Citation: 6P.132/2004 29.11.2004 E. 2

Die Beschwerdeführerin erachtet es für willkürlich, dass trotz gravierender Vorwürfe jede Untersuchung des Sachverhalts verweigert worden sei. Es gehe nicht an, eine unleserliche Krankengeschichte als Entscheidgrundlage zu verwenden, ohne den Unleserlichkeiten nachzugehen. Ebenso wenig gehe es an, für den Vorwurf der Falsch- und Übermedikation auf einen Bericht abzustellen, der diese Frage offen lasse. Wenn die Beschwerdeführerin körperliche Schäden geltend mache, gehe es nicht an, gestützt auf Unterlagen des Angeschuldigten solche als nicht erstellt zu betrachten. Weiter gehe es nicht an, die von der Beschwerdeführerin und einer Zeugin vorgebrachte Gefahr für Leib und Leben durch das Verhalten des Angeschuldigten allein gestützt auf die von ihm verfasste, unvollständige und unleserliche Krankengeschichte zu verneinen. Schliesslich gehe es nicht an, den Vorsatz des Angeschuldigten allein aufgrund der Krankengeschichte als nicht erfüllt zu betrachten, ohne ihn dazu einzuvernehmen. Die Beschwerdeführerin habe bereits in ihrer Strafanzeige die Anhörung von vier Zeugen und die Anordnung eines Gutachtens verlangt. Keiner dieser Beweise sei abgenommen worden. Die als Zeugen angerufenen Ärzte hätten die Gesundheitsschäden bestätigen können. Dass die Gesundheitsschäden in der vom Angeschuldigten verfassten Krankengeschichte nicht dokumentiert seien, verstehe sich von selbst.