Citation: 5A_121/2022 E. 4.3.2

4.3.2. Nach Dafürhalten der Beschwerdeführerin durfte das Obergericht sich mit Blick auf seine beschränkte Prüfungsbefugnis nicht auf das im Hauptverfahren eingeholte Gutachten abstützen. Es seien zahlreiche Fragen zum Gutachten offengeblieben und das Obergericht verhalte sich widersprüchlich und damit willkürlich sowie treuwidrig, wenn es zuerst feststelle, das Gutachten könne aus formellen Gründen noch aufgehoben werden, dieses dann aber doch beiziehe. Das Obergericht erwägt, es sei erst im Hauptverfahren eingehend zu klären, ob aus formellen Gründen auf das Gutachten nicht abgestellt werden könne. Der Bezirksrat habe dieses aber beigezogen, weshalb zu prüfen sei, ob formelle Vorbehalte gegen die Begutachtung oder die Verletzung prozessualer Rechte dargetan und nachgewiesen seien. Entsprechend hat die Vorinstanz die gegen das Gutachten erhobenen formellen Einwände überprüft. Damit erhärten sich die Vorbringen der Beschwerdeführerin trotz der allenfalls etwas missverständlichen Formulierung des angefochtenen Entscheids nicht. Die sich insoweit stellenden Rechtsfragen prüfte das Obergericht denn auch mit freier Kognition (vgl. Art. 320 Bst. a ZPO und dazu BGE 138 III 232 E. 4.1.2; Urteile 4A_83/2021 vom 6. April 2021 E. 4.2; 5A_907/2020 vom 30. März 2021 E. 2.4.3), was nicht bestritten ist. Die Beschwerdeführerin legt vor Bundesgericht weiter nicht dar, dass bestimmte von ihr erhobene Vorbringen nicht geprüft worden wären. Die Beschwerde erschöpft sich vielmehr in unspezifischen Hinweisen und Ausführungen theoretischer Natur.