Citation: 2C_113/2021 E. 6.1.3

6.1.3. Auch bezüglich der Protokolle und Notizen zu Besprechungen mit Bauunternehmern rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung des Anspruchs auf Akteneinsicht, eines Teilgehalts des rechtlichen Gehörs (E. 4.2.3 und 6.1.1 oben). Diese Beweismittel hätten die Hauptgrundlage für die Festsetzung des Fertigstellungsgrades von 60 % gebildet. Es ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer diesbezüglich keine Rüge im Verfahren vor der Vorinstanz erhoben hat. Neue rechtliche Rügen, insbesondere - unter Vorbehalt der gesteigerten formellen Anforderungen gemäss Art. 106 Abs. 2 BGG - solche bezüglich der Verletzung verfassungsmässiger Rechte, sind jedenfalls nach der Praxis der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung grundsätzlich auch vor Bundesgericht zulässig, soweit die Vorinstanz voll zur Überprüfung befugt und zur Rechtsanwendung von Amtes wegen verpflichtet war. Vorbehalten bleiben aber Konstellationen, in denen eine Partei die Verletzung einer Verfahrensgarantie wie etwa des rechtlichen Gehörs rügt und sie diese Rüge nach Treu und Glauben schon vor der Vorinstanz hätte vorbringen können und müssen (vgl. BGE 142 I 155 E. 4.4.6; vgl. auch Urteil 2C_415/2020 vom 30. April 2021 E. 7.4, zur Publikation vorgesehen; LORENZ KNEUBÜHLER, Die Verfahrensgrundsätze des BGG: Bedeutung, Problematik und Auswirkungen auf Beschwerde- und vorinstanzliche Urteilsbegründung, ZBJV 2019 S. 469, S. 489 ff.). Gemäss dem angefochtenen Entscheid (E. 5.4.3) war die Frage des Fertigstellungsgrades bereits vor der Vorinstanz umstritten gewesen, doch hatte sich der Beschwerdeführer nicht substanziiert mit der Einschätzung der Unterinstanz auseinandergesetzt, wonach der Fertigstellungsgrad 60 % betrage. Dem Beschwerdeführer war somit bekannt, dass seine Einschätzung von derjenigen der Unterinstanz abwich. Es oblag ihm, seine abweichende Beurteilung vor der Vorinstanz zu begründen und die einschlägigen Beweismittel zu nennen und gegebenenfalls dazu Akteneinsicht zu verlangen. Erst vor Bundesgericht eine fehlende Akteneinsicht zu rügen, obwohl diese vor der Vorinstanz nicht verlangt worden war, läuft darauf hinaus, vor Bundesgericht prozessuale Versäumnisse nachzuholen, was gegen Treu und Glauben verstösst.