Citation: 1C_168/2020 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz ging davon aus, der Beschwerdeführer habe nicht in gutem Glauben annehmen können, die Errichtung der Poolüberdachung sei ohne Baubewilligung zulässig gewesen. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, die E-Mail der Gemeindeschreiberin vom 14. Dezember 2011 habe dazu keine Vertrauensgrundlage bilden können, weil sie keine Auskunft oder Zusicherung betreffend eine hinreichend konkrete Frage gebildet habe. Dies sei auf die unpräzisen und irreführenden Angaben des Beschwerdeführers zur geplanten Poolüberdachung zurückzuführen. Die Bezeichnung "Poolabdeckung" habe auf eine bodennahe Abdeckung schliessen lassen, wie sie zur Verhinderung von Wasserverunreinigungen und zum Schutz von Kindern geeignet sei. Auf eine niedrige Abdeckung deute auch hin, dass sie "begehbar" sei. Die Angabe, Material wie Treibhäuschen, lasse aufgrund des Diminutivs ebenfalls eine kleine Dimensionierung vermuten. Demnach hätte gestützt auf die Anfrage, die keine Angaben zur Abmessung der Überdachung enthalten habe, nicht erwartet werden können, dass diese nicht bloss den Pool abdeckt, sondern auch das ganze Umfeld und damit einen geschützten Aussenbereich schafft, der über den Schutz des Pools vor Verunreinigungen und der Gefahrenabwendung für Kinder hinausgeht. Die Gemeindeschreiberin habe die Überdachung zudem nicht voraussetzungslos gebilligt, sondern nur mitgeteilt, eine mobile Überdachung ohne "feste" Wände bedürfe keiner Bewilligung. Dass die verwendeten Elemente zum Teil mobil und die Wände transparent seien, lasse nicht den Schluss zu, es handle sich um keine festen - im Sinn von stabilen - Wände. Selbst im geöffneten Zustand weise die strittige Pooleinhausung Wände in der Gestalt der beiden höchsten Elemente links- und rechtsseitig des Pools auf. Eine Befragung der Gemeindeschreiberin könne unterbleiben, weil es auf ihre subjektiven Vorstellungen von der geplanten Überdachung nicht ankomme.