Citation: 7B_878/2023 E. 6.2

6.2. Gemäss den Ausführungen der Vorinstanz war der Beschwerdeführer von Februar 2019 bis Juni 2022 in stationärer Behandlung (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.5.2). Trotz einer ambulanten therapeutischen Behandlung und wiederholten stationären Therapieversuchen bzw. intensiver sowie leitliniengerechter pharmakologischer und psychotherapeutischer Interventionen über eine suffiziente Dauer hätten beim Beschwerdeführer bisher keine wesentlichen Behandlungserfolge bzw. deliktpräventiven Fortschritte betreffend die sexuelle Devianz erzielt werden können. Die Störung der Sexualpräferenz (Hebephilie [Gutachten vom 14. Februar 2022 S. 69] oder Ephebophilie [Gutachten vom 14. Februar 2022 S. 71]) gilt als primärer Risikofaktor, weshalb der Beschwerdeführer selbst in einem stabilen Behandlungszustand und unter Abstinenz wieder in ähnlicher Weise delinquieren könne. Hinzu kommen der Konsum von Suchtmitteln (Alkohol und Cannabinoide), von denen sich der Beschwerdeführer nicht ausreichend distanziert, und die Schizophrenie (schizophrenes Residuum [Gutachten vom 14. Februar 2022 S. 69] oder hebephrene Schizophrenie [Ergänzungsgutachten vom 10. November 2022 S. 70]), welche den Beschwerdeführer enthemmen. Zu beachten ist weiter, dass das fortschreitende Alter bei ihm nicht deliktprotektiv wirkt (angefochtener Entscheid E. 3.6.3 und E. 4.5.2). Dem Beschwerdeführer wird ein geringes Problembewusstsein und eine sehr geringe Veränderungsmotivation (insbesondere im Hinblick auf die Erarbeitung von hinreichenden Strategien zur Vermeidung von Rückfällen) attestiert. Die therapeutischen Massnahmen sind weitgehend ausgeschöpft und die einzig noch offene Option der pharmakologischen Sexualstraftäterbehandlung lehnt der Beschwerdeführer ab. Selbst diese Massnahme muss jedoch aufgrund der bestehenden Kombination von Risikofaktoren hinsichtlich der Minderung des Rückfallrisikos skeptisch beurteilt werden. Die Vorinstanz ging aufgrund dieser tatsächlichen Feststellungen zu Recht von einer anhaltend fehlenden Massnahmefähigkeit des Beschwerdeführers aus. Dem Risikoprofil des Beschwerdeführer kann durch keine mildere Massnahme nach Art. 59 oder Art. 60 StGB oder ambulante Behandlung im Sinne von Art. 63 StGB begegnet werden.