Citation: 2C_847/2017 E. A

A.________ (Jahrgang 1956) ist algerischer Staatsangehöriger. Er reiste im September 1991 in die Schweiz ein, worauf ihm gestützt auf die im selben Jahr mit einer Schweizerin geschlossenen Ehe eine Aufenthaltsbewilligung und später eine Niederlassungsbewilligung erteilt wurde. Die Ehe, aus welcher die zwei mittlerweile volljährigen Söhne B.________ und C.________ hervorgingen, wurde im Januar 2005 geschieden. Im März 2009 heiratete A.________ die ukrainische Staatsangehörige D.________ (Jahrgang 1984). Am 6. Juli 2009 wurde der gemeinsame Sohn E.________ geboren. Die Eltern leben spätestens seit dem 8. Januar 2015 getrennt. Gemäss der Trennungsvereinbarung hat E.________ seinen formellen Wohnsitz beim Vater, wobei jedoch beide Eltern sorge- und obhutsberechtigt bleiben und die Betreuung von E.________ etwa hälftig übernehmen: Die Mutter betreut E.________ jeweils vom Sonntagmorgen bis Montagabend, vom Mittwochmittag bis Donnerstagmorgen, jeweils am zweiten Tag der Doppelfeiertage Weihnachten und Neujahr sowie während sechseinhalb Wochen Ferien jährlich. In der übrigen Zeit wird E.________ von seinem Vater betreut. A.________ musste mehrmals strafrechtlich verurteilt werden: - Mit Urteil des Bezirksgerichts vom 25. Mai 1993 zu vier Wochen Gefängnis wegen versuchten Diebstahls; - Mit Urteil des Appellationsgerichts Basel-Stadt vom 19. April 1996 zu 45 Tagen Gefängnis wegen versuchten Diebstahls; - Mit Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich vom 18. November 1996 zu 30 Tagen Gefängnis wegen vollendeten und versuchten Diebstahls, unter Widerruf der bedingten Vollziehbarkeit der Strafe gemäss Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 25. Mai 1993; - Mit Urteil des Amtsgerichts München vom 11. Juli 1997 zu vier Monaten Gefängnis wegen Diebstahls; - Mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 29. November 2002 zu zwei Monaten Gefängnis wegen einfacher Körperverletzung und mehrfacher Drohung; - Mit Strafbefehl der Bezirksanwaltschaft Zürich vom 10. Dezember 2004 zu drei Monaten Haft wegen mehrfacher Verletzung der Verkehrsregeln; - Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 12. Oktober 2006 zu fünf Tagen Haft wegen Verletzung der Verkehrsregeln; - Mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 7. Februar 2012 zu 30 Monaten Freiheitsstrafe sowie Busse im Betrag von Fr. 500.-- teilweise als Zusatzstrafe zum Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 12. Oktober 2006 wegen Verbrechen im Sinne des Bundesgesetzes vom 3. Oktober 1951 über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe (BetmG; SR 812.121), Gewalt und Drohung gegen Behörde und Beamte sowie Hinderung einer Amtshandlung; - Mit Strafbefehl des Statthalteramtes des Bezirks Zürich vom 13. März 2013 zu einer Busse im Betrag von Fr. 520.-- wegen fahrlässigen Überschreitens der Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h innerorts; - Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 13. November 2013 zu einer Verlängerung der Probezeit des mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 7. Februar 2012 bedingt ausgesprochenen Strafurteils um ein Jahr sowie 120 Tagessätze Geldstrafe im Betrag von je Fr. 30.-- wegen mehrfachen Diebstahls und Hinderung einer Amtshandlung; - Mit Strafbefehl des Statthalteramts des Bezirks Zürich vom 15. Mai 2014 zu einer Busse im Betrag von Fr. 550.-- wegen geringfügigen Diebstahls; - Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 21. April 2015 zu 60 Tagessätzen Geldstrafe zu je Fr. 30.-- unter gleichzeitiger Androhung des Vollzugs des mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 7. Februar 2012 bedingt ausgesprochenen Strafurteils für den Fall erneuter Delinquenz während der Probezeit wegen Diebstahls; - Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 30. August 2016 zu 110 Tagessätzen Geldstrafe im Betrag von je Fr. 30.-- als Teilzusatzstrafe zu der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 12. Oktober 2006 bedingt ausgefällten Haftstrafe, als Zusatzstrafe zu der mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 7. Februar 2012 teilbedingt ausgefällten Freiheitsstrafe sowie als Zusatzstrafe zu den mit Strafbefehlen der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 13. November 2013 und vom 21. April 2015 unbedingt ausgefällten Geldstrafen wegen (Sozialhilfe-) Betrugs. Seit 2011 ging A.________ kaum mehr einer Erwerbstätigkeit nach. Die Familie A.________-D.________ wurde per Stichtag 20. April 2016 mit Leistungen aus der Sozialhilfe im Betrag von rund Fr. 280'000.-- unterstützt, wobei die Unterstützung für den Sohn E.________ fortdauert. Nach vorgängig mit Verfügungen vom 8. Oktober 1993, vom 30. November 1998 und vom 11. Februar 2004 ausgesprochenen Verwarnungen widerrief das Migrationsamt des Kantons Zürich mit Verfügung vom 29. April 2016 die Niederlassungsbewilligung von A.________, ordnete seine Wegweisung an und setzte ihm zum Verlassen der Schweiz eine Ausreisefrist bis 28. Juni 2016.