Citation: 6B_454/2022 E. 5.4

5.4. Die Vorinstanz verletzt kein Bundesrecht, wenn sie erwägt, entgegen der ersten Instanz sei nicht davon auszugehen, dass die Beschuldigten auf das Ausbleiben jeglicher Gewalt gehofft oder sogar darauf vertraut hätten. Im Gegenteil steht es im Einklang mit der dargestellten Rechtsprechung zum Eventualvorsatz, dass die Vorinstanz das Verhalten der Beschwerdeführerin angesichts ihres Wissens um die Gefahr als Inkaufnahme des drohenden Angriffs auslegt. Dass die Beschwerdeführerin den Angriff oder gar die resultierende Verletzung des Beschwerdegegners 2 geradezu billigte, ist demgegenüber nicht erforderlich (siehe Erwägung 5.2). Was die Beschwerdeführerin in diesem Punkt vorträgt, verfängt nicht. So ist nicht ersichtlich, dass im angefochtenen Urteil die Parteien vermischt würden. Soweit im angefochtenen Urteil von den "Beschuldigten" die Rede ist, sind damit offensichtlich die unter dieser Parteibezeichnung rubrizierten Personen, also die Beschwerdeführerin, G.C.________ und E.C.________, gemeint (siehe Erwägung 4.3). Inwiefern dies eine willkürliche Beweiswürdigung indizieren soll, wie die Beschwerdeführerin annimmt, ist nicht nachvollziehbar, und die Beschwerdeführerin macht auch nicht geltend, ihr werde persönlich ein Wissen zugeschrieben, über das sie nicht verfügt habe. Abgesehen davon gehen die Ausführungen der Beschwerdeführerin nicht über eine appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid hinaus. Das gilt insbesondere, wenn sie - ohne auf die Ausführungen der Vorinstanz im Einzelnen Bezug zu nehmen - lediglich ihrerseits behauptet, sie habe nie den Willen und auch das Wissen getragen, dass dem Beschwerdegegner 2 etwas geschehen würde, sie sei absolut gegen Tätlichkeiten, tätliche Auseinandersetzungen und Gewalt per se, was schon "aus dem WhatsApp-Verkehr" hervorgehe, und ferner die Behauptung, sie und G.C.________ hätten gewusst respektive ihnen habe klar sein müssen, dass D.C.________ nicht nur mit dem Beschwerdegegner 2 reden würde, sondern es zu tätlichen Attacken kommen würde, entbehre "jeder erstellten Grundlage". Da die Argumentation auch insoweit die Begründungsanforderungen (siehe Erwägung 1) verfehlt, ist darauf nicht weiter einzugehen.