Citation: U 426/04 30.03.2005 E. 5

5.1 Die SUVA vertrat im Einspracheentscheid vom 10. Dezember 1999 die Auffassung, auf Grund der Akten bestehe kein Hinweis für eine psychische Überlagerung, die eine eindeutige Dominanz aufweise. Die Adäquanz sei nach den in BGE 117 V 359 ff. statuierten Regeln nicht gegeben. In der vorinstanzlichen Vernehmlassung vom 18. April 2002 stellte sich die SUVA auf den Standpunkt, dass beim Versicherten auf Grund des MEDAS-Gutachtens vom 23. Oktober 2000 die psychischen Störungen im Vordergrund stünden. Sie kam zum Schluss, dass die Adäquanz nach den Regeln von BGE 115 V 140 Erw. 6c zu verneinen sei. 5.2 Die Vorinstanz hat die Adäquanzbeurteilung nach der Schleudertraumapraxis (BGE 117 V 359 ff.) vorgenommen. Sie bejahte einzig das Kriterium der Dauerbeschwerden. Die bestehende Arbeitsunfähigkeit sei auf Grund des MEDAS-Gutachten vor allem auf das subjektive Befinden und die Belastungssituation zurückzuführen. Insgesamt erachtete die Vorinstanz die Adäquanzkriterien nicht als erfüllt. Der Versicherte ist mit der Vorinstanz der Auffassung, dass die Adäquanzbeurteilung nach dem Entscheidraster von BGE 117 V 359 ff. zu erfolgen habe. Die Adäquanz sei gegeben, da fünf Kriterien (Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzung, ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung, Dauerbeschwerden, schwieriger Heilungsverlauf sowie Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit) erfüllt seien.