Citation: 4A_189/2018 E. 3.2.2

3.2.2. Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz habe Bundesrecht verletzt, indem sie die Aussagen der Beschwerdegegnerin würdigte, obwohl diese von deren eigenen Interessen geprägt wären. Entgegen dem, was die Beschwerdeführerin implizit unterstellt, sind Parteibefragung und Beweisaussage gesetzlich vorgesehene (Art. 168 Abs. 1 lit. f ZPO), objektiv taugliche Beweismittel. Das Gericht bildet sich seine Überzeugung nach freier Würdigung der Beweise (Art. 157 ZPO). Daraus folgt das Verbot fester Beweisregeln. Soweit diese gesetzliche Pflicht zur freien Beweiswürdigung Platz greift, ist es nicht zulässig, den gesetzlich vorgesehenen Beweismitteln der Parteibefragung (Art. 191 ZPO) oder der Beweisaussage (Art. 192 ZPO) von vornherein jeden Beweiswert, also jede Überzeugungskraft abzusprechen. Eine geschickte Befragung durch das Gericht kann erfahrungsgemäss durchaus ein gutes Mittel sein, die Wahrheit zu erforschen, wenn die Befragte eindringlich verhört wird und auf unerwartete Fragen Antwort geben muss, vor allem aber, weil das die Partei befragende Gericht dabei einen persönlichen Eindruck gewinnt, der ihm gestatten kann, die Glaubwürdigkeit der Befragten zu beurteilen (BGE 143 III 297 E. 9.3.2 S. 333 mit Hinweisen). Die Vorinstanz hat die vorstehende Darstellung der Beschwerdegegnerin zum Unfallhergang als plausibel und lebensnah betrachtet. Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, inwiefern die Vorinstanz Bundesrecht verletzt haben sollte, wenn sie die in sich stimmige Darstellung der Beschwerdegegnerin im Sinne von Art. 157 ZPO frei würdigte und als glaubhaft bewertete.