Citation: 1C_154/2020 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid ausgeführt, die Roggenstrasse diene der regionalen Bewirtschaftung des Waldes, daneben auch landwirtschaftlichen und touristischen Zwecken. Das untere Teilstück der Strasse sei in seinem früheren Zustand (Mergelbelag) hinsichtlich forstlicher und landwirtschaftlicher Nutzung zonenkonform gewesen. Bezüglich touristischer Nutzung sei die Zonenkonformität unabhängig vom Ausbaustandard zu verneinen. Ob der untere Strassenabschnitt nach seiner Betonierung hinsichtlich forstlicher und landwirtschaftlicher Nutzung weiterhin zonenkonform sei, hänge davon ab, ob die neue Ausgestaltung für diese Nutzungen notwendig sei. Seit 2005 behaupte die Beschwerdeführerin - so die Vorinstanz weiter -, die Befestigung der Roggenstrasse sei aus technischen und betriebswirtschaftlichen Gründen angezeigt. Ihrem Vorbringen sei 2009 insofern Rechnung getragen worden, als die Sanierung des steilen mittleren Teilstücks bewiligt worden sei. Für die Befestigung des unteren Strassenabschnitts habe kein Anlass bestanden. Seither habe sich die Waldnutzung zwar wohl etwas intensiviert. Die Veränderung sei jedoch nicht derart, dass sie eine Betonierung dieses Strassenabschnitts zu rechtfertigen vermöchte. Die Beschwerdeführerin lege nicht dar, inwiefern die vorbestehende Mergelstrasse für schwere Maschinen nicht ausreiche. Es handle sich nicht um ein überaus steiles Wegstück; die durchschnittliche Steigung betrage 11 %. Ein kritisches Grenzgefälle sei damit nicht erreicht. Moderne Maschinen inklusive Lastwagen könnten Gefälle bis 15 % auf Naturstrassen problemlos bewältigen. Hingegen erreiche die Steigung der mittleren Roggenstrasse bis 17 %. Bei dieser Steigung sei eine Befestigung mit Beton oder Asphalt geboten gewesen. Zwar seien auch zwei Wegabschnitte des unteren Strassenteilstücks steiler als 15 %. Mit einer Länge von 4,38 m und 4,93 m seien sie im Verhältnis zur gesamten strittigen Länge von 660 m jedoch sehr kurz und zu vernachlässigen. Hinzu komme, dass bei der Bewilligung der Sanierung des mittleren Teilstücks zusätzlich die zahlreichen Kurven ins Gewicht gefallen seien, mithin nicht allein die Neigung über 15 % ausschlaggebend gewesen sei. Der untere Strassenabschnitt verlaufe bedeutend gerader, weshalb bei diesem bereits früher von einer Teerung bzw. Betonierung abgesehen worden sei. Ein betoniertes unteres Teilstück sei für die Beschwerdeführerin zwar sicherlich wünschenswert und bequem, für eine zweckmässige Nutzung des Oensinger Bergwaldes jedoch trotz der beiden kurzen Steilstücke nicht nötig. Eine effiziente und sichere Holzernte sei auch mit der vorbestehenden Mergelstrasse möglich. Auch für die landwirtschaftliche Nutzung sei eine Betonierung des betreffenden Strassenabschnitts nicht notwendig (vgl. hinten E. 4.4.2). Damit könne mangels Zonenkonformität für die Betonierung keine ordentliche Baubewilligung nach Art. 22 RPG erteilt werden.