Citation: 2C_522/2024 E. 4.6

4.6. In Anwendung dieser Grundsätze hat das Bundesgericht bereits verschiedentlich festgehalten, dass ein Interessenkonflikt auch dann vorliegt, wenn die Möglichkeit besteht, dass Kenntnisse, die unter dem Schutz des Berufsgeheimnisses im Rahmen eines früheren Mandats erworben wurden, bewusst oder unbewusst in einem späteren Mandat verwendet werden könnten (BGE 145 IV 218 E. 2.1; Urteile 2C_867/2021 vom 2. November 2022 E. 4.5; 2C_898/2018 vom 30. Januar 2019 E. 5.2; 1B_20/2017 vom 23. Februar 2017 E. 3.1; 1B_263/2016 vom 4. Oktober 2016 E. 2.1; 5A_967/2014 vom 27. März 2015 E. 3.3.2). Nicht erforderlich ist die Stellung als formelle Gegenpartei; vielmehr können zuvor erlangte Kenntnisse auch indirekt gegen oder zu Ungunsten des ehemaligen Klienten verwendet werden (Urteil 2C_867/2021 vom 2. November 2022 E. 5.3.1).