Citation: 8C_61/2013 E. 4.2.2

4.2.2. Demgegenüber bezeichnete Kreisarzt Dr. med. G.________ in der Aktennotiz vom 10. August 2010 die Befunde der Schulter links bloss als eine mögliche Folge des Unfallereignisses vom 5. September 2009. In der ärztlichen Beurteilung vom 6. Oktober 2010 hielt er sodann fest, aufgrund der ihm vorliegenden Dokumentation, wonach Schulterbeschwerden erstmals ab Dezember 2009 aufgetreten und erstmals in den Berichten vom April 2010 erwähnt worden seien, habe er die Unfallkausalität verneint. Aktenkundig sei keine Schulterpathologie in unmittelbarer Folge des Unfallereignisses dokumentiert worden. Die Ausführungen der Ärzte des Kantonsspitals X.________ seien spekulativ. Abschliessend hielt Dr. med. G.________ fest, seine medizinische Beurteilung erfolge aufgrund der vorgelegten Akten. Es würde nicht erstaunen - so der Kreisarzt -, wenn die weiteren Abklärungen einen davon divergierenden Sachverhalt ergeben würden mit einem früheren Auftreten von Schulterbeschwerden, erklärt durch die Ruhigstellung der Radiusfraktur auf einer Gipsschiene, schmerzbedingt vermindertem Gebrauch der oberen Extremität, usw. Hiermit wäre die Unfallkausalität als wahrscheinlich anzunehmen. Dies sei jedoch eine andere Einschätzung als im Schreiben des Kantonsspitals X.________ "eine Traumatisierung der Supraspinatus- und Bizepssehne sei keineswegs unwahrscheinlich".