Citation: 8C_72/2023 E. 5.2.2

5.2.2. 5.2.2.1. Im Zusammenhang mit der Verwirkungsfrist bezüglich der Rückforderung (Art. 25 Abs. 2 ATSG) ist darauf hinzuweisen, dass die vom kantonalen Gericht zitierte Praxis, wonach bei einer Rückforderung zu Unrecht ausbezahlter Rentenleistungen in der Regel die Rechtskraft der Rentenaufhebung als fristauslösendes Moment für den Lauf der relativen Verwirkungsfrist von Art. 25 Abs. 2 ATSG gilt (vgl. etwa Urteil 8C_642/2014 vom 23. März 2015 E. 3.2), kürzlich aufgegeben wurde (zur Publikation vorgesehene E. 6 des Urteils 8C_184/2023 vom 29. Mai 2024). Daraus vermag der Beschwerdeführer jedoch nichts zu seinen Gunsten abzuleiten, da die einjährige Verwirkungsfrist nach Art. 25 Abs. 2 ATSG (in der bis Ende 2020 geltenden Fassung) ohnehin eingehalten ist, wie das kantonale Gericht schliesslich zutreffend erkannte. Soweit der Beschwerdeführer diesbezüglich erneut einwendet, die IV-Stelle habe mit ihrer Rückforderungsverfügung vom 23. Dezember 2020 die im März 2017 abgelaufene Verwirkungsfrist verpasst, verkennt er, dass vorliegend nicht diese Verfügung, sondern der Vorbescheid vom 25. Mai 2016 massgebend ist (Urteile 8C_601/2016 vom 29. November 2016 E. 7.2.2; 8C_699/2010 vom 8. Februar 2011 E. 2 und 5.1). 5.2.2.2. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist sodann auch nicht zu beanstanden, dass das kantonale Gericht, ausgehend von einer strafbaren Handlung (Meldepflichtverletzung) und der damit verbundenen strafrechtlichen Verjährungsfrist von sieben Jahren, eine entsprechende absolute Verwirkungsfrist angewendet hat. Es hat nämlich schlüssig dargetan, dass er gemäss den Gutachten der SMAB und des pract. med. D.________ im Zeitraum der Observation gesundheitlich nicht beeinträchtigt war und zu einer entsprechenden Meldung an die IV-Stelle verpflichtet gewesen wäre (Urteile 9C_371/2021 vom 30. Mai 2022 E. 4.3.6; 8C_601/2016 vom 29. November 2016 E. 6.1). Soweit der Beschwerdeführer letztinstanzlich erneut geltend macht, er habe aufgrund der widersprüchlichen ärztlichen Unterlagen nichts von einer Besserung seines Gesundheitszustands wissen und deshalb keine Meldepflichtverletzung begehen können, verfängt dies schon deshalb nicht, weil Dr. med. B.________ keine Observationsunterlagen zur Verfügung standen. Inwiefern die Vorinstanz Bundesrecht verletzt haben soll, indem sie den subjektiven Tatbestand von Art. 70 in Verbindung mit Art. 87 Abs. 6 AHVG bejaht hat, ist nicht erkennbar. Daran ändert auch der - angesichts der Erläuterungen im den Gutachten der SMAB und des pract. med. D.________ ohnehin kaum nachvollziehbare - Umstand nichts, dass die IV-Stelle offenbar keine Strafanzeige gegen den Beschwerdeführer eingereicht hat (vgl. BGE 138 V 74 E. 6.2 ff.).