Citation: 8C_226/2009 06.11.2009 E. 4

4.1 Im Lichte der fachärztlichen Beurteilungen steht fest - und ist unter den Parteien letztlich auch nicht bestritten -, dass die hier zu berücksichtigenden drei Autounfälle weder zu organischen im Sinne von strukturellen, bildgebend nachweisbaren Verletzungen geführt haben, noch dass durch diese neurologisch objektivierbare Ausfallserscheinungen bewirkt wurden. Der Beschwerdeführer beruft sich hinsichtlich seines Gesundheitszustandes insbesondere auf einen Bericht seines behandelnden Arztes, Dr. med. S.________ vom 9. Oktober 2007, worin dieser die Auffassung vertritt, sein Patient leide an einer psychischen Störung in Form einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). Abgesehen davon, dass sich seine Ausführungen nicht auf den Gesundheitszustand im November 2005 und damit lediglich auf die drei ersten Unfälle beziehen, begründet dieser Arzt, welcher über keinen Facharzttitel verfügt (vgl. Verzeichnis in www.doctorfmh.ch), seinen "Verdacht" insbesondere mit dem Umstand, dass sich die Unfälle in ungefähr gleicher Form immer wieder zu wiederholen scheinen (vgl. Seite 2 des Berichts). Diese Überlegungen vermögen bezüglich des psychiatrischen Fachgutachtens im Rahmen der MEDAS-Begutachtung keine Zweifel zu erwecken. Die dortige psychopathologische Befunderhebung ist ausführlich und einleuchtend. Darüber hinaus wurde der Beschwerdeführer verschiedenen psychiatrischen Tests unterzogen. Die Gutachter mussten dabei keinen krankhaften Befund erheben, weshalb sie auch keine psychiatrische Diagnose stellten. 4.2 Der Beschwerdeführer litt damit im hier relevanten Zeitpunkt - November 2005 - an einem chronischen mässiggradigen zervikovertebralen Schmerzsyndrom seit dem 9. Dezember 2001 mit Schultermuskelverspannungen, an einem chronischen lumbovertebralen Schmerzsyndrom mit deutlichen Scheuermann'schen Wirbelkörperdeformitäten im thorakolumbalen Wirbelsäulenübergang ohne radikuläre sensomotorische Ausfälle und an statischen Fussdeformitäten beidseits. Die auf degenerativen Veränderungen beruhenden lumbalen Rückenbeschwerden und die Fussdeformitäten standen eindeutig nicht im Zusammenhang mit den Auffahrunfällen, weshalb die Helsana dafür auch keine Leistungen zu erbringen hat. Hingegen erklären sie die im MEDAS-Gutachten attestierte 20%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Wachmann. Zusammenfassend steht fest, dass im Zeitpunkt der Leistungseinstellung und der damit verbunden Verweigerung von Rentenleistungen keine auf die versicherten Unfälle zurückzuführende objektivierbare Gesundheitsschäden vorgelegen haben, weshalb die Vorinstanz auch zu Recht den Anspruch auf eine Rente und eine Integritätsentschädigung verneinte.