Citation: 9C_264/2008 16.10.2008 E. 4

4.1 Was die in der Beschwerde geäusserte Kritik an der medizinischen Beurteilung durch Dr. med. R.________ betrifft, ist vorab anzumerken, dass es sich bei den Stellungnahmen der Dres. med. S.________ und C.________ nicht um Expertisen handelt, die den gleichen Beweiswert haben wie ein Administrativgutachten, sondern um Berichte behandelnder Ärzte. Nach der Rechtsprechung sind solche auf Grund der Verschiedenheit von Expertise und Therapie (zuletzt Urteil 9C_705/2007 vom 18. August 2008 E. 4.1.1 mit zahlreichen Hinweisen) grundsätzlich mit Vorbehalt zu würdigen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc S. 353). Dem Experten Dr. med. R.________ standen alle ärztlichen Berichte zur Verfügung, so auch die der behandelnden Ärzte, die umgekehrt offenbar nicht Einsicht in das Gutachten hatten. Auch hat er sich mit den Berichten auseinandergesetzt, wobei er sich im ersten Gutachten vom 1. Februar 2006 zu den späteren Stellungnahmen des Dr. med. C.________ vom 30. Mai und 12. Juni 2006 noch nicht äussern konnte; aber im zweiten Gutachten vom 5. Februar 2007 begründete er, warum die von jenem neu diagnostizierte Diskushernie L5/S1 keine weiteren Untersuchungen rechtfertige. Er legte auch dar, dass die in den Dokumenten erwähnte Gonarthrose keine Rolle spiele. Ferner setzte er sich mit dem Lumboischialgie-Rezidiv auseinander, das für Dr. med. C.________ bei der Festlegung des Grades der Arbeitsfähigkeit ausschlaggebend war. Die Angaben des Dr. med. R.________ zur Entwicklung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten und einer leidensangepassten Tätigkeit sind stimmig. Das Administrativgutachten wird sämtlichen von der Rechtsprechung (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 mit Hinweis) gestellten Anforderungen gerecht und die Vorinstanz hat zu Recht darauf abgestellt. 4.2 Zu den konkreten Vorbringen in der Beschwerde bleibt anzumerken: Es war Dr. med. R.________ bekannt, dass es um eine Wiedereingliederung gemäss Verfügung der Invalidenversicherung ging. Da der Gutachter ohnehin von einer vollen Arbeitsunfähigkeit im Baugewerbe ausging, hatte der Arbeitsversuch in eben diesem Gewerbe bei der Erstattung des Gutachtens keine Bedeutung. Da sich die in Art. 3 lit. b der Beschwerde angegebenen Bescheinigungen der Arbeitsunfähigkeit auf die bisherige Tätigkeit bezogen, ist der auf leidensangepasste Tätigkeiten gemünzte Einwand irrelevant. Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers hat die Vorinstanz auch nicht auf den Bericht des Dr. med. S.________ vom 13. November 2003 abgestellt, sondern auf die Gutachten des Dr. med. R.________. Der Einwand, Verwaltung und Vorinstanz würden aus dem erwähnten Hausarztbericht Folgerungen ableiten, die darin nicht enthalten seien, ist damit nicht erheblich. Der Gutachter Dr. med. R.________ hat sich entgegen den beschwerdeführerischen Angaben mit der Krankheitsentwicklung und den entsprechenden Angaben der behandelnden Ärzte auseinandergesetzt. Aus dem zweiten Gutachten geht hervor, dass Dr. med. R.________ über die Berichte der Dres. med. S.________ und C.________ verfügte. 4.3 Die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung einer medizinisch-theoretisch vollen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit ist nicht offensichtlich unrichtig und daher für das Bundesgericht verbindlich. Hingegen ist der Beginn der Arbeitsfähigkeit unklar. Gemäss dem Bericht des Dr. med. S.________ vom 13. November 2003 bestand volle Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit ab dem Zeitpunkt der "Genesung". Der Experte Dr. med. R.________ äusserte sich nicht zu den Verhältnissen in der Zeit vor der Begutachtung. Gemäss der Empfehlung des Operateurs Dr. med. C.________ arbeitete der Beschwerdeführer soweit ersichtlich bis August 2004 nicht. Offenbar bezog er zunächst bis Oktober 2003 den Lohn vom Arbeitgeber und danach Krankentaggeld. Die Frage nach dem genauen Beginn der vollen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit kann aber offen bleiben (vgl. unten E. 5).