Citation: 8C_89/2023 E. A

Die A.________ AG bezweckt den Betrieb von Gaststätten sowie Handel mit zubereiteten Speisen, Lebensmitteln und Getränken. Am 15. Dezember 2021 reichte sie eine Voranmeldung für Kurzarbeit für die Zeit vom 1. Januar bis 30. April 2022 ein. Das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) des Kantons Zürich bewilligte bereits zuvor (unter Vorbehalt der Erfüllung der übrigen Anspruchsvoraussetzungen) die Ausrichtung von Kurzarbeitsentschädigung für die Zeit vom 23. März bis 30. November 2020 und vom 4. Dezember 2020 bis 31. Dezember 2021 im Zusammenhang mit den behördlichen Massnahmen infolge der COVID-19-Pandemie. Am 4. Januar 2022 verfügte das AWA, die Kurzarbeitsentschädigung könne für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2022 durch die Arbeitslosenkasse ausgerichtet werden, sofern die übrigen Anspruchsvoraussetzungen erfüllt seien. Sie behielt sich ausdrücklich vor, dass die Anspruchs- und Abrechnungsbedingungen während der Gültigkeit der Bewilligung ändern könnten. Am 30. Mai 2022 beantwortete die A.________ AG diverse Fragen des AWA, die sich nach Einreichung einer Abrechnung von Ausfallstunden im Ausmass von 26,53 % stellten. Mit Verfügung vom 27. Juni 2022 hob das AWA die Bewilligung vom 4. Januar 2022 wiedererwägungsweise auf und bewilligte die Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung lediglich vom 1. Januar bis 28. Februar 2022. Gleichzeitig erhob es Einspruch gegen die Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung ab 1. März 2022. Die A.________ AG sei in einer Branche tätig, die nicht mehr von einer behördlichen Schliessung oder von behördlichen Massnahmen aufgrund der Covid-19-Pandemie betroffen sei. Auch die Umsatzzahlen zeigten eine sich stabilisierende Geschäftslage, weshalb kein Umsatzeinbruch im Sinne der arbeitslosenversicherungsrechtlichen Definition vorliege. Der Arbeitsausfall könne insgesamt nicht mehr als ausserordentlich oder aussergewöhnlich bezeichnet werden. Daran hielt das AWA mit Einspracheentscheid vom 19. August 2022 fest.