Citation: 8C_613/2022 E. 5.3.2

5.3.2. Das kantonale Gericht hat erkannt, es stehe aufgrund dieser gutachterlichen Aussagen mit dem Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest, dass die noch bestehenden Einschränkungen auf einer absichtlichen Selbstschädigung basieren. Die Beschwerdeführerin zeigt insgesamt keine konkreten Anhaltspunkte auf, die gegen die vorinstanzliche Beweiswürdigung sprechen. Vielmehr legt sie im Wesentlichen ihre eigene Sicht dar, wie die Wundheilungsstörung zustande gekommen sei, wie die medizinischen Unterlagen zu würdigen und welche Schlüsse daraus zu ziehen seien. Dies genügt nicht, um die vorinstanzliche Beurteilung als bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen (vgl. E. 1 oben; Urteil 8C_380/2022 vom 27. Dezember 2022 E. 11.1 mit Hinweis). Die Beschwerdeführerin macht namentlich geltend, der Einstichkanal, aus dem Prof. Dr. med. E.________ und die Gutachter der Gutachterstelle D.________ die Selbstverletzung ableiten würden, beruhe darauf, dass sowohl im Universitätsspital Basel als auch in der Klinik F.________ Eiterblasen aufgestochen worden seien. Dies ist jedoch, wie sie selbst konstatiert, in den jeweiligen Berichten nicht dokumentiert. Auch der Vorwurf der Beschwerdeführerin, die behandelnden Medizinalpersonen hätten sie mehrmals ohne Hygienehandschuhe behandelt, ist nicht belegt. Ausserdem hat die Vorinstanz richtig erkannt, dass für die Gutachter der Gutachterstelle D.________ zwar unklar geblieben sei, seit wann genau sich die unüblichen Keime in der Wunde befunden hätten. Sie seien aber davon ausgegangen, dass dies spätestens ab dem Zeitpunkt der Behandlung durch Prof. Dr. med. E.________ (Operationsdatum 17. Februar 2020) der Fall gewesen sei. Inwiefern das kantonale Gericht Bundesrecht verletzt haben soll, indem es für die Frage des Zeitpunkts der Selbstschädigung auf den gutachterlich festgelegten Moment abgestellt hat, ist nicht ersichtlich. Wie die Beschwerdeführerin zutreffend bemerkt, ist es nicht ausgeschlossen, dass die Verunreinigung der Wunde bereits früher stattgefunden hat, doch würde dies an der Einstellung der Leistungen auf den 29. Oktober 2020 hin nichts zu ihren Gunsten ändern. Aus dem gleichen Grund geht auch der Verweis der Beschwerdeführerin auf den Bericht der Klinik F.________ vom 21. November 2019 und der damit verbundene Vorwurf, eine Manipulation (der Wunde) sei damals nicht erkennbar gewesen, ins Leere. Auch dazu ist festzuhalten, dass die Gutachter der Gutachterstelle D.________ eine Selbstverletzung erst zu einem späteren Zeitpunkt annahmen und die SWICA ihre Leistungen entsprechend erst im Oktober 2020 einstellte.