Citation: 9C_790/2016 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz hielt verbindlich (vgl. E. 1) fest, die Beschwerdeführerin habe das Formular "Antrag zum Bezug des Freizügigkeitskapitals" vom 5. Juli 2004 und die Vollmacht vom 21. Juni 2004 unterzeichnet und E.________ die zur Geltendmachung des Kapitals erforderlichen Unterlagen übergeben. Mit der Antragsunterzeichnung habe sie sich mit der Auszahlung des Freizügigkeitskapitals (vgl. dazu Art. 7 Abs. 4 Reglement) einverstanden erklärt. Soweit sie geltend mache, E.________ habe die Dokumente nach der Unterzeichnung in einem nicht ihrem Willen entsprechenden Sinn ergänzt bzw. verfälscht, liege ein Blankettmissbrauch vor. Es gelte der Grundsatz, dass derjenige, der eine Blankourkunde freiwillig aus der Hand gebe, das Risiko eines Missbrauchs zu tragen habe und nicht etwa der dem Rechtsschein vertrauende gutgläubige Dritte. Nach dem angefochtenen Entscheid fehlen des Weitern Anhaltspunkte dafür, dass die Beschwerdegegnerin im Zeitpunkt der Auszahlung nicht gutgläubig gewesen sein könnte. Es könne nicht gesagt werden, sie habe die Aufmerksamkeit, die von ihr verlangt werden dürfe, vermissen lassen. Die beantragte Auszahlung gehöre zum üblichen Tagesgeschäft einer Freizügigkeitseinrichtung. Nachdem die Beschwerdeführerin selber die vorzeitige Auszahlung verlangt habe, könne sie sich ohnehin nicht darauf berufen, dass der Grund für die Auszahlung nicht gegeben gewesen sei, und eine nochmalige Auszahlung verlangen. Die Beschwerdegegnerin habe auf die Seriosität von E.________ als Repräsentanten des Patronato K.________ vertrauen dürfen. Die Beschwerdegegnerin sei deshalb im Zusammenhang mit der Auszahlung der Altersleistung als gutgläubig zu betrachten. Im Übrigen sei die Drittauszahlung des Alterskapitals weder gesetzlich noch reglementarisch ausgeschlossen und auch nicht derart ungewöhnlich, dass dies die Beschwerdegegnerin bereits zu Abklärungen hätte veranlassen müssen. Die Auszahlung der Altersleistung auf das bezeichnete Konto sei damit nicht zu beanstanden.