Citation: 1C_400/2022 E. 6.5.3

6.5.3. Inwiefern die Vorinstanz mit diesem Schluss in Willkür verfallen wäre, ist nicht ersichtlich. Dies ergibt sich auch ohne Weiteres aus dem Umstand, dass es der Beschwerdegegnerin in der Folge mit der ersten Projektänderung problemlos möglich war, die Auflage unter Einhaltung der baurechtlichen Vorschriften umzusetzen. Das Gebäude wurde u.a. zur Einhaltung der Gebäudehöhe um 15 cm tiefer gesetzt und das Schrägdach um 2.78 m über den Flachdachvorbau im Attika verlängert. Ebenso ist es nur schwer vorstellbar, wie solch untergeordnete Anpassungen des Dachs die gestalterische Einordnung des Bauprojekts grundlegend verändern und einer rechtmässigen Umsetzung der Auflage im Weg stehen sollten. Wie später aufzuzeigen ist, erfüllt auch das geänderte Bauprojekt die ästhetischen Anforderungen ohne Weiteres (hinten E. 7.3). Die Grenze von § 321 Abs. 1 PBG/ZH liegt dort, wo die Korrektur der Verstösse derart einschneidende Veränderungen bzw. konzeptionelle Überarbeitung bedingt, dass das Projekt seine Identität völlig verliert. Unzulässig wäre die Korrektur einer Überschreitung der Gebäudehöhe, welche sogar zum Verzicht auf ein Geschoss führen könnte. Es darf nicht offenbleiben, welche baulichen Änderungen zum Inhalt der Nebenbestimmung gemacht werden (FRITZSCHE/BÖSCH/WIPF/KUNZ, a.a.O., S. 437 mit weiteren Ausführungen). Solche Änderungen wurden nicht auferlegt.