Citation: 6B_93/2022 E. 1.2.2

1.2.2. Bei der "konkreten Strafzumessung" nimmt die Vorinstanz als schwerste Straftat die sexuellen Handlungen zum Nachteil von A in der Nacht vom 25./26. Februar 2016 an (Sachverhalt B.a und B.f; unten E. 1.4.1). Mit dem Geschlechtsverkehr sei die objektiv schwerwiegendste sexuelle Handlung mit Kindern erfolgt. Dabei sei erschwerend zu berücksichtigen, dass der Beschwerdegegner noch einmal sexuelle Handlungen an A vorgenommen habe, obwohl A ihn vorher beim Oralverkehr weggestossen und ihre Pyjamahose wieder hochgezogen hatte. Er "offenbarte damit eine gewisse Hartnäckigkeit und nahm damit in Kauf, die neuerlichen sexuellen Handlungen gegen den Willen der Geschädigten zu vollziehen" (Urteil S. 67). Es sei ihm um die Befriedigung seiner sexuellen Bedürfnisse gegangen, ohne sich gross für die Geschädigten zu interessieren. Er habe mit direktem Vorsatz gehandelt (mit der Ausnahme des "geringfügigen Einführens des Penis in die Scheide" der Geschädigten A, das von ihm aber in Kauf genommen worden sei). Strafmindernd zu berücksichtigen seien die Diagnosen. Weitere Gründe, weshalb seine Fähigkeit, sich gesetzeskonform zu verhalten, eingeschränkt gewesen sein sollte, seien nicht erkennbar. Sie setzt die Einsatzstrafe auf 330 Strafeinheiten fest, anders als die Erstinstanz aber in Form der Geldstrafe (Urteil S. 67 f.).