Citation: 6B_1107/2020 E. 2.3.4

2.3.4. Der Beschwerdeführer beanstandet, entgegen der Vorinstanz sei die Beschwerdegegnerin 2 nicht auf seine medizinische Hilfe angewiesen gewesen. Sie habe sich bereits im Jahr 2013 im medizinischen Zentrum E.________ behandeln lassen und auch heute sei sie dort noch in Behandlung. Folglich sei davon auszugehen, dass sie zu den dortigen Ärzten ebenfalls ein Vertrauensverhältnis aufgebaut habe. Wäre im Team des medizinischen Zentrums E.________ tatsächlich kein Angiologe vorhanden gewesen, der seine Arbeit hätte weiterführen können, hätte man ihr sicherlich einen geeigneten Arzt vermitteln können. Dass sie trotz der angeblichen Übergriffe weiterhin zu ihm in Behandlung gekommen sei, sei demnach ein weiterer Hinweis dafür, dass ihre Anschuldigungen unzutreffend seien. Die Vorinstanz erwägt, es sei nachvollziehbar, dass die Beschwerdegegnerin 2 trotz der schlechten Erfahrung erneut zum Beschwerdeführer gegangen sei, weil sich in Zürich nicht so leicht ein anderer Angiologe finden lasse. Sie habe mit dem Beschwerdeführer über Jahre ein Vertrauensverhältnis aufgebaut. Überdies sei ihr die Schwere der Übergriffe erst retrospektiv, mit einer gewissen zeitlichen Distanz, bewusst geworden (vorinstanzliche E. 2.12). Dies entspricht den Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 (act. D3 F. 5/2 F. 97). Sie gab an, sie habe nach einem anderen Arzt gesucht, aber keinen gefunden. In Zürich sei das schlimm. Schlussendlich habe ihre Schwiegertochter via eine Apotheke eine Ärztin im medizinischen Zentrum E.________ gefunden. Das Problem beim medizinischen Zentrum E.________ sei aber, dass es dort immer wieder zu Wechseln komme. Sie habe jedoch einen dauerhaften Arzt gesucht (act. D3 5/2 F. 97-100). Diese Aussagen erklären, weshalb die Beschwerdegegnerin 2 zunächst beim Beschwerdeführer in Behandlung blieb. Es ist verständlich, dass sie mit ihren damals 83 Jahren nicht innerhalb weniger Wochen einen Ersatz für einen Arzt finden konnte, zu dem sie während Jahren ein Vertrauensverhältnis aufgebaut hatte. Daraus, dass sie sich bereits im Jahr 2013 beim medizinischen Zentrum E.________ behandeln liess, kann entgegen dem Beschwerdeführer nicht abgeleitet werden, sie hätte dort ohne Weiteres einen Ersatz für ihn finden können, zumal die Beschwerdegegnerin 2 nachvollziehbar angibt, weshalb sie sich nicht primär (wieder) im medizinischen Zentrum E.________ behandeln lassen wollte (hohe Fluktuation). Folglich ist die Folgerung der Vorinstanz nicht bloss nicht willkürlich, sondern auch schlüssig.