Citation: U 10/03 03.04.2003 E. 3

3.1 Im MEDAS-Gutachten vom 30. August 2001 wurde folgende Diagnose gestellt: linksbetontes Zervikobrachial-Syndrom und Lumbovertebral-Syndrom bei Status nach Kontusion des Kopfes und des Rückens am 25. Juni 1999; psychogene Unfall-Fehlverarbeitung im Sinne einer anhaltenden somatoformen Störung (ICD-10: F45.4) bei vorbestehenden neurotischen Tendenzen narzisstischer und histrionischer Prägung; Verdacht auf diskrete zentrale Hörstörung. Die geltend gemachten Beschwerden könnten nur zum kleinen Teil somatisch erklärt werden. Bei der Versicherten liege in erster Linie eine psychogene Unfall-Fehlverarbeitung vor. In der Expertise-Ergänzung vom 22. November 2001 legte die MEDAS dar, im Rahmen der erlittenen Kontusion des Kopfes habe ein Anprall des Schädels ohne Hirnverletzung stattgefunden. Im Vordergrund stehe eindeutig eine psychogene Fehlverarbeitung, die zu einer funktionellen Verstärkung initial somatisch erklärbarer Beschwerden geführt und mit der Zeit ihre Eigendynamik entwickelt habe. Das Beschwerdebild sei somatisch nicht objektivierbar, sondern auf eine psychogene Unfallfehlverarbeitung zurückzuführen. Zusammengefasst könne gesagt werden, dass in somatischer Hinsicht keine Befunde feststellbar seien, die das heutige Beschwerdebild erklärten. Im Rahmen der MEDAS-Begutachtung wurde die Versicherte orthopädisch, neurologisch, rheumatologisch, otorhinolaryngologisch, psychiatrisch und neuropsychologisch abgeklärt. Die Expertise samt Ergänzung genügt den von der Rechtsprechung zum Beweiswert von Arztberichten aufgestellten Kriterien und erlaubt eine verlässliche Beurteilung, weshalb darauf abzustellen ist. 3.2 Nach Ansicht der Versicherten ist die MEDAS-Abklärung nicht schlüssig, weil im Gutachten vom 30. August 2001 ausgeführt werde, sämtliche geltend gemachten Beschwerden einschliesslich der psychischen Einschränkungen müssten auf den Unfall zurückgeführt werden, währenddem in der Gutachten-Ergänzung vom 22. November 2001 dargelegt werde, die geltend gemachten somatischen Beschwerden könnten bestenfalls in einem möglichen natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfall gebracht werden. Hieraus kann die Versicherte indessen nichts zu ihren Gunsten ableiten. Denn auch in der Expertise-Ergänzung vom 22. November 2001 wird anerkannt, dass die Beschwerden anfangs somatisch erklärbar gewesen seien. Wenn der natürliche Kausalzusammenhang in dieser Hinsicht lediglich als möglich bezeichnet wird, steht dies im Kontext mit der im Vordergrund stehenden psychischen Komponente, deren natürliche Kausalität zum Unfall von der MEDAS bejaht wird. SUVA und Vorinstanz haben gestützt hierauf anerkannt, dass der Unfall vom 25. Juni 1999 zumindest Teilursache der psychischen Beschwerden ist, was für die Bejahung der natürlichen Kausalität praxisgemäss genügt (BGE 121 V 329 Erw. 2a mit Hinweisen).