Citation: 7B_348/2023 E. 2.2.2

2.2.2. Dieser Auffassung widerspricht die Vorinstanz. Ihrer Ansicht nach handelt es sich um einen Bagatellfall. Weder aus den Akten noch aus den Ausführungen des Beschwerdeführers seien Umstände ersichtlich, die eine amtliche Verteidigung als geboten erscheinen liessen. In den Tatbestandsrapporten seien weder Verständigungsproblemen erwähnt noch seien sonstige konkrete Anhaltspunkte, die auf beschränkte Ressourcen des Beschwerdeführers hinweisen würden, ersichtlich. Hinsichtlich der vom Beschwerdeführer befürchteten ausländerrechtlichen Konsequenzen könne zum jetzigen Zeitpunkt nicht gesagt werden, dass eine Wegweisung drohe. Folglich liesse sich bei einer allfälligen Verurteilung auch keine konkrete, unmittelbare schwere Betroffenheit des Beschwerdeführers ableiten. Der Straffall erweise sich in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht als einfach. Schwierigkeiten, denen der Beschwerdeführer alleine nicht gewachsen sei, seien keine ersichtlich.