Citation: 6B_221/2009 02.09.2009 E. B

B.a In der Folge wurde ein polizeiliches Ermittlungsverfahren eingeleitet. Mit Verfügung vom 31. Juli 2005 ordnete das Untersuchungsrichteramt Oberwallis an, dass keine Strafuntersuchung eröffnet werde, da den verantwortlichen Personen von GKW III kein strafrechtlich relevantes Verhalten vorgeworfen werden könne. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass es in Bezug auf Spülungen keine speziellen Sicherheitsvorschriften gebe, dies nicht zuletzt deshalb, weil jederzeit und unerwartet eine automatische Spülung erfolgen könne; dass am Strässchen entlang des Bachlaufs des Wysswassers zahlreiche Tafeln angebracht seien, auf welchen in vier Sprachen (französisch, deutsch, italienisch und englisch) sowie mit einer Zeichnung (Wasserfluten, davonlaufender Mann, Totenkopf) davor gewarnt werde, dass es gefährlich sei, sich im Flussbett aufzuhalten, da der Betrieb der Wasserkraftanlage das Wasser jederzeit und plötzlich anschwellen lassen könne; dass ferner die Angestellten des GKW III vor der anstehenden manuellen Spülung während der Fahrt mit der Betriebsseilbahn nach allfälligen Personen im Bachbett Ausschau gehalten hätten, wobei niemand gesichtet worden sei. Gegen diese Nichteröffnungsverfügung erhoben sowohl die Staatsanwaltschaft als auch A.A.________, der Vater und Ehemann der beiden Getöteten, Beschwerde. Die Strafkammer des Obergerichts des Kantons Wallis hiess am 9. Januar 2006 die Beschwerde gut und wies die Sache zur Eröffnung einer Strafuntersuchung gegen die Verantwortlichen an das Untersuchungsrichteramt zurück. Mit Verfügung vom 9. März 2006 eröffnete das Untersuchungsrichteramt Oberwallis gegen W.________, X.________, Y.________ und Z.________ eine Strafuntersuchung wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung im Sinne von Art. 117 StGB. B.b Mit Überweisungsbeschluss der Staatsanwaltschaft Oberwallis vom 3. Juli 2007 an das Bezirksgericht Brig wurde den vier Beschuldigten fahrlässige Tötung zum Nachteil von A.B.________ und A.D.________ zur Last gelegt. B.c Das Bezirksgericht Brig, Östlich-Raron und Goms sprach mit Urteil vom 12. November 2007 W.________, X.________, Y.________ und Z.________ von der Anklage der fahrlässigen Tötung im Sinne von Art. 117 StGB frei. Die Begehren der Zivilparteien wies es ab. B.d Gegen dieses Urteil erklärten sowohl die Staatsanwaltschaft Oberwallis als auch die Zivilparteien die Berufung. Die Staatsanwaltschaft beantragte, die vier Beschuldigten seien wegen fahrlässiger Tötung zu verurteilen. Die Zivilparteien stellten die Anträge, die Beschuldigten W.________ und X.________ seien wegen fahrlässiger Tötung zu verurteilen und zur Zahlung von Schadenersatz und Genugtuung in den in der Berufung bezifferten Beträgen zu verpflichten.