Citation: 1C_121/2022 E. 2

Die Vorinstanz hat in formeller Hinsicht festgehalten, die Beschwerdegegnerin habe der Beschwerdeführerin ein ausführliches Aktenverzeichnis zukommen lassen und deren Gesuch um Akteneinsicht in sämtliche konkret benannten Dokumente entsprochen. Streitgegenstand bilde deshalb einzig das von der Beschwerdegegnerin abgelehnte Gesuch um Erstellung zusätzlicher Aktenverzeichnisse. Soweit die Beschwerdeführerin sodann beantrage, die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die Fragen zu beantworten, die sie in ihrem Schreiben vom 10. Februar 2020 gestellt habe, könne darauf nicht eingetreten werden. Denn diese Fragen würden alle das parallel geführte Beschwerdeverfahren betreffend die Ausschreibungspflicht nach dem Binnenmarktgesetz betreffen. In der Sache hat die Vorinstanz zunächst die allgemeine Rechtslage nach dem Gesetz des Kantons Basel-Landschaft vom 10. Februar 2011 über die Information und den Datenschutz (Informations- und Datenschutzgesetz, IDG/BL; SGS 162) dargestellt. Sodann hat sie erwogen, die Beschwerdegegnerin habe im Hinblick auf das Parallelverfahren betreffend die Ausschreibungspflicht nach dem Binnenmarktgesetz ein umfangreiches Aktenverzeichnis erstellt, worin der Aktenbestand detailliert verzeichnet sei. Es bestehe kein Anlass, an der Vollständigkeit der eingereichten Akten zu zweifeln. Somit sei davon auszugehen, dass keine weiteren Aktenverzeichnisse bestünden. Die Beschwerdegegnerin könne gestützt auf § 23 Abs. 1 IDG/BL nicht dazu verpflichtet werden, solche zu erstellen, um die Ausübung des Informationsanspruchs zu erleichtern. Die Forderung der Beschwerdeführerin sei daher unbegründet.