Citation: 6B_1029/2013 E. 4

Soweit der Beschwerdeführer sich auf den Standpunkt stellt, es fehle im vorliegenden Fall am Motivationszusammenhang (Beschwerde S. 6 f.), ist er nicht zu hören. Der Motivationszusammenhang bezeichnet den Zusammenhang zwischen den Merkmalen der Täuschung, des Irrtums und der Vermögensverfügung beim Tatbestand des Betruges. Verfügt der Betroffene nicht aufgrund der Täuschung oder wäre er auch bei Kenntnis der wahren Sachlage bereit gewesen zu leisten, kommt danach nur Versuch in Betracht ( HANS VEST, in: Wirtschaftsstrafrecht der Schweiz, hrsg. von Jürg-Beat Ackermann/Günter Heine, 2013, § 13 N 163; GÜNTER STRATENWERTH, Schweizerisches Strafrecht, Bes. Teil I, 7. Aufl. 2010, § 15 N 39). Mit diesem Merkmal des Motivationszusammenhanges hat der Wunsch des Beschwerdeführers, schmerzfrei zu werden und sich einer Operation zu unterziehen, um nicht von einer IV-Rente abhängig zu sein, offensichtlich nichts zu tun. Wenn der Beschwerdeführer ausführt, seine Motivation habe ganz klar in einer Lösung seiner gesundheitlichen Situation und nicht im Erhalt einer IV-Rente gelegen, verwechselt er das ungeschriebene Tatbestandsmerkmal mit den Beweggründen für sein Handeln (vgl. Art. 47 Abs. 2 StGB).