Citation: 9C_33/2015 E. A

A.________, geboren 1982, bezog seit 1. Januar 2006 eine ganze Invalidenrente der IV und eine Hilflosenentschädigung bei Hilflosigkeit leichten Grades (Verfügungen der IV-Stelle des Kantons Aargau vom 26. Oktober 2007) sowie eine Invalidenrente der beruflichen Vorsorge. Am 3. Juli 2007 bestätigte er erstmals unterschriftlich zu Handen der IV-Stelle, sich einer "konsequenten, intensiven Psychotherapie und anschliessenden medikamentösen Therapie zu unterziehen". Die Ansprüche gegenüber der IV wurden in der Folge am 20. Oktober 2008und 17. März 2010 revisionsweise bestätigt. Am 1. März 2011 forderte die IV-Stelle A.________ erneut auf, sich einer "stationären ggf. teilstationären Verhaltenstherapie zur Behandlung der Agoraphobie in einer dafür geeigneten Institution sowie der Fortsetzung einer intensiven und konsequenten kombinierten Pharmakotherapie und verhaltenstherapeutisch orientierten Psychotherapie zu unterziehen". Am 26. Oktober 2011 bestätigte die IV-Stelle, es bestehe weiterhin Anspruch auf die bisherige Rente. Der damals behandelnde Dr. med. B.________, Praktischer Arzt FMH, teilte der IV-Stelle am 13. April und 2. Juli 2012 mit, der Versicherte erscheine nur sehr unregelmässig zu den Terminen; im Jahr 2011 habe nur drei Mal eine Therapie stattgefunden. Die Medikamente würden wegen irgendwelcher Ängste nicht eingenommen, weshalb die psychotherapeutische Behandlung nicht erfolgreich sei. Daraufhin veranlasste die IV-Stelle eine Begutachtung bei den Psychiatrischen Diensten C.________ (Expertise vom 5. Februar 2013). Am 9. April 2013 forderte die IV-Stelle A.________ ein weiteres Mal auf, sich einer mehrwöchigen stationären Therapie mit psychotherapeutischen Kontakten im Einzel- und im Gruppensetting und einer anschliessenden teilstationären Therapie (sechs bis 12 Wochen) sowie der Einnahme eines Antidepressivums mit entsprechender Plasmaspiegelkontrolle zu unterziehen. Ausmass und Intensität der Behandlung seien durch den behandelnden Arzt bzw. Therapeuten festzulegen und deren Anweisungen sei vollumfänglich nachzukommen. Er werde gebeten, innert 30 Tagen zu bestätigen, der Aufforderung umgehend nachzukommen. Ohne fristgerechte Antwort oder sofern er die Massnahme ohne stichhaltigen Grund ablehne, erfolge die Rentenaufhebung. Hierauf mandatierte A.________ Rechtsanwalt Hans Jörg Werder und liess ein Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung stellen, welches die IV-Stelle mit Verfügung vom 31. Mai 2013 mangels Bedürftigkeit abwies. Nach durchgeführten Vorbescheidverfahren verfügte die IV-Stelle am 15. November 2013 die Aufhebung der Hilflosenentschädigung und am 26. Februar 2014 die Einstellung der Rente wegen verletzter Schadenminderungspflicht auf Ende des dem Erlass der Verfügung folgenden Monats.