Citation: 8C_23/2013 E. 5.1

5.1. Das kantonale Gericht stellte in seinem Entscheid nach Würdigung der medizinischen Unterlagen auf das Gutachten des Psychiaters Dr. med. K.________ vom 23. November 2011 und dessen Stellungnahme vom 29. Oktober 2012 ab, denen es vollen Beweiswert zuerkannte. Darin werden als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine emotional-instabile Persönlichkeitsstörung vom impulsiven Typus mit histrionischen und dissozialen Zügen (F 60.30), eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (F 45.41) plus ausgeprägte Symptomausweitung, bestehend seit den 90er-Jahren, allmählich zunehmend sowie ein abnormes Krankheitsverhalten mit massiver Persönlichkeitsregression (und zahlreichen Phänomenen der dysfunktionalen Beschwerdebewältigung) aufgeführt. Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit wird u.a. ein lumbovertebrales Syndrom bei Status nach Diskushernien-Operation erwähnt. Hinsichtlich der Frage der Überwindbarkeit des von ihm erhobenen Störungsbildes stellte der Psychiater - anhand der Foerster-Kriterien - fest, dass nur ein Teil dieser Kriterien partiell erfüllt sei, so dass sicher nicht von einer völligen Unüberwindbarkeit der Einschränkungen des Versicherten gesprochen werden könnte. Aufgrund des langjährigen verfestigten Invaliditätsprozesses, des hohen Krankheitsgewinns und der Persönlichkeitsstörung mit schwerer Regressionsneigung könnte laut Gutachter aber dennoch eine gewisse Erschwerung der Überwindbarkeit des Zustandsbildes angenommen werden. Die Arbeitsunfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit (leichte Hilfsarbeiten ohne allzu langes Sitzen und Stehen, wie beispielsweise Montagearbeiten oder Verpackungsarbeiten) schätzte der Gutachter auf ca. 20 bis 30 %. Dabei hielt er fest, dass diese Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer gewissen Unüberwindbarkeit des Zustandsbildes anhand der Foerster-Kriterien vertretbar sei. Zusammenfassend ging die Vorinstanz gestützt auf dieses Gutachten, dem sie vollen Beweiswert zuerkannte, und die gutachterliche Stellungnahme vom 29. Oktober 2012 davon aus, dass eine 60%ige Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer leidensangepassten Tätigkeit ab dem Zeitpunkt der Begutachtung, d.h. Oktober/November 2011 ausgewiesen sei. Sie stellte fest, dass nicht zu beanstanden sei, dass die IV-Stelle unter den gegebenen Umständen vom tiefsten von Dr. med. K.________ angegebenen Wert (initial ein Pensum von 5 Stunden pro Tag, was einer 60%igen Arbeitsfähigkeit gemäss gutachterlicher Stellungnahme entspricht) ausging.