Citation: 2A.411/2003 23.09.2003 E. A

A. und B.S.________ erwarben am 13. Dezember 2000 die Parzelle Nr. 683 in X.________ zum Kaufpreis von Fr. 675'675.--. Dieses Grundstück soll als Baulandreserve zugunsten der beiden Töchter des Ehepaars dienen. Am 26. April/2. Juli 2002 erhob das Amt für Landwirtschaft, Strukturverbesserungen und Vermessung Graubünden gestützt auf Art. 50bis des Meliorationsgesetzes des Kantons Graubünden vom 5. April 1981 (MelG) von A. und B.S.________ einen Ausgleichsbeitrag als Ersatz für Kulturlandverminderung in der Höhe von Fr. 20'270.25. Mit Urteil vom 17. Juni 2003 hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden den gegen diese Veranlagungsverfügung erhobenen Rekurs gut und hob diese auf. Es begründete seinen Entscheid unter anderem damit, dass die fragliche Abgabe insofern mit Bundesrecht nicht vereinbar sei, als sie als Ersatzabgabe betrachtet würde; eine Ersatzabgabe würde eine Verpflichtung des Eigentümers von Bauland voraussetzen, dieses weiterhin der landwirtschaftlichen Nutzung zur Verfügung zu halten; für eine solche Verpflichtung enthalte das Bundesrecht keine Grundlage, vielmehr sei eine solche mit Art. 15 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz [RPG]; SR 700) nicht vereinbar.