Citation: 6B_1201/2019 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz stellt fest, der Mitbeschuldigte I.________ habe im Tatzeitraum die von ihm auf dem Original-Briefpapier der angeblichen Leistungserbringer erstellten fiktiven Rechnungen der Privatklägerin zugestellt bzw. sie in die interne Administration der Privatklägerin eingeschleust. Sodann habe er mittels Eingangsstempel deren Erfassung veranlasst, sie visiert und sie damit zur Verbuchung und Zahlung freigegeben. Dadurch seien gegenüber den für die Auslösung des Zahlungsvorgangs zuständigen Mitarbeitern in der Kreditorenabteilung der Privatklägerin Forderungen von Informatikdienstleistern vorgetäuscht worden, die gar nicht oder jedenfalls nicht im angegebenen Umfang bestanden hätten. Die Vorinstanz qualifiziert das täuschende Vorgehen des Beschwerdeführers und seines Mittäters als arglistig. Sie nimmt an, die Privatklägerin habe durchaus Vorsichtsmassnahmen getroffen und insbesondere ein entsprechendes Organisationsreglement erlassen. Zudem sei bei der Prüfung der Arglist der vom Täuschenden betriebene Aufwand gegen die vom Täuschungsopfer zu fordernde Sorgfalt abzuwägen. Vorliegend sei das Kontrollsystem der Privatklägerin dadurch unterlaufen worden, dass ein "Interner eingeschleust" worden sei, der gezielt das ihm von der Privatklägerin als seine Arbeitgeberin entgegengebrachte Vertrauen ausgenutzt habe. Zudem hätten die Täter mit der Erstellung der detaillierten, aber falschen Rechnungen einen erheblichen kriminellen Aufwand betrieben. Das Gelingen des Betruges sei letztlich auf ein planmässiges und raffiniertes Vorgehen sowie auf die Stellung des Mitbeschuldigten I.________ als Angestellter und des Beschwerdeführers als Vertragspartner der Privatklägerin zurückzuführen. Diese Stellung bzw. das damit verbundene Vertrauen hätten die beiden Mittäter skrupellos ausgenützt. Schliesslich sei zu berücksichtigen, dass die Privatklägerin innerhalb ihrer üblichen Geschäftstätigkeit agiert und nicht von reinem Profitstreben motiviert gewesen sei. Insgesamt könne daher nicht gesagt werden, die Privatklägerin verdiene vorliegend keinen strafrechtlichen Schutz. Das Merkmal der Arglist sei somit erfüllt (angefochtenes Urteil S. 78 ff.).