintrag lastet auf dem Grundstück der Beschwerdeführerin ein "Fuss- und Fahrwegrecht, ohne Mitunterhalt (solange Landwirtschaft) " zugunsten der Parzelle Nr. yyy, V.________. Die Vorinstanz geht unter Auslegung der Dienstbarkeit deshalb davon aus, dass eine Erschliessung über diese bestehende Zufahrt möglich ist, wenn die gemäss Art. 69 BauR V.________ vorgesehene Breite von 3.5 m eingehalten wird. Mit anderen Worten ist die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands grundsätzlich geeignet, das öffentliche Interesse an der Erschliessung der Parzelle Nr. yyy, V.________ zu erreichen. Gemäss Vorinstanz erscheint eine Erschliessung über das Grundstück als wahrscheinlich und werde von der Gemeinde V.________ auch offensichtlich beabsichtigt. An der Eignung der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands zur Erschliessung der eingezonten Nachbarsparzelle ergibt sich zudem auch keine grundlegende Änderung, wenn die vorgenommene Auslegung der Dienstbarkeit von einem Zivilgericht anders ausgelegt würde. Die Gemeinde verfügt noch über weitere Möglichkeiten, um die Zufahrt über das Grundstück der Beschwerdeführerin sicherzustellen (Art. 28 Abs. 4 und 5 BauR V.________), welche aber ebenfalls bedingen, dass die Fahrbahnbreite von 3.50 m eingehalten wird. Wie auch die Vorinstanz zutreffend bemerkt hat, ist im vorliegenden Verfahren schliesslich keine abschliessende Prüfung der Erschliessungssituation vorzunehmen. Eine solche wird vielmehr im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens auf der Nachbarsparzelle zu prüfen sein, insb. ob die von der Beschwerdeführerin vorgebrachte Erschliessung über ein anderes Grundstück als ihres zu erfolgen hat. Was dabei als hinreichende Zufahrt gilt, hängt von der beanspruchten Nutzung des Grundstücks sowie von den massgeblichen (namentlich örtlichen) Umständen ab, wobei sich die einzelnen Anforderungen im Detail erst aus dem kantonalen Recht und der kantonalen Gerichts- und Verwaltungspraxis ergeben, die sich am bundesrechtlichen Rahmen zu orientieren haben. Zur Beurteilung, ob die fragliche Zufahrt das Baugrundstück hinreichend erschliesst, steht den kantonalen und kommunalen Behörden ein erhebliches Ermessen zu (BGE 136 III 130 E. 3.3.2 S. 135 f.). Unter diesen Umständen reicht es vorliegend aus, wenn die von der Baubehörde gewählte Massnahme geeignet ist, das angestrebte öffentliche Interesse zu erreichen. Eine solche Eignung kann dem Rückbau der Parkplätze auf den bewilligten Zustand nicht abgesprochen werden. Werden diese in den rechtmässigen Zustand zurückgeführt, ist eine Erschliessung der Parzelle Nr. yyy, V.________ über die U.________ und das Grundstück der Beschwerdeführerin möglich.