Citation: 8C_870/2018 E. 3.2

3.2. Hiegegen wendet die A.________ GmbH ein, sowohl der Wortlaut von Art. 58 ATSG als auch der Wille des Gesetzgebers seien klar. Ein ausländischer Wohnsitz eines Dritten sei subsidiär nur dann massgebend, wenn die versicherte Person keinen Wohnsitz in der Schweiz habe. Ob diese am kantonalen Beschwerdeverfahren teilnehme, sei irrelevant. Da das Verwaltungsgericht B.________ zum vorinstanzlichen Verfahren beigeladen habe, entfalte der angefochtene Entscheid auch für den Beigeladenen - unabhängig von dessen Teilnahme - volle Rechtskraft. Der Gesetzgeber habe bei der parlamentarischen Beratung von Art. 58 ATSG mit Blick auf die frühere Belastung des kantonalen Gerichts am Sitz der Suva in Luzern auf dem Gebiet des Unfallversicherungsrechts ausdrücklich einen solchen Alternativgerichtsstand ausschliessen wollen. Das Verwaltungsgericht zeige nicht auf, inwiefern sich angeblich eine gegenteilige kantonale Praxis zur Bestimmung des Gerichtsstandes in vergleichbaren Streitigkeiten bereits etabliert habe. Der Grundsatz der Bestimmung der örtlichen Zuständigkeit nach dem Ort des engsten Bezuges zum Streitgegenstand sei in Abs. 1 von Art. 58 ATSG verankert. Weder im Gesetz noch in den Materialien und auch nicht in der Rechtsprechung finde sich eine Grundlage dafür, auf dem Gebiet des Unfallversicherungsrechts den Gerichtsstand unterschiedlich zu bestimmen abhängig davon, ob es sich um eine Beitrags- oder eine Leistungsstreitigkeit handle. Der hier gegenständliche Streit um die Versicherteneigenschaft des Beigeladenen hänge von dessen Qualifikation als selbstständig oder unselbstständig Erwerbstätiger ab. Dabei sei in erster Linie eine Einzelfallbetrachtung der konkreten Umstände des Erwerbstätigen ausschlaggebend. Es treffe nicht zu, dass die für die Beschwerdeführerin tätigen Fahrdienstleister ortsungebunden schweizweit im Einsatz stünden. Vielmehr hätten diese über gewerbepolizeiliche Taxilizenzen lokale Vorschriften zu beachten. Soweit das Verwaltungsgericht aus der Nichtbeteiligung des Beigeladenen auf dessen Desinteresse schliesse, handle es sich um eine haltlose und willkürliche Mutmassung der Vorinstanz.