Citation: 9C_217/2015 E. 2.2

2.2. Die Sistierung des Verfahrens VSBES.2015.37 betreffend Ansprüche aus Verantwortlichkeit nach Art. 78 ATSG bis zum Abschluss des Vorbescheidverfahrens betreffend die wiedererwägungsweise Aufhebung der halben Rente hat die Vorinstanz mit folgender Begründung abgelehnt: Der Abschluss des Vorbescheidverfahrens scheine nicht unmittelbar bevorzustehen, weshalb mit einer Sistierung eine spürbare Verzögerung verbunden wäre, die sich nur aus zwingenden Gründen rechtfertigen liesse. Falls sich bei der materiellen Prüfung ergeben sollte, dass über den geltend gemachten Schadenersatz- und Genugtuungsanspruch nicht entschieden werden könne, ohne dass der Ausgang des Verwaltungsverfahrens feststehe, wäre der Entscheid auszusetzen. Im Moment sei das Beschwerdeverfahren gegen die Verfügung vom 28. November 2014 jedoch ohne vermeidbare Verzögerung fortzusetzen, indem die Beschwerdeantwort eingeholt werde (Ziff. 3 der angefochtenen Verfügung vom 26. Februar 2015). Die Beschwerdeführerin bringt vor, das Vorbescheidverfahren, insbesondere das Ergebnis der im Januar 2015 angeordneten Begutachtung, sei von präjudizieller Bedeutung für den Schadenersatzprozess. Weiter ergebe sich aus Art. 12 des Verantwortlichkeitsgesetzes (VG; SR 170.32), dass die Vorinstanz das Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren nicht überprüfen könne, solange die Verfügung vom 4. Januar 2013, welche allenfalls wiedererwägungsweise aufgehoben werden soll, in Rechtskraft verbleibe. Nach dem Wortlaut dieser Bestimmung ("Die Rechtmässigkeit formell rechtskräftiger Verfügungen, Entscheide und Urteile kann nicht in einem Verantwortlichkeitsverfahren überprüft werden") könne das Verfahren erst und nur im Falle der Aufhebung der Verfügung fortgesetzt werden. Ob diese Rechtsauffassung zutrifft, wird die Vorinstanz (ebenfalls) prüfen und gegebenenfalls den Entscheid betreffend Ansprüche aus Art. 78 ATSG aussetzen, wie sie in der Begründung von Ziff. 3 der Verfügung vom 26. Februar 2015 festgehalten hat.