Citation: 2C_716/2022 E. 9.2

9.2. Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass zwischen ihr und dem britischen Logistikunternehmen eine - möglicherweise auch nur mündlich geschlossene - Vereinbarung bestanden habe. Zum Beweis dieser Vereinbarung und ihrer Verpflichtung müsse genügen, dass das britische Logistikunternehmen eine Rechnung ausgestellt und die Leistungserbringung bestätigt habe. Damit zeigt die Beschwerdeführerin jedoch nicht auf, dass die Beweiswürdigung der Vorinstanz offensichtlich unrichtig gewesen wäre (Art. 97 Abs. 1 BGG; vgl. oben E. 2.1). Auch das sinngemässe Vorbringen der Beschwerdeführerin, dass ihr nach Ablauf der zehnjährigen Aufbewahrungspflicht nicht mehr die Beweislast auferlegt werden dürfe, überzeugt nicht. Die Auferlegung der (objektiven) Beweislast für steuermindernde Tatsachen setzt kein Fehlverhalten seitens der steuerpflichtigen Person voraus. Das Urteil der Vorinstanz ist in diesem Punkt nicht zu beanstanden.