Citation: 5D_191/2021 E. A

In einem Kindesschutzmassnahmeverfahren gewährte die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Oberaargau (KESB) der Mutter mit Entscheid vom 7. Februar 2020 die unentgeltliche Rechtspflege und ordnete dieser Rechtsanwältin A.________ als unentgeltliche Anwältin bei. Das Kindesschutzmassnahmeverfahren endete am 28. Januar 2021. Daraufhin reichte Rechtsanwältin A.________ der KESB eine Honorarnote ein. Sie machte einen Zeitaufwand von 35.08 Stunden geltend und forderte eine "Normalgebühr" von Fr. 8'770.-- bzw. ein amtliches Honorar von Fr. 7'016.-- nebst Auslagen von Fr. 988.80 und 7.7 % Mehrwertsteuer. Weil die KESB den Stundenaufwand als zu hoch betrachtete und daher beabsichtigte, den Zeitaufwand pauschal um 20 % zu kürzen, lud sie Rechtsanwältin A.________ zu einer Stellungnahme ein. Zusammen mit ihrer Eingabe reichte diese am 26. Februar 2021 eine überarbeitete Honorarnote ein und machte aufgrund eines Zeitaufwandes von 35.58 Stunden eine "Normalgebühr" von Fr. 8'895.-- bzw. ein amtliches Honorar von Fr. 7'116.-- geltend, nebst Auslagen von Fr. 990.80 und 7.7 % Mehrwertsteuer. Mit Entscheid vom 31. März 2021 legte die KESB das amtliche Honorar auf Fr. 5'600.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 990.80 und 7.7 % Mehrwertsteuer von Fr. 507.50 fest. Das volle Honorar ("Normalgebühr") bestimmte sie auf Fr. 7'000.-- (zzgl. Auslagen und Mehrwertsteuer) und den nachforderbaren Betrag auf Fr. 1'507.80.