Citation: 1P.714/1999 13.06.2000 E. 3

3.- Der Beschwerdeführer hat im vorliegenden Verfahren vier Urkunden als neue Beweismittel eingereicht. Neue Tatsachenbehauptungen und Beweismittel sind im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde grundsätzlich unzulässig. Ausnahmen werden für Vorbringen gemacht, zu denen erst die Begründung des angefochtenen Entscheides Anlass gab, und für Gesichtspunkte, die sich aufdrängen und daher von der kantonalen Instanz offensichtlich von Amtes wegen hätten berücksichtigt werden müssen. Weiter werden neue Tatsachenvorbringen und Beweismittel ausnahmsweise zugelassen, wenn es sich um Gesichtspunkte handelt, welche im kantonalen Verfahren nicht von Bedeutung waren und deshalb nicht vorgetragen werden konnten, sich aber im Rahmen der Sachverhaltsabklärung gemäss Art. 95 OG als massgeblich erweisen (BGE 116 Ia 433 E. 4b S. 439, 107 Ia 187 E. 2b S. 191, 99 Ia 113 E. 4a S. 122; Walter Kälin, Das Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde, 2. Aufl. , Bern 1994, S. 369 ff.). Der Beschwerdeführer legt je ein Schreiben der Zeuginnen R.________ und W.________ vor, mit denen diese ihre vor Kriminalgericht gemachten Aussagen bekräftigen. Bezüglich dieser Urkunden sind die vorstehend genannten Voraussetzungen für ihre Zulassung als neue Beweismittel vor Bundesgericht offensichtlich nicht erfüllt, zumal sie Tatsachenbehauptungen betreffen, die vor Kriminalgericht vorgebracht und über welche dieses bereits Beweis erhoben hat. Insbesondere gab auch nicht erst die Begründung des Kriminalgerichts Anlass zu ihrer Einreichung. Auch die anderen zwei neuen Urkunden sollen bereits vor Kriminalgericht behauptete Tatsachen beweisen. Die eine betrifft angeblich vorhandene Ersparnisse des Beschwerdeführers, die D.________ bestätigen könne. Die andere, ein Schreiben eines gewissen F.________, soll ein vom Beschwerdeführer angeblich kurz nach der Tatzeit geführtes Gespräch mit E.________ vor seiner Haustüre bestätigen. D.________ wurde vom Kriminalgericht nicht als Zeuge angehört. E.________ konnte sich anlässlich ihrer Einvernahme durch das Kriminalgericht nicht mehr an das angeblich geführte Gespräch erinnern. Im bundesgerichtlichen Verfahren sind aber keine neuen Beweismittel zulässig, um Tatsachen zu beweisen, für welche die letzte kantonale Instanz angebotene Beweismittel nicht abgenommen hat oder hinsichtlich derer die abgenommenen Beweismittel nicht das vom Beschwerdeführer erhoffte Ergebnis brachten. Der Beschwerdeführer macht nicht geltend und es ist nicht ersichtlich, dass die Nichtabnahme des Zeugenbeweises betreffend D.________ bzw. die Nichtwiederholung der Zeugeneinvernahme von E.________ oder die Nichtanhörung von F.________ eine Verletzung des rechtlichen Gehörs darstellen soll, was einzig zur Aufhebung des angefochtenen Entscheides führen könnte. Die genannten neuen Urkunden müssen demnach im vorliegenden Verfahren unbeachtet bleiben. 4.- a) Das Kriminalgericht stützte die Verurteilung des Beschwerdeführers zum einen darauf, dass dieser sich mit seinem weissen Peugeot 205, wie auch der Täter einen gefahren habe, kurz vor der Tat im Bereich des Parkhauses aufgehalten habe, wo das Auto abgestellt war, dessen Kontrollschilder entwendet worden und am Fluchtfahrzeug wieder aufgetaucht seien. Zum anderen habe der bis anhin kaum zu Extravaganzen neigende Beschwerdeführer sein Ausgabeverhalten ab dem Zeitpunkt des Überfalls plötzlich geändert und über zehntausende von Franken verfügt, die er weder gespart haben könne noch von Dritten erhalten habe. Sodann stellte das Kriminalgericht fest, dass keine entlastenden Momente vorlägen, die den Beschwerdeführer als Urheber des Raubüberfalls ausschliessen würden: Er habe für die Tatzeit kein Alibi und aus der Täterbeschreibung der Zeugen des Überfalls lasse sich nichts ableiten, was gegen seine Täterschaft spreche. b) Der Beschwerdeführer rügt, die Annahme des Kriminalgerichts, er hätte die am Fluchtfahrzeug montierten Kontrollschilder entwendet, basiere auf einer willkürlichen Beweiswürdigung und Tatsachenfeststellung. Ferner habe es willkürlich geschlossen, er sei vor dem Tatzeitpunkt nicht in der Lage gewesen, Ersparnisse zu bilden. Schliesslich habe das Kriminalgericht die zeitlichen Umstände der Tat und die Zeugenbeschreibungen der Täterschaft und der von dieser verwendeten Waffen willkürlich gewürdigt. Es ergäben sich daraus erhebliche Zweifel an seiner Schuld.