Citation: 6B_1187/2020 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz erachtet es als erstellt, dass der Beschwerdeführer die Beschwerdegegnerin 2 am 25. August 2016 mehrfach verletzt (Anklageziffern 1.1 lit. a, b und d), mehrfach tätlich angegangen (Anklageziffer 1.2), genötigt (Anklageziffer 2.2) und zu nötigen versucht (Anklageziffer 2.3) sowie im Zeitraum von Juni bis 25. August 2016 bereits mehrfach verletzt (Anklageziffern 1.1 lit. c und e) und sexuell genötigt (Anklageziffer 3.3) habe. In Bezug auf die übrigen, ebenso den Zeitraum von Juni bis 25. August 2016 betreffenden Vorwürfe kommt sie zum Schluss, dass sich der Anklagesachverhalt nicht zweifelsfrei erstellen liesse. Einleitend hält die Vorinstanz fest, es sei nicht etwa die Beschwerdegegnerin 2, sondern ein Anwohner gewesen, welcher am 25. August 2016 die Polizei verständigt habe. Erst durch diesen Notruf und das anschliessende Zureden ihrer Eltern sei die Beschwerdegegnerin 2 veranlasst worden, bei der Polizei gegen den Beschwerdeführer auszusagen. Insofern liege auf der Hand, weshalb sie nicht recht zu beschreiben vermocht habe, was an der Situation an diesem Tag so viel schlimmer oder anders gewesen sei, als in den knapp 3 Monaten zuvor. Zudem spreche auch der Zustand, in welchem sie sich anlässlich ihres ersten Kontakts mit der Polizei befunden habe, gegen eine Inszenierung und dafür, dass sie im Vorfeld tatsächlich Gewalt erlebt habe. Entgegen der Erstinstanz habe zu diesem Verfahrenszeitpunkt eine Strategie, um die eigenen Interessen im Strafverfahren durchzusetzen oder den Beschwerdeführer präventiv zu diskreditieren, noch keine Rolle spielen können. Auch habe die Beschwerdegegnerin 2 gegenüber dem Beschwerdeführer jedenfalls in dieser ersten Einvernahme offenbar keine Rachegefühle gehegt. Was die Vorfälle vom 25. August 2016 betreffe, vermochten die Aussagen des Beschwerdeführers die von der Beschwerdegegnerin 2 plausibel vorgetragene Darstellung nicht zu entkräften. Deren Aussagen seien nebst ihrer Anschaulichkeit und Detailliertheit sowohl inhaltlich kongruent als auch zeitlich konkret bzw. könnten einem konkreten Ereignis zugeordnet werden. Auch hinsichtlich der weiteren, erstellten Vorfälle vor dem 25. August 2016 seien die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 glaubhaft. Einerseits seien die fraglichen, festgestellten Körperverletzungen mit den behaupteten Gewalteinwirkungen in Einklang zu bringen. Andererseits würde der von der Beschwerdegegnerin 2 beschriebene Oralsex auf Aufforderung des Beschwerdeführers mit der Fernbedienung in der Hand, um gegebenenfalls damit auf sie einzuschlagen, einen engen Bezug zu den Ereignissen vom 25. August 2016 aufweisen, und habe sie wiederholt und plausibel ausgesagt, sie sei von ihm insbesondere mit der Fernbedienung geschlagen worden, wenn ihm etwas beim Oralsex nicht gepasst habe. Derweil wirkten seine diesbezüglichen Aussagen bagatellisierend und ausweichend. Entsprechend sei davon auszugehen, dass es mindestens einen solchen Vorfall im fraglichen Zeitraum gegeben habe (Urteil S. 12 ff.).