Citation: 4A_116/2020 E. 2.1.2

2.1.2. Der Entscheid, der nur einen Teil der gestellten Begehren behandelt, ist indes nur dann ein vor Bundesgericht anfechtbarer Teilentscheid, wenn diese Begehren unabhängig von den anderen beurteilt werden können. Die Unabhängigkeit ist zum einen so zu verstehen, dass die gehäuften Begehren auch Gegenstand eines eigenen Prozesses hätten bilden können. Zum anderen erfordert die Unabhängigkeit, dass der angefochtene Entscheid einen Teil des gesamten Prozessgegenstandes abschliessend beurteilt, so dass keine Gefahr besteht, dass das Schlussurteil über den verbliebenen Prozessgegenstand im Widerspruch zum bereits rechtskräftig ausgefällten Teilurteil steht (BGE 141 III 395 E. 2.4 S. 398; 135 III 212 E. 1.2.2 und E. 1.2.3 S. 217). Die Beschwerdeführerin äussert sich nicht zur Voraussetzung für die Qualifikation des angefochtenen Entscheids als Teilentscheid im Sinne von Art. 91 lit. a BGG, dass das Klagebegehren 1 unabhängig von den anderen gestellten Begehren beurteilt werden kann, namentlich auch zum Gegenstand eines eigenen Prozesses hätte gemacht werden können. Sie legt insbesondere nicht dar, weshalb sie ein schutzwürdiges Interesse an der blossen, mit ihrem Klagebegehren 1 beantragten Feststellung haben soll, dass die D.________ SA mit ihrem Schlussbericht vom 10. Juni 2015 den Schaden aus dem Brandfall C.________ SA vom 29. Dezember 2013 für die Verfahrensparteien verbindlich festgestellt habe, weshalb mithin die Klagevoraussetzung eines Feststellungsinteresses für eine entsprechende Klage zu bejahen wäre (Art. 88 i.V.m. Art. 59 Abs. 2 lit. a ZPO; vgl. BGE 141 III 68 E. 2.3; 135 III 378 E. 2.2 S. 380, je mit Hinweisen). Entsprechendes ist denn auch nicht ersichtlich, fehlt der Beschwerdeführerin doch offensichtlich ein schutzwürdiges Interesse an einer entsprechenden selbständigen Feststellung. Mit einer solchen würde ihr kein vollstreckbarer Anspruch auf Leistungen oder Unterlassungen der Beschwerdegegnerin verschafft. Ebensowenig geht es um eine Ungewissheit der Rechtsbeziehungen zwischen den Parteien, die durch die richterliche Feststellung behoben werden könnte und deren Fortdauer der Beschwerdeführerin nicht zumutbar wäre. Die Beschwerdeführerin hat ihr Klagebegehren 1 denn auch in ihrem Klageantrag 4 mit einem Leistungsbegehren verbunden, mit dem sie die Verpflichtung der Beschwerdegegnerin zur Erbringung von Versicherungsleistungen für den erlittenen Betriebsunterbrechungsschaden fordert. Das Klagebegehren 1 betrifft nur die Teilfrage nach der Festsetzung der Höhe des Schadens, für den die Beschwerdegegnerin bei weiteren gegebenen Voraussetzungen Ersatz zu leisten hat. Damit fehlt es bereits an der ersten der vorgenannten zwei Voraussetzungen für eine unabhängige Beurteilbarkeit des Klagebegehrens 1, dass es Gegenstand eines eigenen Prozesses hätte bilden können. Der vorinstanzliche Entscheid darüber stellt entsprechend keinen Teilentscheid im Sinne von Art. 91 BGG, sondern einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG dar (BGE 141 III 395 E. 2.2 S. 397 f.); eine Qualifikation als Zwischenentscheid nach Art. 92 BGG fällt vorliegend ausser Betracht.