Citation: 2C_1003/2016 E. 5.1

5.1. Die Beschwerdeführerin ist in der Schweiz geboren worden und hier aufgewachsen; sie zählt somit zur Kategorie der sogenannten zweiten Generation von Ausländern. Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Limattal/Albis wurde sie am 18. Mai 2010 wegen Irreführung der Rechtspflege, Begünstigung, Sachbeschädigung und Tätlichkeit zu einer bedingten Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu je Fr. 60.-- sowie einer Busse von Fr. 800.-- verurteilt, was am 24. Juni 2010 eine erste ausländerrechtliche Verwarnung nach sich zog. Am 7. Juni 2012 verurteilte sie das Kriminalgericht von Genf wegen schwerer Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie wegen Fahrens ohne Führerausweis oder trotz dessen Entzugs zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren, wovon 18 Monate mit bedingtem Vollzug. Sie wurde hierauf am 19. November 2013 erneut ausländerrechtlich verwarnt und ihr hinsichtlich der weiteren Anwesenheit in der Schweiz eine "letzte Chance" gegeben. Am 16. April 2015 verurteilte das Bezirksgericht Zofingen die Beschwerdeführerin wegen des Führens eines Motorfahrzeugs trotz Entzugs des Ausweises sowie des Missbrauchs von Ausweisen mit einer Geldstrafe von 240 Tagessätzen zu je Fr. 75.--; das Gericht verzichtete indessen darauf, den ihr am 7. Juni 2012 gewährten bedingten Vollzug zu widerrufen, verlängerte jedoch die entsprechende Probezeit um 2,5 Jahre.