Citation: 6B_232/2016 E. 1.5

1.5. Nicht willkürlich ist, wenn die Vorinstanz von einem klaren Beweisergebnis ausgeht und gestützt darauf auch die weiteren Beweisanträge des Beschwerdeführers auf Einvernahme der Herren Prof. Dr. med. C.________ und D.________ abweist. Der Beschwerdeführer begründet die beantragte Anhörung dieser Personen, die im Verlauf des Verfahrens aufgrund ihres Fachwissens im Bereich Anästhesie und Pflege befragt wurden, insbesondere mit den durch das Privatgutachten hervorgerufenen Zweifeln. Wie dargelegt, vermag das Privatgutachten die Beweiswürdigung der Vorinstanz jedoch nicht als schlechterdings unhaltbar erscheinen zu lassen. Zur vom Beschwerdeführer angezweifelten Glaubhaftigkeit der Aussagen der betroffenen Patientinnen führt die Vorinstanz mit Verweis auf die erstinstanzlichen Erwägungen zutreffend aus, dass zwischen der generellen Glaubwürdigkeit der aussagenden Person sowie der Glaubhaftigkeit ihrer konkreten, im Prozess gemachten relevanten Aussagen zu unterscheiden ist, und die Prüfung der Glaubhaftigkeit von Aussagen primär dem Gericht obliegt (vgl. BGE 129 I 49 E. 4 S. 57 f.; 128 I 81 E. 2 S. 86 mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung drängt sich der Beizug eines Sachverständigen für die Prüfung der Glaubhaftigkeit von Beweisaussagen in der Regel erst auf, wenn das Gericht aufgrund besonderer Umstände auf zusätzliches medizinisches oder psychologisches Fachwissen angewiesen ist (vgl. auch Art. 182 StPO). Dies gilt namentlich, wenn Anzeichen dafür bestehen, die aussagende Person könnte wegen einer ernsthaften geistigen Störung, Drogensucht oder sonstiger Umstände in ihrer Wahrnehmungs-, Erinnerungs- oder Wiedergabefähigkeit beeinträchtigt und zur wahrheitsgemässen Aussage nicht fähig oder nicht willens sein (BGE 129 IV 179 E. 2.4 S. 184; 118 Ia 28 E. 1c S. 31 f.; je mit Hinweisen). Dem Gericht steht bei der Frage, ob aufgrund der konkreten Umstände eine Begutachtung notwendig ist oder nicht, ein Ermessensspielraum zu (vgl. zum Ganzen: Urteil 6B_354/2016 vom 6. Dezember 2016 E. 3.1 mit Hinweisen). Die Vorinstanz verletzt ihr Ermessen nicht, wenn sie aufgrund der Erkenntnisse des amtlichen Gutachtens zu möglichen Wahrnehmungsstörungen der Patientinnen und mit Blick auf das weitere Beweisergebnis ein neues Fachgutachten sowie eine Befragung von Dr. E.________ zur Glaubhaftigkeit der Aussagen der Geschädigten als nicht erforderlich erachtet. Die Vorinstanz sieht von der beantragten Einholung eines psychologischen Gutachtens über den Beschwerdeführer betreffend Arbeitsethos, sexuelle Interessen etc. ab. Zur Begründung führt sie aus, selbst wenn dem Beschwerdeführer ein völlig normales Sexualverhalten attestiert würde, vermöchte dies am klaren Beweisergebnis nichts zu ändern. Inwiefern sie dabei in Willkür verfallen sein sollte, ist nicht ersichtlich und legt der Beschwerdeführer auch nicht in einer den qualifizierten Begründungsanforderungen genügenden Weise dar. Gleiches gilt hinsichtlich des Beweisantrags auf Befragung von F.________ und Edition der im Spital eingesetzten männlichen Pfleger im Zeitraum vom 23. Dezember 2008 bis 15. Januar 2009. Die Vorinstanz hegt keine Zweifel an der Täterschaft des Beschwerdeführers. Aus ihren Erwägungen ergibt sich, dass die Geschädigten den Beschwerdeführer entweder beschreiben oder auf Vorhalt verschiedener Fotos erkennen konnten, keine weiteren männlichen Personen zu den Tatzeiten Dienst hatten respektive das jeweilige Überwachungsblatt der Patientinnen mit seiner Handschrift versehen ist. Unter diesen Umständen durfte die Vorinstanz willkürfrei auf die Abnahme der weiteren vom Beschwerdeführer beantragten Beweise verzichten. Unzutreffend ist das Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach die Vorinstanz den Teilbeweisantrag auf Edition der im Spital eingesetzten männlichen Pfleger im Zeitraum vom 23. Dezember 2008 bis 15. Januar 2009 nicht behandle (vgl. angefochtenes Urteil, S. 21 E. 3.4.3).