Citation: 9C_47/2016 E. 3.2.2

3.2.2. Entgegen der Annahme der Beschwerdeführerin ist für die Ermittlung des hypothetischen Beschäftigungsgrads nicht entscheidend, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit ihr im Gesundheitsfall zugemutet werden resp. sie ausüben könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 133 V 504 E. 3.3 S. 507; Urteil 9C_49/2008 vom 28. Juli 2008 E. 3.3; je mit Hinweisen). Im Fokus steht dabei die betroffene Person und nicht das (behauptete) Verhalten einer Mehrheit der Männer. Wohl hat die Vorinstanz in Bezug auf das Ausmass der Erwerbstätigkeit die konkreten Umstände zu berücksichtigen (statt vieler Urteil 9C_565/2015 vom 29. Januar 2016 E. 3.2); es macht aber keinen grundlegenden Unterschied, ob die verbleibende Zeit für den Haushalt, für andere Aufgaben wie die Pflege des Ehemannes oder für Freizeit verwendet wird (vgl. dazu auch Urteil 9C_178/2015 vom 4. Mai 2016 E. 7 [zur Publikation bestimmt]). Sodann ist in diesem Zusammenhang keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör durch mangelhafte Aufklärung über die rechtlichen Folgen von Sachverhaltsangaben der Versicherten ersichtlich: Diese war gestützt auf Art. 28 und 43 ATSG dazu verpflichtet, dem Versicherer wahrheitsgetreue Angaben zu machen (Urteil 9C_258/2014 vom 3. September 2014 E. 4.4), wobei sie sich nicht von Überlegungen versicherungsrechtlicher Natur leiten lassen durfte (vgl. BGE 121 V 45 E. 2b S. 47; Urteil 8C_940/2015 vom 19. April 2016 E. 6.3). Ein allfälliger Anspruch hängt denn auch vom Sachverhalt ab und nicht umgekehrt, wie sie anzunehmen scheint. Inwiefern bei der Feststellung des Erwerbsstatus, insbesondere in Anbetracht der bei 20 % liegenden Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall, das Gleichstellungsgebot (Art. 8 Abs. 3 BV), das Recht auf ein faires Verfahren (Art. 6 EMRK) oder das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens (Art. 8 Abs. 1 EMRK) tangiert resp. verletzt sein soll, ist nicht ersichtlich und wird auch nicht substanziiert (E. 1.2) dargelegt. Nach dem Gesagten beruht die hier interessierende Feststellung auch nicht auf einer Rechtsverletzung, weshalb sie für das Bundesgericht verbindlich bleibt (E. 1.1).