Citation: C 379/99 16.02.2000 E. 3

3.- a) Nach der Rechtsprechung ist der Begriff Kurs nicht wörtlich zu verstehen; es kommt vielmehr darauf an, ob die Vorkehr hinsichtlich Führung, Organisation, Programm und inhaltlicher Vermittlung von Fähigkeiten und Kenntnis- sen als Präventivmassnahme betrachtet werden kann (ARV 1987 Nr. 12 S. 114 Erw. 2b). In zeitlicher Hinsicht ist festzu- stellen, dass nur Kurse von beschränkter Dauer als Mass- nahmen der Umschulung, Weiterbildung oder Eingliederung im arbeitlosenversicherungsrechtlichen Sinne anerkannt werden können; die Höchstgrenze liegt dabei bei einem Jahr (ARV 1986 Nr. 17 S. 66 Erw. 2b). Eine weitere Voraussetzung ist, dass die Kosten des Kurses in einem angemessenen Ver- hältnis zum angestrebten Ziel stehen; der Versicherte hat in der Regel nur Anspruch auf die dem jeweiligen Einglie- derungszweck angemessene und notwendige Massnahme, nicht aber auf die nach den gegebenen Umständen bestmögliche Vor- kehr; denn das Gesetz will die Eingliederung lediglich so- weit sicherstellen, als diese im Einzelfall notwendig und genügend ist (ARV 1998 Nr. 13 S. 68 Erw. 2 mit Hinweis auf die im Bereich der Invalidenversicherung entwickelte Recht- sprechung, die sinngemäss auch auf dem Gebiete der Arbeits- losenversicherung gilt). b) Vorliegend besteht zwar ein schematischer Aufbau der Betreuung, doch ist dieser nicht auf die Vermittlung von Fähigkeiten und Kenntnissen ausgerichtet, sondern auf die konkrete Stellensuche. Auch weist die Vorkehr keinen zeitlich genau definierten Rahmen auf. Dass die Beratung in der Regel nach sechs Monaten beendet ist, weil die betref- fende Person eine neue Anstellung antreten konnte, vermag dem Erfordernis der festgelegten Dauer nicht zu genügen; so könnte die Beratung auch ohne weiteres über ein Jahr dau- ern, zumal die betroffenen Personen auch noch nach Stellen- antritt weiter betreut werden, was jedoch den Rahmen der arbeitsmarktlichen Massnahmen im Sinne von Art. 59 und 60 AVIG eindeutig sprengt. Im Übrigen ist festzuhalten, dass die Kosten der "Out- placement Beratung" vergleichsweise hoch sind; das AWA hat dem Versicherten seinerseits die Teilnahme an Kursen zur Standortbestimmung, welche die Voraussetzungen der Zweck- mässigkeit und Einfachheit der Vorkehr erfüllen, angeboten. Dieser ging jedoch nicht darauf ein. Die "Outplacement Be- ratung" mag unter Berücksichtigung der persönlichen Um- stände des Beschwerdeführers die bestmögliche Massnahme darstellen, ist jedoch im Rahmen der Arbeitslosenver- sicherung nicht als angemessen zu betrachten.