Citation: 7B.246/2001 15.01.2002 E. 1

1.- a) Als das Betreibungsamt X.________ in der von B.________ gegen A.________ eingeleiteten Betreibung Nr. yyy am 21. November 2000 die Pfändung vollziehen wollte, gelangte es zum Schluss, der Schuldner habe ausser der Liegenschaft in Z.________ (Grundstück Nr. ... des Grundbuchs X.________) kein pfändbares Gut. Es lud den Gläubiger noch am gleichen Tag ein, innert zehn Tagen einen Kostenvorschuss von 10'000 Franken zu leisten, falls er wünsche, dass das Grundstück mit Beschlag belegt werde; sonst werde die Betreibung mit der Ausstellung eines Verlustscheins abgeschlossen. Am 23. November 2000 ersuchte B.________ um Pfändung des Grundstücks, bat aber gleichzeitig um Reduktion des Kostenvorschusses. Das Betreibungsamt stellte ihm in der Folge am 19. Dezember 2000 eine Kopie des Grundbuchauszugs zu und liess ihn wissen, dass er im Hinblick auf eine Pfändung des Grundstücks 3'000 Franken Kostenvorschuss zu zahlen habe. B.________ verlangte mit Schreiben vom 21. Dezember 2000 weitere Informationen über das Grundstück, die das Betreibungsamt ihm am 5. Februar 2001 erteilte mit dem Bemerken, dass er gebeten werde, einen Kostenvorschuss von 3'000 Franken zu zahlen, falls er nun die Pfändung des Grundstücks wünsche. Am 7. März 2001 stellte das Betreibungsamt einen Verlustschein über insgesamt Fr. 70'868. 35 aus mit dem Hinweis, es sei auf die Pfändung des Grundstücks verzichtet worden. Mit Eingaben vom 8. und 12. März 2001 verlangte B.________ beim Betreibungsamt die Aufhebung des Verlustscheins und die Pfändung des Grundstücks. Er kündigte gleichzeitig an, den Betrag von 3'000 Franken in den nächsten Tagen zu überweisen. Das Betreibungsamt liess A.________ am 13. März 2001 wissen, es habe B.________ am 5. Februar 2001 aufgefordert, im Hinblick auf eine Pfändung des Grundstücks einen Kostenvorschuss zu zahlen, dabei jedoch versäumt, hiefür eine Frist festzusetzen. Unter diesen Umständen müsse es dem Begehren von B.________ stattgeben und den Verlustschein von Amtes wegen aufheben. Noch am gleichen Tag setzte das Betreibungsamt B.________ eine Frist von zehn Tagen zur Leistung des Kostenvorschusses an. Am 20. März 2001 wurde der Betrag von 3'000 Franken einbezahlt. b) Am 2. Mai 2001 versandte das Betreibungsamt die Pfändungsurkunde, wonach das Grundstück zu einem Schätzungswert von Fr. 440'000.-- mit Beschlag belegt worden sei. Auf eine von A.________ am 3. Mai 2001 gegen den Pfändungsvollzug erhobene Beschwerde trat der Amtsgerichtspräsident I von Y.________ als untere kantonale Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen nicht ein (Entscheid vom 8. Juni 2001). Am 21. Mai 2001 hatte B.________ das Verwertungsbegehren eingereicht, und am 6. August 2001 stellte das Betreibungsamt den Beteiligten die Steigerungsanzeige zu. c) A.________ hatte am 30. Juli 2001 beim Amtsgericht Y.________ eine weitere (vom 27. Juli 2001 datierte) Beschwerde eingereicht und verlangt, die Pfändung vom 2. Mai 2001 und das Verwertungsbegehren vom 21. Mai 2001 seien aufzuheben. Dieser Beschwerde folgten noch zwei andere, mit denen er die Aufhebung des am 7. März 2001 erstellten Verlustscheins anfocht (Eingabe vom 7. August 2001) bzw. (im Hauptstandpunkt) beantragte, es sei festzustellen, dass die gemäss Anzeige des Betreibungsamtes vom 6. August 2001 öffentlich bekannt gemachte Grundstücksteigerung wie auch die in der Betreibung Nr. yyy vollzogene Pfändung nichtig seien, und das Betreibungsamt sei anzuweisen, die Steigerung zu widerrufen (Eingabe vom 16. August 2001). Am 22. August 2001 entschied der Amtsgerichtspräsident I (als untere kantonale Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen), dass auf die beiden Beschwerden vom 27. Juli und vom 7. August 2001 nicht eingetreten werde. Er stellte fest, sie seien verspätet und eine Nichtigkeit der Aufhebung des Verlustscheins bzw. der Pfändung sei nicht dargetan. Mit Entscheid vom 23. August 2001 wies er die dritte Beschwerde ab, soweit darauf einzutreten sei. A.________ gelangte gegen diese drei Entscheide an das Obergericht (Schuldbetreibungs- und Konkurskommission) des Kantons Luzern (obere kantonale Aufsichtsbehörde), das am 8. Oktober 2001 in allen drei Verfahren den Beschwerde-Weiterzug abwies. d) Die drei Entscheide des Obergerichts nahm A.________ am 17. Oktober 2001 in Empfang. Mit drei vom 29. Oktober 2001 (Montag) datierten und noch am gleichen Tag zur Post gebrachten Eingaben führt er gegen alle (rechtzeitig) Beschwerde an die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Bundesgerichts. Er beantragt in allen Fällen, die Entscheide der beiden kantonalen Aufsichtsbehörden aufzuheben. Sodann sei festzustellen, dass der am 7. März 2001 ausgestellte Verlustschein gültig und das Betreibungsverfahren mit Ausstellung dieses Verlustscheins abgeschlossen worden und der Pfändungsvollzug vom 2. Mai 2001 nichtig sei. Mit den Beschwerden, die sich gegen die Entscheide in den vorinstanzlichen Verfahren SK 01 124 und SK 01 125 richten, verlangt er ausserdem die Feststellung der Nichtigkeit der gemäss Anzeige vom 6. August 2001 getroffenen Anordnung der Steigerung des Grundstücks. Das Obergericht hat sich zu den Beschwerden nicht geäussert. Das Betreibungsamt X.________ schliesst auf Abweisung der Beschwerden, und der Beschwerdegegner B.________ hat sich unter Hinweis auf die angefochtenen Entscheide eines ausdrücklichen Antrags enthalten. Durch Präsidialverfügung vom 5. November 2001 ist allen drei Beschwerden antragsgemäss aufschiebende Wirkung zuerkannt worden.