Citation: 5A_741/2022 E. 3.7

3.7. Die Vorinstanz erwog, von der Grundentschädigung von Fr. 3'630.-- sei der übliche Abzug von 20 % für die fehlende Verhandlung (§ 6 Abs. 2 AnwT) sowie ein Rechtsmittelabzug von 25 % (§ 8 AnwT) vorzunehmen. Für die freigestellte Stellungnahme der Kindsmutter vom 18. August 2020 sei ein Zuschlag von 5 % für eine zusätzliche Rechtsschrift zu gewähren. Die Ausführungen zur Wahrnehmung des Besuchsrechts durch den Beschwerdegegner (die Beiständin habe ihm gesagt, er könne sich nicht immer wieder kurzfristig bei der Kindsmutter abmelden), zur Information des Beschwerdegegners über die Mutter-Kind-Kur und die Marokko-Reise sowie über Schulpläne und Termine von Elternabenden erwiesen sich vor dem Hintergrund, dass im vorliegenden Verfahren die Zuteilung der alleinigen elterlichen Sorge an die Kindsmutter wegen eines schwerwiegenden Dauerkonflikts in Frage gestanden sei, als nicht entscheiderheblich und seien zufolge fehlender Notwendigkeit nicht zu entschädigen (§ 6 Abs. 3 AnwT). Als nicht überflüssig erwiesen sich einzig die Ausführungen der Kindsmutter zu den Ausstandsberechnungen, da die diesbezüglichen Vorbringen des Beschwerdegegners in seiner Stellungnahme vom 5. August 2020 in das Urteil Eingang gefunden hätten. Unter Berücksichtigung dieser Zu- und Abschläge, des pauschalen Auslagenersatzes von 3 % (§ 13 Abs. 1 AnwT) sowie der Mehrwertsteuer von 7,7 % resultiere eine Parteientschädigung von gerundet Fr. 2'540.--.