Citation: 1B_667/2020 E. 3.2

3.2. Wie die Vorinstanz weiter darlegt, habe der Beschuldigte am 17. Oktober 2019 in einem Bahnersatz-Bus ein "weisses Pulver" geschnupft und aus einer Whisky-Flasche getrunken. Gegen den Buschauffeur sei er zunehmend aggressiv geworden. Als der Buschauffeur deswegen das Fahrzeug verlassen habe, sei der Beschwerdeführer ihm gefolgt. Der Buschauffeur habe wieder in sein Fahrzeug einsteigen und die Bustüre hinter sich verschliessen wollen, worauf ihn der Beschwerdeführer gepackt und wieder aus dem Bus gezogen habe. Als sie sich wieder gegenübergestanden seien, habe der Beschuldigte dem Chauffeur unvermittelt einen Kopfstoss verpasst, mit der Stirn gegen dessen Nase. Der Geschädigte erlitt eine Nasenbeinfraktur und war eine Woche lang ärztlich krankgeschrieben. Er hat Strafantrag wegen einfacher Körperverletzung gestellt (vgl. angefochtener Entscheid, E. I/4, S. 5; E. II/3.3.2 S. 21). Am 4. Januar 2020 habe der Beschuldigte eine Person in Kloten besucht und von ihr verlangt, sie solle (zusammen mit einem Kollegen des Beschwerdeführers) "zu ihm" nachhause mitgehen. Nachdem die betroffene Person sich geweigert habe zu folgen, habe der Beschwerdeführer ein auf dem Tisch liegendes Küchenmesser behändigt und ihr gesagt, sie habe jetzt mitzukommen. Anschliessend habe der Beschuldigte versucht, ihr in den Bauch zu stechen. Die geschädigte Person habe das Messer mit den Händen abwehren können, sich dabei verletzt und an den Händen geblutet. Anschliessend habe der Beschwerdeführer in der Küche eine Pfanne behändigt, mit der er der geschädigten Person zwei Mal auf den Kopf geschlagen habe. Als sie den Beschuldigten gefragt habe, weshalb er das tue, habe er ihr mit der Faust auf den Kopf und in den Bauch geschlagen. Auch diese geschädigte Person habe Strafantrag wegen einfacher Körperverletzung gestellt (vgl. angefochtener Entscheid, E. I/4, S. 5 f.). Ebenfalls am 4. Januar 2020 habe der Beschwerdeführer einen Cousin aufgesucht. Dabei sei er "voll auf Kokain" gewesen. Er habe dem Cousin gesagt, er benötige zwei Waffen. Dieser habe ihm "aus gutem Willen" gezeigt, wo sich solche befanden und den Beschwerdeführer zum fraglichen Schrank geführt. Aus diesem habe dieser zwei Schusswaffen (SIG Sauer und Beretta) samt Munition behändigt und mitgenommen. Als der Cousin sich eine Woche später zur Wohnung des Beschwerdeführers begeben habe, um die Waffen wieder abzuholen, habe er diesen dort nicht vorgefunden. Ein Mitbewohner habe dem Cousin die Tür geöffnet, worauf dieser seine Waffen gesucht, aber nur die SIG Sauer-Pistole gefunden und wieder an sich genommen habe (vgl. angefochtener Entscheid, E. I/6 S. 6). Kurz nach der Haftentlassung des Beschwerdeführers (am 18. März 2020) seien bei der Staatsanwaltschaft sodann Polizeirapporte über mehrere Diebstähle des Beschuldigten eingegangen. Am 12. Mai, 20. Juni und 16. Juli 2020 habe dieser in drei verschiedenen Läden diverse alkoholische Getränke (jeweils Spirituosen bzw. Wein) gestohlen. Schon vor seiner ersten Inhaftierung (nämlich am 5. bzw. 9. Februar 2020) sei er zudem wegen mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung und Verkehrsregelverletzungen verzeigt worden (vgl. angefochtener Entscheid, E. I/8 S. 7). Am frühen Morgen des 10. November 2020 habe eine Tankstellen-Mitarbeiterin in Uster über den Notruf die Kantonspolizei alarmiert. Die ausgerückte Polizei habe an der Tankstelle einen Uber-Fahrer vorgefunden. Dieser habe ausgesagt, kurz nach 05.00 Uhr in Oerlikon den Beschwerdeführer und eine diesen begleitende Person als Fahrgäste mitgenommen zu haben. Beide seien stark betrunken gewesen. Entgegen seiner Bitte seien sie mit offenen Weinflaschen zu ihm ins Auto gestiegen. Nachdem die Begleitperson in Dübendorf ausgestiegen sei und die Fahrt bis dort mit Kreditkarte bezahlt habe, sei er gebeten worden, den Beschwerdeführer noch nach Uster zu chauffieren, wo dieser dann die Zusatzfahrt bar bezahlen werde. Etwa 200 Meter vor der Tankstelle habe der Beschuldigte ihn angewiesen anzuhalten. Der Beschwerdeführer habe dem Uber-Fahrer eine Fünfzigernote gezeigt, worauf dieser das Behältnis in der Mittelkonsole des Fahrzeuges geöffnet habe, wo er jeweils das Wechselgeld bzw. seine Einnahmen aufbewahre. Der Beschuldigte habe das gesamte Geld aus dem Fach behändigt, ca. 320 Franken. Dabei sei er "wie von Sinnen gewesen", habe weit aufgerissene Augen gehabt und laut geschrien. Da es bei der Tankstelle Videokameras gebe, sei der Fahrer die ca. 200 Meter dorthin weitergefahren. In dieser Zeit habe der Beschuldigte auch noch das Mobiltelefon des Fahrers vom Armaturenbrett weggenommen. Beide seien dann an der Tankstelle ausgestiegen. Der Fahrer habe den Beschwerdeführer gebeten, ihm sein Geld und sein Mobiltelefon wieder zurückzugeben; dabei habe er sich sogar vor dem Beschuldigten hingekniet. In der Folge habe ihm dieser einen massiven Faustschlag in den Bauch versetzt. Nachdem sich der Beschwerdeführer wieder beruhigt und dem Fahrer gesagt habe, er solle ihn jetzt nachhause chauffieren, dann händige er ihm alles wieder aus, hätten sich beide wieder ins Auto gesetzt. Als der Fahrer rechts abgebogen sei, habe ihn der Beschwerdeführer mit dem Arm um den Hals im Schwitzkasten festgehalten und ihn aufgefordert: "gib mir dein Dokument, gib mir dein Dokument!". Der Fahrer sei wieder zurück zur Tankstelle gefahren und habe die dort anwesende Angestellte gebeten, die Polizei zu rufen. Er sei sich bei der Befragung nicht mehr sicher gewesen, ob er vom Beschuldigten erst dann (oder schon vor der ersten Wegfahrt von der Tankstelle) einen Faustschlag in den Bauch erhalten habe. Anschliessend habe ihn der Beschwerdeführer "immer wieder angespuckt". Dieser habe dann das Fahrzeug verlassen, das Mobiltelefon des Fahrers hingeworfen und sich entfernt. Bei polizeilichen Wahlbildkonfrontationen vom 10. November 2020 hätten sowohl der mutmasslich geschädigte Fahrer als auch die Tankstellen-Angestellte den Beschwerdeführer je als Täter identifiziert (vgl. angefochtener Entscheid, E. I/9, S. 7-9). Ebenfalls am 10. November 2020 hätten mehrere Kantonspolizisten mit einem Hausdurchsuchungs- und Vorführbefehl die Wohnung des Beschuldigten aufgesucht. Dieser habe sich zunächst geweigert, den Polizisten Einlass zu gewähren. In der Folge habe er sich mit einer Weinflasche in der Hand in den Wintergarten begeben. Der Aufforderung der Polizei, die Weinflasche fallen zu lassen und sich auf den Boden zu legen, sei er nicht nachgekommen. Statt dessen habe er sich mit der Flasche in der Hand auf die Polizisten zubewegt, worauf diese ihn erst unter Einsatz eines Pfeffersprays und mit Gewaltanwendung hätten arretieren können, wobei er auch noch am Boden liegend Widerstand geleistet habe (vgl. angefochtener Entscheid, E. I/9 S. 9).