Citation: 8C_26/2018 E. 4.3.1

4.3.1. Es trifft hier zwar zu, dass die Vorinstanz Art. 88bis Abs. 2 lit. b IVV in seiner ab 1. Januar 2015 geltenden Fassung zitiert. Ob jedoch im vorliegenden Fall mit Blick auf die intertemporalrechtlichen Grundsätze diese oder die frühere Fassung der Bestimmung zur Anwendung gelangt, kann entgegen der Ansicht des Versicherten tatsächlich offen bleiben. Denn es kann ihm nicht gefolgt werden, soweit er geltend macht, die ihm vorgeworfene Meldepflichtverletzung sei ab 1. Januar 2014 nicht mehr kausal für die weiteren Rentenleistungen gewesen. Bei unstreitig fehlender Meldung der Verbesserung seitens des Versicherten war die IV-Stelle gezwungen, die gesundheitliche Situation in einem zeitraubenden Verfahren durch ein Fachgutachten abklären zu lassen. Es kann keine Rede davon sein, dass der meldepflichtige Sachverhalt dem Versicherungsträger bereits im Zeitpunkt des Eintritts der erheblichen gesundheitlichen Verbesserung (Januar 2014) bekannt gewesen wäre oder hätte bekannt sein können, bzw. dass auch bei rechtzeitiger Meldung der Verbesserung die Rente nicht auf Januar 2014 hätte angepasst werden können. Gemäss letztinstanzlich von keiner Seite mehr in Frage gestellter Expertise des Dr. med. B.________ war es spätestens ab Mitte 2013 zu einer deutlichen Verminderung der Arbeitsunfähigkeit gekommen. Dies veranlasste den Beschwerdeführer nicht zu einer entsprechenden Mitteilung an die IV-Stelle.