Citation: I 37/00 21.02.2001 E. 4

4.- a) Während die Beschwerdeführerin in Anwendung der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 9 % feststellte, ermittelte die Vorinstanz nach der ausserordentlichen Methode des Betätigungsvergleichs eine Invalidität von 61 %. Zu Recht bemängelte zwar das kantonale Gericht, dass die Verwaltung für die Ermittlung der beiden Vergleichseinkommen jeweils nur das Ergebnis eines einzigen Betriebsjahres herangezogen hatte, namentlich für das Valideneinkommen dasjenige des Jahres 1994 und für das Invalideneinkommen jenes des Jahres 1996. Damit steht indessen noch nicht fest, ob sich die für die Durchführung eines Einkommensvergleichs erforderlichen Vergleichseinkommen überhaupt nicht zuverlässig ermitteln lassen, was allein die Anwendung der ausserordentlichen Bemessungsmethode rechtfertigt (vgl. AHI 1998 S. 120 f. Erw. 1a). b) Der Versicherte hat seine selbstständige Erwerbstätigkeit im Mai 1991 aufgenommen und bis zum die Arbeitsfähigkeit einschränkenden Unfall beinahe vier Jahre ausgeübt. Zumindest mit Beginn des 3. Betriebsjahrs kann die Aufbauphase des Geschäftes als abgeschlossen betrachtet werden, sodass für die Bemessung des Valideneinkommens an sich ein repräsentativer Zeitraum zur Verfügung stehen würde. Da sich indessen die Betriebsergebnisse der Jahre vor 1994 nicht bei den Akten befinden, lässt sich die Entwicklung des Geschäftsganges nicht nachvollziehen und damit die Frage nicht abschliessend beantworten, ob das Valideneinkommen zuverlässig ermittelt werden könne. Die Verwaltung, an die die Sache zurückzuweisen ist, wird die dafür erforderlichen Unterlagen beim Beschwerdegegner einfordern. c) Hinsichtlich des Invalideneinkommens liegen mit den Ergebnissen der Jahre 1995, 1996 und 1997 drei Jahresabschlüsse vor, die entgegen der Darlegung der Vorinstanz keinen erheblichen Schwankungen unterliegen. Wie die Beschwerdeführerin nämlich richtig bemerkt, schmälert eine Abschreibung auf Beteiligungen von Fr. 23'000.- die Erfolgsrechnung des Jahres 1997 erheblich und ist - weil invaliditätsunabhängig - zum Reingewinn hinzuzurechnen. Nichts steht demzufolge entgegen, das Invalideneinkommen anhand der in den drei Jahren nach Eintritt des Gesundheitsschadens erzielten Geschäftsergebnissen zu erheben.