Citation: 9C_820/2016 E. 3.3

3.3. Auch im Aufgabenbereich Haushalt können die Arbeitsunfähigkeitsgrade im somatischen und im psychosomatischen Bereich nicht einfach addiert werden. Vielmehr bescheinigen auch hier die Gutachter des ABI gesamthaft eine Arbeitsunfähigkeit im Haushaltbereich von 25 %. Da die Feststellungen von den Gutachtern so getroffen wurden, bestand für die Vorinstanz auch keine Veranlassung, diese noch zusätzlich zu begründen. Zu Recht hat das kantonale Gericht unter Hinweis auf das Urteil 9C_150/2012 vom 30. August 2012 den gutachterlichen Feststellungen zur Arbeitsfähigkeit im Haushaltbereich mehr Gewicht beigemessen als den Ergebnissen der Abklärung an Ort und Stelle, da bei der Versicherten insbesondere psychisch bedingte Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit bestehen. Wenn die Vorinstanz alsdann trotzdem auf die höhere Einschränkung gemäss Haushaltabklärung abstellt, kommt dies der Beschwerdeführerin sogar noch entgegen. Aufgrund der massgebenden Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Versicherten im Haushaltbereich durch die Gutachter des ABI ist auch die vom Hausarzt Dr. med. D.________, Allgemeine Innere Medizin, am 7. März 2012 vorgenommene Einschätzung nicht massgebend. Diesbezüglich hat die Vorinstanz auch zutreffend darauf hingewiesen, Dr. med. D.________ habe die Mitwirkungsobliegenheiten der erwachsenen Familienmitglieder nicht berücksichtigt. Da vorliegend primär auf die gutachterliche Festlegung der Arbeitsfähigkeit im Haushaltbereich abzustellen ist, ist auch nicht massgeblich, dass die Haushaltabklärung am 23. Januar 2013, knapp anderthalb Jahre vor der Begutachtung im ABI vom 30. Juni und 2. Juli 2014 stattgefunden hat. Konkrete Veränderungen des Gesundheitszustandes in der Zeitspanne zwischen Haushaltabklärung und Verfügungserlass werden in der Beschwerde nicht genannt, und Derartiges wurde im vorinstanzlichen Verfahren nicht einmal behauptet.