Citation: 4A_251/2013 E. 2.1

2.1. Zwischen den Parteien war insbesondere umstritten, ob die am 16. Dezember 2002 verrechnete Darlehensforderung der Muttergesellschaft Z.________ gegenüber ihrer Tochtergesellschaft X.________ bei der Schadensberechnung zu berücksichtigen sei. Die X.________ erhöhte damals ihr Aktienkapital um Fr. 95 Mio.; gezeichnet wurden die Aktien durch die Z.________, wobei die Aktienliberierung durch Verrechnung der Darlehensforderung erfolgte. Die Beschwerdeführerin stellte sich im vorinstanzlichen Verfahren auf den Standpunkt, die erfolgte Aktienliberierung bzw. der Forderungsverzicht der Z.________ stelle sowohl nach Art. 286 SchKG (Schenkungsanfechtung) als auch nach Art. 288 SchKG (Absichtsanfechtung) eine anfechtbare Rechtshandlung dar; dabei sei der Anfechtungsanspruch mit der Forderungseingabe der Z.________ im Konkurs der X.________ rechtsgültig und rechtzeitig geltend gemacht worden und der nunmehr im Konkurs der X.________ kollozierte Betrag von Fr. 95 Mio. deshalb bei der Berechnung des Fortführungsschadens zu berücksichtigen. Der Beschwerdegegner machte demgegenüber geltend, die Voraussetzungen für die Schenkungs- oder die Absichtsanfechtung seien nicht erfüllt; selbst wenn die Konkursverwaltung der X.________ die untergegangene Forderung der Z.________ kolloziert habe, dürfe diese im Rahmen der Schadensberechnung nicht berücksichtigt werden.