Citation: 1C_208/2016 E. 8

Die mit der Initiative angestrebte Änderung würde zwar das bisherige Modell der Wildbestandsregulierung erheblich verändern. Sie schliesst es jedoch nicht von vornherein aus, die bundesrechtliche Vorgaben mit geeigneten Anpassungen des Jagdregimes und soweit nötig einer nachträglichen Regiejagd zu erfüllen. Ein offensichtlicher Widerspruch mit dem übergeordneten Recht im Sinne von Art. 14 Abs. 1 Ziff. 2 KV/GR liegt deshalb nicht vor. Der Grosse Rat hat die Initiative zu Unrecht gestützt auf diese Norm für ungültig erklärt. Die Beschwerde ist aus diesen Gründen gutzuheissen. Der angefochtene Entscheid ist aufzuheben und die Vorlage zur weiteren Prüfung der Gültigkeit an den Grossen Rat des Kantons Graubünden zurückzuweisen. Die Vorinstanz hat den Beschwerdeführern die Gerichtskosten von Fr. 2'076.-- auferlegt und ihnen keine Parteientschädigung zugesprochen (Art. 73 Abs. 1 und 78 Abs. 1 des Gesetzes des Kantons Graubünden vom 31. August 2006 über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; BR 370.100]). Da es die Beschwerde hätte gutheissen müssen, erscheint gerechtfertigt, die Gerichtskosten stattdessen dem Kanton aufzuerlegen und diesen zu verpflichten, den Beschwerdeführern eine Parteientschädigung von Fr. 3'000.-- auszurichten (Art. 67 und Art. 68 Abs. 5 BGG). Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind im bundesgerichtlichen Verfahren keine Gerichtskosten zu erheben (Art. 66 Abs. 1 und 4 BGG). Der Kanton Graubünden hat den Beschwerdeführern für das bundesgerichtliche Verfahren eine angemessene Parteientschädigung auszurichten (Art. 68 Abs. 1 f. BGG).