Citation: 9C_639/2017 E. 6.2.2

6.2.2. Im Weitern ist fraglich, ob seit August 2013, d.h. ein Jahr vor dem frühest möglichen Zeitpunkt der Entstehung eines Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 lit. b und c sowie Art. 29 Abs. 1 IVG), längere Perioden mit vollständiger Arbeitsfähigkeit bestanden. Der psychiatrische Gutachter des ABI hielt im Rahmen der Stellungnahme zu früheren ärztlichen Einschätzungen fest, ein deutlicher rezidivierender Verlauf der Depression mit Phasen von Verschlechterung, Verbesserung und symptomfreien Intervallen sei nicht erwiesen. Sodann begründete er seine Einschätzung einer Arbeitsfähigkeit von 70 % gemittelt über den Verlauf im Wesentlichen damit, dass auch in den Akten fachärztlich eine Arbeitsunfähigkeit bestätigt worden sei (E. 6.1). Diese bezieht sich indessen nicht bloss auf die Zeiten, in welchen die Beschwerdeführerin in (teil-) stationärer Behandlung stand.