Citation: 8C_415/2017 E. 3.3.2

3.3.2. Auf ein im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholtes Gutachten ist rechtsprechungsgemäss abzustellen, wenn nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470; vgl. auch Urteil 8C_215/2017 vom 31. August 2017 E. 3.3.2). Solche vermag die Versicherte nicht darzutun, zumal sie weitgehend die bereits vorinstanzlich erhobenen Einwendungen wiederholt. Wie das kantonale Gericht aufgezeigt hat, erfolgte die zusätzliche Begutachtung durch Dr. med. D.________ auf Empfehlung des RAD, da in den Gutachten der MEDAS vom 12. Mai 2014 und der Dr. med. B.________ vom 3. November 2014. fremdanamnestische Angaben gefehlt, Unklarheiten bestanden hätten und die Gutachten sehr unterschiedlich ausgefallen seien. Das Gutachten der Dr. med. D.________ vom 6. Februar 2016 setze sich - so die Vorinstanz in Bestätigung der RAD-Stellungnahme vom 7. Dezember 2016 - eingehend mit den beiden Vorgutachten auseinander und lege dar, weshalb auf die darin enthaltenen divergierenden Feststellungen und Folgerungen nicht abgestellt werden könne. Konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise ergeben sich sodann weder aus den knapp gehaltenen Berichten des behandelnden Psychiaters noch aus dem Austrittsbericht der Frauenklinik E.________ vom 8. Februar 2013, wo die Versicherte vom 29. Januar 2013 bis 8. Februar 2013 stationär behandelt worden war, zumal sich das Gutachten vom 6. Februar 2016 auch damit auseinandersetzte.