Citation: 6B_446/2022 E. 3.1.1

3.1.1. Erstens prüft die Vorinstanz, ob das Opfer geplant habe, den Beschwerdeführer falsch zu belasten, und sich die Verletzungen zu diesem Zweck zugefügt habe. Sie berücksichtigt, dass es wiederholt zu Meinungsverschiedenheiten gekommen sei, weil das Opfer Drogen konsumiert habe, spät nach Hause gekommen und homosexuell sei. Doch sieht sie darin keinen erkennbaren Anlass, dem Beschwerdeführer fälschlicherweise einen versuchten Mord anzulasten. Es sei nicht ersichtlich, was sich das Opfer davon erhofft hätte. Schliesslich hält die Vorinstanz fest, selbst wenn das Opfer ein Motiv gehabt hätte, sprächen die übrigen Beweismittel deutlich gegen eine Selbstverletzung.