Citation: 8C_770/2023 E. 5.2.1

5.2.1. Die Vorinstanz erwog zusammengefasst, aus dem bisherigen beruflichen Werdegang ergäben sich nicht ansatzweise Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer nach der erfolgten Ausbildung zum Detailhandelsfachmann EFZ am 5. August 2014 einen konkreten beruflichen Aufstieg geplant oder angestrebt hätte. Seine Zweitausbildung zum Kaufmann EFZ vom 12. August 2019 bis 31. Juli 2021 sei erst im Rahmen der beruflichen Eingliederung durch die IV-Stelle erfolgt, ohne dass er bereits vorgängig konkrete Schritte im Hinblick auf ein berufliches Weiterkommen unternommen hätte. Insoweit sei sein Vorbringen, dass er im hypothetischen Gesundheitsfall bereits vor der Unterstützung durch die IV-Stelle eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich absolviert hätte, rein spekulativ und vermöge kein höheres Valideneinkommen als dasjenige in der angestammten Tätigkeit im Detailhandel zu begründen. Seine Behauptung, er hätte an dieser Arbeit kein Interesse gehabt, widerspreche seinen echtzeitlichen Angaben, wonach ihm die Lehre als Detailhandelsfachmann sehr gefallen habe. Er habe zudem mit Blick auf den anstehenden Lehrabschluss keine konkreten beruflichen Zukunftsvorstellungen geäussert, sondern geplant, Geld zu sparen für einen Sprachaufenthalt und zu seiner neuen Partnerin zu reisen. Diesen echtzeitlichen Angaben des Beschwerdeführers sei besonderes Gewicht beizumessen. Daran ändere nichts, dass er über einen Matura-Abschluss verfüge und von 2009 bis 2012 an der Schule B.________ studiert habe. Insgesamt sei eine konkrete berufliche Weiterentwicklung im hypothetischen Gesundheitsfall nicht erstellt. Zwecks Ermittlung des Valideneinkommens für das Jahr 2017 sei daher auf den LSE-Tabellenlohn im Bereich Detailhandel im Kompetenzniveau 2 abzustellen. Auf eine betraglich exakte Berechnung des Valideneinkommens pro 2017 sei indes zu verzichten, weil die angestammte Tätigkeit im Rahmen der ab Juli 2017 wiederhergestellten 50%igen Arbeitsfähigkeit (vgl. E. 3 hiervor) das geltende medizinische Zumutbarkeitsprofil erfüllt habe und somit für beide Vergleichseinkommen auf denselben LSE-Tabellenlohn abzustellen sei. Im Jahr 2021 sei trotz der im Rahmen der IV-Eingliederungsmassnahmen erlangten Ausbildung zum Kaufmann EFZ am 31. Juli 2021 der Verdienst im Detailhandel als Valideneinkommen heranzuziehen (hierzu vgl. nachfolgend E. 4.5). Ausgehend von brutto Fr. 4'963.- pro Monat (LSE 2018, TA1_tirage_skill_level, Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Privater Sektor, Ziff. 47 Detailhandel, Kompetenzniveau 2, Männer) resultiere hochgerechnet auf das Jahr 2021 ein jährliches Valideneinkommen von Fr. 62'146.25.