Citation: 1C_546/2017 E. 3.6

3.6. Ob die Aufschüttung aus dem Jahr 1911 ihre Rechtsgrundlage im kantonalen Baurecht oder der Eisenbahngesetzgebung des Bundes hat, erscheint mit Blick auf die Bestimmung des massgeblichen Terrains zweitrangig. Von Bedeutung ist nach den Ausführungen des Bundesgerichts im Urteil 1P.138/2003 vom 28. Mai 2003 vornehmlich, dass das in § 8 aPBV vorgesehene Regel-Ausnahme-Verhältnis nicht in sein Gegenteil verkehrt wird. Dass diese Gefahr vorliegend besteht, wo eine seit über hundert Jahren unveränderte Terraingestaltung in Frage steht, ist nicht ersichtlich. Vielmehr stellt sich die Frage, ob bei einer derart grossflächigen Terrainveränderung das Abstellen auf den zuvor bestehenden Terrainverlauf nicht zu Ergebnissen führen würde, die dem Zweck der kantonalen und kommunalen Baugesetzgebung widersprechen würde, da es sich unbestrittenermassen nicht um einen Fall handelt, in dem durch das Schaffen von "Maulwurfshügeln" eine höherliegende Baute ermöglicht werden soll. Nicht zu beanstanden ist zudem die Einschätzung des Verwaltungsgerichts, dass das künstlich geschaffene Terrain auf den Geländeverlauf in der näheren Umgebung Bezug nimmt. Anhand der von der Vorinstanz erwähnten Augenscheinfotos ist erkennbar, dass die Geländeveränderung zwar als solche erkennbar bleibt, jedoch aufgrund ihres beträchtlichen Umfangs und weich gestalteter Übergänge nicht stark auffällt. Das Verwaltungsgericht durfte deshalb, ohne das Willkürverbot zu verletzen, davon ausgehen, dass vorliegend das gestaltete Terrain massgebend sei. Eine Verletzung von Art. 3 Abs. 2 lit. b oder Art. 22 Abs. 2 lit. b RPG ist ebenfalls nicht erkennbar.