Citation: 6B_1003/2023 E. 2

Wer durch ein rechtskräftiges Urteil beschwert ist, kann die Revision verlangen, wenn u.a. neue, vor dem Entscheid eingetretene Tatsachen oder neue Beweismittel vorliegen, die geeignet sind, einen Freispruch oder eine wesentlich mildere oder wesentlich strengere Bestrafung herbeizuführen (Art. 410 Abs. 1 lit. a StPO). Die Vorinstanz erwägt, der Gesuchsteller sei durch die rechtskräftige Verurteilung vom 6. April 2022 beschwert. Insofern seien die Voraussetzungen von Art. 410 StPO erfüllt. Indessen begründe er nicht, inwiefern ein Revisionsgrund vorliegen solle. Er beschränke sich auf die Anrufung eines Verlaufsberichts, der keine neue, vor dem Entscheid eingetretene Tatsache oder ein neues Beweismittel betreffe. Soweit er weiter darlegen wolle, dass er sich verändert habe, begnüge er sich mit nichtssagenden Floskeln und nicht nachvollziehbaren, allgemeinen Ausführungen. Abgesehen davon stellten zwischenzeitliche Veränderungen keinen Revisionsgrund dar, da sie nicht vor dem Entscheid eingetreten seien. Solche Entwicklungen seien vielmehr bei der periodischen Massnahmeüberprüfung zu berücksichtigen. Der Beschwerdeführer versuche die Massnahme zu beenden, weil er die Dauer der verhängten Freiheitsstrafe vom 39 Monaten im Massnahmevollzug erstanden habe. Soweit er die Verurteilungen bestreite, handle es sich um Einwände, die er in einem Berufungsverfahren hätte vorbringen können und müssen. Das Revisionsgesuch sei offensichtlich unbegründet, weshalb darauf nicht einzutreten sei.