Citation: H 412/01 04.06.2002 E. 4

4.- Streitig und zu prüfen ist, ob und in welchem Umfang die Beschwerdeführerin für das an den Beigeladenen ausgerichtete Entgelt Sozialversicherungsbeiträge nachzuzahlen hat. a) Aus der Tatsache der an eine Einzelperson ausgerichteten Geldsumme schloss die Ausgleichskasse, dass es sich um Entgelt für geleistete Arbeit handeln musste, weshalb Sozialversicherungsbeiträge nachzuzahlen waren. Die Vorinstanz hat nach Befragung des Geschäftsinhabers der Beschwerdeführerin und des Beigeladenen sowie gestützt auf einen von der Beschwerdeführerin aufgelegten Quittungsbeleg vom 26. Juni 1996 festgestellt, dass die Summe von Fr. 4280.- teils als Auszahlung des Saldos eines Warentauschgeschäfts, teils als Abgeltung von Arbeitsleistungen zu beurteilen sei. Sie schätzte die Teile auf je die Hälfte der Summe und entschied demzufolge, dass die Beschwerdeführerin für eine Entlöhnung von Fr. 2140.- nachzahlungspflichtig sei. b) Soweit die Beschwerdeführerin die Aufhebung der Verwaltungsverfügung und des kantonalen Entscheids beantragt, macht sie aktenwidrig geltend, bei der Zahlung des Betrages von Fr. 4280.- handle es sich ausschliesslich um Entgelt für Warenbezüge. Sowohl der Geschäftsführer wie der Beigeladene haben bestätigt, dass Arbeitsleistungen erbracht und abgegolten worden sind. Im Übrigen ergibt sich dasselbe auch aus dem Quittungsbeleg vom 26. Juni 1996, nach dem der Beigeladene den Empfang einer Geldsumme von Fr. 4000.- für geleistete Arbeiten und gelieferte Waren bestätigte. Die Feststellung der Vorinstanz, dass die Beschwerdeführerin teils vom Beigeladenen gelieferte Waren, teils Arbeitsleistungen abgegolten hatte, erweist sich demnach nicht als offensichtlich unrichtig (siehe Erw. 3a). c) Weiter bringt die Beschwerdeführerin sinngemäss vor, der Beigeladene sei vollzeitlich als Tierpfleger im Veterinärinstitut X.________ angestellt, weshalb es ihm nicht möglich gewesen sei, im von der Vorinstanz angenommenen Umfang zu arbeiten. Zudem hätten der Geschäftsleiter der Beschwerdeführerin und der Beigeladene im kantonalen Verfahren übereinstimmend ausgesagt, dass eine Arbeitsleistung von ungefähr fünf Stunden erbracht worden sei. Das kantonale Gericht gelangte zum Schluss, dass die Befragten zum Umfang der Arbeitstätigkeit nur zögerlich, vage und ausweichend Antwort gegeben hatten und zudem mit Ausnahme der nicht spezifizierten Quittung vom 26. Juni 1996 keine Belege für ihre Tauschgeschäfte beizubringen vermochten. Demzufolge beurteilte es die Aussagen bezüglich des Umfangs der getauschten Waren bzw. der erbrachten Arbeitsleistungen als nicht glaubhaft und nahm eine Schätzung vor. Es ist nicht ersichtlich, inwieweit die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz offensichtlich unvollständig, unrichtig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen (siehe Erw. 3a) ergangen ist. Aus den Aussagen des Beigeladenen ist zu schliessen, dass er im Jahre 1996 zur Abgeltung der zu seinen Gunsten verbuchten Summe von Fr. 4280.- eine Bohrmaschine im Werte von einigen hundert Franken lieferte, Stumpen für den Eigenverbrauch bezog und Arbeitsleistungen erbrachte. Würde man der Auffassung der Beschwerdeführerin folgen, dass der Beigeladene im Umfange von ungefähr fünf Stunden gearbeitet hatte, ergäbe sich für die zum Eigenverbrauch bezogenen Stumpen ein Gegenwert von rund Fr. 3500.-, was einer Anzahl von ungefähr 7000 Stück entspricht. Indessen wäre diese Annahme aktenwidrig, nachdem der Beigeladene einen Tagesverbrauch von 5 bis 10 Stück, mithin von 1825 bis 3650 Stück pro Jahr, angab. Die Einschätzung der Vorinstanz lässt sich demnach nicht beanstanden. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass der Beigeladene vollzeitlich einer anderen Beschäftigung nachging, zumal eine Nebenerwerbstätigkeit durchaus nichts Aussergewöhnliches ist. d) Zusammengefasst erweist sich die Verwaltungsgerichtsbeschwerde als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.