Citation: 5A_31/2024 E. 3.2

3.2. Die Rüge, dass die Vorinstanz den Sachverhalt willkürlich feststelle, geht an der Sache vorbei. Ob der Verzicht der Beschwerdegegnerin auf eine Stellungnahme im kantonalen Beschwerdeverfahren und ihr Verweis auf ihre Ausführungen vor erster Instanz als Abweisungsantrag zu verstehen sind, ist keine Frage der Feststellung des (Prozess-) Sachverhalts (s. dazu BGE 140 III 16 E. 1.3.1), sondern eine solche der (normativen) Auslegung der fraglichen Prozesshandlung und damit eine Rechtsfrage (vgl. Urteil 5A_497/2018 vom 26. September 2018 E. 3.1). Dass sich die Vorinstanz bei der Anwendung der diesbezüglichen Rechtsregeln vertan, ja gar verfassungsmässige Rechte verletzt hätte, macht die Beschwerdeführerin nicht geltend. Bleibt es aber dabei, dass die Beschwerdegegnerin im Schreiben vom 14. September 2023 sinngemäss auf Abweisung der Beschwerde schloss, so ist auch der weiteren Rüge, dass die Vorinstanz die Beschwerde mangels eines Abweisungsbegehrens ohne Weiteres hätte gutheissen müssen, der Boden entzogen. Im Übrigen täuscht sich die Beschwerdeführerin, wenn sie mit ihrer Rüge unterstellt, dass der (vermeintliche) Verzicht der Beschwerdegegnerin auf ein Abweisungsbegehren sozusagen "automatisch" zur Gutheissung der kantonalen Beschwerde hätte führen müssen. Die Begründetheit dieser Beschwerde stand nicht zur Disposition der Beschwerdegegnerin. Soweit die Beschwerdeführerin eine Gehörsverletzung ausgemacht haben will, übersieht sie, dass eine Behörde sich unter dem Blickwinkel von Art. 29 Abs. 2 BV nicht zu allen Punkten einlässlich zu äussern braucht noch auf jeden sachverhaltlichen oder rechtlichen Einwand eingehen muss (BGE 135 III 670 E. 3.3.1). Die Begründung muss die betroffene Person in die Lage versetzen, sich über die Tragweite des angefochtenen Entscheids Rechenschaft zu geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterzuziehen. Sie ist also nicht an sich selbst, sondern am Rechtsspruch zu messen, der allein die Rechtsstellung der betroffenen Person berührt (BGE 145 III 324 E. 6.1 mit Hinweisen). Allein unter diesem Gesichtswinkel ist der angefochtene Entscheid nicht zu beanstanden. Die vorinstanzlichen Erwägungen lassen hinreichend deutlich erkennen, weshalb das Obergericht die Beschwerde abweist.