Citation: U 105/06 07.11.2006 E. 3

3.1 Der Versicherte bringt vor, die Invalidenversicherung verweise in ihrer Verfügung vom 17. August 2004 ausdrücklich auf den durch die SUVA festgesetzten Invaliditätsgrad. Da im IV-Verfahren auch allfällige nicht unfallkausale psychische Beschwerden zu berücksichtigen seien, habe die SUVA zu Unrecht von einer polydisziplinären Abklärung abgesehen. 3.2 Lehre und Rechtsprechung lassen den sozialen Unfallversicherer für Schäden nur dann einstehen, wenn diese sowohl in einem natürlichen wie auch in einem adäquaten Kausalzusammenhang mit dem schädigenden Ereignis stehen (BGE 129 V 181 f. Erw. 3 mit Hinweisen). Im vorliegenden Verfahren ist daher nur zu prüfen, ob und allenfalls inwieweit die Folgen des am 19. Januar 2001 erlittenen Unfalles die Arbeitsfähigkeit bis zum Zeitpunkt des Einspracheentscheides vom 30. August 2004 einschränkten. Eine unfallbedingte psychische Gesundheitsbeeinträchtigung macht der Beschwerdeführer zu Recht nicht geltend; im Übrigen wären die Voraussetzungen für die Bejahung der Adäquanz eines - von keinem der mit der Angelegenheit betrauten Ärzte diagnostizierten - psychischen Leidens (BGE 115 V 140) nicht erfüllt. Damit besteht keine Veranlassung zu weiteren medizinischen - insbesondere auch nicht zu psychiatrischen - Abklärungen. Dass die IV-Stelle des Kantons Thurgau mit Verfügung vom 6. September 2004 das Einspracheverfahren mit der Begründung sistiert hatte, der Ausgang des unfallversicherungsrechtlichen Verfahrens sei für das IV-Verfahren von Bedeutung, führt zu keinem anderen Schluss. Der in einem Versicherungszweig festgestellte Invaliditätsgrad bindet andere Versicherungszweige nur mit Bezug auf den gleichen Gesundheitsschaden (BGE 126 V 292 Erw. 2a). Soweit im Verfahren der Invalidenversicherung eine nicht unfallkausale gesundheitliche Beeinträchtigung geltend gemacht wird, ist es Sache dieser Versicherung, sowohl das Vorliegen als auch (gegebenenfalls) die Auswirkungen eines solchen Gesundheitsschadens auf die Erwerbsfähigkeit abzuklären. Eine Bindungswirkung an den im unfallversicherungsrechtlichen Verfahren festgesetzten Invaliditätsgrad besteht insoweit nicht (AHI 2004 S. 187).