Citation: 1P.635/2000 08.01.2001 E. 5

5.- Der Beschwerdeführer wirft den kantonalen Instanzen vor, in ihren Urteilen den verfassungsmässigen Begründungsanforderungen nicht zu genügen. a) Der in den Art. 6 Ziff. 1 EMRK und 29 Abs. 2 BV gewährleistete Anspruch auf rechtliches Gehör dient der Sachaufklärung und garantiert dem Betroffenen ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht im Verfahren. Er verlangt, dass die Behörde die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tatsächlich hört, sorgfältig und ernsthaft prüft und bei der Entscheidfindung berücksichtigt (BGE 126 I 7 E. 2b; 124 I 241 E. 2 und 49 E. 3a; je mit Hinweisen). Daraus ergibt sich auch die grundsätzliche Pflicht der Behörde, ihren Entscheid zu begründen und transparent darzulegen, von welchen Überlegungen sie sich bei der Entscheidung leiten liess (BGE 124 II 146 E. 2a; 124 V 180 E. 1a; 117 Ib 64 E. 4 S. 86, 481 E. 6b/bb, je mit Hinweisen). Dabei darf sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken, muss sich also nicht mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Argument des Beschwerdeführers auseinander setzen (vgl. dazu ausführlich BGE 112 Ia 107 E. 2b mit Hinweisen; BGE 123 I 31 E. 2c). Ob der Gehörsanspruch, so wie er sich unmittelbar aus der Bundesverfassung ergibt, verletzt ist, prüft das Bundesgericht mit freier Kognition (BGE 124 I 241 E. 2 S. 243 mit Hinweisen). b) Das Obergericht hat die Beweisgrundlagen vertieft geprüft und anhand zahlreicher konkreter Aussagen des Beschwerdeführers dargelegt, von welchen inneren Tatsachen es ausgeht. Dass es dabei auf eine nähere Erörterung der nicht als glaubwürdig beurteilten Aussagen verzichtet hat, verletzt die verfassungsmässigen Begründungsanforderungen nicht. In diesem Sinne hält das Kassationsgericht in Erwägung II/3b seines Urteils zutreffend fest, es genüge, dass das Obergericht erklärt habe, weshalb es auf die Angaben vom 19. und 20. Februar 1997 abstelle; denn daraus ergebe sich ohne weiteres, dass es den dazu in Widerspruch stehenden Aussagen vom 26. März und 9. Mai 1997 nicht ebenfalls folgen könne. Zurückzuweisen ist auch der Vorwurf, das Obergericht habe die Aussagen vom Februar 1997 nur auf ihre Glaubwürdigkeit hin überprüft und es unterlassen, sie hinsichtlich der subjektiven Tatbestandsmerkmale auch inhaltlich zu bewerten; es kann auf die entsprechenden obergerichtlichen Erwägungen (II/3. 3. und II/3. 4.) verwiesen werden.