Citation: 2C_1116/2018 E. 7.7.2

7.7.2. Die Beschwerdeführerinnen behaupten auch, weil sie in der Schweiz lediglich Finanzsupportfunktionen erfüllt hätten, welche nur begrenzt in die operativen Belange der unternehmerischen Tätigkeit und die damit verbundene Wertschöpfungskette eingebunden gewesen seien, ergebe sich "automatisch, dass der Rest des Gesamtergebnisses, abzüglich der in der Schweiz angesiedelten Finanzsupportfunktionen, auf das Ausland entfällt" (Beschwerde, S. 7). Die in den Schreiben vom 11. Dezember 2008 und 12. November 2010 genannte Methode, welche bei der Berechnung der Bemessungsgrundlage in der Schweiz ansetze, berücksichtige damit selbstredend das Gesamtergebnis. Diese Methode sei für das besondere Geschäftsmodell der Beschwerdeführerinnen sachgerechter als eine Gewinnzuweisungsmethode, welche bei den ausländischen Betriebsstätten ansetze (vgl. Beschwerde, S. 7). Wie erwähnt, werden bei Anwendung der von der KSTV/GL ursprünglich als massgebend bezeichneten Methode Gewinne, die im Ausland ohne Geschäftsbetriebe, Betriebsstätten und Grundstücke der Beschwerdeführerinnen in den betreffenden Staaten erzielt wurden, in Verstoss gegen Art. 52 Abs. 1 DBG unzulässigerweise generisch "ins Ausland" ausgeschieden (vgl. E. 7.6 hiervor). Schon deshalb kann dieser Methode nicht attestiert werden, dass sie per se zu einer korrekten Steuerausscheidung führt und sachgerechter ist als eine der her kömmlichen Methoden der Gewinnausscheidung. Dies gilt selbst unter Berücksichtigung der Behauptung der Beschwerdeführerinnen, sie hätten ihren Gewinn im Wesentlichen in ausländischen Betriebsstätten generiert und das "Ruling" sei nicht auf Gewinne zugeschnitten, welche sie im Ausland ohne eigene Geschäftsbetriebe, Betriebsstätten oder Grundstücke erzielen würden. Denn nach den verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz (vgl. Art. 105 Abs. 1 BGG; E. 2.2 hiervor) ist davon auszugehen, dass die KSTV/GL in ihren Schreiben vom 11. Dezember 2008 und 12. November 2010 die Anwendung der darin festgehaltenen Methode nicht an die Bedingung knüpfte, dass die Beschwerdeführerinnen im Ausland nur in Betriebsstättestaaten Gewinne erzielen. Indem die beiden Schreiben vom 11. Dezember 2008 und 12. November 2010 keine solche Einschränkung enthielten, waren sie jedenfalls teilweise nicht richtig und folglich geeignet, eine dem DBG zuwiderlaufende Besteuerung herbeizuführen.