Citation: 1P.426/1999 20.06.2000 E. 1.-

Die Beschwerdeführer sind nicht Eigentümer eines der von der angefochtenen Planungsmassnahme betroffenen Grundstücks, sondern benachbarte Grundeigentümer. Es ist daher fraglich, ob sie zur Anfechtung des Planungsentscheids mit staatsrechtlicher Beschwerde befugt sind. a) Nach Art. 88 OG steht das Recht zur Erhebung der staatsrechtlichen Beschwerde Bürgern (Privaten) und Korpora- tionen bezüglich solcher Rechtsverletzungen zu, die sie durch allgemein verbindliche oder sie persönlich treffende Erlasse oder Verfügungen erlitten haben. Gemäss ständiger Rechtsprechung kann mit staatsrechtlicher Beschwerde ledig- lich die Verletzung in rechtlich geschützten Interessen ge- rügt werden; zur Verfolgung bloss tatsächlicher Vorteile oder zur Geltendmachung allgemeiner öffentlicher Interessen ist die staatsrechtliche Beschwerde nicht gegeben (BGE 120 Ia 110 E. 1a mit Hinweisen). Der Eigentümer einer benachbarten Liegenschaft ist zur Anfechtung eines Nutzungsplans mit staatsrechtlicher Be- schwerde nur befugt, wenn er geltend macht, die Planfestset- zung verletze ihn in seinen verfassungsmässigen Rechten, weil dadurch Normen, die auch seinem Schutz dienten, nicht mehr oder in geänderter Form gelten würden oder weil sie die Nutzung seiner Liegenschaft beschränke. In beiden Fällen reicht die Anfechtungsbefugnis nur so weit, als die Auswir- kungen des umstrittenen Plans auf das eigene Grundstück in Frage stehen (BGE 119 Ia 362 E. 1b mit Hinweisen). Die Beschwerdeführer erheben keinerlei Rügen der genannten Art, so dass ihre Legitimation insofern zu verneinen ist. b) Trotz fehlender Legitimation in der Sache selbst kann ein Beschwerdeführer die Verletzung von Verfahrensvor- schriften rügen, deren Missachtung eine formelle Rechtsver- weigerung darstellt. Das nach Art. 88 OG erforderliche, rechtlich geschützte Interesse ergibt sich diesfalls nicht aus der Berechtigung in der Sache, sondern aus der Berech- tigung, am Verfahren teilzunehmen. Kommt dem Beschwerdefüh- rer in diesem Sinn nach kantonalem Recht Parteistellung zu, kann er mit staatsrechtlicher Beschwerde die Verletzung je- ner Parteirechte rügen, die ihm nach dem kantonalen Verfah- rensrecht oder unmittelbar aufgrund von Art. 4 aBV (bzw. Art. 29 BV) zustehen (BGE 121 II 171 E. 1, 120 Ia 157 E. 2a/aa S. 160, je mit Hinweisen). Die Beschwerdeführer erblicken eine Verletzung ihres Anspruches auf rechtliches Gehör gemäss Art. 4 aBV darin, dass die Beschlüsse der Gemeindebehörden in Verlet- zung der Ausstandspflichten gefasst wurden und dass die Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion sich mit gewissen ihrer Rügen nicht genügend auseinandergesetzt sowie über- spitzt formalistische Anforderungen an die Begründungs- und Rügepflicht gestellt habe. Nachdem den Beschwerdeführern im kantonalen Verfah- ren unstreitig Parteistellung zukam, ist auf ihre Beschwerde einzutreten, insoweit sie damit eine Gehörsverweigerung rügen. c) Anfechtungsobjekt der staatsrechtlichen Be- schwerde ist allerdings allein der letztinstanzliche kan- tonale Entscheid, gegen den sich die Beschwerde richtet (Art. 86 Abs. 1 OG). Soweit die Beschwerdeführer auch Ein- wände gegen den Genehmigungsentscheid des Amtes für Gemein- den und Raumordnung vorbringen, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.