Citation: 9C_714/2023 E. 3.4

3.4. Die Rüge des Beschwerdeführers erweist sich gleichwohl als unbegründet. Zwar ist mit der Unterinstanz festzuhalten, dass eine Verfahrensdauer von zwei Jahren für einen Steuerdomizilentscheid lang ist. Der Gesetzgeber hat jedoch keine konkrete Behandlungsfrist vorgesehen und den Veranlagungsbehörden zudem eine Verjährungsfrist von fünf Jahren nach Ablauf der Steuerperiode zugestanden, die durch Stillstand und Unterbrechung sogar auf bis zu 15 Jahre verlängert werden kann (vgl. Art. 162 des Steuergesetzes des Kantons Bern vom 21. Mai 2000 [StG/BE; BSG 661.11]; Art. 47 Abs. 1 StHG). Deshalb rechtfertigt sich eine gewisse Zurückhaltung in der Annahme einer verfassungswidrigen Rechtsverzögerung im Rahmen der Steuerveranlagung (vgl. Urteil 2C_664/2021 vom 20. Januar 2022 E. 4.2.2). Ein Steuerdomizilverfahren von etwas über zwei Jahren erscheint vor diesem Hintergrund und unter Berücksichtigung der komplexen Wohnsitzsituation des Beschwerdeführers noch nicht als derart lang, als dass dadurch die Verfassung verletzt wäre.