Citation: 1C_569/2019 E. B

Am 5. März 1991 bewilligte der Stadtrat Uster den Bau einer Unterniveaugarage auf dem Grundstück B. Das Bauvorhaben sah die Mitbenutzung der Zufahrtsrampe der bestehenden Unterniveaugarage auf dem Grundstück A vor. Die Baubewilligung für die Garage auf dem Grundstück B war mit einer Nebenbestimmung versehen, wonach die bestehende private Vereinbarung über die Benutzung der Zufahrtsrampe im Sinne eines Gemeinschaftswerks zu konkretisieren, vom Stadtrat genehmigen zu lassen und im Grundbuch anzumelden sei. Ausserdem wurde die Bauherrschaft des Bauvorhabens auf dem Grundstück B verpflichtet, für den Anschluss an die bestehende Zufahrtsrampe vor Baubeginn abgeänderte Planunterlagen einzureichen. Die anschliessenden Verhandlungen zwischen den Eigentümern der benachbarten Grundstücke A und B über eine Regelung der Detailgestaltung im Bereich des Anschlusses an die bestehende Unterniveaugarage führten zu keiner Einigung. In der Folge ersuchte die Bauherrschaft des Bauvorhabens auf dem Grundstück B darum, dass der Stadtrat die Baubewilligung vom 5. März 1991 in dem Sinne abändere, dass er den Anschluss an die bestehende Zufahrtsrampe bzw. die Errichtung eines entsprechenden Gemeinschaftswerks hoheitlich verfüge und die Eigentümerschaft des Grundstücks A verpflichte, die bereits errichtete Unterniveaugarage im Sinne der Vorschriften zum Mindestabstand anzupassen. Nachdem der Stadtrat auf das Gesuch in einem ersten Anlauf noch nicht eingetreten war, hielt er mit Entscheid vom 9. Februar 1993 unter anderem fest, er werde behördliche Anordnungen treffen, falls sich die Parteien weiter nicht einigen könnten. Gegen diesen Entscheid des Stadtrats gelangten beide Parteien an die Baurekurskommission und gegen deren Entscheid an das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, welches das Verfahren jahrelang sistierte.