Citation: 6B_125/2024 E. 1.4

1.4. Soweit die Beschwerdeführerin vorträgt, sie habe nie beabsichtigt, die Privatklägerin (schwer) zu verletzen, sondern habe ihr lediglich eine Lektion erteilen bzw. sie erschrecken wollen, führt das nicht zu einer Verneinung des Eventualvorsatzes. Vorsätzlich handelt bereits, wer die Verwirklichung der Tat für möglich hält und in Kauf nimmt (Art. 12 Abs. 2 StGB). Dass ein schwerer oder schwerster Verletzungserfolg das eigentliche Handlungsziel gewesen wäre bzw. sie in Absicht gehandelt hat, wird ihr im Übrigen nicht vorgeworfen, andernfalls nicht bloss eventualvorsätzliches, sondern direktvorsätzliches Handeln vorläge. Auch liegen keine Anhaltspunkte dafür vor, dass die Beschwerdeführerin, wie sie geltend machen will, aufgrund ihrer Wut bzw. heftigen Rage nicht in der Lage gewesen sein soll, die objektive Gefährlichkeit ihres Tuns zu erfassen und einen entsprechenden Vorsatz zu bilden. Das Tatgeschehen und insbesondere das Tatvorgehen legen das Gegenteil nahe. Inwiefern bei dieser Sachlage eine Fahrlässigkeitshandlung vorliegen könnte, ist demzufolge nicht ersichtlich. Dass Risiko einer schweren bzw. schwersten Verletzungsfolge erscheint als so nah, dass die Beschwerdeführerin entgegen ihrer Ansicht nicht darauf hoffen konnte, die Sache werde schon glimpflich ausgehen und das Risiko sich nicht verwirklichen. Dass die Vorinstanz im vorliegenden Fall von einem eventualvorsätzlichen Handeln ausgeht, ist mithin unter keinem Titel zu beanstanden. Auf die zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Urteil kann verwiesen werden (Art. 109 Abs. 3 BGG).