Citation: 7B_935/2023 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erwägt zusammengefasst, die Vorwürfe wiesen in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht keine besonderen Schwierigkeiten auf. Dem Beschwerdeführer werde zunächst vorgeworfen, Ende Juni 2021 ohne gültige Reisedokumente in die Schweiz eingereist zu sein und sich anschliessend bis am 11. Juli 2021 rechtswidrig in der Schweiz aufgehalten zu haben. Der Sachverhalt sei klar und lediglich hinsichtlich des subjektiven Tatbestands bestritten. Diesbezüglich würden voraussichtlich einzig die Aussagen des Beschwerdeführers, die teilweise bereits erfolgt seien, zu würdigen sein. Bei der Anwendung von Art. 115 Abs. 1 lit. a und b AIG auf den vorliegenden Sachverhalt stellten sich keine komplizierten rechtlichen Fragen. Dem Beschwerdeführer werde sodann einerseits vorgeworfen, am 11. Juli 2021 eine unbekannte Menge Kokain sowie im Zeitraum zwischen dem 11. Juli 2021 und dem 20. Juli 2022 regelmässig Marihuana konsumiert zu haben. Andererseits werde er verdächtigt, am 11. Juli 2021 14 Portionen Kokain (insgesamt 8,1 Grammgemisch) mit der Absicht zur Veräusserung mitgeführt sowie ca. vom 13. Juli 2022 bis am 20. Juli 2022 B.________ und C.________wiederholt (jeweils à 0,5 Gramm) Kokain verkauft zu haben. Er sei in Bezug auf den Eigenkonsum weitgehend geständig. Pauschal bestritten sei die Aufbewahrung mit der Absicht zur Weiterveräusserung sowie der (teilweise versuchte) wiederholte Weiterverkauf der Drogen. Rechtliche Schwierigkeiten würden vorliegend weder substanziiert behauptet noch seien solche ersichtlich, zumal die dem Beschwerdeführer vorgeworfenen Betäubungsmitteldelikte nicht komplex seien. Weder ein vertieftes Aktenstudium noch kompliziertere beweismässige Abklärungen seien notwendig gewesen. Hinsichtlich des Vorfalls vom 11. Juli 2021 seien verschiedene Untersuchungshandlungen vorgenommen worden. Der Sachverhalt erscheine diesbezüglich weitestgehend erstellt. In Bezug auf den Weiterverkauf von Kokain sei nebst dem Beschwerdeführer C.________protokollarisch durch die Polizei befragt worden. Die Abnahme von weiteren Beweisen erscheine diesbezüglich weder notwendig noch vorgesehen. Es gehe vorliegend im Wesentlichen darum, unter Einbezug der objektiven Beweismittel die Glaubhaftigkeit der Aussagen der Beteiligten zu würdigen, was dem zuständigen Sachgericht obliege. Auch mit Blick auf die zu erwartende relativ geringe Strafe wäre es nicht geboten, einen amtlichen Verteidiger zu mandatieren. Gründe in der Person des Beschwerdeführers, die eine amtliche Verteidigung gebieten würden, seien nicht ersichtlich, zumal sprachliche Barrieren mit Hilfe eines Übersetzers überwunden werden könnten. Hinzu komme, dass der Beschwerdeführer gar etwas Deutsch spreche. Ebenfalls sei mit Blick auf die Einvernahme des Beschwerdeführers nicht ersichtlich, dass seine sonstigen intellektuellen Fähigkeiten derart eingeschränkt wären, dass er sich nicht selbst verteidigen könnte. Insbesondere habe er anlässlich der Einvernahmen angegeben, er sei in der Lage, den Befragungen zu folgen. Im Übrigen seien auch keine Anhaltspunkte ersichtlich, dass eine amtliche Verteidigung aus Gründen der Waffengleichheit im Verhältnis zur Staatsanwaltschaft geboten wäre.