Citation: 4A_470/2024 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz schloss daraus, dass die Beschwerdeführerin in Verletzung von Art. E6.3 AVB im Mai, Juni und August 2021 ohne die vorgängige ausdrückliche Zustimmung der Beschwerdegegnerin im Ausland weilte, diese Aufenthalte verschwieg, um währenddessen Taggeldleistungen zu erhalten. Das Verschweigen der Auslandaufenthalte, welche zu einem Unterbruch der Taggeldleistung geführt hätten, seien objektiv geeignet, die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin zu beeinflussen. Der objektive Tatbestand von Art. 40 VVG sei somit erfüllt. Der Tatbestand sei überdies auch dadurch erfüllt, dass die Beschwerdeführerin auf Nachfrage einzig einen der drei relevanten Auslandaufenthalte offengelegt und damit gegen die Obliegenheit von Art. 39 VVG verstossen habe.