Citation: 4A_52/2022 E. 3.2.2

3.2.2. Hingegen führe der Beschwerdeführer 3 die zulässige Klage der Beschwerdeführerin 1 (Klagebegehren-Ziffer 1) im Sinne von Art. 83 ZPO weiter und habe er das Klagebegehren-Ziffer 1 in der Replik dergestalt (zulässigerweise) modifiziert, dass nunmehr die Bezahlung an den Beschwerdeführer 3 (statt bisher an die Beschwerdeführerin 1) als Zessionar der Forderung verlangt werde (Replikbegehren-Ziffer 1). Bei dieser Ausgangslage sei es dem Beschwerdeführer 3 offengestanden, die von ihm übernommene Klage der Beschwerdeführerin 1 in der Replik gestützt auf Art. 227 Abs. 1 ZPO zu erweitern. Es spreche mithin nichts dagegen, dass in der Replik - neu und zusätzlich - in den Replikbegehren-Ziffern 2 und 3 eventualiter die Bezahlung des eingeklagten Betrags an den Beschwerdeführer 3 als Zessionar der Beschwerdeführerin 2 und subeventualiter die Bezahlung an den Beschwerdeführer 3 aus originärem Rechtserwerb verlangt werde (Klageerweiterung nach Art. 227 Abs. 1 ZPO). Dass damit "faktisch" die ursprüngliche, an sich unzulässige "eventuelle subjektive Klagenhäufung" saniert werde, ändere daran nichts. Die in der Replik gestellten modifizierten Rechtsbegehren-Ziffern 1-3 seien jedenfalls zulässig. In der Folge prüfte das Obergericht (unter dem Titel "Materielle Beurteilung") die Replikbegehren-Ziffern 1-3 in der Sache und kam zum Ergebnis, dass allen drei Replikbegehren nicht stattgegeben werden könne.