Citation: 6B_1046/2015 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz nimmt an, Art. 45 Abs. 1 FINMAG sei aufgrund seiner höheren Strafandrohung nicht milderes Recht im Sinne von Art. 2 Abs. 2 StGB, so dass die Taten, welche in das Jahr 2008 fielen, nach altem Recht (aArt. 46 Abs. 1 lit. i BankG) zu beurteilen seien, die späteren hingegen nach Art. 45 Abs. 1 FINMAG (angefochtenes Urteil S. 62). Im Weiteren führt die Vorinstanz aus, die schriftlichen Auskünfte gegenüber der damaligen EBK seien im Zusammenhang mit der Bewilligungsvoraussetzung als Finanzintermediär erfolgt. Der Beschwerdeführer und der Mitangeklagte Y.________ hätten im Schreiben vom 31. Oktober 2008 angegeben, die von den Kunden investierten Gelder seien nicht zu einer Anlage zusammengefasst worden ("pooling"), obwohl die A.________ Ltd. die Vermögenswerte der Kunden B.________ sowie C.E.________ und D.E.________ seit November 2007 auf dem Treuhand-Callgeldkonto der Bank H.________ Zürich "gepoolt" angelegt gehabt habe. Die Auskunft habe daher objektiv nicht den Tatsachen entsprochen. Der Beschwerdeführer und der Mitangeklagte Y.________ hätten ihre Tätigkeit so umschrieben, damit das BankG nicht auf sie anwendbar sei. In Wirklichkeit seien sie nicht bloss Vermögensverwalter gewesen, sondern hätten als Bank fungiert (angefochtenes Urteil S. 65 f.). In Bezug auf das Schreiben vom 16. Juli [recte: Juni] 2009 nimmt die Vorinstanz an, die Auskunft sei insofern falsch gewesen, als den "nötigen Beweisunterlagen" in den Kundendossiers ohne entsprechenden Hinweis ein Teil der vertraglichen Vereinbarungen nicht beigelegt gewesen seien. Zudem hätten der Beschwerdeführer und der Mitangeklagte Y.________ eine Liste "Kundenübersicht" betreffend fünf Konten der A.________ Ltd. bei der Bank H.________ E-Banking beigelegt, lautend auf ein Total von EUR 1'291'604.--, von welcher aber nur ein Konto mit einem Betrag von EUR 15'015.-- die drei dokumentierten Kunden betroffen habe. Aufgrund der falschen Inhaltsbezeichnung seien die fehlenden Hinweise als eigentliches Unterdrücken und nicht mehr als blosses Verschweigen zu würdigen. Die FINMA habe infolgedessen die Beilagen als vollständig erachten müssen, was nicht zugetroffen habe. Damit seien die Auskünfte falsch gewesen (angefochtenes Urteil S. 69).