Citation: 6B_486/2018 E. A

Die Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland wirft X.________ verschiedene Strassenverkehrsdelikte vor, begangen am 11. Oktober 2015 zwischen 20.00 Uhr und 20.10 Uhr auf der Autobahn A6. Zunächst soll er auf den Autobahnabschnitten Kiesen - Rubigen und Rubigen - Bern-Wankdorf bei ca. 80 km/h und erheblichem Verkehrsaufkommen viermal zu nahe auf den vor ihm fahrenden BMW X5 aufgefahren sein. Auf dem Abschnitt Rubigen - Muri b. Bern habe er bei Tempo 120 km/h ohne Grund unerwartet und stark gebremst, sodass der mittlerweile hinter im fahrende BMW ebenfalls abrupt bremsen und auf den Normalstreifen habe ausweichen müssen, um einen Auffahrunfall zu vermeiden. Auf der Abzweigung Bern-Wankdorf kam es schliesslich bei mässigem Verkehrsaufkommen zur Kollision, nachdem X.________ kurz vor Ende des Überholmanövers sein Fahrzeug nach links und dann unvermittelt nach rechts zum Fahrstreifen Richtung Bern-Neufeld gezogen habe, sodass er den neben ihm fahrenden BMW mit der rechten Hinterseite touchiert und abgedrängt habe. Dieser sei über die beiden rechten Fahrbahnen hinaus getrieben worden, mit der Leitplanke kollidiert und auf dem Pannenstreifen stehen geblieben. X.________ habe eine schraffierte Sperrfläche überquert und sei nach der Kollision einfach weiter gefahren. Am 7. März 2017 verurteilte das Regionalgericht Bern-Mittelland X.________ wegen qualifiziert grober Verkehrsregelverletzung, mehrfacher grober Verkehrsregelverletzung, einfacher Verkehrsregelverletzung, pflichtwidrigem Verhalten nach einem Verkehrsunfall mit Sachschaden und Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrfähigkeit zu 18 Monaten Freiheitsstrafe, 110 Tagessätzen zu Fr. 170.-- Geldstrafe und Fr. 800.-- Busse. Ausserdem widerrief es den mit Urteil der Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland vom 10. Januar 2014 bedingt gewährten Vollzug einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen. Auf Berufung von X.________ sowie beschränkte Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft im Sanktionspunkt hin erhöhte das Obergericht des Kantons Bern die Geldstrafe am 13. Dezember 2017 auf 120 Tagessätze. Im Übrigen bestätigte es das erstinstanzliche Urteil.