Citation: 4A_163/2021 E. A

Die A.________ AG (Klägerin; Beschwerdeführerin) nahm am WIR-Verrechnungssystem der WIR Bank Genossenschaft (Beklagte; Beschwerdegegnerin) teil und nahm bei dieser eine Hypothek in WIR-Franken in Höhe von ursprünglich 300'000.-- auf. Abgesichert war der Kredit auch durch ein Konto in Schweizer Franken der Klägerin bei der Beklagten. Aufgrund datenschutzrechtlicher Bedenken verweigerte die Klägerin die Unterzeichnung der neu formulierten Allgemeinen Geschäftsbedingungen 2017 der Beklagten. In der Folge kündigte die Beklagte mit Schreiben vom 29. September 2017 die Kundenbeziehung mit der Klägerin auf den 31. Oktober 2017. Sie wies die Klägerin darauf hin, dass sie ab diesem Datum das Profil der Klägerin im WIRmarket löschen werde und dass die Klägerin keine Einnahmen in WIR-Franken werde generieren können. Am 1. Dezember 2017 kündigte die Klägerin ihrerseits ihr Schweizer-Franken-Konto bei der Beklagten. Die Beklagte bestätigte die Kündigung am 7. Dezember 2017, wies aber darauf hin, dass ein Betrag von Fr. 100'000.-- zur Absicherung des WIR-Kredits verpfändet sei. Der nicht zur Sicherung dienende Saldobetrag des Schweizer-Franken-Kontos wurde im August 2018 an die Klägerin ausbezahlt.