Citation: 2C_68/2017 E. 5.4.3

5.4.3. Dies gilt auch in Bezug auf die starke Gefährdung der sozialen Wiedereingliederung in der Heimat. Eine solche kann zwar vorliegen, wenn geschiedene Frauen in ein patriarchalisches Gesellschaftssystem zurückkehren und dort wegen ihres Status als Geschiedene mit Diskriminierungen oder Ächtungen rechnen müssten (BGE 140 II 129 E. 3.5 S. 132 f.; 138 II 229 E. 3.1 S. 231 f.; 137 II 345 E. 3.2.2 S. 349). Auch diesbezüglich genügt es aber nicht, in allgemeiner Weise darauf hinzuweisen, dass in einer bestimmten Gesellschaft geschiedene Frauen mit besonderen Problemen zu rechnen haben, sondern es sind darüber hinaus konkrete Darlegungen zu den spezifischen Lebensumständen der betroffenen Person erforderlich (Urteile 2C_2/2015 vom 13. August 2015 E. 2.4.2; 2C_389/2015 vom 15. August 2016 E. 5; 2C_61/2014 vom 5. Januar 2015 E. 4.3). Im Übrigen hat auch das von der Beschwerdeführerin vor der Vorinstanz eingelegte Urteil des österreichischen Asylgerichtshofes vom 14. Oktober 2008 ausgeführt (E. 3), eine systematische Verfolgung oder Diskriminierung von geschiedenen Frauen im Iran bestehe nicht, aber im konkreten Fall liege aufgrund der konkreten Lage (im Iran lebender Ehemann, von dem mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gewalttätige Übergriffe zu erwarten waren; Gefahr schwerwiegender Konsequenzen, weil der Ehemann bei staatlichen Behörden die Frau des Ehebruchs verdächtigte) eine unzumutbare spezielle Situation vor. Solche konkrete Umstände hat die Beschwerdeführerin nicht geltend gemacht.