Citation: 8C_749/2009 01.04.2010 E. 4

4.1 SUVA-Kreisarzt Dr. med. A.________ stellte am 30. Januar 2007 noch eine muskuläre Hypotrophie fest und der Versicherte klagte über eine diffuse, überwiegend belastungsabhängige Schmerzhaftigkeit. Der Kreisarzt ging davon aus, dass bei zeitgerechtem klinischem Befund eine Arbeitsunfähigkeit lediglich noch für körperliche Schwerstarbeit gerechtfertigt sei, auf längere Sicht indessen selbst schwere berufliche Tätigkeiten (bis 35 kg) zumutbar seien. Eine Einschränkung bestehe lediglich für Arbeiten in sehr unwegsamem Gelände oder für dauerndes Treppensteigen. Nicht möglich sei das Besteigen von Leitern oder Dachstöcken oder ähnliche Tätigkeiten mit Gefahr eines Sturzes aus der Höhe. Eine entsprechend angepasste Beschäftigung sei ab dem 12. Februar 2007 halbtags durchführbar, dann innerhalb von vier bis sechs Wochen vollzeitig zumutbar. 4.2 Eine Nachfrage beim vormaligen Arbeitgeber am 28. Februar 2007 ergab, dass die bei ihm ausgeübte Tätigkeit diesem Zumutbarkeitsprofil entspreche. Das Arbeitsverhältnis war jedoch bis zum 31. Dezember 2005 befristet gewesen und es konnte dem Versicherten, der wiederum um Arbeit nachgefragt hatte, keine Stelle angeboten werden. 4.3 In gesundheitlicher Hinsicht hat sich in der Folge nichts geändert. Die Ärzte der Uniklinik Y.________, welche weitere postoperative Kontrollen durchführten, vermuteten am 19. März 2007, dass die belastungsabhängigen Kniebeschwerden femoropatellär bedingt seien, und gingen daher von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit aus. Dies konnte jedoch aufgrund einer MRI-Untersuchung am 5. Juni 2007 ausgeschlossen werden. Stabilität und Beweglichkeit des Knies waren mittel bis gut. Am 2. Mai 2007 wurde berichtet, dass die Restbeschwerden klinisch keinem Korrelat zugeordnet werden könnten. Dementsprechend wurde mit Bericht vom 30. Juli 2007 erwähnt, dass zuhanden der Invalidenversicherung bereits am 12. Dezember 2006 eine volle Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten attestiert worden sei, was am 28. September 2007 und am 28. Februar 2008 bestätigt wurde. Am 12. November 2007 hatte sich der Versicherte in der Klinik M.________ vorgestellt. Dort wurde eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % attestiert, allerdings bedingt durch Knie- und Rückenbeschwerden. Gleiches ergibt sich aus einem Bericht des Dr. med. Z.________, Rheumatologie FMH, vom 16. Mai 2008. Als Grund für das muskuläre Defizit am linken Bein - trotz der durchgeführten Physiotherapien - wurde sowohl von den Ärzten der Klinik M.________ (am 2. Januar 2008) als auch der Uniklinik Y.________ (am 28. September 2007 und am 3. Januar 2008) angeführt, dass im Rahmen der Schmerzhemmung möglicherweise ein ausreichendes Training der Muskulatur nicht möglich gewesen sei; es wurde deshalb empfohlen, ein ganz gezieltes Krafttraining unter konsequenter medikamentöser Therapie durchzuführen, was jedoch offenbar nicht umgesetzt wurde.