Citation: 2A.103/2005 04.08.2005 E. 2

Der Anspruch des Ausländers auf Erteilung oder Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung erlischt, wenn dieser gegen die öffentliche Ordnung verstossen hat (Art. 17 Abs. 2 letzter Satz ANAG); es braucht kein Ausweisungsgrund im Sinn von Art. 10 ANAG vorzuliegen; dies im Unterschied zu Art. 7 Abs. 1 ANAG (ausländischer Ehegatte eines Schweizer Bürgers). Die Verweigerung der Bewilligung muss nach den allgemeinen Regeln des Verwaltungsrechts verhältnismässig sein. Weil bereits geringere öffentliche Interessen (als im Fall von Art. 7 Abs. 1 ANAG) für ein Erlöschen des Anspruchs genügen, sind auch die entgegenstehenden privaten Interessen weniger stark zu werten als bei einer Ausweisung bzw. müssen diese besonders gewichtig sein (BGE 120 Ib 129 E. 4a S. 130 f., mit Hinweisen; zur Interessenabwägung gemäss Art. 8 Ziff. 2 EMRK vgl. BGE 122 II 1 E. 2 S. 5 f., mit Hinweisen).