Citation: 1B_234/2022 E. A

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Appenzell Ausserrhoden führt eine Strafuntersuchung gegen B.________ wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung. Mit Verfügung vom 15. Oktober 2015 setzte sie Rechtsanwalt A.________ mit Wirkung auf den 1. Mai 2015 als amtlichen Verteidiger ein. Im Namen von B.________ ersuchte Rechtsanwalt C.________ mit Eingabe vom 18. Februar 2020 um einen Wechsel der amtlichen Verteidigung von Rechtsanwalt A.________ zu ihm. Zur Begründung machte B.________ ein zerrüttetes Vertrauensverhältnis zu A.________ geltend. Dieser habe anlässlich von Vergleichsgesprächen gegenüber von D.________ und E.________ ohne seine Einwilligung Details des Strafverfahrens preisgegeben. Die Staatsanwaltschaft wies das Gesuch um Wechsel der amtlichen Verteidigung mit Verfügung vom 20. April 2020 ab. Eine von B.________ dagegen erhobene Beschwerde hiess das Obergericht des Kantons Appenzell Ausserrhoden mit Zirkularbeschluss vom 23. November 2020 wegen einer Verletzung von dessen Anspruch auf rechtliches Gehör gut und wies die Sache zur Abklärung der geltend gemachten Verletzung des Anwaltsgeheimnisses (Befragung von D.________ und E.________) sowie zum anschliessenden neuen Entscheid an die Staatsanwaltschaft zurück. Unter Hinweis auf das ihres Erachtens nunmehr seit mehreren Monaten gestörte Vertrauensverhältnis verzichtete die Staatsanwaltschaft auf weitere Abklärungen und bewilligte B.________ mit Verfügung vom 18. Januar 2021 den ersuchten Wechsel seiner amtlichen Verteidigung von Rechtsanwalt A.________ zu Rechtsanwalt C.________. Dagegen erhob A.________ Beschwerde an das Obergericht. Dieses hiess das Rechtsmittel mit Beschluss vom 26. April 2022 gut und wies die Sache zur erneuten Sachverhaltsabklärung (Prüfung des Vorwurfs der Verletzung des Anwaltsgeheimnisses) und anschliessenden Neubeurteilung an die Staatsanwaltschaft zurück.