Citation: 2P.32/2003 18.02.2003 E. 2

Die Beschwerdeführerin rügt die Verletzung des Willkürverbots (Art. 9 BV) und der ihr gemäss Art. 50 BV zustehenden Gemeindeautonomie. 2.1 Die staatsrechtliche Beschwerde ist ein Rechtsmittel zum Schutze der Träger verfassungsmässiger Rechte gegen Übergriffe der Staatsgewalt. Solche Rechte stehen grundsätzlich nur Privaten zu, nicht dagegen dem Gemeinwesen als Inhaber hoheitlicher Gewalt (BGE 121 I 218 E. 2a S. 219 f.). Eine Ausnahme gilt für Gemeinden und andere öffentlichrechtliche Körperschaften, wenn sie nicht hoheitlich auftreten, sondern durch einen staatlichen Akt gleich wie eine Privatperson betroffen werden (BGE 121 I 218 E. 2a S. 219 f.). Ausserdem können sich Gemeinden und andere öffentlichrechtliche Körperschaften mit staatsrechtlicher Beschwerde gegen eine Verletzung ihrer durch das kantonale Recht gewährleisteten Autonomie zur Wehr setzen (BGE 128 I 3 E. 1c S. 7, mit Hinweisen). 2.2 Eine Gemeinde ist nicht schon dann wie eine Privatperson zur staatsrechtlichen Beschwerde legitimiert, wenn ihre vermögensrechtlichen Interessen im Spiele stehen. Voraussetzung für die Beschwerdelegitimation ist vielmehr, dass sie sich entweder auf dem Boden des Privatrechts bewegt oder sonstwie im streitigen Rechtsverhältnis als ein einem Bürger gleichgeordnetes Rechtssubjekt auftritt (BGE 119 Ia 214 E. 1a S. 216; Urteil 2P.302/1993 vom 8. Juni 1995 E. 2c/bb). Der Beschluss über die in den Finanzausgleichsfonds zu leistenden oder aus diesem zu beziehenden Beiträge trifft eine Gemeinde, auch wenn sie in finanziellen Interessen berührt wird, nicht gleich oder ähnlich wie einen Privaten. Der interkommunale Finanzausgleich, welcher einen Ausgleich zwischen finanzstarken und finanzschwachen Gemeinden im Hinblick auf die durch die Gemeinden in ihrer Eigenschaft als Hoheitsträger zu erfüllenden Aufgaben schaffen soll, richtet sich nach kantonalem öffentlichen Recht; durch entsprechende Entscheide kantonaler Behörden sind die Gemeinden in ihrer spezifischen Stellung als öffentliche Gemeinwesen betroffen, und sie können sich dagegen nicht auf verfassungsmässige Individualrechte berufen (BGE 119 Ia 214 E. 1b S. 216; Urteil 2P.302/1993 vom 8. Juni 1995 E. 2c/bb).