Citation: 5A_157/2024 E. 3.4

3.4. Die Angaben zu seinen Einkommens- und Vermögensverhältnissen konnten sich beim Beschwerdeführer als Selbständigerwerbendem naturgemäss nur auf die Vergangenheit beziehen. Ob er in der Vergangenheit mittellos war, spielt indes keine Rolle. Vielmehr hängt die Antwort auf die Frage, ob er im Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs (weiterhin bzw. zukünftig) mittellos ist, von einer sachverhaltsbasierten Zukunftsprognose ab. Wie sich aus den Ausführungen des Beschwerdeführers ergibt, hat er Schulden, die er direkt dem Betreibungsamt bezahlt hatte, vom Überschuss abgezogen. Dieser Vorgang ist als solcher nicht zu beanstanden, denn bei der Beurteilung der Mittellosigkeit sind auch Schulden zu berücksichtigen, die tatsächlich bezahlt werden (BGE 135 I 221 E. 5). Dass, weshalb und in welcher Höhe der Beschwerdeführer weiterhin Schulden hat, die er im bisherigen Umfang direkt zur Bezahlung beim Betreibungsamt wird tilgen müssen, hat er, wie bereits die erstinstanzliche Richterin festgestellt hat, nicht behauptet. Prognostiziert man - wie das Kantonsgericht - eine selbständige Erwerbstätigkeit auf dem bisherigen Niveau, erwirtschaftet der Beschwerdeführer aktuell und in Zukunft über zwei Jahre gerechnet - ohne Tilgung von Schulden - einen Überschuss von Fr. 71'440.60 (= Fr. 38'000.-- + Fr. 33'440.60 [= Fr. 58'041.60 - Fr. 24'601.--]) bzw. Fr. 35'720.30 pro Jahr. Damit kann von Mittellosigkeit keine Rede sein.