Citation: 8C_397/2021 E. 3.2.3

3.2.3. Der Beschwerdeführer bringt schliesslich vor, nach dem Bericht des Dr. med. C.________ hätte vertieft abgeklärt werden müssen, ob eine psychische Beeinträchtigung vorliege. Zudem sei willkürlich, dass im vorinstanzlichen Urteil die Erkenntnisse der Dr. med. F.________ nicht berücksichtigt worden seien. Eine neuropsychologische Einschätzung ersetze eine psychiatrische Beurteilung nicht. Die Vorinstanz legte zutreffend dar, dass die Verfügung vom 26. Mai 2020 die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis bildet (BGE 143 V 409 E. 2.1). Spätere Arztberichte sind deshalb in die Beurteilung lediglich insoweit miteinzubeziehen, als sie Rückschlüsse auf die in diesem Zeitpunkt gegebene Situation erlauben (BGE 121 V 362 E. 1b in fine; Urteil 8C_370/2020 vom 15. Oktober 2020 E. 4.2). Gemäss dem kantonalen Gericht erfüllt der Bericht der Dr. med. F.________ vom 7. Oktober 2020 diese Voraussetzungen nicht. Diese Sachverhaltswürdigung ist nicht willkürlich, nachdem sich aus der vorinstanzlichen Beschwerde vom 26. Juni 2020 ergibt, dass der Beschwerdeführer damals noch nicht bei Dr. med. F.________ in Behandlung war. Ferner kann aus der Ausführung der Dr. med. F.________, die von ihr erhobene Diagnose (Angst und depressive Störung, gemischt) sei als Folge der schweren Belastung nach kardialer Erkrankung aufgetreten, nicht abgeleitet werden, die von ihr attestierte Arbeitsunfähigkeit habe bereits einige Monate vor Behandlungsbeginn bestanden. Gegen diese Annahme spricht hier der Abklärungsbericht der Dr. med. D.________ vom 28. September 2019, wonach keine Befunde vorlagen, die aus neuropsychologisch-leistungspsychologischer Sicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründeten. Mit Blick darauf ist nicht rechtsfehlerhaft, wenn die Vorinstanz den Bericht der Dr. med. F.________ vom 7. Oktober 2020 nicht berücksichtigte und auf weitere Abklärungen zum psychischen Gesundheitszustand verzichtete, wie er sich bis zur Verfügung vom 26. Mai 2020 entwickelte, sind von solchen doch keine weiteren Erkenntnisse zu erwarten. Dies ist eine willkürfreie antizipierte Beweiswürdigung, die den Untersuchungsgrundsatz nicht verletzt (BGE 144 V 361 E. 6.5; Urteil 9C_216/2020 vom 8. Juli 2020 E. 3.2).