Citation: 6B_1277/2023 E. 1.4.2

1.4.2. Der Beschwerdeführer übt Kritik an der Staatsanwaltschaft und macht geltend, diese hätte sich um die Entsiegelung der gestützt auf die Editionsverfügung vom 6. Februar 2020 von der B.________ AG edierten und auf Antrag der B.________ AG (vertreten durch Rechtsanwalt H.________, d.h. den Mitunterzeichner der vorliegenden Beschwerde) gesiegelten Unterlagen bemühen müssen. Sie habe diesbezüglich den Untersuchungsgrundsatz verletzt. Da nur das zweitinstanzliche Urteil Gegenstand des Beschwerdeverfahrens vor Bundesgericht bildet, ist darauf nicht einzutreten. Sollte der Beschwerdeführer der Vorinstanz sinngemäss eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes vorwerfen, erwiese sich auch diese Rüge als unbehelflich. Der Untersuchungsgrundsatz verpflichtet die Strafbehörden, den Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln und die belastenden und entlastenden Umstände mit gleicher Sorgfalt zu untersuchen (Art. 6 Abs. 1 und 2 StPO). Über Tatsachen, die unerheblich, offenkundig, der Strafbehörde bekannt oder bereits rechtsgenügend erwiesen sind, wird nicht Beweis geführt (Art. 139 Abs. 2 StPO). Die Strafbehörden können ohne Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) auf die Abnahme weiterer Beweise verzichten, wenn sie in Würdigung der bereits abgenommenen Beweise zur Überzeugung gelangen, der rechtlich erhebliche Sachverhalt sei genügend abgeklärt, und sie überdies in antizipierter Würdigung zum Schluss kommen, ein an sich taugliches Beweismittel vermöge ihre aufgrund der bereits abgenommenen Beweismittel gewonnene Überzeugung von der Wahrheit oder Unwahrheit einer strittigen Tatsache nicht zu ändern. Das Bundesgericht prüft die Rüge unzulässiger antizipierter Beweiswürdigung nur unter dem Aspekt der Willkür (Art. 139 Abs. 2 StPO; Urteil 6B_853/2023 vom 15. November 2023 E. 1.3 mit Hinweisen). Vorliegend gelangt die Vorinstanz in willkürfreier Würdigung der abgenommenen Beweise zur Überzeugung, der rechtserhebliche Sachverhalt sei hinreichend erstellt. Im Übrigen hat der Beschwerdeführer weder im Untersuchungs-, noch im erst- oder zweitinstanzlichen Verfahren geltend gemacht, es könne sich in den gesiegelten Unterlagen entlastendes Beweismaterial befinden. Er hat auch nie einen Antrag auf Entsiegelung gestellt.