Citation: 5A_278/2024 E. 3.1.1

3.1.1. Die Vorinstanz hält in tatsächlicher Hinsicht fest, dass die gelebte Ehedauer 29 Jahre betrage und aus der Ehe zwei gemeinsame Kinder hervorgegangen seien. Zudem sei die Ehefrau während mindestens zehn Jahren nicht erwerbstätig gewesen und habe danach einzig eine Teilzeiterwerbstätigkeit ausgeübt, während der Ehemann stets im Vollzeitpensum erwerbstätig gewesen sei. Damit sei von einer klassischen Rollenverteilung zwischen den Ehegatten auszugehen, wobei der Ehemann einer Erwerbstätigkeit nachgegangen sei und die Ehefrau sich mehrheitlich um die Kinder und den Haushalt gekümmert habe. Die Ehe der Parteien sei demnach als lebensprägend zu qualifizieren. Die Vorinstanz führt weiter aus, dass die Ehefrau ihre wirtschaftliche Selbständigkeit entsprechend der gemeinsamen Vereinbarung bzw. Aufgabenteilung erheblich eingeschränkt habe, während der Ehemann sich auf sein berufliches Fortkommen habe konzentrieren können. Zudem habe die Ehefrau während der Dauer der Ehe aufgrund der Aufgabenteilung der Ehegatten auf eine eigene berufliche Karriere und damit auf wirtschaftliche Selbständigkeit verzichtet. Die gelebte Rollenverteilung habe dem gemeinsamen Entscheid der Ehegatten betreffend die Gestaltung ihres Ehelebens entsprochen.