Citation: K 55/99 02.05.2000 E. 2

2.- a) Die Beschwerdeführerin leitet eine Leistungspflicht der Helsana für den stationären Aufenthalt in der Klinik X.________ vorab aus dem Vertrauensgrundsatz ab. Sie beruft sich auf die Mitteilung der Regionaldirektion Olten der Krankenkasse Helvetia vom 11. März 1994 und macht geltend, damit sei eine Kostenübernahme unter der Voraussetzung der von Dr. D.________ in der Folge bestätigten Spitalbedürftigkeit zugesichert worden. Das Schreiben der Krankenkasse vom 8. April 1994 stelle keinen Widerruf der Zusicherung dar, indem wiederum nur eine Kostengutsprache zum Voraus abgelehnt, nicht aber eine nachträgliche Übernahme der Kosten verweigert worden sei. Selbst wenn das zweite Schreiben der Krankenkasse anders ausgelegt würde, müsste sich die Krankenkasse beim Verständnis behaften lassen, welches die Beschwerdeführerin den Erklärungen der Kasse in guten Treuen habe beimessen können. Gestützt auf deren Zusicherung habe die Beschwerdeführerin bzw. ihr Ehemann Dispositionen getroffen, die nicht rückgängig gemacht werden könnten und einen Bankkredit in Höhe von Fr. 30'000. - aufgenommen. b) Wie die Vorinstanz zu Recht feststellt, kann von einer nach dem Grundsatz von Treu und Glauben leistungsbegründenden Zusicherung seitens der Beschwerdegegnerin nicht die Rede sein. Mit dem Schreiben vom 11. März 1994 hat die Krankenkasse in allgemeiner Form über die Leistungen bei Aufenthalt in der Klinik X.________ orientiert und eine Kostengutsprache zum Voraus (d.h. vor Prüfung des konkreten Falls) abgelehnt. Am 8. April 1994 hat sie nach Rücksprache mit dem Vertrauensarzt ausdrücklich festgestellt, dass für den vorgesehenen Aufenthalt in der Klinik X.________ keine Kostengutsprache erteilt werden könne. Für die Beschwerdeführerin stand damit bereits längere Zeit vor Antritt des geplanten Klinikaufenthaltes fest, dass die Krankenkasse ungeachtet der von Dr. D.________ am 21. März 1994 bestätigten Spitalbedürftigkeit nicht bereit war, Leistungen zuzusichern. Wenn die Beschwerdeführerin in der Folge dennoch in die Klinik eingetreten ist, hat sie dies im Wissen um die fehlende Kostengutsprache und damit auf eigenes Risiko getan. Ein Anwendungsfall für den Grundsatz von Treu und Glauben liegt nicht vor (vgl. BGE 121 V 66 Erw. 2).