Citation: 6B_957/2019 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwägt, der angefochtene Entscheid im Verfahren VG.2018.133 umfasse sechs Seiten. Die Beschwerdeschrift hingegen erstrecke sich auf über 36 Seiten und beinhalte zahlreiche Anträge und umfassende Ausführungen zu Themen, die nicht Gegenstand des angefochtenen Entscheids bildeten. Die Beschwerde genüge den Anforderungen von § 57 Abs. 2 des kantonalen Gesetzes vom 23. Februar 1981 über die Verwaltungsrechtspflege (VRG/TG; RB 170.1), wonach Rechtsschriften unter anderem nicht übermässig weitschweifig sein dürften, offenkundig nicht. Der Vizepräsident des Verwaltungsgerichts habe den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 10. Oktober 2018 darauf hingewiesen, dass seine Beschwerdeschrift die gesetzlichen Anforderungen nicht erfülle, da sie weitschweifig sei. Er habe dem Beschwerdeführer daher eine nicht erstreckbare Frist von zehn Tagen zur Einreichung einer den gesetzlichen Anforderungen genügenden Beschwerdeschrift angesetzt. Hierbei habe er ihn ausdrücklich darauf hingewiesen, dass auf die Beschwerde nicht eingetreten werde, wenn innert Nachfrist keine den gesetzlichen Anforderungen genügende Beschwerdeschrift eingereicht werde. Nachdem der Beschwerdeführer hierauf mit einem Ausstandsbegehren gegen den Vizegerichtspräsidenten reagiert habe, welches vom Gericht mit Zwischenentscheid vom 14. November 2018 abgewiesen worden sei, habe der Vizegerichtspräsident den Beschwerdeführer nach Rechtskraft dieses Zwischenentscheides mit Schreiben vom 19. Februar 2019 erneut darauf hingewiesen, dass seine Beschwerdeschrift vom 9. Oktober 2018 den gesetzlichen Anforderungen nicht genüge, da sie übermässig weitschweifig sei. Er habe ihm erneut eine nicht erstreckbare Frist von zehn Tagen zur Einreichung einer den gesetzlichen Anforderungen genügenden Beschwerdefrist angesetzt und ihn wiederum darauf hingewiesen, dass auf die Beschwerde nicht eingetreten werde, wenn innert Nachfrist keine den gesetzlichen Anforderungen genügende Beschwerdeschrift eingereicht werde. Der Beschwerdeführer habe innert Frist keine den gesetzlichen Anforderungen genügende Beschwerdeschrift eingereicht. Zwar habe er sich am 3. März 2019 erneut vernehmen lassen und ausgeführt, er sei in der Beschwerdeschrift vom 13. Februar 2019 im Verfahren VG.2019.23 verkürzt auf die Verfahrensgegenstände der Beschwerde vom 8./9. Oktober 2018 eingegangen, doch vermöge er daraus nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Denn davon abgesehen, dass er aufgrund der erneuten Nachfristansetzung im Schreiben des Vizegerichtspräsidenten vom 19. Februar 2019 habe erkennen müssen, dass seine Beschwerdeschrift vom 13. Februar 2019 (Verfahren VG.2019.23) nicht als rechtsgenügliche Beschwerdeschrift im Verfahren VG.2018.133 entgegengenommen worden sei, sei er in der Beschwerdeschrift vom 13. Februar 2019 entgegen seinen Behauptungen auch nicht auf die im Verfahren VG.2018.133 zu beurteilende Ausstandsthematik eingegangen. Da es im Verfahren VG.2018.133 trotz zweimaliger Nachfristansetzung an einer den gesetzlichen Anforderungen genügenden Beschwerdeschrift fehle, sei auf die Beschwerde in diesem Verfahren androhungsgemäss nicht einzutreten.