Citation: 4A_255/2009 11.08.2009 E. 5

Die Vorinstanz hat die Honoraransprüche gemäss der ursprünglichen Vereinbarung um 2 % gekürzt, da der Beschwerdegegner seine Leistung nicht vollumfänglich erbracht hat. 5.1 Die Höhe dieses Abzuges ist nach Auffassung der Beschwerdeführer zu gering. Da der Beschwerdegegner weder die Garantiearbeiten erledigt noch eine brauchbare Schlussabrechnung vorgelegt habe, müsste die Kürzung gestützt auf die Leistungstabelle und die Prozentwerte der SIA-Norm 102 Ziff. 4.5, auf welche die Vorinstanz abgestellt hatte, 3 % betragen (2 % für die Schlussabrechnung und 1 % für die Leistung der Garantiearbeiten). Die Vorinstanz hat indessen festgestellt, der Beschwerdegegner habe dafür gesorgt, dass die Unternehmer diverse Garantiearbeiten ausführten, und eine, wenn auch unzulängliche, Abrechnung vorgelegt. Wenn die Vorinstanz dem Rechnung trägt, indem sie insgesamt nur einen Abzug von 2 % statt 3 % vornimmt, ist dies nicht zu beanstanden. 5.2 Die Beschwerdeführer weisen darauf hin, zu den Aufgaben des Beschwerdegegners habe auch die Bauleitung gehört. Sie wollen aus der Unzulänglichkeit der Schlussabrechnung und dem Expertengutachten ableiten, der Beschwerdegegner sei auch seinen Aufgaben bezüglich der Bauleitung, welche gemäss Ziff. 4.4. der SIA Norm 102 mit 27 % veranschlagt sei, nur unvollständig nachgekommen. Mit Blick darauf erscheine eine zusätzliche Kürzung von 14 % angemessen. Mit ihrer Argumentation übersehen die Beschwerdeführer, dass zur Ermittlung der Kürzung zunächst festzustellen ist, in welchem Umfang der Beschwerdegegner seine Leistungen tatsächlich erbracht hat. Erst danach ist zu beurteilen, wie sich dies auf die Honorarforderung auswirkt. Dass der Beschwerdegegner keine detaillierte Abrechnung erstellt hat, bedeutet nicht zwingend, dass er seinen Pflichten zur Bauleitung nur teilweise nachgekommen ist. Die Beschwerdeführer verweisen auf die Expertisen und ziehen aus den darin enthaltenen Feststellungen vom Ergebnis der Vorinstanz abweichende Schlussfolgerungen. Derartige appellatorische Kritik genügt aber nicht, um den angefochtenen Entscheid in tatsächlicher Hinsicht als offensichtlich unzutreffend auszuweisen oder die Ergänzungsbedürftigkeit der tatsächlichen Feststellungen aufzuzeigen. Gestützt auf die tatsächlichen Feststellungen im angefochtenen Entscheid ist der Umfang der Kürzung demgegenüber nicht zu beanstanden.