Citation: 9C_218/2016 E. 5.1

5.1. Die Vorinstanz ist in sorgfältiger Würdigung der umfassend wiedergegebenen Aktenlage zum Schluss gelangt, es seien keine Anhaltspunkte erkennbar, welche die Beweiskraft insbesondere des Observationsberichts vom 15. Juli 2013 (samt Stellungnahmen der BVM-Spezialisten vom 19. Juli 2013 und des RAD vom 25. Juli 2013) sowie der PMEDA-Expertise vom 23. Januar 2015 (samt Stellungnahme des RAD vom 3. Februar 2015) zu schmälern vermöchten. Gestützt darauf sei als erstellt anzusehen, dass beim Beschwerdeführer im Begutachtungszeitpunkt keine eine Hilflosigkeit im invalidenversicherungsrechtlichen Sinne begründende Diagnose vorgelegen habe. Vielmehr habe der Versicherte eine bewusstseinsnahe demonstrative Darbietung von Einschränkungen gezeigt bzw. nicht vorhandene Symptome vorgetäuscht. Tremor und Ataxie seien vom Beschwerdeführer im Rahmen von Untersuchungen klar verdeutlichend dargestellt worden und hätten sich in vermeintlich unbeobachteten Situationen bei Ablenkung oder auch im Alltag nicht (Simulation) oder zumindest nicht in einschränkendem, invalidenversicherungsrechtlich relevantem Ausmass (Aggravation) objektivieren lassen. Das kantonale Gericht hat im Weiteren mit Blick auf die dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 20. Juli 2010 rückwirkend ab 1. August 2008 zugesprochene Hilflosenentschädigung leichten Grades erkannt, dass die Voraussetzungen einer prozessualen Revision angesichts der Erkenntnisse des Observationsberichts vom 15. Juli 2013in Verbindung mit den diese bestätigenden medizinischen Schlussfolgerungen des PMEDA-Gutachtens vom 23. Januar 2015 als erfüllt zu betrachten seien. Die entsprechenden Ergebnisse sprächen eindeutig dafür, dass die vom Beschwerdeführer (und seinen Familienangehörigen) im Rahmen der am 21. April 2010 vor Ort durchgeführten Abklärung geltend gemachte Angewiesenheit auf eine lebenspraktische Begleitung von Beginn weg nicht gegeben gewesen sei. Der Umstand, dass der Versicherte erwiesenermassen ohne Begleitung Dritter unterwegs sein könne und in der Lage sei, Auto zu fahren sowie soziale Kontakte ohne Beisein von Familienangehörigen zu pflegen, erweise sich als unvereinbar mit dem behaupteten Bedarf an lebenspraktischer Begleitung. Da die Beschwerdegegnerin davon im Zeitpunkt der Zusprechung der Hilflosentschädigung keine Kenntnis gehabt habe und (vor der Observation) auch nicht hatte haben können, stellten die diesbezüglichen Feststellungen neue erhebliche Tatsachen dar, welche eine prozessuale Revision der Verfügung vom 20. Juli 2010 rechtfertigten. Vor diesem Hintergrund seien - so das vorinstanzliche Gericht zusammenfassend - die am 10. November 2015 rückwirkend auf 1. August 2008 verfügte Aufhebung der Hilflosenentschädigung und die darauf basierende Rückforderung der ab 1. November 2010 ausgerichteten Leistungen mit Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 24. November 2015, zumal in betraglicher Hinsicht unbestritten geblieben, nicht zu beanstanden.