Citation: 9C_596/2016 E. 5.4

5.4. In der Kategorie "Konsistenz" in Bezug auf die Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen (BGE 141 V 281 E. 4.4.1 S. 303 f.) erkannte die Vorinstanz - entgegen den Experten, die die Angaben der Beschwerdeführerin in sich und mit den Akten als konsistent erachteten - implizit eine gewisse Unregelmässigkeit. So sei die Beschwerdeführerin, auch wenn sie auf die Hilfe der Familie angewiesen sei, in der Lage, die Kinderbetreuung und die Haushaltsführung so wahrzunehmen, wie dies mit Kindern im entsprechenden Alter zu erwarten sei. Gegenteiliges könne der Beschreibung der Gestaltung des Alltags jedenfalls nicht entnommen werden. Zuvor wies die Vorinstanz jedoch zu Recht darauf hin, dass die Angaben im Gutachten zum Tagesablauf "dürftig" seien. Unter anderem sei nicht klar, wie oft und zu welchem Zweck die Beschwerdeführerin Auto fahre und inwiefern sie in ihrem Alltag aufgrund der Depression eingeschränkt sei. Damit enthält das Gutachten zu wenig Informationen, um eine Prüfung der Konsistenz vornehmen zu können. Der Sachverhalt ist auch in diesem Punkt unvollständig abgeklärt und die darauf beruhenden Feststellungen der Vorinstanz sind bundesrechtsverletzend.