Citation: 1B_134/2009 10.06.2009 E. 1

Die Untersuchungsrichterin 1 des Untersuchungsrichteramtes IV Berner Oberland führte im Zusammenhang mit einem Riverraftingunfall, der sich am 8. Juli 2007 auf der Saane ereignet hatte, vorerst ein polizeiliches Ermittlungsverfahren. Am 22. April 2008 eröffnete sie sodann die Strafverfolgung gegen verschiedene Personen durch Einleitung einer Voruntersuchung wegen fahrlässiger Tötung, begangen am 8. Juli 2007 in Saanen/Rougemont zum Nachteil der damals verunglückten und am 11. Juli 2007 verstorbenen Schülerin M.X.________. Im Rahmen dieses Verfahrens beschloss die Untersuchungsrichterin, ein fachtechnisches Gutachten einzuholen. Mit Verfügung vom 2. Dezember 2008 gab sie die Einsetzung der vorgesehenen Experten bekannt, verbunden mit der Aufforderung an die Verfahrensbeteiligten, allfällige Ablehnungsgründe innert zehn Tagen geltend zu machen. Mit Schreiben vom 29. Dezember 2008 teilte Rechtsanwalt Husmann, der die Familie X.________ als Privatklägerschaft vertritt, mit, dass er die beiden vorgesehenen Gutachter nicht kenne und seinerseits daher an sich keine Ausstands- bzw. Ablehnungsgründe nennen könne. Die Experten seien indes beide schriftlich zu befragen, ob ihnen die Angeschuldigten persönlich bekannt seien. Wenn dies der Fall sei, so würden die Gutachter als befangen abgelehnt. Aufgrund der Antworten, die einer der beiden vorgesehenen Experten der Untersuchungsrichterin am 6. Januar 2009 per Mail sandte, teilte Rechtsanwalt Husmann dieser am 30. Januar 2009 mit, dass seine Mandantschaft diesen Experten ablehne. Mit Verfügung vom 2. Februar 2009 wies die Untersuchungsrichterin das Ablehnungsbegehren ab. Hiergegen wandten sie die Privatkläger an das Obergericht des Kantons Bern. Mit Beschluss vom 6. April 2009 wies dessen Anklagekammer die Beschwerde ab.