Citation: 4D_1/2023 E. 5.2

5.2. Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz habe in willkürlicher Rechtsanwendung auf das ex post Wissen des Beschwerdegegners abgestellt. So sei erst nach fünf-monatiger Korrespondenz zwischen der Krankenversicherung und der Beschwerdeführerin festgestanden, dass die Krankenversicherung nur so wenig übernehme. Die Beschwerdeführerin zeigt allerdings nicht hinreichend auf, inwiefern die Vorinstanz von einem ex post Wissen des Beschwerdegegners ausgegangen sein soll. Nach den für das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz befand sich der behandelnde Arzt Prof. C.________ im Zeitpunkt des Aufklärungsgesprächs in einem vertragslosen Zustand mit der Krankenversicherung. Dementsprechend bestand bereits im Zeitpunkt des Aufklärungsgesprächs das Risiko einer (teilweisen) Nichtdeckung der Behandlungskosten. Es verletzt daher kein Bundesrecht und ist erst recht nicht willkürlich, wenn die Vorinstanz die hypothetische Einwilligung danach beurteilt, ob der Beschwerdegegner in Kenntnis der möglichen, selbst zu tragenden Behandlungskosten von Fr. 27'587.80 auf eine Behandlung bei Prof. C.________ verzichtet hätte.