Citation: U 353/04 14.02.2005 E. 2

Streitig ist der Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung und dabei insbesondere derjenige auf eine Rente. Die Integritätsentschädigung war dagegen schon im vorinstanzlichen Verfahren nicht mehr Gegenstand des Verfahrens. 2.1 Das kantonale Gericht geht in Würdigung der medizinischen Akten davon aus, dass ab dem Zeitpunkt der Leistungseinstellung durch die "Basler" keine unfallkausalen somatischen Beschwerden mehr vorgelegen hätten und die geklagten psychischen Leiden nicht adäquat kausale Unfallfolgen seien. Die Versicherte ist demgegenüber der Auffassung, sie sei von mehreren Fachärzten und Spitälern abgeklärt worden, welche allesamt eine nach dem Unfall entstandene Arbeitsunfähigkeit attestiert hätten; weiter lägen die Meinungen dreier Psychiater vor, die von einem Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall von August 2001 und den psychischen Beschwerden ausgingen. Bei widersprechenden Arztberichten sei eine neutrale Begutachtung notwendig. 2.2 Die Gutachter des Zentrums Z._________ schätzen die Arbeitsfähigkeit in rein organischer Hinsicht auf 100%; es bestünden keine unfallbedingten organischen Befunde, welche diese Arbeitsfähigkeit einschränken würden, was insbesondere für den diskreten Hartspann und die Druckdolenz der Nackenmuskulatur zutreffe; die weiter festgestellten lumbosacralen Beschwerden seien vorbestehend. Die polydisziplinäre Expertise des Zentrums Z._________ vom 8. Mai 2003 ist für die streitigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden; zudem ist sie in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation einleuchtend und enthält begründete Schlussfolgerungen (BGE 125 V 352 Erw. 3a). Somit kommt ihr grundsätzlich volle Beweiskraft zu. Mit überzeugender Begründung hat das kantonale Gericht erkannt, dass den Berichten des Dr. med. H.________ vom 17. September 2002 sowie des Dr. med. O.________ vom 3. Oktober 2003 keine entscheidwesentliche Begründung zukommt; diese Berichte vermögen denn auch keine Zweifel an der Richtigkeit der Einschätzung der Gutachter des Zentrums Z._________ zu wecken (BGE 125 V 353 Erw. 3b/bb). Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde hat die Versicherte einen Bericht der Klinik G.________ vom 24. November 2003 über den Klinikaufenthalt vom 12. Oktober bis 8. November 2003 zu den Akten gelegt. Da diese Ausführungen den Sachverhalt bis zur Zeit des Einspracheentscheides im Oktober 2003 betreffen, sind sie im letztinstanzlichen Verfahren zu berücksichtigen (RKUV 2001 Nr. U 419 S. 101). Allerdings vermag dieser Klinikbericht keine Zweifel am somatischen Teil des Gutachtens des Zentrums Z._________ zu wecken, da er nur die psychischen Beschwerden betrifft. Die letztinstanzlich weiter eingereichten Berichte der Klinik S.________ vom 9. Juli 2004, des Dr. med. H.________ vom 22. Juli 2004 sowie des Dr. med. O.________ vom 4. August 2004 sind für das vorliegende Verfahren dagegen allein schon deshalb nicht massgebend, da sie einen Zeitpunkt nach dem - Grenze richterlicher Überprüfungsbefugnis bildenden (RKUV 2001 Nr. U 419 S. 101) - Zeitraum bis zum Einspracheentscheid von Oktober 2003 betreffen. Bei dieser Sachlage erübrigen sich weitere Abklärungen. 2.3 Im Hinblick auf die psychischen Beschwerden hat das kantonale Gericht zu Recht das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhanges bejaht, da nach den Ausführungen im Gutachten des Zentrums Z._________ vom 8. Mai 2003 der Unfall "als Kristallisationspunkt und Aufhängepunkt für das Ausdrücken eines lange aufgestauten psychischen Konfliktes diente". Damit ist der Unfall für die geklagten psychischen Leiden zumindest eine Teilursache, was für die Bejahung der natürlichen Kausalität genügt (BGE 119 V 337 Erw. 1). Dies wird in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde verkannt, wenn betreffend psychische Beschwerden allein auf Arztberichte verwiesen wird, da diese den Sachverhalt und damit die - nicht bestrittene - natürliche Kausalität beschlagen. Zusätzliche Abklärungen sind deshalb auch in dieser Hinsicht nicht notwendig. Was den weiter notwendigen adäquaten Kausalzusammenhang betrifft, kann vollumfänglich auf die überzeugende Begründung des kantonalen Gerichts verwiesen werden, welches die Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 133 zutreffend angewandt und das Vorliegen der Adäquanz zu Recht verneint hat. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird denn auch nichts zu dieser Frage vorgebracht. 2.4 Da keine somatischen Unfallfolgen mehr vorliegen (vgl. Erw. 2.2 hievor) und die psychischen Beschwerden nicht adäquat kausale Unfallfolgen sind (vgl. Erw. 2.3 hievor), hat die "Basler" ihre Leistungen zu Recht eingestellt. Nicht massgebend ist im Übrigen, dass die Invalidenversicherung gemäss Angaben in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde eine halbe Invalidenrente ausrichtet. Denn für diese Sozialversicherung sind - wegen ihrer Ausgestaltung als finaler Versicherung (vgl. BGE 124 V 178 Erw. 3b mit Hinweisen) - die (unter Umständen verschiedenen) Ursachen der Invalidität nicht massgebend, solange sie Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sind (Art. 4 Abs. 1 IVG). Der von der Versicherten beantragte Beizug der Akten der Invalidenversicherung ist somit nicht nötig.