Citation: 1B_427/2014 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer steht in Strafuntersuchung wegen erheblicher Straftaten, insbesondere wegen Urkunden- und Vermögensdelikten, die im Zusammenhang mit seiner früheren Geschäftstätigkeit stehen. Den Vorinstanzen lag ein entsprechender Entwurf für eine Anklageschrift von rund 30 Seiten vor, die mit dem Strafantrag schliesst, der Beschwerdeführer sei zu einer Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren unter Anrechnung der Untersuchungshaft zu verurteilen. Auch wenn es sich dabei lediglich um einen Parteiantrag handelt, der das Strafgericht nicht bindet, kann dies doch als Anhaltspunkt für die Schwere der dem Beschwerdeführer vorgeworfenen Straftaten dienen. Dabei ist im Haftprozess nicht im Detail auf die einzelnen Anschuldigungen einzugehen und damit das Strafverfahren inhaltlich vorwegzunehmen. Vielmehr hat eine Plausibilitätsprüfung zu erfolgen, die zu einer vorläufigen Würdigung des Tatvorwurfs insgesamt unter Wahrscheinlichkeitsaspekten führt. Der Beschwerdeführer vermag die im Entwurf der Anklageschrift enthaltenen und ihm vorgehaltenen Anschuldigungen nicht ohne weiteres so zu entkräften, dass sie im Haftverfahren von vornherein unwesentlich erschienen. Es ist daher vorerst unverändert von einem schweren Tatvorwurf gegenüber dem Beschwerdeführer auszugehen. Dabei kann offen bleiben, ob weitere Tatvorwürfe aus einem anderen offenbar hängigen Strafverfahren mitberücksichtigt werden dürfen, was unter den Verfahrensbeteiligten strittig ist.