Citation: 9C_220/2017 E. 3.1

3.1. Nach Auffassung der Vorinstanz ist der Aufwand des Spitals für die Behandlung der Adaptionsstörung nach der Kodierungsregel S1610c zu kodieren, was sie wie folgt begründet hat: Beim Sohn des Beschwerdeführers sei eine Asphyxie diagnostiziert worden ("leicht verzögerte prim. Adaption"), womit die ICD-Code Kategorie P21.- heranzuziehen sei. Anders als ICD-10 P21.0 und ICD-10 P21.1, welche klare Kriterien definierten, setze ICD-10 P21.9 im Sinne eines Auffangtatbestandes einzig das Vorliegen einer Anoxie, Asphyxie oder Hypoxie voraus, dies jeweils ohne nähere Angaben. Sei, wie im vorliegenden Fall, eine Asphyxie diagnostiziert worden, spiele es keine Rolle, ob weitere Kriterien für eine leichte, mässige oder schwere Asphyxie erfüllt seien. Es liege dann eine "Asphyxie unter der Geburt, nicht näher bezeichnet" vor, welche zur selben Endkodierung DRG [Diagnosis Related Groups]-P66C wie die Diagnosen ICD-10 P21.0 und ICD-10 P21.1 und damit im Ergebnis zum selben Kostengewicht und somit auch zum gleichen Rechnungsbetrag bzw. zur selben leistungsbezogenen Fallpauschale (Art. 49 Abs. 1 Satz 1 bis 3 KVG) führe. Der Beschwerdeführer bestreitet die Anwendbarkeit der Kodierungsregel S1610c beim Vorliegen der Diagnose ICD-10 P21.9. Nach seinem Dafürhalten stehen die vom Spital C.________ in Rechnung gestellten und von der Beschwerdegegnerin vergüteten Kosten in einem Missverhältnis zum tatsächlichen Aufwand ("minimalste, rund 10-15 Min. dauernde Leistung, die ein Hausarzt maximal mit Fr. 50.- bis Fr. 60.- verrechnen könnte"). Bei korrekter Diagnose und Kodierung hätte die speziell ausgewiesene Behandlung seines Sohnes kurz nach der Geburt (CPAP-Unterstützung mit O2-Bedarf bis 30 %) im Rahmen des Spitalaufenthalts der Mutter abgerechnet bzw. in deren Fallpauschale von Fr. 5'144.45 inbegriffen sein müssen (vgl. Art. 29 Abs. 2 lit. d KVG, wonach die obligatorische Krankenpflegeversicherung die Kosten übernimmt für "die Pflege und den Aufenthalt des gesunden Neugeborenen, solange es sich mit der Mutter im Spital aufhält"; für diese Leistung darf der Versicherer nach Art. 64 Abs. 7 lit. a KVG keine Kostenbeteiligung erheben).