Citation: 7B_995/2024 E. 7.2

7.2. Die Vorinstanz stellt fest, dass der Beschwerdeführer die von ihm im Heimatland getätigten Vorbereitungen (abgesehen von den Bauaufträgen) belegt. Sie anerkennt die Vorkehrungen des Beschwerdeführers zwar als positiv, führt aber auch aus, dass von diesen mit Blick auf die konkrete Rückfallgefahr nicht die erforderliche stabilisierende Wirkung auf den Beschwerdeführer erwartet werden könne. Die Erwägung hält sich im Rahmen des Ermessens, das der kantonalen Entlassungsbehörde zusteht. Der Beschwerdeführer führt selbst aus, dass sich die finanziellen Schwierigkeiten und die Probleme mit Alkohol durch das Ausbleiben von Honoraren in sechsstelliger Höhe ergaben (Beschwerde S. 4 Ziff. 3). Er beschreibt jedoch nicht, wie er künftig Rückfälle in den Alkoholkonsum und weitere wichtige Risikofaktoren (wie persönlichkeitsgebundene dysfunktionale Verarbeitungsmuster in einem weniger strukturierten Umfeld und insbesondere bei vermehrten persönlich bedeutsamen Beziehungen [wie zu seinen Kindern oder zu einer neuen Partnerin], das Wiederauftreten einer Anpassungsstörung bei erhöhten psychosozialen Belastungen und die Wiederanschaffung von Waffen) zu bewältigen gedenkt. In der durch den Beschwerdeführer beabsichtigten Aufnahme einer Paarbeziehung zu seiner früheren Jugendliebe im Kosovo erkennt die Vorinstanz eine (gutachterlich festgestellte) konkrete Rückfallgefahr, sollte sich diese nicht nach seinen Vorstellungen entwickeln. Die durch den Beschwerdeführer eingereichte Besprechungsnotiz der Anhörung vom 3. September 2024, welche - entgegen der vorinstanzlichen Feststellung - einen fehlenden Kontakt zu dieser Jugendliebe belegen soll, ist als echtes Novum im Verfahren vor dem Bundesgericht von vornherein unbeachtlich (Art. 99 Abs. 1 BGG; vgl. BGE 148 IV 362 E. 1.8.2; Urteil 6B_460/2021 vom 9. Juni 2021 E. 5.3; je mit Hinweisen). Aus den Vorbringen des Beschwerdeführers ergibt sich nicht, dass er geeignete Strategien zur Deliktsvermeidung entwickelt hätte oder wie sein neues soziales Umfeld in der Lage wäre, deeskalierend einzugreifen. Die Vorinstanz verfällt nicht in Willkür, wenn sie gesamthaft die zu erwartenden Lebensverhältnisse in Bezug auf die Legalprognose nicht positiv wertet.