Citation: 7B_356/2023 E. 3.3.4

3.3.4. Bei der Interessenabwägung stehen sich die vorstehend dargestellten, mit fortschreitender Vollzugsdauer zunehmend stärker ins Gewicht fallenden Freiheitsinteressen des Beschwerdeführers und die Sicherungsinteressen der Allgemeinheit gegenüber. Letztere verfolgen den Schutz von Leib und Leben von Einzelnen und damit des höchsten Rechtsguts überhaupt. Die Legalprognose bezüglich der Rückfallgefahr für schwere Gewaltdelikte ist nach wie vor, nicht zuletzt in Anbetracht der im vergangenen Jahr begonnenen und kurz darauf wieder abgebrochenen Therapie, schlecht. Entsprechend hohe Bedeutung ist den öffentlichen Interessen beizumessen. Das Interesse des Beschwerdeführers, seine Freiheit wieder zu erlangen, hat hinter diese und hinter den Anspruch potenzieller Opfer auf Schutz vor massiver körperlicher Beeinträchtigung zurückzutreten. Seine Gefährlichkeit ist insgesamt zu hoch, um eine bedingte Entlassung aus der Verwahrung vertreten zu können. Der damit einhergehende erhebliche Eingriff in die Freiheitsrechte des Beschwerdeführers erweist sich immer noch als verhältnismässig.