Citation: 5A_542/2021 E. 5.2

5.2. Diese Rügen vermögen den Anforderungen an das strenge Rügeprinzip gemäss Art. 106 Abs. 2 BGG bzw. die Begründungspflicht gemäss Art. 42 Abs. 2 BGG (E. 2.1) allesamt nicht zu genügen. Den Ausführungen des Beschwerdeführers mangelt es an einer konkreten Auseinandersetzung mit den angeblich verletzten Ansprüchen, sodass letztlich unklar bleibt, worin der Beschwerdeführer konkret eine Verletzung welcher verfassungsmässiger Rechte zu erkennen meint. Insbesondere führt er nicht aus, welche (angeblich substanziierten) Ausführungen die Vorinstanz konkret ignoriert und welchen Einfluss dies auf den Entscheid der Vorinstanz gehabt haben soll. Soweit er diesbezüglich seitenlang lediglich seine Ausführungen aus der Berufungsantwort zitiert, genügt er der Begründungspflicht bereits deshalb nicht, weil er sich gar nicht mit dem Entscheid der Vorinstanz auseinandersetzt. Diese hält nämlich gerade fest, dass die Ausführungen des Beschwerdeführers (insbesondere auch in Bezug auf die angebliche Kindeswohlgefährdung) weitgehend unsubstanziiert sind und beispielsweise auch keine Verhaltensauffälligkeiten ersichtlich seien, welche den Schluss auf ein Entfremdungssyndrom zulassen würden (siehe oben E. 3.1). Vielmehr lasse der funktionierende Kontakt zwischen dem Beschwerdeführer und dem Kind derartige Verhaltensweisen nicht vermuten. Mit diesen Ausführungen der Vorinstanz setzt sich der Beschwerdeführer nicht ansatzweise auseinander und legt auch nicht dar, inwiefern die Vorinstanz den Sachverhalt in Bezug auf eine angebliche Kindeswohlgefährdung willkürlich festgestellt haben soll. Auch hier konkretisiert er nicht, welche angeblichen psychischen Auffälligkeiten das Kind denn haben soll und zitiert erneut lediglich seitenlang seine vorinstanzlichen Ausführungen. Damit ergeht er sich in rein appellatorischer Kritik und beschränkt sich darauf, den Sachverhalt aus seiner Sicht zu schildern. Das genügt nicht. In Bezug auf die angebliche Kindeswohlgefährdung geht das Obergericht sodann gar nicht davon aus, diese bereits konkret bestehende Gefährdung würde bei einer alleinigen Obhut verschwinden. Vielmehr sieht es eine Kindeswohlgefährdung im Falle einer alternierenden Obhut, wohingegen es bei einer alleinigen Obhut gerade nicht von einer Kindeswohlgefährdung ausgeht. Auch darauf geht der Beschwerdeführer nicht (substanziiert) ein und auf diese Rügen ist daher nicht weiter einzugehen. Soweit der Beschwerdeführer sinngemäss geltend macht, von ihm offerierte Zeugen seien nicht befragt worden bzw. seine Beweisführung und damit sein Recht auf einen fairen Prozess gemäss Art. 29 BV seien mit der Ablehnung des Antrags auf Erstellung eines Obergutachtens verletzt worden, so kann er bezüglich dieser antizipierten Beweiswürdigung ausschliesslich Willkür rügen (BGE 138 III 374 E. 4.3.2 mit Hinweis; Urteil 4A_153/2020 vom 19. Mai 2020, E. 2.4). Dies tut der Beschwerdeführer nicht, weswegen hier nicht weiter darauf einzugehen ist (Art. 106 Abs. 2 BGG; siehe betreffend Gutachten zudem nachfolgend E. 7). Auch soweit die Rügen des Beschwerdeführers nicht den angefochtenen Entscheid, sondern Erwägungen in einem anderen Beschluss des Obergerichts betreffen, kann darauf nicht weiter eingegangen werden.