Citation: P 56/06 14.12.2007 E. 3

Streitig ist, ob ein hypothetisches Einkommen bei der Berechnung des Anspruches auf Ergänzungsleistungen anrechenbar ist. 3.1 Weder sind Anhaltspunkte ersichtlich noch wird geltend gemacht, der Beschwerdeführerin sei die Aufnahme einer Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen unzumutbar. Ebenso wenig ist die Annahme einer Arbeit aus geografischen Gründen verunmöglicht, gestaltet die Beschwerdeführerin ihr Leben doch weitgehend ortsungebunden. 3.2 Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass die angestrebte Weiterbildung auf die persönlichen Präferenzen der Beschwerdeführerin zurückzuführen ist. Soweit sie geltend macht, nach Abschluss dieser Weiterbildung sei es ihr möglich, eine bessere Arbeit zu finden und sich für die Zukunft besser abzusichern, kann ihr nicht gefolgt werden. Denn Zweck der Ergänzungsleistungen ist, unter Berücksichtigung der zumutbaren Anstrengungen der EL-beziehenden Person die gegenwärtigen Lebensbedürfnisse zu gewährleisten, ohne Sozialhilfe beziehen zu müssen; aus diesem Grund können wenn auch sinnvolle, aber auf einen zukünftigen Zeitpunkt ausgerichtete Umstände nicht berücksichtigt werden (vgl. AHI 2001 S. 290 E. 4b S. 291; Urteil P 21/02 vom 8. Januar 2003, E. 3). 3.3 Schliesslich wendet die Beschwerdeführerin ein, es sei ihr aus wirtschaftlichen Gründen unmöglich, das hypothetisch angerechnete Einkommen zu erzielen. Denn sie könne wegen ihres Auslandaufenthaltes zu Studienzwecken mangels Vermittelbarkeit keine Arbeitslosenentschädigung beziehen und habe sich vergeblich um Stipendien wie auch um eine zumutbare Stelle bemüht. Mit der Vorinstanz ist darauf hinzuweisen, dass die von ihr angeführten Bemühungen sechs Stellen als Deutschlehrerin betreffen, die übrigen sich jedoch auf Anfragen um Stipendien und Forschungsgelder beziehen. Diese Gesuche um Ausbildungszuschüsse stellen aber keine Bemühungen um eine Arbeit dar. Daran ändert auch die Suche nach einer Assistenzstelle nichts, da dabei nur ein kleiner Bereich des potentiellen Arbeitsmarktes berücksichtigt wird. Somit ist nicht dargetan, dass sie aus wirtschaftlichen Gründen keine zumutbare Stelle fand. 3.4 Nach dem Gesagten sind keine Gründe ersichtlich, die es der Beschwerdeführerin verunmöglichen würden, das Mindesteinkommen im Sinne von Art. 14b lit. c ELV zu erzielen. Demnach ist es nicht zu beanstanden, wenn Verwaltung und Vorinstanz unter Berücksichtigung eines hypothetischen Einkommens einen Einnahmenüberschuss ermittelten und das Gesuch auf Ergänzungsleistungen ablehnten.