Citation: 6B_399/2021 E. 1.5.2

1.5.2. Die Vorinstanz stellt zudem fest, der Beschwerdeführer sei der deutschen Sprache in den Grundzügen mächtig. Bei den Einvernahmen sei er jeweils auf einen Übersetzer angewiesen gewesen. Trotzdem sei es ihm mit seinen Sprachkenntnissen möglich gewesen, den Beruf als Taxichauffeur auszuüben. Aufgrund des laufenden Verfahrens sei ihm schliesslich gekündigt worden. Vor seiner Tätigkeit als Taxichauffeur sei er bei verschiedenen Unternehmen als temporärer Angestellter tätig gewesen. Soweit ersichtlich habe er aber nie eine Lehre oder eine (Berufs-) Ausbildung in der Schweiz absolviert (angefochtenes Urteil S. 52). Er habe seinen Lebensunterhalt weitgehend selbstständig mit seiner Tätigkeit als Taxichauffeur bestritten. Allerdings habe er teilweise Sozialhilfe beanspruchen müssen. Auch sei er nicht in der Lage gewesen, den Unterhaltspflichten gegenüber seinem Sohn vollumfänglich nachzukommen. Seit dem 1. April 2017 sei er bei der Sozialhilfe gemeldet (angefochtenes Urteil S. 52). Der Beschwerdeführer pflege Kontakte vor allem zu seiner Familie und seinen Verwandten. Sein gesellschaftliches Leben spiele sich primär in der Familiengemeinschaft ab. In der Schweiz bestünden ausser seiner Ehefrau und seiner Tochter keine tieferen Beziehungen. Dass er über private Beziehungen gesellschaftlicher Natur verfügen würde, welche über eine normale Integration hinausgingen, sei nicht ersichtlich und auch in keiner Weise dargetan. Zwar sei er zu einem gewissen Grad beruflich integriert. Es sei beim ihm jedoch keine soziale oder kulturelle Integration auszumachen. Er weise gemäss Strafregisterauszug zwei Vorstrafen aus den Jahren 2012 und 2013 wegen Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz und eine Vorstrafe aus dem Jahr 2015 wegen Betrugs auf (angefochtenes Urteil S. 52 f.). Abgesehen von einem erhöhten Blutdruck sei er körperlich gesund (angefochtenes Urteil S. 53).