Citation: 9C_153/2017 E. 5

Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz habe zu Unrecht dem Gutachten der SMAB AG vom 27. Januar 2016 Beweiswert zuerkannt und darauf abgestellt, Belege einseitig zugunsten der Beschwerdegegnerin höher gewertet als jene, die zu ihren Gunsten sprechen, eingereichte medizinische Unterlagen nicht zur Kenntnis genommen und notwendige weitere Abklärungen unterlassen. Ihre Vorbringen, soweit sie den Begründungsanforderungen genügen (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG), sind indessen nicht stichhaltig: Das Gutachten des SMAB vom 27. Januar 2016 äussert sich zwar nicht explizit dazu, ob der Umstand, dass die Beschwerdeführerin das 1986 begonnene Studium in Kunstgeschichte (später Ostasiatische Kunstgeschichte und Sinologie) bis heute noch nicht abgeschlossen hat, auf gesundheitliche Gründe zurückzuführen ist. Ebenso wenig wird gesagt, sie wäre gesundheitlich (nicht) in der Lage, das Studium erfolgreich abzuschliessen. Diese Fragen waren der Gutachterstelle nicht gestellt worden. Im polydisziplinären Konsens wird ihr indessen in einer leidensangepassten Tätigkeit unter Berücksichtigung des Belastungsprofils eine Arbeitsfähigkeit von 100 % attestiert. Dabei wird aus psychiatrischer Sicht eine besondere Eignung im wissenschaftlichen Bereich festgehalten, auch komplexe gedankliche Anforderungen zu bewältigen. Diese Einschätzung gilt grundsätzlich auch für die Zeit vor der Begutachtung. Von einer Aufhebung bzw. deutlichen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ist gemäss dem Gutachten lediglich "aufgrund der schwierigen Lebensbedingungen mit einer ausserordentlich konfliktreichen Beziehung zum Sohn und dem zugrunde liegenden eigenen Störungsmuster" auszugehen, was jedoch, da invaliditätsfremd, ausser Betracht zu bleiben hat. Im Übrigen hatte auch die frühere Hausärztin Dr. med. B.________ im Bericht im 30. Januar 2013 eine Arbeitsfähigkeit in spezifischen Tätigkeiten von 70 % attestiert. Mit Bezug auf die Rüge, die Gutachter hätten die mitgebrachte Zusammenfassung der Krankengeschichte nicht entgegengenommen, ist aufgrund des Vorstehenden davon auszugehen, dass überwiegend wahrscheinlich weitere Abklärungen keine neuen verwertbaren Erkenntnisse brächten, weshalb davon abzusehen ist (BGE 141 I 60 E. 3.3 S. 64). Dass und soweit den Gutachtern nicht sämtliche früheren medizinischen Unterlagen vorgelegen haben sollten, vermag daher den Beweiswert der Expertise nicht entscheidend zu mindernd. Von einem "Zurechtschneiden der Akten" durch den psychiatrischen Gutachter des SMAB kann im Übrigen nicht gesprochen werden. Schliesslich legt die Beschwerdeführerin selber dar, dass das Studium der ostasiatischen Kunstgeschichte den Erwerb mehrerer jener Sprachen und den Aufenthalt in der betreffenden Region voraussetze und daher länger dauere als die Regelstudienzeit anderer Fächer. Unter diesen Umständen verletzt es kein Bundesrecht, dass die Vorinstanz ohne weitere Abklärungen gestützt auf das Gutachten vom 27. Januar 2016 zum Schluss gekommen ist, die Beschwerdeführerin sei trotz ihres Krankheitsbildes in der Vergangenheit und auch aktuell zum Studium (von Kunstgeschichte) und zum Studiumabschluss fähig, und demzufolge eine leistungsspezifische Invalidität im Sinne von Art. 16 Abs. 1 IVG und Art. 5 Abs. 2 IVV verneint hat.