Citation: U 114/99 03.08.2000 E. 1

1.- a) Soweit die Beschwerdeführende SUVA die Verfahrensweise gemäss dem ersten Urteil vom 24. Oktober 1996 rügt, indem dieses Urteil "zu einem durch nichts zu rechtfertigenden formalistischen Leerlauf" führte, ist darauf nicht einzutreten. Denn die Rechtmässigkeit jenes Urteils kann hier nicht Prozessthema bilden (Art. 38 OG), insbesondere nicht die Frage, ob das Eidgenössische Versicherungsgericht von einer Heilung der festgestellten formellen Mängel hätte ausgehen sollen. Die Vorbringen der SUVA bieten im Übrigen keinen hinreichenden Anlass, die Rechtsprechung zum (revidierten) Art. 129 UVV, die seither verschiedentlich bestätigt worden ist (BGE 125 V 340 Erw. 2; RKUV 1997 Nr. U 276 S. 196 Erw. 2), in Frage zu stellen. b) Es stellt sich allerdings die Frage, ob das kantonale Gericht mit seinem Entscheid vom 22. Februar 1999 nicht eine formelle Rechtsverweigerung begangen hat. Eine solche liegt u.a. vor, wenn eine richterliche Instanz die ihr zustehende Kognition nicht ausschöpft (BGE 115 Ia 6 Erw. 2b mit Hinweisen), insbesondere von ihrer Pflicht zur Ermessensprüfung dort nicht Gebrauch macht, wo sie ihr zufällt (Ermessensschrumpfung oder -unterschreitung, vgl. Imboden/Rhinow, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, 6. Aufl., Band I, S. 418; Rhinow/Krähenmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, Ergänzungsband zur 6. Aufl., S. 211 f. mit Hinweis auf BGE 111 V 248). Das kantonale Gericht hat in Unfallversicherungsstreitigkeiten volle Kognition, einschliesslich Angemessenheitsprüfung (vgl. BGE 123 V 152 Erw. 2), was mitunter gerade bei der Beweiswürdigung, um die es hier wesentlich geht, ausschlaggebend sein kann. Aus dem angefochtenen Entscheid, welcher in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht tel quel auf den früheren Entscheid vom 26. Februar 1996 verweist, geht hervor, dass das Gericht zwar die von der SUVA neu aufgelegte Expertise des Dr. med. M.________ vom 26. Juni 1996 summarisch würdigte, sich aber mit der dritten "Ärztlichen Beurteilung" des Dr. med. K.________ vom 27. März 1996, welche der Arzt im Nachgang zum Entscheid vom 26. Februar 1996, verwendet als Beilage zur ersten Verwaltungsgerichtsbeschwerde der SUVA an das Eidgenössische Versicherungsgericht, abgegeben hatte, nicht befasste. Ob dies letztlich einer formellen Rechtsverweigerung gleichzusetzen ist, braucht nicht abschliessend beurteilt zu werden, da der vorinstanzliche Entscheid ohnehin aus anderen, hernach dargelegten Gründen zu kassieren und an das kantonale Verwaltungsgericht zurückzuweisen ist.