Citation: 1P.638/2004 21.01.2005 E. 2.3

2.3.1 Der Beschwerdeführer wirft dem Obergericht willkürliche Beweiswürdigung vor, weil es den Standpunkt des Einzelrichters schützte, dass der Spurwechsel des am Unfall beteiligten Y.________ nicht geprüft und seine Ausführungen darüber nicht beachtet werden müssen. Es sei ihm nicht darum gegangen, die Fahrweise von Y.________ zu bemängeln. Er habe lediglich die Unglaubwürdigkeit der Aussagen von Y.________ bezüglich des Spurwechsels belegen wollen, da dies für den ihn betreffenden Schuldspruch massgeblich gewesen sei. Der Einzelrichter habe Y.________ "Formulierungen in den Mund gelegt", die dieser nicht geäussert habe. 2.3.2 Das Obergericht hielt fest, dass vorliegend allein die Frage zur Diskussion stehe, ob dem Beschwerdeführer ein verkehrswidriges Verhalten nachgewiesen werden könne. Ob sich Y.________ seinerseits beim Wechseln der Spur verkehrskonform verhalten habe, sei nicht Gegenstand des vorliegenden Strafverfahrens. Im Übrigen sei das gegen diesen eröffnete Untersuchungsverfahren eingestellt worden. Auf die diesbezüglichen Ausführungen des Beschwerdeführers müsse daher nicht eingegangen werden. Weiter geht das Obergericht davon aus, dass der Einzelrichter die Darstellung des Sachverhalts, wie sie Y.________ den Behörden zu Protokoll gab, korrekt zusammengefasst und sinngemäss wiedergegeben habe. Es könne weder eine aktenwidrige Feststellung noch eine willkürliche Würdigung der einzelnen Aussagen ausgemacht werden. 2.3.3 Diesen Ausführungen des Obergerichts ist zuzustimmen. Ob Y.________ seinerseits beim Wechseln der Fahrspur nach rechts die Verkehrsregeln beachtete, hat keinen Einfluss auf die hier zur Diskussion stehende Frage, ob der Beschwerdeführer verbotenerweise die Busspur befuhr, um sich auf diese Weise an der links von ihm fahrenden Fahrzeugkolonne vorbeidrängeln zu können. Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, der Einzelrichter hätte prüfen müssen, ob Y.________ den Spurwechsel unvorsichtig vornahm und dadurch die Kollision der Fahrzeuge verursachte, ist er - mangels Rechtserheblichkeit seiner Vorbringen - nicht zu hören. Im Übrigen ist die Willkürrüge ungenügend begründet (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Der Beschwerdeführer beschränkt sich darauf, in seiner dem Bundesgericht eingereichten Beschwerde zu behaupten, die wörtlichen Aussagen von Y.________ seien relevant, weil sie den von diesem beabsichtigten Spurwechsel belegen würden. Er zeigt aber nicht auf, welche Formulierungen der Einzelrichter Y.________ "in den Mund gelegt" haben soll und welche von diesen Aussagen Eingang ins Urteil gefunden haben. Auch aus diesem Grund ist der Beschwerdeführer in diesem Punkt nicht zu hören.