Citation: 2C_911/2018 E. 3.4

3.4. Die Vorinstanz hat bezüglich der Festlegung des steuerrechtlichen Wohnsitzes einerseits auf die Entscheidbegründung der Verwaltungsrekurskommission verwiesen. Andererseits hat sie die Brutto- und Nettowohnflächen und die Verkehrswerte des Einfamilienhauses (Y.________) in U.________ und der Eigentumswohnung in X.________ sowie den Stromverbrauch an beiden Standorten verglichen. Da der Standort U.________ dabei jeweils deutlich obenausschwingt, spricht dies gemäss Vorinstanz zugunsten des Hauptsteuerdomizils U.________. Daran ändere auch nichts, dass sich im Parterre des Einfamilienhauses in U.________ Geschäftsräumlichkeiten der genannten Unternehmen (vgl. lit. A.b oben) befänden. Ausserdem sei nach der allgemeinen Lebenserfahrung davon auszugehen, dass die Beschwerdeführer, da sie seit 1985 mit einer kurzen Unterbrechung Wohneigentum in U.________ besessen hätten, über eine enge soziale Beziehung zu U.________ verfügten. Der eine Sohn lebe noch in U.________ im ehemaligen Einfamilienhaus der Beschwerdeführer, der andere Sohn leben zehn Kilometer entfernt in V.________/TG. Zudem habe sich die Beschwerdeführerin 2 nach der Trennung in U.________ angemeldet, anschliessend in V.________. Aus diesen Umständen ergebe sich, dass der Lebensmittelpunkt der Beschwerdeführer ab 2010 in U.________ gelegen habe. Dass der Beschwerdeführer 1 im relevanten Zeitraum von März bis September rund jedes zweite Wochenende in Q.________/R.________ Golf gespielt habe und zudem Vorsitzender einer Stockwerkeigentümergemeinschaft in X.________ gewesen sei, begründe dort noch keinen Lebensmittelpunkt. Für einen Aufenthalt der Beschwerdeführerin 2 in X.________ gebe es keine Belege. Die Wohnung in X.________ sei als Feriendomizil zu qualifizieren. Im Übrigen bezeichne die von den Beschwerdeführern eingereichte Kaminfegerrechnung von 2011 diese Wohnung als Ferienwohnung. Bei den weiteren von den Beschwerdeführern eingereichten Rechnungen handle es sich um Rechnungen für Mitgliedschaften, wobei die Hausratversicherung (für X.________) über den Verkaufsstützpunkt U.________ abgeschlossen worden sei. Auch daraus lasse sich kein Lebensmittelpunkt in X.________ ableiten. Die Verwaltungsrekurskommission habe deshalb den Nachweis erbracht, dass sich der Lebensmittelpunkt bzw. Steuerwohnsitz der Beschwerdeführer in der betroffenen Zeit in U.________ befunden habe. Die Verwaltungsrekurskommission hat zudem unter anderem erwogen, das Einfamilienhaus (Y.________) in U.________ verfüge über einen gehobenen und teilweise luxuriösen Ausbaustandard, während die Dachwohnung in X.________ eher einfach und zweckmässig wirke, weshalb es nicht plausibel sei, dass die Beschwerdeführer den Grossteil des Jahres in einer im Vergleich bescheidenen Dachwohnung verbracht hätten. Auch sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführer intensive familiäre Beziehungen zu ihren Kindern und Enkelkindern gepflegt hätten, welche alle in U.________ oder im (von U.________ aus) nahe gelegenen V.________ gewohnt hätten. Der Golfplatz von Q.________/R.________ liege zudem rund 38 Autominuten von X.________ entfernt, sodass sich aus dem Golfspielen keine Beziehung zu X.________ ableiten lasse. Den Nachweis der Anwesenheit in X.________ mittels Restaurant- und Tankstellenquittungen, Belegen über Bargeldbezüge und Kreditkartenabrechnungen hätten die Beschwerdeführer nicht erbracht.