Citation: 2C_570/2023 E. 5.2

5.2. Nachdem das kantonale Migrationsamt den Beschwerdeführer im Februar 2021 im Hinblick auf eine allfällige Rückstufung formell verwarnt hat, ist entscheidend, wie sich der Beschwerdeführer seither verhalten hat. Zwar ist diesbezüglich einerseits zu Gunsten des Beschwerdeführers zu werten, dass es gemäss den Feststellungen im angefochtenen Urteil rein umfangmässig zu einer gewissen Stabilisierung seiner Verschuldung gekommen ist, dass er zwischen März und Oktober 2022 Rückzahlungen in der Höhe von Fr. 11'781.10 getätigt hat, und dass er seit dem 1. April 2022 in einem 100%-Pensum erwerbstätig ist, wobei auf diesem Einkommen seit Ende März 2023 eine Lohnpfändung besteht. Andererseits werden diese positiven Entwicklungen dadurch relativiert, dass der Beschwerdeführer die Erwerbstätigkeit erst über ein Jahr nach der Verwarnung aufgenommen hat, wobei die Lohnpfändung noch einmal deutlich später erfolgte. Hinzu kommt, dass gemäss Feststellungen der Vorinstanz Abzahlungsvereinbarungen mit Forderungsverzichten in der Höhe von über Fr. 90'000.-- - mithin ein wesentlicher Teil der Schuldenreduktion des Beschwerdeführers - durch Verzug des Beschwerdeführers wieder hinfällig geworden sind. Schliesslich wecken auch die teils nach der Verwarnung erwirkten Strafen wegen Ungehorsams im Betreibungsverfahren erhebliche Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Sanierungsbemühungen des Beschwerdeführers (vgl. auch das Urteil 2C_711/2021 vom 15. Dezember 2021 E. 5.3.3). Angesichts dieser Umstände ist fraglich, ob der Beschwerdeführer sein Verhalten in Bezug auf die Schuldenwirtschaft seit der Verwarnung tatsächlich geändert hat, wie er dies mit Verweis auf seine Vollzeitanstellung und die Lohnpfändung geltend macht. Dies kann letztlich aber offen bleiben, nachdem ein ernstzunehmendes Integrationsdefizit im Sinne von Art. 58a AIG auch angesichts der anhaltenden Delinquenz zu bejahen ist (dazu nachfolgend E. 6).