Citation: 8C_285/2024 E. 7.3

7.3. Betreffend das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzungen hielt das kantonale Gericht fest, die Frakturen am Schien- und Wadenbein rechts und die HWK5-Fraktur seien nicht als derart zu qualifizieren, dass sie erfahrungsgemäss geeignet erschienen, psychische Fehlentwicklungen auszulösen. Insbesondere habe die HWK5-Fraktur konservativ behandelt werden können und es habe keine Gefahr bestanden, dass das Rückenmark verletzt werden könnte. Der Beschwerdeführer erachtet das Kriterium als erfüllt. Er begründet dies im Wesentlichen mit der chronischen Schmerzstörung, die als psychisches Leiden bei der Adäquanzprüfung nach BGE 115 V 133 selbstredend unberücksichtigt bleiben muss (vgl. Urteil 8C_608/2020 vom 15. Dezember 2020 E. 6.3). Soweit er das Kriterium aufgrund der diagnostizierten Anosmie als erfüllt betrachtet, fehlt es bislang am Nachweis eines natürlichen Kausalzusammenhangs und an einem organischen Korrelat (vgl. E. 6.1 hiervor). Selbst wenn aber die natürliche Kausalität gegeben und die Anosmie organisch nachweisbar sein sollte, wäre das Kriterium zu verneinen. Entgegen der Sichtweise des Beschwerdeführers handelt es sich dabei weder um eine Verletzung der besonderen Schwere oder der besonderen Art noch ist sie speziell geeignet, psychische Fehlentwicklungen auszulösen.