Citation: 2C_336/2023 E. 7.3

7.3. Zwar mag die Teilzeittätigkeit die Anzahl der behandelten Patienten reduzieren, sie reduziert aber nicht das Risiko, dass ein Schadensfall eintritt. Dafür genügt die falsche Behandlung allein eines Patienten. Dass der Beschwerdeführer wenn überhaupt nur Fehler gemacht hätte, die er mit seinem Privatvermögen hätte decken können, ist reine Hypothese und überwälzt das Ausfallrisiko unzulässigerweise auf den Patienten. Das Schadensrisiko, dass der Beschwerdeführer als 70-80 Prozent reduziert ansieht, ist massgeblich für die Art und den Umfang der Versicherungsdeckung, wie dies Art. 40 lit. h MedBG auch vorsieht, nicht aber für die Tatsache der Versicherungsdeckung. Dass der Beschwerdeführer nur teilzeitlich tätig war, hatte folglich keinen Einfluss auf die Schadenshöhe. Die Vorinstanz musste dies somit nicht als verschuldensmindernd berücksichtigen.