Citation: 5A_422/2019 E. 4.2.1

4.2.1. Die Beschwerdeführerin bestreitet zunächst, dass die Beschwerdegegnerin unter dem Titel "Büromiete Januar bis September 2010" eine Forderung von Fr. 3'503.05 zur Verrechnung stellen kann. Sie widerspricht der vorinstanzlichen Auffassung, wonach ein Mietvertrag wie der hier streitige keiner Formvorschrift unterliege, und führt Art. 718b OR ins Feld, wonach Verträge mit einem Gesamtwert von über Fr. 1'000.--, "die mittels Selbstkontrahieren oder Doppelvertretung abgeschlossen werden", schriftlich abgefasst sein müssen. Die zitierte Norm ist nicht einschlägig. Nach Art. 718b OR gilt die Schriftform dort, wo die Gesellschaft beim Abschluss eines Vertrages durch diejenige Person vertreten wird, mit der sie den Vertrag abschliesst. Dass bei der Begründung des fraglichen Mietverhältnisses zwischen der Beschwerdegegnerin und der C.________ AG eine der beiden Vertragsparteien die andere vertreten hätte, macht die Beschwerdeführerin zu Recht nicht geltend. Ebenso wenig behauptet sie, dass D.________ selbst Partei des Mietverhältnisses gewesen wäre. Soweit sie sich auf die vorinstanzlichen Erwägungen beruft, wonach D.________ in unzulässiger Doppelvertretung der Beschwerdegegnerin und der C.________ AG gehandelt habe, übersieht die Beschwerdeführerin, dass sich die fraglichen Erkenntnisse des Obergerichts auf die Verrechnungsabrede beziehen. Die Gültigkeit des Mietverhältnisses als solches ist dem angefochtenen Entscheid zufolge unbestritten. Dass diese Feststellung über den (Prozess-) Sachverhalt offensichtlich unrichtig, das heisst willkürlich ist (s. E. 2), macht die Beschwerdeführerin nicht geltend.