Citation: 6B_898/2016 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz hält fest, der angeklagte Betrug zum Nachteil von A.A.________ und B.A.________ sei in zwei Sachverhalte zu unterteilen, wobei der Schuldspruch bezüglich des ersten Sachverhalts über einen Deliktsbetrag von Fr. 40'370.-- vom Beschwerdeführer nicht bestritten werde. Hinsichtlich des zweiten Sachverhalts geht sie unter Verweis auf die erstinstanzliche Beweiswürdigung und aufgrund der glaubhaften Aussagen der Geschädigten davon aus, dass B.A.________ vom Beschwerdeführer dazu gebracht worden sei, ihm am 20. April 2012 zusätzlich Fr. 58'000.-- aus dem von ihr bei der Bank C.________ aufgenommenen Kredit auszuhändigen. Als Begründung habe er ihr gegenüber vorgebracht, dass er das Geld aus dem Kredit zur Überführung seines Buchhalters benötige, welcher unter anderem mit dem gesamten für A.A.________ und B.A.________ bestimmten Geld untergetaucht sei. Der Beschwerdeführer werde die Fr. 58'000.-- in einem von der Polizei überwachten Schliessfach deponieren, so dass der Buchhalter dingfest gemacht werden könne, wenn dieser sich dem Schliessfach nähere. In rechtlicher Hinsicht führt die Vorinstanz, ebenfalls unter Verweis auf die entsprechenden Erwägungen des erstinstanzlichen Gerichts, aus, der Vorfall rund um die Übergabe der Kreditsumme sei nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit den vorangehenden Geschehnissen zu sehen. Der Beschwerdeführer habe sich ursprünglich im Jahr 2010 auf ein Inserat von A.A.________ und B.A.________ im Magazin "Tierwelt" gemeldet, mit welchem diese nach einem Kredit über Fr. 50'000.-- gesucht hätten. Nachdem er nach einem gewissen Zeitraum, in dem ihm die Geschädigten aufgrund diverser Lügen bereits erhebliche Summen übergeben hatten, bemerkt habe, dass er keine weiteren Zahlungen durch A.A.________ und B.A.________ mehr erwirken konnte, weil sich diese in der Hoffnung auf einen Kredit durch den Beschwerdeführer bereits unter anderem bei Bekannten massiv verschuldet hätten, habe er B.A.________ zu einem Kredit bei der Bank C.________ verholfen. Beim Beschwerdeführer habe es sich demnach nicht um eine gänzlich unbekannte Person gehandelt, welcher B.A.________ leichtsinnig Geld überreichte. Auch wenn nicht von einem Vertrauensverhältnis im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auszugehen sei, habe doch eine persönliche Beziehung zwischen den Geschädigten und dem Beschwerdeführer bestanden, welche bereits - wenn auch lose - seit mehreren Jahren bestanden habe. Diese sei über ein rein geschäftliches Verhältnis hinausgegangen. Der Beschwerdeführer habe über Jahre hinweg ein Lügengebäude errichtet, und dieses auch immer wieder gepflegt sowie weiter ausgebaut. So habe er beispielsweise einmal die Übergabe des versprochenen Geldes an A.A.________ vorgetäuscht. Erst später habe sich herausgestellt, dass es sich dabei nur um verpacktes Papier gehandelt habe. Neben der Vertrauensseligkeit der Geschädigten habe der Beschwerdeführer auch die Notsituation, in welcher sich A.A.________ und B.A.________ befunden hätten, ausgenutzt. Das Vorbringen des Beschwerdeführers, der Buchhalter könne mit einem Trick überführt werden, sei für B.A.________ unter Berücksichtigung ihrer persönlichen Situation sowie ihrer intellektuellen Fähigkeiten durchaus plausibel gewesen. Der Beschwerdeführer habe zudem davon ausgehen dürfen, dass B.A.________ seine Geschichte nicht mithilfe der Polizei überprüfen würde, sei ihm deren Naivität doch hinlänglich bekannt gewesen, und die Lüge wäre aufgrund der polizeilichen Bindung an das Amtsgeheimnis auch faktisch kaum zu überprüfen gewesen. In Anbetracht des Umstands, dass die Geschädigten dem Beschwerdeführer in der Vergangenheit bereits rund Fr. 40'000.-- ausgehändigt hätten, sei B.A.________ bereit gewesen, alles zu tun, um das Geld wieder zurückzuerlangen. Die Arglist sei schliesslich auch mit Blick auf das intellektuelle Gefälle zwischen den Geschädigten, welche in geschäftlichen Angelegenheiten gänzlich unerfahren und naiv gewesen seien und überdies vor allem einen praktischen Bildungsstand aufwiesen, sowie dem diesbezüglich erfahreneren (und einschlägig vorbestraften) Beschwerdeführer zu bejahen.