Citation: 5A_284/2024 E. 3.2.2

3.2.2. Im vorliegenden Verfahren gehe es um Kindesunterhalt und den persönlichen Verkehr zwischen Mutter und Tochter. Die im Berufungsverfahren dabei zu klärenden Fragen erwiesen sich im Vergleich zu in familienrechtlichen Verfahren möglichen Streitthemen (z.B. Unterhaltsberechnung mit mehreren Kindern und Ehegattenunterhalt, Streit um elterliche Sorge und Obhut) nicht als besonders komplex. Es seien weder mündliche Verhandlungen, noch ein aufwendiges Beweisverfahren durchgeführt worden. Der Aktenumfang erweise sich mit rund 60 Aktenstücken als leicht überdurchschnittlich. Mit Blick auf den Umstand, dass aufgrund der Anschlussberufung des Kindsvaters eine zusätzliche Anschlussberufungsantwort erforderlich gewesen sei und sich der Sachverhalt während des Berufungsverfahrens im Februar 2023 aufgrund der gesundheitlichen Situation der Kindsmutter massgeblich weiterentwickelt habe, was einen erneuten Schriftenwechsel erfordert habe, könne der vorliegende Fall gerade noch als ausserordentlich aufwendig im Sinne von Art. 10 Abs. 2 HonO betrachtet werden, was zur erweiterten Honorarpauschale führe.