Citation: I 462/04 15.02.2005 E. 6

6.1 Das BSV geht davon aus, dass insbesondere das "vorgerückte Alter" des Versicherten, der im Zeitpunkt des Einspracheentscheides 27 Jahre alt war, eine Ausbildung im Rahmen der Ausbildungs- und Eingliederungsstätte Y.________ notwendig macht. Das Alter sei hingegen als invaliditätsfremder Faktor zu werten, sodass es für Leistungen der Invalidenversicherung ausser Betracht zu fallen habe. 6.2 Grundsätzlich ist dieser Auffassung zuzustimmen. Das Lebensalter gibt demnach weder vorliegend, noch allgemein Anspruch auf eine Ausbildung in geschütztem Rahmen. Konkret kann aber der Beschwerdegegner, der eine Lehre als Elektropraktiker absolvieren möchte, aus Invaliditätsgründen - da er keine schweren Gewichte haben kann und keine stereotypen Bewegungen des Handgelenks ausführen sollte - aus allen möglichen Elektropraktiker-Lehrstellen nur eine solche annehmen, welche behinderungsangepasst ist. Nach Abklärung der IV-Stelle wird der einzige entsprechende Ausbildungsplatz in der Ausbildungs- und Eingliederungsstätte Y.________ angeboten. Das Beschwerde führende Bundesamt hat denn auch nicht dargetan, dass der Versicherte die genannte Ausbildung andernorts absolvieren könnte. Da die Schadenminderungspflicht nicht gebietet, dass er einen anderen Beruf wählt, hat der Versicherte somit Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung gemäss Art. 16 Abs. 2 lit. b IVG in der Ausbildungs- und Eingliederungsstätte Y.________. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist abzuweisen.