Citation: 6B_978/2023 E. 1.2.1

1.2.1. Dem Beschwerdeführer kann nicht gefolgt werden. Die von ihm angerufenen Gesetzesbestimmungen sind nicht einschlägig. Vorliegend fanden, soweit streitig, keine persönlichen Einvernahmen statt. Massgebend ist vielmehr Art. 145 StPO. Demnach kann die Strafbehörde eine einzuvernehmende Person einladen, an Stelle einer Einvernahme oder zu ihrer Ergänzung einen schriftlichen Bericht abzugeben. Dieses Vorgehen kann insbesondere bei Massendelikten mit einer Vielzahl von Geschädigten, etwa im Finanzbereich - wie vorliegend -, im Interesse einer effizienten Strafverfolgung angezeigt sein und ist ausdrücklich zulässig. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist das Verfassen schriftlicher Berichte zudem stets freiwillig. Die Strafbehörde hat keine Kompetenz, einzuvernehmende Personen zur Erstattung eines schriftlichen Berichts zu verpflichten, sie kann sie bloss dazu einladen (vgl. DANIEL HÄRING, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, N. 1 ff. insb. N. 5 zu Art. 145 StPO). Es liegt somit keine Verletzung einer gesetzlichen Gültigkeitsvorschrift vor, welche nach Art. 141 Abs.2 StPO zur Unverwertbarkeit der erhobenen Beweise führen würde.