Citation: 6P.142/1999 02.03.2000 E. 3

3.- Das Obergericht hat den Beschwerdeführer verpflichtet, die Hälfte der Kosten der amtlichen Verteidigung im erstinstanzlichen und im zweitinstanzlichen Verfahren von insgesamt Fr. 73'800. 25, d.h. Fr. 36'900. 10, zu übernehmen (angefochtenes Urteil S. 276, 279 f.). a) Der Beschwerdeführer macht geltend, damit habe das Obergericht Art. 4 aBV verletzt. Zum einen sei es angesichts der umfangreichen Freisprüche unverständlich, dass er die Hälfte seiner Verteidigungskosten zu bezahlen habe; der von der Vorinstanz angenommene Kostenverteiler entspreche keineswegs dem Verhältnis von Freisprüchen und Schuldsprüchen. Zum andern sei er in Anbetracht seiner finanziellen Verhältnisse nicht in der Lage, den ihm verbleibenden Teil der Verteidigungskosten zu bezahlen, weshalb er Anspruch auf Verzicht der Rückforderung dieser Kosten habe. b) Die vorliegende staatsrechtliche Beschwerde wird in Bezug auf den Schuldspruch wegen ungetreuer Geschäftsführung betreffend das Geschäftskonto Nr. 31160. 50 (Visierung von Vergütungsaufträgen im Gesamtbetrag von Fr. 902'694. 25; angefochtenes Urteil S. 172 ff.) wegen Verletzung des Anklagegrundsatzes gutgeheissen. Die vom Beschwerdeführer ebenfalls erhobene eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde wird in Bezug auf den Schuldspruch wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das Bankengesetz im Sinne von Art. 46 Abs. 1 lit. c BankG sowie hinsichtlich des Schuldspruchs wegen ungetreuer Geschäftsführung im Punkt Ziff. 2.1.15 der Schlussverfügung (Konsortialhypothek Claragraben; angefochtenes Urteil S. 178 ff.) gutgeheissen. Somit fallen weitere Schuldsprüche dahin. Damit wird das Obergericht auch über die Verteilung der Kosten der amtlichen Verteidigung neu befinden müssen. Auf die staatsrechtliche Beschwerde ist daher in diesem Punkt nicht einzutreten.