Citation: 8C_142/2023 E. 6.3

6.3. Wie es sich damit tatsächlich verhält, wird die Vorinstanz durch ein neues polydisziplinäres Gerichtsgutachten (vgl. BGE 137 V 210 E. 4.4.1.5) unter Mitberücksichtigung des gesamten relevanten Zeitraumes (E. 5) zwecks zuverlässiger Klärung des rechtserheblichen Sachverhalts in Bezug auf die Entwicklung des Gesundheitszustandes und den Verlauf der Arbeitsfähigkeit abschliessend zu untersuchen haben. Insbesondere wird mit Blick auf eine gegebenenfalls zur Diskussion stehende abgestufte/befristete Invalidenrente (vgl. E. 3.3) das retrospektiv aktenkundig wechselhafte Ausmass der geklagten Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit auf der Basis konkret zu diagnostizierender Gesundheitsstörungen zu prüfen und rechtsgenüglich festzustellen sein. Denn die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (SVR 2015 IV Nr. 26 S. 78, 8C_616/2014 E. 5.3.3.3 i.f. mit Hinweisen). Die medizinischen Sachverständigen werden bei der Beurteilung der gesundheitsbedingten funktionellen Leistungsfähigkeitseinschränkungen den praxisgemäss einschlägigen Standardindikatoren (BGE 141 V 281 E. 4.1.3) folgen (BGE 141 V 281 E. 5.2.2).