Citation: 5A_14/2022 E. 3.3.4

3.3.4. Auch in der Sache vermag der Beschwerdeführer den angefochtenen Entscheid nicht als verfassungswidrig auszuweisen. Wie seine weitschweifigen Erörterungen zeigen, will der Beschwerdeführer den (Hauptsache-) Streit um das Erbrecht des Beschwerdegegners zum Thema des heute in Frage stehenden Massnahmeverfahrens machen. Entgegen dem, was der Beschwerdeführer unterstellt, hatte die Vorinstanz in diesem Massnahmeverfahren jedoch nicht zu prüfen, ob die Erbverzichtserklärung nach monegassischem oder schweizerischem Recht einer Teilungshandlung entgegensteht, noch hatte sie der Frage nachzugehen, wovon die "Existenz der erbrechtlichen Forderung" des Beschwerdegegners abhängt, oder sich dazu zu äussern, ob sich die Erbverzichtserklärung "irgendwie" nicht auf das bewegliche Vermögen in der Schweiz erstrecken sollte. Zu beurteilen hatte das Obergericht - im Hinblick auf die beantragte vorläufige Einstellung der Betreibung - ausschliesslich die Erfolgschancen der vom Beschwerdeführer angestrengten negativen Feststellungsklage. Der Beschwerdeführer zeigt nicht auf, inwiefern das Obergericht Art. 85a Abs. 2 SchKG willkürlich anwendet, wenn es zur Beurteilung dieser Prozessaussichten von den Zahlungsinstruktionen vom 11. April und 10. Mai 2017 ausgeht, gestützt darauf zum Schluss kommt, dass die Wirkungen der Erbverzichtserklärung des Beschwerdegegners umstritten sind, und die Klage aufgrund dieser vorläufigen Beurteilung nicht als sehr wahrscheinlich begründet erachtet. Anstatt sich mit den vorinstanzlichen Erwägungen auseinanderzusetzen, stützt er seine Argumentation auf blosse Behauptungen, denen zufolge die Erbverzichtserklärung klar und bedingungslos sei, das Restguthaben auf dem fraglichen Bankkonto auf jeden Fall ihm gehöre und es eine Vereinbarung über die Teilung der Erbschaft nie gegeben habe. Soweit der Beschwerdeführer im angefochtenen Entscheid schliesslich eine willkürliche Anwendung von Art. 8 ZGB ausgemacht haben will, bleibt er eine Erklärung schuldig, weshalb (im Hauptsacheprozess) nicht er zu beweisen hätte, dass die Erbverzichtserklärung (auch) das umstrittene Restguthaben auf dem Konto der U.________ AG erfasst, sondern der Beschwerdegegner die Beweislast dafür trüge, dass sich die fragliche Erklärung nicht auf die besagten Vermögenswerte erstreckt - dies obwohl nicht der Beschwerdegegner, sondern er, der Beschwerdeführer, aus der Erbverzichtserklärung seinen Anspruch auf diese Vermögenswerte ableitet. Ebenso wenig ist der Beschwerde zu entnehmen, weshalb der Beschwerdegegner seinen erbrechtlichen Anspruch beweisen müsste, falls die Erbverzichtserklärung wegfiele. Dass der Beschwerdegegner ein Nachkomme der Erblasserin ist und deshalb aus dem Erbrecht (grundsätzlich) Anspruch auf die Hälfte des mütterlichen Nachlasses hätte, bestreitet der Beschwerdeführer vor Bundesgericht nicht.