Citation: 8C_638/2009 18.12.2009 E. A

P.________, geboren 1968, arbeitete als Ärztebesucherin für die A.________ AG und war bei der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend: "Zürich" oder Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 10. Juni 2006 um 06.30 Uhr drang ein Mann gewaltsam durch die Gartensitzplatztüre in das Wohnzimmer ihrer Parterre-Wohnung ein. Als er Gegenstände aus ihrer Wohnung an sich nehmen wollte, kam es zu einer tätlichen Auseinandersetzung. Der Täter drehte der Versicherten einen Arm auf den Rücken, drängte sie auf ihr Bettsofa zurück, wo sie auf dem Bauch zu liegen kam, und fixierte sie - auf ihrem Rücken kniend -, um sie auf ihr Gesäss und ihre Oberschenkel schlagen zu können. Als sie wieder genügend Atemluft bekam, schrie sie um Hilfe, worauf der Täter ein Mobiltelefon und eine Filmkamera an sich nahm und die Flucht ergriff. Die an den Tatort herbei gerufene Polizei protokollierte anlässlich der unmittelbar anschliessenden Einvernahme der Versicherten unter anderem, dass diese seit dem tätlichen Angriff an Schmerzen im rechten Unterarm, im Schultergelenk, im Rücken und im Unterleib leide. Sie habe sich am 3. April 2006 einer Unterleibsoperation mit Bauchschnitt unterziehen müssen, weshalb sie noch immer in Behandlung bei ihrem Hausarzt Dr. med. H.________ stehe. Der bei akuten Schmerzen in der Lendenwirbelsäule (LWS) gleichentags konsultierte Hausarzt veranlasste eine Magnetresonanz-Untersuchung, welche am 20. Juni 2006 im Wesentlichen eine "grosse rechts mediolaterale Diskushernie auf Höhe [der Lendenwirbelkörper] LWK4/5 mit hochgradiger Einengung des Spinalkanals und Einengung des Recessus lateralis von LWK5 rechtsbetont" sowie eine wahrscheinliche Nervenwurzelreizung L5 rechts zeigte. Die "Zürich" anerkannte ihre Leistungspflicht, übernahm die Heilbehandlung und erbrachte ein Taggeld. Am 29. Juni 2006 suchte die Versicherte wegen progressiver Reithosenparästhesie und Hypoästhesie mit Schwäche bei der Fusseversion notfallmässig die Neurochirurgin Dr. med. L.________ in der Klinik X.________ auf, welche am 30. Juni 2006 operativ unter anderem eine Mikrodiscektomie LWK4/5 rechts durchführte. Am dritten postoperativen Tag kam es infolge einer Flexionsbewegung erneut zu einer extrem grossen Rückenblockade mit Schmerzausstrahlung, weshalb die Neurochirurgin am 4. Juli 2006 zur Behandlung des Rezidivs der Diskushernie median L4/5 einen weiteren operativen Eingriff mit "Remikrodiscektomie L4/5 rechts [...], mikrochirurgischer Dekompression L4/5 links [...] und Implantation einer interspinösen DIAM zur Stabilisation auf Höhe L4/5" vornahm. Nachdem Dr. med. G.________ im Auftrag der "Zürich" den natürlichen Kausalzusammenhang zwischen den festgestellten Beschwerden und dem versicherten Unfall vom 10. Juni 2006 verneint hatte (Aktenbeurteilung vom 23. November 2006 S. 5), stellte sie sämtliche Leistungen per 28. Juni 2006 ein, weil an diesem Tag der Status quo ante respektive sine wieder erreicht worden sei (Verfügung vom 15. Februar 2007). Auf Einsprache hin veranlasste die "Zürich" ergänzende Abklärungen. In teilweiser Gutheissung der Einsprache anerkannte die "Zürich" ihre weitere Leistungspflicht - insbesondere unter ausdrücklichem Einbezug der beiden Rückenoperationen vom 30. Juni und 4. Juli 2006 - und stellte die gesetzlichen Leistungen nach UVG nunmehr per 31. März 2007 ein (Einspracheentscheid vom 17. September 2007).