Citation: 8C_787/2021 E. 14.1

14.1. Praxisgemäss liegt es nicht allein in der Zuständigkeit der mit dem konkreten Einzelfall (gutachterlich) befassten Arztpersonen, abschliessend und für die rechtsanwendende Stelle (Verwaltung, Gericht) verbindlich zu entscheiden, ob das medizinisch festgestellte Leiden zu einer (andauernden oder vorübergehenden) Arbeitsunfähigkeit (bestimmter Höhe und Ausprägung) führt (BGE 140 V 193 E. 3.1; vgl. auch BGE 145 V 361). Daher ist es im Grundsatz zulässig, einer medizinischen Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit die rechtliche Massgeblichkeit abzusprechen, ohne dass das Gutachten seinen Beweiswert verliert (BGE 144 V 50 E. 4.3; vgl. auch BGE 146 V 361 E. 4.1.1 und 4.2.1). Dr. med. C.________ und med. pract. D.________ diagnostizierten im Gutachten vom 6. Juni 2019 einzig eine Persönlichkeitsakzentuierung mit histrionisch-akzentuierten Zügen (ICD-10 Z73 V) mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Sie gingen von einer 20%igen Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers aus. Z-codierte Diagnosen nach ICD-10 fallen indessen nicht unter den Begriff der invaliditätsrechtlich erheblichen Gesundheitsbeeinträchtigungen; sie stellen grundsätzlich keine invalidisierenden Gesundheitsschäden dar (Urteil 9C_542/2019 vom 12. November 2019 E. 3.2 mit Hinweisen). Indem die Vorinstanz in Abweichung vom Gutachten vom 6. Juni 2019 von einer vollen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ausging, hat sie mithin kein Bundesrecht verletzt.