Citation: 5C.57/2000 13.04.2000 E. 1

1.- a) Die Klägerin ficht das obergerichtliche Urteil ausdrücklich nur bezüglich der güterrechtlichen Auseinandersetzung an. Dem Beklagten, der zwar die vollumfängliche Aufhebung des angefochtenen Entscheids verlangt, geht es ebenfalls nur um die vermögensrechtlichen Folgen der Ehescheidung. In einem solchen Fall ist die Berufung zulässig, wenn der Streitwert wenigstens 8'000 Franken beträgt (Art. 46 OG; dazu BGE 95 II 68 E. 2d S. 75). Das ist hier unzweifelhaft der Fall, so dass aus dieser Sicht auf die beiden Berufungen ohne weiteres einzutreten ist. b) Beide Berufungen richten sich gegen dasselbe Urteil und betreffen die gleichen Ansprüche. Die prozessuale Situation lässt sich mit dem Fall vergleichen, da eine Partei Berufung und die andere Anschlussberufung erhoben hat. Die beiden Rechtsmittel können auch hier ohne Rechtsnachteile für die Parteien gemeinsam beurteilt werden, so dass es sich aus prozessökonomischen Gründen rechtfertigt, die beiden Verfahren zu vereinigen (dazu BGE 111 II 270 E. 1 S. 272; 125 II 293 E. 1b S. 299). c) In der Berufungsschrift ist genau anzugeben, welche Punkte des kantonalen Entscheids angefochten und welche Abänderungen verlangt werden (Art. 55 Abs. 1 lit. b OG). Ein blosser Antrag auf Rückweisung der Sache an die kantonale Instanz zu neuer Regelung der Nebenfolgen, wie ihn der Beklagte stellt, genügt diesen Anforderungen an sich nicht. In Fällen, wo das Bundesgericht, sollte es die Rechtsauffassung des Berufungsklägers für begründet halten, nicht in der Lage wäre, selbst ein Sachurteil auszusprechen, ist jedoch ein blosser Rückweisungsantrag hinreichend (vgl. BGE 110 II 74 E. 1 S. 78; 106 II 201 E. 1 S. 203 mit Hinweisen; PeterMünch, in: Geiser/Münch [Hrsg. ], Prozessieren vor Bundesgericht,