Citation: 1B_331/2013 E. 3.3.2

3.3.2. Ebenso wenig hat die Vorinstanz Bundesrecht verletzt, indem sie insbesondere unter Bezugnahme auf das Vorabgutachten der UPK Basel vom 27. Juni 2013 die Rückfallprognose als sehr ungünstig beurteilt hat. So wurde im Vorabgutachten insbesondere ausgeführt, massgeblich für die aktuell ungünstige Legalprognose sei primär die Persönlichkeitsstruktur des Beschwerdeführers. Dieser kündige offen an, gegen die ihm auferlegten Kontaktverbote verstossen zu wollen, und es bestehe die Möglichkeit, dass er mit seiner Ex-Partnerin und mit seiner Ehefrau in einer Art Kontakt aufnehmen werde, welche die Straftatbestände der Drohung und Nötigung erfülle (Vorabgutachten S. 9 f.). Im nun vorliegenden forensisch-psychiatrischen Aktengutachten der UPK Basel vom 30. September 2013 wird die Einschätzung im Vorabgutachten bestätigt bzw. noch verdeutlicht. Demnach ergeben sich beim Beschwerdeführer Anhaltspunkte für die Diagnose einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung. Aus forensisch-psychiatrischer Sicht sei die Rückfallgefahr für vergleichbare Delikte, wie sie dem Beschwerdeführer zur Last gelegten würden (Drohung, Nötigung, Hausfriedensbruch), als hoch einzustufen; zudem bestehe ein erhöhtes Risiko für die Begehung schwerwiegender Gewaltstraftaten (Körperverletzungsdelikte). Zur Verminderung des ausgesprochen hohen Kriminalitätsrisikos sei sowohl aus therapeutischer als auch aus gutachterlicher Sicht dringend eine längerfristig angelegte stationäre therapeutische Massnahme (Art. 59 StGB) in einer entsprechend spezialisierten Einrichtung indiziert (vgl. Gutachten S. 43 ff.). Der Beschwerdeführer wendet in seiner Stellungnahme vom 9. Oktober 2013 ein, die Feststellungen im forensisch-psychiatrischen Gutachten vom 30. September 2013 seien teilweise überholt und aktenwidrig. So treffe es beispielsweise nicht zu, dass er im Fall einer Haftentlassung über keine Wohnung verfügen würde. Zudem seien die Ausführungen zur Legalprognose sehr pauschalisierend und nicht plausibel. Die Würdigung des (umfangreichen) Gutachtens ist in erster Linie Aufgabe des erstinstanzlichen Gerichts, dessen Entscheid im Haftprüfungsverfahren nicht vorzugreifen ist (vgl. Urteil 1B_423/2011 vom 14. September 2011 E. 5.2). Auf die vom Beschwerdeführer vorgebrachte Kritik an den Ausführungen zur Legalprognose ist deshalb nicht einzugehen. Dass im Gutachten von einer "hohen Rückfallgefahr" bzw. einem "ausgesprochen hohen Kriminalitätsrisiko" gesprochen wird und nicht, wie es der Auslegung von Art. 221 Abs. 1 lit. c StPO entspricht, von einer "sehr ungünstigen Rückfallprognose", ist nicht massgebend (vgl. Urteil 1B_579/2011 vom 1. November 2011 E. 3.3.4). An der sehr ungünstigen Prognose ändert auch das Vorbringen des Beschwerdeführers nichts, im Fall einer Haftentlassung über eine Wohnung zu verfügen (vgl. zum Ganzen Urteil 1B_331/2012 vom 25. Juni 2012 E. 4.4).