Citation: 6B_1083/2015 E. 1.1

1.1. Die Vorinstanz nimmt an, das Revisionsgesuch erweise sich bereits aufgrund einer summarischen Vorprüfung als offensichtlich unzulässig und unbegründet, so dass darauf nicht eingetreten werden könne. Im Einzelnen erwägt die Vorinstanz, der blaue Ordner "San Diego", auf welchen der Beschwerdeführer sich berufe, sei bereits im erstinstanzlichen Verfahren eingereicht worden. Dass er im erst- und zweitinstanzlichen Urteil nicht speziell erwähnt worden sei, bedeute nicht, dass die Gerichte ihn nicht beachtet hätten. Selbst wenn man annehmen wollte, dass die urteilenden Gerichte den Inhalt des Ordners nicht zur Kenntnis genommen hätten, wäre davon auszugehen, dass der Urteilsspruch mit grösster Wahrscheinlichkeit auch bei entsprechender Kenntnis nicht anders ausgefallen wäre. Denn selbst nach Darstellung des Beschwerdeführers könnten sowohl dieser Ordner wie auch die übrigen geltend gemachten, mit dem Revisionsgesuch eingereichten Beweismittel bloss belegen, dass er Zugang zu bestimmten Tradingprogrammen gehabt habe. Abgesehen davon, dass dem verschiedene von der Staatsanwaltschaft erhobene und von den Gerichten gewürdigte Beweismittel - namentlich E-Mails des Beschwerdeführers - entgegenstünden, könnte auch der Nachweis, dass der Beschwerdeführer tatsächlich Zugang zu Tradingprogrammen gehabt habe, nicht zu einem Freispruch oder zu einem wesentlich milderen Urteil führen. Grund für den Schuldspruch wegen gewerbsmässigem Betrug seien Täuschungshandlungen mittels einer Vielzahl aufeinander abgestimmter Lügen sowie konkreter Versprechen und Zusagen gewesen, die weit über die blosse Behauptung hinaus gegangen seien, er habe Zugang zu hochrentablen Tradingprogrammen gehabt und solche auch schon erfolgreich durchgeführt. Insgesamt fehle es somit jedenfalls an der Erheblichkeit der angerufenen Beweismittel (angefochtenes Urteil S. 5 f.). Das Revisionsgesuch diene offensichtlich einzig dem Zweck, den unmittelbar bevorstehenden Strafvollzug abzuwenden bzw. weiter aufzuschieben. Der Beschwerdeführer hätte die neu bzw. nochmals angerufenen Beweismittel bereits vor erster, spätestens aber vor zweiter Instanz beschaffen und den Gerichten vorlegen können, zumal sie allesamt bereits zu früherer Zeit erhältlich gewesen seien (angefochtenes Urteil S. 6).