Citation: 6B_263/2020 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz argumentiert, dass C.________ zwecks Befragung zur Berufungsverhandlung vorgeladen worden sei, sei aus dem Vorladungsprotokoll vom 12. Februar 2019 in den Verfahrensakten, welche dem Verteidiger des Beschwerdeführers am 12. Februar 2019 für fünf Tage zur Einsicht ausgehändigt worden seien, hervorgegangen. Der Verteidiger des Beschwerdeführers habe an der Berufungsverhandlung vom 4. Oktober 2019 eingeräumt, dass aufgrund dieses Protokolls auf eine Einvernahme von C.________ hätte geschlossen werden können (angefochtenes Urteil S. 7). Der Beschwerdeführer widerlegt dies in seiner Beschwerde nicht. Er behauptet insbesondere nicht, sein Verteidiger habe das Vorladungsprotokoll vom 12. Februar 2019 in den Verfahrensakten nicht zur Kenntnis genommen. Die Vorinstanz erwägt weiter, den Parteien sei insofernentgegengekommen worden, als ihnen nach der Befragung des Beschwerdeführers eine längere Pause zur Vorbereitung der Einvernahme von C.________ eingeräumt worden sei. Der Präsident habe den Parteien den Vorschlag unterbreitet, die Berufungsverhandlung vor der Befragung von C.________ von ca. 10.05 Uhr bis um 10.45 Uhr zu unterbrechen. Die Verteidigung habe daraufhin um einen Unterbruch der Berufungsverhandlung bis um 11.00 Uhr ersucht. Diesem Ersuchen sei entsprochen worden. Die Berufungsverhandlung sei um 10.05 Uhr unterbrochen und um 11.04 Uhr fortgesetzt worden. Anträge, die Fortsetzung der Berufungsverhandlung zur Verlängerung der Vorbereitungszeit auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, seien zu jenem Zeitpunkt keine gestellt worden (angefochtenes Urteil S. 7). Letztlich erklärte sich der Verteidiger mit dem Vorgehen der Vorinstanz folglich einverstanden, ansonsten er anlässlich der Berufungsverhandlung vom 4. Oktober 2019 mehr Zeit für die Vorbereitung der Einvernahme von C.________ hätte beantragen können. Im Übrigen legt der Beschwerdeführer auch nicht plausibel dar, weshalb ihm bzw. seinem Verteidiger für die Vorbereitung der Befragung von C.________ zwingend mehr Zeit hätte eingeräumt werden müssen. Bei C.________ handelt es sich um die Hauptbelastungszeugin. Mit der Vorinstanz ist daher davon auszugehen, dass sich der Verteidiger des Beschwerdeführers zwecks Vorbereitung der Berufungsverhandlung vom 4. Oktober 2019 mit den bisherigen Aussagen der Zeugin auseinandersetzen musste und ihm diese folglich bekannt waren. Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer mit seinem Verteidiger an den staatsanwaltschaftlichen Einvernahmen von C.________ vom 3. November 2016 und 4. Juli 2017 anwesend war (kant. Akten, Urk. 10/2 und 10/4). Er hatte somit auch im Vorverfahren mehrfach Gelegenheit, der Zeugin Fragen zu stellen. Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör und auf eine effektive Verteidigung ist daher nicht ersichtlich.