Citation: 8C_547/2022 E. 6.2.2

6.2.2. Die Feststellung der Vorinstanz, die Beschwerdeführerin sei psychischerseits in einer angepassten Verweisungstätigkeit zu 80 bis 100 % arbeitsfähig, beruht auf der polydisziplinären Konsensfindung aller MEDAS-Gutachter vom 26. März 2021, die auch von der psychiatrischen MEDAS-Gutachterin mitgetragen und unterzeichnet wurde. Die Rechtsprechung erachtet es geradezu als ideal, wenn die abschliessende, gesamthafte Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit auf der Grundlage einer Konsensdiskussion der einzelnen Gutachter oder unter Leitung eines fallführenden Arztes erfolgt. Die gutachterliche Festlegung der Arbeitsfähigkeit erst im Rahmen der interdisziplinären Konsensbeurteilung ist somit nicht zu beanstanden (vgl. E. 2.3 hiervor; Urteil 8C_784/2021 vom 9. Februar 2022 E. 6.1). Dass sich die festgestellte 80 bis 100%ige Arbeitsfähigkeit bloss auf eine Teilzeitarbeit bezogen hätte, ergibt sich nicht aus der konsensualen Einschätzung der MEDAS-Gutachter. Die Einwände der Beschwerdeführerin sind somit nicht stichhaltig (vgl. auch E. 7.1 hiernach).