Citation: 9C_668/2015 E. 4.4

4.4. Der Beschwerdeführer hat seit 17 Jahren und 10 Monaten ununterbrochen eine ganze Invalidenrente bezogen. Eine erwerbliche invaliditätsbedingte Desintegration vom Arbeitsmarkt liegt insoweit auf der Hand. Ob der Beschwerdeführer aus medizinischer Sicht befähigender Massnahmen bedarf, lässt sich den vorinstanzlichen Feststellungen nicht entnehmen. Der psychiatrische Teilgutachter des ZVMB äusserte sich dahingehend, es sei sinnvoll, vor der Aufhebung der Rente, zur Stabilisierung der gesundheitlichen Situation, die Einleitung von beruflichen Integrationsmassnahmen vorzunehmen. Auch im Bericht des Zentrums B.________ vom 29. Dezember 2014 wird darauf hingewiesen, es sei ein Belastungs-/Arbeitstraining in einem angepassten Rahmen als Versuch möglich. Der vorinstanzliche Schluss, der Beschwerdeführer verfüge über die notwendigen Ressourcen, sich selbst einzugliedern, bleibt eine ungesicherte Annahme und beruht weder medizinisch noch beruflich auf einer hinreichenden beweismässigen Grundlage. Die Akten erlauben weder die Beurteilung der in Betracht fallenden Massnahmen noch der erforderlichen Einarbeitungs- oder Angewöhnungszeit. Jedenfalls ist bis zum massgeblichen Zeitpunkt des Verfügungserlasses am 20. März 2015 die erwerbliche Verwertbarkeit des medizinisch ausgewiesenen Leistungsvermögens von 90 % auf dem in Betracht fallenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht ausgewiesen. Die Sache ist daher an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie zur erwerblichen Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit die erforderlichen Abklärungen treffe und allfällige Massnahmen durchführe. Einem etwaigen Widerstand des Beschwerdeführers ist mit dem Mahn- und Bedenkzeitverfahren nach Art. 21 Abs. 4 ATSG zu begegnen. Anschliessend hat die Beschwerdegegnerin über den Rentenanspruch neu zu verfügen.