Citation: 4A_309/2009 27.10.2009 E. 1

In vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist die Beschwerde nur zulässig, wenn der Streitwert mindestens Fr. 30'000.-- beträgt (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG). Bei der Berechnung des Streitwerts wird der Betrag einer Widerklage nicht mit demjenigen der Hauptklage zusammengerechnet (Art. 53 Abs. 1 BGG). Schliessen die in Hauptklage und Widerklage geltend gemachten Ansprüche einander aus und erreicht eine der beiden Klagen die Streitwertgrenze nicht, so gilt die Streitwertgrenze auch für diese Klage als erreicht, wenn sich die Beschwerde auf beide Klagen bezieht (Art. 53 Abs. 2 BGG). Klage und Widerklage schliessen sich gegenseitig aus, wenn die Gutheissung der einen Klage zwingend die Abweisung der anderen zur Folge hat (Beat Rudin, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 2008, N. 11 zu Art. 53 BGG). Vorliegend beläuft sich der Streitwert der Hauptklage auf Fr. 6'449.30, derjenige der Widerklage - gemäss Angabe der Vorinstanzen - auf mindestens Fr. 74'000.--. Die Hauptklage erreicht somit die Streitwertgrenze von Fr. 30'000.-- nicht. Diese gilt auch nicht nach Art. 53 Abs. 2 BGG als erreicht, weil die Konstellation einander sich gegenseitig ausschliessender Ansprüche nicht vorliegt. Mit der Hauptklage fordert die Beschwerdegegnerin die Bezahlung bereits erbrachter Aufwendungen aus dem Auftrag zur Schulung des Beschwerdeführers. Der Beschwerdeführer verlangt mit der Widerklage Schadenersatz wegen der nicht geleisteten FTO-Unterschrift sowie die Erfüllung einer Nebenpflicht der Beschwerdegegnerin aus der Beauftragung, nämlich die Leistung der FTO-Unterschrift. Die in Haupt- und Widerklage geltend gemachten Ansprüche schliessen sich gegenseitig nicht aus. Auf die Beschwerde kann daher mangels Erreichens der Streitwertgrenze nicht eingetreten werden, soweit sie sich gegen die vorinstanzliche Beurteilung der Hauptklage richtet.