Citation: 1C_510/2023 E. A

Im Jahr 2011 erwarb A.________ die in der Gemeinde Oberkirch, ausserhalb der Bauzonen und im Schutzgebiet des Sempachersees gelegene Parzelle Nr. 355. Darauf standen ein Wohnhaus (Gebäude Nr. 7) und eine Scheune (Gebäude Nr. 7a). Mit Entscheid vom 6. Dezember 2012 erteilte der Gemeinderat Oberkirch A.________ die Baubewilligung für die Restaurierung des Wohnhauses und der Scheune, den Einbau eines Heizraums und den Rückbau von Kleinbauten. Die kantonale Dienststelle Raum und Wirtschaft (rawi) hatte zuvor am 30. Oktober 2012 die notwendige Ausnahmebewilligung nach Art. 24d RPG (SR 700) für die landwirtschaftsfremde Wohnnutzung erteilt. Bereits am 15. November 2012 erkundigte sich der damalige Architekt von A.________ beim Gemeindeschreiber, ob aufgrund der am 1. November 2012 in Kraft getretenen Revision des Raumplanungsgesetzes ein Abbruch des Wohnhauses und der Scheune sowie ein Wiederaufbau zulässig sei. Der Gemeindeschreiber leitete die Frage der Dienststelle rawi weiter, die sie am 30. Januar 2013 bejahte. Am 16. Oktober 2014 bewilligte der Gemeinderat eine Planänderung für die Erweiterung des Wohnraums des Wohnhauses, nachdem die Dienststelle rawi am 1. Oktober 2014 die erforderliche Ausnahmebewilligung nach Art. 24c RPG erteilt hatte. Am 23. Januar 2019 wurde festgestellt, dass das Wohnhaus abgetragen, ein Aushub erstellt und Vorbereitungsarbeiten für die Erstellung einer Bodenplatte getroffen worden waren. Daraufhin verfügte der Gemeinderat mit Entscheid vom 1. März 2019 die Einstellung der Bauarbeiten. A.________ wurde gleichzeitig verpflichtet, innert 30 Tagen die Gesuchsunterlagen für einen Ersatzneubau des Wohnhauses einzureichen. Am 15. Januar 2020 (Eingangsstempel) reichte A.________ ein Baugesuch für den Abbruch und Ersatzneubau des Wohnhauses ein. Mit Entscheid vom 15. Dezember 2021 verweigerte die Dienststelle rawi die notwendigen raumplanungsrechtlichen Ausnahmebewilligungen. Gestützt darauf verweigerte der Gemeinderat mit Entscheid vom 7. April 2022 die nachträgliche Baubewilligung. Er verfügte weiter, dass zur Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustands die Baugrube zu hinterfüllen und für die landwirtschaftliche Nutzung zu rekultivieren sei. Zudem traf er insbesondere Anordnungen zur Wiederherstellung der Festigkeit des Gebäudes Nr. 6 auf der benachbarten Parzelle Nr. 356, mit dem das abgerissene Wohnhaus zusammengebaut gewesen war. Er gewährte A.________ für die Wiederherstellungsmassnahmen eine Frist bis zum 30. November 2022. Eine von A.________ dagegen erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde wies das Kantonsgericht Luzern mit Urteil vom 14. August 2023 ab.