Citation: 8C_530/2012 E. 4.1

4.1. Das kantonale Gericht ist in seinem Entscheid vom 15. Mai 2012 zur Auffassung gelangt, die nach Eintritt der Invalidität und wegen dieser begonnene (nunmehr dritte) Lehre stelle eine Umschulung im Sinne von Art. 17 Abs. 1 IVG dar, weshalb dem heutigen Beschwerdegegner ein nach Art. 23 Abs. 1 IVG zu bemessendes so genanntes "grosses Taggeld" zustehe. Begründet hat es dies damit, dass Ausbildungsmassnahmen zur Diskussion stünden, welche - wie in Art. 6 Abs. 1 IVV vorgesehen - nach Abschluss einer erstmaligen beruflichen Ausbildung wegen der Invalidität zur Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit benötigt würden. Dieses Taggeld will sie - wozu sie die Sache an die Verwaltung zurückgewiesen hat - auf der Basis des Verdienstes berechnet sehen, welchen der Beschwerdegegner vor Beginn seiner Hufschmiedlehre von Mai bis Juli 2008 vorübergehend auf dem erlernten Beruf als Lastwagenmechaniker erzielt hat.