Citation: 8C_359/2014 E. 6

Zum von der Verwaltung rückwirkend festgelegten Zeitpunkt des Rentenanspruchendes per Ende April 2010 und zu der damit verbundenen Rückforderung der danach noch ausgerichteten Leistungen führte das kantonale Gericht endlich aus, weil der Versicherte weder die gesundheitliche Verbesserung noch die Arbeitsaufnahme der IV-Stelle gemeldet hatte und darüber hinaus am 18. Dezember 2009 falsche Angaben zum tatsächlich geleisteten Arbeitspensum tätigte, habe er die Versicherungsleistungen bei der IV-Stelle unrechtmässig erwirkt, was gestützt auf Art. 88bis Abs. 2 lit. b IVV die Möglichkeit eröffne, die Rente rückwirkend aufzuheben und in Anlehnung an Art. 25 ATSG für die Zeit ab dem 1. Mai 2010 zurückzufordern. Der Beschwerdeführer bemängelt auch dies: Ihm könne keine Meldepflichtverletzung im Sinne von Art. 77 IVV vorgeworfen werden, die zu einer rückwirkenden Rentenaufhebung und Rückforderung bereits ausgerichteter Rentenleistungen berechtigen würde; schliesslich habe er auf die Angaben der ihn behandelnden Ärzte zur Arbeitsfähigkeit abstellen dürfen. Mit diesem Argument zielt er an der Sache vorbei, da dies nichts mit dem von ihm nach vorinstanzlicher Feststellung nicht korrekt angegebenen, tatsächlich geleisteten Arbeitspensum gemein hat. Ebenso wenig dringt er durch, soweit er die Meldepflichtverletzung als offensichtlich unrichtig rügt: Die Mithilfe in einem Lebensmittelgeschäft beinhaltet auch das Pflegen von Kundenkontakten, ohne dass deswegen auf eine herabgesetzte Arbeitstätigkeit zu schliessen wäre; genau so wenig umfassen die Arbeiten, wie sie im Observationsbericht beschrieben sind, durchwegs körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten. Es kann daher nicht davon ausgegangen werden, der Versicherte habe im Bericht vom 18. Dezember 2009 mit der Angaben, bloss zu ca. 30 % im Geschäft seiner Frau tätig zu sein, in Sinne eines Missverständnisses lediglich die körperliche Leistungserbringung mitteilen wollen.