Citation: 9C_172/2022 E. 3.2.3

3.2.3. Von der klar und unmissverständlich beantragten öffentlichen Verhandlung darf das kantonale Gericht nur bei Vorliegen von den in Erwägung 3.1.2 genannten Gründen absehen. Dass der Antrag auf eine öffentliche Verhandlung hier schikanös wäre oder dem Grundsatz der Einfachheit und Raschheit des Verfahrens zuwiderlaufen würde, hat die Vorinstanz nicht erwogen und ist auch nicht ersichtlich. Nachdem das kantonale Gericht die Beschwerde teilweise guthiess, ist diese offensichtlich weder unbegründet noch unzulässig. Ebenso ist nicht erkennbar, dass eine hohe Technizität der Materie vorliegt, welche eine Ablehnung der beantragten Verhandlung ausnahmsweise zu rechtfertigen vermöchte. Ferner wurde im angefochtenen Urteil dem materiellen Rechtsbegehren der Beschwerdeführerin auch nicht vollumfänglich entsprochen.