Citation: 1C_266/2014 E. 3.6

3.6. Diesen Ausführungen des Verwaltungsgerichts ist zu folgen. Gemäss Art. 31 Abs. 1 SVG hat der Lenker sein Fahrzeug ständig so zu beherrschen, dass er seinen Vorsichtspflichten nachkommen kann. Er muss jederzeit in der Lage sein, auf die jeweils erforderliche Weise auf das Fahrzeug einzuwirken und auf jede Gefahr ohne Zeitverlust zweckmässig zu reagieren. Er muss seine Aufmerksamkeit der Strasse und dem Verkehr zuwenden (Art. 3 Abs. 1 der Verkehrsregelverordnung vom 13. November 1962 [VRV; SR 741.11]). Das Mass der Aufmerksamkeit, das vom Fahrzeuglenker verlangt wird, richtet sich nach den gesamten Umständen, namentlich der Verkehrsdichte, den örtlichen Verhältnissen, der Zeit, der Sicht und den voraussehbaren Gefahrenquellen. Der Beschwerdeführer hat diese Verkehrsregeln unstreitig verletzt und dadurch einen Unfall verursacht. Dass ihn dabei nur ein leichtes Verschulden trifft, ändert nichts an der Tatsache, dass die durch den Beschwerdeführer hervorgerufene Gefahr für die Sicherheit anderer nicht mehr als gering qualifiziert werden kann, da sein ausser Kontrolle geratenes Fahrzeug mit einem korrekt entgegenkommenden Fahrzeug kollidierte und dessen Lenker in der Folge zur Überprüfung des Gesundheitszustandes ins Spital überführt werden musste. Der Beschwerdeführer hat durch sein Fahrverhalten nicht nur eine erhöhte abstrakte Gefahr geschaffen, sondern durch die Kollision den Fahrer des entgegenkommenden Fahrzeugs konkret gefährdet. Dass dieser letztlich dank glücklicher Umstände unverletzt blieb, ändert nichts daran. Angesichts dessen kann die Gefahr für die Sicherheit anderer nicht mehr als gering eingestuft werden. Ob der Unfall auf ein Abbrems-, Lenk- oder Schaltmanöver oder eine Kombination dieser Faktoren zurückzuführen ist, ist letztlich nicht entscheidend, da dem Fahrzeuglenker nur ein leichtes Verschulden angelastet wird. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers kann er aus dem von ihm zitierten Entscheid des Bundesgerichtes 1C_267/2010 vom 14. September 2010 vorliegend nichts zu seinen Gunsten ableiten. Im genannten Entscheid, in welchem eine ganz andere Konstellation zu beurteilen war, verwies das Bundesgericht unter anderem lediglich auf die frühere Rechtsprechung, ohne diese jedoch anzuwenden. Hingegen hat es in BGE 135 II 138 E. 2.2.3 S. 141 erwogen, dass die auf BGE 125 II 561 E. 2 S. 565 ff. abgestützte Praxis, wonach selbst bei einer grossen Verkehrsgefährdung die Annahme eines leichten Falles und damit eine Verwarnung möglich sei, wenn den Lenker ein leichtes Verschulden treffe und er über einen langjährigen ungetrübten automobilistischen Leumund verfüge, überholt sei. Das Bundesgericht hat festgehalten, dass sich die darin gegebene Auslegung auf aArt. 31 der Verordnung vom 27. Oktober 1976 über die Zulassung von Personen und Fahrzeugen zum Strassenverkehr (VZV; SR 741.51) stützt. Diese Bestimmung erwähnte lediglich das Verschulden und den automobilistischen Leumund als wesentliche Elemente zur Beurteilung des leichten Falles und enthielt keine Anhaltspunkte, wonach die Schwere der Gefährdung als selbstständiges Beurteilungsmerkmal herangezogen werden sollte. Art. 31 VZV wurde mit der am 1. Januar 2005 in Kraft getretenen Revision des Strassenverkehrsrechts geändert und ist also im vorliegenden Zusammenhang nicht mehr von Bedeutung. Die Voraussetzungen einer leichten Widerhandlung, bei der eine blosse Verwarnung möglich ist, umschreibt nunmehr im Einzelnen Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG. Danach stellt die Gefährdung der Sicherheit anderer einen wesentlichen und eigenständigen Gesichtspunkt dar (BGE 135 II 138 E. 2.2.3 S. 141 f.; Urteil 1C_83/2010 vom 12. Juli 2010 E. 5.1). Wie die Vorinstanz zu Recht erwogen hat, kann im Übrigen die Tatsache, dass der Beschwerdeführer die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hat und ins Schleudern kam, nicht alleine auf das Zusammenspiel unglücklicher Umstände zurückgeführt werden, zumal die drei vor ihm fahrenden Fahrzeuge die fragliche Stelle ohne zu schleudern passiert haben. Selbst wenn den Beschwerdeführer nur ein leichtes Verschulden trifft, ist unter diesen Umständen die Annahme einer bloss leichten Widerhandlung ausgeschlossen. Nach dem Gesagten ist mit der Vorinstanz von einer mittelschweren Widerhandlung gemäss Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG auszugehen.