Citation: C 118/99 30.11.2000 E. 4

4.- Der Versicherte verlangt eine Parteientschädigung für das kantonale Verfahren. a) Nach ständiger Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts beruhen Entscheide auf dem Gebiet der beruflichen Vorsorge und der Arbeitslosenversicherung, mit welchen kantonale Versicherungsgerichte Parteientschädigungen zusprechen, auf kantonalem Recht, weil die Art. 73 BVG und Art. 103 AVIG im Unterschied zu den andern Sozialversicherungszweigen keinen bundesrechtlichen Anspruch auf Parteientschädigung einräumen (BGE 124 V 286 Erw. 2 mit Hinweisen, 112 V 111 Erw. 2c; ARV 1990 Nr. 11 S. 64 Erw. 2a). In BGE 126 V 143 hat das Eidgenössische Versicherungsgericht in Änderung der bisherigen Rechtsprechung erkannt, dass die weitreichenden bundesverwaltungsrechtlichen Normen über die prozessuale Ausgestaltung des kantonalen Sozialversicherungsprozesses zusammen mit den Grundsätzen des Sachzusammenhangs und der Einheit des Prozesses für die sachliche Zuständigkeit des Eidgenössischen Versicherungsgerichts zur Überprüfung kantonalen Verfahrensrechts sprechen, und zwar auch dann, wenn es - im Unterschied zur Rechtsprechung des Bundesgerichts - allein um die Anfechtung eines reinen kantonalrechtlichen Prozess(zwischen)entscheides geht und unabhängig davon, ob das Rechtsmittel in der Sache selbst ergriffen wird. Für die Annahme einer bundesrechtlichen Verfügungsgrundlage genügt es daher, wenn der dem Verfahren zugrunde liegende materiellrechtliche Streitgegenstand dem Bundessozialversicherungsrecht angehört (Erw. 3c). Diese Voraussetzung ist im vorliegenden Fall erfüllt, weshalb auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde im Parteikostenpunkt einzutreten ist. b) Mit dem kantonalen Recht hat sich das Eidgenössische Versicherungsgericht grundsätzlich nicht zu befassen (Art. 128 in Verbindung mit Art. 97 Abs. 1 OG und Art. 5 Abs. 1 VwVG). Es hat nur zu prüfen, ob die Anwendung der einschlägigen kantonalen Bestimmungen oder - bei Fehlen solcher Vorschriften - die Ermessensausübung durch das kantonale Gericht zu einer Verletzung von Bundesrecht (Art. 104 lit. a OG), insbesondere des Willkürverbots oder des Verbots des überspitzten Formalismus, geführt hat (BGE 120 V 416 Erw. 4a, 114 V 205 Erw. 1a mit Hinweisen). c) In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird nicht näher begründet, inwiefern die Vorinstanz dadurch, dass sie dem im dortigen Verfahren unterliegenden Beschwerdeführer keine Parteientschädigung zugesprochen hat, kantonales Recht verletzt hätte und gegen welche kantonale Vorschrift sie verstossen haben soll. Ebenso wenig wird die Verletzung einer bestimmten bundesrechtlichen Norm oder eines allgemeinen Prozessgrundsatzes, der im kantonalen Beschwerdeverfahren der Arbeitslosenversicherung Geltung hätte, gerügt. Der Antrag auf Zusprechung einer Parteientschädigung für das kantonale Verfahren ist wohl eher in dem Sinne zu verstehen, dass der Beschwerdeführer für den Fall eines Obsiegens im letztinstanzlichen Verfahren nachträglich eine Parteientschädigung auch für den vorinstanzlichen Prozess verlangt. Zwar wird nun die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gutgeheissen. Da jedoch keine bundesrechtliche Grundlage für die Zusprechung von Parteientschädigungen im kantonalen arbeitslosenversicherungsrechtlichen Verfahren besteht, ist es nicht möglich, die Vorinstanz im vorliegenden Prozess zur Ausrichtung einer Parteientschädigung entsprechend dem Ausgang des letztinstanzlichen Prozesses zu verpflichten. Es ist dem Beschwerdeführer aber unbenommen, diesbezüglich selber an das kantonale Gericht zu gelangen.