Citation: 2C_713/2009 11.06.2010 E. 2

Zwar ist am 1. Januar 2008 das Bundesgesetz vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG; SR 142.20) in Kraft getreten. Praxisgemäss bleibt indessen, in analoger Anwendung von Art. 126 Abs. 1 AuG, das bisherige Recht anwendbar, wenn - wie hier - das Verfahren (betreffend Widerruf der Aufenthaltsbewilligung) noch vor Inkrafttreten des neuen Rechts eröffnet worden ist (vgl. Urteile 2C_745/2008 vom 24. Februar 2009 E. 1.2.2-1.2.4 und 2C_701/2008 vom 26. Februar 2009 E. 2). Die Beurteilung der vorliegenden Angelegenheit richtet sich demzufolge - entgegen der Auffassung des Verwaltungsgerichts, aber in Übereinstimmung mit dem kantonalen Migrationsamt und dem Departement für Justiz und Sicherheit - grundsätzlich noch nach dem inzwischen aufgehobenen Bundesgesetz vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAG; BS 1 121). Im Anwendungsbereich des FZA hat das ANAG allerdings nur insoweit Geltung, als das FZA keine abweichende Bestimmung enthält oder das ANAG eine für den Ausländer vorteilhaftere Rechtsstellung vorsieht (Art. 1 lit. a ANAG), was hier nicht der Fall ist.