Citation: 4A_11/2020 E. 6.2

6.2. Die Beschwerdeführerin stellt in Abrede, dass von einer Typenbezeichnung ausgegangen werden könne. Sowohl bei Steinplatten als auch bei Keramikplatten handle es sich um Arbeitsplatten, die beide u.a. für Bodenbeläge verwendet würden. Mit Blick auf die Bekanntheit der Produkte der Beschwerdeführerin sei die Situation nicht vergleichbar mit einem Schlafzimmer "Wien" oder Telefonapparat "Ascona". Eine Typenbezeichnung für eine Stein- oder Keramikplatte sei für den Endabnehmer weder ersichtlich noch erkennbar. Wenn bereits Produzenten nicht einheitlich zwischen Stein und Keramik unterschieden, könne dies umso weniger vom Endabnehmer verlangt werden. Selbst wenn man aber von einer Typenbezeichnung ausginge, so wären die Anforderungen gemäss MSchG einzuhalten, zumal die Waren über einen entsprechenden Ruf verfügten. Dies bezwecke auch Art. 47 Abs. 3bis MSchG.