Citation: 6B_13/2022 E. 1.2.3

1.2.3. Schliesslich erwägt die Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe sich nach dem Verschwinden des Opfers auffällig verhalten. So habe er gegenüber mehreren Auskunftspersonen behauptet, das Opfer letztmals am 4. Juli 2017 gesehen zu haben, was den Tatsachen widerspreche und der Beschwerdeführer denn auch eingestanden habe. Im Gegensatz zu den übrigen Bekannten und Kollegen des Opfers habe er nach dessen Verschwinden nie versucht, den Verschwundenen zu kontaktieren. Dies, obwohl die beiden zuvor in regelmässigem Kontakt gestanden hätten, der Beschwerdeführer von einem eigentlichen "Bruderverhältnis" gesprochen und er am 7. Juli 2017 vom Verschwinden erfahren habe und das Opfer erst am 16. Juli 2017 aufgefunden worden sei. Ebenfalls verdächtig sei, dass der Beschwerdeführer nach dem 7. Juli 2017 offenbar gezielt den Chatverlauf mit dem Opfer gelöscht, andere Chats mit Dritten aber seit Jahren unangetastet gelassen habe. Der Beschwerdeführer habe dieses Verhalten nicht erklären können und die von der Verteidigung nachgeschobene Erklärung überzeuge nicht. Die Verbindung des Beschwerdeführers mit einem möglichen Kriminellen, wie er angenommen haben wolle, hätte ihn nicht belastet. Ohnehin wäre diese Verbindung offenbar geworden, wenn die Polizei, wie vorliegend geschehen, das Telefon des Opfers ausgelesen hätte. Schliesslich falle auf, dass der Beschwerdeführer gemäss Angaben mehrerer Auskunftspersonen seine Wohnung wenige Tage nach dem Verschwinden des Opfers renoviert habe, wobei ein stinkender, eingerollter, mit Gegenständen gefüllter und nicht einsehbarer Teppich entsorgt worden sei. Für die Täterschaft des Beschwerdeführers spreche ferner, dass er die Umgebung des Leichenfundorts gekannt habe, wie aus der Auswertung seines Mobiltelefons hervorgehe. Da der Beschwerdeführer zum Kerngeschehen konstant geschwiegen habe, könne daraus auch nichts zu seinen Gunsten oder Lasten abgeleitet werden. Auffallend sei allerdings, dass dort, wo er tatrelevante Ausführungen gemacht habe, diese vielfach mit seinen eigenen Aussagen und den im Recht liegenden Beweisen in Widerspruch stünden. Auch habe der Beschwerdeführer seine Aussagen laufend der Beweislage angepasst.