Citation: C 32/00 18.05.2000 E. 3

3.- Den Ausführungen in der Beschwerde an die Vorin- stanz sowie der Vernehmlassung der Arbeitslosenkasse zu- folge besteht in der Rahmenfrist für die Beitragszeit zu- mindest für die Periode vom 6. Juli bis 16. Dezember 1996 ein Kausalzusammenhang zwischen der Kindererziehung und dem Verzicht auf die Ausübung einer Erwerbstätigkeit, weil das Kind der Beschwerdeführerin krank war und der Pflege be- durfte. Erst am 17. Dezember 1996 meldete sich die Versi- cherte wieder zur Arbeitsvermittlung und zum Bezug von Ar- beitslosenentschädigung beim Arbeitsamt an. Der erforder- liche Kausalzusammenhang kann umso mehr bejaht werden, als nicht nur diejenige Erziehungszeit als Beitragszeit ange- rechnet werden kann, während welcher für die mit Erzie- hungsaufgaben befasste Person eine wirtschaftliche Not- wendigkeit bestand, eine Erwerbstätigkeit auszuüben, sie sich aber trotzdem nicht um Arbeit bemühte. Ein solches Erfordernis ginge weit über den von den gesetzgebenden Instanzen verfolgten Zweck hinaus, die Anspruchsberechti- gung auf Personen zu beschränken, die sich im Anschluss an die Erziehungsperiode in einer wirtschaftlichen Zwangslage befinden (BGE 125 V 473 Erw. 2b). Nachdem sie sich im Dezember 1996 wiederum zur Ar- beitsvermittlung angemeldet hatte, war die Beschwerdeführe- rin zunächst arbeitslos und vom 9. Juni bis 5. September 1997 als Aushilfe in einem befristeten Anstellungsverhält- nis bei der Z.________ AG tätig, bevor sie am 15. September 1997 erneut Antrag auf Arbeitslosenentschädigung stellte. Der Umstand, dass sie nicht unmittelbar im Anschluss an die Erziehungsperiode, sondern über 8 Monate später, nach Beendigung eines temporären Arbeitseinsatzes, Arbeitslosen- entschädigung beantragte, schadet der Beschwerdeführerin nicht (vgl. BGE 125 V 133 Erw. 8a). Schliesslich trifft es entgegen der Auffassung der Vorinstanz nicht zu, dass die Versicherte im Zeitraum Juli bis Dezember 1996 vermitt- lungsfähig war und aus diesem Grund eine Anrechnung der Erziehungsperiode ausser Betracht fällt. Vielmehr war sie zwischen dem 6. Juli und dem 16. Dezember 1996 wegen der Krankheit ihres Kindes nicht beim Arbeitsamt gemeldet und bezog dementsprechend auch keine Taggelder.