Citation: 5A_100/2021 E. 3.3

3.3. Das Obergericht hat vorliegend einen erheblichen, dem Kindeswohl abträglichen Loyalitätskonflikt festgestellt. Es kam zum Schluss, dass die schwierigen Übergänge zwischen den Eltern zum Wohl der Kinder zu reduzieren und zu vereinfachen seien. Eine gemeinsame Obhut sei aufgrund des schweren Konflikts und der Unfähigkeit der Eltern, konstruktiv zusammenzuarbeiten, nicht vorstellbar. Daran ändere auch nichts, dass der Beschwerdeführer die Grundbedürfnisse der Kinder gut erfüllen könne und zumindest grundsätzlich über die notwendigen erzieherischen Ressourcen verfüge. Denn wie der Gutachter zu recht ergänzend festgestellt habe, sei der Beschwerdeführer nur noch bedingt und manchmal nicht mehr fähig, die Bedürfnisse der Kinder zu erkennen oder diese zu schützen, sobald der Konflikt in den Vordergrund trete. Diese Einschätzung teilte auch der Kindesvertreter. Zuletzt sei aufgrund des bisherigen Verlaufs entgegen der Auffassung des Vaters nicht zu erwarten, dass mit einer Wiedereinführung der alternierenden Obhut eine Beruhigung der Situation erreicht werden könne.