Citation: 2C_852/2022 E. 7.5.4

7.5.4. Hinsichtlich der Zumutbarkeit ist festzuhalten, dass der angeordnete zehntägige Schulausschluss der Beschwerdeführerin angesichts dessen Dauer eine einschneidende Massnahme darstellt. Zu beachten ist indessen zunächst, dass gemäss den unbestrittenen Erwägungen der Vorinstanz im damaligen Zeitpunkt für Personen, die mit einer Person engen Kontakt hatten, deren Ansteckung mit dem Coronavirus bestätigt oder wahrscheinlich war und die symptomatisch war, eine zehntägige Kontaktquarantäne galt. Gestützt auf die damaligen wissenschaftlichen Erkenntnisse und ihre Interpretation war somit davon auszugehen, dass die Ansteckungsfähigkeit einer Person erst zehn Tage nach Symptombeginn deutlich zurückgeht (vgl. E. 3.5.3 des angefochtenen Urteils). Weiter ist zu berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin gemäss dem angefochtenen Urteil Unterrichtsmaterialien sowie Aufgaben für die Erledigung zu Hause erhielt, was die Beschwerdeführer ebenfalls nicht bestreiten. Folglich ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass der Schulausschluss nicht geeignet war, bei ihr einen unaufholbaren Ausbildungsrückstand zu verursachen oder ihre sozialen Kompetenzen nachhaltig zu beeinträchtigen (vgl. auch E. 3.5.4 des angefochtenen Urteils). Mit Blick auf die vorangegangenen Ausführungen und angesichts des Umstandes, dass die Beschwerdeführerin den Schulausschluss durch die Teilnahme an einem Ausbruchstest hätte verhindern können (vgl. E. 7.5.3 hiervor), erscheint die hier strittige Massnahme (noch) als zumutbar.