Citation: 2C_85/2007 01.10.2007 E. A

Am 26. März 2006 schrieb die Rhätische Bahn AG (im Folgenden auch: RhB) die Lieferung und Installation von Billettautomaten (inkl. Softwarelösung für die Abrechnung sowie Demontage und Entsorgung der alten Geräte) im "offenen Verfahren gemäss GATT/WTO" zur Bewerbung aus. Gemäss den Ausschreibungsunterlagen sollte der Zuschlag an das wirtschaftlich günstigste Angebot erfolgen, welches nach folgenden Zuschlagskriterien zu ermitteln war: Kriterien Kriteriengewicht Zweckmässigkeit, Qualität, Erprobtheit und 40 % Funktionalität der offerierten Billettautomaten und Softwarelösung (Billettautomaten 60%, Softwarelösung 40%) Investitionskosten 40 % Unterhalt und Service après vente 20 % Die Punktebewertung der insgesamt sechs eingegangenen Offerten ergab - soweit hier interessierend - folgendes Bild: Firma Funktionale Anforderung Anforderung Software Investitionskosten Wartung und Service Total Punkte Y.________ AG 21,4 16,0 35,5 (3'537'307.--) 19,1 92 X.________ AG 19,9 13,1 36,4 (3'487'000.--) 13,6 83 Z.________ AG 20,9 16,8 30,5 (3'825'565.--) 10,9 78,3 (...). Mit Beschluss vom 27. Oktober 2006 vergab die RhB den Auftrag 3'537'307.-- an die erstplatzierte Y.________ AG (D). Hiegegen erhob u.a. die zweitplatzierte X.________ AG Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. Sie verlangte eine Neubeurteilung ihrer angebotenen Software-Lösungen und Dienstleistungen anhand eindeutiger, vergleichbarer und transparenter Kriterien. Überdies seien bei der funktionalen Bewertung der angebotenen Automaten verschiedene Fehler gemacht worden - namentlich auch bei der Position Wartung und Service -, welche korrigiert werden müssten. Aufgrund dieser Vorbringen nahm die RhB verschiedene Anpassungen bei der Punktebewertung vor. Sie gestand zu, dass das für die kostenwirksamen Aspekte (Service- und Wartungskosten) gewählte Bewertungssystem nicht vollends zu überzeugen vermöge, weshalb dieses Kriterium nochmals beurteilt worden sei. Diese Neubewertung legte die RhB im Rahmen des Beschwerdeverfahrens vor dem Verwaltungsgericht ins Recht und begründete ihr Vorgehen im Einzelnen. Neu erhielt das Angebot der Beschwerdeführerin unter dem Titel "Wartung und Service" 9,3 Punkte, dasjenige der berücksichtigten Bewerberin 17,7 Punkte. Die Gesamtbewertung der Angebote beider Konkurrentinnen ergab nun folgendes Bild: X.________ AG Y.________ AG Funktionale Anforderungen 20,6 21,4 Softwarelösung 13,1 16,0 Investitionskosten 36,4 35,5 Wartung und Service 9,3 17,7 Gesamtpunktzahl 79,4 90,6 Nach Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels wies das Verwaltungsgericht die Beschwerde am 8. Februar 2007 ab. Das begründete Urteil ging dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin am 21. Februar 2007 zu.