Citation: I 599/06 18.10.2006 E. 3

Zur Frage der Arbeitsfähigkeit, die dem Versicherten aufgrund seiner gesundheitlichen Beschwerden noch verbleibt, äusserte sich der Hausarzt Dr. G.________, Facharzt für Allgemeinmedizin, in seinem Bericht vom 30. Mai 2003 dahingehend, dass "für körperlich leichte Arbeiten (...) auf Dauer eine 100%ige Arbeitsfähigkeit weiterbestehen" sollte. Dr. K.________, orthopädischer Chirurg, hielt im Bericht vom 5. Januar 2005 fest, es habe sich seit seiner Beurteilung im Dezember 2003 "kaum Wesentliches verändert". Jedoch sei "im Verlauf bis zum Juni 2004 eher eine Verschlechterung bezüglich der Rückensituation eingetreten". Dennoch ging Dr. K.________ in seinem (auf der Grundlage dieses verschlechterten Gesundheitszustands erstellten) Verlaufsbericht vom 24. Juni 2004 davon aus, dass "auf längere Sicht (...) die Ausübung einer anderen Erwerbstätigkeit wahrscheinlich zu 50-100 % zumutbar" sei. Sie müsse aber "knie- und rückenschonend sein (Bürotätigkeit oder ähnliches)". Der Rheumatologe Dr. C.________ sprach sich im Bericht vom 29. Juni 2004 für eine Arbeitsfähigkeit des Versicherten in einer leidensangepassten Tätigkeit von 50 % aus, empfahl aber, "bei Unklarheiten" ein Gutachten verfassen zu lassen. Im Kurzbericht vom 6. Mai 2004 hielt er unter dem Titel "Arbeitsunfähigkeit" fest, der Versicherte sei "für eine wechselbelastende Tätigkeit (...) bestimmt zwischen 50 und 60 % arbeitsfähig" und schlug als zumutbare Arbeiten "z.B. Kontrolleur, Tätigkeit in einem Magazin" vor. Im gleichen Bericht unter dem Titel "Behandlungsplan" schätzte er die Arbeitsfähigkeit aktuell mit 40 bis 50 %. In einem weiteren Arztbericht von Dr. C.________ vom 27. Februar 2004 wurde der Versicherte "in einer wechselbelastenden Tätigkeit" als "bestimmt zwischen 50 und 80 % arbeitsfähig" erachtet. Im Fragebogen "Arbeitsbelastbarkeit: Medizinische Beurteilung" schätzte der Rheumatologe den Beschwerdeführer in einer behinderungsangepassten ganztägigen Tätigkeit zu 50 bis 80 % arbeitsfähig ein. Weiter gelangte Dr. S.________, orthopädischer Chirurg, in seinem umfassenden (d.h. Knie- und Rückenbeschwerden berücksichtigenden) Gutachten vom 11. September 2004 zum Schluss, es bestehe "in einer angepassten Tätigkeit mit Wechselbelastung, Rücken und Knie schonend (...) in Übereinstimmung mit den behandelnden Spezialisten eine 75%ige Arbeitsfähigkeit". Zudem erachtet er die vorhandenen Arztberichte als korrekt, umfassend und schlüssig; es bestünden keine signifikanten Differenzen zum Rheumatologen und zum Orthopäden, d.h. zu den Dres. C.________ und K.________. Die Vorinstanz stellte in ihrem Entscheid zu Recht wesentlich auf das Gutachten von Dr. S.________ ab, wonach dem Beschwerdeführer in einer wechselbelastenden rücken- und knieschonenden Tätigkeit ein Arbeitspensum von 75 % zumutbar ist. Dies ist nicht zu beanstanden. Daran vermag auch das vom Unfallversicherer in Auftrag gegebene Gutachten der Dres. O.________ und H.________, Orthopädie der Klinik Y.________, vom 6. Juni 2005 nichts zu ändern. Das in erster Linie auf die Frage der Unfallkausalität fokussierte Gutachten äussert sich auch zur Arbeitsfähigkeit, ist aber nicht überzeugend: So setzt es sich mit den abweichenden und in sich geschlossenen Stellungnahmen der Dres. C.________, K.________ und S.________ nicht auseinander. Überdies werden in den bisherigen Tätigkeiten etwa als Kranführer oder als Materialverwalter Arbeitsunfähigkeiten von 50 % angenommen. Für leidensangepasste Arbeiten nennt das Gutachten eine maximale tägliche Arbeitszeit von vier Stunden bzw. eine maximale wöchentliche Arbeitszeit von zwanzig Stunden, was bei einem üblichen wöchentlichen Arbeitspensum von 42 Stunden gar eine Arbeitsunfähigkeit von über 50 % ergibt.