Citation: 7B_218/2022 E. 2.1.2

2.1.2. Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 3 Abs. 2 lit. c StPO, Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK) ergibt sich für die Behörden die Pflicht, ihren Entscheid zu begründen. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich die betroffene Person über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. Nicht erforderlich ist, dass sich die Behörde mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (vgl. BGE 148 III 30 E. 3.1; 145 III 324 E. 6.1; 143 III 65 E. 5.2; je mit Hinweisen). Die Vorinstanz begründet eingehend, weshalb sie die von der ersten Instanz vorgenommene Kürzung der Honorarnote des Beschwerdeführers für angemessen erachtet oder von dieser abweicht (angefochtener Entscheid S. 10-30). Sie legt zudem - entgegen der Beschwerde (S. 17) - dar, weshalb sie die Honorarnote vom 1. März 2021 als massgebend erachtet (angefochtener Entscheid S. 29). Weiter nennt sie die wesentlichen Überlegungen, von denen sie sich hat leiten lassen und worauf sie ihren Entscheid stützt. Der Beschwerdeführer stellt nicht in Abrede, dass es sich bei der Stellungnahme vom 4. November 2020 um den identischen Wortlaut wie bei den Stellungnahmen vom 21. Mai und 21. August 2020 handelte. Die Vorinstanz begründet, weshalb sie für die Stellungnahmen einen Zeitaufwand von 30 Minuten als angemessen betrachtet (angefochtener Entscheid S. 21 f.). Dass die Vorinstanz die Stellungnahme nicht entschädigt (Beschwerde S. 15), trifft damit nicht zu. Ebenso wenig ist ersichtlich, dass die Vorinstanz davon ausgeht, die Stellungnahme des amtlichen Verteidigers sei durch dessen Sekretärin erfolgt (Beschwerde S. 15). Die Vorinstanz begründet hinreichend, weshalb sie im Vergleich zur erstinstanzlichen Würdigung einen zusätzlichen Aufwand von 28.25 Stunden als angemessen und deshalb für entschädigungsberechtigt hält. Dem Beschwerdeführer war es auch ohne Weiteres möglich, den Entscheid der Vorinstanz sachgerecht anzufechten. Eine Verletzung der Begründungspflicht liegt nicht vor.