Citation: 8C_42/2007 14.04.2008 E. 2.4

2.4.1 Für die Adäquanzbeurteilung ist an das (objektiv erfassbare) Unfallereignis anzuknüpfen (BGE 117 V 359 E. 6a S. 366 f.; Urteil U 394/06 vom 19. Februar 2008, E. 10.1). Die Heckauffahrkollision vom 13. März 2004 ist aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufes im mittelschweren Bereich und dort nicht an der Grenze zu den schweren Unfällen einzuordnen. Von den weiteren, objektiv fassbaren und unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehenden oder als Folge davon erscheinenden Umständen, welche als massgebende Kriterien in die Gesamtwürdigung einzubeziehen sind (BGE 117 V 359 E. 6a S. 367), müssten demnach für eine Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges entweder ein einzelnes in besonders ausgeprägter Weise oder aber mehrere in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sein (BGE 117 V 359 E. 6b S. 367 f.). Daran hat sich mit dem Urteil U 394/06 vom 19. Februar 2008 nichts geändert (besagtes Urteil, E. 10.1). 2.4.2 Von den bisherigen Kriterien gemäss BGE 117 V 359 E. 6a S. 367 und 369 E. 4b S. 383 sind diejenigen der besonders dramatischen Begleitumstände oder besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls, der ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert, sowie des schwierigen Heilungsverlaufs und erheblicher Komplikationen im Urteil U 394/06 vom 19. Februar 2008 unverändert beibehalten worden (dortige E. 10.2.1, 10.2.5 und 10.2.6). Beim Kriterium der Schwere und besonderen Art der erlittenen Verletzung wurde bei gleichem Wortlaut der Kriteriumsbezeichnung der Sinngehalt näher umschrieben (E. 10.2.2 des besagten Urteils). Im vorliegenden Fall können die genannten vier Kriterien zuverlässig verneint werden. Der Beschwerdeführer bringt nichts vor, was eine andere Betrachtungsweise zu rechtfertigen vermöchte. 2.4.3 Die restlichen drei adäquanzrelevanten Kriterien hiessen bisher: ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung, Dauerbeschwerden sowie Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit. In der präzisierten (Kurz-)Form lauten sie: fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung, erhebliche Beschwerden und erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen (Urteil U 394/06 vom 19. Februar 2008, E. 10.3). Selbst wenn diese Kriterien bejaht würden, wären sie nicht in gehäufter oder auffallender Weise gegeben. Es müsste daher mindestens ein Kriterium in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sein. Dies kann bei sämtlichen Kriterien, und zwar in der bisherigen wie in der präzisierten Form, ohne Weiteres verneint werden. Näherer Betrachtung bedarf einzig das Kriterium von Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit. Gemäss Austrittsbericht der Rehaklinik B.________ vom 27. Juli 2004 wurde die Wiederaufnahme der Arbeit ab 23. August 2004 zu 50 % und ab 27. September 2004 zu 100% für zumutbar beurteilt. Der Versicherte ging dann auch der Arbeit entsprechend nach, wenn auch unter Angabe von Beschwerden und mit, allerdings nur kurzen, Unterbrüchen. Erst ab März 2005 waren wieder Phasen hälftiger, für kurze Zeit auch voller Arbeitsunfähigkeit zu verzeichnen, wobei sich der dies hauptsächlich attestierende Hausarzt offensichtlich schwertat, hiefür eine medizinische Begründung abzugeben. Der ebenfalls beigezogene Dr. med. T.________, FMH Physikalische Medizin, betonte denn auch im Bericht vom 7. März 2005, es sei nicht von stark behindernden Schmerzen auszugehen; vielmehr müsse der Versicherte immer wieder darauf hingewiesen werden, dass nichts Ernsthaftes vorliege. Der ab Mai 2005 behandelnde Psychiater bestätigte dann eine volle Arbeitsunfähigkeit, welche aber mit geeigneten Massnahmen auf 50 % gesenkt werden könne. Es liegt demnach ein wechselhafter Verlauf vor, wobei immerhin über einige Zeit auch eine volle Arbeitsfähigkeit bestand. In besonders ausgeprägter Weise ist das Kriterium damit jedenfalls nicht erfüllt. Dies gilt sowohl bei Berücksichtigung von Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit, als auch unter dem Gesichtspunkt der Erheblichkeit der Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen. Die Vorinstanz hat daher eine rechtserhebliche Bedeutung des Unfalls vom 13. März 2004 für die über den 20. Juli 2005 hinaus bestandenen Beschwerden, und damit eine Leistungspflicht der SUVA hiefür, zu Recht verneint. 2.4.4 An dieser Beurteilung vermögen sämtliche Vorbringen des Beschwerdeführers nichts zu ändern. Namentlich trifft auch nicht zu, dass von weiteren medizinischen Abklärungen, ob nun zur natürlichen Kausalität oder zu den Grundlagen für die Beurteilung der Adäquanzkriterien, ein entscheidrelevanter neuer Aufschluss zu erwarten ist. Der Umstand, dass zwischenzeitlich die Invalidenversicherung eine medizinische Abklärung anberaumt hat, ändert hieran nichts. Wenn die Vorinstanz in antizipierter Beweiswürdigung von Sachverhaltsergänzungen abgesehen hat, ist dies daher nicht zu beanstanden. Dies gilt auch im Lichte des im Urteil U 394/06 vom 19. Februar 2008 Gesagten.