Citation: 4A_93/2020 E. 3.1

3.1. Die Beschwerdeführerin bringt vor, sie habe sich im Schiedsverfahren stets auf den Standpunkt gestellt, beim zwischen den Parteien abgeschlossenen Vertrag handle es sich um einen Marketing-Vertrag. Dieser Vertrag regle die Bedingungen, unter welchen die Beschwerdegegnerin für die Beschwerdeführerin den Verkauf von Manganerz an Endkunden organisieren solle und dabei eine Kommissionsgebühr erhalte. Ziff. 7.2 des Vertrages, der insbesondere die Zahlung einer Kommission von 3.1% auf den endgültigen Verkaufspreis an die Beschwerdegegnerin sowie das Erfordernis der Zustimmung der Beschwerdeführerin für den Verkauf des Rohstoffes vorsehe, sei dabei für den Entscheid von wesentlicher Bedeutung. Während des ganzen Schiedsverfahrens habe sich die Beschwerdeführerin auf diese Vertragsklausel gestützt. Dabei habe sie betont, dass der Vertrag als Marketing-Vertrag zu qualifizieren sei. Der Einzelschiedsrichter habe jedoch ihre diesbezüglichen Argumente und Vorbringen unberücksichtigt gelassen. Er sei davon ausgegangen, dass es sich beim Vertrag um einen Kaufvertrag handle, ohne sich mit der vereinbarten Kommissionsgebühr auseinanderzusetzen. Aus Sicht der Beschwerdeführerin sei ohne eine diesbezügliche Auseinandersetzung eine Beurteilung der Streitigkeit unmöglich.