Citation: 1A.275/2006 23.07.2007 E. 6

Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör, indem das Verwaltungsgericht seinen Antrag, bei der FAT ein Gutachten einzuholen, abgelehnt habe. Es bestünden betreffend der Einhaltung des Geruchsrisikoabstandes erhebliche Zweifel und Vorbehalte, weshalb nicht auf den Fachbericht des Beco abgestellt werden könne. Der Beschwerdeführer beantragt im Übrigen die Einholung eines entsprechenden Gutachtens durch das Bundesgericht. 6.1 Gemäss Art. 29 Abs. 2 BV haben die Parteien in Verfahren vor Gerichts- und Verwaltungsinstanzen Anspruch auf rechtliches Gehör. Daraus fliesst - nach Massgabe der einschlägigen Rechtsprechung - u.a. das Recht, erhebliche Beweise beizubringen und mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden. Dem Mitwirkungsrecht der Parteien entspricht die Pflicht der Behörde, die Beweisanträge entgegenzunehmen und zu prüfen (BGE 124 I 241 E. 2; 126 I 97 E. 2b). 6.2 Der Beweisantrag, bei der FAT ein Gutachten einzuholen, wurde bereits vom Statthalteramt abgelehnt. Gemäss der Baubewilligung vom 24. Juni 2005 (Ziff. 3.4) sei die Konsultation der FAT nicht angezeigt, da für die Baubewilligungsbehörden im Bereich des Umweltschutzes das Beco massgebend sei. Das Verwaltungsgericht führt im angefochtenen Urteil aus, das Beco habe mehrfach zum Immissionsschutz Stellung genommen; namentlich der letzte Bericht des Beco vom 31. Oktober 2005 lasse schlüssige Antworten zu, dessen Aussagen anlässlich des Augenscheins der BVE vom 23. November 2005 an Ort und Stelle bestätigt und noch weiter erläutert worden seien. Eine Begutachtung durch die FAT sei demnach entbehrlich. Die Berner Behörden haben den Beweisantrag geprüft, abgewiesen und die Abweisung begründet. Die Verfassungsrüge geht fehl. 6.3 Das Bundesgericht erachtet den Sachverhalt als hinreichend erstellt, um die Beschwerde zu beurteilen. Daher ist der vor Bundesgericht erneut gestellte Beweisantrag auf Einholung eines Gutachtens abzuweisen.