Citation: 1C_183/2016 E. A

A.________ hat am Nachmittag des 9. Februar 2015 während der Fahrt in seinem Personenwagen bei der Ortsausfahrt in Kallnach in Richtung Fräschels ein Navigationsgerät oder ein Mobiltelefon dazu verwendet, um herauszufinden, wo in Fräschels eine Cousine von ihm wohnt. Er hatte die Zielwahl bereits vorgängig eingegeben. Weil die Anzeige aufgrund der Sonneneinstrahlung für ihn nicht mehr lesbar war, hat er das Gerät vom Beifahrersitz hochgehoben und zum Lenkrad gehalten. Dabei wurde er von Polizisten beobachtet, welche im Anzeigerapport vom 13. Februar 2015 ausführten, A.________ habe sein Mobiltelefon auf Höhe des Lenkrades vor sich in der rechten Hand gehalten, während der Blick auf das Mobiltelefon gerichtet gewesen sei. Gestützt auf diesen Anzeigerapport auferlegte ihm die Staatsanwaltschaft des Kantons Bern mit Strafbefehl vom 10. März 2015 eine Busse von Fr. 150.-- wegen einfacher Verletzung der Verkehrsregeln, weil er als Lenker eines Personenwagens mit dem Blick auf das Mobiltelefon eine Verrichtung vorgenommen habe, welche die Bedienung des Fahrzeugs erschwere. Gegen diesen Strafbefehl erhob A.________ Einsprache, worauf die Kommission für Administrativmassnahmen im Strassenverkehr des Kantons Freiburg (KAM) ein Administrativverfahren eröffnete. Am 17. September 2015 verurteilte ihn das Regionalgericht Berner Jura-Seeland wegen einfacher Verkehrsverletzung infolge Vornehmens einer Verrichtung, welche die Bedienung des Fahrzeugs erschwert, zu einer Übertretungsbusse von Fr. 100.--. Eine schriftliche Begründung des Urteils wurde nicht verlangt.