Citation: 5A_967/2021 E. 4.6

4.6. Keine Willkür vermag die Beschwerdeführerin darzutun, wenn sie auf eine bestimmte Stelle im Erziehungsfähigkeitsgutachten vom 7. Mai 2019 verweist und daraus prognostisch Schlüsse zieht, welche gegen ein unbegleitetes Besuchsrecht sprechen. Sie übersieht die Tatsache, dass das fragliche Gutachten als Grundlage des Entscheids vom 11. November 2019 diente, mit welchem das Kreisgericht die am 31. Oktober 2019 von den Eltern abgeschlossene Vereinbarung, mit welcher sie sich auf unbegleitete Besuche geeinigt hatten, genehmigte. Sodann hatte die Ausübung des Besuchsrechts bis zum Vorfall vom Oktober 2020 zu keinen Beanstandungen Anlass gegeben. Daher ist der Verweis auf das Erziehungsfähigkeitsgutachten von vornherein nicht geeignet, den angefochtenen Entscheid als willkürlich auszuweisen.