Citation: 1C_451/2017 E. 4.8.3

4.8.3. Die Beschwerdeführerinnen wollen offenbar ausschliessen, dass die jeweiligen Einschränkungen auch dann anwendbar sind, wenn die Art der Kaschierung wie Ummantelungen oder sonstige Formen des Versteckens einer Mobilfunkanlage ausserhalb eines Gebäudes für die Anwohner sichtbar sind, auch wenn die Antenne selbst nicht wahrnehmbar ist. Es versteht sich von selbst, dass nur dann von ideellen Immissionen ausgegangen werden kann, wenn nach objektiver Sichtweise auch für Anwohner mit einem durchschnittlichen Laienwissen erkennbar ist, dass es sich bei einer Baute bzw. einem Bauteil um eine Mobilfunkanlage handelt. Dem Kantonsgericht ist zu folgen, wenn es hierzu ein Ermessen der Behörden anerkennt, das pflichtgemäss auszuüben ist, und es keinen Anlass sieht, grundsätzlich an einem korrekten Verhalten der Behörden zu zweifeln. Im Übrigen trägt die verlangte Ergänzung nicht zur Klärung der Rechtslage bei, wie die Beschwerdeführerinnen meinen. Auch in ihrer Formulierung bleibt nämlich unklar und der Würdigung in der Praxis und damit dem behördlichen Ermessen im Einzelfall überlassen, ab wann eine Antenne "als solche" wahrnehmbar ist. Die angefochtene Regelung ist mithin nicht bundesrechtswidrig.