Citation: 1A.90/2004 26.08.2004 E. 4

4.1 Die Beschwerdeführer (S. 18 ff. Ziff. 43 ff.) bringen vor, die Staatsanwaltschaft beim Gericht in Latina habe am 15. Dezember 2003 dem dortigen Gericht den Antrag auf Einstellung des Verfahrens ("Richiesta di archivazione") gestellt. Da bei Einstellung die Rechtshilfe hinfällig werde, sei das bundesgerichtliche Verfahren zu sistieren, bis das Gericht in Latina entschieden habe. 4.2 Der Einstellungsantrag bezieht sich einzig auf § 629 des italienischen Strafgesetzbuches. Dabei geht es um den Tatbestand der Erpressung ("Estorsione"). Im Einstellungsantrag werden Erpressungshandlungen geschildert. Um Erpressung geht es bei den Überweisungen auf das Konto der F.________Ltd. aber nicht. Im Einstellungsantrag kommen diese nicht vor und die F.________Ltd. wird nicht erwähnt. Es ist somit davon auszugehen, dass sich der Einstellungsantrag nicht auf die Vorwürfe erstreckt, zu deren Klärung hier Rechtshilfe geleistet wird. Selbst wenn es sich anders verhielte, würde das die Sistierung des bundesgerichtlichen Verfahrens nicht rechtfertigen. In der Rechtshilfe gilt das Gebot der raschen Erledigung. Gemäss Art. 17a Abs. 1 IRSG entscheidet die zuständige Behörde ohne Verzug. Diese Behörde ist hier das Bundesgericht (vgl. Zimmermann, a.a.O., S. 137). Über die sich im vorliegenden Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde einzig stellende Frage der Beschwerdelegitimation der Beschwerdeführer kann sofort entschieden werden. Die Sache ist spruchreif. Die italienischen Behörden haben das Rechtshilfeersuchen nicht zurückgezogen, was jedenfalls solange nicht als missbräuchlich angesehen werden kann, als das Strafverfahren nicht rechtskräftig eingestellt worden ist. Das Rechtshilfeverfahren ist damit nicht hinfällig. Die Sistierung des bundesgerichtlichen Verfahrens bis zum Entscheid des Gerichts in Latina ist deshalb abzulehnen.