Citation: 8C_586/2022 E. 4.2.1

4.2.1. Weiter erwog die Vorinstanz, aus den Observationsunterlagen vom 20. Februar 2016 ergäben sich deutliche Hinweise für eine erheblich verbesserte soziale Aktivität und Partizipationsfähigkeit sowie eine verbesserte Affektlage bzw. ein insgesamt deutlich höheres Funktionsniveau des Beschwerdeführers. Diese Unterlagen seien von der RAD-Ärztin Dr. med. F.________, zertifizierte medizinische Gutachterin SIM, mit Stellungnahme vom 17. März 2017 eingehend und schlüssig gewürdigt worden. Der psychiatrische medexperts-Gutachter Dr. med. univ. G.________ habe diese Würdigung am 22. Juni 2020 geteilt und festgehalten, dass der affektive Rapport gut herstellbar und die affektive Schwingungsfähigkeit erhalten sei. Den Antrieb und die Psychomotorik sowie den Allgemeinzustand des Beschwerdeführers habe er als unauffällig beschrieben. Auch aus dem vom beruflichen Vorsorgeversicherer des Beschwerdeführers eingeholten Gutachten des Dr. med. H.________ vom 15. Juli 2016 ergebe sich, dass im Vergleich mit den von Dr. med. E.________ erhobenen Befunden eine deutliche Verbesserung des Gesundheitszustands und der Funktionsfähigkeit eingetreten sei. Hieran ändere nichts, dass Dr. med. H.________ die Befunderhebung des Dr. med. E.________ rückwirkend angezweifelt und bei der Verlaufsbeurteilung eine massgebliche Veränderung verneint habe. Der psychiatrische medexperts-Gutachter habe zwar keine eingehende Verlaufsbeurteilung vorgenommen, sondern sei hauptsächlich der Beschreibung des Gesundheitszustandes durch den Vorgutachter gefolgt. Dies stelle die auf Befundebene ausgewiesenen tatsächlichen Veränderungen nicht in Frage, zumal im medexperts-Gutachten an anderer Stelle eine Veränderung zur Sichtweise des Dr. med. E.________ bestätigt worden sei. Selbst wenn eine relevante Verbesserung des psychischen Gesundheitszustands verneint würde, liege ein revisionsrechtlich relevanter Ausschlussgrund vor. Denn laut Dr. med. H.________ deuteten die Diskrepanzen zwischen den geklagten Einschränkungen und dem objektiven Verhalten des Beschwerdeführers auf bewusstseinsnahe Übertreibungen und Dramatisierungen hin. Auch im medexperts-Gutachten vom 31. August 2020 sei auf nicht authentische Beschwerden bzw. eine Beschwerdenschilderung und erhebliche Diskrepanzen hingewiesen worden. Ergänzend könne auf die nachvollziehbare Würdigung der Inkonsistenzen durch Dr. med. F.________ vom 10. September 2020 verwiesen werden. Nach dem Gesagten hätten die bei der Rentenzusprache vorhandenen psychischen Befunde und die damit verbundenen Einschränkungen des Funktionsniveaus nicht mehr, spätestens ab Observationsbeginn jedenfalls deutlich weniger ausgeprägt vorgelegen. Hieran ändere der Bericht des Dr. med. E.________ vom 26. Juli 2019 nichts, da er hauptsächlich auf der Übernahme der Selbsteinschätzung des Beschwerdeführers beruhe. Unter diesen Umständen könne offen bleiben, ob auch bezüglich des Leidens an der rechten Hand eine revisionsrechtlich wesentliche Veränderung eingetreten sei.