Citation: 4C.393/2005 09.11.2006 E. B

Die Klägerin verlangt Schadenersatz wegen Nichthonorierung des von der Beklagten bestätigten Akkreditivs. Am 8. April 2004 gelangte sie gegen die Beklagte an das Handelsgericht des Kantons Zürich. Sie beantragte mit in der Replik geändertem Rechtsbegehren, die Beklagte sei zu verurteilen, ihr den Betrag von CHF 470'268.-- (umgerechnet USD 240'753.20 und EUR 103'592.97) zu bezahlen, nebst Zins zu 12 % seit 26. April 2002 auf CHF 215'725.-- (umgerechnet USD 166'956.55) und Zins zu 5 % seit 5. Dezember 2002 auf CHF 159'191.-- (umgerechnet EUR 103'592.97); Eventualiter sei die Beklagte zu verurteilen, ihr den Betrag von USD 240'753.20 nebst Zins zu 12 % seit 26. April 2002 auf USD 166'956.55 sowie EUR 103'592.97 nebst Zins zu 5 % seit 5. Dezember 2002 zu bezahlen. Mit Urteil vom 3. Oktober 2005 wies das Handelsgericht die Klage ab. Es erkannte, dass eines der eingereichten Dokumente, das sogenannte FCR (Forwarding Agent's Certificate of Receipt) den Akkreditivbedingungen nicht entsprochen habe. Die Weigerung der Beklagten, die Dokumente zu honorieren, sei daher nach dem Grundsatz der Dokumentenstrenge gerechtfertigt gewesen. Die Beklagte habe auch nicht rechtsmissbräuchlich gehandelt. Ebenso wenig liege ein Verstoss gegen die Rüge- und Mitteilungspflichten oder eine unerlaubte Verfügung über die Ware in anderer Weise vor.