Citation: I 432/06 03.10.2006 E. 3

3.1 Das kantonale Gericht hat erwogen, dem Versicherten könne nicht vorgehalten werden, er habe sich dem Mahn- und Bedenkzeitverfahren widersetzt, da er die von ihm geforderten Massnahmen effektiv in die Wege geleitet habe. Vielmehr habe der behandelnde Psychiater Blutspiegelkontrollen und eine allfällige stationäre Therapie aus medizinischer Sicht als nicht indiziert betrachtet. Insbesondere könne dem Versicherten nicht vorgeworfen werden, er hätte sich den Anordnungen seines Arztes widersetzen oder diesen allenfalls wechseln müssen, nachdem er bereits mehr als ein Jahr in dessen Behandlung gestanden habe. Wenn schon hätte die IV-Stelle selber einen solchen Wechsel vorschlagen oder erneut das Gespräch mit dem Therapeuten suchen müssen, nachdem sie erfahren hatte, dass dieser mit den angeordneten Massnahmen nicht einverstanden war und sich daher nicht kooperativ zeigte. 3.2 Die Beschwerde führende IV-Stelle macht demgegenüber geltend, die geforderten medizinischen Massnahmen seien unbestrittenermassen zumutbar und gemäss Gutachten der Medas auch geeignet, eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation herbeizuführen. Zwischen Arzt und Patient bestehe ein auftragsrechtliches Verhältnis, aufgrund dessen dieser dem Arzt vorschreiben könne, welche Untersuchungen er vorzunehmen habe, solange diese keine erhebliche Gefahr für die Gesundheit darstellten. Der Arzt habe sich der Anordnung zu fügen, selbst wenn er deren Sinn und Zweck nicht nachvollziehen könne. Dem Beschwerdegegner seien die Konsequenzen einer Unterlassung bewusst gewesen, nachdem ihm diese im Schreiben vom 19. August 2004 mitgeteilt worden seien. Er hätte daher auf seinen Arzt einwirken müssen, damit dieser die nötigen Schritte in die Wege leite, um die Auflagen des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens zu erfüllen. Weiter habe sich der Beschwerdegegner aktenkundigerweise einer stationären Behandlung widersetzt, wie dem Schreiben von med. pract. A.________ vom 22. März 2005 zu entnehmen sei. Aus dem Medas-Gutachten folge klar, mit welchen Massnahmen eine Verbesserung des Gesundheitszustandes erreicht werden könne. Wenn der Beschwerdegegner diese nicht wahrnehme, sei dies als schwere Missachtung von Weisungen zu qualifizieren. Die Beschwerdeführerin hält zudem dafür, dass beim Versicherten gar keine Invalidität im Sinne des Gesetzes vorliege, weshalb bereits aus diesem Grund keine Leistungen gesprochen werden könnten.