Citation: 2C_827/2019 E. 4.5.1

4.5.1. Aus den Akten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer seinen Antrag auf Beizug des Ehevorbereitungsdossiers des Zivilstandsamts im vorinstanzlichen Verfahren mit einer Änderung der Ausgangslage seit dem Entscheid der Sicherheitsdirektion begründet hatte. Er hatte im Wesentlichen behauptet, dass das Prüfungsverfahren der verschiedenen Unterlagen weit fortgeschritten gewesen sei, so dass der Eheschluss in absehbarer Zeit werde erfolgen können. Sämtliche für die Heirat nötigen Unterlagen seien dem Zivilstandsamt abgegeben worden, so insbesondere die Todesbescheinigung des früheren Ehemannes seiner Partnerin sowie eine neue, am 13. März 2019 ausgestellte Ledigkeitsbestätigung des Beschwerdeführens. Zwar habe seine Partnerin die Originalunterlagen betreffend den Tod ihres früheren Ehemannes bereits am 25. Januar 2019 dem Zivilstandsamt abgegeben, doch habe dieses die Dokumente nicht überprüfen lassen. Die Frage, inwiefern die besagte Todesbescheinigung einer Überprüfung durch die schweizerische Vertretung in Äthiopien zu unterziehen sei, sei im Zeitpunkt der Beschwerdeeinreichung vor der Vorinstanz Gegenstand von Abklärungen beim Zivilstandsamt gewesen. Hinsichtlich seiner neu ausgestellten Ledigkeitsbestätigung hatte der Beschwerdeführer ausgeführt, diese sei zu Handen des SEM sichergestellt worden. In der Folge habe er beim SEM um eine erneute Überprüfung dieses Dokuments ersucht; das SEM habe sich jedoch für unzuständig erklärt, die fragliche Bestätigung an die schweizerische Vertretung in Äthiopien zu senden, und auf die Zuständigkeit des Zivilstandsamts verwiesen. Dort habe der Beschwerdeführer um eine entsprechende Prüfung der Ledigkeitserklärung im Hinblick auf ein neues Ehevorbereitungsverfahren ersucht. Für die Prüfung der Beschwerde dürfe daher der Beizug der Akten vom Zivilstandsamt unumgänglich sein.