Citation: 5A_485/2007 19.12.2007 E. B

Mit Eingabe vom 6. September 2006 erhoben Y.________ und Z.________ beim Bezirksgericht B.________ Beschwerde gegen X.________ und beantragten, die geeigneten Vorkehren zu treffen, damit dieser seine Tätigkeit als Willensvollstrecker vorantreibe, sie regelmässig über seine Tätigkeit informiere und ihnen darüber unaufgefordert Auskunft erteile. Ausserdem sei der Willensvollstrecker anzuhalten, ihnen eine Reihe von - im Einzelnen bezeichneten - Unterlagen sofort zu übergeben. Die Einzelrichterin im summarischen Verfahren am Bezirksgericht B.________ wies X.________ mit Verfügung vom 7. Dezember 2006 an, nachlass- bzw. mandatsbezogene Fragen innert zwei bis drei Werktagen schriftlich (per Brief, Fax oder E-Mail) zu beantworten oder darzulegen, weshalb er dazu nicht in der Lage sei. Ferner habe er die Teilung des Nachlasses beförderlich voranzutreiben und den Erbinnen persönlich oder einem allfälligen Vertreter auf das Ende jeden Monats schriftlich über seine Tätigkeit Rechenschaft abzulegen. Dem Willensvollstrecker wurde zudem aufgegeben, innert zehn Tagen die Steuerbescheinigungen für die Jahre 2003, 2004 und 2005 für den Erblasser und die Erbinnen sowie sämtliche Unterlagen zu den Landparzellen in Norditalien und zu den in A.________ gelegenen Grundstücken den Erbinnen in Kopie zuzustellen oder diesen die Möglichkeit einzuräumen, sich selbst Kopien zu erstellen. Die Verfahrenskosten wurden X.________ auferlegt, der zudem verpflichtet wurde, den Erbinnen eine Prozessentschädigung zu zahlen. X.________ rekurrierte, worauf das Obergericht (II. Zivilkammer) des Kantons Zürich mit Beschluss vom 28. Juni 2007 das Herausgabebegehren betreffend Unterlagen zur Liegenschaft in A.________ als gegenstandslos geworden abschrieb und die einzelrichterliche Verfügung teilweise aufhob und in verschiedenen Punkten neu fasste. Es legte fest, dass der Willensvollstrecker innert zwei bis drei Werktagen auf einschlägige Fragen der Erbinnen zu reagieren habe und aus seiner Reaktion zumindest der Zeitrahmen für die abschliessende Behandlung des Anliegens ersichtlich sein müsse (Dispositiv-Ziffer 1.1). Alsdann habe der Willensvollstrecker die Nachlassteilung beförderlich voranzutreiben und die Erbinnen laufend unaufgefordert über die wichtigsten Ereignisse und über sämtliche bereits ausgeführten oder beabsichtigten Massnahmen und Verwaltungshandlungen zu orientieren, wobei dort, wo im Interesse des Nachlasses unverzügliches Handeln geboten sei, und bei Handlungen, die Nachlassgegenstände im Wert von unter Fr. 10'000.-- beträfen oder Kosten von unter Fr. 1'000.-- auslösten, er sich auf eine zeitnahe nachträgliche Information beschränken dürfe (Dispositiv-Ziffer 1.2). Schliesslich wies das Obergericht den Willensvollstrecker an, den Erbinnen innert zehn Tagen die Steuerbescheinigungen für die Jahre 2003, 2004 und 2005 in Kopie zuzustellen oder ihnen die Möglichkeit einzuräumen, selbst Kopien zu erstellen (Dispositiv-Ziffer 1.3). Das Obergericht bestätigte den erstinstanzlichen Entscheid über die Kosten- und Entschädigungsfolgen (Dispositiv-Ziffer 4), auferlegte die Kosten des Rekursverfahrens zu einem Zehntel den Erbinnen und zu neun Zehnteln X.________ (Dispositiv-Ziffer 6) und verpflichtete diesen zur Bezahlung einer reduzierten Prozessentschädigung an die Erbinnen (Dispositiv-Ziffer 7).