Citation: 6B_442/2019 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz stellt in sachverhaltlicher Hinsicht fest, dass der Beschwerdeführer am 7. März 2014 massiv auf den Körper der Privatklägerin einwirkte. Er habe ihr mindestens zwei bis drei Mal mit der Faust ins Gesicht oder an den Kopf geschlagen. Mehrmals sei die Privatklägerin zu Boden gegangen und habe sich wieder erhoben. Die Verletzungen an Hand und Schulter könnten Abwehrverletzungen oder auch bei einem der wiederholten Stürze entstanden sein. Zweifellos habe der Beschwerdeführer diese Verletzungen verursacht. Die Vorinstanz schloss nach einer ausführlichen und sorgfältigen Würdigung aller Beweise, namentlich auch der Arztzeugnisse, die rechte Hand und linke Schulter der Privatklägerin seien als Folge des Vorfalls nur noch vermindert belastbar. Die Beschwerden seien bleibend. Infolge des Schadens an der Hand könne sie ihre angestammte Tätigkeit (Reinigungs- und Räumungsarbeiten), der sie zuletzt zu 80 % nachgegangen sei, nicht mehr voll ausüben. Zudem sei sie in ihrem Alltag eingeschränkt. Zur rechtlichen Subsumtion unter eine der Tatbestandsvarianten von Art. 122 StGB erwägt die Vorinstanz, eine teilweise Arbeitsunfähigkeit sei zwar erstellt. Bleibende Schäden an der rechten Hand und der linken Schulter verunmöglichten es der Privatklägerin, ihre angestammte Tätigkeit auszuüben. Welcher Art und Intensität die Einschränkungen derzeit genau seien, erschliesse sich aber aus keinem der ärztlichen Zeugnisse restlos. Daher stehe die Gesamtbeeinträchtigung im Vordergrund. Unter Hinweis auf das bundesgerichtliche Urteil 6B_26/2011 vom 20. Juni 2011 E. 2.4 hält die Vorinstanz fest, die Generalklausel von Art. 122 Abs. 3 StGB könne auch aufgrund der kombinierten Beeinträchtigung der rechten Hand einerseits und der linken Schulter anderseits erfüllt sein. Das treffe hier zu. Bereits die bleibende Beeinträchtigung der rechten Hand behindere die Privatklägerin nicht nur im Beruf, sondern auch im Alltag. Diese Behinderung wiege mit Blick auf die Verletzung der linken Schulter umso schwerer, weil diese einer Kompensation jener Beeinträchtigung entgegenstehe.