Citation: 1C_550/2009 09.09.2010 E. 3

Der Beschwerdeführer rügt, dass die Vorinstanz, nachdem sie zum Schluss gelangt sei, die Bauvorhaben seien nicht zonenkonform, nicht geprüft habe, ob die Voraussetzungen für eine Ausnahmebewilligung gemäss Art. 24 ff. RPG erfüllt sind. Er macht geltend, er habe bei der Einreichung des Baugesuchs keinen Anlass gehabt, ein Gesuch um Ausnahmebewilligung einzureichen, weil er der festen Überzeugung gewesen sei, dass die Bauvorhaben zonenkonform seien. Das Rechtsbegehren auf Aufhebung eines Bauabschlags und Erteilung einer Baubewilligung beinhalte aber auch das Begehren auf Prüfung der Voraussetzungen für eine Ausnahmebewilligung. Sinngemäss wirft der Beschwerdeführer der Vorinstanz damit eine formelle Rechtsverweigerung (Art. 29 Abs. 1 BV) vor. Aus den nachfolgenden Überlegungen kann offen bleiben, ob die entsprechende Begründung des Beschwerdeführers den Anforderungen von Art. 106 Abs. 2 BGG (vgl. dazu E. 1.2) genügt. Der Beschwerdeführer hat kein Gesuch um Erteilung einer Ausnahmebewilligung nach Art. 24 ff. RPG gestellt und zwar auch nicht, nachdem sein Baugesuch im erstinstanzlichen Baubewilligungsverfahren wegen fehlender Zonenkonformität abgewiesen worden war. Er hätte nach kantonalem Recht die Möglichkeit gehabt, auch noch im Beschwerdeverfahren an die BVE ein nachträgliches Ausnahmegesuch zu stellen (Art. 44 Abs. 1 und 2 des kantonalen Baubewilligungsdekrets vom 22. März 1994 [BewD]). Ein solches Ausnahmegesuch ist nach kantonalem Recht Voraussetzung für eine entsprechende Publikation und Prüfung im Baubewilligungsverfahren (Art. 34 Abs. 2 des kantonalen Baugesetzes vom 9. Juni 1985 [BauG]). Im Rahmen der Veröffentlichung eines Baugesuchs muss auf die für ein Vorhaben beanspruchten Ausnahmen hingewiesen werden (Art. 26 Abs. 3 lit. e BewD). Der Beschwerdeführer hat mit seinem prozessualen Verhalten selbst dazu beigetragen, dass die Prüfung des Vorhabens nach Art. 24 ff. RPG unterblieb (vgl. Urteil 1C_452/2007 vom 22. April 2008 E. 3.3). Der angefochtene Entscheid ist in dieser Hinsicht nicht zu beanstanden.