Citation: 2C_624/2020 E. 4.4

4.4. Mit Blick auf das Alter der Beschwerdeführerinnen 2 und 3 liegt darin für sich allein jedoch kein wichtiger familiärer Grund im Sinne von Art. 47 Abs. 4 AIG. Bei Gesuchseinreichung waren sie über 15 bzw. 13 Jahre alt. Im Zusammenhang mit der allgemeinen Betreuungssituation wird es ihnen zunehmend möglich sein, selbständig für ihr eigenes Wohlergehen zu sorgen, zumal nicht vorgebracht wird, die Töchter bedürften aufgrund einer vom Normalfall abweichenden Entwicklung einer besonderen Betreuung (vgl. für diese Würdigung im Zusammenhang mit 15 bzw. 13 Jahre alten Kindern die Urteile 2C_909/2019 vom 7. April 2020 E. 4.6.6; 2C_97/2013 vom 26. August 2013 E. 3.1.3). Wenn die Beschwerdeführenden im bundesgerichtlichen Verfahren geltend machen, die Beschwerdeführerinnen 2 und 3 stünden aufgrund ihres Alters vor wichtigen Entscheidungen hinsichtlich der Berufswahl und allgemein ihrer Zukunft, lässt sich daraus nicht auf die Notwendigkeit einer besonderen Betreuung schliessen. Auch lässt sich durch den Verweis auf den "Kanun" nichts in Bezug auf die individuelle Entwicklung der Beschwerdeführerinnen 2 und 3 und auf eine in diesem Zusammenhang allenfalls notwendige besondere Betreuung ableiten.