Citation: 1P.524/2001 20.09.2001 E. 2

2. A. 1999, S. 230), wonach ein unabdingbarer Anspruch auf Entlassung gegen Kaution bestehen soll, wenn als einziger besonderer Haftgrund Fluchtgefahr vorliegt. c) Es besteht kein Grund, von dieser Praxis abzuweichen. Nach dem Verhältnismässigkeitsprinzip hat der Staat zwar von mehreren zur Verfügung stehenden Zwangsmassnahmen die mildeste anzuwenden, die geeignet ist, den angestrebten Erfolg zu bewirken. Daraus ergibt sich, dass ein Angeschuldigter, der sich wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft befindet, dann gegen Kaution zu entlassen ist, wenn angenommen werden kann, er werde sich durch die Sicherheitsleistung von einer Flucht abhalten lassen. Es verstösst indessen weder gegen Art. 10 Abs. 2 BV noch gegen Art. 5 Ziff. 3 EMRK, einem Angeschuldigten die Freilassung aus einer einzig wegen Fluchtgefahr andauernden Untersuchungshaft gegen Kaution zu verweigern, wenn im konkreten Fall die Fluchtgefahr so hoch ist, dass sie mit einer für den Angeschuldigten erschwinglichen Kaution nicht gebannt werden könnte.