Citation: 5A_174/2015 E. 6.3

6.3. Die kantonalen Gerichte sind von den zutreffenden Grundsätzen ausgegangen. Sie haben den übereinstimmenden Begehren der Parteien entsprechend das Miteigentum an den beiden Grundstücken aufgehoben (je Ziff. 1 der Begehren) und die Versteigerung der beiden Grundstücke unter den Parteien durch das örtliche Notariat und die Tilgung der Versteigerungskosten und der Grundstückgewinnsteuern aus dem Steigerungserlös angeordnet (Ziff. 2.1-2.3 der Begehren der Klägerin und Ziff. 4a-c der Begehren des Beklagten). Den Resterlös haben die kantonalen Gerichte den Parteien je zur Hälfte zugewiesen und damit nicht so verteilt, wie es der Beklagte mit den Ziff. 2, 3 und 4d seiner Begehren beantragt hat. Als missverständlich erscheint die Aussage im angefochtenen Urteil, die betreffenden Begehren des Beklagten seien im Rahmen der Klage gemäss Art. 650 ZGB unzulässig und deshalb nicht zu prüfen (E. 1b/bb S. 7 f.), war doch streitig, ob die Begehren im Rahmen der Klage gemäss Art. 651 ZGB oder nach allgemeinen Grundsätzen zulässig sind. Unter diesem Blickwinkel hat das Kantonsgericht die Streitfrage denn auch geprüft (E. 2, 3 und 5 S. 8 ff. des angefochtenen Urteils).