Citation: 4A_462/2020 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz ging bei der Beurteilung der hinreichenden Substanziierung des behaupteten Beratungsvertrages auf die Ausführungen der Beschwerdeführerin in ihrer erstinstanzlichen Klageschrift, Seite 4, und Replikschrift, Ziff. II/2.4, ein und legte im Einzelnen dar, warum diese Vorbringen nicht genügten. Indem die Beschwerdeführerin dagegen bloss unter Verweis auf Seite 4 ihrer Klageschrift erneut den Ablauf der Besprechung vom 22. Dezember 2014 schildert und sich auf den Standpunkt stellt, dass die Willensäusserungen von ihrem Ehemann und der Kundenberaterin klar gewesen seien, setzt sie sich mit diesen Erwägungen nicht rechtsgenüglich (Erwägung 2) auseinander. Sie zeigt darüber hinaus auch nicht hinreichend auf, inwiefern die Vorinstanz diesbezüglich Bundesrecht verletzt haben soll. Solches ist im Übrigen auch nicht erkennbar, wobei auf die zutreffende Erwägung 5.4.2 S. 15 - 17 im angefochtenen Entscheid verwiesen werden kann (Art. 109 Abs. 3 BGG). Mangels hinreichender Behauptungen war die Erstinstanz damit weder gehalten noch befugt, bezüglich des Beratungsvertrages ein Beweisverfahren durchzuführen. Soweit die Beschwerdeführerin anderes geltend macht, verkennt sie mit ihrer Argumentation, dass das Beweisverfahren nicht dazu dient, fehlende Behauptungen der Parteien zu ergänzen. Vielmehr setzt das Beweisverfahren solche voraus (BGE 144 III 67 E. 2.1 S. 69). Auch insoweit gehen ihren Ausführungen fehl.