Citation: 6B_51/2016 E. 2.4

2.4. Das angefochtene Urteil verletzt in diesem Punkt kein Bundesrecht. Es trifft zu, dass das Gericht nach der Rechtsprechung auf eine Gesamtfreiheitsstrafe nur erkennen kann, wenn es im konkreten Fall für jede einzelne Tat eine Freiheitsstrafe ausfällen würde (BGE 138 IV 120 E. 5.1). Indes kann offenbleiben, ob die Vorinstanz im zu beurteilenden Fall die Delikte und die kriminelle Energie des Beschwerdeführers zu Recht in einem Gesamtzusammenhang betrachtet und nicht näher begründet hat, weshalb sie nicht für jeden Normverstoss der zweiten und dritten Tatgruppe einzeln eine (hypothetische) Strafe ermittelt, sondern in Bezug auf alle diese Delikte eine Freiheitsstrafe als angemessene Sanktion erachtet hat. Denn nach der Rechtsprechung können Rügen, die gegen das erste kantonale Urteil hätten vorgebracht werden können und deren Geltendmachung den Parteien nach Treu und Glauben zumutbar war, gegen das zweite kantonale Urteil nicht mehr vorgebracht werden (BGE 117 IV 97 E. 4a; Urteil 6B_562/2011 vom 5. Dezember 2011 E. 1.3, mit Hinweis). Das Kantonsgericht hatte bereits in seinem Urteil vom 22. November 2011 bei der Bildung der teilweisen Zusatzstrafe - ohne Berücksichtigung einer Verletzung des Beschleunigungsgebots sowie weiterer strafmindernder Gründe - eine Einsatzstrafe von 3 ¾ Jahren Freiheitsstrafe als angemessen erachtet (Urteil vom 22. November 2011 S. 61 ff.). Hiegegen wandte sich der Beschwerdeführer nicht. Er beanstandete insbesondere nicht, dass die Vorinstanz nicht näher begründete, weshalb sie für alle Delikte eine Freiheitsstrafe als angemessene Sanktion erachtete. Er rügte in seiner Beschwerde in Strafsachen lediglich, dass die Vorinstanz bei der Bildung der teilweisen Zusatzstrafe keine Tatgruppen gebildet hat (Beschwerde vom 2. Juli 2012 S. 22; vgl. auch Urteil 6B_390/2012 vom 18. Februar 2013 E. 4.4 und Beschwerde vom 26. März 2014 S. 18 f.). Dasselbe gilt, soweit der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe im Rahmen der Festsetzung der Freiheitsstrafe zur dritten Tatgruppe auch den Tatbestand der Zweckentfremdung von Lohnabzügen gezählt (angefochtenes Urteil S. 20). Wie der Beschwerdeführer zu Recht vorbringt, droht Art. 87 Abs. 3 AHVG lediglich Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen an. Mit Urteil vom 22. November 2011 sprach das Kantonsgericht den Beschwerdeführer in Gutheissung der Anschlussappellation der Staatsanwaltschaft zusätzlich wegen mehrfacher Zweckentfremdung von Lohnabzügen gemäss Art. 87 Abs. 3 AHVG, begangen in der Zeit vom 13. Februar 2003 bis zum 31. Dezember 2006 schuldig (vgl. Urteil des Kantonsgerichts vom 22. November 2011 38 ff.). Bereits in diesem Urteil berücksichtigte das Kantonsgericht diesen Schuldspruch bei der Bildung der teilweisen Zusatzfreiheitsstrafe (Urteil vom 22. November 2011 S. 63). Hiegegen erhob der Beschwerdeführer im Verfahren vor Bundesgericht keine Einwendungen. Die Frage wurde vom Beschwerdeführer auch im Neubeurteilungsverfahren vom 22. Oktober 2013 nicht aufgeworfen. Auf die Beschwerde kann in diesen Punkten nicht eingetreten werden. Schliesslich mag zutreffen, dass die Vorinstanz innerhalb der einzelnen Tatgruppen keine Einsatzstrafe festgelegt hat (Beschwerde S. 14 f.). Nach der Rechtsprechung lässt sich in der Tat besser nachvollziehen, wie die Gesamtstrafe gebildet wurde, wenn eine Einsatzstrafe genannt wird, zumal sich dadurch feststellen lässt, in welchem Ausmass sich die Deliktsmehrheit auswirkt (Urteil 6B_802/2013 vom 27. Januar 2014 E. 3.5 mit Hinweisen). Doch ist im vorliegenden Fall nicht ersichtlich, inwiefern sich das Vorgehen der Vorinstanz nachteilig für den Beschwerdeführer auswirken soll. Dem angefochtenen Urteil lässt sich hinreichend deutlich entnehmen, wie die Vorinstanz zu den einzelnen Teilstrafen gelangt ist. Das Gericht ist grundsätzlich nicht gehalten, in Zahlen oder Prozenten anzugeben, wie es die einzelnen Strafzumessungsgründe gewichtet. Es ist daher bundesrechtlich nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz nicht angibt, in welchem zahlen- oder prozentmässigen Umfang sie dem Asperationsprinzip straferhöhend Rechnung trägt. Im Übrigen ergibt sich aus der einschlägigen Urteilserwägung ohne weiteres, dass die Vorinstanz die asperierten Zusatzstrafen für die Tatgruppen 2 und 3 im Lichte der am schwersten wiegenden ersten Tatgruppe festgesetzt hat, so dass nicht angenommen werden kann, sie habe die unabhängig voneinander zugemessenen Teilstrafen bloss addiert. Im Übrigen kann das Bundesgericht, wo sich die Strafe unter Beachtung aller relevanten Faktoren offensichtlich im Rahmen des dem Sachgericht zustehenden Ermessens hält, das angefochtene Urteil nach ständiger Rechtsprechung auch bestätigen, wenn dieses in Bezug auf die Erwägungen zum Strafmass einzelne Unklarheiten und Unvollkommenheiten enthält. Nur um unwesentliche Ungereimtheiten in der Begründung der Strafzumessung zu korrigieren, kann eine Beschwerde in Strafsachen nicht gutgeheissen werden.