Citation: 6A.96/2002 19.02.2003 E. A

Am 25. Februar 2001 um etwa 13.10 Uhr fuhr das Ehepaar K.________ mit seinem Personenwagen auf dem Polizeistützpunkt in Mels vor. K.________ erklärte dem Polizeibeamten, dass er am Morgen in M.________ gewesen sei und den Wagen auf dem Dorfplatz abgestellt habe. Als er zurückgekommen sei, habe er eine Beschädigung an der linken Heckseite festgestellt. Anschliessend sei er nach W.________ nach Hause gefahren. Um den Schaden aufzunehmen, begaben sich das Ehepaar und der Polizeibeamte zum Fahrzeug, das sich auf einem für Polizeifahrzeuge reservierten Parkplatz befand. In der Folge bestieg K.________ den Personenwagen und lenkte ihn auf dem Stützpunkt rund 60 Meter bis zur Polizeigarage, wo sich die Spezialgeräte für Schadensaufnahmen befinden. Im folgenden Gespräch mit den Anzeigeerstattern stellte die Polizei bei K.________ Alkoholmundgeruch fest. Ein Alcotest fiel positiv aus. K.________ sagte dazu, er sei gegen 11.30 Uhr nach Hause gekommen und habe aus Frust - wegen des beschädigten Wagens - drei Gläser Weisswein getrunken. Seine Frau erklärte, auf der Fahrt von W.________ zum Polizeistützpunkt habe sie den Wagen gelenkt, von M.________ nach W.________ sei jedoch ihr Mann gefahren. Die Blutproben ergaben für die Fahrt von M.________ nach W.________ eine Blutalkoholkonzentration von mindestens 0,05 Promille (1,3 minus 1,25 Promille wegen des geltend gemachten Nachtrunks) und 1,2 Promille für die Fahrt auf dem Polizeistützpunkt. Das Untersuchungsamt Uznach hob am 17. Juli 2001 das Strafverfahren wegen Führens eines Motorfahrzeugs in angetrunkenem Zustand von M.________ nach W.________ mangels Beweisen auf; es sprach K.________ schuldig des Fahrens in angetrunkenem Zustand auf dem Areal des Polizeistützpunkts Mels, nahm hingegen von einer Bestrafung Umgang.