Citation: 1C_600/2016 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführer sind der Auffassung, dass sie die Zahlung nicht aufgrund einer Verfügung der Gemeinde geleistet hätten. Wenn man trotzdem davon ausgehe, dass das Schreiben vom 22. Juni 2011 (in dem die Gemeinde den Beschwerdeführern die Höhe der Ersatzgebühr mitteilte) eine Verfügung darstelle, so sei diese fehlerhaft. Die Gemeinde habe im Verfügungszeitpunkt den Bauentscheid vom 7. September 2010 bereits gefällt gehabt. Dass dieser noch nicht in Rechtskraft erwachsen sei, ändere nichts, denn die Gemeinde hätte eine bedingte Zahlung verlangen können. Dies gelte umso mehr, als die Rechtswirksamkeit des Bauentscheids auf den 7. September 2010 zurückbezogen werden müsse. Die Verfügung sei aus diesem Grund ursprünglich fehlerhaft. Darüber hinaus sei sie auch nachträglich fehlerhaft, weil sich der Sachverhalt nach ihrem Erlass geändert habe und zwar in einer für sie nicht voraussehbaren Weise. Es liege deshalb ein Widerrufsgrund nach Art. 32 des Gesetzes des Kantons Wallis vom 6. Oktober 1976 über das Verwaltungsverfahren und die Verwaltungsrechtspflege (VVRG; SGS 172.6) vor. Weiter erwähnen die Beschwerdeführer Art. 40 VVRG. Danach erstattet die Behörde von sich aus zurück, was nicht geschuldet war oder zuviel entrichtet worden ist (Abs. 1). Zudem kann der Bürger verlangen, dass zurückerstattet werde, was irrtümlich geleistet worden ist (Abs. 2).