Citation: 6B_1440/2019 E. 5.4.1

5.4.1. Der Beschwerdeführer beging eine qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz und damit eine grundsätzlich die Ausweisung nach sich ziehende Katalogtat gemäss Art. 66a Abs. 1 lit. o StGB. Seine Vorbringen gegen diesen Schuldspruch erweisen sich als nicht stichhaltig (oben E. 2). Es sind keine Gründe auszumachen, die angesichts der schweren Delinquenz im Betäubungsmittelbereich und der gewichtigen Vorstrafen gegen eine Landesverweisung sprechen könnten. Von einer erfolgreichen Integration kann keine Rede sein (vgl. Urteil 6B_1299/2019 vom 28. Januar 2020 E. 3.4.2). Der Beschwerdeführer verfügt trotz langer Anwesenheit über keine gefestigten Beziehungen zur Schweiz und ist weder beruflich noch sozial integriert. Sein Anwesenheitszweck beschränkt sich schwergewichtig auf den Konsum von Suchtmitteln und den Bezug von Sozialhilfe. Auch seine Sozialhilfeabhängigkeit und die psychischen Probleme sprechen nicht gegen eine Rückkehr in die Türkei, zumal nach den unangefochtenen vorinstanzlichen Feststellungen auch in der Türkei Netzwerke vorhanden sind, welche die finanzielle Existenz und die Gesundheitsversorgung gewährleisten. Der Beschwerdeführer verfügt nach wie vor über gute Kontakte in der Türkei, er ist dort aufgewachsen, hat 20 Jahre dort gelebt und spricht die türkische Sprache. Nicht zu beanstanden ist, dass die Vorinstanz davon ausgeht, der Beschwerdeführer könne einer Familienfehde vorbeugen, indem er sich in einem flächenmässig grossen Land wie der Türkei unerkannt an einem geeigneten Ort niederlasse. Die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Bedenken sind abstrakter Natur, auch in Anbetracht des Umstands, dass die eine mögliche Familienfehde provozierende Auflösung einer Verlobung über 20 Jahre zurückliegt, seine damalige Verlobte zwischenzeitlich verheiratet ist, Kinder hat und sich die letzte vom Beschwerdeführer als Gefahr für sein Leben angeführte Handlung (das Anschiessen seines Bruders durch den Vater der damaligen Verlobten) vor 18 Jahren ereignet hatte.