Citation: 5A_680/2024 E. 4.3.1

4.3.1. Soweit der Beschwerdeführer eine Verletzung von Art. 152 ZPO rügt, genügt er den Begründungsanforderungen nicht (oben E. 2.1). Er erklärt nicht, inwiefern diese Bestimmung, die das Recht auf Beweis und nicht die Beweiswürdigung oder die Beweislastverteilung betrifft (vgl. BGE 143 III 297 E. 9.3.2), verletzt sein sollte. Darauf ist nicht weiter einzugehen. Was den ebenfalls als verletzt gerügten Art. 8 ZGB angeht, so regelt diese Bestimmung für bundesrechtliche Ansprüche die Beweislastverteilung und das Beweismass. Sie ist insbesondere verletzt, wenn die Beweislast falsch verteilt wird (BGE 134 III 224 E. 7.2; 133 III 507 E. 5.2). Im Bereich des Güterrechts wird sie für die hier anwendbare Gütergemeinschaft (vgl. vorne Bst. A.c) durch Art. 226 ZGB ergänzt. Demnach gelten alle Vermögenswerte als Gesamtgut, solange nicht bewiesen ist, dass sie Eigengut eines Ehegatten sind. Der Beschwerdeführer beruft sich dagegen zu Unrecht auf den den Güterstand der Errungenschaftsbeteiligung betreffenden Art. 200 Abs. 3 ZGB. Auch abgesehen hiervon (zur Vergleichbarkeit der beiden Bestimmungen vgl. HAUSHEER/AEBI-MÜLLER, in: Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, N. 1 zu Art. 226 ZGB; MEIER, in: Commentaire romand, Code civil I, 2. Aufl. 2023, N. 1 zu Art. 226 ZGB) ist dem Kantonsgericht, anders als der Beschwerdeführer meint, keine falsche Verteilung der Beweislast vorzuwerfen. Wie sich aus der Urteilsbegründung ergibt, hat das Gericht vielmehr die Beschwerdegegnerin als beweisbelastet erachtet. Wenn das Kantonsgericht ausführte, der Beschwerdeführer habe die Aussagen der Beschwerdegegnerin bloss bestritten und nicht substanziiert sagen können, wie die Hypotheken amortisiert worden seien, würdigte es die Aussagen beider Parteien. Da die Beschwerdegegnerin konkrete und nachvollziehbare Angaben machen konnte, sich diese mit den Feststellungen des Notars und den Steuerunterlagen in Übereinstimmung bringen liessen und der Beschwerdeführer dem nichts entgegenzusetzen vermochte, erachtete es die Aussagen der Beschwerdegegnerin als glaubhaft. Dies beschlägt aber die Beweiswürdigung, nicht die Verteilung der Beweislast. Erachtet das Gericht unter Beachtung des bundesrechtlich vorgegebenen Beweismasses in Würdigung der vorhandenen Beweise eine rechtserhebliche Tatsache als bewiesen, so ist die Beweislastverteilung gegenstandslos (BGE 141 III 241 E. 3.2 mit Hinweisen). Die Rüge ist demnach unbegründet.