Citation: K 128/00 14.09.2001 E. 3

3.- Aus dem Gesagten folgt, dass die von der ASSURA am 14. Mai 1999, somit während der mitgeteilten Abwesenheit versuchte Zustellung des Einspracheentscheides vom 12. Mai 1999 unbeachtlich ist und die 30tägige Beschwerdefrist gemäss Art. 86 Abs. 1 KVG nicht in Gang zu setzen vermochte. Da die Beschwerdeführerin demnach erstmals im Verlaufe des kantonalen Beschwerdeverfahrens - mit Verfügung der Vorinstanz vom 2. Dezember 1999 - rechtsgültig Kenntnis vom Einspracheentscheid erhalten hat, wird das kantonale Gericht, an welches die Sache zurückzuweisen ist, erneut über deren Rechtsverzögerungsbeschwerde zu befinden haben. Hiebei wird namentlich die Rechtsprechung zu berücksichtigen sein, wonach ein schutzwürdiges Interesse der Beschwerde führenden Partei in der Regel nur dann gegeben ist, wenn dieses sich nicht nur bei der Beschwerdeeinreichung, sondern auch noch im Zeitpunkt der Urteilsfällung als aktuell und praktisch erweist (BGE 123 II 286 Erw. 4, 118 Ia 53 Erw. 3c, 118 Ib 359 Erw. 1a, 111 Ib 58 Erw. 2a mit Hinweisen). Falls das schutzwürdige Interesse im Laufe des Verfahrens dahinfällt, ist die Beschwerde grundsätzlich als gegenstandslos oder erledigt abzuschreiben (Art. 72 BZP in Verbindung mit Art. 40 und Art. 135 OG; BGE 118 Ib 7 Erw. 2). Ferner ist die Vorinstanz gehalten, auf die Eingabe der Beschwerdeführerin vom 22. Dezember 1999, worin diese fristgemäss ihr Nichteinverständnis mit dem Einspracheentscheid erklärt und begründet hat, als rechtsgenüglich erhobener Beschwerde einzutreten und materiell zu urteilen.