Citation: 5A_710/2018 E. 4.3

4.3. Vor dem Hintergrund der vorherigen Erwägungen steht fest, dass B.A.________ seit Jahren gravierende Probleme mit den Zähnen hat, für welche die Eltern bisher weder Abhilfe geschaffen haben noch diese abklären liessen. Weiter hat B.A.________, wie aus dem Abklärungsbericht hervor geht, deutlich über das normale Ausmass hinausgehende Absenzen in der Schule, die von der Mutter mit Krankheiten sowohl der Tochter selbst als auch der Zwillinge, oder mit ihrer eigenen Erschöpfung begründet werden. Die Unterstützung des Ehemanns und Vaters ist offensichtlich nur teilweise gegeben, sei es im Umgang mit den Kindern oder den Behörden. Gesprächsversuche scheiterten am Widerstand resp. Nichterscheinen der Eltern. Somit ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanzen auf eine Gefährdung insbesondere des Wohls von B.A.________ schlossen. Dies gilt um so mehr, als das Bundesgericht bei der Überprüfung von Ermessensentscheiden eine gewisse Zurückhaltung übt (vgl. dazu BGE 142 III 617 E. 3.2.5 S. 622; vgl. zuletzt auch Urteile 5A_103/2018 vom 6. November 2018 E. 3.2.1; 5A_1003/2017 vom 20. Juni 2017 E. 3.2; 5A_765/2016 vom 18. Juli 2017 E. 5.5; je mit weiteren Hinweisen). Angesichts des bisherigen Verlaufs durften die Behörden auch an der freiwilligen Kooperationsbereitschaft der Eltern zweifeln. Die Beschwerdeführerin bestreitet, wie bereits ausgeführt, nicht, dass sie und ihr Ehemann mehrmaligen Einladungen nicht gefolgt sind, weil sie (sinngemäss) deren Sinn nicht sahen resp. sich nicht verpflichtet fühlten. Die Zusammenarbeit mit der EKS nahm im Dezember 2016 ihren Anfang. Da seither namentlich im Hinblick auf die Zahnprobleme der Tochter keine wesentliche Besserung eingetreten ist, besteht Handlungsbedarf. Insofern ist die angeordnete Beistandschaft notwendig und verhältnismässig. Die von der Beschwerdeführerin als mögliche Alternativen vorgeschlagenen Weisungen an die Eltern sind nicht zielführend. So stand ursprünglich eine blosse Familienbegleitung im Fokus, was sich allerdings als ungenügend erwies. Eine Ehetherapie geht insofern an der Sache vorbei, als die Beschwerdeführerin aktuelle familiäre Probleme gerade verneint. Die Verpflichtung schliesslich, die Kinder fremdbetreuen zu lassen, erscheint insofern unverhältnismässig als dies stärker ins Familiengefüge eingreifen würde als die Errichtung einer Beistandschaft. Mit den einzelnen Befugnissen der Beiständin setzt sich die Beschwerdeführerin nicht auseinander, weshalb darauf nicht weiter einzugehen ist.