Citation: 2C_353/2022 E. 5.3.1

5.3.1. Der Beschwerdeführer thematisiert mit seinen Rügen - wie im Übrigen auch die Vorinstanz - vor allem die Frage nach dem Bestehen eines Auftrags oder eines Personalverleihs durch die D.________ AG. Ob seitens der D.________ AG ein Personalverleih, nämlich des Beschwerdeführers als deren Arbeitnehmer an die C.________, stattfand oder ob die D.________ AG einen Auftrag von der C.________ entgegennahm, im Hinblick auf dessen Erfüllung der Beschwerdeführer tätig wurde, braucht hier indes nicht beantwortet zu werden (vgl. zu den Abgrenzungskriterien BGE 148 II 203 E. 3.3.2 m.H.). Auch wenn das Vertragsverhältnis zwischen der D.________ AG und der C.________ als Auftrag zu qualifizieren wäre - die entsprechenden vertraglichen Vereinbarungen sind nicht bekannt - ist nämlich nicht auszuschliessen, dass die D.________ AG den Beschwerdeführer als ihren Arbeitnehmer (oder, wie der Beschwerdeführer geltend macht, als von ihr beauftragten Subunternehmer) zur Erfüllung eines ihr von der C.________ erteilten Auftrags einsetzte (vgl. dazu CHRISTOPH SENTI, Auftrag oder Personalverleih?, AJP 2013 S. 358 f.). Allein entscheidend für die einkommenssteuerrechtliche Qualifizierung der Erwerbstätigkeit, welche der Beschwerdeführer bei der C.________ ausübte, ist daher sein Verhältnis zur D.________ AG (so auch schon Urteil 2C_603/2014 vom 21. August 2015 E. 3.4.3). Für dessen steuerrechtliche Qualifizierung liegen mit den zwischen dem Beschwerdeführer und der D.________ AG abgeschlossenen Verträgen (Rahmenvertrag und Projekteinzelvertrag), den Kenntnissen über seine Arbeit bei der C.________ und deren Entlöhnung sowie den Angaben in der Steuererklärung über die gesamte Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers im Jahr 2012 ausreichende Unterlagen vor, welche eine gesamthafte Beurteilung der Tätigkeit, ob in steuerlicher Hinsicht selbständig oder unselbständig, erlauben.