Citation: I 843/05 11.07.2006 E. 5

5.1 Was die Beschwerdeführerin im Übrigen gegen die vorinstanzlich bestätigte Ermittlung des Invaliditätsgrades durch die IV-Stelle und insbesondere das dabei berücksichtigte Valideneinkommen vorbringt ist unbegründet. Die Behauptung, gesundheitsbedingt sowie infolge der Limitierung auf ein Teilzeitpensum nur noch weniger qualifizierte und verantwortungsvolle Arbeiten auf dem Niveau einer Sachbearbeiterin verrichten zu können, entkräftete sie selber durch ihre Aussagen anlässlich der Haushaltsabklärung vom 8. November 2004. Demnach schätzte sie ihre "Sachbearbeiter-Tätigkeit", welche sie ab Februar 1999 bei einem Pensum von 50 % und einem Jahreslohn von zuletzt Fr. 62'338.70 für die Versicherungs-Gesellschaft Y.________ ausüben durfte, als "sehr interessante Anstellung". Hier konnte sie "sich mit Spezialfällen beschäftigen, die sie sehr forderten und ihr auch eine sehr grosse Befriedigung brachten". Bei dem aus dieser Tätigkeit erzielten Lohn handelte es sich auch nach dem Eingeständnis der Versicherten um ein "hohes" Einkommen. Der behandelnde Arzt Dr. med. G.________ bestätigte am 16. Oktober 2004, dass ihr die angestammte Tätigkeit bei der Versicherungs-Gesellschaft Y.________ aus medizinischer Sicht durchaus weiterhin zumutbar gewesen wäre. Da jedoch von Arbeitgeberseite eine Reisetätigkeit ins Ausland erwartet worden sei, habe sie dies "als Hausfrau und Mutter nicht auf sich nehmen [können]". 5.2 Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, Teilzeitstellen würden auf ihrem beruflichen Niveau weniger gut entlöhnt als Vollzeitstellen, ist mit Blick auf das von der Versicherten ab 1. Mai 2003 aus invaliditätsfremden Gründen auch im Gesundheitsfall hypothetisch ausgeübte 50 %-Pensum (vgl. Erw. 4 hievor) gestützt auf die vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) festzuhalten, dass Frauen auf dem Anforderungsniveau 1 und 2 (höchst anspruchsvolle und schwierigste sowie selbstständige und qualifizierte Arbeiten) sowohl gemäss LSE 2002 (Tabelle 8* S. 28) als auch nach der LSE 2004 (Tabelle 6* S. 25) mit einer Teilerwerbstätigkeit zwischen 50 % und 74 % proportional berechnet zu einer Vollzeittätigkeit jedenfalls keine Lohneinbussen hinzunehmen haben. Unabhängig davon, ob man bezüglich einer vollzeitlichen Erwerbstätigkeit von einem hohen oder tiefen Einkommen ausgeht, ergibt sich hier eine invaliditätsbedingte Einschränkung im Erwerbsbereich einzig für den Zeitraum vom 1. Januar 2001 bis 30. April 2003 aus der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin in dieser Periode im Gesundheitsfall ein Pensum von 67 % verrichtet hätte, invaliditätsbedingt jedoch nur ein 50 %-Pensum zu erfüllen vermochte, sodass in dieser Zeit im Erwerbsbereich eine Einschränkung von rund 25 % (= [67-50] ./. 0,67) zu berücksichtigen ist, wie dies IV-Stelle und Vorinstanz im Ergebnis korrekt getan haben. Im Übrigen hat das kantonale Gericht im angefochtenen Entscheid ausführlich und zutreffend dargelegt, dass allein gestützt auf den im Gesundheitsfall mutmasslich erworbenen Doktortitel nicht darauf zu schliessen ist, die Versicherte hätte mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ein erheblich höheres Valideneinkommen erzielt. Einer von der Beschwerdeführerin schon im erstinstanzlichen Verfahren eingereichten Kopie eines Artikels aus der Zeitschrift "Cash" (Nr. 22 vom 1. Juni 2001 S. 49 ff.) ist vielmehr zu entnehmen, dass gerade berufserfahrene praxisorientierte Betriebsökonomen von Fachhochschulen besser vermittelbar sind als Universitätsabsolventen und demzufolge auch höhere Einstiegslöhne angeboten erhalten. 5.3 Schliesslich ist, wie die IV-Stelle im Einspracheentscheid vom 24. Februar 2005 (S. 4) richtig erkannte, festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin nicht aus gesundheitlichen Gründen daran gehindert war, ihr Doktorat abzuschliessen. Die Gründung der Einzelunternehmung unter der Firma B.________ im Januar 1997 trotz gesundheitlicher Beeinträchtigungen, der Einsatz im Revisorat der Versicherungs-Gesellschaft Y.________ während dem ersten Halbjahr 1998 sowie die Tätigkeit für die Versicherung X.________ ab 1999 dürften hinsichtlich Konzentration und Leistungsanforderungen nicht weniger anspruchsvoll gewesen sein als ein betreffend Zeit- und Aufwand-Planung einteilbares Doktorandenstudium. Während sich der behandelnde Hausarzt Dr. med. G.________ am 23. Mai 1998 einer Beurteilung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit der Versicherten als Studentin enthielt und gleichzeitig in Bezug auf ihre angestammte Erwerbstätigkeit, den Aufgabenbereich als Hausfrau und jede andere angepasste Tätigkeit eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bestätigte, sah offensichtlich der Neurologe Dr. med. H.________ gemäss Bericht vom 3. Juli 1998 keinen medizinischen Grund dafür, dass die Beschwerdeführerin ihr Doktorandenstudium invaliditätsbedingt nicht hätte beenden können. Unter diesen Umständen ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Versicherte aus invaliditätsfremden Gründen darauf verzichtete, ihr Dissertationsprojekt abzuschliessen. 5.4 Steht fest, dass die Beschwerdeführerin ihr Erwerbspensum ab 1. Mai 2003 auch im Gesundheitsfall auf 50 % reduziert und unabhängig von ihren gesundheitlichen Einschränkungen bei der Verwertung einer 50%igen Teilerwerbstätigkeit keine invaliditätsbedingte Erwerbseinbusse hinzunehmen gehabt hätte, bleibt es bei den von der IV-Stelle nach der gemischten Methode ermittelten rentenausschliessenden (Art. 28 Abs. 1 IVG) Invaliditätsgraden ab 2001 von durchweg weniger als 40 %. Somit erfolgte die fortgesetzte Ausrichtung einer Viertelsrente ab 1. Januar 2001 offensichtlich zu Unrecht.