Citation: 2C_652/2020 E. 5

Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass der Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 62 Abs. 1 lit. b AuG angesichts seiner Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sieben Monaten erfüllt ist. Auch macht er richtigerweise nicht geltend, dass Art. 63 Abs. 3 AuG einem Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung entgegenstehe: Die vom Beschwerdeführer begangenen Taten wurden allesamt entweder (wie die versuchte qualifizierte Erpressung) vor dem 1. Oktober 2016, also vor dem massgebenden Zeitraum für eine Landesverweisung im Sinne von Art. 66a StGB verübt, und/oder können aufgrund der Natur der Delikte keinen Gegenstand einer solchen Landesverweisung bilden (vgl. den Deliktskatalog in Art. 66a Abs. 1 StGB, in welchem die vorliegend mit Strafbefehlen geahndeten, insbesondere auch nach dem 1. Oktober 2016 begangenen Taten des Beschwerdeführers [vgl. vorne Sachverhalt, lit. A.b] nicht genannt sind [vgl. auch Urteil 2C_358/2019 vom 18. November 2019 E. 3.4]). Damit fällt eine Anwendung von Art. 63 Abs. 3 AuG ausser Betracht.