Citation: 1A.165/2001 04.03.2002 E. 3

3.1 Im angefochtenen Entscheid wird zunächst darauf hingewiesen, dass dem Beschwerdeführer im erstinstanzlichen Strafverfahren und auch (bis zum Zeitpunkt des angefochtenen Entscheides) im Rechtsmittelverfahren die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsverbeiständung bewilligt wurde. Da die Opferhilfe subsidiär zur unentgeltlichen Rechtspflege sei, entfalle ein rechtserhebliches Interesse an der Prüfung, ob diesbezüglich auch noch ein analoger (subsidiärer) Kostendeckungsanspruch nach OHG gegeben sei. Sodann erwägt das Verwaltungsgericht, die streitige Vergütung von Parteientschädigungen an den obsiegenden Prozessgegner werde vom Begriff der unentgeltlichen Rechtspflege nicht erfasst. Ein Anspruch darauf bestehe weder gestützt auf das kantonale Prozessrecht, noch auf Art. 29 Abs. 3 BV. - Art. 3 Abs. 4 OHG gewähre "dem Opfer keinen Anspruch auf Leistungen (...), welcher über dasjenige hinausgeht, was das kantonale Recht für den Bereich der unentgeltlichen Rechtspflege vorsieht" (angefochtener Entscheid, S. 7 E. 3d). Im Kostenpunkt erwägt das Verwaltungsgericht, die kantonale Beschwerde sei "offensichtlich unbegründet" und zum Vornherein aussichtslos gewesen. Deshalb sei das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege abzuweisen. Dass keine Anspruchsgrundlage für Opferhilfe bestehe, ergebe sich aus der publizierten Bundesgerichtspraxis. 3.2 Der Beschwerdeführer wendet dagegen ein, der Anspruch auf subsidiäre Opferhilfe nach Art. 3 Abs. 4 OHG gehe "weiter als das Institut der unentgeltlichen Rechtspflege nach kantonalem Luzerner Recht" und umfasse nach dem Sinn und Zweck des Gesetzes auch die Kostengutsprache für Parteientschädigungen an den Prozessgegner. Die gegenteilige Auffassung des Verwaltungsgerichtes beruhe auf einer bundesrechtswidrigen Auslegung des Gesetzes und der Bundesgerichtspraxis. Es sei sodann "unvertretbar", dass das Verwaltungsgericht dem Beschwerdeführer im kantonalen Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsverbeiständung wegen angeblicher Aussichtslosigkeit der Beschwerde verweigert habe.