Citation: 6B_117/2023 E. 1.5.4

1.5.4. Was die weiteren Vergewaltigungen von Januar bis Juni 2017 betrifft, verweist die Vorinstanz auf die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 vom 21. August 2017. Demnach hätten die sexuellen Übergriffe begonnen, als die Beziehung gewalttätiger geworden sei. Gehäuft hätten sie sich ab September 2016, nachdem sie die gemeinsame Wohnung bezogen hätten. Der Beschwerdeführer habe dann in der Mittagspause Sex erzwungen. Vor Erstinstanz habe die Beschwerdegegnerin 2 erklärt, es habe in den Mittagspausen auch einvernehmlichen Sex gegeben. Doch einige Male sei sie einfach nicht einverstanden gewesen. Wenn sie immer Lust gehabt hätte, dann hätte sie keine Strafanzeige deponiert. Gemäss Vorinstanz erklärte die Arbeitskollegin der Beschwerdegegnerin 2, diese habe ihr mindestens fünf Mal erzählt, der Beschwerdeführer habe sie in der Mittagspause zum Geschlechtsverkehr gezwungen. Entgegen den Bestreitungen des Beschwerdeführers stellt die Vorinstanz fest, dass er sich bewusst über den Willen der Beschwerdegegnerin 2 hinweggesetzt und sie zu Geschlechtsverkehr gezwungen habe. Die Taten ab Januar 2017 seien geschehen, nachdem die Beschwerdegegnerin 2 verschiedene Formen von Gewalt erfahren habe und auch schon sexuell missbraucht worden sei. Es habe ein genügender psychischer Druck bestanden, um von einer Vergewaltigung auszugehen.