Citation: 6B_446/2022 E. 3.1.2

3.1.2. Zweitens untersucht die Vorinstanz, ob das Opfer einen Selbstmord versuchte, bevor es die Verletzungen dem Beschwerdeführer anlastete. Auch dieses Szenario verwirft sie nachvollziehbar. Sie verweist auf die Wunden an Armen, Schultern, Brustkorb und Rücken des Opfers. Verletzungen solcher Art hätte sich das Opfer gemäss Vorinstanz nicht zugefügt, wenn es sich selbst hätte umbringen wollen. Der Beschwerdeführer brachte im kantonalen Verfahren vor, der Cannabiskonsum des Opfers könne eine mögliche Ursache für eine Selbstverletzung sein. Dem hält die Vorinstanz die Aussage des Sachverständigen entgegen, dass Cannabis erfahrungsgemäss eher beruhigend wirke. Zudem verweist die Vorinstanz auf die Zeugenaussagen, welche die Verfassung des Opfers nach dem Vorfall beschreiben. Im Ergebnis hält sie es für ausgeschlossen, dass sich das Opfer schmerzvolle Schnitte am Hals setzt, nur um kürzeste Zeit danach den Suizidentschluss zu ändern, sich weiter zu verletzen und den Beschwerdeführer zu belasten.