Citation: 9C_657/2013 E. 4.1

4.1. Der Auffassung der Vorinstanz ist beizupflichten. Nach den verbindlichen Feststellungen im angefochtenen Entscheid leben Ehegattin, Kinder und Vater des Beschwerdeführers in Serbien. Der Beschwerdeführer überweist sodann Geld an seine Familienangehörigen in Serbien. Diese und die weiteren vom kantonalen Gericht aufgezählten Gesichtspunkte sprechen klar dafür, dass der Beschwerdeführer seinen Lebensmittelpunkt und damit seinen Wohnsitz nicht in der Schweiz hat; hieran ändern die in der Beschwerde erhobenen Einwendungen nichts. Unerheblich ist insbesondere die Kritik an den Tatsachenfeststellungen im angefochtenen Entscheid und der Beweiswürdigung der Vorinstanz, zumal nicht einmal der Beschwerdeführer selbst dem Verwaltungsgericht eine offensichtlich unrichtige, d.h. willkürliche Darlegung der massgeblichen tatsächlichen Grundlagen vorwirft (E. 1 hievor). Soweit der Beschwerdeführer der Vorinstanz eine Rechtsverletzung im Zusammenhang mit dem Wohnsitzbegriff vorhält, kann ihm nicht gefolgt werden. Weder hat die Vorinstanz den Beschwerdeführer infolge seiner Behinderung diskriminiert, wenn sie dessen Wohnsitz in der Schweiz verneint hat, noch hat sie ein Getrenntleben von der Ehefrau als Variante der Eheführung ausgeschlossen. Vielmehr hat das Verwaltungsgericht in Kenntnis der gesamten Umstände und in Würdigung der wesentlichen Sachverhaltselemente, worunter auch die häufigen und langdauernden Aufenthalte in Serbien, angenommen, dass sich der Wohnsitz des Beschwerdeführers bei seiner Familie in Serbien befindet. Die Vorbringen zum Lebenswandel und zum Gesundheitszustand der Ehefrau sind sodann durch nichts belegt. Die Behauptung, die Ehefrau könnte dem Beschwerdeführer nicht die erforderliche Pflege angedeihen lassen, erscheint schon mit Blick auf seine wiederholten, länger dauernden Aufenthalte in Serbien wenig wahrscheinlich. Was sodann die Aussage betrifft, die Vorinstanz nehme aufgrund des Wohnsitzes der Familienmitglieder automatisch an, dass sich auch sein Wohnsitz in Serbien befindet, womit das Diskriminierungsverbot gemäss Art. 8 Abs. 2 BV verletzt werde, ist einmal mehr festzuhalten, dass die Vorinstanz ihren Entscheid auf der Grundlage einer vollständigen Sachverhaltsermittlung getroffen hat und nicht gestützt auf die Interpretation einer bestimmten Lebensform. Ferner stützt sich auch die vorinstanzliche Feststellung mangelnder Integration auf die Kenntnis der somatischen, geistigen und psychischen Behinderung des Beschwerdeführers. Diese Beeinträchtigungen nimmt die Vorinstanz indessen nicht zum Anlass, dem Beschwerdeführer die fehlende Integration vorzuwerfen. Überdies stützt sich die Verneinung des Wohnsitzes in der Schweiz nicht auf die bloss ungenügende Integration, sondern auf die Gesamtheit der dargelegten Umstände. Dass die Vorinstanz die medizinische Situation nicht einlässlich abgehandelt hat, trifft zu, ist jedoch nicht entscheidend, da bezüglich des Wohnsitzes, wie erwähnt, nicht die gesundheitlichen, sondern alle anderen Gesichtspunkte im Vordergrund stehen. Im Umstand, dass sich die Vorinstanz nicht ausdrücklich zu den eingereichten Arztzeugnissen geäussert hat, liegt keine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Inwiefern schliesslich die "rein formalistische Betrachtungsweise der Vorinstanz" mit dem verfassungsmässigen Gebot der Nichtdiskriminierung Behinderter unvereinbar sein soll, wird aus den Ausführungen in der Beschwerde nicht klar. Der Wohnsitz einer Person beurteilt sich danach, wo diese ihren Lebensmittelpunkt hat und lässt sich in der Regel unbeachtet körperlicher, psychischer oder geistiger Beeinträchtigungen aufgrund der Gesamtheit der Umstände bestimmen.