Citation: 1C_651/2021 E. 7.5

7.5. Nach dem Gesagten ist auf den vom Verwaltungsgericht festgestellten Sachverhalt abzustellen (Art. 105 Abs. 1 BGG). Danach ist die streitige Baute im vorgesehenen Umfang und Ausbaustandard für die landwirtschaftliche Nutzung der Parzelle Nr. 1639 objektiv nicht nötig. Insbesondere ist kein Aufenthaltsraum erforderlich. Für das nur gelegentliche Aufsuchen der Parzelle Nr. 1639 können dem Beschwerdeführer die Anfahrten von seinem Betriebszentrum und das Mitnehmen einer kalten Mahlzeit zugemutet werden. Damit ist bereits die Standortgebundenheit der aktuell bestehenden Baute gemäss Art. 24 lit. a RPG zu verneinen. Ob es überhaupt einer (einfachen) Lagermöglichkeit für Heuballen, Holzpfähle und Werkzeuge auf der Parzelle Nr. 1639 bedarf, erscheint fraglich, muss aber vorliegend nicht näher geprüft werden. Gleiches gilt für die weiteren Fragen, ob eine solche Baute im Waldabstand bewilligt werden könnte und ob ihr überwiegende öffentliche Interessen (Auerhuhn-Biotop "Rinderweidhorn" und empfohlene Wildruhezone "Hinteregg-Pfifegg-Drinäpper") entgegenstehen. Diese Fragen werden sich stellen, falls der Beschwerdeführer (wie vom Regierungsrat grundsätzlich zugelassen) ein neues Baugesuch für eine reduzierte Baute einreicht (vgl. dazu die Bemerkungen des ARE in seiner Vernehmlassung vom 11. Januar 2022).