Citation: 1C_482/2014 E. 5.5

5.5. Sowohl der Regierungsrat als auch das Verwaltungsgericht haben einen Augenschein unter Beizug von Fachleuten (das Verwaltungsgericht eines Fachrichters) durchgeführt. Sie sind aufgrund der vor Ort getroffenen Feststellungen zur Überzeugung gelangt, die geplante Maschinenhalle entspreche auch dimensionsmässig den betrieblichen Bedürfnissen. Die zum Vergleich herangezogenen Richtmasse des FAT-Berichts bestätigen diese Annahme. Nach (für das Bundesgericht verbindlicher) Feststellung des Verwaltungsgerichts steht nach Abzug des (unbestrittenen) Futterlagers eine Einstellfläche von 795 m 2 zur Verfügung. Angesichts der massgeblichen Betriebsgrösse von 33 ha ist gestützt auf den FAT-Bericht für einen gemischten Betrieb wie den vorliegenden ein Flächenbedarf von 811 m 2 für Einstellbedürfnisse gerechtfertigt (vgl. FAT-Bericht Tab. 2 S. 2), was auch die Vorinstanz festgehalten hat. Erfahrungswerte und Richtmasse wie die im FAT-Bericht genannten fussen auf breiten statistischen Erhebungen und sind entsprechend aussagekräftig und verlässlich (vgl. BGE 118 Ib 614 E. 4b S. 618). Gewiss sind sie für die Behörden nicht verbindlich und handelt es sich nur um Ausgangswerte; sie bedürfen regelmässig der Verfeinerung unter Berücksichtigung der betriebsspezifischen Gegebenheiten, worauf auch der FAT-Bericht hinweist (vgl. S. 4). Hier haben aber die Behörden vor Ort unter Beizug von Fachleuten festgestellt, dass die betrieblichen Bedürfnisse unter Berücksichtigung individueller Besonderheiten (insbesondere der auch für andere Betriebe eingesetzten Mähdrescher) den durchschnittlichen Verhältnissen entsprechen. Es sind keinerlei Umstände namhaft gemacht worden, die darauf hindeuten würden, dass diese Einschätzung falsch sein könnte. Bei dieser Sachlage erscheint es nicht als bundesrechtswidrig, dass die kantonalen Behörden auf die Richtwerte abgestellt haben, ohne wie im Normalfall ein detailliertes Verzeichnis der Maschinen und Geräte und ein Einstellkonzept zu verlangen (vgl. beispielsweise FAT-Bericht Tab. 1 und Abb. 2 S. 2 f. und 9 ff.). Dem Nachweis an die betriebliche Erforderlichkeit ist unter den gegebenen Verhältnissen und der Verifizierung vor Ort durch zwei Instanzen Genüge getan. Nicht nur hinsichtlich der Einstellfläche, sondern auch in Bezug auf die Gebäudehöhe kann das geplante Vorhaben nicht als überdimensioniert bezeichnet werden. Die im FAT-Bericht beispielhaft erwähnten Modelle für grosse Remisen mit Firstdach weisen zum Teil ähnliche Firsthöhen (vgl. Abb. 6 S. 5) bzw. Gebäudehöhen auf (vgl. Abb. 8 S. 7), und die gegenüber den Beispielen allenfalls grössere Firsthöhe des Vorhabens dürfte nicht zuletzt auf den Umstand zurückzuführen sein, dass auch an der Hinterwand noch eine Raumhöhe von ca. 4 m zur Verfügung stehen soll. Solches Bestreben sprengt den Rahmen des betrieblichen Bedarfs nicht.