Citation: 8C_482/2022 E. 5.2.2

5.2.2. Der Beschwerdeführer macht ausserdem geltend, im Verlauf seien neue Befunde erhoben worden, die keine Fachperson gewürdigt habe. Die Beschwerdegegnerin hat die medizinischen Unterlagen dem RAD zur Stellungnahme unterbreitet, der auf die Frage der Gesundheitsveränderung eingegangen ist. Dabei sind mit G.________, Fachärztin für orthopädische Chirurgie und Traumatologie, B.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. H.________, Facharzt für Chirurgie, entgegen dem Beschwerdeführer durchaus medizinische Fachpersonen involviert gewesen. Die Vorinstanz hat gestützt auf deren Einschätzungen und unter Einbezug der Berichte der behandelnden Ärzte eine Beweiswürdigung vorgenommen und festgestellt, es sei auf einen unveränderten psychischen Zustand zu schliessen. Es mag zutreffen, dass die von den behandelnden Ärzten in den Berichten ab 2018 beschriebenen Befunde im Vergleich zu jenen im MZR-Gutachten vom 23. März 2015 abweichen, wie der Beschwerdeführer rügt. Dieser Umstand alleine qualifiziert allerdings die Feststellungen im angefochtenen Urteil noch nicht als willkürlich. Das kantonale Gericht hat sich bereits mit diesen Vorbringen befasst und nachvollziehbar dargelegt, weshalb es sich bei den Ausführungen der behandelnden Ärzte um eine andere Beurteilung des gleichen Sachverhalts handle. So seien die behandelnden Fachpersonen bereits im Vergleichszeitpunkt (2016), anders als die MZR-Gutachter, von einer schweren depressiven Störung und einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit ausgegangen. Daran würden sie auch in den Berichten ab 2018 weiterhin festhalten.