Citation: 2C_296/2016 E. 2.2

2.2. Letztlich macht die Gemeinde geltend, dass die gesetzliche Regelung als solche bei der vorliegenden Konstellation zu einem willkürlichen bzw. mit Treu und Glauben nicht vereinbaren Ergebnis führe. Die Problematik beruht darauf, dass verlässliche Steuerdaten nur mit Verzögerung zur Verfügung stehen. Wie das Kantonsgericht feststellt, war sich der Gesetzgeber dessen bewusst und hat dem im Sinne eines Kompromisses dadurch Rechnung getragen, dass der Ressourcenausgleich für ein bestimmtes Jahr aufgrund des Datendurchschnitts der sechs, fünf und vier zurückliegenden Jahre festzulegen ist (Art. 5 ViFA). Auch hier hat sich der kantonale Gesetzgeber am Bund orientiert (vgl. Art. 2 der Verordnung vom 7. November 2007 über den Finanz- und Lastenausgleich [FiLaV; SR 613.21]). Zwar ist auch diese Methode unvollständig, weil vielmals nicht sämtliche Steuerveranlagungen innert sechs Jahren rechtskräftig werden dürften. Indessen erfordern Sinn und Zweck des Ressourcenausgleichs eine gewisse Zeitnähe; es kann nicht beliebig lange mit dessen Festlegung zugewartet werden, bis für sämtliche Gemeinden alle Steuereinnahmen definitiv feststehen. Es lässt sich weder aus dem Willkürverbot noch aus dem Grundsatz von Treu und Glauben eine Verpflichtung der Kantone ableiten, den Finanzausgleich so zu regeln, dass dieser noch nach vielen Jahren zu korrigieren oder dass der Entscheid darüber jahrelang zu sistieren wäre. Der angefochtene Entscheid verletzt schweizerisches Recht in dieser Hinsicht nicht.