Citation: I 394/00 18.12.2001 E. A

A.- Mit Verfügung vom 25. Mai 1990 sprach die Ausgleichskasse des Kantons Zürich der 1954 geborenen M.________ wegen somatischer und psychischer Beeinträchtigungen rückwirkend ab 1. Februar 1987 eine ganze einfache Invalidenrente mit Zusatzrente für den 1981 geborenen Sohn aufgrund eines Invaliditätsgrades von 70 % zu. Am 26. Juli 1990 wurde die Invalidenversicherungs-Kommission von der Bezirksanwaltschaft J.________ davon in Kenntnis gesetzt, dass gegen die Versicherte ein Ermittlungsverfahren wegen Vermögensdelikten lief und der Verdacht bestand, dass sie entgegen den Angaben in der Anmeldung zum Bezug von Invalidenversicherungsleistungen in erheblichem Umfang erwerbstätig gewesen war. Mit Verfügung vom 23. November 1990 sistierte die Ausgleichskasse die ganze Rente rückwirkend per 31. Dezember 1989 für die Dauer der Untersuchungshaft und forderte die in der Zeit vom 1. Januar bis 30. November 1990 ausgerichteten Renten im Betrag von Fr. 13'376.- zurück. Am 10. September 1991 hob sie die ganze Rente und die Zusatzrente rückwirkend auf den 1. Februar 1987 auf und forderte Rentenleistungen im Gesamtbetrag von Fr. 65'726.- zurück. Mit einer weiteren Verfügung vom 16. Oktober 1991 stellte sie fest, dass für die Zeit ab Entlassung aus der Untersuchungshaft im März 1991 kein Rentenanspruch bestehe und die Voraussetzungen für die Entstehung eines Anspruchs frühestens im Oktober 1991 erfüllt sein könnten. Die gegen die Verfügungen vom 23. November 1990, 10. September 1991 und 16. Oktober 1991 erhobenen Beschwerden wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit Entscheid vom 12. November 1996 rechtskräftig ab. Zum Rentenanspruch für die Zeit ab 1. Oktober 1991 nahm die Invalidenversicherungs-Kommission nähere Abklärungen vor, setzte das Verfahren im Hinblick auf die bei der kantonalen Rekursinstanz hängigen Beschwerden in der Folge jedoch aus. Mit Urteil des Obergerichts vom 22. März 1994 wurde die Versicherte wegen mehrfachen, teilweise bandenmässigen Diebstahls, Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über die Invalidenversicherung im Sinne von Art. 70 IVG in Verbindung mit Art. 87 AHVG sowie weiterer Delikte zu einer Zuchthausstrafe von 3 Jahren und 3 Monaten, abzüglich 466 Tage Untersuchungshaft, verurteilt. Am 29. November 1996 wurde sie bedingt aus dem Strafvollzug entlassen. Mit Verfügungen vom 19. Dezember 1997 sprach ihr die IV-Stelle des Kantons Zürich ab Oktober 1991 eine (während des Strafvollzugs in der Zeit von November 1995 bis Oktober 1996 sistierte) halbe einfache Invalidenrente nebst (während des Strafvollzugs nicht sistierter) Kinderrente zu, welche sie mit den Rückforderungen gemäss Verfügungen vom 23. November 1990 und 10. September 1991 verrechnete.