Citation: 4A_278/2015 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz hat die Position "Schleifarbeiten an den Böden der Couloirs und Umschlagszonen" in Höhe von Fr. 12'777.40 mangels genügender Substanziierung abgewiesen. Sie hat festgestellt, die Beschwerdeführerin habe nicht prozessual gehörig bestritten, dass die Umschlagsplätze nicht Gegenstand des Werkvertrags der Parteien gebildet hätten, und dass sich überdies auch aus den Belegen nicht ergebe, dass die Beschwerdegegnerin mehr als die vier Gänge zu bearbeiten hatte. Aus den Arbeitsrapporten, auf die sich die Beschwerdeführerin für ihre Forderung berief, ergibt sich jedoch nach den Feststellungen der Vorinstanz weder, welcher Aufwand für die Gänge und welcher für den Umschlagplatz erfolgte, noch welche der aufgeführten Stunden für Schleifarbeit und welche für andere Arbeiten eingesetzt wurden. Die Miete für Spezialmaschinen der D.________ SA, für welche die Beschwerdeführerin Ersatz in Höhe von schliesslich Fr. 7402.15 beanspruchte, wies die Vorinstanz ab, weil von angeblich drei Rechnungen nur eine im Betrag von Fr. 3'254.80 eingereicht wurde, die jedoch nach den Vorbringen der Beschwerdeführerin das Nachschleifen des Umschlagplatzes während dreier Tage betraf, welches der Klägerin nicht angelastet werden kann. Was die Mietkosten für die Spezialmaschinen zum Nachschleifen der Gänge zwischen den Hochregallagern betrifft, stellte die Vorinstanz mit der ersten Instanz fest, dass aus den eingereichten Belegen weder Rechnungsstellung noch Bezahlung hervorgehe, was bei einem nach kaufmännischen Grundsätzen geführten Unternehmen Zweifel an der Realität der Miete aufkommen lasse. Die Beschwerdeführerin behauptet weder - mit entsprechenden Aktenhinweisen -, dass sie ihren Aufwand für das Nachschleifen der Gänge einerseits und des Umschlagsplatzes andererseits separat ausgewiesen habe, noch stellt sie in Abrede, dass sie für die Miete der Spezialwerkzeuge weder Rechnung noch Zahlungsbeleg eingereicht hat. Ihre Vorbringen zur Unterscheidung von Kosten der Ersatzvornahme einerseits und Schadenersatz andererseits gehen an der Sache vorbei, sind doch auch die Kosten der Ersatzvornahme konkret zu beweisen. Wo der konkrete Beweis der tatsächlich angefallenen Kosten wie vorliegend grundsätzlich möglich ist, genügen blosse Anhaltspunkte nicht, welche möglicherweise eine Schätzung zu stützen vermöchten. Jedenfalls ist die Vorinstanz nicht in Willkür verfallen, wenn sie die von der Beschwerdeführerin eingereichten Arbeitsrapporte und die einzige Mietrechnung nicht als hinreichenden Beweis für den zum Ersatz verstellten Aufwand anerkannte, nachdem sich diese Belege (auch) auf nicht ersatzberechtigte Arbeiten beziehen. Da die Beschwerdeführerin nach den Feststellungen im angefochtenen Urteil nicht rechtzeitig behauptet hatte, dass ihre Nachbesserungsarbeiten auch den Umschlagsplatz betrafen, konnte die Vorinstanz ohne Verletzung von Bundesrecht den Aufwandersatz für das Nachschleifen dieses Platzes ablehnen. Daran vermag weder die angeblich elementare Logik zur Herstellung der Zirkulationsfähigkeit von Staplerfahrzeugen noch die angeblich zurückhaltende und massvolle Berechnung des Aufwandes der Beschwerdeführerin etwas zu ändern. Schliesslich ist die Vorinstanz nicht in Willkür verfallen mit der Annahme, ein zur Führung einer kaufmännischen Buchhaltung verpflichtetes Unternehmen wie die Beschwerdeführerin könne zumutbarerweise tatsächlich bezahlte Kosten für die Miete von Maschinen mit Rechnung und Zahlungsbelegen konkret nachweisen. Es ist jedenfalls nicht erkennbar und auch die Beschwerdeführerin vermag mit ihren Interpretationen und Berechnungen nicht auszuweisen, inwiefern schlechterdings nicht vertretbar sein sollte, mögliche unaufwändig zu beschaffende und übliche konkrete Belege zu verlangen und den Beweis nicht als erbracht anzusehen, der aus allgemeinen "Belegen über die Maschinenmietzinstarife und der Plausibilität und Angemessenheit der Einsatzzeiten dieser Maschinen" abgeleitet werden soll. Die Beschwerdegegnerin bringt in der Antwort zutreffend vor, dass die Beschwerdeführerin damit letztlich eine Schätzung ihres zu ersetzenden Aufwandes verlangt, wofür keine Grundlage besteht.