Citation: 2C_584/2015 E. 3.4

3.4. Ein Kreditpunkt entspricht einer Studienleistung, die in 25 bis 30 Arbeitsstunden erbracht werden kann (Art. 2 Abs. 2 Bologna-Richtlinien; Art. 4 Abs. 1 der Verordnung des WBF vom 2. September 2005 über Studiengänge, Nachdiplomstudien und Titel an Fachhochschulen [SR 414.712]). Die 60 ECTS-Credits pro Jahr ergeben somit zwischen 1'500 und 1'800 Arbeitsstunden pro Studienjahr. Bis hier ist der Vorinstanz zuzustimmen. Wenn sie dann aber folgert, die insgesamt 300 Credits würden zwischen 7'000 und 9'000 Unterrichtsstundenentsprechen, und diese den bloss 2'000 Stunden im Lehrgang der Beschwerdeführerin gegenüberstellt, verwechselt sie offensichtlich Arbeits- und Unterrichtsstunden. Im Bologna-Modell werden Kontaktstunden (Präsenzzeit, Unterrichtsstunden) und selbständiges Lernen (neben der Präsenzzeit; Vor- und Nachbereitung, Übungsaufwand, Prüfungsvorbereitung usw.) unterschieden. Massgebend für die Berechnung der ECTS-Credits sind nicht die Unterrichtsstunden, sondern die Arbeitsstunden, die sich aus der Summe der Kontakt- bzw. Unterrichtsstunden und der Stunden für selbständiges Lernen ergeben (CRUS [Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten], Empfehlungen für die Anwendung von ECTS an den universitären Hochschulen der Schweiz, 23. August 2004, Ziff. III.1.1 S. 5; European Higher Education Area/bologna process/European Commission, ECTS Users Guide, S. 10 und 77; SwissUni [Verein universitäre Weiterbildung Schweiz], Empfehlungen für die Anwendung von ECTS in der universitären Weiterbildung, 10. März 2005, Ziff. 1.3, 2.5). Der angefochtene Entscheid beruht somit auf offensichtlich falschen Grundlagen. Die Aktenlage erlaubt dem Bundesgericht, die Sache - teilweise unter eigener aktengestützter Sachverhaltsergänzung (Art. 105 Abs. 2 BGG) - selber zu beurteilen, anstatt sie ein drittes Mal an die Vorinstanz zurückzuweisen.