Citation: H 20/02 23.01.2003 E. 4

Streitig ist einzig die Höhe des der Beitragsfestsetzung zugrunde zu legenden Erwerbseinkommens für die Beitragsperiode 1996/97. 4.1 Im kantonalen Verfahren hat der Beschwerdeführer zunächst geltend gemacht, die Sozialversicherungsbeiträge seien aufgrund des steuerbaren Einkommens festzusetzen. Die Vorinstanz hat hinsichtlich dieses Einwandes die Verfügungen der Ausgleichskasse vom 28. Oktober 1999 mit der zutreffenden Begründung geschützt, die steuerrechtlich zulässigen Abzüge für Sozialversicherungsbeiträge müssten zum gemeldeten Einkommen der Steuerbehörde im Sinne von Art. 9 Abs. 2 lit. d 2. Satz AHVG wieder aufgerechnet werden. Nicht zu beanstanden ist sodann die Erwägung, die vom Beschwerdeführer geltend gemachten, steuerlichen Korrekturen des privaten Liegenschaftenunterhalts seien AHV-rechtlich unbeachtlich. Es wird auf den angefochtenen Entscheid verwiesen. 4.2 Der Beschwerdeführer bringt wie schon im vorinstanzlichen Verfahren vor, er habe zur Akquirierung neuer Mandate Kunstausstellungen organisiert, weshalb die hiezu notwendigen Aufwendungen als Gewinnungskosten von den Einnahmen abzuziehen seien. Sollten diese Abzüge unzulässig sein, so dürften die Erlöse aus den Kunstausstellungen auch nicht als Einnahmen in die Ermittlung des massgeblichen Einkommens einbezogen werden. Demgegenüber hat die Vorinstanz erwogen, es sei nicht nachzuvollziehen, inwiefern der Beschwerdeführer im Rahmen seiner selbständigen Erwerbstätigkeit im Bereich der Kader- und Personalentwicklung, Managementberatung und -training auch Kunstausstellungen zu organisieren habe. Er habe es unterlassen, sich mit dem Vorhalt der unerklärbaren Kosten für Rahmen und Malutensilien, Kunst-Abos und Akademie sowie Promotion auseinander zu setzen. Diese seien aufgrund der Aktenlage nichts Anderem als dem Hobby der kunstmalenden Ehefrau zuzuordnen. Daher sei erstellt, dass die ursprünglich vom Kantonalen Steueramt am 31. Mai 1999 gemeldete Einschätzung klar ausgewiesene Irrtümer enthalten habe, die ohne Weiteres aufgrund der Steuerakten richtig gestellt werden könnten. 4.3 Auf dem Beiblatt zum Rektifikat des Steueramtes vom 23. Dezember 1999 wird zutreffend dargelegt, dass in der ersten Steuermeldung vom 31. Mai 1999 die Aufwendungen der Kunst malenden Ehefrau von Fr. 23'602.- für das Jahr 1993 und Fr. 18'787.- für 1994 zu Unrecht vom Einkommen des Beschwerdeführers abgezogen worden sind. Um welche Aufwendungen es dabei geht, hat der Beschwerdeführer in Ziffer 10 seiner Aufstellungen der übrigen Betriebsunkosten vom 20. März 1994 und 28. März 1995 angegeben. Wegen dieses offensichtlichen Fehlers kann für die Berechnung der Beiträge nicht auf die Steuermeldung vom 31. Mai 1999 abgestellt werden (siehe Erw. 3). Indessen macht der Beschwerdeführer wie schon im kantonalen Verfahren geltend, wenn schon die im Zusammenhang mit den Kunstausstellungen stehenden Aufwendungen nicht abgezogen werden könnten, seien die dabei erzielten Erlöse von Fr. 34'521.- im Jahre 1993 und von Fr. 25'946.60 im Jahre 1994 seinem Einkommen nicht hinzu zu rechnen. Die Vorinstanz hat hiezu erwogen, es sei auf Grund der Steuerakten nicht ausgewiesen, dass die Kunstausstellungen Erlöse eingebracht hätten. Der Beschwerdeführer belege zudem seinen Einwand in keiner Weise. Er habe bloss eine Aufstellung der Honorareinnahmen für den Zeitraum von 1991 bis 1999 mit jeweils einem Anteil "Ausstellungserlös" aufgelegt, aus welcher sich keine entsprechenden Anhaltspunkte ergäben. Den vorinstanzlichen Erwägungen kann nicht gefolgt werden. Das Steueramt hat bei der Abfassung des Rektifikats vom 23. Dezember 1999 übersehen, dass in den deklarierten Einkommen des Beschwerdeführers Erlöse aus Kunstausstellungen im Betrage von Fr. 34'521.- für das Jahr 1993 und von Fr. 25'946.60 im Jahre 1994 enthalten waren. Die Belege, aus welchen sich diese Einkommenszahlen ergeben, hat der Beschwerdeführer erst im letztinstanzlichen Verfahren eingereicht. Unter den gegebenen Umständen - der Beschwerdeführer hat im kantonalen Verfahren die Einkommenszahlen genau beziffert und dem Gericht lagen die Steuerakten vor - wäre die Vorinstanz auf Grund der bestehenden Anhaltspunkte gemäss Art. 85 Abs. 2 lit. c AHVG verpflichtet gewesen, entsprechende Beweismittel von Amtes wegen zu erheben und den Beschwerdeführer aufzufordern, Belege einzureichen. Daher liegt eine Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften vor, weshalb es sich bei den letztinstanzlich aufgelegten Beweismittel nicht um unzulässige Noven handelt (siehe Erw. 1.2). Aus den letztinstanzlich aufgelegten Belegen ergibt sich, dass aus dem Verkauf von Bildern 1993 ein Erlös von Fr. 34'521.- und 1994 von Fr. 25'946.60 erzielt wurde. Diese Zahlen stimmen genau mit den Angaben der im kantonalen Verfahren eingereichten Aufstellung der Honorareinnahmen von 1991 bis 1999 überein, so dass darauf abgestellt werden kann. Die vom Beschwerdeführer erzielten Einkommen lassen sich somit genau ermitteln (1993: Fr. 100'038.- und 1994: Fr. 67'503.-), weshalb die Sache an die Verwaltung zurückzuweisen ist, damit sie für die Jahre 1996 und 1997 neue Verfügungen erlasse.