Citation: I 604/06 08.05.2007 E. 5

Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen. 5.1 Für die Ermittlung des Einkommens, welches der Versicherte ohne Invalidität erzielen könnte (Valideneinkommen), ist entscheidend, was er im Zeitpunkt des frühest möglichen Rentenbeginns - hier 1. Juli 2000 - nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunder tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es der empirischen Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (Urteil U 454/05 vom 6. September 2006 E. 6.3.1). Die Vorinstanz ging gestützt auf die Tatsache, dass der Versicherte zuletzt 1996 beschwerdefrei war und gemäss IK-Auszügen von 1993 bis 2002 ein Einkommen zwischen Fr. 59'000.- und Fr. 60'000.- erzielte, vom Einkommen aus dem Jahr 1996 aus. Unter Berücksichtigung der Teuerung ergibt dies ein Valideneinkommen für das Jahr 2000 von Fr. 60'394.-. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird hingegen geltend gemacht, es sei auf das Einkommen des Jahres 2000 in Höhe von Fr. 63'193.- abzustellen. An Hand der Unterlagen ist jedoch erstellt, dass der Versicherte im Jahr 2000 mehrheitlich krank war, was sich bereits in den Vorjahren abzeichnete, weshalb mit der Vorinstanz eine Abstützung auf das Einkommen im Jahr 1996, in dem er unbestrittenermassen beschwerdefrei war, richtig ist (BGE 128 V 29 E. 1 S. 30). Mit dem kantonalen Gericht ist somit für das Jahr 2000 von einem Valideneinkommen von Fr. 60'394.- auszugehen. 5.2 Das gestützt auf die Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) ermittelte Invalideneinkommen von Fr. 27'820.- wird nicht beanstandet und gibt zu keinen Bemerkungen Anlass. 5.3 Die Vorinstanz hat vom Tabellenlohn einen leidensbedingten Abzug von 10 % vorgenommen. Der Versicherte lässt geltend machen, dass ein höherer Abzug gerechtfertigt wäre, da er nur noch eine Teilzeittätigkeit und selbst diese schmerzbedingt nur sehr langsam ausüben könne. Nach der Rechtsprechung gilt es zu beachten, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die bisher körperliche Schwerarbeit verrichtet haben und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch bei leichteren Arbeiten nicht uneingeschränkt einsatzfähig sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig häufig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Löhnen rechnen müssen (BGE 124 V 321 E. 3b/bb S. 323). Der konkret angemessene Abzug vom Tabellenlohn ist in jedem Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen festzulegen (BGE 126 V 75 E. 5b/bb S. 80). Das kantonale Gericht hält zu Recht fest, dass bereits der berücksichtigte Tabellenlohn die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Einwendungen mehrheitlich berücksichtigt, weshalb ein Abzug von 10 % im vorliegenden Fall ausreichend ist, was einer Angemessenheitskontrolle im Rahmen von Art. 132 OG stand hält (BGE 126 V 75 E. 6 S. 81). 5.4 Aus dem Vergleich des Valideneinkommens von Fr. 60'394.- mit dem Invalideneinkommen von Fr. 25'038.- (27'820.- x 0.9) resultiert eine Lohneinbusse von Fr. 35'356.- und demnach ein Invaliditätsgrad von gerundet 59 % (BGE 130 V 121), weshalb mit Wirkung ab 1. Juli 2000 ein Anspruch auf eine halbe Rente besteht.