Citation: 8C_634/2008 30.01.2009 E. 4

4.1 Es ist unbestritten und ergibt sich aus dem Bericht des SUVA-Arztes Dr. med. A.________ vom 7. Juni 2004, dass bezüglich der Schulterbeschwerden zum Zeitpunkt der Untersuchung der Zustand, wie er vor dem Ereignis vom 13. August 2003 bestanden hatte (Status quo ante), wieder erreicht worden war. Der Versicherte führt indessen aus, beim zweiten Ereignis nicht bloss eine neuerliche Kontusion der Schulter, sondern auch eine Distorsion der Halswirbelsäule (HWS) erlitten zu haben. Die Rente sei aufgrund der auch über den 1. Januar 2005 noch bestehenden Restbeschwerden im Bereich der HWS zu erhöhen. 4.2 Die über den 1. Januar 2005 anhaltend geklagten Beschwerden im Bereich der HWS können nur dann zu einer Erhöhung der mit Verfügung vom 10. Mai 1999 zugesprochenen Invalidenrente führen, wenn diese adäquat kausal durch ein versichertes Ereignis verursacht worden sind und eine erhebliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes zur Folge hatten. Dem Bericht des Dr. med. M.________ vom 24. Dezember 2003 über ein MRI der Halswirbelsäule ist zu entnehmen, dass keine unfallbedingten Veränderungen der HWS objektiviert werden konnten. Ob, wie vom Beschwerdeführer geltend gemacht, tatsächlich ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 13. August 2003 und den organisch nicht hinreichend nachweisbaren Beschwerden besteht, kann offenbleiben, da die Adäquanz eines allfälligen Kausalzusammenhanges - wie nachstehende Prüfung nach der in E. 2.2 hievor dargelegten Rechtsprechung zeigt - selbst unter der Annahme, der Versicherte habe bei seinem Sturz von der Leiter eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung erlitten, zu verneinen wäre. 4.2.1 Die Schwere des Unfalles ist aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs mit den sich dabei entwickelnden Kräften zu beurteilen (SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26, U 2/07 E. 5.3.1). Das Ereignis vom 13. August 2003, bei dem der Versicherte aus einer Höhe von maximal 1,8 Metern von einer Leiter auf die Füsse viel, sich dabei den Kopf anschlug und eine Kronenfraktur mit Pulpabeteiligung des Zahnes 43 zuzog, ist als mittelschwer, im Grenzbereich zu den leichten Unfällen zu qualifizieren. Die Adäquanz eines natürlichen Kausalzusammenhanges wäre somit dann zu bejahen, wenn eines der in E. 2.2 hievor aufgezählten Adäquanzkriterien in besonders ausgeprägter, oder mehrere dieser Kriterien in gehäufter Weise erfüllt wären. 4.2.2 Der Unfall ereignete sich weder unter besonders dramatischen Begleitumständen, noch war er von besonderer Eindrücklichkeit. Die erlittenen Verletzungen waren nicht besonders schwer oder von besonderer Art. In den Akten finden sich keine Hinweise auf eine fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung oder auf eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hätte. Zur Annahme eines schwierigen Heilungsverlaufes und erheblicher Komplikationen bedürfte es besonderer Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt haben (Urteil 8C_624/2008 vom 12. Dezember 2008 E. 4.3.6); solche sind vorliegend nicht ersichtlich. Selbst wenn man zu Gunsten des Beschwerdeführers die beiden verbleibenden Kriterien der erheblichen Beschwerden und der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen bejaht, so vermögen diese beiden Kriterien, da sie jedenfalls nicht besonders ausgeprägt gegeben sind, für sich alleine einen allfälligen Kausalzusammenhang nicht als adäquat erscheinen zu lassen. 4.3 Sind die über den 1. Januar 2005 hinaus anhaltend geklagten Beschwerden nicht adäquat kausal durch ein versichertes Ereignis verursacht worden, so stellen sie keinen Grund dar, die mit rechtsbeständiger Verfügung vom 10. Mai 1999 zugesprochene Invalidenrente zu erhöhen. Da in der Schulter am 1. Januar 2005 der Status quo ante wieder erreicht war (vgl. E. 4.1 hievor), lag kein Revisionsgrund vor und die bereits zugesprochene Rente wäre weder bezüglich des Invaliditätsgrades, noch - da somit auch der Tatbestand von Art. 24 Abs. 4 UVV nicht erfüllt ist - bezüglich der Höhe des versicherten Verdienstes zu ändern gewesen. Da das Bundesgericht gemäss Art. 107 Abs. 1 BGG an die Anträge der Parteien gebunden ist, kann diese Änderung letztinstanzlich nicht rückgängig gemacht werden (vgl. auch das Urteil 8C_330/2008 vom 24. Oktober 2008 E. 4.5). Die Beschwerde des Versicherten, der eine umfassendere Erhöhung der Rente verlangt, ist jedoch ohne weiteres abzuweisen.