Citation: 5A_435/2019 E. 4.1.1

4.1.1. Der Beschwerdegegner ist zurzeit arbeitslos und bezieht Taggelder von der Arbeitslosenversicherung. Das Obergericht ist bei seiner Unterhaltsberechnung - wie schon die erste Instanz - davon ausgegangen, dass er wieder eine Stelle finden wird, und hat ihm deshalb (nach einer im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils bereits abgelaufenen Übergangsfrist) ein hypothetisches Nettoeinkommen von Fr. 3'500.-- monatlich angerechnet. Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz ein bundesrechtswidriges Vorgehen vor, weil diese zwar auf den auf der Lohnstrukturerhebung des Bundes basierenden individuellen Lohnrechner "Salarium" zurückgegriffen, jedoch nicht den Medianwert eingesetzt, sondern auf das sich für das erste Quartil ergebende Einkommen abgestellt habe. Zudem sei dieses noch weiter nach unten gekürzt worden. Ein solches Vorgehen sei nicht zulässig.