Citation: 4A_163/2017 E. 2.2.4

2.2.4. Schliesslich trägt der Beschwerdeführer vor, eine "Verletzung des rechtserheblichen Sachverhalts" bestehe darin, dass weder die von ihm mehrfach beantragte Gerichtsexpertise noch wie von ihm beantragt die Akten der Arbeitslosenversicherung eingeholt worden seien. Ein Gericht kann davon absehen, ein beantragtes Beweismittel abzunehmen, wenn es ohne Willkür in vorweggenommener Beweiswürdigung annehmen darf, eine weitere Beweiserhebung würde seine Überzeugung nicht beeinflussen (BGE 134 I 140 E. 5.3 S. 148; 130 II 425 E. 2.1 S. 429; je mit Hinweisen). Da insofern eine Frage der Beweiswürdigung zu beurteilen ist, prüft das Bundesgericht dies einzig unter dem Gesichtswinkel der Willkür (BGE 131 I 153 E. 3 S. 157). Die Vorinstanz lehnte es in antizipierter Beweiswürdigung ausdrücklich ab, ein weiteres Gerichtsgutachten einzuholen. Mit dem MEDAS-Gutachten bestehe bereits ein Gutachten i.S.v. Art. 183 ff. ZPO, das sich zu den aufgeworfenen Fragen äussere, weshalb nicht zu erwarten sei, dass ein weiteres Gutachten neue entscheidrelevante Erkenntnisse bringen würde. Zu dieser Erwägung äussert sich der Beschwerdeführer nicht. Er beharrt vielmehr bloss darauf, mehrmals ein gerichtliches Gutachten beantragt zu haben, was umso mehr angezeigt sei, da "derart viele Mediziner" die Arbeitsunfähigkeit bestätigen würden. Den Anforderungen an eine Willkürrüge genügt dies nicht (vgl. E. 1.2). Zum Beweisantrag um Beizug der Akten der Arbeitslosenkasse äusserte sich die Vorinstanz demgegenüber nicht ausdrücklich. Zu prüfen bleibt, ob aus den Umständen auf eine stillschweigende Abweisung dieses Antrags geschlossen werden muss. Die Vorinstanz hielt in ihrem Urteil fest, der Beschwerdeführer habe sich im Dezember 2006 bei der Arbeitslosenversicherung zur Arbeitsvermittlung und zum Leistungsbezug angemeldet. Ein solcher Anspruch sei vom zuständigen Amt im August 2007 infolge fehlender Vermittlungsfähigkeit verneint worden. Bei den Beweismitteln bezüglich des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers führte sie sodann u.a. drei Berichte aus dem Jahre 2008 auf. Im Rahmen der Beweiswürdigung stützte sie sich vor allem auf das spätere MEDAS-Gutachten, das dem massgeblichen Zeitraum näher liegt; auf die früheren Berichte ging sie nicht mehr explizit ein. Dies kann nicht anders verstanden werden, als dass die Vorinstanz Berichten, die zeitlich vor dem MEDAS-Gutachten erstellt worden sind, hinsichtlich der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ab Oktober 2012 keine wesentliche Bedeutung mehr zumass. Dies sowie die damit einhergehende, in antizipierter Beweiswürdigung stillschweigend erfolgte Abweisung des Beweisantrags bezüglich Akten der Arbeitslosenkasse ist nicht willkürlich. Im Übrigen erhielt der Beschwerdeführer im Zeitpunkt, als in Bezug auf die Arbeitslosenversicherung seine fehlende Vermittlungsfähigkeit festgestellt wurde, noch Taggelder von der Unfallversicherung, was - auch losgelöst von der späteren Erstellung des MEDAS-Gutachtens - die Aussagekraft der diesbezüglichen Akten von vornherein relativiert.