Citation: 8C_100/2024 E. 10.1

10.1. Die Beschwerdeführerin wendet als Erstes ein, beim vorinstanzlich angewandten LSE-Tabellenlohn handle es sich nicht um den Lohn für Studienabgängerinnen mit der Differenzierung zwischen Rechts- und Sozialwissenschaften. Am 21. Juni 2022 sei in der NZZ das Thema erörtert worden, ob Geisteswissenschafter der Allgemeinheit zur Last fielen (www.nzz.ch/wirtschaft/geisteswissenschafter-fallen-sie-der-allgmeinheit-zur-last?). Daraus ergebe sich nicht nur der Hinweis auf freiwillige oder unfreiwillige Teilzeitarbeit, sondern auch, dass es beim Bundesamt für Statistik Daten zu Beschäftigungsgrad und Lohnniveaus bei verschiedenen Studienabschlüssen gebe. So folge aus einer Erhebung, dass 5 Jahre nach Studienabschluss umgerechnet auf eine Vollzeit der Lohn mit Abschluss Recht höher liege als mit Abschluss Geistes- und Sozialwissenschaften. Vorliegend müsse auch berücksichtigt werden, dass es nicht einfach den Abschluss einer Sozialwissenschaftlerin gebe, sondern dass darin Medienwissenschaften genauso enthalten seien wie Politikwissenschaft, Psychologie, Soziologie, Sprachwissenschaften etc.. Beim Bundesamt für Statistik sei hierzu eine berufsberaterische Abklärung (Erwerbsgutachten) durchzuführen.