Citation: 5A_461/2020 E. 1.4

1.4. Der Beschwerdeführerin kann nicht gefolgt werden. Das in der Hauptsache entscheidende Gericht ist nicht an die Begründung des Entscheids über die aufschiebende Wirkung gebunden, ist doch auch der Prüfungsmassstab, mit welchem der Einzelrichter über die aufschiebende Wirkung entschied, nicht mit dem Massstab identisch, mit welchem das in der Hauptsache befasste Gericht entscheiden wird. Sollte das in der Hauptsache urteilende Gericht die Argumentation des angefochtenen Entscheids übernehmen, wie dies die Beschwerdeführerin befürchtet, kann sie dies zu gegebener Zeit zusammen mit dem Hauptentscheid anfechten. Im angefochtenen Entscheid hat sich die Vorinstanz nicht darüber ausgesprochen, in welchem Umfang die Kinder von der Beschwerdeführerin einerseits und dem Beschwerdegegner anderseits betreut werden sollen. Die Beschwerdeführerin kann sich daher auch nicht auf die Rechtsprechung berufen, nach welcher bei Entscheiden über die aufschiebende Wirkung im Zusammenhang mit der Obhutszuteilungein drohender nicht wieder gutzumachender Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG zu bejahen ist (BGE 137 III 475 E. 1 S. 476; Urteile 5A_303/2012 vom 30. August 2012 E. 1.1, nicht publ. in: BGE 138 III 565; 5A_350/2013 vom 8. Juli 2013 E. 1.1). Wer die Obhut hat und in welchem Umfang wird im Hauptverfahren noch zu entscheiden sein. Auch unter der Annahme, dass die Vorinstanz fälschlicherweise davon ausging, die Beschwerdeführerin habe den Grundsatz der gemeinsamen Obhut nicht angefochten - wie dies sowohl die Beschwerdeführerin als auch der Beschwerdegegner ausführen - gelang es der Beschwerdeführerin somit nicht aufzuzeigen, inwiefern ihr der angefochtene Entscheid einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil rechtlicher Natur hätte bewirken können sollen. Auf die Beschwerde ist mithin nicht einzutreten.