Citation: 8C_430/2013 E. 5.2

5.2. Die Annahme der Verwaltung und des kantonalen Gerichts, entgegen den konstanten Aussagen der Beschwerdeführerin wäre sie ab Sommer 2010 auch als Gesunde nur teilzeitlich erwerbstätig, beruht auf dem Umstand, dass der Gewinn aus der selbstständigen Tätigkeit als Fotografin gemäss Auszug aus dem individuellen Konto bis ins Jahr 2005 durchschnittlich lediglich Fr. 600.- pro Monat betragen hatte. Das genügt indessen den rechtsprechungsgemässen Anforderungen an einen Entscheid über die Statusfrage nicht (vgl. Erwägung 3.3). Ab Sommer 2010 war das jüngere Kind der Beschwerdeführerin knapp 18 Jahre alt und in der Berufslehre. Betreuungsaufgaben hatte sie damit nicht mehr zu erfüllen. Hinzu kommt, dass sie von ihrem geschiedenen Ehemann nicht finanziell unterstützt wird. Wie sie selbst im Rahmen der Haushaltsabklärung angab, wäre sie finanziell auf eine volle erwerbliche Tätigkeit angewiesen; dies ist auch im Hinblick auf eine knappe Altersvorsorge nachvollziehbar. Schliesslich war die Versicherte im relevanten Zeitpunkt 44 Jahre alt, sodass auch diesbezüglich kein Grund ersichtlich ist, weshalb sie sich für ihr restliches Leben freiwillig mit einem bescheidenen Einkommen begnügen sollte. Auf die finanzielle Leistungsfähigkeit des Partners kommt es nicht an, da sie für diesen nicht im Aufgabenbereich tätig ist.