Citation: 6B_1300/2020 E. 3.4

3.4. Die Vorinstanz verletzt kein Bundesrecht, wenn sie die Voraussetzungen für die Erkennung auf eine unbedingt vollziehbare Freiheitsstrafe i.S.v. aArt. 41 Abs. 1 StGB als erfüllt erachtet. Die Anordnung von gemeinnütziger Arbeit i.S.v aArt. 37 Abs. 1 StGB fällt von vornherein ausser Betracht, da über den ausländerrechtlichen Status des Beschwerdeführers endgültig entschieden wurde und feststeht, dass er die Schweiz verlassen muss (vgl. BGE 134 IV 97 E. 6.3.3.4; Urteil 6B_118/2017 vom 14. Juli 2017 E. 4.2.2). Bei der Legalprognose berücksichtigt die Vorinstanz zu Recht die sechs Vorstrafen des Beschwerdeführers, die mehrheitlich einschlägig sind. Mit Urteil vom 9. Februar 2011 wurde der Beschwerdeführer wegen rechtswidrigen Aufenthalts und eines geringfügigen Vermögensdelikts mit einer Freiheitsstrafe von 90 Tagen bestraft. Wegen versuchten Diebstahls und Hausfriedensbruchs wurde er am 17. Februar 2011 zu einer Freiheitsstrafe von 120 Tagen verurteilt. Am 9. Oktober 2012 erging ein Urteil wegen rechtswidrigen Aufenthalts und geringfügigen Widerhandlungen gegen das Ausländergesetz, das eine Freiheitsstrafe von acht Monaten und eine Busse von Fr. 200.-- vorsah. Wegen mehrfacher Sachbeschädigung wurde er am 26. Februar 2013 mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bestraft. Mit Urteil vom 30. Januar 2014 erfolgte alsdann eine Bestrafung wegen rechtswidrigen Aufenthalts und geringfügigen Widerhandlungen gegen das Ausländergesetz mit einer Freiheitsstrafe von 155 Tagen und einer Busse von Fr. 200.--. Schliesslich wurde er wegen rechtswidrigen Aufenthalts am 17. März 2016 zu einer Freiheitsstrafe von 31 Tagen verurteilt (Akten Vorinstanz, act. 60: Strafregisterauszug). Gleiches gilt hinsichtlich der mangelnden Kooperation des Beschwerdeführers mit den Behörden seit nunmehr elf Jahren und des Umstands, dass keine Aussicht auf ein Umdenken besteht. Soweit er beanstandet, das Wohlverhalten vor der Tat - er sei immerhin schon 30 Monate eingegrenzt gewesen, ohne dass es zu Verurteilungen gekommen sei - sei nicht berücksichtigt worden, ist daran zu erinnern, dass die Rechtsprechung Deliktsfreiheit erwartet (vgl. BGE 136 IV 1 E. 2.6.4). Angesichts der Vorstrafen ist auch der Hinweis unbehelflich, er habe noch nie durch ein aktives Verhalten gegen das Ausländergesetz verstossen. Insgesamt gelangt die Vorinstanz zutreffend zum Schluss, dass vorliegend die Voraussetzungen für einen bedingten Strafvollzug nicht gegeben sind. Bei der Vollstreckungsprognose berücksichtigt die Vorinstanz zu Recht das bisherige Verhalten des Beschwerdeführers. Von einer Geldstrafe ist in Anbetracht der mehrheitlich einschlägigen Vorstrafen, die diesen nicht vor weiterer Delinquenz abzuhalten vermochten, wegen fehlender präventiver Effizienz abzusehen. Der Hinweis des Beschwerdeführers auf die Unverhältnismässigkeit einer Freiheitsstrafe geht vor diesem Hintergrund ins Leere. Eine alternative Strafart steht nicht zur Verfügung. Durch die Ausstellung einer negativen Vollstreckungsprognose verletzt die Vorinstanz kein Bundesrecht.