Citation: 1C_647/2020 E. 3.4

3.4. Es ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz erwog, es bestehe vorliegend kein planerisches Vakuum, sondern die Parzelle sei bereits beplant. Der gegenteiligen Behauptung der Beschwerdeführenden kann nicht gefolgt werden. Es ist jedenfalls nicht willkürlich, wenn die Vorinstanz festhielt, mit der Aufzonung des Baugrundstücks im Rahmen der BZO-Revision 2016 sei das entstandene Planungsvakuum gefüllt worden. Das vorliegend im Streit liegende Bauvorhaben ist sodann auf eine Baubewilligung aus dem Jahr 2012 zurückzuführen. Darauf hat die anstehende allfällige Rechtsänderung bzw. allfällige Inkraftsetzung einer neuen Regelung, welche der Gemeinderat erst am 25. Oktober 2017 festgesetzt hatte und noch nicht rechtskräftig ist, keine Auswirkung. Die Realisierung der Gestaltungsplanpflicht wird vom Bundesgericht im hängigen Verfahren 1C_348/2021 zu prüfen sein. Die Rechtmässigkeit des zu realisierenden Bauvorhabens ist - mangels einer speziellen übergangsrechtlichen Regelung - nach dem Recht zu beurteilen, das im Zeitpunkt der Prüfung, d.h. der Gesuchsbeurteilung gilt (vgl. BGE 144 II 326 E. 2.1.1; 139 II 470 E. 4.2, 263 E. 6; 135 II 384 E. 2.3; je mit Hinweisen). Entscheidend ist mithin die Rechtslage zum Zeitpunkt der Erteilung der Stammbaubewilligung im Jahr 2012. Wird folglich das hängige Baubewilligungsverfahren von der geplanten, aber noch nicht in Kraft getretenen Gestaltungsplanpflicht nicht tangiert, besteht auch kein Anlass, die beiden Verfahren zu koordinieren. Die zur Diskussion stehende Gestaltungsplanpflicht steht dem hängigen und vorliegend zu beurteilenden Bauverfahren auf Kat. Nr. RI5374 demnach nicht entgegen. Das der Bauzone zugewiesene Grundstück erweist sich als baureif. Die Nichtanwendung von § 234 PBG/ZH durch die Vorinstanz kann nicht als willkürlich bezeichnet werden. Die Rüge ist unbegründet. Ob darüber hinaus, wie von der Vorinstanz erwogen, ohnehin nicht feststeht, dass das projektierte Bauvorhaben den Voraussetzungen des noch nicht in Kraft getretenen Art. 4 Abs. 11 BZO nicht genügen würde, braucht folglich nicht geklärt zu werden.