Citation: 9C_218/2024 E. 6.2

6.2. Das kantonale Gericht hielt dazu fest, die Domizilleistungen seien von den Gesellschaften als Aufwand verbucht worden, womit der Erwerbsvorgang der Forderungen abgeschlossen gewesen sei. Dass der Beschwerdeführer auf die Forderungen verzichtet habe, mache er weder geltend, noch sei dies ersichtlich. In seiner Steuererklärung habe er zudem unter dem Titel "Debitoren Domizilgesellschaften (faktisch uneinbringlich) " ein Guthaben von Fr. 720'000.- deklariert, womit er - obschon nicht buchhaltungspflichtig - nach dem Soll-Prinzip verfahren sei. Es sei den Akten zwar zu entnehmen, dass er bis zu diesem Zeitpunkt stets nach dem Ist-Prinzip besteuert worden sei, es bestehe aber kein rechtlich geschütztes Interesse auf Weiterführung einer nicht rechtmässigen Besteuerung. Eine solche unrechtmässige Besteuerung könne auch keine Vertrauensgrundlage bilden. Es sei zudem nicht ersichtlich, inwiefern die steuerliche Planungssicherheit mit einer Besteuerung der Einkünfte im Jahr 2014 beeinträchtigt sein soll. Ob die Besteuerung zu einer Überschuldung der Beschwerdeführer führen könnte, sei allenfalls in einem Verfahren betreffend Steuererlass zu klären.