Citation: 6P.12/2006 29.03.2006 E. 7

Der Beschwerdeführer macht eine Verletzung von Art. 63 StGB geltend, weil die Vorinstanz bei der Strafzumessung unzulässige Aspekte berücksichtigt und andere Aspekte übergewichtet habe. Die Deliktsmehrheit sei zweimal berücksichtigt worden. Nach dem Verbot der Doppelverwertung dürfen Umstände, die zur Anwendung eines höheren Strafrahmens führen, innerhalb des geänderten Strafrahmens nicht noch einmal als Straferhöhungsgrund berücksichtigt werden. Sonst würde dem Täter der gleiche Umstand zweimal zur Last gelegt (Günter Stratenwerth, Schweizerisches Strafrecht, Allg. Teil II, § 7 N 21; Stefan Trechsel, Kurzkommentar, 2. Aufl., Art. 63 N 17). Das Gericht darf hingegen berücksichtigen, in welchem Ausmass ein qualifizierender oder privilegierender Tatumstand gegeben ist (BGE 118 IV 342 E.2b). Die straferhöhende Wertung der mehrfachen Verwendung der gefälschten Dokumente verletzt unter diesen Umständen kein Bundesrecht. Soweit der Beschwerdeführer im Weiteren die mehrfache Vornahme nicht einverständlicher sexueller Handlungen bestreitet, wendet er sich gegen verbindlich festgestellte Tatsachen. Er ist insoweit nicht zu hören (Art. 277bis Abs. 1 BStP). Es kann schliesslich offen bleiben, ob die katastrophale finanzielle Situation des Beschwerdeführers zu seinen Ungunsten und die (einschlägige) Vorstrafe aus dem Jahre 1986 stark erhöhend (und nicht bloss erhöhend) haben berücksichtigt werden dürfen. Bei einer Gesamtwürdigung sämtlicher relevanten Täter- und Tatkomponenten wäre die von der Vorinstanz ausgesprochene Strafe auch als angemessen zu bezeichnen, wenn die Vorinstanz in dem vom Beschwerdeführer erwähnten Sinn die wirtschaftlichen Verhältnisse und die Vorstrafe leichter gewichtet hätte. Zusammenfassend ist die Nichtigkeitsbeschwerde in diesem Punkt abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.