Citation: H 252/99 28.02.2000 E. 3

3.- a) Die Vorinstanz hat erwogen, die in Konkurs ge- fallene Firma habe ihre Beitragspflichten bis November 1994 termingerecht erfüllt. In der Folge habe sie bis Mai 1995 nur noch Pauschalabrechnungen bezahlt. Die Beschwerdegegner hätten im Februar und März 1995 erhebliche Eigenmittel in den Betrieb gesteckt und deshalb bei objektiver und subjek- tiver Betrachtungsweise damit rechnen dürfen, die Ausstände von Dezember 1994 bis Februar 1995 im Betrag von Fr. 20'500.- zwar nicht fristgerecht, aber doch innert vernünftiger Zeit bezahlen zu können. Diesbezüglich ent- falle daher eine Haftung nach Art. 52 AHVG. Ab Juni 1995 hingegen seien durchgehend keine Beiträge mehr bezahlt wor- den. Ab diesem Zeitpunkt hätten die Beschwerdegegner für die fehlenden Abgaben einzustehen. b) Demgegenüber macht das BSV geltend, trotz der ein- gebrachten Mittel sei keine Rechtfertigung ersichtlich, die ausstehenden Beiträge nicht zu bezahlen. Es sei nicht dar- getan, inwiefern die Beschwerdegegner an Stelle der ge- schuldeten Beiträge andere, für das Überleben der Firma notwendige Forderungen beglichen hätten. Angesichts der anhaltend schlechten Konjunktur auf dem Bausektor habe von den erwähnten Fr. 20'500.- keine Rettung der Firma erwartet werden können. Die Beschwerdegegner lassen einwenden, ihr Verhalten während der hier streitigen Zeitspanne sei differenziert zu würdigen. Anfangs hätten die objektiven Gegebenheiten er- laubt, ernsthaft an eine Rettung der Firma zu glauben, wes- halb keine Haftung für die Fr. 20'500.- bestehe. Erst ab Juni 1995 könne eine grobe Fahrlässigkeit bejaht werden.