Citation: 1C_457/2016 E. 5.3

5.3. Diese Ausführungen lassen keine Willkür erkennen. Zwar trifft zu, dass die Gestaltung der Balkone im Gestaltungsreglement ausdrücklich als verbindlich bezeichnet wird. Aus dem Umstand, dass im Baugesuch keine zurückversetzte (kupierte) Hausecke vorgesehen ist, ist jedoch nicht automatisch zu folgern, auch die Balkone würden nicht mehr der vorgesehenen Gestaltung entsprechen. Wird zusammen mit der Verlängerung der Fassade auch der Balkon verlängert, so ändert dies an dessen Gestaltung grundsätzlich nichts. Auch erweist sich die Beurteilung der Gestaltung der Hausecke durch die Vorinstanz als haltbar: Es ist nicht zu beanstanden, wenn das Verwaltungsgericht es in dieser Hinsicht als ausreichend erachtete, dass die Gliederung des Baukörpers im Wesentlichen den Vorgaben des Gestaltungsplans entspricht, zumal die Gliederung in Ziffer 3 des Gestaltungsreglements, wie bereits ausgeführt, nur grundsätzlich und in den wesentlichen Punkten als verbindlich bezeichnet wird. Die Rüge der Verletzung von Art. 9 BV ist deshalb auch insofern unbegründet.