Citation: 8C_924/2015 E. 4.1

4.1. Was zunächst den natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem ersten Unfall vom 4. November 2005 und dem geklagten Schulterleiden betrifft, ist ausschlaggebend, dass Schulterbeschwerden erst fast zwei Jahre nach dem Unfall dokumentiert sind. Im Bericht der Klinik E.________, Rheumatologie, vom 20. September 2007, wurden erstmals "zunehmende Schulterschmerzen" vermerkt. Der Versicherte macht geltend, dass er bereits unmittelbar nach dem ersten Unfall unter Schulterbeschwerden gelitten habe und dass ihn die Vorinstanz zu Unrecht nicht wie beantragt dazu befragt habe. In antizipierter Beweiswürdigung durfte das kantonale Gericht jedoch davon ausgehen, dass aufgrund seiner nachträglichen Aussagen nicht abzuweichen sei von dem Sachverhalt, der anhand der echtzeitlichen Angaben der behandelnden Ärzte erstellt ist, zumal sich der Versicherte damals in regelmässiger haus- und spezialärztlicher Betreuung befand (SVR 2010 UV Nr. 3 S. 11, 8C_283/2009 E. 2.2.2; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 27, I 362/99 E. 4b; zu Art. 4 Abs. 1 aBV ergangene, weiterhin geltende Rechtsprechung: BGE 124 V 90 E. 4b S. 94; 122 V 157 E. 1d S. 162). Wenn Dr. med. C.________ eine Supraspinatussehnenschädigung beim fraglichen Unfallmechanismus durchaus als möglich erachtet, genügt dies beim erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht (BGE 126 V 353 E. 5b S. 360; 130 III 321 E. 3.2 und 3.3 S. 324 f.). Insbesondere ging Dr. med. C.________ dabei davon aus, dass der Beschwerdeführer schon sehr früh über Schulterbeschwerden geklagt habe, was jedoch, wie ausgeführt, nach Lage der Akten nicht erstellt ist.