Citation: 5P.360/2004 10.01.2005 E. 5

Sodann wirft die Beschwerdeführerin dem Obergericht vor, bei der Ermittlung der ihr zustehenden Lebenshaltung in willkürlicher Weise verschiedene Kürzungen vorgenommen zu haben. 5.1 Die Beschwerdeführerin hatte schon im erstinstanzlichen Verfahren geltend gemacht, bei der von ihr bewohnten zehn Jahre alten Liegenschaft drängten sich erste Sanierungsmassnahmen auf (Waschmaschine, Boiler, Heizung, Fassade, Umgebungsarbeiten), und unter diesem Titel die Zusprechung eines Betrags von monatlich Fr. 1'200.-- verlangt. Hierzu hat das Obergericht festgehalten, die Aufwendungen für den laufenden Liegenschaftsunterhalt seien im Lebensbedarf der Beschwerdeführerin zu berücksichtigen; hingegen habe diese keinen Anspruch auf Einbezug wertvermehrender Sanierungsarbeiten. Da es sich bei den geltend gemachten Aufwendungen überwiegend um einmalige Unterhalts- bzw. Werterhaltungsmassnahmen handle, die nach deren Ausführung über Jahre hinweg nicht mehr anfallen würden, erscheine es als gerechtfertigt, den durchschnittlichen Betrag von Fr. 600.-- im Monat einzusetzen. Mit diesen Erwägungen des Obergerichts setzt sich die Beschwerdeführerin nicht auseinander. Stattdessen vergleicht sie den von ihr beanspruchten Betrag mit dem Aufwand, den die vom Beschwerdegegner bewohnte Liegenschaft verursache. Diese Vorbringen sind indessen in keiner Weise geeignet, die Kürzung des von ihr geltend gemachten Betrags als willkürlich erscheinen zu lassen. 5.2 Unter Hinweis auf die Erklärung der Beschwerdeführerin, sie habe wegen eines Rückenleidens mit dem Fitness aufhören müssen und habe gegenwärtig kein entsprechendes Abonnement gelöst, hat das Obergericht festgehalten, der für Hallenbad, Sauna und Massagen verlangte Betrag entfalle aus der Bedarfsberechnung. Zu dem unter der Position "Tennis" beanspruchten Betrag von Fr. 300.-- bis Fr. 400.-- im Monat bemerkt die kantonale Beschwerdeinstanz, die Beschwerdeführerin spiele zur Zeit mit einer Kollegin und die früheren Auslagen für einen Tennislehrer entfielen somit ebenfalls; es seien unter diesen Umständen einzig Fr. 100.-- für Platzmiete einzusetzen. Mit der Begründung, es seien nur die tatsächlich anfallenden Kosten zur Wahrung des bisher gelebten Lebensstandards zu berücksichtigen, hat das Obergericht der Beschwerdeführerin schliesslich auch eine Entschädigung für die entgangene Nutzung des Motorbootes verweigert. Es hat in diesem Zusammenhang ausserdem darauf hingewiesen, dass unter dem Titel "Ferien/Ausgang" ein Betrag von Fr. 1'500.-- im Monat eingesetzt werde, der auch Wochenendaktivitäten der von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Art abzudecken vermöge. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin erscheint es nicht als willkürlich, bei der Festsetzung der Unterhaltsbeiträge nur den aktuellen Gegebenheiten Rechnung zu tragen und frühere Auslagen, die weggefallen sind, ausser Acht zu lassen. Unbehelflich ist auch das Vorbringen der Beschwerdeführerin, es sei möglich, dass sie in Zukunft wieder einmal Massagen werde in Anspruch nehmen müssen. Es steht ihr frei, gegebenenfalls eine entsprechende Erhöhung der Unterhaltsbeiträge zu verlangen.