Citation: I 550/02 10.03.2003 E. 2.2

2.2.1 Gemäss psychiatrischem Gutachten des Dr. med. C.________ vom 14. Oktober 1999 leidet der Beschwerdeführer seit seiner Einreise in die Schweiz im Jahr 1981 an Psoriasis. Trotz der sozial schwerwiegend einschränkenden Hauterkrankung, der für ihn damit verbundenen narzisstischen Kränkung und andauernder Schamgefühle habe der Patient seine Tätigkeit als Laborant, später als stellvertretender Laborchef mit einem vollen Pensum versehen können. Im Rahmen von gesundheitspolitischer Spitalzusammenlegung und Laborzentralisierung sei es im Oktober 1998 zu einer "Disqualifikation" als "ungepflegter Mensch, von dem sich die Patienten nicht stechen lassen wollten," und als "unzumutbar" und schliesslich zum Arbeitsverlust auf Ende November 1999 gekommen. Die bereits bestehende depressive Entwicklung habe sich vertieft und die Hautkrankheit habe derart exazerbiert, dass der Versicherte habe hospitalisiert werden müssen. Seit Januar 1999 sei er von seinen Ärzten zu 100 % arbeitsunfähig geschrieben worden. 2.2.2 Die Ärzte des ABI stellten am 6. Februar 2001 die psychiatrische Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung mit einer gegenwärtig leichten bis mittelgradigen Episode (F 33). Es handle sich dabei um eine Anpassungsstörung im Sinne einer neurotischen Depression. Der Explorand könne sich nicht mit seiner Hautkrankheit abfinden, wobei eine etwas sensible Charakterstruktur prädisponierend die depressive Entwicklung begünstige. Die Depression behindere in der Leistungsfähigkeit im Sinne einer Verlangsamung durch die psychomotorische Hemmung und wegen Konzentrationsschwierigkeiten. Es könne ihm aber unter Berücksichtigung auch des somatischen Zustandes durchaus zugemutet werden, etwa sechs Stunden täglich einer Tätigkeit nachzugehen. Die psychiatrische Prognose sei ungewiss; die zweijährige Erwerbslosigkeit bei ähnlich depressivem Zustandsbild weise jedoch auf eine Chronifizierung hin. 2.2.3 Frau Dr. med. I.________ stimmte in ihrem Bericht vom 6. Juni 2001 nach zweieinhalbmonatiger Behandlung des Versicherten im psychopathologischen Befund überein mit den Ärzten des ABI. Sie war jedoch der Ansicht, dass auf Grund der bereits damals beschriebenen Symptome die Diagnose einer mittelschweren depressiven Episode hätte gestellt werden müssen. Nachdem seit der damaligen Begutachtung eine weitere Verschlechterung eingetreten sei, müsse nun eindeutig ein chronischer Verlauf, zur Zeit mit einer schweren depressiven Episode, angenommen werden. Sie erachtete den Patienten zu 30 % arbeitsfähig, wobei er lediglich in einer Eingliederungsstätte im Rahmen einer Therapie eingesetzt werden könne. 2.2.4 Laut dem Schlussbericht der Eingliederungsstätte VEBO über das vom 17. September bis zum 16. Dezember 2001 absolvierte Arbeitstraining konnte der Beschwerdeführer in der während der drei Monate gezeigten psychischen Verfassung höchstens in geschütztem Rahmen einer geregelten Arbeit nachgehen; eine Vermittlung in die offene Wirtschaft schien unrealistisch. Die Abteilungschefin der Beruflichen Eingliederung der Beschwerdegegnerin schloss sich auf Grund ihres eigenen Eindruckes vom Versicherten dieser Einschätzung an (Schlussbericht vom 21. Dezember 2001).