Citation: U 114/06 05.09.2006 E. 3

Die Beschwerdeführerin bestreitet die Tauglichkeit der medizinischen Untersuchungsberichte und beantragt eine umfassende neurologische Abklärung. Im Spital X.________ wurde nach dem Unfall vom 25. November 1999 eine starke Schwellung und Hämatomfärbung im distalen Drittel des linken Unterarms festgestellt. In der notfallmässigen Röntgenuntersuchung fanden sich jedoch keine ossären Verletzungen. Die vom Hausarzt Dr. med. S._________, Allgemeine Medizin FMH, in der Folge angeordnete Skelettszintigraphie war ebenfalls unauffällig. Am 6. März 2000 gab die Versicherte an, die ärztliche Behandlung sei abgeschlossen. Erst nach rund anderthalb Jahren klagte sie wieder über Beschwerden und wurde deshalb neurologisch abgeklärt. Die Untersuchung durch Frau Dr. med. B.________ ergab gemäss Bericht vom 22. Mai 2001 ein leichtes Carpaltunnelsyndrom beidseits, links betont. Der klinisch-neurologische Befund sei intakt; es finde sich lediglich eine leichte Druckdolenz der linksseitigen Bizepssehne. Die von der Beschwerdeführerin heute angemeldeten Zweifel an der Zuverlässigkeit dieser Einschätzung der Neurologin sind, zumal keine substanziierte Kritik vorgebracht wird, angesichts des schlüssigen und nachvollziehbaren Berichts unbegründet. Die Arbeitgeberin meldete am 12. Februar 2004 einen zweiten Rückfall. Gemäss Bericht des Dr. med. R.________, Allgemeine Medizin FMH, vom 23. März 2003 (recte: 2004) litt die Versicherte unter einer posttraumatischen Belastungsstörung, welche zu einer somatoformen Schmerzausweitung geführt habe. Er überwies die Versicherte an Frau Dr. med. A.________, Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, welche eine Somatisierungsstörung infolge von psychischem Trauma bei Arbeitsunfall diagnostizierte und eine traumazentrierte Psychotherapie vorschlug (Stellungnahme vom 22. Mai 2004). Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang, dass bereits Dr. med. S.________ am 16. Dezember 2002 zuhanden des Krankenversicherers berichtet hatte, dass im Juni 2001 spontan Schmerzen im rechten Unterarm aufgetreten seien; sie hätten sich allmählich ausgebreitet in den ganzen rechten Arm, über den Nacken und in den linken Arm. Die Versicherte sei eingehend neurologisch, orthopädisch und rheumatologisch abgeklärt worden, ohne dass eine eindeutig umschriebene Pathologie gefunden worden sei. Die Beschwerden seien eher als funktionelles Schmerzbild im Rahmen eines beginnenden Fibromyalgie-Syndroms interpretiert worden. Nachdem somit die Behandlung des somatisch bedingten Leidens bereits dreieinhalb Monate nach dem Unfallereignis abgeschlossen werden konnte und in der Folge trotz verschiedener Untersuchungen keine organischen Befunde mehr erhoben wurden, erübrigen sich weitere Abklärungen. Ob die noch geklagten Beschwerden in einem adäquat-kausalen Zusammenhang zum Unfall vom 25. November 1999 stehen, ist nach der Rechtsprechung zu den psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 133) zu prüfen.