Citation: 2C_118/2023 E. 5.6.2

5.6.2. Die Vorinstanz hat erwogen, dass frühere Ermahnungen, Verwarnungen, Strafen und zuletzt die Rückstufung beim Beschwerdeführer keine nachhaltige Verhaltensänderungen bewirkt haben. Die Rückweisung nach Tunesien würde ihn zwar hart treffen, aber nicht vor unüberwindbare Hindernisse stellen, zumal er auch als 16-Jähriger dorthin gereist und überwiegend dort sozialisiert worden sei. Aufgrund seines Alters sei es ihm zuzumuten, in seinem Heimatland ein neues Beziehungsnetz aufzubauen, sollte er dort nicht mehr über tragfähige soziale und familiäre Kontakte verfügen. In Bezug auf die Drogenabhängigkeit hat die Vorinstanz erwogen, der Beschwerdeführer sei zwar kokain- und cannabisabhängig, jedoch sei ihm deshalb keine eingeschränkte Arbeitsfähigkeit oder eine über ein blosses Abhängigkeitssyndrom hinausgehende psychische Erkrankung attestiert worden. Es seien bis auf einen Aufenthalt in der Zürcher Suchtfachklinik kaum Anstrengungen zur Überwindung der Drogensucht dokumentiert, weshalb weiterhin ähnliche Delikte des Beschwerdeführers zu erwarten seien. Zudem sei eine Behandlung der Drogensucht auch in Tunesien möglich. Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor, er sei mit Tunesien nicht derart verbunden, dass ihm eine Rückkehr zumutbar wäre. Dazu verweist er auf die Dauer seines bisherigen Aufenthalts in der Schweiz sowie darauf, dass er - abgesehen von kurzzeitigen Besuchskontakten - seit seinem 16. Lebensjahr nicht mehr in Tunesien gelebt habe. Der Beschwerdeführer bestreitet, dass eine Behandlung der Drogensucht in Tunesien möglich wäre und legt dazu eine ausführliche Gegendarstellung über die Situation in Tunesien dar.