Citation: 4P.56/2005 21.04.2005 E. 1

Zunächst rügt die Beschwerdeführerin, die Beschwerdegegnerin sei anlässlich der Instruktionsverhandlung vom 16. November 2004 nicht durch ein zur Vertretung befugtes Organ vertreten gewesen, wie dies gemäss § 48 Abs. 2 ZPO des Kantons Aargau vorgesehen sei. Dadurch sei der Beschwerdeführerin die Möglichkeit abgeschnitten worden, die Beschwerdegegnerin zum Zustandekommen und Inhalt der strittigen Vertragsbeziehung zu befragen. Das von der Beschwerdeführerin beantragte Beweismittel der Parteibefragung sei dadurch vereitelt und deren rechtliches Gehör verletzt worden. Überdies komme das Verhalten des Handelsgerichts einer Ungleichbehandlung der Parteien gleich und verletze Art. 29 Abs. 1 BV. 1.1 Nach dem Grundsatz von Treu und Glauben und dem Verbot des Rechtsmissbrauchs ist es nicht zulässig, formelle Rügen, die in einem früheren Prozessstadium hätten geltend gemacht werden können, bei ungünstigem Ausgang noch später vorzubringen (BGE 124 I 121 E. 2 S. 123; 119 Ia 221 E. 5a S. 228). Die Beschwerdeführerin hat auf die Durchführung einer Hauptverhandlung verzichtet, an welcher sie die entsprechenden Rügen dem Handelsgericht hätte zur Kenntnis bringen können. Sie ist daher mit ihren Vorbringen in der staatsrechtlichen Beschwerde nicht zu hören. 1.2 Auch davon abgesehen ist die Rüge unbegründet. Die Beschwerdeführerin behauptet zwar eine Verletzung der Gleichbehandlung der Parteien, legt aber nicht dar, worin die Ungleichbehandlung bestehen soll. Soweit sie ausführt, ihr sei das Beweismittel der Parteibefragung abgeschnitten worden, ist darauf hinzuweisen, dass das Handelsgericht den Beweis für die von der Beschwerdeführerin behauptete vertragliche Vereinbarung nicht für erbracht erachtete. Damit rügt die Beschwerdeführerin genau besehen eine Verletzung ihres Anspruchs auf Beweisführung, welcher ihr nach Art. 8 ZGB zusteht und die Folgen der Beweislosigkeit regelt. Wenn der Richter taugliche und formgültig beantragte Beweise zu rechtserheblichen Tatsachen nicht abnimmt, obwohl er die Sachvorbringen dazu weder als erstellt noch als widerlegt erachtet, verletzt dies Art. 8 ZGB und damit Bundesrecht (BGE 123 III 35 E. 2b S. 40 mit Hinweis). Derartige Rügen sind dem Bundesgericht wegen der Subsidiarität der staatsrechtlichen Beschwerde in berufungsfähigen Angelegenheiten mit Berufung vorzutragen (Art. 84 Abs. 2 OG; BGE 120 II 384 E. 4a S. 385; Bundesgerichtsurteil 5P.38/1990 vom 4. Juli 1990, E. 5a mit Hinweisen). Im Rahmen der staatsrechtlichen Beschwerde ist auf derartige Rügen nicht einzutreten.