Citation: I 622/99 13.11.2000 E. 2

2.- Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente. a) Im angefochtenen Entscheid werden die Bestimmungen über die Voraussetzungen und den Umfang des Rentenanspruches (Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG) und die auf die Bemessung des Invaliditätsgrades bei erwerbstätigen Versicherten anwendbare Einkommensvergleichsmethode (Art. 28 Abs. 2 IVG) zutreffend dargelegt. Darauf kann verwiesen werden. b) Auf Grund der medizinischen Unterlagen ist die Vorinstanz zutreffend zum Ergebnis gelangt, dass dem Beschwerdeführer (nach einer Phase vollständiger Arbeitsunfähigkeit im Anschluss an den Unfall vom 25. Juli 1996) spätestens ab Mai 1997 die Ausübung einer leidensangepassten (d.h. einer einfachen, ausführenden) Tätigkeit wieder mindestens zu 50 %, mit Steigerungsmöglichkeit nach der Einarbeitung, zumutbar gewesen wäre. Dass der Beschwerdeführer selber seine Leistungsfähigkeit mit 30 bis 35 % beziffert, vermag hieran nichts zu ändern, steht diese Auffassung doch in Widerspruch zu den hiefür allein massgebenden Stellungnahmen der Ärzte, die übereinstimmend von einer mindestens 50 %igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ausgehen. c) Für die Ermittlung des Invalideneinkommens stützten sich Vorinstanz und IV-Stelle auf die Zahlen für einfachste, leichte und untergeordnete Tätigkeiten aus der Dokumentation über Arbeitsplätze (DAP), was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu Recht nicht beanstandet wird. Aus dem Durchschnitt der drei beigezogenen Beschäftigungen (Verkauf Telefon [Fr. 46'800. -], Kassier [Fr. 49'400. -], Telefonist [Fr. 45'000. -]) resultiert bei einer Arbeitsfähigkeit von 50 % ein im Jahre 1997 trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung erzielbares Einkommen von Fr. 20'845. - bzw. bei einer Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf 70 % ein solches von Fr. 29'183. -. Mit Bezug auf das Valideneinkommen stellte die Vorinstanz, da das vom Beschwerdeführer erzielte Einkommen gemäss den Einträgen in seinem individuellen Konto grossen Schwankungen unterworfen war, auf die in der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 1996 (Tabelle TA7, Gastgewerbe und Hauswirtschaft, Anforderungsniveau 2) enthaltenen Durchschnittswerte ab und gelangte so zu einem Einkommen von Fr. 59'661. - im Jahre 1997. Dieses Vorgehen steht im Einklang mit der Rechtsprechung, gemäss welcher bei Fehlen aussagekräftiger konkreter Anhaltspunkte auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte zurückzugreifen ist (nicht veröffentlichtes Urteil T. vom 23. Mai 2000, U 243/99). Zudem zeigt ein Blick auf das vom Versicherten unmittelbar vor dem Unfall im Restaurant X.________ (18. Mai - 23. Juli 1996) erzielte Einkommen (Fr. 4218. - pro Monat), dass es sich dabei um eine Annahme zu seinen Gunsten handelt. Soweit der Beschwerdeführer geltend machen lässt, dieser Vergleich halte einer Überprüfung nicht stand, weil er schon damals aus gesundheitlichen Gründen eingeschränkt gewesen sei, kann ihm nicht gefolgt werden. Denn wie sich aus den medizinischen Akten klar ergibt, war ihm die Tätigkeit als Kellner vor dem am 25. Juli 1996 erlittenen Unfall ohne Einschränkung zumutbar. Aus diesem Grunde erübrigt sich die von ihm beantragte Einholung eines Berichtes des Arbeitgebers, weil dieser am Ergebnis nichts zu ändern vermöchte (BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. 1d mit Hinweis). Aus einer Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen (Invalideneinkommen: Fr. 20'845. - bei einer Arbeitsfähigkeit von 50 % bzw. Fr. 29'183. - bei einer solchen von 70 %; Valideneinkommen: Fr. 59'661. -) resultiert ein Invaliditätsgrad von 65 % bzw. bei Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf 70 % ein solcher von 51 %, womit Anspruch auf eine halbe Rente besteht. Zutreffend festgesetzt wurde im angefochtenen Entscheid mit dem 1. Juli 1997 schliesslich auch der Beginn des Rentenanspruches (Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG). Den in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erneut erhobenen Einwand, wonach der Versicherte bereits vor dem Unfall vom 25. Juli 1996 über längere Zeit zu mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sei, hat die Vorinstanz mit zutreffender Begründung entkräftet. Darauf kann verwiesen werden.