Citation: 8C_17/2024 E. 4.2

4.2. Mit dem Fehltritt bzw. Ausrutschen der Beschwerdeführerin auf dem nassen Waldboden mit Verdrehung des rechten Knies wurde der natürliche Ablauf ihrer Körperbewegung programmwidrig gestört. Das Ereignis vom 8. November 2015 ist somit entgegen der Vorinstanz als Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG zu qualifizieren (vgl. auch Urteil 8C_515/2011 vom 19. Oktober 2011 E. 4.1 mit Verweis auf BGE 130 V 117 E. 2; Urteile 8C_742/2017 vom 13. Juni 2018 E. 6, U 528/06 vom 29. Oktober 2007 E. 4.3 und U 362/06 vom 4. Juli 2007 E. 4.2.3). An diesem Ergebnis ändert nichts, dass im Bericht des Spitals B.________ vom 19. November 2015 bloss vermerkt wurde, die Beschwerdeführerin habe am 8. November 2015 beim Spazieren im Wald ein Distorsionstrauma des rechten Kniegelenks erlitten, womit laut der Vorinstanz die schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors nicht belegt sei. Denn in diesem Bericht wurde nicht näher zur Bedeutung des Unfallhergangs für die Beurteilung des natürlichen Kausalzusammenhangs Stellung genommen (vgl. auch Urteil 8C_717/2020 4. März 2021 E. 5). Hiervon abgesehen kommt medizinischen Feststellungen im Rahmen der Beweiswürdigung für oder gegen das Vorliegen eines unfallmässigen Geschehens in der Regel nur die Bedeutung von Indizien zu (BGE 134 V 72 E. 4.3.2.2). Auch deckt sich der medizinische Begriff des Traumas nicht mit dem versicherungsrechtlichen Unfallbegriff im Sinne von Art. 4 ATSG (nicht publ. E. 1 des Urteils BGE 130 V 380; SVR 2022 UV Nr. 28 S. 113, 8C_589/2021 E. 5.5).