Citation: U 489/05 10.04.2006 E. 3

3.1 Die Vorinstanz erwog, es sei nicht überwiegend wahrscheinlich, dass innert der erforderlichen Latenzzeit von 72 Stunden ein für Schleudertraumata der HWS typisches buntes Beschwerdebild aufgetreten sei. Demgegenüber bringt die Versicherte vor, sie habe unmittelbar nach dem Unfall an massiven Angstzuständen sowie an Thorax- und Bauchschmerzen gelitten, die sie als lebensbedrohlich empfunden habe. Aus diesen Gründen sei sie nicht in der Lage gewesen, sich zu weiteren Beschwerden zu äussern, obwohl bereits kurze Zeit nach dem Unfall schleudertraumatypische Beschwerden aufgetreten seien. 3.2 Hausarzt Dr. med. N.________ gab mit Bericht vom 6. Dezember 2002 Auskunft über die beim Unfall erlittenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen und verneinte das Vorliegen von Schwindel, Kopfschmerzen, Amnesie und neurologischen Ausfällen ausdrücklich. Die Versicherte sei zwar nach dem Unfall "in einem derart verängstigten Zustand [gewesen], dass sie sich über irgendwelche Beschwerden gar nicht äussern konnte", indessen habe sie sich nach entsprechender medikamentöser Behandlung (Einnahme von Lexotanil) am 29. Oktober 2002 "subjektiv über die Beschwerden äussern" können (Schreiben des Hausarztes an den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin vom 8. Mai 2005). Wie dem Eintrag in der Krankengeschichte vom 29. Oktober 2002 zu entnehmen ist, klagte die Versicherte aber nur über Thorax- und Kopfschmerzen (im Liegen). Erstmals sind in den ärztlichen Aufzeichnungen am 30. November 2002 Konzentrationsstörungen und Vergesslichkeit dokumentiert; über Schlafstörungen (Albträume) hatte die Versicherte am 10. Dezember 2002 geklagt. Am 26. Januar 2003 standen Nackenschmerzen, Schlafstörungen und Vergesslichkeit im Vordergrund. Davon abgesehen, dass nach den zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid Hausarzt Dr. med. N.________ ein Schleudertrauma erst am 12. April 2003 erwähnte (nachdem ein solches ["Status nach Schleudertrauma"] unter dem Titel "Klinische Angaben" im radiologischen Bericht der Radiologie I.________ vom 23. Januar 2003 erstmals angeführt worden war), weshalb fraglich ist, ob eine Schleuderverletzung ärztlicherseits mit der erforderlichen Sicherheit nachgewiesen wurde (BGE 119 V 338 Erw. 1 in fine), lässt sich den zeitnahe zum Unfall erstellten ärztlichen Aufzeichnungen auch nicht eindeutig entnehmen, dass innert der Latenzzeit von ungefähr drei Tagen ein für Schleuder- oder ähnliche Verletzungen typisches buntes Beschwerdebild aufgetreten war. Indessen braucht die Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang zwischen den gesundheitlichen Beschwerden (Schmerzen in der Nackenmuskulatur, Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, intermittierender Schwindel) und dem Unfall vom 25. Oktober 2002 nicht abschliessend geklärt zu werden, da - selbst wenn auf Grund zusätzlicher Abklärungen eine natürliche Kausalität zu bejahen wäre - die Adäquanz, wie nachfolgend gezeigt wird, zu verneinen ist (vgl. SVR 1995 UV Nr. 23 S. 68 Erw. 3c).