Citation: 8C_666/2008 02.02.2009 E. 4

Im Verfahren 8C_672/2008 ist streitig, ob der Beschwerdeführer über den 30. April 2007 hinaus Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung (Heilbehandlung; Taggeld) beanspruchen kann. 4.1 Nach den vorinstanzlichen Erwägungen lag jedenfalls im Zeitraum seit Neuanmeldung (28. August 2003) bis zur Leistungseinstellung das für die Annahme eines Schleudertraumas typische Beschwerdebild nicht mehr vor. Der Versicherte litt noch an Sensibilitätsstörungen auf der rechten Körper- und Gesichtshälfte (Taubheitsgefühl, Gefühlsstörung) sowie an einem Tinnitus. Hinsichtlich des Hemisyndroms war der natürliche Kausalzusammenhang mit dem Unfall gestützt auf die neurologische Beurteilung des Dr. med. T.________ sowie das Gutachten des Dr. med. U.________ zu verneinen. Weiter führte die Vorinstanz unter zutreffender Darlegung der Rechtsprechung (RKUV 2004 Nr. U 505 S. 246, U 116/03 E. 2 mit Hinweisen; vgl. auch SVR 2007 UV Nr. 31 S. 105, U 127/06 E. 4) aus, dass der Tinnitus nicht aus einer organischen Schädigung hergeleitet werden konnte, weshalb als Ursache einzig eine mangelhafte psychische Verarbeitung in Frage kam. Eine solche war jedoch gestützt auf die psychiatrischen Stellungnahmen zu verneinen, weshalb davon auszugehen war, dass der mit Zusprache einer Integritätsentschädigung anerkannte schwere Tinnitus die Vulnerabilitätsgrenze, welche jenen Toleranzbereich bezeichnet, in welchem körperliche, psychische oder soziale Störungen ohne Dekompensation verkraftet werden können, nicht überschritten hatte. Demnach entfiel auch der natürliche Kausalzusammenhang des Tinnitus mit dem Unfall.