Citation: 6B_781/2021 E. 2.7.2

2.7.2. Im Rahmen ihrer Interessenabwägung setzt sich die Vorinstanz zudem ausführlich mit der Rückfallgefahr des Beschwerdeführers auseinander. Gestützt auf das Gutachten hält sie fest, beim Beschwerdeführer sei kein emotional getragenes Schuldbewusstsein festzustellen. Er leugne, externalisiere, bagatellisiere und rationalisiere, wobei er dabei seine delinquenten Handlungen nicht als autonom und eigenverantwortlich beachte. Da er nicht ein Situations- sondern ein Persönlichkeitstäter sei, würden seine Lebensperspektiven das Eintreten einer ähnlichen risikorelevanten Konstellation wie bei den Anlassdelikten in Zukunft voraussehen lassen. Die Vorinstanz führt weiter aus, der Gutachter schätze die Rückfallgefahr für Tätlichkeiten, Drohungen, Sachbeschädigungen, unrechtmässigen Bezug von Leistungen einer Sozialversicherung oder Sozialhilfe, Brandstiftung und Widerhandlungen gegen das Waffengesetz als deutlich bis sehr hoch ein. Gestützt darauf schätzt die Vorinstanz die Rückfallgefahr für weitere vergleichbare Delikte nachvollziehbar als zumindest deutlich ein.