Citation: 6B_815/2007 15.04.2008 E. 3

Der Verzicht auf eine Begutachtung verletzt nicht Art. 20 StGB. Es kann zunächst auf das angefochtene Urteil S. 39 ff. verwiesen werden (Art. 109 Abs. 3 BGG). Weiter erscheint es nicht aussergewöhnlich, dass sich eine Bande aus Tätern mit unterschiedlichem Alter zusammensetzt. Dass er der Jüngste war, lässt nicht an seiner Zurechnungsfähigkeit zweifeln. Eben so wenig legen ein merkwürdiges und groteskes Aussageverhalten sowie dreiste Falschaussagen oder die behauptete Tatsache, dass es für ihn unvorstellbar sei, einer durch die heimatliche Tradition bestimmten Respektperson den Gehorsam zu verweigern, eine Verminderung der Zurechnungsfähigkeit nahe. Selbst wenn die gegen den massgeblichen Sachverhalt (Art. 105 Abs. 1 BGG) gerichtete Argumentation als richtig unterstellt würde, dass der behaupteten Abhängigkeit des Beschwerdeführers vom Mittäter eine homosexuelle Beziehung zugrunde liegen sollte, würde nicht einsichtig, inwiefern eine derartige Beziehung seine Schuldfähigkeit herabsetzen könnte. Wie die Vorinstanz feststellt, ist nirgends belegt, dass er diesem "hörig" gewesen wäre. Er hatte bereits früher mit anderen Jugendlichen und später auch ohne die Mitwirkung dieses Mittäters Straftaten begangen (angefochtenes Urteil S. 41). Soweit er vorbringt, Sucht und Tod des Bruders hätten ihn dermassen überfordert, dass er fachärztliche Hilfe und medikamentöse Behandlung habe in Anspruch nehmen müssen, stellt die Vorinstanz fest, dass diese Hilfe erst im Jahre 2005 und damit nach Begehung der zu beurteilenden Delikte in Anspruch genommen wurde (angefochtenes Urteil S. 40).