Citation: 2C_16/2015 E. 2.4.2

2.4.2. Befindet die Beteiligung sich im Privatvermögeneiner natürlichen Person, greift in jedem Fall die reine Dreieckstheorie (Reich, a. a. O., § 13 N. 131; Felix Richner/Walter Frei/Stefan Kaufmann/ Hans Ulrich Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. Aufl. 2009, N. 148 zu Art. 20 DBG). Ihr zufolge fliesst die geldwerte Leistung für eine logische Sekunde von der leistenden Gesellschaft an den Beteiligungsinhaber, wo sie als Ertrag aus beweglichem Vermögen (verdeckte Gewinnausschüttung) erfasst wird, und von da an die dem Beteiligungsinhaber nahestehende Drittperson (BGE 138 II 57 E. 4.2 S. 61 f.; 131 II 722 E. 4.1 S. 726 f.; Urteile 2C_476/2014 vom 21. November 2014 E. 7.3, in: ASA 83 S. 412; 2C_1023/2013 vom 8. Juli 2014 E. 3.4.1, in: StR 69/2014 S. 735; Maja Bauer-Balmelli, in: Zweifel/Beusch/Bauer-Balmelli, a. a. O., N. 24 zu Art. 21 VStG; LOCHER, II, N. 123 und 126 ff. zu Art. 58 DBG). Dort stellt sie sich regelmässig als unentgeltliche Zuwendung dar (verdeckte Kapitaleinlage, Schenkung und dergleichen; Urteil 2A.315/1991 / 2A.320/1991 vom 22. Oktober 1992 E. 4a mit Hinweisen, in: ASA 63 S. 145, RDAF 1995 S. 38, StE 1993 B 24.4 Nr. 33, StR 50/1995 S. 542; auch dazu Reich, a. a. O., § 13 N. 131).