Citation: 4P.169/2000 14.11.2000 E. 3

3.-a) Wann eine mit eingeschriebenem Brief versandte Kündigung als zugestellt gilt, ist eine Frage des Bundesrechts, ebenso wie die Frage der Beweislastverteilung (Art. 8 ZGB). Soweit Bundesrechtsverletzungen mit Berufung oder Nichtigkeitsbeschwerde geltend gemacht werden können, sind entsprechende Rügen in der staatsrechtlichen Beschwerde nicht zu hören (Art. 84 Abs. 2 OG). Der für die Berufung notwendige Streitwert wird indes nicht erreicht, da die Rechtsbegehren, die vor letzter kantonaler Instanz noch streitig waren, Fr. 8'000.-- nicht erreichen (Art. 46 OG). Auf die Beschwerde ist daher einzutreten. b) Die staatsrechtliche Beschwerde steht nur offen zur Rüge einer Verletzung verfassungsmässiger Rechte. Daher genügt es im Gegensatz zur Berufung nicht, darzulegen, dass der angefochtene Entscheid Bundesrecht verletzt. Er muss vielmehr willkürlich und damit verfassungswidrig sein (Art. 9 BV). Willkür liegt nach ständiger Rechtsprechung nicht schon dann vor, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre. Der angefochtene Entscheid muss vielmehr offensichtlich unhaltbar sein, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch stehen, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzen oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderlaufen (BGE 125 II 10 E. 3a S. 15; 129 E. 5b S. 134, 124 IV 86 E. 2a S. 88). Dabei genügt es nicht, dass die Begründung unhaltbar ist; der Entscheid muss sich im Ergebnis als willkürlich erweisen (BGE 125 I 166 E. 2a S. 168 mit Hinweis).