Citation: 1C_623/2022 E. 5.6.3

5.6.3. Die Situation auf der Alp Sprella kann sodann ebensowenig unbesehen mit derjenigen von Bergrestaurants verglichen werden, welche aus betriebswirtschaftlichen Gründen auf den Standort ausserhalb der Bauzone angewiesen sind (z.B. BGE 136 II 214 E. 3; Urteile 1C_877/2013 vom 31. Juli 2014 E. 3.1; 1C_533/2010 vom 20. Juli 2011 E. 3.3). Wie bereits erwähnt, kann nicht jeder Berggipfel bzw. jede Alp für einen Gastronomiebetrieb beansprucht werden. In den vorgenannten Fällen waren die Restaurants allesamt an Standorten geplant, die sich in durch Bergbahnen bereits touristisch erschlossenen Gebieten befanden, wodurch eine gewisse Nachfrage garantiert war. Angesichts des geringen angestrebten Umsatzes kann den betriebswirtschaftlichen Interessen vorliegend jedoch kein grosses Gewicht beigemessen werden. Für die Besuchenden des Val Mora wiederum ist gemäss Einspracheentscheid des ARE Graubünden bereits ein beschränktes Angebot an Verpflegungsmöglichkeiten auf der benachbarten Alp Mora vorhanden; und sollten sie davon nicht Gebrauch machen wollen, bleibt ihnen die Mitführung von Proviant für die Bergtour weiterhin durchaus zumutbar.