Citation: 2A.287/2000 17.11.2000 E. 5

5.- Ferner rügt der Beschwerdeführer, mit der verfügten Ausweisung werde die Absicht des Obergerichts, ihm mit der nur bedingt ausgesprochenen Landesverweisung einen weiteren Verbleib in der Schweiz zu ermöglichen, durchkreuzt. Er verkennt dabei, dass strafrechtliche und fremdenpolizeiliche Massnahmen unterschiedliche Zwecke verfolgen. Aus strafrechtlicher Sicht ist namentlich die Frage einer möglichen Wiedereingliederung in die Gesellschaft massgeblich, wobei gewisse Unsicherheiten in Kauf genommen werden (vgl. BGE 122 IV 56 E. 3a S. 59 f., mit Hinweisen). Aus fremdenpolizeilicher Sicht stellt der Resozialisierungsgedanke nur einen unter mehreren Aspekten dar. Hier steht das Interesse der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Vordergrund (BGE 125 II 105 E. 2c S. 110), wie sich aus den verschiedenen, in Art. 10 Abs. 1 ANAG genannten, bereits weit unterhalb der Schwelle strafbaren Verhaltens beginnenden Ausweisungsgründen ergibt. Es können daher bei der Prognose strengere Massstäbe angesetzt werden; insbesondere bei schwerwiegenden Drogendelikten ist - angesichts der Schwere der potentiellen Gefahr - nur ein geringes "Restrisiko" vertretbar. Die diesbezügliche Beurteilung der Vorinstanz ist nicht zu beanstanden.