Citation: 4A_412/2019 E. 7.3

7.3. Festzuhalten ist zunächst, dass entgegen der Ansicht der Vorinstanz sehr wohl davon ausgegangen werden muss, dass die Beschwerdegegnerin die Vornahme der Nachbesserungsarbeiten definitiv verweigert hat. In einem an den Rechtsanwalt der Beschwerdeführerin adressierten Schreiben vom 22. Juli 2015 stellte sich der Rechtsanwalt der Beschwerdegegnerin in unmissverständlicher Weise auf den Standpunkt, es würden aus verschiedenen Gründen keine Ansprüche der Beschwerdeführerin gegenüber der Beschwerdegegnerin bestehen. Deshalb sehe die Beschwerdegegnerin einem Gerichtsverfahren gelassen entgegen. Davon auszugehen, dass die Beschwerdegegnerin die Arbeiten nicht definitiv verweigerte, ist folglich aktenwidrig.