Citation: 8C_803/2018 E. 5.3

5.3. Angesichts der relativ hohen Hürden, die das Bundesgericht für die Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit älterer Menschen entwickelt hat (vgl. BGE 138 V 457 E. 3.1 S 459 f.; Urteile 8C_892/2017 vom 23. August 2018 E. 5; 8C_117/2018 vom 31. August 2018 E. 2.2.3), verletzte die Vorinstanz kein Bundesrecht, wenn sie die Anstellungschancen auf dem vom Gesetzes wegen als ausgeglichen unterstellten Arbeitsmarkt als intakt erachtete. Etwas anderes ergibt sich weder aus dem Hinweis auf die erfolglose Vermittlungstätigkeit des RAV (vgl. BGE 109 V 29; Urteile 9C_416/2011 vom 19. Juli 2011 E. 3.1; C 39/98 vom 8. Juni 1998 E. 3b, in: ARV 1999 Nr. 19 S. 107) noch aus dem Umstand, dass die bisherige Arbeitsstelle nicht mehr existiert, so dass eine Rückkehr dorthin nicht mehr möglich ist. Denn dem Beschwerdeführer stehen, wie die Vorinstanz aufzeigte, zahlreiche andere angepasste Tätigkeiten offen. Zu ergänzen bleibt, dass - entgegen der Vorinstanz - nicht von einer "nicht mehr langen" Erwerbsspanne gesprochen werden kann. Denn für den Zeitpunkt, in welchem die Frage nach der Verwertbarkeit der (Rest-) Arbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter beantwortet wird, ist nicht auf das Datum des kantonalen Gerichtsentscheids sondern auf das Feststehen der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-) Erwerbstätigkeit abzustellen (PBGE 138 V 457 E. 3.3 S. 461 f.). Im fraglichen Zeitpunkt (Februar 2016) war der Beschwerdeführer 58 Jahre alt und hatte damit noch eine nicht unerhebliche Erwerbsdauer von sieben Jahren vor sich.