Citation: 8C_604/2021 E. 4

Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, die Suva habe den Fall per Ende Juni 2019 abgeschlossen, da gestützt auf den Bericht der Kreisärztin Dr. med. D.________, Fachärztin für Chirurgie, vom 25. April 2019 keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes des Beschwerdegegners mehr zu erwarten gewesen sei. Aus dem Bericht des Dr. med. E.________, Oberarzt, Orthopädie und Traumatologie, Spital C.________, vom 6. Februar 2019 ergebe sich jedoch, dass noch sehr wahrscheinlich mit einer Besserung der Gelenksfunktion gerechnet worden sei. Der Kreisarzt Dr. med. F.________, Facharzt für Chirurgie, habe es im Bericht vom 21. Februar 2019 als sinnvoll erachtet, die Metallentfernung abzuwarten. Bis zum Bericht der Dr. med. D.________ vom 25. April 2019 seien keine weiteren medizinischen Unterlagen angefallen. Ihr Schluss, dass keine namhafte Besserung der Arbeitsfähigkeit mehr zu erwarten gewesen sei, sei denn auch völlig unbegründet geblieben. Sie habe den Endzustand einzig mit Blick auf die Arbeitsfähigkeit angenommen. Weitere Aspekte, insbesondere die gemäss dem Bericht des Dr. med. E.________ vom 6. Februar 2019 zu erwartende Verbesserung der Gelenksfunktion, habe sie nicht berücksichtigt. Sie habe auch nicht diskutiert, was die Metallentfernung bewirken könnte, die für Dr. med. F.________ zentral gewesen sei. Zudem habe Dr. med. D.________ nicht erörtert, wie sich allenfalls eine weitere Beschwerdelinderung auf die Nutzung der Stöcke und damit auch auf die Arbeitsfähigkeit auswirken würde. Da sie selbst eine weitere Physiotherapie zur Verbesserung der Beschwerden und der Mobilität befürwortet habe, erweise sich ihre Annahme des Endzustandes - auch mit Blick auf die gegenteiligen Meinungen von Dr. med. F.________ und der Ärzte des Spitals C.________ - als nicht nachvollziehbar und schlüssig. Demgegenüber seien die Ausführungen des Dr. med. G.________, Oberarzt, Spital C.________, im Bericht vom 21. September 2020 überzeugend, wonach erst mit der Computertomografie (CT) vom 1. November 2019 zwar noch keine vollständige, aber eine ausreichende Überbrückung des Defekts habe festgestellt werden können. Zudem habe man auch die Arthrose erkannt, womit die Beschwerden erklärt würden. Für eine Besserung der Mobilität sei das Ausmass der knöchernen Überbrückung resp. die Stabilität entscheidend. Zu diesem Zeitpunkt - zwanzig Monate nach dem Ersteingriff - sei keine weitere knöcherne Durchbauung mehr zu erwarten gewesen. Diese Ausführungen des Dr. med. G.________ deckten sich auch weitgehend mit dem Bericht des Spitals C.________ vom 21. Januar 2020. Zusammenfassend sei der Endzustand erst am 1. November 2019 erreicht gewesen. Die Sache sei daher an die Suva zurückzuweisen, damit sie auf diesen Zeitpunkt hin den Fallabschluss vornehme, die über den 30. Juni 2019 hinaus geschuldeten Leistungen bestimme sowie die Frage der Rente und der Integritätsentschädigung beurteile.