Citation: 6B_647/2023 E. 1.4.1

1.4.1. Die Vorinstanz gelangt in einer Gesamtwürdigung willkürfrei zum Schluss, dass der Beschwerdeführer D.________ gewürgt hat. Sie stützt sich dabei auf die Aussagen von B.________, der konstant und nachvollziehbar den Sachverhalt wiedergegeben hat, wie er schliesslich von der Vorinstanz festgestellt worden war. Die Aussagen von B.________ werden durch die Aussagen des Zeugen C.________ gestützt, der zwar den Würgevorfall nicht direkt gesehen hatte, jedoch sich diesen nachträglich auf dem tonlosen und nicht mehr vorhandenen Überwachungsvideo angesehen hatte. Gleichermassen sagte D.________ in der rechtshilfeweise durchgeführten Einvernahme aus, der Beschwerdeführer habe sie gewürgt. Diese Aussagen der Beteiligten erlauben willkürfrei den Schluss, dass es am 25. Okbotber 2015 zum besagten Würgevorfall im Isolationsraum des Kantonsspitals Aarau gekommen ist. Daran ändert nichts, dass D.________ anlässlich der Berufungsverhandlung bemüht war, den Beschwerdeführer zu entlasten. Die Vorinstanz übt sich bei der Würdigung dieser Aussagen zurecht einer gewissen Zurückhaltung, stellt D.________ als ehemalige Partnerin des Beschwerdeführers und Mutter der gemeinsamen Tochter in einer gewissen Beziehungsnähe zum Beschwerdeführer. Willkür in der Sachverhaltsfeststellung ergibt sich auch nicht aus dem Umstand, dass D.________ im Nachgang zum Vorfall keine Anzeige erstattet hat und sie während rund zwei Monaten wieder zum Beschwerdeführer gezogen ist. Daraus lässt sich in Bezug auf den Vorfall im Isolationszimmer nichts ableiten. Willkürfrei durfte die Vorinstanz auch auf die Aussagen von B.________ abstellen, er habe ein Quietschen und Röcheln gehört, nachdem D.________ bei der Konfrontation mit ihren früheren, abweichenden Aussagen sowie denjenigen von B.________ eingestand, vor sich hin gequatscht und unter Schock gestanden zu haben. Sodann setzt sich die Vorinstanz mit den vom Beschwerdeführer geltend gemachten Widersprüchen in den Aussagen des Zeugen B.________ auseinander. Zum Einen betrafen die Abweichungen der Aussagen des Zeugen B.________ an der Berufungsverhandlung nicht das Kerngeschehen. Zum Anderen sind diese mit der Vorinstanz nachvollziehbar durch den Zeitablauf von sieben Jahren erklärbar. Dies gilt insbesondere auch für die vom Zeugen B.________ ursprünglich beschriebenen sichtbaren Striemen am Hals von D.________, an welche er sich anlässlich der Berufungsverhandlung nicht mehr erinnern konnte. Zwar ist zutreffend, dass der Zeuge C.________ verneinte, Würgespuren oder Rötungen am Hals von D.________ gesehen zu haben. Allerdings hat er den Vorfall lediglich nachträglich auf dem Überwachungsvideo gesehen, was zweifelhaft erscheinen lässt, dass er allfällige Rötungen und/oder Striemen überhaupt hätte erkennen können. Die Vorinstanz befasst sich mit dem vom Beschwerdeführer monierten Faustschlag und erachtet auch diesbezüglich die Schilderung des Zeugen B.________ als plausibel. Der Beschwerdeführer stellt dem lediglich seine Würdigung des Sachverhalts gegenüber, ohne aufzuzeigen, inwiefern die Annahme, dass Gewalt erforderlich war, um den Beschwerdeführer von D.________ zu trennen, als willkürlich auszuweisen ist. Im Übrigen legt der Beschwerdeführer auch nicht dar, inwiefern er diesen Faustschlag für die Erstellung des Anklagesachverhalts, nämlich das Würgen von D.________ durch den Beschwerdeführer, relevant sein soll. Dass der Beschwerdeführer von D.________ hat getrennt werden müssen, ergibt sich sodann auch aus den Aussagen des Zeugen C.________. Zusammengefasst ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz auf die glaubhaften Aussagen des Zeugen B.________ abstellt. Selbst wenn lediglich auf die Aussagen einer Person abgestellt wird und diese von den Aussagen weiterer Personen abweichen, führt dies nicht a priori zu einer unhaltbaren Sachverhaltsfeststellung, sofern die Au ssagen, auf welche abgestellt werden, als glaubhaft erachtet werden. Das Abstellen auf die Aussagen des Zeugen B.________ ist nicht willkürlich.