Citation: 8C_555/2024 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, polydisziplinäre Gutachten müssten zwingend nach dem Zufallsprinzip über die entsprechende Plattform vergeben werden. Die IV-Stelle habe mehrere bidisziplinäre Gutachten eingeholt. Dadurch würden die Regeln betreffend polydisziplinäre Gutachten umgangen, was rechtswidrig sei und zur Unverwertbarkeit der entsprechenden Gutachten führe. Auch inhaltlich könne auf solche Gutachten nicht abgestellt werden, fehle es doch an einer dringend erforderlichen Globalperspektive resp. Konsensbeurteilung. Die Vorinstanz habe dies nicht gewürdigt und zu Unrecht nicht die Unverwertbarkeit der Gutachten festgestellt, was eine Rechtsverletzung und eine offensichtlich unrichtige, willkürliche Feststellung des Sachverhalts sei. Die IV-Stelle habe sich mit einer pseudomedizinischen Beurteilung des Zentrums D.________ begnügt, was unzulässig sei. Dies lasse erhebliche Zweifel an der Schlüssigkeit und Nachvollziehbarkeit der entsprechenden Gutachten aufkommen, zumal die anderen involvierten Ärzte übereinstimmend von einer mindestens 50%-igen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen seien. Mit der Nichteinholung eines polydisziplinären Gutachtens hätten IV-Stelle und Vorinstanz eine offensichtlich unrichtige, willkürliche Beweiswürdigung vorgenommen und das Recht der Beschwerdeführerin auf ein faires Verfahren und auf das rechtliche Gehör krass verletzt.