Citation: C 312/99 27.01.2000 E. 3

3.- Zu prüfen ist, ob die Verwaltung die Vermittlungs- fähigkeit mit dem Argument der nicht nachweislich gewähr- leisteten Kinderbetreuung verneinen durfte. a) Gemäss den zutreffenden Feststellungen der Vorin- stanz hat die Beschwerdeführerin wiederholt zum Ausdruck gebracht, dass eine Fremdbetreuung ihrer beiden Kinder auf Grund der bisher gemachten Erfahrungen mit der Tagesmutter nicht möglich sei und daher nur eine Tätigkeit in Frage komme, bei der sie diese mitnehmen könne. Im Antrag auf Arbeitslosenentschädigung gab sie an, wegen der Betreuungs- pflicht gegenüber ihren Kindern könne sie nur Haushaltstel- len annehmen. Damit war sie mit Bezug auf die Arbeitsplatz- wahl und die tatsächliche Verfügbarkeit (vgl. Gerhards, Kommentar zum AVIG, Bd. I, N 38 ff. zu Art. 15) derart ein- geschränkt, dass das Finden einer zumutbaren Erwerbstätig- keit äusserst ungewiss erschien. Dass die Beschwerdeführe- rin auf den 1. April 1998 tatsächlich in einem Bauernhaus- halt eine mit Fr. 800.- monatlich entlöhnte Stelle fand, bei der sie ihre Kinder mitnehmen kann, vermag daran nichts zu ändern. Mit dem kantonalen Gericht ist daher die Ver- mittlungsfähigkeit für den zur Diskussion stehenden Zeit- raum vom 16. Februar bis 1. April 1998 zu verneinen. b) Was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorge- bracht wird, vermag zu keinem anderen Ergebnis zu führen. Insbesondere wird von keiner Seite in Zweifel gezogen, dass die Kinder nicht mehr länger der Tagesmutter anvertraut werden konnten. Indem die Beschwerdeführerin indessen die Betreuung der beiden kleinen Kinder erklärtermassen selber übernehmen wollte, hat sie ihre Verfügbarkeit auf dem all- gemeinen Arbeitsmarkt massiv eingeschränkt. Wie von den übrigen Arbeitslosen muss jedoch auch von allein erziehen- den Müttern verlangt werden, ihr Umfeld so zu organisieren, dass sie in der Lage und fähig sind, eine ihnen angebotene oder vermittelte Arbeit zu den üblichen Bedingungen anzu- nehmen. Da auf dem Arbeitsmarkt kaum Stellen zu finden sind, bei denen sich persönliche Kinderbetreuung und Er- werbstätigkeit verbinden lassen, wird die Vermittlungsfä- higkeit von Versicherten mit betreuungsbedürftigen Kindern denn auch vom Nachweis der Sicherstellung der Obhut abhän- gig gemacht (ARV 1993/94 Nr. 31 S. 225 Erw. 3a), welcher hier nicht erbracht ist.