Citation: 1P.11/2002 02.04.2002 E. 2

2.1 Das Kantonsgericht hat im angefochtenen Entscheid ausgeführt, die Formulierung des Zivilanspruchs ersetze den Leitschein. Nach Art. 82 Abs. 1 Ziff. 5 der Zivilprozessordnung vom 1. Dezember 1985 (ZPO) gehöre die Unterschrift auf einer Prozesseingabe zu den Prozessvoraussetzungen. Die Adhäsionsklage des Beschwerdeführers sei nicht unterzeichnet, weshalb darauf mangels Erfüllung dieser Prozessvoraussetzung nicht eingetreten werden könne. 2.2 Der Beschwerdeführer rügt dies als überspitzt formalistisch. Er sei mit Schlussverfügung vom 19. Februar 2001 vom Untersuchungsrichter über den Abschluss der Untersuchung orientiert worden. Gleichzeitig sei ihm Frist angesetzt worden, seine Zivilforderungen gegen die Angeschuldigten beim Untersuchungsrichter einzureichen; in Ziff. 3 der Verfügung sei ihm mitgeteilt worden, die Klageschrift müsse den genauen Forderungsbetrag und die Beweismittel nennen. Er habe daraufhin dem Untersuchungsrichter zunächst per Fax den Entwurf einer Zivilklage zur Prüfung eingereicht. Dieser habe ihn geprüft und ihm umgehend telefonisch zwei Verbesserungen nahe gelegt; auf die Notwendigkeit der Unterzeichnung der Klage sei er dabei nicht hingewiesen worden. Er habe daraufhin am 28. Februar 2001, 11 Tage vor Ablauf der Frist, eine Klage mit zahlreichen Beilagen eingereicht, wobei er auf einzelnen Beilagen handschriftliche Erklärungen und oben links handschriftlich seinen Namen angebracht habe. Als juristischer Laie habe er sich darauf verlassen dürfen, dass die Prozessvoraussetzungen in der Schlussverfügung vom 19. Februar 2001 vollständig aufgeführt gewesen seien oder dass ihn zumindest der Untersuchungsrichter, der seinen Klageentwurf geprüft habe, auf die Notwendigkeit der Unterzeichnung aufmerksam gemacht hätte. Es stelle eine durch keine schutzwürdigen Interessen gerechtfertigte Strenge dar, dass das Kantonsgericht unter diesen Umständen auf seine von den beiden Angeklagten in weiten Teilen anerkannte Klage nicht eingetreten sei.