Citation: 7B.265/2000 14.12.2000 E. 2

2.- Der Beschwerdeführer hält die Pfändung vom 24. Januar 2000 für ungültig, weil sie vollzogen worden sei, obschon aus gesundheitlichen Gründen weder er persönlich noch sein Rechtsvertreter habe anwesend sein können. a) Der Betreibungsschuldner hat nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, der Pfändung beizuwohnen, wobei ihm freisteht, sich vertreten zu lassen (Art. 91 Abs. 1 Ziff. 1 SchKG). Wenn sich der Schuldner trotz ordnungsgemässer Ankündigung zum festgesetzten Termin nicht einfindet, ist das Betreibungsamt befugt, die Pfändung dennoch zu vollziehen (dazu BGE 112 III 14 E. 5a S. 16). Das gilt auf alle Fälle dort, wo das Fernbleiben nicht auf ein unverschuldetes Hindernis zurückzuführen ist. b) Das Obergericht hat darauf hingewiesen, dass der Beschwerdeführer den Pfändungsvollzug vor dem 24. Januar 2000 mehrfach verhindert habe. Der Vorladung auf den 6. Dezember 1999 habe er mit der lediglich eigenhändigen, nicht durch Arztzeugnis bestätigten schriftlichen Erklärung, er sei an Grippe erkrankt, keine Folge geleistet. Am 17. Dezember 1999 sei er dann wohl auf dem Betreibungsamt erschienen, habe jedoch bekanntgegeben, er sei nicht in der Lage, einem Pfändungsvollzug beizuwohnen; auch seinem Rechtsvertreter sei dies nicht möglich. Trotz schriftlicher Zusicherung sei zu dem hierauf neu auf den 10. Januar 2000 angesetzten Pfändungstermin weder der Beschwerdeführer noch sein Vertreter erschienen. Die Vorinstanz hält dafür, der Beschwerdeführer habe nicht nachzuweisen vermocht, dass er nicht in der Lage gewesen sei, an den genannten Daten einem Pfändungsvollzug beizuwohnen oder sich vertreten zu lassen. Das Gleiche gelte auch bezüglich des am 15. Januar 2000 angekündigten Termins vom 24. Januar 2000, weshalb die an diesem Tag in Abwesenheit des Beschwerdeführers vollzogene Pfändung nicht zu beanstanden sei. c) Die Feststellungen des Obergerichts zur Disponibilität des Beschwerdeführers sind tatsächlicher Natur. Für die erkennende Kammer sind sie daher verbindlich, zumal dieser keine Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften dartut und nichts auf ein offensichtliches Versehen hindeutet (vgl. Art. 63 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 81 OG). Was der Beschwerdeführer zur Frage der Zulässigkeit des Pfändungsvollzugs ausführt, erschöpft sich in einer Kritik an der Würdigung der tatsächlichen Verhältnisse und ist hier mithin nicht zu hören.