Citation: 4A_336/2014 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz qualifizierte das Rechtsverhältnis zwischen den Parteien während der streitgegenständlichen Vermögensanlage und deren Anbahnung als Anlageberatungsvertrag auf Dauer. Die Beschwerdeführerin postuliert demgegenüber eine Qualifikation als Vermögensverwaltungsvertrag. Dabei stützt sie sich vorwiegend auf den Umstand, dass seitens der Beschwerdegegnerin die Unterzeichnung einer Vereinbarung als Erfordernis für den Erwerb der Anteile am B.________ ARB EUR vorausgesetzt wurde, die am 16./21. Mai 2007 erfolgte und mit "Institutioneller Vermögensverwaltungsvertrag" überschrieben ist. Sodann zieht sie den Wortlaut der Vereinbarung heran, wonach die Beschwerdeführerin die Beschwerdegegnerin beauftragt, die Vermögenswerte diskretionär zu verwalten, unter Berücksichtigung der Anlageparameter. Für "die Vermögensverwaltung, die Kundenbetreuung im Rahmen dieses Vertrags sowie die Berichterstattung" sieht der Vertrag eine performanceunabhängige Gebühr vor ("Erste CHF 25 Millionen: 0.445% p.a.; Nächste CHF 25 Millionen: 0.392% p.a."). Schliesslich weist sie auf die langjährige Geschäftsbeziehung zwischen den Parteien hin, woraus sich eine Vertrauensbeziehung ergeben habe. Sie leitet aus diesen Umständen ab, dass sich die Beschwerdegegnerin zur Erbringung von typischen Vermögensverwaltungsdienstleistungen verpflichtet habe. Als Vermögensverwalterin, zu der sich aufgrund der langjährigen Geschäftsbeziehung ein Vertrauensverhältnis aufgebaut habe, sei sie auch zur unaufgeforderten Aufklärung, Beratung und Warnung während der Dauer des Vertragsverhältnisses verpflichtet gewesen.