Citation: 2A.240/2002 05.06.2002 E. 2

Ledige Kinder unter 18 Jahren haben Anspruch auf Einbezug in die Niederlassungsbewilligung, wenn sie mit ihren Eltern zusammen wohnen (Art. 17 Abs. 2 Satz 3 des Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer, ANAG; SR 142.20). Beim Einbezug in die Niederlassungsbewilligung gemäss dieser Bestimmung ist für die Altersfrage nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung der Zeitpunkt der Gesuchseinreichung massgebend (BGE 120 Ib 257 E. 1f S. 262, mit Hinweis); das hat die Vorinstanz anscheinend übersehen. Als der Beschwerdeführer am 11. Juli 2001 das Gesuch einreichte, waren zwar die beiden Söhne, die er nachziehen will, noch nicht 18 Jahre alt. Indessen erhielt der Beschwerdeführer die Niederlassungsbewilligung erst am 19. Dezember 2001. Zu diesem Zeitpunkt hatte aber der am 20. September 1983 geborene D.________ jene Altersgrenze bereits überschritten. Aus Art. 17 Abs. 2 ANAG ergibt sich für ihn somit kein Rechtsanspruch auf eine fremdenpolizeiliche Bewilligung. Ein solcher besteht auch nicht aufgrund von Art. 8 EMRK: Bei einer auf diese Bestimmung gestützten Bewilligung steht nicht die Erteilung einer Niederlassungsbewilligung, sondern einer (stets befristeten) Aufenthaltsbewilligung im Vordergrund; ob darauf ein Anspruch besteht, ist aber, auch was die Altersfrage anbelangt, aufgrund der aktuellen tatsächlichen und rechtlichen Umstände zu entscheiden (BGE 122 II 1 E. 1b S. 4; 120 Ib 257 E. 1f S. 262 f.). Dass ein eigentliches Abhängigkeitsverhältnis bestehe, weil der volljährige Sohn D.________ besonderer Betreuung und Pflege durch die Eltern bedürfe, wird nicht geltend gemacht. Soweit ein Nachzug auch für ihn verlangt wird, ist auf die Beschwerde mangels eines Anspruchs auf die Bewilligung nicht einzutreten.