Citation: 1C_262/2022 E. 3.6

3.6. Hinzu kommt, dass gemäss den Sachverhaltsfeststellungen im angefochtenen Entscheid auch Weiden vorhanden sind, wobei das Verwaltungsgericht diesbezüglich unter anderem auf ein vom Schweizer Bauernverband erstelltes und von der Beschwerdeführerin mitunterzeichnetes Betriebskonzept vom 16. Juli 2019 verweist. Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vor, dass die vorhandenen Weiden morastig seien und dass Böden in Bereichen, in denen sich Tiere vorwiegend aufhalten, gemäss Art. 6 Abs. 3 der Verordnung des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) vom 27. August 2008 über die Haltung von Nutztieren und Haustieren (SR 455.110.1) nicht morastig sein dürfen. Wie das ARE zu Recht einwendet, bezieht sich diese Bestimmung allerdings auf die dauernde Haltung von Tieren im Freien, was hier nicht zutrifft. Selbst wenn die auf dem Grundeigentum der Beschwerdeführerin vorhandenen Weiden bei Nässe für Pferde ungeeignet sein sollten, geht der Auslauf jedenfalls bei trockener Witterung über die tierschutzrechtliche Mindestfläche hinaus (vgl. Urteil 1C_238/2021 vom 27. April 2022 E. 6.2 mit Hinweis). Wie das Bundesgericht im soeben zitierten Urteil ausgeführt hat, stellen Weiden den idealen Auslauf für Pferde dar, da diese durch das Grasen natürlich zur Bewegung angehalten werden. Es liegt daher nicht nur im Interesse des Kulturlandschutzes, sondern entspricht auch dem Tierwohl, Weidefläche zu erhalten und nur insoweit zu befestigen, als dies zur Gewährleistung eines Auslaufs bei widrigen Witterungsverhältnissen und zur Schonung der Grasnarbe nötig ist. Dabei steht den zuständigen Behörden ein Entscheidungsspielraum zu (a.a.O., E. 5.5.3 mit Hinweisen).