Citation: 8C_492/2020 E. 10.2.1

10.2.1. Die Beschwerdeführerin macht im Wesentlichen geltend, sie bestreite, dass die Post nicht vor 07.10 Uhr abgeholt werden könne und sie die Stempeluhr unzulässigerweise manipuliert habe. Zudem sei darauf hinzuweisen, dass über den Zeitraum ihrer Anstellung mehrere Mitarbeiter- und Qualifikationsgespräche stattgefunden hätten. Selbst wenn also solche Stempeluhrmanipulationen stattgefunden hätten, was bestritten werde, habe der Präsident der Behörde X._______ nicht reagiert, obwohl es für ihn nach eigener Aussage in der vorinstanzlichen Vernehmlassung vom 28. April 2017 und im vorliegenden Verfahren eine "verwaltungsinterne notorische Tatsache" gewesen sei, wann die Post habe abgeholt werden können. Die behaupteten Stempeluhrmanipulationen hätten dem Präsidenten der Behörde X.________ somit schon viel früher auffallen müssen. Die Vorinstanz habe somit fälschlicherweise festgehalten, er habe nicht wissen müssen, dass die Post nicht vor 07.10 Uhr morgens bei der kantonalen Poststelle abgeholt werden könne. Die Ausführungen des Beschwerdegegners, die Beschwerdeführerin habe eine besondere Vertrauensposition gehabt, weshalb sie der Vorgesetzte nicht habe kontrollieren müssen, würden bestritten. Es wäre Aufgabe des Präsidenten der Behörde X.______ gewesen, ihre Arbeitszeiterfassung zu kontrollieren. Dies habe er aber über Jahre hinweg nicht gemacht. Im Jahre 2016 habe er ihr im Rahmen der Mitarbeiterbeurteilung noch ein einwandfreies Verhalten attestiert. Dem Präsidenten der Behörde X.________ hätte im Rahmen seiner Personalführung auffallen müssen, dass sie die Arbeitszeit angeblich gegen die "verwaltungsinterne notorische Tatsache" erfasse. Wenn er dies versäumt habe, könne ihr dies nicht zum Nachteil gereichen. Mit dem Arbeitspensum von 30 % habe er hierfür genügend Zeit gehabt, zumal die Arbeitszeitkontrolle nicht immer, sondern stichpunktartig im Rahmen der Personalführung erfolgen müsse. Daraus folge, dass der bestrittene Kündigungsgrund der "Stempeluhrmanipulation" nicht habe nachgeschoben werden können.