Citation: 1C_900/2013 E. 2.5

2.5. Der Beschwerdeführerin 1 ist allerdings einzuräumen, dass die formelle Koordination beider Projekte, d.h. ihre gleichzeitige Auflage mit einheitlichem Rechtsmittelverfahren, wünschenswert gewesen wäre. Allerdings hätte dies zu einer Verzögerung der (unstreitig) dringlichen Sanierung der Kantonsstrasse geführt, erfolgte die Auflage der 2. Etappe des Dorfausbaus doch fast zwei Jahre nach derjenigen des Strassenprojekts. Im Übrigen hatte die Beschwerdeführerin 1 im Einspracheverfahren den Verzicht auf die Bachkorrektion und -offenlegung im Strassenplanverfahren beantragt. Unter diesen Umständen ist es verständlich, dass der Kanton nur den für den Bau des Kreisels zwingend notwendigen Bachabschnitt ins Strassenplanverfahren integrierte und nicht noch den (vollständig auf den Parzellen der Beschwerdeführerin 1 verlaufenden) übrigen Abschnitt. Die von der Beschwerdeführerin 1 kritisierte etappierte Realisierung des Bachausbaus hängt nicht von der formellen Koordination der Verfahren ab: Eine Etappierung der Bauarbeiten wäre auch bei gleichzeitiger Auflage beider Projekte möglich gewesen; umgekehrt können die Bauarbeiten auch bei formeller Trennung der Verfahren gleichzeitig durchgeführt werden, wenn sie zeitgleich rechtskräftig werden.