Citation: 6B_359/2021 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer rügt zunächst eine Verletzung von Art. 158 Abs. 2 i.V.m. Art. 141 Abs. 1 Satz 2 StPO. Er macht zusammengefasst geltend, seine erste Befragung vom 25. August 2018 sei nicht verwertbar. An dieser Befragung sei er lediglich darüber informiert worden, dass gegen ihn ein Strafverfahren wegen einfacher und versuchter schwerer Körperverletzung eingeleitet worden sei. Von einem aufgefundenen Messer oder seinen in der Notaufnahme geäusserten Worte "I want/wanted to kill him" sei in der Belehrung keine Rede gewesen. Obwohl der befragende Polizeibeamte zu diesem Zeitpunkt davon sicher Kenntnis gehabt habe, sei dies vor der Einvernahme und gegenüber der Verteidigung bewusst zurückgehalten worden. Die Befragung habe darauf abgezielt, dass er seine im Spital gegenüber den Polizeibeamten geäusserten Worte wiederhole und allenfalls konkretisiere, obwohl ihm nicht bekannt gewesen sei, was dies für strafrechtliche Folgen haben könne. In seiner ersten Einvernahme sei wegen einfacher und versuchter schwerer Körperverletzung ermittelt worden. Es seien da aber Themen angeschnitten worden, die Begleitumstände betroffen hätten, die auf ein ganz anderes Delikt gezielt hätten. Nach der Einvernahme sei das Strafverfahren schliesslich um dieses andere Delikt erweitert worden, welches er sachverhaltsmässig zugestanden habe, weil ihm nicht mitgeteilt worden sei, dass diese Fragen auf einen anderen Tatbestand abzielen würden (Beschwerde S. 4 ff.).