Citation: 1C_586/2020 E. 5.3

5.3. Der Planungsbericht vom 29. Januar 2019 zum Gestaltungsplan "Müliberg" äussert sich zwar recht ausführlich zum Bebauungs- und Freiraumkonzept. Insbesondere wird dargelegt, welche Bebauungskonzepte erarbeitet und in Betracht gezogen wurden, sowie erläutert, wieso der Entscheid zugunsten des gewählten Konzepts ausfiel. Die betreffenden Bebauungskonzepte unterscheiden sich in Bezug auf die strassenmässige Erschliessung allerdings nicht. Auch sonst werden im Planungsbericht keine Erschliessungsvarianten dargelegt und geprüft. Vielmehr wird erklärt, es sei in mehreren Schritten ein Bebauungskonzept erarbeitet worden, bei dem mit einer einzigen neuen, dem Hangverlauf folgenden Quartierstrasse sämtliche Parzellen gleichwertig erschlossen werden könnten. Diese von der Beschwerdeführerin wörtlich zitierte Aussage könnte isoliert betrachtet zwar den Eindruck erwecken, die vorgesehene neue Erschliessungsstrasse sei von vornherein gesetzt gewesen und das Bebauungskonzept im Hinblick darauf erarbeitet worden. Die Vorinstanz hat im Rahmen ihrer Erwägungen zur verneinten Frage, ob der Gestaltungsplan auf einer rechtsfehlerhaften Planung und Interessenabwägung beruhe und Art. 2 und 3 der Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000 (RPV; SR 700.1) verletze, indessen festgehalten, dieser Eindruck sei falsch. Bei der Planung sei der Fokus zunächst auf mögliche Überbauungsvarianten gelegt worden, indem verschiedene Bebauungs- und Grünraumkonzepte mit unterschiedlicher Anordnung und Ausrichtung der Gebäude sowie Art und Weise der Bepflanzungen geprüft und im Hinblick auf raumplanerische Anliegen sowie bau- und umweltrechtliche Interessen bewertet worden seien. Die Beschwerdeführerin rügt die Darstellung der Vorinstanz, wonach die vorgesehene Erschliessungsstrasse nicht von vornherein gesetzt war und der restlichen Planung zugrunde gelegt wurde, nicht als offensichtlich unrichtig (vgl. Art. 97 Abs. 1 BGG) und zeigt solches auch nicht auf. Diese Darstellung ist für das Bundesgericht somit verbindlich (Art. 105 Abs. 1 BGG; vgl. vorne E. 2.2). Soweit sich die gerügte ungenügende Auseinandersetzung mit allen geeigneten Erschliessungsvarianten aus einer vorab erfolgten Festlegung der vorgesehenen Erschliessungsstrasse ergeben soll, erweist sich dies demnach als unbegründet.