Citation: 5A_801/2018 E. 12.1

12.1. Gestützt auf Art. 28a Abs. 1 Ziff. 1 ZGB haben die Beschwerdegegner dem Gericht beantragt, eine drohende Verletzung zu verbieten. Das Bezirksgericht hat die Voraussetzungen des Unterlassungsanspruchs dargestellt (E. II/9b S. 22 f.) und als erfüllt anerkannt, weil die Beschwerdeführerin mit diversen Äusserungen die Persönlichkeit der Beschwerdegegner mehrfach verletzt habe. Die Beschwerdeführerin habe während des gesamten Verfahrens an ihren streitgegenständlichen Äusserungen festgehalten, obwohl ihr aus dem Löschen dieser bereits lange zurückliegenden Facebook-Posts keine Nachteile erwachsen wären. Damit sei ernstlich zu befürchten, dass sich die Beschwerdeführerin auch weiterhin dahin gehend äussere und ein rufschädigendes Bild der Beschwerdegegner in der öffentlichen Wahrnehmung zu zeichnen versuchen werde. Zudem hätten die (auf Spendengelder angewiesenen) Beschwerdegegner ein schutzwürdiges Interesse daran, in der Öffentlichkeit nicht als Antisemiten bzw. Nazis abgestempelt zu werden. Die Beschwerdeführerin werde folglich untersagt, die ehrverletzenden Äusserungen gegenüber dem Beschwerdegegner 1 und gegenüber dem Beschwerdegegner 2 wörtlich oder sinngemäss zu wiederholen oder auf Internetseiten mit solchen Äusserungen zu verlinken (E. II/9c S. 23 des Entscheids vom 21. Juni 2017).