Citation: 6B_272/2023 E. 1.4.2

1.4.2. Zum subjektiven Tatbestand finden sich im angefochtenen Urteil bis auf allgemeine Erwägungen keinerlei Ausführungen. Jedoch verweist die Vorinstanz auf den Strafbefehl vom 19. Oktober 2018 und erwägt im Rahmen der Sachverhaltsfeststellung abschliessend: " Es [sei] somit auf die Sachverhaltsdarstellung im Strafbefehl vom 19. Oktober 2018 [...] abzustellen. " Letzterer zufolge schuf der Beschwerdegegner mit seiner Fahrweise, wie er gewusst habe, eine besondere Gefahr für die übrigen Verkehrsteilnehmer. Diese Feststellung blieb unangefochten, womit sie für das Bundesgericht bindend ist. Somit war dem Beschwerdegegner die allgemeine Gefährlichkeit seiner Fahrweise bewusst. Besondere Umstände, die das Verhalten subjektiv in einem milderen Licht erscheinen liessen, stellt die Vorinstanz keine fest. Nach dem Gesagten ist vorliegend - und entgegen den Ausführungen in der Vernehmlassung - zumindest auf grobfahrlässiges Verhalten zu schliessen (vgl. supra E. 1.3.1).