Citation: 4P.338/2006 18.04.2007 E. 5

5. Behauptungen und Bestreitungen nach gerichtlichen Anordnungen als Folge der Befragung durch den Richter. " 4.3 Das Kantonsgericht hat dargelegt, dass die tatsächlichen Behauptungen und die Beweisanträge nach diesen Bestimmungen bereits vor dem Beweisverfahren in einer Weise zu substanziieren sind, welche ihre Überprüfung im Beweisverfahren erlaubt. Die Beschwerdeführerin stellt zu Recht nicht in Frage, dass eine derartige prozessuale Vorschrift nicht an sich verfassungswidrig ist. Es kann ihr jedoch nicht gefolgt werden, wenn sie der Vorinstanz vorwirft, sie habe willkürlich von ihr verlangt, den von den Beschwerdegegnern verursachten Schaden aufgrund der ihr zugänglichen Konkursakten zu substanziieren. Soweit sie behauptet, sie habe aufgrund einer angeblichen Unzulänglichkeit der Buchhaltungsunterlagen weder hinreichende Anhaltspunkte für den Zeitpunkt der pflichtgemässen Deponierung der Bilanz noch für die Schätzung der Schadenshöhe gehabt, finden ihre Vorbringen in den Feststellungen des angefochtenen Entscheides keine Stütze und stehen im Widerspruch zur Feststellung, dass sie in ihrer Klage den Zeitpunkt ausdrücklich genannt hat, an dem die Beschwerdegegner die Bilanz spätestens hätten deponieren müssen, und auch die Schadenshöhe aufgrund einer Schätzung beziffert hat. Wenn das Kantonsgericht unter diesen Umständen geschlossen hat, die Beschwerdeführerin habe ihre Klage unzulässig erweitert, wenn sie gestützt auf das Beweisergebnis einen früheren Zeitpunkt und einen höheren Schaden geltend machen wolle, so ist es weder in Willkür verfallen noch hat es überspitzt formalistisch entschieden. 4.4 Die Beschwerdeführerin rügt schliesslich, das Kantonsgericht habe die Kostenverlegung in willkürlicher Anwendung kantonalen Rechts vorgenommen. Der massgebende § 59 ZPO SZ lautet: " a) Grundsatz 1 Die Gerichtskosten bemessen sich nach den Bestimmungen der Gerichtsordnung und der Ausführungserlasse. 2 Sie werden in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt. Obsiegt keine Partei vollständig, so werden die Kosten verhältnismässig verteilt. 3 Von dieser Regel kann insbesondere dann abgewichen werden, wenn die unterliegende Partei sich in guten Treuen zur Prozessführung veranlasst sah, oder wenn dem Kläger die genaue Bezifferung seines Anspruches nicht zuzumuten war und seine Klage grundsätzlich gutgeheissen wurde." Das Kantonsgericht hat im angefochtenen Entscheid die Kosten hälftig geteilt mit der Begründung, die wesentlichen Aufwendungen hätten die Klage betroffen, weshalb sich die Halbierung trotz des wesentlich höheren Streitwerts der Widerklage rechtfertige. Die Beschwerdeführerin anerkennt, dass die Thematik von Haupt- und Widerklage nicht getrennt werden kann. Mit ihrer Rüge verkennt sie, dass die Erhebung einer Teilklage die beklagte Partei regelmässig veranlasst, in guten Treuen eine negative Feststellungsklage auf das Nichtbestehen der Gesamtschuld zu erheben. Es ist im Ergebnis keineswegs willkürlich, wenn das Kantonsgericht die Gerichtskosten unter Berücksichtigung des Umstands verlegt hat, dass Grundlage der Klage der gesamte Schaden bildete, dessen Nichtbestehen die Beschwerdegegner 1 und 2 widerklageweise festgestellt haben wollten.