Citation: 2C_151/2009 04.08.2009 E. 2

2.1 Anwendbar ist im vorliegenden Fall unbestrittenermassen noch das Bundesgesetz vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAG). Gegen Entscheide über den Widerruf einer Niederlassungsbewilligung sowie über den Familiennachzug eines Niedergelassenen ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten zulässig (vgl. BGE 135 II 1 E. 1.2.1 S. 4 sowie Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG in Verbindung mit Art. 17 Abs. 2 ANAG). 2.2 Nach Art. 9 Abs. 4 lit. a ANAG kann die Niederlassungsbewilligung widerrufen werden, wenn die ausländische Person diese durch falsche Angaben oder wissentliches Verschweigen wesentlicher Tatsachen erschlichen hat. Das Verwaltungsgericht ist mit seinen Vorinstanzen davon ausgegangen, der Beschwerdeführer sei planmässig vorgegangen, um in der Schweiz die Niederlassungsbewilligung zu erhalten und seine in Kroatien lebende Parallelfamilie nachzuziehen. Im Gesuch um Erteilung der Niederlassungsbewilligung habe er seine ausserehelichen familiären Verhältnisse, insbesondere die Existenz seiner beiden Kinder, verschwiegen. Damit sei der Tatbestand des Widerrufs erfüllt, und ein solcher sei auch verhältnismässig. 2.3 Das angefochtene Urteil verletzt Bundesrecht nicht. Das Bundesgericht ist an die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz gebunden, wenn diese nicht offensichtlich unrichtig sind oder auf einer massgeblichen Rechtsverletzung (im Sinne von Art. 95 BGG) beruhen (vgl. Art. 97 und 105 BGG). Der Beschwerdeführer legt nicht dar und es ist nicht ersichtlich, dass die Feststellung des Sachverhalts im angefochtenen Entscheid an einem derartigen Mangel leiden würde. Gestützt auf diese tatsächliche Grundlage ist die Folgerung nicht zu beanstanden, es habe sich bei der früheren Ehe des Beschwerdeführers um eine Scheinehe oder jedenfalls um eine bereits kurze Zeit danach definitiv gescheiterte Ehe gehandelt, mit der er bezweckte, zu einer Aufenthalts- und später Niederlassungsbewilligung zu gelangen, um danach seine eigentliche Familie in die Schweiz nachzuziehen. Nicht nur entspricht der Ablauf der Ereignisse einem aus etlichen anderen Fällen bekannten Verhaltensmuster, sondern es gibt auch im vorliegenden Fall konkrete Anhaltspunkte für ein solches geplantes Vorgehen. Was der Beschwerdeführer dagegen einwendet, überzeugt nicht und wurde bereits vom Verwaltungsgericht nachvollziehbar als wenig glaubwürdige Schutzbehauptung gewürdigt. Hat der Beschwerdeführer damit im Verfahren um die Erteilung der Niederlassungsbewilligung wissentlich wesentliche Tatsachen verschwiegen, lag ein Widerrufsgrund vor (vgl. dazu BGE 135 II 1 E. 4.1 und 4.2 S. 9 f.). Überdies ist der Widerruf gemessen an den gesamten Umständen des Einzelfalles verhältnismässig. Insbesondere ist es dem Beschwerdeführer zumutbar, mit seiner Familie im Heimatland zu leben. Demnach entfällt auch die Grundlage für das Gesuch um Nachzug der Familiengehörigen (in Anwendung von Art. 17 Abs. 2 ANAG), wie das Verwaltungsgericht ebenfalls zutreffend ausgeführt hat.