Citation: 5A_344/2015 E. 7.5

7.5. Im Streit um das Personenfahrzeug Opel sind zwei Aspekte auseinanderzuhalten. Zum einen bestätigt das Kantonsgericht den Entscheid, mit dem das Bezirksgericht den Antrag des Beschwerdeführers auf Entschädigung für die Benützung des Autos mangels Bezifferung abweist. Den im Berufungsverfahren vorgebrachten Betrag von Fr. 4'000.-- erachtet das Kantonsgericht als neu und verspätet. Der Beschwerdeführer wirft dem Obergericht überspitzten Formalismus vor. Er tut aber nicht dar, inwiefern sich die Vorinstanz mit übertriebener Schärfe an Formvorschriften klammert, die durch keine schutzwürdigen Interessen gerechtfertigt sind, zum blossen Selbstzweck werden und die Verwirklichung des materiellen Rechts in unhaltbarer Weise erschweren oder verhindern (zum Begriff des überspitzten Formalismus s. BGE 134 II 244 E. 2.4.2 S. 248; 125 I 166 E. 3a S. 170). Weiter beruft sich der Beschwerdeführer auf die richterliche Fragepflicht, welche die Vorinstanzen im Wissen um seine ungenügende anwaltliche Vertretung zu seinen Lasten verletzt hätten. Er irrt sich jedoch, wenn er meint, dass diese Fragepflicht dazu diene, die Mitwirkung einer Partei bei der Sachverhaltsfeststellung zu ersetzen oder prozessuale Nachlässigkeiten einer Partei auszugleichen. Die Fragepflicht trägt einem Gericht auch nicht auf, einer Partei bei der Beweisführung behilflich zu sein (s. zu Art. 56 ZPO ausführlich Urteil 5A_921/2014 vom 11. März 2015 E. 3.4.2). Der Beschwerdeführer nennt in diesem Zusammenhang eine Reihe von Gesetzesartikeln aus der Zivilprozessordnung. Er zeigt aber nicht auf, welche konkreten Vorschriften die Vorinstanz in verfassungswidriger Weise angewendet hat. Unbehelflich ist auch sein Einwand, das Kantonsgericht habe die im Berufungsverfahren aufgelegten Belege nicht als unzulässige Noven qualifiziert. Damit hat die verspätete Bezifferung einer Forderung nichts zu tun. Zweitens ist der Beschwerdeführer der Meinung, das Fahrzeug als solches stelle Errungenschaft dar und müsse zum Wert von Fr. 8'000.-- per Datum der Gütertrennung in der güterrechtlichen Auseinandersetzung auf Seiten der Beschwerdegegnerin berücksichtigt werden. Auf diese Forderung ist nicht einzutreten. Der angefochtene Entscheid äussert sich nicht zu diesem Streitpunkt und der Beschwerdeführer behauptet nicht, die besagte Forderung schon im kantonalen Verfahren vorgetragen zu haben, vom Obergericht aber übergangen worden zu sein. Soweit der Beschwerdeführer den Vorinstanzen willkürliche Sachverhaltsfeststellung vorwirft, weil sie das Auto in den Steuerbelegen der Beschwerdegegnerin nicht als Vermögenswert der Errungenschaft erkannt hätten, verkennt er seine eigene Behauptungs- und Substanziierungspflicht.