Citation: U 209/02 10.09.2003 E. 4

Die Ermittlung des ohne Gesundheitsschaden mutmasslich erzielbaren Lohnes (Valideneinkommen) sowie des Invalideneinkommens ist nicht zu beanstanden; es kann diesbezüglich auf die einschlägigen Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden. Zu betonen ist insbesondere, dass das Invalideneinkommen nicht ausschliesslich anhand der Dokumentation über Arbeitsplätze (DAP) der SUVA ermittelt worden ist. Vielmehr ergab sich auf Grund der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik ein nahezu übereinstimmendes Ergebnis. Was eine allfällige Verletzung des rechtlichen Gehörs im Zusammenhang mit der Klärung der Einkommensverhältnisse beim ehemaligen Arbeitgeber anbelangt, so ist festzustellen, dass die von der Vorinstanz angenommene Heilung des Mangels im Verfahren mit Blick auf die Natur dieser objektiven, überprüfbaren Daten standhält; die Mitwirkung des Betroffenen bei deren Erhebung ist von untergeordneter Bedeutung. Selbst wenn das Verhältnis zwischen dem Beschwerdeführer und dem früheren Arbeitgeber gespannt gewesen sein sollte, ist nicht anzunehmen, dass letzterer gegenüber dem Unfallversicherer unzutreffende Angaben gemacht hat. Im Weitern ist der vorinstanzlichen Beurteilung auch insofern zuzustimmen, als die Nichtberücksichtigung allfälliger Überstunden der Praxis entspricht, wonach solche nur dann im Rahmen eines Durchschnittswertes in die Berechnung des Valideneinkommens einzubeziehen sind, wenn sie auf Grund der konkreten erwerblichen Situation und des tatsächlichen Arbeitseinsatzes vor dem Unfall wahrscheinlich weiterhin hätten erzielt werden können (RKUV 1989 Nr. U 69 S. 180 f.; vgl. auch RKUV 2000 Nr. U 400 S. 381). Diese Annahme ist hier auf Grund der schwankenden Erfahrungswerte nicht gerechtfertigt. Schliesslich ist entgegen einem Vorbringen des Versicherten bei der - möglichst wirklichkeitsnah vorzunehmenden - Kalkulation des Valideneinkommens nicht auf statistische Durchschnittswerte gemäss der LSE abzustellen. Wenn in der Regel beim zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung sowie der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft wird, so beruht dies auf der empirisch begründeten Vermutung, dass die bisherige Tätigkeit ohne Invalidität weitergeführt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (RKUV 2000 Nr. U 400 S. 381 Erw. 2a mit Hinweis auf die in RKUV 1999 Nr. U 327 S. 110 nicht publizierte Erw. 4a). Vorliegend deutet nichts darauf hin, dass der längjährig an den Betrieb gebundene Versicherte ohne Unfall in eine besser bezahlte Stellung gewechselt hätte.