Citation: 2C_799/2022 E. 1.3.9

1.3.9. Im Weiteren war das betroffene Hotel wie erwähnt vom 1. April 2020 bis 31. Juli 2020 geschlossen, und zwar nicht aufgrund der Covid-19-Epidemie, sondern aufgrund einer Sanierung (vgl. Bst. A.b oben). Die Frage ist, wie diese Periode, in welcher - nicht durch Covid-19 bedingt - keinerlei Umsatz erzielt wurde, zu behandeln ist. Gemäss lit. A Staatsratsbeschluss ist ein bestimmter Umsatzrückgang während zwölf aufeinanderfolgenden Monaten zwischen dem 1. Januar 2020 und dem 30. Juni 2021 erforderlich, wobei ein nicht durch Covid-19 verursachter Umsatzrückgang zu korrigieren ist (vgl. E. 1.3.4 f. oben). Die Vorinstanz vertritt im Wesentlichen den Standpunkt, dass die Periode, in welcher das Hotel wegen der Sanierung geschlossen war, im Sinne einer Korrektur komplett ausser Betracht fällt. Zur Berechnung des Umsatzrückgangs seien deshalb entweder die elf Monate nach der Schliessung, d.h. August 2020 bis Juni 2021, heranzuziehen und der entsprechende Umsatz auf zwölf Monate hochzurechnen (und mit dem durchschnittlichen Jahresumsatz 2018/2019 zu vergleichen), oder es sei lediglich der Umsatz dieser elf Monate heranzuziehen (und mit dem durchschnittlichen Umsatz 2018/2019 ohne den Monat Juli zu vergleichen). Die Beschwerdeführerin ist dagegen der Auffassung, die Phase der Schliessung des Hotels aufgrund der Sanierung sei nicht auszuklammern. Vielmehr sei der Umsatzausfall in dieser Periode zu ersetzen durch einen hypothetischen Umsatz sowie einen hypothetischen Umsatzrückgang aufgrund statistischer Erhebungen bzw. eines gerichtlichen Gutachtens. Die Beschwerdeführerin stellt deshalb auf diverse zwölfmonatige Perioden ab, welche bereits am 1. Januar 2020 oder später beginnen, die Phase der sanierungsbedingten Hotelschliessung umfassen und für diese Phase einen hypothetischen Umsatzrückgang heranziehen.