Citation: 6B_64/2024 E. 1.6

1.6. Insoweit der Beschwerdeführer seinem getrübten Leumund kein "nennenswertes Gewicht" beigemessen wissen will, trifft zu, dass die Vorstrafen allesamt eher leichte und teilweise sogar blosse Bagatellkriminalität betreffen; ebenso, dass zwei der vier Vorstrafen zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils bereits neun Jahre zurückliegen. Dass und inwiefern die Vorinstanz diesen Vorstrafen im Rahmen der Interessenabwägung jedoch ein zu grosses Gewicht beigemessen hätte, legt er nicht dar und ist auch nicht ersichtlich. Die Vorinstanz thematisiert die Vorstrafen vorderhand und zulässigerweise bei der Beurteilung der Frage des Härtefalles, mithin unter dem Titel der "Integration im weiteren Sinn" (vgl. angefochtenes Urteil S. 23) und ohne diesen im Ergebnis ein ausschlaggebendes Gewicht beizumessen. Dass dies im Rahmen der Interessenabwägung anders wäre, ist nicht erkennbar. Festzuhalten bleibt, dass selbst wenn den Vorstrafen mit dem Beschwerdeführer kein "nennenswertes Gewicht" beigemessen wird, dies die zu seinen Ungunsten ausgefallene Interessenabwägung nicht als rechtswidrig erscheinen liesse.