Citation: 6B_600/2021 E. 2.3.2

2.3.2. In Würdigung dieser Feststellungen verneint die Vorinstanz das Vorliegen eines schweren persönlichen Härtefalls. Obwohl der Beschwerdeführer in der Schweiz geboren und aufgewachsen sei, sei es ihm nicht gelungen, sich hier sozial und beruflich zu integrieren. Vielmehr hätten sich bereits im Kindesalter Auffälligkeiten gezeigt, welche Interventionen der Jugendanwaltschaft zur Folge gehabt und seine Eltern veranlasst hätten, ihn vorübergehend in den Kosovo zurückzuschicken. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz habe er nie richtig Fuss gefasst. Ungeachtet von zwei Ermahnungen durch das Migrationsamt sei er in der Folge wiederholt straffällig geworden. Die drei Vorstrafen seien denn auch Ausdruck der fehlenden Integration, habe der Beschwerdeführer mit seinem Verhalten doch mehrfach manifestiert, dass er sich nicht an die hier geltenden Gesetze halten könne oder wolle. Eine feste Anstellung über längere Zeit habe er nie inne gehabt und entsprechend auch seine finanziellen Verhältnisse nicht in Ordnung halten können. Er habe keine Ausbildung gemacht und stehe noch heute mit 25 Jahren wirtschaftlich nicht auf eigenen Füssen. Auch in persönlicher Hinsicht scheine er in der Schweiz kaum integriert zu sein; er habe keine Bezugspunkte zum hiesigen sozialen, kulturellen oder sportlichen Leben. Die lange Anwesenheit in der Schweiz sei zwar ein Indiz, nicht aber ein Nachweis für Integration. Die geltend gemachte Hautkrankheit reiche ebenfalls nicht aus, um einen schweren persönlichen Härtefall zu bejahen. Aufgrund der von Dr. med. C.________ mit Gutachten vom 26. September 2018 festgestellten Nachreifung sei beim Beschwerdeführer schliesslich von einer positiven Persönlichkeitsentwicklung auszugehen. Diese begrüssenswerte Entwicklung stelle indes kein Indiz für einen Härtefall dar, weil eine Landesverweisung diese Entwicklung nicht zunichte machen würde. Mangels eines schweren persönlichen Härtefalls sei insgesamt die Landesverweisung anzuordnen.