Citation: 5A_992/2019 E. 4.2.2

4.2.2. 4.2.2.1. Inhaltlich zieht der Beschwerdeführer zunächst den Aufwand, der dem Konkursamt entstehen soll, in Zweifel. Er macht geltend, es lasse sich nicht begründen, dass der Arbeitsaufwand beim Versand wesentlich höher sein soll als bei der Einsicht vor Ort. Der Arbeitsaufwand sei nicht glaubwürdig. Damit stellt er jedoch bloss in appellatorischer Weise seine Sicht der Dinge dar. Dass dem Konkursamt gewisse Aufwände bei beiden Arten der Einsicht anfallen mögen, belegt nicht, dass der Versand für das Konkursamt nicht dennoch insgesamt aufwendiger ist, etwa durch das zusätzlich anfallende Verpacken und den Transport zur Post. Der Beschwerdeführer macht sodann geltend, es sei nicht ungewöhnlich, dass in komplexen Fällen auch umfangreiche Akten postalisch versandt werden. Wie bereits gesagt (oben E. 4.1), hat es damit sein Bewenden, dass der Beschwerdeführer keinen unbedingten Anspruch auf Zusendung der Akten an seinen Rechtsvertreter hat. Dass das Konkursamt in anderen, aber vergleichbaren Fällen umfangreiche Originalakten zu verschicken pflegt, macht der Beschwerdeführer nicht geltend. Des Weiteren bringt er vor, die Akten der C.________ SA seien sowieso auf Veranlassung des Konkursamts versandt worden, womit eine Zustellung an den Rechtsvertreter ohne Zusatzaufwand möglich gewesen wäre. Hintergrund des Vorbringens ist der Umstand, dass sich die Akten der C.________ SA zum Zeitpunkt des Akteneinsichtsgesuchs bei der ausseramtlichen Konkursverwaltung D.________ AG in Chur befanden, danach vom Konkursamt aber zurückverlangt wurden. Der Beschwerdeführer zielt wohl darauf ab, dass das Konkursamt die D.________ AG hätte anweisen sollen, die Akten an seinen Rechtsvertreter zu senden. Zum Zeitpunkt der Vernehmlassung des Konkursamts vom 12. September 2019 war die Rücksendung der Akten an das Konkursamt bereits in die Wege geleitet. Die Möglichkeit eines Versands der Akten durch die D.________ AG an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers dürfte damit zum Zeitpunkt des kantonsgerichtlichen Entscheids bereits obsolet und die Frage nach der Opportunität eines solchen Vorgehens hypothetisch geworden sein. Das Kantonsgericht brauchte demnach darauf nicht einzugehen. Der Beschwerdeführer bezweifelt schliesslich, dass im Hinblick auf die weiteren Akten (Konkursverfahren A.________ und B.________ GmbH) ein erheblicher Zusatzaufwand anfällt. Dabei handelt es sich nur um Mutmassungen. Sachverhaltsfeststellungen über den Umfang dieser weiteren Akten fehlen im angefochtenen Entscheid, was vom Beschwerdeführer jedoch nicht gerügt wird. 4.2.2.2. Der Beschwerdeführer bringt sodann vor, das Kantonsgericht habe den ihm (bzw. seinem Rechtsvertreter) entstehenden Aufwand nicht in die Abwägung einbezogen und sei damit in Willkür verfallen. Eine rechtsgenügliche Einsicht werde durch den enormen Aufwand für Reise, Unterkunft und die Arbeit des Rechtsvertreters, die er prospektiv und auf Vorrat leisten müsse, torpediert. Die Reise dauere sieben Stunden und er müsste mehrere Tage vor Ort verbringen. Durch die Zustellung könne auch eine Verkürzung des Verfahrens erreicht werden. Wie bereits gesagt (oben E. 4.2.1), legt der Beschwerdeführer nicht rechtsgenüglich dar, dass er all dies vor Kantonsgericht bereits vorgebracht hat. Die Angaben zu seinem Aufwand - insbesondere zur benötigten Zeit für die Sichtung - stellen unbelegte Mutmassungen dar. Durch die Wahl eines Rechtsanwalts, der nicht vor Ort ansässig ist, hat der Beschwerdeführer in Kauf genommen, dass sein Rechtsvertreter unter Umständen lange Anreisewege hat und allenfalls Übernachtungen vor Ort nötig werden. 4.2.2.3. Insgesamt kann damit dem Kantonsgericht nicht vorgeworfen werden, sein Ermessen bei der Prüfung der Frage, ob der Versand der Akten dem Konkursamt zumutbar ist, rechtsfehlerhaft ausgeübt zu haben.