Citation: 7B_692/2023 E. 2.5

2.5. Der Argumentation der Vorinstanz kann nicht gefolgt werden. Es stimmt zwar, dass das ursprüngliche Gesuch um Entbindung vom amtlichen Verteidigungsmandat von Rechtsanwalt B.________ selbst und in dessen Namen gestellt wurde. Allerdings ist nicht nachvollziehbar, weshalb die Vorinstanz daraus schliesst, Rechtsanwalt B.________ habe neben dem Beschwerdeführer selbst Beschwerde gegen die Verfügung der Präsidentin des Bezirksgerichts Baden vom 2. Juni 2023 geführt. Vielmehr ist davon auszugehen, dass Rechtsanwalt B.________ (als amtlicher Verteidiger) und Rechtsanwalt Kenad Melunovic Marini (als erbetener Verteidiger) im Namen von A.________ Beschwerde erhoben. In diesem Sinn wurde auch das Rubrum der Beschwerde vom 14. Juni 2023 abgefasst: "für A.________ (...), Beschwerdeführer, notwendig amtlich verteidigt durch den linksunterzeichnenden Rechtsanwalt; für das Beschwerdeverfahren zusätzlich erbeten vertreten durch den rechtsunterzeichnenden Rechtsanwalt". Dies ergibt sich auch aus der Begründung der Beschwerde vom 14. Juni 2023, etwa durch folgendes Vorbringen: "Der Beschwerdeführer ist von der Weigerung des Wechsels auf Begehren (...) unmittelbar betroffen (...) " etc. Mit keinem Wort wird in der Beschwerdeschrift erwähnt, Rechtsanwalt B.________ erhebe in eigenem Namen Beschwerde. Die Vorinstanz stellt in diesem Punkt den Sachverhalt falsch fest. Der Beschwerdeführer, amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt B.________ und erbeten verteidigt durch Rechtsanwalt Kenad Melunovic Marini - und nicht zusätzlich Rechtsanwalt B.________ - hätte als einziger Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfahren geführt werden müssen. Die Beschwerdeschrift vom 14. Juni 2023 war im Übrigen offensichtlich hinreichend begründet, wurde sie doch von der Vorinstanz zugunsten von Rechtsanwalt B.________ gutgeheissen. Entsprechend wäre auf sie einzutreten gewesen.