Citation: 6B_1199/2018 E. A

A.a. X.________ (Parallelverfahren 6B_1209/2018) war ab Ende der 1970er Jahre in Deutschland als Unternehmer tätig. Er wurde mit Urteilen vom 18. Dezember 2001 und 22. Mai 2003 vom Landgericht Mannheim/D wegen von ihm und weiteren Personen begangener Betrugshandlungen mit Horizontalbohrmaschinen im Umkreis der Ab.________ GmbH & Co. KG (nachfolgend A.________ des Betruges in 145 Fällen, des bandenmässigen Betruges in weiteren 97 Fällen sowie des Kapitalanlagebetruges in Tateinheit mit versuchtem bandenmässigen Betrug schuldig erklärt und zu einer langjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. X.________ hatte im Zeitraum von 1991 bis 2000 aus seiner betrügerischen Geschäftstätigkeit Vermögen im Umfang von mindestens DM 325 Mio. (ca. Euro 166 Mio.) erlangt. Um dieses dem Zugriff der Gläubiger zu entziehen, hatte X.________ seine Einnahmen durch verschiedene Verschleierungsmassnahmen getarnt und die Gelder bzw. die damit angeschafften Vermögensgegenstände verdeckt insbesondere auf Z.________ (Parallelverfahren 6B_1208/2018) übertragen, mit der er seit 1982 verheiratet war. Insgesamt wurden bei X.________ und Z.________ etwa DM 350 Mio. (ca. Euro 179 Mio.) ermittelt und überwiegend für die Insolvenzmasse gesichert. Z.________ war an den betrügerischen Handlungen im Umfeld der A.________ nicht beteiligt. Nach der Verurteilung ihres Ehemannes verlegte sie ihren Wohnsitz mit ihren Kindern in die Schweiz. Im Jahr 2004 wurde ihre Ehe mit X.________ geschieden. Das Amtsgericht Karlsruhe/D eröffnete am 1. Mai 2000 über die Vermögen von X.________ und der A.________ das Insolvenzverfahren. Am 30. April 2001 schlossen der Insolvenzverwalter und Z.________ nach Abstimmung mit den zuständigen Strafverfolgungsbehörden sowie nach Erörterung und Zustimmung durch den Gläubigerausschuss vor einem Basler Notar eine Vergleichs- und Auseinandersetzungsvereinbarung. Mit der Vereinbarung verpflichtete sich Z.________ im Wesentlichen, ihr gesamtes Vermögen (insg. DM 366'776'572.--) gegen eine Entschädigung von DM 20 Mio. (ca. Euro 10,23 Mio.; angefochtenes Urteil S. 149 FN 1119) an die Insolvenzverwaltung zu übertragen. Am 26. Juli und am 17. September 2001 schlossen die Parteien Ergänzungsvereinbarungen, welche u.a. die Liegenschaft in D.________ betrafen (vgl. hiezu Urteil 4A_65/2017 vom 19. September 2017 Sachverhalt A., mit Hinweisen). Am 28. November 2005 wurden die Insolvenzvereinbarungen seitens Z.________ widerrufen. A.b. Die Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsstraffälle und Organisierte Kriminalität des Kantons Thurgau eröffnete im Juni 2009 aufgrund einer Meldung der Meldestelle für Geldwäscherei (MROS) eine Strafuntersuchung gegen Z.________. Sie wurde in diesem Verfahren von Rechtsanwalt Y.________ amtlich verteidigt, mit welchem sie seit dem Jahr 2002 bekannt war. In der Folge wurde das Verfahren auf diesen ausgedehnt. Y.________ wird vorgeworfen, er sei ab August 2004 im Rahmen eines auf den als Strohmann eingesetzten Vater von X.________ eröffneten Mandats im Zusammenhang mit der Liegenschaft in D.________ (Villa E.________) für Z.________ als Rechtsanwalt tätig gewesen und habe spätestens ab Ende März 2005 die Interessen der ganzen Familie X.________ vertreten. In dieser Funktion habe er daran mitgewirkt, die aus dem A.________-Betrug herrührenden Vermögenswerte von Z.________ gegenüber der deutschen Insolvenzverwaltung zu sichern und deren Zugriff auf jene zu vereiteln.