Citation: 4C.17/2005 04.05.2005 E. 4

Die Nachforderung des Klägers für Auslagenersatz im Betrag von Fr. 15'348.65 für die Zeit von August 1997 bis Ende April 1998 hat das Obergericht mit zwei voneinander unabhängigen Begründungen abgewiesen. Mit der Berufung des Klägers werden beide Begründungen angegriffen. Während die erste Begründung entscheidend auf eine rechtliche Argumentation abstellt, steht bei der zweiten eine tatsächliche Grundlage im Vordergrund. Nach dem angefochtenen Urteil hat nämlich der Anwalt des Klägers in einem an den Beklagten gerichteten Brief vom 30. September 1998 festgehalten, dass gemäss den Lohnabrechnungen in der Zeit ab August 1997 Spesenvergütungen von total Fr. 11'159.-- ausgerichtet worden seien, wogegen dem Kläger in dieser Zeit effektiv Spesen von total Fr. 11'270.60 angefallen seien. Bei dieser Erklärung ist der Kläger nach dem angefochtenen Urteil zu behaften. Was der Kläger mit der Berufung gegen die zweite Begründung des Obergerichts vorbringt, erschöpft sich in unzulässiger Kritik an der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung und Beweiswürdigung, auf die im Berufungsverfahren nicht eingetreten werden kann. Der Kläger hätte nach der Praxis des Bundesgerichts den Entscheid des Obergerichts in Bezug auf diesen Punkt mit entsprechenden Rügen im Rahmen einer staatsrechtlichen Beschwerde anfechten müssen. Da er dies unterlassen hat, kann auch die erste Begründung vom Bundesgericht nicht überprüft werden (BGE 115 II 300 E. 2 S. 302 mit Hinweisen). Damit ist auf die Berufung des Klägers insoweit nicht einzutreten. Zur Berufung des Beklagten