Citation: 1C_686/2021 E. 7.1

7.1. Er rügt zunächst, es fehle eine gesetzliche Grundlage für die Kostenüberwälzung. Das Verwaltungsgericht stützte sich auf Art. 96 des kantonalen Raumplanungsgesetzes vom 6. Dezember 2004 (KRG, BR 801.100). Danach erheben die Gemeinden für ihren Aufwand im Baubewilligungsverfahren und in weiteren baupolizeilichen Verfahren Gebühren; Auslagen für Leistungen Dritter wie Fachgutachten und Beratungen sind der Gemeinde zusätzlich zu vergüten (Abs. 1). Kostenpflichtig ist, wer den Aufwand durch Gesuche aller Art oder durch sein Verhalten verursacht hat (Abs. 2). Das Verwaltungsgericht erwog, die Behörden hätten das USG von Amtes wegen zu vollziehen, weshalb es keine Rolle spiele, ob die Kontrolle aufgrund einer Anzeige eines Dritten erfolge. Die Kosten behördlicher Kontrolle seien daher grundsätzlich immer dem Anlageninhaber zu überwälzen und nicht dem Dritten, der eine Kontrolle verlange (mit Hinweis auf PETER STEINER, Die Umsetzung des Verursacherprinzips durch das Umweltschutzrecht, Diss. Zürich 1999, S. 244); dies stelle eine Konkretisierung des Verursacherprinzips gemäss Art. 2 und Art. 48 Abs. 1 USG sowie Art. 11 Abs. 1 des kantonalen Einführungsgesetzes vom 2. Dezember 2001 zum USG (KUSG; BR 820.100) auf Gemeindeebene dar. Der Beschwerdeführer legt nicht dar, inwiefern diese Auslegung des kantonalen Rechts willkürlich sei oder das umweltrechtliche Verursacherprinzip verletze. Dies ist auch nicht ersichtlich. Wer Massnahmen nach dem USG verursacht, trägt die Kosten dafür (Art. 2 USG); dies gilt auch für Massnahmen der vorsorglichen Emissionsbegrenzung (BGE 132 II 371 E. 3.1). Die Kosten für Kontrollen und Expertisen sind grundsätzlich dem Inhaber der kontrollierten Anlage aufzuerlegen (STEINER, a.a.O.; URSULA BRUNNER, in: USG-Kommentar, 2. Aufl. [Stand März 2001], N. 11 zu Art. 48 USG, S. 6 unten). Ob eine Ausnahme für von Dritten veranlasste, unbegründete Kontrollen zu machen ist (so BRUNNER, a.a.O., S. 7 oben), braucht vorliegend nicht entschieden zu werden, da die Lichtreflexionen Anlass für eine behördliche Überprüfung boten und materiell Art. 11 Abs. 2 USG verletzten.