Citation: 2P.98/2004 09.05.2005 E. 1

1.1 Die staatsrechtliche Beschwerde wegen Verletzung von Art. 127 Abs. 3 BV ist spätestens im Anschluss an die Geltendmachung des letzten der einander allenfalls ausschliessenden Steueransprüche innert der Beschwerdefrist von Art. 89 OG zu erheben. Der kantonale Instanzenzug braucht nicht ausgeschöpft zu werden (Art. 86 Abs. 2 OG). Die Beschwerde gegen die Einspracheverfügung des Kantonalen Steueramtes Zürich vom 4. März 2004 wurde fristgerecht eingereicht. Sie richtet sich ebenfalls gegen die Veranlagungsverfügung des Erbschaftsamtes des Kantons Basel-Stadt vom 21. Februar 2002. Auch das ist nach der Rechtsprechung zulässig, selbst wenn das Einspracheverfahren noch hängig ist und somit kein rechtskräftiger Entscheid vorliegt (Urteil 2P.314/2001 vom 23. September 2003, E. 1.1, mit Hinweisen). Es erscheint unter den gegebenen Umständen nicht zweckmässig, das bundesgerichtliche Verfahren bis zum Entscheid über die Einsprache im Kanton Basel-Stadt zu sistieren. 1.2 Die staatsrechtliche Beschwerde ist grundsätzlich rein kassatorischer Natur, das heisst, es kann mit ihr in der Regel nur die Aufhebung des angefochtenen Entscheids verlangt werden (BGE 124 I 327 E. 4 S. 332 ff.). Eine Ausnahme gilt für Beschwerden wegen Verletzung des Doppelbesteuerungsverbots (Art. 127 Abs. 3 BV): Hier kann das Bundesgericht zusammen mit der Aufhebung des kantonalen Hoheitsaktes auch Feststellungen treffen, den beteiligten Kantonen verbindliche Anweisungen für die verfassungskonforme Steuerausscheidung erteilen oder die Rückerstattung ungerechtfertigt erhobener Steuern anordnen (Urteil 2P.314/2001 vom 23. September 2003, E. 1.2, mit Hinweisen). Damit erweisen sich die entsprechenden Rechtsbegehren in der vorliegenden Doppelbesteuerungsbeschwerde als grundsätzlich zulässig. Nicht einzutreten ist darauf jedoch insoweit, als (neben der Rückerstattung) auch eine Verzinsung der zu viel bezahlten Steuern verlangt wird: Ein allfälliger Anspruch auf Verzinsung von zu viel bezahlten Staats- und Gemeindesteuern ist nicht im Doppelbesteuerungsverbot begründet. Er richtet sich vielmehr nach kantonalem Recht und kann erst nach Erschöpfung des kantonalen Instanzenzuges mit staatsrechtlicher Beschwerde geltend gemacht werden (Art. 86 Abs. 1 OG; Urteil 2P.235/2003 vom 5. April 2004, E. 1.3, mit Hinweisen).