Citation: 9C_37/2017 E. 4.3

4.3. Das Bundesgericht hat in ähnlich gelagerten Sachverhalten stets geprüft, ob die versicherten Personen - trotz der von C.________ unternommenen Schritte zur Verschleierung seines Vorgehens (wie Postumleitungsaufträge, Urkundenfälschungen etc.), welche im Wesentlichen das Verhältnis der beruflichen Vorsorge betrafen - auf anderen Wegen Kenntnis von der erfolgten Kapitalauszahlung erlangt hatten oder hätten erlangen müssen. In Frage kamen dabei insbesondere Steuerunterlagen, namentlich Zusendungen der Steuerbehörden wie Rechnungen, Veranlagungsvorschläge etc., zumal Kapitalleistungen der beruflichen Vorsorge gesondert besteuert werden (vgl. dazu Art. 22 und 38 DBG [SR 642.11]). Von Interesse waren aber auch die Steuererklärungen, weil aus der beruflichen Vorsorge zufliessende Einkünfte darin zu deklarieren sind. Eine konkludente Genehmigung nahm die Rechtsprechung nur an, wenn die versicherte Person zumindest aufgrund dieser Unterlagen um die Kapitalauszahlung wusste oder hätte wissen müssen und trotzdem vom Dritten widerspruchslos über Jahre hinweg monatliche "Rentenleistungen" entgegennahm (Urteile 9C_609/2016 vom 23. Mai 2017 E. 3.2.3 f. und 4.2.4, 9C_495/2015 vom 17. Juni 2016 E. 4.2 und 9C_376/2014 vom 13. März 2015 E. 7.3; vgl. auch Urteil 9C_790/2016 vom 28. September 2017 E. 5.3.1).