Citation: 6B_196/2021 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer 1 rügt eventualiter die rechtliche Würdigung des von der Vorinstanz willkürfrei festgestellten Sachverhalts als versuchte eventualvorsätzliche Tötung. Er habe sich nicht mit der Tötung des Beschwerdegegners 3 abgefunden, sondern mit einem Warnschuss "bloss Angst machen" wollen. Es sei immer klar gewesen, dass er in die Nische im südöstlichsten Bereich des Gebäudes Nr. 216 geschossen habe, dort, wo der Boiler stehe, auch wenn er diesen Gebäudeteil im Verlaufe der Einvernahmen unterschiedlich bezeichnet habe. Er sei in der Lage gewesen, die Kugel dorthin zu lenken, "wo er sie haben wollte", auch wenn er kein geübter Schütze sei und noch nie mit dem fraglichen Revolver geschossen habe. Das anvisierte Ziel habe sich ganz bewusst abseits von Personen befunden. Angesichts des dosierten und damit bewussten und absolut geglückten Schiessens am Beschwerdegegner 3 vorbei habe sich ihm die Verwirklichung der Gefahr gerade nicht als wahrscheinlich, geschweige denn als sehr wahrscheinlich aufdrängen müssen. Er sei offensichtlich in der Lage gewesen, das Risiko in ausreichendem Mass zu kontrollieren, so dass der Schluss, er habe den Tod des Beschwerdegegners 3 in Kauf genommen, nicht vor Art. 12 Abs. 2 StGB standhalte.