Citation: 8C_455/2024 E. 4.1

4.1. Nach eingehender Würdigung der ärztlichen Berichte und Gutachten stellte die Vorinstanz fest, dass die Beschwerdeführerin in der angestammten Tätigkeit als Hausfrau gesundheitlich bedingt nicht eingeschränkt sei. Im ersten Arbeitsmarkt bestehe wegen einer chronifizierten rezidivierenden depressiven Störung (derzeit leichte depressive Episode) mit somatischem Syndrom und diversen Ängsten sowie einem Abhängigkeitssyndrom von Sedativa und schädlichem Gebrauch von Analgetika eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Die Beschwerdeführerin mache geltend, vor der Geburt ihrer Kinder (2001 und 2006) vollzeitlich erwerbstätig gewesen zu sein und dass sie nunmehr als Gesunde ein 70%-Pensum versehen würde. Sie habe indessen, so das kantonale Gericht, bis im Jahr 2000 lediglich sieben Monate als Fabrikangestellte und sechs Monate als Hilfskraft in der Küche gearbeitet. Gemäss den Einträgen im Individuellen Konto (IK) habe sie dabei von August 1999 bis Oktober 2000 Einkommen von Fr. 18'317.- und 11'888.- erzielt, was nicht auf ein höheres Pensum schliessen lasse. Sie habe maximal vier Jahre Primarschule, aber keine weitere Schulbildung absolviert. Ihr 2006 geborener Sohn besuche gemäss der behandelnden Ärztin wegen einer leichten Behinderung eine Sonderschule. Eine Krankschreibung der Beschwerdeführerin sei erstmals im August 2019 erfolgt, eine fortgesetzte psychiatrische Behandlung habe erst ab Herbst 2019 stattgefunden. Mit Blick auf all diese Umstände konnte gemäss Vorinstanz entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführerin nicht davon ausgegangen werden, dass sie wegen ihres Sohnes oder aus gesundheitlichen Gründen an der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit seit dem Jahr 2001 verhindert gewesen sei beziehungsweise dass sie als Gesunde aktuell schon nur teilzeitlich erwerbstätig wäre. Das kantonale Gericht qualifizierte die Beschwerdeführerin deshalb als vollzeitlich im Haushalt Beschäftigte. Da dabei gestützt auf die ärztlichen Einschätzungen und auch unter Berücksichtigung der zumutbaren Mithilfe der Familienangehörigen keine invalidenversicherungsrechtlich relevante Beeinträchtigung bestehe, schloss die Vorinstanz eine anspruchsbegründende Invalidität aus.