Citation: 1P.732/2006 09.03.2007 E. 3

3.1 Der Beschwerdeführer rügt die Beweisführung und eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" im Sinne einer Beweiswürdigungsregel (Art. 32 Abs. 1 BV, Art. 6 Ziff. 2 EMRK), des Verbots der Beweislastumkehr, der Unschuldsvermutung und des Willkürverbots. Der Schuldspruch stütze sich im Wesentlichen auf unglaubwürdige Aussagen der Beschwerdegegnerin und einen untauglichen Bericht des Amtsarztes. Die Beschwerdegegnerin sei rechtskräftig wegen Betruges verurteilt worden und habe sich offenbar ihrer Therapeutin zu bedienen gewusst, die eine posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert habe, obwohl ein Auftreten dieser Störung nach einem Ereignis wie dem vorliegenden unmöglich sei. Der Bericht des Amtsarztes sei methodisch mangelhaft, dies ergebe sich aus einem Privatgutachten, das der Beschwerdeführer in Auftrag gegeben und den kantonalen Instanzen vorgelegt habe. 3.2 Gemäss dem angefochtenen Urteil sind die Aussagen der Beschwerdegegnerin als glaubwürdig einzustufen und lassen auf ein erlebtes Ereignis schliessen, stimmen mit den Feststellungen des Amtsarztes überein und werden durch Drittaussagen weiterer Zeugen gestützt. Die Darstellung des Beschwerdeführers decke sich mit jener der Beschwerdegegnerin in weiten Teilen, weise aber mit Bezug auf das Kerngeschehen eine Inkonstanz auf. Insgesamt zeigten die Widersprüche in den Aussagen des Beschwerdeführers zum Verhalten und den Aussagen der Zeugen den Versuch, das Vorgefallene herunterzuspielen. Er habe mit der Fortdauer des Verfahrens seine Handlungen bagatellisiert und versucht, die Beschwerdegegnerin in ein schlechtes Licht zu rücken; dies sei ein Anzeichen für eine unwahre Aussage. Das rechtsmedizinische Gutachten stütze in erster Linie die Version der Beschwerdegegnerin. Der Amtsarzt habe die Beschwerdegegnerin persönlich begutachtet, er werde von der Polizei wiederholt zur Beurteilung von Körperverletzungen herangezogen, und das Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin hege an seinen Feststellungen keine Zweifel. Inwiefern das ärztliche Privatgutachten des Beschwerdeführers nachvollziehbarer und wissenschaftlicher sein soll, sei nicht ersichtlich. Das Privatgutachten sei allein gestützt auf die Akten erstellt worden und halte zudem fest, dass die Verletzungen durch ein Würgen entstanden sein könnten. Der Beschwerdeführer lasse es bei der Behauptung bewenden und bringe keine Beweise oder Beweisanträge vor, weshalb die Therapeutin nicht in der Lage gewesen wäre, ein posttraumatisches Belastungssyndrom zu diagnostizieren. Das Vertrauensverhältnis zwischen der Therapeutin und der Beschwerdegegnerin liege in der Natur der Sache. Entscheidend sei die Glaubhaftigkeit der konkreten Aussage der Beschwerdegegnerin im Prozess; eine Vorstrafe lasse keine generellen Schlussfolgerungen über die Glaubwürdigkeit einer Person zu. Es seien keine Umstände für eine psychische Verfassung oder eine getrübte Wahrnehmung zufolge Medikamenteneinfluss ersichtlich, weshalb die Beschwerdegegnerin nicht hätte aussagen können.