Citation: 5A_598/2023 E. 3

Für die Kostenverlegung ist zu berücksichtigen, dass auf der einen Seite die Mutter ihre Beschwerde zurückzieht, aber auf der anderen Seite sich der Vater dem von ihr beschwerdeweise angestrebten Resultat faktisch unterzogen hat. Vor diesem Hintergrund rechtfertigt es sich, die Gerichtskosten den Parteien hälftig aufzuerlegen und die Parteikosten wettzuschlagen (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 1 BGG). Dies entspricht im Übrigen einer Kostenverlegung, wie sie sich auch dann aufdrängen würde, wenn von einer Gegenstandslosigkeit auszugehen wäre: Diesfalls wäre auf den hypothetischen Verfahrensausgang abzustellen (Art. 71 BGG i.V.m. Art. 72 BZP). Wie bereits in der Verfügung vom 18. August 2023 zum Ausdruck gebracht worden ist, wollte das Obergericht verhindern, dass die Mutter mit den Kindern aus der Umgebung wegziehen kann. Indes hätte sich die Anordnung, dass die Kinder am Wohnort des Vaters zu beschulen seien, vor dem Hintergrund der zwingenden Bestimmungen des Volksschulgesetzes wohl nicht so umsetzen lassen. Hingegen ist der obergerichtlichen Absicht, einen Wegzug aus der näheren Umgebung zu verhindern, auch - oder sogar primär, hatte doch das Obergericht erwogen, optimal für die Kinder wäre die weitere Beschulung in der Schule E.________ in U.________ - mit einer Beschulung in der öffentlichen Schule in U.________ Rechnung getragen. Die Sache wäre deshalb mutmasslich an das Obergericht zur Prüfung einer mit dem Volksschulgesetz konformen Lösung (welche nicht nur in einer Beschulung in U.________, sondern auch in einer Wohnsitzverlegung zum Vater oder gar einer Obhutszuteilung an den Vater hätte bestehen können) zurückzuweisen und somit der Ausgang in der Sache offen gewesen.