Citation: 1C_339/2023 E. A

Die A.________ GmbH mit Sitz in U.________ ist Eigentümerin des Grundstücks Nr. 1246 der Gemeinde Bettlach. Sie ist zudem seit 2017 Inhaberin der B.________ GmbH und führt unter der Firma C.________ eine Zweigniederlassung am gleichen Standort. Die in der Gewerbezone gelegene Parzelle weist eine Fläche von 18'887 m 2 auf. Sie ist mit verschiedenen Werkgebäuden überbaut. Im Jahr 2006 untersuchte die D.________ AG im Auftrag der B.________ GmbH das Grundstück, auf dem zum damaligen Zeitpunkt zwei belastete Standorte im Kataster der belasteten Standorte des Kantons Solothurn eingetragen waren, nämlich die Standorte Nrn. 22.004.0122B auf dem nördlichen und 22.004.0182B auf dem südlichen Teil der Parzelle. Dieser südliche Grundstückteil bildete früher ein eigenständiges Grundstück, das die B.________ GmbH im Jahr 1991 von der heute nicht mehr existierenden E.________ AG erworben und im Jahr 2003 mit dem Grundstück Nr. 1246 vereinigt hatte. Darauf befindet sich eine 1989 von der E.________ AG errichtete Fabrikhalle (in den Berichten der D.________ AG als "Werk 3" bezeichnet), die seit 2004 an die F.________ GmbH vermietet wird. Aus einem Bericht der D.________ AG vom 10. Mai 2006 geht hervor, dass der nördliche Standort als unbelasteter Standort qualifiziert werden könne. Der südliche Standort müsse mindestens als belasteter Standort mit Überwachungsbedarf eingestuft werden. Einem zweiten Bericht der Gutachter vom 28. September 2006 ist zu entnehmen, dass auf dem südlichen Standort eine Belastung des Grundwassers durch flüchtige organische Inhaltsstoffe vorhanden sei. Am 16. November 2006 teilte das Amt für Umwelt des Kantons Solothurn der B.________ GmbH mit, der Perimeter der Belastung beschränke sich auf den südlichen Teil des Grundstücks; der nördliche Standort werde aus dem Kataster der belasteten Standorte entlassen. Aufgrund der stark erhöhten Konzentration an Vinylchlorid im Grundwasser klassierte das Amt für Umwelt den Standort neu als belastet mit Überwachungsbedarf. Es veranlasste die Überwachung des Standorts mittels zweier Grundwasserproben in den Jahren 2007 und 2008. Nach Vorliegen der Untersuchungsergebnisse ordnete das Amt für Umwelt am 16. April 2009 eine dreijährliche Beprobung auf flüchtige organische Inhaltsstoffe mittels Purge-and-Trap-Analytik an, wobei die nächste Beprobung im Frühjahr 2012 stattfinden sollte. Am 14. September 2012 teilte das Amt für Umwelt der B.________ GmbH mit, aufgrund der jüngsten Untersuchungsresultate müsse der Standort neu als sanierungsbedürftiger belasteter Standort und damit als Altlast klassiert werden. Es ordnete weitere Grundwasserproben an. Nach weiteren Untersuchungen teilte das Amt für Umwelt am 2. Mai 2017 mit, der Standort bleibe bis auf Weiteres sanierungsbedürftig und werde im Kataster der belasteten Standorte belassen. Grundwasserproben im Juni 2019 zeigten, dass das Grundwasser im Abstrom des Standorts weiterhin durch Trichlorethen und stark durch Cis-1,2-Dichlorethen sowie Vinylchlorid belastet sei.