Citation: U 149/02 11.11.2002 E. 4

Auch wenn nicht restlos Klarheit über das Verhältnis von HWS- und psychischen Beschwerden (posttraumatische Stresskrankheit mit depressiver Reaktion) besteht, ist der Vorinstanz darin beizupflichten, dass der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den im Zeitpunkt des Einspracheentscheides bestehenden Beschwerden zu bejahen ist. Nach der Rechtsprechung ist dieser Zusammenhang in der Regel anzunehmen, wenn ein Schleudertrauma der HWS (oder eine äquivalente Verletzung) diagnostiziert ist und ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. vorliegt (BGE 117 V 360 Erw. 4b). Nicht erforderlich ist, dass der Unfall mit einem Bewusstseinsverlust oder einer Amnesie verbunden war und die typischen Beschwerden bereits unmittelbar nach dem Unfall aufgetreten sind (zur Latenzzeit vgl. RKUV 1995 Nr. U 221 S. 113, 2000 Nr. U 359 S. 29; unveröffentlichtes Urteil W. vom 30. April 2001, U 396/99). Zu einer anderen Beurteilung besteht im vorliegenden Fall kein Anlass, zumal die Versicherte nach den Akten vor dem Unfall beschwerdefrei war. Demnach ist der Unfall vom 17. Oktober 1997 zumindest als Teilursache der bestehenden Beschwerden zu betrachten (vgl. ärztliche Abklärung Dr. med. Z.________ vom 19. April 2000), was für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs genügt (BGE 119 V 338 Erw. 1 in fine).