Citation: 2C_399/2014 E. 3.3

3.3. Der Beschwerdeführer hat keine Gewalt-, Sexual- oder Drogendelikte begangen. Erschwerend fällt hingegen die grosse Zahl von wiederholten Verurteilungen ins Gewicht, von denen die meisten zwar je für sich allein nicht schwer wiegen, die aber in ihrer auffälligen Häufung doch den Eindruck einer Person begründen, der es ausserordentlich schwer fällt, sich an die hiesige Rechtsordnung zu halten, und zwar nicht nur in der Pubertät und Adoleszenz, sondern auch noch als Erwachsener. Der Verurteilung vom 7. Dezember 2009 lagen zahlreiche Metalldiebstähle mit einem Deliktsbetrag von rund Fr. 150'000.- zugrunde, die das Obergericht als bandenmässig qualifizierte, ohne entlastende Komponenten bezüglich Verschulden und Werdegang des Beschwerdeführers zu erkennen. Noch während des laufenden Strafverfahrens forderte er zusammen mit zwei Mittätern - darunter seine heutige Ehefrau - Passanten auf der Strasse auf, Geld für die Hilfsorganisation "..." sowie "..." zu spenden und hielt ihnen fingierte Spendenblätter der Hilfsorganisation vor, verwendete aber das gespendete Geld von rund tausend Franken für eigene Zwecke. Die Würdigung der Vorinstanz, aufgrund des langjährigen Verhaltensmusters müsse damit gerechnet werden, dass der Beschwerdeführer auch in Zukunft die öffentliche Sicherheit und Ordnung verletzen oder diese zumindest gefährden werde, ist unter diesen Umständen nicht zu beanstanden. Der Beschwerdeführer macht zwar geltend, seither nicht mehr delinquiert zu haben. Dazu ist zu bemerken, dass der Beschwerdeführer in dieser Zeit unter der Drohung des Widerrufsverfahrens stand, so dass daraus nicht ohne weiteres auf künftiges Wohlverhalten geschlossen werden kann. Dass das Widerrufsverfahren insgesamt relativ lange gedauert hat, kann nicht dem Migrationsamt angelastet werden, sondern ist auf die Sistierung infolge des zwischenzeitlich gestellten Gesuchs um Kantonswechsel zurückzuführen. Hinzu kommt, dass sich der Beschwerdeführer auch durch die ausgesprochenen fremdenpolizeilichen Verwarnungen nicht von weiterer Delinquenz abhalten liess. Es sind im Gegenteil immer wieder neue Verfehlungen hinzugekommen, welche beim Beschwerdeführer die Wirkungslosigkeit der Androhung strengerer ausländerrechtlicher Massnahmen belegen. Sollen Verwarnungen Sinn machen, muss ihre Missachtung auch - mit dem Verhältnismässigkeitsprinzip vereinbare - Folgen haben (Urteil 2C_481/2012 vom 1. März 2013 E. 3.3).