Citation: 8C_500/2022 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz stellte fest, dass die Beschwerdeführerin am 23. Dezember 2018 auf einer Autobahn in Serbien eine Heckauffahrkollision erlitten habe. Gestützt auf die vorliegenden Arztberichte seien die drei Monate später noch anhaltenden Nackenbeschwerden nicht mehr unfallbedingt gewesen. Die Beschwerdeführerin habe bereits seit vielen Jahren unter Rücken- und Schulterbeschwerden gelitten, wobei eine degenerative Vorschädigung, jedoch keinerlei traumatisch bedingten Läsionen, bildgebend ausgewiesen sei. Anlässlich der ereignisnahen Erstbehandlung sei im Übrigen eine Lumboischialgie, aber keine Schmerzhaftigkeit der Halswirbelsäule, vermerkt worden. Die Beschwerdeführerin habe sich nach der Rückkehr in die Schweiz gut eine Woche nach dem Unfall erstmals am 2. Januar 2019 in ärztliche Behandlung begeben, dort aber lediglich über eine Erkältungssymptomatik geklagt. Unfallbedingte Beschwerden im Bereich des Rückens seien damals, wie im Bericht der Permanence U.________ ausdrücklich festgehalten, nicht thematisiert worden. Später, insbesondere auch anlässlich der hausärztlichen Erstbehandlung gut zwei Wochen nach dem Unfall am 8. Januar 2019, habe die Beschwerdeführerin über Nackenbeschwerden, Steifigkeit und Unbeweglichkeit geklagt, andere für ein Schleudertrauma typische Beschwerden wie Bewusstlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und Kopfschmerzen habe sie indessen nie angegeben. Es sei daher, so das kantonale Gericht, davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin beim Unfall keine klar ausgewiesenen neuen, bleibenden, allenfalls schlecht verheilten Läsionen im Bereich der Hals- beziehungsweise Lendenwirbelsäule oder an der linken Schulter erlitten habe, sondern vielmehr eine vorübergehende Verschlimmerung des seit Jahren bestehenden krankhaften Vorzustandes eingetreten sei, wobei dieser jedoch drei Monate später wiederhergestellt gewesen sei. Für die psychischen Beschwerden sei die Beschwerdegegnerin mangels adäquaten Kausalzusammenhangs mit dem Unfall nicht leistungspflichtig. Das kantonale Gericht qualifizierte das Ereignis als mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten Unfällen. Keines der zu berücksichtigenden Kriterien sei erfüllt.