Citation: 2C_940/2020 E. 6.2.3

6.2.3. Der Beschwerdeführer hat bislang wenig Anstrengungen zur Überwindung seiner psychischen Probleme und seiner Drogensucht unternommen. Es ist ihm bis anhin nicht gelungen, in einen längerfristigen und nachhaltigen Therapieprozess einzusteigen. Eine durch das Bezirkgericht Zürich angeordnete ambulante Massnahme hat er nach der bedingten Entlassung aus dem Strafvollzug abgebrochen. Eine stationäre Massnahme will er zwar mittlerweile gemäss eigenen Angaben nach der Haftentlassung antreten, aber wie auch bereits die Wiederaufnahme der fachärztlichen Behandlung zur Behandlung seiner posttraumatischen Störung geschah dies erst unter Druck des laufenden Widerrufsverfahrens. Im Weiteren ist der Beschwerdeführer auch während des letzten Strafvollzugs wieder rückfällig geworden. Bei seinem Eintritt in die Vollzugsanstalt am 2. April 2020 ist er positiv auf Benzodiazepine getestet worden und einen ersten Beziehungsurlaub nutzte er zum Konsum von Kokain, weshalb er am 16. Juni 2020 diszipliniert werden musste. Wie die Verfügung des Justizvollzugs Kanton Zürich vom 22. Juni 2020 betreffend die Abweisung der bedingten Entlassung aus dem Strafvollzug ebenfalls festhält, wurde der Beschwerdeführer auch nach den beiden zuvor gewährten bedingten Entlassungen aus dem Strafvollzug bezüglich seines Drogenkonsums wieder rückfällig, obschon jeweils Bewährungshilfe und weitere Massnahmen angeordnet worden waren. Es bestehen deshalb Bedenken hinsichtlich einer positiven Legalprognose aufgrund der bisher erwirkten Strafen und der Rückfälligkeit nach früheren Strafverbüssungen.