Citation: 8C_641/2018 E. 3.2

3.2. Die vom kantonalen Gericht angeführten Inkonsistenzen und die Diskrepanz zwischen den - partiell mit einem inadäquaten Affekt - vorgetragenen, schwerwiegenden Beschwerden und der objektiven Befundlage wurden im Gutachten ausdrücklich beschrieben. Das kantonale Gericht erwog hierzu, die Experten seien nicht in der Lage gewesen, die Diskrepanzen zwischen den subjektiv geklagten Beschwerden und den objektiven medizinischen Befunden aufzulösen, zumal psychiatrischerseits einzig eine remittierte depressive Erkrankung diagnostiziert und als Verdachtsdiagnose Residualsymptome im Sinne von painful physical symptoms genannt worden seien. Eine abschliessende Aussage zur Arbeitsfähigkeit sei ihnen nicht möglich gewesen. Diese Schlussfolgerung durfte die Vorinstanz gestützt auf die Aktenlage ziehen. Gemäss den Darlegungen im Gutachten war zudem die Medikamenteneinnahme nicht eruierbar. Praxisgemäss reicht eine solche medizinische Sachlage als Anfangsverdacht aus, um die objektive Gebotenheit einer Observation zu begründen (vgl. etwa Urteile 8C_634/2018 vom 30. November 2018 E. 5.2 und 9C_328/2017 vom 9. November 2017 E. 5.2).