Citation: 6B_212/2016 E. 1.4.3

1.4.3. Es ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz der Aussage des Beschwerdeführers, wonach er den Belastungszeugen korrekt überholt und dabei dem Lastwagen mittels Handzeichen bedeutet habe, dass er zu schnell gefahren sei, keinen Glauben schenkt. Diese Aussage ergibt keinen Sinn. Es leuchtet nicht ein, warum es den Beschwerdeführer stören sollte, wenn der Lastwagen schneller fährt als erlaubt, und warum er ihm deswegen ein Handzeichen geben sollte. Demgegenüber erscheint es plausibel, wenn die Vorinstanz annimmt, der Beschwerdeführer habe den auf dem Überholstreifen fahrenden, offensichtlich aus seiner Sicht zu langsamen Lastwagen rechts überholt und ihm ein Zeichen der Missbilligung gegeben. Dies würde auch die Wut des Belastungszeugen und dessen Reaktion ansatzweise erklären. Entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers betreffen die von der Vorinstanz konstatierten Widersprüche in seinen Aussagen das Kerngeschehen. Die Frage, warum der Belastungszeuge die Lichthupe betätigt und den Beschwerdeführer verfolgt hat, hängt mit dem diesem vorgeworfenen Verhalten - dem Rechtsüberholen - direkt zusammen. Es ist auch nicht willkürlich, wenn die Vorinstanz erwägt, es sei auffallend, dass der Beschwerdeführer zunächst von einem vorangehenden Ereignis, weswegen er zum Anhalten gezwungen worden sei, berichtet, später aber nichts mehr davon wissen will. Zwar muss er über die Gründe für die Wut des Belastungszeugen nicht spekulieren, er müsste aber das "vorangegangene Ereignis" aus seiner Sicht schildern können. Die vorinstanzliche Annahme, der Beschwerdeführer habe durch sein Verschweigen eigenes Fehlverhalten kaschieren wollen, ist nicht von der Hand zu weisen und jedenfalls nicht unhaltbar. Nicht nachvollziehbar ist schliesslich der Einwand, wonach seine Aussagen nicht unbesehen einander gegenübergestellt werden könnten, weil er einmal als Anzeigesteller und später als Beschuldigter befragt worden sei. Es leuchtet nicht ein, warum seine Sachverhaltsdarstellung je nach Rolle im Verfahren eine andere sein soll. Im Übrigen scheint der Beschwerdeführer zu verkennen, dass die Vorinstanz seine Aussagen nicht deshalb als unglaubhaft beurteilt, weil er ein Fehlverhalten bestritten hat, sondern weil sie diese für widersprüchlich hält. Darin liegt keine Willkür. Entgegen seiner Darstellung kommt die Vorinstanz auch ihrer Begründungspflicht, namentlich hinsichtlich der Würdigung von dessen Aussagen, ausreichend nach. Es war ihm denn auch ohne Weiteres möglich, den Entscheid in Kenntnis der wesentlichen Gründe anzufechten. Auch insoweit ist sein rechtliches Gehör nicht verletzt.