Citation: 8C_843/2015 E. 3.2

3.2. Diese Betrachtungsweise vermag zu überzeugen. Namentlich ist sie nicht bundesrechtswidrig. So hat das seinerzeitige Eidgenössische Versicherungsgericht (seit 1. Januar 2007: I. und II. sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) bereits im Urteil U 223/2005 vom 27. Oktober 2005 eine von einem beruflich als Skilehrer tätigen Versicherten beim Carving-Fahren in einer Kurve erlittene Bandläsion am Knie als unfallähnliche Körperschädigung anerkannt; das dynamische Skifahren stelle ein Geschehen mit einem gesteigerten Gefährdungspotenzial und auch für einen Skilehrer eine nicht alltägliche Lebensverrichtung wie etwa das plötzliche Aufstehen oder das Bewegen im Raum dar (a.a.O. E. 5). Im unlängst ergangenen Urteil 8C_610/2015 vom 11. Januar 2016 hat das Bundesgericht überdies festgehalten, dass Skifahren (generell) wegen äusserer unkontrollierbarer Einflüsse ständig Positionsänderungen verlange und eine fehlerhafte Steuerung der Beine dabei zu einer erhöhten Verletzungsgefahr führen könne. Dementsprechend stelle das Skifahren eine Sportart dar, welcher - unabhängig vom gefahrenen Stil - ein gewisses Gefährdungspotenzial innewohnt, sodass eine dabei zugezogene Meniskusläsion in der Regel als unfallähnliche Körperschädigung gelte (a.a.O. E. 5.2). Vor diesem Hintergrund ist die im hier angefochtenen Entscheid vom 3. November 2015 vom kantonalen Gericht vertretene Auffassung in rechtlicher Hinsicht jedenfalls nicht zu beanstanden. Das im bundesgerichtlichen Urteil 8C_610/2015 vom 11. Januar 2016 E. 5.2 Gesagte kann auch bei Abfahrten im Tiefschnee Geltung beanspruchen, ohne dass es auf die jeweiligen Schneeverhältnisse ankäme. Auch hier kann ein zur Unkontrollierbarkeit des Bewegungsablaufes führendes äusseres Moment in Form der Plötzlichkeit, Brüskheit und Belastung hinzutreten, sodass - in gegebener Gefahrenlage bei gesteigertem Gefährdungspotenzial - ein ausserhalb des Körpers liegendes, objektiv feststellbares und sinnfälliges, eben unfallähnliches, Ereignis vorliegt.