Citation: 8C_719/2023 E. 7.2.2

7.2.2. Nach dem Gesagten bestehen erhebliche Diskrepanzen zwischen den Einschätzungen in den medizinischen Vorakten, unter anderem jenen im Administrativgutachten der Klinik B.________ vom 8. Dezember 2017, und der retrospektiven Beurteilung der Gutachter der PMEDA. Angesichts des von vornherein reduzierten Beweiswerts des Gutachtens der PMEDA (vgl. vorne E. 4.2.1) kann dabei nicht unbesehen auf dieses abgestellt werden, woran auch nichts ändert, dass die Gutachter der PMEDA die abweichende retrospektive Beurteilung der Unfälle vom 13. August 2008 und vom 25. April 2014 damit begründeten, dass die damalige Reittätigkeit der Beschwerdeführerin eine höhere Belastungsfähigkeit vermuten lasse. Da die Gutachter der PMEDA eine Veränderung des Gesundheitszustands seit dem 21. November 2016 ausdrücklich ausschlossen, beschlagen die gegebenen Zweifel zwangsläufig nicht nur ihre retrospektive, sondern auch ihre aktuelle Einschätzung. Indem das kantonale Gericht dem Gutachten der PMEDA gleichwohl Beweiswert beimass und gestützt darauf von einer vollen Arbeitsfähigkeit ausging, verletzte es nach dem Gesagten Bundesrecht. Die Beschwerde ist in diesem Punkt gutzuheissen, ohne dass auf die weiteren Rügen hinsichtlich des PMEDA-Gutachtens einzugehen wäre. Die Sache ist an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit diese ergänzende medizinische Abklärungen vornehme. Gestützt darauf wird sie erneut über die Beschwerde entscheiden.