Citation: 6B_853/2023 E. 2.2

2.2. Einleitend hält die Vorinstanz fest, die Beschwerdeführerin anerkenne, das Fahrzeug im betreffenden Zeitpunkt gelenkt zu haben und bestreite auch den bei ihr festgestellten Alkoholwert nicht. Sie berufe sich indes auf einen Nachtrunk und mache geltend, erst nach ihrer Fahrt eine Flasche Wein getrunken zu haben. In seinem Bericht (FinZ-Set) halte der Polizeibeamte B.________ fest, er habe beim Eintreffen am Wohnort der Beschwerdeführerin um 20.05 Uhr bei ihr einen Alkoholgeruch festgestellt, ihre Reaktion sei verzögert und die Orientierung verwirrt, die Aussprache sei verwaschen und lallend und die Beschwerdeführerin schläfrig, schwankend und weinerlich gewesen. Die Beschwerdeführerin habe in der Untersuchung vorgebracht, sie sei eine halbe Stunde, bevor die Polizei gekommen sei, nach Hause gefahren und habe eine ganze Weinflasche getrunken. Die Vorinstanz erwägt, der behauptete Nachtrunk sei aufgrund der gegebenen Umstände als eine klare Schutzbehauptung zu werten. Die Zeugin habe das Fahrzeug der Beschwerdeführerin um 19.49 Uhr an der V.________strasse in U.________ aufgenommen. Es erscheine realitätsfern, dass die Beschwerdeführerin, die das Fahrzeug noch parkieren und sich vom Parkplatz in die Wohnung habe begeben müssen, von diesem Zeitpunkt bis um 20.05 Uhr eine ganze Weinflasche getrunken haben soll und dabei gleich die von der Polizei festgestellten Auffälligkeiten aufgewiesen habe. Es liege auf der Hand, dass die Beschwerdeführerin bereits zuvor erheblich alkoholisiert gewesen sei. Sodann habe die Zeugin anlässlich der Berufungsverhandlung ausgesagt, sie habe gesehen, wie die Beschwerdeführerin Slalom bzw. Schlangenlinien gefahren sei. Weiter habe die Zeugin ausgeführt, als der Mann an die Fensterscheibe der Beschwerdeführerin geklopft habe, habe diese nicht reagiert und habe ihre Augen geschlossen und ihren Kopf zurückgelegt. Es sei aufgrund des Gesichtsausdrucks und ihren Bewegungen klar gewesen, dass die Beschwerdeführerin nicht bei sich gewesen sei; sie habe die "Augen auf Halbmast" gehabt. Die Zeugin habe im Grundsatz die gleichen Feststellungen gemacht wie der Polizeibeamte B.________. Dass die Zeugin in der polizeilichen Befragung die von ihr selbst beobachteten Schlangenlinien nicht erwähnt habe, tue ihren überzeugenden Schilderungen keinen Abbruch. Die Zeugin sei besorgt gewesen, dass die Beschwerdeführerin durch ihre Fahrweise Dritte gefährden könnte und habe deshalb die Polizei avisiert. Die von der Beschwerdeführerin beantragten Zeugeneinvernahmen würden das Beweisresultat nicht ändern. Schliesslich hält die Vorinstanz fest, gemäss dem Ergänzungsgutachten des Instituts für Rechtsmedizin sei für den Tatzeitpunkt minimal 2.03 und maximal 2.96 Gewichtspromille Ethylalkohl ermittelt worden. Zugunsten der Beschwerdeführerin sei vom tieferen Wert auszugehen; demnach sei erstellt, dass sie ihr Fahrzeug mit einer Blutalkoholkonzentration von 2.03 Gewichtspromille gelenkt habe.