Citation: 8C_51/2023 E. 3

Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, die Vaudoise habe sich bei der Verneinung des Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall der Beschwerdeführerin vom 12. Februar 2020 und ihren Schulterbeschwerden rechts primär auf die Aktenstellungnahmen des Dr. med. C.________, Facharzt Chirurgie FMH, beratender Arzt der Vaudoise, vom 19. Februar und 11. August 2021 gestützt. Laut ihm spräche gegen eine Unfallkausalität, dass weder in der sonographischen Abklärung vom 30. Oktober 2020 noch in der MR-Arthrographie vom 9. November 2020 eine Reizung im Bereich der Sehne des langen Bizepskopfs nachweisbar gewesen sei, was nach einer solchen Dauer des Vorliegens einer Pulley-Läsion hätte der Fall sein müssen. Der Radiologe PD Dr. med. D.________ habe gestützt auf die MR-Arthrographie der rechten Schulter vom 9. November 2020 eine Pulley-Läsion ausgeschlossen. Weiter habe Dr. med. C.________ die Unfallkausalität der Impingementsituation unter Hinweis darauf verneint, dass massive Beschwerden und eine Funktionseinschränkung als Berufscellistin bei der Auslösung durch ein Trauma sofort aufgetreten wären. Zwar habe die Beschwerdeführerin - so die Vorinstanz weiter - am 22. April 2021 angegeben, unmittelbar nach dem Unfall starke Schmerzen verspürt zu haben, weshalb sie sich ein paar Momente lang nicht habe bewegen können. Anlässlich der Erstbehandlung bei Dr. med. E.________, FMH Innere Medizin, am 10. März 2020 habe sie aber erklärt, seit einer Woche Schulterschmerzen rechts aufzuweisen. In Übereinstimmung hiermit habe sie der Vaudoise am 17. November 2020 mitgeteilt, die Beschwerden hätten sich erstmals rund zwei bis drei Wochen nach dem Unfall bemerkbar gemacht, was im Einklang mit der durch Dr. med. E.________ erst ab 10. bis 22. März 2020 bescheinigten Arbeitsunfähigkeit stehe. Weiter begründete die Vorinstanz eingehend, weshalb die Einschätzungen der von der Beschwerdeführerin angerufenen Arztpersonen keine auch nur geringen Zweifel an der Auffassung des Dr. med. C.________ zu wecken vermöchten. Demnach habe eine Unfallkausalität der geklagten Beschwerden während maximal sechs Wochen nach dem Ereignis vom 12. Februar 2020 bestanden. Zudem sei die Beschwerdeführerin - so die Vorinstanz weiter - bei Fallabschluss per 25. März 2020 aus damaliger Sicht zu 100% arbeitsfähig gewesen, weshalb dieser auch deswegen hätte erfolgen können. Damals sei bezüglich der Schulterbeschwerden rechts der Status quo sine erreicht gewesen, weshalb der strittige Einspracheentscheid rechtens sei.