Citation: 5A_859/2020 E. 4

Allerdings hat die Vorinstanz in einer Eventualbegründung festgehalten, dass die Beschwerdeführerin bereits Anfang Juni 2020 Kenntnis vom Zahlungsbefehl erhalten habe. Gehe man von einer wöchentlichen Leerung des Briefkastens aus, müsse der Zahlungsbefehl spätestens am 5. Juni 2020 bei der Beschwerdeführerin eingetroffen sein. Die Beschwerdeführerin habe selbst bestätigt, dass die Mitarbeiterin der Abteilung Finanzen den Zahlungsbefehl Anfang Juni 2020 entgegengenommen habe. Falls die betriebene Partei trotz fehlerhafter Zustellung vom Zahlungsbefehl Kenntnis erlange, beginne dieser nach konstanter Rechtsprechung damit - im Zeitpunkt der Kenntnisnahme - seine Wirkung zu entfalten, wodurch auch die Frist zur Erhebung eines Rechtsvorschlags ausgelöst werde. Die Frist zur Erhebung des Rechtsvorschlags habe deshalb spätestens zu diesem Zeitpunkt zu laufen begonnen. Dabei könne sich die Beschwerdeführerin nicht darauf berufen, dass der Zahlungsbefehl intern nicht richtig abgelegt bzw. behandelt worden sei. Mit diesen Erwägungen setzt sich die Beschwerdeführerin nicht auseinander. Sie beharrt bloss auf ihrer Sichtweise, die Mitarbeiterinnen C.________ und D.________ hätten vom Zahlungsbefehl erst am 19. Juni 2020 Kenntnis erhalten, sodass die zehntägige Frist zur Erhebung des Rechtsvorschlags am 20. Juni 2020 zu laufen begonnen habe. Der Beschwerde ist indes nicht zu entnehmen, weshalb es auf den von der Vorinstanz als entscheidend erachteten Umstand, dass eine andere Mitarbeiterin der Abteilung Finanzen den Zahlungsbefehl bereits lange vor diesem Datum entgegengenommen hat, nicht ankommen soll. Damit fehlt es formell an einer rechtsgenüglichen Beanstandung dieser den angefochtenen Entscheid selbständig tragenden Begründung.