Citation: 6P.172/2000 14.05.2001 E. 4

4.- Das Kantonsgericht führt aus, der Beschwerdeführer habe im Februar 1993 mit der Vermittlertätigkeit für den EKC begonnen, zu einer Zeit als gegen den EKC bereits erste strafrechtliche Zwangsmassnahmen erfolgt seien. Es sei ihm schon am 1. Juli 1993 mitgeteilt worden, dass gegen ihn ein Strafverfahren wegen Verdachts der Mittäterschaft zu gewerbsmässigem Betrug laufe, und er sei darauf wiederum bei der polizeilichen Befragung vom 15. Dezember 1993 aufmerksam gemacht worden. Am 26. April 1994 habe ihm die Untersuchungsbehörde unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass es sich um Betrug handle (angefochtenes Urteil S. 25, 26, 27). Es könne ihm aber für die Zeitspanne Februar 1993 bis zur ersten untersuchungsrichterlichen Einvernahme vom 26. April 1994 nicht rechtsgenügend nachgewiesen werden, tatsächlich gewusst zu haben, dass keine Anlagen getätigt worden seien, sondern dass es sich um ein betrügerisches Umlagesystem gehandelt habe. Anders verhalte es sich für die Zeit ab Mai 1994 bis September 1994, in welcher Zeit sein Verhalten unmissverständlich dafür spreche, dass er mit seiner Tätigkeit einen Betrug zumindest in Kauf genommen habe (angefochtenes Urteil S. 28). Die Einwände des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 15 ff.) gegen die der Vorsatzannahme zu Grunde liegenden tatsächlichen Feststellungen des Kantonsgerichts sind unbehelflich und appellatorisch. Die behauptete Motivation der Opfer, nämlich "Geldgier" (Beschwerde S. 18), ändert an seinem Vorgehen nichts. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, des Grundsatzes in dubio pro reo oder auch von Art. 6 EMRK sind auf Grund der Beschwerdevorbringen nicht ersichtlich. Es wurde ihm am 26. April 1994 von der Untersuchungsbehörde unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass Betrug vorliege. Er handelte trotzdem weiter. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern die Annahme des subjektiven Sachverhalts willkürlich sein sollte.