Citation: 1C_481/2020 E. 5.5.2

5.5.2. Der Erteilung einer Ausnahmebewilligung entgegenstehende öffentliche Interessen sind trotz entsprechender Vorbringen der Beschwerdeführerin nicht ersichtlich. Nach den verbindlichen Feststellungen des Verwaltungsgerichts weist die im Unterabstand zum Bauvorhaben gelegene Landwirtschaftsparzelle KTN 293 im hier interessierenden Bereich lediglich eine Breite von rund 2 m und eine Länge von etwas mehr als 100 m auf. Es handelt sich somit um einen sehr schmalen Landstreifen, auf dem sich gemäss den nicht substanziiert bestrittenen Ausführungen der Vorinstanz ein Fuss- und Fahrradweg befindet, welcher der Erschliessung der auf der Westseite der Franzrüti-Bucht gelegenen Baugrundstücke dient. Vor diesem Hintergrund stimmt das Bundesgericht mit der Vorinstanz überein, dass mit der Bewilligung der Unterschreitung des Grenzabstands gegenüber der Parzelle KTN 293 keine nennenswerten Auswirkungen auf das dortige Landwirtschaftsland zu befürchten sind, kommt diesem aufgrund seiner Grösse und des sich darauf befindlichen Fuss- und Fahrradwegs doch keine eigentliche Agrarfunktion zu. Hinzu kommt, dass durch die benachbarten Bauten auf der Westseite der Grenzabstand gleichermassen unterschritten wird, wodurch, selbst wenn es sich um eine grössere Landwirtschaftsparzelle handeln würde, deren Nutzung zu Landwirtschaftszwecken ohnehin bereits stark beeinträchtigt ist. Entgegen der pauschalen Behauptung der Beschwerdeführerin steht auch der Umstand, dass sich in 240 m Entfernung ein Flachmoor von nationaler Bedeutung (Schutzobjekt Nr. 1844 Nuoler Ried) sowie in 175 m Entfernung ein kantonal geschütztes Biotop und Naturschutzgebiet befindet, der Erteilung einer Ausnahmebewilligung nicht entgegen. Wie das Verwaltungsgericht sowie das BAFU insoweit übereinstimmend ausführen, liegt das Baugrundstück ausserhalb der Schutzperimeter der genannten Schutzobjekte und sind mit der Überbauung der letzten freien Bauparzelle entlang der Westseite der Franzrüti-Bucht keine zusätzlichen Beeinträchtigungen dieser Schutzobjekte zu erwarten (vgl. hierzu hinten E. 6.5 f.). Angesichts der insoweit nicht näher substanziierten Rüge der Beschwerdeführerin besteht für das Bundesgericht kein Anlass, von dieser Einschätzung der Fachbehörde des Bundes abzuweichen. Eigene nachbarliche Interessen, welche durch die bewilligten Unterschreitungen des Grenzabstands gegenüber der Parzelle KTN 293 tangiert wären, macht die Beschwerdeführerin nicht geltend.