Citation: 5A_723/2017 E. 5.3.1

5.3.1. Das Obergericht hat angenommen, dass ein englisches Gericht sich nach dem Wortlaut des 1992 ISDA MA und der "commercial reasonableness" sowie des Prinzips von Treu und Glauben zu leiten habe. Ausgangspunkt für die Berechnung des Loss sei hier das Calculation Statement. Die Vorinstanz hat festgehalten, dass eine Partei, die von der anderen Partei die Ausgleichung eines Loss verlangt, der Gegenpartei eine entsprechende Berechnung - das Calculation Statement - zukommen lassen muss. Das Calculation Statement müsse nur so detailliert sein ("in reasonable detail"), wie es nach Treu und Glauben zumutbar sei. Das Gleiche gelte für die Konkurseingabe. Die Rückweisung ("Beantwortung"), wie hier durch die abweisenden Kollokationsverfügungen vom 3. April 2013, führe indes dazu, dass die Parteien sich im Prozess, hier im Kollokationsprozess, über die Berechnung auseinandersetzen müssten. Da die Beschwerdeführerinnen - und nicht die Beschwerdegegnerin, was (nach der Second Method) ebenfalls denkbar sei - einen Loss einfordern, obliege ihnen als Klägerinnen die Beweis- und Behauptungslast für die tatsächlichen Grundlagen der Loss-Berechnung.