Citation: 6B_901/2018 E. 1.4

1.4. Was der Beschwerdeführer geltend macht, ist nicht geeignet, die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung als willkürlich erscheinen zu lassen. Er wiederholt weitestgehend lediglich seine im Berufungsverfahren verworfene Sichtweise der Dinge. Die Vorinstanz begründet ihre Schlussfolgerung, wonach der Beschwerdeführer das Opfer nicht in Notwehr tötete, ausführlich und überzeugend (vgl. E. 1.2 hiervor) und das Bundesgericht ist keine Appellationsinstanz, die eine freie Würdigung in tatsächlicher Hinsicht vornimmt. Schon die erste Instanz erwog überzeugend, es sei nicht nachvollziehbar, dass das Opfer den Beschwerdeführer bis zur Atemnot und beinahem Bewusstseinsverlust gewürgt haben soll, ohne am Hals Würgemerkmale oder am Jackenkragen DNA-Spuren zu hinterlassen (erstinstanzliches Urteil, E. 2.3.9 S. 22). Anlässlich der Untersuchung des Beschwerdeführers am 22. März 2015 durch das Institut für Rechtsmedizin liessen sich weder Verletzungen an der Halshaut noch objektive Befunde (wie z.B. Stauungsblutungen im Gesichtsbereich) finden, die eine Durchblutungsstörung des Gehirns infolge einer Kompression der Blutgefässe am Hals belegen könnten. Das geschilderte Schwarzwerden vor Augen könne als vorübergehende Durchblutungsstörung des Gehirns interpretiert werden (kant. Akten, act. B 3/13.5, S. 3). Sodann war das DNA-Profil des Opfers laut Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin St. Gallen vom 22. Juli 2015 weder an der rechten Halspartie des Beschwerdeführers noch im Kragenbereich seiner Jacke nachweisbar (vgl. kant. Akten, act. B 3/13.2, S. 5 und 8 ff.). DNA-Spuren des Opfers fanden sich lediglich auf dem rechten Ärmel der Jacke des Beschwerdeführers (vgl. kant. Akten, act. B 3/13.2, S. 7 und 10). Aus dem Zusatzgutachten des Instituts für Rechtsmedizin St. Gallen vom 24. Juli 2017 ergibt sich, dass bei einer nur kurzzeitigen Berührung nicht zwingend mit der Übertragung von genügend DNA zu rechnen sei, damit ein DNA-Profil erstellt werden könne. Bei einem längeren intensiven Kontakt sei jedoch eine genügende Übertragung von DNA für eine solche Erstellung zu erwarten (vgl. kant. Akten, act. B 12, S. 2). Die denkbare Möglichkeit, dass der herzkranke Beschwerdeführer trotz sowohl fehlender Würgemerkmale an dessen Hals als auch fehlender DNA-Spuren des Opfers am Jackenkragen und der rechten Halspartie in einer Notwehr begründenden Art und Weise gewürgt worden sein könnte, lässt die gegenteilige Feststellung der Vorinstanz nicht als unhaltbar erscheinen. Für die Belegung von Willkür erforderliche, klare und unauflösliche Widersprüche, aufgrund welcher sich eine andere als die vorinstanzliche Schlussfolgerung eines ausgebliebenen Würgeangriffs durch das Opfer geradezu aufdrängt, sind nicht ersichtlich. Entgegen der entsprechenden Kritik des Beschwerdeführers blendet die Vorinstanz seine von ihm geltend gemachten Gesundheitsprobleme nicht aus (vgl. etwa angefochtenes Urteil, E. 2.3.1 S. 15, E. 2.3.13 S. 25 und 29). Unabhängig davon, dass die Vorinstanz den Beweiswert seiner Aussagen nicht als klein erachtet (vgl. angefochtenes Urteil, E. 2.3.13 S. 26), erscheint nicht entscheidwesentlich, welchen Beweiswert sie demgegenüber den Aussagen von C.________ und F.________ zumisst. Sie schliesst die Notwehrsituation bereits gestützt auf die fehlenden Würgemerkmale am Hals des Beschwerdeführers und auf das fehlende DNA-Profil des Opfers am Kragen der Jacke des Beschwerdeführers willkürfrei aus. Nicht stichhaltig ist weiter sein Einwand der Haltlosigkeit betreffend die vorinstanzliche Feststellung, laut welcher ein Angriff von C.________ nie stattgefunden habe. Der Beschwerdeführer führt selber wiederholt aus, die von ihm behauptete Notwehr sei als Reaktion auf den angeblichen Würgeangriff durch das Opfer und nicht aufgrund von C.________ oder allenfalls einer Drittperson erfolgt. Darüber hinaus hält die Vorinstanz diesbezüglich zutreffend fest, dass ein vermeintlicher Angriff durch C.________ den Beschwerdeführer nicht zur Notwehrhandlung gegenüber dem Opfer berechtigt hätte (vgl. angefochtenes Urteil, E. 4.1 S. 37). Mangels offensichtlicher Notwehrsituation braucht die Frage der Beendigung einer solchen im Moment, als das Opfer die Hand des Beschwerdeführers mit dem Messer abwehrte, nicht beurteilt zu werden. Letzterer bezeichnet einen erneuten Angriff im Übrigen ohnehin selber als lediglich denkbare Variante. Auf einen solchen bloss für möglich gehaltenen Einwand tritt das Bundesgericht grundsätzlich nicht ein. Der Beschwerdeführer vermag auch damit jedenfalls keine Willkür in der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung darzulegen.