Citation: 1P.596/2002 26.03.2003 E. 3

3.1 Der Beschwerdeführer rügt, sein von Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK garantiertes Recht, an den Belastungszeugen F.________ Fragen zu stellen, sei zwar nicht formell, aber materiell verletzt worden. An der Konfrontationseinvernahme vom 31. März 2000 seien verschiedene Fragen seines Verteidigers an den Belastungszeugen nicht zugelassen worden, weshalb sie den konventionsrechtlichen Anforderungen nicht genüge. Dasselbe gelte für die Konfrontationseinvernahme vom 20. September 2002. Dabei hätten dem Zeugen keine Fragen zu den Details der Geschäftsabwicklung gestellt werden können, da sich dieser daran nicht mehr habe erinnern können. Die Konfrontationseinvernahme sei zu spät erfolgt und habe sich dementsprechend als unergiebig herausgestellt. Dies habe nicht er, sondern das Straf- bzw. das Appellationsgericht zu vertreten, weshalb der Grundsatz in dubio pro reo nur den Schluss zulasse, dass er freizusprechen sei. 3.2 Der Beschwerdeführer hatte an der zweiten appellationsgerichtlichen Hauptverhandlung Gelegenheit, dem Belastungszeugen F.________ Ergänzungsfragen zu stellen, und er hat diese auch wahrgenommen. Es mag wohl zutreffen, dass die Einvernahme detailreicher ausgefallen wäre, wenn sie früher erfolgt wäre. Wie der Beschwerdeführer selber einräumt, konnte sich indessen der Zeuge auch rund 2 ½ Jahre nach dem Vorfall ans "Kerngeschehen" - dass er vom Beschwerdeführer Kokain gekauft hatte - deutlich erinnern, und er hatte insbesondere auch mit Bestimmtheit bestätigt, dass es der Beschwerdeführer war, der ihm die Drogen verkaufte. Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK gibt dem Angeklagten ohnehin nur das Recht, den Belastungszeugen zu befragen; eine Garantie, dass dieser die Fragen auch beantwortet, hat er nie. Es ist daher nicht ersichtlich, inwiefern diese Konfrontationseinvernahme den verfassungs- und konventionsrechtlichen Anforderungen nicht genügen sollte, die Rüge ist offensichtlich unbegründet. Der Beschwerdeführer stellte im Übrigen am 20. September 2002 auch gar keine Ergänzungsfragen zu den Einzelheiten des Drogengeschäftes, sondern einzig danach, ob ihn der Zeuge mit Sicherheit als Drogenverkäufer identifizieren könne, was dieser bejahte.