Citation: 1C_572/2020 E. 8

8. Die Überschreitung der GNF von 9 m² wird einstweilen geduldet. Es besteht jedoch kein Bestandesschutz. Die Überschreitung wird auf Kosten des Bewilligungsempfängers im Grundbuch angemerkt. [...] Zur Begründung führte das ARE/SZ in Kap. II, Ziff. 1 des Gesamtentscheids namentlich aus, es sei bereit, den Raum "Holz" im Untergeschoss zur altrechtlichen Gesamtnutzfläche zu zählen. Dadurch ergebe sich folgende Flächenbilanz (auf ganze Zahlen gerundet) : anrechenbare Bruttogeschossfläche (aBGF) Ausgangszustand 1972 127 m² 100 % Veränderungen + 52 m² + 41 % Total 179 m² 141 % Gesamtnutzfläche (aBGF + BNF, Bruttonebenfläche) Ausgangszustand 1972: 294 m² 100 % Veränderungen + 121 m² + 41 % Total: 415 m² 141 %" Die Überschreitung der aBGF betrage rund 14 m² (bzw. 28 m², da Reduktionen innerhalb des Gebäudevolumens analog zu Erweiterungen zur Hälfte angerechnet werden). Die Gesamtnutzfläche (GNF) werde um 33 m² (bzw. 66 m²) überschritten. Für diese Überschreitungen könne keine nachträgliche Ausnahmebewilligung erteilt werden. Durch das Entfernen der Verglasung der Laube und der nördlichen und westlichen Fenster im angrenzenden Musikzimmer könne die Laube vollständig als überdachter Balkon genutzt werden, der zwar zur GNF, aber nicht mehr zur aBGF zähle. Durch diese Anpassung könne das bundesrechtlich zulässige Erweiterungsmass der aBGF bis auf 1 m² eingehalten werden. Zudem sei der Dachstock im östlichen Gebäudeteil über dem heutigen Schlafzimmer und über dem Treppenaufgang gemäss der Variante 2 rückzuführen. Dabei bleibe eine Überschreitung der GNF von rund 9 m² bestehen. Das ARE/SZ sei bereit, diese aus Verhältnismässigkeitsgründen einstweilig zu dulden. Es bestehe jedoch kein Bestandesschutz. Um allfällige Rechtsnachfolger auf diesen Umstand aufmerksam zu machen, werde die Anmerkung einer öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkung im Grundbuch verlangt. Der Gemeinderat Lauerz traf am 15. Mai 2019 folgenden Beschluss: