Citation: 9C_824/2017 E. 4.2.2

4.2.2. Die IV-Stelle bringt vor, der Versicherte hätte ab Sommer 2011 bzw. jedenfalls ab September 2012 wieder mehr arbeiten können, weil sein Sohn zu diesem Zeitpunkt, wie es dem Stichtag in den meisten Kantonen entspreche, in den Kindergarten eingetreten wäre (bzw. spätestens mit dem auf August 2013 festzusetzenden Schuleintritt des Sohnes). Sie weist darauf hin, dass es auch für Kindergartenkinder Einrichtungen mit ganztägiger Betreuung gebe. Die Beschwerdeführerin übt damit appellatorische Kritik an der Beweiswürdigung des kantonalen Gerichts. Eine offensichtliche Unrichtigkeit der vorinstanzlichen Feststellung, wonach der Versicherte auch über den Zeitpunkt der Einschulung seines Sohnes hinaus (hypothetisch) lediglich zu 80 % erwerbstätig gewesen wäre, ergibt sich daraus schon deshalb nicht, weil nicht massgebend ist, ob der versicherten Person im Gesundheitsfall eine volle Erwerbstätigkeit zugemutet werden könnte, sondern ob sie hypothetisch, d.h. ohne Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, in einem Vollpensum erwerbstätig wäre (BGE 133 V 477 E. 6.3 S. 486 unten f. und 504 E. 3.3 S. 507 unten f.; Urteil 9C_552/2016 vom 9. März 2017 E. 4.2; vgl. auch BGE 141 V 15 E. 3.1 S. 20 und 137 V 334 E. 3.2 S. 338). Im Rahmen seiner Würdigung der für die Beantwortung der Statusfrage entscheidenden Verhältnisse (vgl. E. 4.2.1 hiervor) berücksichtigte das kantonale Gericht, dass der Versicherte seinen Sohn auch bei einem Kindergarten- bzw. Schuleintritt in der Freizeit betreuen müsste, eine Ausweitung des erwerblichen Pensums (um 20 %) das Familieneinkommen nur unwesentlich erhöhen würde und dass im Übrigen die Ehefrau einer vollzeitlichen Beschäftigung nachgeht. Damit trug es der gesamten konkreten Situation des Versicherten Rechnung. Eine offensichtliche Unrichtigkeit der im angefochtenen Entscheid daraus gezogenen Schlussfolgerung, wonach der Versicherte überwiegend wahrscheinlich weiterhin zu 80 % erwerbstätig wäre, vermögen auch die von der IV-Stelle erwähnten, theoretisch zur Verfügung stehenden auswärtigen ganztägigen Betreuungsmöglichkeiten nicht zu begründen.