Citation: 6P.112/2005 17.11.2005 E. 5

Schliesslich beanstandet der Beschwerdeführer, das Obergericht sei auf seinen Einwand nicht eingegangen, wonach das fragliche Gutachten veraltet sei. Damit habe es das Willkürverbot und sein rechtliches Gehör verletzt. Der Beschwerdeführer hat sich im Untersuchungsverfahren klar gegen eine weitere Begutachtung ausgesprochen mit der Begründung, dass die Vorfälle bereits mehr als fünf Monate zurückliegen würden, sein Verhalten keine Rückschlüsse auf eine psychische Beeinträchtigung erlaube und er ein Recht auf Verdrängen habe. Im Verfahren vor dem Obergericht hat der Beschwerdeführer die mangelnde Aktualität des in Frage stehenden Gutachtens beanstandet. Dieses Verhalten hat das Obergericht zu Recht als widersprüchlich eingestuft, da es der Beschwerdeführer selbst war, der die Aktualisierung des Gutachtens verhinderte. Indem das Obergericht diesem rechtsmissbräuchlichen Verhalten den Rechtsschutz versagte, hat es weder gegen das Willkürverbot verstossen noch das rechtliche Gehör verweigert.