Citation: 1B_234/2022 E. 1.5

1.5. Nach der Rechtsprechung kann der Staatsanwaltschaft ein nicht wieder gutzumachender Nachteil rechtlicher Natur entstehen, wenn unmittelbar die Verjährung von Tatvorwürfen droht (BGE 143 IV 175 E. 2.4 am Schluss; Urteile 1B_363/2021 vom 5. April 2022 E. 2.5; 1B_211/2018 vom 27. Juni 2018 E. 2.2). Dies kann aufgrund der pauschalen Ausführungen in der Beschwerdeschrift vorliegend jedoch nicht angenommen werden. Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, zu welchem Zeitpunkt der Eintritt der Verfolgungsverjährung droht und warum es ihr aufgrund des angefochtenen Rückweisungsentscheids nicht möglich sein soll, den Strafvorwurf der ungetreuen Geschäftsbesorgung rechtzeitig zur Anklage zu bringen um damit ein verjährungsunterbrechendes erstinstanzliches Urteil zu erwirken (vgl. Art. 97 Abs. 3 StGB). Dies ist aufgrund der zur Verfügung stehenden Akten auch nicht ersichtlich. Die von der Beschwerdeführerin aufgrund des angefochtenen Rückweisungsentscheids durchzuführenden Beweismassnahmen scheinen sich auf die Einvernahmen zweier Personen zu beschränken, was mit keinem grossen Aufwand verbunden ist. Der angefochtene Beschluss ist damit nicht geeignet, das Verfahren wesentlich zu verzögern. Sodann räumt die Beschwerdeführerin ausdrücklich ein, dass die Strafuntersuchung nahezu abgeschlossen sei und einzig noch die Schlusseinvernahme des Beschuldigten ausstehe. Eine Anklage scheint damit bei beförderlicher Behandlung der Angelegenheit zeitnah möglich zu sein. Unter den gegebenen Umständen ist daher im gegenwärtigen Zeitpunkt davon auszugehen, dass der gegen B.________ erhobene Vorwurf der ungetreuen Geschäftsbesorgung vor Eintritt der Verfolgungsverjährung untersucht, gegebenenfalls angeklagt und vom zuständigen Strafgericht erstinstanzlich beurteilt werden kann, womit die Verjährung gemäss Art. 97 Abs. 3 StGB nicht mehr eintreten könnte. Sollte sich das Verfahren unerwartet komplizieren und in die Länge ziehen, werden die Strafverfolgungsbehörden mit Blick auf einen allfälligen Eintritt der Strafverfolungsverjährung gehalten sein, die Sache prioritär zu behandeln. Diesem Umstand könnte insbesondere mit der raschen Ansetzung einer Hauptverhandlung Rechnung getragen werden. Besteht aus den genannten Gründen, soweit sich dies aus den Akten und der Beschwerdeschrift erschliessen lässt, kein Risiko eines baldigen Eintritts der Strafverfolgungsverjährung, stellt auch der Umstand, dass die Vorinstanz über ein Jahr für den angefochtenen Entscheid benötigte, keinen nicht wieder gutzumachenden Rechtsnachteil dar. Selbst wenn darin eine Verletzung des strafprozessualen Beschleunigungsgebots nach Art. 5 Abs. 1 StPO zu sehen wäre, würde die Beschwerdeführerin weder daran gehindert werden das Strafverfahren weiterzuführen, noch gegebenenfalls Anklage zu erheben. Der mit dem Rückweisungsentscheid für die Beschwerdeführerin verbundene Mehraufwand sowie die weitere Verlängerung des Verfahrens stellt mit Blick auf die zitierte Rechtsprechung keinen nicht wieder gutzumachenden Rechtsnachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG dar (vgl. vorne E. 1.3).