Citation: 5C.128/2005 21.06.2005 E. 3

Die Berufungsklägerin kritisiert ferner, B.________ und A.________ seien vor über einem Jahr letztmals von der Vormundschaftsbehörde angehört worden. Nach der Aktenlage wurden die beiden Knaben letztmals vom Obergericht an der Verhandlung vom 12. August 2004 im Zusammenhang mit dem Entzug der Obhut angehört. Dem nunmehr angefochtenen obergerichtlichen Entscheid liegt der Nichteintretensentscheid der Vormundschaftsbehörde V.________ vom 11. Januar 2005 zugrunde. Die Berufungsklägerin müsste demnach im Rahmen ihrer Begründungspflicht gemäss Art. 55 Abs. 1 lit. c OG darlegen, welche Norm des Bundesrechts und inwiefern diese geboten hätte, die Knaben nach vier Monaten erneut anzuhören. Diesen Begründungsanforderungen vermögen die Ausführungen der Berufungsklägerin nicht ansatzweise zu genügen, weshalb auf das Vorbringen nicht eingetreten werden kann. Im Übrigen legt die Berufungsklägerin auch nicht dar, dass und inwiefern sie die Anhörung der beiden Knaben bereits im kantonalen Verfahren verlangt hätte.