Citation: 4A_536/2021 E. 2.3.3

2.3.3. Diese Rüge verfängt nicht. Das Kantonsgericht erwog im Rahmen der Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts u.a., dass die Grube (theoretisch) mit Brettern hätte abgedeckt werden können (E. 2.4). Hingegen sei nicht erwiesen, ob am Unfalltag entsprechende Bretter in der Werkstatthalle vorhanden gewesen seien (a.a.O.). An anderer Stelle - nämlich im Rahmen der Prüfung, ob der Kausalzusammenhang durch das Selbstverschulden des Beschwerdegegners unterbrochen worden sei - hielt das Kantonsgericht fest, die Beschwerdeführerin hätte die Arbeitsgrube mit relativ einfachen Mitteln absichern können (E. 5.4). Daraus kann nicht geschlossen werden, das Kantonsgericht sei im Widerspruch zu seiner Sachverhaltsfeststellung in E. 2.4 davon ausgegangen, solche Bretter seien vor Ort gewesen. Insofern widersprechen sich die Erwägungen des Kantonsgerichts nicht. Wenn die Vorinstanz gestützt auf die Sachverhaltsfeststellung in E. 2 bei der rechtlichen Würdigung - konkret in E. 5.4 - festhält, die Grube hätte relativ einfach gesichert werden können, nimmt sie keine Feststellung des Sachverhalts vor, sondern würdigt vielmehr den bereits festgestellten Sachverhalt. Die Feststellung, dass eine Arbeitsgrube für Pistenfahrzeuge mit Brettern - und damit mit relativ einfachen Mitteln - abgesichert werden kann, ist keineswegs offensichtlich unhaltbar und damit nicht willkürlich (vgl. E. 2.3.1 hiervor).