Citation: 5A_469/2022 E. 5.4

5.4. Angesichts der zitierten Rechtsprechung täuscht sich die Beschwerdeführerin, wenn sie für den Tatbestand von Art. 34 Abs. 3 OR darauf besteht, dass die Vollmacht der Beschwerdegegnerin direkt von ihr, der Beschwerdeführerin selbst, mitgeteilt wurde. Dass C.________ es versäumt hätte, der Beschwerdegegnerin die Vollmachtsurkunde vom 7. Mai 2004 (spätestens dann) vorzuweisen, als er am 12. Januar 2015 die "Schuldanerkennung bzw. Schuldübernahme" unterschrieb, macht die Beschwerdeführerin nicht geltend. Sie behauptet auch nicht, solcherlei im kantonalen Verfahren vorgebracht zu haben und damit in Verletzung verfassungsmässiger Rechte nicht gehört worden zu sein. Zu den weiteren Voraussetzungen des Gutglaubensschutzes nach Art. 34 Abs. 3 OR ist der Beschwerde nichts zu entnehmen. Insbesondere stellt die Beschwerdeführerin nicht in Abrede, dass die Beschwerdegegnerin sie aufgrund der Vollmachtsurkunde als Vertretene und Vollmachtgeberin erkannte oder nach Treu und Glauben jedenfalls erkennen musste. Auch zur vorinstanzlichen Erkenntnis, wonach weder behauptet worden noch ersichtlich sei, dass die Beschwerdegegnerin von einem allfälligen Widerruf der Vollmacht vom 7. Mai 2004 Kenntnis hatte oder hätte haben müssen, hat die Beschwerdeführerin nichts zu sagen.