Citation: 8C_482/2015 E. 2.2

2.2. Zu wiederholen ist, dass das Gericht auf denjenigen Sachverhalt abzustellen hat, den es von allen möglichen Geschehensabläufen als den wahrscheinlichsten würdigt (BGE 121 V 45 E. 2a S. 47 mit Hinweis). Zu beachten ist die Beweismaxime, wonach die sogenannten spontanen "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel unbefangener und zuverlässiger sind als spätere Schilderungen des Ereignisses, die bewusst oder unbewusst von Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können. Wenn die versicherte Person ihre Darstellung im Lauf der Zeit verändert, kommt den Angaben, die sie kurz nach dem geltend gemachten Unfall geäussert hat, meistens grösseres Gewicht zu als jenen, die sie nach einer Ablehnungsverfügung des Versicherers gemacht hat (BGE 121 V 45 E. 2b S. 47 mit Hinweisen). Dabei handelt es sich nicht um eine förmliche Beweisregel, sondern lediglich um eine im Rahmen der freien Beweiswürdigung zu berücksichtigende Entscheidungshilfe; sie kann zudem nur dann zur Anwendung gelangen, wenn von zusätzlichen Beweismassnahmen keine neuen Erkenntnisse mehr zu erwarten sind (Urteil 8C_827/2007 vom 22. September 2009 E. 5).