Citation: 6B_79/2016 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer wendet sich gegen die Strafzumessung. Die Einsatzstrafe für die versuchte schwere Körperverletzung sei zu hoch. Sein Verschulden könne nicht als erheblich eingestuft werden. Er habe den Beschwerdegegner 2 selber nicht geschlagen und sich entfernt, bevor die anderen Beschuldigten auf den wehrlos am Boden liegenden Beschwerdegegner 2 eingetreten haben. Unberücksichtigt bleibe, dass er sich nicht nur vor der weiteren Eskalation distanziert, sondern sich auch aktiv gegen einen Haupttäter gestellt habe. Seine Einsatzstrafe falle im Vergleich zu den Mittätern zu hoch aus und sei mit dem Grundsatz der Gleichmässigkeit der Strafzumessung nicht vereinbar. Nicht nachvollziehbar sei insbesondere, dass die Vorinstanz den Tatbeitrag des Mitbeschuldigten Z.________ geringer einstufe. Dieser habe gemäss den verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen mehrmals auf den wehrlos am Boden liegenden Beschwerdegegner 2 eingetreten, während sich der Tatbeitrag des Beschwerdeführers darin erschöpft habe, dass er den Beschwerdegegner 2 in der Ecke gehalten habe. Die Vorinstanz verstosse gegen das Doppelverwertungsverbot, da sie die Intensität des Angriffs gegen den Beschwerdegegner 2 nochmals im Rahmen der versuchten schweren Körperverletzung berücksichtige. Die Strafe sei aufgrund der langen Verfahrensdauer zu mindern, zumal auch seit dem (vorliegend nicht zu beurteilenden) Raufhandel in Chur wiederum vier Jahre vergangen seien. Die Vorinstanz würdige die Entwicklung und die aktuelle Lebenssituation des Beschwerdeführers nicht hinreichend. Er gehe seit knapp vier Jahren einer geregelten Arbeit nach und sei mittlerweile Vater geworden. Zudem habe er mit ausländerrechtlichen Konsequenzen zu rechnen.