Citation: 2C_523/2023 E. 5.2

5.2. Im Übrigen ist das Urteil der Vorinstanz in Bezug auf die weiteren Voraussetzungen der Anordnung der Ausschaffungshaft (vgl. vorne E. 4.1) nicht zu beanstanden: Gegen den Beschwerdeführer liegt eine (sogar rechtskräftige) strafrechtliche Landesverweisung vor. Angesichts seines bisherigen Verhaltens, und insbesondere des Umstands, dass er sich in der Vergangenheit dem Vollzug der Landesverweisung bereits mehrmals widersetzte und auch schon untergetaucht ist (vgl. vorne A.), ist der Haftgrund der sog. Untertauchensgefahr (Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 und 4 AIG; vgl. dazu auch BGE 140 II 1 E. 5.4; 130 II 56 E. 3.1; sowie das Urteil 2C_233/2022 vom 12. April 2022 E. 4.1 jeweils mit Hinweisen) mit der Vorinstanz ohne Weiteres zu bejahen. Auch wurde das Beschleunigungsgebot bislang gewahrt, und erweist sich die ausländerrechtliche Inhaftierung - wenigstens im heutigen Zeitpunkt - im Hinblick auf die Sicherstellung des Vollzugs der Landesverweisung auch als verhältnismässig. Nicht zu folgen ist dem Beschwerdeführer zudem insofern, als er andeutet, die Haft sei unverhältnismässig, weil Ersatzmassnahmen im Sinne einer Meldepflicht geeigneter und milder wären: angesichts seines bisherigen Verhaltens - gerade auch des bereits erwähnten Untertauchens im Hinblick auf den drohenden Vollzug im August 2022 - ist keine mildere Massnahme ersichtlich, die geeignet wäre, den Vollzug der Landesverweisung sicherzustellen.