Citation: 6B_755/2016 E. 1.3

1.3. Der Beschwerdeführer zeigt anhand einer eigenen Skizze auf, wie er das fragliche Manöver auf den halben Meter genau ausgeführt haben will sowie welche Wegstrecken einsehbar respektive frei waren. Er macht geltend, der Überholweg weise keine unübersichtlichen Kurven auf. Die überblickbare Strecke habe bei Überholbeginn 254.5, beim Ausbiegen 223 und beim Wiedereinbiegen 170 bis 180 Meter betragen. Damit stellt der Beschwerdeführer der Würdigung der Vorinstanz einzig seine eigene Sicht der Dinge gegenüber, was nicht geeignet ist, Willkür darzutun. Er verkennt zudem, dass die Fotografien im Polizeirapport, auf die seine Berechnungen im Wesentlichen fussen, den Verlauf des Manövers nur ungefähr festhalten. Der Beschwerdeführer behauptet insbesondere, das Überholmanöver unmittelbar ab Beginn der Leitlinie eingeleitet zu haben, während der Überholbeginn laut Polizeirapport nicht lokalisiert werden konnte (vgl. Rapport der Kantonspolizei Graubünden, vorinstanzliche Akten E.2/1/1 S. 3). Zum fraglichen Abstand nach Abschluss des Überholmanövers hält der Beschwerdeführer fest, dieser habe nicht 35 Meter, sondern 110 Meter betragen. Was der Beschwerdeführer im Einzelnen vorbringt, macht deutlich, dass eine Auseinandersetzung mit dem angefochtenen Entscheid fehlt. Soweit er die Distanzangaben der Polizeibeamten als äusserst fragwürdig bezeichnet, erschöpfen sich seine Ausführungen in eine unzulässige appellatorische Kritik. Zudem unterstreicht die Vorinstanz zu Recht, dass sich die Schilderungen der Polizisten mit den Angaben des Beschwerdeführers anlässlich der ersten zwei Einvernahmen decken. Der Beschwerdeführer gab gegenüber der Kantonspolizei und bei der ersten Befragung durch die Staatsanwaltschaft an, 35 Meter vor dem Polizeifahrzeug das Überholmanöver abgeschlossen zu haben. Dazu erklärt der Beschwerdeführer, die Distanz von 35 Metern habe sich auf das Einbiegemanöver (und mithin nicht auf den Abstand zum Polizeifahrzeug) bezogen, und der Abstand zum Begleitfahrzeug (welches dem Lastwagen vorfuhr) habe 54 Meter betragen (Beschwerde S. 7 f.). Die Vorinstanz hat sich mit diesen Aussagen auseinandergesetzt und sie als widersinnig bezeichnet. Sie hält unter anderem fest, der Beschwerdeführer habe anlässlich der ersten staatsanwaltschaftlichen Einvernahme den Abstand nach dem Überholmanöver zum Lastwagen mit 10 bis 15 und den Abstand zum vorausfahrenden Begleitfahrzeug mit etwa 10 Metern bezeichnet. Die nachträglich modifizierten Angaben seien unglaubhaft (Entscheid S. 12). Der Beschwerdeführer vermag die vorinstanzliche Beweiswürdigung nicht zu erschüttern. Er zeigt nicht auf, dass und inwiefern das vorinstanzliche Beweisergebnis schlechterdings nicht mehr vertretbar sein sollte. Die Beschwerde erweist sich als unbegründet, soweit sie den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG überhaupt zu genügen vermag.