Citation: 1C_639/2024 E. A

Mit Urteil vom 9. Februar 2018 bestätigte der Appellationshof Antwerpen (Belgien) eine gegen den niederländischen Staatsangehörigen A.________ verhängte Freiheitsstrafe von acht Jahren wegen Betäubungsmitteldelikten und Beteiligung an einer kriminellen Organisation. A.________ wurde im Schengener Informationssystem (SIS) zur Verhaftung ausgeschrieben, am 3. April 2024 in der Schweiz festgenommen und vom Bundesamt für Justiz (BJ) in Auslieferungshaft versetzt. Am 10. Mai 2024 empfing das BJ von Belgien ein Auslieferungsersuchen zwecks Vollstreckung der erwähnten Freiheitsstrafe. Mit Verfügung vom 18. Juli 2024 bewilligte es die Auslieferung und ordnete zudem an, dass die sichergestellten Gelder gestützt auf Art. 62 IRSG (SR 351.1) für die Deckung der Kosten des Auslieferungsverfahrens verwendet werden. Dagegen erhob A.________ Beschwerde an das Bundesstrafgericht. Er beantragte im Wesentlichen, die Auslieferung sei abzulehnen oder eventuell von einer Garantie Belgiens über die Einhaltung der Menschenrechte im Strafvollzug abhängig zu machen. Weiter verlangte er, es sei ein Gutachten zur aktuellen Situation in belgischen Gefängnissen zu erstellen und ein weiteres, rechtsmedizinisches, zu seiner eigenen Hafterstehungsfähigkeit unter Berücksichtigung der Zustände in belgischen Gefängnissen. In seiner Replik im Verfahren vor dem Bundesstrafgericht beantragte er zudem die Sistierung des Verfahrens und seine Entlassung aus der Auslieferungshaft. Mit Entscheid vom 24. Oktober 2024 wies das Bundesstrafgericht die Beschwerde ab, ebenso die Gesuche um Sistierung und Haftentlassung.