Citation: 5A_1033/2017 E. 6.2.1

6.2.1. Nach Darstellung des Kantonsgerichts war die Beschwerdeführerin während des ehelichen Zusammenlebens voll erwerbstätig. Dieser eheliche Standard gelte es im Eheschutzverfahren zu wahren, weshalb der Beschwerdeführerin eine volle Erwerbstätigkeit anzurechnen sei. Dies gelte umso mehr, als der Beschwerdegegner die Kinder betreue. Die Beschwerdeführerin habe seit dem erstinstanzlichen Entscheid damit rechnen müssen, dass sie weiterhin einer Vollzeiterwerbstätigkeit nachgehen müsse. Auf die in der Zwischenzeit erfolgte Kündigung ihrer Anstellung und die von ihr geplante Reduktion des Arbeitspensums könne sie sich nicht berufen, zumal Indizien bestünden, dass die Beschwerdeführerin aktiv auf die Auflösung ihres Arbeitsverhältnisses hingearbeitet habe und es sich bei ihrer Arbeitslosigkeit um ein bloss temporäres Phänomen handle, das nichts an der gegebenen Ausgangslage ändere. Der Beschwerdeführerin sei es möglich und zumutbar, innert kürzester Zeit eine neue Anstellung zu finden. Nach einer kurzen Übergangszeit sei der Beschwerdeführerin zusammenfassend ab dem 1. Februar 2018 wieder ein Einkommen aus einer vollen Erwerbstätigkeit von Fr. 4'800.-- im Monat anzurechnen. Bis 31. Juli 2017 sei das tatsächlich erzielte Einkommen von monatlich Fr. 5'100.-- massgebend. Zwischen dem 1. August und dem 31. Januar 2018 beziehe die Beschwerdeführerin sodann Arbeitslosentagegelder im Umfang von 80 % des ursprünglichen Erwerbseinkommens, d.h. von ca. Fr. 4'000.-- im Monat.