Citation: 1A.13/2001 29.05.2001 E. 2

2.-In verfahrensrechtlicher Hinsicht macht die Beschwerdeführerin geltend, die Urteilsbegründung des angefochtenen Entscheides sei erneut ungenügend. Das Obergericht gehe "auf die Besonderheiten des vorliegenden Verfahrens bezüglich behauptetes Delikt (systematisches Vorgehen) und Umfang der Rechtshilfe (...) mit keinem Wort ein". a) Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes zum Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) muss die Urteilsbegründung so abgefasst sein, dass der Betroffene den Entscheid gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Dies ist nur dann möglich, wenn sowohl er wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheides ein Bild machen können. Zwar muss sich der Richter nicht ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand der Parteien befassen. Die Urteilsbegründung soll sich jedoch mit den für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkten auseinandersetzen. Die Begründung kann sich dabei auch auf die Verfügung einer unteren kantonalen Instanz stützen. Je stärker der Entscheid in die schutzwürdigen Interessen des Betroffenen eingreift, desto höhere Anforderungen sind an die Begründung des Entscheides zu stellen (BGE 124 II 146 E. 2a S. 149; 123 I 30 E. 2c S. 34; 122 IV 8 E. 2c S. 14 f., je mit Hinweisen). b) Der Begründung des angefochtenen Entscheides lassen sich alle wesentlichen streitigen Gesichtspunkte entnehmen, die für die bewilligte Rechtshilfe an Deutschland sprechen. Das Obergericht musste dabei nicht auf sämtliche Vorbringen und Einwände der Beschwerdeführerin im Einzelnen eingehen. Im Gegensatz zum ersten Urteil vom 12. Januar 2000 setzt sich der angefochtene Entscheid namentlich mit den Fragen auseinander, inwiefern genügende Hinweise für das Vorliegen einer arglistigen Täuschung bestünden, ob Anzeichen für eine unzulässige Beweisausforschung zu rein fiskalischen Zwecken vorlägen und ob der Umfang der bewilligten Rechtshilfe verhältnismässig erscheine (vgl. angefochtener Entscheid, E. 3a S. 12 - 14, E. 3b S. 15 f., E. 3b - c S. 16 f.). Damit hält die Urteilsbegründung vor dem Anspruch auf rechtliches Gehör stand. Ob und inwieweit sie inhaltlich bundesrechtskonform erscheint, ist in den nachfolgenden materiellrechtlichen Erwägungen zu prüfen.