Citation: 2C_629/2023 E. 4.4

4.4. Insgesamt hat der Beschwerdeführer seit dem Jahr 2011 Freiheitsstrafen von 57 Monaten gegen sich erwirkt, darunter die genannten Delikte gegen Leib und Leben sowie Betäubungsmitteldelikte. Zwar ist dem Beschwerdeführer zugute zu halten, dass er sich seit seiner Einreise in die Schweiz im Mai 2021 soweit ersichtlich nichts mehr hat zuschulden kommen lassen und dass er hier seither einer regelmässigen Erwerbstätigkeit nachgeht, wie sich aus den verschiedenen im kantonalen Verfahren eingereichten Beweismitteln (Arbeits- und Zwischenzeugnisse, Zertifikate und Ausbildungsbescheinigungen, Schreiben und Bericht der Bewährungshelferin) ergibt. Demgegenüber spricht der Umstand, dass er noch im Jahr 2020 eine einjährige Freiheitsstrafe erwirkte, deutlich gegen die Annahme einer Kehrtwende, wie sie der Beschwerdeführer geltend macht. Dies insbesondere, als er sich seither unter dem Druck des Strafverfahrens respektive der im Urteil von April 2021 mit Bewährung von drei Jahren ausgesprochenen Freiheitsstrafe sowie dem hängigen ausländerrechtlichen Verfahren betreffend Bewilligungserteilung im Kanton Wallis befand. Zudem ist der Beschwerdeführer auch in der Vergangenheit nach mehreren "ruhigen" Jahren wieder erheblich delinquent geworden, wie die Tat im Jahr 2020 respektive die Verurteilung von 2021 belegen. Unter diesen Umständen durfte die Vorinstanz im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils von einer relevanten Rückfallgefahr ausgehen. Es ist am Beschwerdeführer, die Nachhaltigkeit der geltend gemachten Kehrtwende und seiner Abkehr vom früheren deliktischen Verhalten auch längerfristig unter Beweis zu stellen. Sollte dies dem Beschwerdeführer gelingen, ist die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung in Zukunft nicht ausgeschlossen.