Citation: 6B_56/2015 E. B

Auf Berufung der Staatsanwaltschaft erklärte das Obergericht des Kantons Aargau A.X.________ am 23. Oktober 2014 der versuchten vorsätzlichen Tötung schuldig. Es bestrafte sie dafür mit einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und ordnete eine stationäre therapeutische Massnahme an. Das Obergericht erachtet es als erstellt, dass A.X.________ am 24. März 2013 ein Messer holte und die Absicht hatte, damit auf ihren Vater B.X.________ einzustechen. Als sie die herbeigeeilten Nachbarn C.________ und D.________ erblickt habe, sei sie kurzzeitig von der weiteren Verwirklichung ihres Tatentschlusses abgehalten worden. Stattdessen habe sie in die Treppe und in die Wand gestochen. Sie habe aber auf ihren Vater weiterhin zustechen wollen und sei zumindest einmal in dieser Absicht mit erhobenem Messer bis auf ca. zwei Meter an ihn herangetreten. Als A.X.________ von C.________ an einer weiteren Annäherung an den Vater gehindert worden sei, habe sie einem bereits zuvor von ihr malträtierten Hocker Stiche zugefügt.