Citation: 6P.114/2004 05.11.2004 E. 5

Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, seine Beteiligung an der Fluchthilfe von C.________ im April 1999 habe die Vorinstanz zu Unrecht als Mittäterschaft zur versuchten Befreiung von Gefangen nach Art. 310 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 21 Abs. 1 StGB qualifiziert. Sein Verhalten sei mangels wesentlichen Tatbeitrags höchstens als versuchte Gehilfenschaft zu diesem Tatbestand zu werten. 5.1 Mittäter ist nach der Rechtsprechung, wer bei der Entschliessung, Planung oder Ausführung eines Delikts vorsätzlich und in massgebender Weise mit anderen Tätern zusammenwirkt, so dass er als Hauptbeteiligter dasteht. Dabei kommt es darauf an, ob der Tatbeitrag nach den Umständen des konkreten Falles und dem Tatplan für die Ausführung des Deliktes so wesentlich ist, dass sie mit ihm steht oder fällt (vgl. BGE 125 IV 134 E. 3a mit Hinweisen). 5.2 Der Beschwerdeführer war Kontaktperson von C.________ ausserhalb des Gefängnisses und nahm somit bei der Planung dessen Flucht eine wichtige Funktion ein. Indem er auf Anordnung von C.________ Sägeblätter kaufte und D.________ übergab, leistete er einen wesentlichen Beitrag bei der Vorbereitung der Fluchthilfe. Der angeführte Einwand, dass auch D.________ oder eine andere Person die Sägeblätter hätte kaufen können trifft zwar zu. Indessen ändert dies nichts daran, dass im konkreten Fall der Beschwerdeführer bei der Vorbereitung der Flucht diese Aufgabe übernommen hat. Es steht ausser Frage, dass für die Fluchthilfe das Beschaffen der Sägeblätter so wesentlich gewesen ist, dass die Tat mit ihr gestanden oder gefallen wäre. Die Beschwerde ist in diesem Punkt unbegründet.