Citation: 2C_372/2023 E. A

A.________ (geb. 1985), Staatsbürgerin von Nigeria, heiratete am 2. April 2004 in Nigeria den Schweizer Bürger B.________ (geb. 1960) und reiste am 2. November 2004 im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz ein. Im Oktober 2009 wurde ihr die Niederlassungsbewilligung erteilt. Am 21. Februar 2013 wurde die Ehe geschieden. Mit Urteil vom 22. März 2016 wurde A.________ im Kanton Genf wegen schweren Widerhandlungen gegen die Betäubungsmittelgesetzgebung oberinstanzlich zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren verurteilt. Mit Verfügung vom 17. Oktober 2017 widerrief das Amt für Migration und Personenstand des Kantons Bern (heute: Amt für Bevölkerungsdienste) die Niederlassungsbewilligung von A.________, wies sie aus der Schweiz weg und ordnete an, sie habe das Land am Tag der Haftentlassung zu verlassen. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Mit Eingaben vom 9. und 11. Mai 2019 ersuchte A.________ persönlich bzw. durch ihre Rechtsvertreterin erneut um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung und machte veränderte Umstände (Verschlechterung ihres Gesundheitszustands) geltend. Am 25. Juni 2019 wurde sie nach Verbüssen von zwei Dritteln der Strafe bedingt aus dem Strafvollzug entlassen. Mit Verfügung vom 26. November 2019 wies das Amt das Gesuch ab.