Citation: 9C_453/2024 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin stellt nicht in Abrede, die Einreichung der vollständigen Buchhaltung samt Belegen für die hier interessierenden Jahre verweigert zu haben. Sie bestreitet dennoch die Zulässigkeit der Ermessenseinschätzung. Dazu macht sie im Wesentlichen geltend, es habe am dafür vorausgesetzten Untersuchungsnotstand gefehlt. Nicht nachgewiesene Aufwandpositionen seien schlicht aufzurechnen. Selbst bei Aufrechnung der entsprechenden Positionen wäre ihr im Jahr 2018 (wie auch 2019) insgesamt immer noch ein hoher Verlust entstanden. Jedenfalls hätte im Kanton Zürich, auch ohne Berücksichtigung verrechenbarer Verlustvorträge, ein steuerbarer Reingewinn von Fr. 0.- resultiert. Abgesehen davon, dass die Behauptungen der Beschwerdeführerin betreffend die Verluste und deren Höhe unbewiesen bleiben (vgl. auch nachfolgende E. 4.3), geht es bei der einwandfreien Ermittlung des steuerbaren Reingewinns (als massgeblicher Steuerfaktor; vgl. § 139 Abs. 1 StG/ZH) nicht nur um einzelne Aufwandpositionen. Die Einsicht in die vollständige Buchhaltung der Beschwerdeführerin - die als Kapitalgesellschaft der Buchführungspflicht gemäss Art. 957 ff. OR unterliegt - dient nicht nur der Plausibilisierung der in den vorangegangenen Verfahren diskutierten Aufwandpositionen (wie Wertberichtigungen, Rückstellungen), sondern auch jener von weiteren Elementen der jeweiligen Jahresrechnungen. Das hat die Vorinstanz zutreffend erkannt, indem sie die fehlenden Unterlagen zur Beurteilung insbesondere des Jahresergebnisses 2019 und allfälliger Verlustvorträge - mithin auch der Ergebnisse der vorangegangenen Jahre - für unabdingbar gehalten hat. Somit hat sie die Voraussetzungen für eine Ermessenseinschätzung zu Recht bejaht.