Citation: 4A_43/2020 E. 2.3

2.3. Gegenstand des Beweises sind nach Art. 150 Abs. 1 ZPO rechtserhebliche, streitige Tatsachen. Im angefochtenen Entscheid wird lediglich festgehalten, die Beschwerdeführerin habe nicht geltend gemacht, dass die Stiftungsaufsicht in einem allgemeinverbindlichen positiven Entscheid die Vereinbarkeit ihres Vorgehens mit dem Stiftungszweck festgestellt habe. Die Beschwerdeführerin stellt diese Feststellung in tatsächlicher Hinsicht nicht in Frage, sondern räumt im Gegenteil selber ein, dass ein solcher Entscheid der Aufsichtsbehörde nicht vorliegt. Aus ihren Ausführungen geht nicht hervor, welche streitige Tatsache mit der beantragten schriftlichen Auskunft (vgl. Art. 168 Abs. 1 lit. e i.V.m. Art. 190 ZPO) hätte bewiesen werden sollen. Vielmehr zieht sie aus dem Ausbleiben eines entsprechenden Entscheids der Aufsichtsbehörde eigene Schlüsse hinsichtlich der Auslegung des Stiftungszwecks. Dabei handelt es sich jedoch - wie bei der Frage der Zulässigkeit des Vorgehens der Beschwerdeführerin im Allgemeinen - um eine Rechtsfrage, die dem Beweis nicht zugänglich ist. Die Rüge, der Gehörsanspruch bzw. das Recht auf Beweis sei verletzt, stösst ins Leere.