Citation: 8C_35/2023 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass die von ihr organisierten Degustationen von Lebensmitteln praktisch ausnahmslos in Innenräumen stattfänden. Diese Degustationen - durchgeführt von 178 Arbeitnehmenden - hätten im Jahr 2019 und auch noch bis März 2020 finanziell einen wesentlichen Anteil am Gesamtumsatz ausgemacht, sie seien jedoch während der ganzen Pandemie und insbesondere auch in den Monaten Juli bis September 2021 praktisch zum Erliegen gekommen. In allen Verkaufslokalen mit Geschäften und Einkaufszentren, wo sie, die Beschwerdeführerin, die Degustationen, Samplings und anderen Events durchführe, habe damals Maskenpflicht bestanden. Eine Degustation von Produkten, die in Lebensmittelläden und Supermärkten angeboten würden, mache nur dann Sinn, wenn sie auch dort durchgeführt werde. Diese Geschäfte hätten aber nur mit Maske betreten werden dürfen, auch habe keine Ausnahme von der Maskentragpflicht bestanden für Personen, die an Degustationen teilnehmen wollten. Denkbar wäre höchstens die Organisation von Sitzgelegenheiten gewesen, verbunden mit der Erhebung von Kontaktdaten. Jedenfalls sei eine Degustation ohne Verletzung der Maskentragpflicht faktisch nicht durchführbar gewesen. Mit der behördlich angeordneten Maskenpflicht in diesen Innenräumen sei dort eine Nutzungseinschränkung eingeführt worden.