Citation: 1C_123/2023 E. 14.2

14.2. Die Beschwerdeführenden sind im vorinstanzlichen Verfahren nur deshalb (vollständig) unterlegen, weil die vom Staatsrat begangene Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör im vorinstanzlichen Verfahren geheilt wurde (vgl. E. 6.4.2 hiervor). Der Fall, dass eine beschwerdeführende Person nur deshalb (vollständig) unterliegt, weil ein Verfahrensfehler von der Rechtsmittelinstanz geheilt wird, ist im VVRG/VS zwar nicht ausdrücklich geregelt. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist diesem Umstand bei der Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen aber grundsätzlich angemessen Rechnung zu tragen (BGE 107 Ia 1 E. 1; Urteile 2C_128/2023 vom 5. Juli 2023 E. 4.1 und 1C_326/2018 vom 21. November 2018 E. 6.3; je mit Hinweisen). Insgesamt kommt der Vorinstanz bei der Auferlegung der Verfahrenskosten und der Parteientschädigung ein weiter Spielraum zu. Dass die Vorinstanz den Beschwerdeführenden für das Beschwerdeverfahren Verfahrenskosten auferlegt hat, ist weder willkürlich noch in sonstiger Hinsicht bundesrechtswidrig. Willkürlich ist jedoch, dass die Vorinstanz beim Kosten- und Entschädigungsentscheid den Umstand, dass die Beschwerdeführenden nur deshalb (vollständig) unterlagen, weil ein Verfahrensfehler geheilt wurde, überhaupt nicht berücksichtigt hat. Die Vorinstanz hätte den Beschwerdeführenden für das vorinstanzliche Verfahren lediglich eine angemessen reduzierte Gerichtsgebühr auferlegen dürfen und ihnen eine reduzierte Parteientschädigung zusprechen müssen.