Citation: 5A_960/2023 E. 2.3.3

2.3.3. Dem Beschwerdeführer steht einzig die Rüge offen, es sei willkürlich, auf die Kindesanhörung als Beweismittel zu verzichten. Zwar darf auf eine Kindesanhörung nicht gestützt auf eine antizipierte Beweiswürdigung verzichtet werden (s. vorne E. 2.3.1). Das ändert jedoch nichts daran, dass im Rahmen einer Willkürrüge aufzuzeigen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid auch im Ergebnis willkürlich sein soll (vgl. vorne E. 1.2). Diesen Anforderungen genügt die Beschwerde nicht. Die Vorinstanz hat daraus, dass die fast 14-jährige Tochter ihre Freizeit hauptsächlich bei der Mutter verbringt und dort auch ganz überwiegend übernachtet, geschlossen, dass die Tochter keine alternierende Obhut möchte. Unter Würdigung aller Umstände, insbesondere der Stabilität und Kontinuität der Betreuungssituation, ist die Vorinstanz zum Ergebnis gelangt, dass eine alternierende Obhut nicht im besten Interesse der Tochter ist. Der Beschwerdeführer führt zwar aus, warum es willkürlich sein soll, von einer (persönlichen) Erklärung der Tochter auszugehen, nicht an einer Anhörung teilnehmen zu wollen, und hält fest, dass klare Willensäusserungen nicht durch Mutmassungen ersetzt werden dürften. Damit begründet er jedoch nicht, inwiefern es unhaltbar sein soll, wenn die Vorinstanz davon ausgeht, die Tochter wolle keine alternierende Obhut. Die blosse Behauptung, die Tochter habe nicht zum Vater gehen dürfen, die in den Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz zudem keine Grundlage findet (vgl. vorne E. 1.2), genügt hierfür nicht. Insbesondere aber legt der Beschwerdeführer nicht dar, inwiefern der angefochtene Entscheid, der nicht allein mit dem Willen der Tochter begründet worden ist, wegen der unterlassenen Kindesanhörung auch im Ergebnis willkürlich sein soll (vgl. vorne E. 1.2).