Citation: 1C_587/2021 E. 3.1

3.1. Das Obergericht kam im angefochtenen Entscheid zum Schluss, gestützt auf die Verfahrensakten lägen keinerlei Hinweise vor, dass Briefe des sich in Haft befindenden Beschwerdeführers in Missbrauch der Amtsgewalt vorsätzlich geöffnet oder ohne entsprechende Mitteilung nicht weitergeleitet worden wären, wie dies der Beschwerdeführer behaupte. Die in diesem Zusammenhang erhobenen Strafvorwürfe gegen namentlich nicht genannte Mitarbeitende der kantonalen Strafverfolgungs- und Strafvollzugsbehörden seien deshalb nicht geeignet, die Tatbestände des Amtsmissbrauchs (Art. 312 StGB), der Verletzung des Schriftgeheimnisses (Art. 179 StGB) oder der Sachentziehung (Art. 141 StGB) zu erfüllen. Gleich verhalte es sich bezüglich der vom Beschwerdeführer geltend gemachten mangelhaften medizinischen Versorgung während des Haftvollzugs. Auch insoweit sei ein Amtsmissbrauch, ein Delikt gegen Leib und Leben oder ein anderes strafbares Verhalten durch Mitarbeitende der kantonalen Strafverfolgungs- und Strafvollzugsbehörden nicht erkennbar. Insbesondere bestünden gestützt auf die Akten keine Anhaltspunkte, dass es bei der Medikamentenabgabe an den Beschwerdeführer oder im Zusammenhang mit Arzt- und Spitalterminen zu strafrechtlich relevanten Handlungen gekommen sei. Mangels eines Anfangsverdachts für ein strafbares Verhalten sei deshalb eine Ermächtigung zur Durchführung einer Strafuntersuchung nicht zu erteilen.