Citation: 4C.37/2007 11.10.2007 E. 3

Der Kläger rügt eine Verletzung von Art. 31 OR. Er macht geltend, die Vorinstanz habe verkannt, dass das Fristversäumnis ein blosses Einrederecht des Klägers darstelle und darum keine Rolle spiele, weil der Kläger in seiner Zweitberufungsbegründung/Erstberufungsantwort vom 26. Juni 2006 die Irrtumsanfechtung und die daraus resultierende Ungültigkeit der Honorarvereinbarung anerkannt habe. Indem die Vorinstanz trotz fehlender entsprechender Einrede des Klägers die von den Beklagten geltend gemachte Berufung auf Grundlagenirrtum als verspätet qualifiziert habe, habe sie Art. 31 OR unrichtig angewendet. Dem kann nicht gefolgt werden. Denn bei der Anfechtungsfrist von einem Jahr nach Art. 31 OR handelt es sich nicht um eine Verjährungsfrist, die der Richter nur auf Einrede hin berücksichtigen dürfte (Art. 142 OR), sondern um eine Verwirkungsfrist (BGE 114 II 131 E. 2b S. 141). Die Vorinstanz hat mithin Art. 31 OR nicht verletzt, indem sie berücksichtigte, dass die Berufung der Beklagten auf Grundlagenirrtum verspätet erfolgt war.