Citation: 5C.17/2002 26.08.2002 E. 5

Für den Fall, dass ein Vertrag über die Gestaltung der Böschung zustande gekommen wäre, machen die Beklagten schliesslich geltend, das Kantonsgericht habe Art. 119 Abs. 1 OR zu Unrecht übergangen. Nach dieser Bestimmung sei die Forderung der Kläger auf die Gestaltung der Böschung gemäss Vereinbarung vom 28. Juni 1996 wegen Unmöglichkeit der Gegenleistung, nämlich des Rückzuges der Einsprache, erloschen. Denn mit der rechtskräftigen Erledigung der Einsprache durch den Gemeinderat Jona am 21. Juli 1997 sei diese Gegenleistung ohne ihr Verschulden unmöglich geworden. Diese Rüge scheitert schon daran, dass das Kantonsgericht einen synallagmatischen Vertrag (Bau der Mauer gemäss Vereinbarung gegen Rückzug der Einsprache) verneint hat (E. 1.2 hiervor). Steht somit fest, dass die vereinbarungsgemässe Gestaltung der Böschung die einzige Pflicht zwischen den Parteien bildet, kann diese nicht wegen Ausbleibens einer Gegenleistung erloschen sein.