Citation: 2C_767/2015 E. 5.3.2

5.3.2. Die Beschwerdeführer bringen weiter vor, der "Social Enquiry Report" hebe die Schwere der Situation klar hervor und empfehle, den Kindern den Aufenthalt in der Schweiz zuzulassen. Die beiden jüngeren Töchter seien nie durch ihre Mutter, sondern durch ihre Grossmutter versorgt worden. Diese habe ein hohes Alter erreicht und finde es schwer, für die Kinder zu sorgen. Die Gebrechen der Grossmutter seien belegt. Die Vorinstanz versteige sich in Spekulationen, wenn sie unterstelle, die Grossmutter leide nur an alterstypischen Gebrechen. Die Beschwerdeführer reichten im vorinstanzlichen Verfahren ein ärztliches Schreiben vom 26. Februar 2014 ein, wonach die 65-jährige Grossmutter seit sechs Jahren wegen Essential Hypertension (essentieller Bluthochdruck), Dyslipidaemia (Fettwechselstörung) und Osteoarthritis (Arthrose) behandelt werde. Dem Schreiben zufolge hat sich der Zustand verschlechtert und es wird empfohlen, möglichst körperliche Aktivitäten einzustellen und anstrengende Aufgaben zu vermeiden. Die Beschwerdeführer beschränken sich vor Bundesgericht darauf, die vorinstanzliche Feststellung, es handle sich dabei um "alterstypische Gebrechen", zu bemängeln: Das erscheine völlig willkürlich, zumal die Gebrechen belegt seien. Sie unterlassen es jedoch darzulegen, inwiefern sich die eingeschränkte körperliche Verfassung der Grossmutter auf die Betreuung der (im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils) 11- und 13-jährigen Töchter auswirkt. Auch das ärztliche Attest äussert sich dazu nicht. Wesentlich erscheint zudem - wie schon die Vorinstanz festgehalten hat -, dass die gesundheitliche Beeinträchtigung offenbar schon seit geraumer Zeit besteht, sich bislang - insbesondere innert den Fristen von Art. 47 AuG - aber kein Abbruch der Kinderbetreuung aufgedrängt hat. Auch hierzu äussern sich die Beschwerdeführer nicht. Selbst wenn der Grossmutter körperlich anstrengende Aufgaben schwer fallen sollten, bleibt zu berücksichtigen, dass angesichts des Alters der Kinder deren Betreuung insofern nicht zusätzlich belastend sein dürfte, die Kinder vielmehr auch eine Unterstützung im Haushalt sein können. Ferner findet sich in den Akten ein Schreiben des Beschwerdeführers vom 8. Dezember 2014, worin er dem Migrationsamt auf Frage hin mitteilt, die Kinder seien immer von den Müttern betreut worden. Dies steht klar im Widerspruch zur Aussage der Beschwerdeführer vor Bundesgericht, die (beiden jüngeren) Kinder seien nie durch ihre Mutter, sondern durch ihre Grossmutter versorgt worden. Die Vorinstanz liess die Frage letztlich zwar offen, ihre Annahme, die Betreuung der beiden Töchter erfolge wohl durch die Mutter und Grossmutter gemeinsam, zumal alle an derselben Adresse wohnen würden, dürfte jedoch zutreffen. Insgesamt ist damit nicht in genügender Weise dargetan, dass die bisherige Betreuung der jüngeren beiden Töchter durch deren Grossmutter nicht mehr gewährleistet wäre. Soweit die Beschwerdeführer - ohne eine Begründung - geltend machen, der 1975 geborene, ebenfalls an derselben Adresse wohnhafte Onkel könne für die Kinder nicht sorgen, kommen sie (auch) diesbezüglich ihrer Mitwirkungspflicht nicht nach (vgl. E. 5.1.3 und. 5.3.1).