Citation: 5A_472/2024 E. 3.2.1

3.2.1. Das Obergericht hält zusammengefasst fest, dass das Bezirksgericht das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege zu Recht abgewiesen habe. Die Beschwerdeführerin habe ihrem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege vom 1. September 2023 keine aktuellen Belege aus dem Jahr 2023 über ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse sowie ihre Lebenshaltungskosten beigelegt. Das Bezirksgericht habe die Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 6. September 2023 dazu aufgefordert, ihrer Mitwirkungspflicht nachzukommen und aktuelle Belege einzureichen. Da die Beschwerdeführerin anwaltlich vertreten gewesen sei, habe sie jedoch keinen Anspruch auf Ausübung der richterlichen Fragepflicht gehabt. Die Beschwerdeführerin sei ihrer Mitwirkungspflicht bei der Feststellung ihrer Einkommens- und Vermögensverhältnisse bzw. ihrer Lebenshaltungskosten nicht genügend nachgekommen, weshalb ihre finanzielle Bedürftigkeit nicht habe beurteilt werden können. Anschliessend befasst sich das Obergericht mit den von der Beschwerdeführerin im Nachgang zu ihrem Gesuch vom 1. September 2023 eingereichten Unterlagen. Es hält fest, dass diese Unterlagen, selbst wenn sie berücksichtigt würden, auf eine Verletzung der Mitwirkungspflicht hinweisen würden. Auch mit den nachgereichten Belegen habe die Beschwerdeführerin ihre Einkommensverhältnisse weder umfassend dargelegt noch belegt.