Citation: 2C_476/2023 E. 5.6.2

5.6.2. Sodann argumentiert die Beschwerdeführerin, die späteren Verhaltensfortschritte des Pferdes aufgrund des Wechsels der Betreuungsperson zeigten, dass ein milderes Mittel zur Verfügung gestanden hätte. Das Vorbringen belegt indes keine Willkür: Eine Massnahme kann nicht schon deshalb als unrechtmässig betrachtet werden, weil sie bei besserer Kenntnis aus der Retrospektive allenfalls nicht als optimal erscheint. Dies wäre ein unzulässiger Rückschaufehler (vgl. BGE 148 I 89 E. 7.4; 147 I 450 E. 3.2.7; Urteil 2C_228/2021 vom 23. November 2021 E. 4.7 und 4.8). Vorliegend kam das Veterinäramt per 23. Dezember 2021 gestützt auf diverse Mitteilungen, Berichte und Empfehlungen von Betreuungspersonen, des Hufpflegers und des Tierarztes zur Einsicht, dass eine Euthanasierung unumgänglich gewesen sei. Inwiefern es bereits zum damaligen Zeitpunkt hätte voraussehbar sein können, dass die Verhaltensprobleme des Pferdes einige Monate später nachlassen würden, wird von der Beschwerdeführerin nicht begründet und ist auch nicht ersichtlich.