Citation: 2C_691/2019 E. 4.1

4.1. Die ESTV berechnete den Umsatz der Beschwerdeführerin anhand der ihr vorgelegten Belege über den Warenaufwand, wobei sie davon ausging, dass der Materialaufwand 30 % des Umsatzes ausmachte und die Bruttogewinnmarge somit 70 % betrug. Gemäss den von der ESTV im Einspracheverfahren herangezogenen Erfahrungszahlen hätte die Bruttogewinnmarge für Gastronomiebetriebe der Untergruppe "Pizzeria, italienische Spezialitäten" in der Deutschschweiz (durchschnittlich) 73 % betragen. Indessen berücksichtigte die ESTV zugunsten der Beschwerdeführerin die Besonderheiten der von ihr geführten Gaststätte (Tiefpreisstrategie und Geschäftspolitik der Grosszügigkeit gegenüber den Kunden), um die tiefere Marge zu rechtfertigen. Die Vorinstanz erachtete dies als bundesrechtskonform.