Citation: 9C_522/2008 07.10.2008 E. 3.2

3.2.1 In grammatikalischer Hinsicht ist bei der Auslegung von Art. 39 Abs. 2 des Reglementes der Pensionskasse zu beachten, dass der Teilrentenanspruch nach dem Wortlaut dieser Reglementsbestimmung auf der "Differenz zwischen dem bisherigen und dem neuen versicherten Lohn" beruht. Anspruchsvoraussetzung des Teilrentenanspruches für eine Teilinvalidität bildet danach die Weiterversicherung eines "neuen" versicherten Lohnes. Grundlage des versicherten Lohnes ist gemäss Art. 6 Abs. 1 des Reglementes ein "regelmässige(s) Arbeitsverhältnis mit Entlöhnung im Monatslohn". In Art. 6 Abs. 2 des Reglementes wird die Versicherung von Einkommen, die versicherte Personen bei dritten Arbeitgebern oder als Selbstständigerwerbende erzielen, ausdrücklich ausgeschlossen. Der versicherte Lohn entspricht gemäss Art. 11 Abs. 1 des Reglementes dem massgebenden Jahreslohn abzüglich eines Koordinationsbetrages in der Höhe einer einfachen maximalen AHV-Altersrente. Aus dem Gesamtzusammenhang dieser reglementarischen Regelung des versicherten Lohnes geht hervor, dass auch der in Art. 39 Abs. 2 des Reglementes genannte "neue" versicherte Lohn auf einem weiterbestehenden Arbeitsverhältnis der versicherten Person mit der Schweizerischen Post (oder angeschlossenen Organisationen/Unternehmen/Mitarbeitenden der Postautohalter im Sinne von Art. 3 Abs. 1 des Reglementes) einerseits und auf der Weiterausrichtung von massgebendem Jahreslohn durch die Schweizerische Post als Grundlage eines entsprechend der Teilinvalidität herabgesetzten "neuen" versicherten Lohnes anderseits beruht. Zum gleichen Schluss führt die Bestimmung von Art. 40 Abs. 1 des Reglementes, wonach in zeitlicher Hinsicht für den Teilrentenanspruch auf die "Umgestaltung" des Arbeitsverhältnisses abzustellen ist. 3.2.2 Es steht fest, dass das Arbeitsverhältnis des Beschwerdeführers mit der Schweizerischen Post auf den 31. Oktober 2004 aufgelöst worden ist. Ab Juli 2003 wurden dem Beschwerdeführer noch 80 % seines Lohnes ausgerichtet. Die reduzierten Lohnzahlungen ab Juli 2003 stellten aber nicht die Gegenleistung der Post für vom Beschwerdeführer im Rahmen eines "umgestalteten" Arbeitsverhältnisses geleistete Arbeit dar, sondern erfolgten nach Massgabe der gesamtarbeitsvertraglich geregelten Lohnfortzahlungspflicht zufolge unverschuldeter Verhinderung des Arbeitnehmers an der Arbeitsleistung im Sinne von Art. 324a Abs. 4 OR. Die Lohnfortzahlung führte nicht zu einer Herabsetzung des bei der Pensionskasse versicherten Lohnes. Gegenteils erfuhr der versicherte Lohn des Beschwerdeführers im Jahre 2004 gegenüber dem Vorjahr eine (teuerungsbedingte) Erhöhung von Fr. 40'401.- auf Fr. 40'934.- . Demgemäss fehlte es auch für die Zeit der Lohnfortzahlung an den Beschwerdeführer (Juli 2003 bis Oktober 2004) an einer Differenz zwischen "dem bisherigen und dem neuen versicherten Lohn", welche dem Anspruch auf eine Teilrente gemäss Art. 39 Abs. 2 des Reglementes zugrunde liegen muss. 3.3 Zusammenfassend hat das kantonale Gericht den Rechtssinn von Art. 39 Abs. 2 des Reglementes zutreffend ermittelt, indem es die Weiterbeschäftigung eines teilinvaliden Versicherten bei der Post und sinngemäss die Weiterversicherung eines niedrigeren versicherten Lohnes als bisher für die Entstehung des Anspruches auf eine Teilrente als erforderlich erachtet hat. Die dem Beschwerdeführer ab Juli 2003 ausgerichteten Lohnfortzahlungen hatten keine Herabsetzung des versicherten Lohnes zur Folge, welche den Anspruch auf eine Teilrente gestützt auf die erwähnte Reglementsbestimmung hätte entstehen lassen können.