Citation: 1P.355/2001 25.06.2001 E. 2

2.- Der Beschwerdeführer macht nicht geltend, es seien kantonale Bestimmungen betreffend Vorbereitung und Durchführung von Abstimmungen verletzt worden. Er bezieht sich sinngemäss ausschliesslich auf die Wahl- und Abstimmungsfreiheit im Sinne von Art. 34 Abs. 2 BV. a) Der Beschwerdeführer beanstandet eine Werbetafel, die vor dem "Türmlihaus" auf öffentlichem Boden auf-gestellt war. Vorab ist streitig, ob diese Tafel als private oder als behördliche zu betrachten ist. Die gegen die Initiative gerichtete Werbetafel war vorerst nicht unterschrieben. Auf behördliche Intervention hin wurde sie dann mit der Unterschrift des Gewerbevereins gekennzeichnet. Diese Sachlage belegt mit hinreichender Deutlichkeit, dass die Werbung von privater Seite stammte und es sich nicht um eine behördliche Propaganda handelte. An dieser Beurteilung vermögen auch die konkreten Umstände nichts zu ändern. Der Beschwerdeführer macht in keiner Weise geltend, die Aufmachung habe die Werbetafel als öffentliche erscheinen lassen (vgl. ZBl 102/2001 S. 38/44 E. 6); aus diesem Grunde ist auch unerheblich, wann genau die Unterschrift des Gewerbevereins darunter gesetzt wurde. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers stellt auch der Umstand, dass die Tafel auf öffentlichem Grund aufgestellt worden war, keinen Hinweis darauf dar, dass sie von Seiten der Behörden stammen würde; das Aufstellen von Wahl- und Abstimmungstafeln auf öffentlichem Grund im Vorfeld von Urnengängen ist vielmehr durchaus üblich und weit verbreitet; ob hierfür eine Bewilligung erforderlich ist, ist unter dem Gesichtswinkel der politischen Rechte nicht von Bedeutung. Demnach ist die umstrittene Werbetafel als private Abstimmungspropaganda zu betrachten. b) Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann unter strengen Voraussetzungen eine private Werbekampagne die Abstimmungsfreiheit beeiträchtigen (BGE 119 Ia 271 E. 3c S. 274). Wie es sich damit verhält, braucht nicht weiter geprüft zu werden. Der Beschwerdeführer legt in keiner Weise dar, dass und inwiefern die Werbetafel irreführend gewesen sein soll. c) Sinngemäss macht der Beschwerdeführer weiter geltend, die Initianten seien gegenüber den Gegnern benachteiligt worden. Das Verwaltungsgericht hat in dieser Hinsicht ausgeführt, dass auch die Initianten eine Tafel ohne Bewilligung hätten aufstellen können. Dies wurde dem Beschwerdeführer rund einen Monat vor dem Abstimmungstermin vom Sekretär der Direktion des Innern telefonisch mitgeteilt. Die Initianten hätten demnach entsprechende Massnahmen ergreifen und Werbung betreiben können, und sie hätten hierfür insbesondere auch die Bestätigung von Seiten der Gemeinde nicht abwarten müssen. Von einer Benachteiligung gegenüber den Gegnern bzw. von nicht hinreichender Zeit für eine eigene Propaganda kann demnach nicht gesprochen werden. d) Schliesslich ist in den Beschwerdeschriften von weitern "erheblichen Unregelmässigkeiten" im Vorfeld der Abstimmung die Rede. Mangels näherer Begründung kann darauf nicht näher eingegangen werden (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG).