Citation: 6B_1024/2017 E. 3.2.1

3.2.1. Zunächst geht die Vorinstanz angesichts der mittäterschaftlichen Vorgehensweise nachvollziehbar für alle Beschuldigten von einer objektiven Tatschwere im unteren mittleren Bereich aus und setzt die hypothetische Einsatzstrafe, ausgehend von einem Strafrahmen für die schwere Körperverletzung zwischen 180 Tagessätzen Geldstrafe und zehn Jahren Freiheitsstrafe, auf jeweils 54 Monate fest. Sie tut dies ausdrücklich unter Berücksichtigung vergleichbarer Fälle, wobei sie die erstinstanzliche hypothetische Einsatzstrafe von 60 Monaten erheblich reduziert. Alsdann hält sie dem Beschwerdeführer mit Bezug auf die subjektive Tatschwere zugute, dass er den kleinsten Tatbeitrag geleistet habe, was nach dem Gesagten nachvollziehbar ist. Entsprechend nimmt sie eine erhebliche Minderung auf 38 Monate vor. Sie berücksichtigt dabei namentlich, dass der Beschwerdeführer als erster gegen den am Boden liegenden Privatkläger tätlich wurde und damit zur weiteren Eskalation beitrug, dass er anschliessend in der Nähe verblieb sowie, dass sein Eingreifen ohne jeden Grund erfolgte, da er an der verbalen Auseinandersetzung im Club nicht beteiligt war. Wenn die Vorinstanz dies als äusserst niederträchtig betrachtet und das Motiv des Beschwerdeführers daher nicht neutral wertet, weil es ihm, mehr noch als den Mitbeschuldigten, ohne Weiteres möglich gewesen wäre, sich zu distanzieren oder gar helfend einzugreifen, ist dies nachvollziehbar. Gleiches gilt für die leichte Verschuldensminderung aufgrund der Alkoholisierung. Die Vorinstanz nimmt ferner für alle Beschuldigten eine Reduktion um 8 Monate vor, weil es beim Versuch geblieben ist, was angesichts des mittäterschaftlichen Handelns und der festgestellten grossen Nähe des hypothetischen tatbestandsmässigen Erfolges nicht zu beanstanden ist. Die derart ermittelte hypothetische Einsatzstrafe von 30 Monaten ist auch mit einem gerade noch leichten Verschulden vereinbar.