Citation: K 9/06 29.01.2007 E. 5

5.1 Schliesslich macht der Beschwerdeführer mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde erneut geltend, dass die Einstellung der Taggelder per Ende Januar 2005 verfrüht war. Es hätte ihm eine Uebergangsfrist von vier Monaten zur Umstellung und Eingliederung eingeräumt werden müssen. Zur Begründung wird ausgeführt, nach Vorliegen des Berichts von Dr. med. X.________ (vom 14. Dezember 2004) habe die Concordia sehr kurzfristig über die Leistungseinstellung befunden und vom Versicherten abverlangt, nur innert einem Monat die verbleibende Arbeitsfähigkeit in einer anderen Tätigkeit umzusetzen. Im Bericht des Dr. med. X.________ werde in diesem Zusammenhang auf den EDV-Bereich und allenfalls Büroarbeiten hingewiesen. Auch wenn es sich dabei nicht um eine vollständige Umstellung vom vorher ausgeübten Beruf handle, sei doch festzustellen, dass eine derart kurze Uebergangszeit ungenügend sei. 5.2 Dieser Betrachtungsweise kann nicht beigepflichtet werden. Gemäss Rechtsprechung ist die Gewährung einer angemessenen Uebergangsfrist, während welcher das bisherige Krankengeld geschuldet bleibt, für in ihren bisherigen Tätigkeitsbereichen dauernd arbeitsunfähige Versicherte, welche unter dem Blickwinkel der Schadenminderungspflicht einen Berufswechsel vorzunehmen haben, vorgesehen. In diesen Fällen hat die Krankenkasse den Versicherten zum Berufswechsel aufzufordern und ihm zur Anpassung an die veränderten Verhältnisse sowie zur Stellensuche eine angemessene Übergangsfrist einzuräumen. In der Praxis wird in der Regel eine Frist von drei bis fünf Monaten ab der Aufforderung der Kasse zur Stellensuche als angemessen erachtet (BGE 114 V 289 Erw. 5b, 111 V 239 Erw. 2a mit Hinweisen; RKUV 2000 Nr. KV 112 S. 122). Da im vorliegenden Fall aufgrund der medizinischen Akten nicht von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit infolge der gesundheitlichen Einschränkungen im bisherigen Tätigkeitsbereich ausgegangen werden kann, bleibt kein Raum für die Anwendung der aufgezeigten Praxis und es besteht mithin kein Anspruch auf Gewährung einer längeren Frist. Grundsätzlich haben nicht die Krankenkassen das Risiko der schwierigen Vermittelbarkeit zu tragen.