Citation: 8C_346/2021 E. 4

Die Vorinstanz stellte fest, dass am 30. April 2019 von weiteren medizinischen Massnahmen keine erhebliche Verbesserung des Gesundheitszustandes mehr habe erwartet werden können. Der Fallabschluss auf diesen Zeitpunkt hin sei daher nicht zu beanstanden. Eine psychisch bedingte Arbeitsunfähigkeit sei gestützt auf das im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren eingeholte Gutachten der Medizinischen Abklärungsstelle MEDAS ABI (Ärztliches Begutachtungsinstitut), Basel, vom 29. Oktober 2018 nicht ausgewiesen. Diese Beschwerden könnten indessen ohnehin nicht als adäquat-kausal durch den Unfall verursacht gelten. Nach den Grundsätzen der bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall massgeblichen Rechtsprechung qualifizierte das kantonale Gericht das Ereignis als mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten Unfällen. Von den zu berücksichtigenden Kriterien seien höchstens drei erfüllt, dabei keines in ausgeprägter Weise. Die Dauer der ärztlichen Behandlung sei ungewöhnlich lang gewesen und der Heilverlauf schwierig. Das Kriterium der lang andauernden Arbeitsunfähigkeit beurteilte die Vorinstanz nicht abschliessend, zumal auch diesbezüglich nicht von einer besonderen Ausprägung auszugehen sei und der adäquat-kausale Zusammenhang zwischen den geltend gemachten, über den 30. April 2019 hinaus anhaltenden, psychischen Beschwerden und dem Unfall vom 1. November 2012 auch bei Vorliegen von drei Kriterien nicht bejaht werden könnte. Gestützt auf die kreisärztliche Abschlussuntersuchung vom 1. Februar 2018 sei der Beschwerdeführer aus rein somatischer Sicht in einer vorwiegend sitzenden Tätigkeit (unter Beachtung der vom Kreisarzt genannten weitergehenden Einschränkungen des Zumutbarkeitsprofils) vollzeitlich arbeitsfähig. Die vom Beschwerdeführer beantragten weitergehenden Abklärungen (Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit EFL) seien nicht angezeigt. In erwerblicher Hinsicht ging die Vorinstanz von einem Valideneinkommen von Fr. 76'019.- aus (entsprechend den Angaben der vormaligen Arbeitgeberin), beim Invalideneinkommen zog sie die statistischen Tabellenlöhne gemäss Lohnstrukturerhebung (LSE) für einfache Hilfsarbeitertätigkeiten heran. Unter Kürzung um einen leidensbedingten Abzug von 5 % ergab sich ein Invalideneinkommen von Fr. 64'356.- und im Vergleich mit dem Valideneinkommen (vgl. E. 8.1) ein Invaliditätsgrad von 15 %. Schliesslich war die von der Suva zugesprochene Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 17,5 % gemäss Vorinstanz nicht zu beanstanden.