Citation: 2C_283/2023 E. A

Die PostFinance AG ist eine privatrechtlich organisierte Tochtergesellschaft der Schweizerischen Post AG. Ihr wurde von der Schweizerischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) am 6. Dezember 2012 eine Bewilligung als Bank und Effektenhändlerin erteilt. Mit Verfügung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) vom 29. Juni 2015 wurde die PostFinance AG als systemrelevant eingestuft. Zwischen der FINMA und der PostFinance AG bestehen seit Längerem Meinungsverschiedenheiten zur methodisch korrekten Messung von Zinsrisiken und deren Unterlegung mit Eigenmitteln. A.a. In diesem Zusammenhang erliess die Geschäftsleitung der FINMA am 22. Juli 2016 eine Verfügung und verpflichtete die PostFinance AG unter anderem in Abhängigkeit eines definierten Schwellenwerts zusätzliche Eigenmittel im Umfang von Fr. 270 Mio. respektive Fr. 540 Mio. zu halten. Die PostFinance AG erhob gegen die Verfügung vom 22. Juli 2016 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Letzteres wies die Beschwerde mit Urteil B-5595/2016 vom 14. März 2018 ab, soweit es darauf eintrat. Das Bundesgericht hiess die dagegen erhobene Beschwerde mit Urteil 2C_387/2018 vom 18. Dezember 2018 gut, hob das bundesverwaltungsgerichtliche Urteil auf und wies die Sache zu neuem Entscheid im Sinne der Erwägungen an die FINMA zurück. In seiner Begründung kam das Bundesgericht zum Schluss, dass die Verfügung der FINMA vom 22. Juli 2016 ein "Geschäft von grosser Tragweite" betrifft und vom Verwaltungsrat der FINMA anstatt von deren Geschäftsleitung erlassen werden muss. A.b. Am 9. Dezember 2019 stellte die FINMA der PostFinance AG einen Entwurf der Verfügung betreffend zusätzliche Eigenmittel zu. Mit Stellungnahme vom 10. Februar 2020 zum Verfügungsentwurf betreffend zusätzliche Eigenmittel beantragte die PostFinance AG bei der FINMA unter anderem, dass der Präsident sowie einzelne Mitglieder des Verwaltungsrats der FINMA in den Ausstand zu treten hätten. Das Ausstandsgesuch der PostFinance AG wies die FINMA mit Verfügung vom 4. März 2020 ab. Die gegen diese Verfügung von der PostFinance AG erhobene Beschwerde wies das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil B-2381/2020 vom 23. September 2020 ab. Die gegen das Urteil vom 23. September 2020 von der PostFinance AG eingereichte Beschwerde wies das Bundesgericht mit Urteil 2C_909/2020 vom 8. März 2021 ab, soweit diese nicht gegenstandslos geworden war. A.c. In der Folge sandte die FINMA der PostFinance AG im Rahmen der Gewährung des rechtlichen Gehörs einen aktualisierten Verfügungsentwurf betreffend zusätzliche Eigenmittel zur Stellungnahme zu. Die PostFinance AG nahm mit Schreiben vom 4. Mai 2021 dazu Stellung.