Citation: 6B_295/2019 E. 1.2

1.2. Verschiedene mehrheitlich im Ausland wohnende Personen überwiesen dem Beschwerdeführer im Zeitraum von rund fünf Monaten (12. Februar 2016 - 6. Juli 2016) mehrere Geldbeträge auf dessen Bankkonto respektive via Western Union. Damit beglichen sie mutmasslich fingierte Vorschussverpflichtungen im Umfang von rund Fr. 35'700.-- in Erwartung eines von "A.________" auszurichtenden Kredits. Die Geldbeträge schickte der Beschwerdeführer - der selbst von "A.________" einen Kredit aufnehmen wollte und dafür bereits Zahlungen an seine vermeintliche Kreditgeberin geleistet hatte - auf Anweisung von "A.________" mit Western Union ihrem Account Manager B.________ nach Benin. Die Vorinstanz wirft dem Beschwerdeführer vor, die von "A.________" ertrogenen Geldbeträge weitergeleitet zu haben, obwohl er es zumindest für möglich gehalten hatte, dass sie aus einem Verbrechen (Betrug) stammten. Zum Tatobjekt der Geldwäscherei erwägt die Vorinstanz, die Rechtsprechung habe sich zur Frage, ob die Vortat vollendet oder beendet sein müsse, dahingehend geäussert, dass das Tatbestandsmerkmal des Erlangens beendet sein müsse. Die Sache dürfe sich mithin nicht mehr im Herrschaftsbereich des Opfers befinden. Vielmehr müsse der Täter die tatsächliche freie Verfügungsmacht über die Sache erlangt haben. Ein Delikt mit überschiessender Innentendenz müsse nicht zwingend formell beendet sein. Es genüge, wenn die Vortat hinsichtlich des Tatbestandsmerkmals des Erlangens abgeschlossen sei, wenn sich mithin die Vermögenswerte nicht länger im Herrschaftsbereich des Opfers befänden. Geldwäscherei sei ab dem Zeitpunkt möglich gewesen, als die von der Vortäterschaft betrügerisch erlangten Gelder beim Beschwerdeführer eingetroffen seien. Dieser sei mit Blick auf den von "A.________" erwarteten Kredit und die an sie geleisteten Zahlungen seiner vermeintlichen Kreditgeberin ausgeliefert gewesen. Mit Eingang auf dessen Konto hätten sich die Gelder deshalb faktisch im Herrschaftsbereich von "A.________" befunden, die frei darüber habe verfügen können (Entscheid S. 10 ff.).