Citation: 6B_528/2020 E. 3.4

3.4. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer sei 2012 mit 18 Jahren aus seinem Heimatland Eritrea geflüchtet und 2014 in die Schweiz eingereist. Er habe einen positiven Asylbescheid sowie eine Aufenthaltsbewilligung B erhalten, jedoch einen geringen Integrationswillen gezeigt. Seinen Deutschkurs habe er kaum besucht und sein Verhalten sei von den Sozialen Diensten U.________ als unzumutbar und äusserst auffällig beurteilt worden. Nach Angaben des Beschwerdeführers lebten eine Schwester, ein Onkel und eine Tante in der Schweiz. Weitere drei Geschwister sowie sein Vater lebten in Eritrea. Dem Beschwerdeführer sei es nicht gelungen, in der Schweiz eine stabile Arbeitssituation und geordnete finanzielle Verhältnisse zu schaffen. Gemäss dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts D-7898/2015 vom 30. Januar 2017 E. 5.1 f. genüge die illegale Ausreise aus Eritrea nicht per se, um die Flüchtlingseigenschaft zu begründen. Hinweise auf ein herausragendes exilpolitisches Profil seien beim Beschwerdeführer nicht erkennbar, weswegen er die Flüchtlingseigenschaft unter dem Aspekt von subjektiven Nachfluchtgründen nicht mehr erfülle. In Bezug auf das öffentliche Interesse sei zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer wegen einer versuchten einfachen Körperverletzung mit einem gefährlichen Gegenstand verurteilt werde, womit Leib und Leben als höchste Rechtsgüter auf dem Spiel stünden. Erschwerend komme hinzu, dass der Beschwerdeführer wiederholt und teils einschlägig mit Delikten gegen Leib und Leben straffällig geworden sei. Seine Delinquenz habe kurz nach seiner Einreise im Januar 2015 eingesetzt, als er sich des Raufhandels schuldig gemacht habe. Im Jahr 2016 habe er zwei Drohungen ausgesprochen und im Jahr 2018 habe er die Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht, die Sachbeschädigung und die einfache Körperverletzung mit einem gefährlichen Gegenstand begangen. Weder die vollzogenen Geld- und Freiheitsstrafen, noch die laufende Probezeit hätten den Beschwerdeführer von der Begehung weiterer Straftaten abgehalten, weswegen von einer Rückfallgefahr auszugehen sei. Die Gegenüberstellung der Interessen ergebe, dass das öffentliche Interesse an einer Landesverweisung gegenüber dem privaten Interesse des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz überwiege.