Citation: 5A_945/2014 E. 2.1

2.1. Das Obergericht hat ausgeführt, der Beschwerdegegner erscheine erziehungsfähig. Bei der Beschwerdeführerin bestehe hingegen der Verdacht, dass sie an psychischen Problemen leide und dadurch eine Gefahr für das Wohl der Kinder nicht ausgeschlossen werden könne (unter Hinweis auf das die Beschwerdeführerin betreffende Urteil 5A_211/2014 vom 14. Juli 2014 E. 3.5 [in: FamPra.ch 2014 S. 1104], wonach B.________ unter der Situation leide, Suizidabsichten geäussert habe und eine psychiatrische Begutachtung der Beschwerdeführerin im Interesse des Kindeswohls gerechtfertigt sei). Dass der Verdacht bisher nicht ausgeräumt werden konnte, habe sich die Beschwerdeführerin selber zuzuschreiben, da sie sich einer psychiatrischen Begutachtung beharrlich widersetzt habe. Das Gutachten sei nicht abzuwarten, da im Eheschutzverfahren möglichst rasch eine optimale Situation für das Kind zu schaffen sei. Bereits bei gegebener Aktenlage sei ihre Erziehungsfähigkeit gegenüber dem Beschwerdegegner deutlich eingeschränkt: Sie habe die Probleme von B.________ stets bagatellisiert und bestreite suizidale Äusserungen nach wie vor. Dieses Verhalten laufe dem Kindeswohl diametral zuwider und sei mit ihrem Hinweis auf den "kulturellen Faktor" nicht zu rechtfertigen. Sodann habe sich das Betreuungskonzept des Beschwerdegegners mit Tagesmutter, Mittagstisch und Home Office bewährt, die Kinder seien bereits früher teilweise fremdbetreut worden und jedenfalls der 16-jährige B.________ benötige keine ständige Betreuung mehr. B.________ habe sich zudem dafür ausgesprochen, beim Vater leben zu wollen. Geschwister seien nach Möglichkeit nicht zu trennen. C.________ sei für den massiv unter den familiären Problemen leidenden B.________ die zentrale Bezugsperson und eine wichtige Stütze, so dass eine Trennung kategorisch auszuschliessen sei.