Citation: 2D_8/2020 E. 4.2

4.2. Für einen uneingeschränkten Versicherungsschutz ist erforderlich, dass die Gebäude und Gebäudeteile mit den Schutzmassnahmen vor Schäden aufgrund von Hochwasser oder Überschwemmung mit einer Wiederkehrperiode von hundert Jahren geschützt sind (vgl. Art. 32 quater lit. d GVV). Dies gilt, wie im angefochtenen Urteil zutreffend ausgeführt wurde, unter dem Vorbehalt, dass die Schutzmassnahmen verhältnismässig und zumutbar sind (vgl. Art. 32 Abs. 2 GVV; siehe auch Art. 10 Abs. 2 Ziff. 2 GVG, wonach Gebäude und Gebäudeteile nicht vom Versicherungsschutz ausgeschlossen werden, wenn die möglichen und zumutbaren Massnahmen zum Schutz der Gebäude getroffen wurden; zum Verhältnismässigkeitsprinzip als allgemeiner Verfassungsgrundsatz vgl. Art. 5 Abs. 2 BV sowie BGE 135 V 172 E. 7.3.2 S. 182; 134 I 153 E. 4.2.2 und 4.3 S. 158).