Citation: 2C_643/2023 E. 4.4

4.4. Die Vorinstanz hat unter dem Titel der Glaubhaftmachung ehelicher Gewalt in Form von physischer Gewalt drei vom Beschwerdeführer geschilderte Vorgänge und die dazu von ihm eingereichten (sechs) Fotos geprüft. Sie hat beweiswürdigend im Wesentlichen erwogen, als einzige Beweismittel lege der Beschwerdeführer sechs undatierte Fotos vor. Zuerst habe er behauptet, die ersten vier Fotos würden die Folgen eines Angriffs während einer Autofahrt zeigen. In einer weiteren Eingabe habe er dann geltend gemacht, diese Fotos beträfen auch einen zweiten Vorfall, bei dem er von seiner Frau zuhause tätlich angegriffen worden sei. Beim ersten Vorfall solle er gemäss eigenen Schilderungen beim Autofahren - während er am Steuer sass - angegriffen worden sein. Das erste Foto zeige jedoch Kratzspuren und Blutergüsse an der Innenseite des linken Oberarms, das zweite Foto Kratzspuren an der Aussenseite des linken Oberarms. Bei einem Angriff durch die Beifahrerin müssten sich die Verletzungen jedoch am rechten Oberarm befinden. Zudem liesse sich nur das erste dieser vier Fotos überhaupt dem Beschwerdeführer zuordnen, da sein Gesicht mitfotografiert sei, während die anderen drei Fotos dem Beschwerdeführer nicht zweifelsfrei zugeordnet werden könnten. Die diesbezüglich behauptete, eheliche Gewalt sei deshalb nicht glaubhaft gemacht. Das fünfte und das sechste Foto zeigten jeweils eine kleine Wunde auf der Stirn des Beschwerdeführers, wobei sich die Wunde bei den beiden Fotos nicht am selben Ort befinde. Der dritte, vom Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang geschilderte Vorfall physischer, ehelicher Gewalt sei deshalb ebenfalls nicht glaubhaft gemacht. Auch die vom Beschwerdeführer behauptete psychische eheliche Gewalt, insbesondere dass er sich wiederholt von seiner (Ex-) Ehefrau habe anhören müssen, er könne nur wegen ihr in der Schweiz bleiben, sei nicht glaubhaft gemacht, da sie durch keinerlei Beweismittel unterlegt sei. Insgesamt habe der Beschwerdeführer somit eheliche Gewalt seitens seiner (Ex-) Ehefrau sowohl in physischer wie in psychischer Form nicht glaubhaft gemacht. Die Vorinstanz hat demnach in tatsächlicher Hinsicht festgestellt, dass der Beschwerdeführer nicht Opfer ehelicher Gewalt geworden ist.