Citation: 8C_135/2023 E. 5.1

5.1. Was zunächst die Beurteilung der Leistungspflicht aus Unfall hinsichtlich des ersten Ereignisses betrifft, beruft sich der Beschwerdeführer auf eine ausserordentliche Kraftanstrengung, der er beim "Clinchen" angesichts der körperlichen Überlegenheit seines Trainingspartners ausgesetzt gewesen sei. Die Rechtsprechung erachtete den für den Unfallbegriff vorausgesetzten ungewöhnlichen äusseren Faktor bisweilen als erfüllt, wenn beim Heben oder Verschieben einer Last ein ganz ausserordentlicher Kraftaufwand zu einer Schädigung führte; dies allerdings namentlich dann, wenn zu diesem Kraftaufwand noch zusätzlich besondere sinnfällige Umstände hinzutraten. Solche besonderen Umstände (wie beispielsweise ein Aus- oder Abrutschen, ein Fehltritt oder Ähnliches) werden hier jedoch nicht geltend gemacht und sind nicht erkennbar. Der durch die körperliche Überlegenheit des Gegners bedingte erhöhte Kraftaufwand genügt für sich alleine genommen bei einem Gewichtsunterschied von rund 50 kg nicht für die Annahme der Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors (vgl. Urteil 8C_245/2015 vom 19. August 2015 E. 5 und dort zitierte Präjudizien). Es braucht daher auch nicht beurteilt zu werden, ob die berufliche Gewöhnung des Beschwerdeführers dabei noch zusätzlich zu seinen Lasten zu berücksichtigen wäre (vgl. dazu BGE 134 V 72 E. 4.2.3). Zu Recht unbestritten geblieben ist, dass die nach diesem ersten Ereignis festgestellte SLAP-Läsion nicht als Listenverletzung zu qualifizieren ist und eine Haftung aus Art. 6 Abs. 2 UVG daher ausser Betracht fällt (SVR 2014 UV Nr. 21 S. 67, 8C_835/2013 E. 4).