Citation: 8D_8/2013 E. 6.3

6.3. In der Beschwerde wird nicht näher dargelegt, weshalb diese Auslegung, namentlich diejenige, dass "Nachtdienst" auch Schichtarbeit umfasst, unzutreffend ist oder gar gegen das Willkürverbot verstösst. Wenn die Inkonvenienz für Krankheits- und Unfalltage nicht entschädigt wird, ist es konsequent, dass dies für Tätigkeiten ausserhalb der üblichen Arbeitszeit gilt, unabhängig davon, ob diese als Nacht- oder als Schichtarbeit bezeichnet wird. Ebenso wenig ist einsichtig, was daran willkürlich sein soll, wenn die Vorinstanz angesichts des Wortlauts, der Entstehungsgeschichte und weiterer Auslegungselemente sämtliche Inkonvenienzentschädigungen unter § 47 Abs. 2 StPG/SO subsumiert und zwar ungeachtet dessen, ob solche im Arbeitsfall regelmässig zur Auszahlung gelangen oder nicht. Zwischenzeitig wurde übrigens die von der Vorinstanz vorgenommene Auslegung von § 47 Abs. 2 StPG/SO, wonach darin sämtliche Arten von Vergütungen für inkonveniente Dienste erfasst sind, in die seit dem 1. Januar 2014 geltende Fassung von § 174 Abs. 3 GAV/SO ausdrücklich so aufgenommen. Neu lautet diese Bestimmung: "Während krankheits- und unfallbedingter Absenzen besteht kein Anspruch auf die Ausrichtung von Vergütungen für inkonveniente Dienste wie z.B. für Bereitschaftsdienste, Nachtdienste, unregelmässige Arbeitszeiten und Sondereinsätze".