Citation: 9C_282/2023 E. 4.2.8

4.2.8. Die Beschwerdeführerin rügt schliesslich, die neuropsychologische Testung sei fehlerhaft und nicht verwertbar. Sie sei am ersten Tag nicht in ihrer Muttersprache instruiert worden. Die Vorinstanz hielt dem entgegen, am ersten Tag seien nur non-verbale bzw. wenig sprachgesteuerte Aufgaben durchgeführt worden. Überdies habe die Dolmetscherin am zweiten Tag nur punktuell übersetzen müssen. Wie es sich damit verhält, kann offen bleiben. Die neuropsychologische Abklärung stellt lediglich eine Zusatzuntersuchung dar. Es bleibt Aufgabe der psychiatrischen Fachärztin, die Arbeitsfähigkeit unter Berücksichtigung allfälliger neuropsychologischer Defizite einzuschätzen (Urteil 9C_752/2018 vom 12. April 2019 E. 5.3; Begutachtungsleitlinien Versicherungsmedizin vom 1. Juli 2020 Ziff. 5.3.3). In casu stellte Dr. med. F.________ im Rahmen der stationären Begutachtung keine kognitiven Einschränkungen mit Auswirkungen auf das funktionelle Leistungsvermögen fest. Die Ergebnisse des neuropsychologischen Verfahrens bleiben daher ohne unmittelbaren Einfluss auf die Arbeits (un) fähigkeit.