Citation: 8C_676/2018 E. 5.1.2

5.1.2. Das kantonale Gericht begründet eingehend, weshalb es im Verfügungszeitpunkt von einem im Wesentlichen unveränderten somatischen Gesundheitszustand ausgeht und weshalb die zahlreichen im Gutachten vom August 2016 angeführten sogenannten "externen Faktoren" wie ein Schädelhirntrauma mit Zahnfraktur im Januar 2011, die Brustkrebsdiagnose mit anschliessender Mastektomie beider Brüste im Herbst 2012, eine Diskushernienoperation im Oktober 2013 und die operative Entfernung der Brustprothesen nach Infektion im Jahre 2014 bzw. deren Rekonstruktion im Frühling 2015 nicht als invalidenversicherungsrechtlich relevante Veränderungen des Gesundheitszustandes zu betrachten sind. Es ist denn auch nicht ersichtlich, inwiefern diese - vorübergehenden - gesundheitlichen Beeinträchtigungen einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit im Verfügungszeitpunkt haben sollen. Wenn die Gutachter des BEM die gesamtheitlich betrachtete Arbeitsfähigkeit lediglich noch auf 30 % schätzen, handelt es sich nicht um den Ausdruck einer gesundheitlichen Verschlechterung, sondern um eine revisionsrechtlich nicht zu beachtende unterschiedliche Beurteilung desselben Sachverhaltes. Das verdeutlicht sich auch aus den gutachterlichen Ausführungen, wonach ihres Erachtens die Arbeitsfähigkeit im Zeitpunkt der MEDAS-Begutachtung im Jahre 2008 retrospektiv betrachtet auch bloss 50 % betragen habe. Unter Berücksichtigung der Einschätzung der BEM-Gutachter, wonach eine generelle 20%ige Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht bestehe (vgl. dazu E. 5.2 hiernach), zeigt sich, dass die nunmehr attestierte Arbeitsunfähigkeit von 70 % nicht auf gegenüber dem Jahre 2008 veränderten gesundheitlichen Verhältnissen beruht. Das kantonale Gericht hat demnach keine aktenwidrige Beurteilung vorgenommen und kein Bundesrecht verletzt, indem es von einem unveränderten somatischen Gesundheitszustand ausgegangen ist.