Citation: 5A_701/2022 E. 4.1

4.1. Nach Art. 313 Abs. 1 ZGB sind die Massnahmen zum Schutz des Kindes der neuen Lage anzupassen, wenn sich die Verhältnisse verändern. Im Zuständigkeitsbereich der Kindesschutzbehörde gilt diese Norm auch für Abänderungen von Regelungen über den persönlichen Verkehr (vgl. zum Ganzen Urteil 5A_941/2020 vom 10. Dezember 2020 E. 2.1). Jede Abänderung von Kindesschutzmassnahmen setzt eine erhebliche und dauernde Veränderung der Verhältnisse voraus und bedingt bis zu einem gewissen Grad eine Prognose über die künftige Entwicklung der massgebenden Umstände. Die Veränderung der Verhältnisse kann überdies nur unter Einbezug der seinerzeitigen Umstände beurteilt werden (BGE 120 II 384 E. 4d).