Citation: 5A_336/2023 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz zitiert Art. 124a Abs. 1 ZGB. Laut dieser Vorschrift entscheidet das Gericht nach Ermessen über die Teilung der Rente, wenn ein Ehegatte im Zeitpunkt der Einleitung des Scheidungsverfahrens eine Invalidenrente nach dem reglementarischen Rentenalter oder eine Altersrente bezieht (Satz 1). Dabei beachtet es insbesondere die Dauer der Ehe und die Vorsorgebedürfnisse beider Ehegatten (Satz 2). Das Kantonsgericht zitiert aus der Botschaft des Bundesrates zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Vorsorgeausgleich bei Scheidung) vom 29. Mai 2013 (BBl 2013 4887, 4910 f.; im Folgenden: Botschaft), zu der auch eine Tabelle gehöre, die darüber Auskunft gebe, in welchem Alter bei einem stark modellierten Aufbau der Altersvorsorge welcher Anteil der gesamten Vorsorge als "ehelich erworben" betrachtet werden könnte, und auch Ehejahre nach dem Rentenalter berücksichtige. Dem angefochtenen Entscheid zufolge ist die Anwendung dieser Tabelle nicht zwingend, sondern nur ein Hilfsmittel. Falls bekannt sei, wie hoch der eheliche Anteil der letzten Austrittsleistung vor Rentenbeginn war, sei diese Angabe "sicherlich verlässlicher" und könne das entsprechende Verhältnis auf die Rente übertragen werden. In der Folge sei aufgrund des konkret errechneten Ergebnisses und der weiteren wirtschaftlichen Umstände der Ehegatten zu prüfen, ob die entsprechende Teilung der Rente angemessen ist. Bezüglich des konkreten Falls stellt das Kantonsgericht fest, dass der Beschwerdeführer seit dem 1. März 2018 eine Altersrente der beruflichen Vorsorge beziehe. Die Freizügigkeitsleistung habe sich bei der Heirat auf Fr. 20'185.95 und das Sparkapital per 28. Februar 2018 auf Fr. 257'513.30 belaufen. Dass seine Rente gestützt auf dieses Sparkapital berechnet wurde, bestreite der Beschwerdeführer nicht substanziiert; weshalb dies nicht so sein sollte, sei auch nicht ersichtlich. Der eheliche Anteil der Rente sei somit gestützt auf diese Angaben zu berechnen und betrage Fr. 237'327.35 (Fr. 257'513.30./. Fr. 20'185.95) bzw. 92,161 % von Fr. 257'513.30. Entsprechend sei von der Altersrente von Fr. 1'106.35 ein Anteil von Fr. 1'019.60 zu teilen. Dass eine hälftige Teilung unangemessen wäre, mache der Beschwerdeführer nicht geltend und sei nicht ersichtlich. Im Ergebnis sei der Beschwerdegegnerin ein monatlicher Rentenanteil von Fr. 509.80 zuzusprechen.