Citation: 7B_190/2024 E. 3.3

3.3. Zusammengefasst erweist sich die Rüge der Gehörsverletzung als begründet. Während die Vorinstanz über volle Kognition verfügt, ist jene des Bundesgerichts beschränkt (Art. 97 BGG). Für die Prüfung der Haftvoraussetzungen, insbesondere des besonderen Haftgrunds der Wiederholungsgefahr, sind hier auch Sachverhaltsfragen, namentlich betreffend der Würdigung der verschiedenen psychiatrischen Gutachten, von zentraler Bedeutung. Diese kann mitunter auch von der persönlichen Anhörung der Beschwerdeführerin durch das Gericht abhängig sein. Die Heilung der Gehörsverletzung im Verfahren vor Bundesgericht fällt daher ausser Betracht (BGE 126 I 68 E. 2; Urteile 1B_429/2019 vom 23. September 2019 E. 2.4; 1B_143/2015 vom 5. Mai 2015 E. 3.3). Ein Eingehen auf die weiteren Rügen der Beschwerdeführerin erübrigt sich.