Citation: 2C_738/2022 E. 5.1

5.1. Trotz seiner langen Anwesenheit (seit 1986) besteht - wie die Vorinstanz zu Recht festhält - ein grosses öffentliches Interesse daran, dass der Beschwerdeführer das Land verlässt. Er hat hierarchisch in einer nicht untergeordneten Rolle mit 152,3 Gramm reinem Kokain gehandelt. Mit dieser Drogenmenge hat er die für den qualifizierten Tatbestand von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG erforderliche Schwelle von 18 Gramm reinem Kokain um mehr als das Achtfache überschritten (vgl. BGE 120 IV 334 E. 2a). Er hat aus rein finanziellen Gründen die Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen in Kauf genommen. Das Tribunal pénal de l'arrondissement de la Sarine verurteilte ihn deswegen am 25. September 2017 zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 36 Monaten bei einer Probezeit von fünf Jahren (20 Monate bedingt). Das entsprechende Strafmass liegt weit über der Grenze von einem Jahr, welche für das Vorliegen des Widerrufsgrunds nach Art. 63 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 62 lit. b AIG massgeblich ist (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.1). Das Bundesgericht verfolgt beim Drogenhandel aus rein finanziellen Motiven ausländerrechtlich in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des EGMR eine strenge Praxis (vgl. BGE 139 II 121 E. 5.3; Urteil 2C_1038/2021 vom 18. März 2022 E. 4.2.2).