Citation: 5A_499/2013 E. 3.4

3.4. Gemäss Art. 101 Abs. 3 ZPO tritt das Gericht auf eine Klage oder ein Gesuch nicht ein, falls innert Nachfrist der verlangte Kostenvorschuss nicht geleistet wird. Das Bundesgericht hatte bereits Gelegenheit, sich zur Tragweite dieser Bestimmung zu äussern (BGE 138 III 163). Dabei hat es festgehalten, dass das Gericht bei Einreichung eines Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege nicht gleichzeitig eine Frist zur Einreichung der Belege und zur Überweisung des Kostenvorschusses ansetzen darf. Solange über das Gesuch nicht entschieden sei, dürfe vom Rechtsuchenden nicht verlangt werden, dass er einen Kostenvorschuss leiste. Werde das Gesuch abgewiesen, so müsse eine Nachfrist zur Leistung des Kostenvorschusses angesetzt werden (E. 4.2 und E. 4.3). Diese Rechtsprechung wurde mit Blick auf die provisio ad litem (Prozesskostenvorschuss des Ehegatten) bestätigt, als dass auch hier ein entsprechendes Gesuch die Leistung des Kostenvorschusses hinausschiebt (BGE 138 III 672 E. 4.2.2 S. 674).