Citation: 2C_852/2020 E. A

Der serbische Staatsangehörige A.________ (geb. 1983) reiste am 20. Oktober 1990 im Alter von sieben Jahren im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz ein. Seit dem 14. Mai 1997 verfügt er über eine Niederlassungsbewilligung. Am 21. November 2010 kam sein erster Sohn zur Welt. Am 4. September 2017 heiratete er die Mutter seines Sohns. Am 7. Februar 2019 kam der zweite gemeinsame Sohn und am 11. Oktober 2020 der dritte gemeinsame Sohn zur Welt. Seine Ehefrau und die drei Söhne sind schweizerische Staatsangehörige. Zudem ist A.________ Vater einer am 4. August 2012 ausserehelich geborenen Tochter, die ebenfalls Schweizerin ist. A.a. A.________ wurde während des bisherigen Aufenthalts in der Schweiz wie folgt strafrechtlich verurteilt: Mit Urteil der Jugendanwaltschaft des Kantons Solothurn vom 1. Mai 2001 zu zehn Tagen Einschliessung, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von einem Jahr, und einer Busse von Fr. 90.-- wegen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes (SR 812.121) und Diebstahls; mit Strafmandat des Untersuchungsrichteramts I Berner Jura-Seeland vom 1. März 2005 zu einer Busse von Fr. 100.-- wegen unanständigen Benehmens; mit Urteil des Amtsgerichts von Solothurn-Lebern vom 28. August 2006 zu Zuchthaus von 18 Monaten, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von vier Jahren, wegen Entführung, Gefährdung des Lebens, Nötigung, mehrfachen Fahrens in angetrunkenem Zustand, Irreführung der Rechtspflege, Fahrens trotz Entzug des Führerausweises und Verletzung der Verkehrsregeln; mit Strafmandat des Untersuchungsrichteramts I Berner Jura-Seeland vom 4. Dezember 2006 zu einer Busse von Fr. 80.-- wegen Parkierens auf einem mit richterlichem Verbot belegten Privatparkplatz; mit Strafmandat des Untersuchungsrichteramts I Berner Jura-Seeland vom 3. April 2007 zu einer Busse von Fr. 80.-- wegen Parkierens auf einem mit richterlichem Verbot belegten Privatparkplatz; mit Urteil des Gerichtskreises II Aarberg-Büren-Erlach vom 16. Dezember 2008 zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je Fr. 90.-- wegen Raufhandels; mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft vom 20. August 2012 zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je Fr. 50.--, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von zwei Jahren, und einer Busse von Fr. 800.-- wegen Überlassens eines Fahrzeugs ohne Haftpflichtversicherung und ohne gültigen Fahrzeugausweis sowie missbräuchlicher Verwendung von Kontrollschildern; mit Strafbefehl der regionalen Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Region Jura-Seeland, vom 4. Juli 2016 zu einer Busse von Fr. 200.-- wegen einfacher Verkehrsregelverletzung; mit Urteil des Amtsgerichts Solothurn-Lebern vom 5. Juli 2016 zu einer Freiheitsstrafe von 4.5 Jahren und einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je Fr. 80.-- wegen Raubes, versuchter räuberischer Erpressung, Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz, mehrfacher Widerhandlung gegen das Waffengesetz (SR 514.54), mehrfacher Drohung, mehrfacher Freiheitsberaubung und Entführung, mehrfacher, teilweiser versuchter Nötigung, mehrfacher Beschimpfung und Begünstigung. A.b. Am 27. Oktober 2009 wurde A.________ ausländerrechtlich verwarnt und darauf aufmerksam gemacht, dass für seinen weiteren Aufenthalt in der Schweiz ein absolut klagloses Verhalten vorausgesetzt werde. Seit dem 3. Juni 2019 befindet sich A.________ im offenen Strafvollzug. Die bedingte Entlassung ist per 27. Januar 2022 möglich, während das Strafende am 27. Januar 2023 vorgesehen ist. Im Weiteren war am 18. September 2020 gemäss Auszug aus dem Schweizerischen Strafregister bei der regionalen Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Region Jura-Seeland, noch eine Strafuntersuchung wegen Anstiftung zu Urkundenfälschung und Betrug sowie wegen Diebstahls hängig. Ausserdem bezogen A.________ und seine Familie zwischen März 2010 und Juni 2019 Unterstützungsleistungen der Sozialhilfe im Umfang von Fr. 51'831.85. Per 10. März 2020 waren im Betreibungsregisterauszug von A.________ 20 Verlustscheine im Gesamtbetrag von Fr. 136'092.08 verzeichnet.