Citation: 5A_391/2022 E. 3.3.2

3.3.2. Ins Leere laufen sodann die Erörterungen, mit denen die Beschwerdeführerin belegen will, dass nicht nur gutheissende, sondern auch klageabweisende ausländische Entscheide anerkannt werden müssen, um in der Schweiz Rechtskraft zu entfalten. Inwiefern das Obergericht eine entsprechende Unterscheidung getroffen hätte, legt die Beschwerdeführerin nicht dar und ist auch nicht ersichtlich. Soweit die Beschwerdeführerin unter Hinweis auf eine Literaturstelle (GERHARD WALTER/TANJA DOMEJ, Internationales Zivilprozessrecht der Schweiz, 5. Aufl. 2012, S. 418) die Tatbestandswirkung des ausländischen Entscheids ins Spiel bringt, schweigt sie sich darüber aus, weshalb ihre diesbezüglichen Überlegungen nicht auch für die in Art. 272 Abs. 1 SchKG enthaltene (Prozess-) Vorschrift gelten können. Weder mag sie erklären, inwiefern der ausländische Schiedsspruch geradezu darauf abzielt, die in dieser Norm angeordnete Rechtsfolge - den Entscheid über die Bewilligung des Arrests - herbeizuführen, noch ist ihrem Schriftsatz zu entnehmen, weshalb er nicht den Tatbestand dieser Norm, das heisst die Glaubhaftmachung der Forderung (Art. 272 Abs. 1 Ziff. 1 SchKG), beschlägt und - jedenfalls im Streit um einen Arrest nach Art. 271 Abs. 1 Ziff. 4 SchKG - etwas anderes ist als eine blosse (Rechts-) Tatsache.