Citation: 4A_402/2008 11.11.2008 E. 3

Streitig ist vorliegend die Feststellung des Verkehrswertes des Grundstücks Nr. xxx, GB Sursee, per August 1992. Das Amtsgericht gab hierzu ein Gerichtsgutachten in Auftrag und stellte darauf ab. Die Vorinstanz betrachtete dieses Gutachten ebenfalls als massgebend, nachdem sie die dagegen vorgebrachten Einwendungen der Beschwerdeführerin abgelehnt hatte. Die Beschwerdeführerin ist der Ansicht, um festzustellen, welchen Wert der Anteil von C.________ am Grundstück Nr. xxx, GB Sursee, im Zeitpunkt seines Todes (August 1992) gehabt habe, sei es unabdingbar, in erster Linie sichere Kenntnisse über die tatsächlichen Verhältnisse betreffend Topografie, Raum- und Zonenplanung, Erschliessung und Umgebungssituation zu diesem Zeitpunkt zu erhalten. Sie habe dem Gericht diese Angaben unterbreitet und entsprechende Anträge gestellt, so den Antrag auf Einvernahme der Zeugen D.________ und E.________, welchen die Situation im August 1992 aus eigener Erfahrung bekannt gewesen sei, sowie die Anträge auf Edition der Akten der Stadtverwaltung Sursee und auf Anordnung eines neuen Gutachtens. Die Vorinstanz habe infolge der Ablehnung dieser Beweisanträge und der Nichtbeachtung entscheidender Mängel des Gerichtsgutachtens den Sachverhalt unvollständig festgestellt, § 183 des Gesetzes über die Zivilprozessordnung des Kantons Luzern vom 27. Juni 1994 (ZPO; SRL 260a) nicht richtig angewendet und durch die Nichtabnahme von beantragten Beweismitteln das Willkürverbot verletzt.