Citation: 6B_120/2009 11.06.2009 E. 1

Die Vorinstanz führt in ihrem Nichteintretensbeschluss aus, in der Eingabe des Beschwerdeführers vom 14. November 2008 sei lediglich festgehalten worden, dass gegen das erstinstanzliche Urteil Berufung erklärt werde und diese sich auf das ganze Urteil beziehe. Gemäss § 414 Abs. 1 des Gesetzes [des Kantons Zürich] vom 4. Mai 1919 betreffend den Strafprozess (StPO; LS 321) sei die Berufung innert zehn Tagen ab Eröffnung des Dispositivs beim Gericht der ersten Instanz anzumelden. Innerhalb von 20 Tagen nach Zustellung des begründeten Entscheids seien gemäss § 414 Abs. 4 StPO/ZH die Beanstandungen zu nennen. Dies sei ein Gültigkeitserfordernis, damit auf die Berufung eingetreten werden könne. Der erstinstanzliche Entscheid enthalte eine ausführliche und korrekte Rechtsmittelbelehrung mit dem klaren Hinweis auf die Säumnisfolgen. Die fakultative Einschränkung der Berufung und die obligatorische Beanstandungspflicht seien voneinander zu unterscheiden. Der Beschwerdeführer habe keine Beanstandungen genannt. Das Ansetzen einer Nachfrist in Anwendung von § 419 Abs. 3 StPO/ZH könne unterbleiben, weil diese Bestimmung lediglich dann zum Tragen komme, wenn unklare Beanstandungen vorlägen, nicht aber bei völligem Fehlen solcher Beanstandungen. Unbeachtlich sei auch, dass die erste Instanz in den Präsidialverfügungen vom 17. November 2008 und 15. Dezember 2008 ausgeführt habe, der Beschwerdeführer habe, nebst der Anmeldung der Berufung, auch seine Beanstandungen mitgeteilt. Denn dem amtlichen Verteidiger des Beschwerdeführers hätte als Jurist und Zürcher Rechtsanwalt das Berufungsverfahren bekannt sein müssen (angefochtener Beschluss S. 3 f.).