Citation: 6B_838/2009 25.01.2010 E. 2

2.1 Der verfahrensleitende Untersuchungsrichter stellte dem Beschwerdeführer in einer Mitteilung an die Parteien (Art. 191 StP/SG) vom 12. Mai 2009 die definitive Einstellungsverfügung gestützt auf Art. 189 lit. a StP/SG in Aussicht (Beschwerdebeilage 4). Mit Verfügung vom 8. Juni 2009 stellte das Untersuchungsamt St. Gallen das Strafverfahren gegen den Beschwerdeführer wegen schwerer Betroffenheit durch die erlittenen Verletzungen im Sinne von Art. 54 StGB definitiv ein (Akten der Anklagekammer act. 1a/2 und Beschwerdebeilage 6). 2.2 Die Vorinstanz hebt auf Beschwerde hin antragsgemäss die definitive Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft auf, da der Beschwerdeführer die Klärung der Schuldfrage verlangte und mehrere Hinweise für eine allfällige Schuld des Beschwerdeführers bestünden (angefochtener Entscheid S. 5). Dennoch auferlegt sie dem Beschwerdeführer die Kosten des Beschwerdeverfahrens und sieht von der Zusprechung einer Parteientschädigung ab. Sie stellt sich auf den Standpunkt, der Beschwerdeführer habe das Beschwerdeverfahren veranlasst, weil er nicht gegen den ihm in Aussicht gestellten Erlass einer definitiven Einstellungsverfügung opponiert bzw. nicht bereits zum damaligen Zeitpunkt den Erlass einer Aufhebungsverfügung oder eines anfechtbaren Strafbescheids verlangt habe (angefochtener Entscheid S. 5 f.). 2.3 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Einstellung des Verfahrens unter gleichzeitiger Feststellung strafrechtlich relevanten Verhaltens verletze die Unschuldsvermutung und stelle einen krassen Verfahrensfehler dar. Die Auferlegung der Verfahrenskosten sei daher willkürlich. Dasselbe gelte für die Verweigerung einer Parteientschädigung. Er sei mit seinen Anträgen vollumfänglich durchgedrungen, und die Einstellungsverfügung sei aufgehoben worden. In der Parteimitteilung der Staatsanwaltschaft sei die Einstellung des Verfahrens gemäss Art. 189 lit a StP/SG angekündigt worden. Diese Bestimmung lasse die Einstellung indes aus ganz verschiedenen Gründen zu. Es sei für ihn nicht ersichtlich gewesen, aus welchen Gründen sie in Betracht gezogen worden sei. Er habe sich ihr daher auch nicht wirksam entgegenstellen können (Beschwerde S. 5 ff.).