Citation: 2C_21/2024 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz erwägt, der Begriff der Gesetzmässigkeit der Netznutzungstarife im Verfahren gemäss Art. 22 Abs. 2 lit. a StromVG (Streitfall) sei gleich zu verstehen wie im Verfahren nach Art. 22 Abs. 2 lit. b StromVG (Überprüfung von Amtes wegen). Die ElCom dürfe für den Entscheid im Streitfall auf das in der Praxis etablierte System der Tariffestlegung und -überprüfung zurückgreifen. Dazu gehöre auch die Verwendung des standardisierten Reporting-Tools, mit dem die Verteilnetzbetreiberinnen der ElCom die Kostenrechnung vorlegten (vgl. E. 4.4 des angefochtenen Urteils). Die Beschwerdegegnerin habe mit den eingereichten Kostenrechnungen ihre mutmasslichen Kosten und Tarife für das Folgejahr, ihre effektiven Kosten des relevanten Basisjahres sowie die Deckungsdifferenzen deklariert. Die ElCom habe im Rahmen des Verfahrens nach Art. 22 Abs. 2 lit. a StromVG unter anderem einen Vergleich der Plankosten eines Tarifjahres mit den zwei Jahre später deklarierten Ist-Kosten des jeweiligen Tarifjahres vorgenommen und die anhand von Ist-Werten angegebenen Deckungsdifferenzen auf systematische Fehler hin überprüft. Sie habe dabei keinen Anlass für Korrekturen festgestellt (vgl. E. 4.5.1 f. des angefochtenen Urteils). Die Vorinstanz erwägt weiter, die Beschwerdeführerin stelle als zentralen Punkt ihrer Beschwerde die Richtigkeit der in der Kostenrechnung und im Reporting-Tool von der Beschwerdegegnerin deklarierten Ist-Werte infrage. Die Beschwerdeführerin mache geltend, dass der Übergang von der Buchhaltung zu den deklarierten Zahlen nicht transparent überprüfbar sei. Demgegenüber hält die Vorinstanz es für bundesrechtskonform, die Prüfung ausgehend von den Kostenrechnungen und dem in diesem Zusammenhang etablierten Reporting-Tool der ElCom vorzunehmen. Der Auffassung der Beschwerdeführerin, wonach die dort erfassten Werte von vornherein keine geeignete Prüfungsbasis seien und die vollständige Sachverhaltsermittlung stets für sämtliche Netzkosten einen Abgleich mit Belegen aus dem Rechnungswesen der Verteilnetzbetreiberin voraussetze, folgt die Vorinstanz nicht (vgl. E. 4.5.3 ff. des angefochtenen Urteils).