Citation: 6S.451/2004 02.03.2006 E. 2

Die Beschwerde richtet sich zunächst gegen den Schuldspruch wegen mehrfacher qualifizierter Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 in Verbindung mit Ziff. 2 StGB. Keine Einwände erhebt der Beschwerdeführer gegen die Verurteilung wegen Urkundenfälschung (Anklage-Abschnitt C). Die Vorinstanz stellt fest, dass der Beschwerdeführer die fraglichen Veruntreuungen im Rahmen seiner Tätigkeit unter den Firmen "Koch & Züllig Partner" bzw. "Züllig & Partner" (ungefähr ab Oktober 1993) und "Züllig Financial Group Ltd." beging. Er bot direkt und über verschiedene Vermittler drei unterschiedliche Modelle für die Anlage von Kundengeldern an und erhielt in der Folge aufgrund standardisierter, als Treuhandverträge bezeichneter Vereinbarungen bedeutende Vermögenswerte zur Anlage, verwendete diese jedoch zum grossen Teil nicht zum Erwerb von Anlageobjekten, sondern zu seinem eigenen oder zum Nutzen Dritter. Nach den vorinstanzlichen Feststellungen täuschte er jedoch seine Kunden nicht, um sie zur Überlassung finanzieller Mittel zu bewegen, und er glaubte ursprünglich, im Handel mit Bankgarantien und Aktien von Pineridge-Gesellschaften grosse Gewinne erzielen und so nach Auszahlung der seinen Klienten versprochenen Renditen einen namhaften Überschuss für sich behalten zu können. Erst als er immer öfter Treuhandgelder zurückzahlen und versprochene Erträge ausschütten musste, begann er, dafür Kundengelder zu verwenden, weil er nicht einzugestehen vermochte, dass er mit Millionenbeträgen seiner Kunden krasse Fehlinvestitionen getätigt hatte. Der Beschwerdeführer macht geltend, sein Verhalten erfülle den Tatbestand der Veruntreuung nach Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB nicht und wäre allenfalls als ungetreue Geschäftsbesorgung zu qualifizieren. So habe er die ihm übergebenen Vermögenswerte mangels einer Werterhaltungspflicht nicht unrechtmässig verwendet und überdies ohne Bereicherungsabsicht gehandelt.