Citation: 6B_1427/2017 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz erwägt, es sei aufgrund des ebenfalls bei schönem Wetter und regem Verkehr durchgeführten Augenscheins erstellt, dass die fragliche Strecke vom Beobachtungsplatz der Polizisten aus ohne Einschränkungen einsehbar gewesen sei. Die Verkehrsteilnehmer und ihre Fahrzeuge, namentlich die Farbe der Bekleidung und die Art des Motorrads, seien auch für ein ungeschultes Auge sehr gut zu erkennen gewesen. Der Standort sei für eine Verkehrsbeobachtung geradezu ideal und werde deshalb von der Polizei regelmässig genutzt. Die beiden Polizisten hätten das vollständige Überholmanöver sehr gut feststellen können. Daran ändere nichts, dass unmittelbar nach dem Kontrollbereich ein nicht einsehbarer Strassenabschnitt von ca. 200 Metern folge. Ihre Feststellung, wonach die Sicht nur für wenige Sekunden versperrt gewesen sei, sei plausibel. Die nach dem Vieraugenprinzip agierenden und erfahrenen Verkehrspolizisten seien sich der Person des Fehlbaren sicher gewesen und hätten eine Verwechslung stets ausgeschlossen. Solches habe der Beschwerdeführer vor Ort auch nicht behauptet. Es sei nicht ersichtlich, weshalb ihn die Beamten zu Unrecht bezichtigen sollten. Gegen die Aussagen seines Bruders, wonach keiner von ihnen ein Fahrzeug überholt habe, spreche schliesslich, dass der Beschwerdeführer gemäss Angaben des Polizisten vor dem fraglichen Personenwagen am Kontrollpunkt eingetroffen sei. Da die Täterschaft genügend erstellt sei, könne auf weitere Beweismassnahmen verzichtet werden.