Citation: 7B_858/2024 E. 2.1

2.1. Der dringende Tatverdacht eines Verbrechens (Art. 221 Abs. 1 Ingress bzw. Abs. 1bis lit. a StPO), nämlich der vorsätzlichen Tötung (Art. 111 StGB), eventualiter des Mordes (Art. 112 StGB), sei zweifellos zu bejahen. In seiner Einvernahme durch die Staatsanwaltschaft vom 1. März 2024 und auch im Rahmen der Tatrekonstruktion vom 19. März 2024 habe der Beschwerdeführer den Ablauf des fraglichen Nachmittags vom 13. Februar 2024 aus seiner Sicht ausführlich geschildert und dabei eingeräumt, seine Ehefrau "umgebracht" bzw. erwürgt zu haben, weil diese ihn angeblich, "nach einem zunächst positiv verlaufenen Gespräch, unvermittelt mit einem Messer angegriffen" habe. An dieser Sachverhaltsversion habe er auch anlässlich der mündlichen Verhandlung vor dem ZMG vom 8. Mai 2024 weiter festgehalten. Dies, nachdem er zuvor noch mehrfach - so in den Einvernahmen durch die Staatsanwaltschaft vom 14. Februar 2024 und 22. Februar 2024, in derjenigen durch die Kriminalpolizei vom 16. Februar 2024 sowie anlässlich seiner ersten Haftanhörung vor dem ZMG vom 15. Februar 2024 - behauptet habe, seine Ehefrau im gemeinsam bewohnten Haus bei der Treppe lediglich "tot aufgefunden" und sie anschliessend in der Waschküche "in Panik" zerstückelt zu haben, wobei sich der von ihm verwendete industrielle Stabmixer, welchen er angeblich "für ein Pfadiheim in Thun" beschafft habe, zufälligerweise bereits im Keller befunden habe.