Citation: 1P.222/2006 27.09.2006 E. 5

Was der Beschwerdeführer zur Untermauerung seiner eigenen Sachverhaltsdarstellung vorbringt, ist ebenfalls nicht geeignet, die Beweiswürdigung des Obergerichts als willkürlich erscheinen zu lassen. 5.1 Es trifft zu, dass die Zivilklägerin ausgesagt hat, der Beschwerdeführer habe sie nach dem abgebrochenen Oralverkehr wieder bäuchlings auf die Motorhaube gedrückt und sei erneut von hinten in sie eingedrungen. Dabei habe er gesagt, er komme, und gefragt, was er machen solle (act. 382, ebenso GA [Prot.] S. 56). Der Beschwerdeführer macht geltend, dies spreche dafür, dass der Geschlechtsverkehr im gegenseitigen Einvernehmen stattgefunden habe, da sich ein Vergewaltiger nicht nach dem Willen seines Opfers erkundige. Die in diesem Zeitpunkt vom Beschwerdeführer ebenfalls gestellte Frage nach Kondom oder Pille lässt jedoch darauf schliessen, dass es ihm unmittelbar vor dem Samenerguss um die Frage der Empfängnisverhütung ging, an der er selbst ein offensichtliches Interesse hatte. Dass der Geschlechtsverkehr einvernehmlich erfolgt sei, ist aus dieser Frage daher nicht abzuleiten. Ebensowenig drängt sich dieser Schluss aufgrund der Aussagen der Zivilklägerin auf, wonach sie beim Geschlechtsakt keine Schmerzen verspürt habe. Dies zeigt vielmehr, dass die Zivilklägerin nicht bestrebt war, ihre Schilderung des Vorgefallenen zu aggravieren. 5.2 Auch der Umstand, dass die Zeugen C.________, D.________ und E.________ dem Beschwerdeführer keine Vergewaltigung zutrauten, ist nicht geeignet, die vom Obergericht vorgenommene Beurteilung der Glaubwürdigkeit des Beschwerdeführers als willkürlich erscheinen zu lassen. Wie diese drei Personen den Beschwerdeführer einschätzten, vermag nichts darüber auszusagen, wie sich dieser unter den konkreten Umständen gegenüber der Zivilklägerin verhalten hat. Der Zeuge E.________, der sich im Übrigen selbst als guten Kollegen des Beschwerdeführers bezeichnete, stützte seine Bemerkung, er würde es der Zivilklägerin zutrauen, dass sie etwas vom Beschwerdeführer wollte, nur auf ein Gerücht, das damals die Runde gemacht habe (act. 393 s); damit fehlt auch dieser Einschätzung die Objektivität.