Citation: 6B_332/2022 E. 3.7

3.7. Die Beschwerdeführerin machte vor Erstinstanz geltend, seit die Grundbuchsperre errichtet worden sei, hätten nur vier Privatkläger ihre Forderungen geltend gemacht. Daher sei die Grundbuchsperre nicht mehr verhältnismässig. Dem entgegnete die Erstinstanz überzeugend, dass die quotenmässige Auszahlung der eingezogenen Vermögenswerte erst am 29. August 2016 verfügt worden sei. Zudem hätten inzwischen acht Privatkläger den Betreibungsweg beschritten. Die Verwertung des Grundstücks habe sich verzögert, weil unklar gewesen sei, wer dafür zuständig sei. Die Privatkläger wurden erst im Umfang von 37 % befriedigt. Es liegt auf der Hand, dass sie nach wie vor ein gewichtiges Interesse an der Grundbuchsperre haben. Hingegen besteht gemäss Erstinstanz kein evidentes Interesse der Beschwerdeführerin an der Aufhebung der Grundbuchsperre, zumal die aktuelle Nutzung des Grundstücks nicht eingeschränkt werde (Urteile 1B_163/2013 vom 4. November 2013 E. 4.3 und 1B_323/2009 vom 20. Mai 2009 E. 2). Damit sei die Grundbuchsperre auch verhältnismässig im engeren Sinne.