Citation: 5A_112/2018 E. 3

Der Einzelrichter am Kantonsgericht ist auf einen Antrag des Beschwerdeführers, gegen Richter B.________ und Gemeindepräsident C.________ Strafverfahren zu eröffnen mangels Zuständigkeit nicht eingetreten. Über die Eröffnung von Strafverfahren gegen Behördenmitglieder oder Mitarbeitende des Kantons und der Gemeinden wegen strafbarer Handlungen, die die Amtsführung betreffen, sei die Anklagekammer zuständig. Mit seiner Beschwerdebegründung habe der Beschwerdeführer sodann nicht aufzuzeigen vermocht, dass das Kreisgericht das Recht unrichtig angewandt oder den Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt habe. Insbesondere hat das Kantonsgericht erwogen, das Kreisgericht habe es zu Recht zumindest als glaubhaft erachtet, dass die Beschwerdegegnerin Gläubigerin des Beschwerdeführers sei. Sie habe zum Nachweis ihrer Gläubigereigenschaft die Pfändungsverlustscheine Nr. uuu, vvv und www vom 6. Februar 2014 und 6. Dezember 2013 eingereicht. Diese Verlustscheine wären nichtig, wenn die ihnen zugrunde liegenden Betreibungen (Nr. xxx, Nr. yyy und Nr. zzz des Betreibungsamts U.________) fortgesetzt worden wären, ohne dass zuvor der Rechtsvorschlag des Beschwerdeführers rechtskräftig beseitigt worden wäre. Diesbezüglich habe es der Beschwerdeführer bei einer blossen Behauptung bewenden lassen und er habe nicht einmal nachgewiesen, dass er in diesen Betreibungen überhaupt Rechtsvorschlag erhoben habe. Einer der Verlustscheine (Betreibung Nr. yyy) weise allerdings die Beschwerdegegnerin nicht als Gläubigerin aus, sondern den Kanton St. Gallen. Aus den beiden anderen sei die Beschwerdegegnerin hingegen berechtigt. Der Beschwerdeführer habe sodann sinngemäss bestritten, einen Konkurseröffnungsgrund nach Art. 190 Abs. 1 Ziff. 1 SchKG gesetzt zu haben. Mit Berufungsurteil der Strafkammer des Kantonsgerichts St. Gallen sei der Beschwerdeführer mit Entscheid vom 31. August 2016 unter anderem der mehrfachen Verfügung über amtlich gepfändete Vermögenswerte und des mehrfachen Ungehorsams des Schuldners im Betreibungsverfahren schuldig gesprochen worden. Auf die dagegen erhobene Beschwerde in Strafsachen sei das Bundesgericht nicht eingetreten. Das Kreisgericht habe gestützt auf diese Urteile davon ausgehen dürfen, die Beschwerdegegnerin habe das vorsätzliche Verheimlichen von Vermögensbestandteilen in Betreibungen auf Pfändung durch den Beschwerdeführer glaubhaft gemacht.