Citation: 9C_615/2022 E. 5.1.1

5.1.1. So stellte die Vorinstanz in tatsächlicher Hinsicht fest, dass, nachdem der Steuerpflichtige die B.________ AG am 4. November 2010 gegründet habe und die 100 Aktien (damals als Inhaberaktien, heute als Namenaktien; Umwandlung der Inhaberaktien in Namenaktien kraft Gesetzes am 1. Mai 2021; vgl. Art. 4 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des Obligationenrechts vom 21. Juni 2019 i.V.m. Art. 622 Abs. 1bis OR e contrario [BBl 2019 4489]) gezeichnet habe [vgl. E. 3.3.1 angefochtenes Urteil], mittels schriftlicher Aktienübertragungsvereinbarung die 100 Aktien am 15. Februar 2013 zwar auf seinen Sohn übereignet haben soll, er aber bereits am nachfolgenden Tag von seinem Sohn schriftlich bevollmächtigt worden sei, diesen in seinen geschäftlichen und rechtlichen Angelegenheiten als Alleinaktionär der B.________ AG sowie deren Tochterunternehmen in eigenem Namen zu vertreten und für ihn in eigenem Namen aufzutreten. Die Vollmacht habe sich dabei insbesondere auf seine Eigenschaft als Aktionär, seine Kapitalinvestition als Aktionär, namentlich auch auf das bestehende Darlehen an die C.________ GmbH und die Käufe und Verkäufe von Firmenbeteiligungen der B.________ AG erstreckt [vgl. E. 3.3.3 angefochtenes Urteil]. Das dem Steuerpflichtigen zukommende uneingeschränkte Veräusserungsrecht spreche für das ständige bzw. durchgehende Eigentum des Steuerpflichtigen an den Aktien der B.________ AG. Auffällig und gegen das Aktieneigentum des Sohnes spreche weiter, dass die Aktienübertragungsvereinbarung vom 15. Februar 2013 wiederum ohne aktenkundige Mitwirkung der Mutter erfolgt sei, obschon diese gemäss den Ausführungen des Steuerpflichtigen bis dahin Eigentümerin der Aktien gewesen sein soll. Auch würde auffallen, dass der Sohn seit der Aktienübertragung nicht mehr aktenkundig in Erscheinung getreten sei und dass der Steuerpflichtige seit 2013 die Liegenschaft der C.________ GmbH, die eine Tochtergesellschaft der B.________ AG sei, an der Strasse D.________ in U.________ ohne Entrichtung eines marktüblichen Mietzinses bewohnen würde. Überdies sei der Steuerpflichtige in den Büchern der B.________ AG und der C.________ GmbH als Aktionär bzw. Gesellschafter geführt, was dieser gegen sich gelten lassen müsse. Weiter seien keine plausibleren Erklärungen für die ungewöhnlichen Geschäftsvorgänge ersichtlich. Entsprechend sei der Steuerpflichtige steuerrechtlich als Alleinaktionär der B.________ AG zu qualifizieren, weshalb ihm der Vermögenssteuerwert der Aktien im Vermögen aufzurechnen sei [vgl. E. 3.3.4 angefochtenes Urteil]. Die Unterinstanz habe demnach zurecht ein Treuhandverhältnis zwischen dem Steuerpflichtigen und dessen Sohn verneint. Da die C.________ GmbH eine Tochterfirma der B.________ AG sei, müsse der Steuerpflichtige steuerrechtlich als nahestehende Person beider Gesellschaften betrachtet werden [E. 3.3.5 angefochtenes Urteil].