Citation: 1P.80/2007 24.04.2007 E. 5

Unter dem Gesichtswinkel des Grundsatzes "in dubio pro reo" rügt der Beschwerdeführer verschiedene Sachverhaltsannahmen des Obergerichts. Im Einzelnen macht der Beschwerdeführer geltend, dass sich der Vorfall angesichts des "Erwischungsrisikos" nicht in dem "belebten und stets offenen Personalraum" habe ereignen können und zudem zu einem Zeitpunkt "kurz vor Arbeitsschluss, wenn man sich erfahrungsgemäss Entspannung im Personalraum gönnt". Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers hat das Obergericht (mit seinem Verweis [S. 27] auf S. 37 des bezirksgerichtlichen Urteils) nicht verkannt, dass der vom Opfer beschriebene Ort allgemein zugänglich war und damit ein gewisses Risiko des Auftauchens einer weitern Person bestand. Die Geschädigte hat denn auch ausgesagt, dass der Beschwerdeführer immer wieder hinausgegangen sei, um nachzusehen, ob S.________ hinzukommen könnte. Der Beschwerdeführer vermag nicht zu belegen, dass der Ort zu jenem Zeitpunkt jeweilen belebt sei und zur allgemeinen Entspannung des Personals benützt werde. Bei dieser Sachlage hat das Obergericht seine Annahme der Örtlichkeit in hinreichender und den Anforderungen von Art. 29 Abs. 2 BV genügender Weise begründet, das Beweisergebnis nicht offensichtlich unhaltbar gewürdigt und den Grundsatz "in dubio pro reo" nicht verletzt. Der Beschwerdeführer verkennt die obergerichtlichen Erwägungen, wenn er geltend macht, das Obergericht habe den ihm zur Last gelegten Sachverhalt nach dem Motto "wo Rauch ist, ist auch Feuer" vorgeworfen. Die Erwägungen, wonach der Beschwerdeführer die gebotene Distanz gegenüber andern Mitarbeiterinnen des Betriebes in Würdigung verschiedener Zeugenaussagen nicht eingehalten haben soll, dienten nicht zur Annahme der Schuld des Beschwerdeführers, sondern verfolgten den Zweck, die Aussagen des Opfers auf ihre Glaubhaftigkeit zu prüfen. Darin kann keine Verletzung von Art. 9 BV bzw. von Art. 32 Abs. 2 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK erblickt werden. Schliesslich macht der Beschwerdeführer geltend, das Obergericht habe an verschiedenen Stellen in dem Sinne doppelte Negationen verwendet, die Aussagen der Geschädigten seien nicht unglaubhaft. Entgegen seinen Annahmen kann aus dieser Wortwahl nicht geschlossen werden, dass das Obergericht an der Schuld des Beklagten Zweifel gehegt habe bzw. Zweifel hätte haben müssen. Die Wendungen bringen vielmehr in vorsichtiger Würdigung zum Ausdruck, dass Einzelpunkte und Einzelaussagen, isoliert betrachtet, die Annahme der Schuld des Beschuldigten zu stützen vermöchten und gesamthaft zur Überzeugung des Gerichts von der Schuld des Beschwerdeführers führen. Die Rüge der Verletzung von Art. 9 BV bzw. Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK erweist sich auch in dieser Hinsicht als unbegründet.