Citation: 6B_138/2022 E. 1.2.1

1.2.1. Hinsichtlich des Erwerbs und der Weitergabe von Kokain zwischen Januar 2016 und Januar 2017 (Fall 1 gemäss Anklage) erwägt die Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe an mehreren Gelegenheiten eingeräumt, insgesamt mindestens 286 Gramm Kokain von B.________ bezogen zu haben. Diesen habe er 16 Mal an dessen Wohnadresse aufgesucht und 46 Mal an der eigenen Wohnadresse getroffen und jeweils 2-3 Gramm, maximal 5 Gramm Kokain gekauft. Er habe das Kokain für sich und seine Kollegen gekauft und anlässlich wöchentlicher Partys gemeinsam konsumiert. Weitergegeben habe er in etwa die Hälfte des Kokains. Entgegen der Auffassung der Verteidigung müssten keine Phasen ohne Erwerb von der minimal errechneten Gesamtmenge abgezogen werden. Solches ergebe sich aus den glaubhaften Aussagen des Beschwerdeführers nicht. Die von ihm genannten Bezugsmengen und die Anzahl Treffen stimmten zudem etwa mit den Angaben von B.________ sowie mit den Ergebnissen von dessen polizeilicher Überwachung überein. Hinsichtlich der Anzahl Kollegen habe der Beschwerdeführer an der Schlusseinvernahme von sechs bis sieben, vor Kantonsgericht von vier bis fünf gesprochen. Die bezogene Drogenmenge sowie die Aussagen zu den Partys liessen darauf schliessen, dass der Beschwerdeführer die Drogen an eine grössere Anzahl Abnehmer weitergegeben habe. Auch sei nicht davon auszugehen, dass die Drogen immer vollständig unter seiner Aufsicht konsumiert worden seien, da man sie unter den Beteiligten aufgeteilt habe. Der Beschwerdeführer habe daher weder bei Partys in seinem Mansardenzimmer noch an auswärtigen Partys sicher sein können, dass seine Abnehmer die Drogen persönlich konsumieren würden. Zusammenfassend sei erstellt, dass der Beschwerdeführer von Januar 2016 bis Januar 2017 von B.________ 286 Gramm Kokain erworben und davon mindestens 143 Gramm an Kollegen weiterverkauft habe. In der Zeit von Oktober 2016 bis Ende Januar 2017, d.h. nach Inkrafttreten der Bestimmungen über die Landesverweisung, habe er 88 Gramm Kokain bezogen und mindestens 44 Gramm weitergegeben.