Citation: 5A_86/2019 E. 3.6

3.6. Nach dem Dargelegten liegt keine Verletzung von Bundesrecht vor, wenn das Obergericht zum Ergebnis gelangt ist, dass für das Mehrwertsteuerprivileg das bisherige Recht weitergilt, wenn vor dem Inkrafttreten der Änderung (1. Januar 2014) der Konkurs eröffnet, die Pfändung vollzogen oder die Nachlassstundung bewilligt worden ist. Im konkreten Fall steht fest, dass das Gesuch der D.________ AG um Nachlassstundung (am 27. Januar 2012) vor dem Inkrafttreten bewilligt worden ist, weshalb Art. 219 Abs. 4 Zweite Klasse SchKG in der bisherigen Fassung (d.h. einschliesslich lit. e) zur Anwendung kommt. Wenn das Obergericht die Abweisung der Kollokationsklage der Beschwerdeführerinnen bestätigt hat, ist dies nicht zu beanstanden.