Citation: H 54/00 14.07.2000 E. 4

4.- a) Das kantonale Gericht hat die Rechtsprechung zur Abgrenzung zwischen Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit im Sinne von Art. 9 Abs. 1 AHVG und massgebendem Lohn gemäss Art. 5 Abs. 2 AHVG (BGE 122 V 172 Erw. 3c, 119 V 161 Erw. 2 sowie AHI 1998 S. 229 f. Erw. 4a, je mit Hinweisen; vgl. auch BGE 123 V 162 f. Erw. 1 mit Hinweisen) zutreffend dargelegt. Richtig ist weiter, dass bei einer versicherten Person, die gleichzeitig mehrere Tätigkeiten ausübt, jedes Erwerbseinkommen dahingehend zu prüfen ist, ob es aus selbstständiger oder unselbstständiger Erwerbstätigkeit stammt (AHI 1995 S. 136 Erw. 5a; siehe auch BGE 122 V 172 Erw. 3b, je mit Hinweisen) und dass es für die Qualifikation eines Entgelts AHV-rechtlich bedeutungslos ist, ob jemand bereits einer Ausgleichskasse als selbstständigerwerbend angeschlossen ist (AHI 1995 S. 136 Erw. 5a am Ende; vgl. auch BGE 119 V 164 f. Erw. 3c). Darauf kann verwiesen werden. b) Die Vorinstanz ist in eingehender Würdigung der für die beitragsrechtliche Qualifikation massgeblichen Indizien zum Ergebnis gelangt, hinsichtlich der Tätigkeit des B.________ für die L.________ AG in den Jahren 1994 bis 1996 überwögen diejenigen Merkmale, die für eine unselbstständige Erwerbstätigkeit sprächen. c) Es ist nicht erstellt, dass B.________ für die im Tätigkeitsbereich der Maschinenmontage ("Auf- und Abbau diffiziler Maschinen") benötigten Werkzeuge, wie Schwertransportrollen, Bohr- und Schweissanlagen etc. , erhebliche Investitionen getätigt hätte. Gegenüber dem SUVA-Revisor behauptete er Aufwendungen im Betrage von ca. Fr. 40'000.-, konnte indes keine sachbezüglichen Belege präsentieren. Über den Verbleib der Gerätschaften befragt, gab er zur Auskunft, diese seien bei der L.________ AG eingelagert. Fritz Hildebrand, vormals Präsident, zwischenzeitlich Mitglied des Verwaltungsrates der L.________ AG, erklärte dem SUVA-Revisor anfänglich, die Gesellschaft habe im Eigentum des B.________ stehende Werkzeuge eingestellt. Nachdem diese Aussage angezweifelt wurde, gab er an, Material lasse sich auch ausleihen oder vermieten. Letzteres findet in der Buchhaltung der L.________ AG nach dem Bericht des SUVA-Revisors keine Stütze. Im vorliegenden Verfahren wird nun behauptet, B.________ habe dem SUVA-Revisor nicht sämtliches Werkzeug zeigen können, da dieses im Einsatz gestanden habe. Die letztinstanzlich erneuerte Behauptung, B.________ habe den Kauf eines "Prematic" Gerätes mit eigenen Mitteln getätigt, ist mit Blick auf den Kaufpreis von Fr. 520.- für sich alleine nicht geeignet, erhebliche Investitionen zu beweisen. Der Vorinstanz ist sodann darin zuzustimmen, dass die an die L.________ AG adressierte "Abrechnung Barauslagen" (vom 3. Januar 1995) eher darauf schliessen lässt, dass letztlich die L.________ AG für den Kaufpreis aufkam. Es steht sodann fest und ist allseits unbestritten, dass die Beschwerdeführerin B.________ in den Jahren 1994-1996 Entgelte im Betrag von insgesamt Fr. 304'566.- ausgerichtet hat. Nach den für das Eidgenössische Versicherungsgericht verbindlichen (Art. 105 Abs. 2 OG) Feststellungen der Vorinstanz hat B.________ demgegenüber im fraglichen Zeitraum nur wenige, betraglich weit niedrigere Rechnungen an Dritte ausgestellt. Die damit verbundene wirtschaftliche Abhängigkeit von der Beschwerdeführerin spricht ebenfalls klar für unselbstständige Erwerbstätigkeit (BGE 122 V 172 Erw. 3c). Der Umstand schliesslich, dass die von B.________ gegenüber der L.________ AG am 3. Januar 1995 erstattete "Stundenrechnung Dez. 95" neben 45 für die L.________ AG geleisteten, deren 113 Arbeitsstunden für die K.________ AG nennt und B.________ dem Total von Fr. 6320.- (Anzahl Stunden x Fr. 40.-) einen Monatslohn von Fr. 6000.- gegenüberstellt und die Differenz von Fr. 320.- als "Defizit" bezeichnet, weist in mehrfacher Hinsicht auf unselbstständige Erwerbstätigkeit hin. Einerseits hat B.________ nach eigener Darlegung von der L.________ AG Lohn bezogen, andererseits ist damit belegt, dass zumindest im Rahmen der verrechneten Arbeitsstunden die L.________ AG für allfällige vertragliche Beziehungen des B.________ mit der K.________ AG einstand. Die Frage, ob und inwieweit B.________ im fraglichen Zeitraum Personal im Zusammenhang mit der Tätigkeit als Maschinenmonteur (und nicht im Rahmen der bis 31. Dezember 1995 ausgeübten selbstständigen Tätigkeit als Sauerkrautfabrikant) beschäftigt hat und er dadurch ein spezifisches Unternehmerrisiko zu tragen hatte (BGE 119 V 163 Erw. 3b), tritt damit in den Hintergrund. Da gesamthaft mit der Vorinstanz jedenfalls diejenigen Merkmale überwiegen, die für eine unselbstständige Erwerbstätigkeit sprechen, sind die der Höhe nach letztinstanzlich unbestrittenen Beitragsverfügungen bundesrechtskonform.