Citation: 6B_301/2022 E. 3.5.1

3.5.1. Der Beschwerdegegner 1 war geständig, am 8. Mai 2018, ca. 12.30 Uhr, in der in der Kinderkrippe "E.________" den Penis des damals ca. 4½-jährigen G.________ in den Mund genommen, diesen mit seinen Lippen umschlossen und daran während zwei bis drei Sekunden gesaugt zu haben. G.________ schlief zunächst und erwachte erst, als der Beschwerdegegner 1 an ihm manipulierte (vgl. angefochtenes Urteil E. 2.2 S. 5). G.________ erzählte das Vorgefallene noch gleichentags seinem Vater, welcher Anzeige erstattete, worauf gegen den Beschwerdegegner 1 eine Strafuntersuchung eingeleitet wurde. Aktenkundig ist zudem, dass am 23. Mai 2018 in der Kinderkrippe "E.________" ein Informationsabend stattfand, an welchem die Eltern über die Vorkommnisse informiert wurden. Gleichentags führte die Mutter des Beschwerdeführers das von ihr mit dem Mobiltelefon aufgezeichnete Gespräch mit dem Beschwerdeführer. Die erste und einzige strafprozessuale Einvernahme des Beschwerdeführers fand am 14. Januar 2019 statt.