Citation: 5A_412/2015 E. 9.3

9.3. Es stimmt, dass die Vorinstanz den Rückweisungsentscheid des Bundesgerichts zum Anlass genommen hat, den persönlichen Verkehr des Beschwerdeführers zu seinen Kindern restriktiver zu regeln, als dies im Urteil vom 23. September 2013 der Fall war. Nicht zutreffend ist hingegen, dass die Vorinstanz ihren Entscheid diesbezüglich nicht begründet hätte (s. E. 9.1). Im Übrigen gilt für Kinderbelange die Untersuchungs- und Offizialmaxime (Art. 296 ZPO). Die Vorinstanz war daher nicht nur berechtigt, sondern verpflichtet, den persönlichen Verkehr in Abweichung zum ersten Urteil neu zu regeln, sofern die zusätzliche Instruktion ergab, dass die ursprüngliche Regelung nicht dem Wohl der Kinder entsprach. Gewiss folgt aus Art. 29 Abs. 2 BV das Recht eines jeden, sich vor Erlass eines in seine Rechtsstellung eingreifenden Entscheides zur Sache zu äussern (BGE 127 I 54 E. 2b S. 56; 124 I 241 E. 2 S. 242). Allein daraus folgt nicht, dass die Vorinstanz von Verfassungs wegen verpflichtet gewesen wäre, den anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer zur Frage des Besuchs- und Ferienrechts auch noch speziell anzuhören oder ihm anzukündigen, dass auch diese Kinderbelange neu geregelt werden könnten. Es reichte aus, dass die Vorinstanz ihm anzeigte, die Akten der Kindesschutzbehörden beizuziehen, und ihm die Gelegenheit bot, sich zur Anhörung der Kinder zu äussern. Soweit der Beschwerdeführer die getroffene Regelung des Besuchsrechts inhaltlich kritisiert, genügen seine Vorbringen den Begründungsanforderungen (Art. 42 Abs. 2 BGG) nicht. Hierzu reicht es nicht aus, wenn er einfach eine andere Regelung des Besuchsrechts verlangt bzw. darauf hinweist, dass er seine Kinder erst im Jahre 2017 zu sich in die Ferien nehmen kann.