Citation: 2C_174/2016 E. 2.3

2.3. Die Nachzugsfristen von Art. 47 Abs. 1 und 3 resp. Art. 126 Abs. 3 AuG sind hier offensichtlich (und unbestrittenermassen) nicht eingehalten; es kann dazu auf E. 2.2 und 2.3 des angefochtenen Urteils verwiesen werden. Streitig ist ein nachträglicher Kindernachzug gemäss Art. 47 Abs. 4 AuG, wofür es wichtiger familiärer Gründe bedarf. Im vorliegenden Fall wurde das Gesuch gestellt, als das nachzuziehende Kind 15 Jahre und elf Monate alt war; eine notwendige Voraussetzung für den Familiennachzug wurde erst durch die erstmalige Übertragung der elterlichen Sorge auf den Beschwerdeführer per Ende August 2014 geschaffen, als der Sohn schon gut 16 Jahre und sieben Monate alt war. Das Verwaltungsgericht prüft spezifisch auf diesem zeitlichen Hintergrund und unter umfassender Wertung und Würdigung der verschiedenen Tatsachenbehauptungen des Beschwerdeführers das Vorliegen wichtiger familiärer Gründe für einen Nachzug und kommt zum Schluss, dass es an solchen fehlt. Weder lässt sich den Darlegungen des Beschwerdeführers entnehmen, inwiefern es dabei von einem qualifiziert falschen Sachverhalt ausgegangen wäre, noch zeigt er mit seiner eigenen Beurteilung der Betreuungssituation und -bedürftigkeit des Sohnes auf, welche rechtlichen Kriterien des nachträglichen Familiennachzugs das Verwaltungsgericht übersehen oder falsch angewendet hätte. Es fehlt an der erforderlichen gezielten Auseinandersetzung mit den - sorgfältigen - Erwägungen der Vorinstanz.