Citation: 8C_230/2014 E. 6

Der Begriff des "nötigen Fachpersonals" gemäss Art. 5 Abs. 1 lit. a IFEG ist bundesrechtlich nicht näher umschrieben. Das IFEG ist ein eidgenössisches Rahmengesetz mit bundesrechtlichen Minimalvorschriften (vgl. Botschaft zur Ausführungsgesetzgebung zur Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen [NFA] vom 7. September 2005, BBl 2005 6200 ff. Ziff. 2.9.4.2.1 und 2.9.4.4). Im kantonalen IEG wird auf die Anerkennungsvoraussetzungen einer Institution gemäss Art. 5 IFEG Bezug genommen und der Vollzug des IEG und der IEV sowie der Erlass von Richtlinien werden grundsätzlich an das Kantonale Sozialamt delegiert (§ 6 IEG und § 1 IEV). Dadurch wird der anwendenden Behörde der für die Umsetzung erforderliche Ermessensspielraum eingeräumt. Wie der Beschwerdeführer vorbringt, hat sich das "nötige Fachpersonal" nach der Art der Institution sowie den Bedürfnissen der betroffenen Personen zu richten. Wohl sind - wie er geltend macht - die zur Umsetzung des IFEG erlassenen Richtlinien der Konferenz der Kantonalen Sozialdirektoren sowie des Kantonalen Sozialamts für das Gericht nicht verbindlich, sondern wenden sich an die Durchführungsstellen. Das Gericht soll Richtlinien bei seiner Entscheidung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Es soll daher nicht ohne triftigen Grund von Richtlinien abweichen, wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen. Insofern wird dem Bestreben der Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung getragen (vgl. BGE 133 V 587 E. 6.1 S. 591; 133 V 257 E. 3.2 S. 258 f. mit Hinweisen; vgl. BGE 133 II 305 E. 8.1 S. 315; Urteil 8C_75/2014 vom 16. Juli 2014 E. 6.2).