Citation: 9C_763/2018 E. 4.1.3

4.1.3. So kam die Vorinstanz zum Schluss, die Unterlassung der Gesellschaft, die Lohnzahlungen an ihren einzigen Arbeitnehmer der Ausgleichskasse zu melden, sei dem Beschwerdeführer unmittelbar als grobfahrlässiges Verschulden anzurechnen. Auch ohne Einblick in die Geschäftskorrespondenz und (interne) Zahlungsbefugnisse habe er vom einzigen Arbeitnehmer und den Lohnzahlungen der GmbH gewusst und hätte für die Meldung des Arbeitnehmers bei der Ausgleichskasse und die Bezahlung der Beiträge sorgen müssen. Trifft zu, dass der Beschwerdeführer dem Verhalten des D.________ faktisch nichts entgegenzuhalten vermochte und die ihm aus seiner Stellung als einzelzeichnungsberechtigter Gesellschafter erwachsenden Aufgaben und Pflichten er nicht mehr in rechtsgenüglicher Weise zu erfüllen in der Lage war, so erscheint es nicht bundesrechtswidrig, wenn die Vorinstanz erwog, der Beschwerdeführer hätte versuchen müssen, sich gegen D.________ durchzusetzen und wirksame Massnahmen zur Sicherstellung der Arbeitgeberpflichten zu treffen. Wäre ihm dies trotz wirksamer Versuche nicht gelungen, hätte er, wie das Sozialversicherungsgericht zu Recht ausführte, demissionieren müssen (vgl. bereits erwähntes Urteil H 107/01 E. 4.3).