Citation: 9C_590/2016 E. 2.3

2.3. Was den Zeitraum ab Wiederaufnahme des Studiums im Frühjahrssemester 2015 anbelangt, verneinte die Vorinstanz einen Anspruch auf Übernahme invaliditätsbedingter zusätzlicher Kosten schon deshalb, weil solche im Vergleich zu den Aufwendungen gesunder Mitstudentinnen und Mitstudenten der Beschwerdeführerin nicht ausgewiesen seien. Dieser Auffassung ist beizupflichten (Urteil I 77/06 vom 20. Juni 2006 E. 2.2). Zutreffend ist auch die vorinstanzliche Erwägung, wonach der Ausfall einer Nebenbeschäftigung keine Mehrkosten zu begründen vermag (Urteil I 568/99 vom 16. März 2000 E. 2c). Ein invaliditätsbedingt entfallender Verdienst, der ohne Gesundheitsschaden neben dem Studium erzielt würde, wäre gegebenenfalls taggeldmässig zu entschädigen (BGE 126 V 461 E. 2 S. 462; Silvia Bucher, Eingliederungsrecht der Invalidenversicherung, 2011, S. 473 Rz. 967). Die Übernahme invaliditätsbedingter Mehrkosten nach Art. 16 Abs. 1 IVG fällt nach dem Gesagten ausser Betracht, ohne dass hier die vorinstanzlich offen gelassene Frage zu beantworten wäre, ob die Fortführung des Jus-Studiums bis zum Bachelorabschluss eine für die Beschwerdeführerin geeignete Ausbildung darstellt.