Citation: 8C_718/2021 E. 6.1

6.1. In erwerblicher Hinsicht stellte die Vorinstanz unter Verweis auf das Standortgespräch vom 17. August 2016 fest, der Beschwerdeführer habe die Strukturen in seinem Betrieb so angepasst, dass er sich bei der körperlichen Tätigkeit bestmöglich entlasten könne. Er fahre von Baustelle zu Baustelle, instruiere und kontrolliere seine Mitarbeitenden, bringe ihnen Kleinmaterial, schaue in der Werkstatt zum Rechten und hole Aufträge ein. Als Grundlage des Einspracheentscheids vom 3. August 2018 seien im Dezember 2016 eine betriebswirtschaftliche Analyse und im Juli 2017 ein ergänzender Bericht eingeholt worden. Das Invalideneinkommen sei gestützt auf die Auszüge aus dem individuellen Konto (IK-Auszüge) der Jahre 2016 und 2017 ermittelt worden. Die ursprüngliche Rentenberechnung liege im beurteilungsrelevanten Zeitpunkt nur 15 Monate zurück und eine seither eingetretene konkrete erwerbliche Veränderung habe der Beschwerdeführer nicht geltend gemacht. Da er im Herbst 2018 rückfallbedingt ausgefallen sei und Unfalltaggelder bezogen habe, könne das Einkommen des Jahres 2018 nicht als Vergleichsbasis herangezogen werden. Die Voraussetzungen des Revisionsgrunds einer erheblichen und andauernden Veränderung der erwerblichen Verhältnisse seien nicht erfüllt.