Citation: 5P.401/2002 09.12.2002 E. 4

4.1 Das Obergericht hat der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Rechtspflege verweigert mit der Begründung, ihre Beschwerde sei von vornherein aussichtslos gewesen. Die Beschwerdeführerin habe nämlich nicht dargetan, weshalb das Kindeswohl gebiete, die aufschiebende Wirkung zu gewähren, bzw. den Kontakt zwischen dem Kind und dem Beschwerdegegner sofort aufzuheben oder einzuschränken; eine entsprechende Gefährdung bestehe auch nach den Akten klar nicht. 4.2 Die Beschwerdeführerin macht zusammengefasst geltend, das Kindeswohl sei durch den Entzug der Suspensivwirkung und die nicht angeordnete Begleitung gefährdet. Es müsse ernsthaft damit gerechnet werden, dass sie vor dem Bezirksamt in der Sache obsiegen werde. Auf diese Rügen kann mangels hinreichender Begründung (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG) nicht eingetreten werden: Die Beschwerdeführerin verwechselt einmal mehr das vorliegende Verfahren mit demjenigen über die Regelung des Besuchsrechts. Ob ihre Beschwerde in der Sache, die vor dem Bezirksamt Muri hängig ist, Aussicht auf Erfolg hat, interessiert hier nicht. Die Beschwerdeführerin hätte unter Auseinandersetzung mit dem angefochtenen Entscheid begründen müssen, weshalb ihre Beschwerde gegen die Verfügung des Bezirksamts Muri vom 22. August 2002, mit der ihr Gesuch um aufschiebende Wirkung abgewiesen worden war, nicht aussichtslos schien; sie hätte dartun müssen, weshalb die Gewinnaussichten ihres gegenteiligen Standpunktes ernsthaft sind (BGE 125 II 265 E. 4b S. 275). Dafür genügen Argumente zur Gestaltung des Besuchsrechts offensichtlich nicht.