Citation: 9C_229/2016 E. 4.1

4.1. Die medizinischen Akten zeigen, und es wird im Übrigen auch von der Beschwerdeführerin nicht substantiiert in Abrede gestellt, dass die Kopfschmerzproblematik nicht auf ein hinreichendes organisches Korrelat zurückgeführt werden konnte (vorangehende E. 3). Soweit die Versicherte geltend macht, es sei aus der rheumatologisch attestierten Arbeitsfähigkeit von 50 % und aus der zweifelsfrei unfallbedingten, seit der Frontalkollision persistierenden Schmerzproblematik ohne Weiteres auf einen erheblichen Gesundheitsschaden zu schliessen, kann ihr nicht gefolgt werden. Das strukturierte Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 knüpft nicht an eine fachärztlich attestierte erhebliche Arbeitsunfähigkeit an, sondern daran, dass ein Schmerzleiden nicht hinlänglich somatisch erklärbar ist (Urteil 9C_899/2014 vom 29. Juni 2015 E. 4.2.1, in: SVR 2015 IV Nr. 38 S. 121, mit Hinweis auf BGE 139 V 547 E. 7.1.3 S. 561 f.). Es findet im Übrigen auch sinngemäss Anwendung, wenn bei natürlich und adäquat unfallkausalen pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage der Anspruch auf eine Rente der obligatorischen Unfallversicherung zu beurteilen ist (BGE 141 V 574 E. 5.2 S. 581 f.). Die Rechtsprechung zu psychosomatischen und vergleichbaren Leiden (BGE 141 V 281) wurde im konkreten Fall zu Recht angewendet (vgl. auch Urteile U 328/06 vom 25. Juli 2007 E. 7.1, in: SVR 2008 UV Nr. 23, und 8C_680/2010 vom 4. Februar 2011 E. 3.2).