Citation: 8C_866/2017 E. 5.2.2

5.2.2. Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe keine dem Einzelfall angepasste Anwendung der gesetzlichen Bestimmungen vorgenommen, da die Grenze um Fr. 36.- resp. 0.127 % überschritten sei. Zwar ist es zutreffend, dass Verwaltungsweisungen für die Gerichte nicht verbindlich sind. Nach konstanter Rechtsprechung halten sich die Gerichte jedoch daran, soweit diese eine überzeugende Konkretisierung der gesetzlichen Vorgaben enthalten. So hat das Bundesgericht namentlich in Zusammenhang mit dem Anspruch auf Ausbildungszulagen die entsprechenden Weisungen des BSV zur Umsetzung der Vorgaben von Art. 49bis Abs. 3 AHVV als verbindlich anerkannt (BGE 142 V 442 E. 6.1 S. 447). Ebenso hat es die Obergrenze in der Höhe der maximalen vollen Altersrente der AHV als bundesrechtskonform qualifiziert (BGE 142 V 226 [= Pra 2017 Nr. 57 S. 565] und 142 V 442 E. 3.2 S. 443), so dass es nicht im Ermessen der EAK liegt, im Einzelfall davon abzuweichen. Dass vorliegend der massgebende Betrag nahe beim Grenzwert von Art. 49bis Abs. 3 AHVV liegt, vermag weder ein willkürliches noch sonstwie bundesrechtswidriges Ergebnis zu begründen, liegt es doch in der Natur von Grenzwerten, dass es in gewissen Konstellationen zu hart anmutenden Resultaten kommt. Es würde jedoch einer ungleichen Rechtsanwendung Vorschub geleistet, wenn es im Ermessen der Verwaltung liegen würde, im Einzelfall von bundesrechtlich vorgesehenen Grenzwerten (wie z.B. bei der Einhaltung von Fristen) abzuweichen.