Citation: 7B_49/2023 E. 2.2

2.2. Nach Art. 102 Abs. 3 StPO kann, wer zur (Akten-) Einsicht berechtigt ist, gegen Entrichtung einer Gebühr die Anfertigung von Kopien der Akten verlangen. Indessen äussert sich die Bestimmung nicht zur Frage, ob auch für die Gewährung der Akteneinsicht an sich Gebühren erhoben werden können. Die Vorinstanz begnügt sich zur Begründung der beschwerdegegenständlichen Kostenauferlegung mit dem folgenden Hinweis: "Nach Einsicht in die Kostenaufstellung des Forensischen Instituts Zürich vom 23. Januar 2023 betr. Organisation der Akteneinsicht durch die Beschuldigte nach ergangenem obergerichtlichem Urteil (Urk. 83), da diese nachträglich durch die Beschuldigte verursachten Kosten analog zur Kostenauflage gemäss Urteil vom 29. November 2022 der Beschuldigten aufzuerlegen sind [...]". Dem angefochtenen Entscheid lässt sich somit weder entnehmen, gestützt auf welche rechtliche Grundlage der Beschwerdeführerin nach Auffassung der Vorinstanz die Kosten für die Akteneinsicht auferlegt werden können, noch nach welchen Grundsätzen die Höhe einer solchen Gebühr zu bestimmen wäre. Unter diesen Umständen erlaubt es der angefochtene Entscheid nicht, die korrekte Rechtsanwendung zu überprüfen.