Citation: 6F_29/2014 E. 3.3

3.3. Der Gesuchsteller behauptet, der Tätigkeitsbericht der Aufsichtsbehörde über die Bundesanwaltschaft von 2012 halte auf S. 12 unter dem Kapitel "Verfahrensdauer" Folgendes fest: "Bei den Verfahrenshandlungen wurden keine übermässigen Verzögerungen festgestellt". Die Behauptung des Beschwerdeführers ist unzutreffend und scheint auf einem Versehen zu beruhen. Die zitierte Feststellung ist nicht im Tätigkeitsbericht 2012, sondern im Tätigkeitsbericht 2013 enthalten. Im Jahre 2013 war aber Oberholzer nicht Mitglied der Aufsichtsbehörde. Die zitierte Feststellung, welche der Beschwerdeführer auch auf seinen Fall bezieht, ist somit nicht von Oberholzer getätigt worden. Allerdings nimmt auch der Tätigkeitsbericht 2012 (unter Ziff. 2.6) zur "Verfahrensdauer" Stellung. Darin wird ausgeführt, dass manche Verfahren der Bundesanwaltschaft relativ lange dauern. Für längere Verfahrensdauern habe es plausible Erklärungen gegeben. Viele Verfahrensleiter hätten darauf hingewiesen, dass sich der Aufwand für Einvernahmen nach der neuen StPO vervielfacht habe. Im Tätigkeitsbericht 2012 wurde im Weiteren festgehalten, dass in vielen Fällen Verfahren, die einzustellen waren, noch monatelang pendent gehalten wurden, weil die Staatsanwälte keine Zeit hatten, die entsprechenden Verfahren formell einzustellen. Die Aufsichtsbehörde regte daher in ihrem Tätigkeitsbericht 2012 an, dass die Bundesanwaltschaft eine Strategie entwickle, um Verfahren, die eingestellt werden können, rasch einzustellen. Im Tätigkeitsbericht 2011, in welchem Jahre Oberholzer ebenfalls bereits Mitglied der Aufsichtsbehörde war, wird unter dem Titel "Dauer der Verfahren" auf Seite 12 unter anderem Folgendes ausgeführt: "Um den Ressourceneinsatz zu optimieren, ist anzustreben, die Verfahren vermehrt auf das Wesentliche zu fokussieren. Bereits zu Beginn sollten eine klare Ermittlungsstrategie festgelegt und die Verfahren von den Linienvorgesetzten eng begleitet werden, um zu vermeiden, dass jahrelang mit erheblichem Aufwand Verfahren geführt werden, die wenig aussichtsreich erscheinen ... Die Verfahrensdauer ... wird näher zu prüfen sein."