Citation: 2C_947/2019 E. 4.4

4.4. Es bleibt zu prüfen, ob die reglementarische Herangehensweise bei der pauschalen Abrechnungsmethode der Kurtaxe bei Ferienwohnungen mit dem übergeordneten Recht vereinbar ist. Gemäss Art. 21 Abs. 3bis TG/VS soll die Kurtaxenpauschale auf der Grundlage objektiver Kriterien berechnet werden, wobei namentlich der durchschnittliche Belegungsgrad der entsprechenden Beherbergungsform einschliesslich der gelegentlichen Vermietung zu beachten ist. Die konkrete Umsetzung der Pauschale lässt das kantonale Recht offen und überlässt dies den Gemeinden. Obwohl Pauschalisierungen im Bereich der Kostenanlastungssteuern verbreitet und zulässig sind (vorne E. 4.3.1), sind die Gemeinden bei der Ausgestaltung der Kurtaxe dennoch nicht gänzlich frei. Eine pauschale Abrechnung ist in möglichst enger Anlehnung an die tatsächlichen Verhältnisse auszugestalten (Urteile 2C_1049/2017 vom 15. April 2019 E. 6.2; 2C_519/2016 vom 4. September 2017 E. 3.6.4). Ob dies der Fall ist, prüft das Bundesgericht insbesondere unter dem Gesichtspunkt des Willkürverbots (Art. 9 BV); dieses ist verletzt, wenn sich die als verfassungswidrig gerügte Bestimmung nicht auf ernsthafte sachliche Gründe stützen lässt, sinn- und zwecklos ist, einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 134 I 23 E. 8 S. 42; 131 I 1 E. 4.2 S. 6).