Citation: 5A_652/2016 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer hält daran fest, dass der in Art. 14 des Europäischen Auslieferungsübereinkommens vom 13. Dezember 1957 (EAÜ; SR 0.353.1) verankerte Spezialitätsgrundsatz die Schweiz daran hindere, ihn weiterhin fürsorgerisch unterzubringen. Eine Auslieferung erfolge einzig zum Zweck der Strafuntersuchung jener Delikte, für welche die Rechtshilfe bewilligt werde, in seinem Fall also zur Untersuchung der Vorwürfe der Sachbeschädigung und allenfalls der strafbaren Vorbereitungshandlungen gemäss Art. 260bis StGB. Der Auslieferungsbeschluss des Oberlandesgerichts Stuttgart vom 21. Juni 2016 halte fest, dass er, der Beschwerdeführer, auf die Einhaltung des Spezialitätsgrundsatzes nicht verzichte. Der Beschwerdeführer zitiert verschiedene Literaturstellen und kommt zum Schluss, dass sich die Wirkung des auslieferungsrechtlichen Spezialitätsgrundsatzes nach der herrschenden Meinung unabhängig von der rechtlichen Begründung "klar auf sämtliche Freiheitsentzüge" beziehe, also auch auf die fürsorgerische Unterbringung. Da für die Fortsetzung bzw. neue Anordnung der fürsorgerischen Unterbringung keine Auslieferung erfolgt sei, falle deren Anordnung bzw. Bestätigung durch die Vorinstanz unter den Schutz des Spezialitätsprinzips. Entsprechend dürften zumindest bis zum Ablauf der Frist von 45 Tagen gemäss Art. 14 Ziff. 1 Bst. b EAÜ bzw. Art. 38 Abs. 2 Bst. b Ziff. 1 IRSG (SR 351.1) in der Schweiz keine auf Art. 426 ZGB basierenden Freiheitsentzüge angeordnet werden, denn die diagnostizierte Persönlichkeitsstörung, deretwegen man ihn fürsorgerisch unterbringen wolle, liege "klarerweise in der Vergangenheit" und sei bereits vor der Auslieferung bekannt gewesen.