Citation: 4A_384/2024 E. A

Im Jahr 2005 schlossen C.________ (Darlehensgeber, Beschwerdegegner) und die A.________ ag (Darlehensnehmerin, Beklagte, Beschwerdeführerin) verschiedene Verträge über eine Darlehensgewährung für einen Immobilienkauf ab. In der Folge gewährte der Darlehensgeber der Darlehensnehmerin, die sich in finanzieller Bedrängnis befand, mehrfach Darlehen. Sie trug gegen die Unternehmen eines deutschen Konzerns, der D.________ Gruppe, einen umfangreichen Rechtsstreit aus, in dem sie sich auf eine Patentverletzung berief. A.a. Neben den Darlehensverträgen stützt sich der Darlehensgeber im Verhältnis zur Darlehensnehmerin und zu B.________ (Beklagter, Beschwerdeführer), deren einzelzeichnungsberechtigter Delegierter des Verwaltungsrates, auf eine Vereinbarung vom 9. Februar 2017, in der eine Netto-Erfolgsbeteiligung für den Patentprozess in der Höhe von 45 % vereinbart worden sei. A.b. Die Darlehensnehmerin beendete die Rechtsstreitigkeit mit dem deutschen Konzern mit Vergleich vom 13. Dezember 2018. Sie bezahlte die Darlehen und Zinsen an den Darlehensgeber zurück, der zusätzlich die vereinbarte Erfolgsbeteiligung verlangte. Die Darlehensnehmerin verweigerte die Zahlung sowie die Vorlage des Vergleichs.