Citation: 5A_924/2012 E. 6.5

6.5. Mit Bezug auf die Forderung der Beschwerdeführerin aus Art. 530 belg.CdS hat das Obergericht festgehalten, dass das Astoria Agreement (in Art. 6.3) unbestrittenermassen eine entsprechende Haftung ausschliesse, und bestätigt, dass dieser Haftungsausschluss in Kraft getreten sei. Es bestehe deshalb keine Haftung der Beschwerdegegnerin gestützt auf Art. 530 belg. CdS. Auf diese Begründung geht die Beschwerdeführerin nicht ein; inwiefern hier das auf den Vertrag anwendbare Recht unhaltbar angewendet worden sein soll, wird nicht dargetan. Im Wesentlichen rügt sie, dass das Obergericht die Tatsachenvorbringen betreffend faktische Kontrolle der SAirGroup und SAirLines über die Sabena missachtet habe. Indes hat das Obergericht festgehalten, dass bereits die Erstinstanz - in ihrer Eventualerwägung - die Eigenschaft der Beschwerdegegnerin als faktische Geschäftsführerin der Sabena bezeichnet hatte. Das Obergericht hat (wie bereits das Bezirksgericht) jedoch den Kausalzusammenhang verneint: Die Beschwerdeführerin habe nicht dargelegt, dass die von ihr behauptete Pflichtverletzung seitens der SAirGroup/SAirLines zur Zahlungseinstellung und zum Verlust der Kreditwürdigkeit der Sabena geführt oder nur schon beigetragen habe; die blosse Bilanzverschlechterung als Folge fehlerhafter Führungsentscheidungen würde nicht genügen. Da nicht dargelegt wird, inwiefern die vorangehende Begründung (betreffend Haftungsausschluss) nicht hinreichend entscheidtragend sei, um die Haftung gestützt auf Art. 530 belg. CdS zu verneinen, kann mangels genügender Beschwerdebegründung auf die Kritik am obergerichtlichen Urteil nicht eingegangen werden (vgl. BGE 133 IV 119 E. 6 S. 120 betreffend Mehrzahl von Entscheidbegründungen).