Citation: 5A_187/2021 E. 5.4.3

5.4.3. Die Beschwerdeführer wenden ein, die Bereicherung bestehe tatsächlich nicht, weil das Unternehmen im Zeitpunkt der Übernahme durch den Beschwerdeführer 1 nicht den Wert gehabt habe, den die Vertragsparteien damals festgelegt hätten. Sie berufen sich damit nicht auf einen Tatbestand nachträglicher Wertverminderung des Unternehmens bis zum Erbgang (z.B. BGE 76 II 188 E. 9), sondern auf eine von Anfang an unrichtige Wertbestimmung durch den Erblasser und den Beschwerdeführer 1 im Vertrag von 1991. Von welchen Vorstellungen und Annahmen über den Unternehmenswert die Vertragsparteien in einem bestimmten Zeitpunkt ausgegangen sind, was sie mithin dachten, wussten oder wollten (BGE 132 III 24 E. 4; 138 III 659 E. 4.2.1) oder beabsichtigten (BGE 134 III 452 E. 4.1; 136 III 305 E. 3.3), betrifft Tatfragen. Ist für die Wertbestimmung folglich der subjektive Parteiwille massgebend, wie er gemäss den Feststellungen des Obergerichts dem Kaufvertrag vom 6. September 1991 zugrunde gelegen hat, kommt auf Verkehrswertschätzungen von Gutachtern und Steuerbehörden nichts an. Der Kaufpreis hat danach Fr. 1'988'261.30 betragen (E. 5.2 oben) und ist unangefochten geblieben.