Citation: 6B_552/2021 E. 2.7.4

2.7.4. Soweit die Vorinstanz die Zumutbarkeit der Ehefrau, den Beschwerdeführer für die Dauer der Landesverweisung mit den beiden Töchtern nach Slowenien zu begleiten, verneint, sind diese Erwägungen nicht zu beanstanden. Jedoch geht aus einer amtlichen schweizerischen Ausweisschrift - dem Familienausweis der Familie des Beschwerdeführers vom 3. Februar 2021 - hervor, dass der Beschwerdeführer offenbar nicht nur über die Staatsangehörigkeit von Slowenien, sondern auch über diejenige von Bosnien und Herzegowina zu verfügen scheint (vorinstanzliche Akten, act. 69 ff., 71). Dies wird von der Vorinstanz nicht berücksichtigt. Nach Art. 112 Abs. 1 lit. b BGG müssen beim Bundesgericht anfechtbare Entscheide die massgebenden Gründe tatsächlicher und rechtlicher Art enthalten. Der vorinstanzliche Entscheid hat eindeutig aufzuzeigen, auf welchem festgestellten Sachverhalt und auf welchen rechtlichen Überlegungen er beruht (BGE 141 IV 244 E. 1.2.1 mit Hinweisen). Die Begründung ist insbesondere mangelhaft, wenn der angefochtene Entscheid jene tatsächlichen Feststellungen nicht trifft, die zur Überprüfung des eidgenössischen Rechts notwendig sind oder wenn die rechtliche Begründung des angefochtenen Entscheids so lückenhaft oder unvollständig ist, dass nicht geprüft werden kann, wie das eidgenössische Recht angewendet wurde. Die Begründung ist ferner mangelhaft, wenn einzelne Tatbestandsmerkmale, die für die Subsumtion unter eine gesetzliche Norm von Bedeutung sind, von der Vorinstanz nicht oder nicht genügend abgeklärt wurden (BGE 119 IV 284 E. 5b). Genügt ein Entscheid den genannten Anforderungen nicht, kann das Bundesgericht ihn in Anwendung von Art. 112 Abs. 3 BGG an die kantonale Behörde zur Verbesserung zurückweisen oder aufheben. Hingegen steht es ihm nicht zu, sich an die Stelle der Vorinstanz zu setzen, die ihrer Aufgabe nicht nachgekommen ist (BGE 141 IV 244 E. 1.2.1 mit Hinweis). Die Vorinstanz prüft vorliegend einzig, ob das Familienleben des Beschwerdeführers für die Dauer der Landesverweisung in Slowenien aufrechterhalten werden kann, äussert sich aber nicht dazu, ob der auch bosnisch sprechende Beschwerdeführer - und letztlich auch seine Ehefrau, welche gemäss verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz zwar das Schweizer Bürgerrecht besitzt, deren Familie jedoch aus Bosnien stammt und Bosnisch spricht - auch über die Staatsangehörigkeit von Bosnien und Herzegowina verfügt. Dasselbe gilt für die der Ehe entsprungenen Kinder. Damit kommt sie ihrer Begründungspflicht im Sinne von Art. 112 Abs. 1 lit. b BGG nicht genügend nach. Indem es im vorinstanzlichen Urteil an Feststellungen zu einer allfälligen Staatsangehörigkeit des Beschwerdeführers von Bosnien und Herzegowina bzw. einer allenfalls sogar gemeinsamen Staatsangehörigkeit unter den Ehegatten mangelt, und die Vorinstanz sich entsprechend auch nicht dazu äussert, ob das Familienleben unter Umständen auch andernorts als in Slowenien aufrechterhalten werden könnte, lässt sich die vorinstanzliche Anordnung der Landesverweisung nicht auf seine Richtigkeit überprüfen, weshalb die Vorinstanz damit Bundesrecht verletzt.