Citation: 5A_187/2021 E. 2.3

2.3. Das Bezirksgericht ist davon ausgegangen, der klagende Beschwerdegegner habe im Zeitpunkt des Todes des Erblassers noch nicht hinreichend von den einzelnen Rechtsgeschäften Kenntnis gehabt. Weder die Kaufpreise noch weitere Details der Vermögensübertragungen seien dem Beschwerdegegner offengelegt worden. Erst mit der Eröffnung des Ehevertrags, des Erb- und Erbverzichtsvertrags und des Erbvertrags am 3. Februar 2010 habe der Beschwerdegegner abschätzen können, dass die lebzeitigen Zuwendungen des Erblassers an seine Geschwister seinen Pflichtteilsanspruch tatsächlich verletzten. Er habe die einjährige Frist mit der Einreichung des Schlichtungsgesuchs vom 28. Januar 2011 somit gewahrt (E. 2.2 S. 13 des angefochtenen Entscheids).