Citation: I 190/99 11.06.2001 E. 3

3.- Zu prüfen bleibt der Rentenanspruch. a) Bei der bekannten Aktenlage durfte die Vorinstanz ohne weiteres davon ausgehen, dass dem Beschwerdeführer aus medizinischer Sicht eine ganztägige angepasste Arbeit zuzumuten ist. Dass er eine solche bisher nicht gefunden hat, ist für die hier zu entscheidende Frage ohne Belang, denn gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG ist lediglich die hypothetische Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit in einem ausgeglichenen Arbeitsmarktzuprüfen. Die versicherte Person, die von ihrer restlichen Erwerbsfähigkeit keinen Gebrauch macht, obwohl sie hierzu nach ihren persönlichen Verhältnissen und gegebenenfalls nach einer gewissen Anpassungszeit in der Lage wäre, ist nach der Tätigkeit zu beurteilen, die sie bei gutem Willen ausüben könnte. Fehlt es an der erforderlichen Willensanstrengung, so liegt nur dann eine relevante Erwerbsunfähigkeit vor, wenn dem Willensmangel oder der Willensschwäche Krankheitswert zukommt (vgl. dazu BGE 115 V 133 f. Erw. 2). b) An seiner bisherigen Arbeitsstelle erzielte der Beschwerdeführer im Jahre 1994 ohne Invalidität Fr. 19.70 pro Stunde, zuzüglich je 8,3 % Ferienentschädigung und Anteil 13. Monatslohn, was einen Stundenlohn von Fr. 22.90 ergibt. c) Für die Bemessung des trotz Gesundheitsschadens noch realisierbaren Einkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne beigezogen werden; dies gilt insbesondere dann, wenn der Versicherte nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihm an sich noch zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat. Dabei ist seit 1994 von den Tabellenlöhnen auszugehen, die in der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik ausgewiesen sind. Diese basieren auf 41/3 Arbeitswochen mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden. Laut Tabelle A 1.1.1. der LSE 1994 (S. 53) belief sich der Zentralwert für die mit einfachen und repetitiven Aufgaben(Anforderungsniveau4)beschäftigtenMännerimgesamtenprivatenSektoraufFr. 4127. -,im -relativtiefentlöhnten-Teilsektor"Handel, Gast-undReparaturgewerbe"aufFr. 3575. -. Dies entspricht einem Stundenlohn (einschliesslich Ferienentschädigung und Gratifikation) von Fr. 23.82 bzw. Fr. 20.86. Im Vergleich zum Valideneinkommen von Fr. 22.90 tritt damit nur im schlechteren Fall eine Einkommenseinbusse von weniger als 10 % ein. Ginge man zugunsten des Beschwerdeführers davon aus, dass er wegen seines Gesundheitsschadens keine Schwerarbeit mehr ausüben kann, nicht uneingeschränkt einsatzfähig und deshalb lohnmässig benachteiligt wäre, so liesse sich dies allenfalls mit einem Abzug vom Tabellenlohn von höchstens 10 % veranschlagen. Selbst in einem solchen Fall ergäbe sich keine rentenbegründende Invalidität von mindestens 40 %. Der vorinstanzliche Entscheid ist daher auch im Rentenpunkt nicht zu beanstanden.