Citation: 8C_206/2017 E. 4.3.2

4.3.2. 4.3.2.1. Zwar verwies das kantonale Gericht auf die Rechtsprechung, wonach hier angeblich die Voraussetzungen erfüllt seien, um auf einen rechtsgenüglichen Aktenbericht ohne eigene Untersuchung durch die RAD-Ärztin abstellen zu können. Dieses Vorgehen setzt jedoch voraus, dass die reine Aktenbeurteilung auf einen an sich feststehenden medizinischen Sachverhalt abgestützt werden kann (RKUV 2006 Nr. U 578 S. 170, U 245/05 E. 3.4 i.f. mit Hinweis). 4.3.2.2. Dies ist mit Blick auf die hier massgebenden tatsächlichen Verhältnisse schon auf Grund der Schwierigkeiten hinsichtlich der Diagnosestellung und der Diskrepanzen zwischen den anamnestischen Angaben und der diskutierten Schlafstörung (vgl. E. 4.2 hievor) zu verneinen. Angesichts der mit angefochtenem Entscheid zutreffend festgestellten Widersprüchlichkeiten und Inkonsistenzen gemäss ZMB-Gutachten waren zusätzliche Untersuchungsmassnahmen unumgänglich. Die Unsicherheiten hinsichtlich einer fachärztlich-einwandfrei zu diagnostizierenden Gesundheitsstörung (BGE 141 V 281 E. 2.1 S. 285 mit Hinweis), die Zweifel in Bezug auf die tatsächliche Einnahme des verordneten Tramadols, das Fehlen von kognitiven und/oder affektiven Störungen bei Geltendmachung eines krankhaft veränderten Schlaf-Wach-Rhythmus und der fragliche Krankheitswert der subjektiv geklagten Druckschmerzhaftigkeit der Muskulatur erforderten ergänzende Abklärungen insbesondere in Bezug auf die Frage nach einem tatsächlich invalidisierenden Gesundheitsschaden.