Citation: 2C_453/2015 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz hat grundsätzlich sämtliche gemäss der bundesgerichtlichen Praxis zu berücksichtigenden Elemente zur Kenntnis genommen; einzig auf die Ausführungen zur Schwangerschaft der Gattin ging sie in ihrer Interessenabwägung nicht weiter ein. Dies zu Unrecht: Die kantonale richterliche Vorinstanz hat den Sachverhalt so zu erstellen, wie er im Zeitpunkt ihres Entscheids besteht (vgl. Art. 110 BGG; Urteil 2C_728/2014 vom 3. Juni 2015 E. 2.2.3); sie muss in diesem Rahmen von Bundesrechts wegen neue Sachverhaltselemente zulassen und diese bei ihrem Entscheid berücksichtigen. Nachdem die Schwangerschaft der Ehegattin dem Verwaltungsgericht bekannt war, durfte es dieses Element in seiner Interessenabwägung nicht ausklammern, war doch im Urteilszeitpunkt am 1. April 2015 nach dem normalen Lauf der Dinge absehbar, dass der Widerruf der Niederlassungsbewilligung bzw. der Vollzug der Wegweisung (auch) die Elternrechte des Beschwerdeführers berühren würden. Der Umstand ist im Folgenden in die rechtliche Beurteilung einzubeziehen; ein zusätzlicher Schriftenwechsel erübrigt sich. Keine Beachtung finden die vom Beschwerdeführer am 15. September 2015 nachträglich eingereichten Unterlagen, d.h. das Schreiben seiner Gattin vom 14. September 2015, der Vollzugsbericht der Strafanstalt X.________ vom 3. August 2015 sowie der Arbeitsvertrag vom 11. September 2015 (ab Juni 2016) : Dabei handelt es sich um vor Bundesgericht unzulässige echte Noven (Art. 99 BGG; Urteil 2C_243/2015 vom 2. November 2015 E. 1.5; BGE 139 III 120 E. 3.1.2 S. 123; 136 III 123 E. 4.4.3 S. 128 f.; 133 IV 342 E. 2.1 S. 344).