Citation: 1P.401/2005 26.08.2005 E. 4

Für den Verkehr des Untersuchungsgefangenen mit anderen Personen bestimmt die basellandschaftliche Strafprozessordnung (§ 87 Abs. 5 Satz 1) Folgendes: "Mit anderen Personen [ausser der Verteidigung] dürfen verhaftete Personen nur mit Bewilligung der Verfahrensleitung und im Rahmen der Hausordnung verkehren." Damit wird die Verfahrensleitung zuständig erklärt, dem Gefangenen das Versenden und Empfangen von Briefen zu erlauben. Die gleiche Zuständigkeit gilt für die Überwachung der Briefpost. § 17 Abs. 1 der Verordnung über die Bezirksgefängnisse und Haftlokale der kantonalen Polizeiposten vom 23. Dezember 1997 (SGS 261.61) lautet: "Die ein- und ausgehende Korrespondenz der Gefangenen wird vor der Weiterleitung an den Adressaten der Verfahrensleitung vorgelegt zum Entscheid darüber, ob die Zustellung erfolgen darf. Ausgehende Post ist unverschlossen abzugeben, eingehende Post wird grundsätzlich geöffnet. Anwaltspost wird nach Massgabe der Bestimmungen der StPO ungeöffnet weitergeleitet. (...)"