Citation: 4A_156/2023 E. 2.3

2.3. Ein nicht wieder gutzumachender Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG muss nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung rechtlicher Natur sein, was voraussetzt, dass er durch einen späteren günstigen Entscheid nicht oder nicht mehr vollständig behoben werden kann (BGE 148 IV 155 E. 1.1; 144 III 475 E. 1.2 S. 479; 141 III 80 E. 1.2; 136 IV 92 E. 4 S. 95; 134 III 188 E. 2.1 S. 190; 133 III 629 E. 2.3.1, je mit Hinweisen). Rein tatsächliche Nachteile wie die Verlängerung oder Verteuerung des Verfahrens reichen nicht aus (BGE 148 IV 155 E. 1.1; 142 III 798 E. 2.2 S. 801; 141 III 80 E. 1.2; 138 III 190 E. 6 S. 192; 137 III 380 E. 1.2.1 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer äussert sich in seiner Beschwerdeschrift unter dem Titel "Formelles" nicht zur Eintretensvoraussetzung nach Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG. Es lässt sich nicht leicht erkennen, ob er in seiner weiteren Beschwerdebegründung darzutun versucht, dass ihm durch den angefochtenen Entscheid ein nicht wieder gutzumachender Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG droht. Jedenfalls vermag er mit seinen Ausführungen offensichtlich nicht darzutun, dass dies der Fall ist: Der Beschwerdeführer macht geltend, das Bezirksgericht hätte ihm im Fall der Abweisung des Erstreckungsgesuchs für die Klageantwort zumindest eine kurze Nachfrist im Sinne einer Notfrist gewähren müssen, womit er von vornherein ins Leere stösst, hat ihm das Bezirksgericht doch nach den Feststellungen der Vorinstanz (Art. 105 Abs. 1 BGG) eine solche gewährt. Er hält sodann dafür, bei Nichtgewährung der beantragten Nach- bzw. Notfrist sei er infolge der Novenschranke nach Art. 229 Abs. 1 lit. b ZPO ausser Stande, sich in tatsächlicher Hinsicht zur Klage zu äussern und werde die Erstinstanz ihren Entscheid in analoger Anwendung von Art. 234 ZPO aufgrund der Akten fällen. Daraus ergebe sich ein nicht wieder gutzumachender Nachteil, der sich auch mit einem späteren günstigen Gerichtsentscheid oder durch einen anschliessenden Rechtsmittelentscheid nicht mehr beheben lasse. Dem kann nicht gefolgt werden. Zunächst wird erst das Sachurteil der Erstinstanz und ein allfälliger Rechtsmittelentscheid der Vorinstanz darüber zeigen, ob es für den Prozessausgang wirklich ausschlaggebend ist, dass das Bezirksgericht dem Beschwerdeführer die beantragte Fristerstreckung zur Klageantwort verweigerte. Im heutigen Zeitpunkt steht damit noch gar nicht fest, dass dies überhaupt einen Nachteil für den Beschwerdeführer darstellt. Aber auch wenn dem so wäre, handelte es sich dabei jedenfalls nicht um einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil rechtlicher Natur. So könnte mit einer Beschwerde gegen den Endentscheid (Art. 90 BGG) vor Bundesgericht gerügt werden, die Fristerstreckung sei zu Unrecht verweigert worden, falls sich dies zum Nachteil des Beschwerdeführers ausgewirkt hat (Art. 93 Abs. 3 BGG). Wenn sich dieser Standpunkt als begründet erweisen würde, wäre der Sachverhalt zu ergänzen bzw. die Sache zur Sachverhaltsergänzung und zum neuen Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen. Damit könnte ein dem Beschwerdeführer durch den angefochtenen Entscheid erwachsender Nachteil vollständig behoben werden. Eine damit verbundene Verlängerung oder Verteuerung des Verfahrens stellt, wie ausgeführt, keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil rechtlicher Natur im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG dar. Die Beschwerdevoraussetzung eines nicht wiedergutzumachenden Nachteils ist somit zu verneinen.