Citation: 5A_898/2021 E. 2

Der angefochtene Entscheid ist der Beschwerdeführerin am 7. Oktober 2021 zur Abholung gemeldet worden. Sie hat ihn nicht abgeholt. Die Beschwerdeführerin hat das Verfahren vor Obergericht angehoben und musste demnach mit der Zustellung rechnen. Der angefochtene Entscheid gilt damit am siebten Tag nach dem ersten erfolglosen Zustellungsversuch und damit am 14. Oktober 2021 als zugestellt. Das Obergericht hat die Beschwerdeführerin am 20. Oktober 2021 auf diese Umstände aufmerksam gemacht. Vor Bundesgericht macht die Beschwerdeführerin allerdings geltend, die sieben Tage stimmten nicht. Sie sei umgezogen. Die Post sei an die alte Adresse gesendet worden und bis sie umgeleitet worden sei, seien einige Tage vergangen. Aus dem Track & Trace-Auszug der Schweizerischen Post ergibt sich, dass die Sendung zwar zuerst in U.________ zur Abholung gemeldet wurde, sie aber noch gleichentags (d.h. am 7. Oktober 2021) auf der Post in V.________ (ihrem neuen Wohnort) als Abholstelle eingetroffen ist. Weshalb sie den Entscheid in V.________ nicht entgegennehmen konnte, legt sie nicht dar. Insbesondere behauptet sie nicht, sie habe keine Abholungseinladung erhalten. Da sie mit der Zustellung des obergerichtlichen Entscheids rechnen musste, hätte sie im Übrigen weitere Vorkehren treffen müssen, um sicherzustellen, dass sie den Entscheid während des Umzugs empfangen kann. Insbesondere hätte sie dem Obergericht ihre neue Adresse mitteilen müssen und das Datum, ab dem diese gültig ist. Zudem hätte sie - insbesondere wenn sie wegen der Postumleitung Verzögerungen befürchtete - das Obergericht darum ersuchen können, während einer beschränkten Zeit auf die Zustellung fristauslösender Sendungen zu verzichten. Es bleibt demnach bei der fingierten Zustellung am 14. Oktober 2021. Die zehntägige Beschwerdefrist (Art. 100 Abs. 2 lit. a BGG) ist nach der Verlängerung über das Wochenende (Art. 45 Abs. 1 BGG) am Montag, 25. Oktober 2021, abgelaufen. Die am 28. Oktober 2021 der Schweizerischen Post übergebene Beschwerde ist verspätet. Auf sie ist durch das präsidierende Mitglied der Abteilung nicht einzutreten (Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG).