Citation: 6B_518/2023 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz weist den Beweisantrag des Beschwerdeführers, seine Schuldfähigkeit durch eine sachverständige Person abzuklären, ab. Sie sieht keinen Anlass, an seiner Schuldfähigkeit hinsichtlich der ihm vorgeworfenen Taten zu zweifeln. Der Beschwerdeführer habe unzählige Delikte begangen. Er habe für die Begehung der Taten nicht nur die entsprechenden kognitiven Fähigkeiten gebraucht, um die Abläufe und Aufgaben der einzelnen Täter zu verstehen, sondern auch die soziale Kompetenz, um mit den anderen Personen zusammenzuarbeiten sowie sich an die Abmachungen zu halten. Die übrigen Täter hätten sicherlich nicht mit dem Beschwerdeführer zusammengearbeitet, wenn dieser nicht körperlich sowie geistig dazu fähig und auch verlässlich gewesen wäre. Der Beschwerdeführer habe eine verantwortungsvolle Aufgabe für den reibungslosen Ablauf gehabt. Er habe kooperativ sowie koordinativ gehandelt und sei keineswegs ein "willenloses, von Sucht geprägtes Werkzeug" der weiteren Tatbeteiligten gewesen. Zudem habe der Beschwerdeführer alleine diverse weitere Delikte begangen, was eine Beeinflussung ausschliesse. Diese hätten ebenfalls kognitive Fähigkeiten benötigt. Der Beschwerdeführer habe unter anderem einen Betreibungsregisterauszug gefälscht. Dafür seien einerseits die intellektuelle Kapazität, zu wissen, was ein solcher darstelle und wofür er verwendet werde, sowie die Fähigkeit, einen solchen zu fälschen, notwendig. Weiter sei der Beschwerdeführer jeweils in der Lage gewesen, den Befragungen in den Einvernahmen zu folgen und aktiv daran teilzunehmen. Er habe sich an die einzelnen Vorfälle erinnert, diese räumlich sowie zeitlich einordnen können, zu diesen Stellung genommen und auch Skizzen angefertigt. Der Beschwerdeführer habe auch während des Vorverfahrens verschiedentlich auf entsprechende Fragen angegeben, dass es ihm gesundheitlich gut gehe und er der Befragung folgen könne. Er habe gewusst, dass er nicht einbrechen, fremde Sachen wegnehmen, Dokumente fälschen, ohne Berechtigung Auto fahren sowie mit Kokain zu tun haben dürfe. Sodann hätten sich anlässlich der Hauptverhandlung vor der Erstinstanz keine Anzeichen für eine Einschränkung der Schuldfähigkeit des Beschwerdeführers gezeigt. Ausserdem habe die Verteidigung am 11. März 2021 erklärt, die Verhandlungsfähigkeit sei "derzeit" kein Thema mehr. Der Beschwerdeführer sei medikamentös "neu" eingestellt und daher gesundheitlich stabiler. Anlässlich der Berufungsverhandlung habe er auf entsprechende Fragen erklärt, dass es ihm jetzt besser gehe, er keine Beeinträchtigungen mehr verspüre und er aktuell versuche, seine Medikamente komplett abzusetzen. Während der Befragung hätten sich keinerlei kognitive Einschränkungen gezeigt. Dass er sich mehrere Jahre nach Begehung der einzelnen Taten noch an seine Mitbeteiligten, die jeweiligen Abläufe und seine Wahrnehmungen erinnern könne, spreche gegen die Annahme einer eingeschränkten Schuldfähigkeit zum damaligen Zeitpunkt. Unbestritten ist nach der Vorinstanz eine Abhängigkeitsproblematik betreffend Cannabis und Kokain des Beschwerdeführers im Zeitraum der begangenen Delikte. Die Vorinstanz hält es für günstig, wenn der Beschwerdeführer sich regelmässig psychotherapeutisch behandeln lassen kann. Dies wie auch ein von diversen mit dem Beschwerdeführer befassten Ärzten und Psychotherapeuten geäusserter Verdacht auf eine Störung aus dem schizophrenen Formenkreis ändern nichts am Schluss der Vorinstanz, dass sich aufgrund der gesamten Aktenlage keine Zweifel an der Schuldfähigkeit des Beschwerdeführers zu den jeweiligen Tatzeitpunkten ergäben. Nach der Vorinstanz wäre zu erwarten gewesen, dass die Gesprächstherapie, welche der Beschwerdeführer seit einiger Zeit in Anspruch nehme, eine abschliessende Diagnose darüber ergeben hätte, dass er neben der anhaltenden Polytoxikomanie während des Deliktzeitraums auch an einer weiteren psychischen Erkrankung leide. Ergänzend weist die Vorinstanz auf die teilweise einschlägigen Vorstrafen hin. Die Delinquenz habe nicht erst mit dem Vorfall im Jahre 2015 begonnen. Auch wiesen diverse der im aktuellen Strafverfahren zu beurteilenden Taten keinen Zusammenhang mit dem Vorfall im Jahre 2015 auf.