Citation: 9C_248/2017 E. 5.2.1

5.2.1. Die Vorinstanz stellte fest, Grundlage der Verfügungen vom 19. November 2009 - welche im Rahmen der Revision im vorliegenden Fall als Vergleichszeitpunkt dienen (BGE 133 V 108 E. 5 S. 110 ff.; 130 V 71 E. 3 S. 73 ff.) - habe die Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 13. März 2009 sowie der Abklärungsbericht vom 8. Oktober 2009 gebildet. Danach benötigte die Versicherte unter anderem beim Anziehen der unteren Körperhälfte, der Schuhe, Hosen, Socken und Stützstrümpfe regelmässig die Hilfe Dritter. Wegen der Kraftlosigkeit in den Händen gelang es ihr nicht, die Knöpfe und Reissverschlüsse zu öffnen oder zu schliessen. Die Beschwerdeführerin gab ausserdem an, am Abend sei sie jeweils so erschöpft, dass sie beim Ausziehen regelmässig die Hilfe der Tochter in Anspruch nehmen müsse. Gemäss den vorinstanzlichen Feststellungen ergab die Abklärung vor Ort damals ausserdem einen Hilfsbedarf im Bereich der Körperpflege. Zur Notwendigkeit einer lebenspraktischen Begleitung hielt das kantonale Gericht fest, diese sei wegen des desolaten psychischen Gesundheitszustands der Versicherten notwendig gewesen. In diesem Rahmen habe sie an der Tagesstrukturierung gearbeitet, sei in alltäglichen Belangen unterstützt worden, habe einen Wochenplan erstellt und eine Begleitung zu Terminen erhalten. Aus dem Abklärungsbericht geht ausserdem hervor, dass die Beschwerdeführerin in der Fortbewegung sehr eingeschränkt war. Laut ihren Angaben verliess sie das Haus auch mit der Gehhilfe nicht mehr alleine. Die öffentlichen Verkehrsmittel konnte sie nicht mehr benutzen.