Citation: 4A_411/2023 E. 4.4.1

4.4.1. Der gerichtliche HNO-Teilgutachter habe nach einem diagnostizierten Tinnitus mit Gleichgewichts- und Schwindelbeschwerden und Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf die Frage des Gerichts, wie hoch der Anteil des Unfalls vom 7. März 2019 an der Arbeitsunfähigkeit des Klägers sei, festgestellt: Der Anteil des Unfalls resp. der Unfälle vom 7. März 2019 betrage 100 %. Er habe damit verbindlich festgestellt, dass der Anteil des einen Unfalls an der Arbeitsunfähigkeit des Klägers resp. beider Unfälle je 100 % betrage. Nach der Wortwahl des Gutachters habe jeder der beiden Unfälle zur Schadenverursachung ausgereicht. Damit sei eine kumulative Kausalität gegeben. Irrelevant sei dagegen, dass die qualitative Zuordnung der gutachterlich bestätigten unfallbedingten Beschwerden zu einem der beiden Ereignisse oder die exakte Differenzierung zwischen Schäden, die durch das erste Ereignis ausgelöst wurden und Schäden, die durch das zweite Ereignis ausgelöst wurden, nicht zuverlässig möglich sei. Es genüge vielmehr, dass der Anteil beider Unfälle quantitativ bei 100 %, aber auch der jeweils einzelne Unfall quantitativ bei 100 % liege. Diesem Umstand habe der Gutachter mit der Wortwahl "resp." Ausdruck gegeben. Kumulative Kausalität leitet der Beschwerdeführer auch aus den Aussagen des Gutachters ab, das Fachgebiet der HNO betreffend lägen keine unfallfremden Ursachen vor, und nein, ohne den Unfall wäre ein vergleichbarer Gesundheitszustand nicht eingetreten. Der Gutachter bejahe die Kausalität und habe dabei nicht zwischen den beiden Unfällen unterschieden.