Citation: 4C.342/2002 08.01.2003 E. 1

Die Berufungsschrift muss die genaue Angabe enthalten, welche Punkte des Entscheides angefochten werden und welche Abänderungen beantragt werden (Art. 55 Abs. 1 lit. b OG). Anträge auf Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zu neuer Entscheidung oder blosse Aufhebungsanträge genügen grundsätzlich nicht und machen die Berufung unzulässig. Ein blosser Rückweisungsantrag reicht indes nach ständiger Praxis aus, wenn das Bundesgericht, falls es die Rechtsauffassung des Berufungsklägers für begründet erachtet, kein Endurteil fällen kann, sondern die Sache zu weiteren Abklärungen an die Vorinstanz zurückweisen muss (BGE 125 III 412 E. 1b S. 414). Diese Voraussetzung ist hier gegeben, denn das Kantonsgericht hat ausdrücklich offen gelassen, ob die vom Kläger behaupteten Überstunden im Sinne von Art. 321c OR notwendig und ob sie im geltend gemachten Umfange überhaupt bewiesen seien. Der Antrag auf Rückweisung genügt den formellen Anforderungen unter diesen Umständen. Soweit sich der Beklagte in der Antwort auf den Standpunkt stellt, die umstrittenen Überstunden seien nicht notwendig gewesen und überdies nicht bewiesen, verkennt er, dass das angefochtene Urteil keine tatsächlichen Feststellungen enthält, auf deren Grundlage beurteilt werden könnte, ob Bundesrechtsnormen zutreffend angewendet worden sind.