Citation: 1C_390/2022 E. 6

Weiter rügen die Beschwerdeführenden, die Einhaltung der Planungswerte für Strassenverkehrslärm (gemäss Art. 24 Abs. 1 USG (SR 814.01) und Art. 29 der Lärmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV; SR 814.41) sei nicht nachgewiesen. Sie beanstanden das Lärmgutachten von Grolimund und Partner vom 13. November 2014 (mit Stellungnahme vom 31. März 2015); überdies hätten sich der Verkehr und die Lärmbelastung seither sowohl quantitativ als auch qualitativ verändert. Das Verwaltungsgericht hat - wie schon zuvor das DIJ - ausführlich zu den Rügen der Beschwerdeführenden Stellung genommen. Die Erwägungen der Vorinstanzen werden vom BAFU in seiner Vernehmlassung bestätigt. Dieses legt dar, dass die Messpositionen im Gutachten gut gewählt worden seien. Der Messzeitpunkt spiele aufgrund der Umrechnung auf die jahresdurchschnittlichen Verhältnisse (Normalisierung) eine untergeordnete Rolle. Die auf dem Geoportal des Kantons Bern ausgewiesenen aktuellen Verkehrszahlen (aus dem Jahr 2019) zeigten eine Verkehrsabnahme gegenüber 2014. Es könne daher ausgeschlossen werden, dass mit den heutigen Verkehrsdaten die Planungswerte an den beurteilten Messpositionen überschritten würden. Die Erstellung eines neuen Lärmgutachtens sei nicht notwendig. Es gibt für das Bundesgericht keine Veranlassung, von dieser Einschätzung des BAFU als Lärmschutzfachstelle des Bundes abzuweichen.