Citation: 2A.114/2007 12.06.2007 E. 2

2.1 Gemäss Art. 7 Abs. 1 ANAG hat der ausländische Ehegatte eines Schweizer Bürgers - wie erwähnt - grundsätzlich Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung; nach einem ordnungsgemässen und ununterbrochenen Aufenthalt von fünf Jahren hat er Anspruch auf die Niederlassungsbewilligung. Kein Anspruch besteht, wenn die Ehe eingegangen worden ist, um die Vorschriften über Aufenthalt und Niederlassung von Ausländern zu umgehen (Art. 7 Abs. 2 ANAG), sowie bei rechtsmissbräuchlicher Berufung auf eine definitiv gescheiterte Ehe. Im vorliegenden Fall haben die kantonalen Behörden keine Scheinehe angenommen; somit erübrigt sich, auf die Ausführungen des Beschwerdeführers zu diesem Punkt weiter einzugehen. Das Verwaltungsgericht hat, wie zuvor schon der Regierungsrat, die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung mit der Begründung verweigert, der Beschwerdeführer berufe sich auf eine nur noch formell bestehende Ehe, um die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung zu erwirken, was rechtsmissbräuchlich sei (vgl. BGE 128 II 145 E. 2.2 S. 151 f. mit Hinweisen). 2.2 Die Vorinstanz hat sich wesentlich auf die Tatsache gestützt, dass die Ehegatten spätestens seit dem 1. April 2005 getrennt leben. Seither ist der Beschwerdeführer nicht in die eheliche Wohnung zurückgekehrt. Die Ehefrau will von ihrem Gatten nichts mehr wissen und sich scheiden lassen. Dagegen hat der Beschwerdeführer - wie dargestellt (vgl. oben E. 1.3.2) - keine konkreten Bemühungen zur Rettung seiner Ehe dargetan. Aufgrund dieser - für das Bundesgericht verbindlichen - Feststellungen hat das Verwaltungsgericht annehmen dürfen, dass die Führung einer Lebensgemeinschaft seit längerer Zeit - und auf jeden Fall vor Ablauf der Fünfjahresfrist von Art. 7 Abs. 1 ANAG - nicht mehr beabsichtigt und objektiv nicht mehr zu erwarten war (vgl. dazu auch E. 3 des angefochtenen Entscheids, auf dessen nähere Begründung hier verwiesen werden kann). 2.3 Dagegen bringt der Beschwerdeführer Argumente vor, die auf unzulässigen Noven beruhen (vgl. oben E. 1.3.1) und auch sonst nicht geeignet wären, ein anderes Ergebnis zu rechtfertigen. Das gilt namentlich für die Behauptung, nach der Auflösung der Lebensgemeinschaft hätten die Ehegatten weiterhin regelmässige Kontakte gepflegt; das ist vor dem Verwaltungsgericht unbelegt geblieben; zudem wären etwaige Kontakte für sich allein angesichts des langen Getrenntlebens ohnehin nicht geeignet, eine weiterhin real bestehende Ehe zu beweisen. Ebenfalls nicht weiter einzugehen ist auf den Vorwurf des Beschwerdeführers, seine Ehefrau habe sich launen- und sprunghaft verhalten; rechtskonform hat sich die Vorinstanz auf die für das Bundesgericht verbindliche Feststellung gestützt, dass die eheliche Gemeinschaft schon länger nicht mehr bestand und seither zu keinem Zeitpunkt wieder aufgenommen worden ist; Bemühungen zur Rettung der Ehe sind von der Gattin nicht mehr zu erwarten gewesen und vom Beschwerdeführer nicht dargetan worden. Schliesslich spielt es - entgegen seiner Auffassung - auch keine Rolle, wer das Scheitern der Beziehung letztlich zu verantworten hat respektive welche Gründe dafür massgebend sind (vgl. BGE 128 II 145 E. 3.4 S. 154). 2.4 Gesamthaft hat das Verwaltungsgericht somit annehmen dürfen, ohne Bundesrecht zu verletzen, dass der Beschwerdeführer nicht ernsthaft mit der Möglichkeit rechnen konnte, das eheliche Zusammenleben werde zu irgendeinem Zeitpunkt nochmals aufgenommen. Vielmehr musste auch dem Beschwerdeführer seit längerer Zeit, und bevor ein Anspruch auf Niederlassungsbewilligung entstehen konnte, bewusst sein, dass seine Ehe definitiv gescheitert war und keine Aussicht auf Wiederaufnahme der Lebensgemeinschaft bestand. Wenn er sich unter den dargelegten Umständen dennoch auf die Ehe beruft, um die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung zu erwirken, handelt er rechtsmissbräuchlich.