Citation: 4A_171/2024 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz prüfte, ob die im Vertrag enthaltene Suspensivbedingung eingetreten sei. Sie erwog zunächst, dass diese mit der Nichtproduktion des X.________ durch die E.________ eingetreten sei. Als zweite, selbsttragende Begründung ging die Vorinstanz auf die Kündigung jeglicher Zusammenarbeit mit der Beschwerdeführerin durch die E.________ ein. Sie erwog, auch die Kündigung führe zur Unmöglichkeit der Lieferung eines noch herzustellenden Autos, weil die Beschwerdeführerin bei der E.________ keine Fahrzeuge mehr spezifizieren und danach beziehen könne. Beruht der angefochtene Entscheid, wie vorliegend, auf mehreren selbstständigen Begründungen, die je für sich den Ausgang des Rechtsstreits besiegeln, so hat die beschwerdeführende Partei darzulegen, dass jede von ihnen Recht verletzt. Denn soweit nicht beanstandete Begründungen das angefochtene Urteil selbstständig stützen, fehlt das Rechtsschutzinteresse an der Beurteilung der gehörig begründeten Rügen (BGE 142 III 364 E. 2.4; 138 III 728 E. 4). Diesen Anforderungen kommt die Beschwerdeführerin nicht nach. Sie wendet sich zwar gegen die erste Begründung. Mit der zweiten Begründung, wonach sie bei der E.________ aufgrund der Kündigung der Zusammenarbeit keine Fahrzeuge mehr beziehen könne, setzt sie sich aber nicht, zumindest nicht hinreichend, auseinander (Erwägung 2.1), wie auch der Beschwerdegegner zu Recht erkennt. Es fehlt damit an einem Rechtsschutzinteresse an der Beurteilung der ersten Beanstandung. Bei dieser Sachlage erübrigt es sich auch zu beurteilen, ob die E.________ den X.________ wieder produziert, wie das die Beschwerdeführerin erstmals vor der Vorinstanz behauptete, denn selbst wenn die E.________ dieses Fahrzeug wieder herstellen würde, was der Beschwerdegegner bestreitet, könnte die Beschwerdeführerin aufgrund der unstrittigen Kündigung der Zusammenarbeit keine Fahrzeuge mehr bei der E.________ beziehen. Ohnehin beachtete die Vorinstanz dieses erstmals vor ihr vorgebrachte Novum nicht, was die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht zwar pauschal beanstandet, ohne sich aber rechtsgenüglich mit den diesbezüglichen Erwägungen der Vorinstanz auseinander zu setzen (Erwägung 2.1) und ohne nachvollziehbar aufzuzeigen, aus welchem Grund dieses Novum im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren hätte zugelassen werden sollen.