Citation: 5A_679/2016 E. 7.3.2

7.3.2. Voraussetzung für eine Auflösung der Gesellschaft gestützt auf Art. 545 Abs. 1 Ziff. 4 OR ist eine übereinstimmende Willenserklärung der Gesellschafter auf Auflösung der Gesellschaft. Diese kann ausdrücklich oder stillschweigend abgegeben werden (HANDSCHIN/VONZUN, a.a.O., N. 108 und 111 zu Art. 545-547 OR). Die Feststellung des ausdrücklichen Willens ist Tatfrage. Rechtsfrage ist hingegen, ob aufgrund der festgestellten Tatsachen auf eine entsprechende Willenserklärung der Parteien durch konkludentes Verhalten geschlossen werden kann (vgl. BGE 116 II 695 E. 2b S. 696 f.: konkludente Willensäusserung und Konsens; BGE 101 II 222 E. 6b/bb S. 230: konkludente Genehmigung eines Vertrags). Die Vorinstanz stellt keinen wirklichen übereinstimmenden Willen der Parteien auf Auflösung der Gesellschaft fest. Soweit die Beschwerdeführerin einen entsprechenden Willen zu erkennen glaubt, erschöpfen sich ihre Ausführungen in einer Behauptung des Gegenteils der Vorinstanz unter Berufung auf andere Tatsachen. Mit dieser appellatorischen Kritik lässt sich das vorinstanzliche Urteil nicht beanstanden (BGE 137 II 353 E. 5.1 S. 356; 134 II 244 E. 2.2 S. 246; 133 II 249 E. 1.4.2 und 1.4.3 S. 254 f.).