Citation: 7B.225/2006 12.03.2007 E. 3

3.1 Mit Beschwerde gemäss Art. 19 Abs. 1 SchKG können Entscheide der (oberen) kantonalen Aufsichtsbehörde an das Bundesgericht weitergezogen werden, welche eine Massnahme im Vollstreckungsverfahren zum Gegenstand haben (BGE 129 III 88 E. 2.1 S. 89; 128 III 156 E. 1c S. 157; Lorandi, Betreibungsrechtliche Beschwerde und Nichtigkeit, N. 22 zu Art. 19 SchKG). 3.2 Mit der angefochtenen Verfügung hat der Präsident der Aufsichtsbehörde den Beteiligten Kenntnis von der Sachverständigenschätzung vom 5. Dezember 2006 gegeben. Weiter hat er (einzig) mitgeteilt, dass für den Fall, dass die Schätzung unangefochten bleibt, im weiteren Betreibungsverfahren von diesem Schätzungswert auszugehen sei. 3.3 Die Verfügung des Präsidenten der Aufsichtsbehörde kann nur so verstanden werden, dass für den (umgekehrten) Fall, dass die Schätzung bestritten wird bzw. Einwände gegen die Schätzung erhoben werden, das Betreibungsamt das Ergebnis der Neuschätzung nicht übernehmen kann, sondern über die Höhe der Schätzung zu entscheiden ist. Streitigkeiten über die Höhe der Schätzung werden indessen nach Art. 9 Abs. 2 VZG endgültig durch die (obere) kantonale Aufsichtsbehörde beurteilt. Dass die Beschwerdeführerin gestützt auf die Verfügung vom 6. Dezember 2006 angenommen hat, die Schätzung sei beim Bundesgericht anzufechten, ändert nichts daran, dass wegen ihren Einwänden der endgültige, von der Aufsichtsbehörde zu treffende Entscheid über die Höhe der Schätzung noch aussteht. Das Bundesgericht kann einzig entscheiden, ob die kantonale Aufsichtsbehörde beim endgültigen Entscheid über die Schätzung das ihr zustehende Ermessen gesetzwidrig ausgeübt habe (Art. 19 Abs. 1 SchKG; BGE 120 III 79 E. 1 S. 80; 91 III 69 E. 4b S. 75). Im Übrigen entspricht es kantonaler Praxis, dass die Aufsichtsbehörde das Ergebnis der Neuschätzung den Beteiligten zur Stellungnahme unterbreitet, bevor sie über den massgeblichen Schätzwert entscheidet (vgl. Sachverhalt in BGE 129 III 595 Lit. A und B). 3.4 Nach dem Dargelegten steht fest, dass der Entscheid der Aufsichtsbehörde, ob das Betreibungsamt die Neuschätzung zu übernehmen habe, noch aussteht. Die angefochtene Verfügung hat demnach keine Massnahme im Vollstreckungsverfahren zum Gegenstand und stellt keinen (End-)Entscheid im Sinne von Art. 19 Abs. 1 SchKG dar. Vielmehr handelt es sich um einen im Verfahren vor der Aufsichtsbehörde getroffenen Zwischenentscheid, der mit Beschwerde gemäss Art. 19 Abs. 1 SchKG nicht anfechtbar ist (BGE 100 III 11 S. 12; 111 III 50 S. 51; 112 III 90 E. 1 S. 94; Lorandi, a.a.O., N. 23 zu Art. 19 SchKG; Amonn/Walther, Grundriss des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, 7. Aufl. 2003, § 6 Rzn. 8 und 88). 3.5 Schliesslich geht aus den Gegenbemerkungen der Aufsichtsbehörde und den kantonalen Akten hervor, dass die Beschwerdeführerin am 18. Dezember 2006 - gleichzeitig mit Erhebung der vorliegenden Beschwerde - bei der Aufsichtsbehörde die Ergänzung des Gutachtens beantragt hat. Am 19. Dezember 2006 hat die Aufsichtsbehörde die betreffende Eingabe der Gläubigerin und dem Betreibungsamt zur Stellungnahme zugesandt. Vor diesem Hintergrund besteht kein Anhaltspunkt, dass sich die Aufsichtsbehörde im Sinne von Art. 19 Abs. 2 SchKG weigere (vgl. BGE 101 III 1 E. 2 S. 6 f.), endgültig über die Höhe der Schätzung zu entscheiden. Die Frage, ob die Eingabe der Beschwerdeführerin mit den Einwänden gegen die Schätzung und Zusatzfragen an den Schätzungsexperten an die Aufsichtsbehörde zu überweisen sei, erübrigt sich.