Citation: 1P.403/2000 13.11.2000 E. A

A.- A.________ wird beschuldigt, am 15. Juli 1996 während einer einkaufsbedingten Abwesenheit seiner Frau sein bei ihm in den Ferien weilendes, damals 7-jähriges Patenkind B.________ sexuell missbraucht zu haben. Das Amtsgericht Olten-Gösgen sprach A.________ am 23. Juni 1998 vom Vorwurf der sexuellen Handlungen mit einem Kind frei. Es erwog, es bestünden zwar konkrete Anzeichen dafür, dass B.________ tatsächlich sexuell missbraucht worden sei, und A.________ sei als Täter nicht auszuschliessen. Indessen sei die Tat weder in Bezug auf den Täter noch hinsichtlich des genauen Tathergangs und der genauen Tatzeit beweismässig erstellt. Hiergegen erhob die Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn Appellation. Das Obergericht des Kantons Solothurn sprach A.________ am 24. September 1999 der sexuellen Handlungen mit einem Kind im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 StGB schuldig und verurteilte ihn zu einer Strafe von 10 Monaten Gefängnis bedingt, mit einer Probezeit von zwei Jahren.