Citation: 2A.694/2006 16.03.2007 E. 4

4.1 Der Beschwerdeführer lebt seit seinem 13. Lebensjahr, mithin seit rund 15 Jahren in der Schweiz. Wohl ist sein hiesiger Aufenthalt nicht als kurz zu bezeichnen. Seine Situation ist jedoch nicht mit derjenigen eines Ausländers der zweiten Generation, der in der Schweiz geboren ist, vergleichbar. Wie sich ausserdem aus vorstehenden Ausführungen ergibt (E. 3 hiervor), kann nicht davon die Rede sein, dass er in der Schweiz gut integriert sei. 4.2 Den Angaben des Beschwerdeführers zufolge halten sich zwar seine Eltern und Geschwister in der Schweiz auf. Zwei seiner Brüder sind indes ebenfalls drogensüchtig und wiederholt strafrechtlich belangt worden. Weder die Eltern noch die Geschwister konnten ihm bisher den notwendigen Halt geben, damit er sich aus der Spirale von Sucht und Delinquenz befreien konnte. Der Beschwerdeführer erwähnt selber, dass die Jugendstrafkammer im Jahre 1994 als Ursache seiner Fehlentwicklung nicht nur den Kulturwechsel zu Beginn seiner Pubertät nannte, sondern auch den geringen Halt in seinem familiären Umfeld. Das Gericht hatte damals zudem festgehalten, dass die Mutter durch ihre Aufenthalte in Mazedonien als Bezugsperson wegfiel, während der Vater mit der Erziehung seines Sohnes überfordert war. 4.3 Wird berücksichtigt, dass der Beschwerdeführer die ersten dreizehn Lebensjahre in seiner Heimat verbracht hat, die dortige Sprache spricht und seinen Maurerberuf auch dort ausüben kann, erweist sich seine Ausweisung als verhältnismässig. Der Beschwerdeführer mutmasst zwar, dass es in seiner Heimat schwierig, wenn nicht gar unmöglich sei, einen geeigneten Ort für eine Drogentherapie zu finden. Nachdem er aber die ihm über Jahre hier angebotenen Hilfsmassnahmen jeweils zum Scheitern brachte, kann es nicht mehr entscheidend darauf ankommen, ob die Therapie- und Resozialisierungsmöglichkeiten in seiner Heimat mit denjenigen in der Schweiz vergleichbar sind (vgl. Urteil 2A.28/2004 vom 7. Mai 2004, E. 3.6). 4.4 Der Beschwerdeführer macht schliesslich geltend, er wolle eine in der Schweiz lebende Italienerin heiraten. Mit ihr zusammen habe er einen Sohn, der im April 2006 geboren sei. Ob das Kind tatsächlich vom Beschwerdeführer stammt, steht nicht fest. Letzterer ist in der Geburtsmitteilung der Zivilstandsbehörde (Stand vom 5. Juli 2006), die er erst im bundesgerichtlichen Verfahren vorgelegt hat, nicht als Vater des Kindes aufgeführt; dort fehlt jeglicher Eintrag zum Vater. Er hat ausser einer handschriftlichen Erklärung der Kindsmutter vom 17. November 2006 kein einziges Dokument präsentiert, aus dem sich seine angebliche Vaterschaft ergibt. Doch selbst wenn davon ausgegangen wird, dass er der Vater des erwähnten Kindes ist, ändert dies hier nichts am Ergebnis. Zwar gewährleisten Art. 8 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV das Recht auf Achtung des Familienlebens. Das setzt allerdings voraus, dass eine familiäre Beziehung tatsächlich gelebt wird und intakt ist (BGE 129 II 215 E. 4.1 S. 218 mit Hinweis). Wie bereits das Appellationsgericht in seinem Urteil festhält, hat der Beschwerdeführer jegliche nähere Angaben zu seiner angeblich Verlobten und zum Kind unterlassen. Zwar gilt im Verwaltungsverfahren grundsätzlich die Untersuchungsmaxime. Diese wird indes durch die Mitwirkungspflicht der Parteien relativiert, welche namentlich dann greift, wenn eine Partei eigene Rechte geltend macht (vgl. Art. 3 Abs. 2 und 13f ANAG; BGE 124 II 361 E. 2b S. 365; 122 II 385 E. 4c/cc S. 394). Aufgrund dieser Pflicht hätte der Beschwerdeführer als nicht sorgeberechtigter Vater darlegen müssen, dass er in wirtschaftlicher und affektiver Hinsicht eine besonders enge Beziehung zum Kind unterhält (vgl. Urteil 2A.274/2003 vom 25. September 2003, E. 3.2 und 3.3). Sowohl vor dem Appellationsgericht als auch vor Bundesgericht bringt er dazu jedoch nichts vor. Die Kindsmutter hat ausserdem in ihrem Schreiben vom 17. November 2006 nicht erklärt, dass sie den Beschwerdeführer zu heiraten gedenke und dass Letzterer eine enge Beziehung zum Kind pflege. Bezeichnenderweise hat der Beschwerdeführer - soweit aus den Akten ersichtlich - auch die von ihm behauptete Vaterschaft bisher nicht anerkannt. Damit ein nicht sorgeberechtigter Ausländer zwecks Pflege der Beziehung zu seinem Kind aus Art. 8 EMRK und Art. 13 BV ein Aufenthaltsrecht ableiten kann, muss sein Verhalten im Übrigen weitgehend tadellos sein (BGE 122 Ib 1 E. 3 S. 4 ff., 22 E. 4 S. 24 ff.; Urteil 2A.119/ 2004 vom 5. März 2004, E. 3.1, in FamPra.ch 2004 S. 659). Wie ausgeführt (E. 3 hiervor), kann davon vorliegend keine Rede sein. Ausserdem hatten weder die Schwangerschaft der Kindsmutter noch die Geburt des Kindes im April 2006 den Beschwerdeführer dazu bewegt, sein Drogenproblem ernsthaft anzugehen. Seinen eigenen, gegenüber dem Appellationsgericht gemachten Angaben zufolge (Schreiben vom 14. Juli 2006) hat er sogar auf einen ihm angebotenen Therapieplatz verzichtet und sich statt dessen weiterhin dem Drogenkonsum hingegeben ("Ich stürzte mehr und mehr ab, zurück in die Drogenwelt").