Citation: 1P.54/2005 17.03.2005 E. 2

Die staatsrechtliche Beschwerde ist ein Rechtsmittel zum Schutz verfassungsmässiger Rechte gegen Übergriffe der Staatsgewalt. Solche Rechte stehen grundsätzlich nur dem Bürger zu, nicht aber dem Gemeinwesen als Inhaber hoheitlicher Gewalt (BGE 129 I 313 E. 4.1 S. 318). Öffentlichrechtliche Körperschaften, die selber als Hoheitsträger handeln, können gegen Hoheitsakte anderer Staatsorgane grundsätzlich nicht staatsrechtliche Beschwerde führen. 2.1 Eine Ausnahme besteht insofern, als sie sich gegen eine Verletzung ihrer durch das kantonale Recht gewährleisteten Autonomie oder Bestandesgarantie zur Wehr setzen (BGE 125 I 173 E. 1b S. 175; 121 I 218 E. 2a S. 220, je mit Hinweisen). Im vorliegenden Fall rügt die Beschwerdeführerin jedoch nur Willkür in der Rechtsanwendung und macht keine Verletzung ihrer Autonomie geltend. 2.2 Ausserdem sind öffentlichrechtliche Körperschaften zur staatsrechtlichen Beschwerde legitimiert, wenn sie nicht hoheitlich handeln, sondern sich auf dem Boden des Privatrechts bewegen oder sonst wie als dem Bürger gleichgeordnete Rechtssubjekte auftreten und durch den angefochtenen Akt wie eine Privatperson betroffen werden (BGE 129 I 313 E. 4.1 S. 318 f.). Ob diese Voraussetzungen erfüllt sind, bestimmt sich nicht in erster Linie danach, mit wem die Körperschaft in einem Rechtsverhältnis steht, sondern aufgrund der Rechtsnatur des Verhältnisses, das der Auseinandersetzung zugrunde liegt (BGE 120 Ia 95 E. 1a S. 97 mit Hinweisen). Im Verfahren vor Kantonsgericht war streitig, ob die Funkantennenanlage in der Baubewilligung vom 11. August 2000 mitbewilligt worden war oder ob, wie der Regierungsrat entschieden hatte, die Gemeinde Laufen verpflichtet sei, ein nachträgliches Bewilligungsverfahren durchzuführen. Die Gemeinde war somit am kantonsgerichtlichen Verfahren als Bewilligungsbehörde für Funk- und Fernsehanlagen beteiligt, d.h. als Trägerin hoheitlicher Gewalt. Sie ist durch den sie belastenden Parteikostenspruch in dieser Stellung betroffen und nicht etwa wie eine Privatperson.