Citation: I 602/02 13.03.2003 E. 2.2

2.2.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist zu prüfen, inwieweit der Beschwerdeführer nach Eintritt des Gesundheitsschadens noch arbeitsfähig ist. Gemäss Bericht des Hausarztes Dr. med. M.________ vom 29. Mai 2000 ist der Versicherte bei körperlich belastenden Tätigkeiten zu 50 % eingeschränkt. Die Ärzte der Klinik Rehabilitation/Akutgeriatrie am Spital W.________, wo der Versicherte vom 7. bis 24. Februar 2000 zur stationären Physiotherapie hospitalisiert war, attestierten ihm ab dem 28. Februar 2000 eine vollständige Arbeitsfähigkeit mit 50 %-iger Leistung (Bericht vom 28. Februar 2000). Dr. med. J.________, Arzt für Innere Medizin FMH, speziell Rheumaerkrankungen, kam in seinem Gutachten vom 6. Oktober 2000 zum Schluss, aus rein rheumatologischer Sicht bestehe für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 80 %, wobei weitere Einschränkungen durch die psychiatrische Problematik und die chronisch obstruktive Lungenerkrankung möglich seien. Der Pneumologe Dr. med. T.________ vom Spital B.________ erachtete den Versicherten am 1. Dezember 2000 als arbeitsunfähig für mittelschwere bis schwere körperliche Belastungen, dagegen seien sitzende oder gehende Tätigkeiten ohne Heben von Gewichten und Tragen von schweren Sachen möglich. Dr. med. Y.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, führte schliesslich im Gutachten vom 27. Februar 2001 aus, in körperlich adaptierter Tätigkeit sei der Beschwerdeführer aus gesamtmedizinischer Sicht ca. 50 % arbeitsfähig, beispielsweise in einer halbtageweisen Arbeit als Magaziner ohne Heben oder Tragen von schweren Lasten und Ausübung der Arbeit in Wechselhaltung. Ungeeignet seien wegen dem Kontakt mit Alkohol Tätigkeiten im Gastgewerbe. 2.2.2 Die Vorinstanz erwog, selbst wenn mit dem Beschwerdeführer davon ausgegangen würde, dass er nurmehr ein jährliches Invalideneinkommen von Fr. 19'966.- erzielen könnte, würde dies nach der vorliegend anwendbaren Methode des allgemeinen Einkommensvergleichs einen Invaliditätsgrad von 64,83 % und damit einen Anspruch auf eine halbe Invalidenrente ergeben. Eine detaillierte Würdigung der medizinischen Einschätzungen könne deshalb unterbleiben und die Verfügung der IV-Stelle sei daher im Ergebnis nicht zu beanstanden. Der Beschwerdeführer beziffert das Invalideneinkommen auch im Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren auf Fr. 19'966.- und bringt im Übrigen vor, nach den Akten liege die Vermutung nahe, seine Restarbeitsfähigkeit sei nicht mehr verwertbar, was allenfalls durch ein BEFAS-Gutachten näher abgeklärt werden müsste. 2.2.3 Soweit der Beschwerdeführer ausführt, seine Restarbeitsfähigkeit sei nicht mehr verwertbar, kann ihm nicht gefolgt werden. Nach Lage der Akten verfügt er über eine beträchtliche verbliebene Restarbeitsfähigkeit, wobei nicht angenommen werden kann, das ihm deren Verwertung auf dem Arbeitsmarkt unzumutbar sei; zu weiteren diesbezüglichen Abklärungen besteht kein Anlass, da davon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 94 Erw. 4b). Zu prüfen bleibt damit die Höhe des Invalideneinkommens. Wie für das Valideneinkommen sind auch für das Invalideneinkommen die Zahlen des Jahres 2000 massgebend. Da der Versicherte nach der Kündigung durch die Firma X.________ keine zumutbare Verweisungstätigkeit mehr aufgenommen hat, ist für die zahlenmässige Bestimmung auf statistische Angaben abzustellen (vgl. BGE 126 V 76 Erw. 3b/bb); es ist somit von der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 2000 auszugehen. Gemäss Tabelle TA1 beträgt der Zentralwert aller Wirtschaftsbereiche für die mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) im privaten Sektor bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden beschäftigten Männer monatlich Fr. 4'437.- brutto, respektive jährlich Fr. 53'244.-. Dieser Betrag ist der betriebsüblichen Wochenarbeitszeit von 41,8 Stunden im Jahre 2000 (Die Volkswirtschaft 3/2002, S. 93 Tabelle 9.2) anzupassen, was ein Einkommen von Fr. 55'640.- ergibt. Zwar zeigen die medizinischen Unterlagen hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit kein vollständig einheitliches Bild, doch wird der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit als zu mindestens 50 % arbeitsfähig eingestuft. Selbst unter Berücksichtigung des maximal zulässigen leidensbedingten Abzugs vom Tabellenlohn von 25 % (BGE 126 V 78 ff. Erw. 5 mit Hinweisen, bestätigt in AHI 2002 S. 62) resultiert damit ein Invalideneinkommen von Fr. 20'865.- (50 % von Fr. 55'640.- abzüglich 25 %). Bei einer Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen (Valideneinkommen von Fr. 55'730.70 und Invalideneinkommen von Fr. 20'865.-) ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 62,56 % und demzufolge ein Anspruch auf eine halbe Invalidenrente. Vor diesem Hintergrund ist der Vorinstanz darin beizupflichten, dass sich eine genauere Würdigung der medizinischen Einschätzungen - insbesondere die Prüfung, ob der Versicherte allenfalls zu mehr als 50 % arbeitsfähig wäre - erübrigt. Damit hat es bei dem im Ergebnis nicht zu beanstandenden vorinstanzlichen Entscheid sein Bewenden.