Citation: 9C_633/2021 E. 4.3

4.3. Gemäss Art. 18 Abs. 2 aIVV fällt der Anspruchsbeginn für die Wartetaggelder nicht mit dem Zeitpunkt des Entstehens des Anspruchs auf eine Umschulung (oder auf eine erstmalige berufliche Ausbildung) zusammen. Vielmehr entsteht der Anspruch auf Wartetaggelder erst in jenem Zeitpunkt, in dem die IV-Stelle einen Anspruch auf eine Umschulung feststellt. Ob vor diesem Hintergrund in jenen Fällen, in denen die IV-Stelle einen solchen Umschulungsanspruch zunächst verneint, auf Beschwerde der versicherten Person hin aber ein Gericht den entsprechenden Anspruch feststellt, der Anspruch auf Wartetaggelder tatsächlich rückwirkend im Zeitpunkt der vom kantonalen Gericht aufgehobenen umschulungsablehnenden Verfügung entsteht (oder gar, wie von der Beschwerdeführerin implizit geltend gemacht, im Zeitpunkt des Vorbescheids, in dessen Folge die umschulungsablehnende Verfügung erging), braucht vorliegend nicht näher geprüft zu werden. Wie das kantonale Gericht überzeugend erwogen hat, sprach es ihr im Urteil vom 20. März 2020 nicht eine Umschulung zu, sondern bejahte lediglich eine von verschiedenen Anspruchsvoraussetzungen für eine Umschulung - jene der leistungsbegründenden Invalidität - und wies die Sache zur Prüfung der übrigen Voraussetzungen an die IV-Stelle zurück. Demzufolge stand auch mit dem Urteil vom 20. März 2020 noch nicht fest, ob die Versicherte tatsächlich Anspruch auf eine Umschulung hatte. Damit begründete dieses Urteil entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführerin weder ab dem Urteilszeitpunkt noch ab einem früheren Zeitpunkt einen Anspruch auf Wartetaggelder. Ein solcher ist vorliegend bereits aus diesem Grund zu verneinen, womit die vom kantonalen Gericht aufgeworfene Frage der Eingliederungsbereitschaft nicht näher geprüft zu werden braucht.