Citation: 1P.18/2002 11.02.2002 E. 3

Die Verurteilung des Beschwerdeführers beruht im Wesentlichen auf den Aussagen der beiden Polizeibeamten Y.________ und Z.________ sowie der Geschwindigkeitsmessung, die sie durchführten. 3.1 Der Kantonspolizist Y.________ sagte als Zeuge aus, dass er am fraglichen Abend als Beifahrer in einem zivilen Patrouillenfahrzeug auf der A14 von Cham her Richtung Luzern unterwegs gewesen sei, als ihnen im Bereich Rütihof in der langgezogenen Rechtskurve zwischen der Abzweigung Küssnacht und der Einfahrt Küssnacht ein Auto aufgefallen sei, das wohl zu schnell gewesen sei. Er habe sich mit dem Fahrer abgesprochen, eine Nachfahrmessung durchzuführen. Sie hätten bei der Tempobeschränkung für die Baustelle Reusstalbrücke mit den beiden Messungen begonnen und bei der Rechtsabbiegetafel bei Kilometer 12.520 beendet; eine dritte Messung hätten sie abbrechen müssen, weil der Abstand zum verfolgten Fahrzeug zu gross geworden sei. Es habe sozusagen keinen Verkehr gehabt. Sie hätten nach der Baustelle Mühe gehabt, das verfolgte Fahrzeug zu stoppen, da dieses stark beschleunigt habe. Sie hätten dann das Blaulicht eingeschaltet, worauf es dann vor dem Rathausen-Tunnel angehalten habe. Zum Einwand des Beschwerdeführers, die Zeitangaben im Polizeibericht seien falsch, weil die dritte, abgebrochene Messung um 00:23:22 begonnen habe, und ihm um 00:25 - 10 km weiter - der Printstreifen des Messgerätes mit der aufgezeichneten Geschwindigkeit gezeigt worden sei, erklärt Y.________, bei der Zeitangabe 00:25 habe es sich wohl um einen Tippfehler gehandelt. Er sei sich jedoch völlig sicher, dass es sich beim Auto des Beschwerdeführers um das von ihnen verfolgte und eingemessene Fahrzeug gehandelt habe. Ein Irrtum sei ausgeschlossen, habe er doch den Blickkontakt zum Fahrzeug nie verloren. 3.2 Der Kantonspolizist Z.________ sagte als Zeuge aus, am fraglichen Abend das Patrouillenfahrzeug gelenkt zu haben, mit welchem die umstrittene Geschwindigkeitsmessung durchgeführt wurde. Vor der Verzweigung Rütihof sei ihnen ein relativ schnell fahrendes Fahrzeug aufgefallen. Sie hätten sich geeinigt, es einer Nachfahrmessung zu unterziehen. Die erste Messung hätten sie bei der 100er-Tafel kurz nach der Einfahrt Küssnacht begonnen, die zweite bei der nächsten 80er-Tafel; das verfolgte Fahrzeug habe bei der 80er-Tafel die Geschwindigkeit nicht gesenkt. Das Verkehrsaufkommen sei schwach gewesen; ab Beginn der Messungen seien sie mit dem verfolgten Pw alleine gewesen. Er habe das Auto nach Abschluss der zweiten Messung im kurvigen Streckenteil zwar kurz, vielleicht für zwei Sekunden, aus den Augen verloren. Er sei sich aber sicher, das Auto des Beschwerdeführers eingemessen zu haben, ein Irrtum sei ausgeschlossen, da der Verkehr so schwach gewesen sei.