Citation: 2C_461/2016 E. 2.3

2.3. Der Beschwerdeführer kann sich mit Hinblick auf seinen im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils knapp noch minderjährigen Sohn mit gefestigtem Aufenthaltsrecht in der Schweiz auf Art. 8 EMRK berufen. Der Jugendliche ist in der Schweiz geboren und aufgewachsen, weshalb dem Beschwerdeführer und ihm ein Familienleben in der Dominikanischen Republik nicht ohne Weiteres zumutbar ist. Die Vorinstanz hat erwogen, dass der Beschwerdeführer nicht nur ein gerichtsübliches Besuchsrecht ausübt, sondern (ungeachtet der mittlerweile erfolgten Scheidung von der Kindsmutter) mit seinem Sohn im selben Haushalt lebt, sich die Betreuung mit der geschiedenen Ehefrau teilt und die Kinderalimente regelmässig bezahlt, weshalb grundsätzlich von einer in wirtschaftlicher und affektiver Hinsicht besonders engen Beziehung zu diesem Jugendlichen auszugehen sei (angefochtenes Urteil, E. 2.4.3, S. 11). Die Rüge, die Vorinstanz habe den im Lichte von Art. 8 EMRK erheblichen Sachverhalt, die der Würdigung der Beziehungsnähe in tatsächlicher Hinsicht zu Grunde liegen, offensichtlich unrichtig festgestellt, erweist sich als unbegründet. Als ebenso unbegründet erweist sich auch die Rüge, die Vorinstanz habe die auf dem Spiel stehenden Interessen unzutreffend gegeneinander abgewogen. Zwar vermag in einer Gesamtbetrachtung das Interesse eines Kindes, seine bisherige enge affektive und wirtschaftliche Beziehung zu einem ausländischen Elternteil weiterhin aufrechtzuerhalten, ein ausschliesslich durch Zuwanderungssteuerung begründetes öffentliches Interesse regelmässig aufzuwiegen, wenn der ausländische Elternteil sich tadellos verhalten hat (vgl. oben, E. 2.2). Das Verhalten des Beschwerdeführers, der während seinem zwar langjährigen Aufenthalt in der Schweiz mehrmals (15. Dezember 2003 bis 11. März 2004, 31. Mai 2004 bis 4. Januar 2005, 18. November 2005 bis 24. Mai 2006, 1. März 2007 bis August 2009) zwecks Pflege einer eigentlichen Parallelfamilie in seinen Heimatstaat zurückkehrte und diese Parallelfamilie den Behörden verschwieg, kann nicht mehr als ein untergeordneter Verstoss gegen die öffentliche Ordnung bezeichnet werden, der in einer Gesamtbetrachtung als nicht besonders schwerwiegend einzustufen ist. Dies gilt auch für die Fr. 4'000.--, die er unbestrittenermassen anlässlich seiner Ausreise am 1. März 2007 seiner geschiedenen Ehefrau entwendet und erst auf ihren Druck hin wieder zurückbezahlt hat. Angesichts dessen, dass der in der Schweiz lebende Sohn das Mündigkeitsalter fast erreicht und die Erziehungsaufgabe des Beschwerdeführers für dieses Kind praktisch beendet ist, vermag das Kindeswohl vorwiegend das öffentliche Interesse an der Ausreise des Beschwerdeführers, der sich seinen Aufenthaltstitel durch falsche Angaben erschlichen hat, nicht aufzuwiegen. Die Beschwerde wegen Verletzung von Art. 8 EMRK erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen.