Citation: 9C_419/2022 E. 3.1

3.1. Das kantonale Gericht hat erwogen, es stehe fest, dass der am 29. April 1956 geborene Beschwerdeführer ab 1. Mai 2021 Anspruch auf eine Altersrente habe. Hinsichtlich der Bedeutung des Ausdrucks "fiktiven Altersrücktritt" in den Übergangsbestimmungen (und damit des als Vergleichsbasis heranzuziehenden [Mindest-]Umwandlungssatzes) bestehe unter den Parteien kein übereinstimmender tatsächlicher Wille. Unter Auslegung nach dem Vertrauensprinzip ist die Vorinstanz zum Schluss gekommen, bereits aufgrund des Wortlauts sei zu folgern, dass mit dem "fiktiven Altersrücktritt" der Altersrücktritt im dannzumal (per 31. Dezember 2016) tatsächlichen Alter gemeint sei, womit auch der entsprechende (damals geltende) Umwandlungssatz als Vergleichsbasis diene. Dieses Ergebnis werde durch den Sinn und Zweck der Übergangsbestimmungen untermauert: Massgeblich sei gemäss dem ersten Satz der Übergangsbestimmungen zwar in erster Linie der sich nach dem (hier relevanten) Reglement 2021 richtende Umwandlungssatz im Zeitpunkt des tatsächlichen Altersrücktritts. Der Pensionierte solle indessen bei seinem tatsächlichen Altersrücktritt nicht schlechter gestellt werden, als er im erstmöglichen Zeitpunkt seiner vorzeitigen (hypothetischen) Pensionierung gestellt worden wäre. Dies werde dadurch gewährleistet, dass mit den Übergangsbestimmungen fiktiv eine Pensionierung im per 31. Dezember 2016 tatsächlichen Alter angenommen und damit eine Mindesthöhe in Bezug auf den (an das Rücktrittsalter gekoppelten) anwendbaren Umwandlungssatz garantiert werde. Relevant sei in der Folge der jeweils höhere der beiden Umwandlungssätze. Für den 1956 geborenen Beschwerdeführer bedeute dies, dass er per 31. Dezember 2016 das Alter von 60 Jahren erreicht hätte und im Falle einer damaligen (hypothetischen) vorzeitigen Pensionierung (gemäss Anhang 3 Reglement 2016) mindestens ein Umwandlungssatz von 5.4 % zum Tragen gekommen wäre. Weil dieser Wert unter jenem im Zeitpunkt des tatsächlichen Altersrücktritts per Ende April 2021 gültigen Satzes von 5.5 % bzw. unter dem von der Beschwerdegegnerin festgesetzten Umwandlungssatz von 5.533 % liege, gelange Letzterer zur Anwendung. Damit werde der Beschwerdeführer nicht schlechter gestellt, als wenn er sich per Ende 2016 hätte frühpensionieren lassen. Führe die Auslegung demnach zum Ergebnis, dass mit dem "fiktiven Altersrücktritt per 31.12.2016" der angenommene Altersrücktritt im dannzumal (per 31. Dezember 2016) tatsächlichen Alter der in Pension gehenden Person gemeint sei, gelange die Unklarheitsregel nicht zur Anwendung. Der Ungewöhnlichkeitsregel hat die Vorinstanz sodann ebenfalls die Anwendung versagt. Schliesslich hat das kantonale Gericht erwogen, dass keine Vertrauensgrundlage für eine von der reglementarischen Regelung abweichende Festsetzung des Umwandlungssatzes bestehe.