Citation: 1C_302/2022 E. 5.3

5.3. Die Lage des Bauvorhabens in der Umgebung des historischen Hotels Gstaad Palace hat ebenfalls nicht zur Folge, dass das Bauprojekt als "prägendes" Bauvorhaben zu qualifizieren wäre, welches die Einholung eines Fachgutachtens der OLK erforderlich machen würde. Die Vorinstanz stellte willkürfrei fest, es treffe zwar zu, dass der "schlossartige, romantische Hotelturm" des Palace im kantonalen Bauinventar verzeichnet sei. Allerdings betrage die kürzeste Distanz zwischen dem geschützten Gebäude und der Bauparzelle gut 125 m, weshalb nicht ersichtlich sei, inwiefern der dominante Hotelbau durch den neuen, nicht prominenter als die bestehenden Chalets in Erscheinung tretenden Neubau in seinem Erscheinungsbild beeinträchtigt werden könnte, zumal dieser von öffentlich zugänglichen Standorten - abgesehen vielleicht vom Liegebereich des Aussenschwimmbads - kaum einsehbar sein werde (vgl. angefochtener Entscheid, E. 3.6.1 in fine). Soweit sich die Beschwerdeführenden mit diesen vorinstanzlichen Erwägungen überhaupt rechtsgenüglich auseinandersetzen, vermögen ihre allgemein gehaltenen Vorbringen jedenfalls keine offensichtlich unrichtige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (Art. 97 Abs. 1 BGG) zu begründen.