Citation: 1C_185/2022 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz hielt fest, die Parzelle Nr. 1248, die früher Teil der Parzelle Nr. 0074 gebildet habe, sei im Jahr 1962 der damaligen Zone der Grünflächen und im Jahr 1986 der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen zugewiesen worden. Gemäss dem Richtplan Bettingen vom 25. November 2003 solle "für diejenigen Bereiche der Zone für Nutzungen im öffentlichen Interesse beim Schulhaus, die nicht für die Erweiterung geeignet [seien], die Umzonung geprüft" werden. Die im Rahmen der Zonenplanrevision erfolgte Überprüfung habe im Jahr 2008 zum Ergebnis geführt, dass die Parzelle Nr. 0074 (zusammen mit der mittlerweile abgetrennten neuen Parzelle Nr. 1248) nach wie vor für eine schulische Nutzung geeignet sei, was mit dem Urteil des Verwaltungsgerichts vom 5. Februar 2010 bestätigt worden sei. Seit diesem Entscheid seien mehr als zehn Jahre vergangen. Die für die Belassung der Parzelle in der Zone für Nutzungen im öffentlichen Interesse im Jahr 2008 vorgebrachten Argumente könnten heute nicht mehr in unveränderter Form Geltung beanspruchen. Die Pläne zur Verlegung eines Teils der Schulhausnutzung in das (heute) denkmalgeschützte Bauernhaus hätten nicht verwirklicht werden können und der im Jahr 2008 vorgebrachte Erweiterungsbedarf habe offenbar mit einer Schulhauserweiterung auf der Parzelle Nr. 0075 ohne Beanspruchung der Parzelle Nr. 1248 des Beschwerdeführers realisiert werden können. Mit Blick auf die Vorbringen der Gemeinde Bettingen lasse sich heute zwar noch nicht abschliessend beurteilen, ob mit einer Nutzung der Parzelle Nr. 1248 für schulische Zwecke in der absehbaren Zukunft tatsächlich zu rechnen sei. Es sei aber nachvollziehbar und habe anlässlich des Augenscheins bestätigt werden können, dass für einen solchen Erweiterungsbau des (bereits erweiterten) Schulhauses die unmittelbar benachbarte und heute unbebaute Parzelle Nr. 1248 grundsätzlich geeignet sei. Mit der Aufnahme von Fr. 20'000.-- für eine entsprechende Machbarkeitsstudie im Budget 2022 nehme die Gemeinde konkrete weitere Planungsschritte vor. Zudem habe die Gemeinde nachvollziehbar aufzeigen können, dass die zunehmende Anzahl der Bewohnerinnen und Bewohner von Bettingen und St. Chrischona zu einer Erhöhung des Bedarfs an Schulräumen führen werde. Es sei daher nach wie vor ein überwiegendes öffentliches Interesse an einer Erweiterung des Schulraumangebots unter Einbezug der Parzelle Nr. 1248 erkennbar. Zudem seien seit der letzten Revision der Nutzungsplanung für die betroffene Parzelle noch keine 15 Jahre vergangen. Unter raumplanerischen Gesichtspunkten sei es daher vertretbar, dass die Gemeinde in den nächsten 2-4 Jahren die Grundlagen für eine Entwicklung des Schulraums auf der betroffenen Parzelle prüfe. Unter Berücksichtigung dieses Planungshorizonts sei nicht zu beanstanden, dass die Gemeinde Bettingen zum gegenwärtigen Zeitpunkt auf eine Umzonung der Parzelle Nr. 1248 von der Zone für Nutzungen im öffentlichen Interesse in eine andere Zone abgesehen habe.