Citation: 2A.185/2003 27.01.2004 E. 5

5.1 Der Internal Revenue Service wirft dem Beschwerdeführer vor, unwahre Angaben bezüglich des Umfangs seiner Tätigkeiten für Y.________ gemacht zu haben. Es gehe um Provisionszahlungen, die das schwedische Unternehmen für die Vermittlung der Verträge mit der Regierung Taiwans bezahlt habe. Nach den Informationen, welche der Internal Revenue Service von den schwedischen Behörden erhalten habe, habe Y.________ in den Jahren 1989 - 1992 Kommissionen im Betrag von US $ -.-- auf das Konto Nr. 333 des Beschwerdeführers bei der UBS Hongkong überwiesen. Auf Vorhalt dieser Tatsache soll der Beschwerdeführer angegeben haben, dass es sich nicht um persönliches Einkommen, sondern um Einnahmen der B.________ International Inc. gehandelt habe; er habe das Konto Nr. 333 treuhänderisch für B.________ International Inc. geführt, weil diese nicht über die notwendige Geschäftsbewilligung in Hongkong verfügt habe. Als Beleg für seine Aussage habe der Beschwerdeführer einen Beratervertrag zwischen der Y.________ und B.________ International Inc. vorgelegt und behauptet, es handle sich um das einzige Abkommen. Aufgrund weiterer Informationen der schwedischen Behörden habe der Internal Revenue Service erfahren, dass es insgesamt vier Beraterverträge gegeben habe, zwei zwischen Y.________ und der B.________ International Inc. sowie zwei zwischen Y.________ und dem Beschwerdeführer. Die neuen Unterlagen hätten zudem gezeigt, dass Y.________ in den Jahren 1989 - 1992 auf das Konto Nr. 333 des Beschwerdeführers bei der UBS Hongkong insgesamt US $ -.-- einbezahlt und der Beschwerdeführer davon an die B.________ International Inc. nur US $ 1'199'196.00 überwiesen habe. Der Beschwerdeführer habe damit über erhebliche persönliche Einnahmen verfügt, die er nicht deklariert habe. 5.2 Sodann soll der Beschwerdeführer gemäss den Ausführungen im Amtshilfegesuch auch unwahre oder irreführende Angaben bezüglich seiner Beziehungen zur B.________ International Inc. gemacht haben. Anfänglich habe er jegliche Beteiligung an dieser Gesellschaft bestritten. Auf Druck hin habe er behauptet, nur eine Minderheitsbeteiligung (10 %) zu besitzen, weshalb er nicht ermächtigt sei, Buchhaltungsunterlagen dieser Gesellschaft vorzulegen. Zum Beweis habe er Namenslisten der Angestellten und Aktionäre der B.________ International Inc. im Jahre 1997 vorgelegt und durch seinen Anwalt bestätigen lassen, dass diese Angaben auch den Besitzverhältnissen in den Jahren 1991 und 1992 entsprechen würden. Erst Recherchen, die der Internal Revenue Service durch eine Anwaltsfirma in Taiwan habe vornehmen lassen, hätten gezeigt, dass der Beschwerdeführer Gründer und in den fraglichen Jahren 1989 - 1992 Mehrheitsaktionär, Vorsitzender und Generaldirektor der B.________ International Inc. gewesen sei. Auf Aufforderung des Internal Revenue Service, Buchhaltungsunterlagen der B.________ International Inc. sowie Bankunterlagen vorzulegen, habe er die Erklärung eines Angestellten eingereicht, wonach Geschäftsunterlagen lediglich während fünf Jahren aufzubewahren seien. Gemäss den Auskünften der taiwanischen Anwälte seien Buchhaltungsunterlagen indessen während zehn Jahren aufzubewahren. 5.3 Schliesslich soll der Beschwerdeführer auch die Herkunft der Mittel für seine Investitionen systematisch verschleiert haben. Der Internal Revenue Service nennt verschiedene Beispiele: So soll der Beschwerdeführer bezüglich seiner Beteiligung an der D.________ Partnership - eine Tankstelle mit Ladengeschäft in Kalifornien - angegeben haben, dass er diese aus dem Verkauf von Gold finanziert habe, das er von seinem Vater geschenkt erhalten habe. Sein Vater habe dieses Gold als General in der Armee von Tschiang Kai-schek erworben. Tatsächlich habe der Beschwerdeführer die Beteiligung durch Überweisung von US $ 100'000.00 ab dem Konto Nr. 444 der A.________ Foundation bei der UBS Hongkong finanziert, wie Untersuchungen ergeben hätten. Sodann habe der Beschwerdeführer am 28. August 1990 ab seinem persönlichen Konto bei der UBS Hongkong zugunsten eines Bankkontos der C.________ Ltd. bei der UBS AG, Zürich (Konto Nr. 555) den Betrag von US $ 1'635'000.00 überweisen lassen. Am folgenden Tag sei für den Erwerb einer vom Beschwerdeführer bewohnten Liegenschaft in Kalifornien ein annähernd gleich hoher Betrag von US $ 1'625'000.00 ab einem unbekannten UBS-Konto überwiesen worden. Der Beschwerdeführer habe geltend gemacht, dass er die Liegenschaft treuhänderisch für Z.________ erworben habe. Der Internal Revenue Service vermutet jedoch, dass es sich beim unbekannten Konto um jenes der C.________ Ltd. bei der UBS AG, Zürich handelte und der Beschwerdeführer Mittel aus den Kommissionszahlungen der Y.________ benutzte, um den Erwerb der Liegenschaft zu finanzieren. Die Behörde sieht sich in ihrem Verdacht dadurch bestärkt, dass weitere Geldmittel, die der Beschwerdeführer treuhänderisch für Z.________ für den Unterhalt dieser Liegenschaft entgegengenommen haben will, nach den bisherigen Ermittlungen ursprünglich ebenfalls vom Konto des Beschwerdeführers bei der UBS Hongkong stammen würden. Am 1. September 1992 sei ferner eine Betrag von US $ 650'000.00 als Teilzahlung an eine Liegenschaft in Kalifornien geleistet worden, welche von der Schwester des Beschwerdeführers und ihrem Ehemann gekauft worden sei. Der Beschwerdeführer habe dazu ausgeführt, es handle sich bei diesem Betrag um ein Geschenk des Vaters seines Schwagers. Die Unterlagen der UBS Hongkong zeigten jedoch auf, dass es sich um eine Überweisung ab dem persönlichen Konto Nr. 444 des Beschwerdeführers handle.