Citation: 2C_994/2021 E. 5.4

5.4. Die Ausschaffungshaft des Beschwerdeführers wurde nach Beendigung des Dublin-Verfahrens mit Haftverfügung vom 8. November 2019 angeordnet und mit Verfügung vom 22. April 2020 verlängert (vgl. vorinstanzliches Urteil, Sachverhalt B und C). Anlässlich der Einvernahme vom 7. November 2019 erklärte der Beschwerdeführer, nicht ausreisewillig zu sein und mit der Ausschaffung nach Guinea nicht einverstanden zu sein (vorinstanzliches Urteil E. 5.2). Weiter legte der Beschwerdeführer anlässlich der Identitätsbefragung mit Vertretern der guineischen Behörden am 4. Dezember 2019 offen, dass er ivorischer Staatsbürger sei und "B.________" heisse. In der Folge weigerte sich der Beschwerdeführer, mit seinen Heimatbehörden Kontakt aufzunehmen (vgl. vorinstanzliches Urteil E. 5.2). Angesichts der durch die Verletzung des Einreiseverbots gegebenen Missachtung behördlicher Anordnungen, den widersprüchlichen Angaben des Beschwerdeführers zu seiner Identität sowie der Verletzung der Mitwirkungspflicht im Hinblick auf die Beschaffung seiner Reisepapiere ist mit der Vorinstanz (vorinstanzliches Urteil E. 4.2) davon auszugehen, dass konkrete Anzeichen für eine erhebliche Untertauchensgefahr im Sinne von Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 und 4 AIG vorlagen. Mildere Mittel, wie Eingrenzung oder Meldepflicht waren daher nicht zweckmässig, um den Vollzug der Wegweisung sicherzustellen. Der Vollzug der Wegweisung war im Zeitpunkt der Anordnung der Ausschaffungshaft auch absehbar, zumal keine tatsächlichen Hindernisse für dessen Durchführbarkeit erkennbar waren. Es bestand eine ernsthafte Aussicht darauf, dass die Wegweisung vollzogen werden konnte. Die Vorinstanz hat somit die Anordnung der Ausschaffungshaft vom 8. November 2019 korrekt als rechtmässig erachtet; ein Verstoss gegen Art. 5 Ziff. 1 EMRK liegt nicht vor.