Citation: 8C_571/2020 E. 4.2.1

4.2.1. Der Beschwerdeführerin ist diesbezüglich insofern Recht zu geben, als aus der bundesgerichtlichen Rückweisung zur Einholung eines Gerichtsgutachtens nicht geschlossen werden darf, das Bundesgericht habe die Adäquanz bereits bejaht. Im Urteil 8C_305/2018 vom 23. Januar 2019 wurde vielmehr festgestellt, die Vorinstanz habe den Untersuchungsgrundsatz und die bundesrechtlichen Vorgaben an den Beweiswert versicherungsinterner ärztlicher Berichte verletzt, indem sie, obschon zumindest geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen Aktenbeurteilung bestanden hätten, den verfügten folgenlosen Fallabschluss ohne ergänzende versicherungsexterne Abklärungen bestätigt hatte. Das Bundesgericht erwähnte in diesem Zusammenhang zur Begründung der Notwendigkeit weiterer Abklärungen, dass bezüglich Adäquanz als rechtlicher Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers zumindest ein Grenzfall vorliegen dürfte, weshalb die Frage nach der natürlichen Kausalität nicht einfach offen bleiben könne. Damit hat es die Frage der Adäquanz entgegen der Auffassung von Vorinstanz und Beschwerdegegnerin nicht beantwortet.