Citation: 6B_961/2016 E. 5.1

5.1. Der Beschwerdeführer wendet sich in rechtlicher Hinsicht gegen die Schuldsprüche der ungetreuen Geschäftsbesorgung und des gewerbsmässigen Betruges. In Bezug auf den Schuldspruch der qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung rügt er eine Verletzung des Anklagegrundsatzes, weil eine rechtliche Würdigung des Sachverhalts unter diesem Gesichtspunkt erst in der Hauptverhandlung erstmals in Aussicht gestellt worden sei und die Anklageschrift die subjektiven Tatbestandselemente nur ungenügend umschreibe (Beschwerde S. 62 f.). In Bezug auf den Schuldspruch des gewerbsmässigen Betruges zum Nachteil der Geschädigten I.________ macht der Beschwerdeführer zunächst eine willkürliche Feststellung des Sachverhalts geltend. Auf die Aussagen von J.________ dürfe nicht abgestellt werden. Zudem seien die Geschädigten I.________ und L.________ von J.________ akquiriert worden. Diese hätten ihr Geld angelegt, bevor sie über die Bonität der A.________AG getäuscht worden seien. Er habe damit nichts zu tun. Die Vorinstanz liefere auch keinen Beweis dafür, weshalb er sich das Verhalten von J.________ anrechnen lassen müsse. Damit fielen bereits sämtliche Betrugsvorwürfe weg, welche J.________ beträfen. Die Vorinstanz habe auch den Beteiligungsvertrag mit der Geschädigten I.________ über CHF 1.5 Mio. nicht richtig gewürdigt. Es sei namentlich nicht erstellt, dass der Gesamtbetrag der Rückzahlungsverpflichtungen annähernd den Betrag von CHF 2.5 Mio. erreicht habe. Die Vorinstanz stütze sich für den Schuldspruch auf rein hypothetische Annahmen, die sich aktenmässig nicht erhärten liessen (Beschwerde S. 63 ff.). In rechtlicher Hinsicht macht der Beschwerdeführer geltend, die Vorinstanz habe willkürlich verkannt, dass die Geschädigte I.________ nicht etwa eine "unbedachte Anlagekundin", sondern eine finanzkräftige, hochintelligente und geschäftsgewandte und gewiefte Investorin gewesen sei und sich in rechtlichen Belangen ausgekannt habe und welche sich die im Aufbau befindliche A.________AG und ihn selbst für ihre eigenen Zwecke habe dienstbar machen wollen. Sie habe ihm schliesslich auch die Darlehensverträge diktiert, wobei es nicht nur zum grammatikalische Hilfe gegangen sei. Die Geschädigte I.________ sei bei der Gewährung ihrer Darlehen subjektiv von ihrer Geldgier geblendet gewesen und sei objektiv bewusst ein Risiko eingegangen. Sie habe, da sie bei ihrem grossen Investment keine Bilanzen und Erfolgsrechnungen verlangt habe, die Darlehen leichtfertig gewährt. Sodann treffe nicht zu, dass zwischen ihm und der Geschädigten ein Vertrauensverhältnis bestanden habe, welches ihr die Überprüfung der Zahlungsfähigkeit der A.________AG erschwert haben soll. Insgesamt trage sie eine überragende Mitverantwortung, so dass sein Verhalten straffrei bleiben müsse. In Bezug auf die Geschädigten F.________ und H.________ bringt der Beschwerdeführer vor, diese seien nie befragt worden. Die Geschädigten M.________, G.________ und L.________ hätten in Bezug auf Anlageversprechen, Vertragszweck und Zusicherungen allesamt nur den Mitangeklagten Y.________ erwähnt. Die Vorinstanz habe weder den angeblichen Irrtum der Kapitalgeber noch deren Motivation, Fähigkeit und Wissen im Rahmen einer riskanten Kapitaleinlage mit hinreichender Vollständigkeit abgeklärt. Es sei unerfindlich, wie sie habe annehmen können, jene seien keine professionellen und erfahrenen Anleger gewesen. Den Darleihern wäre es durchaus möglich und zumutbar gewesen, die Erfüllungsfähigkeit der A.________AG zu überprüfen. Indem sie dies unterlassen hätten, hätten sie geradezu leichtfertig gehandelt (Beschwerde S. 16 f., 24 und 66 ff.).