Citation: 2C_263/2019 E. 3.3.1

3.3.1. Der Beschwerdeführer wurde am 29. April 2003 vom Kantonsgericht Basel-Landschaft unter anderem wegen mehrfacher Körperverletzung, Drohung sowie mehrfach versuchter Gewalt und Drohung gegen Behörden zu einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten verurteilt. Das Strafgericht Basel-Landschaft befand ihn am 2. Februar 2018 unter anderem der versuchten Zwangsheirat, der versuchten einfachen Körperverletzung mit einem gefährlichen Gegenstand und der mehrfachen Drohung für schuldig und verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten; es verwies ihn zudem für zehn Jahre des Landes. Mit der versuchten einfachen Körperverletzung mit einem gefährlichen Gegenstand erfüllte der Beschwerdeführer den Haftgrund der Bedrohung und der Gefährdung an Leib und Leben: Bei einer der zahlreichen häuslichen Auseinandersetzungen richtete er gemäss dem erstinstanzlichen Strafurteil ein Rüstmesser gegen seine Partnerin, worauf diese (in Angst und Schrecken versetzt) sich rückwärts aus der Küche hinaus bewegte. Der Beschwerdeführer folgte ihr und führte im Abstand von 20 bis 30 Zentimeter vor ihrem Körper (Bauchhöhe) insgesamt zwei bis drei Stichbewegungen in ihre Richtung aus, wobei er sein Opfer indessen nicht traf, da es diesem gelang, auszuweichen und sich zurückzuziehen. Die Sachverständigen im Strafverfahren kamen zum Schluss, dass vom Beschwerdeführer eine gewichtige Rückfallgefahr bezüglich Drohungen und Nötigungen im Allgemeinen und im häuslichen Bereich im Besonderen ausgehe; vor allem in zwischenmenschlichen Beziehungen bestehe eine hohe Wahrscheinlichkeit einer erneuten Begehung von Delikten der bisherigen Art, zumal der Beschwerdeführer unter einer schweren kombinierten Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen, dissozialen und emotional-instabilen Anteilen bzw. einer Psychopathie leide. Dem Beschwerdeführer ist einzuräumen, dass er gemäss den Akten oft "leere" Drohungen ausspricht und dabei Leute mit dem Tod oder demjenigen von Angehörigen bedroht; bei den für die Opfer traumatisierend wirkenden Drohungen (Art. 180 StGB) besteht aufgrund seines bisherigen Verhaltens indessen dennoch eine Ausführungsgefahr, andernfalls es kaum zu den Strafverfahren gekommen wäre (vgl. TARKAN GÖKSU, a.a.O., N. 22 zu Art. 75 AuG).