Citation: 1P.182/2000 18.07.2000 E. 3

3.- a) Dem Verfahren liegt die Verfügung der Fürsorgekommission der Stadt Kreuzlingen vom 8. März 1996 zugrunde, mit welcher diese den Beschwerdeführer aufforderte, die geleisteten Fürsorgegelder von Fr. 52'340.-- in monatlichen Raten zurückzuzahlen. Im Entscheid des DFS vom 28. Mai 1998 wird erklärt, gemäss Schreiben des Rechnungs- und Stipendienamtes vom 17. Mai 1994 hätten die infolge der Beitragsverweigerung durch die IV ungedeckten Kosten für K.L.________ allein für das Jahr 1992 Fr. 35'488. 20 betragen. Für die Jahre 1993 bis 1995 seien sie provisorisch, in Ermangelung der IV-Abrechnung, auf insgesamt Fr. 97'901. 75 geschätzt worden. Die Fürsorgebehörde habe sich bereit erklärt, die Aufenthaltskosten rückwirkend ab 1. Januar 1994 bis zum 31. Juli 1995 im Umfang von höchstens Fr. 60'000.-- zu übernehmen. Am 7. November 1995 stellte das Sonderschulheim Bernrain der Fürsorge Kreuzlingen Rechnung für die Sonderschulung von K.L.________ für die Zeit vom 1. Januar 1994 bis zu dessen Austritt am 7. Juli 1995 in Höhe von Fr. 52'340.--. Das DFS bezeichnete diese von der Fürsorgekommission geleistete Zahlung als Fürsorgeleistung, die zugunsten des Rekurrenten beziehungsweise seiner Familie aufgewendet worden sei. In seiner Beschwerde vom 22. Juni 1998 an das Verwaltungsgericht hat der Beschwerdeführer an seinem Standpunkt festgehalten, wonach es sich bei den von der Fürsorgekommission bezahlten Fr. 52'340.-- um Kosten handle, welche das Gemeinwesen zu tragen habe. Jedenfalls seien die Kosten, zu deren Leistung der Kanton gemäss der Verordnung des Regierungsrates über die Sonderschulen vom 27. Dezember 1983 (Sonderschulverordnung) verpflichtet sei, von diesem Betrag abzuziehen, da dieser Betrag auch Beiträge umfasse, welche unter die Kostentragungspflicht des Kantons fallen würden. In diesem Sinne äusserte sich auch das Verwaltungsgericht in seinem Entscheid vom 17. Dezember 1997 (S. 8), mit welchem es die Sache zur ergänzenden Sachverhaltsabklärung und nachfolgenden Neuentscheidung an die Vorinstanz zurückwies. b) Im angefochtenen Entscheid vom 31. März / 27. Oktober 1999 hat das Verwaltungsgericht festgehalten, unter den Kosten von Fr. 52'340.--, welche die Fürsorge Kreuzlingen auf Drängen des Kantons beglichen habe, verstehe sie wohl "übrige Kosten", die gemäss § 7 Abs. 2 der Sonderschulverordnung an sich zulasten des Vaters gehen würden. Es falle aber auf, dass nicht das Sonderschulheim oder der Kanton diese Kosten vom Vater verlangen, wie es der Vertrag (zwischen dem Kanton Thurgau und dem Sonderschulheim Kreuzlingen vom Juni 1991) in Art. 6 Abs. 2 vorsieht, sondern dass die Fürsorge hierfür "eingesprungen" sei und nun zurückfordere. Dieses Vorgehen entspreche weder dem Vertrag noch der Verordnung, doch ändere dies nichts Wesentliches an der Rechtsstellung des Beschwerdeführers, sondern verbessere diese insofern, als er grundsätzlich nur rückerstattungspflichtig werde, soweit ihm dies zumutbar ist. Daran anschliessend hat das Verwaltungsgericht die oben wiedergegebene Berechnung des Elternbeitrages vorgenommen, wobei es ausgegangen ist von Gesamtkosten der Sonderschulung in Höhe von Fr. 97'001. 95 und hievon einen Kantonsbeitrag von Fr. 58'890.-- in Abzug gebracht hat. Nach Abzug des vom Beschwerdeführer bereits geleisteten Elternbeitrages von Fr. 2'920.-- hat es den Beschwerdeführer im Umfang von Fr. 35'191. 95 für rückerstattungspflichtig erklärt. c) Der Beschwerdeführer rügt die Feststellungen des Verwaltungsgerichts, die Sonderschulungskosten hätten Fr. 97'001. 95 betragen, der Kanton habe daran Fr. 40'338.-- bezahlt und es verbleibe unter Berücksichtigung des richtigen Kantonsbeitrages von Fr. 58'890.-- ein von ihm geschuldeter Elternbeitrag von Fr. 35'191. 95 als offensichtlich unhaltbar und aktenwidrig. Er macht in diesem Zusammenhang geltend, das Verwaltungsgericht habe auch seine Begründungspflicht verletzt und ihm damit das rechtliche Gehör verweigert.