Citation: 6B_913/2019 E. 5.3.5

5.3.5. Ein anderes Ergebnis drängt sich auch nicht aufgrund der von der Beschwerdeführerin vorgebrachten weiteren Indizien auf. So mag zutreffen, dass aus dem Urteil des Landgerichts Hamburg vom 21. Februar 2007 in Sachen S.________ ersichtlich ist, dass gegen D.________ in Bezug auf den jenem Urteil zugrunde liegenden Anklagesachverhalt gesondert ermittelt werde (vgl. Urteil des Landgerichts Hamburg, Beschwerdebeilage 5). Dieses Urteil steht offenbar im Zusammenhang mit der früheren Tätigkeit von D.________, dem Vertrieb sog. Pay-Phones, d.h. öffentlicher Telefonzellen in den USA und der Bereitstellung von Erotik-Webseiten (vgl. Urteil des Landgerichts Mannheim vom 4. März 2013 S. 5; BA 19 5 0005; Strafbefehl vom 26. Juni 2014 S. 20; BA act. 19 4 0020). Die Beschwerdeführerin macht diesbezüglich geltend, die Beschwerdegegner hätten von diesem Urteil Kenntnis gehabt, was sich aus dem Rundschreiben der Beschwerdegegnerin 1 [A.________] vom 27. April 2007 ergebe (Beschwerde S. 13, 24 ff., vgl. auch S. 63, 67, 79 f.). Die Vorinstanz nimmt in dieser Hinsicht unter Verweisung auf die Aussagen der Beschwerdegegnerin 1 [A.________] an, diese habe D.________ anlässlich ihres Besuches im November 2006 in den USA auf die Negativmeldungen im Zusammenhang mit S.________ angesprochen. In diesem Kontext trifft zwar zu, dass die Beschwerdegegnerin 1 [A.________] nicht, wie die Vorinstanz annimmt (angefochtenes Urteil S. 30), von Negativmeldungen "im Zusammenhang mit der Verurteilung S.________s" sprechen konnte, zumal das Urteil erst am 21. Februar 2007 ergangen ist (Beschwerde S. 25). Doch liegt hierin ein blosser Formulierungsfehler der Vorinstanz, zumal in der Einvernahme vom 3. Juni 2009 der Beschwerdegegnerin 1 [A.________] lediglich von einem "Betrugs verfahren in Hamburg" die Rede ist. Dass die Beschwerdegegnerin 1 [A.________] vom Strafverfahren und hernach auch vom Urteil in Sachen S.________ Kenntnis erlangt und eigene Nachforschungen veranlasst hat, wird von ihr nicht bestritten. Sie hat denn auch im Rundschreiben vom 27. April 2007 (Beschwerdebeilage 4; BA act. 13 1 0241; EV Beilage 14) ihre Geschäftspartner über das Strafverfahren informiert. Im Übrigen äussert sich das Urteil indes nicht zur allfälligen Verantwortlichkeit von D.________ für die dem damaligen Angeklagten vorgeworfenen, einen gänzlich anderen Sachverhalt betreffenden Straftaten. Insofern ist nicht willkürlich, wenn die Vorinstanz annimmt, es sei nicht erwiesen, dass das Strafurteil gegen S.________ das Vertrauen der Beschwerdegegner in das Anlagesystem von D.________ entscheidend erschüttert hat (angefochtenes Urteil S. 30 f.). Nichts anderes gilt in Bezug auf die von der Bank L.________ am 1. März 2007 gegen D.________ erhobene Unterlassungs- und Schadenersatzklage, von welcher die Beschwerdegegner nach Auffassung der Beschwerdeführerin Kenntnis gehabt hätten und aufgrund welcher ihnen spätestens hätte klar sein müssen, dass es sich bei D.________ um einen Hochstapler gehandelt habe (Beschwerde S. 13 f., 50 ff., 73 unten, 80). Die Vorinstanz führt in diesem Kontext aus, D.________ habe als Begründung für die Zivilklage seiner angeblichen früheren Arbeitgeberin, der Bank L.________, ein von ihm unterzeichnetes Konkurrenzverbot vorgegeben und erklärt, dieses sei seiner Ansicht nach nicht rechtens gewesen, da es nur für Amerika gegolten habe, er seine Anlagen jedoch nur in Europa vertreibe (angefochtenes Urteil S. 49 unten). Es mag zutreffen, dass die Beschwerdegegnerin 1 [A.________] einen Auszug der Klageschrift der Bank L.________ übersetzen liess. Doch hat jene nach ihren Aussagen erst Ende des Jahres 2007 vom genauen Inhalt der Klage Kenntnis erlangt (BA act. 13 1 0193 f., 0216 f.). Eine krasse Aktenwidrigkeit lässt sich daraus nicht ableiten.