Citation: 5A_801/2018 E. 5.2

5.2. Das Obergericht hat verglichen, was die Beschwerdegegner eingeklagt und die Beschwerdeführerin auf Facebook gepostet hat. Dieser Vergleich hat ergeben, dass die Beschwerdeführerin zwar von "Nazi-" und sektenfreundlich, aber nicht wörtlich geschrieben hat, der Beschwerdegegner 2 sei ein "Nazi" (E. 7 S. 16 f.). In der Beurteilung der Klagebegehren heisst es alsdann, die Beschwerdeführerin habe geäussert, der Beschwerdegegner 2 sei ein "Nazi". Das Wort "Nazi" ist mit der Fussnote 81 versehen, in der angemerkt wird, es handle sich hiebei um einen indirekten Vorwurf. Denn wer schreibe, "wenn wir Menschen mit einer antisemitischen und ausländerfeindlichen Haltung zulassen, positionieren wir uns als nazifreundlich", sage damit indirekt, diese Menschen seien Nazis respektive teilten das Gedankengut der Nationalsozialisten (Fn. 81 S. 23). Der Durchschnittsleser fasse die Äusserung, der Beschwerdegegner 2 sei ein "Nazi", so auf, der Beschwerdegegner 2 vertrete auch heute noch diese Ideologie (E. 10c/ aa/bbb S. 23 des angefochtenen Entscheids).