Citation: 4A_62/2023 E. A

A.a. Die A.________ AG (Klägerin, Beschwerdeführerin) mit Sitz in U.________ bezweckt auf dem Gebiet der Schweiz namentlich die Sammlung von Wirtschaftsinformationen, den Vertrieb von Kreditauskünften sowie die Erstellung und den Unterhalt von Datenbanken. Die B.________ AG (Beklagte, Beschwerdegegnerin) mit Sitz in V.________ bezweckt insbesondere die Geschäftsführung und Verwaltung von Gesellschaften des B.________-Konzerns. Sie erbringt Steuerungs- und Servicedienstleistungen. A.b. Die Parteien schlossen am 25. Juni 2018 einen Vertrag (nachfolgend: Vertrag 2018) über die Abgleichung und Anreicherung des beklagtischen Kreditorenbestands sowie die Nutzung des klägerischen Online Tools zur Suche von Nummern zur Unternehmensidentifikation (X.________-Nummern). A.c. Am 15. und 16. April 2020 rief die Beklagte über das Online Tool der Klägerin Stamm- und Bonitätsdaten zu 32'051 Unternehmen ab. In der Folge stellte die Klägerin der Beklagten eine Forderung in der Höhe von Fr. 319'227.10 in Rechnung. Die Klägerin ist der Ansicht, die Beklagte habe über ihr Online Tool Bonitäts- und Stammdaten zu 32'051 Unternehmen erlangt, die zu entschädigen seien. Die Rechnung wurde von der Beklagten nicht beglichen. Diese stellte sich auf den Standpunkt, die Bonitätsdaten seien ihr ohne ihren Willen zugegangen und stellten ein nicht bestelltes Resultat einer Abfrage dar. Ein Gesamtdatenabgleich habe nicht stattgefunden, weshalb die Klägerin keinen Anspruch auf eine Entschädigung habe.