Citation: C 198/03 02.12.2003 E. 2

Streitig ist die Frage der Einstellung in der Anspruchsberechtigung. Die Vorinstanz bejaht sie, da der Versicherte ohne entschuldbaren Grund das zumutbare Einsatzprogramm beendet habe, während der Beschwerdeführer der Auffassung ist, die Tätigkeit im Einsatzprogramm sei ihm gesundheitlich nicht zumutbar und der Einsatzabbruch damit entschuldbar gewesen. 2.1 Zunächst ist festzuhalten, dass der Versicherte zu Recht zum Besuch des Beschäftigungsprogramms angewiesen worden ist, da sich dadurch bei der seit gut einem Jahr bestehenden Arbeitslosigkeit die Chance der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt erhöht hätte. Es ist dem RAV zur Zeit der Zuweisung im Übrigen noch nicht bekannt gewesen (und hätte am Sinn des Besuchs des Einsatzprogramms auch nichts geändert), dass der Beschwerdeführer ab dem 1. Juni 2002 eine neue Stelle als Koch in einem Restaurant antreten konnte (die er kurz darauf jedoch wieder verloren hat). 2.2 Aufgrund der Akten ist erstellt und auch unbestritten, dass dem Versicherten Arbeiten mit Exposition zu Staub oder Rauch infolge Verbrennung von Chemikalien aus medizinischer Sicht nicht möglich sind. Im Weiteren ist - wie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu Recht ausgeführt wird - auch gestützt auf die Stellungnahme des Leiters des Einsatzbetriebes vom 31. März 2003 davon auszugehen, dass die dem Beschwerdeführer im Beschäftigungsprogramm zugewiesene Arbeit nur eine leichte Staub- und Geruchsexposition aufgewiesen hat. Es stellt sich jedoch die Frage, ob diese sehr geringen Immissionen dem Versicherten aus medizinischen Gründen zumutbar gewesen sind oder ob er solche Einwirkungen strikt zu vermeiden hatte. In dieser Hinsicht ist vom kurzen Bericht des Dr. med. C.________ vom 15. Mai 2002 auszugehen, der einerseits keine entsprechenden Aussagen macht und andererseits keinerlei Hinweise dafür enthält, dass beim Versicherten - nach anderthalb Tagen Tätigkeit im Einsatzprogramm - Symptome aufgetreten sind, die auf Arbeiten in nicht zumutbarer Umgebung zurückzuführen sind und eine sofortige Aufgabe der Tätigkeit im Einsatzprogramm bedingen. Im Weiteren fällt auf, dass der Beschwerdeführer erst im Rahmen des rechtlichen Gehörs am 17. Juni 2002 gegenüber dem RAV konkrete gesundheitliche Probleme erwähnt hat, während er in seinen mündlichen Äusserungen und zwei vorangegangenen schriftlichen Stellungnahmen immer nur in abstrakter Weise davon gesprochen hat, Staub- und Rauchexposition vermeiden zu müssen resp. Atemschwierigkeiten zu haben. Damit ist davon auszugehen, dass im Einsatzprogramm zwar eine leichte Exposition zu Staub und Gerüchen stattgefunden hat, die jedoch nicht einen sofortigen Abbruch des Einsatzes notwendig machte; weitere Abklärungen erübrigen sich. 2.3 Da die Tätigkeit im Einsatzprogramm nur eine leichte Exposition zu Staub und Gerüchen aufwies (Erw. 2.1 hievor) und damit aus medizinischen Gründen nicht offensichtlich unzumutbar war, hätte der Versicherte Hand dazu bieten müssen abzuklären, ob ihm nicht eine (noch) weniger staub- und geruchsexponierte Tätigkeit hätte zugewiesen können, oder ob er seine Arbeit allenfalls unter Verwendung einer Schutzmaske hätte erledigen müssen. So hat der Leiter des Einsatzbetriebes mit Schreiben vom 17. Mai 2002 gegenüber dem RAV ausgeführt, der Beschwerdeführer habe am Abend des 14. Mai 2002 erklärt, er werde am nächsten Tag nochmals zur Arbeit erscheinen, eine Schutzmaske tragen oder wenn nötig an einem anderen Arbeitsplatz weiterarbeiten. Dies hat der Versicherte jedoch unbestrittenermassen nicht getan, so dass er das Einsatzprogramm ohne entschuldbaren Grund verlassen hat, weshalb er in der Anspruchsberechtigung einzustellen ist (Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG).