Citation: 7B_599/2023 E. 2.1

2.1. Die Vorinstanz erwägt, dass die Zulässigkeit und Revisionsgründe im Falle einer Revision in Art. 410 StPO (i.V.m. Art. 39 Abs. 1 StBOG [SR 173.71]) geregelt seien. In der vorliegenden Konstellation gehöre zu den Prozessvoraussetzungen, um eine Revision verlangen zu können, dass ein rechtskräftiges Urteil vorliege (Art. 410 Abs. 1 StPO). Einer Revision zugänglich seien Urteile im weiteren Sinn. Im Vordergrund stünden vom Richter zu fällende Entscheide, die ein Verfahren in materieller Hinsicht grundsätzlich durch einen Freispruch oder eine Verurteilung mit einer dafür vorgesehenen Strafe bzw. der Anordnung einer Massnahme abschliessen. Revisionsfähig seien Sachurteile aller Instanzen im Sinne von Art. 80 Abs. 1 Satz 1 StPO. Darunter fielen Urteile von erstinstanzlichen Gerichten nach Art. 19 StPO, von Beschwerdeinstanzen nach Art. 20 StPO und von Berufungsgerichten nach Art. 21 StPO. Nicht mittels Revision abänderbar seien verfahrensleitende und verfahrenserledigende Beschlüsse und Verfügungen, die nicht im Sinne eines Sachurteils Fragen der Schuld, Unschuld oder Sanktion beinhalteten (Zwischenbeschlüsse oder -verfügungen, die das Verfahren fördern, ohne es abzuschliessen, wie etwa die Rückweisung der Anklage, die Ablehnung eines Richters, die Bestellung eines amtlichen Verteidigers und andere mehr). Nicht einer Revision unterzogen werden könnten überdies Nichtanhandnahme- und Einstellungsverfügungen der Staatsanwaltschaft bzw. der Bundesanwaltschaft nach Art. 310 und 320 StPO. Anwendungsfälle für entsprechende Entscheide seien etwa solche, bei denen ohne Durchführung einer Untersuchung eindeutig keine Straftatbestände als erfüllt zu betrachten seien. Für eine Abänderung dieser Entscheide bedürfe es keiner Revision, sie könnten unter erleichterten Bedingungen wieder aufgenommen werden (Art. 323 StPO).