Citation: 5A_310/2023 E. C

C.a. Mit Schreiben vom 4. Januar 2022 wandte sich B.A.________s neuer Beistand an die KESB und beantragte, die elterliche Sorge der Mutter einzuschränken und ihn zu beauftragen, bei B.A.________ gemäss dem Impfplan des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) die klassischen Basisimpfungen durchzuführen. Er begründete den Antrag damit, dass B.A.________ aufgrund der ablehnenden Haltung der Mutter keine der gängigen Impfungen erhalten habe, und legte ein Schreiben der behandelnden Kinderärztin vom 2. Juni 2021 bei, wonach die Impfungen gemäss schweizerischem Impfplan für B.A.________s gesundheitliches Wohl dringend erforderlich seien. Am 31. Januar 2022 wurde A.A.________ von der KESB angehört. Mit Schreiben vom 10. Februar 2022 erklärte A.A.________ ihr Einverständnis mit der Impfung gegen Diphterie, Tetanus und Pertussis (Dreifachimpfung DTP). Am 4. März 2022 informierte der Beistand darüber, dass B.A.________ die DTP-Impfung erhalten habe und die Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln und Kinderlähmung ausstehend seien. Die Pflegeeltern erklärten mit Telefonat bzw. E-Mail vom 24. März 2022, die Impfungen zu unterstützen. C.b. Am 5. April 2022 fällte die KESB ihren Beschluss. Sie erweiterte den Aufgabenkatalog des Beistandes, beauftragte diesen, für die Durchführung der klassischen Basisimpfungen bei B.A.________ gemäss Impfplan des BAG besorgt zu sein, und schränkte diesbezüglich A.A.________s elterliches Sorgerecht ein. C.c. Erfolglos focht A.A.________ den Beschluss zuerst beim Bezirksrat Horgen und dann beim Obergericht des Kantons Zürich an. Beide Rechtsmittelinstanzen wiesen ihre Beschwerde ab, der Bezirksrat mit Urteil vom 1. Dezember 2022 und das Obergericht mit Urteil vom 7. März 2023. Das letztgenannte Urteil wurde A.A.________ am 10. März 2023 zugestellt.