Citation: 2C_944/2020 E. 4.3.1

4.3.1. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer hat die Vorinstanz in ihrem Urteil vom 14. Oktober 2020 keine neuerliche Würdigung des strafrechtlichen Verschuldens vorgenommen. Dem Vorbringen der Beschwerdeführer, die Vorinstanz hätte gegen das Doppelverwertungsverbot verstossen, ist daher nicht zu folgen. Die Vorinstanz hat in tatsächlicher Hinsicht bloss berücksichtigt, dass der beschwerdeführende Ehemann polizeilich observiert worden sei. Ein verdeckter Ermittler habe bei einem "Läufer" des beschwerdeführenden Ehemanns insgesamt drei Drogenscheinkäufe getätigt. Der dritte Scheinkauf sei mittels Observation lückenlos überwacht worden. Ihm würden mengenmässig Betäubungsmitteldelikte von 82.9 g reinem Heroin und 86.2 g reinem Kokain zur Last gelegt. Die Betäubungsmitteldelikte hätten sich nahezu ein Jahr hingezogen. Er habe nicht auf der untersten Hierarchiestufe gehandelt, zumal er jedenfalls seinem Mittäter übergeordnet gewesen sei (vgl. E. 3.5 des angefochtenen Urteils). Der beschwerdeführende Ehemann war bereits fünf Mal strafrechtlich in Erscheinung getreten. Ausserdem umfasste seine Verurteilung vom 28. März 2018 verschiedene Delikte über einen längeren Zeitraum (vgl. Bst. A.c hiervor). Bei einem Strafmass von 30 Monaten und bei einer Gesamtbetrachtung seines deliktischen Verhaltens ist von einem schweren ausländerrechtlichen Verschulden ausgehen (vgl. Urteil 2C_911/2019 vom 6. Februar 2020 E. 7.1.2).