Citation: 6B_694/2024 E. 2.3

2.3. Die Anordnung der Landesverweisung ist rechtens. Auf die ausführlichen und zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz kann grundsätzlich verwiesen werden. Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer eine Katalogtat begangen hat, die grundsätzlich die obligatorische Landesverweisung nach sich zieht. Zudem steht fest, dass er zu einer Freiheitsstrafe von über 6 Jahren verurteilt wurde. Der Beschwerdeführer ist ferner erheblich und einschlägig vorbestraft und es ist weiterhin mit ähnlich gelagerten, schwersten Delikten gegen Leib und Leben zu rechnen. Vor diesem Hintergrund besteht ein eminentes öffentliches Interesse an der Landesverweisung. Ein privates Interesse, das dieses auf- oder überwiegen würde, ist nicht dargetan. Von einer besonderen, über das ordentliche Mass hinausgehenden persönlichen oder wirtschaftlichen Integration des Beschwerdeführers kann keine Rede sein. Dies macht er auch nicht geltend. Abgesehen davon geht die Vorinstanz nachvollziehbar von einer nur teilweise geglückten Integration aus. Dies sowohl in persönlicher Hinsicht, was angesichts der Straffälligkeit des Beschwerdeführers keiner weiteren Bemerkung bedarf, als auch beruflich. Es steht fest, dass er keine Ausbildung abschloss, was - entgegen seinem Einwand - nicht nur seiner Gesundheit zuzuschreiben ist. Zwar behauptet er, infolge dessen auf eine Behandlung mit Psychopharmaka in der Schweiz angewiesen zu sein. Dies ergibt sich aber aus den vorinstanzlichen Erwägungen nicht und ist nicht belegt. Darauf ist nicht einzugehen. Der Beschwerdeführer bringt auch nichts vor, was einer Integration in der Heimat entgegenstünde. Dass er die dortige Sprache spricht und mit der Kultur vertraut ist, bestreitet er nicht. Die Vorinstanz beurteilt die Integrationschancen in Eritrea daher zu Recht als intakt. Daran ändert nichts, dass die Eingewöhnung mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden sein wird. Der Beschwerdeführer begründet und belegt nicht, weshalb er in Eritrea konkret an Leib und Leben bedroht sein soll. Dies ist etwa der Fall, wenn er auf die Stigmatisierung psychisch Kranker im Heimatland hinweist. Gleiches gilt für das Risiko, zum Militärdienst eingezogen zu werden und den Hinweis auf erhöhte Spannungen mit dem Nachbarland Äthiopien. Ferner erklärt der Beschwerdeführer nicht und es ist unerfindlich, weshalb die eritreischen Behörden von seiner Vergangenheit in Äthiopien erfahren und ihn deswegen gleich bei der Einreise inhaftieren sollten. Die Vorinstanz vereint ein überwiegendes privates Interesse, das der Landesverweisung entgegenstünde, zu Recht.