Citation: 9C_439/2024 E. 3.3

3.3. Das Bundesverwaltungsgericht erwägt, dass die Execution-Leistung (Auftragserteilung an das Bankinstitut zur Vornahme/Ausführung der Wertschriftentransaktionen) der Beschwerdeführerin lediglich akzessorisch zur Hauptleistung (Anlageberatung bzw. Vermögensverwaltung) der Beschwerdeführerin sei. Die Execution-Leistung seitens der Beschwerdeführerin würde für sich alleine keinen Sinn ergeben. Die Art der Execution-Leistung habe für die Kundschaft keinen für sich selbst stehenden Zweck. Die Vorbringen der Beschwerdeführerin würden allesamt nicht überzeugen, auch nicht in Bezug auf die Ausführungen zur separaten Bezeichnung der Courtagen in der MWST-Branchen-Info (MBl) Nr. 14 zum "Finanzbereich", insb. auch könne die Beschwerdeführerin nichts weiter zu ihren Gunsten aus deren Ziff. 6.1.6 (Handel) ableiten. Weiter sei auch das angerufene Vertrauensschutzprinzip nicht verletzt. Dasselbe gelte in Bezug auf das Gebot der Rechtsgleichheit (vgl. angefochtenes Urteil E. 3.2.3 - E. 3.3.4). Zusammengefasst handle es sich bei der im Rahmen der Vermögensverwaltungsmandate durchgeführten Execution-Leistung um eine Nebenleistung zur steuerbaren Anlageberatung bzw. Vermögensverwaltung. Ob die seitens der Beschwerdeführerin vorgenommene Execution vom Vermittlungsbegriff in Art. 21 Abs. 2 Ziff. 19 lit. a - e MWSTG erfasst wäre oder ob seitens der Beschwerdeführerin ein Eigeninteresse gegeben sei - wie dies von der ESTV argumentiert werde - könne offen bleiben (vgl. angefochtenes Urteil E. 3.3.5).