Citation: 6P.172/2000 14.05.2001 E. A

A.- Der von Deutschland aus gelenkte European Kings Club (EKC) vertrieb in der Schweiz ab Mitte 1992 so genannte "Letters" (Anteilsscheine) à Fr. 1'200.-- plus Fr. 200.-- Verwaltungsgebühr. Den Käufern wurde eine Rendite von 71 % garantiert sowie eine 100%-ige Sicherheit von Anlage und Rendite versprochen. In sektiererischer Weise wurde mit aufwändigen Druckerzeugnissen und gesellschaftlichen Anlässen glaubhaft gemacht, dass die Renditen mit Anlagen erwirtschaftet würden. Zur Steigerung des Anscheins von Bonität wurden eine Rückversicherungsgesellschaft (EKC Re-Insurance als Briefkastenfirma mit 2 Pfund Gesellschaftskapital) mit Sitz in Dublin gegründet und die Letters zusätzlich durch die hohlen EKC-Re-Insurance Brüssel und EKC-Re-Insurance Company Ltd. Nassau garantiert. Die Gelder (europaweit ca. 1,4 Mia. Franken) wurden aber abgesehen von wenigen Alibiprojekten nicht investiert, sondern für Rückzahlungen oder die beim EKC Tätigen verwendet. Auf der untersten Hierachiestufe verkauften Bezirksleiter die Letters und erhielten dafür Provisionen (anfangs Fr. 110.--, ab Herbst 1993 Fr. 55.-- und später umsatzabhängig). X.________ war ab Februar 1993 Bezirksleiter. Es wird ihm vorgeworfen, er habe sich spätestens seit der ersten Hausdurchsuchung am 1. Juli 1993 (sowie drei weiteren), der Kritik in den Medien sowie dem vom Bundesgericht am 2. März 1994 bestätigten Verbot durch die Eidgenössische Bankenkommission (25. August 1993) bewusst sein müssen, dass die monatlichen Auszahlungen nicht erwirtschaftet, sondern durch ein Umlage- bzw. Pyramidensystem mit den Zahlungen der Neu-Anleger finanziert würden. Er habe wissen müssen, dass beim voraussehbaren Zusammenbruch des Systems zahlreiche Anleger ihr Geld verlieren würden. Er habe trotzdem weiter Letters verkauft und Kapitalrückzahlungen und Gewinnausschüttungen als garantiert geschildert. Er sei davon ausgegangen, dass die Investoren die Verwendung der Gelder nicht abklären könnten und dass sie auf Grund ihres Vertrauens davon absehen würden. Er habe an 471 Geschädigte 5'003 Letters verkauft (Urteil des Kantonsgerichts S. 14 mit Verweisung auf das Urteil des Strafgerichts S. 8 f., welches den Sachverhalt gemäss Anklageschrift als erstellt erachtete; die Staatsanwaltschaft Schwyz war von einem Verkaufswert von Fr. 8'260'000.-- ab Juli 1993 und Provisionen von ca. Fr. 475'000.-- ausgegangen).