Citation: 8C_513/2018 E. 3

Die Vorinstanz erwog, es sei durchaus plausibel, dass die Versicherte überdurchschnittlich grosse Belastungen am Arbeitsplatz in Kauf genommen und erduldet habe. Eine Unzumutbarkeit aus gesundheitlichen Gründen, wie sie geltend mache, müsse aber in erster Linie durch ein Arztzeugnis belegt werden, welches nicht vorliege. Die Versicherte habe es trotz der Schilderung von massiven gesundheitlichen Problemen unterlassen, einen Arzt aufzusuchen, weil sie sich eigenen Angaben gemäss davon keine Besserung erhofft, bzw. befürchtet habe, eine Krankschreibung wirke sich negativ auf die Stellensuche aus. Hinsichtlich der beantragten Zeugenaussage sei zwar wahrscheinlich, dass sowohl das schwierige Arbeitsumfeld als auch ihre hohe Toleranzschwelle von ehemaligen Arbeitskolleginnen und -kollegen bestätigt werden könnten. Deren Aussagen würden jedoch nicht genügen, um den Verbleib an der Arbeitsstelle bis zum Auffinden einer anderen als gesundheitlich unzumutbar belegen zu können, weshalb sie kein taugliches Beweismittel darstellten. Dies gelte umso mehr, als die ehemalige Arbeitgeberin gegenüber der Arbeitslosenkasse am 16. November 2016 angegeben habe, dass sie keine weiteren Informationen zu den Hintergründen der Kündigung liefern könne, da sich die Versicherte ihr gegenüber hierzu nicht klar geäussert habe. Über aktuelle, auch gesundheitliche Probleme sei sie nicht im Bild gewesen; es seien wenig Arbeitsabsenzen ausgewiesen. In ihrem Schreiben vom 8. September 2016 habe die Beschwerdeführerin ferner zu den Kündigungsgründen von einer sehr langen, desaströsen Entwicklung in ihrer Abteilung gesprochen. Eine im Kündigungszeitpunkt neu hinzugetretene akute Problematik sei nicht ersichtlich, weshalb ein unzumutbarer Verbleib an dieser Arbeitsstelle nicht hinreichend bewiesen sei. Mit der Einstelldauer von 15 Tagen sei den persönlichen Verhältnissen, insbesondere der belastenden Arbeitsplatzsituation, angemessen Rechnung getragen worden.