Citation: U 70/05 12.09.2005 E. 4

4.1 In materiellrechtlicher Hinsicht macht der Beschwerdeführer hauptsächlich geltend, die Argumentation der Vorinstanz sei insofern widersprüchlich, als sie einerseits von einem hinsichtlich Unfallfolgen negativen neurologischen Befund ausgehe und andererseits eine traumatische Hirnverletzung feststelle. Zudem sei entgegen den Schlussfolgerungen des kantonalen Gerichts das häufig nach einem Unfall auftretende bunte Beschwerdebild eines Schleudertraumas dokumentiert. In Anwendung der Rechtsprechung zu Unfällen mit Schleudertrauma der Halswirbelsäule ohne organisch nachweisbare Funktionsausfälle seien vorliegend auch mehrere der hinsichtlich der Adäquanzprüfung erforderlichen Kriterien erfüllt. Zwischen dem erlittenen Unfall und den geklagten Beschwerden bestehe ein adäquater Kausalzusammenhang. 4.2 Das kantonale Gericht hat gestützt auf die gesamte Aktenlage erwogen, der Versicherte habe am 7. Juni 2002 u.a. ein Trauma der Halswirbelsäule (HWS) erlitten. Im Austrittsbericht vom 14. März 2003, welchem ein neurologisches Konsilium von Prof. Dr. med. S.________ und ein psychosomatisches Konsilium des Psychiaters R.________ zu Grunde lagen, stellten die Ärzte der Rehaklinik Y.________ eine mässiggradig schmerzhaft eingeschränkte HWS-Beweglichkeit bei Status nach HWS-Distorsion und leichter, möglicherweise mässiger traumatischer Hirnverletzung fest. Zum Untersuchungszeitpunkt fand sich gemäss Prof. Dr. med. S.________ allerdings kein objektives fokal neurologisches Defizit, was bereits aus einer kernspintomographischen Abklärung vom 16. Oktober 2002 hervorgegangen war. Von einem Widerspruch zwischen der diagnostizierten Hirnverletzung und dem Ausbleiben daraus möglicherweise entstehender Folgen kann daher nicht die Rede sein. Gestützt auf den Austrittsbericht der Rehaklinik Y.________ hat die Vorinstanz sodann befunden, dass nach medizinisch überzeugender Feststellung keine Besserungsmöglichkeiten des zervikozephalen Syndroms mehr bestanden hatten, weshalb die Behandlung und die Taggelder zu Recht auf den 10. Juni 2003 eingestellt worden waren. Entgegen der Darlegung des Beschwerdeführers ergeben sich aus den medizinischen Unterlagen - abgesehen von der psychischen Komponente - nur die geltend gemachten Schmerzen im Bereich der HWS und rechtsseitig am Kopf, während die übrigen Elemente des typischen Beschwerdebildes eines Schleudertraumas fehlen. Sowohl aus diesem Grund als auch weil ein objektives neurologisches Defizit zu verneinen war und die psychischen Beschwerden rund sechs Monate nach dem Unfall im Vordergrund gestanden hatten, gelangte das kantonale Gericht, nachdem es den Unfall als im mittleren Bereich liegendes Ereignis eingestuft hatte, richtigerweise zum Schluss, dass der adäquate Kausalzusammenhang nicht in Anwendung von BGE 117 V 369, sondern nach der Rechtsprechung zu den psychischen Fehlentwicklungen (BGE 115 V 133 ff.; vgl. BGE 123 V 99 Erw. 2a mit Hinweisen sowie RKUV 2005 Nr. U 548 S. 228 ff.) zu prüfen war. Diesbezüglich wurde zutreffend festgestellt, dass der Beschwerdeführer allenfalls das Kriterium der körperlichen Dauerschmerzen erfüllt, was für die Bejahung eines adäquaten Kausalzusammenhanges jedoch nicht genügt. Schliesslich ist zu beachten, dass die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend gemachten und in einer biomechanischen Kurzbeurteilung der Arbeitsgruppe für Unfallmechanik vom 12. September 2002 beschriebenen Besonderheiten des Alters des Versicherten, seiner vorbestehenden Rückenbeschwerden, des Nichttragens des Sicherheitsgurtes und des körperlichen Übergewichts für die Beurteilung der Adäquanz des Kausalzusammenhanges nicht entscheidend sind.