Citation: 6B_1370/2021 E. 1.4.1

1.4.1. Die Beschwerdeführerin vermag mit ihren Vorbringen gegen die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung keine Willkür darzutun. Dass die Zeugen, welche in keiner Beziehung zur Beschwerdeführerin standen und sich gegenseitig nicht kannten, keinen Anlass für eine falsche, erfundene Sachdarstellung hatten, anerkennt die Beschwerdeführerin. Um die geschilderten Beobachtungen zu machen, brauchten die Zeugen ihre Fahrt alsdann nicht "eingehend zu observieren". Es genügte, dass die Zeugen auf der Terrasse stehend zur beleuchteten Strasse blickten. Von ihrem Standort aus hatten sie gemäss willkürfreier Feststellung der Vorinstanz gute Sicht zumindest auf den letzten Streckenteil bis und mit Unfallendlage. Die in der Beschwerde von der Beschwerdeführerin vorgebrachte Darstellung, wonach die Zeugen von anderen Partygästen abgelenkt gewesen seien und das Geschehen daher höchstens unbewusst bzw. nur aus den Augenwinkeln beobachtet hätten bzw. wegen Alkoholkonsums nicht richtig hätten wahrnehmen können, steht in Widerspruch zur Tatsache, dass die Zeugen das Geschehen detailreich, widerspruchsfrei und übereinstimmend geschildert haben. Angesichts dessen und nachdem die Schilderungen ebenso mit den weiteren Feststellungen der Polizei übereinstimmen, vermögen weder das Vorbringen einer Ablenkung bzw. Alkoholisierung der Zeugen noch die Umstände, dass die Strasse zur Unfallzeit nur (aber immerhin) mit Strassenlaternen beleuchtet war und vom Zeugenstandort lediglich seitlich eingesehen werden konnte, die vorinstanzliche Würdigung der Zeugenaussagen als schlechterdings unhaltbar und damit willkürlich auszuweisen. Dafür, dass die Zeugen unmittelbar nach dem Unfall vom rapportierenden Polizeibeamten auf irgendeine Art und Weise suggestiv betreffend die Möglichkeit eines Sekundenschlafs befragt worden wären, bestehen ausserdem keine Anhaltspunkte. Insbesondere kann dies nicht allein aus der Tatsache abgeleitet werden, dass im Polizeirapport vom 20. Juni 2017 die Schilderungen des Unfalls durch die Zeugen übereinstimmend zusammengefasst wurden, wie dies die Beschwerdeführerin anführt. Aus den Einvernahmeprotokollen der Staatsanwaltschaft ergibt sich jedenfalls, dass die Zeugen das Unfallgeschehen und insbesondere das konstante Abkommen von der Strasse auf entsprechende Fragen frei und in eigenen Worten schilderten und nicht bloss Feststellungen der befragenden Person bestätigten (vgl. z.B. kantonale Akten pag. 105 f. Frage 7, pag. 108 Fragen 30 f., pag. 125 f. Frage 7, pag. 128 Fragen 29 ff.). Dass die Beschwerdeführerin die formelle Kritik einer suggestiven Befragung durch die Polizei bereits im kantonalen Verfahren vorgebracht hätte oder ihr dies nicht möglich gewesen wäre, lässt sich davon abgesehen weder der Beschwerde noch dem angefochtenen Entscheid entnehmen. Die betreffende Rüge ist folglich auch mangels Ausschöpfung des kantonalen Instanzenzugs vor Bundesgericht unzulässig (vgl. Art. 80 Abs. 1 BGG; BGE 135 I 91 E. 2.1; Urteile 6B_1019/2021 vom 8. Dezember 2021 E. 1.4.5; 6B_696/2021 vom 1. November 2021 E. 4.2; je mit Hinweisen).