Citation: 1C_99/2023 E. 2.4

2.4. Was den Verkehrslärm angeht, lässt sich die fehlende gesamthafte Beurteilung beispielsweise an den Liegenschaften Attinghauserstrasse 134, 136, 138D und 142 in Altdorf konkret aufzeigen. Im UVB WOV wird der auf diese Liegenschaften einwirkende Verkehrslärm nach der Realisierung der WOV ausgewiesen und eine Lärmzunahme von 2.0-2.3 dB (A) wegen der Mehrbeanspruchung der bestehenden Verkehrsanlage prognostiziert. Dazu wird im UVB WOV ausgeführt, die Lärmberechnungen für den entsprechenden Strassenabschnitt basierten alleine auf den Verkehrszahlen für die Kantonsstrasse. Für die abschliessende Beurteilung und Planung von Lärmschutzmassnahmen müssten die Belastungen der Nationalstrasse miteingerechnet werden. Diese würden im Rahmen des UVB 3. Stufe Halbanschluss erhoben. Im UVB 3. Stufe Halbanschluss wird dann zwar der auf die erwähnten Liegenschaften einwirkende Verkehrslärm nach der Realisierung des Halbanschlusses prognostiziert. So wird für die genannten Liegenschaften an der Attinghauserstrasse eine Immissionsdifferenz zwischen minus 1 dB (A) und 1 dB (A) nach Inbetriebnahme des Halbanschlusses ausgewiesen. Dass die mit der Verkehrszunahme auf der Kantonsstrasse verbundene Lärmzunahme - wie im UVB WOV vorgesehen - in die Verkehrslärmberechnung eingeflossen und die mit dem Gesamtprojekt verbundenen Lärmemissionen gesamthaft beurteilt worden wären, ist jedoch nicht zu sehen.