Citation: 6B_685/2017 E. 2.1

2.1. Wer vorsätzlich einen Menschen tötet, ohne dass eine der besonderen Voraussetzungen der nachfolgenden Artikel zutrifft, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren bestraft (Art. 111 StGB). Handelt der Täter besonders skrupellos, sind namentlich sein Beweggrund, der Zweck der Tat oder die Art der Ausführung besonders verwerflich, so ist die Strafe lebenslängliche Freiheitsstrafe oder Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren (Art. 112 StGB). Nach der in E. III.1.2.12 des angefochtenen Entscheids zutreffend wiedergegebenen Rechtsprechung (vgl. BGE 141 IV 61 E. 4.1 S. 64 f.) hat die Prüfung des qualifizierenden Tatbestandsmerkmals "besonders skrupellos" im Rahmen einer Gesamtwürdigung der inneren und äusseren Umstände der Tat zu erfolgen. Die im Gesetz beispielhaft aufgezählten Beweggrund und Zweck sowie Art der Ausführung der Tat, die verwerflich sein müssen, sind Indizien für das Vorliegen dieses Merkmals; sie müssen indessen nicht zwingend erfüllt sein, um Mord annehmen zu können. Dem ist beizufügen, dass nach Rechtsprechung und herrschender Lehre Mord auch eventualvorsätzlich begangen werden kann (BGE 112 IV 65 E. 3b; Urteil 6B_232/2012 vom 8. März 2013 E. 1.4.2 mit Hinweisen).