Citation: 2C_815/2018 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer kennt die Sitten und Gebräuche in seiner Heimat und spricht Türkisch. Zwar sind seine Eltern offenbar verstorben, doch leben in der Türkei noch zwei seiner Brüder. Er will mit diesen kaum noch Kontakt pflegen; es ist ihm aber zumutbar, seine Beziehungen zu ihnen zu erneuern und zu festigen; er kann sich damit ein Netzwerk schaffen, auf das er bei der Wiedereingliederung in seiner Heimat zählen kann. Im Übrigen hat der Beschwerdeführer während seines Aufenthalts in der Schweiz die Türkei bereist; noch im September 2016 hielt er sich besuchsweise dort auf. Den Beschwerdeführer verbindet mit der Heimat somit nicht nur die blosse Staatsbürgerschaft. Allfällige Kontakte mit seiner Cousine, die in der Schweiz lebt, kann er besuchsweise und über die Neuen Medien pflegen; dasselbe gilt für die Beziehungen zu Freunden oder Bekannten in der Schweiz. Das Bundesgericht teilt die Ansicht der Vorinstanz, dass der Beschwerdeführer sich zwar mit der Schweiz verbunden fühlt und ihm die Ausreise deshalb nicht leichtfallen dürfte; indessen kann davon ausgegangen werden, dass er mit den Gepflogenheiten in der Türkei immer noch vertraut ist und sich entsprechend rasch dort wieder zurechtfinden wird.