Citation: 5A_213/2020 E. 5.2

5.2. Für die Festsetzung der Entschädigungen ist nicht bloss der festgestellte Streitwert von Fr. 50'000.-- massgebend. Berücksichtigt wird vielmehr auch der Zeitaufwand des Schiedsgerichts (E. 3.3 oben). Diesbezüglich reicht die Beschwerdeführerin dem Bundesgericht die von den Mitgliedern des Schiedsgerichts abgefassten Honorarrechnungen ein (Beilagen 8-11), deren zwei vom 27. Februar 2020 datieren und damit nach dem angefochtenen Abschreibungsentscheid vom 17. Februar 2020 ausgestellt wurden. Es handelt sich dabei um neue Beweismittel, die unzulässig sind (Art. 99 Abs. 1 BGG; Urteil 4A_500/2015 vom 18. Januar 2017 E. 2.2, nicht publ. in: BGE 143 III 55, wohl aber in: Praxis 106/2017 Nr. 74 S. 737, betreffend Schiedsgerichtsbarkeit). In Anbetracht dessen ist das Bundesgericht mangels Feststellungen zum Zeitaufwand nicht in der Lage, die Entschädigungen des Schiedsgerichts selber zu bestimmen. Die Sache ist deshalb zur neuen Festsetzung der Entschädigungen an das Schiedsgericht zurückzuweisen. Zu bedenken sein wird dabei, dass der Streitwert zwar nicht alleiniges, aber doch wesentliches Element in der Festsetzung der Verfahrensgebühr ist (BGE 93 I 116 E. 5), indem er einerseits die Bedeutung der Sache zum Ausdruck bringen kann (Urteile 4P.140/2002 vom 17. September 2002 E. 2.2; 2C_25/2008 vom 18. Juni 2008 E. 4.2.1, in: SJ 2008 I 481) und andererseits in der Beurteilung zu berücksichtigen ist, ob der getätigte Aufwand, insbesondere der verrechnete Stundenansatz, in einem vernünftigen Verhältnis zur geforderten Entschädigung steht (Urteile 4P.317/2001 vom 28. Februar 2002 E. 3; 5P.327/2006 vom 1. Dezember 2006 E. 5.1; vgl. für weitere Nachweise: FRANÇOIS BOHNET, La fixation et le recouvrement des honoraires de l'avocat, in: Quelques actions en paiement, 2009, S. 1 ff., insbesondere Rz. 8 und Rz. 18).