Citation: 6S.549/2006 17.03.2007 E. 4

Gemäss Art. 270 lit. f BStP steht die eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde dem Strafantragsteller zu, soweit es um das Strafantragsrecht als solches geht. Vorliegend stellt sich die Frage nach der Rechtzeitigkeit der eingereichten Strafanträge bzw. wann dem Beschwerdeführer die Tat und der bzw. die Täter im Sinne von Art. 29 StGB bekannt geworden sind. Dies betrifft ausschliesslich eine Frage des Strafantragsrechts. Der Beschwerdeführer kann daher gestützt auf Art. 270 lit. f BStP mit eidgenössischer Nichtigkeitsbeschwerde geltend machen, die Auffassung der Vorinstanz, die Strafanträge seien zu spät eingereicht worden, verstosse gegen eidgenössisches Recht im Sinne von Art. 269 Abs. 1 BStP. Rechtsfrage ist insoweit, welche Umstände der Antragsberechtigte in welchem Ausmass kennen muss, damit ihm Tat und Täter nach Art. 29 StGB bekannt sind.