Citation: 8C_751/2009 24.02.2010 E. 1.2

1.2.1 Die IV-Stelle ist der Auffassung, das kantonale Gericht begründe die Rückweisung an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung mit der (noch abzuklärenden) subjektiven Sichtweise des Versicherten, welche jedoch für einen Rentenanspruch nicht massgebend sei. Der Rentenanspruch könne nicht davon abhängen, ob der Beschwerdegegner gestützt auf die damaligen medizinischen Akten bis zur Kenntnisnahme des Gutachtens der Klinik X.________ subjektiv davon ausgegangen sei, es sei ihm nicht zumutbar, seine Schmerzen zu überwinden und einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Ob ein Rentenanspruch bestehe, beurteile sich im dafür vorgesehenen Abklärungsverfahren. Bevor nicht eine entsprechende Rentenverfügung ergangen sei, könne eine versicherte Person von vornherein nicht davon ausgehen, dass ein solcher Anspruch gegeben sei. Der von der Vorinstanz eingenommene Standpunkt hätte zur Folge, dass eine versicherte Person bis zum Vorliegen eines voll beweiskräftigen Gutachtens gestützt auf Berichte von behandelnden Ärzten praktisch immer einen Rentenanspruch hätte. Die Rückweisung mit dem vorgegebenen "unsinnigen Beweisthema" sei offensichtlich unhaltbar und würde die Verwaltung mit grosser Wahrscheinlichkeit dazu zwingen, eine rechtswidrige neue Rentenverfügung zu erlassen. Zudem könnte mit einer Gutheissung der vorliegenden Beschwerde sofort ein Endentscheid herbeigeführt und damit ein bedeutender Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren erspart werden. Gemäss Anordnung des kantonalen Gerichts müssten nämlich Abklärungen beim Arbeitgeber, allenfalls bei einem Mediziner und vielleicht auch beim RAD veranlasst werden, obwohl aufgrund der vorhandenen Akten feststehe, dass der Versicherte in einer adaptierten Beschäftigung voll arbeitsfähig sei und demnach die Rentenvoraussetzungen nicht erfülle. 1.2.2 Der Beschwerdegegner lässt einwenden, es sei nicht nachvollziehbar, inwiefern die IV-Stelle durch den Entscheid des kantonalen Gerichts gezwungen sei, eine ihres Erachtens rechtswidrige neue Verfügung zu erlassen, da sie immer noch die Möglichkeit hätte, den Rentenanspruch wiederum abzulehnen, falls sie nach Durchführung der Abklärungen ein solches Ergebnis nachvollziehbar begründen könne, wovon er allerdings nicht ausgehe. Die vorzunehmenden Abklärungen seien vielleicht tatsächlich aufwendig. Dies sei allerdings kein Grund, deren Notwendigkeit von vornherein zu bestreiten. Die Verwaltung sei nämlich verpflichtet, den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen. Folge man der Argumentation der IV-Stelle, so müsste das Bundesgericht grundsätzlich bei allen vorinstanzlichen Rückweisungsentscheiden kontrollieren, ob die darin angeordneten Abklärungen notwendig und sinnvoll seien. Damit würde faktisch eine Prüfung der Zwischenentscheide durchgeführt.