Citation: U 376/01 23.12.2003 E. 4

4.1 Der Verfügung der IV-Stelle vom 7. Mai 1999 lag ein Valideneinkommen von Fr. 58'178.- zugrunde. Dieses erwies sich aufgrund der Angaben im Fragebogen für den Arbeitgeber vom 6. September 1995, wonach der Versicherte ohne den Gesundheitsschaden im Jahre 1994 einen Lohn von Fr. 4337.55 im Monat erzielte, zwar als grosszügig. Indessen gab es angesichts der damaligen Aktenlage kein Anlass für eine Beanstandung. Die SUVA, welche vom Vorbescheid der IV-Stelle vom 1. Februar 1999 Kenntnis hatte, holte beim ehemaligen Arbeitgeber ergänzende Auskünfte ein. Diese ergaben, dass kein 13. Monatslohn und wegen der schlechten Wirtschaftslage auch keine Gratifikation ausbezahlt wurden. Aufgrund der Lohnentwicklung im Betrieb hätte der Versicherte im Jahre 2000 monatlich Fr. 4675.- verdienen können. Gestützt auf diese Informationen berechnete die SUVA ein hypothetisches Valideneinkommen von Fr. 56'100.- (Fr. 4675.- x 12). Die Vorinstanz sah keinen Grund, davon abzuweichen, zumal keinerlei konkrete Anhaltspunkte auf eine berufliche Weiterentwicklung schliessen liessen (zum erforderlichen Nachweis vgl. AHI 1998 S. 171 Erw. 5a). Der Hinweis des Arbeitgebers, es sei jeweils kein 13. Monatslohn ausbezahlt worden, erscheint glaubhaft; er findet sich für die Dauer der Anstellung (November 1993 bis zum Unfall im November 1994) in den entsprechenden Lohnblättern bestätigt. Für die Belange der Unfallversicherung ist daher für das Jahr 1994 von einem hypothetischen Valideneinkommen von Fr. 52'050.- (Fr. 4337.55 x 12) auszugehen. Wenn SUVA und Vorinstanz für das Jahr 2000 - gestützt auf die Angaben des Arbeitgebers über die Lohnentwicklung - ein Einkommen von Fr. 56'100.- veranschlagt haben, erscheint dies als realistisch und verglichen mit der allgemeinen Nominallohnentwicklung männlicher Angestellter (1995: 1.3 %; 1996: 1.3 %; 1997: 0.5 %; 1998: 0.7 %; 1999: 0.3 %; 2000: 1.3 %; vgl. Die Volkswirtschaft, 7/2002, S. 89, Tabelle B10.3) sogar als wohlwollend. 4.2 Bei der Bestimmung des unter zumutbarem Einsatz trotz Gesundheitsschädigung zu erwartenden Lohnes (Invalideneinkommen) gingen SUVA und Vorinstanz von einem monatlichen Gehalt von Fr. 2300.- bis Fr. 2400.- für ein Pensum von 50 % aus. Auf welcher Grundlage dieses berechnet wurde, lässt sich weder dem Einspracheentscheid der SUVA noch den Erwägungen der Vorinstanz entnehmen und ist auch sonstwie nicht nachvollziehbar. Es rechtfertigt sich daher, analog dem Vorgehen für die Belange der Invalidenversicherung von Tabelle A1 der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) 1998 auszugehen. Danach betrug der standardisierte monatliche Bruttolohn (Zentralwert) für die im privaten Sektor mit einfachen und repetitiven Aufgaben (Anforderungsniveau 4) beschäftigten Männer Fr. 4268.- oder umberechnet auf eine betriebsübliche Arbeitszeit von 41.9 Stunden - Fr. 53'648.76 im Jahr. Bei einer Arbeitsfähigkeit von 50 % resultiert daraus ein Invalideneinkommen von Fr. 26'824.38. Entgegen der Auffassung von SUVA und kantonalem Gericht sind zudem die Voraussetzungen für die Vornahme eines leidensbedingten Abzuges (vgl. dazu BGE 126 V 79 Erw. 5b) erfüllt, weil zufolge des Gesundheitsschadens die Leistungsfähigkeit auch im Rahmen einer geeigneten leichteren Tätigkeit beeinträchtigt ist und deshalb möglicherweise ein geringerer Lohn erzielt werden kann. Der Abzug ist daher auch hier auf 20 % festzusetzen, was zu einem Jahreseinkommen von Fr. 21'459.50 führt. Zu beachten gilt es sodann, dass sich das angenommene Valideneinkommen von Fr. 56'100.- auf das Jahr 2000 bezieht, weshalb beim Invalideneinkommen noch die entsprechende Nominallohnentwicklung aufzurechnen ist (1999: 0.3 %, 2000; 1.3 %), was Fr. 21'803.68 ergibt. Damit resultiert ein Invaliditätsgrad von gerundet 61 % (zur Publikation vorgesehenes Urteil R. von 19. Dezember 2003; U 27/02.