Citation: U 171/99 15.02.2000 E. 3

3.- Zu prüfen bleibt, ob die anhaltenden psychischen Beschwerden in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 7. Februar 1994 stehen. Da unbestrittenermassen keine Schleuderverletzung der HWS vorliegt, ist die Kausalitätsfrage praxisgemäss unter dem Gesichtspunkt einer psychischen Fehlentwicklung nach dem Unfall zu beurteilen (BGE 123 V 99 Erw. 2a). Hiezu bedarf es keiner weiteren Abklärungen. a) Nach den Arztberichten, insbesondere jenem von PD Dr. K.________ vom 1. Juli 1996, kann als erstellt gelten, dass die beim Beschwerdeführer bestehenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen vorwiegend psychischer Natur zumindest teilweise eine Folge des Unfalls vom 7. Februar 1994 darstellen. Zu prüfen bleibt, ob auch die erforderliche Adäquanz des Kausalzusammenhangs gegeben ist. b) Mit SUVA und Vorinstanz ist der Unfall vom 7. Februar 1994 der Kategorie der mittelschweren Unfälle zuzuordnen, wobei er nach der Praxis (dargestellt in RKUV 1999 Nr. U 330 S. 122; vgl. auch BGE 115 V 144, wo ein Ereignis, bei dem eine versicherte Person über eine 2 m hohe Böschung rückwärts auf ein Betonstück stürzte und sich dabei eine Kompressionsfraktur eines Thorakalwirbels zuzog, als mittelschwer, im Grenzbereich zu den leichten Unfällen liegend, eingestuft wurde) nicht als Grenzfall zu einem schweren Ereignis qualifiziert werden kann. Dies verbietet sich auch mit Rücksicht auf die Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Die Unfallkausalität wäre daher nur zu bejahen, wenn eines der nach der Rechtsprechung für die Adäquanzbeurteilung als massgebend bezeichneten unfallbezogenen Kriterien in besonders ausgeprägter Weise gegeben oder mehrere Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt wären. So verhält es sich jedoch nicht. Der Sturz ereignete sich weder unter besonders dramatischen Begleitumständen, noch war er objektiv gesehen besonders eindrücklich, auch wenn einzuräumen ist, dass das Rückwärtsfallen aus einer Höhe von 2,8 m für den Betroffenen während des Sturzes ein Gefühl von Angst und Hilflosigkeit auslösen kann. Art und Schwere der erlittenen Verletzungen sind erfahrungsgemäss wenig geeignet, eine psychische Fehlentwicklung auszulösen. Von einem schwierigen Heilungsverlauf mit erheblichen Komplikationen kann ebenso wenig die Rede sein wie von einer ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung oder der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit. Zu beachten ist hiebei, dass der Genesungsverlauf, wenn auch nicht bereits zu Beginn, dann doch schon bald einmal im Verlauf des zweiten Jahres durch die psychische Fehlentwicklung überlagt wurde (Erw. 2b/bb hievor) und der psychische Gesundheitsschaden in die Adäquanzbeurteilung nicht einbezogen werden darf (hiezu Erw. 1 in fine und Erw. 3 Ingress hievor). Dies übersieht der Beschwerdeführer in seinen Vorbringen. Was schliesslich die körperlichen Dauerschmerzen betrifft, ist dieses Kriterium jedenfalls nicht in besonders ausgeprägter Weise erfüllt. Insgesamt sind die nach der Rechtsprechung für die Adäquanz psychischer Unfallfolgen massgebenden Voraussetzungen daher nicht gegeben.