Citation: 1C_286/2023 E. 5.4

5.4. Mit diesen Vorbringen vermögen die Beschwerdeführenden die zitierte Rechtsprechung des Bundesgerichts nicht in Frage zu stellen. Da aufgrund des zellularen Aufbaus des Mobilfunknetzes die Standorte einzelner Mobilfunkanlagen primär gestützt auf funktechnische Kriterien gewählt werden, die sich namentlich mit der technischen Entwicklung ändern können, ist es in erster Linie Sache der Mobilfunkbetreiberinnen, ihre Mobilfunknetze zu planen und die geeigneten Antennenstandorte hierfür auszuwählen. Zur Berücksichtigung lokaler Besonderheiten dürfen die Kantone und Gemeinden jedoch im Rahmen ihrer Zuständigkeiten auf dem Gebiet der Raumplanung und des Bauwesens Einfluss auf die Standortwahl von Mobilfunkanlagen nehmen. Denkbar ist zum Beispiel eine Negativplanung, die in einem bestimmten schutzwürdigen Gebiet oder auf gewissen Schutzobjekten die Erstellung von Mobilfunkantennen untersagt. Zulässig ist auch ein Kaskadenmodell, das Mobilfunkanlagen in erster Linie in den Arbeitszonen, in zweiter Linie in den übrigen (gemischten) Bauzonen und in dritter Priorität in den Wohnzonen zulässt (BGE 141 II 245 E. 2.1; Urteil 1C_45/2023 vom 16. Januar 2024 E. 5.3; je mit Hinweisen).