Citation: 8C_331/2022 E. 6.2

6.2. Mit Blick darauf, dass durch die bisherige ambulante psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung im Verlauf eine Verbesserung der depressiven Symptomatik habe erreicht werden können, sowie aufgrund der guten Prognosen (mittelfristig sei unter Weiterführung der Therapie und einer psychopharmakologischen Behandlung von einer Regredienz der depressiven Symptomatik auszugehen) wird im angefochtenen Urteil sodann auch eine ausgewiesene Behandlungsresistenz verneint. Soweit die Beschwerdeführerin dagegen einwendet, das Krankheitsgeschehen dauere schon seit 2016 an, wobei keine vollständige Remission eingetreten sei, ist ihr entgegenzuhalten, dass es gemäss psychiatrischem Gutachten zwischenzeitlich zu einer weitgehenden Regredienz der Symptomatik gekommen war (vgl. Expertise S. 18). Von einer Chronifizierung des Leidens ist im Gutachten im Übrigen nicht die Rede. Was die Beschwerdeführerin aus dem Umstand ableiten will, dass gemäss Stellungnahme ihrer behandelnden Psychiaterin die Absetzung des Antidepressivums - entgegen ihren eigenen Aussagen anlässlich der Begutachtung - nicht geplant gewesen sei und sie das Medikament auch weiterhin einnehme, ist nicht ersichtlich, ändert dies doch nichts an der grundsätzlich günstigen Prognose. Der Gutachterin war denn auch bekannt, dass die Beschwerdeführerin in der Vergangenheit ein Antidepressivum eingenommen hatte. Sie erachtete die Einnahme auch weiterhin als indiziert. Eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes oder des rechtlichen Gehörs durch die Vorinstanz ist nicht erkennbar.