Citation: 1C_414/2023 E. 3.1

3.1. Aus Art. 29 Abs. 2 BV ergibt sich für die Parteien das Recht, Beweisanträge zu stellen, und für die Behörden die Pflicht, rechtzeitig und formgültig angebotene Beweisbegehren entgegenzunehmen und zu berücksichtigen. Keine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt indes vor, wenn ein Gericht auf die Abnahme beantragter Beweismittel verzichtet, weil es aufgrund der bereits abgenommenen Beweise seine Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür in vorweggenommener Beweiswürdigung annehmen kann, dass seine Überzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert würde (BGE 136 I 229 E. 5.2 und 5.3). Der Entscheid darüber, ob ein Augenschein angeordnet wird, steht im pflichtgemässen Ermessen der anordnenden Behörde. Eine dahingehende Pflicht besteht nur, wenn die tatsächlichen Verhältnisse auf andere Weise nicht abgeklärt werden können (vgl. Urteile 1C_76/2012 vom 6. Juli 2012 E. 2.3 und 1C_281/2015 vom 28. Juni 2016 E. 2). Die Vorinstanz hat sich zu diesem Antrag des Beschwerdeführers geäussert. Sie führte aus, dass mit den Akten und Plänen, dem Solothurnischen Geografischen Informationssystem und den Ausführungen zu Neuendorf im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS, SR 451.12) die Sache hinreichend dokumentiert sei. Dabei hat die Vorinstanz auch die Angaben im ISOS zu Neuendorf zusammengefasst aufgeführt. Der Beschwerdeführer setzt sich damit im Rahmen seiner Beschwerde nicht auseinander. Auch legt er nicht dar, welche entscheidwesentlichen Feststellungen die Vorinstanz anlässlich eines Augenscheins hätte machen können, die sich nicht bereits aus den von der Vorinstanz konsultierten Dokumenten ergaben. Im Rahmen des vorinstanzlichen Verfahrens hat der Beschwerdeführer keine Befragung von Zeugen verlangt. Schon aus diesem Grund liegt keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor.