Citation: 9C_95/2020 E. A

Die am 24. April 2013 geborene A.________ leidet an verschiedenen Geburtsgebrechen. Am 25. Juni 2013 erfolgte die Anmeldung für Leistungen der Invalidenversicherung. Die IV-Stelle des Kantons Thurgau anerkannte namentlich den Anspruch auf verschiedene Hilfsmittel und medizinische Massnahmen zur Behandlung der Geburtsgebrechen Ziff. 183, 251 und 390 gemäss Anhang zur Verordnung vom 9. Dezember 1985 über Geburtsgebrechen (GgV). Zudem gewährte sie Hilflosenentschädigung zunächst wegen leichter und ab 1. April 2016 wegen mittlerer Hilflosigkeit. Am 9. Oktober 2017 respektive 7. Februar 2018 liess A.________, handelnd durch ihre Eltern, um Kostengutsprache für Spitexleistungen ersuchen. Die dem Gesuch beigelegte Verordnung für Spitexleistungen vom 7. September 2017 veranschlagte ab diesem Datum u.a. einen Zeitaufwand von fünf Stunden pro Jahr für die Abklärung und Dokumentation des Pflegebedarfs, von 45 Stunden pro Jahr für die Beratung und die Instruktion der nichtberuflich zu Hause an der Krankenpflege mitwirkenden Personen, von fünf Minuten pro Einsatz für die Beurteilung des Allgemeinzustands (21 Einsätze pro Woche), von zehn Minuten pro Einsatz für die Vorbereitung und Verabreichung von Medikamenten (14 Einsätze pro Woche), von drei Minuten pro Einsatz für die Überwachung und Beurteilung bei im Vordergrund stehenden komplexen Hautproblemen inklusive medizinischer Behandlung von Wunden, Körperhöhlen, Stomapflege etc. (14 Einsätze pro Woche), von 60 Minuten pro Einsatz für pflegerische Massnahmen zur Umsetzung der ärztlichen Therapie im Alltag, wie Einüben von Bewältigungsstrategien und Anleitung im Umgang mit Aggression, Angst, Wahnvorstellungen (sieben Einsätze pro Woche), und von 60 Minuten pro Einsatz für die Unterstützung von psychisch kranken Personen in Krisensituationen, insbesondere zur Vermeidung von akuter Selbst- oder Fremdgefährdung (sieben Einsätze pro Woche), bzw. einen Gesamtaufwand von zehn Minuten pro Woche für die Abklärung und Beratung sowie von 161 Minuten pro Tag für die Untersuchung und Behandlung. Nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens lehnte die IV-Stelle das Ersuchen mit Verfügung vom 11. Januar 2019 ab.