Citation: 1C_289/2017 E. 4.4

4.4. Die Vorinstanz hat sich bei der Abweisung der Beschwerde, entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin, sodann nicht auf § 12a Abs. 2 BRG gestützt. Stattdessen wies sie die Beschwerde mit der Begründung ab, die Beschwerdeführerin hätte im Zuge der vorliegenden Zonenplanrevision beim (neuen) Erlass der Uferschutzzonen zwingendes geltendes Bundesrecht, mithin die Bestimmungen des GschG und insbesondere Art. 41a GschV, beachten müssen. Im Rahmen seiner Genehmigungspflicht von kommunalen Nutzungsplanungen habe der Regierungsrat festgestellt, dass die Planung der Beschwerdeführerin diese Voraussetzungen nicht erfülle. Insofern sei nicht zu beanstanden, wenn der Regierungsrat mittels der strittigen Auflage nachträglich die Einhaltung des Bundesrechts verlange. Dieser Auffassung ist beizupflichten. Die Beschwerdeführerin hat vorliegend eine Zonenplanrevision vorgenommen, d.h. neue Pläne und Reglemente erlassen. Bei der Änderung von Nutzungsplänen dürfen keine Festlegungen getroffen werden, die den Gewässerraumvorschriften widersprechen (vgl. Art. 36a Abs. 3 GschG; Art. 46 Abs. 1bis GschV; JEANNETTE KEHRLI, Spielräume der Kantone in der Gesetzgebung und der Rechtsanwendung, in: URP 2016, S. 738-756 und 745 mit Hinweisen; HANS W. STUTZ, a.a.O., S. 124). Die Einhaltung dieser Vorgaben hat der Kanton im Rahmen der Vorprüfungs- und Genehmigungsverfahren zu prüfen (ERIK LUSTENBERGER, a.a.O., S. 481). Die Ausführungen der Vorinstanz, die Beschwerdeführerin habe bei dem von ihr durchgeführten kommunalen Nutzungsplanungsverfahren jedenfalls bundesrechtskonforme Uferschutzzonen festzulegen gehabt, treffen daher zu.