Citation: 9C_228/2023 E. 5.2

5.2. Gemäss unbestrittenen vorinstanzlichen Erkenntnissen, die sich auf das polydisziplinäre ABI-Gutachten vom 2. Juni 2020 stützen, leidet der Versicherte an einer Persönlichkeitsstörung bei organischem Psychosyndrom (ICD-10: F07.9). Diese Diagnose äussert sich unter anderem in leichten bis mittelschweren neuropsychologischen Funktionsstörungen. Der Versicherte fühle sich schnell in Frage gestellt und habe Mühe mit der adäquaten Konfliktregulierung. Die Gutachter gehen weiter davon aus, eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe seit Eintritt in das Berufsleben. Die Vorinstanz und die Beschwerdeführerin schliessen sich dieser Feststellung im Ergebnis an. Näher zu beleuchten ist demnach eine seit Kindheit bestehende Persönlichkeitsstörung. Mit Blick auf die Rechtsprechung (E. 2.2 hiervor) ist zunächst nicht zu beanstanden, wenn das kantonale Gericht die berufliche Entwicklung des Versicherten im zeitlichen Längsschnitt beurteilte und prüfte, in welchem Zeitpunkt ein relevanter Leistungsabfall erkennbar ist.