Citation: 5A_685/2022 E. 5.5

5.5. Entgegen seinen Behauptungen hat der Beschwerdeführer im hiesigen Verfahren gerade nicht aufgezeigt, dass er einerseits triftige Gründe vorbrachte, welche gegen die Schlüssigkeit des Gutachtens sprachen, und sich die Vorinstanz andererseits zu Unrecht mit seinen Vorbringen nicht auseinandersetzte. Stattdessen hat er sich mit pauschalen Verweisen auf seine Berufungsschrift begnügt (vgl. vorne E. 3.3). Namentlich macht er nicht geltend, vor Vorinstanz ein Obergutachten verlangt zu haben (vgl. Urteil 5A_202/2013 vom 12. Juni 2013 E. 4.2). Es ist nicht Aufgabe des Bundesgerichts, in seiner kantonalen Rechtsschrift nach entsprechenden Rügen und Beweisofferten zu forschen und zu prüfen, ob diese im angefochtenen Entscheid gehörig behandelt wurden. Auch der Hinweis darauf, dass er nicht nur Parteibehauptungen aufgestellt, sondern zudem objektive Beweismittel ins Recht gelegt habe, dient ihm nicht. Die Vorinstanz hat auf jedes der genannten Aktenstücke Bezug genommen (vgl. angefochtener Entscheid, E. 2.3 S. 9 dritter Abschnitt, S. 10 erster und zweiter Abschnitt, S. 11 erster und zweiter Abschnitt) und ausgeführt, weshalb die einzelnen Beweismittel das Gutachten nicht als widersprüchlich erscheinen liessen. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass der Beschwerdeführer die fraglichen Aktenstücke ins Verfahren einbrachte, um den (unbeeinflussten) Kindeswillen sowie die behauptete fehlende Erziehungsfähigkeit der Beschwerdegegnerin zu belegen. Inwiefern diese Beweismittel das Gutachten indessen ernsthaft in Zweifel ziehen sollten, was seine eigene Erziehungsfähigkeit anbelangt, erläutert der Beschwerdeführer nicht und ist angesichts der angerufenen Aktenstücke (kinderärztliche Empfehlung, der Sohn solle mehrmals wöchentlich Sport treiben; ärztliches Zeugnis und Fotos zum Gesundheitszustand des Sohnes; Willensäusserungen des Sohnes) auch nicht ersichtlich.