Citation: 7B_114/2025 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz verweist im angefochtenen Beschluss in Bezug auf das Vorliegen des besonderen Haftgrunds der Fluchtgefahr vorab vollumfänglich auf die Ausführungen des kantonalen Zwangsmassnahmengerichts. Zusammengefasst führt sie sodann aus, dem Beschwerdeführer drohe mit Blick auf die Schwere des ihm vorgeworfenen Sachverhalts (Handel mit über 17 kg Kokaingemisch mit einem Reinheitsgrad von 86%) im Falle einer Verurteilung eine langjährige Freiheitsstrafe von 8.5 bis 9.5 Jahren. Der Fluchtanreiz sei entsprechend hoch einzustufen. Zusammen mit den weiteren Indizien erscheine eine Flucht nicht nur möglich, sondern auch wahrscheinlich. Der Beschwerdeführer - ein schweizerisch-montenegrinischer Doppelbürger - sei in der Schweiz zwar verwurzelt und pflege eine enge Beziehung zu seinen Eltern und seiner Schwester. Daraus könne aber nicht automatisch geschlossen werden, dass er sich bei einer Entlassung aus der Haft nicht durch eine Flucht einer allfälligen Verurteilung oder einer zu vollziehenden Freiheitsstrafe entziehe. Der Beschwerdeführer sei noch keine 30 Jahre alt. Er sei weder verheiratet, noch habe er Kinder in der Schweiz. Diese Umstände sprächen dafür, dass der Beschwerdeführer einen Neuanfang in Montenegro in Betracht ziehen könnte, anstatt eine langjährige Freiheitsstrafe in der Schweiz zu verbüssen. Er könne die Beziehung zu seiner Familie auch über elektronische Kommunikationsmittel aufrechterhalten. Die Familie könne den Beschwerdeführer auch in Montenegro besuchen. Der Beschwerdeführer habe die finanziellen Mittel für eine Flucht und den Aufbau eines neuen Lebens im Ausland. Ihm werde der Handel mit 17 kg Kokaingemisch vorgeworfen, was gemäss dem marktüblichen Preis einem Umsatz von einer halben Million Franken entspreche. Es sei daher nicht ausgeschlossen, dass der Beschwerdeführer irgendwo über weiteres Vermögen verfüge, auch wenn dieses bisher nicht habe sichergestellt werden können. Aus dem Umstand, dass der Beschwerdeführer seit seiner Haftentlassung rund ein Jahr vor seiner erneuten Verhaftung nicht geflüchtet sei, könne nicht geschlossen werden, dass er weiterhin auf eine Flucht verzichten werde. Durch die erfolgreiche Auswertung des Kryptohandys einer Mitbeschuldigten durch die Strafverfolgungsbehörden habe sich die Situation des Beschwerdeführers erheblich verändert, weil ihm nun im Falle eines Schuldspruchs eine langjährige Freiheitsstrafe drohe.