Citation: U 49/00 03.04.2001 E. 2

2.- a) Das kantonale Gericht hat in einlässlicher Würdigung der im Administrativ- und Einspracheverfahren eingeholten oder beigezogenen, im angefochtenen Entscheid detailliert wiedergegebenen medizinischen Unterlagen zutreffend erkannt, dass bezüglich der Unfallereignisse vom 14. Oktober 1993, 9. Dezember 1993 und 18. August 1994 Ende 1994 sowie hinsichtlich des Sturzes vom 13. Januar 1995 am 21. (recte: 27.) März 1995 keine zu einer Arbeitsunfähigkeit führenden somatischen Restbeschwerden mehr ausgewiesen waren. Mit der Vorinstanz ist ferner davon auszugehen, dass im Hinblick auf die kreisärztliche Einschätzung des physischen Gesundheitszustandes durch Dr. med. S.________ vom 24. April 1996 Anzeichen für einen Rückfall zu verneinen sind. Was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde hiegegen vorgebracht wird, vermag die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung und Beurteilung nicht zu entkräften. Unbegründet ist insbesondere der Einwand, es handle sich um eine Unfallkette, welche wahrscheinlich durch die nicht verheilten Unfallfolgen verursacht worden sei. Die Akten enthalten keine hinreichenden Anhaltspunkte für noch bestehende unfallkausale körperliche Restbeschwerden oder einen Rückfall. Ergänzende Abklärungen, auch in neurologischer Hinsicht, erübrigen sich, da hievon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. 1d mit Hinweis; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 27), zumal bereits Dr. med. B.________ in seinem Arztbericht vom 24. April 1995 fokale neurologische Störungen ausgeschlossen hatte. b) Aus den Akten, namentlich den Berichten der Dres. med. S.________ und R.________, Psychiatrische Klinik Z.________, vom 7. Februar und 1. April 1997, erhellt, dass der Beschwerdeführer an einer schweren depressiven Störung leidet. Die Frage, ob dieses psychische Leiden eine natürliche Folge der Unfallereignisse darstellt, kann gestützt auf die vorhandenen medizinischen Unterlagen, welche entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers von einer multifaktoriellen Genese sprechen, nicht mit dem erforderlichen Wahrscheinlichkeitsbeweis (vgl. Erw. 1 hievor) beantwortet werden. Eine Rückweisung der Sache zur weiteren Abklärung ist indes nicht nötig; denn selbst wenn auf Grund einer Spezialbegutachtung der natürliche Kausalzusammenhang zu bejahen wäre, fehlt es - wie die nachstehenden Erwägungen zeigen - an der adäquaten Kausalität (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 68 Erw. 3c), welche sich vorliegend nach Massgabe der in BGE 115 V 138 ff. Erw. 6 entwickelten Kriterien beurteilt. Die Vorinstanz hat die beiden Ereignisse vom 14. Oktober 1993 und 18. August 1994 der Gruppe der mittelschweren und diejenigen vom 9. Dezember 1993 und 13. Januar 1995 der Kategorie der leichten Unfälle zugeordnet, die Adäquanz - insbesondere auch bezüglich der beiden erstgenannten Vorfälle - indes verneint. Dies ist im Lichte der Rechtsprechung (vgl. u.a. RKUV 1998 Nr. U 307 S. 449 Erw. 3a) nicht zu beanstanden, und es kann vollumfänglich auf die entsprechenden Ausführungen im kantonalen Entscheid, namentlich auch auf die Erwägungen für den Fall, dass der Sturz vom 9. Dezember 1993 als mittelschweres Ereignis einzustufen wäre, verwiesen werden. Der Beschwerdeführer macht nichts geltend, was diese Schlussfolgerungen in Zweifel ziehen könnte. Insbesondere sind die erlittenen Verletzungen weder von besonderer Art noch derart schwer, dass sie sich erfahrungsgemäss eigneten, psychische Fehlentwicklungen auszulösen. Entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers trifft es nicht zu, dass er sich mehrere Male am Kopf verletzt hat, wurden doch bei keinem der Unfallereignisse - auch nicht beim Treppensturz vom 18. August 1994 - Befunde dieser Art erhoben. Hinsichtlich der hier einzig massgebenden physischen Unfallfolgen sind sodann die Kriterien einer ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung, der körperlichen Dauerschmerzen, eines schwierigen Heilungsverlaufs und erheblichen Komplikationen sowie von Grad und Dauer der somatisch bedingten Arbeitsunfähigkeit zu verneinen, wie bereits die Vorinstanz für die einzelnen Ereignisse ausführlich und zutreffend dargelegt hat. Die Unfälle sind somit weder für sich allein noch im Zusammenhang mit den anderen geeignet, eine psychische Gesundheitsschädigung zu bewirken. Soweit einer der ersten Vorfälle den Beschwerdeführer nachhaltig geprägt haben sollte und ihn für psychische Störungen anfälliger werden liess, ist diese Prädisposition bereits erfasst, indem bei der Adäquanzprüfung auf eine weite Bandbreite von Versicherten abgestellt wird (nicht veröffentlichtes Urteil B. vom 2. Mai 1997, U 126/96; Rumo-Jungo, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 2. Auflage, Zürich 1995, S. 47).