Citation: 1C_473/2016 E. 2.5

2.5. Die von der Beschwerdeführerin erhobene Rüge der Gehörsverletzung erweist sich als stichhaltig. Mit ihren Ausführungen in der von der Vorinstanz als Rekursergänzung entgegengenommenen Eingabe vom 13. Januar 2016 hat die Beschwerdeführerin hinreichend substanziiert, dass konkrete Anhaltspunkte für eine Verletzung der durch Art. 34 Abs. 2 BV garantierten freien Willensbildung und unverfälschten Stimmabgabe bestehen. Eine Zeugenbefragung der portugiesischen Besucher der Messe vom 29. November 2015 zum Vorhalt, sie seien von der Mission zu einem bestimmten Wahlverhalten in der Kirchgemeindeversammlung vom gleichen Tag angehalten worden, erscheint geeignet zur Klärung des Sachverhalts. Der Beweisantrag betrifft mithin erhebliche Tatsachen, und die Vorinstanz hat insoweit auch keine zulässige antizipierte Beweiswürdigung vorgenommen. Indem sie im angefochtenen Entscheid nicht auf den ausdrücklich gestellten Beweisantrag der Beschwerdeführerin eingegangen ist und keine Zeugen befragt hat, hat sie den Anspruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör verletzt. Zugleich ist sie ihrer Pflicht der Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen nicht nachgekommen. Die Sache ist daher zu neuer Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit diese die zur Erstellung des Sachverhalts notwendigen Beweise erhebt. Bei diesem Ergebnis erübrigt sich ein Eingehen auf die weiteren Rügen der Beschwerdeführerin.