Citation: 1C_602/2022 E. 1.3.4

1.3.4. Der Straftatbestand des Amtsmissbrauchs (Art. 312 StGB), welcher vorliegend in Frage steht, schützt sekundär auch das private Interesse, nicht unkontrollierter und willkürlicher staatlicher Machtentfaltung ausgesetzt zu werden (BGE 127 IV 209 E. 1b). Als Geschädigte gelten dabei nur Personen, die durch die tatbestandsmässige Handlung unmittelbar beeinträchtigt worden sind (Urteil 1C_67/2020 vom 23. November 2020 E. 1.3.2). Die Beschwerdeführerin war am kantonalen Verfahren als Partei beteiligt. Sie beanstandet unter anderem Handlungen und Unterlassungen der KESB Winterthur-Andelfingen in Bezug auf ihre eigenen Akten. Insoweit ist sie als mutmasslich Geschädigte, die allenfalls Zivilansprüche geltend machen kann, zur Beschwerdeerhebung befugt (Art. 89 Abs. 1 BGG; Art. 115, Art. 118 und Art. 122 Abs. 1 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 lit. b StPO; zu den Vorwürfen im Einzelnen, s. hinten E. 3.1). Inwieweit die Beschwerdeführerin auch als Vertreterin weiterer Familienmitglieder zur Beschwerde berechtigt ist, ist angesichts des Ausgangs des Verfahrens nicht zu vertiefen.