Citation: 4A_470/2024 E. 5.1.2

5.1.2. Das angefochtene Urteil genügt diesen Anforderungen. Die Vorinstanz hat darin klar zum Ausdruck gebracht, warum sie die Voraussetzungen von Art. 40 VVG objektiv wie subjektiv als erfüllt erachtet. Die Begründung enthält entgegen der Beschwerdeführerin keine "alternative Sachverhaltsmöglichkeiten", was den Zeitpunkt der Kenntnis der AVB-Bestimmung betrifft. Im Gegenteil setzt sich die Vorinstanz mit dem Parteistandpunkt der Beschwerdeführerin ausführlich auseinander. Sie verwirft die Behauptungen der Beschwerdeführerin zu ihrer Kenntnis der AVB und nennt mehrere Gründe, welche die Unglaubwürdigkeit ihrer Aussagen verdeutlichen. Die Begründung ist somit nicht widersprüchlich, sondern geht auf die behaupteten Eventualitäten ein, was auch bereits sprachlich klar zum Ausdruck kommt. Der Einwand, die Beschwerdeführerin wisse nicht, auf welche der beiden Möglichkeiten sie sich bei der Ergreifung des Rechtsmittels einzustellen habe, verfängt offensichtlich nicht. Dass das angefochtene Urteil in der Würdigung auf mehreren Argumenten beruht, stellt zwar höhere Anforderungen an eine Willkürrüge, verunmöglicht aber eine entsprechend substanziierte Anfechtung selbstredend nicht und lässt sich nicht mit Verweis auf die Begründungspflicht der Vorinstanz umgehen.