Citation: 4C.330/1999 05.04.2000 E. A

A.- Mit Zeitungsinserat vom 14. Mai 1996 bot die Beklagte "eine krisensichere Familienexistenz mit einer Kantonsvertretung in der Papierbranche" an. Darauf meldete sich der Kläger, worauf die Parteien in einem Vorvertrag vom 14. Juni 1996 vereinbarten, dass der Kläger sämtliche Kunden in den Kantonen Thurgau, St. Gallen und Glarus erwerben und damit für diese Gebiete, zuzüglich Appenzell A.Rh/I.Rh und das Fürstentum Liechtenstein, die alleinige Regionalvertretung übernehmen sollte. Der Kaufpreis sollte anhand der Kunden- und Werbeadresskartei bestimmt werden, jedoch maximal Fr. 170'000.-- betragen. Mit Kaufvertrag vom 15. Juni 1996 verkaufte die Beklagte dem Kläger "gemäss Gebietsaufstellung sowie separater Kundenkartei" per 1. Oktober 1996 ca. 300 Kunden zu je Fr. 400.-- und ca. 10'000 Werbeadressen zu je Fr. 5.--. Am 27. August 1996 stellte die Beklagte für 187 Kundenadressen und 12'249 Werbeadressen insgesamt Fr. 144'887.95 in Rechnung. Am 18. September 1996 lancierte der Kläger seinen ersten Streuversand. Darauf meldete sich W. Hasler und teilte ihm mit, die Beklagte habe ihm bereits im Jahre 1990 sämtliche Kunden verkauft. Der Kläger intervenierte am 5./7. Oktober 1996 bei der Beklagten, worauf diese ihm mit Faxschreiben vom 7. Oktober 1996 bestätigte, er sei ab sofort nicht mehr für die Regionalvertretung tätig.