Citation: 8C_352/2021 E. A

Der 1959 geborene A.________ war vom 1. Januar 2004 bis 31. Dezember 2018 zu 48,8 % als angestellter Apotheker bei der B.________ AG und ab Januar 1998 zu ca. 50 % als selbstständiger Naturarzt/Homöopath tätig. Am 12. Dezember 2016 erlitt er einen Vestibularisausfall und ist seither gemäss seinem Hausarzt Dr. med. C.________, Innere Medizin und Infektiologie, zwischen 0 und max. 20 % arbeitsfähig. Am 9. Juni 2017 meldete sich A.________ bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle Basel-Landschaft lehnte mit Verfügung vom 15. Oktober 2019 einen Anspruch auf Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 20 % ab. Die dagegen geführte Beschwerde an das Kantonsgericht Basel-Landschaft war im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils im vorliegenden Verfahren noch hängig. Am 19. Dezember 2018 beantragte A.________ bei der Öffentlichen Arbeitslosenkasse Baselland Arbeitslosenentschädigung ab 1. Januar 2019 und meldete sich am darauffolgenden Tag bei seiner Wohngemeinde zur Arbeitsvermittlung an. Er gab an, eine Vollzeitstelle zu suchen, krankheitsbedingt jedoch lediglich im Umfang von 20 % arbeitsfähig zu sein. Mit Verfügung vom 7. Februar 2019 bestätigte das Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (KIGA) die Vermittlungsfähigkeit von A.________. Die Arbeitslosenkasse erbrachte im Rahmen ihrer Vorleistungspflicht Arbeitslosentaggelder auf der Basis eines versicherten Verdienstes von Fr. 5868.- bei einem Beschäftigungsgrad von 48,8 %. Die Arbeitslosenkasse teilte A.________ mit Schreiben vom 29. Oktober 2019 mit, ihre Vorleistungspflicht erlösche mit der Verfügung der IV-Stelle vom 15. Oktober 2019. Ab Beginn der Kontrollperiode November 2019 sei der versicherte Verdienst an die Restarbeitsfähigkeit von effektiv 20 % anzupassen. Dies bestätigte die Arbeitslosenkasse mit Verfügung vom 6. November und Einspracheentscheid vom 16. Dezember 2019. An ihrer Berechnung des in der Folge (ausgehend von einer attestierten Arbeitsfähigkeit von 20 %) ab November 2019 auf Fr. 2405.- festgesetzten versicherten Verdienstes (Fr. 5868.- : 48,8 % x 20 %) hielt die Arbeitslosenkasse verfügungsweise am 5. Dezember 2019 fest und bekräftigte, dass die Höhe der den Taggeldabrechnungen für die Monate Oktober und November 2019 zugrunde gelegten versicherten Verdienste korrekt sei. Das bezüglich dieser Verfügung laufende Einspracheverfahren sistierte die Arbeitslosenkasse bis zur rechtskräftigen Erledigung des angestrengten Beschwerdeverfahrens betreffend den Einspracheentscheid vom 16. Dezember 2019 (Schreiben vom 17. Februar 2020).