Citation: 8C_452/2016 E. 4.2.2

4.2.2. Der Beschwerdeführer rügt unter anderem eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes und der Beweiswürdigungsregeln (Art. 61 lit. c ATSG) sowie eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung. Er macht geltend, die Vorinstanz habe in pflichtwidriger Beweiswürdigung und in Verletzung der Waffengleichheit nach Art. 6 EMRK dem RAD-Bericht zu Unrecht vollen Beweiswert zuerkannt. Insbesondere habe das kantonale Gericht nicht die praxisgemäss bereits ausreichenden geringen Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der RAD-ärztlichen Aktenbeurteilung genügen lassen, sondern abweichend von BGE 139 V 225 E. 5.2 S. 229 (mit Hinweisen) den Nachweis von hinreichend erheblichen Zweifeln gefordert. Der versicherungsinternen RAD-ärztlichen Aktenbeurteilung komme nicht dieselbe Beweiskraft zu wie der Expertise des Dr. med. D.________ vom 28. Januar 2015 (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 469 mit Hinweis). Letzterer habe den Versicherten persönlich eingehend untersucht, eine Anamnese erhoben, sich mit den Vorakten auseinandergesetzt sowie differenziert und begründet zur verbleibenden Leistungsfähigkeit in der angestammten und in einer leidensangepassten Tätigkeit Stellung genommen. Es handle sich bei der Beurteilung des Dr. med. D.________ nicht um ein Parteigutachten, sondern um eine im Auftrag des zuständigen Krankentaggeldversicherers erstellte fachärztliche Expertise. Demgegenüber habe der RAD-Arzt im Auftrag der Beschwerdegegnerin Stellung genommen. Seine rein aktenbasierte Einschätzung der Arbeitsfähigkeit auf 80 % unter alleiniger Berücksichtigung vermehrter Ruhepausen äussere sich nicht hinlänglich differenziert zum zumutbaren Belastungsprofil angesichts der zahlreichen arthrotischen Gesundheitsschäden nicht nur an den unteren Extremitäten, sondern auch an den Schulter-, Hand- und Fingergelenken. Seien an die Beweiswürdigung unter den gegebenen Umständen praxisgemäss strenge Anforderungen zu stellen (BGE 135 V 465 E. 4.4 i.f. S. 470 mit Hinweis), habe die Vorinstanz bundesrechtswidrig einzig auf die versicherungsinterne Aktenbeurteilung des RAD-Arztes abgestellt, ohne vorgängig eine ergänzende externe fachärztlich-rheumatologische Begutachtung zu veranlassen.