Citation: 1B_475/2016 E. 3.3

3.3. Dass das Obergericht gestützt auf den vom Beschwerdeführer eingestandenen Tatverlauf den dringenden Tatverdacht des Erwerbs bzw. Besitzes von Betäubungsmitteln und der Körperverletzung bejahte, dagegen jenen des Raubs offen liess, verstösst nicht gegen die als verletzt gerügten Verfassungsbestimmungen. Es liegt im Übrigen auch keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor (Art. 29 Abs. 2 BV), zumal der dringende Tatverdacht auch in Bezug auf die vom Obergericht herangezogenen Straftatbestände auf der Hand lag. Ein Anspruch auf vorgängige Anhörung besteht nur, wenn eine Behörde ihren Entscheid mit einer Rechtsnorm oder einem Rechtstitel zu begründen beabsichtigt, der im bisherigen Verfahren nicht herangezogen wurde, auf den sich die Parteien nicht berufen haben und mit dessen Erheblichkeit im konkreten Fall sie nicht rechnen konnten (BGE 131 V 9 E. 5.4.1 S. 26 mit Hinweis).