Citation: U 216/01 15.10.2003 E. 2

Das kantonale Gericht hat im angefochtenen Entscheid die gesetzlichen Bestimmungen und Grundsätze über den Anspruch auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung (Art. 18 Abs. 1 UVG in der hier anwendbaren, bis 30. Juni 2001 gültig gewesenen Fassung), den Begriff der Invalidität (Art. 18 Abs. 2 erster Satz UVG) sowie die Bemessung der Invalidität nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 18 Abs. 2 zweiter Satz UVG; BGE 128 V 30 Erw. 1, 104 V 136 Erw. 2a und b) richtig wiedergegeben. Darauf wird verwiesen. Zutreffend sind auch die vorinstanzlichen Ausführungen zur Bindungswirkung rechtskräftiger Invaliditätsschätzungen anderer Versicherungsträger: So kommt eine von der rechtskräftigen Invaliditätsbemessung für die Invalidenversicherung abweichende Festlegung des Invaliditätsgrades im Unfallversicherungsbereich rechtsprechungsgemäss nur ausnahmsweise und unter der Voraussetzung in Frage, dass dafür triftige Gründe angeführt werden können; eine zwar auch vertretbare - allenfalls sogar gleichwertige - unterschiedliche Ermessensausübung genügt nicht (vgl. BGE 126 V 293 ff. Erw. 2d, 3b und 4c; RKUV 2000 Nr. U 406 S. 402). Nicht als massgeblich zu betrachten ist die Invaliditätsschätzung des einen Sozialversicherungsträgers etwa dann, wenn ihr ein Rechtsfehler oder eine nicht vertretbare Ermessensausübung zu Grunde liegt. Ohne Auswirkungen hat der von einem Unfallversicherer angenommene Invaliditätsgrad auch zu bleiben, wenn dieser bloss auf einem Vergleich beruht. Ferner ist zu beachten, dass eine präzise Bestimmung des Invaliditätsgrades für die Belange der Invalidenversicherung nicht immer nötig ist, genügt es doch wegen der gröberen Rentenabstufung (nur ganze, halbe und Viertelsrenten) für die Leistungsfestsetzung unter Umständen, dass das Erreichen der für die Höhe des Anspruches ausschlaggebenden Grenzwerte von 40 %, 50 % oder 66 2/3 % eindeutig feststeht oder aber klar ausgeschlossen werden kann. In solchen Fällen kommt der von den Organen der Invalidenversicherung vorgenommenen Invaliditätsbemessung für andere Sozialversicherungsträger nur in beschränktem Masse Bedeutung zu (BGE 126 V 292 Erw. 2b mit Hinweisen; AHI 2003 S. 106). Anlass für ein Abweichen von einer bereits rechtskräftigen Invaliditätsschätzung eines andern Versicherers können schliesslich äusserst knappe und ungenaue Abklärungen sowie kaum überzeugende oder nicht sachgerechte Schlussfolgerungen bieten (BGE 126 V 294 Erw. 2d am Ende; RKUV 2000 Nr. U 402 S. 391). Eine für die Invalidenversicherung rechtskräftig gewordene Festsetzung des Invaliditätsgrades ist im unfallversicherungsrechtlichen Beschwerdeverfahren auch dann zu berücksichtigen, wenn deren Rechtskraft erst im Laufe des Rechtsmittelverfahrens eingetreten ist, im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Einspracheentscheids jedoch noch nicht vorgelegen hatte (vgl. BGE 126 V 295 Erw. 3b; RKUV 2001 Nr. U 410 S. 73).