Citation: 5A_267/2016 E. 2.2.2

2.2.2. Die Verwendung der Wortes "offenbar" im Gesetzestext bedeutet nicht, dass der Erblasser die Entäusserung gerade oder zumindest in erster Linie deswegen vorgenommen hat, um die ihm gesetzlich auferlegten Verfügungsbeschränkungen zu umgehen. Vielmehr muss die Umgehungsabsicht "offenbar" sein, d.h. ins Auge springen und sich dem Gericht derart aufdrängen, dass es von ihrem Vorliegen nachhaltig überzeugt ist (EITEL, Die Berücksichtigung lebzeitiger Zuwendungen im Erbrecht, 1998, N. 7 S. 497 f.; FORNI/PIATTI, Basler Kommentar, 2015, N. 11 zu Art. 527 ZGB; vgl. BGE 140 III 193 E. 2.2.1 S. 197).