Citation: 5A_166/2021 E. 3

Das Obergericht hat erwogen, der Beschwerdeführer habe kein Interesse (mehr) an der Behandlung seiner Beschwerden. Die von ihm beanstandete Berechnung der Auslagen für Arbeitsfahrten habe nur zwischen dem 16. und dem 24. Dezember 2020 bestanden. Die Berechnung sei am 24. Dezember 2020 zu seinen Gunsten revidiert und die Pfändung unterbrochen worden. Dazwischen seien keine Lohnpfändungsabzüge erfolgt. Ein allfälliger Mehrverdienst würde in Zukunft auch nicht ohne weiteres zu einer Pfändung des über das am 24. Dezember 2020 festgestellte Existenzminimum hinausgehenden Betrages führen. Das Betreibungsamt habe bei der jüngsten Existenzminimumsberechnung nämlich darauf verzichtet, den Lohn und die Arbeitsfahrten genau zu berechnen. Sollten sich die Einkommensverhältnisse ändern, wäre das Betreibungsamt gehalten, eine neue Existenzminimumsberechnung vorzunehmen und sämtliche Posten erneut zu prüfen. Das Rechtsschutzinteresse an der ersten Beschwerde sei folglich mit der revidierten Berechnung weggefallen und ein schutzwürdiges Interesse an der Behandlung der zweiten Beschwerde habe von vornherein nicht bestanden. In einer Eventualerwägung hielt das Obergericht fest, das Betreibungsamt habe die Arbeitgeberin des Beschwerdeführers um Auskunft bitten dürfen. Der Beschwerdeführer habe die nötigen Unterlagen nicht eingereicht und an seinen Angaben hätten Zweifel bestanden.