Citation: 5A_15/2017 E. 2.1

2.1. Die Vorinstanz erwog im angefochtenen Entscheid, es sei bereits wenige Wochen nach der Geburt des ersten Kindes eine Gefährdungsmeldung an die KESB gelangt, wonach die Kindsmutter nicht fähig sei, das Kind zu betreuen. Die Kindsmutter selbst habe berichtet, sie sei unfähig zum Kind zu schauen und habe vorgeschlagen, das Kind durch den Kindsvater und dessen Noch-Ehefrau betreuen zu lassen. Der Kindsvater wiederum sei bereits im Spital aufgefallen, weil er bedrohlich aufgetreten sei und sehr viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen habe. Auch die Mütter- und Väterberatung habe die abwertende Haltung des Kindsvaters der Kindsmutter gegenüber und dessen unangepasstes Auftreten geschildert. Die Beschwerdeführerin sei dann zusammen mit der Tochter in einem Mutter-Kindheim untergebracht und das Kontaktrecht des Kindsvaters wenig später wegen des Verdachts physischer Gewalt sistiert worden. Anfang März 2014 sei die Kindsmutter zum Kindsvater zurückgekehrt, worauf das Kind am 5. März 2014 in eine Pflegefamilie platziert worden sei und bis heute dort lebe. Nach der Geburt der zweiten Tochter im 2014 seien die Beschwerdeführer durch eine sozialpädagogische Familienbegleitung unterstützt worden. Bald habe die Kindsmutter wieder von Übergriffen durch den Beschwerdeführer (Kopf gegen die Wand schlagen, mehrmals aus der Wohnung aussperren, zweimal Würgen, Stossen als sie die Tochter auf dem Arm hatte) berichtet. Die Beschwerdeführerin sei wieder im Mutter-Kindheim untergebracht worden; diesmal mit der jüngeren Tochter. Dort sei geplant gewesen, dass die Kindsmutter darin unterstützt werde, alleine mit einem oder beiden Kindern wohnen zu können, allenfalls in einem betreuten Wohnen. Im August 2015 habe sich die Kindsmutter aber entschieden zum Kindsvater zurückzukehren und habe sich mit einer Fremdplatzierung auch der jüngeren Tochter einverstanden erklärt, falls sie diese nicht mitnehmen könne. Hierauf sei die jüngere Tochter in derselben Pflegefamilie platziert worden wie die ältere Tochter. Gemäss Vorinstanz berichtete das Mutter-Kindhaus von einem veränderten Verhalten der Kindsmutter dem Kind gegenüber; ab dem Moment, in dem sie sich für eine Rückkehr zum Partner entschieden hatte, sei sie abwesend und schroff geworden. Im Abschlussbericht der Familienbegleitung vom 20. März 2015 sei der Kindsmutter attestiert worden, die Bedürfnisse ihres Kindes erkannt und die notwendige altersentsprechende Zuwendung, Sicherheit und Geborgenheit gegeben zu haben. Es sei vom grossen Einfluss des Kindsvaters auf das Familiensystem berichtet worden. Dem Kindsvater habe nach einem Unfall Magen und Speiseröhre entfernt werden müssen, wobei der jahrelange Überlebenskampf auch psychische Probleme mit sich gebracht habe (insb. Aggressivität, Suizidalität). Weiter spiele der Altersunterschied eine Rolle; die Kindsmutter sei gewohnt zu gehorchen. Die Vorinstanz nimmt sodann auf das kinderpsychiatrische Gutachten vom 1. März 2016 Bezug, wonach die Erziehungsfähigkeit der Kindsmutter mittelgradig bis deutlich und diejenige des Kindsvaters deutlich eingeschränkt sei. Die Paarbeziehung sei von einem ständigen Auf und Ab gekennzeichnet und die Beschwerdeführer hätten sich zweimal für eine Wiederaufnahme der Paarbeziehung entschieden und damit eine Platzierung der Kinder in Kauf genommen; sie seien mit ihren persönlichen Problemen und Befindlichkeiten derart stark beschäftigt, dass sie den kindlichen Bedürfnissen zu wenig Raum geben könnten. Der Kindsvater ermüde auch körperlich schnell. Die ältere Tochter stelle sodann aufgrund einer emotionalen Störung des Kindsalters mit Überängstlichkeit deutlich erhöhte Erziehungsanforderungen. Die emotional robuster wirkende jüngere Tochter zeige eine Anpassungsstörung und sei auf Stabilität und Verlässlichkeit angewiesen. Die Gutachter hätten zusammengefasst eine Fortführung der Platzierung für klar angezeigt erklärt. Dabei seien die Therapeuten der Eltern in den Prozess einzubeziehen. Die Eltern könnten am besten im Rahmen der sie nicht überfordernden Besuche für die Kinder da sein. Schliesslich weist die Vorinstanz darauf hin, dass die Beschwerdeführer im 2016 Eltern eines dritten Kindes geworden seien. Entsprechend hätten diese Gelegenheit zu zeigen, dass sie der Aufgabe der Betreuung und Erziehung ihres Kindes gewachsen seien. Diesbezüglich seien Abklärungen im Gang. Bevor hier keine Ergebnisse vorlägen, rechtfertige sich eine Rückplatzierung der Kinder nicht.