Citation: 8C_507/2020 E. 7.1

7.1. Fällt wie hier ein erinnerliches Ereignis als Ursache für die Listenverletzung in Betracht, bedarf es einer sorgfältigen Abgrenzung gegenüber ebenfalls in Frage kommenden degenerativen Veränderungen (oben E. 3.2). Aufgrund der Erläuterungen der Suva darf zwar davon ausgegangen werden, dass Schädigungen wie die hier vorliegenden häufig oder gar regelmässig degenerativ bedingt sein mögen. Damit allein lässt sich jedoch die bei gegebener Listenverletzung vermutungsweise bestehende Leistungspflicht im vorliegenden Fall nicht rechtsgenüglich widerlegen. Denn zum einen vermochten auch PD Dr. med. F.________ und Dr. med. G.________ eine Verursachung durch Gewalteinwirkung nicht grundsätzlich auszuschliessen. Zum andern erhob der behandelnde Arzt, PD Dr. med. E.________, begründete Einwände gegen die Annahme einer abnützungs- oder erkrankungsbedingten Ursache. Damit ist hier entgegen der vorinstanzlichen Beurteilung gesamthaft auf wenigstens geringe Zweifel an der Richtigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Einschätzung zu schliessen. Dies gilt umso mehr, als es unter den gegebenen Umständen auch einer einlässlichen ärztlichen Auseinandersetzung mit der Frage bedarf, ob und inwieweit das fragliche Ereignis beziehungsweise hier die Tätigkeiten im Zusammenhang mit einem Umzug am 27. Juli 2017 im kausalen Verlauf eine Rolle für die nunmehr bestehenden Beschwerden gespielt haben. Nur so lässt sich auch der - entgegen dem Beschwerdeführer nicht bereits als gescheitert zu erklärende - allfällige Beweis führen, dass der gesundheitliche Zustand vorwiegend durch Abnützung oder Erkrankung verursacht worden sei.