Citation: 6B_746/2016 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz hätte die Delikte, welche der Verurteilung aus dem Jahr 1998 zugrunde lagen, nicht als Anlasstaten im Sinne von Art. 64 Abs. 1 StGB berücksichtigen dürfen. Im damaligen Strafverfahren seien weder eine stationäre Massnahme noch eine altrechtliche Verwahrung zur Diskussion gestanden. Es fehle deshalb an einem Anknüpfungspunkt gemäss Art. 62c Abs. 4 StGB, wonach es einer vorbestehenden erfolglosen stationären Massnahme bedürfe, um die nachträgliche Verwahrung anzuordnen. Die mit Urteil vom 21. April 1998 ausgesprochene ambulante Massnahme sei weder aufgehoben worden noch sei ersichtlich, dass die im Jahr 2001 ausgesprochene ambulante Massnahme diejenige von 1998 umfasse. Ein solches Konstrukt wäre ohnehin gesetzlich nicht vorgesehen. Indem die Vorinstanz beim Entscheid über die nachträgliche Verwahrung auf das Urteil aus dem Jahr 1998 abstelle, verletze sie den Grundsatz ne bis in idem (Art. 11 Abs. 1 StPO; Art. 4 Zusatzprotokoll Nr. 7 EMRK). Ferner rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung von Art. 62c Abs. 4 StGB i.V.m. Art. 64 Abs. 1 StGB. Seine Verfehlungen seien höchstens als mittelschwer einzustufen und erfüllten daher die in Art. 64 Abs. 1 StGB an die Anlasstat gestellten Anforderungen nicht. Eine schwere Schädigung der Opfer im Sinne von Art. 64 Abs. 1 StGB liege nicht vor. In vergleichbaren Fällen sei noch nie eine Verwahrung ausgesprochen worden. Er sei lediglich zu zweieinhalb respektive zwei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Im Rahmen der Strafzumessung seien im Urteil aus dem Jahr 2001 bei der Täterkomponente auch die einschlägigen Vorstrafen und die erneute Delinquenz während der laufenden Probezeit berücksichtigt worden. Ohne diese belastenden Momente wäre die Strafe wohl noch deutlich tiefer ausgefallen. Die Vorinstanz lasse ausser Acht, dass gemäss Lehre und Rechtsprechung eine Verwahrung erst bei einer Freiheitsstrafe von drei Jahren in Betracht gezogen werden soll.