Citation: 5A_28/2020 E. 3.3.5

3.3.5. Weiter rügt die Beschwerdeführerin, die vorinstanzliche Schlussfolgerung, wonach die persönlichen und finanziellen Verhältnisse des Beschwerdegegners als stabil und existenzsichernd betrachtet werden können, finde keinen Halt in den zugrunde liegenden Akten und lasse sich nicht nachvollziehen. Zusammengefasst wirft sie dem Kantonsgericht vor, sich hinsichtlich des Aufenthaltsstatus, der Sozialhilfeunterstützung und des IV-Verfahrens des Beschwerdegegners auf veraltete Angaben zu stützen. Die persönlichen Verhältnisse würden ohne Prüfung als ausreichend angenommen, ohne dass die Vorinstanz wisse, ob der Beschwerdegegner beispielsweise über genügend Wohnraum verfügt. Demgegenüber qualifiziere das Kantonsgericht die persönlichen und finanziellen Verhältnisse von ihr, der Beschwerdeführerin, als ungenügend, obwohl sie aktenmässig weit umfangreicher erstellt seien. Die Beschwerdeführerin übersieht, dass der Beschwerdegegner einen gültigen Aufenthaltstitel besass, als die Vorinstanz am 22. November 2019 ihr Urteil fällte. Das Datum vom 30. September 2019, bis zu dem die Gemeinde die wirtschaftliche Unterstützung zugesagt hatte, lag zu diesem Zeitpunkt zwar schon in der Vergangenheit. Allein mit Blick auf die Frage, ob die finanziellen Verhältnisse des Beschwerdegegners als stabil und existenzsichernd gelten können, kann der Vorinstanz nicht vorgeworfen werden, sich in der Zwischenzeit bis zur Urteilsfällung nicht erneut nach dem Sozialhilfestatus des Beschwerdegegners erkundigt zu haben. Besondere Gründe oder Anhaltspunkte, die darauf hindeuten würden, dass dem Beschwerdegegner die wirtschaftliche Unterstützung durch seine Wohngemeinde noch vor dem Abschluss seines IV-Verfahrens versagt werden könnte, sind der Beschwerde nicht zu entnehmen und auch nicht ersichtlich. Was schliesslich die persönlichen Verhältnisse der Eltern angeht, vermag die Beschwerdeführerin allein aus der Art und Weise, wie das Kantonsgericht ihre eigene Situation beurteilt, hinsichtlich der Situation des Beschwerdegegners nichts abzuleiten. Die Beschwerde erweist sich in dieser Hinsicht als unbegründet.