Citation: 1C_367/2013 E. 3.2

3.2. Das Vorbringen ist unbehelflich. Die Beschwerdeführerin ersuchte am 2. Dezember 2012 um Wiedererwägung des Wegweisungsentscheids, da sich ihr psychischer Gesundheitszustand rapid und bedrohlich verschlechtert habe. Am 3. Dezember 2012 reichte sie dem BFM ein ärztliches Zeugnis von Dr. Y.________ vom gleichen Tag ein. Daraus ergab sich jedoch lediglich, dass die Beschwerdeführerin vom 3. Dezember 2012 bis auf Weiteres zu hundert Prozent arbeitsunfähig sei. In der Verfügung vom 7. Dezember 2012 erwog das BFM, es sehe sich "aufgrund der uns im jetzigen Zeitpunkt vorliegenden Akten" - also auch des ärztlichen Zeugnisses vom 3. Dezember 2012- nicht veranlasst, den Wegweisungsvollzug zu sistieren. Die dagegen erhobene Beschwerde wies die Vorinstanz am 30. Januar 2013 als offensichtlich unbegründet ab. In der Verfügung vom 8. Februar 2013 legte das BFM dar, das ärztliche Zeugnis vom 3. Dezember 2012 sei in keiner Weise geeignet, den Wegweisungsvollzug als unzumutbar erscheinen zu lassen. Die Beschwerdeführerin hatte somit spätestens seit der Verfügung des BFM vom 7. Dezember 2012 dringend Anlass, ein ärztliches Zeugnis vorzulegen, das die behauptete rapide und bedrohliche Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes belegt. Das tat sie jedoch auch im vorinstanzlichen Verfahren nicht. Dort reichte sie ein Schreiben von Dr. Z.________ vom 16. Januar 2013 an das Untersuchungsamt Altstätten ein. Darin äussert sich Dr. Z.________ zur Einvernahmefähigkeit. Er führte aus, die Beschwerdeführerin sei noch nicht ausreichend stabil, damit eine Einvernahme konstruktiv durchgeführt werden könne. Er bat darum, die Einvernahme um ca. 7 bis 10 Tage zu verschieben und empfahl, sie in der Klinik durchzuführen. Gleichzeitig legte Dr. Z.________ dar, der Zustand der Beschwerdeführerin habe sich in letzter Zeit zunehmend gebessert. Dieser Bericht belegt die behauptete Verschlechterung des Gesundheitszustandes nicht. Vielmehr spricht er für das Gegenteil. Hat es die Beschwerdeführerin demnach während Monaten unterlassen, einen ärztlichen Bericht vorzulegen, der ihre Behauptung stützt, obwohl sie dazu dringend Grund gehabt hätte, stellt es ein widersprüchliches Verhalten dar, wenn sie der Vorinstanz vorwirft, diese habe so rasch entschieden, dass die Beschwerdeführerin keinen "aktualisierten Arztbericht" mehr habe beibringen können. Wenn die Beschwerdeführerin keinen Bericht eingereicht hat, der ihre Behauptung stützt, obwohl sie das längst hätte tun können und müssen, hat sie sich das selber zuzuschreiben. Die Vorinstanz hatte unter den gegebenen Umständen keinen Anlass, weiter mit ihrem Entscheid zuzuwarten. Wenn sie rasch entschieden hat, hat sie damit dem Beschleunigungsgebot Rechnung getragen. Dazu hatte sie umso mehr Grund, als ihr das Bundesgericht im Urteil vom 15. Oktober 2012 eine Verletzung dieses Gebots angelastet hatte (BGE 138 II 513 E. 6 S. 518 f.).