Citation: 1B_312/2021 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwägt zum besonderen Haftgrund der Fluchtgefahr Folgendes: Der Beschwerdeführer sei rumänischer Staatsangehöriger und verfüge in der Schweiz über eine Aufenthaltsbewilligung L für Kurzaufenthalter. Eine Bewilligung B sei bei seiner Verhaftung noch ausstehend gewesen. Vor seiner Festnahme habe er sich erst seit ca. fünf Monaten (Anfang September 2020) in der Schweiz aufgehalten. Zuvor habe er sechs Jahre in Österreich und dazwischen auch immer wieder in Rumänien gelebt. Seine Freundin habe (vor seiner Inhaftierung) mit dem gemeinsamen Kind primär in Wien gewohnt. Alle seine weiteren Familienangehörigen, zu denen er täglich Kontakt halte, hielten sich in Rumänien auf. Zwar habe der Beschwerdeführer in der Schweiz offenbar eine Anstellung als Versicherungsberater; seine Beziehungen zu Österreich und Rumänien seien jedoch stärker ausgeprägt als zur Schweiz. Ausser seinem Aufenthalt von einigen Monaten und "wechselhaften" Erwerbstätigkeiten lasse sich kein hiesiger Bezug feststellen. Daran ändere auch die Behauptung des Beschwerdeführers nichts, seine Freundin sei unterdessen mit dem gemeinsamen Kind in die Schweiz gezogen. Im Falle einer strafrechtlichen Verurteilung wegen mehrfacher versuchter schwerer Körperverletzung müsse er, nebst einer empfindlichen Freiheitsstrafe, mit einer mehrjährigen Landesverweisung rechnen. Insgesamt sei daher ernsthaft zu befürchten, dass er sich nach einer Haftentlassung ins Ausland, insbesondere nach Österreich oder Rumänien, absetzen würde, um sich den absehbaren negativen Folgen des Strafverfahrens zu entziehen.