Citation: 1C_558/2018 E. 5.4

5.4. Vorliegend bestreiten die Beschwerdeführer nicht, dass gemäss den vorinstanzlichen Feststellungen zur Behebung des Brandschadens namentlich die ganze Firstpfette sowie 18 Sparren ersetzt werden müssen. Demnach hat der Brand Holzträger des Daches mit erheblicher statischer Funktion beschädigt. Dies wird durch die bei den Akten befindlichen Fotos bestätigt, welche erkennen lassen, dass das ehemalige Jagdhaus nach dem Brand namentlich aufgrund des stark beschädigten Daches nicht mehr bestimmungsgemäss benützbar ist. Unter diesen Umständen ging die Vorinstanz bundesrechtskonform davon aus, die Behebung der Brandschäden sei nach Art. 22 Abs. 1 RPG bewilligungspflichtig, weil sie das übliche Mass einer Renovation überschreitet. Daran vermag das kantonale Recht bzw. § 184 Abs. 2 PBG/LU nichts zu ändern, da die bundesrechtlichen Anforderungen der Baubewilligungspflicht durch das kantonale Recht nicht eingeschränkt werden dürfen (BGE 113 Ib 314 E. 2b S. 315 f.; Urteile 1C_131/2018 vom 27. August 2018 E. 3.2; 1C_157/2011 vom 21. Juli 2011 E. 3.1; je mit Hinweisen).