Citation: 7B_226/2022 E. 3.2.2

3.2.2. Weiter erwägt die Vorinstanz, der Beschwerdeführer sei gemäss Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm vom 1. März 2019 einschlägig vorbestraft. Nur 9 Monate nach Erlass dieses Strafbefehls sei er rückfällig geworden. Dass er nach so kurzer Dauer erneut eine grobe Verletzung der Verkehrsregeln begangen habe, wirke sich negativ auf seine Rückfallprognose aus. Dasselbe gelte für den Umstand, dass er keine Einsicht zeige und sein Fahrverhalten noch an der Berufungsverhandlung als korrekt beurteilt habe. Aktuell habe er kein eigenes Fahrzeug und der Führerausweis sei ihm entzogen worden. Solange ihm die Einsicht in sein Verhalten fehle, könne er auch mit einem weniger leistungsstarken Fahrzeug rückfällig werden. Die Vorinstanz fasst zusammen, dem Beschwerdeführer könne in Bezug auf den Widerruf der Vorstrafe keine günstige Prognose gestellt werden. Daran ändere nichts, dass er sonst in stabilen Verhältnissen lebe. Die von der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm bedingt ausgesprochene Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 120.-- sei gestützt auf Art. 46 Abs. 1 StGB zu vollziehen. Die Vorinstanz berücksichtigt, dass bei der Beurteilung der Bewährungsaussichten auch zu beachten ist, ob die neue Strafe bedingt oder unbedingt ausgesprochen wird (vgl. dazu BGE 144 IV 277 E. 3.2; 134 IV 140 E. 4.5). Bezogen auf den vorliegenden Fall gelangt sie zum Schluss, dass die Geldstrafe auch in Würdigung des Vollzugs der bedingten Geldstrafe vom 1. März 2019 unbedingt auszusprechen ist. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer zeige keine Einsicht in sein strafbares Verhalten. Deshalb genüge die Vollstreckung der bedingten Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 120.-- nicht, um ihn von weiteren Verkehrsdelikten abzuschrecken. Die neue Strafe sei aufgrund der negativen Legalprognose ebenfalls unbedingt auszusprechen.