Citation: 2C_636/2020 E. 5.2

5.2. Art. 8 Abs. 1 BV verlangt nicht, dass die Kurtaxenpauschale anhand der exakten Anzahl Übernachtungen ermittelt wird, die in einer Ferienwohnung verbracht werden (vgl. bereits BGE 90 I 86 E. 6a). Vielmehr genügt es, wenn die Übernachtungen annäherungsweise ermittelt werden. Die daraus resultierenden Ungenauigkeiten zugunsten oder zulasten des Ferienwohnungseigentümers sind unvermeidlich und hinzunehmen, solange sie keine wesentlich stärkere Belastung oder systematische Benachteiligung bestimmter Gruppen bedeuten (vgl. oben E. 3.1.2). Zulässig ist es etwa, Betten und Übernachtungen annäherungsweise anhand der Anzahl Quadratmeter der Wohnung zu berechnen (vgl. Urteil 2C_1051/2017 vom 15. April 2019 E. 6.4.3). Auch eine Ermittlung des Bettenfaktors anhand der Anzahl Zimmer hat das Bundesgericht weder in seinen bereits zitierten Urteilen zum KTR/LB noch sonst je beanstandet (vgl. etwa jüngst Urteile 2C_860/2019 vom 22. März 2021; 2C_947/2019 vom 13. Februar 2020; 2C_272/2019 vom 9. Dezember 2019; vgl. auch ARTHUR BRUNNER, in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Immobiliensteuern, 2021, § 30 N. 54 f.). Dazu besteht auch hier kein Anlass, zumal sich die zimmergenaue Ermittlung der Übernachtungen für die Pauschale im Einzelfall zugunsten oder zulasten des Ferienwohnungseigentümers auswirken kann und keine systematische Privilegierung oder Benachteiligung einzelner Gruppen mit sich bringt.