Citation: 1D_1/2017 E. 4.2

4.2. Das Kantonsgericht hielt fest, es gebe in den Akten keine Anhaltspunkte, dass die Beschwerdeführerin wiederholt zum Rückzug ihres Gesuchs aufgefordert worden sei. Diese Erwägung ist angesichts des Umstands, dass die Beschwerdeführerin ihr Vorbringen in keiner Weise konkretisierte, mit Blick auf die Begründungspflicht ausreichend. Auch zum Vorwurf der Verfahrensverschleppung hat sich das Kantonsgericht geäussert. Es legte dar, die Beschwerdeführerin habe die eingeforderten Unterlagen während fast zwei Jahren nicht geliefert. Danach habe sich das Einbürgerungsverfahren aufgrund des Verfahrens betreffend die Wohnsitzfeststellung im Kanton Zürich verzögert. Nach Vorliegen des Urteils des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich habe die Bürgerrechtskommission das Verfahren jedoch umgehend wieder aufgenommen. Auch diese Ausführungen des Kantonsgerichts genügen der Begründungspflicht. Dass sich das Kantonsgericht nicht zum Vorwurf äusserte, ein Mitglied der Bürgerrechtskommission habe die Beschwerdeführerin zwingen wollen, sich in Regensdorf anzumelden, erklärt sich damit, dass die Beschwerdeführerin dies in ihrer Beschwerde an die Vorinstanz gar nicht vorbrachte. Im Übrigen geht aus dem Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom 9. April 2015 hervor, dass durchaus Anhaltspunkte für die Annahme bestanden, die Beschwerdeführerin habe ihren Wohnsitz in Regensdorf. Immerhin führt sie dort ihr eigenes Unternehmen und war früher Partei eines Mietvertrags für eine Wohnung, in welcher ihr Freund wohnte. Keine Verletzung der Begründungspflicht folgt schliesslich daraus, dass das Kantonsgericht nicht weiter auf das Argument der Beschwerdeführerin einging, sie sei wegen der "inquisitorischen Befragung" ziemlich irritiert und nervös geworden. Das rechtliche Gehör verlangt nicht, dass sich der Entscheid mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Es genügt, wenn kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich das Gericht hat leiten lassen und auf die sich sein Entscheid stützt, so dass eine sachgerechte Anfechtung möglich ist (BGE 140 II 262 E. 6.2 S. 274; 136 I 229 E. 5.2 S. 236 mit Hinweisen).