Citation: 9C_205/2023 E. 1.2.2

1.2.2. Das kantonale Gericht hat die Sache für den (vorangehenden) Zeitraum vom 17. März bis 30. Juni 2020 an die Beschwerdegegnerin zwecks Abklärung der Erlassvoraussetzung der grossen Härte und neuer Verfügung zurückgewiesen. Für die Zeit ab Juli bis am 16. September 2020 hat die Vorinstanz mit der Verneinung des guten Glaubens dagegen (implizit) die Möglichkeit eines Erlasses verneint (vgl. E. 1.1 hiervor). Die Frage, ob ein Leistungsbezüger in einem bestimmten Zeitraum hinsichtlich des Bezugs gutgläubig war oder nicht, kann unabhängig davon beurteilt werden, wie es mit dem guten Glauben in anderen (auch vorangehenden) Zeiträumen aussah. Der vorinstanzliche Entscheid, mit welchem der gute Glaube zwischen Juli und dem 16. September 2020 verneint wurde, stellt daher einen selbständig anfechtbaren Teilentscheid nach Art. 91 lit. a BGG dar (vgl. in diesem Sinne auch SVR 2017 EL Nr. 5 S. 13, 9C_740/2016 E. 2.2 und 2.2.1). Auf die Beschwerde ist einzutreten.