Citation: 2C_332/2023 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz schliesst aufgrund der Verurteilungen des Beschwerdeführers auf ein hohes öffentliches Interesse an dessen Aufenthaltsbeendigung. Das Vorhandensein eines gewissen öffentlichen Interesses wird vom Beschwerdeführer denn auch nicht in Abrede gestellt. Allerdings stellt er sich in Anlehnung an die Beurteilung des Strafrichters auf den Standpunkt, das ihm attestierte (nur) mittelschwere Tatverschulden, sein Wohlverhalten seit der Tatbegehung und das Fehlen einer ungünstigen Prognose seien im vorinstanzlichen Urteil unzureichend berücksichtigt worden. Des Weiteren beanstandet er, dass die Vorinstanz dem damals bereits aus dem Strafregister gelöschten Urteil des Bezirksgerichts Münchwilen zu viel Gewicht beigemessen habe. Schliesslich anerkennt er zwar, dass seine Handlungen nach dem 1. Oktober 2016 obligatorisch zu einer strafrechtlichen Landesverweisung geführt hätten, verweist aber für die Beurteilung der Schwere der verübten Straftaten auf die seiner Ansicht nach ausschlaggebendere Rechtsprechung des Bundesgerichts für die Zeit vor dem 1. Oktober 2016 sowie die Härtefallklausel in Art. 66a Abs. 2 StGB.