Citation: 8C_343/2024 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vor, das asim-Gutachten unterscheide zwischen der posturalen Instabilität und der peripher-vestibulären Funktionsstörung. Die posturale Instabilität sei erstmals bei der gutachterlichen Untersuchung im Spital B.________ im Jahr 2019 festgestellt worden, eine peripher-vestibuläre Unterfunktion sei trotz spezifischer Abklärung dannzumal nicht erhoben, sondern erst durch die asim dokumentiert worden. Zu welchem Zeitpunkt sie genau aufgetreten sei, sei unklar. Im ORL-Teilgutachten der asim werde die quantitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit damit begründet, dass die peripher-vestibuläre Funktionsstörung links zwar formell kompensiert sei, aber in Kombination mit der einseitigen Ertaubung links, der leicht- bis mittelgradigen sensorineuralen Hörminderung rechts wie auch mit dem klinisch schweren, dekompensierten Tinnitus rechts eine quantitative Einschränkung bestehe. Der Explorand ermüde schneller und benötige mehr Erholungszeit. Zudem müsse die Möglichkeit zu kurzen Pausen gegeben sein, falls Schwindelattacken auftreten würden. Damit werde, so die Beschwerdeführerin weiter, die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit nicht aus der posturalen Instabilität abgeleitet, sondern aus der formell kompensierten peripher-vestibulären Funktionsstörung in Kombination mit der Hörminderung und dem Tinnitus. Die Hörminderung und der Tinnitus seien längst bekannt und eine wesentliche Verschlechterung derselben sei nicht ausgewiesen. Mit dieser Problematik habe sich die Vorinstanz nicht auseinandergesetzt und auch nicht mit der im kantonalen Verfahren bereits aufgeworfenen Frage, ob mittels Rückfragen an die Gutachterstelle eine Klärung erreicht werden könne. Damit habe die Vorinstanz ihre Begründungspflicht verletzt und den Sachverhalt offensichtlich falsch und damit willkürlich festgestellt.