Citation: 4P.223/2003 15.03.2004 E. 2

2.1 Der Appellationshof legte dem Sinne nach dar, aus der Korrespondenz der Parteien während der etwa einjährigen Verhandlungen über eine neue Form der Zusammenarbeit gehe hervor, dass auch die Klägerin der Auffassung gewesen sei, dass es sich bei den neuen Verträgen um etwas völlig anderes handeln sollte, als wie bisher um einen einfachen Verlagsvertrag. Damit habe vom Sinn der Bestimmung her auch kein Eintritt mehr in Frage kommen können. Dies sei auch der Klägerin klar gewesen. So habe sie nicht einen Vertragsschluss des Beklagten mit einem Dritten abgewartet, um dann den Eintritt zu erklären. Vielmehr habe sich die Klägerin am Evalutationsverfahren beteiligt, ohne die Eintrittsklausel zu erwähnen. Erst als die Klägerin darüber informiert worden sei, dass in Zukunft keine Zusammenarbeit mehr stattfinden werde, habe sie sich auf die Eintrittsklausel berufen. Damit ging der Appellationshof wohl davon aus, die Beschwerdeführerin habe die Eintrittsklausel tatsächlich so verstanden, dass sie im Falle eines erweiterten Zusammenarbeitsmodells nicht zur Anwendung komme. 2.2 Die Beschwerdeführerin wirft dem Appellationsgericht insoweit willkürliche Beweiswürdigung vor. 2.3 Gemäss Art. 90 Abs. 1 lit. b OG ist in der Beschwerdeschrift kurz darzulegen, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. Im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde prüft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene Rügen. Auf ungenügend begründete Rügen tritt es nicht ein (BGE 125 I 492 E. 1b S. 495; 127 I 38 E. 3c S. 43). Das gilt auch für Beschwerden wegen Verletzung des Willkürverbots von Art. 9 BV. Es genügt nicht, wenn in der Beschwerde einfach behauptet wird, der angefochtene Entscheid sei willkürlich. Vielmehr ist aufzuzeigen, inwiefern der Entscheid offensichtlich unhaltbar ist. Soweit Willkür in der Ermittlung des Sachverhalts geltend gemacht wird, ist zu beachten, dass dem Sachrichter in der Beweiswürdigung ein breiter Ermessensspielraum zusteht (BGE 120 Ia 31 E. 4b S. 40). In der Beschwerde ist daher darzulegen, inwiefern der kantonale Richter sein Ermessen missbraucht hat, indem er zum Beispiel offensichtlich unhaltbare Schlüsse gezogen (BGE 112 Ia 369 E. 3 S. 371) oder erhebliche Beweise ausser Acht gelassen hat (BGE 118 Ia E. 1b S. 30; 112 Ia 369 E. 3 S. 371; 100 Ia 119 E. 4 und 5 S. 127 ff.). 2.4 Im Einzelnen macht die Beschwerdeführerin geltend, es sei willkürlich, aus ihrer Beteiligung an Vertragsverhandlungen über ein neues Vertragsmodell darauf zu schliessen, sie sei davon ausgegangen, die Eintrittsklausel komme bezüglich des neuen Modells nicht mehr zur Anwendung. Dieser Schluss widerspreche der Tatsache, dass es im Zusammenhang mit Eintritts- oder Vorkaufsrechten häufig vorkomme, dass der Berechtigte Vertragsverhandlungen mit dem Belasteten führe und erst später, nach Abschluss des Vertrages zwischen dem Belasteten und einem Dritten sein Recht ausübe. Zudem zeigten verschiedene Stellen in der Korrespondenz der Parteien nach der definitiven Vertragsauflösung, dass die Beschwerdeführerin immer von der Anwendbarkeit der Eintrittsklausel auch im vorliegenden Fall ausgegangen sei. 2.5 Die Rüge ist unbegründet. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin ist es nicht unhaltbar, daraus, dass sie bezüglich eines neuen Konzepts der Zusammenarbeit längere Vertragsverhandlungen führte, ohne auf das Eintrittsrecht Bezug zu nehmen, abzuleiten, die Klägerin sei davon ausgegangen, die Eintrittsklausel komme auf das neue Vertragskonzept nicht zur Anwendung. Soweit die Beschwerdeführerin angibt, aus gewissen Stellen der Korrespondenz ergebe sich etwas anderes, ohne diese Stellen anzugeben, ist die Willkürrüge nicht hinreichend begründet, weshalb insoweit nicht darauf einzutreten ist.