Citation: 6B_697/2019 E. 5.2.2

5.2.2. Dr. C.________ hält in seinem Gutachten vom 16. August 2018 fest, dass der Beschwerdeführer nach seiner Entlassung aus dem stationären Massnahmenvollzug wieder Zugang zum Internet habe. Gerade in Bezug auf den Konsum von Kinderpornographie müsse beim Beschwerdeführer von einem mittleren bis eher hohen Risiko ausgegangen werden, so dass es von Vorteil wäre, wenn zumindest stichprobeweise eine Kontrolle seines Internet-Nutzungsverhaltens stattfinden würde. Bereits die Ankündigung solcher Computerüberprüfungen dürfte einen bestärkenden Einfluss auf sein Abstinenzverhalten haben, zumal rationale Abwägungen durchaus seinem Denkstil entsprechen würden. Die Hemmschwelle bliebe indessen niedrig, insbesondere für jemanden, der von Sexualveranlagung und Lebenssituation her kaum alternative Möglichkeiten habe, reale sexuelle Befriedigung zu erlangen (Gutachten vom 16. August 2018, S. 40 f.). Mit Blick auf die vom Gutachten festgestellte eher hohe Rückfallgefahr betreffend "hands-off"-Delikte erwägt die Vorinstanz, dass die besonderen Fähigkeiten des Beschwerdeführers im Bereich der Informatik nicht dazu führen dürfen, dass a priori auf eine stationäre Massnahme erkannt wird, zumal entsprechende Kontrollmechanismen angeordnet werden können (Urteil, S. 24 f.). Zur Weisung selbst hält die Vorinstanz fest, dass damit ein gewisser Kontrollmechanismus bestehe und der Zugang des Beschwerdeführers zu einschlägigen Foren und Internetportalen - soweit möglich - verhindert werde (Urteil, S. 26).