Citation: 5D_155/2023 E. 2.1

2.1. Nachdem der Beschwerdeführer in seiner Stellungnahme vom 2. Mai 2023 sinngemäss die gültige Eröffnung der als Rechtsöffnungstitel eingereichten Strafbefehle bestritten hatte, hat das Kreisgericht ausnahmsweise einen zweiten Schriftenwechsel angeordnet. Der Betreibungsgläubiger hat daraufhin zahlreiche Belege eingereicht und dazu ausgeführt, dass der Beschwerdeführer die Strafbefehle nicht nur erhalten, sondern auch darauf reagiert habe und den Vorladungen unentschuldigt ferngeblieben sei. Gestützt auf die vom Betreibungsgläubiger eingereichten Beweismittel hat das Kreisgericht in der Folge sowohl die ordnungsgemässe Eröffnung als auch die Vollstreckbarkeit für alle fünf vorgelegten Strafbefehle als gegeben erachtet. Mit Bezug auf diejenigen Verfahren, welche Gegenstand der Einsprache gewesen wären und in welchen der Schuldner überhaupt Einsprache erhoben habe, trete die Rechtsfolge von Art. 355 Abs. 2 StPO ein. Demnach gelte die Einsprache als zurückgezogen, wenn eine Einsprache erhebende Person trotz Vorladung einer Einsprache unentschuldigt fernbleibe. Folglich handle es sich bei den fünf gegen den Schuldner ergangenen Strafbefehlen um definitive Rechtsöffnungstitel für die darin ausgewiesenen Forderungen. Bezüglich der Pflicht zur Leistung von Verzugszinsen auf Verfahrenskosten in der Höhe von 5 % hat das Kreisgericht auf Art. 442 Abs. 2 StPO verwiesen.