Citation: I 538/06 28.03.2007 E. 5

Zu prüfen sind im Weiteren die erwerblichen Auswirkungen der festgestellten Leistungseinbusse. Dem hierfür vorzunehmenden Einkommensvergleich sind, da diesbezüglich der Zeitpunkt des potentiellen Rentenbeginns relevant ist, in Anbetracht einer seit April 2002 dauerhaft eingeschränkten Arbeitsfähigkeit die Einkommensverhältnisse des Jahres 2003 zu Grunde zu legen (Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG). Bestehen Hinweise dafür, dass in der dem Rentenbeginn folgenden Zeit eine erhebliche Veränderung der hypothetischen Bezugsgrössen eingetreten ist, hat ein weiterer Einkommensvergleich zu erfolgen (BGE 129 V 222). 5.1 Unbestrittenermassen hätte die Beschwerdegegnerin ohne Gesundheitsschaden im Jahre 2002 ihre Ausbildung als Hauspflegerin erfolgreich bestanden und wäre daraufhin in dieser Funktion bei der Spitex tätig gewesen. Wie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zutreffend ausgeführt wurde, hätte die Versicherte als ausgebildete Hauspflegerin ein höheres Einkommen zu erzielen vermocht denn als blosse Haushalthilfe. Dem Valideneinkommen ist folglich ein über den zuletzt bei der Spitex Z.________ erwirtschafteten Verdienst hinausgehender Ansatz zu Grunde zu legen (gemäss Lohnblatt für das Jahr 2003: Fr. 3'340.65). Gemäss Tabelle TA1 der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2002 (S. 43) beläuft sich der monatliche Bruttolohn (Zentralwert) im privaten Sektor Gesundheits- und Sozialwesen (Ziffer 85) für Arbeitnehmerinnen, welche selbstständige und qualifizierte Arbeiten auf hohem Niveau verrichten (Anforderungsniveau 1+2), auf Fr. 6'114.-. In Berücksichtigung der massgeblichen Nominallohnentwicklung von 1,7 % (Die Volkswirtschaft, 12/2006, S. 83, Tabelle B10.2, Abschnitt M, N, O [Unterrichtswesen, Gesundheits- und Sozialwesen, sonstige öffentliche Dienstleistungen, persönliche Dienstleistungen], 2003) und der im Jahre 2003 betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von durchschnittlich 41,6 Stunden (Die Volkswirtschaft, a.a.O., S. 82, Tabelle B9.2, Abschnitt N) resultiert daraus ein Einkommen von Fr. 6'466.65 bzw. - bezogen auf ein 70%-Pensum - von Fr. 4'526.65 monatlich oder Fr. 54'319.80 jährlich. Als Zahnarztassistentin bezog die Beschwerdegegnerin gemäss IK-Auszug in den Jahren 1996 Fr. 3'951.-, 1997 Fr. 3'176.-, 1998 Fr. 1'696.-, 1999 Fr. 1'988.-, 2000 Fr. 1'300.- und 2001 Fr. 444.-. Es ergibt sich somit ein Jahresdurchschnitt von Fr. 2'092.50 bzw. in Beachtung der massgeblichen Nominallohnerhöhung (2002 und 2003: je 1,7 %; Die Volkswirtschaft, a.a.O., S. 83, Tabelle B10.2, Abschnitt M, N, O) von Fr. 2'164.25. Das relevante Valideneinkommen beträgt daher für das Jahr 2003 Fr. 56'484.05. 5.2 Die Beschwerdegegnerin ist gemäss ärztlicher Bescheinigung in der Lage, ihre bisherigen beruflichen Tätigkeiten als Hauspflegerin und Zahnarztassistentin noch im Umfang von 20 % wahrzunehmen (vgl. E. 4 hievor). Als trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung zumutbarerweise realisierbares Einkommen (Invalideneinkommen) ist somit ein Verdienst von Fr. 11'296.80 (Fr. 56'484.05 : 5) anzunehmen. Aus der Gegenüberstellung von Validen- und Invalideneinkommen resultiert eine Erwerbseinbusse von 80 %. Hinweise für eine erhebliche Veränderung der Vergleichseinkommen bis zum Zeitpunkt des Einspracheentscheides vom 3. November 2005 sind alsdann nicht ersichtlich.