Citation: 1P.218/2006 04.05.2006 E. 4

Die Beschwerdeführerin macht wie bereits vor dem Haftrichter geltend, der Staatsanwalt habe in seinem Antrag auf Untersuchungshaft vom 5. Januar 2006 festgehalten, die Kollusionsgefahr sei in Bezug auf den Tatverdacht im Nebendossier aufgrund der Aussagen der Auskunftspersonen C.________, B.________ und D.________ soweit behoben. Sie erachtet es als wider Treu und Glauben, die Kollusionsgefahr nun wiederum zu bejahen. Ausserdem sei das rechtliche Gehörs verletzt, weil sich der Haftrichter dazu nicht geäussert habe Aus der angefochtenen Verfügung gehen die Entscheidgründe mit hinreichender Klarheit hervor. Mit dieser wurde hier implizit deutlich genug, auch diese Rüge als nicht begründet erachtet. Wie gesehen, ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, wenn die Behörden im jetzigen Zeitpunkt von Kollusionsgefahr ausgehen. Ob eine solche im Januar 2006 bestanden hat oder eine Fehleinschätzung des Staatsanwaltes vorliegt, ist unerheblich. Weder liegt ein Verstoss gegen Treu und Glauben vor, noch wurde das rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin verletzt.