Citation: 7B_267/2022 E. 2.4

2.4. Was die Beschwerdeführerin hiergegen vorbringt, verfängt nicht. Gemäss vorinstanzlicher Feststellung ging es den Beschuldigten im Wesentlichen darum, die Privatklägerin dafür abzustrafen, dass sie betreffend die Beschuldigte E.________ und deren Sohn eine Gefährdungsmeldung bei der KESB eingereicht hatte. Was der Privatklägerin dann aber angetan wurde, ging weit über ein einfaches zur Rede stellen - unter Beraubung der Bewegungsfreiheit - hinaus. Sie war laut angefochtenem Urteil insbesondere in der Wohnung der Beschuldigten E.________ den vier Peinigerinnen zahlenmässig klar unterlegen und wiederholten Gewalthandlungen in Form von Tritten, Ohrfeigen, Schlägen - teils auch gegen den Kopf - und Reissen an den Haaren ausgesetzt. Damit einher gingen Drohungen, namentlich, nach Italien verschleppt und dort zur Prostitution gezwungen zu werden, Blossstellungen und Erniedrigungen (Zwang zum Massieren und Ablecken der Füsse der Beschwerdeführerin und der Beschuldigten C.________, Durchsuchung des Mobiltelefons der Privatklägerin, Diskussion, ob die Privatklägerin auch noch Kot schlucken müsse und Zwang zum Ablecken von Nasenschleim ab einem Taschentuch). Bereits zuvor, während dem Herumfahren im Auto, war die Privatklägerin - notabene von der Beschwerdeführerin - mit der Faust ins Gesicht geschlagen worden. Es kam in der Wohnung auch zu erzwungenem Schlucken von Glassteinchen, was als zusätzliche Gesundheitsgefährdung zu qualifizieren ist. Der Freiheitsentzug diente somit nicht nur der Verübung weiterer strafbarer Handlungen, namentlich der mehrfachen sexuellen Nötigung, sondern beinhaltete zusätzliche, völlig überflüssige Misshandlungen und Demütigungen. Auch wenn die Privatklägerin dabei keine geradezu folterähnlichen Handlungen erdulden musste, wurde sie doch in besonderem Mass drangsaliert, misshandelt, gequält und einer ausweglosen Situation ausgeliefert. Mit der Vorinstanz waren die Leiden, denen sie ausgesetzt war, ferner auch deshalb unnötig, weil sie sich bereits zu Beginn des Abends für die Meldung bei der KESB entschuldigt hatte und das Vorhaben der Beschuldigten in diesem Sinne bereits erfolgreich war. Dies gilt im besonderen Masse für die Beschwerdeführerin, welche die Privatklägerin laut angefochtenem Urteil gar nicht kannte, mit der ursprünglichen Streitigkeit nichts zu tun hatte und sich im Laufe der Nacht dennoch zur Anführerin entwickelte. Die Annahme besonderer Grausamkeit im Sinne von Art. 184 Abs. 3 StGB ist gerechtfertigt.