Citation: U 336/06 30.07.2007 E. 5

5.1 Weiter hat die Vorinstanz auf Grund der medizinischen Unterlagen zutreffend erwogen, dass der Versicherte beim Ereignis vom 11. April 2003 eine HWS- und LWS-Distorsion sowie eine linksseitige Thoraxkontusion erlitten hat. Bezüglich der Bejahung einer HWS-Distorsion ist insbesondere festzuhalten, dass das Auftreten der meisten der dem bunten Beschwerdebild zugerechneten Symptome (diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw.; BGE 117 V 359 E. 4b S. 360; SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2) bereits innert der massgebenden Latenzzeit von 24 bis höchstens 72 Stunden nicht erforderlich ist. Es genügt, wenn sich in diesem Zeitraum Beschwerden in der Hals-/Nackenregion oder an der HWS manifestieren (RKUV 2000 Nr. U 359 S. 29; Urteile des Bundesgerichts U 159/05 vom 15. Juni 2007, E. 4.5, und U 167/06 vom 31. Januar 2007, E. 3.2). Diese Voraussetzung ist hier erfüllt, litt der Versicherte doch am Unfalltag an Bewegungs- und Druckschmerzen im Bereich der oberen HWS (Bericht des Spitals Y.________ vom 11. April 2003). In der Folge entwickelten sich die zum typischen Beschwerdebild eines HWS-Schleudertraumas oder einer äquivalenten Verletzung gehörenden Symptome (vgl. E. 6.1 hienach). 5.2 Im Weiteren hat die Vorinstanz richtig festgestellt, dass der Versicherte im Zeitpunkt der Leistungseinstellung an keinen klar ausgewiesenen organischen Unfallfolgen mehr gelitten hat, bei denen die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle spielt (BGE 127 V 102 E. 5b/bb S. 103; vgl. Berichte des Spitals Y.________ vom 11. April 2003 und 9. Januar 2004 sowie der Klinik Z.________ vom 28. Januar 2004). Dies ist ebenfalls unbestritten.