Citation: 2P.196/2001 02.10.2001 E. B

B.- Die ARGE X.________, bestehend aus der A.________ AG, der B.________ AG sowie der Einzelfirma C.________, reichte am 22. Mai 2001 gegen die Zuschlagsverfügung beim Kantonsgericht des Kantons Wallis Beschwerde ein. Sie stellten das Begehren, die Zuschlagsverfügung aufzuheben und den Verein X.________ anzuweisen, das Ausschreibungsverfahren im Sinne der Erwägungen des Gerichts zu wiederholen. Zur Begründung führten sie aus, ihr Angebot habe sich bei der Offerteröffnung als das preisgünstigste erwiesen. Wie in der Zwischenzeit jedoch habe in Erfahrung gebracht werden können, sei die Offerte der D.________ AG nach der Eröffnung korrigiert worden. Alle Submittenten hätten unter der Position NPK 212 D/93 (V'99), Ostflügel, Baugrubenaushub, keinen Preis berechnet und offeriert, weil die Ausschreibungsunterlagen versehentlich keine Mengenangaben enthalten hätten. Einzig die D.________ AG habe dennoch einen Preis eingesetzt. Die Bauherrschaft habe in der Folge offenbar beschlossen, diese Position zu streichen, um die Offerten alsdann zu vergleichen, was zum Zuschlag an die D.________ AG geführt habe. Dieses Vorgehen sei unzulässig. Hinzu komme, dass die Ausschreibungsunterlagen zwar die Zuschlagskriterien enthielten, aber es fehle die Gewichtung. Es ergebe sich daraus, dass das Ausschreibungsverfahren wegen einem unheilbaren Formfehler wiederholt werden müsse. Der Verein X.________ teilte dem Kantonsgericht am 31. Mai 2001 mit, dass er sich veranlasst sehe, das Verfahren abzubrechen und eine Neuauflage vorzunehmen. Am 8. Juni 2001 wurden die Baumeisterarbeiten in der Folge ein drittes Mal ausgeschrieben. In einer Eingabe vom 11. Juni 2001 machten die Beschwerdeführer jedoch geltend, die Voraussetzungen für Abbruch und Wiederholung des Verfahrens seien nicht gegeben. Die hinterlegten Angebote seien verbindlich und dürften nicht mehr geändert werden. Die Rechtmässigkeit und Vollständigkeit der Angebote vorausgesetzt, hätten sie Anspruch auf den Zuschlag, sofern ihr Angebot das günstigste sei. Im übrigen müsste der Verfahrensabbruch durch eine anfechtbare Verfügung eröffnet werden. Der Verein X.________ nahm zur Beschwerde am 25. Juni 2001 Stellung. Er anerkannte, dass ihm bezüglich des Baugrubenaushubs ein Fehler unterlaufen sei, indem die Mengenangaben irrtümlich nicht angeführt worden seien. Allerdings wäre es Pflicht der Submittenten gewesen, beim Auftraggeber diesbezüglich nachzufragen. Die Rechtsbegehren, die Zuschlagsverfügung aufzuheben und das Ausschreibungsverfahren zu wiederholen, würden anerkannt. Das Nötige sei auch bereits veranlasst worden. Am 4./5. Juli 2001 reichten die Beschwerdeführer eine Beschwerdeergänzung ein mit den Begehren, die Baumeisterarbeiten ihnen zu übertragen und festzustellen, dass die erneute Ausschreibung der Baumeisterarbeiten unrechtmässig sei.