Citation: 8C_788/2019 E. 6.5

6.5. Dass die fachärztlichen Ausführungen des Dr. med. G.________ die bundesgerichtlichen allgemeinen Beweisanforderungen entgegen der Vorinstanz nicht erfüllten, lässt sich nicht ersehen. Angesichts der Abstützung auf die diesbezüglich einschlägige Fachliteratur kann auch nicht zur Frage stehen, dass seine Spezialisierung in Rheumatologie nicht genügt hätte zur Beurteilung der Ätiologie eines Zervikalsyndroms nach Distorsionsverletzung der Halswirbelsäule. Zudem waren bei den Untersuchungen des behandelnden Arztes Dr. med. E.________ keine neurologischen Ausfälle festzustellen (Berichte vom 26. Juli und vom 11. September 2018). Auch sonst vermögen dessen Stellungnahmen keine auch nur geringen Zweifel am versicherungsinternen Bericht vom 14. März 2019 zu begründen. Zwar bejahte der Neurologe den natürlich-kausalen Zusammenhang der Beschwerden an der Halswirbelsäule mit dem am 22. Mai 2018 erlittenen Unfall auch noch anlässlich seiner zweiten Konsultation am 10. September 2018, also knapp vier Monate nach der Auffahrkollision. Dass es sich bei den von Dr. med. E.________ festgestellten mässigen Muskeltonuserhöhungen und Druckdolenzen, die eine Einschränkung der Beweglichkeit des Kopfes verursachten, Konzentrations- und Schlafstörungen nicht um organisch objektiv ausgewiesene Beschwerden handelt, schliesst zwar deren natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 22. Mai 2018 nicht aus. Indessen hätte die von Dr. med. E.________ vertretene Unfallkausalität einer näheren Begründung bedurft. Eine solche findet sich jedoch weder in seinem Bericht vom 11. September 2018 noch in seiner Stellungnahme zuhanden des Hausarztes vom 16. Oktober 2018. Inwiefern die vom Vertrauensarzt getroffenen Annahmen hinsichtlich der fachmedizinisch erfahrungsgemässen Beschwerdedauer bei Distorsionsverletzungen der Halswirbelsäule und seine daraus gezogenen Schlussfolgerungen für den vorliegenden Fall anzuzweifeln wären, lässt sich den Berichten des behandelnden Neurologen somit nicht entnehmen.