Citation: 9C_60/2023 E. 6.2

6.2. Vorinstanzlich wurde zutreffend darauf hingewiesen, dass ein strukturiertes Beweisverfahren dort entbehrlich bleibt, wo im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte eine Arbeitsunfähigkeit in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und allfälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (BGE 143 V 418 E. 7.1; Urteil 8C_53/2022 vom 5. Juli 2022 E. 4.2 mit Hinweisen). Da es nach dem Gesagten an einer die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin beeinträchtigenden psychischen Erkrankung fehlt - gegenteilige fachärztliche Einschätzungen existieren nicht -, ist das kantonale Gericht bundesrechtskonform verfahren, indem es die Notwendigkeit eines entsprechenden Beweisverfahrens verneint hat. Die Beschwerdeführerin verkennt mit ihrer Argumentation, dass Dr. med. D.________ das (aktuelle) Vorhandensein einer psychiatrischen Diagnose mit dem Fehlen entsprechender Befunde erklärte. Sind solche nicht ausgewiesen, mangelt es sowohl an einer Diagnose als auch an darauf zurückzuführenden funktionellen Auswirkungen auf das Leistungsvermögen.