Citation: 1B_215/2015 E. 5.4

5.4. Insofern ist die am 4. Dezember 2014 erfolgte Hausdurchsuchung und vorläufige Sicherstellung rechtskräftig geworden und durfte die Staatsanwaltschaft die entsiegelten Aufzeichnungen und Gegenstände in der Folge inhaltlich durchsuchen lassen und ihre förmliche Beschlagnahmung prüfen. Bis zum März 2015 hat der Beschwerdeführer denn auch weder den Hausdurchsuchungsbefehl noch die provisorische Sicherstellung mit Beschwerde angefochten. Ebenso wenig hat er die schriftliche Bestätigung (vom 22. Dezember 2014) der einvernehmlich erfolgten Entsiegelung als inhaltlich unzutreffend beanstandet. Ein Entsiegelungsgesuch hatte die Staatsanwaltschaft bezüglich der bereits zur Durchsuchung freigegebenen Aufzeichnungen und Gegenstände nicht mehr zu stellen. Gegenüber der anschliessenden förmlichen Beschlagnahmeverfügung konnten im StPO-Beschwerdeverfahren vor dem Obergericht dann noch sämtliche materiellen Beschlagnahmehindernisse (Art. 263-268 i.V.m. Art. 196-200 StPO) angerufen werden. Dies gilt insbesondere für die von der Vorinstanz geprüften Einwände, bei einzelnen konkreten Aufzeichnungen, welche am 22. Dezember 2014 noch nicht hatten ausgesondert werden können, stehe das Anwaltsgeheimnis einer Beweismittelbeschlagnahmung entgegen, oder sie seien nicht untersuchungsrelevant. Der gesetzliche Rechtsschutz war damit gewährleistet.