Citation: 4A_35/2021 E. 6.20.3

6.20.3. Nach den Feststellungen der Vorinstanz hat die Klägerin in der Berufung weiter zwei konkrete Flüge bemängelt. Bezüglich des Fluges Samedan-Paris Le Bourget-Fairoaks-Samedan vom 1. Oktober 2004 bestritt sie, dass dieser in Zusammenhang mit den Arbeiten stehe, und sie machte geltend, es sei schleierhaft, weshalb ein Zwischenstopp in Paris eingelegt und warum Fairoaks angeflogen worden sei und nicht Farnborough. Der zweite Flug, den die Klägerin konkret bemängelte, betraf am 30. Juli 2004 die Strecke Farnborough-Fairoaks-Altenrhein-Samedan. Sie führte in der Berufung aus, zwischen Farnborough und Fairoaks Iägen 24 Autominuten. Die Vorinstanz erkannte, es sei nicht klar, was die Klägerin mit dem letzten Hinweis sagen wolle. Insbesondere könne in dieser Feststellung keine substanziierte Rüge erkannt werden. Die Beschwerdeführerin hält dies für schon fast böswilligen Formalismus. Es sei offensichtlich, dass die Klägerin damit die Notwendigkeit und Angemessenheit des Fluges bestritten habe. Dem kann nicht gefolgt werden: Dem Hinweis zwischen Farnborough und Fairoaks Iägen 24 Autominuten, kann allenfalls entnommen werden, die Klägerin halte die Zurücklegung dieses Teilstücks mit einem Flugzeug für unangemessen oder nicht notwendig. Inwiefern sich daraus eine Bestreitung der Notwendigkeit und der Angemessenheit des gesamten Fluges ergeben sollte (und nicht nur des Teilstücks) erklärt die Beschwerdeführerin nicht. Problematisch ist der angefochtene Entscheid, soweit die Vorinstanz in Bezug auf den ersten Flug daraus, dass die Klägerin analoge Flüge nicht beanstandet hatte, schliesst, auch der beanstandete sei akzeptiert. Die Klägerin hat in der Berufung gewisse Flüge beispielsweise näher behandelt. Auch wenn die Vorinstanz nicht gehalten war, die nicht explizit gerügten zu prüfen, kann aus einer nicht hinreichenden Berufungsbegründung an sich nicht auf eine Anerkennung geschlossen werden, zumal die Parteien frei sind, welche Posten sie beanstanden wollen. Die Frage braucht aber nicht vertieft zu werden, zumal die Vorinstanz zusätzlich festhielt, gemäss der Rechnungszusammenstellung der Beschwerdegegnerin zu den Flügen der XY116________ AG in den Monaten August und September 2004 sei praktisch immer Fairoaks angeflogen worden und nicht Farnborough. Vor dem Hintergrund, dass die Klägerin in Bezug auf den zweiten Flug selbst ausgeführt hatte, zwischen Farnborough und Fairoaks Iägen 24 Autominuten, ist es gegenwärtig in sich unvereinbar und damit widersprüchlich, wenn sie in Bezug auf den ersten Flug daraus etwas ableiten wollte, dass nicht Farnborough, sondern Fairoaks angeflogen wurde. Anders verhält es sich mit dem Zwischenstop in Paris. Da die Beschwerdeführerin aber nicht rechtsgenüglich ausführt, inwiefern sich dieser zu Ihren Lasten ausgewirkt haben sollte, oder inwiefern daraus zwingend auf einen fehlenden Zusammenhang zum Bauprojekt zu schliessen wäre, ist darauf nicht weiter einzugehen