Citation: 1C_50/2021 E. 4.5

4.5. Gemäss dem Protokoll zum Augenschein des SKE vom 11. Dezember 2019 wurde der betroffene Vorgarten besichtigt, wobei die Höhe und die Lage der fraglichen Lärmschutzwand im Gelände mit Pfählen markiert waren. Wie sich aus dem Protokoll ergibt, war auch die bereits erstellte Lärmschutzwand auf einem Nachbargrundstück sichtbar. Gestützt auf die Ergebnisse dieses Augenscheins durfte die Vorinstanz den Vor- und Nachteilen aus der Sichtsperre wegen der Lärmschutzwand insgesamt die Erheblichkeit bei der Entschädigungsbemessung absprechen (vgl. oben E. 4.4). Unter diesen Umständen konnte die Vorinstanz auf die Durchführung eines Augenscheins zur optischen Wirkung der Lärmschutzwand verzichten, ohne die sinngemäss gerügten Verfahrensrechte der Beschwerdeführer zu verletzen. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Urteil auch in genügender Weise begründet, weshalb das SKE im Urteil vom 18. März 2020 keinen Bezug auf Lärmschutzwände in der Nachbarschaft nehmen musste. Die diesbezüglichen Rügen sind nicht stichhaltig.