Citation: 6B_1437/2020 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer beanstandet zum einen eine unrichtige Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz. Diese unterstelle ihm, er habe das Zimmer im Wissen darum verlassen, C.________ werde darin mit der Beschwerdegegnerin 2 gegen ihren Willen Geschlechtsverkehr praktizieren. Dies ergebe sich weder aus dem von der Erstinstanz als erstellt erachteten Sachverhalt, dem sich die Vorinstanz angeschlossen habe, noch sei solches den Verfahrensakten zu entnehmen. Zum anderen kritisiert der Beschwerdeführer die rechtliche Qualifikation seines Verhaltens als mittäterschaftlich begangene Vergewaltigung und sexuelle Nötigung. Er verweist darauf, dass laut dem erstellten Sachverhalt er und C.________ bis zur Vollendung der einvernehmlichen sexuellen Handlungen weder explizit noch konkludent den Entschluss gefasst hätten, ihr Ansinnen, mit der Beschwerdegegnerin 2 sexuell zu verkehren, bei Bedarf auch mit Gewaltanwendung gegen ihren Willen durchzusetzen. Darin, dass er versucht habe, die Beschwerdegegnerin 2 zu sexuellen Handlungen ebenso mit C.________ zu überreden, sei sodann kein strafwürdiges Verhalten zu erkennen. Davon ausgehend, er (der Beschwerdeführer) habe im Zeitpunkt des Verlassens des Zimmers nicht wissen können, dass C.________ sexuelle Handlungen bzw. den Geschlechtsverkehr an der Beschwerdegegnerin 2 gegen deren Willen vollziehen werde, falle eine Mittäterschaft ausser Betracht, da es am subjektiven Erfordernis des gemeinsamen Tatentschlusses fehle. Selbst unter der vorinstanzlichen Annahme, er habe beim Verlassen des Zimmers um die Möglichkeit des Erfolgseintritts bzw. das Risiko der Tatbestandsverwirklichung gewusst, könne ihm das Verhalten von C.________ aber strafrechtlich nicht zugerechnet werden. Naheliegend erscheine zwar, dass er sich durch das Verlassen des Zimmers der Diskussion der zwei erwachsenen Personen, ob es zum Geschlechtsverkehr kommen werde, habe enthalten wollen. Retrospektiv könne eine gewisse Gleichgültigkeit seinerseits gegenüber den Integritätsinteressen der Beschwerdegegnerin 2 erkannt werden. Der Erfolgseintritt, d.h. die durch C.________ gegen den Willen der Beschwerdegegnerin 2 an dieser vorgenommenen sexuellen Handlungen, habe bzw. hätten sich ihm jedoch nicht als derart wahrscheinlich aufdrängen müssen, dass von einer Inkaufnahme ausgegangen werden könne. Weil er ausserhalb des Zimmers keine Gegenwehr der Beschwerdegegnerin 2 habe vernehmen können, könne ihm zudem auch keine Inkaufnahme des Taterfolgs im Laufe der Tathandlungen vorgeworfen werden.