Citation: 5A_507/2008 05.08.2008 E. 2

Aus dem angefochtenen Entscheid ergibt sich, dass der Beschwerdeführer an einer Persönlichkeitsstörung leidet, die sich u.a. in seinem Reisedrang zeigt, den er ohne jegliches Zeitgefühl und ohne entsprechende Planung (Kleidung, Beschaffung der notwendigen finanziellen Mittel) auslebt. So ist der Beschwerdeführer bereits dreimal ohne sich entsprechend zu bekleiden aus der geschlossenen Abteilung des Alters- und Pflegeheims A.________ weggelaufen, wobei er letztmals bis nach Biel gefahren war und mit dem Krankenauto wieder zurückgefahren werden musste. Der Gutachter hatte vor erster Instanz ausgeführt, der Beschwerdeführer weise mit seinen 85 Jahren aufgrund seiner massiven Selbstüberschätzung eine stark verminderte Zurechnungsfähigkeit auf. Ferner gilt der Beschwerdeführer als depressiv und leidet an einem Alkoholproblem. Laut dem von der Vorinstanz berücksichtigten Gutachten gilt die Denkweise des Beschwerdeführers als derart realitätsfremd, dass er ausserhalb der Klinik nicht für sich sorgen kann, wobei sein hohes Alter eine Rolle spielt. Die Selbstgefährdung wird insbesondere auch deshalb bejaht, weil der Beschwerdeführer bereits mehrere Male in lebensbedrohlichem Zustand aufgefunden worden sei, z.B. vor dem Erfrieren oder Verhungern, und wieder habe aufgepäppelt werden müssen. In diesem Zusammenhang wird auf den Vorfall vom 1. August 2007 hingewiesen, wo der Beschwerdeführer von seinem Nachbarn in der Wohnung verletzt liegend aufgefunden worden war und stark untergewichtig und in schlechtem Zustand notfallmässig habe ins Spital eingeliefert werden müssen. Dem Beschwerdeführer droht laut dem angefochtenen Entscheid bei einer Entlassung weiterhin Selbstgefährdung infolge ungenügender Ernährung, damit verbundenem Gewichtsverlust und Alkoholkonsum. Ferner droht eine zunehmende Verwahrlosung. Das Obergericht kommt daher zum Schluss, dass dem Beschwerdeführer die nötige persönliche Fürsorge nur in einer Anstalt gewährt werden könne.