Citation: 9C_304/2022 E. 4.2.2

4.2.2. Weiter wirft der Beschwerdeführer der IV-Stelle vor, sie habe den Entscheid für die Ausbildung zum Mechanikpraktiker EBA überstürzt, ohne genügende Abklärung seiner Fähigkeiten und Stärken, getroffen, was ihm nun nicht zum Nachteil gereichen dürfe. Bei der damaligen Berufswahl seien zwar seine Einschränkungen bekannt gewesen, nicht aber seine Ressourcen, indem sein überdurchschnittlich hoher Intelligenzquotient beim Sprachverständnis (mit 134) und bei der Wahrnehmung (mit 126) erst nachträglich bekannt geworden sei. Im Übrigen könne nicht nachvollzogen werden, wie die Vorinstanz darauf komme, dass er für die Ausbildung zum Mechanikpraktiker EBA hoch intrinsisch motiviert gewesen sei und es sich bei dieser Tätigkeit um ein spezielles Interesse seinerseits gehandelt habe, welche Voraussetzungen gemäss Schreiben des lic. phil. E.________ (von den Psychiatrischen Diensten V.________) vom 1. September 2021 erfüllt sein müssten, damit bei Patienten mit Asperger-Syndrom die Probleme im Bereich der exekutiven Funktionen weniger ausgeprägt seien bzw. deutlich einfacher angegangen werden könnten. Anders als der Beschwerdeführer darstellen lässt, gingen dem Entscheid für die Ausbildung zum Mechanikpraktiker EBA (vom 1. August 2017 bis 31. Juli 2019) umfangreiche Abklärungen voraus (eine Erstabklärung bezüglich Ausbildungsfähigkeit vom 6. Juli bis 5. August 2016, ein Coaching im Rahmen der Berufsfindung vom 22. August 2016 bis 10. Mai 2017 und eine berufsspezifische Abklärung [Schnupperwoche] vom 27. bis 31. März 2017). Wie sich den diesbezüglichen Unterlagen entnehmen lässt, ergab sich dabei, dass eine Tätigkeit im Bereich der Mechanik den Interessen des Beschwerdeführers entsprach, denn er wurde sowohl in der Schnupperwoche als auch später in der Ausbildung als sehr motiviert und interessiert wahrgenommen, war begeisterungsfähig und zeigte Lernbereitschaft. Die sich auf die entsprechenden Berichte stützende vorinstanzliche Feststellung, wonach die Ausbildung bei hoher intrinsischer Motivation und unter Einbezug der speziellen Interessen des Beschwerdeführers erfolgt sei (was sich gemäss dem vom Beschwerdeführer angerufenen Bericht des lic. phil. E.________ vom 1. September 2021 regelmässig positiv auswirken soll), steht damit im Einklang mit den Akten. So zeigte sich denn auch im Rahmen der Ausbildung in der Genossenschaft W.________, dass der Beschwerdeführer bei einfachen seriellen Arbeiten einen recht hohen Leistungsgrad (bis 83 %) erreichen konnte (Bericht vom 12. Februar 2019; vgl. auch RAD-Bericht vom 16. Juli 2019). Ebenso ist dem kantonalen Gericht beizupflichten, dass unter den gegebenen Umständen nicht ersichtlich ist, auch nicht unter Berücksichtigung der geltend gemachten hohen kognitiven Fähigkeiten in Teilbereichen, inwiefern die bisher ausgeübte Tätigkeit für den Beschwerdeführer aufgrund seines Leidens ungeeignet oder auf die Dauer unzumutbar sein soll. Der Versicherte beschränkt sich darauf, den einlässlichen vorinstanzlichen Erwägungen seine eigene, abweichende Sichtweise gegenüberzustellen und damit unzulässige, rein appellatorische Kritik zu üben, was nicht genügt (vgl. BGE 145 I 26 E. 1.3).