Citation: K 114/05 26.09.2006 E. 2

2.1 Gemäss Art. 50 Abs. 1 ATSG können Streitigkeiten über sozialversicherungsrechtliche Leistungen durch Vergleich erledigt werden; der Versicherungsträger hat den Vergleich in Form einer anfechtbaren Verfügung zu eröffnen (Art. 50 Abs. 2 ATSG). Das Vorgenannte gilt sinngemäss auch im Einsprache- und Beschwerdeverfahren (Art. 50 Abs. 3 ATSG). Nach der Rechtsprechung gilt im Rahmen des (erstinstanzlichen) Beschwerdeverfahrens ein Vergleich als übereinstimmender Antrag der Parteien an das Gericht und ist von diesem auf seine Übereinstimmung mit Tatbestand und Gesetz zu überprüfen (AHI 1999 S. 208 Erw. 2b; SVR 1996 AHV Nr. 74 S. 223 Erw. 2b mit Hinweisen). Da Art. 50 ATSG an die Rechtsprechung vor seinem Inkrafttreten anknüpft, kann daran unter seiner Geltung festgehalten werden (RKUV 2004 Nr. U 513 S. 286 mit Hinweisen [= Urteil T. vom 14. Januar 2004, U 161/03]; vgl. zur zeitlichen Anwendbarkeit von Art. 50 ATSG Erw. 1 hievor). 2.2 Die Vereinbarung zwischen der Versicherten und der SUVA wurde während des hängigen kantonalen Beschwerdeverfahrens abgeschlossen. Die Versicherte verpflichtete sich u.a. darin, ihre Beschwerde vor der Vorinstanz zurückzuziehen, was sie in der Folge auch tat. Daraufhin schrieb das kantonale Gericht den Prozess infolge Beschwerderückzugs mit Verfügung vom 12. Mai 2003 als erledigt ab. Somit handelt es sich bei der im Rahmen des kantonalen unfallversicherungsrechtlichen Verfahrens abgeschlossenen Vereinbarung vom 7. Mai 2003 nicht um einen Vergleich im Sinne von Art. 50 ATSG, da die Vorinstanz die Vereinbarung nicht auf ihre Übereinstimmung mit Tatbestand und Gesetz überprüfte. Der Vereinbarung vom 7. Mai 2003 kommen somit nicht die Rechtsfolgen eines (gerichtlichen) Vergleichs zu. Vielmehr ist festzustellen, dass infolge Rückzugs der Beschwerde durch die Versicherte und mangels Aufhebung in der Vereinbarung vom 7. Mai 2003 der Einspracheentscheid der SUVA vom 11. Januar 2000 in Rechtskraft erwachsen ist.