Citation: 2C_115/2021 E. 7.3.3

7.3.3. Prof. Dr. Moritz Daum (Professor für Entwicklungspsychologie am Psychologischen Institut der Universität Zürich) hält seinerseits fest, dass es für die menschliche Kommunikation wichtig sei, so viele Informationen wie nur möglich zu erhalten (akustisch, visuell, taktil, kinästhetisch); die Verringerung des Informationsgehalts des Gesichtsausdrucks mache die Interaktion zwar etwas schwieriger, allerdings gebe es Studien, die zeigten, dass der Mensch bereits mit sehr wenig Information sehr schnell und zuverlässig auf Gefühle und Emotionen anderer schliessen könne. Weitere Informationen wie die Modulation der Stimme und der Körperbewegungen fielen nicht weg; entsprechend sei der Informationsgehalt für Kinder in Interaktionen immer noch sehr hoch; es sei deshalb wichtig, unter der Maske nicht zu erstarren und die Mimik bewusst einzusetzen, sodass die Kinder deutliche Informationen z.B. über die Augen erhielten, und alle Handlungen - wie gewohnt - sprachlich zu begleiten (MARIE MEIERHOFER INSTITUT FÜR DAS KIND/KIBESUISSE, FAQ, a.a.O., S. 5). Der Kanton Freiburg hat die entsprechenden Empfehlungen in seinen Schutzplan für Kitas vom 25. September 2020 aufgenommen und die bisherige Regelung an diese Erkenntnisse angepasst.