Citation: 2C_8/2014 E. 3.2.1

3.2.1. Nachdem der Beschwerdeführer in Deutschland zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt worden war, wurde er bereits kurz nach seiner Einreise in die Schweiz erneut im Bereich Vermögensdelikte straffällig. Die Vorinstanz ist aufgrund der Höhe und der Anzahl der ausgesprochenen Strafen von einem schweren Verschulden ausgegangen. Abgesehen davon, dass mildernde Umstände bereits bei der Festsetzung des Strafmasses berücksichtigt werden und damit die Gründe, die zur Deliktbegehung geführt haben, im ausländerrechtlichen Verfahren nicht näher abzuklären sind, ist jedenfalls offensichtlich unzutreffend, dass erst der prekäre Status als Asylbewerber in der Schweiz den Beschwerdeführer in die Delinquenz getrieben haben soll. Ist doch erwiesen, dass der Beschwerdeführer bereits vor seiner Einreise während Jahren eine Vielzahl von Delikten begangen hat. Trotz wiederholter Verurteilungen und laufenden Probezeiten hat der Beschwerdeführer weiter delinquiert, womit sein Verhalten von einer nicht hinzunehmenden Geringschätzung der geltenden Rechtsordnung und von einer gewissen Unbelehrbarkeit zeugt. Dass die Vorinstanz in vorweggenommener Beweiswürdigung (BGE 138 III 374 E. 4.3.2 S. 376; 136 I 229 E. 5.3 S. 236 f.) darauf verzichtet hat, ein psychiatrisches Gutachten einzuholen, das sich namentlich zur Frage des Rückfallrisikos hätte äussern sollen, ist unter den vorliegenden Umständen nicht zu beanstanden. Von einer Gehörsverletzung kann insofern nicht die Rede sein. Zu Recht ist die Vorinstanz vom Vorliegen einer Rückfallgefahr ausgegangen und hat festgestellt, dass ein gewichtiges öffentliches Interesse an der Entfernung des Beschwerdeführers besteht.