Citation: 5A_111/2016 E. 4.4

4.4. Richtig ist, dass die Eheschutzrichterin am Bezirksgericht U.________ mit Entscheid vom 22. März 2011 die Eheschutzkonvention der Parteien vom 25. Februar 2011 genehmigte, in der sich der Beschwerdegegner verpflichtet hatte, der Beschwerdeführerin monatliche Alimente von Fr. 6'000.-- zu bezahlen (s. Sachverhalt Bst. B). Falsch ist hingegen die vorinstanzliche Beurteilung, wonach die Schriftsätze im Berufungsverfahren dahingehend zu verstehen seien, dass die Parteien ihren Berechnungen die im Eheschutzverfahren vereinbarte Unterhaltsregelung zugrunde legten. Wie sich aus den in der Berufung und in der Berufungsantwort zitierten Geldbeträgen zum monatlichen Bedarf der Beschwerdeführerin ohne Weiteres ergibt, nehmen beide Parteien auf die aktenkundige Bedarfsrechnung Bezug, die ihnen das Bezirksgericht U.________ mit Telefax vom 3. März 2011 zukommen liess. Dieser Aufstellung zufolge beläuft sich der monatliche Bedarf der Beschwerdeführerin auf Fr. 6'896.50. In der Rubrik "Einkommen Klägerin" ist der Betrag von Fr. 1'950.-- eingetragen. Angesichts dessen erweist sich die Art und Weise, wie die Vorinstanz den für das (eheliche) Getrenntleben vereinbarten Unterhalts beitrag ohne jede Erklärung einfach mit dem gebührenden (nachehelichen) Unterhalt der Beschwerdeführerin gleichsetzt, als bundesrechtswidrig. Nicht nur fehlt es in den Berufungseingaben an Anhaltspunkten dafür, dass unter den Parteien in tatsächlicher Hinsicht ein nachehelicher gebührender Unterhalt der Beschwerdeführerin von Fr. 6'000.-- unbestritten gewesen wäre. Dem angefochtenen Entscheid lässt sich auch nicht entnehmen, dass eine entsprechende Übereinkunft der Parteien dem Eheschutzentscheid bzw. der damit genehmigten Eheschutzkonvention zugrunde gelegen hätte. Insbesondere ist auch völlig unklar, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang der Betrag von Fr. 6'000.-- die monatlichen Einkünfte von Fr. 1'950.-- berücksichtigt, welche die Beschwerdeführerin gemäss der eheschutzrichterlichen Aufstellung erzielt. Im Ergebnis erweist sich die vorinstanzliche Erkenntnis, wonach gestützt auf die Rechtsschriften der Parteien für den gebührenden nachehelichen Unterhalt der Beschwerdeführerin der Betrag von Fr. 6'000.-- massgebend sei, als bundesrechtswidrig. Die Beschwerde ist in diesem Punkt begründet, die Sache zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen. Daran ändert auch der gegnerische Einwand nichts, wonach die Beschwerdeführerin ihren gebührenden Bedarf nicht hinreichend dargetan habe (E. 4.2). Kommt das Kantonsgericht zum Schluss, weder das Bezirksgericht noch die Parteien hätten sich zum gebührenden Unterhalt "ausdrücklich" geäussert (s. E. 4.1), so wird es gestützt auf diese Erkenntnis zu einem Beweisergebnis darüber gelangen müssen, ob sich die zuletzt erreichte und gepflegte gemeinsame Lebenshaltung feststellen lässt. Gestützt darauf wird es in einem zweiten Schritt das Recht anzuwenden haben. Mangels entsprechender Äusserungen der Parteien die vom Eheschutzrichter früher festgesetzten Frauenalimente mit dem gebührenden Unterhalt der Beschwerdegegnerin gleichzusetzen, verträgt sich aus den dargelegten Gründen nicht mit dem Bundesrecht. Es ist auch nicht Aufgabe des Bundesgerichts, von sich aus zu würdigen, welche Tatsachen als erstellt gelten müssen und welche nicht (E. 2).