Citation: 1A.150/2000 23.01.2001 E. B

B.- Im Jahre 1993 beabsichtigten A.S.________ und B.S.________, eine Oldtimer-Trockenwerkstatt in die ursprüngliche Lastwagengarage einzubauen. Gemäss Aussagen von A.S.________ und B.S.________ habe der Bausekretär des Bauamtes Heiden ihnen im September 1993 die mündliche Zusage gemacht, dass es für ihr Vorhaben keines Baugesuchs bedürfe. Diese Aussage wird vom Bausekretär bestritten. Am 2. Januar 1994 eröffneten A.S.________ und B.S.________ die gewerbliche Oldtimer-Garage, nachdem sie die bestehende Manngrube geschlossen und dafür zwei moderne Hydrauliklifte sowie, in einer Ecke des Gebäudes, einen separaten Büroraum eingebaut hatten. Im April 1994 wurden sie vom Gemeindebaumeister aufgefordert, nachträglich ein Baugesuch einzureichen. Gegen die nachträgliche Baueingabe vom 11. Mai 1994 (ohne Erwähnung der baulichen Veränderungen) erhob die Dorfbrunnen- und Roosenkorporation (Wasserversorgung) am 4. Juni 1994 Einsprache, weil in der Grundwasserschutzzone S2 keine Autoreparaturwerkstätten zulässig seien. Mit Verfügung vom 1. September 1994 (versandt am 19. April 1995) entschied das kantonale Amt für Umweltschutz, das Baugesuch S.________ werde gewässerschutzpolizeilich verweigert. Gestützt darauf hiess die Baubewilligungskommission Heiden am 19. April 1995 die Einsprache der Dorfbrunnen- und Roosenkorporation gut und verweigerte der Trockenwerkstatt die nachträgliche Baubewilligung.