Citation: 2C_681/2017 E. 2.1

2.1. Die Beschwerdeführerin ist seit Oktober 2004 mit einem niedergelassenen Landsmann verheiratet. Gemäss Art. 43 Abs. 1 AuG hat sie als ausländische Ehegattin eines Niedergelassenen einen Anspruch auf Erteilung der Aufenthaltsbewilligung, solange sie mit diesem zusammenwohnt (ein Anspruch auf Erteilung einer Niederlassungsbewilligung nach fünf Jahren, Art. 43 Abs. 2 AuG, liegt vorliegend nicht im Streit). Die Wohngemeinschaft wurde im Frühsommer 2010 aufgegeben, sodass eine Bewilligungsverlängerung nach Art. 43 AuG ausser Betracht fällt; hingegen lässt Art. 50 AuG nach Auflösung der Ehegemeinschaft den Anspruch nach Art. 43 AuG unter bestimmten Voraussetzungen weiter bestehen. Indessen erlöschen Ansprüche nach Art. 43 und 50 AuG (bzw. bestehen solche nicht), wenn sie rechtsmissbräuchlich geltend gemacht werden, namentlich um Vorschriften des AuG und seiner Ausführungsbestimmungen über die Zulassung und den Aufenthalt zu umgehen (Art. 51 Abs. 2 lit. a AuG). Dies ist typischerweise der Fall, wenn sich der Ausländer auf eine rein aus ausländerrechtlichen Gründen geschlossene Ehe, eine Scheinehe, beruft, um eine Aufenthaltsbewilligung bzw. deren Verlängerung (nach Art. 43 bzw. Art. 50 AuG) erhältlich zu machen. Dies ist rechtsmissbräuchlich und vom Zweck der gesetzlichen Anspruchsnormen nicht gedeckt (BGE 127 II 49 E. 5a S. 56 f.).