Citation: 2C_999/2020 E. 5.3.2

5.3.2. Zu prüfen ist daher, ob ein Sachzusammenhang zwischen dem Verfahren im Kanton Zürich und den drei im Kanton Obwalden geführten Verfahren besteht: Der Beschwerdeführer hat neben dem erwähnten Strafverfahren im Kanton Zürich, wo er sowohl die B.________ AG als auch A.D.________ vertreten hatte, die B.________ AG im arbeitsrechtlichen Verfahren vor dem Kantonsgericht bzw. Obergericht Obwalden sowie in den beiden Strafverfahren gegen F.________ vor der Staatsanwaltschaft Obwalden vertreten. In sämtlichen Verfahren beschuldigten sich F.________ und A.D.________ gegenseitig, zulasten der B.________ AG eine geschäftsfremde Zahlung für private Zwecke ausgelöst bzw. diese genehmigt zu haben. Insofern besteht zwischen allen aufgezählten Verfahren ein Sachzusammenhang. Ist ein solcher zwischen mehreren Verfahren gegeben, dann verstösst der Beschwerdeführer dann gegen Art. 12 lit. c BGFA, wenn er in diesen Verfahren Klienten vertritt, deren Interessen nicht gleichgerichtet sind. Im vorliegenden Fall ist daher entscheidend, ob er mit der Vertretung von A.D.________ im Verfahren vor der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl und - worauf noch einzugehen sein wird (unten E. 5.5) - im strafrechtlichen Verfahren des Kantons Obwalden sowie mit der Vertretung der B.________ AG bzw. C.________ AG im Kanton Obwalden deren Interessen beeinträchtigte. Dies trifft dann zu, wenn die Interessen nicht gleichgerichtet sind.