Citation: 8C_422/2024 E. 3.4

3.4. Mit Mitteilung vom 11. Juni 2019 lehnte die IV-Stelle das Leistungsbegehren um berufliche Massnahmen ab, da aufgrund des damaligen Gesundheitszustands des Beschwerdegegners keine beruflichen Massnahmen möglich waren. Eine rechtskonforme Sachverhaltsabklärung im Sinne der Rechtsprechung lag der Mitteilung nicht zu Grunde. Mit Verfügung vom 16. Dezember 2021 lehnte die IV-Stelle sodann das Leistungsbegehren des Beschwerdegegners nach Einholung eines psychiatrischen Gutachtens, mithin nach rechtskonformer Sachverhaltsabklärung und Beweiswürdigung, ab. Zwar wird im Betreff der Verfügung lediglich der Rentenanspruch erwähnt. Das Leistungsbegehren vom Februar 2019 umfasste jedoch auch die beruflichen Massnahmen. Insoweit ist davon auszugehen, dass mit der Verfügung vom 16. Dezember 2021 auch der Anspruch auf solche Massnahmen abgewiesen wurde, zumal die medizinischen Abklärungen ergeben hatten, dass aus versicherungsmedizinischer Sicht kein relevanter Gesundheitsschaden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorlag und daher eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestand. Demnach gilt vorliegend der 16. Dezember 2021 als massgeblicher Vergleichszeitpunkt, wenn es um die Frage geht, ob eine Veränderung des relevanten Sachverhalts bis zur Neuanmeldung glaubhaft gemacht ist oder nicht.