Citation: 4A_92/2018 E. 2.3

2.3. Es sei vorzumerken, dass sich die Gesuchstellerin je nach Ergebnis dieser gutachterlichen Belastetheits-Prüfung eine Widerklage-Änderung im fortzusetzenden Verfahren FV160085-C vorbehält. -..]" B.a.b. Die Gesuchsgegnerin beantragte in ihrer Stellungnahme vom 11. Juli 2017 die Abweisung des Gesuchs. Die Parteien replizierten und duplizierten. B.a.c. Mit Urteil vom 10. Oktober 2017 wies das Bezirksgericht Bülach das Revisionsbegehren ab. Es verneinte den behaupteten Grundlagenirrtum und schloss, die Gesuchstellerin zeige mit dem Verdacht auf einen neu entdeckten Mangel nicht auf, weshalb es ihr nicht möglich gewesen sein sollte, diesen bereits im Rahmen des Erstverfahrens zu erkennen. B.b. B.b.a. Dagegen erhob die Gesuchstellerin am 13. November 2017 Beschwerde beim Obergericht des Kantons Zürich. Sie beantragte, das Urteil des Bezirksgerichts Bülach sei aufzuheben und das Revisionsbegehren gutzuheissen. B.b.b. Mit Urteil vom 4. Januar 2018 wies das Obergericht des Kantons Zürich die Beschwerde der Gesuchstellerin gegen das Urteil des Bezirksgerichts Bülach vom 10. Oktober 2017 ab. Das Obergericht trat zunächst auf die erstmals im Beschwerdeverfahren vorgetragenen Behauptungen der Gesuchstellerin zum erheblichen Vergleichsdruck, zur fehlenden Überlegungszeit und zu Äusserungen des Sachrichters anlässlich der Verhandlung vom 9. Mai 2017 insoweit nicht ein, als die Sachdarstellung im Revisionsgesuch erweitert wurde und sich Entsprechendes nicht aus den erstinstanzlichen Akten, insbesondere dem Protokoll ergab (E. 3.4.2), es wies sodann den Einwand als unbegründet ab, wonach die erste Instanz das Revisionsgesuch falsch ausgelegt habe (E. 3.4.3). Mit der ersten Instanz legte das Obergericht schliesslich dar, dass es gerade Sinn und Zweck des Vergleichs ist, die aus einem unsicheren (rechtlichen oder tatsächlichen) Befund entstehende Ungewissheit zu beseitigen, weshalb namentlich eine Fehleinschätzung der Prozesschancen keinen Grundlagenirrtum darstellt. Da der behauptete Irrtum den eigentlichen Gegenstand des Vergleichs - und damit das caput controversum - beschlage, sei eine Anfechtung wegen Grundlagenirrtums ausgeschlossen. Mit der ersten Instanz legte das Obergericht dar, dass eine im Kontext von Vergleichsverhandlungen vorgenommene vorläufige gerichtliche Einschätzung der Rechtslage und der Prozessaussichten auf dem aktuellen Akten- und Wissensstand des Gerichts basiert und dass eine Einschätzung naturgemäss keineswegs endgültig, exakt oder in jedem Fall zutreffend ist, was namentlich einer anwaltlich vertretenen Partei bekannt sein muss. Mit der ersten Instanz wies das Obergericht darauf hin, dass die anwaltlich vertretene Gesuchstellerin vor dem Abschluss des Vergleichs die notwendigen Abklärungen hätte treffen müssen, um sich eine richtige und sachgerechte Grundlage für die Risikoeinschätzung zu schaffen (E. 3.4.4). Zum geltend gemachten Novum legte das Obergericht dar, dass die Gesuchstellerin in ihrem Revisionsgesuch nirgends geltend gemacht hatte, sie hätte den Vergleich bei Verdacht eines weiteren Mangels nicht geschlossen (E. 3.5).