Citation: 6B_645/2020 E. 2.1

2.1. Weiter rügt der Beschwerdeführer eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung. Überdies setze sich die Vorinstanz nicht mit allen seinen Argumenten auseinander bzw. tue dies nur ungenügend. Die Beschwerdegegnerin 2 habe zunächst drei Vergewaltigungen behauptet, nämlich im Jahr 2000, im Juni 2007 und im Herbst/Winter 2007/08. Von der angeblichen Vergewaltigung im Jahre 2000 sei später keine Rede mehr gewesen. Auf diese Widersprüche und falschen Anschuldigungen gehe die Vorinstanz nicht ein. Ebensowenig würdige sie, dass die Beschwerdegegnerin 2 ausgesagt habe, sie habe immer wieder den Geschlechtsverkehr über sich ergehen lassen. Wenn das angebliche Opfer den Geschlechtsverkehr über sich ergehen lasse, dann rechtfertige dies nicht die Annahme einer Vergewaltigung. Nach der Entlassung aus der Frauenklinik habe ihm die Beschwerdegegnerin 2 Vergewaltigungen, Tätlichkeiten und Drohungen vorgeworfen. Als sie gemerkt habe, dass ihre plakativen Vorhaltungen für eine strafrechtliche Verfolgung nicht ausreichten, habe sie die Geschichte mit ihrer Nichte aus dem Hut gezaubert. Die Vorinstanz berücksichtige in willkürlicher Beweiswürdigung diesen zeitlichen Ablauf nicht. Sie gehe auf die Stimmprobleme der Beschwerdegegnerin 2 beim Fest C.________ nicht näher ein, obwohl es Hinweise dafür gäbe, dass diese nichts mit den ihm vorgeworfenen Handlungen zu tun hätten. Die Vorinstanz setze sich auch nicht mit den Behauptungen der Beschwerdegegnerin 2 auseinander, wonach er gegenüber ihrem Sohn C.A.________ gewalttätig gewesen sei, was dieser verneint habe. Diese und weitere Erklärungen der Kinder gebe die Vorinstanz nicht wieder. Mit keinem Wort setze sie sich mit seinen Ausführungen hinsichtlich der Vorgehensweise des angeblichen Opfers auseinander. Die Vorinstanz untersuche nur die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 näher und bezeichne gleichzeitig seine Angaben als unglaubhaft. Alle übrigen Elemente beziehe sie nicht in die Beweiswürdigung ein. Diese falle somit einseitig zugunsten der Beschwerdegegnerin 2 aus. Die Vorinstanz hätte in Betracht ziehen müssen, dass bei dieser eine Autosuggestion hätte vorliegen können. Ebensowenig berücksichtige sie die Entstehungsgeschichte der Aussage und der Anzeige. Das angebliche Opfer habe die Vorwürfe erst im Rahmen des Therapie-Aufenthalts in der Klinik entwickelt und sie erstmals im November 2015 vorgebracht. Die Beschwerdegegnerin 2 habe ausgesagt, sie habe auf dem Polizeiposten nur vorgesprochen, weil es ihr der Psychologe der Klinik empfohlen habe. Es sei ihr nicht bewusst gewesen, dass sie eine Anzeige mache. Dies sei unglaubwürdig. Ihr sei es darum gegangen, ihn Ioszuwerden und sich den Bauernhof "unter den Nagel zu reissen". Die Vorinstanz stelle willkürlich fest, die Aussagen des angeblichen Opfers seien widerspruchsfrei. Dieses habe nur bei der Polizei angegeben, dass sie bei dem Vorfall vor dem Fest C.________ mit dem Kopf auf dem Boden aufgeschlagen sei. Selbst die Vorinstanz stelle fest, dass sie die angebliche zweite Vergewaltigung weniger detailreich geschildert habe, als die erste. Die angeblichen Realkennzeichen in den Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 würden entgegen der Meinung der Vorinstanz die notwendigen Kriterien einer wissenschaftlichen Betrachtung nicht erfüllen. Bei der Würdigung seiner Aussagen sei die Vorinstanz voreingenommen, denn sie beziehe auch den von ihm von Anfang an zugegebenen Vorfall mit der Nichte in die Beweiswürdigung ein und ziehe daraus die falschen Schlüsse. Gerade dieser Vorfall belege, dass er den Geschlechtsverkehr nicht mit Gewalt erzwinge, zumal er von der Nichte aus eigenem Antrieb abgelassen habe.