Citation: 1C_462/2022 E. 4.3.3

4.3.3. Die Beschwerdeführerin setzt sich mit den Ausführungen des ARE nicht ansatzweise auseinander, sondern moniert einzig, die vom Beschwerdegegner im bundesgerichtlichen Verfahren neu eingereichten Beilagen seien als unzulässige Noven aus dem Recht zu weisen und sämtliche daraus abgeleiteten Annahmen seien unbeachtlich. Ob es sich bei diesen Beilagen zur Beschwerdeantwort um unzulässige Noven im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG handelt (vgl. E. 2.2 hiervor), muss vorliegend nicht beurteilt werden. Dass die bestehende Rindviehhaltung des Beschwerdegegners bodenabhängig erfolgt, ergibt sich bereits aus den vorinstanzlichen Akten. In der Beilage 4 des Schreibens des Schweizer Bauernverbandes als Vertreter des Beschwerdegegners vom 4. Dezember 2020 betreffend die 5. Unterlagenergänzung zum Baugesuch befindet sich die Suisse-Bilanz 2019. Gemäss "Formular A: Grundfutter und verfügbare Nährstoffe" beträgt der Grundfutterverzehr des Rindviehbestands für das Jahr 2019 total 3080 dt TS (= Trockensubstanz). Dem "Formular B: Berechnung der Grundfutterproduktion auf der Futterfläche" ist zu entnehmen, dass der Beschwerdegegner Gras im Umfang von 80 dt TS zugeführt hat. Dies entspricht einem zugekauften, betriebsfremden Grundfutteranteil von (gerade einmal) knapp 2,6 %.