Citation: 4P.328/2005 24.02.2006 E. 3

Die Beschwerdeführer machen weiter geltend, das Kantonsgericht habe bei der Auseinandersetzung zwischen den drei Mitgesellschaftern in willkürlicher Weise auf eine einseitige Kostenzusammenstellung des Beschwerdegegners abgestellt, die im Jahre 1997 gestützt auf eine Abrechnung des Treuhänders Witschard zum Zweck erstellt worden sei, dass man die grossen Verluste steuerlich nutzen konnte. Das Kantonsgericht habe die von den Beschwerdeführern bestrittene Abrechnung, die lediglich die Abrechnung unter den drei Parteien umfasse, willkürlich auf alle Mitkonsortanten ausgedehnt, ohne deren vermögensrechtliche Gesellschaftsanteile mitzuberücksichtigen. Im Konsortium "W.________" hätten alle Gesellschafter erhebliche Verluste erlitten. In Berücksichtigung der Verluste der anderen neun Mitkonsortanten hätten sich die den Beschwerdeführern aufgerechneten Schuldsaldi erheblich vermindert. Bei der Auflösung einer einfachen Gesellschaft seien alle Gewinn- und Verlustanteile der einzelnen Gesellschafter zu berücksichtigen. Die Beschwerdeführer machen damit nicht geltend, das Kantonsgericht sei in Willkür verfallen, weil es die Abrechnung "Witschard" inhaltlich, d.h. in rein tatsächlicher Hinsicht als richtig und insoweit beweiskräftig betrachtet habe. Sie rügen vielmehr, diese Abrechnung sei vom Kantonsgericht zu Unrecht als Grundlage für die Beurteilung der vom Beschwerdegegner gestellten Forderungen herangezogen worden; das Gericht habe willkürlich übergangen, dass sich die Abrechnung zum einen auf die Auslagen der drei Gesellschafter beschränke, die sich im vorliegenden Verfahren als Parteien gegenüberstehen, und dass sie zum anderen die Zahlungen zwischen dem Abrechnungsstichtag bis zur Auflösung der Gesellschaft am 5. November 1999 ausser Acht lasse. Es hätte eine "saubere Liquidationsbilanz" erstellt werden müssen. Bei der Frage, welchen Anforderungen eine Abrechnung hinsichtlich ihres Abschlussdatums und den berücksichtigten Aufwand- und Ertragsposten bzw. Einlagen und Bezügen genügen muss, damit sie als Grundlage zur Bestimmung der einzelnen Liquidationsbetreffnisse und zur Zuerkennung von Forderungen zwischen den Gesellschaftern nach Art. 537 oder 549 OR taugt, handelt es sich um eine solche des Bundesrechts. Zu deren Beurteilung steht vorliegend die eidgenössische Berufung offen, so dass insoweit auf die staatsrechtliche Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 43 und Art. 84 Abs. 2 OG).