Citation: 2C_691/2018 E. 4.2

4.2. Dem ist entgegen zu halten, dass die Vorinstanz sich keineswegs, was verpönt wäre, alleine auf ausländerrechtliche Motive für den Eheschluss abstützt, sondern eine Vielzahl von Widersprüchen aufgrund der polizeilichen Befragungen der Beschwerdeführerin und ihres Ehegatten (vom Januar 2016) anführt. Wenn die Beschwerdeführerin angibt, sie hätte ihren späteren Ehemann anfangs 2012 kennen gelernt, er dagegen den 25. Juli 2012 als entsprechendes, ungefähres Datum angibt, wobei sie erklärt, sie hätten sich während zehn Tagen nur zwei bis dreimal in einem Restaurant getroffen, während ihr Ehemann von fast täglichen Treffen während drei Wochen berichtet, wobei sie den Tag zusammen verbracht hätten, so sind dies nicht leicht, sondern erheblich unterschiedliche Angaben. Ausserdem ist davon auszugehen, dass die Umstände des Kennenlernens, welche immerhin zu einem Eheschluss führten, auch vier Jahre später noch präsent sind. Im Weiteren hat der Ehemann nicht bloss "den Namen des Kindes" der Beschwerdeführerin nicht auf Anhieb gewusst, denn die Beschwerdeführerin hat zwei Kinder und ihr Ehemann war auch nicht in der Lage, deren Alter zu nennen, obwohl er seit drei Jahren an derselben Wohnadresse gemeldet war wie die Beschwerdeführerin und ihre Kinder. Auch aufgrund des Umstandes, dass der Ehemann seit einem Unfall im Jahr 2011 nicht mehr arbeitsfähig ist und wegen der gesundheitlichen Probleme auf einen "IV-Bescheid" wartet, hätte erwartet werden können, dass die Beschwerdeführerin, gefragt nach allfälligen gesundheitlichen Problemen des Ehemannes, umgehend entsprechend Auskunft gegeben hätte, denn ein solcher Umstand ist existentiell. Im Übrigen hat die Befragung weitere, teilweise erhebliche Widersprüche zu Tage gefördert, etwa dass gemäss Ehemann an der Trauung Goldringe ausgetauscht wurden, wobei im Ring der Beschwerdeführerin seine Initialen eingraviert gewesen seien, während gemäss letzterer keine Ringe ausgetauscht wurden oder dass sie (die Ehegatten) gemäss Ehemann seit der Hochzeit nur ein Mal gemeinsam Ferien in der Türkei verbracht hätten, während die Beschwerdeführerin mit ihrem Ehemann jedes Jahr drei bis vier Wochen Sommerferien in der Türkei verbracht haben will.