Citation: 6B_798/2024 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer wendet sich gegen die wegen einfacher Körperverletzung und versuchter Gefährdung des Lebens ergangenen Schuldsprüche. Er erachtet Art. 4 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK als verletzt und rügt eine willkürliche Würdigung der Beweise und die Verletzung des Grundsatzes in dubio pro reo. Zusammengefasst macht der Beschwerdeführer geltend, die Vorinstanz lasse wesentliche, ihn entlastende Indizien unberücksichtigt und habe seine Aussagen falsch "übersetzt". Mit diesen habe er einerseits klar gemacht, dass er B.________ weder körperlich verletzen noch gar deren Leben habe gefährden wollen; andererseits habe er (lediglich) anerkannt, B.________ "3 Mal mit der Faus[t] leicht auf die Nase" geschlagen zu haben. Damit korrespondiere, dass gemäss Gutachten des IRM an seinen Händen keine Schlagverletzungen festgestellt worden seien. Dies belege zudem, dass er sich seiner Handlungen sehr wohl bewusst gewesen sei und er eine Verletzung von B.________ weder gewollt noch in Kauf genommen habe. Nichts anderes, mithin dass es sich um "sehr leichte und kontrollierte" Faustschläge gehandelt habe, ergebe sich aus dem Polizeirapport (samt Fotodokumentation) vom 18. August 2022. Gemäss diesem habe B.________ über keinerlei Schmerzen geklagt und eine medizinische Untersuchung abgelehnt. Auch im alsdann betreffend B.________ erstellen Gutachten des IRM werde festgehalten, dass eine medizinische Versorgung nicht notwendig geworden sei. Trotz der (auch) gegen den Schuldspruch wegen einfacher Körperverletzung erhobenen Berufung habe es die Vorinstanz in willkürlicher Weise unterlassen, sich mit diesem Sachverhalt auseinanderzusetzen. Sie habe sich nicht damit befasst, welche seiner Handlungen zu welchen Verletzungen geführt hätten und ob diese die Schwere einer (allenfalls als leichter Fall zu qualifizierenden) Körperverletzung aufwiesen oder als Tätlichkeiten zu qualifizieren seien. Schliesslich liessen sich anhand der von ihm zugestandenen, drei leicht gegen die Nase ausgeführten Schläge zwar die Verletzungen im Gesicht von B.________ erklären, nicht jedoch jene am Hinterkopf. Ohnehin habe die Vorinstanz ausser Acht gelassen, dass B.________ am besagten Abend "Sex mit einem Unbekannten" gehabt habe - was denn auch der Auslöser für den Konflikt gewesen sei -, womit nicht auszuschliessen sei, dass sich B.________ (auch) die Verletzungen im Kopfbereich während des Sexualaktes zugezogen habe.