Citation: 1C_608/2020 E. 2.4

2.4. Nach dem Gesagten sind die Voraussetzungen für eine ausnahmsweise akzessorische Überprüfung der Ausscheidung der Spezialzone Bücklihof im Zeitpunkt des hier angefochtenen Entscheids nicht gegeben. Der Nutzungsplan inklusive der Ausscheidung der Spezialzone Bücklihof ist bestandskräftig und in Rechtskraft erwachsen. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass es sich bei der Spezialzone um eine bedingte Einzonung im Sinne von § 15a des Gesetzes vom 19. Januar 1993 über Raumentwicklung und Bauwesen des Kantons Aargau (Baugesetz, BauG/AG; SAR 713.100) handelt. Gemäss Abs. 1 dieser Bestimmung sind zur Realisierung von Bauvorhaben von übergeordnetem Interesse bedingte Einzonungen und Umzonungen zulässig, wenn sie auf die besondere Eignung des Standorts angewiesen sind. Die bedingten Einzonungen und Umzonungen fallen entschädigungslos dahin, wenn die Bauten und Anlagen nicht innert der festgelegten Frist fertiggestellt werden (Abs. 2, Satz 1). § 9a Abs. 6 BNO (in der Fassung während des angefochtenen Entscheids) hält fest, die Einzonung der Spezialzone Bücklihof falle dahin, wenn die Nutzung nicht zu wesentlichen Teilen innerhalb von 7 Jahren ab Rechtskraft realisiert ist. Aus den Akten wird ersichtlich, dass die Bauherrschaft bemüht ist, die Planung des Pferdekompetenzzentrums seit 2013 voranzutreiben bzw. dieses innert der festgelegten siebenjährigen Frist zu realisieren. Diese Frist ist unterdessen zwar verstrichen. Indes wurde anlässlich der kommunalen Volksabstimmung vom 27. September 2020 eine Fristverlängerung bzw. eine Teiländerung von § 9a Abs. 6 BNO genehmigt. Die bedingte Einzonung der Spezialzone "Bücklihof" gilt folglich nunmehr bis zum 25. September 2025. Demzufolge ist die Vorinstanz weder in Willkür verfallen noch ist ihr eine Ermessensunterschreitung vorzuwerfen, wenn sie keine akzessorische Überprüfung vorgenommen hat. Diese Rügen erweisen sich allesamt als unbegründet.