Citation: U 450/06 04.10.2007 E. A

Der 1976 geborene G.________ war bei der Firma H.________ AG als Bauarbeiter tätig, als er sich im August 1999 bei einem Unfall an der rechten Schulter eine laterale Clavikulafraktur zuzog, ohne indessen die Arbeit auszusetzen oder eine ärztliche Behandlung zu beanspruchen. Der in Fehlstellung verheilte Bruch verursachte ab Juli 2001 ausgeprägte Schmerzen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit, so dass die Schweizerische Unfallversicherung (SUVA), bei welcher G.________ über die Bauunternehmung unter anderem gegen Berufsunfälle versichert war, anstehende Heilungskosten übernahm und Taggelder ausrichtete. Am 4. Oktober 2001 wurde eine diagnostische Arthroskopie mit subakromialer Bursektomie durchgeführt, später - am 2. August 2002 - eine offene laterale Clavikularesektion. In der Folge erachteten die Ärzte körperlich schwere Arbeiten, wie sie G.________ in der bisherigen Tätigkeit als Bauarbeiter auszuführen hatte, als mit den verbliebenen Beschwerden unvereinbar, körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten mit nur seltenen Überkopfarbeiten in einem Vollzeitpensum dagegen als möglich (Berichte vom Hausarzt Dr. med. F.________, Allgemeinmediziner FMH, vom 8. November 2002 und von Dr. med. N.________ und cand. med. S.________, Orthopädische Universitätsklinik X.________, vom 10. Februar und 8. April 2003). Nachdem die Baufirma das Arbeitsverhältnis auf den 22. Juni 2003 aufgelöst hatte, unternahm G.________ tags darauf bei der Firma A.________ AG, einen von der SUVA begleiteten Wiedereingliederungsversuch als Monteur von Sanitäranschlussmöglichkeiten. Im Anschluss an die Untersuchung vom 25. Juli 2003 präzisierte der SUVA-Kreisarzt Dr. med. W.________, Facharzt für Chirurgie FMH, das medizinische Zumutbarkeitsprofil von G.________ näher mit maximaler Belastung bis knapp Schulterhöhe von 20 kg, oberhalb vereinzelt von 10 bis 15 kg, und leichter Einschränkung bei repetitiver Zug- und Stossbelastung. In der aktuell ausgeübten Tätigkeit im Bereich Sanitär/Konstruktion erachtete der Kreisarzt G.________ als zu 100 % arbeitsfähig unter der Bedingung, dass keine Manipulationen an vollständig zusammengesetzten (schweren) Sanitärrahmen auszuführen seien. Wegen fehlender Erheblichkeit der Belastungsintoleranz der rechten Schulter ohne Bewegungseinschränkung bei belastungsabhängigen Schmerzen verneinte Dr. med. W.________ eine zu einer Entschädigung berechtigende Integritätseinschränkung. Ab dem 6. August 2003 reduzierte G.________ die Tätigkeit bei der Firma A.________ AG um 50 % mit dem Hinweis auf belastungsabhängige Schmerzen. Der Hausarzt, Dr. med. F.________, bestätigte in der Folge eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % und überwies G.________ an PD Dr. med. C.________, Orthopädische Universitätsklinik X.________. Am 11. September 2003 beendigte die Firma A.________ AG das Arbeitsverhältnis. PD Dr. med. C.________ berichtete am 5. November 2003 zusammen mit Dr. med. J.________ über die Ergebnisse der am 29. Oktober 2003 erfolgten Untersuchungen. Sie schlossen sich der Einschätzung von Dr. med. F.________ zur Arbeitsfähigkeit an und empfahlen ein Vermeiden von Arbeiten über Kopfhöhe sowie Heben und Tragen von Lasten über 10 kg und repetitiven Bewegungen des rechten Armes. Eine weitere kreisärztliche Untersuchung fand durch Dr. med. W.________ am 11. August 2004 statt mit dem Ergebnis, dass sich an der Einschätzung der zumutbaren Restarbeitsfähigkeit vom 25. Juli 2003 nicht geändert habe. Mit Verfügung vom 8. Dezember 2004 verneinte die SUVA Ansprüche auf eine Invalidenrente und Integritätsentschädigung. Daran hielt sie nach Kenntnisnahme der Akten der Invalidenversicherung mit Einspracheentscheid vom 17. Juni 2005 fest.