Citation: 6B_4/2025 E. 3.1.3

3.1.3. Die Rüge ist offensichtlich unbegründet. Vorliegend gilt der Strafbefehl als Anklageschrift (Art. 356 Abs. 1 Satz 2 StPO). Wie bereits die Vorinstanz schlüssig darlegt, geht aus der Anklage auch ohne Beschreibung der Kopfneigung einwandfrei hervor, welche konkrete Tathandlung dem Beschwerdeführer zu welchem Zeitpunkt über welche Strecke zur Last gelegt wird. Dem Beschwerdeführer war von Anfang an klar, wogegen er sich wehren musste. Im Strafbefehl wird das ihm zur Last gelegte Delikt hinreichend präzise umschrieben, so dass der Vorwurf in jeder Hinsicht genügend konkretisiert ist. Ohnehin scheint der Beschwerdeführer aus den Augen zu verlieren, dass es um eine Übertretung geht, die mit einer Busse von Fr. 200.-- sanktioniert wurde. Je schwerer ein Tatvorwurf wiegt, desto höhere Anforderungen sind an die Umschreibungsdichte der Anklage zu stellen. Bei Übertretungen genügt es, wenn diese so bezeichnet werden, dass die beschuldigte Person nicht im Unklaren sein kann, was Gegenstand des Strafverfahrens bildet, eine Substanziierung der einzelnen Handlungen ist nicht nötig (Urteile 6B_692/2020 vom 27. September 2021 E. 1.3; 6B_267/2019 vom 11. Dezember 2019 E. 3.3; 6B_1423/2017 vom 9. Mai 2018 E. 1.4; 6B_183/2017 vom 24. November 2017 E. 5.3; 6B_1401/2016 vom 24. August 2017 E. 1.4; 6B_702/2016 vom 19. Januar 2017 E. 1.2; vgl. auch Niggli/Heimgartner, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung/Jugendstrafprozessordnung, 3. Auflage 2023, N. 49 zu Art. 9 StPO).