Citation: 7B_640/2023 E. B

Auf Berufung des Beschuldigten und Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft hin bestätigte das Obergericht des Kantons Thurgau, in der Besetzung mit Obergerichtspräsidentin Anna Katharina Glauser Jung, Oberrichter Matthias Kradolfer, Oberrichter Cornel Inauen und Obergerichtsschreiberin Ursula Geilinger, mit Berufungsentscheid vom 25. November 2020 das erstinstanzliche Urteil. B.a. Mit Urteil 6B_472/2021 vom 27. April 2023 hiess das Bundesgericht die vom Beschuldigten gegen den Berufungsentscheid vom 25. November 2020 erhobene Beschwerde teilweise gut, hob diesen auf und wies die Sache zur neuen Entscheidung an die Berufungsinstanz zurück. Im Übrigen wies es die Beschwerde ab. B.b. Mit Schreiben vom 25. Mai 2023 teilte die Verfahrensleitung im zurückgewiesenen zweiten Berufungsverfahren den Parteien mit, das Obergericht beabsichtige, den Fall in der gleichen Besetzung, im Sinne der Erwägungen des bundesgerichtlichen Urteils, neu zu beraten, und es gewährte den Parteien diesbezüglich das rechtliche Gehör. B.c. Mit Eingabe vom 20. Juni 2023 beantragte der Beschuldigte den Ausstand der vier Justizpersonen, die bereits am Berufungsentscheid vom 25. November 2020 beteiligt gewesen waren; es sei eine mündliche Berufungsverhandlung mit neuer Gerichtsbesetzung durchzuführen. B.d. Mit Entscheid vom 10. August 2023 wies das Obergericht des Kantons Thurgau das Ausstandsgesuch ab.