Citation: 6B_303/2024 E. 2.3.3

2.3.3. Weiter berücksichtigt die Vorinstanz die privaten Verhältnisse des Beschwerdeführers. Er pflege regelmässigen Kontakt zu seinen Eltern und Geschwistern in Chur. In der Türkei habe er Verwandte, besitze Grundstücke und Wohnungen und reise regelmässig und ohne Schwierigkeiten dorthin. Inzwischen sei er mit einer schweizerisch-türkischen Doppelbürgerin verheiratet und habe mit ihr ein 9 Monate altes Kind. An der Berufungsverhandlung habe er erklärt, seine Frau wohne mit seiner Schwester in einer Wohngemeinschaft, während er bei seinen Eltern lebe. Es sei aber beabsichtigt, dass seine Frau mit dem Kind zu ihm und seinen Eltern ziehe. Die Vorinstanz weist darauf hin, dass der Beschwerdeführer bereits an der erstinstanzlichen Befragung vom 9. November 2021 angegeben habe, er habe mit seiner Frau die Hochzeit gefeiert. Trotzdem lebe er nach wie vor nicht mit ihr und dem gemeinsamen Kind zusammen. Dies wecke Zweifel, ob die Beziehung tatsächlich gelebt werde. Das Kind des Beschwerdeführers sei gesund und zum Zeitpunkt des Berufungsurteils noch nicht einmal jährig. Es befinde sich im anpassungsfähigen Alter. Seine Frau spreche ebenfalls Türkisch. Sie habe zum Zeitpunkt der Heirat um die laufende Strafuntersuchung und die Gefahr einer Verurteilung wissen müssen.