Citation: 8C_727/2022 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz stellte nach Würdigung der medizinischen Akten fest, spätestens ab dem 1. November 2019 habe zwischen dem Unfallereignis vom 24. Mai 2019 und den fortbestehenden Beschwerden kein natürlicher Kausalzusammenhang mehr bestanden. Insbesondere habe keine richtunggebende Verschlimmerung vorgelegen. Sie stützte sich dabei auf die Aktenbeurteilung des beratenden Arztes der Zürich, Dr. med. C.________, vom 2. Juni 2021. Darin kam dieser zum Schluss, dass der Status quo sine ca. vier Monate nach dem Unfall vom 24. Mai 2019 erreicht gewesen sei. Er begründete dies damit, dass radiologisch bereits am 15. Juli 2019 nur mehr degenerative Veränderungen der Halswirbelsäule (HWS) ohne traumatisch bedingte strukturelle Veränderungen sichtbar gewesen seien. Eine vorübergehende Aktivierung der degenerativen Vorzustände durch den Unfall erachtete er als nachvollziehbar. Bei insgesamt regelrechter Regredienz der Beschwerden und dem Erreichen der vollen Arbeitsfähigkeit per 1. November 2019 könnten die länger anhaltenden Beschwerden aber nicht mit dem Unfall vom 24. Mai 2019 in Zusammenhang gebracht werden. Das kantonale Gericht stellte fest, die Aktenbeurteilung des Dr. med. C.________ stehe im Einklang mit den Akten des Hausarztes, der zunächst einen Fallabschluss innert zwölf Wochen ab Unfall prognostiziert und bereits im Juli 2019 eine Serie Physiotherapie aufgrund von Krankheit - nicht Unfall - verordnet habe, obwohl er den Fahrradsturz im Verordnungsdokument sogar erwähnt habe. Der Schmerzspezialist Dr. med. D.________, Facharzt für Anästhesiologie, habe sich sodann nicht zur Kausalität der Beschwerden geäussert. Insgesamt lägen keine abweichenden medizinischen Einschätzungen vor, welche die Aktenbeurteilung des Dr. med. C.________ in Zweifel ziehen könnten. Das kantonale Gerichte bestätigte folglich die Leistungseinstellung der Zürich per 1. November 2019.