Citation: 2C_1008/2015 E. 4.1

4.1. Die kantonalen Behörden sind davon ausgegangen, dass im vorliegenden Fall verschiedene Indizien dafür sprächen, dass die Beschwerdeführerin keinen Willen zu einer echten Lebensgemeinschaft gehabt habe, sondern es ihr ausschliesslich darum gegangen sei, in der Schweiz verbleiben und hier arbeiten zu können. Sie begründen dies hauptsächlich mit dem grossen Altersunterschied zwischen den Ehegatten von 23 Jahren und dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin die Schweiz nach der ersten Ehe hätte verlassen müssen, weil die von ihr behauptete häusliche Gewalt weitgehend unbewiesen geblieben ist. Bereits im Verfahren um die Erteilung einer nachehelichen Härtefallbewilligung habe sie sich in verschiedene Widersprüche verstrickt und nicht dartun können, dass sie tatsächlich schwerwiegender häuslicher Gewalt ausgesetzt gewesen sei (Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG; BGE 138 II 229 E. 3.1 und 3.2 S. 231 ff., mit Hinweisen). Die Eheleute hätten sich kurz nach der Scheidung des Beschwerdeführers verheiratet, obwohl die Beschwerdeführerin wenig zuvor noch ihrerseits mit einem anderen Partner zusammengelebt habe und im Mai 2014 einen dritten Schweizer habe heiraten wollen, wobei der Altersunterschied auch hier aussergewöhnlich gross gewesen sei. Die Heirat habe in einem kleinen Rahmen und ohne Beisein von Familienangehörigen stattgefunden, was weder den serbischen noch den hiesigen Gebräuchen entspreche.