Citation: 6B_419/2024 E. 5.4.4

5.4.4. Diesem hohen öffentlichen Interesse an einer Landesverweisung stehen die privaten Interessen des Beschwerdeführers an einem Familienleben mit seinen beiden minderjährigen Kindern und damit einem Verbleib in der Schweiz gegenüber. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass sogar der Umstand, dass ein straffällig gewordener Ausländer in der Schweiz mit seinem Ehepartner und gemeinsamen Kindern in einer intakten familiären Beziehung lebt, kein absolutes Hindernis für eine Landesverweisung bildet (vgl. oben E. 5.3.4). Dem Anspruch auf Familienleben genügt zudem unter Umständen, dass der Kontakt zum Kind über die modernen Kommunikationsmittel wahrgenommen werden kann (Urteile 6B_137/2024 vom 21. Oktober 2024 E. 4.2.4; 7B_236/2022 vom 27. Oktober 2023 E. 2.3.4; 6B_1385/2021 vom 29. August 2023 E. 2.3.3). Ein weitergehender Anspruch kann nur dann in Betracht fallen, wenn eine in affektiver und wirtschaftlicher Hinsicht besonders enge Beziehung zum Kind besteht, und diese Beziehung wegen der Distanz zum Heimatland des Ausländers praktisch nicht aufrechterhalten werden könnte (vgl. Urteil 6B_577/2024 vom 14. November 2024 E. 1.7.3 m.H. auf 6B_1314/2019 vom 9. März 2020). Eine solche in affektiver und wirtschaftlicher Hinsicht besonders enge Beziehung zu seinen Kindern wird vom Beschwerdeführer weder geltend gemacht noch dargetan und ist angesichts der konkreten Umstände auch nicht erkennbar. Zudem befinden sich die beiden minderjährigen Kinder des Beschwerdeführers mit (im Urteilszeitpunkt) 14 und 12 Jahren in einem Alter, das es ihnen durchaus erlaubt, den Kontakt zum Vater (selbstständig) über moderne Kommunikationsmittel aufrechtzuerhalten. Zusammenfassend ist damit der vorinstanzliche Schluss, wonach die Interessenabwägung klar zu Ungunsten des Beschwerdeführens ausfällt, nicht zu beanstanden und verletzt folglich weder Bundes- noch Konventionsrecht. Die Beschwerde ist daher auch hinsichtlich der Landesverweisung abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Zur Dauer der Landesverweisung und deren Ausschreibung im SIS erhebt der Beschwerdeführer keine konkreten Rügen, weshalb sich Ausführungen hierzu erübrigen.