Citation: K 93/04 26.01.2005 E. 3

3.1 Dr. med. E.________ ist, wie erwähnt, nur bereit, die rechtsseitige Nasenstenose operativ zu verbessern. Aus dieser Äusserung kann aber nicht geschlossen werden, dass es keiner Lippenkorrektur bedarf. Der im Arztbericht von Prof. Dr. med. P.________ und Dr. med. H.________ konkret beschriebene operative Eingriff lässt nur vermuten, es sei keine Oberlippenoperation als solche erforderlich. Etwas Schlüssiges ergibt sich daraus für die eingangs gestellte Frage (Erw. 1) nicht. Dr. med. W.________ macht ebenfalls keine konkrete Aussage zur geltend gemachten Notwendigkeit dieser Korrektur als Voraussetzung für die Verbesserung der Nasenatmung. Eine Lippenoperation lehnt Dr. med. A.________ ab, da eine Gefühlsstörung eintreten würde. Diese Risikobeurteilung sagt jedoch nichts Abschliessendes über die Erforderlichkeit des Eingriffes aus. Dr. med. K.________ spricht zwar von einer notwendigen operativen Vorbereitung für die Nasenoperation, bleibt aber eine nähere Begründung dafür schuldig. Das Schreiben des Dr. med. S.________ enthält - entgegen der Ansicht der Vorinstanz - eine klare Äusserung zur Indikation der Lippenoperation: in einem ersten Schritt sei die Oberlippe zu korrigieren; der Naseneingriff sei wenig sinnvoll, ohne die vorgängig beschriebene Korrektur der Lippe. Die übrigen verfügbaren Berichte entkräften diese Auffassung nicht. 3.2 Bei dieser Aktenlage fällt eine abschliessende Beurteilung (BGE 125 V 352 Erw. 3a) der Frage, ob eine Lippenkorrektur als Vorbereitung oder Vorbedingung für die Nasenoperation notwendig sei, ausser Betracht. Zudem bleibt fraglich, ob diese aufgrund der von Dr. med. A.________ geltend gemachten eintretenden Gefühlsstörung überhaupt medizinisch verantwortet werden könnte. Der Fall wird daher an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie ein Administrativgutachten zur medizinischen Indikation einhole. Bei dieser Gelegenheit kann auch die Unklarheit hinsichtlich der durch Dr. med. K.________ im Arztbericht vom 3. November 2000 erwähnten Schmerzen in der Oberlippe infolge eines implantierten Knorpelstückes und dessen geforderte operative Korrektur ausgeräumt werden.