Citation: 9C_621/2022 E. 4

Die Beschwerdeführerin ist weiter der Auffassung, die Vorinstanz habe ihren Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) verletzt: Sie hätte die für die drei Gutachten verantwortlichen Personen einvernehmen müssen, deren Aussage die Beschwerdeführerin zum Beweis angeboten hatte. Der Beschwerdeführerin kann nicht gefolgt werden. Sie hatte zwar unter dem Titel des rechtlichen Gehörs grundsätzlich Anspruch darauf, dass die Vorinstanz die angebotenen Beweismittel abnimmt. Dieser Anspruch ist aber von vornherein auf Beweismittel zu Tatsachen beschränkt, die entscheidwesentlich sind (vgl. BGE 145 I 167 E. 4.1; 142 I 86 E. 2.2). Beweismittel, die von vornherein nicht geeignet sind, eine relevante Tatsache zu beweisen, brauchte die Vorinstanz nicht abzunehmen. Die Beschwerdeführerin legt nicht dar und es ist auch nicht ersichtlich, welche relevanten zusätzlichen Erkenntnisse die Vorinstanz aus der Einvernahme der Gutachter hätte gewinnen können, nachdem die Vorinstanz zwei der drei Gutachten ohnehin für nicht besonders beweiskräftig befunden und die Gutachten zwar hinsichtlich gewisser Annahmen, aber nicht hinsichtlich der Schätzungsmethodik infrage gestellt hatte. Folglich lässt sich der Vorinstanz keine Verletzung des rechtlichen Gehörs der Beschwerdeführerin vorwerfen.