Citation: 5A_280/2015 E. 4.2.1

4.2.1. Der Beschwerdeführer beanstandet die Aufrechnung der Abschreibungen von Fr. 18'300.--. Zum einen begründe das Obergericht in Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV nicht einmal ansatzweise seine Darstellung, dass Abschreibungen an und für sich zur Bildung von Ersparnissen führen. Zum andern erachtet er eine Aufrechnung der in der Buchhaltung ausgewiesenen Abschreibungen zum Einkommen als willkürlich, da sie im genannten Umfang von der Steuerverwaltung akzeptiert worden und überdies nötig seien. Bei der Berechnung des familienrechtlich relevanten Einkommens sei von dem im Steuerrecht hauptsächlich gebräuchlichen Einkommensbegriff auszugehen. Aus der vom Obergericht angegebenen Literaturstelle ( JANN SIX, Eheschutz, 2. Aufl. 2014, S. 137 Rz. 2.138) ergebe sich nichts für eine Aufrechnung der Abschreibungen. Die Beschwerdegegnerin bestreitet, die Auffassung des Beschwerdeführers bezüglich der Begründung des Entscheids und der Aufrechnung von Abschreibungen zum Einkommen und macht zur Begründung im Wesentlichen geltend, das Obergericht sei davon ausgegangen, die geltend gemachten Abschreibungen führten zu Ersparnissen und seien deshalb zum Betrag von Fr. 72'925.23 aufzurechnen. Dass die Abschreibungen von den Steuerbehörden angenommen worden seien, habe keine Bedeutung, zumal auch steuerrechtlich zulässige Abschreibungen nicht zu berücksichtigen seien, wenn sie zu Ersparnissen führten.