Citation: 5C.91/2004 05.08.2004 E. 1

Die kantonalen Gerichte haben über die Begehren entschieden, ob das bestehende Fuss- und Fahrwegrecht in seinem genauen Flächenumfang gemäss klägerischer Planbeilage festzustellen und zu verlegen sei. Die dagegen gerichtete Berufung ist grundsätzlich zulässig, wobei auf formelle Einzelfragen im Sachzusammenhang zurückzukommen sein wird. Nicht eingetreten werden kann auf die Berufung, soweit die Kläger ihre Eingaben im kantonalen Verfahren mitsamt den dazugehörigen Akten zum integrierenden Bestandteil der Berufungsschrift erklären (S. 7 Ziff. 12). Solche Verweisungen sind unbeachtlich, da in der Berufungsschrift selbst darzulegen ist, welche Bundesrechtssätze und inwiefern sie durch das kantonale Urteil verletzt sind (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 104 II 190 E. 1 S. 192; 126 III 198 E. 1d S. 201). Entgegen den Behauptungen, die die Kläger zur offenbar übereinstimmenden kantonalen Praxis aufstellen, bezweckt dieses Begründungserfordernis nicht nur, dem Gericht die Arbeit zu erleichtern. Es soll vielmehr den Rechtsmittelkläger dazu zwingen, sich mit dem angefochtenen Urteil auseinanderzusetzen, was zwangsläufig nicht geschehen kann, wenn lediglich auf frühere und damit vor Erlass des angefochtenen Urteils erstellte Eingaben verwiesen wird (vgl. BGE 84 II 107 E. 1 S. 110; Messmer/Imboden, Die eidgenössischen Rechtsmittel in Zivilsachen, Zürich 1992, S. 153 Anm. 19).