Citation: 1C_349/2019 E. 3.4

3.4. Es ist nicht Aufgabe des Bundesgerichts, die abstrakte Frage zu klären, ob bereits vor der Publikation eines referendumspflichtigen Beschlusses eine Unterschriftenliste hinterlegt werden dürfte. Im vorliegenden Fall ist einzig und allein relevant, ob das Stimmrecht des Beschwerdeführers verletzt wurde. Räumt selbst er ein, dass er zwischen der Publikation des Beschlusses am Freitagmorgen und dem Ende der Öffnungszeiten der Verwaltung die Möglichkeit gehabt hätte, die Unterschriftenliste zu hinterlegen, stellt sich einzig noch die Frage, ob ein solches Vorgehen mit den gesetzlichen Anforderungen an die Bestimmung des 10 %-Quorums vereinbar ist.