Citation: I 227/03 07.09.2004 E. 6

Schliesslich beantragt der Beschwerdeführer die Gewährung beruflicher Eingliederungsmassnahmen. Die Vorinstanz verneinte einen diesbezüglichen Anspruch mit der Begründung, diese seien auf eine unmittelbar auszuübende Arbeitstätigkeit ausgerichet, denn die versicherte Person dürfe einzig durch den Gesundheitsschaden in der Erwerbsfähigkeit eingeschränkt sein. Da der Beschwerdeführer lediglich über eine Kurzaufenthaltsbewilligung "L" verfüge, fehle es ihm an einer Arbeitsbewilligung. Eine Eingliederung in den Arbeitsmarkt sei deshalb aus invaliditätsfremden Gründen nicht möglich. Diesem Ergebnis ist beizupflichten. Nach der Rechtsprechung erweist sich die Zusprechung beruflicher Eingliederungsmassnahmen nämlich nur dann als sinnvoll, wenn begründete Aussicht auf Erlangung einer Arbeitsbewilligung besteht (Urteil M. vom 19. August 2004, Erw. 6.1.3 [I 147/04]). Bei der Prüfung dieser Frage ist in erster Linie dem Umstand Rechnung zu tragen, dass der Beschwerdeführer derzeit über keine Arbeitsbewilligung verfügt, denn sein Aufenthaltsrecht ist lediglich mit dem Abwarten eines Rentenentscheides begründet. Als Inhaber einer Kurzaufenthaltsbewilligung untersteht er der (bundesrätlichen) Verordnung über die Begrenzung der Zahl der Ausländer (BVO) vom 6. Oktober 1986 (SR 823.21; Art. 2 Abs. 1 lit. b RVO). Diese berechtigt zu einem Aufenthalt bis zu einem Jahr (Art. 20 Abs. 1 RVO) und kann ausnahmsweise beim gleichen Arbeitgeber auf insgesamt höchstens 24 Monate verlängert werden (Art. 25 Abs. 4 in der ab 1. Juni 2002 geltenden Fassung). Zu beachten ist im Weiteren, dass Bewilligungen für Kurzaufenthalter in der Regel erst nach einem einjährigen Unterbruch ein weiteres Mal erteilt werden kann (Art. 26 Abs. 1 RVO). Ausnahmen sind dort möglich, wenn es sich um eine jährlich wiederkehrende Tätigkeit handelt (Art. 26 Abs. 2 RVO). Kurzaufenthalterbewilligungen dürfen nicht unmittelbar aneinandergereiht werden (Art. 27 Abs. 1 lit. b RVO). Die Bewilligung zu einem Berufswechsel wird in der Regel Kurzaufenthaltern nicht erteilt (Art. 29 Abs. 2 lit. c RVO). Gestützt auf diese Grundlagen erscheint es sehr fraglich, dass dem Beschwerdeführer eine Arbeitsbewilligung ausgestellt würde. Da aber vor diesem Hintergrund allfällige berufliche Massnahmen letztlich auch auf dem Arbeitsmarkt nicht zum Tragen kämen, besteht kein Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen (vgl. Urteil R. vom 15. Juli 2003 [I793/02] Erw. 5.2.2 in fine).