Citation: 1B_149/2022 E. 1.4

1.4. Zusammengefasst erwog die Vorinstanz, mit Ausnahme eines Teils der sichergestellten physischen Dokumente (dem Arztgeheimnis unterliegende Unterlagen) sei der Beschwerdeführer seiner prozessualen Obliegenheit, die angeblich tangierten Geheimhaltungsinteressen hinreichend zu substanziieren, nicht nachgekommen. Demgegenüber macht der Beschwerdeführer geltend, trotz gewährter Akteneinsicht und Zustellung der sichergestellten und gespiegelten elektronischen Daten sei es ihm angesichts der grossen Datenmenge (545'695 Dateien) nicht möglich gewesen, innert der vom ZMG angesetzten Frist für jede Datei seine Geheimnisrechte mittels sog. "Tags" zu bezeichnen. Dies insbesondere deshalb, weil ein Teil der gespiegelten elektronischen Dateien beschädigt gewesen sei. Der Beschwerdeführer rügt in diesem Zusammenhang eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV). Den nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG sieht er darin, dass die Staatsanwaltschaft durch den angefochtenen Entsiegelungsentscheid Einblick in 545'695 elektronische Dateien erhalte, obwohl er zu keinem Zeitpunkt die Möglichkeit gehabt habe, die gesiegelten Daten abschliessend zu sichten um allfällige betroffene Geheimnisrechte substanziieren zu können.