Citation: 9C_43/2024 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz stellte zunächst in sachverhaltlicher Hinsicht gestützt auf die gutachterlichen Ausführungen fest, das von der Gutachterstelle umschriebene Adaptionsprofil verlange eine wechselbelastende Tätigkeit, wobei die Beschwerdeführerin selbständig zwischen Sitzen, Stehen und Gehen wählen könne. Die Beschwerdeführerin könne ausserdem keine Arbeiten kniend oder kauernd verrichten, keine Lasten über fünf Kilogramm tragen und keine feinmotorischen, grobe Kraft erfordernde oder repetierende Tätigkeiten mit der adominanten linken Hand ausführen. Mit Blick auf dieses Belastungsprofil könne nicht gesagt werden, eine zumutbare Tätigkeit sei nur in so eingeschränkter Form möglich, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennen würde oder nur unter realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre, und dass das Finden einer entsprechenden Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen erscheinen würde. Die Anstellungschancen der Beschwerdeführerin seien folglich intakt. Eine Verneinung des mangelnden Zugangs der Beschwerdeführerin zum Arbeitsmarkt durch die IV-Stelle erscheine angesichts der verbleibenden Aktivitätsdauer von neun Jahren, einer weitgehend erhaltenen Restarbeitsfähigkeit und der hohen Hürden, welche von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung für die Annahme der Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit von älteren Menschen errichtet wurden, rechtmässig. Die Anordnung einer EFL sei ausserdem entbehrlich, da die zuständige Gutachterstelle in der Lage gewesen sei, ein detailliertes und plausibel erscheinendes Zumutbarkeitsprofil für die Beschwerdeführerin zu erstellen.