Citation: 2P.216/2002 05.02.2003 E. A

C.D.________ (geb. 1991) besuchte 1999/2000 die zweite Volksschulklasse in der Schulgemeinde G._________. Auf Antrag der Klassenlehrerin führte der Schulpsychologische Dienst G.________ eine Abklärung hinsichtlich einer allfälligen Hochbegabung durch. Der Bericht der Schulpsychologin vom 30. November 1999 hielt zusammenfassend fest, C.________ sei zweifellos ein Kind mit einer besonderen Begabung in mathematischen Fächern; hier übertreffe er altersgemässes Können bei weitem. Im sprachlichen Bereich sei er guter Zweitklassendurchschnitt. In seinem Sozialverhalten sei er ebenfalls altersgemäss. Ein Überspringen der Klasse sei nicht angebracht. Hingegen brauche er dringend eine weiterführende Individualförderung in Mathematik von wöchentlich drei bis vier Stunden. Am 14. Dezember 1999 stimmte die Schulpflege G.________ einer Individualförderung in Mathematik von wöchentlich drei Stunden zu. Am 20. Juni 2000 bedankten sich die Eltern von C.________, A. und B.D.________, bei der Schulpflege dafür, dass dieser einen Teil seiner Mathematikstunden bei Frau E.________ besuchen könne; gleichzeitig ersuchten sie darum, diese Stunden weiterhin zu bewilligen. Die Schulpflege beschloss am 11. Juli 2000, das Angebot vorläufig weiterzuführen. Mit Schreiben vom 25. April 2001 teilten A. und B.D.________ der Schulpflege G________ mit, sie hätten sich entschieden, C.________ versuchsweise bis zu den Sommerferien die Challenge-Klasse des Lernstudios Winterthur besuchen zu lassen. Ihre Tochter F.________ (geb. 1993) besuche diese bereits seit den Sportferien 2001 und es gehe ihr dort viel besser. Diesen Versuch würden sie selber bezahlen. Nachdem ihr die Klassenlehrerin mitgeteilt hatte, C.________ komme weiterhin in die Knabenstunde, in welcher man einen Pfeilbogen schnitze, orientierte die Schulpflege A. und B.D.________ mit Schreiben vom 18. Mai 2001, dass C.________ ab sofort diesen Stunden fernzubleiben habe, da er in der Schule G.________ abgemeldet worden sei und das Lernstudio Winterthur besuche; damit sehe sie sich zur Zeit nicht verpflichtet, ihn zu beschulen oder zu betreuen. Am 11. Juni 2001 richteten A. und B.D.________ ein "Gesuch betreffend Schulung von C.D.________ in der Challenge-Klasse des Lernstudios Winterthur" an die Schulpflege G._________. Sie beantragten, C.________ den Besuch dieser Kleinklasse für speziell begabte Kinder zu gestatten, nach den Sommerferien auf Kosten der Schulgemeinde G.________. Die Schulgemeinde solle das Schulgeld übernehmen, während sie für die Umtriebe und Kosten des Weges aufkämen. Falls die Schulpflege nicht das ganze Schulgeld bezahle, seien sie im Sinne einer gütlichen Einigung bereit, für ihre beiden Kinder zusammen maximal Fr. 1'000.-- pro Monat sowie die Umtriebe und die Kosten des Weges zu übernehmen. Die Schulpflege G.________ wies das Gesuch mit Beschluss vom 4. Juli 2001 ab. Sie sei überzeugt, C.________ an der öffentlichen Volksschule in G.________ eine adäquate Schulung anbieten zu können.