Citation: 4P.21/2007 14.03.2007 E. 4

Das Obergericht ist im Wesentlichen gestützt auf das im Appellationsverfahren eingeholte Gutachten C.________ zum Ergebnis gelangt, dass der Marktwert des gekauften Lastwagens im Zeitpunkt des Abschlusses des Kaufvertrages knapp unter den vom Beschwerdegegner im kantonalen Rechtsmittelverfahren zugestandenen Fr. 28'080.-- gelegen habe. Mit der staatsrechtlichen Beschwerde wird dem Obergericht in diesem Zusammenhang eine Verletzung von Art. 9 und 29 BV wegen willkürlicher Beweiswürdigung und Verletzung des rechtlichen Gehörs vorgeworfen. Die von der Beschwerdeführerin erhobenen Rügen sind indessen unbegründet. Entgegen ihren Vorwürfen hat sich das Obergericht im angefochtenen Urteil mit den von ihr gegen das Gutachten C.________ erhobenen Einwänden auseinandergesetzt, diese aber teils aus prozessualen Gründen für unzulässig erklärt, teils als nicht stichhaltig verworfen. Auf die Frage der prozessualen Zulässigkeit wird in der Beschwerdeschrift gar nicht eingegangen, so dass es insoweit an der gemäss Art. 90 Abs. 1 lit. b OG erforderlichen Begründung fehlt. Im Übrigen hat sich das Obergericht zum Einwand der Beschwerdeführerin bezüglich damaliger Marktlage und Auslandnachfrage geäussert und darauf hingewiesen, dass der Experte unter diesen Titeln in seiner Berechnung einen Zuschlag von 120 % vorgenommen hat. Insoweit fehlt wiederum in der Beschwerdeschrift eine genügende Auseinandersetzung mit den Argumenten des Obergerichts. Im angefochtenen Urteil wird sodann festgehalten, dass der Gerichtsgutachter darauf hingewiesen habe, dass die Marktlage auch durch die Abgasnormen beeinflusst werde und unter diesem Gesichtspunkt der vom Beschwerdegegner gekaufte Lastwagen nicht besonders attraktiv gewesen sei, weil er bloss die Euronorm 0 erfüllt habe und deswegen mit der höchsten LSV-Abgabe besteuert worden sei. Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, stellt unzulässige appellatorische Kritik am Urteil des Obergerichts dar und ist nicht zu hören. Wenn die Beschwerdeführerin schliesslich vorbringt, das Obergericht habe nicht berücksichtigt, dass der Kauf durch die GE Money Bank finanziert worden sei, vermag sie damit ebenfalls keine willkürliche Beweiswürdigung aufzuzeigen. Das Obergericht durfte diesen Umstand ohne Willkür als nicht ausschlaggebend betrachten, da beim Entscheid der GE Money Bank, einen solchen Kauf zu finanzieren, offensichtlich andere Faktoren als der Marktwert des im Zeitpunkt des Vertragsschlusses bereits vierzehn Jahre alten Lastwagens im Vordergrund standen. Damit erweisen sich die von der Beschwerdeführerin in diesem Punkt erhobenen Rügen der Verletzung von Art. 9 und 29 BV als unbegründet, soweit auf sie eingetreten werden kann.