Citation: 5A_1035/2015 E. 3.2.4

3.2.4. Nach Auffassung des Konkursamtes gelangt das Aussonderungsverfahren gemäss Art. 242 Abs. 2 SchKG vorliegend nicht zur Anwendung, da es um eine Forderung gehe, die nicht in einem Wertpapier verkörpert ist. Daher könne insbesondere dem Ansprecher keine Verwirkungsfrist zur Klageeinreichung angesetzt werden. Das Konkursamt durfte sich diesbezüglich auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung abstützen (BGE 76 III 9 E. 1 S. 11; 87 III 14 E. 1 S. 16; 105 III 11 E. 2 S. 14; 128 III 388 S. 389). Beansprucht ein Dritter ein sich in der Konkursmasse befindliches Guthaben und das Konkursamt hält den Anspruch für berechtigt, so kann es diesen - vorbehalten die Rechte der Gläubiger und der Beurteilung durch die ordentlichen Gerichte - anerkennen (BGE 87 III 14 E. 2a S. 19); ebenso kann es auf gerichtliche Klärung des Anspruchs oder auf Rückforderung gegenüber einem Dritten klagen, wenn die Verwertung dies erfordert (BGE 87 III 14 E. 2a S. 20/21; 123 III 335 E. 1 S. 336).