Citation: 4C.109/2002 06.09.2002 E. 2

2.1 Wenn der Vertreter bei dem Vertragsabschluss sich nicht als solcher zu erkennen gegeben hat, wird nach Art. 32 Abs. 2 OR der Vertretene nur dann unmittelbar berechtigt und verpflichtet, wenn der andere aus den Umständen auf das Vertretungsverhältnis schliessen musste. Ob aus den Umständen auf ein Handeln in fremdem Namen zu schliessen ist, beurteilt sich nach dem Vertrauensprinzip (vgl. BGE 90 II 285 E. 1b S. 289). 2.2 Die Vorinstanz hat in Würdigung der Beweise, insbesondere der Aussage des Zeugen H.________, festgehalten, dass die Beklagten dem Kläger gegenüber nicht als Vertreter der X.________ AG auftraten. Die Rüge der falschen Beweislastverteilung ist damit gegenstandslos und läuft auf eine unzulässige Kritik an den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz hinaus (vgl. BGE 128 III 22 E. 2d S. 25, mit Hinweisen). 2.3 Soweit die Vorinstanz gestützt auf das Vertrauensprinzip davon ausgeht, dass der Kläger aufgrund der gegebenen Umstände nicht auf ein Vertretungsverhältnis schliessen musste, ist diese Schlussfolgerung offensichtlich nicht zu beanstanden. Wie sich aus den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz ergibt, wurde die X.________ AG weder im Verteiler der Sitzungsprotokolle noch auf den Entwürfen des Architekturvertrages aufgeführt und stand zum Kläger nicht in regelmässigem Kontakt. Sie blieb im Zusammenhang mit dem Bauprojekt in F.________ unerwähnt, und aus dem angefochtenen Urteil geht nicht hervor, dass sich die Beklagten dagegen verwahrt hätten, im schriftlichen Vertragsentwurf zu figurieren. In Anbetracht dieser Begleitumstände reicht es entgegen der Auffassung der Beklagten nicht aus, dass der Kläger in einer früheren Angelegenheit für die X.________ AG tätig war und die Beklagten 1 und 2 damals in deren Namen in Erscheinung traten, um den Schluss des Klägers, dass die Pläne für das neue Bauprojekt in F.________ von den Beklagten persönlich bestellt wurden, als treuwidrig auszuweisen.