Citation: 4A_494/2008 E. 2.1

2.1. Weder die Masse noch einzelne Gläubiger in den Privatkonkursen über F.________ (Beschwerdegegner 1) und G.________ (Beschwerdegegner 2) haben gegenüber dem Bundesgericht erklärt, den Prozess fortzuführen. Die genannten Konkursverfahren wurden am 11. April 2014 bzw. am 15. Juli 2016 geschlossen. Der Verzicht der Masse auf Fortführung eines Passivprozesses führt zur Anerkennung einer Klage und Beendigung des Prozesses mit Rechtskraftwirkung gegenüber der Masse (Art. 63 Abs. 2 KOV; WOHLFART/MEYER, Basler Kommentar, SchKG, 2. Aufl. 2011, N. 22 und 24 zu Art. 207 SchKG). Die Anerkennung durch die Gläubigerversammlung und die Bestreitung der Forderung durch die Konkursiten werden auf dem Konkursverlustschein vermerkt. Dieser ermächtigt den Gläubiger zu einer neuen Betreibung, wenn der Schuldner zu neuem Vermögen gekommen ist; der Gläubiger muss im Falle der Erhebung eines Rechtsvorschlages Rechtsöffnung verlangen oder den ordentlichen Rechtsweg beschreiten. Diese bundesrechtliche Ordnung schliesst es aus, dass die Konkursiten den von der jeweiligen Masse nicht durchgeführten Prozess selbständig weiterführen können (WOHLFART/MEYER, a.a.O., N. 25 zu Art. 207 SchKG; JAEGER/WALDER/ KULL/KOTTMANN, SchKG, 4. Aufl. 1997/99, N. 9 zu Art. 207 SchKG; a.M. FELIX ADDOR, Die Gegenstandslosigkeit des Rechtsstreits, Bern 1997, S. 89 bei Fn 407). Beim vorliegenden Beschwerdeverfahren handelt es sich für die konkursiten Beschwerdegegner 1 und 2 um einen Passivprozess; die Beschwerdeführer fordern mit ihren Beschwerdebegehren, "es sei festzustellen, dass die Gerichtskosten vor den Vorinstanzen auf die Staatskasse zu nehmen bzw. von den Beschwerdegegnern zu begleichen seien und den Beschwerdeführern für die vorinstanzlichen Verfahren eine angemessene Parteientschädigung zuzusprechen sei." Bei den so formulierten Beschwerdebegehren fällt eine rechtswirksame Anerkennung einer Forderung der Beschwerdeführer gegen die Beschwerdegegner 1 und 2 allerdings ausser Betracht. Das Verfahren ist damit gegenüber den Beschwerdegegnern 1 und 2, mit denen eine Weiterführung des Verfahrens ausgeschlossen ist, ohne weitere Folge abzuschreiben (Art. 32 Abs. 2 BGG).