Citation: 9C_661/2019 E. 5.1.2

5.1.2. Dipl. med. D.________ hat in ihrer Stellungnahme vom 7. Juni 2017 ausgeführt, in Anlehnung an den Bericht des Röntgeninstituts G.________ vom 8. September 2016 betreffend MRI der Lendenwirbelsäule seien multisegmentale degenerative Veränderungen mit Vorwölbung von Bandscheibengewebe nach dorsal erkennbar. Ihre darauf folgenden Ausführungen beziehen sich zwar auf allgemeine medizinische Aussagen zum genannten Beschwerdebild, wie der Versicherte zu Recht rügt. Dipl. med. D.________ ist im Weiteren jedoch darauf eingegangen, dass für die Beantwortung der Frage, ob sich die degenerativen Veränderungen relevant auf die muskuloskelettalen Funktionen auswirken würden, durchaus die Befunde einer klinischen Untersuchung ausschlaggebend seien. Sie hat den Versicherten zwar nicht selber untersucht. Ihr haben aber für die Arbeitsfähigkeitsschätzung die Berichte des Hausarztes und insbesondere auch der fachärztliche Untersuchungsbericht der Neurochirurgen des Spitals F.________ vom 4. Oktober 2016zur Verfügung gestanden. Dipl. med. D.________ ist davon ausgegangen, dass den Ausführungen des Hausarztes Dr. med. E.________ keine Befunde entnommen werden könnten, die eine radikuläre Symptomatik objektivierten. Auch fänden sich keine Berichte darüber, dass in Bezug auf die Rückenproblematik bis im Oktober 2016 spezialärztliche Untersuchungen oder Behandlungen notwendig gewesen seien. Im Weiteren hat dipl. med. D.________ auf den Bericht der Neurochirurgen des Spitals F.________ verwiesen und ausgeführt, dass diese im Rahmen ihrer Untersuchung keine radikulären Schmerzen und auch keine sensomotorischen Defizite beim Versicherten haben festhalten können, weshalb die Neurochirurgen von einer Operation abgesehen hätten. Sie hätten dem Beschwerdeführer auch von einer Infiltrationsbehandlung abgeraten, da aktuell keine stark beeinträchtigende Schmerzproblematik vorhanden gewesen sei. Ausserdem hätten sie dem Versicherten eine Gewichtsreduktion empfohlen. Anhand dieser fachärztlichen Einschätzung ist dipl. med. D.________ davon ausgegangen, dass in einer angepassten Tätigkeit (körperlich leicht, ohne Heben und Tragen von Gewichten über 5 kg, kein repetitives Vorneigen oder andere Körperzwangshaltung, wechselbelastend, jedoch vorwiegend sitzend) keine wesentlichen Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit auszumachen seien. Sie hat ausserdem festgestellt, dass die Neurochirurgen zwar keine Stellung zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers genommen hätten. Aus orthopädischer Sicht sei jedoch davon auszugehen, dass die beklagten Rückenschmerzen im hohen Ausmass auch von invaliditätsfremden Faktoren (erhebliches Übergewicht) mitbeeinflusst würden.