Citation: 6B_919/2021 E. 2.5

2.5. Im Wesentlichen beantragt der Beschwerdeführer als Folge der Verletzung des Beschleunigungsgebots, dem Grundsatz nach sei festzustellen, dass er angemessen zu entschädigen sei. Eventualiter sei die Sache zur Beurteilung seiner Entschädigungsansprüche im Sinne von Art. 5 Ziff. 5 EMRK an die Vorinstanz zurückzuweisen (Beschwerde S. 2 und S. 11). In ihrer Vernehmlassung führt die Vorinstanz hierzu aus, im kantonalen Verfahren habe der Beschwerdeführer noch kein solches Begehren gestellt (Vernehmlassung, act. 11 S. 2). Vorliegend kann offen bleiben, ob es sich bei diesem Antrag des Beschwerdeführers - gemäss den Vorbringen der Vorinstanz - um ein unzulässiges Novum handelt (Art. 99 Abs. 2 BGG), da ihm ohnehin nicht entsprochen werden kann. Deshalb ist auch nicht weiter zu vertiefen, ob bzw. inwiefern hier ein Feststellungsbegehren überhaupt zulässig ist (vgl. BGE 141 II 113 E. 1.7; 136 III 102 E. 3.1; 135 III 378 E. 2.2; Urteile 2C_179/2022 vom 30. September 2022 E. 2.3; 6B_789/2020 vom 31. Januar 2022 E. 1.1). Gemäss Rechtsprechung ist dem Beschwerdeführer als Folge der Verletzung des Beschleunigungsgebots jene Rechtswohltat zuzugestehen, welche die schweizerische Rechtsordnung dafür vorsieht (vgl. Art. 46 Ziff. 1 EMRK; BGE 137 I 86 E. 3.1; 124 I 274 E. 3.b, 327 E. 4.d) bb). Der Beschwerdeführer legt nicht dar, dass und inwiefern ihm durch die Verfahrensverzögerung ein Schaden entstanden ist; insbesondere macht er zu Recht nicht geltend, die stationäre therapeutische Massnahme wäre ohne die Verfahrensverzögerung früher aufgehoben worden. Mit der ausdrücklichen Feststellung der Verletzung des Beschleunigungsgebots gemäss Art. 5 Ziff. 4 EMRK im bundesgerichtlichen Urteilsdispositiv und dem Verzicht auf eine Kostenauflage wird dem Beschwerdeführer eine hinreichende Genugtuung sowie eine vollkommene Wiedergutmachung für die erlittene Rechtsverletzung verschafft. Seine Belastung durch die Verfahrensverzögerung ist - trotz der Gutheissung seines Gesuches - als leicht zu qualifizieren, denn es wurde nach einer übermässig langen Verfahrensdauer schliesslich gerade wegen der Ereignisse Anfang März 2021 doch noch gutgeheissen. Inwiefern sich die Verletzung des Beschleunigungsgebots zu seinem Nachteil auswirkt, begründet der Beschwerdeführer nicht und ist auch nicht ersichtlich. Schliesslich zeigt er auch nicht auf, dass das vorinstanzliche Verfahren nach den Ereignissen Anfang März 2021, welche zur Gutheissung seines Rekurses und zur Aufhebung der stationären therapeutischen Massnahme führten, übermässig lang war.