Citation: 8C_375/2019 E. 4.2.2

4.2.2. Nicht durchzudringen vermag die Beschwerdeführerin sodann mit der Rüge, angesichts des geringen Umfangs der Altersleistung sei die Anwendung von Art. 12 AVIV gesetzeswidrig und mit Sinn und Zweck des Art. 13 Abs. 3 AVIG nicht zu vereinbaren. Sie führe zu einem stossenden Ergebnis. Das Bundesgericht hat in BGE 129 V 327 E. 4.6 S. 333 f. die Gesetzes- und Verfassungsmässigkeit des Art. 12 AVIV bejaht, soweit darin von Personen, die sich durch die Wahl einer Alters- statt einer Austrittsleistung der beruflichen Vorsorge freiwillig vorzeitig pensionieren lassen, die Erfüllung der Beitragszeit durch eine nach der Pensionierung ausgeübte beitragspflichtige Beschäftigung verlangt wird und zwar unabhängig von der Höhe der in Frage kommenden Leistungen (BGE 129 V 327 E. 4.4 S. 332). Deshalb ist unerheblich, dass es hier um eine Kapitalabfindung von geringer Höhe geht. Es besteht kein Anlass, auf diese Rechtsprechung zurückzukommen. Für die Qualifikation als Altersleistung ist es schliesslich unerheblich, ob es sich um eine Altersrente oder eine Kapitalabfindung handelt (Art. 37 Abs. 3 BVG). Die Beschwerde ist unbegründet.