Citation: 5A_891/2020 E. 3.4

3.4. Keine Willkür lässt sich sodann mit dem an sich zutreffenden Hinweis begründen, dass in Kindesbelangen stets auf die aktuellen Verhältnisse abzustellen sei. Das bedeutet nur, dass sich in der Regel nicht nach Jahren künstlich ein ursprünglicher Zustand wiederherstellen lässt. Vorliegend geht es aber darum, dass das Kantonsgericht im Rahmen der Instruktion des Berufungsverfahrens verhindern wollte, dass die seitens der Erstinstanz mit Superprovisorium geschaffene Rechtslage den Sachentscheid in unzulässiger Weise präjudiziert. Zu diesem Zweck hat es sich an der diesbezüglichen bundesgerichtlichen Rechtsprechung ausgerichtet und damit ist, wie in E. 3.2 festgehalten, keine Willkür verbunden.