Citation: 6B_1069/2023 E. 1.2.1

1.2.1. Der Vorinstanz zufolge sei der im Jahr 2015 in die Schweiz eingereiste Beschwerdeführer hierorts wirtschaftlich nicht gut integriert, wobei es durchaus sein möge, dass ihm entsprechende Integrationsschritte aufgrund des geltenden Asylsystems erschwert worden seien. Dies habe er indes insofern selber zu vertreten, als er dem Wegweisungsentscheid der Asylbehörden nicht nachgekommen sei. Ferner sei er auch in sozialer Hinsicht nur mässig integriert und verkehre, wie anlässlich der Berufungsverhandlung von ihm ausdrücklich bestätigt, vornehmlich im Kreise seiner Landsleute. Der Beschwerdeführer lebe in der Schweiz mit einer festen Partnerin zusammen, mit welcher er ein gemeinsames Kind und die hierorts als Inhaberin einer Aufenthaltsbewilligung B eine feste Anstellung habe. Seine Partnerin, die er aufgrund dieses Verfahrens und infolge noch fehlender Dokumente nicht heiraten könne, stamme ebenfalls aus Eritrea und lebe nur unwesentlich länger in der Schweiz als der Beschwerdeführer, weshalb sie auch die hiesige Sprache noch nicht genügend beherrsche. Sie scheine damit ebenfalls noch in ihrem Heimatland verwurzelt, auch wenn es ihr aufgrund ihrer Flüchtlingseigenschaft nicht ohne Weiteres zumutbar erscheine, ihrem Partner mit dem gemeinsamen Kleinkind nach Eritrea zu folgen. Nichtsdestotrotz stelle die Anordnung einer Landesverweisung angesichts der geschilderten Gesamtumstände, unter dem Blickwinkel der selbst bei Schweizer Familienangehörigen strengen bundesgerichtlichen Praxis und der vorliegend auszufällenden Freiheitsstrafe von 3 Jahren noch keinen unzumutbaren Härtefall für den Beschwerdeführer dar. Der Familie (wie im Übrigen auch den beiden hier lebenden Schwestern des Beschwerdeführers) stünden für den Fall eines Verbleibs in der Schweiz alternative Kontaktmöglichkeiten in Form regelmässiger Besuche sowie moderner Kommunikationsmittel zur Verfügung. Die familiären Beziehungen könnten damit - wenn auch in reduzierter Weise - aufrechterhalten werden.