Citation: 5A_538/2022 E. 2

Was die angebliche Befangenheit des Vorrichters anbelangt, wird sie daraus abgeleitet, dass dieser den Vorwurf erhoben habe, bei der Beschwerdeführung würden in völlig sinn- und aussichtsloser Weise Ressourcen der Justiz in Anspruch genommen, und dass er nur "singulär anmutende Kenntnisse" der Kinderrechtskonvention habe und "nicht dafür sensibilisiert [sei], dass die Andersheit der Kinderpopulation i. Vgl. zu Erwachsenen höchstens mit einer methodisch geleiteten Anstrengung für die Rechtsfindung fassbar und fruchtbar zu machen" sei. Die bloss appellatorische Behauptung, die Ausstandsvorschrift von Art. 7 Abs. 1 lit. c VRP/SG sei verletzt, ist ungenügend: Aufgrund des zuteilenden Vorbehaltes in Art. 450f ZGB ist das Verfahrensrecht im Bereich des Kindes- und Erwachsenenschutz kantonal geregelt und das Bundesgericht kann das kantonale Recht nicht frei überprüfen, sondern diesbezüglich sind substanziierte Willkürrügen erforderlich (BGE 140 III 385 E. 2.3). Aber selbst wenn formal korrekte Willkürrügen erhoben worden wären, vermöchten die Ausführungen inhaltlich keine Befangenheit nahezulegen, denn sie kann sich nicht aus in der Sache zutreffenden Erwägungen ergeben, die einzig nicht dem Standpunkt der beschwerdeführenden Partei entsprechen.