Citation: B 14/06 24.08.2006 E. 2.2

2.2.1 Indem das Eidgenössische Versicherungsgericht sowohl die Pensionskasse Thurgau wie auch die Kantonale Pensionskasse Schaffhausen gemäss Art. 110 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 132 OG als Mitbeteiligte in das Verfahren einbezogen hat, wird die Rechtskraft des letztinstanzlich gefällten Urteils auf die Beigeladenen ausgedehnt, sodass diese in allfälligen später gegen sie gerichteten Prozessen jenes gegen sich gelten lassen müssen (BGE 130 V 502 Erw. 1.2 mit Hinweisen). Weiter gehende Wirkungen kommen der Beiladung nicht zu. Durch die Beiladung wird namentlich der Anfechtungs- und Streitgegenstand - hier der Anspruch des Beschwerdeführers gegenüber der BVK auf eine Invalidenrente nach BVG (vgl. Erw. 2.1 hievor) - nicht erweitert. Über Rechtsbegehren, welche die Zusprechung einer Invalidenrente (oder die Feststellung einer Leistungspflicht) durch eine vorinstanzlich nicht eingeklagte Vorsorgeeinrichtung zum Gegenstand haben, ist, da ausserhalb des Anfechtungsgegenstandes liegend, letztinstanzlich nicht zu befinden. Wohl kann das Eidgenössische Versicherungsgericht rechtsprechungsgemäss das verwaltungsgerichtliche Verfahren aus prozessökonomischen Gründen auf eine ausserhalb des Anfechtungsgegenstandes, d.h. ausserhalb des durch die Verfügung bestimmten Rechtsverhältnisses liegende spruchreife Frage ausdehnen, wenn diese mit dem bisherigen Streitgegenstand derart eng zusammenhängt, dass von einer Tatbestandsgesamtheit gesprochen werden kann, und wenn sich die Verwaltung zu dieser Streitfrage mindestens in Form einer Prozesserklärung geäussert hat (BGE 122 V 36 Erw. 2a mit Hinweisen). Eine - analoge - Anwendung dieser Grundsätze in der Weise, dass über die Leistungspflicht einer vorinstanzlich nicht eingeklagten Vorsorgeeinrichtung im Prozess vor dem Eidgenössischen Versicherungsgericht zu befinden wäre, fällt indes bereits deshalb ausser Betracht, weil durch die gesetzliche Konzeption des erstinstanzlichen Prozesses als Klageverfahren (Art. 73 Abs. 3 BVG) im kantonalen Verfahren bestimmt wird, wem als Kläger oder Beklagtem Parteistellung zukommt. Ist sich die einen Anspruch geltend machende Person im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht schlüssig darüber, welche Vorsorgeeinrichtung Versicherungsleistungen zu erbringen hat, steht es ihr frei, mehrere Klagen bei den örtlich zuständigen kantonalen Gerichten (vgl. Art. 73 Abs. 3 BVG) anzuheben. Schliesslich kann der Gefahr etwaiger Anspruchsvernichtung zufolge Verjährung durch die Einholung entsprechender Verzichtserklärungen entgegengewirkt werden (zum Ganzen: BGE 130 V 502 f. 1.2; Urteile S. vom 11. April 2005, B 94/04, Erw. 1.1 und 1.2, sowie W. vom 9. November 2004, B 81/03, Erw. 1.1 und 1.2). An diesem Grundsatz ändert entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers der Umstand nichts, dass die Pensionskasse Thurgau und die Kantonale Pensionskasse Schaffhausen bereits im vorinstanzlichen Klageverfahren als Beigeladene in den Prozess miteinbezogen worden sind (vgl. dazu auch Urteile P. vom 21. Februar 2006, B 46/05, und W. vom 9. November 2004, B 81/03). Wie bereits die Vorinstanz in allen Teilen zutreffend erkannt hat, fehlte es für eine (direkte) Verpflichtung einer der in den Kantonen Thurgau respektive Schaffhausen ansässigen Beigeladenen im Übrigen laut Art. 73 Abs. 3 BVG, welche Bestimmung im Rahmen der 1. BVG-Revision unverändert geblieben ist, bereits an der örtlichen Zuständigkeit des angerufenen kantonalen Gerichts. Ebenfalls unbehelflich ist alsdann die Tatsache, dass die Pensionskasse Thurgau als Beigeladene im letztinstanzlichen Prozess vernehmlassungsweise ihre bereits in einem früheren Zeitpunkt ausgesprochene Leistungszusage bestätigt. Da die geltend gemachten Ansprüche, wie hievor ausgeführt, von der leistungsansprechenden Person im Klageverfahren geltend zu machen sind, kann das Eidgenössische Versicherungsgericht die Sache nicht an eine andere, allenfalls zuständige Vorsorgeeinrichtung weiterleiten. 2.2.2 Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde unter Ziff. 2 und 3 gestellten Eventual- bzw. Subeventualbegehren zielen darauf, im vorliegenden Verfahren eine Leistungspflicht der Pensionskasse Thurgau oder der Kantonalen Pensionskasse Schaffhausen festzustellen, um allfällige erneute Klageprozesse zu verhindern (vgl. Verwaltungsgerichtsbeschwerde, S. 10 f.). Im Lichte der hievor dargelegten Grundsätze zum Anfechtungs- und Streitgegenstand sowie zur Beiladung ist die Rechtsvorkehr in diesen Punkten nicht zulässig.