Citation: I 232/99 27.03.2000 E. 4

4.- Wie die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers zu Recht einwendet, erweisen sich die bestehenden ärztlichen Beurteilungen der Arbeitsfähigkeit als widersprüchlich. So setzten die behandelnden Aerzte Dr. med. O.________, Spe- zialarzt FMH Innere Medizin, und in der Folge Dr. med. M.________ die Arbeitsunfähigkeit ab 23. Juni 1997 auf 75 % und ab 28. November 1997 auf 100 % fest. Dr. med. M.________ stellte eine im Juni 1997 akut aufgetretene Ver- schlechterung des Gesundheitszustandes fest. Er führte die Verminderung der Arbeitsfähigkeit u.a. auf die befundene Gangunsicherheit mit Falltendenz, einschiessenden Zuckungen der Arme und Beine mit massiver Verletzungsgefahr an der Drehbank und Panikattacken zurück. Der Versicherte könne nicht mehr allein mit dem Zug fahren, was früher problemlos möglich gewesen sei. Er sei auf die Begleitung von Dritt- personen angewiesen. Dr. med. H.________ stellte im Juni 1997 keine wesentliche pschische Beeinträchtigung der Ar- beitsfähigkeit fest und führte die bestehende Beeinträch- tigung auf die physischen Beschwerden zurück. Demgegenüber sah die Neurologische Klinik des Spitals X.________ die Leistungseinschränkung als psychisch bedingt an. Körperlich stellte sie keine Beeinträchtigung fest. Sie ging davon aus, dass bezüglich der zeitlichen Anforderungen eine 60%ige Tätigkeit, gemessen am Stand November 1997, auch weiterhin zumutbar sei. Allerdings könne derzeit nicht die adäquate Produktivität eines leistungsfähigen Gleichalt- rigen erwartet werden. Dies sei abhängig von medikamentöser und psychologischer Betreuung. Entgegen Verwaltung und Vorinstanz lässt sich auf Grund der bestehenden Aktenlage nicht zuverlässig beurtei- len, ob und inwieweit Aenderungen der gesundheitlichen Situation eingetreten sind, die sich erwerblich auswirken. Der Sachverhalt erweist sich vielmehr in medizinischer Hin- sicht als ungenügend abgeklärt. Daher und in Anbetracht des möglichen Zusammenhangs zwischen den komplexen psychischen und physischen Beeinträchtigungen ist die Sache zur Durch- führung einer polidisziplinären Begutachtung an die Verwa- ltung zurückzuweisen. Ob allenfalls auch eine Abklärung der konkreten beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten angezeigt ist, wie eventualiter beantragt wird, hängt weitgehend davon ab, ob die Beschäftigungsmöglichkeit des Versicherten im elterlichen Betrieb weiterhin offensteht und geeignet ist. Die Verwaltung wird nach Durchführung der entsprechenden Abklärungen über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers revisionsweise neu zu verfügen haben.