Citation: 8C_123/2018 E. 4.3.2

4.3.2. Bezüglich des CRPS ist dem kantonalen Gericht darin zuzustimmen, dass innert der praxisgemässen Latenzzeit von sechs bis acht Wochen nach dem Unfall bzw. der Operation keine CRPS-Symptome dokumentiert wurden. Ebensowenig liegen wenigstens zeitnahe Anhaltspunkte für ein CRPS vor. Wohl erwähnte der Operateur rund vier Monate nach dem Unfall eine starke Schwellung des Beins nach Entfernung des Gipsverbands. Dies geschah jedoch noch vor der Operation. Danach berichtete er von einem unkomplizierten Verlauf. In der kreisärztlichen Untersuchung vom 20. Januar 2003 stellte Kreisarzt Dr. med. E.________ eine leichte Verdickung des linken Unterschenkels im Vergleich zur Gegenseite, jedoch kein offensichtliches Ödem um 11.00 Uhr, eine deutliche Überwärmung und eine gewisse Druckempfindlichkeit der Frakturgegend fest, bei ansonsten seitengleichen Verhältnissen bezüglich Hautcolorit, Schweisssekretion und Behaarungsmuster. Zuverlässige Hinweise für eine Sudeckdystrophie fand er jedoch keine und vermutete eine Metallüberempfindlichkeit. Am 9. Mai 2003 berichtete Dr. med. E.________ über eine nur noch leichte Überwärmung, wiederum kein Ödem um 11.00 Uhr und keine Sockenrandspuren. Schliesslich verneinte er auch im Untersuchungsbericht vom 25. August 2004 sudeckverdächtige trophische Störungen, eine Schwellung oder eine Überwärmung. Entgegen der Annahme der Vorinstanz wurde ein CRPS somit schon frühzeitig geprüft und ausgeschlossen.