Citation: 5A_175/2019 E. 4.4

4.4. Der Beschwerdeführer wirft dem Obergericht weiter vor, es habe seine Klage nicht einfach abweisen dürfen, nachdem es zum Schluss gekommen sei, seine Aufwendungen seien im geltend gemachten Umfang nicht zu entschädigen. Vielmehr hätte es im Rahmen seines Ermessens den zu entschädigenden Betrag auf das sachadäquate Mass herabsetzen müssen. Hierzu hielt die Vorinstanz fest, dass das sachadäquate Ausmass der Strassenreinigung nicht nachgewiesen sei und mangels entsprechender Anträge auch offen bleiben müsse, selbst wenn eine weniger häufige Reinigung grundsätzlich als gewöhnliche Verwaltungshandlung anerkannt werden sollte (vgl. vorne E. 3.1). Dieser tatsächlichen Feststellung zum Prozesssachverhalt hält der Beschwerdeführer (wiederum) einzig entgegen, die Vorinstanz vermische die Anspruchsgrundlage von Art. 649 Abs. 2 ZGB mit dem Quantitativ der Forderung. Mit diesem Vorwurf - er trifft wie erläutert ohnehin nicht zu (E. 4.3 hiervor) - vermag der Beschwerdeführer die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung indes nicht in Frage zu stellen (vgl. vorne E. 2.2). Hat der Beschwerdeführer die Voraussetzungen einer reduzierten Entschädigung aber nicht genügend behauptet und nachgewiesen, verletzt das Obergericht kein Bundesrecht, wenn es ihm keine solche zuspricht (Art. 8 ZGB; zum Zusammenhang von Beweis- und Behauptungslast vgl. BGE 132 III 186 E. 4 [einleitend]; Urteil 4A_625/2015 vom 29. Juni 2016 E. 5.1, nicht publ. in: BGE 142 III 581; zur Notwendigkeit des Behauptens und Beweisens eines Teilanspruchs vgl. BGE 109 II 120 E. 2b; Urteile 5A_449/2014 vom 2. Oktober 2014 E. 6.2.2; 5A_348/2012 vom 15. August 2012 E. 6.2).