Citation: 9C_77/2023 E. 4.6

4.6. Das Bundesgericht hat es in seiner bisherigen Rechtsprechung nicht für willkürlich gehalten, wenn Gemeinden auch Logiernächte in ausschliesslich gewerblich genutzten Ferienwohnungen berücksichtigt hatten, um den durchschnittlichen Belegungsgrad gemäss Art. 21 Abs. 3bis TG/VS zu bestimmen (vgl. Urteile 2C_981/2020 vom 15. Juni 2022 E. 3.4.4; 2C_198/2020 vom 23. Dezember 2021 E. 3.6; 2C_353/2020 vom 22. September 2021 E. 3.6). Ob daran auch in Zukunft festgehalten werden kann, ist zumindest zweifelhaft. Dem Beschwerdeführer ist nämlich zuzugestehen, dass es fragwürdig ist, Logiernächte in Objekten zu berücksichtigen, für welche die Pauschale schliesslich gar nicht zur Anwendung kommt (vgl. zum Anwendungsbereich der Pauschale Urteil 2C_981/2020 vom 15. Juni 2022 E. 4.2 sowie unten E. 5). Aber selbst unter der Annahme, dass das Kalkulationsmodell der Gemeinde in diesem Punkt geradezu unhaltbar falsch und mit Art. 21 Abs. 3bis TG/VS nicht vereinbar ist, sind die Belegungsgrade in Art. 6 Abs. 2 und 3 KTR/BA dank der Umfrageergebnisse, die ausschliesslich vermietete Ferienwohnungen ausklammern, doch zumindest im Ergebnis noch nicht willkürlich und halten sie also der bundesgerichtlichen Überprüfung stand.