Citation: 5D_142/2013 E. 2

Die Vorinstanz hat zur Berechnung der Nachfrist für die Leistung des Vorschusses Folgendes ausgeführt: Gemäss Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO (SR 272) gelte eine Gerichtsurkunde, die nicht abgeholt wurde, als am siebten Tag nach dem erfolglosen Zustellversuch als zugestellt, wenn der Empfänger mit einer Zustellung habe rechnen müssen. Der Beschwerdeführer habe selber Beschwerde an das Obergericht erhoben und er habe folglich mit Zustellungen rechnen müssen. Liege - wie vorliegend - ein Auftrag zur Zurückbehaltung der Post vor, so versuche die Post zwar gar nicht erst, die Sendung zuzustellen. Da es den Parteien eines Verfahrens jedoch nicht gestattet sei, mit einem Zurückbehaltungsauftrag das Verfahren zu verzögern, sei Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO analog anzuwenden: Die Sendung gelte diesfalls am letzten Tag einer Frist von sieben Tagen ab Eingang bei der Poststelle als zugestellt. Die Nachfrist-Verfügung vom 12. Februar 2013 sei am 14. Februar 2013 bei der Post in B.________ eingetroffen, die siebentägige Abholfrist habe am 15. Februar 2013 zu laufen begonnen und habe am 21. Februar 2013 geendet. An diesem Tag gelte die Verfügung als zugestellt. Der Beschwerdeführer habe die Post am 27. Februar 2013 abgeholt. Es sei jedoch irrelevant, dass er die Verfügung nach dem fiktiven Zustelldatum doch noch erhalten habe. Die Frist zur Vorschussleistung habe gemäss Art. 142 Abs. 1 ZPO somit am 22. Februar 2013 zu laufen begonnen und gemäss Art. 142 Abs. 3 ZPO am Montag, 4. März 2013, geendet. Der Vorschuss sei per Online-Banking einbezahlt worden. Es lägen keine Unterlagen vor, aus denen sich ergebe, wann das Konto des Beschwerdeführers belastet worden sei. Entsprechend den üblichen Abläufen müsse deshalb davon ausgegangen werden, dass der Betrag an ein und demselben Tag dem Gericht gutgeschrieben und dem Beschwerdeführer belastet worden sei, also am 8. März 2013 und damit vier Tage zu spät. Der Beschwerdeführer hat vor Obergericht vorgebracht, das Obergericht habe gewusst, dass es ihm nicht immer gelinge, die Post rechtzeitig abzuholen, und es hätte folglich damit rechnen müssen, dass er auch die Nachfristansetzung nicht rechtzeitig abhole, und das Obergericht hätte ihn auf die für Laien nicht nachvollziehbare Fristberechnung aufmerksam machen müssen. Das Obergericht hat dazu erwogen, es sei ihm verboten, die Parteien bezüglich ihres Vorgehens zu beraten und es sei Pflicht der Parteien, die um das Verfahren wissen, dafür zu sorgen, dass sie oder ein Vertreter Sendungen des Gerichts umgehend erhalten. Auch einem juristischen Laien müsse klar sein, dass er das Verfahren durch Annahmeverweigerung oder einen Zurückbehaltungsauftrag nicht verzögern dürfe. Das Obergericht sei auch nicht veranlasst gewesen, die Fristberechnung bei einem Zurückbehaltungsauftrag zu erläutern, denn die erste Verfügung vom 29. Januar 2013 habe nicht wegen eines solchen Auftrags nicht zugestellt werden können, sondern weil der Beschwerdeführer sie nicht abgeholt habe. Da der Beschwerdeführer weder behaupte noch belege, den Vorschuss vor dem 8. März 2013 geleistet zu haben, sei auf die Beschwerde nicht einzutreten (Art. 101 Abs. 3 ZPO).