Citation: C 39/03 06.05.2003 E. 1.3

Aufgrund der Aktenlage steht fest, dass ein anhaltender Konflikt mit anscheinend unüberwindbaren Differenzen zwischen der Versicherten und einer weiteren Mitarbeiterin der Firma den Betriebsfrieden störte. Entgegen dem Vorbringen der Beschwerdegegnerin in ihrer letztinstanzlichen Stellungnahme ist ihr Verhalten (und nicht ihre krankheitsbedingte Absenz) kausal für die erfolgte Entlassung. Wie die Firma im Kündigungsschreiben vom 16. Oktober 2001 und gegenüber der Arbeitslosenkasse am 7. Februar 2002 erläutert, führten die zwischen den beiden Arbeitskolleginnen bestehenden massiven Reibereien, welche trotz mehrmaliger Schlichtungsversuche seitens des Betriebsleiters und des Geschäftsleiters nicht abnahmen, zu diesem Schritt. Der im vorinstanzlichen Verfahren als Auskunftsperson befragte Geschäftsleiter gab am 30. September 2002 präzisierend an, dass die Beschwerdegegnerin vom Abteilungsleiter habe zurückgehalten werden müssen, da sie sonst wahrscheinlich tätlich geworden wäre. Da der "Kleinkrieg" auszuufern drohte und die Versicherte als die militantere der beiden Frauen eingestuft wurde, habe man sie bis zum Ablauf der Kündigungsfrist freigestellt. Die aktive Beteiligung der Versicherten ist damit klar erstellt und von einer reinen Opferrolle kann nicht die Rede sein. Selbst wenn bei der Beschwerdegegnerin, gemäss Zeugnis des Hausarztes Dr. med. B.________ (vom 29. April 2002) ein ausgeprägtes depressives Krankheitsbild vorliegt, welches durch verschiedene verletzende Erlebnisse, verbale Beschimpfungen und Bedrohungen entstanden sei, ändert dies nichts an ihrer aktiven Rolle beim Streit. Auch hätte sie es - wie ihre Arbeitskollegin - in der Hand gehabt, mittels einvernehmlicher Konfliktlösung zur Streitbeilegung beizutragen, was sie jedoch unterliess. Trotz ihrem Wissen um die Missbilligung ihres Verhaltens, musste sie sogar vom Betriebsleiter zurückgehalten werden, da sie vermutlich sonst handgreiflich geworden wäre. Damit nahm die Versicherte eine Kündigung zumindest eventualvorsätzlich in Kauf. Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit erfolgte somit zu Recht.