Citation: 8C_523/2024 E. 3

Die Vorinstanz stellte im Rahmen ihrer Beweiswürdigung fest, bei der Einschätzung des Suva-Arztes Dr. med. C.________ vom 25. Oktober 2022 handle es sich um eine reine Aktenbeurteilung. Angesichts der unklaren medizinischen Sachlage wäre jedoch eine persönliche Untersuchung angezeigt gewesen. So gehe Dr. med. C.________ davon aus, dass die Schwellung der linken Hand und die vom Beschwerdegegner beklagte Schmerzproblematik Folge einer rheumatoiden Arthritis seien. Diese Diagnose sei von den Fachärzten aber nicht gestellt worden. Sodann habe der Suva-Arzt ein infektiöses Geschehen zufolge eines Fremdkörpers nicht in Betracht gezogen, obwohl der Beschwerdegegner immer wieder ein solches erwähnt habe. Dr. med. D.________, Facharzt für Handchirurgie, Spital E.________, habe im Dezember 2022 dann auch tatsächlich das Vorliegen eines Fremdkörpers im Mittelfinger der linken Hand bestätigt und im August 2023 sei der Fremdkörper von Dr. med. F.________, Fachärztin für Handchirurgie, schliesslich entfernt worden. Erst seither sei der Versicherte beschwerdenfrei. Das kantonale Gericht kam nach Würdigung all dieser Umstände zum Schluss, es sei wahrscheinlicher, dass die Beschwerden auf den entfernten Fremdkörper zurückzuführen gewesen seien als auf eine (nie diagnostizierte) rheumatoide Arthritis. Die Suva habe deshalb ihre Leistungen über den 31. August 2022 hinaus zu erbringen.