Citation: 1C_161/2021 E. A

A.a. Der nigerianische Staatsangehörige A.A.________ (geb. 1976) reiste am 28. Dezember 2000 in die Schweiz ein und ersuchte um Asyl. Sein Gesuch wurde am 22. März 2001 abgelehnt. Auf die dagegen erhobene Beschwerde trat die damalige Schweizerische Asylrekurskommission nicht ein. Am 26. August 2002 reiste A.A.________ erneut in die Schweiz ein und stellte wieder ein Asylgesuch; auch dieses wurde abgelehnt. Nachdem dieser Entscheid in Rechtskraft erwachsen war, tauchte A.A.________ unter und galt seit November 2002 als verschwunden. Nach erneutem Auftauchen wurde er am 16. November 2004 in seinen Heimatstaat zurückgeführt. A.b. Am 30. Dezember 2004 heiratete A.A.________ in Nigeria die Schweizer Bürgerin B.________ (geb. 1959). Am 17. Juni 2005 reiste A.A.________ als Ehegatte einer Schweizer Bürgerin in die Schweiz ein, wo er seither lebt. Die Ehe ist nach zwei Fehlgeburten kinderlos geblieben. A.c. Am 22. September 2010 ersuchte A.A.________ das damals zuständige Bundesamt für Migration (BFM) um erleichterte Einbürgerung. Im Rahmen des Einbürgerungsverfahrens unterzeichneten die Ehegatten am 26. Februar 2012 eine Erklärung, wonach sie in einer intakten Ehe lebten und weder Trennungs- noch Scheidungsabsichten hegten. Mit Verfügung vom 12. März 2012 wurde A.A.________ erleichtert eingebürgert. A.d. Am 30. November 2012 reichten die Ehegatten das gemeinsame Scheidungsbegehren ein. Die Ehe wurde am 1. Februar 2013 geschieden. A.e. Das BFM eröffnete am 12. Februar 2013 ein erstes Verfahren auf Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung, stellte dieses jedoch am 26. August 2013 ein. A.f. Mit Schreiben vom 1. April 2019 informierte das Amt für Bürgerrecht und Zivilstand des Kantons St. Gallen das inzwischen zuständige Staatssekretariat für Migration (SEM) darüber, dass A.A.________ am 9. April 2018 in Nigeria die nigerianische Staatsangehörige C.________, heute C.A.________ (geb. 1983), geheiratet habe. Mit ihr habe er vier Kinder, die 2008 (Zwillinge), 2013 und 2018 geboren worden seien. Gestützt auf diese Information eröffnete das SEM am 7. Mai 2019 ein zweites Verfahren betreffend Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung. Mit Verfügung vom 26. Februar 2020 erklärte es die erleichterte Einbürgerung von A.A.________ vom 12. März 2012 nichtig und stellte fest, die Nichtigkeit erstrecke sich auf alle Familienmitglieder, deren Schweizer Bürgerrecht auf der für nichtig erklärten Einbürgerung beruhe.