Citation: 2C_929/2014 E. 2

Der nicht anwaltlich vertretene Beschwerdeführer rügt, kalkulatorisch bei ihm angefallene Vermögensverwaltungskosten von 3 o/oo des Wertschriftenvermögens bzw. von Fr. 6'762.80 seien steuerlich zum Abzug zuzulassen. Die auf durch Dritte generierte Vermögensverwaltungskosten beschränkte Abzugsfähigkeit unterlaufe die wirtschaftliche Neutralität der persönlichen Besteuerung, indem der Steuerpflichtige zum Einsatz eines Vermögensverwalters für die Vermögensbewirtschaftung gezwungen werde, und führe zu einer ungleichen Behandlung von Steuerpflichtigen. Der Beweis, ob die pauschal aufgezählten Aufwendungen unmittelbar notwendig seien, um einen steuerbaren Ertrag, nicht aber einen steuerfreien Kapitalgewinn zu erzielen, könne zudem im vorliegenden Fall, in welchem das bewegliche Vermögen ausschliesslich aus Schweizer Aktien bestehe, nicht geleistet werden. Bei Dividendenerträgen sei die Unterscheidung zwischen abzugsfähigen werterhaltenden und wertvermehrenden Aufwendungen deswegen unmöglich, weil Dividendenerhöhungen mit Kurssteigerungen zusammenhängen würden und steigende oder fallende Börsenkurse immer erst nachträglich erkennbar seien. Der verweigerte Abzug von Kosten im Zusammenhang mit dem Besuch von Generalversammlungen mit der Begründung, für die Verwaltung von Privatvermögen sei ein solcher nicht erforderlich, unterstelle zudem, dass der Gesetzgeber für den Aktionär unnötige Rechte vorgesehen habe. Für ihn als Kleinaktionär ermögliche einzig ein solcher Besuch die Kontaktaufnahme und Informationsbeschaffung aus erster Hand; diese Wahl gelte es zu respektieren. Die Finanzkrise, die Euro-Stützung durch die Schweizerische Nationalbank und die Flutung der Finanzmärkte mit Geld hätten zudem gravierende Auswirkungen auf die unabdingbaren Massnahmen zum Werterhalt des Vermögens und würden eine Änderung der Rechtsprechung rechtfertigen. Depotgebühren würden von Bank zu Bank stark variieren und seien zukunftsweisend; wenn nur diese als Vermögensverwaltungskosten abziehbar seien, werde bald kein Abzug mehr möglich sein. Die geltende Praxis sei willkürlich, die von ihm geforderte Pauschale von 3 o/oo des Wertschriftenvermögens würde hingegen eine Gleichbehandlung der Steuerpflichtigen und eine administrative Vereinfachung mit sich bringen.