Citation: 1P.140/2001 26.06.2001 E. 2

2.- Nach den unbestrittenen Feststellungen des Obergerichts bemerkte der Beschwerdeführer, dass sich die Beschwerdegegnerin am Abend des fraglichen Vorfalls während ihrer Dienstzeit auf der Veranda einer Nachbarin aufhielt und Wein trank. Das Obergericht erachtete es als nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer auf diese Entdeckung ungehalten reagiert habe, zumal es sich bei ihm auch nach der Aussage seiner Frau um einen zumindest ungehaltenen Menschen handle, der seine Angestellten bei Fehlern ruppig behandle. Die Darstellung der Beschwerdegegnerin, wonach der Beschwerdeführer sie anschliessend in die Küche beordert, angeschrien, an den Händen gepackt, auf den Boden geworfen und dann sein Knie in ihren Rücken gedrückt habe, erscheine als glaubwürdig. Die bei der Beschwerdegegnerin am folgenden Tag ärztlich festgestellten Verletzungen, könnten nicht damit erklärt werden, dass sie, wie vom Beschwerdeführer geltend gemacht, bloss von selber hingefallen sei. Vielmehr müsse der Beschwerdeführer die Beschwerdegegnerin, wie von ihr geschildert, mit seinem Körpergewicht niedergedrückt und sie mit Schlägen an den Kopf traktiert haben. Es bestünden auch keine Indizien dafür, dass die Beschwerdegegnerin, wie vom Beschwerdeführer geltend gemacht, von ihrem Ehemann geschlagen worden sein könnte.