Citation: 8C_380/2021 E. 5.1

5.1. Der RAD-Arzt Dr. med. D.________ untersuchte den Beschwerdeführer am 16. Januar 2018. Er diagnostizierte persistierende, ausgeprägte Bewegungs- und Ruheschmerzen sowie eine erhebliche Bewegungseinschränkung des rechten Schultergelenks und eine reaktive muskuläre Verspannung des Schultergürtels rechts bei einem Zustand nach zweimaliger Schulterarthroskopie rechts. Im Rahmen der orthopädischen Untersuchung habe die bereits aktenkundige dauerhafte Arbeitsunfähigkeit für die bisherige Tätigkeit als Gipser und Bauarbeiter bestätigt werden können. Es hätten sich aber zusätzlich auch deutliche Anhaltspunkte dafür gefunden, dass wegen "der Augenproblematik eben auch die Arbeitsfähigkeit für behinderungsangepasste, sitzende Tätigkeiten, die bei ausschliesslicher Berücksichtigung der Schulterproblematik sicher nicht wesentlich eingeschränkt wäre, doch erheblich beeinträchtigt sei". Abschliessend hielt Dr. med. D.________ fest, in der bisherigen Tätigkeit bestehe definitiv keine Arbeitsfähigkeit mehr. In einer angepassten, körperlich leichten Tätigkeit ausschliesslich unterhalb der Brusthöhe, überwiegend sitzend, ohne Notwendigkeit ausholender Bewegungen mit dem rechten Arm, wäre aus rein orthopädischer Sicht unter alleiniger Berücksichtigung der Schulterproblematik derzeit sicher eine zumindest 60 %ige Arbeitsfähigkeit (ca. fünf Stunden pro Tag mit zusätzlichen Pausen) gegeben. Aus gesamtmedizinischer Sicht müsse aufgrund der Augenproblematik aber von einer so erheblichen Einschränkung ausgegangen werden, dass pro Tag höchstens ein bis zwei Stunden eine konzentrierte Tätigkeit möglich sei.