Citation: 8C_101/2020 E. 3

Die Vorinstanz stellte zum Unfallhergang im Wesentlichen fest, dass der Beschwerdeführer am 17. Oktober 2015 mit einer Geschwindigkeit von 60 bis 70 km/h unterwegs gewesen war, als er einem Tier ausweichen musste, dabei von der Strasse abkam und gegen einen Baum prallte. Unter Hinweis auf die bundesgerichtlichen Kasuistik qualifizierte sie dieses Ereignis als mittelschweren Unfall im engeren Sinn (vgl. die Zusammenstellungen in den Urteilen 8C_212/2019 vom 21. August 2019 E. 4.3.3 und 8C_434/2012 vom 21. November 2012 E. 7.2.2, sowie die Urteile 8C_720/2017 vom 18. März 2018 E. 4.3 und 8C_885/2011 vom 18. Januar 2012 E. 5). Die adäquate Unfallkausalität des psychischen Gesundheitsschadens könne daher nur bejaht werden, wenn drei der von der Rechtsprechung entwickelten sieben Adäquanzkriterien erfüllt seien oder eines besonders ausgeprägt vorliege (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183, 115 V 133 E. 6c/aa S. 140; Urteil 8C_632/2018 vom 10. Mai 2019 E. 8.3). Im Folgenden kam die Vorinstanz in sorgfältiger und ausführlicher Würdigung der medizinischen Akten und der weiteren Umstände zum Ergebnis, dass kein einziges Adäquanzkriterium erfüllt sei. Damit habe die Beschwerdegegnerin den adäquaten Kausalzusammenhang zu Recht verneint. Mithin könne die Frage nach der natürlichen Unfallkausalität mangels Entscheidrelevanz offenbleiben (BGE 135 V 465 E. 5.1 S. 472; Urteil 8C_632/2018 vom 10. Mai 2019 E. 7.3), und es seien auch keine weiteren psychiatrischen Abklärungen erforderlich.