Citation: 2C_317/2015 E. 5.5

5.5. Diese Ausführungen legen dar, dass der generelle Stand der medizinischen Versorgung in Senegal allenfalls nicht dem in der Schweiz üblichen Stand entspricht. Das Vorbringen, nicht alle erforderlichen Leistungen seien unentgeltlich, übergeht den Umstand, dass auch in der Schweiz die gesundheitliche Versorgung nicht kostenlos ist, sondern durch die vom Patienten abgeschlossene Krankenversicherung bezahlt werden muss. Sodann trifft es auch für die Schweiz zu, dass nicht sämtliche Gesundheitseinrichtungen sämtliche Therapien oder Laboranalysen anbieten. Alle diese Vorbringen betreffen aber die gesamte Bevölkerung des Landes und können für sich alleine keine konkrete, individuelle Gefährdung des Beschwerdeführers begründen. Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, geht aus den im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten Dokumenten vielmehr zweifelsfrei hervor, dass der Beschwerdeführer in Senegal Zugang zu einer antiretroviralen Therapie hat, was eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers wegen seiner HIV-Infektion als sehr unwahrscheinlich erscheinen lässt. Inwiefern die Vorinstanz im vorinstanzlichen Verfahren zu Unrecht und in unzutreffender Anwendung der Untersuchungsmaxime - welche im ausländerrechtlichen Bewilligungsverfahren durch die spezialgesetzlichen Mitwirkungspflichten der gesuchstellenden Person gemäss Art. 90 AuG relativiert wird, Urteil 2C_2/2015 vom 13. August 2015 E. 2.3, mit zahlreichen Hinweisen - auf eine fehlende konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers wegen einer psychischen oder auf einer Hepatitis B beruhenden Krankheit geschlossen haben soll, wird in der Beschwerdeschrift nicht in einer den prozessualen Anforderungen genügenden Weise (oben, E. 1.2) geltend gemacht. Dass und inwiefern der weitere Aufenthalt in Senegal dem Beschwerdeführer aus gesundheitlichen Gründen unzumutbar sein soll, ist nicht dargetan.