Citation: 2C_561/2022 E. 10.1

10.1. Die Beschwerdeführerinnen kritisieren, sie hätte nie eine Behinderungsstrategie verfolgt. Sie hätten durch ihre Investitionen überhaupt erst Wettbewerb auf dem TV-Plattformmarkt kreiert. Ausserdem hätten sie keine Geschäftsbeziehungen verweigert. Die entsprechenden vorinstanzlichen Erwägungen seien unzutreffend. Ohnehin sei das C.________-Sportangebot für die Teilnahme am Wettbewerb nicht unerlässlich gewesen, da die Sportinhalte für die Wahl der TV-Plattform durch den TV-Kunden nicht alleine entscheidend gewesen seien. Es fehle daher an der objektiven Notwendigkeit als Tatbestandsmerkmal von Art. 7 Abs. 2 lit. a KG. Davon abzugrenzen, so die Beschwerdeführerinnen weiter, seien die wettbewerblichen Wirkungen im TV-Plattformmarkt. Die Vorinstanz weise keine solchen Wirkungen nach, womit auch keine Wettbewerbsbehinderung vorliegen könne. Im Übrigen fehle es auch an der Kausalität zwischen der allfälligen Verweigerung von Geschäftsbeziehungen und den angeblichen wettbewerblichen Auswirkungen. Darüber hinaus gehe die Vorinstanz zu Unrecht von einer Lieferverweigerung aus, anstatt eine Lizenzverweigerung anzunehmen. Nach Auffassung der Beschwerdeführerinnen lässt sich die allfällige Verweigerung von Geschäftsbeziehungen durch den Schutz von Investitions- und Innovationsanreize rechtfertigen.