Citation: 5A_431/2023 E. 4.1.1

4.1.1. Das Kantonsgericht befasst sich zuerst mit Art. 5 Abs. 1 Ziff. 1 Vollstreckungsübereinkommen CH/FL. Demnach hat die Partei, welche die Anerkennung oder Vollstreckung verlangt, die Entscheidung in der Urschrift oder in einer beweiskräftigen Ausfertigung beizubringen. Den vorinstanzlichen Feststellungen zufolge sind die von der Beschwerdegegnerin vorgelegten Urteile nicht vom urteilenden oder vorsitzenden Richter oder vom Präsidenten unterzeichnet, sondern von der für die Ausfertigung zuständigen Person. Mit Verweis auf Art. 36 des Gesetzes über die Organisation der ordentlichen Gerichte des Fürstentums Liechtenstein (LR 173.30) trage die Beschwerdegegnerin zu Recht vor, dass die schriftlichen Ausfertigungen der liechtensteinischen Gerichte von den nicht-richterlichen Angestellten unter dem Vermerk "Für die Richtigkeit der Ausfertigung" unterschrieben würden und nur das Urteil für die Gerichtsakten selbst von der zuständigen Richterperson unterzeichnet werden müsse. Folglich würden die aufgelegten Urteile die gemäss Art. 5 Abs. 1 Ziff. 1 Vollstreckungsabkommen CH/FL erforderlichen Ausfertigungen darstellen. Auf die vom Beschwerdeführer nicht begründete Bestreitung, dass diese Urteile beweiskräftige Ausfertigungen seien, könne mangels rechtsgenüglicher Kritik an der vorinstanzlichen Begründung nicht eingetreten werden.