Citation: 2C_20/2015 E. 5.3

5.3. Die Vorinstanz hat zur Gefahr eines Ehrenmordes ausgeführt, eine solche Gefährdung sei weder ausreichend konkretisiert noch anzunehmen; die Beschwerdeführerin habe schon nach ihrer ersten Scheidung rund ein Jahr und acht Monate bei ihrer Familie gelebt; zudem stehe es ihr frei, sich in einem anderen Landesteil niederzulassen und sich so dem Einfluss der Familie zu entziehen; auch könne sie bei den türkischen Behörden um Schutz ersuchen, welche als schutzfähig und -willig gelten würden. Die Beschwerdeführerin bringt dagegen bloss vor, die Vorinstanz habe nicht beachtet, dass sie Kurdin sei, bei welchen die Gefahr von Ehrenmorden höher sei als bei Türken. Das ändert aber nichts daran, dass die Beschwerdeführerin auch fern von ihrer Familie in einem anderen Teil des Landes leben kann. Angesichts der auch in der Türkei in den letzten Jahren deutlich gestiegenen Scheidungsrate kann jedenfalls nicht in genereller Weise gesagt werden, dass das Leben einer geschiedenen Frau in der Türkei unzumutbar wäre.