Citation: 7B_1055/2023 E. 2.2.4

2.2.4. Bezüglich der Reintegration im Heimatland erwägt die Vorinstanz, der Beschwerdeführer verfüge nach eigenen Angaben im Heimatland über kein soziales Netz und kenne abgesehen von den Eltern kaum jemanden. Die Vorinstanz hält fest, dass die Reintegration in Nordmazedonien für den Beschwerdeführer zwar mit gewissen Schwierigkeiten verbunden sein könne. Allerdings dürfe von ihm erwartet werden, dass er sich um seine Integration in der Heimat bemühe, wozu auch der Erwerb von Kenntnissen in der mazedonischen Sprache zähle. Dass er dazu nicht in der Lage wäre, sei nicht ersichtlich, zumal er auch Deutsch und etwas Russisch gelernt habe. Ausserdem würden seine Eltern dort leben. Es könne somit davon ausgegangen werden, dass er bei ihnen zumindest übergangsweise wohnen könnte, was umso mehr gelte, als sich sein Verhältnis zu ihnen verbessert zu haben scheine und der Beschwerdeführer sie in letzter Zeit gemäss eigenen Angaben häufiger besucht habe. Jedenfalls wäre der Beschwerdeführer in seinem Heimatland nicht vollends auf sich alleine gestellt. Darüber hinaus sei es der in der Schweiz lebenden Familie unbenommen, den Beschwerdeführer in Nordmazedonien zu besuchen, was angesichts dessen, dass die Eltern vor Ort ein Haus besitzen, mit wenig Aufwand verbunden wäre. Zwar sei es nicht von der Hand zu weisen, dass eine wirtschaftliche Eingliederung im Heimatland mit gewissen Hürden verbunden sein dürfte. Dass dies aber nicht möglich wäre, sei weder ersichtlich noch dargetan. Die Vorinstanz kommt zum Schluss, dass eine Wiedereingliederung des Beschwerdeführers im Heimatland trotz gewissen Schwierigkeiten als zumutbar erscheine.