Citation: 6P.130/2004 03.02.2005 E. 9

Schliesslich rügt der Beschwerdeführer, die Vorinstanz habe im Hinblick auf die allfällige Gewährung eines bedingten Strafvollzugs die Wirkung des gleichzeitig beschlossenen Vollzugs einer früher ausgesprochenen Strafe nicht berücksichtigt und infolgedessen die Strafe nicht auf 18 Monate reduziert. 9.1 Die Vorinstanz berücksichtigte bei der Strafzumessung die bundesgerichtliche Praxis, wonach der Richter vor Ausfällung von Strafen von nicht erheblich mehr als 18 Monaten sich mit der Frage befassen muss, ob der Vollzug der Freiheitsstrafe angesichts der persönlichen Verhältnisse des Täters nicht der angestrebten Resozialisierung zuwiderlaufe, sofern die Voraussetzungen des bedingten Strafvollzugs gemäss Art. 41 Ziff. 1 Abs. 1 StGB im Übrigen gegeben wären (vgl. BGE 121 IV 97 E. 2c; Wiprächtiger, a.a.O., Art. 63 N 97 ff. mit Hinweisen). Die Vorinstanz schloss, dass eine Reduktion des Strafmasses aufgrund seines Verschuldens sowie seiner offenkundigen und gravierenden Unbelehrbarkeit nicht gerechtfertigt sei. Dabei stützte sich die Vorinstanz auf sein Verhalten unmittelbar nach dem Urteil des Kantonsgerichts St. Gallen und während der Probezeit der damals ausgefällten Strafe. Aus diesem Grund verneinte es auch die Voraussetzungen für die Gewährung eines bedingten Strafvollzugs. Der Beschwerdeführer habe unmittelbar nach dem Urteil des Kantonsgerichts St. Gallen vom 25. Januar 2001 trotz des ihm damals noch entgegen gebrachten Vertrauens auf künftiges Wohlverhalten wieder mit dem Hanfanbau begonnen, was für eine erhebliche Uneinsichtigkeit spreche. Im Übrigen liesse auch die Tatsache, dass er bereits im Jahr 1997 wegen ähnlicher Delikte in Deutschland bestraft worden sei, keine günstige Prognose zu. 9.2 Es ist einzuräumen, dass die Vorinstanz bei der Beurteilung der Bewährungsaussichten entgegen der bundesgerichtlichen Praxis (vgl. BGE 116 IV 177 E. 3d) die mögliche Warnungswirkung der alten zu vollziehenden Strafe nicht berücksichtigt hat. Vorliegend zeigte die Vorinstanz indessen überzeugend auf, dass die Strafe aufgrund der persönlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers nicht herabgesetzt werden kann. Es kann diesbezüglich auf den Entscheid der Vorinstanz verwiesen werden. Im Übrigen könnte dem Beschwerdeführer angesichts seiner Uneinsichtigkeit und wiederholten Delinquenz auch bei Berücksichtigung des Vollzugs der widerrufenen viermonatigen Gefängnisstrafe keine günstige Prognose gestellt werden. Die Beschwerde ist abzuweisen.