Citation: 6B_919/2023 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung von Art. 409 Abs. 2 StPO und von Art. 80 BGG. Im Wesentlichen legt er dar, das forensisch-psychiatrische Gutachten betreffend seiner Schuldfähigkeit und Massnahmebedürftigkeit sei erst im Berufungsverfahren eingeholt worden. Da ein derartiges Beweismittel weitreichende Konsequenzen haben könne, sei von einem wesentlichen Mangel i.S.v. Art. 409 StPO auszugehen, zumal sich eine Begutachtung gemäss Art. 20 StGB bereits im Untersuchungsverfahren aufgedrängt hätte. Entsprechend sei eine Rückweisung der Sache an die erste Instanz zur Wahrung der Parteirechte unumgänglich. Angesichts der Wesentlichkeit bzw. der möglichen Konsequenzen eines solchen Gutachtens müsse er sich dazu zwingend vor zwei Instanzen mit voller Kognition äussern können. Seine Verteidigung habe deshalb eine Rückweisung der Angelegenheit an die erste Instanz beantragt. Weil die Vorinstanz die Sache aber nicht zurückgewiesen habe, verletze sie seine Verteidigungsrechte, seinen Anspruch auf einen doppelten Instanzenzug, auf rechtliches Gehör und damit insgesamt auf ein faires Verfahren (Beschwerde S. 41 ff. Ziff. 148 ff.).