Citation: 7B_980/2023 E. B

B.a. Mit Eingabe vom 17. Oktober 2022 reichten A.________ und die Partei B.________ bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug Strafanzeige gegen C.________ ein und stellten zwei Sachverhaltshypothesen auf. Sie machten geltend, die Beschuldigte sei allenfalls nach ihrem mutmasslichen Wegzug aus dem Kanton Zug und dem damit möglicherweise einhergehenden Verlust ihres Amtes weiterhin als Verwaltungsrichterin tätig gewesen. Gegebenenfalls hätte sie sich dadurch der Amtsanmassung gemäss Art. 287 StGB, des Betrugs gemäss Art. 146 StGB sowie der Urkundenfälschung im Amt gemäss Art. 317 StGB schuldig gemacht. Falls die Beschuldigte während ihrer gesamten Amtsausübung als Verwaltungsrichterin respektive zu-mindest im Zeitpunkt des Wahlanmeldeschlusses nicht wirklich im Kanton Zug wohnhaft gewesen sei, hätte sie die Straftatbestände der Erschleichung einer falschen Beurkundung gemäss Art. 253 StGB respektive der Wahlfälschung gemäss Art. 282 StGB erfüllt. In der Anzeige konstituierten sich A.________ als Kandidat der Gesamterneuerungswahl des Verwaltungsgerichts und der Ersatzwahl vom 25. September 2022 sowie die Partei B.________ als Trägerin beider Wahlvorschläge als Privatkläger. Am 8. März 2023 ersuchten A.________ und die Partei B.________ bei der Staatsanwaltschaft um Akteneinsicht. Dieses Gesuch wiederholten sie mit Eingabe vom 9. April 2023 und beantragten, es sei über ihre "Geschädigteneigenschaft" zu entscheiden. Die Anzeigenerstatter hielten fest, die "Geschädigteneigenschaft" von A.________ sei zumindest in Bezug auf die mutmassliche Wahlfälschung gegeben. Wenn der Wahlvorschlag für die Beschuldigte nicht eingereicht oder mangels passiver Stimmberechtigung als ungültig zurückgewiesen worden wäre, wäre A.________ als einziger weiterer Kandidat gemäss § 40 Abs. 1 und 2 des Zuger Gesetzes über die Wahlen und Abstimmungen (WAG/ZG; BGS 131.1) durch den Regierungsrat für gewählt zu erklären gewesen. Somit sei dem Beschwerdeführer der Verdienst als Verwaltungsrichter aufgrund der Wahlfälschung entgangen. Zudem habe A.________ ein schützenswertes berufliches und politisches Interesse daran, das Amt als Verwaltungsrichter zu bekleiden. Die Partei B.________ als Trägerin des Wahlvorschlags von A.________ gemäss § 32a Abs. 2 WAG/ZG habe zudem ein schützenswertes Interesse daran, dass ihr Kandidat als gewählt anerkannt werde. In zwei separaten Verfügungen vom 26. Juni 2023 liess die Staatsanwaltschaft A.________ und die Partei B.________ nicht als Privatkläger im Strafverfahren gegen die Beschuldigte zu und gewährte ihnen in diesem Verfahren keine Akteneinsicht. B.b. Mit Beschluss vom 21. November 2023 wies das Obergericht des Kantons Zug die Beschwerde von A.________ und der Partei B.________ gegen die beiden Verfügungen der Staatsanwaltschaft ab. Das Obergericht erwog unter anderem, dass die Staatsanwaltschaft in den angefochtenen Verfügungen die Geschädigtenstellung der Be-schwerdeführer in Bezug auf sämtliche zur Anzeige gebrachten Straf-tatbestände verneint habe. In der Beschwerde hätten die Beschwerde-führer indessen einzig geltend gemacht, sie seien hinsichtlich der Wahlfälschung gemäss Art. 282 StGB Geschädigte, womit die Fest-stellung der Staatsanwaltschaft unangefochten geblieben sei, wonach den Beschwerdeführern hinsichtlich der übrigen zur Anzeige ge-brachten Straftatbestände (Amtsanmassung, Betrug, Erschleichung einer falschen Beurkundung, Urkundenfälschung im Amt) keine Ge-schädigtenstellung zukomme. Das Obergericht kam sodann zum Schluss, dass die unbefugte Ausübung des passiven Wahlrechts keine unbefugte Wahlteilnahme im Sinne von Art. 282 Ziff. 1 Abs. 2 StGB darstelle. Mangels eines tatbestandsmässigen Verhaltens der Be-schuldigten fielen die Beschwerdeführer daher auch mit Bezug auf die Wahlfälschung gemäss Art. 282 Ziff. 1 Abs. 2 StGB als Geschädigte von vornherein ausser Betracht.