Citation: 2C_724/2017 E. 5.3.2

5.3.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, eine Wiedereingliederung in Italien sei wegen seines Gesundheitszustandes nicht möglich. Aufgrund seiner Augenerkrankung seien regelmässige Hornhauttransplantationen nötig. In Italien gebe es kein Krankenkassensystem, das derartige Behandlungskosten bezahlen würde. Zudem benötige er spezielle Linsen, deren Kosten jährlich Fr. 20'000.-- überstiegen. Diese seien nur in einem in der Schweiz ansässigen spezialisierten Institut erhältlich. Schliesslich führt er aus, es sei bei ihm eine mittelgradige depressive Episode diagnostiziert worden. Laut Bericht seines Psychiaters Dr. C.________ würde seine Wegweisung destabilisierend wirken und ein hohes Risiko für Suizidhandlungen beinhalten. Hinsichtlich des Augenleidens führt die Vorinstanz aus, dass ein Arzt in Mailand die notwendige Behandlung durchführen könne. In Bezug auf die Speziallinsen verweist die Vorinstanz auf den Bericht der D.________ AG vom 6. Dezember 2016, aus welchem nicht hervor geht, dass die Speziallinsen nur in der Schweiz erhältlich wären. Wie die Vorinstanz ferner zutreffend festhält, kann nicht von der Notwendigkeit einer engmaschigen Behandlung ausgegangen werden. Dem Bericht der D.________ AG lässt sich lediglich entnehmen, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2013 eine Linsenanpassung benötigte und im August 2015 Bilder einer Topographie angefertigt wurden. Weitere Arztberichte oder Kostennachweise habe der Beschwerdeführer laut Verwaltungsgericht nicht vorgelegt. Diesen Ausführungen vermag der Beschwerdeführer nichts Substanzielles entgegenzusetzen. Dass er lieber in der Schweiz behandelt würde, ist verständlich, jedoch ist - entgegen seiner Behauptung - ein Verbleib in der Schweiz zur Behandlung seines Augenleidens nicht absolut zwingend. Die Behauptung, es bestünde in Italien kein Versicherungsschutz für sein Augenleiden, ist in keiner Weise substanziiert. Die Lebensumstände in Italien sind weitgehend vergleichbar mit jenen in der Schweiz, namentlich auch, was die medizinische Versorgung anbelangt (vgl. Urteile 2C_887/2016 vom 16. Januar 2017 E. 6.2.2; 2C_718/2013 vom 27. Februar 2014 E. 3.4.4).