Citation: 4P.72/2002 01.07.2002 E. 1

Der angefochtene Entscheid ist ein selbständig eröffneter kantonal letztinstanzlicher Zwischenentscheid, der nach Art. 87 Abs. 2 OG nur dann mit staatsrechtlicher Beschwerde anfechtbar ist, wenn er einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts bedarf es eines nicht wieder gutzumachenden Nachteils rechtlicher Natur, damit ein Zwischenentscheid gemäss Art. 87 Abs. 2 OG mit staatsrechtlicher Beschwerde angefochten werden kann; eine bloss tatsächliche Beeinträchtigung wie beispielsweise eine Verlängerung oder Verteuerung des Verfahrens genügt nicht. Der Nachteil ist nur dann rechtlicher Art, wenn er auch durch einen für den Beschwerdeführer günstigen Endentscheid nicht mehr behoben werden könnte. Indessen muss die blosse Möglichkeit eines nicht wieder gutzumachenden Nachteils rechtlicher Natur genügen (BGE 126 I 97 E. 1b). Diese Möglichkeit ist in der vorliegenden Streitsache zu bejahen. Die von den Beschwerdeführern für den Fall erneuter medizinischer Begutachtung befürchtete psychische und physische Destabilisierung der Beschwerdeführerin 1 kann durch einen für die Beschwerdeführer günstigen Endentscheid nicht mehr behoben werden. Auch das Obergericht ist auf die kantonale Nichtigkeitsbeschwerde eingetreten, weil es durch die Begutachtung bewirkte Rechtsnachteile, die nachträglich nicht mehr oder nur mehr schwer zu beheben wären, als möglich erachtet hat. Hingegen kann das nur für die Beschwerdeführerin 1 gelten. Ein nicht wieder gutzumachender Nachteil im Sinne von Art. 87 Abs. 2 OG ist für den Beschwerdeführer 2 weder zu sehen noch geltend gemacht worden. Auf die Beschwerde ist somit nicht einzutreten, soweit sie vom Beschwerdeführer 2 erhoben worden ist.