Citation: 8C_281/2023 E. 3

In Würdigung der medizinischen Aktenlage erkannte die Vorinstanz, es sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Zustand, wie er sich auch ohne den Unfall vom 29. März 2019 früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), per 12. November 2019 erreicht gewesen und die aktuelle Schmerzproblematik nicht unfallkausal sei, sondern einer degenerativen Entwicklung entspreche. Sie erwog, das Unfallereignis sei durchaus geeignet gewesen, eine temporäre Verschlechterung der bereits unfallnah mittels MRI festgestellten degenerativen Veränderungen zu bewirken, jedoch nicht Ursache für den weiteren degenerativen Verlauf. Das kantonale Gericht stützte sich auf die Aktenbeurteilung des beratenden Expertenarztes der Beschwerdegegnerin, PD Dr. med. D.________, vom 12. Mai 2020, der es vollen Beweiswert zumass. In den Akten finde sich keine entgegenstehende medizinische Beurteilung und auch keine Stütze für die Behauptung des Beschwerdeführers, dass der beratende Arzt die MRI-Bilder nicht berücksichtigt habe. Es sei sodann nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin PD Dr. med. D.________ mit einer Aktenbeurteilung beauftragt habe, nachdem dieser den Beschwerdeführer bereits am 29. Januar 2020 zu Handen von Dr. med. E.________, Innere Medizin FMH, untersucht habe, zumal dessen Beurteilungen vom 31. Januar 2020 und 12. Mai 2020 übereinstimmen würden. Schliesslich reiche der Umstand, dass Beschwerden beklagt würden, die vor dem Unfallereignis vom 29. März 2019 noch nicht vorgelegen hätten, für den rechtsgenüglichen Nachweis eines Kausalzusammenhangs nicht aus (zur Unzulässigkeit der Beweismaxime "post hoc ergo propter hoc" vgl. BGE 142 V 325 E. 2.3.2.2; 119 V 335 E. 2b/bb). Die Einstellung der Versicherungsleistungen per 12. November 2019 sei daher nicht zu beanstanden.