Citation: 8C_431/2017 E. 5.1

5.1. Soweit der Beschwerdeführer in rechtlicher Hinsicht unter Hinweis auf die bundesgerichtlichen Richtlinien für die Beweiswürdigung (vgl. E. 3.2 hiervor) beanstandet, dass der ausschliesslich gestützt auf die Akten ergangene Bericht des RAD-Arztes von der Vorinstanz zu Unrecht "als gleichrangig" wie das polydisziplinäre BEGAZ-Gutachten gewürdigt worden sei, dringt er nicht durch. Der RAD-Arzt hatte bei seiner Stellungnahme nicht einfach seine eigene ärztliche Einschätzung anmassend über diejenige der Gutachter gehoben, sondern auf der Grundlage ihrer Feststellungen zumindest ansatzweise eine indikatorengeleitete, mithin normativ geprägte Prüfung der Leistungsfähigkeit vorgenommen. Er selbst verwies denn auch darauf, dass es sich dabei um eine rechtliche Beurteilung handle. Ob und inwieweit er dazu berufen war, kann hier letztlich offen bleiben. Weitere Ausführungen braucht es auch nicht zum Einwand, dass der RAD-Arzt die im BEGAZ-Gutachten diagnostizierte dissoziative Störung nicht erwähnt haben soll, wobei doch gesagt sei, dass seine Stellungnahme keineswegs als zusammenfassende Wiedergabe des Gutachtens konzipiert war. Denn entscheidend ist vielmehr, dass der Vorinstanz in diesem Zusammenhang keine Verletzung von Bundesrecht vorgeworfen werden kann, soweit sie ihrerseits zu einer eigenständigen Beurteilung des Leistungsvermögens im Lichte der normativen Vorgaben gemäss BGE 141 V 281 schritt. Diese Befugnis steht dem Rechtsanwender zu, wie sich aus der hiervor dargelegten Rechtsprechung (E. 3.4) in aller Deutlichkeit ergibt und was insbesondere in Zusammenhang mit der Beurteilung von "altrechtlichen" Gutachten hin und wieder vorkommt (vgl. ferner Urteile 9C_78/2017 vom 26. Januar 2018; 9C_49/2017 vom 5. März 2018; 9C_120/2017 vom 13. März 2018).