Citation: 1C_71/2007 11.09.2007 E. 3

Nach Ansicht des Verwaltungsgerichts ist es allgemein bekannt, dass nach Geschwindigkeitsüberschreitungen mit einer Verwarnung oder einem Führerausweisentzug zu rechnen ist. Der Beschwerdeführer habe die Möglichkeit und die Pflicht gehabt, seine Verteidigungsrechte im Strafverfahren wahrzunehmen. Als der Beschwerdeführer am 28. Juli 2006 die Verfügung des Präsidenten der KAM betreffend Führerausweisentzug vom 20. Juli 2006 erhalten habe, sei das Strafmandat noch nicht rechtskräftig gewesen. Der Beschwerdeführer hätte genügend Zeit gehabt, um gegen das Strafmandat Einsprache zu erheben. Überdies sei das Verhalten des Beschwerdeführers schwer nachvollziehbar, weil jemand, der ein Strafmandat erhält und sich zu Unrecht als Verurteilter betrachtet, normalerweise alles daran setze, um seine Schuld zu bestreiten.