Citation: 5A_928/2016 E. 6.3.3

6.3.3. Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer eine grosse Anzahl von Bewerbungen verfasst hat. Das Obergericht hielt aber fest, er habe sich vielfach auf Stellen beworben, deren Anforderungsprofil er von vornherein nicht erfülle (Ausbildung, Sprachkenntnisse sowie Anforderungen an das Alter). Es könne daher der Anschein nicht vermieden werden, der Beschwerdeführer habe seine Bemühungen durch möglichst viele Bewerbungen und Absagen unterstreichen wollen. Der Beschwerdeführer weist darauf hin, das Obergericht habe von ihm verlangt, sich auch auf Ausschreibungen zu bewerben, deren Anforderungsprofil er nicht voll erfülle. Es sei daher widersprüchlich und damit willkürlich, ihm gleichzeitig vorzuwerfen, sich auf Stellen zu bewerben, die nicht auf ihn zugeschnitten seien. Dem Beschwerdeführer kann nicht gefolgt werden. Zwar liegt Willkür vor, wenn ein Entscheid an einem inneren Widerspruch leidet (Urteil 9C_873/2014 vom 25. Februar 2015 E. 2.3). Ein solcher ist vorliegend jedoch nicht ersichtlich: Die Vorinstanz verlangt vom Beschwerdeführer, sich auch auf Stellen zu bewerben, deren Anforderungsprofil er nicht voll und ganz erfüllt und hält ihm zugute, dass er dies getan hat. Dies bedeutet nicht, dass sie nicht auch berücksichtigen darf, dass der Beschwerdeführer sich auf Stellen bewirbt, für die er etwa aufgrund der Ausbildung oder seiner Sprachkenntnisse offensichtlich nicht qualifiziert ist. Im Unterschied zu Bewerbungen auf Stellen, deren Anforderungen nicht gänzlich erfüllt werden, sind derartige Bewerbungen von vornherein aussichts- und damit zwecklos. Die Vorinstanz ist damit nicht in Willkür verfallen, wenn sie die hohe Anzahl von Bewerbungen mit Blick auf solche aussichtslosen Bemühungen relativiert hat. In diesem Zusammenhang ist im Übrigen ebenfalls nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die Ausbildung des Beschwerdeführers zum eidgenössisch diplomierten Exportfachmann nicht als einem Universitäts- oder (gleichwertigen) Hochschulabschluss gleichgestellt angesehen hat. Nichts für sich abzuleiten vermag der Beschwerdeführer schliesslich aus den von ihm zitierten Rückmeldungen auf seine Bewerbungen. Diese sind zwar durchaus höflich und wohlwollend formuliert. Sie vermögen aber nicht aufzuzeigen, dass die Bewerbungen auf Ausschreibungen, deren Anforderungen der Beschwerdeführer nicht erfüllte, nicht chancenlos waren.