Citation: 6B_347/2019 E. 3.3

3.3. Gemäss Art. 122 Abs. 1 StPO kann die geschädigte Person zivilrechtliche Ansprüche aus der Straftat als Privatklägerschaft adhäsionsweise im Strafverfahren geltend machen (Art. 119 Abs. 2 lit. b StPO). Die in der Zivilklage geltend gemachte Forderung ist gemäss Art. 123 StPO nach Möglichkeit in der Erklärung nach Art. 119 StPO, spätestens aber im Parteivortrag zu beziffern und, unter Angabe der angerufenen Beweismittel, kurz schriftlich zu begründen. Gemäss Art. 126 Abs. 1 StPO entscheidet das Gericht über die anhängig gemachte Zivilklage, wenn es die beschuldigte Person schuldig spricht (lit. a). Es verweist die Zivilklage auf den Zivilweg, wenn u.a. die Privatklägerschaft ihre Klage nicht hinreichend begründet oder beziffert hat (lit. b). Wäre die vollständige Beurteilung des Zivilanspruchs unverhältnismässig aufwendig, so kann das Gericht nach Art. 126 Abs. 3 StPO die Zivilklage nur dem Grundsatz nach entscheiden und sie im Übrigen auf den Zivilweg verweisen.