Citation: 2C_434/2019 E. 6.4

6.4. Da bereits die Umschreibung des Kreises der Abgabepflichtigen verfassungswidrig ist, braucht hier auch nicht weiter auf die Frage nach der verfassungskonformen Bemessung der hier in Frage stehenden Vorzuglasten eingegangen zu werden. Immerhin ist darauf hinzuweisen, dass Vorzugslasten aufgrund des Rechtsgleichheitsgebotes von Art. 8 BV nach sachlich vertretbaren Kriterien bemessen sein müssen. Letzteres ergibt sich auch aus dem Äquivalenzprinzip (vgl. - freilich für Gebühren - BGE 139 III 334 E. 3.2.4), welches das Willkürverbot und das Verhältnismässigkeitsprinzip (vgl. Art. 5 Abs. 2 BV) für den Bereich der Kausalabgaben konkretisiert (vgl. BGE 141 I 105 E. 3.3.2) und auch für Vorzugslasten gilt (Urteil 2C_798/2017 vom 16. Februar 2018 E. 3.4 mit Hinweisen). Die bundesgerichtliche Praxis lässt im Bereich der Bemessung der Vorzugslasten dabei eine gewisse Schematisierung oder Pauschalisierung zu (BGE 132 II 371 E. 2.1; 126 I 180 E. 3a/aa). Dies geschieht im Interesse der Praktikabilität des Abgaberechts (BGE 143 II 283 E. 3.5; 133 II 305 E. 5.1) und unter Berücksichtigung des Umstandes, dass sich die exakte Schätzung des Wertes des Sondervorteils oft als schwierig oder gar unmöglich erweist (so schon BGE 109 Ia 325 E. 5 mit Hinweisen).