Citation: U 17/00 09.07.2001 E. 5

5.- Zu prüfen bleibt der Anspruch auf Integritätsentschädigung. Während SUVA und Vorinstanz den Anspruch verneint haben, verlangt der Beschwerdeführer sinngemäss eine Entschädigung von mindestens 25 %. a) Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität erleidet. Nach Art. 36 Abs. 1 UVV gilt ein Integritätsschaden als dauernd, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht; er ist erheblich, wenn die körperliche oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt ist. Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht und in den Richtlinien des Anhangs 3 in einer als gesetzmässig anerkannten, nicht abschliessenden Skala (BGE 113 V 219 Erw. 2a; RKUV 1988 Nr. U 48 S. 236 Erw. 2a mit Hinweisen) häufig vorkommende und typische Schäden prozentual gewichtet. Die SUVA hat in Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form erarbeitet. Diese in den Mitteilungen der Medizinischen Abteilung der SUVA Nr. 57 ff. (sowie einer separaten Publikation) herausgegebenen Tabellen sind, soweit sie lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 116 V 157 Erw. 3a mit Hinweis). b) Im vorliegenden Fall ist der Integritätsschaden nicht als erheblich zu betrachten, wobei auch hier zu beachten ist, dass die bestehenden Beeinträchtigungen nur teilweise auf die Lyme-Borreliose und damit auf den versicherten Unfall zurückzuführen sind. Die rheumatologischen Befunde sind nach den Angaben des Spitals X.________ und der Rehabilitationsklinik Z.________ als geringfügig zu betrachten. Es besteht kein Grund, diesbezüglich von der Auffassung des Dr. med. O.________, Facharzt für physikalische Medizin FMH und Leitender Arzt für Ergonomie/Eingliederung der Rehabilitationsklinik Z.________, abzugehen, wonach die bestehenden Funktionsstörungen in Form mässiggradiger Krafteinschränkung beider Hände und belastungsabhängiger Knieschmerzen beidseits die Kriterien nach Tabelle 1 (obere Extremität) und Tabelle 2 (untere Extremität) nicht erfüllen. Es liegen lediglich leichte Arthrosen (diskrete Gonarthrose beidseits) vor, womit auch die Kriterien nach Tabelle 5 (Arthrosen) nicht erfüllt sind. Soweit die allgemeine Verminderung der Leistungsfähigkeit überhaupt als unfallbedingt zu gelten hat, kann sie ebenfalls nicht als erheblich und zudem nicht als dauernd im Sinne von Art. 24 Abs. 2 UVG gelten, da sie nach Auffassung der Rehabilitationsklinik auf eine allgemeine physische Dekonditionierung zurückzuführen ist, welche mit geeigneter Therapie gebessert werden kann. Schliesslich sind keine unfallbedingten hirnorganischen Störungen ausgewiesen, welche die Annahme eines erheblichen und dauernden Integritätsschadens zu begründen vermöchten. Es muss daher bei der Feststellung bleiben, dass der Einspracheentscheid in diesem Punkt zu Recht besteht.