Citation: I 284/01 10.04.2002 E. 2

2.- a) Gemäss Art. 13 Abs. 1 IVG haben minderjährige Versicherte Anspruch auf die zur Behandlung von Geburtsgebrechen notwendigen medizinischen Massnahmen. Diese umfassen die Behandlung, die vom Arzt selbst oder auf seine Anordnung durch medizinische Hilfspersonen in Anstalts- oder Hauspflege vorgenommen wird, sowie die Abgabe der vom Arzt verordneten Arzneien (Art. 14 Abs. 1 IVG). Erfolgt die ärztliche Behandlung in einer Kranken- oder Kuranstalt, so hat der Versicherte überdies Anspruch auf Unterkunft und Verpflegung in der allgemeinen Abteilung (Art. 14 Abs. 2 IVG). Beim Entscheid darüber, ob die ärztliche Behandlung in Anstalts- oder Hauspflege zu gewähren ist, ist auf den Vorschlag des behandelnden Arztes und auf die persönlichen Verhältnisse des Versicherten in billiger Weise Rücksicht zu nehmen (Art. 14 Abs. 3 IVG). b) Nach Art. 19 Abs. 1 IVG gewährt die Invalidenversicherung Beiträge an die Sonderschulung bildungsfähiger Versicherter, die das zwanzigste Altersjahr noch nicht vollendet haben und denen infolge Invalidität der Besuch der Volksschule nicht möglich oder nicht zumutbar ist. Art. 19 Abs. 3 IVG besagt, dass der Bundesrat im einzelnen die gemäss Absatz 1 erforderlichen Voraussetzungen für die Gewährung von Beiträgen bezeichnet und deren Höhe fest setzt. Er erlässt Vorschriften über die Gewährung entsprechender Beiträge an Massnahmen für invalide Kinder im vorschulpflichtigen Alter, insbesondere zur Vorbereitung auf die Sonderschulung sowie an Massnahmen für invalide Kinder, die die Volksschule besuchen. Gemäss dem seit 1. Januar 1997 in Kraft stehenden Art. 10 IVV, der Art. 12 aIVV abgelöst hat (BGE 126 V 280 Erw. 3b), übernimmt die Invalidenversicherung die Kosten für die Durchführung von Massnahmen pädagogisch-therapeutischer Art, die im vorschulpflichtigen Alter zur Vorbereitung auf den Besuch des Sonder- oder Volksschulunterrichts notwendig sind (Abs. 1); die Massnahmen umfassen unter anderem heilpädagogische Früherziehung (Abs. 2 lit. c), die nicht nur ambulant, sondern auch stationär im Rahmen einer darauf spezialisierten Einrichtung durchgeführt werden kann (BGE 126 V 282 Erw. 4b mit Hinweisen), sodass die Invalidenversicherung gegebenenfalls auch die Kosten eines entsprechenden stationären Aufenthalts zu übernehmen hat (BGE 126 V 283 Erw. 4c).