Citation: 6B_553/2021 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz erwägt richtig, dass vorliegend die Schwelle zur qualifizierten Tatbegehung überschritten ist, zumal sich der Beschwerdeführer nach dem Gesagten die Fusstritte gegen den Kopf des Opfers anrechnen lassen muss (vgl. E. 2.4 hiervor; Urteil 6B_737/2009 vom 28. Januar 2010 E. 1.3.2). Dass das Opfer keine schweren Körperverletzungen erlitten hat, ist entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers unerheblich, steht doch kein vollendetes Delikt, sondern der Versuch eines qualifizierten Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 4 StGB zur Diskussion. Ebenfalls nicht entscheidend ist die Stärke der Fusstritte. Die Vorinstanz erkennt zutreffend, es entspreche rechtsprechungsgemäss der allgemeinen Lebenserfahrung, dass Fusstritte und Faustschläge in den Kopfbereich eines am Boden liegenden Opfers - selbst wenn dieses sich zusammenrollt und den Kopf mit den Händen zu schützen versucht - zu schwerwiegenden Beeinträchtigungen der körperlichen Integrität führen können (Urteile 6B_1314/2020 vom 8. Dezember 2021 E. 1.2.2; 6B_526/2020 vom 24. Juni 2021 E. 1.2.2; 6B_529/2020 vom 14. September 2020 E. 3.3.2; 6B_1180/2015 vom 13. Mai 2016 E. 4.1; mit Hinweisen). Für die Erfüllung des Tatbestandes der versuchten schweren Körperverletzung setzt die bundesgerichtliche Rechtsprechung nicht voraus, dass neben den eigentlichen Fusstritten oder Schlägen gegen den Kopf ein aggravierendes Moment, etwa eine besondere Heftigkeit der Tritte, die Wehrlosigkeit des Opfers, die Traktierung mit weiteren Gegenständen oder die Einwirkung mehrerer Personen, hinzutreten muss (Urteile 6B_526/2020 vom 24. Juni 2021 E. 1.2.2; 6B_529/2020 vom 14. September 2020 E. 3.3.2; 6B_1180/2015 vom 13. Mai 2016 E. 4.1; mit Hinweisen). Die Rüge des Beschwerdeführers ist unbegründet.