Citation: 4F_5/2020 E. 2.3.2

2.3.2. Selbst wenn man aber mit Blick auf den Zusammenhang davon ausgeht, der Begriff sei vom Bundesgericht allein im finanztechnischen Sinn verwendet worden, hilft dies dem Beschwerdeführer nicht. Ein anderer Aspekt ist zu berücksichtigen: Zu einem Versehen gelangt der Beschwerdeführer aufgrund der Annahme, es sei (rein logisch) nur möglich, einen (angeblichen) "Verlust" gegenüber dem Gesuchsteller durch einen Kredit zu verbergen, wenn die Kreditaufnahme als solche gegenüber ihm verschwiegen worden und somit dieser Kredit ihm eben verborgen geblieben sei. Diese Annahme ist entgegen der Auffassung des Gesuchstellers keineswegs logisch zwingend, könnten doch Verluste beispielsweise auch mit einer verdeckten Verwendung eines ihm durchaus bekannten und von ihm beantragten Kredits verborgen werden, indem ein derartiger Kredit nur teilweise in neue Titel investiert wird und teilweise (ohne dass der Gesuchsteller dies anhand der ihm gegebenen Informationen bemerken kann) zum Ausgleich von Verlusten eingesetzt wird, der Gesuchsteller aber im Glauben belassen wird, der gesamte Betrag sei für eine neue Anlage verwendet worden (in der Hoffnung, die tatsächlich getätigte Anlage werde mit der Zeit an Wert gewinnen und so den Fehlbetrag ausgleichen). Mit diesem Aspekt setzt sich der Gesuchsteller nicht rechtsgenüglich auseinander. Bereits unter diesem Gesichtspunkt ist zweifelhaft, ob noch von einem offensichtlichen Versehen gesprochen werden kann. Verheimlicht werden soll nach dem Wortlaut der eingetretene Verlust.