Citation: 5A_744/2018 E. 3.3

3.3. Soweit sich der Beschwerdeführer auf Art. 13 Abs. 3 lit. d GebV SchKG beruft, übersieht er zunächst, dass die Zustellung des Zahlungsbefehls vorliegend nicht (wie in dieser Bestimmung vorausgesetzt) durch das Betreibungsamt erfolgt ist. Im Übrigen diente diese Bestimmung damals dazu, eine bis zum Erlass der revidierten Gebührenverordnung im Jahr 1996 bestehende Praxis abzuschaffen, wonach der Ersatz der sog. Einschreibegebühr bei der Zustellung des Zahlungsbefehls durch das Betreibungsamt nach der diesbezüglich unklaren Regelung in der alten Gebührenverordnung als zulässig erachtet wurde (vgl. BGE 119 III 133 E. 3; BOESCH, in: Kommentar SchKG, Gebührenverordnung, 2008, N. 5 zu Art. 13 GebV SchKG). Da Art. 13 Abs. 3 lit. d GebV SchKG gemäss seinem Wortlaut einzig die (heute nicht mehr bestehende) Einschreibegebühr betrifft, kann diese Bestimmung nicht dahingehend verstanden werden, dass bei Zustellung eines Zahlungsbefehls durch das Betreibungsamt die eingesparten Posttaxen in Abweichung von Art. 13 Abs. 2 GebV SchKG nicht verrechnet werden dürfen. Das Bundesgericht hat deshalb klargestellt, dass auch bei der in Art. 72 Abs. 1 SchKG vorgesehenen Zustellung des Zahlungsbefehls durch einen Angestellten des Betreibungsamtes die volle Posttaxe von derzeit Fr. 8.-- zur Grundgebühr gemäss Art. 16 Abs. 1 GebV SchKG hinzuzuschlagen ist (Art. 13 Abs. 2 GebV SchKG; Urteil 5A_715/2013 vom 28. November 2013 E. 2.2 mit Hinweis auf die Information Nr. 8 der Dienststelle Oberaufsicht für Schuldbetreibung und Konkurs des Bundesamtes für Justiz vom 11. März 2011 an die kantonalen Aufsichtsbehörden).