Citation: 6B_966/2022 E. 3.4.2

3.4.2. Der Beschwerdeführer rügt zutreffend, die Vorinstanz gehe nicht näher darauf ein, dass die Beschwerdegegnerin 2 zunächst angab, sie habe mit mehreren Personen über die Vergewaltigungen gesprochen, um einige Zeilen weiter auszuführen, sie habe es nur mit einer Person besprochen (vgl. Beschwerde S. 15; kantonale Akten, pag. 767). Dabei handelt es sich tatsächlich um eine widersprüchliche Aussage, die jedoch nicht das Kerngeschehen betrifft. Jedenfalls bestätigte die betreffende Arbeitskollegin, dass die Beschwerdegegnerin 2 ab und zu "versucht" habe, ihr von den Problemen mit dem Beschwerdeführer zu erzählen, sie aber nicht gross darauf eingegangen sei, da sie selbst Probleme gehabt habe. Die Beschwerdegegnerin 2 habe ihr gesagt, dass sie anfangs schon Geschlechtsverkehr mit dem Beschwerdeführer gewollt habe, dieser sie aber immer dazu gedrängt habe (Urteil S. 42). Entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers hat die Arbeitskollegin hinsichtlich der Häufigkeit der Erzählung keine widersprüchlichen Aussagen gemacht. Auf Frage, ob die Beschwerdegegnerin 2 ihr erzählt habe, dass der Beschwerdeführer Sex mit ihr gehabt habe und diese das nicht gewollt habe, antwortete die Arbeitskollegin: "Einmal hat sie mir erzählt, dass er sie wirklich dazu gedrängt hat." (kantonale Akten, pag. 710 Z. 157). Auf Nachfrage gab sie an: "Sie hat mir erzählt, 'er drängt mich immer zu Sex, aber ich muss'." (kantonale Akten, pag. 711 Z. 162), auf Nachfrage, ob die Beschwerdegegnerin 2 ihr einmal oder mehrmals erzählt habe, dass sie Sex haben müsse, antwortete die Arbeitskollegin: "Zweimal hat sie mir das erzählt." (kantonale Akten, pag. 711 Z. 169). Die Entstehung dieser Aussage erscheint nachvollziehbar und ein Widerspruch ist nicht ersichtlich. Dass die Arbeitskollegin angegeben habe, die Beschwerdegegnerin 2 habe ihr "immer" von ungewolltem Geschlechtsverkehr erzählt, ist dem Einvernahmeprotokoll entgegen der Kritik des Beschwerdeführers nicht zu entnehmen.