Citation: 6B_215/2013 E. 1.4.2

1.4.2. Die Vorinstanz setzte sich bereits im Rahmen des Instruktions- und Beweisverfahrens einlässlich mit der Kritik der Privatgutachter am amtlichen Gutachten auseinander (vgl. vorstehend E. 1.3.3 und 1.3.4). Das ergibt sich nicht nur aus ihrem Fragenkatalog, den sie dem amtlichen Sachverständigen gemäss Instruktionsschreiben vom 14. September 2012 in Ergänzung seines Gutachtens zur Beantwortung unterbreitete, sondern auch aus der Einvernahme des amtlichen Sachverständigen anlässlich der Berufungsverhandlung. Mit ihren Fragen nahm die Vorinstanz gezielt auf, was Kern der privatgutachterlichen Beanstandungen bildet. Dem amtlichen Gutachter wurde dadurch ermöglicht, auf die Vorwürfe und Argumente der Privatgutachter zu reagieren. Schon aus diesen Gründen ist der Vorwurf, die Vorinstanz habe sich in Verletzung des rechtlichen Gehörs mit den Privatgutachten inhaltlich nur rudimentär und nicht ernsthaft auseinandergesetzt, ungerechtfertigt. Die Vorinstanz befasst sich aber auch im angefochtenen Entscheid eingehend mit der Kritik, welche die Privatgutachter am amtlichen Gutachten üben (vgl. u.a. Entscheid, S. 153 f. zur Kritik, der amtliche Gutachter verfüge nicht über vertiefte klinisch-therapeutische Erfahrungen mit ADHS; Entscheid, S. 154 f. zum Vorwurf, es seien keine Abklärungen über die bisherigen therapeutischen Behandlungen des Beschwerdeführers und zur Medikationsanamnese vorgenommen worden; Entscheid, S. 155 f. zur Kritik der fehlenden Fremdanamnese; Entscheid, S. 157 f., zur Frage der Bedeutung der ADHS im bisherigen Leben des Beschwerdeführers). Dass sie bei ihrer Überprüfung massgeblich auf die Ausführungen des amtlichen Sachverständigen zurückgreift, liegt mit Blick auf die im Streite liegenden psychiatrisch-forensischen Fachfragen in der Natur der Sache. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs ist - auch im Sinne der richterlichen Begründungspflicht (Beschwerde, S. 33) - nicht erkennbar.