Citation: 7B.84/2006 13.09.2006 E. 3

Die bei der kantonalen Aufsichtsbehörde eingereichte Eingabe vom 16. März 2006 will der Beschwerdeführer auch als Beschwerde wegen Rechtsverweigerung verstanden wissen. Da eine solche nach Art. 17 Abs. 3 SchKG bei der (unteren) kantonalen Aufsichtsbehörde jederzeit, d.h. ohne Wahrung einer Frist, geführt werden könne, hätte auf seine Eingabe zumindest aus dieser Sicht eingetreten werden müssen. 3.1 Im Sinne der in der vorliegenden Beschwerde - erstmals - gestellten Akteneinsichtsbegehren hatte der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an die Vorinstanz ausgeführt, er habe trotz mehrmaligem Besuch auf dem Konkursamt keine Einsicht gehabt "auf eine vollständige Aufführung der Aktiven und Passiven sowie detaillierten Einnahmen und Forderungen der Gläubiger ...", er habe die von ihm mehrmals beanstandeten Nebenkosten nicht verifizieren können und er habe keine Einsicht in die Bewertung der Y.________ AG erhalten und wisse nicht, ob, wie und durch wen eine solche vorgenommen worden sei. 3.2 Zu den angeführten Vorbringen hat sich die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid nicht geäussert. Inwiefern sie damit gegen Bundesrecht verstossen haben soll, legt der Beschwerdeführer nicht dar (vgl. Art. 79 Abs. 1 OG). Er beschränkt sich darauf, gestützt auf neue tatsächliche Vorbringen, die im vorliegenden Verfahren von vornherein nicht zu hören sind (Art. 79 Abs. 1 zweiter Satz OG), geltend zu machen, das Konkursamt habe zu Unrecht das ihm gemäss Art. 8a SchKG zustehende Einsichtsrecht verweigert. Auf diese Ausführungen ist nicht einzutreten. Dass sich das Konkursamt eine Rechtsverweigerung habe zuschulden kommen lassen, wäre im kantonalen Verfahren darzutun gewesen. Sollte der Beschwerdeführer sein Vorbringen, die kantonale Aufsichtsbehörde habe bei Unklarheiten Gelegenheit zur Anpassung der Beschwerdeschrift einzuräumen, auch in diesem Zusammenhang gelten lassen wollen, wäre zu bemerken, dass, von hier nicht zutreffenden Ausnahmen abgesehen, das Verfahren vor den kantonalen Aufsichtsbehörden durch das kantonale Recht geregelt wird (Art. 20a Abs. 3 in Verbindung mit Abs. 2 SchKG). Etwas anderes ist auch der vom Beschwerdeführer angerufenen Literaturstelle (Jaeger/Walder/Kull/Kottmann, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 4. Auflage, N. 37 zu Art. 17) nicht zu entnehmen. Eine Rückweisung wäre auch nicht etwa gestützt auf Art. 32 Abs. 4 SchKG in Betracht gefallen, kann es doch nicht angehen, die Begründung einer Beschwerde erst nachträglich vorzutragen.