Citation: 2C_323/2018 E. 6.5.2

6.5.2. Art. 8 EMRK verschafft dem Ausländer oder einem schweizerisch-ausländischen Ehepaar nicht bedingungslos das Recht, frei wählen zu können, wo sie das Familienleben führen wollen. Es ist zulässig, dass der Aufenthaltsstaat den Familiennachzug bestimmten zweckbezogenen Regeln unterwirft, was der schweizerische Gesetzgeber mit der Einführung von Nachzugsfristen im Interesse der Integrationsförderung und der Einwanderungsbeschränkung in Art. 47 AuG getan hat. Die Kritik der Beschwerdeführer, dass sich eine Einwanderungskontrolle im Hinblick auf die heutigen demographischen Realitäten nicht (mehr) rechtfertige, widerspricht dem gesetzgeberischen Willen (vgl. die Urteile 2C_1154/2016 vom 25. August 2017 E. 2.2.2 und 2C_348/2016 vom 17. März 2017 E. 2.3) und den verfassungsrechtlichen Vorgaben (Art. 121a BV [Steuerung der Zuwanderung]).