Citation: K 94/00 19.02.2002 E. 2

2.- Unbestritten und anhand der Akten ausreichend belegt ist, dass der Versicherte im Rahmen der Durchführung der Nasenoperation (Septumbegradigung und scharfe Conchotomie) spitalbedürftig war. Umstritten ist hingegen die Dauer der Spitalbedürftigkeit. a) Die Vorinstanz hat aufgrund des Berichts des operierenden Arztes Dr. med. W.________, Spezialarzt FMH für Hals-, Nasen-, Ohrenkrankheiten, vom 3. September 1999 zutreffend dargelegt, dass der sechstägige Spitalaufenthalt im vorliegenden Fall nicht zu beanstanden ist. b) Daran vermögen die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgebrachten Einwände nichts zu ändern. aa) Aus den Ausführungen ihres Vertrauensarztes Dr. med. B.________, Allgemeine Medizin FMH, vom 5. Mai 1999 kann die Assura nichts zu ihren Gunsten ableiten. Denn er räumte ein, aufgrund der ihm zur Verfügung stehenden Akten könne er natürlich nicht mit absoluter Sicherheit sagen, ob die sechstägige Hospitalisation vorliegend indiziert gewesen sei. bb) Die Assura verweist im Weiteren darauf, die streitige Operation werde am Spital Z.________ seit Jahren mit grossem Erfolg und zur vollen Zufriedenheit der Patienten in Tageschirurgie (mit ambulanter Entfernung der Tamponaden) durchgeführt. In Basel sei anscheinend eine sechstägige Hospitalisation die Regel. Bis zu einem gewissen Grad seien zwar unterschiedliche Praktiken und medizinische Vorgehensweisen zu akzeptieren, nicht aber derart krasse regionale Unterschiede. Die von ihr vorgeschlagene Limitierung des Spitalaufenthaltes auf drei Tage stelle eine Art Leitlinie dar, von der bei Vorliegen medizinischer Gründe (z.B. bei Komplikationen) abgewichen werden könne. Diesbezüglich ist als Erstes festzuhalten, dass Dr. med. T.________, Chefarzt der Hals-, Ohren- und Nasen-Abteilung, Spital Y.________, im Bericht vom 14. März 2000 zwar ausführte, die streitige Operation sei grundsätzlich auch ambulant möglich; er schränkte diese Möglichkeit aber auf ausgewählte Fälle ein. Dass vorliegend ein ambulanter Eingriff möglich gewesen wäre, macht die Assura nicht geltend. Weiter führte Dr. med. T.________ in Bezug auf den "Normalfall" bei einem jüngeren Patienten (20-30 Jahre) ohne Komplikationen aus, dass ein Spitalaufenthalt von sechs Tagen noch als angemessen und medizinisch indiziert bezeichnet werden kann. Und Dr. med. B.________ legte im Bericht vom 5. Mai 1999 dar, in der Berner Region sei eine drei- bis viertägige Hospitalisation die Regel. Es kann deshalb entgegen dem Vorbringen der Assura nicht gesagt werden, dass vorliegend eine krasse bzw. unverhältnismässige Überschreitung der andernorts üblichen Hospitalisationsdauer gegeben sei.