Citation: 5A_361/2022 E. 3.4.3

3.4.3. Entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin hat das Obergericht das Unternehmen des Beschwerdegegners anhand des Substanzwerts bewertet, indem es die Feststellung des Kantonsgerichts übernommen hat, wonach sich aus der Bilanz 2018 ein negatives Eigenkapital von Fr. 37'265.-- ergäbe und aufgrund der angebotenen Dienstleistungen (Spülung, Diagnose Service, MFK Service, Fahrwerk Service, Bremsen Service, Pneu Service, Autowaschen) von einem bescheidenen Inventar der gemieteten Autogarage auszugehen sei und der Wert des Einzelunternehmens des Beschwerdegegners folglich nicht höher sei als sein Rückschlag von Fr. 44'224.--. Die Bewertung nach dem Substanzwert ist eine anerkannte Unternehmensbewertungsmethode (LANGENEGGER, in: Unternehmensnachfolge / Succession d'entreprise, 2. Aufl. 2022, S. 209 ff., S. 211), was die Beschwerdeführerin nicht bestreitet. Sie erklärt auch nicht, wie angesichts des Fehlens jeglicher Jahresgewinne ein Ertragswert hätte ermittelt werden können. Schliesslich ist das Obergericht nicht schon deshalb in Willkür verfallen, weil es den Wert des Einzelunternehmens nicht auf Fr. 59'368.40 festsetzte, wie von der Beschwerdeführerin vorgeschlagen. Die Beschwerde erweist sich demnach auch in diesem Punkt als unbegründet.