Citation: 5A_431/2023 E. 4.2.2

4.2.2. Der Beschwerdeführer hält an seinem Standpunkt fest, wonach die Rechtskraftbescheinigung nach dem klaren Wortlaut von Art. 5 Abs. 1 Ziff. 2 Vollstreckungsabkommen CH/FL vom Gericht, das die Entscheidung gefällt hat, oder vom dortigen Gerichtsschreiber auszustellen ist. Die Beschwerdegegnerin habe unstreitig nur Amtsbestätigungen des Fürstlichen Landgerichts eingereicht, bezüglich der oberinstanzlichen Entscheide also keine Bescheinigung vom jeweiligen Gericht, das die Entscheidung fällte. Die Argumentation der Vorinstanz bemängelt der Beschwerdeführer als unrichtig. Erstens sei die Bestätigung eines vorinstanzlichen Entscheids sehr wohl ein Entscheid in der Sache selbst und nicht lediglich ein Entscheid über prozessuale Fragen oder Kostenfragen. Und zweitens sei die Behauptung des Kantonsgerichts mit Bezug auf die streitgegenständlich zu vollstreckenden Forderungen "schlicht falsch", denn die Beschwerdegegnerin begehre nicht die Vollstreckbarerklärung der Urteile in der Sache selbst, wo sie Beklagte gewesen sei, sondern diejenigen Teile der ausländischen Entscheide, in denen es um die Parteientschädigung geht. In den fraglichen Kostensprüchen hätten die Rechtsmittelinstanzen jedoch nicht nur die erstinstanzliche Entscheidung bestätigt, zumal die erste Instanz "klarerweise" nicht über die oberinstanzlichen Zusprüche der Parteientschädigungen zu befinden gehabt habe. Vielmehr seien die jeweiligen Kostenentscheide eigene genuine Entscheide des Fürstlichen Obergerichts und des Fürstlichen Obersten Gerichtshofs. Entsprechend seien die Bescheinigungen des Fürstlichen Landgerichts ungenügend und verletze der angefochtene Entscheid Art. 5 Abs. 1 Ziff. 2 Vollstreckungsabkommen CH/FL.