Citation: 5A_667/2021 E. 1.2

1.2. Mit der Beschwerde in Zivilsachen können Rechtsverletzungen gemäss Art. 95 f. BGG geltend gemacht werden. Das Bundesgericht wendet das Recht in diesem Bereich von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es befasst sich aber grundsätzlich nur mit formell aus- reichend begründeten Einwänden (Art. 42 Abs. 2 BGG; BGE 143 II 283 E. 1.2.2). Rügen, die dem Bundesgericht unterbreitet werden, müssen soweit möglich schon vor Vorinstanz vorgebracht worden sein. Die beschwerdeführende Partei darf die ihr bekannten rechtserheblichen Einwände der Vorinstanz nicht vorenthalten, um sie erst nach dem Ergehen eines ungünstigen Entscheids im anschliessenden Rechtsmittelverfahren zu erheben (sog. materielle Ausschöpfung des Instanzenzuges; BGE 146 III 203 E. 3.3.4; 143 III 290 E. 1.1). Dies gilt auch, wenn die rechtsuchende Partei vorinstanzlich kein Rechtsmittel eingelegt hatte und am Verfahren einzig als Beschwerdegegnerin teilnahm (Urteile 5A_944/2021 vom 19. Mai 2022 E. 2.3; 5A_451/2020 vom 31. März 2021 E. 2.3; 5A_703/2019 vom 27. April 2020 E. 2.3.1).