Citation: 6B_1301/2021 E. 2.2.1

2.2.1. Ihre Einschätzung, wonach von einem dynamischen Geschehen weg vom Polizeifahrzeug "Limmat 3" hinein in die Stationsstrasse auszugehen sei, stützt die Vorinstanz zunächst auf die Aussagen des zweiten Schützen C.________. Dieser berichtete, dass der Beschwerdegegner 2 einige Meter vom Polizeifahrzeug entfernt gestürzt sei. Der Polizist D.________, so die Vorinstanz weiter, habe ebenfalls ein Handgemenge in der Stationsstrasse beobachtet, woraus geschlossen werden könne, dass sich dieses vom Streifenwagen wegbewegt habe. Den dargestellten Bewegungsablauf habe der Beschwerdegegner 2 anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung schliesslich selbst geschildert. Er habe sich dabei vor allem auf die Tatsache gestützt, dass er ja irgendwie vom Punkt A (Front des Polizeifahrzeugs "Limmat 3") zum Punkt B, wo er schliesslich gelegen habe, gekommen sein müsse (angefochtenes Urteil S. 40 f.). Laut den nachfolgenden Erwägungen der Vorinstanz spreche auch das Spurenbild für eine dynamische Verlagerung des Geschehens. Insbesondere stellten die Fundorte des vom Beschwerdeführer verwendeten Messers und seines noch weiter weg von der Front von "Limmat 3" in der Stationsstrasse aufgefundenen Rucksacks, den er bei der Auseinandersetzung verloren haben müsse, wichtige Indizien dar (angefochtenes Urteil S. 41). Zu berücksichtigen sei sodann die Feststellung im schusswaffentechnischen Ergänzungsgutachten vom 3. Juli 2017, wonach die meisten Schussabgaben auf die linke Körperseite des Beschwerdeführers von vorne erfolgt seien. Aus den genannten Indizien könne geschlossen werden, dass der Beschwerdegegner 2 in dieser Phase beim Zurückweichen in die Stationsstrasse hinein auf den ihn - zumindest nach seinem subjektiven Empfinden - angreifenden Beschwerdeführer, der in der linken Hand nach wie vor ein Messer hielt, weitere Schüsse abgegeben habe (angefochtenes Urteil S. 42).