Citation: I 434/02 28.08.2003 E. 2

Zur Diskussion steht, ob die Kosten der von der Beschwerdegegnerin beantragten neuropsychologischen Intervention durch Dr. phil B.________ von der Invalidenversicherung zu übernehmen sind. 2.1 Das kantonale Gericht hat vorerst erwogen unter welchem Titel - medizinische oder pädagogisch-therapeutische Massnahme - die neuropsychologische Intervention zu qualifizieren sei, und ist zum Schluss gekommen, dass eine Leistungspflicht der Invalidenversicherung zum Vornherein zu verneinen wäre, wenn jene eine pädagogisch-therapeutische Massnahme (Art. 19 IVG) darstellen würde. Als medizinische Massnahme (Art. 13 IVG) käme die Intervention andererseits nur in Betracht, wenn zwischen dem anerkannten Geburtsgebrechen der Versicherten und der zu therapierenden Behinderung ein qualifizierter adäquater Kausalzusammenhang bestände. Aufgrund der Aktenlage sei nicht ersichtlich, was der genaue Inhalt der einzeltherapeutischen Förderbehandlung, respektive neuropsychologischen Intervention, sein soll. Eine Qualifikation als pädagogische oder medizinische Massnahmen sei daher nicht möglich. Die Sache sei somit an die Verwaltung zurückzuweisen, welche sich bezüglich der Qualifikation zu äussern und - sollte die Massnahme medizinischer Natur sein -, abzuklären haben werde, ob die von der Versicherten geltend gemachten Beschwerden bei Patienten mit Duane-Syndrom in einem Mass auftreten, dass von einem qualifizierten adäquaten Kausalzusammenhang mit dem Geburtsgebrechen Ziff. 428 GgV-Anhang auszugehen sei. 2.2 Das beschwerdeführende Bundesamt geht davon aus, es sei irrelevant, ob die neuropsychologische Therapie eine pädagogische oder medizinische Massnahme darstelle, weshalb es keiner entsprechenden Abklärung bedürfe. Da das Duane-Syndrom in seiner Gesamtheit einer medizinischen Behandlung nicht zugänglich sei, sei es bewusst nicht in die Liste der Geburtsgebrechen aufgenommen worden. Nur die bei Duane-Syndrom auftretende Augenmuskellähmung könne unter Ziff. 428 GgV-Anhang subsumiert werden. Es stehe aber ohne weitere Abklärung zum Vornherein fest, dass zwischen einer Augenmuskellähmung und einer psychischen Störung kein adäquater Kausalzusammenhang bestehe.