Citation: C 164/00 29.11.2000 E. 2

2.- Wie im angefochtenen Entscheid festgehalten wurde, hat der Beschwerdeführer der Verwaltung die zur Überprüfung der Anspruchsvoraussetzungen ab 4. August 1999 erforderlichen Auskünfte nicht erteilt. So hat er die ihm auf eigenen Wunsch schriftlich unterbreiteten Fragen nicht beantwortet und auf eine zweite Aufforderung hin, mit der er auf die möglichen Folgen der Nichterfüllung der Auskunftspflicht hingewiesen wurde, innert gesetzter Frist erneut keine sachdienlichen Angaben gemacht. Bei diesen Gegebenheiten ist eine Verletzung der Mitwirkungspflicht klar erstellt, was zur Folge hatte, dass die Verwaltung nicht in der Lage war, zu prüfen, ob der Beschwerdeführer die Mindestbeitragszeit erfüllt hatte, zumal in den individuellen Konten in der Rahmenfrist für die Beitragszeit keine Erwerbseinkommen eingetragen sind. Ebenso wenig liess sich beurteilen, ob der Beschwerdeführer, der von Juni 1998 bis 30. Juni 1999 in der zusammen mit seiner Ehefrau gegründeten Firma X.________ GmbH tätig war und laut Handelsregisterauszug vom 11. Oktober 1999 weiterhin deren Gesellschafter und Geschäftsführer ist, als vermittlungsfähig betrachtet werden kann. Da sich der rechtserhebliche Sachverhalt mangels Mitwirkung des Beschwerdeführers nicht abklären liess, konnte nicht beurteilt werden, ob die gesetzlichen Anspruchsvoraussetzungen erfüllt waren. Dies wirkt sich zum Nachteil des Beschwerdeführers aus, der aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt einen Anspruch auf Taggelder der Arbeitslosenversicherung ableiten wollte. Die vorinstanzlich bestätigte Ablehnungsverfügung des AWA erweist sich damit als rechtens, woran die Einwendungen des Beschwerdeführers nichts ändern. Namentlich unterlässt er es, auf Tatsachen hinzuweisen oder Beweismittel beizubringen, die auf die Erfüllung der Beitragszeit innert der zweijährigen Rahmenfrist oder auf das Bestehen der Vermittlungsfähigkeit in den Monaten August und September 1999 schliessen lassen könnten. Aus dem eingereichten Entscheid der Vorinstanz vom 4. April 2000 betreffend die Verfügung des AWA vom 15. September 1998, mit welchem die Vermittlungsfähigkeit ab 15. Juni 1998 im Umfang von 50 % einer Vollzeitbeschäftigung festgestellt wurde, kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten. Denn für die Beurteilung in jenem Fall waren für das kantonale Gericht die tatsächlichen Verhältnisse massgebend, wie sie sich bis zum Erlass der Anfechtungsgegenstand in jenem Prozess bildenden Verwaltungsverfügung vom 15. September 1998 entwickelt hatten. Demgegenüber beurteilt sich die Gesetzmässigkeit der vorliegend interessierenden, vorinstanzlich bestätigten Verfügung des AWA aufgrund des Sachverhalts, der bei deren Erlass (am 4. November 1999) gegeben war.