Citation: 2C_214/2023 E. 4.4.1

4.4.1. Das Bundesgericht geht davon aus, dass es sich um eine blosse Hilfstätigkeit handelt, wenn der Staat zwar einen Privaten mit der Ausführung einer Verwaltungsaufgabe betraut, gleichzeitig aber die Kontrolle und Aufsicht über die Arbeit des Privaten ausübt und deren Qualität bescheinigt. Dabei handelt der Private in der Verantwortung des Staates. Der Staat tritt nach aussen hin auf und bleibt haftbar (BGE 148 II 218 E. 3.2; 138 I 196 E. 4.4.1 f.; Urteil 2C_39/2018 vom 18. Juni 2019 E. 2.4). Die öffentliche Aufgabe verbleibt mithin beim Staat; diesem obliegt weiterhin die Aufgabenerfüllung. Im Rahmen der Aufgabenerfüllung kann er aber Private für geringfügige, administrative oder technische Hilfstätigkeiten beiziehen (BGE 148 II 218 E. 3.2; 144 II 376 E. 7.2; 134 II 297 E. 3.2 und 3.3). Der Beizug des Privaten kann für die ausschliessliche oder teilweise Ausführung der Verwaltungsaufgabe erfolgen (BGE 138 I 196 E. 4.4.1 f.). Für eine blosse Hilfeleistung bei der Aufgabenerfüllung spricht zudem, wenn die Einzelheiten der zu erbringenden Dienstleistung im Leistungsauftrag detailliert geregelt sind und dem Privaten nur relativ wenig Gestaltungsspielraum verbleibt (BGE 134 II 297 E. 3.3). Ist der Private hingegen mit hoheitlichen Befugnissen ausgestattet, von der Verwaltung unabhängig und ausschliesslich für seine Arbeit verantwortlich, liegt keine blosse Hilfstätigkeit vor (BGE 148 II 218 E. 3.3; 138 I 196 E. 4.4.3; 137 II 409 E. 6.1).