Citation: 6B_536/2021 E. 3.4.1

3.4.1. Die Vorinstanz begründet, wie zusammenfassend dargelegt, einlässlich, weshalb gegen die Beschwerdeführerin eine stationäre Massnahme i.S.v. Art. 59 StGB anzuordnen ist. Sie stützt sich auf die Einschätzung eines Sachverständigen, der sich mehrfach ausführlich mit der Beschwerdeführerin beschäftigt hatte und dabei namentlich deren weitere Entwicklung nach dem erstinstanzlichen Urteil berücksichtigt hat, was ihn schliesslich zur Empfehlung einer stationären Massnahme i.S.v. Art. 59 StGB mit einer voraussichtlichen Behandlungsdauer von unter drei Jahren veranlasste. Der Sachverständige konnte sich anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung letztmals äussern und eine aktuelle Einschätzung abgeben und insbesondere bestätigen, dass die Beschwerdeführerin im Quervergleich mit anderen Patienten mit demselben Krankheitsbild an einer schwer ausgeprägten Störung leide, die Höhe des Risikos für die Begehung weiterer Delikte und die Schwere der zu erwartenden Delikte weiterhin bestehe und bei ihr der "klassische Weg" einer stationären Massnahme mit stufenweise Lockerungen einzuschlagen sei. Zudem hatte er namentlich die Möglichkeit, anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung erneut darzulegen, weshalb er aufgrund der nach dem erstinstanzlichen Urteil eingetretenen Ereignisse seine frühere Empfehlung einer (sehr engmaschig ausgestalteten) ambulanten Massnahme revidiert hat. Die Vorinstanz prüft gestützt auf diese Empfehlung des Sachverständigen die Verhältnismässigkeit einer stationären Massnahme i.S.v. Art. 59 StGB und trägt dieser ebenfalls bei der Dauer, welche sie entsprechend der Empfehlung auf drei Jahre festsetzt, Rechnung.