Citation: 6B_716/2024 E. 4.3

4.3. Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, verfängt nicht. Sie baut ihre Argumentation auf ihre lange Anwesenheit in der Schweiz, ihre Tochter, ihre Deutschkenntnisse, ihre in der Schweiz lebende Mutter, die Ausbildung zur Pflegeassistentin, den relativ geringen Deliktsbetrag und die Legalprognose. Diese Umstände liess die Vorinstanz indes allesamt sorgfältig in ihre Beurteilung einfliessen. Demgegenüber verschweigt die Beschwerdeführerin alle Umstände, die gegen einen schweren persönlichen Härtefall sprechen und ebenfalls zu berücksichtigen sind. Zunächst ist daran zu erinnern, dass die Beschwerdeführerin in Ghana geboren wurde und dort ihre prägenden Kinder- und Jugendjahre verbrachte und dass eine lange Aufenthaltsdauer ohnehin nicht automatisch zur Annahme eines Härtefalls führen darf (vgl. E. 4.2.2 hiervor). Die Beschwerdeführerin lebt zwar aktuell mit ihrer Tochter in der Schweiz, doch ihr Ehemann und Vater der Tochter ist ghanaischer Staatsangehöriger und lebt in Ghana, weshalb die Landesverweisung nicht zur Trennung einer intakten Familiengemeinschaft führt (vgl. E. 4.2.3 hiervor). Die Beschwerdeführerin ist in der Schweiz keineswegs überdurchschnittlich integriert. Im Gegenteil pflegt sie vor allem Kontakte zur hiesigen ghanaischen Gemeinschaft. Daneben kommuniziert sie täglich mit ihrem Ehemann und ihrer Schwester in Ghana (vgl. E. 4.2.4 hiervor). Zwar absolvierte die Beschwerdeführerin eine Ausbildung in der Schweiz, doch bezog sie jahrelang Sozialhilfe von über Fr. 230'000.-- (vgl. E. 4.2.5 hiervor).