Citation: 5A_525/2023 E. 3.1.2

3.1.2. Anlass zu einer Abänderung können grundsätzlich nur Tatsachen und Beweismittel geben, die erst nach dem Zeitpunkt eingetreten oder verfügbar geworden sind, bis zu welchem im Verfahren, das zum nunmehr abzuändernden Unterhaltsurteil geführt hat, noch neue Angriffs- und Verteidigungsmittel vorgebracht werden konnten (sog. echte Noven; BGE 143 III 42 E. 5.2; Urteile 5A_436/2020 vom 5. Februar 2021 E. 4.2, in: SJ 2021 I S. 230; 5A_154/2019 vom 1. Oktober 2019 E. 4.1 mit Hinweisen, in: FamPra.ch 2020 S. 180; vgl. auch BGE 148 III 95 E. 4.5 in fine). Tritt nach Rechtshängigkeit des Abänderungsverfahrens, aber vor Beginn der Urteilsberatung - d.h. bis zum Zeitpunkt, bis zu welchem echte Noven vorgetragen werden dürfen (BGE 142 III 413 E. 2.2.6) - ein weiterer Abänderungsgrund ein, muss dieser im hängigen Verfahren behauptet werden; in einem späteren Abänderungsverfahren bleibt er unbeachtlich (vgl. BGE 143 III 42 E. 5.3 mit Hinweisen; zum Ganzen: Urteile 5A_253/2020 vom 25. März 2021 E. 3.1.1 in fine; 5A_874/2019 vom 22. Juni 2020 E. 3.2).