Citation: H 122/01 27.05.2002 E. 3

3.- a) Soweit der Beschwerdeführer die Neubemessung der als Nichterwerbstätiger geschuldeten Beiträge durch Rückweisung der Sache an die Vorinstanz beantragt, fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und damit an einer Sachurteilsvoraussetzung. Die Bemessung der festgesetzten Beiträge wurde im vorinstanzlichen Verfahren nicht gerügt und, weil nach der Aktenlage keine Anhaltspunkte für deren Unrichtigkeit bestanden, von der Vorinstanz zu Recht auch nicht geprüft. Dementsprechend bildet der angefochtene Entscheid diesbezüglich keinen Anfechtungsgegenstand, der beschwerdeweise an das Eidgenössische Versicherungsgericht weitergezogen werden könnte. Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist daher insoweit nicht einzutreten, als damit die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur Neubemessung der Beiträge verlangt wird (nicht veröffentlichtes Urteil M. vom 4. Mai 2001, H 313/98, Erw. 2b). b) Am ablehnenden Entscheid würde sich aber selbst dann nichts ändern, wenn eine Überprüfung stattfinden könnte. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Verfügung der Beitragszahlungen für das Jahr 1995 und 1996 sei ohne Berücksichtigung seiner sozialen Verhältnisse erfolgt. Seine Ehefrau und er hätten sechsstellige Summen zur Rettung seiner jüngeren Tochter von der Drogensucht ausgegeben, sodass sie verschiedene Darlehen abzahlen müssten. Sie hätten ohne finanzielle Entschädigung ihre Enkelin bei sich aufgenommen, weil deren Mutter wegen der Drogensucht nicht befähigt gewesen sei, sie zu erziehen. Zudem sei er, der Beschwerdeführer, noch gesundheitlich erheblich angeschlagen, was auch zur vorzeitigen Pensionierung geführt habe. Die Berechnung der Beiträge Nichterwerbstätiger erfolgt in Anwendung einer progressiven Skala auf einem fiktiven Vermögensertrag auf einem rechnerischen Vermögen. Dieses Vermögen setzt sich zusammen aus der Summe von tatsächlichem Vermögen und kapitalisiertem Renteneinkommen. Die Kapitalisierung des Renteneinkommens erfolgt dabei zu einem verordnungsgemässen Satz (Art. 10 AHVG in Verbindung mit Art. 28 ff. AHVV; Käser, Unterstellung und Beitragswesen in der obligatorischen AHV, 2. Aufl. , S. 234 Rz 10.37 f.). Diese durch den Bundesrat erlassene Ordnung zur Bestimmung der Beiträge für Nichterwerbstätige ist bundesrechtskonform (BGE 120 V 166 Erw. 2 mit Hinweisen). Weder Verordnung noch Gesetz sehen vor, dass die Beitragsfestsetzung nach Art. 10 AHVG den individuellen Verhältnissen der von der Verfügung Betroffenen angepasst wird. Die individuelle Berücksichtigung sozialer Härte bei der Einforderung von Beiträgen hat bei der Beitragsherabsetzung (Art. 31 AHVV), beim Beitragserlass (Art. 32 AHVV) oder allenfalls beim Nachzahlungserlass (Art. 40 AHVV) zu erfolgen.