Citation: 1P.441/2002 10.10.2002 E. 2

2.1 Der Gesuchsteller hatte in seiner staatsrechtlichen Beschwerde geltend gemacht, Gerichtspräsident Hauri sei befangen, weil er seinen Entscheid falsch - d.h. auf den Tag der Hauptverhandlung, den 19. November 2001 - datiert habe. Es sei gar nicht möglich, dass der Entscheid an diesem Tag gefällt worden sei, weil er sich unter anderem auf das Einkommen seiner Ex-Frau stütze, die Unterlagen dazu dem Gericht jedoch erst später eingereicht worden seien. Das Bundesgericht hat diesen Einwand in E. 3.2 des Urteils vom 19. Juni 2002 mit folgender Begründung verworfen: "Entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers bestehen auch keine Anhaltspunkte dafür, dass Gerichtspräsident Hauri das Urteil nicht bereits am 19. November 2001 fällte. Nach der unbestrittenen Darstellung des Beschwerdegegners in der Vernehmlassung ergibt sich aus dem Verhandlungsprotokoll, dass der Lohnausweis der Mutter des Beschwerdegegners an der Verhandlung vom 19. November 2001 ein- gereicht worden ist, womit deren finanzielle Verhältnisse dem Gerichtspräsidenten offen gelegt wurden. Dass sich das Summarurteil darauf stützt, ist daher kein Indiz, geschweige denn ein Beweis dafür, dass das Urteil entgegen seiner Datierung später gefällt wurde." Der Gesuchsteller wirft dem Bundesgericht vor, es beziehe sich in dieser Erwägung lediglich auf die Vernehmlassung des Beschwerdegegners und habe das handgeschriebene Verhandlungsprotokoll sowie die davon später erstellte maschinenschriftliche "Kopie" nicht selber nachgeprüft. Die Angaben des Revisionsgegners in seiner Vernehmlassung vom 15. April 2002 zum Lohnausweis seiner Ex-Frau seien nicht sorgfältig genug geprüft worden; sie stünden mit den übrigen Gerichtsunterlagen im Widerspruch, was beweise, dass sie unwahr seien. 2.2 Von einem Versehen kann indessen keine Rede sein. Im vom Gesuchsteller eingereichten Protokoll der Verhandlung vom 19. November 2002, welches dem Bundesgericht bei seinem Entscheid vom 19. Juni 2002 nicht vorlag, findet sich, und zwar sowohl in der handschriftlichen Originalfassung wie auch in der maschinenschriftlichen Abschrift der Vermerk: "Kläger (Lohn Mutter): Kläger reicht Unterlage ein", im zweiten Aktenstück mit dem Zusatz "dazu". Die Annahme des Bundesgerichts, Gerichtspräsident Hauri sei am 19. November 2001 der Lohnausweis der Mutter des Klägers, d.h. der Ex-Ehefrau des Gesuchstellers, eingereicht worden, wird damit keinesfalls widerlegt. Die Gründe, die der Gesuchsteller anführt, um zu belegen, das Protokoll sei in dem Sinne zu verstehen, dass der Kläger Unterlagen zum Lohn der Mutter noch einreichen werde, vermögen höchstens gewisse Zweifel am wirklichen Sinn des Protokollvermerks aufkommen zu lassen. Das genügt jedoch nicht als Revisionsgrund.