Citation: 4A_338/2018 E. A

Die Fédération Internationale de Football Association, FIFA, (Beklagte, Beschwerdeführerin) ist ein privater Verein mit Sitz in Zürich. Als Weltfussballverband organisiert sie die Fussball-Weltmeisterschaft, die alle vier Jahre stattfindet. Die A.________ AG (Klägerin, Beschwerdegegnerin) ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in U.________, welche die Förderung, Beratung und Vermarktung von Sportanlässen im In- und Ausland sowie den Handel mit Waren aller Art bezweckt. Im Jahre 2010 haben die Klägerin und die Beklagte eine Vereinbarung betreffend den Kauf und Verkauf von Tickets für die Fussball-Weltmeisterschaften 2010, 2014 und 2018 ("Agreement regarding sale and purchase for the FIFA World Cup 2010, 2014, 2018 and to 2022 only if the US Soccer Federation will host the FIFA World Cup "; nachfolgend: 2010-Vereinbarung) abgeschlossen. Gemäss der 2010-Vereinbarung war die Klägerin insbesondere berechtigt, eine beträchtliche Anzahl von Tickets für diese Austragungen von der Beklagten zu erwerben. In Zusammenhang mit der Fussball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika ergaben sich keine Probleme zwischen den Parteien. Erst im Hinblick auf die Austragung 2014 in Brasilien tauchten erste Schwierigkeiten auf. Nachdem Gespräche betreffend die Restrukturierung der Vereinbarung stattgefunden hatten, wurde ein " Agency Agreement" zwischen dem langjährigen Partner der Beklagten B.________ AG und der Klägerin abgeschlossen, mit dem die Klägerin zur nicht-exklusiven Verkaufsagentin der B.________ AG für Hospitality-Pakete der Fussball-Weltmeisterschaft 2014 ernannt wurde (vgl. Verfahren 4A_546/2016 vom 27. Januar 2017).