Citation: 9C_568/2020 E. 6.3.1

6.3.1. Zur Arbeitsfähigkeit ist dem psychiatrischen Teilgutachten der asim Folgendes zu entnehmen: Aus fachpsychiatrischer Sicht bestehe eine Reduktion der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit um 40 %. Die Einschränkung werde mit Symptomen im Rahmen einer Schmerzstörung und einer rezidivierenden depressiven Störung begründet. Aufgrund der verschiedenen Diskrepanzen und Inkonsistenzen, auf welche ausführlich eingegangen worden sei, sei entgegen der subjektiven Beschwerdeschilderung von einer maximal mittelgradigen Einschränkung der Funktionalität aus rein fachpsychiatrischer Sicht auszugehen. Das Krankheitsverständnis der Beschwerdeführerin werde durch eine ausgeprägte Passivität und Selbstlimitierung geprägt. Aus den oben genannten Gründen bestehe in einer angepassten Tätigkeit ebenfalls eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit um 40 %. Aus gutachterlicher Sicht sei es aufgrund des chronifizierten, langjährigen und selbstlimitierenden Verlaufs und des dysfunktionalen Krankheitsverständnisses mit der Überzeugung, nahezu nicht mehr arbeitsfähig zu sein, nicht möglich, die Leistungsfähigkeit durch eine Anpassung des Arbeitsplatzes zu erhöhen (Psychiatrisches Teilgutachten Ziff. 8.1 f. S. 15 f.).