Citation: 5A_391/2014 E. 3.3

3.3. Im Gutachten von Dr. med. C.________ vom 17. Oktober 2013 wird beim Beschwerdeführer eine paranoide Schizophrenie (ICD-10 F20.0) bei einer familiär belastenden Anamnese diagnostiziert. Die Dekompensationen der Psychosen seien immer wieder von einem fremdaggressiven Verhalten und einer Vernachlässigung seiner selbst begleitet. In der Vergangenheit habe es Episoden mit Delinquenz und multiplem Substanzmissbrauch gegeben. Anamnestisch seien suizidale Krisen bekannt. Aus der fehlenden Krankheitseinsicht folge auch eine fehlende Behandlungseinsicht, doch sei der Beschwerdeführer mit der Unterbringung in einem Wohnheim einverstanden gewesen. Eine stationäre Behandlung sei unerlässlich. Ohne diese würde der Beschwerdeführer mit grösster Wahrscheinlichkeit seine Medikamente unzuverlässig oder gar nicht mehr einnehmen und/oder zur Injektion eines Depotpräparats nicht erscheinen. Bereits mehrfach sei der Beschwerdeführer in psychotischem Zustand nicht in der Lage gewesen, ausreichend für sich selbst zu sorgen, sei verwahrlost und umhergeirrt. Es sei auch mehrfach zu einem aggressiven Zustandsbild gekommen. Es bestehe ein sehr komplexes familiäres Verhältnis mit gegenseitiger Gewalt vor allem zwischen dem Beschwerdeführer und seinem Vater. Gewalttätige Auseinandersetzungen könnten weder bestätigt noch mit Sicherheit widerlegt werden. In jedem Fall sei es nicht sinnvoll, den Beschwerdeführer in seinem labilen Zustand in dieses belastende Milieu zu entlassen. Umgekehrt sei bei der häufig angespannten Stimmungslage des Beschwerdeführers eine Gefährdung der Angehörigen so wenig auszuschliessen wie jene Dritter. Die Psychiatrische Klinik sei zurzeit für den Beschwerdeführer eine geeignete Einrichtung. Eine Unterbringung in einem Wohnheim nach einer weiteren Stabilisierung seines psychischen Zustands sei nach der Entlassung zum Schutz des Beschwerdeführers und seiner Umgebung sinnvoll. Auch im Ergänzungsgutachten von 29. November 2013 stellt Dr. med. C.________ dem Beschwerdeführer die Diagnose einer paranoiden Schizophrenie (ICD-10 F20.0). Nach wie vor bestehe eine sehr mangelhafte Krankheitseinsicht. Der Beschwerdeführer werde auf lange Sicht auf eine regelmässige Behandlung seiner Grunderkrankung angewiesen sein. Es sei notwendig, für den Beschwerdeführer eine langfristige Lösung zu erarbeiten, wenn es nicht bald wieder zu einer Hospitalisation kommen solle. Dabei scheine die Unterbringung in einem Wohnheim oder zumindest in einem betreuten Wohnen die erfolgsversprechende Lösung zu sein, auch wenn sich die bisher sehr ambivalenten Eltern wieder für eine Rückkehr nach Hause umentscheiden sollten.