Citation: 6P.29/2007 27.04.2007 E. 12.2

12.2.1 Die Vorinstanz nimmt hinsichtlich der Strafzumessung unter Verweisung auf das erstinstanzliche Urteil an, die vom Beschwerdeführer betriebene Misswirtschaft könne nicht als geringfügig betrachtet werden. Er habe nicht einfach unwichtige Handlungen unterlassen, sondern habe die Erfüllung seiner Pflichten als Geschäftsführer der A.________ AG in einem schwerwiegenden Ausmass versäumt. Über Jahre hinweg habe er sich selber laufend Erhöhungen des ungesicherten Darlehens gewährt und dabei weder den wiederholten Hinweisen der Revisionsstelle auf die Problematik des ungesicherten Darlehens Beachtung geschenkt noch seine schriftlichen Versprechen auf Zinszahlungen und Teilamortisationen gehalten. Dem Beschwerdeführer sei daher zu Recht eine beachtliche kriminelle Energie attestiert worden, und es treffe ihn ein erhebliches Verschulden. Die erste Instanz habe daher die Zusatzstrafe zu Recht auf 6 Monate Gefängnis und Fr. 50'000.-- Busse festgesetzt (angefochtenes Urteil S. 8 f.). 12.2.2 Das Kreisgericht gelangte nach einlässlichen Erwägungen zu Vorleben und Person des Beschwerdeführers zum Schluss, dieser habe sich im fraglichen Zeitraum nicht nur im Zusammenhang mit der A.________ AG der Misswirtschaft schuldig gemacht, sondern sein Liegenschaftsgeschäft über längere Zeit mit mehreren Gesellschaften betrieben, die er für seine finanziellen Machenschaften benützt habe, um sich so auf deliktische Weise zu Lasten der Gläubiger und der anderen Steuerzahler erhebliche finanzielle Vorteile zu verschaffen. Sein Verhalten sei offensichtlich durch Gewinnsucht geprägt gewesen und sein Verschulden dementsprechend als erheblich zu werten. Strafschärfend wirkten sich die Mehrheit der strafbaren Handlungen und der technische Rückfall gemäss Art. 67 Ziff. 1 Abs. 1 StGB aus. Straferhöhend zu berücksichtigen sei, dass der Beschwerdeführer mehrfach, wenn auch nicht einschlägig, vorbestraft sei, wobei die Verurteilungen einige Zeit zurücklägen. Sowohl der automobilistische als auch der betreibungsrechtliche Leumund seien schlecht. Leicht strafmindernd sei zu werten, dass seit den Straftaten mehrere Jahre vergangen seien und er seither offenbar nicht mehr straffällig geworden sei (erstinstanzliches Urteil S. 16 f.). Ferner nahm die erste Instanz an, die finanziellen Verhältnisse des Beschwerdeführers seien über all die Jahre intransparent geblieben und die gegenüber den verschiedenen Gerichten gemachten Angaben seien widersprüchlich. Es müsse davon ausgegangen werden, dass er über Vermögenswerte und/oder Einkommen verfüge, das er sowohl den Strafverfolgungsbehörden als auch seinen Gläubigern gezielt vorenthalte. Es erscheine daher als angemessen, die wegen den gewinnsüchtigen Motiven auszusprechende Busse auf Fr. 50'000.-- festzusetzen (erstinstanzliches Urteil S. 19 f.).