Citation: 2C_207/2014 E. 2.3

2.3. Art. 51 AuG lässt bei Rechtsmissbrauch nur den Anspruch auf Bewilligungserteilung oder -verlängerung erlöschen, nicht eine bestehende Bewilligung. Indessen liegt bei Eingehen einer Scheinehe ohne Weiteres der Widerrufsgrund von Art. 62 lit. a AuG vor, hat doch der Ausländer diesfalls die Bewilligung nur darum erhalten, weil er im Bewilligungsverfahren falsche Angaben gemacht oder wesentliche Tatsachen verschwiegen hat (Vortäuschen des Bestehens einer Anspruch verschaffenden Ehegemeinschaft). Der Beschwerdeführer anerkennt das Vorliegen des gesetzlichen Widerrufsgrunds von Art. 62 lit. a AuG, macht aber geltend, der Bewilligungswiderruf halte der auch bei Vorliegen eines Widerrufsgrunds grundsätzlich erforderlichen Verhältnismässigkeitsprüfung nicht stand. Der Beschwerdeführer reiste im Frühjahr 2008 im Alter von 21 Jahren zu Ausbildungszwecken in die Schweiz ein. Seit Frühjahr 2011 beruht seine Anwesenheit auf der Irreführung der Behörden. Das öffentliche Interesse am Widerruf einer dergestalt erschlichenen Bewilligung ist grundsätzlich gross. Das Verwaltungsgericht und zuvor die Sicherheitsdirektion haben dargelegt, dass und warum die Vorbringen des Beschwerdeführers nicht genügten, um bei dieser Ausgangslage das Interesse an der Aufrechterhaltung der Bewilligung als überwiegend zu werten. Der Beschwerdeführer nimmt einzig zum Teil-Aspekt der qualifizierten Arbeitskraft im Sinne von Art. 23 AuG Stellung, zu dem sich das Verwaltungsgericht in E. 4 seines Urteils primär unter dem Gesichtswinkel der Erteilung einer ermessensweisen Aufenthaltsbewilligung geäussert hat. Dabei befasst er sich allerdings weder mit der vom Verwaltungsgericht vorgenommenen Würdigung der schriftlichen Erklärung seiner Arbeitgeberin vom 27. November 2013 noch mit dem Vorhalt, diese habe sich um dessen Zulassung zur unselbstständigen Tätigkeit gestützt auf Art. 18 ff. AuG bemüht. Es bleibt unerfindlich, welche wesentlichen Tatsachen, die für die Belange von Art. 23 AuG von Bedeutung wären, vom Verwaltungsgericht in ermessensmissbräuchlicher bzw. willkürlicher Weise ungenügend berücksichtigt worden wären, wie dies der Beschwerdeführer behauptet. Die von den kantonalen Behörden vorgenommene Interessenabwägung, wofür auf E. 3.3 und 4 des vorinstanzlichen Urteils sowie auf E. 3f des Rekursentscheids der Sicherheitsdirektion verwiesen werden kann (Art. 109 Abs. 3 BGG), ist in keinerlei Hinsicht zu beanstanden.