Citation: 8C_779/2023 E. 4.1

4.1. Das kantonale Gericht erwog zunächst, es habe im gleichentags ergangenen Urteil entschieden, dass die arbeitgeberähnliche Stellung des Ehemannes der Beschwerdegegnerin bei der B.________ AG ihrem Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ab dem 2. Januar 2023 nicht entgegenstehe. Die Einsprache vom 7. Februar resp. 3. April 2023 sei demnach nicht aussichtslos gewesen. Zudem sei die prozessuale Bedürftigkeit der Beschwerdegegnerin ausgewiesen. Zur Notwendigkeit einer anwaltlichen Vertretung hielt die Vorinstanz fest, die Beschwerdegegnerin habe einspracheweise ausführlich begründen und belegen müssen, weshalb sie ausnahmsweise trotz einer arbeitgeberähnlichen Stellung ihres Ehemannes bei der B.________ AG Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung habe. Die Rechtsprechung zur analogen Anwendung von Art. 31 Abs. 3 lit. c AVIG auf die Arbeitslosenentschädigung sei umfangreich und komplex. Es hätten sich hier heikle Abgrenzungsfragen gestellt. Unter den gegebenen Umständen habe nicht davon ausgegangen werden können, dass sich die rechtsunkundige Beschwerdegegnerin, die vorwiegend Englisch resp. wenig Deutsch spreche, im Einspracheverfahren ohne anwaltliche Vertretung zurecht gefunden hätte. Da die Einsprachebegründung sowohl in tatsächlicher als auch in rechtlicher Hinsicht anspruchsvoll gewesen sei, falle im Übrigen eine gehörige Interessenwahrung durch eine Verbandsvertretung, Fürsorgestelle oder andere Fach- und Vertrauensleute sozialer Institutionen ausser Betracht. Die Vorinstanz kam deshalb zum Schluss, dass die Notwendigkeit einer unentgeltlichen Rechtsvertretung für das Einspracheverfahren gegeben sei.