Citation: 9C_292/2022 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz hat insbesondere erwogen, d ie Ausgleichskasse sei gemäss BGE 147 V 278 E. 5.3.3 gehalten gewesen, auf das Erwerbseinkommen des Jahres 2019 abzustellen, das dem letzten verfügten AHV-Beitrag zugrunde lag. Im Zeitpunkt der Verfügung über den Corona-Erwerbsersatz (29. April 2020) habe die letzte und aktuellste Beitragserhebung (Akontobeiträge) auf einem Einkommen von Fr. 30'200.- basiert. Bei Erlass des Einspracheentscheids (23. September 2021) sei die jüngste Beitragsverfügung jene vom 16. Juli 2021 gewesen, mit der definitive Beiträge auf einem (niedrigeren) beitragspflichtigen Einkommen von Fr. 27'700.- erhoben wurden. Diese Verfügung sei unangefochten geblieben. Die Forderungen gegen den Geschäftspartner seien weder in der Buchhaltung des Einzelunternehmens noch in der Steuererklärung 2019 deklariert worden. Die Ausgleichskasse habe darauf verzichten dürfen, die Akonto-Beiträge entsprechend der Provisionsforderung zu erhöhen. Diese sei steuerrechtlich erst im Jahr 2021 und nur im Umfang der tatsächlichen Zahlung von Fr. 26'000.- zu berücksichtigen; Gleiches gelte in beitragsrechtlicher Hinsicht. Folglich hat die Vorinstanz die Erhöhung des Tagesansatzes für den Corona-Erwerbsersatz verweigert.