Citation: 4A_485/2007 07.02.2008 E. 2

Nachdem sich die formellen Rügen als unbegründet erwiesen haben, ist auf die Vorbringen zur Sache einzugehen. 2.1 Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung der Anträge in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Zwar wendet das Bundesgericht nach Art. 106 Abs. 1 BGG das Recht grundsätzlich von Amtes wegen an (zu den Ausnahmen vgl. Art. 106 Abs. 2 BGG); soweit jedoch ein Entscheid auf mehreren selbständigen alternativen Begründungen beruht, ist für jede einzelne darzutun, weshalb sie Recht verletzt; denn soweit nicht beanstandete Begründungen das angefochtene Urteil selbständig stützen, fehlt das Rechtsschutzinteresse an der Beurteilung der gehörig begründeten Rügen (BGE 133 IV 119 E. 6.3 S. 120 f.; vgl. auch BGE 132 III 555 E. 3.2 S. 560, je mit Hinweisen). 2.2 Die Vorinstanz wies die Klage einerseits mit Blick auf den adäquaten Kausalzusammenhang und andererseits mit Blick auf die mangelhafte Schadenssubstantiierung beziehungsweise den fehlenden Schadensnachweis ab. Der Beschwerdeführer gibt an sich beide selbständigen Begründungen als rechtswidrig aus und erfüllt unter diesem Gesichtspunkt die Eintretensvoraussetzungen. 2.3 Mit Bezug auf die Substantiierung zukünftigen und vergangenen Verdienstausfalls beschränkt er sich aber im Wesentlichen darauf, dem Bundesgericht seine Schadensberechnung vorzulegen, statt mit Aktenhinweisen darzulegen, dass und inwiefern er im kantonalen Verfahren nachvollziehbare und hinreichend substantiierte Behauptungen zum entstandenen Schaden aufgestellt und entsprechende Beweismittel angeboten hat. Die spärlichen Ausführungen zu den angeblichen Vorbringen im kantonalen Verfahren genügen nicht, um den Vorwurf der mangelnden Substantiierung zu entkräften. Insoweit ist der angefochtene Entscheid nicht zu beanstanden. 2.4 Was den Rentenschaden betrifft, fällt in Betracht, dass der Beschwerdeführer schon den behaupteten Verdienstausfall nicht hinreichend substantiiert hat. Überdies führt die Vorinstanz aus, die Annahme, dass der Beschwerdeführer, welcher bis zum Unfall keine 2. Säule hatte, eine solche eingerichtet hätte, stelle eine unbewiesene Parteibehauptung dar. Inwiefern diese Zusatzbegründung Recht verletzt, legt der Beschwerdeführer nicht ansatzweise dar. Damit kommt der Frage, ob die Vorbringen des Beschwerdeführers zur Quantifizierung des Rentenschadens verspätet erfolgten, wie die Vorinstanz annahm, keine Bedeutung zu. Insoweit ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. 2.5 Was die Genugtuung anbelangt, rügt der Beschwerdeführer, indem die Vorinstanz Fr. 10'000.-- als angemessen erachte, habe sie ihr Ermessen missbraucht. Gestützt auf die gesamten Umstände verlangt er unter diesem Titel Fr. 60'000.--. Er führt aus: "Gestützt auf die massive Invalidität, wesentlich mitbeeinflusst durch den Unfall traf es den Kläger in einer Lebensphase, wo gewöhnlich ein Mann die größte Aktivitäten entwickeln kann. Er war damals 40-jährig. Seither leidet er an chronischen Schmerzen und ist invalide. Hinzu kommt die Härte des Prozessierens und die Umstände der Verwechslung der Gutachtensstellen etc. etc. " Mit diesen Vorbringen vermag der Beschwerdeführer die Höhe der Genugtuung nicht als unzureichend auszuweisen. Es fehlt jegliche Auseinandersetzung mit dem angefochtenen Urteil. Der Beschwerdeführer zeigt weder auf, dass die Vorinstanz grundlos von in Lehre und Rechtsprechung anerkannten Grundsätzen abgegangen wäre, Tatsachen berücksichtigt hätte, die für den Entscheid im Einzelfall keine Rolle spielen dürfen, oder umgekehrt Umstände ausser Betracht gelassen hätte, die hätten beachtet werden müssen, noch legt er dar, inwiefern sich der Ermessensentscheid im Ergebnis als offensichtlich unbillig, als in stossender Weise ungerecht erweist. Damit ist die Ermessensausübung bei Festsetzen der Genugtuung nicht zu beanstanden (BGE 130 III 28 E. 4.1 S. 32; 213 E. 3.1 S. 220; 504 E. 4.1 S. 508, je mit Hinweisen). Soweit auf die Vorbringen des Beschwerdeführers angesichts der mangelhaften Begründung überhaupt einzutreten ist, erweisen sie sich als nicht stichhaltig. 2.6 Mit Bezug auf die als Schadensposten geltend gemachten vorprozessualen Anwaltskosten von Fr. 22'669.90 verweist der Beschwerdeführer auf diverse Beilagen. Er rügt als aktenwidrig, dass der entsprechende Posten als unbewiesen angesehen wurde. Er zeigt aber nicht auf, wo er sich im kantonalen Verfahren zur Begründung der Forderungen prozesskonform auf die Unterlagen berufen hat, und genügt damit der erhöhten Begründungspflicht entsprechend Art. 106 Abs. 2 BGG für die Zulässigkeit von Kritik an der Beweiswürdigung nicht (BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 254 f. mit Hinweisen). Im Übrigen gehen die Vorbringen des Beschwerdeführers an der Sache vorbei. Die Vorinstanz hielt fest, die Kosten betreffend angemessenen vorprozessualen Aufwand könnten im kantonalen Verfahren mit einem Zuschlag von maximal 30 % auf das Grundhonorar als Parteikosten geltend gemacht werden, weshalb sie keinen ersatzfähigen Schaden darstellten. Inwiefern diese Auffassung Recht verletzt, legt der Beschwerdeführer nicht dar (Art. 42 Abs. 2 BGG). Als nicht genügend nachgewiesen betrachtete die Vorinstanz nicht die vorprozessualen Anwaltskosten als solche, sondern lediglich die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Wegkosten von Fr. 1'660.55. Eine Verletzung von Art. 46 OR ist entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nicht auszumachen. 2.7 Nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit der Beschwerdeführer Fr. 200.-- für einen Akzesschein verlangt. Die Behauptung, dies ergebe sich von selbst, stellt keine hinreichende Begründung dar. Überdies wäre der Betrag, angesichts der Zahlungen, welche der Beschwerdeführer bereits erhalten hat, nicht prozessrelevant, da diese auch unter Einbezug der Kosten des Akzessscheins den zuzusprechenden Betrag übersteigen. 2.8 Insgesamt ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die Klage mit Hinweis auf die mangelnde Substantiierung und den ungenügenden Schadensnachweis abwies. Damit braucht die alternative Begründung bezüglich der Adäquanz der Unfallkausalität nicht überprüft zu werden.