Citation: 9C_57/2023 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer stellt den Beweiswert des interdisziplinären Gutachtens vom 16. Oktober 2019 infrage mit der Begründung, der kardiologische und der neurologische Teilgutachter schätzten das zumutbare Leistungsvermögen in nicht nachvollziehbarer Weise ein. Die medizinischen Beurteilungen seien in sich widersprüchlich, weil hinsichtlich einer Tätigkeit als Taxichauffeur aus kardiologischer Sicht nur eine Arbeitsfähigkeit von 50 Prozent resp. aus neurologischer Sicht eine solche von 40 Prozent attestiert werde, hingegen für Tätigkeiten, die dem Leistungsprofil einer leichten, ruhigen Arbeit mit geringen Ansprüchen an die Konzentration entsprächen, eine vollständige Arbeitsfähigkeit gegeben sein solle. Dies gehe nicht auf, weil auch Taxifahren gerade mit Blick auf die häufigen Wartezeiten eine leichte, wechselbelastende, mithin leidensangepasste Tätigkeit darstelle. Sei bereits die Arbeit als Taxifahrer als leichte Tätigkeit zu bezeichnen, dürfe er, der Beschwerdeführer, auch in anderen angepassten Tätigkeiten nur als zu 50 Prozent arbeitsfähig gelten. Die Prämisse des Beschwerdeführers, Taxifahren sei eine leidensangepasste Arbeit, ist angesichts des mannigfaltig eingeschränkten Belastungsprofils (vgl. dazu unten E. 5.4) zweifelhaft. Doch selbst wenn die beiden Teilgutachter von unzutreffenden Vorstellungen über die dabei anfallenden Belastungen ausgegangen sein sollten, würde dies die aus kardiologischer und neurologischer Sicht formulierten Schlussfolgerungen nicht kompromittieren. Die betreffenden Einschätzungen sind bereits mit Blick auf die notorischen Phasen grosser Hektik im Taxibetrieb nachvollziehbar, so dass es nicht willkürlich ist, dass die Vorinstanz keinen Widerspruch zur Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit in leidensangepassten Tätigkeiten gesehen hat.