Citation: 8C_791/2023 E. 5.2.2

5.2.2. Laut angefochtenem Urteil steht entgegen dem Kurzbericht des Dr. med. O.________ gemäss psychiatrischem Gutachten fest, dass die paranoid-wahnhafte Symptomatik seit Ende Februar 2021 wieder akut aufgeflammt war. Zwar trifft mit der Beschwerdeführerin zu, dass im Bericht des Spitals in D.________ vom 2. März 2021 "keine wahnhaften Symptome [...] notiert wurden". Doch findet sich darin auch der abschliessende Vorbehalt, wonach der Verstorbene die Flucht ergriffen habe, bevor eine psychiatrische Evaluation erfolgen konnte. Zudem ist dem Gesprächsrapport der Krankenpflegerin vom 2. März 2021 um 09.04 Uhr unmissverständlich zu entnehmen, dass sich der Verstorbene wiederholt verfolgt und von einem Vergiftungsversuch bedroht gefühlt habe. Er habe eine Art Verwirrung zum Ausdruck gebracht. So habe er beispielsweise festgestellt, ein Buch sei in der Küche gewesen, und am nächsten Tag sei es auf dem Sofa gelegen. Da habe er sich die Frage gestellt, wie es möglich sei, dass das Buch dort hingekommen sei. Dennoch steht fest, dass während der kurzen nächtlichen Hospitalisierung des Verstorbenen vom 1. auf den 2. März 2021 vor dessen Entweichen aus dem Spital in D.________ weder eine fachärztlich-psychiatrische Untersuchung durchgeführt noch Berichte von den behandelnden Ärzten am Wohnort im Kanton Zürich beigezogen werden konnten. Die Beschwerdeführerin erhebt auch keine Einwände dagegen, dass gemäss angefochtenem Urteil aus den Drohnenbildern keine Rückschlüsse auf die Urteilsfähigkeit zu ziehen seien, zumal die Mimik mangels hinreichender Bildauflösung nicht erkennbar sei und die ersichtliche Körpersprache nicht ausschliesse, dass der Verstorbene in einer wahnhaften Vorstellung gefangen gewesen sei.