Citation: 8C_233/2024 E. A

Der 1969 geborene A.________ arbeitete als Malermeister bei der A.________ GmbH und war dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen Unfälle versichert, als er am 11. September 2021 in eine 1.5 Meter tiefe Baugrube stürzte und sich dabei verletzte. In der Notfallpraxis des Spitals B.________ wurden am gleichen Tag eine Kontusion der rechten Schulter, des rechten Knies und des linken Daumens festgestellt und eine bedarfsgerechte Analgesie verordnet. Mittels Röntgenuntersuchungen wurde eine Fraktur im Bereich des linken Daumens und des rechten Kniegelenks ausgeschlossen; auf eine bildgebende Untersuchung der rechten Schulter wurde unter Hinweis auf die geringfügige Klinik verzichtet. Am 24. Dezember 2021 erfolgte eine Bagatellunfall-Meldung zuhanden der Suva. Am 27. Dezember 2021 verordnete Dr. med. C.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, A.________ eine Physiotherapie, und zwar wegen eines subacromialen Impingementsyndroms der rechten Schulter, der Schulterkontusion vom September sowie Weichteilschmerzen im Musculus braciradialis rechts nach Kontusion. Am 20. Juli 2022 wurde im Spital D.________ eine MR-Arthrographie (MRA) der rechten Schulter durchgeführt, die eine transmurale Ruptur der ventralen Anteile der Supraspinatussehne, eine Degeneration der Sehne des Musculus subscapularis sowie eine geringgradige hyperthrophe AC-Gelenksarthrose und Omarthrose zeigte. Am 21. September 2022 empfahl die orthopädische Klinik des Spitals D.________ eine Operation (Arthroskopische Rotatorenmanschettennaht) als "einzig vernünftige Option". Am 28. September 2022 meldete A.________ der Suva die Beschwerden als Rückfall des Unfalls vom 11. September 2021. Am 20. Dezember 2022 erfolgte schliesslich der operative Eingriff an der rechten Schulter. In der Folge veranlasste die Suva eine Beurteilung durch ihre Kreisärztin Dr. med. E.________, Fachärztin für Gehirn- und Nervenchirurgie. Gestützt auf deren Stellungnahme vom 2. Februar 2023 verneinte sie ihre Leistungspflicht mangels eines sicheren oder wahrscheinlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Ereignis vom 11. September 2021 und den Schulterbeschwerden (Verfügung vom 14. Februar 2023). Mit Einspracheentscheid vom 10. November 2023 hielt sie daran fest.