Citation: 9C_588/2023 E. 2.6

2.6. Auch wenn der Beschwerdeführer etwas anderes behauptet, macht er den Betrag von Fr. 5'037.- akzessorisch zur Kapitalforderung von Fr. 19'642.65 geltend, das heisst als ein vom Begehren auf Überweisung von Fr. 19'642.65 abhängiges Nebenrecht. Dieser Zusammenhang wird auch daraus ersichtlich, dass er die beiden Begehren in seiner Eingabe an die Vorinstanz selber ausdrücklich als Haupt- und Folgeantrag bezeichnet. An der Akzessorietät des Folgeantrages ändert auch nichts, dass der Beschwerdeführer den Zinsbetrag beziffert und separat einfordert, dies ebenso wenig wie dass er darüber hinaus im Rahmen eines Verspätungsantrages auf beiden Beträgen Zins geltend macht. Es liegt mithin kein Sachverhalt vor, in welchem der Zins als eigenständige Forderung gilt und deshalb zum Streitwert hinzuzuzählen ist, anders als dies beispielsweise der Fall ist bei Zinsen, die integrierenden Bestandteil eines Anspruchs aus ungerechtfertigter Bereicherung oder einer Regressforderung darstellen (vgl. dazu Urteile 4A_536/2021 vom 28. Februar 2022 E. 1.3.4 [zur Parallelnorm Art. 51 BGG]; 5P.341/1999 vom 24. Januar 2000 E. 3e [zu einer analogen Bestimmung in der damals gültig gewesenen Zivilprozessordnung des Kantons Bern]; PETER DIGGELMANN, in: ZPO Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Gehri/Jent-Sørensen/Sarbach [Hrsg.], 3. Aufl. 2023, N. 9 zu Art. 91 ZPO; MICHEL HEINZMANN, in: Basler Kommentar zum BGG, 3. Aufl. 2018, N. 37 zu Art. 51 BGG). Bei dieser Sachlage verletzt es kein Bundesrecht, wenn der kantonale Richter unter Ausserachtlassung der Verzugszinsforderung von Fr. 5'037.- einen Streitwert von unter Fr. 20'000.- ermittelte und seine einzelrichterliche Zuständigkeit bejahte.