Citation: 8C_594/2017 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführerin relativierte die Schwere des von ihr behaupteten Unfalls schon im vorinstanzlichen Verfahren im Wesentlichen mit der Erklärung, das von ihr bzw. ihrem übersetzenden Ehemann verwendete Wort "eingeklemmt" sei in dem Sinne zu verstehen, dass sie den Arbeitsplatz während einer gewissen Zeit nicht habe verlassen können. Sie vermutet, von einem "Aufsatz" der Paniermaschine gestreift worden zu sein, der ihr dann auch den Weg versperrt habe, als sie den Platz habe verlassen wollen. Auf die Aussage einer Mitarbeiterin, welche den Ablauf beobachtet und ausgesagt habe, die Beschwerdeführerin habe sich sicher nicht verletzt, sei nicht abzustellen, da diese sicherlich eine äusserlich sichtbare Verletzung gemeint habe. Innerliche, nicht blutende Verletzungen hätten von den Arbeitskolleginnen und -kollegen wohl nicht wahrgenommen werden können. Zudem sei für die Erfüllung des Unfallbegriffs keine körperliche Verletzung notwendig. Auch eine geistige oder psychische Gesundheitsschädigung reiche aus. Die Vorinstanz bestreite eine solche fälschlicherweise unter Hinweis auf den erstbehandelnden Arzt, welcher eine solche nicht diagnostiziert habe. Der Ablauf und die Aussagen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeige aber klar, dass ein aussergewöhnliches Schreckereignis, verbunden mit einem entsprechenden psychischen Schock, vorliege.