Citation: 1A.225/2006 06.03.2007 E. A

Die Behörden Irans führen ein Strafverfahren unter anderem gegen den aus Syrien stammenden portugiesischen Staatsangehörigen A.________ wegen des Verdachts des Betrugs zum Nachteil der Behörde für Käufe zuhanden des Staates ("Organisme des Achats d'Etat", im Folgenden: OAE). Am 6. März 2006 ersuchten sie die Schweiz um Rechtshilfe. Nach dem Ersuchen handelt es sich bei der OAE um eine iranische Regierungsbehörde, welche die Aufgabe hat, Käufe zuhanden der verschiedenen Regierungsdepartemente zu tätigen. Im iranischen Strafverfahren geht es um den von der OAE im Jahr 2002 beabsichtigten Kauf eines Flugszeugs "Airbus A340-213". Nach dem Rechtshilfeersuchen werfen die iranischen Behörden A.________ zusammengefasst vor, er habe von der OAE hohe Geldbeträge für den Kauf des Flugzeugs entgegengenommen und sie in der Folge - zur Zahlung von Bestechungsgeldern und zur Deckung eigener Bedürfnisse - zweckentfremdet. A.________ habe nie beabsichtigt, das Flugzeug zu liefern und dessen Kauf sei nie erfolgt. A.________ habe auch mehrfach Gelder, die von der OAE stammten, an Mitglieder seiner Familie überwiesen. Die iranischen Behörden ersuchten um die Sperre verschiedener Konten bei der Bank H.________ und die Herausgabe der entsprechenden Bankunterlagen. Mit Eintretens- und Zwischenverfügung vom 26. Juni 2006 entsprach die Schweizerische Bundesanwaltschaft dem Rechtshilfeersuchen und wies die Bank H.________ an, Unterlagen betreffend verschiedene Konten herauszugeben und Letztere zu sperren. Im Weiteren wies sie die Bank H.________ an, ihr die Namen derjenigen Mitarbeiter bekannt zu geben, die zu einem späteren Zeitpunkt - sofern erforderlich - als Zeugen zu den eingereichten Dokumenten und über die Hintergründe der Kundenbeziehungen detaillierte Auskünfte erteilen könnten. Mit ergänzender Eintretens- und Zwischenverfügung vom 30. Juni 2006 wies die Bundesanwaltschaft die Bank H.________ an, Unterlagen betreffend weitere Konten herauszugeben und Letztere zu sperren.