Citation: 5C.70/2004 13.05.2004 E. 2

Der Kläger wirft dem Kantonsgericht zunächst vor, in Verletzung von Art. 125 Abs. 2 ZGB die Eigenversorgungskapazität der Beklagten falsch eingeschätzt zu haben. Es habe die Dauer der Ehe (Art. 125 Abs. 2 Ziff. 2 ZGB) und das Alter der Beklagten (Art. 125 Abs. 2 Ziff. 4 ZGB) zu deren Gunsten gewichtet sowie Umfang und Dauer der von ihr noch zu leistenden Betreuung von Z.________ (Art. 125 Abs. 2 Ziff. 6 ZGB) massiv über- und deren berufliche Ausbildung und Erwerbsaussichten (Art. 125 Abs. 2 Ziff. 7 ZGB) unterbewertet. 2.1 Als für die Bestimmung des Umfangs der Unterhaltspflicht massgebliche Dauer der Ehe (Art. 125 Abs. 2 Ziff. 2 ZGB) hat das Kantonsgericht in zutreffender Weise die Zeit zwischen der Eheschliessung (10. April 1990) und der faktischen Trennung (7. April 2000) betrachtet (vgl. das in ZBJV 138/2002, S. 30 ff., abgedruckte Urteil der erkennenden Abteilung vom 4. April 2001 [5C.278/2000], E. 3c), was zehn Jahre ausmacht. Im Zeitpunkt der Trennung war die Beklagte nicht ganz 47 Jahre alt. Der vom Kläger angesprochenen, an anderer Stelle getroffenen Feststellung des Kantonsgerichts, die Beklagte sei bei Eintritt der Rechtskraft des Scheidungsspruchs (23. September 2003) knapp über 50 Jahre alt gewesen, kommt für die Beurteilung ihres Unterhaltsanspruchs in der Tat keine Bedeutung zu. Auch die Vorinstanz hat indessen nichts anderes angenommen.