Citation: P 27/03 29.04.2004 E. 5

5.1 Zu den anerkannten Ausgaben gehören bei in Heimen wie zu Hause wohnenden Personen die Gewinnungskosten bis zur Höhe des Bruttoerwerbseinkommens (Art. 3b Abs. 3 lit. a ELG). Als Gewinnungskosten sind die unmittelbar zur Erzielung des rohen Einkommens wie die zur Erhaltung der Einkommensquelle gemachten Aufwendungen zu betrachten. Es sind die Ausgaben, welche die Erzielung des erfassten Einkommens mit sich bringt und die sich aus einer Berufstätigkeit unmittelbar ergeben. Keine Gewinnungskosten sind Auslagen, die mit dem Erwerb nicht oder nur mittelbar zusammenhängen. Dabei muss aber nicht nachgewiesen sein, dass eine Aufwendung, um zu den Gewinnungskosten zu zählen, im einzelnen Fall wirklich notwendig ist; es genügt, dass sie nach der Verkehrsauffassung mit der Erzielung des zu erfassenden Einkommens in Zusammenhang steht (Urteil F. vom 13. März 2002 Erw. 3b, P 53/01). 5.2 Die Vorinstanz lehnte die Anrechnung der von den Versicherten geltend gemachten Gewinnungskosten von je Fr. 2200.- ab, da dafür Belege fehlten. Die Beschwerdeführer wenden ein, im Rahmen der Steuererklärung hätten sie Gewinnungskosten von pauschal je Fr. 2200.- in Abzug bringen können. Belege bzw. Quittungen hätten sie dafür steuerrechtlich nicht einreichen müssen. Sie seien davon ausgegangen, dass dies auch im Rahmen des ELG nicht notwendig sei. Wie dargelegt (Erw. 5.1 hievor), muss bei den Gewinnungskosten zwar nicht erstellt sein, dass eine Aufwendung im einzelnen Fall wirklich notwendig ist. Dies bedeutet aber nicht, dass weder die Aufwendungen noch deren Kosten überhaupt ausgewiesen werden müssen. Dies ist im Gegenteil grundsätzlich Voraussetzung für die Anrechnung von Gewinnungskosten (Art. 11a ELV). Vorliegend sind weder einzelne Aufwendungen noch deren Kosten belegt; es bleibt daher kein Raum für einen Pauschalabzug (Urteil F. vom 13. März 2002 Erw. 3c, P 53/01).