Citation: 5A_1026/2019 E. 3.3.1

3.3.1. Der Beschwerdeführer führt aus, Art. 3 BEG nenne eine erhebliche Reduktion des Verbrauchs fossiler Energien für die Beheizung von Gebäuden als eines der Ziele. Die Festlegung der energetischen Anforderungen im Bereich Wärmeschutz von Gebäuden obliege gemäss Art. 15 Abs. 1 lit. a BEG der Regierung des Kantons Graubünden, die dabei gemäss Art. 17 BEG insbesondere die unter den Kantonen harmonisierten Mustervorschriften und den Stand der Technik zu berücksichtigen habe. In der BEV würden maximale wärmetechnische Grenzwerte verordnet, die gemäss BEV u.a. für Umbauten von bestehenden Gebäuden gälten. Für alle vom Umbau oder von der Umnutzung betroffenen Bauteile gälten die Anforderungen gemäss Anhang 3 zur BEV (Art. 7 Abs. 2 lit. a Ziff. 2 BEV); diese Anforderungen seien unbestrittenermassen nicht eingehalten. Zur Auslegung des Begriffes "Umbau" zieht der Beschwerdeführer die SIA Norm 380/1:2009 herbei und nimmt weiter auf die Vollzugshilfe EN-102 der Konferenz Kantonaler Energiefachstellen, Ausgabe Dezember 2018 (Basis: Norm SIA 380/1, Ausgabe 2009), Bezug. Gemäss dem Dokument gelten die dort definierten Anforderungen für Neubauten (Geltungsbereich Ziff. 1 lit. a) sowie für Umbauten und Umnutzungen (Ziff. 1 lit. b). Der Beschwerdeführer schliesst daraus, dass alle baulichen Vorhaben Umbauten oder Umnutzungen seien, bei denen es sich nicht um Neubauten handle. Eine andere Kategorie gebe es nicht. Das Bauvorhaben sei demnach als Umbau zu qualifizieren und habe die entsprechenden Anforderungen einzuhalten. Alles andere sei auch aufgrund energiepolitischer Überlegungen, die in die Auslegung einzufliessen hätten, nicht vertretbar.