Citation: 6B_1384/2017 E. 1.2.1

1.2.1. Im Rahmen der Beweiswürdigung listet die Vorinstanz zunächst Widersprüche und Ungereimtheiten in den Aussagen betreffend das Verhältnis der Beschwerdeführerin zu Y.________ auf. So habe diese anfangs - gleich wie Y.________ - erklärt, Y.________ sei ihr Cousin, später habe sie ausgesagt, sie seien weite Verwandte. Schliesslich habe sie - gleich wie Y.________ - zugegeben, sie seien überhaupt nicht verwandt. Dies zeige einerseits, dass die Beschwerdeführerin die Unwahrheit gesagt habe, anderseits belege dies, dass diesbezüglich eine Absprache zwischen den beiden stattgefunden habe. Weiter habe die Beschwerdeführerin zunächst ausgesagt, Y.________ sei der Grund für ihre Scheidung gewesen. Später habe sie behauptet, mit ihm eine rein sexuelle Beziehung unterhalten und ihn nie geliebt zu haben. Der Grund für das Scheitern ihrer Ehe seien ihre vielen Einkäufe gewesen, was ihrem Ehemann nicht gefallen habe. Doch auch diese Aussage habe sie später revidiert und habe ausgeführt, sie habe sparsam gelebt und es sei ihr Ehemann gewesen, der Schulden gemacht habe. Sowohl in Bezug darauf, wann sie Y.________ kennengelernt (seit klein auf gekannt bzw. Mitte 2012 kennen gelernt) als auch wann sie zum letzten Mal Kontakt zu ihm gehabt habe (März 2013 in Genf bzw. Mai 2013 in Bosnien), seien die Aussagen der Beschwerdeführerin widersprüchlich. Ebenso widersprüchlich seien die Angaben der Beschwerdeführerin und von Y.________ in Bezug auf ihren gemeinsamen Aufenthalt in Frankreich betreffend den Verdacht, sie hätten die bei der Grenzkontrolle in Genf sichergestellten 44 Markenkleidungsstücke in Boutiquen in Frankreich gestohlen. Die Beschwerdeführerin habe wiederholt behauptet, das auf sie eingelöste Auto sei während ihres Aufenthalts in Bosnien im Februar/März 2013 immer bei ihr in Bosnien gewesen. In Tat und Wahrheit sei es aber in der Zeit von Januar bis März 2013 mehrfach in Frankreich per Radar gesichtet worden. Zu der im Fahrzeug sichergestellten Frankreichkarte mit markierten Ortschaften habe die Beschwerdeführerin zunächst ausgesagt, es sei ihre Karte und die Ortschaften würden den Weg in die Skiferien von vor zwei Jahren markieren. Später habe sie erklärt, die Karte gehöre nicht ihr, sondern Y.________. Auf die Frage, weshalb man auf der Rückfahrt von Bosnien in die Schweiz über Nizza gefahren sei, habe die Beschwerdeführerin zunächst angegeben, sie habe in Nizza Einkäufe erledigen wollen. Später habe indes Y.________ ausgesagt, er habe über die Côte d'Azur fahren wollen, weil er die Küste habe sehen wollen. In einer späteren Einvernahme habe dann auch die Beschwerdeführerin im Widerspruch zu ihrer ersten Aussage ausgeführt, sie seien über die Côte d'Azur gefahren, weil es Y.________ so gewollt habe. Weiter hält die Vorinstanz fest, Y.________ habe am 7. Mai 2015 durch seinen Anwalt mitteilen lassen, er habe die drei Diebstähle begangen. Er habe auffällig Wert auf die Feststellung gelegt, dass die Beschwerdeführerin an den Taten nicht beteiligt gewesen sei. Dies habe er auch in der Einvernahme vom 20. April 2016 wiederholt. Den Entlastungsversuch durch Y.________ wertet die Vorinstanz als unglaubhaft. Auch die Ausführungen der Beschwerdeführerin, sie sei zwar jeweils dabei gewesen, habe aber nicht gewusst, dass Y.________ Kleidungsstücke entwende, qualifiziert sie als Schutzbehauptungen.