Citation: 1P.67/2004 14.09.2004 E. 3

Das Recht des Betroffenen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden, ist wie sein Recht, sich vor Erlass eines in seine Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen, Teil seines Anspruchs auf rechtliches Gehör (BGE 119 Ia 136 E. 2d S. 139; 118 Ia 17 E. 1c S. 19; 115 Ia 8 E. 2b S. 11, mit Hinweisen). Der Anspruch auf rechtliches Gehör der an einem Verfahren beteiligten Partei bestimmt sich zunächst nach Massgabe des kantonalen Rechts. Unabhängig davon greifen die unmittelbar aus Art. 29 Abs. 2 BV folgenden bundesrechtlichen Minimalgarantien Platz (BGE 125 I 417 E. 7a S. 430; 124 I 241 E. 2 S. 242 f., je mit Hinweisen). Art. 42 StPO/FR umschreibt den Umfang des Anspruchs auf rechtliches Gehör als Anspruch darauf, Tatsachen vorzubringen und rechtliche Erwägungen anzustellen, die Akten einzusehen, den von einem Richter persönlich durchgeführten Beweiserhebungen beizuwohnen und zu beantragen, dass bestimmte Beweismittel erhoben und Zusatzfragen gestellt werden. Damit enthält diese Bestimmung hinsichtlich des rechtlichen Gehörs keine weitergehenden Garantien als Art. 29 Abs. 2 BV, deren Einhaltung das Bundesgericht mit freier Kognition überprüft. Eine gesonderte Überprüfung des angefochtenen Entscheids auf seine Vereinbarung mit Art. 42 StPO/FR erübrigt sich somit.