Citation: 4C.59/2001 01.06.2001 E. 1

1.- a) Die Vorinstanz hat erwogen, es sei zur Ermittlung des Vertragsinhaltes in erster Linie auf den tatsächlichen Willen der Parteien abzustellen und sowohl der Vertragstext wie auch die Aussagen der Parteien über die Handhabung des Vertrages liessen auf die Vereinbarung einer Pauschalabrede schliessen. Nach dem Beweisergebnis sei die Entschädigungsvereinbarung auch als Pauschalabrede verstanden worden, da die Entschädigung für die vom Kläger im Auftragsverhältnis erbrachten Dienste ohne Rücksicht auf den Umfang der tatsächlich geleisteten Arbeit, selbst ohne Nachweis derselben, regelmässig ausbezahlt worden sei. Obwohl sich der Aufwand des Klägers im Schnitt auf monatlich 2,5 Tage erstreckt habe, sei er auch in den Monaten mit geringerem Pensum mit dem Mindestansatz von Fr. 2'500.-- entschädigt worden und habe im umgekehrten Fall keine Zusatzrechnungen gestellt. b) Die Beklagte rügt, die Vorinstanz habe Art. 394 OR verletzt, indem sie dem Kläger entgegen der von den Parteien getroffenen Vereinbarung und entgegen deren Handhabung durch die Parteien immer dieselbe Pauschalentschädigung zugesprochen habe. Leistung und Gegenleistung müssten beim entgeltlichen Auftrag als gegenseitiges Rechtsgeschäft gleichwertig sein. c) aa) Das Bundesgericht hat seiner Entscheidung im Berufungsverfahren die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz als wahr und vollständig zugrunde zu legen, es sei denn, diese beruhten auf einem offensichtlichen Versehen, seien unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zustandegekommen oder bedürften der Ergänzung, weil das Sachgericht in fehlerhafter Rechtsanwendung einen gesetzlichen Tatbestand nicht oder nicht hinreichend klärte, obgleich ihm die entscheidwesentlichen Behauptungen und Beweisanerbieten dazu prozesskonform unterbreitet worden waren (Art. 63 und 64 OG; BGE 125 III 368 E. 3; 123 III 110 E. 2; 115 II 484 E. 2a). Eine blosse Kritik an der Beweiswürdigung des Sachrichters ist, soweit nicht Vorschriften des Bundesrechts in Frage stehen, von der Berufung ausgeschlossen (BGE 127 III 73 E. 6a; 126 III 10 E. 2b; 120 II 97 E. 2b). bb) Die Beklagte rügt im Wesentlichen die falsche Ermittlung des Vertragsinhaltes. Auf diese Rüge kann nicht eingetreten werden. Die Vorinstanz hat den gemäss Art. 18 OR primär massgebenden subjektiven Parteiwillen festgestellt. An diese Feststellung ist das Bundesgericht im vorliegenden Verfahren gebunden (BGE 125 III 305 E. 2b; 118 II 365 E. 1). Steht der subjektive Wille der Parteien fest, gelangt die objektivierte Auslegung nach dem Vertrauensprinzip (die als Rechtsfrage im Berufungsverfahren überprüft werden kann) nicht zur Anwendung. cc) Wie bereits erwähnt ist das Bundesgericht im Berufungsverfahren abgesehen von hier nicht in Betracht fallenden Ausnahmen an die im angefochtenen Urteil festgestellten Tatsachen gebunden (Art. 63 Abs. 2 OG). Die Beklagte ist daher mit ihren Ausführungen, die im Gegensatz zu den Feststellungen der Vorinstanz stehen, nicht zu hören. Dies gilt insbesondere für die Vorbringen, die Parteivereinbarung über eine monatliche Mindestentschädigung sehe keine Pauschalabrede vor und der Kläger habe jeden Monat im erwarteten Umfang Arbeit leisten müssen. Auf diese Rüge ist nicht einzutreten. Das gilt auch für die Rüge, das Äquivalenzverhältnis sei gestört, da sie ausser Acht lässt, dass der Kläger nach den Feststellungen der Vorinstanz "im Schnitt" das erwartete Arbeitspensum erreicht hat und der Beklagten im Übrigen jederzeit die Möglichkeit der kurzfristigen Vertragskündigung offen gestanden hat. Ebenfalls um eine im Berufungsverfahren nicht zu überprüfende Tatfrage handelt es sich beim Verhalten der Parteien nach Vertragsschluss (BGE 107 II 417 E. 6). Dieses lässt nämlich auf den wirklichen Willen der Parteien schliessen.