Citation: U 216/06 26.09.2006 E. 4

Gerügt wird des Weiteren, dass sich der Kreisarzt Dr. med. W.________, auf dessen Stellungnahme Verwaltung und Vorinstanz bezüglich der verbleibenden Arbeitsfähigkeit abgestellt haben, nicht ausführlich genug zu den noch möglichen Verweisungstätigkeiten geäussert habe. Gemäss seinem Bericht vom 15. Juli 2004 ist eine sitzende Tätigkeit ganztags zumutbar. 4.1 Zunächst ist nicht ersichtlich, inwiefern sich die Beschwerden am linken Fuss, die hier einzig zu berücksichtigen sind (oben Erw. 2), in einer sitzenden Tätigkeit bemerkbar machen sollen, klagt der Versicherte doch über Schmerzen bei Belastung. Die Berufung auf das Urteil P. vom 29. Januar 2003, U 425/00 (Erw. 4.3), ist unbehelflich. In jenem Fall stellte sich die Frage der Einschränkung auch in einer leidensangepassten Tätigkeit zufolge einer Gebrauchsunfähigkeit der rechten dominanten Hand sowie wegen einer durch eine zerebrale Verletzung bedingte Verlangsamung. Solche besonderen Umstände liegen hier nicht vor. 4.2 Unter Berufung auf Ueli Kieser, Der praktische Nachweis des rechtserheblichen Invalideneinkommens (in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialversicherung, Veröffentlichungen des Schweizerischen Instituts für Verwaltungskurse an der Universität St. Gallen, St. Gallen 1999, S. 60 f.), wird in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde bemängelt, dass die Bezeichnung einer sitzenden Tätigkeit als zumutbare Verweisungstätigkeit grundsätzlich ungenügend sei. Der zitierte Autor verlangt eine konkrete Bezeichnung der Verweisungstätigkeit, weil sie Grundlage für die Ermittlung des Invalideneinkommens bilde, welches seinerseits heranzuziehen sei für die Festlegung des Invaliditätsgrades (a.a.O., S. 59). Hier wurde diesbezüglich jedoch auf Tabelle TA1, Total, der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebung (2004) abgestellt, sodass dem Beschwerdeführer eine breite Palette von Tätigkeiten offen steht, wozu auch rein sitzend auszuführende Arbeiten gehören. Weiter gehende unfallbedingte Einschränkungen bestehen nicht. 4.3 Schliesslich ist auch nicht einzusehen, weshalb der Versicherte wegen seiner mangelnden sprachlichen Fähigkeiten und Schulbildung sowie aufgrund seines Alters nicht in der Lage sein sollte, eine solche Tätigkeit auszuüben. In dem mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde angerufenen Urteil N. vom 26. Mai 2003, I 462/02, stellte sich die Frage, ob eine damals 64-jährige Coiffeuse, welche nach vierzig Berufsjahren ihre bisherige Tätigkeit wegen Allergien nicht mehr ausüben konnte, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt noch eine Stelle finden könnte. Dieser Fall ist mit dem vorliegenden des 55-jährigen Versicherten mit einer Fussproblematik nicht zu vergleichen. Die genannten Faktoren haben Verwaltung und Vorinstanz jedoch richtigerweise im Rahmen eines leidensbedingten Abzugs (20 %) vom Tabellenlohn berücksichtigt (BGE 126 V 78 ff. Erw. 5).