Citation: I 493/05 22.12.2005 E. 4.4

4.4.1 Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was der Versicherte im massgebenden Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns (BGE 129 V 223 Erw. 4.1. und 4.2) nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunder tatsächlich verdienen würde. Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen. Da nach empirischer Feststellung in der Regel die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des Valideneinkommens grundsätzlich der zuletzt erzielte, der Teuerung sowie der realen Einkommensentwicklung angepasste Verdienst (BGE 129 V 224 Erw. 4.3.1). Der Beschwerdeführer arbeitete ab 2. November 1998 als Hilfsarbeiter bei der Firma A.________ AG. Wie die Vorinstanz dargelegt hat, bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass er diese Stelle ohne gesundheitliche Probleme aufgegeben hätte, weshalb als Valideneinkommen der dort erzielte Lohn beizuziehen ist. Das monatliche Einkommen bei der Firma A.________ AG belief sich gemäss Angaben der Arbeitgeberin vom 10. Juni 1999 für die Jahre 1998 und 1999 auf Fr. 3'600.-, was einem Jahreseinkommen von Fr. 46'800.- entsprach. Angepasst an die Nominallohnentwicklung für Männer von 1,2 % (Lohnentwicklung 2002, Kommentierte Ergebnisse und Tabellen des Bundesamtes für Statistik, S. 32; BGE 129 V 410 Erw. 3.1.2 und 4.2) für das Jahr 2000, seit welchem der Rentenanspruch unbestrittenermassen besteht, ergibt sich somit ein Valideneinkommen von Fr. 47'362.-. Dem Einwand des Beschwerdeführers, dieses Einkommen liege deutlich unter demjenigen, welches von männlichen Arbeitnehmern im gleichen Bereich durchschnittlich erzielt worden sei, ist entgegenzuhalten, dass für diesen Vergleich der branchenübliche Lohn, nicht der gesamte Durchschnittslohn gemäss LSE beizuziehen ist. In der Branche "Abfallbeseitigung, sonstige Entsorgung", welcher die Tätigkeit im Recycling-Bereich zuzuordnen ist, belief sich der monatliche Bruttolohn für Männer in einfachen und repetitiven Tätigkeiten im Jahr 2000 auf Fr. 3976.- (LSE 2000, TA1/Branche 90/Anforderungsniveau 4/Männer), was angepasst an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit im Jahr 2000 von 41,8 Stunden (Die Volkswirtschaft 2005, Heft 11, S. 86 Tabelle B9.2) Fr. 4154.90 pro Monat und Fr. 49'859.- pro Jahr ergibt. Da der Lohn des Beschwerdeführers somit nicht wesentlich tiefer lag als der branchenübliche Medianlohn, ist nicht zu beanstanden, dass Vorinstanz und Verwaltung auf den effektiv erzielten Lohn abgestellt haben, wobei für den Einkommensvergleich der Wert des Jahres 2000, somit Fr. 47'362.-, heranzuziehen ist. 4.4.2 Das Invalideneinkommen ist anhand der LSE zu ermitteln. Der Bruttolohn für Männer in einfachen und repetitiven Tätigkeiten beläuft sich für das Jahr 2000 auf Fr. 4437.- pro Monat und - unter Berücksichtigung der betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,8 Stunden - auf Fr. 55'640.- pro Jahr (LSE 2000 TA1/TOTAL/Anforderungsniveau 4/Männer). Bei einer noch zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 54 % ergibt sich somit ein jährliches Invalideneinkommen von Fr. 30'046.- Da mit der Annahme einer Restarbeitsfähigkeit von 54 % den leidensbedingten Einschränkungen bereits genügend Rechnung getragen wurde, kann im Rahmen des praxisgemäss zulässigen Abzugs vom statistischen Lohn (siehe im einzelnen BGE 126 V 78 ff. Erw. 5; AHI 2002 S. 67 ff. Erw. 4 mit Hinweisen) lediglich noch der Umstand Berücksichtigung finden, dass der Beschwerdeführer zufolge Teilzeitarbeit allenfalls eine Lohneinbusse hinnehmen muss, wohingegen beim 1959 geborenen und seit 1980 in der Schweiz lebenden Versicherten weder das Alter noch die Ausländereigenschaft einen weiteren Abzug zu rechtfertigen vermögen. Bei der unter diesen Umständen nicht zu beanstandenden Kürzung des Tabellenlohnes um 10 % ergibt sich ein Invalideneinkommen von Fr. 27'041.- und - in Gegenüberstellung mit dem Valideneinkommen von Fr. 47'362.- - ein Invaliditätsgrad von 43 %, welcher Anspruch auf eine Viertelsrente begründet. An diesem Ergebnis vermöchte auch eine dem Einkommensvergleich zu Grunde gelegte Restarbeitsfähigkeit von 50 % nichts zu ändern, würde doch diesfalls das Invalideneinkommen, wiederum unter Berücksichtigung eines Abzuges von 10 %, Fr. 25'038.- betragen, was in Gegenüberstellung mit dem Valideneinkommen einen Invaliditätsgrad von 47 % ergäbe und somit ebenfalls Anspruch auf eine Viertelsrente begründen würde.