Citation: 1C_572/2022 E. 4.1

4.1. Soweit die Beschwerdeführerin das Erfordernis einer Schutzabklärung aus Art. 2 Granada-Übereinkommen ableiten will, kann ihr nicht gefolgt werden. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung richten sich die Bestimmungen des Granada-Übereinkommens nicht an die rechtsanwendenden Behörden, weshalb eine kantonale Verfügung im Einzelfall - wie vorliegend die kommunale Baubewilligung - nicht unmittelbar wegen Verletzung des Granada-Übereinkommens angefochten werden kann. Die darin enthaltenen Bestimmungen verpflichten vielmehr die Vertragsstaaten zum Erlass entsprechender Normen, d.h. zur Rechtsetzung. Es handelt sich somit um Gesetzgebungsaufträge (vgl. BGE 147 I 308 E. 5.2 mit Hinweisen).