Citation: 8C_332/2024 E. 4.5.3

4.5.3. Auch diese Beurteilung überzeugt. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass er auf Gefahren reagieren und Hilfe holen kann. Ebenso wenig macht er geltend, es träten täglich Wutausbrüche auf, mit denen er sich oder andere gefährden würde. Dass er sich - wie er vorbringt - im Strassenverkehr mit Ausnahme des Schulweges nicht selbstständig fortbewegen könne, führt zu keiner anderen Beurteilung. So wurde bereits bei der Lebensverrichtung "Fortbewegung" berücksichtigt, dass der Beschwerdeführer draussen "evtl. an seine Grenzen" komme, wenn z.B. der Bus nicht komme. An Orte, die er nicht kenne, müsse er begleitet und die Wege müssten eingeübt werden. Diese Hilfsbedürftigkeit darf im Rahmen der Überwachungsbedürftigkeit nicht nochmals ins Gewicht fallen. Denn das Erfordernis der dauernden persönlichen Überwachung gemäss Art. 37 IVV bezieht sich gerade nicht auf die alltäglichen Lebensverrichtungen, sondern umfasst (infolge des physischen, geistigen oder psychischen Zustandes der versicherten Person notwendige) Hilfeleistungen, die nicht bereits als direkte oder indirekte Hilfe in einem Bereich der alltäglichen Lebensverrichtung berücksichtigt werden (Urteil 9C_605/2011 vom 31. Januar 2012 E. 6.2 mit Hinweisen). Auch im Umstand, dass der Beschwerdeführer oft geistig abwesend sei und in Fantasiewelten abtauche, kann keine die dauernde persönliche Überwachung notwendig machende Gefahr für sich selbst oder Dritte abgeleitet werden (Urteil 9C_605/2011 vom 31. Januar 2012 E. 6.2). Insgesamt ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass die Intensität der Betreuung durch die Eltern zu Hause und diejenige durch den Coach in der Schule nicht genügt, um auf eine dauernde persönliche Überwachungsbedürftigkeit schliessen zu können.