Citation: 6B_890/2023 E. 2.3.7

2.3.7. Insgesamt sei eine Landesverweisung des Beschwerdeführers, der seit seiner Geburt in der Schweiz lebe, als ein schwerer persönlicher Härtefall i.S.v. Art. 66a Abs. 2 StGB zu qualifizieren. Jedoch überwiege das hohe öffentliche Interesse an der Landesverweisung die nicht unerheblichen privaten Interessen des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz deutlich. Damit seien die Voraussetzungen für eine Landesverweisung erfüllt. Diese erweise sich sowohl unter dem Blickwinkel von Art. 66a Abs. 2 StGB als auch unter demjenigen von Art. 8 Ziff. 2 EMRK als verhältnismässig und rechtskonform. Unter Berücksichtigung der persönlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers sowie der aufgrund der Anzahl und Schwere der begangenen Sexualdelikte sowie der ungünstigen Legalprognose hohen Gefährlichkeit für die öffentliche Sicherheit, sei die Dauer der Landesverweisung mit der Vorinstanz auf zehn Jahre festzusetzen.