Citation: 1C_75/2018 E. 7.3

7.3. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts kommt einem Gutachten der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) ein grosses Gewicht zu, weshalb davon nur aus triftigen Gründen abgewichen werden darf (BGE 136 II 214 E. 5 S. 224). Gleiches kann in Bezug auf Gutachten der kantonalen Natur- und Heimatschutzkommission des Kantons Schaffhausen gesagt werden (Urteil 1P.185/1999 vom 22. Juli 1999 E. 5b, in URP 1999 S. 794 ff.). Unter Berufung auf diese Rechtsprechung wird im von der Beschwerdeführerin zitierten Entscheid der Vorinstanz davon ausgegangen, die rechtsanwendenden Behörden dürften sich nicht ohne triftige Gründe über die Feststellungen des Gutachtens der KDK zu den denkmalpflegerischen Qualitäten des Schutzobjekts hinwegsetzen (Urteil VerG VB.2008.00404 vom 10. Dezember 2008 E. 3.1.2). Diese Rechtsprechung bezieht sich auf Fragen des Denkmalschutzes, deren Beantwortung spezifische Fachkenntnisse erfordert (Urteil 1C_593/2015 vom 25. Mai 2016 E. 4.3). Dagegen ist die ästhetische Einordnung einer Baute bzw. eines Richtprojekts gemäss der Rechtsprechung der Vorinstanz nach der Auffassung des durchschnittlichen Betrachters zu beurteilen (vgl. Urteil 1A.220/2006 vom 16. März 2007 E. 5.1), was die Beschwerdeführerin nicht in Frage stellt. Demnach waren zur vorliegend strittigen Beurteilung der städtebaulichen und architektonischen Gesamtwirkung des Richtprojekts keine speziellen Fachkenntnisse erforderlich, zumal eine Beeinträchtigung denkmalgeschützter Bauten nicht zur Diskussion stand. Die Vorinstanz durfte daher der Stellungnahme der SBK willkürfrei die Qualität eines Fachgutachtens absprechen, von dem nur aus triftigen Gründen abgewichen werden darf. Dies wird dadurch bestätigt, dass sich diese Stellungnahme auf ein Bauprojekt bezog, von dem sich das Richtprojekt wesentlich unterscheidet (vgl. E. 3.3 hievor).