Citation: 5P.331/2005 01.12.2005 E. 5

Von vornherein ins Leere stösst die Rüge der willkürlichen Verletzung des Verbots der reformatio in peius: Dieser Verfahrensgrundsatz besagt, dass der angefochtene Entscheid nicht zu Ungunsten des Rechtsmittelklägers abgeändert werden darf, dieser mit andern Worten (in dem für ihn ungünstigsten Fall) durch den Rechtsmittelentscheid nicht schlechter gestellt werden darf als durch die angefochtene Entscheidung (Max Guldener, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 3. Auflage, S. 497; Oscar Vogel/Karl Spühler, Grundriss des Zivilprozessrechts, 8. Auflage, 13. Kapitel Rz. 65, S. 373). Abgesehen davon, dass durch eine Missachtung des Verschlechterungsverbots mithin nur der Rechtsmittelkläger beschwert sein kann und bezüglich des angefochtenen Obergerichtsentscheids daher einzig die Beschwerdegegnerin befugt gewesen wäre, einen Verstoss dieser Art zu rügen, liegt ein solcher Mangel nach dem oben (E. 4.2) Ausgeführten hier gerade nicht vor.