Citation: 2C_714/2020 E. 4.2.5

4.2.5. Es ergibt sich, dass sich der Beschwerdeführer 1 im Zeitpunkt der Einreichung seines Familiennachzugsgesuchs, im Oktober 2018, seit höchstens anderthalb Jahren wohl verhielt, ohne unter dem Druck des Strafverfahrens oder des Strafvollzugs zu stehen. Dieser Zeitraum erscheint indessen als zu kurz, um anzunehmen, dass er sich während einer angemessenen Dauer im Ausland bewährt bzw. klaglos verhalten habe (vgl. E. 3.3 und 3.5 hiervor). Auch kann derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass der Beschwerdeführer 1 weiter delinquieren könnte: Wie bereits ausgeführt, sind bei schweren Straftaten (i.c. Drogendelikte aus finanziellen Gründen) hohe Anforderungen an das Fehlen eines Rückfallrisikos zu stellen (vgl. E. 3.4 hiervor). Angesichts der erneuten Straffälligkeit des Beschwerdeführers in seiner Heimat und des Umstandes, dass er keine hinreichenden Integrationsbemühungen dartun konnte, durfte die Vorinstanz - ohne Bundesrecht zu verletzen - zum Schluss gelangen, dass im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils nach wie vor ein hohes öffentliches Interesse an seiner Fernhaltung bestand und eine Neubeurteilung seiner Bewilligungssituation nicht angezeigt erschien.