Citation: 2C_620/2024 E. 4.2

4.2. Das Replikrecht gilt grundsätzlich auch in Verfahren betreffend vorsorgliche Massnahmen (vgl. BGE 139 I 189 E. 3.1; Urteil 2C_836/2020 vom 18. Februar 2021 E. 3.2.2). Es hat dort jedoch nicht dieselbe Tragweite wie bei Endentscheiden, da vorsorgliche Massnahmen naturgemäss dringlich und gestützt auf eine bloss summarische Sachverhaltsprüfung zu erlassen sind und zudem jederzeit abgeändert werden können (BGE 139 I 189 E. 3.3; Urteile 2C_910/2022 vom 8. Januar 2024 E. 3.3.1, 5A_196/2023 vom 6. April 2023 E. 4.2.2). In der Regel und soweit keine besonderen Umstände vorliegen, kann die Behörde unmittelbar gestützt auf das Gesuch um vorsorgliche Massnahmen bzw. um aufschiebende Wirkung entscheiden. Sie muss keinen weiteren Schriftenwechsel veranlassen. Das rechtliche Gehör der gesuchstellenden Partei wird im Prinzip durch ihr Gesuch gewahrt (BGE 139 I 189 E. 3.3; Urteil 2C_836/2020 vom 18. Februar 2021 E. 3.2.2).