Citation: 4A_391/2024 E. 3.2.3

3.2.3. Die Erstinstanz habe darauf verzichtet, das Ausscheiden der C.________ Limited rechtlich einzuordnen. Zur Prüfung der Rüge der Beschwerdeführerin, dass ein neues Schlichtungsgesuch vorgelegen habe, erscheine dies aber notwendig. Eine Änderung der subjektiven Identität der Klage (vorliegend der Wegfall einer beklagten Partei) sei als Parteiwechsel im Sinne von Art. 83 ZPO zu werten. Eine Zustimmung der Beschwerdeführerin nach Art. 83 Abs. 4 ZPO habe nicht vorgelegen. Jedoch hätten die Beschwerdeführerin und die C.________ Limited eine einfache Streitgenossenschaft gebildet, womit die beiden selbstständigen Klagen jederzeit hätten getrennt werden können. Vorliegend sei in diesem Sinne von einer verfahrensrechtlichen Trennung auszugehen. Das Vermittleramt Plessur habe den Parteien mit Schreiben vom 8. Februar 2023 mitgeteilt, es sei gestattet, ein ehemals gegen zwei Beklagte eingeleitetes Vermittlungsverfahren zu trennen und gesondert weiterzuführen. Entsprechend sei im Schlichtungsverfahren weder eine Klageänderung noch eine Klagereduktion erfolgt. Vielmehr seien die Verfahren gegen die Beschwerdeführerin einerseits und die C.________ Limited andererseits getrennt worden. Die (selbstständige) Klage gegen die Beschwerdeführerin sei nach dem Entlassen der C.________ Limited unverändert geblieben. Daher könne nicht von einem neuen Schlichtungsgesuch ausgegangen werden, das eine neue Schlichtungsverhandlung erfordert hätte.