Citation: 8C_63/2014 E. 5.1

5.1. In der Beschwerde wird vorab beanstandet, die Vorinstanz verkenne, dass das Dekret des Kantons Aargau über die Entschädigung der Anwälte vom 10. November 1987 (Anwaltstarif, AnwT/AG; SAR 291.150) zwei Arten der Festsetzung der Entschädigung unterscheide. Obsiege eine Partei, werde die Parteientschädigung pauschal bemessen (§§ 3-9 AnwT/AG). Diesfalls würden nach Aufhebung von § 14 AnwT/AG seit 1. Januar 2011 keine Kostennoten mehr eingeholt. Bei Unterliegen werde der Partei kein Parteikostenersatz zugesprochen. Sei der unterliegenden Partei indessen ein unentgeltlicher Rechtsbeistand beigeordnet worden, so werde der entsprechende Aufwand aus der Gerichts- oder Staatskasse entlöhnt. Die Entschädigungsfestsetzung erfolge in diesen Fällen nach Massgabe von § 12 AntwT/AG auf Grund einer Rechnung der Anwältin oder des Anwalts und somit auf der Basis des konkret angefallenen Aufwands. Diese Differenzierung gehe klar aus der Systematik des AnwT/AG hervor, werde doch die Honorierung der unentgeltlichen Rechtsvertretung unter einem eigenen Titel in Ziffer 4 des Dekrets geregelt. Bei dieser Ziffer handle es sich eindeutig um einen eigenständigen, von den vorherigen Pauschalierungsansätzen getrennten Abschnitt des Anwaltstarifs.