Citation: 5A_967/2021 E. 2.4

2.4. Mit ihren Ausführungen vermag die Beschwerdeführerin keine Willkür in der Anwendung von Art. 298 Abs. 1 ZPO darzutun. Allein der Umstand, dass das Kantonsgericht dem Antrag der Beiständin nicht gefolgt ist, bedeutet keine Willkür. Dasselbe gilt hinsichtlich des Kontaktunterbruchs, denn dieser Umstand bedeutet für sich allein nicht, dass sich die tatsächlichen Verhältnisse wesentlich verändert hätten. Welche für die Entscheidfindung relevanten Informationen eine Anhörung von C.________ hätte ergeben können, legt die Beschwerdeführerin nicht ansatzweise dar. Der guten Ordnung halber sei bereits an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass selbst eine allenfalls im Rahmen der Anhörung festgestellte Abwehrhaltung des Kindes gegen den Beschwerdegegner für sich allein nicht genügt hätte, um eine Gefährdung des Kindeswohls anzunehmen (E. 3.1 in fine). Die Beschwerdeführerin rügt zusätzlich eine Verletzung der Art. 12 KRK und Art. 29 Abs. 2 BV. Sie zeigt indes nicht auf, inwiefern sich aus den genannten Bestimmungen weitergehende Verpflichtungen in Sachen Kindesanhörung ergeben als aus Art. 298 Abs. 1 ZPO. Darauf ist nicht näher einzugehen.