Citation: 2C_356/2017 E. 3.3

3.3. Was die Beschwerdeführer hiergegen vor Bundesgericht vorbringen, überzeugt nicht: So verweisen sie darauf, sie hätten sich extra zur Bäuerin resp. zum Pferdezüchter ausbilden lassen, Zuchtpferde angeschafft, sich die landwirtschaftliche Tätigkeit bewilligen lassen, am Stall Unterhaltsarbeiten ausgeführt und zusätzliches Land für eine ausreichende Raufuttergrundlage gepachtet. Diese Vorkehrungen lassen indes höchstens auf den subjektiven Willen der Pflichtigen schliessen, den landwirtschaftlichen Betrieb erfolgreich zu führen bzw. die ihrer Meinung nach dafür erforderlichen Voraussetzungen zu schaffen (= subjektive Gewinnstrebigkeit). Ob die Tätigkeit aber auch tatsächlich zur nachhaltigen Gewinnerzielung geeignet ist (= objektive Gewinnstrebigkeit), ergibt sich demgegenüber erst aus der Art und Weise, wie das Gelernte umgesetzt bzw. die geschaffenen Voraussetzungen in der Folge nutzbar gemacht werden. Insofern erscheinen diese Einwendungen der Beschwerdeführer nicht als entscheidwesentlich. Sodann wenden sie sich gegen eine mehrjährige Betrachtung des landwirtschaftlichen Betriebs und rügen in diesem Zusammenhang eine Verletzung des Periodizitätsprinzips: Aus den Verhältnissen von 2009 oder sogar von 2010 und 2011 dürfe nicht geschlossen werden, was ein Steuerpflichtiger in den Jahren 2006, 2007 und 2008 in Bezug auf die Gewinnerzielung gewollt habe. Dieser Einwand geht gleich in zweifacher Hinsicht fehl: Zum einen zielt er wiederum nur auf den Willen der Beschwerdeführer, d.h. auf die subjektive Seite der Gewinnstrebigkeit ab. Zum andern dürfen für die Frage der (subjektiven und objektiven) Gewinnstrebigkeit gemäss konstanter Praxis auch die Verhältnisse in den vorangegangenen bzw. in den nachfolgenden Perioden mitberücksichtigt werden (Urteile 2C_375/2015 vom 1. Dezember 2015 E. 7.4.3, a.a.O.; 2A.126/2007 vom 19. September 2007 E. 2.3, publ. in: StR 63 2008 36; 2A.46/2005 vom 31. August 2005 E. 2.2, publ. in: StE 2006 B 23.1 Nr. 59). Schliesslich behaupten die Beschwerdeführer im Zusammenhang mit den mehrjährigen Verlusten ihres landwirtschaftlichen Betriebs auch eine Verletzung von Art. 31 DBG, wonach Verluste aus den sieben der Steuerperiode vorangegangenen Geschäftsjahren abgezogen werden können, soweit sie bei der Berechnung des steuerbaren Einkommens dieser Jahre nicht berücksichtigt werden konnten. Was die Beschwerdeführer aus dieser Bestimmung herleiten wollen, ist jedoch unerfindlich, zumal die Möglichkeit eines Verlustvortrags gerade voraussetzt, dass es sich tatsächlich um eine selbständige Erwerbstätigkeit handelt (vgl. Art. 27 ff. DBG). Wohl trifft es zu, dass ein während mehreren Folgejahren eintretender Verlust die Annahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit nicht von vornherein und in absoluter Weise ausschliesst, doch ändert dies nichts daran, dass die im Streit liegende Aktivität gemäss dem Obenstehenden sowohl subjektiv als auch objektiv auf die Erzielung eines Erwerbseinkommens ausgerichtet sein muss: Angesichts des Umstandes, dass die Beschwerdeführer in den fraglichen Perioden (und darüber hinaus) nicht nur stets Verluste erwirtschaftet, sondern zu keinem Zeitpunkt überhaupt je nennenswerte Einnahmen erzielt haben, scheitert es jedenfalls an der objektiven Komponente der Gewinnstrebigkeit. Abschliessend machen die Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang geltend, aus dem von ihnen gewählten Betriebskonzept für die Pferdezucht ergebe sich notwendigerweise, dass diese eher erst nach zehn als schon nach fünf Jahren rentieren könne. Diesem Einwand ist entgegenzuhalten, dass die Beschwerdeführer ihre Tätigkeit angesichts der von ihnen erzielten Betriebsergebnisse offenkundig nicht darauf ausgerichtet haben, mit ihrem landwirtschaftlichen Unterfangen von Beginn weg zumindest in beschränktem Umfang Erträge zu erwirtschaften. Vielmehr generierten sie damit ausschliesslich Kosten, welche sie mit ihrem regulären Erwerbseinkommen querfinanzierten. Sodann behaupten die Beschwerdeführer noch nicht einmal, dass ihre Pferdezucht in der Zwischenzeit, nach immerhin elf Jahren der Betriebstätigkeit, gewinnträchtig sei oder jedenfalls regelmässige Erträge abwerfe.