Citation: I 651/02 04.02.2003 E. 3

Weil die Anmeldung zum Leistungsbezug am 22. Juni 1999 erfolgte, kann die Rente nur für die zwölf vorangegangenen Monate, also den Zeitraum ab Juni 1998, nachbezahlt werden (Art. 48 Abs. 2 IVG). Der Rentenbeginn wurde demnach korrekt festgelegt. Dagegen kann Verwaltung und Vorinstanz insoweit nicht beigepflichtet werden, als sie den Rentenanspruch per Ende Mai 2001 befristeten mit der Begründung, dem Beschwerdeführer seien ab 7. Mai 2001 im Rahmen einer beruflichen Eingliederungsmassnahme Taggelder ausbezahlt worden. Wohl geht das Taggeld der Rente grundsätzlich vor (Art. 43 Abs. 2 IVG). Die Rente ist jedoch - falls das Taggeld, wie vorliegend, höher ist - bis zum Ende des dritten Kalendermonats auszurichten, der dem Beginn der Massnahme folgt, wobei das zusätzlich auszubezahlende Taggeld während dieses Zeitraums um einen Dreissigstel des Rentenbetrages gekürzt wird (Art. 20ter Abs. 3 IVV; AHI 1998 S. 180 Erw. 2b). Der Rentenanspruch des Beschwerdeführers erlischt somit erst per Ende August 2001.