Citation: 6B_85/2023 E. 1.4.2

1.4.2. Die Begründung des angefochtenen Urteils ist so abgefasst, dass sich der Beschwerdeführer über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache weiterziehen konnte (vgl. oben E. 1.2.3). Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer hätte die Ablenkung auf diesem Strassenabschnitt, der volle Konzentration auf den Verkehr erfordere, nicht zulassen dürfen. Entsprechend habe er den benötigten Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug, der ein rechtzeitiges Anhalten garantiert hätte, nicht eingehalten. Somit gelangt die Vorinstanz nicht ohne Weiteres zum Schluss, der Unfall sei die Folge der schwerwiegenden Verletzung der Abstandsregeln nach Art. 34 Abs. 4 SVG. Insofern der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang den Anklagegrundsatz als verletzt moniert, ist darauf nicht einzutreten. Die Vorinstanz befasst sich im angefochtenen Urteil mit einer allfälligen Verletzung des Anklagegrundsatzes nicht. Der Beschwerdeführer bringt in seiner Beschwerde auch nicht vor, er habe den Anklagegrundsatz bereits vor der Vorinstanz gerügt, die darauf in Missachtung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör nicht eingegangen sei. Zwecks Ausschöpfung des kantonalen Instanzenzugs (vgl. Art. 80 Abs. 1 BGG) wäre der Beschwerdeführer verpflichtet gewesen, die Rüge bereits im Berufungsverfahren vorzutragen. Die Pflicht zur Ausschöpfung des kantonalen Instanzenzugs gilt nach der Rechtsprechung insbesondere auch bei einer allfälligen Verletzung des Anklageprinzips (Urteil 6B_261/2022 vom 2. Juni 2023 E. 2 mit Hinweis).