Citation: 2C_167/2023 E. 5.4.3

5.4.3. Ungeachtet dieser Einschränkungen lagen beim Beschwerdeführer zum Zeitpunkt der vorliegend zu beurteilenden Haftanordnung ausreichende Indizien für die Annahme von Untertauchensgefahr nach Art. 76 Abs. 1 lit. b AIG vor: Im Rahmen des Ausreisegesprächs hatten die Migrationsbehörden den Beschwerdeführer auf ihren Verdacht hingewiesen, dass er einer illegalen Erwerbstätigkeit nachgehe, und dass er - sollte dies zutreffen - verzeigt und in Ausschaffungshaft versetzt würde. Der Beschwerdeführer versicherte damals, er arbeite nicht. Nachdem der Beschwerdeführer am 18. Januar 2023 bei der Schwarzarbeit angetroffen wurde, ist offensichtlich, dass er sich nicht an die behördlichen Anweisungen gehalten hat. Anlässlich der polizeilichen Einvernahme vom selben Tag erklärte er sodann, dass er in der Schweiz bleiben und arbeiten wolle; auch an der Haftverhandlung vom 20. Januar 2023 gab er an, nicht nach Sri Lanka zurückkehren zu wollen. Zudem - und das fällt besonders ins Gewicht - hielt sich der Beschwerdeführer zuletzt nicht mehr in U.________ auf, wie das mit den kantonalen Vollzugsbehörden vereinbart gewesen war; stattdessen gab er bei der Polizei zu Protokoll, dass sich sein Gepäck bei einem Kollegen in V.________ befinde, und dass er nicht wisse, ob an der Adresse in U.________ noch etwas von ihm sei. Angesichts dieser Angaben durfte die Vorinstanz darauf schliessen, dass der Beschwerdeführer den Behörden für den Vollzug der Wegweisung nicht wie vereinbart zur Verfügung stand. Insgesamt bestanden damit ausreichende Indizien, um beim Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Haftanordnung von einer Untertauchensgefahr auszugehen.