Citation: 9C_503/2014 E. 5.3

5.3. Die Versicherte beruft sich auf die Rechtsprechung, wonach Fragen der Schadenminderungspflicht - namentlich die zumutbare Mitarbeit Familienangehöriger im Haushalt - bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ausser Acht zu bleiben haben (BGE 134 V 9 E. 7.2 S. 11). Inwiefern das kantonale Gericht diesen Grundsatz verletzt hätte, legt sie indes nicht dar und es ist auch nicht ersichtlich. Im angefochtenen Entscheid wird korrekt festgehalten, gemäss Dr. med. B.________ bestünde ohne zusätzliche Hausarbeit im Erwerb eine Leistungsfähigkeit von sechs Stunden pro Tag (entsprechend einer Arbeitsfähigkeit von 71,9 %). Die (zumutbare) Mitarbeit der Familienangehörigen spielte für diese Beurteilung keine Rolle. Auch soweit die Versicherte dem kantonalen Gericht eine Überstrapazierung der Schadenminderungspflicht vorwirft und damit - sinngemäss - eine Bundesrechtsverletzung rügt, kann ihr nicht gefolgt werden. Dass der Ehemann z.B. am Wochenende sowie an seinem arbeitsfreien Montag die Zubereitung des Mittagessens übernimmt, teilweise Lebensmittel einfriert sowie beim Wäscheaufhängen hilft und die Tochter ihr Zimmer selbst reinigt sowie die Bettwäsche weitgehend selber wechselt, geht - auch unter Berücksichtigung der gesundheitlichen Limitierungen des Ehemannes - nicht über das den Familienangehörigen im Rahmen der Schadenminderungspflicht (BGE 133 V 504 E. 4.2 S. 509) Zumutbare hinaus. Dies gilt umso mehr, als an die auch den Familienangehörigen grundsätzlich obliegende Schadenminderungspflicht (BGE 133 V 504 E. 4.2 S. 509) strengere Anforderungen zu stellen sind, wenn - wie hier - eine erhöhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht und der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen auslösen würde (vgl. SVR 2008 IV Nr. 7 S. 19 E. 3.1.1 [I 824/06]; Urteil 8C_70/2014 vom 7. April 2014 E. 6.1).