Citation: 8C_302/2022 E. 6

Die Vorinstanz wies vor dem Hintergrund dieser kantonalen Grundlagen zunächst darauf hin, dass nach ihrer ständigen Praxis bei der Prüfung der Korrektheit einer Einreihung im Rahmen der Systempflege von der Stellenbeschreibung auszugehen sei, die Basis des Bewertungsentscheides gebildet habe, hier somit von der Stellenbeschreibung Nr. 16015.000001 ("Lehrperson Gymnasium mit einem Fach"). Selbst wenn die darin enthaltene Anzahl der Pflichtstunden bezogen auf ein Pensum von 100 % inkorrekt mit 21 anstatt, wie von den Beschwerdeführenden dargetan, 25 angegeben worden sei, könne dies nicht unbesehen mit einem Sachverhalts- oder Rechtsfehler gleichgesetzt werden, der zur Gutheissung der Beschwerde führen würde. Denn die angeführten 21 Pflichtlektionen würden für die meisten Fächer auf Gymnasialstufe gelten. Wie der Regierungsrat in seiner Vernehmlassung angegeben habe, sei die Stellenbeschreibung Nr. 16015.000001 für alle Lehrpersonen geschaffen worden, die an Gymnasien nur ein Fach unterrichteten, das für das Bestehen der Matura nicht relevant sei (sog. Nicht-MAR-Fach), also sowohl für Lehrpersonen mit 21 als auch für solche mit 25 Pflichtlektionen. Massgebend sei, ob der Einreihungsentscheid im Einzelnen insgesamt richtig sei. In der vorliegenden Konstellation sei es sachgerecht, mit dem Regierungsrat nicht auf die Pflichtstundenzahl, sondern auf die Gesamtbelastung abzustellen und zu berücksichtigen, dass das Verhältnis von Vorbereitung, Nachbereitung und Pflichtstundenzahl je nach Schulfach unterschiedlich ausfalle. Die Stellenzuordnung sei auch mit Blick auf die einzelnen vorausgesetzten Kompetenzen und Unterkompetenzen im Vergleich zur Stelle "Lehrperson Gymnasium zwei und mehr Fächer" gemäss Stellenbeschreibung Nr. 16014.000001 nicht zu beanstanden. Lediglich in der Unterkompetenz "Kommunikationsfähigkeit" übertreffe die strittige Stelle die Anforderungen der Modellumschreibung 4102.17, wogegen die abweichenden Voraussetzungen der nächsthöheren Modellumschreibung 4102.18 in drei weiteren Punkten (Flexibilität, Führung, Kenntnisse und Fertigkeiten) nicht erreicht würden. Im Quervergleich mit der Stelle "Lehrperson Gymnasium zwei und mehr Fächer" würden sich die bereits angesprochenen Differenzen hinsichtlich der Unterkompetenzen "Flexibilität", "Führung" sowie "Kenntnisse, Fertigkeiten" ergeben. Die grössere Flexibilität der Quervergleichsstelle sei durch die höhere Zahl der effektiv unterrichteten Fächer, die Unterschiedlichkeit der Inhalte, der Methoden und Mittel zur Wissensvermittlung und durch die Aufgabenvielfalt bedingt. Hinsichtlich der Führung sei ein Wechsel von Fach zu Fach, wie ihn nur die Quervergleichsstelle kenne, anspruchsvoller. Ebenso setze das Unterrichten in zwei oder mehr Fächern erhöhte Praxis- und Umsetzungskenntnisse voraus. Eine gewisse Rolle komme auch den graduell leicht gesteigerten Ansprüchen in MAR-Fächern (gemeint sind damit Fächer, die für das Bestehen der Matura relevant sind) im Kontext mit den Maturitätsprüfungen zu. Aufgrund der bestehenden Differenzen in der Bewertung sei erstellt, dass die Stelle "Lehrperson Gymnasium zwei und mehr Fächer" gemäss Stellenbeschreibung Nr. 16014.000001 in drei Unterkompetenzen die höheren Anforderungen der Modellumschreibung 4102.18 erfülle. Deren Einreihung in eine höhere Lohnklasse sei daher im Quervergleich nicht zu beanstanden. Mit welchen vergleichbaren Stellen weitere Quervergleiche hätten angestellt werden sollen, sei schliesslich nicht ansatzweise substanziiert worden. Zusammenfassend sei die Bewertung des Regierungsrates, wonach die Stelle der Beschwerdeführenden der Modellumschreibung 4102.17 (Lohnklasse 17) entspreche, nicht zu beanstanden.