Citation: 1P.499/2000 07.09.2000 E. A

A.- Das Bezirksamt Lenzburg führt gegen K.________ eine Strafuntersuchung wegen des Verdachts, er habe im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit als Notar Klientengelder veruntreut und ein Tötungsdelikt begangen. Am 3. April 2000 wurde K.________ in Untersuchungshaft genommen, nachdem er in der Tiefgarage seiner Liegenschaft mit einem Schuss aus seiner Pistole W.________ tödlich verletzt und anschliessend die Ambulanz alarmiert hatte. W.________ hatte K.________ für die Errichtung eines Vertrags über einen Aktienverkauf beigezogen. K.________ wird vorgeworfen, zum Nachteil von W.________ Fr. 800'000.-- veruntreut zu haben. Die Untersuchungshaft wurde mit Präsidialverfügung der Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Aargau vom 14. April 2000 bis Ende Mai 2000 und mit einer weiteren Verfügung vom 17. Mai 2000 bis zum Eingang der Anklage beim Gericht verlängert. Die beiden seither gestellten Haftentlassungsgesuche wies der Präsident der Beschwerdekammer jeweils ab, letztmals mit Verfügung vom 9. August 2000. Darin erwog er, dass neben dem unbestrittenen dringenden Tatverdacht nach wie vor Kollusions- und Fluchtgefahr gegeben seien. Dem von K.________ gestellten Antrag auf Anhörung und Gewährung der vollständigen Akteneinsicht wurde nicht entsprochen.