Citation: 2C_50/2018 E. 6.1

6.1. Der von der Vorinstanz geschützte Widerruf der Niederlassungsbewilligung erweist sich mit Blick auf die gewichtigen privaten Interessen und die festgestellte geringe Rückfallgefahr im Rahmen von Art. 8 Ziff. 2 EMRK als unverhältnismässig: Zwar ist die aufenthaltsbeendende Massnahme potentiell geeignet, die Gesellschaft vor künftigen Straftaten zu schützen, indessen erscheint sie in Anbetracht der Persönlichkeitsentwicklung des Beschwerdeführers nicht als erforderlich und mit dem Übermassverbot, d.h. dem vernünftigen Verhältnis von Mittel und Zweck im Einzelfall, unvereinbar (Urteil 2C_532/2017 vom 26. März 2018 E. 5.1). Dies gilt umso mehr, als der Beschwerdeführer sich nur ganz punktuell in seinem Heimatstaat aufgehalten hat und seine ganze Familie (Eltern, zwei Brüder und zwei Schwestern) - bis auf eine Cousine und einen Cousin - in der Schweiz lebt. Die Vorinstanz geht selber davon aus, dass sein Bezug zu Mazedonien nicht als "besonders eng" bezeichnet werden könne. Den Beschwerdeführer verbindet im Wesentlichen noch die Staatsbürgerschaft mit seiner Heimat, auch wenn ihm eine der dortigen Sprachen (Albanisch) und gewisse Gebräuche vertraut sein sollten, wovon die Vorinstanz vermutungsweise ausgeht. Der Beschwerdeführer ist inzwischen sprachlich (Mundart), beruflich (Festanstellung und Entwicklungschancen bei seinem Arbeitgeber) und sozial (Engagement in Elternvereinigung) in der Schweiz verwurzelt. Das Kindeswohl und das grundlegende Bedürfnis der Kinder, in möglichst engem Kontakt mit beiden Elternteilen aufwachsen zu können, bilden ihrerseits einen wesentlichen, wenn auch nicht allein ausschlaggebenden, Aspekt im Rahmen der nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK vorzunehmenden Interessenabwägung; er ist hier zusätzlich zugunsten des Beschwerdeführers zu beachten (Urteil 2C_507/2017 vom 21. Dezember 2017 E. 3.3; BGE 143 I 21 E. 5.5.1 f. S. 29 f.), nachdem er die ältere Tochter längere Zeit als "Hausmann" betreut hat, um seiner Gattin zu ermöglichen, ihrer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Deren Ausreise bezeichnet die Vorinstanz im Hinblick auf ihre berufliche Integration (stellvertretende Leiterin einer Verkaufsstelle) als schwierig, wenn auch nicht gänzlich unzumutbar.