Citation: 4A_374/2023 E. 5

Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz habe ihren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt (Art. 29 Abs. 2 BV), weil sie auf den Beizug der Tonbandaufnahmen der erstinstanzlichen Hauptverhandlung verzichtet habe. Zudem habe die Vorinstanz auf die Durchführung einer Hauptverhandlung verzichtet, was die Beschwerdeführerin in ihrer Möglichkeit eingeschränkt habe, ihre Argumente und Beweismittel vorzubringen. Die Rüge ist unbegründet. Die Beschwerdeführerin legt nicht hinreichend dar, betreffend welchen konkreten Tatsachenbehauptungen sie den Beizug der Tonbandaufnahmen des erstinstanzlichen Verfahrens beantragt hat. Gemäss den vorinstanzlichen Feststellungen ging es um die Frage, ob ihr Sozialberater sie vorhergehend über die Kündigung informiert hat. Diese Frage hat die Vorinstanz aber - da die Kündigung nach der Rechtsprechung auch als zugestellt gilt, wenn nicht mit einer solchen gerechnet werden muss (vgl. BGE 143 III 15 E. 4.1) - zu Recht als nicht relevant erachtet. Zu nicht rechtserheblichen Fragen sind keine Beweise abzunehmen. Die Beschwerdeführerin vermag nicht darzutun, dass die Vorinstanz Bundesrecht verletzt hätte, indem sie in Anwendung der absoluten Empfangstheorie davon ausgegangen ist, die Verwirkungsfristen nach Art. 273 Abs. 1 und Abs. 2 lit. a OR hätten mit der Ablage des Abholscheins im Postfach zu laufen begonnen. Nichts ändert auch ihr Einwand, dass die Gemeinde B.________ und nicht deren Sozialbehörde als Absender des Schreibens vom 19. Mai 2022 figuriert haben soll, wobei sie ohnehin nicht hinreichend darlegt, dass sie dies vor den Vorinstanzen prozesskonform geltend gemacht hätte. Was den Antrag auf Durchführung einer Hauptverhandlung betrifft, zeigt sie bereits nicht hinreichend auf, dass sie einen solchen Antrag im vorinstanzlichen Verfahren prozesskonform gestellt hätte. Im Übrigen ist ohnehin nicht ersichtlich, inwiefern sie neben ihren Rechtsschriften auf eine Hauptverhandlung angewiesen gewesen sein soll, um ihre Argumente bzw. Tatsachenbehauptungen darzulegen.