Citation: U 405/99 16.06.2000 E. 2

2.- a) Kreisarzt Dr. med. S.________ hält im Bericht vom 19. September 1997 fest, dass sich die äusseren Umstände für den Versicherten geändert hätten, weil er nicht mehr wie bisher als Maurer arbeiten könne. In Bezug auf das Kniegelenk bestehe ein mehr oder weniger stabiler Zustand. Die einschiessenden und blockadeartigen Schmerzen im Kniegelenk seien möglicherweise durch Knorpeleinrisse verursacht, eventuell aber auch durch Meniskus-Einklemmungen. Bei Anhalten dieser Beschwerden müsse eine arthroskopische Abklärung und Gelenktoilette in Betracht gezogen werden. Es sei nicht zu erwarten, dass dadurch eine wesentliche Verbesserung und Steigerung der Arbeitsfähigkeit resultiere. Insgesamt sei es erstaunlich, dass der Versicherte mit diesem radiologisch schweren Schaden des Kniegelenkes bis vor kurzem auf dem Bau habe arbeiten können. Auf dem Unfallschein habe er eine Arbeitsfähigkeit von 50 % bestätigt. Dem Versicherten werde es wahrscheinlich nicht mehr möglich sein, die restliche Arbeitsfähigkeit auf dem Bau als Maurer zu realisieren. Sobald der Versicherte wieder eine Arbeit habe und nicht mehr die vorherige Arbeitsfähigkeit erreiche, müsse eine Leistungsprüfung und eventuell eine Rentenrevision durchgeführt werden. Dr. med. Z.________, FMH orthopädische Chirurgie, diagnostizierte anlässlich der Untersuchung vom 15. Juli 1998 eine Gonarthrose im linken Kniegelenk. Orthopädische Massnahmen seien zum heutigen Zeitpunkt keine notwendig. Er unterstütze die Beurteilung des Kreisarztes, wonach die restliche Arbeitsfähigkeit auf dem Bau als Maurer kaum mehr möglich sein werde. Er habe den Versicherten aber auch darauf aufmerksam gemacht, dass bei leichter körperlicher Arbeit bei entsprechender Arbeitsplatzgestaltung auch eine deutlich höhere Leistung verlangt werden dürfe. Im Bericht vom 21. Juli 1998 stellt Dr. med. V.________ als Diagnose eine fortgeschrittene Gonarthrose links bei Chondrocalzinose. Da der Versicherte teilweise noch drei Stunden zu gehen in der Lage sei, könne man auf Grund der Beschwerdesymptomatik mit einer Knieendoprothese noch zuwarten. Auf Grund des Röntgenbefundes mit fortgeschrittener Gonarthrose in allen Kompartimenten sei die Indikation für eine Endoprothesenversorgung klar gegeben. Eine Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer leichten Arbeit sei gerechtfertigt. b) Wie die SUVA in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu Recht geltend macht, kann auf Grund dieser ärztlichen Unterlagen nicht in zuverlässiger Weise beurteilt werden, welche Tätigkeiten und in welchem Umfang diese dem Beschwerdegegner aus ärztlicher Sicht noch zumutbar sind. Kreisarzt Dr. med. S.________ bescheinigt eine Arbeitsfähigkeit von 50 %, wobei er bemerkt, dem Beschwerdegegner werde es wahrscheinlich nicht mehr möglich sein, die restliche Arbeitsfähigkeit auf dem Bau als Maurer zu realisieren. Unklar ist, ob die Verwertung der Restarbeitsfähigkeit auf dem Bau wegen den äusseren Umständen oder aus medizinischer Sicht nicht zumutbar ist. Ferner enthält die kreisärztliche Beurteilung keine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit. Dr. med. Z.________ hält die Verwertung der vom Kreisarzt bescheinigten Restarbeitsfähigkeit auf dem Bau für kaum mehr möglich, ist hingegen der Ansicht, dass der Beschwerdegegner bei leichter körperlicher Arbeit bei entsprechender Arbeitsplatzgestaltung auch eine deutlich höhere Leistung erbringen könne. Demgegenüber erachtet Dr. med. V.________ eine Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer leichten Arbeit als gerechtfertigt. Angesichts dieser unterschiedlichen Beurteilungen der Restarbeitsfähigkeit und der fehlenden Stellungnahme zur Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit erweist sich die Sache in medizinischer Hinsicht als abklärungsbedürftig. Namentlich lässt sich nicht beurteilen, welche Arbeitsleistungen und Tätigkeiten dem Beschwerdegegner aus ärztlicher Sicht noch zugemutet werden können und in welchem Umfang er solch leidensangepasste Tätigkeiten noch ausüben könnte. Unter diesen Umständen kann weder geprüft werden, ob die Revisionsvoraussetzungen des Art. 22 UVG erfüllt sind, noch lässt sich der Invaliditätsgrad in zuverlässiger Weise ermitteln.