Citation: 6P.37/2005 24.06.2005 E. 2.3

2.3.1 Die Anklageschrift legt dem Beschwerdeführer im zu beurteilenden Fall zur Last, er habe dem Beschwerdegegner am 7. August 2000 ein Faxschreiben gesandt, worin jener wahrheitswidrig behauptet habe, er habe die Domain "www.g.________.ch" erstregistrieren lassen. Diesem Schreiben habe er eine angebliche Bescheinigung des EIGE beigefügt, welche er in verschiedener Hinsicht gefälscht habe. Die Anklageschrift umschreibt die Tathandlung in Bezug auf die falsche Bestätigung somit einerseits als Fälschung einer Urkunde und andererseits als Gebrauch einer falschen Urkunde. 2.3.2 Das Appellationsgericht erwägt, die in der zweitinstanzlichen Hauptverhandlung befragten Sachverständigen hätten ausgeführt, das auf dem PC des Beschwerdeführers aufgefundene Dokument habe entweder vor Ort erstellt und abgespeichert oder aber von aussen durch eine nicht identifizierbare Person per E-Mail zugesandt worden sein können. Überdies könne es per Fernsteuerung via Internet von einer Person, welche Zugriff auf den PC des Beschwerdeführers gehabt habe, übermittelt worden sein ("remote"-Technik). Das Appellationsgericht nimmt an, diese Bekundungen der Sachverständigen und die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Ungereimtheiten vermöchten ihn indes nicht zu entlasten. Es sei gestützt auf diese lediglich nicht nachweisbar, dass das Dokument in seinem Büro erstellt und abgespeichert worden sei. Aus diesem Umstand lasse sich jedoch nicht ableiten, dass der Beschwerdeführer nicht als Täter in Frage komme. Nach Würdigung der weiteren belastenden Anhaltspunkte gelangt das Appellationsgericht sodann zum Schluss, dass der Beschwerdeführer die Urkundenfälschung begangen habe. 2.3.3 Das Appellationsgericht nimmt somit entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht an, als Täter der Fälschung oder des Gebrauchs der falschen Urkunde komme eine Drittperson in Frage, so dass ihm die Anklageschrift hätte Anstiftung oder mittelbare Täterschaft vorwerfen müssen. Das Appellationsgericht hat mithin seinem Urteil keinen anderen als den in der Anklage umschriebenen Sachverhalt zugrunde gelegt. Diese schildert die wesentlichen Umstände der dem Beschwerdeführer zur Last gelegten Taten hinreichend, so dass er in der Lage war, sich angemessen zu verteidigen. Eine Verletzung des Anklagegrundsatzes ist daher nicht ersichtlich. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.