Citation: 2C_767/2015 E. 5.3.3

5.3.3. Betreffend die Beschwerdeführerin 2 (älteste Tochter) machen die Beschwerdeführer geltend, deren Mutter widme sich vor allem der Betreuung ihrer drei jüngeren Kinder. Mit der Beschwerdeführerin 2 habe sie Probleme, da diese jetzt in der Adoleszenz sei. Zudem wolle ihr Ehemann nicht, dass diese bei ihnen lebe. Die Beschwerdeführerin 2 ist 16-jährig. Es darf daher - zumal auch nichts anderes vorgebracht wird - davon ausgegangen werden, dass sie einer weniger intensiven mütterlichen Betreuung bedarf als jüngere (Halb-) Geschwister. Dass mit der Pubertät gewisse Schwierigkeiten in der Erziehung auftreten können, ist des Weiteren nichts Aussergewöhnliches. Der Nachweis der fehlenden Betreuungsmöglichkeit ist damit - erst recht mit Blick auf die angesichts des Alters der Tochter erhöhten Anforderungen (vgl. E. 5.1.2) - nicht erbracht. Vorliegend von Bedeutung könnte allerdings das Verhältnis zum Stiefvater sein: Die Vorinstanz erachtete es als nicht substanziiert dargelegt, weshalb der Beschwerdeführerin 2 ein sexueller Missbrauch durch den Stiefvater drohen solle. Sie erwog unter Bezugnahme auf ein sich in den Akten befindliches Schreiben vom 15. Februar 2014 an den Beschwerdeführer, unterzeichnet mit "Your daughter B.A.________", wonach der Stiefvater die Beschwerdeführerin 2 zu vergewaltigen versucht haben soll, dass diese Anschuldigungen weder die Beschwerdeführerin, ihren Vater noch sonst eine Verwandte zu einer Strafanzeige bewogen hätten. Eine Gefährdung der sexuellen Integrität werde auch im "Social Enquiry Report" nicht behauptet und der sorgeberechtigte Beschwerdeführer habe nicht nachgewiesen, sich (wenigstens vorübergehend) um eine Betreuungsalternative bemüht zu haben. Die Beschwerdeführer machen in ihrer Beschwerde an das Bundesgericht geltend, die Tochter habe lediglich ihrem Vater davon erzählt. Deshalb werde im "Social Enquiry Report" nichts erwähnt. Es sei nicht klar, wie sich die Vorinstanz vorstelle, dass der Beschwerdeführer wenigstens vorübergehend für ein adoleszentes Mädchen einfach eine alternative Betreuung finde. Gleichzeitig halten sie in der Beschwerdeschrift fest, von einem Versuch der Vergewaltigung sei nie und nirgends in den Eingaben des Beschwerdeführers 1 die Rede gewesen. Die Vorbringen der Beschwerdeführer erweisen sich somit nicht als schlüssig. Weder ist klar, was sich zugetragen haben soll, noch was die Beschwerdeführer am vorinstanzlichen Entscheid rügen. Jedenfalls ist damit nicht genügend dargelegt, inwiefern die Vorinstanz Recht verletzt hätte.