Citation: 1C_373/2020 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin wendet dagegen ein, die Vorinstanzen hätten keine sachlichen Gründe genannt, warum die Zerkleinerung von Alt- und Abbruchholz keinen Produktionsvorgang darstellen solle und die Schredderanlage deshalb zonenwidrig sei. Zudem gebe es keine hinreichende gesetzliche Grundlage für die von der Gemeinde und der Vorinstanz getroffene Unterscheidung zwischen Produktions- und Verarbeitungsbetrieben. Es sei deshalb willkürlich, wenn die Vorinstanzen in der Gewerbezone die Produktion von Material als zulässig erachten, die Materialaufbereitung hingegen nicht. Überdies sei der Hinweis der Gemeinde, wonach die Zerkleinerung des Altholzes in der Materialaufbereitungszone zonenkonform sei unzutreffend, da diese gemäss dem Wortlaut von Art. 23 Abs. 1 BauG/Zernez nur für gesteinsähnliche Materialien bestimmt sei. Die Vorinstanz verfalle deshalb in Willkür (Art. 9 BV), wenn sie die enge Gesetzesauslegung von Art. 22 Abs. 1 BauG/Zernez durch die Gemeinde schütze und ihr die Ausweitung des Sammelplatzes mittels einer Schredderanlage verweigere.