Citation: 2C_503/2014 E. 2.2

2.2. Ein Nachzug kann insbesondere verweigert werden, wenn einer der Tatbestände von Art. 51 AuG und dabei insbesondere ein Widerrufsgrund nach Art. 62 f. AuG vorliegt (BGE 139 I 330 E. 2.4.1 S. 337 f.). Diesfalls ist, falls der Schutzbereich von Art. 8 EMRK eröffnet ist, die Rechtmässigkeit der mit der aufenthaltsverweigernden Massnahme einhergehenden Einschränkung des Anspruchs auf Privat- und Familienleben gemäss der konventionsrechtlichen Garantie (Art. 8 Ziff. 2 EMRK) ebenfalls zu prüfen. Mit der Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von fünfzehn Monaten hat der Beschwerdeführer den Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG in Verbindung mit Art. 62 lit. b AuG gesetzt, worauf die Migrationsbehörde des Kantons Bern mit Verfügung vom 26. Juni 2009 das Gesuch des Beschwerdeführers um Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung abwies. Diese Verfügung ist angesichts des abgeschriebenen Beschwerdeverfahrens in formelle Rechtskraft erwachsen und bildet nicht Gegenstand des vorliegenden bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahrens. Grundsätzlich würde somit rechtskräftig feststehen, dass der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung hat; dies mit der Begründung, dass er mit seiner Verurteilung zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe einen Grund für eine aufenthaltsbeendende Massnahme gesetzt hat und diese Massnahme als verhältnismässig anzusehen ist (Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG in Verbindung mit Art. 62 lit. b AuG, Art. 96 AuG, Art. 5 Abs. 2 BV). In einer solchen Konstellation ist grundsätzlich auch der Anspruch auf Nachzug zu verneinen (Art. 51 AuG).