Citation: 6B_961/2023 E. 1.3.3

1.3.3. Der Beschwerdeführer stellte im Vorfeld der Berufungsverhandlung in seiner Berufungserklärung vom 22. März 2023 sechs Beweisanträge. Um Einvernahme der am Gutachten beteiligten Sachverständigen ersuchte er dort jedoch nicht. Dem (durch den Beschwerdeführer nicht beanstandeten) Protokoll der Berufungsverhandlung zufolge, scheint der entsprechende Antrag vielmehr erstmals im Rahmen der Verlesung des Plädoyers nach Einvernahme des Beschwerdeführers neu gestellt worden zu sein. Zu diesem Zeitpunkt war das Beweisverfahren vor dem Berufungsgericht bereits geschlossen (vgl. Art. 346 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 405 Abs. 1 StPO). Damit brauchte sich die Vorinstanz auch nicht mit dem entsprechenden offensichtlich unbegründeten Einwand im Plädoyer auseinander zu setzen. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt nicht vor (vgl. Urteil 7B_259/2022 vom 8. April 2024 E. 2.3).