Citation: 5P.360/2004 10.01.2005 E. 6

Als Einkünfte hat das Obergericht der Beschwerdeführerin ein Erwerbseinkommen von monatlich Fr. 1'535.-- sowie den Ertrag aus der Vermietung ihrer Liegenschaft in V.________ (Fr. 1'064.30 im Monat) angerechnet. Was hiergegen vorgebracht wird, ist nicht geeignet, dieses Vorgehen der kantonalen Beschwerdeinstanz als willkürlich erscheinen zu lassen: Die Beschwerdeführerin weist selbst darauf hin, dass sie im Juli 2004 eine Klage auf Scheidung der Ehe eingereicht hat. Ist aber somit eine Wiederherstellung des gemeinsamen Haushaltes nicht mehr zu erwarten, ist es sachgerecht, bei der Festsetzung der Unterhaltsbeiträge der Eigenversorgungskapazität des unterhaltsberechtigten Ehegatten eine grössere Bedeutung beizumessen (vgl. BGE 128 III 65 E. 4a S. 67) und die für den nachehelichen Unterhalt massgebenden Kriterien des Art. 125 ZGB miteinzubeziehen. Nach Art. 125 Abs. 2 Ziff. 5 ZGB sind beim Entscheid über die Unterhaltsbeiträge Einkommen und Vermögen zu berücksichtigen, wobei zum Einkommen auch der Vermögensertrag zählt (vgl. BGE 127 III 289 E. 2b S. 293).