Citation: 2C_488/2008 11.08.2008 E. 2

2.1 Der Beschwerdeführer ist im Asylverfahren rechtskräftig aus der Schweiz weggewiesen worden (Nichteintretensentscheid des Bundesamtes für Flüchtlinge vom 29. November 2002) und - unter Androhung von Zwangsmassnahmen im Unterlassungsfall - wiederholt aufgefordert worden, sich um Reisepapiere zu kümmern und das Land zu verlassen. Er weigert sich jedoch nach wie vor, nach Indien zurückzukehren. Nur sein Heimatland ist indessen verpflichtet, den Beschwerdeführer zurückzunehmen (vgl. BGE 133 II 97 E. 4.2.2 S. 103). Gestützt auf dieses Verhalten besteht bei ihm "Untertauchensgefahr" im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 und 4 AuG [SR 142.20]; BGE 130 II 56 E. 3.1 S. 58 f.), was der Beschwerdeführer selber nicht bestreitet. Er macht hingegen geltend, aufgrund der bisher erfolglos gebliebenen Bemühungen bei den indischen Behörden könne mit einer Papierbeschaffung innert absehbarer Frist nicht gerechnet werden, womit die angeordnete Haftverlängerung sich als unverhältnismässig erweise. 2.2 Die schweizerischen Behörden haben sich seit der Anhaltung des Beschwerdeführers kontinuierlich um die Beschaffung von Ersatzreisepapieren bemüht. Entgegen seiner Behauptung hat der Beschwerdeführer falsche Angaben gemacht, um die Papierbeschaffung zu erschweren bzw. zu verunmöglichen. Er hat zwar seinen Familien- und seinen Vornamen, die in Indien sehr häufig vorkommen, korrekt, aber als Herkunftsort einen falschen Distrikt und ein dort nicht existierendes Dorf angegeben. Erst gestützt auf eine bei ihm aufgefundene Telefonnummer und aufgrund aufwendiger Nachforschungen an Ort gelang es dem von der Schweizer Vertretung in Indien eingesetzten Vertrauensanwalt, die (angeblich ermordeten) Eltern des Beschwerdeführers und deren Wohnort ausfindig zu machen. Aus dem Bericht des Bundesamtes für Migration vom 21. Juli 2008 geht hervor, dass dieses gestützt auf das Ergebnis dieser Abklärungen am 9. April 2008 (erneut) an die indische Vertretung in Bern gelangt ist und diese in der Folge mehrmals schriftlich und telefonisch um Behandlung dieser Angelegenheit ersucht hat. Die Bereitschaft der indischen Vertretung, die nötigen Überprüfungen in Indien zu veranlassen bzw. die dortigen Behörden zu ermahnen, ist gegeben. Beim jetzigen Erkenntnisstand kann daher nicht gesagt werden, die Beschaffung von Ersatzreisepapieren für den Beschwerdeführer sei innert der für die Ausschaffungshaft geltenden gesetzlichen Maximalfrist von 18 Monaten nicht zu erwarten. Es bestehen auch keinerlei Hinweise darauf, dass sich die Behörden nicht weiterhin im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit dem nötigen Nachdruck um die Ausstellung eines Passersatzdokuments bemühen werden (vgl. Art. 76 Abs. 4 AuG: BGE 130 II 488 E. 4 S. 492 mit Hinweis). Verzögerungen bei der Papierbeschaffung infolge mangelndem Mitwirken bzw. falscher Angaben des Beschwerdeführers hat sich dieser im Übrigen selber zuzuschreiben und stehen der Haftverlängerung nicht entgegen. Der Beschwerdeführer kann seine Haft verkürzen, indem er mit den Behörden kooperiert, was er bisher nur ungenügend getan hat. Soweit das behauptete endgültige Scheitern der Bemühungen um die Ausweisbeschaffung auf das unkooperative Verhalten des Beschwerdeführers zurückzuführen wäre, hätten die Behörden zudem die Möglichkeit anstelle der Ausschaffungshaft eine Durchsetzungshaft gemäss Art. 78 AuG anzuordnen. 2.3 Zusammenfassend ergibt sich, dass die angefochtene Haftverlängerung kein Bundesrecht verletzt. Für alles Weitere wird auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid sowie in der Vernehmlassung des Bundesamtes für Migration verwiesen (Art. 109 Abs. 3 BGG).