Citation: 8C_102/2020 E. 5.3.2

5.3.2. Unbehelflich sind auch die übrigen Vorbringen der Beschwerdeführerin. Insbesondere war die Meldepflicht für den Versicherten selbst bei Aufwendung der gehörigen Sorgfalt nicht ohne Weiteres erkennbar. Das kantonale Gericht erwog auch in dieser Hinsicht bundesrechtskonform, der Versicherte hätte die Unrechtmässigkeit des Leistungsbezugs selbst bei gebotener Sorgfalt nicht erkennen können, zumal der Bedarf an teilweisem Ausgleich der finanziellen Belastung durch das Kind nach wie vor gegeben sei und eine Kumulation von Familienzulagen und Kinderrente der AHV nicht grundsätzlich ausser Betracht falle. Eine offensichtliche, leichte Erkennbarkeit der Unrechtmässigkeit des Leistungsbezugs ergebe sich auch nicht aus der in den jeweiligen Verfügungen vermerkten Bezeichnung "Familien- bzw. Kinderzulagen für Nichterwerbstätige", da der Beschwerdegegner vor Erreichen des Rentenalters seit mehreren Jahren keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgegangen sei und als Nichterwerbstätiger gegolten habe, was sich mit dem Eintritt in das Rentenalter nicht verändert habe. Inwiefern das kantonale Gericht unter Würdigung dieser gesamten Umstände, einschliesslich der Qualifizierung des Verhaltens des Beschwerdegegners als höchstens leicht fahrlässig Bundesrecht verletzt haben soll, legt die Beschwerdeführerin nicht dar. Die vorinstanzlichen Erwägungen geben denn auch zu keiner Beanstandung Anlass.