Citation: 6B_799/2018 E. 1.2

1.2. Die Beschwerdeführerin macht geltend, der Beschwerdegegner 2 habe am 16. März 2015 eine Hirnblutung erlitten. Kurz darauf, am 4. Mai 2015, habe er eine Generalvollmacht unterzeichnet, mit welcher er seine Ehefrau B.________, an zweiter Stelle seinen Sohn C.________, an dritter Stelle seine Tochter X.________ (die Beschwerdeführerin) und an vierter Stelle seine Tochter D.________ als Generalbevollmächtigte in all seinen Angelegenheiten, in denen eine rechtsgeschäftliche Vertretung möglich sei, ernannt habe. Die Vorinstanz gehe gestützt darauf von einer rechtsgültigen Vertretung durch B.________ in der vorliegenden Sache aus. Die Vertretung sei jedoch aus verschiedenen Gründen nicht gültig. So berechtige eine Vollmacht in der Regel den Bevollmächtigten nicht, im Namen des Vollmachtgebers rechtlich gegen Unterbevollmächtigte vorzugehen. Zudem wäre die Vollmacht erloschen, sollte der Beschwerdegegner 2, wie von der Gegenseite behauptet, mittlerweile nicht mehr urteilsfähig sein. Die Vorinstanz hätte daher prüfen müssen, ob bezüglich der Vertretung im vorliegenden Strafverfahren eine anderweitige Bevollmächtigung durch den Beschwerdegegner 2 vorliege. Die Vorinstanz habe jedoch auch diese Prüfung unterlassen. Die Vertretungsbefugnis hätte somit nicht bejaht werden dürfen. Die bundesgerichtliche Beschwerde sei daher gutzuheissen. Mit der Bestätigung der Nichtanhandnahme könne sofort ein Endentscheid herbeigeführt werden. Damit würde die Erhebung weiterer Beweise obsolet und es erübrigten sich Abklärungen bezüglich der Urteilsfähigkeit des Beschwerdegegners 2. Auf diese Weise würde ein bedeutender Aufwand an Zeit und Kosten erspart (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG).