Citation: 5A_754/2021 E. 2

Das Obergericht hat erwogen, dass der Gläubigerausschuss seine Befugnisse wegen seines kollegialen Charakters nur als Einheit wahrnehmen könne und die einzelnen Mitglieder nicht alleine agieren könnten, unter Vorbehalt der Delegation von Befugnissen an einzelne Mitglieder. Der Entscheid, ob einem Mitglied des Gläubigerausschusses die Akteneinsicht mit Bezug auf ein einzelnes Geschäft oder Aktenstück wegen Ausstandsgründen oder Interessenkonflikten zu verweigern sei, obliege dem Gläubigerausschuss. Der Beschwerdeführer habe gegenüber der Erstinstanz (auf deren Aufforderung hin) präzisiert, dass er die Beschwerde in eigenem Namen erhebe und auf dem Beschwerderecht als Einzelmitglied des Gläubigerausschusses bestehe. Soweit sich eine Konkursverwaltung weigere, gegenüber einem Einzelmitglied des Gläubigerausschusses die Akteneinsicht insbesondere wegen Interessenkonflikten zu gewähren, obliege es dem Gläubigerausschuss zu entscheiden, ob diesem Einzelmitglied Einsicht zustehe oder nicht, oder ob die Einsicht durch ein anderes Mitglied wahrgenommen oder das Akteneinsichtsrecht gegenüber der Konkursverwaltung gerichtlich erzwungen werden soll. Ein entsprechendes Vorgehen habe vom Kollegium auszugehen bzw. von einem vom Kollegium ermächtigten Mitglied. Für die Erstreitung des Akteneinsichtsrechts gegenüber der Beschwerdegegnerin (a.a. Konkursverwaltung der Konkursmasse C.________) im Namen des Gläubigerausschusses brauche der Beschwerdeführer die Ermächtigung des Ausschusses. Über diese Ermächtigung verfüge er nicht, weshalb der Eintretensentscheid der Erstinstanz rechtens sei.