Citation: 9C_139/2017 E. 4.2.2

4.2.2. Die Beschwerdeführerin rügt ferner, ihre Krankengeschichte und die daraus hervorgehende jahrelange Opiodabhängigkeit belegten deutlich, dass die aktuell diagnostizierte Wesensveränderung nicht als eigenständige Krankheit anzusehen sei. Vielmehr stehe sie in engem sachlichen Zusammenhang mit der gesamten Schmerzsituation als Folge ihres Vorzustands (Kopfschmerzen, Migräne) und sei als teilkausale richtunggebende Verschlimmerung (Verkehrsunfall von November 1999) zu werten. Ebenso zeigten die betreffenden Unterlagen, dass die auch von der Arbeitgeberin beobachtete Wesensveränderung im Sinne der psychiatrischen Komponente bereits geraume Zeit vor der Kündigung des Anstellungsverhältnisses (auf Ende April 2010) eingetreten sei, einhergehend mit einem starken Gewichtsverlust. Angesichts dieser Verhältnisse habe der im Rahmen der von der MEDAS Zentralschweiz durchgeführten Begutachtung beigezogene Psychiater Dr. med. F.________ zu Recht eine seit Jahren bestehende Wesensveränderung konstatiert. 4.2.2.1. Dem ist entgegenzuhalten, dass der Moment des Eintritts der massgeblichen - hier auf die Wesensveränderung zurückzuführenden - Arbeitsunfähigkeit mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein muss. Dieser Nachweis darf, worauf im angefochtenen Entscheid unter Bezugnahme auf die einschlägige Rechtsprechung zutreffend hingewiesen wurde, nicht durch nachträgliche Annahmen und spekulative Überlegungen etwa in Form rückwirkender Einschätzungen von Arbeitsunfähigkeiten ersetzt werden. Aus der retrospektiv vorgenommenen Beurteilung des Dr. med. F.________ vermag die Beschwerdeführerin demnach, jedenfalls hinsichtlich des Zeitpunkts der Entstehung der Wesensveränderung, nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. Da keine anderweitigen sachbezüglichen echtzeitlichen Hinweise vorliegen - die mit der Beschwerde nachträglich eingereichten Unterlagen datieren allesamt vor Fällung des vorinstanzlichen Entscheids und stellen daher, weil ohne weitere Umstände im kantonalen Verfahren beibringbar, unzulässige unechte Noven im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG dar (vgl. u.a. Urteil 8C_158/2017 vom 22. August 2017 E. 2 mit Hinweis) -, kann nicht davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin bereits während des Vorsorgeverhältnisses an einer ihre Arbeitsfähigkeit einschränkenden Wesensveränderung gelitten hat. 4.2.2.2. Soweit die Beschwerdeführerin mit ihrer Argumentation auf die Bejahung eines engen sachlichen Konnexes zwischen dem 2005 bestehenden, für den Eintritt der ursprünglichen Arbeitsunfähigkeit verantwortlichen Gesundheitsschaden und dem aktuellen Krankheitsbild abzielt, kann ihr ebenfalls nicht gefolgt werden. Das kantonale Gericht ist diesbezüglich zum Schluss gelangt, der zur Berentung führenden Einschränkung des Leistungsvermögens hätten vornehmlich rheumatologische, sich derzeit nicht mehr beeinträchtigend auswirkende Ursachen zugrunde gelegen. Im heutigen Zeitpunkt sei die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin demgegenüber durch eine opiodbedingte psychische Wesensveränderung reduziert. Ein enger sachlicher Zusammenhang zwischen diesen beiden Erkrankungen sei auf Grund ihrer Verschiedenheit nicht ohne Weiteres erkennbar und, da auch echtzeitliche Hinweise für ein Auftreten des psychischen Beschwerdebildes während des Vorsorgeverhältnisses fehlten, zu verneinen. Dass die Opioidabhängigkeit eine Folge der generalisierten Schmerzstörung (samt Spannungskopfschmerzen) sein könnte, ändere daran mangels Manifestation der sich daraus entwickelten Wesensveränderung während bestehender Versicherungsdeckung und erkennbarer (Mit-) Prägung des Krankheitsgeschehens im betreffenden Zeitraum nichts. Diese vorinstanzliche Beurteilung stellt das Ergebnis einer willkürfreien Würdigung der vorhandenen medizinischen Aktenlage dar und entfaltet für das Bundesgericht daher Bindungswirkung.