Citation: 1B_627/2022 E. 2.3

2.3. Was die Beschwerdeführerin einwendet, lässt die vom ZMG triagierten und entsiegelten Aufzeichnungen nicht als für die Untersuchung offensichtlich irrelevant erscheinen. Dies gilt insbesondere für ihre Vorbringen, sie sei nicht beschuldigte Partei, die erhobenen E-Mails ihrer Mitarbeiterin bzw. ihres Organs stammten "praktisch ausschliesslich ab 2018", und es sei nicht ersichtlich, inwiefern die Aufzeichnungen "irgendeinen Bezug zu den mutmasslich deliktischen Vorgängen aus dem Jahr 2013 haben könnten". Mit den oben zusammengefassten anderslautenden Erwägungen der Vorinstanz setzt sich die Beschwerdeführerin nur kursorisch auseinander. Entgegen ihrer Ansicht drängt sich hier auch keine zeitliche Beschränkung auf. Wohl betrifft die Entsiegelung auch den E-Mailverkehr (zwischen dem 1. Januar 2018 und 16. April 2021) mit einem ehemaligen Verwaltungsrat der Beschwerdeführerin, der laut kantonalen Strafbehörden am 16. Mai 2017 als Organ der Beschwerdeführerin ausgeschieden sei. Die Strafbehörden legen jedoch dar, dass der ehemalige Verwaltungsrat auch noch am 16. April 2021 für die in die Untersuchung involvierte Unternehmensgruppe der Beschwerdeführerin tätig gewesen sei. Zwar macht die Beschwerdeführerin auch noch geltend, bei der Durchsicht der gesiegelten Dateien (anlässlich der Triageverhandlungen) habe sie festgestellt, dass diese Aufzeichnungen zu "Know-Your-Customer"-Abklärungen betreffend ihre Kunden und andere Gesellschaften ihrer Unternehmensgruppe enthielten, die "nichts mit der Untersuchung zu tun" hätten. Sie legt indessen nicht dar, inwiefern diese (angeblich 4'300) Dateien zum Vornherein als irrelevant eingestuft werden könnten. Eine offensichtlich fehlende sachliche Konnexität - im Sinne der oben (E. 2.1) dargelegten Praxis - ist umso weniger dargetan, als gerade einige ihrer Geschäftspartner und gewisse Gesellschaften ihrer Unternehmsgruppe in die untersuchten Vorgänge involviert sind.