Citation: 6B_1104/2023 E. 1.5

1.5. Der Beschwerdeführer rügt, es sei widersprüchlich, wenn die Vorinstanz einerseits einen schweren persönlichen Härtefall bejahe und andererseits festhalte, der Beschwerdeführer sei in der Schweiz nicht besonders stark verwurzelt. Für die Annahme des persönlichen Härtefalls sei gerade eine starke Verwurzelung verlangt. Damit verfalle die Vorinstanz in Willkür. Es gehe nicht an, den zuerst angenommenen persönlichen Härtefall im Rahmen der darauffolgenden Interessenabwägung wieder zu relativieren, um so diese privaten Interessen dem öffentlichen Interesse unterordnen zu können. Seine Vorbringen gehen - vorerst unter Willkürgesichtspunkten - fehl. Es ist nicht ersichtlich und wird von ihm auch nicht dargetan, inwieweit das Vorgehen der Vorinstanz offensichtlich falsch sei und sie in willkürlicher Weise von hohen öffentlichen Interessen ausgehe bzw. eine starke Verwurzelung verneine. Die Vorinstanz bejaht das Vorliegen eines schweren persönlichen Härtefalls und nimmt eine Interessenabwägung vor. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers wird nicht der Härtefall relativiert, sondern werden die (gewichtigen) privaten Interessen den öffentlichen Interessen gegenübergestellt. So liegt im Umstand, dass die Vorinstanz zwar einen schweren persönlichen Härtefall annimmt, in der Folge aber eine besondere Verwurzelung verneint, kein Widerspruch, der die vorinstanzlichen Erwägungen als willkürlich auszuweisen vermag. Soweit er die Rechtsanwendung von Art. 66a Abs. 2 StGB bzw. Art. 8 Ziff. 1 EMRK rügt, ist darauf im Folgenden einzugehen.