Citation: 1C_520/2022 E. 4.2.2

4.2.2. Soweit die Beschwerdeführerin der Vorinstanz hinsichtlich der Annahme der Gewässerverschmutzung eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung vorwirft, erweisen sich ihre Vorbringen ebenfalls als unbegründet. Dem rechtskräftigen Strafbefehl vom 21. Februar 2022 ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin des Vergehens gegen das Bundesgesetz über den Schutz der Gewässer (Art. 7 Abs. 1 lit. a des Gewässerschutzgesetzes vom 24. Januar 1991 [GSchG; SR 814.20]) und des Vergehens gegen das Umweltschutzgesetz (Art. 60 Abs. 1 lit. d USG [SR814.01]) schuldig gesprochen wurde. Es ist erstellt, dass die im PFOS-haltigen Löschschaum enthaltenen Chemikalien mangels Information seitens der Beschwerdeführerin in der ARA nicht zurückgehalten und in unverminderter Menge in den Bodensee eingeleitet wurden, d.h. gleichermassen wie bei demjenigen Löschschaum, der direkt in die Goldach geflossen ist. Ob die Vorinstanz über das nachgewiesene Einbringen von verunreinigenden Stoffen in die Gewässer hinaus auch längerfristige, nachteilige Auswirkungen auf die Umwelt angenommen hat, ist vorliegend nicht massgebend. Es wird jedenfalls weder hinreichend dargelegt noch ist ersichtlich, inwieweit dieser Umstand für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein sollte (vgl. Art. 97 Abs. 1 BGG; E. 1.3 hiervor). Dass mit der Einsicht in die gesamten Strafakten eine Klärung einer möglichen künftigen Umweltschädigung bezweckt wird, kann den vorinstanzlichen Erwägungen - entgegen dem Vorbringen der Beschwerdeführerin - jedenfalls nicht entnommen werden.