Citation: C 289/01 20.01.2003 E. 1

Nach der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts muss für die Eröffnung einer neuen Rahmenfrist ein in der vorangegangenen Beitragszeit erzielter Zwischenverdienst ein tatsächlich erzieltes Einkommen von mindestens 500 Franken ausmachen. Kompensationszahlungen sind bei der Berechnung dieses Minimums nicht zu berücksichtigen (BGE 127 V 56 Erw. 4c). Lohnfortzahlungen oder Versicherungstaggelder bei Erkrankung in einem bestehenden Arbeitsverhältnis gelten als Zwischenverdienst, welcher zu Kompensationszahlungen berechtigt. Diese werden an einen neuen versicherten Verdienst angerechnet (AM/ALV-Praxis 2000/3, Blatt 4/1). Hingegen wird keine fiktive Aufrechnung vorgenommen, wenn der Arbeitgeber während der Krankheit keine Lohnzahlung erbringt. Was die Ferienentschädigung anbelangt, wird nach der Praxis der monatliche Zwischenverdienst ohne diese Ersatzleistung berechnet, wobei die erarbeitete Ferienentschädigung bei Zwischenverdiensten mit schwankenden Arbeitszeiten und -einsätzen aufgerechnet wird, wenn die versicherte Person effektiv Ferien bezieht (ALV-Praxis 98/3, Blatt 2).