Citation: 9C_113/2022 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, er dürfe nicht auf dem Einkommen behaftet werden, das den Akontobeiträgen 2019 zugrunde lag. Darauf dürfe nur abgestellt werden, wenn die Akontobeiträge rechtskonform erhoben worden wären. Das treffe hier aber nicht zu. Er sei seit Jahren stets so vorgegangen, dass er lediglich die Minimalbeiträge als Akontobeiträge entrichtet habe; sobald die Ausgleichskasse die Steuerunterlagen erhalten habe, habe sie auf dieser Grundlage die definitiven Beiträge verfügt, worauf er die ausstehenden Beträge samt Verzugszinsen bezahlt habe. Das massgebliche Einkommen habe 2015 Fr. 60'000.-, 2016 Fr. 75'000.-, 2017 Fr. 85'000.-, 2018 Fr. 100'000.- und 2019 Fr. 120'000.- betragen. Für die Jahre 2015 bis 2017 lägen "definitive AHV-Verfügungen" und für die Jahre 2018 sowie 2019 die Steuerentscheide vor. Die Ausgleichskasse habe gewusst, dass sein tatsächliches Erwerbseinkommen jeweils erheblich höher gewesen sei als jenes, auf dem die Akontobeiträge erhoben wurden. Sie hätte somit von sich aus die Akontobeiträge für das Jahr 2019 erhöhen müssen. Indem sie sich mit den Minimalbeiträgen zufrieden gegeben habe, habe sie den Untersuchungsgrundsatz gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG (SR 830.1) und die Vorgaben von Art. 24 Abs. 2 AHVV (SR 831.101) zur Erhebung von Akontobeiträgen verletzt. Ausserdem sei er selbst nicht gezwungen gewesen, eine Erhöhung der Akontobeiträge zu veranlassen; diesbezüglich habe er seine Mitwirkungspflicht nicht verletzt. Für das massgebliche beitragspflichtige Einkommen des Jahres 2019 müsse entweder auf die Veranlagungsverfügung des Steueramtes vom 3. Juni 2021 (Erwerbseinkommen von Fr. 120'000.-) oder auf die letzte vorhandene "Veranlagungsverfügung der AHV" (Erwerbseinkommen von Fr. 100'000.- für das Jahr 2018 resp. von Fr. 85'000.- für das Jahr 2017) abgestellt werden. Der geltend gemachte Corona-Erwerbsersatz sei auf einem der genannten Beträge festzusetzen.