Citation: 5A_775/2019 E. 4.4.1

4.4.1. Dazu bringt sie vor, es sei "aktenkundig", dass sie über Krankheits- und Behandlungseinsicht verfüge. Es sei ihr bewusst, dass sie ein Drogenproblem habe und Hilfe benötige. Sie habe auch ihre Absicht bekundet, sich von den Drogen und der Strasse zu distanzieren bzw. in einer betreuten Wohnform leben zu wollen. Eine Zusammenarbeit mit ihr sei möglich, und die Krankheits- und Behandlungseinsicht spreche "wohl" dafür, dass sich eine mildere Massnahme finden liesse. Eine Betreuung oder gar Behandlung wäre zielführend, wenn man sie nicht einfach "einsperren" würde. Diese langfristige "Internierung" sei mit dem Zweck der fürsorgerischen Unterbringung, welche in der Wiedererlangung der Selbständigkeit liege, nicht vereinbar. Es stelle vielmehr eine Verwahrung dar, welche unverhältnismässig und unzulässig sei.