Citation: 6B_1004/2024 E. 2

Wird Einsprache erhoben, so fällt grundsätzlich der gesamte Strafbefehl dahin (BGE 142 IV 11 E. 1.2.2; 140 IV 82 E. 2.6; je mit Hinweis). Allerdings gilt dies nur, soweit die Einsprache sich gegen Hauptpunkte wie den Schuldspruch oder die Strafe richtet. Davon zu unterscheiden sind Fälle, in denen eine Einsprache nur in Bezug auf Nebenpunkte erhoben wird, deren Beurteilung keinen Einfluss auf die Beurteilung der Hauptpunkte mehr haben kann. Bezieht sich eine Einsprache nur auf die Kosten- und Entschädigungen oder weitere Nebenfolgen, sieht Art. 356 Abs. 6 StPO grundsätzlich das schriftliche Verfahren vor. Diese Bestimmung impliziert, dass bei einer solchen partiellen Einsprache der Strafbefehl hinsichtlich der übrigen, von den angefochtenen Nebenfolgen unabhängigen Punkte wie Schuldspruch und Strafe in Rechtskraft erwächst und darüber nicht mehr zu verhandeln ist (vgl. Urteil 6B_225/2017 vom 11. Dezember 2017 E. 1.2.1). Vorliegend war die Einsprache des Beschwerdeführers auf die Kosten beschränkt, womit der Strafbefehl vom 10. Februar 2022 in Bezug auf den Schuld- und Strafpunkt in Rechtskraft erwuchs. Das Revisionsgesuch des Beschwerdeführers richtet sich insoweit gegen den Strafbefehl vom 10. Februar 2022, weshalb die Vorinstanz zu Recht die bundesgerichtlichen Vorgaben zu Revisionsgesuchen gegen Strafbefehle beachtete.