Citation: 8C_174/2022 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz stellte ferner zum einen in Bezug auf die zumutbare Arbeitsfähigkeit fest, der diagnostizierten MS als solcher komme aus gutachterlicher neurologischer Sicht keine leistungseinschränkende Wirkung zu, aber der damit einhergehenden Fatigue und bis zu einem gewissen Grad auch der Schmerzproblematik. Zum andern nahm sie hinsichtlich der Statusfrage an, dass die rund vier Jahre vor September 2017 erfolgte Pensumsreduktion nicht überwiegend wahrscheinlich gesundheitsbedingt war. Darin lässt sich, anders als die Beschwerdeführerin meint, keine widersprüchliche oder gar willkürliche Begründung erblicken, nachdem die von ihr für die Pensumsreduktion im Juni 2013 angeführten leistungseinschränkenden Beschwerden gemäss ZMB-Gutachten mit der erst seit September 2017 manifesten MS verknüpft sind. Die Vorinstanz überspannte in diesem Zusammenhang die Anforderungen an die der Beschwerdeführerin obliegende Mitwirkungspflicht nicht. Der diesbezügliche Vorwurf geht fehl (vgl. zur Mitwirkungspflicht der Parteien, die den im sozialversicherungsrechtlichen Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren geltenden Untersuchungsgrundsatz einschränkt [Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG; BGE 138 V 86 E. 5.2.3; 125 V 193 E. 2 S. 195]). Da von weiteren Abklärungen keine entscheidrelevanten neuen Erkenntnisse hierzu zu erwarten sind, konnte die Vorinstanz darauf in antizipierter Beweiswürdigung verzichten. Dies verstösst weder gegen den Untersuchungsgrundsatz noch gegen den Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV (BGE 134 I 140 E. 5.3; nicht publ. E. 4.2.1 des Urteils BGE 129 V 11, in SVR 2003 AHV Nr. 4 S. 9 [H 26/02]; Urteil 8C_908/2009 vom 17. Dezember 2009 E. 4.2.4). Dem steht überdies die im vorinstanzlichen Verfahren eingereichte Bestätigung der E.________ AG vom 9. September 2021 nicht entgegen, wonach die Beschwerdeführerin im Falle einer bescheinigten Arbeitsfähigkeit von 100 % in einem ebensolchen Pensum angestellt würde. Hieraus lässt sich nichts zur Frage einer Pensumsreduktion aus gesundheitlichen Gründen vor Erstmanifestation der MS ableiten. Damit bleibt es bei der vorinstanzlichen Qualifikation der Beschwerdeführerin als Teilerwerbstätige mit Aufgabenbereich.