Citation: 5P.157/2006 12.07.2006 E. 3

In seinem Beschwerdeurteil hat das Bundesgericht auf Willkür hin überprüft, ob sich die Beurteilung, das Vertrauensverhältnis zwischen der Erblasserin und dem Gesuchsteller sei als "Abhängigkeitsverhältnis" aufzufassen und der Gesuchsteller sei eine enge Bezugsperson der Erblasserin gewesen, auf die ihr zugrunde liegenden Tatsachen zu stützen vermag (E. 4.1 S. 9 f.). Es hat die von den kantonalen Gerichten festgestellten Tatsachen zusammengefasst (E. 4.2 S. 10) und auf Grund der geschilderten Umstände die Würdigung nicht als willkürlich bezeichnet, der Gesuchsteller habe grossen Einfluss auf die Erblasserin gehabt, die Erblasserin sei nicht bloss in einem Vertrauensverhältnis zu ihm gestanden, sondern weitergehend in einem eigentlichen Abhängigkeitsverhältnis und der Gesuchsteller sei beinahe die einzige Bezugsperson der Erblasserin gewesen (E. 4.3 S. 10 f.). Die gegenteiligen Vorbringen des Gesuchstellers beschränkten sich auf einzelne Punkte, die am Gesamtbild nichts zu ändern vermöchten (E. 4.3 Abs. 2 S. 11 des Beschwerdeurteils). Mit seiner Revision wendet sich der Gesuchsteller gegen die tatsächliche Beurteilung des Verhältnisses zwischen ihm und der Erblasserin. Er listet Zeugenaussagen und weitere Belege auf (Ziff. 3.1 S. 8 f.), aus denen geschlossen werden müsse, dass ein Vertrauensverhältnis und eine enge Freundschaft, aber niemals ein Abhängigkeitsverhältnis bestanden habe und dass er die Erblasserin nicht habe beeinflussen können (Ziff. 4.1 S. 12 ff. des Revisionsgesuchs). Der Gesuchsteller ficht damit die Beweiswürdigung an und macht kein auf Tatsachen bezogenes Versehen geltend. Die Beurteilung seines Verhältnisses zur Erblasserin hat auf einer Fülle von Aussagen und Indizien beruht, so dass der Revisionsgrund gemäss Art. 136 lit. d OG selbst dann nicht bejaht werden könnte, wenn das Bundesgericht eine der im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde gerügten Aktenstellen in die Willkürprüfung nicht richtig im Sinne eines Versehens einbezogen haben sollte. Das Revisionsgesuch muss abgewiesen werden, da es sich gegen die Beweiswürdigung richtet, dergegenüber eine Versehensrüge versagt.