Citation: 6B_231/2024 E. 2.2

2.2. Die Beschwerdeführerin macht zusammengefasst geltend, Mitteilungen an Parteien, die einen Rechtsbeistand bestellt hätten, könnten rechtsgültig nur an diesen zugestellt werden. Da die Verfügung vom 20. September 2023 ihr, nicht aber ihrem Rechtsbeistand zugestellt worden sei, hätten die darin gesetzten Fristen nie zu laufen begonnen. Eine Erklärung, wonach sie auf eine Teilnahme am Berufungsverfahren als Partei verzichte, liege weder ausdrücklich noch konkludent vor. Indem die Vorinstanz zu Unrecht von einem Verzicht auf die Verfahrensteilnahme ausgegangen sei, habe sie ihre Parteirechte nicht ausüben können. Darin liege eine Verweigerung des rechtlichen Gehörs (Art. 3 Abs. 2 lit. c StPO, Art. 29 Abs. 2 BV). Dieser Mangel könne im bundesgerichtlichen Verfahren nicht wieder gutgemacht werden, weshalb der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Sache zur Durchführung des Berufungsverfahrens sowie zum neuen Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen sei.