Citation: 2C_852/2022 E. 7.5.1

7.5.1. Diesbezüglich ist vorab festzuhalten, dass die Beschwerdeführer im Zusammenhang mit der Verhältnismässigkeit über weite Strecken allgemeine Kritik am Epidemiengesetz, an der Bewältigung der Pandemie durch den Bundesrat und an der Arbeit der Swiss National Covid-19 Science Task Force (Task Force) üben. Ihre Beanstandungen richten sich gegen sämtliche im Verlauf der Pandemie angeordneten Massnahmen (Maskentragpflicht, Mobilitätsbeschränkungen, Schulschliessungen, u.s.w.) und stehen in keinem direkten Sachzusammenhang zum vorliegenden Verfahrensgegenstand. Deshalb kann darauf nicht weiter eingegangen werden. Sodann argumentieren sie, dass die Behörden ihre Entscheidungen ohne genügende wissenschaftliche Evidenz getroffen und wissenschaftliche Studien, welche die Wirksamkeit der Massnahmen infrage gestellt oder die Gefährlichkeit der Krankheit relativiert hätten, nicht oder zu wenig berücksichtigt hätten, und weisen daraufhin, dass sich verschiedene prognostizierte Szenarien nicht verwirklicht hätten. Abgesehen davon, dass auch diese Ausführungen allgemeiner Natur sind und einen unmittelbaren Bezug zum vorliegend strittigen Schulausschluss weitgehend vermissen lassen, ist darauf hinzuweisen, dass aus dem Umstand, dass gewisse Szenarien nicht eingetroffen seien, nicht darauf geschlossen werden kann, dass eine bestimmte Massnahme im Zeitpunkt ihrer Anordnung unverhältnismässig gewesen sei. Zudem hat das Bundesgericht bereits erwogen, dass bei unbekannten Situationen auch potenziell überschiessende Massnahmen kurzfristig zulässig seien, wobei ihre Berechtigung regelmässig zu prüfen sei (vgl. BGE 148 I 89 E. 7.4 mit Hinweisen).