Citation: 6B_103/2023 E. 9.7.1

9.7.1. Der Beschwerdeführer kritisiert sodann, die Vorinstanz bringe zu Unrecht die nach der Tat am 28. September 2016 erfolgte Rechtsprechungsänderung BGE 142 IV 329 zur Anwendung, wonach eine Zusatzstrafe nur zu inländischen Urteilen ausgesprochen werden kann. Damit verstosse sie gegen das Gebot der Rechtsgleichheit, da er anders behandelt werde, als andere Täter, deren Tat sich ebenfalls vor dem 28. September 2016 ereignet habe. Weiter verletze sie damit den Vertrauensschutz, den Grundsatz von Treu und Glauben sowie Art. 3 StPO. Er sei in Frankreich zu 12 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden und das angefochtene Urteil sehe eine Freiheitsstrafe von 18 Jahren und 6 Monaten vor. Insgesamt sei er daher zu einer Freiheitsstrafe von 30 Jahren und 6 Monaten verurteilt worden, und dies nur deshalb, weil er zufälligerweise nach der Praxisänderung in der Schweiz verurteilt worden sei.