Citation: I 459/00 08.05.2002 E. 2

2.- Der Beschwerdeführer macht geltend, der Invaliditätsgrad sei in seinem Falle zu tief festgesetzt worden, weil sein tatsächlicher Gesundheitszustand im Zeitpunkt des Verfügungserlasses schlechter gewesen sei, als er anderthalb Jahre zuvor von Dr. med. W.________, Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie, festgestellt worden sei (Gutachten vom 24. November 1997). Dieser hatte den Beschwerdeführer für wechselnd stehend-gehend-sitzende Beschäftigungen ohne regelmässiges Tragen und Heben von Lasten und ohne Arbeiten ausserhalb der Körperachse für voll arbeitsfähig bezeichnet. Der Beschwerdeführer hatte bereits im Vorbescheidverfahren am 18. Mai 1999 geltend gemacht, gemäss ärztlichem Befund sei ihm jegliche Arbeit unzumutbar. Ein solcher Befund findet sich jedoch in den Akten nirgends und es finden sich auch keine Hinweise darauf. Wie die IV-Stelle und die kantonale Instanz hingegen zu Recht darauf verweisen, war in die Abklärung des Beschwerdeführers in den Monaten Februar/März 1999 durch die Berufliche Abklärungsstelle (BEFAS) auch der Arzt Dr. med. S.________ einbezogen, welcher den Beschwerdeführer am vorgezogenen Eintrittstag (am 23. November 1998) und während der Abklärung (am 10. Februar 1999) untersuchte. Er äusserte sich im Rahmen des Abklärungsberichts vom 14. April 1999 und übernahm dabei die Beurteilung des Gutachters Dr. med. W.________. Wie die IV-Stelle in ihrer Vernehmlassung zu Recht darauf hingewiesen hat, geht aus dem vom Beschwerdeführer vier Monate nach Verfügungserlass vorgelegten Arztbericht von Dr. med. A.________, Spezialarzt FMH für Innere Medizin, speziell Rheumaerkrankungen, vom 24. September 1999 hervor, dass er diesen Arzt am 11. September 1999 wegen einer "akuten Verschlechterung der chronischen Schmerzen" erstmals konsultierte, nachdem er am 16. Juli 1999 morgens beim Aufstehen einen "heftigsten einschiessenden Kreuzschmerz" verspürt habe. Beide Ereignisse trugen sich in einem deutlichen Abstand zum Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung zu. Auf Grund des geschilderten zeitlichen Ablaufs, der Angaben im BEFAS-Abklärungsbericht und angesichts des Fehlens weiterer ärztlicher Befunde über die vom Beschwerdeführer behauptete Unzumutbarkeit jeglicher Arbeit ist nicht anzunehmen, dass zusätzliche Abklärungen des medizinischen Sachverhaltes im Zeitraum unmittelbar vor Erlass der Verfügung hinsichtlich der Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit und Zumutbarkeit der Verwertung der verbliebenen Arbeitsfähigkeit zu einem anderen Ergebnis als dem der Verfügung zu Grunde gelegten geführt hätte. Nach ständiger Rechtsprechung beurteilt das Sozialversicherungsgericht die Gesetzmässigkeit der angefochtenen Verfügungen in der Regel nach dem Sachverhalt, der zur Zeit des Verfügungserlasses gegeben war (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweis). Davon ist vorliegend nicht abzuweichen.