Citation: 9C_651/2019 E. 6.2.2

6.2.2. So kann dem Beschwerdeführer nicht gefolgt werden, soweit er geltend macht, auf die betreffenden Einkommen gemäss IK-Auszug könne nicht abgestellt werden, da er sich im entsprechenden Zeitraum noch in einer "wirtschaftlichen Aufbauphase" befunden habe. In Anbetracht des Umstands, dass er seinen selbstständigen Betrieb im Sinne des Eintrags als Einzelunternehmen 2005 aufgenommen und seit 2007 aus dieser Beschäftigung Einkünfte erwirtschaftet hat, ist nicht von einer erst seit kurzer Zeit ausgeübten selbstständigen Tätigkeit auszugehen, welche ein Abweichen vom Grundsatz des Heranziehens der im IK eingetragenen Einkommen rechtfertigte. Ebenso wenig kann - entgegen der Betrachtungsweise des Versicherten - unbesehen auf die Buchhaltung mit Jahresrechnung und Bilanz abgestellt werden (Urteile 9C_771/2017 vom 29. Mai 2018 E. 3.6.2 mit Hinweis und U 175/99 vom 29. Februar 2000 E. 2; Frey/Lang, a.a.O., N. 44 zu Art. 16 ATSG). Nur sofern die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und sind die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen. In Anlehnung an die spezifische Methode für Nichterwerbstätige (Art. 27 IVV) ist diesfalls ein Betätigungsvergleich anzustellen und der Invaliditätsgrad auf Grund der erwerblichen Auswirkungen der verminderten Leistungsfähigkeit in der konkreten erwerblichen Situation zu bestimmen (ausserordentliche Bemessungsmethode; Urteil 8C_626/2014 vom 6. Januar 2015 E. 4.2 mit Hinweisen). Derartige Verhältnisse liegen hier nicht vor, zumal der Beschwerdeführer es auch unterlassen hat, die vollständigen Buchhaltungsunterlagen einzureichen (insbesondere fehlen die relevanten Angaben für 2014). Soweit er schliesslich einwendet, es sei auch der Betriebsgewinn des Jahres 2015 in die Vergleichsrechnung miteinzubeziehen, ist ihm mit der Vorinstanz entgegenzuhalten, dass er für die betreffende Steuerperiode offensichtlich nach Ermessen veranlagt wurde. Zusammenfassend bildet der einkommensmässige Durchschnittswert gemäss IK-Auszug - gerade bei mit Schwankungen behafteten Verhältnissen wie den vorliegenden - die Realität somit am besten ab.