Citation: 1A.109/2000 18.07.2000 E. 5

5.- Schliesslich rügt der Beschwerdeführer, die Durchsuchung seiner Büroräume sei vom Rechtshilfeersuchen nicht umfasst gewesen; hierfür verweist er auf die vom Arrondissementsgericht Amsterdam erteilte Genehmigung zur Hausdurchsuchung, die nur das Grundstück an seinem Wohnorte nenne. Die Durchsuchung seiner Büroräume sei im Rechtshilfeverfahren auch nie angeordnet worden: Sowohl die Eintretensverfügung Nr. 5 vom 26. Mai 1999 als auch der Hausdurchsuchungsbefehl vom 26. Mai 1999 beziehen sich nur auf die Privatwohnung des Beschwerdeführers. Es sei unerfindlich, wie das Obergericht aus dem Durchsuchungsprotokoll ableiten könne, er sei mit der Durchsuchung der Büroräume einverstanden gewesen: Seine Unterschrift unter das Protokoll bestätige nur, dass er Kenntnis von der Sicherstellung und den gesetzlichen Bestimmungen erhalten habe. Die in seinem Büro rechtswidrig sichergestellten Unterlagen dürften den niederländischen Behörden daher nicht herausgegeben werden. a) Das Obergericht nahm an, das am 25. Mai 1999 weitergeleitete Ergänzungsersuchen ("Schweiz IV") habe die Durchsuchung aller Räumlichkeiten umfasst, in denen sich der Beschwerdeführer üblicherweise aufhält und wo für die niederländische Untersuchung relevante Dokumente zu erwarten seien. Damit habe es nicht nur die eigentlichen Wohnräume, sondern auch den Arbeitsplatz des Beschwerdeführers mit gemeint, zumal dort ebenso relevante Dokumente zu vermuten waren wie in den privaten Räumlichkeiten. Diese Argumentation überzeugt: Wie der Vergleich z.B. mit dem ersten Rechtshilfeersuchen vom 8. Dezember 1998 zeigt, verwenden die niederländischen Behörden den Begriff "Hausdurchsuchung" nicht nur für die Durchsuchung privater Räumlichkeiten, sondern z.B. auch für Durchsuchungen bei Banken oder Vermögensverwaltungen, d.h. von Geschäfts- und Büroräumen. Es trifft allerdings zu, dass der Genehmigungsbeschluss des Arrondissementsgerichts Amsterdam unvollständig ist, weil er nur die Wohnadresse des Beschwerdeführers nennt. Dies spielt aber keine Rolle, weil Art. 14 EUeR die formellen Anforderungen an ein Rechtshilfegesuch abschliessend regelt und - im Gegensatz zu Art. 76 lit. c IRSG i.V.m. Art. 31 Abs. 2 IRSV - keine Bescheinigung über die Zulässigkeit der Zwangsmassnahmen nach dem Recht des ersuchenden Staates verlangt (unveröffentlichter Entscheid i.S. W. vom 18. April 1996 E. 2; Robert Zimmermann, La coopération judiciaire internationale en matière pénale, Bern 1999, Rz. 164 S. 122). b) Innerstaatlich ist - insoweit ist dem Beschwerdeführer zuzustimmen - die Durchsuchung seines Arbeitsplatzes in Zürich nicht formell verfügt worden. Das vom Beschwerdeführer unterschriebene Hausdurchsuchungsprotokoll der Kantonspolizei Zürich vom 1. Juni 1999 enthält jedoch den Vermerk, X.________ sei "mit der Durchsuchung seines Arbeitsplatzes einverstanden" gewesen. Daraus durfte das Obergericht ohne Willkür schliessen, der Beschwerdeführer habe dieser Durchsuchung zugestimmt und somit auf eine vorgängige formelle Ausdehnung des Hausdurchsuchungsbefehls verzichtet.