Citation: 8C_489/2021 E. 1.3.2

1.3.2. Mit separater Eingabe vom 8. Juli 2021 lässt die Beschwerdeführerin die Umstände des Einwurfs beider Sendungen in den Postbriefkasten beschreiben. Infolge einer Falschauskunft betreffend die Öffnungszeiten der Poststelle sei die erste Eingabe am 7. Juli 2021, im Zeitraum von 22.30 bis 22.40 Uhr in den dort vorhandenen Briefkasten eingeworfen worden. Zusätzlich sei die Beschwerde zu späterer Stunde am 7. Juli 2021, um 23.40 Uhr, auch noch vor zwei Zeugen in einen Postbriefkasten eingeworfen worden. Dies sei zeitecht und unmittelbar auf der Rückseite des Couverts schriftlich festgehalten worden. Bei den auf dem Briefumschlag bezeichneten Zeugen handle es sich um eine Service-Angestellte des nahe des Postbriefkastens gelegenen Restaurants und um einen Rechtsanwalt der Anwaltskanzlei, der auch der vorliegend von der AXA mandatierte Rechtsvertreter angehöre. 1.3.2.1. Die im elektronischen Suchsystem "Track & Trace" am 8. Juli 2021 erstmals erfasste Sendung der Beschwerde erfolgte ohne jegliche Anmerkung zu den Umständen der Postaufgabe in der Eingabe selber oder auf dem Couvert. Die Beschwerdeführerin vermag die Vermutung der verspäteten Übergabe dieses Exemplars der Beschwerdeschrift an die Post allein mit der nachgereichten Erklärung, die Poststelle sei unerwarteterweise schon geschlossen gewesen, weshalb der Rechtsvertreter die Sendung am 7. Juli 2021 zwischen 22.30 und 22.40 Uhr in den Postbriefkasten geworfen habe, nicht zu widerlegen. In der Rechtsschrift fehlt jeglicher Hinweis auf eine Posteingabe unter Anwesenheit von Zeugen. Dem dazugehörigen Briefumschlag lässt sich auch nichts dergleichen entnehmen. Das erst nach Ablauf der Rechtsmittelfrist am 8. Juli 2021 mit separater Post eingereichte Erläuterungsschreiben vermag an diesem Ergebnis nichts zu ändern. 1.3.2.2. Der Briefumschlag der zweiten Sendung ist auf den 8. Juli 2021 gestempelt. Gleichzeitig sind auf der Rückseite des Umschlags die Zeit und der Ort der Postübergabe (7. Juli 2021 um 23.40 Uhr; Briefkasten in der Strasse X.________ in Y.________) und die Namen und Adressen der zwei anlässlich des Briefeinwurfs anwesenden Zeugen notiert, unterschriftlich bestätigt vom Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin. Auf Nachfrage des Bundesgerichts (vgl. Art. 55 Abs. 1 BGG i.V.m. Art. 49 BZP; SR 273) antwortete die Zeugin am 29. Oktober 2021 schriftlich, sie habe beobachtet, wie der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin am 7. Juli 2021, ungefähr 23.30 Uhr, ihren Namen und ihre Adresse auf einem Briefumschlag notiert und festgehalten habe, dass sie dessen Einwurf in den Briefkasten zur angegebenen Zeit bezeugen könne. Sie habe auch den tatsächlichen Einwurf dieses Umschlags in den Postbriefkasten zur angegebenen Zeit beobachtet, nachdem das Couvert zuvor im Restaurant (an ihrem Arbeitsort) ausgefüllt worden sei. Ein weiterer Anwalt, der Stammgast im Restaurant sei, habe den Einwurf ebenfalls beobachtet. Die Richtigkeit ihrer Angaben bestätigte sie mit ihrer Unterschrift und unter Beilage einer Kopie ihrer Identitätskarte. Die Vermutung der verspäteten Beschwerdeeingabe ist mit diesen stringenten Angaben widerlegt, weshalb der Beweis der Rechtzeitigkeit hinsichtlich dieser Sendung trotz des vom 8. Juli 2021 datierenden Poststempels als erbracht gilt. Auf die Beschwerde ist einzutreten.