Citation: U 318/02 01.05.2003 E. 4

4.1 Auf Grund dieser Aktenlage wird deutlich, dass kein äusserer, für die am 2. Februar 1995 und 29. November 1997 durchgeführten Meniskusoperationen verantwortlich zeichnender Vorfall, wie er für die Bejahung einer unfallähnlichen Körperschädigung nebst der Diagnose sowie weiteren Elementen gegeben sein muss (vgl. BGE 123 V 45 Erw. 2b mit Hinweisen), ausgewiesen ist. Der anamnestische Hinweis im ersten Gutachten des Prof. Dr. med. D.________ vom 6. Februar 1996 - auf welchen sich der Beschwerdeführer beruft -, wonach der Versicherte nach einer Gipsabnahme am 27. September 1994 "zusammengesackt" sei und das linke Kniegelenk verletzt habe, ist eine vereinzelte Äusserung geblieben, die in den übrigen medizinischen Akten wie auch der versicherungsinternen Korrespondenz der La Suisse keine Grundlage findet. An diesem Ergebnis ändert nichts, dass in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nunmehr geltend gemacht wird, dem Unfallversicherer gegenüber das besagte Zusammensacken im Anschluss an die Gipsentfernung mündlich (telefonisch) wiederholt gemeldet zu haben, dieser aber seiner Protokollierungspflicht nicht nachgekommen sei. Der von der La Suisse vernehmlassungsweise geäusserten Ansicht, sie sei nicht verpflichtet, telefonische Anrufe ihrer Versicherten schriftlich festzuhalten, ist zu entgegnen, dass Mitteilungen von Versicherten über versicherte Ereignisse, Heilungsverlauf usw. sachbezogene Be-hauptungen darstellen, welche für die nach dem Untersuchungsgrundsatz von Amtes wegen abzuklärende Leistungspflicht der Versicherer (vgl. dazu BGE 125 V 195 Erw. 2, 122 V 158 Erw. 1a, je mit Hinwei-sen) von Bedeutung sein können. Da die La Suisse folglich zu Unrecht eine Protokollierungspflicht verneint hat und in der Frage, ob telefonische Angaben der geschilderten Art tatsächlich erfolgt sind, Aussage gegen Aussage steht, sind vorliegend die Einwendungen des Beschwerdeführers stärker zu gewichten. Angesichts der Tatsache, dass der Versicherte auch ab Ende September 1994 nachweislich kontinuierlich bei verschiedenen Ärzten in Behandlung stand und diesen gegenüber keinen derartigen Vorfall erwähnt hat, wie er ihn daraufhin fast eineinhalb Jahre später im Rahmen einer Untersuchung durch Prof. Dr. med. D.________ anlässlich der Anamneseerhebung zur Sprache brachte, dringen die Vorbringen des Versicherten indes nicht durch. Dies auch vor dem Hintergrund, dass er - im Widerspruch zu seiner späteren Angabe - noch in der vorinstanzlichen Beschwerdeschrift vom 11. Juni 1999 als Ursache für die linken Kniebeschwerden eine am 29. Januar 1995 erlittene, unbeabsichtigte Verdrehung des linken Knies mit anschliessendem Einsacken und Ausrutschen nannte. Ferner vermag weder der Bericht des Dr. med. F.________ vom 21. Juli 1998, welcher sich mit der Begründung, die La Suisse habe für die partielle Meniskektomie vom 2. Februar 1995 und auch für die am 29. November 1997 operierte "weitergehende Rissbildung" am linken Knie aufzukommen, klar für die Übernahme der Operationen am linken Knie aussprach, noch die Aussage des Dr. med. B.________ in seinem Bericht vom 23. Januar 1998, die zunächst partielle und dann weitergehende Meniskektomie vom 2. Februar 1995 und 29. November 1997 ("Folgeoperation wegen weitergehender Rissbildung") sei als solche unter den Begriff der unfallähnlichen Körperschädigung zu subsumieren, den Standpunkt des Beschwerdeführers zu untermauern, fand doch in beiden Fällen keine Zuordnung zu einem konkreten Ereignis statt. 4.2 Selbst wenn im Übrigen von der - nach dem Gesagten nicht überzeugenden - Darstellung des Beschwerdeführers auszugehen wäre, wonach es am 27. September 1994 im Anschluss an die Gipsentfernung zu einem Zusammensacken gekommen sei, könnte nicht mit dem im Sozialversicherungsrecht erforderlichen Beweisgrad (vgl. dazu BGE 126 V 360 Erw. 5b mit Hinweisen) dargetan werden, dass dieser Vorfall im gesamten komplexen Krankheitsprozess einen wesentlichen Anteil an der anlässlich der Untersuchung vom Februar 1995 als Zufallsbefund entdeckten Meniskusverletzung links trägt. Das Gleiche gilt sodann auch für die Frage, ob der Zustand am linken Knie, der sich nun nach zweifacher Operation wieder stabilisiert hat, als Folge der zu Lasten des Unfallversicherers gehenden Beeinträchtigung am rechten Knie und an der gesamten unteren rechten Extremität zu begreifen ist, wie dies Dr. med. F.________ in seinem Bericht vom 29. November 1995 mit den Worten andeutet, dadurch, dass die Last praktisch dauernd und seit der Meniskektomie (des rechten Knies) am linken Knie lastete, habe sich auch dort eine Ergussbildung sowie der Verdacht auf eine Binnenläsion eingestellt. Nach Lage der Akten ist es in Anbetracht der multifaktoriellen Einflüsse auf das krankhafte Geschehen am linken Knie und insbesondere auch der dokumentierten massiven Übergewichtigkeit des Versicherten unmöglich, die eingeschränkte Kniebeweglichkeit rechts und damit das Ausweichen auf das linke Bein - bzw. eine damit verbundene Über- und Fehlbelastung desselben - ausgesondert als schadenskausale Ursache für die Meniskusschädigungen am linken Knie zu bezeichnen. Gesetzt den Fall, die am 2. Februar 1995 durchgeführte partielle Meniskektomie medial am linken Kniegelenk würde als Folge einer am 27. September 1994 anlässlich einer Gipsentfernung erfolgten unfallähnlichen Körperschädigung betrachtet werden, wäre zudem die Frage der Kausalität der am 29. November 1997 erhobenen neuen Befunde zum - als versichert unterstellten - Vorzustand unklar. Der gleichentags verfasste Bericht des Dr. med. B.________ weist jedenfalls keine natürliche Kausalität in diesem Sinne aus, ist darin doch von einer frischen Rissbildung im Restmeniskus medial sowie neuen Knorpelschäden am lateralen Tibiaplateau die Rede. Beweismassnahmen vermöchten hieran nichts zu ändern.