Citation: 1C_143/2018 E. 3.2

3.2. Das Verwaltungsgericht stützte den Kostenentscheid auf § 13 Abs. 2 Satz 1 i.V.m. § 70 des Zürcher Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG; SR 175.2). Danach tragen mehrere am Verfahren Beteiligte die Kosten, in der Regel entsprechend ihrem Unterliegen. Das Verwaltungsgericht entschied, dass die Stadt Wädenswil und die Kirchgemeinde im Lichte des bundesgerichtlichen Urteils als obsiegend zu betrachten seien (E. 2.3 des angefochtenen Beschlusses), weshalb die Beschwerdegegner (d.h. die Beschwerdeführer des vorliegenden Verfahrens) kostenpflichtig würden (E. 2.3.1 des angefochtenen Beschlusses). Es stellte somit darauf ab, dass die Stadt Wädenswil und die Kirchgemeinde letztinstanzlich mit ihren Anträgen durchgedrungen waren, ohne den Antrag (bzw. den Antragsverzicht) der Gegenseite zu berücksichtigen. Dies entspricht der gängigen Praxis (vgl. KASPAR PLÜSS, in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. Auflage, § 13 N. 52). Auch das Bundesgericht geht davon aus, dass Gesuchsteller oder Einsprecher des erstinstanzlichen Verfahrens, die mit ihrem Gesuch bzw. ihrer Einsprache das Verfahren veranlasst haben, im Beschwerdeverfahren Partei bleiben und sich ihrer Kosten- und Entschädigungspflicht im Unterliegensfall nicht dadurch entledigen können, dass sie im Beschwerdeverfahren keine Anträge stellen. Dies gilt jedenfalls, wenn sie - zumindest stillschweigend - an ihrem Vorhaben festhalten (BGE 128 II 90 E. 2b S. 94 f. mit Hinweisen). Vorliegend haben die Beschwerdeführer vor Verwaltungsgericht ihren Lärmschutzantrag nicht zurückgezogen, sondern daran (implizit) festgehalten, weshalb es keinesfalls willkürlich ist, sie als unterliegend zu betrachten. Dies gilt unabhängig davon, ob ihre Rechtsauffassung vertretbar war.