Citation: 1C_447/2017 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdeführer unterliegt einer Fehlinterpretation des angefochtenen Entscheids, wenn er davon ausgeht, das Kantonsgericht halte die von ihm erhobenen hauptsächlichen Rügen für berechtigt, habe ihm aber nicht Recht gegeben, weil es trotz § 161a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege des Kantons Luzern vom 3. Juli 1972 (VRG) sein Ermessen nicht an die Stelle desjenigen der Bewilligungsbehörde setzen wolle. Nach dieser Bestimmung prüft das Kantonsgericht grundsätzlich auch das Ermessen, wenn es einzige kantonale Rechtsmittelinstanz ist, was hier an sich zutrifft. In E. 2.2 des angefochtenen Entscheids führte das Kantonsgericht jedoch unter anderem mit Verweis auf den vom Beschwerdeführer angerufenen § 161a VRG aus, es verfüge zwar über volle Kognition, sei aber aufgrund der ihm zugedachten Funktion nicht befugt, insbesondere in technischen und örtlichen Belangen sein Ermessen an die Stelle desjenigen seiner Vorinstanz zu setzen. Die entsprechende Interpretation des kantonalen Verfahrensrechts beruht auf sachlichen Gründen, entspricht der gewaltenteiligen Staatsorganisation und ist nicht willkürlich (vgl. etwa BGE 136 I 184 E. 2.2.1 S. 188 f.). In der Folge erkannte das Kantonsgericht vereinzelte Mängel in den Plänen des Baubewilligungsverfahrens; es beurteilte diese in rechtlicher Hinsicht aber nicht als entscheidwesentlich im Sinne des Beschwerdeführers. Darin liegt weder Willkür noch eine Vertrauensverletzung. Dass die Einschätzung der Vorinstanz, die festgestellten Ungereimtheiten hätten keine massgeblichen Auswirkungen auf seine Rechtsposition, bundesrechtswidrig sein sollte, vermag der Beschwerdeführer nicht darzutun und ist auch nicht ersichtlich.