Citation: 2C_125/2020 E. 5.2

5.2. Der Widerruf erfolgte hier gestützt auf die Verurteilung vom 28. April 2017 wegen versuchter schwerer Körperverletzung. Da die Tat am 31. Januar 2015 begangen wurde, waren aus übergangsrechtlichen Gründen Art. 66a ff. StGB und Art. 63 Abs. 3 AIG nicht anwendbar, so dass eine Landesverweisung nicht in Frage kam. Zusätzlich wurde der Beschwerdeführer am 25. August 2018 wegen Verstössen gegen das Strassenverkehrsgesetz bestraft, die am 10. Februar 2018, also nach Inkrafttreten der neuen Bestimmungen, begangen wurde. Der betreffende Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl äusserte sich nicht zur Frage der Landesverweisung. Auch sind keine Hinweise ersichtlich, dass die Staatsanwaltschaft das gesamte deliktische Verhalten der Beschwerdeführerin, mit Einschluss der vor dem 1. Oktober 2018 begangenen Straftaten, berücksichtigt hätte. Folglich ist der Widerruf der Niederlassungsbewilligung gestützt auf die Verurteilung vom 3. Juni 2016 zulässig (vgl. Urteile 2C_130/2020 vom 24. April 2020 E. 8; 2C_580/2019 vom 9. März 2020 E. 2.4). Da das vorinstanzliche Urteil sich als verhältnismässig erweist, ist die Beschwerde abzuweisen.