Citation: 6B_1142/2017 E. 2.2

2.2. Nach dem zum Sachverhalt Gesagten verletzt die Vorinstanz kein Bundesrecht, wenn sie die Widerstandsunfähigkeit der Beschwerdegegnerin 2 bejaht und den Tatbestand der Schändung objektiv als erfüllt betrachtet. Wie sie zutreffend erwägt, sind völlige Bewusstlosigkeit oder Tiefschlaf nicht erforderlich. Dass es zu sexuellen Handlungen resp. zum Beischlaf kam, ist unbestritten und aufgrund des IRM-Berichts vom 26. August 2013 erstellt. Für die Annahme von Widerstandsunfähigkeit spricht zudem, dass sich die Beschwerdegegnerin 2 nicht wehrte, wobei auch der Beschwerdeführer nicht behauptet, sie hätte aktiv am Geschlechtsverkehr teilgenommen; an die praktizierten Stellungen kann er sich nicht erinnern. Sie konnte sich auch nicht selber ausziehen. Es überrascht daher entgegen seiner Behauptung nicht, dass sie dem Beschwerdeführer nicht mit einfachen Worten zu verstehen geben konnte, sie sei nicht einverstanden. Gegen eine gültige Einwilligung spricht schliesslich, dass der Geschlechtsverkehr ohne Verhütung und sowohl vaginal als auch anal erfolgte, was angesichts der Tatsache, dass sich die Beiden kaum kannten, erstaunt. Die Beschwerdegegnerin 2 hat denn auch anschliessend während drei Monaten ein prophylaktisches HIV-Medikament eingenommen. Die Vorinstanz bejaht auch den subjektiven Tatbestand zu Recht. Es ist erstellt, dass der Beschwerdeführer um die schwere Alkoholisierung der Beschwerdegegnerin 2 wusste und den Geschlechtsverkehr mit ihr im Wissen darum vollzog (oben E. 1.3.2). Die Vorinstanz verfällt weder in Willkür, noch verletzt sie Bundesrecht, wenn sie erwägt, er habe die Widerstandsunfähigkeit der Beschwerdegegnerin 2 bzw. das Fehlen einer Einwilligung gekannt und daher vorsätzlich gehandelt.