Citation: 5A_544/2024 E. 3.3

3.3. Der Beschwerdeführer hält dem entgegen, er habe bereits anlässlich des Pfändungsvollzugs angegeben, in einer Wohngemeinschaft zu leben und dies sei im Pfändungsprotokoll vom 19. März 2024 auch so vermerkt worden. Die Vorinstanz und das Betreibungsamt hätten sich trotz seines ausdrücklichen Angebots nicht persönlich von den Verhältnissen vor Ort überzeugt. Bei einer offiziellen Abklärung der räumlichen Situation wäre festgestellt worden, dass er und seine (Wohn-) Partnerin eine Maisonette-Wohnung bewohnten. Seine (Wohn-) Partnerin bewohne die 2. Etage und er die 3. Etage. Sie hätten separate Badezimmer und auch unterschiedliche Orte, was die Betten, die Computer, die Kleidung sowie die Haushaltsreiniger mit Utensilien betreffe. Nur die Küche und das Wohnzimmer würden geteilt. Bei der Bezahlung der wöchentlichen Einkäufe würden sie sich abwechseln und auch bei der Miete, beim Strom, beim Internet sowie bei den Abgaben für die Serafe würden sie zusammenspannen. Sie seien finanziell voneinander unabhängig und hätten auch kein gemeinsames Konto. Sie würden lediglich unter dem gleichen Dach wohnen und hätten ansonsten keine enge private Verbindung, wie dies in einer Liebschaft, einem Konkubinat oder einer Ehe der Fall sei. Sie hätten die Wohngemeinschaft einzig deshalb gegründet, um nicht zu vereinsamen. Ein Konkubinat bestehe somit nicht. Ein solches nur nach der Dauer des Zusammenlebens zu definieren, greife viel zu kurz, da man ansonsten jede Studenten-WG als Konkubinat bezeichnen müsste. Die Argumentation der Vorinstanz scheitere aber auch daran, dass von einem stabilen Konkubinat (je nach Rechtsbereich) erst ab einer Zeitdauer von 2 bis 5 Jahren gesprochen werden könne.