Citation: 2C_266/2022 E. 4.3.4

4.3.4. Wie bereits ausgeführt (vgl. E. 3.2 hiervor), waren Aussenlandungen auf Spitallandestellen auch unter dem alten Recht bereits in aArt. 56 VIL geregelt (vgl. AS 1994 3050 ff., S. 3066). Indessen trug aArt. 56 VIL vormals die Bezeichnung "Hilfeleistung" und bestimmte, dass Aussenlandungen für Hilfeleistungen, namentlich für Rettungen und Bergungen, ohne Bewilligung des BAZL ausgeführt werden können (vgl. aArt. 56 Abs. 1 VIL). Überdies definierte aArt. 56 Abs. 2 Satz 1 VIL, dass Landestellen bei Spitälern als Aussenlandestellen für Flüge zur Hilfeleistung gelten. Aus aArt. 56 Abs. 2 Satz 1 VIL ergibt sich, dass in historischer Hinsicht der Verordnungsgeber die bewilligungsfreie Benutzung der Landestellen bei Spitälern nur für Flüge zur Hilfeleistung vorsah. Mit Inkrafttreten der Aussenlandeverordnung wurde zwar der Wortlaut von Art. 56 VIL geändert. Jedoch hält der erläuternde Bericht zur Aussenlandeverordnung ausdrücklich fest, dass die "Regelungen der Aussenlandungen zu Hilfeleistungen [...] vorerst unverändert in der VIL [bleiben]" (Erläuternder Bericht zur AuLaV, S. 3). Bei den Erläuterungen zu den Verordnungsbestimmungen wird weiter ausgeführt, dass die "Bestimmungen zu Landestellen, die ausschliesslich der Hilfeleistung dienen (Spitallandeplätze und weitere fest eingerichtete Rettungsstellen) " in Art. 56 VIL verbleiben (Erläuternder Bericht zur AuLaV, S. 7). Die historische Auslegung von Art. 56 VIL spricht nach dem Gesagten dafür, dass die bewilligungsfreie Benutzung von Spitallandestellen einen direkten Zusammenhang zu einer Hilfeleistung erfordert. Hingegen gibt es für die Auffassung der Beschwerdeführerin, wonach aus historischer Sicht der Verordnungsgeber die konkrete Regelung der Benutzung der Spitallandestellen den Spitälern habe überlassen wollen, keine Hinweise.