Citation: 2C_450/2020 E. 3.4.3

3.4.3. Eine solche Prüfung fehlt im angefochtenen Urteil, obwohl die Beschwerdeführer bereits in der vorinstanzlichen Beschwerdeschrift die persönlichen Umstände der beschwerdeführenden Ehefrau dargelegt haben (vgl. Art. 105 Abs. 2 BGG). Vielmehr geht die Vorinstanz ohne genauere Prüfung der massgebenden Voraussetzungen davon aus, dass es der beschwerdeführenden Ehefrau möglich sei, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ein öffentliches Schwimmbad mit Warmwasserbecken zu besuchen. Die Vorinstanz stellt den rechtserheblichen Sachverhalt für die Beurteilung, ob die geltend gemachten Kosten als behinderungsbedingt im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. h bis DBG zu betrachten sind, nicht hinreichend fest und setzt sich mit den hierfür eingereichten Beweismitteln unzureichend auseinander. Die Beschwerdeführer rügen daher in begründeter Weise eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV. Die Vorinstanz hat erneut zu prüfen, ob die beschwerdeführende Ehefrau unter den von den Beschwerdeführern nachgewiesenen Umständen in zumutbarer Weise sowohl ein für ihre unabdingbare Therapie geeignetes öffentliches Schwimmbad aufsuchen als auch den öffentlichen Verkehr für dessen Besuch benutzen könnte. Eine solche Unzumutbarkeit dürfte nur in Ausnahmefällen vorliegen.