Citation: 1P.340/2002 28.10.2002 E. 1

Das Bundesgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob und inwieweit es auf die bei ihm eingereichte staatsrechtliche Beschwerde eintreten kann (BGE 128 I 46 E. 1a S. 48; 126 I 81 E. 1 S. 83, 207 E. 1 S. 209, je mit Hinweisen). 1.1 Nach Art. 87 OG in der am 1. März 2000 in Kraft getretenen Fassung vom 8. Oktober 1999 ist gegen selbstständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren die staatsrechtliche Beschwerde zulässig (Abs. 1). Gegen andere selbstständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide ist die staatsrechtliche Beschwerde nur zulässig, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Abs. 2). Mit dem hier in Frage stehenden Zwischenentscheid schützte die Anklagekammer des Berner Obergerichts zwei Verfügungen der Untersuchungsrichterin, mit welchen die Beschwerdeführerinnen in dem gegen A.________ hängigen Strafverfahren um Bekanntgabe ihrer Aktionäre und um Zustellung eines Auszugs aus ihrem Aktienbuch ersucht worden waren. Auf diesen Zwischenentscheid kommt Art. 87 Abs. 2 OG zur Anwendung, d.h. er ist nur dann mit staatsrechtlicher Beschwerde anfechtbar, wenn er einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann. Die Verfügungen der Untersuchungsrichterin enthalten den Hinweis, dass die Beschwerdeführerinnen im Falle der ungerechtfertigten Weigerung, dem Auskunfts- und Editionsbegehren zu entsprechen, mit Ordnungsbusse bis zu Fr. 1000.-- sowie mit den durch die Weigerung entstandenen Verfahrenskosten belegt werden könnten. Der Beschluss der Anklagekammer, mit dem diese Verfügungen bestätigt wurden, kann somit für die Beschwerdeführerinnen einen irreparablen Nachteil zur Folge haben und ist deshalb mit staatsrechtlicher Beschwerde anfechtbar. 1.2 Abgesehen von hier nicht zutreffenden Ausnahmen ist die staatsrechtliche Beschwerde rein kassatorischer Natur, d.h. sie kann nur zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids führen (BGE 127 II 1 E. 2c S. 5; 126 I 213 E. 1c S. 216 f., je mit Hinweisen). Auf die vorliegende Beschwerde ist daher nicht einzutreten, soweit mit ihr mehr als die Aufhebung des Entscheids der Anklagekammer des Berner Obergerichts vom 28. Mai 2002 verlangt wird.