Citation: 4A_496/2023 E. 3.2.1

3.2.1. Die Vorinstanz liess das Argument der Beschwerdeführerin nicht gelten, die AGB-Klauseln betreffend die Retrozessionen seien ungewöhnlich. Selbst wenn von einer Globalübernahme ausgegangen werde, scheitere der pauschale Einwand der Beschwerdeführerin bereits daran, dass es sich beim Zedenten nicht um eine unerfahrene Partei handle. Mit Blick auf die Feststellung des Bundesgerichts, wonach die Fremdnützigkeit als solche durch Vereinbarungen über einen Verzicht des Auftraggebers auf die Ablieferung von Retrozessionen nicht berührt werde (BGE 137 III 460 E. 4.2), müsse auch eine objektive Ungewöhnlichkeit verneint werden. Die entsprechenden Klauseln der AGB Versionen 2008, 04/2013 und 01/2018 seien folglich anwendbar.