Citation: 1B_217/2022 E. 3.3

3.3. Der Beschwerdeführer kritisiert zunächst die bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach es zulässig sei, DNA-Profile einzig zur Verhinderung künftiger Delikte zu erstellen, da seiner Ansicht nach hierfür keine gesetzliche Grundlage bestehe. Bezogen auf den konkreten Fall macht er geltend, es fehle an der erforderlichen Schwere der vergangenen oder künftig zu befürchtenden Delikte. Aus dem angefochtenen Entscheid gehe nicht hervor, um welche Straftaten es sich dabei überhaupt handeln soll. Der ihm aktuell vorgeworfene Diebstahl von Alkoholika im Wert von knapp über Fr. 2'000.-- sei - selbst wenn er gewerbs- und bandenmässig begangen werde - nicht schwerwiegend genug. Im Übrigen sei er nur wegen Ladendiebstählen vorbestraft, welche die erforderliche Schwere ebenfalls nicht erreichten. Auch sei die Erstellung eines DNA-Profils nur zulässig, wenn sich die zu befürchtenden Delikte durch DNA-Spuren am Tatort aufklären liessen, was bei Ladendiebstählen nicht zutreffe.