Citation: 2C_529/2019 E. 5.2.1

5.2.1. In dem in den Akten des vorinstanzlichen Verfahrens befindlichen Entscheid der Sicherheitsdirektion vom 13. April 2018 finden sich umfassende Ausführungen zur Rückfallgefahr des Beschwerdeführers (zur Präzisierung des Sachverhalts vgl. Art. 105 Abs. 2 BGG). Zunächst hält die Sicherheitsdirektion fest, dass sich die ausländerrechtliche Massnahme von spezialpräventiven Überlegungen leiten lasse, da der Widerruf der Aufenthaltsbewilligung wegen der von ihm verübten Delikte aus sicherheitspolizeilichen Überlegungen verweigert werde. Nicht beabsichtigt werde, andere ausländische Personen von einem strafbaren Verhalten abzuhalten (vgl. E. 13 des Entscheids vom 13. April 2018). Sodann sei die durch den Kokainhandel bewirkte Rechtsgüterverletzung als schwerwiegend einzustufen, zumal die Gesundheit einer Vielzahl von Menschen gefährdet werde. Es sei somit von einem erheblichen Tatverschulden auszugehen (vgl. E. 15.2 des Entscheids vom 13. April 2018). Obwohl der Beschwerdeführer mit Strafurteil des Bezirksgerichts Zürich vom 29. September 2010 des Raubes schuldig befunden worden sei, sei er danach erneut schwer straffällig geworden. Weder die am 16. Dezember 2011 geschlossene Ehe noch die ausländerrechtliche Verwarnung vom 19. Dezember 2012 habe bei ihm eine Verhaltensänderung herbeiführen können. Die frühere Strafe habe ihre Wirkung offensichtlich verfehlt, weshalb Zweifel am künftigen Wohlverhalten des Beschwerdeführers anzubringen seien. Ausserdem sei er immer wieder arbeitslos gewesen und erziele derzeit nur einen Monatslohn von Fr. 2'000.--, was ihm - zufolge eigener Angaben - nicht genüge. Wegen seinen ungenügenden Deutschkenntnissen sei wahrscheinlich, dass er künftig keine Arbeit mit einem genügend hohen Erwerbseinkommen finden werde. Somit sei er weiterhin der Versuchung ausgesetzt, mit dem Drogenhandel ein Einkommen zu verdienen. Folglich sei von einem nennenswerten Rückfallrisiko auszugehen (vgl. E. 15.3 des Entscheids vom 13. April 2018).