Citation: 8C_663/2022 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz legte zunächst dar, weshalb sie die beiden von den Unfallversicherern eingeholten Gutachten des Dr. med. E.________ wie auch das Gerichtsgutachten der Begutachtungsstelle F.________ GmbH als nicht beweiskräftig erachtete und sie sich deshalb veranlasst sah, bei Dr. med. G.________ ein Obergutachten zu veranlassen (Expertise vom 20. November 2021 und Ergänzungen vom 24. Januar und 12. April 2022). Letzterem mass sie schliesslich Beweiskraft bei und stellte gestützt darauf fest, die Beschwerden sowohl in der linken als auch in der rechten Schulter seien unfallkausal. Aufgrund der damit einhergehenden Einschränkungen sei die vor dem Unfall ausgeübte Tätigkeit als Masseurin zum Zeitpunkt des Fallabschlusses am 1. November 2014 nicht mehr möglich gewesen. Für die bisherige Tätigkeit als Musiklehrerin habe dagegen eine Arbeitsfähigkeit von 70 % (bezogen auf ein 100 %-Pensum) bei einer Leistungsfähigkeit von 50 % und in einer idealen Verweistätigkeit (Überwachungstätigkeiten ohne oder nur mit kurzzeitigem Armeinsatz wie z.B. in einem Museum) eine Arbeitsfähigkeit von 80 % bei einer Leistungsfähigkeit von 60 %, also eine Arbeitsfähigkeit von 48 % bestanden. Ausgehend von den vor dem Unfall erzielten Verdiensten, aufgerechnet auf ein 100 %-Pensum, berechnete das kantonale Gericht ein Valideneinkommen von Fr. 87'432.-. Das Invalideneinkommen ermittelte es anhand der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 2014 des Bundesamtes für Statistik, Tabelle TA1_tirage_skill_level, Kompetenzniveau 1, Frauen, Total, was angepasst an die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit (41,7 Stunden) und unter Berücksichtigung eines zumutbaren Pensums von 48 % ein Invalideneinkommen von Fr. 25'821.- ergab. Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen resultierte ein Invaliditätsgrad von 70 %.