Citation: 2C_356/2021 E. 7.2

7.2. Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, die Vorgaben des BGFA seien in der vorliegenden Konstellation widersprüchlich. So habe er aufgrund seiner Sorgfaltspflicht einerseits die Verpflichtung, kostengünstig und effizient zu arbeiten und unnötige Aufwendungen zu vermeiden. Weiter habe er sicherzustellen, dass vexatorische und unnötige Forderungen Dritter, die insbesondere als Vermächtnisnehmer keine Rechtsbeziehungen zum Willensvollstrecker hätten, nicht durchgesetzt werden könnten, insbesondere wenn diese - wie die Rechenschaftsablegung - honorarpflichtig seien. Seiner Auffassung nach würde der Wunsch einzelner Vermächtnisnehmer nach einer Rechenschaftsablegung in einer Konstellation des Quotenvermächtnisses - wie vorliegend - die anderen Vermächtnisnehmer benachteiligen.