Citation: 4P.78/2004 05.08.2004 E. 3

Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, entgegen der Auffassung des Kantonsgerichtes habe das Schiedsgericht in willkürlicher Weise seinen Beweisanträgen im Zusammenhang mit einem Gutachten, welches M. Schweizer im Strafverfahren gegen den Beschwerdegegner 1 erstattet habe, nicht entsprochen. 3.1 Die Aufhebung eines Schiedsgerichtsurteils kommt wie erwähnt nur bei Vorliegen eines Nichtigkeitsgrundes im Sinn von Art. 36 lit. a-i KSG in Frage. Im Zusammenhang mit der im vorliegenden Fall erhobenen Beanstandung, das Schiedsgericht habe den Beweisanträgen nicht entsprochen, ist eine Nichtigkeit des Schiedsurteils praktisch nur denkbar, wenn das rechtliche Gehör verletzt worden sein sollte (Art. 36 lit. d in Verbindung mit Art. 25 KSG) oder wenn von offensichtlich aktenwidrigen tatsächlichen und damit willkürlichen Feststellungen auszugehen wäre (Art. 36 lit. f KSG). 3.2 Im vorliegenden Fall haben verschiedene Unternehmensbewertungen ausnahmslos einen Wert der E.________ AG ergeben, welcher den im Kaufvertrag vereinbarten Kaufpreis von Fr. 8'500'000.-- übersteigt. Unter anderem haben auch der vom Schiedsgericht eingesetzte Experte F.________ einen Unternehmenswert von Fr. 9'685'000.-- und der im parallel geführten Strafverfahren beigezogene Experte G.________ einen Unternehmenswert von 9'670'000.-- ermittelt. Unter diesen Umständen ist nicht ersichtlich, weshalb das Schiedsgericht, dem bei der Beurteilung der Beweisanträge ein weiter Ermessensspielraum zusteht, verpflichtet gewesen sein sollte, den Beweisanträgen der Beschwerdeführerin zu entsprechen, dem Experten G.________ Ergänzungsfragen zu stellen bzw. diesen Gutachter als Zeugen zu befragen. 3.3 Dem Schiedsgericht kann somit weder die Verletzung von zwingenden Verfahrensvorschriften (Art. 36 lit. d KSG) noch willkürliche Sachverhaltsfeststellungen (Art. 36 lit. f KSG) vorgeworfen werden.