Citation: 4A_2/2020 E. 3.4.5

3.4.5. Aus BGE 130 V 103 lässt sich aber nicht ableiten, dass eine Sorgfaltspflichtverletzung der Vorsorgeeinrichtung allein schon deshalb zu verneinen gewesen wäre, weil die Barauszahlung vor der BSV Mitteilung Nr. 51, also vor dem 22. Juni 2000, erfolgte. Vielmehr ist auch in diesen Fällen anhand der weiteren Umstände des Einzelfalls zu beurteilen, ob der Vorsorgeeinrichtung - mangels Prüfung der (gefälschten) Unterschrift auf dem Auszahlungsformular - eine Verletzung der ihr zukommenden Sorgfaltspflicht gemäss Art. 97 OR vorzuwerfen ist (BGE 130 V 103 E. 3.3 S. 110; vgl. ebenso zit. Urteile B 58/01 E. 3.2 und B 45/00 E. 3.3). Davon ist aber auch die Vorinstanz ausgegangen, hat sie doch - neben dem Zeitpunkt der Barauszahlung - explizit auch berücksichtigt, dass C.A.________ den Beratern der Vorsorgeeinrichtung persönlich bekannt war (vgl. hiervor E. 3.2.4).