Citation: 4A_167/2008 23.06.2008 E. 2

Der Beschwerdeführer bringt vor, die Vorinstanz habe Art. 8 ZGB verletzt. Insbesondere habe sie "de facto eine Beweislastumkehr" vorgenommen. Die Beschwerdegegnerin habe den Vertragsabschluss, den Inhalt des Vertrags und den sich aus dem Vertrag ergebenden Anspruch zu beweisen. Diese Rüge beruht auf einem unzutreffenden Verständnis des angefochtenen Urteils und stösst daher ins Leere. Die Frage, ob ein Auftrag zustande gekommen sei und sich der Beschwerdeführer gegenüber der Beschwerdegegnerin verpflichtet habe, ihre Aktien der E.________ AG zu verkaufen, hatte die Vorinstanz bereits mit dem inzwischen in Rechtskraft erwachsenen Urteil vom 10. Mai 2005 bejaht. Somit musste darüber im angefochtenen Entscheid nicht mehr Beweis geführt werden. Bezüglich der weiteren Behauptungen der Beschwerdegegnerin zog die Vorinstanz ihre Schlussfolgerungen entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers nicht aufgrund eines herabgesetzten Beweismasses oder einer Beweislastumkehr. Sie führte zwar aus, da der Beschwerdeführer seiner Auskunftspflicht schuldhaft nicht nachgekommen sei, gelange die Beschwerdegegnerin in den Genuss der Beweiserleichterung, insoweit ihre Tatsachenbehauptungen inhaltlich die vom Beschwerdeführer nicht erfüllten Hilfsansprüche betreffen würden. Dies treffe auf die Fragen zu, ob ein Verkauf der Aktien grundsätzlich möglich gewesen wäre und falls ja, wie viele Aktien der Beschwerdeführer zu welchem Preis hätte veräussern können. Diesfalls müsse die Beschwerdegegnerin ihre betreffenden Tatsachenbehauptungen lediglich plausibel machen. Nach der Beweiswürdigung kam die Vorinstanz dann aber zum Schluss, die Beschwerdegegnerin habe nicht nur plausibel dargelegt, sondern im Sinne von Art. 8 ZGB bewiesen, dass der Beschwerdeführer sämtliche 3'840 Aktien zum Stückpreis von Fr. 140.-- hätte veräussern können. Betreffend die Vorrangigkeit des Verkaufs führte die Vorinstanz zudem aus, die Beschwerdegegnerin habe ihre Behauptung, dass sich der Beschwerdeführer verpflichtet habe, die Aktien vorrangig zu verkaufen, zu beweisen und nicht bloss plausibel zu machen, was ihm gelungen sei.