Citation: 8C_375/2022 E. 5.2

5.2. Soweit die Beschwerdeführerin eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes beziehungsweise eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts rügt, fehlt es an einer Auseinandersetzung mit dem angefochtenen Entscheid. Dies gilt insbesondere hinsichtlich der vorinstanzlichen Feststellungen gestützt auf die Einschätzungen des beratenden Arztes der Beschwerdegegnerin Dr. med. C.________, wonach die nach dem 15. Oktober 2020, also mehr als ein halbes Jahr nach dem Unfall, noch geklagten Beschwerden nicht in einem natürlichen Zusammenhang mit diesem Ereignis stünden, sondern vielmehr auf den Vorzustand mit Operation an der Halswirbelsäule im Jahr 2011 zurückgingen. Es wird beschwerdeweise nicht dargetan und ist nicht erkennbar, inwiefern durch die Nichtberücksichtigung des vor dem Versand des Entscheids am 21. April 2022 eingereichten Berichts des Zentrums D.________ vom gleichen Tag die zu beachtenden Beweiswürdigungsregeln verletzt worden wären. Die Beschwerdeführerin behauptet zwar, die im Frühjahr 2022 in die Wege geleiteten Abklärungen im Zentrum D.________, die schliesslich zur Operation am 18. Mai 2022 führten, seien unfallbedingt erforderlich gewesen. Sie legt indessen nicht dar, inwiefern die Stellungnahmen der dort behandelnden Ärzte die praxisgemäss verlangten geringen Zweifel an den Berichten des Dr. med. C.________ hätten erwecken können, um von dessen Beurteilung der Unfallkausalität abzuweichen. Dass die behandelnden Ärzte des Zentrums D.________ eine Triggerung der Situation durch den Auffahrunfall vom April 2020 wegen der vorherigen angeblichen Beschwerdefreiheit als gut nachvollziehbar erachteten, kann dafür jedenfalls nicht genügen, zumal sie den Zustand unmittelbar zuvor mangels bildgebender Dokumentation nicht zu beurteilen vermochten. Die Frage, ob die Vorinstanz unter dem Aspekt des Untersuchungsgrundsatzes gehalten gewesen wäre, die nach der Urteilsfällung noch eingegangen Arztberichte in ihre Beweiswürdigung miteinzubeziehen, kann damit offen bleiben. Soweit sich die Beschwerdeführerin letztinstanzlich darauf beruft, die Berichte des Zentrums D.________ bestätigten die Einschätzung des von ihr beauftragen PD Dr. E.________, ist auf die vorinstanzlichen Erwägungen, insbesondere zur dazu ergangenen ergänzenden Stellungnahme des Dr. med. C.________ vom 27. März 2021, zu verweisen. Das kantonale Gericht stellte auf die Letztere ab unter Hinweis auf die eingehenden Erörterungen des Dr. med. C.________ mit dem Schluss auf eine unfallfremde Beschwerdeursache. Inwiefern es diesbezüglich unrichtige Sachverhaltsfeststellungen getroffen oder die massgeblichen Beweiswürdigungsregeln verletzt hätte, wird beschwerdeweise nicht dargetan und ist nicht erkennbar.