Citation: I 872/06 31.05.2007 E. 6

In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde werden Valideneinkommen und Invalideneinkommen in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit und der Abzug vom Tabellenlohn sowie die Befristung der Rente beanstandet. 6.1 Zum Valideneinkommen wird geltend gemacht, die Vorinstanz lasse unberücksichtigt, dass die gesundheitlichen Probleme bereits 1995 begonnen und sich der Gesundheitszustand 1999 und 2000 drastisch verschlechtert hätten. Es dürften daher lediglich die Geschäftsergebnisse 1995 bis 1998 berücksichtigt werden. Dies ergebe - an den Nominallohnindex angepasst - für 2002 ein Valideneinkommen von Fr. 100'830.20. Die Betriebsgewinne nahmen seit 1995 kontinuierlich ab. Insbesondere die Ergebnisse für 1999 und 2000 waren markant tiefer als in den vorangehenden Geschäftsjahren. Das kantonale Gericht hat nicht geprüft, worauf dieser Gewinneinbruch zurückzuführen war. Soweit gesundheitliche Gründe hiefür verantwortlich waren, was sich aufgrund der Akten nicht ausschliessen lässt, könnte darauf nicht abgestellt werden. Ebenfalls hat die Vorinstanz die Bilanz- und Erfolgsrechnungen nicht einer genaueren Analyse unterzogen, um die auf dem eigenen Leistungsvermögen beruhende Einkommensschöpfung hinreichend genau zu bestimmen (AHI 1998 S. 254 E. 4a, Urteil D. vom 1. Mai 2006 [I 660/05] E. 1.2 mit Hinweisen). Schliesslich hat die Vorinstanz übersehen, dass das Geschäftsjahr 2000 lediglich neun Monate umfasste. Der Geschäftsabschluss erfolgte zum 30. September 2000. Der in diesem Zeitraum erwirtschaftete Gewinn hat daher bei der Berechnung des Valideneinkommens ausser Betracht zu bleiben. Das kantonale Gericht hat insoweit den rechtserheblichen Sachverhalt unvollständig festgestellt (E. 3). Weitere Abklärungen erübrigen sich indessen (E. 6.3). 6.2 Das kantonale Gericht setzte die trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigungen zumutbare Arbeitsfähigkeit auf 50 % in angepassten leichten und wechselbelastenden Tätigkeiten fest. Dabei stellte es auf die Gutachten (recte: Arztberichte) des Dr. med. W.________ vom 20. September 2002 und der Frau Dr. med. C.________, vom 16. Januar 2003 ab. Nach Dr. med. W.________ war die angestammte selbstständige Tätigkeit seit 1. November 2001 nicht mehr zumutbar. In Betracht fielen einfache Überwachungsarbeiten, welche einen Wechsel der Position durch Gehen erlaubten, ohne jegliche Anstrengung und ohne Stress während vier Stunden im Tag. Die Frage, ob in diesem zeitlichen Rahmen eine verminderte Leistungsfähigkeit bestehe, bejahte er. Frau Dr. med. C.________ bezeichnete leichte Tätigkeiten («demandant peu d'investissement physique») bei einem Pensum von 30 % bis 50 % als möglich, dies aber nur unter der einschränkenden Voraussetzung, dass die Arbeitszeit entsprechend dem fluktuierenden Auftreten der Gesundheitsstörungen angepasst werden könne. In Anbetracht dieser Einschätzungen von Spezialisten verschiedener Fachrichtungen, insbesondere jener des Dr. med. W.________, welcher ausdrücklich eine verminderte Leistungsfähigkeit bei einem Arbeitspensum von täglich vier Stunden bestätigt hat, hält die vorinstanzliche Feststellung einer gesundheitlich zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 50 % auch im Rahmen des Art. 105 Abs. 2 OG (E. 3) nicht Stand. 6.3 Wird beim Valideneinkommen auf die durchschnittlichen Betriebsergebnisse 1995 bis 1999 abgestellt (E. 5 und 6.1), ergibt sich unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung im Bereich Verarbeitendes Gewerbe und Industrie (Die Volkswirtschaft 3/2004, S. 95 Tabelle B10.2) für 2002 ein Valideneinkommen von Fr. 90'995.75 (Fr. 85'067.80 x 1.069). Das Invalideneinkommen berechnet sich auf der Grundlage der LSE 02 bei einer Arbeitsfähigkeit von 40 % und im Übrigen unveränderten Bemessungsfaktoren (E. 5) auf Fr. 24'738.25 (12 x Fr. 5493.- x [41,7/40] x 0,4 x 0,9). Daraus resultiert ein Invaliditätsgrad von 73 %. Somit besteht Anspruch auf eine ganze Rente ab 1. Mai 2002.