Citation: 2A.261/2005 06.05.2005 E. 2

Eine kantonale Behörde muss sich mit einem Wiedererwägungsgesuch dann förmlich befassen und allenfalls auf eine rechtskräftige Verfügung zurückkommen, wenn das kantonale Recht dies vorsieht und die entsprechenden gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind oder wenn unmittelbar aus der Bundesverfassung fliessende Grundsätze dies gebieten (Urteil 2A.8/2004 vom 9. Januar 2004 E. 2.2.2, mit Hinweisen). So steht dem Einzelnen gestützt auf Art. 4 aBV bzw. Art. 9 BV ein Anspruch auf Wiedererwägung zu, wenn sich die Verhältnisse seit dem ersten Entscheid erheblich geändert haben oder wenn der Gesuchsteller Tatsachen und Beweismittel anführt, die ihm im früheren Verfahren nicht bekannt waren oder die schon damals geltend zu machen für ihn rechtlich oder tatsächlich unmöglich war oder keine Veranlassung bestand (vgl. BGE 124 II 1 E. 3a S. 6, 120 Ib 42 E. 2b S. 46, mit Hinweisen; Urteil 2A.8/2004 vom 9. Januar 2004 E. 2.2.1; vgl. auch Alfred Kölz/Jürg Bosshart/Martin Röhrl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, Zürich 1999, N 13 Vorbem. zu §§ 86a-86d VRG/ZH).