Citation: 1P.343/2001 20.06.2001 E. 3

3.- Die Beschwerdeführerin wirft dem Obergericht eine formelle Rechtsverweigerung und Willkür vor. Trotz einer nach ihrer Auffassung unklaren Beweislage, habe das Gericht die notwendigen Abklärungen nicht getroffen. Die Untersuchungsmaxime wie auch Art. 269 der Strafprozessordnung des Kantons Schaffhausen verpflichte das Gericht aber ausdrücklich, bei Zweifel über die Vollständigkeit der Sachverhaltsabklärung weitere Beweiserhebungen von Amtes wegen auch ohne entsprechenden Antrag selbst vorzunehmen. Mit diesen Ausführungen legt die Beschwerdeführerin jedoch nicht dar, inwiefern das Obergericht ihr zustehende Parteirechte verletzt haben sollte. Sie rügt damit vielmehr die Beweiswürdigung des Obergerichts, das ein tatbestandsmässiges Handeln der Angeklagten für nicht rechtsgenüglich nachgewiesen erachtete. Zu einer solchen Rüge ist die Beschwerdeführerin jedoch - wie ausgeführt - nicht legitimiert; dies im Gegensatz zu dem von der Beschwerdeführerin erwähnten nicht veröffentlichen Urteil vom 6. Juli 1994 (1P. 15/1994), in welchem dem Beschwerdeführer die Opferstellung im Sinne des Opferhilfegesetzes zugestanden wurde. Auf die staatsrechtliche Beschwerde kann deshalb nicht eingetreten werden.