Citation: 6B_595/2021 E. 5.4.3

5.4.3. Schliesslich ist auf die Kritik des Beschwerdeführers am aussagepsychologischen Gutachten vom 4. Dezember 2019 einzugehen. Vorauszuschicken ist, dass die Frage, ob die Vorinstanz das Gutachten bzw. Teile davon im Rahmen ihrer Beweiswürdigung zutreffend als schlüssig bezeichnet oder nicht, vom Bundesgericht einzig auf Willkür überprüft werden kann (vgl. E. 5.3). Daran vermag der Hinweis des Beschwerdeführers auf Art. 6 Ziff. 2 i.V.m. Art. 13 EMRK nichts zu ändern (vgl. zum Grundsatz der Unschuldsvermutung bei der Würdigung von Gutachten E. 5.3.1; siehe zu Art. 13 EMRK: BGE 143 III 193 E. 6.1; Urteil 2C_246/2021 vom 28. Mai 2021 E. 4.1; je mit Hinweisen). Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, das Gutachten sei mangelhaft, weil eine Exploration der Geschädigten durch die Sachverständigen zur Sache unterblieben sei und die Konstanzanalyse nicht vollständig vorgenommen werden könne, ist auf das vorstehend Ausgeführte zu verweisen (vgl. E. 5.4.2). Im Übrigen genügt die von ihm vorgetragene Kritik den qualifizierten Begründungsanforderungen an die Willkürrüge nicht. Der Beschwerdeführer gibt über mehrere Seiten hinweg die Ausführungen von E.________, die er mit einer aussagepsychologischen bzw. methodenkritischen Stellungnahme zum Gutachten vom 4. Dezember 2019 beauftragt hat, wieder und zeigt damit auf, an welchen Mängeln das Gutachten seines Erachtens bzw. aus Sicht von E.________ krankt (vgl. zum Stellenwert eines methodenkritischen (Privat-) Gutachtens: BGE 141 IV 369 E. 6.2; Urteile 6B_220/2021 vom 24. März 2022 E. 2.2.2; 6B_829/2013 vom 6. Mai 2014 E. 4.1 und E. 4.3; je mit Hinweisen). Er gelangt zum Schluss, dass vor dem Hintergrund seiner Ausführungen die von der Vorinstanz in E. 3.5.3.2 vorgetragenen Kritik an der aussagepsychologischen Stellungnahme von E.________ schlicht nicht nachvollziehbar sei (Beschwerde S. 50 f.). Damit setzt er sich jedoch in keiner Weise mit den ausführlichen Erwägungen der Vorinstanz auseinander, die ihrerseits auf die Kritik des Beschwerdeführers und von E.________ eingeht sowie Punkt für Punkt darlegt, weshalb die Einwände ihres Erachtens unbegründet und das Gutachten in den einzelnen Punkten sowie insgesamt schlüssig sei (Urteil S. 30 ff., 40 ff.). Es genügt nicht, wenn der Beschwerdeführer vor Bundesgericht wie in einem appellatorischen Verfahren frei plädiert; er hätte vielmehr anhand der vorinstanzlichen Ausführungen aufzeigen müssen, weshalb diese schlechterdings unhaltbar und damit willkürlich sind. Soweit die Kritik des Beschwerdeführers über die bereits behandelte Frage der Exploration zur Sache und der Konstanzanalyse hinausgeht, kann darauf mangels hinreichender Begründung nicht eingetreten werden. Darauf wird auch in einem allfälligen erneuten Verfahren vor Bundesgericht nicht mehr zurückzukommen sein.