Citation: 8C_30/2020 E. 5.2.2

5.2.2. Das ABI-Gutachten vom 8. Oktober 2018 samt ergänzender Stellungnahme vom 18. Dezember 2018 enthält zwar keine eingehende Auseinandersetzung mit den Ergebnissen der erfolgten Eingliederungsbemühungen. Den ABI-Gutachern waren aber der Abschlussbericht der Genossenschaft B._______ vom 15. Juni 2011 betreffend die Anlehre des Versicherten zum Druckereigehilfen sowie die von ihm danach ausgeübten Arbeitstätigkeiten und absolvierten Praktika im Wesentlichen bekannt. Insbesondere nahmen sie Bezug darauf, dass er im Praktikum in der Kinderkrippe nur eine 50%ige Leistung erbrachte und in einer Velowerkstatt bloss zu 50 % arbeitete. Nichts zu seinen Gunsten ableiten kann der Versicherte aus dem Umstand, dass der Abschlussbericht des Berufsberaters der IV-Stelle vom 17. Mai 2017, wonach er quasi "eins-zu-eins" habe betreut werden müssen und nicht eingliederbar sei, weder von den ABI-Gutachern noch von der Vorinstanz erwähnt wurde (zur diesbezüglichen Prüfungsbefugnis des Bundesgerichts vgl. Art. 105 Abs. 2 BGG; Urteil 8C_113/2020 vom 27. März 2020 E. 7). Denn dieser Bericht bezieht sich in erster Linie auf die Beschäftigungen in einer Kindertagesstätte und zwei Alterszentren sowie die Absolvierung des Rotkreuz-Kurses zum Pflegehelfer. Diese Tätigkeiten entsprechen aber nicht dem zumutbaren Belastungsprofil, wie die IV-Stelle zu Recht vorbringt. Bereits in dem im ABI-Gutachten vom 8. Oktober 2018 zitierten Abschlussbericht der Genossenschaft B._______ vom 15. Juni 2011 wurde nämlich festgehalten, der Versicherte sei entgegen seinem Wunsch für eine Tätigkeit im sozialen Bereich nicht geeignet. Somit kann nicht gesagt werden, die ABI-Gutachter hätten das Ergebnis der Eingliederungsbemühungen nicht hinreichend berücksichtigt.