Citation: 5A_161/2023 E. 2.3.1

2.3.1. Die Beschwerdeführerin bringt vor, die Vorinstanz habe die bundesgerichtliche Praxis zur Rechtsmissbräuchlichkeit von Insolvenzerklärungen falsch angewendet. Dieser Vorwurf ist unbegründet. Die Vorinstanz gibt im angefochtenen Urteil die bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Frage der Rechtsmissbräuchlichkeit von Insolvenzerklärungen bei zu geringem Vermögen eines Schuldners zutreffend wieder. Die Vorinstanz stützt sich dabei zu Recht auf BGE 133 III 614 E. 6.1.2. Die Beschwerdeführerin weist zwar zu Recht darauf hin, dass sich besagter Entscheid mit der Frage der Aussichtslosigkeit eines Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege befasst. Es bleibt indes unklar, was die Beschwerdeführerin aus diesem Umstand zu ihren Gunsten ableiten will. Die mit besagtem Leitentscheid begründete Praxis gründet auf dem Zweck des Konkursverfahrens, der in erster Linie auf die Verteilung von Geld an die Konkursgläubiger ausgerichtet ist (vgl. oben E. 2.1); sie wurde seither mehrfach bestätigt - unabhängig von der Frage der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (vgl. Urteile 5A_433/2019, a.a.O., E. 4.1; 5A_819/2018, a.a.O., E. 2.1). Was die Anwendung dieser Praxis betrifft, hilft der Beschwerdeführerin auch der Verweis auf die tatsächlichen Umstände in BGE 145 III 26 nicht weiter. Das Bundesgericht hatte in diesem Fall nicht zu entscheiden, ob der Schuldner über ein gewisses Vermögen verfügt, dessen Erlös den Gläubigern ausgerichtet werden kann (Urteil 5A_435/2018 vom 25. Oktober 2018 E. 2.3, nicht publ. in: BGE 145 III 26). Im Übrigen hat sich die Vorinstanz entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin im angefochtenen Urteil nicht auf diesen Entscheid gestützt.