Citation: 6B_480/2024 E. 2.2.1

2.2.1. Die Vorinstanz gelangt zum Schluss, dass die Beschwerdegegnerin den objektiven Tatbestand der Beschimpfung nach Art. 177 Abs. 1 StGB erfüllt habe, indem sie den Privatkläger als "Neger" bezeichnet und damit in seiner Ehre angegriffen habe. Dies sei in einer solchen Lautstärke geschehen, dass der Arbeitskollege es gehört habe. Die Vorinstanz verweist auf das Urteil 8C_877/2009 vom 28. Juni 2010, wonach der Ausdruck "Neger" gegenüber einer dunkelhäutigen Person objektiv als rassistisch empfunden wird (vgl. dort E. 3.3.2). Die Vorinstanz macht keine besonderen Umstände aus, unter denen die Ehrenrührigkeit der Äusserung der Beschwerdegegnerin entfallen würde. Vielmehr habe es sich bei der Äusserung um einen "blossen Ausdruck von Missachtung" gehandelt. Damit habe die Beschwerdegegnerin den Privatkläger ohne sachliche Veranlassung auf die Rasse reduziert.