Citation: 8C_411/2020 E. 4.1

4.1. Was der Beschwerdeführer dagegen einwendet, verfängt nicht. Die Vorinstanz gelangte nach eingehender Würdigung der medizinischen Aktenlage mit überzeugender Begründung zum Ergebnis, dass die Darlegungen der behandelnden Ärzte, insbesondere diejenigen des PD Dr. med. G.________, keine auch nur geringen Zweifel an der versicherungsinternen Beurteilung des Kreisarztes Dr. med. E.________ zu begründen vermögen. Nicht stichhaltig ist namentlich der Einwand des Beschwerdeführers, das kantonale Gericht sei unzutreffenderweise von einer im Mai 2018 bildgebend festgestellten AC-Gelenksarthrose und fehlenden strukturellen Verletzungen ausgegangen. Der MRI-Befund vom 2. Mai 2018 ergab gemäss Dr. med. I.________, Fachärztin FMH für Radiologie und Neuroradiologie, u.a. ein leichtes Knochenmarksödem und Osteophyten des AC-Gelenks, ein leichtes Kapselödem des AC-Gelenks und eine Spur von Flüssigkeit in der Bursa subacromialis/subdeltoidea sowie intakte CC-Ligamente. Sie beurteilte den Befund als aktivierte AC-Gelenksarthrose und leichte Bursitis subacromialis/subdeltoidea ohne Anhalt für eine Rotatorenmanschettenruptur oder Ruptur der langen Bizepssehne. Ihre Einschätzung wurde von keinem der involvierten Ärzte in Frage gestellt. PD Dr. med. G.________ hielt seinerseits im Sprechstundenbericht vom 31. Mai 2019 den bildgebenden Nachweis einer deutlichen Signalalteration im Bereich des rechten AC-Gelenks und einer subacromialen Bursitis anlässlich der ersten MRI-Untersuchung fest. Im Einklang mit Dr. med. E.________ vertrat der erstbehandelnde Dr. med. C.________ im Bericht vom 1. April 2019 die Ansicht, dass die AC-Gelenksarthrose keine unfallkausale Pathologie darstelle, allerdings könne die Aktivierung einer Arthrose traumabedingt sein. Nicht auszumachen ist die dem kantonalen Gericht in diesem Zusammenhang in der Beschwerde vorgeworfene Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV). Zwar trifft es zu, dass es nicht näher auf die im Schreiben vom 30. Oktober 2019 geäusserte Meinung des PD Dr. med. G.________ einging, wonach es unzulässig sei, die Signalveränderungen im MRI des AC-Gelenks als pathognomonisch für eine beginnende AC-Gelenksarthrose zu bezeichnen (kreisärztliche Beurteilung vom 10. Oktober 2019). Das kantonale Gericht war jedoch nicht gehalten, sich mit jedem einzelnen Parteistandpunkt einlässlich auseinanderzusetzen und diesen zu widerlegen, sondern es reicht, wenn es sich auf die wesentlichen Punkte beschränkt und dem Entscheid insgesamt entnommen werden kann, von welchen Überlegungen sich das Gericht hat leiten lassen (BGE 136 I 184 E. 2.2.1 S. 188; 229 E. 5.2 S. 236). Diesen Anforderungen der Rechtsprechung genügt der vorinstanzliche Entscheid ohne Weiteres. Den Ausführungen des PD Dr. med. G.________ vom 30. Oktober 2019 lässt sich überdies nicht entnehmen, weshalb die kreisärztliche Einschätzung des zeitnah durchgeführten MRI des rechten Schultergelenks als pathognomonisch für eine beginnende AC-Gelenksarthrose unzulässig sein soll, dies umso weniger, als sie sich im Übrigen mit derjenigen von Dr. med. I.________ deckt. Fehl geht damit auch die Behauptung des Beschwerdeführers, das MRI vom 2. Mai 2018 habe dannzumal erst einen einzigen Osteophyten am AC-Gelenk gezeigt, sodass die Feststellung der Vorinstanz von im Mai 2018 bestehenden degenerativen Veränderungen in fortgeschrittener Form widerlegt sei. Unabhängig von der Frage, ob der MRI-Befund vom Mai 2018 eine beginnende oder eine fortgeschrittene AC-Gelenksarthrose zeigt, legte Dr. med. E.________ schlüssig dar, dass das gemeldete Ereignis diese Pathologien nicht innert eines Monats herbeiführen könne (ärztliche Beurteilungen vom 10. Mai und 10. Oktober 2019). So führte er am 10. Mai 2019 übereinstimmend mit der übrigen Aktenlage aus, dass bildgebend 30 Tage nach dem Ereignis keine Pathologie habe dargestellt werden können, die auf eine direkte oder indirekte Prellung oder Zerrung einer Struktur des Schultergelenks hingewiesen habe. Es seien keine Traumafolgen der Muskulatur, der Sehnen, des Unterhautbindegewebes oder der Knochen als Hinweis auf das Ereignis festgestellt worden.