Citation: I 846/02 19.11.2003 E. 7

Wird der Beschwerdegegner für die Invaliditätsbemessung als Erwerbstätiger qualifiziert, ist der Invaliditätsgrad nach der Einkommensvergleichsmethode zu ermitteln. 7.1 Nach der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts ist für die Vornahme des Einkommensvergleichs grundsätzlich auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns abzustellen. Bevor die Verwaltung über einen Leistungsanspruch befindet, muss sie indessen prüfen, ob allenfalls in der dem Rentenbeginn folgenden Zeit eine erhebliche Veränderung der hypothetischen Bezugsgrössen eingetreten ist. Gegebenenfalls hat sie vor ihrem Entscheid einen weiteren Einkommensvergleich durchzuführen (BGE 129 V 222). Der Beschwerdegegner meldete sich am 8. September 1998 erneut bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Für den rückwirkenden Rentenbeginn bei einer Neuanmeldung ist prinzipiell Art. 48 Abs 2 IVG massgebend, wobei die darin statuierte volle Ausschöpfung der zwölf Monate nur in Betracht kommt, wenn die frühere rentenverweigernde Verfügung ebenfalls mindestens zwölf Monate vor der Neuanmeldung liegt (zum Ganzen: BGE 109 V 117 f. Erw. 4 mit Hinweisen). Vorliegend war der Rentenanspruch bereits mit rechtskräftiger Verfügung vom 21. August 1998 verneint worden, sodass jede Ausrichtung von Rentenleistungen für die Zeit davor entfällt. Der allfällige Rentenbeginn wäre daher - wie die Vorinstanz richtig erkannt hat - frühestens auf den 1. September 1998 festzusetzen, weshalb die in diesem Zeitpunkt bestehenden Einkommensverhältnisse relevant sind. Da ferner keine Hinweise für eine erhebliche Veränderung der Vergleichseinkommen bis zum Erlass der Verfügung vom 15. November 2001 bestehen (BGE 96 V 30; AHI 1998 S. 171 Erw. 5a; RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 Erw. 3b), erübrigt sich die Vornahme eines weiteren Einkommensvergleichs.