Citation: 4A_339/2018 E. 2

Eventualiter machen die Beschwerdeführer geltend, entgegen der Ansicht der Vorinstanz lägen besondere Umstände vor, wie sie in BGE 132 III 24 explizit vorbehalten worden seien. Das Bundesgericht habe festgehalten, der Vermieter sei umso weniger zur entsprechenden Aufklärung von sich aus verpflichtet, je höher der Nettomietzins und je geringer sich im Verhältnis dazu die zu erwartende Nachzahlung ausnehme. Somit sei davon auszugehen, das Verhältnis von Mietzinshöhe und Nachzahlung könne ein zu berücksichtigender besonderer Umstand sein. Vorliegend würden die Nachzahlungen zu einer 13. Miete führen und seien somit erheblich. Weiter hätten die Beschwerdeführer in Anbetracht der Tatsache, dass hohe Akontobeträge vereinbart worden seien, davon ausgehen dürfen, diese entsprächen den realistischen Kosten. Schliesslich seien rund 75 % der tatsächlich geschuldeten Nebenkosten verbrauchsunabhängig, was als weiterer besonderer Umstand berücksichtigt werden müsse. Die Beschwerdegegnerin macht geltend, einige der behaupteten besonderen Umstände seien neu und daher unzulässig (namentlich, dass 75 % der tatsächlich anfallenden Nebenkosten verbrauchsunabhängig seien). Ob der Einwand der Beschwerdegegnerin zutrifft, braucht nicht geprüft zu werden. Die von den Beschwerdeführern geltend gemachten Umstände stellen jedenfalls keine besonderen Umstände dar, welche die Beschwerdeführer hätten zur Annahme berechtigen können, sie seien nur verpflichtet, für Nebenkosten etwa den jährlichen Gesamtbetrag ihrer Akontozahlungen zu leisten (vgl. BGE 132 III 24 E. 5.2 S. 30). Denn als qualifizierende, besondere Umstände sind nur berechtigtes Vertrauen bildende Tatsachen zu verstehen. Die von den Beschwerdeführern geltend gemachten Tatsachen, es seien hohe Akontobeträge vereinbart worden und 75 % der Nebenkosten seien verbrauchsunabhängig gewesen, reichen dazu nicht aus. Die Beschwerdeführer machen auch nicht rechtsgenügend geltend, das Verhältnis der Nettomietzinsen und der Nachzahlungen sei hier so ausgestaltet, dass besondere Umstände vorlägen. Sie zeigen nicht auf, dass aufgrund der Nachzahlungen bei tiefen Mietzinsen eine erhebliche Erhöhung des monatlichen Mietzinses resultiert, sondern beschränken sich auf die pauschale Aussage, die Nachzahlungen würden zu einer 13. Miete führen. Die von den Beschwerdeführern geltend gemachten Tatsachen stellen weder für sich allein noch in ihrer Gesamtheit besondere Umstände im Sinne der Rechtsprechung von BGE 132 III 24 dar.