Citation: 1C_514/2020 E. 6.4

6.4. Gemäss den vorstehenden Erwägungen durfte die Vorinstanz das streitbetroffene Wohnhaus gestützt auf das Gutachten der KDK und der damit übereinstimmenden Einschätzung der Baudirektion und der kantonalen Rechtsmittelinstanzen als wichtigen Zeugen einer architektonischen Entwicklung in der Schweiz qualifizieren, dem als Frühwerk der bekannten Architekten Burkhalter und Sumi eine zusätzliche Bedeutung zukommt. Demnach ist das öffentliche Interesse an seiner Erhaltung gewichtig. Zwar wurde der Einbezug der Treppenanlagen in den Schutzumfang gemäss den Ausführungen der Baudirektion in ihrer Unterschutzstellungsverfügung (vgl. Sachverhalt lit. B) nicht bereits im Gutachten der KDK, sondern erst durch die kantonale Denkmalpflege vorgeschlagen. Diese führte im vorinstanzlichen Verfahren in ihrer Stellungnahme vom 12. September 2019 aus, dass sowohl die Erschliessung des in den Hang gesetzten Wohnhauses als auch die talseitig vor dem Wohnhaus liegende Stützmauer bauzeitliche Bestandteile des Bauprojekts von Burkhalter und Sumi seien und (daher) Gebäude, Stützmauer und Erschliessung gestalterisch und funktional zusammengehörten; anders als von den Beschwerdeführern beschrieben, liege kein "Sammelsurium verschiedener Treppenformen" vor, sondern die Architekten hätten verschiedene Treppenkonstruktionen realisiert; indem die Geländer aller Treppentypen gleich gestaltet seien, führe die Erschliessung gestalterisch zu einer Einheit zusammen (S. 2). Die Vorinstanz durfte dieser einlässlich begründeten Fachmeinung folgen, zumal es nachvollziehbar ist, die Zugangstreppen als Teil des architektonischen Gesamtkonzepts des Baus an einer steilen Hanglage zu qualifizieren und sie zur Umgebung zu zählen, welche für die Wirkung des Wohnhauses wesentlich ist. Daran ändert nichts, dass nach der Meinung der Vorinstanz darüber diskutiert werden kann, ob einzelne Teile der Treppenanlage allenfalls vom Schutzumfang hätten ausgenommen werden können. Bezüglich der Bauelemente im Inneren des Wohnhauses, die gemäss dem Gutachten der KDK in den Schutzumfang einzubeziehen sind, nennen die Beschwerdeführer keine sachlichen Gründe dafür, weshalb sie zur Erhaltung der Wirkung des Innenbereichs des Hauses entgegen der Meinung der Gutachter nicht erforderlich sein sollen. Zudem legen sie nicht dar, inwiefern der Erhalt dieser Elemente die künftige Nutzung ihres Hauses wesentlich erschweren sollte, was auch nicht ersichtlich ist. Demnach verstiess die Vorinstanz nicht gegen das Verhältnismässigkeitsprinzip, wenn sie den Einbezug dieser Elemente in den Schutzumfang als erforderlich und zumutbar qualifizierte.