Citation: U 359/00 18.03.2002 E. 2

2.- a) Die SUVA setzte zuerst das Taggeld aufgrund der Unfallmeldung vom 22. September 1992 gestützt auf einen Jahresverdienst von Fr. 33'356.- fest, was einen Taggeldansatz von Fr. 74.- ergab (Fr. 33'356.- : 365 x 80 %). Mit Schreiben vom 9. Dezember 1994 errechnete sie anhand der von der Beschwerdeführerin eingereichten Lohnabrechnungen vom September 1991 bis August 1992 einen Jahreslohn von Fr. 47'443.80 und ermittelte einen Taggeldansatz von Fr. 105.- (Fr. 47'443.80 : 365 x 80 %). Aufgrund von Erhebungen im Betrieb der Arbeitgeberfirma P.________ AG am 11. Dezember 1996 und am 19. März 1997 ging die SUVA davon aus, dass in der Lohnabrechnung der Beschwerdeführerin auch die von deren Ehemann gearbeiteten Stunden enthalten waren. Gemäss einem durch die Arbeitgeberin am 11. Dezember 1996 erstellten Lohnbuchauszug verdiente die Beschwerdeführerin in der Zeit vom 23. August 1991 bis 22. August 1992 einen Lohn von Fr. 30'118.10. Daraufhin setzte die SUVA den Taggeldansatz wieder auf Fr. 74.- herab und ermittelte für die Zeit vom 26. August 1992 bis 31. Dezember 1996 zu viel ausbezahlte Taggeldleistungen in Höhe von Fr. 17'979.-. Davon brachte sie Fr. 14'031.- für Taggelder in Abzug, welche auf einem nachträglich vor dem Unfall bei einem zweiten Arbeitgeber (Eingliederungsstätte für Behinderte) erzielten Verdienst beruhten. Daraus resultierte eine Rückerstattungsforderung von Fr. 3948.-. b) Einig sind sich die Parteien hinsichtlich der Anrechnung des bei der Eingliederungsstätte für Behinderte vor dem Unfall erzielten Jahresverdienstes von Fr. 3745.70. Streitig ist hingegen der für die Firma P.________ AG in B.________ erzielte Verdienst. Während SUVA und das kantonale Gericht auf die nachträglich bei der Arbeitgeberin P.________ AG erhobenen Lohnverhältnisse abstellten und keinen Anteil an der Hauswartentschädigung anrechneten, hält die Beschwerdeführerin zusätzliche Abklärungen für nötig. Ferner macht sie geltend, dass die Hauswartpauschale von Fr. 600.- im Monat zur Hälfte ihr anzurechnen sei. Der versicherte Verdienst kann entgegen der Auffassung von SUVA und Vorinstanz aufgrund der vorhandenen Akten nicht in zuverlässiger Weise ermittelt werden. Schwierigkeiten bestehen zum einen darin, dass die SUVA insbesondere aufgrund eines erst am 11. Dezember 1996 erstellten Lohnbuchauszuges annimmt, die Arbeitgeberin habe für die Beschwerdeführerin auch Arbeitsleistungen abgerechnet, die deren Ehemann erbracht hat. Dies wiederum wird von der Beschwerdeführerin bestritten. Hiefür bestehen zwar gewisse Anhaltspunkte, so aufgrund des in Fotokopie beiliegenden Schreibens der Arbeitgeberin an die Invalidenversicherung vom 6. Dezember 1993. Wie es sich damit verhält, lässt sich jedoch nicht abschliessend beurteilen. Namentlich fehlt in den Akten ein Auszug aus dem individuellen AHV-Konto. Aufschluss geben über die Verdienstverhältnisse könnten ferner die Akten der Invalidenversicherung und der Vorsorgeeinrichtung, die sich nicht im Dossier befinden. Aufgrund dieser Unterlagen könnte womöglich festgestellt werden, welchen Lohn die Arbeitgeberin für die Beschwerdeführerin (und ihren Ehemann) bei den andern Sozialversicherungen abgerechnet hat. Allenfalls drängen sich zusätzliche Abklärungen bei der Arbeitgeberin auf. Unterschiedliche Auffassungen bestehen zwischen den Parteien auch über die Frage der Anrechnung eines Teils der Hauswartentschädigung. Gemäss Mietvertrag vom 19. Dezember 1990, den die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann unterschrieben hatten, wurde der monatliche Mietzins von Fr. 1200.- zuzüglich Nebenkosten durch Hauswartsleistungen im Umfang von 17 Stunden pro Woche abgegolten. Mit Schreiben vom 21. Juni 1991, welches an den Ehemann der Beschwerdeführerin gerichtet war, wurde eine Bruttomiete von Fr. 1400.- (inkl. Pauschale Nebenkosten) sowie eine Abwartsentschädigung von Fr. 600.- vereinbart. Der daraus resultierende Restbetrag von Fr. 800.- monatlich sollte die Arbeitgeberin vereinbarungsgemäss bei der monatlichen Lohnabrechnung mit 40 Stunden von der gestempelten Gesamtarbeitszeit in Abzug bringen. Zwar ist diese Änderung des Miet- und Hauswartsvertrages im Unterschied zum ursprünglichen Vertrag nur an den Ehemann der Beschwerdeführerin gerichtet. Es erscheint aber durchaus als möglich, dass die Sachdarstellung der Beschwerdeführerin zutrifft, wonach sie die Hälfte der Abwartsleistungen erbracht hat. Unklar ist auch, wie es sich mit dem Lohnabzug für den Mietrestbetrag von Fr. 800.- verhält. Es bedarf daher auch in dieser Hinsicht zusätzlicher Abklärungen. Namentlich sind Auszüge aus dem individuellen AHV-Konto des Ehemannes beizuziehen und die Arbeitgeberin zu befragen. Die Sache geht nach dem Gesagten an die Beschwerdegegnerin zurück, damit sie die notwendigen Abklärungen treffe und hernach neu verfüge.