Citation: 8C_129/2019 E. 4.2

4.2. Gemäss Gutachten und nach den diesbezüglichen zusätzlichen Abklärungen durch das kantonale Gericht sei die Beschwerdeführerin bereits im Kindes- und Jugendalter bezüglich ihrer kognitiven Leistungsfähigkeit aufgefallen, wenn auch eine Intelligenzminderung nicht festgestellt worden sei. Es bestehe gemäss neuropsychologischem Teilgutachten eine Vielzahl von kognitiven Funktionsbeeinträchtigungen, insbesondere bezüglich Aufmerksamkeits-, Gedächtnis- und Exekutivfunktionen; aber auch die Rechtschreibung und das Grundrechnen seien betroffen. Die Beschwerdeführerin habe auch keine Anlehre, das heisst eine vereinfachte zweijährige Berufslehre, absolviert. Die Vorinstanz qualifizierte sie deshalb als Frühinvalide im Sinne von Art. 26 Abs. 1 IVV und wertete ihr Valideneinkommen gemäss IV-Rundschreiben Nr. 329 des Bundesamts für Sozialversicherungen auf. Das Invalideneinkommen ermittelte sie anhand der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebung (LSE). Ein leidensbedingter Abzug war ihrer Auffassung nach nicht gerechtfertigt. Aus dem Vergleich eines Valideneinkommens von 82'000 Franken mit einem Invalideneinkommen von 60'826 Franken resultierte ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 27 %.