Citation: 7B_237/2022 E. 4.4

4.4. In den vorinstanzlichen Erwägungen, der Beschwerdeführer habe im Zeitpunkt der Transaktionen keine Verrechnungsabsicht gehabt, ist keine Willkür zu erkennen. Die Vorinstanz stützt sich namentlich darauf, dass der Beschwerdeführer die Fondsanteile seiner Mutter im Gegenwert von Fr. 367'568.15, eine der grössten Vermögenstransaktionen, nicht auf sein eigenes Wertschriftendepot übertrug, um Liquidität für die Zahlung von Rechnungen zu verschaffen, sondern um alleinige Herrschaftsmacht darüber zu erhalten. Die Transaktionen seien kurz nach dem Zeitpunkt erfolgt, nachdem das Bundesgericht die Einsetzung des Beistandes geschützt habe. Dasselbe ergebe sich aus der grössten Überweisung ab dem Konto seiner Mutter von Fr. 124'000.-- auf sein eigenes Konto, welche er einen Tag vor Aufnahme der Tätigkeit des Beistandes am 31. März 2009 getätigt habe. Wenn die Vorinstanz diesen objektiven Umständen zusammen mit anderen Indizien die Bedeutung beimisst, der Beschwerdeführer habe keine Verrechnung für eigene Ansprüche geltend machen wollen, sondern ihm sei es um die alleinige Verfügungsmacht über das Vermögen seiner Mutter gegangen, um dieses dem Zugriff des Beistandes eigenmächtig zu entziehen, so ist dies gut begründet. Ebenso wenig ist es willkürlich, wenn die Vorinstanz hierbei berücksichtigt, dass der Beschwerdeführer gegenüber seiner Mutter oder dem Beistand nie Verrechnung erklärte und dass er solches erstmals in der Steuererklärung 2008 am 28. April 2009 (Posteingang beim Steueramt) nach den genannten Finanztransaktionen geltend machte, um diese zu decken. Mit dem Hinweis, dies sei ein blosser "Schönheitsfehler" und er habe aufgrund des angeblich bevorstehenden Todes der Mutter, der erst im Oktober des genannten Jahres eingetreten ist, die Verrechnung erklärt, vermag der Beschwerdeführer seine von der Vorinstanz genannten wahren Intentionen jedenfalls nicht zu überspielen. Nicht willkürlich ist auch die Erwägung der Vorinstanz, wonach sie im Schreiben des Beschwerdeführers vom 29. September 2006 an die Vormundschaftsbehörde U.________ keine Verrechnungserklärung erkennt bzw. keinen Verrechnungswillen daraus ableitet. Dass der Beschwerdeführer darin auf Forderungen verweist, ist nach den willkürfreien vorinstanzlichen Feststellungen nicht mit seinem Verrechnungswillen oder einer entsprechenden eindeutigen Erklärung gleichzusetzen.