Citation: 5A_718/2015 E. 1.3

1.3. Die Beschwerdeführerin bringt im Wesentlichen vor, die strafrechtliche Beurteilung des Prozessverhaltens des Beschwerdegegners sei von präjudizieller Bedeutung für den Ausgang des Scheidungsverfahrens; es drohe ohne Sistierung ein materiell falscher Sachentscheid zu strittigen Nebenfolgen der Scheidung gestützt auf eine "unrichtige" Aktenlage. Die allfällige Möglichkeit der Revision sei unsicher und biete deshalb keinen hinreichenden Schutz. Dem ist entgegenzuhalten, dass die Vorinstanz, wie sie im angefochtenen Entscheid bereits ausgeführt hat, die strittigen bei ihr gemachten (Zeugen-) Aussagen unabhängig würdigen wird, wobei die Aussagen des Beschwerdegegners im Strafverfahren nach unbestrittener vorinstanzlicher Feststellung in das Berufungsverfahren eingebracht sind. In der gegenwärtigen Phase des Verfahrens steht es mithin keineswegs fest, dass kein für die Beschwerdeführerin günstiger Berufungsentscheid ergehen wird. Hinzu kommt, dass die Ausführungen der Beschwerdeführerin zu den Schwierigkeiten eines allfälligen Revisionsverfahrens ins Leere zielen, steht ihr doch gegen einen zukünftigen kantonalen Endentscheid, der zu ihren Ungunsten ausfällt, das ordentliche Rechtsmittel der Beschwerde in Zivilsachen offen. Soweit sich der vorliegend angefochtene Zwischenentscheid vom 13. Juli 2015 auf den Endentscheid auswirkt, kann er zusammen mit dem Endentscheid beim Bundesgericht angefochten werden (Art. 93 Abs. 3 BGG). Damit legt die Beschwerdeführerin keinen rechtlichen Nachteil dar, der sich im weiteren Verfahren nicht mehr beheben liesse. Ein solcher ist auch nicht ersichtlich. Folglich kann auf die Beschwerde gegen den Zwischenentscheid nicht eingetreten werden.