Citation: 2C_341/2018 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Urteil erwogen, die Beschwerdeführerin hätte nach der Abweisung ihres Gesuchs um Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung zunächst beabsichtigt, F.________ zu heiraten. Das Ehevorbereitungsverfahren sei jedoch wegen des noch nicht abgeschlossenen Scheidungsverfahrens gescheitert, worauf die Beschwerdeführerin die Beziehung zu ihm abgebrochen habe. Der Ehemann, welchen die Beschwerdeführerin anschliessend geehelicht habe, sei 18 Jahre älter als sie und zudem ihr früherer Rechtsvertreter. Anlässlich der Kontrolle, welche die Polizei am 19. Oktober 2016 in der angeblich gemeinsamen Wohnung durchgeführt habe, seien nur wenige Kleider und Toilettenartikel des Ehemannes festgestellt worden, die angeblich dem Ehemann gehörenden Schuhe seien mit einer dicken Staubschicht überzogen gewesen, und andere persönliche Gegenstände hätten sich nicht in der Wohnung befunden. Dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Polizeikontrolle in den Ferien gewesen sei, vermöge nichts daran zu ändern, dass üblicherweise in einer gemeinsamen Wohnung persönliche Gegenstände anzutreffen seien. Die Behauptung, die Kinder aus erster Ehe der Beschwerdeführerin hätten etwas gegen die Ehe und würden darauf hinwirken, dass sich der Ehemann möglichst wenig in der gemeinsamen Wohnung aufhalten würde, sei nicht glaubhaft. Des Weiteren hätten die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann unterschiedliche Sachverhaltsdarstellungen zur Aufnahme ihrer Beziehung abgegeben: Während der Ehemann angegeben habe, sich mit der Beschwerdeführerin vor der Heirat nur ein- bis zweimal getroffen zu haben, behauptete die Beschwerdeführerin, mit ihm schon seit Dezember 2014 eine Beziehung zu führen. Während der Trauung habe die Schwester des ersten Ehemannes der Beschwerdeführerin als Trauzeugin gewirkt, und der Ehemann habe die Trauung so schnell wie möglich hinter sich bringen wollen. Der Zivilstandsbeamte habe erklärt, die Ehegatten hätten während der Trauung nicht miteinander kommunizieren können. Die Beschwerdeführerin kenne nach eigenen Angaben die Familienangehörigen des Ehemannes nicht, und der Ehemann habe gemeint, sie habe nur eine Schwester, während es in Wirklichkeit vier seien. Aus diesen tatsächlichen Feststellungen schloss die Vorinstanz darauf, dass den Ehegatten ein wirklicher Ehewille fehle und sie die Ehe nur aus ausländerrechtlichen Motiven geschlossen hätten. Damit sei der Aufenthaltsanspruch der Beschwerdeführerin gestützt auf Art. 51 Abs. 1 lit. a AuG erloschen.