Citation: 5P.15/2004 11.03.2004 E. 2

Gemäss § 208 Abs. 2 ZPO/SZ sind in der Rekursschrift die Rekursanträge zu stellen und zu begründen. Genügt die Rekursschrift diesen Anforderungen nicht, so wird dem Rekurrenten laut dieser Bestimmung eine kurze Frist zur Behebung des Mangels angesetzt verbunden mit der Androhung, dass sonst auf den Rekurs nicht eingetreten werde. Der Beschwerdeführer macht geltend, das Kantonsgericht sei davon ausgegangen, dass der Antrag nicht vorschriftsgemäss beziffert gewesen sei. Dennoch habe es die Rekursschrift nicht zur Verbesserung zurückgesandt. In Verletzung der in Art. 9 BV enthaltenen Pflicht ausreichender Begründung erläutere der angefochtene Beschluss nicht näher, weshalb entgegen dem Wortlaut von § 208 Abs. 2 ZPO/SZ bei einer rechtlich vertretenen Partei eine Frist zur Verbesserung nicht in Frage komme. 2.1 Das rechtliche Gehör als persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht verlangt, dass die Behörde die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tatsächlich hört, sorgfältig und ernsthaft prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die grundsätzliche Pflicht der Behörden, ihren Entscheid zu begründen. Aufgrund dieses allgemeinen verfassungsrechtlichen Anspruchs lassen sich allerdings keine generellen Regeln aufstellen, denen eine Begründung zu genügen hätte. Die Begründung eines Entscheides muss so abgefasst sein, dass der Betroffene ihn gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Dies ist nur dann möglich, wenn sowohl er wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheides ein Bild machen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid stützt (BGE 112 Ia 107 E. 2b S. 109; 121 I 108 E. 3a S. 112; 124 I 241 E. 2 S. 242). 2.2 Wie der Beschwerdeführer selbst zu Recht bemerkt, wird im angefochtenen Beschluss eine Nachfrist zur Verbesserung der Rechtsschrift deshalb abgelehnt, weil er von einem Anwalt vertreten werde. Dabei hat das Kantonsgericht in der Tat nicht näher ausgeführt, weshalb es trotz der einschlägigen Bestimmung dem Anwalt des Beschwerdeführers keine Nachfrist angesetzt hat. Es gilt jedoch der allgemeine Grundsatz, dass an die Begründung von Rechtsschriften höhere Anforderungen gestellt werden dürfen, wenn eine Partei anwaltlich vertreten ist. Dass ein Anwalt aufgrund seiner Ausbildung und beruflichen Tätigkeit besser in der Lage sein muss, eine den gesetzlichen Anforderungen gerecht werdende Rechtsschrift einzureichen, versteht sich von selbst (BGE 116 II 745 E. 2b S. 748). Im Lichte dieses Grundsatzes ist für den anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer und das Bundesgericht erkennbar, weshalb das Kantonsgericht von einer Fristansetzung abgesehen hat. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt demnach nicht vor.