Citation: 8C_343/2024 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz begründete eine neuanmeldungsrechtlich zu berücksichtigende Veränderung in den tatsächlichen Gegebenheiten durch die im Jahr 2019 erstmals erwähnte posturale Instabilität (E. 3.1 vorne). Wie die Beschwerdeführerin hingegen zu Recht vorbringt, lässt sich dem asim-Gutachten nicht entnehmen, dass sich diese Störung der aufrechten Körperhaltung in irgendeiner Form auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdegegners auswirken würde. Die von der asim angenommene Einschränkung der Arbeitsfähigkeit beruht auf der peripher-vestibulären Funktionsstörung (auch wenn im Gutachtenszeitpunkt kompensiert) im Zusammenspiel mit der Hörminderung und dem Tinnitus, wie die Beschwerdeführerin weiter zutreffend einwendet. Im Gutachten des Spitals B.________ wurde zwar (erstmals) eine deutlich beeinträchtigte posturale Stabilität erhoben. Dieser Befund zeigte jedoch keine funktionellen Folgen. Er schränkte gemäss der Gutachten des Spitals B.________ und der asim weder die Arbeitsfähigkeit ein noch schlug er sich beim Belastungsprofil nieder. Die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit wurde im Gutachten des Spitals B.________ einzig mit dem eingeschränkten Hörvermögen und den Schwindelbeschwerden begründet.