Citation: 7B_206/2022 E. 2.3.4

2.3.4. In ihrer weiteren Beurteilung geht die Vorinstanz willkürfrei davon aus, der Geschlechtsverkehr sei durch das Verschliessen der Atemwege ausser Kontrolle geraten. Sie glaube der Beschwerdegegnerin 2, wonach sie dadurch in Panik geraten und Abwehrreflexe gezeigt habe. Dennoch habe der körperlich überlegene und auf der Beschwerdegegnerin 2 befindliche Beschwerdeführer die vaginale Penetration fortgesetzt. Anschliessend habe sich die Beschwerdegegnerin 2 telefonisch bei der Polizei gemeldet und versucht, die Wohnung über den Balkon zu verlassen, wobei der Beschwerdeführer sie zurückgezogen habe. Dies zeuge von einer Panikreaktion der Beschwerdegegnerin 2, welche sich auch aus der Audioaufzeichnung des Notrufs ergebe. Dass letztere Feststellungen schlechterdings unhaltbar bzw. geradezu willkürlich sein sollten, ist nicht ersichtlich. Jedenfalls sagte der Beschwerdeführer selbst aus, es sei möglich, dass die Beschwerdegegnerin 2 zwischendurch "nein" gesagt habe, was er aber nicht als Totalabbruch des Geschlechtsverkehrs verstanden habe. Weiter gab er an, sie sei komplett durcheinander gewesen und habe ihm gesagt, er habe sie vergewaltigt, worauf er ihr erwidert habe, sie solle die Polizei rufen.