Citation: 2C_480/2014 E. 5.1.3

5.1.3. Nachdem die Beschwerdeführerin dem Migrationsamt ausdrücklich mitgeteilt hatte, sie besitze keine weiteren Unterlagen, und auch in den beiden Beschwerdeverfahren keine weiteren Nachweise ehelicher Gewalt vorlegen konnte, durfte die Vorinstanz in antizipierter Beweiswürdigung davon ausgehen, dass sich weitere Abklärungen erübrigen. Auf eine Befragung der Beschwerdeführerin und B.________ als Zeugen durfte sie aus dem gleichen Grund verzichten (zur antizipierten Beweiswürdigung vgl. BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236; 134 I 140 E. 5.3). Mit dem Arztzeugnis vom 7. März 2011 und dem zugehörigen Arbeitsunfähigkeitsattest ist nicht erstellt, dass D.________ der Beschwerdeführerin die Hämatome zugefügt hat. Zudem liegt weder eine Strafanzeige vor, noch gibt es sonstige Anhaltspunkte, welche auf Misshandlungen seitens des Ehemannes deuten würden. Der Beschwerdeführerin ist es nicht gelungen, eheliche Gewalt im Sinn von Art. 50 Abs. 2 AuG glaubhaft zu machen.