Citation: 5A_928/2016 E. 4.2

4.2. Ebenfalls im Zusammenhang mit der Kinderbetreuung während des Zusammenlebens rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV). Das Obergericht habe sich bei der Feststellung, die Kinder hätten vier Tage in der Kinderkrippe verbracht, einzig auf von der Beschwerdegegnerin eingereichte Unterlagen gestützt, ohne ihn hierzu anzuhören. Entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers hat sich das Obergericht nicht einfach auf von der Beschwerdegegnerin eingereichte Beweismittel abgestützt. Vielmehr hat es angenommen, es sei unbestritten, dass die Kinder vier Tage pro Woche in der Krippe betreut wurden (angefochtener Entscheid, E. 4.5.2 S. 10). Dies ist nicht zu beanstanden, da der Beschwerdeführer in der Berufungsantwort vom 2. September 2016 die entsprechenden Ausführungen der Beschwerdegegnerin bestätigte (Akten Obergericht, ZS 2016 31, act. 4 Ziff. 12.10 S. 6). Unter diesen Umständen hatte der Beschwerdeführer ausserdem ausreichend Gelegenheit, sich zur Frage der Kinderbetreuung zu äussern (vgl. BGE 142 III 48 E. 4.1.1). Die Ausführungen des Beschwerdeführers dazu, wer die Kinder jeweils zur Krippe brachte, sie wieder abholte und sich zu Hause um sie kümmerte, ändern sodann nichts daran, dass diese jeweils vier Tage die Woche fremdbetreut wurden. Mit Blick auf die ebenfalls aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör fliessende Begründungspflicht ist nicht zu beanstanden, dass das Obergericht sich in seiner Begründung auf diesen letzten Aspekt beschränkt hat, von dem es sich in seinen Überlegungen hat leiten lassen (vgl. BGE 142 III 433 E. 4.3.2). Eine Gehörsverletzung kann damit nicht festgestellt werden. Ebenso wenig eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung (vgl. dazu hinten E. 6.3.1).