Citation: 6B_453/2023 E. 2.3.1

2.3.1. Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe es unterlassen, den freiwilligen Tatabbruch als Strafminderungsgrund zu berücksichtigen. In diesem Zusammenhang erwägt die Vorinstanz, den Videoaufnahmen sei zu entnehmen, der Beschwerdeführer habe nicht aus eigenem Antrieb aufgehört, mit dem Messer auf B.________ einzuwirken; vielmehr seien die weiteren Anwesenden zwischen den Beschwerdeführer und B.________ getreten und hätten ihn von weiteren Attacken abgehalten. Dass der Beschwerdeführer dabei das Messer hinter seinem Körper gehalten habe, ändert nichts an der willkürfreien Feststellung der Vorinstanz. Ein vollendeter Versuch nach Art. 22 Abs. 1 StGB liegt vor, wenn die strafbare Tätigkeit zu Ende geführt wird, aber der tatbestandsmässige Erfolg nicht eintritt (vgl. oben E. 1.4.2). Durch das Einwirken mit dem Messer auf den Brustkorb des Opfers war der Versuch der schweren Körperverletzung vollendet. Selbst wenn der Beschwerdeführer von sich aus aufgehört hätte, B.________ weiter mit dem Messer zu verletzen, läge somit kein Rücktritt von der Tat aus eigenem Antrieb vor und es wäre weder eine Strafmilderung gemäss Art. 23 Abs. 1 StGB noch eine Strafminderung vorzunehmen (vgl. Urteil 6B_1206/2016 vom 16. Mai 2017 E. 2.2). Die entsprechende Rüge des Beschwerdeführers erweist sich als unbehelflich.