Citation: 9C_146/2014 E. 4.3

4.3. Aufgrund der Darlegungen der Vorinstanz in tatsächlicher Hinsicht unterliegt keinen Zweifel, dass die Zusprechung der ganzen Invalidenrente mit Verfügung vom 5. Januar 1996 nicht hinreichend auf medizinische Grundlagen abgestützt war. Da der Wiedererwägungsgrund im Bereich materieller Anspruchsvoraussetzungen liegt, deren Beurteilung in Bezug auf gewisse Schritte und Elemente wie Einschätzungen der Arbeitsunfähigkeit, Beweiswürdigungen oder Zumutbarkeitsfragen notwendigerweise Ermessenszüge aufweist, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus, wenn die Beurteilung solcher Anspruchsvoraussetzungen (einschliesslich ihrer Teilaspekte wie etwa die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit) vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung darbot, als vertretbar erscheint (Urteile 9C_135/ 2014 vom 14. Mai 2014 E. 3, 9C_63/2014 vom 8. Mai 2014 E. 2, 9C_629/2013 vom 13. Dezember 2013 E. 2). Auch davon kann im vorliegenden Fall entsprechend den Erwägungen im angefochtenen Entscheid nicht gesprochen werden. Der Verfügung lagen unklare Beschwerden an der Wirbelsäule, welche die Schmerzen nur teilweise zu erklären vermochten, eine depressive Komponente, die fachärztlich ungenügend abgeklärt war, und eine schwierige psychosoziale Lebenssituation, die als invaliditätsfremd zu bezeichnen ist, zugrunde. Aus somatischer Sicht lag in einer angepassten Tätigkeit selbst nach Auffassung des damaligen Hausarztes volle Arbeitsfähigkeit vor. Ebenso erachtete die berufliche Abklärungsstelle nach Prüfung der beruflichen Eingliederung eine ganztägige Arbeit in leichteren und mittelschweren Tätigkeiten als grundsätzlich zumutbar. Einzig laut der im Bericht der BEFAS vom 17. Juli 1995 enthaltenen Stellungnahme des Dr. med. D.________ wurde eine volle Berentung für unumgänglich gehalten. Der Arzt habe von einer reinen Schmerzkrankheit gesprochen, die im Zentrum steht und mit therapeutischen Mitteln nicht angehbar ist. Bei diesen Angaben handelt es sich um telefonische Auskünfte des Dr. med. D.________ auf Anfrage der an der Abklärung beteiligten Fachpersonen. Die ärztlichen Aussagen betreffen die zentralen Punkte der medizinischen Einschätzung, die sich die IV-Stelle offenbar zu eigen gemacht hat. Den Angaben kommt daher nach der Rechtsprechung kein Beweiswert zu; für Auskünfte zu wesentlichen Punkten des rechtserheblichen Sachverhalts fällt grundsätzlich nur die Form einer schriftlichen Anfrage und Auskunft in Betracht (BGE 117 V 282 E. 4c S. 284 f.). Weiter weist die Vorinstanz darauf hin, dass bei der Abklärung in der BEFAS kein Psychiater beteiligt war, obwohl die Ärzte eine psychiatrische Abklärung als erforderlich erachtet hatten. Zur Festlegung der Arbeitsfähigkeit wäre eine solche Untersuchung gemäss Ausführungen der Vorinstanz unumgänglich gewesen. Aufgrund der mangelhaften Unterlagen, worunter die wesentliche Gesichtspunkte beschlagende telefonische Auskunft des Dr. med. D.________, und der fehlenden psychiatrischen Abklärung ist das kantonale Gericht zu Recht zum Schluss gelangt, die ursprüngliche Verfügung vom 5. Januar 1996 sei zweifellos unrichtig gewesen. Die vorinstanzliche Bestätigung der Wiedererwägungsverfügung der IV-Stelle vom 23. Januar 2013 ist rechtens, woran die Einwendungen des Beschwerdeführers, soweit nicht vorstehend oder von der Vorinstanz bereits entkräftet, nichts zu ändern vermögen.