Citation: 5A_236/2023 E. 5.1

5.1. Das Obergericht verweist zuerst auf die erstinstanzliche Unterhaltsberechnung. Das Bezirksgericht habe, ausgehend von einem monatlichen Gesamteinkommen von Fr. 42'302.-- und nach Abzug der unbestritten gebliebenen Existenzminima der Parteien und der Unterhaltsbeiträge an die Kinder, ab August 2022 einen monatlichen Freibetrag von Fr. 24'925.-- errechnet. Weiter habe die erste Instanz berücksichtigt, dass der Beschwerdegegner im Juli 2019 das ordentliche AHV-Alter erreicht habe, und erwogen, dass ihm eine Aufgabe der Erwerbstätigkeit nicht angelastet werden könne und der Unterhaltsbeitrag für die Beschwerdeführerin ab Rechtskraft des Urteils bis Ende Juni 2023 auf monatlich Fr. 16'500.-- festzusetzen sei, womit die Beschwerdeführerin mit Fr. 10'222.-- am monatlichen Überschuss partizipiere. Das Obergericht selbst konstatiert, dass die Beschwerdeführerin nicht in Abrede stelle, ihren Unterhalt entsprechend den erstinstanzlichen Berechnungen mit den ihr aus der güterrechtlichen Auseinandersetzung und dem Vorsorgeausgleich zur Verfügung stehenden Mitteln ab Juli 2023 finanzieren zu können. Weshalb dies nicht schon rund ein halbes Jahr früher der Fall sein soll, sei nicht ersichtlich. Sei aber die Eigenversorgungskapazität vorhanden, so habe die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf nachehelichen Unterhalt. Der entsprechende Antrag sei abzuweisen und die Leistungsfähigkeit des Beschwerdegegners könne offenbleiben.