Citation: 8C_466/2009 08.07.2009 E. 3

3.1 Anders als die Allianz ist das kantonale Gericht zum Schluss gelangt, dass die natürliche Unfallkausalität der geklagten Beschwerden als gegeben zu betrachten ist. Dementsprechend wird in der Beschwerdeschrift nebst dem teilweisen Nichteintreten der Vorinstanz in einzelnen Nebenpunkten (vgl. nachstehende E. 4) zur Hauptsache lediglich noch die Verneinung der Adäquanzfrage angefochten. Diese hat die Allianz noch nach der Rechtsprechung geprüft, wie sie in BGE 115 V 133 für die Beurteilung psychischer Fehlentwicklungen nach Unfällen entwickelt worden ist. Nach eingehender Prüfung der medizinischen Unterlagen, welche sie mit Recht als zuverlässige und hinreichende Beurteilungsgrundlage betrachtete, sodass es keiner weiteren Abklärungen mehr bedarf, erkannte die Vorinstanz davon abweichend, dass die Adäquanzprüfung mangels Vorliegens einer psychischen Problematik in der in BGE 117 V 359 umschriebenen und in BGE 134 V 109 präzisierten Weise vorzunehmen ist. Ob dem beizupflichten ist, braucht hier nicht abschliessend geklärt zu werden, wenn die vorinstanzliche Beurteilung der Adäquanzfrage selbst nach der so genannten Schleudertrauma-Praxis (BGE 134 V 109) zu bestätigen ist. 3.2 Ausgehend von einem mittelschweren, im Grenzbereich zu den leichten Unfällen liegenden Ereignis hat das kantonale Gericht nach eingehender Prüfung der einzelnen Adäquanzkriterien mit ausführlicher und überzeugender Begründung erkannt, dass weder ein einzelnes Kriterium in ausgeprägter noch mehrere in gehäufter Weise erfüllt seien. Lediglich bezüglich der unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit und der Art und Schwere der erlittenen Verletzungen räumte es die Möglichkeit einer allenfalls abweichenden Beurteilung ein, welche jedoch mangels hinreichender Ausprägung dieser Kriterien für die Anerkennung der Adäquanz nicht genügen würde. 3.3 Der Beschwerdeführer beschränkt sich in seiner Rechtsschrift weitestgehend darauf, seine persönliche Betrachtungsweise darzulegen, ohne damit jedoch die Erkenntnisse der Vorinstanz im Ergebnis ernsthaft in Frage stellen zu können. Der vorinstanzlich angenommene Schweregrad des Unfallereignisses vom 27. Juli 2002 ist unbeanstandet geblieben. Offensichtlich nicht erfüllt sind die Kriterien "ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert" (BGE 134 V 109 E. 10.2.5 S. 129) und "schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen" (BGE 134 V 109 E. 10.2.6 S. 129). Soweit der Beschwerdeführer die Diagnosestellungen einzelner Ärzte und Begutachtungsstellen sowie deren Berichte generell bemängelt, handelt es sich um durch nichts belegte Behauptungen, auf Grund welcher jedenfalls nicht auf ein irgendwie geartetes ärztliches Fehlverhalten geschlossen werden kann. Dasselbe gilt für die ärztliche Würdigung der Reaktion des Beschwerdeführers auf einen im Zentrum X.________ im März 2004 versuchten Belastungstest zur Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit. Es ist nicht anzunehmen, dass dieser mit einem Untersuchungsabbruch verbundene Vorfall ärztlicherseits in der Folge übersehen wurde. Vielmehr darf davon ausgegangen werden, dass er im Rahmen der folgenden Darstellung des medizinisch relevanten Sachverhalts auch mit der ihm zukommenden Bedeutung Berücksichtigung fand. Bezüglich des geltend gemachten schwierigen Heilungsverlaufs kann vollumfänglich auf die Erwägungen im kantonalen Entscheid verwiesen werden, welche allein die abweichende subjektive Meinung des Beschwerdeführers nicht zu erschüttern vermag. Von "besonders dramatischen Begleitumständen oder besonderer Eindrücklichkeit des Unfalles" (BGE 134 V 109 E. 10.2.1 S. 127) kann auf Grund der Vorbringen in der Beschwerdeschrift ebenfalls nicht gesprochen werden, beurteilen sich diese doch einzig nach dem äusseren Geschehensablauf des Unfallereignisses mit den dabei ausgelösten Krafteinwirkungen. Was der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang ausführt, betrifft hingegen das Kriterium der Art und Schwere der erlittenen Verletzungen wie etwa der - kaum als gravierend einzustufenden - Beule am Hinterkopf links. Dass der Unfallwagen, nachdem der Beschwerdeführer selbst bereits daraus geborgen worden war, unvermittelt von selbst davongerollt sein soll, betrifft nicht den eigentlichen Unfallhergang und kann daher dessen Eindrücklichkeit ebenso wenig untermauern wie die am Fahrzeug entstanden Schäden. Auch ist der Vorinstanz darin beizupflichten, dass die Kriterien "erhebliche Beschwerden" (BGE 134 V 109 E. 10.2.4 S. 128) und "fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung" (BGE 134 V 109 E. 10.2.3 S. 128) nicht erfüllt sind. Was "die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen" (BGE 134 V 109 E. 10.2.2 S. 127 f.) anbelangt, hat die Vorinstanz dem Umstand offenbar keine Bedeutung beigemessen, dass der Beschwerdeführer schon im Jahre 1997 eine Distorsion der Halswirbelsäule erlitten hat und diese damit beim neuerlichen Unfall ein weiteres Mal geschädigt wurde. Dies könnte allenfalls zusätzlich zu den schon vorinstanzlich erwähnten Umständen Anlass bieten, dieses Kriterium als erfüllt zu qualifizieren (vgl. Urteil 8C_477/2008 vom 19. Dezember 2008, E. 6.1), was für eine Bejahung der Adäquanz der noch vorhandenen Beschwerden aber auch nicht reichen würde. Seitens des Bundesgerichts nichts beizufügen ist schliesslich den vorinstanzlichen Überlegungen zum Kriterium der "erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen" (BGE 134 V 109 E. 10.2.7 S. 129 f.). Auch sämtliche übrigen Vorbringen des Beschwerdeführers sind nicht geeignet, die vorinstanzliche Adäquanzbeurteilung in irgendeiner Weise als mangelhaft erscheinen zu lassen, sodass sich eine letztinstanzliche Korrektur rechtfertigen könnte.