Citation: 1C_311/2022 E. 5.7.4

5.7.4. Aufgrund der dargelegten und anderen Vereinfachungen bei der rechnerischen Prognose empfehle die Vollzugshilfe Mobilfunk, dass nach Inbetriebnahme der Anlage in der Regel eine NIS-Abnahmemessung durchgeführt werden solle, wenn gemäss rechnerischer Prognose der Anlagegrenzwert an einem OMEN zu 80 % erreicht werde. Ergebe die Abnahmemessung eine höhere NIS-Belastung als die rechnerische Prognose, dann habe das Ergebnis der Messung Vorrang. Stelle sich wider Erwarten heraus, dass der Anlagegrenzwert beim Betrieb mit der bewilligten Sendeleistung überschritten werde, dann habe die Behörde eine Reduktion der Sendeleistung oder eine sonstige Anpassung der Anlage zu verfügen (vgl. zum Ganzen Vollzugshilfe, Ziff. 2.1.8, S. 20). Wenn also aufgrund des Unterschiedes der Distanz des OMEN zur Antenne resp. zum Mastzentrum die Berechnung eine knappe Einhaltung des Anlagegrenzwertes ergebe, müsse dieses Resultat durch eine Abnahmemessung überprüft werden.