Citation: 4A_506/2019 E. 2.1

2.1. Das Zustandekommen und der Inhalt eines Vertrages bestimmen sich gemäss Art. 18 Abs. 1 OR nach dem übereinstimmenden wirklichen Willen der Parteien. Diese sogenannte subjektive Vertragsauslegung beruht auf Beweiswürdigung und ist der bundesgerichtlichen Überprüfung im Beschwerdeverfahren grundsätzlich entzogen (Art. 97 und 105 BGG). Erst wenn eine tatsächliche Willensübereinstimmung nicht festgestellt werden kann, sind die Erklärungen der Parteien nach dem Vertrauensprinzip so auszulegen, wie sie nach ihrem Wortlaut und Zusammenhang sowie den gesamten Umständen verstanden werden durften und mussten (BGE 144 III 43 E. 3.3; 142 III 239 E. 5.2.1 mit weiteren Hinweisen). Nachträgliches Parteiverhalten kann allenfalls ein Indiz für den tatsächlichen Willen der Parteien zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses bilden (BGE 144 III 93 E. 5.2.2; 132 III 626 E. 3.1).