Citation: 9C_1/2019 E. 4.1

4.1. Was die Beschwerdeführerin gegen diese Betrachtungsweise vorbringt, ist nicht stichhaltig. Zwar trifft es zu, dass die IV-Stelle die halbe Invalidenrente mit Verfügung vom 18. Oktober 2016 gestützt auf lit. a Abs. 1 der Schlussbestimmung zur 6. IV-Revision aufgehoben hat. Da die Vorinstanz diese Vorgehensweise nicht als zutreffend erachtete, war es ihr unbenommen, die Aufhebung der Rente statt dessen mittels der substituierten Begründung der Wiedererwägung zu bestätigen, da sie die entsprechenden Voraussetzungen bejahte (SVR 2010 IV Nr. 4 S. 7, 9C_46/2009; Urteil 9C_880/2015 vom 21. März 2016 E. 3.3). Darin kann keine Verletzung von Bundesrecht erblickt werden, hat das kantonale Gericht doch dargelegt, weshalb es die Mitteilung vom 10. August 2010 als zweifellos unrichtig erachtet hat. Die im angefochtenen Entscheid erwähnten Gesichtspunkte begründen die zweifellose Unrichtigkeit. Die Beurteilung der RAD-Ärztin, laut deren Einschätzung ab Juni 2009 eine Arbeitsfähigkeit von lediglich 50 % anzunehmen war, stützte sich vermeintlich auf einen Bericht des Universitätsspitals B.________. Die Ärzte der Neurologischen Klinik des Universitätsspitals hatten indessen in einem Bericht vom 29. Juni 2009 festgehalten, der Versicherten sei die bisherige Tätigkeit beginnend mit 50 %, dann nach 2 - 4 Wochen zu 100 %, zumutbar. Auch in Bezug auf das Gutachten des ABI vom 6. Juli 2010 hat die Vorinstanz auf Unstimmigkeiten hingewiesen. So hat der RAD-Arzt am 9. Juli 2010 festgestellt, ab November 2007 könne laut ABI u. a. für die bisher verrichtete Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 80 % angenommen werden. Gleichzeitig führte er aber aus, dass wohl eine abweichende Beurteilung desselben (medizinischen) Sachverhalts vorliege und im Rahmen der Rentenrevision im Vergleich zur Verfügung vom 12. Oktober 2009 von einem unveränderten Gesundheitszustand ausgegangen werden müsse. Eine Verfügung vom 12. Oktober 2009 existiert jedoch nicht. Der Vorbescheid trägt dieses Datum, fällt indessen als Vergleichszeitpunkt nicht in Betracht. Der in der Expertise des ABI ermittelte medizinische Sachverhalt wäre vielmehr mit demjenigen zu vergleichen gewesen, welcher der Rentenzusprechung im Jahr 2006 zugrunde gelegen hat, wie das Sozialversicherungsgericht richtig darlegt.