Citation: I 724/05 30.11.2005 E. 6

6.1 Gemäss § 14 des Gebührentarifs für Rechtsanwälte des Kantons Schwyz vom 27. Januar 1975 (nachfolgend: Gebührentarif; Systematische Gesetzessammlung des Kantons Schwyz [SRSZ] 280.411) beträgt das Honorar im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Fr. 300.- bis Fr. 7000.-. Im Rahmen dieses Mindest- und Höchstansatzes ist das Honorar nach der Wichtigkeit der Streitsache, ihrer Schwierigkeit, dem Umfang und Art der Arbeitsleistung sowie dem notwendigen Zeitaufwand zu bemessen (§ 2 Gebührentarif). Gemäss § 6 Abs. 1 Satz 1 Gebührentarif kann eine Partei eine spezifizierte Kostennote über ihre Tätigkeit und ihre Auslagen einreichen. Andernfalls wird die Vergütung nach pflichtgemässem Ermessen festgesetzt (Satz 2). Dem unentgeltlichen Rechtsvertreter werden 80 % des ordentlichen Honorars nebst Auslagen vergütet (§ 5 Gebührentarif). 6.2 Mit Kostennote vom 18. Juli 2005 machte der Beschwerdeführer als unentgeltlicher Rechtsvertreter im vorinstanzlichen Verfahren einen Aufwand von 10,3 Stunden sowie Auslagen von Fr. 71.- geltend. Zuzüglich der Mehrwertsteuer von 7,6 %, kam er auf eine Entschädigung von Fr. 1966.-. Die Vorinstanz erachtete solche Kosten als unangemessen hoch. Sie begründete es damit, die Beschwerdeschrift umfasse knapp 8 Seiten und mit Blick auf den zu beurteilenden Sachverhalt könne von einem eher einfachen Fall gesprochen werden, der einen erfahrenen Anwalt nicht vor besondere Schwierigkeiten stelle. Insbesondere seien keine umfangreiche rechtliche Abklärungen notwendig gewesen. Zu berücksichtigen sei auch, dass der Anwalt die Versicherte bereits im Einspracheverfahren vertreten habe, weshalb sein Aufwand für die Abfassung der Beschwerde entsprechend tiefer ausgefallen sei. So stimme die Beschwerde auch teilweise mit der Beschwerdeschrift im Einspracheverfahren überein. Deshalb setzte die Vorinstanz das Honorar auf Fr. 1100.- (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) fest und ging dabei von einem gerechtfertigten Gesamtaufwand von rund 6 Stunden aus. 6.3 Der Beschwerdeführer rügt, der von ihm verlangte Stundenansatz von Fr. 170.- zuzüglich Mehrwertsteuer sei im Kanton Schwyz bei unentgeltlichen Rechtsvertretungen üblich. Der geltend gemachte Aufwand von 10,33 Stunden sei nicht unangemessen und die Auslagen von Fr. 76.40 seien ausgewiesen. Die zugesprochene Entschädigung sei willkürlich festgesetzt. Sie stehe ausserhalb jedes vernünftigen Verhältnisses zu den mit Blick auf den konkreten Fall notwendig gewesenen anwaltlichen Bemühungen und verstosse in krasser Weise gegen das Gerechtigkeitsgefühl. Sie beruhe auf schlichtweg realitätsfremden Annahmen, und nicht bloss die Begründung des Entscheides, sondern auch das Ergebnis sei unhaltbar. 6.4 Die Beschwerdegegnerin hält dagegen, bei einem Honorar von Fr. 1023.60 und einem Arbeitsaufwand von ungefähr 6 Stunden ergebe sich ein Stundenansatz von zirka Fr. 170.- inkl. Mehrwertsteuer. Bei diesem Ansatz sei der gestützt auf Art. 5 des kantonalen Gebührentarifs (vgl. oben Erw. 6.1) bei unentgeltlicher Rechtsvertretung vom ordentlichen Honorar vorzunehmende Abzug von 20 % bereits berücksichtigt. Unter Einbezug der gesamten, im angefochtenen Entscheid schon angegebenen Umstände sei weder dessen Begründung noch das Ergebnis willkürlich. Die ausgerichtete Entschädigung sei angemessen und nicht als unhaltbare Ermessensbetätigung zu qualifizieren.