Citation: 4A_350/2008 11.08.2008 E. B

Der Beschwerdeführer beantragte dem Kantonsgericht die Wiederherstellung der Berufungsfrist nach Art. 85 Abs. 2 des Gerichtsgesetzes vom 2. April 1987 (sGS 941.1, GerG/SG), da ihn am Fristversäumnis nur ein leichtes Verschulden treffe. Die bis am 20. August 2007 nicht erfolgte dezidierte Auseinandersetzung mit der Postaufgabe in Bezug auf die Fristwahrung bei schweizerischen Gerichten stelle keine grobe Fahrlässigkeit dar, zumal die schweizerische Regelung wenig sinnvoll erscheine, der österreichischen Rechtslage widerspreche und die Erbringung von grenzüberschreitenden Dienstleistungen im innereuropäischen Raum erschwere. Weiter berief sich der Beschwerdeführer darauf, der Konsul des schweizerischen Konsulats in Bregenz vertrete den Standpunkt, bei ihm könne keine Briefsendung zur Weiterleitung an ein schweizerisches Gericht aufgegeben werden, das könne man vielmehr fristwahrend bei jedem österreichischen Postamt.