Citation: 6B_1050/2018 E. 2.4

2.4. Der Beschwerdeführer geht im Übrigen zu Unrecht davon aus, dass beim Fahrlässigkeitsdelikt eine "aktive Verletzungshandlung" erforderlich ist. Vorausgesetzt ist vielmehr die Verletzung einer Sorgfaltspflicht. Unter dem Gesichtspunkt der Voraussehbarkeit ist sodann entscheidend, ob das Verhalten des Beschwerdeführers adäquat kausal für den Eintritt des Erfolgs war. Dies ist vorliegend der Fall. Nach den Feststellungen der Vorinstanz soll der Beschwerdegegner 2 dem Fahrzeug des Beschwerdeführers ausgewichen sein, wobei er vom Rückspiegel des auf der Gegenfahrbahn herannahenden Fahrzeugs erfasst worden sei und sich verschiedene Verletzungen zugezogen habe (angefochtener Entscheid S. 15). Dieser Geschehensablauf war für den Beschwerdeführer vorhersehbar und nicht aussergewöhnlich, zumal er laut Vorinstanz zumindest das Licht des herannahenden Fahrzeugs - wenn nicht sogar das Fahrzeug selbst - bemerkt habe, als er sein Fahrzeug zehn Meter vor der Kontrolle bzw. zehn Meter vor der Kreuzung mit dem entgegenkommenden Fahrzeug beschleunigt hätte. In diesem Zusammenhang ist auch nicht ersichtlich, inwiefern die Verhaltensweise des Beschwerdegegners 2 den Kausalzusammenhang unterbrochen haben soll. Die Kritik an der vorinstanzlichen Würdigung begründet der Beschwerdeführer mit vom willkürfrei festgestellten Sachverhalt abweichenden tatsächlichen Behauptungen. Damit ist er - wie erwähnt - nicht zu hören. Der Vorinstanz ist im Übrigen zuzustimmen, wenn sie festhält, dass selbst ein allfälliger Verstoss gegen Weisungen und Dienstbefehle zur mobilen Verkehrskontrolle nichts ändern würde (angefochtener Entscheid S. 7). Selbst wenn die Verkehrskontrolle - wie vom Beschwerdeführer behauptet - nicht korrekt durchgeführt worden wäre, wöge ein solcher Umstand nicht derart schwer, dass so alle anderen mitverursachenden Faktoren - namentlich das Verhalten des Beschwerdeführers - in den Hintergrund gedrängt würden. Die Adäquanz ist ohne weiteres zu bejahen. Der Schuldspruch wegen fahrlässiger Körperverletzung verletzt kein Bundesrecht.