Citation: 2C_555/2019 E. 5.3

5.3. In rechtlicher Hinsicht ist das vorinstanzliche Urteil mit Blick auf die Anwendung von Art. 47 Abs. 1 und Abs. 3 AuG sowie Art. 73 Abs. 1 und Abs. 2 VZAE nicht zu beanstanden. Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, hat die fünfjährige Nachzugsfrist für den beschwerdeführenden Sohn spätestens mit der Ausstellung der Niederlassungsbewilligung an seine Mutter am 4. Januar 2010 zu laufen begonnen. Das Gesuch vom 10. Juli 2016 ist damit verspätet eingereicht worden. Gleiches ist mit Blick auf das Gesuch für den beschwerdeführenden Ehemann vom 8. März 2017 zu erwägen. Die fünfjährige Frist für dieses Gesuch hat indes ab dem Tag der Heirat am 22. Oktober 2010 zu laufen begonnen. Wegen des Ablaufs der Fünfjahresfrist hat auch dieses somit als verspätet zu gelten. Dass die Mutter und Ehefrau der Beschwerdeführer am 1. August 2011 vom Kanton Fribourg in den Kanton Luzern umgezogen ist, hat - wie die Vorinstanz zutreffend anerkannt hat - auf den Fristenlauf keinen Einfluss. Andernfalls würde ein blosser Kantonswechsel den Integrationszweck des Fristenregimes für den Familiennachzug nach Art. 47 AuG und Art. 73 VZAE in Frage stellen. Wie die Vorinstanz weiter zu Recht vorbringt, wäre ebenso unerheblich, wenn die sachverhaltliche Rüge des Beschwerdeführers zutreffen würde (vgl. E. 5.2 hiervor). Auf den Lauf der Nachzugsfristen haben die Erfolgsaussichten eines Nachzugsgesuchs keinen Einfluss, zumal es die gesuchsstellende Person selber zu verantworten hat, wenn nicht bereits vor Fristablauf gute Nachzugsbedingungen vorliegen würden. Selbst wenn daher ein Nachzugsgesuch infolge einer ungenügenden Einkommenssituation hätte abgewiesen werden müssen, hätte dies keinen Einfluss auf den Lauf der Nachzugsfristen von Art. 47 Abs. 1 und Abs. 3 AuG sowie Art. 73 Abs. 1 und Abs. 2 VZAE (vgl. Urteil 2C_1154/2016 vom 25. August 2017 E. 2.5). Ein entsprechendes Gesuch ist in jedem Fall vor Ablauf der gesetzlichen Fristen einzureichen.