Citation: 1P.236/2005 21.07.2005 E. 4

Die Beschwerdeführerin hält es für willkürlich, dass die Anklagekammer ihr Kosten auferlegte mit der Begründung, es habe sich kein Hinweis für die Richtigkeit ihrer Behauptungen gefunden. Sie macht geltend, für eine Kostenauflage sei erforderlich, dass die Angaben unwahr seien. Worauf die Beschwerdeführerin diese Auffassung abstützt, legt sie jedoch nicht dar. Insbesondere führt sie nicht aus, welche gesetzliche Bestimmung verletzt beziehungsweise willkürlich angewendet worden sein soll. Damit genügt die Beschwerdeführerin in diesem Punkt ihrer Rügepflicht nicht, weshalb auf dieses Argument nicht eingetreten werden kann. Im Übrigen erweist sich die Behauptung der Beschwerdeführerin, es seien ihr Kosten auferlegt worden, nur weil sich kein Hinweis für die Richtigkeit ihrer Behauptungen gefunden habe, auch als unzutreffend. Die Anklagekammer hat die Behauptungen der Beschwerdeführerin ausdrücklich als unwahr bezeichnet und die Kostenauflage damit begründet. So hat sie im angefochtenen Entscheid nach Würdigung des Beweisergebnisses erklärt, die Strafuntersuchung habe für die Vorwürfe der Beschwerdeführerin in wesentlichen Punkten nicht nur keinen Nachweis für eine strafbare Handlung ergeben. Vielmehr hätten die Vorbringen weitgehend in wesentlichen Punkten nicht der Wahrheit entsprochen (angefochtener Entscheid S. 8/9 E. 4.6). Wörtlich führte die Anklagekammer aus: "Insgesamt erweisen sich damit die erwähnten Vorbringen der Beschwerdeführerin als unwahr im Sinne von Art. 268 StP" (angefochtener Entscheid S. 9 E. 4.6); und weiter unten: "Bereits ihre sich im Nachhinein als unwahr erweisenden Angaben als Zeugin vermag die hälftige Kostenauflage zu rechtfertigen" (angefochtener Entscheid S. 9 E. 4.7).