Citation: 1C_741/2021 E. 3.2.4

3.2.4. Die Vorinstanz hat nicht nur das Vorliegen des Eintritts einer konkreten Gefahr angenommen, weil durch die Auffahrkollision Personen- und Sachschaden entstanden ist. Vielmehr hat sie ausführlich dargelegt, dass sie auch von einer erhöhten abstrakten Gefahr für Fussgänger ausgehe. Dabei konnte sich die Vorinstanz bezüglich der Tatsache, dass das Vorderfahrzeug wegen vortrittsberechtigter Fussgänger auf dem Fussgängerstreifen verkehrsbedingt bremsen musste, auf den Sachverhalt im Strafbefehl abstützen. Durch den dort angegebenen Sachverhalt wird sowohl das Vorhandensein eines Fussgängerstreifens bestätigt als auch der Umstand, dass sich darauf konkret Fussgänger befanden. Die Beschwerdeführerin setzt sich mit dieser zusätzlichen Begründung der Vorinstanz in ihrer Beschwerde gar nicht auseinander, obwohl bereits das Bewirken einer erhöhten abstrakten Gefahr für Dritte die Annahme einer leichten Widerhandlung ausschliesst.