Citation: 5A_373/2018 E. 3.2.7

3.2.7. Schliesslich rügt der Beschwerdeführer, von den kantonalen Instanzen werde gänzlich ausgeblendet, dass er der einzige sei, der regelmässig Französisch mit C.________ spreche. Er befürchtet, dass sich die Kommunikation zwischen ihm und C.________ mit der - aus seiner Sicht ungenügenden - vorinstanzlichen Regelung definitiv schwieriger gestalten werde, was schädlich für ihre Beziehung sein werde. Bleibe es beim vom Obergericht "quasi blind implementierten Standardbesuchsrecht", so habe dies eine Entfremdung von Vater und Sohn zur Folge, wovor auch die Kinderärztin ausdrücklich warne. Richtig ist, dass der Richter bei der Regelung des persönlichen Verkehrs die Verhältnisse des Einzelfalles berücksichtigen muss und es vor diesem Hintergrund willkürlich ist, auf eine Gerichtspraxis zu verweisen, wenn die Besonderheiten des Einzelfalles - etwa eine sich abzeichnende sprachliche Barriere - ins Auge springen (BGE 144 III 10 E. 7.2 S. 18 mit Hinweisen). Soweit der Beschwerdeführer als unerwünschte Folge der streitigen Besuchsrechtsregelung eine sprachlich bedingte Entfremdung befürchtet, ist auf diese Bedenken nicht weiter einzugehen. Dass die Zweisprachigkeit der Familie als besonderer Umstand hervorstäche, ist dem angefochtenen Entscheid nicht zu entnehmen. Der Beschwerdeführer begnügt sich mit dem nicht weiter belegten Hinweis, er habe die Pflege des Französischen als Besonderheit bereits vor der Vorinstanz thematisiert. Es ist nicht Aufgabe des Bundesgerichts, zur Überprüfung dieser Behauptung in der über 80-seitigen Berufungsschrift nach einschlägigen Textstellen zu suchen.