Citation: 9C_219/2024 E. 2.4.2

2.4.2. Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass es nicht von Bedeutung sei, ob das Darlehen simuliert gewesen sei. Entscheidend sei, dass das Darlehen bis ins Jahr 2000 wertberichtigt worden sei, die Wertberichtigungen geschäftsmässig begründet und von den Steuerbehörden zugelassen worden seien. Die Steuerbehörden hätten die Wertberichtigungen damals prüfen müssen; darauf könne heute nicht mehr zurückgekommen werden. Auch wenn die Steuerbehörden zum Schluss gelangten, dass das Darlehen simuliert gewesen sei, müssten sie sich die in der Vergangenheit bewilligten Wertberichtigungen entgegenhalten lassen. Es gehe in der Steuerperiode 2019 nur noch darum, ob die Ausbuchung des Bilanzwerts von Fr. 1.- geschäftsmässig begründet sei. Könnte die geschäftsmässige Begründetheit einer Wertberichtigung erst Jahre später geprüft werden, würden Veranlagungen faktisch nie rechtskräftig werden, was der Rechtssicherheit widerspreche. Die Steuerbehörden könnten nur mit einem Nachsteuerverfahren auf ihre frühere Entscheidung zurückkommen, was aber wegen des Eintritts der Verjährung nicht möglich sei.