Citation: P 61/02 02.09.2003 E. 3

3.1 Unbestrittenermassen stellt die Eingabe des früheren Anwalts der heutigen Beschwerdeführerin vom 13. September 2001 ein Gesuch um Erlass der verfügten Rückerstattungsschuld über Fr. 15'729.- dar, dessen Beurteilung zunächst in die Zuständigkeit der Ausgleichskasse fiel. Der darin gestellte Antrag, wonach die auf den Verfügungen vom 2./3. August 2001 basierende Rückforderung zu erlassen und "damit die entsprechenden Verfügungen aufzuheben" seien, kann zwar ohne weiteres dahin gehend verstanden werden, dass die Rückerstattungsforderung einzig zufolge Bewilligung des anbegehrten Erlasses aufgehoben werden, im Übrigen aber nicht als angefochten gelten soll (vgl. aber nachstehende Erw. 4.2). 3.2 Zu Recht hat die Ausgleichskasse indessen die Frage aufgeworfen, ob mit der Eingabe vom 13. September 2001 allenfalls auch gegen die von ihr geltend gemachte Rückerstattung als solche Beschwerde geführt werden wollte. Dazu bestand schon auf Grund des Umstandes hinreichende Veranlassung, dass die Eingabe nicht als Gesuch um Erlass, sondern ausdrücklich als "Rekurs" bezeichnet und überdies - entsprechend der in den Verfügungen vom 2. und 3. August 2001 enthaltenen Rechtsmittelbelehrung - zwar an die Sozialversicherungsanstalt, dies jedoch ausdrücklich "z. H. Kantonales Versicherungsgericht" adressiert war. Für die Beurteilung einzig der Erlassfrage wäre das kantonale Gericht im damaligen Verfahrensstadium gar nicht zuständig gewesen, da diesbezüglich noch keine Verwaltungsverfügung ergangen war. Nach Darstellung der Ausgleichskasse und gemäss einer sich in deren Unterlagen befindenden Aktennotiz soll eine am 17. September 2001 erfolgte telefonische Rückfrage beim damaligen Anwalt der heutigen Beschwerdeführerin ergeben haben, dass die Rückforderung nicht bestritten werde und es nur um das Erlassgesuch gehe. Die Verwaltung sah daher davon ab, die Eingabe vom 13. September 2001 zur Behandlung als eine gegen die Verfügungen vom 2. und 3. August 2001 gerichtete Beschwerde an das kantonale Gericht weiterzuleiten, und beschränkte sich darauf, über das darin enthaltene Erlassgesuch zu befinden. 3.3 Nachdem die unterbliebene Beurteilung der Rechtmässigkeit der Verfügungen vom 2. und 3. August 2001 in der dem kantonalen Gericht eingereichten Rechtsschrift vom 8. Dezember 2001 gerügt worden war, verneinte auch die Vorinstanz in Erwägung 1 ihres Entscheids vom 27. März 2002 den Beschwerdecharakter der Eingabe vom 13. September 2001. Damit ist sie faktisch auf diese - verstanden als gegen die Verfügungen vom 2. und 3. August 2001 gerichtete Beschwerde - nicht eingetreten, auch wenn dies im Dispositiv des vorinstanzlichen Entscheids, das auf Abweisung der Beschwerde lautet (Dispositiv-Ziffer 1), keinen Niederschlag gefunden hat.