Citation: 4C.218/2001 16.05.2002 E. A

A.-Mit Vertrag am 10. Oktober 1995 vereinbarten die Parteien, dass die A.________ AG, welche damals zu fünfzig Prozent an der C.________ AG beteiligt war, der B.________ AG in mehreren Tranchen ihre ganze Beteiligung an dieser Aktiengesellschaft verkaufe. Am 20. April 1998 kamen die A.________ AG und die B.________ AG mit der D.________ AG überein, dass Letztere zusammen mit der C.________ AG als einfache Gesellschaft die E.________ betreibe. In diesem Zeitpunkt war die B.________ AG Mehrheits- und die A.________ AG Minderheitsaktionärin der C.________ AG. Im gleichen Vertrag vereinbarten die Parteien, dass die A.________ AG die ihr damals noch verbleibenden zwölf Namenaktien der C.________ AG behalte und dass ihr die B.________ AG zwölf weitere Namenaktien dieser Gesellschaft übertrage; im Gegenzug verzichtete die Klägerin auf ihre Restforderung aus dem Vertrag vom 10. Oktober 1995. Mit Schreiben vom 29. Oktober 1998 focht die A.________ AG den Vertrag vom 20. April 1998 unter Berufung auf Willensmängel an und machte geltend, die Pflichten aus dem Kaufvertrag vom 10. Oktober 1995 seien nie aufgehoben worden.