Citation: 9C_21/2007 17.01.2008 E. 3

3.1 Die Vorinstanz hat nach umfassender Würdigung der ärztlichen Beurteilungen eine wesentliche Verschlechterung des somatischen Gesundheitszustandes (zwischen der ablehnenden Verfügung vom 26. März 1999 und dem Einspracheentscheid vom 24. Januar 2006) verneint. Diese tatsächliche Feststellung ist für das Bundesgericht bindend, da sie weder offensichtlich unrichtig ist noch auf unvollständiger Sachverhaltsermittlung oder auf einer Verletzung von Bundesrecht (Art. 95 lit. a BGG) beruht (vgl. auch BGE 132 V 393 E. 3.2 mit Hinweisen S. 398 f.). Ein Vergleich der im Rahmen der ersten Anmeldung bei der Invalidenversicherung eingeholten ärztlichen Beurteilungen (Bericht des Dr. med. F.________ vom 14. September 1998; Kurzbericht der beruflichen Abklärungsstätte Z.________ vom 21. Januar 1999) mit denjenigen nach der zweiten Anmeldung (Berichte und Schreiben der Dres. med. J.________ vom 22. November 2004, K.________ vom 17. März und 10. Mai 2005 sowie vom 8. September 2006, W.________ vom 28. März und 5. Juli 2006) zeigt, dass hinsichtlich der Diagnosen keine wesentliche Veränderung eingetreten ist. Soweit die Dres. med. W.________ und K.________ in ihren jüngsten Berichten (vom 28. März und 8. September 2006) eine eingeschränkte Arbeitsfähigkeit auch für adaptierte leichte Tätigkeiten attestieren, geht aus ihren Ausführungen deutlich hervor, dass sich diese nicht durch objektivierbare Befunde erklären lässt ("Objektvi[e]rbare Befunde wie neurologische Ausfälle, Reflexabschwächungen oder Paresen haben nie vorgelegen"; Zeugnis des Dr. med. K.________ vom 8. September 2006), sondern hauptsächlich in der mangelnden Motivation des Versicherten begründet ist ("Es scheint auch, dass es dem Patienten nicht um eine Heilung oder eine Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess, sondern um eine Abfindung resp. Rente geht"; Bericht des Dr. med. W.________ vom 28. März 2006). Die weiteren, sich gegen die (antizipierte) Beweiswürdigung des kantonalen Gerichts richtenden und somit ebenfalls Tatsächliches beschlagenden Vorbringen betreffend eine (zusätzliche) psychische Erkrankung dringen ebenfalls nicht durch. Das kantonale Gericht hat ohne Verletzung der Beweisregeln von einer zusätzlichen psychiatrischen Begutachtung absehen dürfen, zumal die mit dem Versicherten befassten Dres. med. F.________ (Bericht vom 14. September 1998), W.________ (Schreiben vom 28. März 2006) und K.________ (Zeugnis vom 8. September 2006) übereinstimmend die bereits erwähnte mangelnde Motivation des Versicherten zur Eingliederung in den Arbeitsprozess beobachteten, indes keine Anzeichen für eine invalidisierende psychische Erkrankung feststellen konnten. Die Schreiben des Physiotherapeuten S.________ vom 14. Juni 2005 und 16. Januar 2006 wie auch die nicht näher belegte Untersuchung durch die Psychiaterin Dr. med. M.________ führen nach den zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid zu keinem anderen Schluss. So kann der vom Physiotherapeuten beschriebenen "Trauma-Verarbeitung" ohne Weiterungen der Charakter einer invalidisierenden psychischen Störung abgesprochen werden, da es bereits an der erforderlichen aussergewöhnlichen Schwere der erlittenen Traumata fehlt: Die Stürze, welche der Versicherte erlitt, waren insbesondere ohne jeden Zweifel nicht geeignet, eine nur unter besonderen Umständen invalidisierende Belastungsstörung zu verursachen (hiezu Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes I 203/06 vom 28. Dezember 2006 E. 4 mit Hinweisen). Bereits aufgrund der verfügbaren Akten ist damit eine psychische Komorbidität von erheblicher Schwere nicht wahrscheinlich. Schliesslich trat die IV-Stelle mit Entscheid vom 19. August 2005 auf die Einsprache ein, weil sie weitere Abklärungen im Hinblick auf die berufliche Eingliederung (insbesondere die Klärung der Frage, ob die angestammte Tätigkeit als Elektromechaniker bzw. -monteur grundsätzlich körperlich schwere Arbeiten beinhalte) als angezeigt erachtete. Eine gesundheitliche Verschlechterung zog sie entgegen den Vorbringen des Versicherten nicht in Betracht, von einer widersprüchlichen Argumentation kann keine Rede sein. Vorinstanz und Beschwerdegegnerin haben die Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit somit zu Recht auf 100 % festgesetzt. 3.2 Die Vorinstanz hat weiter auch kein Bundesrecht verletzt, wenn sie unter Berücksichtigung der Lohnangaben der Arbeitgeberfirma, bei welcher der Versicherte vor Eintritt des Gesundheitsschadens während mehrerer Jahre tätig war (Q._______ AG) und eines statistischen Durchschnittseinkommens (E. 2.1 hievor) einen leistungsbegründenden Invaliditätsgrad verneinte. Die beiden Vergleichseinkommen hätten zwar auf zeitidentischer Grundlage (zum Zeitpunkt des mutmasslichen Rentenbeginns; BGE 129 V 222 E. 4.1 S. 223) verglichen werden müssen. Im Ergebnis ändert sich indessen auch durch diese Anpassung nichts daran, dass eine allfällige Einkommenseinbusse deutlich weniger als 20 % beträgt. Selbst wenn - unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die vom Berufsberater als möglich erachteten Tätigkeiten zwar auf dem erlernten Beruf basieren, aber nicht sämtliche die Sektoren 30-32 (Herstellung von elektrischen Geräten und Einrichtungen, Feinmechanik) betreffen (vgl. Abklärungsbericht vom 14. November 2005) und der Versicherte auch nicht in allen vom Berufsberater genannten Bereichen bereits über Fachwissen verfügt - auf den in der LSE 2004 (Tabelle TA 1 S. 53) errechneten Totalwert im Anforderungsniveau 4 von Fr. 4'588.- abgestellt würde, betrüge die Einkommenseinbusse lediglich etwa 11 % (mutmassliches Valideneinkommen im Jahre 2004: Fr. 5'330.63 [Fr. 4'929.16 im Jahre 1998 zuzüglich der Nominallohnsteigerung im Sektor D von 0,2 % [1999], 1,3 % [2000], 2,7 % [2001], 1,8 % [2002], 1,2 % [2003] und 0,7 % [2004]; Die Volkswirtschaft 6/2004 Tabelle B10.2 S. 91 und 12/2007 Tabelle B10.2 S. 99; statistischer Durchschnittslohn im Jahre 2004 bei einer betriebsüblichen Wochenarbeitszeit von 41,6 Stunden: Fr. 4'739.28). Soweit der Versicherte geltend macht, die Vorinstanz habe ihm in unzulässiger antizipierter Beweiswürdigung ein rentenausschliessendes Einkommen von Fr. 39'600.- zugemutet, ist seine Rüge somit unbegründet. 3.3 Hinsichtlich des geltend gemachten Anspruchs auf Umschulung gemäss Art. 17 IVG mangelt es nach dem Gesagten (E. 3.2 hievor) bereits an der invaliditätsmässigen Voraussetzung, wonach die versicherte Person wegen der Art und Schwere des eingetretenen Gesundheitsschadens im bisher ausgeübten und in den ohne zusätzliche berufliche Ausbildung offen stehenden, noch zumutbaren Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbseinbusse von etwa 20 % erleiden muss (vgl. BGE 124 V 108 E. 2b S. 110). Der vorinstanzliche Entscheid verletzt damit auch in diesem Punkt kein Bundesrecht.