Citation: 9C_868/2018 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz hat erwogen, angesichts der Ausbildungs- und Erwerbsbiographie der Versicherten bis zur Diagnosestellung könne ihrem Einwand, die nach August 2013 angenommenen Anstellungen - respektive die Leitung der Schule C.________ oder mit dieser Position vergleichbare Anstellungen - würden nicht einer Weiterverfolgung der beruflichen Entwicklung entsprechen, nicht gefolgt werden. Die Beschwerdeführerin sei seit 1992 im sozial- und heilpädagogischen Bereich erwerbstätig und habe sich laufend einschlägig weitergebildet. Ab 2007 habe sie mit Ausnahme ihrer selbstständigen Erwerbstätigkeit und einer Anstellung beim Amt E.________, Arbeitsverhältnisse angetreten, in welchen sie Kaderfunktionen ausgeübt habe. Der 2013 erworbene Weiterbildungsmaster möge für die Leitung einer Schule nicht notwendig gewesen sein, dies sei jedoch nicht als Indiz für eine wesentlich andere Berufsentwicklung im Gesundheitsfall zu werten. Solches lasse sich auch aus den von ihr eingereichten Zusammenstellungen bisheriger und potenzieller Kunden nicht ableiten. Diese belegten allenfalls, dass die Versicherte in Erwägung gezogen habe, ihre frühere selbstständige Erwerbstätigkeit wieder aufzunehmen. Abgesehen davon habe sie im Fragebogen vom 11. November 2016 als mögliche Erwerbstätigkeiten für den Gesundheitsfall "Selbständigkeit oder Leitung Schule / Nonprofit Org." angegeben, was nahe lege, dass sie sich damals nicht festgelegt habe, ob sie ihre erworbene Zusatzqualifikation im Rahmen einer selbstständigen Erwerbstätigkeit oder als Leiterin einer Schule respektive einer Nonprofit-Organisation einsetzen werde. Bei Würdigung aller Umstände erscheine es zwar möglich, so die Vorinstanz abschliessend, dass die Beschwerdeführerin ihre berufliche Entwicklung im Gesundheitsfall anders ausgestaltet h ätte, aufgrund der konkreten Umstände sei jedoch eine massgeblich andere berufliche Entwicklung nicht mit dem im Sozialversicherungsrecht geforderten Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen. Für diese Annahme fehlten insbesondere hinreichend konkrete Anhaltspunkte im Sinne der Rechtsprechung, dass ohne gesundheitliche Beeinträchtigung die geltend gemachte berufliche Laufbahn tatsächlich realisiert worden wäre. Demnach sei insgesamt davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin als Gesunde mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine glei chwertige Laufbahn eingeschlagen sowie vergleichbare Anstellungen angenommen hätte.