Citation: 8C_35/2023 E. 5

Nach den vorinstanzlichen, insoweit unbestrittenen Feststellungen veranstaltet die Beschwerdeführerin Promotionen, dies neben der hier fraglos nicht betroffenen Realisation von Mail-Events durch Verteilen von Warenproben sowie durch Degustationen. Das kantonale Gericht hält dafür, dass die Durchführung von Degustationen in Lebensmittelläden nicht unzulässig, die Arbeitsaufnahme der Beschäftigten der Beschwerdeführerin im Sinne der damals massgeblichen Verordnungsbestimmung somit trotz Maskenpflicht nicht verhindert worden sei, welche Auffassung das SECO teilt. Die Beschwerdeführerin bringt zwar zutreffend vor, dass Ausnahmen von der Maskenpflicht in der Covid-19-Verordnung besondere Lage ausdrücklich nur für Restaurations-, Bar- und Clubbetriebe, Diskotheken und Tanzlokale geregelt waren und dann galten, wenn die Gäste an einem Tisch sassen (Art. 3b Abs. 2 lit. c in der ab 19. Oktober 2020 geltenden Fassung, AS 2020 4159). Dass Essen und Trinken gemäss Kundgabe durch die Massenmedien auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln zulässig gewesen sei, wie das SECO dagegen einwendet, kann daran nichts ändern. Dem angefochtenen Urteil lässt sich indessen nicht entnehmen, dass das kantonale Gericht davon ausgegangen wäre, die Konsumation von Warenproben im Geschäft selber seien erlaubt gewesen. Für die Vorinstanz entscheidwesentlich war vielmehr, dass das "Anbieten", also die Abgabe von (auch unverpackten) Warenproben nicht verboten gewesen sei. Daraus schlussfolgerte sie, dass die bei der Beschwerdeführerin beschäftigten Mitarbeitenden auf Abruf trotz Maskenpflicht in den Geschäften - und allenfalls trotz damit verbundenem Konsumationsverbot - nicht an der (vollständigen) Arbeitsaufnahme verhindert worden seien. Inwiefern das kantonale Gericht damit Bundesrecht verletzt haben sollte, vermag die Beschwerdeführerin nicht aufzuzeigen. Dies gilt insbesondere insoweit, als sie geltend macht, ihr Umsatz sei im Bereich Degustationen eingebrochen. Dass mangels der Möglichkeit einer Verkostung in den Lebensmittelläden selber das Ziel einer Degustation, nämlich das Anspornen zum unmittelbaren Kauf, nur beschränkt zu erreichen war, das entsprechende Auftragsvolumen bei der Beschwerdeführerin aus diesem Grund ebenso wie ihr Umsatz in diesem Rahmen zurückgegangen sein dürfte, kann an der vorinstanzlichen Beurteilung der hier streitigen Anspruchsvoraussetzung nichts ändern. Die Beschwerde erweist sich damit als unbegründet und ist abzuweisen.