Citation: 2P.4/2002 03.07.2002 E. 3

3.1 Der Beschwerdeführer macht eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung geltend, weil das Kantonsgericht die unbestrittene Margenverbesserung in den Jahren 1997/98 nicht geprüft habe und dadurch der Sachverhalt willkürlich festgelegt worden sei. Da der Beschwerdeführer per 31. Dezember 1996 keine stillen Reserven gebildet habe, habe er in der Bemessungslücke auch keine solchen auflösen können. 3.2 Willkür bei der Sachverhaltsfeststellung liegt nur vor, wenn diese oder die Beweiswürdigung offensichtlich falsch sind oder auf einem offenkundigen Versehen beruhen (BGE 127 I 38 E. 2a S. 41; 118 Ia 394 E. 2c S. 397; 105 Ia 190 E. 2a S. 190 f., mit Hinweisen). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann der Nachweis für die Auflösung von stillen Reserven auch aufgrund von Indizien erbracht werden, wobei dies durch Schätzungen, zum Beispiel durch Vergleich des Bruttogewinns verschiedener Rechnungsjahre, geschehen kann (Urteil des Bundesgerichts vom 5. Dezember 1969 in ASA 39 S. 198). An den Nachweis der Auflösung von stillen Reserven sind in diesem Falle "nicht zu strenge Anforderungen" zu stellen (vgl. für die direkte Bundessteuer Marco Duss/Daniel Schär, in: Zweifel/Athanas (Hrsg.), Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/2a, Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer (DBG), Basel 2000, Art. 47, N 20, S. 538). Im vorliegenden Fall ermittelte die Veranlagungsbehörde für den Zeitraum von 1993 - 1996 eine durchschnittliche Bruttogewinnmarge von 9,57 %. Die in der Bemessungslücke erzielte Marge beläuft sich demgegenüber auf 12,98 %. Dies stellt eine erhebliche Abweichung und ein massgebendes Indiz für die Auflösung von stillen Reserven dar. Auffallend ist dabei vor allem die Abweichung im Jahre 1998, in welchem die Erwerbstätigkeit aufgegeben wurde. Der Vergleich mit dem Vorjahr fällt mit 17,2 % besonders krass aus. Was der Beschwerdeführer als Erklärung dafür vorbringt, trifft offensichtlich nicht zu. So hat sich namentlich die Marktsituation für den Schweineverkauf in den Jahren 1997/98 nicht verbessert, wie der Beschwerdeführer behauptet. Die Preissituation hat sich vielmehr verschlechtert, wie aus den massgeblichen Erhebungen des Schweizerischen Bauernverbandes ersichtlich ist (Schweizerischer Bauernverband, Brugg, Statistische Erhebungen und Schätzungen 1999, S. 136). 3.3 Demnach ist im vorliegenden Fall davon auszugehen, dass die kantonalen Instanzen bereits aufgrund des vorliegenden Bruttogewinnvergleiches willkürfrei auf eine verdeckte Auflösung von stillen Reserven schliessen konnten und den Sachverhalt somit nicht willkürlich festgestellt haben.