Citation: C 57/01 21.12.2001 E. 3

3.- a) Die Versicherte gab in ihrer vorinstanzlichen Beschwerde an, sämtliche eingeforderten Unterlagen seien jeweils von ihrem Vater im RAV abgegeben worden, so auch die Zwischenverdienstbescheinigungen. Anlässlich der mündlichen Verhandlung vom 1. Dezember 2000 erklärte sie indessen, nicht mehr zu wissen, ob sie auch im Monat Juli 1999 Unterlagen abgegeben habe. Ihr als Auskunftsperson befragter Vater hingegen war überzeugt, diese am 6. September 2000 im RAV abgegeben zu haben, wobei er nicht mehr genau angeben konnte, was er beibrachte, welche Farbe die Dokumente hatten und wie die Person am Empfang aussah. Die Beschwerdegegnerin kann weder Kopien der Bescheinigungen noch eine Bestätigung über deren Abgabe vorlegen. Der Leiter des RAV ist sich demgegenüber sicher, dass zwar der Nachweis der persönlichen Arbeitsbemühungen für den Monat Juli 1999, nicht aber Zwischenverdienstformulare abgegeben wurden, welche sonst umgehend an die Kasse weitergeleitet worden wären (Schreiben vom 20. März 2000). Ebenso eindeutig äusserte sich die Arbeitslosenkasse, welche zu Protokoll gab, dass die Unterlagen aufgrund des gesicherten Dokumentenflusses nicht bei der Kasse verloren gegangen seien. b) Damit ist zwar nicht ausgeschlossen, dass der Vater tatsächlich die verlangten Dokumente im RAV vorbeibrachte. Dies stellt jedoch lediglich einen möglichen Sachverhaltsablauf dar. Entgegen der vorinstanzlichen Auffassung ist aber nicht überwiegend wahrscheinlich, dass die Zwischenverdienstbescheinigungen beim RAV persönlich abgegeben wurden. Die Versicherte trägt die Folgen der Beweislosigkeit bezüglich der rechtzeitigen Abgabe der Bescheinigungen innert der gesetzlichen Frist von drei Monaten (ARV 1998 Nr. 48 S. 284 Erw. 2a). Diesen Beweis konnte die Beschwerdegegnerin nicht erbringen, sodass die Verwaltung zu Recht den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung für die Monate Juli und August 1999 verneinte.