Citation: 8C_472/2020 E. 5.1.3

5.1.3. Diese vorinstanzliche Beweiswürdigung ist nicht zu beanstanden. Es mag zwar auf den ersten Blick erstaunen, dass sich das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit trotz der durch den zweiten Unfall erlittenen erheblichen Verletzungen im Vergleich zur Einschätzung nach dem ersten Unfall rein quantitativ nicht verändert hat. Den zusätzlichen körperlichen Einschränkungen wurde aber im Rahmen des Zumutbarkeitsprofils in qualitativer Hinsicht Rechnung getragen, indem es sich bei einer leidensangepassten Tätigkeit um eine wechselbelastende Arbeit (Sitzen und Stehen) handeln muss, wobei vermehrte kniende Tätigkeiten zu vermeiden sind. Die Einschätzung des Kreisarztes beruhte im Übrigen nicht allein auf der Feststellung, dass die Frakturen verheilt seien. Vielmehr erging die Beurteilung in Kenntnis der Vorakten und gestützt auf die anlässlich der Untersuchungen erhobenen Befunde. Dass gemäss Dr. med. G.________ eine vollständige Wiederherstellung der körperlichen Funktionen wie vor dem Unfall vom 24. November 2014 nicht möglich sein werde und er die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Dr. med. D.________ als nicht vertretbar erachtet, begründet noch keine auch nur geringen Zweifel an der kreisärztlichen Beurteilung. Zum einen hat Dr. med. G.________ den Versicherten - anders als der Kreisarzt - nicht persönlich untersucht. Zum anderen fehlt es an einer nachvollziehbaren Begründung, inwiefern Dr. med. D.________ die unfallbedingten Einschränkungen zu wenig berücksichtigt haben soll. Weiterer Abklärungsbedarf ist nach den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz deshalb nicht ersichtlich.