Citation: 1B_235/2018 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer wird verdächtigt, Mittäter einer Gruppierung zu sein, die betrügerisch Gelder von vorwiegend älteren Leuten erhältlich macht, indem sich die Täter am Telefon als Polizeibeamte ausgeben und den Leuten weismachen, ihr Vermögen müsse in Sicherheit gebracht werden, weshalb sie dieses den Polizeibeamten übergeben sollten. Konkret wird der Beschwerdeführer verdächtigt, am 20. Februar 2018 einer mitbeschuldigten Person (B.________) den Namen und die Adresse eines Geschädigten (C.________) mitgeteilt zu haben. In der Folge sollen sich B.________ und eine weitere mitbeschuldigte Person (D.________) an den Wohnort von C.________ begeben haben, wo es zur Übergabe einer Tasche gekommen sein soll. Zum Vorliegen eines dringenden Tatverdachts bezüglich des Beschwerdeführers erwog die Vorinstanz Folgendes: Der Beschwerdeführer bestritt sowohl anlässlich seiner polizeilichen Einvernahme vom 11. April 2018 als auch anlässlich seiner Hafteinvernahme vom 12. April 2018, etwas mit dem Betrugsversuch zum Nachteil von C.________ zu tun zu haben. D.________ kenne er nicht. Er gab jedoch zu, den Mitbeschuldigten B.________ am 20. Februar 2018 um die Mittagszeit getroffen zu haben. Sodann hätten er und B.________ um 17.00 Uhr einen Termin in Solothurn gehabt, um eine Shisha-Bar in Gerlafingen anzuschauen. B.________ sei dann nicht gekommen, darum habe er versucht, ihn zwischen 16.00 und 17.30 Uhr zu erreichen... Dem Rapport der Datenauswertung betreffend Telefonate zwischen dem Beschwerdeführer und B.________ ist zu entnehmen, dass nicht nur um die Mittagszeit und zwischen 16.00 und 17.00 Uhr, sondern während des ganzen Nachmittags... reger telefonischer Kontakt zwischen dem Beschwerdeführer und B.________ stattfand... Der Beschwerdeführer konnte diesen Kontakt in seiner Hafteinvernahme... nicht plausibel erklären... Betreffend die ihm vorgehaltenen Anrufe über Mittag und am Nachmittag sagte er aus, es könne sein, dass seine Kinder über Mittag mit dem Handy gespielt hätten; sodann könne es sein, dass sein Handy während seines Trainings immer auf "Anruf" gegangen sei... Im Rahmen der Datenauswertung des Mobiltelefons des Mitbeschuldigten B.________ wurde eine Fotoaufnahme gefunden, welche ein Mobiltelefon mit beschädigtem Display zeigt. Auf diesem Display ist die Adresse des Geschädigten C.________ zu sehen... Gemäss den gespeicherten Daten wurde die Fotoaufnahme am 20. Februar 2018 um 13.53 Uhr an der Adresse "..." in Alchenflüh erstellt, 58 Meter vom Wohnort des Beschwerdeführers entfernt. Anlässlich der Hausdurchsuchung am Wohnort des Beschwerdeführers wurde unter anderem ein Reparaturvertrag vom 7. März 2018 für das IPhone 7 mit dem Vermerk "Displayschaden" sichergestellt... Der Beschwerdeführer bestätigte anlässlich seiner polizeilichen Einvernahme, dass mit dem anlässlich der Hausdurchsuchung sichergestellten Reparaturauftrag sein Mobiltelefon repariert worden sei, da das Display kaputt gegangen sei... Aufgrund des vorerwähnten, bisherigen Untersuchungsergebnisses liegen genügend konkrete Anhaltspunkte für eine Beteiligung des Beschwerdeführers an der (versuchten) Betrugshandlung vor. Zu erwähnen ist insbesondere die in unmittelbarer Nähe des Wohnorts des Beschwerdeführers aufgenommene, aktenkundige Fotoaufnahme des Mobiltelefons mit defektem Display, auf welchem die Adresse des Geschädigten erscheint, der anerkannte Displayschaden des Mobiltelefons des Beschwerdeführers, der rege telefonische Kontakt zwischen dem Beschwerdeführer und B.________ während des ganzen Nachmittags des 20. Februars 2018 sowie das - vom Beschwerdeführer anerkannte - physische Treffen des Beschwerdeführers mit dem Mitbeschuldigten B.________ vom 20. Februar 2018. Der Beschwerdeführer bringt nichts vor, was die Annahme des dringenden Tatverdachts in Zweifel ziehen könnte. Zusammenfassend ist demzufolge der dringende Tatverdacht zu bejahen. Damit hat die Vorinstanz eingehend dargelegt, dass gestützt auf die bisherigen Untersuchungsergebnisse jedenfalls beim jetzigen Verfahrensstand genügend konkrete Anhaltspunkte für eine relevante Beteiligung des Beschwerdeführers an der mutmasslichen Straftat vom 20. Februar 2018 bestehen. Daran ändert der Einwand des Beschwerdeführers nichts, es sei nicht einmal bewiesen, wessen Natel überhaupt fotografiert worden sei, respektive dass dieses sein Natel sei, was er bestreite. Nach dem Ausgeführten ist der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 221 Abs. 1 StPO eines Verbrechens oder Vergehens dringend verdächtig.