Citation: 2C_950/2019 E. 4.2

4.2. Mit Blick auf die Ausführungen der Beschwerdeführerin ist vorab festzuhalten, dass nicht ersichtlich ist, inwiefern es der Vorinstanz verwehrt gewesen wäre, die beanstandeten Polizeiberichte und Fotodokumentationen zu verwerten. Ein Beweisverwertungsverbot wegen der angeblich illegalen anonymen Anzeige bestand nicht: Nicht nur wegen dieser Anzeige hatte das Migrationsamt Anlass dazu, den Fortbestand der Ehe der Beschwerdeführerin näher abzuklären (für andere Fälle, in denen eine anonyme Anzeige die Migrationsbehörden veranlassten, weitere Abklärungen vorzunehmen vgl. Urteile 2C_1077/2017 vom 8. Januar 2019; 2C_589/2008 vom 27. Februar 2009); entsprechende Abklärungen waren auch angesichts des Auszugs der Beschwerdeführerin aus der ehelichen Wohnung angezeigt. Hinzu kommt, dass die Vorinstanz die anonyme Anzeige nicht als selbständiges Indiz für das Vorliegen einer Scheinehe berücksichtigte.