Citation: 5C.266/2006 07.03.2007 E. 2

Ist ein kantonales Urteil zugleich mit staatsrechtlicher Beschwerde und mit Berufung angefochten, wird in der Regel der Entscheid über letztere ausgesetzt bis zur Erledigung der staatsrechtlichen Beschwerde (Art. 57 Abs. 5 OG). Die Aussetzung rechtfertigt sich nicht, wenn der Entscheid über die Berufung von vornherein nicht vom Ausgang des Beschwerdeverfahrens abhängt (vgl. BGE 123 III 213 E. 1 S. 215). Das ist unter anderem dann der Fall, wenn die Berufung sich als unzulässig erweist (BGE 117 II 630 E. 1a S. 631). Wie nachstehend darzulegen sein wird, trifft letzteres hier zu. In Abweichung von der Regel ist die Berufung daher vorab zu behandeln.