Citation: 2C_878/2018 E. 6.2

6.2. Die Vorinstanz hat diesbezüglich erwogen, eine angebliche Bedrohung in der Türkei werde nur pauschal behauptet. Weder lege die Beschwerdeführerin substanziiert dar, was sie genau befürchte, noch belege sie, dass tatsächlich konkrete Drohungen erfolgt wären. Weiter erscheine es, nachdem die Beschwerdeführerin bereits mehrere Jahre als geschiedene Frau in der Türkei gelebt und gearbeitet habe, als nicht glaubhaft, dass ihre Wiedereingliederung in der Türkei nun gefährdet sei. Sie sei in der Türkei aufgewachsen, habe dort die Schulen besucht und gearbeitet und sei erst im Alter von 38 Jahren in die Schweiz eingereist. Ausserdem gehe aus den ärztlichen Berichten nicht hervor, dass der Beschwerdeführerin eine Behandlung ihrer psychischen Probleme in der Türkei nicht zur Verfügung stehe. Die Voraussetzungen für ein Aufenthaltsrecht wegen starker Gefährdung der sozialen Wiedereingliederung im Herkunftsland seien deshalb nicht erfüllt.