Citation: 1P.534/2000 22.09.2000 E. 2

2.-Zunächst rügt der Beschwerdeführer, die Annahme von Fluchtgefahr verstosse gegen Art. 10 Abs. 2 BV (persönliche Freiheit). a) Die auf 1. Januar 2000 in Kraft gesetzte basellandschaftliche Strafprozessordnung vom 3. Juni 1999 (StPO/ BL) sieht vor, dass strafprozessuale Haft nur angeordnet und aufrecht erhalten werden darf, wenn der Angeschuldigte eines Verbrechens oder Vergehens dringend verdächtigt wird, und ausserdem aufgrund konkreter Indizien ein besonderer Haftgrund ernsthaft zu befürchten ist, nämlich Flucht-, Kollusions- oder Fortsetzungsgefahr (§ 77 StPO/BL). b) Mit Urteil vom 19. April 2000 (Verfahren 1P.204/ 2000) hat das Bundesgericht das Bestehen von Fluchtgefahr mit ausführlicher Begründung bejaht. Daran vermögen auch die vom Beschwerdeführer neu vorgebrachten Einwände nichts zu ändern, er habe unterdessen einen Grossteil der Strafe durch anrechenbare strafprozessuale Haft verbüsst und er sei aus einem (gegen Kaution von Fr. 8'000.-- gewährten) zweitägigen Hafturlaub am 23. Juli 2000 wieder ins Untersuchungsgefängnis zurückgekehrt. Wie schon im Urteil vom 19. April 2000 dargelegt, stellt die im Falle einer rechtskräftigen Verurteilung zu erwartende empfindliche Freiheitsstrafe ein erhebliches Indiz für das Bestehen von Fluchtgefahr dar. Daran hat sich seit der erstinstanzlichen Verurteilung des Beschwerdeführers zu 33 Monaten Gefängnis am 12. Juli 2000 nichts geändert. Er selbst bringt vor, er habe (unter Anrechnung der von ihm geltend gemachten strafprozessualen Haft) noch eine Strafe von "maximal 18 Monaten" zu verbüssen. Der Umstand, dass der Beschwerdeführer aus einem Hafturlaub ordnungsgemäss zurückgekehrt sei, vermag die Fluchtgefahr nicht ausreichend zu bannen. Dabei ist insbesondere zu berücksichtigen, dass er italienischer Staatsangehöriger ist und nach eigenen Angaben über enge familiäre Verbindungen nach Deutschland verfügt und dort sozial "fest verwurzelt" ist. Ausserdem mussten die kantonalen Behörden schon im Anschluss an seine letzte Haftentlassung (am 12. Januar 1998) ein förmliches Rechtshilfeverfahren anstrengen und die deutschen Behörden um Auslieferung des Beschwerdeführers ersuchen, worauf dieser sich der Auslieferung widersetzte. Diesbezüglich kann auf die Erwägungen im Urteil vom 19. April 2000 verwiesen werden. Ein Hinweis auf dieses Urteil genügt auch, soweit der Beschwerdeführer vom Bundesgericht bereits verworfene Vorbringen lediglich wiederholt.