Citation: 7B_225/2022 E. 2.3

2.3. Der Beschwerdeführer übt sich weitestgehend in appellatorischer Kritik am angefochtenen Urteil, ohne darzutun, dass dieses auch im Ergebnis willkürlich sein soll. Es ist nicht ersichtlich, weshalb das von der Vorinstanz festgestellte Geschehen, dass der körperlichen Aggression keinerlei Bedrohungslage für den Beschwerdeführer oder die Mitbeschuldigten vorausging und zum Zeitpunkt der Gewaltanwendung keine Provokationen seitens der Beschwerdegegner 2 und 3 im Gang waren, willkürlich sein sollte. Die Vorinstanz stellt hierbei unter anderem auf die Schilderungen des Mitbeschuldigten E.________ ab, der anders als der Beschwerdeführer und dessen Bruder keine Todesdrohung durch den Beschwerdegegner 2, sondern bloss eine Beleidigung, erwähnt. Abgesehen davon fehlen dem Beschwerdegegner 2 gemäss Vorinstanz die erforderlichen Deutschkenntnisse, um die vom Beschwerdeführer und dessen Bruder behauptete Drohung "ich bringe dich um" auszusprechen. Weiter verwirft die Vorinstanz die Schilderungen des Beschwerdeführers und dessen Bruders zu einer anderweitigen Bedrohungslage mit überzeugender Begründung. In diesem Zusammenhang hatte der Bruder seine Aussage als unwahr zurückgenommen, dass der Beschwerdegegner 2 ein Messer mitgeführt haben soll. Weiter stellt die Vorinstanz auf die Aussagen eines neutralen Tatzeugen ab, wonach vor der tätlichen Auseinandersetzung keine Bedrohung durch die Beschwerdegegner 2 und 3 erfolgte. Damit befasst sich der Beschwerdeführer nicht. Soweit der Beschwerdeführer argumentiert, E.________ sei alkoholisiert gewesen und habe die Aussagen des Beschwerdegegners 2 getrübt wahrgenommen, unterzieht er die Beweise einer eigenen Würdigung, ohne Willkür im Ergebnis darzulegen. Hinsichtlich des Kerngeschehens der Auseinandersetzung übergeht der Beschwerdeführer, dass die Vorinstanz auf sein Geständnis abstellt, wonach er mehrmals mit der Faust auf den Kopf des Beschwerdegegners 2 geschlagen und mit dem Knie in dessen Bauch bzw. in dessen Oberkörper gestossen hat (sogenannter Kniestich). Weiter hat der Beschwerdeführer gemäss der Vorinstanz eingeräumt, dem Beschwerdegegner 2 zwei Fusstritte gegen den Kopf versetzt zu haben. Nicht willkürlich ist in diesem Zusammenhang, dass die Vorinstanz vom "am Boden liegenden Opfer" spricht. Dies gilt, selbst wenn der Beschwerdeführer sich nicht genau an die Position des Beschwerdegegners 2 zu erinnern vermochte, als er danach gefragt wurde, ob dieser "eher gelegen oder eher gesessen sei". Erheblich ist, dass er aussagte, auf ein wehrloses, zu Boden gegangenes, bzw. in seiner Sprache "zusammengesacktes" Opfer eingetreten zu haben. Hinzu kommt, dass die Vorinstanz für die Erstellung des Tatgeschehens auf die gleichlautenden Aussagen eines neutralen Tatzeugen abstellt. Schliesslich stimmen die am Opfer festgestellten objektiven Verletzungen, namentlich die massiven Kopfverletzungen, mit dem vorinstanzlich festgestellten Tatgeschehen überein, wonach der Beschwerdeführer gemäss eigenen Aussagen zweimal wuchtig gegen den Kopf des am Boden liegenden Opfers getreten hat, so "wie man gegen einen Fussball tritt". Was an diesen nachvollziehbar begründeten, auf verschiedene Aussagen und objektive Beweismittel abgestützten Feststellungen willkürlich sein soll, ist nicht ersichtlich. Daran ändert auch nichts, dass die Vorinstanz den daneben angeklagten Stampftritt auf den Kopf des am Boden liegenden Beschwerdegegners 2 nach dem Grundsatz "in dubio pro reo" als nicht erwiesen erachtet hat, zumal auch der neutrale Tatzeuge keine entsprechenden Beobachtungen gemacht hat. Die Vorinstanz durfte willkürfrei davon ausgehen, dass die betreffenden Wahrnehmungen des Beschwerdegegners 2 nicht hinreichend belastbar sind, ohne dass Zweifel an dessen übrigen Schilderungen aufkommen. Denn der Beschwerdegegner 2 schützte sich nach ihren Feststellungen am Boden liegend mit den Armen und nahm dadurch, anders als in anderen Phasen der Auseinandersetzung, nicht jedes Detail wahr, so dass der diesbezügliche angeklagte Sachverhalt nicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erstellt werden kann. Die Vorinstanz thematisiert die exakten Handlungen des Bruders des Beschwerdeführers im Rahmen ihrer Beweiswürdigung nicht. Auch bei der rechtlichen Einordnung der Tat erwähnt die Vorinstanz keine Schläge oder Tritte des Bruders des Beschwerdeführers gegen den am Boden liegenden Beschwerdegegner 2. Wieweit diesbezüglich Willkür vorliegen sollte, erschliesst sich nicht. In diesem Zusammenhang ist auch nicht ersichtlich, inwieweit diese Fragen für den Sachverhalt betreffend den Beschwerdeführer und die rechtliche Einordnung seiner Handlungen von Bedeutung wären. Die Willkürrüge erweist sich als unbegründet, soweit darauf einzutreten ist.