Citation: 6B_553/2022 E. 3.4.2

3.4.2. Erstens bringen die Beschwerdeführer vor, die Vorinstanz führe aktenwidrig aus, es hätten rechtshilfeweise keine detaillierten Bankbelege der H.________ erhältlich gemacht werden können (Beschwerde S. 44 f.). Sie verweisen dazu auf ihr Beweismittelverzeichnis zum Nachtrag vom 17. Februar 2020 (Beschwerdebeilage 16, S. 27 ff.) und nehmen an, dass die Barbezüge in der Schweiz keinesfalls vom angeblichen Geschäftszweck gedeckt sein konnten. Damit sei der H.________ Eigenkapital entzogen worden. Das Konto sei aussagekräftig bezüglich der wirtschaftlichen Verhältnisse und Vorgänge der Gesellschaft. Es habe von Anfang an seitens der Beschuldigten klar sein müssen, dass es sich um eine Täuschung der Investoren handelte. Die Beschwerdeführer verweisen in ihrer Beschwerde durchgehend auf mutmasslich rechtswidrige Überweisungen an G.F.________, die rechtsgrundlos von der H.________ Zahlungen erhalten habe, und führen nicht gerechtfertigte hohe Zahlungen ins Ausland auf, die Beschuldigten hätten das Bank K.________-Konto der H.________ in mutmasslich strafrechtswidriger Weise regelmässig verwendet, um ihren persönlichen Unterhalt in der Schweiz zu bestreiten (Beschwerde Ziff. 25 ff.). Die Vorinstanz führt an der bezeichneten Stelle des Beschlusses u.a. aus, nachdem auch rechtshilfeweise weder die Buchhaltung der H.________ noch detaillierte Bankbelege hätten erhältlich gemacht werden können, liessen sich die Zahlungsflüsse und Zahlungsgründe, respektive dass die Zahlungen betrieblich nicht angebracht gewesen wären, nicht nachweisen. Es lasse sich mangels entsprechender Bankbelege auch nicht nachweisen, wer die Bargeldbezüge im Umkreis von V.________ warum getätigt habe (Beschluss S. 32 f., E. 6.3.9). Die Vorinstanz konnte die Bankbelege der Bank K.________ nicht verkennen. Dies gilt ebenso für die Staatsanwaltschaft, die sich mit diesem Nachtrag vom 17. Februar 2020 in der Einstellungsverfügung auseinandergesetzt hatte (vgl. unten E. 4.3.3). Die gerügte Stelle des angefochtenen Beschlusses ist im Kontext zu lesen. Die Vorinstanz stellt nicht die Bankbelege in Frage, sondern die Schlüsse, die daraus nach der Ansicht der Beschwerdeführer gezogen werden sollen. Nach deren Annahme sind die Bankbelege "aussagekräftig". Tatsächlich gelangen die Beschwerdeführer trotz akribischer Analyse in der Beschwerde durchgehend lediglich zu blossen Vermutungen (u.a. mutmasslich rechtswidrige Überweisungen, rechtsgrundlose Zahlungen, nicht gerechtfertigte hohe Zahlungen, in mutmasslich strafrechtswidriger Weise). Es handelt sich dabei um Folgerungen, die nicht aus den Bankbelegen, sondern aus der zugrunde liegenden Arbeitshypothese der Beschwerdeführer gezogen werden, nämlich: mit detaillierten Bankunterlagen der H.________ von der Bank K.________, die keine Zweifel daran liessen, dass es sich bei der H.________ um eine vorgeschobene Scheingesellschaft zur Täuschung von Investoren handelte, sei der Tatverdacht auf dem Silbertablett präsentiert worden; trotzdem habe die Staatsanwaltschaft jegliche weiteren Untersuchungshandlungen pflichtwidrig verweigert (Beschwerde S. 9, Ziff. 17). Die Rüge betrifft mithin nicht die Tatsache der Aktenkundigkeit der Bankunterlagen der Bank K.________, sondern dass die Vorinstanz den Schlussfolgerungen der Beschwerdeführer nicht folgt. Diese Schlussfolgerung liesse sich womöglich in der Möglichkeitsform ziehen, wenn die Bankbelege der erwähnten Arbeitshypothese entsprechend interpretiert würden. Die Problematik besteht darin, dass die Arbeitshypothese in einer nicht beweistauglichen blossen Mutmassung besteht. Ferner ist anzunehmen, dass die D.________ bzw. der damalige Verwaltungsratspräsident und Vorsitzende der Geschäftsführung der D.________, F.F.________, der heute als G.F.________ auftritt, für ihre Dienstleistungen Honorare, Provisionen, Spesen- und Kostenvergütungen etc. geltend machen konnten. Soweit ersichtlich, werden solche Ansprüche von den Beschwerdeführern nicht thematisiert. Die von ihnen "nachgewiesenen" Kontobezüge von USD 323'051.18 während ungefähr drei Jahren erschienen etwa in einer solchen allerdings ebenfalls bloss hypothetischen Interpretation nicht schon von vornherein als aussergewöhnlich, umso weniger als der Verwendungszweck nicht gesichert ist und die Zahlungsflüsse nicht schlicht "zur Bestreitung des persönlichen Unterhalts" zugeordnet werden können. Eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz ist so nicht zu bejahen.