Citation: 4A_648/2014 E. 5

Die Vorinstanz hat aufgrund der von der ersten Instanz beim Spital F.________ eingeholten gerichtlichen Gutachten - welche in vier Teilgutachten eingereicht wurden - geschlossen, dass die gesundheitliche Schädigung der Beschwerdegegnerin auf den Atemstillstand nach der Behandlung durch den Beschwerdeführer vom 11. August 2003 zurückzuführen ist. Sie hat die Schlussfolgerung der Gerichtsgutachten durch die privaten Gutachten des Beschwerdeführers nicht als widerlegt angesehen und die Anordnung eines Obergutachtens bzw. eines polydisziplinären Gutachtens statt der eingeholten Teilgutachten nicht als erforderlich angesehen. Sie hat die Widerrechtlichkeit des Verhaltens des Beschwerdeführers bejaht, weil dieser die Beschwerdegegnerin nach abgeschlossenem Eingriff (Stellatum-Blockade) auf dem Behandlungstisch liegen liess und sich Schreibarbeiten zuwandte und ausserdem seine ärztliche Aufklärungspflicht verletzt habe, indem er insbesondere nicht in einem Gespräch vor der Behandlung sich über die Situation der Beschwerdegegnerin informiert und diese über die Risiken der Behandlung aufgeklärt habe. Die Vorinstanz hat daher den eingeklagten Schaden, den die Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Gesundheitsschädigung erlitten hat, zugesprochen.