Citation: 8C_338/2021 E. 5.1

5.1. Inwiefern die Vorinstanz hinsichtlich des von der Beschwerdeführerin geltend gemachten psychischen Leidens offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellungen getroffen oder die zu beachtenden Beweiswürdigungsregeln (oben E. 3) verletzt haben sollte, ist nicht erkennbar. Dies gilt insbesondere hinsichtlich ihrer Beurteilung des psychischen Leidens gestützt auf die im psychiatrischen Teilgutachten erhobenen Befunde, die vom Experten daraus abgeleitete Diagnostik sowie seine Einschätzung des Schweregrades der Beeinträchtigung. Der Gutachter äusserte sich namentlich eingehend zu der von den behandelnden Ärzten anamnestisch erhobenen Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung. Es fehle in den entsprechenden Berichten an Feststellungen über den psychopathologischen Status. Die jeweiligen diagnostischen Bewertungen der behandelnden Ärzte gründeten somit unzulässigerweise allein in den eigenanamnestischen Angaben der Beschwerdeführerin. Anlässlich der Untersuchung im SMAB vermochte der Gutachter keine Anhaltspunkte für eine affektive Störungsspezifität im Sinne des Kriterienkataloges von ICD-10 festzustellen. Es bestehe eine offensichtlich äusserst sensitive Persönlichkeitsstruktur, die im Verlauf der ungewöhnlichen Gesamtbiographie noch eine Akzentuierung erfahren habe. Ausdruck davon seien eine (allerdings rein themenassoziierte) affektive Labilität mit allenfalls diskret deprimierter Stimmungskomponente, aber auch eine Suchtproblematik (Alkohol), Probleme mit Bezug auf die Lebensbewältigung sowie die von der Beschwerdeführerin geschilderten panikartigen Zustände. Die letzteren vermöchten die Vorgaben von ICD-10 nach Einschätzung des Gutachters indessen nicht zu erfüllen, auch erreichten die genannten weiteren Faktoren insgesamt nicht ein pathologisches Ausmass einer Persönlichkeitsstörung.