Citation: 6B_830/2022 E. 2.2

2.2. In tatsächlicher Hinsicht hält die Vorinstanz fest, der Beschwerdeführer bestreite seine Beteiligung am Raubüberfall im Restaurant nicht. Er selber habe eine Schreckschusspistole mitgeführt und B.________ habe eine echte Pistole gehabt. Beide Waffen seien von C.________ gewesen. Der Beschwerdeführer habe nicht nachgesehen, ob in seiner Schreckschusspistole Munition gewesen sei. Er habe auch nicht gewusst, ob die Waffe von B.________ geladen gewesen sei und habe nicht gesehen, dass dieser die Waffe geladen hätte. Sie hätten einfach nie davon gesprochen, dass geschossen werden sollte. Der Plan sei gewesen, die Kasse beim Eingang mitzunehmen. Die Pistolen seien nur für den Notfall, zur Abschreckung, gedacht gewesen (Urteil S. 6 E. 3.2). Die Vorinstanz erwägt, nach den Aussagen des Beschwerdeführers lasse sich zweifellos erstellen, dass dieser und B.________ extra für die Begehung des Raubüberfalls auf das Restaurant Waffen bei C.________ besorgt hätten. Aus ihrer gemeinsamen Vorgeschichte habe der Beschwerdeführer zudem gewusst, dass C.________ echte Waffen samt Munition besitze. Er selber habe zwar "nur" eine Schreckschusspistole mitgeführt, er habe aber gewusst, dass die von B.________ mitgeführte Waffe eine echte Pistole gewesen sei. Unter den gegebenen Umständen habe er vernünftigerweise davon ausgehen können und müssen, dass diese echte Waffe, welche von C.________ gekommen sei, Patronen im Magazin gehabt habe, solange er sich nicht vom Gegenteil überzeugt habe. Der Beschwerdeführer habe jedoch keinerlei Anstalten gemacht, um sich zu vergewissern, dass die Waffe keine Munition enthalte. Er habe sich auch nicht bei B.________ erkundigt. Indem der Beschwerdeführer seinen Kollegen ohne weiteren Kommentar habe gewähren lassen, die Waffe für den Raubüberfall so mitzuführen, habe er in Kauf genommen, dass dieser eine funktionstüchtige und zur Schussabgabe taugliche Waffe mitführen könnte; mithin habe der Tatplan zwar nicht eine Schussabgabe umfasst, jedoch immerhin implizit das Mitführen einer Schusswaffe gemäss Art. 140 Ziff. 2 StGB. Damit sei sowohl der objektive wie auch der subjektive Tatbestand von Art. 140 Ziff. 2 StGB erfüllt. Unbestritten sei, dass es sich um einen versuchten Raub gehandelt habe (Urteil S. 6 f. E. 3.2).