Citation: 5A_514/2018 E. 4.2.3

4.2.3. Klar aktenwidrig sei auch die Behauptung der Vorinstanz, dass keinerlei Hinweise für eine Einschränkung der Erziehungsfähigkeit des Vaters bestünden. So habe sie, die Beschwerdeführerin, in ihrer Beschwerde vom 6. Februar 2018 ausgeführt, dass der Beschwerdegegner sie wiederholt geschlagen habe, er massive psychische Probleme habe und deshalb in entsprechender Behandlung sei. Er habe mit Selbstmord gedroht und sei nicht belastbar. Zudem habe er keinerlei Erfahrung im Umgang mit Kindern. Seine Tochter, die inzwischen 16-jährig sei, habe er bis vor kurzer Zeit nur im Beisein ihrer Grosseltern und nur für wenige Stunden sehen dürfen. Sie habe nie bei ihm übernachtet und sei nie mit ihm in die Ferien gefahren. Schliesslich hätten sogar die Mutter und die Schwester des Beschwerdegegners mit Brief vom 3. März 2018 schriftlich bestätigt, dass er sich nie alleine um ein Kleinkind gekümmert habe. Vorab ist in Übereinstimmung mit der Vorinstanz festzuhalten, dass in Bezug auf die behauptete Unerfahrenheit kein direkter Zusammenhang mit der Erziehungsfähigkeit ersichtlich ist. Was die behaupteten psychischen Probleme und allenfalls ausgeübte Gewalt betrifft, dieeffektiv Hinweise auf eine eingeschränkte Erziehungsfähigkeit liefern könnten, verweist die Beschwerdeführerin erneut nur auf frühere Rechtsschriften, die einfach ihre eigenen früheren Ausführungen wiedergeben. Sie verweist aber weder auf Beweise, die sie eingereicht habe (z.B. Arztberichte, Polizeirapporte), noch macht sie geltend, sie habe diesbezüglich Beweisanträge gestellt, die nicht berücksichtigt worden wären (z.B. Antrag auf Beizug eines Berichts eines behandelnden Psychologen oder Hausarztes, Antrag auf eine Begutachtung oder dergleichen). Bei dieser Ausgangslage ist die Annahme der Vorinstanz, es gebe keine Hinweise auf eine bloss beschränkte Erziehungsfähigkeit des Beschwerdegegners, nicht willkürlich. Dem erneut erhobenen Vorwurf, die Vorinstanz habe ihr rechtliches Gehör verletzt, indem auf ihre Hinweise "fast gar nicht eingegangen wurde" kann auch hier nicht gefolgt werden, zumal die Formulierung "fast gar nicht" schon zeigt, dass die Vorinstanz darauf eingegangen ist, wenn auch kurz.