Citation: 1C_371/2022 E. 5.4

5.4. Nach dem Gesagten ergibt sich, dass das Verwaltungsgericht die Erschliessung der streitbetroffenen Parzellen Nrn. 383 und 390 zu Recht als bundesrechtswidrig erachtet und die Rechtsmässigkeit der angefochtene Ergänzung der Verkehrsbeschränkung unter diesem Aspekt berechtigterweise bestätigt hat. Vor diesem Hintergrund kann auch offenbleiben, ob bereits die Qualifikation der Via Sur Punt ab der Parzelle Nr. 566 als Fuss- und Wanderweg das ergänzte Fahrverbot rechtfertigt. Nicht beurteilt zu werden braucht zudem, ob allenfalls in besonderen Ausnahmesituationen (z.B. Zuführen von Brennholz) im Einzelfall eine Ausnahmebewilligung erteilt werden könnte. Auch die Frage, ob der Via Sur Punt - wie von den Beschwerdeführern behauptet - in den letzten 50 bzw. 70 Jahren die Funktion zukam, ihre Parzellen zu erschliessen, braucht vorliegend nicht entschieden zu werden, da sie sich diesbezüglich ohnehin nicht auf den Vertrauensschutz berufen können (vgl. dazu nachfolgende E. 6). Eine rechtswidrige Nutzung kann auch nachträglich durch eine entsprechende Verkehrsanordnung bzw. ein entsprechendes Fahrverbot beschränkt werden, um den rechtmässigen Zustand wiederherzustellen. Dass die Beschwerdegegnerin den rechtmässigen Zustand erst nach mehreren Jahrzehnten wiederherstellt, mag zwar auf die Beschwerdeführer störend wirken, ändert aber nichts daran, dass diese Anordnung bundesrechtskonform ist.