Citation: 1C_103/2014 E. 2

Die Vorinstanz hat den Beschluss des Regierungsrats bestätigt, soweit dieser das Wasserbauprojekt gestützt auf § 18 Abs. 4 des kantonalen Wasserwirtschaftsgesetzes vom 2. Juni 1991 (WWG/ZH; LS 724.11) festgesetzt hat. Mit dem Projekt soll das im Kantonalen Landschaftsplan (als Teil des Kantonalen Richtplans) verankerte Ziel umgesetzt werden, geschlossene Siedlungen vor einem wahrscheinlich nur ein Mal pro 100 Jahre auftretenden Hochwasser zu schützen. Dieses Ziel entspricht der Empfehlung des Bundesamts für Wasser und Geologie in dessen Wegleitung "Hochwasserschutz an Fliessgewässern". Nach der aktuellen kantonalen Gefahrenkarte bedroht ein solches 100-jährliches Hochwasser im fraglichen Abschnitt des Aabachs die linke Uferseite, während das rechte Ufer erst bei einem 300-jährlichen Hochwasser überflutet würde. Das AWEL/ZH geht bei einem 100-jährlichen Hochwasser von einer Wasserabflussmenge des Aabachs von 50 m3 /s aus und strebt unter anderem generell ein Freibord von 50 cm, bei Brücken ein solches von 1 m an. Konkret sieht das Projekt vor, die Abflusskapazität des Aabachs zu erhöhen. Hierfür soll die Bachsohle auf der gesamten Länge des Abschnitts um 15 bis 90 cm abgesenkt und mit einem kontinuierlichen Gefälle von rund 1 % ausgebildet und gesichert werden. Gleichzeitig soll der Bachquerschnitt verbreitert werden, dies ausschliesslich auf der rechten Bachseite, wo die Uferböschung um ca. 1 m zurückversetzt und der bestehende Uferweg samt Böschung um ca. 1 m abgesenkt werden soll. Auf der linken Bachseite soll die bestehende Ufermauer lokal erhöht und wasser- und landseitig verstärkt werden. Bei der bestehenden Brücke Wilstrasse ist eine Absenkung der Bachsohle um 60 cm vorgesehen, weshalb auch die flache Brückenfundation unterfangen werden muss. Durch die Tieferlegung des Uferwegs muss zudem ein bestehender Entlastungskanal (Regenbecken) unterhalb von Profil 9 im Querschnitt abgeflacht und verbreitert werden. Als gestalterische Massnahme soll die Bachsohle strukturreich ausgebildet werden, ebenso der Böschungsfuss mittels Entfernen der bestehenden Hartverbauung.