Citation: 8C_106/2024 E. 4.5

4.5. Dieser Einwand ist unbegründet. Wie die Vorinstanz richtig erkannt hat, ist der Rückweisungszeitpunkt nicht generell massgebend für den Beginn der relativen Verwirkungsfrist (vgl. SVR 2015 IV Nr. 5 S. 10, 9C_195/2014 E. 4.2; SVR 2014 IV Nr. 15 S. 60, 8C_631/2013 E. 5.2.2.3). Insbesondere hat die IV-Stelle nicht bereits dann fristauslösende Kenntnis, wenn sie im Zeitpunkt des Rückweisungsentscheids mit der Möglichkeit rechnen muss, dass sich je nach Abklärungsergebnis eine Änderung zuungunsten der versicherten Person in Bezug auf den Rentenanspruch an sich oder dessen Umfang ergeben könnte. Vielmehr beginnt die relative einjährige Verwirkungsfrist nach Art. 25 Abs. 2 ATSG frühestens zu laufen, wenn die IV-Stelle um das definitive Ergebnis der Abklärungen weiss (vgl. Urteile 9C_684/2023 vom 20. Juni 2024 E. 5.2.3; 9C_569/2019 vom 8. November 2019 E. 3.2 und E. 4.1). Das ist vorliegend der Zeitpunkt der Kenntnisnahme vom MEDAS-Gutachten vom 18. November 2020, wie die Vorinstanz richtig erkannt hat.