Citation: 5A_615/2015 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdegegner ist der Meinung, dass die Beschwerde den Rügeanforderungen (E. 2) nicht genüge, weshalb darauf nicht einzutreten sei. In der Sache habe das Kantonsgericht erstens in seinem (Berichtigungs-) Urteil vom 17. August 2015 korrekt festgehalten, dass der Bezirksrichter die Berechnung des erzielbaren Einkommens "auf dem bisherigen Arbeitspensum und nicht auf einem 100%-Pensum vorgenommen" habe. Er habe dieses mit Fr. 5'000.-- als relativ hoch erachtet, weshalb er den zukünftig erzielbaren Monatslohn auf die Hälfte, das heisst auf Fr. 2'500.-- "plafoniert" habe und dabei vom bisherigen Arbeitspensum ausgegangen sei. Zweitens habe das Kantonsgericht in seinem Urteil vom 13. Juli 2015 ein monatliches Einkommen der Beschwerdeführerin von Fr. 2'500.-- als sachgerecht erachtet. Das Kantonsgericht habe dabei losgelöst von seinen vorherigen Arbeitspensenüberlegungen die Einkommensfestsetzung des Bezirksrichters ausdrücklich geschützt und als sachgerecht übernommen sowie auf Seite 20 des Urteils vom 13. Juli 2015 einzig die unzutreffende Feststellung des Bezirksrichters bezüglich gesundheitlich bedingter, fehlender Erwerbsfähigkeit der Beschwerdeführerin korrigiert. Zudem habe das Kantonsgericht am Ende seiner Erwägung 5.2.2 auf Seite 22 seines Urteils vom 13. Juli 2015 die Pauschalanrechnung eines Erwerbseinkommens von Fr. 2'500.-- ausdrücklich als Begründung herbeigezogen, um im vorliegenden Fall die Anrechnung hypothetischer Mietzinseinnahmen aus der Eigentumswohnung in U.________ abzulehnen. Es hätte sich folglich durchaus vorstellen können, allfällig tiefere Monatseinkommen entsprechend mit hypothetischen Mieteinnahmen zu kompensieren. Drittens sei die Lesart der Beschwerdeführerin des Urteils des Bezirksgerichts vom 23. Juni 2015 offensichtlich falsch. Der Bezirksrichter sei in seiner Erwägung 10.2 zu keinem Zeitpunkt davon ausgegangen, dass das maximal erzielbare Monatseinkommen von Fr. 2'500.-- einem 100%-Pensum entspreche. Vielmehr sei er davon ausgegangen, dass das bisherige teilzeitliche Engagement - jedenfalls für die Trennungsphase - nicht erhöht werden dürfe und die Beschwerdeführerin bei einem Drittarbeitgeber maximal Fr. 2'500.-- an eigenem monatlichem Erwerbseinkommen erzielen könne, da das bisherige Teilzeiteinkommen in der Arztpraxis des Ehemannes als situationsspezifisch relativ hoch angesehen werden müsse. Der Bezirksrichter habe folglich das bisherige, ausgewiesene Teilzeiteinkommen - nach Auffassung des Beschwerdegegners in unzulässig hohem Mass - bereits um satte 50 % gekürzt.