Citation: 5A_467/2023 E. 4.3.4

4.3.4. Im Lichte dieser Vorgaben ist der angefochtene Entscheid nicht zu beanstanden. Zur Beurteilung steht allein der Schluss des Obergerichts, wonach die Beschwerdebegründung nicht erkennen lasse, dass der Beschwerdeführer dem Beschwerdegegner - wie in der (verspäteten) Eingabe vom 3. Oktober 2022 ausdrücklich beantragt (s. Sachverhalt Bst. C.a) - ab 1. Februar 2021 bis zum Abschluss einer ordentlichen Ausbildung monatlich Fr. 877.-- Unterhalt zu zahlen bereit war. Der Beschwerdeführer gibt sich damit zufrieden, der vorinstanzlichen Auslegung appellatorisch seine eigene Sichtweise gegenüberzustellen. Allein seine Beteuerungen, dass der Antrag Ziffer 2d in der Berufungsschrift vom 23. September 2022 nur versehentlich nicht enthalten gewesen sei, helfen ihm nicht weiter. Denn damit ist für die Frage, ob sich das Rechtsbegehren Ziffer 2d inhaltlich auch aus der Begründung ergibt, nichts gewonnen. Ebenso wenig tut etwas zur Sache, dass sich der Beschwerdeführer an der erstinstanzlichen Unterteilung der Unterhaltspflicht in zahlreiche Phasen störte. Mochte sich der Beschwerdeführer in seiner Berufung nicht auf die Staffelung der Unterhaltspflicht einlassen, wie sie vom Regionalgericht vorgegeben wurde, so hat er sich selbst zuzuschreiben, wenn sich in der Folge nicht eruieren lässt, welchen Unterhaltsbeitrag er nach dem Ende der Phase 3 zu zahlen bereit war. Welche Anhaltspunkte in der Berufungsbegründung das Obergericht zum erwähnten Betrag von monatlich Fr. 877.-- hätten führen müssen, ist der Beschwerde an das Bundesgericht nicht zu entnehmen. An der Sache vorbei geht auch der Einwand, dass sich der Berufungskläger darauf beschränken könne, die beantragte Aufhebung des angefochtenen Entscheids zu begründen, weil die Berufungsinstanz ohnehin selbst darüber befindet, ob sie reformatorisch oder kassatorisch entscheidet. Letzteres trifft zwar zu (vgl. Art. 318 Abs. 1 ZPO), entbindet den Berufungskläger aber nicht von seiner Pflicht, grundsätzlich in den Rechtsbegehren der Berufungsschrift selbst Anträge in der Sache zu stellen (Urteil 5A_929/2015 vom 17. Juni 2016 E. 3.1 mit Hinweisen) bzw. nach Massgabe der zitierten Rechtsprechung (E. 4.3.3) jedenfalls in der Berufungsbegründung hinreichend klar und deutlich zum Ausdruck zu bringen, inwiefern der erstinstanzliche Entscheid abgeändert werden soll. Dies ergibt sich aus der reformatorischen Natur der Berufung (zit. Urteil 5A_929/2015 a.a.O.). Allein mit dem Hinweis, dass die Berufungsbegründung Aufschluss über die angefochtenen Elemente der Unterhaltsberechnung gebe, vermag sich der Beschwerdeführer deshalb nicht zu behelfen. Auf die weiteren Beanstandungen, mit denen der Beschwerdeführer zum Schluss die Mutter des Beschwerdegegners als vermeintliche "Urheberin" der angeblichen Verfehlungen der Vorinstanz ins Visier nimmt, ist nicht einzutreten. Eine Verletzung von Art. 29 Abs. 1 BV ist nicht dargetan.