Citation: 8C_446/2018 E. 4.3

4.3. Zwar hat die IV-Stelle dies nunmehr letztinstanzlich vorgetragen und die Beschwerdegegnerin hat zu diesem Vorbringen Stellung genommen. Dennoch sind die Voraussetzungen für eine ausnahmsweise Heilung des Mangels im letztinstanzlichen Verfahren nicht erfüllt. Denn einerseits sehen weder die von der Beschwerdeführerin angeführte Bestimmung von Art. 45 Art. 3 ATSG - so denn im kantonal-gerichtlichen Verfahren überhaupt direkte Anwendung findend -, noch das kantonale Recht (§ 56 und 77 VRPG/SO in Verbindung mit Art. 108 ZPO) eine Kostenauflage bei Verletzung der Mitwirkungspflichten zwingend vor. Wie das kantonale Gericht seinen ihm hier zustehenden Ermessensspielraum handhabt, geht weder aus dem angefochtenen Entscheid noch aus der letztinstanzlichen Stellungnahme des kantonalen Gerichts hervor. Das Bundesgericht selbst trifft grundsätzlich keine Ermessensentscheide (Art. 95 ff. und Art. 105 f. BGG; vgl. BGE 137 V 71 E. 5.2 S. 73). Darüber hinaus finden sich in den vorinstanzlichen Akten keine Angaben zu den näheren Umständen der "Terminabsage" oder den Gründen der Zahlungsfreigabe. Sodann ist die Aussage der Beschwerdegegnerin, nicht sie, sondern die Gutachterstelle habe den Termin abgesagt, nicht näher belegt und stellt daher zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine reine Parteibehauptung dar. Somit ist die Angelegenheit an das kantonale Gericht zurückzuweisen, damit es nach Gewährung des rechtlichen Gehörs und allfälligen weiteren Abklärungen über die Kostenauflage betreffend die Rechnung vom 9. Dezember 2016 neu befinde.