Citation: 1P.585/2004 12.01.2005 E. 2

2.1 Als erstes macht der Beschwerdeführer geltend, das Obergericht habe seinen Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) verletzt. Das Obergericht gehe davon aus, dass die Ausführungen des Beschwerdeführers unkorrekt und der dargestellte Sachverhalt unwahr sei. Damit befinde man sich "im Bereiche des Hörensagens und Vermutens, jedoch nicht bei der Sachlage und des zu gewährenden rechtlichen Gehöres". 2.2 Der in Art. 29 Abs. 2 BV verankerte Anspruch auf rechtliches Gehör gibt dem Betroffenen das Recht, sich vor Erlass eines in seine Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 127 I 54 E. 2b S. 56; 124 I 241 E. 2 S. 242, je mit Hinweisen). Dem Mitwirkungsrecht entspricht die Pflicht der Behörde, die Argumente und Verfahrensanträge der Partei entgegenzunehmen und zu prüfen sowie die ihr rechtzeitig und formrichtig angebotenen Beweismittel abzunehmen, es sei denn, diese beträfen eine nicht erhebliche Tatsache oder seien offensichtlich untauglich, über die streitige Tatsache Beweis zu erbringen (BGE 124 I 241 E. 2 S. 242, mit Hinweisen). Aus dem Gehörsanspruch folgt sodann die grundsätzliche Pflicht der Behörden, ihren Entscheid zu begründen. Der Bürger soll wissen, warum die Behörde entgegen seinem Antrag entschieden hat (BGE 126 I 97 E. 2b S. 102). 2.3 Der Beschwerdeführer wirft dem Obergericht vor, es hätte seinen Ausführungen nicht geglaubt und den Sachverhalt als unwahr angenommen. Damit ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör aber nicht berührt. Wie sich aus dem oben Gesagten (E. 2.2 hiervor) ergibt, fällt die Würdigung der Aussagen des Beschwerdeführers gar nicht in den Schutzbereich des Gehörsanspruchs. Die staatsrechtliche Beschwerde erweist sich daher in diesem Punkt als unbegründet.