Citation: 8C_100/2024 E. 8.4.2

8.4.2. Vorliegend geht es um die theoretische und völlig offene Frage, welchen beruflichen Weg die Beschwerdeführerin als Gesunde nach dem Studiumsabschluss als Juristin eingeschlagen hätte. Diesbezüglich steht ein weites Betätigungsfeld offen. Da die Beschwerdeführerin dieses Studium bereits nach dem ersten und im übrigen wiederholten Studienjahr gesundheitsbedingt abbrechen musste, bestehen auch keine hinreichenden Anhaltspunkte dafür, in welche Richtung und wie erfolgreich sie sich als Juristin hätte entwickeln können. Insgesamt erscheint es somit weder als offensichtlich unrichtig noch anderweitig als bundesrechtswidrig, wenn die Vorinstanz genügende Anhaltspunkte dafür verneinte, dass die Beschwerdeführerin Rechtsanwältin geworden wäre. Alle ihre Einwände vermögen hieran nichts zu ändern. Gleiches gilt für die von ihr angerufenen Präjudizien, da sie nicht darlegt, inwiefern die dortigen Sachverhalte mit dem vorliegenden Fall überhaupt vergleichbar sind. Die Beschwerdeführerin wäre mithin Juristin MLaw ohne zusätzliche Abschlüsse geworden. In dieser Konstellation ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz zur Ermittlung ihres Valideneinkommens die LSE-Tabelle T17, Ziff. 26 "Jurist/innen, Sozialwissenschaftler/innen und Kulturberufe" beizog. Damit wird der Beschwerdeführerin keine unterdurchschnittliche Validenkarriere unterstellt (vgl. auch Urteile 8C_285/2020 vom 15. September 2020 E. 4.3.3 und 9C_271/2018 vom 19. März 2019 E. 4.3). In betraglicher Hinsicht wird die gestützt darauf erfolgte vorinstanzliche Berechnung nicht beanstandet. Hinsichtlich des Valideneinkommens ist somit auf weitere Abklärungen zu verzichten (vgl. E. 13 hiernach).