Citation: 6B_794/2016 E. 4.2.1

4.2.1. Die erste Instanz nahm an, im zu beurteilenden Fall bestünden ausserordentliche Umstände, welche es rechtfertigten, im Sinne von Art. 48a Abs. 2 StGB auf eine andere Strafart zu erkennen und eine Busse auszusprechen. Es habe in gewisser Weise bloss vom Zufall und vom Willen der Vertragsparteien abgehangen, ob der Beschwerdeführer den Tatbestand erfüllt habe. Ferner handle es sich bei der Beurkundung eines zu hohen Kaufpreises - im Gegensatz zu derjenigen eines zu tiefen Preises, die mit der Absicht der Steuerersparnis vorgenommen werde - um eine seltene und aussergewöhnliche Situation. Ausserdem sei eine Öffnung des Strafrahmens nach unten auch angesichts des Zeitablaufs angezeigt, zumal seit dem Tatzeitpunkt rund zwei Drittel der Verjährungsfrist verstrichen seien, während welcher Zeit sich der Beschwerdeführer wohl verhalten habe. Schliesslich sei das Tatverschulden des Beschwerdeführers gering und sei er erhöht strafempfindlich, da er als Notar auf seine Berufsausübungsbewilligung angewiesen sei (erstinstanzliches Urteil S. 21 f., Untersuchungsakten act. 477 f.).