Citation: 2C_412/2020 E. 3.3.3

3.3.3. Was die Bindungen des Beschwerdeführers zum Heimatland betrifft, so stellt er nicht in Abrede, dass er seine ganze Jugend dort verbracht hat und mit der Sprache und den Gepflogenheiten vertraut ist. Er bestreitet auch die vorinstanzlichen Erwägungen nicht, wonach er die Türkei bis zu den Strafermittlungen regelmässig besucht habe, immer wieder Geldbeträge an verschiedene Begünstigte dorthin überwiesen habe, dort über Grundbesitz verfüge und eine Schwester bzw. Verwandte seiner Ehefrau habe. Bei dieser Sachlage kann er Bindungen zur Türkei nicht in Abrede stellen. Wenn er zurzeit keinen engen Kontakt zu Personen in der Türkei pflegen sollte, liegt es an ihm, seine Kontakte zu erneuern. Was die behaupteten Repressalien bei einer Rückkehr betreffen, so hat die Vorinstanz zu Recht erwogen, dass der Beschwerdeführer hierfür keine konkreten Belege oder Beweise vorbringt. Selbst wenn der Beschwerdeführer vor über 35 Jahren als Flüchtling in die Schweiz gekommen sein sollte, kann daraus nicht abgeleitet werden, dass er heute einer Verfolgung ausgesetzt wäre. Soweit er in dieser Hinsicht auf die polizeiliche Befragung seines Sohnes verweist, setzt er sich nicht mit den vorinstanzlichen Erwägungen auseinander, wonach diese Befragung zu keinen weiteren Massnahmen geführt habe und der Sohn die Türkei danach ohne Probleme habe verlassen können. Auch die unbestrittenen regelmässigen Besuche des Beschwerdeführers in der Türkei lassen die behaupteten Repressalien als unglaubhaft erscheinen. Was schliesslich die gesundheitlichen Probleme des Beschwerdeführers betrifft, so hat sich die Vorinstanz unter Verweis auf Abklärungen des Staatssekretariats für Migration eingehend mit den Behandlungsmöglichkeiten in der Türkei und deren Finanzierung auseinandergesetzt und erwogen, die Erkrankungen des Beschwerdeführers könnten in der Türkei behandelt werden. Diese Erwägungen stellt der Beschwerdeführer nicht substanziiert infrage. Es kann keine Rede davon sein, dass die Vorinstanz nicht auf die konkreten Leiden des Beschwerdeführers eingegangen ist, sondern sich nur allgemein zu den Behandlungsmöglichkeiten in der Türkei geäussert hat. Weiter ist auch nicht ersichtlich, weshalb die im ärztlichen Bericht geforderte Kontrolle der Medikamenteneinnahme nicht auch in der Türkei gewährleistet werden kann. In Würdigung der dargelegten Umstände ist die Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen, dass dem Beschwerdeführer die Rückkehr in die Türkei zumutbar ist.