Citation: 1C_531/2023 E. 8.3

8.3. Die Beschwerdeführenden rügen, die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands sei unverhältnismässig. Da sie beim Innenausbau der Scheune nicht bewusst gegen das Recht verstossen hätten, wiege der Vorwurf des bösen Glaubens nicht schwer. Im Stall der Alphütte würden weiterhin Heu und Erntemaschinen gelagert. Der als Wohnraum ausgebaute Teil dieser Hütte diene den für den Safrananbau nötigen Arbeitskräften als Schlaf- und Arbeitsraum. Damit werde das Gebäude weiterhin für landwirtschaftliche Zwecke genutzt, weshalb keine Nutzungsänderung stattgefunden habe. Die vorgenommenen Ausbauarbeiten stellten daher, wenn überhaupt, nur eine geringfügige Abweichung vom Erlaubten dar. Damit fehlten überwiegende öffentliche Interessen, welche die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands rechtfertigen könnten.