Citation: 9C_45/2015 E. 3.2

3.2. Laut dem Gutachten waren des Zentrums D.________ die klinisch gezeigten kognitiven Störungen schwer zu quantifizieren und von psychogenen Verhaltensstörungen schwer abgrenzbar. Die Persönlichkeit des Exploranden erschien kaum gereift. Insgesamt würden genetische Faktoren durch psychogene erheblich überlagert. Die Zusammenhänge konnten nicht genügend erhellt werden und eine weitergehende Abklärung zur Abgrenzung organischer, psychogener und allfälliger psychosozialer Anteile am Krankheitsgeschehen als indiziert erachtet. Von heilpädagogischen Massnahmen sei eine Stabilisierung der Persönlichkeit zu erwarten. Die kognitive Störung lasse sich nicht wesentlich verbessern. Der Explorand werde immer einen angepassten Arbeitsplatz benötigen. Er sei ohne Unterstützung nicht in der Lage, eine Anstellung zu finden und zu halten. Sinnvoll sei ein Platz mit einfachen, repetitiven, dem Intelligenzniveau angepassten Arbeitsvorgängen. Einerseits bestehe eine Begriffsstutzigkeit, andererseits zeige sich eine rasche Überforderungstendenz, welche sich im psychosomatischen Bereich auswirke. Das Gutachten zeichnet damit das Bild eines Exploranden, der in der Arbeitswelt mit vielseitigen Einschränkungen konfrontiert ist. Die vorinstanzliche Feststellung, der Beschwerdeführer habe die Realschulzeit erfolgreich absolviert, erweist sich als unrichtig. Wie aus dem - als zulässiges Novum (Art. 99 Abs. 1 BGG) eingereichten - Abschlusszeugnis hervor geht, vermochte der Versicherte dem Unterricht nicht zu folgen. Besonders im Rechnen fehlten ihm zum Teil auch die intellektuellen Voraussetzungen. In der dritten Realklasse schien es der Lehrperson sinnlos, für die meisten Fächer, mit Ausnahme von Zeichnen, Gesang, Werken und Turnen, Noten zu setzen. Für einen Entscheid über das Bestehen einer Frühinvalidität ist jedoch die Sachverhaltsgrundlage noch zu wenig genau abgeklärt. Insbesondere ist das Verhaltensbild zu wenig ausgeleuchtet bzw. differenziert. Die Sache wird an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. Sie wird die erforderlichen Abklärungen veranlassen und dann über die Frage des Vorliegens einer Frühinvalidität (Art. 26 Abs. 1 IVV) entscheiden.