Citation: 1C_543/2014 E. 4.4

4.4. Der Beschwerdeführer beruft sich darauf, nicht gewusst zu haben, dass er die Behörden über das Strafverfahren hätte informieren müssen. Er macht geltend, über seine Mitwirkungspflicht nicht aufgeklärt worden zu sein und verweist auf den Grundsatz der Sachverhaltsermittlung von Amtes wegen. Das Formular zur Beachtung der Rechtsordnung habe er wahrheitsgetreu ausgefüllt. Weiter macht er geltend, dass er erst am 20. März 2009 verurteilt worden sei. Bis dahin habe für ihn die Unschuldsvermutung gegolten. Er habe denn auch immer seine Unschuld beteuert und bis zu jenem Zeitpunkt hoffen dürfen, dass der Indizienprozess zu seinen Gunsten ausfallen würde. Mithin sei ihm zum Zeitpunkt der Einbürgerung am 10. April 2007 nicht bewusst gewesen, dass er sich strafbar gemacht habe. Zu berücksichtigen sei zudem, dass ein Rückzug seines Einbürgerungsgesuchs wegen des Strafverfahrens als ein weiteres Indiz gegen ihn verwendet worden wäre und höchstwahrscheinlich zu einer schwereren Strafe geführt hätte. Schliesslich wirft der Beschwerdeführer dem Bundesverwaltungsgericht Rechtsverweigerung vor, weil es nicht auf seine vom Strafurteil abweichenden Sachverhaltsdarstellungen eingegangen sei.