Citation: 5A_86/2023 E. 4.1

4.1. Vor allem die Beschwerdeführer, teilweise aber auch der Beschwerdegegner, fokussieren in ihren Rechtsschriften stark auf die - je nach Standpunkt bejahte oder verneinte - Übermässigkeit des Stechmückenvorkommens im Sinn von Art. 684 Abs. 1 ZGB und deren Beweis: So berufen sich die Beschwerdeführer wiederholt auf die von ihnen eingereichten (insbesondere Privatgutachten sowie Videoaufnahmen) bzw. beantragten (gerichtliches Gutachten) Dokumente bzw. Beweismittel, mit denen die Übermässigkeit bereits belegt bzw. zu belegen sei. Auch der Beschwerdegegner scheint die Ausführungen der Vorinstanz dahingehend zu verstehen, dass diese die Übermässigkeit verneint hat. Die Vorinstanz hat jedoch zunächst und im Kern argumentiert, die Beschwerdeführer seien ihrer Behauptungs- und Substanziierungslast (in Bezug auf die Übermässigkeit der behaupteten Immission) nicht nachgekommen. Folgerichtig prüfte sie das von den Beschwerdeführern eingereichte Bild- und Videomaterial (ausdrücklich) nicht. Zur Verwirrung trägt die Vorinstanz teilweise selbst bei, indem sie dennoch prüft, ob die Erstinstanz zu Recht auf die Einholung eines Gutachtens verzichtete und dabei auch das Privatgutachten der Beschwerdeführer (in Bezug auf die Aussage, das Mückenaufkommen sei übermässig) würdigt. Mindestens die Ausführungen in Bezug auf den Verzicht auf die Einholung eines gerichtlichen Gutachtens beziehen sich jedoch ganz grundsätzlich nicht auf die Übermässigkeit des Stechmückenvorkommens, sondern auf die weitere notwendige Voraussetzung des Kausalzusammenhangs zwischen diesem Vorkommen und der Teichanlage des Beschwerdegegners. Dies trifft auch auf die Ausführungen der Vorinstanz in Bezug auf die Rügen der Beschwerdeführer hinsichtlich des von der Erstinstanz durchgeführten Augenscheins zu.