Citation: I 77/00 15.05.2000 E. 2

2.- a) Nach Art. 85 Abs. 2 lit. b AHVG, anwendbar ge- mäss Art. 69 IVG auch auf dem Gebiet der Invalidenversiche- rung, muss die bei der kantonalen Rekursbehörde eingereich- te Beschwerde eine gedrängte Darstellung des Sachverhalts, ein Rechtsbegehren und eine kurze Begründung enthalten. Ge- nügt die Beschwerde diesen Anforderungen nicht, so setzt die Rekursbehörde dem Beschwerdeführer eine angemessene Frist zur Verbesserung und verbindet damit die Androhung, dass sonst auf die Beschwerde nicht eingetreten werde. Im Gegensatz zum letztinstanzlichen Verfahren, in wel- chem gemäss Art. 108 Abs. 3 OG eine nachträgliche Verbesse- rungsmöglichkeit der Beschwerde nur bei Unklarheit von Be- gehren oder Begründung vorgesehen ist, hat im erstinstanz- lichen Verfahren die Fristansetzung zur Verbesserung der Beschwerde ganz allgemein immer dann zu erfolgen, wenn die Beschwerde den in Art. 85 Abs. 2 lit. b AHVG genannten ge- setzlichen Anforderungen nicht genügt; also auch dann, wenn es an Begehren oder Begründung gänzlich mangelt. Es handelt sich bei der erwähnten Bestimmung um eine formelle Vor- schrift, die den erstinstanzlichen Richter - ausser in Fäl- len von offensichtlichem Rechtsmissbrauch - verpflichtet, eine Frist zur Verbesserung der Mängel anzusetzen (BGE 119 V 266 Erw. 2a mit Hinweis). b) Gemäss § 18 Abs. 3 des (kantonalen) Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht setzt das Gericht, wenn eine Eingabe den Anforderungen (sc. an eine Beschwerde- oder Klageschrift) nicht genügt, eine angemessene Frist zur Ver- besserung an, mit der Androhung, dass sonst auf die Be- schwerde oder die Klage nicht eingetreten werde.