Citation: 6B_151/2021 E. 7.1

7.1. Wer vorsätzlich das Trinkwasser für Menschen oder Haustiere mit gesundheitsschädlichen Stoffen verunreinigt, wird gemäss Art. 234 Ziff. 1 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe nicht unter 30 Tagessätzen bestraft. Handelt der Täter fahrlässig, so ist die Strafe nach Art. 234 Ziff. 2 StGB Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe. Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe wird in Anwendung von Art. 70 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 24. Januar 1991 über den Schutz der Gewässer (Gewässerschutzgesetz, GSchG; SR 814.20) bestraft, wer vorsätzlich Stoffe, die das Wasser verunreinigen können, widerrechtlich mittelbar oder unmittelbar in ein Gewässer einbringt, versickern lässt oder ausserhalb eines Gewässers ablagert oder ausbringt und dadurch die Gefahr einer Verunreinigung des Wassers schafft. Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe wird nach Art. 60 Abs. 1 lit. p des Bundesgesetzes vom 7. Oktober 1983 über den Umweltschutz (Umweltschutzgesetz, USG; SR 814.01) bestraft, wer vorsätzlich Vorschriften über den Verkehr mit Sonderabfällen verletzt.