Citation: 1C_546/2017 E. 3.5

3.5. Das Bundesgericht hat sich mit der Formulierung in § 8 aPBV, wonach für die Bestimmung der Gebäudehöhe "in der Regel" das gewachsene Terrain massgebend ist, bereits im Urteil 1P.138/2003 vom 28. Mai 2003 befasst. Damals ging es um einen Höhenunterschied von knapp 3 m (a.a.O., E. 2.1). Umstritten war, was die Streichung des Ausdrucks "oder des gestalteten Terrains", der noch im alten Baugesetz vom 28. April 1977 verwendet worden war, und dessen Ersetzung durch die erwähnte Formulierung bedeutete. Gemäss dem Urteil lässt die Formulierung, wonach "in der Regel" das gewachsene Terrain massgebend ist, Raum für gewisse Ausnahmen. Unzulässig wäre eine Praxis, welche die Ausnahme zur Regel und die Regel zur Ausnahme werden liesse. Innerhalb dieser Schranken stehe den kantonalen Behörden indessen von Verfassungs wegen ein erheblicher Spielraum zu. Zwar sei zu berücksichtigen, dass nach altem Recht das gewachsene Terrain in der Regel nicht oder nur geringfügig verändert werden durfte, Terrainveränderungen neu jedoch grundsätzlich zulässig seien, wenn sie einer guten Umgebungsgestaltung dienten und dem Geländeverlauf in der Umgebung angepasst würden. Werde die Terraingestaltung freigegeben und anschliessend die zulässige Höhe vom so gestalteten Terrain aus gemessen, wären Tür und Tor geöffnet, um immer höhere Bauten errichten zu können, was kaum der Absicht des Gesetzgebers entspräche. Sei jedoch die Terrainaufschüttung nach altem Recht bewilligt worden, so bestehe eine gewisse Gewähr dafür, dass nicht beliebige Terrainaufschüttungen als Basis für die Höhenmessung genommen würden. Zudem habe das Verwaltungsgericht ausdrücklich den Fall von Neubauten vorbehalten, bei denen der Tendenz, mit "Maulwurfshügeln" Höhe zu schinden, durch das Abstellen auf das gewachsene Terrain begegnet werden solle. Im Ergebnis bezeichnete das Bundesgericht die Auslegung des Verwaltungsgerichts als haltbar (a.a.O., E. 2.5).