Citation: 6B_362/2023 E. 2.3.2

2.3.2. Die Vorinstanz prüft sorgfältig, ob ein Härtefall vorliegt. Eine berufliche und finanzielle Integration verneint sie zu Recht. Der Beschwerdeführer und seine Familie bezogen gemäss Auskunft des zuständigen Sozialdiensts von April 2006 bis März 2019 Sozialhilfe im Umfang von Fr. 431'657.--. Heute ist der Beschwerdeführer in Rente und hat Verlustscheine über Fr. 128'128.30. Auch eine soziale und institutionelle Integration verneint die Vorinstanz schlüssig. Der Beschwerdeführer umgebe sich fast ausschliesslich mit türkischen Landsleuten. Obwohl er seit über 20 Jahren in der Schweiz lebe, spreche er kaum Deutsch. Weiter hält die Vorinstanz fest, dass seine gesundheitlichen Beschwerden auch in der Türkei behandelt werden könnten. Was die familiären Bindungen betrifft, führt die Vorinstanz aus, neben seiner volljährigen Tochter habe der Beschwerdeführer keine Familie in der Schweiz. Hingegen habe er zwei Söhne in der Türkei, mit denen er Kontakt pflege. Die Vorinstanz verweist zutreffend auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach nicht bereits ein Härtefall vorliegt, wenn die Resozialisierungschancen in der Schweiz besser erscheinen als im Heimatland, sondern erst, wenn die Resozialisierung im Heimatland praktisch unmöglich ist. Gemäss Vorinstanz spricht der Beschwerdeführer türkisch und hat in der Türkei Familie, Verwandte und Freunde. Die Vorinstanz berücksichtigt zu Recht, dass der Beschwerdeführer eine AHV-Rente bezieht, die er in die Heimat exportieren kann, weshalb er dort nicht mittellos sein wird (vgl. dazu Urteil 2C_766/2019 vom 14. September 2020 E. 6.5.2). Schliesslich berücksichtigt die Vorinstanz die Angabe des Beschwerdeführers, dass er zum Christentum konvertiert sei. Sie findet aber keine Anhaltspunkte, dass er deswegen in der Türkei verfolgt würde. Nach alledem kommt die Vorinstanz zum zutreffenden Schluss, dass kein persönlicher Härtefall gemäss Art. 66a Abs. 2 StGB vorliegt.