Citation: 2C_409/2020 E. 5.3.2

5.3.2. Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, soweit in Art. 63 Abs. 4 EnFV (in der bis zum 31. März 2019 gültigen Fassung) die gesamten mit der erneuerten Anlage generierbaren Nettoerträge als massgebliche Geldzuflüsse betrachtet würden, resultiere im vorliegenden Fall eine realitätsfremde Beurteilung der Amortisierbarkeit bzw. Investitionsbeitragsberechtigung des Projekts. Eine solche Beurteilung lasse sich nicht mit der gesetzgeberischen Intention vereinbaren, erhebliche Erneuerungen bestehender Wasserkraftanlagen zu fördern und nur jene Projekte von der Beitragsberechtigung profitieren zu lassen, die sich ansonsten wirtschaftlich nicht rechnen würden. Zudem widerspreche eine solche Beurteilung dem Willkürverbot (Art. 9 BV). Entsprechend müsse auf die Gesuchsversion C abgestellt werden, welche nur diejenigen künftigen Nettoerträge als massgebliche Geldzuflüsse erfasse, die bei einem Verzicht auf die Realisierung des geplanten Ersatzes der Staumauer Spitallamm tatsächlich verloren gingen.