Citation: 5C.111/2006 25.08.2006 E. 3

Die Klägerin stellt in ihrer Berufung die Anträge, es sei festzustellen, dass die erstinstanzliche Instruktionsrichterin wie auch der vor erster Instanz auftretende Zeuge befangen gewesen seien. Diese Begehren bzw. Rügen sind unzulässig: Der Ausstand der erstinstanzlichen Instruktionsrichterin ist im kantonalen Verfahren erst spät verlangt und als unbegründet abgewiesen worden. Vor Bundesgericht ist die Befangenheit eines Richters und damit die Verletzung von Art. 30 Abs. 1 der Bundesverfassung (BV) nicht mit Berufung, sondern mit staatsrechtlicher Beschwerde geltend zu machen (vgl. Art. 43 Abs. 1 Satz 2 OG). Dem Zeugen Z.________, der in den achtziger Jahren im Auftrage des EWZ die Vertragsverhandlungen führte, wirft die Klägerin Unglaubwürdigkeit vor. Das Obergericht hat sich mit der Glaubwürdigkeit des Zeugen eingehend auseinandergesetzt und ist zum Schluss gelangt, dass seine Aussagen glaubhaft sind. Diese vorinstanzliche Beweiswürdigung entzieht sich im Berufungsverfahren der Überprüfung und könnte ebenfalls nur mit staatsrechtlicher Beschwerde als willkürlich, d.h. Art. 9 BV verletzend, beanstandet werden. Auch insofern kann auf die Berufung der Klägerin nicht eingetreten werden.