Citation: 6B_445/2024 E. 4.3.3

4.3.3. Die Rüge ist unbegründet. Die Vorinstanz hält in den vom Beschwerdeführer kritisierten Erwägungen fest, auch nach der Verabreichung des Colchicins habe sich dieser besonders gefühlskalt gezeigt. Er habe hautnah miterlebt, wie seine Ehefrau gelitten habe. Dennoch habe er den Grund für deren Leiden für sich behalten. Selbst nach der Verlegung seiner Ehefrau auf die Intensivstation habe er sich über die Verabreichung von Colchicin ausgeschwiegen. Er habe sogar falsche Fährten gelegt, indem er die Ärzteschaft auf einen bereits seit Jahren beendeten Drogenkonsum und eine Depression aufmerksam gemacht habe. Die Vorinstanz weist ausdrücklich darauf hin, dass der Beschwerdeführer weder zu einem Geständnis noch zu einer Kooperation verpflichtet gewesen sei. Dies hinderte sie nicht daran, bei der Strafzumessung zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer kaltblütig zusah, wie seine Ehefrau qualvoll verendete, während die Ärzteschaft verzweifelt nach der Ursache ihrer Leiden suchte.