Citation: 9C_345/2019 E. 5.2.2

5.2.2. Die Beschwerdeführerin bringt weiter vor, seit dem Jahr 2000 gehe sie in die Physiotherapie und seit 2002 stehe sie in psychiatrischer Behandlung. Aus dem Gutachten gehe nicht hervor, dass eine intensivere Therapie eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit bewirken könnte. Dies lasse auf eine schlechte Prognose schliessen und zeige eine gewisse Schwere der Störungen. Bei der Beschwerdeführerin liegt in erster Linie eine psychisch bedingte Schmerzstörung vor. Diese kann mit einer physiotherapeutischen Behandlung nicht massgeblich beeinflusst werden. Entsprechend wird von den asim-Gutachtern aus somatischer Sicht keine spezifische Therapie empfohlen. Eine psychiatrische Behandlung nimmt die Beschwerdeführerin zwar wahr, aber diese ist, wie im asim-Gutachten vom 15. Oktober 2013 explizit festgehalten, nicht ausreichend. In diesem Sinne wird im aktuellen psychiatrischen Teilgutachten auch ausgeführt, Therapieempfehlungen seien in der Eigenverantwortung der Explorandin belassen und nicht strukturiert worden, stationäre Behandlungen seien nicht erfolgt und eine systematische Schmerztherapie sei an der Mitarbeit der Explorandin bzw. an subjektiver Unverträglichkeit gescheitert. Die Beschwerdeführerin könnte indessen in diesem Bereich weitere Ressourcen aktivieren. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin spricht dies gegen einen manifesten Leidensdruck.