Citation: 6B_172/2023 E. 2.4

2.4. Es kann offenbleiben, ob auf die erstmals vor Bundesgericht vorgetragenen Rügen der Verletzung des Konfrontationsanspruchs und des Teilnahmerechts überhaupt eingetreten werden kann (vgl. Art. 80 Abs. 1 BGG). Sie erweisen sich als unbegründet. Der Beschwerdeführer teilte der Staatsanwaltschaft am 16. März 2020 mit, dass er an der Einvernahme der Auskunftsperson B.________ nicht teilnehmen werde (Akten Staatsanwaltschaft Thurgau, act. SV 14). Mit Verfügung vom 26. August 2020 wurde B.________ zur Einvernahme als Auskunftsperson auf den 10. September 2020 vorgeladen, wobei diese Vorladung in Kopie an den Beschwerdeführer verschickt wurde mit dem Hinweis, die Vorladung gelte "als Einladung zur freiwilligen Teilnahme" an der Einvernahme (Akten Staatsanwaltschaft Thurgau, act. SV 20 S. 2). Wie zuvor angekündigt, erschien der Beschwerdeführer am 10. September 2020 nicht zur Einvernahme von B.________. Bereits aufgrund dieses Verhaltens des Beschwerdeführers durfte von einem Verzicht auf eine Teilnahme an der Einvernahme und der Konfrontation mit der Auskunftsperson B.________ ausgegangen werden. Ein Verzicht ist aber auch deshalb anzunehmen, weil der Beschwerdeführer spätestens im Berufungsverfahren eine Wiederholung der fraglichen Einvernahme hätte verlangen müssen. Er behauptet nicht, einen entsprechenden Beweisantrag (frist- und formgerecht) gestellt zu haben. Da aufgrund des (zumindest stillschweigenden) Verzichts des Beschwerdeführers weder das Teilnahmerecht noch das Recht auf Konfrontation mit dem Belastungszeugen verletzt ist, besteht insofern auch kein Anwendungsfall von Art. 389 Abs. 2 StPO. Die Vorinstanz verletzt weder den Anspruch auf rechtliches Gehör des Beschwerdeführers noch Bundes- oder Konventionsrecht. Da der Beschwerdeführer keine weiteren Rügen erhebt, bleibt es beim vorinstanzlichen Schuldspruch.