Citation: 5A_4/2023 E. 1

A.________ und B.________ sind die Eltern von C.________ (geb. 2013). Im Rahmen des Scheidungsverfahrens schlossen sie am 21. Juni 2021 vor dem Regionalgericht Berner Jura-Seeland eine Scheidungsvereinbarung. Gestützt hierauf wurde C.________ im gleichentags ergangenen Scheidungsurteil unter die gemeinsame elterliche Sorge und alternierende Obhut mit Wohnsitz beim Vater gestellt; ferner errichtete das Regionalgericht eine Beistandschaft. Am 18. Mai 2022 verlangte die Mutter, dass C.________ in Abänderung des Scheidungsurteils unter ihre alleinige Obhut mit Wohnsitz bei ihr zu stellen sei und die Unterhaltsbeiträge neu zu bestimmen seien. Am 15. Oktober 2022 wandte sich die Beiständin von C.________ an das Regionalgericht und beantragte angesichts der eskalierenden Situation zwischen den Eltern die Prüfung, ob diese zu einem Eltern-Coaching anzuhalten seien. Während der Vater ein solches begrüsste, liess sich die Beschwerdeführerin nicht vernehmen. Mit Entscheid vom 8. November 2022 wies das Regionalgericht die Eltern an, während mindestens sechs Monaten an einem Eltern-Coaching oder einer vergleichbaren Therapie teilzunehmen, um ihren Konflikt auf Elternebene zu bearbeiten und die Situation von C.________ zu verbessern, unter Verpflichtung der Beiständin, die Parteien entsprechend anzumelden. Die gegen den Entscheid vom 8. November 2022 erhobene Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Bern mit Entscheid vom 23. Dezember 2022 ab, soweit es darauf eintrat. Mit Schreiben vom 3. Januar 2023 wendet sich die Beschwerdeführerin an das Bundesgericht und hält fest, dass sie gegen den obergerichtlichen Entscheid vom 23. Dezember 2022 Beschwerde erhebe und zur Begründung auf ihre Beschwerde vom 23. Dezember 2022 gegen den obergerichtlichen Entscheid vom 24. November 2022 (dazu Verfahren 5A_992/2022) verweise, welche alle nötigen Angaben enthalte; die beiden obergerichtlichen Entscheide seien umfassend zu untersuchen. Mit weiterer Eingabe vom 6. Januar 2023 verlangt sie die unentgeltliche Rechtspflege. Ebenfalls am 6. Januar 2023 hat sie die Beschwerdeschrift aus dem Verfahren 5A_992/2022 für das vorliegende Verfahren 5A_4/2023 neu eingereicht; die einzigen Änderungen befinden sich auf der ersten Seite, indem die Eingabe ein neues Datum trägt und im Titel als Anfechtungsobjekte neu beide Entscheide angeführt werden. Die weiteren 50 Seiten (d.h. Seite 2-51) der Eingabe sind in Wort und Darstellung identisch mit der Beschwerde im Verfahren 5A_992/2022. Was die Rechtsbegehren anbelangt, wird wie bei jener wiederum auf der ersten Seite nebst der unentgeltlichen Rechtspflege die Alleinobhut verlangt und ab Seite 49 eine Vielzahl von weiteren Rechtsbegehren gestellt, welche sich primär um die Obhut drehen, teils aber auch andere Anliegen betreffen (Kindesunterhalt von Fr. 1'700.-- pro Monat; Anhörung des Kindes mit polnischer Übersetzung, u.a.m.).