Citation: 8C_55/2022 E. 3.3

3.3. Inwieweit es sich bei der nach dem angefochtenen Urteil datierenden Stellungnahme des BSV vom 21. Dezember 2021, auf die sich der Beschwerdeführer beruft, um ein unzulässiges echtes Novum handelt (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 143 V 19 E. 1.2), kann offen bleiben. Die darin enthaltenen Ausführungen beziehen sich auf die Rechtslage nach der per 1. Januar 2022 in Kraft getretenen Revision des IVG und der IVV, gemäss welcher inskünftig invaliditätsbedingte und medizinisch ausgewiesene Einschränkungen in der Erwerbstätigkeit bei der Einschätzung der Leistungsfähigkeit - und nicht mehr im Rahmen des Leidensabzugs - berücksichtigt werden sollen. Auf die Frage, ob und bejahendenfalls wie sich diese im Bereich der Invalidenversicherung erfolgte Änderung bezüglich Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im Bereich der Unfallversicherung auswirken wird, braucht nicht eingegangen zu werden. Vorliegend sind die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse bis zum massgebenden Zeitpunkt des strittigen Einspracheentscheids vom 14. Januar 2021 zu berücksichtigen (BGE 140 V 70 E. 4.2). Die Ausführungen des BSV zur seit 1. Januar 2022 in der Invalidenversicherung geltenden Rechtslage, namentlich auch zur Änderung bezüglich Einschätzung der Arbeitsfähigkeit mit allenfalls daraus resultierenden höheren Graden der Arbeitsunfähigkeit, sind diesbezüglich nicht relevant. Die vom Beschwerdeführer aufgeworfene Frage, ob "dies" noch schon immer so gewesen sei bzw. hätte sein müssen, zielt mithin ins Leere.