Citation: 2C_711/2020 E. 4.1

4.1. Ausgangspunkt und Massstab für das migrationsrechtliche Verschulden ist die vom Strafgericht ausgesprochene Strafe und Würdigung des Sachverhalts (BGE 134 II 10 E. 4.2 S. 23 Urteil 2C_911/2019 vom 6. Februar 2020 E. 6.3). Der Beschwerdeführer ist insbesondere wegen Gefährdung des Lebens zu einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten verurteilt worden, weil er in der Nacht vom 28. Oktober 2013 auf den 29. Oktober 2013 seine damalige Ehegattin im Rahmen einer Streitigkeit am Hals packte und sie gegen die Wand drückte, sodass sie keine Luft mehr bekam. Anschliessend stiess er sie zu Boden, setzte sich auf sie und hielt ihr mit beiden Händen Mund und Nase zu, sodass sie wiederum keine Luft mehr bekam. Das Opfer erlitt dabei namentlich mehrere Hauteinblutungen an Kopf, Hals sowie Oberarmen und befand sich in unmittelbarer Lebensgefahr. Das Bezirksgericht Bülach stufte das Verschulden als leicht bis mittelschwer ein.