Citation: 5A_994/2014 E. 9.3

9.3. Im zitierten Urteil 5A_610/2009 vom 1. Februar 2010 E. 3.3 hat das Bundesgericht unter Hinweis auf die herrschende Lehre festgehalten, dass in rechtlicher Hinsicht eine - lebzeitige, freiwillige und unentgeltliche - Zuwendung im Sinne von Art. 626 Abs. 2 ZGB in der Bezahlung von Schulden der Nachkommen durch den Erblasser bestehen kann. Auch die seitherigen Lehrmeinungen widersprechen dieser Auffassung nicht (STEINAUER, a.a.O., S. 130/131 N. 186; BURCKHARDT BERTOSSA, Praxiskommentar Erbrecht, Abt/Weibel [Hrsg.], 3. Aufl. 2015, N. 53 zu Art. 626 ZGB). Entgegen der Darstellung des Klägers durften die kantonalen Gerichte deshalb von der Möglichkeit (E. 5.3 oben) einer Ausgleichungspflicht ausgehen, wenn die Erblasser Schulden des Klägers bezahlt haben. Die im Übrigen nicht angefochtene Auskunftsverpflichtung gemäss Dispositiv-Ziff. 4.3 und 4.16 des obergerichtlichen Urteils kann deshalb nicht als bundesrechtswidrig beanstandet werden.