Citation: 6B_795/2013 E. 1.4

1.4. Der Lenker des entgegenkommenden Fahrzeuges schätzte seinen Abstand zum Beschwerdeführer auf 20 bis 30 Meter. Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers gab er an, kurzzeitig stark abgebremst und erst wieder beschleunigt zu haben, nachdem der Beschwerdeführer wieder auf der richtigen Seite war. Hätte er nicht verlangsamt, wäre es höchstwahrscheinlich zu einer Frontalkollision gekommen (Untersuchungsakten act. 5, Fragen 2, 6 und 8). Der Lenker des überholten Autos schätzte die Distanz des Beschwerdeführers zum entgegenkommenden Fahrzeug auf 3 bis 5 Autolängen, also maximal 15 bis 25 Meter, und erklärte, es sei einem glücklichen Umstand zuzuschreiben, dass nicht ein schwerer Unfall passierte (Untersuchungsakten act. 4, Fragen 7 und 11). Die Vorinstanz erachtet diese übereinstimmenden Aussagen als überzeugend. Der Einwand des Beschwerdeführers, wonach auch der Fahrer des darauffolgenden Polizeiautos hätte bremsen müssen, vermag die Beweiswürdigung der Vorinstanz nicht zu erschüttern. Der Beschwerdeführer stützt seine Ausführungen auf die Annahme, dass der Abstand zwischen dem Fahrzeug von Z.________ und demjenigen der Polizei maximal 20 Meter betrug (Beschwerde, Seite 6). Solches stellt die Vorinstanz nicht fest. Im Polizeirapport wird lediglich ausgeführt, dass die Beamten den Abschluss des Überholmanövers mitverfolgen konnten und dass ihre Beobachtung aus einer geschätzten Distanz von 50 bis 70 Metern erfolgte (Untersuchungsakten act. 1, Seite 2). Dies lässt keinen Schluss zum Abstand der beiden Fahrzeuge und zum notwendigen Verhalten des Lenkers des Polizeiwagens zu. Der Beschwerdeführer kann daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten. Ebenso wenig vermag die vom Beschwerdeführer vorgenommene Berechnung des Abstandes aufgrund der geschätzten Geschwindigkeiten die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung in Frage zu stellen. Seine Berechnung beruht auf der Annahme, dass das Überholmanöver in drei Sekunden abgeschlossen werden konnte. Die Argumentation erschöpft sich in einer blossen Behauptung und vermag keine Willkür darzutun. Zudem gaben die Auskunftspersonen an, der Beschwerdeführer habe mindestens zwei (Z.________, Untersuchungsakten act. 5, Frage 4) bzw. "mehrere" (Y.________, Untersuchungsakten act. 4, Frage 3) Fahrzeuge gleichzeitig überholt (Entscheid, S. 13). Dies schliesst aus, dass der Beschwerdeführer das Überholmanöver in drei Sekunden abschliessen konnte. Die Vorinstanz durfte auf die Aussagen von Z.________ und Y.________ abstellen und den Abstand zum entgegenkommenden Fahrzeug als ungenügend erachten, ohne in Willkür zu verfallen.