Citation: 1C_472/2015 E. 5.4

5.4. Die vom Regierungsstatthalteramt erteilte Betretungsermächtigung findet ihre gesetzliche Grundlage direkt in Art. 29 WG. Die Norm statuiert mit hinreichender Bestimmtheit nicht nur die Befugnis der kantonalen Vollzugsorgane zur Kontrolle, sondern als Korrelat dazu auch die Pflicht der Bewilligungsinhaber, diese Kontrolle zu dulden. Die Anordnung des Regierungsstatthalteramts enthält insofern nichts, was sich nicht bereits aus Art. 29 WG ergibt. Ein Rückgriff auf die Bestimmungen des kantonalen Polizeirechts zu den Voraussetzungen für das Betreten und Durchsuchen von Räumlichkeiten erweist sich deshalb als entbehrlich. Darüber hinaus ist unter den gegebenen Umständen und angesichts der Bedeutung, die der Kontrolle von Seriefeuerwaffen für die öffentliche Sicherheit zukommt, auch nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz von einer gegenwärtigen erheblichen Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung im Sinne von Art. 39 Abs. 1 lit. a PolG ausging. Wenn die Beschwerdeführer sich in dieser Hinsicht darauf berufen, es habe nie Anzeichen für eine (konkrete) Bedrohung oder für eine gesetzwidrige Aufbewahrung gegeben, verkennen sie, dass ohne die gesetzlich vorgesehenen Kontrollen die Behörden den Schutz vor missbräuchlicher Verwendung von Waffen nicht gewährleisten können (vgl. Art. 1 Abs. 1 WG), was für die Annahme einer entsprechenden Gefahr ausreichen muss.