Citation: 5D_71/2022 E. 3

Im Übrigen fehlt es der Beschwerde aber auch an substanziierten Verfassungsrügen: Mit der subsidiären Verfassungsbeschwerde kann einzig die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden (Art. 116 BGG), wofür das strenge Rügeprinzip gilt (Art. 106 Abs. 2 i.V.m. Art. 117 BGG). Dies bedeutet, dass anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, inwiefern verfassungsmässige Rechte verletzt worden sein sollen, während auf appellatorische Ausführungen nicht eingetreten werden kann (BGE 134 II 244 E. 2.2; 140 III 264 E. 2.3; 142 III 364 E. 2.4). Anders als in früheren Verfahren wird in der vorliegenden Beschwerde zwar formell eine Verletzung verfassungsmässiger Rechte geltend gemacht, indem von einem "Verstoss auf rechtliches Gehör im Beweisverfahren (Art. 9 und 29 Abs. 2 BV) " die Rede ist. Indes wird in der weitschweifigen Beschwerde nirgends substanziiert und in nachvollziehbarer Weise dargelegt, inwiefern das Obergericht im angefochtenen Entscheid gegen diese verfassungsmässigen Rechte verstossen haben soll. Vielmehr besteht die insgesamt 34-seitige Beschwerde aus der Kopie diverser Dokumente (wobei die auf S. 5 wiedergegebene E-Mail des Geologen vom 9. Mai 2022, wonach das Obergericht den Kausalzusammenhang falsch beurteilt habe, ein echtes und damit von vornherein unzulässiges Novum darstellt; Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 139 III 120 E. 3.1.2; 143 V 19 E. 1.2; 144 V 35 E. 5.2.4) sowie aus weitschweifigen appellatorischen Ausführungen. Mit der Kernerwägung des angefochtenen Entscheides, der Beschwerdeführer verkenne, dass zum einen das Gericht und nicht der Gutachter die Beweiswürdigung vornehme, wenn er die E-Mail des Geologen vom 10. Oktober 2021 zum Anlass des sechsten Revisionsgesuches nehme, und dass zum anderen der Geologe seine heutige Meinung zum damaligen Schadensereignis gestützt auf im Nachgang gewonnene Erkenntnisse wiedergebe, jedoch spätere Tatsachen und Beweismittel nach Art. 328 Abs. 2 lit. a ZPO keinen Revisionsgrund bilden würden. Der Beschwerdeführer legt wie gesagt nirgends in nachvollziehbarer Weise dar, inwiefern das Obergericht in diesem Zusammenhang verfassungsmässige Rechte verletzt hätte.