Citation: 6B_238/2013 E. 10.3.1

10.3.1. Im Einzelnen hält die Vorinstanz fest, in der Presseberichterstattung in den Neunzigerjahren sei von organisierten Banden von Kriminellen die Rede gewesen, welche den Zigarettenschwarzhandel beherrschten. Soweit gelegentlich von mafiösen kriminellen Organisationen geschrieben wurde, sei dies nur in unspezifischer Weise erfolgt. Der Presseberichterstattung lasse sich jedenfalls nicht entnehmen, in den Neunzigerjahren wäre öffentlich bekannt gewesen, und auch die Beschuldigten hätten deshalb darum gewusst, dass der von ihnen belieferte süditalienische Zigarettenschwarzmarkt von der Camorra und der SCU kontrolliert und beherrscht wurde. Insbesondere - und darauf hätte sich der Vorsatz zu beziehen - gehe aus der Presseberichterstattung nicht hervor, dass die Camorra und die SCU auf den gesamten Warenumsätzen in Montenegro einen "pizzo" im Umfang von einigen Prozenten des Warenwerts von den Händlern erzwangen (Urteil S. 339). Die Beschwerdeführerin beanstandet, die Vorinstanz habe die angerufenen Beweismittel einzig unter dem Gesichtspunkt geprüft und gewürdigt, ob sich daraus ein auf die Erhebung der Zwangsabgabe durch die kriminellen Organisationen gerichteter Vorsatz der Beschuldigten herleiten lässt. Dadurch sei der Gehörsanspruch der Beschwerdeführerin verletzt worden, welche stets einen auf die Geschäftstätigkeit mit Mitgliedern krimineller Organisationen ausgerichteten Vorsatz der Beschuldigten geltend gemacht habe (Beschwerde S. 52 Ziff. 2.2.10.3). Der Einwand geht an der Sache vorbei. Der Tatbestand der Unterstützung einer kriminellen Organisation ist nicht schon erfüllt, wenn die Geschäftspartner der Beschuldigten Mitglieder krimineller Organisationen waren und die Beschuldigten darum wussten. Dies ist zudem unerheblich, da gemäss dem nicht zu beanstandenden vorinstanzlichen Beweisergebnis alle Geschäftspartner der Beschuldigten zwar eine Zwangsabgabe ("pizzo") zahlen mussten, aber, auch soweit sie Mitglieder krimineller Organisationen waren, das Zigarettengeschäft auf eigene Rechnung betrieben. Inwiefern aber die Feststellung der Vorinstanz, der Presseberichterstattung lasse sich nichts über die Erhebung einer Zwangsabgabe durch die kriminellen Organisationen entnehmen, willkürlich sei, legt die Beschwerdeführerin nicht dar.