Citation: 7B_1204/2024 E. 2.2.2

2.2.2. Die Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG sind ebenfalls nicht erfüllt. Zwar würde eine Gutheissung der Beschwerde das Verfahren definitiv abschliessen bzw. diesbezüglich einen Endentscheid herbeiführen. Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG verlangt jedoch, dass mit der Gutheissung der Beschwerde ein bedeutender Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren eingespart würde. Diese Voraussetzung wird im Strafverfahren restriktiv ausgelegt (BGE 134 III 426 E. 1.3.2; 133 IV 288 E. 3.2). Der Aufwand muss über denjenigen eines gewöhnlichen Strafverfahrens hinausgehen (vgl. Urteile 7B_461/2023 vom 9. Oktober 2023 E. 3; 6B_1232/2022 vom 20. Dezember 2022 E. 3.2; 6B_64/2022 vom 9. November 2022 E. 3.2.2). Lediglich Strafverfahren, die deutlich überdurchschnittlichen Aufwand verursachen, können unter Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG fallen. Ein solches Verfahren ist vom gewöhnlichen Strafverfahren - dem die grosse Mehrheit aller Verfahren entsprechen - anhand der rechtlichen und tatsächlichen Umständen des Einzelfalls abzugrenzen. Zu berücksichtigen ist zunächst die Komplexität des Verfahrens in rechtlicher Hinsicht, die sich namentlich aus den von der Untersuchung betroffenen Delikte ergibt. Der erforderliche Aufwand ist in aller Regel grösser bei einem Verfahren, welches einen komplexen Tatbestand, wie zum Beispiel eine qualifizierte Geldwäscherei nach Art. 305bis StGB oder ein gewerbsmässiger Betrug gemäss Art. 146 Abs. 2 StGB, betrifft. Zusätzlich gilt es den tatsächlichen Umständen des Verfahrens Rechnung zu tragen. Ein Strafverfahren, welches in dieser Hinsicht deutlich überdurchschnittlichen Aufwand verursachte, wäre sicherlich jenes mit einer Vielzahl von Beschuldigten und Einzelsachverhalten, das die Einvernahme von zahlreichen Zeugen und Auskunftspersonen sowie die Konsultation von Sachverständigen erfordert und das einen Auslandsbezug aufweist und umfassende rechtshilfeweise Einvernahmen erfordert (in diese Richtung schon Urteil 6B_281/2021 vom 3. November 2021 E. 2.3.2 mit Hinweisen). Umgekehrt verursacht nicht jedes Strafverfahren, in welchem rechtshilfeweise Einvernahmen erforderlich werden, per se einen bedeutenden Aufwand im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG. Hat der angefochtene Zwischenentscheid - wie vorliegend - die (teilweise) Aufhebung einer Einstellungsverfügung und die Rückweisung der Sache an die Staatsanwaltschaft zum Gegenstand ("Rückweisungsentscheid"), gilt nicht jeder zu erwartende grosse Ermittlungsaufwand als bedeutender Aufwand im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG. Vielmehr müssen im Einzelfall die dargelegten Kriterien erfüllt sein. Die Begründung obliegt dabei der beschwerdeführenden Partei (Art. 42 Abs. 2, Art. 106 Abs. 2 BGG; allgemein zu diesen Anforderungen: BGE 146 IV 297 E. 1.2; 143 II 283 E. 1.2.2; 140 III 86 E. 2; je mit Hinweisen). Auf ungenügend begründete Rügen oder bloss allgemein gehaltene appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 148 IV 356 E. 2.1, 39 E. 2.6; 147 IV 73 E. 4.1.2; je mit Hinweisen). Der angefochtene Beschluss betrifft die Weiterführung der Strafuntersuchung gegen die Beschwerdeführerin wegen Erpressung und wegen gewerbsmässigen Betrugs etc. durch die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich, Abteilung qualifizierte Wirtschaftskriminalität und internationale Rechtshilfe. Das Verfahren weist einen internationalen Bezug auf, da sowohl die Beschwerdeführerin als auch die Beschwerdegegner im Staat Israel domiziliert sind. Ein solches Wirtschaftsstrafverfahren könnte, wie dies die Beschwerdeführerin vorbringt, überdurchschnittlichen Untersuchungsaufwand verursachen. Allerdings wird von der Beschwerdeführerin weder hinreichend dargelegt noch ist ersichtlich, dass dieser Aufwand mit grosser Wahrscheinlichkeit deutlich umfassender ausfallen wird als in anderen Strafverfahren mit Auslandsbezug zu Ländern, in welchen rechtshilfeweise Einvernahmen durchzuführen sind, und mit welchen sich die fachlich spezialisierte Beschwerdegegnerin 1 regelmässig beschäftigt. Der pauschale und nicht näher begründete Hinweis auf die aktuellen kriegerischen Auseinandersetzungen des Staates Israel genügt dem jedenfalls nicht. Wenn die Beschwerdeführerin den bedeutenden Aufwand alsdann damit begründen will, dass der Beschwerdegegner 3 als Privatkläger in der vorangegangenen Untersuchung die Analyse sämtlicher Kontobewegungen diverser Gesellschaften über den Zeitraum von drei Jahren beantragt habe, geht dies nicht mit hinreichender Deutlichkeit über die in einem gewöhnlichen Wirtschaftsstraffall dieser Kategorie erforderliche Untersuchung hinaus. Soweit die Beschwerdeführerin schliesslich in diesem Zusammenhang erneut anführt, die Vorinstanz hätte mangels Beschwerdelegitimation gar nicht auf die Beschwerde des Beschwerdegegners 3 (und dortigen Privatklägers) eintreten dürfen, kann auf obige Ausführungen verwiesen werden (vgl. E. 2.2.1 hiervor). Die Beschwerdeführerin vermag insgesamt nicht aufzuzeigen, inwieweit die Strafuntersuchung, deren Weiterführung mit dem angefochtenen Beschluss angeordnet wurde, den Rahmen einer gewöhnlichen Untersuchung in einem Wirtschaftsstrafverfahren der vorliegenden Art in hinreichendem Ausmass sprengen und damit bedeutenden Aufwand im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG verursachen würde. Dies ist auch nicht ersichtlich.