Citation: 4A_472/2018 E. 2.2.2

2.2.2. Anders als in BGE 135 III 225, wo die in den AVB einer Taggeldversicherung eingeräumte Möglichkeit, mit der Kündigung des Versicherungsvertrages die Leistung zu verkürzen, als dem Wesen des Versicherungsvertrages widersprechend beurteilt worden sei, sei die laufende Leistung hier nicht infolge der Kündigung des Versicherungsvertrages, sondern des Agenturvertrages zwischen den Parteien erloschen. Dass der Beschwerdeführer die Taggeldversicherung bei der Beschwerdegegnerin abgeschlossen habe, die auch Partei des Agenturvertrages gewesen sei, liege in seinem eigenen Verantwortungsbereich. Aufgrund des Agenturvertrages sei er in Nachachtung seiner Arbeitgeberpflichten lediglich verpflichtet gewesen, für seine Mitarbeiter, nicht für sich selbst, eine Krankentaggeld- und Unfallversicherung abzuschliessen, und es sei ihm zudem offengestanden, bei welcher Versicherung er die Taggelder für das Personal versichere.