Citation: 9C_11/2020 E. 5.4

5.4. Die Angaben der Beschwerdeführerin zu den Einschränkungen bei der Abklärung vor Ort am 24. Oktober 2017 vermögen in den verschiedenen Lebensbereichen keine Veränderung zu beweisen, machte die Beschwerdeführerin doch diese Beeinträchtigungen schon bei der letzten Überprüfung geltend (Einspracheentscheid vom 15. September 2015; vgl. auch Abklärungsbericht vom 24. Februar 2015). Entscheidend ist vielmehr, dass die RAD-Ärztin in ihrer Stellungnahme vom 10. Januar 2018 darlegte, dass sich der Befund anlässlich der Untersuchung im Spital D.________ am 15. Juni 2017 im Vergleich zu den Vorakten nicht wesentlich verschlechtert hat und die (neuen) weiteren Diagnosen zu keinen zusätzlichen Einschränkungen in den Lebensbereichen führen. Es ist somit nicht offensichtlich unrichtig, wenn das kantonale Gericht mit der RAD-Ärztin schloss, es lägen keine in revisionsrechtlicher Hinsicht relevanten Veränderungen vor. Insbesondere zeigt sich keine Veränderung bezüglich der Hilfsbedürftigkeit beim Anlegen von Stützstrümpfen. Die Beschwerdeführerin benötigt dafür zwar Hilfe, sie trägt solche aber nach wie vor nicht regelmässig. Unter diesen Umständen kann offengelassen werden, ob diese Dritthilfe bei der alltäglichen Lebensverrichtung "An-/Auskleiden" oder bei der Notwendigkeit einer dauernden Pflege zu berücksichtigen wäre (vgl. Urteil 9C_656/2012 vom 22. Mai 2013 E. 4.2; Rz. 8014.1 KSIH in der seit 1. Januar 2017 gültigen Fassung), oder ob in diesem Fall für die Stützstrümpfe überhaupt eine ärztliche Verordnung vorliegt. Mit den Einschränkungen beim An- und Auskleiden hat sich im Übrigen der RAD in der Stellungnahme vom 17. Februar 2015 im Rahmen des letzten Revisionsverfahrens eingehend befasst und dargelegt, die nach der Rückenoperation (LWS) von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Bewegungseinschränkung sei nicht nachvollziehbar. Gleiches gilt in Bezug auf die vorgebrachten Limitierungen beim Essen: Die Beschwerdeführerin gab bei der aktuellen Abklärung an, ihr müssten alle Speisen zerkleinert werden, andererseits ist sie in der Lage ca. 100 Meter an Krückstöcken zu gehen, was gemäss Bericht des RAD vom 7. Juli 2015 auf die Gebrauchsfähigkeit der Hände hinweise. Es ist somit nicht offensichtlich unrichtig, dass die Vorinstanz bezüglich dieser Lebensverrichtung eine massgebliche Veränderung verneinte. Aus demselben Grund vermögen auch die Vorbringen der Beschwerdeführerin zu den Einschränkungen in anderen Lebensverrichtungen keine Bundesrechtswidrigkeit des vorinstanzlichen Entscheids aufzuzeigen.