Citation: 4C.322/2005 23.11.2005 E. 1

Im Berufungsverfahren ist das Bundesgericht an die tatsächlichen Feststellungen der letzten kantonalen Instanz gebunden, wenn sie nicht offensichtlich auf Versehen beruhen, unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zustande gekommen (Art. 63 Abs. 2 OG) oder im Hinblick auf den Tatbestand einer anwendbaren Sachnorm ergänzungsbedürftig sind (Art. 64 OG). Werden solche Ausnahmen geltend gemacht, so hat die Partei, welche den Sachverhalt berichtigt oder ergänzt wissen will, darüber genaue Angaben mit Aktenhinweisen zu machen (Art. 55 Abs. 1 lit. c und d OG; BGE 130 III 102 E. 2.2 S. 106 mit Hinweisen). Blosse Kritik an der vorinstanzlichen Beweiswürdigung ist im Berufungsverfahren unzulässig (BGE 127 III 73 E. 6a). 1.1 Die Beklagte macht keine Ausnahmen im Sinne von Art. 63 Abs. 2 OG geltend; soweit sie sinngemäss beanstandet, ihr Beweisantrag einer Expertise sei von der Vorinstanz nicht abgenommen worden, begründet sie nicht, zu welchen rechtserheblichen Tatsachen sie diesen Beweisantrag form- und fristgerecht gestellt hat. Es genügt insofern nicht, einfach für den Fall, dass generell irgendwelche Bewertungsvorschriften umstritten sein sollten, im Berufungsverfahren auf einen Beweisantrag vor der Vorinstanz zu verweisen. Selbst wenn sinngemäss eine Verletzung von Art. 8 ZGB als gerügt anzusehen wäre, so ist der Begründung der Berufung nicht einmal ansatzweise zu entnehmen, welche Behauptungen die Beklagte hätte beweisen wollen und inwiefern die Vorinstanz bundesrechtswidrig trotz des offenen Beweisantrags zu Unrecht Beweislosigkeit angenommen und ihr die Beweislast auferlegt hätte (vgl. BGE 130 III 591 E. 5.4). 1.2 Soweit die Beklagte ihre Rügen im Übrigen mindestens sinngemäss auf einen Sachverhalt stützt, der von den Feststellungen im angefochtenen Entscheid abweicht, ist sie nicht zu hören. Dies gilt insbesondere für die Feststellung der Vorinstanz, dass keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die hier interessierende Forderung der C.________ AG schon vor der Übernahme der B.________ AG durch die Beklagte zur Diskussion gestanden hätte. Die Vorinstanz ist vielmehr davon ausgegangen, dass diese Forderung erstmals gestellt wurde, als die B.________ AG 2001 von der C.________ AG die Herausgabe der Formen verlangte. Sie ging damit in Würdigung der Parteivorbringen davon aus, dass dem Kläger die Forderung überhaupt nicht bekannt war, wie die Beklagte zutreffend bemerkt. Dieser Schluss ist für das Bundesgericht im vorliegenden Verfahren verbindlich.