Citation: U 231/04 05.11.2004 E. 1

1.1 Mit dem am 1. Januar 2003 in Kraft getretenen Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 sind auch zahlreiche Bestimmungen im Unfallversicherungsbereich geändert worden. Da in zeitlicher Hinsicht jedoch grundsätzlich diejenigen Rechtssätze zur Anwendung kommen, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 129 V 4 Erw. 1.2, 169 Erw. 1, 356 Erw. 1, je mit Hinweisen), und vorliegend sowohl das initiale Ereignis (vom 19. September 1993) wie auch die hinsichtlich der anfangs 2001 aufgetretenen Daumenbeschwerden ergangene Rückfallmeldung (vom 29. Mai 2001) vor dem 1. Januar 2003 datieren, sind die bis Ende 2002 gültig gewesenen Bestimmungen anwendbar, zumal die Versicherte - wie dem Gutachten des Spitals X.________ vom 31. Januar 2003 entnommen werden kann - seither beschwerdefrei geblieben ist. Der Umstand, dass der Einspracheentscheid des Unfallversicherers - der an die Stelle der Verfügung tritt (BGE 119 V 350 Erw. 1b mit Hinweisen) - erst am 8. August 2003 erlassen worden ist, ändert daran nichts. 1.2 Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen und Grundsätze zur Leistungspflicht des Unfallversicherers bei Rückfällen und Spätfolgen, insbesondere zur Voraussetzung des natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall oder bei dem diesem gleichgestellten unfallähnlichen Ereignis erlittenen Gesundheitsschädigung (Art. 11 UVV; BGE 118 V 296 f. Erw. 2c mit Hinweisen; vgl. auch SVR 2003 UV Nr. 14 S. 43 Erw. 4), sowie zum Beweiswert und zur Beweiswürdigung ärztlicher Berichte und Gutachten (BGE 125 V 351 Erw. 3a mit Hinweis) zutreffend wiedergegeben. Darauf wird verwiesen. Richtig erkannt hat es ferner, dass je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall - bzw. dem unfallähnlichen Ereignis - und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, desto strengere Anforderungen an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen sind (RKUV 1997 Nr. U 275 S. 191 Erw. 1c in fine mit Hinweis). Zu ergänzen ist, dass, falls durch den Unfall oder das unfallähnliche Ereignis Beschwerden verursacht werden, die Unfallversicherung den dadurch verursachten Schaden übernimmt, spätere Gesundheitsstörungen dagegen nur, wenn eindeutige Brückensymptome gegeben sind (in HAVE 2002 S. 307 zusammengefasstes Urteil B. vom 17. Mai 2002, U 293/01, Erw. 1 in fine mit Hinweisen; Urteil S. vom 24. Mai 2004, U 296/03, Erw. 2.1.1 in fine mit Hinweis).