Citation: 5A_850/2020 E. 3.4

3.4. Die Berücksichtigung der belegten Kosten für den Französischunterricht wurde vom Obergericht dahingehend begründet, dass der Ehefrau im Massnahmeverfahren zwar noch kein hypothetisches Einkommen angerechnet werde, aber längerfristig eine Ausweitung des Erwerbspensums zu prüfen sei und sie bei der Stellensuche im Bereich des Empfangs (Rezeption) ohne genügende Französischkenntnisse im Nachteil sein dürfte. Mit der Aussage, vorliegend gehe es um die Ausdehnung und nicht um den beruflichen Wiedereinstieg, ist keine Willkür darzutun. Bereits bei der heutigen Tätigkeit sind Französischkenntnisse wichtig und bei einem allfälligen Stellenwechsel im Zuge der sich früher oder später stellenden Frage des Ausbaus des Erwerbspensums (dazu E. 4) sind gute Französischkenntnisse im angestammten Tätigkeitsbereich der Ehefrau gerade in Anbetracht ihres fortgeschrittenen Alters ein wichtiges Element, welches die damit verbundenen Nachteile zu kompensieren geeignet ist. So hat das Bundesgericht im Zusammenhang mit dem nachehelichen Unterhalt und dessen zeitlicher Befristung erwogen, dass gerade die Kosten für die Herstellung einer besseren Eigenversorgungskapazität Teil des geschuldeten Unterhaltes sein können (BGE 147 III 308 E. 5.4). Diese liegen insofern auch im Interesse des Beschwerdeführers und jedenfalls ist im Zusammenhang mit der Berücksichtigung der Kosten für den Französischunterricht vor dem Hintergrund der erheblichen finanziellen Leistungsfähigkeit keine Willkür ersichtlich.