Citation: 1C_248/2019 E. 3.1

3.1. Nach der Vorinstanz ist für die Öffentlicherklärung einer Strasse massgeblich, ob sie der Fein- oder Groberschliessung mehrerer Grundstücke oder einer grösseren Anzahl von Wohnstätten dient. Bei der Erschliessung von zwei Grundstücken könne nicht bereits in jedem Fall ein öffentliches Interesse angenommen werden. Aufgrund des vorausschauenden Charakters der Klassifikation einer Strasse müssten Wohneinheiten, die in naher Zukunft absehbar realisiert werden könnten, in der Regel bereits bei der Anzahl der erschlossenen Wohneinheiten mitgezählt werden. Dabei sei eine mittelfristige Perspektive einzunehmen, die deutlich weniger als zehn Jahre betragen müsse. Im vorliegenden Fall besteht zwar gemäss Vorinstanz die umstrittene Zufahrt über Parzelle Nr. 60A zu den Parzellen Nrn. 61A bis 63A gestützt auf eine Baubewilligung. Ein Rechtstitel, der die Eigentümer von Parzelle Nr. 60A verpflichte, die Zufahrt und den Zugang zu den Parzellen Nrn. 61A bis 63A zu dulden, fehle aber. Auf Parzelle Nr. 61A sei weder von der früheren Baubewilligung Gebrauch gemacht worden noch konkret eine Wohneinheit geplant. Die Gemeinde sei gemäss dem am 1. November 2017 vom Bundesrat genehmigten kantonalen Richtplan verpflichtet, wegen überdimensionierter Bauzonen einen Auszonungsprozess durchzuführen. Von der Gemeinde werde nicht belegt, dass die peripher gelegene Bauzonenfraktion mit den Grundstücken Nrn. 56A bis 63A im Gebiet Hintere Schwendistrasse nicht einer Nichtbauzone zugewiesen werden müsse. Es könne nicht davon ausgegangen werden, dass die im Streit liegende Stichstrasse der Erschliessung von Grundstücken diene, die sich allesamt im Baugebiet befänden. Daran ändere nichts, dass die Gemeinde keine Planungszone im Gebiet Hintere Schwendistrasse erlassen habe. Insbesondere könne bei dieser Ausgangslage eine Überbauung der Parzelle Nr. 61A im massgebenden Planungszeitraum nicht berücksichtigt werden. Folglich stehe nicht fest, dass die Erschliessung einer grösseren Anzahl von Wohnstätten diene. Der fragliche Teilstrassenplan diene ausschliesslich den Partikularinteressen der Beschwerdebeteiligten bzw. der Vermeidung eines Zivilprozesses. Ein schutzwürdiges Interesse an der Öffentlicherklärung der umstrittenen Zufahrt habe nicht bejaht werden dürfen.