Citation: 4A_447/2018 E. 5.6.2

5.6.2. Die Beschwerdeführerinnen rügen, die Vorinstanz stelle überhöhte Anforderungen an die Substanziierung. Die Beschwerdeführerinnen machen in der Beschwerde ausführlich geltend, inwiefern sie das zeitliche Bau-Soll substanziiert dargelegt hätten. Dies ist jedoch irrelevant, wenn sie in ihren erstinstanzlichen Rechtsschriften nicht auch das zeitliche Bau-Ist ausreichend substanziiert haben. Denn nur wenn auch das Bau-Ist substanziiert behauptet wurde, lässt sich die von den Beschwerdeführerinnen geltend gemachte zeitliche Verzögerung überhaupt nachvollziehen. Die Vorinstanz hielt jedoch fest, die geltend gemachten Mehrarbeitstage seien unsubstanziiert, ein allgemeiner Verweis auf das "Ist-Bauprogramm" oder das Privatgutachten reiche nicht aus. Die Beschwerdeführerinnen machen geltend, sie hätten - entgegen der Vorinstanz - die Tabelle in Rz. 90 der Klageschrift ausreichend präzis erläutert. Sie zeigen aber nicht rechtsgenügend mit Aktenhinweis auf, wo in der Klageschrift sie dies getan hätten. In Rz. 90 der Klage findet sich jedenfalls nur die entsprechende Tabelle ohne Erläuterung. Die Vorinstanz macht zu Recht geltend, es reiche für eine hinreichende Darlegung der Mehrarbeitstage nicht aus, auf das Privatgutachten zu verweisen. Zwar verweist die Tabelle jeweils auf konkrete Ziffern im Privatgutachten, zumindest die Grundzüge der Berechnung für die geltend gemachten Mehrarbeitstage pro Position, das heisst insbesondere der Vergleich von Bau-Soll und Bau-Ist pro Position hätten die Beschwerdeführerinnen aber in den Rechtsschriften selbst darlegen müssen. Das Bau-Ist lässt sich aber aus der Tabelle nicht herauslesen. Auch der Einwand der Beschwerdeführerinnen, sie hätten in den vorinstanzlichen Rechtsschriften ausreichend beschrieben "was tatsächlich ausgeführt werden musste (Bau-Ist) " geht fehl. An der geltend gemachten Stelle ist das Bau-Ist pro Position (die Tabelle unterscheidet 20 Positionen) jedenfalls nicht dargetan. Pauschale Verweise auf das Ist-Bauprogramm reichen dafür nicht. Die Beschwerdeführerinnen vermögen daher nicht darzutun, dass sie die geltend gemachte zeitliche Verzögerung - entgegen der Vorinstanz - hinreichend substanziiert haben. Bei diesem Ergebnis kann offenbleiben, ob die entsprechenden Beweismittel formgerecht beantragt worden sind. Soweit die Beschwerdeführerinnen aus der Anerkennung eines Teils der Forderung ableiten wollen, die Beschwerdegegnerin hätte zum Ausdruck gebracht, sie bestreite die Forderung dem Grunde nach nicht, geht die Rüge fehl. Es kann diesbezüglich auf die Ausführungen in E. 5.2.5 verwiesen werden.