Citation: 2C_1135/2013 E. 2.1

2.1. Die Anwendung des harmonisierten kantonalen Steuerrechts prüft das Bundesgericht mit freier Kognition, ebenso, wie es dies im Falle von Bundesrecht täte. In den Bereichen, in welchen das Bundesgesetz vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG, SR 642.14) den Kantonen einen gewissen Gestaltungsspielraum belässt, beschränkt sich die Kognition des Bundesgerichts auf Willkür (Urteil 2C_337/2012 vom 19. Dezember 2012 E. 1.4.2/2.3). Massgebend ist vorliegend Art. 12 Abs. 3 lit. e StHG, wonach die Besteuerung des Grundstückgewinns bei der Veräusserung einer dauernd und ausschliesslich selbstgenutzten Wohnliegenschaft (Einfamilienhaus oder Eigentumswohnung) aufgeschoben wird, soweit der dabei erzielte Erlös innert angemessener Frist zum Erwerb oder zum Bau einer gleichgenutzten Ersatzliegenschaft in der Schweiz verwendet wird. Für die Frage der Reinvestition besteht kein Spielraum der Kantone (BGE 137 II 419 E. 2.2.1 S. 422; 130 II 202 E. 3.2 S. 206 f.). Es gilt die so genannt "absolute Methode"; das heisst, ein Steueraufschub wird nur gewährt, soweit die für das Ersatzobjekt eingesetzten Mittel die Anlagekosten der veräusserten Liegenschaft übersteigen (BGE 137 II 419 E. 2.2.1 S. 422; 130 II 202 S. 212 f.).