Citation: 6B_696/2024 E. 2.3.1

2.3.1. Er beanstandet die Berücksichtigung des Gutachtens, des Ergänzungsgutachtens und der Befragung der Gerichtsmedizinerin vor Erstinstanz. Er macht ein Beweisverwertungsverbot geltend und trägt vor, die Einvernahme der Ehefrau vom 6. Juni 2021 sei nicht verwertbar, weil sie ohne deren Anwalt, ohne Beschwerdeführer und ohne seinen damaligen Verteidiger erfolgt sei. Die Gutachter hätten das Protokoll dieser nicht verwertbaren Einvernahme erhalten und auch auszugsweise zitiert. Das Gutachten nehme Bezug auf die Angaben der Ehefrau, wonach der Beschwerdeführer sie gewürgt habe, wobei ihr schwarz geworden sei vor Augen und sie weisse Punkte gesehen hätte. Diese subjektive Angabe der Ehefrau werte das Gutachten als Beschreibung einer Hirndurchblutungsstörung. Die nicht verwertbare Aussage der Ehefrau sei somit zentral gewesen für den gutachterlichen Schluss auf eine unmittelbare Lebensgefahr. Die Vorinstanz lässt offen, ob die Einvernahme der Ehefrau vom 6. Juni 2021 verwertet werden darf. Denn sie stellt ohnehin nicht darauf ab. Darüber hinaus beruft sich der Beschwerdeführer auf die Fernwirkung des erwähnten Beweisverbots. Ermöglicht ein unverwertbarer Beweis die Erhebung eines weiteren Beweises, so ist dieser gemäss Art. 141 Abs. 4 StPO nur dann verwertbar, wenn er auch ohne die vorhergehende Beweiserhebung möglich gewesen wäre (vgl. dazu: Urteile 7B_257/2022 vom 4. Dezember 2023 E. 3.2.4; 6B_805/2011 vom 12. Juli 2012 E. 3.3.1; 6B_211/2009 vom 22. Juni 2009 E. 1.4.2; vgl. auch BGE 133 IV 329 E. 4.6). Im vorliegenden Fall wären das Gutachten, das Ergänzungsgutachten und die Befragung der Gerichtsmedizinerin auch ohne die Aussagen der Ehefrau vom 6. Juni 2021 möglich gewesen. Dazu erwog bereits die Vorinstanz überzeugend, die Aussagen der Ehefrau vom 6. Juni 2021 seien nur insofern in das Gutachten eingeflossen, als überprüft worden sei, ob sich die bei der Untersuchung festgestellten Verletzungen durch ihre Sachverhaltsschilderungen erklären lassen. Entgegen dem Beschwerdeführer stützt sich das Gutachten nicht auf die Aussagen der Ehefrau, sondern einzig auf die Verletzungen, die bei der forensisch-klinischen Untersuchung der Ehefrau vom 6. Juni 2021 festgestellt wurden. Die Fernwirkung soll die Beweisverwertungsverbote vor einer Aushöhlung schützen. Es ist augenscheinlich, dass die Vorinstanz vorliegend keinen unzulässigen "hypothetical clean path" konstruierte. Den Gutachtern lag das Verletzungsbild vor, nämlich die Stauungsblutungen an den Augenlidern und am rechten Trommelfell, in Kombination mit Hauteinblutungen links und rechts am Hals. Gestützt darauf kamen sie zum Schluss, dass die Ehefrau durch Würgen in unmittelbare Lebensgefahr gebracht worden war. Dass die Vorinstanz darauf abstellt, ist nicht willkürlich und verletzt auch sonst kein Bundesrecht.