Citation: 2C_630/2017 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdeführer ist hingegen der Ansicht, er habe nicht gegen besonders hochwertige Rechtsgüter verstossen, weshalb bereits der Tatbestand von Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG nicht erfüllt sei. Er sei nie zu mehr als zwölf Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden. Dieser Verurteilung wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte seien familiäre Konflikte vorausgegangen, bei welchen die Polizei eingeschaltet worden sei. Die Delikte würden über 15 Jahre zurückliegen und seien auch nicht mehr vorgekommen, seit er nicht mehr bei seinen Eltern wohne. Der Handel mit Betäubungsmitteln habe zudem nur 0.2 Gramm Heroin betragen und liege auch schon mehr als zehn Jahre zurück. In Frage stünden im Übrigen vor allem Ladendiebstähle und damit zusammenhängende Hausfriedensbrüche in öffentlichen Geschäften, bei welchen er Hausverbot habe. Der Deliktsbetrag belaufe sich jeweils auf wenige hundert Franken und liege damit knapp über der Grenze der geringfügigen Vermögensdelikte. Insgesamt betrage die Deliktssumme wohl weniger als Fr. 10'000.--. Diese Ausführungen des Beschwerdeführers vermögen nicht zu überzeugen. Offensichtlich haben die zahlreichen Strafen ihn nicht beeindruckt und auch die mehrfach angedrohten ausländerrechtlichen Konsequenzen führten nicht zu einem Sinneswandel. Die Vorinstanz durfte deshalb willkürfrei davon ausgehen, dass eine gewisse Rückfallgefahr vorhanden sei. Es besteht damit ein entsprechend gewichtiges (sicherheitspolizeiliches) Interesse, dass er das Land verlässt (vgl. auch Urteil 2C_396/2014 vom 27. März 2015).