Citation: 6B_65/2023 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz verweist auf die Einzelprokura des Beschwerdeführers bei der B.A.________ AG und auf seine Stellung bei der B.B.________ AG als alleiniges Mitglied des Verwaltungsrats und Verwaltungsratspräsident mit Einzelunterschrift. Die Vorinstanz berücksichtigt die Darstellung, wonach die Haupttätigkeit des Beschwerdeführers in der Unternehmensberatung lag. Dies ändere aber nichts daran, dass er über die gesamte Tätigkeit der B.________-Gruppe und insbesondere über die Aktienverkäufe und deren Umfang im Bild gewesen sei. Er habe die Aktienkaufverträge unterzeichnet und im Namen der B.________-Gruppe gehandelt. Dass er die Verträge nicht verstanden habe, erscheint der Vorinstanz als Schutzbehauptung. Denn er sei deutscher Staatsbürger und habe nach den glaubhaften Aussagen von E.________ hinreichende Deutschkenntnisse, um den Inhalt der Verträge zu verstehen. Als Eventualbegründung hält die Vorinstanz fest, selbst wenn der Beschwerdeführer die Verträge blind unterschrieben hätte, könnte er sich aufgrund seiner Stellung in der B.________-Gruppe und seiner Ausbildung im Finanzbereich nicht aus der Verantwortung stehlen. Im Übrigen habe er gemäss Aussage von E.________ an mindestens einer Veranstaltung teilgenommen, bei der Käufer für die Aktien der C.________ AG angeworben worden seien. Gemäss Angaben des Beschwerdeführers hätten die Aktienverkäufe bei der B.A.________ AG im Jahr 2013 rund 55.6 % der Einkünfte ausgemacht und im Jahr 2014 40.5 %. Rund die Hälfte der Einnahmen seien also mit der angeklagten Tätigkeit generiert worden. Es erscheine völlig unglaubhaft, wenn der Beschwerdeführer von dieser Haupteinnahmequelle keine Kenntnis gehabt haben wolle und die Übersicht über die Finanzen einzig dem Buchhalter zuschiebe. Die Vorinstanz geht daher davon aus, dass der Beschwerdeführer von den angeklagten Aktienverkäufen und deren Umfang wusste. Aus seiner angelsächsischen Herkunft könne der im Finanzbereich gut ausgebildete Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten. Er habe gewusst, dass auch der schweizerische Finanzmarkt ein hochregulierter Bereich sei und wäre daher gehalten gewesen, genauere Abklärungen zu treffen. Als Beweisergebnis hält die Vorinstanz fest, dass der Beschwerdeführer mit Wissen und Willen gehandelt habe. Er habe vom Verkauf der Aktien der C.________ AG und der D.________ lnc. gewusst und sei in die Abwicklung der Transaktionen involviert gewesen. Er habe zumindest ungefähr den Umfang dieser Aktienverkäufe gekannt und um die grosse Zahl der Anleger und die Höhe der Einnahmen gewusst. Es sei ihm klar gewesen, dass die B.________-Gruppe in einem hochregulierten Bereich tätig sei.