Citation: 1C_5/2018 E. 3.5

3.5. Die Beschwerdeführerin bringt keine konkreten Hinweise für eine intakte eheliche Gemeinschaft im Einbürgerungszeitpunkt vor. Wie die Vorinstanz zutreffend erwägt, enthält die nach Einleitung des Nichtigkeitsverfahrens von der Beschwerdeführerin vorformulierte und vom ehemaligen Ehemann am 24. Februar 2015 unterzeichnete "Erklärung" keine diesbezüglichen Anhaltspunkte. Ebensowenig ist zu beanstanden, dass die Vorinstanz unter anderem auf dessen Schilderungen im Fragenkatalog des SEM abstellte. Diese wirken ausgewogen und lassen bezüglich des Zusammenlebens in der ehelichen Gemeinschaft keine grösseren Unstimmigkeiten oder Widersprüche erkennen. Dass er nicht alle seine Angaben in zeitlicher Hinsicht präzisieren konnte, zieht deren Glaubhaftigkeit nicht grundsätzlich in Zweifel. Gegen die Aussagen ihres ehemaligen Ehegatten, wonach bereits beim Zuzug der Tochter im September 2008 wenig eheliche Gemeinsamkeiten bestanden hätten und Schwierigkeiten in der Ehe schon aufgetreten seien, als er ab dem 18. November 2013 wegen seiner Arbeitsunfähigkeit stets zuhause geblieben sei, wendet die Beschwerdeführerin sodann keine konkreten, stichhaltigen Argumente ein. Diese Umstände sowie die enge zeitliche Abfolge der Geschehnisse legen aber nahe, dass die eheliche Gemeinschaft schon im Zeitpunkt der Einbürgerung nicht mehr von einem intakten Ehewillen getragen wurde. Losgelöst davon, ob die Benutzung getrennter Schlafzimmer und die Vornahme bzw. die Häufigkeit von Geschlechtsverkehr sich auf die Stabilität einer Ehe auswirkt, hält die entsprechende vorinstanzliche Vermutung daher vor dem Willkürverbot stand. Weder dargetan noch ersichtlich ist ferner, wie die von der Beschwerdeführerin offerierten Beweismittel der Parteibefragung sowie der Befragung ihrer Tochter den Ausgang des Verfahrens beeinflussen sollten. Im Rahmen des ihr von Art. 12 VwVG eingeräumten Ermessens durfte die Vorinstanz deshalb in vorweggenommener Beweiswürdigung willkürfrei annehmen, diese Befragungen würden ihre Überzeugung nicht ändern. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin hat sie dadurch weder die genannte Bestimmung des VwVG noch deren Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) verletzt (vgl. BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236 f. mit Hinweisen).