Citation: 1C_322/2022 E. 2.3

2.3. Die Beschwerdeführerin bringt sinngemäss vor, das Baubewilligungsverfahren gewährleiste mit der öffentlichen Auflage der Gesuchsunterlagen ein transparentes Handeln der Behörden (§ 314 Abs. 4 PBG/ZH). Wer es unterlasse, innert 20 Tagen seit der öffentlichen Bekanntmachung bei der Baubehörde schriftlich die Zustellung der baurechtlichen Entscheide zu verlangen, verwirke sein Rekursrecht (§ 315 Abs. 1 in Verbindung mit § 316 Abs. 1 PBG/ZH). Habe gemäss dieser Regelung eine Drittperson das Rekursrecht verwirkt und keine Einsicht in die Gesuchsunterlagen genommen, sei es nicht gerechtfertigt, ihr diese Einsicht später noch zu gewähren. Weshalb für eine nachträgliche Kontrolle der Behördenpraxis Baugesuchsunterlagen offenzulegen seien, sei unerfindlich. Die Vorinstanz sei daher in Willkür verfallen, wenn sie verneint habe, dass dem strittigen Informationszugang eine Spezialregelung bzw. eine rechtliche Bestimmung im Sinne von § 23 Abs. 1 IDG/ZH entgegenstehe.