Citation: 6B_717/2024 E. 1.4.4

1.4.4. Schliesslich prüft die Vorinstanz das Vorliegen eines schweren persönlichen Härtefalls auch unter dem Aspekt des Rechts des Beschwerdeführers auf Familienleben (Art. 8 EMRK). Sie führt aus, er sei von seiner ehemaligen Freundin, der Mutter seiner Töchter, getrennt; diese gehöre nicht mehr zu seiner Kernfamilie und sei nicht vom Schutzbereich von Art. 8 Ziff. 2 EMRK erfasst. Seine beiden Töchter im Alter von vier und sechs Jahren seien indes von einer Landesverweisung direkt betroffen. Jedoch hätte eine strafrechtliche Landesverweisung des Beschwerdeführers nicht das Auseinanderreissen einer intakten und tatsächlich gelebten Familiengemeinschaft zur Folge, zumal er bereits aktuell über keinen gültigen Aufenthaltstitel mehr verfüge und die Schweiz verlassen müsse. Dem Beschwerdeführer ist nicht zu folgen, wenn er in diesem Zusammenhang geltend macht, es sei absolut sachfremd und willkürlich, wenn die Vorinstanz den fehlenden gültigen Aufenthaltstitel in ihre Würdigung miteinbeziehe. Es gilt stets zu prüfen, ob eine Landesverweisung eine tatsächlich gelebte familiäre Beziehung einer in der Schweiz gefestigt anwesenheitsberechtigten Person beeinträchtigt (vgl. oben E. 1.3.7). Weshalb die Vorinstanz dabei nicht auf den Status des Beschwerdeführers eingehen dürfen sollte, erhellt nicht. Die Vorinstanz stellt weiter auch fest, der Beschwerdeführer habe seine Töchter seit seiner Inhaftierung am 7. Januar 2021 lediglich anlässlich zweier Gefängnisbesuche im Juni und Juli 2023 gesehen; der Kontakt sei seit Jahren stark eingeschränkt. Hinzu komme, dass er nie einen Unterhaltsbeitrag bezahlt habe, obwohl er dazu verpflichtet gewesen wäre. Der Beschwerdeführer führt dagegen aus, entgegen der Auffassung der Vorinstanz sei durchaus von einer engen Vater-Tochter-Beziehung auszugehen. Er habe bis zur Verhaftung mit seinen Töchtern zusammengelebt und auch bis vor Familiengericht für Besuche seiner Töchter gekämpft. Während des Gefängnisaufenthalts sei es zu erheblichen Differenzen mit der Kindsmutter gekommen, was jedoch der Beziehung zu seinen Töchtern den engen Charakter nicht abspreche. Mit seiner Begründung vermag er aber weder eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung noch eine falsche Würdigung durch die Vorinstanz darzutun. Vielmehr belässt er es grösstenteils dabei, seine eigene Sicht der Dinge zu präsentieren, wobei er den Begründungsanforderungen vor Bundesgericht nicht zu genügen vermag (Art. 42 Abs. 2 BGG). Gestützt auf die vorinstanzlichen Feststellungen durfte die Vorinstanz eine nahe, echte und tatsächlich gelebte familiäre Beziehung zwischen dem Beschwerdeführer und seinen Töchtern verneinen. Ihr kann ebenso wenig vorgeworfen werden, sie lasse die familiäre Situation des Beschwerdeführers in ihrer Härtefallprüfung ausser Acht, führt sie doch zu Recht aus, im Übrigen könne die Beziehung zu den Kindern in einem gewissen Masse über moderne Kommunikationsmittel oder allenfalls über bewilligungsfähige Kurzaufenthalte gepflegt werden (vgl. BGE 143 I 21 E. 5.3; vgl. auch Urteil 6B_255/2021 vom 3. Oktober 2022 E. 1.3.3 mit Hinweis). Dagegen wendet der Beschwerdeführer nichts ein.