Citation: 2C_213/2023 E. 5.2.4

5.2.4. Die Rückkehr nach Serbien dürfte für den Beschwerdeführer nach einer Landesabwesenheit von über dreissig Jahren mit Schwierigkeiten verbunden sein. Hinzu kommt, dass nicht bekannt ist, ob er über ein intaktes soziales Netz in seinem Heimatstaat verfügt. Allerdings ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer mit den sozio-kulturellen Gegebenheiten vertraut ist. Er hat bis im Alter von 15 Jahren in Serbien gelebt und demnach prägende Kinder- und Jugendjahre dort verbracht. Auch hat er zweimal eine serbische Staatsangehörige in seinem Heimatland geheiratet. Zudem spricht er die heimatliche Sprache. Darüber hinausgehend hat er in der Schweiz berufliche Erfahrungen erworben, die ihm bei der Integration hilfreich sein dürften. Die Vorinstanz ist daher zu Recht davon ausgegangen, dass intakte Wiedereingliederungschancen in Serbien bestehen. Gleichwohl unterstreichen die Hindernisse, die nach der langjährigen Abwesenheit zu überwinden wären, das private Interesse am Verbleib in der Schweiz.