Citation: 6B_1227/2018 E. 1.3

1.3. Die Vorinstanz legt unter Verweis auf das erstinstanzliche Urteil überzeugend dar, weshalb der zur Anklage erhobene Strafbefehl vom 21. September 2017 dem Anklagegrundsatz sowohl unter dem Gesichtspunkt der Umgrenzungs- als auch der Informationsfunktion genügt. Für den Beschwerdeführer bestanden nie Zweifel daran, welcher Vorwurf ihm gemacht wird. Die in der Anklageschrift verwendete Formulierung "[e]benfalls auf derselben Strecke, beim Autobahnkilometer 90.000, fuhren Sie mit einer maximalen Geschwindigkeit von 100 km/h mit ungenügendem Abstand, namentlich maximal 18 Meter hinter dem Personenwagen xxx hinterher" hat weder eine ausreichende Konkretisierung des an den Beschwerdeführer gerichteten Vorwurfs verhindert noch ihn in der angemessenen Ausübung seiner Verteidigungsrechte beeinträchtigt. Beim Hintereinanderfahren mit ungenügendem Abstand handelt es sich um ein Delikt, das insbesondere auf der Autobahn naturgemäss nicht statisch an einer Stelle verwirklicht wird. So führt denn auch die Anklage aus, das Delikt sei "beim" Autobahnkilometer 90.000 begangen worden. Entsprechend brachte der Beschwerdeführer im Verfahren selbst vor, dass zur Beurteilung der Situation am Autobahnkilometer 90.000 auch das Entstehen der Situation und das Verhalten des Beschwerdeführers nachher gewürdigt werden müssen. Die Formulierung der Anklage hinderte den Beschwerdeführer keineswegs daran, seine Verteidigungsstrategie zu entwickeln. Der Anklagegrundsatz wurde nicht verletzt.