Citation: 2C_740/2017 E. 7.1

7.1. Das angefochtene Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom 12. Juli 2017 ist deshalb (als Grenzfall) aufzuheben und dem Beschwerdeführer seine Aufenthaltsbewilligung zu erneuern. Im Hinblick auf seine Straftaten rechtfertigt es sich als mildere Massnahme, ihn im Sinne einer letzten Chance formell zu verwarnen (Art. 96 Abs. 2 AuG). Sollte er das vom Gericht in ihn gesetzte Vertrauen missbrauchen und wiederum zu namhaften Klagen Anlass geben, hat er trotz seiner längeren Anwesenheit und der erfolgten Integration mit einem sofortigen Widerruf seiner Bewilligung zu rechnen (vgl. die Urteile 2C_116/2017 vom 3. Oktober 2017 E. 5.1; 2C_126/2017 vom 7. September 2017 E. 6.6 und 2C_846/2014 vom 16. Dezember 2014 E. 4). In diesem Fall überwöge das öffentliche Interesse, dass er die Schweiz verlässt; er müsste dann davon ausgehen, trotz der vorstehenden Überlegungen zur Ausreise in den ihm unbekannten Nordirak verpflichtet zu werden.