Citation: 8C_523/2024 E. 1.2

1.2. Im Beschwerdeverfahren um die Zusprechung oder Verweigerung von Geldleistungen der Militär- oder Unfallversicherung ist das Bundesgericht nicht an die vorinstanzliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gebunden (Art. 97 Abs. 2 und Art. 105 Abs. 3 BGG). Gemäss Dispositiv des angefochtenen Urteils wird die Suva verpflichtet, die Heilungskosten über den 31. August 2022 hinaus zu übernehmen. Dabei handelt es sich um Sachleistungen, für die die Ausnahmeregelung in Art. 105 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 97 Abs. 2 BGG nicht zur Anwendung gelangt. Die Suva macht aber zu Recht geltend, dass die Vorinstanz in ihren Erwägungen einen natürlichen Kausalzusammenhang zwischen den vom Beschwerdegegner über den 31. August 2022 hinaus geklagten Beschwerden und der initialen Schnittverletzung von Anfang Mai 2022 bejaht hat. Daraus ergibt sich nicht nur ein Anspruch des Beschwerdegegners auf Übernahme der Kosten der Heilbehandlung, sondern - unter den Voraussetzungen von Art. 16 UVG - auch ein Taggeldanspruch, der vom Streitgegenstand im kantonalen Beschwerdeverfahren ebenfalls erfasst war. Mithin stehen auch Geldleistungen zur Diskussion, sodass die genannte Ausnahmeregelung vorliegend anwendbar ist.