Citation: 2C_856/2018 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz ist der Auffassung, dass diese Rechtsprechung (vgl. E. 4.2 hiervor) auf den vorliegenden Fall nicht anwendbar sei. Der Grund für die Zulassung eines neuen Familiennachzugsgesuchs nach einem Statuswechsel bestehe nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung primär darin, dass sich eine ausländische Person mit Aufenthaltsbewilligung in der paradoxen Situation befinde, aufgrund der Fristenregelung (Art. 47 AIG) ein Nachzugsgesuch stellen zu müssen, ohne über einen entsprechenden Anspruch zu verfügen (Art. 44 AIG), gleichzeitig aber mit dem Stellen des Nachzugsgesuchs Gefahr laufe, dass auf ein späteres Gesuch in einer allfälligen Anspruchssituation (Art. 43 AIG) nicht mehr eingetreten werde, weil keine wesentliche Änderung der Umstände vorliege. Diese Härte solle durch die Zulassung eines neuen Nachzugsgesuchs vermieden werden. In der vom Bundesgericht teleologisch vorausgesetzten Dilemmasituation habe sich der Beschwerdeführer nie befunden. Zwischen der Anerkennung seiner Kinder am 24. Dezember 2009 und der Nichtigerklärung seiner erleichterten Einbürgerung am 1. Oktober 2010 habe er nämlich schon einmal einen Anspruch auf den Nachzug seiner Kinder gehabt. Die Möglichkeit zum Nachzug seiner Kinder habe er ungenutzt verstreichen lassen. Seine Auffassung, wonach er aufgrund des (erneuten) Statuswechsels im Jahr 2017 einen (verfassungsrechtlichen) Anspruch habe, dass sein Gesuch materiell geprüft werde, widerspreche dem Sinn und Zweck der bundesgerichtlichen Rechtsprechung.