Citation: 2C_111/2015 E. 3.1

3.1. Der angefochtene Entscheid gibt die bundesgerichtliche Praxis zum Widerruf der Niederlassungsbewilligung zutreffend wieder und die Vorinstanz, auf deren Ausführungen ergänzend verwiesen werden kann, hat die auf dem Spiel stehenden Interessen in vertretbarer Weise gegeneinander abgewogen: Ausgangspunkt und Massstab sowohl für die Schwere des Verschuldens als auch für die fremdenpolizeiliche Interessenabwägung ist hier die vom Strafrichter verhängte Strafe. Der Beschwerdeführer ist zu einer Freiheitsstrafe von 27 Monaten, einer Geldstrafe von zehn Tagessätzen sowie einer Busse von Fr. 1'000.-- verurteilt worden. Zwar wendet der Beschwerdeführer ein, das Obergericht des Kantons Zürich habe im Urteil vom 13. Juni 2013 das Tatverschulden in Bezug auf das Hauptdelikt (Gefährdung des Lebens) als "noch leicht" bezeichnet. Dabei übersieht er jedoch einerseits, dass das Obergericht in Bezug auf die weiteren beurteilten Delikte sein Verschulden als "nicht mehr leicht" bezeichnet hat. Andererseits räumt er selber ein, dass der Verurteilung durch das Obergericht zum Teil Gewaltdelikte zugrunde liegen (vgl. Beschwerdeschrift Ziff. II/6). In der Tat handelt es sich um teilweise schwer wiegende Straftaten: So hat der Beschwerdeführer u.a. eine durchgeladene und entsicherte Pistole auf einen Türsteher gerichtet (Gefährdung des Lebens und Drohung), eine Pistole und Munition ohne Berechtigung erworben und getragen (Vergehen gegen das Waffengesetz) und einen Geschädigten mit Faustschlägen und Fusstritten zusammen mit zwei weiteren Personen traktiert (Angriff). Dazu kommen zahlreiche SVG- und Betäubungsmitteldelikte (vgl. angefochtener Entscheid E. 4.2). Erschwerend kommt hinzu, dass der Beschwerdeführer bereits mit Strafbefehlen vom 9. August 2004 bzw. vom 16. Oktober 2008 für diverse Delikte verurteilt worden ist und damit auch die am 10. Dezember 2008 ausgesprochene Verwarnung ihn nicht von weiterer deliktischer Tätigkeit abzuhalten vermochte. Insofern ist der Vorinstanz zuzustimmen, wenn sie erwägt, dass ein gewichtiges öffentliches Interesse an einer Wegweisung einer ausländischen Person besteht, die Gewaltdelikte verübt hat. Ebenso zutreffend ist der Schluss, der Beschwerdeführer habe durch seine Delinquenz eine erhebliche Rücksichtslosigkeit und Geringschätzung zentraler Rechtsgüter offenbart.