Citation: I 347/05 09.11.2005 E. 2

2.1 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 130 V 447 Erw. 1.2.1, 127 V 467 Erw. 1). Weiter stellt das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Einspracheentscheids (hier: 9. Dezember 2003) eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 121 V 366 Erw. 1b; RKUV 2001 Nr. U 419 S. 101 [Urteil S. vom 29. Dezember 2000, U 170/00]). Wie das kantonale Gericht im Lichte dieser Grundsätze zutreffend erkannt hat, ist das am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil der Sozialversicherung anwendbar. Zu präzisieren ist, dass sich die Frage einer Rentenberechtigung bis 31. Dezember 2002 nach den damals gültig gewesenen Bestimmungen beurteilt und ab diesem Zeitpunkt nach dem neuen Recht. Dies hat aber insofern keine weiteren Auswirkungen, als sich mit den zum 1. Januar 2003 erfolgten Rechtsänderungen in Bezug auf die sich hier stellenden Fragen zur Rentenberechtigung keine wesentlichen Änderungen ergeben haben und auch die von der Praxis unter der Herrschaft des früheren Rechts entwickelten Grundsätze anwendbar bleiben (BGE 130 V 343). 2.2 Im Einsprache- und im angefochtenen Entscheid sind die Bestimmungen und Grundsätze zum Invaliditätsbegriff (Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 IVG in der seit 1. Januar 2003 geltenden Fassung), den Voraussetzungen und dem Umfang einer Invalidenrente (Art. 28 Abs. 1 in der bis 31. Dezember 2003 gültig gewesenen Fassung), der Invaliditätsbemessung bei Erwerbstätigkeiten durch Einkommensvergleich (Art. 16 ATSG) und der Verwendung von Tabellenlöhnen, gegebenenfalls unter Anrechnung eines leidensbedingten Abzuges, zur Bestimmung des trotz invalidisierender Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch erzielbaren Einkommens (BGE 126 V 75) zutreffend dargelegt. Richtig sind auch die Erwägungen über die Parallelisierung der invalidenversicherungsrechtlich massgebenden hypothetischen Vergleichseinkommen mit den AHV-rechtlich beitragspflichtigen Einkommen (Art. 25 Abs. 1 IVV in Verbindung mit Art. 16 ATSG resp. Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis 31. Dezember 2002 in Kraft gestandenen Fassung; SVR 1999 IV Nr. 24 S. 72 Erw. 4b). Darauf wird verwiesen.