Citation: 5A_82/2009 27.04.2009 E. B

B.a Y.________ machte am 29. Juni 2006 beim Bezirksgericht A.________ ein Verfahren auf Abänderung des Ehescheidungsurteils anhängig. Mit Verfügung des Einzelrichters vom 28. August 2006 wurde die Abänderungsklage - nachdem Y.________ mit Schreiben vom 24. August 2006 die Abschreibung des Verfahrens beantragt hatte - als durch Rückzug erledigt abgeschrieben. B.b Am 31. Oktober 2006 reichte Y.________ beim Bezirksgericht B.________ Klage auf Abänderung des Scheidungsurteils ein und beantragte, es sei festzustellen, dass er seit dem 1. Juli 2006 keinen nachehelichen Unterhalt mehr schulde. Eventualiter verlangte er die Neufestsetzung des Unterhaltsbeitrages per 1. Juli 2006. Im Übrigen ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege. Mit Urteil vom 15. November 2007 reduzierte das Bezirksgericht B.________ den Unterhaltsbeitrag auf Fr. 1'468.60 bis zum Eintritt von X.________ ins AHV-Alter und auf Fr. 1'101.45 für die Zeit danach. Y.________ wurde die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt. B.c Gegen dieses Urteil reichte Y.________ Appellation ein und beantragte die Aufhebung des Urteils in allen Teilen sowie die Feststellung, dass er seit dem 1. November 2006 keinen nachehelichen Unterhalt mehr schulde. Mit Anschlussappellation verlangte auch X.________ die vollumfängliche Aufhebung des Urteils. Zudem beantragte sie, dass auf die Klage nicht einzutreten sei. Mit Urteil vom 27. November 2008 hob das Obergericht des Kantons Aargau das erstinstanzliche Urteil in teilweiser Gutheissung der Appellation von Y.________ auf und setzte den Unterhaltsbeitrag ab 1. November 2006 auf Fr. 400.-- fest. Y.________ wurde die unentgeltliche Rechtspflege gewährt.