Citation: 1P.199/2006 30.05.2006 E. B

Am 27. Oktober 2005 vernahm die Staatsanwaltschaft A.________ als Auskunftsperson ein; dieser machte belastende Aussagen gegen den Angeschuldigten. Der Verteidiger des Beschuldigten nahm an der Befragung nicht teil. Er war von der Staatsanwaltschaft erst einen Tag zuvor informiert worden und hatte vergeblich eine Verschiebung des Termins beantragt. Am 1. November 2005 liess X.________ beim Ersten Staatsanwalt Einsprache gegen die durchgeführte Einvernahme erheben. Er beantragte die Entfernung des Protokolls aus den Akten und eine Wiederholung der Einvernahme unter Beizug des Verteidigers. Der Erste Staatsanwalt wies das Begehren um Entfernung des Aktenstücks mit Entscheid vom 4. November 2005 ab. Gegen diese Verfügung rekurrierte X.________ am 17. November 2005 an die Rekurskammer des Strafgerichts Basel-Stadt. Mit Eingabe an die Staatsanwaltschaft vom 10. November 2005 verlangte X.________ zu seiner Entlastung die Einvernahme von B.________. Gleichzeitig ersuchte er um Rückgabe von Kleidungsstücken, die ihm bei der Festnahme abgenommen worden waren (Lederjacke, Ledergurt, T-Shirt, Turnhose). Diese waren vom Institut für Rechtsmedizin (IRM) auf Drogenrückstände untersucht worden. Nach dem Bericht des IRM vom 13. Oktober 2005 sind die Kleider mit Heroin und Kokain kontaminiert. Die Staatsanwaltschaft lehnte es am 11. November 2005 schriftlich ab, den beiden Anträgen zu entsprechen. Der Erste Staatsanwalt wies eine dagegen erhobene Einsprache am 21. November 2005 ab. Gegen den Einspracheentscheid gelangte X.________ am 1. Dezember 2005 wiederum an die Rekurskammer des Strafgerichts Basel-Stadt. Mit Entscheid vom 7. Februar 2006 vereinigte die Rekurskammer des Strafgerichts die beiden Rekursverfahren und wies die Rechtsmittel ab. Ausserdem wurde X.________ die unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung in diesem Verfahren wegen Aussichtslosigkeit der beiden Rekurse verweigert.