Citation: 9C_586/2023 E. 8.2

8.2. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin begründet der psychiatrische Gutachter die - im Vergleich zur Beurteilung durch den behandelnden Arzt - abweichende Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit nicht damit, dass der behandelnde Arzt die Fahreignung nicht ausgeschlossen habe, sondern mit der zum Begutachtungszeitpunkt fehlenden ausgeprägten depressiven Symptomatik. In Bezug auf die Fahreignung hielt der Gutachter fest, der behandelnde Arzt habe stark ausgeprägte Gedächtnis- und Konzentrations- sowie schwere Schlaf- und Antriebsstörungen diagnostiziert. Bei solch stark ausgeprägten Beschwerden sei eine Fahreignung ausgeschlossen. Diese Schlussfolgerung ist einleuchtend; der Gutachter macht zu Recht auf einen Widerspruch in der Einschätzung des behandelnden Arztes aufmerksam. Ob die Beschwerdeführerin zur selbstständigen Fortbewegung auf ein Auto angewiesen ist oder nicht, hat keinen Einfluss auf die Frage, ob sie gesundheitlich in der Lage ist, ein solches zu führen. Der Gutachter war demnach nicht verpflichtet, sich mit dieser Frage zu befassen.