Citation: 5A_1004/2021 E. 2.3

2.3. Gemäss Art. 82 SchKG kann der Gläubiger, dessen Forderung auf einer durch öffentliche Urkunde festgestellten oder durch Unterschrift bekräftigten Schuldanerkennung beruht, die provisorische Rechtsöffnung verlangen (Abs. 1). Der Richter spricht dieselbe aus, sofern der Betriebene nicht Einwendungen, welche die Schuldanerkennung entkräften, sofort glaubhaft macht (Abs. 2). Die Voraussetzungen der Bewilligung der provisorischen Rechtsöffnung, besonders das Erfordernis einer Schuldanerkennung im Sinne von Art. 82 Abs. 1 SchKG sowie die Elemente einer solchen Urkunde, gehören zur schweizerischen lex fori; hingegen werden die materiell-privatrechtlichen Fragen, welche die Verpflichtung des Betriebenen berühren, durch die Rechtsordnung gelöst, welche die Kollisionsnormen des internationalen Privatrechts bezeichnen (lex causae; BGE 145 III 213 E. 6.1.3; 140 III 456 E. 2.2.1; Urteil 5A_688/2022 vom 23. November 2022 E. 4.1.1). Das ausländische Recht muss vom Betreibenden, soweit dies von ihm in zumutbarer Weise verlangt werden kann, nachgewiesen werden (BGE 145 III 213 E. 6.1.2; 140 III 456 E. 2.3 und 2.4). Diese Obliegenheit trifft den Betreibenden für die anspruchsbegründenden Elemente. Demgegenüber obliegt es dem Betriebenen, den Inhalt des ausländischen Rechts glaubhaft zu machen, welches für die von ihm erhobenen Einreden und Einwendungen gilt (BGE 145 III 213 E. 6.1.3; Urteil 5A_248/2020 vom 30. Juni 2021 E. 3.4.3, in: Pra 2021 Nr. 112 S. 1138; VEUILLET/ABBET, La mainlevée de l'opposition, 2. Aufl. 2022, N. 111 und 253 zu Art. 82 SchKG; STAEHELIN, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 3. Aufl. 2021, N. 174 zu Art. 82 SchKG).