Citation: 1P.213/2000 06.09.2000 E. 5

5.- Schliesslich wirft der Beschwerdeführer dem Verwaltungsgericht vor, im angefochtenen Urteil Art. 19 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (RPG; SR 700) verletzt zu haben. Mit der geplanten Baute könne keine hinreichende Erschliessung mehr garantiert werden. a) Art. 19 RPG enthält eine allgemeine Bestimmung über die Erschliessung von Bauland. Gemäss Art. 22 Abs. 2 lit. b RPG, auf den sich der Beschwerdeführer allerdings nicht ausdrücklich beruft, ist Voraussetzung einer Baubewilligung, dass das Land erschlossen ist. Im vorliegenden Fall ist das Land, auf dem der geplante Garagenanbau erstellt werden soll, unbestrittenermassen erschlossen. Der Beschwerdeführer macht jedoch sinngemäss geltend, durch diesen Garagenanbau werde die Erschliessung seines eigenen Landes beeinträchtigt, indem die dazu führende Strasse zwischen dem Anbau und der gegenüberliegenden Böschung (Parzelle Nr. 1789) kanalisiert werde. b) Die Anforderungen an die Erschliessung richten sich nach der beanspruchten Nutzung des Grundstücks und nach den massgeblichen Umständen im Einzelfall (vgl. BGE 116 Ib 159 E. 6b S. 166; Walter Haller/Peter Karlen, Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht, 3. Aufl. 1999, Rz. 575). In diesem Sinne hat das Verwaltungsgericht im angefochtenen Entscheid festgestellt, das zur Diskussion stehende Strassenstück beschränke sich ausschliesslich auf die Erschliessung zweier Privathäuser, ohne dem breiten Publikumsverkehr offen zu stehen. Der Beschwerdeführer hält dem entgegen, ausser den Familien der Grundeigentümer Gianom und Kienz werde die Strasse auch "von deren Mietern, Feriengästen, Touristen, Lieferanten usw. benützt"; die Benützung der Erschliessungsstrasse sei nie auf einen gewissen Personen- bzw. Benützerkreis beschränkt worden. Dies mag zutreffen, vermag aber nichts daran zu ändern, dass das Strässchen - auch ohne entsprechende Signalisation - nur einem beschränkten Personenkreis als Zufahrt zu den Liegenschaften Kienz und Gianom dient und die entsprechende Feststellung des Verwaltungsgerichts jedenfalls nicht willkürlich ist. c) Das in Frage stehende Erschliessungssträsschen hat gemäss dem früheren Entscheid des Verwaltungsgerichts (VGE 551/93) im Bereich der Parzelle Nr. 1791 nur eine Fahrwegbreite von 2,67 m, worauf das Verwaltungsgericht im angefochtenen Entscheid hingewiesen hat. Diese Breite steht im vorliegenden Verfahren nicht mehr zur Diskussion. Der Beschwerdeführer legt im Übrigen auch nicht dar, es hätten sich aus dieser Breite von nur 2,67 m je Schwierigkeiten hinsichtlich der Zufahrt zu seiner Parzelle ergeben. Nachdem davon auszugehen ist, dass der geplante Garagenanbau durchwegs eine Fahrwegbreite von 3 Metern frei lässt, erscheint die Annahme des Verwaltungsgerichts, die Erschliessung der Parzelle des Beschwerdeführers werde durch diesen Anbau nicht beeinträchtigt, nicht als willkürlich.