Citation: 4C.78/2006 24.05.2006 E. 1

Im Berufungsverfahren kann geltend gemacht werden, der angefochtene Entscheid beruhe auf Verletzung des Bundesrechts mit Einschluss der durch den Bund abgeschlossenen völkerrechtlichen Verträge. Wegen Verletzung verfassungsmässiger Rechte der Bürger ist die staatsrechtliche Beschwerde vorbehalten (Art. 43 Abs. 1 OG). Erörterungen über die Verletzung kantonalen Rechts sind im Verfahren der Berufung unzulässig (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). Im Berufungsverfahren ist das Bundesgericht an die tatsächlichen Feststellungen der letzten kantonalen Instanz gebunden, wenn sie nicht offensichtlich auf Versehen beruhen, unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zustande gekommen (Art. 63 Abs. 2 OG) oder im Hinblick auf den Tatbestand einer anwendbaren Sachnorm ergänzungsbedürftig sind (Art. 64 OG). Werden solche Ausnahmen geltend gemacht, so hat die Partei, die den Sachverhalt berichtigt oder ergänzt wissen will, darüber genaue Angaben mit Aktenhinweisen zu machen (Art. 55 Abs. 1 lit. c und d OG; BGE 130 III 102 E. 2.2 S. 106 mit Hinweisen). Blosse Kritik an der vorinstanzlichen Beweiswürdigung ist im Berufungsverfahren unzulässig (BGE 127 III 73 E. 6a). 1.1 Die Klägerin rügt eine Verletzung von Art. 8 ZGB. Diese Norm regelt für das Bundeszivilrecht einerseits die Beweislastverteilung und gibt anderseits der beweispflichtigen Partei einen Anspruch darauf, für rechtserhebliche Vorbringen zum Beweis zugelassen zu werden (BGE 129 III 18 E. 2.6). Dieser bundesrechtliche Beweisführungsanspruch besteht nur für rechtserhebliche Tatsachen und setzt voraus, dass die beweisbelastete Partei im kantonalen Verfahren form- und fristgerechte Beweisanträge gestellt hat (BGE 122 III 219 E. 3c). Er ist verletzt, wenn das kantonale Sachgericht unbewiesene Behauptungen einer Partei unbekümmert darum, dass sie von der Gegenpartei bestritten worden sind, als richtig hinnimmt, oder über rechtserhebliche Tatsachen überhaupt nicht Beweis führen lässt (BGE 114 II 289 E. 2a S. 291). Wo das Gericht dagegen in Würdigung von Beweisen zur Überzeugung gelangt, eine Tatsachenbehauptung sei bewiesen oder widerlegt, ist die Beweislastverteilung gegenstandslos. Diesfalls liegt freie Beweiswürdigung vor, die bundesrechtlich abgesehen vom Beweismass nicht geregelt ist (BGE 130 III 321 E. 3.2/3.3). Eine beschränkte Beweisabnahme verletzt daher Art. 8 ZGB nicht, wenn das Gericht seine Überzeugung gebildet hat und die Abnahme weiterer Beweise daran nichts zu ändern vermöchte (BGE 130 III 591 E. 5.4). 1.2 Die Klägerin bringt vor, die Vorinstanz hätte ihren Antrag auf Abnahme weiterer Beweise und den Antrag auf nochmalige Einvernahme des Zeugen B.X.________ gutheissen und die entsprechenden Beweise abnehmen müssen, nachdem es zur Auffassung gelangt sei, die Klägerin habe den ihr obliegenden Beweis des Abschlusses eines Mäklervertrags mit der Beklagten nicht erbracht. Die Vorinstanz ist auf den generellen Antrag der Klägerin, sämtliche Beweise abzunehmen, welche die erste Instanz nicht abgenommen hatte, nicht eingetreten. Da die Klägerin danach ihre Anträge im kantonalen Verfahren nicht form- und fristgerecht gestellt hat, sind die bundesrechtlichen Voraussetzungen ihres Beweisführungsanspruchs insoweit nicht erfüllt. Art. 8 ZGB ist nicht verletzt. Die Rüge ist unbegründet.