Citation: 9C_212/2022 E. 2.1.2

2.1.2. Gemäss Rechtsprechung ist das Risiko Invalidität in der beruflichen Vorsorge im Umfang des Beschäftigungsgrades bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, versichert, dies unter Berücksichtigung einer allfällig vorbestandenen gesundheitlich bedingten Arbeitsunfähigkeit. Die Höhe der konkreten Salarierung spielt diesbezüglich keine Rolle. Versah die versicherte Person ein Teilzeitpensum, besteht solange kein Anspruch auf Leistungen, wie sie trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung im bisherigen Umfang weiterarbeiten kann oder könnte; das Risiko Invalidität hat sich lediglich im berufsvorsorgerechtlich nicht versicherten Anteil einer Vollzeitbeschäftigung verwirklicht. Somit bemisst sich der vorsorgerechtlich relevante Invaliditätsgrad aufgrund eines Valideneinkommens, das dem Grad der Teilerwerbstätigkeit entsprechend - also nicht im Verhältnis zu einer (hypothetischen) Vollzeiterwerbstätigkeit - festzulegen ist. Hat die Invalidenversicherung den Invaliditätsgrad bezogen auf ein Vollzeitpensum ermittelt, wird das Valideneinkommen auf das ausgeübte Teilzeitpensum umgerechnet und gestützt darauf (sowie auf die übrigen Parameter) ein neuer Einkommensvergleich durchgeführt (BGE 144 V 63 E. 5.1, 6.2 und 6.3.2).