Citation: 5A_27/2008 20.05.2008 E. 2

Auch wenn dies weder in der Beschwerde noch in der Vernehmlassung vorgebracht worden ist, stellt sich vorliegend die Frage, ob das vorinstanzliche Urteil einen Endentscheid i.S.v. Art. 90 BGG oder einen Vor- bzw. Zwischenentscheid i.S.v. Art. 93 BGG darstellt. Dabei ist der Grundsatz der Einheit des Scheidungsurteils zu beachten, welcher auch unter der Herrschaft des neuen Scheidungsrechts gilt (BGE 130 III 537 E. 5.2 S. 546 f., mit Hinweisen). Nach diesem Grundsatz hat der Richter, welcher eine Ehescheidung ausspricht, im betreffenden Urteil gleich auch über die sich daraus ergebenden Nebenfolgen zu befinden (BGE 113 II 97 E. 2 S. 98 f.; Urteile 5C.47/2005 vom 8. April 2005, E. 2.2.1.2; 5A_652/2007 vom 17. Dezember 2007, E. 1.2). Hingegen kann die güterrechtliche Auseinandersetzung in ein separates Verfahren verwiesen werden, sofern die Regelung der übrigen Nebenfolgen nicht von deren Ergebnis abhängig ist (BGE 113 II 97 E. 2 S. 99; Urteil 5A_652/2007 vom 17. Dezember 2007, E. 1.2). Der Grundsatz der Einheit des Scheidungsurteils verbietet einer Rechtsmittelinstanz indes nicht, lediglich über einen Teil der strittigen Fragen zu befinden und im Übrigen die Sache zu neuer Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, da das Verfahren erst abgeschlossen ist, wenn sämtliche Nebenfolgen der Scheidung geregelt sind (Urteile 5C.47/2005 vom 8. April 2005, E. 2.2.1.2; 5A_652/2007 vom 17. Dezember 2007, E. 1.2). Der Entscheid der Rechtsmittelinstanz stellt in diesem Fall einen Vor- oder Zwischenentscheid i.S.v. Art. 93 BGG dar (Urteil 5A_652/2007 vom 17. Dezember 2007, E. 1.2; so bereits unter der Herrschaft von Art. 50 OG BGE 127 III 433 E. 1b/bb S. 436; Urteil 5C.47/2005 vom 8. April 2005, E. 2.2.1.2).