Citation: 5A_126/2023 E. 6.2.3

6.2.3. Wohl entspricht der Arrestbefehl angesichts der fehlenden vorgängigen Anhörung der Gegenpartei der superprovisorischen Verfügung des Zivilprozessrechts (BGE 133 III 589 E. 1) und findet sich zu Art. 265 ZPO die Meinung, dass das Gericht in seinem (endgültigen) Entscheid über die vorsorgliche Massnahme nicht grundlos von den Feststellungen abweichen könne, die der Anordnung der superprovisorischen Massnahme zugrunde lagen (THOMAS SPRECHER, in: Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl., 2017, N. 44 zu Art. 265 ZPO). Als Grundsatz gilt aber, dass das Gericht im Einspracheverfahren nicht den Arrestbewilligungsentscheid überprüft, sondern aufgrund aller Vorbringen der verschiedenen Parteien im Einspracheverfahren erneut über die Arrestbewilligung entscheidet (FELIX C. MEIER-DIETERLE, in: Kurzkommentar Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz, 2. Aufl., 2014, N. 5 zu Art. 278 SchKG). Massgebend ist die Situation, wie sie sich im Zeitpunkt des Entscheids über die Einsprache präsentiert (BGE 140 III 466 E. 4.2.3 mit Hinweisen).