Citation: 5A_533/2023 E. 3.6.8

3.6.8. Es ist offensichtlich, dass die Beschwerdegegnerin das Aufenthaltsbestimmungsrecht des Beschwerdeführers verletzt hat. Zivilrechtlich bleibt dies indessen - vom Gesetzgeber bewusst gewollt - sanktionslos (BGE 149 III 81 E. 2.4.1; 144 III 10 E. 5; je mit Hinweisen). Dies bedeutet einerseits, dass das eigenmächtige Handeln der Beschwerdegegnerin per se keine Obhutszuteilung an den Beschwerdeführer rechtfertigen kann, zumal keine missbräuchlichen Beweggründe für den Wegzug erstellt sind (vgl. vorne E. 3.4). Andererseits hat dies - so stossend es dem Beschwerdeführer verständlicherweise auch erscheinen mag - zur Folge, dass die mittlerweile seit bald eineinhalb Jahren bestehende aktuelle Situation unter dem Gesichtspunkt der Stabilität der Verhältnisse berücksichtigt werden muss (vgl. BGE 142 III 502 E. 2.7 mit Hinweis), was sich angesichts der Feststellungen im angefochtenen Entscheid zugunsten der Beschwerdegegnerin auswirkt, obwohl sie die heutigen Verhältnisse ohne Zustimmung des Beschwerdeführers selbst geschaffen hat. Nach dem Gesagten ist auch unter dem Gesichtspunkt der Stabilität der Verhältnisse keine Willkür ausgewiesen. Die Beschwerde erweist sich hinsichtlich der Obhutszuteilung als unbegründet.