Citation: 9C_528/2020 E. 7.3.2

7.3.2. Dem Versicherten ist darin beizupflichten, dass zur Bestimmung des Valideneinkommens bei Selbstständigerwerbenden zumeist auf die im IK eingetragenen Einkommen abzustellen ist (Urteil 8C_529/2017 vom 22. November 2017 E. 2.2 mit weiteren Hinweisen). Es steht jedoch sowohl der versicherten Person als auch der Verwaltung und im Beschwerdefall dem Gericht der Gegenbeweis offen, dass das tatsächlich erzielte (beitragspflichtige) Einkommen (erheblich) höher oder tiefer ist als die verabgabten IK-Einkünfte (vgl. Urteile 8C_328/2020 vom 3. September 2020 E. 2.2 mit Hinweis auf 8C_9/2009 vom 10. November 2009 E. 3.3, in: SVR 2010 IV Nr. 26 S. 79; 8C_443/2018 vom 30. Januar 2019 E. 2.1 und 9C_48/2018 vom 18. Mai 2018 E. 6.1). Die Vorinstanz legte in Anlehnung an den Abklärungsbericht Landwirtschaft vom 21. August 2018 dar, dass in den letzten fünf Jahren vor dem ersten Unfallereignis von 2014 jeweils die Minimaleinkommen verbucht worden seien. Die Verwaltung habe daher korrekterweise bei der Ausgleichskasse die effektiv erwirtschafteten Einkommen erfragt und diese im Zusammenspiel mit den Angaben der Steuerbehörde berücksichtigt. Damit ist für das Bundesgericht verbindlich festgestellt, dass der tatsächlich erzielte Verdienst nicht dem Betrag im IK-Auszug entspricht, weshalb die dort aufgeführten Einkünfte nicht in diesem Umfang übernommen werden können. Die Sache ist daher an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie das anrechenbare Einkommen aus der selbstständigen Landwirtschaftstätigkeit klärt bzw. das Valideneinkommen neu beurteilt.