Citation: 1C_183/2014 E. 4.1

4.1. Sie machen geltend, die Kontaktstelle für Wirtschaft des Kantons habe der Beschwerdeführerin 2 ein Aufstellung möglicher Standorte für den Betrieb ausgehändigt, in der auch die Parzelle Nr. 904 aufgeführt worden sei. Daraufhin sei am 11. Juli 2011 ein Kaufrechtsvertrag abgeschlossen worden. Am 6. September 2011 habe eine Besprechung mit Vertretern von Kanton und Gemeinde stattgefunden, darunter auch der Vorsteherin des zuständigen kantonalen Departements, dem Gemeindepräsidenten und der Bereichsleiterin Bau und Umwelt von Glarus Nord. Damals sei das Projekt detailliert vorgestellt worden und das Vorgehen hinsichtlich des Umweltverträglichkeitsberichts besprochen worden. Eine weitere Besprechung habe am 2. November 2011 stattgefunden, u.a. mit Präsentation des vorgesehenen Extraktionsverfahrens, der hierfür eingesetzten Chemikalien, damit verbundener Gefahren sowie Erschliessungsfragen. Zu keinem Zeitpunkt sei von irgendeinem der Anwesenden die Absicht bekundet worden, die Parzelle Nr. 904 einer Planänderung zu unterziehen. Die Beschwerdeführer hätten deshalb darauf vertrauen dürfen, dass die Parzelle weiterhin als Industrieparzelle zur Verfügung stehen und das Baugesuch im ordentlichen gesetzlichen Verfahren geprüft und behandelt werde. Im Vertrauen darauf habe die Beschwerdeführerin 2 aufwendige Projektierungsarbeiten zur Vorbereitung von Baugesuch und UVB in Auftrag gegeben. Die Planungszone sei erst nach Publikation des Baugesuchs am 14. November 2011 erlassen worden, als der Gemeinde klar geworden sei, dass sie zahlreiche gegen das Projekt erhobene Einsprachen zu erledigen hätte.