Citation: 1C_37/2023 E. 5.1

5.1. Die zuständige Behörde, die wie vorliegend von betroffenen Dritten dazu aufgerufen wird, Schadstoffmessungen bei einer bestehenden stationären Anlage durchzuführen, hat dies dann zu tun, wenn Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die von der fraglichen Anlage verursachten Geruchsimmissionen übermässig sind oder durch technisch und betrieblich mögliche und wirtschaftlich tragbare Massnahmen begrenzt werden können (vgl. Art. 11 Abs. 2 USG; Art. 4 in Verbindung mit Art. 7 und 13 Abs. 1 LRV), bzw., bei umweltrechtlichen Bagatellfällen, wenn Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sich die geringfügigen Emissionen mit kleinem Aufwand erheblich verringern lassen (vgl. vorne E. 4.2). Es liegt an der Beschwerdeführerin, das Vorliegen solcher Anhaltspunkte plausibel zu machen (vgl. Art. 8 ZGB).