Citation: 6S.597/2001 13.12.2002 E. 3

Soweit der Beschwerdeführer die spezielle Beweisbestimmung und -eignung und damit die Urkundenqualität (Art. 110 Ziff. 5 StGB) der von ihm gefälschten Dokumente verneint, ist die Beschwerde abzuweisen. Vor allem der Umstand, dass die Postfinance neben der telefonischen Verlustmeldung auf einer schriftlichen und unterschriebenen Meldung des Kartenverlusts wie auch der Adressänderung bestanden hat und regelmässig besteht, ist Hinweis auf die von der Verkehrsübung solchen Dokumenten zuerkannte besondere Beweiseignung und Beweisbestimmung. Sie dienen der Postfinance gegebenenfalls als Beweis für die vereinbarte Korrespondenzadresse eines Kontos und für den Auftrag, eine bestimmte Postomatkarte zu sperren und eine neue auszustellen. Auch die Banken verlangen für sämtliche für die Kontoführung und den Kontozugang relevanten Daten schriftliche und unterzeichnete Dokumente. Damit sollen gerade auch Vorgänge wie der hier zu Grunde liegende betrügerische Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage verhindert werden. An der Urkundenqualität der vom Beschwerdeführer gefälschten Dokumente können ernsthafte Zweifel nicht bestehen.