Citation: I 479/03 19.11.2003 E. 3

3.1 In erwerblicher Hinsicht rügt die Beschwerdeführerin, dass die Vorinstanz zur Ermittlung des hypothetischen Einkommens im Gesundheitsfall (Valideneinkommen) auf den Tabellenlohn für eine Tätigkeit im Bereich Detailhandel und Reparatur abgestellt hat (Bundesamt für Statistik, Lohnstrukturerhebung [LSE] 2000, Tabelle TA1, S. 31, Position 52). Dieser Einwand ist zutreffend. Aus den Akten ergibt sich, dass die Versicherte gelernte Arztgehilfin ist, diesen Beruf jedoch seit 1971 nicht mehr ausgeübt hat. Seither arbeitete sie gelegentlich im Optikergeschäft ihres Ehemannes, bis er dieses 1995 aufgeben musste. Eine neue Arbeitsstelle hat die Versicherte nicht gefunden, wobei unbestritten ist, dass sie heute, nachdem ihre beiden Kinder erwachsen sind und ihre Ehe im Jahr 1999 geschieden wurde, im Gesundheitsfall zu 100 % erwerbstätig wäre. Da für die Ermittlung des Valideneinkommens entscheidend ist, was die versicherte Person im Zeitpunkt des Rentenbeginns, im vorliegenden Fall am 1. Dezember 2000, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 Erw. 3b), können nicht Tabellenlöhne einer Branche herangezogen werden, in der die Beschwerdeführerin seit fünf Jahren nicht mehr gearbeitet hat. Vielmehr ist das Einkommen im Gesundheitsfall unter diesen Umständen auf Grund des Bruttolohns für den gesamten privaten Sektor zu bestimmen (vgl. Urteil M. vom 15. April 2003, I 1/03, Erw. 4.3). Da - unbestrittenerweise - auch das Invalideneinkommen ausgehend vom selben Tabellenlohn zu berechnen ist, erübrigt sich die genaue Ermittlung der Vergleichseinkommen. Der Invaliditätsgrad entspricht dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung des Abzugs vom Tabellenlohn (vgl. Urteil M. vom 15. April 2003, I 1/03, Erw. 5.2). 3.2 Mit der Reduktion des Invalideneinkommens um 20 % hat das kantonale Gericht der relativ starken leidensbedingten Einschränkung der Versicherten in ihren manuellen Fähigkeiten mit Blick auf den Höchstabzug von 25 % angemessen Rechnung getragen (vgl. BGE 126 V 78 ff. Erw. 5 und 6 mit Hinweisen). Nach den medizinischen Unterlagen ist durch die Arthrose insbesondere die Greiffunktion gestört, was sich nicht nur kräftemässig, sondern auch hinsichtlich der Präzision auswirkt. So kann die Beschwerdeführerin nach eigenen Angaben etwa weder Knöpfe noch Reissverschlüsse schliessen. Ein weitergehender Abzug entsprechend dem Antrag der Versicherten wäre hingegen nicht zu rechtfertigen. Was die Einschränkung auf Grund der Gehörprobleme betrifft, ist die Beschwerdeführerin gemäss Einschätzung des Dr. G.________, Ohren-, Nasen-, Halsheilkunde FMH, vom 22. Mai 2002 mit den inzwischen angepassten Hörgeräten gut in ihre gesellschaftliche Umgebung integriert. Auch lässt sich mit der Teilzeitarbeit keine höhere Reduktion begründen, verdienen teilzeitbeschäftigte Frauen bei einem Beschäftigungsgrad zwischen 50 und 89 % doch in der Regel mehr als vollzeitbeschäftigte (LSE 2000, S. 24). 3.3 Unter Berücksichtigung eines Abzugs vom Tabellenlohn in Höhe von 20 % ergibt sich nach dem unter Erwägung 3.1 Gesagten ein Invaliditätsgrad von 52 %. Damit hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine halbe Rente.