Citation: 8C_394/2023 E. 5.1

5.1. Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe Bundesrecht verletzt, indem sie die Voraussetzungen des Vertrauensschutzes als erfüllt erkannt und folglich die Vermittlungsfähigkeit bejaht habe. Insbesondere fehle es an einer falschen oder unterlassenen Beratung und der Schaffung einer berechtigten Vertrauensgrundlage. In Verletzung des Willkürverbotes habe das kantonale Gericht ausser Acht gelassen, dass sich der rechtserhebliche Sachverhalt von Januar 2021 nicht mit demjenigen von August 2021 vergleichen lasse. Es fehle nicht nur an einer rechtlich geschützten Vertrauensgrundlage dafür, dass der Beschwerdeführer - gegebenenfalls durch unterbliebene Auskunft - dem Beschwerdegegner zugesichert hätte, über einen längeren Zeitraum hinweg auf eine erneute Überprüfung der Sachlage in Bezug auf die ab 1. Januar 2021 bejahte Vermittlungsfähigkeit zu verzichten. Zudem habe die Vorinstanz nicht dargelegt, weshalb von einem Kausalzusammenhang zwischen der angeblich vertrauensbildenden Verfügung vom 28. Januar 2021 und einer nachteiligen Disposition auszugehen sei. Der Verwaltung sei weder eine falsche noch eine unterlassene Auskunft oder Beratung als kausale Grundlage für eine deshalb getätigte nachteilige Disposition vorzuwerfen. Der Beschwerdegegner habe - wie mit angefochtenem Urteil zutreffend festgestellt - bereits in seiner Stellungnahme vom 27. Januar 2021 unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, die Suche nach einer unselbstständigen Anstellung diene nur der "Absicherung im Sinne eines Plans B". Der Hauptfokus sei auf die Umsetzung der selbstständigen Tätigkeit gerichtet gewesen und deren Aufgabe lediglich optional in Frage gekommen, falls und soweit er als Selbstständigerwerbender mit dem Projekt D.________ AB erfolglos geblieben wäre. Gestützt auf diese Aussagen der ersten Stunde des Beschwerdegegners habe die Vorinstanz vielmehr zutreffend auf dessen fehlende Bereitschaft zur jederzeitigen Aufgabe der Bestrebungen im Zusammenhang mit seiner Selbstständigkeit geschlossen. Die vorinstanzliche Bejahung des Kausalzusammenhangs zwischen der behaupteten Vertrauensgrundlage und einer angeblichen nachteiligen Disposition ab 24. August 2021 sei schlechterdings unhaltbar und damit willkürlich.