Citation: B 83/03 01.06.2004 E. 2

Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdegegner bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, welche zur Invalidität mit Zusprechung einer ganzen Rente der Invalidenversicherung ab 1. Mai 1997 bei einem Invaliditätsgrad von 100 % geführt hat, bei der Vorsorgestiftung der Elvia versichert war. 2.1 Die Psychiaterin Frau Dr. T.________ diagnostizierte im Bericht zuhanden der Invalidenversicherung vom 20. März 1997 einen akuten Stuporzustand am 21. Mai 1996, eine Erschöpfungsdepression, Verdacht auf Borderline-Syndrom und Asthma bronchiale vorbestehend seit Kindheit sowie Kreislauflabilität. Den Eintritt der Arbeitsunfähigkeit setzte die Ärztin - wie bereits in früheren Attesten u.a. zuhanden der Arbeitslosenversicherung - auf den 7. Mai 1996 fest. Sie wies sodann darauf hin, dass der Versicherte im Januar 1995 in Bangkok einen Schwächezustand erlitten habe; anscheinend hätten sich funktionelle Herzrhythmus-Störungen, eine Exacerbation des vorbestehenden Asthma bronchiale, depressive Verstimmungen, das Gefühl von Ratlosigkeit, Arbeitsstörungen usw. eingestellt. In der von der Vorinstanz eingeholten zusätzlichen Stellungnahme vom 14. April 2003 bestätigte Frau Dr. T.________, dass der Beschwerdegegner seit 7. Mai 1996 aus psychischen Gründen voll arbeitsunfähig sei. Ärztliche Zeugnisse, die den Beginn der Arbeitsunfähigkeit mit Bezug auf die Tätigkeit als kaufmännischer Sachbearbeiter auf einen früheren Zeitpunkt festlegen, finden sich nicht. Die abweichenden ärztlichen Angaben betreffen die Tätigkeit als Zugbegleiter. Sie sind unbeachtlich, da dieser Nebenerwerb nicht versichert ist. 2.2 Während des Anstellungsverhältnisses bei der Firma N.________ vom 1. September 1994 bis 29. Februar 1996 musste der Beschwerdegegner wiederholt für kürzere Zeit aus gesundheitlichen Gründen der Arbeit fern bleiben. Es handelte sich um Kurzabsenzen von einem bis fünf Tagen. Im Zeitraum vom 23. November 1995 bis zur Beendigung des Arbeitsvertrages vom 29. Februar 1996 bestand lediglich während insgesamt sechs Tagen eine hälftige Arbeitsunfähigkeit. Wie der Auskunft der Firma N.________ zuhanden der IV-Stelle vom 28. Oktober 1996 weiter zu entnehmen ist, entsprach der Lohn von Fr. 4160.- im Monat (zuzüglich 13. Monatslohn), den der Beschwerdegegner seit 1. April 1995 für ein Teilzeitpensum von 90 % bezog, seiner Arbeitsleistung. Der Beschwerdegegner hätte ferner ab 1. Januar 1996 auf Grund seiner guten Arbeit und seines engagierten Auftretens mit einer Lohnerhöhung rechnen können, wie aus einem von der Beigeladenen eingereichten Briefentwurf der Firma N.________ vom 28. November 1995 hervorgeht. Dieser Gehaltsanstieg wurde alsdann hinfällig, weil er den Arbeitsvertrag mit der Firma N.________ auf Ende Februar 1996 kündigte. Aus diesen Unterlagen ist in Übereinstimmung mit der Einschätzung von Frau Dr. T.________ zu schliessen, dass der Beschwerdegegner während des Arbeitsverhältnisses mit der Firma N.________ nicht erheblich und während längerer Zeit in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt war. 2.3 Soweit sich die Vorsorgestiftung der Elvia auf die Angaben im Bericht der Frau Dr. T.________ hinsichtlich des im Januar 1995 eingetretenen Schwächezustandes beruft, ist ihr entgegenzuhalten, dass dieser offensichtlich keine länger dauernde Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit als Sachbearbeiter bewirkte. Ebenso wenig vermag die Beschwerdeführerin aus der von der IV-Stelle veranlassten psychiatrischen Expertise des Dr. med. F.________ vom 29. März 2001 etwas zu ihren Gunsten abzuleiten, handelt es sich doch bei den Ausführungen des Psychiaters zum Gesundheitszustand während der Anstellung bei der Firma N.________ um anamnestische Angaben. Das heisst der Administrativgutachter gab lediglich die Aussagen des Beschwerdegegners wieder, die zudem in Folge Zeitablaufs und der Auswirkungen des psychischen Leidens nicht als besonders zuverlässig eingeschätzt werden können. Unerheblich in Bezug auf die allein interessierende Frage nach dem Eintritt einer erheblichen und andauernden Arbeitsunfähigkeit ist sodann, ob der Beschwerdegegner bereits 1995 wegen psychischer Störungen in ärztlicher Behandlung stand und dass er bei der Firma N.________ ein reduziertes Arbeitspensum von 90 % verrichtete, da nicht ersichtlich ist, dass für diesen Umstand gesundheitliche Gründe verantwortlich sind. Die Arbeitsunfähigkeit als Schlafwagenbegleiter ab Januar 1995 schliesslich ist dem Asthma bronchiale und nicht dem zur späteren Erwerbsunfähigkeit im kaufmännischen Beruf führenden psychischen Leiden zuzuschreiben. 2.4 Auf Grund der medizinischen und erwerblichen Unterlagen ist demnach mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität führte, am 7. Mai 1996 eintrat, als der Beschwerdegegner als Arbeitnehmer der Firma V.________ bei deren Vorsorgestiftung versichert war.