Citation: 1C_281/2024 E. 5.4

5.4. Schliesslich würde die Auffassung der Vorinstanz laut der Beschwerdeführerin zu einer nicht gerechtfertigten und nicht nachvollziehbaren Ungleichbehandlung zwischen Flachdach- und Schrägdachkonstruktionen führen. Bei Flachdächern sei eine Verschiebung einer Dachaufbaute in die Gebäudeecke möglich, ohne dass eine Beschränkung hinsichtlich eines hypothetischen Firsts bestehen würde. Die Situationen sind allerdings nur beschränkt vergleichbar, da bei einem Schrägdach - im Gegensatz zum Flachdach - erheblicher Raum zwischen der Decke des Attikageschosses und dem Giebel überdacht wird. Dessen Volumen würde vorliegend viel grösser ausfallen als bei einer Gaube, die nicht am First ansetzt (vgl. FRITZSCHE/BÖSCH/WIPF/KUNZ, a.a.O., Skizzen auf S. 1482). Sofern eine Ungleichbehandlung durch die Rechtsanwendung der Vorinstanz überhaupt besteht, so ist diese nachvollziehbar.