Citation: 2C_731/2021 E. 1.3.2

1.3.2. Zur Begründung führte das Verwaltungsgericht hauptsächlich aus, dass das Steuerrekursgericht die Entscheide vom 17. September 2020 als Gerichtsurkunden versandt habe. Wie aus der elektronischen Sendungsverfolgung "Track & Trace" der Post CH AG hervorgehe, habe diese am 29. September 2020 eine Abholungseinladung in das Postfach der Steuerpflichtigen gelegt. Die Sendung sei nicht abgeholt und daher von der Post CH AG am 7. Oktober 2020 zurückgesandt worden. In Anwendung der Zustellfiktion habe die Sendung als am 6. Oktober 2020 zugestellt zu gelten, worauf die Beschwerdefristen am 6. November 2020 ungenutzt verstrichen seien. Die Steuerpflichtige bringe zwar vor, die Abholungseinladung nicht erhalten zu haben. Sie lege hierzu einen E-Mail-Austausch mit der Post CH AG vor, die bestätige, dass zwischen dem 1. September und dem 30. Oktober 2020 keine Einschreibesendungen an die Steuerpflichtige ergangen seien. Hierzu sei aber festzuhalten, dass der Versand vom 28. September 2020 mit Gerichtsurkunde erfolgt sei. Hinzu komme, dass Umfirmierung und Sitzverlegung erst am 5. Oktober 2020 beschlossen worden seien, weshalb sie auf den Versand vom 28. September 2020 noch keinen Einfluss gehabt hätten.