Citation: 9C_532/2019 E. 4.5.1

4.5.1. Der Beschwerdeführer und seine Ehefrau waren in finanzieller Hinsicht in vielerlei Hinsicht miteinander verbunden. So waren beide im Zeitpunkt der Eheschliessung an der X.________ GmbH beteiligt: Der Beschwerdeführer zu 60 % und die Ehefrau zu 24 %. Gemäss Ehe- und Erbvertrag gehörte die Beteiligung des Beschwerdeführers zum Gesamtgut, wohingegen jene der Ehefrau in deren Eigengut fiel. Während der Ehe wechselten die Beteiligungen des Beschwerdeführers zumindest formell betrachtet den Eigentümer, indem die Ehefrau ausweislich der Handelsregistereinträge rund 25 % der X.________ GmbH vom Beschwerdeführer, mithin einem Vermögenswert aus dem Gesamtgut, übernommen hat (SHAB vom... 1994, vom... 2001 und vom... 2005). Nach dem Grundsatz der Unabänderlichkeit der Gütermasse führte dies jedoch zu keinem Wechsel der Gütermassen vom Gesamtgut zum Eigengut der Ehefrau (vgl. Hausheer/Müller, in: Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 6. Aufl., N. 6 f. zu Art. 221 ZGB). Es ist zudem nicht nachgewiesen, dass die Ehefrau diese Anteil mit Mitteln ihres Eigenguts abgekauft hat. Am 25. Dezember 2013 verkaufte die Ehefrau ihre Beteiligungen der X.________ GmbH für Fr. 392'000.- an ihren Sohn B.A.________. Diesem wurde in entsprechendem Umfang ein Darlehen gewährt. Nach dem Prinzip der Surrogation - das besagt, dass der Ersatz eines bestimmten Vermögenswertes einer Gütermasse der gleichen Vermögensmasse zuzuordnen ist (Hausheer/Müller, a.a.O., N. 6 und 9 zur Art. 221 ZGB) - fällt deshalb rund die Hälfte der Darlehensforderung ins Gesamtgut und die andere ins Eigengut der Ehefrau.