Citation: 2C_218/2019 E. 8.2

8.2. Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass die derzeitigen Herzprobleme des Beschwerdeführers im Kosovo grundsätzlich behandelbar sind und zurzeit nicht gesagt werden kann, dass er im Sinne der Rechtsprechung des EGMR zu Art. 3 EMRK bei einer Rückkehr in seine Heimat einer ernsthaften, rapiden und irreversiblen Verschlechterung des Gesundheitszustands ausgesetzt wäre, die intensives Leiden oder eine wesentliche Verringerung der Lebenserwartung nach sich zöge. Dies gilt schon deshalb, weil der Beschwerdeführer nach den Feststellungen der Vorinstanz seit mehr als dreieinhalb Jahren ohne Komplikationen lebt und davon ausgegangen werden kann, dass die im jetzigen Zustand erforderlichen medizinischen Massnahmen im Kosovo durchführbar sind. Zwar soll sich aus einem aktenkundigen, vom Beschwerdeführer angerufenen Arztbericht vom 27. Februar 2017 ergeben, dass es bei ihm im Falle eines Behandlungsunterbruches zu Komplikationen komme und gegebenenfalls mit einer Operation zwecks Ersatzes der Herzklappen gerechnet werden müsse. Es sind aber keine Umstände ersichtlich, welche darauf schliessen liessen, dass es bei einer Rückkehr in den Kosovo zu einem Behandlungsunterbruch kommen würde. Aus diesem Grund durfte die Vorinstanz offen lassen, inwieweit im Kosovo Komplikationen behandelt und Herzoperationen durchgeführt werden können, und war sie auch trotz der erwähnten verfahrensrechtlichen Implikationen von Art. 3 EMRK bzw. Art. 10 Abs. 3 und Art. 25 Abs. 3 BV (vgl. E. 8.1 Abs. 2 hiervor) nicht zu einer weitergehenden Ermittlung des Sachverhalts verpflichtet. Auch muss aus dem gleichen Grund an dieser Stelle nicht näher auf das angerufene Urteil des österreichischen Asylgerichtshofes eingegangen werden, selbst wenn sich daraus (wie der Beschwerdeführer behauptet) ergeben sollte, dass Herzoperationen im Kosovo nicht durchgeführt werden. Ebenso wenig besteht Anlass dazu, die weiteren Vorbringen des Beschwerdeführers zum Angebot und den Rahmenbedingungen von Operationen im öffentlichen Gesundheitswesen im Kosovo zu prüfen. Nach dem Gesagten kann vorliegend nicht von einem Verstoss gegen Art. 3 EMRK und Art. 25 Abs. 3 BV gesprochen werden. Auch erscheinen die gesundheitlichen Probleme des Beschwerdeführers mit Blick auf das Ausgeführte nicht als wichtige persönliche Gründe, welche seinen weiteren Aufenthalt in der Schweiz im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG erforderlich machen. Namentlich ist die soziale Wiedereingliederung des Beschwerdeführers im Kosovo durch die gesundheitliche Beeinträchtigung nicht gemäss Art. 50 Abs. 2 AIG stark gefährdet.