Citation: 8C_66/2024 E. 7.2.2

7.2.2. In Ziff. 2020 KSH werden die massgebenden sechs alltäglichen Lebensverrichtungen aufgeführt, wobei bei derjenigen des Ankleidens, Auskleidens der Zusatz figuriert, dass auch die Hilfe beim An- und Ablegen allfälliger Hilfsmittel in die Beurteilung einzubeziehen ist, sofern diese nicht zu Behandlungs- oder Therapiezwecken dienen. Die vorinstanzliche Auffassung, dass dieser Vorbehalt auch bei den weiteren alltäglichen Lebensverrichtungen zu beachten ist, beanstandet die Beschwerdeführerin nicht. Beim Cochlea-Implantat, das bei der Beschwerdeführerin eingesetzt wird, handelt es sich entgegen ihrer Auffassung praxisgemäss um eine medizinische Behandlungsmassnahme (vgl. BGE 115 V 193 E. 2d und E. 4; SVR 2022 UV Nr. 35 S. 141, 8C_255/2021 E. 5.3.2, 2003 IV Nr. 12 S. 35, I 395/02 E. 4.1). In diesem Lichte ist es nicht bundesrechtswidrig, dass die Vorinstanz den Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung auch hinsichtlich der alltäglichen Lebensverrichtungen verneinte, zumal die Beschwerdeführerin gegen dieses Ergebnis im Übrigen keine stichhaltigen Einwände vorbringt.