Citation: 6B_564/2022 E. 2.4

2.4. Die Beschwerdeführerin vermag mit ihren Vorbringen nicht den Anschein von Befangenheit oder Voreingenommenheit der vorinstanzlichen Richter aufzuzeigen. Als unbehelflich erweist sich ihr Einwand, die Vorinstanz entkräfte das ärztliche Attest alleine mit einem C.________-Artikel (Beschwerde S. 23 Ziff. 101). Zum einen würdigt die Vorinstanz bezüglich des Verfassers des betreffenden Schreibens nicht bloss den von der Beschwerdeführerin beanstandeten C.________-Artikel. Vielmehr bezieht sie neben weiteren Medienberichten auch ein öffentlich zugängliches Interview von diesem ein (vgl. Urteil S. 6 f. E. 3.3.2; ebenso die Vernehmlassung der Vorinstanz, act. 12 S. 2), womit sich die Beschwerdeführerin aber nicht auseinandersetzt. Zum anderen lässt es die Vorinstanz ausdrücklich offen, ob das fragliche Schreiben die Voraussetzungen an ein ärztliches Attest erfüllt und ob es nach vorgängiger Konsultation der Beschwerdeführerin verfasst wurde, denn sie gelangt in materieller Hinsicht zum Schluss, aus dem Schreiben gehe nicht hervor, dass tatsächlich medizinische Gründe vorliegen würden, aus denen die Beschwerdeführerin keine Gesichtsmaske tragen könne (Urteil S. 21 E. 4.5.1.2). Ob der Vorinstanz in dieser Hinsicht gefolgt werden kann, ist nachfolgend im Rahmen der rechtlichen Würdigung zu prüfen (E. 4). Einzig aufgrund der Tatsache, dass die Vorinstanz die Beschwerdeführerin schuldig spricht oder wegen des Umstands, dass die Würdigung der vorinstanzlichen Richter im Einzelnen nicht ihrer Sichtweise entspricht, kann nicht auf deren Befangen- oder Voreingenommenheit geschlossen werden. Grundsätzlich sind richterliche Verfahrensfehler und Fehlentscheide nicht geeignet, objektiv den Anschein von Befangenheit zu erwecken. Das kann nur ganz ausnahmsweise der Fall sein, wenn besonders krasse oder wiederholte Irrtümer vorliegen, die als schwere Verletzung der Richterpflichten bewertet werden müssen, und sich in den Rechtsfehlern eine Haltung manifestiert, die objektiv auf fehlende Distanz und Neutralität schliessen lässt (Urteile 7B_951/2023 vom 11. Juni 2024 E. 2.1; 5F_6/2024 vom 29. Januar 2024 E. 2 mit Hinweisen). Auch im Lichte der Ausführungen der Beschwerdeführerin kann von solch krassen Rechtsfehlern der Vorinstanz aber keine Rede sein. Soweit die Beschwerdeführerin sodann kritisiert, die Vorinstanz hätte auch einbeziehen müssen, dass der Vorwurf gegen Dr. med. B.________, er stelle ärztliche Atteste ohne Konsulation aus, fallen gelassen und diesem die Bewilligung bereits am 5. Juli 2021 wieder erteilt worden sei, kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden. Denn in diesem Punkt ergänzt die Beschwerdeführerin die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz, ohne dass sie eine entsprechende Willkürrüge erhebt (E. 1.2). Betreffend das aufsichtsrechtliche Verfahren gegen Dr. med. B.________ hält die Vorinstanz nämlich lediglich fest, dass ein solches eröffnet worden sei (Urteil S. 6 f. E. 3.3.2; Vernehmlassung der Vorinstanz, act. 12 S. 2). Im Übrigen liegen auch bei objektiver Betrachtungsweise keine Umstände vor, die den Anschein der Befangenheit oder Voreingenommenheit der vorinstanzlichen Richter begründen würden. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet, soweit darauf eingetreten werden kann. Die Beschwerdeführerin moniert eine Verletzung von Art. 30 BV und Art. 6 EMRK ohne Grund. Damit kann hier offenbleiben, ob sie diese Rüge rechtzeitig geltend gemacht hat.