Citation: C 170/02 24.02.2003 E. 3

3.1 Die Vorinstanz hat mit einlässlicher und überzeugender Begründung, auf welche verwiesen wird, dargelegt, dass und weshalb in Anwendung der einschlägigen Rechtsregeln nicht davon ausgegangen werden kann, dass die weitere Erfüllung des Arbeitsvertrags für den Versicherten eine unzumutbare Belastung dargestellt hätte. Unbestritten ist zunächst, dass die Ausübung der Arbeit an sich unter keinem der in Art. 16 Abs. 2 AVIG aufgezählten Titeln unzumutbar erscheint. Die Gründe, die den Beschwerdeführer zur Aufgabe der Stelle bewogen (Weigerung des Arbeitgebers, Beiträge an die berufliche Vorsorge abzuführen; unkorrekte Abrechnung der Wartezeiten; nicht entschädigte Zusatzaufgaben; Umfang der Arbeitseinsätze), wären allesamt einer Klärung auf gerichtlichem Wege zugänglich gewesen. Das Argument, ein solches Vorgehen hätte unweigerlich zur Auflösung des Arbeitsvertrags durch den Arbeitgeber geführt - womit implizit geltend gemacht wird, die eigene Kündigung sei gar nicht kausal für die Arbeitslosigkeit, da diese in jedem Fall eingetreten wäre -, ist schon deshalb kaum stichhaltig, weil das Obligationenrecht eine einschlägige Schutzklausel enthält; die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses ist missbräuchlich, wenn eine Partei sie ausspricht, weil die andere Partei nach Treu und Glauben Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis geltend macht (Art. 336 Abs. 1 lit. d OR). Zudem zeigt die Vorgeschichte, dass es der Beschwerdeführer durchaus verstand, begründete Ansprüche gegenüber dem Arbeitgeber durchzusetzen. Aus dem Gesagten folgt im Weiteren, dass der an die Vorinstanzen gerichtete Vorwurf, sie hätten krasse Rechtsverletzungen des ehemaligen Arbeitgebers in Schutz genommen, fehl geht. Denn die mangelnde Unzumutbarkeit des Verbleibens an der Arbeitsstelle ergibt sich eben nicht zuletzt auch daraus, dass der Versicherte die ihm zur Verfügung stehenden Rechtsschutzmöglichkeiten bei dafür zuständiger Stelle nicht in Anspruch genommen hat. Der Beschwerdeführer weist im letztinstanzlichen Verfahren darauf hin, er habe vor der Kündigung wesentlich mehr Bewerbungen versandt, als dies durch die im kantonalen Prozess eingereichten Belege zum Ausdruck komme. Er kann indes auch aus diesem Umstand nichts für sich ableiten, da die Arbeitslosigkeit nach der Konzeption des Gesetzes als selbstverschuldet gilt, wenn eine zumutbare Stelle aufgegeben wird, ohne dass dem Versicherten eine andere Stelle zugesichert war. Auch umfangreiche Bewerbungsbemühungen vermögen an der Erfüllung des Tatbestandes von Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG und Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV nichts zu ändern. Eine Stelle gilt erst dann als zugesichert, wenn durch ausdrückliche oder stillschweigende übereinstimmende Willensäusserung beider Parteien ein Arbeitsvertrag im Sinne von Art. 319 ff. OR tatsächlich zustande gekommen ist (ARV 1992 Nr. 17 S. 153 Erw. 2a); nach der Praxis genügt daher selbst die Auflösung eines Arbeitsverhältnisses auf bloss mündliche Zusicherung hin, um ein entsprechendes Verschulden anzunehmen (vgl. ARV 2000 Nr. 8 S. 43 Erw. 2d). 3.2 Die von Verwaltung und Vorinstanz vertretene Rechtsfolge ist nicht nur im Grundsatz, sondern auch im Ausmass nicht zu beanstanden. Nach Art. 45 Abs. 3 AVIV liegt schweres Verschulden vor, wenn der Versicherte ohne entschuldbaren Grund eine zumutbare Arbeitsstelle ohne Zusicherung einer neuen aufgegeben oder eine zumutbare Arbeit abgelehnt hat. Zwar lässt die Rechtsprechung hiezu Ausnahmen zu (ARV 2000 Nr. 8 S. 42 Erw. 2c); die geforderten besonderen Gründe sind vorliegend indes nicht gegeben. Wie bereits das kantonale Gericht festgestellt hat, trug die Verwaltungsverfügung schliesslich auch den entlastenden Momenten insofern Rechnung, als die Anzahl der verfügten Einstellungstage am untersten Rand der in Art. 45 Abs. 3 in Verbindung mit Abs. 2 lit. c AVIV vorgesehenen Bandbreite liegt.