Citation: 4A_497/2024 E. 4.3.4

4.3.4. Soweit sich der Beschwerdeführer auf die materielle Rechtskraft des Wiedereintragungsentscheids in Bezug auf seine Aktionärseigenschaft beruft, geht er fehl: Ein Entscheid erwächst in jener Form in Rechtskraft, wie er im Urteilsdispositiv zum Ausdruck kommt (BGE 148 III 371 E. 5.3.2; 146 III 254 E. 2.1.3; 123 III 16 E. 2a). Nur soweit sich dessen Tragweite erst aus einem Beizug der Urteilserwägungen ergibt, können diese präjudizielle Bedeutung erlangen. Nicht in Rechtskraft erwachsen Feststellungen zu präjudiziellen Rechtsverhältnissen und zu sonstigen Neben- und Vorfragen sowie weitere Rechtsfolgen, die sich aus dem Inhalt des Ersturteils mit logischer Notwendigkeit ergeben mögen (BGE 148 III 371 E. 5.3.2; 121 III 474 E. 4a S. 478). Im Wiedereintragungsentscheid wurde im Dispositiv über die Wiedereintragung der Gesellschaft und deren Organe entschieden. Welche Bedeutung der Aktionärsstellung des Beschwerdeführers für die Tragweite des Dispositivs zukommen sollte, ist nicht ersichtlich. Nach Art. 935 OR kann jedermann, der ein schutzwürdiges Interesse glaubhaft macht, dem Gericht beantragen, eine gelöschte Rechtseinheit wieder ins Handelsregister eintragen zu lassen. Der strikte Nachweis der Aktionärsstellung ist dazu nicht notwendig.