Citation: 8C_397/2020 E. 4.1

4.1. Gemäss angefochtenem Entscheid leidet die Beschwerdeführerin unter anderem an einem chronischen dyshidrosiformen Hand- und Fussekzem bei atopischer Diathese mit atopischer Dermatitis seit Kindheit und multiplen Typ-IV-Sensibilisierungen sowie Kontakt-Allergien. Laut Medas-Gutachten seien ihr auf Grund der Hauterkrankung die bisherigen manuellen Tätigkeiten als Serviceangestellte, Hausdienstmitarbeiterin, Schuhverkäuferin im Detailhandel und Druckereimitarbeiterin - entgegen der aktenwidrigen Feststellung in der strittigen Verfügung vom 25. Februar 2019 - nicht mehr zumutbar. Tätigkeiten ohne Belastung der Hände zum Beispiel in einem Call-Center oder mit optischer Kontrollfunktion könne sie jedoch uneingeschränkt ausüben. Der unveränderten Bestätigung eines Invaliditätsgrades von 100% vom 12. Oktober 2011 sei letztmals eine umfassende Sachverhaltsabklärung und Beweiswürdigung zugrunde gelegen. Die damalige Überprüfung des Rentenanspruchs habe sich unter anderem auf das Gutachten der Dermatologischen Klinik des Spitals B.________ vom 18. Oktober 2010 und den Bericht vom 20. September 2011 zur ambulanten Konsultation in dieser Klinik nach der dort vom 21. März bis 21. April 2011 durchgeführten stationären Behandlung gestützt. Weil die Bestätigung vom 12. Oktober 2011 auf einem unvollständigen und widersprüchlichen Bild des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin basiere, und die IV-Stelle den unveränderten Rentenanspruch ohne verlässliche Angaben zum funktionellen Leistungsvermögen in einer leidensangepassten Tätigkeit verfügt habe, sei der Untersuchungsgrundsatz damals durch mangelhafte Sachverhaltsabklärung verletzt worden. Deshalb seien die Mitteilungen vom 12. Oktober 2011 und 27. November 2012 als zweifellos unrichtig einzustufen und einer Wiedererwägung zugänglich. Nach BGE 144 I 103 E. 4.4.1 S. 108 sei der rechtskonforme Zustand mit Wirkung ex nunc et pro futuro auf den Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung vom 25. Februar 2019 hin wiederherzustellen. Ab dem Zeitpunkt der Medas-Exploration im April 2016 sei in einer behinderungsangepassten Tätigkeit von einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Zudem seien laut Medas-Gutachten bei Weitem noch nicht alle möglichen Behandlungsversuche ausgeschöpft worden. Nach dem hier anwendbaren Prozentvergleich resultiere ein Invaliditätsgrad von 0%, weshalb kein Rentenanspruch mehr bestehe.