Citation: 9C_528/2020 E. 6.2

6.2. Es ist fraglich, ob diese vorinstanzlichen Erwägungen im Lichte der bundesgerichtlichen Rechtsprechung bundesrechtskonform sind (vgl. BGE 145 V 209 E. 5.1 S. 211). Insbesondere stellt sich die Frage, ob dem Versicherten mangelnder Eingliederungswille vorgeworfen werden kann und ob die IV-Stelle in dieser Konstellation auf Eingliederungsmassnahmen - oder zumindest auf ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren - verzichten durfte. Dies kann jedoch offen bleiben, da das kantonale Gericht im Sinne einer Eventualbegründung erkannte, dass der Beschwerdeführer so oder anders zur Selbsteingliederung fähig gewesen sei. So habe bei ihm keine lange Absenz vom Arbeitsmarkt vorgelegen, da er in den letzten Jahren stets - wenn auch mit gesundheitsbedingten Unterbrüchen - für die C.________ AG gearbeitet habe. Ausserdem verfüge er über eine langjährige Berufserfahrung in verschiedenen Bereichen sowie Funktionen und sei darüber hinaus nach Lage der Akten als genügend agil, gewandt und integriert zu betrachten. In Anbetracht dieser vom Versicherten nicht bestrittenen und somit für das Bundesgericht verbindlichen (vgl. E. 1 oben) Tatsachen sowie der darauf abgestützten und nicht weiter angefochtenen Eventualbegründung verletzte die Vorinstanz kein Bundesrecht, wenn sie im Ergebnis von der Zumutbarkeit der Selbsteingliederung ausging.