Citation: 1P.180/2003 18.07.2003 E. 5

Das Verwaltungsgericht sprach der Beschwerdeführerin im angefochtenen Entscheid die Legitimation zur Rüge ab, die Dachlukarne verletze das zulässige Lichtraumprofil um 27,4 cm. Es erwog, beim einschlägigen Art. 66 des kommunalen Baugesetzes handle es sich um eine Ästhetikvorschrift, deren Verletzung die Nachbarin nur rügen könne, wenn sie nachweise, dass ihr Grundstück dadurch eine erhebliche Wertverminderung erleide. Die Beschwerdeführerin räumt in der staatsrechtlichen Beschwerde ein, dass die fragliche Bestimmung des Baugesetzes in Bezug auf die Dachgestaltung Ästhetikcharakter aufweise; dies gelte aber nicht, wo die Bestimmung Höchstmasse - etwa für die Durchstossung des Lichtraumprofiles - angebe. Offensichtlich habe das Verwaltungsgericht nicht auf diese Problematik eingehen wollen und es sich einfach gemacht, indem es der Beschwerdeführerin die Aktivlegitimation abgesprochen habe. Ein derartiges Vorgehen sei willkürlich. Die von der Beschwerdeführerin aufgeworfene Frage, ob Vorschriften über die Dachgestaltung - hier die Zulässigkeit einer Lukarne - ausschliesslich Ästhetikcharakter haben oder ob ihnen, jedenfalls wenn sie die Abmessungen von Dachaufbauten festlegen, auch nachbarschützende Funktionen zukommen, ist zwar durchaus diskutabel. In einer staatsrechtlichen Beschwerde muss sie jedoch begründen, dass und weshalb sich die vom Verwaltungsgericht getroffene Lösung mit sachlichen Gründen nicht halten lässt, mithin willkürlich ist. Diesen Nachweis erbringt sie nicht, und ihre Unterstellung, das Verwaltungsgericht habe ihr die Beschwerdebefugnis nur deshalb abgesprochen, um sich damit nicht auseinander setzen zu müssen, vermag eine substanziierte Willkürrüge nicht zu ersetzen. Darauf ist nicht einzutreten.