Citation: 9C_146/2023 E. 4.2

4.2. Die beschwerdeführerische Argumentation lässt unberücksichtigt, dass bei einem Dauerrechtsverhältnis eine versicherte Person im Fall einer rechtskräftigen Verfügung, die nachträglich tatsächlich oder rechtlich unrichtig geworden ist, nicht verlangen kann, weiterhin entsprechend derselben behandelt zu werden, sondern eine Abänderung der Verfügung angezeigt ist (ULRICH MEYER, Die Abänderung formell rechtskräftiger Verwaltungsverfügungen, in: Ausgewählte Schriften, 2013, S. 117 ff., 134). In diesem Sinne ist auch die hier zur Diskussion stehende, einen Dauersachverhalt regelnde Befreiung vom Schweizerischen Krankenversicherungsobligatorium bei einer Änderung der Sach- oder Rechtslage einer Neuregelung im Sinne einer Verfügungsanpassung zugänglich (vgl. auch SVR 2009 KV Nr. 10 S. 35, 9C_921/2008 E. 5; BGE 112 V 387 E. 3c). Im Falle des Beschwerdeführers stellt der Verlust des Grenzgängerstatus im Jahr 2007 eine derartige nachträgliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen dar, welche zur Folge hatte, dass die Verfügung fortan im Widerspruch zur Sachlage stand, was die Prüfung einer Verfügungsanpassung rechtfertigte.