Citation: 6B_557/2021 E. 2.4.7

2.4.7. Insgesamt vermag der Beschwerdeführer nicht aufzuzeigen, dass der vorinstanzliche Schluss, bei ihm sei weiterhin von deliktfördernden Persönlichkeitsmerkmalen und strafrechtlich relevanten Denk- und Verhaltensmustern auszugehen, die sich ungünstig auf seine Legalprognose auswirkten und weitere Gewaltdelikte befürchten liessen, Bundes- oder Verfassungsrecht verletzt. Die Vorinstanz begründet nachvollziehbar, weshalb sie davon ausgeht, dass sich die Ausgangslage seit der Erstellung des Gutachtens nicht wesentlich gewandelt hat und die gutachterliche Beurteilung noch aktuell ist. Diese Einschätzung ist nicht zu beanstanden. Angesichts der konkreten Umstände, insbesondere des (neuen) Vorbringens des Beschwerdeführers, er sei zu einer Therapie (in spanischer Sprache) bereit, wird die Vollzugsbehörde bei ihrem nächsten Entscheid über die bedingte Entlassung des Beschwerdeführers jedoch vertieft zu prüfen haben, ob das psychiatrische Gutachten aus dem Jahr 2014 noch aktuell ist und für die Beurteilung der Legalprognose weiterhin darauf abgestellt werden kann oder ob neue Abklärungen unabdingbar sind (vgl. E. 2.2.1). Vorliegend setzt sich die Vorinstanz mit den massgebenden Kriterien zur Erstellung der Prognose über das künftige Wohlverhalten des Beschwerdeführers auseinander. Ihr kann keine rechtsverletzende Ermessensüberschreitung vorgeworfen werden, wenn sie gestützt darauf zum Schluss kommt, dem Beschwerdeführer müsse eine ungünstige Legalprognose gestellt werden. Auch ihre Schlussfolgerung, ausgehend von den möglichen Straftaten sowie den betroffenen Rechtsgütern sei dem Sicherheitsinteresse der Allgemeinheit in der Schweiz wie auch im Heimatland des Beschwerdeführers der Vorrang einzuräumen und der Freiheitsentzug vorläufig beizubehalten, zumal die Möglichkeit bestehe, dass sich der Beschwerdeführer doch noch auf die deliktpräventive Therapie einlässt, ist nicht zu beanstanden. Daran ändert auch nichts, dass die Vorinstanz damit den Empfehlungen der Sachverständigen und der KoFako nicht folgt (vgl. hierzu bereits Urteil 6B_809/2016 vom 31. Oktober 2016 E. 5.3.4).