Citation: 2C_95/2024 E. 4.3.2

4.3.2. Eine in wirtschaftlicher Hinsicht enge Beziehung liegt vor, wenn die gerichtlich angeordneten Unterhaltszahlungen im Rahmen des Möglichen und Zumutbaren entrichtet werden (BGE 144 I 91 E. 5.2.2). Ist es dem nicht obhutsberechtigten Elternteil mangels wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit nicht möglich und zumutbar, sich am Geldunterhalt seines Kindes zu beteiligen, bedeutet dies nicht, dass das Kriterium der besonders engen wirtschaftlichen Beziehung entfällt (Urteil 2C_271/2023 vom 12. Februar 2024 E. 5.5.3). Vielmehr gilt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung die Beziehung zum nicht obhutsberechtigten Elternteil als in wirtschaftlicher Hinsicht auch dann als besonders eng, wenn Naturalleistungen (in Form von Betreuungsleistungen) erbracht werden, die einer alternierenden Obhut gleichkommen (BGE 144 I 91 E. 5.2.2; 143 I 21 E. 6.3.2, E. 6.3.4 f.; Urteil 2C_271/2023 vom 12. Februar 2024 E. 5.5.2; je mit Hinweisen). Alternierend bedeutet im Sinne dieser Rechtsprechung, dass sich der nicht obhutsberechtigte Elternteil etwa hälftig an der Betreuung des Kindes beteiligt (BGE 147 I 149 Bst. A.b und E. 4; 143 I 21 E. 5.5.2; Urteile 2C_271/2023 vom 12. Februar 2024 E. 5.5.3; 2C_243/2021 vom 25. Oktober 2022 E. 3.4).