Citation: I 646/04 21.02.2005 E. 6

Soweit der Versicherte mit Unterstützung seines behandelnden Augenarztes behauptet, nur durch Kontaktlinsenversorgung (Abgabe von Hilfsmitteln) oder eine erneute Keratoplastik (medizinische Eingliederungsmassnahme nach Art. 12 IVG) sei eine Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess zu erreichen, und mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde sinngemäss geltend macht, gestützt auf die Rechtsfigur der Austauschbefugnis habe die Invalidenversicherung die Kontaktlinsenversorgung anstelle der kostspieligeren und mit grösseren Risiken behafteten Keratoplastik zu übernehmen, ist auf das unter Erwägung Ziffer 4 Gesagte zu verweisen. Demnach zog Dr. med. J.________ angesichts der Risiken einer weiteren Keratoplastik wegen den sehr trockenen, zu Augenentzündungen neigenden irregulären Hornhautoberflächen eine Kontaktlinsenanpassung vor, obgleich auch mit Blick auf diese Massnahme schwierige Verhältnisse vorlagen. War somit aus augenärztlicher Sicht im massgebenden Zeitpunkt (BGE 129 V 4 Erw. 1.2) des Erlasses des Einspracheentscheides vom 10. März 2004 eine erneute Keratoplastik nicht indiziert, wäre diese durch Kontaktlinsenanpassung zu substituierende Massnahme ohnehin als Behandlung des Leidens an sich zu qualifizieren, was die Anspruchsberechtigung nach Art. 12 IVG ausschliesst (vgl. BGE 120 V 279 Erw. 3a mit Hinweisen, SVR 2004 IV Nr. 13 S. 37 Erw. 1.1). Damit entfällt auch die von Rechtsprechung und Lehre anerkannte Rechtsfigur der Austauschbefugnis als Anspruchsgrundlage für die streitige Kontaktlinsenversorgung (nicht veröffentlichtes Urteil A. vom 8. April 1998, I 80/97, Erw. 4 mit Hinweis auf BGE 120 v 280 Erw. 4 und 111 V 213 f. Erw. 2b und c). Die vorinstanzlich bestätigte Ablehnung einer Übernahme der Kontaktlinsenversorgung als Hilfsmittel zu Lasten der Invalidenversicherung ist demnach nicht zu beanstanden.