Citation: C 104/99 09.06.2000 E. 2

2.- Die Arbeitslosenkasse ist im Sinne der zitierten RechtsprechungvorgegangenundhatdieZwischenverdienste für die Kontrollperioden Januar und Februar 1997 auf der Basis eines für Agenten berufs- und ortsüblichen Stundenlohnes von Fr. 20.- festgelegt, was unter Berücksichtigung des versicherten Verdienstes von Fr. 4'634. - dazu führt, dass in beiden Monaten der ermittelte Zwischenverdienst (Januar: Fr. 3'560. -; Februar: 3'260. -) über der möglichen Arbeitslosenentschädigung von Fr. 3'146. 50 liegt (67, 9 % des versicherten Verdienstes von Fr. 4'634. -; Art. 22 Abs. 3 in der vorliegend anwendbaren Fassung des in der Volksabstimmung vom 28. September 1997 verworfenen, vom 1. Januar bis 30. November 1997 in Kraft gewesenen Bundesbeschlusses vom 13. Dezember 1996 über die Finanzierung der Arbeitslosenversicherung), weshalb kein Differenzausgleich nach Massgabe von Art. 24 Abs. 2 und 3 AVIG ausgerichtet werden kann. Strittige Verwaltungsverfügungen wie angefochtener Entscheid stehen im Einklang mit Gesetz und Rechtsprechung, woran sämtliche in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobenen Einwendungen nichts zu ändern vermögen. Gründe für eine Änderung der in Erw. 1 am Ende hievor dargelegten Rechtsprechung zum Begriff des Verdienstausfalls und dem Kriterium der Berufs- und Ortsüblichkeit liegen keine vor. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, er sei von der zuständigen Stelle nicht hinreichend über den vorliegenden Sachverhalt, insbesondere die rechtliche Tragweite des Kriteriums der Berufs- und Ortsüblichkeit, orientiert worden, ist ihm entgegenzuhalten, dass die Organe der Arbeitslosenversicherung nicht dazu verpflichtet sind, die versicherten Personen von Amtes wegen über die Auswirkungen der Aufnahme einer (zusätzlichen) Erwerbstätigkeit auf ihren Entschädigungsanspruch zu informieren (nicht publiziertes Urteil L. vom 4. Juli 1997, C 181/96). Es fehlt eine entsprechende gesetzlich auferlegte Informationspflicht, wie sie etwa Art. 20 Abs. 4 oder Art. 29 Abs. 3 AVIV statuieren. Der Umstand, dass die Regionalen Arbeitsvermittlungszentren Stellen vermitteln, bedeutet demnach nicht, dass sie die aufgelegten Inserate oder die als Ergebnis der Verhandlungen der Parteien geschlossenen Verträge inhaltlich zu überprüfen hätten. Stellt sich anlässlich der Vertragsgespräche heraus, dass eine im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG zugewiesene Arbeit nicht zumutbar ist, ist es der versicherten Person ohne Rechtsnachteil gestattet, diese Stelle nicht anzutreten. Es steht ihr sodann in arbeitslosenrechtlicher Hinsicht jederzeit frei, eine im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG nicht zumutbare Arbeitsstelle auch wieder aufzugeben.