Citation: 9C_588/2019 E. 5.1

5.1. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass sein Vertretungsbeistand die Meldepflicht verletzte und diesem die Gutgläubigkeit abzusprechen ist. Weiterungen dazu erübrigen sich (vgl. E. 1.1 hievor). Wie die Vorinstanz richtig erwogen hat, muss sich der Beschwerdeführer als Verbeiständeter sowohl das Verhalten wie auch die Kenntnisse seines Beistands anrechnen lassen, was auch für die Belange der Meldepflichterfüllung gilt (vgl. E. 3.2 hievor). Auf den in diesem Zusammenhang bereits von der Vorinstanz zitierten einschlägigen BGE 112 V 97 weist im Übrigen auch der Beschwerdeführer selber hin. Insofern er sich das Verhalten und die Kenntnisse seines Beistands dennoch nicht anrechnen lassen will, kann ihm nicht gefolgt werden. Unverfänglich ist in diesem Zusammenhang der Hinweis auf seine psychischen Erkrankungen und seine mangelhaften Deutschkenntnisse, welche ihn davon abgehalten hätten, seine Geschäfte selber zu regeln und zu überblicken sowie allfällige Unterlassungen seines Beistands zu erkennen. So ist es gerade Sinn und Zweck der Vertretungsbeistandschaft, jenen Personen einen Beistand zur Seite zu stellen, welche bestimmte Angelegenheiten wegen derlei Defiziten nicht selber regeln können. Am Grundsatz der Zurechenbarkeit der Handlungen und Kenntnisse seines Beistands ändert dies freilich nichts. Es ist auch nicht ersichtlich oder substanziiert dargelegt (vgl. E. 1.2 hievor), inwiefern diese Regelung das Diskriminierungsverbot verletzen, insbesondere die unterschiedliche Behandlung an ein verpöntes Kriterium (BGE 134 I 105 E. 5 S. 108 f.) anknüpfen sollte. Eine gänzlich andere Frage ist jene nach den Folgen eines allfälligen Fehlverhaltens des Beistands im Verhältnis zum Beschwerdeführer. Diese Frage wäre indessen nicht im vorliegenden Sozialversicherungsverfahren, sondern in einem allfälligen Verantwortlichkeitsverfahren nach Art. 454 ZGB zu klären.