Citation: 2C_594/2023 E. B

B.a. Das Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Thurgau (nachfolgend: Amt) verpflichtete die A.________ AG mit Entscheid vom 28. September 2022 zur Rückzahlung des gesamten Härtefallbeitrags in der Höhe von Fr. 133'500.--. Zur Begründung führte das Amt aus, die A.________ AG habe ein Passivdarlehen an die Muttergesellschaft zurückbezahlt. Da per 31. Dezember 2020 kein entsprechender Darlehensvertrag bestanden habe und die zurückbezahlte Position Eigenkapitalcharakter aufweise, handle es sich um einen Verstoss gegen die mit der Beitragsgewährung verbundenen Verwendungseinschränkungen, was eine Rückforderung des gesamten Beitrags zur Folge habe. B.b. Die dagegen von der A.________ AG erhobenen Rechtsmittel blieben erfolglos (Entscheid des Departements für Inneres und Volkswirtschaft des Kantons Thurgau [nachfolgend: Departement] vom 11. April 2023; Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 30. August 2023). Das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau wies in seiner Urteilsbegründung darauf hin, dass im Rekursverfahren vor dem Departement habe geklärt werden können, dass die Position der Kreditoren mit Rangrücktritt in der Höhe von Fr. 500'000.-- eine langfristige Verbindlichkeit mit Eigenkapitalcharakter darstelle, welche fälschlicherweise beim kurzfristigen Fremdkapital aufgeführt, aber in den Bilanzen 2018 bis 2021 nicht verändert worden sei. Für die Frage, ob die A.________ AG mit den Zahlungen an ihre Muttergesellschaft, die B.________ AG, gegen die Verwendungseinschränkungen verstossen habe, sei somit einzig die Position der übrigen Kreditoren entscheidend. Tatsächlich erstaune, dass die Position der Kreditoren B.________ AG Ende 2018 einen Saldo von Fr. 551'772.30 aufgewiesen habe, welcher 2019 auf Fr. 458'479.25, 2020 auf Fr. 205'980.85 sowie 2021 um Fr. 207'393.-- auf Fr. 1'413.12 habe reduziert werden können. Dies lasse einen langfristigen, massiven Schuldenabbau gegenüber der Muttergesellschaft erkennen, welcher insbesondere auch im Jahr 2021, für welches der Härtefallbeitrag ausgerichtet worden sei, habe fortgesetzt werden können. Vor diesem Hintergrund sei davon auszugehen, dass sich die A.________ AG nicht in einer Notlage befunden habe; es habe kein Härtefall bestanden. Folglich sei die Gewährung des Härtefallbeitrags gemäss Schreiben vom 18. Juni 2021 zu widerrufen und habe die A.________ AG den erhaltenen Beitrag in analoger Anwendung der Regeln über die ungerechtfertigte Bereicherung zurückzuerstatten.