Citation: 4A_580/2017 E. 2.7

2.7. Der Beschwerdegrund von Art. 190 Abs. 2 lit. c IPRG wird von der Beschwerdeführerin auch nicht aufgezeigt mit dem Vorbringen, aus der Gegenüberstellung ihres Rechtsbegehrens Ziffer 1.8 und Dispositiv-Ziffer 2e (ii) sei ersichtlich, dass ihr Auskunftsbegehren "viel genauer formuliert" sei. Entsprechendes gilt für den Einwand, Dispositiv-Ziffer 2e (ii) schweige sich zu den von ihr verlangten Punkten aus. Das Schiedsgericht hält in seiner Entscheidbegründung (Rz. 671 und 692) ausdrücklich fest, dass es das Auskunftsbegehren lediglich teilweise gutgeheissen hat. Indem das Schiedsgericht Antrags-Ziffer 1.8 lediglich im beschränkten Umfang von Dispositiv-Ziffer 2e (ii) schützte, im Übrigen jedoch abwies, ist ihm weder ein Entscheid extra petita noch ein solcher infra petita vorzuwerfen. Die Beschwerdeführerin rügt mit ihren Ausführungen nicht die fehlende Beurteilung von Rechtsbegehren, sondern stellt den angefochtenen Schiedsentscheid an sich in Frage, was im Rahmen von Art. 190 Abs. 2 lit. c IPRG nicht zulässig ist (vgl. BGE 128 III 234 E. 4a). Einmal mehr wirft die Beschwerdeführerin dem Schiedsgericht pauschal eine Verletzung ihres Gehörsanspruchs vor, vermag aber auch im Zusammenhang mit Antrags-Ziffer 1.8 nicht aufzuzeigen, inwiefern es ihr verunmöglicht worden wäre, ihren Standpunkt in das Verfahren einzubringen.