Citation: 9C_527/2024 E. 3.2

3.2. Nach einlässlicher Auseinandersetzung mit dem psychiatrischen Gutachten des Dr. med. B.________ vom 9. Mai 2022 gelangte die Vorinstanz zum Ergebnis, dass die geltend gemachten funktionellen Auswirkungen der festgestellten psychischen Beeinträchtigungen zwar insgesamt bis zu einem gewissen Grad erstellt seien. Anhand der Standardindikatoren gemäss BGE 141 V 281 lasse sich aber die darin postulierte vollständige Arbeitsunfähigkeit in sämtlichen Tätigkeiten nicht bestätigen. Ebenso wenig könne allerdings der Beurteilung der IV-Stelle in der Verfügung vom 3. April 2023 gefolgt werden, wonach die Arbeitsfähigkeit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht beeinträchtigt sei, denn aus der Indikatorenprüfung ergäben sich durchaus Hinweise darauf, dass der Beschwerdegegner an nicht unerheblichen Einschränkungen leide. Bei dieser Ausgangslage sei es unzulässig, in diesem Ausmass von der gutachterlichen Einschätzung abzuweichen und stattdessen auf eine volle Arbeitsfähigkeit zu schliessen, zumal die von der IV-Stelle angegebene Begründung nur bedingt überzeuge. Damit sei es unumgänglich, ein neues psychiatrisches Gutachten zu veranlassen.