Citation: 4A_462/2024 E. 3.3

3.3. Die vorstehend zusammengefassten Erwägungen der Vorinstanz sind überzeugend. Darauf kann grundsätzlich verwiesen werden. Eine Verletzung von Bundesrecht ist nicht dargetan. Im Übrigen ist unbestritten, dass die Beschwerdegegnerin jedenfalls die von ihr als relevant betrachteten Transkripte der Audio-Dateien zur Konversation zwischen D.________ und C.________ mit der Klage und damit rechtzeitig eingereicht hat. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin war die Beschwerdegegnerin mit Blick auf ihre Behauptungs- und Substanziierungslast nicht gehalten, die gesamten Transkripte einzureichen und sämtliche möglichen Einwände der Beschwerdeführerin vorweg zu entkräften (vgl. oben E. 3.1.1). Ob der strittige Beweis mit den Transkripten bzw. Ausschnitten davon erbracht ist, ist keine Frage der Rechtzeitigkeit des Vorbringens, sondern der Beweiswürdigung, was das Bundesgericht nur unter dem Aspekt der Willkür prüft (dazu oben E. 2.2 und unten E. 4.2.1 ff.). In diesem Zusammenhang genügt es zudem nicht, wenn die Beschwerdeführerin pauschal ein verspätetes Einreichen der gesamten Audio-Dateien durch die Beschwerdegegnerin geltend macht, ohne aufzuzeigen, welche klägerischen Behauptungen dies genau betreffen soll. Der Vorinstanz ist zudem zuzustimmen, dass die Beschwerdeführerin die transkribierten Gesprächsinhalte zumindest insoweit substanziiert hätte bestreiten können und müssen, als sie selbst über die Audio-Dateien verfügte. Dass sie dies getan hätte, behauptet die Beschwerdeführerin nicht. Hingegen kann es mit der Vorinstanz nicht genügen, die Behauptungen der Beschwerdegegnerin in der Klageantwort mit blossem Nichtwissen, anstatt substanziiert zu bestreiten. Die Beurteilung der Richtigkeit der klägerischen Vorbringen betreffend die transkribierten Telefongespräche zwischen D.________ und C.________, insbesondere derjenigen vom 28. Februar 2020 und vom 6. März 2020, war der Beschwerdeführerin möglich, da sie nicht geltend machte, sie habe über keine Tonaufnahmen verfügt. Sie hat lediglich vorgebracht, erst nach Abhörung der Gespräche eine Beurteilung vornehmen zu können. Dies genügt nicht und trifft nicht zu. Die Vorinstanz hat zu Recht erwogen, dass die Beschwerdeführerin damit ihrer Bestreitungslast nicht nachgekommen ist, sodass darüber kein Beweis zu führen sei. Es kann grundsätzlich offen bleiben, ob die Beschwerdegegnerin auch die gesamten Audio-Dateien mit Bezug auf die Klage rechtzeitig eingereicht hat.