Citation: 9C_555/2017 E. 3.6

3.6. Wie die Vorinstanz zutreffend erkannt hat, ist für die Beweiskraft eines Gutachtens nicht entscheidend, wie alt die Expertin ist, sondern ob es lege artis erstellt wurde (E. 3.1). Insbesondere lässt sich aufgrund des Umstandes, dass manche Rechtsordnungen für behandelnde Ärzte, Notare oder Piloten ein Höchstalter vorsehen, aus Art. 44 ATSG keine allgemeine und klare Altersgrenze für die hier interessierende Expertentätigkeit ableiten. Soweit der Beschwerdeführer in zwei geltend gemachten "Widersprüchen" konkrete Hinweise für eine ungenügende intellektuelle Leistungsfähigkeit der Frau Dr. med. B.________ erblickt, kann ihm nicht gefolgt werden. Einerseits lässt sich die Aussage der Ärztin (Ergänzung vom 10. Mai 2014), wonach sich die gesundheitliche "Situation seit Oktober 12 nicht wesentlich verändert zu haben" scheine, ohne Weiteres so verstehen, dass sie den aktuellen Zustand mit jenem verglich, wie er vor dem am 19. Oktober 2012 (vorübergehend) eingetretenen Diskushernienrezidiv mit Wurzelkompression bestand. Anderseits ist nicht ersichtlich, dass die Gutachterin mit der Annahme, dass die (im Januar 2014 radiologisch ausgewiesene) Remission der Wurzelkompression rund ein Jahr (bis "Herbst" 2013) beanspruchte, den ärztlichen Ermessensspielraum (vgl. BGE 137 V 210 E. 3.4.2.3 S. 253; Urteil 9C_397/2015 vom 6. August 2015 E. 5.3) verletzt haben soll. Eine Korrektur des angefochtenen Entscheids in dieser Hinsicht ist aber von vornherein ausgeschlossen (Art. 107 Abs. 1 BGG). Die übrigen Einwände gegen Frau Dr. med. B.________ erschöpfen sich in pauschaler Kritik bzw. beruhen auf "der allgemeinen Lebenserfahrung", ohne dass Substanziiertes gegen die Expertin vorgebracht wird. Darauf ist nicht weiter einzugehen.