Citation: 8C_100/2022 E. 6.2

6.2. Gleiches gilt in Bezug auf die vorinstanzliche Feststellung, der Beschwerdeführer habe die Untersuchungsgefangene mit seinem Kommentar ("Schau, die sieht schon scheisse aus") grob beleidigt. Ein Angestellter des öffentlichen Dienstes ist verpflichtet, während und ausserhalb der Arbeitszeit ein Verhalten anzunehmen, das sich der Achtung und des Vertrauens würdig erweist, das seine Stellung erfordert, und alles zu unterlassen, was die Interessen des Staates beeinträchtigt. Dies gilt in hohem Ausmass für die Angehörigen eines Polizeikorps (Urteil 8C_502/2017 vom 30. November 2017 E. 6.6, nicht publ. in: BGE 144 I 11). Diesem Anspruch wurde der Beschwerdeführer nicht gerecht. Die Vorinstanz würdigte den Einwand des Beschwerdeführers, er habe lediglich das aufgedunsene Gesicht samt der geschwollenen Augenpartie der Untersuchungsgefangenen zu beschreiben versucht und damit seine Verwunderung über ihren Gesundheitszustand ausgedrückt, zu Recht als realitätsfremd. Zum Verhalten in Bezug auf seinen jüngeren Arbeitskollegen, dem gegenüber er sich gemäss der Feststellung des kantonalen Gerichts anzüglich verhalten haben soll (vgl. E. 5 hiervor), äussert sich der Beschwerdeführer nicht näher. Die Vorinstanz dufte bundesrechtskonform von einer disziplinarrelevanten Pflichtverletzung des Beschwerdeführers ausgehen.