Citation: 5A_698/2024 E. 4

Die Vorinstanz hat erwogen, die Beschwerde genüge den Anforderungen an eine hinreichende Beschwerdebegründung nicht. Ausserdem sei der Beschwerde-Weiterzug verspätet erfolgt. Der bezirksgerichtliche Entscheid sei per Gerichtsurkunde an die Beschwerdeführerin versandt worden. Eingeschriebene Sendungen würden bei einem Postrückhalteauftrag stets am siebten Tag nach ihrem Eintreffen auf dem Postbüro am Wohnort der Empfängerin als zugestellt gelten, falls diese mit einer Zustellung rechnen musste. Die Sendung sei gemäss Sendungsnachweis der Post am 29. Mai 2024 bei der Poststelle am Wohnort der Beschwerdeführerin eingetroffen und von der Post am 3. Juni 2024 wegen eines Rückhalteauftrags an das Bezirksgericht zurückgesandt worden. Es bestehe kein Grund, an diesem Sendungsverfolgungsbeleg zu zweifeln. Abgesehen davon bringe die Beschwerdeführerin keinen Grund vor und ein solcher sei auch nicht ersichtlich, weshalb die Sendung bei Fehlen eines Postrückhalteauftrags hätte zurückgeschickt werden sollen. Weil die Beschwerdeführerin, welche das Verfahren vor Bezirksgericht mit ihrer Beschwerde eingeleitet habe, mit einer Zustellung rechnen musste, gelte der angefochtene Beschluss am 5. Juni 2024 als zugestellt. Der Einwand der Beschwerdeführerin, dass sie keine Abholungseinladung erhalten habe, sei unerheblich. Die Zustellfiktion greife und die Frist von Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO sei in Gang gesetzt worden; es seien keine Umstände dargelegt worden, welche die natürliche Vermutung der ordnungsgemässen Zustellung der Abholungseinladung widerlegen würden. Weil die Beschwerdefrist am 6. Juni 2024 zu laufen begonnen und am Montag, 17. Juni 2024 geendet habe, habe die Beschwerdeführerin die zehntägige Beschwerdefrist mit ihrer Eingabe vom 28. Juni 2024 nicht mehr wahren können. Eine Wiederherstellung dieser Frist falle sodann ausser Betracht, weil die Beschwerdeführerin keine entsprechenden Gründe geltend mache. Auf die Beschwerde sei (auch) aus diesem Grund nicht einzutreten.