Citation: 6B_1149/2020 E. 4.3.1

4.3.1. Der Beschwerdeführer beanstandet zunächst das Vorgehen der Vorinstanz bei mehrfacher Tatbegehung. Er verweist auf die diesbezügliche bundesgerichtliche Rechtsprechung und kritisiert insbesondere, die Vorinstanz begründe nicht genügend, weshalb hinsichtlich der Nötigung (ebenso) eine Freiheitsstrafe und nicht eine Geldstrafe ausgesprochen werde. Ausserdem moniert er, die Vorinstanz unterlasse es, die hypothetischen Strafen für die Erpressung und Nötigung zu beziffern. Gemäss der Rechtsprechung ist die Bildung einer Gesamtstrafe in Anwendung des Asperationsprinzips nach Art. 49 Abs. 1 StGB nur möglich, wenn das Gericht im konkreten Fall für jeden einzelnen Normverstoss gleichartige Strafen ausfällt (sog. konkrete Methode). Dass die anzuwendenden Strafbestimmungen abstrakt gleichartige Strafen androhen, genügt nicht (BGE 144 IV 313 E. 1.1.1, 217 E. 2.2; je mit Hinweisen). Eine Gesamtstrafe in Anwendung des Asperationsprinzips setzt in Abgrenzung zum Absorptions- und Kumulationsprinzip zudem voraus, dass das Gericht die (hypothetischen) Einzelstrafen sämtlicher Delikte (zumindest gedanklich) gebildet hat. Andernfalls liesse sich die Einsatzstrafe weder bestimmen, noch in Anwendung des Asperationsprinzips schärfen. Im Sinne der Überprüfbarkeit sind daher die (hypothetischen) Einzelstrafen im Urteil zu benennen (BGE 142 IV 265 E. 2.4.3 mit Hinweisen) bzw. ist das Gewicht, das den verwirkten Straftaten im Rahmen der Gesamtstrafe zukommt, im Urteil auszuweisen (BGE 144 IV 217 E. 3.5.3; Urteil 6B_196/2021 vom 25. April 2022 E. 5.4.1 f.; je mit weiteren Hinweisen). Diesen Vorgaben kommt die Vorinstanz hinreichend nach. Zum einen begründet sie nachvollziehbar, weshalb sie bei sämtlichen der drei Delikten auf Freiheitsstrafe erkennt. Sie erwägt, dass für die qualifizierte Widerhandlung gegen das Sportförderungsgesetz ex lege nur eine Freiheitsstrafe (verbunden mit einer obligatorischen Geldstrafe) in Betracht komme. Aufgrund der Schwere des Verschuldens komme auch für die Erpressung und Nötigung jeweils nur eine Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr und damit (bei dem anzuwendenden früheren Recht, vgl. aArt. 34 Abs. 1 StGB) nur eine Freiheitsstrafe in Frage. Weiter argumentiert die Vorinstanz, es könne ebenso mit Blick auf die präventive Effizienz und Zweckmässigkeit einzig eine Freiheitsstrafe und nicht eine Geldstrafe ausgesprochen werden, habe doch bereits der den Taten vorausgegangene längere Freiheitsentzug in Form der Untersuchungshaft den Beschwerdeführer nicht von der Tatbegehung abhalten können (vgl. angefochtener Entscheid E. 7.4 S. 47). Zum anderen ergibt sich aus den Erwägungen der Vorinstanz hinreichend das von ihr den zwei Taten der Erpressung und Nötigung als solchen beigemessene Gewicht. Zwar beziffert die Vorinstanz die Höhe der diesbezüglichen hypothetischen Einzelstrafen nicht konkret. Durch die Feststellung, beide diese Taten wären für sich betrachtet jeweils mit mehr als einem Jahr Freiheitsstrafe zu bestrafen, in Verbindung mit den einschlägigen Ausführungen zu den Tat- und Täterkomponenten sowie unter Berücksichtigung der tatsächlich jeweils festgesetzten Straferhöhung für die zwei Taten kommt das ihnen zugemessene Gewicht indes hinreichend zum Ausdruck. Dass die Vorinstanz die hypothetischen Einzelstrafen nicht konkret (sondern nur gedanklich) beziffert, ist unter diesen Umständen nicht zu beanstanden und tut der Überprüfbarkeit ihrer Überlegungen keinen Abbruch.