Citation: 8C_479/2020 E. 3.1

3.1. Das kantonale Gericht erwog, es sei zwar nicht von der Hand zu weisen, dass der stark eingeschränkte Beschwerdeführer durch den Fahrzeugumbau an Autonomie gewönne und Termine wie Arztbesuche und Therapien sowie seine ehrenamtliche Tätigkeit als Handballtrainer genauso selbstständig wahrnehmen könnte wie seinen Arbeitsweg von Frauenfeld nach Zürich. Im Unterschied zum Pendeln mit dem Zug wäre er dabei nicht der Witterung ausgesetzt und müsste sich nicht zum Bahnhof fahren und sich nicht beim Umsteigen helfen lassen. Angesichts der ausserordentlich hohen Abänderungskosten seien jedoch Alternativen der Fortbewegung zu bedenken. Es sei ihm grundsätzlich möglich und zumutbar, den Arbeitsweg mit dem öffentlichen Verkehr zurückzulegen. Ein Behindertentransport durch den Verein für Behinderten-Busse G.________ koste Fr. 7.- pro Fahrt. Auch ein Generalabonnement der SBB für Erwachsene sei deutlich günstiger als der veranschlagte Fahrzeugumbau. Obschon der Beschwerdeführer an einer schweren Behinderung leide und seine sozialen wie beruflichen Eingliederungsbemühungen achtunggebietend seien, vermöge gesamthaft der Nutzen eines umgebauten Autos eine die behördliche Limite von Fr. 25'000.- um mehr als das Sechsfache übersteigende Abgeltung nicht zu rechtfertigen. Da der fachtechnische Bericht der SAHB zudem nahelege, dass die Fahrzeuganpassungen nur in ihrer Gesamtheit dem Beschwerdeführer ermöglichten, eigenständig ein Fahrzeug zu führen, könnten auch im Sinne von Erforderlichkeitsüberlegungen nicht nur einzelne davon gewährt werden. Die Beschwerdegegnerin sei aber darauf zu behaften, dass sie dem Beschwerdeführer im Rahmen der Austauschbefugnis Fr. 25'000.- zuspreche, sofern er die geplante Abänderung tatsächlich vornehmen liesse. Zu prüfen sei dabei zudem, ob bei der Anschaffung eines Neuwagens zusätzlich die Kosten für ein Automatikgetriebe gewährt werden könnten.