Citation: I 244/99 26.06.2000 E. 3

3.- Mit Bezug auf die Arbeitsfähigkeit schätzte Dr. med. P.________ das Leistungsvermögen gemäss seinen Berichten vom 15. Dezember 1995 und 4. März 1996 ab 16. März 1995 für körperlich leichte Tätigkeiten sowie Reinigungs- und Küchenarbeiten auf 0 % sowie im Haushaltsbereich auf 67 bis 75 % ein. Demgegenüber vertritt Dr. med. M.________ in seinem Gutachten vom 22. Mai 1996 die Auffassung, die Versicherte sei als Sandwich-Zubereiterin in einer Bäckerei weiterhin zu 70 % einsatzfähig, während ihr eine Arbeit im Bereich Reinigungsarbeiten oder als Zimmermädchen nurmehr zu 50 % zuzumuten sei. Angesichts dieser divergierenden Auffassungen der beteiligten Ärzte ist eine abschliessende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit insbesondere im erwerblichen Bereich nicht möglich. Entgegen der vom kantonalen Gericht vertretenen Auffassung rechtfertigt der Umstand allein, dass Dr. med. P.________ über lange Jahre als Hausarzt der Beschwerdeführerin fungierte, nicht, dessen Stellungnahmen ohne weitere Würdigung zufolge "patientenfreundlicher" Gesinnung keinerlei Gewicht beizumessen. Solches verbietet sich hier deshalb, weil Dr. med. P.________ sich teilweise ausführlich und mit substantiellen Überlegungen zur Frage der Einschränkung des Leistungsvermögens äusserte, mit Gründen jedenfalls, die nicht ohne weiteres unter blossem Hinweis auf die abweichende Auffassung des Administrativgutachters Dr. med. M.________ verworfen werden können. Vielmehr hat der Sozialversicherungsrichter alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten (vgl. BGE 122 V 160 Erw. 1c mit weiteren Hinweisen). Eine Ergänzung des medizinischen Sachverhaltes drängt sich im Weitern auch deshalb auf, weil sich sowohl im Abklärungsbericht der IV-Stelle bezüglich beruflicher Eingliederungsmöglichkeiten vom 24. Mai 1995 wie auch im Gutachten des Dr. med. M.________ vom 22. Mai 1996 ("larvierte Depression") konkrete Anzeichen für das Vorliegen erheblicher psychischer Probleme finden.