Citation: 6B_33/2016 E. 1.4.2

1.4.2. Die Vorinstanz erwägt (Urteil, S. 18 f.), zwischen den einzelnen Einvernahmen der Beschwerdegegnerin 2 sei viel Zeit vergangen. Am 24. Oktober 2008 sei sie videobefragt worden. Aus dieser Befragung sei der Eindruck zu gewinnen, die Beschwerdegegnerin 2 sei eine selbstbewusste, in sexuellen Angelegenheiten bereits erfahrene junge Frau, die jedoch Mühe habe, mit der Situation im Zusammenhang mit dem Hochladen der Filme auf YouTube, den Schlägen und den Drohungen umzugehen. Erst am 19. Juni 2012, also fast vier Jahre später, habe ihre Befragung durch die Staatsanwaltschaft stattgefunden, und an der Hauptverhandlung vom 26. Februar 2014 sei sie erneut einvernommen worden. In ihren Aussagen bei der Staatsanwaltschaft sowie vor Gericht bestünden Aggravationstendenzen, indem die Beschwerdegegnerin 2 heftig und oft geweint habe, nachdem sie bei ihren tatnächsten Aussagen keine Träne vergossen habe. Weiter falle auf, dass sie der Staatsanwaltschaft gegenüber erstmals darauf hinweise, sie sei vom Beschwerdeführer gewürgt worden. Bei ihrer ersten Befragung habe sie keinen solchen Übergriff erwähnt. Insgesamt erscheine es angebracht, auf den Eindruck abzustellen, den die Beschwerdegegnerin 2 anlässlich ihrer Videobefragung sowie auf dem Film betreffend Oralverkehr erwecke. Bei den weiteren Einvernahmen seien eindeutige Aggravationstendenzen festzustellen. Später hält die Vorinstanz fest (Urteil, S. 22), sie erachte es als erwiesen, dass der Beschwerdeführer mehrmals Morddrohungen gegen die Beschwerdegegnerin 2 und deren Familie ausgestossen habe. Im Übrigen habe er ihr gedroht, die Filme auf YouTube zu veröffentlichen, was sie in Angst versetzt habe. Worauf genau sich die Vorinstanz bei dieser letzteren Schlussfolgerung stützt, ist ihren Erwägungen nicht direkt zu entnehmen. Kurz zuvor erwähnt sie jedoch Aussagen der Beschwerdegegnerin 2, wonach diese zunächst zwar nicht geglaubt habe, der Beschwerdeführer würde seine Drohungen wahr machen, sie aber schliesslich, nachdem er die Videos ins Netz gestellt habe, davon ausgegangen sei, dass er alles machen würde (Urteil, S. 18).