Citation: 8C_172/2023 E. 5.3.2

5.3.2. In Bezug auf eine mögliche Störung des Erfassens (vgl. E. 2.3.1 und 2.3.2 hiervor) setzte sich der RAD nur mit der von Dr. med. B.________ durchgeführten "WISC V-Untersuchung" auseinander. Zu den übrigen Testungen, welche die Fachärztin vornahm und die letztlich dazu führten, dass diese mehr als einmal die Erfassensstörung visuell und auditiv als belegt ansah, äusserte sich der RAD nicht. Anders als das kantonale Gericht erkannt hat, ist dessen von der Fachärztin abweichende Auffassung nicht ohne Weiteres schlüssig, zumal er in diesem Bereich, wie der Beschwerdeführer vorbringt, keine ersichtlichen eigenen Abklärungen traf. Die Störung der Konzentrationsfähigkeit (vgl. E. 2.3.1 und 2.3.2 hiervor) wies Dr. med. B.________ zwar nicht testpsychologisch nach, wie der RAD bemängelte. Allerdings unterliess es Dr. med. D.________, die früheren Abklärungen des schulpsychologischen Dienstes vom 30. März 2020 zu prüfen, wie der Beschwerdeführer zu Recht moniert. Dieser macht geltend, aus dem entsprechenden Schreiben gehe klar hervor, dass er von der kantonalen Schulpsychologin testpsychologisch untersucht worden sei. Darin ist zu lesen, dass der Beschwerdeführer hochgradig ablenkbar sei und gegen Ende der Testung deutliche Ermüdungserscheinungen aufgetreten seien. Er hätte die Aufgaben zunehmend impulsiv und flüchtig bearbeitet. Entsprechend habe der Test vorzeitig abgebrochen werden müssen. Zu dieser Untersuchung äusserte sich Dr. med. D.________ vom RAD nicht. Dass er die Störung der Konzentrationsfähigkeit verneinte, ohne weiter auf die Aktenlage einzugehen, macht seine von derjenigen der Dr. med. B.________ abweichende Aussage unvollständig und leuchtet mithin nicht ein.