Citation: 9C_92/2023 E. 4.2

4.2. In Würdigung der gesamten Umstände verneinte das kantonale Gericht eine nachhaltige berufliche Wiedereingliederung der Versicherten. Die Beschwerdeführerin macht dagegen unter anderem geltend, diese Würdigung sei willkürlich, habe ihr doch keine medizinische Fachperson für den hier entscheidenden Zeitraum von August 2010 bis Januar 2011 eine Arbeitsunfähigkeit attestiert. Wie das kantonale Gericht indessen nachvollziehbar erwogen hat, fehlen für den hier entscheidenden Zeitraum echtzeitliche ärztliche Bescheinigungen sowohl für eine Arbeitsfähig- als auch für eine Arbeitsunfähigkeit, da die Versicherte ihren behandelnden Arzt zuletzt am 19. Juli 2010 aufgesucht hatte. Bei Fehlen echtzeitlicher Berichte kann auch nicht einzig auf das später erstellte Gutachten des Dr. med. C.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 25. Februar 2013 abgestellt werden: Zwar wird in diesem der Versicherten für den entscheidenden Zeitraum eine volle Arbeitsfähigkeit attestiert, dies jedoch nicht aufgrund medizinisch-theoretischer Überlegungen sondern einzig mit der Begründung, dass die Versicherte in dieser Zeit tatsächlich erwerbstätig gewesen sei. Im Widerspruch zu dieser attestierten Arbeitsfähigkeit beantwortete der Experte die Frage, ab wann eine dauerhafte, mindestens 20 %-ige Arbeitsunfähigkeit vorgelegen habe, mit "seit dem Unfallereignis vom xxxx 2009". Für die Frage der Nachhaltigkeit der beruflichen Eingliederung ist somit durch die Aussage des Experten wenig gewonnen. Bei einer solchen Ausgangslage verstösst es nicht gegen Bundesrecht, dass die Vorinstanz zur Prüfung der Frage des Unterbruchs des engen zeitlichen Zusammenhangs nicht einzig auf die ärztlichen Berichte abgestellt hat, sondern eine Gesamtwürdigung der konkreten Umstände der Beschäftigung vorgenommen hat (vgl. auch E. 3.2 hievor).