Citation: 6B_1149/2018 E. 3

Das Kantonsgericht erwägt in der angefochtenen Verfügung, der Beschwerdeführer habe am 23. April 2018 gegen das im Dispositiv eröffnete Urteil des Bezirksgerichts Schwyz vom 16. April 2018 Berufung angemeldet. Das begründete Urteil sei am 17. Mai 2018 versandt worden, habe dem Beschwerdeführer aber nicht zugestellt werden können, weil er die eingeschriebene Sendung auf der Post nicht abgeholt habe. Eine eingeschriebene Postsendung, die nicht abgeholt werde, gelte am siebten Tag nach dem erfolglosen Zustellversuch als zugestellt, sofern die Person mit einer Zustellung rechnen müsse, was beim Beschwerdeführer, welcher Berufung angemeldet habe, der Fall sei. Die Frist zur Berufungserklärung habe folglich am 27. Mai 2018 zu laufen begonnen und habe am 15. Juni 2018 geendet, ohne dass eine Berufungserklärung eingereicht worden sei. Damit habe der Beschwerdeführer zwar die Berufung angemeldet, diese aber nicht innert der 20-tägigen Frist erklärt, was auf einen nachträglichen Verzicht hinauslaufe. Die Berufung sei daher abzuschreiben. Daran vermöge auch die Erklärung des Beschwerdeführers, er habe im Zeitpunkt der Zustellung Urlaub in Anspruch genommen, nichts zu ändern, zumal er auch gemäss Bestätigung des Arbeitgebers Ende Juni 2018, als ihm das Urteil nochmals zugestellt worden sei, keinen Urlaub gehabt habe, und er sich auch damals weder beim Bezirksgericht noch beim Kantonsgericht gemeldet habe.