Citation: 6B_852/2015 E. 3.1

3.1. Dem Schuldspruch wegen Irreführung der Rechtspflege im Anklagepunkt betreffend den vorgetäuschten Diebstahl des pinkfarbenen Porsche Cayenne liegt ein beabsichtigter Versicherungsbetrug zugrunde. Die erste Instanz sprach den Beschwerdeführer indes von der Anklage des Betruges frei, weil es an der Stoffgleichheit zwischen Vermögensnachteil und Bereicherung fehle (erstinstanzliches Urteil S. 13 f.; vgl. hiezu BGE 134 IV 210 E. 5.4 und 5.5). Da die Staatsanwaltschaft in diesem Punkt gegen das bezirksgerichtliche Urteil keine Berufung erhob, erwuchs dieses insofern in Rechtskraft. Der Schuldspruch der Irreführung der Rechtspflege ist gleichwohl in diesem Kontext zu sehen. Denn die Anzeige des angeblichen Diebstahls bildete gleichsam Durchgangsstadium für den angestrebten Versicherungsbetrug, zumal die Ausrichtung von Versicherungsleistungen bei Fahrzeugdiebstählen - wie die kantonalen Instanzen zu Recht als allgemein bekannt voraussetzen - das Vorliegen eines Polizeirapports erfordert (erstinstanzliches Urteil S. 10). Die Vorinstanz stützt sich für ihren Schluss, dem Beschwerdeführer sei beim geplanten Versicherungsbetrug eine tragende Rolle zugekommen u.a. darauf, dass er die einzige Person war, welche - abgesehen von der Anzeigeerstattung - bei jedem Schritt der Deliktsausführung persönlich anwesend gewesen sei. Über ihn seien zunächst die Verhandlungen zwischen A.________ und zwei weiteren Beteiligten über den Kauf eines schwarzen Unfallwagens der Marke Porsche gelaufen, in deren Verlauf auch der Verkauf des pinkfarbenen Porsche Cayenne von E.________ zum Thema geworden sei. In der Folge habe er die Absprache zwischen A.________ und D.________ betreffend Datum und Ablauf der Wegnahme bzw. Übergabe des pinkfarbenen Porsches organisiert und hiefür die unabdingbaren Übersetzerdienste geleistet, ohne welche die Ausführung der Tat nicht möglich gewesen wäre. Er sei zudem dabei gewesen, als die polnischen Käufer in die Schweiz gekommen seien, um die beiden Wagen abzuholen, und habe D.________ geholfen, den Kontakt zu E.________ herzustellen. Ferner sei er bei der Fahrzeugübergabe zugegen gewesen, habe E.________ vom Übergabeplatz zurück zu seinem Wohnort gefahren und sei auch dabei gewesen, als der pinkfarbene Porsche ausser Landes gebracht worden sei. Schliesslich habe er einige Tage später den Fahrzeugschlüssel von dem Vater von D.________ entgegengenommen und persönlich E.________ zurückgebracht. Bei all diesen Tatbeiträgen sei dem Beschwerdeführer bewusst gewesen, dass E.________ das Auto als gestohlen melden würde (angefochtenes Urteil S. 14 f.; vgl. auch erstinstanzliches Urteil S. 6, 10, 11 f.). In Anbetracht dieser Umstände verfällt die Vorinstanz nicht in Willkür, wenn sie die Beteiligung des Beschwerdeführers als Mittäterschaft würdigt. Es mag zutreffen, dass er nicht der eigentliche Drahtzieher der geplanten Taten war. Er war aber nach den Feststellungen der kantonalen Instanzen bei allen Schritten der Tatausführung anwesend und hat bis zuletzt wesentliche Tatbeiträge geleistet. In rechtlicher Hinsicht ist der Schuldspruch wegen Irreführung der Rechtspflege ebenfalls nicht zu beanstanden. Bei Anzeigen wider besseres Wissen ist Mittäterschaft ohne weiteres möglich (DELNON/RÜDY, a.a.O., Art. 304 N 25). Der Beschwerdeführer hat die Tat durch die Herstellung des Kontakts zwischen den einzelnen Akteuren, seine Präsenz während der gesamten Vorbereitung und Ausführung und namentlich durch seine unentbehrlichen Übersetzerdienste massgeblich mitgestaltet. Dass er die angebliche Straftat nicht in eigener Person angezeigt hat, ändert daran nichts. Es ist ein Charakteristikum der Mittäterschaft, dass die Ausführung der Straftat in arbeitsteiligem Zusammenwirken erfolgt. Es genügt, dass der Beschwerdeführer im gesamten Kontext eine wesentliche Rolle gespielt hat. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.