Citation: U 271/05 13.02.2006 E. 4

4.1 Bezüglich Adäquanz des Kausalzusammenhanges zwischen den ab Herbst 2002 geklagten Beschwerden und dem Unfallereignis vom 2. Oktober 2001 wendet die Beschwerdeführerin ein, die Prüfung dieser Frage sei verfrüht vorgenommen worden. Diesem Einwand ist indessen entgegenzuhalten, dass sich bei Schleudertraumen oder schleudertraumaähnlichen Verletzungen der HWS sowie Schädel-Hirntraumen die dafür massgebenden Kriterien grundsätzlich nach Abschluss des normalen, unfallbedingt erforderlichen Heilungsprozesses beurteilen lassen (Urteil S. vom 8. August 2005, U 158/05, mit Hinweisen). Dieser Zeitpunkt war vorliegend, auch in Anbetracht des Umstandes, dass von einem eher leichten HWS-Distorsionstrauma auszugehen ist, erreicht, wurde doch die zur Behandlung verordnete Physiotherapie am 5. Februar 2002 abgeschlossen und hatte die Beschwerdeführerin bereits am 8. Januar 2002 ihr Arbeitspensum wieder vollumfänglich aufgenommen. 4.2 Da - entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin - nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von ausschliesslich organischen Befunden ausgegangen werden kann, welche die aktuellen Beschwerden erklären, stellt sich die Frage, ob die Adäquanz nach der Rechtsprechung für Schleudertrauma oder für psychische Fehlentwicklungen nach einem Unfall zu beurteilen ist. Die geklagten Beschwerden der Nackenmuskulaturverspannungen, Kopfschmerzen sowie Visusstörungen gehören zum typischen Beschwerdebild eines Distorsionstraumas der HWS und sind im Vergleich zu allfälligen psychischen Beschwerden nicht vollständig in den Hintergrund getreten, sodass die Adäquanz des Kausalzusammenhangs - entgegen dem kantonalen Gericht wie dies die SUVA getan hat - anhand der Rechtsprechung für Schleudertrauma-Verletzungen (BGE 117 V 359) vorzunehmen ist. Es ist deshalb für die Adäquanzprüfung nicht zwischen psychischen und somatischen Komponenten zu unterscheiden. 4.3 Bei der im Rahmen der Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs vorzunehmenden Kategorisierung ist die Auffahrkollision vom 2. Oktober 2001 aufgrund des Geschehensablaufs und der erlittenen Verletzungen mit der Vorinstanz den mittelschweren Verletzungen zuzuordnen. Der adäquate Kausalzusammenhang ist demzufolge zu bejahen, falls ein einzelnes der nach der Rechtsprechung einzubeziehenden Kriterien (besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; Dauerbeschwerden; ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger Heilverlauf und erhebliche Komplikationen; Grad und Dauer der Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit; BGE 117 V 366 ff. Erw. 6a) besonders ausgeprägt vorhanden ist, oder die massgebenden unfallbezogenen Kriterien insgesamt in gehäufter respektive in auffallender Weise gegeben sind. Das kantonale Gericht hat dies in Bezug auf die somatischen Beschwerden mit eingehender Begründung verneint. Auf die überzeugenden Ausführungen kann bezüglich sämtlicher Beschwerden verwiesen werden, so dass der angefochtene Entscheid im Ergebnis nicht zu beanstanden ist.