Citation: 5A_681/2018 E. 5.2.9

5.2.9. In Bestätigung der ersten Instanz berücksichtigt das Obergericht im Bedarf des Beschwerdegegners auch die ausgewiesenen Kreditkartengebühren von monatlich Fr. 300.--. Die diesbezüglichen Einwände der Beschwerdeführerin taxiert es als unzulässige Noven; im Übrigen sei nicht ausschlaggebend, wie viele Kreditkarten der Beschwerdeführer besitzt bzw. benötigt, zumal zum ehelichen Standard neben je zwei Mastercard-Kreditkarten auch eine Centurion-Kreditkarte gehörte, deren Jahresgebühr Fr. 300.-- betrage. Unter Hinweis auf ihre Berufungsschrift erinnert die Beschwerdeführerin daran, dass ihr nur aufgrund ihres Vermögens eine Centurion-Kreditkarte gewährt wurde und der Beschwerdegegner gar nicht zu diesem Privileg käme. Es gehe nicht an, die Gebühr für diese Kreditkarte zu berücksichtigen. Laut einem unbestrittenen Grundsatz dürften mit Unterhaltsbeiträgen keine Ersparnisse gebildet werden. Der angefochtene Entscheid sei willkürlich und verletze ihren Gehörsanspruch. Als "falsch" tadelt die Beschwerdeführerin die vorinstanzliche Feststellung, wonach sie nicht dartue, wo sie im bezirksgerichtlichen Verfahren ihre diesbezüglichen Einwände bereits vorgebracht hatte. Sie begnügt sich diesbezüglich aber mit der blossen Gegenbehauptung, ein expliziter Verweis auf ihre Ausführungen im erstinstanzlichen Verfahren sei nicht notwendig gewesen. Allein damit lässt sich die novenrechtliche Beurteilung des Obergerichts nicht als willkürlich ausweisen. Insbesondere nennt die Beschwerdeführerin keine prozessuale Vorschrift, mit der sich der angefochtene Entscheid in dieser Hinsicht nicht vertrüge.