Citation: 5A_1022/2019 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer wirft dem Obergericht vor, fälschlicherweise von einer lebensprägenden Ehe ausgegangen zu sein. Was der Beschwerdeführer jedoch hierzu im Einzelnen vorbringt, ist widersprüchlich. Zunächst führt er aus, die lebensprägende Ehe werde bei Ehepaaren angenommen, die über Jahre zusammengelebt und dazu noch Kinder hätten, was zutrifft und vorliegend offenkundig der Fall ist (vgl. zum Begriff der lebensprägenden Ehe: Urteil 5A_43/2016 vom 30. Januar 2017 E. 3.3, in: FamPra.ch 2017 S. 546, mit Hinweisen). Sodann fügt er jedoch hinzu, die Rollenteilung in der Ehe sei für diese Frage entscheidend, wobei er geltend macht, die kantonalen Instanzen seien in Bezug auf seine Ehe fälschlicherweise von einer klassischen Rollenteilung ausgegangen. Letztere Ausführungen treffen nicht zu. Vielmehr wird nach der zitierten Rechtsprechung grundsätzlich bereits dann die Lebensprägung der Ehe vermutet, wenn daraus Kinder hervorgegangen sind, soweit sie im Einzelfall nicht widerlegt wird. Die Ausführungen des Beschwerdeführers vermögen nicht, die Lebensprägung vorliegend in Frage zu stellen. Mithin ist die obergerichtliche Beurteilung der Ehe nicht zu beanstanden.