Citation: 9C_502/2021 E. 3.1.2

3.1.2. Die Vorinstanz stellte fest, der Beschwerdeführer sei seit dem 22. März 2010, mithin dem Vortag des Unfalls, in einem Rahmenarbeitsvertrag mit der E.________ AG gestanden, wobei ab dem genannten Datum ein maximal dreimonatiger Einsatz als Polier bei der Firma F.________ vorgesehen gewesen sei. Angesichts des längstens auf drei Monate befristeten temporären Einsatzes könne das Valideneinkommen nicht anhand des erzielten Stundenlohns ermittelt werden. Diese Erwägung ist bundesrechtskonform, ist doch mit Blick auf den befristeten Einsatz nicht davon auszugehen, dass die vor dem Unfall ausgeübte Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden im Zeitpunkt des Rentenbeginns noch fortgesetzt worden wäre (vgl. BGE 135 V 58 E. 3.1 mit Hinweisen; vgl. Urteil 9C_401/2018 vom 6. November 2018 E. 5.2.2). Aus dem gleichen Grund ist auch der nach dem Unfall erzielte Lohn bei der C.________ GmbH bzw. der späteren D.________ AG für das Valideneinkommen nicht ohne Weiteres aussagekräftig, lässt sich doch aus einer befristeten Anstellung nichts Grundsätzliches für das hypothetische Einkommen ohne Gesundheitsschaden ableiten. Die Vorinstanz hat vorliegend jedoch aufgezeigt, weshalb dieses Einkommen, das geringfügig über dem Tabellenlohn des Kompetenzniveaus 1 für männliche Arbeitskräfte im Baugewerbe liege, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers widerspiegelt. Sie hat nämlich ein höheres Valideneinkommen mit Blick auf die Erwerbsbiografie des Beschwerdeführers verneint. Dies mit der Begründung, diesem sei es während seiner knapp vierjährigen Erwerbstätigkeit in der Schweiz bis zum Unfall nicht gelungen, einen seiner im Ausland erworbenen Ausbildung entsprechenden Lohn zu realisieren. Damit ist nachvollziehbar und bundesrechtskonform dargetan, weshalb hier der Tabellenlohn des Kompetenzniveaus 2 nicht anzuwenden ist. Denn auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte ist nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzelfall relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren abzustellen (BGE 144 I 103 E. 5.3), wobei nicht massgebend ist, was die versicherte Person bestenfalls verdienen könnte (BGE 135 V 58 E. 3.1). Die Vorinstanz verletzte somit kein Bundesrecht, indem sie kein Fr. 69'560.40 übersteigendes Valideneinkommen berücksichtigte.