Citation: 2A.49/2004 07.05.2004 E. 5

Den öffentlichen Interessen an einer Ausweisung und Fernhaltung des Beschwerdeführers auf die verfügte Dauer von zehn Jahren sind dessen private Interessen an einem Verbleib in der Schweiz gegenüberzustellen. 5.1 Der Beschwerdeführer wurde in der Schweiz geboren und ist seit frühem Kindesalter hier aufgewachsen. Er hat die Schulen hier absolviert und spricht Schweizerdeutsch. Mit Ausnahme seiner im Frühjahr 2002 aufgenommenen Arbeit im Restaurant X.________ in Y.________, welche offenbar durch den Arbeitgeber gekündigt wurde, war der Beschwerdeführer nur sporadisch als Hilfsarbeiter erwerbstätig. Der Beschwerdeführer war somit arbeitsmässig vor seiner Verhaftung in der Schweiz nicht integriert. 5.2 Auch für eine soziale Integration des Beschwerdeführers gibt es keine Anhaltspunkte. Nach seinen eigenen Angaben war er in einen Kollegenkreis geraten, der einen negativen Einfluss auf ihn hatte. Nach für das Bundesgericht verbindlicher Feststellung des Obergerichts (Art. 105 Abs. 2 OG) hat der Beschwerdeführer im Strafverfahren nach anfänglicher Bestreitung zugegeben, Drogen zu konsumieren. In der Haftprüfungsverfügung vom 26. Dezember 2002 ist festgehalten, der Beschwerdeführer habe anlässlich der polizeilichen Einvernahme vom 17. Dezember 2002 bestätigt, dass er vorhatte am 2. Januar 2003 in die Türkei zu reisen, wo er bei einem Freund mit Vornamen "E.________" hätte wohnen können. 5.3 In der Schweiz leben an nahen Verwandten des Beschwerdeführers seine Mutter und seine Schwester. Mit ihnen hat der Beschwerdeführer jedoch schon vor seiner Verhaftung nicht mehr in Hausgemeinschaft gelebt, sondern er hatte eine eigene Wohnung bezogen. Zudem hat die nach seiner eigenen Darstellung enge Beziehung zu seiner Mutter und seiner Schwester den Beschwerdeführer nicht von den wiederholten Straftaten abhalten können. Schwerwiegende Nachteile sind mit einer Ausweisung des Beschwerdeführers für dessen Mutter und Schwester nicht verbunden (Art. 16 Abs. 3 ANAV). 5.4 Da der Beschwerdeführer praktisch sein ganzes bisheriges Leben in der Schweiz verbracht hat, wird es für ihn nicht einfach sein, sich in der Türkei einzuleben. Nachdem er aber selber eine Übersiedlung in seinen Heimatstaat ins Auge gefasst hat, erscheint eine solche nicht unzumutbar. Obwohl er nach seiner eigenen Darstellung zu seinem dort lebenden Vater keine gute Beziehung hat, ist nicht auszuschliessen, dass sich dieser Kontakt nach einer Übersiedlung des Beschwerdeführers in die Türkei verbessern könnte. Zudem besitzt der Beschwerdeführer in der Türkei einen Freund, bei dem er, jedenfalls vorübergehend, wohnen wollte, sodass er nicht völlig auf sich selbst gestellt sein wird. Es dürfte ihm daher nicht allzu schwer fallen, anfängliche Schwierigkeiten zu überwinden und ein neues Beziehungsnetz aufzubauen.