Citation: 2C_797/2020 E. 3.1.1

3.1.1. Damit das Erfordernis der qualitativen Erheblichkeit, durch welches wie durch jenes der quantitativen Erheblichkeit eine Zersplitterung der Steuerhoheiten vermieden werden soll (BGE 131 I 402 E. 5.2; 125 I 458 E. 2d; Urteil 2C_463/2010 vom 1. Juli 2011 E. 4.2, nicht publ. in: BGE 137 I 237), erfüllt ist, muss die in der Betriebsstätte ausgeübte Tätigkeit zum betrieblichen Bereich gehören (Locher, a.a.O., S. 44). Dabei ist jedoch nicht notwendig, dass die entsprechende Tätigkeit unmittelbar zum Gewinn des Unternehmens beiträgt. Vielmehr kann sie sich auch auf Hilfsfunktionen, welche andere Betriebsstätten oder den Hauptsitz unterstützen, beschränken (De Vries Reilingh, a.a.O., § 11 Rz. 17 S. 129; Locher, a.a.O., S. 45). Ausgeklammert sind lediglich nebensächliche und untergeordnete Tätigkeiten (vgl. BGE 110 Ia 190 E. 4b; 80 I 194 E. 4b; Urteil 2C_689/2018 vom 20. Juni 2019 E. 4.4). Damit wird vermieden, dass jede geringfügige Tätigkeit ausserhalb des Sitzkantons bereits ein sekundäres Steuerdomizil begründet (Urteil 2C_463/2010 vom 1. Juli 2011 E. 4.1, nicht publ. in: BGE 137 I 273; Urteil 2C_689/2018 vom 20. Juni 2019 E. 4.4).