Citation: 2A.210/2004 15.02.2005 E. A

Der albanische Staatsangehörige X.________, geboren 1965, ersuchte am 4. Februar 2002 um Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung im Kanton Zürich. Das Migrationsamt des Kantons Zürich wies mit Verfügung vom 4. Juli 2002 das Gesuch ab und forderte X.________ auf, das Kantonsgebiet bis zum 31. August 2002 zu verlassen. Der Entscheid beruht auf folgendem Sachverhalt: Der Gesuchsteller reiste im Jahr 1997 mit falschen Ausweispapieren und unter falschem Namen illegal in die Schweiz ein. Am 20. Januar 1998 wurde er in Zürich wegen Verdachts auf Drogenhandel verhaftet. Im Strafverfahren benutzte er gegenüber den Behörden falsche (belgische) Ausweispapiere und gab sich zunächst als A.________ (geboren 1967), später als B.________ (geboren 1966) aus. Das Bundesamt für Ausländerfragen (heute: Bundesamt für Migration) verfügte gegen ihn am 28. Mai 1998 eine Einreisesperre auf unbestimmte Dauer. Gleichentags wurde er aus der Untersuchungshaft (127 Tage) entlassen und (als "B.________") polizeilich ausgeschafft. Am 24. August 1998 verurteilte das Bezirksgericht Zürich X.________ (als "B.________") wegen mehrerer Betäubungsmitteldelikte und mehrfachen Verstosses gegen das Bundesgesetz über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer zu einer Gefängnisstrafe von 15 Monaten (unter Anrechnung der erstandenen Untersuchungshaft). Der Vollzug der Freiheitsstrafe wurde bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von zwei Jahren; zusätzlich verfügte das Bezirksgericht eine unbedingte Landesverweisung für die Dauer von sieben Jahren. Dieses Urteil konnte X.________ erst am 8. Februar 2001 eröffnet werden. Er legte dagegen Berufung beim Obergericht des Kantons Zürich ein. Am 17. August 1999 heiratete X.________ in Albanien die Schweizer Bürgerin C.________, geboren 1966. Am 4. Januar 2000 reiste er - dieses Mal unter seinem richtigen Namen - wieder in die Schweiz ein. Am 1. Februar 2000 wurde ihm eine befristete Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Ehefrau im Kanton Zürich erteilt. In der Folgezeit wurde die Familie durch die öffentliche Fürsorge (mit Fr. 3'700.-- pro Monat) unterstützt. Die Eheleute haben einen gemeinsamen Sohn (D.________, geboren 2000). Die Ehefrau hat aus der ersten Ehe einen Sohn (E.________, geboren 1985) und eine Tochter (F.________, geboren 1991). Alle Kinder besitzen die schweizerische Staatsangehörigkeit. Die minderjährige F.________ lebt nach einem vierjährigen Aufenthalt in einem Kinderheim seit Ende des Schuljahres 2003 in der neuen Familie ihrer Mutter. Am 17. Januar 2001 wurde X.________ erneut verhaftet. In der Folge wurde er vom Bezirksgericht Zürich am 2. Juli 2001 wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie gegen das Bundesgesetz über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer zu einer unbedingten Gefängnisstrafe von 18 Monaten verurteilt. Dieses Urteil erwuchs in Rechtskraft. Auf die Berufung gegen das erwähnte frühere Urteil vom 24. August 1998 hin verhängte das Obergericht des Kantons Zürich am 30. November 2001 eine Zusatzstrafe von sieben Monaten Gefängnis (unbedingt) sowie eine Landesverweisung für die Dauer von fünf Jahren (bedingt, bei einer Probezeit von vier Jahren). Insgesamt sind damit gegen X.________ 25 Monate Freiheitsstrafe rechtskräftig ausgefällt worden. Vom 17. Januar 2001 bis zum 16. Januar 2002 (bedingte Entlassung) befand er sich in Untersuchungs- und Vollzugshaft.