Citation: 6P.100/2001 26.09.2001 E. 1

1.- a) Nach Art. 275 Abs. 5 BStP setzt der Kassationshof die Entscheidung über die Nichtigkeitsbeschwerde in der Regel bis zur Erledigung einer staatsrechtlichen Beschwerde aus. Ein Abweichen von der Regel ist aus prozessökonomischen Gründen zulässig, wenn sich dadurch die Behandlung der staatsrechtlichen Beschwerde erübrigt. Der Beschwerdeführer rügt mit staatsrechtlicher Beschwerde vor allem die willkürliche Feststellung eines Teils des Sachverhaltes. Umstritten ist namentlich, ob der Beschwerdeführer auf Grund der damaligen Umstände zumindest eines der beiden linksseitig angebrachten Signale hätte erkennen können (staatsrechtliche Beschwerde, S. 4 f.). Hauptstreitpunkte bilden jedoch die Fragen, ob die Signale "Höchstgeschwindigkeit 50 generell" gesetzeskonform angebracht waren, ob der Beschwerdeführer mit der allgemeinen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h zu rechnen hatte, ob die "Höchstgeschwindigkeit 50 generell" durch eine Vorsignalisation angezeigt war, und schliesslich, ob dem Beschwerdeführer eine Sorgfaltspflichtverletzung anzulasten ist. Dabei handelt es sich um Rechtsfragen, die hier ungeachtet der umstrittenen Sachverhaltspunkte beantwortet werden können. Es rechtfertigt sich deshalb, die Nichtigkeitsbeschwerde zuerst zu behandeln. b) aa) Der Kassationshof ist im Verfahren der eidgenössischen Nichtigkeitsbeschwerde an die tatsächlichen Feststellungen der letzten kantonalen Instanz gebunden. Soweit der Beschwerdeführer von einem anderen Sachverhalt als die Vorinstanz ausgeht oder diesen ergänzt, kann auf seine Vorbringen nicht eingetreten werden (Art. 269 Abs. 1, Art. 273 Abs. 1 lit. b BStP; BGE 122 IV 71 E. 2). bb) Ebenfalls nicht zu hören ist der Beschwerdeführer, wenn er mehr als die Aufhebung des angefochtenen Urteils beantragt. Die eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde in Strafsachen ist, mit hier nicht gegebenen Ausnahmen, kassatorischer Natur (Art. 277ter Abs. 1 BStP).