Citation: C 239/04 06.12.2005 E. 5

5.1 Das kantonale Gericht hat die Rechtsprechung, unter welchen Voraussetzungen im Bereich der Sozialversicherung Verzugszinsen geschuldet werden (BGE 119 V 81 Erw. 3a mit Hinweisen), richtig dargelegt. Dasselbe gilt in Bezug auf die in zeitlicher Hinsicht massgebenden Rechtssätze (BGE 127 V 467 Erw. 1) und die dadurch bedingte Nichtanwendbarkeit des am 1. Januar 2003 in Kraft getretenen Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) und den zu beurteilenden Sachverhalt (BGE 121 V 366 Erw. 1b). Es wird darauf verwiesen. Ergänzend ist festzustellen, dass die ausnahmsweise Verzugszinspflicht neben der Rechtswidrigkeit auch ein schuldhaftes Verhalten der Verwaltung (oder einer Rekursbehörde) voraussetzt. Dabei hat das Eidgenössische Versicherungsgericht es abgelehnt, die Verzugszinspflicht generell für bestimmte Gruppen von Fällen (etwa gerichtlich festgestellte Rechtsverzögerungen) zu bejahen. Wegleitend dafür war die Überlegung, dass die Auferlegung von Verzugszinsen im Sozialversicherungsrecht nur ausnahmsweise und in Einzelfällen gerechtfertigt ist, bei denen das Rechtsempfinden in besonderer Weise berührt wird (BGE 119 V 81 Erw. 3a).