Citation: 7B.231/2005 01.02.2006 E. 3

Der Kantonsgerichtspräsident hat Z.________ Verfahrenskosten von Fr. 300.-- auferlegt. Er hat die Mutwilligkeit der Beschwerdeführung darin erblickt, dass ein offensichtliches Fristsäumnis vorgelegen hat und eine nachträgliche Verfügungszustellung an den Beistand der Beschwerdeführerin als Beginn des Fristenlaufs angenommen worden ist. Der Beschwerdeführer rügt, die Kosten seien ihm zu Unrecht auferlegt worden. Dem Schreiben des Beschwerdeführers vom 20. August 2005 ist klar seine Absicht zu entnehmen, gegen den erstinstanzlichen Entscheid Beschwerde zu führen, allerdings erst nachdem der Beistand ebenfalls über den anzufechtenden Entscheid informiert ist. Erst nach der Eingabe von Z.________ vom 28. September 2005 wird dem Beistand der erstinstanzliche Entscheid zugestellt, worauf der Beistand aber nicht reagiert. Gestützt auf diese Umstände kann entgegen der Auffassung des Kantonsgerichtspräsidenten nicht vorbehaltlos gesagt werden, Z.________. habe mut- oder böswillig im Sinne von Art. 20a SchKG Beschwerde geführt. Insbesondere ist in diesem Zusammenhang zu berücksichtigen, dass der angefochtene Entscheid den Gedankengang des Kantonsgerichtspräsidenten nur unvollkommen zum Ausdruck bringt. Ziffer 2 des Dispositivs der Verfügung vom 8. November 2005, womit Z.________ die Verfahrenskosten von Fr. 300.-- auferlegt wurden, ist demnach aufzuheben.