Citation: 6B_1128/2023 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer wendet sich gegen die Landesverweisung. Er stellt zwar nicht in Abrede, dass er eine Katalogtat gemäss Art. 66a Abs. 1 lit. c und d StGB begangen hat und deshalb grundsätzlich obligatorisch des Landes zu verweisen ist. Er macht allerdings geltend, es liege ein schwerer persönlicher Härtefall vor, und rügt in diesem Zusammenhang eine willkürliche Feststellung des Sachverhalts durch die Vorinstanz. Entgegen der Vorinstanz spreche er sehr wohl Deutsch und habe sich in der Zeit in der Schweiz grundlegende Kenntnisse der deutschen Sprache angeeignet. Es entspreche auch nicht den Tatsachen, dass noch zahlreiche Verwandte in Italien leben würden, zu welchen ein Kontakt bestehen solle. Sodann sei er eine sehr enge Bezugs- und Betreuungsperson für die Tochter seines alleinerziehenden Bruders, mit welcher er (der Beschwerdeführer) zusammenlebe. Weder die erste Instanz noch die Vorinstanz hätten abgeklärt, welche beziehungstechnische Rolle er für seinen Neffen und seine beiden Nichten einnehme und welche Auswirkungen eine siebenjährige Fernhaltung, insbesondere auf die Entwicklung der Tochter des älteren Bruders, hätte. Aufgrund der willkürlichen Sachverhaltsdarstellung komme die Vorinstanz fälschlicherweise zum Schluss, der Schutzbereich von Art. 8 EMRK sei nicht betroffen. Die Vorinstanz verneine zu Unrecht das Vorliegen eines Härtefalls.