Citation: 1B_105/2009 15.05.2009 E. 4

Der Beschwerdeführer bestreitet den besonderen Haftgrund der Fortsetzungsgefahr, da er die ihm vorgeworfenen Delikte für geringfügig hält. Ausserdem bestehe aufgrund der Sozialhilfe die Gefahr erneuter Delinquenz nicht mehr. 4.1 Im Verfahren 1B_99/2009 äusserte sich das Bundesgericht ausführlich zu den Voraussetzungen des besonderen Haftgrundes der Fortsetzungsgefahr. Zu den neuerlichen Vorbringen des Beschwerdeführers kann nochmals festgehalten werden, dass die einzelnen dem Beschwerdeführer vorgeworfenen Delikte aufgrund des deliktischen Erlöses wohl als verhältnismässig geringfügig beurteilt werden können. Es besteht indessen der Verdacht, dass der Beschwerdeführer die deliktische Tätigkeit bei jeder sich bietenden Gelegenheit verübte, was auf Gewerbsmässigkeit schliessen lässt und es sich deshalb nicht mehr um geringfügige Delinquenz handeln kann. Es bestehen somit ausreichend konkrete Anhaltspunkte für die Befürchtung, dass der Beschwerdeführer nach einer Haftentlassung erneut einschlägig delinquieren könnte. Hinzu kommt, dass die Vorstrafen des Beschwerdeführers bereits für sich allein keineswegs als leicht zu beurteilen sind. 4.2 Weiter bestehen keine Anhaltspunkte, dass die Ausrichtung von Sozialhilfe die ungünstige Rückfallprognose des Beschwerdeführers positiv beeinflussen könnte. So hat der Beschwerdeführer beispielsweise, nachdem ihm nach eigenen Angaben am 5. Januar 2009 Sozialhilfe ausbezahlt wurde, gleichentags und am 15./16. Februar 2009 erneut delinquiert.