Citation: 8C_296/2023 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, der massgebende Vergleichszeitpunkt sei die Verfügung vom 25. März 2020. Deren Grundlage seien die Gutachten der Klinik D.________ vom 15. Juli 2018 und der MEDAS Zentralschweiz vom 18. April 2019 gewesen. Gestützt hierauf sei der Beschwerdeführer in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig gewesen. Revisionsweise habe die IV-Stelle eine Stellungnahme des RAD-Arztes Dr. med. G.________, Facharzt für Chirurgie, vom 1. September 2021 eingeholt, worin dieser u.a. eine Aktualisierung des medizinischen Dossiers empfohlen habe. Nachdem die IV-Stelle weitere medizinische Berichte eingeholt gehabt habe, sei Dr. med. G.________ gestützt darauf in der Stellungnahme vom 2. Februar 2022 zum Schluss gekommen, seit der Schulteroperation vom 24. September 2020 sei beim Beschwerdeführer von einer ca. dreimonatigen vollen Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeit auszugehen. Ansonsten bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit in einer leichten wechselbelastenden Tätigkeit ohne Überkopfarbeiten, ohne Zwangshaltungen für die Lendenwirbelsäule und ohne längere Belastungen auf unebenem Gelände sowie längere Gehstrecken von über zwei bis drei Stunden. Auf diese Stellungnahmen des Dr. med. G.________ könne abgestellt werden, da daran keine auch nur geringen Zweifel bestünden. Die Einwände des Beschwerdeführers vermöchten hieran nichts zu ändern. Er bringe auch nicht vor, sein psychischer Gesundheitszustand hätte sich verschlechtert. Die dreimonatige vollständige Arbeitsunfähigkeit vom 24. September 2020 bis Ende 2020 sei grundsätzlich ein Revisionsgrund nach Art. 17 Abs. 1 ATAG. Der Beschwerdeführer habe sich allerdings erst am 13. August 2020 zum Leistungsbezug angemeldet. Deshalb sei der Rentenanspruch unter Berücksichtigung der sechsmonatigen Karenzfrist gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens ab 1. Februar 2021 zu prüfen (vgl. Art. 29 Abs. 3 IVG), so dass vorherige Arbeitsunfähigkeiten nicht rentenrelevant seien. In Bezug auf die ab 2021 mögliche 100%ige Arbeitsfähigkeit fehle es an einem Revisionsgrund, da Dr. med. G.________ explizit auf das bereits in den Gutachten der Klinik D.________ vom 15. Juli 2018 und der MEDAS Zentralschweiz vom 18. April 2019 formulierte Zumutbarkeitsprofil verwiesen habe, wonach beim Beschwerdeführer eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit bestanden habe. Auch die neu hinzugetretenen Diagnosen - soweit überhaupt ausgewiesen - seien kein Revisionsgrund, da für die Rentenanpassung nur eine Sachverhaltsänderung genüge, wenn sie den Rentenanspruch berühre. Da weiterhin eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit bei weitgehend identischem Zumutbarkeitsprofil bestehe, liege keine rentenrelevante Veränderung vor. Es habe somit keine allseitige umfassende Neubeurteilung des Rentenanspruchs zu erfolgen, weshalb die Beschwerde unbegründet sei.