Citation: 5A_556/2023 E. 4.2.1

4.2.1. Um den Vorgaben von Art. 29 Abs. 2 BV zu genügen, muss die Begründung eines Urteils so abgefasst sein, dass sich die betroffene Person über die Tragweite des angefochtenen Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. Die urteilende Instanz darf sich dabei auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken und ist nicht verpflichtet, jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich zu widerlegen. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die urteilende Instanz hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (BGE 148 III 30 E. 3.1; 143 III 65 E. 5.2).