Citation: 5A_34/2021 E. 1.2.3

1.2.3. Zwar trifft zu, dass die Erträge aus dem geerbten Vermögen der Funktion nach die Unterhaltspflicht des verstorbenen Elternteils ersetzen (vgl. KAMP/BREITSCHMID, Minderjährige Erben, successio 2013 S. 94). Allerdings ist weder dargetan noch ersichtlich, inwiefern durch die Nichtgenehmigung des Vergleichs die Erträgnisse des Kindesvermögens, die gemäss Art. 319 Abs. 1 ZGB insbesondere für Unterhalt, Erziehung und Ausbildung des Kindes verwendet werden dürfen, tatsächlich nennenswert gesteigert würden. Im Gegenteil: Mit dem Vergleich wird die Beschwerdegegnerin zwar mit einer Abgeltungssumme von Fr. 260'000.-- entschädigt. Sie verzichtet im Gegenzug jedoch namentlich auf das Wohnrecht an der 4.5-Zimmer-Wohnung im oberen Stock der bäuerlichen Liegenschaft samt Garten (wobei der "Mietzins" Fr. 700.-- betragen hätte). Die Beschwerdeführerin teilt in ihrer Beschwerde die vorinstanzliche Annahme, dass die Ablösung des Wohnrechts eine Vermietung der 4.5-Zimmer-Wohnung zu einem Mietpreis von Fr. 1'650.-- erlaubt, womit unbestritten ist, dass durch den in der Vereinbarung festgehaltenen Verzicht auf das Wohnrecht eine bedeutende Steigerung der Mietzinserträge ermöglicht wurde. Soweit die Beschwerdeführerin mutmasst, dass sich die Beschwerdegegnerin allenfalls auch mit einem geringeren Betrag zufriedengegeben hätte (die Beschwerdeführerin selbst hat zunächst eine Vergleichssumme von Fr. 210'000.--, später von Fr. 180'000.-- [s. angef. Entscheid E. 4.1] und zuletzt vor Ober- und Bundesgericht von Fr. 34'121.35 [angef. Entscheid E. 5.1; bundesgerichtliche Beschwerde Rz. 11] als angemessen erachtet), ist dies rein spekulativ, womit als Vergleichsmassstab einzig die Ertragssituation bei Scheitern der Vergleichsgespräche und Fortbestand des Wohnrechts herangezogen werden kann. Weshalb die Vermögenserträge diesfalls trotz der erheblich geringeren Mieteinnahmen insgesamt höher sein sollten, geht aus der Beschwerdeeingabe nicht hervor. Auch sonst sind berechtigte eigene Interessen der Beschwerdeführerin, welche diese in einem Verfahren wie dem vorliegenden geltend machen könnte, nicht ersichtlich. Das von der Beschwerdeführerin darüber hinaus geltend gemachte Eigeninteresse gründet einzig in einer besonderen Beziehung zum direkt betroffenen Sohn. Ein solches mittelbares Interesse begründet kein eigenes Interesse der Beschwerdeführerin, das im Sinne von Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG schutzwürdig wäre und sie zur Beschwerde an das Bundesgericht berechtigen würde. Welche Erinnerungsstücke B.A.________ vorenthalten werden und inwiefern genau die Beschwerdeführerin davon selber konkret betroffen wäre, wird in der Beschwerde ohnehin nicht erörtert.