Citation: 8C_87/2024 E. 6.2.2

6.2.2. Die Berufsberatung bat in ihrem Abschlussbericht Integration vom 18. November 2014, die medizinischen Voraussetzungen für berufliche Massnahmen nochmals zu evaluieren, nachdem sich der Beschwerdeführer bereits nach einer Woche aus der beruflichen Abklärung im Bereich Holzbearbeitung beim Verein L.________ aufgrund grosser psychischer Schwankungen wieder zurückgezogen und um Abbruch der Massnahme gebeten habe. Eine Eingliederungsunfähigkeit hielt sie darin nicht fest, sondern sie war nach ergänzenden medizinischen Abklärungen und bei gesundheitlicher Stabilisierung mit entsprechender Arbeitsfähigkeit bereit, die beruflichen Massnahmen wieder aufzunehmen, wie bereits die Vorinstanz nicht offensichtlich unrichtig festgestellt hat. Was die Stellungnahmen des RAD-Arztes Dr. med. J.________ anbelangt, gab dieser in seiner darauf folgenden Beurteilung vom 3. September 2015 an, dass mit Blick auf die Krankheitsdynamik mit inkonstanter Belastbarkeit während Jahren aktuell weder die Eingliederungs- noch die Arbeitsfähigkeit verlässlich beziffert werden könne, wie die Vorinstanz festgestellt hat. Diese dürften, so der RAD-Arzt weiter, ohne intensive Begleittherapie weit tiefer liegen als theoretisch angenommen. Dr. med. J.________ beschrieb damit nachvollziehbar die Schwierigkeit, aufgrund des fluktuierenden Krankheitsverlaufs die Eingliederungs- oder Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht hinreichend zuverlässig zu schätzen, aber auch den Umstand, dass eine intensive Begleittherapie die Arbeits- und Eingliederungsfähigkeit positiv beeinflusst. Diese Einschätzung steht im Einklang mit den Angaben des Dr. med. E.________ in seinem Bericht vom 31. Mai 2015, der eine therapeutische Begleitung als geeignet erachtete, die Arbeitsfähigkeit zu verbessern. Berufliche Massnahmen im Umfang von 50 bis 60 % seien ab sofort möglich und steigerbar. Eine Eingliederungsunfähigkeit lässt sich hieraus nicht ableiten, auch wenn Dr. med. J.________ den Beschwerdeführer vorerst im ersten Arbeitsmarkt als nicht als erfolgreich erachtete und den Erfolg von beruflichen Massnahmen als abhängig von der Verbindlichkeit der Behandlungsbemühungen bezeichnete. Ebenso wenig ergibt sich solches aus den weiteren psychiatrischen Berichten. Vielmehr hielt das Sanatorium H.________, welches den Beschwerdeführer in seiner Tagesklinik vom 30. Mai bis 11. August 2016 behandelte, eine durch die IV-Stelle unterstützte Wiedereingliederung für auf jeden Fall indiziert, wie die Vorinstanz willkürfrei erkannt hat. Gleiches gilt für die Feststellungen im angefochtenen Urteil, wonach während der ab August 2017 an die Hand genommenen Abklärungsmassnahmen für eine berufliche Eingliederung und des dreimonatigen Arbeitstrainings ab November 2017 sowie zu Beginn des vorgesehen gewesenen einjährigen Praktikums ab Februar 2018 (das jedoch zugunsten eines sechsmonatigen internen Arbeitstrainings ab August 2018 bei der Stiftung I.________ abgebrochen worden war) von einer späteren Integration in den ersten Arbeitsmarkt ausgegangen worden sei. Erst im Abschlussbericht der Stiftung I.________ vom 6. Februar 2019, nachdem die Eingliederungsmassnahme per 31. Januar 2019 (ohne Vermittlung an einen geeigneten Arbeitsplatz) beendet worden sei, sei der Beschwerdeführer als eingliederungsunfähig eingeschätzt worden.