Citation: 9C_618/2022 E. 3.5

3.5. Bestimmungen wie § 13 Ziff. 107ter Verwaltungsgebührentarif/ZG, die in allgemeiner Weise Gebühren nach dem Verursacherprinzip verlegen, definieren das Abgabeobjekt nach der Rechtsprechung nicht hinreichend präzise; sie genügen nicht als gesetzliche Grundlage (vgl. BGE 123 I 248 E. 3b; Urteile 2C_992/2020 vom 23. September 2021 E. 5.3.1; 2C_699/2017 vom 12. Oktober 2018 E. 8.6, in: ZBl 120/2019 S. 318). In einem Fall, der die Gebührenpflicht für einen Rettungseinsatz betraf, ging das Bundesgericht dennoch von einer gerade noch hinreichend bestimmten gesetzlichen Grundlage aus, weil sich aus dem kantonalen Gesundheitsgesetz ergab, dass die Leistungen des Kantonsspitals einschliesslich des Rettungsdienstes kostenpflichtig waren (Urteil 2C_992/2020 vom 23. September 2021 E. 5.3.3; vgl. kritisch hierzu AXEL TSCHENTSCHER, Die staatsrechtliche Rechtsprechung des Bundesgerichts in den Jahren 2021 und 2022, ZBJV 158/2022 S. 495).