Citation: 8C_132/2022 E. 4.3

4.3. Im Übrigen ist mit Blick auf die vorzunehmende Neuberechnung des Invaliditätsgrads darauf hinzuweisen, dass für die Ermittlung des Invalideneinkommens entgegen den vorinstanzlichen Ausführungen in der Variante 2 nicht auf ein Pensum von 85 % in der angestammten Tätigkeit abgestellt werden darf. Vielmehr wäre bei einer ärztlich angegebenen Spannbreite der Arbeitsfähigkeit korrekterweise auf den Mittelwert abzustellen, das heisst hier auf 82.5 % (vgl. Urteile 9C_280/2010 vom 12. April 2011 E. 4.2, nicht publ. in: BGE 137 V 71; 8C_431/2021 vom 26. Januar 2022 E. 3.2; 9C_302/2021 vom 11. November 2021 E. 5; Urteil 9C_730/2012 vom 4. Juni 2013 E. 4.2; 9C_226/2009 vom 19. August 2009 E. 3.2; je mit Hinweisen). Dies gilt selbst dann, wenn die Spannbreite bloss 5 % beträgt und im Ergebnis nicht ganze Prozentpunkte resultieren (vgl. Urteil 8C_165/2016 vom 29. August 2016 E. 5.2). Dadurch werden Rechtsungleichheiten vermieden, welche aus der Art und Weise der Bezifferung der Arbeitsunfähigkeit resultieren (vgl. Urteil 9C_193/2009 vom 20. August 2009 E. 1.3.1). Sodann ist bei der tabellenbasierten Festsetzung des Invalideneinkommens entgegen der Berechnung des kantonalen Gerichts in der Variante 2 zu beachten, dass nicht auf den Mittelwert zweier Anforderungsniveaus abgestellt werden darf, weil einem solchen Wert keine statistisch zuverlässige Aussagekraft zukommt (vgl. SVR 2013 UV Nr. 32 S. 111, 8C_192/2013 E. 7.2.2; Urteile 8C_150/2019 vom 19. August 2019 E. 6.2.2; 8C_599/2016 vom 15. November 2016 E. 3.2; 9C_699/2015 vom 6. Juli 2016 E. 5.2; 8C_628/2015 vom 6. April 2016 E. 5.3.5; 8C_418/2015 vom 7. Oktober 2015 E. 6.2; je mit Hinweisen).