Citation: 1B_468/2016 E. 3.4.1

3.4.1. Zur Beurteilung der Wiederholungsgefahr haben die Strafverfolgungsbehörden Dr. med. B.________ um eine psychiatrische Vorabstellungnahme ersucht. Diese liegt seit dem 30. September 2016 vor. Die Gutachterin kommt darin zum Schluss, das Risiko sei hoch, dass der Beschwerdeführer erneut über soziale Medien versuchen werde, mit (prä-) pubertierenden Mädchen Kontakt aufzunehmen und sich über sexuelle Themen auszutauschen oder auch entsprechende Bilder oder Videos zu versenden. Im Vergleich zu solchen sogenannten "hands-off-Delikten" (ohne körperlichen Kontakt) sei das Risiko von "hands-on-Delikten" (mit körperlichem Kontakt) sicherlich geringer. Aufgrund der vorliegenden Informationen sei aber eine Progression erkennbar, so dass das Risiko für solche Delikte mindestens als mittelgradig einzuschätzen sei. Da der Beschwerdeführer nicht alle Informationen offen lege, zum Beispiel nicht damit einverstanden sei, seinen behandelnden Psychiater von der Schweigepflicht zu entbinden, bestehe zudem eine gewisse Unsicherheit, ob alle für die Risikoeinschätzung relevanten Informationen vorlägen.