Citation: 2C_352/2023 E. 1.2

1.2. Auf dem Gebiet des Ausländerrechts ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen Entscheide betreffend ausländerrechtliche Bewilligungen nur zulässig, wenn das Bundesrecht oder das Völkerrecht einen Anspruch auf die Bewilligung einräumt (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG e contrario). Für das Eintreten genügt, wenn die betroffene Person in vertretbarer Weise dartut, dass potenziell ein solcher Anspruch besteht. Ob tatsächlich ein Aufenthaltsrecht besteht, ist eine materielle Frage und keine Eintretensfrage (BGE 147 I 268 E. 1.2.7). Die Beschwerdeführerin hält sich seit knapp 20 Jahren rechtmässig in der Schweiz auf, ist seit 2004 mit einer Schweizerin verheiratet, von welcher sie allerdings seit 2013 getrennt ist, und ihre Aufenthaltsbewilligung wurde regelmässig verlängert. Sie kann sich damit in vertretbarer Weise auf einen sich aus Art. 8 EMRK sowie aus Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG ergebenden Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung berufen. Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist zulässig.