Citation: 2C_787/2018 E. 3.4.2

3.4.2. Der Beschwerdeführer vertritt die Auffassung, dass er die schwere Straftat, für die er mit Urteil vom Obergericht des Kantons Zürich am 28. August 2015 zu einer Freiheitsstrafe von 51 Monaten verurteilt wurde, nicht begangen hätte, wenn er zuvor ausländerrechtlich verwarnt worden wäre. Er bemängelt nach seiner Auffassung damit eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung. Ob eine Verwarnung im Sinne von Art. 96 Abs. 2 AuG auszusprechen ist, betrifft eine Rechtsfrage und ist von Amtes wegen zu prüfen (vgl. Art. 106 Abs. 1 BGG). Aus dem Umstand, dass der Beschwerdeführer nicht früher verwarnt wurde, kann er im Hinblick auf seine Straffälligkeit nichts ableiten. Sinn und Zweck der Verwarnung im Sinne von Art. 96 Abs. 2 AuG ist nicht, die Straffälligkeit ausländischer Personen zu verhindern, sondern die Wahrung des Verhältnismässigkeitsprinzips gemäss Art. 5 Abs. 2 BV im Bereich des Ausländerrechts sicherzustellen. Daraus folgt, dass es nicht die Pflicht des Migrationsamts war, ein strafbares Verhalten mittels einer ausländerrechtlichen Verwarnung zu verhindern. Die Vorinstanz kommt im Weiteren zum Schluss, dass eine Verwarnung nach der Verurteilung wegen schwerer Körperverletzung ausser Betracht falle, da an der Aufenthaltsbeendigung gestützt auf eine ausführliche Interessenabwägung ein überwiegendes öffentliches Interesse bestehe (vgl. E. 4 bis E. 6 des Urteils vom 31. Juli 2018). Diese Auffassung bestreitet der Beschwerdeführer zu Recht nicht. Folglich kann der Beschwerdeführer mit Blick auf die fehlende ausländerrechtliche Verwarnung nichts zu seinen Gunsten ableiten.