Citation: 5A_76/2022 E. 2.1

2.1. Die Vorinstanz hat zum streitgegenständlichen Ausstandsgesuch erwogen, die Beschwerdeführerin begründe ihre Beschwerde über weite Strecken mit neuen Tatsachenbehauptungen, mit welchen sie aufgrund des im Beschwerdeverfahren geltenden umfassenden Novenverbots nicht zu hören sei. In ihrer Widerspruchsklage vom 31. Mai 2021 habe die Beschwerdeführerin ihr Ausstandsgesuch lediglich pauschal unter Verweis darauf begründet, dass der Beschwerdegegner offensichtlich befangen sei und deshalb in den Ausstand zu treten habe, weil vor Bezirksgericht Kriens ein weiteres Verfahren mit ähnlichem Prozessstoff hängig sei, in dessen Rahmen der Beschwerdegegner mit den von ihm erlassenen Verfügungen ein Verhalten offenbart habe, das daran zweifeln lasse, dass er die in der Widerspruchsklage vorgetragenen Tatsachenbehauptungen und angerufenen Beweismittel einer objektiven Würdigung zuführen werde. Wie das Bezirksgericht zutreffend festgehalten habe, stelle die Mitwirkung beim Entscheid über die unentgeltliche Rechtspflege und die Sicherheitsleistung für sich allein jedoch keinen Ausstandsgrund dar. Ein solcher könne vorliegend um so weniger angenommen werden, als dass diese Verfügungen in einem anderen Prozess ergangen seien. Im Übrigen würde auch die Berücksichtigung der neuen Tatsachenbehauptungen am Ausgang des Verfahrens nichts ändern.