Citation: 7B_480/2023 E. 3.3.3

3.3.3. Ebenso wenig lässt die Vorinstanz die Strafreduktion zufolge der Verletzung des Beschleunigungsgebots unberücksichtigt. Die Vorinstanz geht aufgrund der objektiven und subjektiven Tatkomponenten von einer höheren Einsatzstrafe aus als die erste Instanz. Sie erachtet für das Delikt der einfachen qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung eine Einsatzstrafe von 23 / 4 Jahren als angemessen. Diese erhöht sie für die Erschleichung einer falschen Beurkundung um ein Jahr auf 33 / 4 Jahre. Eine weitere Erhöhung der Strafe aufgrund der mehrfachen Unterlassung der Buchführung, der Urkundenfälschung, der unwahren Angaben über kaufmännische Gewerbe und der Misswirtschaft erachtet sie als angezeigt. Indessen hat die erste Instanz eine Freiheitsstrafe von lediglich drei Jahren ausgesprochen. Insoweit verzichtet die Vorinstanz auf eine konkrete Benennung der weiteren Straferhöhungen. Denn nach ihrer Auffassung greift das Verschlechterungsverbot. Ergänzend erwägt die Vorinstanz, die Täterkomponenten (vgl. dazu nachfolgend E. 3.3.6) wirkten sich neutral aus. Auch unter Berücksichtigung der Strafreduktion zufolge der Verletzung des Beschleunigungsgebots würde die Gesamtstrafe höher ausfallen als die erstinstanzlich ausgefällte Strafe. Diese Argumentation überzeugt. Die Strafe von 33 / 4 Jahren nach der gedanklichen Gesamtstrafenbildung für die beiden ersten Delikte liegt selbst bei einer Strafreduktion zufolge Verletzung des Beschleunigungsgebots und der in die Strafe neutral einfliessenden Täterkomponenten höher als die erstinstanzlich ausgefällte Strafe. Unter Berücksichtigung der weiteren Delikte, für welche eine Asperation vorzunehmen gewesen wäre, ist es ohne Weiteres nachvollziehbar, dass die Vorinstanz zumindest gedanklich (ohne die einzelnen Faktoren zahlenmässig konkret zu benennen) auf eine höhere Strafe als drei Jahre gelangt.