Citation: 4A_605/2019 E. 6

Dass die Vorinstanz in ihrer Berechnung zwei Methoden vermischt hat, wurde bereits aufgezeigt, ebenso, dass der Beschwerdeführer mangels hinreichender Bestreitung und Erschöpfung des Instanzenzuges daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten kann. Anzumerken bleibt, dass aus allfälligen Mängeln in der Berechnung durch die Vorinstanz weder folgt, dass auf das im Gutachten vertretene Resultat abzustellen wäre, noch dass eine korrekte Berechnung nach dem von der Vorinstanz angewandten Muster nicht hätte erfolgen können. Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz hätte erkennen müssen, dass aufgrund der Studie Mattle kein Vergleich zwischen behandelten und nicht behandelten Personen gezogen werden könne. Dies mag zutreffen, es gilt allerdings ebenso für die binäre Methode, haben doch die Gutachter selbst den Abzug von 5 % mit Bezug auf positive Werte nicht behandelter Personen nicht auf die Studie Mattle gestützt, sondern, wie der Beschwerdeführer selbst anerkennt, weitere Daten der Proact II-Studie herangezogen. Daraus entnahmen sie die Wahrscheinlichkeit eines positiven Verlaufs ohne Behandlung. Aus der Tatsache, dass aufgrund der Studie Mattle kein Vergleich zwischen behandelten und nicht behandelten Personen gezogen werden kann, lässt sich folglich nichts für oder gegen eine lineare oder binäre Betrachtungsweise ableiten, da nicht feststeht, dass bezüglich nicht behandelter Patienten nur Studien existierten, welche eine dem Gutachten entsprechenden binäre Aufteilung verwenden ohne Rückschlüsse auf die Aufteilung nach sämtlichen mRS-Werten zuzulassen.