Citation: 5A_980/2018 E. 4.1

4.1. Nach Ansicht der Beschwerdeführerin verletzt das Kantonsgericht Bundesrecht, indem es die Vereinbarung als unverbindlich erachtet. Unter anderem macht sie geltend, das Kantonsgericht habe die streitbetroffene Vereinbarung zu Unrecht als offensichtlich unangemessen im Sinne von Art. 279 Abs. 1 ZPO eingestuft. Darüber, ob eine Vereinbarung offensichtlich unangemessen ist, entscheidet das Gericht aufgrund eines Vergleichs der in dieser getroffenen Regelung mit dem Entscheid, den es träfe, wenn keine Vereinbarung vorläge. Die Vereinbarung ist offensichtlich unangemessen, wenn sie in sofort erkennbarer und eklatanter Art und Weise von der gesetzlichen Regelung abweicht und sich diese Abweichung aus Billigkeitsüberlegungen nicht rechtfertigen lässt. Auf diese Weise soll die Übervorteilung eines der Ehegatten verhindert werden. Vorbehalten bleiben Vereinbarungen über Kinderbelange, wo mit Blick auf das Kindeswohl über die Genehmigung zu befinden ist. Beim Entscheid über die Genehmigung kommt dem Gericht ein weiter Ermessensspielraum zu (Art. 4 ZGB; vgl. zum Ganzen Urteile 5A_433/2017 vom 16. Oktober 2017 E. 5.1.1; 5A_43/2016 vom 30. Januar 2017 E. 3.2, in: FamPra.ch 2017 S. 546; 5A_683/2014 vom 18. März 2015 E. 5.1; 5A_74/2014 vom 5. August 2014 E. 3.1; je mit Hinweisen). Ermessensentscheide dieser Art überprüft das Bundesgericht mit Zurückhaltung. Es greift nur ein, wenn die kantonale Instanz von dem ihr zustehenden Ermessen einen falschen Gebrauch gemacht hat, d.h. wenn sie grundlos von in Lehre und Rechtsprechung anerkannten Grundsätzen abgewichen ist, wenn sie Gesichtspunkte berücksichtigt hat, die keine Rolle hätten spielen dürfen, oder wenn sie umgekehrt rechtserhebliche Umstände ausser Acht gelassen hat. Aufzuheben und zu korrigieren sind ausserdem Ermessensentscheide, die sich als im Ergebnis offensichtlich unbillig, als in stossender Weise ungerecht erweisen (BGE 142 III 612 E. 4.5; 141 III 97 E. 11.2).