Citation: 5A_195/2016 E. 5.7

5.7. Als Persönlichkeitsverletzung stuft der Beschwerdeführer ferner die Aussage "Eine Redaktion lässt sich vorführen" ein. Eine nachvollziehbare Begründung gibt er hierfür aber nicht ab (vgl. Beschwerde, S. 13). Eine widerrechtliche Persönlichkeitsverletzung ist in der Kritik gegenüber dem Tagesanzeiger, dem Beschwerdeführer eine breit angelegte Rechtfertigungs-Plattform gegeben zu haben, denn auch nicht erkennbar. Was schliesslich die Aussage anbelangt, der Beschwerdeführer demonstriere im Interview mit dem Tagesanzeiger "bekannte rassistische Bestreitungsstrategien", so handelt es sich dabei um ein gemischtes Werturteil. Im beanstandeten Text wird näher bezeichnet, worin diese "Strategien" bestehen, nämlich in der Behauptung, er [Beschwerdeführer] habe nichts gegen den Islam, sondern er "sei besorgt 'über den radikalen Islamismus', er ärgere sich über 'extreme Muslime' und die 'politischen Verantwortungsträger' müssten endlich aufwachen". Vor dem Hintergrund, dass die sowohl im Interview mit dem Tagesanzeiger als auch im vorliegenden Verfahren nachgeschobenen Begründungen, was er mit dem Tweet in Wahrheit habe sagen wollen, offensichtliche Ausflüchte sind, mit welchen der Beschwerdeführer seiner bewusst gestellten Frage im Nachhinein einen anderen Sinn verleihen möchte, ist das Werturteil zulässig, denn es zeichnet vom Beschwerdeführer kein spürbar negatives Bild; dieses hat sich beim Durchschnittsleser vielmehr durch den Inhalt des Tweet ergeben.