Citation: 2C_180/2023 E. 5.3

5.3. Mit dem Familiennachzugsgesuch für Frau und Sohn sowie der Miete einer eigenen Wohnung hat der Beschwerdeführer gezeigt, dass er mit seiner nicht freizügigkeitsberechtigten Ehefrau in der Schweiz eine neue Familiengemeinschaft gründen will und sein Aufenthalt nicht der Realisierung einer Gemeinschaft mit seinen Eltern dient. Auch wenn nach wie vor eine enge Beziehung zu den Eltern besteht, liegt damit nicht eine effektiv gelebte Familiengemeinschaft vor. Im Übrigen vermag der Beschwerdeführer nicht aufzuzeigen, dass der erforderliche Unterhalt in einer gewissen Erheblichkeit materiell von seinen Eltern sichergestellt wird. Aus den verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen ergibt sich vielmehr, dass der Beschwerdeführer seinen Unterhalt selbst finanziert und mit seinem Einkommen die Eltern unterstützt; er ist damit in Anbetracht seiner wirtschaftlichen und sozialen Situation in der Lage, seine Grundbedürfnisse selbst zu decken, woran sein Vorbringen, die Mutter kümmere sich um die Wäsche, nichts zu ändern vermag. Der Beschwerdeführer gilt daher nicht (mehr) als Familienangehöriger im Sinne von Art. 3 Abs. 1 und 2 lit. a Anhang I FZA, dem Unterhalt gewährt wird.