Citation: 8C_257/2024 E. 6.2

6.2. Die Vorinstanz hat beim Valideneinkommen nicht auf den tatsächlich erzielten oder den statistischen Lohn in der Gastronomie, sondern auf den LSE-Totalwert abgestellt. Inwiefern sich dies zu Lasten des Beschwerdeführers auswirkte, wird nicht dargetan und ist nicht ohne Weiteres erkennbar. Bezüglich des Abzugs vom (ebenfalls) auf statistischer Basis ermittelten Invalideneinkommen ist daran zu erinnern, dass das medizinische Anforderungs- und Belastungsprofil praxisgemäss eine zum zeitlich zumutbaren Arbeitspensum hinzutretende qualitative oder quantitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit darstellt, wodurch in erster Linie das Spektrum der erwerblichen Tätigkeiten (weiter) eingegrenzt wird, welche unter Berücksichtigung der Fähigkeiten, Ausbildung und Berufserfahrung der versicherten Person realistischerweise noch in Frage kommen. Davon zu unterscheiden ist die Frage, ob mit Bezug auf eine konkret in Betracht fallende Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage verglichen mit einem gesunden Mitbewerber nur bei Inkaufnahme einer Lohneinbusse reale Chancen für eine Anstellung bestehen. Lediglich wenn auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt unter Berücksichtigung solcher Einschränkungen, die personen- oder arbeitsplatzbezogen sein können, kein genügend breites Spektrum an zumutbaren Verweisungstätigkeiten mehr besteht, rechtfertigt sich allenfalls ein (zusätzlicher) Abzug vom Tabellenlohn (Urteil 8C_48/2021 vom 20. Mai 2021 E. 4.3.3; zur Anwendbarkeit der bisheringen Rechtsprechungsgrundsätze: Urteil 8C_823/2023 vom 8. Juli 2024 E. 9.4.2 [Gesetzesmaterialien] sowie E. 10.6, zur Publikation vorgesehen). Das kantonale Gericht hat sich dazu eingehend geäussert und erkannt, dass dem Beschwerdeführer trotz seiner somatisch und psychisch bedingten Einschränkungen eine hinreichende Auswahl an möglichen Arbeitsplätzen verbleibe. Anzufügen bleibt, dass die medizinisch ausgewiesene Leistungsminderung bei vollzeitlicher Präsenz in leidensangepasster Tätigkeit unter dem Aspekt des Beschäftigungsgrades praxisgemäss (unter der hier anwendbaren, bis 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage) keinen leidensbedingten Tabellenlohnabzug begründet (Urteil 8C_243/2023 vom 5. September 2024 E. 7.6 mit Hinweis auf 8C_823/2023 vom 8. Juli 2024, zur Publikation vorgesehen; ferner zuletzt etwa Urteile 9C_360/2022 vom 4. November 2022 E. 4.3.3; 8C_627/2021 vom 25. November 2021 E. 5.1 und 5.2; 9C_283/2020 vom 17. August 2020 E. 7.2.2; 8C_403/2017 vom 25. August 2017 E. 4.3). Ebenso wenig ist dies ab 1. Januar 2022 unter Berücksichtigung des dann in Kraft getretenen Art. 26bis Abs. 3 IVV der Fall. Dass die Vorinstanz (dennoch) einen leidensbedingten Abzug von 15 % statt der beantragten 25 % gewährt hat, lässt sich nicht beanstanden.