Citation: 8C_285/2007 13.12.2007 E. 4

4.1 Der Psychotherapeut M. T.________ diagnostizierte in seinen Berichten vom 18. Dezember 2002 und 16. März 2003 eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10: F43.1) und eine Anpassungsstörung (ICD-10: F43.2). Wie sich aus diesen Diagnosen und den Darlegungen in den beiden Berichten schliessen lässt, erachtet der Psychotherapeut den versicherten Unfall als Ursache für das psychische Leiden, welches sich in Schlafproblemen, Lärmempfindlichkeit, Rückzug, Tendenz zur Isolation, Angstzuständen und depressiven Stimmungsschwankungen äussere. Während in der neuropsychologischen Beurteilung ausdrücklich festgehalten wird, die festgestellten Leistungseinbussen seien nicht durch psychische Beschwerden überdeckt, vermag der Gutachter Dr. med. A.________ ein psychisches Leiden weder zu bestätigen noch zu verneinen. Er meldet aber Zweifel an der gestellten Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung an, weil das Unfallereignis hierfür nicht geeignet sei. 4.2 Das kantonale Gericht lässt die Frage nach dem Vorliegen unfallkausaler psychischer Beschwerden mit dem Hinweis auf den fehlenden adäquaten Kausalzusammenhang zwischen Unfall und allfälligen psychischen Beschwerden offen. Die Beschwerdeführerin hält demgegenüber dafür, ergänzende psychiatrische Abklärungen seien schon im Hinblick auf die Wahl der Methode der Adäquanzprüfung unabdingbar. Wie es sich damit verhält, ist im Folgenden zu prüfen. 4.3 Die Vorinstanz nimmt die Adäquanzprüfung nach der Rechtsprechung zu psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 133) und nicht nach derjenigen bei Schleudertraumaverletzungen vor. Die Beschwerdeführerin führt demgegenüber unter Hinweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung (RKUV 2002 Nr. U 465 S. 438 E. 3 a und b, U 164/01) aus, es gehe nicht an, längere Zeit nach einem Unfall, wenn die zum typischen Beschwerdebild eines Schleudertraumas gehörenden physischen Beschwerden weitgehend abgeheilt seien, die fortbestehenden psychischen Beschwerden nach der Rechtsprechung zu psychischen Unfallfolgen zu beurteilen. Weil vorliegend zumindest am Anfang ein erhebliches unfallkausales somatisches Beschwerdebild vorhanden gewesen und keine psychische Überlagerung festgestellt worden sei, sei die Vorinstanz zu Unrecht auf die Praxis zu psychischen Unfallfolgen ausgewichen. Mit dieser Argumentation verkennt die Beschwerdeführerin, dass vorliegend die physischen Beschwerden gerade nicht abgeklungen sind. Vielmehr blieben sie weiterhin wirksam und beeinflussen den Gesundheitszustand sowie die sich daraus ergebende Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit massgeblich. Weggefallen ist lediglich die anfänglich zu bejahende Unfallkausalität dieser physischen Beschwerden. Voraussetzung für die Anwendung der besonderen Kausalitätsbeurteilung nach Schleudertraumaverletzungen ist aber, dass die dem typischen Beschwerdebild zuzurechnenden physischen wie auch psychischen Komponenten unfallbedingt sind (vgl. BGE 119 V 335). Die Vorinstanz hat deshalb zu Recht die Adäquanzprüfung nicht nach der Rechtsprechung für Schleudertraumaverletzungen, sondern nach derjenigen für psychische Unfallfolgen vorgenommen. Angesichts der dargestellten rechtlichen Ausgangslage kann auf die beantragte ergänzende psychiatrische Abklärung verzichtet werden. Es stellt sich weder die Frage einer allfälligen psychischen Überlagerung (vgl. BGE 123 V 98 E. 2a S. 99) noch ist von Belang, ob und wie sich allfällige psychische Beschwerden auf die bei der Adäquanzbeurteilung massgeblichen Kriterien auswirken, weil solche bei der Adäquanzprüfung nach der Rechtsprechung zur Beurteilung psychischer Unfallfolgen ohnehin ausser Betracht zu bleiben haben. 4.4 Hinsichtlich der Adäquanzprüfung kann vollumfänglich auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids verwiesen werden. Auch seitens der Beschwerdeführerin wird zu Recht nicht geltend gemacht, die Adäquanz sei bei Anwendung der Rechtsprechung zur Beurteilung psychischer Unfallfolgen zu bejahen.