Citation: 9C_625/2021 E. 6

In seinem Eventualstandpunkt verlangt der Beschwerdeführer, es sei die Sache an das kantonale Gericht zurückzuweisen, damit dieses in Anwendung des Prinzips der differenzierten Solidarität einen neuen Entscheid fälle. Dieses aktienrechtliche (vgl. Art. 759 Abs. 1 OR) Prinzip bedeutet, dass der Umfang der Ersatzpflicht eines solidarisch Haftenden im Aussenverhältnis individuell bestimmt wird. Der Haftpflichtige kann demnach den Geschädigten gegenüber geltend machen, dass ihn kein oder nur ein geringes Verschulden treffe oder für ihn allenfalls ein anderer Herabsetzungsgrund nach Art. 43 Abs. 1 und Art. 44 OR gelte. Die Frage, ob dieses Prinzip auch in Bezug auf die berufsvorsorgerechtliche Schadenersatzpflicht geltend soll, hat das Bundesgericht bisher offengelassen (vgl. BGE 141 V 93 E. 9.2). Die Frage braucht auch vorliegend nicht näher geprüft zu werden, legt doch der Beschwerdeführer - soweit seine Ausführungen nicht im Widerspruch zu dem oben unter E. 5.3 Erwogenen stehen - nicht substanziiert dar, dass sich seine Ersatzpflicht bei der Anwendung dieses Prinzips verringern würde. Damit ist auch das Eventualbegehren abzuweisen.