Citation: 8C_754/2016 E. 2.2.2

2.2.2. Die Ärzte der Suva nahmen zwar zur zeitlichen Präsenz in einer den Leiden angepassten Beschäftigung nicht explizit Stellung. Indessen ergibt sich aus dem Kontext ihrer Gesamtbeurteilung vom 20. April 2015 klar, dass die Explorandin uneingeschränkt einsetzbar war. Die Vorinstanz hat zutreffend erkannt, dass sich keine Anhaltspunkte fänden, die Versicherungsmediziner bezögen sich auf eine Teilzeittätigkeit, namentlich nicht auf das vor dem Unfall ausgeübte Pensum von 26 Stunden pro Woche. In diesem Zusammenhang hat sie weiter richtig festgehalten, dass der angestammte Beruf als Reinigungskraft zahlreiche das Knie belastende Verrichtungen (häufiges Gehen und Stehen; Arbeiten in der Hocke; Steigen auf Treppen und Leitern) erforderte habe, welche gemäss Zumutbarkeitsprofil nur noch stark eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich seien. Aus der Beschwerde wird nicht ersichtlich, inwiefern die im angefochtenen Entscheid beispielhaft als dem Knieleiden angepasste Tätigkeit als Kassierin im Detailhandel vergleichbare körperliche Belastungen mit sich bringen soll, wie sie der angestammte Beruf als Reinigungskraft erfordert. Daher ist wenig nachvollziehbar, die Ärzte der Suva bezögen sich bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auf ein Arbeitspensum von 26 oder gar 11 Stunden pro Woche. Unter diesen Umständen erübrigen sich Erläuterungen zur Frage, ob und inwieweit die Ärzte der Suva die "Leitlinien zur Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit nach Unfall und bei Krankheit" der SIM (Swiss Insurance Medicine), die im Übrigen lediglich als Empfehlung zu verstehen sind (vgl. BGE 140 V 260 E. 3.2.2 S. 262), verletzten. Daran ändert nichts, dass sie nicht explizit angaben, in welchem zeitlichen Umfang die Versicherte in einer dem detailliert formulierten Anforderungsprofil - wie die Vorinstanz weiter zutreffend festgestellt hat - entsprechende Tätigkeiten auszuüben vermochte. Damit ist auch auf den im Übrigen nicht näher spezifizierten Einwand, der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der IV-Stelle habe sich mit den Ärzten der Suva abgesprochen, nicht einzugehen, zumal hier einzig das unfallversicherungsrechtliche Verfahren zur Diskussion steht. Abschliessend ist nicht ersichtlich, inwieweit zusätzliche medizinische Abkärungen Aufschluss darüber geben könnten, ob die Versicherte eine ihr zumutbare Arbeitstätigkeit nicht in vollem Rendement leisten könne. Letztlich ist in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen, dass die Versicherte aktenkundig mehrfach angab, nur noch in ihrem angestammten Beruf zum aktuell ausgeübten Pensum von 11 Stunden pro Woche erwerbstätig sein zu wollen, weshalb ihre Vorbringen, in einer anderen, den geltend gemachten körperlichen Leiden angepassten Arbeitsgelegenheit nicht vollständig erwerbstätig sein zu können, ohnehin wenig nachvollziehbar sind.