Citation: 8C_326/2018 E. 4.1

4.1. Prof. Dr. med. D.________ untersuchte im Gutachten vom 5. Februar 2015 die Frage, ob die Hepatitis C-Infektion während der Berufsausübung als Pflegefachfrau erfolgte. Dafür konsultierte er die Akten und führte eine persönliche Untersuchung der Beschwerdeführerin durch. Zudem zog er eine allfällige sexuelle Transmission des Virus in Betracht, doch war der Lebenspartner der Versicherten damals nicht bereit, eine Hepatitis C-Serologie vornehmen zu lassen, weil er gemäss eigenen Angaben keine Risikofaktoren für eine Hepatitis C (Bluttransfusionen, Tätowierungen intravenöser Drogenabusus etc.) habe. Gestützt auf diese Informationen hielt Prof. Dr. med. D.________ fest, dass sich die Infektionsquelle und der Infektionszeitpunkt nicht eruieren liessen. Zwar sei es durchaus möglich, dass sich die Beschwerdeführerin bei der Pflege mit Hepatitis C infiziert habe, doch lasse sich dies nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit beweisen. Andere wesentliche Risikofaktoren habe die Versicherte keine: Insbesondere habe sie weder Bluttransfusionen erhalten noch habe sie andere Nadelstichverletzungen oder Tätowierungen. Auch eine Akupunkturbehandlung oder andere Blutkontakte habe sie glaubhaft verneint. Der Weg einer möglichen sexuellen Übertragung habe zwar nicht weiterverfolgt werden können, es sei allerdings festzustellen, dass Hepatitis C auf heterosexuellem Weg sehr bzw. extrem selten übertragen werde.