Citation: 5A_398/2019 E. 8.2

8.2. Als formelle Rechtsverweigerung macht die Beschwerdeführerin dem Obergericht schliesslich zum Vorwurf, eine Prüfung der Nichtigkeit der Arrestbewilligung mit der Begründung abzulehnen, dass die Nichtigkeit nur von den Aufsichtsbehörden über die Betreibungs- und Konkursämter und nicht vom Arrestgericht festzustellen sei. Damit verkenne die Vorinstanz, dass einerseits die Nichtigkeit eines Arrests von Amtes wegen zu prüfen und anderseits "die Rechtsmissbräuchlichkeit und damit Nichtigkeit" eines Arrests zwingend im Arresteinspracheverfahren geltend zu machen ist. Auch diese Rüge ist zum Scheitern verurteilt. Das Obergericht konstatiert in diesem Zusammenhang, dass sich die Beschwerdeführerin auf Art. 22 SchKG beruft. Weiter hält es fest, die in dieser Norm enthaltene Anweisung, die Nichtigkeit einer Verfügung von Amtes wegen festzustellen, richte sich an die Aufsichtsbehörden über die Betreibungs- und Konkursämter und nicht an das Arrestgericht. Die Beschwerdeführerin setzt sich mit diesen Erwägungen nicht auseinander. Dass die Vorinstanz Art. 22 SchKG falsch verstehe oder auslege und sich die fragliche Anweisung auch an das Arrestgericht richte, behauptet sie nicht. Ebenso wenig macht sie geltend, dass sie ihre Forderung nach einer Prüfung von Amtes wegen im vorinstanzlichen Verfahren (auch) auf eine andere rechtliche Grundlage gestützt und die Vorinstanz dies in willkürlich Feststellung des Prozesssachverhalts übergangen habe. Im Übrigen vermag die Beschwerdeführerin nicht zu erklären, weshalb aus der Rechtsmissbräuchlichkeit eines Arrests zwingend dessen Nichtigkeit folgen muss, noch ist ihrem Schriftsatz zu entnehmen, weshalb allein der Umstand, dass der Vorwurf des Rechtsmissbrauchs im Einspracheverfahren geltend zu machen ist, sie als Dritte auch zur Einsprache gegen den Arrest berechtige.