Citation: 6B_1145/2022 E. 4.2

4.2. Unbegründet erweist sich auch der Einwand der Beschwerdeführerin, die Vorinstanz habe sich nicht merklich mit dem Vorwurf des Hausfriedensbruchs auseinandergesetzt, respektive dass es sich hierbei um eine blosse Begleiterscheinung handle, die keine bloss anteilsmässige Kostenauflage rechtfertige. Anhand der Erwägungen der Vorinstanz ergibt sich, dass der Vorwurf des Hausfriedensbruchs sowohl im Untersuchungsverfahren als auch vor der ersten Instanz näherer Abklärungen bedurfte. Dies war namentlich mit Blick auf das Nutzungsrecht der (ehemals) ehelichen Liegenschaft der Fall, aber auch hinsichtlich der Frage, ob es sich bei den vom Beschwerdegegner betretenen Örtlichkeiten jeweils um einen umfriedeten Platz handelte oder nicht; schliesslich auch hinsichtlich der Umstände, anhand welcher der Beschwerdegegner Kenntnis von einem Hausverbot hätte haben können (vgl. angefochtenes Urteil S. 7-9 [Ziffer 3.2.2 bis 3.3]). Dementsprechend überschreitet die Vorinstanz ihr weites Ermessen nicht, wenn sie dem Beschwerdegegner die Verfahrenskosten anteilsmässig, konkret hälftig auferlegt. Auch der Verzicht auf eine Auferlegung der Kosten gestützt auf Art. 426 Abs. 2 StPO ist nicht zu beanstanden. Die Gründe, wegen welcher der Beschwerdegegner den Tatbestand des Hausfriedensbruchs nicht erfüllt, schliessen auch ein zivilrechtlich qualifiziert vorwerfbares Verhalten aus, womit eine Entschädigung gemäss Art. 433 Abs. 1 lit. b StPO entfällt (vgl. BGE 147 IV 47 E. 4.1 mit Hinweis auf Urteil 6B_1200/2017 vom 4. Juni 2018 E. 4.4).