Citation: 8C_728/2020 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer wendet ein, es erstaune, dass die Vorinstanz sich aus eigenem Ansporn auf die Suche nach einem möglichen Revisionsgrund gemacht und mit Blick auf dieses Ziel die Akten durchforstet habe. Dies habe sie getan, ohne bei den Parteien oder den Arbeitgeberinnen nachzufragen. Die Vorinstanz habe lediglich falsche Behauptungen aufgestellt, so dass keine genügende Beweiserhebung vorliege. Damit habe sie den Anspruch auf rechtliches Gehör und auf ein faires Verfahren nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK verletzt. Dem ist entgegenzuhalten, dass das kantonale Versicherungsgericht unter Mitwirkung der Parteien die für den Entscheid erheblichen Tatsachen feststellt; es erhebt die notwendigen Beweise und ist in der Beweiswürdigung frei (Art. 61 lit. c ATSG). Das Versicherungsgericht ist an die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. d Satz 1 ATSG). Demnach ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz unabhängig von den Vorbringen der Parteien das Vorliegen eines Revisionsgrundes prüfte. Dass sie auf weitere Auskünfte bei den Parteien und den Arbeitgeberinnen verzichtete, ist ebenfalls nicht zu bemängeln (vgl. E. 5 hiernach).