Citation: 5A_885/2015 E. 2

Anlass des Ausstandsbegehrens war, dass B.________ in der Verfügung vom 6. November 2014 geschrieben hatte, dass "in Würdigung der gesamten Umstände der Antrag des Vaters abzuweisen ist, sowohl mit Bezug auf Wechsel des Kindervertreters als auch mit Bezug [auf] Weiterführung der Kindervertretung, Letzteres mit dem Bemerken, dass die berechtigten Interessen der Kinder durch den Kindsvater, dessen erklärtes (eigennütziges) Ziel es ist, alles daran zu setzen, dass die Kindsmutter ohne ihre Kinder in den Senegal zurückkehren muss (vgl. u.a. act. 121, 187/10) letztlich in keiner Art und Weise wahrgenommen werden." Gemäss dem Beschwerdeführer zeigten die Aussagen, wonach er angeblich "eigennützige Gründe" verfolge und "die berechtigten Interessen der Kinder in keiner Art und Weise" wahrnehme, dass B.________ von ihm ein extrem negatives Bild habe und verbreiten wolle. Dies begründe bei objektiver Betrachtung den Anschein von Befangenheit oder die Gefahr von Voreingenommenheit, denn die Kindesinteressen seien ja uneigennützig zu wahren und das Bild des betreuenden Elternteils bei der Regelung der Kinderbelange zentral; die Aussagen seien mithin geeignet, spätere Entscheidungen zu präjudizieren. Es sei unerfindlich, welchen egoistischen Nutzen er habe, wenn er sich um die drei Kinder kümmere und allein für diese aufkomme. Es treffe auch nicht zu, dass er die Interessen der Kinder nicht wahrnehme, wenn er diesen ersparen wolle, dass sie mit den "zweifelhaften Machenschaften" der Mutter konfrontiert würden. All das wolle aber B.________ nicht hören, sondern sie habe der Verfügung vom 6. November 2015 ihre vorgefasste und gegen ihn gerichtete Meinung zugrunde gelegt.