Citation: 9C_553/2020 E. 5.3

5.3. Art. 23bis Abs. 1 IVV sieht die Kostenübernahme für eine einfache und zweckmässige Durchführung einer Eingliederungsmassnahme im Ausland vor, wenn die erforderlichen Institutionen oder Fachpersonen in der Schweiz fehlen. Nach - nicht offensichtlich unrichtiger, und für das Bundesgericht deshalb verbindlicher (oben E. 1) - Feststellung der Vorinstanz standen der Beschwerdeführerin grundsätzlich drei gleichwertige Behandlungsoptionen offen, die allesamt als zweckmässig zu qualifizieren waren, darunter die am 21. Oktober 2015 durchgeführte Superhip 2 Operation (E. 3 hiervor). Bei massiv höheren Kosten der Letzteren (von knapp Fr. 200'000.-) im Vergleich zu den zur Verfügung stehenden Alternativen (von ca. Fr. 45'000.-) handelt es sich beim durchgeführten Eingriff nicht um eine einfache und zweckmässige Operation im Sinne von Art. 2 Abs. 3 GgV, weshalb eine Übernahme der vollen Kosten zum vornherein ausscheidet (dazu, dass mit dem Kriterium der Einfachheit der Aspekt der finanziellen Angemessenheit angesprochen ist vgl. etwa Urteil 8C_474/2018 vom 11. März 2019 E. 4.2.2, nicht publiziert in BGE 145 V 97, aber in SVR 2019 IV Nr. 59 S. 187; ausserdem Urteil 9C_664/2014 vom 21. Mai 2015 E. 2.2).