Citation: 8C_261/2022 E. 4.2.1

4.2.1. Der Beschwerdegegner verunfallte unstreitig während des WKs am 22. August 1994. Die Behandlung mittels Physiotherapie der diagnostizierten HWS-Kontusion (ohne objektivierbare organische Unfallfolgen) wurde am 18. November 1994 erstmals abgeschlossen. Eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestand lediglich vom 6. September 1994 bis 9. Oktober 1994 sowie eine solche im Umfang von 50 % bis 20. November 1994. Ein zweites Mal meldete sich der Beschwerdegegner beim Truppenarzt wegen Nackenschmerzen nach einem 14 km langen Marsch anlässlich des WKs vom 4. bis 22. September 1995. Dr. med. J.________ stellte ein akutes zervikospondylogenes Syndrom bei Status nach HWS-Trauma fest. Bildgebend fand Dr. med. I.________ am 10. Oktober 1995 eine abgeflachte Halslordose mit dynamischer Blockade C5/6 sowie einen Hinweis auf eine beginnende Unkovertebralarthrose in diesem Segment. Die Behandlung wurde im November 1996 abgeschlossen bei minimalen linksseitigen Beschwerden nach Belastung (Berichte des Dr. med. K.________, Rheumatologie, vom 21. Oktober 1996 und 13. Januar 1997). Ausser einer Konsultation am 8. Januar 1997 wegen einer funktionellen Blockierung des Bewegungssegments C1/C2, die gleichentags manualtherapeutisch gelöst werden konnte, wurde Dr. med. K.________ erst wieder am 17. Dezember 1997 wegen erneuter Beschwerden an der HWS aufgesucht (mit voraussichtlichem Behandlungsabschluss im März 1998). Wie die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang zutreffend einwendet, sprach Dr. med. K.________ schon im Bericht vom 9. August 1996 von einer deutlichen Besserung und er gab an, der Beschwerdegegner habe nur noch gelegentlich leichtere Beschwerden. Er leide häufig am Abend unter leichtem Ziehen im Bereich des rechten Nackens.