Citation: 6B_688/2021 E. 2.7.4

2.7.4. Die Vorinstanz beziffert den Vermögensschaden insgesamt für den gesamten "Deliktszeitraum" von Oktober 2016 bis April 2017 mit Fr. 18'676.25. Dabei differenziert sie nicht, welcher Vermögensschaden in der Zeit vom 1. bis 12. Oktober 2016 und welcher vom 13. Oktober 2016 bis 1. April 2017 entstanden ist und auf welchen konkreten Vermögensdispositionen dieser jeweils beruht. Die Vorinstanz hält zwar fest, die Rentenzahlungen seien monatlich erfolgt; ob jedoch in der bzw. für die Zeitspanne zwischen 1. Oktober bis 12. Oktober 2016 überhaupt eine Zahlung einer Versicherung an den Beschwerdeführer erfolgt ist, ist dem vorinstanzlichen Urteil nicht zu entnehmen. Damit kommt die Vorinstanz in diesem Punkt ihrer Begründungspflicht weder für den Tatbestand des Betrugs i.S.v. Art. 146 StGB noch für denjenigen des unrechtmässigen Bezugs von Leistungen einer Sozialversicherung i.S.v. Art. 148a StGB genügend nach. Indem es im vorinstanzlichen Urteil an Sachverhaltsfeststellungen zu den konkreten Vermögensdispositionen für den Zeitraum vom 13. Oktober 2016 bis 1. April 2017 mangelt, lässt sich mit Bezug auf den Vorwurf des gewerbsmässigen Betrugs i.S.v. Art. 146 Abs. 2 StGB auch die Gewerbsmässigkeit nicht beurteilen. Gestützt auf das bisherige Sachverhaltsfundament lässt sich der diesbezügliche vorinstanzliche Schuldspruch nicht auf seine Richtigkeit überprüfen, weshalb die Vorinstanz damit Bundesrecht verletzt. Diesbezüglich ist die Beschwerde gutzuheissen.