Citation: 1C_493/2021 E. 2.4

2.4. Dem Beschwerdeführer ist einzuräumen, dass die Formulierung von Disp.-Ziff. 1 gegen einen eigenen Bauverweigerungsentscheid der Gemeinde spricht. Für einen solchen Entscheid sprechen jedoch die Überschrift des Beschlusses ("Bauverweigerung") und die Erwägungen: In Erw. lit. a wird ausdrücklich auf die einschlägigen Bestimmungen der kommunalen BZO Bezug genommen (Art. 3-10 BZO), die nur von der Gemeinde und nicht von der kantonalen Baudirektion zu prüfen waren. In lit. c wird begründet, weshalb sich der verlängerte Balkon nicht in das Ortsbild einordne. Der Gemeinderat bringt damit zum Ausdruck, dass er die Einschätzung der Baudirektion teilt bzw. als eigene übernimmt. In dieser Situation musste einem Adressaten der Verfügung klar sein, dass auch der Gemeinderat die nachträgliche Bewilligung ablehnte. Die Auslegung des Verwaltungsgerichts ist daher jedenfalls nicht willkürlich.