Citation: 6B_1129/2021 E. 1.3.3

1.3.3. Wie dargelegt, wendet sich die Beschwerdeführerin gegen den Freispruch des Beschwerdegegners vom Vorwurf der Förderung der Prostitution. Damit ist der staatliche Strafanspruch zweifelsfrei betroffen. Entgegen dem Vorbringen des Beschwerdegegners ist das rechtlich geschützte Interesse der Beschwerdeführerin ohne Weiteres aktuell. Mit seiner Argumentation, wonach auch eine neuerliche Beweiswürdigung zu einem Freispruch führen würde, verkennt er, dass das Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens einzig das angefochtene Urteil der Vorinstanz bildet (vgl. Art. 80 Abs. 1 BGG), in welchem keine Würdigung der Beweise erfolgte. Ob die Beweiswürdigung in einem neuen Berufungsverfahren zu einem Schuldspruch führen würde, ist nicht ausschlaggebend für die Beurteilung der Aktualität des Rechtsschutzinteresses im vorliegenden Verfahren, in dem geltend gemacht wird, dass eine Beweiswürdigung zu Unrecht unterblieben ist. Auf die insofern vorgreifenden Ausführungen des Beschwerdegegners zur Beweiswürdigung kann das Bundesgericht nicht weiter eingehen, zumal sich auch die Vorinstanz nicht dazu äussert.