Citation: 5A_835/2012 E. 4.2

4.2. Das Bezirksgericht ist zur Erkenntnis gelangt, es könne letztlich offenbleiben, ob der Beschwerdegegner mit dem Schuldner, seinem Kontrahenten und Vater, dessen finanzielle Verhältnisse im Detail besprochen hatte. Aufgrund des Sachverhalts müsse sich der Beschwerdegegner ohnehin zumindest vorwerfen lassen, beim Schuldner keine nähere Erkundigung eingeholt zu haben, obwohl dies für ihn mehr als zumutbar gewesen wäre. Gründe, über die Absichten seines Vaters Verdacht zu schöpfen, habe er genug gehabt: Anlässlich seiner Befragung habe der Beschwerdegegner ausgesagt, dass es zuvor keine Grundstückübertragungen an ihn gegeben habe, hingegen sei das Elternhaus an seine Mutter übertragen worden, wovon er kurz nach dem Vollzug jenes Geschäfts erfahren habe. Weiter hat das Bezirksgericht die enge Verwandtschaft des Beschwerdegegners mit dem Schuldner als Indiz dafür gewertet, dass beide untereinander auch über finanzielle Angelegenheiten gesprochen hätten. Wichtiger noch war für die Bezirksrichter der Umstand, dass der vom Schuldner für die Übertragungen angegebene Grund wenig glaubhaft erscheinen und den Erwerber aufmerksam machen musste: Der Veräusserer habe angegeben, sich aus dem Berufsleben zurückziehen zu wollen; allerdings habe er der Ehegattin das von ihm selbst und von ihr bewohnte Haus und dem Sohn neun angeblich nicht überbaubare (und behauptetermassen wertlose) Grundstücke übertragen - allesamt Grundstücke, die für seine berufliche Tätigkeit ohnehin untauglich gewesen seien. Schliesslich haben die Bezirksrichter auch in diesem Zusammenhang wiederum berücksichtigt, dass für das Geschäft die Form des Verkaufs ohne Bezahlung des Kaufpreises Zug um Zug und nicht die naheliegendere Variante der Erbregelung gewählt wurde. Gestützt auf diese Erwägungen hat das Bezirksgericht - unter Verzicht auf die Durchführung eines Beweisverfahrens - die Klage gutgeheissen und den Beschwerdegegner verurteilt, die acht noch in seinem Eigentum befindlichen Parzellen zurückzuerstatten und deren Zwangsverwertung zugunsten des Beschwerdeführers zu dulden. Hinsichtlich des neunten, inzwischen verkauften Grundstücks hat es den Beschwerdegegner verpflichtet, dem Beschwerdeführer einen Geldbetrag im Wert der abgelösten Pfandrechte zurückzuzahlen.