Citation: 5A_972/2022 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, das Obergericht habe unzulässigerweise darauf geschlossen, seiner Schadenersatzforderung sei der Boden vollständig entzogen, wenn die Formulierung des fraglichen Passus nicht in seinem Sinne übersetzt werde. Hauptposition des vom Beschwerdegegner zu vertretenden Schadens sei der Verlust der Anteile an der D.________ GmbH bzw. des Motels in Belarus sowie das Ausbleiben der Ratenzahlungen, und wertmässig mache der Unterschied gar nicht viel aus, wenn man vom Wert der Anteile an der D.________ GmbH gemäss Vertrag ausgehe. Dabei verweist der Beschwerdeführer darauf, dass gemäss den früheren Vereinbarungen das Eigentum erst mit vollständiger Bezahlung des Kaufpreises auf die Erwerberin hätte übergehen sollen. Diese Vorgabe ergebe sich bereits aus dem erstinstanzlich eingereichten Vorvertrag vom 23. Dezember 2009. Diesbezüglich ist (mit der Erstinstanz) festzuhalten, dass der Beschwerdegegner mit seinem Verhalten eine korrekte Abwicklung des Kaufvertrags und damit eine ordnungsgemässe Zahlung des Kaufpreises nicht verhindert hat. Ausserdem macht der Beschwerdeführer nicht geltend, er habe dargelegt, dass die Stiftung C.________ jemals konkrete Massnahmen zur Eintreibung des Kaufpreises getroffen hat. Sodann haben die Anteile an der D.________ GmbH nur so lange einen Wert, als die Aktiven der Gesellschaft deren Verbindlichkeiten übersteigen, weshalb fraglich ist, inwieweit die Aufnahme einer Eigentumsvorbehaltsklausel in den Kaufvertrag überhaupt geeignet gewesen wäre, die Stiftung C.________ vor einem potenziellen Schaden zu bewahren. Hinzu kommt, dass es im Rechtsöffnungsverfahren dem Betriebenen obliegt, den Inhalt des ausländischen Rechts glaubhaft zu machen, welches für die von ihm erhobenen Einreden und Einwendungen gilt (BGE 145 III 213 E. 6.1.3; Urteile 5A_695/2022 vom 6. September 2023 E. 4.2; 5A_248/2020 vom 30. Juni 2021 E. 3.4.3, in: Pra 2021 Nr. 112 S. 1138) und sich der Beschwerdeführer vorliegend zu Voraussetzungen und Wirkungsweise eines Eigentumsvorbehalts im (von den Parteien des Kaufvertrags vom 27. Juli 2010 gewählten) belarussischen Recht gar nicht geäussert hat. Auch mit seinem Vorbringen, die sofortige Glaubhaftmachung einer Verrechnungsforderung ergebe sich bereits aus der (nach Darstellung des Beschwerdeführers dem Beschwerdegegner anzulastenden) fehlenden Aufnahme einer Eigentumsvorbehaltsklausel in den Kaufvertrag vom 27. Juli 2010, vermag der Beschwerdeführer die vom Obergericht bestätigte Erteilung der Rechtsöffnung daher im Ergebnis nicht als bundesrechtswidrig auszuweisen.