Citation: 2C_728/2017 E. 3.1

3.1. Streitig ist, ob die Beschwerdeführerin, nach rechtskräftiger Abweisung ihres Gesuchs um Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung gemäss Art. 43 Abs. 1 AuG, gestützt auf Art. 43 Abs. 2 AuG die Erteilung der Niederlassungsbewilligung beanspruchen kann. Das Verwaltungsgericht verneint dies unter Hinweis auf BGE 128 II 145. Dieses Urteil betraf Art. 7 des bis Ende 2007 in Kraft stehenden Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAG; BS 1 121) in der Fassung vom 23. März 1990 (AS 1991 1043/1043). Art. 7 Abs. 1 ANAG sah im Falle des mit einem Schweizer Bürger verheirateten ausländischen Ehegatten, gleich wie Art. 17 Abs. 2 ANAG im Falle des ausländischen Ehegatten eines Niedergelassenen, vor, dass zunächst ein Anspruch auf Aufenthaltsbewilligung, nach einem ordnungsgemässen ununterbrochenen Aufenthalt von fünf Jahren ein solcher auf Niederlassungsbewilligung entstand. Diese Normen stimmen mit der heutigen Regelung von Art. 42 Abs. 3 bzw. Art. 43 Abs. 2 AuG überein. Zu Art. 7 Abs. 3 ANAG hat das Bundesgericht im erwähnten Urteil Folgendes festgehalten: "Wohl steht vorliegend keine Niederlassungsbewilligung in Frage, hat sich doch der Beschwerdeführer in den bisherigen Verfahren darauf beschränkt, die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung zu beantragen. Indessen könnte ihm, falls ein Anspruch auf Niederlassungsbewilligung bestünde, was als Rechtsfrage von Amtes wegen zu berücksichtigen ist, die - ein weniger gefestigtes Anwesenheitsrecht gewährende - Aufenthaltsbewilligung erst recht nicht verweigert werden." (BGE 128 II 145 E. 1.1.4 S. 149). Das Verwaltungsgericht leitet daraus für den Fall der Beschwerdeführerin zu Recht ab, dass der das Gesuch um Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung ablehnende Entscheid eine Verweigerung der Niederlassungsbewilligung impliziert auch wenn formell im damaligen Verfahren nur die Aufenthaltsbewilligung Streitgegenstand war (vgl. auch Urteil 2C_408/2008 vom 11. September 2008 E. 2.2 und 3.1). Nach den Feststellungen des Verwaltungsgerichts (und auch nach der Sachverhaltsschilderung der Beschwerdeführerin in ihrer heutigen Beschwerde) ergibt sich übrigens, dass die kantonalen Behörden im früheren Verfahren inklusive Rechtsmittelstadium ausdrücklich feststellten, dass die Beschwerdeführerin die Erteilung der Niederlassungsbewilligung nicht beanspruchen könne. Die einschlägigen Erwägungen des Verwaltungsgerichts (E. 1.1 - 1.3) halten der Prüfung stand; es kann vollumfänglich darauf verwiesen werden. Die Ausführungen der Beschwerdeführerin - etwa zu den kantonalen Prozessmaximen - gehen bei der geschilderten Ausgangslage weitgehend an der Sache vorbei. Über die Frage, ob der Beschwerdeführerin die Niederlassungsbewilligung zu erteilen wäre, ist im mit dem Urteil 2C_340/2015 vom 29. Februar 2016 rechtskräftig abgeschlossenen Verfahren (implizit) - ablehnend - entschieden worden. Dass es an für diesen Fall notwendigen Wiedererwägungsgründen fehlt, hat das Verwaltungsgericht in E. 1.4, worauf ohne weitere Ausführungen verweisen werden kann, zutreffend aufgezeigt. Die Beschwerde ist in diesem Hauptpunkt offensichtlich unbegründet.