Citation: 2C_525/2020 E. 4.2.3

4.2.3. Der Umstand, dass der Beschwerdeführer sich an den Arbeitsprogrammen beteiligt und die Fürsorgebehörde erklärt hat, er sei seiner Schadenminderungspflicht im Fürsorgeverhältnis nachgekommen, ändert nichts daran, dass seine Abhängigkeit von Sozialhilfeleistungen ausländerrechtlich nicht als unverschuldet gelten kann. Die Vorinstanz weist in diesem Zusammenhang zu Recht auf die entsprechende bundesgerichtliche Rechtsprechung hin: Das Verschulden in ausländerrechtlicher Hinsicht ist nicht gleich zu beurteilen wie im fürsorgerechtlichen Kontext (vgl. das Urteil 2C_1048/2017 vom 13. August 2018, E. 3.4.4). Auch wenn der Beschwerdeführer aus Sicht der Sozialhilfebehörde Anspruch auf Unterstützungsleistungen hatte, ohne - oder nur in einem Teilpensum - erwerbstätig zu sein, kann daraus nicht abgeleitet werden, dass der Widerrufsgrund der Sozialhilfeabhängigkeit ausgeschlossen wäre und kein ausländerrechtlich relevantes Selbstverschulden vorliegt (vgl. das Urteil 2C_83/2018 vom 1. Februar 2019 E. 4.2.3).