Citation: 6S.518/2001 29.11.2002 E. 3

Die Beschwerdeführer machen weiter geltend, ihr Hinweis auf die Vorstrafe des Beschwerdegegners sowie auf die Tatsache, dass er entgegen der journalistischen Sorgfaltspflichten bei der Berichterstattung über ein Gerichtsverfahren nur die Gegenpartei konsultiert habe, sei unberücksichtigt geblieben. Damit machen sie eine Verletzung des in Art. 29 Abs. 2 BV verankerten Anspruchs auf rechtliches Gehör geltend, woraus sich für den Richter die Pflicht ergibt, seinen Entscheid wenigstens in den wesentlichen Erwägungen zu begründen. Diese Rüge wäre aber im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren vorzubringen gewesen. Auch in diesem Punkt ist auf die Nichtigkeitsbeschwerde nicht einzutreten. Insofern die Beschwerdeführer mit dieser Rüge eine Verletzung der Begründungspflicht im Sinne von Art. 63 StGB vorbringen, wird diese unter E. 4.6 geprüft.