Citation: 2C_1111/2014 E. 3.2.2

3.2.2. Dem öffentlichen Interesse an der Aufenthaltsbeendigung sind die persönlichen Verhältnisse beim Beschwerdeführer gegenüberzustellen. Dieser macht unter dem Gesichtswinkel von Art. 8 EMRK geltend, er sei in der Schweiz aufgewachsen und habe keinerlei Beziehung zur Heimat. Der Beschwerdeführer hält sich seit seiner Kindheit in der Schweiz auf, hat die Schulen hier besucht und eine Anlehre als Metallbauarbeiter sowie mittlerweile eine Zusatzausbildung zum Lastwagenchauffeur absolviert. Wie das Verwaltungsgericht in kohärenter Weise feststellt, hat der Beschwerdeführer teils temporär und teils fest angestellt gearbeitet, zeitweilig war er arbeitslos. Inwieweit die Vorinstanz diesbezüglich "Arztberichte und Zeugnisse des Arbeitgebers" unberücksichtigt gelassen haben soll, bleibt unsubstanziiert. Nach den vorinstanzlichen Feststellungen ist der Beschwerdeführer sodann weder sozialhilfeabhängig noch verschuldet. Er ist in diesem Sinn wirtschaftlich integriert. Aufgrund der stetigen Delinquenz kann er demgegenüber nicht als sozial integriert gelten (BGE 130 II 281 E. 3.2.1; 126 II 377 E. 2c S. 384 ff.; Urteile 2C_512/2013 vom 17. Februar 2014 E. 3.1; 2C_878/2013 vom 13. Februar 2014 E. 1.2). Zweifelsohne ist sein Interesse an einem weiteren Verbleib in der Schweiz jedoch bereits aufgrund der langjährigen Anwesenheit erheblich. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, ihm wäre eine Wegweisung in seine Heimat unzumutbar, weil keinerlei Beziehungen zu seinem Heimatland bestünden, kann dem gleichwohl nicht gefolgt werden: Der Beschwerdeführer ist durch seine Eltern und seinen Bruder sowohl mit der Sprache seines Herkunftslandes als Muttersprache als auch den dortigen sozio-kulturellen Gegebenheiten vertraut. Er hat Ende Dezember 2010 die damals in Bosnien und Herzegowina lebende Beschwerdeführerin geheiratet, was nahelegt, dass er sich regelmässig dort aufgehalten hat. Obwohl er nie länger dort gelebt hat, ist ihm ein Umzug nach Bosnien und Herzegowina zumutbar.