Citation: 8C_766/2016 E. 4.2.2

4.2.2. Insgesamt betrachtet ist vom Sachverhalt auszugehen, wie ihn der Beschwerdegegner anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung schilderte. Von weiteren Abklärungen hiezu sind mit Blick auf seine Aussagen, die nicht durch Augenzeugen bestätigt, die aber auch nicht widerlegt werden konnten, keine neuen Erkenntnisse zu erwarten (vgl. zur antizipierten Beweiswürdigung und deren Zulässigkeit: BGE 124 V 90 E. 4b S. 94; Urteil 2C_807/2015 vom 18. Oktober 2016 E. 2.3.1 mit Hinweisen, publ. in: EuGRZ 2017 S. 35). Allerdings bleibt unklar, ob der vom Beschwerdegegner beschriebene Unfallhergang (Sturz auf einem schrägen Dach mit erfolglosem Greifen nach einer Plane und anschliessendem Rutschen mit nach hinten gedrehtem rechtem Arm) aus medizinischer Sicht geeignet war, eine richtunggebende Verschlimmerung des degenerativen Vorzustandes herbei zu führen. Entgegen der Auffassung des kantonalen Gerichts kann hiezu nicht auf die Darlegungen des behandelnden Dr. med. C.________ abgestellt werden, der aktenwidrig davon ausging, der Patient sei auf dem Dach nach vorne gestürzt, wobei er ein Aussenrotationstrauma erlitten habe (Schreiben vom 31. Juli 2015). Sodann ist auch die im letztinstanzlichen Verfahren aufgelegte Stellungnahme des Dr. med. E.________ vom 16. November 2016 wenig beweiskräftig, zumal er sich weder im Einzelnen noch im Allgemeinen mit den aus dem anzunehmenden Unfallhergang zu ziehenden medizinischen Schlussfolgerungen auseinandersetzt. Daher kann offen bleiben, ob es sich dabei um ein unzulässiges Beweismittel gemäss Art. 99 Abs. 1 BGG handelt. Zusammengefasst drängt sich eine medizinische Begutachtung des Sachverhalts auf, die vom kantonalen Gericht einzuholen sein wird.