Citation: 1P.736/2003 22.12.2003 E. 3

Im angefochtenen Entscheid wird erwogen, dass "der genaue Tatablauf und die der Tötung vorausgegangenen Ereignisse noch nicht in allen Einzelheiten zweifelsfrei fest" stünden. Gemäss den bisherigen Untersuchungsergebnissen seien neben dem Beschwerdeführer verschiedene seiner Familienangehörigen an der Auseinandersetzung beteiligt gewesen. Zwischen der Familie des Beschwerdeführers auf der einen Seite sowie dem nachmaligen Opfer und dessen Bruder auf der anderen Seite habe zuvor "schon lange ein schwerer Konflikt" bestanden, da die beiden Brüder Beziehungen zu zwei jungen Frauen gepflegt hätten, die der Familie des Beschwerdeführers angehören. Wegen wiederholten massiven Drohungen seitens ihrer eigenen Familienangehörigen hätten die beiden Schwestern bereits im Mai 2003 Strafanzeige gegen ihren Vater und ihre zwei Brüder, darunter der Beschwerdeführer, erhoben. Der Beschwerdeführer und dessen Bruder hätten beim nachmaligen Opfer angerufen und dieses (sowie ihre eigene Schwester) mit dem Tode bedroht. Ein anderes Mal habe der Beschwerdeführer die Wohnungstür des späteren Opfers gewaltsam aufgebrochen, um sich Zutritt zur Wohnung zu verschaffen. Der Beschwerdeführer habe zu Protokoll gegeben, der Umstand, dass seine Schwestern Beziehungen zum Opfer und dessen Bruder gepflegt hätten, bedeute eine "Kränkung der Familienehre" und sei "das Schlimmste, was uns Albanern passieren kann". Die Untersuchung habe ergeben, dass es am 18. August 2003 zunächst zu einer zufälligen Begegnung zwischen dem Beschwerdeführer und dem späteren Opfer gekommen sei. Bei diesem Anlass sei "durch Provokation des Beschwerdeführers ein Streit zwischen den beiden Männern" ausgebrochen. Anschliessend habe sich der Beschwerdeführer zu seinen Familienangehörigen begeben, die sich im Horburgpark aufgehalten hätten. Kurz darauf habe er den Park zusammen mit einigen seiner Verwandten verlassen. Anschliessend sei der Beschwerdeführer mit einem "Mercedes, dem späteren Fluchtauto seines Bruders und mutmasslichen Todesschützen", vorgefahren und habe das Fahrzeug "in der Nähe des Horburgparks" parkiert, "während die übrigen Familienmitglieder ein anderes Auto sowie Waffen" besorgt hätten. Nachdem sich alle wieder im Park eingefunden hätten, sei es zu einer tätlichen Auseinandersetzung gekommen, in deren Verlauf das Opfer erschossen wurde. Dieses sei nach seiner Ankunft im Park zunächst vom Beschwerdeführer und "zahlreichen" seiner männlichen Familienangehörigen "umstellt" worden. Der Beschwerdeführer habe sodann "gemeinsam mit mindestens vier weiteren" Beteiligten auf das Opfer eingeschlagen. Im weiteren Verlauf der Auseinandersetzung sei das Opfer (vermutlich vom Bruder des Beschwerdeführers) erschossen worden. Dass der Beschwerdeführer nach den bisherigen Untersuchungsergebnissen nicht der mutmassliche Todesschütze sei, erscheine für die Frage des dringenden Tatverdachtes seiner Beteiligung an einem Tötungsdelikt unerheblich. Dem Beschwerdeführer werde nicht eine Schussabgabe zur Last gelegt, sondern seine aktive Beteiligung an den tödlich endenden Auseinandersetzungen sowie die "Beschaffung von Waffen" und die "Bereitsstellung von Fluchtfahrzeugen".