Citation: 2A.97/2001 07.06.2001 E. 5

5.- a) Damit fehlt es an einem Rechtsanspruch auf Erteilung der Aufenthaltsbewilligung, und auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann gemäss Art. 100 Abs. 1 lit. c Ziff. 3 OG nicht eingetreten werden. Dies gilt auch mit Bezug auf die wegen Rechtsverweigerung erhobene Rüge (vgl. Art. 101 lit. a OG). In der Sache selber kann die Eingabe auch nicht als staatsrechtliche Beschwerde entgegengenommen werden, denn mangels Rechtsanspruch fehlt ein rechtlich geschütztes Interesse und damit die Legitimation zur Ergreifung dieses Rechtsmittels (Art. 88 OG; vgl. BGE 126 II 377 E. 8e S. 398; 122 I 267 E. 1a S. 270, je mit Hinweisen). Unabhängig von der fehlenden Legitimation in der Sache selber kann mit staatsrechtlicher Beschwerde eine Verletzung von Verfahrensgarantien geltend gemacht werden, deren Missachtung eine formelle Rechtsverweigerung darstellt. Das nach Art. 88 OG erforderliche rechtlich geschützte Interesse ergibt sich diesfalls nicht aus einer Berechtigung in der Sache, sondern aus der Berechtigung, am Verfahren teilzunehmen. Eine solche besteht dann, wenn einem Beschwerdeführer im kantonalen Verfahren Parteistellung zukommt. Ist dies der Fall, kann er die Verletzung jener Parteirechte rügen, die ihm nach dem kantonalen Verfahrensrecht oder unmittelbar aufgrund der Bundesverfassung zustehen (BGE 126 I 81 E. 3b S. 86; 122 I 267 E. 1b S. 270, je mit Hinweisen). So kann er beispielsweise geltend machen, er sei nicht angehört worden, habe keine Gelegenheit erhalten, Beweisanträge zu stellen, oder er habe nicht Akteneinsicht nehmen können. Hingegen kann er weder die Würdigung der beantragten Beweise noch die Tatsache, dass seine Anträge wegen Unerheblichkeit oder aufgrund vorweggenommener Beweiswürdigung abgelehnt wurden, rügen. Die Beurteilung dieser Fragen kann nämlich nicht von der Prüfung in der Sache selber getrennt werden; hierauf hat der in der Sache selber nicht Legitimierte keinen Anspruch (BGE 118 Ia 232 E. 1a/c S. 235 f.; 117 Ia 90 E. 4a S. 95; 114 Ia 307 E. 3c S. 313, mit Hinweis). Es bleibt zu prüfen, ob die Eingabe in diesem Rahmen als staatsrechtliche Beschwerde entgegenzunehmen ist. b) Die Beschwerdeführerin wirft dem Verwaltungsgericht vor, es habe die beantragten Beweise über die vergeblichen Bemühungen ihres Vaters bei der Fremdenpolizei "ohne jede Begründung nicht abgenommen, was als flagrante Gehörsverweigerung in einem fundamental entscheidrelevanten Sachverhaltsumstand gerügt wird. " Konkret geht es um behauptete Vorsprachen im September 1997 und am 5. Januar 1998. Die Rüge geht fehl, denn das Verwaltungsgericht hat die betreffenden (sachlichen) Vorbringen in dem von den damaligen Beschwerdeführern selber angegebenen Zusammenhang - ihr Vater habe sich stets um die Zusammenführung der Familie bemüht und das Gesuch um Familiennachzug sei nicht rechtsmissbräuchlich - eingehend geprüft und als glaubhaft behandelt; es kam sodann zum Schluss, dass das Gesuch als solches nicht rechtsmissbräuchlich sei (E. 3 des angefochtenen Entscheids). Auf die Beschwerdeführerin hatte diese Prüfung allerdings keine Auswirkungen, weil sie im Zeitpunkt des formellen Gesuchs bereits 18 Jahre alt war und ein anspruchsbegründendes Abhängigkeitsverhältnis verneint wurde. Darin aber, dass sich das Verwaltungsgericht an den von der Beschwerdeführerin selber vorgegebenen Rahmen gehalten hat, ist keine Rechtsverweigerung zu sehen. c) Schliesslich beanstandet die Beschwerdeführerin, "dass die kantonalen Richter dem besonderen Umstand nicht Rechnung getragen haben, dass die Beschwerdeführerin in ihrer Heimat über absolut keine Angehörigen und Bezugspersonen mehr verfügt, bei denen sie allenfalls Unterschlupf finden könnte und einigermassen sicher aufgehoben wäre. " Soweit sie damit eine Rechtsverweigerung rügen möchte, ist darauf nicht einzugehen, da der Einwand die Beweiswürdigung betrifft und die Beurteilung sich nicht von der Prüfung in der Sache selber trennen liesse (siehe E. 5a). d) Die Beschwerdeführerin hätte im Anschluss an das Urteil des Verwaltungsgerichts, das einzig wegen Fehlens des behaupteten Rechtsanspruchs nicht auf ihre Beschwerde eingetreten ist, auch noch den vorangegangenen Sachentscheid der Fremdenpolizei vom 22. März 2000 im Wege der staatsrechtlichen Beschwerde mitanfechten können, um unabhängig vom Rechtsanspruch zulässige Verfahrensrügen (vgl. dazu oben E. 5a und BGE 114 Ia 307 E. 3c S. 313) hiegegen zu erheben (vgl. BGE 126 II 377 E. 8e S. 397 f.; E. 3b des zur amtlichen Publikation vorgesehenen Urteils vom 18. Mai 2001, 2P.179/2000). Im vorliegenden Fall werden allerdings keine solchen Rügen gegen den Entscheid der Fremdenpolizei vorgebracht (vgl. Art. 90 Abs. 1 lit. b OG).