Citation: I 92/06 16.08.2006 E. 6

Streitig und zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. 6.1 Als Valideneinkommen haben IV-Stelle und Vorinstanz das an der letzten Arbeitsstelle erzielte Jahreseinkommen von Fr. 50'141.- beigezogen. Dieser Betrag wird vom Beschwerdeführer ausdrücklich anerkannt. 6.2 Ebenfalls unbestritten ist das Einkommen, das der Versicherte trotz Behinderung durch eine zumutbare Tätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt erzielen könnte. Dieses beträgt bei Zugrundelegung der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) bei einer 100%igen Tätigkeit Fr. 48'780.- im Jahr. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers, welcher sich auf den Bericht des Dr. med. M.________ vom 24. Januar 2006 abstützt, kann jedoch nicht von einer verbleibenden Arbeitsfähigkeit von lediglich 25 % bis höchstens 35 % ausgegangen werden (vgl. Erw. 5.3 hie vor). Da der Versicherte zu 70 % arbeitsfähig ist, ist der Tabellenlohn entsprechend zu reduzieren, was ein Invalideneinkommen von Fr. 34'146.- ergibt. 6.3 Gemäss Rechtsprechung können persönliche und berufliche Merkmale des Versicherten wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben (BGE 126 V 78 Erw. 5a/cc mit Hinweis). Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann (BGE 126 V 79 Erw. 5b/aa). Der Einfluss aller Merkmale auf das Invalideneinkommen ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen (BGE 126 V 80 Erw. 5b/bb mit Hinweisen). Der Abzug vom statistischen Lohn ist unter Berücksichtigung der jeweils in Betracht fallenden Merkmale auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen (BGE 126 V 80 Erw. 5b/cc). Bei der Überprüfung kann es nicht darum gehen, dass die kontrollierende richterliche Behörde ihr Ermessen an die Stelle der Vorinstanz setzt. Im Rahmen der Unangemessenheit gemäss Art. 132 lit. a OG geht es um die Frage, ob der zu überprüfende Entscheid, den die Vorinstanz nach dem ihr zustehenden Ermessen im Einklang mit den allgemeinen Rechtsprinzipien in einem konkreten Fall getroffen hat, nicht zweckmässigerweise anders hätte ausfallen sollen. Allerdings darf das übergeordnete Gericht sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Vorinstanz setzen; es muss sich somit auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessensausübung als näher liegend erscheinen lassen (BGE 126 V 81 Erw. 6 mit Hinweis). In Anbetracht aller Umstände des Einzelfalles kann nicht davon gesprochen werden, dass der Entscheid des kantonalen Gerichts über die Höhe des behinderungsbedingten Abzuges zweckmässigerweise anders hätte ausfallen sollen. So hat es die gesundheitsbedingten Einschränkungen berücksichtigt. Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erwähnten bescheidenen Qualifikationen und mangelnden Sprachkenntnisse sind dagegen schon in der Verwendung der Tabellenlöhne des Anforderungsniveaus 4 enthalten. Das Alter des Versicherten (zur Zeit des Einspracheentscheides im Februar 2005 gut 40 Jahre) fällt - entgegen der Auffassung in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde - nicht ins Gewicht, da Hilfsarbeiten auf dem hier massgebenden hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 16 ASTG) grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt werden und sich das Alter in diesen Tätigkeiten auch nicht lohnsenkend auswirkt (AHI 1999 S. 242 Erw. 4a). Damit ist vom Invalideneinkommen von Fr. 34'146.- ein behinderungsbedingter Abzug von 15 % vorzunehmen, was zum massgebenden Betrag von Fr. 29'024.- führt. Bei einem Valideneinkommen von Fr. 50'141.- ergibt dies einen Invaliditätsgrad von 42 % und damit Anspruch auf eine Viertelsrente.