Citation: I 611/01 03.04.2003 E. 2

Streitig und zu prüfen ist, ob sich der Invaliditätsgrad der Versicherten nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs oder nach der gemischten Methode bemisst, was davon abhängt, ob sie als Voll- oder als Teilerwerbstätige einzustufen ist. Die Beschwerdeführerin bringt vor, sie sei bis anfangs Januar 1995 vollzeitig erwerbstätig gewesen. Dass sie danach teilweise nicht gearbeitet habe, sei auf ihre gesundheitlichen Beschwerden zurückzuführen, weshalb sie als Vollerwerbstätige zu betrachten sei. Die Vorinstanz, deren Auffassung sich die Verwaltung anschliesst, führt demgegenüber aus, die Beschwerdeführerin sei zwar bis Anfang 1995 wohl zu mehr als 50 %, eventuell bis 100 %, einer Erwerbstätigkeit nachgegangen. Danach habe sie jedoch nur noch teilweise, während der Hochsaisonmonate, eine Erwerbstätigkeit ausgeübt. Sie sei während verschiedener (Nebensaison-) Perioden ohne Erwerb gewesen, ohne dass diesbezüglich Anhaltspunkte für eine krankheitsbedingte Unmöglichkeit einer Erwerbstätigkeit vorlägen. Es bestünden ferner erhebliche Zweifel daran, ob die Beschwerdeführerin während des Bezugs von Krankentaggeldern tatsächlich arbeitsunfähig gewesen sei. Die diagnostizierten Leiden vermöchten die verschiedenen Arbeitsunterbrüche jedenfalls nicht vollständig zu erklären. Es sprächen erhebliche Indizien dafür, dass die Versicherte seit 1995 nicht in erster Linie krankheitsbedingt nur noch teilweise erwerbstätig gewesen sei, sondern dass sie vielmehr aus anderen Gründen darauf verzichtet habe, einer vollen Erwerbstätigkeit nachzugehen bzw. eine Stelle zu suchen, bei der sie ganzjährig hätte arbeiten können. Unter diesen Umständen sei nicht zu beanstanden, dass die Verwaltung von einer Teilerwerbstätigkeit im Umfang von 50 % ausgegangen sei.