Citation: U 453/05 20.01.2007 E. 3

Die Rüge, der Bericht über die kreisärztliche Abschlussuntersuchung vom 21. Oktober 2003 genüge den Beweisanforderungen nicht, ist nicht stichhaltig. Die Anamnese konnte kurz ausfallen, da es nur um Vorgeschichte und Auswirkungen der unfallbedingten Handgelenksbeschwerden ging. Die erforderlichen Angaben zu Ausbildung, beruflichem Werdegang, aktueller Beschäftigungssituation und gesundheitlichem Befinden wurden erhoben. Die medizinischen Vorakten wurden konsultiert, und nach dem Gehalt der Aussagen dauerte die Untersuchung länger als behauptet lediglich fünf Minuten. Auch laut dem Bericht des Dr. med. M.________, Spezialarzt FMH für Chirurgie vom 5. Februar 2004 war dem Beschwerdeführer eine leichte bis höchstens mittelschwere Arbeit (ohne Heben von Gewichten über fünfzehn Kilogramm und unter Vermeidung repetitiver Arbeiten mit der linken Hand sowie mit Impulswirkungen verbundener Tätigkeiten) grundsätzlich ganztags zumutbar. Er wich in seiner Einschätzung nur in der Festlegung der zeitlichen Rahmenbedingungen (Notwendigkeit vermehrter Pausen zur Schonung der Handgelenke) vom Kreisarzt ab, was ihn zu einer leicht abweichenden Beurteilung der Leistungsfähigkeit führte, wodurch die Stellungnahme des Kreisarztes nicht in Frage gestellt wird. Die materielle und formelle Kritik am Kreisarztbericht und dessen Würdigung durch die rechtsanwendenden Vorinstanzen (namentlich bezüglich Begründungspflicht) verkennt vollständig, dass sich dem Versicherungsarzt anlässlich der Abschlussuntersuchung vom 21. Oktober 2003 weitgehend normale und konsolidierte Verhältnisse präsentierten, weshalb die Aufnahme einer ganztägig zumutbaren Arbeitsleistung unter Beachtung der erwähnten Einschränkungen keiner weiteren Begründung bedurfte.