Citation: 2C_130/2023 E. 2.2

2.2. Vorliegend hat die Vorinstanz zunächst festgehalten, dass die bei ihr eingereichte, von der Tochter der Beschwerdeführerin unterzeichnete Beschwerde an einem Formmangel leide, weil zur Prozessvertretung vor Verwaltungsgericht auf dem Gebiet der ausländerrechtlichen Administrativhaft nur Anwältinnen und Anwälte zugelassen seien, die nach der Anwaltsgesetzgebung zur Parteivertretung im Kanton Bern berechtigt seien (Art. 15 Abs. 4 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG/BE; BSG 155.21]). Auf eine Rückweisung der Eingabe zur Verbesserung des Mangels hat das Verwaltungsgericht angesichts des Verfahrensausgangs verzichtet. Sodann hat die Vorinstanz in Anwendung des massgebenden kantonalen Verfahrensrechts erwogen, dass das aktuelle Interesse der Beschwerdeführerin an der Behandlung ihrer Beschwerde (Art. 79 Abs. 1 VRPG/BE) mit der Ausschaffung und der damit verbundenen Haftentlassung dahingefallen sei. Zudem seien die Voraussetzungen für einen ausnahmsweisen Verzicht auf das Erfordernis des aktuellen Interesses nicht gegeben. Namentlich habe die Beschwerdeführerin keine Verletzungen von Garantien der EMRK geltend gemacht und weder ausdrücklich noch sinngemäss vorgebracht, unter Verletzung von Art. 5 Ziff. 1 EMRK in Haft versetzt worden zu sein. In der Folge hat die Vorinstanz das Verfahren als gegenstandslos geworden vom Geschäftsverzeichnis abgeschrieben.