Citation: 7B_8/2021 E. 3.3

3.3. Das angefochtene Urteil wird diesen Anforderungen gerecht. Die Vorinstanz führt insbesondere hinreichend aus, weshalb sie es - trotz der vom Beschwerdeführer eingereichten Arztzeugnisse und seinen Ausführungen - als nicht glaubhaft erachtet, dass er an dem für die erstinstanzliche Hauptverhandlung anberaumten Datum vom 13. Juni 2019 verhandlungsunfähig gewesen sei und ihn an der Säumnis kein Verschulden trifft (vgl. angefochtenes Urteil insb. Ziff. 2 S. 5-8). Auch legt sie eingehend dar, weshalb sie im Zusammenhang mit dem vom Beschwerdeführer versäumten Termin von Rechtsmissbrauch ausgeht (vgl. angefochtenes Urteil insb. Ziff. 4 S. 10-13). Dass sie sich nicht mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandergesetzt hat, schadet nicht. Ob die Vorinstanz die vom Beschwerdeführer für den 13. Juni 2019 geltend gemachte Verhandlungsunfähigkeit ohne Rechtsverletzung als nicht glaubhaft erachtet (vgl. hierzu E. 5 hiernach) und zu Recht auf Rechtsmissbrauch erkannt hat (vgl. hierzu E. 6 hiernach), ist keine Frage der Gehörsverletzung. Indem die Vorinstanz die Begründung ihres Urteils so abfasste, dass sich der Beschwerdeführer über dessen Tragweite Rechenschaft geben und es in voller Kenntnis der Sache ans Bundesgericht weiterziehen konnte, genügte sie ihrer Begründungspflicht. Insbesondere hat die Vorinstanz sich auch hinreichend mit der Rüge, wonach es sich bei Art. 356 Abs. 4 StPO um eine EMRK-widrige Bestimmung handle, auseinandergesetzt. So hat sie in ihrem ersten Urteil vom 12. Februar 2020, auf welches sie in ihrem Urteil vom 24. Juni 2021 verweist (vgl. angefochtenes Urteil Ziff. 6 S. 13) auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts (namentlich auf BGE 146 IV 30 E. 1.1.1) Bezug genommen, die umschreibt, wann von einem konventionsrechtlich zulässigen Rückzug der Einsprache gegen den Strafbefehl auszugehen ist, um alsdann die Voraussetzungen von Art. 356 Abs. 4 StPO im konkreten Anwendungsfall unter Anwendung der genannten Jurisdiktion zu prüfen. Schliesslich hat sie auch implizit die Rüge des Beschwerdeführers, er habe sich an der erstinstanzlichen Hauptverhandlung nicht selbst verteidigen können, behandelt, indem sie davon ausging, dass der Beschwerdeführer die Verhandlung im Wissen um die Konsequenzen versäumt und sich rechtsmissbräuchlich verhalten habe. Inwiefern die Vorinstanz darüber hinaus auf den Einwand des Beschwerdeführers, sein Recht, sich nach Art. 6 Ziff. 3 lit. c EMRK selbst zu verteidigen, sei verletzt, hätte eingehen sollen, ist nicht ersichtlich. Seine Argumentation, wonach sein Recht auf wirksame Beschwerde verletzt sei (vgl. Beschwerde Ziff. 5 S. 60), gründet schliesslich auf der Behauptung, dass die Vorinstanz ihrer Begründungspflicht nicht nachgekommen ist und wichtige Rügen in rechtswidriger Weise nicht beurteilt hat. Wie sich aus den vorhergehenden Erwägungen ergibt, kann dieser Auffassung nicht gefolgt werden. Der genannten Rüge ist damit die Grundlage entzogen. Von einer Missachtung von Art. 13 i.V.m. Art. 6 Ziff. 1 EMRK, Art. 29a BV sowie Art. 393 Abs. 2 lit. a bzw. Art. 398 Abs. 3 lit. a StPO kann nicht die Rede sein.