Citation: 6S.7/2007 24.04.2007 E. 3.9

3.9.1 Der Beschwerdeführer rügt, das Kantonsgericht sei von den beiden Expertenmeinungen zur Frage der Zielraumgestaltung durch die Wahl eines Mittelweges abgewichen. Damit werde implizit gesagt, dass beide Gutachten falsch seien. Ein Abweichen sei allerdings nur zulässig, wenn diese offensichtlich widersprüchlich erschienen oder auf irrtümlichen tatsächlichen Feststellungen beruhten. Das Kantonsgericht habe sich einerseits auf das gerichtliche Gutachten, welches von aktenwidrigen Tatsachen ausgehe (Steilheit des Geländes), abgestützt und anderseits eine schlicht unhaltbare Zwischenlösung für die talseitige Absperrung angenommen. Damit erweise sich das gerichtliche Gutachten als unglaubwürdig. Wenn dem Privatgutachter nicht gefolgt werde, dränge sich ein Obergutachten nicht nur auf, sondern erscheine als zwingend. Wenn das Kantonsgericht den entsprechenden Beweisantrag ablehne, verstosse es gegen den Gehörsanspruch des Beschwerdeführers nach Art. 29 Abs. 2 BV. 3.9.2 Die Frage, wie der Zielraum auszugestalten ist, um eine Ge-fährdung Dritter zu verhindern, betrifft die Rechtsanwendung. Es geht um die Sorgfaltspflicht, deren Verletzung eine Fahrlässigkeit begründen kann. Dies ist im Rahmen der eidgenössischen Nichtigkeitsbeschwerde zu beurteilen. Daran ändert nichts, dass das Kantonsgericht dem Gutachter Fragen rechtlicher Natur unterbreitet und die entsprechenden Antworten bei der Entscheidfindung mitberücksichtigt hat. Auf die Rüge ist nicht einzutreten.