Citation: 9C_537/2016 E. 4.2.2

4.2.2. Das kantonale Berufsvorsorgegericht hat weiter erwogen, die IV-Stelle habe die Rentenzahlungen bis zum 30. April 2005 befristet, da sie davon ausgegangen sei, der Kläger könne in der Zeit danach wieder ein rentenausschliessendes Einkommen im Bereich... erzielen. Diese Annahme erscheine nicht als unhaltbar, zumal diese Tätigkeit es ihm ermöglicht habe, unter teilweiser Verwertung seiner im Studium erworbenen Kenntnisse vermehrt manuelle Arbeiten auszuüben. Zu berücksichtigen sei auch, dass bei einem Einkommen (als wissenschaftlicher Assistent) ohne Behinderung von Fr. 78'000.- sich ein rentenausschliessendes Einkommen auf Fr. 47'200.- belaufen habe. Eine Bindungswirkung sei somit auch in diesem Punkt zu bejahen, womit die von der Beklagten geschuldeten Invalidenleistungen bis zum 30. April 2005 zu befristen seien. Sodann bestünden zwar gewisse Hinweise, dass der Kläger auch in der Zeit vom 1. Mai 2005 bis zum 31. Dezember 2008 in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen sei. Er habe aber während längerer Zeit seiner Tätigkeit als... nachgehen können, welche er letztlich nicht primär wegen seiner psychischen Erkrankung, sondern wegen starken Knie- und Rückenbeschwerden habe aufgeben müssen. im Übrigen sei keine echtzeitliche Bescheinigung über eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit während dieser Zeit vorhanden und von der Arbeitslosenversicherung sei mit Verfügung vom 27. November 2008 eine volle Vermittlungsfähigkeit bejaht worden. Unter diesen Umständen erscheine es nicht offensichtlich unhaltbar, dass die IV-Stelle zum 1. Januar 2009 eine neue Wartezeit eröffnet habe. Dieser Festlegung komme somit Bindungswirkung zu, was zur Folge habe, dass die Beklagte für die erneut aufgetretene Invalidität mangels zeitlichen Zusammenhangs zur während des Vorsorgeverhältnisses eingetretenen Arbeitsunfähigkeit nicht leistungspflichtig sei.