Citation: 7F_75/2024 E. 2

Soweit der Gesuchsteller sein Revisionsbegehren auf Art. 121 lit. d BGG stützen will, ist auf das Gesuch aus mehreren Gründen nicht einzutreten. Zunächst betreffen die Revisionsgründe gemäss Art. 121 lit. a - d BGG die Verletzung von Verfahrensvorschriften. Gemäss Art. 124 Abs. 1 lit. b BGG sind diese Revisionsgründe innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheids geltend zu machen. Vorliegend wurde dem Gesuchsteller das Urteil 7B_521/2024 vom 25. Juni 2024 am 12. August 2024 postalisch zugestellt. Das Revisionsgesuch vom 10. Dezember 2024 erfolgt damit weit nach Ablauf der 30-tägigen Frist gemäss Art. 124 Abs. 1 lit. b BGG, weshalb darauf bereits wegen Verspätung nicht einzutreten ist. Sodann scheint der Gesuchsteller auch die Tragweite von Art. 121 lit. d BGG zu verkennen. Der Revisionsgrund von Art. 121 lit. d BGG bezieht sich auf rechtserhebliche Tatsachen, die sich zum Zeitpunkt des in Revision zu ziehenden Urteils in den Akten befunden haben (siehe ELISABETH ESCHER, in: Basler Kommentar BGG, 3. Aufl. 2018, N. 9 zu Art. 121 BGG). Vorliegend stützt sich der Beschwerdeführer demgegenüber auf neue Tatsachen (Arztzeugnisse mit Datum vom 23. Oktober 2024), die sich erst nach dem bundesgerichtlichen Urteil 7B_521/2024 vom 25. Juni 2024 ereigneten. Derartige Noven werden von Art. 121 lit. d BGG nicht erfasst. Darüber hinaus würden die neu ins Recht gelegten Beweismittel ohnehin keine rechtserheblichen Tatsachen im Sinne von Art. 121 lit. d BGG darstellen, weil das Krankheitsbild der Schlafapnoe des Beschwerdeführers inklusive der Problematik mit der Stromversorgung im Kosovo sowie seine Nervenkrankheit bereits Gegenstand des bundesgerichtlichen Verfahrens 7B_521/2024 waren. Namentlich hielt das Obergericht des Kantons Bern in seinem Beschluss SK 24 3 vom 27. März 2024 fest, selbst ein vorübergehender Unterbruch der Behandlung mit einem CPAP/APAP-Gerät sowie der Stromversorgung stelle für den Beschwerdeführer keine Lebensgefahr dar und auch die CPAP/APAP-Therapie als solche sei grundsätzlich nicht lebensnotwendig (Beschluss des Obergerichts SK 24 3 vom 27. März 2024 Rz. 18 S. 8 f.). Diese Auffassung teilte das Bundesgericht im Urteil 7B_521/2024.