Citation: 6B_507/2024 E. 1.3.1

1.3.1. Der Beschwerdeführer rügt eine willkürliche Beweiswürdigung betreffend die Vorwürfe gemäss Dossier 1 (einfache Körperverletzung und Drohung zum Nachteil des Beschwerdegegners 2). Indem sich die Vorinstanz unkritisch auf die Schilderungen des Beschwerdegegners 2 stütze und die Aussagen des Beschwerdeführers als unglaubhaft taxiere, verfalle sie in Willkür. Die Vorinstanz berücksichtige nicht, dass ein Handgemenge dynamisch verlaufe und es den wenigsten Menschen möglich sei, das Vorgefallene genau zu schildern. Wenn der Beschwerdeführer zu dem von ihm geltend gemachten Verhalten des Beschwerdegegners 2 nicht gleichbleibend ausgesagt habe, mit welcher Hand bzw. ob mit beiden Händen der Beschwerdegegner 2 ihn gewürgt habe, so sei dies nachvollziehbar. Und wenn der Beschwerdeführer in der polizeilichen Einvernahme die Frage nach tätlichem Verhalten des Beschwerdegegners 2 verneint habe, so sei dies darauf zurückzuführen, dass die Sache für ihn erledigt gewesen sei. Soweit er explizit ausgesagt habe, der Beschwerdegegner 2 habe ihn nicht geschlagen, so könne dies einem (sprachlichen) Missverständnis geschuldet sein. Es sei auch kein "geeigneter Widerspruch", wenn der Beschwerdeführer innerhalb eines Zeitraums von fast zwei Jahren nicht gleichlautend ausgesagt habe, ob er vom Beschwerdegegner 2 geschlagen worden sei oder nicht. Daher sei der Schluss der Vorinstanz, die Aussagen des Beschwerdeführers seien unglaubhaft und es könne nicht darauf abgestellt werden, willkürlich. Sodann macht der Beschwerdeführer geltend, die Feststellung der Vorinstanz, der Beschwerdegegner 2 habe im Wesentlichen konstant und widerspruchsfrei ausgesagt, entspreche nicht den Akten. Denn während sich dieser bei der Polizei zur Intensität des Schlags nicht geäussert habe, habe er erstmals bei der Staatsanwaltschaft von einem starken Schlag gesprochen und als Folge davon eine im Vergleich zur polizeilichen Einvernahme längere Arbeitsunfähigkeit behauptet. Da die Aussagen beider Beteiligten gewisse Widersprüche aufwiesen, müsse von der für den Beschwerdeführer günstigeren Tatversion ausgegangen werden. Entsprechend sei er von den Vorwürfen der einfachen Körperverletzung und Drohung zum Nachteil des Beschwerdegegners 2 freizusprechen.