Citation: 1C_28/2021 E. 2.1

2.1. Die Vorinstanz zog zur Beurteilung des nachträglichen Baugesuches das im Zeitpunkt der Errichtung der Stützmauer gültig gewesene Recht heran, d.h. (insbesondere) die Bau- und Nutzungsordnung der Gemeinde U.________ vom 5. Dezember 2000 (im Folgenden: aBNO). Für die Baubegriffe und Messweisen erklärte die Vorinstanz gemäss § 64 Abs. 1 der Bauverordnung des Kantons Aargau vom 25. Mai 2011 (BauV/AG; SAR 713.121) die im Anhang 3 BauV/AG aufgeführten Bestimmungen der per 1. September 2011 aufgehobenen Allgemeinen Bauverordnung vom 23. Februar 1994 zum Baugesetz (ABauV/AG; SAR 713.111) für massgebend. Zur Begründung der Anwendbarkeit des früheren Rechts führte die Vorinstanz insbesondere ins Feld, das neuere Recht (namentlich die per 12. Februar 2014 an die Stelle der aBNO getretene Bau- und Nutzungsordnung der Gemeinde U.________ vom 4. September 2013 [im Folgenden: BNO]) sei für die Bauherrschaft nicht günstiger. Zudem hielt sie fest, es bestünden keine Anhaltspunkte für die Annahme, dass der ursprünglich bewilligte Abstand absichtlich überschritten worden wäre, um späterem ungünstigerem Recht zuvorzukommen. Die streitgegenständliche Stützmauer erachtete die Vorinstanz aus zwei Gründen als nicht bewilligungsfähig. Zum einen entspreche sie der Höhen- und Grenzabstandsregelung von § 19 Abs. 1 ABauV/AG i.V.m. § 41 Abs. 4 Satz 1 aBNO nicht, da sie etwas zu hoch oder zu wenig von der Grenze zur nördlich angrenzenden Parzelle zurückversetzt sei. Ferner sei bei der Stützmauer die nach § 52 Abs. 1 BauG/AG geforderte Standfestigkeit nicht mehr gegeben, insbesondere nachdem eine auf der Parzelle Nr. 2306 vorhanden gewesene Stützmauer durch die Beschwerdegegner abgebrochen worden sei. Die Standfestigkeit könne nur mit Sicherungsmassnahmen erreicht werden, für welche die Baugesuchstellerin mit zuständig sei und die zur Einhaltung der Höhen- und Abstandsvorgaben grundsätzlich eine Absenkung der L-Stützmauer im Gelände oder eine Rückversetzung dieser Mauer bedingen würden.