Citation: I 430/02 19.11.2003 E. 4

Demgegenüber macht der Beschwerdeführer geltend, es sei durchaus entscheidend, ob seine dauernde Müdigkeit und die Schwächegefühle auf die Hepatitis C zurückzuführen seien oder nicht. Er leide nachweisbar und praktisch ausschliesslich unter den Beschwerden einer ausgeprägten Müdigkeit, welche nach fachärztlicher Betrachtung das an erster Stelle erwähnte und belastendste Symptom der Hepatitis C sei. Vor dem Ausbruch der Krankheit, bei wesentlich höherem Methadonkonsum und allgemein viel ausgeprägter Drogenproblematik, sei er frei von diesen Beschwerden und durchwegs arbeitsfähig gewesen. Daraus müsse zwingend geschlossen werden, dass die Ursache der Beschwerden auf die Hepatitis C zurückzuführen sei. Die beweisrechtlich erforderliche überwiegende Wahrscheinlichkeit des Kausal-zusammenhangs ergebe sich bereits aus der Tatsache, dass gemäss MEDAS-Gutachten bei 60 bis 70 % der Krankheitsfälle eine chronische Müdigkeit auftrete, wobei im Gutachten auch unmissverständlich erklärt werde, er sei aus medizinischen Gründen für lediglich 30 % arbeitsfähig. Erst der Ausbruch der Hepatitis C habe seine Erwerbsunfähigkeit verursacht und die Gründe dafür, dass er sich bis anhin noch keiner tragfähigen Psychotherapie unterzogen habe, seien grundsätzlich in seiner Persönlichkeitsproblematik zu suchen. Wenn man ihm aber tatsächlich vorwerfen könnte, er weigere sich zu Unrecht, sich einer notwendigen Massnahme zu unterziehen oder trage nicht aus eigenem Antrieb das ihm Zumutbare zur Verbesserung der Erwerbsfähigkeit bei, so müsste zuerst eine ausdrückliche Aufforderung an ihn erlassen werden unter Ansetzung einer angemessenen Frist und Androhung der Säumnisfolgen.