Citation: 9C_326/2023 E. A

A.________ (geb. 1978) ist bei der CSS Versicherung obligatorisch krankenpflegeversichert. Er leidet an einer Dupuytren-Kontraktur (Morbus Dupuytren). Dabei handelt es sich um eine gutartige Bindegewebswucherung mit charakteristischen Knoten und Strängen an der Handinnenfläche, die im fortgeschrittenen Stadium zu einer Einschränkung der Bewegungsfähigkeit (Beugekontraktur) im Fingergrundgelenk und in den Fingermittelgelenken führt. Am 1./2. Juni 2022 liess A.________ die Dupuytren-Kontraktur in Österreich mittels Injektion des Arzneimittels "B.A.________/B.B.________" behandeln. Die Krankenkasse Arcosana AG (heute: CSS Versicherung) lehnte die Übernahme der Behandlungskosten in Höhe von 6'389 Euro ab. Zum einen habe es sich zum Behandlungszeitpunkt nicht mehr um eine in der Schweiz zugelassene, kassenpflichtige Behandlung gehandelt; zum andern könne die im Ausland erfolgte Behandlung auch nicht gestützt auf Art. 36 KVV als Ausnahme vom Territorialitätsprinzip übernommen werden (mit Einspracheentscheid vom 26. Oktober 2022 bestätigte Verfügung vom 15. Juni 2022).