Citation: 6B_538/2022 E. 2.3.1

2.3.1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, es liege kein Sachverhaltsirrtum vor. Denn die Beschwerdegegnerin 1 habe an der Rechtmässigkeit des Geschäftsmodells gezweifelt. Ihre Familie sei mit dieser Tätigkeit nicht einverstanden gewesen. Der Polizist C.________ habe ihr direkt gesagt, sie beteilige sich an einem illegalen Schneeballsystem und solle damit aufhören. Sie habe gewusst, dass man nur durch Anwerbung neuer Kunden etwas verdienen kann. Sie habe sämtliche Warnzeichen ignoriert und sich von Anbeginn nicht dafür interessiert, ob ihre Tätigkeit legal sei. Ihre Zweifel an der Rechtmässigkeit des Geschäftsmodells habe sie zerstreut, indem sie sich auf die Informationen anderer Teilnehmer verlassen habe. Die Beschwerdegegnerin 1 behaupte, sie habe gedacht, das Geschäftsmodell sei zulässig, weil ein konkurrenzfähiges Produkt angeboten und die Vergütung wie eine Provision ausgerichtet werden. Dies sei entgegen den Feststellungen der Vorinstanz schlicht falsch und eine Schutzbehauptung, die den Tatsachen widerspreche. Weiter trägt die Beschwerdeführerin vor, die Beschwerdegegnerin 1 habe gewusst, dass die Angaben in ihrer PowerPoint-Präsentation irreführend und falsch gewesen seien.