Citation: 6B_117/2024 E. 5.3.4

5.3.4. Schliesslich rügt der Beschwerdeführer, dass die Vorinstanz auf eine Befragung seiner Ex-Frau im Berufungsverfahren verzichtete. In der Tat hatte der Beschwerdeführer im Berufungsverfahren beantragt, dass seine Ex-Frau als Zeugin befragt wird. Zur Begründung führte er an, die Befragung sei notwendig zur Beurteilung, ob ein schwerer persönlicher Härtefall vorliege. Die Generalstaatsanwaltschaft hielt dagegen, die fraglichen Umstände könnten anhand der Akten ohne Weiteres erstellt werden. Es sei nicht ersichtlich, inwiefern eine Befragung der Ex-Frau des Beschwerdeführers neue Erkenntnisse bringen sollte. Mit Beschluss vom 9. August 2023 wies die Vorinstanz den Beweisantrag ab. Sie übernahm die Argumentation der Generalstaatsanwaltschaft und ergänzte, die Familienverhältnisse des Beschwerdeführers seien aktenkundig. Zudem werde er an der Berufungsverhandlung auch zu seiner Person befragt, wobei er sich zur aktuellen Beziehung zu seiner Ex-Frau werde äussern können. Das Bundesgericht prüft die Rüge unzulässiger antizipierter Beweiswürdigung nur unter dem Aspekt der Willkür (BGE 147 IV 534 E. 2.5.1; 146 III 73 E. 5.2.2; 144 II 427 E. 3.1.3; je mit Hinweisen). Die Begründung der Vorinstanz ist entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers nicht unhaltbar.