Citation: 2C_740/2017 E. 5.2.2

5.2.2. Das Migrationsamt des Kantons Zürich hat beim Staatssekretariat für Migration (SEM) einen Amtsbericht zu den Verhältnissen im Irak eingeholt. Das SEM kommt in seiner Stellungnahme vom 19. August 2015 zum Schluss, dass die privaten Interessen am Verbleib in der Schweiz als hoch respektive die der Familie drohenden Nachteile als schwer zu gelten haben, wenn davon ausgegangen werde, dass die Ehefrau und die Tochter dem Beschwerdeführer in seinen Heimatstaat folgen müssten, damit das Familienleben aufrecht erhalten werden könne. Die Angehörigen seien mit den soziokulturellen Gegebenheiten im Irak nicht vertraut. Ihre Integration würde sich nicht zuletzt auch mit Blick auf die jüngsten Entwicklungen sehr schwierig gestalten. Vor diesem Hintergrund erweise sich die Anwendung von Art. 83 Abs. 7 AuG (Fälle, in denen keine vorläufige Aufnahme verfügt wird) auf sie als unverhältnismässig.