Citation: 4A_544/2022 E. 3.5

3.5. Die Beschwerdeführerin rügt, ein Annahmeverzug der Beschwerdegegnerin setze zudem voraus, dass die Arbeitnehmer ihre Arbeitsleistung überhaupt gehörig angeboten hätten. Gemäss eigenen Aussagen des Geschäftsführers der Beschwerdegegnerin, C.________, sei der Arbeitnehmer F.________ gar nicht erst nach U.________ angereist, sondern zurück nach V.________ gegangen. Die Beschwerdeführerin übergeht in ihrer Argumentation, dass die Vorinstanz explizit festhielt, aus den gemachten Aussagen ergebe sich, dass die Beschwerdegegnerin die Arbeitnehmer für andere Verdienste, die sich diese wiederum hätten anrechnen lassen müssen, freigestellt habe (vgl. hiervor E. 3.1). Die Beschwerdeführerin wendet dagegen pauschal ein, dass die Arbeitnehmer von der Beschwerdegegnerin freigestellt worden seien, wie die Vorinstanz ohne weitere Herleitung aus den Akten ausführe, sei weder behauptet, noch nachgewiesen worden. Damit vermag sie die vorinstanzliche Feststellung einer Freistellung der Arbeitnehmer nicht als willkürlich auszuweisen (vgl. hiervor E. 2). Die Vorinstanz hat diesbezüglich auf die Aussagen in der Zeugen- bzw. Parteibefragung von D.________ und C.________ abgestellt. Dass die Vorinstanz bei der Würdigung dieser Aussagen in Willkür verfallen ist, vermag die Beschwerdeführerin nicht darzutun. Aus der Aussage von C.________ ergibt sich - entgegen der Beschwerdeführerin - auch nicht, dass F.________ gar nicht erst nach U.________ angereist ist, sondern nur aber immerhin, dass er nach Absage des Shisha-Services 2018zurück nach V.________ gegangen ist. Entgegen der Beschwerdeführerin ist es jedenfalls nicht willkürlich, wenn die Vorinstanz nicht davon ausgeht, dass die Arbeitnehmer nach Bekanntwerden der Absage des Shisha-Services 2018 (ohne bzw. vor einer Freistellung) völlig autonom und ohne Absprache mit der Beschwerdegegnerin disponierten.