Citation: 4A_12/2018 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin rügt zunächst zu Unrecht, die Vorinstanz habe im Teil-Urteil vom 23. Juni 2015 nirgends auf Art. 42 Abs. 2 OR Bezug genommen. Es liegt auf der Hand, dass die Frage, ob eine Bezifferung des Gewinnherausgabeanspruchs möglich ist, vor Erteilung der mit dem Teil-Urteil angeordneten Auskunftserteilung und Rechenschaftsablegung noch offen war. Entsprechend war der fehlende Bezug auf diese Bestimmung im Teil-Urteil folgerichtig. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Endurteil bei der Schätzung des Verletzergewinns auch nicht etwa unbesehen auf die Angaben der Beschwerdegegnerin abgestellt; im Gegenteil hat sie die von der Beschwerdegegnerin vorgeschlagene Schätzmethode auf Grundlage der Umsatzzahlen der I.________ AG zurückgewiesen und hat die Schätzung nach eigenem Ermessen vorgenommen. Ebenso wenig zeigt die Beschwerdeführerin eine Verletzung von Art. 42 Abs. 2 OR auf, indem sie einzelne Feststellungen im angefochtenen Entscheid zur Unvollständigkeit der von ihr erstatteten Auskunft bzw. eingereichten Unterlagen aufführt und anfügt, es werde an der jeweiligen Stelle im Urteil kein Bezug zu dieser Bestimmung geschaffen. Die Vorinstanz hat die Angabe der Beschwerdeführerin zudem als unglaubhaft erachtet, wonach die E.________ AG in den Jahren 2006 bis 2011 lediglich 646 D.________-Artikel verkauft haben soll. Die entsprechende Feststellung beruht auf Beweiswürdigung, die vom Bundesgericht lediglich auf Willkür (Art. 9 BV) hin überprüft werden kann. Dies verkennt die Beschwerdeführerin, indem sie verschiedentlich vorbringt, es handle sich bei der Auffassung, dass die Stückzahl der verkauften Artikel nicht stimmen könne, um eine "subjektive Befindlichkeit" der Beschwerdegegnerin. Sie kritisiert die vorinstanzliche Feststellung lediglich in appellatorischer Weise, indem sie vor Bundesgericht vorbringt, diese sei unzutreffend und werde durch das angefochtene Urteil selbst widerlegt. Im Gegenteil hat die Vorinstanz hinsichtlich der Stückzahl markenverletzender Produkte festgehalten, dass die Vorbringen der Beschwerdeführerin zur Gesamtstückzahl in sich widersprüchlich seien.