Citation: 7B_112/2023 E. 2.4.3

2.4.3. Die weitere Rüge, die Vorinstanz halte die Begründungspflicht nicht ein und verletze so den Anspruch auf rechtliches Gehör, ist nicht stichhaltig. Die Vorinstanz befasst sich mit allen relevanten Punkten. Sie sieht sich zutreffend an das Verschlechterungsverbot gebunden, äussert sich dazu, welche Einzelstrafen sie für jedes Delikt ausgefällt hätte und gibt an, wie stark sie die zu asperierenden Delikte gewichtet. Dabei ist sie nicht gehalten, die einzelnen Erhöhungsschritte in exakten Zahlen, wie bei einer Rechenoperation anzugeben (BGE 134 IV 132 E. 6.2, wonach der Richter nicht nach starren mathematischen Regeln vorgehen muss). Denn die Strafzumessung umfasst eine rechnerisch bloss ungefähre Einschätzung von Faktoren. Insoweit trifft der sinngemäss und in der Beschwerde mit einer Rechenoperation begründete Vorwurf des Beschwerdeführers ins Leere, die Vorinstanz habe das Resultat zu seinen Lasten "gerundet". Dass die Vorinstanz für die Delikte der Nötigung und des Raufhandels nicht wie bei den anderen Delikten separat bzw. in Prozenten angibt, inwieweit sie die Einzelstrafe für diese Delikte asperiert, so erweist sich ihr Vorgehen als bundesrechtskonform. Denn aus ihren Überlegungen ergibt sich ohne Weiteres, dass die von ihr als angemessen erachtete Gesamtfreiheitsstrafe mit 60 Monaten deutlich höher ist als die von der Erstinstanz ausgefällte Strafe von 40 Monaten, welche infolge des Verschlechterungsverbotes zum Tragen kommt.