Citation: 7B_1243/2024 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz hält zutreffend fest, dass die Haft nach den für die zuständigen Gerichte aller Kantone geltenden Bestimmungen der StPO durch ein zuständiges Zwangsmassnahmengericht angeordnet und durch eine kantonale Beschwerdeinstanz überprüft und bestätigt worden ist. Die Haft wurde sodann durch das damals zuständige Zwangsmassnahmengericht des Kantons Basel-Stadt überprüft und verlängert. Gegen diese Haftverlängerung bis zum 19. September 2024 hat der Beschwerdeführer keine Beschwerde erhoben. Die Gültigkeit dieses Hafttitels ist unabhängig davon, ob ein Wechsel der kantonalen Zuständigkeit oder eine Verlegung in eine allenfalls ausserkantonale Strafanstalt erfolgt. Alleine ein Wechsel der kantonalen Zuständigkeit vermag die Rechtmässigkeit des bis zum 19. September 2024 unbestritten gebliebenen Hafttitels nicht in Frage zu stellen. Mit dem Wechsel der örtlichen Zuständigkeit geht die Verfahrensleitung sowie die Untersuchungsführung auf den neuen Kanton über. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die bisherigen Untersuchungs- bzw. Ermittlungshandlungen hinfällig werden und das Verfahren von Beginn an neu zu führen wäre. Die bereits vom ursprünglich zuständigen Kanton vorgenommenen Untersuchungshandlungen bzw. Beweismassnahmen bleiben gültig (vgl. Echle/Kuhn, in: Basler Kommentar Strafprozessordnung/Jugendstrafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, N. 1 zu Art. 42 StPO). Die neu zuständige Behörde übernimmt die Verantwortung für die Untersuchung und die bestehenden Anordnungen, einschliesslich der rechtmässig angeordneten und nicht angefochtenen Haftanordnung bzw. Haftverlängerung. Die von der Staatsanwaltschaft von Amtes wegen vorzunehmende periodische Haftüberprüfung stellt sodann sicher, dass die Haftgründe laufend - auch im neu zuständigen Kanton - überprüft werden (vgl. Art. 212 Abs. 2 StPO; Forster, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, N. 1 zu Art. 228 StPO). Entscheidend für die beschwerdeführende Person ist, dass sie einen klaren Ansprechpartner hat und im Haftverfahren nicht (unnötigerweise) "hin und her" geschoben wird (vgl. auch Echle/Kuhn, in: Basler Kommentar Strafprozessordnung/Jugendstrafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, N. 4 zu Art. 42 StPO). Einen zusätzlichen Schutz macht der kantonale Zuständigkeitswechsel nicht nötig.