Citation: 8C_238/2023 E. 5.2

5.2. Auch der Verweis auf den Bericht der Klinik D.________ zielt ins Leere. Zwar sind an einen Bericht behandelnder Ärzte zur Glaubhaftmachung einer Sachverhaltsveränderung keine strengen Anforderungen zu stellen (vgl. vorne E. 3.2.2). Gleichwohl ist auch von einem solchen Bericht zu verlangen, dass er nachvollziehbar aufzeigt, aufgrund welcher Befunde die behandelnden Fachpersonen von einer erheblichen Verschlechterung des Gesundheitszustandes ausgehen. Wie bereits die Vorinstanz vermerkte, wird im Bericht der Klinik D.________ jedoch nicht ansatzweise dargelegt, dass und inwiefern sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin im vorliegend massgebenden Vergleichszeitraum zwischen den Verfügungen vom 8. April 2019 und vom 20. September 2022 verändert und sich ihre Arbeitsfähigkeit auf 20 % reduziert haben soll. Vielmehr gehen die Ärzte - in Übereinstimmung mit Dr. med. B.________ - ausdrücklich von einem Andauern der Beschwerden seit Ende 2015 aus. Inwiefern die Schlussfolgerung der Vorinstanz, es handle sich lediglich um eine abweichende (diagnostische) Würdigung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen medizinischen Sachverhaltes, vor diesem Hintergrund geradezu willkürlich (vgl. vorne E. 1.2) oder sonstwie bundesrechtswidrig sein soll, ist nicht ersichtlich. Dies umso weniger, als das Gutachten bzw. die Einschätzungen des Dr. med. B.________ im Bericht der Klinik D.________ mit keinem Wort erwähnt werden. Auf die Vorbringen der Beschwerdeführerin zur fachärztlichen Qualifikation der Ärzte der Klinik D.________ braucht damit mangels Relevanz nicht weiter eingegangen zu werden. Am Ergebnis vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass es bei der Beschwerdeführerin laut der Klinik D.________ zwei- bis dreimal wöchentlich zu Synkopen mit Amaurosen (Bewusstlosigkeit mit völliger Erblindung eines oder beider Augen) komme und sie unter häufigen "Palpitationen mit Herzrasen", "wandernden, diffusen Schmerzen", einer "dauerhaften Dyspnoe NYHA II mit vermehrten zentro-thorakalen Schmerzen ohne Ausstrahlung", einer "Urininkontinenz Grad II" sowie einem "unspezifischen Schwankschwindel bis hin zum Translationsschwindel" leide. Die Schmerz- und Schwindelproblematik wurde bereits von Dr. med. B.________ im Rahmen der Diagnose einer Neurasthenie berücksichtigt. Hinsichtlich der übrigen Beeinträchtigungen ergibt sich aus dem Bericht zum einen, dass es sich um eine blosse Wiedergabe der Schilderungen der Beschwerdeführerin handelt. Zum anderen wird im Bericht der Klinik D.________ Klinik auch nicht dargelegt, inwieweit sich diese Leiden auf die Arbeitsfähigkeit auswirken sollen, da die attestierte Arbeitsunfähigkeit von 80 % allein auf der Diagnose ME/CFS/FM beruht.