Citation: H 228/98 25.07.2000 E. 2

2.- In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde des F.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer 1) wird zunächst geltend gemacht, das kantonale Gericht habe das Recht auf Durchführung einer öffentlichen Verhandlung im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 EMRK sowie den verfassungsmässigen Anspruch auf Abnahme verlangter Beweismassnahmen verletzt. Im erstinstanzlichen Sozialversicherungsprozess findet eine öffentliche Verhandlung grundsätzlich nur dann statt, wenn ein entsprechender Parteiantrag klar und unmissverständlich gestellt wird, wobei das Begehren um ein Parteiverhör - wie es vorliegend in den vorinstanzlichen Rechtsschriften des Beschwerdeführers 1 verschiedentlich erhoben wurde - praxisgemäss als blosser Beweisantrag betrachtet wird, dem nicht die Bedeutung eines Antrags auf konventionskonforme öffentliche Verhandlung zukommt (BGE 122 V 55 Erw. 3a; RKUV 1996 Nr. U 246 S. 163 Erw. 4d). Die Rüge ist demnach bereits aus diesem Grund unbehelflich, ohne dass darüber zu befinden wäre, ob der genannte Anspruch im Rahmen eines öffentlich-rechtlichen Schadenersatzprozesses überhaupt gegeben ist (vgl. BGE 120 V 6 in fine, 119 V 379 in fine; ferner BGE 121 V 110 Erw. 3a). Der Verzicht des kantonalen Gerichts schliesslich, im Rahmen einer antizipierten Beweiswürdigung die anbegehrten Parteiverhöre und Zeugeneinvernahmen vorzunehmen, ist als solcher grundsätzlich zulässig und verstösst insbesondere nicht gegen Verfassungsrecht, wie die ständige Rechtsprechung zu Art. 4 Abs. 1 aBV zeigt (BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. 1d mit Hinweis). Da diese Rechtsprechung auch unter der Herrschaft von Art. 29 Abs. 2 der auf den 1. Januar 2000 in Kraft getretenen neuen BV gilt (nicht veröffentlichtes Urteil S. vom 8. Februar 2000, I 362/99), kann vorliegend offen bleiben, in welchen Rechtslagen die neue BV intertemporalrechtlich zur Anwendung gelangt.