Citation: 8C_188/2024 E. 6.3

6.3. Führt die Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit dem Abzug vom Tabellenlohn zunächst ihr fortgeschrittenes Alter an, so ist ihr entgegenzuhalten, dass die vorliegend anwendbare Tabelle T17 bereits explizit nach Alter differenziert. Dementsprechend zeigt sich auch im vorliegend einschlägigen Bereich, dass Frauen mit zunehmenden Alter mehr verdienen (vgl. LSE 2020, Tabelle T17, Spalte 26, Frauen). Inwiefern die Beschwerdeführerin ihre Arbeitsfähigkeit aufgrund des Lebensalters dennoch nur mit unterdurchschnittlichem Erfolg verwerten können sollte, geht aus der Beschwerde nicht hervor. Ebenso wenig stichhaltig ist die geltend gemachte langjährige Abwesenheit vom Arbeitsmarkt. Vielmehr muss diese im konkreten Fall nicht auf gesundheitliche (unfallkausale) Gründe, sondern unbestritten auf die Geburt des ersten Kindes der Beschwerdeführerin zurückgeführt werden. Der freiwillige Verzicht auf die Verwertung der Arbeitsfähigkeit stellt jedoch als invaliditätsfremder Faktor keinen Grund für einen Abzug dar. Dies gilt umso mehr, als sich eine langjährige Abwesenheit vom Arbeitsmarkt ohnehin nicht zwingend lohnsenkend auswirkt (vgl. Urteil 8C_390/2020 vom 25. November 2020 E. 4.5.1 mit Hinweis). Schliesslich gibt auch das von den Gutachtern der D.________ GmbH erstellte, unter anderem auf die Tätigkeit als Sozialarbeiterin zutreffende Belastungsprofil (leichte und kurzzeitig mittelschwere Tätigkeiten mit der Möglichkeit zu wechselnden Körperpositionen; vgl. Gutachten, S. 33) keinen Anhaltspunkt, dass die Beschwerdeführerin einen zusätzlichen abzugsrelevanten Lohnnachteil zu gewärtigen hätte (betreffend qualitative Einschränkungen vgl. Urteil 9C_312/2022 vom 5. Januar 2023 E. 5.5.2 mit Hinweis auf BGE 148 V 174). Demnach verletzte die Vorinstanz kein Bundesrecht, indem sie unter Berücksichtigung der konkreten Umstände auf einen Abzug vom Tabellenlohn verzichtete.