Citation: 5A_625/2024 E. 7.3

7.3. Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz eine Verletzung von Art. 29 Abs. 3 BV und Art. 117 ZPO vor. Sie macht zusammengefasst geltend, sie habe ausreichend Gründe dargelegt, weshalb von einer Kindeswohlgefährdung auszugehen sei. Es sei von überwiegenden Gewinnaussichten auszugehen gewesen, zumal ihre Berufung gutzuheissen gewesen wäre. Jeder Elternteil hätte im vorliegenden Fall Berufung erhoben. Schon die ausführliche vorinstanzliche Begründung zeige, dass nicht von aussichtslosen Begehren ausgegangen werden könne. Auch erscheine die beantragte Sistierung des Besuchsrechts ohne Weiteres verhältnismässig. Weiter vermische die Vorinstanz die Frage, ob die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren sei, mit der materiellen Beurteilung der Berufung. Sodann stört sich die Beschwerdeführerin daran, dass die Vorinstanz über ihr Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege erst nach Abschluss des Verfahrens entschieden und dabei den erstinstanzlichen Entscheid herangezogen hat.