Citation: 4P.20/2007 27.03.2007 E. 1

1.1 Das Amtsgericht Luzern-Stadt verpflichtete mit Urteil vom 30. Juni 2006 die Y.________ Versicherungs-Gesellschaft (Beschwerdegegnerin), X.________ (Beschwerdeführer) Fr. 620'621.-- nebst 5 % Zins seit 30. Juni 2006 sowie Fr. 15'321.-- zu bezahlen. Gegen dieses Urteil erklärte die Beschwerdegegnerin am 11. September 2006 und der Beschwerdeführer am 13. September 2006 beim Obergericht des Kantons Luzern Appellation. Mit Einzelrichterentscheid vom 26. September 2006 wurde auf die Appellation des Beschwerdeführers wegen Fristversäumnis nicht eingetreten. Am 26. Oktober 2006 verlangte der Beschwerdeführer vom Obergericht, seine Appellationserklärung vom 13. September 2006 sei als Anschlussappellation zu behandeln. 1.2 Das Obergericht trat mit Entscheid vom 11. Dezember 2006 auf die Anschlussappellation nicht ein. Es erwog, über die Appellation des Beschwerdeführers liege ein rechtskräftiger Erledigungsentscheid vor. Von der zeitlichen Abfolge her könne seine Appellation keine Anschlussappellation sein. Auch seien beide Erklärungen sachlich nicht identisch, so dass sich eine Umdeutung grundsätzlich verbiete. 1.3 Mit staatsrechtlicher Beschwerde vom 25. Januar 2007 beantragt der Beschwerdeführer, der Entscheid des Obergerichts vom 11. Dezember 2006 sei wegen Verletzung von Art. 29 Abs. 1 und Art. 9 BV aufzuheben. Er rügt eine Verletzung des Verbots des überspitzten Formalismus und eventuell der Willkür. 1.4 Das Obergericht beantragt die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Die Beschwerdegegnerin beantragt, auf die Beschwerde nicht einzutreten; eventualiter sei sie abzuweisen.