Citation: 7B_890/2024 E. 6.3

6.3. Das Bundesgericht hielt im Rückweisungsurteil 6B_672/2021 vom 15. Mai 2023 hinsichtlich der vom Beschwerdeführer geltend gemachten Genugtuung für unverhältnismässigen Polizeigewahrsam fest, dass die vorinstanzliche Erwägung, wonach die polizeiliche Vorführung als solche verhältnismässig war, nicht zu beanstanden sei. Für die zeitliche Angemessenheit ihrer Umsetzung liesse sich daraus jedoch nichts ableiten. Die Vorinstanz habe mit Blick auf die zeitlichen Gegebenheiten denn auch erwogen, dass dem Beschwerdeführer grundsätzlich eine Genugtuung zustehen würde. Deren Ausrichtung könne ihm - entgegen der Auffassung der Vorinstanz - nicht gestützt auf Art. 430 Abs. 1 lit. a StPO verweigert werden. Für den zeitlich übermässigen Polizeigewahrsam komme die genannte Bestimmung nicht zur Anwendung (vgl. Urteil 6B_672/2021 vom 15. Mai 2023 E. 5.3.4.3). Die Vorinstanz musste sich im Rückweisungsverfahren damit einzig und allein mit der Genugtuung für zeitlich übermässigen Polizeigewahrsam befassen. Da sich die von der Vorinstanz in ihren Beschlüssen wiedergegebenen zeitlichen Gegebenheiten der Zwangsmassnahme direkt aus den Akten ergeben (vgl. kantonale Akten act. 8/10/5 sowie 8/10/17) und der Beschwerdeführer diesen Sachverhalt im ersten Verfahren vor Bundesgericht nicht bestritten hat, bestand vorliegend kein Anlass, ihn hierzu nochmals anzuhören. Was die Höhe der Genugtuung betrifft, ist schliesslich festzuhalten, dass die Auffassung der Vorinstanz, wonach bei der Bemessung der Genugtuung grundsätzlich von einem Betrag von Fr. 200.-- pro Tag Freiheitsentzug auszugehen sei, der gängigen Rechtsprechung entspricht (vgl. BGE 146 IV 231 E. 2.3.2). Der Beschwerdeführer ist in seiner zum Rückweisungsurteil führenden Beschwerde denn auch selbst von einer Genugtuung von Fr. 200.-- pro Hafttag ausgegangen (vgl. kantonale Akten act. 11 S. 2 und 11). Aussergewöhnliche Umstände, die ein Abweichen von der genannten Praxis nahelegen würden, machte er weder damals noch in seiner vorliegenden Beschwerde an das Bundesgericht geltend. Damit ist nicht ersichtlich, inwiefern eine allfällige Verletzung des rechtlichen Gehörs einen Einfluss auf das Verfahren gehabt haben könnte. Der Beschwerdeführer verkennt, dass der Anspruch auf rechtliches Gehör trotz seiner formellen Natur nicht Selbstzweck ist und dessen Verletzung nur gerügt werden kann, solange damit ein rechtlich geschütztes Interesse einhergeht. Ein solches ist aufgrund seiner Ausführungen nicht ersichtlich. Seine Beschwerde genügt insoweit den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 106 Abs. 2 BGG nicht. Anderweitige Rechtsverletzungen sind - soweit sie überhaupt hinreichend gerügt werden - nicht erkennbar.