Citation: 6B_1179/2021 E. 6.7.2

6.7.2. Die Vorinstanz zieht weiter die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers in die Beurteilung des Härtefalls mit ein (vgl. oben E. 6.2.4 und E. 6.2.10). Ihr zufolge sei betreffend die vom Beschwerdeführer geltend gemachten psychischen Belastungen eine gute ärztliche Versorgung nicht ausschliesslich in der Schweiz gewährleistet und eine Landesverweisung stelle für ihn deshalb nicht eine besondere Härte dar (vgl. oben E. 6.2.4). Diese Ausführungen der Vorinstanz sind nicht zu beanstanden. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, überzeugt nicht. Eine allfällige Verschlechterung seines psychischen Gesundheitszustandes seit dem vorinstanzlichen Urteil (Beschwerde S. 40 Rz. 227) stellt ein echtes Novum dar, das im vorliegenden Verfahren unberücksichtigt bleiben muss (vgl. oben E. 6.5). Der Beschwerdeführer führt aus, es sei nicht gewährleistet, dass er in Costa Rica die nötige medizinische Versorgung und psychologische Betreuung erhalten würde (Beschwerde S. 40 Rz. 228). Er leitet diese Hypothese aus den generellen Reisehinweisen des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) ab, welche die grundsätzliche Verfügbarkeit einer ausreichenden medizinischen Behandlung (zumindest in der Hauptstadt San José) jedoch gerade bestätigen. Darauf kann folglich nicht geschlossen werden, dass die nötige medizinische Versorgung und psychologische Betreuung in Costa Rica schlechterdings unmöglich wäre. Die blosse Tatsache, dass die Behandlung allenfalls nicht in gleicher Qualität wie in der Schweiz angeboten würde, hindert die Landesverweisung derweil nicht (vgl. Urteile 6B_959/2021 vom 9. November 2022 E. 3.3.3; 6B_822/2021 vom 4. Juli 2022 E. 2.4; 6B_1226/2021 vom 1. April 2022 E. 2.3.1; je mit Hinweisen).