Citation: 8C_654/2018 E. 6.1

6.1. Die Vorinstanz hat das Leistungsvermögen in psychischer Hinsicht praxisgemäss zulässigerweise eigenständig nach den normativen Vorgaben gemäss BGE 141 V 281 beurteilt, nachdem das Gutachten trotz Bezugs auf die einschlägigen Indikatoren nicht darauf ausgerichtet war (BGE 144 V 50 E. 4.3 S. 53 f.; Urteile 8C_635/2018 vom 21. Dezember 2018 E. 6.1; 8C_431/2017 vom 24. Mai 2018 E. 3.4 und 5.1; 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 3.2). Entsprechend der anhand des ICF-Ratings (Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit nach WHO) ermittelten Einschränkung um 25-35 % in den für einfache Hilfsarbeitertätigkeiten benötigten Einzelfähigkeiten stellte sie fest, der Gutachter gehe bezüglich einer optimal leidensangepassten Verweisungstätigkeit von einer Arbeitsunfähigkeit in entsprechendem Umfang aus, weshalb sie diese auf 30 % festsetzte. Soweit dies im Gutachten unter Hinweis auf die Angebotslage auf dem ersten Arbeitsmarkt relativiert wurde und von einer Einschränkung von 60-75 % die Rede war, folgte die Vorinstanz dem im Wesentlichen mit der Begründung nicht, dass der von Gesetzes wegen massgebliche ausgeglichene Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) auch ein Angebot an passenden Verweisungstätigkeiten umfasse. Des Weiteren stellte das kantonale Gericht nach eingehender Würdigung zusammenfassend fest, die Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde falle nicht stark ins Gewicht; ausserdem verweise der Gutachter auf erhebliche Ressourcen und das (berufliche) Potenzial des Beschwerdeführers. Insbesondere bestätige auch der gemäss strafrechtlicher Untersuchung erfolgreich ausgeübte Autohandel (mit 36 Autoverkäufen), dass ihm ein beachtliches Repertoire an arbeitsrelevanten Fähigkeiten und sozialen Kompetenzen (insbesondere Verhandlungsgeschick, Kommunikationsfähigkeiten und zwischenmenschliches Gespür) sowie bedeutsame Ressourcen erhalten geblieben seien. Inwiefern diese vorinstanzlichen Feststellungen unter Berücksichtigung der konkreten Fallumstände offensichtlich unrichtig oder der angefochtene Entscheid diesbezüglich sonstwie bundesrechtswidrig wäre, wird in der Beschwerde nicht dargetan und lässt sich auch nicht erkennen. Insbesondere verfängt nach dem Erwogenen auch der Vorwurf nicht, das kantonale Gericht habe sich eine unzulässige juristische Parallelprüfung angemasst.