Citation: 1C_399/2021 E. 5.4

5.4. Im angerufenen Fachbericht NIS wird zwar erwähnt, dass nach Inbetriebnahme der Anlage Abnahmemessungen durchgeführt werden müssen, um verbleibende Unsicherheiten auszuräumen, mit denen die Berechnungen behaftet sind (Ziff. 4). Diese Angabe entspricht den Vollzugsempfehlungen, welche uner Berücksichtigung der mit der rechnerischen Strahlungsprognose verbundenen Unsicherheiten Abnahmemessungen vorsehen, wenn gemäss dieser Prognose der Anlagegrenzwert an einem OMEN zu 80 % erreicht wird (vgl. E. 4.1 hievor). Vorliegend ist ein Abweichen von diesen Empfehlungen nicht angezeigt, zumal die Beschwerdeführerin nicht begründet und auch nicht ersichtlich ist, weshalb entgegen den Angaben im Standortdatenblatt die höchste zu erwartende Strahlenbelastung in den Schulgebäuden der Beschwerdeführerin nicht beim OMEN Nr. 07 liegen soll. Demnach verletzte die Vorinstanz kein Bundesrecht, wenn sie bezüglich dieser Gebäude einzig am OMEN Nr. 07 eine rechnerische Prognose der Strahlungsbelastung und eine nachträgliche Abnahmemessung verlangte. Dass der OMEN Nr. 07 im Standortdatenblatt der Kategorie "Arbeit" zugeordnet wurde, ist nicht erheblich, weil unabhängig davon, ob OMEN Arbeits-, Schul- oder Wohnzwecken dienen oder von Kindern bzw. Erwachsenen benutzt werden, die gleichen Anlagegrenzwerte gelten. Der Schutz von Kindern vor nichtionisierender Strahlung geht damit bundesrechtlich nicht über die auch für Erwachse geltenden Immissions- und Anlagegrenzwerte hinaus (vgl. Urteil 1C_451/2017 vom 30. Mai 2018 E. 4.2.2). Demnach gelten bei Schulen keine besonderen Anforderungen an die Berechnung der zu erwartenden NIS-Belastung und die Abnahmemessungen. Daran ändert nichts, dass Mobilfunkanlagen in unmittelbarer Nähe von Schulen, Kindergärten oder Alterspflegeheimen erhebliche ideelle Immissionen verursachen können, welche kommunale oder kantonale Beschränkungen von Standorten von Mobilfunkanlagen rechtfertigen können (vgl. Urteil 1C_167/2018 vom 8. Januar 2019 E. 2.4).