Citation: 1C_514/2020 E. 6.2

6.2. Die Beschwerdeführer rügen, diese Erwägungen zum Schutzumfang seien unhaltbar. Entgegen der Meinung der Vorinstanz sei das öffentliche Interesse an einer Unterschutzstellung des streitbetroffenen Gebäudes sehr gering, weil es - wie dargelegt - für die Architektur der 1980er Jahre nicht typisch sei. Der Erhalt der Treppen sei unverhältnismässig, weil diese auch nach der Auffassung der Vorinstanz nicht zwingend in den Schutzumfang hätten einbezogen werden müssen und daher zur Verwirklichung des geringen öffentlichen Interesses am Erhalt des Wohnhauses nicht erforderlich sei. Zudem habe sich die Baudirektion - entgegen der aktenwidrigen Angabe der Vorinstanz - beim Einbezug der Aussentreppen in den Schutzumfang nicht auf das Gutachten der KDK abgestützt, weil dieses die Treppe nicht einbeziehe. Ein Einbezug sei auch nicht gerechtfertigt, weil die Treppenanlage mit ihren unterschiedlich gebauten Konstruktionsteilen keine durchdachte architektonische Planung aufweise. Im Übrigen dürfe die Beurteilung der Verhältnismässigkeit als Rechtsfrage nicht an den Gutachter delegiert werden. Dies gelte auch bezüglich der weiteren Elemente, bei welchen nach Auffassung der Vorinstanz durchaus diskutiert werden könnte, ob sie Teil des Schutzumfanges sein sollten. Ihre Annahme, diese Elemente seien Teil eines zu schützenden Gesamtbildes, beruhe nicht auf einer von ihr selber vorgenommenen und verlangten vertieften Prüfung unterschiedlicher Schutzanordnungen. Sie habe nicht im Einzelnen geprüft, ob das Gesamtbild an Aussagekraft verliere und das Schutzziel nicht erreicht werden könnte, wenn die genannten Elemente nicht in den Schutzumfang eingezogen würden.