Citation: 5A_88/2024 E. 5.1

5.1. Die Beschwerdeführer rügen sodann, dass das Verwaltungsgericht bei der Anwendung des kantonalen Rechts in Willkür (Art. 9 BV) verfallen sei. Art. 133 Abs. 3 Satz 3 VRP/GL regle weder die Dauer einer ordentlichen Frist zur Leistung des Kostenvorschusses, noch diejenige einer Nachfrist. Diese Fristen seien ins Ermessen des Gerichts gestellt. Das Gesetz schreibe jedenfalls keine "kurze" Nachfrist vor. Es liege zudem nicht zwangsläufig in der Natur einer Nachfrist, dass diese kurz bzw. kürzer als die ordentliche Frist sein müsse. Das Interesse an einer zügigen Verfahrensführung sei weniger hoch zu gewichten als das der Partei auf materielle Beurteilung ihrer Anliegen. Eine grosszügige Nachfrist von 30 Tagen sei auch aus finanziellen Gründen besser als eine kurze Frist geeignet, die Verfahrensfairness zu gewährleisten. Für eine kurze Frist von zehn Tagen würden sachliche Gründe fehlen. Eine solche stelle eine Ermessensunterschreitung dar und sei als willkürlich zu beurteilen.