Citation: I 920/05 13.03.2006 E. 3

3. Arbeitsfähigkeit per Juli 2005 für leichte, behinderungsangepasste Arbeiten? Ich würden den Patienten im momentanen Stadium für diese Arbeiten zu 50 % arbeitsfähig erachten. 4.Ich habe den Verdacht auf eine Somatisierungsstörung geäussert und diesbezüglich Herrn S.________ vor einem Jahr an Dr. C.________ überwiesen". Aus den Ausführungen des Dr. med. A.________ ist zu schliessen, dass er nicht von seiner im Bericht vom 8. Juni 2005 geäusserten Auffassung, wonach bis dahin der Gesundheitszustand gleich geblieben sei, abgeht, sondern vielmehr von einer danach eingetretenen Verschlechterung ausgeht, wenn er im Berichtszeitpunkt vom 13. Dezember 2005 eine solche im letzten halben Jahr - mithin seit Mitte Juni 2005 - feststellt. Nachdem der Einspracheentscheid rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der gerichtlichen Überprüfungsbefugnis bildet (BGE 130 V 446 Erw. 1.2 mit Hinweisen), müsste demnach eine massgebende Verschlechterung, damit sie für das vorliegende Verfahren berücksichtigt werden kann, gerade im Zeitraum zwischen dem 9. Juni und dem 22. Juli 2005 eingetreten sein. Dass dies der Fall war, erscheint jedoch wenig plausibel. Insbesondere vermögen die von Dr. med. A.________ diesbezüglich erwähnten vermehrten Rückenbeschwerden, Ausstrahlungen und die Abdominal-Symptomatik nicht nachvollziehbar zu erklären, dass der Versicherte gerade seit dem fraglichen Zeitraum nunmehr nur noch zu 50 % - und nicht mehr wie jahrelang geschätzt von 80 % - arbeitsfähig sein soll. Der behandelnde Arzt weist denn auch weder auf ein in diese Zeit fallendes besonderes Ereignis, einen für die Rentenrevision massgeblichen Befund (wozu die "noch nicht vollständig abgeklungene Abdominalsymptomatik" auch mit Blick auf den nachgereichten Austrittsbericht des Gesundheitszentrums Y._______/YU nicht zählen dürfte) oder einen die gesundheitliche Situation des Versicherten massgebend anders darstellenden Arztbesuch hin. Abgesehen davon wäre auch mit einer im fraglichen Zeitraum ausgewiesenen Verschlechterung die erforderliche dreimonatige Wartezeit (vgl. Erw. 1 hievor) bis zum Erlass des Einspracheentscheides noch gar nicht beendet gewesen. Unter diesen Umständen erübrigt sich auch die vom Beschwerdeführer beantragte Einholung eines interdisziplinären Gutachtens, da von solchen Abklärungen für die hier massgebende Zeitspanne bis 22. Juli 2005 keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind. Hingegen wäre eine seit dem Einspracheentscheid vom 22. Juli 2005 allenfalls eingetretene, mit Bezug auf den Rentenanspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades im Rahmen eines neuerlichen Revisionsgesuchs geltend zu machen.