Citation: 1B_266/2014 E. 1

Die Staatsanwaltschaft See/Oberland erhob beim Einzelgericht in Strafsachen des Bezirks Hinwil Anklage gegen A.________ wegen Vernachlässigung von Unterhaltspflichten. Die Hauptverhandlung wurde auf den 10. Juli 2014 angesetzt. Der Verteidiger von A.________ beantragte in der Folge die Aufhebung des anberaumten Gerichtstermins und stattdessen die Durchführung des Verfahrens in Deutschland sowie die rückwirkende Neuberechnung der Unterhaltspflicht. Mit Verfügung vom 20. Mai 2014 wies das Einzelgericht in Strafsachen des Bezirks Hinwil den Antrag auf Abnahme der Vorladung ab und trat auf den Antrag auf Abänderung der Unterhaltsbeiträge nicht ein. Dagegen erhob A.________ Beschwerde, welche die III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich mit Beschluss vom 20. Juni 2014 abwies, soweit sie darauf eintrat. Die III. Strafkammer führte zur Begründung zusammenfassend aus, dass nach dem im internationalen Strafrecht geltenden Territorialitätsprinzip das jeweilige nationale Strafrecht für alle im Inland begangenen Straftaten gelte. Beim Tatbestand der Vernachlässigung von Unterhaltspflichten sei der Tatort in der Regel der Aufenthaltsort des Berechtigten. Bezüglich der beantragten Abänderung der Unterhaltsbeiträge verwies die Strafkammer auf die Ausführungen des Bezirksgerichts Hinwil in der angefochtenen Verfügung, wonach dem Strafgericht keine Kompetenz zukomme, Unterhaltsbeiträge abzuändern.