Citation: 2C_726/2021 E. 4.7.3

4.7.3. Im hier zu beurteilenden Fall besteht kein aus Art. 8 EMRK fliessender Anspruch des Kindes, der das gewichtige öffentliche Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung aufwiegen könnte. Bislang kann das Verhältnis zwischen Vater und Sohn in keiner Weise als eine in affektiver Hinsicht besonders enge Beziehung bezeichnet werden. Beiden Elternteilen wurde im Oktober 2016 das Obhutsrecht über ihren gemeinsamen Sohn entzogen und musste dieser unter anderem aufgrund massiver Verwahrlosung durch die Eltern und der belastenden familiären Situation fremdplatziert werden. Während der jahrelangen Inhaftierung des Beschwerdeführers war der persönliche Kontakt zum Sohn stark eingeschränkt. Der Beschwerdeführer ist bestenfalls erst im Begriff, eine enge (re) Beziehung zu seinem Sohn aufzubauen. Gleichzeitig hat der Beschwerdeführer in gesamthafter Betrachtung auf jeden Fall relativ schwer gegen die öffentliche Ordnung und Sicherheit verstossen (vgl. oben u.a E. 4.2 - 4.5), wobei ein Ende der ihm vorzuwerfenden Verstösse in mehrfacher Hinsicht nicht absehbar ist (vgl. oben E. 3.1.1, 4.2.2, 4.3.1, 4.4.1). Für die nähere Zukunft ist weiter zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer nicht der einzige Elternteil ist, mit dem der Sohn in der Schweiz wieder zusammengeführt werden könnte; zudem wäre zu prüfen, ob das Kind nicht der Mutter des Beschwerdeführers anvertraut werden könnte, wozu diese ihre Bereitschaft erklärt zu haben scheint (vgl. oben E. 3.1.4). Auch deswegen ist somit unter dem Gesichtspunkt von Art. 8 EMRK und des Kindesinteresses nichts ersichtlich, was das gewichtige öffentliche Interesse an der Fernhaltung des Beschwerdeführers überwiegen würde.