Citation: 8C_364/2022 E. 4.2.1

4.2.1. Es ist vielmehr zu betonen, dass auf die verbleibende Erwerbsfähigkeit abzustellen und bezüglich der Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit der durch die Invalidenversicherung ermittelte Invaliditätsgrad massgeblich ist (vgl. vorstehende E. 2.2.3). Entscheidend ist allein, was die Beschwerdeführerin durchschnittlich vor dem Beginn der Rahmenfrist für den Leistungsbezug tatsächlich verdient hatte (vgl. Art. 37 Abs. 1 AVIV). Weder spielt in diesem Zusammenhang eine Rolle, was die Beschwerdeführerin als Gesunde hypothetisch verdienen würde (Valideneinkommen; vgl. Art. 16 ATSG), noch berechnet sich der versicherte Verdienst im Sinne von Art. 40b AVIV nach dem hypothetischen Invalideneinkommen (BGE 132 V 357). Dieser wird einzig anhand des vor der gesundheitsbedingten Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit tatsächlich erzielten Einkommens ermittelt, multipliziert mit dem Faktor, der sich aus der Differenz zwischen 100 % und dem Invaliditätsgrad ergibt.