Citation: 5P.417/1999 20.06.2000 E. 5

5.- Schliesslich bringt der Beschwerdeführer vor, das Obergericht sei in Willkür verfallen, indem es seine Entschädigungsforderung von Fr. 200'000. -- für durch das Notwegrecht entstehende Nachteile als klar übersetzt betrachtet habe. Er begnügt sich indessen mit einer Aufzählung der Nachteile insbesondere betreffend Privatsphäre, Parkmöglichkeit und Immissionen, die ihm bei Gutheissung des erstinstanzlich eingeklagten Anspruchs angeblich entstanden wären. Inwiefern die Nachteile geldmässig bei der beanspruchten minimalen Dienstbarkeitsfläche von nicht ganz 30 m2 die von ihm geltend gemachten Fr. 200'000. -- erreichen sollten, zeigt er nicht auf. Da der Beschwerdeführer nicht in einer Art. 90 Abs. 1 lit. b OG genügenden Weise darlegt, inwiefern der zur Bestätigung der erstinstanzlichen Gerichts- und Parteikostenverlegung führende Vorwurf einer offensichtlich übersetzten Entschädigungsforderung willkürlich sei, kann er mit seinen Vorbringen nicht gehört werden (BGE 122 I 70 E. 1c S. 73). Unbehelflich ist der in diesem Zusammenhang erhobene Vorwurf einer formellen Rechtsverweigerung. Das Obergericht hat unter Hinweis auf BGE 120 II 423 festgehalten, dass sich der Notwegberechtigte am Verkehrswert der von ihm beanspruchten Grundstücksfläche durch Einkauf angemessen zu beteiligen habe; vorliegend bestehe kein Anlass, von der Entschädigung von Fr. 15'000. -- abzuweichen, da diese für die der Grundstücksgrenze entlang verlaufende, im Ausmass unbestrittene Dienstbarkeitsfläche von 29,25 m2 einem Einkauf von 75 % bzw. mindestens 50 % des Landwertes entspreche. Im Übrigen seien die Immissionen durch das eingeräumte beschränkte Fahrwegrecht insbesondere betreffend Lärm unbedeutend. Das Obergericht ist somit auf allfällige Nachteile eingegangen, soweit sie nach der von ihm angeführten Lehre und Rechtsprechung, welcher der Beschwerdeführer nicht widerspricht, überhaupt beachtlich sind. Von einer Verletzung des Anspruchs des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör kann unter diesen Umständen keine Rede sein.