Citation: 5D_33/2017 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass bei offensichtlich zu hohem Streitwert darauf abzustellen ist, was er in guten Treuen hätte geltend machen können. Er erachtet aber in seinem Fall die Voraussetzung für eine Kürzung als nicht gegeben, da nicht von einem offensichtlich zu hohen Streitwert ausgegangen werden könne. Folgerichtig wird die obergerichtliche Streitwertkürzung als willkürlich beanstandet. Im Einzelnen macht der Beschwerdeführer zusammengefasst geltend, die erste Instanz habe den Streitwert als nicht offensichtlich zu hoch bezeichnet, sondern diesen während immerhin zwei Prozessjahren nicht beanstandet. Gegen einen offensichtlich überhöhten Streitwert spreche ferner, dass die Vorinstanz zur Begründung ihrer Schlussfolgerung sieben Seiten benötigt habe. Die Berechnung der Vorinstanz zum Streitwert seien fiktiv, zumal sich die Beklagte nie zu ihrem Vermögen geäussert habe. Die obergerichtliche Schlussfolgerung, die Beklagte habe bei Klageanhebung über ein Vermögen von Fr. 100'000.-- verfügt, sei unhaltbar; sie wäre nur vertretbar, wenn dem Obergericht bekannt geworden wäre, dass die Beklagte per Datum des Ehescheidungsurteils über kein weiteres Vermögen auf Sparheften mehr verfügt habe.