Citation: B 72/99 10.10.2001 E. 1

1.- a) Im Beschwerdeverfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen ist die Überprüfungsbefugnis des Eidgenössischen Versicherungsgerichts nicht auf die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens beschränkt, sondern sie erstreckt sich auch auf die Angemessenheit der angefochtenen Verfügung; das Gericht ist dabei nicht an die vorinstanzliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gebunden und kann über die Begehren der Parteien zu deren Gunsten oder Ungunsten hinausgehen (Art. 132 OG). b) Die Vorinstanz hat die massgebenden gesetzlichen Bestimmungen über die Nachdeckungsfrist für die Risiken Tod und Invalidität (Art. 10 Abs. 3 BVG), den Anspruch auf Invalidenleistungen im Rahmen der obligatorischen beruflichen Vorsorge (Art. 23 BVG), die Höhe der Invalidenrente (Art. 24 BVG) und den Beginn des Anspruchs auf Invalidenleistungen (Art. 26 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 29 IVG, BGE 118 V 40) zutreffend wiedergegeben. Darauf wird verwiesen. Zu ergänzen ist, dass nach Ziff. 3.5.9 des Reglements der Vorsorgeeinrichtung bereits ab einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von 25 % Anspruch auf Invalidenleistungen besteht. Ferner ergibt sich aus der engen Verbindung zwischen dem Recht auf eine Rente der Invalidenversicherung und demjenigen auf eine Invalidenleistung nach BVG, dass der Invaliditätsbegriff im obligatorischen Bereich der beruflichen Vorsorge und in der Invalidenversicherung grundsätzlich der gleiche ist. Es steht den Vorsorgeeinrichtungen jedoch frei, in ihren Urkunden, Statuten oder Reglementen zu Gunsten der Versicherten von einem erweiterten Invaliditätsbegriff auszugehen oder Invalidenrenten schon bei einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % auszurichten. Gehen die Vorsorgeeinrichtungen, wie dies auch bei der Beschwerdegegnerin der Fall ist (vgl. Ziff. 3.5.7 des Reglements), ausdrücklich oder unter Hinweis auf das Gesetz vom gleichen Invaliditätsbegriff aus wie die Invalidenversicherung, sind sie in Bezug auf die Höhe des Invaliditätsgrades sowie die Entstehung des Rentenanspruchs (vgl. Art. 26 Abs. 1 BVG) an die Invaliditätsbemessung der Organe der Invalidenversicherung gebunden, es sei denn, diese seien offensichtlich unhaltbar (BGE 120 V 109 Erw. 3c mit Hinweisen; SZS 1997 S. 68 Erw. 2b).