Citation: 6S.15/2007 22.02.2007 E. 3

3.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz habe Bundesrecht verletzt, indem sie den Tatbestand von Art. 180 StGB in objektiver und subjektiver Hinsicht als erfüllt erachtet habe. Seine Bezugnahme am Telefon auf die weit von der Schweiz entfernt operierende "PKK" stelle objektiv keine schwere Drohung dar. Der Beschwerdegegner sei denn namentlich auch freiwillig in das Auto des Beschwerdeführers eingestiegen; so aber verhalte sich nicht, wer in Angst und Schrecken versetzt worden sei. Zudem habe er auch subjektiv mit seinen Aussagen nicht darauf abgezielt, den Beschwerdegegner in Schrecken oder Angst zu versetzen. 3.2 Gemäss Art. 180 StGB macht sich strafbar, wer jemanden durch schwere Drohung in Schrecken oder Angst versetzt. Bei der Prüfung, ob eine Drohung im Sinne des Gesetzes schwer und geeignet ist, den Geschädigten in Schrecken oder Angst zu versetzen, ist nach der Praxis des Bundesgerichts grundsätzlich ein objektiver Massstab anzulegen. In der Regel ist dabei auf das Empfinden eines vernünftigen Menschen mit normaler psychischer Belastbarkeit abzustellen (vgl. BGE 99 IV 212 E. 1a mit Hinweisen; Urteil 6S.103/2003 vom 2. April 2004, E. 9.4). 3.3 Die vom Beschwerdeführer dem Beschwerdegegner gegenüber ausgestossene Androhung, die "PKK" einzuschalten, falls dieser die Zahlung nicht leistet, ist schwerer Natur. Diese Aussage - verbunden mit dem Hinweis, er wisse, wo der Beschwerdegegner wohne und dass dieser Kinder habe - ist als ein in Aussicht stellen von Gewalt zu verstehen und sollte den Beschwerdegegner in Angst versetzen. Der Beschwerdeführer hat selber eingeräumt, er habe gewollt, dass der Beschwerdegegner die Äusserung als "grob" verstehe und nervös werde (Einvernahme des Beschwerdeführers vor dem Verhöramt Appenzell Ausserrhoden, angefochtenes Urteil S. 15 f., mit Hinweis auf die vorinstanzlichen Akten act. 5.8 S. 2). Aus dem Umstand, dass der Beschwerdegegner in dieser Situation "freiwillig" in das Auto des Beschwerdeführers gestiegen ist, kann - wie die Vorinstanz zu Recht hervorgehoben hat - nicht der Schluss gezogen werden, er habe sich nicht bedroht gefühlt. Es ist ohne weiteres nachvollziehbar, dass der um das Wohl seiner Familie besorgte Beschwerdegegner aus Furcht vor Repressalien der Aufforderung des Beschwerdeführers nachgekommen ist. Wie die Vorinstanz denn auch verbindlich festgestellt hat, hat der Beschwerdegegner subjektiv tatsächlich Angst empfunden. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Androhung des Beschwerdeführers objektiv geeignet ist, auch nicht übertrieben ängstliche Personen in Schrecken und Angst zu versetzen. Der Beschwerdeführer hat zudem mit Vorsatz gehandelt. Der Tatbestand von Art. 180 StGB ist demzufolge in objektiver und subjektiver Hinsicht erfüllt; damit liegt entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers auch keine Verletzung von Art. 1 StGB vor.