Citation: 1C_136/2023 E. 5.5.3

5.5.3. Hinsichtlich der finanziellen Konsequenzen der Unterschutzstellung - bezogen auf den Verlust der Ausnützungsreserven einerseits und die Kosten der substanzerhaltenden Sanierungsmassnahmen andererseits - erweisen sich der angefochtene Entscheid und die Ausführungen in der Beschwerde als vage. Vorinstanz und Beschwerdeführer gehen darin einig, dass mit einem "beträchtlichen" Verlust von Ausnützungsreserven und "durchaus hohen" Sanierungskosten zu rechnen ist. Letztere werden vorliegend dadurch relativiert, dass sich das Gemeinwesen an substanzerhaltenden Unterhaltsarbeiten mit einem Beitrag von 50 % beteiligt (vgl. § 34 Abs. 1 und 2 DMSG). Der Beschwerdeführer behauptet jedenfalls nicht, eine Sanierung würde verglichen mit einem Ersatzbau unzumutbare Mehrkosten verursachen (vgl. Urteile 1C_514/2020 vom 5. Mai 2021 E. 9.4; 1C_368/2019 vom 9. Juni 2020 E. 11.4). Ferner ist zu berücksichtigen, dass rein finanziellen Interessen, insbesondere auch solchen an einer höchstmöglichen Ausnützung, nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung im Verhältnis zu gewichtigen öffentlichen Interessen an raumplanerischen oder denkmalschützerischen Massnahmen grundsätzlich kein entscheidendes Gewicht zukommt (BGE 147 II 125 E. 10.4; Urteile 1C_679/2021 vom 23. September 2022 E. 5.1; 1C_514/2020 vom 5. Mai 2021 E. 9.1; je mit Hinweisen). Selbst sehr grosse finanzielle Interessen der Grundeigentümerschaft müssen gewichtigen öffentlichen Interessen des Denkmalschutzes weichen, weil sonst das Gemeinwesen kaum noch Bauten unter Schutz stellen könnte (Urteile 1C_571/2020 vom 2. Juni 2022 E. 6.6.5; 1C_514/2020 vom 5. Mai 2021 E. 9.1 mit Hinweisen).