Citation: 9C_148/2023 E. 2.2.4

2.2.4. Damit fragt sich, ob die Vernehmlassung der Belegenheitsgemeinde vom 22. September 2022 vorgängig hätte zugestellt werden müssen. Die Vorinstanz führt zwar aus, dass das Steuerrekursgericht bei der Belegenheitsgemeinde eine "substanzielle Rekursantwort mit Ausführungen zur Sach- und Rechtslage" eingeholt habe (Sachverhalt, lit. B.b). Wie aus den Akten hervorgeht, die das Bundesgericht von Amtes wegen heranziehen kann (Art. 105 Abs. 2 BGG), ist die Vernehmlassung vom 22. September 2022 eher kurz und frei von tiefgreifenden Darlegungen ausgefallen. Die von der Belegenheitsgemeinde beauftragte Rechtsvertretung hat sich im Wesentlichen darauf beschränkt, die einschlägigen rechtlichen Grundlage zur Besteuerungshoheit in Erinnerung zu rufen. Einen zusätzlichen, rechtserheblichen Erläuterungsbedarf hat die Vernehmlassung jedenfalls nicht hervorgerufen. Damit ist nicht dargetan, dass und inwiefern die Wahrnehmung des Replikrechts sich auf das Verfahren hätte auswirken können. Unter den konkret gegebenen Umständen bestand daher für die Vorinstanz kein Anlass zur Aufhebung des gehörsverletzenden Entscheids des Steuerrekursgerichts vom 12. Oktober 2022. Wenngleich es sich beim Anspruch auf rechtliches Gehör um ein zentrales verfassungsmässiges Individualrecht handelt, das als solches einen höchst sorgsamen Umgang verdient (vorne E. 2.2.2), kann der Vorinstanz im Ergebnis zugestimmt werden.