Citation: I 683/05 21.03.2006 E. 2.2

2.2.1 Entegegen der Auffassung der Beschwerdeführerin besteht kein Anlass, von dieser Beurteilung abzuweichen. Der Rentenanspruch setzt voraus, dass die Erwerbsfähigkeit - d.h. die Fähigkeit, die verbliebene Arbeitsfähigkeit auf dem gesamten in Frage kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt in zumutbarer Weise wirtschaftlich zu verwerten (vgl. BGE 130 V 343 ff.; Art. 7 und 8 ATSG; Art. 4 IVG) - aufgrund eines unfall- oder krankheitsbedingten Gesundheitsschadens bleibend oder längere Zeit dauernd um mindestens 40 % eingeschränkt ist (Art. 28 Abs. 1 IVG). Gestützt auf die Aktenlage fällt ein derartiger Verlust der Erwerbsmöglichkeiten für den Zeitraum bis zum Einspracheentscheid vom 6. Januar 2005 ausser Betracht. Nach einhelliger ärztlicher Einschätzung ist die Versicherte in ihrem ausgeübten Beruf als Betreuerin von Asylsuchenden vollständig arbeitsfähig. Diese beratende und organisatorische Arbeit wird mit Blick auf die eingeschränkte Belastbarkeit des Ellenbogens und der zunehmenden Nackenschmerzen bei längerer PC-Arbeit ärztlicherseits ausdrücklich als günstig bezeichnet (Bericht des Dr. med. B.________ vom 12. Dezember 2003). Ausserhalb der Betreuerfunktion ist sie hinsichtlich repetitiver Bewegungen im linken Ellenbogen und bei Haltefunktionen der linken Hand eingeschränkt. Sowohl Dr. med. B.________ als auch Dr. med. M.________ bezogen die vorbestehenden, nach überzeugender ärztlicher Einschätzung aufgrund des unfallbedingt zu tragenden Oberarmgipses vorübergehend exazerbierten, Nackenbeschwerden in ihre Schätzung der Arbeitsfähigkeit explizit mit ein, womit der Einwand falsch ist, Dr. med. B.________ habe seine Äusserungen nur auf die Ellenbogenfraktur bezogen. Inwiefern er überdies die Arbeit als Betreuerin von Asylsuchenden unrichtig eingeschätzt haben soll, ist nicht ersichtlich, zumal die Beschwerdeführerin seine Ansicht, eine solche Arbeit nähme auf die behinderungsbedingten Einschränkungen Rücksicht, in ihrem Schreiben an das Amt für Soziales (vom 16. September 2002) teilte und sich selbst bezüglich dieser Tätigkeit als praktisch voll arbeitsfähig taxierte. 2.2.2 Was die geltend gemachte psychische Problematik betrifft, ist mit der Vorinstanz festzustellen, dass der Hausarzt Dr. med. U.________ im Schreiben vom 24. Oktober 2002 an den Unfallversicherer eine sekundäre Depression mit Schlafstörungen erwähnte, welche sich allerdings nach medikamentöser Behandlung rasch gebessert habe. Anhaltspunkte für ein die Arbeitsfähigkeit dauernd beeinflussendes psychisches Leiden im hier zu beachtenden Zeitraum bis zum Einspracheentscheid vom 6. Januar 2005 bestehen aber keine, zumal die Versicherte gegenüber dem Gutachter Dr. med. M.________ am 27. August 2004 ebenfalls von einem zurückliegenden und somit überwundenen, depressiven Zustand berichtete (Gutachten vom 6. September 2004). Vor diesem Hintergrund sind von zusätzlichen gesundheitlichen und beruflichen Abklärungen keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb Vorinstanz und Verwaltung im Sinne antizipierter Beweiswürdigung (vgl. SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 4 [= Urteil S. vom 8. Februar 2000, I 362/99]; BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. I/1d, mit Hinweisen) darauf verzichten durften. Des Weiteren hat das kantonale Gericht sämtliche Berichte und Gutachten berücksichtigt und seinen Entscheid nachvollziehbar begründet, (BGE 124 V 181 Erw. 1a mit Hinweisen), womit auch der Einwand der willkürlichen Beweiswürdigung fehl geht. Nach dem Gesagten haben Vorinstanz und Verwaltung den Anspruch auf Invalidenrente mangels eines invalidisierenden Gsundheitsschadens zu Recht verneint.