Citation: 6B_749/2024 E. 2.2.2

2.2.2. Der Beschwerdeführer äusserte bei der Polizei, er sei "natürlich sehr erschrocken über die Fr. 27'000.--", die er in U.________ für das Paket erhalten habe. Die Vorinstanz hält fest, diese hohe Summe hätte den Beschwerdeführer aufhorchen lassen müssen. Wenn er wirklich davon ausgegangen wäre, dass er nur Haschisch nach U.________ geliefert hätte, dann hätte er mit Sicherheit geprüft oder nachgefragt, was er für seinen Auftraggeber transportiert habe. Die gegenteilige Annahme erscheine lebensfremd, zumal ihm bewusst gewesen sei, dass der Handel mit harten Drogen deutlich härter bestraft wird als der Handel mit Haschisch. Der Beschwerdeführer habe erklärt, dass er keine Prüfung oder Nachfrage getätigt habe. Dies unterstreicht gemäss Vorinstanz, dass er nicht davon ausgegangen sei, nur mit Haschisch zu tun zu haben. Nicht glaubhaft sei seine Behauptung, er "hätte es nicht gemacht", wenn er gewusst hätte, dass es um Heroin gehe. Sein Verhalten nach der Lieferung nach U.________ belege, dass er gerade nicht "sehr erschrocken" sei, wie er behaupte. Denn er habe danach unbeirrt weitere Lieferungen ausgeführt.