Citation: 8C_651/2007 05.08.2008 E. 4

Die Adäquanzprüfung hat gemäss dem diesbezüglich unbestrittenen vorinstanzlichen Entscheid nach der Schleudertrauma-Praxis zu erfolgen. 4.1 Dabei ist an das (objektiv erfassbare) Unfallereignis anzuknüpfen, wobei zwischen banalen bzw. leichten Unfällen einerseits, schweren Unfällen anderseits und schliesslich dem dazwischen liegenden mittleren Bereich unterschieden wird (BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126, 117 V 359 E. 6a S. 366 f.). Massgebend für die Beurteilung der Unfallschwere ist der augenfällige Geschehensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften. Dieser Grundsatz, den das Bundesgericht jüngst in Bezug auf die Adäquanzbeurteilung bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall bestätigt hat (SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26, U 2, 3 und 4/07, E. 5.2 und 5.3.1), gilt auch bei Anwendung der Schleudertrauma-Praxis (Urteil 8C_536/2007 vom 11. Juni 2008, E. 6.1). Versicherer und kantonales Gericht haben die Auffahrkollision vom 21. Dezember 2004 bei den mittelschweren Unfällen im Grenzbereich zu den leichten Unfällen eingeordnet. Dies stellt der Beschwerdeführer, welcher zuvor noch von einem Grenzfall zu den schweren Unfällen ausgegangen war, letztinstanzlich nicht mehr in Frage. Mit Blick darauf, dass die beteiligten Autos bei der Auffahrkollision nur recht geringe Beschädigungen erlitten und die Fahrt danach offenbar fortsetzen konnten, was auf eher bescheidene Krafteinwirkungen hindeutet, wäre allerdings auch eine Einreihung bei den leichten Unfällen nicht undenkbar. Es wurde denn auch weder die Polizei beigezogen noch ärztliche Hilfe am Unfallort beansprucht (vgl. Urteile 8C_536/2007 vom 11. Juni 2008, E. 6.1, und U 42/07 vom 16. Januar 2008, E. 3.3). 4.2 Bei der von der Vorinstanz bestätigten Unfallschwere müssten von den weiteren massgebenden Kriterien entweder ein einzelnes in besonders ausgeprägter Weise oder aber mehrere in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sein (BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126 f., 117 V 359 E. 6a S. 367). 4.2.1 Das kantonale Gericht ist zum Ergebnis gelangt, es seien lediglich, und nicht in besonders ausgeprägter oder auffälliger Weise, die (bisherigen) Kriterien der Dauerbeschwerden sowie des Grades und der Dauer der Arbeitsunfähigkeit gegeben. Demgegenüber erachtet der Beschwerdeführer das (durch BGE 134 V 109 nicht geänderte) Kriterium des schwierigen Heilungsverlaufs und erheblicher Komplikationen und von den durch BGE 134 V 109 modifizierten Kriterien diejenigen der fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen Behandlung, der erheblichen Beschwerden sowie der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen für, teilweise in ausgeprägter Weise, erfüllt. Dies gilt es nachfolgend zu prüfen. Die weiteren adäquanzrelevanten Kriterien werden, nach Lage der Akten zu Recht, nicht geltend gemacht. 4.2.2 Die medizinische Behandlung beschränkte sich auf Physiotherapie und Fussreflexzonenmassagen sowie auf die Abgabe von Medikamenten. Daneben fanden monatliche Gespräche mit der Hausärztin und einzelne fachärztliche resp. neuropsychologische Abklärungen statt. Eine fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung kann darin nicht gesehen werden (vgl. Urteil 8C_500/2007 vom 16. Mai 2008, E. 5.4). Entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung lassen sich ein schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen nicht mit einer gesundheitsbedingten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen. Diesem Gesichtspunkt ist bei dem dafür vorgesehenen eigenen Kriterium Rechnung zu tragen. Eine medizinische Abklärung, wie sie in diesem Zusammenhang beantragt wird, lässt keinen entscheidsrelevanten neuen Aufschluss erwarten und ist daher nicht zu veranlassen. Es liegen im Übrigen auch keine anderen Faktoren vor, welche die Bejahung des Kriteriums gestatteten. Selbst wenn die verbleibenden zwei Kriterien bejaht würden, läge keine Häufung adäquanzrelevanter Faktoren vor. Das Kriterium der erheblichen Beschwerden erscheint zudem eher fraglich. Es liegt jedenfalls nicht in besonders ausgeprägter Weise vor. Letzteres gilt ebenfalls für das Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen. Es kann daher offen bleiben, ob dieses Kriterium in der einfachen Form erfüllt wäre. Da die massgeblichen Faktoren auch nicht in auffälliger Weise gegeben sind, hat das kantonale Gericht den adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 21. Dezember 2004 und den noch bestehenden Beschwerden, und damit eine Leistungspflicht der Zürich hiefür, zu Recht verneint. Damit erübrigen sich auch die vom Versicherten beantragten medizinischen Abklärungen zur Frage der natürlichen Unfallkausalität.