Citation: 6B_1118/2022 E. 3.2.3

3.2.3. Schliesslich nimmt die Vorinstanz aufgrund der Täterkomponenten eine leichte Strafminderung um fünf Monate vor, woraus eine Freiheitsstrafe von 66 Monaten resp. 5 Jahren und 6 Monaten resultiert. Die Vorinstanz berücksichtigt eine einschlägige Jugendstrafe von 2013 wegen Angriffs und Pornografie zulasten des Beschwerdeführers. Dies aufgrund der seither vergangenen Zeitdauer aber nur geringfügig. Ausserdem beging der Beschwerdeführer während des Berufungsverfahrens weitere Straftaten, so wegen Beschimpfung und Hinderung einer Amtshandlung sowie Verstösse gegen das SVG. Obwohl nicht einschlägig, zeuge das Verhalten von einer bedenklichen Unbelehrbarkeit und Gleichgültigkeit gegenüber Rechtsnormen. Das Nachtatverhalten und das Verhalten im Strafverfahren seien neutral zu werten. Der Beschwerdeführer habe weder gestanden noch Reue gezeigt. Er sei im Gegenteil durch Selbstmitleid aufgefallen. Sein zum Tatzeitpunkt junges Alter und die fehlende Reife seien bloss leicht zu seinen Gunsten zu berücksichtigen. Eine besondere Strafempflindlichkeit bestehe nicht. Obwohl das Beschleunigungsgebot nicht verletzt sei, erscheine eine leichtgradige Strafminderung aufgrund der langen Verfahrensdauer angemessen.