Citation: 7B_1124/2024 E. 4.6.4

4.6.4. Die Vorinstanz würdigt weiter die Aussagen der Beschwerdeführerin anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung, wonach sie nicht krankheitseinsichtig bzw. behandlungsbereit sei. Auch bestehe ihr aktuelles soziales Umfeld gemäss diesen Aussagen nach wie vor in ihrer Stammkneipe, wo sie B.________ kennengelernt habe und welche in engem Zusammenhang mit der Alkoholproblematik stehe. Auffällig sei überdies die zunehmende Eskalation der Gewaltintensität seitens der Beschwerdeführerin gegenüber B.________ - von der Androhung, ihn abzustechen, bis zur Umsetzung dieser Drohung mit dem Stich in die Bauchregion - innert eines kurzen Zeitraums. Zusätzlich sei zu berücksichtigen, dass B.________ und die Beschwerdeführerin in derselben Gemeinde wohnen und teilweise an denselben Orten - nebst dem D.________ Café namentlich im Schachclub - verkehren würden. Es bestehe damit durchaus die Möglichkeit eines zufälligen Aufeinandertreffens in naher Zukunft. Ihre Aussagen anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung würden zudem darauf hinweisen, dass die Beschwerdeführerin entgegen ihren früheren Aussagen noch nicht gänzlich mit der Beziehung zu B.________ abgeschlossen habe. Seinerseits sei es während des vorzeitigen Massnahmenvollzugs zudem auch zu Kontaktversuchen mit der Beschwerdeführerin gekommen. In der Gesamtbeurteilung kommt die Vorinstanz zum Schluss, dass im jetzigen Zeitpunkt ernsthaft zu befürchten sei, die Beschwerdeführerin könnte in naher Zukunft erneut gleichartige Gewaltstraftaten gegen B.________ begehen. Dadurch sei seine Sicherheit erheblich und unmittelbar gefährdet.