Citation: 6B_1424/2021 E. 7.4

7.4. Gemäss den verbindlichen vorinstanzlichen Feststellungen packte der Beschwerdeführer die Geschädigte unvermittelt am Unterarm und stiess diese nach hinten, wobei sie sich zusätzlich das Schienbein anstiess. Hierbei erlitt die Geschädigte Schwellungen und einen grossen Bluterguss am Unterarm sowie Prellungen und einen Bluterguss am Schienbein (Urteil S. 41 und S. 43). Entgegen dem Einwand des Beschwerdeführers liegt die vorinstanzliche Beurteilung, wonach es sich vorliegend nicht mehr um eine eher harmlose Beeinträchtigung der körperlichen Integrität und des gesundheitlichen Wohlbefindens der Geschädigten handle und die Grenze zur einfachen Körperverletzung überschritten sei, angesichts des harschen Vorgehens des Beschwerdeführers gegenüber der betagten Geschädigten sowie der zugefügten Verletzungen innerhalb des Ermessenspielraums der Vorinstanz. Allerdings handelt es sich um einen leichten Fall gemäss aArt. 123 Ziff. 1 Abs. 2 StGB. Zwar war der Bluterguss am Unterarm der Geschädigten relativ gross, dies könnte jedoch auf ihr hohes Alter und die regelmässige Einnahme von Aspirin zurückzuführen sein. Mangels entsprechender Feststellungen der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass die Geschädigte nach dem Vorfall weder einen Arzt aufsuchte noch Schmerzen hatte, woraus zu schliessen ist, dass keine Behandlung erforderlich war. Auch zur Heilungszeit ist dem vorinstanzlichen Urteil nichts zu entnehmen. Es ist jedoch (zugunsten des Beschwerdeführers) anzunehmen, dass die Schwellungen, Prellungen und Blutergüsse relativ rasch abheilten. In subjektiver Hinsicht ist mit der Vorinstanz angesichts des Verhaltens des Beschwerdeführers davon auszugehen, dass diesem bewusst war, dass er der Geschädigten mit seinem Vorgehen Verletzungen im Sinne einer einfachen Körperverletzung zufügen konnte, und er solche zumindest in Kauf nahm. Mit seinen Vorbringen, insbesondere jenem, wonach er keine Kenntnis davon gehabt habe, dass die Geschädigte täglich Blutverdünnungsmittel einnehme, vermag er weder Willkür noch eine Verletzung von Bundesrecht aufzuzeigen. Insgesamt verletzt die Vorinstanz das ihr zustehende Ermessen nicht, wenn sie die Tat des Beschwerdeführers als einfache Körperverletzung qualifiziert. Allerdings ist ergänzend festzuhalten, dass es sich um einen leichten Fall im Sinne von aArt. 123 Ziff. 1 Abs. 2 StGB handelt.