Citation: 2C_832/2018 E. 2.2

2.2. Bezüglich Bewilligung des Aufenthalts schützt Art. 8 EMRK in erster die Linie die Kernfamilie, d. h. die Gemeinschaft der Ehegatten mit ihren minderjährigen Kindern (BGE 144 II 1 E. 6.1 S. 12; Urteile 2C_702/2011 vom 23. Februar 2012 E. 3.1; 2C_661/2010 vom 31. Januar 2011 E. 3 mit Hinweisen). Auch eine Konkubinatsbeziehung fällt in den Schutzbereich von Art. 8 EMRK, allerdings nur, wenn eine gefestigte, eheähnliche Gemeinschaft vorliegt oder eine Ehe unmittelbar bevorsteht (BGE 144 I 266 E. 2.5 S. 270 f. mit Hinweisen; Urteil 2C_702/2011 vom 23. Februar 2012 E. 3.2 mit Hinweisen; 2C_97/2010 vom 4. November 2010 E. 3 mit Hinweisen). Das vorinstanzliche Urteil spricht bezüglich der genannten Beziehung des Beschwerdeführers lediglich von einer "festen Beziehung". Aus den Akten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer und seine Freundin (gemäss Darstellung der Freundin) seit Oktober 2016 zusammenwohnen. Von einer gefestigten, eheähnlichen Gemeinschaft zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils kann demnach nicht gesprochen werden. Dass eine Eheschliessung unmittelbar bevorsteht, wird weder behauptet noch nachgewiesen. Ein Konkubinat, welches in den Schutzbereich von Art. 8 EMRK fällt, liegt deshalb rechtsprechungsgemäss nicht vor. Aus der Beziehung zwischen Geschwistern würde sich ein Aufenthaltsanspruch gemäss Art. 8 EMRK nur dann ergeben, wenn zwischen der über ein gefestigtes Aufenthaltsrecht verfügenden Person und dem um die Bewilligung nachsuchenden Ausländer ein über die üblichen familiären Beziehungen bzw. emotionale Bindung hinausgehendes, besonderes Abhängigkeitsverhältnis besteht (BGE 144 I 1 E. 6.1 S. 12 f. mit Hinweisen), was vorliegend in Bezug das Verhältnis zwischen A.________ gegenüber seinen Geschwistern B.________ und C.________ nicht gegeben ist. Art. 8 EMRK bzw. das Recht auf Achtung des Familienlebens ist deshalb vorliegend nicht tangiert.