Citation: 5A_311/2013 E. 4.2.3

4.2.3. Seit jeher ist anerkannt, dass das Gesetz nicht erlaubt, die Funktionen der Aufsichtsbehörde gemäss Art. 13 SchKG (rechtliche Aufsicht) auseinanderzureissen und an verschiedene Behörden zu verteilen (u.a. Blume NSTEIN, Handbuch des Schweizerischen Schuldbetreibungsrechtes, 1911, S. 62; GILLIÉRON, Commentaire de la LP, Bd. I, 1999, N. 23 zu Art. 13; LORANDI, Betreibungsrechtliche Beschwerde und Nichtigkeit, 2000, N. 9 zu Art. 13). Die Rechtsprechung hat diesen Grundsatz bestätigt (Urteil 5A_25/2012 vom 4. Juni 2012 E. 4.1, mit Hinweisen, in: Pra 2012 Nr. 132 S. 956). Aus diesem Grund sind sowohl Rechtsmittelentscheide als auch eigene Entscheide der (einzigen) kantonalen Aufsichtsbehörde mit Beschwerde in Zivilsachen anfechtbar (Urteil 5A_623/2008 vom 29. August 2008 E. 2.1; Urteil 5A_597/2008 vom 27. Januar 2008 E. 2.2; vgl. ESCHER, Die Beschwerde in Zivilsachen - SchKG-Bezüge, in: ZZZ 2008/2009 S. 335; LORANDI, Besonderheiten der Beschwerde in Zivilsachen gegen Entscheide der kantonalen Aufsichtsbehörden in SchKG-Sachen, in: AJP 2007 S. 436).