Citation: 8C_102/2021 E. 6.4.2

6.4.2. Massgebend ist somit einzig, ob bei Fallabschluss am 18. Juli 2019 noch im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG Erfolg versprechende ärztliche Behandlungen der somatischen Leiden in Betracht fielen (vgl. E. 6.1 hiervor). Vor diesem Datum liegen keine Arztberichte vor, welche diesen Schluss zuliessen. Dies gilt insbesondere für den vom Beschwerdeführer angerufenen Bericht des Neurozentrums des Spitals C.________ vom 31. Mai 2019. Hierin wurde zwar eine stationäre Behandlung in der Klinik E.________ veranlasst, ohne dass aber Angaben zu deren Erfolgsaussichten gemacht wurden. Als Hauptdiagnosen wurden (abgesehen von der hier nicht interessierenden Hepathopathie unklarer Ätiologie) lediglich psychiatrische Diagnosen gestellt. Dies korrespondiert mit der unbestrittenen vorinstanzlichen Feststellung, dass beim Beschwerdeführer das psychische Leiden im Vordergrund stand (vgl. E. 5.2 hiervor). Zudem waren die vom Beschwerdeführer geklagten somatischen Leiden nicht auf eine organisch ausgewiesene Verletzung zurückführbar (siehe E. 4 hiervor). Unter diesen Umständen hätten zusätzliche, somatisch indizierte medizinische Behandlungen zwar möglicherweise zu einer leichten Besserung des Gesundheitszustandes geführt, eine namhafte Steigerung der Arbeitsfähigkeit im Sinne der Rechtsprechung, welche den in Art. 19 Abs. 1 UVG vorgesehenen Fallabschluss (in Bezug auf vorübergehende Leistungen) zu verhindern vermöchte, konnte davon aber nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erwartet werden (vgl. auch Urteile 8C_729/2012 vom 4. April 2013 E. 5.2 und 8C_1004/2009 vom 13. April 2010 E. 4.2.2.2).