Citation: 1B_144/2018 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz hat insoweit erwogen, die Privilegierung von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 4 StGB, wonach die Veruntreuung zum Nachteil eines Angehörigen oder Familiengenossen nur auf Antrag verfolgt werde, sei auf den Grundtatbestand von Art. 138 Ziff. 1 StGB beschränkt. Vorliegend stehe indes der qualifizierte Tatbestand von Art. 138 Ziff. 2 StGB (Begehung der Tat als berufsmässiger Vermögensverwalter) in Frage, weshalb es keines Strafantrags der Ehefrau bedürfe.