Citation: 6B_570/2017 E. 3.6

3.6. Unbehelflich ist schliesslich der Einwand, die Vorinstanz habe das Vorliegen der Rechtswidrigkeit nicht (genügend) begründet. Wie die Beschwerdeführerin selber ausführt, erblickte das kantonale Gericht die Rechtswidrigkeit im fehlenden sachlichen Zusammenhang zwischen dem Mittel (Drohung der Herausgabe privater E-Mails an den Stadtrat) und dem Zweck ("Revision" der güterrechtlichen Auseinandersetzung des Scheidungsurteils sowie Ausgleichszahlung für nachträgliche Übertragung einer Liegenschaft). Fehlt es in diesem Sinne an einem sachlichen Zusammenhang, liegt rechtsprechungsgemäss Sittenwidrigkeit vor (vgl. BGE 120 IV 17 E. 2a/bb S. 17; DELNON/RÜDY, in: Basler Kommentar, Strafrecht, Bd. II, 3. Aufl. 2013, N. 57 zu Art. 181 StGB).