Citation: B 71/05 20.12.2005 E. 2.3

2.3.1 Der Arbeitgeber, der obligatorisch zu versichernde Arbeitnehmer beschäftigt, muss eine in das Register für die berufliche Vorsorge eingetragene Vorsorgeeinrichtung errichten oder sich einer solchen anschliessen (Art. 11 Abs. 1 BVG). Er trifft die Wahl im Einverständnis mit seinem Personal (Art. 11 Abs. 2 BVG). Diese (den Obligatoriumsbereich betreffende) Bestimmung ist nicht nur beim erstmaligen Anschluss, sondern auch beim Wechsel der Vorsorgeeinrichtung zu beachten (SVR 2004 BVG Nr. 18 S. 57 mit Hinweisen). Bei einer im Bereich der weitergehenden Vorsorge tätigen Personalfürsorgestiftung sind reglementarische Bestimmungen vorgeformter Vertragsinhalt eines Vorsorgevertrages. Die einseitige Abänderbarkeit des Reglementes durch die Stiftung setzt daher einen entsprechenden Abänderungsvorbehalt zugunsten der Stiftung im Reglement voraus, welchem der Versicherte mit der Annahme des Vorsorgevertrages (ausdrücklich oder durch konkludentes Verhalten) zugestimmt hat. Das konkludente Verhalten kann insbesondere in der vorbehaltlosen Entgegennahme des Vorsorgereglementes durch den Versicherten oder in der Bezahlung entsprechender Beiträge bestehen (BGE 117 V 226 Erw. 4 mit Hinweisen). 2.3.2 Ob das Personal der X.________ Unternehmungen AG dem Übergang der Vorsorgeverhältnisse von der Pensionskasse Y._______ auf das Vorsorgewerk der Firma R.________ AG rechtsgenüglich zugestimmt hat - was voraussetzt, dass eine hinreichende Information stattgefunden hat (SZS 2003 S. 43) -, geht aus den Akten nicht hervor und bleibt zumindest fraglich, braucht aber nicht weiter geklärt zu werden. Zwar ist die Befugnis des Stiftungsrates (als Organ der Pensionskasse), das Reglement abzuändern, qualitativ etwas anderes als das Einverständnis des Personals, sich einer anderen Pensionskasse anzuschliessen. Indessen ist eine Rückabwicklung des Wechsels zur Sammelstiftung zum einen schon deshalb nicht möglich, weil die Pensionskasse Y.________ nicht mehr existiert, zum andern wird eine solche auch von keiner Prozesspartei verlangt. Es ist somit von der Rechtstatsache auszugehen, dass das Vorsorgeverhältnis des Beschwerdeführers auf die Beschwerdegegnerin übergegangen ist (vgl. den bereits zitierten SVR 2004 BVG Nr. 18 S. 57 mit Hinweisen). Ein Wechsel der Vorsorgeeinrichtung aber hat zwangsläufig ein anderes Reglement zur Folge, weshalb die Ansprüche des Versicherten - vorbehältlich abweichender Vereinbarungen zwischen den Parteien - ausschliesslich nach dem Reglement der R.________ AG zu beurteilen sind. Im Übrigen hat der Beschwerdeführer jahrelang Leistungen der Sammelstiftung entgegengenommen, ohne sich zu erkundigen, ob mit dem auch für ihn unstreitig erkennbar erfolgten Wechsel der Vorsorgeeinrichtung Änderungen im Leistungsrecht einhergingen. Wie das kantonale Gericht zutreffend erwog, hat die neue Vorsorgeeinrichtung dem Beschwerdeführer nach Lage der Akten keine individuelle Leistungszusage (insbesondere auch nicht im Rahmen des Übergangs des Vorsorgeverhältnisses) abgegeben. Der Anspruch auf Kapitalauszahlung wurde somit zutreffend verneint.