Citation: 8C_170/2018 E. 4.2.6

4.2.6. Weiter macht die Versicherte eine unrichtige Anwendung von Art. 4 IVG und Art. 8 ATSG sowie von Art. 17 ATSG geltend. Weil es vorliegend um eine Rentenaufhebung gehe, habe die IV-Stelle den Revisionsgrund nachzuweisen, was ihr aber mit dem PMEDA-Gutachten vom 15. Juli 2015 nicht gelinge. Weder Vorinstanz noch Verwaltung haben den Begriff der Invalidität nach Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG verkannt. Vielmehr vermischt die Versicherte - soweit sie in diesem Zusammenhang Ausführungen zum psychischen Integritätsschaden nach UVG macht - die unterschiedlichen Leistungsanforderungen der Invaliden- und Unfallversicherung. Ihre diesbezüglichen Ausführungen sind unbehelflich. Zum angeblich fehlenden Revisionsgrund ist festzuhalten, dass die Vorinstanz die Rentenaufhebung nicht gestützt auf Art. 17 ATSG, sondern in Anwendung der Schlussbestimmungen der 6. IV-Revision vornahm, so dass die Anforderungen von Art. 17 ATSG nicht massgebend sind und für die Rentenaufhebung kein veränderter Gesundheitszustand ausgewiesen sein muss (BGE 139 V 547 E. 10.1 S. 568). Für die Aufhebung einer laufenden Invalidenrente nach den Schlussbestimmungen der 6. IV-Revision ist nur erforderlich, dass die ursprüngliche Rentenzusprechung auf einem unklaren Beschwerdebild beruhte (was mit BGE 139 V 547 erstellt ist). Zudem wird vorausgesetzt, dass im massgeblichen Verfügungszeitpunkt allfällige die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigende Beschwerden lediglich auf einem unklaren Beschwerdebild gründen, dem nach den Vorgaben der aktuellen Rechtsprechung keine invalidisierende Wirkung im Sinne von Art. 7 Abs. 2 ATSG beigemessen werden kann (vgl. zum fehlenden invalidisierenden Gesundheitsschaden in diesem Sinne E. 4.2.3), und dass keine Ausschlussgründe nach Abs. 4 bestehen (was von der Versicherten nicht bestritten wird). Die zum Revisionsgrund erhobenen Einwände (kein Nachweis eines veränderten Gesundheitszustandes, bloss andere Beurteilung desselben Sachverhaltes, etc.) gehen somit an der Sache vorbei (vgl. auch BGE 140 V 197 E. 6.1 S. 198).