Citation: 2C_608/2021 E. 1.3.1

1.3.1. Als Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung im Sinne von Art. 83 lit. f Ziff. 1 BGG möchte die Beschwerdeführerin beantwortet wissen, ob die Zuschlagserteilung - anstelle eines Ausschlusses vom Vergabeverfahren - erfolgen dürfe, obwohl nachgewiesen sei, dass ein Mitglied der Zuschlagsempfängerin in mindestens zwei Fällen im Jahr 2019 einen Gesamtarbeitsvertrag verletzt habe und gegen dieses Mitglied der Arbeitsgemeinschaft am 18. Februar 2021 ein Verfahren wegen Nichteinhaltung der Arbeitsbedingungen eingeleitet worden sei. Es stelle sich in diesem Zusammenhang die Frage, so die Beschwerdeführerin weiter, ob es massgebend sei, dass kein rechtskräftiger Entscheid vorliege, in dem festgestellt werde, dass die Arbeitsschutzbestimmungen oder Arbeitsbedingungen nicht eingehalten worden seien. Die Beschwerdeführerin wirft damit die Frage auf, inwieweit sich die Nichteinhaltung der Arbeitsschutzbestimmungen oder Arbeitsbedingungen im Zeitpunkt der Zuschlagserteilung und des kantonalen Rechtsmittelentscheids konkretisiert haben müsste, damit ein Ausschluss der betreffenden Anbieterin aus dem Vergabeverfahren erfolgen dürfe. Die Beschwerdeführerin zeigt hierzu auf, dass sie im vorinstanzlichen Verfahren Urkundenbeweise eingereicht habe, die nachweisen würden, dass die D.________ AG bei zwei Arbeitnehmenden im Jahr 2019 gegen die Mindestlohnvorschriften des Gesamtarbeitsvertrags der Schweizerischen Elektrobranche verstossen habe. Ausserdem habe sie die Vorinstanz darauf hingewiesen, dass die Paritätische Landeskommission der Schweizerischen Elektrobranche gegen die D.________ AG ein Verfahren eingeleitet habe.