Citation: 6B_530/2009 12.10.2009 E. 4

4.1 Der Beschwerdeführer beanstandet schliesslich die Auffassung der Vorinstanz, dass der Beschwerdegegnerin der Gutglaubensschutz gemäss Art. 173 Ziff. 2 StGB offenstehe. Die Vorinstanz habe sich mit den Argumenten der ersten Instanz nicht auseinandergesetzt und nicht begründet, weshalb die Beschwerdegegnerin zum Gutglaubensbeweis zugelassen werden soll (Beschwerde, S. 4). 4.2 Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, haben die Rechtfertigungsgründe des Allgemeinen Teils des Strafgesetzbuches, so auch Art. 14 StGB, Vorrang vor dem Entlastungsbeweis im Sinne von Art. 173 Ziff. 2 StGB (angefochtenes Urteil, S. 16). Dieser kommt nur zum Zug, wenn sich die Straflosigkeit nicht bereits aus einem Rechtfertigungsgrund ergibt (BGE 131 IV 154 E. 1.3.1). Da die Vorinstanz das Vorliegen des Rechtfertigungsgrundes der Wahrnehmung berechtigter Interessen zu Recht bejaht hat, braucht die Frage nicht entschieden zu werden, ob sich die Beschwerdegegnerin mit Erfolg auf den Entlastungsbeweis des guten Glaubens (Art. 173 Ziff. 2 StGB) berufen kann.