Citation: 5A_46/2021 E. 4.3.3

4.3.3. Die Beschwerdeführerin moniert im Wesentlichen eine nicht ordnungsgemässe und rechtzeitige Zustellung des verfahrenseinleitenden Schriftstücks und bezieht sich dabei auf das erstinstanzliche Verfahren in Frankreich; ihr habe bis zur Einleitung des Rechtsmittelverfahrens im Jahr 2014 die Kenntnis über dieses Verfahren gefehlt und sie habe sich darauf auch nie eingelassen, weshalb ihr eine wirksame Verteidigung "von Anfang an" verunmöglicht worden sei. Diese Vorbringen schlagen fehl. Die Beschwerdeführerin verkennt, dass das erstinstanzliche Urteil des Tribunal de Grande Instance de Nancy vom 9. Februar 2005 nicht Gegenstand der vorfrageweisen Anerkennung im vorliegenden Verfahrens bildet. Dieses erstinstanzliche Verfahren ist trotz der Abwesenheit der Beschwerdeführerin vollumfänglich zu ihren Gunsten ausgegangen und es handelt sich somit auch nicht um ein Säumnisurteil. Die Vorinstanz hielt auch fest, dass die Cour d'Appel de Nancy die Sache mit uneingeschränkter Kognition prüfte. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern sich die Beschwerdeführerin im erstinstanzlichen Verfahren hätte verteidigen wollen und inwiefern eine allfällige Gehörsverletzung einen Einfluss auf den Ausgang des Verfahrens gehabt hätte.