Citation: 4A_629/2023 E. 6.2

6.2. Die Vorinstanz erwog, dem Beschwerdeführer habe klar sein müssen, dass die Beschwerdegegner die Veranlagungsverfügung vom 19. September 2017 nicht durch identische Veranlagungsverfügungen ersetzt hatten. Auch das Verhalten der Beschwerdegegner lasse darauf schliessen. Denn sie hielten konsequent an der Durchsetzung der Grundstückgewinnsteuer gemäss Veranlagungsverfügung vom 19. September 2017 fest. Auch die Art und Weise der Einreichung der abweichend datierten Veranlagungsverfügungen spreche gegen einen Widerruf. Es sei nicht ersichtlich, weshalb die Beschwerdegegner zur Durchsetzung ihrer Forderung ein Dokument hätten einreichen sollen, das den Widerruf genau dieser Forderung belegen soll. Auch ergäben sich aus ihren Rechtsschriften keine Hinweise auf einen Widerruf. Vielmehr hätten sie in der Stellungnahme vom 14. März 2023 festgehalten, die auf den 16. Oktober 2019 und 13. März 2023 datierten Dokumente würden beweisen, dass es sich nicht um Widerrufsverfügungen handle, sondern um verschiedene Ausdrucke derselben Veranlagungsverfügung. Im Ergebnis hielt die Vorinstanz fest, die Veranlagungsverfügung vom 19. September 2017 sei nicht widerrufen worden und der Beschwerdeführer habe auch nicht gutgläubig darauf vertrauen dürfen.