Citation: 9C_257/2020 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdeführerin macht nicht substanziiert geltend, welche wesentlichen Aspekte im gastroenterologischen ABI-Teilgutachten unberücksichtigt geblieben sein sollen. Der Experte berücksichtigte insbesondere Berichte des behandelnden Dr. med. B.________ und legte nachvollziehbar und einleuchtend dar (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a S. 352), dass kein somatisches Korrelat für die geltend gemachten Beschwerden objektiviert werden konnte. Den nachträglichen Stellungnahmen des Dr. med. B.________ (Bericht vom 11. Dezember 2018; E-Mail vom 5. April 2019) lässt sich kein Anhaltspunkt für etwas Gegenteiliges und insbesondere auch keine überzeugende Begründung für die von ihm attestierte vollständige Arbeitsunfähigkeit entnehmen. Die fachärztliche Qualifikation des ABI-Experten wird weder durch dessen (behauptete) fehlende publizistische Tätigkeit noch durch den Umstand, dass Dr. med. B.________ leitender Arzt der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie des Spitals C.________ ist, erschüttert. Von einer einseitigen resp. offensichtlich unrichtigen (unhaltbar, willkürlich: BGE 140 V 22 E. 7.3.1 S. 39; 135 II 145 E. 8.1 S. 153; vgl. auch BGE 144 V 50 E. 4.2 S. 53 mit Hinweisen) Beweiswürdigung kann nach dem Gesagten nicht gesprochen werden, und der Verzicht auf weitere Abklärungen in pflichtgemässer antizipierender Beweiswürdigung stellt keine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes dar (BGE 141 I 60 E. 3.3 S. 64; 137 V 64 E. 5.2 S. 69; 136 I 229 E. 5.3 S. 236). Ohnehin beschränkt sich die Beschwerdeführerin auf weiten Strecken darauf, die medizinischen Unterlagen abweichend von der Vorinstanz zu würdigen und daraus andere Schlüsse zu ziehen, was nicht genügt (statt vieler: Urteil 9C_517/2019 vom 4. November 2019 E. 3.5 mit Hinweisen).