Citation: I 300/04 19.10.2004 E. 5.2

5.2.1 Das hypothetische Einkommen, welches die Beschwerdeführerin ohne gesundheitliche Einschränkungen im Jahre 2002 in ihrer bisherigen Tätigkeit als Krankenschwester zu erzielen vermocht hätte (Valideneinkommen), beläuft sich gestützt auf die Angaben der vormaligen Arbeitgeberin unbestrittenermassen auf Fr. 36'000.-. 5.2.2 Zur Bestimmung des trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist - die Versicherte geht seit Ende Mai 2001 keiner Beschäftigung mehr nach - auf die vom Bundesamt für Statistik herausgegebene Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) abzustellen (vgl. BGE 129 V 475 Erw. 4.2.1 mit Hinweisen). Die von der Verwaltung verwendeten zwei DAP (Dokumentation von Arbeitsplätzen)-Löhne genügen den von der Rechtsprechung formulierten Voraussetzungen (BGE 129 V 472) offenkundig nicht, weshalb der Invaliditätsbemessung die Tabellenlöhne gemäss der LSE zugrunde zu legen sind. Da der Beschwerdeführerin verschiedene Hilfsarbeiterstellen offen stehen, ist der Zentralwert und nicht eine branchenspezifische Zahl massgeblich. Laut Tabelle TA1 der LSE 2002 beträgt dieser für im privaten Sektor einfache und repetitive Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) verrichtende Frauen bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden Fr. 3'820.- monatlich oder Fr. 45'840.- jährlich. Aufgerechnet auf die im Jahre 2002 betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41,7 Stunden (Die Volkswirtschaft, 9/2004, S. 86, Tabelle B9.2 [Total]) ergibt sich daraus in Berücksichtigung einer um 50 % eingeschränkten Arbeitsfähigkeit ein Einkommen von Fr. 23'894.10. Die Frage, ob und gegebenenfalls in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, bestimmt sich auf Grund sämtlicher persönlicher und beruflicher Umstände des konkreten Einzelfalles (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), welche nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind, wobei der maximal zulässige Abzug 25 % beträgt (BGE 126 V 78 ff. Erw. 5; AHI 2002 S. 71 Erw. 4b/cc). Im vorliegenden Fall kann in Anbetracht der Ergebnisse der medizinischen Abklärungen davon ausgegangen werden, dass die Versicherte im Umfang der verbleibenden Arbeitsfähigkeit eine behinderungsgeeignete Beschäftigung zu 50 % (halbtags mit voller Leistung) ausüben könnte, ohne dass ein Arbeitgeber weitere gesundheitsbedingte Einschränkungen des Leistungsvermögens zu gewärtigen hätte (vgl. auch Erw. 4.2.3 hievor). Da ferner das Kriterium des Alters, wenn überhaupt, nur sehr minim ins Gewicht fällt (2002: 34 Jahre; vgl. LSE 2002, S. 55, Tabelle TA9]), die Bedeutung der Dienstjahre im privaten Sektor abnimmt, je niedriger das Anforderungsprofil ist (vgl. BGE 126 V 79 Erw. 5a/cc mit Hinweisen), und die Faktoren Teilzeit sowie Nationalität/Aufenthaltskategorie der über das schweizerische Bürgerrecht verfügenden Beschwerdeführerin sich sogar - stets bezogen auf das in Betracht fallende Arbeitssegment - eher lohnerhöhend auswirken (vgl. LSE 2002, S. 28, Tabelle T8* und S. 59, Tabelle TA12), rechtfertigt sich vorliegend, entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin, keine Kürzung des Tabellenlohnes. Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen resultiert eine Erwerbseinbusse von 33,62 %.