Citation: 1B_258/2007 30.11.2007 E. 3

Als besondere Haftgründe nennt die Anklagekammer Flucht- und Kollusionsgefahr. Fluchtgefahr liegt vor, wenn aufgrund bestimmter Anhaltspunkte ernsthaft befürchtet werden muss, die Angeklagte werde sich der Strafverfolgung oder der zu erwartenden Strafe durch Flucht entziehen (§ 58 Abs. 1 Ziff. 1 StPO/ZH). Die Anklagekammer führt aus, die Beschwerdeführerin habe vor der Festnahme häufig die Wohnung gewechselt und massiv Alkohol konsumiert. Sie sei keiner geregelten Arbeit nachgegangen, habe finanzielle Unterstützung vom Sozialamt bezogen und sei verschuldet. Aufgrund ihres Vorlebens bestehe die Gefahr, dass sie in Freiheit erneut Alkohol und/oder Drogen konsumiere, in einen unsteten Lebenswandel abgleite und dadurch dem erkennenden Gericht nicht zur Verfügung stehe. Zudem lebten ihr Vater und ihre Tante in Deutschland und es sei nicht auszuschliessen, dass sie zu ihnen Kontakt suchen könnte. Überdies drohe der Beschwerdeführerin im Falle einer Verurteilung eine empfindliche Freiheitsstrafe. Eine mildere Massnahme als Sicherheitshaft sei ausgeschlossen, weil damit die Fluchtgefahr nicht wirksam gebannt werde. Kollusionsgefahr liegt vor, wenn aufgrund bestimmter Anhaltspunkte ernsthaft befürchtet werden muss, die Angeschuldigte werde Spuren oder Beweismittel beseitigen, Dritte zu falschen Aussagen zu verleiten suchen oder die Abklärung des Sachverhalts auf andere Weise gefährden (§ 58 Abs. 1 Ziff. 2 StPO/ZH). Nach Ansicht der Anklagekammer werden für die gerichtliche Beurteilung die Aussagen eines Zeugen relevant sein, zu dem die Beschwerdeführerin früher eine enge Beziehung pflegte. Es bestehe die Gefahr, dass sie diesen in seinen Aussagen zu beeinflussen versuchen könnte.