Citation: 1C_275/2016 E. 3.1

3.1. Im Strafbefehl vom 2. Februar 2016 wird in tatsächlicher Hinsicht festgehalten, dass der Beschwerdeführer beim fraglichen Vorfall auf dem rechten Fahrstreifen an einem Lastwagen und einem Personenwagen vorbeigefahren sei. Nachdem er sich kurzfristig entschlossen hätte, anstatt nach Altendorf nach Reichenburg zu fahren, habe er vor dem (rechts überholten) Personenwagen auf die linke Fahrspur gewechselt. In rechtlicher Hinsicht hat das Untersuchungsamt dazu ausgeführt, nach dem Passieren des Überkopfsignals, welche die unterschiedlichen Fahrrichtungen anzeige (linke Spur: Richtung Chur, rechte Spur: Richtung Zürich), müssten die auf der linken Spur in Richtung Chur fahrenden Fahrzeuge damit rechnen, auf der rechten Fahrspur von in Richtung Zürich fahrenden Fahrzeugen überholt zu werden. Im Gegensatz zum Rechtsüberholen auf offener Strecke sei damit die Gefahr eines Unfalls kleiner. Dem Beschwerdeführer hätte indessen bewusst sein müssen, dass er, nachdem er zwei Fahrzeuge rechts überholt hatte, nicht wieder die Spur hätte wechseln dürfen. Er habe fahrlässig eine einfache Verkehrsregelverletzung begangen, indem er nach dem Rechtsvorbeifahren die Spur gewechselt habe.