Citation: 8C_261/2022 E. 1

A.a. Der 1968 geborene A.________ leistete im August 1994 Militärdienst (Wiederholungskurs [WK] vom 8. bis 26. August 1994). Am 22. August 1994 installierte er ein Feldtelefon und stolperte über ein Antennenkabel. Er stürzte und überschlug sich, wobei das umgehängte Gewehr gegen seinen Nacken schlug. Es wurde ein Trauma der Halswirbelsäule (HWS) diagnostiziert, wobei anlässlich der Erstbehandlung im Spital B.________ am 26. August 1994 eine Druckdolenz am Dornfortsatz C2/3 und eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung dokumentiert wurden. Die Militärversicherung (im Folgenden: MV) erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung; Taggeld. Die Behandlung wurde am 18. November 1994 abgeschlossen. Gemäss Bericht des Dr. med. C.________, Arzt für Allgemeine Medizin, vom 14. November 1995, traten während des WK vom 28. August/4. September bis 22. September 1995 erneut linksseitige Nacken-/Schulterarmschmerzen auf, die dem Truppenarzt gemeldet wurden. Die MV erbrachte auch dafür die gesetzlichen Leistungen. Am 1. Februar 1996 wurde A.________ dienstuntauglich erklärt. Gemäss dem von der MV eingeholten Gutachten der Orthopädischen Klinik D.________ vom 31. Dezember 1998 liess sich radiologisch eine Dysfunktion der HWS auf Höhe der Halswirbelkörper C1/2 nachweisen, welche die angegebenen Beschwerden vollumfänglich erklärte. Die MV übernahm weiterhin die Heilbehandlung. Mit Verfügung vom 21. Dezember 2001 sprach sie A.________ eine Integritätsschadenrente von 2,5 % für unbestimmte Zeit zu, die sie von Gesetzes wegen mit Fr. 20'574.65 auskaufte. Die nunmehr zuständige Schweizerische Unfallversicherungsanstalt, Abteilung Militärversicherung (im Folgenden: Suva MV), übernahm von 2013 bis 2018 erneut die Heilbehandlung für das chronische Zervikozephalsyndrom, unter anderem eine stationäre Schmerztherapie in der Klinik E.________. A.b. Am 26. November 2014 meldete sich A.________ zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung an. Die IV-Stelle des Kantons Thurgau holte ein polydisziplinäres Gutachten bei der medexperts AG vom 6. Juli 2017 ein. Danach bestand eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Erwerbstätigkeit als Büroangestellter und einer vergleichbaren anderen Beschäftigung. Der Beginn der Einschränkung lasse sich nicht klar datieren, es sei allerdings anamnestisch anzunehmen, dass die Beeinträchtigungen bei wechselndem Gesundheitszustand bereits seit 1994 im aktuellen Rahmen vorgelegen haben dürften. Mit Verfügung vom 2. Oktober 2018 verneinte die IV-Stelle einen Anspruch auf eine Invalidenrente mangels rentenbegründendem Invaliditätsgrad. A.c. Am 12. Oktober 2018 ersuchte A.________ die Suva MV, seine Ansprüche auf der Grundlage der von der IV-Stelle ermittelten Arbeitsunfähigkeit von 20 % zu prüfen. Mit Verfügung vom 4. April 2019 verneinte sie die Haftung für sämtliche degenerativen Veränderungen an der HWS, die chronischen zervikogenen Kopfschmerzen sowie das chronische zervikobrachiale Schmerzsyndrom. Eine dagegen geführte Einsprache wies sie ab (Einspracheentscheid vom 1. September 2021).