Citation: 9C_191/2023 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz ist zunächst zum Schluss gelangt, gestützt auf das bundesgerichtliche Urteil 8C_238/2014 vom 1. Juni 2015, mit welchem der die Verfügung der IV-Stelle vom 5. November 2013 bestätigende Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 19. Februar 2014 geschützt worden sei, könne für sämtliche Verfahrensbeteiligten verbindlich angenommen werden, dass der Beschwerdeführer im Verfügungszeitpunkt in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig gewesen sei. Anhaltspunkte für eine offensichtlich unhaltbare - und damit für die Beschwerdegegnerin nicht bindende - Invaliditätsbemessung lägen nicht vor. In Rechtskraft erwachsen sei sodann die Verfügung der IV-Stelle vom 29. Juni 2016, mit der auf die Neuanmeldung des Beschwerdeführers von Mitte November 2015 mangels Glaubhaftmachens einer gesundheitlichen Veränderung nicht eingetreten worden sei. In Anbetracht dieser Sachlage erscheine es überwiegend wahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer im Zeitraum vom 5. November 2013 bis mindestens 29. Juni 2016 unverändert, mithin in einer leidensadaptierten Tätigkeit uneingeschränkt arbeitsfähig gewesen sei; auch die für das polydisziplinäre Gutachten der estimed AG vom 29. Dezember 2019 verantwortlichen Fachärzte seien im Übrigen erst ab Juli 2016 von einer einschneidenden Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustands ausgegangen. Damit fehle es - so das kantonale Gericht abschliessend - am zeitlichen Konnex zwischen der während des Vorsorgeverhältnisses bei der Beschwerdegegnerin eingetretenen Arbeitsunfähigkeit, die zur Zusprache einer ganzen Invalidenrente der Invalidenversicherung für die Zeit vom 1. Mai 1998 bis 31. Dezember 2013 geführt habe, und der später (wieder) eingetretenen Invalidität, weshalb eine Leistungspflicht entfalle.