Citation: 7B_147/2022 E. 2

Gegen dieses Urteil meldete die Staatsanwaltschaft mit Eingabe vom 29. April 2021 rechtzeitig Berufung an. Nach Erhalt des begründeten Urteils am 2. November 2021 reichte die Staatsanwaltschaft dem Obergericht des Kantons Zürich am 5. November 2021 fristgerecht die Berufungserklärung im Sinne von Art. 399 Abs. 3 StPO ein. Die Berufung der Staatsanwaltschaft richtete sich gegen den Freispruch, die Bemessung der Strafe, das Absehen von einer Ersatzforderung und die Kostenfolgen. Beantragt wurde ein vollumfänglicher Schuldspruch, die Bestrafung des Beschuldigten mit einer Freiheitsstrafe von 9 Jahren, die Verpflichtung des Beschuldigten zur Bezahlung einer Ersatzforderung in der Höhe von mindestens Fr. 20'000.-- an den Staat und die vollumfängliche Kostenauferlegung. Mit Präsidialverfügung vom 29. November 2021 stellte das Obergericht die Berufungserklärung der Staatsanwaltschaft dem Beschuldigten zu und setzte Frist für eine Anschlussberufung oder einen Nichteintretensantrag an. Der Beschuldigte liess sich innert Frist nicht vernehmen. Am 3. August 2022 wurden die Parteien zur Berufungsverhandlung auf den 9. und 14. Juni 2023 vorgeladen. Mit Eingabe vom 10. August 2022 zog die Staatsanwaltschaft ihre Berufung zurück. Der amtliche Verteidiger A.________ machte für das Berufungsverfahren mit Honorarnote vom 23. August 2022 einen Arbeitsaufwand von mehr als 42 Stunden sowie Auslagen in der Höhe von Fr. 402.05 geltend. Mit Beschluss vom 25. August 2022 schrieb das Obergericht das Berufungsverfahren als durch Rückzug der Berufung erledigt ab und stellte die Rechtskraft des erstinstanzlichen Urteils fest. Den amtlichen Verteidiger entschädigte es mit Fr. 5'000.--.