Citation: U 199/04 14.07.2005 E. 3

3.1 Die SUVA hat weitere Leistungen abgelehnt mit der Begründung, dass nach Auffassung der Ärzte im Hinblick auf eine optimale Genesung und die Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit ein operativer Eingriff (Reosteosynthese) vorzunehmen sei. Dieser sei dem Versicherten zumutbar und würde zu einer wesentlichen Erhöhung, wenn nicht gar zu voller Erwerbsfähigkeit führen. Im Zentrum steht somit die Frage der Zumutbarkeit einer Operation. 3.2 Die Zumutbarkeit einer Behandlung war im alten Recht (bis Ende 2002) Gegenstand von Art. 48 Abs. 2 UVG und Art. 61 Abs. 1 bis 3 UVV. Nunmehr ist dieser Punkt in Art. 21 Abs. 4 ATSG geregelt, wobei der Inhalt des bisherigen Art. 61 Abs. 2 UVV im neuen Art. 61 UVV enthalten ist. Im Kern, nämlich ob bzw. wann eine Behandlung, welche eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit verspricht, zumutbar ist, hat sich mit dem neuen Recht nichts geändert (vgl. dazu Kieser, ATSG-Kommentar Art. 21 Rz. 59 f., ferner auch Rz 63). Unter diesen Umständen ist die Änderung der Normen per 1. Januar 2003 von untergeordneter Bedeutung (vgl. erwähntes Urteil B. Erw. 1). 3.3 Die Vorinstanz hat die Grundsätze zur Zumutbarkeit von Operationen (BGE 105 V 179; RKUV 1996 Nr. U 244 S. 154 Erw. 7e/aa, 1995 Nr. U 213 S. 68 Erw. 2b; ferner ZAK 1985 S. 328 Erw. 2b) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. Wichtig ist dabei u.a., dass die Frage der Zumutbarkeit aufgrund der konkreten Umstände und mit Blick auf die betroffene Person zu beurteilen ist.