Citation: 4A_314/2009 10.09.2009 E. B

Im Mai 2008 reichte die Beschwerdeführerin beim Amtsgericht Luzern-Stadt Klage ein und forderte von der Beschwerdegegnerin Fr. 6'147.55 nebst Zins. Diese brachte vor, der Beschwerdeführerin von September 2005 bis Juli 2007 insgesamt Fr. 8'308.45 bezahlt zu haben und reichte einen Auszug aus ihrem Empfangsscheinbuch ein. Die Beschwerdeführerin bestritt, dass die Zahlungen die eingeklagten Forderungen beträfen. Das Amtsgericht gelangte zum Schluss, sie habe Forderungen von insgesamt Fr. 5'341.75 nachgewiesen. Aus den Zahlungsbelegen der Beschwerdegegnerin sei nicht klar ersichtlich, welche Rechnung jeweils getilgt worden sei, und die Beschwerdeführerin habe ihr auch nicht angezeigt, für welche Schuld die Zahlung jeweils verwendet worden sei. Daher seien gemäss Art. 87 OR - nach Abzug von Zahlungen für Mandate, die gemäss übereinstimmenden Parteiangaben nicht den Streitgegenstand betrafen, sowie von bereits berücksichtigten Zahlungen - Fr. 4'906.30 auf die eingeklagten Forderungen anzurechnen. Entsprechend hiess das Amtsgericht die Klage am 21. Januar 2009 im Umfang von Fr. 435.45 nebst Zins gut und hob den Rechtsvorschlag insoweit auf. Die dagegen erhobene Nichtigkeitsbeschwerde wies das Obergericht des Kantons Luzern mit Entscheid vom 6. Mai 2009 ab, soweit es darauf eintrat.