Citation: 6B_1145/2022 E. 4.1

4.1. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs ist nicht erkennbar. Die Beschwerdeführerin stützt ihre Argumentation auf den Umstand, dass dem Beschwerdegegner die erstinstanzlichen Verfahrenskosten hälftig auferlegt worden sind und begründet einlässlich, weshalb dies aus ihrer Sicht zu korrigieren ist. Dasselbe gilt in Bezug auf die für das erstinstanzliche Verfahren und das obergerichtliche Beschwerdeverfahren (xxx) geforderten Parteientschädigungen. Damit war es ihr - vorbehältlich der nachfolgenden Ausführungen (vgl. unten E. 4.3) - nachweislich nicht verwehrt, die Tragweite der Kostenverlegung und Entschädigungsfolgen zu erfassen und diese sachgerecht an die höhere Instanz weiterzuziehen. Daran ändert nichts, dass die Vorinstanz in ihrem Dispositiv nicht explizit erwähnt, dass die zweite Hälfte der vorinstanzlichen Verfahrenskosten auf die Staatskasse genommen wird. Dies ergibt sich ohne Weiteres aus ihren Erwägungen, gemäss welchen die erstinstanzliche Kostenregelung nicht zu korrigieren ist (angefochtenes Urteil S. 19). Zwar steht damit die Urteilsbegründung im Widerspruch zum Dispositiv. Es handelt sich aber um ein offensichtliches Versehen im Sinne von Art. 83 Abs. 1 StPO und kann die Vorinstanz die erforderliche Korrektur von Amtes wegen vornehmen (vgl. Urteil 6B_491/2023 vom 7. August 2023 E. 4.3).