Citation: 1C_58/2020 E. 2.2

2.2. Dies bestreitet der Beschwerdeführer. Er macht geltend, die Vorinstanz verkenne Sinn und Zweck von § 314 des Planungs- und Baugesetzes des Kantons Zürich vom 7. September 1975 (PBG/ZH; LS 700.1) bzw. des ordentlichen Bewilligungsverfahrens mit öffentlicher (vorgängiger) Auflage und wende die Bestimmung willkürlich an. Es treffe zwar zu, dass er mit der Zustellung des Entscheids über das Projektänderungsgesuch informiert worden sei. Da das Baugesuch aber nicht wie von § 314 PBG/ZH gefordert öffentlich aufgelegt worden sei, habe er keine Möglichkeit gehabt, die Umnutzungs- und Umbaupläne vor Beginn der Rekursfrist in Ruhe eingehend zu studieren und auf die Einhaltung der Normen zu überprüfen. Indem die Vorinstanz den Verfahrensfehler der falschen Verfahrenswahl als geheilt betrachte, während sie auf die von ihm deswegen zu spät erhobene Rüge der Verletzung von Art. 46 der Bau- und Zonenordnung der Gemeinde Rüschlikon vom 22. Juni 2000 (BZO) nicht eintrete, wende sie § 23 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes des Kantons Zürich vom 24. Mai 1959 (VRG/ZH; LS 175.2) willkürlich bzw. überspitzt formalistisch an. Im Hinblick auf das Rügeprinzip nach § 23 VRG/ZH dürfe nicht die gleiche formale Strenge gelten, wie wenn das Baugesuch ordentlich und rechtmässig aufgelegt worden wäre und er somit sowohl genügend Zeit als auch die Kenntnis gehabt hätte, dass es sich um ein substanzielles Projektänderungsverfahren handeln würde.