Citation: 9C_32/2022 E. 4.2

4.2. Beim Wohnheim handelt es sich um eine im Sinne der Interkantonalen Vereinbarung vom 20. September 2002 für soziale Einrichtungen (IVSE; SRL 896) anerkannte Institution (vgl. https://www.sodk.ch/de/ivse/ivse-datenbank/). Indessen ist es - anders als das Pflegeheim - nicht auf der Pflegeheimliste (vgl. Art. 39 Abs. 3 i.V.m. Abs. 1 lit. e KVG) des Kantons Aargau oder Luzern aufgeführt (vgl. https://www.ag.ch/de/dgs/gesundheit/gesundheitsversorgung/pflege/pflegeheimliste/pflegeheimliste_1.jsp). Auch wenn beide Institutionen unter den Heimbegriff im Sinne von Art. 10 Abs. 2 lit. a ELG fallen, decken sie offenkundig unterschiedliche Bedürfnisse der Bewohnenden ab. Damit scheint d ie Situation des Beschwerdeführers im Zusammenhang mit dem Übertritt vom Wohnheim in das Pflegeheim hinsichtlich eines unvermeidbaren "doppelten Wohnbedarfs" in der Tat grundsätzlich vergleichbar mit jener eines zu Hause wohnenden EL-Bezügers, der sich zunächst vorübergehend in ein Pflegeheim begibt und erst später für einen dauernden Aufenthalt entscheidet. Indessen sind auch erhebliche Unterschiede, insbesondere in der Höhe der (maximalen) Wohnkosten zu Hause resp. im Heim, zu veranschlagen. Ob die beiden Konstellationen genügend vergleichbar sind, um eine analoge Anwendung der Rz. 3390.01 f. WEL zu erlauben, kann aber letztlich offenbleiben, wie sich aus dem Folgenden ergibt.