Citation: 5A_324/2022 E. 2.3

2.3. Was die Beschwerdeführer hiergegen vorbringen, lässt die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung weder als willkürlich noch sonstwie als bundesrechtswidrig erscheinen. Zunächst kann der Auffassung der Beschwerdeführer nicht gefolgt werden, erst der Entscheid der unteren Aufsichtsbehörde habe zu den neuen Vorbringen Anlass gegeben. So haben die Ersteigerer im erstinstanzlichen Verfahren mit Eingabe vom 16. November 2021 ausdrücklich auf die einschlägige bundesgerichtliche Rechtsprechung hingewiesen und hierzu geltend gemacht, dass die Beschwerdeführer ihr Beschwerderecht mit ihrem passiven Verhalten im Vorfeld der Steigerung verwirkt hätten. Gleichwohl haben die Beschwerdeführer im erstinstanzlichen Verfahren auch in ihrer Eingabe vom 8. Dezember 2021 nicht behauptet, dass sie vom Betreibungsamt nach Kenntniserlangung des Mangels eine Verschiebung der Versteigerung verlangt hätten. Soweit sich die bereits im erstinstanzlichen Verfahren anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer diesbezüglich auf den Untersuchungsgrundsatz (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 2 SchKG) berufen, ist ihnen einerseits entgegenzuhalten, dass die Aufsichtsbehörden nicht verpflichtet sind, von sich aus nach Tatsachen zu forschen, die nicht aktenkundig und von keiner Partei erwähnt sind (Urteile 5A_405/2017 vom 14. November 2017 E. 2.3; 5A_253/2015 vom 9. Juni 2015 E. 4.1; COMETTA/MÖCKLI, a.a.O., N. 7 zu Art. 20a SchKG) und andererseits, dass das Novenverbot gemäss Art. 326 Abs. 1 ZPO auch in Verfahren gilt, welche dem Untersuchungsgrundsatz unterstehen (Urteil 5A_405/2011 vom 27. September 2011 E. 4.5.3, nicht. publ. in: BGE 137 III 470; SPÜHLER, in: Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2017, N. 2 zu Art. 326 ZPO; JEANDIN, in: Commentaire romand, Code de procédure civile, 2. Aufl. 2019, N. 2 und 5 zu Art. 326 ZPO; JENT-SØRENSEN, a.a.O.).