Citation: 1B_241/2017 E. 4

Die Erwägungen der Vorinstanz überzeugen. Der Beschwerdeführer bringt nichts vor, was die vorinstanzliche Beurteilung in Frage stellen würde. Im zu beurteilenden Fall ist das Vortaterfordernis erfüllt. Der Beschwerdeführer ist (nach Jugendstrafrecht) einschlägig vorbestraft und die in der Anklageschrift erhobenen Vorwürfe werden von ihm nicht grundsätzlich bestritten. Vielmehr wendet er einzig ein, dass die rechtliche Qualifikation bei der Ziffer 5 (einfache Körperverletzung mit gefährlichem Gegenstand, eventualiter fahrlässige Körperverletzung) und bei der Ziffer 10 (versuchte schwere Körperverletzung, eventualiter Angriff) der Anklageschrift umstritten sei. Beim Tatbestand des Angriffs (Art. 134 StGB), dessen Vorliegen vom Beschwerdeführer nicht in Frage gestellt wird, lautet die Strafdrohung auf Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe. Es handelt sich mithin um ein Verbrechen im Sinne von Art. 10 Abs. 2 StGB. Der Beschwerdeführer bestreitet auch die Ausführungen der Vorinstanz nicht, wonach die Beweislage grösstenteils erdrückend ist (insbesondere Videoaufnahmen und diverse Zeugenaussagen als Beweismittel). Die drohenden Delikte - insbesondere Körperverletzungsdelikte - sind von erheblicher Sicherheitsrelevanz; das Rechtsgut der körperlichen Integrität wiegt sehr hoch. Ein Rückfall ist aufgrund der gesamten Umstände und der Vielzahl vorgeworfener Delikte ernsthaft zu befürchten. Dem Beschwerdeführer ist eine ungünstige Rückfallprognose zu stellen. Ins Gewicht fällt insbesondere, dass er einschlägig vorbestraft ist und dass die aktuellen Tatvorwürfe in der Gesamtschau auf eine Steigerung bzw. Ausweitung des deliktischen Verhaltens hinweisen. Der gravierendste Vorwurf wegen schwerer Körperverletzung, eventualiter Angriff, bezieht sich auf einen Vorfall vom 14. Januar 2017. Es ist vor diesem Hintergrund auch nicht auszuschliessen, dass es bei einem Rückfall zu (noch) schwerer wiegenden Delikten kommen könnte. Die Vorinstanz hat das Vorliegen von Wiederholungsgefahr zu Recht bejaht. Die Beteuerung des Beschwerdeführers, die Untersuchungs- bzw. Sicherheitshaft habe ihn nachhaltig beeindruckt, da er zum ersten Mal in seinem Leben zu spüren bekommen habe, dass Straftaten auch tatsächlich Konsequenzen haben könnten, vermag an dieser Einschätzung nichts zu ändern. Dies gilt auch für sein Vorbringen, er habe für die Zeit nach der Haft eine Arbeitsstelle zugesichert erhalten.