Citation: 5A_144/2023 E. 9.2.3

9.2.3. Damit vermag der Beschwerdeführer nicht darzutun, dass das Obergericht in Willkür (BGE 142 II 433 E. 4.4) verfallen wäre: Seiner eigenen Darstellung nach hat er den Mietvertrag über die eheliche Wohnung in unmittelbarem zeitlichen Zusammenhang mit dem Eheschutzverfahren neu abgeschlossen. Sodann hat zwar die Beschwerdegegnerin das Eheschutzgesuch eingereicht. Dennoch war es für den Beschwerdeführer, der bereits einige Zeit nicht mehr in der ehelichen Wohnung gelebt hat, absehbar, dass eine Auseinandersetzung mit der Ehefrau ansteht. In dieser wirkte und wirkt sich ein höherer Mietzins potentiell unterhaltsmindernd aus, da der Beschwerdeführer bei der Unterhaltsfestsetzung unbesehen darum einen erhöhten Bedarf geltend machen konnte und kann, wie die Obhut über den Sohn geregelt wird und die Geldflüsse im Einzelnen ausgestaltet werden. Dies gilt jedenfalls für den Fall, dass der Beschwerdeführer die eheliche Wohnung selbst bewohnt. Insoweit fällt auf, dass der Beschwerdeführer nach eigener Darstellung am 1. April 2022 und damit am Tag des Abschlusses des neuen Mitvertrags in die eheliche Wohnung zurückgekehrt ist. Weiter legt der Beschwerdeführer auch vor Bundesgericht nicht dar, welche anderen Gründe als die Auseinandersetzung mit der Ehefrau er gehabt haben sollte, einen Mitvertrag zu erheblich schlechteren Bedingungen als während des ehelichen Zusammenlebens abzuschliessen. Zumal es sich beim Vermieter unbestritten um seinen Vater handelt. Wie das Obergericht richtig feststellt, fehlt es damit an objektiv nachvollziehbaren Gründen für das Vorgehen des Beschwerdeführers. Unter diesen Umständen ist die vorinstanzliche Schlussfolgerung, die Neugestaltung des Mietvertrages sei erfolgt, um den Zufluss von finanziellen Mitteln zum anderen Elternteil zu unterbinden, jedenfalls nicht offensichtlich unrichtig.