Citation: 9C_730/2016 E. 3

3.1 Das Sozialversicherungsgericht hat die Frage, ob die Versicherte statt zu 25 %, wie von der IV-Stelle angenommen, entsprechend den Ausführungen in der Beschwerde vollzeitlich ausser Haus arbeiten würde, offen gelassen, weil sich am Ergebnis auch bei Annahme voller Erwerbstätigkeit nichts ändern würde. Ob eine Aufteilung der gesamten Tätigkeit in 25 % Erwerbsarbeit und 75 % Hausarbeit, bei der es sich um die Feststellung eines hypothetischen Sachverhalts handelt (Urteil I 708/06 vom 23. November 2006 E. 3), als offensichtlich unrichtig zu betrachten wäre, wie in der Beschwerde eingewendet wird, braucht nicht entschieden zu werden. Denn die Vorinstanz hat die Statusfrage letztlich mangels Relevanz offen gelassen, was jedenfalls nicht Bundesrecht verletzt, wie aus den nachstehenden Erwägungen erhellt. 3.2 In medizinischer Hinsicht beruht der angefochtene Gerichtsentscheid zur Hauptsache auf dem polydisziplinären Gutachten des ABI vom 10. Juni 2014, verschiedenen Berichten des Spitals B.________ und der ergänzenden Stellungnahme des Instituts vom 29. Januar 2015. Demnach leidet die Versicherte an einem chronischen lumbal betonten panvertebralen Schmerzsyndrom ohne radikuläre Symptomatik, einem nicht eindeutig verifizierbaren leichten subakromialen Impingement Schulter beidseits, verminderter Sehfähigkeit und rezidivierenden Harnwegsinfekten unter Selbstkatheterismus seit 2003. Wie die Vorinstanz weiter feststellt, ist die Arbeitsunfähigkeit der Versicherten laut Gesamtbeurteilung der Ärzte des ABI in der bisherigen Tätigkeit als Reinigerin zu 50 % eingeschränkt. Für körperlich leichte bis mittelschwere, angepasste Tätigkeiten bestehe eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 90 %. In ihrer Stellungnahme vom 29. Januar 2015 hätten die Ärzte des ABI darauf hingewiesen, dass das zwischenzeitlich durchgeführte MRI der Lendenwirbelsäule eine rezessale Einengung L 4/5 auf der rechten Seite beschrieben habe. Die Gutachter hätten sich dazu und zur neuen Diagnose eines lumboradikulären Syndroms L 4 links geäussert und abschliessend festgehalten, dass sämtliche objektivierbaren Befunde zwar eine verminderte Belastungsfähigkeit des unteren Rumpfanteils begründen könnten, nicht aber eine Einschränkung in körperlich angepassten Arbeiten. 3.3 Die Beschwerdeführerin bringt unter Hinweis auf die Berichte des Spitals B.________ vom 13. und 27. Mai 2014, 17. Juni 2014 und 19. August 2014 vor, die Beurteilung der Vorinstanz, wonach kein radikuläres Syndrom vorgelegen habe, sei willkürlich. Entgegen den Erwägungen im vorinstanzlichen Entscheid müsse abgeklärt werden, ob die durchgeführte Operation eine Verbesserung gebracht habe.