Citation: 6B_173/2022 E. 1.3.2

1.3.2. Die Vorinstanz erwägt im angefochtenen Urteil E. 11.2, die Belastungszeugen seien in der Schweiz rechtskräftig verurteilt und nach Verbüssung ihrer Freiheitsstrafen nach W.________ zurückgeführt worden. Nun seien sie mit einem Einreiseverbot belegt. Die meisten Rückführungen seien 2010 und 2011 erfolgt. Bereits die Erstinstanz habe mit Hilfe des Bundesamts für Justiz eine rechtshilfeweise Einvernahme der Belastungszeugen versucht. Doch seien alle Anfragen unbeantwortet geblieben. Nicht einmal der von der Erstinstanz in W.________ angeforderte Strafregisterauszug habe erhältlich gemacht werden können. Auch der von der Vorinstanz bestellte Strafregisterauszug sei bis zur Berufungsverhandlung nicht eingegangen. Der Aufenthalt der Belastungszeugen habe nicht ermittelt werden können. Einige von ihnen hätten in der Vergangenheit ihren Namen geändert, wie es auch der Beschwerdeführer mehrmals getan habe. Selbst wenn die Behörden W.________ zur rechtshilfeweisen Einvernahme bereit wären, erachtet es die Vorinstanz als unwahrscheinlich, dass die Belastungszeugen überhaupt auffindbar wären. Und selbst wenn diese Einvernahmen möglich wären, könnte dies Monate oder Jahre dauern. Die Vorinstanz erachtet die Verletzung des Konfrontationsanspruchs aufgrund dieser Umstände als sachlich begründet. Es sei nicht durch die schweizerischen Behörden zu vertreten, sondern durch den Beschwerdeführer, der mehrere Jahre untergetaucht sei. Nur deshalb habe sein Verfahren von jenen der Mittäter abgetrennt und sistiert werden müssen. Die Vorinstanz erwägt weiter, dem Beschwerdeführer seien alle relevanten Beweismittel zur Stellungnahme vorgehalten worden. Die Beschränkung des Konfrontationsanspruchs sei dadurch gebührend kompensiert. Gemäss Vorinstanz kommt den Aussagen der Belastungszeugen keine alleinige oder ausschlaggebende Bedeutung zu. Sie weist darauf hin, dass zahlreiche weitere Beweismittel für die Tatbeteiligung des Beschwerdeführers sprechen. So seien bei seiner Freundin im Rahmen einer Hausdurchsuchung in W.________ mehrere Uhren gefunden worden, die aus den Raubüberfällen vom 8. März 2007 und 5. Dezember 2007 stammen. Zudem habe der Beschwerdeführer bei allen drei Raubüberfällen Telefonkarten und Mietautos besorgt. Auch die eigenen Aussagen des Beschwerdeführers belasteten ihn. Indirekt habe er seine Beteiligung an den drei Raubüberfällen eingestanden. Ob er die zahlreichen Handlungen rund um die drei Raubüberfälle als unwissender Reisebegleiter oder Mittäter vorgenommen habe, sei eine Frage der Beweiswürdigung.