Citation: 6B_641/2021 E. 2.2.4

2.2.4. Einleitend erörtert die Vorinstanz ausführlich, weshalb sie med. pract. C.________ für fachlich qualifiziert und unbefangen und sein Gutachten für schlüssig, nachvollziehbar und überzeugend hält. Zur Frage der Schwere der psychischen Störung im Besonderen hält sie fest, dass sich der Gutachter zwar etwas unglücklich ausdrücke, da es nicht in seinen Aufgabenbereich falle, seine fachlichen Feststellungen rechtlich zu würdigen. Aus seinen Ausführungen gehe jedoch deutlich hervor, dass die Persönlichkeitsstörung des Beschwerdeführers als schwer eingestuft werde. Diese Schlussfolgerung ist mit Blick auf die oben zitierten Passagen aus dem Gutachten nicht zu beanstanden. Der Gutachter beschränkt sich nicht darauf, eine unter das Klassifikationssystem ICD-10 fallende Diagnose zu stellen, sondern stuft die diagnostizierte Persönlichkeitsstörung namentlich aufgrund ihrer Auswirkungen in verschiedenen Lebensbereichen als schwer ein. Die Argumentation des Beschwerdeführers, die zwischen den Bezeichnungen "schwer" und "schwerwiegend" unterscheiden will, überzeugt nicht. Die Vorinstanz durfte die gutachterlichen Ausführungen als hinreichend klar erachten und von einer schweren psychischen Störung, wie sie Art. 59 Abs. 1 StGB verlangt, ausgehen.