Citation: 6B_1305/2023 E. 6.5.3

6.5.3. Hinsichtlich der Rechtswidrigkeit des Verhaltens des Beschwerdeführers ist festzuhalten, dass die Vorinstanz das Vorliegen eines rechtfertigenden Notstands geprüft und ohne Rechtsverletzung verneint hat. Sie führt aus, die Voraussetzung der Subsidiarität sei vorliegend nicht erfüllt. Dem Beschwerdeführer wäre es ohne Weiteres möglich gewesen, im Fall einer Gesundheitsgefährdung aufgrund einer Dehydrierung vor Ort Hilfe zu suchen oder zumindest die Polizeibeamten über seinen Gesundheitszustand zu informieren und ein "Glas" Wasser zu verlangen. Auch begründe er nicht ansatzweise, weshalb er die von ihm erwähnte Gefahr der Dehydrierung nicht auf andere Weise hätte beseitigen können und er mache auch nicht geltend, dass er dies versucht habe. Überdies erscheine das Vorliegen der vom Beschwerdeführer geltend gemachten Notstandssituation durch Dehydrierung, welche mit jeder weiteren Befragung zunehmend gravierender beschrieben werde, mehr als fraglich (vgl. Urteil S. 12 f.). Zwar behauptet der Beschwerdeführer, die Polizisten hätten nicht den Eindruck gemacht, als ob sie ihm medizinische Hilfe organisieren könnten. Er macht aber auch nicht geltend, es versucht zu haben. Vielmehr führt er erneut aus, sie [die Polizisten] seien ihm suspekt vorgekommen und hätten ihn so schlecht behandelt, dass er habe annehmen müssen, sie würden ihm auch kein Glas Wasser geben. Insgesamt gelingt es ihm nicht, aufzuzeigen, dass die Vorinstanz Bundesrecht verletzt, indem sie das Vorliegen einer Notsituation verneint.