Citation: 9C_434/2024 E. 4.3

4.3. Da der Kanton Graubünden im bundesgerichtlichen Verfahren neu den Veranlagungsort für sich beansprucht, stellt sich die Frage, ob die Sache zur Feststellung des Veranlagungsortes an die ESTV zu überweisen ist (vgl. dazu Urteil 2C_806/2019 vom 8. Juni 2020 E. 5.3), welche dies in ihrer Vernehmlassung aus prozessökonomischen Gründen zu Recht für nicht erforderlich hält. Wie sich nämlich aus den nachfolgenden Erwägungen ergibt, ist die Sache betreffend die Festlegung des Veranlagungsortes für die Staats- und Gemeindesteuern des Jahres 2019 spruchreif und der das Hauptsteuerdomizil diesbezüglich festlegende Entscheid hat hinsichtlich der Festlegung desselben für die direkte Bundessteuer präjudizierende Wirkung, weil die gleichen Grundsätze zur Anwendung gelangen (Urteil 2C_806/2019 vom 8. Juni 2020 E. 5.4 mit Hinweisen).