Citation: 9C_960/2008 06.03.2009 E. 2

Das kantonale Gericht hat zur revisionsweisen Aufhebung der ganzen Rente des Beschwerdeführers durch die IV-Stelle erwogen, die Frage nach einer erheblichen Tatsachenänderung (hier im Vergleichszeitraum vom 15. Mai 2003 bis 12. Mai 2007) setze voraus, dass der der Rentenzusprechung zu Grunde liegende Sachverhalt mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ermittelt worden sei. Treffe dies nicht zu, müsse der damalige Sachverhalt berichtigt oder vervollständigt werden, um so die notwendige verlässliche Vergleichsbasis für eine allfällige Rentenrevision zu schaffen. Auf Grund der medizinischen Akten im Zeitpunkt der Rentenzusprechung sei die IV-Stelle von einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % für sämtliche Tätigkeiten ausgegangen. Dies sei nicht zu beanstanden, auch wenn zumindest aus rheumatologischer und psychiatrischer Sicht mit einer erheblichen Verbesserung des Gesundheitszustandes habe gerechnet werden können. Die Angaben des psychiatrischen Sachverständigen des ZMB zur gesundheitlichen Situation bis Anfang 2003 vermöchten weder eine psychisch begründete Arbeitsunfähigkeit auszuschliessen noch so starke Zweifel an der Richtigkeit der Einschätzung des Psychiaters der Klinik X.________ (Bericht vom 14. November 2001) und des Hausarztes (Bericht vom 19. April 2002) zu wecken, dass die damals angenommene Arbeitsunfähigkeit von 100 % nicht mehr als überwiegend wahrscheinlich qualifiziert werden könnte. Damit liege eine Vergleichsgrundlage vor, die es erlaube, eine allfällige erhebliche nachträgliche Sachverhaltsänderung mit rechtsgenüglicher Sicherheit zu belegen. Eine solche Änderung hat die Vorinstanz mit Bezug auf die Arbeitsfähigkeit aus (rein) rheumatologischer- und kardiologischer Sicht verneint. Nach einer vorübergehenden operativ bedingten Arbeitsunfähigkeit habe in leichten rückenschonenden Tätigkeiten keine Einschränkung mehr bestanden. Dagegen sei auf Grund des ZMB-Gutachtens vom 30. Januar 2007 von einer erheblichen Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes und damit auch der Arbeitsfähigkeit auszugehen. Auch aus psychiatrischer Sicht bestehe nunmehr eine vollständige Arbeitsfähigkeit in den körperlichen Beeinträchtigungen angepassten Tätigkeiten. Mit der Begründung, der Versicherte sei auch in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit voll arbeitsfähig, hat das kantonale Gericht durch vereinfachten Einkommensvergleich in der Form eines Prozentvergleichs (vgl. BGE 104 V 135 E. 2b S. 137; Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts I 117/06 vom 23. Mai 2006 E. 4.1) einen jedenfalls unter der anspruchserheblichen Grenze von 40 % (Art. 28 Abs. 2 IVG) liegenden Invaliditätsgrad ermittelt.