Citation: 7B_90/2023 E. 3.2.2

3.2.2. Gemäss Art. 11 des Reglements kann das Gericht, sofern besondere Verhältnisse dies rechtfertigen, der Partei eine angemessene Entschädigung für weitere notwendige, durch den Prozess verursachte Umtriebe zusprechen (vgl. Urteil 1C_505/2020 vom 8. April 2021 E. 11; vgl. ferner BGE 125 II 518 E. 5b unter Bezugnahme noch auf den früheren bundesgerichtlichen Entschädigungstarif; zur Weitergeltung dieser Praxis s. Urteil 1C_89/2007 vom 13. Juli 2007 E. 4). Gestützt darauf spricht das Bundesgericht dem Anwalt in Ausnahmefällen eine Entschädigung zu, wenn bestimmte von der Rechtsprechung entwickelte Kriterien erfüllt sind. Der Anspruch auf eine Parteientschädigung wird bejaht, wenn es sich um eine komplexe Sache mit hohem Streitwert handelt und die Interessenwahrung einen hohen Arbeitsaufwand notwendig macht, der den Rahmen dessen überschreitet, was der Einzelne üblicher- und zumutbarerweise zur Besorgung der persönlichen Angelegenheiten auf sich zu nehmen hat sowie ein vernünftiges Verhältnis zwischen dem betriebenen Aufwand und dem Ergebnis der Interessenwahrung besteht (BGE 144 V 280 E. 8.2; 129 V 113 E. 4.1; 125 II 518 E. 5b; Urteil 5A_420/2023 vom 14. September 2023 E. 3; je mit Hinweisen; BOVEY, a.a.O., N. 18 zu Art. 68 BGG; GEISER, a.a.O., N. 5a zu Art. 68 BGG; SEILER, a.a.O., N. 17 zu Art. 68 BGG; DOLGE, a.a.O., N. 6 zu Art. 68 BGG; RUSCH/FISCHBACHER, a.a.O., S. 688, insb. Fn. 11). Es liegt am Anwalt, diese besondere Komplexität der Sache und seinen ausserordentlichen Aufwand hinreichend zu begründen und zu belegen. Insbesondere hat er darzulegen, inwiefern der Aufwand das übliche bzw. zumutbare Ausmass übersteigt (vgl. Urteile 1C_109/2022 vom 28. August 2023 E. 5; 1C_505/2020 vom 8. April 2021 E. 11).