Citation: 2C_587/2017 E. A

A.________, 1972 geborener nigerianischer Staatsangehöriger, reiste am 15. September 2003 unter falscher Identität in die Schweiz ein und stellte ein Asylgesuch. Am 22. Oktober 2004 heiratete er eine Schweizer Bürgerin, mit welcher zusammen er eine Tochter (geb. 15. März 2005) und einen Sohn (geb. 5. Mai 2008) hat. Diese erste Ehe wurde am 20. Februar 2013 geschieden. Die elterliche Sorge über die beiden Kinder wurde der Mutter übertragen, während ihr die Obhut entzogen ist; die Tochter lebt in einer Institution, der Sohn bei einer Pflegefamilie. Am 13. März 2015 heiratete A.________ wiederum eine (1960 geborene) Schweizer Bürgerin, welche nach seiner Darstellung aktuell ein Kind von ihm erwarten soll. Am 29. Februar 2016 verurteilte das Kantonsgericht des Kantons Luzern A.________ zu einer Freiheitsstrafe von elf Jahren unter Anrechnung von 2'449 Tagen bereits erstandenen Freiheitsentzugs; er wurde schuldig gesprochen der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, begangen als schwerer Fall, der mehrfachen banden- und gewerbsmässigen Geldwäscherei sowie der Widerhandlung gegen das Waffengesetz. Der Verurteilung lag ein umfangreicher Handel mit Kokain zugrunde, dem er auf oberster Organisationsstufe seit März 2004 nachging und der erst durch seine Verhaftung am 17. Juni 2009 beendet wurde, als er konkrete Pläne zur weiteren Ausdehnung der illegalen Tätigkeit verfolgte. Im Spiel waren Kokain von einer Menge von knapp 50 kg (rund 17 kg reines Kokain), und er erzielte dabei insgesamt einen Gewinn von knapp 740'000 Franken. Per 10. Oktober 2016 erfolgte die bedingte Entlassung aus dem Strafvollzug, die Probezeit endet am 16. Juni 2020. Im Übrigen beanspruchte A.________ von Dezember 2004 bis 2010 (und auch nachher) wirtschaftliche Sozialhilfe, dies namentlich im Zeitraum, als er durch seine kriminellen Handlungen grosse Gewinne erzielte. Das Amt für Migration des Kantons Luzern lehnte am 7. Oktober 2016 Gesuche um Erteilung der Niederlassungsbewilligung bzw. um Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung ab und verfügte die Wegweisung. Die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde an das Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Luzern blieb erfolglos, und mit Urteil vom 22. Mai 2017 wies das Kantonsgericht des Kantons Luzern, 4. Abteilung, die gegen den Departementsentscheid erhobene Beschwerde ab, unter Ansetzung einer Ausreisefrist per 31. Juli 2017.