Citation: 2C_3/2021 E. 7.1

7.1. Rechtsprechungsgemäss besteht bei schweren Straftaten regelmässig ein wesentliches öffentliches Interesse an der Beendigung der Anwesenheit einer ausländischen Person, welche mit ihrer Delinquenz die öffentliche Sicherheit und Ordnung beeinträchtigt. Dies gilt auch dann, wenn die betroffene Person - wie die Beschwerdeführerin - schon sehr lange in der Schweiz lebt (BGE 139 I 31 E. 2.3.1 mit Hinweisen). Wohlverhalten im Straf- bzw. Massnahmenvollzug lässt sodann für sich allein nicht auf nachhaltige Besserung schliessen (vgl. Urteil 6B_490/2020 vom 29. Mai 2020 E. 3). Ein solches Wohlverhalten wird denn auch erwartet (BGE 139 II 121 E. 5.5.2; Urteil 2C_435/2020 vom 17. August 2020 E. 3.5), was zur Konsequenz hat, dass ausländerrechtlich auch aus der blossen, infolge eines solchen Verhaltens erfolgten Gewährung von stufenweisen, gesetzlich vorgesehenen Erleichterungen beim Straf- bzw. Massnahmenvollzug nichts zugunsten des Betroffenen abgeleitet werden kann.