Citation: 8C_640/2017 E. 5.4

5.4. Soweit die Vorinstanz auf die Einschätzung des behandelnden Dr. med. G.________ abstellt, kann ihr nicht gefolgt werden. Die Einwände des Kreisarztes K.________ erwecken Zweifel an der Beurteilung durch Dr. med. G.________. Zudem läuft die Argumentation des Dr. med. G.________ teilweise auf einen unzulässigen "post hoc ergo propter hoc"-Schluss hinaus (im Sinne von "nach dem Unfall, also wegen des Unfalls"; BGE 119 V 335 E. 2b/bb S. 341; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 34 E. 4.2.3, U 290/06; vgl. auch Urteil 8C_260/2016 vom 13. Juli 2016 E. 5.2). Auch stehen seine Aussagen über den konkreten Unfallmechanismus im Gegensatz zu jenen der Experten der Gutachterstelle O.________ und es ist nicht ohne Weiteres nachvollziehbar, dass der Versicherte beim Unfallhergang eine derart grosse Krafteinwirkung auf die rechte Schulter erfuhr, wie sie Dr. med. G.________ voraussetzt. Weiter führt die Suva vor Bundesgericht zu Recht an, die Einschätzung des Kreisarztes K.________ sei in Kenntnis der gesamten Akten erfolgt; dies trifft auf diejenige des Dr. med. G.________ - soweit ersichtlich - nicht zu. Ebenfalls zu Recht weist die Suva darauf hin, dass im Streitfall eine direkte Leistungszusprechung gestützt auf die Angaben behandelnder Ärzte kaum je in Frage kommt (BGE 135 V 465 E. 4.5 S. 470).