Citation: U 88/01 24.12.2002 E. A

Die 1964 geborene C.________ war seit 1. März 1989 bei der Firma S.________ AG angestellt und bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfall und Berufskrankheit versichert. Am 9. Oktober 1993 kollidierte sie als Lenkerin eines Motorrads mit einem Lieferwagen, geriet zusammen mit ihrem Fahrzeug unter dessen Front und wurde auf diese Weise rund neun Meter in eine Nebenstrasse geschoben. Dabei zog sich die Versicherte eine hintere Hüftluxation links mit Acetabulumfraktur, eine vordere Beckenringfraktur rechts, ein Rissquetschwunde am linken Unterschenkel sowie diverse Kontusionen zu. Sie wurde gleichentags in der Klinik für Orthopädische Chirurgie des Spitals G.________ operiert und war anschliessend bis 23. Dezember 1993 hospitalisiert (Arztzeugnis UVG und Bericht der erwähnten Klinik vom 20. Oktober 1993, des Spitals H.________ vom 30. November 1993 und der Klinik T.________ vom 23. Dezember 1993). Die SUVA holte einen Zwischenbericht des Dr. med. W.________, Innere Medizin FMH, vom 29. Januar 1994, zusätzliche Angaben der Versicherten vom 12. Januar und 11. Februar 1994 sowie Auskünfte der Arbeitgeberin vom 23. Februar und 2. Ju-ni 1994 ein. Zudem fanden weitere Kontrollen im Spital G.________ statt (Berichte vom 7. März, 5. Mai, 2. und 7. Juni 1994). Am 6. Juni 1994 nahm die Versicherte bei der Firma S.________ AG halbtags eine leichtere Tätigkeit (Schreibarbeiten, Ausmessen von Farben) wieder auf. Die Klinik für Orthopädische Chirurgie des Spitals G.________ bestätigte am 5. Juli 1994 eine Arbeitsfähigkeit von 50 %, dies in Übereinstimmung mit dem Hausarzt Dr. med. W.________. Der SUVA-Kreisarzt Dr. med. X.________ erachtete am 8. August 1994 eine Ausdehnung der Arbeitszeit auf 75 % ab 15. August 1994 sowie auf die volle Präsenz ab 12. September 1994 als zumutbar. Auch für die Zukunft müsse eine leichte, wenn möglich wechselbelastende Tätigkeit zwischen Sitzen, Stehen und Gehen gefordert werden. Die SUVA holte einen Zwischenbericht des Dr. med. Y.________, Klinik L.________, vom 26. Oktober 1994 sowie weitere Angaben der Versicherten und der Arbeitgeberin vom 7. November 1994 ein. Am 2. Dezember 1994 fand eine erneute kreisärztliche Untersuchung bei Dr. med. Z.________ statt (Bericht vom 5. Dezember 1994), der durch das Röntgeninstitut Dr. med. A.________ Aufnahmen der LWS (ap/seitlich) erstellen liess. Nachdem die Arbeitgeberin der SUVA am 19. Dezember 1994 mitgeteilt hatte, angesichts der erbrachten Arbeitsleistung sehe sie keine Möglichkeit mehr, die Versicherte weiter zu beschäftigen, kündigte sie am 24. Januar 1995 das Arbeitsverhältnis per Ende März 1995. Die SUVA zog weitere Berichte der Klinik für Orthopädische Chirurgie des Spitals G.________ vom 31. Januar und 9. März 1995 und des Instituts für Radiologie des Spitals G.________ vom 10. Februar 1995 (Tomographie linke Hüfte) bei. Anschliessend gab sie bei der Klinik für Orthopädische Chirurgie am Spital G.________ ein Gutachten in Auftrag, welches am 11. Mai 1995 erstattet wurde. Daraufhin setzte die Anstalt mit Verfügung vom 16. Juni 1995 die Arbeitsfähigkeit der Versicherten mit Wirkung ab 29. Mai 1995 auf 75 % fest. Auf Einsprache hin zog sie diese Verfügung am 26. September 1995 insofern zurück, als sie sich bereit erklärte, der Versicherten für die Zeit bis 13. August 1995 weiterhin ein Taggeld auf Grund einer 50 %-igen Arbeitsunfähigkeit auszurichten. In der Folge holte die SUVA im Hinblick auf die Bemessung der Integritätsentschädigung eine erneute Stellungnahme des Kreisarztes ein. Dr. med. Z.________ diagnostizierte am 13. März 1996 eine posttraumatische leichte Coxarthrose bei Status nach Hüft-luxationsfraktur und Acetabulumfraktur vom 9. Oktober 1993 sowie Residuen einer traumatischen Ischiaticusläsion links und schätzte den Integritätsschaden auf 12.5 % (Coxarthrose 5 %; teilweise Ischiaticusläsion 7.5 %). Anschliessend stellte die SUVA die bisher erbrachten Leistungen (Heilbehandlung und Tag-gelder) per 31. März 1996 ein (Schreiben vom 20. März 1996). Mit Verfügung vom 2. April 1996 sprach sie der Versicherten eine Invalidenrente auf der Grundlage einer Erwerbsunfähigkeit von 25 % für die Zeit ab 1. April 1996 sowie eine Integritätsentschädigung von Fr. 12'150.-, entsprechend einer Integritäts-einbusse von 12.5 %, zu. An dieser Beurteilung hielt die Anstalt - nach Beizug eines Berichts von Frau Dr. med. K.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 23. März 1995, eines der Invalidenversicherung erstatteten Gutach-tens der Medizinischen Abklärungsstelle Zentralschweiz (MEDAS) vom 23. De-zember 1996, einer Stellungnahme des Dr. med. Z.________ zur Unfallkausa-lität der Rückenbeschwerden vom 10. März 1997 sowie eines der Invaliden-versicherung erstatteten Berichts des Vereins E.________ vom 8. Juli 1997 - mit Einspracheentscheid vom 5. September 1997 fest.