Citation: 2C_397/2022 E. 3.2

3.2. Dem angefochtenen Urteil kann entnommen werden, dass sich die Vorinstanz mit der persönlichen Befragung der Ehegatten als Beweismittel auseinandergesetzt hat (vorinstanzliches Urteil E. 3.4). So hat sie daraus Kommunikationsschwierigkeiten der Ehegatten abgeleitet und nicht, wie vom Beschwerdeführer vorgebracht, dass sich die Ehegatten gut kennen würden. Dass die Vorinstanz die persönliche Befragung anders gewürdigt bzw. aus den Antworten andere Schlussfolgerungen gezogen hat als der Beschwerdeführer, betrifft nicht die Frage des rechtlichen Gehörs, sondern diejenige der Beweiswürdigung. Weiter hat sich die Vorinstanz auch mit den erwähnten Fotos und Chat-Nachrichten auseinandergesetzt. Sie spricht diesen Beweismitteln nicht pauschal den Beweiswert ab, sondern führt in Würdigung der Gesamtsituation aus, dass diese keinen Schluss auf eine tatsächlich gelebte Ehe zulassen würden (vorinstanzliches Urteil E. 3.5). In den Bestätigungsschreiben einer Arbeitskollegin, einer Nachbarin, einer Freundin sowie des Sohns der Ehefrau des Beschwerdeführers erklären die genannten Personen im Wesentlichen, woher sie die Ehegatten kennen und bestätigen ohne aussagekräftige Begründung, dass sie die Ehe als echt wahrnehmen würden. Der in antizipierter Beweiswürdigung vorgenommene Verzicht auf eine zusätzliche Befragung der Personen, die ein Bestätigungsschreiben zugunsten der Ehegatten verfasst haben, ist vorliegend zulässig.