Citation: 5P.295/2000 28.09.2000 E. 4

4.- Der Beschwerdeführer wirft dem Verwaltungsgericht zudem vor, Art. 30 ZGB willkürlich angewendet zu haben. Die Bewilligung der Änderung des Familiennamens eines Kindes bedinge, dass ihm im Falle der Beibehaltung ernsthafte und konkrete Nachteile zu erwachsen drohten. Dabei sei zu berücksichtigen, dass der unterschiedliche Familienname von Mutter und Kind angesichts der gewandelten gesellschaftlichen Verhältnisse nicht mehr ohne weiteres als stigmatisierend zu betrachten sei. Das Verwaltungsgericht erblicke den wichtigen Grund für die Namensänderung allein in der vagen Vermutung, die fehlende Namenseinheit zwischen Y.________ und seiner Mutter könnte für seine gesunde und stabile Entwicklung ungünstig sein. Es sei aber nicht ersichtlich, inwiefern dies konkret der Fall sein sollte. Insbesondere leuchte nicht ein, inwiefern sein vom Namen der Mutter abweichender Familienname Y.________'s Identifikation mit der engsten Familie beeinträchtige. Vielmehr sei es im Interesse des Kindes, dass seine Herkunft nicht verschleiert werde. Die Behauptung des Beschwerdeführers, seine Kontakte zu Y.________ seien wenigstens im Verlauf des letzten Jahres intensiver geworden, können auch hier nicht gehört werden (vgl. E. 3c). Im Übrigen erschöpfen sich die Vorbringen des Beschwerdeführers in appellatorischer Kritik. Entgegen seiner Ansicht ist plausibel, dass sich ein Kind auch über seinen Namen identifiziert und es daher seine Stabilität gefährden kann, wenn es einen anderen Namen trägt als die Person, welche ihm als Mutter und als einzige wirklich gelebte familiäre Bindung am nächsten steht. Ob eine andere als die vom Verwaltungsgericht getroffene Lösung ebenfalls vertretbar oder gar vorzuziehen gewesen wäre, ist hier nicht zu prüfen. Massgebend ist einzig, ob der angefochtene Entscheid stossend und geradezu unhaltbar war; dies vermag aber der Beschwerdeführer nicht darzutun.