Citation: 6S.464/2001 25.09.2001 E. A

A.- Am 3. Dezember 1998, um 10.30 Uhr, fuhr G.J.________ als Teilnehmer eines Snowboardkurses für Sportlehrer im Skigebiet Felskinn/Mittelallalin, Saas-Fee, auf dem rotmarkierten, als mittelschwer eingestuften "Panoramahang", der eine Breite von 40 - 45 Meter aufweist. Auf der - talwärts gesehen - rechten Seite des "Panoramahanges" befindet sich ausserhalb der Skipiste eine eigens für schwere Pistenfahrzeuge hergerichtete Ratracspur, die zunächst nach rechts von der Skipiste abzweigt und schliesslich nach einer Linkskurve und einem nicht allzu steilen Mittelteil mit einer Kuppe über einen steilen Hang hinab wieder in Richtung Piste verläuft, wo sie in die Skipiste mündet. Nachdem G.J.________ den "Panoramahang" mit seinem Snowboard befahren hatte, setzte er sich auf dem rechten Pistenrand im Einmündungsbereich der Ratracspur in den Schnee. Zu diesem Zeitpunkt fuhr F.________ mit seinem Pistenfahrzeug, das mit einem leeren 2000 Liter-Dieseltank beladen war, beim Beginn des "Panoramahanges" in die Ratracspur, um den Hang zu umfahren. In der Linkskurve erblickte er auf seiner Fahrspur einen Eisbrocken, den er mit seinem Fahrzeug nach rechts aus der Fahrspur ins freie Gelände schieben wollte. Dieser bewegte sich indes nicht nach rechts, sondern rutschte in der Falllinie über das Trassee vorwärts in Richtung Skipiste. Dort prallte er mit voller Wucht gegen den Rücken des am Boden sitzenden G.J.________, der dabei zur Seite geschleudert wurde, rollte danach weiter quer über die Skipiste und kam ca. 20 - 25 Meter ausserhalb der Piste im Tiefschnee zum Stillstand. Der Snowboardfahrer erlitt beim Zusammenprall schwere Verletzungen, denen er noch am gleichen Tag im Spital Visp erlag. Am 1. April 1999 verfügte das Untersuchungsrichteramt Oberwallis, dass der Strafanzeige gegen F.________ keine Folge gegeben werde. Die Strafkammer des Kantonsgerichts des Kantons Wallis hiess mit Entscheid vom 27. Oktober 1999 eine von F.J.________, der Witwe des Opfers, hiegegen eingereichte Beschwerde gut und wies die Sache zur Eröffnung einer Strafuntersuchung an das Untersuchungsrichteramt zurück. Daraufhin eröffnete der Untersuchungsrichter am 20. Dezember 1999 gegen F.________ eine Strafuntersuchung wegen fahrlässiger Tötung. Am 1. Dezember 2000 stellte F.J.________ das Gesuch, die Untersuchung sei auf den im konkreten Fall für den Einsatz des Pistenfahrzeuges zuständigen stellvertretenden Pistenchef, T.________, und den für die Markierung der Pisten verantwortlichen Rettungschef, H.________, auszuweiten. Mit Verfügung vom 19. Dezember 2000 gab der Untersuchungsrichter dem Antrag auf Ausweitung der Untersuchung keine Folge. Eine hiegegen von F.J.________ geführte Beschwerde wies das Kantonsgericht des Kantons Wallis mit Entscheid vom 1. Juli 2001 ab.