Citation: 5A_131/2018 E. 3.2.1

3.2.1. Das Kantonsgericht hat sich mit der geltend gemachten Ordre public-Verletzung auseinandergesetzt, eine solche indes mit folgender Begründung verneint: Das Obligationenrecht enthalte keine Regelung betreffend Maximalzinssätze. Art. 73 Abs. 2 OR überlasse es dem öffentlichen (eidgenössischen oder kantonalen) Recht, Bestimmungen gegen Missbräuche im Zinswesen aufzustellen. Eine Vorschrift, die einen höchstens zulässigen Zinssatz vorsehe, finde sich in Art. 14 des Bundesgesetzes vom 23. März 2001 über den Konsumkredit (KKG; SR 221.214.1). Gemäss dieser Bestimmung soll der vom Bundesrat festzulegende Höchstzinssatz in der Regel 15 Prozent nicht übersteigen. Das interkantonale Konkordat (dem der Kanton Luzern nicht beigetreten sei) über Massnahmen zur Bekämpfung von Missbräuchen im Zinswesen vom 8. Oktober 1957, das seit Inkrafttreten des KGG nur noch für andere Kredite als Konsumkredite zur Anwendung gelange, sehe sodann einen Maximalzinsfuss von 12 % zuzüglich 6 % Kosten vor. Allgemein werde die Höhe des Zinses durch den Übervorteilungstatbestand (Art. 21 OR) und durch das Verbot der Sittenwidrigkeit (Art. 20 Abs. 1 OR) sowie den Straftatbestand des Wuchers (Art. 157 StGB) Schranken gesetzt. Nachdem eine Belastung mit Zinsen und Kosten bis 18 % gesetzlich als zulässig erachtet werde und die Vereinbarung zu einem Zeitpunkt zustande gekommen sei, als die Zinsen allgemein höher als zurzeit gewesen seien, sei der Einwand des Gesuchsgegners und Beschwerdeführers, der Zinssatz von 16 % sei wucherisch, unbegründet.