Citation: 4A_262/2022 E. 2

2. Eventualiter sei die Beklagte zu verpflichten, zu Gunsten der Kläge- rin 1 CHF 31'362.00 zu zahlen, zuzüglich Verzugszins von 5% seit seit dem 24.4.2020; eventualiter sei die Beklagte zu verpflichten, zu Gunsten der Klägerin [1] CHF 31'131.46 zu zahlen, zuzüglich Ver- zugszins von 5% seit dem 24.4.2020; (...) ". Die Klägerinnen führten dazu aus, sie seien sich unschlüssig, wer gestützt auf die Y.________ den Versicherungsanspruch für den geltend gemachten Betriebsunterbrechungsschaden im Restaurant D.________ gegenüber der Beklagten einklagen soll. Je nach Qualifikation des Versicherungsvertrages als echter oder unechter Vertrag zu Gunsten Dritter sei nämlich die Klägerin 1 oder die Klägerin 2 aktivlegitimiert (Klageschrift Rz. 17, Rz. 32). Im Rechtsbegehren Ziff. 1 verlange daher die Klägerin 1 die Bezahlung von Fr. 31'362.-- als Unterbrechungsschaden an sich selbst. Da sie in der Versicherungspolice als mitversichertes Unternehmen aufgelistet werde, handle es sich bei der zwischen der Klägerin 2 und der Beklagten abgeschlossenen Versicherung um einen echten Vertrag zu ihren Gunsten. Sie habe daher als Berechtigte ein selbstständiges Forderungsrecht und sei damit aktivlegitimiert (Klageschrift Rz. 63 - 68). Im Rechtsbegehren Ziff. 2 verlange die Klägerin 2 eventualiter die Bezahlung des gleichen Betrags zu Gunsten der Klägerin 1 für den Fall, dass das Gericht zum Schluss gelangen sollte, der vorliegende Versicherungsvertrag sei nicht als [echter] Vertrag zu Gunsten Dritter zu behandeln, sodass zumindest von einem unechten Vertrag zu Gunsten Dritter auszugehen sei. Bei diesem könne nur die Gläubigerin des Vertrags und damit die Klägerin 2 Leistung an die Begünstigte, d.h. an die Klägerin 1, fordern. Die Klägerin 2 wäre aktivlegitimiert, die Zahlung der Versicherungsleistung an die Klägerin 1 zu verlangen (Klageschrift Rz. 69 f.). B.b. In der Replikschrift strichen die Klägerinnen im Rechtsbegehren Ziff. 2 das Wort "eventualiter" und änderten das Eventualbegehren in ein zweites Hauptbegehren. Sie forderten neu: "1. [unverändert]