Citation: 1C_28/2021 E. 6.1

6.1. Die Vorinstanz nahm wie erwähnt an, die Beschwerdeführerin sei so zu behandeln, wie wenn sie die untere Stützmauer auf ihrer eigenen Parzelle oder auf der Parzellengrenze errichtet oder erhöht hätte (siehe dazu hiervor E. 5.4). Ob diese Annahme zutrifft, kann hier dahingestellt bleiben. Denn wie im Folgenden ersichtlich wird, erscheint die Vorgehensweise der Vorinstanz selbst dann nicht als bundesrechtskonform, wenn die Beschwerdeführerin so zu behandeln wäre, wie wenn sie auf ihrer eigenen Parzelle oder auf der Parzellengrenze die untere Stützmauer errichtet oder zumindest um zwei weitere Steinreihen erhöht hätte. Zu klären ist im Folgenden zunächst, ob die Vorinstanz in bundesrechtskonformer Weise angenommen hat, beim vorliegenden nachträglichen Baugesuch sei der Terrainverlauf im Zeitpunkt der Erstellung der streitbetroffenen (oberen) Stützmauer massgebend (siehe dazu sogleich E. 6.2.1 f.). Sollte diese Annahme nicht zu beanstanden sein, wird zu prüfen sein, ob die Vorinstanz im Rahmen ihrer Subsumtion tatsächlich auf den Terrainverlauf abgestellt hat, wie er bei der Errichtung dieser Stützmauer gegeben war (vgl. dazu hinten E. 6.2.3).