Citation: 8C_517/2021 E. 4.2.1

4.2.1. Der federführende orthopädische Gutachter Dr. med. E.________ hielt fest, die Beschwerdeführerin habe in ihrem Beschwerdevortrag diffuse Schmerzen nahezu am gesamten Bewegungsapparat angegeben, ebenfalls starke Kopfschmerzen. Diese bestünden seit dem Verkehrsunfall vom 16. August 2000 in unveränderter respektive verschlimmerter Form. Demgegenüber hätten im Rahmen der orthopädisch-traumatologischen Untersuchung keinerlei Besonderheiten gefunden werden können, das heisst keine pathologischen Gelenkdeformitäten oder -beweglichkeiten, keine Auffälligkeiten der Muskulatur der oberen und unteren Extremitäten oder des Achsenorgans. Insgesamt handle es sich um eine orthopädisch-traumatologisch gesunde Versicherte (SMAB-Gutachen vom 21. Juni 2019, S. 27). Es bestünden eindeutig dokumentierte Anzeichen für eine Aggravation. Insbesondere habe die Beschwerdeführerin die Beweglichkeit der HWS als in allen Ebenen stark schmerzhaft angezeigt, bei entsprechend geduldiger Untersuchung und mehreren Untersuchungsgängen sowie entsprechender Ablenkung "jedoch ohne Einschränkungen". Mithin habe bei der Funktionsuntersuchung der Nackengriff wie auch der Schürzen- und Gegenohrgriff mit beiden oberen Extremitäten unvollständig, inkonstistent eingeschränkt imponiert. Insgesamt seien die Bewegungen beider oberer Extremitäten im Bereich beider Schultergelenke inkonsistent eingeschränkt gezeigt worden. Unter entsprechender Ablenkung könnten aber keine Auffälligkeiten festgestellt werden. Bei der Untersuchung der Beweglichkeit werde ein unterschiedlicher Fingerkuppen-Bodenabstand zwischen 15 und 30 cm ersichtlich. Im Langsitz auf der Untersuchungsliege bestehe jedoch eine deutlich bessere Beweglichkeit, sodass die Explorandin mit den Fingerkuppen die Zehenspitzen erreiche.