Citation: 8C_460/2024 E. 3.2

3.2. Der Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV umfasst als Mitwirkungsrecht alle Befugnisse, die einer Partei einzuräumen sind, damit sie in einem Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann (vgl. BGE 144 I 11 E. 5.3; 136 I 265 E. 3.2; 135 II 286 E. 5.1). Als Teil des Anspruchs auf rechtliches Gehör steht der versicherten Person das Recht zu, sich zum Beweisergebnis zu äussern und erhebliche Beweisanträge zu stellen. Hält es ein Versicherungsträger bei Vorliegen eines externen Gutachtens für notwendig, Erläuterungs- oder Ergänzungsfragen zu stellen, ist der versicherten Person ebenfalls Gelegenheit zu bieten, Ergänzungsfragen an die Expertin oder den Experten zu richten (BGE 136 V 113 E. 5.4; Urteile 8C_696/2023 vom 27. September 2024 E. 4.3.2; 8C_811/2021 vom 27. April 2022 E. 4.1). Das Recht, angehört zu werden, ist formeller Natur. Die Verletzung des rechtlichen Gehörs führt ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung (BGE 126 V 130 E. 2b mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung kann eine nicht besonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs ausnahmsweise als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei überprüfen kann (BGE 137 I 195 E. 2.3.2; 136 V 117 E. 4.2.2.2; 132 V 387 E. 5.1; je mit Hinweisen; Urteil 9C_555/2020 vom 3. März 2021 E. 4.4.1 mit Hinweisen). Es trifft zu, dass die IV-Stelle im Rahmen der an die SMAB-Gutachter gerichteten Ergänzungsfragen dem Beschwerdeführer keine Gelegenheiten bot, ebenfalls solche zu stellen oder sich vor Erlass der Verfügung zur SMAB-Stellungnahme zu äussern. Der Einwand der Gehörsverletzung ist somit begründet. Die IV-Stelle sandte ihm jedoch mit Erlass der Verfügung die gesamten IV-Akten seit dem 18. März 2022 zur Kenntnisnahme zu. Der rechtskundig vertretene Beschwerdeführer hatte demgemäss nach Erlass der Verfügung Kenntnis vom Inhalt der Stellungnahme. Er konnte sich anhand der Ausführungen in der Verfügung über die Gründe der IV-Stelle, aufgrund derer diese einen Rentenanspruch verneinte, ein Bild machen und hatte im kantonalen Beschwerdeverfahren die Möglichkeit, sich eingehend zum Inhalt der Stellungnahme zu äussern. In Übereinstimmung mit der Vorinstanz konnte die Verfügung der IV-Stelle somit sachgerecht angefochten werden, zumal es sich beim Versicherungsgericht des Kantons Aargau um eine Beschwerdeinstanz handelt, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei überprüft. Der Beschwerdeführer dringt nicht durch, wenn er vorbringt, die Vorinstanz hätte ihm die Möglichkeit, aktuelle Arztberichte oder Stellungnahmen einzureichen, anzeigen sollen. So war er doch rechtskundig vertreten. Die Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die IV-Stelle ist nach dem Gesagten im Verfahren vor der Vorinstanz geheilt worden.