Citation: 5C.49/2005 23.06.2005 E. 1

1.1 Die Berufung richtet sich gegen ein letztinstanzliches Urteil und beschlägt ausschliesslich den nachehelichen Unterhaltsanspruch, mithin eine Zivilsache mit Vermögenswert. Die Vorinstanz ist bei der Berechnung der Verfahrenskosten vom kapitalisierten Wert der strittigen Rente von Fr. 250'000.-- ausgegangen, was gegenüber dem Bundesgericht als Angabe des Streitwertes zu verstehen ist (Art. 51 Abs. 1 lit. a OG). In der Berufungsschrift wird hierzu nicht Stellung bezogen (Art. 55 Abs. 1 lit. a OG). Die gesetzliche Streitwertgrenze kann indes als erreicht betrachtet werden. Die Berufung ist unter diesen Gesichtspunkten zulässig (Art. 46, Art. 48 Abs. 1 OG). 1.2 In der Berufungsschrift ist darzulegen, welche Bundesrechtssätze und inwiefern diese durch den angefochtenen Entscheid verletzt sind. Das Bundesgericht ist an die tatsächlichen Feststellungen der letzten kantonalen Instanz gebunden, es wäre denn, dass sie unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zustande gekommen sind (BGE 130 III 113 E. 2.1). Vorbehalten bleibt die Berichtigung offensichtlich auf Versehen beruhender Feststellungen von Amtes wegen (Art. 63 Abs. 2 OG). Ausführungen gegen die tatsächlichen Feststellungen sind unzulässig (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). Für die Kritik an der Beweiswürdigung durch die Vorinstanz ist die staatsrechtliche Beschwerde wegen Verletzung des Willkürverbotes gegeben (Art. 9 BV, Art. 43 Abs. 1 OG). Die Berufungsschrift beachtet diese prozessualen Anforderungen auf weiten Strecken nicht. Insbesondere sind die Ausführungen der Beklagten zu den Umständen, unter welchen sie zu ihrem späteren Ehemann eine Beziehung aufgebaut hat, sowie zu den Problemen in ihrer Ehe nicht zu berücksichtigen. Ebenso wenig ist auf ihre Behauptung einzugehen, der Kläger habe von der Höhe und Dauer ihrer bisherigen Unterhaltsrente gewusst; hier widerspricht sie einer klaren Feststellung der Vorinstanz, ohne die Verletzung bundesrechtlicher Beweisregeln darzutun. Schliesslich bildet ihre einlässliche Darstellung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Parteien und ihrer Lebenshaltungskosten nichts anderes als eine unzulässige Erweiterung des Sachverhaltes.