Citation: 2F_21/2022 E. 4

Die Gesuchstellerin nennt keinen Revisionsgrund. Sie bringt lediglich vor, sie habe ihre Beschwerde rechtzeitig, d.h. am 4. April 2022, mittels Einwurfs am Bahnhof U.________ aufgegeben. Als Beleg reicht sie eine unterzeichnete Aussage eines Zeugen ein, der den Gang zum Einwurf beobachtet haben soll. Sollte sich sich damit sinngemäss auf Art. 121 lit. d BGG berufen wollen, wonach die Revision eines Bundesgerichtsurteils verlangt werden kann, wenn das Gericht in den Akten liegende erhebliche Tatsachen nicht berücksichtigt hat, ist festzuhalten, dass dieser Revisionsgrund naturgemäss voraussetzt, dass das Bundesgericht die fraglichen Tatsachen in seinem Entscheid überhaupt hätte berücksichtigen können (vgl. Urteil 2F_9/2022 vom 25. Februar 2022 E. 2.3). Vorliegend kann es sich bereits deshalb nicht um ein Versehen handeln, weil die heutige Gesuchstellerin das Bundesgericht in ihrer Beschwerde nicht darauf hingewiesen hatte, dass der Poststempel mit dem Datum der Postaufgabe voraussichtlich nicht übereinstimmen werde (zur Widerlegung der Vermutung, wonach das Datum des Poststempels mit demjenigen der fristwahrenden Übergabe an die Post übereinstimmt vgl. BGE 147 IV 526 E. 3.1; 142 V 389 E. 2.2 mit Hinweisen). Ausser Betracht fällt sodann der Revisionsgrund von Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG. Danach kann die Revision eines Entscheids des Bundesgerichts in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten verlangt werden, wenn die ersuchende Partei nachträglich erhebliche Tatsachen erfährt oder entscheidende Beweismittel auffindet, die sie im früheren Verfahren nicht beibringen konnte (vgl. dazu Urteil 2F_17/2022 vom 6. April 2022 E. 2.2 mit Hinweisen). Die Gesuchstellerin legt nicht dar, weshalb es ihr bei gebotener Sorgfalt nicht möglich gewesen sein soll, in ihrer Beschwerde bzw. auf dem Briefumschlag zumindest auf eine mögliche fehlende Übereinstimmung von Poststempel und Übergabedatum hinzuweisen und allfällige Beweismittel für die Fristwahrung zu nennen.