Citation: 1P.716/2000 18.12.2000 E. 4

4.- a) Der angefochtene Entscheid des Kantonsgerichts beruht auf einer prozessualen Haupt- und einer materiellrechtlichen Eventualbegründung. Nach Art. 199 Abs. 1 der Strafprozessordnung des Kantons Freiburg (StPO) muss die Partei in der Rechtsmittelschrift die Anträge und deren Begründung klar darlegen. Enthält die Rechtsmittelschrift keine Anträge oder keine Begründung, so wird auf die Eingabe nicht eingetreten (Art. 200 Abs. 1 StPO). Das Kantonsgericht hielt fest, die vom Beschwerdeführer gegen die Einstellungsverfügung des Untersuchungsrichters erhobene Beschwerde genüge den Anforderungen von Art. 199 Abs. 1 StPO nicht. Es trat deshalb in Anwendung von Art. 200 Abs. 1 StPO auf die Beschwerde nicht ein. Gemäss Art. 161 Abs. 1 lit. a StPO kann der Untersuchungsrichter die "Nichtweiterverfolgung der Angelegenheit verfügen" bzw. das Strafverfahren einstellen, wenn die belastenden Tatsachen nicht ausreichen, um den Beschuldigten an eine urteilende Behörde zu überweisen. Das Kantonsgericht führte im Sinne einer Eventualbegründung aus, die Beschwerde müsste, wenn auf sie eingetreten werden könnte, abgewiesen werden, denn der Untersuchungsrichter habe mit Recht angenommen, die in dieser Vorschrift genannten Voraussetzungen für die Einstellung des Strafverfahrens seien im vorliegenden Fall erfüllt. b) Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss in einer staatsrechtlichen Beschwerde dargelegt werden, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. Beruht ein mit staatsrechtlicher Beschwerde anfechtbarer Entscheid auf mehreren selbständigen Begründungen, so muss sich der Beschwerdeführer mit sämtlichen Begründungen auseinander setzen und darlegen, dass der Entscheid nach jeder dieser Begründungen verfassungswidrig sei (BGE 107 Ib 264 E. 3b; 104 Ia 381 E. 6a). Tut er das nicht, so tritt das Bundesgericht auf die Beschwerde nicht ein. Der Beschwerdeführer setzt sich in seiner Eingabe vom 31. Oktober 2000 weder mit der Haupt- noch mit der Eventualbegründung des Kantonsgerichts in einer den Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG genügenden Weise auseinander. Schon aus diesem Grund kann auf seine staatsrechtliche Beschwerde nicht eingetreten werden. c) Soweit der Beschwerdeführer die Einstellung des Strafverfahrens kritisiert und eine "erneute Beurteilung bzw. Verurteilung" des Angeschuldigten verlangt, kann auf die Beschwerde auch wegen fehlender Legitimation des Beschwerdeführers nicht eingetreten werden. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist der Strafanzeiger oder Geschädigte in der Sache selbst nicht legitimiert, gegen die Nichteröffnung oder Einstellung eines Strafverfahrens staatsrechtliche Beschwerde zu erheben (BGE 120 Ia 157 E. 2; 119 Ia 4 E. 1; 108 Ia 97 E. 1). Eine auf materiellrechtliche Fragen erweiterte Legitimation des Geschädigten aufgrund des Bundesgesetzes über die Hilfe an Opfer von Straftaten kommt im vorliegenden Fall nicht in Betracht (BGE 120 Ia 157 E. 2). Nach dem Gesagten ist auf die staatsrechtliche Beschwerde nicht einzutreten.