Citation: 4C.150/2004 02.08.2004 E. 4

Im Berufungsverfahren ist das Bundesgericht an die tatsächlichen Feststellungen der letzten kantonalen Instanz gebunden, wenn sie nicht offensichtlich auf Versehen beruhen, unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zustande gekommen (Art. 63 Abs. 2 OG) oder im Hinblick auf den Tatbestand einer anwendbaren Sachnorm ergänzungsbedürftig sind (Art. 64 OG). Werden solche Ausnahmen geltend gemacht, so hat die Partei, die den Sachverhalt berichtigt oder ergänzt wissen will, darüber genaue Angaben mit Aktenhinweisen zu machen. Eine Ergänzung setzt zudem voraus, dass entsprechende Sachbehauptungen bereits im kantonalen Verfahren prozesskonform aufgestellt, von der Vorinstanz aber zu Unrecht für unerheblich gehalten oder übersehen worden sind, was wiederum näher anzugeben ist; andernfalls gelten die Vorbringen als neu und damit als unzulässig (Art. 55 Abs. 1 lit. c und d OG; BGE 130 III 102 E. 2.2 S. 106 mit Hinweisen). Blosse Kritik an der vorinstanzlichen Beweiswürdigung ist im Berufungsverfahren unzulässig (BGE 127 III 73 E. 6a). 4.1 Die Klägerin rügt eine Verletzung von Art. 8 ZGB. Sie begründet diese Rüge damit, im angefochtenen Urteil werde in nahezu allen Punkten die Darstellung des Beklagten übernommen und die Beweismittel der Klägerin würden nicht oder nur ungenügend berücksichtigt. Abgesehen davon, dass der Berufung nicht zu entnehmen ist, mit welchen Beweismitteln die Klägerin nicht zugelassen worden sein soll, verkennt sie mit diesen Vorbringen die Tragweite von Art. 8 ZGB. Diese Bestimmung schreibt dem Sachgericht insbesondere nicht vor, mit welchen Mitteln der Sachverhalt abzuklären ist und wie die Beweise zu würdigen sind. Die Schlüsse, die das kantonale Gericht in tatsächlicher Hinsicht aus Beweisen und konkreten Umständen zieht, sind im Berufungsverfahren nicht überprüfbar (BGE 122 III 219 E. 3c mit Verweisen). Die Klägerin beanstandet die Beweiswürdigung. Art. 8 ZGB ist nicht verletzt. 4.2 Die Klägerin ist überdies nicht zu hören, soweit sie - teilweise gestützt auf die kantonalen Akten - Tatsachen behauptet, die im angefochtenen Urteil nicht festgestellt sind. Zunächst ist die Behauptung der Klägerin unzutreffend, es seien ihr im angefochtenen Urteil 4/5 des Schadens als selbstverschuldet angelastet worden. Die Vorinstanz hat in Erwägung 5 des angefochtenen Entscheides geschlossen, den Beklagten treffe ein überwiegendes Verschulden am Unfall und sie hat den Beklagten zu 70 % für den durch die Klägerin erlittenen Schaden haftbar erklärt. Soweit die Klägerin ihre Rügen auf eine tatsächliche Grundlage stützt, die dem angefochtenen Entscheid widerspricht, ist auf das Rechtsmittel nicht einzutreten. Denn inwiefern auf der Grundlage der verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz zum Unfallhergang Bundesrecht verletzt worden sein sollte, ist den Vorbringen in der Berufung nicht zu entnehmen. Dasselbe gilt für die Ausführungen der Klägerin zu den gesundheitlichen Folgen des Unfalls. Soweit der Berufungsbegründung nicht wenigstens sinngemäss zu entnehmen ist, inwiefern die Klägerin aufgrund der verbindlich festgestellten Tatsachen bundesrechtliche Grundsätze der Genugtuungsbemessung für verletzt erachtet, ist sie im vorliegenden Verfahren nicht zu hören.