Citation: U 320/04 09.05.2006 E. 3.2

3.2.1 Zur Ermittlung des Invalideneinkommens hat die SUVA, bestätigt im vorinstanzlichen Entscheid, den Durchschnittslohn basierend auf fünf in der Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) enthaltenen Arbeitsplatzbeschreibungen herangezogen. Der Beschwerdeführer macht geltend, es sei "notorisch, dass die DAP-Werte statistisch nicht repräsentativ sind". Das Abstellen auf DAP-Löhne setzt nach BGE 129 V 480 Erw.4.2.2 voraus, dass, zusätzlich zur Auflage von fünf DAP-Blättern, Angaben gemacht werden über die Gesamtzahl der auf Grund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den Tiefstlohn sowie über den Durchschnittslohn der entsprechenden Gruppe. Damit wird die Überprüfung des Auswahlermessens ermöglicht. Die SUVA hat keine Angaben gemacht über die Gesamtzahl der auf Grund der Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, sodass eine zuverlässige Überprüfung der Repräsentativität der verwendeten DAP-Löhne nicht möglich ist. 3.2.2 Kann demnach nicht auf den DAP-Lohnvergleich abgestellt werden, sind die statistischen Werte der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BfS) heranzuziehen. Die SUVA hat im Einspracheentscheid vom 21. März 2003 im Rahmen einer Plausibilitätskontrolle die Durchschnittslöhne der LSE 1998 in den Anforderungsniveaus 1 + 2 sowie 3 herangezogen und in Berücksichtigung einer leidensbedingten Erwerbseinbusse von 10 % einen mutmasslich erzielbaren Verdienst zwischen Fr. 59'000.- und 84'000.- errechnet. Diese Einkommensermittlung lässt ausser Acht, dass der Beschwerdeführer über keine abgeschlossene Berufsausbildung verfügt. Er verdiente denn auch im Jahre 1994 lediglich Fr. 80'572.25, obwohl in der Position eines Chefmonteurs tätig und trotz einer Überstundenentschädigung, welche fast einen Fünftel vgl. Fragebogen für den Arbeitgeber vom 12. Dezember 1996) seines Jahreslohnes ausmachte, womit er nicht annähernd den statistischen Lohn (vgl. LSE 1994, T A 1.1.1 Privater Sektor, Total, Anforderungsniveau 1 + 2, Männer) von Fr. 90'793.10 (angepasst an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit im Jahre 1994 von 41,9 Stunden; vgl. Statistisches Jahrbuch der Schweiz 2001, herausgegeben vom BfS, T3.2.3.5) erreichte. Es ist daher mit dem Beschwerdeführer vom Anforderungsniveau 3 (Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt; vgl. LSE 1998 T A 1.1.1) auszugehen. Gemäss LSE 1998 (TA1 Privater Sektor, Total, Anforderungsniveau 3, Männer) betrug der statistische Durchschnittslohn im Jahre 1998 Fr. 62'052.- (5'171 x 12). Angepasst an die Nominallohnentwicklung (Index 1998: 105,3 Punkte; 1999: 105,6 Punkte; vgl. Lohnentwicklung 2002, herausgegeben vom BfS, T1.93) sowie an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,8 Stunden im Jahre 1999 (Statistisches Jahrbuch der Schweiz 2001 a.a.O.) ergibt sich ein Verdienst von Fr. 65'029.10. 3.2.3 Zu prüfen ist schliesslich, ob und inwieweit der ermittelte Invalidenlohn herabzusetzen ist (vgl. BGE 129 V 481 Erw. 4.2.3 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer hat unbestrittenermassen (vgl. Einspracheentscheid vom 21. März 2003) wegen der Folgen des verletzten Fussgelenks auch im Rahmen einer geeigneten Tätigkeit mit einer Einkommenseinbusse zu rechnen. Dagegen wirken sich die hier in Betracht fallenden weiteren persönlichen Merkmale (Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit) auf den Verdienst nicht einkommensmindernd aus. Der Beschwerdeführer war im Zeitpunkt des Rentenbeginns erst 43 Jahre alt. Ein Abzug von 10 %, wie er von der SUVA im Rahmen der Plausibilitätskontrolle vorgenommen wurde, trägt den gesamten Umständen angemessen Rechnung. Gekürzt um 10 % ergibt sich ein Invalideneinkommen von Fr. 58'526.20. 3.3 Dem Validenlohn von Fr. 80'000.- (Erw. 3.1) gegenübergestellt ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 27 %.