Citation: 1B_288/2009 26.02.2010 E. A

A.________ reichte am 11. Februar 2009 bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn folgende Strafanträge und Strafanzeigen ein: - gegen B.________ Strafantrag wegen unbefugter Aufnahme von Ge sprächen (Art. 179ter StGB) und Strafanzeige wegen Verleumdung (Art. 174 StGB), Irreführung der Rechtspflege (Art. 304 StGB) und falscher Anschuldigung (Art. 303 StGB); - gegen C.________ und D.________ Strafantrag wegen Auswertung einer unbefugten Aufnahme von Gesprächen Dritter (Art. 179ter StGB) sowie Strafanzeige wegen Amtsmissbrauchs (Art. 312 StGB) ; und - gegen Rechtsanwältin E.________ Strafantrag wegen Weitergabe einer unbefugten Aufnahme von Gesprächen (Art. 179ter StGB). Die Strafanträge und -anzeigen beruhen auf folgendem Sachverhalt: A.________, Leiter Hausdienst der F.________ AG, wurde am 2. Februar 2009 per sofort freigestellt, weil er B.________ sexuell belästigt und gemobbt haben soll. A.________ bestreitet die Vorwürfe. Der Verdacht gegen ihn gründet im Wesentlichen auf der Tonband-Aufnahme eines Mitarbeitergesprächs zwischen ihm und B.________, welches letztere heimlich aufgenommen haben soll. Deren Rechtsvertreterin, Rechtsanwältin E.________, habe diese Tonbandaufnahme aufbewahrt, ausgewertet und der Arbeitgeberin von A.________ zukommen lassen, obwohl sie um die Umstände der unbefugten Gesprächsaufnahme gewusst habe. C.________ und D.________ hätten für die F.________ AG die Vorwürfe gegen A.________ unter Verwendung der unbefugten Gesprächsaufnahme untersucht. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn eröffnete am 2. März 2009 gegen B.________, C.________ und D.________ sowie am 5. März 2009 gegen Rechtsanwältin E.________ die von A.________ angestrengten Strafverfahren und forderte ihn in allen vier Verfahren unter Androhung des Nichteintretens bei Säumnis auf, innert 10 Tagen eine Prozesskostensicherheit von je Fr. 2'500.-- zu leisten. Auf Beschwerde von A.________ hin hob die Beschwerdekammer des Obergerichts des Kantons Solothurn diese vier Verfügungen am 31. März 2009 auf. Sie erwog, die Erhebung einer Prozesskaution von je Fr. 2'500.-- erscheine prohibitiv hoch, zumal sie die Staatsanwaltschaft lediglich mit einem Hinweis auf die einschlägige Gesetzesbestimmung begründet und zudem übersehen habe, dass es bei den Verfahren gegen B.________, C.________ und D.________ nicht nur um kautionspflichtige Antragsdelikte gehe, sondern auch um solche, die von Amtes wegen zu verfolgen seien.