Citation: 8C_473/2019 E. 5.1

5.1. Die Schwere des Unfalles ist auf Grund des augenfälligen Geschehensablaufs mit den sich dabei entwickelnden Kräften zu beurteilen (SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26, U 2/07 E. 3.1). Der Beschwerdeführer war auf seinem Motorrad innerorts mit einer Geschwindigkeit von mindestens 56 km/h unterwegs, als er von einem abbiegenden Auto zu Fall gebracht wurde. Damit sind der Geschehensablauf (und die sich entwickelnden Kräfte) vergleichbar mit jenem, der dem Urteil 8C_137/2014 vom 5. Juni 2014 E. 6.1 zu Grunde lag. Wie die Suva zu Recht vorbringt, ist der Unfall entgegen der Vorinstanz, welche von einem an der Grenze zu den schweren Fällen liegenden Ereignis ausging, daher lediglich als im engeren Sinne mittelschwer zu qualifizieren (vgl. auch Urteile 8C_430/2016 vom 31. Oktober 2016 E. 7.4 und 8C_99/2019 vom 8. Oktober 2019 E. 4.4.1). Die Adäquanz eines Kausalzusammenhanges wäre somit nur dann zu bejahen, wenn eines der relevanten Adäquanzkriterien in besonders ausgeprägter oder mehrere dieser Kriterien in gehäufter Weise erfüllt wären. Der Katalog dieser Kriterien lautet wie folgt: - besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; - die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen; - ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; - körperliche Dauerschmerzen; - ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; - schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; - Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit.