Citation: 6B_606/2017 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des Grundsatzes der freien Beweiswürdigung und der Unschuldsvermutung als Beweiswürdigungsregel (Art. 10 Abs. 2 und 3 StPO). Die Vorinstanz werfe ihm zu Unrecht vor, er habe seine Geschwindigkeit nicht den Verhältnissen angepasst, im Zeitpunkt der Kollision die Kurve geschnitten und dabei die Sicherheitslinie überschritten. Zur Kollision auf der linken Fahrbahnhälfte (Gegenfahrbahn) sei es nur gekommen, weil er den Fussgänger auf der rechten Strassenseite wahrgenommen und versucht habe, diesem nach links auszuweichen. Die Vorinstanz stelle zu Unrecht auf das Gutachten ab, obschon dieses seine Fahrlinie nicht zweifelsfrei habe nachvollziehen können. Die Annahme des Gutachters, er habe die Kurve geschnitten, sei eine blosse Vermutung. Auch der genaue Ort der Kollision habe nicht eruiert werden können. Er habe den Beschwerdegegner 2 aus einer Distanz von mindestens 15 Metern bzw. mehr als 20 Metern wahrnehmen können und trotz der gefahrenen Geschwindigkeit von 43 km/h daher genügend Zeit für ein Ausweichmanöver gehabt. Die Vorinstanz habe zu Unrecht keinen Augenschein vorgenommen.