Citation: I 143/04 05.08.2004 E. 2

2.1 In den drei angefochtenen Verfügungen wird eine Gutsprache für Kosten geleistet, die durch den Einsatz von H.________, dipl. Schreinermeister, als Vorbereiter und Begleiter für die Umstellung des Kleinbetriebs des Versicherten von Bauschreinerarbeiten auf die Fertigung von Kleinmöbeln, Halbfabrikaten oder Spielwaren entstehen. Dabei wird zwischen drei Phasen unterschieden: Die Phase 1 dient gemäss dem von der IV-Stelle genehmigten Vorschlag von H.________ vom 18. September 2000 der Evaluation von zur Herstellung geeigneten Produkten und wird mit einem Zwischenbericht über den Projektstand, die Zielerreichung und das weitere Vorgehen abgeschlossen. Die nächste Phase hat das Akquirieren von Kunden mit Vertragsabschluss zum Gegenstand und wird ebenfalls mit einem Zwischenbericht im erwähnten Sinne beendet, ehe in einem letzten Schritt die Produktion vor Ort vorbereitet und der Versicherte diese in Begleitung von H.________ schliesslich aufnehmen soll. Die den einzelnen Phasen zu Grunde gelegten Ziele sind im der IV-Stelle eingereichten Lösungsvorschlag von H.________ vom 31. Mai 2000 näher umschrieben: u.a. sollen mit Abschluss der mittleren Phase (Zusammen-)Arbeitsverträge über vier bis fünf Produkte vorliegen. Bis zu diesem Zeitpunkt ist der Beschwerdeführer in das Projekt nur marginal eingebunden. Erst danach wird der Betrieb physisch auf die Herstellung der neuen Produkte ausgerichtet. Selbstredend wird die IV-Stelle die Umschulungsmassnahme nicht weiterführen oder den geänderten Verhältnissen anpassen (etwa durch das Verlängern der Phase 2), wenn der Erfolg der beruflichen Massnahme zu diesem Zeitpunkt nicht absehbar ist, z.B. weil sich entgegen der durch Zustimmung zu Stande gekommenen Leistungsvereinbarung mit H.________ keine oder nicht genügend Auftraggeber finden lassen, die für eine erfolgreiche Neuausrichtung des Betriebs erforderlich wären. Zwar hat der Beschwerdeführer während den durch die Kostengutsprachen abgedeckten Massnahmen keine Möglichkeiten, sich gegen deren Fortsetzung mit einem Rechtsmittel zur Wehr zu setzen; indessen wird auch die IV-Stelle - wie bereits angesprochen - kein Interesse haben, die Umschulung zu Ende zu führen, wenn trotz Aufbringens allen guten Willens durch den Versicherten keine Aussicht auf Erfolg besteht. Die Beurteilung der Erfolgsaussichten wird aber allein Sache der IV-Stelle sein. Dem Versicherten stünde bei abweichender Auffassung einzig die Möglichkeit der Weigerung offen, mit der Konsequenz, dass er sich - nach durchgeführten Mahn- und Bedenkzeitverfahren - fortan den hypothetischen Abschluss der Umschulung entgegenhalten lassen müsste, so etwa bei der Invaliditätsbemessung. 2.2 Dem Beschwerdeführer ist die aktuell ausgeübte Tätigkeit aus gesundheitlicher Sicht nicht mehr in allen Teilen zuzumuten. Er ist auf die Mithilfe eines Dritten angewiesen. Die Anstellung eines Hilfsarbeiters ist aber aus betriebswirtschaftlichen Gründen unwidersprochenerweise nicht denkbar. Im Moment kann der Versicherte noch mit der Unterstützung seines heute ca. 80-jährigen Vaters rechnen. Mit Blick auf die dem Beschwerdeführer noch offen stehenden produktiven Jahre ist diese Lösung aber nicht zukunftsträchtig. Umgekehrt erscheint die vorgesehene Umstellung der Produktion als dem Leiden angepasst und eröffnet die Möglichkeit evt. gar ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen. Daher lassen sich die verfügten Kostengutsprachen nicht beanstanden. Es ist auf den einlässlich begründeten Entscheid der Vorinstanz zu verweisen. Dem Einwand des Beschwerdeführers, mit im Ausland industriell hergestellten Halbfabrikaten könne er niemals erfolgreich konkurrieren, wird H.________ bei der Evaluation der Produkte Rechnung tragen, hat er doch selbst im Lösungsvorschlag vom 31. Mai 2000 auf diese Problematik hingewiesen. Endlich trifft zu, dass H.________ in seinem ersten Bericht vom 29. März 2000 ein Weiterführen der bisherigen Tätigkeit empfahl, dies aber gleichzeitig als nicht optimal bezeichnete. Durch die vorgesehene Massnahme soll das bisherige Einkommen längerfristig gesichert und allenfalls verbessert werden. Demzufolge wäre es falsch, mit der Umschulung zuzuwarten, bis der Vater keine Hilfestellung mehr bieten kann und sich die gesundheitliche wie auch finanzielle Situation des Beschwerdeführers weiter verschlechtert hat.