Citation: 2A.306/2001 17.07.2001 E. 1

1.-M.________ reiste am 7. Mai 2000 illegal in die Schweiz ein und stellte ein Asylgesuch. Er gab an, am 19. Februar 1983 geboren worden zu sein und aus Marokko zu stammen. Dabei wies er sich mit einer entsprechenden Geburtsurkunde aus. Eine Knochenalter-Bestimmung, durchgeführt im Bürgerspital Solothurn, ergab am 2. Juni 2000 für ihn ein Knochenalter von 16 Jahren (mit einer Standard-Deviation von +/- 12,8 Monaten). Am 16. März 2001 lehnte das Bundesamt für Flüchtlinge sein Asylgesuch ab und wies ihn aus der Schweiz weg; auf eine gegen diese Verfügung gerichtete Beschwerde trat die Schweizerische Asylrekurskommission am 19. April 2001 nicht ein. In der Zwischenzeit ergingen gegen M.________ verschiedene Strafverfügungen (u.a. wegen Ladendiebstählen, Entwendung eines Personenwagens zum Gebrauch, Besitzes von Kokain und Haschisch und wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das Transportgesetz) der Jugendanwaltschaft des Kantons Solothurn, die jeweils unbedingte Einschliessungsstrafen anordnete. Am 1. April 2001 verschwand M.________ aus der Unterkunft in Oberdorf, später wurde er im Fahndungssystem RIPOL zwecks Ausschaffung ausgeschrieben. Am 15. Juni 2001 erschien er auf dem Asylbüro des Amtes für öffentliche Sicherheit, um sich nach einer Möglichkeit zum Verbleib in der Schweiz zu erkundigen. Gleichentags nahm ihn das Amt (als Fremdenpolizeibehörde des Kantons Solothurn) in Ausschaffungshaft. Am 18. Juni 2001 prüfte und bestätigte das Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn die Ausschaffungshaft bis zum 14. September 2001. Am 21. Juni 2001 meldete sich M.________ aus der Haft beim Amt für öffentliche Sicherheit und gab an, seine wahre Identität nennen zu wollen. In einem Schliessfach, dessen Schlüssel M.________ in der Unterkunft in Oberdorf versteckt hatte, fanden die Behörden in der Folge eine Reisetasche mit persönlichen Effekten und Dokumenten, darunter eine "Aufenthaltsgestattung" vom 3. April 2001 (gültig bis zum 3. Juli 2001), ausgestellt in Karlsruhe (Deutschland) auf den Namen "L.________" (von Algerien), geboren 1985. Gegen den Haftprüfungsentscheid vom 18. Juni 2001 hat M.________ mit einer in französischer Sprache verfassten Eingabe vom 29. Juni 2001 beim Bundesgericht Beschwerde erhoben. Er macht geltend, sein Name sei in Wirklichkeit L.________, geboren 1985, und er stamme aus Algerien. Er habe eine Adresse in Deutschland, wo er sich aufhalten könne ("que mon asyle est encore valable") und wohin er zurückkehren wolle. Das Amt für öffentliche Sicherheit und das Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn beantragen, die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Das Bundesamt für Ausländerfragen hat sich innert Frist nicht geäussert. Der Beschwerdeführer hat von der Möglichkeit, sich ergänzend vernehmen zu lassen, nicht Gebrauch gemacht.