Citation: 1P.155/2000 11.09.2000 E. 1

1.-a) Die angefochtene Bestimmung hat zur Folge, dass die beschwerdeführende Gemeinde gegen ihren Willen Mitglied der regionalen Kulturkonferenz Langenthal wird und als Finanzierungsträgerin zur Subventionierung der bezeichneten Kulturinstitute verpflichtet ist. Dadurch wird sie in ihren hoheitlichen Befugnissen berührt. Die Gemeinde Rohrbach ist daher legitimiert, eine Verletzung ihrer Autonomie zu rügen. Ob ihr im betreffenden Bereich tatsächlich Autonomie zusteht, ist nicht eine Frage des Eintretens, sondern der materiellen Beurteilung (BGE 124 I 223 E. 1b S. 226). b) Eine Gemeinde kann im Rahmen einer Autonomiebeschwerde auch die Verletzung bestimmter Verfassungsgrundsätze rügen, soweit diese mit dem Eingriff in die Autonomie in engem Zusammenhang stehen. Im Vordergrund stehen dabei die allgemeinen Verfahrensgarantien, wie der Anspruch auf rechtliches Gehör, und das Willkürverbot (vgl. BGE 116 Ia 252 E. 3b S. 255; Urteil des Bundesgerichts vom 5. Dezember 1995 in ZBl 98/1997 260 E. 1d S. 261). Eine Gemeinde kann sich auch auf das Gleichbehandlungsgebot berufen und geltend machen, der angefochtene Entscheid stelle im Vergleich zu anderen Gemeinden eine rechtsungleiche Behandlung dar (BGE 115 Ia 42 E. 3c S. 47; 103 Ia 191 4b/cc S. 198; 97 I 509 E. 1 S. 511). Vorliegend macht die Beschwerdeführerin geltend, die beanstandete Regelung sei offensichtlich unhaltbar und daher willkürlich. Überdies werde die Gemeinde Rohrbach im Vergleich zu den nicht beitragspflichtigen Gemeinden Herzogenbuchsee und Huttwil rechtsungleich behandelt. Daher verstosse ihr Beizug zur regionalen Kulturkonferenz Langenthal auch gegen Art. 8 Abs. 1 und Art. 9 BV. Diese Rügen stehen zwar in direktem Zusammenhang mit der Verteidigung der Gemeindeautonomie. Es ist indessen fraglich, inwieweit ihnen gegenüber der Rüge der Verletzung der Gemeindeautonomie selbständige Bedeutung zukommt. Diese Frage kann - wie sich zeigen wird - offen bleiben.