Citation: 8C_829/2023 E. 6.2.1

6.2.1. Der Beschwerdegegner wendet aber ein, selbst wenn abweichend vom kantonalen Urteil nicht vom tatsächlichen Invalideneinkommen, sondern der Suva folgend zu Unrecht von einem fiktiven LSE-Tabellenlohn ausgegangen würde, wäre entgegen ihrer Auffassung ein 15%iger Leidensabzug gerechtfertigt, da er nur noch körperlich leichte bis selten mittelschwere Tätigkeiten, wechselbelastende Tätigkeiten (mit überwiegend sitzendem Anteil) ausüben könne. Arbeiten mit Zwangshaltungen der Sprunggelenke wie Knien, Hocken oder Kauern, repetitivem Steigen auf Leitern, Gerüsten oder Treppen, in absturzgefährdeten Bereichen sowie widrigen Witterungsumständen und repetitivem Anheben von Gewichten von 5 kg seien ihm nicht mehr zumutbar. Zudem besitze er die Niederlassungsbewilligung C und es bestehe eine Dekonditionierung (mehr als 6 Jahre im Unfallstand). Weiter habe der Bundesrat auf eine entsprechende Motion des Parlaments im Invalidenversicherungsrecht einen Pauschalabzug von mindestens 10% vorgeschlagen. Diverse Versicherten-Verbände hätten jedoch schlüssig begründet, weshalb laut den aktuellen Forschungsarbeiten neben den individuellen leidensbedingten Abzügen gemäss bisheriger bundesgerichtlicher Praxis ein Pauschalabzug von 17 % vorzunehmen sei (www.inclusionhandicap.ch/de/medien /medienmitteilungen/2023/tabellenloehne-in-clusion-handicap-fordert-pauschal-abzug-von-17-745.html).