Citation: 8C_819/2019 E. 5.1

5.1. Obwohl die Anwendung von Art. 6 Abs. 2 UVG neu keinen äusseren Faktor und damit kein unfallähnliches sinnfälliges Ereignis oder eine allgemein gesteigerte Gefahrenlage mehr voraussetzt, bedarf es zwecks zeitlicher Abgrenzung der Versicherungsdeckung des zuständigen Unfallversicherers eines initial erinnerlichen und benennbaren Ereignisses. Die entsprechenden Begleitumstände der Verletzung sind von den medizinischen Fachpersonen bei der Beurteilung des gesamten Ursachenspektrums der in Frage stehenden Körperschädigung mitzuberücksichtigen (Urteil 8C_22/2019 vom 24. September 2019 E. 8.6, zur Publikation vorgesehen). Nach unbestrittener Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz verspürte die Versicherte gemäss Unfallmeldung vom 28. September 2017 beim Verschieben eines Spitalbettes einen "Zwick" in der linken Schulter. Entgegen der Beschwerdeführerin gingen die beratenden Ärzte der HDI vom zutreffenden Mechanismus aus. Weshalb die in der zweiten Aktenbeurteilung des Allgemeinmediziners Dr. med. D.________ und des orthopädischen Chirurgen Dr. med. E.________ vom 19. März 2019 (nachfolgend: zweite Aktenbeurteilung) diskutierten, für eine traumatische Genese der Schädigungen von Supraspinatussehnen sprechenden Mechanismen Bundesrecht verletzen würden, legt die Versicherte nicht dar und ist nicht ersichtlich.