Citation: 2C_141/2023 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz stellt sich im Weiteren auf den Standpunkt, dass sie praxisgemäss im Rahmen des summarischen Verfahrens betreffend die unentgeltliche Rechtspflege keine Zeugen einvernehme, deren Einvernahme die beschwerdeführende Person im Rahmen des Hauptverfahrens beantragt habe. Die vorinstanzliche Praxis verletzt vorliegend den Beweisführungsanspruch des Beschwerdeführers nicht, zumal er nicht hinreichend darlegt, dass er diese Beweisanträge im vorinstanzlichen Verfahren nochmals explizit gestellt hätte. Soweit im Verzicht auf die Zeugeneinvernahme eine antizipierte Beweiswürdigung zu erkennen ist, begründet die Vorinstanz jedenfalls in haltbarer Weise, weshalb die Zeugen (Ehefrau und Arbeitgeber) keine Aussage zur Prüfungsunfähigkeit des Beschwerdeführers machen könnten (vgl. E. 3.2 S. 6 i.f. des angefochtenen Urteils). Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör liegt nicht vor.