Citation: 1C_347/2021 E. 5.3

5.3. In Bezug auf die Verhältnismässigkeit bestreitet der Beschwerdeführer die Eignung des angeordneten Rückbaus zur Verbesserung der Sichtverhältnisse. Er bringt vor, das Sichtfeld bei der Ausfahrt vom Grundstück Nr. 439 werde zusätzlich durch die bestehende Hecke und den Zierahorn eingeschränkt. Das Verwaltungsgericht habe ungenügend geprüft, inwiefern diese Bepflanzungen rechtmässig seien bzw. Bestandesgarantie hätten. Ausserdem fehlt seiner Meinung nach eine Rechtsgrundlage für ein Verbot, die Container - unabhängig von der Anlage eines Platzes - am fraglichen Standort aufzustellen. Im Übrigen stellt er auch eine Wiederherstellung mithilfe einer Zurückführung der Einfassung aus Naturstein auf eine solche aus Holz in den Raum. Es liegt auf der Hand, dass eine Einfassung des Platzes aus Holz gleichermassen ein Sichthindernis bildet. Im Hinblick auf die Bepflanzungen hat das Verwaltungsgericht an Art. 70 StrG erinnert. Diese Bestimmung enthält Vorschriften zum Strassenabstand von Bäumen und Sträuchern sowie zu dessen Durchsetzung. Auf diese kantonale Norm geht die Beschwerdeschrift ans Bundesgericht nicht konkret ein. Es ist nicht zu beanstanden, wenn das nachträgliche Baubewilligungsverfahren zum Containerplatz separat von einem Verfahren über die Beseitigung der fraglichen Bepflanzungen durchgeführt wird. Insgesamt vermindert der Vorbehalt eines solchen Zusatzverfahrens die Eignung des Rückbaus des Containerplatzes für die Wiederherstellung der erforderlichen Sichtverhältnisse nicht. Ebenso wenig vermag der Beschwerdeführer diese Eignung zu entkräften, indem er den Bedarf ins Feld führt, die Container für die Entleerung an die Strasse zu stellen. Aus der Baubewilligungspflicht des Containerplatzes (vgl. oben E. 3) lässt sich im konkreten Fall die Zulässigkeit eines allfälligen hoheitlichen Verbots für eine entsprechende Nutzung der betroffenen Grundstücksfläche ableiten. Zusammengefasst ist die umstrittene Eignung gegeben.