Citation: 6S.314/2006 15.08.2006 E. A

Am 10. September 1991 verurteilte das Bezirksgericht Brugg X.________ wegen Mords, Raubs, Nötigung zu einer unzüchtigen Handlung, einfacher Körperverletzung, versuchter vorsätzlicher Brandstiftung, Störung des Totenfriedens, Diebstahls, Gehilfenschaft zu Diebstahl, Hehlerei, wiederholter Sachentziehung, wiederholten Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung zu einer Freiheitsstrafe von 16 Jahren Zuchthaus. Zudem ordnete es eine vollzugsbegleitende ambulante Behandlung an. Dieses Urteil erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Das ordentliche Strafende fiel auf den 23. September 2005, zwei Drittel der Strafe waren am 23. Mai 2000 erstanden. Mit Verfügung vom 19. Mai bzw. 14. Juli 2000 wurde X.________ die bedingte Entlassung gemäss Art. 38 StGB verweigert. Am 3. Dezember 2004 stellte das Departement des Innern, Abteilung Strafrecht, des Kantons Aargau gestützt auf die Therapieverlaufsberichte des psychiatrisch-psychologischen Dienstes, Justizvollzug, des Kantons Zürich, das Gutachten der Psychiatrischen Klinik Königsfelden vom 20. Juli 2004, die Empfehlung der Aargauer Fachkommission zur Überprüfung der Gemeingefährlichkeit von Straftätern vom 2. November 2004 sowie die persönliche Anhörung X.________s vom 2. Dezember 2004 die angeordnete vollzugsbegleitende Behandlung mit sofortiger Wirkung ein und ersuchte die Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau um einen Entscheid im Sinne von Art. 43 Ziff. 3 Abs. 3 StGB zuhanden des Bezirksgerichts Brugg. Das Bezirksgericht Brugg ordnete am 11. Oktober 2005 gestützt auf den Antrag der Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau vom 17. Januar 2005 die Verwahrung X.________s im Sinne von Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 und Art. 43 Ziff. 3 Abs. 3 StGB an. Die von diesem dagegen eingereichte Berufung wies das Obergericht des Kantons Aargau am 9. Mai 2006 ab.