Citation: 2C_520/2017 E. 4.2.3

4.2.3. Die Vorinstanz weist schliesslich zu Recht darauf hin, dass eine strafrechtliche Verurteilung nicht ausschliesst, dass dem betroffenen Ausländer künftig wieder eine Aufenthaltsbewilligung erteilt wird. Soweit die ausländische Person weiterhin oder erneut über einen Bewilligungsanspruch verfügt und sich in ihrer Heimat bewährt hat, ist die Erteilung einer Bewilligung - in der Regel nach fünf Jahren und bei besonderen Umständen bereits früher - möglich (vgl. die Urteile 2C_295/2014 vom 12. Januar 2015 E. 5.2; 2C_1224/2013 vom 12. Dezember 2014 E. 5.1.2; 2C_1170/2012 vom 24. Mai 2013 E. 3.4.2; 2C_817/2012 vom 19. Februar 2013 E. 3.2.1). Der Beschwerdeführer weist nur am Rande auf die Beziehung zu seiner Verlobten hin und nimmt keinerlei Bezug auf das von dieser inzwischen geborene Kind, was überrascht, wenn diesbezüglich tatsächlich eine intakte, enge persönliche und familiäre Beziehung bestehen sollte. Wies der Beschwerdeführer noch im Verfahren vor der Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich auf die unmittelbar bevorstehende Heirat hin, legt er - entgegen seiner Mitwirkungs- und Begründungspflicht (Art. 90 AuG) - heute nicht mehr dar, dass und welche Auswirkungen die aufenthaltsbeendende Massnahme für seine "Verlobte" und deren Kind hätte und ob er an der Heiratsabsicht festhält. Es ist unter diesen Umständen fraglich, ob er diese Beziehungen heute noch hinreichend intensiv lebt, um sich in diesem Zusammenhang auf Art. 8 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV berufen zu können, zumal er selber kein gefestigtes Anwesenheitsrecht und nie über eine zeitlich unbeschränkt gültige Niederlassungsbewilligung verfügt hat.