Citation: U 148/02 13.12.2002 E. 2

2.1 Ob eine revisionsbegründende Veränderung eingetreten ist, beurteilt sich grundsätzlich durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der ursprünglichen Verfügung bzw. des Einspracheentscheides bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung bzw. des Einspracheentscheides (BGE 125 V 369 Erw. 2, 116 V 248 Erw. 1a, 109 V 265 Erw. 4a mit Hinweisen; RKUV 1989 Nr. U 65 S. 71). 2.2 Der Unfall vom 18. Mai 1983 wurde mit Zusprechung einer Integritätsentschädigung und Abweisung eines Rentenanspruchs abgeschlossen (Einspracheentscheid vom 30. Oktober 1986). Soweit ein Rückfall oder eine Spätfolge dieses Unfallereignisses geltend gemacht wird, wäre daher nach dem Vorstehenden als Vergleichsbasis der beim damaligen Einspracheentscheid gegebene Sachverhalt heranzuziehen. Indessen hat die SUVA nach dem Gerüststurz vom 1. März 1991 die Renten- und Integritätsentschädigungsfrage umfassend neu geprüft. Es wurden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung die gesundheitlichen Auswirkungen auch der früheren Unfallereignisse von 1976 und 1983 auf die Arbeitsfähigkeit und Integrität des Versicherten medizinisch abgeklärt und bei der Festsetzung des für den Rentenanspruch massgebenden Invaliditätsgrades sowie der Integritätseinbusse berücksichtigt. Die gestützt darauf mit Einspracheentscheid vom 4. Dezember 1996 zugesprochenen Leistungen (Invalidenrente ab 1. Mai 1994; Integritätsentschädigung) decken somit allfällige, bis dahin eingetretene und auf den Auffahrunfall von 1983 zurückzuführende Verschlimmerungen des Gesundheitzustandes mit ab. Für die Beurteilung der Frage, ob in Bezug auf die Unfallereignisse von 1983 und 1991 bis zum Einspracheentscheid vom 2. April 2001 eine revisionsbegründende Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse eingetreten ist, hat daher der Sachverhalt im Zeitpunkt des Einspracheentscheides vom 4. Dezember 1996 als Vergleichsbasis zu dienen.