Citation: 2A.266/2004 12.05.2004 E. 3

Es darf erwähnt werden, dass der angefochtene Entscheid des Verwaltungsgerichts auch bei Prüfung der Beschwerde nicht kritisiert werden könnte: Vor dem Verwaltungsgericht machten die Beschwerdeführer sinngemäss geltend, sie hätten im Verfahren vor der Steuerrekurskommission die Verfahrenskosten von Fr. 100.-- nicht beglichen, weil dies einer Anerkennung des gegnerischen Rechtsstandpunktes (einem "Schuldbekenntnis") gleichkommen würde; sie hätten ihren Standpunkt gegenüber den Ämtern wiederholt schriftlich dargelegt. Ob diese Beschwerdebegründung den Anforderungen des kantonalen Verfahrensrechts (Art. 32 Abs. 2 VRPG) nicht genügte, wie das Verwaltungsgericht angenommen hat, kann hier offen bleiben. Jedenfalls konnten die Beschwerdeführer mit dieser Begründung die Bezahlung des Kostenvorschusses nicht verweigern. Der Kostenvorschuss ist der Betrag, den grundsätzlich jede rechtsuchende Partei bei Einleitung eines Beschwerde- oder Rekursverfahrens zur Deckung der mutmasslichen Gerichtskosten vorzuschiessen hat. Damit wird nicht der Entscheid in der Sache präjudiziert, wie die Beschwerdeführer anzunehmen scheinen, sondern der Kostenvorschuss hat zum Zweck, den mutmasslichen Verfahrensaufwand sicherzustellen. Im Beschwerdeverfahren vor verwaltungsunabhängigen Justizbehörden ist die Kostenvorschusspflicht die Regel. Mit dem Entscheid in der Hauptsache wird auch über die Verwendung des Vorschusses entschieden; dieser verbleibt nur beim Gericht, wenn und soweit die vorschusspflichtige Partei zu Verfahrenskosten verurteilt wird (zum Ganzen, vgl. Merkli/Aeschlimann/ Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, N 9 ff. zu Art. 105). Ausnahmsweise kann auf die Erhebung eines Kostenvorschusses verzichtet werden, namentlich bei Bedürftigkeit, falls das Begehren nicht aussichtslos erscheint, doch machen die Beschwerdeführer in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde keine solchen Gründe geltend.