Citation: 6B_173/2010 22.04.2010 E. 1

Der Beschwerdeführer rügt, er habe bereits im ersten bundesgerichtlichen Verfahren geltend gemacht, die Vorinstanz habe die Einsatzstrafe gegenüber der ersten kantonalen Instanz ohne Begründung von 12 auf 20 Monate erhöht. Im angefochtenen Urteil habe sie dasselbe getan. Sie begründe auch nicht, weshalb sie die "Überraschung durch die Eskalation der Ereignisse", die Strafempfindlichkeit wegen der drei Kleinkinder, den Verlust des Arbeitsplatzes und den Umzug der Familie sowie Reue und Einsicht nicht strafmindernd berücksichtige. Die Vorinstanz nimmt bei der Strafzumessung insbesondere an, es sei dem Beschwerdeführer zugute zu halten, dass er von der Eskalation der Ereignisse überrascht worden sei. Allzu stark könne aber der Schock nicht gewesen sein. Als Vater von drei Kindern im Alter von 6, 9 und 11 Jahren weise er ohne Zweifel eine erhöhte Strafempfindlichkeit auf. Zu berücksichtigen sei auch, dass der Vorfall den Verlust des Arbeitsplatzes und den Umzug der Familie zur Folge gehabt habe. Dennoch beurteile sie das Verschulden nach wie vor als schwer und gehe bei einem Strafrahmen von bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe von einer Einsatzstrafe von 20 Monaten aus. Es wirkten sich eine frühere Verurteilung wegen Tätlichkeit leicht straferhöhend sowie Reue und Einsicht leicht zu seinen Gunsten aus. Dem Versuch sei nur wenig strafmildernd (mit Hinweis auf BGE 121 IV 49 E. 1b a.E.) mit einer Reduktion der Einsatzstrafe um zwei Monate Rechnung zu tragen. In der Neubeurteilung musste die Vorinstanz die Strafzumessung für die versuchte Unterlassung der Nothilfe (vollendeter untauglicher Versuch) neu vornehmen. Die in früheren Urteilen vorgenommene Strafzumessung ist mithin nicht relevant. Dabei geht sie mit Recht von einem schweren Verschulden aus. Sie berücksichtigt ausdrücklich die gerügten Strafzumessungstatsachen. Wie sich aus ihrer Begründung ergibt, setzt sie die "Einsatzstrafe" grundsätzlich nach den gemäss Art. 47 StGB massgeblichen Kriterien fest und bringt davon zwei Monate wegen Versuchsbegehung strafmildernd in Abzug. Diese Strafzumessung ist nachvollziehbar und liegt im vorinstanzlichen Ermessen. Die Vorinstanz begründet entgegen der Beschwerde, wie sie auf 20 Monate Einsatzstrafe und auf das Strafmass von 18 Monate Freiheitsstrafe kommt. Damit verletzt sie kein Bundesrecht.