Citation: 9C_410/2022 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz ist in Nachachtung der entscheidwesentlichen Gesetzesbestimmungen, insbesondere von Art. 60 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit Art. 38 Abs. 2bis ATSG, zum Ergebnis gelangt, der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 8. Februar 2022, mit welchem die Beschwerdeführerin als Einsprecherin habe rechnen müssen und den die Post nach dessen Versand ab dem 10. Februar 2022 postlagernd zur Abholung bereit gehalten habe, sei auf Grund der sogenannten Zustellfiktion als am 17. Februar 2022 zugestellt zu betrachten. Gemäss dieser gelte eine gegen Unterschrift des Adressaten oder der Adressatin überbrachte Mitteilung spätestens am siebten Tag nach dem ersten erfolglosen Zustellversuch als eröffnet. Weder der Nachsende- bzw. Postlagerungsauftrag der Beschwerdeführerin noch der zweite Versand des Einspracheentscheids mittels A-Post am 4. April 2022 ändere daran etwas. Vor diesem Hintergrund habe, so das kantonale Gericht abschliessend, die dreissigtägige Beschwerdefrist am Montag, 21. März 2022, geendet, weshalb die am 2. Mai 2022 der Post übergebene Beschwerde verspätet und darauf daher nicht einzutreten sei.