Citation: 9C_499/2015 E. 3.4

3.4. Der Auffassung der Vorinstanz, wonach das ABI-Gutachten vom 19. August 2013 nicht schlüssig und damit nicht beweiskräftig sei, opponiert die IV-Stelle in ihrer Beschwerde nicht. Vielmehr hält auch sie das Gutachten im letztinstanzlichen Verfahren für widersprüchlich. Die am ABI-Gutachten geäusserte Kritik scheint gerechtfertigt: Nicht zu überzeugen vermag insbesondere, weshalb der psychiatrische ABI-Gutachter sich zwar hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit der Einschätzung des Dr. med. E.________ vom 16. September 2010 anschloss, die weiteren Vorgaben des Dr. med. E.________ - langsamer Wiedereinstieg ins Berufsleben, berufliche Massnahmen zur Unterstützung des Versicherten, spezielle Anforderungen erfüllender Arbeitsplatz - aber ohne weitere Begründung bzw. betreffend berufliche Massnahmen mit dem alleinigen Hinweis auf die "deutlich ausgeprägte Krankheits- und Behinderungsüberzeugung" als unnötig verwarf. Dies vermag umso weniger einzuleuchten, als die von Dr. med. E.________ bereits im Jahr 2010 angesprochenen Schwierigkeiten bei der beruflichen Wiedereingliederung aufgrund der zwischenzeitlich im Zeitpunkt der ABI-Begutachtung (vom 5. Juni 2013) nochmals fast drei Jahre längeren und nun mehr als zwanzig Jahre betragenden Arbeitsabstinenz eher zugenommen haben dürften, wie deutlich auch dem ärztlichen Bericht des F.________ Behandlungszentrum zu entnehmen ist (Verlaufsbericht vom 25. Januar 2012). Des Weitern ist schwer nachvollziehbar, dass die neu erhobenen neurologischen Befunde (vgl. insbesondere Berichte der Neurologisch-Neurochirurgischen Poliklinik des Spital C.________ vom 26. Oktober 2012 und vom 28. März 2013) die Arbeitsfähigkeit des Versicherten in keiner Weise beeinträchtigen sollen.