Citation: 2A.143/2002 03.04.2002 E. 4

Dem Beschleunigungsgebot wurde bei Gesamtbetrachtung bislang noch entsprochen (vgl. Art. 13b Abs. 3 ANAG; BGE 124 II 49 E. 3a S. 50 ff.; 124 I 139 E. 2c S. 142). Zwar beantragten die Behörden erst am 28. Januar 2002 Ersatzreisepapiere bei der russischen Botschaft, obwohl sich der Beschwerdeführer bereits seit dem 7. November 2001 in Vorbereitungshaft befand. Solange keine Entscheidung über das Asylgesuch vorlag, war es aber seitens der Behörden nicht angängig, sich schon im Stadium der Vorbereitungshaft an die Botschaft zu wenden. Zudem haben die Behörden nach der erstmaligen Anordnung der Ausschaffungshaft vom 10. Dezember 2001 unter anderem am 18. und 28. desselben Monats Massnahmen mit Blick auf die Ausschaffung getroffen. Eine am 25. Februar 2002 bei der russischen Behörde vorgesehene Vorsprache scheiterte aus von den schweizerischen Behörden nicht zu verantwortenden Gründen, worauf im Übrigen sogleich ein neuer Termin auf den 6. März 2002 vereinbart wurde. Gemäss Art. 13b Abs. 2 ANAG darf die Ausschaffungshaft höchstens drei Monate dauern und um höchstens sechs Monate verlängert werden. Entgegen der Meinung des Beschwerdeführers sind weder die Zeiten in der Untersuchungshaft noch diejenigen in der Vorbereitungshaft darauf anzurechnen. Die Verlängerung der Haft um vier Monate erscheint im Hinblick auf die mangelhafte Kooperation des Beschwerdeführers und den Bedenken über seine wahre Identität nicht unverhältnismässig (vgl. BGE 126 II 439 E. 4 S. 440 ff.).