Citation: 4A_154/2018 E. B

Mit Eingabe vom 15. Mai 2015 gelangte die Klägerin an das Handelsgericht des Kantons St. Gallen mit den Begehren, die Beklagte sei zur Bezahlung von USD 4'535'020. -- nebst Zins mit unterschiedlichen Fälligkeiten zu verurteilen und der Rechtsvorschlag in der Betreibung vom 21. Januar 2015 sei aufzuheben. Das Handelsgericht des Kantons St. Gallen verurteilte die Beklagte mit Entscheid vom 18. Januar 2018, der Klägerin USD 3'428'960.-- nebst Zins ab 15. Mai 2015 zu dem vom italienischen Wirtschafts- und Finanzministerium halbjährlich in der "Gazzetta Ufficiale della Repubblica Italiana" veröffentlichten Zinssatz zu bezahlen (Dispositiv Ziffer 1). Der Rechtsvorschlag der Beklagten in der Betreibung Nr. xx des Betreibungsamtes V.________ (Zahlungsbefehl vom 21. Januar 2015) wurde im Umfang von Fr. 3'409'380.65 nebst Zins ab 15. Mai 2015 zu den massgebenden italienischen Zinssätzen aufgehoben und der Klägerin definitive Rechtsöffnung erteilt (Dispositiv Ziffer 2). Das Handelsgericht stellte fest, dass die Rechtswahl nach Art. 116 IPRG gültig und daher italienisches Recht anwendbar sei. E s verneinte zwar, dass sich die Beklagte nach dem massgebenden Recht in Verzug befand, kam aber zum Schluss, sie habe der rückwirkenden Auflösung des Vertrages mit Schreiben vom 23. Dezember 2014 zugestimmt. Während das Handelsgericht den Gläubigerverzug der Klägerin bejahte, erachtete es den Beweis des von der Beklagten geltend gemachten Schadens für Lagerkosten als gescheitert. Die Beklagte habe jedoch einen auf den Gläubigerverzug zurückzuführenden Wertverlust des Rohöls von USD 1'106'060.-- erlitten, der vom eingeklagten Betrag in Abzug zu bringen sei. Schliesslich sprach das Gericht der Klägerin auf dem zurückzuerstattenden Betrag den gesetzlichen Zins nach italienischem Recht ab Klageeinreichung zu und erteilte in diesem Umfang definitive Rechtsöffnung in Schweizer Währung.