Citation: 1B_363/2021 E. 2.5

2.5. Der Beschwerdeführer macht geltend, ein erheblicher Teil der eingeklagten Sachverhalte drohe im Frühjahr 2024 zu verjähren. Nach der Rechtsprechung ist für die Strafverfolgungsbehörde ein nicht wieder gutzumachender Nachteil rechtlicher Natur gegeben, wenn aufgrund der Rückweisung gemäss Art. 329 Abs. 2 StPO unmittelbar die Verjährung droht (BGE 143 IV 179 E. 2.4 am Schluss; Urteil 1B_211/ 2018 vom 27. Juni 2018 E. 2.2 mit Hinweisen). Die von Hans Mathys und Pierre Cornu geführte Untersuchung dauerte bis zur Anklage knapp zweieinhalb Jahre. Wie dargelegt, haben Emanuel Lauber und Sascha Pollace das Verwaltungsstrafverfahren am 1. September 2021 wieder aufgenommen. Sie müssen nach dem Beschluss des Wirtschaftsstrafgerichts nicht sämtliche Untersuchungshandlungen wiederholen, sondern nur jene, die Hans Mathys und Pierre Cornu selbst vorgenommen bzw. direkt angeordnet haben. Die neuen Verfahrensleiter werden zudem auf das durch Mitarbeiter des Beschwerdeführers in der ersten Untersuchung erlangte erhebliche Vorwissen zurückgreifen können. Die Beweismittel, welche die Direktorin des Beschwerdeführers sicherstellen liess, sind sodann von der vom Wirtschaftsstrafgericht angenommenen Nichtigkeit nicht erfasst und bleiben somit in den Akten. Sämtliche Beweismittel, Beschuldigten, Auskunftspersonen und Zeugen befinden sich überdies in der Schweiz. Zeitaufwändige Rechtsmittelersuchen an ausländische Behörden sind somit nicht erforderlich. Unter diesen Umständen müsste es den neuen Verfahrensleitern möglich sein, die neue Anklage beim Wirtschaftsstrafgericht so rechtzeitig einzureichen, dass dieses noch bis Frühjahr 2024 sein Urteil fällen kann, womit gemäss Art. 97 Abs. 3 StGB die Verjährung nicht mehr eintreten kann. Sollte es sich trotz beförderlicher Untersuchung durch die neue Verfahrensleitung abzeichnen, dass ein Urteil des Wirtschaftsstrafgerichts nicht vor Frühjahr 2024 ergehen kann, könnte sie den Teil des Verfahrens, in dem die Verjährung droht, abtrennen und vorweg zur Anklage bringen. Nach der Rechtsprechung stellt die drohende Verjährung einzelner Tatvorwürfe einen sachlichen Grund gemäss Art. 30 StPO für eine Verfahrenstrennung dar (BGE 138 IV 214 E. 3.2; Urteil 1B_211/2018 vom 27. Juni 2018 E. 2.2). Wenn die Vorinstanz annimmt, die Verjährung drohe hier nicht unmittelbar, hält das demnach vor Bundesrecht ebenfalls stand.