Citation: 6B_944/2023 E. 6.3

6.3. Die Vorinstanz erwägt, dass die erstinstanzlich ausgesprochene Busse von Fr. 400.-- unter Berücksichtigung der finanziellen Verhältnisse des Beschwerdeführers, der nicht unerheblichen Gefährdung der allgemeinen Verkehrssicherheit und dem Umstand, dass die ihm vorzuwerfende Sorgfaltspflichtverletzung nach den inneren und äusseren Umständen ohne Weiteres vermeidbar gewesen wäre, auch bei Annahme eines zufolge blosser Fahrlässigkeit noch leichten Verschuldens als nicht mehr schuldangemessen mild erscheine, weswegen die Vorinstanz vielmehr eine Busse von Fr. 2'000.-- als dem nicht zu bagatellisierenden Verschulden und den persönlichen Verhältnissen angemessen erachtet. Nachdem sie die Busse um die Hälfte reduziert, weil einerseits das Strafbedürfnis im Sinne von Art. 48 lit. e StGB aufgrund des Ablaufs von zwei Dritteln der Verjährungsfrist sowie des Wohlverhaltens des Beschwerdeführers gesunken sei und anderseits wegen der deutlichen Überschreitung der Frist gemäss Art. 84 Abs. 4 StPO zur schriftlichen Begründung von Urteilen durch die erste Instanz eine nicht mehr leichte Verletzung des Beschleunigungsgebots vorliege, legt sie aufgrund des Verschlechterungsverbots (Art. 391 Abs. 2 StPO) entsprechend dem erstinstanzlichen Strafmass eine Busse von Fr. 400.-- fest. Gegen diese Begründung bringt der Beschwerdeführer sinngemäss vor, die Vorinstanz setze die Einsatzstrafe entgegen den tatsächlichen Gegebenheiten lediglich deswegen dermassen hoch an, um nicht von einer Bestrafung Abstand nehmen zu müssen. Inwiefern aber die Vorinstanz die Voraussetzungen für eine Strafbefreiung nach Art. 52 StGB hätte bejahen müssen, legt er nicht dar und ist angesichts der diesbezüglich einschlägigen Sachverhaltswürdigung der Vorinstanz auch nicht ersichtlich, zumal das Verhalten des Täters im Quervergleich zu typischen unter dieselbe Gesetzesbestimmung fallenden Taten insgesamt - vom Verschulden wie von den Tatfolgen her - als unerheblich erscheinen muss, sodass die Strafbedürftigkeit offensichtlich fehlt (vgl. BGE 146 IV 297 E. 2.3; 135 IV 130 E. 5.3.3; Urteil 6B_1295/2020 vom 26. Mai 2021 E. 7, nicht publ. in: BGE 147 IV 297; Urteile 6B_892/2023 vom 14. Dezember 2023 E. 4.2; 6B_477/2022 vom 25. August 2022 E. 2.2.1). Deshalb ist auf die Rüge des Beschwerdeführers nicht einzutreten (Art. 42 Abs. 2 BGG). Eine Verletzung des Verschlechterungsverbots macht der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang im Übrigen zu Recht nicht geltend. Soweit er schliesslich rügt, die Vorinstanz habe das Rechtsgleichheitsgebot verletzt, indem sie in einem ganz ähnlich gelagerten Fall in derselben Besetzung von einer Bestrafung abgesehen habe, weil sich die Beschuldigte in jenem Fall - wie er auch - verletzt habe, vermag er zu seinen Gunsten nichts abzuleiten, da ein Gericht nach Art. 47 Abs. 1 StGB die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu bemessen hat. Der Grundsatz der Individualisierung und das dem Sachgericht bei der Strafzumessung eingeräumte weite Ermessen führen notwendigerweise zu einer gewissen vom Gesetzgeber in Kauf genommenen Ungleichheit. Selbst gleich oder ähnlich gelagerte Fälle unterscheiden sich durchwegs massgeblich in zumessungsrelevanten Punkten. Die aus diesen Umständen resultierende Ungleichheit in der Zumessung der Strafe reicht für sich allein nicht aus, um auf eine Ermessensüberschreitung zu schliessen (vgl. BGE 135 IV 191 E. 3.1 mit Hinweisen; Urteil 6B_744/2020 vom 26. Oktober 2020 E. 2.3.1).