Citation: 8C_343/2021 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz legte die für die Beurteilung des vorliegenden Streits massgeblichen rechtlichen Grundlagen dar. Danach haben grundsätzlich die Eltern für den Unterhalt des Kindes (inkl. Kosten der Erziehung, Ausbildung und Kindesschutzmassnahmen [Art. 276 ZGB]) aufzukommen. Fremdplatzierungskosten gelten als Kosten von Kindesschutzmassnahmen und gehören folglich zum Unterhaltsanspruch des Kindes (BGE 141 III 401 E. 4 mit Hinweisen). Das öffentliche Recht bestimmt, unter Vorbehalt der Unterstützungspflicht der Verwandten, wer die Kosten des Unterhaltes zu tragen hat, wenn weder die Eltern noch das Kind sie bestreiten können (Art. 293 Abs. 1 ZGB). Gemäss angefochtenem Urteil leistet die Sozialbehörde am Unterstützungswohnsitz Kostengutsprache, wenn die Kindesschutzmassnahme nicht durch die Eltern oder Staatsbeiträge finanziert werden kann. Falls das Gemeinwesen für den Unterhalt aufkommt, geht der Unterhaltsanspruch mit allen Rechten auf dieses über (Art. 289 Abs. 2 ZGB).