Citation: 1C_567/2022 E. 1.2

1.2. Der Beschwerdeführer ist in der Gemeinde Wilen in der betreffenden Angelegenheit stimmberechtigt und damit nach Art. 89 Abs. 3 BGG grundsätzlich zur Beschwerde legitimiert. Die Beschwerde wegen Verletzung politischer Rechte gemäss Art. 82 lit. c BGG unterliegt dem Erfordernis des aktuellen praktischen Interesses (Art. 89 Abs. 1 lit. c BGG; BGE 104 Ia 226 E. 1b; Urteil 1C_627/2020, 1C_631/2020, 1C_633/2020, 1C_639/2020, 1C_641/2020 vom 23. März 2021 E. 2). Fällt ein solches während der Hängigkeit des bundesgerichtlichen Verfahrens dahin, so wird die Beschwerde als gegenstandslos geworden abgeschrieben (Art. 71 BGG in Verbindung mit Art. 72 des Bundesgesetzes über den Bundeszivilprozess vom 4. Dezember 1947 [BZP; SR 273]). Mit diesem Erfordernis soll sichergestellt werden, dass das Gericht konkrete und nicht bloss theoretische Fragen entscheidet. Es dient damit der Prozessökonomie (BGE 136 I 274 E. 1.3 mit Hinweisen). Der Gemeinderat Wilen hat zwar in der Medienmitteilung vom 21. November 2022 - wie auch der Gemeinderat Rickenbach - zunächst zugesagt, den Kredit betreffend das Hochwasserschutzprojekt einer Volksabstimmung zu unterstellen. Nachdem sich der Generalsekretär des Departements für Bau und Umwelt des Kantons Thurgau (DBU), Marco Sacchetti, kritisch zur Abstimmung in den Gemeinden äusserte, teilte der Gemeinderat Wilen im Januar 2023 mit, mit der Abstimmung zuzuwarten, bis das Bundesgericht im hängigen Beschwerdeverfahren entschieden habe. Je nach Ausgang des Verfahrens vor Bundesgericht würde sich eine Abstimmung als obsolet erweisen, so der Gemeinderat Wilen. Der Beschwerdeführer hat somit nach wie vor ein aktuelles und praktisches Interesse an der Aufhebung bzw. Überprüfung des angefochtenen Entscheids. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist in diesem Sinne einzutreten.