Citation: 4A_592/2019 E. 2.3.4

2.3.4. Auch den im Eventualstandpunkt vorgetragenen Vorwurf der Beschwerdeführerin, die Beratung des Beschwerdegegners sei unbrauchbar gewesen und die Vergütung auch aus diesem Grund zurückzuerstatten, hielt das Obergericht für unbegründet. Es hielt fest, die Beschwerdeführerin habe die Rechnungen des Beschwerdegegners nicht bestritten und auch nicht in substanziierter Weise dargelegt, welche Honorare übersetzt oder unangemessen seien. Vorbehaltlos habe sie die Leistungen des Beschwerdegegners angenommen und seine Rechnungen bezahlt. Diese seien D.________ als alleinigem Verwaltungsratsmitglied zur Verfügung gestanden, sodass er sie hätte überprüfen und bei Unklarheiten Rückfragen stellen können. Das Wissen und Handeln von D.________ müsse sich die Beschwerdeführerin anrechnen lassen. Der Umstand, dass die Kompetenzen und die Vertretungsberechtigung der deutschen Muttergesellschaft unklar gewesen seien, ändere nichts daran, dass die Beschwerdeführerin mit D.________ über ein handlungsfähiges Verwaltungsratsmitglied verfügt habe. Wenn sie der Ansicht sei, dass dieser seine gesellschaftsrechtlichen Kompetenzen überschritten habe, müsse sie sich an ihn - und nicht an den Beschwerdegegner - halten. Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, genügt den (erhöhten) Begründungsanforderungen für Verfassungsrügen (siehe Erwägung 2.1) nicht. Sie meint, die Begründung der Vorinstanz verfange "augenscheinlich nicht". Im Folgenden führt sie aus, weshalb eine Überprüfung der Honorarrechnungen "gar nicht möglich" gewesen und es "in casu rechtsmissbräuchlich" sei, aus der vorbehaltlosen Zahlung der Rechnungen auf eine "Genehmigung" zu schliessen. Sie wirft abschliessend ein, dass der Beschwerdegegner aufgrund der "jahrelangen Handlungsunfähigkeit" der Muttergesellschaft den Auflösungsbeschluss der Beschwerdeführerin vom 5. Februar 2016 nicht habe beurkunden dürfen, weshalb der Tatbestand der "Falschbeurkundung im Amt (Art. 317 StGB) " erfüllt sei. Welche verfassungsmässigen Rechte die Vorinstanz verletzt haben soll, tut die Beschwerdeführerin mit diesen Ausführungen nicht dar.