Citation: 6B_1264/2021 E. 1.8.3

1.8.3. Insgesamt geht die Vorinstanz nachvollziehbar und schlüssig davon aus, dass dem Beschwerdeführer eine Wiedereingliederung in seinem Heimatland zumutbar wäre. Dabei prüft sie im Einklang mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auch, ob für den Beschwerdeführer eine Rückkehr in sein Heimatland in medizinischer Hinsicht möglich erscheint (vgl. BGE 145 IV 455 E. 9.4). Sie erwägt, seine gesundheitliche Versorgung sei auch in Griechenland als EU-Land sichergestellt, wobei sie sowohl die Diagnose der dissozialen Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen und emotional instabilen Anteilen als auch diejenige eines Abhängigkeitssyndroms von multiplen Substanzen mit Konsum von Kokain und Benzodiazepinen berücksichtigt. Der Beschwerdeführer behauptet eine Verletzung von Art. 3 EMRK, belässt es indes dabei vorzubringen, aufgrund der systematischen fehlenden Gesundheitsinfrastruktur als Folge massiver Sparprogramme sei zu befürchten, dass er Opfer unmenschlicher und erniedrigender Behandlung werde, da er fürchten müsse, auf der Strasse zu verelenden. Auf sein Vorbringen ist mangels rechtsgenüglicher Begründung nicht näher einzugehen (Art. 42 Abs. 2, Art. 106 Abs. 2 BGG). Es ist nicht ersichtlich, inwiefern ein aussergewöhnlicher Fall im Sinne der Rechtsprechung (vgl. E. 1.3.3 oben) vorliegen soll. Weiter geht der Beschwerdeführer davon aus, seine Suchterkrankung sowie seine psychischen Krankheiten seien regelmässig Anhaltspunkte für die Bejahung eines Härtefalls, scheint dabei jedoch zu verkennen, dass auch die Vorinstanz von einem schweren persönlichen Härtefall ausgeht, insgesamt aber die öffentlichen Interessen an einer Landesverweisung in ihrer Interessenabwägung höher gewichtet als die privaten Interessen des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz. Der Beschwerdeführer zeigt überdies nur ungenügend auf, inwieweit er in Griechenland unzureichend therapiert und behandelt werden könne. Es reicht nicht aus vorzubringen, es bestünden in Griechenland weder eine medizinische noch eine soziale Betreuungsmöglichkeit, keine Methadon-Substitution und auch keine Fachpsychiater. Er belässt es grösstenteils dabei, die allgemeine Situation der Gesundheitsversorgung in Griechenland gestützt auf verschiedene Berichte aufzuzeigen, vermag dabei aber nicht darzutun, inwiefern für ihn konkret keine ausreichende Behandlung garantiert wäre. Soweit er von den vorinstanzlichen Feststellungen abweicht, ohne dabei Willkür in der Sachverhaltsfeststellung geltend zu machen (Art. 105 Abs. 1 BGG), ist auf seine Rüge nicht näher einzugehen. Der Beschwerdeführer behauptet, auf eine ambulante Therapie mit engmaschiger Begleitung sowie eine Kontrolle des Beikonsums angewiesen zu sein. Jedoch zeigt er nicht rechtsgenüglich auf, dass eine entsprechende Behandlung in Griechenland nicht möglich ist. Soweit er überdies argumentiert, er sei auf eine enge sozialpädagogische Führung und Unterstützung angewiesen, beispielsweise im Sinne eines betreuten Wohnens, so geht diese Rüge an der Sache vorbei. Er vermag überdies auch nicht rechtsgenüglich darzutun, inwieweit seine Menschenwürde und damit Art. 7 BV durch eine Landesverweisung betroffen bzw. verletzt sei. Es ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz davon ausgeht, die gesundheitliche Versorgung des Beschwerdeführers sei auch in seinem Heimatland Griechenland, einem EU-Land, sichergestellt.