Citation: 2C_725/2017 E. 3.3.2

3.3.2. Gemäss § 74 Abs. 1 VRP hat die unterliegende der obsiegenden Partei im Rechtsmittelverfahren und in verwaltungsgerichtlichen Klagefällen eine Parteientschädigung auszurichten. Laut § 1 Abs. 1 des Gebührentarifs für Rechtsanwälte umfasst die Parteientschädigung vor Gerichts-, Untersuchungs- und Anklagebehörden sowie Verwaltungsbehörden in Rechtsmittelverfahren das Honorar und die Auslagen. Die Parteientschädigung ist somit gemäss dem Recht des Kantons Schwyz in öffentlich-rechtlichen Streitigkeiten auf Gerichts- und Rechtsmittelverfahren beschränkt, während für (erstinstanzliche) Verwaltungsverfahren keine Parteientschädigung vorgesehen ist. Der Beschwerdeführer bemängelt, dass sich die Vorinstanz zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (betreffend Anwaltshonorar) und Entschädigung für das erstinstanzliche Verfahren nicht geäussert und den entsprechenden Antrag nicht geprüft hat. Er erblickt darin eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV). Die aus Letzterem fliessende Begründungspflicht verlangt jedoch nicht, dass sich das Gericht mit sämtlichen vorgebrachten Sachverhaltselementen, Beweismitteln und Rügen auseinandersetzt. Vielmehr kann es sich auf die wesentlichen Überlegungen, welche zum Entscheid geführt haben, beschränken, selbst wenn diese fehlerhaft sind. Die Begründung soll dem Betroffenen ermöglichen, die Tragweite des Entscheides zu erfassen und diesen in Kenntnis der Überlegungen des Gerichts anzufechten (BGE 143 III 65 E. 5.2 S. 70 f.; 141 III 28 E. 3.2.4 S. 31; 138 I 232 E. 5.1 S. 238 mit Hinweisen; 133 III 439 E. 3.3 S. 445). Die Begründungspflicht ist nur dann verletzt, wenn das Gericht auf die für den Ausgang des Verfahrens wesentlichen Vorbringen selbst implizit nicht eingeht (BGE 133 III 235 E. 5.2 S. 248 f.). Es trifft zu, dass sich die Vorinstanz in der Entscheidbegründung nicht explizit zur unentgeltlichen Rechtspflege und Entschädigung für das erstinstanzliche Verfahren geäussert hat. Sie hat jedoch in E. 4.2 der Entscheidbegründung ausgeführt, dass das verwaltungsgerichtliche Verfahren zu einer Anpassung der Entschädigungsregelung im (zweitinstanzlichen) Verwaltungsbeschwerdeverfahren führt und damit zumindest implizit das Begehren um unentgeltliche Rechtspflege für das erstinstanzliche Verfahren zurückgewiesen. Dadurch und angesichts der Rechtslage im Kanton Schwyz war die Tragweite des Entscheides für den Beschwerdeführer ersichtlich. Im Übrigen hat der Beschwerdeführer vor der Vorinstanz nicht genügend substanziiert ausgeführt, weshalb trotz der geschilderten Rechtslage im Kanton Schwyz dennoch ein Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege (betreffend Anwaltshonorar) oder Entschädigung für das erstinstanzliche Verfahren bestehen soll. Die Begründungspflicht im Sinne von Art. 29 Abs. 2 BV ist demzufolge nicht verletzt, weshalb die Beschwerde in diesem Punkt abzuweisen ist.