Citation: 4C.376/2002 20.03.2003 E. A

A.________ (Kläger) war Geschäftsführer und Verwaltungsratspräsident der Y.________ AG. Am Aktienkapital der Y.________ AG war er zu 50% beteiligt. Über denselben Aktienanteil verfügte B.________. Nach ein paar verlustreichen Jahren entschlossen sich die beiden Aktionäre, ihre Aktien der X.________ AG (Beklagte) zu verkaufen. Während B.________ seinen Aktienanteil an der Y.________ AG von 50% vollständig verkaufte, veräusserte der Kläger nur 26% seiner Aktien und behielt 24% zurück. Im Abschnitt "Vertragsgrundlagen" des am 20./22. September 1997 abgeschlossenen Aktienkaufvertrages wurde in § 5 Ziff. 3 festgehalten: "[Der Kläger] erhält einen Anstellungsvertrag für 5 (fünf) Jahre bei der Y.________ AG, der seinen heutigen Anstellungsbedingungen mindestens entspricht." Am 9. Oktober 1997 übernahm C.________, der Geschäftsführer der Beklagten, anstelle des Klägers das Präsidium des Verwaltungsrates der Y.________ AG. Der Kläger blieb weiterhin Geschäftsführer der Y.________ AG und einzelzeichnungsberechtigtes Mitglied des Verwaltungsrates. Im Sommer 1998 kam es zwischen dem Kläger und C.________ zu Differenzen bezüglich der Funktion und des Gehalts des Klägers. Am 21. September 1998 wurde der Kläger freigestellt und am 20. Oktober 1998 fristlos entlassen. Im Verfahren, in dem der Kläger wegen ungerechtfertigter fristloser Entlassung auf der Basis des bestehenden Arbeitsvertrages drei Monatslöhne bis Ende Januar 1999 sowie eine Strafzahlung gemäss Art. 337c Abs. 3 OR verlangt hatte, kam es zwischen der Y.________ AG und dem Kläger zu einem Vergleich. Der Vergleich sah eine Zahlung an den Kläger von Fr. 47'500.-- per Saldo aller Ansprüche vor.