Citation: 5A_349/2022 E. 3.9

3.9. Das Obergericht hat zwar Zweifel daran geäussert, ob der Entscheid vom 2. März 2021 nach Massgabe von Art. 22 Abs. 2 HEsÜ in der Schweiz anerkannt werden könne, da der Betroffene soweit ersichtlich seinen Standpunkt nicht hinreichend habe in das Massnahmeverfahren einbringen können. Letztlich hat es diese Frage anders als das Bezirksgericht Zürich aber offen gelassen. Es ist nicht Aufgabe des Bundesgerichts, über das Vorliegen eines Anerkennungsverweigerungsgrunds in Überprüfung des erstinstanzlichen Entscheids zu entscheiden (vgl. BGE 141 III 188 E. 4.1). Folglich ist das angefochtene Urteil entsprechend dem Eventualantrag des Beschwerdeführers in teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an das Obergericht zurückzuweisen (Art. 107 Abs. 2 BGG). Soweit das Obergericht zur Prüfung der Anerkennungsverweigerungsgründe nach Art. 22 Abs. 2 HEsÜ auf zusätzliche Informationen angewiesen ist, stehen ihm die in Art. 28 ff. HEsÜ vorgesehenen Möglichkeiten zur Verfügung. Unter diesen Umständen ist auf die weiteren Ausführungen in der Beschwerde zur Frage der Anerkennung und dazu, ob gegebenenfalls auch Art. 28 IPRG zur Anwendung zu bringen ist, nicht mehr einzugehen.