Citation: 7B_14/2021 E. 3.2.3

3.2.3. Mit Bezug auf den Vorfall vom 3. Mai 2016 erwägt die Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe sich der falschen Anschuldigung schuldig gemacht, indem er sich nach einem Ladendiebstahl gegenüber der Polizei als C.________ ausgewiesen habe. Er habe die Eröffnung eines Strafverfahrens gegen diesen in Kauf genommen. Die falsche Adressangabe und das angepasste Geburtsjahr im IV-Ausweis änderten an der Identifizierbarkeit von C.________ als mutmasslichem Täter nichts. Der Beschwerdeführer habe zudem nicht davon ausgehen können, dass es sich beim Nichtschuldigen um einen Italiener handeln würde, der ohnehin nicht in die Schweiz kommen würde. Im Übrigen habe er diese Person trotzdem der Gefahr einer Strafverfolgung ausgesetzt. Obwohl der Tatbestand erfüllt sei, bleibe es aufgrund des Verbots der reformatio in peius bei der vorinstanzlichen Verurteilung wegen Versuchs.