Citation: 4A_112/2009 15.07.2009 E. 7

Schliesslich beanstandet die Beschwerdeführerin, dass bei der Kostenverteilung der Vergleichsvorschlag von Fr. 1'100'000.-- im Rahmen von § 121 des Gesetzes des Kantons Luzern vom 27. Juni 1994 über die Zivilprozessordnung (ZPO/LU; SRL 260a) nicht berücksichtigt worden sei. Die Vorinstanz bemängelte in dieser Hinsicht eine substantiierte Auseinandersetzung mit der amtsgerichtlichen Eventualbegründung. Die Beschwerdeführerin kritisiert die entsprechende Erwägung der Vorinstanz zu Unrecht als "unbegründet, aktenwidrig und falsch". In Ziffer 36 der Appellationsbegründung behandelte die Beschwerdeführerin zwar das Thema der Kostenverteilung. Sie legte aber nicht substantiiert dar, weshalb die Annahme des Amtsgerichts nicht zutreffen sollte, dass es mangels Aufsplittung des Pauschalbetrags auf die einzelnen "Differenzen und Problempunkte" nicht feststellbar sei, ob ein nach § 121 Abs. 2 lit. b ZPO/LU zu berücksichtigendes Vergleichsangebot unterbreitet wurde. Vor allem hielt die Beschwerdeführerin der Eventualbegründung des Amtsgerichts nichts entgegen, wonach selbst bei Berücksichtigung des gesamten Betrags von Fr. 1'100'000.-- in Anbetracht des Streitwertes von über Fr. 2'600'000.-- nicht behauptet werden könnte, die vollumfänglich obsiegende Beschwerdegegnerin erhalte nicht wesentlich mehr, als ihr von der Beschwerdeführerin für die gütliche Beilegung des Streits vor Klageeinreichung angeboten worden sei. Die Vorinstanz hat dies richtig gesehen. Somit liegt keine Aktenwidrigkeit vor. Eine willkürliche Anwendung von § 121 ZPO/LU macht die Beschwerdeführerin nicht geltend.