Citation: K 38/03 09.03.2004 E. 4

4.1 Die Beschwerdeführerin beruft sich des Weitern darauf, dass ihr am 17. September 2002 an die richtige Adresse mit eingeschriebener Sendung ein Einspracheentscheid eröffnet worden sei. Mit diesem sei die Krankenkasse vorbehaltlos auf ihre Einsprache vom 5. November 2001 eingetreten. Nach Treu und Glauben habe die Versicherte von der förmlichen Eröffnung eines anfechtbaren Einspracheentscheids ausgehen dürfen, zumal die Kasse nicht darauf hingewiesen habe, dass bereits ein entsprechender Entscheid in Rechtskraft erwachsen sei. 4.2 Im in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erwähnten BGE 115 Ia 12 ff. hat das Bundesgericht ausgeführt, dass sich die Rechtsmittelfrist gestützt auf den verfassungsmässigen Anspruch auf Vertrauensschutz dann verlängern kann, wenn noch vor ihrem Ende eine entsprechende vertrauensbegründende Auskunft erteilt wird. Eine solche Auskunft kann darin bestehen, dass der mit Rechtsmittelbelehrung versehene Entscheid der betroffenen Person noch vor Ablauf der Beschwerdefrist erneut zugestellt wird. Diese Rechtsprechung ist durch BGE 117 II 511 Erw. 2 und BGE 118 V 190 Erw. 3a insoweit präzisiert und klargestellt worden, dass eine nach Ablauf der ordentlichen Rechtsmittelfrist erfolgte zweite Zustellung eines mit Rechtsmittelbelehrung versehenen Entscheids auch unter dem Gesichtspunkt des Vertrauensschutzes keine neue Rechtsmittelfrist in Gang zu setzen vermag. 4.3 Die Krankenkasse hat der Versicherten den Einspracheentscheid zwar ein zweites Mal zugestellt. Dass sie ihn dabei neu mit dem 17. September 2002 datiert hat, ändert nichts daran, dass es sich um einen mit dem vom 28. Februar 2002 datierten identischen Einspracheentscheid handelt. Die Kasse hielt denn auch einleitend fest, dass sie ihren Einspracheentscheid entgegenkommenderweise nochmals zustelle. Es folgt alsdann die ursprüngliche, auf die Einsprache vom 5. November 2001 Bezug nehmende Begründung. Dieser nach Ablauf der ordentlichen Rechtsmittelfrist in der gleichen Sache zugestellte Entscheid konnte somit keine neue Rechtsmittelfrist in Gang setzen. Zu Recht wird auch nicht geltend gemacht, es handle sich um die wiedererwägungsweise Prüfung eines bereits ergangenen Einspracheentscheids. Dass der Vorinstanz der am 17. September 2002 zugestellte Entscheid nicht vorlag, vermag nach dem Gesagten am Ergebnis nichts zu ändern, weshalb die Beschwerdeführerin aus diesem Umstand nichts zu ihren Gunsten abzuleiten vermag.