Citation: 9C_885/2008 08.04.2009 E. 7

Die IV-Stelle hat den Beschwerdeführer in der bisherigen wie auch in einer angepassten Tätigkeit als vollständig arbeitsunfähig erachtet und auf dieser Grundlage (mit Recht) keine beruflichen Massnahmen ins Auge gefasst. Ist der Beschwerdeführer indes, wie die Vorinstanz bundesrechtskonform festgestellt hat (E. 5.2 hievor), teilarbeitsfähig, kann gemäss dem Grundsatz "Eingliederung vor Rente" eine Rente erst zugesprochen werden, wenn zuvor der Anspruch auf berufliche Massnahmen geprüft worden ist. Auch wenn in der vorinstanzlichen Beschwerde keine beruflichen Massnahmen beantragt worden waren, hätte das kantonale Gericht den Streitgegenstand daher entsprechend ausdehnen müssen (Urteil I 848/02 vom 18. August 2003 E. 4.2 mit Hinweis). Weil berufliche Massnahmen nicht rückwirkend Erfolg haben können, tangiert ein allfälliger Anspruch auf ebensolche die Rentenberechtigung ab Oktober 2006 nicht. Die Sache ist indes an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit sie prüft, ob und gegebenenfalls ab welchem Zeitpunkt die Voraussetzungen für die Zusprechung solcher Massnahmen erfüllt sind. Denn die Akten erlauben keine zuverlässige Beurteilung der für eine Umschulung erforderlichen Faktoren (namentlich der subjektiven und objektiven Eingliederungsfähigkeit des Versicherten sowie der Eingliederungswirksamkeit und der annähernden Gleichwertigkeit des mit der Massnahme angestrebten Berufs im Vergleich zur angestammten Tätigkeit als Ausdruck des Verhältnismässigkeitsprinzips; BGE 129 V 67 E. 1.1.1 S. 68 mit Hinweisen; Urteile I 210/05 vom 10. November 2005 E. 3.3.1 und I 794/02 vom 19. November 2003 E. 2). Je nachdem wird die IV-Stelle auch über den Anspruch auf andere Eingliederungsmassnahmen beruflicher Art zu befinden haben.