Citation: 6B_1394/2019 E. 4.2.1

4.2.1. Die Vorinstanz erwägt, trotz der mit jeder Landesverweisung einhergehenden Härte, liege kein besonders ins Auge springender Ausnahmefall vor, wie er praxisgemäss verlangt werde. Namentlich sei der Beschwerdeführer weder in der Schweiz geboren noch aufgewachsen. Er habe vielmehr drei Viertel seines Lebens in Syrien und Ägypten verbracht und sei erst mit 161 /2 Jahren in die Schweiz migriert. Sein Asylgesuch sei rechtskräftig abgewiesen und die vorläufige Aufnahme verfügt worden. Innert den 51 /2 Jahren seiner hiesigen Anwesenheit habe der Beschwerdeführer mehrfach, teilweise erheblich die öffentliche Sicherheit und Ordnung missachtet. Auch beruflich habe er sich nicht stabil zu integrieren vermocht. Eine Wiedereingliederung in Syrien sei demgegenüber durchaus möglich, zumal der junge und gesunde Beschwerdeführer arabisch spreche und in Syrien Familienangehörige habe. Diese wollten zwar in die Schweiz kommen, würden aber, wie seine Eltern und die weiteren Verwandten, wohl kein Bleiberecht erhalten. Die hiesigen Familienverhältnisse des Beschwerdeführers mit seiner Partnerin, einer zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils mutmasslich 19-jährigen Türkin, und einem Kind sowie den engsten Angehörigen seien daher zu relativieren. Überdies sei angesichts eines Vorfalls wegen häuslicher Gewalt im Oktober 2018 fraglich, wie stabil die Beziehung zur Partnerin tatsächlich sei. So habe diese gegenüber der Polizei angegeben, sich vom Beschwerdeführer trennen zu wollen bzw. er habe sich vor dem Vorfall von ihr getrennt. Ferner sei zu befürchten, dass der Beschwerdeführer trotz einer 80%-Stelle als Frisör die Familie kaum versorgen könne, und der Staat zumindest teilweise für sie aufkommen müsse. Auch bestehe keine enge Beziehung zum neugeborenen Kind, sodass dieses nicht aus seinem Umfeld gerissen würde, wenn der Beschwerdeführer nach Syrien zurückkehren müsste. Ferner sei zu beachten, dass er zum Zeitpunkt der Schwangerschaft seiner Partnerin bereits Kenntnis vom erstinstanzlichen Urteil sowie der Landesverweisung gehabt habe. Insgesamt wiege der Eingriff in den Anspruch des Beschwerdeführers auf Achtung seines Privat- und Familienlebens nicht schwer, so die Vorinstanz. Selbst wenn aber von einem persönlichen Härtefall ausgegangen würde, müsste die Interessenabwägung - angesichts der Schwere des Tatvorwurfs - zugunsten der klar überwiegenden öffentlichen Ordnung und Sicherheit ausfallen. Der Landesverweisung stünden keine zwingenden Vollzugshindernisse entgegen. Diese seien vielmehr zu gegebener Zeit von der zuständigen Behörde zu prüfen.