Citation: 1B_493/2020 E. 4.4

4.4. Nach den Feststellungen der Vorinstanz ist der psychisch schwer kranke Beschwerdeführer nach wie vor gewaltbereit und (mangels therapeutischer Behandlung, die er derzeit ablehnt) sehr unberechenbar: Auch nach der Anklageerhebung habe er weitere Personen massiv bedroht. Weil seine polizeiliche Zuführung "den Einsatz von erheblicher Gewalt durch mehrere Polizeibeamte erfordert hätte", habe die Verteidigung ein Gesuch um seine Dispensation von der erstinstanzlichen Hauptverhandlung vom 28. Mai 2020 gestellt. Das Strafgericht entsprach dem Gesuch (vgl. angefochtener Entscheid, S. 2 E. 4). Schon die zahlreichen (vier Bundesordner Akten umfassenden) Laieneingaben des Beschuldigten im Untersuchungsverfahren und im Hauptverfahren vor dem Strafgericht hätten weitere (teilweise gravierende) Drohungen und Ehrverletzungen gegen Justizpersonen und andere Betroffene enthalten. Im Berufungsverfahren habe er unter anderem eine 247-seitige, grösstenteils unverständliche Berufungsschrift eingereicht; diese habe (mit Ausnahme von drei Seiten) zurückgewiesen werden müssen. Die Verteidigung sei vom Obergericht eingeladen worden, die Berufungseingabe zu ersetzen bzw. neu zu fassen. Auch im Berufungsverfahren habe der Beschwerdeführer zahlreiche (weitere) Schreiben eingereicht, "welche bereits auf den Briefumschlägen massive Beschimpfungen und Drohungen erkennen liessen". Da diese Schreiben keinen relevanten Fallbezug aufgewiesen hätten "und überdies andernfalls immer neue Straftaten generiert worden wären", habe das Obergericht solche Post "in der Folge ungeöffnet zu den Akten genommen". Die Verteidigung sei darüber laufend informiert worden. Die Vorinstanz lud den Beschuldigten zur Berufungsverhandlung vor. In einem Schreiben vom 27. Juli 2020 mit erneuten "massiven Drohungen" habe er dem Obergericht mitgeteilt, dass er an der Verhandlung nicht teilnehmen werde; auch seien die mit dem Zuführungsbefehl betrauten Polizeiorgane von ihm darüber informiert worden, "wie ihnen geschehen werde", falls sie seine Gefängniszelle beträten. Nach Mitteilung des Transportdienstes der Zuger Polizei habe er die (gewaltlose) Zuführung verweigert. Das von der Verteidigung anlässlich der Berufungsverhandlung vom 18. August 2020 gestellte Gesuch um Dispensation des Beschuldigten vom persönlichen Erscheinen hiess das Obergericht gut (angefochtener Entscheid, S. 2 E. 3, S. 3 E. 8 f. und S. 4 E. 14-18). In der Beschwerdeschrift werden diese Vorgänge nicht bestritten. Vielmehr räumt der amtliche Verteidiger ein, dass sein Mandant "weiterhin - oder erst recht - Drohungen oder Beschimpfungen" ausspreche.