Citation: 5P.102/2005 19.08.2005 E. B

B.a In der Folge stellte X.________ beim Präsidenten des Bezirksgerichts Albula für die Durchführung des beantragten Revisionsverfahrens ein Gesuch um unentgeltliche Prozessführung, welches der angerufene Richter am 13. Januar 2005 wegen offensichtlicher Aussichtslosigkeit des Revisionsbegehrens abwies. B.b Gegen diesen Entscheid erhob X.________ beim Kantonsgerichtsausschuss des Kantonsgerichts von Graubünden Beschwerde mit dem Antrag, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und ihm sei im Revisionsverfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren. Am 15. März 2005 wies der Kantonsgerichtsausschuss das Begehren ab und führte in einer hauptsächlichen Begründung aus, das Scheidungsurteil des Bezirksgerichts Albula vom 28. November 2002 sei den Parteien am 9. April 2003 mitgeteilt worden, zu einem Zeitpunkt, in welchem dem Beschwerdeführer bekannt gewesen sei, dass Rechtsanwalt R.________ vor dem gerichtlichen Scheidungsverfahren beide Eheleute beraten, vom Beschwerdeführer Unterlagen über die finanziellen Verhältnisse erhalten und diese hernach als Rechtsvertreter der Ehefrau im Prozess eingeführt hatte. Sodann habe X.________ mit diesen Kenntnissen am 3. November 2003 bei der Aufsichtsbehörde über die Rechtsanwälte Anzeige erstattet und die genannten Vorgänge detailliert schildern können sowie sich bereits in diesem Zeitpunkt die zusätzliche Erstattung einer Strafanzeige wegen Verletzung des Anwaltsgeheimnisses vorbehalten. Somit habe der Beschwerdeführer nicht im Nachhinein neue Tatsachen erfahren, die ihm gefestigte Kenntnisse über einen möglichen Straftatbestand vermittelt hätten, weshalb die Frist zur Einreichung des Revisionsgesuchs nicht erst mit der Mitteilung des Endentscheids der Aufsichtskommission am 20. April 2004 zu laufen begonnen habe. Der Bezirksgerichtspräsident habe somit zu Recht festgestellt, dass die Frist gemäss Art. 246 Abs. 2 ZPO/GR offensichtlich versäumt worden sei. In einer weiteren, die Abweisung rechtfertigenden Begründung verneinte der Kantonsgerichtsausschuss, dass durch ein Verbrechen oder Vergehen zum Nachteil von X.________ auf das Urteil eingewirkt wurde (Art. 243 Abs. 1 Ziff. 1 ZPO/GR).