Citation: 5P.395/2005 22.05.2006 E. 5

5.1 Die Feststellung des kantonalen Richters, seine Einkommens- und Vermögensverhältnisse seien völlig unklar, bezeichnet der Beschwerdeführer als unzutreffend, habe er doch in seinem Gesuch die finanzielle Situation einlässlich dargestellt. Es gebe nicht den geringsten Hinweis dafür, dass er neben den von der kantonalen Instanz angeführten noch über nennenswerte weitere Einkommensbestandteile verfügen würde. Die Einschätzungen der Steuerbehörden änderten daran nichts, da deren Ermessensveranlagungen darauf zurückzuführen seien, dass er nie eine Steuererklärung eingereicht habe, und im Übrigen den Unklarheiten bezüglich seiner Erbschaftsbeteiligungen Rechnung trügen. Das Nichteinreichen von Steuererklärungen stelle zwar eine Ordnungswidrigkeit dar, vermöge aber den verfassungsmässigen Anspruch auf unentgeltliche Prozessführung nicht in Frage zu stellen. 5.2 Der Beschwerdeführer unterlässt es, die Verfassungsbestimmung zu nennen, gegen die der kantonale Richter mit der beanstandeten Folgerung verstossen haben soll. Sollte er eine willkürliche Feststellung des Sachverhalts rügen wollen, hätte er detailliert ausführen müssen, weshalb die Feststellung, die wirtschaftlichen Verhältnisse einer Person, die selbst einräumt, in finanziellen Belangen nachlässig zu sein und nie eine Steuererklärung eingereicht zu haben, seien völlig unklar, vollkommen unhaltbar sein soll. Da das Vorgebrachte den Begründungsanforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG nicht genügt, ist in diesem Punkt auf die Beschwerde nicht einzutreten.