Citation: U 357/04 22.09.2005 E. 5

Streitig ist schliesslich die Bemessung der Integritätsentschädigung. Die Vorinstanz hat die massgebenden gesetzlichen Bestimmungen über den Anspruch auf eine Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG, Art. 36 Abs. 1 UVV; in der bis 31. Dezember 2003 gültig gewesenen Fassung) und deren Bemessung (Art. 25 Abs. 1 UVG, Art. 36 Abs. 2 UVV in Verbindung mit Anhang 3 zur UVV; in der bis 31. Dezember 2003 gültig gewesenen Fassung) sowie die von der Rechtsprechung hiezu entwickelten Grundsätze zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. 5.1 Bezüglich der Integritätsentschädigung hat das kantonale Gericht im Wesentlichen auf die Einschätzung des Kreisarztes Dr. med. B.________ vom 28. August 2001 und jene von Dr. med. E.________ vom 14. März 2001 und 12. März 2002 abgestellt. Die Beurteilung des Integritätsschadens ist in erster Linie Aufgabe des Mediziners. Er hat insbesondere den Befund zu erheben sowie dessen Dauerhaftigkeit und Schwere zu beurteilen. Dabei hat er auch den Quervergleich mit anderen in UVV, Anhang 3, oder den SUVA-Tabellen aufgeführten Integritätsschäden vorzunehmen. Daneben obliegt es ebenfalls dem Mediziner, vorbestehende oder andere nicht unfallbedingte Schäden, beziehungsweise Anteile am Gesamtschaden festzustellen und zu bewerten (Thomas Frei, Die Integritätsentschädigung nach Art. 24 und 25 nach dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Diss. Freiburg 1997, S. 68; vgl. zur ärztlichen Schätzung der Integritätseinbusse auch RKUV 1998 Nr. U 296 S. 238 Erw. 2d). Dr. med. B.________ hat der Bemessung des Integritätsschadens die Tabelle 1 (Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten) der von der SUVA unter dem Titel "Integritätsschädigung gemäss UVG" veröffentlichten Richtwerte zu Grunde gelegt und in einer Mischrechnung auf 5 % festgesetzt. Er hat bei seiner Schätzung berücksichtigt, dass die Periarthrosis humeroscapularis in drei Schweregrade eingeteilt wird (leicht = 0 %, mässig = 10 %, schwer = 25 %), eine Schulterbeweglichkeit bis 30° über der Horizontalen 10 % entspricht und beim Beschwerdeführer die Anteversion vollständig möglich, die Abduktion hingegen eingeschränkt ist. Aufgrund des Ergebnisses der Funktionsprüfung vom 28. August 2001, welche - wie die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat - bis auf eine geringfügige Differenz bezüglich der gewichtsmässigen Begrenzung mit den Feststellungen des Dr. med. E.________ übereinstimmt, wird mit der Annahme einer leichten bis mässigen Form einer Periarthrosis humeroscapularis der Beeinträchtigung der Schulter und der damit einhergehenden eingeschränkten Gebrauchsfähigkeit des Armes angemessen Rechnung getragen. Die Kritik des Beschwerdeführers an der medizinischen Schätzung erweist sich deshalb als unbegründet. 5.2 Daran ändert auch der Hinweis auf die hochgradige Omarthrose, welche gemäss SUVA-Tabelle 1 "Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten" einen Integritätsschaden von 25 % zu begründen vermöge, nichts. Zwar erwähnt Dr. med. K.________ im Bericht vom 25. September 2000 gestützt auf ein MRI des Schultergelenkes eine hochgradige Omarthrose vor allem im Tuberkulabereich sowie eine hochgradige Arthrose im AC-Gelenk. Dieser Befund wurde indessen vor der am 14. Dezember 2000 durchgeführten Schulteroperation mit Revision der Rotatorenmanschette und Defilée-Erweiterung mit AC-Gelenksresektion erhoben. Im März 2001 wurde erneut ein MRI des Schultergelenks erstellt, welches gemäss Bericht des Dr. med. K.________ vom 2. März 2001 ausser einem kleinen Einriss im zentralen Anteil der Supraspinatussehne keine Hinweise für erfassbare pathologische Veränderungen ergab.