Citation: 5A.19/2002 01.11.2002 E. A

I.________ (geb. 1963) reiste am 15. Januar 1989 in die Schweiz ein und ersuchte um Asyl. Das Asylgesuch wurde erstinstanzlich mit Verfügung vom 20. Juli 1989 abgelehnt. Dagegen reichte I.________ beim damals noch zuständigen Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) Beschwerde ein. Im Asylverfahren gab er an, dass er mit K.________ verheiratet sei. Am. 10. Mai 1991 heiratete I.________ in X.________ die um 14 Jahre ältere Schweizerbürgerin E.________. Bei der Eheschliessung bestätigte er vor dem Zivilstandsbeamten schriftlich, dass er nicht verheiratet sei. Am 13. Mai 1991 zog er seine Beschwerde betreffend Asyl zurück, worauf ihm der Kanton Bern eine ordentliche Aufenthaltsbewilligung erteilte. I.________ ersuchte am 25. Januar 1996 um erleichterte Einbürgerung. Dabei unterzeichnete er auf dem Gesuchsformular den Hinweis, wonach "die erleichterte Einbürgerung nicht möglich ist, wenn vor oder während des Einbürgerungsverfahrens einer der Ehegatten die Trennung oder Scheidung beantragt hat oder keine tatsächliche eheliche Gemeinschaft mehr besteht". Werde dies dem Bundesamt für Polizeiwesen verheimlicht, könne die erleichterte Einbürgerung nachträglich nach Art. 41 des Bürgerrechtsgesetzes (BüG) widerrufen oder nichtig erklärt werden. Am 4. Februar 1997 erhielt I.________ durch erleichterte Einbürgerung nach Art. 27 BüG das Schweizer Bürgerrecht. Seine Ehe mit E.________ wurde am 1. April 1998 rechtskräftig geschieden. Daraufhin verheiratete sich I.________ am 22. Dezember 1998 mit seiner ersten Ehefrau, von der er sich erst am 14. Dezember 1998 hatte scheiden lassen. Am 15. Januar 1999 stellte K.________ für sich und ihre Kinder bei der schweizerischen Vertretung in Ankara ein Einreisegesuch zwecks Familienzusammenführung.