Citation: 4C.300/2005 01.11.2006 E. 4

4.1 Im kantonalen Verfahren wendete der Kläger ein, die Z.________ Far East Ltd. habe zur Tilgung des Darlehens im Dezember 1999 zu Gunsten der Beklagten 1 USD 34'111.-- auf das Konto von F.________ bei der Thurgauer Kantonalbank überwiesen. Die Beklagten anerkannten diese Zahlung, machten jedoch geltend, diese habe nicht der Tilgung des Darlehens sondern der Erfüllung der Unterhaltspflichten von D.X.________ gegenüber der Beklagten 1 gedient. Die Vorinstanz ging davon aus, die vom Kläger als Schuldner geltend gemachte Tilgung der Darlehensschuld sei als rechtsaufhebende Tatsache von ihm und nicht von den Beklagen als Gläubiger zu beweisen. Könne der Schuldner nachweisen, dass er dem Gläubiger den geschuldeten Betrag bezahlt habe, werde das in den meisten Fällen zum Beweis genügen. Dem Gläubiger stehe es jedoch offen durch substanziierte Behauptungen den Gegenbeweis zu leisten, das heisst, den Nachweis der Tilgung durch das Wecken ernsthafter Zweifel an der Darstellung des Schuldners umzustossen. In der Folge kam die Vorinstanz insbesondere auf Grund der Würdigung verschiedener Zeugenaussagen zum Ergebnis, die Beklagten hätten ernsthafte Zweifel an der Angabe des Klägers wecken können, die Zahlung der Z.________ Far East Ltd. sei zur Tilgung des Darlehens erfolgt. Der Kläger habe daher den Nachweis dieser Tilgung nicht erbracht. 4.2 Der Kläger rügt, die Vorinstanz verletze Art. 8 ZGB, wenn sie dem Kläger den Hauptbeweis dafür auferlege, dass die Zahlung von USD 34'111.35 zur Rückzahlung des geltend gemachten Darlehens gedient habe, nachdem die Beklagten anerkannt hätten, diesen Betrag erhalten zu haben. Der Beweis dafür, dass die Zahlung einem anderen Zweck gedient haben soll als der Rückzahlung des Darlehens, sei den Beklagten aufzuerlegen, da sie aus der Zahlung eigene Rechte ableiten wollten. 4.3 Die Tilgung einer Geldschuld stellt eine rechtsaufhebende Tatsache dar, die gemäss Art. 8 ZGB vom Schuldner zu beweisen ist, der daraus den Untergang seiner Schuld ableitet (vgl. Art. 81 Abs. 1 SchKG). Ein Beweis gilt als erbracht, wenn das Gericht nach objektiven Gesichtspunkten von der Richtigkeit einer Sachbehauptung überzeugt ist. Absolute Gewissheit kann dabei nicht verlangt werden. Es genügt, wenn das Gericht am Vorliegen der behaupteten Tatsache keine ernsthaften Zweifel mehr hat oder allenfalls verbleibende Zweifel als leicht erscheinen (BGE 130 III 321 E. 3.2 S. 324 mit Hinweisen). Hat die beweisbelastete Partei den Hauptbeweis erbracht, indem sie das Gericht von der Richtigkeit einer Sachbehauptung überzeugte, steht der Gegenpartei das Recht auf Gegenbeweis zu. Für das Gelingen des Gegenbeweises ist bloss erforderlich, dass der Hauptbeweis erschüttert wird, indem bezüglich der Sachbehauptungen der beweispflichtigen Partei ernsthafte Zweifel geweckt werden (vgl. BGE 130 III 321 E. 3.4 S. 326). 4.4 Die Vorinstanz hat diesen Grundsätzen Rechnung getragen und somit bezüglich der Tilgung des Darlehens eine zutreffende Beweislastverteilung vorgenommen. Damit erweist sich die Rüge der Verletzung von Art. 8 ZGB als unbegründet. 4.5 Weiter macht der Kläger dem Sinne nach geltend, die Vorinstanz habe den Gegenbeweis nicht als erbracht ansehen dürfen, da die Zahlung der Z.________ Far East Ltd. in US$ erfolgte und damit keine Unterhaltszahlung habe vorliegen können, da eine solche in SFR hätte geleistet werden müssen. Mit diesen Ausführungen kritisiert der Kläger die Beweiswürdigung der Vorinstanz. Solche Kritik ist im Berufungsverfahren unzulässig, weshalb darauf nicht einzutreten ist (vgl. E. 1 hiervor).