Citation: 9C_291/2013 E. 4.1.7

4.1.7. Über die vierwöchige Potentialabklärung bei der M.________ GmbH wurde im Schlussbericht vom 26. April 2011 festgehalten, die Merkmale der Arbeitsausführung seien in einem durchschnittlichen Bereich, ebenso die psychomotorischen Merkmale (mit Ausnahme der Feinmotorik, welche je nach Aufgabe eingeschränkt gewesen sei). Unterdurchschnittlich seien die Merkmale im kognitiven Bereich wie Auffassung, Arbeitsplanung, Konzentration und Lernen/Merken. Die Kulturtechniken Lesen und Sprechen seien durchschnittlich, wogegen Rechnen und Schreiben unterdurchschnittlich seien (Ziff. 3.1 des Berichts). In Bezug auf die Selbstkompetenz sei eine deutlich unterdurchschnittlich ausgeprägte emotionale Stabilität (Selbstbeherrschung, emotionale Robustheit) feststellbar. Betreffend schulisch-intellektuelle Ressourcen seien Entwicklungspotentiale in den Bereichen Rechnen, Schreiben, Merken und länger dauernden Konzentrationsanforderungen zu beobachten gewesen. Bei gleichzeitigen Aufgaben habe die Beschwerdeführerin Mühe gehabt, auch habe sie längere Zeit benötigt, um einen Vorgang zu verstehen. Beruflich habe sie eine Neigung zu handwerklichen Tätigkeiten gezeigt, welche gestaltendes und genaues Arbeiten erforderten. Eine solche Tätigkeit sollte mit vorwiegend im Sitzen und ohne Zeitdruck ausgeführt werden können. Zu weiterführenden Massnahmen legten die Fachleute dar, eine PC-Tätigkeit scheine aufgrund der Interessen und Belastbarkeit nicht als passend. Eine praktische handwerkliche Tätigkeit spreche sie mehr an, auch verfüge sie über ein gewisses Geschick. Wegen ihrer gesundheitlichen Situation seien starke Einschränkungen bezüglich Mobilität vorhanden. Eine umfassende Unterstützung in diesem Bereich (Ernährung, Fitness, Coach) sei daher sinnvoll. Es werde eine Beschäftigung im handwerklichen Bereich empfohlen. Wenn eine Anlehre oder eine Erwerbstätigkeit angestrebt werde, sei eine längere Einarbeitungszeit und eine erhöhte Betreuung bezüglich der Lernschritte zentral.