Citation: 1C_180/2021 E. A

A.a. Die Parzelle Sigriswil Gbbl. Nr. 434 liegt in der Kernzone K2 und im Ortserhaltungsgebiet. Sie gehört zur Baugruppe A und stand im Alleineigentum der A.________ AG. Der Regierungsstatthalter von Thun erteilte der A.________ AG mit Gesamtentscheid vom 17. Juli 2015 eine Baubewilligung für den Abbruch der auf der Parzelle Sigriswil Gbbl. Nr. 434 bestehenden Gebäude und den Neubau zweier Mehrfamilienhäuser samt Einstellhalle. Die Baubewilligung war mit der Auflage verknüpft, anstelle der geplanten grauen Ziegel die in der Kernzone ortstypischen roten Ziegel zu verwenden. Am 22. Januar 2016 begründete die A.________ AG über die gesamte Parzelle Sigriswil Gbbl. Nr. 434 Stockwerkeigentum. Mit Ausnahme von zwei Einstellhallenparkplätzen verkaufte sie die Stockwerkeinheiten in der Folge nach und nach. A.b. Am 17. März 2017 stellte die A.________ AG ein nachträgliches Baugesuch, nachdem behördlicherseits Abweichungen von der Baubewilligung festgestellt worden waren. Mit Verfügung vom 19. November 2018 verweigerte die Einwohnergemeinde Sigriswil die nachträgliche Baubewilligung. Zugleich ordnete sie, soweit hier interessierend, folgende Massnahmen zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes an: "c.) Knoten Niesenblickweg/Feldenstrasse: Beim Knoten Niesenblickweg/Feldenstrasse ist die normengerechte Sichtweite von 30 Metern in Richtung Süden unter Anpassung der Umfassungsmauer des Containerstandorts baulich herzustellen, die drei ersten Steinelemente können belassen werden, die restlichen sind auf eine Sockelhöhe von ca. 20 cm zurückzuschneiden. Die Container sind direkt entlang der Westfassade des Erschliessungsturms anzuordnen. Der nach rechts gerichtete Spiegel sollte auch im Winter funktionstüchtig sein. d.) [...] e.) Dachziegel: Für die Bedachung müssen ortsübliche, naturrote Dachziegel verwendet werden. f.) Fassadengestaltung und Fensteranteil: An den Südfassaden der beiden Häuser ist im Sinne des ursprünglichen und bewilligten Baugesuchs die gestalterisch geschickte Trennung des grossen Baukörpers in zwei Häuser, wie ursprünglich angedacht, zu gestalten. Konkret sind die nicht bewilligten grossen Doppelfenster beim MFH [= Mehrfamilienhaus] A im Bereich der Holzfassade (Mittelteil der beiden Vollgeschosse) dauerhaft mit einem Brüstungsfeld in Holz zu versehen. Die nicht bewilligten grossen Doppelfenster (insgesamt 4 Elemente) in den Bereichen des verputzten Sockels beim MFH A und MFH B sind dauerhaft mit einem weiss verputzten Brüstungsfeld zu versehen."