Citation: 8C_694/2018 E. 3.3

3.3. Die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Einwände sind teilweise begründet. Soweit sich die Vorinstanz für die Annahme einer vollen Arbeitsfähigkeit auf den Bericht vom 21. März 2014 des Dr. med. C.________ beruft, stellte sie den Sachverhalt unvollständig fest. Ihr ist insofern beizupflichten, als der HNO-Spezialist keine (prozentualen) Angaben zu einer allfälligen Arbeitsunfähigkeit machte. Dieser - offenbar bewusste - Verzicht bedeutet allerdings nicht, dass er eine Arbeitsunfähigkeit als nicht ausgewiesen erachtete. Dies ergibt sich namentlich aus dem zweiten Teil seiner Antwort, in welcher er explizit darauf hinweist, dass die Hörrestigkeit "natürlich sowohl im Beruf als Architekt wie auch in angepasster Tätigkeit eine Rolle" spiele. Entsprechendes bestätigte er denn auch in seinem vorherigen Bericht vom 7. Januar 2014. In diesem Schreiben zuhanden der Beschwerdegegnerin empfahl er im Übrigen eine Zuweisung des Patienten an die Klinik E.________ zwecks Durchführung der notwendigen Abklärungen zur Beurteilung des Restgehörs und zur Beantwortung der Frage, ob die Hörversorgung optimiert werden könne. Zudem regte er an, die Option eines Cochlea-Implantats in Erwägung zu ziehen, zumal diese operative Versorgung dem Patienten ein sozial adäquates Gehör ermöglichen könnte. Ob in der Folge weitere medizinische Abklärungen getätigt wurden, lässt sich den vorliegenden Akten nicht entnehmen. Insbesondere wies auch die RAD-Ärztin in ihrer Stellungnahme vom 21. Juli 2016 darauf hin, dass nicht ersichtlich sei, was von Seiten der ORL-Spezialisten seit März 2014 unternommen worden sei.