Citation: 1C_2/2008 11.02.2008 E. 2

Im vorliegenden Fall geht es um eine Beschlagnahme und damit um ein Sachgebiet, bei dem nach Art. 84 Abs. 1 BGG die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten möglich ist. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerinnen ist jedoch kein besonders bedeutender Fall gegeben. Die Beschwerdeführerinnen bringen vor, das Strafverfahren in Bulgarien sei konstruiert und rechtsmissbräuchlich. Die bulgarischen Behörden schiebten die Verfolgung von Drogenhandel, organisierter Kriminalität und Geldwäscherei lediglich vor. In Wahrheit gehe es ihnen darum, die wirtschaftlichen Verhältnisse von X.________ auszuforschen. Das Verfahren in Bulgarien leide damit an einem schweren Mangel im Sinne von Art. 84 Abs. 2 BGG. Wie die Bundesanwaltschaft und das Bundesamt in der Vernehmlassung zutreffend darlegen, beschränken sich die Beschwerdeführerinnen in der Beschwerde auf die Behauptung, das Verfahren in Bulgarien sei rechtsmissbräuchlich. Sie bringen nichts vor, was geeignet wäre, ihre Behauptung zu stützen. Offenbar aufgrund der Ausführungen in den Vernehmlassungen haben die Beschwerdeführerinnen dem Bundesgericht mit der Replik einen Entscheid des Appellationshofes von Sofia vom 13. November 2007 mitsamt englischer Übersetzung eingereicht, mit dem sie die Rechtsmissbräuchlichkeit des bulgarischen Verfahrens belegen wollen. Sowohl der Entscheid des Appellationshofes als auch die Übersetzung liegen jedoch lediglich in Kopie vor. Das in kyrillischer Schrift verfasste Originaldokument enthält zudem nicht einmal eine Unterschrift. Die von den Beschwerdeführerinnen eingereichten Unterlagen sind somit zum Beweis untauglich. Die Rechtsmissbräuchlichkeit des bulgarischen Verfahrens ergäbe sich daraus im Übrigen ohnehin nicht. Wie sich dem Schreiben der bulgarischen Oberstaatsanwaltschaft vom 25. September 2007 an die Bundesanwaltschaft entnehmen lässt, haben die bulgarischen Behörden in der vorliegenden Sache unter anderem auch Spanien um Rechtshilfe ersucht. Spanien hat diese teilweise gewährt. Danach soll X.________ in Spanien einen falschen Ausweis benutzt haben (Beschwerdebeilage 6 S. 2). Dies stellt ein Indiz dafür dar, dass das Strafverfahren in Bulgarien einen realen Hintergrund hat und nicht lediglich vorgeschoben ist. Ein schwerer Mangel des ausländischen Verfahrens im Sinne von Art. 84 Abs. 2 BGG kann danach nicht angenommen werden; dies umso weniger, als dieser Begriff - wie gesagt - nach der Rechtsprechung restriktiv auszulegen ist. Auf die Beschwerde kann somit nicht eingetreten werden.