Citation: U 15/01 04.12.2001 E. 4

4.- Ist eine Leistungspflicht des Unfallversicherers nach dem Gesagten (Erw. 3 hievor) für die Zeit bis 28. Februar 1993 und somit auch für die Implantationsoperation vom 8. April 1988 zu bejahen, hat die Elvia, wie die Vorinstanz zutreffend erkannt hat, auch Leistungen im Zusammenhang mit der Reoperation vom 1. April 1997 zu erbringen, weil der Eingriff vom 1. April 1997 nach den medizinischen Akten (Bericht des Dr. med. K.________ vom 5. März 1997 sowie Gutachten des Prof. Dr. med. L.________ vom 26. November 1998) eine Folge desjenigen vom 8. April 1988 darstellt. Die gegenteilige Auffassung der Elvia, wonach die Gelenkspfanne sich "aus ihrer Eigendynamik und nicht wegen der Fehlstellung um 5°" gelockert habe, findet in den Stellungnahmen der Ärzte keine Stütze, weshalb darauf nicht weiter einzugehen ist. Grundlage für die diesbezügliche Anspruchsberechtigung der Versicherten bildet die Bestimmung des Art. 6 Abs. 3 UVG, wonach Leistungen nicht nur bei den in Abs. 1 erwähnten Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten sowie den in Abs. 2 genannten unfallähnlichen Körperschädigungen erbracht werden, sondern auch bei Schädigungen, die dem Verunfallten bei der Heilbhehandlung (Art. 10 UVG) zugefügt werden (vgl. dazu auch BGE 118 V 292 Erw. 3b; Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, S. 181). Bei dieser Rechtslage vermag an der Leistungspflicht der Elvia, zu deren Festsetzung in quantitativer Hinsicht die Vorinstanz die Sache an den Unfallversicherer zurückgewiesen hat, nichts zu ändern, dass die Elvia es als stossend empfindet, dass die bis Februar 1993 erfolgte Leistungsausrichtung, welche nach ihrer Betrachtungsweise einen "Fehler" darstellt, über den 1. April 1997 hinaus Konsequenzen hat. Auch in diesem Punkt ist der angefochtene Entscheid somit rechtens.