Citation: 8C_543/2023 E. 2.4

2.4. Zu betonen ist, dass nach BGE 147 V 124 E. 7 mit dem Berechnungsmodell der gemischten Methode nach aArt. 27 bis IVV kein Anlass mehr besteht, einen Statuswechsel von der Voll- zur Teilerwerbstätigkeit nicht als Revisionsgrund anzuerkennen, auch wenn einzig die Geburt des Kindes dafür verantwortlich ist (Urteil 9C_122/2020 vom 26. Februar 2021 E. 3.3.1). Das Bundesgericht qualifizierte die mit Inkrafttreten der per 1. Januar 2018 neu eingefügten Abs. 2 bis 4 des aArt. 27 bis IVV verbleibenden Ungleichheiten als verhältnismässig und daher konventionskonform; daran ändert auch der Umstand nichts, dass der Statuswechsel hin zur gemischten Methode im Revisionsfall zur Aufhebung oder Herabsetzung der Invalidenrente und damit zu einem für die versicherte Person ungünstigen Resultat führen kann (vgl. Urteile 8C_658/2022 vom 30. Juni 2023 E. 4.2; 9C_82/2020 vom 27. Oktober 2020 E. 6.2).