Citation: 2C_529/2019 E. 3

Die Vorinstanz erwägt, dem Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 6. April 2017 lasse sich in tatsächlicher Hinsicht entnehmen, dass der Beschwerdeführer am Handel mit rund 300 g Kokain mit einem Reinheitsgrad von 61 % bis 63 % beteiligt gewesen sei. Betäubungsmitteldelikte würden praxisgemäss eine schwere Gefährdung der öffentlichen Ordnung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 Anhang I FZA darstellen. Vorliegend käme erschwerend hinzu, dass der Beschwerdeführer aus rein finanziellen Motiven eine mengenmässig qualifizierte Tat begangen habe. Aufgrund der damit verbundenen schwerwiegenden Gefährdung der Rechtsgüter der öffentlichen Gesundheit und körperlichen Unversehrtheit könne freizügigkeits- und ausländerrechtlich nur eine geringe Rückfallgefahr hingenommen werden. Eine solche Rückfallgefahr ergebe sich in hinreichender Weise bereits aus dem Umstand, dass der Beschwerdeführer nach dem Strafurteil vom 29. September 2010 zum zweiten Mal verurteilt worden sei (vgl. E. 3.1 des angefochtenen Urteils). Die Vorinstanz berücksichtigt im Weiteren, dass der Beschwerdeführer und seine Ehefrau seit Anfang September 2018 freiwillig getrennt leben würden. Nach vorinstanzlicher Auffassung besteht selbst bei intakter Ehe kein überwiegendes privates Interesse des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz. Ins Gewicht falle, dass die vorliegend bedeutsame Ehe am 16. Dezember 2011 nach seiner ersten strafrechtlichen Verurteilung vom 29. September 2010 geschlossen worden sei. Dem Ehepaar müsste daher bewusst gewesen sein, dass sie ihre Ehe gegebenenfalls nicht in der Schweiz leben könnten. Der Beschwerdeführer habe sich sodann auch nicht durch die ausländerrechtliche Verwarnung vom 19. Dezember 2012 von einer weiteren schweren Straftat abhalten lassen. Ausserdem sei die Integration des Beschwerdeführers in beruflicher und sprachlicher Hinsicht mangelhaft. Unter diesen Umständen sei dem Beschwerdeführer eine Rückkehr in seinen Heimatstaat zumutbar. Ebenso wäre es der Ehefrau des Beschwerdeführers zuzumuten, ihm in seinen Heimatstaat Jamaika zu folgen oder das Eheleben besuchsweise zu pflegen (vgl. E. 3.2 des angefochtenen Urteils).