Citation: I 685/01 26.04.2002 E. 2

2.- a) Im Wesentlichen gestützt auf die Berichte der Frau Dr. med. A.________ vom 17. Mai 2000 sowie des Dr. med. B.________ vom 26. März 2001 geht die Vorinstanz von einer Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers von 50 % in einer leidensangepassten Tätigkeit aus. Diese Beurteilung ist angesichts des Umstandes, dass dem Versicherten nach übereinstimmender Einschätzung des Dr. med. B.________ und der Frau Dr. med. A.________ bei Vorliegen eines Vertebral- und Fibromyalgiesyndroms, eines reaktiven, depressiven Zustandsbilds mit Somatisierungstendenz sowie der Neigung zur psychotischen Dekompensation eine Tätigkeit von vier Stunden leichter, abgegrenzter und strukturierter Arbeit ohne Heben von schweren Gewichten und ohne Zeitdruck zumutbar ist, nicht zu beanstanden. Einer allfälligen Verschlechterung des psychischen Zustandes gemäss den letztinstanzlich eingereichten Berichten der GEWA Stiftung für berufliche Integration, Zollikofen, vom 7. November 2001 und der Frau Dr. med. A.________ vom 19. November 2001 ist mit Blick auf den Verfügungserlass am 15. Februar 2001, welcher Zeitpunkt rechtsprechungsgemäss die Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis bildet (BGE 121 V 366 Erw. 1b), nicht im vorliegenden Verfahren Rechnung zu tragen, zumal die Berichte keine Rückschlüsse auf den zeitlich massgeblichen Sachverhalt zulassen. b) aa) Bei der Prüfung der erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Probleme ergeben die Auszüge aus dem individuellen Konto, dass der Beschwerdeführer in den Jahren 1988 bis 1993 ein auf 1999 aufindexiertes Durchschnittseinkommen von ca. Fr. 57'900.- erzielt hatte. Wegen der starken Schwankungen der Einkommenshöhe während dieser Zeit sowie der mehrjährigen Abwesenheit des Versicherten vom Arbeitsmarkt, unter anderem bedingt durch einen von Juli 1994 bis März 1997 dauernden Strafvollzug, erachtete es die Vorinstanz als höchst ungewiss, dass er im Gesundheitsfall noch einen Verdienst in dieser Grössenordnung erzielen würde. Zu Recht hat das kantonale Gericht daher auf die Tabellenlöhne gemäss der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 1998 abgestellt (AHI 1999 S. 240 f. Erw. 3b), was zu einem Valideneinkommen pro 1999 von Fr. 54'200.- führt (TA 1 S. 25, Baugewerbe, Anforderungsniveau 4, aufgerechnet auf 41,8 Wochenstunden, Nominallohnentwicklung 1999 von 0,3 % [Die Volkswirtschaft, 2001 Heft 12, TA B 9.2 S. 80 und TA B 10.2 S. 81]). bb) Der Beschwerdeführer ist heute zu 50 % in einer geschützten Werkstatt tätig, obwohl die Ärzte die ihm noch zumutbare Arbeit in den Berichten vom 15. Juni 1999 (Dr. med. B.________) und vom 17. Mai 2000 (Frau Dr. med. A.________) nicht auf diesen Bereich einschränken. Da der Versicherte somit keiner ihm an sich zumutbaren Tätigkeit nachgeht (BGE 126 V 76 f. Erw. 3b/bb mit Hinweis), hat das kantonale Gericht zur Ermittlung des Invalideneinkommens zu Recht - ebenfalls - die Tabellenlöhne der LSE 1998 herangezogen. Den psychischen Beeinträchtigungen (Notwendigkeit einer abgegrenzten und strukturierten Arbeit ohne Zeitdruck) mit einem höchstzulässigen Abzug von 25 % (vgl. BGE 126 V 78 ff. Erw. 5) Rechnung tragend, hat es das Invalideneinkommen in Berücksichtigung der 50%igen Arbeitsunfähigkeit auf Fr. 20'130.- festgesetzt. cc) Aus dem Vergleich von Validen- und Invalideneinkommen resultiert ein Invaliditätsgrad von 62,8 %, welcher dem Beschwerdeführer Anspruch auf eine halbe Invalidenrente gibt.