Citation: 5A_957/2016 E. 3.2.3

3.2.3. Ohne Verletzung der Verfassung durfte das Obergericht somit das Enteignungsrecht der Beschwerdegegnerin bejahen und deshalb alle weiteren Fragen in das Enteignungsverfahren verweisen und den Zivilweg durch Nichteintreten auf das Gesuch der Beschwerdeführer verschliessen (E. 3.1 oben). Zum gleichen Ergebnis führt die vom Obergericht näher ausgeführte Überlegung, die Beschwerdegegnerin sei berechtigt, den Landstreifen von 13 m2 des Grundstücks der Beschwerdeführer zu enteignen und mit der öffentlichen Strasse wieder zu überbauen, um deren Beseitigung die Beschwerdeführer heute auf dem Zivilweg ersuchen. Willkürfrei durfte das Obergericht folglich den Grundsatz anwenden, dass rechtsmissbräuchlich handelt und kein schutzwürdiges Interesse verfolgt, wer verlangt, was er umgehend wieder herausgeben muss (BGE 123 III 220 E. 4d S. 229/230; 132 I 249 E. 7 S. 254; vgl. Urteile 4C.402/1998 vom 14. Dezember 1999 E. 2b, in: Praxis 89/2000 Nr. 50 S. 289; 4A_224/2011 vom 27. Juli 2011 E. 2 mit Hinweis).