Citation: 2C_102/2024 E. 6.4.4

6.4.4. Das vorliegend strittige Gemeindehaus dient der unmittelbaren Erfüllung der öffentlichen Aufgaben der Gemeinde und ist somit als Verwaltungsvermögen zu qualifizieren. Die Befugnis der Gemeinde, belästigendes, herablassendes, aggressives oder generell unangebrachtes Verhalten im Gemeindegebäude zu ahnden und in der Zukunft zu verhindern, ergibt sich vorliegend ohne Weiteres aus der Zweckbestimmung des Gemeindegebäudes: Wie die Vorinstanz willkürfrei erwog, ist die Gemeindeverwaltung Ansprechspartnerin für alle Einwohner und Einwohnerinnen der Gemeinde. Die Gemeindeverwaltung hat ihre Dienstleistungen zu planen, zu ordnen und nach Wichtigkeit der Anliegen zu erbringen. Eine rechtsgleiche und sachliche Arbeitsweise ist angesichts beschränkter Ressourcen unabdingbar. Verfahrensbeteiligte müssen zwar ihre gesetzlichen Verfahrens- und Mitwirkungsrechte wahrnehmen können. Der Verwaltungsalltag darf aber nicht über Gebühr durch eine einzelne Person belastet werden (angefochtens Urteil, E. 11.3). Wird die rechtsgleiche und sachliche Erbringung von Verwaltungsleistungen durch das konkrete Auftreten einer Einzelperson im Gemeindegebäude in Frage gestellt, darf die Gemeinde - auch ohne explizite gesetzliche Grundlage - verhältnismässige Massnahmen ergreifen (vgl. zur Verhältnismässigkeit E. 6.5 hiernach).