Citation: 2C_20/2015 E. 4.5

4.5. Von Bedeutung könnten hingegen vom Ehemann begangene Tätlichkeiten und Drohungen gegenüber der Beschwerdeführerin sein. Im Rekursentscheid, auf den die Vorinstanz verweist, wurde darauf hingewiesen, dass die Beschwerdeführerin am 3. Mai 2013 gegen den Ehemann Strafanzeige gestellt habe, das Strafverfahren noch hängig sei und der Ehemann verbale sowie schriftliche Entgleisungen zugegeben habe (Rekursentscheid E. 9j S. 15 f.; E. 10.c.bb und ee S. 21 f.). Der Rekursentscheid erwog jedoch, die Beschwerdeführerin habe erst begonnen, den Ehemann häuslicher Gewalt zu bezichtigen, als das Scheitern der Ehe klar gewesen sei. Selbst wenn der Ehemann tatsächlich wegen Drohung zum Nachteil der Beschwerdeführerin verurteilt würde, ändere sich mangels Kausalzusammenhang zwischen diesem Vorfall und der Aufhebung der ehelichen Gemeinschaft nichts am Verfahrensausgang.