Citation: 6B_521/2010 09.11.2010 E. 2.1

2.1.1 Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz verletze Art. 9 BV, indem sie willkürlich und einseitig festhalte, der Beschwerdegegner habe begründeten Anlass zur Anzeige wegen angeblicher Tätlichkeit gehabt. Der Beschwerdegegner habe gar nicht genug präzis mitbekommen, was passiert sei, weil er sich zu seiner, den Balkon betretenden Frau umgedreht habe. Der Beschwerdegegner könne daher nicht mit gutem Glauben behaupten, er (der Beschwerdeführer) habe eine Tätlichkeit gegen ihn begangen. Er habe den Abwehrstoss nur gesetzt, um nicht von dem in ihn hineinrennenden Beschwerdegegner rückwärts die Treppe hinuntergestossen zu werden (Beschwerde, S. 2). 2.1.2 Willkürlich nehme die Vorinstanz auch an, es lägen keine Hinweise vor, dass der Beschwerdegegner die Strafanzeige einzig erstattet haben könnte, um ihm "eins auszuwischen". Es sei offensichtlich, dass die Strafanzeige eine Retorsionsmassnahme gegen ihn darstelle, habe der Beschwerdegegner diese doch gerade eine Woche nach seiner Anzeige wegen Lärmbelästigung eingereicht (Beschwerde, S. 2). 2.1.3 Weiter liege eine Verletzung des Willkürverbots vor, weil die Vorinstanz den Beschwerdegegner von der Ehrverletzung im Zusammenhang mit seiner Äusserung der "Spannerei" freispreche. Es gebe keinen nachvollziehbaren Grund, weshalb dieser gegenüber ihm (dem Beschwerdeführer) diesen Vorwurf erhoben und bei der Anzeigeerstattung nochmals erneuert habe. Die entsprechende Passage im Befragungsprotokoll vom 13. Juni 2006 sei keineswegs nur das Zitat der früheren Aussage gewesen. Der Beschwerdegegner habe ihn vielmehr in ein schlechtes Licht rücken wollen. Der Vorwurf, er (der Beschwerdeführer) belästige den Beschwerdegegner und dessen Frau, weshalb diese nicht einmal mehr duschen könne, ohne beobachtet zu werden, suggeriere eine regelmässige oder andauernde "Spannerei". Die Aussage sei zudem mit einem sexuellen Vorwurf behaftet und damit klar ehrverletzend. Aus dem aktenkundigen Grundriss der Wohnung gehe im Übrigen hervor, dass es gar nicht möglich sei, via Küchen- oder Wohnzimmerfenster bis ins Badezimmer zu sehen (Beschwerde, S. 2 f.).