Citation: 1C_646/2018 E. 4.2

4.2. Das Inkrafttreten der RPG-Revision vom 15. Juni 2012 - und damit von Art. 15 Abs. 2 RPG über die Pflicht zur Reduktion überdimensionierter Bauzonen - bildet eine Rechtsänderung, die den Weg zu einer vorfrageweisen Überprüfung des Nutzungsplans öffnen kann. Das Vorliegen überdimensionierter Bauzonen allein reicht dafür allerdings nicht aus. Es müssen andere Umstände dazukommen, die eine Rückzonung der Bauparzelle als wahrscheinlich oder zumindest als eine ernstlich in Betracht fallende Option erscheinen lassen. Derartige Umstände können z.B. die periphere Lage der Bauparzelle, ihre ungenügende Erschliessung oder das Alter des Plans sein (vgl. BGE 144 II 41 E. 5.2 und E. 5.3 S. 45 f.; Urteil 1C_592/2017 vom 15. Juni 2018 E. 6.2). Die Parzelle Nr. 1647 befindet sich an peripherer Lage. Die fragliche Quartierplananpassung erleichtert ihre Anbindung an die Quartierstrasse und regelt die Parkierung neu. Der vorliegenden Quartierplanänderung kommt aber eine präjudizierende Wirkung weder im Hinblick auf die Überbaubarkeit dieser Parzelle noch auf die Dimensionierung des Baugebiets zu. Die von den Beschwerdeführern angeführten Urteile BGE 140 II 25 und 1C_40/2016 vom 5. Oktober 2016, in: ZBl 119/2018 S. 308 sind nicht einschlägig; beim erstgenannten Urteil ging es um die Einleitung eines Quartierplanverfahrens für nicht baureifes Land und beim zweitgenannten Urteil war die genügende Erschliessung der dort betroffenen Parzelle umstritten. Es verhält sich auch anders als im Urteil 1C_447/2015 vom 21. Januar 2016, bei dem das Bundesgericht die Genehmigung des Neubaus einer Erschliessungsstrasse in einer Walliser Gemeinde aufgehoben hat, weil eine massgebliche Verkleinerung des damit erschlossenen, grösseren Baugebiets in Betracht kam (a.a.O., E. 3.6). Demzufolge steht die Pflicht zur Reduktion übermässiger Bauzonen im konkreten Fall der Quartierplanung nicht entgegen. Die hiergegen gerichtete Rüge dringt nicht durch.