Citation: 6B_568/2020 E. 5.5

5.5. Ferner macht der Beschwerdeführer geltend, die Vorinstanz hätte die Dauer der Landesverweisung nicht auf acht Jahre, sondern auf das gesetzliche Minimum von fünf Jahren festsetzen müssen. Sein Verschulden sei als noch leicht eingestuft worden. Auch seine Legalprognose sei gut. Obwohl seine Strafe um einen Drittel tiefer und die Verletzungen des Beschwerdegegners deutlich geringfügiger ausgefallen seien, als es in einem anderen, jüngeren Entscheid der Vorinstanz der Fall gewesen sei, habe sie den betreffenden Beschuldigten dort "nur" für sieben Jahre des Landes verwiesen (Beschwerde S. 45 f. Ziff. 121 ff.). Ein schwerer persönlicher Härtefall liegt nicht vor. Insofern sind die privaten Interessen des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz nicht als hoch zu gewichten. Die Vorinstanz erwägt, in Anbetracht des Verschuldens, der Brutalität der ausgeführten Tat und der vom Beschwerdeführer ausgehenden Gefahr sei die Dauer der Landesverweisung auf acht Jahre festzusetzen (Urteil S. 36). Sie überschreitet dabei das ihr diesbezüglich zustehende, weite Ermessen gerade noch nicht (siehe ZURBRÜGG/HRUSCHKA, in: Basler Kommentar, Strafrecht I, 4. Aufl. 2019, N. 27 zu Art. 66a StGB; Urteil 6B_690/2019 vom 4. Dezember 2019 E. 5, nicht publ. in BGE 146 IV 105), auch wenn der Beschwerdeführer zu Recht darauf hinweist, dass sein Verschulden als leicht eingestuft und ihm eine gute Legalprognose gestellt wurde. Er lässt indessen unerwähnt, dass die Vorinstanz formell noch von einer guten Legalprognose ausgeht, auch wenn gemäss dem Bericht des Arztes des Beschwerdeführers die Gefahr bestehe, er könne in einem unkontrollierten Erregungszustand mit einer zerstörerischen Kraft Gegenstände demolieren, zerschlagen oder Personen verletzen und er bis heute keine Einsicht oder Reue gezeigt habe (Urteil S. 34).