Citation: 2C_131/2013 E. 5.4

5.4. Die Ansicht der Vorinstanz ist begründet: Teilweise erbringt die Beschwerdeführerin gegenüber der Y.________ Leistungen im Austausch gegen andere Leistungen; teilweise erhält sie für ihre Leistungen ein Entgelt. So verpflichtet sich die Beschwerdeführerin mit den ihr zur Verfügung gestellten Spielern, an denen die Y.________ die Rechte hält, pro Spieler einen Spielervertrag (unter Übernahme der sich daraus ergebenden finanziellen Verpflichtungen) abzuschliessen. Als Gegenleistung erhält sie die Spieler von der Y.________ leihweise zur Verfügung gestellt. Es handelt sich um ein Tauschgeschäft im mehrwertsteuerrechtlichen Sinn, wobei als Wert der Gegenleistung (Entgelt) der Wert der Spielerausleihe gilt (Art. 33 Abs. 4 aMWSTG, Art. 26 Abs. 4 aMWSTV). Zusätzlich stehen der Beschwerdeführerin 20 Prozent der Leihgebühr aus einer allfälligen Ausleihe des Spielers an einen Drittclub sowie 20 Prozent am Nettoerlös aus der Weiterveräusserung der Transferrechte am Spieler durch die Y.________ zu. Es handelt sich um ein zusätzliches Entgelt in Form eines Anteils am Erlös. Es geht somit nicht um ein reines Tauschgeschäft, sondern um ein aus gewöhnlichem Leistungsaustausch und Tausch gemischten Geschäft. Wohl deshalb spricht die Vorinstanz (im genannten Parallelfall) auch von einem "tauschähnlichen" Geschäft. Es handelt sich um Leistungsaustausche, welche die Mehrwertsteuer auslösen.