Citation: 7B_231/2025 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwägt, im gegenwärtigen Verfahrensstadium bestehe ein dringender Tatverdacht auf qualifizierte Veruntreuung und ungetreue Geschäftsbesorgung (Art. 158 StGB). Dem Beschwerdeführer werde insbesondere vorgeworfen, als Vertreter des Nachlasses von Dr. G.________ im Zeitraum vom 12. Dezember 2022 bis zum 20. November 2024 zum Schaden des Nachlasses und der Erben Beträge von insgesamt ca. Fr. 300'000.-- von zwei Nachlasskonten auf das Konto seiner Agentur und in der Folge auf Konten seiner eigenen Gläubiger überwiesen zu haben, wodurch er die Vermögenswerte zweckentfremdet und zum eigenen Nutzen verwendet habe. Auch soll er als Geschäftsführer und Gesellschafter der B.________ GmbH von März bis September 2023 zum Schaden der Gesellschaft und zu seiner unrechtmässigen Bereicherung Beträge von insgesamt ca. Fr. 600'000.-- auf sein eigenes Konto bei der Bank H.________ überwiesen und dadurch zweckentfremdet haben. Anlässlich seiner Hafteinvernahme vom 9. Januar 2025 sei der Beschwerdeführer insbesondere damit konfrontiert worden, dass im Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Oktober 2024 auf seinem Konto bei der Bank H.________ von den Nachlässen G.________, I.________ und J.________ sowie von der B.________ GmbH insgesamt Fr. 1,2 Mio. eingegangen seien, sich Ende Oktober 2024 aber nur noch Fr. 110'000.-- auf seinem Konto befunden hätten. Auf die Frage, was er mit der fehlenden Million gemacht habe, habe der Beschwerdeführer geantwortet, er habe Löhne von Angestellten bezahlt und nie irgendwo Geld investiert. Er habe das bezahlt, "was man bezahlt, was man bezahlen sollte". Die Vorinstanz schliesst daraus, dass der Beschwerdeführer nach seiner eigenen Aussage ihm anvertrautes Vermögen im Umfang von ungefähr einer Million Franken zur Bezahlung von eigenen Schulden verwendet habe. Dabei sei irrelevant, dass er Vollmachten für die Überweisungen auf sein eigenes Konto besessen habe und dort eine Vermischung mit seinem eigenen Guthaben erfolgt sei. Entscheidend sei, dass es keine Anhaltspunkte gebe, wonach der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Begleichung seiner eigenen Schulden den Willen gehabt hätte und in der Lage gewesen wäre, fristgerecht Ersatz zu leisten. Anlässlich seiner Hafteinvernahme habe er ausgesagt, Hypothekarschulden in der Höhe von Fr. 720'000.-- und "sonst" Schulden von Fr. 1,2 Mio. zu haben. Vermögen habe er so viel, dass er leben könne. Der Beschwerdeführer sei deshalb nicht ersatzfähig gewesen, weshalb ein dringender Tatverdacht auf qualifizierte Veruntreuung und ungetreue Geschäftsbesorgung bestehe.