Citation: U 205/03 15.06.2005 E. 4

Zunächst ist nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. Erw. 3) darüber zu befinden, ob der Beschwerdeführer beim Unfall ein Schleudertrauma oder einem Schleudertrauma äquivalente Verletzungen erlitten hat oder nicht. Ist dies zu bejahen, stellt sich die Frage nach dem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang, und zwar insbesondere, ob die Adäquanzprüfung gemäss der für Schleudertraumen der HWS ohne organisch hinreichend nachweisbare Funktionsausfälle geltenden Praxis (BGE 117 V 359) oder unter dem Gesichtspunkt einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall (BGE 115 V 133) zu erfolgen hat, weil die zum typischen Beschwerdebild eines Schleudertraumas der HWS gehörenden Beeinträchtigungen zwar teilweise gegeben sind, im Vergleich zu einer ausgeprägten psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten (BGE 127 V 103 Erw. 5b/bb mit Hinweis; RKUV 2002 Nr. U 465 S. 437). Ist zu verneinen, dass der Beschwerdeführer beim Unfall ein Schleudertrauma oder einem solchen äquivalente Verletzungen erlitten hat, ist die Adäquanz des Kausalzusammenhangs nach der Rechtsprechung betreffend psychische Unfallfolgen (BGE 115 V 133) zu beurteilen.