Citation: I 784/06 25.05.2007 E. 3

Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer in rentenbegründendem Ausmass invalid ist. 3.1 Das kantonale Gericht gelangte zum Ergebnis, der Beschwerdeführer sei für Tätigkeiten ohne Heben und Tragen schwerer Lasten von über 10 kg zu 100 % arbeitsfähig, während die Arbeitsfähigkeit in seiner angestammten Tätigkeit als Koch um 50 % vermindert sei. Diese Beurteilung resultiert aus einer ausführlichen und sorgfältigen Würdigung der medizinischen Unterlagen, welche den rechtsprechungsgemässen Anforderungen (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) gerecht wird. Insbesondere hat die Vorinstanz in nachvollziehbarer Weise dargelegt, auf welcher medizinischen Grundlage sie eine Arbeitsunfähigkeit für Tätigkeiten ohne Heben schwerer Lasten verneinte und warum sie dem Gutachten der Frau Dr. med. S.________, Physikalische Medizin und Rehabilitation, Rheumatologie, vom 29. April 2003 grundsätzlich volle Beweiskraft zubilligte und gestützt darauf - unter Berücksichtigung der übrigen medizinischen Akten - mit Blick auf die gestellten Diagnosen auf volle Arbeitsfähigkeit in einer geeigneten Tätigkeit schloss. Diese Feststellung lässt sich nicht als offensichtlich unrichtig (E. 2.1 und 2.2 hiervor) qualifizieren. 3.2 Im Rahmen des Einkommensvergleichs haben Verwaltung und Vorinstanz das Valideneinkommen gestützt auf die Angaben des Arbeitgebers vom 28. November 2002 sowie unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung von 2002 auf 2003 mit Fr. 63'893.- beziffert, was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu Recht nicht bestritten wird. 3.3 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung statistische Werte (Tabellenlöhne) herangezogen werden (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 S. 475). 3.4 Mit Blick auf die bindende sachverhaltliche Feststellung der Vorinstanz, wonach der Versicherte die Tätigkeit als Taxichauffeur lediglich in reduziertem Umfang ausübt, kann schon allein deshalb bei der Ermittlung des Invalideneinkommens nicht auf den tatsächlichen Verdienst als Taxichauffeur abgestellt werden, wie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend gemacht wird. Da der Versicherte in einer leidensangepassten Tätigkeit im Umfang von 100 % arbeitsfähig wäre (E. 3.1 hievor), schöpft er mit dieser Tätigkeit die ihm verbleibende Erwerbsfähigkeit nicht in zumutbarer Weise voll aus. Damit kann offen bleiben, ob die aktuelle Arbeit gesundheitlich optimal ist. Entgegen der Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde liegt hinsichtlich der Kostenübernahme für die Ausbildung zum Taxichauffeur auch kein widersprüchliches Verhalten seitens der IV-Stelle vor. Der Versicherte wählte ausweislich der Akten bewusst die Tätigkeit als Taxichauffeur, welchen Entscheid die Verwaltung respektierte. Die IV-Stelle knüpfte die Kostengutsprache überdies an die Bedingung einer vollzeitlichen Ausübung der Chauffeurtätigkeit und hat es nicht unterlassen, den Versicherten verfügungsweise am 23. November 2004 auf die Folgen eines allfälligen geringen Invalideneinkommens hinzuweisen. Darin kann ihr kein gegen Treu und Glauben und das Willkürverbot (Art. 9 BV) verstossendes widersprüchliches Verhalten zur Last gelegt werden. Wenn zur Ermittlung des Invalideneinkommens auf die Werte der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) abgestellt wurde - wobei die Nominallohnentwicklung und die durchschnittliche Arbeitszeit im Jahr 2003 Berücksichtigung fanden (vgl. BGE 126 V 75 E. 7a S. 81) -, ist dies ebenfalls korrekt (vgl. dazu BGE 129 V 472 E. 4.2.1 S. 475 ff.). Die Festlegung der Höhe des Leidensabzugs beschlägt schliesslich eine typische Ermessensfrage und ist letztinstanzlicher Korrektur damit nur dort zugänglich, wo das kantonale Gericht das Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hat (E. 2.1 und 2.2). In der Festlegung des Abzugs von 10 % ist keine solche Fehlerhaftigkeit zu erblicken, weshalb der angefochtene Entscheid auch in diesem Punkt bundesrechtskonform ist.