Citation: 4A_580/2017 E. A

A.a. A.________ (Klägerin, Beschwerdeführerin) ist die Witwe des verstorbenen Dirigenten C.________. Mittels Universalsukzession wurden die Klägerin sowie ihre beiden Töchter Trägerinnen der Urheber- und Interpretenrechten von C.________. Dieser hatte über die Jahre verschiedene Verträge über Aufnahmen klassischer Musik mit der B.________ GmbH (Beklagte, Beschwerdegegnerin) abgeschlossen, einem Schallplattenlabel mit Sitz in U.________ und Tochtergesellschaft der Group D.________. A.b. Zwischen den Parteien besteht eine teilweise länger zurückreichende Auseinandersetzung über die Auslegung und Anwendung von insgesamt zehn Verträgen, die zwischen 1959 und 1985 abgeschlossen worden waren (B.________-Verträge), sowie die Lizenzabrechnungen der Beklagten. Mit einer Stufenklage verlangt die Klägerin unter anderem die Feststellung bestimmter geltend gemachter Rechte, die Unterlassung bestimmter Verwertungstätigkeiten, die Abrechnung gemäss bestimmten Vorgaben sowie - in einer zweiten Phase - die Leistung der aufgrund dieser Abrechnung geschuldeten Lizenzabgaben. Die Beklagte ist unter anderem der Ansicht, ihre Verwertungstätigkeit und ihre Abrechnungen seien vertragskonform, dies insbesondere auch mit Bezug auf die moderne Online-Verwertung, die im Zeitpunkt, als die Verträge mit C.________ abgeschlossen worden waren, noch nicht existierte und deshalb in diesen Verträgen nicht ausdrücklich erwähnt werden konnte.