Citation: 4F_1/2021 E. 3.1

3.1. Im Einzelnen machen sie geltend, neue Erkenntnisse würden aufzeigen, dass das Urteil 4A_251/2020 auf einem unzutreffenden Sachverhalt beruhe. Am 28. Dezember 2020 sei der Gesuchsteller 1 von H.________ über ein in Zürich anhängiges Strafverfahren unterrichtet worden. Einen Tag später habe auch R.________ über dieses hängige Strafverfahren und dessen Stand unterrichtet. Sie hätten ausgeführt, dass sie vom zuständigen Staatsanwalt in Haft genommen worden seien. Die Strafuntersuchung sei am 26. März 2015 durch eine Strafanzeige der (ehemaligen) Klägerin 3 eingeleitet worden. Die darin enthaltenen Vorwürfe würden vom gleichen Sachverhalt handeln, wie demjenigen, der dem Urteil 4A_251/2020 zugrunde liege. Es gehe erneut um die Zusatzaufträge für den Lötschbergtunnel in einem Umfang von Fr. 1'980'348.--. Offenbar seien H.________ (als mutmasslicher Haupttäter) und R.________ nun weitgehend geständig. Gemäss einem Gespräch vom 29. Dezember 2020 mit R.________ habe dieser gegenüber den Untersuchungsbehörden in Zürich ausgesagt, dass H.________ die Idee gehabt habe, Gelder abzuzweigen für angebliche Zusatzaufträge (die nie ausgeführt worden seien und deren Ausführung auch nie beabsichtigt gewesen sei). H.________ habe auch den Plan mit der Weitergabe der Gelder durch Verträge mit Unterbeauftragten von der D.________ AG über die Beklagte 3, die O.________ AG und weiter nach Indonesien entworfen und umgesetzt. Offenbar zeige die Strafuntersuchung auf, dass die Gelder nach Durchlaufen der verschiedenen Gesellschaften auf einem Bankkonto in Australien gelandet seien, das H.________ zustehe oder zugestanden habe. Der Sachverhalt, von dem die Erstinstanz (und mit ihm die weiteren Instanzen) ausgegangen seien, basiere auf der Annahme, dass die D.________ AG über den Grundauftrag weitere Arbeiten ausgeführt habe, und dass die Gesuchsteller die D.________ AG schädigen wollten, indem sie die Arbeiten für Zusatzaufträge im Umfang von Fr. 1'980'348.-- selbst erledigt, aber das Geld an die Beklagte 3 weitergeleitet hätten. Beides treffe nicht zu.