Citation: 5A_414/2024 E. 2.7

2.7. Im konkreten Fall hat die Vorinstanz das Vorliegen eines wichtigen Grunds, der die verspätete Anfechtung entschuldigen könnte, zu Recht verneint. Wie erwähnt (vorne E. 2.5) steht fest, dass die Beschwerdeführerin an der Vaterschaft des Beschwerdegegners 1 schon immer erheblich gezweifelt hat. Ausserdem ist gestützt auf die verbindlichen vorinstanzlichen Feststellungen davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin erst lange nach der endgültigen Trennung vom Beschwerdegegner 1 aktiv geworden ist. Damit aber ist festzuhalten, dass bereits die mangels Vertretungsbefugnis (Art. 306 Abs. 3 ZGB; s. dazu vorne E. 2.2) zu Unrecht im Namen des Kindes erhobene Klage vom 21. Dezember 2020 nicht mit aller nach den Umständen möglichen Beschleunigung nach Wegfall eines allfälligen Entschuldigungsgrundes eingereicht worden ist. Umso weniger war dies bei der (im eigenen Namen erhobenen) Klage vom 13. September 2022 der Fall. Davon abgesehen kann die Beschwerdeführerin aus dem einzig angeführten Umstand, dass der Entscheid des Bezirksgerichts Luzern fälschlicherweise auf Abweisung (statt auf Nichteintreten) gelautet hat, ohnehin nichts zu ihren Gunsten ableiten. Es ist nicht ersichtlich, weshalb die (bereits damals anwaltlich vertretene) Beschwerdeführerin nach Erhalt des Urteils im ersten Verfahren nicht sogleich eine zweite (eigene) Klage hätte einreichen können. Auf eine fehlerhafte Auskunft ihres damaligen Rechtsvertreters (wofür es nach den Feststellungen der Vorinstanz keine Anhaltspunkte gibt) kann sich die Beschwerdeführerin von vornherein nicht berufen.