Citation: 9C_138/2024 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführerin bestreitet sinngemäss die Zweckmässigkeit der Neuversorgung mit dem "C-Leg 4". Sie bringt im Wesentlichen vor, die Verwendung des "C-Leg 4" habe nur sehr bedingt physiologisches Gehen ermöglicht und zu massiven Schmerzen an Rücken, Hüften und am linken Knie sowie zu Phantomschmerzen geführt. Ausserdem habe das "C-Leg 4" ihren Ansprüchen als Vielgeherin mit Mobilitätsgrad 3 nicht genügt, es sei vermehrt zu Stürzen bzw. Beinahestürzen gekommen, und sie sei beim Gehen unsicher und ängstlich geworden. Sie habe deswegen ihren Aktivitätsgrad nicht aufrechterhalten können, was zu einer Verschlimmerung der arteriellen Verschlusskrankheit und deren Folgen (Notwendigkeit weiterer Stents, Bypass, Amputation, Rollstuhlpflichtigkeit) führen könne. Die probeweise Nutzung eines "Genium"-Gelenks am alten Schaft über drei Wochen habe zum vollständigen Verschwinden der Symptomatik geführt. Als wieder das "C-Leg 4" montiert worden sei, seien die starken Schmerzen im Bereich des Rückens und des linken Beins innert Kürze wieder aufgetreten. Somit wäre die Versorgung mit einem "Genium"-Gelenk angezeigt gewesen, was durch ein Gerichtsgutachten unter Beteiligung von Orthopädie, Angiologie und Biomechanik hätte bewiesen werden können. Indem die Vorinstanz darauf verzichtet hat, habe sie den Untersuchungsgrundsatz verletzt.