Citation: 6F_7/2024 E. B

Gegen die Urteile des Bundesgerichts vom 29. März 2017, 8. März 2019 und 25. September 2019 gelangte A.________ mit Individualbeschwerden an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR; Requêtes n° 71522/17, 47646/19, 61114/19). Dieser vereinigte die Verfahren und stellte mit Urteil vom 12. Dezember 2023 eine Verletzung von Art. 8 EMRK fest, da zum fraglichen Zeitpunkt im Schweizer Recht keine hinreichende gesetzliche Grundlage für die geheime Überwachung von A.________ durch von der Versicherungsgesellschaft beauftragte Privatdetektive bestand (§§ 8 ff.; Dispositiv-Ziffer 3). Betreffend die von A.________ ebenfalls gerügte Verletzung von Art. 6 Ziff. 1 EMRK wies der EGMR die Beschwerde zurück (§§ 21 ff.; Dispositiv-Ziffer 2). Er verurteilte die Schweizerische Eidgenossenschaft dazu, A.________ innert drei Monaten (netto nach Steuern) eine Genugtuung von EUR 8'000.-- und EUR 10'700.-- für Kosten und Auslagen zu bezahlen (§§ 39 ff.; Dispositiv-Ziffer 4). Im Übrigen wies er die Entschädigungsforderungen - sinngemäss - ab (§§ 39 ff.).