Citation: 5A_63/2020 E. 1

Aufgrund des zuteilenden Vorbehaltes in Art. 450f ZGB sind die Kantone zur Regelung des Verfahrens vor der KESB zuständig. Die Verletzung kantonalen Rechts überprüft das Bundesgericht nur im Zusammenhang mit einer Verletzung verfassungsmässiger Rechte, wobei die Rüge im Vordergrund steht, dass das kantonale Recht willkürlich angewandt worden sei (BGE 139 III 225 E. 2.3 S. 231; 139 III 252 E. 1.4 S. 254; 142 II 369 E. 2.1 S. 372). Verfassungsrügen allgemein und Willkürrügen im Besonderen sind klar und detailliert zu erheben; auf ungenügend substanziierte Rügen und rein appellatorische Kritik ist nicht einzutreten (BGE 140 III 264 E. 2.3 S. 266). Willkür in der Rechtsanwendung liegt im Übrigen nicht schon vor, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder sogar vorzuziehen wäre; sie ist erst gegeben, wenn ein Entscheid auf einem offensichtlichen Versehen beruht, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 138 I 305 E. 4.3 S. 319; 140 I 201 E. 6.1 S. 205; 140 III 167 E. 2.1 S. 168; 141 IV 305 E. 1.2 S. 308 f.).