Citation: 1C_411/2020 E. 2.3

2.3. Im Bereich des Abgaberechts ist das Erfordernis der gesetzlichen Grundlage (Legalitätsprinzip) ein selbstständiges verfassungsmässiges Recht, dessen Verletzung unmittelbar gestützt auf Art. 127 Abs. 1 BV geltend gemacht werden kann. Es erfasst alle Erscheinungsformen öffentlich-rechtlicher Abgaben von Bund, Kantonen und Gemeinden (BGE 143 I 227 E. 4.2; 142 II 182 E. 2.2.1; je mit Hinweisen) und verlangt, dass der Kreis der Abgabepflichtigen, der Gegenstand der Abgabe und deren Bemessung in den Grundzügen im formellen Gesetz enthalten sein müssen (BGE 144 II 454 E. 3.4 mit Hinweisen). Dies ist hier nicht der Fall: Gemäss § 63 Abs. 1 des Gesetzes vom 26. August 2010 des Kantons Zug über die Organisation der Zivil- und Strafrechtspflege (Gerichtsorganisationsgesetz, GOG; BGS 161.1) sind für Amtshandlungen und Dienstleistungen der Justizbehörden ausserhalb von Verfahren Gebühren geschuldet, sofern die Gesetzgebung nicht ausdrücklich Kostenfreiheit festlegt. Gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung regelt das Obergericht die Bemessung der Höhe der Gebühren in einer Verordnung. Weitere Angaben im Gesetz fehlen.