Citation: 5A_884/2012 E. 3.3

3.3. Ins Leere stösst auch der Vorwurf, das Obergericht habe den Beweisführungsanspruch verletzt. Art. 8 ZGB verschafft der beweisbelasteten Partei einen Anspruch auf Abnahme von Beweisanträgen, soweit diese rechtserhebliche Tatsachen betreffen und nach Form und Inhalt den anwendbaren Verfahrensvorschriften entsprechen (zur Rechtslage vor Inkrafttreten der Schweizerischen Zivilprozessordnung BGE 133 III 189 E. 5.2.2 S. 195, S. 299 E. 7.1). Seit Inkrafttreten der Schweizerischen Zivilprozessordnung ist der Beweisführungsanspruch ausdrücklich in Art. 152 Abs. 1 ZPO geregelt. Er ist insbesondere dann verletzt, wenn der kantonale Richter Behauptungen einer Partei, unbekümmert darum, dass sie von der Gegenpartei bestritten worden sind, als richtig hinnimmt oder über rechtserhebliche Tatsachen überhaupt nicht Beweis führen lässt (vgl. BGE 133 III 295 E. 7.1 S. 299). Im Übrigen äussert sich Art. 8 ZGB nicht zur Frage der Beweiswürdigung. Die Kritik daran misst sich am Willkürverbot von Art. 9 BV, ebenso die Zulässigkeit einer antizipierten Beweiswürdigung (Urteil 5A_726/2009 vom 30. April 2010 E. 3.1 mit Hinweisen, nicht publ. in: BGE 136 III 365; Urteil 5A_672/2012 vom 13. April 2013 E. 9.1). Die Beschwerdeführer nennen in ihrem Schriftsatz keine konkreten Beweisanträge zu bestimmten Tatsachen, die abzunehmen sich das Obergericht geweigert hätte. Ihre weitschweifigen Ausführungen betreffen gar nicht den Beweisführungsanspruch, sondern erschöpfen sich letztlich darin, dass die Beschwerdeführer die Beweise in appellatorischer Kritik am angefochtenen Entscheid teilweise anders würdigen bzw. den Sachverhalt anders darstellen als die Vorinstanz. Dass das Obergericht bei der Beweiswürdigung in Willkür verfallen wäre, machen die Beschwerdeführer aber nicht in einer Weise geltend, die den Anforderungen des strengen Rügeprinzips (Art. 106 Abs. 2 BGG) zu genügen vermöchte. Vielmehr hat das Obergericht dargelegt, inwiefern es den Sachverhalt für liquide hält, und ist gestützt darauf zu einem für die Beschwerdeführer im Übrigen günstigeren Urteil gelangt. Die eigentliche Kritik der Beschwerdeführer betrifft denn auch gar nicht die Feststellung des weitgehend unbestrittenen Sachverhalts, sondern die Art und Weise, wie die Vorinstanz diesen Sachverhalt rechtlich gewürdigt hat.