Citation: I 818/05 31.03.2006 E. 5

Zunächst ist anzumerken, dass der Beschwerdeführer in der vorinstanzlichen Beschwerde vom 6. September 2004 zu Recht gerügt hat, die IV-Stelle habe weder in der Verfügung vom 10. September 2003 noch im Einspracheentscheid vom 9. August 2004 etwas aus dem Gutachten von Dr. med. L.________ vom 17. Juli 1998 zitiert, woraus geschlossen werden könnte, dass sie - in Kenntnis des Gutachtens - einen zweifellos unrichtigen Entscheid getroffen habe. Der Vorwurf des Beschwerdeführers, die IV-Stelle habe in der Verfügung und im Einspracheentscheid die Wiedererwägung der Verfügung vom 24. November 1998 im Grunde genommen gar nicht begründet, ist berechtigt. Statt zu erörtern, warum der damalige Entscheid zweifellos unrichtig gewesen ist, hat sich die Verwaltung auf den Hinweis beschränkt, dass das Eidgenössische Versicherungsgericht in seinem Rückweisungsurteil auf den Schluss des Entscheides der Rekurskommission verwiesen habe, wo die Letztere angedeutet hatte, auf Grund des Gutachtens L.________ habe der Versicherte vermutlich gar nicht Anspruch auf eine ganze Rente gehabt. Der Hinweis des Eidgenössischen Versicherungsgerichts im letzten Satz der oben unter Sachverhalt lit. A.e zitierten Urteilspassage bezog sich jedoch nur auf das Fazit der kantonalen Rekurskommission in der zusammenfassenden Schlusserwägung ihres Entscheides vom 15. März 2001, wonach bei einer allfälligen rückwirkenden Wiedererwägung der Verfügung vom 24. November 1998 die IV-Stelle gehalten wäre, eine Interessenabwägung zwischen dem Legalitätsprinzip und dem Rechtssicherheitsgrundsatz einerseits und dem Vertrauensschutz anderseits vorzunehmen und je nach Ausgang dieser Interessenabwägung das materielle Recht durchzusetzen (d.h. die ganze Rente rückwirkend zu entziehen) oder auf dessen Durchsetzung zu verzichten (d.h. die ganze Rente rückwirkend zu belassen). Wie bereits festgehalten (vgl. oben Erw. 3.2) hat das Eidgenössische Versicherungsgericht die Verwaltung keineswegs angewiesen, die Verfügung vom 24. November 1998 in Wiedererwägung zu ziehen, sondern lediglich, darüber Klarheit zu schaffen, ob und inwieweit sie in Wiedererwägung gezogen werde.