Citation: 2C_710/2022 E. 5.3

5.3. Weiter gilt es zu beurteilen, ob sich der Beschwerdeführer in der Schweiz bislang einwandfrei verhalten hat. In dieser Hinsicht weist der Beschwerdeführer grundsätzlich zu Recht darauf hin, dass gegen ihn keine Straferkenntnisse vorliegen. Auch dass ihn seine Krankenkasse einmal in der Höhe von Fr. 585.55 betreiben musste, kann nicht entscheidend ins Gewicht fallen. Dem angefochtenen Entscheid ist weiter zu entnehmen, dass die Ehefrau seitens des Beschwerdeführers Opfer ehelicher Gewalt geworden und deshalb am 23. Mai 2020 ins Frauenhaus gezogen sein soll. Obschon dies gemäss Vorinstanz keine Aktenstücke belegen, hätten die Behörden die Aussagen der Ehefrau als glaubhaft eingestuft, was zu den Einschränkungen betreffend das Besuchsrecht geführt habe (angefochtener Entscheid E. 3.2.2.3 S. 15). Wie vor diesem Hintergrund das Erfordernis des einwandfreien Verhaltens zu beurteilen ist, kann mit der Vorinstanz offen bleiben, da es vorliegend ohnehin bereits an einer engen affektiven Beziehung zum Sohn fehlt (vorstehende E. 5.1).