Citation: 1P.749/2000 27.02.2001 E. 1

1.- a) Das Bundesgericht prüft die Zulässigkeit der ihm eingereichten Beschwerden von Amtes wegen und mit freier Kognition (BGE 126 I 81 E. 1 mit Hinweisen). b) Die Anklagekammer bestätigt im angefochtenen Entscheid kantonal letztinstanzlich die vom Untersuchungsamt angeordnete Beschlagnahme von Bargeld des Beschwerdeführers sowie die Sperre gewisser Bankkonten. Sie befindet darin nicht abschliessend über das Schicksal der beschlagnahmten Vermögenswerte. Ihr Entscheid stellt daher einen Zwischenentscheid im Sinn von Art. 87 Abs. 2 OG dar, der mit staatsrechtlicher Beschwerde nur anfechtbar ist, wenn er einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil rechtlicher Natur bewirken kann. Dieses Erfordernis ist nach ständiger Praxis bei Beschlagnahmeentscheiden erfüllt, da während der Dauer der beanstandeten Massnahmen über das beschlagnahmte Gut nicht verfügt werden kann (BGE 126 I 97 E. 1b S. 101 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer ist durch die Aufrechterhaltung der Beschlagnahme in seiner Stellung als Eigentümer berührt (Art. 26 BV) und insofern zur staatsrechtlichen Beschwerde legitimiert (Art. 88 OG). Nicht zugelassen ist er mit der Rüge der Verletzung von Art. 9 BV, da er nicht darlegt, inwiefern das angeblich willkürlich angewendete kantonale Recht - hier Art. 144 Abs. 1 des Strafprozessgesetzes des Kantons St. Gallen (StP/SG), wonach die Beschlagnahme schriftlich zu verfügen ist - seine im Bereich der Eigentumsgarantie liegenden Interessen eigenständig und weitergehend schützen soll; nach ständiger Rechtsprechung begründet das allgemeine Willkürverbot für sich allein keine geschützte Rechtsstellung, die zur Erhebung der staatsrechtlichen Beschwerde berechtigt (BGE 126 I 81 E. 3-6 mit Hinweisen). c) Die Anforderungen an die staatsrechtliche Beschwerde sind in Art. 90 Abs. 1 lit. b OG festgelegt. Demnach muss die Eingabe die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. Das Bundesgericht prüft im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde nur klar und detailliert erhobene Rügen (BGE 125 I 492 E. 1b mit Hinweisen). Diesen Anforderungen vermag die Beschwerde nicht zu genügen: Die Anklagekammer hat im angefochtenen Entscheid ausgeführt, weshalb sie die Voraussetzungen für die vom Untersuchungsamt angeordneten Zwangsmassnahmen als erfüllt erachte. Weiter hat sie erklärt, die Beschlagnahme sei zu Einziehungszwecken erfolgt; in solchen Fällen könne nach dem kantonalen Recht keine Rücksicht auf die konkreten Einkommens- und Vermögensverhältnisse genommen werden. Der Beschwerdeführer hat sich mit diesen Ausführungen nicht auseinander gesetzt. Er macht einzig geltend, die Eigentumsgarantie (Art. 26 BV) sei verletzt, weil das Untersuchungsamt über die Beschlagnahme resp. Kontensperre keine anfechtbare Verfügung erlassen habe. Inwiefern die Aufrechterhaltung dieser Massnahmen an sich verfassungswidrig wäre, legt der Beschwerdeführer indessen nicht dar. Sein Einwand, er habe sich mangels einer erstinstanzlichen Verfügung vor der Anklagekammer nicht angemessen gegen die Beschlagnahme wehren können, betrifft nicht den Schutzbereich der Eigentumsgarantie, sondern vielmehr denjenigen des verfassungsmässigen Gehörsanspruchs (Art. 29 Abs. 2 BV). Dass das rechtliche Gehör in erster Instanz verletzt - und im Verfahren vor der Anklagekammer nicht geheilt - worden wäre, wird vom Beschwerdeführer jedoch nicht behauptet.