Citation: 2C_150/2021 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz begründete ihre Annahme, dass vorliegend von einer Scheinehe auszugehen sei, im Wesentlichen damit, dass der Beschwerdeführer mit seiner Ex-Frau zwar in derselben Wohnung gelebt habe; zudem hätten sie - soweit überhaupt feststellbar - auch den (beide betreffenden) Lebensunterhalt gemeinsam bestritten. Zu berücksichtigen sei jedoch, dass der Beschwerdeführer ohne die Heirat mit seiner Ex-Frau nicht zu einer Aufenthaltsbewilligung gekommen wäre und er an einer solchen - wie der frühere illegale Aufenthalt zeige - offensichtlich ein grosses Interesse gehabt habe. Für das Vorliegen einer Scheinehe spreche sodann der Umstand, dass sich die Angaben der Ex-Ehegatten zu ihrem Kennenlernen als sehr spärlich und zudem widersprüchlich erwiesen hätten. Hinzu komme, dass die Ex-Frau vom Beschwerdeführer für das Eingehen der Ehe offenbar Geld erhalten habe und sie während längerer Zeit eine die Ehe konkurrenzierende Parallelbeziehung mit ihrem früheren Freund gepflegt habe. Auch unter Berücksichtigung aktenkundiger Aussagen von C.________, D.________ und E.________ sei vorliegend mit grosser Wahrscheinlichkeit von einer Scheinehe auszugehen. Aufgrund des unterschiedlichen kulturellen und sprachlichen Hintergrunds des Beschwerdeführers und seiner Ex-Frau, der gemäss Aussagen der Ex-Frau bald zu Problemen geführt haben solle, verdichte sich dieser Scheineheverdacht zusätzlich (vgl. E. 5.3 des angefochtenen Urteils; für weiterführende Erwägungen vgl. E. 5.2.1 bis 5.2.6 des angefochtenen Urteils).