Citation: 8C_347/2017 E. 3.3.2

3.3.2. Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, sie habe sich anlässlich der Abklärung an Ort und Stelle einzig wegen ihres paranoiden Wahrnehmungsvermögens eine Erwerbstätigkeit zu 50 % vorstellen können, ist darauf hinzuweisen, dass die zuständige Person der IV-Stelle sie mehrfach darauf hinwies, die Qualifikation des Status könne rechtliche Konsequenzen haben. Die Versicherte habe darauf geantwortet, im Übrigen gleichlautend mit ihrer Eingabe auf den Vorbescheid der IV-Stelle, dass der von ihr getrennt lebende Ehemann für ihren Unterhalt aufzukommen habe. Daraus wird entgegen ihren Einwänden ohne Weiteres ersichtlich, dass sie jedenfalls während des laufenden Eheschutzverfahrens und im Zeitpunkt der Abklärung im Haushalt an Ort und Stelle davon ausging, der Ehemann leiste für sie einen erheblichen Teil der Unterhaltskosten. Damit ist wenig nachvollziehbar, wenn sie auf den Vorbescheid hin geltend machte, sie habe wegen der psychischen Probleme die Fragen der Abklärungsperson der IV-Stelle an Ort und Stelle nicht vernunftgemäss beantworten können. Dass dem nicht so ist, ergibt sich auch aus der Aussage der Beschwerdeführerin, der getrennt lebende Ehemann habe vollumfänglich für sie aufzukommen. Unter diesen Umständen erweist sich die von der Beschwerdeführerin aufgeworfene Frage, entscheidend sei, was der Ehemann nach dem zu erwartenden Scheidungsurteil an Unterhaltszahlungen zu leisten haben werde, als wenig ergiebig. Wie das kantonale Gericht dazu zu Recht festgehalten hat, kann im massgeblichen Verfügungszeitpunkt nicht prospektiv der Ausgang eines künftigen Scheidungsprozesses vorweggenommen werden, um gestützt darauf hypothetische Schlussfolgerungen zur Statusfrage zu ziehen. Abschliessend ist darauf hinzuweisen, dass der geltend gemachten Aktenwidrigkeit keine entscheidende Bedeutung zukommt. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.