Citation: 5A_199/2022 E. 4.3

4.3. Der Anwendungsbereich von Art. 242 SchKG erstreckt sich nur auf körperliche Sachen. Das Aussonderungsverfahren kommt - mit Bezug auf das Objekt - nicht zur Anwendung, wenn geltend gemacht wird, eine nicht in einem Wertpapier verkörperte Forderung stehe nicht dem Gemeinschuldner, sondern dem Ansprecher zu; ein Prätendentenstreit zwischen Masse und Drittansprecher ist im ordentlichen Prozess auszutragen bzw. das Aussonderungsverfahren ist nicht zu durchlaufen (BGE 128 III 388; 90 III 90 E. 1; 76 III 9 E. 1; 70 III 34 S. 36 ff.; FRITZSCHE/WALDER, Schuldbetreibung und Konkurs, Bd. II, 1993, § 48 Rz. 15 f.). Diese konstante Rechtsprechung (RUSSENBERGER/WOHLGEMUTH, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 3. Aufl. 2021, N. 10 zu Art. 242; JEANDIN/FISCHER, a.a.O., N. 3 zu Art. 242) hat das Obergericht zum Ausdruck gebracht, so wie sie auch in der kantonalen Praxis bestätigt wird (u.a. Beschluss des Kantonsgerichts/SZ vom 6. Mai 2013, EGV/SZ 2013 A.6.6, S. 65; Urteil 14.2019.223 des Tribunale d'appello/TI vom 1. Oktober 2020 E. 5.1, mit Hinw.; Urteil DCSO/10/2021 der Cour de justice [Chambre de surveillance]/GE vom 21. Januar 2021 E. 2.1.3, E. 2.1.4, E. 2.2 am Anfang).