Citation: 9C_798/2015 E. A

Die auf den Handel sowie die Montage und Herstellung spezialisierte A.________ AG war von... 2001 bis zur Eröffnung des Konkurses anfangs... 2015 durch das Kantonsgericht Zug (in der Folge: "A.________ AG in Liquidation") der Ausgleichskasse des Kantons Zug angeschlossen. Im Nachgang zu einer Arbeitgeberkontrolle wies die Ausgleichskasse das Unternehmen mit Schreiben vom 26. Februar 2014 darauf hin, dass mit den ab 1. April 2012 neu geltenden Bestimmungen der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit die bisher geltende Sonderregelung für Arbeitnehmende internationaler Transportbetriebe dahingefallen sei. Für diese kämen nunmehr ebenfalls die allgemeinen Koordinationsregeln zur Anwendung. Gemäss Art. 13 Abs. 1 lit. b der erwähnten Verordnung (in der vom 1. April 2012 bis 31. Dezember 2014 gültig gewesenen Fassung) unterlägen Staatsangehörige der Schweiz oder der EU, die gewöhnlich in zwei oder mehr Staaten für den gleichen Arbeitgeber respektive für das gleiche Unternehmen arbeiteten und die im Wohnsitzstaat keinen wesentlichen Teil ihrer Tätigkeit ausübten, den Rechtsvorschriften des Staats, in dem ihr Arbeitgeber seinen Sitz habe. Da die bei der A.________ AG beschäftigten Chauffeure in ihren Wohnsitzstaaten aktenkundig keinen wesentlichen Teil ihrer Tätigkeit (d.h. mindestens 25 %) ausübten, seien sie auf Grund der genannten Bestimmung mit Wirkung ab 1. April 2012 - auch in beitragsrechtlicher Hinsicht - dem schweizerischen Sozialversicherungsrecht zu unterstellen. Die A.________ AG habe daher innert dreissig Tagen die ab diesem Zeitpunkt an ihre Chauffeure ausgerichteten Entschädigungen zu melden. Das Unternehmen kam dieser Aufforderung auch im Anschluss an eine weitere schriftliche Mahnung vom 6. November 2014 nicht nach. Die Ausgleichskasse setzte die für die Jahre 2012 und 2013 geschuldeten Beiträge in der Folge androhungsgemäss mit Nachzahlungsverfügungen vom 12. Dezember 2014 ermessensweise fest (2012: Fr. 10'911.25 basierend auf einer Lohnsumme von Fr. 75'000.- [April bis Dezember]; 2013: Fr. 14'715.- basierend auf einer Lohnsumme von Fr. 100'000.-). Diese wurden auf Einsprache hin bestätigt (Einspracheentscheid vom 13. April 2015).