Citation: 2C_620/2024 E. 7.3

7.3. Die Beschwerdeführerin ist, wie das kantonale Gericht für das Bundesgericht verbindlich feststellte (vgl. E. 2.2 hiervor), im Rentenalter und erzielt durch die Tierhaltung kein Erwerbseinkommen. Die Interessenlage ist also eine andere als bei einer Person, die z.B. im Rahmen eines landwirtschaftlichen Gewerbes auf die Nutztierhaltung angewiesen ist. Weiter ist ein seit Jahren andauernder Konflikt der Beschwerdeführerin mit dem kantonalen Veterinärdienst aktenkundig. Dieser Umstand darf in die Beurteilung einfliessen (vgl. Urteile 2C_482/2024 vom 5. Dezember 2024 E. 3.2 und E. 3.4; 2C_812/2022 vom 12. Januar 2024 E. 6.3.3). Allein seit 2021 kam es zu mehrfachen und gewichtigen Beanstandungen der Nutztier-, Katzen- und Hundehaltung (vgl. E. 3 hiervor). Unter Willkürgesichtspunkten und mit Blick auf die Zurückhaltung des Bundesgerichts (E. 7.1 hiervor) ist es nicht zu beanstanden, wenn das kantonale Gericht im Sinn einer gesamthaften Wertung aus den vergangenen Vorkommnissen auf eine Überforderungssituation der Beschwerdeführerin schloss. Sowohl im Bereich der Nutztierhaltung als auch bei den Haustieren konnte das kantonale Gericht sodann willkürfrei von einer unmittelbaren und weiterbestehenden Gefahr für das Tierwohl ausgehen. Dabei genügt rechtsprechungsgemäss die Gefahr von erheblichen Schmerzen, Leid und Schäden (Urteil 2C_482/2024 vom 12. Dezember 2024 E. 3.2). Im Bereich der Nutztierhaltung belegt z.B. der Befall mit Fuchsräude im Juli 2021 den dringenden Handlungsbedarf. Bei der Katzenpopulation der Beschwerdeführerin ist ohne sofortige Intervention mit einer weiteren Vermehrung und Verwilderung zu rechnen. Neben dem Infektionsdruck werden dadurch auch die Interessen von Nachbarinnen und Nachbarn tangiert. Mildere Massnahmen in zeitlicher Hinsicht, z.B. eine Übergangsfrist, erweisen sich mit Blick auf die langjährige Vorgeschichte, die Überforderungssituation und die offensichtlich stark verhärteten Fronten zwischen der Beschwerdeführerin auf der einen Seite und den kantonalen Behörden auf der anderen Seite kaum als zielführend. Jedenfalls durfte das kantonale Gericht ohne Willkür davon absehen, mildere Massnahmen zu prüfen. Insgesamt hält der angefochtene Entscheid vor Art. 9 BV stand.