Citation: K 154/00 16.07.2002 E. A

A.- F.________, geboren 1942, bezieht seit 1. Februar 1994 bei einem Invaliditätsgrad von 75 % eine ganze Rente der Invalidenversicherung. Im Zusammenhang mit diesem Gesundheitsschaden erbrachte die Schweizerische Krankenkasse für das Bau- und Holzgewerbe und verwandte Berufe (nachfolgend: SKBH oder Beschwerdegegnerin) als Kollektivkrankenversicherer der Arbeitgeberfirma Q.________ AG des Versicherten unter anderem Krankentaggeldleistungen. Per Ende 1994 wurde die Firma Q.________ AG samt Personal von der Firma J.________ AG übernommen, weshalb die Q.________ AG ihren Kollektivvertrag mit der SKBH am 21. Juni 1994 per 31. Dezember 1994 kündigte, damit ihr Personal auf den 1. Januar 1995 in den zwischen der J.________ AG und der SUPRA Krankenkasse (nachfolgend: SUPRA) bestehenden Kollektivvertrag (mit Deckung für Krankenpflege und Taggeldleistungen) übertreten konnte. Die SKBH stellte dem Versicherten mit Schreiben vom 28. April 1994 eine Abrechnung über die per 30. April 1994 erbrachten und inskünftig noch zu erwartenden Krankentaggeldleistungen zu. Am 18. Mai 1994 informierte sie ihn (auf Seite 1 des entsprechenden Schreibens) über sein Recht, infolge seines Ausscheidens aus dem Kreis der von der Kollektivversicherung erfassten Personen per 30. April 1994 gestützt auf Art. 5bis KUVG in die Einzelversicherung übertreten zu können. Unter Verweis auf Art. 2 Abs. 3 der Verordnung II über die Krankenversicherung betreffend die Kollektivversicherung bei den vom Bund anerkannten Krankenkassen (nachfolgend: VO II), wonach Mitglieder der Krankenpflegeversicherung, die infolge Alter, Invalidität oder Arbeitslosigkeit aus dem Erwerbsleben ausscheiden, mitsamt ihren Familienangehörigen weiterhin im Kollektivvertrag versichert bleiben würden, bezifferte sie die monatlich zu entrichtende Krankenpflegeversicherungsprämie nach dem Tarif für die Kollektivversicherung auf total Fr. 137. 50. Das Schreiben vom 18. Mai 1994 schloss mit dem Hinweis, ohne schriftlichen Gegenbericht innert 30 Tagen werde die SKBH ihn in die Einzelversicherung transferieren und ihm einen Versicherungsausweis zustellen. Am 20. Mai 1994 informierte die SKBH die Firma Q.________ AG, sie könne das Arbeitsverhältnis mit dem Versicherten per 30. April 1994 beenden. Gemäss Art. 2 Abs. 3 der VO II werde F.________ hinsichtlich der Krankenpflegeversicherung in der Kollektivversicherung bleiben, hinsichtlich der Krankentaggeldversicherung jedoch in die Einzelversicherung transferiert. Darüber orientierte die SKBH auch den Versicherten ebenfalls mit einem Schreiben vom 20. Mai 1994. Die Arzt- und Arzneimittelkosten seien weiterhin im Rahmen der Kollektivversicherung gedeckt. Die Prämienrechnungen würden ab 1. Mai 1994 ihm direkt zugestellt. Was jedoch die Taggeldversicherung betreffe, werde die SKBH ihn in die Einzelversicherung transferieren, wonach er dafür mit einer Monatsprämie von Fr. 227. 15 rechnen müsse, die jedoch direkt mit den Taggeldleistungen verrechnet werde. Nach entsprechender Kenntnisnahme fügte der Versicherte am 30. Mai 1994 auf Seite 2 des Schreibens vom 18. Mai 1994 an, er sei einverstanden und akzeptiere die vorgeschlagene Versicherung gemäss Darstellung auf Seite 1 dieses Schreibens. Am 1. Dezember 1994 teilte die SKBH F.________ mit, da der Kollektivvertrag zwischen der SKBH und Q.________ AG per 31. Dezember 1994 gekündigt worden sei, werde gestützt auf die Weiterversicherungspflicht des neuen Kollektivversicherers (SUPRA) gemäss Art. 12a der VO II die Versicherungsdeckung bei der SKBH, "also die Arzt und Arzneimittelkostenversicherung [und die] Taggeldversicherung von 80 %" auf den 31. Dezember 1994 annulliert. Nachdem die SUPRA ab 1. Januar 1995 anfänglich auch Leistungen aus der Kollektiv-Krankentaggeldversicherung (Abrechnung vom 23. Februar 1996) erbracht hatte, teilte sie der SKBH mit Schreiben vom 20. Mai 1996 mit, im Rahmen einer Kontrolle habe sie festgestellt, dass F.________ bereits 1994 bei der SKBH von der Kollektiv-Krankentaggeldversicherung (mit der Firma Q.________ AG) in die Einzel-Krankentaggeldversicherung übergetreten sei. Die Aufnahme des Versicherten durch die SUPRA in die Kollektiv-Krankentaggeldversicherung mit der Firma J.________ AG per 1. Januar 1995 sei somit zu Unrecht erfolgt, weshalb F.________ von der SKBH rückwirkend per 1. Januar 1995 wieder in die Einzel-Krankentaggeldversicherung aufzunehmen sei und die erbrachten Taggeldleistungen von Fr. 11'965. 75 durch die SKBH an die SUPRA zurückzuerstatten seien. Am 16. Juli 1996 antwortete die SKBH, die SUPRA habe per 1. Januar 1995 den gesamten Bestand der Versicherten aus dem Kollektivvertrag zwischen der SKBH und der Q.________ AG übernommen. Dazu gehöre auch F.________, weshalb die SUPRA für die Krankentaggeldleistungen ab 1. Januar 1995 aufzukommen habe. Im Rahmen eines weiteren Schriftenwechsels berief sich die SKBH erstmals mit Schreiben vom 31. Oktober 1996 darauf, in ihrem Schreiben an den Versicherten in italienischer Sprache vom 20. Mai 1994 sei ihr ein Übersetzungsfehler unterlaufen. Die SKBH habe mit der entsprechenden Formulierung lediglich zum Ausdruck bringen wollen, dass sie zu jenem Zeitpunkt an sich das Recht gehabt hätte, den Versicherten von der Kollektiv-Krankentaggeldversicherung in die Einzel-Krankentaggeldversicherung zu transferieren, was jedoch nicht erfolgt sei. Die SUPRA verfügte am 31. Januar 1997, F.________ sei von Anfang an zu Unrecht irrtümlich in die Kollektiv-Krankentaggeldversicherung per 1. Januar 1995 aufgenommen worden, weshalb für die diesbezügliche Weiterversicherung ab 1. Januar 1995 die SKBH verantwortlich sei und die SUPRA von der SKBH die zu Unrecht erbrachten Krankentaggeldleistungen von Fr. 11'985. 75 zurückfordere. Dagegen liess der Versicherte vorsorglich Einsprache erheben und ersuchte um Sistierung dieses Einspracheverfahrens bis zum Entscheid über das Streitverfahren zwischen ihm und der SKBH. Mit Verfügung vom 10. April 1997 bekräftigte die SKBH ihren Standpunkt, sie habe F.________ bis zum 31. Dezember 1994 ununterbrochen im Kollektivvertrag über Krankenpflege- und Krankentaggeldleistungen mit der Firma Q.________ AG belassen, so dass die SUPRA als neuer Kollektiv-Krankenversicherer der Arbeitgeber-Firma ab 1. Januar 1995 zuständig sei, woran sie auf Einsprache hin fest hielt (Einspracheentscheid vom 20. Oktober 1997).