Citation: 1C_600/2021 E. 3.3

3.3. Das Verwaltungsgericht hielt fest, die beschriebenen Wartungsarbeiten seien nicht mehr als "der Gewässernutzung dienend" einzustufen. Sie könnten theoretisch an jedem beliebigen Ort vorgenommen werden. Es fehle, soweit der Kran als Wartungseinrichtung genutzt werde, an der Standortgebundenheit im Gewässerraum. Zudem stünden der Nutzung überwiegende öffentliche Interessen entgegen. Die Befürchtung, dass im Zuge der Wartung der Boote Schadstoffe in die Umgebung, allenfalls sogar direkt ins Gewässer gelangen könnten, lasse sich nicht genügend ausräumen. Insbesondere dürfte sich kaum vollständig unterbinden lassen, dass sich der durch das Abschleifen der Bootsrümpfe entstehende, hochflüchtige Feinstaub in der Umgebung verbreite, auch wenn der Arbeitsbereich mit Planen abgedeckt und eine mobile Sauganlage verwendet werde. Ein Standort dermassen nahe beim Gewässer erscheine nicht als geeignet für solche potenziell umweltschädlichen Unterhaltsarbeiten, dies umso weniger, als keine festen Schutzvorrichtungen bestünden und die Überwachungsmöglichkeiten bei mobilen Schutzvorkehrungen naturgemäss eingeschränkt seien. Schliesslich sei anzumerken, dass sich die Einhaltung einer Nutzungsbeschränkung mit dem Inhalt, der Kran dürfe nur für private Zwecke genutzt werden (zum Ein- und Auswassern des eigenen Bootes des Beschwerdeführers), sich nicht mit zumutbarem Aufwand durch die Baupolizeibehörde (Bauverwaltung) kontrollieren liesse.