Citation: U 275/03 07.06.2004 E. 2

Streitig ist, ob die geklagten Beschwerden Folge des Unfalles von November 2001 sind oder ob ein status quo sine vorliegt. Unbestritten ist dagegen, dass der Versicherte bereits vor dem Unfall eine erhebliche Haltungsstörung der HWS bei schwerer Missbildung aufgewiesen hat. 2.1 Die Vorinstanz stellt auf die Einschätzungen der Klinik B.________ sowie des SUVA-Arztes Dr. med. W.________ ab und geht davon aus, dass im Oktober 2001 der status quo sine eingetreten sei. Der Beschwerdeführer ist demgegenüber der Auffassung, das Vorliegen des status quo sine sei nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, insbesondere sei weder dem Bericht der Klinik B.________ noch den Berichten der SUVA-Ärzte Dres. med. W.________ und E.________ eine diesbezügliche Begründung zu entnehmen. 2.2 Im Austrittsbericht vom 29. Juni 2001 stellt die Klinik B.________ fest, dass keine Unfallfolgen mehr "nachweisbar" seien, und empfiehlt daher den Fallabschluss mit Überprüfung der Rentenfrage, wobei "unfallbedingt" leichte bis mittelschwere Tätigkeiten ganztags zumutbar seien. Da die Klinik B.________ zwar einerseits davon ausgeht, dass keine Unfallfolgen mehr vorliegen, andererseits aber eine unfallbedingte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit annimmt, liegt ein innerer Widerspruch in der ärztlichen Beurteilung vor, so dass mangels Schlüssigkeit nicht entscheidwesentlich darauf abgestellt werden kann (vgl. BGE 125 V 352 Erw. 3a). Damit kann aber auch nicht die Einschätzung des SUVA-Arztes Dr. med. W.________ vom 2. Oktober 2001 massgebend sein; denn dieser Arzt stützt sich für die Verneinung der Unfallfolgen auf die Ausführungen der Klinik B.________ und führt keine eigene Begründung für das Erreichen des status quo sine an. Ebenso wenig kann entscheidwesentlich auf die Einschätzung des Aktenberichts des SUVA-Arztes Dr. med. E.________ vom 8. Mai 2002 abgestellt werden: Denn dieser Arzt erklärt nicht, weshalb keine relevanten unfallbedingten Auswirkungen mehr vorliegen oder weshalb sich der krankhafte Vorzustand nunmehr dahin auswirke, dass die von der Klinik B.________ angeführte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (nur leichte bis mittelschwere Tätigkeiten) auch ohne Unfall bestehen würde. Im Bericht vom 27. Januar 2002 verneint der Hausarzt Dr. med. G.________ zwar das Erreichen eines status quo sine, wobei er aber letztlich nur die unzulässige Begründung "post hoc ergo propter hoc" anführt, so dass dieser Meinung ebenfalls nicht entscheidende Bedeutung zukommen kann. Schliesslich kann der Entscheid über das Erreichen des status quo sine auch nicht mit dem Bericht der Rehaklinik Rheinfelden vom 30. September 2002 begründet werden, denn es ist - wie die Vorinstanz zu Recht festhält - nicht klar, ob dieser Bericht in Kenntnis der Vorakten (vgl. BGE 125 V 352 Erw. 3a) abgegeben worden ist. Weiter wird in diesem Bericht auf der einen Seite zwar - primär gestützt auf die Angaben des Beschwerdeführers über seine bisherigen Tätigkeiten - das Vorliegen eines Kausalzusammenhangs zwischen den geklagten Beschwerden und dem Unfall von November 2001 bejaht, während auf der anderen Seite ein erneuter Rehabilitationsaufenthalt gerade auch deshalb empfohlen wird, damit zur Unfallkausalität Stellung genommen werden kann. 2.3 Da für die Beantwortung der Frage des Erreichens des status quo sine nicht entscheidend auf die in den Akten liegenden Arztberichte abgestellt werden kann, ist der Sachverhalt nicht genügend abgeklärt worden (Untersuchungsgrundsatz; BGE 125 V 195 Erw. 2), so dass die Beweislastregeln (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. Erw. 3b) vorerst nicht zum Tragen kommen. Die SUVA wird deshalb die notwendigen Abklärungen vorzunehmen (z.B. Nachfrage bei der Klinik B.________) und anschliessend neu zu verfügen haben, im Falle der Bejahung der Unfallursächlichkeit auch unter Berücksichtigung der adäquaten Kausalität (BGE 117 V 359).