Citation: 4C.358/2005 12.02.2007 E. 5

Der Beklagte bestreitet im Weiteren, dass die Voraussetzungen einer Haftung aus aktienrechtlicher Verantwortlichkeit nach Art. 754 OR erfüllt sind. Die Haftung der Organe setzt eine schuldhafte Pflichtverletzung, einen Schaden und einen adäquaten Kausalzusammenhang zwischen der Pflichtverletzung und dem Schaden voraus (BGE 132 III 342 E. 4.1, 564 E. 4.2). 5.1 Die Vorinstanz folgte hinsichtlich der Frage, ob sich der Beklagte eine für einen Schaden adäquat kausale Pflichtverletzung vorwerfen lassen müsse, der Argumentation des Klägers. Danach war seit 1993 ein gewisser E.________ geschäftsführender Direktor, später auch Verwaltungsrat der A.________ AG. Diese nahm von Anlegern Geld entgegen, die sie als Kapitalbeteiligung bei der D.________ Ltd., einer Gesellschaft auf den British Virgin Islands, anzulegen versprach; die D.________ Ltd. sollte alsdann Investitionen in derivative Finanzprodukte tätigen. E.________ leitete allerdings nur einen kleinen Teil der Kundenzahlungen an die D.________ Ltd. weiter und verbrauchte bis Ende 1996 rund Fr. 532'000.-- und im Laufe des Jahres 1997 weitere rund Fr. 775'000.-- für Geschäftsaufwand der A.________ AG, wofür er zu einer Freiheitsstrafe verurteilt wurde. In der Bilanz wurden die entsprechenden Beträge als Eigenkapital der A.________ AG ausgewiesen. Der Beklagte war vom 21. November 1997 an Verwaltungsrat der A.________ AG, als der Abschluss 1996 bereits vorlag. Die Vorinstanz befand, der Beklagte habe diesen von der Revisionsstelle geprüften Abschluss zumindest rechnerisch als richtig ansehen dürfen. Der Abschluss habe aber über die effektive Tätigkeit der Gesellschaft kaum Aufschluss gegeben und etliche Auffälligkeiten enthalten, die zwar noch nicht direkt auf kriminelle Machenschaften hindeuteten, einen pflichtbewussten Verwaltungsrat aber zu eingehenden Recherchen veranlasst hätten. Der Beklagte habe nun die Zahlen ohne weiteres hingenommen und sich einerseits auf die "Sachkunde" E.________s, andererseits auf die Prüfung der Rechnung durch die Kontrollstelle verlassen. Nach seiner Darstellung habe er zwar E.________ mündlich um nähere Auskünfte ersucht, ohne allerdings mindestens zunächst irgend welche Konsequenzen zu ziehen als diese Auskünfte ausgeblieben seien. Erst im Mai 1998 habe er seine Wünsche schriftlich formuliert, und bis zu seinem Rücktritt als Verwaltungsrat im August 1999 habe er nach eigener Darstellung nicht über das nötige Wissen verfügt. Damit sei er seiner Pflicht als Verwaltungsrat nicht hinreichend nachgekommen. Namentlich habe er die Überwachung von E.________ völlig vernachlässigt. Ausser mündlichen Erläuterungen von E.________ habe er über keine Unterlagen verfügt, was die Gesellschaft für Tätigkeiten entfaltete und wie sich das finanziell auswirkte. Der vom Kläger geltend gemachte Schaden liege darin, so die Vorinstanz weiter, dass acht Anleger zur Zeit, als der Beklagte Verwaltungsrat gewesen sei, insgesamt Fr. 298'104.94 für Investitionen in die D.________ Ltd. einbezahlt hätten, die nicht zweckbestimmt angelegt wurden und am Ende für die Investoren verloren waren. Insoweit müsse im Rahmen der hypothetischen Kausalität angenommen werden, der Beklagte hätte bei pflichtgemässer Sorgfalt entdeckt, dass Kundengelder bei der Gesellschaft geblieben und nicht vertragsgemäss in Aktien der D.________ Ltd. angelegt wurden; als pflichtbewusster Verwaltungsrat hätte er sofort sichergestellt, dass weitere Zahlungen auch wirklich vertragsgemäss verwendet würden, wobei anzunehmen sei, das Geld wäre alsdann nicht verloren gegangen. Die Pflichtverletzungen des Beklagten seien damit adäquat kausal für den Schaden von rund Fr. 298'000.--. 5.2 Der Beklagte wendet sich zunächst gegen den Vorwurf einer Verletzung seiner Pflichten als Verwaltungsrat. 5.2.1 Der Verwaltungsrat führt die Geschäfte der Gesellschaft, soweit er die Geschäftsführung nicht übertragen hat (Art. 716 Abs. 2 OR). Die Mitglieder des Verwaltungsrats müssen ihre Aufgaben mit aller Sorgfalt erfüllen (Art. 717 Abs. 1 OR). Für die Sorgfalt, welche der Verwaltungsrat bei der Führung der Geschäfte der Gesellschaft aufzuwenden hat, gilt ein objektiver Massstab. Die Verwaltungsräte sind nicht nur zur Vorsicht verpflichtet, die sie in eigenen Geschäften anzuwenden pflegen (BGE 122 III 195 E. 3a; 113 II 52 E. 3a S. 56; vgl. dazu Forstmoser/Meier-Hayoz/Nobel, Schweizerisches Aktienrecht, Bern 1996, § 28 Rz. 19 ff.). Das Mitglied des Verwaltungsrats, das die Erfüllung einer Aufgabe befugterweise einem anderen Organ überträgt (vgl. Art. 716b Abs. 1 OR), haftet für den von diesem verursachten Schaden, sofern er nicht nachweist, dass er bei der Auswahl, Unterrichtung und Überwachung die nach den Umständen gebotene Sorgfalt angewendet hat (Art. 754 Abs. 2 OR; vgl. auch zum alten Aktienrecht BGE 122 III 195 E. 3a; 114 V 219 E. 4a). Es gehört zu den unübertragbaren und unentziehbaren Aufgaben des Verwaltungsrats, die Oberaufsicht über die mit der Geschäftsführung betrauten Personen wahrzunehmen, namentlich im Hinblick auf die Befolgung der Gesetze, Statuten und Weisungen (Art. 716a Abs. 1 Ziff. 5 OR). Der nicht geschäftsführende Verwaltungsrat ist zwar nicht verpflichtet, jedes einzelne Geschäft der mit der Geschäftsführung und Vertretung Beauftragten zu überwachen, sondern darf sich auf die Überprüfung der Tätigkeit der Geschäftsleitung und des Geschäftsganges beschränken. Dazu gehört, dass er sich laufend über den Geschäftsgang informiert, Rapporte verlangt, sie sorgfältig studiert, nötigenfalls ergänzende Auskünfte einzieht und Irrtümer abzuklären versucht. Ergibt sich aus diesen Informationen der Verdacht falscher oder unsorgfältiger Ausübung der delegierten Geschäftsführungs- und Vertretungsbefugnisse, ist der Verwaltungsrat verpflichtet, sogleich die erforderlichen Abklärungen zu treffen, nötigenfalls durch Beizug von Sachverständigen (BGE 114 V 219 E. 4a; 97 II 403 E. 5b S. 411; Watter, Basler Kommentar, N. 19 f. zu Art. 716a OR; Böckli, Schweizer Aktienrecht, 3. Aufl., Zürich/Basel/ Genf 2004, S. 1555 f.; Forstmoser/Meier-Hayoz/Nobel, a.a.O., § 30 Rz. 49; Widmer/Banz, Basler Kommentar, N. 27 zu Art. 754 OR; Bruno Glaus, Unternehmungsüberwachung durch schweizerische Verwaltungsräte, Diss. St. Gallen 1990, S. 58, 79 f.). Verdachtsmomente können Grund für erhöhte Aufmerksamkeit sein (Watter, a.a.O., N. 13 zu Art. 717 OR). 5.2.2 Die Vorinstanz warf dem Beklagten vor, seiner Pflicht zur Oberaufsicht über die mit der Vertretung und Geschäftsführung betrauten Personen nicht genügt zu haben. Die Gewinn- und Verlustrechnung 1996 habe über die effektive Tätigkeit der A.________ AG kaum Aufschluss gegeben. Zudem habe der Abschluss etliche Auffälligkeiten enthalten, die einen pflichtbewussten Verwaltungsrat zu eingehenden Recherchen veranlasst hätten. Insbesondere habe bei den Aktiven eine nicht weiter präzisierte Position "div. Verrechnungskonti" bestanden, die im Vorjahr noch Fr. 110'000.-- ausgemacht habe, im Berichtsjahr hingegen mit Fr. 370'000.-- beziffert gewesen sei. Bei gesamten Aktiven von Fr. 838'000.-- habe der Beklagte diese völlig undurchsichtige Position nicht ohne nähere Aufschlüsse stehen lassen können; diese habe die Aussagekraft der Bilanz weitgehend entwertet. Unter den Passiven habe die Bilanz "Kundenguthaben" enthalten. Angesichts des statutarischen Zweckes der A.________ AG und den Vorstellungen, die sich der Beklagte von ihrem konkreten Geschäft machte (nämlich die "gute Geschäftsidee", dass man Kunden akquiriere, die ihr Geld direkt in Aktien der D.________ Ltd. anlegten), sollte es in der Bilanz aber gar keine Kundengelder geben. Der Beklagte hätte bei pflichtgemässer Sorgfalt entdecken können, dass früher einbezahlte Kundengelder bei der Gesellschaft verblieben und nicht vertragsgemäss der D.________ Ltd. zugeleitet worden seien. Er hätte sicher stellen müssen, dass weitere Zahlungen, wie den Kunden zugesichert, in Aktien der D.________ Ltd. angelegt werden und nicht einfach zur Deckung der laufenden Betriebsaufwendungen der A.________ AG dienten. Von kraft- und sanktionslosen Ersuchen um Aufschluss abgesehen, habe er sich indessen völlig passiv verhalten. 5.2.3 Es ist unbehelflich, wenn der Beklagte dagegen einwendet, er habe vor seiner Wahl zum Verwaltungsrat geprüft, ob die bestehende Organisation angemessen sei, ob das Rechnungswesen die nötige Information liefere und ob die Buchführung durch eine qualifizierte Revisionsstelle geprüft werde. Denn der gegen ihn erhobene Vorwurf besteht nicht darin, seine Pflicht verletzt zu haben, für eine zweckmässige Organisation des Rechnungswesens zu sorgen (vgl. Art. 716a Abs. 1 Ziff. 3 OR). 5.2.4 Der Beklagte beruft sich im Anschluss daran darauf, dass im Rahmen der so genannten materiellen Prüfung durch die Revisionsstelle auch zu prüfen sei, ob die Jahresrechnung einen sicheren Einblick in die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft biete, mithin ob die einzelnen Posten richtig bewertet seien. Er habe den im Revisionsbericht enthaltenen Angaben vertrauen dürfen, dass die Jahresrechnung entsprechend geprüft worden und die Werthaltigkeit der in der Bilanz aufgeführten Aktiven gegeben sei. Auch insoweit stossen seine Vorbringen ins Leere. Denn dem Beklagten wird nicht vorgeworfen, ihm sei infolge von pflichtwidrigen Unterlassungen entgangen, dass Aktiven nicht richtig bewertet worden seien, sondern dass er trotz einer bezüglich der effektiven Geschäftstätigkeit nicht aussagekräftigen Jahresrechnung und weiteren darin enthaltenen Auffälligkeiten nichts unternommen habe, um über die effektive Geschäftstätigkeit der A.________ AG Aufschluss zu erhalten und zu entdecken, dass früher einbezahlte Kundengelder nicht an die D.________ Ltd. weitergeleitet, sondern zur Deckung von Betriebsaufwand der A.________ AG verwendet worden waren. 5.2.5 Der Beklagte mag sich auch nicht zu entlasten, wenn er vorbringt, im Jahresabschluss der A.________ AG per 31. Dezember 1996 hätten die passivierten Kundenguthaben, d.h. die der D.________ Ltd. geschuldeten Beträge, im Vergleich zu 1995 von Fr. 504'293.-- auf Fr. 36'800.-- abgenommen, und dies sei alles andere als verdächtig gewesen; daraus habe geschlossen werden können, dass die auf Konti der A.________ AG einbezahlten Beträge tatsächlich der D.________ Ltd. zur Verfügung gestellt worden seien, wie es die D.________ Ltd.-Bilanz per 30. Juni 1997 reflektiert habe. Zunächst ist der Beklagte insoweit nicht zu hören, als er sich bei seiner Argumentation auf den Status der D.________ Ltd. per 30. Juni 1997 beruft. Die Vorinstanz hat dazu keine tatsächlichen Feststellungen getroffen (Erwägung 2 vorne). Überdies stellt der Beklagte mit seinen Vorbringen die entscheidwesentlichen Feststellungen der Vorinstanz hinsichtlich der fehlenden Aussagekraft der Bilanz und hinsichtlich der Auffälligkeit, dass in der Bilanz Kundenguthaben aufgeführt waren, die darin nicht hätten figurieren dürfen, nicht in Frage, ebenso wenig wie deren Argumentation, dass ihn dies bei kritischer Haltung zu weiteren Erkundigungen hätte veranlassen müssen. Es kann dem Beklagten auch nicht gefolgt werden, wenn er geltend macht, es hätte für ihn kein Anlass zu weiteren Prüfungen bestanden, nachdem die Jahresrechnung 1996 von der Revisionsstelle auf Gesetzes- und Statutenkonformität geprüft und nicht beanstandet worden sei. Die Vorinstanz hat dazu festgestellt, der Umstand der Nichtweiterleitung von für die D.________ Ltd. bestimmten Kundengeldern sei dem Revisor bekannt gewesen, ohne dass er gestützt darauf Verdacht auf Unregelmässigkeiten geschöpft oder nähere Aufschlüsse verlangt hätte. Sie hat daraus indessen zu Recht geschlossen, dass sich der Beklagte nicht damit entlasten könne, dass es demnach auch der Revisor an der notwendigen Sorgfalt fehlen liess. So wäre der Beklagte angesichts der Unklarheiten bzw. Auffälligkeiten in der Bilanz 1996 unabhängig von der Nichtbeanstandung der Jahresrechnung durch die Revisionsstelle verpflichtet gewesen, sich näheren Aufschluss über die effektive Geschäftstätigkeit der A.________ AG zu verschaffen. 5.2.6 Angesichts der ihm vorgeworfenen Pflichtverletzungen argumentiert der Beklagte auch an der Sache vorbei, wenn er geltend macht, er habe wegen des Umstands, dass Kunden Gelder auf ein Konto einbezahlten, das auf die A.________ AG gelautet und in dem die A.________ AG die Gelder separat gehalten habe, nicht damit rechnen müssen, dass Gelder zweckentfremdet würden. Die Vorinstanz hat eingeräumt, dass die Auffälligkeiten in der Bilanz noch nicht direkt auf kriminelle Machenschaften hinwiesen. Sie hat aber wegen des Umstandes, dass in der Bilanz Kundengelder passiviert worden waren und dass die Rechnung auch bezüglich der Aktivenseite weitgehend nicht aussagekräftig war und über die effektive Tätigkeit der A.________ AG kaum Aufschluss gab, zu Recht geschlossen, ein pflichtbewusster Verwaltungsrat hätte weitere Recherchen anstellen müssen. Auch insoweit sind die Vorbringen des Beklagten unbehelflich, soweit sie in den tatsächlichen Feststellungen im angefochtenen Urteil überhaupt ein Stütze finden und damit zu hören sind (Erwägung 2 vorne). Der Beklagte verkennt auch, was ihm von der Vorinstanz als Pflichtverletzung vorgeworfen wird, wenn er weiter geltend macht, er habe keine Pflichten verletzt, indem er die bei Antritt des Verwaltungsratsmandats angetroffene Verbuchungsart nicht änderte. Dasselbe gilt, soweit sich der Beklagte gegen den vermeintlichen Vorwurf wendet, nicht entdeckt zu haben, dass das Bankkonto der A.________ AG bei der Bank F.________, auf dem Kundengelder deponiert waren, mit einem Pfandvertrag und einer Abtretungserklärung zugunsten der Bank F.________ belastet war. Auch hier stossen seine Ausführungen ins Leere, soweit sie in den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz überhaupt eine Grundlage finden (Erwägung 2 vorne). 5.2.7 Der Beklagte bringt schliesslich vor, die Geschäftsführung und die Führung der Buchhaltung seien vom Verwaltungsrat zulässigerweise an dessen Mitglied E.________ delegiert worden. Dies habe ihn davon entbunden, sich Kenntnisse von den Details der Geschäftsführung zu verschaffen. Soweit der vom Kläger geltend gemachte Schaden darauf zurückzuführen sei, dass die Buchhaltung verzögert nachgeführt wurde, hafte er nicht, da ihm kein Vorwurf hinsichtlich der Auswahl, Unterrichtung und Überwachung des Delegierten und der ihm beigestellten Buchhaltungsstelle gemacht werden könne. Damit er die ihm obliegende oberste Finanzverantwortung hätte wahrnehmen können, wäre er auf Informationen angewiesen, die der Buchhaltung zu entnehmen gewesen wären, die ihm aber vorenthalten worden seien. Dies könne ihm nicht als Nachlässigkeit vorgeworfen werden und habe letztlich zu seinem Rücktritt geführt. Auch damit vermag der Beklagte die ihm vorgehaltenen Pflichtverletzungen nicht zu widerlegen, soweit er sich bei seinen Ausführungen überhaupt auf die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz zu stützen vermag und somit zu hören ist (Erwägung 2). Ihm wurde von der Vorinstanz nicht als Pflichtverletzung angelastet, dass er sich nicht mit Details der Geschäftsführung befasst habe. Vielmehr wird ihm vorgeworfen, dass er sich trotz einer nichts aussagenden Bilanz 1996, die bei Antritt seines Verwaltungsratsmandats vorlag, und darin enthaltenen Auffälligkeiten nicht näher über die effektive Geschäftstätigkeit der A.________ AG sowie deren finanzielle Situation erkundigte und nicht energisch darauf bestand, dass ihm vom Delegierten des Verwaltungsrats, E.________, sofort näherer Aufschluss erteilt werde. Dies betrifft die Grundlagen der Geschäftstätigkeit und nicht Details der Geschäftsführung. Die Vorinstanz hat zu Recht befunden, dass vom Beklagten im Rahmen der Oberaufsicht über den mit der Geschäftsleitung betrauten Mitverwaltungsrat ein anders Verhalten zu erwarten gewesen wäre, ohne überspitzte Anforderungen an die Sorgfalt in der Überwachung der Organmitglieder aufzustellen (vgl. zur diesbezüglichen Überwachungspflicht: Böckli, a.a.O., S. 1609 Rz. 534, S. 1621 Rz. 576; Forstmoser, a.a.O., Rz. 798 und 803; Glaus, a.a.O., S. 81). Ob die Buchhaltung für das Folgejahr "verzögert nachgeführt" wurde und der Beklagte daraus hätte Informationen entnehmen können, aufgrund der er den geltend gemachten Schaden hätte vermeiden können, spielt beim erhobenen Vorwurf keine Rolle. Die diesbezüglichen Vorbringen des Beklagten gehen an der Sache vorbei. 5.2.8 Zusammenfassend hat die Vorinstanz kein Bundesrecht verletzt, indem sie dem Beklagten eine Pflichtverletzung durch Unterlassung von gebotenen Abklärungen vorgeworfen hat. 5.3 Den geltend gemachten Schaden bestreitet der Beklagte als solchen nicht. Er macht lediglich geltend, ersatzpflichtig sei er nur für den widerrechtlich verursachten Schaden und im vorliegenden Fall fehle es mangels Pflichtverletzung an der Widerrechtlichkeit. Dies hat sich nach den vorstehenden Erwägungen indes als unzutreffend erwiesen. 5.4 Der Beklagte bestreitet sodann, dass zwischen den ihm vorgeworfenen Pflichtverletzungen und dem eingetretenen Schaden von rund Fr. 298'000.-- infolge Zweckentfremdung der von acht Anlegern zur Zeit seines Amtes als Verwaltungsrat getätigten Einzahlungen ein adäquater Kausalzusammenhang bestehe. 5.4.1 Die Haftung aus aktienrechtlicher Verantwortlichkeit setzt voraus, dass zwischen der Pflichtverletzung des Organs und dem Schaden sowohl ein natürlicher als auch ein adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 132 III 564 E. 4.2). Die natürliche Kausalität ist gegeben, wenn ein Handeln Ursache im Sinn einer conditio sine qua non für den Eintritt eines Schadens ist. Ob dies zutrifft, ist eine Tatfrage, die nur im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde überprüft werden kann. Rechtsfrage ist demgegenüber, ob zwischen der Ursache und dem Schadenseintritt ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Dies ist eine Wertungsgesichtspunkten unterliegende Rechtsfrage, die nur im Berufungsverfahren überprüft werden kann (BGE 132 III 715 E. 2.2). Nicht nur ein Handeln, sondern auch ein Unterlassen (z.B. Nichtvornahme von gebotenen Abklärungen) kann kausal für die Schädigung eines Anlegers sein. Grundsätzlich unterscheidet die Rechtsprechung auch bei Unterlassungen zwischen natürlichem und adäquatem Kausalzusammenhang. Während bei Handlungen die wertenden Gesichtspunkte erst bei der Beurteilung der Adäquanz zum Tragen kommen, spielen diese Gesichtspunkte bei Unterlassungen in der Regel schon bei der Feststellung des hypothetischen Kausalverlaufs eine Rolle. Es ist daher bei Unterlassungen in der Regel nicht sinnvoll, den festgestellten oder angenommenen hypothetischen Geschehensablauf auch noch auf seine Adäquanz zu prüfen. Die Feststellungen des Sachrichters im Zusammenhang mit Unterlassungen sind daher entsprechend der allgemeinen Regel über die Verbindlichkeit der Feststellungen zum natürlichen Kausalzusammenhang für das Bundesgericht bindend. Nur wenn die hypothetische Kausalität ausschliesslich gestützt auf die allgemeine Lebenserfahrung - und nicht gestützt auf Beweismittel - festgestellt wird, unterliegt sie der Überprüfung im Berufungsverfahren (BGE 132 III 715 E. 2.3). 5.4.2 Die Vorinstanz führte aus, im Rahmen der hypothetischen Kausalität müsse angenommen werden, der Beklagte hätte bei pflichtgemässer Sorgfalt entdeckt, dass Kundengelder bei der Gesellschaft geblieben und nicht vertragsgemäss in Aktien der D.________ Ltd. angelegt wurden; als pflichtbewusster Verwaltungsrat hätte er sodann sofort sichergestellt, dass weitere Zahlungen auch wirklich vertragsgemäss verwendet würden, wobei anzunehmen sei, das Geld wäre diesfalls nicht verloren gegangen. Damit sei die Pflichtverletzung des Beklagten in Verbindung mit den vom Kläger genannten Einzahlungen der acht Kunden nach den Erfahrungen des Lebens und dem gewöhnlichen Lauf der Dinge ursächlich für einen Schaden von rund Fr. 298'000.--. Es kann offen bleiben, ob die Vorinstanz die hypothetische Kausalität damit ausschliesslich gestützt auf die allgemeine Lebenserfahrung - und nicht gestützt auf Beweismittel - festgestellt hat, und ihre Feststellung insoweit für das Bundesgericht im vorliegenden Verfahren überhaupt überprüfbar ist, wie das Kassationsgericht des Kantons Zürich in seinem Entscheid vom 29. September 2006 (S. 13) angenommen hat. Denn der Beklagte vermag insoweit jedenfalls keine Bundesrechtsverletzung aufzuzeigen. 5.4.3 Er macht zunächst geltend, die zweckwidrigen Vermögensabgänge bei der A.________ AG seien darauf zurückzuführen gewesen, dass die Bank F.________ den Habensaldo eines Kontos der A.________ AG, auf dem in die D.________ Ltd. zu investierende Gelder von Kunden lagen, gestützt auf ein Pfandrecht, das ihr daran ohne sein Wissen eingeräumt worden sei, mit dem Sollsaldo auf dem Konto von A.________ AG (Betriebskredit) abgedeckt habe. Selbst wenn er Nachforschungen angestellt hätte und auf die Pfandbestellungen gestossen wäre, hätte er an der vor seinem Amtsantritt erfolgten Verpfändung nichts ändern können, da die Bank F.________ die einmal erhaltene Sicherheit nicht aufgegeben hätte. Diese Vorbringen sind von vornherein unbehelflich, soweit sie in den Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz überhaupt eine Stütze finden und damit zu hören sind (Erwägung 2 vorne). Denn die Vorinstanz hat nicht angenommen, der Beklagte hätte den geltend gemachten Schaden bei pflichtgemässem Handeln damit verhindern können, dass er das Pfandrecht beseitigt hätte. Vielmehr ging sie davon aus, er hätte bei sorgfältigem Vorgehen entdeckt, dass für die D.________ Ltd. bestimmte Gelder in der Vergangenheit nicht vertragsgemäss weitergeleitet worden waren und in der Folge für die korrekte Verwendung von Kundengeldern in der Zukunft gesorgt, so dass diese gar nicht auf das pfandbelastete Konto gelangt wären. 5.4.4 Der Beklagte bestreitet sodann, dass er das effektive Ausmass der Schulden der Gesellschaft bzw. deren Tilgung durch nicht der Gesellschaft gehörende Mittel auch bei noch so eingehender Prüfung der Buchhaltung hätte feststellen können, wie es ja auch die Revisionsstelle nicht habe feststellen können. Die Vorinstanz hat verbindlich festgehalten, der Umstand, dass bestimmte Mittel nicht an die D.________ Ltd. weitergeleitet worden waren, sei dem Revisor bekannt gewesen, ohne dass dieser allerdings gestützt darauf Verdacht geschöpft, geschweige denn nähere Auskünfte verlangt hätte. Wenn sich der Beklagte darauf beruft, auch die Revisionsstelle hätte die Zweckentfremdung von Kundengeldern nicht feststellen können, widerspricht er diesen verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz und ist insoweit nicht zu hören. Zur Begründung, weshalb der Beklagte auch bei eingehender Prüfung nicht in der Lage gewesen wäre, die Zweckentfremdung von Kundengeldern zu entdecken, beruft er sich sodann darauf, er habe nicht erkennen können, dass die Investoren mehr einbezahlt hätten, als es ein Status reflektiert habe, den er für die D.________ Ltd. per 30. Juni 1997 habe erstellen lassen und der Aktiven der D.________ Ltd. von USD 1'364'966.77 bzw. Fr. 1'965'551.-- ausgewiesen habe. Diese auf den Status der D.________ Ltd. per 30. Juni 1997 gestützte Argumentation findet indessen in den tatsächlichen Feststellungen im angefochtenen Urteil ebenfalls keine Grundlage. Der Beklagte kann auch insoweit nicht gehört werden (Erwägung 2 vorne). Weitere Gründe, aus denen nach den Erfahrungen des Lebens und dem gewöhnlichen Verlauf der Dinge pflichtgemässe Recherchen über die Situation der A.________ AG nach Vorliegen der Bilanz 1996 nicht zur Aufdeckung der Zweckentfremdung von Kundengeldern bzw. deren Nichtweiterleitung an die D.________ Ltd. geführt hätten, werden vom Beklagten keine angeführt und sind auch nicht ersichtlich. Es ist demnach bundesrechtlich nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz im Rahmen der hypothetischen Kausalität davon ausging, der Beklagte hätte bei pflichtgemässer Sorgfalt entdeckt, dass E.________ früher einbezahlte Kundengelder nicht vertragsgemäss an die D.________ Ltd. weitergeleitet bzw. für die Gesellschaft veruntreut hatte. 5.4.5 Schliesslich ist es unbehelflich, wenn der Beklagte geltend macht, es hätte bezüglich des geltend gemachten Schadens im Ergebnis nichts genützt, wenn er eingeschritten wäre, nachdem der Revisionsstellenbericht über die Jahresrechnung 1997 vorlag, da die entsprechenden Kundeneinzahlungen und die Verrechnung durch die Bank F.________ bereits vorher ohne sein Wissen erfolgt seien. Denn die Vorinstanz hat dem Beklagten als schadensmitverursachende Pflichtverletzung vorgeworfen, dass er sich nicht bereits nach Antritt seines Verwaltungsratsmandats über die effektive Geschäftstätigkeit der A.________ AG und deren finanzielle Situation erkundigt und ins Bild gesetzt hatte. Welche Auswirkungen ein späteres Einschreiten nach Vorliegen der Jahresrechnung 1997 auf die Entstehung des geltend gemachten Schadens gehabt hätte, ist nicht entscheidwesentlich. 5.4.6 Die Vorinstanz hat damit auch den adäquaten (hypothetischen) Kausalzusammenhang zwischen den vorgeworfenen Pflichtverletzungen und dem geltend gemachten Schaden von rund Fr. 298'000.-- bundesrechtskonform bejaht. 5.5 Der Beklagte bestreitet schliesslich, dass ihn hinsichtlich der vorgeworfenen Pflichtverletzungen ein Verschulden treffe. Allenfalls wäre ein solches als minim zu betrachten. Dieser Umstand wäre bei der Schadenersatzbemessung zu berücksichtigen. Dies habe die Vorinstanz zu Unrecht unterlassen, wobei ihr die Regelung von Art. 759 Abs. 1 OR schlicht entgangen sei. 5.5.1 Sind für einen Schaden mehrere Personen aus aktienrechtlicher Verantwortung ersatzpflichtig, so ist nach Art. 759 Abs. 1 OR jede von ihnen insoweit mit den anderen solidarisch haftbar, als ihr der Schaden aufgrund ihres eigenen Verschuldens und der Umstände persönlich zurechenbar ist. Die mit dieser Bestimmung eingeführte so genannte differenzierte Solidarität bedeutet, dass der Umfang der Ersatzpflicht eines solidarisch Haftenden auch im Aussenverhältnis individuell bestimmt wird. Der Haftpflichtige kann demnach auch im Aussenverhältnis, d.h. dem Geschädigten gegenüber, geltend machen, dass ihn kein oder nur ein geringes Verschulden treffe oder für ihn allenfalls ein anderer Herabsetzungsgrund nach Art. 43 Abs. 1 und Art. 44 OR gelte (BGE 132 III 564 E. 7 S. 577 mit Hinweisen; Corboz, La responsabilité des organes en droit des sociétés, Kommentar, Basel 2005, N. 14, 17 zu Art. 759 OR; Widmer/Banz, a.a.O., N. 4 zu Art. 759 OR; Böckli, a.a.O., S. 2152). Für den Umfang der Ersatzpflicht eines solidarisch Haftenden ist es dagegen unerheblich, ob auch andere für den gleichen Schaden haften. Ebenso wenig spielt der (geringe oder volle) Umfang ihrer Haftung ein Rolle (Corboz, a.a.O., N. 14 f., 18 zu Art. 759 OR). Nicht ohne Bedeutung ist dagegen das Verhalten der anderen im Rahmen des zum Schaden führenden Kausalverlaufs, wenn das Verhalten des in Anspruch genommenen in Anbetracht desselben völlig in den Hintergrund tritt oder dieses sein Verschulden als besonders gering erscheinen lässt (Corboz, a.a.O., N. 15 zu Art. 759 OR). So kann sich der in Anspruch genommene nicht nur darauf berufen, der Kausalzusammenhang zwischen seinem Verhalten und dem Schaden sei angesichts des Verhaltens eines anderen Verantwortlichen unterbrochen worden und seine Haftung entfalle daher mangels adäquaten Kausalzusammenhangs (BGE 127 III 453 E. 5d S. 456 f.; vgl. auch BGE 130 III 182 E. 5.4; 116 II 519 E. 4b S. 524; Corboz, a.a.O., N. 15 zu Art. 759 OR; Widmer/Banz, a.a.O., N. 3 zu Art. 759 OR). Er kann darüber hinaus als Reduktionsgrund geltend machen, sein Verschulden erscheine aufgrund des Verhaltens des anderen als besonders gering, beispielsweise wenn ein Verwaltungsratsmitglied Unregelmässigkeiten gegenüber seinen Mitverwaltungsräten so geschickt verschleiert hat, dass dem in Anspruch genommenen kein schwerer Vorwurf gemacht werden kann, weil er die Handlungen nicht aufgedeckt hat (BGE 127 III 453 E. 5d S. 457; Corboz, a.a.O., N. 15 zu Art. 759 OR). Allerdings nimmt die Rechtsprechung eine Haftungsbeschränkung wegen mitwirkenden Drittverschuldens nur mit grosser Zurückhaltung an, da sonst der Schutz des Geschädigten, den die Solidarhaftung mehrerer Schuldner ihrem Wesen nach anstrebt, weitgehend illusorisch gemacht würde (BGE 127 III 453 E. 5d S. 457; 112 II 138 E. 4a S. 144; 93 II 317 E. 2e/bb S. 323, je mit Hinweisen; Forstmoser/Meier-Hayoz/Nobel, a.a.O., § 36 Rz. 105). 5.5.2 Die Vorinstanz hat diese Grundsätze im vorliegenden Fall korrekt angewendet. Sie lehnte eine vom Beklagten mit der Begründung, sein Verschulden sei äusserst gering, geforderte massive Herabsetzung des Schadenersatzes vollumfänglich ab. Sie hielt dazu fest, eine Reduktion des Schadenersatzbetrages käme in Frage, wenn sich der Beklagte einigermassen ernsthaft bemüht hätte, einen Überblick über die finanzielle Lage der Gesellschaft zu erhalten, es E.________ aber mit Hilfe raffinierter Manöver gelungen wäre, ihn zu täuschen und in Sicherheit zu wiegen. Er habe sich aber nach eigenem Bekunden abgesehen von kraft- und sanktionslosen Ersuchen um Aufschluss völlig passiv verhalten. Es habe daher beim gesetzlichen Normalfall zu bleiben, dass der Beklagte für den ganzen Schaden hafte. 5.6 Dem Beklagten kann zunächst nicht gefolgt werden, soweit er geltend macht, ihn treffe am geltend gemachten Schaden überhaupt kein Verschulden. Der Verwaltungsrat haftet im Rahmen seiner Amtsführung für jedes Verschulden, also auch für leichte Fahrlässigkeit. Dabei gilt nach allgemein anerkannter Auffassung ein objektivierter Verschuldensmassstab. Ein Verschulden ist grundsätzlich immer gegeben, wenn der in Anspruch genommene nicht so gehandelt hat, wie es von einem sachkundigen Organ in der konkreten Stellung objektiv verlangt werden darf (Widmer/Banz, a.a.O., N. 32 zu Art. 754 OR; Forstmoser/ Meier-Hayoz/Nobel, a.a.O., § 36 Rz. 75 ff.; Corboz, a.a.O., N. 40 ff. zu Art. 754 OR). Es unterliegt keinem Zweifel, dass dem Beklagten im vorliegenden Fall ein Verschulden vorzuwerfen ist, wenn er sich trotz der Auffälligkeiten in der A.________ AG-Bilanz 1996 und deren mangelnder Aussagekraft über die effektive Geschäftstätigkeit und die finanzielle Lage der Gesellschaftsgruppe in pflichtwidriger Weise nicht mit Nachdruck darum bemühte, Aufschluss über deren effektive Tätigkeit und finanzielle Lage zu erhalten, womit er nach dem hypothetischen Kausalverlauf den geltend gemachten Schaden von rund Fr. 298'000.-- hätte verhindern können. Nach den mangels Sachverhaltsrügen allein massgeblichen tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz (Erwägung 2 vorne) liegt auch nicht der Fall vor, in dem sich der Beklagte ernsthaft darum bemüht hätte, Aufschluss zu erhalten, es E.________ aber mit raffinierten Verschleierungsmanövern geschafft hätte, ihm die effektiven Vorgänge in der Gesellschaft verborgen zu halten. Die Vorinstanz hat somit kein Bundesrecht verletzt, indem sie das Verschulden des Beklagten angesichts von dessen weitgehend passivem Verhalten nicht als gering bezeichnete, so dass eine Reduktion des Haftungsbetrages in Frage käme. Angesichts der von der Vorinstanz festgestellten mangelnden Aussagekraft der Bilanz 1996 und der Auffälligkeiten in derselben vermag sich der Beklagte zunächst nicht damit zu entlasten, dass der Jahresabschluss von der Revisionsstelle nicht beanstandet worden sei. Er ist sodann nicht zu hören, soweit er darüber hinaus geltend macht, es sei ihm auch angesichts der in der Bilanz der D.________ Ltd. per 30. Juni 1997 enthaltenen Aktiven und der Weise, wie ihm die Situation der A.________ AG zu Beginn seiner Tätigkeit geschildert worden sei, kein Verschulden vorzuwerfen, wenn ihm nicht aufgefallen sei, dass Kundengelder vertragswidrig bei der A.________ AG geblieben waren. Denn mit den entsprechenden Vorbringen erweitert er den vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt unzulässigerweise (Erwägung 2). Dasselbe gilt, soweit er geltend macht, in der Verwaltungsratssitzung vom 15. Dezember 1997 einen Liquiditätsstatus verlangt und bereits auf den 1. Januar 1998 eine zweite Verwaltungsratssitzung einberufen zu haben. Ferner ist es unbehelflich, wenn der Beklagte geltend macht, aus der Bilanz 1996 sei die (bereits damals bestehende) hohe Verschuldung der A.________ AG nicht hervorgegangen, ebenso wenig wie der Umstand, dass das Konto mit der Rubrik "D.________ Ltd." zugunsten der Bank F.________ verpfändet gewesen sei. Denn die Vorinstanz hat ihm nicht zum Vorwurf gemacht, dass er nicht bereits aufgrund der Bilanz erkannt hat, dass die Gesellschaft überschuldet und das Konto mit den Kundengeldern verpfändet sei. Für die Festlegung des vom Beklagten nach Massgabe seines Verschuldens zu erbringenden Schadenersatzbetrages ist schliesslich die Höhe, in der die Mitverantwortlichen E.________ und Dr. B.________ im Adhäsionsprozess bzw. vergleichsweise zur Rechenschaft gezogen wurden, nicht von Bedeutung (vgl. Erwägung 5.5.1; Corboz, a.a.O., N. 15 zu Art. 759 OR). Es hilft daher dem Beklagten auch nicht weiter, wenn er sich darauf beruft, dass der Umfang der Haftung von Dr. B.________ nur auf Fr. 50'000.-- veranschlagt bzw. derjenige von E.________ im Strafurteil nur auf Fr. 196'800.-- beziffert worden sei.