Citation: 1C_325/2016 E. 2.4

2.4. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Urteil die unterschiedlichen Standpunkte der Verfahrensbeteiligten ausführlich wiedergegeben (angefochtenes Urteil S. 1 - 7; vgl. auch Sachverhalt lit. A. hiervor). Hingegen hat sie keinerlei Feststellungen zum Sachverhalt getroffen, sodass unklar bleibt, von welchen tatsächlichen Voraussetzungen sie ausgeht (insbesondere betreffend die Anzahl Bäume und deren Höhe sowie bezüglich des Abstands der Bepflanzungen zur Via da Scheia). Der Sachverhalt ergibt sich auch nicht mit hinreichender Klarheit aus den Akten. Die Vorinstanz begnügt sich mit der Feststellung, dass die Anpflanzungen lichter seien als jene die sie ersetzten. Dies genügt indes, wie die Beschwerdeführer zu Recht rügen, zur Verneinung der Bewilligungspflicht nicht. Die Vorinstanz geht nicht auf die Vorbringen der Beschwerdeführer ein und setzt sich nicht mit der korrekt wiedergegebenen bundesgerichtlichen Rechtsprechung auseinander. Ob es sich rechtfertigt, Pflanzungen Anlagen im Sinne von Art. 22 Abs. 1 RPG gleichzustellen, beurteilt sich nach den konkreten Auswirkungen der Pflanzungen auf die Umgebung. Vorliegend stellt sich namentlich die Frage, ob die Pflanzungen die Verkehrssicherheit auf der Via da Scheia gefährden können (etwa durch Vereisung der Fahrbahn wegen Schattenwurfs, stürzende Bäume, Behinderung der Schneeräumung, Verletzung der Abstandsvorschriften). Um dies beurteilen zu können, muss der Umfang der Anpflanzung erstellt sein, was vorliegend nicht der Fall ist.