Citation: 2C_1066/2014 E. A

Die ukrainische Staatsangehörige A.________ (geb. 1963) hielt sich zunächst mit einem (vor der Ausreise bereits abgelaufenen) Schengen-Visum im Kanton Schaffhausen auf. Am 12. März 2011 heiratete sie in ihrem Heimatland den Schweizer Bürger B.________ (geb. 1964), den sie im Februar 2011 während ihres Aufenthalts in der Schweiz über einen Internetchat kennen gelernt hatte. Am 7. Juli 2011 reiste sie erneut in die Schweiz ein und erhielt eine bis zum 6. Juli 2012 gültige Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei ihrem Ehemann. In der Folge musste die Polizei mehrfach wegen häuslicher Gewalt intervenieren und die Ehegatten zeigten sich gegenseitig wegen damit im Zusammenhang stehenden Delikten an. Am 20. April 2012 untersagte das Bezirksgericht U.________ A.________, ihren Ehemann zu kontaktieren oder sich diesem oder der damals gemeinsam genutzten Wohnung zu nähern. Mit rechtskräftigem Urteil des Bezirksgerichts U.________ vom 28. Januar 2013 wurde A.________ wegen versuchter Drohung und Tätlichkeiten gegenüber ihrem Ehemann schuldig gesprochen. Das auf ihre Anzeige hin gegenüber ihrem Ehemann eingeleitete Strafverfahren war zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils noch hängig. Die Ehe wurde am 4. Juli 2014 geschieden.