Citation: 2C_332/2023 E. 6.1

6.1. Die lange Anwesenheitsdauer in der Schweiz und die familiäre Situation des Beschwerdeführers lassen auf ein hohes persönliches Interesse am Verbleib in der Schweiz schliessen. Allerdings ist zum einen die Bindung des Beschwerdeführers zur Schweiz zu relativieren: Die berufliche Situation des Beschwerdeführers war in den letzten Jahren nicht konstant, sondern von vielen Stellenwechseln und Unterbrüchen geprägt, was neben den strafrechtlich verursachten Ausständen seinen Teil zur angespannten wirtschaftlichen Lage des Beschwerdeführers beigetragen haben dürfte. Die Vorinstanz konnte - trotz Verwarnung durch das Migrationsamt vom 26. Juli 2018 - keine Bemühungen zur Schuldentilgung feststellen; soweit bekannt beliess es der Beschwerdeführer bis anhin bei Absichtserklärungen. Seine wirtschaftliche Integration lässt also zu wünschen übrig. Zum anderen hat der Beschwerdeführer den Bezug zur Heimat nicht verloren, spricht er doch die Sprache und kennt die Gepflogenheiten. Es mag zwar zutreffen, dass dem Beschwerdeführer in Bosnien und Herzegowina ein tragfähiges soziales Netz fehlt. Mit der Vorinstanz ist jedoch davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer angesichts seines Alters und seines Gesundheitszustands nicht zwingend auf die Unterstützung von Verwandten vor Ort angewiesen ist. Nötigenfalls können ihm seine Ehefrau, welche erst seit rund zehn Jahren in der Schweiz lebt, oder andere Personen aus dem hiesigen und dortigen Bekanntenkreis helfen. Eine Rückkehr ins Heimatland dürfte zwar herausfordernd sein, ist dem Beschwerdeführer jedoch - zumindest bei isolierter Betrachtung seiner persönlichen Situation - zuzumuten. Fraglich ist, ob die familiären Verhältnisse daran etwas zu ändern vermögen.