Citation: I 716/00 20.11.2001 E. 4

4.- a) Für die Bestimmung des Invalideneinkommens (hypothetisches Einkommen nach Eintritt der Invalidität) ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist - wie vorliegend - kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne oder die Löhne von noch in Frage kommenden Tätigkeiten in verschiedenen Betrieben in der Region des Versicherten herangezogen werden (BGE 126 V 76 Erw. 3b/bb mit Hinweisen; RKUV 1999 Nr. U 343 S. 412 Erw. 4b/aa). b) Bei der Bestimmung des Invalideneinkommens ging die Vorinstanz zum einen von den DAP-Zahlen (Dokumentation über Arbeitsplätze) der SUVA in den Bereichen "Betriebsmitarbeiter Verpackung", "Packer", "Hilfsarbeiter, Handverleger" und "Hilfsarbeiter, Säger" aus und errechnete unter Berücksichtigung der 50%igen Arbeitsfähigkeit ein Invalideneinkommen von Fr. 21'496. 50. Vergleichsweise berechnete sie das Invalideneinkommen noch gemäss Tabelle A7 der LSE-Statistik 1996, wonach der monatliche Bruttolohn bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden für Männer im Bereich "Herstellung und Bearbeitung von Produkten" Fr. 53'136.- (Fr. 4428.- x 12) und im Bereich "Einrichtung, Bedienung, Unterhaltung von Maschinen" Fr. 55'404.- (Fr. 4617.- x 12) betrug, was einen Durchschnitt von Fr. 54'270.- ergab. Auf der Basis der üblichen durchschnittlichen Arbeitszeit von 41,9 Wochenstunden und der Nominallohnentwicklungen errechnete sie für das Jahr 1999 unter Berücksichtigung der 50%igen Arbeitsfähigkeit und eines leidensbedingten Abzuges von 25 % ein Invalideneinkommen von rund Fr. 21'639.-. In beiden Fällen kam sie verglichen mit dem von ihr eruierten Valideneinkommen auf einen Invaliditätsgrad von rund 62 %. c) Rechtsprechungsgemäss ist indessen bei der Heranziehung der LSE-Statistik grundsätzlich auf die Tabelle A1 abzustellen (BGE 126 V 76 f. Erw. 3b/bb und 4 mit Hinweis). Vorliegend besteht kein Anlass, von diesem Grundsatz abzuweichen. Gemäss dieser Tabelle betrug das massgebende Einkommen für Männer im privaten Sektor, welche einfache und repetitive Tätigkeiten verrichten (Anforderungsniveau 4), im Jahr 1998 Fr. 53'648. 75 (Fr. 4268.- x 12 Monate : 40 Std. x 41,9 Std.), was umgerechnet auf das Jahr 1999 Fr. 53'809. 70 ergibt (Nominallohnentwicklung 1999: 0,3 %; Die Volkswirtschaft 2001, Heft 10, S. 101 Tabelle B 10.2, Nominal total). Der von der Vorinstanz vorgenommene leidensbedingte Abzug vom statistischen Lohn von 25 % erscheint vorliegend in Würdigung aller Umstände als angemessen (BGE 126 V 78 ff. Erw. 5). Aufgrund der 50%igen Arbeitsfähigkeit des Versicherten resultiert mithin ein Invalideneinkommen von Fr. 20'178. 65, was verglichen mit dem Valideneinkommen des Jahres 1999 von Fr. 63'371. 90 zu einem Invaliditätsgrad von 68,16 % bzw. zum Anspruch auf eine ganze Invalidenrente führt.