Citation: 2C_321/2015 E. 5.6.1

5.6.1. Aufgrund der Feststellungen der Vorinstanz, die sich mit den Erkenntnissen der ESTV decken, dienten die Unternehmen der Beschwerdeführer 2-4 der Generierung von Vorsteuern. Eine andere Verwendung ist nicht nachgewiesen. Unter diesen Umständen verneinte die ESTV gegenüber den Beschwerdeführenden 2-4 zu Recht das Bestehen einer eigenen selbständigen unternehmerischen Tätigkeit (Art. 10 MWSTG) und praktizierte sie den Durchgriff, indem sie die Unternehmen der Beschwerdeführenden 2-4 zusammen mit dem Unternehmen der Beschwerdeführerin 1 zu einem einzigen Unternehmen zusammenfasste und die Beschwerdeführerin 1 als Unternehmensträgerin bestätigte. Das hat zur Folge, dass die Beschwerdeführenden 2-4 im Register der Mehrwertsteuerpflichtigen rückwirkend zu löschen sind und die Umsätze der Beschwerdeführer 2 und 4 (die Einzelfirma des Beschwerdeführers 3 erzielte im Jahr 2010 keine Umsätze) mehrwertsteuerrechtlich keine Wirkung entfalten, und zwar weder umsatz- noch vorsteuerseitig.