Citation: 1C_365/2023 E. 1.2

1.2. Nach der Praxis des Bundesgerichtes kann auch die Verletzung elementarer Verfahrensgrundsätze im schweizerischen Rechtshilfeverfahren (und nicht nur im ausländischen Verfahren) einen besonders bedeutenden Fall begründen (BGE 145 IV 99 E. 1.3). Indessen genügt das pauschale Vorbringen der beschwerdeführenden Partei, die Behörden hätten ihr rechtliches Gehör oder andere elementare Verfahrensgrundsätze verletzt, nicht, um einen Rechtshilfefall als besonders bedeutend erscheinen zu lassen. Vielmehr müssen dafür ernsthafte Anhaltspunkte objektiv vorliegen (BGE 145 IV 99 E. 1.4; 133 IV 125 E. 1.4 S. 129; je mit Hinweisen; vgl. dazu FORSTER, a.a.O., Art. 84 N. 31). Vorliegend macht die Beschwerdeführerin geltend, es würden mehr Dokumente ausgeliefert, als dies von der ersuchenden Behörde verlangt worden sei, was offensichtlich und augenscheinlich eine Verletzung des Legalitätsprinzips, des Erfordernisses eines öffentlichen Interesses und des Verhältnismässigkeitsprinzips bedeute. In diesem Zusammenhang wirft sie der ersuchten Behörde und der Beschwerdekammer eine Verletzung der Begründungspflicht und damit des rechtlichen Gehörs vor, weil diese nicht im einzelnen begründet hätten, welche Dokumente und Beweismittel weshalb, insbesondere ausserhalb des erfragten Zeitraums zwischen dem 1. Juli 2019 und dem 15. Oktober 2019, herauszugeben seien.