Citation: BGE 150 V 73 E. 7.1

Gemäss Abs. 2 von Art. 39 AHVG wird die aufgeschobene Altersrente um den versicherungstechnischen Gegenwert der nicht bezogenen Leistung erhöht. Nach dem klaren Wortlaut von Art. 39 Abs. 3 Satz 1 AHVG hat der Gesetzgeber die Regelung des Verfahrens im Zusammenhang mit dem Rentenaufschub umfassend und ohne Einschränkung an den Bundesrat delegiert ("Der Bundesrat setzt die Erhöhungsfaktoren für Männer und Frauen einheitlich fest und ordnet das Verfahren"; "Le Conseil fédéral fixe, d'une manière uniforme, les taux d'augmentation pour hommes et femmes et règle la procédure"; "Il Consiglio federale stabilisce, in modo uniforme, le aliquote d'aumento per gli uomini e per le donne, e istituisce la procedura"; vgl. in diesem Sinne bereits BGE 147 V 70 E. 3.2.3). Der Bundesrat präzisierte in seiner Botschaft vom 4. März 1968 zum Entwurf eines Bundesgesetzes betreffend Änderung des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und zum Volksbegehren für den weiteren Ausbau von Alters- und Hinterlassenenversicherung und Invalidenversicherung, dass die Einzelheiten über Form und Wirkung des Aufschubs in der Vollzugsverordnung zu regeln sein würden; vor allem seien dort die genauen Erhöhungsfaktoren festzulegen (vgl. BBl 1968 I 602, 660). BGE 150 V 73 S. 79