Citation: 5P.442/2005 27.01.2006 E. 1

Die unentgeltliche Prozessführung umfasst gemäss Art. 282 Abs. 1 ZPO/SG die Befreiung von Vorschüssen und Sicherheitsleistung, die Befreiung von den Gerichtskosten und die Bestellung eines staatlich entschädigten Vertreters. Der Entscheid des erstinstanzlichen Gerichtspräsidenten betreffend unentgeltliche Prozessführung unterliegt dem Rekurs, über den der Einzelrichter des Kantonsgerichts kantonal letztinstanzlich entscheidet (vgl. Leuenberger/Uffer-Tobler, Kommentar zur Zivilprozessordnung des Kantons St. Gallen, Bern 1999, N. 2e zu Art. 217, N. 3 zu Art. 237 und N. 1b zu Art. 289 ZPO). Sein Entscheid kann auf Bundesebene einzig mit staatsrechtlicher Beschwerde wegen Verletzung verfassungsmässiger Rechte der Bürger angefochten werden (Art. 84 Abs. 1 lit. a und Art. 87 Abs. 2 OG; BGE 129 I 129 E. 1.1 S. 131). Die staatsrechtliche Beschwerde ist auch im Fall der unentgeltlichen Rechtspflege kassatorischer Natur. Der Antrag des Beschwerdeführers, ihm für das kantonale Verfahren die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren, erweist sich deshalb als unzulässig (BGE 129 I 129 E. 1.2 S. 131 ff.). Mit diesem Vorbehalt kann auf die staatsrechtliche Beschwerde eingetreten werden.