Citation: 5A_748/2018 E. 3

Die Beschwerdeführerin macht geltend, das Kantonsgericht habe fälschlicherweise § 34 Abs. 1 VRG statt Art. 145 Abs. 1 ZPO angewandt; richtigerweise hätte die Frist erst am 21. bzw. 23. April 2018 geendet. Im Zusammenhang mit Kindesschutzmassnahmen erklärt Art. 314 Abs. 1 ZGB für das Verfahren die Bestimmungen des Erwachsenenschutzes (Art. 443 ff. ZGB) als sinngemäss anwendbar. Diese regeln das Verfahren indes nur in den Grundzügen; im Übrigen sind die Kantone zur ergänzenden Regelung des Verfahrens zuständig (Art. 450f ZGB). Das Bundesrecht bestimmt in Art. 450b Abs. 1 ZGB die Dauer der Beschwerdefrist, nicht aber deren Lauf. Hierfür sind aufgrund des zuteilenden Vorbehaltes in Art. 450f ZGB die Kantone zuständig. Soweit sie keine Regelung treffen, kommt die ZPO als subsidiäres kantonales Recht zur Anwendung. Der Kanton Luzern hat von der eingeräumten Gesetzgebungskompetenz Gebrauch gemacht, indem er in § 47 Abs. 1 EG ZGB die Bestimmungen des kantonalen VRG als anwendbar erklärt und in § 53 EG ZGB die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gemäss § 156 ff. VRG als Rechtsmittel gegen die KESB-Entscheide bezeichnet hat. Die Beschwerdeführerin müsste vor diesem Hintergrund aufzeigen, inwiefern das Kantonsgericht im angefochtenen Entscheid für den Fristenlauf in willkürlicher Weise auf § 34 Abs. 1 VRG abgestellt hat. Indes erhebt sie keine Verfassungsrügen, sondern beschränkt sich auf die appellatorische und im Übrigen nicht weiter begründete Behauptung, richtigerweise hätte im kantonalen Beschwerdeverfahren die ZPO bzw. spezifisch Art. 145 Abs. 1 ZPO angewandt werden müssen.