Citation: 1C_207/2022 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer bringt im Wesentlichen vor, der Anspruch auf eine Ausnahmebewilligung hänge vorliegend unmittelbar mit der Beurteilung der Lärmbelastung zusammen, die von der angrenzenden Stahlbrücke ausgehe. Er kritisiert dabei, die von einer als Sanierungsobjekt bezeichneten Stahlbrücke ausgehende Lärmbelastung sei erheblich höher als bei einer ausschliesslich auf einem Schotterbett liegenden Gleisanlage. Vorliegend könne aufgrund der lärmintensiveren Stahlbrücke allein mit einer Anordnung der lärmempfindlichen Räume auf der dem Lärm abgewandten Seite des Gebäudes die notwendige Reduktion auf eine zumutbare Lärmbelastung nicht erreicht werden. Dies sei einzig durch die Gewährung eines Näherbaurechts möglich, wodurch der Immissionsgrenzwert nachts eingehalten und eine zumutbare Wohnqualität erreicht werden könne. Insofern sei ein Ausnahmegrund im Sinne von Art. 26 Abs. 1 BauG/BE gegeben.