Citation: 5A_95/2019 E. 2

Die Beschwerdeführerin äussert sich zunächst zur Frage, ob das Bezirksgericht die Hauptverhandlung vom 27. Juni 2018 zu Recht durchgeführt hat, was sie bestreitet. Das Obergericht habe die ärztlichen Zeugnisse vom 28. Mai 2018 und 25. Juni 2018 mit Hinweis auf angebliche Aktivitäten relativiert, die mehr als einen Monat nach der strittigen Hauptverhandlung erfolgt seien. Mit ihren Ausführungen übersieht die Beschwerdeführerin, dass das Obergericht ihr mit Bezug auf die Frage der Gültigkeit der Hauptverhandlung vom 27. Juni 2018 eine Verletzung der Begründungspflicht vorgeworfen hat. Die von der Beschwerdeführerin vor Bundesgericht kommentierten materiellen Ausführungen des Obergerichts beziehen sich in Wirklichkeit gar nicht auf die Gesuche zur Verschiebung der Hauptverhandlung, sondern einzig auf das Sistierungsgesuch der Beschwerdeführerin vom 6. August 2018; die Argumentation der Beschwerdeführerin, das Obergericht habe eine Beurteilung ex post vorgenommen, geht deshalb an der Sache vorbei. Mit Bezug auf die von der Beschwerdeführerin aufgeworfene Frage der Gültigkeit der Hauptverhandlung hat das Obergericht, wie bereits erwähnt, einzig aus rein formeller Sicht festgehalten, dass die Beklagte (heutige Beschwerdeführerin) mit keinem Wort auf die Begründung des Bezirksgerichts eingegangen sei, weshalb ihre verschiedenen Verschiebungsgesuche abgelehnt wurden und folglich in diesem Punkt keine rechtsgenügliche Berufungsbegründung vorliege. Das Bezirksgericht hatte die Abweisung namentlich damit begründet, dass es genüge, wenn die Beklagte in der Lage sei, einen Vertreter zu instruieren und es rechtsmissbräuchlich sei, wenige Tage vor dem ihr seit Monaten bekannten Datum der Hauptverhandlung ihrem Rechtsvertreter das Mandat zu entziehen, um unmittelbar darauf mit dem Hinweis, nicht (mehr) anwaltlich vertreten zu sein, um Verschiebung der Verhandlung zu ersuchen. Vor Bundesgericht hätte die Beschwerdeführerin bei dieser Ausgangs-lage aufzeigen müssen, dass sie sich mit den Gründen, welche das Bezirksgericht zur Abweisung der die Hauptverhandlung betreffenden Verschiebungsgesuche bewogen haben, in ihrer Berufungsschrift befasst hat. Da sie dies unterlässt, kann auf die Rüge mangels hinreichender Auseinandersetzung mit dem obergerichtlichen Entscheid nicht eingetreten werden (Art. 42 Abs. 2 BGG).