Citation: 6B_903/2024 E. 3

Die Vorinstanz erwägt im angefochtenen Beschluss kurz zusammengefasst, der nachgereichte Arztbericht vom 12. September 2024 vermöge entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers keine Verhandlungsunfähigkeit für den relevanten Zeitraum zu belegen. Im generell sehr vage gehaltenen Arztbericht werde dem Beschwerdeführer lediglich eine indirekte Verhandlungsunfähigkeit bescheinigt. Aus dem Arztbericht gehe indes nicht hervor, dass und inwiefern der Beschwerdeführer am 21. August 2024 tatsächlich verhandlungsunfähig gewesen sein soll. Nicht ersichtlich sei, welche konkreten, an diesem Tag vorherrschenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen zur fraglichen Unfähigkeit geführt haben sollen. Der Bericht lege auch nicht dar, welches Ausmass diese Beeinträchtigungen im Einzelnen aufgewiesen und welche Auswirkungen sie konkret auf den Beschwerdeführer gehabt hätten. Detaillierte Angaben wären aber notwendig gewesen, um die im Arztbericht festgehaltene indirekte Verhandlungsunfähigkeit zu plausibilisieren. Der generelle ärztliche Vermerk, wonach der Beschwerdeführer noch lange verhandlungsunfähig sei, gehe letztlich nicht über eine blosse Behauptung hinaus und lasse sich nicht nachvollziehen. Zudem bleibe die Mitteilung des Beschwerdeführers, am 17. August 2024 auf der Notfallstation des Kantonsspitals Aarau vorstellig geworden zu sein, vollständig unbelegt. Aus seinem Verhalten ergebe sich auch nicht, dass er die Verhandlung hätte verschieben wollen. Hinzuweisen sei darauf, dass der Beschwerdeführer mit einem schriftlichen Verfahren ausdrücklich nicht einverstanden gewesen sei und ein mündliches Verfahren gewünscht habe. Er erkläre auch nicht, weshalb es ihm wegen seiner angeblichen Krankheit nicht möglich gewesen sein soll, an der Verhandlung teilzunehmen, einen Vertreter zu beauftragen oder seine krankheitsbedingte Abwesenheit zumindest per Telefon oder E-Mail kurz mitzuteilen Sein Verhalten sei als rechtsmissbräuchlich zu taxieren. Dies offenbare sich auch im Umstand, dass er erst am 28. August 2024 die Arztpraxis aufgesucht habe, um eine nachträgliche Bestätigung der Verhandlungsunfähigkeit zu erfragen.