Citation: 9C_505/2021 E. 4.1

4.1. In der Beschwerde wird kritisiert, die Vorinstanz habe "aus eigenem Empfinden, ohne direkten Kontakt mit dem Beschwerdeführer oder den Medizinern" bzw. ohne Anberaumung einer öffentlichen Beweisverhandlung ein strukturiertes Beweisverfahren (im Sinne von BGE 141 V 281) durchgeführt. Ihr Vorgehen verletze das Unmittelbarkeitsprinzip nach Art. 6 EMRK und das rechtliche Gehör, welche erforderten, dass der Richter den Versicherten und die Ärzte persönlich anhöre und sich ein eigenes Bild verschaffe. Abgesehen davon, dass der Beschwerdeführer im kantonalen Prozess keinen Antrag auf Durchführung einer öffentlichen Verhandlung gestellt hat, zeigen seine Ausführungen, dass es ihm lediglich um eine Beweisabnahme durch die Vorinstanz gegangen wäre, auf welche Art. 6 Ziff. 1 EMRK von vornherein keinen Anspruch einräumt (Urteil 9C_260/2021 vom 6. Dezember 2021 E. 3.2 mit Hinweis auf BGE 134 I 331 E. 2.3.2 und 122 V 47 E. 3a). Einer Grundlage entbehrt auch die Rüge, sein Anspruch auf rechtliches Gehör sei verletzt worden, denn dieser umfasst kein Recht, sich mündlich zu äussern (BGE 134 I 140 E. 5.3; 130 II 425 E. 2.1).