Citation: 8C_312/2023 E. 4

Für die Beurteilung des medizinischen Sachverhalts stützte sich die Vorinstanz auf das bidisziplinäre Gutachten des Prof. Dr. med. B.________ und der Dr. phil. C.________ vom 9. Mai 2022. Diese stellten die Diagnosen einer "Anpassungsstörung, Angst und depressive Reaktion gemischt" (ICD-10 F43.22) sowie einer "psychische und Verhaltensstörung durch Sedativa, Abhängigkeit von Temesta bei Angststörung" (ICD-10 F13.2). Gestützt auf das Gutachten kam die Vorinstanz zum Schluss, die Beschwerdeführerin sei sowohl in der angestammten als auch in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 64 % arbeitsfähig. Das Gutachten gebe hinreichend Aufschluss über die gemäss BGE 141 V 281 im Vordergrund stehenden Standardindikatoren, weshalb aus rechtlicher Sicht auch kein Anlass bestehe, von der gutachterlichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit abzuweichen. Hinsichtlich der erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitsschadens führte sie aus, dass ausgehend von einer Arbeitsfähigkeit von 64 % im angestammten Tätigkeitsbereich wie auch in leidensadaptierten Tätigkeiten ein ordentlicher Einkommensvergleich nicht erforderlich sei. Der nicht rentenbegründende Invaliditätsgrad betrage 36 %, zumal ein leidensbedingter Abzug von der Beschwerdeführerin nicht geltend gemacht worden sei und auch nicht gerechtfertigt erscheine. Die IV-Stelle habe den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin daher zu Recht verneint.