Citation: 1C_62/2016 E. 3.2

3.2. Das Verwaltungsgericht entschied, es bestehe kein Grund zur Annahme, dass die Belastungsgrenzwerte (Planungswerte) überschritten werden, weshalb die Behörde nicht zur Durchführung eines Beweis- und Ermittlungsverfahrens nach den Art. 36 ff. der Lärmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV; SR 814.41) und deren Anhängen verpflichtet gewesen sei. Ein Kleinhotel mit 14 Zimmern und 30 Betten (ohne Wärmepumpe) und 16 Parkplätzen (davon acht unterirdisch) sei zweifellos ohne lärmrechtliche Relevanz, wenn ihm nicht immissionsträchtige Betriebe angegliedert seien, wie etwa ein am Abend intensiv frequentiertes Restaurant oder eine Diskothek. Die Wellnessanlage könne vorliegend vernachlässigt werden, genauso wie die Bar im Erdgeschoss. Mit ihren 26.8 m2 Grundfläche sei diese nicht geeignet, ein grösseres Publikum anzuziehen und diene deshalb wohl in erster Linie den Hotelgästen; sie stehe in direkter Beziehung zum Speisesaal 1, welcher seinerseits nur eine Grundfläche von 39.3 m2einnehme. Bei der auf der Westseite angegliederten Aussenfläche handle es sich nur um eine Terrasse, welche ab und zu den Gästen auch zur Einnahme von Getränken und Speisen diene. Lärmmässig dürften die Parkplätze des Kleinbetriebs nicht ins Gewicht fallen, zumal acht Parkplätze unterirdisch angelegt seien. Dem Kleinhotel fehle klar das Potential eines Betriebs zur Überschreitung der Planungswerte. Sollte sich indessen wider Erwarten nach Erstellung der Baute herausstellen, dass mit dem Betrieb des projektierten Garni/Pensionshauses doch übermässige Immissionen verbunden seien, bestünde für die Gemeinde immer noch die Möglichkeit zur Anordnung geeigneter Lärmschutzmassnahmen wie z.B. Lärmdämmungen am Gebäude, Einschränkung der Betriebszeiten etc.