Citation: 1C_227/2015 E. 5.2

5.2. Obwohl ein Beizug der kantonalen Denkmalpflege nach dem Gesagten nicht notwendig gewesen wäre, hat die Gemeinde eine entsprechende Stellungnahme eingeholt. In ihrem Schreiben vom 2. Juli 2013 hielt die kantonale Denkmalpflege fest, sie habe das Bauprojekt aus denkmalpflegerischer Sicht überprüft. Der Projektperimeter befinde sich in der Aufnahmekategorie AB mit Erhaltungsziel A. Dieses Erhaltungsziel werde wie folgt definiert: "Erhalten der Substanz - alle Bauten, Anlageteile und Freiräume integral erhalten, störende Eingriffe beseitigen." Beim bestehenden Neubau auf der Nachbarparzelle Gbbl. Nr. 842 handle es sich um einen solchen störenden Eingriff. Die Denkmalpflege begrüsse jede Anstrengung, welche die Situation zu verbessern versuche. Das Hauptziel sei, das Fremdelement (Mehrfamilienhaus auf der Parzelle Gbbl. Nr. 842) in den Siedlungsbereich zu integrieren. Das zu beurteilende Bauprojekt auf den Parzellen Gbbl. Nrn. 421 und 422 sehe den Abbruch der bestehenden Gebäude der Kategorie 2 vor. Geplant sei, die Gebäude durch neue Volumina zu ersetzen, die in Körnung, Stellung und Zwischenräumen ein Bindeglied zwischen dem klar definierten Gassenraum auf der einen Seite (Nordflanke) und dem Mehrfamilienhaus auf der oberen Grenze des Freiraums (Südflanke) schaffen könnten. In dieser Hinsicht sei der Abbruch der bestehenden Gebäude aus Sicht der Denkmalpflege ausnahmsweise vorstellbar. Bei der Weiterbearbeitung des Projekts und der Bauausführung sei für die Detailgestaltung und Materialwahl höchste Sorgfalt erforderlich. Es sei diesbezüglich das Einvernehmen mit der örtlichen Baubehörde und dem Bauberater zu finden.