Citation: 1C_100/2017 E. 2.7.2

2.7.2. Das BAFU hat in seiner Stellungnahme im bundesgerichtlichen Verfahren ausgeführt, aus Sicht des Hochwasserschutzes lägen keine Gründe vor, die gegen eine offene Gewässerführung sprechen würden. Vielmehr sei eine solche im Fall einer Überlast stabiler als ein geschlossenes System. Selbst der gemäss Projekt vorgesehene, mit Betonmauern eingefasste Kanal stelle im Vergleich zu einem eingedolten Gewässer eine deutliche ökologische Aufwertung dar, zumal die Sohle mit natürlichem Geschiebe gestaltet werden solle. Die offene Gerinneführung ermögliche die Längsvernetzung von Fischen und biete Lebensraum für wirbellose Organismen. Aufgrund der engen Platzverhältnisse auf der Parzelle der Beschwerdeführer sei es demgegenüber nachvollziehbar, dass das Gewässer in einem mit Betonwänden eingefassten Gerinne geführt werden solle und die Ufer und Böschung nicht naturnah gestaltet werden könnten.