Citation: 4P.94/2004 16.07.2004 E. 1

Der Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung wird in erster Linie durch das kantonale Prozessrecht geregelt (im vorliegenden Fall §§ 130 ff. ZPO/LU). Unabhängig davon besteht ein solcher Anspruch auch aufgrund der Bundesverfassung (Art. 29 Abs. 3 BV). Die Auslegung und die Anwendung der kantonalen Gesetzesbestimmungen über den Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung prüft das Bundesgericht nur unter dem Gesichtswinkel des Willkürverbotes. Ob der durch die Bundesverfassung garantierte Anspruch verletzt wurde, untersucht es in rechtlicher Hinsicht frei. Soweit es um tatsächliche Feststellungen der kantonalen Instanz geht, ist seine Prüfungsbefugnis auf Willkür beschränkt (BGE 127 I 202 E. 3a S. 204 f. m.w.H.). Im vorliegenden Fall hat das Amtsgericht Luzern-Land die Klage der Beschwerdeführer gestützt auf ein Gutachten von Dr. K.________ und Prof. L.________ abgewiesen, da ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 2. August 1993 und den Beschwerden bzw. der Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin heute nicht mehr bestehe. Der natürliche Kausalzusammenhang habe nach dem Unfall während lediglich einigen Wochen bis wenigen Monaten, längstens jedoch während eines Jahres bestanden. Die gegen dieses Urteil erhobene Appellation hält die Instruktionsrichterin für aussichtslos, weil weder die Kritik an der Schlüssigkeit des Gutachtens noch der Hinweis, die Gutachter seien befangen gewesen, überzeugend seien.