Citation: 2C_909/2019 E. 4.6.9

4.6.9. Entgegen der Rüge der Beschwerdeführerin ist es sodann verfassungsrechtlich haltbar und nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz ausführt, dass der Beschwerdeführerin ein weiteres getrenntes Leben von ihrer Mutter zugemutet werden könne und dem Kindeswohl nicht zuwiderlaufe. Die Vorinstanz führt diesbezüglich zu Recht aus, dass nicht erstellt sei, wie sich die Beziehung zwischen der Beschwerdeführerin und ihrer Mutter seit deren Wegzug in die Schweiz gestalte und ob diese, wie behauptet, tatsächlich intensiv gelebt werde (E. 7.4 des angefochtenen Entscheids). Diesbezüglich liegen, abgesehen von Parteiaussagen, keine Beweise vor. Es liegen beispielsweise weder von den behaupteten Besuchen der Mutter im Kosvo, noch sonstige gemeinsame Fotoaufnahmen vor. Es wurden auch keine Beweismittel eingereicht, die typischerweise geeignet sind, den gemeinsamen Kontakt im Rahmen einer Fernbeziehung nachzuweisen (z.B. ausgetauschte SMS-Nachrichten oder Ähnliches). Aufgrund der im der im Ausländerrecht geltenden Mitwirkungspflicht nach Art. 90 AIG, wäre es an der rechtlich bereits frühzeitig vertretenen Beschwerdeführerin gelegen, entsprechende Nachweise vorzubringen, da die Behörden in diesem Punkt nicht oder jedenfalls nicht mit vernünftigem Aufwand in der Lage sind, die relevanten Sachumstände zu erheben (BGE 124 II 361 E. 2b S. 365; Urteile 2C_558/2018 vom 14. August 2019 E. 2.3.1; 2C_555/2017 vom 5. Dezember 2017 E. 3.3; vgl. betreffend Mitwirkungspflicht ausserhalb des Ausländerrechts BGE 143 II 425 E. 5.1 S. 439).