Citation: 6B_447/2021 E. 2.2.2

2.2.2. Was die Beschwerdeführerin gegen die vorinstanzliche Würdigung vorbringt, belegt weder Willkür in der Sachverhaltsfeststellung und Beweiswürdigung noch sonst eine Verletzung von Bundesrecht. Zunächst ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz annimmt, die Beschwerdeführerin habe bereits am 26. September 2017 von den ihr zustehenden Ansprüchen auf Kinderzulagen gewusst, dies dem Betreibungsamt aber erst am 18. Oktober 2017 mitgeteilt. Sie stützt sich dabei nachvollziehbar auf die Akten und die Aussagen der Beschwerdeführerin selbst. Gleichfalls schlüssig ist sodann die Folgerung, die Beschwerdeführerin habe versucht, die Ansprüche auf Kinderzulagen am Betreibungsamt vorbei einzufordern, ist doch unbestritten, dass sie diese bei ihrer ehemaligen Arbeitgeberin direkt erhältlich machen wollte. Die Vorinstanz schliesst daraus zutreffend und ohne Willkür, dass die Beschwerdeführerin mit diesem Verhalten Einnahmen gegenüber dem Betreibungsamt zumindest zu verheimlichen versucht hat. Entgegen deren Auffassung ist es auch nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz das Verhalten der Beschwerdeführerin als Verschweigen mit betrügerischem Charakter beurteilt. Wie sie zutreffend ausführt, wäre angesichts der wiederholten Geltendmachung von Ausgaben und Einreichung von Belegen durch die Beschwerdeführerin während einer anhaltenden Lohnpfändung zu erwarten gewesen, dass die Beschwerdeführerin auch auf ihr zustehende Forderungen umgehend hinweist. Sie hat somit, wie die Vorinstanz zutreffend erwägt, bewusst ein falsches Bild ihrer finanziellen Situation gezeichnet und das Betreibungsamt zum potenziellen Schaden der Gläubiger arglistig getäuscht. Ferner scheint sie zu verkennen, dass die Tathandlung des Verheimlichens grundsätzlich auch nach erfolgtem Pfändungsvollzug bis zum Ende des Zwangsvollstreckungsverfahrens geschehen kann (Urteil 6S.14/2004 vom 9. Juni 2004 E. 2; NADINE HAGENSTEIN, Basler Kommentar, Strafrecht II, 4. Aufl. 2018 N. 63 ff. zu Art. 163 StGB). Dass eine laufende Lohnpfändung bestand und Verlustscheine vorlagen, bestreitet die Beschwerdeführerin hingegen zu Recht nicht. Sie macht auch nicht geltend, bei Anordnung der Lohnpfändung nichts von den ihr zustehenden Ansprüchen auf Kinderzulagen gewusst zu haben. Wer aber, wie die Beschwerdeführerin, nur teilweise Angaben zu seiner Einkommenssituation macht, sich im Übrigen aber ausschweigt, um so den Eindruck zu erwecken, vollständig Auskunft gegeben zu haben, erfüllt die Tathandlung des Verheimlichens (BGE 102 IV 172 E. 2a). Ob die nicht angegebenen Vermögensgegenstände tatsächlich pfändbar sind, ist für die Vermögensverheimlichung im Übrigen nicht erheblich, obliegt es doch nicht dem Schuldner, über die Pfändbarkeit von Vermögenswerten zu entscheiden (Urteil 6B_1172/2013 vom 18. November 2014 E. 4.4 mit Hinweisen; vgl. NADINE HAGENSTEIN, a.a.O., N. 11 zu Art. 163 StGB). Die Verurteilung wegen versuchten Pfändungsbetrugs ist rechtens.