Citation: 2C_528/2020 E. 3.3.1

3.3.1. Der Beschwerdeführer ist in der Schweiz geboren und hält sich seit 37 Jahren im Land auf. Dieser Umstand alleine führt dazu, dass das persönliche Interesse am Verbleib in der Schweiz als hoch zu veranschlagen ist. Die Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer in sprachlicher, kultureller und sozialer Hinsicht eine gemessen an der Anwesenheitsdauer normale Integration attestiert, aber auch erwogen, dass keine Anhaltspunkte bestünden, wonach er besonders enge Beziehungen ausserhalb seiner Familie unterhalte. Dies wird in der Beschwerde nicht bestritten. Weiter geht die Vorinstanz von einer in beruflicher Hinsicht nicht erfolgreichen Integration aus, was dem Beschwerdeführer allerdings wegen seiner Arbeitsunfähigkeit nicht vorgeworfen werden könne, und attestiert ihm wegen seiner Schulden eine mangelhafte wirtschaftliche Integration. In dieser Hinsicht rügt der Beschwerdeführer, ihm dürften die Schulden nicht entgegengehalten werden, weil er bis ins Jahr 2015 schuldenfrei gelebt habe. Sein Hinweis auf die Praxis zum Bewilligungswiderruf wegen Schuldenwirtschaft ist jedoch unbehelflich. Dem Beschwerdeführer wird die Niederlassungsbewilligung nicht wegen seiner Schulden widerrufen; sie werden lediglich im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung berücksichtigt. Deshalb kann der Vorinstanz nicht vorgeworfen werden, sie habe eine Gehörsverletzung begangen, indem sie auf die entsprechenden Ausführungen nicht näher eingegangen ist. In Anbetracht der vorher genannten Umstände ist die Vorinstanz im Ergebnis zu Recht davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer - gemessen an der langen Aufenthaltsdauer - insgesamt nicht übermässig eng integriert erscheint.