Citation: 1P.525/2004 22.12.2004 E. 2

Das staatsrechtliche Beschwerdeverfahren ist nicht lediglich die Fortsetzung des vorausgegangenen kantonalen Verfahrens, sondern ein besonderes bundesrechtliches Verfahren mit eigenem Beschwerdegegenstand (BGE 117 Ia 393 E. 1c S. 395 mit Hinweisen). Die Begründung der staatsrechtlichen Beschwerde muss nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG die wesentlichen Tatsachen und eine kurzgefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. Vom Beschwerdeführer wird verlangt, dass er sich mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids konkret auseinandersetzt und im Einzelnen dartut, inwieweit diese gegen die angerufenen verfassungsmässigen Rechte verstossen. Es genügt insbesondere nicht, lediglich in vorinstanzlichen Verfahren vorgetragene Argumente zu wiederholen und als Quintessenz eine pauschale, nicht auf bestimmte, konkret kritisierte Erwägungen des angefochtenen Urteils bezogene Verfassungsrüge zu erheben. Fehlt es an hinreichend begründeten Rügen in diesem Sinne und beschränkt sich die Beschwerde auf appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid, kann darauf nicht eingetreten werden (BGE 129 I 185 E. 1.6 S. 189; 127 I 38 E. 3c S. 43; 125 I 492 S. 495 E.1b; 117 Ia 393 E. 1c S. 395, je mit Hinweisen). 2.1 Die Beschwerde enthält zunächst auf den Seiten 3 bis 17 breite Ausführungen zum Sachverhalt. Die Ergebnisse des kantonalen Beweisverfahrens werden mit Einschluss der Protokolle einzelner Zeugeneinvernahmen teilweise sehr ausführlich wiedergegeben, und es werden weitere Beweisanträge gestellt. Hingegen wird nicht dargetan, dass bestimmte - und welche - Tatsachenfestellungen des angefochtenen Entscheids gegen die angerufenen verfassungsmässigen Rechte, namentlich das Willkürverbot, verstossen sollen. Diese Vorbringen sind rein appellatorisch, weshalb darauf nicht einzutreten ist. 2.2 Auf den Seiten 17 bis 21 der Beschwerde folgen gewisse Ausführungen zur Beschwerdebegründung. Auch diese Vorbringen lassen eine dem Art. 90 Abs. 1 lit. b OG genügende Auseinandersetzung mit den Erwägungen des angefochtenen Urteils vermissen. Es wird nicht, wie es erforderlich wäre, der dem angefochtenen Urteil zugrunde liegende Gedankengang analysiert und dargelegt, weshalb und inwieweit dadurch gegen die angerufenen verfassungsmässigen Rechte verstossen wird. Wohl werden einzelne Behauptungen aufgestellt - etwa, das angefochtene Urteil habe "die Frage nach dem Eigentum am Tal faktisch ausgeklammert" und es werde "aus unbestrittenen Nutzungen von Privateigentümern an Chalets ... auf das Eigentum am ganzen Tal geschlossen"; eine Bezugnahme auf konkrete Erwägungen des angefochtenen Urteils und deren Kritik unter verfassungsrechtlichen Gesichtspunkten fehlt jedoch. Auch das Vorbringen, das Verwaltungsgericht habe "trotz der erdrückenden Beweislage für die Gemeinde Oberems die nicht bewiesenen Ansprüche der Gemeinde Turtmann geschützt" und deshalb gegen die Art. 9, 26, 35 und 36 BV sowie gegen die Gemeindeautonomie verstossen, wird ohne Auseinandersetzung mit bestimmten Erwägungen des Verwaltungsgerichts als blosse Behauptung vorgetragen. Darauf ist nicht einzutreten. Gleiches gilt, soweit die Beschwerdeführerin dartut, das angefochtene Urteil habe "... zwar die höchstrichterliche Rechtsprechung in Sachen Streitfragen von öffentlichen Grenzen erwähnt, sie aber nicht angewandt." Die Beschwerdeführerin zählt zwar einzelne Kriterien auf, die das Bundesgericht bei öffentlichen Grenzstreitigkeiten heranzuziehen pflegt. Sie legt aber nicht dar, weshalb und inwieweit die Erwägungen des angefochtenen Urteils gegen diese Grundsätze verstossen; vielmehr sind ihre Ausführungen auch in diesem Zusammenhang rein appellatorisch und setzen sich mit dem angefochtenen Entscheid nicht auseinander. 2.3 Die Beschwerde erweist sich somit als offensichtlich unzulässig (Art. 36a Abs. 1 lit. a OG); auf sie ist daher nicht einzutreten.