Citation: U 333/06 08.01.2007 E. 4

4.1 Während die Vorinstanz das Unfallereignis vom 23. Oktober 2003 als mittelschwer qualifizierte, liegt nach Auffassung der Beschwerdeführerin ein mittelschwerer Unfall im Grenzbereich zu den schweren vor. Bei der Kategorisierung der Unfälle ist rechtsprechungsgemäss nicht an das Unfallerlebnis anzuknüpfen, sondern es ist das (objektiv erfassbare) Unfallereignis selbst für die Beurteilung heranzuziehen. Die Einstufung hat dabei einerseits aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs und andererseits mit Blick auf die erlittenen Verletzungen zu erfolgen (vgl. BGE 115 V 138 Erw. 6). Wie bereits eingangs geschildert, stürzte die Versicherte beim Pflücken von Champignons aus 1,8 Metern Höhe auf den Boden, da ein Halteseil der Hebebühne riss, auf der die Beschwerdeführerin stand. Die dabei erlittenen Verletzungen (mit erhebbarem organischem Substrat) waren leicht. Vor diesem Hintergrund ist die Betrachtungsweise der Vorinstanz nicht zu beanstanden, wonach das vorliegende Unfallereignis dem mittleren Bereich zuzurechnen und dabei weder an der Grenze zu den leichten noch zu den schweren Unfällen einzuordnen ist. 4.2 Bei Unfällen, die bezüglich des Schweregrades dem mittleren Bereich zuzuordnen sind, lässt sich die Frage des adäquaten Kausalzusammenhangs rechtsprechungsgemäss nicht aufgrund des Unfalls allein schlüssig beantworten; vielmehr sind weitere, objektiv erfassbare Umstände, die unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte oder indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Der adäquate Kausalzusammenhang wäre nur dann zu bejahen, wenn eines der massgebenden Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist oder mehrere Kriterien erfüllt sind (vgl. BGE 115 V 141 Erw. 6c/bb). Wie erwähnt, trat bei der Versicherten anfänglich eine Paraplegie auf, weshalb der Transport ins Spital Y.________ durch einen Helikopter der Rega erfolgte. Besonders dramatische Begleitumstände bzw. besondere Eindrücklichkeit des Unfalls können daher bejaht werden. In besonders ausgeprägter Weise liegt das Kriterium indessen nicht vor. Die restlichen Kriterien hat die Vorinstanz mit zutreffender Begründung richtigerweise verneint. Dabei gilt es zu beachten, dass bei der Prüfung der einzelnen Kriterien nur die organisch bedingten Beschwerden zu berücksichtigen sind, während die psychisch begründeten Anteile, deren hinreichender Zusammenhang mit dem Unfall den Gegenstand der Prüfung bildet, ausgeklammert bleiben (Urteil P. vom 30. September 2005, U 277/04, Erw. 4.3). 4.3 Die - vorinstanzlich bestätigte - Leistungseinstellung der Visana per 31. Juli 2005 erfolgte demnach zu Recht. Daran vermöchten ergänzende Abklärungen nichts zu ändern. Es ist deshalb von den beantragten Weiterungen abzusehen.