Citation: 4A_226/2019 E. 7.7.2

7.7.2. Die Beschwerdeführerin rügt, die Beschwerdegegnerin hätte den Nachweis zu erbringen gehabt, dass es sich bei den Fr. 50'000.-- um den bestmöglichen Kaufpreis gehandelt habe, diesen Nachweis habe sie nicht erbracht. Zudem habe die Vorinstanz erneut die Begründungspflicht verletzt, weil sie sich nicht hinreichend mit den Vorbringen der Parteien auseinandergesetzt habe. Die Rüge geht fehl. Im Rückweisungsentscheid wurde explizit festgehalten, wenn die Beschwerdeführerin geltend mache, die Beschwerdegegnerin habe den grünen Mercedes nicht zum bestmöglichen Preis weiterverkauft, werfe sie ihr eine Verletzung des Kommissionsvertrages vor und leite daraus Rechte ab, sodass dafür die Beschwerdeführerin die Beweislast trage. Allerdings habe die Beschwerdegegnerin die Behauptung der Beschwerdeführerin, sie habe keine ausreichenden Verkaufsbemühungen unternommen, substanziiert zu bestreiten (zit. Urteil 4A_258/2018 E. 2.4). Die Beschwerdegegnerin ist somit - entgegen der Beschwerdeführerin - nicht beweisbelastet. Die Vorinstanz ist jedenfalls davon ausgegangen, die Beschwerdegegnerin habe ihre Verkaufsbemühungen ausreichend substanziiert behauptet, ansonsten es nicht nötig gewesen wäre, den bestmöglichen Preis anhand der Marktpreiswerte zu bestimmen, wie sie dies getan hat (vgl. hiervor E. 7.7.1). Die Beschwerdegegnerin macht in ihrer Beschwerdeantwort denn auch geltend, es sei aktenkundig und werde von der Beschwerdeführerin auch nicht bestritten, dass sie das Fahrzeug gegen Ende Mai 2014 an die " Swiss Classic World " nach Luzern mitgenommen und dort einem breiten Publikum zum Kauf angeboten habe. Die Beschwerdeführerin legt jedenfalls auch nicht dar, dass sie dies (Ausstellen des Fahrzeugs in Luzern) in Abrede gestellt hätte. Diesbezüglich hielt auch die Vorinstanz fest, D.________ schreibe in einer E-Mail, dass er das Auto am Wochenende nach Luzern mitnehmen und natürlich zu verkaufen versuchen werde (vgl. hiervor E. 7.2.2). Die Vorinstanz hat zudem bereits in E. 5.1 festgehalten, es sei aufgrund der Aussage in der E-Mail vom 29. April 2014 denkbar, dass D.________ davon ausgegangen sei, die Beschwerdeführerin wolle den Wagen innert nützlicher Frist verkaufen. Auch in E. 5.3 hält die Vorinstanz am Ende in diesem Sinne fest, " [j]edenfalls dürfte die Wahrscheinlichkeit, dass sich inne rt nützlicher Frist ein Käufer findet, der mehr zahlt, eher gering sein ". Entgegen der Beschwerdeführerin hat die Vorinstanz somit gerade nicht festgestellt, dass - für die Beschwerdegegnerin erkennbar - keine zeitliche Dringlichkeit bestand. Die Vorinstanz hat sich jedenfalls ausreichend mit den Vorbringen der Parteien auseinandergesetzt. Eine sachgerechte Anfechtung (vgl. hiervor E. 7.6.1) war möglich, die Begründungsanforderungen sind erfüllt.