Citation: 5A_899/2017 E. 2.2

2.2. Dem angefochtenen Entscheid zufolge hat die Beschwerdeführerin nicht bestritten, dass der Wortlaut der Schuldanerkennung vom 4. Mai 2015 für das Bestehen einer Schuldübernahme und gegen eine Bürgschaft spricht und dass sie vom 25. Juni 2006 bis zur Löschung der D.________ GmbH im Handelsregister als Gesellschafterin eingetragen gewesen ist und daher als geschäftserfahrene Partei zu gelten hat. Laut Vorinstanz hat sie in der Schuldanerkennung erklärt, der Beschwerdegegnerin für diverse Lieferungen an die D.________ GmbH, an G.________ und an E.________ den Saldo von Fr. 79'393.30 zu schulden (vgl. Sachverhalt Bst. A). Das Obergericht findet, dieser Wortlaut sei klar und eindeutig und lasse keine Zweifel an der persönlichen Schuldverpflichtung der Beschwerdeführerin offen. Wenn diese behaupte, es handle sich ausschliesslich um Schulden der einzelnen Firmen, aber nicht um ihre persönliche Verpflichtung gegenüber der Beschwerdegegnerin (Schreiben vom 1. Juli 2016), bzw. sie habe damit lediglich für die angeführten Firmen die Lieferungen anerkannt (Stellungnahme zum Rechtsöffnungsgesuch vom 8. Dezember 2016) bzw. sie habe damit bloss die Guthaben der Beschwerdegegnerin gegenüber den einzelnen Firmen bereinigen helfen wollen (Bestätigung von F.________ vom 28. Februar 2017), so könne ihr das "nicht abgenommen werden". Abgesehen davon, dass die Beschwerdeführerin damit drei verschiedene Erklärungen liefere, bleibe sie eine Erklärung dafür schuldig, aus welchem Grund sie eine solche Anerkennung der Schulden der einzelnen Firmen bzw. der Lieferungen für die einzelnen Firmen hätte abgeben sollen, ohne eine persönliche Schuldverpflichtung gegenüber der Beschwerdegegnerin zu übernehmen. Die Vorinstanz folgert, dass eine solche Anerkennung für die Beschwerdegegnerin vollkommen wertlos gewesen und von dieser sicher nicht aufgesetzt und der Beschwerdeführerin zur Unterzeichnung vorgelegt worden wäre. Überdies müsse sich die Beschwerdeführerin die Frage gefallen lassen, mit welchem Recht und aus welchem Grund sie solche Anerkennungen hätte abgeben dürfen oder sollen, wenn sie zugleich behauptet, nicht einmal Organ der drei Firmen gewesen zu sein. Als "nicht stichhaltig" verwirft das Obergericht auch den Einwand der Beschwerdeführerin, wonach es auf der Hand liege, dass Personen, die nicht einmal Organe der drei Firmen seien, nicht kurzerhand eine persönliche Haftung für Verpflichtungen dieser Firmen übernähmen, und eine derartige Schuldübernahme wirtschaftlich völlig unsinnig wäre. Erstens sei die Beschwerdeführerin laut Handelsregister Gesellschafterin und Geschäftsführerin und damit Organ der D.________ GmbH. Zweitens sei die Beschwerdeführerin unbestrittenermassen die Mutter der Inhaber der Einzelfirmen G.________ und E.________, weshalb eine Schuldübernahme zu deren Gunsten nicht als wirtschaftlich völlig unsinnig bezeichnet werden könne. Drittens habe sie nicht "kurzerhand" eine persönliche Haftung übernommen, sondern nach nicht bestrittener Darstellung der Beschwerdegegnerin zu wiederholten Malen. Mit diesen Erwägungen erklärt die Vorinstanz ihre Erkenntnis, die Beschwerdeführerin habe nicht glaubhaft gemacht, dass sie sich in einem wesentlichen Irrtum befand, als sie die Schuldanerkennung unterzeichnete.