Citation: 1C_490/2017 E. 7.2

7.2. Das Bundesgericht hat sich in BGE 139 II 28 grundsätzlich mit Sanierungen nach Art. 80 Abs. 1 GSchG auseinandergesetzt. Diese sind nur zulässig, wenn hierdurch nicht in die Substanz eines wohlerworbenen Rechts eingegriffen wird, d.h. sie müssen wirtschaftlich tragbar sein (E. 2.7.2 S. 34 f.). Zur Ausschöpfung des zulässigen Sanierungsumfangs ist ein sinnvolles Massnahmenpaket zusammenzustellen, wobei diejenige Variante zu wählen ist, welche unter Berücksichtigung der Grenze der wirtschaftlichen Tragbarkeit das optimalste ökologische Nutzen-Verhältnis bzw. ökologische Potenzial aufweist (E. 2.7.3 S. 35 mit Hinweis und E. 2.8.1 S. 37). Das Bundesgericht erachtete es daher als sinnvoll, die Sanierung bei mehreren Fassungen auf diejenigen zu beschränken, die ein hohes ökologisches Potenzial aufweisen (Vermeidung des "Giesskannenprinzips", E. 2.8.1 S. 37). Dabei verfügen die kantonalen Behörden über einen Ermessens- und Beurteilungsspielraum. Im Folgenden ist zunächst das ökologische Potenzial der von der Beschwerdeführerin verlangten Sanierungsmassnahme zu überprüfen (E. 8), um anschliessend auf die Einwände der Beschwerdeführerin zum Sanierungsumfang (E. 9) und zur Koordination mit der Sanierung des Geschiebehaushalts (E. 10) einzugehen.