Citation: 2C_295/2015 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer hat in seiner Heimat eine Parallelbeziehung gelebt, aus der - während seiner Ehe in der Schweiz - zwei Kinder hervorgegangen sind (2008 und 2010), die er in der Folge mit seiner Partnerin nachzuziehen versuchte. Während seiner Ehe in der Schweiz besuchte er seine Partnerin und die Kinder regelmässig im Heimatland und unterhielt mit ihr bzw. ihnen eine dauernde Beziehung. Die Familie hatte er dabei bei seinen Eltern untergebracht. Die Behörden informierte er bis zu seinem Gesuch um Familiennachzug nie über diese Situation, obwohl spätestens zum Zeitpunkt der Erteilung der Niederlassung die entsprechenden Informationen entscheidwesentlich waren, was er wusste oder wissen musste. Seine Ehe wurde relativ kurz nach Erteilung der Niederlassungsbewilligung in der Heimat geschieden, sodass der zeitliche Ablauf dafür spricht, dass es ihm letztlich darum ging, seine eigentliche Familie später von der Heimat in die Schweiz nachzuziehen.