Citation: I 74/03 25.08.2003 E. 3

Der Beschwerdeführer macht zunächst geltend, mit den von der Invalidenversicherung gewährten beruflichen Massnahmen nur ungenügend eingegliedert zu sein, hätten deren Leistungen ihm doch nicht zu einer fundierten beruflichen Basis verholfen. Die Ausbildung zum PC-Supporter genüge nicht, um sich professionell anbieten zu können. Dem ist entgegenzuhalten, dass die IV-Stelle gerade nicht nur die Umschulung gewährt, sondern darüber hinaus auch die Kosten für die Ausbildung zu dem vom Versicherten gewünschten Beruf des Web Publishers übernommen hat. Wenn er heute nicht über den entsprechenden eidgenössischen Fachausweis verfügt, liegt dies massgeblich daran, dass er den Lehrgang Web Publisher vorzeitig abgebrochen hat. Nach seinen Angaben wäre es nach einem Gespräch mit der Schulleitung jedoch möglich, dies ohne weitere Kosten nachzuholen. Das Eingliederungsziel ist aber auch deshalb erreicht, weil er nach der Umschulung nach eigenen Angaben in der Lage ist, ein Erwerbseinkommen zu erzielen, das seinen Lebensunterhalt zu decken vermag (vgl. ZAK 1992 S. 365 Erw. 1b mit Hinweisen). Dabei ist anzufügen, dass die Invalidenversicherung im Rahmen beruflicher Massnahmen nur für gesundheitliche, für wirtschaftlich-konjunkturelle Gründe der Erwerbslosigkeit jedoch ebenso wenig einzustehen hat wie beim Rentenanspruch, dessen Prüfung nach Art. 28 Abs. 2 IVG von einem angenommenen ausgeglichenen Arbeitsmarkt ausgeht (nicht veröffentlichtes Urteil R. vom 19. August 1996, I 336/95). Wenn der Beschwerdeführer heute nach eigenen Angaben etwa Fr. 2700.- pro Monat verdient, nämlich Fr. 1000.- als PC-Supporter, Fr. 600.- als Grafiker, Fr. 600.- als Musiklehrer und Fr. 500.- als Hauswart, ist ausserdem zu berücksichtigen, dass er sich schon vor Eintritt der Invalidität mit einer bescheidenen Erwerbstätigkeit begnügt und als Musiker nur rund Fr. 14'000.- im Jahr verdient hat (ZAK 1992 S. 90 ff. Erw. 4a; bestätigt zum Beispiel im nicht publizierten Urteil S. vom 14. Juni 1996, I 261/95, sowie im Urteil W. vom 9. Mai 2001, I 575/00). Dass er sich schliesslich, wie schon die Vorinstanz zu Recht erwogen hat, dank löblicher Eigeninitiative das erforderliche Know-how teilweise selbstständig mit Fachliteratur und Erfahrung angeeignet und zudem auch ausserhalb des angestammten und des neu erlernten Berufes nach Erwerbsmöglichkeiten gesucht hat, verleiht ihm keine weiteren Ansprüche und liegt in seiner Schadenminderungspflicht (BGE 113 V 28 Erw. 4a) begründet. Verwaltung und Vorinstanz haben daher die Kostenübernahme für den absolvierten MCP-Kurs zu Recht abgelehnt.