Citation: 4A_26/2024 E. 2.6.1

2.6.1. Entgegen seinen Vorbringen bestimmte die Vorinstanz den Inhalt der Geheimhaltungsklausel durch subjektive Auslegung und stellte einen übereinstimmenden wirklichen Parteiwillen fest. Schon die Erstinstanz hatte festgestellt, es bestünden keine Anhaltspunkte dafür, dass die Parteien eine absolute Geheimhaltung im Sinne des formellen Geheimhaltungsbegriffs vereinbaren wollten. Insbesondere liessen sich solche nicht aus der Entstehungsgeschichte der Geheimhaltungsklausel ableiten. Es sei aktenkundig und unbestritten, dass die Parteien verschiedene Versionen diskutiert und sich auf die Kompromisslösung in den Ziffern 10 und 11 der Vereinbarung geeinigt hätten. Aus der vorvertraglichen Korrespondenz lasse sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer die Geheimhaltung höher gewichtet habe als die Beschwerdegegnerin. Daraus könne jedoch nicht abgeleitet werden, dass die Parteien eine absolute Geheimhaltung hätten vereinbaren wollen. Dem stimmte die Vorinstanz ausdrücklich zu, wobei auch sie betonte, dass der Beschwerdeführer in den Vertragsverhandlungen mit seinem Bedürfnis nach absoluter Geheimhaltung nicht durchgedrungen sei. Nur wenn eine tatsächliche Willensübereinstimmung unbewiesen geblieben wäre, hätte die Geheimhaltungsklausel nach dem Vertrauensprinzip ausgelegt werden müssen (vgl. hiervor E. 2.1). Nachdem dies nicht der Fall ist, braucht auf die Vorbringen des Beschwerdeführers zur objektivierten Auslegung der Geheimhaltungsklausel nicht weiter eingegangen zu werden.