Citation: 8C_662/2015 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin beanstandet im Wesentlichen eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV), indem Verwaltung und Vorinstanz in Missachtung von Art. 61 lit. c ATSG erhebliche Beweise nicht abgenommen und die vorhandenen Beweise unter Verletzung des Willkürverbots (Art. 9 BV) gewürdigt hätten. Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden, soweit die entsprechenden Vorbringen überhaupt der qualifizierten Rügepflicht (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53 mit Hinweisen) genügen. Das kantonale Gericht hat die in Bezug auf die ausschlaggebende Frage nach der vollständig aufgehobenen Steuerungs- und Urteilsfähigkeit im Zeitpunkt des Suizids (vgl. hievor E. 3.1 i.f.) rechtserheblichen tatsächlichen Verhältnisse nach Massgabe des Untersuchungsgrundsatzes ausreichend abgeklärt und die vorhandenen Beweise bundesrechtskonform gewürdigt. Fest steht, dass mit Blick auf den Suizid kein Abschiedsbrief existiert, dass es keine Augenzeugen gibt, dass keine konkreten Vorbereitungshandlungen ermittelt werden konnten, weil der Versicherte das Spannseil nach Angaben der Beschwerdeführerin stets in seinem Auto verstaut hatte, dass er - ebenfalls laut Beschwerdeführerin - am Vorabend des Suizids mit seinem Bruder bei einem Paella-Essen einen "lustigen Abend" verbrachte und dass schliesslich die zuletzt den Versicherten ärztlich delegiert im Auftrag des Psychiaters Dr. med. G.________ vom 2. März bis 11. Mai 2011 behandelnde Psychologin H.________ von Dr. med. D.________ nicht mehr persönlich befragt werden konnte, weil sie zwischenzeitlich verstorben war. Überdies findet sich bei den Akten kein einziger Arztbericht, welcher dem Versicherten für den Zeitpunkt des Suizids eine gänzliche Unfähigkeit attestierte, vernunftgemäss handeln zu können. Dass der Psychotherapeut F.________, welcher den Versicherten vom 21. April 2009 bis 18. August 2010 delegiert im Auftrag der Psychiaterin Dr. med. E.________ im Rahmen eines Paarsettings behandelt hatte, für den Zeitpunkt des Suizids eine gänzliche Urteilsunfähigkeit zu bestätigen vermöchte, macht die Beschwerdeführerin zu Recht nicht geltend. Dr. med. D.________ begründete denn auch nachvollziehbar, weshalb von diesem früher behandelnden Psychologen in Bezug auf den Zeitpunkt des Suizids keine aktuelleren, medizinisch begründeten Einschätzungen erhältlich seien, welche die zusammenfassenden Auskünfte der delegierenden Dr. med. E.________ vom 26. September 2012 entkräften könnten, weshalb er von der unmittelbaren Befragung des Psychotherapeuten F.________ abgesehen habe. Angesichts der konkreten Umstände hat die Vorinstanz in zulässiger antizipierter Beweiswürdigung (BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236) auf weitere Beweismassnahmen verzichtet, weil davon in Bezug auf den rechtserheblichen Sachverhalt keine entscheidwesentlichen neuen Erkenntnisse zu erwarten waren.