Citation: 7B_1136/2024 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz erwägt, im aktuellen Verfahren stellten sich zwar gewisse Fragen gleich oder ähnlich wie in den früheren Verfahren. Das sei indes bis zu einem gewissen Grad inhärente Folge der gesetzlichen Zuständigkeitsordnung bei Nachverfahren und genüge für sich alleine nicht, um eine Mehrfachbefassung als unzulässig zu qualifizieren. Es fehle an Anhaltspunkten dafür, dass die frühere Befassung bereits zu einer festen richterlichen Gewissheit geführt hätte bzw. der Beschwerdegegner durch seine Haltung und seine vorangegangenen Äusserungen klar zum Ausdruck gebracht hätte, dass er nicht fähig wäre, seinen Standpunkt zu überdenken und sich der Angelegenheit unter Abstand zu seiner vorgängig geäusserten Meinung wieder zu widmen. Hinzu komme, dass sich die Ausgangslage keineswegs gleich darstelle wie im vor sechs Jahren eingeleiteten Nachverfahren. Wie der Beschwerdegegner in seiner Stellungnahme zum Ausstandsgesuch zutreffend darlege, sei insbesondere der seitherige Massnahmeverlauf zu berücksichtigen. Auch vor diesem Hintergrund - so die Vorinstanz - sei nicht daran zu zweifeln, dass der Verfahrensausgang offen sei. Es dürfe angenommen werden, dass der Spruchkörper unter dem Vorsitz des Beschwerdegegners, der in der Vergangenheit auch zu Gunsten des Beschwerdeführers entschieden habe (Verwahrungsüberprüfungsentscheid von 2008, Einholung eines Zweitgutachtens im letzten Nachverfahren), den Verwahrungsantrag, nötigenfalls nach Einholung eines aktuellen Gutachtens, neu unbefangen beurteile.