Citation: 2C_550/2018 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz hat das Vorliegen wichtiger Gründe im Sinne von Art. 47 Abs. 4 AuG deswegen verneint, weil die familiäre Beziehung über Jahre mit getrennten Wohnorten gepflegt worden und dies den Betroffenen auch weiterhin zumutbar sei. Im Heimatland der Kinder würden alternative Betreuungsmöglichkeiten - durch die Grosseltern bzw. den Bruder des Beschwerdeführers 1 - bestehen, welchen angesichts der bevorstehenden Integrationsschwierigkeiten der Kinder einer Übersiedlung in die Schweiz den Vorzug zu geben sei. Die Beschwerdeführer tragen in ihrer Beschwerdeschrift vor, die alternativen Betreuungsmöglichkeiten für die Kinder in ihrem Heimatstaat würden durch die beigelegten Dokumente widerlegt und seien kein massgebendes Kriterium für die Erteilung einer Bewilligung. Die Familie sei gewillt, die Integrationsschwierigkeiten in der Schweiz auf sich zu nehmen, um endlich wieder als Familie vereint in der Schweiz leben zu können, was aus den ins Recht gelegten Zertifikaten Deutschkurse hervorgehe. Ein Familienleben im Heimatstaat sei den Beschwerdeführern deswegen nicht zumutbar, weil der Beschwerdeführer 1 sich sein Wohneigentum in der Schweiz und die Unterstützung der im Heimatstaat lebenden Familie nur leisten könne, weil er in der Schweiz einen guten Job habe, bei einer Rückkehr in seinen Heimatstaat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit jedoch innert kürzester Zeit arbeitslos werden würde. Die Argumentation der Vorinstanz, dass die Grosseltern oder der jüngste Bruder des Beschwerdeführers 1 auf die Kinder im Heimatstaat schauen könnten, verstosse die Vorinstanz gegen menschenrechtliche Garantien und werde der Schutz des Familienlebens angesichts des Umstandes, dass gestützt auf den beigelegten Arztbericht die Grosseltern nicht für die Kinder sorgen könnten, klar verletzt.