Citation: 5A_464/2015 E. 3.3

3.3. Diese Vorbringen sind unbegründet. Die Berufung ist ein reformatorisches Rechtsmittel (Art. 318 Abs. 1 lit. b ZPO). Ein Berufungskläger hat deshalb grundsätzlich einen Antrag in der Sache zu stellen. Sein Rechtsbegehren muss so bestimmt sein, dass es im Falle der Gutheissung der Klage unverändert zum Urteil erhoben werden kann (Urteile 4A_383/2013 vom 2. Dezember 2013 E. 3.2.1; 5A_199/2013 vom 30. April 2013 E. 4.3.1). In diesem Sinne sind beispielsweise auf Geldzahlung gerichtete Anträge zu beziffern (BGE 137 III 617 E. 4.3 und 6.1 S. 619 und 621). Vorliegend bedeutet dies, dass der Beschwerdeführer die einzelnen Verfahren hätte benennen müssen, auf die die Sicherstellung von Fr. 181'460.-- anzurechnen gewesen wäre. Soweit er mit seinen Rügen ausdrücken will, dass er dies getan habe, genügt er den Begründungsanforderungen nicht (Art. 97 Abs. 1 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG), denn er belegt nicht, aus welcher Stelle seiner Berufungsschrift sich solches ergeben soll. Sodann verweist er auf seinen Antrag, wonach festzustellen sei, dass die gesamte Kaution von Fr. 381'460.-- rechtzeitig bezahlt worden sei. Dies betrifft den Hauptantrag seiner Berufung. Hätte er die ganze Kaution rechtzeitig bezahlt, so hätte sich ein Antrag über die Art und Weise der Aufteilung der Kaution in der Tat erübrigt, da die Kaution für alle Kollokationsverfahren ausreichen würde. Der Beschwerdeführer konnte sich jedoch nicht mit Sachanträgen zum Hauptpunkt begnügen. Vielmehr hätte er auch einen (Eventual-) antrag in der Sache stellen müssen, und zwar für den - effektiv eingetretenen - Fall, dass das Obergericht die Zahlung von Fr. 200'000.-- ebenfalls als verspätet erachtet, und es nur noch um die Beurteilung der Zahlung von Fr. 181'460.-- geht. In diesem Eventualantrag hätte er sich dazu äussern müssen, wie die Teilzahlung von Fr. 181'460.-- zu verteilen ist. Dass er dies aus irgendwelchen Gründen nicht gekonnt hätte, legt er nicht dar. Das Obergericht war des Weiteren nicht verpflichtet, den Beschwerdeführer um Verbesserung seiner Anträge zu bitten. Die richterliche Fragepflicht (Art. 56 ZPO) dient nicht dazu, nicht fristgerecht gestellte Anträge nachzuholen oder prozessuale Versäumnisse auszugleichen (Urteil 5A_921/2014 vom 11. März 2015 E. 3.4.2 mit Hinweisen). Im Nichteintretensentscheid des Obergerichts liegt damit auch kein überspitzter Formalismus (BGE 137 III 617 E. 6.2 S. 621 f.). Keine eigenständige Funktion kommt daneben den Rügen der Verletzung des rechtlichen Gehörs, von Art. 6 Ziff. 1 EMRK und des Willkürverbots zu. Soweit der Beschwerdeführer schliesslich sinngemäss geltend macht, es hätte gar keines Antrags bedurft, da die Kautionen von Amtes wegen erhoben worden seien, so betrifft diese Rüge nicht die Berufung, sondern das Verhalten des Kantonsgerichts und das kantonale Prozessrecht, auf dessen Grundlage die Kautionen angeordnet wurden. Er hätte die Rüge demnach bereits vor Obergericht erheben müssen. Darauf kann demnach nicht eingetreten werden. Abgesehen davon legt er auch vor Bundesgericht nicht dar, inwiefern kantonales Prozessrecht willkürlich angewendet worden sein soll.