Citation: 5A_587/2014 E. 2.2

2.2. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege habe sich nur auf das Verfahren betreffend Schuldneranweisung bezogen. Dies folge daraus, dass die Entscheidung vom 16. Dezember 2013 unter dem "Gegenstand" der Schuldneranweisung ergangen sei. Zudem habe sie für das Verfahren um Schuldneranweisung den Antrag gestellt, die Kosten auf das Hauptverfahren zu verlegen. Dies impliziere, dass auch diese Kosten je nach Ausgang des Entscheids betreffend unentgeltliche Rechtspflege vom Staat übernommen würden. Da diesem Antrag nicht entsprochen und die Kosten direkt verlegt worden seien, habe sie davon ausgehen können, dass die Frage der unentgeltlichen Prozessführung auch nur für dieses Gesuch separat entschieden worden sei. Weiter hätte es keinen Sinn ergeben, am 16. Dezember 2013 über das Gesuch für das gesamte Verfahren zu entscheiden, da in der Entscheidung vom 15. Oktober 2013 die Frage noch offen gelassen und bis zum 16. Dezember 2013 keine neuen Unterlagen zu den finanziellen Verhältnissen eingereicht worden seien. Schliesslich seien durch das Verhalten der ersten Instanz Unklarheiten geschaffen worden: Entweder sei das Verfahren um Schuldneranweisung als ein dem Eheschutzverfahren integrierter Bestandteil zu qualifizieren und sämtliche Kosten am Ende zu verlegen, oder aber, die Schuldneranweisung sei ein separates Verfahren und entsprechend sei separat über die Kostenverlage und unentgeltliche Rechtspflege zu entscheiden. Die Beschwerdeführerin habe vor dem Zivilgericht beantragt, die Kosten auf das Hauptverfahren zu verlegen, da ihrer Ansicht nach die Verfahren miteinander verknüpft werden können. Indem die erste Instanz einen separaten Kostenentscheid ausfällte, habe die Beschwerdeführerin von einer Trennung der Verfahren ausgehen dürfen. Dies habe zur Konsequenz, dass auch die unentgeltliche Rechtspflege nur für dieses separate Verfahren verweigert wurde. Eine Mischform sei unzulässig. Die Vorinstanz sei auf diese Frage nicht eingegangen und habe sich daher nicht hinreichend mit der Problematik auseinandergesetzt.