Citation: 8C_266/2021 E. 3

Die Vorinstanz stellte zunächst fest, die Beschwerdeführerin würde im hypothetischen Gesundheitsfall unbestritten zu 90 % einer erwerblichen Tätigkeit nachgehen, während die restlichen 10 % auf den Bereich Freizeit entfielen. Sie schloss daraus, dass für die Ermittlung des Invaliditätsgrades die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs zur Anwendung gelange. Das im Gesundheitsfall hypothetisch mögliche Valideneinkommen berechnete sie ausgehend von den Angaben im Arbeitgeberfragebogen vom 15. November 2018. Daraus erhelle für das Jahr 2018 ein jährliches Einkommen von Fr. 91'698.- bei einem 90 %-Pensum. Hinzu kämen Zulagen für Abend-, Wochenend-, Feiertags- und Nachtarbeit. Es könne deshalb der im Jahr 2016 im Spital B.________ erzielte Lohn von Fr. 107'637.- als Valideneinkommen herangezogen werden, wobei zu beachten sei, dass dieser Lohn einem Beschäftigungsgrad von 100 % entspreche. Für die Berechnung des Invalideneinkommens stützte sich das kantonale Gericht schliesslich - gleich wie die IV-Stelle - auf die Tabelle T17 der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 2016 des Bundesamtes für Statistik. Ausgehend vom monatlichen Bruttolohn (Zentralwert) für Frauen über 50 Jahre, Berufsgruppe 22 (Akademische und verwandte Gesundheitsberufe), ermittelte es unter Berücksichtigung der betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,7 Stunden und der Nominallohnentwicklung bis ins massgebliche Jahr 2018 ein Invalideneinkommen von rund Fr. 113'249.- (ebenfalls für ein Vollzeitpensum). Damit fehle es an einer Erwerbseinbusse, was einen Renten- oder Umschulungsanspruch ausschliesse. Selbst wenn das Invalideneinkommen gestützt auf Ziffer 32 der LSE-Tabelle T17 oder in Anwendung der LSE-Tabelle T1_tirage_skill_level, Ziffern 86-88 (Gesundheits- und Sozialwesen) berechnet würde, ergäbe sich ein Invaliditätsgrad von bloss rund 11 %, weshalb sich bereits aus diesem Grund Weiterungen zur Frage nach einem allfälligen Umschulungsanspruch erübrigten.