Citation: 4A_56/2021 E. 6.3

6.3. Ohnehin verhält sich die Beschwerdeführerin widersprüchlich: Zur Bestreitung ihrer Passivlegitimation geht sie von einem rechtmässigen Taggeldversicherungsvertrag aus. Andernorts in ihrer Beschwerdeschrift stellt sie sich aber gerade auf den gegenteiligen Standpunkt und behauptet, dass "vorliegend mangels Gleichwertigkeit und mangels Schriftlichkeit [der Krankentaggeldversicherung] die gesetzliche Regelung von Art. 324a OR zum Tragen kommen" soll. Für den ersten Standpunkt fehlt es an Sachverhaltsfeststellungen (dazu oben Erwägung 6.2). Ginge man vom zweiten Standpunkt der Beschwerdeführerin aus, ist nicht ersichtlich, und wird von ihr auch nicht dargetan (Erwägung 2.1), warum für den gesetzlichen Lohnfortzahlungsanspruch des Beschwerdegegners nach Art. 324a Abs. 2 OR nicht sie als Arbeitgeberin passivlegitimiert sein sollte (Urteil 4A_228/2017 vom 23. März 2018 E. 2.2).