Citation: 1C_113/2021 E. 4.3.1

4.3.1. Gemäss § 93 Abs. 1 Satz 1 StrG/LU hat der Bauherr bei der Errichtung oder Erweiterung von Bauten und Anlagen bzw. Teilen davon sowie bei neubauähnlichen Umbauten auf dem Baugrundstück Abstell- und Verkehrsflächen für Fahrzeuge der Bewohner, Beschäftigten, Besucher und Kunden zu erstellen, soweit durch die Bauten und Anlagen bzw. Umbauten Verkehr verursacht oder vermehrt wird, die örtlichen Verhältnisse es zulassen und die Kosten zumutbar sind. Das Gleiche gilt bei Zweckänderungen, die einen vermehrten Bedarf an Abstell- und Verkehrsflächen zur Folge haben (§ 93 Abs. 1 Satz 2 StrG/LU). Die Absätze 2, 3 und 5-7 von § 93 StrG/LU enthalten Regeln über Art und Lage der zu erstellenden Abstellflächen bzw. über den Erhalt von bestehenden Abstellflächen. Vorschriften über das Ausmass der Abstellflächen sind gemäss § 96 Abs. 1 StrG/LU von den Gemeinden zu erlassen und zwar im Bau- und Zonenreglement oder in einem besonderen Reglement. Das kantonale Recht bestimmt sodann, dass das Ausmass der erforderlichen Abstellflächen aufgrund der Gemeindevorschriften in der Baubewilligung festzusetzen ist, wobei in der Bewilligung vorgeschrieben werden kann, dass Abstellplätze für bestimmte Benützer (Bewohner, Beschäftigte, Besucher und Kunden usw.) zu reservieren sind (§ 93 Abs. 4 StrG/LU). Unter bestimmten Voraussetzungen können die Gemeinden die Anzahl der zu errichtenden Abstellflächen in der Baubewilligung herabsetzen oder deren Erstellung ganz untersagen (§ 93 Abs. 1 Satz 3 i.V.m. §§ 94 f. StrG/LU). Nach dem Ausgeführten überlässt das kantonale Recht die Regelung der Anzahl der im Zusammenhang mit einem Bauvorhaben mindestens oder höchstens zu errichtenden Abstellflächen für Fahrzeuge ausdrücklich den Gemeinden. In diesem Bereich haben die Gemeinden im Kanton Luzern somit erhebliche Entscheidungsfreiheit und sind sie im Rahmen des Bundesrechts (vgl. E. 4.1 hiervor) autonom. Ob die Errichtung von insgesamt 49 Parkplätzen durch die Beschwerdeführer zulässig sei, hat die Vorinstanz denn auch anhand des kommunalen Rechts geprüft. Hingegen hat sie zu Recht nicht argumentiert, die Errichtung dieser Anzahl an Parkplätzen würde dem kantonalen Recht widersprechen.