Citation: 2A.324/2003 30.10.2003 E. 4

4.1 Der Beschwerdeführer ist wiederholt wegen Straftaten verurteilt worden und erfüllt den Ausweisungsgrund von Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG. Wenn es sich auch anfänglich eher um kleinere Delikte im Jugendalter handelte, so ist doch eine deutliche Zunahme der kriminellen Energie bis hin zur Gewaltanwendung im Erwachsenenalter zu verzeichnen. Der Beschwerdeführer liess sich weder durch Vorstrafen noch durch die fremdenpolizeiliche Verwarnung unter Einschluss der Androhung schwerwiegender ausländerrechtlicher Massnahmen von weiteren Straftaten abhalten. Er behauptet zwar, die psychotherapeutische Behandlung sei erfolgreich, doch liess sich dies im Verfahren vor den Vorinstanzen nicht erhärten. Das Verwaltungsgericht hat sich mit den entsprechenden Gutachten ausführlich auseinander gesetzt, und es ist nicht ersichtlich, weshalb seine Schlussfolgerungen unzulässig sein sollten. Im Übrigen macht der Beschwerdeführer in seiner Beschwerdeschrift selbst nur geltend, "weitgehend" - und damit eben nicht vollständig - vom Drogenkonsum Abstand genommen zu haben. Zwar trifft zu, dass die Verwicklung des Beschwerdeführers in eine Schlägerei im August 2002 nicht als gänzlich abgeklärt gelten kann. Die Vorinstanz hat aber nicht einzig darauf, sondern zusätzlich auch auf die persönliche und therapeutische Entwicklung des Beschwerdeführers abgestellt. Die kantonalen Instanzen verweisen in ihren Eingaben an das Bundesgericht darauf, der Beschwerdeführer sei erneut in verschiedene Strafverfahren verwickelt. Dabei handelt es sich jedoch um im vorliegenden Verfahren nicht zu berücksichtigende Noven (vgl. Art. 105 Abs. 2 OG sowie BGE 125 II 217 E. 3a S. 221, mit Hinweisen), zu denen sich der Beschwerdeführer nicht äussern konnte. Selbst ohne deren Berücksichtigung ist aber davon auszugehen, dass das Verschulden des Beschwerdeführers schwer wiegt und eine von ihm ausgehende Gefahr für die öffentliche Ordnung weiterhin nicht ausgeschlossen werden kann. 4.2 Der Beschwerdeführer ist im Alter von sechs Jahren in die Schweiz eingereist, hat hier seine Kindheit und Jugend verbracht und die gesamte Schulbildung absolviert. Dennoch hat er sich nicht in die hiesigen Verhältnisse integriert, wie nicht nur seine Straftaten belegen, sondern auch der Umstand, dass er keinen Beruf erlernt und lediglich in temporären Einsätzen gearbeitet hat. Dies traf im Übrigen bereits zu, bevor die hier angefochtene Ausweisung ausgesprochen wurde. Immerhin pflegt der Beschwerdeführer den Kontakt zu seinen hier lebenden Verwandten (Mutter, Stiefvater und Halbgeschwister) und anscheinend auch zu schweizerischen Freunden. Der Beschwerdeführer unterhält keine enge Beziehung zu seiner Heimat, hat diese aber offenbar nicht gänzlich abgebrochen. Er beherrscht die serbokroatische Sprache nicht schriftlich, wohl aber mündlich. Eine Ausreise in sein Heimatland würde ihn zweifellos hart treffen, sie erscheint aber nicht unzumutbar. 4.3 Insgesamt verstösst damit die Ausweisung angesichts des schweren Verschuldens des Beschwerdeführers und der weiterhin von ihm ausgehenden Gefahr für die öffentliche Ordnung auch gemessen an seinen privaten Verhältnissen nicht gegen Bundesrecht. Ergänzend kann dazu auf die ausführlichen Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Art. 36a Abs. 3 OG).