Citation: C 47/06 26.04.2007 E. 3

3.1 Im angefochtenen Gerichtsentscheid wird nachvollziehbar dargelegt, die Versicherte habe ihren Lohnanspruch mit dem notwendigen Effort und innert nützlicher Frist geltend gemacht, so dass entgegen der Ansicht der Verwaltung nicht von einer Verletzung der Schadenminderungspflicht ausgegangen werden könne. Allerdings nimmt die Vorinstanz an, die Beschwerdeführerin habe für die Zeit bis zum 10. April 2004 (letzter geleisteter Arbeitstag vor Beginn der krankheitsbedingten Abwesenheit) auf die Nachforderung nicht bezogener Lohnanteile verzichtet, weshalb bis zu diesem Datum auch ein Anspruch auf Insolvenzentschädigung entfalle. Während der krankheitsbedingten Abwesenheit (13. April bis 22. Mai 2004) bestehe der Insolvenzentschädigungsanspruch für die Dauer von drei Wochen, was der Lohnfortzahlungspflicht im Krankheitsfall nach Basler Skala im ersten Dienstjahr entspreche. Insolvenzentschädigung sei neben diesen drei Wochen auch für die Zeit vom 23. Mai bis Ende Juni 2004 auszurichten. 3.2 Die Beschwerdeführerin lässt darauf hinweisen, dass das Gewerbliche Schiedsgericht seinem Vergleichsvorschlag ein monatliches Bruttoeinkommen von Fr. 4'200.- zu Grunde gelegt habe. Für die vier Monate vor Auflösung des Arbeitsverhältnisses sei daher von einem Bruttoverdienst von Fr. 16'800.- (4 x Fr. 4'200.-) auszugehen. Dieser Betrag müsse die Basis für die Berechnung der Insolvenzentschädigung bilden. Ein Verzicht auf Lohnforderungen für die Zeit vor dem 10. April 2004 könne nicht angenommen werden.