Citation: 8C_48/2024 E. 4

Die Vorinstanz erwog in verfahrensrechtlicher Hinsicht im Wesentlichen, die IV-Stelle habe zunächst das polydisziplinäre MEDAS-Gutachten vom 28. Dezember 2020 veranlasst. Der psychiatrische und die neuropsychologische Sachverständige hätten sich allerdings in ihren Teilgutachten nicht zur Arbeitsfähigkeit geäussert. Der RAD sei in der Stellungnahme vom 26. November 2020 davon ausgegangen, dies müsse von einem medizinischen Experten nachgeliefert werden. Entgegen dem RAD sei das MEDAS-Gutachten aber vollständig gewesen, da es sich bei der Arbeitsfähigkeitsschätzung um einen juristischen Subsumtionsprozess handle. Deshalb sei das SMAB-Gutachten vom 14. Juni 2021 unnötig gewesen. Da sich der Beschwerdeführer allerdings nochmals neuropsychologisch und psychiatrisch habe begutachten lassen und die SMAB die diesbezüglichen Ausführungen der MEDAS vollumfänglich bestätigt habe, sei der Umstand, dass die SMAB-Begutachtung an sich unnötig gewesen sei, nicht weiter von Bedeutung. In materieller Hinsicht legte die Vorinstanz dar die Gutachten der MEDAS vom 23. Oktober 2020 und der SMAB vom 14. Juni 2021 seien voll beweiswertig. In somatischer Hinsicht stehe gestützt auf das MEDAS-Gutachten fest, dass der Beschwerdeführer in einer ideal angepassten Tätigkeit zu mindestens 80 % arbeitsfähig sei. Laut den neuropsychologischen Sachverständigen der MEDAS und der SMAB seien die Testergebnisse nicht valid gewesen. Das vom Beschwerdeführer veranlasste neuropsychologische "Gegengutachten" der Dr. phil. B.________ vom 3. Mai 2023 vermöge an dieser Beurteilung keine Zweifel zu wecken. Auch die psychiatrischen Gutachter hätten keine Hinweise auf kognitive Funktionsstörungen festgestellt. Abgesehen von geringfügig ausgeprägten depressiven Symptomen hätten sie einen unauffälligen objektiven klinischen Befund erhoben. Ihre Schlussfolgerung, es liege - wenn überhaupt - nur eine leichtgradig ausgeprägte depressive Störung vor, überzeuge ebenso wie das Attest einer nur unwesentlich beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit. Die Akten enthielten keinen Hinweis, der Zweifel an der Überzeugungskraft der neuropsychologischen und psychiatrischen Teilgutachten der MEDAS und der SMAB begründe. Folglich stehe gestützt darauf fest, dass der Beschwerdeführer höchstens an einer leichtgradigen depressiven Störung gelitten habe. Zwar sei nicht nachvollziehbar, weshalb der psychiatrische Sachverständige der MEDAS zur Arbeitsfähigkeit nicht Stellung genommen habe. Dies schade aber nicht, da der psychiatrische SMAB-Sachverständige eine Arbeitsunfähigkeit von 20 % attestiert habe, was als grosszügig erscheine. Es rechtfertige sich nicht, die Arbeitsunfähigkeiten aus somatischer und psychiatrischer Sicht zu addieren. In Berücksichtigung einer teilweisen "Überlappung" könne die Arbeitsunfähigkeit insgesamt höchstens 30 % betragen.