Citation: 6B_966/2022 E. 2.4.1

2.4.1. Gemäss den verbindlichen vorinstanzlichen Feststellungen (vgl. Art. 105 Abs. 1 BGG) stach der Beschwerdeführer auf die Beschwerdegegnerin 2 ein, weil sie die Beziehung mit ihm aufgelöst hatte und ein eigenes Leben führte, in dem er keinen Platz mehr hatte. Der Beschwerdeführer schob den Anspruch der Beschwerdegegnerin 2 auf Leben und Freiheit beiseite und sah nur noch seine eigene Person und seinen eigenen Willen. Er nahm ohne ernsthaften Grund Rache dafür, dass sie die Liebesbeziehung mit ihm aufgelöst hatte. Dieses Handeln aus Rache zeugt von extremem Egoismus und Geringschätzung des Lebens der Beschwerdegegnerin 2. Dieses Tatmotiv ist weder einfühlbar noch entschuldbar. Vielmehr wollte er die Beschwerdegegnerin 2 aus nichtigem Anlass töten. Die Beweggründe des Beschwerdeführers erweisen sich folglich ohne jeden Zweifel als besonders verwerflich (vgl. Urteile 6B_540/2017 vom 16. Oktober 2017 E. 2.4; 6B_328/2016 vom 6. Februar 2017 E. 3.2 f.; 6B_1197/2015 vom 1. Juli 2016 E. 2.2; 6B_877/2014 vom 5. November 2015 E. 6.3, nicht publ. in: BGE 141 IV 465; 6B_719/2012 vom 13. Mai 2013 E. 1.6; 6P.46/2006 vom 31. August 2006 E. 9.3; 6S.435/2005 vom 16. Februar 2006 E. 1.2; 6S.357/2004 vom 20. Oktober 2004 E. 2.2; 6S.21/2003 vom 11. März 2003 E. 2.2).