Citation: 8C_804/2023 E. 5.1

5.1. Wie er geltend macht, findet sich in seinen E-Mails vom 2. und 8. August 2022 zwar durchaus die Bemerkung, dass er froh wäre, wenn ihm die Arbeitslosenkasse wenigstens drei bis vier Monate Zeit gäbe, entweder eine Arbeitsstelle zu finden oder aber seine Selbstständigkeit wieder zu führen, ohne dass er seine Unternehmung auflösen müsse. Inwiefern aus diesem Satz geschlossen werden soll, er habe seine selbstständige Erwerbstätigkeit schon zu diesem Zeitpunkt oder noch früher definitiv aufgegeben, ist jedoch nicht ersichtlich. Noch weniger wird damit Willkür in der gegenteiligen Feststellung der Vorinstanz aufgezeigt. Vielmehr stützt der fragliche Satz gerade die Auffassung der Vorinstanz, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt seiner E-Mails Anfang August 2022 noch nicht bereit war, seine selbstständige Erwerbstätigkeit aufzugeben. Wie bereits die Vorinstanz festhielt, ist es aber gerade nicht Sache der Arbeitslosenversicherung, mit Taggeld für die typischen Schwierigkeiten beim Aufbau einer selbstständigen Erwerbstätigkeit aufzukommen (zum Ganzen vgl. Urteil 8C_660/2023 vom 27. März 2024 E. 5.2.1), wobei es sich im vorliegenden Fall um ein besonders exemplarisches Anwendungsbeispiel dieser Rechtsprechung handelt. Dass der Beschwerdeführer die Weiterführung als "Reaktivierung" seines Einzelunternehmens verstanden und den Entscheid darüber von der Auskunft der Beschwerdegegnerin über die Möglichkeit des Taggeldbezugs abhängig gemacht haben will, ändert daran nichts, zumal auch diese Einwände letztlich dafür sprechen, dass er seine Tätigkeit zunächst noch nicht definitiv aufgeben wollte.