Citation: 4A_34/2022 E. A

B.________ (Kläger, Beschwerdegegner) schloss mit der A.________ AG (Beklagte, Beschwerdeführerin) mit Wirkung ab dem 21. September 1994 einen Versicherungsvertrag für eine Rente bei Erwerbsunfähigkeit ab. Danach verpflichtet sich die Beklagte, dem Kläger bei Erwerbsunfähigkeit nach einer Wartefrist von 720 Tagen unter Befreiung der Leistung der Versicherungsprämien eine jährliche Rente von Fr. 36'000.-- zu bezahlen. Am 7. November 2014 erlitt der Kläger während einer Autofahrt einen Ohnmachtsanfall mit Zungenbiss und Amnesie, wobei zwischen den Parteien umstritten ist, ob es sich hierbei um einen epileptischen Anfall handelte. Noch im selben Jahr wurde ihm eine Diskushernie und im Jahr 2015 eine Leberzirrhose ärztlich diagnostiziert. Im September 2016 wurde dem Kläger eine neue Leber transplantiert.