Citation: 2C_577/2015 E. 2.2

2.2. Vorliegend zu prüfen ist die Legitimation einer Einwohnergemeinde zur Beschwerde gegen einen Entscheid über die Festsetzung einer von einem Zweitwohnungsbesitzer zu entrichtenden Abwassergebühr. Die Gemeinden sind gestützt auf Art. 89 Abs. 2 lit. c BGG zur Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten legitimiert, soweit sie die Verletzung von Garantien rügen, welche ihr die Kantons- oder Bundesverfassung gewährt; gemeint ist das verfassungsmässige Recht der Gemeideautonomie. Voraussetzung für die Beschwerdeberechtigung ist, dass die Gemeinde durch einen Akt in ihrer Eigenschaft als Trägerin hoheitlicher Gewalt berührt ist und eine Verletzung ihrer verfassungsmässig garantierten Autonomie in vertretbarer Weise geltend macht (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 140 I 90 E. 1.1 S. 92). Dies ist vorliegend nicht der Fall; die Beschwerdeführerin beruft sich nicht auf ihre Autonomie, und es fehlt an der Beschwerdelegitimation gemäss Art. 89 Abs. 2 lit. c BGG. Unter gewissen Voraussetzungen kann eine Gemeinde sich auch auf die allgemeine, auf Privatpersonen zugeschnittene Legitimationsbestimmung von Art. 89 Abs. 1 BGG berufen. Die Betroffenheit in finanziellen Interessen genügt für sich nicht; erforderlich ist, dass die Gemeinde durch den angefochtenen Entscheid gleich wie ein Privater betroffen ist, was hier offensichtlich nicht der Fall ist, oder aber in qualifizierter Weise in zentralen hoheitlichen Befugnissen berührt erscheint (BGE 140 I 90 E. 1.2 S. 93 ff.; Urteil 2C_949/2013 E. 2.2.2). Inwiefern dies vorliegend zutreffen sollte, erscheint nicht evident; damit oblag es gestützt auf die ihr obliegende Begründungspflicht gemäss Art. 42 Abs. 2 BGG der Beschwerdeführerin, dies aufzuzeigen. Das tut sie nicht. Sie ist somit auch nicht nach Art. 89 Abs. 1 BGG zur Beschwerde legitimiert.