Citation: 4A_55/2014 E. 5.3

5.3. Die Beschwerdeführerin stört sich daran, dass die Vorinstanz, insbesondere aus der Zeugenaussage von F.________, einen anderen Schluss gezogen hat, als sie sich dies gewünscht hätte. Was sie dagegen vorbringt, vermag jedoch nicht, die vorinstanzliche Beweiswürdigung als willkürlich auszuweisen: Die vorinstanzliche Beweiswürdigung, wonach sich aus der Aussage des Zeugen F.________ ergebe, die Parteien hätten über die Durchsetzung einer (allfälligen) Restforderung noch nicht abschliessend entschieden und hätten das Ergebnis des Nachlassverfahrens abwarten wollen, ist nicht willkürlich. Aus den Vorbringen der Beschwerdeführerin geht nicht hervor, weshalb die Parteien sonst das Ergebnis der Nachlassstundung der C.________ AG hätten abwarten wollen, wenn sie sich einig gewesen wären, dass die Beschwerdegegnerin auf die nach den anteilsmässigen Abschlagszahlungen verbleibende Restschuld verzichte. So legt die Beschwerdeführerin denn auch nicht dar, weshalb der Zeuge F.________ sonst von einer "vorläufigen" Nichtgeltendmachung der Forderung gesprochen hätte. Zudem setzt sie sich nicht substanziiert mit den Feststellungen der Vorinstanz auseinander, wonach sich die Aussage des Zeugen F.________ mit jener des Zeugen G.________ decke. Dagegen bringt sie lediglich vor, dieser Zeuge habe bezüglich der hier streitigen Restforderung gar keine Aussage gemacht. Die Beschwerdeführerin lässt auch ausser Acht, dass sich die Vorinstanz sehr wohl mit den "weiteren Umständen", aus welchen sich ein Schulderlass ergeben sollte, auseinandergesetzt hat, soweit diese geeignet waren, sich auf den Entscheid auszuwirken. So hat die Vorinstanz festgehalten, aus der Tatsache, dass die Beschwerdegegnerin die Forderungen nicht früher geltend gemacht hat, könne nicht geschlossen werden, sie habe darauf verzichtet; vielmehr entspreche dies dem Sinn und Zweck eines pactum de non petendo, wonach mit der Geltendmachung einer Forderung zuzuwarten sei bzw. während einer gewissen Dauer darauf verzichtet werde. Entsprechend geht aus dem angefochtenen Urteil denn auch hervor, dass der Umstand, wonach von der Klägerin über einen längeren Zeitraum keine Reaktion erfolgt sei, für sich allein noch keinen Hinweis auf einen Schulderlass zu begründen vermöge.