Citation: 8C_318/2023 E. 5.3

5.3. Die Beschwerdeführerin macht schliesslich geltend, dass sie nach der familiären Pause wieder in die Erwebstätigkeit eingestiegen sei, als die Unterhaltspflicht ihres geschiedenen Ehemanns für den ältesten Sohn geendet habe. Es sei naheliegend, dass sie ihr Pensum in der Folge, nach Abschluss der Lehre des mittleren Kindes, ihrer Tochter, weiter erhöht hätte. Diese habe die erste Lehre als Dentalhygienikerin abgebrochen, danach ein Berufsvorbereitungsjahr für Jugendliche ohne Lehrstelle absolviert und schliesslich eine Lehrstelle als Kauffrau gefunden, die bis Juli 2019 gedauert habe. Die Vorinstanz stellte dazu fest, dass die Kinder zum Zeitpunkt der Aufnahme der selbstständigen Erwerbstätigkeit der Beschwerdeführerin 13, 15 und 18 Jahre alt gewesen seien. Ihre Betreuung hätte bereits damals einer Anstellung mit einem höheren Erwerbspensum nicht entgegengestanden. Das kantonale Gericht vermochte daher dem Einwand der Beschwerdeführerin, dass sie ihre bisherige Erwerbstätigkeit im Umfang von 20 % nach Abschluss der Lehre der 1996 geborenen Tochter im Jahr 2019 auf 80 % gesteigert hätte, nicht zu folgen. Inwiefern die Vorinstanz damit Bundesrecht verletzt haben sollte, ist nicht erkennbar. Dies gilt insbesondere auch insoweit, als die Beschwerdeführerin nicht aufzeigt, inwiefern eine zeitliche Steigerung der seit 2011 ausgeübten Tätigkeit als Reinkarnationstherapeutin aussichtsreich gewesen wäre beziehungsweise dass sie sich um eine Anstellung mit einem höheren Pensum bemüht hätte. Dass sie darauf finanziell allenfalls erst nach Beendigung der Unterhaltspflicht des Vaters bei Abschluss der Ausbildung der Kinder angewiesen war, kann daran nichts ändern.