Citation: 4A_307/2020 E. 8.1

8.1. Die Vorinstanz hielt diesbezüglich fest, da es der Beschwerdeführerin nicht gelinge, den Wert des teilausgeführten Werks schlüssig bzw. substanziiert geltend zu machen, resultiere aus der Abrechnung des Bauprojekts eine Abrechnungsdifferenz aus Sicht der Beschwerdeführerin von Fr. minus 37'720'244.20 (Fr. 0.-- [kein ausgewiesener Wert des Teilwerks] - anerkannte Zahlungen der Beschwerdegegnerin). Da die Differenz zwischen dem Wert des Werkes und den Anzahlungen kleiner als Fr. minus 6.9 Mio. sei, erübrige sich die Prüfung des Anspruchs aus der Erfüllungsgarantie. Selbst wenn ihr dieser Anspruch zustehen würde, resultiere kein positiver, ihr zustehender Abrechnungssaldo. Daher stelle sich die Frage nach allfälligen Gegenforderungen der Beschwerdegegnerin nicht. Ebenso wenig bedürfe es der Prüfung, ob davon ein allfälliger von der Beschwerdegegnerin aus dem Konkurs der C.________ AG gezogener Vorteil in Abzug zu bringen wäre.