Citation: 6P.82/2000 22.01.2001 E. 20

20.- a) Als willkürlich rügt der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit seiner Verurteilung wegen Pfändungsbetrugs und betrügerischen Konkurses die Feststellung des Kantonsgerichts, er habe sich dabei raffiniert verhalten. Das Urteil enthalte keinerlei Feststellungen, worin der Vorwurf des raffinierten Verhaltens begründet liegen solle. Das Kantonsgericht stütze diese Schuldsprüche ausschliesslich darauf ab, der Beschwerdeführer habe Vermögenswerte verheimlicht; weitergehende Tathandlungen würden ihm selbst vom Kantonsgericht nicht unterstellt (Beschwerdeschrift S. 84). In den Erwägungen zur Strafzumessung (angefochtener Entscheid S. 66 ff.) stellt das Kantonsgericht die wesentlichen Beurteilungsmerkmale dar. Dass es sich dabei auf die verschiedenen weiter vorne im Urteil erörterten Straftaten bezieht, versteht sich von selbst. Wenn es dort z.B. aufzeigt, dass der Beschwerdeführer zur Irreführung des Betreibungsbeamten vom Buchhalter einen Lohnausweis über monatlich Fr. 2'842. 50 anstatt der bezogenen Fr. 9'580.-- ausstellen liess (S. 47 f.) oder die finanziellen Transaktionen mit der Reisen SA (fiktiver Name) über ein Konto in Liechtenstein und nicht in der Schweiz laufen liess, erscheint der Vorwurf des raffinierten Verhaltens jedenfalls nicht als willkürlich. Im gleichen Zusammenhang rügt der Beschwerdeführer, zum Aspekt des Schadensausmasses fehlten entsprechende tatsächliche Feststellungen, weshalb der Vorwurf, sowohl der betrügerische Konkurs als auch der Pfändungsbetrug würden verschuldensmässig schwer wiegen, nicht nachvollziehbar und damit willkürlich sei (Beschwerdeschrift S. 84 f. lit. a). Die Rüge geht an der Sache vorbei. Dass die beiden Delikte verschuldensmässig schwer wiegen, begründet das Kantonsgericht nämlich nicht mit dem Umstand einer grossen Schadensumme, sondern einerseits mit dem Umstand, dass der Beschwerdeführer schon früher wegen gleicher Vorkommnisse verurteilt worden war, was seine Einsichtslosigkeit und Unbelehrbarkeit beweise, und anderseits mit dem bereits angesprochenen raffinierten Verhalten des Beschwerdeführers. b) Soweit der Beschwerdeführer tatsächliche Feststellungen in Bezug auf die Beteiligung der Hotel AG an der "Sea Gypsy" sowie die Leasing- und Unterhaltskosten der drei Fahrzeuge der Marke Jaguar als willkürlich rügt (Beschwerdeschrift S. 85 f. lit b/aa), kann auf die Erwägung 9a - c beziehungsweise die Erwägungen 8 und 13b hievor verwiesen werden. Im Zusammenhang mit dem Leasen der Fahrzeuge der Marke Jaguar zitiert der Beschwerdeführer Vorwürfe des Kantonsgerichts wie "besonders bedenkliches Licht auf den Charakter des Angeklagten", "aus reinem Renommiergehabe verschleuderte" der Beschwerdeführer und "in geradezu skrupelloser Weise". Diese Feststellungen stünden in offenkundigem Widerspruch zur Aussage "dies gilt sicher für die beiden [der Frau des Beschwerdeführers] und Z.________ zur Verfügung gestellten Fahrzeuge, deren Überlassung menschlich einfühlbar gewesen sein mag, vom geschäftlichen Standpunkt aus jedoch nicht vertretbar war" (Beschwerdeschrift S. 86 f. lit. bb). Inwiefern diese Feststellungen offensichtlich widersprüchlich und damit willkürlich sein sollen, legt der Beschwerdeführer nicht dar. c) Hinsichtlich der Vorwürfe der willkürlichen Sachverhaltsfeststellungen in Bezug auf die Ferienclub AG (Beschwerdeschrift S. 88 ff. lit. cc) kann zunächst auf die Erwägungen 10b und 13d hievor verwiesen werden. Im Übrigen hat das Kantonsgericht nicht etwa ein einseitiges Bild vom Wirken des Beschwerdeführers in der Hotel AG gezeichnet; es hält ausdrücklich fest, dass sich der Beschwerdeführer sehr innovativ und ideenreich gezeigt und sich seiner Sache mit grossem persönlichem Einsatz und auch mit finanziellem Engagement angenommen habe (angefochtener Entscheid S. 66). Wie das Kantonsgericht in seiner ausführlichen Urteilsbegründung aber auch aufzeigt, hinderten diese Eigenschaften den Beschwerdeführer nicht, selbst in Verletzung strafrechtlicher Normen seine Ziele zu verfolgen. Unter diesen Umständen erscheinen "die Vorwürfe der Rücksichtslosigkeit, der hohen Bedenkenlosigkeit oder gar des leichtfertigen Entzugs von Geldern" zu Lasten der Hotel AG durch das Kantonsgericht (Beschwerdeschrift S. 89) auch nicht als willkürlich. d) Wie bereits in früherem Zusammenhang dargelegt (E. 9a), durfte das Kantonsgericht ohne Verletzung des Willkürverbots annehmen, dass die Zahlungen zu Gunsten der Hochseeyacht "Sea Gypsy" und die entsprechenden Aufwendungen wohl als ganz verloren zu betrachten seien beziehungsweise der diesbezügliche Schaden fast 1,7 Mio. Franken betrage. Damit ist die entsprechende Rüge im Zusammenhang mit der Strafzumessung (Beschwerdeschrift S. 90 lit. dd) unbegründet. Der Vorwurf, es sei willkürlich, wenn das Kantonsgericht zum Teil auf Unterlagen abstelle, deren Verfasser nicht bekannt sei und deren Bedeutung in keiner Weise abgeschätzt werden könne (S. 90 lit. dd), übersieht, dass das Kantonsgericht in Anbetracht der Funktionen der Ehefrau des Beschwerdeführers und Z.________ innerhalb der Hotel AG zum Schluss gelangt, dass das Leasen von zwei Fahrzeugen der Marke Jaguar zu Gunsten dieser zwei Personen vom geschäftlichen Standpunkt aus nicht vertretbar gewesen sei (angefochtener Entscheid S. 21). Wenn das Kantonsgericht bei zwei nicht notwendigen von insgesamt drei Fahrzeugen die Hälfte der Leasing- und Unterhaltskosten als Deliktsbetrag bezeichnet, so ist das jedenfalls nicht willkürlich, selbst wenn es sich dabei auf eine bloss mit "ANAL9193. XLS" überschriebene Analyse bezieht (Ordner II, act. 76 ff.). Dass der Beschwerdeführer bereits vor Kantonsgericht in Bezug auf diese Akten ein Verwertungsverbot geltend gemacht hätte, legt er nicht dar. e) Der Beschwerdeführer wurde am 26. Oktober 1983 wegen betrügerischen Konkurses, leichtsinnigen Konkurses sowie ungetreuer Geschäftsführung zu zehn Monaten Gefängnis und am 9. März 1984 wegen Betrugs sowie Pfändungsbetrugs zu sieben Monaten Gefängnis verurteilt (Akten der Staatsanwaltschaft, act. 2.1 S. 3 und 4). Wenn ihn nun das Kantonsgericht des betrügerischen Konkurses, des mehrfachen leichtsinnigen Konkurses, der mehrfachen ungetreuen Geschäftsführung und des Pfändungsbetrugs schuldig sprechen muss, so sind seine Annahme, die Vorstrafen würden gleichartige Verfehlungen betreffen, und der Vorwurf der Einsichtslosigkeit und Unbelehrbarkeit jedenfalls nicht willkürlich (Beschwerdeschrift S. 91 Ziff. 2). f) Der Beschwerdeführer wirft dem Kantonsgericht vor, es sei in Willkür verfallen, indem es ohne ein Wort der Begründung sowohl günstige familiäre Verhältnisse als auch eine gefestigte berufliche Stellung verneine (Beschwerdeschrift S. 92 Ziff. 3). Derartige Feststellungen hat das Kantonsgericht nicht getroffen. Im gerügten Zusammenhang kommt es lediglich zum Schluss, dass die schuldangemessene Strafe für den Beschwerdeführer erheblich mehr als 18 Monate betrage (angefochtener Entscheid S. 70/71).