Citation: 1B_514/2018 E. 2

In verfahrensrechtlicher Hinsicht rügt der Beschwerdeführer zunächst eine Verletzung des rechtlichen Gehörs sowie seines Rechts, Haftentlassungsgesuche stellen zu dürfen. Die Vorinstanz habe eine Haftverlängerung bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Berufungsurteils bewilligt, ohne ihn vorher angehört zu haben. Er verweist in diesem Zusammenhang (unter anderem) auf die Artikel 227 und 233 StPO. Die Verfahrensrügen erweisen sich als unbegründet: Artikel 232 StPO regelt den (hier nicht vorliegenden) Fall einer erstmaligen Anordnung von Sicherheitshaft während des hängigen Berufungsverfahrens. Der Beschwerdeführer hat gleichzeitig mit seiner Berufungserklärung ein Haftentlassungsgesuch gestellt. In ihren Verfügungen vom 4. und 9. Oktober 2018 hat die zuständige Appellationsgerichtspräsidentin das Haftentlassungsgesuch abgewiesen. Unter dem Gesichtspunkt des massgeblichen Artikels 233 StPO ist hier weder eine Verletzung des rechtlichen Gehörs dargetan, noch des Rechts des Beschwerdeführers, jederzeit (bzw. in vernünftigen Abständen) ein Haftentlassungsgesuch stellen zu dürfen (vgl. Art. 31 Abs. 4 BV i.V.m. Art. 233 StPO). Wie sich aus den Haftakten ergibt, erhielt der Beschwerdeführer namentlich auch die Gelegenheit, am 2. Oktober 2018 auf die vorinstanzliche Stellungnahme der Staatsanwaltschaft (vom 28. September 2018) zu replizieren. Die Artikel 232-233 StPO sehen für die Sicherheitshaft im Berufungsverfahren keinen Anspruch auf regelmässige periodische Haftprüfung von Amtes wegen vor. Artikel 227 StPO (Verlängerung von Untersuchungshaft im Vorverfahren) ist auf die Sicherheitshaft im Berufungsverfahren nicht (analog) anwendbar (BGE 139 IV 186 E. 2.2.3 S. 189-191). Artikel 233 StPO schreibt auch keine mündliche Haftverhandlung vor dem Entscheid über das Haftentlassungsgesuch vor. Besondere Gründe, die es hier (unter dem Gesichtspunkt des rechtlichen Gehörs) als geboten hätten erscheinen lassen, den Beschwerdeführer ausnahmsweise persönlich anzuhören, sind nicht dargetan. Dass in der Verfügung der Appellationsgerichtspräsidentin vom 9. Oktober 2018 die grundsätzliche Weiterdauer der Sicherheitshaft bis zum Vorliegen des rechtskräftigen Berufungsurteils (vorbehältlich der allfälligen Bewilligung eines neuen Haftentlassungsgesuches) bestätigt wurde, ist somit im Ergebnis bundesrechtskonform. Das Recht des Beschwerdeführers, nötigenfalls und in angemessenen Abständen weitere Haftentlassungsgesuche (gestützt auf Art. 233 StPO) zu stellen, wird davon nicht tangiert.