Citation: 9C_384/2013 E. 4.1.1

4.1.1. Der Einwand, mit der Prüfung des qualitativen Kriteriums habe die Vorinstanz Bundesrecht verletzt, geht fehl. Dieses Kriterium ist im vorliegenden Fall von entscheidender Bedeutung, weil der tägliche Pflegeaufwand selbst nach der Berechnung des Beschwerdeführers mit 144 Minuten zweieinhalb Stunden nicht übersteigt. Bei einem solchen Aufwand müssen gemäss Rechtsprechung zusätzlich erschwerende qualitative Momente hinzukommen, damit ein besonderer Aufwand bejaht werden kann (Urteil I 565/04 vom 31. Mai 2005 E. 4.2.1 mit Hinweis; vgl. auch Rz. 8058 KSIH). Nichts zu seinen Gunsten abzuleiten vermag der Beschwerdeführer aus Rz. 8059 KSIH. Diese sieht nicht nur vor, dass die Voraussetzungen (der besonders aufwendigen Pflege) bei Versicherten, welche an Mukoviszidose leiden, als erfüllt gelten können, sondern auch, dass eine Abklärung vor Ort erfolgen muss, soweit die Erfüllung der Voraussetzungen nicht eindeutig aus den Akten hervorgeht. Mithin ist kein Automatismus dergestalt vorgesehen, dass bei der Diagnose Mukoviszidose ohne Weiteres eine leichte Hilflosigkeit anzunehmen wäre. Vielmehr hat grundsätzlich eine Prüfung der Voraussetzungen auf der Grundlage der Abklärung vor Ort zu erfolgen, ausser die Hilflosigkeit ergebe sich ohne Weiteres aus den Akten (vgl. Rz. 1058 KSIH), was hier nicht der Fall war. Dem Urteil 8C_274/2011 vom 22. Juni 2011, auf welches sich der Beschwerdeführer beruft, kann nichts Gegenteiliges entnommen werden. In diesem wurde lediglich festgehalten, angesichts der in verschiedenen Arztberichten erwähnten Diagnose Mukoviszidose wäre die IV-Stelle gehalten gewesen, von sich aus allenfalls weitere Abklärungen durchzuführen und den Anspruch auf Hilflosenentschädigung zu prüfen (E. 4.1).