Citation: 9C_231/2008 08.06.2008 E. 3

3.1 Nach den verbindlichen Feststellungen des Versicherungsgerichts ist gestützt auf das Gutachten des Dr. med. L.________, Innere Medizin und Rheumaerkrankungen, vom 14. September 2006 von einer Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit für leichte, wechselbelastende Tätigkeiten von 20 Prozent auszugehen. Das Vorbringen des Beschwerdeführers, er wäre im Gesundheitsfall nur teilzeitlich tätig gewesen, ist ein unzulässiges Novum (Art. 99 BGE). Mit Recht hat die Vorinstanz den Invaliditätsgrad anhand eines Einkommensvergleichs ermittelt. 3.2 In erwerblicher Hinsicht stellte die Vorinstanz hinsichtlich des hypothetischen Einkommens ohne Invalidität (Valideneinkommen) auf den Lohn ab, den der Beschwerdeführer bei der C.________ SA, bei welcher er seit 1996 zunächst vollzeitlich gearbeitet hat und seit 2002 noch in einem Teilzeitpensum von 40 % tätig ist, im Jahr 2005 in einem vollen Pensum hätte verdienen können. Diese Einkünfte von Fr. 88'380.- im Jahr passte sie an die Nominallohnentwicklung per 2006 an, womit sich ein Valideneinkommen von Fr. 89'352.- ergab. Diesem stellte sie zunächst ein Einkommen von Fr. 75'129.- gegenüber, das sich aus den Salärempfehlungen 2006 des kaufmännischen Verbandes ergab, reduzierte diesen Betrag um 20 % zufolge eingeschränkter Leistungsfähigkeit und nahm zudem einen leidensbedingten Abzug von 10 % vor, sodass ein Invalideneinkommen von Fr. 54'093.- resultierte. Aus dem Vergleich der beiden hypothetischen Einkommen ermittelte das kantonale Gericht eine Einkommenseinbusse von Fr. 35'259.-, entsprechend einem Invaliditätsgrad von 39,46 %. 3.3 Wie das Eidgenössische Versicherungsgericht im Urteil I 708/06 vom 23. November 2006 in Bestätigung früherer Urteile dargelegt hat, ist für die Ermittlung des Invalideneinkommens bei Fehlen eines tatsächlich erzielten Erwerbseinkommens grundsätzlich nicht auf die unverbindlichen Empfehlungen des Kaufmännischen Verbandes abzustellen, sondern auf die (auf tatsächlich erzielten Gehältern beruhenden) Tabellenlöhne gemäss Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE). Die gegenteilige Vorgehensweise der Vorinstanz hatte das Gericht als rechtsfehlerhaft bezeichnet. Die Salärempfehlungen des Kaufmännischen Verbandes hat das Eidgenössische Versicherungsgericht nur in Ausnahmefällen beigezogen, namentlich wenn diese (ausnahmsweise) bereits Grundlage für die Ermittlung des Valideneinkommens bildeten. Da es sich bei den nach Gesetz und Rechtsprechung geltenden Regeln über die Durchführung des Einkommensvergleichs, einschliesslich derjenigen über die Anwendung der LSE und der Dokumentation von Arbeitsplätzen, um Rechtsfragen handelt (BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399), ist das Bundesgericht in diesem Punkt nicht an die Feststellungen der Vorinstanz gebunden. 3.4 Gemäss der Tabelle TA 1 der LSE 2004, Sektor Dienstleistungen, betrug der Durchschnittslohn von Männern im Anforderungsniveau 3 (Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt) im Jahr 2004 bei 40 Arbeitsstunden in der Woche Fr. 5496.- im Monat (Fr. 65'952.-). Da dieser standardisierte Lohn auf einer 40-Stunden-Woche basiert, müsste er der durchschnittlichen Arbeitszeit von 41,7 Stunden angepasst werden (Die Volkswirtschaft 4/2008, Tabelle B 9.2, S. 90), womit sich ein Betrag von rund Fr. 68'755.- (Fr. 65'952.- / 40 x 41,7) ergäbe. Dieser wäre alsdann noch der Nominallohnentwicklung 2004 - 2006 anzugleichen, die gemäss Bundesamt für Statistik in diesem Zeitraum 2 % betrug, sodass sich ein Einkommen von Fr. 70'130.- ergibt. Hievon ist zunächst die Reduktion von 20 % für die Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit vorzunehmen. Vom Resultat von Fr. 56'104.- (80 % x Fr. 70'130.-) ist schliesslich der leidensbedingte Abzug von 10 % vorzunehmen, dessen Festlegung als Ermessenfrage einer Korrektur durch das Bundesgericht nur mehr dort zugänglich ist, wo das kantonale Gericht das Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hat, also Ermessensüberschreitung, -missbrauch oder -unterschreitung vorliegt (vgl. BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399), was hier nicht zutrifft. Es resultiert demnach ein Invalideneinkommen von höchstens Fr. 50'494.-. Verglichen mit dem unbestritten gebliebenen Valideneinkommen von Fr. 89'352.- beläuft sich die Erwerbseinbusse auf Fr. 38'858.-. Der Invaliditätsgrad beträgt somit 43,48 % (Fr. 38'858.- x 100 / Fr. 89'352.-). Der Versicherte hat demzufolge Anspruch auf eine Viertelsrente der Invalidenversicherung. Nachdem die Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40 % im Zeitpunkt der Anmeldung bei der Invalidenversicherung (am 4. Februar 2005) gemäss den medizinischen Unterlagen im Sinne von Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG schon seit über einem Jahr bestanden hatte, und dannzumal eine Invalidität von über 40 Prozent vorlag, ist der Rentenbeginn antragsgemäss auf den 1. Februar 2005 festzusetzen; eine Prüfung der Frage, ob der Rentenanspruch allenfalls bereits in einem früheren Zeitpunkt entstanden ist, entfällt mit Blick auf Art. 107 Abs. 1 BGG.