Citation: 6B_226/2021 E. 2.3.1

2.3.1. Die Geschädigten wurden zur Gewährung von Darlehen verleitet durch die Präsentation einer Geschichte, wonach das Geld zur Vorfinanzierung eines Verkaufes eines Bildes von Rembrandt mit einem Schätzwert von ca. Fr. 20'000'000.-- benötigt werde. Dieser Verkauf nehme einige Zeit in Anspruch und könne nicht ohne finanziellen Aufwand organisiert werden. Die dabei präsentierte Geschichte erscheint nicht als gänzlich abwegig. Der blosse Umstand, dass einige der Geschädigten Erfahrungen mit Geldanlagen hatten, genügt daher noch nicht, um die Arglistigkeit der Täuschung im Sinne einer Opferverantwortung zu verneinen.