Citation: I 765/03 03.03.2004 E. 5

5.1 Im Haushaltbereich gehen Vorinstanz und Verwaltung - dem Abklärungsbericht Haushalt vom 4. Juli 2001 folgend - von einer leidensbedingten Einschränkung von insgesamt 17 % aus, während die Versicherte diese, gestützt auf die Angaben im MEDAS-Gutachten vom 27. März 2002, wonach die Leistungsfähigkeit im Haushalt 50 % betrage, auf 35,5 % beziffert. Namentlich die Einschränkung der im Haushaltbericht mit 5 bzw. 40 % gewichteten Teilbereiche "Haushaltführung" sowie "Ernährung" seien auf je 50 % zu erhöhen, sodass sich allein diesbezüglich eine Behinderung von 2,5 und 20 % bzw. total - mit den übrigen im Abklärungsbericht in Höhe von 13 % aufgeführten Behinderungen - von 35,5 % ergebe. 5.2 Der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vertretenen Auffassung, wonach bei Vorliegen (auch) psychischer Beschwerden nicht ausschliesslich auf die Erhebungen der Abkärungsperson im Haushalt abgestellt werden könne, hat das Eidgenössische Versicherungsgericht in einem neuesten Urteil B. vom 22. Dezember 2003 (I 311/03) - in Anlehnung an das nicht publizierte Urteil C. vom 9. November 1987, I 277/87 - insoweit präzisierend beigepflichtet, als, sofern Divergenzen zwischen den Ergebnissen der Haushaltabklärung und den ärztlichen Feststellungen zur Fähigkeit der versicherten Person, ihre Haushalts-tätigkeiten noch verrichten zu können, der medizinischen Einschätzung prinzipiell erhöhtes Gewicht beizumessen ist. Dies ergibt sich - so das höchste Gericht weiter - aus dem Umstand, dass der zur Abklärung der Invalidität im Haushalt ausgearbeitete Fragebogen vorwiegend für die Beurteilung der Invalidität infolge körperlicher Gebrechen ausgerichtet ist. Die Beschwerdeführerin leidet unbestrittenermassen u.a. an einer rezidivierenden depressiven Störung, weshalb den MEDAS-Gutachtern, welche die Arbeitsfähigkeit im Haushalt zufolge der psychischen und physischen Beeinträchtigungen auf 50 % schätzen, grundsätzlich Vorrang zukommt. Da die Ärzte jedoch nicht detailliert zu den einzelnen Haushaltverrichtungen Stellung nehmen und nebst der Depression, welche im Zeitpunkt der Begutachtung im Übrigen als leichten bis mittelschweren Grades qualifiziert wird, auch erhebliche somatische Leiden diagnostiziert wurden, kann auch deren Beurteilung nur in Verbindung mit den Erkenntnissen der IV-Ablärungsperson Gewicht beigemessen werden. Gemäss einem Protokoll der Beschwerdegegnerin vom 18. November 2002 hat die Abklärungsperson zudem ausdrücklich bestätigt, dass bei der auf 10 % geschätzten Einschränkung in der Nahrungszubereitung nur die psychische Komponente eine Rolle gespielt habe, wohingegen eine Verlangsamung beim Kochen damals auf Grund körperlicher Leiden kein Thema dargestellt habe. Im Zeitpunkt der Abklärung sei die Versicherte jedenfalls mehrheitlich in der Lage gewesen, die Nahrungszubereitung uneingeschränkt ausführen zu können. Wie es sich damit verhält, braucht indessen nicht abschliessend beantwortet zu werden, da selbst bei Annahme einer Einschränkung im Haushalt von 35,5 % kein Leistungsanspruch begründet wird (vgl. Erw. 6 hiernach).