Citation: 2C_323/2018 E. 6.1

6.1. Die Beschwerdeführer machen weiter geltend, die Fristenregelung von Art. 47 AuG sei mit Art. 8 EMRK und der Ehefreiheit (Art. 14 BV) unvereinbar. Soweit die Frist verpasst werde, verunmögliche diese, das Familienleben je wieder im Gaststaat leben zu können. Das schweizerische Fristensystem sei "einmalig"; eine ausländische Person müsse nicht damit rechnen, dass eine nationale Regelung bestehe, welche mit Nachzugsfristen in derart schwerwiegender Weise und mit dauernder Wirkung in die grundlegendsten Aspekte des Rechts auf Schutz des Familienlebens und der Ehefreiheit eingreife.