Citation: 9C_732/2019 E. 4.3

4.3. Auch der Einwand der Beschwerdeführerin, es seien lediglich die Kinderrenten von September 2016 bis und mit Juli 2017 zurückzuerstatten, was einen Betrag von Fr. 10'340.- (11 x Fr. 940.-) ausmache, zielt ins Leere. Nach dem klaren Wortlaut des Art. 49bis Abs. 3 AHVV gilt ein Kind nicht als in Ausbildung, wenn es ein durchschnittliches monatliches Erwerbseinkommen ("revenu d'activité lucrative mensuel moyen", "reddito da attività lucrativa mensile medio") erzielt, das höher ist als die maximale volle Altersrente der AHV. Mit dem Hinweis auf den Einkommensdurchschnitt schliesst die Bestimmung zum vornherein aus, dass auf das in jedem einzelnen Monat erzielte Einkommen abgestellt und dieses mit dem monatlichen Höchstbetrag der vollen Altersrente verglichen wird (hier: Fr. 2350.-), worauf die Argumentation der Beschwerdeführerin letztlich hinaus läuft. Verdiente B.________ im August 2016 einen Lohn von Fr. 2150.- und im Folgemonat einen solchen von Fr. 2900.-, so erlischt der Anspruch auf eine Kinderrente somit nicht vom einen auf den anderen Monat, sondern es ist das ganze (Ausbildungs-) Einkommen im betreffenden Kalenderjahr heranzuziehen und durch zwölf zu teilen (vgl. Wegleitung des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] über die Renten [RWL] in der Eidgenössischen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung, Rz. 3367 [Stand: 1. Januar 2019, identisch mit den Formulierungen der ab 1. Januar 2018 gültigen Fassung]). Daraus ergibt sich zwangsläufig, dass - wenn wie hier der Höchstbetrag im Durchschnitt überschritten wird (vgl. E. 4.2) - sämtliche während des Kalenderjahres unrechtmässig geleisteten Kinderrenten rückforderbar sind. Dass diese, wie die Beschwerdeführerin vorbringt, in der ersten Hälfte jedes Monats ausgerichtet werden (vgl. Art. 72 AHVV), ändert daran nichts. Die Beschwerde ist unbegründet.