Citation: 6B_1494/2021 E. 1.5.4

1.5.4. Der Beschwerdeführer ist seit 2010 mit B.________ verheiratet, mit der er zwei gemeinsame Kinder im Alter von zehn und sechs Jahren hat; zum vorinstanzlichen Urteilszeitpunkt erwarteten die beiden zudem ein drittes Kind. Die Kinder sind alle in der Schweiz geboren und aufgewachsen. Die Familie lebt in einer gemeinsamen Wohnung. Der Beschwerdeführer und seine Ehefrau haben sich gemäss den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz bei einem Besuch im Kosovo kennengelernt. Die Ehefrau des Beschwerdeführers ist kosovarische Staatsangehörige und seit ihrer frühen Kindheit in der Schweiz. Durch ihre Familie, die wie der Beschwerdeführer ursprünglich aus dem Kosovo stammt, ist die Ehefrau mit der dortigen Kultur und der albanischen Sprache vertraut. Sie arbeitete zuletzt als Detailshandelsangestellte, ist momentan jedoch aufgrund der Schwangerschaft nicht mehr berufstätig. Als sie erwerbstätig war, teilten sich die beiden die Kinderbetreuung je nach Arbeitszeiten auf. Der Beschwerdeführer stört sich an den Ausführungen der Vorinstanz zu seiner ehelichen Beziehung insoweit, als er geltend macht, diese werde zu Unrecht als getrübt beurteilt. Die Vorinstanz lasse sich über einen Vorfall im Oktober 2018 aus, bei dem die Ehefrau die Polizei gerufen habe. Zwar habe die Ehe schwierige Zeiten erlebt, diese hätten sie aber bestens überstanden. Dabei scheint der Beschwerdeführer zu übersehen, dass die Vorinstanz trotz ihrer Ausführungen betreffend den Vorfall häuslicher Gewalt von einer nahen, echten und tatsächlich gelebten familiären Beziehung im Sinne von Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 BV ausgeht (vgl. oben E. 1.4.2). Dies ist angesichts der Dauer der Ehe, der Wohnsituation und der gemeinsamen Kinder auch nicht zu beanstanden. Aus seinen Vorbringen kann der Beschwerdeführer entsprechend nichts für sich ableiten, zumal er sich auch nicht begründet mit den vorinstanzlichen Erwägungen auseinandersetzt (Art. 42 Abs. 2 BGG). Die Ehefrau des Beschwerdeführers ist ebenfalls kosovarische Staatsangehörige, der albanischen Sprache mächtig und mit der Kultur ihres Heimatlandes vertraut. Angesichts des Umstands, dass sie seit ihrer frühen Kindheit in der Schweiz lebt, hier erwerbstätig ist, die Kinder hier geboren und aufgewachsen sind und zur Schule gehen, wäre eine Trennung der Familie mit gewissen Schwierigkeiten verbunden. Überdies stellt die Vorinstanz verbindlich fest, die Ehefrau des Beschwerdeführers habe bis zur Einleitung des Strafverfahrens keine gesicherte Kenntnis vom Drogenhandel ihres Ehemanns gehabt, was sie zu Recht in ihre Würdigung miteinbezieht (vgl. oben E. 1.4.4). Die Vorinstanz erwägt, es sei der Ehefrau nicht ohne Weiteres zumutbar, den Beschwerdeführer zusammen mit den Kindern in das gemeinsame Heimatland zu folgen. Damit ist der Schutzbereich von Art. 8 Ziff. 1 EMRK zumindest tangiert.