Citation: 5A_236/2023 E. 3.1

3.1. Das Obergericht widerspricht der Auffassung der Beschwerdeführerin, wonach der Beschwerdegegner bezüglich des fraglichen Antrags kein Rechtsschutzinteresse habe. Der Zusprechung eines im Miteigentum beider Ehegatten stehenden Vermögenswertes an einen Ehegatten liege ein Gestaltungsurteil zugrunde, das mit Eintritt der Rechtskraft zum ausserbuchlichen Eigentumserwerb führe. Gemäss Dispositiv-Ziffer 8 des erstinstanzlichen Urteils (s. Sachverhalt Bst. B.a) habe die Beschwerdeführerin die Grundpfandschulden ab Antrittstag zur alleinigen Verzinsung und Bezahlung unter gänzlicher Entlastung des Beschwerdegegners aus der Schuldpflicht zu übernehmen. Bei einer öffentlichen Versteigerung würden die Grundpfandschulden regelmässig dem Ersteigerer überbunden. Diesbezüglich verweist das Obergericht auf § 7 Abs. 2 der Verordnung des Obergerichts des Kantons Zürich über das Verfahren bei freiwilligen öffentlichen Versteigerungen vom 19. Dezember 1979 (LS 235.15) und hält fest, dass der Beschwerdegegner in diesem Fall - anders als bei einer Übernahme durch die Beschwerdeführerin - nicht Gefahr laufe, von der Pfandgläubigerin als Solidarschuldner belangt zu werden. Ein Rechtsschutzinteresse liege daher vor.