Citation: 2C_132/2016 E. 2.3.5

2.3.5. Der Beschwerdeführer hat sein Land vor fast zehn Jahren verlassen und dabei die örtliche Trennung von seinen Kindern bewusst in Kauf genommen, weshalb der verweigerte Familiennachzug weder Art. 8 EMRK noch Art. 13 BV verletzt. Aus Art. 3 der UNO-Kinderrechtskonvention (SR 0.107) ergibt sich kein direkt ableitbarer Anspruch auf einen nachträglichen Familiennachzug (vgl. Urteil 2C_125/2014 vom 12. Februar 2014 E. 4.2; BGE 135 I 153 E. 2.2.2 S. 156 f.; 126 II 377 E. 5d S. 391 f.); das Bundesgericht trägt der Berücksichtigung der Kindesinteressen im Rahmen der nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK gebotenen Interessenabwägung als einem (wichtigen) Element unter anderen Rechnung. Vorliegend liegt es im wohlverstandenem Interesse der Kinder, nicht ohne Not aus dem heimischen Rahmen gerissen und in der Schweiz, die sie nicht kennen und wo sie sich nie aufgehalten haben, vor schwer zu bewältigende Integrationsprobleme gestellt zu werden. Der Anspruch auf einen nachträglichen Familiennachzug hat sich in erster Linie an den nationalen gesetzlichen Bestimmungen auszurichten; es ist davon auszugehen, dass diese den konventionsrechtlichen Vorgaben genügen und insofern ein nationaler Beurteilungsspielraum besteht, bei dessen Anwendung der EGMR sich praxisgemäss eine gewisse Zurückhaltung auferlegt (vgl. das Urteil 2C_1075/2015 vom 28. April 2016 E. 3 bezüglich eines Teilfamiliennachzugs).