Citation: 6B_98/2024 E. 1.2.2

1.2.2. Weiter prüft die Vorinstanz die Glaubhaftigkeit der Aussagen des Beschwerdeführers. Sie führt aus, dieser habe von Anfang an vehement bestritten, mit einem Messer zugestochen zu haben. Dabei habe er zuerst von einem Schlüsselbund und in einer späteren Einvernahme von einem Fingernagel gesprochen. Anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung habe der Beschwerdeführer angegeben, er habe den Club freiwillig verlassen, um wenig später zu behaupten, dies sei unfreiwillig erfolgt. Bezüglich der Auseinandersetzung habe der Beschwerdeführer angegeben, er habe mit dem Schlüsselbund in der Hand mit dem Beschwerdegegner diskutiert, dieser habe ihn dann gepackt, zu Boden geworfen und bedroht, wobei der Beschwerdegegner sich verletzt habe. Nur wenig später habe der Beschwerdeführer angegeben, sie hätten sich gestritten und wären aufeinander losgegangen. Die Vorinstanz erwägt, im Rahmen derselben Befragung habe der Beschwerdeführer einzelne zentrale Sachverhaltselemente diametral entgegengesetzt geschildert. Beispielsweise habe er widersprüchlich auf die Frage geantwortet, ob er den Club freiwillig verlassen habe. Diese Differenz sei nicht nachvollziehbar und spreche gegen selbst Erlebtes. Dies gelte auch für die Abweichungen unter den einzelnen Aussagen. Insbesondere die Schilderungen der Art der Auseinandersetzung mit dem Beschwerdegegner würden erheblich voneinander abweichen, so dass diese nicht mit einer Verwechslung oder der verblassenden Erinnerung zu erklären seien. Zusammenfassend seien die Aussagen des Beschwerdeführers derart widersprüchlich und lebensfremd, dass daraus nicht hervorgehe, was sich in dieser Nacht zugetragen habe.