Citation: 6B_696/2021 E. A

Im Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Bischofszell vom 14. Dezember 2017 wird A.________ zusammengefasst was folgt vorgeworfen: (a) An einem nicht eruierbaren Datum Ende des Jahres 2015 habe er zu C.________ gesagt, dass er sie umbringe, und wenn sie zusammen in der Türkei wären, er sie schneiden würde. Dies, nachdem ihm C.________ telefonisch mitgeteilt habe, dass die Beziehung zu Ende sei. Am 20. Dezember 2015 habe er sich gegenüber C.________ dahingehend geäussert, dass die Schweiz klein sei und sie keine Chance hätte. An einem nicht eruierbaren Datum im Jahr 2015 habe er zu C.________ gesagt, dass er sie umbringen und schlagen werde. Am 19. Februar 2016 habe er zu ihr per Telefon gesagt, dass sie gemeinsam in den Tod gehen würden. Am 7. März 2016 habe er bei G.________ Restaurant in T.________ zu B.________, dem Ehegatten von C.________, gesagt: "Ich dich töten und dann C.________". Daraufhin habe er B.________ ein Foto von E.________ gezeigt und ihm gesagt: "Diesen Mann ich auch finden und töten". (b/1) Am 6. März 2016 habe A.________ am Bahnhof U.________ mehrmals C.________ fotografiert, die sich zu jenem Zeitpunkt in Begleitung von E.________ befunden habe. C.________ und E.________ seien mit dem Zug nach T.________ gefahren. Als sie in T.________ angekommen seien, habe A.________, der mit dem Taxi nach T.________ gefahren sei, bereits in der Unterführung auf sie gewartet. Als er die beiden erblickt habe, sei er direkt auf sie zugerannt. Zudem habe er sie erneut mehrfach fotografiert. Als ihm C.________ das Mobiltelefon habe wegnehmen wollen, habe er ihr mit der rechten Hand mindestens einmal auf die linke Schulter geschlagen. Während C.________ die Notrufnummer gewählt habe, habe er ihr mit der Hand gegen den Kopf geschlagen. Danach habe er E.________ gegen eine Wand gedrängt. (b/2) Am 11. Juni 2017 habe er in angetrunkenem Zustand am Bahnhof U.________ F.________ mit der Hand ins Gesicht sowie in den Brustbereich geschlagen und versucht, ihn mehrfach mit den Füssen zu treten, dies nachdem F.________ ihn aufgefordert habe, etwas leiser zu telefonieren. Durch den Schlag ins Gesicht sei die von F.________ getragene Brille auf den Boden gefallen. Anschliessend sei A.________ absichtlich auf die Brille getreten. (c) Am 11. Februar 2017 habe er sich in die Herrentoilette des Restaurants H.________ in U.________ begeben, wo sich D.________ im offenen Pissoirraum aufgehalten habe. Dort habe er ihr das Verlassen der Räumlichkeit verwehrt, indem er sie zurückgedrängt und mit den Händen sowie dem Körper an das Lavabo und die Wand gedrückt habe. Er habe D.________ über den Kleidern am Körper und im Intimbereich angefasst, namentlich im Bereich der Arme und der Brust, im Genitalbereich und am Gesäss, ohne dass sie dies gewollt habe. (d) Im Zeitraum vom 29. September 2016 bis 30. September 2016 habe er sich in Kenntnis der seit dem 25. März 2016 durch die Kantonspolizei Thurgau angeordneten Kontaktsperre zum Wohnort von C.________ und B.________ begeben und die Oberfläche eines Gartentisches mit einem unbekannten spitzen Gegenstand zerkratzt. (e) Am 7. März 2016 habe A.________ mit der auf ihn lautenden Nummer xxx C.________ auf das Festnetztelefon an ihrem Wohnort sowie auf ihrem Mobiltelefon wiederholt, insgesamt rund 19 Mal angerufen. Des Weiteren habe er sie mit besagter Nummer, in Kenntnis der seit dem 25. März 2016 angeordneten Kontaktsperre, im April 2017 22 Mal und im Mai 2017 42 Mal angerufen. Im Zeitraum vom 22. Mai 2016 bis 20. Juli 2016 habe er mit der auf ihn lautenden Nummer yyy in Kenntnis der Kontaktsperre C.________ insgesamt 22 Mal auf das Festnetztelefon sowie auf ihr Mobiltelefon angerufen. Im Zeitraum vom 22. Juli 2017 bis 3. August 2017 habe er sie sieben Mal mit besagter Nummer angerufen. Im Zeitraum vom 7. März 2016 bis 21. März 2016 habe er C.________ wiederholt von verschiedenen öffentlichen Telefonanschlüssen in T.________, U.________, V.________, W.________ sowie X.________ aus auf das Mobiltelefon, auf die Praxisnummer sowie auf das Festnetztelefon angerufen, insgesamt 37 Mal. Des Weiteren habe er sie von den erwähnten öffentlichen Telefonanschlüssen aus im Zeitraum vom 12. Juni 2016 bis 30. Dezember 2016 in Kenntnis der Kontaktsperre 207 Mal auf die besagten Anschlüsse angerufen, beispielsweise 50 Mal im September 2016 sowie 74 Mal im Dezember 2016. Zudem habe er sie von den erwähnten öffentlichen Telefonanschlüssen aus im Zeitraum vom 3. Februar 2017 bis 9. Dezember 2017 in Kenntnis der Kontaktsperre 108 Mal auf die besagten Anschlüsse angerufen, beispielsweise 23 Mal im März 2017 und 21 Mal im Juni 2017. (f) Am 31. März 2016 habe er am Bahnhof in T.________ gegenüber C.________ wiederholt "Tschüss Vogel" gesagt. Er habe dabei geweint, sich sein Herz gehalten und Kusshände geworfen. Hernach habe er sich in die Unterführung begeben, wo er dem Vater von C.________ die Hand geküsst habe. Danach habe er sich gegenüber C.________ aufgestellt, die bei der Bushaltestelle auf einer Bank auf den Bus gewartet habe. All dies habe er in Kenntnis der geltenden Kontaktsperre zu C.________ unternommen. Am 29. September 2016, 30. September 2016, 15. Oktober 2016 sowie am 19. Oktober 2016 habe sich A.________ in Kenntnis der Kontaktsperre gegenüber C.________ und B.________ zum Wohnort des Ehepaares begeben und sich vor ihrem Haus aufgehalten. Am 29. November 2016 habe er in Kenntnis der Kontaktsperre C.________ per Post die Kopie eines Schreibens vom Staatssekretariat für Migration zukommen lassen. (g) Am 27. Juli 2016 habe er in U.________ durch lautes Rufen inmitten der Nacht einen namentlich nicht bekannten Anwohner in seiner Nachtruhe gestört.