Citation: 1C_697/2021 E. 5.5.2

5.5.2. Bezüglich der Verletzung der Gemeindeautonomie sowie der Missachtung von Planungszielen und -grundsätzen nach dem RPG bringt die Beschwerdeführerin vor, der kommunalen Baubehörde stehe eine relativ grosse Entscheidungsfreiheit bei der Abwägung der verschiedenen öffentlichen und privaten Interessen zu. Ihre Entscheidungsfreiheit habe die kommunale Baubehörde sachgerecht ausgeübt, indem sie richtplanerische Festsetzungen und die Sanierung von Bestandesbauten mit hohen Überschreitungen der IGW deutlich höher gewichtet habe als die bare Einhaltung der Lärmgrenzwerte. Die kantonale Fachstelle habe diese Güterabwägung bestätigt. Mit dieser Argumentation verkennt die Beschwerdeführerin, dass eine sachgerechte Interessenabwägung im Sinne von Art. 31 Abs. 2 LSV eine vertiefte Auseinandersetzung der Bauherrschaft mit Möglichkeiten zur Optimierung des Lärmschutzes voraussetzt. Diesen Nachweis hat die Bauherrschaft nicht erbracht. Entsprechend fehlte es den Interessenabwägungen der kommunalen Baubehörde und der kantonalen Fachstelle an einer notwendigen Grundlage. Eine Verletzung der Gemeindeautonomie oder der Planungsziele und -grundsätze des RPG liegt nicht vor.