Citation: I 122/04 03.11.2005 E. 2.2

2.2.1 Nach den zutreffenden Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde besteht gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 2004 geltenden Fassung lediglich bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, bei einem Invaliditätsgrad von weniger als 70 %, aber mindestens 60 %, dagegen lediglich ein solcher auf eine Dreiviertelsrente. Nach lit. f der Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 21. März 2003 (4. IV-Revision) werden laufende ganze Renten im Falle jener Rentenberechtigten, die - wie der Beschwerdeführer - im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Gesetzesänderung das 50. Altersjahr noch nicht zurückgelegt haben und deren Invaliditätsgrad unter 70 % liegt, innerhalb eines Jahres nach Inkrafttreten (von Amtes wegen) einer Revision unterzogen. Ergibt die Überprüfung eine Änderung des Invaliditätsgrades, und besteht gestützt auf die neue Rentenabstufung Anspruch auf eine höhere oder tiefere Rente, erfolgt eine Rentenerhöhung gemäss Art. 88bis Abs. 1 lit. b IVV mit Wirkung ab 1. Januar 2004 (vgl. auch Kreisschreiben über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSHI] vom 1. Januar 2004, Rz 10.010-10.013), eine Rentenherabsetzung frühestens ab dem ersten Tag des zweiten der Zustellung der Verfügung folgenden Monats (Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV); bleibt der Invaliditätsgrad nach der Überprüfung unverändert, entsteht aber nach der neuen Rentenabstufung Anspruch auf eine höhere oder tiefere Rente, so ist die Rentenerhöhung oder -herabsetzung im Sinne der genannten Bestimmungen vorzunehmen (siehe Urteil B. vom 11. Oktober 2005 [I 313/04] Erw. 2.2; vgl. auch IV-Rundschreiben Nr. 183 vom 9. Oktober 2003). 2.2.2 Im jüngst ergangenen Urteil B. vom 11. Oktober 2005 (I 313/04) hat das Eidgenössische Versicherungsgericht das schutzwürdige Interesse einer gestützt auf einen vorinstanzlich ermittelten Invaliditätsgrad von 69 % zum Bezug einer ganzen Invalidenrente berechtigten Person an der - im Hinblick auf den mit der 4. IVG-Revision geänderten Art. 28 Abs. 1 IVG - beantragten Feststellung eines 70 % übersteigenden Invaliditätsgrades verneint und hierzu begründungsweise erwogen: "(Allein) die Möglichkeit, dass bei gleich bleibendem Invaliditätsgrad die ganze Rente der Beschwerdeführerin bei der Anpassung an die geänderten Bestimmungen im Verlauf des Jahres 2004 gekürzt werden könnte (...), begründet kein aktuelles, unmittelbares Interesse an der Feststellung eines höheren Invaliditätsgrades bereits im vorliegenden Verfahren (...). Versicherten, deren Invaliditätsgrad unter den bis 31. Dezember 2003 gültig gewesenen Bestimmungen allenfalls zu tief festgesetzt worden war, muss es hingegen insoweit, als der altrechtlich festgesetzte und zu einer ganzen Rente berechtigende Invaliditätsgrad neurechtlich nur noch eine Dreiviertelsrente zu begründen vermöchte, offen stehen, die entsprechende Rüge in den Revisionsverfahren vorzubringen, welche im Zuge der 4. IV-Revision nötig geworden sind" (a.a.O., Erw. 3.1.2 und 3.2.1). Nach dieser Rechtsprechung, welche eine verfahrensrechtliche Schlechterstellung all jener Versicherten, die es unterlassen haben, einzig mit Blick auf (mögliche) künftige Auswirkungen der 4. IV-Revision auf ihren laufenden Rentenanspruch Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu erheben, vermeidet, ist das schutzwürdige Interesse des Beschwerdeführers an der Feststellung eines Invaliditätsgrades von 100 % im laufenden Verfahren zu verneinen und die Verwaltungsgerichtsbeschwerde somit unzulässig. Soweit die Verwaltung zwischenzeitlich - entsprechend ihrem aktenkundigen Beschluss vom 11. Februar 2004 - den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine ganze Invalidenrente ab 1. Januar 2004 mangels eines Invaliditätsgrades von mindestens 70 % zwischenzeitlich verfügungsweise verneint hat und diese Verfügung zufolge Anfechtung noch nicht rechtskräftig geworden ist, hat der Beschwerdeführer nach der zitierten Rechtsprechung jedoch Anspruch darauf, dass seine im Verfahren vor dem Eidgenössischen Versicherungsgericht vorgebrachte Rüge, der Invaliditätsgrad betrage nicht 69 %, sondern 100 %, im Rahmen des hängigen Revisionsverfahrens frei geprüft wird (vgl. Urteil B. vom 11. Oktober 2005 [I313/04] Erw. 3.2.2).