Citation: 6S.546/2006 28.12.2006 E. 1

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn eröffnete am 7. August 2006 eine Strafuntersuchung gegen X.________ wegen Verdachts des gewerbsmässigen Betrugs und der Geldwäscherei. Am 11. August 2006 wurde der Beschuldigte in Untersuchungshaft versetzt. Auf dessen Antrag hin wurde ihm Rechtsanwalt Dr. Y.________ am 21. August 2006 als amtlicher Verteidiger beigeordnet. Mit Verfügung des Leitenden Staatsanwalts vom 18. September 2006 wurde Rechtsanwalt Dr. Y.________ mit sofortiger Wirkung von der amtlichen Verteidigung des Beschuldigten entbunden und Rechtsanwalt A.________ als neuer amtlicher Verteidiger eingesetzt. Dagegen legte X.________ Beschwerde an die Beschwerdekammer des Obergerichts des Kantons Solothurn ein, welche das Rechtsmittel des Beschuldigten am 15. November 2006 guthiess und die Verfügung des Leitenden Staatsanwalts vom 18. September 2006 aufhob. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn erhebt eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde an das Bundesgericht, mit welcher sie beantragt, es sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zur neuen Beurteilung zurückzuweisen. Nach ihrem Dafürhalten verstösst der angefochtene Entscheid gegen das in § 9 StPO/SO geregelte Institut der notwendigen Verteidigung. Sie macht dabei insbesondere eine Verletzung von Art. 32 Abs. 2 BV, Art. 36 BStP und Art. 12 des Bundesgesetzes über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte (BGFA [SR 935.61]) geltend.