Citation: 5A_462/2022 E. 3.1.1

3.1.1. Im Kontext des Erklärungsirrtums erwog die Vorinstanz, die Erstinstanz sei mit einlässlicher und zutreffender Begründung zum Schluss gelangt, der Beschwerdeführerin sei der Beweis für einen Erklärungsirrtum misslungen. Was sie dagegen vorbringe, vermöge den Anforderungen an die Begründung einer Berufung nicht zu genügen, da sie sich weitgehend auf eine blosse Wiederholung ihrer erstinstanzlichen Ausführungen beschränke, ohne sich mit der Begründung der Vorinstanz argumentativ auseinanderzusetzen. Inwiefern die Erstinstanz das Recht falsch angewendet und/oder den Sachverhalt falsch festgestellt haben soll, lasse sich den Ausführungen nicht entnehmen. Entgegen ihren Ausführungen habe die Beschwerdeführerin gerade nicht stets behauptet, sie habe gemeint, dass sie zum Notar gehe, um ihre "Partnerschaft einzutragen". Im Übrigen sei nicht bewiesen, dass sie zum Zeitpunkt der Beurkundung in einer schlechten körperlichen und psychischen Verfassung war. Unerheblich sei sodann, dass die Diskussion um die Entschädigung durch die Stiftung (Fr. 3'000.--, siehe Erbvertrag im Sachverhalt Bst. A.b) nicht von ihr initiiert wurde bzw. sich dies beweismässig nicht habe erstellen lassen. Die Berufung sei - in diesem Punkt - offensichtlich nicht hinreichend begründet, weshalb diesbezüglich auf die Berufung nicht eingetreten werde. Damit erübrige es sich, näher auf die Eventualbegründungen der Erstinstanz einzugehen, wobei zu erwähnen bleibe, dass die Erwägungen zum Grundlagenirrtum schon deshalb nicht erforderlich gewesen seien, weil die Beschwerdeführerin einen solchen im erstinstanzlichen Verfahren gar nie behauptet habe.