Citation: BGE 145 V 106 E. 4.1

Art. 56 BVG wurde aufgrund der Initiative von - zu jener Zeit - Nationalrat Paul Rechsteiner vom 17. Dezember 1993 zur Verbesserung der Insolvenzdeckung in der beruflichen Vorsorge per 1. Januar 1997 (ein erstes Mal) neu gefasst. Nationalrat Rechsteiner erachtete die Insolvenzdeckung in der beruflichen Vorsorge als ungenügend, weil der Sicherheitsfonds damals nur im obligatorischen Bereich griff. Das Über- und Vorobligatorium war ohne Schutz. Im Rahmen des Gesetzgebungsprozesses kristallisierte sich sodann heraus, dass auch die Gleichstellung von Gemeinschaftseinrichtungen mit Sammelstiftungen betreffend Insolvenzleistungen gesetzlich verankert werden solle, was zur Fassung führte, wie sie bis Ende 2011 Gültigkeit hatte (vgl. dazu Bericht der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit [SGK] des Nationalrates vom 24. August 1995 zur Initiative Rechsteiner, Beilage 2, Erläuterungen zu Art. 56 Abs. 2 [BBl 1996 I 564, 574], sowie diesbezügliche Stellungnahme des Bundesrates vom 15. November 1995, Ziff. 32 [BBl 1996 I 580, 582]; AB 1995 N 1884 Ziff. 3, 25. September 1995; Sitzungsprotokoll der SGK des Ständerates vom 21. November 1995, S. 16-23 bzw. dasjenige vom 12. Februar 1996, S. 7; AB 1996 S 206 f. und 209 f., 20. März 1996; AB 1996 N 662, 3. Juni 1996; zur Schlussabstimmung vgl. AB 1996 N 1275 f., 21. Juni 1996; AB 1996 S 587, 21. Juni 1996). BGE 145 V 106 S. 111