Citation: 1B_341/2008 13.01.2009 E. 3

3.1 Der Beschwerdeführer bringt (S. 4 ff.) vor, der angefochtene Entscheid verletze sein Recht auf persönliche Freiheit nach Art. 10 Abs. 2 BV. 3.2 Bei Beschwerden, die gestützt auf das verfassungsmässige Recht der persönlichen Freiheit wegen der Ablehnung eines Haftentlassungsgesuches erhoben werden, prüft das Bundesgericht im Hinblick auf die Schwere des Eingriffes die Auslegung und Anwendung des entsprechenden kantonalen Rechtes frei (BGE 132 I 21 E. 3.2.3, mit Hinweisen). 3.3 Gemäss § 58 Abs. 1 Ziff. 3 StPO/ZH darf Untersuchungshaft angeordnet werden, wenn der Angeschuldigte eines Verbrechens oder Vergehens dringend verdächtigt wird und ausserdem aufgrund bestimmter Anhaltspunkte ernsthaft befürchtet werden muss, er werde, nachdem er bereits zahlreiche Verbrechen oder erhebliche Vergehen verübt hat, erneut solche Straftaten begehen. 3.4 Der Beschwerdeführer stellt den dringenden Tatverdacht nicht in Frage. Er macht geltend, es fehle am Haftgrund der Wiederholungsgefahr nach § 58 Abs. 1 Ziff. 3 StPO/ZH. 3.5 Nach der Rechtsprechung ist die Anordnung von Untersuchungshaft wegen Wiederholungsgefahr verhältnismässig, wenn die Rückfallprognose sehr ungünstig ist und die zu befürchtenden Delikte von schwerer Natur sind. Die rein hypothetische Möglichkeit der Verübung weiterer Delikte sowie die Wahrscheinlichkeit, dass nur geringfügige Straftaten verübt werden, reichen dagegen nicht aus, um eine Präventivhaft zu begründen (BGE 133 I 270 E. 2.2 S. 276, mit Hinweisen). Zu den verübten Taten nach § 58 Abs. 1 Ziff. 3 StPO/ZH gehören strafbare Handlungen, die zu einer Verurteilung geführt haben, sowie Delikte, die Gegenstand eines pendenten Strafverfahrens sind (Urteil 1P.462/2003 vom 10. September 2003 E. 3.3.1, mit Hinweisen). 3.6 Der Beschwerdeführer weist Vorstrafen aus den Jahren 2000, 2002, 2004, 2006 und 2007 auf (act. 12/1). Im Dezember 2002 verurteilte ihn das Bezirksgericht Zürich wegen teilweise qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz zu 26 Monaten und 16 Tagen Gefängnis. Im März 2004 bestrafte ihn dasselbe Gericht wiederum wegen teilweise qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz mit 18 Monaten Gefängnis, bedingt bei einer Probezeit von vier Jahren. Im Mai 2007 bestrafte ihn die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl wegen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz und Übertretung dieses Gesetzes mit 360 Stunden gemeinnütziger Arbeit und Fr. 100.-- Busse. Im vorliegenden neuen Strafverfahren wird dem Beschwerdeführer wiederum vorgeworfen, in erheblicher Weise gegen das Betäubungsmittelgesetz verstossen zu haben. Er ist insoweit geständig. Das Erfordernis, wonach der Beschwerdeführer bereits zahlreiche Verbrechen oder erhebliche Vergehen verübt haben muss, ist damit erfüllt. Wie dargelegt, sprach das Bezirksgericht Zürich im März 2004 eine bedingte Gefängnisstrafe bei einer Probezeit von vier Jahren aus. Im Juli 2006 wurde der Beschwerdeführer insoweit verwarnt. Im Mai 2007 wurde die Probezeit um ein Jahr verlängert. Dies hat ihn - wie er zugibt - nicht davon abgehalten, erneut mit harten Drogen zu handeln und solche zu konsumieren. Er verbrachte ausserdem vor der Verurteilung im Mai 2007 wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz 40 Tage in Untersuchungshaft. Auch das hat ihn nicht vor einem neuerlichen Rückfall bewahrt. Dieser zeigt, dass die ambulante Therapie des Beschwerdeführers keinen nachhaltigen Erfolg gehabt hat. Er gibt überdies zu, süchtig zu sein. Berücksichtigt man dies sowie den Umstand, dass auch der Vollzug einer unbedingten Gefängnisstrafe den Beschwerdeführer nicht davon abgehalten hat, wiederum mit harten Drogen zu handeln, besteht nicht nur die hypothetische Möglichkeit, dass er bei einer Haftentlassung erneut erhebliche Straftaten, insbesondere im Drogenbereich, begehen würde. Vielmehr sind dafür erhebliche Anhaltspunkte gegeben. Angesichts dessen verletzt es kein Verfassungsrecht, wenn die Vorinstanz Wiederholungsgefahr nach § 58 Abs. 1 Ziff. 3 StPO/ZH bejaht hat.