Citation: 6B_1424/2019 E. 3.1.2

3.1.2. Was das öffentliche Interesse an einer Landesverweisung betreffe, sei festzuhalten, dass sie nachweislich keine relevante Gefahr mehr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung darstelle, da sie ihren Fehler erkannt, sich geständig gezeigt und seit der Tat tadellos verhalten habe. Auch die Vorinstanz schreibe ihr bloss ein leichtes Verschulden zu und attestiere ihr grundsätzlich eine günstige Legalprognose. Eine Rückfallgefahr sei damit nicht gegeben, weshalb von einem geringen öffentlichen Interesse an der Landesverweisung ausgegangen werden müsse. Auch sei in diesem Zusammenhang zu ihren Gunsten zu berücksichtigen, dass sie sich keiner Rechtsgutverletzung, sondern bloss einer leichten abstrakten Rechtsgutgefährdung schuldig gemacht habe (vgl. Beschwerde Ziff. 7.3 S. 16 f.). Insgesamt sei ihr Interesse an einem Verbleib in der Schweiz damit deutlich höher zu gewichten als die tangierten öffentlichen Sicherheits- und Fernhalteinteressen, sodass von einer Landesverweisung abzusehen sei (vgl. Beschwerde Ziff. 7.3 S. 17 f.).