Citation: 6B_912/2018 E. A

Die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich wirft X.________ zusammengefasst vor, im Rahmen einer tätlichen Auseinandersetzung mit einer abgebrochenen Bierflasche mehrfach bewusst und gewollt auf den Oberkörper und Kopf von A.________ eingeschlagen und -gestochen zu haben. Dadurch habe er diesem eine 2 bis 3 cm tiefe Schnittverletzung am linken Ohr, mit Durchtrennung der oberflächlichen Schläfenarterie und der querverlaufenden Schlagader des Gesichts zugefügt, wobei das Ohr inklusive Knorpel an mehreren Stellen vollständig durchtrennt worden sei. Ausserdem habe A.________ eine 4 cm lange oberflächliche Schnittverletzung über der linken Schulter sowie eine 3 cm lange bis ca. 5 cm tief in die Muskulatur reichende Schnittverletzung neben der Wirbelsäule am Rücken erlitten. Ohne ärztliche Betreuung wäre A.________ aufgrund seiner Verletzungen verblutet, weshalb die nahe Wahrscheinlichkeit des Todeseintritts bestanden habe. X.________ habe A.________ lebensgefährliche Verletzungen zufügen wollen und dabei in Kauf genommen, diesem ein Auge auszustechen oder ihn gar zu töten. A.________ habe den Vorfall indes überlebt.