Citation: 8C_677/2007 04.07.2008 E. 8

Es bleiben die zum Einstellungszeitpunkt allerdings nicht akuten Probleme im Nacken- und Halswirbelsäulenbereich zu prüfen. 8.1 Vorauszuschicken ist, dass bei diagnostiziertem Schleudertrauma der HWS bereits nach bisheriger Rechtsprechung (BGE 119 V 335 E. 2b/aa S. 140 mit Hinweisen) stets die medizinischen Fakten, wie die fachärztlichen Erhebungen über Anamnese, objektiver Befund, Diagnose, Verletzungsfolgen, unfallfremde Faktoren, Vorzustand usw. die massgeblichen Grundlagen für die Kausalitätsbeurteilung bildeten. Das Vorliegen eines Schleudertraumas wie seine Folgen mussten und müssen somit durch zuverlässige ärztliche Angaben gesichert sein (BGE 134 V 109 E. 9.1 S. 126 mit Hinweisen). 8.2 Dr. med. O.________ führte im Zwischenbericht vom 21. Dezember 2005 aus, die initialen Nacken- und HWS-Beschwerden seien weitgehend verschwunden. Dr. med. H.________ berichtete am 4. Januar 2006 gar nicht mehr über vorhandene Nacken- und HWS-Beschwerden. Prof. Dr. med. K.________ erkannte am 13. April 2006 dagegen bei einer gewissen Inkonsistenz der Angaben der Patientin eine wenn auch nur wenig stark ausgeprägte, beidseits verspannte Nacken- und Schultermuskulatur, rechts im transversalen Trapeziusanteil auch druckdolent, wie auch eine bei segmentaler deutlicher Hypermobilität vollständig frei bewegliche HWS, ohne sich indessen abschliessend zu deren Ursachen zu äussern. Dr. med. O.________ schloss hingegen aus diesen neuen Erkenntnissen am 11. Mai 2006 eine (weiterbestehende) Teilursächlichkeit des Unfalls für Zervikalgien und oberhalb der LWS auftretenden Beschwerden aus, indem er in diesen Bereichen allenfalls phasenweise auftretende Schmerzen als Folge der Haltungsinsuffizienz bzw. der Dysbalance bezeichnete, welche wiederum in der konstitutionellen Hyperlaxität begründet seien. 8.3 Insgesamt erscheinen die Ausführungen von Dr. med. O.________ ungeachtet dessen, ob im Anschluss an den Unfall überhaupt ein bei Schleudertraumen typisches Beschwerdebild vorgelegen hat - wovon die Versicherte im Widerspruch zur Vorinstanz unter Verweis auf verschiedene Arztberichte ausgeht -, schlüssig. Wie von der Beschwerdeführerin selbst eingeräumt, trat schon bald nach dem Unfall die Lumbalproblematik in den Vordergrund, welche - wie nunmehr feststeht - höchstens vorübergehend mit dem Ereignis in Verbindung zu bringen war. Wann genau die Lumbalbeschwerden tatsächlich aufgetreten sind, ist in diesem Zusammenhang ohne Belang. Zeitgleich stand vom typischen Beschwerdebild nach einem HWS-Beschleunigungsmechanismus lediglich (noch) die Behandlung von zervikalen Beschwerden zur Diskussion, wobei auch hier mit der Vorinstanz angesichts der Aktenlage von immer längeren schmerzfreien Zeiträumen auszugehen ist. Umgekehrt kann die konstitutionelle Hyperlaxität gemäss einleuchtender Ausführung von Dr. med. O.________ bei unzureichendem muskulären Training Beschwerden auch im Nacken- und HWS-Bereich auslösen. Prof. Dr. med. K.________ seinerseits erkannte am 13. April 2006 auf eine schweren Dysbalance auf dem Boden der angesprochenen Laxität, so dass die letztlich hinter den Ausführungen von Dr. med. O.________ stehende Einschätzung des mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erreichten Status quo sine überzeugt, ohne dass weitere Abklärungen dazu angezeigt wären. Ausführungen zur Adäquanz erübrigen sich damit.