Citation: C 257/00 26.10.2000 E. 1

1.- Die Vorinstanz hat die am 4. Mai 1999 verfügte Einstellung in der Anspruchsberechtigung für die Dauer von 45 Tagen wegen Nichtannahme einer zugewiesenen zumutbaren Arbeit im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG im Wesentlichen aus folgenden Erwägungen heraus bestätigt. Der (in Frauenfeld wohnhafte) Beschwerdeführer habe die ihm seitens der X.________ GmbH in der Kalenderwoche 6 zugewiesene (50 %-)Anstellung bei einer internationalen Speditionsfirma abgelehnt. Dieses Verhalten rechtfertige er mit einem vom 23. Februar 1999 datierenden Arztzeugnis. Darin werde zuhanden des Arbeitsamtes bestätigt, dass er aus medizinischen Gründen zur Zeit 50 % arbeitsfähig sei und dass ihm ein langer Arbeitsweg (mehr als 30 Minuten) wegen der vorhandenen Unfallfolgen nicht zuzumuten sei. Darauf könne indessen schon deshalb nicht abgestellt werden, weil eine hälftige Arbeitsfähigkeit, selbst wenn sie nur unter möglichst grosser Schonung der körperlichen Ressourcen umsetzbar sei, einerseits und die Unzumutbarkeit der Bewältigung eines Arbeitsweges von mehr als einer halben Stunde anderseits sich widersprechen. "Wer schon nicht in der Lage ist, einen in der Regel nicht anstrengenden Arbeitsweg zu bewältigen, der dürfte wohl kaum über eine Arbeitsfähigkeit im Umfang von 50 % verfügen können. (...) Bei Vorliegen einer ärztlich attestierten Arbeitsfähigkeit von 50 % muss auch die Bewältigung eines absolut durchschnittlichen Arbeitsweges (ca. 50 Minuten mit dem Zug von Frauenfeld nach St. Gallen) möglich sein. " Dass der Beschwerdeführer kein detailliertes und aussagekräftiges Arztzeugnis vorgelegt habe, habe er im Übrigen selber zu vertreten, nachdem er hiezu von der Amtsstelle ausdrücklich aufgefordert worden sei. Das Verschulden sei als schwer zu bezeichnen, da keine nachvollziehbare Rechtfertigung für die Ablehnung der Anstellung auszumachen sei, und es mit Blick darauf, dass nach Art. 16 Abs. 2 lit. f AVIG ein Arbeitsweg von zwei Stunden je für den Hin- und Rückweg zumutbar ist, durchaus möglich gewesen wäre, eine den gesundheitlichen Einschränkungen entgegenkommende Art, um an den Arbeitsplatz zu gelangen, zu wählen. Es bestehe (im Lichte von Art. 45 Abs. 2 lit. c AVIV) keine Veranlassung, das von der Verwaltung korrekt betätigte Sanktionsermessen zu korrigieren.