Citation: 6S.451/2004 02.03.2006 E. 5

In verschiedenen Punkten kritisiert der Beschwerdeführer ebenfalls die vorinstanzliche Strafzumessung. Zunächst rügt er deren ungenügende Begründung. So werde nicht dargelegt, warum die von der ersten Instanz ausgesprochene Strafe zu milde gewesen sei. Ausserdem würden im Berufungsverfahren die Einsatzstrafe und die Strafreduktion wegen Verstreichens langer Zeit seit der Tat und wegen Verletzung des Beschleunigungsgebots nicht näher beziffert. Die Vorinstanz begründet die Strafzumessung eingehend. Der Beschwerdeführer übersieht bei seiner Kritik, dass nicht für jeden Strafzumessungsgrund dargelegt werden muss, wie er sich in Ziffern oder Prozenten auf das Strafmass auswirkt (BGE 127 IV 101 E. 2c S. 104 f.). Die vorinstanzliche Feststellung, das erstinstanzliche Strafmass sei - auf der Basis des damals ergangenen Schuldspruchs - zu milde gewesen, erfolgt nach gesamthafter Würdigung aller massgeblichen Strafzumessungsfaktoren. Ausserdem erläutert die Vorinstanz, dass die Strafreduktion wegen des Freispruchs vom Vorwurf des Betrugs und etwa zu einem Achtel von jenem der mehrfachen qualifizierten Veruntreuung sowie wegen der Verletzung des Beschleunigungsgebots während des Berufungsverfahrens das Mass, in dem die erstinstanzliche Strafe zu tief angesetzt war, übersteige und daher eine um drei Monate geringere Strafe ausgefällt werde. Schliesslich geht aus dem angefochtenen Entscheid auch hervor, dass die lange verstrichene Zeit seit der Tat (Art. 64 zweitletzter Absatz StGB) deutlich strafmildernd berücksichtigt wird und die Strafe auch wegen Verletzung des Beschleunigungsgebots eine Reduktion erfährt. Gesamthaft betrachtet erscheint damit die Strafzumessung nachvollziehbar, und es kann nicht von einer unzureichenden Begründung gesprochen werden.