Citation: 4A_12/2020 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz hielt fest, es sei unbestritten, dass die Beschwerdeführerin bis zum 21. Mai zu 100 % arbeitsunfähig gewesen sei. Zu prüfen sei, ob zwischen dem 22. Mai 2015 bis 31. Mai 2016 aufgrund einer psychischen Erkrankung eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen sei. Sodann listete die Vorinstanz auf, was den eingereichten Berichten und Arztzeugnissen zu entnehmen sei. Danach fasste sie die von der Beschwerdeführerin gegen das Gutachten C.________ vorgebrachten Einwände zusammen, setzte sich mit diesem Privatgutachten auseinander und kam zum Schluss, es erweise sich als nicht schlüssig, und es sei insbesondere aufgrund der ungenauen Erhebungen durch den Gutachter nicht geeignet, einem psychiatrischen Gerichtsgutachten als Grundlage zu dienen. Sodann prüfte die Vorinstanz, ob die von den Parteien eingereichten Unterlagen als Grundlage für ein Gerichtsgutachten herangezogen werden könnten. Sie hielt fest, einzig dem Bericht des Spitals D.________ könnten eigene Beobachtungen der behandelnden Fachpersonen entnommen werden. Allerdings decke der Beobachtungszeitraum lediglich fünf Wochen ab, weshalb gestützt darauf allein kein psychiatrisches Gerichtsgutachten, das den Gesundheitszustand sowie die Arbeitsfähigkeit zwischen dem 22. Mai 2015 und dem 31. Mai 2016 abbilden sollte, erstellt werden könne. Zusammenfassend kam die Vorinstanz zum Schluss, von einem Gerichtsgutachten seien keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf zu verzichten sei und es der Beschwerdeführerin nicht gelinge zu beweisen, dass sie überwiegend wahrscheinlich über den 21. Mai 2015 hinaus arbeitsunfähig gewesen sei. Entsprechend wies die Vorinstanz die Klage ab.