Citation: 9C_479/2020 E. 3.2

3.2. Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, lässt die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen nicht als offensichtlich unrichtig erscheinen (E. 1 hiervor). Insbesondere begründet der Wille, sich nachträglich für erbrachte Pflegeleistungen erkenntlich zu zeigen, keineswegs deren Entgeltlichkeit (vgl. Urteil 9C_532/2019 vom 18. November 2019 E. 3.2.2). Falsch ist sodann die Auffassung, es wären gegenüber der Mutter entgeltlich erbrachte Pflegeleistungen nicht als Einkommen zu versteuern, weshalb aus der fehlenden steuerlichen Einkommensdeklaration nichts abzuleiten sei. Der von der Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang angerufene Art. 24 lit. e DBG betrifft Leistungen in Erfüllung familienrechtlicher Verpflichtungen. Als solche qualifizierte sich die Bezahlung einer Tochter für erbrachte Pflege- und Betreuungsleistungen offensichtlich nicht, handelte es sich dabei doch gerade um eine Gegenleistung für erbrachte Dienste, im Gegensatz zur ohne Gegenleistung geschuldeten Verwandtenunterstützung (Art. 328 f. ZGB).