Citation: 1B_616/2019 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz erwog, gestützt auf den Fachbericht der Kantonspolizei Aargau vom 25. März 2019 sei davon auszugehen, dass das Feuer auf eine Brandstiftung zurückzuführen sei. Es habe nachgewiesen werden können, dass im Innern des Restaurants und im Bereich des Aussenzeltes Benzin ausgebracht worden sei. Die vorhandenen Spurenbilder seien durch die Verpuffung bzw. Explosion der Dämpfe des angezündeten Benzins entstanden. Diese Ausführungen werden von der Beschwerdeführerin nicht bestritten. Mit Blick auf die Zeugenaussagen hielt die Vorinstanz fest, allein deshalb, weil sich der Zeuge selber wegen Versicherungsbetrügen strafbar gemacht haben soll, sei seine Glaubwürdigkeit nicht per se zu verneinen. Seine als Grund für seine Aussagen angegebene Hoffnung auf eine mildere Strafe im eigenen Strafverfahren und dass er auf den Ehemann der Beschwerdeführerin "sauer" gewesen sei, weil dieser seine Ehefrau angerufen und sie bedroht haben soll, heisse nicht zwangsläufig, dass er deswegen lüge. Auch ansonsten weise nichts darauf hin, dass der Zeuge aus Rache oder anderen, ähnlichen Motiven falsche Aussagen gemacht haben könnte. Überdies enthielten die Aussagen des Zeugen auch überprüfbare und zum Teil unnötige weil sachfremde Details. Im Rahmen der im Haftprüfungsverfahren nur summarisch vorzunehmenden Beweiswürdigung folge aus dem Umstand, dass der Zeuge offenbar Einsicht in die den Ehemann der Beschwerdeführerin betreffenden Untersuchungsakten gehabt habe, nicht, dass dieser sich gegenüber dem Zeugen nicht in besagter Weise geäussert habe. Die von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Unstimmigkeiten würden deren geäusserte Vermutung, wonach der Zeuge einzig aufgrund der Akteneinsicht detaillierte Fallkenntnisse gehabt habe, die es ihm ohne Weiteres ermöglicht hätten, den Ehemann der Beschwerdeführerin falsch zu belasten, nicht stützen. Schliesslich hätten nicht nur die seit der Verfügung des Zwangsmassnahmengerichts vom 26. August 2019 neu hinzugekommenen Aussagen des Zeugen die Grundlage für die Neubeurteilung des dringenden Tatverdachts gebildet, sondern habe diese Neubeurteilung gestützt auf die gesamte bekannte Sachlage erfolgen müssen. So erschienen etwa die gewichtigen finanziellen Probleme der Beschwerdeführerin und ihres Ehemannes in einem anderen Licht. Es lägen konkrete Hinweise auf eine Mittäterschaft zwischen der Beschwerdeführerin und ihrem Ehemann vor und der gegen den Ehemann der Beschwerdeführerin gerichtete dringende Tatverdacht umfasse auch sie.