Citation: 5A_253/2022 E. 7.2.1

7.2.1. Die Vorinstanz erwog, die Parteien hätten (anlässlich der Experteninstruktion am 13. September 2017) einen Prozessvergleich geschlossen, an den sie vorbehältlich allfälliger Willensmängel gebunden seien. Sie hätten folgendes vereinbart: " Der Gutachter ermittelt den Verkehrswert der Aktien des Ehemannes an der C.________ AG zu folgenden Stichtagen: 1. Januar 1984 1. Januar 1991 und Aktuell (d.h. 31. Dezember 2014 bzw. 31. Dezember 2015 bzw. 31. Dezember 2016 (vgl. nachfolgende Ausführungen). -..] Als aktueller Verkehrswert gilt der Wert per 31. Dezember 2015 resp. 2016, sofern der Ehemann die entsprechende Jahresrechnung der C.________ AG bestehend aus Bilanz, Erfolgsrechnung und Anhang innert nicht erstreckbarer Frist von 20 Tagen vollumfänglich beim Gericht einreicht. Verstreicht diese Frist ungenutzt, gilt der 31. Dezember 2014 als Stichtag zur Feststellung des aktuellen Marktwerts." Konkret bedeute dies, dass - nachdem der Beschwerdeführer die Jahresrechnungen 2015 bzw. 2016 nicht eingereicht hatte - der vom Experten per 31. Dezember 2014 ermittelte Unternehmenswert zum Zeitpunkt der Erstattung des Gutachtens im Frühjahr 2018 grundsätzlich als aktuell und somit massgeblich zu bezeichnen sei. Einzuräumen sei, dass sich bei einer Bewertung per Urteilszeitpunkt unter Umständen schwierige Fragen stellen würden. Es sei aber daran zu erinnern, dass ein Gutachten nicht dazu diene, einer Prozesspartei irgendwelche Sachkenntnisse zu verschaffen. Vielmehr liege es an den Prozessparteien bzw. in diesem Fall am Beschwerdeführer, die Tatsachen aus seiner Sicht vorzubringen und sie dann mittels Gutachten zu beweisen. Betreffend Ergänzung des Gutachtens erkläre der Beschwerdeführer nicht, wie der Experte überhaupt eine Bewertung auf einen anderen Zeitpunkt hätte vornehmen sollen, ohne über die einschlägigen Geschäftsunterlagen zu verfügen. Er erkläre nicht, weshalb die Prozessvereinbarung für ihn auf einmal hätte unverbindlich werden sollen. Seine Erklärungsversuche für das Nichteinreichen aktueller Kennzahlen seien deshalb unbehelflich. Schliesslich setze er sich nicht mit dem Hinweis des Gutachters auseinander, wonach der Zukunftserfolg und eine erfolgreiche Unternehmensführung neben externen Faktoren stark von einer erfolgreichen Geschäftsführung abhingen. Er erkläre zwar, er sei (damals) 78-jährig, aber nicht, was für Massnahmen er bisher vorgekehrt habe bzw. weshalb er keine Vorkehrungen treffe oder getroffen habe, um das Unternehmen wieder zurück zum Erfolg zu führen. Die Vorinstanz erachtete daher den per 31. Dezember 2014 ermittelten Wert der C.________ AG von Fr. 6'300'000.-- als aktuellen Wert der Beteiligung zu 100 % an dieser Gesellschaft.