Citation: 6B_121/2019 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung der Unschuldsvermutung, weil ihm zwei Fälle von Gewalttätigkeiten gegen Mitinsassen vorgehalten würden (oben Sachverhalt A.d und A.e; Entscheid S. 15), zumal selbst die Vorinstanz davon ausgehe, dass keine strafrechtlichen Verurteilungen vorlägen. Die Rüge ist unbegründet. Die Unschuldsvermutung gilt bis zur rechtskräftigen Verurteilung (Art. 10 Abs. 1 StPO; vgl. Urteile 6B_1163/2018 vom 14. Dezember 2018 E. 2.4.2, 6B_359/2018 vom 11. Mai 2018 E. 1.4). In casu geht es um die Überprüfung einer Massnahme, nicht um eine strafrechtliche Anklage (Art. 6 Abs. 1 und 2 EMRK). Bei der Überprüfung und Anordnung von Massnahmen sind Vorkommnisse und massnahmenrelevante Verhaltensweisen bzw. die dysfunktionale Bewältigungsstrategie (Entscheid S. 23) im Vollzug zu berücksichtigen.