Citation: 6B_1242/2014 E. A

A.a. Am 9. Juni 2011 erhob die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl Anklage gegen den Universitätsprofessor X.________ wegen mehrfacher Nötigung, eventuell Drohung, und mehrfacher sexueller Belästigung. Sie warf ihm vor, er habe ab Sommer 2008 in den Räumen des Akademischen Sportverbands Zürich (ASVZ) die Nähe der Kindergärtnerin A.Y.________ gesucht. Dies sei gegen deren Willen geschehen und habe sie in ihrer Handlungsfähigkeit derart eingeschränkt sowie verunsichert, dass sie den Fitnessclub und ihren Wohnort gewechselt habe. Nach ihrer Erklärung, sie habe einen Freund, habe er sie beschimpft und als "schweinische Lesbe" betitelt. Ende November/Anfang Dezember 2009 habe er sie beim Verlassen der Räumlichkeiten des ASVZ an den Oberarmen festgehalten und ihr gesagt, sie solle ihm den Namen ihres Freundes nennen, sonst werde sie schon sehen, was passiere. Am 5. Januar 2010 habe er ihrem Freund per SMS geschrieben, er danke, dass er sich A.Y.________ einige Male habe ausleihen dürfen. Sex mit Rothaarigen sei doch der beste. Jetzt wisse der Freund zumindest, woran er sei. Ob er für die Brustoperation von A.Y.________ bezahlt habe. Falls ja, bedanke er sich nochmals bestens, und wünsche dem Freund ein gutes neues Jahr. Am 25. Januar 2010 habe X.________ eine E-Mail an die Schulleitung der Primarschule H.________, an das Schulsekretariat H.________, an die Elternmitwirkung H.________ sowie an A.Y.________ und fünf weitere Adressaten gesandt. A.Y.________ sei damals bei der Gemeinde H.________ als Kindergärtnerin angestellt gewesen. In dieser E-Mail habe er sich als Familie I.________ ausgegeben, die nach einem geeigneten Kindergarten für ihre Tochter suche und bei Internetrecherchen festgestellt habe, dass A.Y.________ eine Brustvergrösserung habe vornehmen lassen, was nicht den Werten und Normen dieser Familie entspreche. Ab Ende November 2009 bis zu seiner Verhaftung am 25. Januar 2010 sei X.________ ungefähr zwei Mal wöchentlich im Training an A.Y.________ vorbeigegangen und habe mit der Hand über ihre Brust gestreift. Am 22. November 2011 fand die öffentliche erstinstanzliche Hauptverhandlung am Bezirksgericht Zürich statt. A.b. Am 23. November 2011 berichtete der Journalist G.________ in der Zeitung J.________ unter dem Titel "Der deutsche Professor & die "schweinische Lesbe' - Eine Stalking-Geschichte auf niedrigstem Niveau" über die Anklage und die Gerichtsverhandlung. Illustriert war der Artikel mit Fotos, auf denen X.________ sein Gesicht mit einem Schal verhüllt. Auf der Titelseite wurde mit grossen fetten Lettern "Sex-Stalking - Es begann im Fitness-Raum der Uni Zürich - Deutscher Professor macht Kindergärtnerin das Leben zur Hölle - Es geht um falsche Brüste und perverse SMS - Der unglaubliche Fall" auf den Artikel hingewiesen. Am selben Tag erschien der Artikel von G.________ auch in der Internetausgabe des J.________. A.c. Am 19. Dezember 2011 verurteilte das Bezirksgericht Zürich X.________ aufgrund des Vorfalls von Ende November/Anfang Dezember 2009 wegen versuchter Nötigung und sprach ihn von den übrigen Vorwürfen frei. Bezüglich der SMS vom 5. Januar 2010 und der E-MaiI vom 25. Januar 2010 hatten A.Y.________ und X.________ eine Vereinbarung getroffen. Das Obergericht des Kantons Zürich bestätigte am 11. September 2012 den erstinstanzlichen Schuldspruch und sprach X.________ überdies der mehrfachen sexuellen Belästigung durch Berühren der Brust schuldig. Von der Anklage der mehrfachen Nötigung sprach es ihn frei. Die dagegen gerichtete Beschwerde in Strafsachen wies das Bundesgericht am 13. Juni 2013 ab, soweit es darauf eintrat (Verfahren 6B_666/2012). In der Folge stellte X.________ ein Revisionsgesuch gegen das Urteil vom 11. September 2012, welches das Obergericht am 31. März 2015 abwies. Die dagegen erhobene Beschwerde in Strafsachen wies das Bundesgericht am 2. September 2015 ab, soweit es darauf eintrat (Verfahren 6B_527/2015).