Citation: 8C_207/2019 E. 5.1

5.1. Der Beschwerdeführer rügt den vorinstanzlichen Entscheid in verschiedener Hinsicht. Zu Recht bringt er vor, das kantonale Gericht habe in der Sache nicht begründet, warum die im Austrittsbericht der Klinik C.________ AG gestellte Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode ICD-10: F33.1, gegenüber dem Gutachten des Dr. med. B.________, der keine psychiatrische Diagnose stellte und insbesondere keine Depressivität fand, keine Verschlechterung darstellen sollte. Auch wenn, wie die Vorinstanz anführt, die Ärzte der Klinik C.________ AG von einer im Verlauf der Hospitalisation deutlichen Zustandsverbesserung berichteten, gilt es dennoch zu beachten, dass die Diagnose im Austrittsbericht weiterhin gestellt und eine Arbeitsfähigkeit von gerade 20 % bestätigt wurde. Das spricht klar dafür, dass die während des Aufenthalts eingetretene Zustandsverbesserung im betreffenden Bericht bereits berücksichtigt wurde. Zudem wird im Bericht als Auslöser der mittelgradigen depressiven Episode im Rahmen einer vorbestehenden rezidivierenden depressiven Störung nicht nur - wie im angefochtenen Entscheid angeführt - die Aberkennung der Invalidenrente, sondern gleichermassen die danach aufgenommene Steigerung des Arbeitspensums als Überforderung genannt. Indem das kantonale Gericht einzig die Aberkennung der Rente und die damit verbundenen finanziellen Probleme als aktuelle Belastungsfaktoren anführt, hat sie den Sachverhalt unvollständig festgestellt. Ob eine Überforderung infolge erhöhter Arbeitsbelastung unter den gegebenen Umständen als psychosozialer Faktor oder nicht doch als Ausdruck eines krankheitswertigen depressiven Geschehens zu werten ist, gilt es primär nicht vom Rechtsanwender, sondern fachärztlich zu beurteilen, was im vorliegenden Fall auch auf Stufe des Regionalen ärztlichen Dienstes nicht erfolgte. Angesichts dieser offensichtlich unrichtigen Feststellungen zum Sachverhalt sieht sich das Bundesgericht nicht daran gebunden und kann sie durch eigene ergänzen (vgl. E. 1.1). Dabei fällt nach Lage der Akten auf, dass sich nicht nur die Diagnosen des Dr. med. B.________ und der Ärzte der C.________ AG unterscheiden, sondern auch die Befundlage. So haben letztere, wie der Beschwerdeführer zu Recht vorbringt, als Befunde weitschweifiges Gedankenkreisen, im Affekt deprimiert und affektarm, eine reduzierte emotionale Schwingungsfähigkeit, einen reduzierten Antrieb, Ein- und Durchschlafstörungen, einen sozialen Rückzug, Suizidpläne und ein selbstverletzendes Verhalten aufgeführt. All dies wird im Gutachten des Dr. med. B.________ nicht als aktuelle Befunde beschrieben wird. Da eine Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes glaubhaft gemacht wurde, kann letztlich offen bleiben, ob die Voraussetzungen der Glaubhaftmachung auch mit Bezug auf die geltend gemachte Verschlechterung des somatischen Gesundheitszustandes erfüllt sind.