Citation: 9C_805/2018 E. 1

Mit Bezug auf die Auswirkungen des Gesundheitsschadens auf die Leistungsfähigkeit steht gemäss Gutachten des MZR vom 27. Juli/ 27. Oktober 2016 fest, dass die Versicherte seit Mitte Juni 2014 für eine leichte, im Sitzen auszuübende Tätigkeit zu 80 % arbeitsfähig ist. Streitig ist hingegen, ob sie anstelle der ihr von der Vorinstanz zugesprochenen Dreiviertelsrente lediglich eine halbe Invalidenrente beanspruchen kann, wie die IV-Stelle beschwerdeweise beantragt. Dies hängt im Rahmen des Einkommensvergleichs einzig davon ab, ob entsprechend dem angefochtenen Entscheid ein leidensbedingter Abzug von 20 % vom Tabellenlohn, der als Invalideneinkommen herangezogen wurde, vorzunehmen ist, oder davon abzusehen ist, wie die IV-Stelle einwendet. Dies ist bezüglich des Grundsatzes, ob ein Abzug zu gewähren ist oder nicht, als Frage des Bundesrechts (Art. 95 lit. a BGG) frei zu prüfen, die Höhe des Abzugs hingegen gegebenenfalls nur auf rechtsfehlerhafte Formen der Ermessensausübung, also Willkür (BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399).