Citation: U 208/05 18.01.2006 E. 5

Das kantonale Gericht hat die Beschwerde des Versicherten insofern teilweise gutgeheissen, als es den Unfallversicherer zur Gewährung von Leistungen bis Ende Februar 2002 verpflichtete. Hiegegen wendet sich die vom Versicherer erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde. 5.1 Der angefochtene Entscheid kann in Bezug auf den Umfang der befristet zugesprochenen Leistungen zu unterschiedlichen Interpretationen Anlass geben. Dies erfordert klarzustellen, dass es sich bei den besagten Leistungen, wie sich insgesamt und inhaltlich überzeugend aus dem kantonalen Entscheid ergibt, um die antibiotische Behandlung der Borrelieninfektion handelt, welche auf Anordnung des Prof. Dr. med. Z.________ während vier Wochen bis Ende Februar 2002 durchgeführt worden war. Weitere Leistungen und insbesondere ein Taggeld für die eingetretene Arbeitsunfähigkeit stehen, da letztere nicht auf den Zeckenstich und den dadurch erfolgten Borrelienkontakt zurückgeführt werden kann, nicht zur Diskussion. 5.2 Aus den medizinischen Akten ergibt sich, dass die von Prof. Dr. med. Z.________ verordnete antibiotische Medikation auch nach Auffassung verschiedener weiterer Ärzte, worunter die beratenden Ärzte der La Suisse (Berichte vom 24. Mai 2003 und 14. Juni 2004), ein adäquates Mittel gegen den aufgetretenen Borrelieninfekt darstellte. Sie ist daher als zweckmässige Therapieform zu betrachten, welche, da für den Borrelienkontakt ein den Unfallbegriff erfüllender Zeckenstich verantwortlich gemacht werden muss, der Behandlung einer Unfallfolge diente und daher nach Art. 10 Abs. 1 lit. b UVG vom zuständigen Unfallversicherer zu tragen ist. Hieran ändert entgegen der offenbaren Auffassung der Helsana nichts, dass die Borrelieninfektion nach dem zuvor Gesagten - ob nun wegen der verabreichten Antibiotika oder aus anderen Gründen - keine (Lyme- oder Neuro-)Borreliose zur Folge hatte, welche für die persistierenden Beschwerden verantwortlich gemacht werden könnte. 5.3 Der Unfallversicherer macht weiter, wie schon im vorinstanzlichen Verfahren, geltend, der Zeckenstich habe sich vor der Begründung des Versicherungsverhältnisses zugetragen. Es trifft zu, dass sich der Versicherte nicht an einen Zeckenstich erinnern kann. Das kantonale Gericht hat dennoch gestützt auf verschiedene fachärztliche Stellungnahmen, welche von den beratenden Ärzten der La Suisse nicht in Frage gestellt wurden, darauf geschlossen, der Stich der borrelientragenden Zecke sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf einen Zeitpunkt während der ab Anfang 1999 bestandenen Versicherungsdeckung anzusetzen. Diese Beurteilung ist aufgrund der gesamten Umstände als rechtmässig zu betrachten. Damit ist die Leistungspflicht des Unfallversicherers für die besagte Medikation gegeben, was zur Abweisung der von ihm erhobenen Verwaltungsgerichtsbeschwerde führt.