Citation: 6A.121/2000 07.06.2001 E. 2

2.- a) Die Vorinstanz sah von der Sistierung des verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahrens bis zum Vorliegen der strafrechtlichen Beurteilung des Vorfalls ab, da in tatbeständlicher Hinsicht keine erheblichen Unsicherheiten bestünden. Zudem sei angesichts der kurzen Verjährungsfristen im Übertretungsstrafrecht fraglich, ob es überhaupt zu einer strafrechtlichen Beurteilung kommen werde. In der Sache selbst stellt die Vorinstanz auf die Abklärungen der Stadtpolizei Zürich ab und nimmt an, der Beschwerdeführer habe Art. 30 Abs. 2 SVG schuldhaft missachtet, indem er eine deutlich zu geringe Anzahl von Spanset-Gurten zur Sicherung der Ladung verwendet, die Gurten nicht durch die Einlage von geeignetem Material vor dem Durchscheuern durch die scharfen Kanten der Ladung geschützt und indem er keine Vorkehrungen getroffen habe, dass die Ladung nicht nach hinten oder vorn auf der Ladefläche rutschen konnte. Zudem sei er mit mindestens 60 km/h statt der erlaubten 50 km/h durch die Hohlstrasse gefahren. Durch sein grob fahrlässiges Verhalten habe der Beschwerdeführer eine erhebliche Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer geschaffen. Die Vorinstanz gelangt zum Schluss, den Beschwerdeführer treffe ein erhebliches Verschulden, so dass es sich keinesfalls um einen leichten Fall handle. Der Fall liege vielmehr im Grenzbereich zu Art. 16 Abs. 3 lit. a SVG. Bei Berücksichtigung der relevanten Massnahmekriterien, insbesondere der Schwere des Verschuldens, des getrübten automobilistischen Leumundes aber auch der beruflichen Angewiesenheit des Beschwerdeführers auf den Führerausweis habe das Verkehrsamt sein Ermessen nicht verletzt, wenn es die Entzugsdauer auf zwei Monate festgelegt habe. b) Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe sein Fahrzeug nicht überladen. Zudem sei er mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h, allenfalls mit einer diese leicht überschreitenden Geschwindigkeit gefahren. Die Fahrgeschwindigkeit sei jedenfalls angesichts der Verhältnisse im Unfallzeitpunkt nicht übersetzt gewesen, auch wenn sein Lastwagen stark beladen gewesen sei. Er habe den Sachverhalt, wie er im Rapport der Stadtpolizei Zürich vom 22. März 2000 festgehalten sei, nie anerkannt. Selbst wenn man annehmen wollte, sein Verhalten sei nicht ganz korrekt gewesen, läge auf jeden Fall nur ein geringes Verschulden vor. Ausserdem sei er bisher nur einmal verwarnt worden. Er sei als selbständiger Berufschauffeur auf den Führerausweis angewiesen. Ein Entzug käme in seinem Fall einem Berufsverbot gleich. Die Umschulung der Invalidenversicherung wäre mit einem Schlage zunichte gemacht und er würde möglicherweise wieder fürsorgepflichtig werden. Falls man dennoch einen Ausweisentzug als gerechtfertigt ansehen wollte, wäre er angesichts seiner beruflichen Angewiesenheit auf die Mindestdauer von einem Monat herabzusetzen.