Citation: 5A_955/2018 E. 5.5

5.5. Zum Schluss machen die Beschwerdeführer geltend, die Urteilsveröffentlichung sei unmöglich geworden, weil die von ihnen administrierte Facebook-Gruppe inzwischen gelöscht sei. Zu Recht haben sich die kantonalen Gerichte mit diesem Einwand im Erläuterungsverfahren nicht befasst. Dass seit Eröffnung des Entscheids Tatsachen eingetreten sind, die der Vollstreckung entgegenstehen, ist im Vollstreckungsverfahren einzuwenden. Da hier bereits das urteilende Gericht konkrete Vollstreckungsmassnahmen angeordnet hat (Art. 343 Abs. 1 lit. a ZPO), können die Beschwerdeführer beim Vollstreckungsgericht um Einstellung der Vollstreckung ersuchen (Art. 337 Abs. 2 ZPO; BGE 145 III 165 E. 3.3.2 S. 167). Die Erläuterung kann auch diese Funktion nicht übernehmen. Wie bereits mehrfach hervorgehoben, bezweckt die Erläuterung hier, das Entscheiddispositiv betreffend Urteilsveröffentlichung klarer zu fassen und nicht deren Verhinderung (E. 4.1 oben).