Citation: 5A_108/2016 E. 3.2.2

3.2.2. Vor Bundesgericht stellt der Beschwerdeführer zahlreiche Beweisanträge (Einholung von Gutachten und Auskünften), mit denen er den angeblich weitaus höheren Wert der Grundstücke und des Inventars belegen will. Der Beschwerdeführer behauptet nicht, dass das Kantonsgericht entsprechende Anträge übergangen hat. Sie sind deshalb als neu zu betrachten und folglich unzulässig (Art. 99 Abs. 1 BGG). Der Beschwerdeführer legt ausserdem mit zahlreichen Aktenhinweisen dar, weshalb nach seiner Ansicht die verwerteten Objekte (insbesondere die Grundstücke und das Weininventar) einen höheren Wert als den erzielten Erlös haben sollen. All dies findet im angefochtenen Entscheid keine Grundlage und er stellt damit bloss seine Sicht der Dinge dar. Er übergeht dabei auch die vorinstanzliche Erwägung, dass das Konkursamt darauf geachtet habe, für den Gesamtbetrieb einen reellen Wert zu erhalten, und es den Blick nicht nur auf einzelne Vermögensgegenstände gerichtet habe. Dass der Beschwerdeführer auf zahlreiche Dokumente hinweist, die sich in den Akten befinden und die seine Sicht der Dinge stützen sollen, ändert daran nichts. Das Bundesgericht ist nicht Tatsacheninstanz und es ist nicht seine Aufgabe, anhand einer Vielzahl von Unterlagen die Behauptungen des Beschwerdeführers über den angeblichen Wert der Grundstücke und des Inventars nachzuvollziehen. Zwar wirft er dem Kantonsgericht vor, es hätte die viel zu tiefen Quadratmeterpreise und den Wert des Inventars überprüfen müssen. Welche konkreten Anträge, Rügen oder Beweismittel das Kantonsgericht übergangen haben soll, legt der Beschwerdeführer jedoch nicht dar. Insbesondere macht er nicht geltend, dass er sich bereits vor Kantonsgericht auf die nunmehr im bundesgerichtlichen Verfahren angerufenen Dokumente gestützt habe. Ohnehin zielen die Ausführungen des Beschwerdeführers zum angeblichen Wert der fraglichen Objekte am Kern der Sache vorbei. Selbst wenn sie ganz oder teilweise zutreffen sollten, bedeutet dies nicht ohne weiteres, dass in der speziellen Situation einer öffentlichen Versteigerung ein höherer Erlös zu erzielen gewesen wäre als er im durchgeführten Freihandverkauf tatsächlich erzielt worden ist. Wie nachfolgend zu zeigen ist, kann er nicht plausibel darlegen, dass ein höherer Erlös erzielbar gewesen wäre. Zunächst genügt dazu die pauschale Behauptung nicht, an einer öffentlichen Versteigerung wäre der zwei- bis dreifache Erlös zu erzielen gewesen. Er behauptet, dies gelte ungeachtet der Geltung des bäuerlichen Bodenrechts und des auf gewissen Grundstücken lastenden Gewinnbeteiligungsrechts der Erben. Dies bleibt unbelegt und eine Auseinandersetzung mit der kantonsgerichtlichen Erwägung fehlt, dass gerade diese Faktoren Auswirkungen auf den Bieterkreis und die Höhe der Angebote hatten. Der Beschwerdeführer hält es sodann für unbegreiflich, dass nur zwei Angebote eingegangen seien. Damit kann er jedoch nicht belegen, dass bei einer öffentlichen Versteigerung mehr Angebote eingegangen wären. Der Beschwerdeführer behauptet ausserdem, andere Bieter seien vom Konkursamt gedrängt worden, ihre Angebote zurückzuziehen. Beim Angebot eines Gläubigers habe es sich um ein vom Konkursamt veranlasstes Pro-forma-Angebot gehandelt. Ziel sei es, dass B.________ den Betrieb zu einem Spottpreis im Vorkaufsrecht übernehmen könne. Vermutlich sei es zu Absprachen zwischen Bietern und der Konkursverwaltung gekommen. Bei alldem handelt es sich um appellatorische und deshalb unzulässige Sachverhaltsbehauptungen. Darauf ist nicht einzutreten. Sodann behauptet der Beschwerdeführer, in den dem Konkursgericht vorliegenden Akten, die dem Konkursamt wahrscheinlich bekannt seien, befänden sich Hinweise auf einige potentielle Käufer. Er habe das Konkursamt auf sie aufmerksam gemacht, das Konkursamt habe dies aber nicht weiter verfolgt (Offerten von J.________ bzw. des Weinhauses K.________, der L.________, von M.________ und der N.________). Der Beschwerdeführer hat die entsprechenden Offerten seiner Beschwerde an das Bundesgericht beigelegt. Der Beschwerdeführer behauptet nicht, dass er die nunmehr eingereichten Offerten seiner kantonalen Beschwerde beigelegt hat und das Kantonsgericht diese übergangen habe. Stattdessen verweist er auf die Akten des Konkursverfahrens, das jedoch mit dem vorliegenden Aufsichtsverfahren nichts zu tun hat. Seine Behauptung, er habe das Konkursamt auf die Interessenten aufmerksam gemacht, belegt er nicht weiter. Zudem wies das Kantonsgericht darauf hin, dass weitere Angebote keinen Bestand hatten bzw. wieder zurückgezogen worden seien. Der Beschwerdeführer geht darauf nicht ein und legt insbesondere nicht dar, dass die von ihm nunmehr vorgelegten Offerten zum Zeitpunkt des Freihandverkaufs immer noch Bestand gehabt hätten. Damit genügt er insgesamt den Begründungsanforderungen nicht, womit offen bleiben kann, ob die eingereichten Offerten nicht überdies ein neues Beweismittel darstellen und bereits deshalb unzulässig sind (Art. 99 Abs. 1 BGG). Schliesslich erhebt er den Vorwurf, das "Konkursgericht" (recte wohl: Kantonsgericht) habe es unterlassen, sämtliche Akten vom Konkursamt einzuholen und das Konkursamt habe nur die in seinem Belieben stehenden Akten eingereicht. Dies stellt eine unbelegte und deshalb unzulässige Sachverhaltsbehauptung dar. Es ist auch nicht ersichtlich, weshalb er Entsprechendes nicht bereits im kantonalen Beschwerdeverfahren hätte vorbringen und auf eine Ergänzung der Akten hätte drängen können. Dies alles gesagt, fehlt dem Vorwurf des Beschwerdeführers die Grundlage, das Konkursamt habe seine (des Beschwerdeführers) Interessen zu wenig gewahrt. Insgesamt gelingt es dem Beschwerdeführer somit nicht darzutun, dass das Konkursamt sein Ermessen bei der Festlegung der Verwertungsart überschritten hätte. Daran ändert im Übrigen auch die Auffassung des Leiters eines anderen Konkursamts nichts, der angeblich eine Versteigerung dem Freihandverkauf vorgezogen hätte.