Citation: 2C_788/2017 E. 2.2

2.2. Da der Beschwerdeführer nicht drei Jahre in Ehegemeinschaft gelebt hat, entfällt die Berufung auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG. In Betracht fällt hingegen Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG. Bei der diesbezüglichen Prüfung sind auch die Familienverhältnisse zu berücksichtigen (Art. 31 Abs. 1 lit. c der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE; SR 142.201]). Für das Vorliegen eines nachehelichen Härtefalls kann mithin von Bedeutung sein, dass der Beschwerdeführer eine minderjährige Tochter mit Schweizer Bürgerrecht hat. Diese familiäre Beziehung fällt zudem in den Schutzbereich von Art. 8 EMRK, welcher (gleich wie Art. 13 BV) den Schutz des Familienlebens garantiert und - unter Umständen - einen selbstständigen Anspruch auf die Erteilung oder Verlängerung einer ausländerrechtlichen Bewilligung verschafft (BGE 140 I 145 E. 3.1 S. 146 f.; 139 I 330 E. 2.1 S. 335 f.), dies auch im Falle des um Bewilligung ersuchenden ausländischen Elternteils eines Kindes mit gefestigtem Anwesenheitsstatus (Schweizer Bürgerrecht, Niederlassungsbewilligung), der weder das Sorgerecht noch die Obhut innehat (BGE 140 I 145 E. 3.2; 139 I 315 E. 2.2). Ob die Voraussetzungen einer Bewilligungsverlängerung aufgrund der konkret geübten Pflege der familiären Beziehung erfüllt sind, ist nicht Eintretensfrage, sondern Frage der materiellen Beurteilung (BGE 137 I 284 E. 1.3 S. 287; s. auch BGE 140 I 145 E. 2.6 S. 322). Insgesamt ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten unter dem Aspekt von Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG zulässig.