Citation: 8C_243/2023 E. 7.2

7.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, es sei ihm wegen der Anrechnung eines Invalidenlohns für ein 70 %-Pensum ein Teilzeitabzug zu gewähren. Zur Begründung wird im Wesentlichen angeführt, es sei nicht einzusehen, weshalb im Falle der Zumutbarkeit eines blossen Teilzeitpensums ein zusätzlicher behinderungsbedingter Abzug gewährt werden könne, nicht aber bei Ausübung eines Vollzeitpensums bei bescheinigter eingeschränkter Leistungsfähigkeit. Der Autor eines im Dezember 2022 von der ETH Zürich publizierten Aufsatzes (Daniel Kopp, Are recruiters reluctant to hire part-time working men? Abrufbar unter: https://www.research-collection.ethz.ch/handle/20.500.11850/586460; besucht am 30. August 2024) stelle die Hypothese auf, dass Männer mit Teilzeitpensen weniger verdienten, weil sie Arbeitgebern defizitär erschienen, dies im Sinne insbesondere von mangelnder Motivation oder Ambition, während bei Frauen in Teilzeitpensen honoriert werde, dass sie zusätzlich familiäre Pflichten zu erfüllen hätten. Die ungünstige Wahrnehmung von Männern im Teilzeitpensum durch die Arbeitgeber müsse, so der Beschwerdeführer, auch dann unterstellt werden, wenn Männer zwar vollzeitlich am Arbeitsplatz präsent, aber nur reduziert leistungsfähig seien.