Citation: 9C_955/2015 E. 3.1

3.1. Das polydisziplinäre Gutachten der medaffairs enthält Beurteilungen aus verschiedenen Disziplinen, worunter aus den Fachbereichen Psychiatrie und Neurologie. Dass keine neuropsychologische Abklärung durchgeführt wurde, trifft zu. Aus welchen Fachrichtungen Ärzte für die Untersuchung einer versicherten Person beizuziehen sind, ist indessen der MEDAS als Fachstelle überlassen. Im vorliegenden Fall kommt hinzu, dass die IV-Stelle der Versicherten die vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) für die polydisziplinäre Untersuchung empfohlenen Disziplinen - Psychiatrie, Neurologie, Rheumatologie, gegebenenfalls HNO - der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 13. März 2014 bekannt gegeben hat, wobei diese von der Gelegenheit, Zusatzfragen zu stellen, keinen Gebrauch machte. Insbesondere brachte sie auch nicht vor, es sei eine neuropsychologische Untersuchung erforderlich. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass bei der psychiatrischen Untersuchung in der MEDAS eine gewisse belastungsabhängige kognitive Leistungseinschränkung festgestellt wurde. Indessen hat der Psychiater dieser Beeinträchtigung keinen Krankheitswert mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit beigemessen. Dass die Vorinstanz gestützt auf die entsprechenden ärztlichen Angaben keine teilweise Arbeitsunfähigkeit bejaht hat, ist jedenfalls nicht offensichtlich unrichtig (E. 1 hievor), was die Beschwerdeführerin denn auch zu Recht nicht geltend macht.