Citation: 8C_91/2024 E. 5.2

5.2. Nach dem Verordnungsgeber ist nunmehr im Rahmen der Invalidenversicherung lediglich noch ein "Teilzeitabzug" vorgesehen, der ab einer Leistungsfähigkeit von 50 Prozent und weniger zu gewähren ist und (ab 1. Januar 2022) auf 10 Prozent begrenzt bleibt (Urteil 8C_823/2023 vom 8. Juli 2024 E. 9.4.3). Das Bundesgericht erkannte die neue Bestimmung von Art. 26bis Abs. 3 IVV als gesetzeswidrig, soweit damit die bisher bestehende Möglichkeit des Abzugs vom Tabellenlohn in weiten Teilen aufgegeben werden soll. Besteht aufgrund der gegebenen Fallumstände Bedarf an einer über den "Teilzeitabzug" hinausgehenden Korrektur, ist ergänzend auf die bisherigen Rechtsprechungsgrundsätze zum Abzug vom Tabellenlohn zurückzugreifen (E. 10). Die Kritik des Bundesgerichts beschlägt nicht den in der neuen Bestimmung vorgesehenen Teilzeitabzug, der bei einer Leistungsminderung von mindestens 50 % gewährt werden soll (E. 9.5.3.6.1). Entgegen dem Beschwerdeführer handelt es sich dabei indessen nicht um einen pauschalen, sondern um einen Abzug bei lediglich noch verbleibender Restarbeitsfähigkeit im Teilzeitpensum. Dabei wird im Übrigen nicht danach differenziert, ob es um eine voll- oder eine teilerwerbstätige Person geht. In beiden Fällen wird auf die Einschätzung der funktionellen Leistungsfähigkeit abgezielt und der Abzug soll bei einer Leistungsminderung von mindestens 50 % gewährt werden (E. 9.5.3.6.1; Urteil 8C_243/2023 vom 5. September 2024 E. 7.5). Da dem Beschwerdeführer weiterhin ein 100%iges Arbeitspensum mit uneingeschränkter Leistungsfähigkeit zuzumuten ist, fällt ein Abzug vom Tabellenlohn unter diesem Aspekt von vornherein ohnehin ausser Betracht.