Citation: 5P.433/2003 18.02.2004 E. 5

Schliesslich ist festzuhalten, dass nach Art. 84 Abs. 2 OG die staatsrechtliche Beschwerde unzulässig ist, wenn die behauptete Rechtsverletzung sonst wie beim Bundesgericht gerügt werden kann (BGE 129 III 301 E. 1 S. 303). Die vorliegende Streitsache ist grundsätzlich der eidgenössischen Berufung zugänglich, so dass die Verletzung von Vorschriften des Bundesrechts mit dieser geltend zu machen ist. Nicht eingetreten werden kann im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde damit auf die Rüge der Verletzung von Art. 9 ZGB. Ob die vom Obergericht festgestellte Drucksituation, in welcher sich der Erblasser bei Abschluss des Erbvertrages befunden hatte, Zwang im Sinne von Art. 469 Abs. 1 ZGB darstellt, ist ebenfalls Rechtsfrage. Gleiches gilt den Streitpunkt, ob der zweite Erbvertrag vom 10. September 1993 als Widerruf des ersten vom 23. Januar 1992 gewertet werden darf und ob die Jahresfrist von Art. 469 Abs. 2 ZGB eingehalten worden ist.