Citation: 2C_434/2019 E. 4.1.3

4.1.3. Als Gemengsteuer ("impôt mixte") bezeichnet wird die Verbindung einer Kausalabgabe mit einer Fiskalsteuer in einer einheitlichen Abgabe (BGE 140 I 176 E. 5.3 mit Hinweisen). Eine Gemengsteuer knüpft wie eine Kausalabgabe an einen individuell zurechenbaren Abgabetatbestand, namentlich an eine staatliche Leistung oder einen Vorteil, an. Der vom Staat vereinnahmte Betrag bildet aber nur teilweise ein Entgelt für die individuell zurechenbare Leistung des Staates oder den Vorteil, während für den übrigen Teil keine Gegenleistung erfolgt (HELEN KELLER/MATTHIAS HAUSER, Verfassungskonforme Ertragsverwendung einer Klimalenkungsabgabe, AJP 7/2009, S. 803 ff., S. 807; OBERSON, a.a.O., § 1 N. 11). Wie eine Kausalabgabe knüpft die Gemengsteuer an eine staatliche Leistung an, doch wird sie in ihrer Höhe nicht durch das Kostendeckungs- und Äquivalenzprinzip beherrscht und hat insoweit auch fiskalische Zwecke (BGE 130 III 225 E. 2.5; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., N. 2866; ISABELLE HÄNER, Kausalabgaben - Eine Einführung, in: Isabelle Häner/Bernhard Waldmann [Hrsg.], Kausalabgaben, 2015, S. 1 ff., S. 9 mit Hinweisen).