Citation: 8C_168/2017 E. A

A.________, geboren 1976, stand seit ihrem 15. Lebensjahr in ärztlicher Behandlung wegen einer starken, fortschreitenden Sehbehinderung (juvenile Makuladegeneration). Sie wollte den Beruf einer Krankenschwester erlernen und bestand auch die Aufnahmeprüfung, wurde in der Folge aber wegen ihrer Sehbehinderung am Spital B.________, nicht angenommen. Die IV-Stelle Bern gewährte eine blindentechnische Grundausbildung am Institut C.________ vom 2. Januar 1994 bis zum 31. Juli 1995. Anschliessend besuchte A.________ die Wirtschaftsmittelschule in Bern. Sie fand nach Abschluss ihrer Ausbildung jedoch keine Stelle im kaufmännischen Bereich und arbeitete als Pflegerin. Ab dem 1. August 2004 bezog A.________ von der Invalidenversicherung eine Viertelsrente und ab dem 1. Mai 2007 eine Dreiviertelsrente nebst Kinderrenten für ihre 2002 geborene Tochter und den 2003 geborenen Sohn (Verfügung vom 7. April 2010). Am 7. April 2011 erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für eine Umschulung zur medizinischen Masseurin, welche A.________ am 19. September 2014 erfolgreich abschloss. Mit Verfügung vom 10. Mai 2016 setzte die IV-Stelle die zugesprochene Invalidenrente auf eine Viertelsrente herab. Dabei ging sie davon aus, dass A.________ als Gesunde zu 60 Prozent erwerbstätig und zu 40 Prozent im Haushalt beschäftigt wäre. Sie sei im Beruf zu 50 Prozent arbeitsfähig und erleide eine Erwerbseinbusse von 59,54 Prozent, gewichtet 35,73 Prozent. Im Haushalt bestehe ein Invaliditätsgrad von 24,6 Prozent, gewichtet 9,84 Prozent. Insgesamt ergab sich dadurch ein Invaliditätsgrad von 46 Prozent.