Citation: 5A_586/2014 E. 3.3

3.3. Die Bank Y.________ hatte in ihrer Vernehmlassung unter ausführlicher Schilderung der Situation hauptfrageweise eine Verwirkung des Rechtes auf Erheben der Drittansprache geltend gemacht; subsidiär führte sie aus, wieso die Parteirollen wenn schon richtig verteilt wären. Diese Vernehmlassung wurde dem langjährigen Anwalt des Beschwerdeführers am 29. April 2014 zugestellt. In dieser Situation hätte für den anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer aller Anlass bestanden, sich zum Hauptstandpunkt der Vernehmlassung zu äussern. Indem er dies nicht tat, durfte das Obergericht in seinem erst zwei Monate später ergangenen Entscheid nach Treu und Glauben davon ausgehen, dass der Beschwerdeführer diese Darstellung akzeptiere. Vor diesem Hintergrund drängten sich keine näheren Abklärungen auf, weshalb Art. 20a Abs. 2 Ziff. 2 SchKG nicht verletzt ist. Entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers erfordert Art. 20a Abs. 2 Ziff. 2 SchKG keinen zweiten Schriftenwechsel; ob sich ein solcher aus dem gemäss Art. 20a Abs. 3 SchKG anwendbaren kantonalen Verfahrensrecht ergäbe (vgl. COMETTA/MÖCKLI, a.a.O., N. 40 zu Art. 20a SchKG), ist mangels Rügen nicht zu prüfen. Zu beachten ist einzig, dass aufgrund der Strassburger Rechtsprechung die Verpflichtung besteht, zur Wahrung des rechtlichen Gehörs sämtliche Vernehmlassungen zuzustellen (BGE 132 I 42 E. 3.3.2 S. 46; 133 I 100 E. 4.5 S. 102; 137 I 195 E. 2.3.1 S. 197) und alsdann mit dem Entscheid solange zuzuwarten, bis davon ausgegangen werden darf, der Adressat habe auf weitere Eingaben verzichtet (BGE 132 I 42 E. 3.3.4 S. 47; 133 I 98 E. 2.2 S. 100). Diese Vorgaben wurden vorliegend eingehalten. Das Obergericht hat die Vernehmlassung dem Anwalt des Beschwerdeführers, welcher bereits im Zusammenhang mit der Arrestlegung Eingaben verfasst hatte, zugestellt und dann über zwei Monate mit dem Entscheid zugewartet.