Citation: 6B_460/2020 E. 8.4.2

8.4.2. Keine Verletzung von Bundesrecht ist auch ersichtlich, soweit der Beschwerdeführer eine Verletzung des Gleichbehandlungsgebots in Bezug auf die Würdigung der Tat- und Täterkomponenten durch die Vorinstanz rügt. Nach der Rechtsprechung führen der Grundsatz der Individualisierung und der dem Sachgericht vom Gesetz bei der Strafzumessung eingeräumte weite Ermessensspielraum notwendigerweise zu einer gewissen, vom Gesetzgeber in Kauf genommenen Ungleichheit. (BGE 135 IV 191 E. 3.1; vgl. auch BGE 141 IV 61 E. 6.3.2; ferner Urteil 6B_943/2020 vom 19. Januar 2021 E. 3.5; je mit Hinweisen). Im vorliegend zu beurteilenden Fall hat die Vorinstanz bei der Verschuldensbewertung der beiden Täter durchaus berücksichtigt, in welchem gegenseitigen Verhältnis die Tatbeiträge des Beschwerdeführers und des Mitangeklagten B.________ stehen. Dabei hat sie namentlich gewürdigt, dass der Beschwerdeführer bei der falschen Anschuldigung zum Nachteil von J.I.________ und I.I.________ einen grösseren Tatbeitrag geleistet hat (angefochtenes Urteil S. 259) und beim Sachverhaltskomplex "E.________ Holding AG" zwar nicht der ausführende Täter, aber als damaliger Verwaltungsratspräsident der Gesellschaft über jeden Schritt informiert gewesen ist und auch die notwendigen Dokumente und Urkunden unterzeichnet hat. Die Vorinstanz erblickt denn auch im Umstand, dass der Beschwerdeführer die Handlungen des Mitangeklagten B.________ zwar nicht initiiert, aber doch toleriert und teils befördert hat, eine äusserst verwerfliche Gesinnung (angefochtenes Urteil S. 260 f.). Dass sie bei den weiteren Delikten in diesem Komplex die Tatkomponenten nur als unwesentlich günstiger als beim Mitangeklagten B.________ einstuft, die kriminelle Energie als erheblich gewichtet und keine anderen Beweggründe als egoistische und pekuniäre Interessen erkennt (angefochtenes Urteil S. 261 f.), ist nicht zu beanstanden. In der selben Weise würdigt die Vorinstanz die Tatbeiträge des Beschwerdeführers in den weiteren Sachverhaltskomplexen. Auch hier nimmt die Vorinstanz nachvollziehbar an, der Umstand, dass er die Tathandlungen nicht selber operativ vorgenommen habe, könne ihm nicht zum Vorteil gereichen und er habe ausschliesslich aus egoistischen und pekuniären Beweggründen gehandelt (angefochtenes Urteil S. 263, 264 f., 266). Insgesamt mag zutreffen, dass der Mitangeklagte B.________ die treibende Kraft gewesen ist und der Beschwerdeführer bei einzelnen Delikten nicht der ausführende Täter war (Beschwerde S. 73), doch trägt die Vorinstanz den unterschiedlichen Rollen der beiden Mittäter angemessen Rechnung und steht die Strafzumessung in Bezug auf diese im Einklang. Dass sie insofern ihr Ermessen verletzt hätte, ist jedenfalls nicht ersichtlich. Daran ändert nichts, dass sich die Seiten 48 bis 102 des angefochtenen Urteils ausschliesslich mit dem Mitangeklagten B.________ befassen (Beschwerde S. 71), zumal dieser in verschiedenen dort abgehandelten Punkten freigesprochen bzw. das Verfahren eingestellt worden ist. Ebenfalls nicht zu beanstanden ist, dass die Vorinstanz in Bezug auf die Anlageverträge der Fürsorgekasse und der BVG-Stiftung der H.________ AG den Strafmilderungsgrund der aufrichtigen Reue (Art. 48 lit. d StGB; angefochtenes Urteil S. 235 f.; vgl. auch S. 269) nicht angewandt hat, zumal die vom Beschwerdeführer geltend gemachten, später erfolgten Rückzahlungen der Gelder nach den Feststellungen der Vorinstanz nicht aus eigenem Antrieb, sondern auf Druck des kommissarischen Verwalters der BVG-Stiftung erfolgt sind (angefochtenes Urteil S. 254, 267). Dass die Vorinstanz insofern in Willkür verfallen wäre, ist nicht ersichtlich.