Citation: 9C_812/2015 E. 5.2

5.2. Die IV-Stelle hat in der Verfügung vom 23. September 2014 für das hypothetische Einkommen ohne Invalidität (Valideneinkommen) auf die Statistik gewerblicher Buchhaltungsergebnisse, Hoch- und Tiefbau, Umsatzgruppe Fr. 200'000.- bis Fr. 499'999.-, Durchschnitt der Jahre 2006-2011, abgestellt, was einen Betrag von Fr. 69'985.-, zuzüglich persönlicher Sozialversicherungsbeiträge von 9,7 %, somit Fr. 76'774.-, ergeben hat. Dies lässt sich in Würdigung der konkreten Umstände nicht beanstanden. Zwar müssten als Valideneinkommen die Erwerbseinkünfte herangezogen werden, die der Beschwerdegegner vor Eintritt der Invalidität erzielt hat; im vorliegenden Fall wären die Jahre 1989-1991 massgebend. Der Versicherte hat den Betrieb seines Vaters formell 1989 übernommen. Wie im Abklärungsbericht der IV-Stelle Luzern vom 13. Januar 2014 zutreffend bemerkt wird, handelte es sich um die Aufbauphase des Betriebes, weshalb nicht auf das Einkommen aus diesem Zeitraum abgestellt werden kann. Die gewählte Periode 2006-2011 mit den statistischen Werten wirkt sich zugunsten des Beschwerdegegners aus. Das Invalideneinkommen setzte die IV-Stelle aufgrund des Durchschnitts der Betriebsergebnisse der Jahre 2006-2011 fest. Nach Aufrechnung des persönlichen AHV/IV/EO-Beitrags von 9,7 % resultierte ein Invalideneinkommen von Fr. 78'992.-. Damit bestand gemäss Verfügung vom 23. September 2014 trotz anhaltenden Rückenleidens keine Einkommenseinbusse mehr, weshalb die IV-Stelle die laufende Invalidenrente zufolge Verbesserung der erwerblichen Verhältnisse zu Recht revisionsweise auf Ende Oktober 2014 aufgehoben hat, wogegen der vorinstanzliche Entscheid, laut welchem die Verwaltung den Invaliditätsgrad nach der ausserordentlichen Bemessungsmethode unter Beizug eines Sachverständigen zu ermitteln hätte, im Lichte der vorstehenden Erwägungen Bundesrecht verletzt.