Citation: 9C_786/2014 E. 6.1

6.1. Die Vorinstanz stützte sich primär auf das zeitlich erst nach der Expertise der MEDAS erstellte Gutachten des Instituts B.________ vom 12. März 2013, dem allgemeininternistische, psychiatrische, orthopädische und neurologische Untersuchungen zugrunde lagen. Die Gutachter diagnostizierten eine somatoforme Schmerzstörung und wiesen darauf hin, dass diese in etwa die gleichen Leiden beschreibe wie die einst in der Klinik C.________ diagnostizierte Somatisierungsstörung. Einzig gestützt darauf lässt sich jedoch nicht schliessen, es liege lediglich eine andere Beurteilung desselben Sachverhalts vor. Zum einen hatten die Gutachter der MEDAS zuvor das Vorliegen einer neurotischen Störung - darunter auch einer somatoformen Schmerzstörung - explizit verneint (vgl. E. 4 hievor), weshalb nicht auszuschliessen ist, dass eine solche erst nach 2010 entstanden bzw. nach zwischenzeitlicher Besserung wieder aufgetreten ist. Und zum andern beschrieben sie einen völlig anderen Zustand des Versicherten, der nunmehr, deutlich aufgehellt, über Aktivitäten und Interessen und soziale Kontakte berichte, "sehr gut leben könne", keinerlei psychosoziale Probleme im Umgang mit Angehörigen mehr bestünden, er Zeit mit seiner Freundin in München geniessen könne u.a.m (Gutachten S. 20).