Citation: 5A_993/2020 E. 2.3.3

2.3.3. Gelangt das Gericht zu einem positiven Beweisergebnis, indem es die Tatsachengrundlage für eine Erbunwürdigkeit als bewiesen oder als widerlegt erachtet, so ist die Frage der Beweislastverteilung gegenstandslos (BGE 143 III 1 E. 4.1; 141 III 241 E. 3.2). Daherige - auch vorweggenommene (BGE 146 III 73 E. 5.2.2; 146 V 240 E. 8.2) - Beweiswürdigung kann mit Beschwerde einzig wegen Willkür angefochten werden (Art. 97 Abs. 1 BGG). Sie erweist sich als willkürlich (Art. 9 BV), wenn das Gericht Sinn und Tragweite eines Beweismittels offensichtlich verkannt hat, wenn es ohne sachlichen Grund ein wichtiges und entscheidwesentliches Beweismittel unberücksichtigt gelassen oder wenn es auf der Grundlage der festgestellten Tatsachen unhaltbare Schlussfolgerungen gezogen hat. Dass die von Sachgerichten gezogenen Schlüsse nicht mit der eigenen Darstellung des Beschwerdeführers übereinstimmen, belegt keine Willkür. Das Bundesgericht prüft nur klar und detailliert erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen (Art. 106 Abs. 2 BGG); auf rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (BGE 140 III 264 E. 2.3; 146 IV 88 E. 1.3.1; 147 V 35 E. 4.2).