Citation: 5D_15/2018 E. 4

Der Beschwerdeführer macht vor Bundesgericht geltend, das Bezirksgericht selber habe ihn darauf aufmerksam gemacht, dass er gemäss Art. 325 Abs. 1 und 2 ZPO beim Obergericht eine Stundung verlangen könne. Der Beschwerdeführer unterliegt einem Missverständnis. Es trifft zu, dass das Bezirksgericht in seiner Rechtsmittelbelehrung auf Art. 325 Abs. 1 und 2 ZPO hingewiesen hat. Art. 325 ZPO regelt jedoch nicht die vom Beschwerdeführer angestrebte (fünfjährige) Stundung. Art. 325ZPO regelt bloss die aufschiebende Wirkung, d.h. mit ihr können die Wirkungen eines erstinstanzlichen Urteils vorläufig aufgeschoben werden. Diese Massnahme ist prozessualer Natur und bezieht sich nur auf die Dauer des Rechtsmittelverfahrens. Sie soll insbesondere verhindern, dass durch die Vollstreckung des erstinstanzlichen Urteils bereits Tatsachen geschaffen werden, die nicht oder schwer rückgängig zu machen sind, obschon das Rechtsmittelgericht noch gar nicht über die Rechtmässigkeit des erstinstanzlichen Urteils befunden hat. Die vom Beschwerdeführer angestrebte Stundung ist jedoch materieller Natur und geht weit über die Wirkung von Art. 325 ZPO hinaus. Insbesondere wäre die angestrebte Stundung - wenn sie gewährt würde - während ihrer Geltungsdauer in allen Verfahren beachtlich, die trotz der Stundung zur Durchsetzung der betroffenen Forderung angehoben würden. Um eine solche Stundung zu erlangen, muss sich der Beschwerdeführer - wie das Obergericht zu Recht festgehalten hat - an den Gläubiger wenden. Der Beschwerdeführer verweist sodann auf seine desolate finanzielle Situation. Im Rechtsöffnungsverfahren spielt diese jedoch keine Rolle. Seiner finanziellen Lage wird bei einer allfälligen Pfändung Rechnung getragen werden. Ausserdem hält es der Beschwerdeführer nicht für verhältnismässig, dass sich mit der "Bagatellforderung" vier Oberrichter (recte: drei Oberrichter und ein Gerichtsschreiber) befassen mussten. Der Einwand betrifft die Gerichtsorganisation, die vom kantonalen Recht geregelt wird (Art. 3 ZPO). Der Beschwerdeführer nennt keine kantonalen Normen, die willkürlich angewendet worden sein sollen (Art. 9 BV; zu den Begründungsanforderungen oben E. 2). Inwiefern seine Sache bloss pauschal beurteilt worden sein soll, weil das Obergericht am gleichen Tag in gleicher Besetzung auch über einen Parallelfall befunden hat (dazu Verfahren 5D_14/2018), ist nicht ersichtlich. Schliesslich wendet sich der Beschwerdeführer gegen die ihm vom Obergericht auferlegten Gerichtskosten von Fr. 120.--, die er ebenfalls nicht für verhältnismässig hält. Er bezieht sich damit sinngemäss auf das verfassungsrechtliche Äquivalenzprinzip, wonach eine staatliche Gebühr nicht in einem offensichtlichen Missverhältnis zum objektiven Wert der staatlichen Leistung stehen darf und sich in vernünftigen Grenzen halten muss (BGE 143 I 147 E. 6.3.1 S. 158 mit Hinweisen). Inwieweit dieses Prinzip verletzt worden sein soll, ist weder genügend dargetan noch ersichtlich. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen, soweit auf sie eingetreten werden kann.