Citation: U 180/04 11.04.2005 E. 2

Die SUVA bringt zunächst mit Hinweis auf das Urteil M. vom 25. März 2004 (U 131/03) vor, nach den Umständen des Geschehens vom 12. September 2000 habe der Beschwerdegegner keinen Unfall erlitten. Dieser Auffassung ist nicht beizupflichten. Im erwähnten Urteil hielt das Eidgenössische Versicherungsgericht fest, dass das starke und völlig unerwartete Abbremsen bei Autofahrten das Kriterium der Ungewöhnlichkeit (Art. 9 Abs. 1 UVV in der bis 31. Dezember 2002 gültig gewesenen Fassung) nicht erfüllt, wenn nichts Besonderes, wie zum Beispiel ein Zusammenstoss, hinzutritt. Vorliegend kam es zu einer frontalen Kollision zwischen dem vom Beschwerdegegner gelenkten Fahrzeug und einer Fussgängerin, wodurch der Geschehensablauf, den der Lenker (objektiv) erwarten durfte, gestört worden war. Auch das weitere Vorbringen, beim Unfall vom 12. September 2000 handle es sich lediglich um ein Schreckereignis, ist nicht stichhaltig. Wie die SUVA selber eingesteht, war der Körper des Versicherten physikalischen Kräften ausgesetzt.