Citation: 6B_602/2017 E. 1.2.2

1.2.2. Die Vorinstanz nimmt in rechtlicher Hinsicht an, der Beschwerdeführer habe im Sinne von Art. 314 StGB bei einem Rechtsgeschäft gehandelt, indem er es unterlassen habe, die Nachbesserungsansprüche des Gemeinwesens geltend zu machen. Damit habe er dessen Interessen in ideeller Hinsicht geschädigt. Dabei sei nicht entscheidend, zu welchem Zeitpunkt wie viele Bürger tatsächlich in ihrem Vertrauen in die Submissionspraxis des JSD erschüttert worden seien, zumal es sich nicht um Vorgänge gehandelt habe, die sich nur in einem internen Gremium abgespielt hätten. Darüber hinaus liege auch ein materieller Schaden vor, da der Beschwerdeführer mit seinem Verhalten die Durchsetzung der kauf- bzw. werkvertragsrechtlichen Ansprüche gegenüber der Firma A.________ zumindest vorübergehend ganz erheblich gefährdet habe. Selbst wenn man davon ausgehen wollte, dass der Beschwerdeführer bei der Abnahme des Infomobils wegen des Gewichts einen Vorbehalt angebracht habe, wären die Nachbesserungsansprüche zumindest dadurch erheblich gefährdet gewesen, dass er mit seinem Vorgehen eine Verschleierung der Überlast bewirkt habe. Denn es sei keineswegs klar gewesen, dass nach den Eingriffen von I.________ noch eruierbar sein würde, inwiefern die Herstellerfirma für die Gewichtsüberschreitung verantwortlich gewesen sei. Dass die Herstellerin schliesslich eingelenkt und die Nachbesserung vorgenommen habe, sei lediglich auf Kulanz zurückzuführen (angefochtenes Urteil S. 25 ff.). In subjektiver Hinsicht kommt die Vorinstanz zum Schluss, einen Vorteil habe zunächst die Herstellerfirma erlangt, da sie wegen des Verzichts auf die Geltendmachung der Nachbesserungsansprüche nicht auf ihre Kosten die entsprechenden Anpassungen habe vornehmen müssen. Daneben habe auch der Beschwerdeführer selbst insofern einen Vorteil erlangt, indem er seinen Auftrag nach aussen als tadellos ausgeführt habe präsentieren können (angefochtenes Urteil S. 27).