Citation: 5A_46/2021 E. 2.1

2.1. Die Vorinstanz fasste den Sachverhalt und die Prozessgeschichte des Urteils der Cour d'Appel de Nancy vom 23. Februar 2016 im Wesentlichen wie folgt zusammen: Der Beschwerdegegner vertraute zusammen mit anderen Anlegern dem Schweizer Unternehmen F.________ (SA) Vermögen für ein Investment in einen Fond an. Gleichzeitig zeichneten die Anleger ein Darlehen bei der "E.________ AG" in der Höhe der eingebrachten Vermögenswerte und verpfändeten als Sicherheit für dieses Darlehen die Wertpapiere, in die sie investiert hatten. Nach einem Börsencrash informierte die Bank die Anleger darüber, dass sie die (verpfändeten) Wertpapiere verkaufen werde. Der Beschwerdegegner und andere Anleger erhoben daraufhin gegen die Bank Klage beim Tribunal de Grande Instance de Nancy auf Ungültigkeit der Darlehensverträge, Rückzahlung der investierten Beträge und Schadenersatz. Mit Urteil vom 9. Februar 2005 wurde diese Klage abgewiesen. Gegen die Abweisung der Klage erhoben die Anleger Berufung bei der Cour d'Appel de Nancy. Diese erklärte mit Urteil vom 18. März 2014 die französischen Gerichte für zuständig, erachtete unter Anwendung (nur) französischen Rechts die Verträge zwischen Anleger und Bank für nichtig und machte die Bank aufgrund versäumter Warnpflichten für den erlittenen Schaden verantwortlich. Gestützt auf die Anträge der Parteien verpflichtete es mit Urteil vom 23. Februar 2016 die Beschwerdeführerin unter anderem dazu, dem Beschwerdegegner Provisionen, Gebühren und Zinsen im Umfang von EUR 22'276.50 zuzüglich Zinsen zurückzuerstatten und ihm unter dem Titel "perte de chance" Fr. 23'500.-- und EUR 13'000.-- zuzüglich Zinsen zu bezahlen.