Citation: 9F_11/2018 E. 1

Nach Art. 121 lit. d BGG kann die Revision eines Entscheids des Bundesgerichts u.a. verlangt werden, wenn das Gericht in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigt hat. Ein Versehen im Sinne von Art. 121 lit. d BGG liegt vor, wenn eine Tatsache oder ein bestimmtes Aktenstück übersehen oder mit einem falschen Wortlaut wahrgenommen worden ist. Wenn jedoch die Tatsache oder das Aktenstück in der äusseren Erscheinung richtig wahrgenommen wurde, liegt kein Versehen vor, sondern allenfalls eine unzutreffende beweismässige oder rechtliche Würdigung, die mit der Versehensrüge nicht in Frage gestellt werden kann. Ausserdem kann der Revisionsgrund nur angerufen werden, wenn "erhebliche Tatschen" unberücksichtigt geblieben sind, das heisst solche, die zugunsten des Gesuchstellers zu einer anderen Entscheidung geführt hätten, wenn sie berücksichtigt geworden wären (Urteil 4F_1/2007 vom 13. März 2007 E. 6.1 mit Hinweis auf die Rechtsprechung zum gleichlautenden, bis 31. Dezember 2006 gültig gewesenen Art. 136 lit. d OG). Die allenfalls unzutreffende Würdigung von Beweisen berechtigt so wenig zu einer Revision wie die rechtliche Würdigung eines Sachverhalts (Urteil 5F_6/2007 vom 7. April 2008 E. 2.2, 4F_1/2007 vom 13. März 2007 E. 6.1).