Citation: 9C_672/2019 E. 5.2

5.2. Soweit der Beschwerdeführer kritisiert, der neuropsychologische Gutachter habe bei der Formulierung, das Screeningverfahren zeige keine eindeutigen Resultate, die eine Verdeutlichungstendenz negieren würden, den falschen rechtlichen Massstab angewendet, um die Aussagekraft der durchgeführten Tests zu beurteilen, kann er nichts zu seinen Gunsten ableiten. Entscheidend ist hier letztlich der Umstand, dass der Neuropsychologe aufgrund der Resultate keine Arbeitsfähigkeitsschätzung abgeben konnte, was nicht automatisch dazu führt, dass dem Teilgutachten der Beweiswert abzusprechen ist. Denn es ist ein Qualitätszeichen gutachterlicher Arbeit, gegebenenfalls Unsicherheiten in der Folgenabschätzung zu signalisieren. Zur Rüge des Versicherten, lic. phil. B.________ hätte weitere Abklärungen und Testverfahren durchführen müssen, ist festzuhalten, dass es grundsätzlich Sache der Gutachter ist zu entscheiden, ob und welche Abklärungen und Untersuchungen für eine umfassende Expertise notwendig sind (Urteil 9C_297/2017 vom 6. April 2018 E. 4.3).