Citation: 4A_314/2022 E. B

Am 2. September 2019 reichte der Kläger beim Bezirksgericht March Klage ein und beantragte, die Beklagte sei zur Zahlung eines Schadenersatzes von Fr. 30'000.-- zuzüglich Zins unter Nachklagevorbehalt zu verpflichten. Die Beklagte beantragte die Abweisung der Klage, soweit darauf einzutreten sei. B.a. Mit Urteil vom 27. April 2021 verpflichtete der Einzelrichter des Bezirksgerichts die Beklagte zur Zahlung von Fr. 30'000.-- zuzüglich Zins an den Kläger und nahm vom Klagevorbehalt Kenntnis. Der Einzelrichter erwog, der Vollbrand des Stallgebäudes sei durch den Betrieb des Lieferwagens verursacht worden. Massgeblich sei, ob das schädigende Ereignis, in seiner Gesamtheit betrachtet, als adäquate Folge der Gefahr erscheine, die sich aus dem Gebrauch der maschinellen Einrichtungen des Motorfahrzeugs ergebe. Dies sei vorliegend der Fall. Der Motor bzw. der Katalysator habe sich als maschinelle Einrichtung aufgrund der Fortbewegung stark erhitzt und sei nur deshalb in der Lage gewesen, aufgrund des brennbaren Materials auf dem Tennboden einen Glimmbrand auszulösen. Gemäss der allgemeinen Lebenserfahrung, wonach ein Motor bzw. Katalysator unmittelbar beim Ausschalten am heissesten sei und mit fortschreitender Zeitdauer abkühle, sei anzunehmen, dass die Wirkung auf das am Tennboden liegende brennbare Material rasch nach dem Ausschalten des Motors begonnen habe und deshalb auch als Nachwirkung der Fahrt betrachtet werden könne. B.b. Das Kantonsgericht Schwyz hiess die von der Beklagten gegen dieses Urteil erhobene Berufung mit Urteil vom 30. Mai 2022 gut, soweit es darauf eintrat, und wies die Klage ab. Das Kantonsgericht verneinte eine Betriebsgefahr. Es erwog, der Brand sei in tatsächlicher Hinsicht keinem technischen Betriebsvorgang des Motorfahrzeugs mehr zuzuschreiben, weil kein zur Fortbewegung dienendes Maschinenteil mehr in Gebrauch gewesen sei. Der Brand sei weder auf die Fortbewegung des Motorfahrzeugs noch auf Gefahren zurückzuführen, die aus den hierzu verwendeten physikalischen Kräften entstanden seien. Zwar habe sich der Katalysator anlässlich der Fortbewegung des Lieferwagens erhitzt. Die zur Fortbewegung nicht erforderliche Hitze des Katalysators sei jedoch nicht eine dem Betrieb eigene Gefahr.