Citation: 6B_569/2018 E. 3.4

3.4. Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, das Fotografieren im Garten an der Liegenschaft stelle keinen durch Art. 179quater Abs. 1 StGB sanktionierten Vorgang dar, setzt sie sich mit den vorinstanzlichen Erwägungen nicht substanziiert auseinander. Ob die Beschwerde in dieser Hinsicht den Begründungsanforderungen nach Art. 42 Abs. 2 BGG genügt, ist fraglich, kann aber offen bleiben, da sie sich ohnehin als unbegründet erweist. Beim Gartensitzplatz des vom Privatkläger 1 bewohnten Einfamilienhauses handelt es sich um einen von Art. 179quater geschützten privaten Bereich. Es kann diesbezüglich auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (vgl. angefochtenes Urteil Ziff. 5.2.5 S. 22). Vorgänge, welche innerhalb dieser geschützten Privatsphäre stattfinden, sind durch Art. 179quater Abs. 1 StGB geschützt, auch wenn sie keinen besonderen persönlichen Gehalt aufweisen. Mit der Vorinstanz hat der Privatkläger 3 als Gast des Privatklägers 1 den Schutz dessen Hausfriedensrechts genossen. Weiter brachten die Betroffenen klar zum Ausdruck, dass sie Wert auf ihre Privatsphäre legten und mit der Fotoaufnahme nicht einverstanden waren. Dass das Fotografieren offen und nicht heimlich erfolgte, ist dabei irrelevant. Die noch im bundesrätlichen Entwurf enthaltene Formulierung, wonach nur bestraft werden könne, wer mit einem versteckt angebrachten Bildaufnahmegerät Tatsachen aus dem Geheimbereich beobachtet oder auf einen Bildträger aufnimmt, wurde im Verlauf der parlamentarischen Beratung dahingehend geändert, dass auf das Wort "versteckt" verzichtet und zudem auch Tatsachen aus dem Privatbereich unter Schutz gestellt wurden (vgl. RAMEL/VOGELSANG in: Basler Kommentar, Strafrecht II, 4. Aufl. 2019, N. 5 zu Art. 179quater StGB). Die Rüge der Beschwerdeführerin ist damit unbegründet, soweit sie den Begründungsanforderungen überhaupt genügt.