Citation: 7B_301/2024 E. 2.7.4

2.7.4. Unbegründet ist auch der Vorwurf des Beschwerdeführers, es sei willkürlich, zum heutigen Zeitpunkt von Kollusionsgefahr auszugehen, wenn ihn seine Ehefrau zu Beginn der Strafuntersuchung in Genf doch regelmässig habe besuchen und sie sich daher längstens hätten absprechen können. Zunächst ist dem Beschwerdeführer zwar zuzustimmen, dass die Kollusionsgefahr zu Beginn einer Strafuntersuchung und vor der Abnahme der wichtigsten Beweismittel regelmässig am ausgeprägtesten ist. Aufgrund der fortlaufenden Ermittlungshandlungen der Strafverfolgungsbehörden kann sich dies indes auch anders verhalten, wenn beispielsweise - wie vorliegend - eine Vielzahl bislang nicht bekannter Sachverhaltselemente ans Licht kommen und dadurch bisher als unbeteiligt erachtete Drittpersonen neu in den Fokus der Ermittlungen treten. Sodann bestreitet der Beschwerdeführer die Erwägungen der Vorinstanz nicht, wonach aufgrund der rechtshilfeweise in Spanien durchgeführten Hausdurchsuchung der erhebliche Verdacht besteht, dass seine Ehefrau bereits aktiv auf die Strafuntersuchung eingewirkt habe, indem sie zwecks Vereitelung einer Beschlagnahme Vermögenswerte (Fahrzeuge, Uhren, Jacht) und Beweismittel (Computer), namentlich im und um das durchsuchte Wohnhaus, habe verschwinden lassen. Dem hält der Beschwerdeführer einzig entgegen, sofern seine Ehefrau überhaupt in das Verschwinden dieser Gegenstände involviert gewesen sei, diese bereits beseitigt worden seien und die Vermögensgegenstände grundsätzlich auch bei Drittpersonen beschlagnahmt werden könnten. Diese Argumentation vermag die von der Vorinstanz genannten konkreten Verdachtsmomente von bereits erfolgten Kollusionshandlungen offenkundig nicht zu entkräften. Vielmehr nennt die Vorinstanz konkrete Verdachtsmomente, die darauf schliessen lassen, dass die Gefängnisbesuche der Ehefrau in der Vergangenheit dazu missbraucht worden sind, um Beweismittel und allenfalls durch die betrügerischen Handlungen erwirtschaftete Vermögenswerte vor etwaigen Hausdurchsuchungen zu beseitigen. Soweit sich der Beschwerdeführer auf die Möglichkeit der Beschlagnahmung von Vermögenswerten von Drittpersonen beruft, ist nicht ersichtlich, was er damit zu seinen Gunsten ableiten will, sind doch die von der Vorinstanz genannten Gegenstände aufgrund der bereits erfolgten Kollisionshandlungen - mit Ausnahme der Jacht - gerade nicht mehr auffindbar.