Citation: 6B_1168/2020 E. 2.2.1

2.2.1. Die Vorinstanz erwägt, in Bezug auf die objektive Tatschwere falle ins Gewicht, dass die Fahrt des Beschwerdeführers mehrere Minuten gedauert habe. Dabei habe er eine Strecke von rund vier Kilometern zurückgelegt, wodurch sich die Möglichkeit eines schweren Unfalls zusätzlich verdichtet habe. Aufgrund der Dauer der Fahrt und der gefahrenen Strecke liege die objektive Tatschwere deutlich über der Grundqualifikation von Art. 90 Abs. 3 SVG. Der Einwand des Beschwerdeführers, das Verkehrsaufkommen sei geringer gewesen, ändere nichts daran. Immerhin habe die Fahrt an einem Sonntag um die Mittagszeit stattgefunden, zu einer Zeit, in der nebst weiteren Fahrzeuglenkern auch Passanten unterwegs seien. Im Rahmen der objektiven Tatschwere nicht zu berücksichtigen sei die rücksichtslose Fahrweise und die Geschwindigkeit, da diese Elemente dem Art. 90 Abs. 3 SVG tatbestandsimmanent seien (Urteil S. 43).