Citation: 1C_434/2022 E. 4.5

4.5. Da die Vorinstanz das Gesuch materiell geprüft und wie dargelegt bundesrechtskonform abgewiesen hat, ist nicht entscheiderheblich, ob das anlässlich der Bewilligung des Neubaus rechtskräftig verfügte Verbot der baulichen Nutzungserweiterung einem späteren Umnutzungsgesuch entgegengehalten werden kann. Umgekehrt spielt auch keine Rolle, dass mit der im Jahr 2018 erteilten Bewilligung keine explizite Nutzungsbeschränkung als Ferienhaus verfügt wurde: Das spätere Baugesuch hatte im Gegensatz zum früheren ausdrücklich den Bau eines Ferienhauses zum Gegenstand; anlässlich der Schätzung des Gebäudes im Juni 2019 wurde die beschränkte Benützungsdauer als Ferienhaus mitberücksichtigt. Auch wenn die Behörden aufgrund der Vorgeschichte durchaus Anlass gehabt hätten, an der tatsächlichen Nutzung als Ferienhaus zu zweifeln - die Beschwerdeführenden nutzten bereits das alte Ferienhaus als Dauerwohnsitz -, sodass die Anordnung einer entsprechenden Nutzungsbeschränkung angezeigt gewesen wäre, können die Beschwerdeführenden aus deren Fehlen mit Bezug auf die Bewilligungsfähigkeit nach Art. 24c RPG nichts zu ihren Gunsten ableiten. Ebenfalls unbehelflich ist der wiederholte Verweis der Beschwerdeführenden auf das bereits zitierte Urteil 1C_464/2016 vom 7. Juni 2017. In diesem Verfahren hatten die kantonalen Behörden ein Gesuch um Umnutzung eines Wochenendhauses in einen Dauerwohnsitz getrennt von hängigen nachträglichen Baugesuchen betreffend bauliche Massnahmen beurteilt, welche die dauernde Wohnnutzung erst ermöglicht hatten. Das Bundesgericht kam zum Schluss, dass diese Verfahren hätten koordiniert werden müssen, und wies die Angelegenheit zu neuer Beurteilung zurück. Es hielt insbesondere fest, es sei von einer wesentlichen Änderung auszugehen, wenn der Umbau und die Umnutzung des Hauses von einem rudimentär ausgestatteten und nicht vollständig erschlossenen Wochenendhaus zu einem Wohnhaus für die dauerhafte, ganzjährige Nutzung zu beurteilen wäre (E. 3.3). Soweit das Bundesgericht darüber hinaus festhielt, die beantragte Umnutzungsbewilligung eines Wochenendhauses in einen Dauerwohnsitz würde für sich allein nicht zu einer wesentlichen Nutzungsintensivierung führen (E. 3.4), können die Beschwerdeführenden daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten, da es dem Erfordernis der Wesensgleichheit hier nach dem Gesagten aufgrund einer Gesamtbeurteilung der Zweckänderung und der baulichen Massnahmen gebricht.