Citation: 1C_241/2024 E. 2.2

2.2. Es handelt sich vorliegend um ein Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone, das nach dem Solothurner Recht neben der kantonalen (Ausnahme-) Bewilligung zusätzlich noch eine kommunale Baubewilligung erfordert (vgl. § 134 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes des Kantons Solothurn vom 3. Dezember 1978 [PBG/SO; BGS 711.1] i.V.m. § 135 Abs. 1 PBG/SO und § 38bis Abs. 1 PBG/SO). Diese beiden eng zusammenhängenden (raumplanungs- bzw. baurechtlichen) Entscheide unterliegen der Koordinationspflicht nach Art. 25a Abs. 1 RPG (vgl. Urteil 1C_236/2013 vom 4. Februar 2014 E. 3.2; RENÉ WIEDERKEHR, Ausgewählte Fragen der Koordinationspflicht nach Art. 25a RPG aus Sicht der Praxis, AJP 2015, S. 601; WALDMANN/HÄNNI, Handkommentar Raumplanungsgesetz, 2006, N. 40 zu Art. 25 RPG). Dies ist vorliegend unstreitig. Das Verfahren wurde vorliegend insoweit formell koordiniert, als die kantonale Verfügung des BJD vom 4. November 2021 den Beschwerdeführenden zusammen mit der kommunalen Baubewilligung vom 12. April 2022 eröffnet worden ist (vgl. § 134 Abs. 2 PBG/SO i.V.m. Anhang III der Verordnung des Kantons Solothurn vom 28. September 1993 über Verfahrenskoordination und Umweltverträglichkeitsprüfung [VVK/SO; BGS 711.15]). Die beiden zu koordinierenden Entscheide enthalten aber - der kantonalen Rechtsmittelordnung entsprechend - separate Rechtsmittelbelehrungen an unterschiedliche Rechtsmittelinstanzen (vgl. schematische Übersicht über den kantonalen Rechtsweg: § 5 Abs. 1 i.V.m. Anhang III der VVK/SO) : Die Verfügung des BJD vom 4. November 2021 wäre direkt beim Verwaltungsgericht anzufechten gewesen, während die Baubewilligung der Baukommission Rodersdorf vom 12. April 2022 erstinstanzlich beim BJD anfechtbar war. Hier wurde die kommunale Baubewilligung zwar angefochten, die kantonale Ausnahmebewilligung aber nicht.