Citation: 9C_550/2016 E. 3.3

3.3. Die Feststellungen der Vorinstanz zum somatischen Gesundheitszustand und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit bestreitet die IV-Stelle nicht. Sie verneint jedoch die vom kantonalen Gericht angenommene Gesundheitsverschlechterung aus psychiatrischer Sicht. Sie macht geltend, indem die Vorinstanz einen invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschaden anerkenne und von einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % ausgehe, habe sie Bundesrecht verletzt. Anhand der im Gutachten erhobenen Befunde seien die Symptome für eine schwere depressive Episode nicht erfüllt und die diagnostizierte kombinierte Persönlichkeitsstörung könne nicht nachvollzogen werden. Es fehle der Nachweis, dass die Störung von langer Dauer sei und im späten Kindesalter oder der Adoleszenz begonnen habe.