Citation: 8C_143/2023 E. A

Der 1971 geborene A.________ arbeitete seit November 2011 (seit April 2013 in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis) bei der B.________ GmbH. Ab 21. Mai 2019 bis Ende Mai 2021 war er unfall- und krankheitsbedingt vollständig arbeitsunfähig. Ab Juni 2021 war er wieder zu 20 % arbeitsfähig. Zunächst erbrachte die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) Taggelder nach UVG und ab 20. Juli 2019 bis und mit 19. Mai 2021 leistete die Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend: Allianz) Krankentaggelder. Nachdem die Arbeitgeberin am 21. November 2019 das Arbeitsverhältnis per Ende Januar 2020 gekündigt hatte, bezog A.________ weiterhin Krankentaggelder der Allianz. Am 25. März 2021 meldete er sich zur Arbeitsvermittlung an und am 28. März 2021 erhob er Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung. Die Unia Arbeitslosenkasse (nachfolgend: Unia) eröffnete ab 1. Juni 2021 eine Rahmenfrist für den Leistungsbezug und richtete im Rahmen ihrer Vorleistungspflicht gegenüber der Invalidenversicherung insgesamt 90 Taggelder aus. Mit Verfügung vom 11. Januar 2022 hielt sie daran fest, dass der Höchstanspruch von 90 Taggeldern per 11. Oktober 2021 ausgeschöpft sei. Sie begründete dies damit, dass A.________ während der Rahmenfrist für die Beitragszeit lediglich neun Monate einer beitragspflichtigen Beschäftigung nachweisen könne. Aufgrund der Krankheit sei er aber von der Beitragszeit befreit, weshalb ein Höchstanspruch von 90 Taggeldern bestehe. Die dagegen erhobene Einsprache des A.________ wies die Unia mit Einspracheentscheid vom 15. März 2022 ab.