Citation: 8C_318/2020 E. 3.1

3.1. Gemäss vorinstanzlicher Sachverhaltsfeststellung verfügte der Beschwerdeführer nach Ablauf der befristeten Anstellung bei der Hochschule B.________ als Postdoc ab 1. Juni 2019 über keine Arbeitsbewilligung mehr. Weil er sich neben dem Aufbau seines eigenen Start-up Unternehmens nur in einem Umfang von 60 % zur Arbeitsvermittlung angemeldet und sich auch nur im Umfang von 40 bis 60 % zur Arbeitsaufnahme bereit erklärt hatte, konnte er nach Auskunft der zuständigen kantonalen Behörde unbestritten nicht mit der Erteilung einer Arbeits- und Aufenthaltsbewilligung für ein Arbeitspensum von 60 % rechnen. Erst nach Empfang der Verfügung vom 11. September 2019, womit das AWA festhielt, dass für die Vergabe eines Kontingentes eine Anstellung im Ausmass von mindestens 80 % notwendig sei, habe der Versicherte seine Bereitschaft zur Arbeitsaufnahme im Umfang eines 80 %-Pensums erklärt. Schliesslich stellte das kantonale Gericht in tatsächlicher Hinsicht fest, bis zur Heirat am 27. September 2019 sei kein konkreter - bewilligungspflichtiger - Stellenantritt in Aussicht gestanden. Eine Verletzung der Beratungspflicht durch das AWA schloss die Vorinstanz aus, nachdem der Beschwerdeführer bei Anmeldung zur Arbeitsvermittlung seine Bereitschaft zur Arbeitsaufnahme im Umfang von bloss 60 % erklärt habe. Bei der Beurteilung der Vermittlungsfähigkeit sei die Arbeitsberechtigung ausländischer Staatsangehöriger vorfrageweise zu klären (ARV 2019 S. 87, 8C_581/2018 E. 2.2.2 mit Hinweis). Bis zum Entscheid seitens der zuständigen Arbeitsmarktbehörde blieben praxisgemäss die Organe der Arbeitslosenversicherung und die Sozialversicherungsgerichte zur selbstständigen Beurteilung dieser Vorfrage berechtigt und verpflichtet (BGE 120 V 378 E. 3a S. 382; ARV 2019 S. 87, 8C_581/2018 E. 2.2.2; SVR 2012 ALV Nr. 9 S. 28, 8C_479/2011 E. 2.2; vgl. auch BGE 139 II 233 E. 5.4.2 S. 241). Der Beschwerdegegner habe die Verneinung der Vermittlungsfähigkeit und damit des Anspruchs auf Arbeitslosenentschädigung gestützt auf die Auskunft des Migrationsamtes mit Einspracheentscheid vom 3. Dezember 2019 zu Recht auf die Dauer vom 3. Juni bis 26. September 2019 befristet. Denn mit der Heirat einer Schweizerin habe der Versicherte am 27. September 2019 einen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung und damit die Berechtigung erlangt, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, weshalb insoweit ab diesem Zeitpunkt die Vermittlungsfähigkeit zutreffend bejaht worden sei.