Citation: 1C_169/2015 E. 9.4

9.4. In der Stellungnahme vom 19. März 2011 wurde ausgeführt, im Anhang sei der nötigen Platzbedarf für den motorisierten Verkehr entlang der Parz. 1254 (vorliegendes Baugesuch) wie auch der Parz. 97 (Bauabsichten) mit blauer Farbe markiert worden. Die Strassenbaulinie habe ab diesem Raum einen Abstand von 2,50 m auszuweisen. Alsdann wurde angeordnet, die Strassenlinie habe den Abstand von mind. 2,50 m ab dem heutigen Strassenrand einzuhalten. Diese Anordnung steht jedoch entgegen der Annahme des Beschwerdeführers nicht im Widerspruch zum beigelegten Plan, weil die darin eingezeichnete blaue Linie im Bereich des damals in Frage stehenden Grundstücks Nr. 1254 mit dem darin eingezeichneten bestehenden Strassenrand übereinstimmt. Gemäss dem erwähnten Plan war jedoch vorgesehen, im Bereich des Grundstücks Nr. 97, d.h. im Bereich der Kurve, die bestehende Strasse bis zur eingezeichneten blauen Linie zu erweitern. Auf diese Erweiterung hat die Baudirektion offenbar nachträglich verzichtet, zumal sie gemäss ihrem Schreiben vom 28. Juni 2012 bereits in Vorgesprächen im Herbst 2011 in Aussicht gestellt hatte, auch im Bereich des Grundstücks Nr. 97 eine Strassenbaulinie von 2,5 m ab "heutigem" bzw. damaligem Fahrbahnrand zu bewilligen und sie dies in der Folge auch tat. Demnach konnte die Vorinstanz willkürfrei ohne weitere Abklärungen bezüglich der Strassenbaulinie im Bereich des Grundstücks Nr. 97 eine Meinungsänderung der Baudirektion und die Zulässigkeit der geplanten Baute bejahen.