Citation: 6B_888/2021 E. 2.2.2

2.2.2. Das Bundesgericht prüft die Auslegung von Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO frei. Es auferlegt sich indessen eine gewisse Zurückhaltung gegenüber der vorinstanzlichen Einschätzung, insbesondere hinsichtlich der Frage, welcher Aufwand der Verteidigung noch als angemessen zu bezeichnen ist (BGE 142 IV 163 E. 3.2.1 S. 169 = Pra 106 [2017] Nr. 55; Urteil 6B_997/2020 vom 18. November 2021 E. 3.2.1; je mit Hinweisen). Es ist in erster Linie Aufgabe der Strafbehörden, die Angemessenheit anwaltlicher Bemühungen zu beurteilen, wobei sie über ein beträchtliches Ermessen verfügen. Das Bundesgericht schreitet nur ein, wenn der Ermessensspielraum klarerweise überschritten wurde und die Festsetzung des Honorars ausserhalb jeden vernünftigen Verhältnisses zu den vom Anwalt geleisteten Diensten steht und in krasser Weise gegen das Gerechtigkeitsgefühl verstösst (BGE 142 IV 163 E. 3.2.1 S. 169 = Pra 106 [2017] Nr. 55; 141 I 124 E. 3.2 S. 126; je mit Hinweisen).