Citation: 1C_429/2015 E. 6.2

6.2. Flächen der NEK 6 können nach den Richtlinien des ALN nur zur Hälfte angerechnet werden. Damit bleibt unter dem Strich ein Verlust, sowohl in quantitativer Hinsicht (900 m2 statt 3'600 m2) als auch in qualitativer Hinsicht (NEK 6 statt NEK 4). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die Inanspruchnahme von Fruchtfolgeflächen nicht von vornherein ausgeschlossen, setzt aber eine umfassende Abwägung aller privaten und öffentlichen Interessen voraus. Verlangt wird die Prüfung von Alternativen ohne oder mit weniger Beanspruchung von Fruchtfolgeflächen, einschliesslich Kompensationsmöglichkeiten (vgl. dazu oben E. 3). Zudem muss sichergestellt sein, dass der Anteil des Kantons am Mindestumfang der Fruchtfolgeflächen gemäss Sachplan des Bundes dauernd erhalten bleibt (Art. 30 Abs. 2 RPV; vgl. BGE 134 II 217 E. 3; Urteile 1C_94/2012 vom 29. März 2012 E. 4.1 und 1A.19/2007 vom 2. April 2008 E. 5.2 und 6).