Citation: 8C_345/2022 E. 5.4.3

5.4.3. Im vorliegenden Fall wird von keiner Seite in Frage gestellt, dass ein Ausdauer- und Arbeitstraining dem Gesundheitszustand des Beschwerdeführers angemessen ist (vgl. Art. 7a IVG). Auch wenn in der Zeit zwischen Rentenaufhebung und Verschlechterung des Gesundheitszustandes keine Erwerbstätigkeit aufgenommen worden war und dem Beschwerdeführer bisher die subjektive Eingliederungsfähigkeit (Eingliederungsbereitschaft) fehlte, muss die IV-Stelle zunächst im Sinne der hiervor dargestellten Rechtslage an dessen Mitwirkungspflichten bei der Wiedereingliederung ins Erwerbsleben appellieren und, falls er sich den notwendigen Massnahmen verweigern sollte, ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren durchführen, bevor sie, sollte dieses erfolglos verlaufen, eine allfällige Rente festsetzen kann.