Citation: 2C_91/2014 E. 4.3.2

4.3.2. Der Beschwerdeführer verweist auf die Urteile des EGMR in den Fällen Emre gegen Schweiz vom 22. Mai 2008 (Beschwerde Nr. 42034/04), Boultif gegen Schweiz v om 2. August 2001 (Beschwerde Nr. 54273/00), Udeh gegen Schweiz vom 16. April 2013 (Beschwerde Nr. 12020/09) und Khan gegen Vereinigtes Königreich vom 12. Januar 2010 (Beschwerde Nr. 47486/06). Er begnügt sich allerdings damit, festzustellen, dass in den genannten Fällen die aufenthaltsbeendenden Massnahmen trotz Verurteilung zu längerfristigen Freiheitsstrafen vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte als unverhältnismässig eingestuft wurden. Dabei verkennt er, dass sich der Sachverhalt in den von ihm zitierten Fällen in massgeblichen Punkten vom vorliegenden unterscheidet: Im Fall Boultif handelte es sich - im Unterschied zum vorliegenden Fall - um einen mit einer Schweizer Bürgerin verheirateten Ausländer. Auch der im Fall Udeh Betroffene war Vater von Kindern mit Schweizer Bürgerrecht. Im Übrigen hat das Bundesgericht die Tragweite des Urteils Udeh stark relativiert (vgl. BGE 139 I 325 E. 2.4). Im Fall Khan handelte es sich um einen Pakistani, der - im Unterschied zum Beschwerdeführer - schon als Kind ins Vereinigte Königreich eingereist war. Auch der Fall Emre weist eine andere Konstellation auf, ging es dabei doch um jugendliche Delinquenz. Damit erweist sich die Berufung des Beschwerdeführers auf die genannten Entscheide als unbehelflich.