Citation: I 707/06 09.07.2007 E. 3

3.1 Streitig und zu prüfen ist, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang die von Dezember 1996 bis Februar 2005 ausgerichtete ganze Invalidenrente ab 1. März 2005 herabzusetzen ist. Uneinigkeit besteht unter den Parteien in der Frage, ob sich die erwerblichen Auswirkungen des seit der ersten, rentenzusprechenden Verfügung vom 16. Mai 2002 unbestrittenermassen im Wesentlichen gleich gebliebenen Gesundheitszustandes (100%ige Arbeitsfähigkeit in leidensangepasster, leichter Tätigkeit) in anspruchs- oder revisionsrechtlich erheblicher Weise verändert haben oder ob sich - gemäss Standpunkt der IV-Stelle - eine wiedererwägungsweise Aufhebung der Rente rechtfertigt, da bei Verfügungserlass am 16. Mai 2002 nicht geprüft worden war, ob der Versicherte in einer leidensangepassten Arbeit noch arbeitsfähig gewesen wäre. 3.2 Fest steht, dass der Beschwerdeführer im März 1998 seine Einzelfirma gesundheitsbedingt auflösen musste, in der Folge im Jahre 2002 und 2003 zeitweise unselbstständig erwerbstätig war und seither keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgeht. Ungeachtet der (in der Verfügung vom 27. Januar 2005 unbeantwortet gebliebenen) Frage der Zumutbarkeit einer Geschäftsaufgabe, welche sich mit der faktischen Betriebsaufgabe auch nicht mehr stellt, erfolgte die Zusprechung einer ganzen Rente zwar in Nachachtung des höchstrichterlichen Urteils I 506/00 vom 13. Juni 2001 mittels der für die konkrete Invaliditätsbemessung anzuwendenden ausserordentlichen Bemessungsmethode, aber unter Zugrundelegung statistischer Werte der LSE (vgl. Abklärungsbericht für Selbstständigerwerbende vom 24. März 2002) anstelle einzelfallbezogener Kriterien (siehe E. 3.3 hernach). Ob damit die Wiedererwägungsvoraussetzung der zweifellosen Unrichtigkeit (vgl. dazu ARV 1997 Nr. 28 S. 158 E. 3c) erfüllt ist, kann indes offen bleiben, da jedenfalls ein Revisionsgrund nach Art. 17 ATSG vorliegt. Entgegen der Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde stellt die Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen durch die Geschäftsaufgabe und die daran knüpfende Ermittlung des Invaliditätsgrades nach der allgemeinen Methode des Einkommmensvergleichs einen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar (BGE 130 V 343 E. 3.5 S. 349, 117 V 198 E. 3b S. 199). Denn Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Zu den revisionsrechtlich relevanten Tatsachenänderungen gehören auch solche erwerblicher Art bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand (siehe auch BGE 113 V 273 E. 1a S. 275 mit Hinweisen, 112 V 371 E. 2b S. 372 und 387 E. 1b S. 390).