Citation: 5A_311/2023 E. 1

Fristgerecht (Art. 100 Abs. 1 i.V.m. Art. 46 Abs. 1 Bst. a BGG) angefochten ist der Entscheid einer letzten kantonalen Instanz (Art. 75 BGG) betreffend die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege für den Berufungsprozess in einem Scheidungsverfahren. Dieser selbständig eröffnete Zwischenentscheid kann einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken und ist daher selbständig anfechtbar (Art. 93 Abs. 1 Bst. a BGG; vgl. BGE 129 I 129 E. 1.1; siehe auch Urteile 5A_743/2022 vom 15. März 2023 E. 1; 5A_216/2022 vom 20. Juni 2022 E. 1.1 mit Hinweisen). Der Rechtsweg folgt demjenigen der Hauptsache (BGE 137 III 380 E. 1.1). Dort geht es um ein Scheidungsverfahren, mithin um eine Zivilsache (Art. 72 Abs. 1 BGG). Im Berufungsverfahren sind einzig noch vermögensrechtliche Belange (Güterrecht) strittig, wobei die Vorinstanz einen unstrittig gebliebenen Streitwert von über Fr. 30'000.-- erwähnt (Art. 74 Abs. 1 Bst. b BGG). Darauf ist abzustellen. Betreffend die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege im Berufungsverfahren bleibt unerheblich, dass die Vorinstanz als einzige kantonale Instanz entschieden hat (BGE 143 III 140 E. 1.2). Die Beschwerde in Zivilsachen ist das zutreffende Rechtsmittel.