Citation: 1A.225/2006 06.03.2007 E. 2

2.1 Kann Ziffer 5 der Garantieerklärungen zur vorzeitigen Verwendung von Auskünften aus dem Geheimbereich im ersuchenden Staat führen, muss sie gestrichen werden. Die Bundesanwaltschaft wird vor der Einreise iranischer Beamter in die Schweiz neue Garantieerklärungen unterzeichnen lassen müssen; dies entweder unter Weglassung von Ziffer 5 oder unter deren Änderung in dem Sinne, dass den ausländischen Beamten die Verwendung in der Schweiz erhaltener Auskünfte nur gestattet ist, um hier - was nach Art. 26 Abs. 2 IRSV möglich ist - unmittelbar vor Ort zusätzliche Untersuchungshandlungen zu verlangen. In diesem Sinne hat das Bundesgericht bereits in den Urteilen 1A.207 und 209/2006 vom 7. November 2006 entschieden, die eine Garantieerklärung wie hier betrafen. 2.2 Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer ist die Einholung einer Bestätigung der ersuchenden Behörde nicht erforderlich, wonach das iranische Recht die Anwesenheit von Beamten bei ausländischen Ermittlungen vorsieht. Nach der Rechtsprechung hat der Rechtshilferichter nicht zu prüfen, ob die beantragte Anwesenheit ausländischer Beamter mit dem Verfahrensrecht des ersuchenden Staates vereinbar sei (Urteil 1A.244/2002 vom 24. Oktober 2003 E. 8.4). 2.3 Die Beschwerdeführer machen geltend, die von den iranischen Beamten unterzeichneten beiden Garantieerklärungen genügten nicht, weil dort nicht angegeben sei, welche Funktion bzw. welchen Grad oder Titel die Beamten bekleideten und für welche Dienststelle sie arbeiteten. Der Einwand ist unbehelflich. Eine der beiden Garantieerklärungen wurde unterzeichnet vom iranischen Richter, der das Rechtshilfeersuchen verfasst hat (I.________); die andere von einem weiteren iranischen Beamten (J.________). Mehr ist insoweit nicht zu verlangen. Es wird Sache der ausführenden Behörde sein, die Identität der in die Schweiz eingereisten Beamten festzustellen und sich zu vergewissern, dass es sich um jene handelt, welche die Garantieerklärungen unterzeichnet haben.