Citation: 1C_438/2016 E. 3

Die Beschwerdeführerinnen rügen zunächst eine unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts. Die Vorinstanz habe versäumt festzuhalten, dass sie die Beschwerdegegnerin anlässlich der Sitzung vom 5. Dezember 2014 darauf hingewiesen hätten, dass das Gespräch mit einer KESB-Mitarbeiterin und die geplante, erwachsenenschutzrechtliche Massnahme für D.________ "eine sehr schwierige und kränkende Situation" sei und sie eine "dekompensierende Reaktion" befürchteten. Ausserdem hätten sie zum Ausdruck gebracht, D.________ habe in letzter Zeit Äusserungen gemacht, die "als suizidal beurteilt werden könnten", weshalb er mit erhöhter Aufmerksamkeit beobachtet werden müsste und sorgfältig zu prüfen sei, ob er freien Ausgang haben könne. Es trifft zwar zu, dass das Obergericht diese Passage aus dem Gesprächsprotokoll der Sitzung vom 5. Dezember 2014 nicht ausdrücklich wiedergegeben hat. Die darin aufgezeichneten Hinweise, Einschätzungen und Befürchtungen liegen der vorinstanzlichen Entscheidfindung aber zugrunde. Dies ergibt sich insbesondere aus der Erwägung des Obergerichts, wonach die zuständige Ärztin der Klinik aufgrund der Bedenken der Angehörigen eine Suizideinschätzung vorgenommen habe und dabei zum Schluss gelangt sei, dass keine akute Suizidgefahr bestanden habe (vgl. E. 3.5 des angefochtenen Entscheids). Der Vorinstanz kann deshalb nicht vorgeworfen werden, den rechtserheblichen Sachverhalt unvollständig festgestellt zu haben. Soweit die Beschwerdeführerinnen ferner geltend machen, das Obergericht habe nicht berücksichtigt, dass bei einem anderen Patienten die Türen abgeschlossen worden seien, zeigen sie nicht in rechtsgenüglicher Weise auf, inwiefern die Behebung des Mangels für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Die Beschwerde erweist sich insoweit als unbegründet.