Citation: 2C_219/2019 E. 9.3.2

9.3.2. Der Beschwerdeführer macht in diesem Zusammenhang zu Unrecht geltend, bei der Nachsteuerhebung würden "nachträglich eingetretene Umstände" berücksichtigt: Schon zum Zeitpunkt der jeweiligen Einfuhren war ihm die fehlende Importeurseigenschaft der Galerie B.________ bewusst; der EZV wurden damit bei der Zollanmeldung falsche Tatsachen vorgespiegelt. Unter diesen Umständen zielt das Argument, dass die EZV das Vorliegen der Voraussetzungen des Verlagerungsverfahrens bei der Prüfung der Zollanmeldung nur summarisch prüft, ins Leere. Auch unter solchen Umständen muss sich die EZV darauf verlassen können, dass ihr keine unrichtigen Tatsachen vorgespiegelt werden. Weiter trifft zwar zu, dass die ESTV bei der Prüfung der Quartalsabrechnung einer zu Unrecht als Importeurin deklarierten Person unter Erhebung der Einfuhrsteuer den Vorsteuerabzug verweigern (Art. 38 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 38 Abs. 4 aMWSTG bzw. Art. 28 Abs. 1 MWSTG) und damit sicherstellen könnte, dass dem Bund kein Steuerausfall entstünde; damit wäre aber nicht gewährleistet, dass die Einfuhrsteuer von der gesetzlich dazu verpflichteten Person erhoben wird. Wie es sich in einem solchen Fall mit den Kompetenzen verhielte, muss im vorliegenden Fall im Übrigen ohnehin nicht geklärt werden, zumal die ESTV der Galerie B.________ unbestrittenermassen jeweils den Vorsteuerabzug gewährt hat, und dem Bund durch die unzutreffenden Angaben in der Zollanmeldung damit ein Steuerausfall im Umfang der vom Beschwerdeführer zu Unrecht nicht erhobenen Einfuhrsteuer entstanden ist.