Citation: 1C_129/2021 E. 5.4

5.4. Die umstrittene Dienstbarkeit ist eine Massnahme zur Erschliessung des Quartierplangebiets. Die Erschliessung eingezonten Baulands liegt im öffentlichen Interesse, und zwar ungeachtet dessen, wie viele Grundeigentümer von dieser raumplanerischen Massnahme profitieren (vgl. Urteile 1C_375/2011 vom 28. Dezember 2011 E. 3.2.2; 1C_548/2015, 1C_549/2015 und 1C_134/2016 vom 3. August 2016 E. 6.5). Das Grundstück Nr. 4800, zu dessen Gunsten die fragliche Dienstbarkeit errichtet wird, liegt unbestrittenermassen im Baugebiet. Diese Dienstbarkeit wird genügend durch einen Erschliessungszweck bedingt, auch wenn dazu - über ein typisches Fuss- bzw. Fahrwegrecht hinaus - die Mitbenützung bzw. der Anschluss an einem abgeschlossenen privaten Erschliessungstunnel gehört. Es ist deshalb mit Bundeszivilrecht vereinbar, wenn die Dienstbarkeit gestützt auf kantonales Recht im Rahmen eines Quartierplans hoheitlich errichtet wird. Soweit die Beschwerdeführer etwas anderes vorbringen, kann ihnen nicht gefolgt werden. Im Übrigen spielt es in diesem Zusammenhang keine Rolle, ob die Errichtung der umstrittenen Dienstbarkeit auf zivilrechtlichem Weg gescheitert ist und ob die Anordnung auf dem Weg des Quartierplans einen Bezug zum Staatshaftungsverfahren aufweist, an dem die Gemeinde wegen angeblicher Mängel bei der notariellen Beurkundung beteiligt ist.