Citation: 8C_33/2008 20.08.2008 E. 6.2

6.2.1 Der die Versicherte behandelnde Neurologe Dr. med. V.________ ging bereits im Bericht vom 24. September 2004, mithin knapp eineinhalb Monate nach dem Unfall vom 13. August 2004, von einer erheblichen posttraumatischen Belastungsstörung aus. Der Hausarzt Dr. med. S.________ stellte im Bericht vom 22.Oktober 2004 eine depressive Verstimmung fest. Die Dres. med. N.________, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, Sozialmedizin, Chefarzt, sowie Y.________, Stationsarzt, Klinik Z.________ AG, gingen aufgrund der Hospitalisation der Versicherten vom 2. bis 6. Januar 2005 davon aus, es liege ein erhebliches, somatoform ausgestaltetes Schmerzsyndrom vor. Weiter stellten sie unter anderem eine depressive Stimmungslage und Niedergeschlagenheit fest (Bericht vom 28. Januar 2005). Der Psychotherapeut Dr. med. T.________ führte im Bericht vom 26. Februar 2005 aus, die Versicherte, die er erst einmal gesehen habe, sei ihm von Dr. med. V.________ wegen eines depressiven Zustandsbildes zugewiesen worden. Das Ziel der Behandlung bestehe in einer besseren Verarbeitung des Unfallgeschehens und in einem Versuch, die tiefe Verunsicherung im Leben mit depressiver und angstbetonter Störung so weit wie möglich zu verbessern. Dr. med. V.________ gab im Bericht vom 31. Januar 2006 an, bei der Versicherten bestehe eine erhebliche Belastungsstörung mit vegetativer Symptomatik und depressiver Färbung, die nach dem Unfall vom August 2004 mit HWS-Distorsion bei Schleudertrauma begonnen habe. Der behandelnde Psychotherapeut Dr. med. T.________ diagnostizierte im Bericht vom 11. Februar 2006 ein Unfallgeschehen (HWS-Distorsionstrauma) mit konsekutiver depressiver Entwicklung, Angst- und Panikattacken; Schmerzverarbeitungsstörung; eine prolongierte posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10: F43.1). Als Nebendiagnose stellte er eine Adipositas fest. Diese Diagnose (mit Weglassung der Schmerzverarbeitungsstörung) stellte Dr. med. T.________ auch im Bericht zu Handen der IV-Stelle vom 18. Juli 2005. Das medizinische Zentrum G.________ diagnostizierte im Bericht vom 25. Januar 2007 eine HWS-Distorsion vom 13. August 2004 (ICD-10: S13.4), eine mittelgradige depressive Episode aufgrund des Unfalls (ICD-10: F32.1) sowie eine posttraumatische Belastungsstörung wegen des Unfalls (ICD-10: F43.1); Adipositas per magna (ICD-10: E66). 6.2.2 Aus diesen Arztberichten ergibt sich insgesamt, dass die psychische Problematik der Versicherten schon kurz nach dem Unfall vom 13. August 2004 bis zum massgebenden Zeitpunkt des Fallabschlusses auf den 31. Januar 2006 bzw. des Erlasses des Einspracheentscheides (2. März 2006; BGE 129 V 167 E. 1 S. 169) sehr ausgeprägt war. Unter den gegebenen Umständen ist davon auszugehen, dass die Beschwerden der Versicherten ein eigenständiges psychisches Leiden darstellen (vgl. BGE 134 V 109 E. 9.5 S. 126; erwähntes Urteil 8C_28/2008, E. 4.2). An diesem Ergebnis nichts zu ändern vermag der Bericht des Psychiaters Dr. med. B.________, versicherungspsychiatrischer Dienst der SUVA, vom 23. Februar 2005, der aufgrund der Untersuchung der Versicherten vom 9. Februar 2005 lediglich eine Trauerreaktion (ICD-10: Z73.3) diagnostizierte. Die Versicherte selber geht denn auch vom Vorliegen unfallkausaler psychischer Beschwerden aus. Nach dem Gesagten ist die adäquate Kausalität nach der Praxis zu den psychischen Unfallfolgen, mithin unter Ausschluss psychischer Aspekte, zu prüfen (BGE 115 V 133 ff.; erwähntes Urteil 8C_28/2008, E. 4.4 mit Hinweisen). 6.2.3 Weitere Erhebungen zur Frage der natürlichen Kausalität zwischen dem Unfall vom 13. August 2004 und den psychischen Beschwerden erübrigen sich. Denn selbst wenn diese zu bejahen wäre, fehlt es - wie die nachstehenden Erwägungen zeigen - an der Adäquanz des Kausalzusammenhangs (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 3c; erwähntes Urteil 8C_28/2008, E. 4.5 mit Hinweis).