Citation: 5A_875/2017 E. 4.2.1

4.2.1. Dem angefochtenen Entscheid lässt sich in tatsächlicher Hinsicht entnehmen, dass die Beschwerdegegnerin von 2004 bis 2010 als Sozialpädagogin im Schulheim U.________ tätig war. Danach arbeitete sie bis Juli 2016 zu 41 % als Lehrerin. Seit 1. August 2016 ist sie unbefristet zu rund 30 % als Lehrkraft für integrative Förderung an der Schule V.________ (BE) angestellt. Voraussetzung für diese Anstellung ist eine (Master-) Ausbildung in Heilpädagogik, welche die Beschwerdegegnerin seit Juli 2016 an der Universität Basel absolviert. Diese Ausbildung - sie sei heute noch nicht abgeschlossen - ist nach Ansicht des Obergerichts allerdings nur für die aktuelle Anstellung der Beschwerdegegnerin notwendig, welche denn auch bereits über einen Masterabschluss in Erziehungswissenschaften verfügt. Mit Blick auf diese Umstände und unter Berücksichtigung der weiteren Gegebenheiten des Einzelfalls (insbesondere Alter der Tochter, aktuelle Arbeitsmarktlage) erachtet die Vorinstanz der Beschwerdegegnerin künftig eine Tätigkeit zu 40 % als möglich und zumutbar, womit sie ein Nettoeinkommen von Fr. 2'695.-- erwirtschaften könne. Da vermutungsweise ein Stellenwechsel notwendig werde, sei ihr aber eine angemessene Übergangsfrist bis Ende Juli 2018 einzuräumen. Ab dem 12. Altersjahr der Tochter, die dannzumal in die Sekundar- bzw. Oberstufe wechsle, sei der Ehefrau eine Tätigkeit von 60 % zuzumuten, mit der sie ein Nettoeinkommen von Fr. 4'042.-- erzielen könne. Sobald das Kind das 16. Altersjahr erreiche (d.h. ab August 2026), könne die Beschwerdegegnerin bei einer vollen Erwerbstätigkeit Fr. 6'738.-- netto im Monat verdienen.