Citation: 5A_979/2020 E. 4.2.1

4.2.1. Nach der Auffassung des Obergerichts hat die Beschwerdegegnerin die zur Anerkennung und Vollstreckbarerklärung notwendigen Unterlagen im Sinne von Art. 53 Ziff. 1 und 2 LugÜ rechtsgenügend eingereicht. Im vorliegenden Fall hat die Vorinstanz festgehalten, dass der Einwand des Beschwerdeführers, das deutsche Versäumnisurteil liege nur in einer unbeglaubigten Kopie vor, neu und damit an sich unzulässig sei. Allerdings müsse von Amtes wegen geprüft werden, ob ein gültiger Rechtsöffnungstitel vorliege. Da der Beschwerdeführer bisher die Echtheit des Versäumnisurteils nicht substantiiert bestritten habe, genügten die zwei Stempel auf der Ausfertigung, die die Rechtskraft und die Übereinstimmung mit der Urschrift bestätigen. Unterzeichnet habe jeweils die Urkundsbeamtin des Landgerichts Traunstein/D. Damit werde der bundesgerichtlichen Praxis entsprochen, nach welcher eine unbeglaubigte Kopie genüge, soweit die Echtheit nicht bestritten werde (mit Hinweis auf Urteil 5A_467/2014 vom 18. Dezember 2014 E. 2.4).