Citation: I 510/99 23.03.2001 E. 4

4.- a) Die Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde richten sich zur Hauptsache gegen die Auffassung des kantonalen Gerichts, wonach für die Beurteilung der zumutbaren Arbeitsleistung und der beruflichen Einsatzmöglichkeiten auf den BEFAS-Bericht vom 26. August 1997 abgestellt werden könne. Dieser sei, wird argumentiert, oberflächlich und stimme mit dem Bild, welches die Abklärung ergeben habe, nicht überein. Danach weise der Versicherte weit unterdurchschnittliche manuelle und intellektuelle Fähigkeiten auf. Es seien sogar Zweifel aufgekommen, ob es ihm überhaupt möglich wäre, den normalen Alltag zu bewältigen. Der Versicherte habe während der Abklärung anhaltend über Beschwerden geklagt, sich als krank bezeichnet und als arbeitsunfähig eingestuft. Eine hypochondrische Entwicklung werde zwar eingeräumt, ohne dass jedoch eine allfällige psychische Überlagerung mit Krankheitswert behauptet oder weiter geprüft worden wäre. Werde weiter berücksichtigt, dass multiple Einschränkungen von den Arbeitsbedingungen her bestehen (keine Arbeiten auf dem Gerüst und in der Nähe von Gruben, kein Kontakt mit gefährlichen Maschinen, keine Arbeiten über Kopf oder in gebückter Haltung), dass der Beschwerdeführer weiter wegen seiner Schwerhörigkeit und mangelnden Sprachkenntnis Instruktionen nicht verstehen könne und zudem an Diabetes leide, sei es schwer, wenn nicht sogar unmöglich, sich eine konkret in Betracht fallende Beschäftigung vorzustellen. b) Diese Einwendungen entbehren nicht einer gewissen Stichhaltigkeit. In der Tat haben die Abklärungen gezeigt, dass Schwindel nicht nur bei Arbeiten über dem Boden (auf Gerüsten und Leitern) auftritt, sondern auch bei Verrichtungen in gebückter Stellung. Dies setzt hinter die Annahme einer medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit von 70 % ganztags mit der Möglichkeit von Entlastungspausen bei einfacheren Hilfsarbeiten gemäss BEFAS-Bericht vom 26. August 1997 ein Fragezeichen, zumal diese Einschätzung hauptsächlich auf der Beobachtung beruht, dass der Beschwerdeführer bei der Gartenarbeit 60 % einer Durchschnittsleistung erbrachte, ohne damit an seiner Belastungsgrenze zu sein zu scheinen. Es kommt dazu, dass diese Beschäftigung im Wesentlichen darin bestand, Komposterde zu holen, zu sieben und schliesslich zum Desinfizieren in einen Tank zu schaufeln. Es handelte sich somit um eine monotone und sehr einfache Arbeit, welche der Beschwerdeführer überdies nur langsam verrichtete. Eine verlangsamte Arbeitsweise wurde im Übrigen auch in den anderen erprobten Tätigkeiten (industrielle Montage, Holzwerkstatt) beobachtet, wobei nicht auszuschliessen ist, dass hiefür allenfalls die auf Grund der Testergebnisse schwachen kognitiven Fähigkeiten und das schlechte räumliche Vorstellungsvermögen mitverantwortlich sind. Entgegen den Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann indessen nicht gesagt werden, es sei praktisch unmöglich, für den Beschwerdeführer eine konkrete Beschäftigung zu finden. Es gibt auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt ein genügend breites Spektrum an Betätigungen ohne die hier zu beachtenden Einschränkungen in Bezug auf die Arbeitsbedingungen, insbesondere keine Sturzgefahr und keine Lärmexposition. Sodann zeigten die Abklärungen, dass der Versicherte durchaus in der Lage war, auch qualitativ bessere Leistungen zu erbringen, so beim Schneiden und Abpacken von Brennholz sowie beim Aufräumen, Reinigen und Sortieren des Verkaufslagers für Holzgegenstände und Spielzeuge. Ebenfalls zeigte er bei der Gartenarbeit im Bericht positiv vermerkte Ansätze für eine zuverlässige, sorgfältige und auch selbstständige Arbeitsweise. Damit stimmt überein, dies in einem gewissen Widerspruch zu den sehr schlechten Testergebnissen, dass der Beschwerdeführer durchaus im Stande war, den Zugsfahrplan zu studieren und zu verstehen. c) Nach dem Gesagten kann für die Beurteilung der in zeitlicher Hinsicht massgebenden Verhältnisse bis zum Verfügungserlass (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen) Anfang März 1998 auf die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im BEFAS-Bericht vom 26. August 1997 grundsätzlich abgestellt werden. Danach sind körperlich leichte Tätigkeiten, insbesondere einfachere Hilfsarbeiten ohne Sturzgefahr und starke Lärmexposition, bei welchen auch keine gefährlichen Maschinen bedient werden müssen, ganztags zumutbar. Ob der Beschwerdeführer in solchen Verweisungstätigkeiten eine Leistung von 70 % erbringen kann, erscheint aufgrund der beruflichen Abklärung allerdings fraglich. Weitere diesbezügliche Erhebungen sind indessen nicht notwendig, da aufgrund der in allen Arbeitsbereichen erbrachten Leistung unter Berücksichtigung des Einsatzwillens eine Leistung von mindestens 50 % als zumutbar zu bezeichnen ist. Daraus ergibt sich bei sonst unveränderten Bemessungsfaktoren ein Invalideneinkommen von Fr. 21'393. - für 1997 (0,5 x 0,8 x Fr. 53'484. -). Dem entspricht bei einem Valideneinkommen von Fr. 56'003. - eine Erwerbseinbusse von Fr. 34'610. - oder ein Invaliditätsgrad von rund 62 % (Fr. 34'610. -/ Fr. 56'003. - x 100 %). Damit besteht Anspruch auf eine halbe Invalidenrente (Art. 28 Abs. 1 IVG), wie von der IV-Stelle zugesprochen. Daran änderte sich im Übrigen nichts, wenn der höchstzulässige Abzug von 25 % vom massgeblichen Tabellenlohn (vgl. BGE 126 V 75) in Anschlag gebracht würde; auf die diesbezüglichen Einwendungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde braucht daher nicht näher eingegangen zu werden.