Citation: 6B_1368/2020 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer wendet sich gegen die obligatorische Landesverweisung. Er macht geltend, die Vorinstanz habe den Sachverhalt willkürlich festgestellt (Art. 9 BV). Konkret ignoriere sie, dass er als Ausländer mit Niederlassungsbewilligung mustergültig in Wirtschaft und Gesellschaft integriert sei, einer geregelten Arbeit nachgehe und sich selber unterhalte. Ausserdem müsse berücksichtigt werden, dass er in der Schweiz über einen grossen Freundeskreis verfüge. In Somalia sei er dagegen ein Fremder. Die Vorinstanz wende zudem Art. 66a StGB falsch an, indem sie einen schweren persönlichen Härtefall verneine. Sie sei ihrer Pflicht, eine umfassende Einzelfallprüfung vorzunehmen, nicht ansatzweise nachgekommen. Ein Härtefall sei bereits dadurch begründet, dass sich der Beschwerdeführer seit mehr als 10 Jahren in der Schweiz aufhalte. Die unter Annahme eines Härtefalls alternativ vorgenommene Interessenabwägung sei ebenfalls falsch, da das öffentliche Interesse das private nicht überwiege. Die Vorinstanz habe nicht ansatzweise begründet, worin das öffentliche Interesse an der Landesverweisung des Beschwerdeführers überhaupt bestehe. Die Interessenabwägung müsse sich auf die Gefahr beziehen, die von einer Person ausgehe, und nicht auf eine einmalige Straftat. Vor den Ereignissen mit der Beschwerdegegnerin 2 sei er niemals mit dem Strafrecht in Konflikt geraten. Er sei kein Gewalttäter. Weil von ihm keine Gefahr für die schweizerische Gesellschaft ausgehe, bestehe kein öffentliches Interesse an seiner Fernhaltung aus der Schweiz.