Citation: 1P.375/2006 24.08.2006 E. A

Die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich (früher: Bezirksanwaltschaft I für den Kanton Zürich) führte gegen den Rechtsanwalt Dr. iur. X.________ eine Strafuntersuchung wegen des Verdachts des betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage, evtl. Betrugs oder Veruntreuung, sowie des Verdachts des betrügerischen Konkurses und Pfändungsbetrugs, der Gläubigerschädigung durch Vermögensminderung, evtl. Bevorzugung eines Gläubigers. Im Verlauf der Ermittlungen forderte die Staatsanwaltschaft I die Baloise Bank SoBa, Solothurn, und die Schweizerische Post/Postfinance, Zürich, mit Editionsverfügungen vom 24. Juni, 8. Juli und 13. August 2004 auf, Unterlagen über bestimmte Konti, lautend auf X.________ Rechtsanwälte, herauszugeben, und auferlegte beiden Banken ein Informationsverbot. Die Strafuntersuchung gegen X.________ wurde am 29. August 2005 eingestellt. Am 15. September 2005 stellte X.________ durch Rechtsanwalt Y.________ bei der Staatsanwaltschaft I ein Gesuch um Einsicht in die Akten der eingestellten Strafuntersuchung. Mit Schreiben vom 13. Oktober 2005 teilte Y.________ der Staatanwaltschaft I mit, dass ein Teil der Akten nicht zurückgegeben, sondern ausgesondert, in den Räumlichkeiten des Advokaturbüros "X.________ Rechtsanwälte", in unveränderter Reihenfolge in einem neuen Ordner versiegelt aufbewahrt werde, und für den Fall, dass die Staatsanwaltschaft I auf einer Rückgabe beharren sollte, der Aufsichtskommission über die Rechtsanwälte im Kanton Zürich zur Verfügung gestellt würde.