Citation: 9C_93/2016 E. 1

Die Vorinstanz hat gestützt auf das von ihr als beweiskräftig eingestufte SMAB-Gutachten erkannt, der Beschwerdeführer sei in einer angepassten Tätigkeit - wie in seiner zurzeit ausgeübten Tätigkeit als Hauswart - in einem Pensum von 50 % arbeitsfähig. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs bzw. des Rechts auf Beweis sowie des Untersuchungsgrundsatzes. In Verletzung von Bundesrecht habe die Vorinstanz den Einwand "aus dem Recht gewiesen", der Beschwerdeführer könne das 50%-Pensum nur unter Leistung von Überstunden oder unter Mithilfe seiner Ehefrau bewältigen. Ferner sei das SMAB-Gutachten mangels Fremdanamnese unvollständig. Die Einwände des Beschwerdeführers dringen nicht durch. Der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) umfasst insbesondere das Recht der Parteien, für entscheiderhebliche Sachvorbringen zum Beweis zugelassen zu werden, und dementsprechend die Pflicht der Behörde, die ihr rechtzeitig und formrichtig angebotenen Beweismittel abzunehmen, wenn sie geeignet sind, den zu treffenden Entscheid zu beeinflussen. Die Behörde darf indessen auf die Abnahme beantragter Beweismittel verzichten, wenn sie aufgrund der bereits abgenommenen Beweise ihre Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür in vorweggenommener Beweiswürdigung annehmen kann, dass ihre Überzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert würde. Derart vorweggenommene Beweiswürdigung prüft das Bundesgericht auf Willkür hin (BGE 138 III 374 E. 4.3 S. 376; 140 I 285 E. 6.3.1 S. 299; Urteil 9C_205/2015 vom 20. Oktober 2015 E. 4.1). Das kantonale Gericht hat in antizipierter Beweiswürdigung auf die Abnahme des angebotenen Beweismittels - die Befragung der Ehefrau des Beschwerdeführers - verzichtet und als Begründung namentlich auf fehlende Angaben bezüglich Notwendigkeit von Überstunden im Rahmen der Befragung durch die Sachverständigen und des Vorbescheidverfahrens sowie (sinngemäss) auf den Grundsatz der "Aussage der ersten Stunde" (vgl. BGE 121 V 45 E. 2a S. 47 mit Hinweisen) verwiesen. Was der Beschwerdeführer vorbringt, lässt diese vorweggenommene Beweiswürdigung nicht als willkürlich (zum Begriff der Willkür: BGE 140 III 16 E. 2.1 S. 18 f. mit Hinweisen) erscheinen. Soweit der Beschwerdeführer insinuiert, aufgrund von Anosodiaphorie habe er seine eigenen Fähigkeiten überschätzt, macht er letztinstanzlich ein neues (ärztlich nicht untermauertes) Sachverhaltselement im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG geltend, ohne zu begründen, weshalb dieses zulässig sein soll. Folglich hat es unbeachtlich zu bleiben. Im Übrigen deuten die gegenüber den Sachverständigen gemachten Aussagen - bspw. er erlebe sich in der aktuell ausgeübten Tätigkeit "an der Grenze der Belastbarkeit" oder er fühle sich ein bis zwei Stunden nach Einnahme des Frühstückskaffees schon wieder sehr müde - keineswegs auf eine Selbstüberschätzung hin. So oder anders beruht die gutachtliche Stellungnahme zur Arbeitsfähigkeit nicht massgeblich auf der Selbsteinschätzung des Beschwerdeführers, sondern auf den Ergebnissen der beruflichen Eingliederung, den medizinischen Vorakten (samt neuropsychologischem Bericht) sowie den fachärztlichen Untersuchungen der Experten. Angesichts der fundierten beruflichen und medizinischen Abklärungen ist nicht ersichtlich, weshalb allein die fehlende Fremdanamnese die Zuverlässigkeit der Expertise in Frage stellten sollte. Eine Verletzung der Abklärungspflicht liegt nicht vor. Anlass für weitere Abklärungen besteht nicht.