Citation: 8C_603/2022 E. 5.2

5.2. Der Beschwerdeführer bestreitet die Beweiskraft des psychiatrischen Gutachtens und macht eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit geltend. Das Gutachten sei nur unzureichend begründet und widerspreche der Einschätzung seiner behandelnden Psychiaterin und Psychotherapeutin, welche trotz jahrelanger Betreuung auch weiterhin von einer mittelgradigen depressiven Episode ausgingen, bedingt durch die permanenten Schmerzen und erfolglosen Therapieversuche, die die psychische Situation noch zunehmend verschlechterten und einen geregelten Alltag verhinderten. Zudem sei im Gutachten insbesondere unberücksichtigt geblieben, dass er wegen seiner Schmerzen auf die Einnahme von Opiaten (Palexia) angewiesen sei, was sich seinerseits - im Sinne einer Nebenwirkung gemäss Packungsbeilage - wiederum negativ auf seine psychische Leistungsfähigkeit auswirke beziehungsweise zu einer Abhängigkeit führe. Es hätte diesbezüglich weitergehender Untersuchungen bedurft, mit denen allenfalls eine andere Diagnosestellung einher gegangen wäre.