Citation: 9C_528/2020 E. 4.3.1

4.3.1. Vorab ist dem Beschwerdeführer dahingehend beizupflichten, dass die Invalidenversicherung final konzipiert ist (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.3.1 S. 225 mit Hinweis). Somit sind grundsätzlich auch die unfallfremden Einschränkungen zu berücksichtigen. Daraus kann der Versicherte hier jedoch nichts zu seinen Gunsten ableiten. Denn das kantonale Gericht würdigte die medizinischen Akten und begründete, weshalb es auf den Bericht des Dr. med. B.________ abstellte und warum es für die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung nur die Unfallfolgen als relevant erachtete. Der Versicherte vermag allein mit dem Hinweis auf die Berichte des RAD, die nach dem Gesagten in der vorinstanzlichen Beweiswürdigung Berücksichtigung fanden, nicht darzutun, inwiefern die Sachverhaltsfeststellungen des kantonalen Gerichts offensichtlich unrichtig oder sonstwie bundesrechtswidrig sein sollen. So handelt es sich bei den vom Beschwerdeführer vorgebrachten Leiden - bis auf die Allergieerkrankung - um Beschwerden, die vom Kreisarzt ebenfalls aufgegriffen und beurteilt wurden. So gab auch Dr. med. B.________ an, dass der Versicherte unter Bewegungseinschränkungen des revaskulisierten osteosynthetisch versorgten subtotal amputierten rechten Zeigefingers leide. Ob eine Kraftverminderung in den Händen vorliegt, prüfte auch Dr. med. B.________. Er konnte jedoch keine solche erkennen. Gemäss dem Kreisarzt sei der Händedruck seitengleich kräftig gewesen. Ebenfalls erachtete auch Dr. med. B.________ das permanente Tragen von festem orthopädischem Schuhwerk mit links integrierter Heidelberger-Schiene als notwendig. Der RAD listete zwar eine allergische Alveolitis bei beruflicher Exposition (Bauer) sowie eine leichte obstruktive Bronchitis bei den Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit auf, was nicht nachvollziehbar ist. Denn die von ihm angenommene 40%ige Arbeitsfähigkeit führte er einzig auf die Unterschenkel- sowie die Handproblematik zurück.