Citation: 2A.450/2005 21.04.2006 E. 11

11.1 Zusammenfassend ergibt sich, dass der angefochtene Entscheid in der Sache weitgehend nicht zu beanstanden ist. Eine Ausnahme gilt lediglich insoweit, als die Vorinstanz bei der Ermittlung der festzulegenden Preise für die vermittelten Interkonnektionsdienste (Usage Charges) den auf der Grundlage der Plausibilitätstabellen berechneten Differenzwert (gesamthaften Anpassungsbedarf; so genanntes Delta x) von den strittigen Preisen der Swisscom Fixnet AG in Abzug brachte und nicht stattdessen auf die korrigierten Plausibilitätstabellen abstellte (vgl. E. 6.7). Die Kommunikationskommission wird die entsprechenden Tarifposten neu zu berechnen und anzupassen haben. Sodann wird sie auch über die Verfahrenskosten neu zu befinden haben, wobei sie bei der Berücksichtigung des betriebenen Aufwandes einen hälftigen Abzug zur Anwendung zu bringen haben wird (vgl. E. 8.2). Demnach sind die Verwaltungsgerichtsbeschwerden insoweit teilweise gutzuheissen, und der angefochtene Entscheid ist im entsprechenden Umfang (Dispositivziffern 3.1 und 8) aufzuheben. Die Sache muss an die Kommunikationskommission zurückgewiesen werden zu neuem Entscheid im Sinne der Erwägungen. Sollte es dabei möglich sein, einzig gestützt auf die in den Akten liegenden Unterlagen zu entscheiden, was nicht ausgeschlossen erscheint, müsste die Vorinstanz nicht zwingend ein ergänzendes Verfahren durchführen und die Parteien nochmals anhören. Vielmehr könnte sie diesfalls die noch offenen Interkonnektionspreise und Verfahrenskosten direkt neu verfügen. Im Übrigen sind die Verwaltungsgerichtsbeschwerden abzuweisen. 11.2 Die zwei Parteien, die in den beiden bundesgerichtlichen Verfahren mit jeweils vertauschten Rollen je einmal als Beschwerdeführerin sowie als Beschwerdegegnerin auftreten, obsiegen und unterliegen in vergleichbarem Masse. Es rechtfertigt sich daher, die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens den Parteien je hälftig aufzuerlegen (vgl. Art. 156 Abs. 1 und 3 OG) und auf die Zusprechung von Parteientschädigungen zu verzichten (vgl. Art. 159 Abs. 1-3 OG). Damit kann offen bleiben, ob vorliegend, wie von der TDC Switzerland AG geltend gemacht, von der Praxis abzuweichen wäre, dass Parteientschädigungen in der Regel nur für den Aufwand unabhängiger aussenstehender Rechtsanwälte und nicht auch für einen solchen von im festen Arbeitsverhältnis zu einer Partei stehenden Rechtsvertretern zugesprochen werden.