Citation: U 189/04 22.02.2005 E. 2

Gemäss den Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin war die Versicherte nach dem Unfall (vom 19. Mai 2000) vom 13. Juni bis 16. September 2000 ohne gesundheitliche Einschränkungen wieder als Reinigerin tätig. Nachdem der bisherige Hausarzt Dr. med. F.________ am 9. Juni 2000 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit ab 13. Juni 2000 attestiert hatte, begab sich die Versicherte ab 22. Juni 2000 in die Behandlung von Dr. med. E.________, Arzt für Allgemeine Medizin FMH, welcher für die Zeit ab 22. September 2000 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit als Reinigerin festhielt (Bericht vom 20. März 2002). Er gab auf Anfrage der SUVA am 1. September 2002 ausserdem an, die Versicherte habe zunächst über Rückenschmerzen im Kreuzbereich geklagt, für welche radiologisch keine Erklärung zu finden gewesen sei; in der Folge sei es zu einer Ausweitung des Beschwerdebildes mit Kopfschmerzen, Schwindelgefühl und Kraftlosigkeit gekommen. Er sehe keinen Zusammenhang zwischen diesen Leiden und dem Stromunfall vom 19. Mai 2000, von dem er im Verlauf seiner Behandlung "nebenbei" erfahren habe. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin ergeben sich auch aus den übrigen medizinischen Berichten keine Anhaltspunkte für ihre Behauptung, sie leide seit dem 19. Mai 2000 ununterbrochen an den Folgen des Unfallereignisses. Der Grundfall wurde im Juni 2000 durch Einstellung der Taggeldleistungen abgeschlossen, nachdem Dr. med. F.________ die Versicherte im Unfallschein UVG ab 13. Juni 2000 voll arbeitsfähig geschrieben und angegeben hatte, die ärztliche Behandlung sei am 9. Juni 2000 beendet worden. Dieses formlose Handeln der SUVA, welchem materiell Verfügungscharakter zukommt, ist mangels Widerspruchs innert angemessener Überlegungs- und Prüfungsfrist rechtsbeständig (BGE 129 V 111 Erw. 1.2.2). Für die allfällige neuerliche Leistungspflicht der Unfallversicherung ist daher entscheidend, ob ein Rückfall oder Spätfolgen im Sinne von Art. 11 UVV bestehen.