Citation: 6B_794/2016 E. 1.1

1.1. Die Vorinstanz nimmt in tatsächlicher Hinsicht unter Verweis auf die erstinstanzlichen Erwägungen an, der beurkundete Kaufpreis von CHF 300'000.-- sei künstlich erhöht und mithin simuliert gewesen. Der Kaufvertrag vom 16. August 2005 (act. 63 ff., 108 ff.) enthalte weder Hinweise auf eine klassische Baubindung noch werde darin eine Rückvergütung von Renovationskosten an die Käuferschaft thematisiert. Dem wirklichen Willen der Vertragsparteien habe stets ein Kaufpreis in der Höhe von CHF 165'000.-- entsprochen. Dies sei dem Beschwerdeführer bekannt gewesen, der bereits im Stadium der Vertragsanbahnung Ende Mai/Anfang Juni 2005 mit den Vertragsparteien in Kontakt getreten sei und persönlich den Betrag von CHF 165'000.-- als Kaufpreis auf der Gesprächsnotiz seiner damaligen Mitarbeiterin vermerkt habe. Am 4. Juli 2005 sei es zu einer Besprechung zwischen dem Käufer C.________, seinem Finanzberater E.________ und dem Vertreter der Erbengemeinschaft B.A.________ gekommen, bei der vereinbart wurde, dass der Kaufvertrag über einen Betrag von CHF 300'000.-- habe erstellt werden und der Betrag von CHF 110'000.-- als "Anteil an die Renovationskosten" innert dreier Tage nach Vertragsabschluss und Eingang des vollen Kaufpreises an C.________ habe zurückfliessen sollen. Die Ergebnisse dieser Besprechung seien in dem Schreiben von B.A.________ vom selben Datum an C.________ festgehalten worden, welches dem Beschwerdeführer in Kopie zugestellt worden sei. Die Vorinstanz stellt weiter fest, dass die Renovationsarbeiten allein durch die Käuferschaft hätten ausgeführt werden sollen. Der Betrag von CHF 110'000.-- sei somit kein Entgelt für unter der Leitung der Verkäuferschaft vorzunehmenden Renovationsarbeiten gewesen. Eine Baubindung sei im Kaufvertrag nicht erwähnt worden und habe auch nicht bestanden. Es sei daher nicht glaubhaft, dass der Beschwerdeführer von einer solchen ausgegangen sei. Angesichts der Umstände habe er vielmehr nur zum Schluss gelangen können, dass eine solche in Wirklichkeit nicht vorgelegen habe. Insgesamt habe der Beschwerdeführer somit willentlich einen simulierten Kaufpreis beurkundet (angefochtenes Urteil S. 17 ff.). In rechtlicher Hinsicht nimmt die Vorinstanz an, die vorbehaltlose öffentliche Beurkundung des mit dem Rechtsmangel der Simulation behafteten Grundstückskaufvertrages durch den Beschwerdeführer erfülle den Tatbestand der Falschbeurkundung im Amt. Selbst wenn der Beschwerdeführer von einer Baubindung ausgegangen wäre, hätte er wissentlich eine unwahre Tatsache beurkundet. Denn er habe gewusst, dass die in der Vertragsurkunde genannten Beträge von CHF 300'000.-- bzw. CHF 275'000.-- nicht bloss Entgelt für das Grundstück gewesen seien, sondern auch angebliche Renovationskosten umfasst hätten. Indem der Beschwerdeführer in die Vertragsurkunde keinerlei Hinweis auf eine Baubindung aufgenommen, sondern die Beträge als "Kaufpreis" bzw. "Kaufpreisrestanz" betitelt habe, ohne die darin angeblich enthaltenen Renovationskosten in irgendeiner Form erkennbar zu machen, habe er wissentlich eine echte, aber unwahre Urkunde errichtet. Aufgrund dieses Wissens dränge sich der Schluss auf, dass der Beschwerdeführer eine Falschbeurkundung nicht bloss in Kauf genommen, sondern diese eigentlich gewollt habe. Er habe daher mit direktem Vorsatz gehandelt. Es sei ihm auch bewusst gewesen, dass die Vertragsparteien die Urkunde im Rechtsverkehr würden als wahr verwenden wollen (angefochtenes Urteil S. 25 f.). In einer Eventualbegründung nimmt die Vorinstanz an, der Beschwerdeführer habe sich der Urkundenfälschung im Amt auch schuldig gemacht, wenn der Umstand, dass die Baubindung in der Urkunde nicht kenntlich gemacht worden sei, den Tatbestand der Falschbeurkundung im Amt noch nicht erfüllen würde. Denn dem Beschwerdeführer sei nicht nur bekannt gewesen, dass der beurkundete Kaufpreis nicht dem wahren Entgelt für das Grundstück entsprochen habe, sondern auch, dass in Wirklichkeit eben keine werkvertraglichen oder auftragsrechtlichen Leistungen seitens des Verkäufers im Umfang der Differenz zwischen dem wahren und dem beurkundeten Preis vorgesehen gewesen seien (angefochtenes Urteil S. 26).