Citation: 1P.441/2002 10.10.2002 E. 1

Ein Bundesgerichtsurteil kann revidiert werden, wenn der Gesuchsteller geltend macht, das Verfahren weise einen Mangel im Sinne von Art. 136 OG auf oder wenn er vorbringt, eine neue, rechtserhebliche Tatsache oder ein entscheidendes Beweismittel im Sinne von Art. 137 OG aufgefunden zu haben, die er im früheren Verfahren nicht beibringen konnte. Der Gesuchsteller wirft dem Bundesgericht einerseits vor, bei seinem Entscheid vom 19. Juni 2002 in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigt zu haben. Zudem seien in der Vernehmlassung der Gegenpartei ans Bundesgericht vom 15. April 2002 neue, erhebliche Tatsachen aufgetaucht, die ihm vorher nicht bekannt gewesen seien. Zudem habe das Obergericht des Kantons Aargau am 3. Mai 2002 die von Gerichtspräsident Hauri im summarischen Verfahren willkürlich gefällten Entscheide aufgehoben, was ihm bei der Einreichung der staatsrechtlichen Beschwerde am 14. März 2002 nicht bekannt gewesen sei. Daraus ergebe sich, dass die Verfahrensführung und die Rechtsanwendung von Gerichtspräsident Hauri "unter keinen denkbaren kantonal-rechtlichen Aspekten vertretbar waren". Der Gesuchsteller macht damit jedenfalls teilweise innert der nach Art. 141 OG vorgesehenen Fristen Revisionsgründe im Sinne von Art. 136 lit. d und Art. 137 lit. b OG geltend, weshalb auf das Revisionsgesuch einzutreten ist. Nicht einzutreten ist auf das Gesuch allerdings insoweit, als der Gesuchsteller mehr und anderes verlangt als die Revision des Bundesgerichtsurteils vom 19. Juni 2002.