Citation: 5D_213/2023 E. A

A.a. Die an einem Hang gelegenen Grundstücke GB U.________ Nr. xxx, Parzelle yyy, und Nr. zzz, Parzelle www, sind mit einem Terrassenhaus überbaut. Das oberliegende Grundstück Nr. yyy steht seit Dezember 2017 im Eigentum von A.A.________ und B.A.________; Alleineigentümerin des unterliegenden Grundstücks Nr. www ist seit Juni 2006 C.________. Im Grundbuch ist zugunsten von Grundstück Nr. yyy und zulasten von Grundstück Nr. www als Dienstbarkeit unter anderem ein "Überbaurecht" eingetragen. Als Rechtsgrundausweis hinterlegt ist hierfür der Dienstbarkeitsvertrag zwischen den damaligen Eigentümern der Grundstücke vom 30. August 1978. A.b. Dieser Dienstbarkeitsvertrag regelt in seiner Ziffer VIII. unter dem Titel "Begründung eines Ueberbaurechtes mit Benützung der Terrasse" Folgendes: "Herr D.________, als Eigentümer von Parzelle www, räumt Herrn E.________, als Eigentümer von Parzelle yyy, ein Ueberbaurecht gemäss Einzeichnung im beiliegenden von den Parteien unterzeichneten Situationsplan ein. Im Ueberbaurecht ist ein Recht zur Benützung des Daches als Terrasse eingeschlossen. Auf der Terrasse der Parzelle yyy sind unverrückbare Pflanzentröge aufzustellen, so dass der Einblick auf den unteren Sitzplatz verwehrt ist. Die Unterhaltskosten der gemeinsamen Mauer, Decken und Fussböden fallen zu je 1/2 zulasten der beiden Parzelleneigentümer. Der Unterhalt der Platten (= mech. Schutz) geht zulasten des Eigentümers von Parzelle yyy, währen d der Unterhalt der restlichen Decke des Hauses D.________ (unter Terrasse) zulasten des Eigentümers von Parzelle www fällt. Das Ueberbaurecht ist wie folgt als Grunddienstbarkeit im Grundbuch einzutragen: -..] Ueberbaurecht [...]" A.c. Ein Teil der Wohnung von A.A.________ und B.A.________ liegt in Ausnützung dieses Überbaurechts auf dem Grundstück von C.________ bzw. auf dem auf diesem errichteten Gebäude. Von diesem im Überbaurecht erstellten Teil der Wohnung lässt sich eine Terrasse betreten, die gleichzeitig das Dach der unterliegenden Wohnung von C.________ bildet. Die Terrasse wird durch eine halbhohe Mauer eingefasst, die baulich als Verlängerung der Aussenfassade des Wohnhauses von C.________ über die Dachkante bzw. den Terrassenboden hinaus erscheint ("Aufmauerung"). A.d. Ursprünglich befanden sich auf der Terrasse bepflanzte Pflanzentröge. Der Rechtsvorgänger von A.A.________ und B.A.________ ersetzte diese jedoch durch rund 40 cm hohe, unbepflanzte oder nur locker bepflanzte Tröge. Damit entstand insofern eine Gefahr, als kein wesentliches Hindernis die Benützer der oberliegenden Terrasse vor einem Sturz auf die unterliegende Terrasse mehr schützte. In der Absicht, selber ein Geländer und einen Sichtschutz zu erstellen, liess C.________ 2014 an der Aussenwand ihres Wohngeschosses bzw. an der Aufmauerung grüne Pfosten montieren, die ca. 100 cm über den Boden der oberliegenden Terrasse hinausragen. Die daraufhin vom Rechtsvorgänger von A.A.________ und B.A.________ gestützt auf den Besitzesschutz initiierte Klage zur Entfernung dieser Pfosten wurde vom Obergericht des Kantons Aargau abgewiesen. Das Bundesgericht bestätigte dieses Verdikt (Urteil 5D_46/2019 vom 18. Dezember 2019). A.e. Bereits im September 2015 hatte sich C.________ an den Gemeinderat U.________ gewandt, welcher mit Verfügung vom 2. November 2015 den Rechtsvorgänger von A.A.________ und B.A.________ verpflichtete, eine den massgeblichen SIA-Normen entsprechende Absturzsicherung zu erstellen, und ihm in der Zwischenzeit die Benützung der Terrasse untersagte. Die hiergegen erhobenen Rechtsmittel blieben erfolglos. Der Rechtsvorgänger von A.A.________ und B.A.________ liess schliesslich eine Absturzsicherung aus Plexiglas montieren. Diese ist insoweit von der Aussenkante der Terrasse zurückversetzt, als sie an der Innenseite der Pflanzentröge angebracht wurde. A.f. C.________ ihrerseits liess an den bereits montierten Pfosten ein durchgehendes (grünes) Metallgeländer anbringen.