Citation: 6B_884/2021 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz stellt zunächst auf die polizeiliche Einvernahme des Beschwerdeführers ab, welche am 17. Juli 2013 unmittelbar nach der Geschwindigkeitsmessung vor Ort durchgeführt wurde. In dieser - so die Vorinstanz - habe der Beschwerdeführer den Vorhalt, eine grobe Verkehrsregelverletzung im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG begangen zu haben, indem er die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h (abzüglich 4 km/h Toleranz) um 30 km/h überschritten habe, ohne jeglichen Vorbehalt anerkannt. Dies sei "als vollumfängliches Geständnis - und zwar sowohl hinsichtlich der Tatbegehung wie auch bezüglich des exakten Wertes der Geschwindigkeit - zu qualifizieren". Die Tatsache, dass der Beschwerdeführer in der Folge die Richtigkeit der Messung angefochten und den Vorwurf bestritten habe, vermöge dieses nicht zu relativieren. Sein sinngemässer Einwand, er habe das Einvernahmeprotokoll lediglich "in der Hektik der Verzeigung" unterschrieben, ohne sich des Inhalts bewusst zu sein, sei nicht glaubhaft. Im Protokoll, welches er unterzeichnet habe, seien bei der Frage nach der Anerkennung des vorgeworfenen Tatbestandes unter Angabe der gemessenen Geschwindigkeit und der ihm zur Last gelegten Geschwindigkeitsüberschreitung zwei Antwortmöglichkeiten (Ja/ Nein mit freien Zeilen für die Angabe einer Begründung) vorgedruckt, wobei im konkreten Fall das Feld "Ja" angekreuzt gewesen sei. Dass er unter diesen Umständen unwissentlich den Sachverhalt anerkannt habe, erscheine ausgeschlossen und sei vielmehr als Schutzbehauptung zu werten. Weiter stützt die Vorinstanz ihre Feststellung auf die mittels Lasergeschwindigkeitsmessgerät durchgeführte Geschwindigkeitsmessung. Sie erwägt, das verwendete Messgerät C.________ mit der METAS-Nr. xxx habe eine Geschwindigkeit des vom Beschwerdeführer gelenkten Personenwagens von 114 km/h angezeigt. Was die Gültigkeit der Messung angeht, gelangt sie zusammenfassend zum Schluss, es lägen alle notwendigen Dokumente für die Geschwindigkeitskontrolle am Fahrzeug des Beschwerdeführers bei den Akten. Gemäss dem von ihr während des Berufungsverfahrens eingeholten Gutachten von Dipl. Ing. FH D.________ vom 8. März 2019 (nachfolgend: Gutachten) sei die Geschwindigkeitsmessung vom 17. Juli 2013 messtechnisch korrekt und unter Einhaltung der ASTRA-Weisungen vorgenommen worden. Anhaltspunkte für eine Fehlbedienung des Messgeräts oder ein Fehlverhalten des Messmittels lägen keine vor. Dass der Beschwerdeführer eine tiefere Geschwindigkeit gefahren sei, könne zweifelsfrei ausgeschlossen werden. Dementsprechend sei nach Würdigung der Beweise erstellt, dass er mit einer Geschwindigkeit von 110 km/h gefahren sei und die erlaubte Höchstgeschwindigkeit um 30 km/h überschritten habe. Der Beschwerdeführer nimmt nur teilweise auf die Beweiswürdigung der Vorinstanz Bezug, sondern rekapituliert stattdessen über weite Strecken den Prozesssachverhalt, zitiert aus seinen vorinstanzlichen Eingaben und schildert frei die seines Erachtens vorzunehmende Beweiswürdigung. Soweit auf seine Kritik unter diesen Umständen überhaupt näher einzugehen ist (vgl. Erwägung 2.2), ist dazu was folgt anzumerken.