Citation: 9C_395/2024 E. 6.4

6.4. Der Beschwerdeführer geht von einem Beginn des Fristenlaufs Ende Januar 2017 aus, weil der Kasse bereits damals (jedenfalls aber spätestens zwei Monate nach der "vor-Ort-Kontrolle") alle wesentlichen Elemente bekannt gewesen seien, so der Konkurs, die hohe Überschuldung der B.________ AG und die Aussichtslosigkeit, die geschuldeten Beiträge bzw. den grössten Teil davon noch einfordern zu können. Dabei leitet er die Schadenskenntnis ab aus den Informationen, welche die Kasse im Rahmen der im Januar 2017 durchgeführten Arbeitgeberkontrolle erhältlich machen konnte, und den sich aus dem Schlussbericht der FINMA vom 2. Juni 2016 ergebenden Angaben zu Aktiven und Passiven der B.________ AG. Allerdings vermochte sich die Ausgleichskasse anlässlich der Arbeitgeberrevision erst ein Bild über die ausstehenden Beiträge zu verschaffen, ohne dass sie hätte erkennen können, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang sich diese dereinst als uneinbringlich erweisen würden. Ebenso wenig äusserte sich zu dieser Frage der Schlussbericht der FINMA vom 2. Juni 2016, denn dieser hatte nicht die konkursrechtliche Kollokation von Forderungen zum Gegenstand (abgesehen davon fand er nach den verbindlichen vorinstanzlichen Feststellungen erst mit der Einsprache vom 29. Mai 2020 Eingang in die beschwerdegegnerischen Akten). Bei dieser Sachlage war für die Kasse Ende Januar 2017 nicht absehbar, ob und in welchem Umfang ihre Forderungen gegenüber der B.________ AG im Konkursverfahren ungedeckt bleiben würden. Mit anderen Worten hatte sie damals noch keine gesicherte Kenntnis vom entstandenen Schaden, was aber gemäss der in E. 6.3 dargelegten Rechtsprechung vorausgesetzt wäre, um diesen vor der Auflage des Kollokationsplanes liegenden Zeitpunkt als fristauslösend zu betrachten.