Citation: 1C_340/2017 E. A

Am 1. Mai 2015 ging bei der Gemeinde Sagogn ein Baugesuch von B.________ für die Totalsanierung des bestehenden Mehrfamilienhauses auf der Parzelle 270, Sagogn, ein. Neben der Totalsanierung plante er auf der Westseite der Parzelle einen "Carport-Neubau". Gegen das Vorhaben erhob der Eigentümer der Nachbarparzelle 272 am 29. Mai 2015 Baueinsprache. Gleichentags zog der Baugesuchsteller den Teil "Carport-Neubau" seiner Eingabe zurück, woraufhin der Nachbar seine Einsprache ebenfalls zurückzog. Am 23. Juni 2015 erteilte die Gemeinde die Baubewilligung für die vorgesehene Totalsanierung. Die Bewilligung wurde u.a. mit der Bedingung erteilt, dass vor Baubeginn der Nachweis für eine ausreichende Anzahl Parkplätze auf der eigenen Parzelle zu erbringen sei. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Am 1. September 2015 ging bei der Gemeinde ein von B.________ neu verfasstes Baugesuch für den Neubau eines "Carports" auf der Westseite der Parzelle 270 ein. Dagegen erhob wiederum der Eigentümer der Nachparzelle 272 am 5. Oktober 2015 Einsprache, womit er eine Verletzung der Grenzabstandsvorschriften gegenüber seiner eigenen Parzelle geltend machte. Anlässlich der Sitzung vom 7. Dezember 2015 erteilte der Gemeindevorstand auf Antrag der Baukommission dem Baugesuchsteller für den beabsichtigten "Carport-Neubau" ein Näherbaurecht gegenüber der der Gemeinde gehörenden Parzelle 251. Mit Schreiben vom 6. Januar 2016 ersuchte die Architektin des Baugesuchstellers, das Baugesuch "Neubau Carport" sei vorläufig zu sistieren. Am 28. Januar 2016 ersuchte B.________ erneut um Bewilligung eines "Carport-Neubaus" auf der Westseite der Parzelle 270. Die Gemeinde legte dieses Baugesuch vom 5. bis 26. Februar 2016 öffentlich auf. Dagegen erhob A.________, Eigentümer der Parzelle 78, Sagogn, am 18. Februar 2016 (erstmals) Baueinsprache mit dem Begehren, es sei die Bewilligung für den "Carport-Neubau" zu verweigern. Mit Schreiben vom 22. Februar 2016 reichte die Architektin des Baugesuchstellers zur Ergänzung des Baugesuchs "Neubau Carport" beim Bauamt die Abbruchpläne für die bestehende Gartenmauer ein. Die kantonale Denkmalpflege unterbreitete der Gemeinde am 26. Februar 2016 ihre zustimmende Stellungnahme zum geplanten "Carport". Mit Einspracheentscheid vom 8. März 2016 trat der Gemeindevorstand auf die von A.________ erhobene Einsprache nicht ein mit der Begründung, dass die erforderliche Legitimation fehle. Zudem führte er in einer Alternativbegründung aus, die Einsprache sei auch in materieller Hinsicht unbegründet.