Citation: C 57/01 21.12.2001 E. 2

2.- Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin ihren Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung für die Monate Juli und August 1999 rechtswirksam geltend gemacht hat. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, ob mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt ist, dass die Zwischenverdienstformulare für die Monate Juli und August 1999 beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) eingereicht wurden. a) Anhand der Aktenlage steht fest und ist unbestritten, dass die Arbeitslosenkasse mit den Schreiben vom 23. August und 6. September 1999 die Versicherte aufforderte, die "Bescheinigungen über den Zwischenverdienst" für die Monate Juli und August 1999 zur Bemessung des Anspruchs auf Arbeitslosenentschädigung einzureichen. b) Die Vorinstanz erkannte, die Beschwerdegegnerin habe dieser Aufforderung Folge geleistet, indem sie mit dem notwendigen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit habe dartun können, dass die zwei benötigten Formulare von ihrem Vater im zuständigen RAV persönlich abgegeben worden seien. c) Die Arbeitslosenkasse hält dagegen, die Beibringung der Formulare sei nicht rechtsgenüglich bewiesen worden. Das kantonale Gericht habe auf einen bloss möglichen Sachverhalt, nicht aber auf ein überwiegend wahrscheinliches Geschehen abgestellt, womit eine willkürliche Beweiswürdigung vorgenommen worden sei. Zudem lägen klare Aussagen des RAV vor, wonach zwar das Formular "Nachweis der persönlichen Arbeitsbemühungen" für den Monat Juli 1999 abgegeben worden sei, nicht jedoch die verlangten "Bescheinigungen über den Zwischenverdienst". Daher bestünden starke Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Vaters der Versicherten als Auskunftsperson. Die benötigten Unterlagen seien nie bei der Arbeitslosenkasse eingegangen.