Citation: 2C_514/2020 E. 3.3.2

3.3.2. In gleicher Weise beschränken sich die Ausführungen des Beschwerdeführers zu seinem weiteren Nachtatverhalten darauf, in appellatorischer Weise seine Sicht der Dinge darzutun. Er legt nicht dar, inwiefern die diesbezüglichen Feststellungen der Vorinstanz in willkürlicher Weise erfolgt sein sollten. Es trifft zwar zu, dass er seit seiner Verurteilung, abgesehen von seiner soeben erwähnten Übertretung, nicht mehr negativ in Erscheinung getreten ist. Dass sich der Beschwerdeführer während der strafrechtlichen Probezeit nichts zu Schulden kommen lässt, durfte von ihm allerdings erwartet werden. Diesem Wohlverhalten, wie auch einem solchen unter Druck eines hängigen Bewilligungsverfahrens, kommt eine geringere Bedeutung zu als einem solchen in (voller) Freiheit (vgl. Urteile 2C_410/2018 vom 7. September 2018 E. 5.4.6; 2C_447/2017 vom 10. September 2018 E. 3.3; ZÜND/HUGI YAR, Aufenthaltsbeendende Massnahmen im schweizerischen Ausländerrecht, insbesondere unter dem Aspekt des Privat- und Familienlebens, EuGRZ 2013, S. 1 ff. Rz. 41). Zwischen Ende der Probezeit und der erstinstanzlichen Verfügung im vorliegenden Verfahren verging nur ein halbes Jahr und auch die Löschung des Strafregisterauszugs für den Privatauszug belegt kein generelles Wohlverhalten des Beschwerdeführers. Sie bestätigt bloss, dass sich der Beschwerdeführer bis zum Ablauf seiner Probezeit, von vorliegend zwei Jahren, bewährt hat (Art. 371 Abs. 3bis StGB), was von der Vorinstanz jedoch nicht in Abrede gestellt wird. Allerdings lag zwischen einer Phase mehrfacher Delinquenz des Beschwerdeführers eher geringfügiger Natur während der Jahre 1997 - 2004 sowie der daran anschliessenden migrationsrechtlichen Verwarnung bereitseine längere Zeitspanne, in welcher er nicht weiter straffällig wurde. Es gelang ihm anschliessend aber nicht, sich dauerhaft an die schweizerische Rechtsordnung zu halten, und er beging das schwerste Delikt nach einer längeren Phase des Wohlverhaltens.