Citation: 5C.7/2001 20.07.2001 E. 5

5. Aufl. 1995, S. 201 ff. und 219 f.; Brehm, Berner Kommentar, N 197 zu Art. 41 OR). e) Der Kläger macht weiter geltend, seine Mutter hätte sich gemäss BGE 122 IV 133 (insbes. E. 2a S. 136) fahrend vortasten und dann bei fehlendem Verkehr über das Bahngeleise in die Strasse einbiegen dürfen. Das Obergericht hat verbindlich festgestellt, dass jeder an der Unfallstelle einbiegende Automobilist wegen der hohen, mit Sträuchern und Gras bewachsenen Böschung nur sicher sein kann, dass kein Zug von links herannaht, wenn er vor dem Wegfahren zuerst an die Bahnschienen herantritt und von dort Ausschau hält. Demnach ist in tatsächlicher Hinsicht ausgeschlossen, dass sich die Verunfallte ohne Gefährdung des Verkehrs und von sich selbst hätte vortasten können. Die Beklagte wendet überzeugend ein, dass das zitierte Präjudiz eine Kollision zweier Strassenfahrzeuge auf Pneus betraf, die anders als ein Schienenfahrzeug ausweichen und schneller bremsen können als dieses (vgl. BGE 96 IV 133 E. 1 S. 135).