Citation: U 276/04 13.06.2005 E. 4

Schliesslich beantragt der Beschwerdegegner unter Berufung auf Art. 6 EMRK Akteneinsicht in das denselben Unfall betreffende, vom Eidgenössischen Versicherungsgericht mit Urteil R. vom 12. Oktober 2004, U 201/04, erledigte Verfahren. Auch dieser Antrag ist abzuweisen. Das Recht auf Akteneinsicht (Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 123a UVV) erstreckt sich auf die für einen Entscheid wesentlichen Akten, d.h. auf jene Unterlagen, die Grundlage einer Entscheidung bilden (BGE 121 I 227 Erw. 2a mit Hinweisen). Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat im fraglichen Urteil R. die adäquate Kausalität in Anwendung der gängigen Kriterien (Erw. 1.1 hievor) geprüft. Die erforderlichen Angaben zum Unfallgeschehen befinden sich (auch) in den vorliegenden Akten. Die übrigen (medizinischen) Einzelheiten des "Parallelfalles" sind ohne Einfluss auf die Beurteilung der Ansprüche des Beschwerdegegners, weshalb es schon aus diesem Grund und ohne dass geprüft werden müsste, ob und allenfalls inwieweit sich eine Einsicht in jene Akten mit der Gesetzgebung über den Datenschutz überhaupt vereinbaren liesse, an einem Einsichtsrecht fehlt (vgl. Michele Albertini, Der verfassungsmässige Anspruch auf rechtliches Gehör im Verwaltungsverfahren des modernen Staates, Diss. Bern 2000, S. 226 f.).