Citation: 9C_588/2023 E. 3.4

3.4. Anders als in der Beschwerde dargestellt, geht aus dem angefochtenen Urteil implizit hervor, dass der Einzelrichter eine Sistierung des Prozesses nicht für erforderlich hielt. Dies ergibt sich aus seinen Ausführungen, wonach er sich als Sozialversicherungsrichter rechtsprechungsgemäss nicht um die im Parallelverfahren zwischen dem Beschwerdeführer und der SWICA vor dem Zivilrichter streitigen Fragen kümmern müsse. Aus diesem Grund sah er sich denn auch in der Lage, über den geltend gemachten Anspruch unabhängig vom Ausgang des zivilrechtlichen Verfahrens zu entscheiden. Da er mithin die Überlegungen nannte, von denen er sich leiten liess, und sich aus diesen gleichzeitig ergibt, weshalb er der beschwerdeführerischen Argumentation nicht folgte, wurde das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers (Art. 29 Abs. 2 BV) nicht verletzt (vgl. dazu auch BGE 142 I 135 E. 2.1; 136 I 229 E. 5.2). Wie auch der Beschwerdeführer anzuerkennen scheint, ist es dem Sozialversicherungsrichter rechtsprechungsgemäss verwehrt, über den Bestand oder die Höhe der vom Rentenguthaben verrechnungsweise in Abzug gebrachten Rückforderung des Krankentaggeldversicherers zu befinden, wenn diese von der versicherten Person bestritten werden. Indem der Einzelrichter aus diesem Grundsatz aber - anders als der Beschwerdeführer - nicht den Schluss zog, der Prozess sei zu sistieren (bis zum Entscheid über die Frage im parallel geführten Zivilverfahren), verletzte er kein Bundesrecht. Vielmehr steht seine Rechtsauffassung im Einklang mit dem im Urteil I 296/03 vom 21. Oktober 2004 Gesagten (vgl. auch Urteile 9C_287/2014 vom 16. Juni 2014 E. 2.2; 8C_115/2013 vom 30. September 2013 E. 5.2). Danach muss die Ausgleichskasse mit der Überweisung des geltend gemachten Rückerstattungsbetrages an die Krankenkasse nicht zwingend bis zum rechtskräftigen (zivilrechtlichen) Entscheid über die materiellrechtliche Begründetheit zuwarten, denn dem Interesse der versicherten Person an der Ausrichtung der vollen Leistungen der Invalidenversicherung ist damit Genüge getan, dass die Krankenkasse ihr den durch die Ausgleichskasse von der Rentennachzahlung allenfalls zu Unrecht verrechnungsweise in Abzug gebrachten Betrag nachträglich ungeschmälert auszuzahlen hat (damalige E. 4.1.1). Soweit der Beschwerdeführer sich für seinen Standpunkt auf E. 4.4 desselben Urteils stützt, ist ihm entgegenzuhalten, dass das EVG an dieser Stelle alleine an die fehlende Zuständigkeit des Sozialversicherungsrichters zum Entscheid über die zivilrechtlichen Fragen erinnerte, aber keine Aussage dazu machte, ob und gegebenenfalls wie das sozialversicherungs- und das zivilrechtliche Verfahren zu koordinieren sind. Mit anderen Worten ist die vom Beschwerdeführer angerufene E. 4.4 in der Sistierungsfrage nicht einschlägig, anders als E. 4.1.1, in welcher Erwägung das EVG ein Abwarten des zivilrechtlichen Entscheides in dieser Konstellation ausdrücklich als entbehrlich bezeichnete.