Citation: 1C_517/2023 E. 2.2.2

2.2.2. Das angefochtene Urteil erweist sich auch im Hinblick auf die rechtliche Würdigung des Vorfalls vom 23. Juni 2022 als bundesrechtskonform. Unter Verweisung auf die Rechtsprechung erwägt die Vorinstanz in E. 4, dass die Verwaltungsbehörde grundsätzlich nicht an die Würdigung des Sachverhalts im Strafbefehl gebunden ist (BGE 124 II 103 E. 1c/bb mit Hinweis; Urteil 1C_536/2022 vom 25. Juli 2023 E. 3.2). Zudem legt das Verwaltungsgericht das gesetzliche System der Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften im Sinne der Art. 16a-c SVG zutreffend dar. Weiter erwägt es in E. 5.3, dass eine mittelschwere Verkehrsregelverletzung immer dann greift, wenn nicht alle privilegierenden Elemente einer leichten Widerhandlung und nicht alle qualifizierenden Elemente einer schweren Widerhandlung gegeben sind (BGE 135 II 138 E. 2.2.2 mit Hinweis; Urteile 1C_610/2022 vom 14. August 2023 E. 5.2; 1C_536/2022 vom 25. Juli 2023 E. 4.1.1). Die Vorinstanz führt sodann in E. 5.4 aus, der Lenker oder die Lenkerin müsse das Fahrzeug ständig so beherrschen, dass den Vorsichtspflichten nachgekommen und auch bei überraschendem Bremsen des voranfahrenden Fahrzeugs rechtzeitig angehalten werden kann (Art. 31 Abs. 1 SVG; Art. 12 Abs. 1 Verkehrsregelnverordnung vom 13. November 1962 [VRV; SR 741.11]). Das vom Beschwerdeführer dagegen vorgebrachte Argument, es entspreche nicht der täglichen Praxis, dass man sein Fahrzeug immer anhalten könne, ist unbehelflich. Mit dem pauschalen Verweis auf das Auftreten von Blitzeis, Aquaplaning und dergleichen zeigt er zudem nicht auf, dass zum Unfallzeitpunkt eine solche Gefahr auf dem von ihm befahrenen Autobahnabschnitt bestanden hat.