Citation: 2P.199/2002 09.12.2002 E. 3

3. Diese Vorschriften finden keine Anwendung, wenn wegen Gefahr sofort verfügt werden muss. 2.3.2 Die Vorinstanz bestätigt in ihrer Vernehmlassung, dass dem Beschwerdeführer die Vorakten lediglich zur Kenntnisnahme zugestellt wurden, ohne dass ihm Gelegenheit eingeräumt worden wäre, zum Rekurs des Schulrates Stellung zu nehmen und Beweismittel zu bezeichnen. Dies ergibt sich auch aus den Akten: Die Vorinstanz holte lediglich vom Bezirksschulrat eine Vernehmlassung ein (act. 11/14). 2.3.3 Die Vorinstanz begründet ihr Vorgehen damit, dass in ihrem Verfahren weder in tatsächlicher noch in rechtlicher Hinsicht neue Vorbringen zu beurteilen gewesen seien. Sie habe sich bei ihrem Entscheid auf die sorgfältigen Abklärungen des Bezirksschulrates gestützt, die dem Beschwerdeführer hinlänglich bekannt gewesen seien. Daher sei es gerechtfertigt gewesen, dem Beschwerdeführer die Vorakten lediglich zur Kenntnisnahme zuzustellen. Dem kann nicht gefolgt werden. Denn diese Argumente bilden keine haltbaren Gründe, die es ausnahmsweise hätten rechtfertigen können, dem Beschwerdeführer vor dem Entscheid - entgegen Art. 15 VRP/SG - keine Gelegenheit zur Stellungnahme zum Rekurs einzuräumen, umso weniger, als ihn der Schulausschluss erheblich belastet (Art. 15 Abs. 2 VRP/SG). Solche sind auch nicht ersichtlich. Unter diesen Umständen liegt eine offensichtliche Verletzung des sich aus Art. 15 VRP/SG ergebenden Anspruches des Beschwerdeführers auf Gewährung des rechtlichen Gehörs vor. Dies führt bereits zur Gutheissung der Beschwerde, ohne dass die weiteren Rügen geprüft werden müssten.