Citation: 9C_855/2018 E. 4

Das kantonale Gericht stellte fest, B.________ sei Gründer der Gesellschaft und bis 1. Juni 2016 deren Verwaltungsrat gewesen. Nach Darstellung der Beschwerdeführerin habe er als solcher Zugang zu den Gesellschaftskonti gehabt und hiervon - ohne ihre Zustimmung - verschiedene Bezüge für sich selbst getätigt, was in der Buchhaltung als "effektive und zurückzuzahlende Schuld" erfasst worden sei. Die Gesellschaft habe bis zum Erlass des Einspracheentscheids hinsichtlich der behaupteten Forderung nichts unternommen. Insbesondere habe sie weder Strafanzeige erstattet noch eine Betreibung eingeleitet. Die Vorinstanz erwog, angesichts dessen sei das Vorliegen einer tatsächlich rückzahlbaren Forderung wenig wahrscheinlich, zumal auch die Bilanzierung als "Darlehen" an der Darstellung der Beschwerdeführerin zweifeln lasse. Überwiegend wahrscheinlich sei vielmehr, dass die Gesellschaft von Anfang an keine Rückzahlung der Bezüge erwartet habe. Beitragsfreier Kapitalertrag könne ausgeschlossen werden, da die Beschwerdeführerin selbst angebe, B.________ sei im Bezugszeitpunkt nicht Aktionär gewesen. Folglich seien die Zuwendungen in Höhe von Fr. 600'000.- nicht als Darlehen - wie von der Gesellschaft verbucht -, sondern als massgebender Lohn zu qualifizieren. Daran ändere nichts, wenn die Gesellschaft im laufenden Rechtsmittelverfahren geltend mache, das "Darlehen" werde in Bälde eingetrieben und hierzu auf eine beabsichtigte Verrechnung übers Dreieck nach Zession der Darlehensforderung verweise. Das Kantonsgericht verzichtete auf Weiterungen zur 2015 vorgenommenen Wertberichtigung der behaupteten Forderung im Umfang von Fr. 600'000.-.