Citation: 1P.317/2005 13.09.2005 E. 5

Die Spruchgebühr für die Bewilligung des nachbarlichen Bauprojekts hatte sich auf Fr. 500.-- belaufen. Der Beschwerdeführer beklagt eine Verletzung des Gleichbehandlungsgebots (Art. 8 Abs. 1 BV), weil die Spruchgebühr in seinem Falle auf Fr. 600.-- festgesetzt wurde. Es kann offen bleiben, ob der Beschwerdeführer eine Verletzung des Rechtsgleichheitsgebots hinreichend dartut (E. 1.5), denn die Rüge ist ohnehin unbegründet, wie im Folgenden aufzuzeigen ist. Dem Verwaltungsgericht ist zuzustimmen, dass der Aufwand des Gemeinderats für die Baubewilligung einerseits und für den Entscheid über die Begehren des Beschwerdeführers anderseits nicht miteinander vergleichbar sind. Diese Einschätzung dürfte bereits in allgemeiner Weise für den unterschiedlichen Zeitbedarf bei der Behandlung von Baugesuchen und dagegen gerichteten Einsprachen gelten; es ist nicht ersichtlich, weshalb der Aufwand der Behörde für die nachbarliche Baubewilligung hier einen oberen Rahmen bilden soll. Der Beschwerdeführer hatte mit seiner Eingabe neue Rechtsfragen aufgeworfen, die nur teilweise unter Rückgriff auf die vorhandenen Baubewilligungsakten geprüft werden konnten. Das Gleichbehandlungsgebot wurde daher mit einer Spruchgebühr von Fr. 600.-- im vorliegenden Fall nicht verletzt.