Citation: 5A_477/2024 E. 2.7

2.7. Nachdem ein vollstreckungsrechtlich relevantes Interesse an der Behandlung der Beschwerde bereits im Verfahren vor der unteren Aufsichtsbehörde nicht mehr vorlag, steht die Schlussfolgerung des Obergerichts, das ein aktuelles und praktisches Interesse der Beschwerdeführerin an der Beurteilung ihrer Beschwerde verneint hat, im Einklang mit Bundesrecht. Ist die Beschwerdeführerin der Auffassung, sie habe unter Betreibungsdruck eine materiell-rechtlich nicht bestehende Schuld bezahlt, steht ihr die Klage nach Art. 86 SchKG zur Verfügung (JAN BANGERT, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, Bd. I, 3. Aufl. 2021, N. 4 zu Art. 86 SchKG; GILLIÉRON, a.a.O., N. 21 zu Art. 12 SchKG).