Citation: 1E_1/2015 E. 1.6

1.6. Die StPO regelt die Verfolgung und Beurteilung der Straftaten nach Bundesrecht durch die Strafbehörden des Bundes und der Kantone (Art. 1 Abs. 1 StPO). Die Verfahrensvorschriften anderer Bundesgesetze, namentlich des VStrR, bleiben vorbehalten (Art. 1 Abs. 2 StPO). Das Bundesstrafgericht entscheidet gemäss StPO über Zuständigkeitskonflikte (Art. 22-27 StPO) zwischen der Staatsanwaltschaft des Bundes und kantonalen Strafbehörden (Art. 28 StPO i.V.m. Art. 120 Abs. 2 BGG; vgl. schon altrechtlich Urteil des Bundesgerichtes 1B_66/2010 vom 30. März 2010 E. 3.2), über Gerichtsstandskonflikte (Art. 31-42 StPO) zwischen den Strafverfolgungsbehörden verschiedener Kantone (Art. 40 Abs. 2 StPO; vgl. Urteile 6B_188/2013 vom 4. Juli 2013 E. 3.2; 1B_396/2011 vom 1. September 2011 E. 3.1) sowie über Konflikte betreffend die nationale Rechtshilfe (Art. 43-47 StPO) zwischen verschiedenen Kantonen sowie zwischen den Behörden des Bundes und der Kantone (Art. 48 Abs. 2 StPO; vgl. dazu Daniel Kipfer, in: Basler Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, Art. 28 N. 3; Erich Kuhn, ebenda, Art. 40 StPO N. 10 ff.; Horst Schmitt, ebenda, Art. 48 StPO N. 1).