Citation: 8C_674/2022 E. 5.1

5.1. Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, klammere man die von Dr. med. D.________, Leitender Arzt Orthopädie, Klinik E.________, in den Berichten vom 24. Mai und 5. Juli 2022 thematisierten Kniebeschwerden aus, sei die Beweiskraft des polydisziplinären (internistischen, neurologischen, rheumatologischen und psychiatrischen) BEGAZ-Gutachtens vom 2. März 2021 nicht in Frage zu stellen. Gestützt hierauf sei die Beschwerdeführerin in der angestammten Tätigkeit aus rheumatologischer und psychiatrischer Sicht nicht mehr arbeitsfähig. In einer angepassten Tätigkeit, d.h. in einer leichten körperlichen wechselbelastenden Arbeit, in der sie die Möglichkeit hätte, bei Bedarf kürzere Pausen einzulegen, sei aufgrund der rheumatologischen und psychiatrischen Problematik von einer 20%igen Reduktion der Arbeitsfähigkeit aufgrund des erhöhten Pausenbedarfs resp. eines etwas verlangsamten Arbeitstempos auszugehen. Demnach sei die Beschwerdeführerin - so die Vorinstanz weiter - in einer adaptierten Tätigkeit zu 80 % arbeitsfähig. Selbst wenn eventuell angenommen würde, die Beschwerdeführerin sei z.B. eher zu 70 % arbeitsfähig, würde dies im Rahmen des Einkommensvergleichs nicht zu einem rentenbegründenden Invaliditätsgrad führen. Die von Dr. med. D.________ in den Berichten vom 24. Mai und 5. Juli 2022 beschriebene Problematik der Kniegelenke sei nach der BEGAZ-Begutachtung aufgetreten. Die diesbezüglichen zusätzlichen Einschränkungen seien im Rahmen der Bemessung des trotz Gesundheitsschadens hypothetisch erzielbaren Invalideneinkommens mit dem maximalen leidensbedingten Abzug vom Tabellenlohn gemäss der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) abzufangen, zumal Dr. med. D.________ am 5. Juli 2022 eine leichte Besserung sowie eine Korrelation mit der Kniebelastung erwähnt habe. Mithin seien bei Aktivitäten mit geringer Belastung keine ins Gewicht fallenden Zusatzauswirkungen auf die verbliebene Leistungsfähigkeit anzunehmen. Somit sei grundsätzlich von der gutachterlich festgestellten 80%igen, eventuell von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen.