Citation: 6B_1394/2019 E. 2.2

2.2. Nach dem zum Sachverhalt Gesagten verletzt die Vorinstanz kein Bundesrecht, wenn sie das Qualifikationsmerkmal der besonderen Gefährlichkeit im Sinne von Art. 140 Ziff. 3 Abs. 3 StGB bejaht. Es ist erstellt, dass der Mitbeschuldigte dem Opfer eine 9 Zentimeter lange Messerklinge direkt an den Hals hielt. Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, handelte es sich um ein dynamisches Geschehen, wobei der Mitbeschuldigte mit grosser Entschlossenheit agierte, da er nach eigenen Angaben "einen stämmigen Oberländer" erwartet hatte, den es einzuschüchtern resp. zu überwältigen galt. Zudem waren die Täter zu zweit und sie hatten das Opfer praktisch aus dem Schlaf gerissen. Der Vorinstanz ist auch zuzustimmen, dass angesichts der Nähe des Messers am Hals des Opfers schon eine geringe Bewegung nach vorne oder zur Seite selbst bei Einsatz eines durchschnittlich scharfen Messers zu schweren Verletzungen hätte führen können. Wie sie ebenfalls zutreffend ausführt, konnte der Mitbeschuldigte nicht wissen, wie sich das Opfer verhalten, etwa, ob es sich wehren oder panisch reagieren würde. Zuzustimmen ist der Vorinstanz ferner darin, dass die Tat klar über das Mass hinaus geht, welches zur Durchführung eines einfachen Raubes erforderlich war. Ebenso rechnet sie dem Beschwerdeführer das Verhalten des Mitbeschuldigten zu Recht als sein eigenes an, da nach dem Gesagten von Mittäterschaft auszugehen ist. Was der Beschwerdeführer vorbringt, überzeugt nicht. Entgegen seiner Auffassung erweist sich das Vorgehen als brutal, zumal beide Beschuldigten bewaffnet und dem -erst kurz zuvor aufgewachten - Geschädigten körperlich überlegen waren. Auch entlastet es sie nicht, dass die Beute gering ausfiel, zumal die Vorinstanz willkürfrei annimmt, dass die Beschuldigten mehr erwartet hatten. Sie machte dies nicht zuletzt am Vorgehen sowie an der Zahl der insgesamt vier Beteiligten fest. Wenn der Beschwerdeführer behauptet, man habe lediglich mit einer kleinen Beute gerechnet, so entfernt er sich vom für das Bundesgericht verbindlichen Sachverhalt, ohne Willkür darzutun. Dies gilt ebenso, wenn er die besondere Gefährlichkeit damit bestreitet, dass sich das Messer nicht am Hals des Opfers befunden und, dass dieses höchstens den Messerrücken gespürt habe. Nachdem das Bundesgericht bereits die Drohung mit einem Messer in der Nähe des Opfers für die Qualifikation nach Art. 140 Ziff. 3 Abs. 3 StGB genügen lässt (vgl. Urteil 6B_55/2013 vom 11. April 2013 E. 1.4), kommt es darauf ohnehin nicht an. An der besonderen Gefährlichkeit ändert auch nichts, dass das Opfer ruhig blieb, zumal, wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, die Beschuldigten hierauf keinen Einfluss hatten. Davon, dass sie besonders behutsam vorgegangen wären, kann jedenfalls nicht gesprochen werden. Auch, dass sie das Opfer nicht verletzten, als es nicht sofort kooperierte, ändert an der Gefährlichkeit des Messereinsatzes in der Halsregion nichts. Eine akute Lebensgefahr, wie der Beschwerdeführer zu meinen scheint, verlangt die Qualifikation nach Art. 140 Ziff. 3 Abs. 3 StGB zudem nicht. Auch darauf weist die Vorinstanz zutreffend hin. Ebenso wenig ist entscheidend, ob der Tat ein ausgeklügelter Plan und eine lange Vorbereitung vorausgingen. Die besondere Gefährlichkeit verlangt nicht das Vorliegen mehrerer Qualifizierungsmerkmale (oben E. 2.1; "namentlich"). Von einer geradezu dilettantischen Vorgehensweise, wie der Beschwerdeführer argumentiert, kann jedenfalls keine Rede sein.