Citation: 5A_165/2009 10.06.2009 E. 3

3.1 Das Obergericht erwog, dass auf das im Rekursverfahren neu gestellte Feststellungsbegehren der Beschwerdeführerin (s. oben, Sachverhalt Bst. B) nicht eingetreten werden könne, da in zweitinstanzlichen Verfahren neue Anträge gemäss § 146 Abs. 1 des Gesetzes vom 6. Juli 1988 über die Zivilrechtspflege (Zivilprozessordnung, ZPO/TG; RB 271) grundsätzlich unzulässig seien. Im Übrigen liess das Obergericht offen, ob die erste Instanz das Begehren der Beschwerdeführerin trotz angebrachten Vorbehalts zu Recht zufolge Rückzugs als gegenstandslos abgeschrieben hatte. Es betrachtete die Zivilgerichte für die Behandlung eines Gesuchs um Vornamensänderung im Vorfeld einer operativen Geschlechtsanpassung als sachlich nicht zuständig und führte aus, die erste Instanz hätte auf den Antrag der Beschwerdeführerin nicht eintreten dürfen. Vielmehr habe darüber gemäss Art. 30 Abs. 1 ZGB die Regierung des Wohnsitzkantons des Betroffenen zu entscheiden. 3.2 Beruht der angefochtene Entscheid auf mehreren selbständigen Begründungen, die je für sich den Ausgang des Rechtsstreits besiegeln, so hat der Beschwerdeführer darzulegen, dass jede von ihnen Recht verletzt; andernfalls kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden (BGE 133 IV 119 E. 6.3 S. 120 f.). Die Beschwerdeführerin macht nicht geltend, das Obergericht hätte auf ihre Feststellungsbegehren eintreten müssen. Auch bringt sie nicht vor, das Obergericht habe die Zivilgerichte zu Unrecht als nicht zuständig betrachtet. Insofern wendet sie sich nicht gegen die Begründung im vorinstanzlichen Entscheid. Vielmehr stellt sie vor Bundesgericht erneut ein allgemeines Begehren auf Feststellung von Verfassungsverletzungen (s. oben, Sachverhalt Bst. C). Eine solche Rechtsschrift entspricht formal und inhaltlich keinem vor Bundesgericht zulässigen Rechtsmittel, zumal die Beschwerdeführerin kein besonderes Rechtsschutzinteresse i.S.v. Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG geltend macht, welches ausnahmsweise eine Prüfung ihrer Feststellungsbegehren zulassen würde, so wenn sich die gerügte Rechtsverletzung jederzeit wiederholen könnte und eine rechtzeitige gerichtliche Überprüfung im Einzelfall kaum je möglich wäre (Urteil 5A_781/2008 vom 5. Dezember 2008 E. 1.2 mit Hinweisen). Insofern ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.