Citation: 8C_658/2022 E. 9

Weiter rügt die Beschwerdeführerin, die hier strittige Herabsetzung des Rentenanspruchs verletze Art. 14 in Verbindung mit Art. 8 EMRK. Wie sie zutreffend festhält, verfolgte die Einführung des neuen Berechnungsmodells gemäss der per 1. Januar 2018 eingefügten Abs. 2 bis 4 des aArt. 27bis IVV (E. 4.2) das Ziel einer nichtdiskriminierenden Ausgestaltung der gemischten Methode und damit der EMRK-konformen Behandlung teilerwerbstätiger Versicherter. Das Bundesgericht erkannte in BGE 147 V 124 E. 5.2, diese am 1. Januar 2018 in Kraft getretenen Verordnungsänderungen mit der Bemessung der Invalidität im Erwerbs- und Aufgabenbereich, je bezogen auf ein Vollzeitpensum, und der anschliessenden Gewichtung entsprechend dem zeitlichen Anteil stünden im Einklang mit den Vorgaben des EGMR im Urteil Di Trizio (BGE 147 V 124 E. 5.2 mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, inwiefern die Voraussetzungen einer Änderung dieser Rechtsprechung (vgl. BGE 148 V 174 E. 7 mit Hinweisen) erfüllt wären.