Citation: 8C_867/2013 E. 6.3

6.3. Anzufügen bleibt, dass auf der per 1. Januar 2012 geschaffenen Rechtsgrundlage der 6. IV-Revision (lit. a Abs. 1 der Schlussbestimmungen der Änderung des IVG vom 18. März 2011) Renten, die, wie hier, bei pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage gesprochen wurden, innerhalb von drei Jahren (seit dem 1. Januar 2012) mit Blick auf die gesetzliche Bestimmung von Art. 7 ATSG zu überprüfen und herabzusetzen oder aufzuheben sind, auch wenn die Voraussetzungen einer Rentenrevision gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG nicht erfüllt sind (BGE 139 V 547 E. 9.3 S. 567). Die IV-Stelle hat darauf im vorinstanzlichen Verfahren vernehmlassungsweise ausdrücklich hingewiesen und die Rentenaufhebung unter diesem Titel beantragt. Die Bestimmung findet dann keine Anwendung, wenn die versicherte Person seit mehr als 15 Jahren eine Invalidenrente bezogen hat. Bei Revisionsverfahren, welche noch vor Inkrafttreten der 6. IV-Revision eingeleitet wurden, bildet der 1. Januar 2012 fiktiven Anknüpfungspunkt für die Ermittlung der massgebenden Rentenbezugsdauer (Urteil 9C_125/2013 vom 12. Februar 2014 E. 5, zur Publikation vorgesehen). Der Beschwerdeführer war damals erst seit knapp 13 Jahren Rentenbezüger. Die durch das kantonale Gericht erfolgte Renteneinstellung ist daher auch auf der genannten gesetzlichen Grundlage der 6. IV-Revision zu schützen.