Citation: 2A.8/2002 17.01.2002 E. 2

2.- a) Um die Durchführung eines Wegweisungsverfahrens sicherzustellen, kann die zuständige kantonale Behörde nach Art. 13a ANAG einen Ausländer, der keine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitzt, während der Vorbereitung des Entscheides über seine Aufenhaltsberechtigung unter bestimmten Voraussetzungen für höchstens drei Monate in Haft nehmen. Dies trifft unter anderem zu, wenn der Ausländer Personen ernsthaft bedroht oder an Leib und Leben erheblich gefährdet und deshalb strafrechtlich verfolgt wird oder verurteilt worden ist (Art. 13a lit. e ANAG). Diesen Haftgrund erfüllt gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auch der Kleindealer, welcher jeweilen nur mit einer kleinen Menge Drogen zirkuliert, um im Fall, dass er aufgegriffen wird, wirksamen strafrechtlichen Sanktionen zu entgehen, obwohl er insgesamt durch mehrere Gänge innert kurzer Zeit bedeutende Mengen an Betäubungsmitteln in Umlauf bringen kann (so genannter "Ameisendealer"; vgl. BGE 125 II 369 E. 3b/bb S. 375 f., mit Hinweisen; bestätigt mit Urteil vom 10. Februar 2000 i.S. S.; 2A.35/2000). Der Beschwerdeführer wurde wegen Handels mit täglich rund 10 Portionen à 0,1 Gramm Kokain-Gemisch ("Kugeln") während etwa 30 Tagen, insgesamt mit rund 300 Portionen im Reinheitsgehalt von durchschnittlich ca. 20 %, strafrechtlich verurteilt. Damit erweist sich der Haftgrund von Art. 13a lit. e ANAG als gegeben. b) Nachdem auch keine anderen Gründe für die Unzulässigkeit der Vorbereitungshaft ersichtlich sind oder vom Beschwerdeführer geltend gemacht werden, verstösst diese offensichtlich nicht gegen Bundesrecht.