Citation: 8C_30/2023 E. 5

Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, weder ihr Rechtsvertreter noch die Vereinigung C.________ seien berechtigt gewesen, an die Vereinigung B.________ adressierte Postsendungen zur Kenntnis zu nehmen, verschliesst sich dem Gericht, was sie daraus zu ihren Gunsten ableiten will. Denn vorliegend stellt sich allein die Frage, wann die Verfügung in den Herrschaftsbereich der Vereinigung C.________ gelangte. Und hierfür ist entscheidend, dass die fragliche Verfügung in das zutreffende Postfach gelegt worden ist, welches allein durch das Sekretariat der Vereinigung B.________ (auch für die Vereinigung C.________) betreut wurde. Wäre die Postsendung mit dem Zusatz "Vereinigung C.________" versehen gewesen, so hätte dies allenfalls ein Weiterleiten der Eingabe ohne Öffnung derselben zur Folge gehabt. Ohne diesen Zusatz wurde die Postsendung hingegen zunächst geöffnet, ehe sie - wegen der Anrede in der Verfügung selbst - als zur Weiterleitung bestimmt erkannt wurde. In jedem Fall war es aber das Sekretariat der Vereinigung B.________, welches zur Entgegennahme der Post für die Vereinigung C.________ von dieser beauftragt war. Damit gelangte die Verfügung mit der Zustellung an die die Vereinigung B.________ (zugleich) in den Herrschaftsbereich der Vereinigung C.________. Der Verweis auf das Schriftgeheimnis als Abgrenzungskriterium sticht daher nicht. Auch die weiteren Vorbringen scheitern am Umstand, dass die Vereinigung B.________ als zur Entgegennahme der Post für die Vereinigung C.________ beauftragt oder ermächtigt zu betrachten ist. Schliesslich kann der Vorinstanz auch keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) vorgeworfen werden, wenn sie sich nicht mit sämtlichen Vorbringen der Beschwerdeführerin ausdrücklich auseinandergesetzt hat. Die zur Bestätigung des Einspracheentscheids führenden Gründe finden sich im angefochtenen Urteil hinreichend dargelegt (s. dazu BGE 148 III 30 E. 3.1 und 142 II 154 E. 4.2; je mit Hinweisen).