Citation: 8C_67/2018 E. 4.2

4.2. Nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz (vgl. E. 1) ist die Beschwerdegegnerin gelernte Lageristin und war zuletzt seit Jahren als Chauffeuse tätig. Sie verfügt über einen Führerausweis der Kategorien B, C1, BE, CE und F. Mit der Kategorie C wäre sie berechtigt, Lastwagen über 7'500 kg zu fahren. Damit könnte sie zwar ihr Tätigkeitsfeld erweitern. Entgegen der Vorinstanz ist allein daraus jedoch nicht auf eine deutliche Verbesserung der Vermittlungsfähigkeit zu schliessen. Denn bei den Akten findet sich kein Beleg dafür, dass ein potentieller Arbeitgeber als Absagegrund auf den fehlenden Führerausweis der Kategorie C verwiesen hätte. Es ist auch nicht ersichtlich, dass die Versicherte vor ihrer Arbeitslosigkeit Mühe gehabt hätte, ohne den Führerausweis der Kategorie C Stellen zu finden. Ferner ist nicht massgebend, dass ein beantragter Kurs die Chancen der versicherten Person innerhalb ihres bisherigen Tätigkeitsgebiets erhöht und das Bewerbungsfeld erweitert, da praktisch jede berufliche Massnahme wegen der dadurch vermittelten zusätzlichen Kenntnisse Vorteile auf dem Arbeitsmarkt bringt (Urteil 8C_222/2016 vom 30. Juni 2016 E. 4 mit Hinweis auf ARV 2005 S. 280, C 48/05 E. 2.2.1). Wie es sich damit genau verhält, kann aber offen bleiben. Ausschlaggebend für die entscheidwesentliche Frage der arbeitsmarktlichen Indikation ist nämlich vielmehr, ob der Arbeitsmarkt für Personen mit den Qualifikationen der Versicherten grundsätzlich Stellen bereit hält, und ob sie aus persönlichen Gründen im Wettbewerb um diese Stellen benachteiligt ist (vgl. Urteil 8C_222/2016 vom 30. Juni 2016 E. 4). Das kantonale Gericht stellte nicht in Frage, dass eine Abfrage auf der Internetplattform job-room.ch mit den entsprechenden Parametern ("Lagermitarbeiterin", "80-90 %", "unbefristet", "Aargau") 24 Stellenangebote ergab. Der Beschwerdeführerin ist beizupflichten, dass es damit im erlernten Beruf der Versicherten genügend offene Stellen gab und prognostisch von einem intakten Arbeitsmarkt auszugehen war. Dies zeigt sich auch anhand der zahlreichen getätigten Arbeitsbemühungen der Versicherten im Bereich der Logistik. Daran ändert der Umstand nichts, dass das an einem bestimmten Tag durchgeführte "Matching" keine entsprechende Stelle ergab, sind doch gemäss den überzeugenden Ausführungen der Beschwerdeführerin in der abgefragten Datenbank längst nicht alle offenen Stellen erfasst. Betreffend die subjektive Komponente der arbeitsmarktlichen Indikation verdient die Auffassung des AWA ebenfalls Zustimmung: Bereits bevor die Versicherte das Kursgesuch eingereicht hat, war sie ab 16. Juni 2016 als Lagermitarbeiterin im Zwischenverdienst tätig, sodass im Zeitpunkt des Gesuchs prognostisch (vgl. BGE 112 V 397 E. 1a S. 398) von keiner erschwerten Vermittelbarkeit auszugehen war (vgl. Urteil C 280/02 vom 18. November 2003 E. 2.2). Dies wird durch die im weiteren Verlauf der Arbeitslosigkeit angetretenen Arbeitsstellen im Zwischenverdienst bestätigt. Immerhin war die Versicherte im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids vom 14. Dezember 2017 bereits seit über drei Monaten im Rahmen eines Temporäreinsatzes als Lageristin bei der B.________ AG in einem Vollzeitpensum tätig. Im Unterschied zum Sachverhalt, der dem Urteil C 242/05 vom 6. Oktober 2006 zu Grunde lag, ist vorliegend von einem genügenden Stellenangebot auf dem für die Beschwerdeführerin in Frage kommenden Arbeitsmarkt sowie - mit Blick auf die ausgeübten Zwischenverdiensttätigkeiten - von einer grundsätzlich bestehenden Vermittelbarkeit auszugehen, weshalb der Verweis auf das genannte Urteil im angefochtenen Entscheid nicht verfängt.