Citation: 9C_551/2024 E. 3

In formeller Hinsicht rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung seines Gehörsanspruchs mit der Begründung, das kantonale Gericht habe ihn zu keinem Zeitpunkt persönlich angehört. Eine öffentliche Verhandlung gemäss Art. 6 Ziff. 1 EMRK setzt im Sozialversicherungsprozess einen - im erstinstanzlichen Verfahren zu stellenden - Parteiantrag voraus, aus dem klar und unmissverständlich hervorgehen muss, dass eine konventionskonforme Verhandlung mit Publikums- und Presseanwesenheit durchgeführt werden soll (vgl. zum Ganzen BGE 134 I 331 E. 2.3.2; 122 V 47 E. 3a; SVR 2022 AHV Nr. 12 S. 30, 9C_260/2021 E. 3.2). Es ist weder ersichtlich noch geltend gemacht, dass der Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfahren um eine Verhandlung gemäss Art. 6 Ziff. 1 EMRK bzw. überhaupt um eine persönliche Anhörung ersucht hätte. Der Vollständigkeit halber sei ergänzt, dass Art. 6 Ziff. 1 EMRK ohnehin keinen Anspruch auf eine beantragte Beweismittelabnahme in Anwesenheit der Parteien einräumen würde (SVR 2009 IV Nr. 22 S. 62, 9C_599/2008 E. 1.2; Urteil 8C_72/2014 vom 28. April 2014 E. 4.2.2 mit weiteren Hinweisen). Eine Gehörsverletzung liegt offensichtlich nicht vor.