Citation: 6B_1028/2023 E. 3.6.1

3.6.1. Betreffend die E-Mail an den Geschädigten vom 9. September 2020 führt die Vorinstanz aus, der Beschwerdeführer habe zur Erbringung des Gutglaubensbeweises vorgebracht, der Geschädigte habe die Rechnung der D.________ AG entgegen der ausdrücklichen Verweigerung seiner Zustimmung aus dem Konto der Erbengemeinschaft bezahlen lassen wollen. Er (der Beschwerdeführer) sei der Überzeugung gewesen, dass dies ein unzulässiges, strafrechtlich relevantes Verhalten darstelle. Er sei auch der festen Überzeugung gewesen, dass der Geschädigte gerade dabei sei, eine Fehlbuchung vorzunehmen oder vornehmen zu lassen, weil er vorgehabt habe, die auf die C.________ AG ausgestellte Rechnung der D.________ AG durch Dritte bezahlen zu lassen. Die Vorinstanz erwägt, dass der Geschädigte sein Vorhaben, die fragliche Rechnung aus dem Gemeinschaftskonto zu bezahlen, dem Beschwerdeführer mitteilte, worauf dieser dagegen remonstrierte, spreche gegen irgendwie geartete Machenschaften des Geschädigten. Hinzu komme, dass die Rechnung der Erbengemeinschaft bloss vorübergehend hätte belastet werden sollen bis zur Entscheidung des Gerichts über die definitive Kostentragung. Was die Bezahlung einer an eine Gesellschaft gerichteten Rechnung durch einen Dritten per se mit ungetreuer Geschäftsbesorgung oder falscher Buchführung zu tun habe, deren der Beschwerdeführer den Geschädigten bezichtigte, erhelle nicht. Konkrete Anhaltspunkte dafür, dass der Geschädigte eine Fehlbuchung vorzunehmen beabsichtigt habe, habe der Beschwerdeführer nicht vorgebracht. Bezüglich der E-Mail vom 9. September 2020 sei es dem Beschwerdeführer ebenfalls nicht gelungen, ernsthafte Gründe darzutun, welche ihm Anlass gegeben hätten, seine Behauptung ungetreuer Geschäftsbesorgung oder falscher Buchführung in guten Treuen für wahr zu halten. Da der Gutglaubensbeweis auch in diesem Punkt misslinge, sei der Beschwerdeführer der Beschimpfung im Sinne von Art. 177 StGB schuldig zu sprechen (Urteil S. 15 f.).