Citation: 8C_668/2018 E. 5.3

5.3. Was die Beschwerdeführerin hiergegen vorbringt, ist nicht stichhaltig. Auch wenn, wie sie einwendet, die kurze Aufenthaltsdauer nicht vorhersehbar gewesen wäre, änderte dies dennoch nichts am Umstand, dass die ausgewählte Klinik vor Eintritt hätte bekannt gegeben werden müssen. Dies ergibt sich bereits daraus, dass die IV-Stelle der Versicherten mit Schreiben vom 27. Januar 2017 nicht eine Frist bis zum Eintritt in eine Klinik setzte, sondern eine einmonatige Frist zur Nennung derselben. Nur eine vorgängige Mitteilung hätte es der IV-Stelle ermöglicht, beizeiten das Notwendige zu veranlassen und insbesondere die Ärzte der Klinik mit den erforderlichen Informationen zu versehen, um zusätzliche Aufschlüsse über Arbeitsfähigkeit und Therapiemöglichkeiten zu erhalten. Inwiefern die Verwaltung das Mahn- und Bedenkzeitverfahren nicht korrekt durchgeführt oder mit ihrem Vorgehen den Grundsatz von Treu und Glauben verletzt haben sollte, ist nicht ersichtlich. Die Beschwerdegegnerin setzte der Versicherten im Rahmen des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens nach Art. 21 Abs. 4 ATSG eine feste Frist zur Mitteilung der die Massnahme durchführenden Institution. Diese Aufforderung musste auch nicht deswegen ergänzt oder bekräftigt werden, weil die Frist in der Folge zweimal erstreckt wurde, dies umso weniger, als die Versicherte mit Schreiben vom 30. März 2016 ihre konstruktive Mitwirkung zusicherte. Aus den Umständen musste es ihr oder ihrem Rechtsvertreter klar sein, dass die Meldung so bald als möglich, d. h. nach Bekanntwerden der Klinik und vor Eintritt zu erfolgen hatte, ansonsten der Aufenthaltszweck untergraben wurde, wie die Vorinstanz, ohne Bundesrecht zu verletzen, feststellte. Warum die Beschwerdeführerin mit der Meldung bis nach Klinikeintritt zuwartete, indem sie am 31. Mai 2016 angab, sie sei vor einigen Tagen stationär in die Psychiatrische Klinik C.________ eingetreten, legt sie in der Beschwerde denn auch nicht dar. Auch wenn zudem im Schreiben vom 30. März 2016 ("Die IV-Stelle Zürich wird zu gegebener Zeit hierüber orientiert und ermächtigt hinsichtlich Zustellung des Gurtachtens sowie der spezifischen Fragestellung.") bereits eine Einwilligung zur Weiterleitung des Gutachtens an das Klinikum anklingen mag, ist das vorinstanzliche Verständnis, wonach damit noch keine endgültige Erlaubnis erteilt wurde, angesichts der gewählten Formulierung ("zu gegebener Zeit hierüber orientiert und ermächtigt") nicht offensichtlich unrichtig. Bundesrechtskonform führte das kantonale Gericht weiter aus, selbst wenn damit das Recht zur Weiterleitung des ZMB-Gutachtens an die Klinik bereits erteilt worden wäre, bleibe es bei der verspäteten Angabe der durchführenden Klinik, verbunden mit der damit verunmöglichten rechtzeitigen Weiterleitung des Gutachtens und Aufklärung der Ärzte über die Zwecke des Klinikaufenthalts und die offenen Fragen. Entsprechend ergebnislos verlief der Aufenthalt, zumal die Versicherte auch während der Massnahme nicht wie erforderlich mitwirkte. Wenn die Vorinstanz hieraus schloss, dass sie in mehrfacher Hinsicht ihre Mitwirkungspflicht verletzt hat, ist dies rechtens. Daran ändert mit der Vorinstanz nichts, dass es der IV-Stelle ihrerseits möglich gewesen wäre, sich mit der Klinik unmittelbar nach der Information vom 31. Mai 2016, jedenfalls vor dem 21. Juli 2016, in Verbindung zu setzen. Nicht nachvollziehbar ist ferner, weshalb die Beschwerdeführerin krankheitsbedingt nicht hätte in der Lage sein sollen, die Klinik nach ihrem Eintritt wenigstens über den Hintergrund des Aufenthalts mit bereits durchgeführter Begutachtung zu informieren, wie sie einwendet.