Citation: 6B_530/2020 E. 2.4.1

2.4.1. Zweifelsohne erscheint es für sich allein betrachtet schwer nachvollziehbar, wie die Beschwerdegegner bei dem ihnen von den Vertretern der R.________ Sàrl. resp. der R.________ Holding SA angebotenen, angeblich risikofreien Tradingprogramm mit derart unrealistischen Gewinnversprechen von einer seriösen Geschäftstätigkeit ausgehen konnten. Zudem ist der Beschwerdeführerin zuzustimmen, dass aufgrund des von der Vorinstanz erstellten, wissentlich eingegangenen hohen Risikos und der damit einhergehenden groben Verletzung der Sorgfaltspflichten, grundsätzlich der Schluss naheliegt, dass die Beschwerdegegner einen Verlust der Anlagegelder in Kauf genommen haben. Eine andere Beurteilung bleibt jedoch ohne Weiteres möglich. Ausschlaggebend sind stets die konkreten Umstände des Einzelfalls. Von einer strengen Schematisierung bei der Beurteilung des Vorsatzes ist abzusehen.