Citation: 8C_312/2018 E. 5.3

5.3. Gleiches gilt in Bezug auf die Behauptung, es sei nicht überwiegend wahrscheinlich, dass der ausgeglichene Arbeitsmarkt im Sinne von Art. 16 ATSG eine Beschäftigung für die Beschwerdeführerin anbieten könne. Der ausgeglichene Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet durch ein gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften und weist einen Fächer verschiedenster Tätigkeiten auf (BGE 110 V 273 E. 4b S. 276). Er umfasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können (SVR 2016 IV Nr. 58 S. 190, 8C_910/2015 E. 4.2.1 mit Hinweisen). In Bezug auf eine körperlich leichte, angepasste Tätigkeit ist die Versicherte gemäss vorinstanzlicher Sachverhaltsfeststellung seit Dezember 2015 - abgesehen von der befristeten Phase mit voller Arbeitsunfähigkeit von April bis Juli 2016 infolge der operativen Metallentfernung - zu 50 % arbeitsfähig (Präsenz von zweimal zweieinhalb Stunden pro Tag mit dazwischen liegender Pause). Das kantonale Gericht hat bundesrechtskonform dargelegt, dass sich angesichts des nicht besonders restriktiv formulierten Zumutbarkeitsprofils auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt durchaus Stellen mit passendem Anforderungsprofil finden. Die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit sei deshalb auch mit Blick auf das fortgeschrittene Alter zu bejahen. Was die Versicherte im Übrigen hiegegen vorbringt, ist unbegründet.