Citation: 6B_729/2016 E. 1.4.4

1.4.4. Die Vorinstanz begründet überzeugend, weshalb auch die Einvernahme eines weiteren Zeugen zu einem ähnlichen Vorfall unterbleiben und auf ein Glaubhaftigkeitsgutachten über das Opfer verzichtet werden kann. Wie sie zutreffend erwägt, ist es für die Beurteilung der Glaubhaftigkeit seiner Aussagen nicht entscheidend, ob das Opfer hinsichtlich eines früheren Vorfalls die Wahrheit gesagt hat. Ebenso ist richtig, dass angebliche Aussagen von dessen Kollegen und Jahre zurückliegende mögliche Ereignisse keine Zweifel an der Glaubhaftigkeit der hier relevanten Opferaussagen begründen können. Der Beschwerdeführer zeigt nicht auf, dass sich die Einvernahme des Zeugen oder das Einholen eines Glaubhaftigkeitsgutachtens aufdrängen würden, etwa weil das Opfer krankhaft die Unwahrheit sagen oder Geschehnisse erfinden würde. Dass es nach Meinung eines Kollegen "manchmal lügen würde", rechtfertigt die beantragten Beweise unter Willkürgesichtspunkten nicht. Das vom Beschwerdeführer zur Begründung seines Standpunkts herangezogene Urteil 6B_937/2010 vom 14. März 2011 ändert daran nichts. Der diesem Urteil zugrunde liegende Sachverhalt ist mit der vorliegenden Situation nicht vergleichbar. Darin ging es um möglicherweise zu Unrecht erhobene strafrechtliche Vorwürfe eines Ehegatten im Rahmen einer Scheidung. Eine ähnlich gelagerte Motivation für eine Falschbeschuldigung ist nicht ersichtlich und macht der Beschwerdeführer nicht geltend. Abgesehen davon ist unbestritten, dass beide Themen im ordentlichen Verfahren aktenkundig waren. Die Vorinstanz spricht ihnen nachvollziehbar die Neuheit ab.