Citation: 5A_179/2018 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz begründet ihren Entscheid nicht eigentlich mit der fehlenden Möglichkeit, Besuche der Kinder in Russland zu finanzieren, sondern mit der Mittellosigkeit des Beschwerdeführers. Dies ergibt sich insbesondere aus der Eventualbegründung, wonach selbst dann, wenn der Beschwerdeführer das Vorhandensein von Mitteln für die Finanzierung der Reisekosten belegt hätte, diese für den Kindesunterhalt und nicht für Reisen zu verwenden wären. Lediglich für dem Beschwerdeführer gehörende Mittel ist dies zutreffend, nicht aber für Zuwendungen von Drittpersonen (etwa vom Grossvater väterlicherseits) für die Kinder. Indem die Vorinstanz das Besuchsrecht mit dem Verweis auf die Mittellosigkeit des Beschwerdeführers einschränkt, bestraft sie ihn im Ergebnis dafür, dass er seine Erwerbskraft nicht voll ausschöpft. Dies geht - entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin - nicht an, denn das Besuchsrecht und die Unterhaltspflicht sind voneinander unabhängig (Urteil 5C.237/2005 vom 9. November 2005 E. 4.3.1). Dem Umstand, dass der Beschwerdeführer ein höheres Einkommen erzielen könnte, wurde bereits dadurch Rechnung getragen, dass ihm bei der Unterhaltsberechnung ein hypothetisches Einkommen angerechnet wurde. Der Beschwerdeführer verlangt im Zusammenhang mit Ferien der Kinder im Ausland auch keine Berücksichtigung einer Position für damit zusammenhängende Besuchskosten in seinem Bedarf, was eine Schmälerung des Kindesunterhalts zur Folge hätte. Sodann hat die Vorinstanz ungeachtet ihrer entsprechenden Feststellungen dem Umstand nicht Rechnung getragen, dass es dem Beschwerdeführer trotz seiner äusserst bescheidenen finanziellen Verhältnisse bisher gelungen ist, sein Besuchsrecht zuverlässig wahrzunehmen. Schliesslich weist der Beschwerdeführer auch zu Recht darauf hin, dass die Aufhebung der geografischen Beschränkung nicht bedeuten würde, dass das Besuchsrecht zwingend jedes Mal in Russland ausgeübt würde, sondern lediglich, dass ihm die Möglichkeit offenstünde, mit seinen Kindern ins Ausland - namentlich auch das benachbarte - zu gehen. Die Vorinstanz ging davon aus, der Beschwerdeführer beantrage die Aufhebung der geografischen Beschränkung des Besuchsrechts lediglich für Russlandreisen, da er Reisen in Drittländer "mit keinem Wort erwähnt" habe. Das entsprechende Rechtsbegehren seiner Berufungsschrift lautete indessen auf die Befugnis, das Besuchsrecht mit den Kindern "in der Schweiz oder an einem anderen Ort" verbringen zu können. Aus all diesen Umständen folgt, dass die Vorinstanz ihr Ermessen hier auf bundesrechtswidrige Weise ausgeübt hat.