Citation: 4A_594/2020 E. 5.2

5.2. Dagegen macht der Beschwerdeführer vor Bundesgericht geltend, der Beschwerdegegner sei in der Parteibefragung von der Fälligkeit der Darlehensrückzahlung per Ende 2012 abgerückt und habe neu eine Rückzahlungsfälligkeit per Ende 2013 erwähnt. Ein solches neues Vorbringen nach dem Aktenschluss sei nach Art. 229 Abs. 1 ZPO nicht zulässig. Zudem sei der Verhandlungsgrundsatz nach Art. 55 Abs. 1 ZPO verletzt. Die Berücksichtigung des neuen Fälligkeitsdatums Ende 2013 lasse sich auch nicht durch die von der Vorinstanz ins Feld geführte Beweiswürdigung von Parteiaussagen rechtfertigen. Die Vorinstanz wolle die Parteiaussage als Einheit verstanden wissen; eine Abspaltung dürfe nicht erfolgen. Die Vorinstanz übergehe dabei in rechtsfehlerhafter Weise, dass das beweisausschliessende Zugeständnis des Beschwerdegegners (keine Rückzahlungsfähigkeit per Ende 2012) auch nach Aktenschluss berücksichtigt werden müsse, während das neue Vorbringen, die Rückzahlungsfälligkeit liege am 31. Dezember 2013, aufgrund des Aktenschlusses nicht berücksichtigt werde dürfe. Die "Aufspaltung" folge somit zwingend aus den einschlägigen Bestimmungen der ZPO. Entgegen der Vorinstanz habe der Beschwerdeführer keine "materielle Wahrheit" übernommen, das Darlehen sei heute zur Rückzahlung fällig. Der Beschwerdeführer habe vielmehr den Beschwerdegegner auf seinem Zugeständnis behaftet, dass es nicht per Ende 2012 zur Rückzahlung fällig gewesen sei, und habe durchwegs bestritten, dass die Rückzahlungsfähigkeit per Ende 2013 bestanden habe. Es sei willkürlich, wenn die Vorinstanz unterstelle, der Beschwerdeführer müsse sich die Rückzahlungsfälligkeit per Ende 2013 entgegenhalten lassen.