Citation: 1B_74/2018 E. A

Die Staatsanwaltschaft Sursee verurteilte A.________ mit Strafbefehl vom 4. April 2014 wegen SVG-Widerhandlungen, Drohung und Tätlichkeiten zu einer bedingten Geldstrafe von 30 Tagessätzen und einer Busse von Fr. 900.--. A.________ erhob Einsprache gegen den Strafbefehl und ersuchte um amtliche Verteidigung, worauf die Staatsanwaltschaft Rechtsanwalt B.________ per 4. Juni 2014 als amtlichen Verteidiger einsetzte. Am 14. Juli 2014 erliess die Staatsanwaltschaft einen neuen Strafbefehl, gegen den A.________ wiederum Einsprache erhob. Am 7. April 2016 wurde die Strafuntersuchung gegen A.________ auf zwei Einbruchdiebstähle vom 12. und 13. Oktober 2015 in U.________ ausgedehnt. Am 8. November 2016 verurteilte die Staatsanwaltschaft A.________ wegen SVG-Widerhandlungen, Drohung, Tätlichkeiten, Diebstahls, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs zu einer unbedingten Geldstrafe von 80 Tagessätzen und einer Busse von Fr. 300.--. A.________erhob auch gegen diesen Strafbefehl Einsprache. Die Staatsanwaltschaft hielt am Strafbefehl fest und überwies die Sache dem Bezirksgericht U.________ zur Beurteilung. Am 28. April 2017 stellte das Bezirksgericht U.________ das Strafverfahren in Bezug auf verschiedene Vorwürfe wegen Verjährung ein und verurteilte A.________ wegen grober Verkehrsregelverletzung, Drohung, mehrfachen Diebstahls, mehrfachen Hausfriedensbruchs und mehrfacher Sachbeschädigung zu einer unbedingten Geldstrafe von 100 Tagessätzen als Zusatzstrafe zum Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Obwalden vom 17. November 2015 (Geldstrafe von 150 Tagessätzen). Am 14. Juli 2017 erklärte A.________ Berufung und beantragte im Wesentlichen einen vollumfänglichen Freispruch; für das Berufungsverfahren ersuchte er um amtliche Verbeiständung. Mit Schreiben vom 23. August 2017 setzte das Kantonsgericht A.________ eine Frist von 20 Tagen an, um seine wirtschaftliche Situation darzulegen. Innert erstreckter Frist teilte A.________ mit, an seinen Einkommens- und Vermögensverhältnissen habe sich während des Strafverfahrens nichts geändert. Am 8. Januar 2018 wies das Kantonsgericht Luzern das Gesuch von A.________ um amtliche Verteidigung im Berufungsverfahren ab und widerrief das Mandat des amtlichen Verteidigers B.________.