Citation: 8C_653/2020 E. 3

Das kantonale Gericht stellte fest, die Beschwerdegegnerin habe den Fall nach dem durch das Narbenneurom bedingten Rückfall mit Schreiben vom 28. November 2011 rechtskräftig abgeschlossen und die Taggeldleistungen per 1. Dezember 2011 eingestellt, da der Beschwerdeführer gemäss kreisärztlicher Beurteilung vom 24. November 2011 ab diesem Zeitpunkt wieder vollumfänglich arbeitsfähig gewesen sei. Eine Rentenprüfung aufgrund des Schreibens vom 11. Dezember 2017, mithin nach einem leistungsfreien Zeitraum von sechs Jahren, setze daher einen weiteren Rückfall oder Spätfolgen voraus. Nicht vom Fallabschluss erfasst gewesen sei indes der Anspruch auf eine Integritätsentschädigung. Die Vorinstanz prüfte die Anwendbarkeit der fünfjährigen Verwirkungsfrist gemäss Art. 24 Abs. 1 ATSG auf Integritätsentschädigungen, bejahte diese und schloss daraus, dass auch der diesbezügliche Anspruch nur im Rahmen eines Rückfalls oder von Spätfolgen geprüft werden könne. Im Weiteren verneinte das kantonale Gericht nach eingehender Auseinandersetzung mit der medizinischen Aktenlage eine relevante gesundheitliche Verschlechterung in Form einer Schmerzzunahme und damit eines Rückfalls. Es stellte lediglich unterschiedliche Erklärungsansätze für die weiterhin geklagten Beschwerden fest und wies darauf hin, dass die Schmerzsituation über Jahre hinweg keiner spezifischen Behandlung bedurft habe. Zudem äusserte es, wiederum unter Verweis auf medizinische Berichte, erhebliche Zweifel an der Zuverlässigkeit der subjektiven Angaben des Beschwerdeführers. Die Vorinstanz bestätigte daher die Verneinung eines Anspruchs des Beschwerdeführers sowohl auf eine Invalidenrente als auch auf eine Integritätsentschädigung.