Citation: 1C_25/2019 E. 7.2

7.2. Aus der Zugehörigkeit des Weilers Habersaat zum BLN-Inventar lässt sich nach dem Gesagten für die Gemeinde die Verpflichtung ableiten, die Schutzanliegen in die Nutzungsplanung zu übernehmen, wobei sie in Bezug auf die geeigneten Schutzmassnahmen über einen Beurteilungsspielraum verfügt. Dieser Verpflichtung ist die Gemeinde Aeugst am Albis mit dem Erlass der speziellen Bauvorschriften für die Kernzonen nachgekommen (vgl. B I. BZO). Damit ist im vorliegenden Fall das BLN nur mittelbar, über die kommunale Nutzungsplanung, nicht aber unmittelbar im Baubewilligungsverfahren von Bedeutung. Die Rüge der Beschwerdeführer, die Erteilung der Baubewilligung stelle einen Verstoss von Art. 6 NHG dar, erweist sich als unbegründet. Die Beschwerdeführer weisen in diesem Zusammenhang zwar auch darauf hin, dass sie in den Verfahren vor dem Baurekursgericht und vor der Vorinstanz auf verschiedene Mängel des Bauvorhabens (verschobener Standort, neue Nutzungsart und Volumenerweiterung des geplanten Gebäudes, Ausgestaltung der Tiefgaragenabfahrt, fehlende Hofbildung im Vergleich zum früheren Zustand) hingewiesen und geltend gemacht hätten, das geplante Bauvorhaben erfülle die Vorgaben gemäss B I.3.1 und B I.3.2 nicht. Sie legen indessen in ihrer Beschwerde ans Bundesgericht nicht dar, inwiefern die Erteilung der Baubewilligung im Ergebnis in geradezu willkürlicher Weise gegen diese Bestimmungen verstossen sollte, weshalb darauf nicht weiter einzugehen ist (vgl. E. 2 hiervor).