Citation: 6B_592/2019 E. 4

Damit zeigt der Beschwerdeführer nicht auf, inwiefern ihm gegenüber dem Beschwerdegegner 2 Schadenersatz- oder Genugtuungsansprüche im Sinne von Art. 41 ff. OR zustehen könnten. Genugtuungsforderungen aus Persönlichkeitsverletzung bestehen nur, sofern die Schwere der Verletzung es rechtfertigt (vgl. Art. 49 Abs. 1 OR). Der Eingriff muss aussergewöhnlich schwer sein und in seinen Auswirkungen das Mass einer Aufregung oder einer alltäglichen Sorge klar übersteigen (vgl. etwa Urteile 6B_96/2019 vom 7. Juni 2019 E. 1.2; 6B_798/2018 vom 14. November 2018 E. 4; 6B_555/2017 vom 29. September 2017 E. 3.2; je mit Hinweisen). Dies ist vorliegend weder rechtsgenügend dargetan noch ersichtlich. Mangels gegenteiliger Angaben des Beschwerdeführers ist davon auszugehen, dass das Strafverfahren gegen den Beschwerdeführer wegen Raufhandels unabhängig vom Zutun des Beschwerdegegners 2 eingeleitet wurde. Der Beschwerdeführer macht den Beschwerdegegner 2 nicht für die Einleitung des Strafverfahrens gegen ihn wegen Raufhandels verantwortlich, sondern lediglich für den für ihn möglicherweise negativen Ausgang dieses Verfahrens im Sinne einer Verurteilung. Darüber, ob sich der Beschwerdeführer des Raufhandels schuldig gemacht hat, hat das Gericht im hängigen Verfahren gegen den Beschwerdeführer wegen Raufhandels zu befinden. Dabei wird es die Zeugenaussage des Beschwerdegegners 2 auf ihre Glaubhaftigkeit hin zu überprüfen und daneben auch die übrigen Beweise zu würdigen haben.