Citation: 6B_1298/2017 E. 1.3

1.3. Als zweiten Punkt der Beweiswürdigung beanstandet der Beschwerdeführer, dass die Vorinstanz zu Unrecht annehme, er habe den Ausweis von C.________ ohne dessen Erlaubnis fotografiert. C.________ habe jedenfalls nicht interveniert und der Handlung somit zumindest konkludent zugestimmt. Die Vorinstanz erwägt, C.________ habe zu Protokoll gegeben, der Beschwerdeführer habe ihm erst gesagt, dass er seinen Ausweis fotografieren werde, nachdem er ihm diesen übergeben habe. Er habe dem Beschwerdeführer jedoch keine Erlaubnis dazu erteilt. Der Beschwerdeführer habe hingegen angegeben, er habe C.________ darüber informiert, dass er ein Foto von dessen Ausweis machen und dieses dann wieder löschen werde, sobald aufgeräumt worden sei. C.________ sei damit einverstanden gewesen. Gemäss Vorinstanz ist bereits aufgrund der Umstände am Wahrheitsgehalt dieser Aussage zu zweifeln. Es sei nicht davon auszugehen, dass C.________ mit dem Fotografieren seines Ausweises einverstanden gewesen sei. Er habe nachvollziehbar dargelegt, dass er sich am Vorgehen des Beschwerdeführers bei der Kontrolle gestört habe, da er nicht die Verantwortung für die gesamte Gruppe habe übernehmen wollen. Wenn C.________ tatsächlich eingewilligt hätte, da er fälschlicherweise annahm, dass eine Ausweispflicht bestehe, wäre davon auszugehen, dass er dies im Strafverfahren offengelegt hätte. Hinzu komme, dass selbst der Beschwerdeführer dargelegt habe, er glaube nicht, dass C.________ angefragt worden sei, ob dessen Ausweis bildlich festgehalten werden dürfe. Somit habe auch der Beschwerdeführer eingestanden, nicht um Erlaubnis gefragt zu haben. A.________ habe bezüglich des Fotografierens des Ausweises ausweichende und widersprüchliche Angaben gemacht. Auf den Vorhalt der Aussage von C.________, wonach er nicht gefragt worden sei, habe sie geantwortet, das Foto sei ja anschliessend wieder gelöscht worden. Zudem habe sie zunächst angegeben, C.________ sei vorgängig über das Fotografieren informiert worden. Sie sei in Hörweite des Gesprächs gewesen. Später habe sie dies nicht mehr bestätigen können oder wollen. Diese ausweichenden Antworten lassen gemäss Vorinstanz ebenfalls eher darauf schliessen, dass für das Fotografieren des Ausweises keine Einwilligung vorlag. Die Ausführungen des Beschwerdeführers basieren im Wesentlichen auf von den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen abweichenden, unbelegten Behauptungen. Damit lässt sich keine Willkür begründen. Wenn die Vorinstanz angesichts der soeben erwähnten Aussagen davon ausgeht, C.________ habe den Ausweis nur deshalb fotografieren lassen, da er sich unter Druck gesetzt und dazu verpflichtet gefühlt habe, verletzt sie kein Bundesrecht. Der Beschwerdeführer bestätigte diese Version im Grunde ohnehin selber.