Citation: 2C_770/2019 E. 7.1

7.1. Wie das kantonale Gericht verbindlich festgestellt hat, ist die Beschwerdeführerin entgegen ihren Vorbringen bei einer Rückkehr in ihr Heimatland nicht an Leib und Leben gefährdet. Die Beschwerdeführerin konnte nach Scheitern ihrer ersten, nach traditionellen Bräuchen geschlossenen, Ehe in ihre Familie zurückkehren. Damit erscheint der vorinstanzliche Schluss nicht als bundesrechtswidrig, es sei "unglaubwürdig", dass ihr ihre Familie aufgrund der Scheidung der zweiten, arrangierten, Ehe nach dem Leben trachten würde. Daran vermag auch die anderslautende Bescheinigung des Vorsitzenden des Ortsteils von V.________ nichts zu ändern, zumal dieser gemäss den vorinstanzlichen Feststellungen nur teilweise über die Familienumstände Bescheid wusste und es ihm insbesondere nicht bekannt war, dass es sich bei der Ehe in der Schweiz um eine arrangierte Zweitehe handelte.