Citation: 2C_30/2022 E. 4.5.1

4.5.1. Der Beschwerdeführer wird seit dem Jahr 2006 dauerhaft mit Sozialhilfe unterstützt. Bewerbungen für Stellen im ersten Arbeitsmarkt sind erst ab September 2020, nachdem das Widerrufsverfahren angehoben worden ist, dokumentiert. Die Vorinstanz erwog, es sei davon auszugehen, dass der Tod seiner älteren Tochter im Jahr 2011 wesentlich dazu beigetragen habe, dass der Beschwerdeführer ab diesem Zeitpunkt depressive Störungen aufgewiesen habe, was ihm die Arbeitssuche erschwert habe und zu seinen Gunsten zu berücksichtigen sei. Dies erkläre jedoch nicht, dass der Beschwerdeführer bis August 2011 keiner Erwerbstätigkeit nachgegangen sei, obwohl er im besten erwerbsfähigen Alter gewesen und bis dahin keine Beeinträchtigung seiner Gesundheit bekannt gewesen sei. Es sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer auch nach seinem Austritt aus dem Sanatorium C.________ im Dezember 2011 bis zu seinem erneuten Eintritt zur stationären Behandlung im September 2017 weiterhin gesundheitlich beeinträchtigt gewesen sei; jedoch erschienen die Beschwerden des Beschwerdeführers nicht als derart schwer, dass nicht zumindest zeitweise eine Erwerbstätigkeit möglich gewesen wäre. Dass er während 19 Jahren Anwesenheit in der Schweiz nie einer Erwerbstätigkeit nachgegangen sei und auch bis zum Anheben des Widerrufsverfahrens keine entsprechenden Bemühungen nachweisen könne, sei gesamthaft zu einem erheblichen Teil auf sein Verschulden zurückzuführen. Indem der Beschwerdeführer vorbringt, er sei in seiner Arbeitsfähigkeit und seiner Möglichkeit, eine Arbeitsstelle zu finden, eingeschränkt, setzt er sich mit diesen Erwägungen der Vorinstanz nicht hinreichend auseinander.