Citation: 4A_55/2014 E. 2.3.1

2.3.1. Die Beschwerdeführerin führt aus, gestützt auf die Erwägungen der Vorinstanz, hätten die Parteien anlässlich der Besprechung im September 2002 ein pactum de non petendo vereinbart. Dabei habe die Vorinstanz begründet, dass während der Dauer des pactum de non petendo (von September 2002 bis September 2009) die Fälligkeit der Forderung bestehen bleibe, aber dennoch keine Verjährung laufe. Dieses Ergebnis sei mit den Bestimmungen des Verjährungsrechts (Art. 130 Abs. 1 und Art. 141 Abs. 1 OR) nicht vereinbar. Folge man der Meinung des Kantonsgerichts, sei es den Vertragsparteien künftig unbenommen, mittels eines pactum de non petendo die Verjährungsfristen nach Art. 127 und Art. 128 OR einer fälligen - und fällig bleibenden - Forderung beliebig zu verlängern. Damit könnten die Verjährungsvorschriften ausgehebelt werden, weshalb es sich aufdränge, diese Frage höchstrichterlich zu klären. Die Vorinstanz hat sich für die Begründung ihres Entscheids auf zwei Lehrmeinungen gestützt, die einhellig davon ausgehen, dass ein pactum de non petendo die Verjährung einer bereits fällig gewordenen Forderung unterbreche und den Lauf der Verjährung während seiner Dauer hindere. Einer der beiden Autoren äussert sich denn auch mit Verweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zur verjährungsrechtlichen Wirkung eines pactum de non petendo (vgl. Robert K. Däppen, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht I, 5. Aufl. 2011, N. 10 zu Art. 130 OR mit Verweis auf BGE 110 II 176 und Anmerkungen von Peter Gauch, in: BR 1985 S. 58). Eine Auseinandersetzung mit diesen Lehrmeinungen sowie weitergehende Ausführungen der Beschwerdeführerin, weshalb bezüglich dieser Rechtsfrage eine Rechtsunsicherheit bestehen sollte, die höchstrichterlich geklärt werden sollte, fehlen. Soweit sie versucht, in ihrer Replik diesbezüglich Ergänzungen und Verdeutlichungen anzubringen, kann sie nicht gehört werden.