Citation: 6B_1060/2020 E. 1.3.2

1.3.2. Die Vorinstanz stellt weiter fest, bezüglich 25 der eingereichten Versicherungsanträge habe von Beginn weg kein Abschlusswille der Antragsteller bestanden; die betreffenden Anträge seien mithin insoweit fingiert gewesen. Sie leitet dies aus Protokollen der Befragungen der in den Versicherungsanträgen als Antragsteller aufgeführten Personen und aus dem zugehörigen polizeilichen Schlussbericht vom 31. März 2015 ab. Ihre Folgerung, daraus gehe hervor, dass die fraglichen Personen zu keiner Zeit entsprechende Versicherungsverträge hätten eingehen wollen und auch keine diesbezüglichen Unterlagen hätten vorlegen können (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.1.7.2 S. 34), ist nachvollziehbar und frei von Willkür. Der vom Beschwerdeführer erwähnte, schon vor der Vorinstanz betonte Umstand, der Antrag von N.________ sei aufgrund des angegebenen Gesundheitszustands abgelehnt worden und sei folglich nicht so ausgefüllt gewesen, dass er von der C.________ AG problemlos angenommen werde, mag zwar für sich gesehen gegen ein Fingieren der Anträge sprechen. Er ändert aber nichts daran, dass die Personen, welche in den bei der C.________ AG eingereichten 25 Anträgen als Antragsteller vermerkt sind, durchwegs verneinten, einen Willen zum Abschluss solcher Versicherungsverträge gehabt bzw. solche Verträge tatsächlich abgeschlossen zu haben, und dass sie keine damit zusammenhängenden Dokumente beibringen konnten. Vor diesem Hintergrund ist es nicht unhaltbar, wenn die Vorinstanz bezüglich dieser 25 Anträge von einem tatsächlich nicht vorhandenen ernsthaften Abschlusswillen ausgeht. Die Rüge des Beschwerdeführers, genau wegen der zur Zahlung offerierten Erstprämie und des in Aussicht gestellten folgenlosen Vertragsabbruches bei Nichtbezahlung der Folgeprämien hätten die Personen (zunächst) einen Vertrag eingehen wollen, geht bei dieser Beweislage an der Sache vorbei. Ohnehin könnte aber nicht gesagt werden, ein Abschlusswille bestehe schon dann, wenn eine Person zwar das Übernehmen der Erstprämie bejaht, jedoch - was die Argumentation des Beschwerdeführers indiziert - noch unschlüssig ist, ob sie die Folgeprämien zahlen will. Denn eine unbedingte Leistungsbereitschaft, die ein Abschlusswille notwendig voraussetzt, liegt dann gerade noch nicht vor. Von einem in Bezug auf die 25 Versicherungsanträge fehlenden Abschlusswillen der als Antragsteller aufgeführten Personen durfte die Vorinstanz folglich willkürfrei ausgehen. Die Vorinstanz befindet im Weiteren, es habe keine Vermittler gegeben, die im Zusammenhang mit der Kundenaquirierung agiert hätten und insbesondere die fingierten Anträge bei der C.________ AG hätten einreichen können. Die von Vermittlern visierten Kundenidentifikationen seien fiktiv bzw. gefälscht gewesen. Sie begründet dies damit, dass der Beschwerdeführer keinen einzigen Namen eines Vermittlers bekannt gegeben habe und dafür auch keine nachvollziehbaren Gründe habe angeben können. Die Erklärung des Beschwerdeführers, die Vermittler würden die im Fall der vorzeitigen Kündigung der Versicherungsverträge vereinbarungsgemäss geschuldeten Rückzahlungen der Provisionsvorschüsse nicht leisten wollen und ihn selber derart unter Druck setzen, dass er ihre Namen nicht nennen wolle, bezeichnet sie als in keiner Weise nachvollziehbar (angefochtener Entscheid E. 3.1.8.1 f. und 3.1.11.1 f. S. 35 f.). Auch diese Begründung vermag der Beschwerdeführer nicht als willkürlich auszuweisen. Indem er anführt, es sei völlig offensichtlich und naheliegend, dass die Vermittler - selbst oder erst recht bei einem allfälligen betrügerischen Vorgehen von ihrer Seite - gar keine Freude hätten, wenn er ihre Namen nennen würde, wiederholt er lediglich seine vor der Vorinstanz angeführte Argumentation und gehen seine Ausführungen nicht über eine appellatorische Kritik hinaus. Ausserdem legt er weder dar noch ist ersichtlich, weshalb er allfällige betrügerisch vorgegangene Vermittler schützen und anstelle dieser sich selber einer (unbegründeten) Strafverfolgung aussetzen sollte. Wenn die Vorinstanz annimmt, es hätten neben dem Beschwerdeführer und F.________ keine Vermittler existiert, kann ihr somit nicht der Vorwurf einer willkürlichen Beweiswürdigung gemacht werden.