Citation: 4A_109/2019 E. 3.3

3.3. Der Beschwerdeführerin kann zunächst nicht gefolgt werden, wenn sie ohne konkrete Umstände den Standpunkt vertritt, die Vermutung von Art. 16 OR gelte vorliegend nicht. Inwieweit im Übrigen die allgemeinen Erwägungen zum Mehraufwand für die Entscheidung des Falles wesentlich sein könnten, ist der Beschwerde nicht zu entnehmen - freilich allerdings auch nicht aus dem angefochtenen Urteil ersichtlich. Immerhin hat die Vorinstanz insofern nur festgehalten, dass die vereinbarten Einheitspreise auch für Mehraufwendungen gelten, was mangels festgestellter besonderer Umstände kaum zu beanstanden ist. Soweit die Beschwerdeführerin am Standpunkt festhält, es seien in den Nachträgen 1 und 2 Pauschalpreise vereinbart worden, vermag sie die von ihr behauptete spätere Abänderung der Vereinbarung nicht auf verbindliche Feststellungen des angefochtenen Entscheids zu stützen. Jedenfalls ist aus der Nennung fixer Geldsummen als Ergebnis von Einheitspreis und Mengenannahme entgegen ihrer Ansicht keineswegs zu schliessen, dass es sich bei diesen Beträgen um Pauschalpreise handeln soll. Die Vorinstanz hat bundesrechtskonform geschlossen, dass es sich bei diesen Beträgen um Annahmen handelt, die entsprechend dem schliesslich tatsächlich festgestellten Ausmass zu korrigieren und nach dem vereinbarten Einheitspreis zu bezahlen sind. Schliesslich hat die Vorinstanz kein Bundesrecht verletzt, wenn sie mangels konkreter Behauptungen der Klägerin nicht beurteilen konnte, ob die Parteien in Bezug auf Nachtrag 1 Position 6 auf den Schriftlichkeitsvorbehalt verzichteten.