Citation: 2C_77/2009 11.03.2010 E. 8

8.1 Schliesslich berufen sich die Beschwerdeführerinnen auf einen neuen Entscheid der Finanzmarktaufsicht vom August 2009 i.S. Focus Capital Investors LLC; sie sehen darin, dass die Finanzmarktaufsicht in diesem neuen Fall Untersuchungen wegen des Verdachts der Verletzung von Meldepflichten eingestellt hat, eine Praxisänderung, die sie auch auf ihren Fall angewendet haben wollen. 8.2 Nach Art. 99 BGG dürfen neue Tatsachen und Beweismittel nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt. Der von den Beschwerdeführerinnen angerufene Entscheid erging einige Monate nach dem angefochtenen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, weshalb dieses nicht Anlass gegeben haben kann, den nachträglich eingetretenen, angeblichen Parallelfall anzurufen. Das Argument konnte denn auch nicht einmal in der Beschwerdeschrift, sondern erst in der Replik vorgetragen werden. Als echtes Novum ist es somit unzulässig. 8.3 Im Übrigen bestehen keine Anhaltspunkte für die Vergleichbarkeit der tatsächlichen Ausgangslage und damit für die Notwendigkeit der rechtsgleichen Behandlung des vorliegenden Falles mit dem von den Beschwerdeführerinnen angerufenen Parallelfall. Die Finanzmarktaufsicht verweist auf entsprechende Unterschiede sowie auf zwei andere hängige Verfahren, in denen sie eine ähnliche Untersuchung wie im vorliegenden Fall durchführt. Eine Praxisänderung bzw. ein Verstoss gegen das Gleichbehandlungsgebot nach Art. 8 BV sind mithin nicht ersichtlich.