Citation: 5A_156/2022 E. 2.3.2

2.3.2. Im Hinblick auf das Konto F.________ hat das Obergericht erwogen, zum Zeitpunkt der Kündigung des Vermögensverwaltungsvertrags (14. Mai 2012) habe der Vermögensstand des Portfolios EUR 699'983.43 betragen, davon liquide Mittel EUR 24'257.10. Gemäss "Verification advice" habe der Vermögensstand per 28. August 2012 noch EUR 301'643.32 betragen. Zwar habe die Beschwerdeführerin auch diesen "Verification advice" als gefälscht und die Transaktionen als nicht von ihr genehmigt bezeichnet, doch habe sie den Vermögensstand nicht in Abrede gestellt. In der Berufung habe sie ausgeführt, am Ende der Vertragsbeziehung seien nur noch EUR 73'299.67 auf dem Konto F.________ gewesen. Was mit diesen Mitteln geschehen sei, habe sie nicht näher erläutert. Auf das am 8. April 2014 eröffnete Konto der Beschwerdeführerin bei der K.________ - laut Angabe der Beschwerdeführerin ihr damals erstes und einziges Konto - seien sie (wie auch die Mittel aus dem Konto I.________) bis zum 6. Mai 2017 nicht überwiesen worden. Folglich könne auch diesbezüglich nicht davon ausgegangen werden, dass sie nicht mehr vorhanden seien und nicht für Prozesszwecke verwendet werden könnten. Die zuletzt auf den Konti I.________ und F.________ ausgewiesenen Barmittel beliefen sich auf EUR 223'795.--, womit das Berufungsverfahren mühelos finanziert werden könne.