Citation: 1C_226/2015 E. 4.3.2

4.3.2. Wie die Vorinstanz richtig festgehalten hat, handelte es sich bei der gegenüber dem Beschwerdeführer verfügten Anordnung um eine "Wegweisung der ersten Stufe" im Sinne von § 33 PolG, welche nicht voraussetzt, dass die betroffene Person bereits zu erkennen gegeben hat, sich einer entsprechenden Anordnung entziehen zu wollen. Allein die Umstände, dass der Beschwerdeführer zuvor zur sicherheitspolizeilichen Überprüfung ins Kasernenareal überführt worden war und dass ihm die Wegweisung schriftlich mitgeteilt wurde, machen die Anordnung nicht zu einer Wegweisung der zweiten Stufe im Sinne von § 34 Abs. 1 PolG. Ohne in Willkür zu verfallen, durfte die Vorinstanz in tatsächlicher Hinsicht davon ausgehen, dass am 1. Mai 2011 gegen 16.30 Uhr eine vom Kanzleiareal ausgehende unbewilligte Demonstration unmittelbar bevorstand und wahrscheinlich mit gewalttätigen Ausschreitungen verbunden gewesen wäre (vgl. E. 2.2.3 hiervor). Damit steht fest, dass die Ansammlung von Personen, welcher der Beschwerdeführer angehörte, im Sinne von § 33 lit. a PolG die öffentliche Sicherheit und Ordnung gefährdete. § 33 PolG kann sodann nicht entnommen werden, eine Wegweisung bzw. Fernhaltung dürfe sich unabhängig von den konkreten Umständen nur auf einen eng begrenzten Raum beziehen. Dass sich der Beschwerdeführer nicht nur vom Helvetiaplatz/Kanzleiareal, sondern vom betreffenden Stadtkreis sowie zwei benachbarten Stadtkreisen fernzuhalten hatte, liess sich daher auf § 33 PolG stützen, zumal der Bereich, den der Beschwerdeführer grundsätzlich zu meiden hatte, in der Anordnung eindeutig bestimmt und klar abgegrenzt war. Die vorinstanzliche Auslegung des kantonalen Rechts hält insoweit auch einer Überprüfung durch das Bundesgericht mit freier Kognition stand, weshalb offenbleiben kann, ob es sich bei der umstrittenen Wegweisung um einen schweren Grundrechtseingriff handelt (vgl. BGE 130 I 360 E. 14.2 S. 362).