Citation: 5A_93/2023 E. 3.3

3.3. Es trifft zu, dass die Vorinstanz einzelne Argumente der Beschwerdeführerin nicht explizit behandelt (so zum Beispiel, was wäre, wenn sich die Nummerierung der Gebäude nicht geändert hätte) oder nicht in dem Sinne in die Auslegung einbezogen hat, wie sich das die Beschwerdeführerin vorstellt (zum Beispiel, dass es heute keinen anderen ebenerdigen Zugang zum tiefer gelegenen Gebäude gibt). Auch hat die Vorinstanz nicht erklärt, was mit dem baulichen Ausmass genau gemeint und inwiefern dieses mit dem Bau des Mehrfamilienhauses überschritten worden ist. Es trifft aber nicht zu, dass die Vorinstanz ihren Entscheid "unverständlich[...], widersprüchlich[...] und unvollständig[...]" begründet bzw. ihre Begründungspflicht verletzt hätte. Wie aus den oben wiedergegebenen Erwägungen der Vorinstanz ersichtlich, hat diese die für ihren Entscheid wesentlichen Aspekte genannt und war es der Beschwerdeführerin insbesondere auch möglich, diesen Entscheid sachgerecht anzufechten. Ob die Auslegung der Vorinstanz zutrifft, ist keine Frage von Art. 29 Abs. 2 BV, sondern eine Rechtsfrage, die sogleich zu prüfen ist.