Citation: 2A.221/2005 06.09.2005 E. 1

Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist zulässig. Der Ausschlussgrund des Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG ist hier nicht gegeben. 1.1 Zwar ist der Beschwerdeführer entgegen seiner Ansicht nicht so zu behandeln, wie wenn er bereits im Besitz einer Niederlassungsbewilligung gewesen wäre, welche die Behörden (gemäss Art. 9 Abs. 4 des Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer [ANAG; SR 142.20]) widerrufen hätten (zur Zulässigkeit der Beschwerde in solchen Fällen vgl. BGE 98 Ib 85 E. 1a S. 87 f.). Ihm ist eine solche Bewilligung bislang nicht erteilt worden. Der Umstand, dass eine Einbürgerung nichtig erklärt wird, führt als solcher auch nicht dazu, dass der Betroffene hernach als Ausländer mit einer Niederlassungsbewilligung anzusehen ist. Ausserdem hat der Beschwerdeführer infolge der Scheidung von seiner Schweizer Ehefrau keinen Anspruch mehr auf eine Aufenthaltsbewilligung nach Art. 7 Abs. 1 Satz 1 ANAG. Einen Anspruch aus Staatsvertrag hat er gleichfalls nicht. Dass sich der Beschwerdeführer seit über zehn Jahren in der Schweiz aufhält, verschafft ihm für sich allein ebenso wenig einen Rechtsanspruch auf Erneuerung einer Aufenthaltsbewilligung oder auf Erteilung einer Niederlassungsbewilligung (vgl. BGE 125 II 633 E. 2b und c S. 637; Weisungen und Erläuterungen über Einreise, Aufenthalt und Arbeitsmarkt [ANAG-Weisungen] des Bundesamts für Migration, 2. Aufl., Stand Januar 2004, Ziff. 333.2). 1.2 Der Beschwerdeführer hat aber vor der genannten Scheidung gemäss Art. 7 Abs. 1 Satz 2 ANAG grundsätzlich einen Anspruch auf Niederlassungsbewilligung erworben. Hierauf kann er sich berufen (BGE 128 II 145 E. 1.1.4 S. 149 mit Hinweisen). Die Ehe wurde nämlich am 24. Oktober 1991 geschlossen - und nicht wie das Verwaltungsgericht versehentlich festgehalten hat am 24. November 1991 -, so dass sie bei der Scheidung im Oktober 1998 bereits mehr als fünf Jahre gedauert hatte. In der dazwischen liegenden Zeit hat sich der Beschwerdeführer mindestens während fünf Jahren ordnungsgemäss und ununterbrochen in der Schweiz aufgehalten. Für die Ordnungsmässigkeit des Aufenthaltes ist an sich einzig entscheidend, ob dieser fremdenpolizeilich bewilligt war (Urteil 2A.238/ 1994 vom 17. Januar 1995, E. 1). Wohl hat die Fremdenpolizei dem Beschwerdeführer die Aufenthaltsbewilligung mit einiger Verzögerung (am 1. Oktober 1992) erteilt und musste sich der Beschwerdeführer Ausweispapiere zuvor noch in Indien besorgen; Letzteres führte offensichtlich dazu, dass die Fremdenpolizei in den Aufenthaltsbewilligungen jeweils den 24. September 1992 als Einreisedatum angab. Tatsächlich hielt sich der Beschwerdeführer aber bereits bei seiner Heirat in der Schweiz auf und reiste nur vorübergehend aus den erwähnten Gründen und später während der Ferien nach Indien. Mit Blick darauf und angesichts des Umstands, dass seinerzeit keine anderen Gründe gegen die Erteilung der Aufenthaltsbewilligung im Zeitpunkt der Eheschliessung vorlagen, ist die fünfjährige Frist des Art. 7 Abs. 1 Satz 2 ANAG ab dem 24. Oktober 1991 zu berechnen (vgl. Angela Bryner, Die Frau im Asyl- und Ausländerrecht, in Uebersax/Münch/Geiser/Arnold [Hrsg.], Ausländerrecht, 2002, Rz. 24.23 S. 1066). 1.3 Die Frage, ob die Bewilligung verweigert werden durfte, weil einer der in Art. 7 ANAG vorgesehenen Ausnahmetatbestände, ein Verstoss gegen das Rechtsmissbrauchsverbot, ein Widerrufs- oder Ausweisungsgrund nach Art. 9 und 10 ANAG gegeben ist, betrifft nicht das Eintreten, sondern bildet Gegenstand der materiellen Beurteilung (BGE 128 II 145 E. 1.1.5 S. 150; 120 Ib 6 E. 1 S. 8).