Citation: 5A_685/2022 E. 3.2.2

3.2.2. Der Beschwerdeführer vermöge nicht aufzuzeigen und es sei auch nicht ersichtlich, inwiefern sich ernsthafte Einwände gegen die Schlüssigkeit der gutachterlichen Darstellung aufdrängten und eine davon abweichende Würdigung durch das Gericht angezeigt wäre. Vielmehr stimmten die gutachterlichen Ausführungen mit den Akten und den unmittelbaren Eindrücken des Bezirksgerichts überein. Den gutachterlichen Empfehlungen und dem Bezirksgericht folgend könne auch nicht auf den vom Sohn geäusserten Wunsch, beim Beschwerdeführer zu wohnen, abgestellt werden. Der Sohn sei einer Beeinflussung durch den Beschwerdeführer ausgesetzt, was seinen Loyalitätskonflikt intensiviere. Insgesamt ergebe sich, dass der Beschwerdeführer dem Gutachten einfach seine Sicht der Dinge entgegenhalte. Er zeige jedoch nicht auf, dass das Gutachten in den massgeblichen Punkten unvollständig wäre, Widersprüche aufweisen würde, nicht schlüssig oder nicht nachvollziehbar wäre. Mithin sei auf das Gutachten abzustellen, zumal sich die entscheidwesentlichen Umstände seit der Ausfällung des erstinstanzlichen Entscheids nicht geändert hätten.