Citation: 1C_771/2021 E. 2.1

2.1. Gemäss Art. 46 Abs. 1 und Abs. 2 Satz 1 des Baugesetzes des Kantons Bern vom 9. Juni 1985 (BauG/BE; BSG 721.0) setzt die Baupolizeibehörde dem jeweiligen Grundeigentümer oder Baurechtsinhaber eine angemessene Frist zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands unter Androhung der Ersatzvornahme, wenn ein Bauvorhaben ohne Baubewilligung oder in Überschreitung einer Baubewilligung ausgeführt wurde oder bei der Ausführung eines bewilligten Vorhabens Vorschriften missachtet wurden. Der Begriff der Wiederherstellungsverfügung, den der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit der Verfügung vom 16. Dezember 2019 beanstandet, bezieht sich gemäss Gesetz auf die Wiederherstellung des rechtmässigen (und nicht des ursprünglichen) Zustands (ZAUGG/LUDWIG, Baugesetz des Kantons Bern, Kommentar, Band I, 5. Aufl., 2020, Art. 46 N. 8). Die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands beinhaltet vorliegend die Ausführung des Bauvorhabens, insbesondere der Umgebungsmauer. Die Einwohnergemeinde Thun hat diese Gesetzesbestimmungen demnach korrekt angewendet.