Citation: 4A_523/2017 E. 3.2

3.2. In der "ERLEDIGUNGS-VEREINBARUNG für - Invalidität Bein rechts" vom 27. März 1997 bestätigten die Parteien, für die Folgen des Unfalls vom 9. März 1995 den Betrag von Fr. 16'800.-- "als Abfindung sämtlicher Ansprüche vereinbart zu haben". Die Vorinstanz führte dazu aus, im vorliegenden Fall stehe fest, dass die Parteien eine mögliche Verschlimmerung der Invalidität im Rahmen des Abschlusses der "ERLEDIGUNGS-VEREINBARUNG für - Invalidität Bein rechts" vom 27. März 1997 bei der Bemessung der Invaliditätsleistung ausdrücklich berücksichtigt hätten. Der von der Beschwerdeführerin und ihrem Ehegatten erklärte Verzicht auf eine zusätzliche Leistung, wie er in dieser Vereinbarung enthalten sei, möge sich nach Treu und Glauben zwar ausschliesslich auf mögliche Komplikationen des aus dem Unfall vom 9. März 1995 herrührenden Gesundheitszustands und damit nicht auf eine Verschlimmerung infolge eines weiteren Unfalls beziehen. Die Auslegung der beidseitigen Willenserklärungen der Beteiligten nach dem Vertrauensprinzip führe jedoch eindeutig zur Annahme, dass die Beteiligten eine mögliche Erhöhung des Invaliditätsgrads der Versicherten in Betracht gezogen hätten und unter diesem Titel jeden neuen Anspruch aus dem Unfall vom 9. März 1995 hätten ausschliessen wollen.