Citation: 2C_659/2023 E. 5.2

5.2. Der Beschwerdeführer bringt vor, die vorinstanzliche Einschätzung der Rechtslage sei in mehrfacher Hinsicht fehlerbehaftet: Zunächst habe die Vorinstanz die Straftaten, für die er in Österreich verurteilt wurde, zu Unrecht nicht nach Massgabe des schweizerischen Strafrechts, sondern "freihändig" gewürdigt. Sodann sei zu wenig beachtet worden, dass seine strafrechtlichen Verurteilungen ausschliesslich sein Privatleben betrafen, d.h. mit seiner Tätigkeit als Anwalt nichts zu tun hatten. Vor allem aber habe sich die Vorinstanz, so der Beschwerdeführer weiter, in Verletzung des Verhältnismässigkeitsgebots geweigert, zu berücksichtigen, dass er im fraglichen Zeitraum gesundheitlich stark angeschlagen gewesen, zwischenzeitlich jedoch wieder vollständig genesen sei. Die Vorinstanz hätte seine Psychiaterin diesbezüglich als Zeugin einvernehmen müssen. Schliesslich verunmögliche die Praxis der Vorinstanz (und des Bundesgerichts), den Aufsichtsbehörden bei der Anwendung von Art. 8 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 9 BGFA einen weiten Ermessensspielraum zu belassen, eine der Schwere der in Art. 9 BGFA vorgesehenen Sanktion angemessene, in einem Rechtsstaat unerlässliche Rechtskontrolle. Immerhin bedeute die Löschung aus dem Anwaltsregister für ihn ein bis im Oktober 2028 dauerndes und damit seine berufliche Existenz schwer beeinträchtigendes Berufsverbot.