Citation: 6B_205/2023 E. 1.4.6

1.4.6. Schliesslich bezieht die Vorinstanz in ihre Würdigung ebenso zu Recht mit ein, dass der Beschwerdegegner, nachdem eine erste Versicherung ihm auf die Schliche gekommen und ein Strafverfahren eingeleitet worden sei, sofort und diskussionslos sämtliche ausstehenden Schadenforderungen revoziert und sogleich auch die Rückerstattung bereits erhaltener Zahlungen in die Wege geleitet habe. Dies könne nicht anders interpretiert werden, als dass er durchaus risikoavers veranlagt sei und inskünftig auf keinen Fall eine Landesverweisung und damit den Verlust des bisher Erreichten riskieren würde. Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, vermag nicht zu überzeugen. Sie belässt es sinngemäss dabei, vorzubringen, die Vorinstanz weiche von ihrer Einschätzung bei der Strafzumessung ab. Überdies macht die Beschwerdeführerin geltend, dem gut gebildeten Beschwerdegegner sei auch bereits bei Aufnahme der deliktischen Tätigkeit im Jahr 2020 klar gewesen, dass er damit eine Landesverweisung riskiere. Es erscheine wenig wahrscheinlich, dass er sich heute im Gegensatz zu früher von einer erneuten deliktischen Tätigkeit abhalten lassen werde. Die Argumentation der Beschwerdeführerin verfängt nicht, zumal sie sich nicht begründet mit den vorinstanzlichen Erwägungen auseinandersetzt (Art. 42 Abs. 2 BGG). Darauf braucht nicht näher eingegangen zu werden.