Citation: 4A_315/2020 E. B

B.a. Nach erfolglosem Schlichtungsversuch machte der Arbeitnehmer beim Arbeitsgericht Zürich einen höheren Ferienlohn geltend. Am 28. November 2019 sprach dieses ihm den eingeklagten Betrag von Fr. 6'191.50 brutto vollumfänglich zu. B.b. Die dagegen gerichtete Beschwerde der Arbeitgeberin wies das Obergericht des Kantons Zürich mit Urteil vom 8. Mai 2020 ab. Das Obergericht erwog, der Arbeitsvertrag sehe ein variables Einkommen vor, nämlich einen monatlichen Bruttolohn von Fr. 13'000.-- für Einsätze in Kundenprojekten und Fr. 10'000.-- für Einsätze in internen Projekten. In der dokumentierten Referenzperiode von Januar 2016 bis Ende Dezember 2018 seien 678 Arbeitstage angefallen, wobei der Arbeitnehmer nur an 13 Tagen in einem internen Projekt zum tieferen Ansatz von Fr. 10'000.-- beschäftigt worden sei. Der vereinbarte variable Lohn habe also kaum geschwankt. Vor diesem Hintergrund sei nicht zu beanstanden, dass das Arbeitsgericht für die Berechnung des Ferienlohns von einem regelmässigen Bruttoeinkommen des Arbeitnehmers von Fr. 13'000.-- ausgegangen sei und kein Durchschnittseinkommen berechnet habe.