Citation: 6B_748/2013 E. 13.3

13.3. Dr. C.________ nimmt in der schriftlichen Expertise vom 25. November 2010 eine eingehende diagnostische und prognostische Beurteilung vor. Die Rückfallgefahr wird anhand wissenschaftlich etablierter Prognoseinstrumente (insbesondere Kriterienkatalog Dittmann) geprüft. Der Gutachter diagnostiziert bei der Beschwerdeführerin eine ausgeprägte dissoziale Persönlichkeitsstörung im Sinne der Internationalen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD-10 F60.2) sowie eine Abhängigkeitserkrankung für Nikotin, Benzodiazepine, Kokain und Opiate (ICD-10 F11.2, F13.2, F14.2 und F17.2). Betreffend das versuchte Tötungsdelikt billigt er der Beschwerdeführerin eine in leichtem Masse verminderte Schuldfähigkeit zu. Er geht von einer sehr ungünstigen Legalprognose aus und hält fest, dass langfristige Erfolgsaussichten einer Massnahme nach Art. 59 Abs. 3 StGB erst nach einem mehrjährigen Therapieversuch beurteilbar sind. Mit Schreiben vom 14. April 2011 nahm der Gutachter zu verschiedenen Fragen der Verteidigung ergänzend Stellung. Am 31. Mai 2012 und 17. Mai 2013 wurde er von den Vorinstanzen persönlich befragt (Untersuchungsakten pag. 1122 ff. und 1178 ff., erstinstanzliche Akten pag. 204 ff., vorinstanzliche Akten pag. 333 ff.). Die Vorinstanz beurteilt die schriftlichen und mündlichen Ausführungen des Gutachters als überzeugend. Er habe seine schriftlichen Ausführungen vor Schranken aktualisiert, weshalb das Gutachten noch aktuell sei (Entscheid S. 50 ff.).