Citation: 5A_621/2021 E. 7

Beide Parteien ersuchen vor Bundesgericht jedoch um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung ihrer Anwälte als unentgeltliche Rechtsvertreter. Die diesbezüglichen Voraussetzungen sind erfüllt und die Gesuche gutzuheissen, sofern sie nicht gegenstandslos geworden sind (Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG). Zwar wird der Beschwerdegegnerin eine Parteientschädigung zugesprochen. Angesichts der wirtschaftlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers ist indessen nicht anzunehmen, dass sie die ihr zustehende Entschädigung wird erhältlich machen können. Deshalb ist auch der Anwalt der Beschwerdegegnerin direkt aus der Bundesgerichtskasse zu entschädigen. Dieser macht für die Honorierung nach Ansätzen der unentgeltlichen Rechtspflege in seiner Kostennote einen Aufwand von 1150 Minuten bei einem Stundenansatz von Fr. 230.--, mithin eine Entschädigung von Fr. 4'787.45 geltend. Gestützt auf Art. 10 i.V.m. Art. 3 und Art. 4 des Reglements über die Parteientschädigung und die Entschädigung für die amtliche Vertretung im Verfahren vor dem Bundesgericht (SR 173.110.210.3) ist vorliegend eine Entschädigung von Fr. 3'500.-- zuzusprechen. Angesichts der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur verfassungsrechtlichen Minimalgarantie auf einen Stundensatz von Fr. 180.-- (BGE 141 I 124 E. 3.2), der für den geltend gemachten Aufwand zu einer Entschädigung von Fr. 3'450.-- führen würde, erübrigt sich eine detaillierte Auseinandersetzung mit der eingereichten Kostennote, wobei die Erforderlichkeit mehrerer Posten auf Anhieb jedenfalls zweifelhaft erscheint. Beide Parteien werden darauf hingewiesen, dass sie der Bundesgerichtskasse Ersatz zu leisten haben, falls sie dazu später in der Lage sind (Art. 64 Abs. 4 BGG).