Citation: 2C_95/2021 E. 5.3.3

5.3.3. Eine solche Erweiterung ist in der vorliegenden Angelegenheit nicht ersichtlich. Zwar bringen die Beschwerdeführer zutreffend vor, dass es keine ausdrückliche bundesrechtliche Pflicht zur persönlichen Berufsausübung gebe. Allerdings wird auch die Assistenzbewilligung durch das Medizinalberufegesetz nicht geregelt. Sieht das kantonale Recht - wie im Kanton Zug - die Erteilung und den Entzug einer Assistenzbewilligung vor, darf sie auch die damit verbundenen Pflichten regeln (vgl. auch Urteil 2C_236/2020 vom 28. August 2020 E. 4.2). Das kantonale Recht regelt detailliert, wie eine Assistenz zu beaufsichtigen ist (vgl. E. 5.3.1 hiervor). Damit bezweckt es die Sicherstellung der medizinischen Behandlungsqualität. Die Regelungen liegen damit ohne Weiteres im Interesse der öffentlichen Gesundheit und gewährleisten in diesem Sinne eine zuverlässige medizinische Versorgung der Bevölkerung sowie eine hohe Qualität der medizinischen Dienstleistungen (vgl. auch Urteil 2C_901/2012 vom 30. Januar 2013 E. 3.4). Im Lichte des Dargelegten stellen die kantonalen Vorschriften zur Beaufsichtigung von Assistentinnen und Assistenten eine Konkretisierung der Pflicht zur sorgfältigen und gewissenhaften Berufsausübung im Sinne von Art. 40 lit. a MedBG dar. Insofern darf das kantonale Recht auch präzisieren, in welchem Umfang eine Person, die einen universitären Medizinalberuf in eigener fachlicher Verantwortung ausübt, zur Beaufsichtigung der Assistenz vor Ort anwesend sein muss. Die kantonale Aufsichts- und Anwesenheitspflicht ist folglich mit den in Art. 40 MedBG abschliessend geregelten Berufspflichten vereinbar.