Citation: 1C_449/2023 E. 2.6

2.6. Die Beschwerdeführenden haben anlässlich des Augenscheins angeführt, ohne das Attikageschoss würde das Projekt in die Umgebung hineinpassen. Damit bringen sie zum Ausdruck, dass die Ausschöpfung der zulässigen Baumasse nach ihrer Auffassung einen Verstoss gegen das Einpassungsgebot darstelle. Wenn jedoch aus ästhetischen Gründen eine Reduktion der grundsätzlich zugelassenen Baumasse verlangt wird, so muss diese Reduktion nach der Rechtsprechung durch überwiegende öffentliche Interessen, wie zum Beispiel den Schutz von denkmalgeschützten Bauten oder Gebäudekomplexen, gerechtfertigt werden. Beispielsweise darf zur Erreichung einer guten Gesamtwirkung nicht generell ein Geschoss weniger als gesetzlich vorgesehen bewilligt werden. Sonst würde die Zonenordnung ausser Kraft gesetzt (zum Ganzen: BGE 145 I 52 E. 4.4 mit Hinweisen sowie Urteil 1C_244/2023 vom 28. März 2024 E. 4.3). Die Beschwerdeführenden können jedoch keine solchen überwiegenden öffentlichen Interessen aufzeigen, die es nahelegen würden, der geplanten Baute, die die gemäss Zonenordnung zulässigen Masse einhält, die Bewilligung zu verweigern. Selbst wenn die Baute auf dem westlichen Nachbargrundstück nicht mehr wie bewilligt realisiert werden könnte, ändert sich an der grundsätzlichen Bewilligungsfähigkeit der vorliegend zu beurteilenden Baute nichts. Der dann allenfalls nicht mehr vorhandene Bezug zu dieser Baute würde keine andere Beurteilung ergeben, weil sich an der Zonenkonformität der Dimensionierung der zur Beurteilung stehenden Baute nichts ändert. Daher ist auf den von den Beschwerdeführenden geltend gemachten Verfall der Baubewilligung auf dem westlich angrenzenden Grundstück nicht weiter einzugehen. Der Vorinstanz ist keine Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) vorzuwerfen, wenn sie diesbezüglich nicht noch weitere Abklärungen vorgenommen hat. Auf den in diesem Zusammenhang erhobenen Vorwurf der willkürlichen Sachverhaltsfeststellung ist zudem mangels Relevanz für den Verfahrensausgang nicht weiter einzugehen (vgl. Art. 97 Abs. 1 BGG). Die Beurteilung der Einordnung des Bauvorhabens hält insgesamt einer Willkürprüfung stand. Die betreffende Rüge der Beschwerdeführenden erweist sich als unbegründet.