Citation: 1A.64/2005 25.05.2005 E. 2

Zunächst ist zu prüfen, ob die Anklagekammer zu Recht auf die Beschwerde nicht eingetreten ist, soweit sie sich auf die bei der Hausdurchsuchung in Romanshorn sichergestellten Unterlagen bezog. Dies wäre der Fall, wenn sich der für die Beschwerdeführerinnen handlungsbefugte I.________ rechtswirksam mit der vereinfachten Ausführung gemäss Art. 80c IRSG einverstanden erklärt, d.h. der Herausgabe der Unterlagen zugestimmt hätte. In diesem Fall ist die Beschwerde gegen die Schlussverfügung mangels Rechtsschutzbedürfnisses bzw. mangels Beschwer ausgeschlossen (Botschaft des Bundesrates vom 29. März 1995 zur Änderung des Rechtshilfegesetzes, BBl 1995 III 29). 2.1 I.________ hat drei "Empfangsbescheinigungen" unterschrieben, die folgenden Text aufweisen: "Der/die Unterzeichnete bescheinigt hiermit den Empfang nachfolgender Unterlagen - Beschluss des Amtsgerichts Stuttgart [...] vom 26.02.2004 - Eintretens- und Zwischenverfügung der Staatsanwaltschaft des Kantons Thurgau vom 26. März 2004 und bestätigt, dass er/sie gestützt auf Art. 80c IRSG mit dem vereinfachten Abschluss des Rechtshilfeersuchens einverstanden ist." Es folgen Ort, Datum und Unterschrift. Darunter ist der Text von Art. 80c IRSG abgedruckt, wobei die Überschrift in Fettdruck hervorgehoben ist: "Art. 80c IRSG Vereinfachte Ausführung