Citation: 8C_131/2022 E. 5.3

5.3. Nach dem Gesagten wurde der Sachverhalt im vorliegenden Fall unvollständig und damit offensichtlich unrichtig festgestellt, was den Untersuchungsgrundsatz (Art. 61 lit. c ATSG) und zugleich die Regeln betreffend den Beweiswert von ärztlichen Berichten und Expertisen (BGE 143 V 124 E. 2.2.2) verletzt. Im Übrigen hätten sogar bereits geringe Zweifel genügt, um die Beweiskraft des von der Krankentaggeldversicherung eingeholten Gutachtens der Dres. med. C.________ und D.________ vom 11. und 25. November 2019 in Frage zu stellen (vgl. E. 3.2.2 hiervor). Das angefochtene Urteil erweist sich somit als bundesrechtswidrig und ist aufzuheben. Die Sache ist an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit sie weitere Abklärungen veranlasse, allenfalls im Verfahren nach Art. 44 ATSG ein versicherungsexternes Gutachten einhole und anschliessend über den Leistungsanspruch neu verfüge.