Citation: 4A_124/2022 E. 4.3

4.3. Diese Rügen gehen fehl. Die Vorinstanz prüfte die Modalitäten der Vertragsänderung, weil der Beschwerdeführer nach den unbestrittenen Feststellungen der Vorinstanz sinngemäss vorbrachte, die vorbehaltlose Zahlung habe eine konkludente Vertragsänderung bewirkt. Es war also der Beschwerdeführer selbst, der die Frage der Vertragsänderung zum Thema des Rechtsmittelprozesses machte. Von einer Verletzung der Verhandlungsmaxime kann daher keine Rede sein. Die Vorinstanz widerlegte das Vorbringen des Beschwerdeführers bezüglich dem angeblichen Verzicht auf das Subsidiaritätserfordernis mit zwei selbstständig tragenden Erwägungen: Einerseits hätten die Parteien einen Schriftformvorbehalt vereinbart, anderseits weise der Beschwerdeführer auf keine Aktenstellen hin, an denen tatsächliche Umstände dazu vorgetragen worden seien. Mit letzterer Erwägung setzt sich der Beschwerdeführer nicht hinreichend auseinander. Vor Bundesgericht bringt er zwar mit Aktenhinweisen vor, dass sich der Verzicht auf das Subsidiariätserfordernis aus dem genannten Memorandum sowie den beiden Engagement Letters ergeben würde. Damit zeigt er aber nicht auf, dass er entgegen der Vorinstanz bereits in der vorinstanzlichen Berufungsantwort mit entsprechenden Aktenhinweisen hinreichend tatsächliche Umstände vorgetragen hätte, die der Vorinstanz den rechtlichen Schluss auf den Verzicht auf das Subsidiaritätserfordernis erlaubt hätten. Solches geht im Übrigen auch nicht rechtsgenüglich aus seiner Berufungsantwort vom 27. September 2021, Rz. 9 S. 5, hervor, welche der Beschwerdeführer vor Bundesgericht ebenfalls erwähnt. Dort führt er unter dem Titel "Sachverhalt" bloss aus, dass der damalige Chefjurist der Beschwerdegegnerin dem Top-Management geraten habe, persönliche Rechtsbeistände für sich selbst zu bestellen, und der Chefjurist auch zugesichert habe, dass die Beschwerdegegnerin die Kosten übernehmen werde. Eine hinreichende tatsächliche Behauptung betreffend eines Verzichts auf das Subsidiaritätserfordernis im genannten Sinn stellt dies nicht dar. Es trägt damit die Erwägung der Vorinstanz, wonach bezüglich dem Verzicht auf das Subsidiaritätserfordernis keine tatsächlichen Umstände vorgetragen worden seien. Ob das Schriftformerfordernis unter den vorliegenden Umständen dahin gefallen sei, oder was der damalige Chefjurist der Beschwerdegegnerin zugesichert habe, braucht bei dieser Sachlage nicht beurteilt zu werden.