Citation: 8C_128/2017 E. 4.4

4.4. Hätte der Beschwerdeführer vom Seeufer aus einen Kopfsprung in ca. 50 cm tiefes Wasser gemacht, wovon die Beschwerdegegnerin auszugehen scheint, wäre ein Wagnis wohl ohne weiteres zu bejahen. Diesen Sachverhalt hätte der Unfallversicherer indes mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen, was ihm - wie aus den obigen Erwägungen hervorgeht - nicht gelungen ist. Ebenso gut möglich ist, dass der Versicherte, wie er selber geltend macht und was die Zeugen teilweise bestätigen, vom vorderen Teil des praktisch auf Wasserhöhe stehenden Betonstegs in wesentlich tieferes Wasser gesprungen ist und dabei mit dem Kopf auf einem Stein aufgeprallt ist. Die Herkunft der Angaben in den Berichten des Kantonsspitals C.________ ist nicht geklärt und die Messungen der Suva, welche eine Wassertiefe von ca. 50 cm ergeben haben, stammen vom Seeuferbereich, nicht vom vorderen Bereich des Betonstegs. Aufgrund der erlittenen Verletzungen sodann kann nicht auf die Absprungstelle und daher auf den Wagnischarakter geschlossen werden. Da im heutigen Zeitpunkt von zusätzlichen Abklärungen keine neuen entscheidwesentlichen Aufschlüsse zu erwarten sind, kann und konnte auf weitergehende Erhebungen verzichtet werden (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236 f. mit Hinweis).