Citation: 8C_329/2018 E. 5.2.3

5.2.3. Schliesslich hat das kantonale Gericht in Bezug auf die geklagten psychischen Beeinträchtigungen zutreffend in Erwägung gezogen, dass gemäss BGE 143 V 418 grundsätzlich sämtliche psychische Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren im Sinne von BGE 141 V 281 zu unterziehen sind. Es hat jedoch mit Blick auf die psychiatrischen Untersuchungsberichte und insbesondere gestützt auf das psychiatrische MGSG-Teilgutachten des Dr. med. D.________ bundesrechtskonform erkannt, dass die seit Mai 2010 einzig feststellbaren, nur leichten depressiven Stimmungsschwankungen die Arbeitsfähigkeit nicht in relevanter Weise einzuschränken vermochten. Was die Versicherte hiegegen einwendet, ist unbegründet. 5.2.3.1. Gemäss früherem Verfahrensstandard eingeholte Gutachten verlieren nicht per se ihren Beweiswert. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vorhandenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält. In sinngemässer Anwendung auf die materiell-beweisrechtlich geänderten Anforderungen ist in jedem einzelnen Fall zu prüfen, ob die beigezogenen administrativen und/oder gerichtlichen Sachverständigengutachten - gegebenenfalls im Kontext mit weiteren fachärztlichen Berichten - eine schlüssige Beurteilung im Lichte der massgebenden Indikatoren erlauben oder nicht. Je nach Abklärungstiefe und -dichte kann zudem unter Umständen eine punktuelle Ergänzung genügen (BGE 141 V 281 E. 8 S. 309; Urteil 9C_271/2017 vom 16. April 2018 E. 2.2). 5.2.3.2. Die auf psychosozialen Faktoren beruhende psychisch bedingte Arbeitsunfähigkeit ist kein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne der damals (und auch heute noch) geltenden Rechtsprechung von BGE 127 V 294 E. 5a S. 299 (Urteil 8C_582/2017 vom 22. März 2018 E. 5.5). Soweit soziale Belastungen direkt negative funktionelle Folgen zeitigen, bleiben sie mithin ausser Acht (BGE 141 V 281 E. 3.4.3.3 S. 303; 127 V 294 E. 5a S. 299; Urteil 9C_680/2017 vom 22. Juni 2018 E. 5.2). 5.2.3.3. Entgegen der Beschwerdeführerin hat sich Dr. med. D.________ im MGSG-Teilgutachten mit dem Bericht des Dr. med. I.________ zumindest knapp ausreichend auseinandergesetzt. Im MGSG-Gutachten ist sodann nachvollziehbar dargelegt worden, weshalb die MGSG-Gutachter abweichend von Dr. med. I.________ nur Anhaltspunkte für leichte depressive Stimmungsschwankungen entsprechend einer Dysthymie finden konnten (vgl. zum Ermessen des begutachtenden Psychiaters und zur gerichtlichen Beweiswürdigung Urteil 8C_200/2018 vom 7. August 2018 E. 6.3 mit Hinweisen). Der angefochtene Entscheid ist auch diesbezüglich nicht zu beanstanden. 5.2.3.4. Die Versicherte begab sich erst im November 2016 zu Dr. med. G.________ in psychiatrische Behandlung. Nicht nur zuvor - wie von der Beschwerdeführerin selber geltend gemacht -, sondern auch seither anhaltend berichtete diese Ärztin am 1. September 2017 über ein Misstrauen der Versicherten gegenüber einer medizinisch-psychologischen Behandlung. Das kantonale Gericht hat den Bericht der Dr. med. G.________ in allen Teilen überzeugend gewürdigt und mit Blick auf die übrige medizinische Aktenlage zutreffend darauf geschlossen, dass die Ausführungen der behandelnden Psychiaterin den Beweiswert des psychiatrischen MGSG-Teilgutachtens nicht zu schmälern vermögen. Die in erheblichem Umfang dokumentierten psychosozialen Belastungsfaktoren sind - wie von der Vorinstanz richtig dargelegt - nicht zu berücksichtigen (vgl. hievor E. 5.2.3.2). Soweit die behandelnde Psychiaterin in ihrem Bericht vom 1. September 2017 darauf abstellte, die Beschwerdeführerin habe sich seit 2012 nicht mehr aus ihrer Schonhaltung wegen ihrer rechtsseitigen Schulterproblematik befreien können, belegen die Untersuchungsergebnisse der Dr. med. E.________ ein gegenteiliges Bild. So berichtete sie am 11. Januar 2016, trotz der gezeigten Schoninnervation an der rechten Schulter finde sich dort eine gänzlich unauffällige Muskeltrophik. Zutreffend hat das kantonale Gericht dazu festgestellt, dieser Befund der Neurologin widerspreche einer jahrelangen Schonhaltung.