Citation: 6B_335/2020 E. 3.4.3

3.4.3. Der Beschwerdeführer rügt, die Belehrung anlässlich seiner Befragung habe Art. 158 Abs. 1 lit. a StPO nicht genügt, und begründet, die Staatsanwaltschaft habe sich damit begnügt, ihm die abstrakten Straftatbestände vorzuhalten und ihm zu eröffnen, dass anlässlich der Hausdurchsuchung diverse illegale Substanzen und eine grosse Menge Bargeld sichergestellt wurden, dass sich der Tatverdacht auf bisherige polizeiliche Erkenntnisse stütze, aber Details aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekannt gegeben werden könnten (Beschwerde Ziff. 89 f., 92). Er bestätigt damit, die vorangehend zitierten vorinstanzlichen Erwägungen sowie dass er auf die Einleitung eines Vorverfahrens und die den Gegenstand des Verfahrens bildenden Straftaten hingewiesen wurde. Ihm wurde damit ein nach den konkreten Umständen hinreichend "präziser Lebenssachverhalt" und nicht ein lediglich "pauschaler Vorwurf" vorgelegt (vgl. Urteil 6B_976/2015 vom 27. September 2016 E. 1.3). Er erhielt damit Gelegenheit, sich zu den vorgehaltenen Straftaten umfassend zu äussern (Art. 143 Abs. 4 und Art. 157 Abs. 2 StPO). Zunächst genügte ein Hinweis auf die Sicherstellung bei der Hausdurchsuchung; er konnte sich "unbeeinflusst" zum relevanten Geschehen äussern (SCHMID/JOSITSCH, a.a.O., Rzz. 809, 812). In diesem frühen Verfahrensstadium kann nicht verlangt werden, dass die Verdachts- und Beweislage in allen Details bekannt gegeben wird. Die Information oder Orientierung erfolgte in einer Weise, die es ihm ermöglichte, die zur Last gelegten Straftaten zu identifizieren und zu erkennen, aus welchem Grund der Verdacht auf ihn gefallen war (OBERHOLZER, a.a.O., Rz. 637). Der Vorhalt war so konkretisiert, dass er den Vorwurf erfassen und sich entsprechend verteidigen konnte (SCHMID/JOSITSCH, a.a.O., Rz. 860). Ferner ist die Kritik unter dem Gesichtspunkt der Fernwirkung zu entkräften: Greift die Behörde beispielsweise bei der wiederholten Einvernahme nicht auf einen unverwertbaren Beweis zurück (im Beispielfall die Ersteinvernahme), ist die wiederholte Einvernahme verwertbar. Eine Fernwirkung ist dann nicht kausal für das Geständnis (Urteile 6B_75/2019 vom 15. März 2019 E. 1.4.2, 1.4.4; 6B_1214/2019 vom 1. Mai 2020 E. 1.3.1, 1.4.1). Die Rüge ist unbegründet.