Citation: 8C_507/2018 E. 6.2

6.2. Nach dem in Art. 9 BV verankerten Grundsatz von Treu und Glauben kann eine unrichtige Auskunft, welche eine Behörde dem Bürger erteilt, unter gewissen Umständen Rechtswirkungen entfalten. Voraussetzung (vgl. dazu 137 II 182 E. 3.6.2 S. 193 mit Hinweisen) dafür ist unter anderem, dass der Rechtsuchende im Vertrauen hierauf nicht ohne Nachteil rückgängig zu machende Dispositionen getroffen hat. Davon kann hier nicht ausgegangen werden, hat doch die Suva anlässlich der Betriebsrevision die Prämien für den bereits abgeschlossenen Zeitraum vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2015 überprüft. Nachteilige Dispositionen gestützt auf die behaupteterweise erst am 21. Juli 2017 erfolgte Auskunft des Suva-Revisors hinsichtlich der Ausgestaltung des Vorsorgereglements der Helvetia mit Gültigkeit in den Jahren 2012 bis 2015 waren zu jenem Zeitpunkt rückwirkend ausgeschlossen. Die geltend gemachte Anpassung des Reglements der Helvetia per 2017 im Sinne der behaupteten 100%igen Übernahme der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge an die Berufsvorsorge durch die Arbeitgeberin gilt von vornherein nicht als nachteilige Disposition im Hinblick auf die vorliegende Streitsache, da sie nicht den massgebenden Zeitraum betrifft (und eine bereits zu einem früheren Zeitpunkt stillschweigend getroffene Regelung im nämlichen Sinn im kantonalgerichtlichen Entscheid willkürfrei ausgeschlossen wird). Unter diesen Umständen kann sich die Beschwerdeführerin nicht auf den Vertrauensschutz berufen.