Citation: 1C_326/2018 E. 4.3

4.3. Die Beschwerdeführerinnen machen weiter geltend, die Vorinstanz habe in tatsächlicher Hinsicht nicht berücksichtigt, dass für die Durchfahrt von Postautos durch die Engstelle eine geringere als die von der Gemeinde beanspruchte Fläche von 17.4 m2 notwendig sei. Wie der Augenschein gezeigt habe, habe das Postauto die Engstelle passieren können, obwohl auf einem Teil der beanspruchten Fläche ein Auto parkiert gewesen sei. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Urteil in tatsächlicher Hinsicht nicht ausgeschlossen, dass die Durchfahrt durch die Engstelle für Postautos unter gewissen Voraussetzungen auch unter Beanspruchung einer weniger grossen Fläche der Parzelle 1035 möglich ist. Gestützt auf ein Gutachten und nach Durchführung eines Augenscheins mit Demonstrationsfahrten erwog sie indessen, dass für ein Abweichen von der Ideallinie, welche eine weniger grosse Privatfläche in Anspruch nähme, jedenfalls nicht viel Spielraum bestehe, dass kleine Unterschiede im Lenkverhalten der Chauffeure relativ grosse Auswirkungen auf den benötigten Platzbedarf hätten, dass ein Sicherheitsabstand von 25 cm erforderlich sei, um Fahrungenauigkeiten zu kompensieren, und dass sich die Situation im Winter wegen des Schnees bzw. wegen Schneemaden am Strassenrand noch verschärfen könne. Unter Berücksichtigung dieser Umstände kam die Vorinstanz zum Schluss, die von der Gemeinde nachgefragte Servitutsfläche von 17.4 m2 werde für die Sicherstellung der Durchfahrt von Postautos durch die Engstelle benötigt. Damit hat die Vorinstanz nachvollziehbar dargelegt, weshalb sie in tatsächlicher Hinsicht von einer für die Durchfahrt von Postautos durch die Engstelle benötigten Servitutsfläche von 17.4 m2 ausging. Die Beschwerdeführerinnen vermögen nicht darzutun, inwiefern die entsprechenden Feststellungen geradezu willkürlich im Sinne von Art. 9 BV sein sollten.