Citation: 8C_285/2023 E. 5.1

5.1. Die übrigen Vorbringen der Beschwerdeführerin richten sich einzig gegen die Festsetzung des massgebenden Einkommens, welches sie im hypothetischen Gesundheitsfall verdient hätte (Valideneinkommen). Sie macht geltend, statt des im Rahmen der vorinstanzlichen Invaliditätsbemessung basierend auf einem Erwerbspensum von 80 % berücksichtigten Valideneinkommens von Fr. 124'997.- für das Jahr 2017 und von Fr. 128'750.- für das Jahr 2022 sei im Zeitpunkt des Rentenbeginns (2017) von einem im hypothetischen Gesundheitsfall erzielten Jahreseinkommen von Fr. 161'134.- als Oberärztin mit Vollzeitpensum auszugehen. Sollte lediglich auf das Einkommen einer Assistenzärztin abzustellen sein, was von der Beschwerdeführerin jedoch bestritten werde, dann "erwiesen sich die Ausführungen der Vorinstanz zur Berechnung des Valideneinkommens aufgrund der bisherigen, konkret erzielten Einkommen als Assistenzärztin als richtig". Insbesondere rügt die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin hätten den Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt, indem sie die Statusfrage dahingehend beantworteten, die Beschwerdeführerin wäre im hypothetischen Gesundheitsfall im angestammten 80%-Pensum erwerbstätig geblieben und hätte sich zu 20 % im Haushalt beschäftigt. Hiergegen wendet die Beschwerdeführerin ein, niemand bleibe ein Leben lang Assistenzärztin. Sie habe die Tätigkeit am Spital D.________ - während welcher sie keinen einzigen Tag als Anästhesie-Ärztin gearbeitet, sondern ausschliesslich auf der Intensivstation assistiert habe - lediglich befristet zur Erlangung des zweiten Facharzttitels Intensivmedizin ausgeübt. Danach hätte sie - ohne gesundheitlichen Einschränkungen - als Oberärztin gearbeitet. Bei der Tätigkeit als "Assistenzärztin Anästhesie" habe es sich laut Arbeitszeugnis der B.________ AG um eine Stelle als "Weiterbildungsassistentin" gehandelt. Den Titel als Fachärztin Anästhesie habe sie bereits am 16. Dezember 2012 bzw. 13. Juli 2013 erworben. Sie habe 2014 nur deshalb keine Stelle als Oberärztin Anästhesie angenommen, weil sie sich im Hinblick auf den Erwerb des weiteren Facharzttitels für Intensivmedizin als Assistenzärztin auf der Intensivstation habe weiterbilden wollen.