Citation: 1C_503/2021 E. 3.4

3.4. Das Verwaltungsgericht unterstrich in seinen Erwägungen zunächst, dass sowohl die Änderungen untergeordneter Natur sein müssten als auch keine Interessen von zum Rekurs berechtigten Dritten betroffen sein dürften. Sei nur eine dieser Voraussetzungen gegeben, bestehe kein Raum für das Anzeigeverfahren. In der Folge legte es dar, dass die vorgesehenen Änderungen klarerweise untergeordnet seien. Hinsichtlich der Interessen des Natur- und Heimatschutzes sprach es den Beschwerdeführenden ein praktisches Interesse an der Geltendmachung des angeblichen Verfahrensmangels ab. Dies begründete es damit, dass einer zur Beschwerde berechtigten Organisation im Fall einer fälschlicherweise unterbliebenen öffentlichen Bekanntmachung kein Nachteil erwachse, da für sie die Rekursfrist grundsätzlich erst mit Kenntnisnahme der Bewilligung zu laufen beginne. Dass die strittige Präsidialverfügung gegenüber einer beschwerdeberechtigten Organisation gegebenenfalls vorläufig nicht rechtskräftig werde, begründe kein schutzwürdiges Interesse der Beschwerdeführenden. Deren Standpunkt sei nicht stichhaltig, wenn nicht gar rechtsmissbräuchlich.