Citation: 4A_30/2022 E. 3.3

3.3. Zunächst kann dem Beschwerdeführer nicht gefolgt werden, wenn er eine Aktenwidrigkeit betreffend den vom Schiedsrichter getätigten Aufwand rügt. Indem er dem Einzelschiedsrichter vorwirft, aktenwidrig zu behaupten, das Verfahren sei sehr aufwändig gewesen, verkennt er die Tragweite von Art. 393 lit. e ZPO. Aktenwidrigkeit im Sinne dieser Bestimmung liegt nur vor, wenn das Schiedsgericht bei der Beweiswürdigung von unrichtigen tatsächlichen Prämissen ausgeht, während das Ergebnis und die Art und Weise der Beweisführung nicht Gegenstand der Willkürrüge sein können. In casu bedeutet das, dass Aktenwidrigkeit nur vorläge, wenn der Einzelschiedsrichter Verfahrensaufwand (Verfügungen, etc.) angeführt hätte, der effektiv gar nicht stattgefunden hat. Solches vermag der Beschwerdeführer aber nicht darzutun. Vielmehr wendet er sich gegen die schiedsrichterliche Bewertung der Verfahrensvorgänge als aufwändig und stellt ihr seine eigene Bewertung als nicht aufwändig gegenüber. Damit ist keine Aktenwidrigkeit dargelegt.