Citation: 9C_270/2018 E. 5.2.2

5.2.2. In casu waren eigene Abklärungen zweifellos angezeigt: Die Steuerverwaltung beschränkte sich in ihrem Schreiben vom 24. November 2016 bezüglich der Jahre 2005 bis 2015 darauf mitzuteilen, dass die strittigen Einkünfte als "geldwerte Leistung/Dividende" qualifiziert worden seien und mithin der Beschwerdeführer aus Steuersicht kein Einkommen aus selbständigem Nebenerwerb erzielt habe. Aktenkundig einigte sich der Beschwerdeführer mit der Steuerverwaltung mittels Parteivereinbarung im Rahmen des Verfahrens der vereinfachten Erledigung auf diese Qualifikation, wobei er auf eine Begründung explizit verzichtete. Die Selbstanzeige der B.________ AG, die amtshilfeweise übermittelten Auskünfte über die Verbuchungsvorgänge bei den ausländischen Gesellschaften sowie die mit der kantonalen Steuerverwaltung getroffene Vereinbarung vom 30. September 2016 lassen - mit der Vorinstanz und entgegen dem Beschwerdeführer - nicht ohne Weiteres den Schluss zu, dass geldwerte Leistungen der B.________ AG an den Beschwerdeführer (als ihren Aktionär) vorlagen. Zunächst lässt sich den amtshilfeweise übermittelten Auskünften weder die Höhe der Zahlungen der B.________ AG an die ausländischen Gesellschaften noch der Zusammenhang zwischen den von der B.________ AG erhaltenen und an den Beschwerdeführer geleisteten Zahlungsströme entnehmen. Ersichtlich ist einzig, dass letzterer Zahlungen erhalten hat, die von den ausländischen Gesellschaften als Darlehensrückzahlungen an seine Arbeitgeberin verbucht wurden. Es kommt hinzu, dass der Beschwerdeführer nach eigener Aussage die Aktionärsstellung bei der B.________ AG erst im Dezember 2011 erlangte, die strittigen Zahlungen jedoch bereits seit 2005 und offenbar auch nach Einstellen der Zahlungen von B.________ AG an die ausländischen Gesellschaften weiter flossen (vgl. Schreiben des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers vom 30. September an die Steuerverwaltung, wonach seit 2014 keine "Provisionszahlungen" mehr ins Ausland geflossen seien). Anlass zu Zweifeln am Vorliegen einer geldwerten Leistung gibt schliesslich die - von Beginn weg unverändert und nachvollziehbar vorgetragene sowie mit detaillierten Aufstellungen der konkret begleiteten Projekte und der korrespondierenden Zahlungsflüsse unterlegte - Darstellung des Beschwerdeführers, wonach das strittige Einkommen aus selbständiger Vermittlungs- und Beratungstätigkeit im Ausland stamme.