Citation: 1B_286/2014 E. 5

Die Beschwerdeführerin wirft dem Kantonsgerichtspräsidenten im Verfahren Nr. 1B_286/2014 Rechtsverweigerung vor. Sie habe in ihrem fälschlicherweise als "Beschwerde" bezeichneten Rechtsmittel, bei dem es sich in Wirklichkeit um eine Berufung handle, die ungenügende Begründung aller drei Strafurteile gerügt. Der Kantonsgerichtspräsident sei in seiner Verfügung vom 17. Juni 2014 davon ausgegangen, diese Rüge beziehe sich nur auf das Urteil E.________. Diese unzulässige Beschränkung stelle eine Rechtsverweigerung dar. Der Kantonsgerichtspräsident führt dazu in der Vernehmlassung (S. 2) aus, dass die Eingabe effektiv nur im Fall E.________ erfasst worden sei, weil das Strafgericht einzig in diesem Fall eine nach Art. 82 Abs. 3 StPO eingeschränkte Begründung verfasst habe. Falls die Beschwerdeführerin indessen auch die Begründungsdichte der beiden anderen Urteile beanstanden wolle, könne sie dies der Berufungsinstanz schriftlich mitteilen, damit eine entsprechende Ausdehnung des Verfahrens vorgenommen werden könne. Wie sich aus diesen Ausführungen ergibt, hat die Berufungsinstanz die Rüge keineswegs abschliessend auf das Verfahren E.________ beschränkt, von einer Rechtsverweigerung kann daher jedenfalls zurzeit keine Rede sein.