Citation: 4P.120/2000 10.10.2000 E. 5

5.- Weiter werfen die Beschwerdeführer dem Obergericht Willkür in der Beweiswürdigung darin vor, dass es die RU Management AG nicht als Bevollmächtigte der Beschwerdegegner angesehen habe. a) Soweit damit die rechtliche Würdigung des festgestellten Sachverhalts kritisiert wird, ist auf die staatsrechtliche Beschwerde wegen ihrer absolut subsidiären Natur nicht einzutreten. Das gilt insbesondere für die Frage des Vorliegens einer Anscheinsvollmacht, welche eine Rechtsfrage darstellt und daher mit Berufung geltend zu machen ist. b) Zu prüfen bleibt somit nur, ob das Obergericht in Willkür verfallen ist, wenn es aufgrund der Darstellung und der eingereichten Beweise der Beschwerdeführer sowie der Aktenlage den Nachweis eines Stellvertretungsverhältnisses zwischen den Beschwerdegegnern und der RU Management AG als nicht erbracht betrachtet hat. Mit Ausnahme einer einzigen Stelle in der Klagschrift (S. 32 Mitte), fehlt es in allen Rechtsschriften des gesamten Verfahrens sogar an einer Behauptung eines Stellvertretungsverhältnisses. Dabei kann an dieser Stelle dahingestellt bleiben, ob selbst die auf S. 32 der Klagschrift eher beiläufige Erwähnung eines Stellvertretungsverhältnisses den kantonal-prozessrechtlichen Anforderungen an die Behauptungs- und Substanziierungspflicht genügt oder ob nicht bereits in Ermangelung desselben von unzulässigen neuen Vorbringen durch die Beschwerdeführer auszugehen und daher in diesem Punkt auf die Beschwerde nicht einzutreten ist. Jedenfalls kann von willkürlicher Beweiswürdigung nicht die Rede sein, weshalb die Beschwerde auch insoweit abzuweisen ist. Die genannte Textstelle gibt im Zusammenhang mit der rechtlichen Würdigung des Kaufrechtsvertrages vom März 1993 zwischen den Beschwerdegegnern und der RU Management AG (KB 7) lediglich die - allerdings unbewiesene - Vorstellung der Beschwerdeführer wieder, dass es für sie ein "Kauf von Boden und Gebäude ... (sei), wobei mit ihnen als Stellvertreter der Verkäufer Herr U. Rüegsegger und u.a. Architekt Roland Santini verhandelten". Eine Behauptung oder gar der Beweis, wonach die RU Management AG bzw. ihr Organ U. Rüegsegger nach Unterzeichnung des definitiven Kaufvertrages zwischen den Parteien dieses Verfahrens von den Beschwerdegegnern zur Entgegennahme der Mängelrügen bevollmächtigt gewesen seien, ist aber nirgends ersichtlich und wird von den Beschwerdeführern selbst in ihrer Beschwerdeschrift nicht erwähnt. Abgesehen davon, wie hoch die Anforderungen an die Behauptungs- und Substanziierungspflicht auch anzusetzen sind, ist nicht ersichtlich, wie aus dem willkürfrei festgestellten Sachverhalt auf eine Bevollmächtigung der RU Management AG durch die Beschwerdegegner zur Entgegennahme von Mängelrügen geschlossen werden sollte. c) Ebenso wenig sind die weiteren von den Beschwerdeführern angerufenen Verträge zwischen den einzelnen Beteiligten Personen am Bauprojekt (Klagbeilagen 4 bis 8) geeignet, die Beweiswürdigung des Obergerichts als willkürlich auszugeben. Denn darin ist einerseits von den Beschwerdegegnern nicht die Rede (Klagebeilagen 4 und 5). Andererseits wird explizit auf das definitive Vertragsverhältnis zwischen den Beschwerdeführern und den Beschwerdegegnern hingewiesen (Klagbeilage 6), was den Rückschluss auf ein Vertretungsverhältnis für die Zeit nach Abschluss des definitiven Kaufvertrages zwischen den Parteien dieses Verfahrens zumindest nicht nahelegt. Aber auch aus der Formulierung in Ziffer 7 der als Generalunternehmervertrag bezeichneten Vereinbarung zwischen den Beschwerdegegnern und der RU Management AG (KB 8) kann nicht auf eine Bevollmächtigung zur Entgegennahme von Mängelrügen geschlossen werden. Denn diese Klausel hält lediglich fest, dass die RU Management AG sich gegenüber den Beschwerdegegnern verpflichtet, für etwaige Garantieansprüche von Seiten der Hauskäufer einzustehen. Zudem erschiene - wie in der Berufung noch aufzuzeigen ist - selbst unter Berücksichtigung aller Vorbringen und Nachweise der Beschwerdeführer weder eine Bevollmächtigung der RU Management AG noch das Vorliegen einer Anscheinsvollmacht rechtlich begründbar. Führt demnach die rechtliche Beurteilung des Sachverhalts im einen wie im anderen Fall zum selben, für die Beschwerdeführer negativen Ergebnis, so kann die Beweiswürdigung und damit der Entscheid des Obergerichts im Ergebnis auch nicht willkürlich sein.