Citation: U 25/02 06.11.2002 E. 1

In formeller Hinsicht streitig und als Frage des Bundesrechts frei zu prüfen (Art. 104 lit. a OG in Verbindung mit Art. 132 Ingress OG) ist, ob das kantonale Gericht zu Recht auf die Eingaben vom 4. und 18. Dezember 2000 als Be-schwerde im Sinne von Art. 106 Abs. 1 UVG eingetreten ist und über die Leis-tungspflicht nach Unfallversicherungsgesetz über den 30. Juni 1999 hinaus für die gesundheitlichen und erwerblichen Folgen des Ereignisses vom 29. Juni 1998 materiell entschieden hat . 1.1 Gemäss Art. 108 Abs. 1 lit. b UVG muss die Beschwerde eine gedrängte Darstellung des Sachverhalts, ein Rechtsbegehren und eine kurze Begründung enthalten. Genügt sie diesen Anforderungen nicht, so setzt das Gericht dem Beschwerdeführer eine angemessene Frist zur Verbesserung und verbindet damit die Androhung, dass sonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird. 1.2 Nach der Rechtsprechung gelten in Bezug auf Form und Inhalt einer Beschwerde gegen Einspracheentscheide nach Art. 105 Abs. 1 UVG, die nicht an die eidgenössische Rekurskommission nach Art. 109 UVG weiterziehbar sind, grundsätzlich dieselben Anforderungen wie für das erstinstanzliche Ver-fahren in anderen Sozialversicherungsbereichen, insbesondere der Alters- und Hinterlassenen- sowie der Invalidenversicherung (Art. 84 und Art. 85 Abs. 2 lit. b AHVG sowie Art. 69 IVG; RKUV 1994 Nr. U 192 S. 148). Danach genügt im Sinne eines bundesrechtlichen Minimums, dass eine individualisierte Person gegenüber einer bestimmten Verfügung den klaren Anfechtungswillen schriftlich bekundet. Mit anderen Worten hat sie erkenntlich ihren Willen um Änderung der sie betreffenden Rechtslage zum Ausdruck zu bringen. Trifft dies im konkreten Fall zu, genügt die Beschwerde aber den gesetzlichen Erfordernissen bezüglich Antrag und Begründung nicht, ist ihr Frist zur Verbesserung anzusetzen. Vor-behalten bleibt eine rechtsmissbräuchlich erhobene ungenügende Beschwerde (BGE 116 V 356 Erw. 2b mit Hinweisen).