Citation: 9C_638/2013 E. 4.2

4.2. Eine vom materiellen Recht abweichende Behandlung der Beschwerdeführerin rechtfertigt sich umso weniger, als die früher bestehende Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen ohne Auswirkung auf die beanspruchbaren Vorsorgeleistungen Vorbezüge für den Erwerb von Wohneigentum tätigen zu können, mit Blick auf Art. 30c Abs. 4 BVG irregulär war. Die dortige Verweisung auf die Vorsorgereglemente bezieht sich nicht auf den Grundsatz der Kürzung, sondern auf deren Umsetzung. Schon vor der Einfügung dieses Passus in der parlamentarischen Beratung (AB 1993 N 481) stand ausser Diskussion, dassein Vorbezug zu einer "entsprechenden" Kürzung des Leistungsanspruchs führt; gemäss Botschaft (a.a.O., 266 f.) bestimmt sich bloss das "Wie" der Kürzung im konkreten Fall nach dem Reglement der betreffenden Einrichtung. Innerhalb des Teilkollektivs jener Versicherten, welche über die zum kürzungsbefreiten Vorbezug notwendigen (zusätzlichen) Versicherungsjahre verfügten (vgl. Art. 7 Abs. 1 a.E. BVG und Art. 17 Abs. 1 des Reglements Nr. 1 der Bernischen Pensionskasse), widersprach die privilegierte Behandlung derjenigen Versicherten, die sich zum Erwerb von Wohneigentum entschlossen, dem Grundsatz der Gleichbehandlung der Destinatäre (Art. 1f BVV 2; vgl. BGE 138 V 366 E. 6.3.1 S. 375). Der Wegfall des Privilegs kann nicht mit einem erheblichen Nachteil im Hinblick auf die Erhaltung des Vorsorgeschutzes gleichgesetzt werden.