Citation: 4A_306/2024 E. 3.1.1

3.1.1. Die Beschwerdeführer machen mit Aktenhinweis geltend, sie hätten bereits in der Berufung aufgezeigt, dass die Beschwerdeführerin den Liquiditätsbedarf der Beschwerdegegnerin gedeckt habe und Gläubigerin derselben bzw. der Gruppengesellschaften sei. Dies sei von der Beschwerdegegnerin unbestritten geblieben. Mithin stehe fest, dass die Beschwerdeführerin als Gläubigerin (und in Tat und Wahrheit auch als Gesellschafterin) in ihrer Rechts- und Interessenstellung direkt beeinträchtigt sei und deshalb zur Geltendmachung der Nichtigkeit aktivlegitimiert sei. Könne die Beschwerdeführerin die gerichtlich festgestellte Nichtigkeit des Geschäftsführungsbeschlusses von 12. Mai 2022 infolge fehlender Aktivlegitimation nicht geltend machen, könnte im Ergebnis eine nichtige Kapitalerhöhung nicht mehr rückgängig gemacht werden. Dieses Ergebnis sei offenkundig unhaltbar. Neben der Beschwerdeführerin müsse jedoch auch der Beschwerdeführer aktivlegitimiert sein. Denn auch der wirtschaftlich Berechtigte der Stammanteile müsse als klagelegitimiert gelten.