Citation: 6P.170/2004 03.05.2005 E. 7.1

Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung von Art. 63 StGB. Die Vorinstanz habe eine unverhältnismässig hohe Freiheitsstrafe ausgesprochen und diese ungenügend begründet. 7.2 Die Strafe ist nach dem Verschulden des Täters zuzumessen; dabei sind Beweggründe, Vorleben und persönliche Verhältnisse des Schuldigen zu berücksichtigen (Art. 63 StGB). Der Begriff des Verschuldens bezieht sich auf den gesamten Unrechts- und Schuldgehalt der Straftat (BGE 129 IV 6 E. 6.1) und ist damit das wesentliche Strafzumessungskriterium (BGE 127 IV 101 E. 2a). Im Urteil müssen die wesentlichen Tat- und Täterkomponenten beurteilt, das Ausmass qualifizierender Tatumstände gewichtet und die Strafzumessung nachvollziehbar begründet werden. Dabei besitzt die Vorinstanz ein erhebliches Ermessen. Das Bundesgericht greift auf Nichtigkeitsbeschwerde hin nur ein, wenn die Vorinstanz den gesetzlichen Strafrahmen über- oder unterschritten hat, wenn sie von rechtlich nicht massgebenden Kriterien ausgegangen ist oder wenn sie wesentliche Gesichtspunkte ausser Acht gelassen bzw. in Überschreitung oder Missbrauch ihres Ermessens falsch gewichtet hat (BGE 129 IV 6 E. 6.1). Das Bundesgericht hebt ein Urteil insbesondere auch auf, wenn die Strafe übertrieben hart oder mild erscheint, so dass von einem Ermessensmissbrauch gesprochen werden muss. Dies ist aber erst bei einem unhaltbaren Strafmass anzunehmen (BGE 127 IV 101 E. 2c; 122 IV 241; 117 IV 401). Hingegen wird eine Nichtigkeitsbeschwerde nicht lediglich zur blossen Verbesserung oder Vervollständigung von Erwägungen gutgeheissen, wenn die Entscheidung im Ergebnis bundesrechtskonform erscheint (BGE 127 IV 101 E. 2c). Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz für das Bundesgericht verbindlich sind (Art. 277bis Abs. 1 BStP). Eine solche tatsächliche Feststellung bildet etwa auch die Beurteilung der Geisteshaltung des Beschwerdeführers ("verwerfliche Gesinnung"; vgl. BGE 121 IV 193 E. 2b/bb). 7.3 Die Vorinstanz spricht den Beschwerdeführer der mehrfachen qualifizierten Widerhandlung gemäss Art. 19 Ziff. 2 lit. a, b und c BetmG schuldig (angefochtenes Urteil S. 81 f., 87 ff., 111 f., 114) und wendet daher zu Recht den Strafrahmen von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 9 BetmG an. Hinzu kommt die Verurteilung wegen Geldwäscherei im Umfang von Fr. 249'000.--. Er wirkte in Drogenhändlerkreisen, die im In- und Ausland im grossen Stil mit Drogen handelten. Dabei war er V.________, dem Chef der in der Schweiz tätigen Bande, einerseits untergeordnet und hatte andererseits eine Art Stellvertreterrolle inne und übernahm während dessen Krankheit die "Geschäftsführung". Die Vorinstanz nimmt an, gerade dieser Einsatz zeige die grosse kriminelle Energie. Die Telefonkontrolle belege, dass er während vier Monaten "Tag und Nacht" intensiv am Drogenhandel mitgewirkt hatte, und zwar zumindest nebenberuflich. Die letzte bekannte Lohnüberweisung aus dem ordentlichen Arbeitserwerb sei am 14. Dez. 2000 erfolgt (angefochtenes Urteil S. 111 f., 115 f.). Die Vorinstanz erwähnt zudem die Aussage des Beschwerdeführers, worauf dieser in der Beschwerde (S. 6 f.) hinweist, dass er bis zu seiner Verhaftung gearbeitet habe (angefochtenes Urteil S. 113). Als Beweggrund bezeichnet die Vorinstanz den Profit. Sie erörtert auch das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse, wobei sie darauf hinweist, dass dazu keine einheitlichen Angaben vorliegen. Sie erwähnt die Vorstrafen. Er zeigte keinerlei Reue oder Einsicht. Positiv sei einzig sein Verhalten im Strafvollzug zu würdigen. Die Strafempfindlichkeit bewegt sich im üblichen Rahmen. Die Vorinstanz kommt ferner zum Ergebnis, dass seinem Verhalten eine verwerfliche Gesinnung immanent sei. Damit berücksichtigt die Vorinstanz die wesentlichen Strafzumessungskriterien. Die Annahme eines sehr schweren Verschuldens ist bundesrechtlich nicht zu beanstanden. Das Strafmass erscheint nicht als übertrieben hart und bewegt sich jedenfalls im Rahmen vergleichbarer Fälle (vgl. das vom Beschwerdeführer erwähnte Urteil 1P.27/2001 vom 15. Aug. 2001; BGE 121 IV 193, 202; 120 IV 330). Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers (S. 10) verpflichtet das Bundesrecht auch nicht dazu, Faktoren der Strafzumessung ziffernmässig oder prozentmässig anzugeben oder eine "Einsatzstrafe" festzulegen (vgl. BGE 127 IV 101 E. 2c; Hans Wiprächtiger, Basler Kommentar, Strafrecht I, Art. 63 N. 148). Während V.________ strenger bestraft wurde, fiel die Strafe für F.________ mit drei Jahren Zuchthaus ganz erheblich milder aus. Dabei hatte sich insbesondere seine Gehilfenschaft strafmildernd ausgewirkt. Die strafbaren Handlungen waren nicht von ihm initiiert worden. Er hatte in untergeordneter Stellung gehandelt und musste gehorchen (angefochtenes Urteil S. 117, 119). Aus dieser Strafzumessung kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten. Die ihm gegenüber ausgefällte Strafe verletzt kein Bundesrecht.