Citation: 1C_640/2023 E. 3.1.1

3.1.1. Die Vorinstanz erwog hierzu, die Antenne werde in einer Entfernung von 1,5 Metern vom Gebäude errichtet. Sodann weise die betreffende Fassade keine durchgehende Verglasung auf und seien die Fenster "tief angebracht". Die Metallfassade und die abzuschirmenden Dachfenster würden eine Dämpfung der erzeugten Strahlung bewirken. Zu Recht sei das kantonale Amt für Umwelt weiter davon ausgegangen, der OMEN 2 befinde sich von der Fassade aus leicht nach hinten versetzt und der Anlagegrenzwert werde dort eingehalten. Die Beschwerdegegnerin schliesst sich diesem Standpunkt an. Das BAFU führt in seiner Vernehmlassung aus, die Strahlung treffe hier in einem dermassen steilen Winkel von oben auf die Fenster, dass sie - wenn überhaupt - nur in einem äusserst schmalen Streifen durch die Fenster in das Gebäude eintreten könnte, zumal die Fenster gegenüber der Fassade leicht nach innen versetzt seien. Die Berücksichtigung einer Gebäudedämpfung von 15 dB erweise sich daher als angemessen. Hinzu komme, dass die Richtungsdämpfung gemäss der Vollzugshilfe auf 15 dB begrenzt werde, die Strahlung unterhalb der Antennen bei einer rechnerischen Prognose aber erfahrungsgemäss deutlich überschätzt werde. Daher könne davon ausgegangen werden, dass der Anlagegrenzwert am OMEN 2 mit Sicherheit nicht überschritten werde.