Citation: 9C_607/2020 E. 4

Was die Versicherte dagegen vorbringt, verfängt nicht. Soweit sie der fachtechnischen Beurteilung der SAHB vom 6. Januar 2020 inkl. ergänzender Stellungnahme vom 27. März 2020 den Beweiswert abspricht, weil die SAHB in letzterer ohne nähere Ausführungen darauf hinwies, es könne im Verlauf der Bauarbeiten eine Situation eintreten, welche als komplex oder erheblich bezeichnet werden müsse, kann ihr nicht gefolgt werden. Dass im Falle unvorhergesehener Komplikationen im Verlauf der Bauarbeiten ein neuerliches Gesuch um Übernahme eines Bauleiter-Honorars allenfalls gutzuheissen wäre, versteht sich von selbst. Nichts anderes bringt die SAHB mit ihrem Hinweis zum Ausdruck. Sodann ergibt sich aus deren Beurteilung, dass es sich insofern um eine Standardsituation handelt, als der Eingriff in die Bausubstanz nicht erheblich und die Bauverhältnisse nicht komplex seien; auch nach Rücksprache mit den offerierenden Handwerkern sei eine Bauleitung nicht notwendig. Welche besonderen Schwierigkeiten hier vorliegen sollten, denen die SAHB nicht Rechnung getragen hätte, legt die Beschwerdeführerin nicht dar und ist auch nicht ersichtlich. Entgegen der Beschwerdeführerin hat das kantonale Gericht sodann nicht ausgeblendet, dass nebst der Beurteilung der SAHB auch eine solche des ZHB vorlag, worin der Beizug eines Bauleiters für nötig erachtet wurde. Die Versicherte setzt sich indes nicht im Ansatz mit der vorinstanzlichen Feststellung auseinander, wonach das Protokoll des ZHB vom 12. Juni 2019 noch zwei Varianten berücksichtigte, wovon eine den Bau eines Aussentreppenlifts beinhaltete, für dessen Realisierung unbestritten ein Bauleiter hätte beigezogen werden müssen (vgl. auch explizit Ziffern 2161 sowie 2144 KHMI, jeweils lit. c). Eine solche Lösung wurde letztlich nicht gewählt. Im Übrigen begründete das ZHB - das nota bene auch als Offerentin für die strittigen Architekturleistungen auftritt (vgl. Honorarofferte vom 12. September 2019), und mithin in concreto nicht als unabhängig und neutral gelten kann - die Notwendigkeit einer Bauleitung mit der Kompletterneuerung des Bodenaufbaus im Badezimmer, wobei entgegen ihrer Darstellung die Entfernung des nachträglich aufgesetzten Badezimmerbodens offensichtlich keinen erheblichen Eingriff in die Bausubstanz darstellt (vgl. Bericht der SAHB vom 6. Januar 2020); zur Komplexität der Bauverhältnisse fügte es in seinem Protokoll einen Textblock ein, der keinen Bezug auf die konkrete Situation nimmt. Angesichts dessen hat die Vorinstanz den Untersuchungsgrundsatz (Art. 61 lit. c ATSG) nicht verletzt, indem sie auf die beweiswertige Beurteilung der SAHB abgestellt und auf weitere Abklärungen verzichtet hat. Ebensowenig ist ersichtlich, inwiefern das kantonale Gericht in diesem Zusammenhang seiner Begründungspflicht (Art. 29 Abs. 2 BV) nicht nachgekommen sein sollte.