Citation: 1C_348/2022 E. 5

In Bezug auf Art. 28 Abs. 1 lit. b BZO 2020 ist unbestritten, dass der Bestimmung ein planungsrechtlicher Gehalt zukommt und sie hier gestützt auf § 234 PBG/ZH im Sinne einer Voranwendung zu berücksichtigen ist. Die Bestimmung sieht eine Reduktion der zulässigen Gebäudelänge von 50 m (Art. 18 aBZO) auf 30 m vor. Dies soll gemäss den Bemerkungen zur gemeinderätlichen Revisionsvorlage eine bessere Einpassung in die Quartierstruktur sicherstellen. Das Verwaltungsgericht hatte somit nur noch zu prüfen, ob das Bauvorhaben nach Massgabe von § 234 PBG/ZH geeignet ist, die planungsrechtlichen Absichten von Art. 28 Abs. 1 lit. b BZO 2020 betreffend die maximal zulässige Gebäudelänge nachteilig zu beeinflussen. Streitig war mit anderen Worten einzig, ob der projektierte Neubau die maximal zulässige Gebäudelänge von 30 m einhält oder die Gebäudelänge der Nachbarliegenschaft, U.________ zzz, hinzugerechnet werden muss.