Citation: 6B_187/2017 E. 1.4

1.4. Was der Beschwerdeführer gegen die vorinstanzliche Beweiswürdigung vorbringt, ist nicht geeignet, Willkür aufzuzeigen. Sofern seine Vorbringen überhaupt den qualifizierten Begründungsanforderungen gemäss Art. 42 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 106 Abs. 2 BGG genügen, verkennt er, dass, soweit das Urteil auf der Grundlage von Indizien ergeht, nicht die isolierte Betrachtung jedes einzelnen Beweises, sondern deren gesamthafte Würdigung massgebend ist. Selbst wenn das erkennende Gericht einzelne seinem Entscheid zugrunde liegende, belastende Indizien willkürlich würdigt oder entlastende Umstände willkürlich ausser Acht lässt, führt dies nicht zwingend zur Aufhebung des angefochtenen Urteils. Erforderlich ist vielmehr, dass bei objektiver Würdigung des ganzen Beweisergebnisses offensichtlich erhebliche und schlechterdings nicht zu unterdrückende Zweifel an der Täterschaft zurückbleiben (Urteil 6B_988/2016 vom 8. Mai 2017 E. 1.3.3 mit Hinweis). Vorliegend ist nicht ersichtlich, inwiefern die Vorinstanz einzelne Beweise willkürlich gewürdigt hätte, geschweige denn, inwiefern die Beweiswürdigung gesamthaft betrachtet schlechterdings unhaltbar sein sollte. Es ist nachvollziehbar und nicht willkürlich, wenn die Vorinstanz es für unglaubhaft hält, dass sich der Beschwerdeführer in einer Winternacht mitten in einem Wohnquartier just dann hingesetzt haben will, als Y.________ die fragliche Tasche aus einem Auto gestohlen haben soll, nachdem die beiden zuvor den ganzen Abend zusammen verbracht haben. Der Beschwerdeführer behauptet, er sei von den Zeugen, die die Verfolgung von ihm und Y.________ aufgenommen hatten, gar nicht auf die Tasche angesprochen worden, sondern nur Y.________. Deshalb könne ihm auch nicht vorgeworfen werden, nicht mitgeteilt zu haben, dass die von ihnen mitgeführte Tasche gestohlen worden sei. Die fragliche Aussage des Beschwerdeführers steht im Gegensatz zu den Zeugenaussagen. Sowohl B.________ als auch D.________ haben ausgesagt, sie hätten die beiden verfolgten Personen auf die Tasche angesprochen (vgl. kantonale Akten, act. 119, 121 und act. 135, 137). Dass die Vorinstanz diese Zeugenaussagen aufgrund der gesamten Umstände für glaubhafter hält als jene des Beschwerdeführers, begründet keine Willkür. Nichts zu seinen Gunsten abzuleiten vermag er aus der Tatsache, dass die Zeugin C.________ nicht gesagt hat, der Beschwerdeführer und Y.________ seien nach dem Diebstahl über einen Trampelpfad geflüchtet, sondern bloss, dass die beiden den Trampelpfad betreten hätten. Massgebend ist diesbezüglich einzig, dass sich der Beschwerdeführer und Y.________ nach dem Diebstahl auf ungewöhnlichem Weg, nämlich über einen schlecht einsehbaren Trampelpfad, vom Tatort entfernt haben, was der Beschwerdeführer nicht bestreitet. Schliesslich kann aufgrund der Zeugenaussagen auch nicht "mit Sicherheit" gesagt werden, dass Y.________ die gestohlene Tasche getragen hat, als sie zur Rede gestellt wurden. Vielmehr liegen diesbezüglich unterschiedliche Aussagen vor. B.________ erklärte, er glaube, der Mann ohne Pelzkragen [der Beschwerdeführer] habe die Tasche getragen. Er sei sich aber nicht sicher (vgl. kantonale Akten, act. 120). D.________ hat ausgesagt, die grössere Person habe die Tasche getragen (vgl. kantonale Akten, act. 137). Gemäss eigenen Aussagen sind der Beschwerdeführer und Y.________ annähernd gleich gross (1.79 m bzw. 1.82/1.83 m; vgl. kantonale Akten, act. 165). Es ist demnach nicht ausgeschlossen, dass sich D.________ in der Person, die die Tasche getragen hat, irrte. Seine diesbezüglichen Aussagen sind zudem mit Vorsicht zu würdigen, da er angegeben hat, die Person mit der Tasche sei ca. 20 bis 30 cm grösser als die andere Person (vgl. kantonale Akten, act. 137). Letztlich ist mit Blick auf den Vorwurf des mittäterschaftlich begangenen Diebstahls indessen ohnehin nicht entscheidend, wer der beiden die Tasche getragen hat.