Citation: 1B_204/2009 08.09.2009 E. B

Mit Verfügung vom 28. November 2006 wurde der Chiemsee-Kessel von der zuständigen Strafverfolgungsbehörde als Beweismittel und zur allfälligen Deckung von Verfahrenskosten, Schadensdeckung etc. beschlagnahmt. Am 30. April 2008 wies die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich (im Folgenden: Staatsanwaltschaft) den Antrag auf Herausgabe des Chiemsee-Kessels an die B.________ AG ab. Diese Verfügung zog sie am 23. Mai 2008 in Wiedererwägung und ordnete, aus Gründen der Verhältnismässigkeit, um die Vermarktung des Chiemsee-Kessels nicht zu gefährden, dessen Herausgabe an die B.________ AG an, unter Vorbehalt einer anderslautenden zivilrechtlichen Verfügung. Als Ersatzmassnahmen wurde die Beschlagnahme des Erlöses aus dem allfälligen Verkauf des Chiemsee-Kessels angeordnet und der B.________ AG und A.________ diesbezüglich verschiedene Weisungen auferlegt. Gegen diese Freigabeverfügung erhoben X.________ und Y.________ Rekurs an die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich. Überdies machten Drittansprecher mit Rekurs bzw. Wiedererwägungsgesuch selbständige Besitzrechte an dem Objekt geltend. Die Oberstaatsanwaltschaft leitete die Rekursschriften dem Einzelrichter in Strafsachen des Bezirksgerichts Meilen weiter, der nach § 97 StPO/ZH zuständig sei, sofern die Beschlagnahme bzw. die Freigabe einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirke. Am 23. September 2008 erliess die Staatsanwaltschaft eine 2. Wiedererwägungsverfügung. Sie hob ihre Freigabeverfügung vom 23. Mai 2008 auf und beantragte dem Einzelrichteramt des Bezirks Zürich, es sei die Hinterlegung des sogenannten "Goldenen Chiemsee-Kessels" zu genehmigen und es seien die für die Herausgabe erforderlichen Verfügungen zu erlassen. Gleichzeitig verfügte die Staatsanwaltschaft, dass der Chiemsee-Kessel bis zum Entscheid über den Hinterlegungsantrag unter Beschlag bleibe. Der Einzelrichter in Strafsachen des Bezirksgerichts Meilen schrieb daraufhin den bei ihm hängigen Rekurs von X.________ und Y.________ als gegenstandslos geworden ab. Gegen die Verfügung vom 23. September 2008 rekurrierte der Angeschuldigte A.________. Auf dessen Rekurs trat die Oberstaatsanwaltschaft am 16. Oktober 2008 nicht ein.