Citation: 7B_858/2024 E. 4.7

4.7. Dass die Vorinstanz bei dieser Sachlage von einer ungünstigen Risikoprognose für mögliche weitere Schwerverbrechen ausgeht, hält im gegenwärtigen Verfahrensstadium vor dem Bundesrecht stand. Willkürliche entscheiderhebliche Feststellungen der Vorinstanz werden in diesem Zusammenhang nicht dargetan. Die Verfahrensleitung hat den psychiatrisch-forensischen Experten am 15. Juli 2024 darum ersucht, sich, soweit möglich, in einem Vorabgutachten zur Frage der Risikoprognose (Wiederholungsgefahr) aus medizinischer Sicht zu äussern. Dieser hat am 16. Juli 2024 wie folgt Stellung genommen: Zwar habe er "erste Hypothesen" zur "pychologischen Erklärung der Tat". Diese bedürften jedoch "noch weiterer Überprüfungen, um sie in eine ausreichend begründete, tragfähig hergeleitete und damit gesicherte Beurteilung zu überführen". Dabei sei "unter anderem zu berücksichtigen, dass noch Untersuchungshandlungen" ausstünden, die "möglicherweise beurteilungsrelevant" seien. Dazu gehörten beispielsweise die geplante Einvernahme des Beschuldigten zum medizinisch-forensischen Abschlussgutachten vom 17. Juni 2024 oder eine Konfrontationseinvernahme mit einer früheren Lebenspartnerin des Beschwerdeführers. Nach Vorliegen dieser Beweiserhebungen plane der psychiatrische Experte einen weiteren Explorationstermin. Der Gutachtensauftrag sei im Übrigen von "erhöhter Komplexität". Eine separate psychiatrische Vorab-Aussage zur Wiederholungsgefahr bzw. Risikoprognose erscheine dem Experten daher "zum jetzigen Zeitpunkt verfrüht". Das vollständige Gutachten könne Mitte September 2024 erwartet werden. Wie sich aus den Akten ergibt, bemühen sich die kantonalen Strafbehörden darum, innert angemessener Frist auch eine medizinisch-psychiatrische Einschätzung zur Risikoprognose bzw. zur potenziellen Gefährlichkeit des Beschwerdeführers einzuholen.