Citation: 5C.4/2000 07.07.2000 E. A

A.- Mit Schreiben vom 1. Dezember 1992 (nachfolgend: Schreiben 1) und vom 11. März 1993 (Schreiben 2) berichteten Dr. D.________ und Dr. E.________ Dr. G.________, damals Präsident der Gesellschaft Zürcher Tierärzte, von verschiedenen schwerwiegenden Mängeln der tierärztlichen Tätigkeit von Dr. A.________. Die Schreibenden hatten beide während einiger Zeit in dessen Praxis gearbeitet. Im Mai 1993 beschloss die Generalversammlung der Gesellschaft Zürcher Tierärzte den Ausschluss von Dr. A.________ aus der Standesorganisation, der mit bundesgerichtlichem Urteil vom 22. November 1996 rechtskräftig wurde. Im Juni und Oktober 1993 wurden gegen Dr. A.________ Strafanzeigen eingereicht und Untersuchungen wegen Tierquälerei, Wuchers, Betrugs und Sachbeschädigung eingeleitet. Diese und weitere Strafverfahren wurden schliesslich eingestellt oder endeten mit Freisprüchen. Am 8. Oktober 1993 berichtete der "Blick" unter der Schlagzeile "Skandal um Zürcher Tierarzt" von den laufenden Strafverfahren, dem Ausschluss aus der Standesorganisation und von drei Fällen "krassen Fehlverhaltens mit Bereicherungsabsicht" (Untersuchung und Behandlung zweier Katzen für mehr als Fr. 6'600.-- innerhalb von 13 Monaten, Wegoperieren des Auges eines Zwerghasen für Fr. 928.-- statt Ziehen dessen vereiterten Zahnes, Einschläfern von sieben Katzen wegen ansteckender Bauch- und Brustfellentzündung, obwohl das Veterinär-Medizinische Institut der Universität Zürich später zwei Katzen untersucht und keine Krankheit festgestellt habe). Nähere Angaben zur Person des Tierarztes wurden in diesem Bericht (nachfolgend: Beitrag I) nicht gemacht, da Dr. A.________ eine entsprechende einstweilige richterliche Verfügung erwirkt hatte. Am 14. Oktober 1993 veröffentlichte der "Anzeiger von U.________" mit dem Titel "Für über 6600 Franken ein Büsi operiert" einen Artikel (Beitrag IV), in dem er die Informationen des "Blick" im Wesentlichen wiederholte und anfügte, er sei im Besitz von Unterlagen, welche die Vorwürfe zu erhärten schienen. Insbesondere wisse er von einer neunmonatigen Berner Sennenhündin, die der Tierarzt für mehr als Fr. 3'000.-- operiert und mit Spritzen weiterbehandelt habe, obgleich später eine leichte Nahrungsumstellung genügt habe, um die Hündin zu kurieren. Die Zeitung präzisierte, es handle sich um "einen 51jährigen Tierarzt aus der Region U.________". Daraufhin gelangte Dr. A.________ seinerseits an die Öffentlichkeit. In einem am 21. Oktober 1993 in den "U.________ Nachrichten" publizierten Interview mit Bild wehrte er sich gegen die erhobenen Vorwürfe. In der gleichen Ausgabe wurde auch ein Interview mit Dr. G.________ veröffentlicht, in dem sich dieser von der Art, wie Dr. A.________ praktiziere, distanzierte und den Ausschluss aus der Gesellschaft Zürcher Tierärzte erläuterte. Am 23. Oktober 1993 berichtete der "Blick" erneut über die Vorkommnisse unter dem Titel "Büsi-Skandal/Zürcher Tierarzt schlägt zurück", wobei er nach einer Zusammenfassung der drei Fallbeispiele aus dem Beitrag I Ausschnitte aus dem Rechtfertigungsinterview von Dr. A.________ und einen Ausriss mit dessen Namen abdruckte (Beitrag II). In einem weiteren Beitrag (Beitrag III) publizierte der "Blick" sodann am 29. Oktober 1993 mit dem Titel "Büsi-Skandal/Neue Vorwürfe gegen Tierarzt!" zahlreiche weitere Fallbeispiele, vorab aus den Schreiben 1 und 2, die Dr. A.________ in ungünstigem Licht erscheinen liessen, zitierte Dr. D.________ unter Namensangabe sowie Dr. E.________ und eine ehemalige Arztgehilfin. Zu Wort kamen aber auch der Tierarzt Dr. J.________ und eine Lehrerin, die sich positiv über die Arbeit von Dr. A.________ äusserten. Zudem wurde ein Brief mit 11 Unterzeichnern erwähnt, die Dr. A.________ auf diese Weise beistehen wollten.