Citation: 6B_1059/2021 E. 3

Die Beschwerdeführerin macht geltend, sich im Strafverfahren als Privatklägerin (Geschädigte) konstituiert zu haben. Sie benennt allerdings keine konkreten Zivilforderungen, die ihr unmittelbar aufgrund der angeblichen Straftat zustehen könnten, und sie legt ebenfalls nicht dar, dass und inwiefern sich der abschliessende Entscheid der Vorinstanz über die Verfahrenseinstellung auf allfällige Zivilansprüche auswirken könnte. Um welche konkreten zivilrechtlichen Ansprüche es gehen könnte, ist auch aufgrund der Natur der Vorwürfe nicht ohne Weiteres ersichtlich. Zwar geht aus der Beschwerde hervor, dass das Zurückbehalten der Kommissionen durch die beschuldigte Arbeitnehmerin die Erträge der Beschwerdeführerin verringert haben soll. Dass und weshalb die Beschwerdeführerin ohne das beanstandete Handeln ihrer Arbeitnehmerin einen höheren als den tatsächlich erwirtschafteten Gewinn erzielt hätte, lässt sich indes nicht leichthin erschliessen. Gemäss den Ausführungen der Staatsanwaltschaft in der Einstellungsverfügung, auf welche die Vorinstanz in ihrem Entscheid (im Zusammenhang mit dem Betrugsvorwurf) verweist, fehlt es an einem Nachweis, dass die bezogenen Kommissionen einen Einfluss auf die der Beschwerdeführerin zugekommenen Verkaufspreise gehabt hätten und der Beschwerdeführerin durch das beanzeigte Verhalten ein Schaden entstanden wäre (angefochtener Entscheid E. 10 S. 11). Vor diesem Hintergrund und aufgrund der bei den fraglichen Verhältnissen nicht einfachen Schadensbestimmung wäre es umso mehr an der Beschwerdeführerin gelegen, ihre Zivilansprüche und die Auswirkung des angefochtenen Entscheids auf diese darzutun. Mangels solcher Ausführungen genügt die Beschwerde den Begründungsanforderungen an die Legitimation im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG offensichtlich nicht. Abgesehen davon bleibt zu beachten, dass ein Schaden der Beschwerdeführerin keine Tatbestandsvoraussetzung der Privatbestechung im Sinne von Art. 4a Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 23 Abs. 1 aUWG darstellt, in Bezug auf welchen (einzigen) Tatbestand sie die Fortsetzung der Strafuntersuchung verlangt. Über einen entsprechenden Schaden wäre im Rahmen einer insoweit fortgesetzten Strafuntersuchung daher kein Beweis zu führen. Nachdem laut dem angefochtenen Entscheid das vorgeworfene Handeln, d.h. das eigenmächtige Beziehen von Kommissionen, sowie deren Höhe ausser Frage stehen, ist ein für die Klärung allfälliger Zivilansprüche massgeblicher beweismässiger Mehrwert, der eine Weiterführung der Strafuntersuchung mit sich brächte, nicht ersichtlich. Nur bei Vorliegen eines solchen beweisrechtlich begründeten Vorteils besteht jedoch der von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG vorausgesetzte Wirkungszusammenhang zwischen dem angefochtenen (Einstellungs-) Entscheid und der Beurteilung allfälliger Zivilansprüche (vgl. Urteil 6B_1157/2020 vom 8. September 2021 E. 3.1 ff., insbesondere E. 3.2.2; je mit Hinweisen). Da sich ein materieller Strafentscheid nicht rechtserheblich auf allfällige, bei den gegebenen Verhältnissen denkbare Zivilansprüche auszuwirken vermöchte, wäre die Legitimation der Beschwerdeführerin folglich auch in der Sache zu verneinen. Das Strafverfahren stellt kein "blosses Vehikel" zur Durchsetzung von Zivilforderungen in einem Zivilprozess dar (vgl. Urteil 6B_1157/2020 vom 8. September 2021 E. 3.1 mit Hinweis auf BGE 137 IV 246 E. 1.3.1).