Citation: 1C_446/2022 E. 3.2

3.2. Nach den Ausführungen des Kantonsgerichts ist die ursprünglich bewilligte Nutzung zwar aufgegeben und bis jetzt nicht wieder aufgenommen worden; diese Stahlhandels- und verarbeitungstätigkeit sei aber weiterhin zonenkonform und dürfe im bewilligten Umfang wieder aufgenommen werden. Allein durch die vorliegend zu bewilligenden baulichen Änderungen entstünde daher kein Mehrverkehr und keine intensivere oder andere Nutzung. Zu untersuchen seien in diesem Verfahrensstadium einzig die Baugesuche. Erst wenn später einmal klar sei, welche Nutzung tatsächlich in den beiden Gebäuden auf dem Grundstück Nr. 414 ausgeübt werden sollte, liege es an der Gemeinde Wikon, diese Nutzung auf ihre Rechtmässigkeit zu kontrollieren und, falls notwendig, die erforderlichen Massnahmen zu ergreifen und Verfahren einzuleiten. Das Koordinationsgebot sei nicht verletzt, weil es sich bei der Bewilligung für die baulichen Veränderungen und der Bewilligung für eine allfällige Nutzungsänderung nicht um voneinander abhängige Verwaltungsfragen handle. Weiter hielt die Vorinstanz fest, die Erschliessung sei rechtlich und hinsichtlich der Verkehrssicherheit sichergestellt, da die Bauvorhaben keine unmittelbaren Folgen auf die Erschliessungs- und Verkehrssituation auf der Bahnhofstrasse hätten. Zum einen führe eine allfällige Wiederaufnahme der bewilligten Tätigkeit des Stahlhandelbetriebs auf dem Grundstück Nr. 414 zwar zu mehr Verkehr als jetzt, da der Betrieb zurzeit stillgelegt sei. Dies sei aber keine eigentliche Verkehrszunahme, wie sie durch einen Ausbau der bereits bestehenden Nutzung oder durch eine neue Nutzung entstehen könnte. Bezüglich des Grundstücks Nr. 858 sei lediglich die Verlängerung der Erschliessungsstrasse Gegenstand des Baubewilligungsverfahrens; allein der Bau dieser Strasse führe zu keinem Mehrverkehr. Insgesamt führten die Bauvorhaben somit weder zu Mehrverkehr noch zu einer wesentlichen Überlastung der vorhandenen Strassenkapazitäten. Die Erschliessung und insbesondere die Verkehrssicherheit sei erst im Rahmen einer allfälligen neuen Nutzung auf dem Grundstück Nr. 414 bzw. des Bauvorhabens auf dem Grundstück Nr. 858 zu überprüfen.