Citation: 1P.131/2003 05.05.2003 E. 3

Die Beschwerdeführer machen eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör geltend. Wie sie bereits in ihrer Stellungnahme vom 16. Januar 2003 zur Vernehmlassung der Jugendanwaltschaft an das Obergericht festgehalten hätten, habe sich die Jugendanwaltschaft bei ihrem Entscheid offenbar auf Akten bezogen, welche den Beschwerdeführern unbekannt seien. So habe die Jugendanwaltschaft ihren Entscheid gestützt auf Aussagen von H.________ gefällt, der Werklehrer in I.________ und ein ehemaliger Lehrer des Beschwerdeführers 1 sei. Diese Aussagen seien den Beschwerdeführern und ihrem Anwalt nie zur Kenntnis gebracht worden. Das gelte ebenso für Vorakten über die Vermögensdelikte des Beschwerdeführers 1. Diese Vorakten seien dem Anwalt der Beschwerdeführer trotz Gesuchs um vollständige Akteneinsicht nicht zur Verfügung gestellt worden. Auch diese Rügen haben die Beschwerdeführer in der Beschwerde an das Obergericht nicht erhoben. Wie sie selber darlegen, haben sie die Rügen erst in ihrer Stellungnahme vom 16. Januar 2003 zur Vernehmlassung der Jugendanwaltschaft an das Obergericht vorgebracht. Ob eine hinreichende Rüge im kantonalen Beschwerdeverfahren vorliegt und hier deshalb darauf eingetreten werden kann, braucht jedoch nicht näher geprüft zu werden. Die Beschwerde ist in diesem Punkt ohnehin unbehelflich. Zunächst ist festzuhalten, dass die Jugendanwaltschaft sich in ihrer Verfügung vom 8. Januar 2003 gar nicht ausdrücklich auf Aussagen des Werklehrers stützt. Sie verweist lediglich darauf, der Beschwerdeführer 1 sei Ende des Schuljahres 2001/2 wegen untragbaren Verhaltens, unter anderem wegen Übergriffen auf andere Schüler, aus der Schule in I.________ ausgeschlossen worden. Dazu konnten sich die Beschwerdeführer vor Obergericht in jeder Hinsicht äussern und dem Obergericht kam dabei freie Kognition zu. Wenn insoweit eine Verletzung des rechtlichen Gehörs anzunehmen gewesen wäre, so wäre sie im Verfahren vor Obergericht damit jedenfalls geheilt worden. Das Obergericht und die Jugendanwaltschaft legen das zutreffend dar. Das gleiche gilt in Bezug auf die Vorstrafen wegen Vermögensdelikten. Die Jugendanwaltschaft führt in ihrer Verfügung vom 8. Januar 2003 aus, sie habe sich in den Jahren 1998 und 1999 wiederholt mit dem Beschwerdeführer 1 wegen Vermögensdelikten befassen müssen. Auch dazu konnten sich die Beschwerdeführer vor Obergericht vollumfänglich äussern. Die Vorstrafen waren ihnen im Übrigen ohnehin bekannt. Auch insoweit wäre eine Verletzung des rechtlichen Gehörs im obergerichtlichen Verfahren jedenfalls geheilt worden.