Citation: 8C_382/2016 E. 5.3.1

5.3.1. Bei der Bestimmung des Invalideneinkommens ging die Vorinstanz ebenfalls davon aus, dass der Beschwerdegegner wie vor seinem Gleitschirmunfall als Geschäftsführer der B.________ GmbH beschäftigt wäre. Diese Annahme mag angesichts der tatsächlichen beruflichen Entwicklung des Beschwerdegegners als naheliegend erscheinen. Immerhin dürfte sich aber doch die Frage stellen, ob ein Wechsel von der Leitung dieses Betriebes zu einer Tätigkeit auf dem allgemeinen, von der Rechtsprechung als ausgeglichen vorausgesetzten Arbeitsmarkt nicht angezeigt wäre. Nachdem die B.________ GmbH offenbar über mehrere Jahre hinweg Verluste ausweisen musste, könnte die Realisierung eines höheren Verdienstes an einem andern Arbeitsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt durchaus im Bereich des Möglichen liegen, was eine geringere Invalidität zur Folge hätte. Wie das kantonale Gericht an sich richtig dargelegt hat, wäre dann nämlich - zumindest solange der Beschwerdegegner noch keine konkrete berufliche Umstellung ins Auge gefasst und auch tatsächlich vollzogen hat - das trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung zumutbarerweise erzielbare Invalideneinkommen unter Zuhilfenahme der vom Bundesamt für Statistik periodisch durchgeführten Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder der von der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) zusammengestellten Dokumentation der Arbeitsplätze (DAP) zu eruieren. Davon hat die Vorinstanz noch abgesehen, wohl weil sie - stillschweigend - davon ausging, die berufliche Integration als Geschäftsführer der B.________ GmbH rufe noch nicht nach Veränderungen im erwerblichen Tätigkeitsbereich. Diese Ansicht ist - auch wenn man anderer Meinung sein kann - jedenfalls nicht rechtswidrig. Der Beschwerdegegner führt seinen Betrieb schon seit dem Jahre 2003 und - wie das kantonale Gericht festgestellt hat - verdient er damit zwar nicht übermässig und hat auch schon Geschäftsverluste hinnehmen müssen, doch gelingt es ihm, sein Geschäft "am Laufen zu halten". Selbst den Ausführungen der Beschwerdeführerin ist zu entnehmen, dass offenbar eine Wende eingetreten ist, es die B.________ GmbH auch heute noch gibt und sie ihre Serie von verlustreichen Jahren erfolgreich überwunden hat. Unter diesen Umständen aber kann vom Beschwerdegegner nicht ernsthaft erwartet werden, sich schon im zweiten Jahr nach seinem Gleitschirmunfall nach einer neuen Betätigung umzusehen und sich mit einem Stellenwechsel auf eine doch einschneidende Veränderung seiner Lebenssituation einzulassen. Es erscheint deshalb grundsätzlich nicht als gerechtfertigt, den Umstand, dass die Vorinstanz den Betrag von Fr. 37'910.- als massgebendes Invalideneinkommen eingesetzt hat, zu beanstanden. Dabei handelt es sich um die Einkünfte im Jahre 2011, die sich nach den Ermittlungen der Firma G.________ laut deren Bericht vom 28. März 2012 anhand der Geschäftsabschlüsse der B.________ GmbH ermitteln liessen.