Citation: 1C_451/2017 E. 4.4.4

4.4.4. Es fragt sich, ob die bundesgerichtliche Rechtsprechung nur für reine Wohnzonen oder auch für gemischte Zonen mit teilweiser Wohnnutzung gilt. Der Grundzweck des Schutzes vor ideellen Immissionen ist, in Wohngebieten die negativen immateriellen Auswirkungen von Mobilfunkanlagen zu beschränken. Dieses öffentliche Interesse überwiegt zumindest auch in Zonen, die eine mehrheitliche Wohnnutzung zulassen. Das trifft hier für die beiden fraglichen Zonen zu. Daran ändert nichts, dass möglicherweise für die beiden Zonen noch unklar ist, was unter einer üblichen Ausstattung zu verstehen ist, woraus die Beschwerdeführerinnen die fehlende Eignung der angefochtenen Bestimmung ableiten. Die Praxis wird dazu eine sinnvolle Anwendung und namentlich eine Harmonisierung mit den bestehenden Eingliederungsvorschriften in der Kernzone zu entwickeln haben. Überdies versteht es sich von selbst, dass sich der funktionale Zusammenhang in einer gemischten Zone auf sämtliche Zonenzwecke erstreckt, d.h. insbesondere in der Arbeits- und Wohnzone im Rahmen der umweltrechtlichen Grenzwerte auch Sendeleistungen für den Arbeitsbereich rechtfertigt. Wie bereits erwähnt, können die Beschwerdeführerinnen im Übrigen der strittigen Beschränkung ausweichen, indem sie visuell nicht wahrnehmbare Antennen errichten, für die lediglich noch die umweltschutzrechtlichen Leistungslimiten gelten.