Citation: I 64/06 21.08.2006 E. 5

5.1 Im Rahmen des für die Bestimmung des Invaliditätsgrades massgebenden Einkommensvergleichs (vgl. Erw. 3.1 hievor) besteht entgegen den vorinstanzlichen Erwägungen kein Anlass, das ohne Gesundheitsschaden erzielbare Einkommen (Valideneinkommen) aufgrund des Umstands, dass die letzte Erwerbstätigkeit des Versicherten relativ weit zurück liegt (1995), gestützt auf die Tabellenlöhne der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebungen (LSE) zu ermitteln, was nach den vorinstanzlichen Berechnungen einen Wert von Fr. 57'549.- ergab. Denn nach Lage der Akten wurde das letzte, langjährige Arbeitsverhältnis des Beschwerdeführers mit der Firma S.________ AG per Ende 1995 allein aus gesundheitlichen Gründen aufgelöst und deutet nichts darauf hin, dass der Versicherte diese Stelle als Gesunder freiwillig aufgegeben hätte; dies gilt umso mehr, als das dort erreichte Lohnniveau (1995: Fr. 53'079.-) nicht als unterdurchschnittlich bezeichnet werden kann. Auch spricht nichts für einen Stellenverlust aus strukturell-wirtschaftlichen Gründen. Es ist daher überwiegend wahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer auch im Jahre 2004 (Revisionsverfügung, Einspracheentscheid) weiterhin für denselben Arbeitgeber tätig gewesen wäre, weshalb auf dessen aussagekräftige Angaben zum vor der Gesundheitsschädigung tatsächlich erzielten Lohn abzustellen ist (BGE 129 V 224 Erw. 4.3.1 mit Hinweis; RKUV 2005 Nr. U 538 S. 113 f. Erw. 4.1.1 [Urteil B. vom 2.November 2004, U 66/02], 2000 Nr. U 400 S. 381 Erw. 2a mit Hinweis [Urteil G. vom 14. Juli 2000, U 297/99]). Ausgehend vom Bruttojahresverdienst von Fr. 53'079.- im Jahre 1995 (Fragebogen Arbeitgeber vom 10. Februar 1998) ergibt dies unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung im hier betroffenen Bereich "Verarbeitendes Gewerbe/Industrie" (Männer) aufgerechnet auf das Jahr 2004 ein Valideneinkommen von Fr. 58'209.40 (vgl. T1.1.93, Abschnitt D, in: Bundesamt für Statistik [Hrsg.], Lohnentwicklung 2001 [betreffend Nominallohnindex 1995-2001] und Lohnentwicklung 2003 [betreffend Nominallohnindex 2001-2003]; ferner Tabelle B 10.2, in: Die Volkswirtschaft, Heft 12/2005, S. 95 [betreffend Lohnentwicklung 2004]). 5.2 Das trotz Gesundheitsschadens zumutbarerweise erzielbare Einkommen (Invalideneinkommen) hat die Vorinstanz ebenfalls - und im Unterschied zum Valideneinkommen zutreffend (BGE 129 V 475 Erw. 4.2.1, 126 V 76 Erw. 3b, mit Hinweisen) - gestützt auf die in Erw. 5.1 hievor erwähnten LSE-Tabellenlöhne ermittelt, wobei sie richtigerweise vom durchschnittlichen monatlichen Bruttolohn («Total») von Männern im Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes 4 ausgegangen ist (vgl. RKUV 2001 Nr. U 439 S. 347 ff. Erw. 3c/cc [= Urteil K. vom 7. August 2001, U 240/99]). Für das hier massgebende Jahr 2004 ergibt dies bei einem Ausgangslohn von Fr. 4'588.- (LSE 2004/TA1) und unter Berücksichtigung der betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41.6 Stunden (Tabelle B 9.2/Total, in: Die Volkswirtschaft, Heft 12/2005) sowie einer reduzierten Arbeitsfähigkeit von 60 % einen Wert von Fr. 34'354.90. Die vorinstanzliche Gewährung eines 10%igen leidensbedingten Abzugs vom statistischen Durchschnittslohn (vgl. BGE 129 V 481 Erw. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 67 ff. Erw. 4 [Urteil D. vom 27. November 2001, I 82/01]) ist vom kantonalen Gericht einlässlich begründet worden und entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers im Rahmen der Angemessenheitskontrolle (Art. 132 lit. a [in der bis 30. Juni 2006 gültig gewesenen Fassung ] und 104 lit. a OG; BGE 123 V 1 Erw. 2) nicht zu beanstanden. Damit ergibt sich ein Invalideneinkommen von Fr. 30'919.45. Aus dem Vergleich mit dem Valideneinkommen von Fr. 58'209.40 resultiert für das Jahr 2004 ein Invaliditätsgrad von rund 47 %, was praktisch dem vom kantonalen Gericht ermittelten Prozentsatz entspricht. Damit ist die Herabsetzung des Rentenanspruchs auf eine Viertelsrente mit der Vorinstanz zu bestätigen, was im Lichte des analog anwendbaren Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV auch hinsichtlich des Herabsetzungszeitpunkts (1. November 2004) gilt. Soweit die Verwaltung in ihrer Verfügung vom 19. Mai 2004 aufgrund der offensichtlich irrtümlichen Annahme einer ab März 2004 bestehenden Restarbeitsfähigkeit von 50 % (statt 60 % gemäss ZMB-Gutachten vom 13. April 2004) ausgegangen ist - was korrekt ermittelt ein Invalideneinkommen von Fr. 25'766.20 und einen Invaliditätsgrad von rund 56 % ergibt - und dem Beschwerdeführer für die Zeit ab 1. Juli 2004 dementsprechend eine halbe Invalidenrente (Art. 28 Abs. 1 IVG) zugesprochen hat, ist dies mit der Vorinstanz zu schützen. Nach der Rechtsprechung erfolgt die wiedererwägungsweise Herabsetzung oder Aufhebung einer Invalidenrente im Rahmen eines Revisionsverfahrens (substituierte Begründung der zweifellosen Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenzusprechung) mit Wirkung ex nunc, und zwar in analoger Anwendung von Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV vom ersten Tag des zweiten der Zustellung der Verfügung folgenden Monats an (Urteil W. vom 3. August 2005 [I 546/03] Erw. 2.2 in fine mit Hinweis auf ZAK 1986 S. 538 Erw. 5 in fine). Dieser Grundsatz hat auch für eine Korrektur der Revisionsverfügung im Rahmen des Einspracheverfahrens zu gelten.