Citation: 1C_432/2016 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführer wenden dagegen zu Recht ein, dass sich die massgebenden hypothetischen Traufseiten auf der Nord- und Südseite des Gebäudes befinden. Wie sich aus dem Vermerk der Vorinstanz auf dem Plan "Ost- (recte: West-) Fassade 1:100" ergibt, ging sie ebenfalls davon aus, dass die Giebelseiten des hypothetischen Dachprofils auf der West- und Ostseite liegen. Sie bezeichnete diese Fassaden im Urteil aber fälschlicherweise als massgebliche Traufseiten. Die Mobilfunkantenne darf folglich - vorbehältlich der Qualifizierung als kleinere technisch bedingte Aufbaute bzw. der Einhaltung des zulässigen Drittels der Fassadenlänge - grundsätzlich die für ein entsprechendes Schrägdach zulässigen Ebenen auf der Nord- und Südseite nicht durchstossen, d.h. jene Profillinie, die unter 45° an die Schnittlinie zwischen der tatsächlichen Dachfläche (des obersten Vollgeschosses) und der dazugehörigen Fassade ansetzt (§ 281 Abs. 1 lit. a i.V.m. § 292 PBG/ZH). Nicht nachvollziehbar ist dabei, weshalb die Beschwerdeführer in der von ihnen beigebrachten Skizze für den Ansatzpunkt der Profillinie auf der Westseite die Schnittstelle zwischen der Dachfläche und der bereits bestehenden Dachaufbaute wählen. Für die Profillinie auf der Westseite ist vielmehr bei der Schnittlinie zwischen der tatsächlichen Dachfläche und der West-Fassade anzusetzen. Bei einem Winkel von 45° ergibt dies, dass nur ein kleiner Teil der projektierten Mobilfunkantenne das hypothetische Dachprofil durchstösst. Hinsichtlich seines Ausmasses ist dieser kurze Teil nicht mit dem 7.55 m hohen Antennenmast vergleichbar, der dem Urteil 1C_5/2016 vom 18. Mai 2016 zugrunde lag und vom Verwaltungsgericht nicht mehr als kleinere, technisch bedingte Aufbaute eingestuft worden war (vgl. E. 3.4). Es erscheint daher vertretbar, den obersten Teil der hier zu beurteilenden Antenne als kleinere technisch bedingte Dachaufbaute zu betrachten, die von § 292 PBG/ZH privilegiert wird. Ausserdem ist zu berücksichtigen, dass die Dachaufbauten auf der Nordseite, nach den bei den Akten liegenden Plänen, selbst bei einem Einbezug der Antenne insgesamt nicht breiter als ein Drittel der Fassadenlänge wären. Hieraus folgt, dass der angefochtene Entscheid auch dann nicht als willkürlich bezeichnet werden könnte, wenn das Verwaltungsgericht die Antenne als "übrige Aufbaute" im Sinne von § 292 PBG/ZH qualifiziert hätte.