Citation: 8C_719/2014 E. 2.2

2.2. Vorliegend hat die SUVA weder eine wesentliche Frage nicht abgeklärt noch auf eine Beurteilung gestützt, welche den Erfordernissen der Rechtsprechung an einen ärztlichen Bericht nicht genügen würde. Auch steht der Einschätzung des Kreisarztes nicht eine anderslautende Beurteilung verschiedener Ärzte entgegen. Vielmehr äussert nur der behandelnde Arzt eine abweichende Auffassung, welche jedoch vom Kreisarzt nachvollziehbar widerlegt wurde. Insofern wäre es für die Vorinstanz möglich gewesen, bereits gestützt auf die begründete Einschätzung des Kreisarztes mit objektiven Argumenten die Sache zu beurteilen. Damit kann der SUVA keine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes vorgeworfen werden und es liegt auch kein Fall der Überwälzung der Kosten einer gerichtlichen Begutachtung gestützt auf die im Nachgang zu BGE 137 V 210 ergangene Rechtsprechung vor. Denn die Begründung, das Gerichtsgutachten sei für die Fallbeurteilung notwendig gewesen, ist für die Überwälzung von Gutachtenskosten allein nicht hinreichend (BGE 140 V 70 E. 6.2.2 S. 76). Daran ändert auch die Argumentation der Vorinstanz nichts, sie hätte auch einen Rückweisungsentscheid zur weiteren Abklärung fällen können. Denn nach der Rechtsprechung war die Vorinstanz gehalten, selbst eine Abklärung anzuordnen, da es weder um eine bisher vollständig ungeklärte Frage noch lediglich um eine Klarstellung oder Ergänzung der gutachtlichen Ausführung ging, sondern das kantonale Gericht den im Verwaltungsverfahren mittels verwaltungsinterner Expertise erhobenen Sachverhalt für gutachtlich abklärungsbedürftig erachtete (vgl. dazu BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4 S. 264). Demnach ist Dispositiv-Ziffer 3 des vorinstanzlichen Entscheids aufzuheben.