Citation: 9C_673/2024 E. 4.4.2

4.4.2. Für die Bejahung eines Verschuldens im Sinne grober Fahrlässigkeit hat die Vorinstanz im Wesentlichen die vom Beschwerdeführer behaupteten Umstände, namentlich die faktische Geschäftsführung durch seinen Bruder, berücksichtigt und darauf die soeben wiedergegebenen rechtlichen Grundsätze bundesrechtskonform angewandt. Der Beschwerdeführer haftet aufgrund seiner unübertragbaren und unentziehbaren Aufgaben und Pflichten als formeller Geschäftsführer, mithin auch als "Strohmann" seines Bruders und unabhängig von seiner tatsächlichen Funktion und Einflussnahme auf die Willensbildung der Gesellschaft. Ein Rechtfertigungs- resp. Exkulpationsgrund ist nicht ersichtlich: Laut verbindlicher (vgl. vorangehende E. 1.3) vorinstanzlicher Feststellung wurde der Beschwerdeführer nicht durch strafrechtlich relevante und betrügerische Machenschaften von seinem Bruder faktisch daran gehindert, seinen gesetzmässigen Pflichten als Gesellschafter resp. Geschäftsführer nachzukommen; vielmehr vernachlässigte er seine Organpflichten, weil er die Geschäftsführung seinem Bruder überliess und diesem vertraute. Der Beschwerdeführer macht (e) nicht geltend, sich jemals auch nur ansatzweise für die finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft interessiert und diesbezüglich zumindest Auskünfte verlangt, geschweige denn konkrete Versuche einer pflichtgemässen Geschäftsführung unternommen zu haben. Ebenso wenig ist ein Anhaltspunkt dafür ersichtlich, dass er (über die Bitte und das bloss "gute Zureden" des Bruders hinaus) gegen seinen Willen, etwa durch besondere Machenschaften oder Drohungen seines Bruders resp. einer Drittperson, zur Übernahme der Organstellung veranlasst oder an der Wahrnehmung der entsprechenden Pflichten gehindert worden sein soll. Demnach hat die Vorinstanz das Verschulden des Beschwerdeführers zu Recht bejaht.