Citation: 9C_293/2021 E. 5.5

5.5. Mit dem Gutachten des Dr. med. D.________ vom 22. Februar 2018 nicht im Einklang steht überdies auch die vorinstanzliche Feststellung, wonach es beim Beschwerdeführer ab Ende Januar 2016 zu einer Verbesserung der psychischen Verhältnisse gekommen sei, so dass er die Arbeitsfähigkeit (schrittweise) wiedererlangt habe. Worauf sich das kantonale Gericht für diese Annahme stützte, geht aus seinem Urteil nicht hervor. Es liegt jedoch nahe, dass Grundlage dafür das Gutachten vom 14. Oktober 2015 bildete, in welchem Dr. med. H.________ - prognostisch - davon ausgegangen war, dass der Versicherte (bei unverzüglicher Umsetzung der darin skizzierten therapeutischen Massnahmen; vgl. dazu aber E. 5.4.2) spätestens ab 1. Februar 2016 wieder zu 50 % und ab 1. Mai 2016 mindestens zu 80 % arbeitsfähig sein werde. Allerdings zeigt der im Gutachten des Dr. med. D.________ vom 22. Februar 2018 detailliert dargestellte weitere Verlauf, dass sich die von Dr. med. H.________ prognostizierte Verbesserung nicht einstellte, sondern vielmehr die gegenteilige Entwicklung eintrat: Anfang 2016 stürzte der Beschwerdeführer erneut in eine tiefe Krise, ausgelöst durch die damalige Konfrontation mit den Überwachungsvideos, die ein ehemaliger Direktionskollege, mit welchem er befreundet gewesen war, in Auftrag gegeben hatte. Seine gesundheitlichen Verhältnisse verschlechterten sich deutlich und er litt erneut unter einer schweren Depression (vgl. auch Bericht des Dr. med. C.________ vom 8. August 2017). Die vorinstanzliche Feststellung verbesserter gesundheitlicher Verhältnisse ab Ende Januar 2016 ist damit offensichtlich unrichtig. Ein Revisionsgrund liegt nicht vor und die gestützt darauf verfügte Abstufung und Befristung der Rente erweist sich als bundesrechtswidrig.