Citation: I 669/01 30.04.2002 E. 2

2.- Streitig und zu prüfen ist der Umfang des Rentenanspruchs. a) Unbestrittenermassen ist der Beschwerdeführer aufgrund persistierender somatischer Beschwerden insbesondere im Ellbogen-, Schulter-/Nacken- und Rückenbereich sowie psychischer Leiden in Form einer mittelgradigen depressiven Episode mit Verdacht auf eine Schmerzverarbeitungsstörung kaum mehr in der Lage, seine angestammte Tätigkeit als Bauarbeiter auszuüben. Nach Auffassung des kantonalen Gerichts ist ihm indessen eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit ohne schwere Anforderungen an den linken Arm im Umfang von 70 % (mit Steigerungsmöglichkeit innert drei bis sechs Monaten nach entsprechenden rehabilitativen Massnahmen) zuzumuten. Dies ergebe sich aus dem umfassenden, sämtlichen Anforderungen an die Beweistauglichkeit genügenden Gutachten der Medizinischen Abklärungsstelle der Universitätskliniken (MEDAS) vom 10. August 2000, welchem ausschlaggebendes Gewicht beizumessen sei. Dass die Verwaltung den Invaliditätsgrad ausgehend von einer bloss 60 %-igen Restarbeitsfähigkeit ermittelt habe, lasse sich im Lichte der unmissverständlichen ärztlichen Stellungnahme im MEDAS-Gutachten nicht rechtfertigen, weshalb die Verfügung vom 7. März 2001 diesbezüglich zu korrigieren sei. Damit betrage das gestützt auf die Tabellenlöhne der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) und unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 15 % zu berechnende, trotz Gesundheitsbeeinträchtigung zumutbarerweise erzielbare Einkommen (Invalideneinkommen) Fr. 31'121. 28 pro Jahr (IV-Stelle: 26'154.-). Im Vergleich zu dem ebenfalls ausgehend von den LSE-Tabellenlöhnen zu ermittelnden hypothetischen Einkommen ohne Gesundheitsschaden (Valideneinkommen) von jährlich Fr. 52'304. 65 resultiere ein Invaliditätsgrad von rund 40 %, sodass - entsprechend der angedrohten reformatio in peius - lediglich Anspruch auf eine Viertelsrente bestehe. b) Soweit der Beschwerdeführer hinsichtlich der Frage der verbleibenden Arbeitsfähigkeit erneut die Widersprüchlichkeit des MEDAS-Gutachtens rügt, kann auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden. Ergänzend ist festzuhalten, dass die Arbeitsunfähigkeit im Untergutachten des Dr. med. G.________, stellvertretender Oberarzt der Rheumatologischen Universitätspoliklinik, vom 5. Juli 2000 aus rheumatologischer Sicht wohl auf (maximal) 50 % eingeschätzt worden war und Dr. med. B.________, stellvertretender Oberarzt an der Psychiatrischen Universitätspoliklinik, im Untergutachten vom 5. Juli 2000 seinerseits eine psychiatrisch bedingte Arbeitsunfähigkeit von 25 bis 50 % bescheinigt hatte. Dass schliesslich die Einschränkung des Leistungsvermögens von ärztlicher Seite auf insgesamt lediglich 30 % veranschlagt wurde, stellt die Schlüssigkeit des Gutachtens nicht in Frage, zumal dieser Arbeitsunfähigkeitsgrad Ergebnis einer am 13. Juli 2000 durchgeführten multidisziplinären Konsens-Konferenz ist, an welcher nebst dem verantwortlichen MEDAS-Arzt Dr. med. R.________ auch PD Dr. med. U.________ (Oberarzt der Medizinischen Poliklinik) sowie die beiden begutachtenden Fachärzte Dr. med. B.________ und Dr. med. G.________ teilgenommen haben. Es bestehen keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass einer der Ärzte bezüglich der abschliessenden Einschätzung der Arbeitsfähigkeit Bedenken geäussert oder weitere spezialärztliche Abklärungen für geboten erachtet hätte. Namentlich sind keine stichhaltigen Gründe ersichtlich, welche für die Notwendigkeit weiterer Abklärungen durch einen Facharzt der Handchirurgie sowie die Einholung eines zusätzlichen psychiatrischen Gutachtens sprechen, weshalb Verwaltung und Vorinstanz entgegen dem Einwand des Beschwerdeführers keine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes und der daraus fliessenden Sorgfaltspflichten vorgeworfen werden kann. Es bleibt mithin dabei, dass gestützt auf das MEDAS-Gutachten vom 10. August 2000 richtigerweise von einer verwertbaren Arbeitsfähigkeit von 70 % in leidensangepasster Tätigkeit auszugehen ist. c) Mit zutreffender Begründung haben Vorinstanz und Verwaltung die für die Bestimmung des Invalditätsgrades massgebenden Vergleichseinkommen gestützt auf die LSE-Tabellenlöhne ermittelt. Mit Blick auf das Valideneinkommen ist dabei in Abweichung von der Vorinstanz nicht vom Durchschnittslohn im gesamten Privatsektor, sondern von jenem im Baugewerbe auszugehen (LSE 1998/TA1/Kat. 45/Männer/Anforderungsniveau 4: Fr. 4344.-), da überwiegend wahrscheinlich ist, dass der im Saisonnier-Status als Hilfs-Bauarbeiter tätig gewesene Beschwerdeführer seine Arbeitskraft ohne Gesundheitsschaden weiterhin in dieser Branche eingesetzt hätte. Somit ergibt sich unter Berücksichtigung der betriebsüblichen Arbeitszeit im Baugewerbe von 42.1 Stunden (Stand: 2000; vgl. TA B9.2, in: Die Volkswirtschaft 12/2001, S. 80) sowie der Entwicklung des Nominallohnindexes von 1998 bis 2000 ein jährliches Valideneinkommen von Fr. 55'627. 61 ([4344 x 42.1/40 x 12] - 0,5% + 1,9 % = 55'627. 61). Bezüglich des Invalideneinkommens ist angesichts des breiten Spektrums leidensangepasster Tätigkeiten auf den Tabellenlohn für einfache und repetitive Tätigkeiten im gesamten privaten Sektor abzustellen (LSE 1998/Total/Anforderungsniveau 4/Männer: 4'268.-), was umgerechnet einen hypothetisch erzielbaren Verdienst von Fr. 38'065. 40 jährlich ergibt. Unter Berücksichtigung des vorinstanzlich anerkannten leidensbedingten Abzugs von 15 %, welcher im Rahmen der Angemessenheitskontrolle (Art. 132 OG) nicht zu beanstanden ist, resultiert schliesslich ein Invalideneinkommen von Fr. 32'355. 59 und damit ein Invaliditätsgrad von 41,8 %. Der Beschwerdeführer hat demnach Anspruch auf eine Viertelsrente. Daran änderte auch dann nichts, wenn beim Invalideneinkommen der maximal zulässige Abzug von 25 % vorgenommen würde (Invaliditätsgrad: 48,7 %). Entsprechend dem vorinstanzlichen Entscheid ist die Sache zwecks Erlass einer angepassten Rentenverfügung an die IV-Stelle zurückzuweisen; diese wird von Amtes wegen vorgängig zu prüfen haben, ob die Voraussetzungen einer Härtefallrente gemäss Art. 28 Abs. 1bis IVG erfüllt sind (vgl. BGE 116 V 27 f. Erw. 3d).