Citation: 6B_238/2013 E. 10.3.3

10.3.3. Die Vorinstanz räumt ein, dass die italienischen Behörden in der zweiten Hälfte der Neunzigerjahre ihre Rechtshilfeersuchen an die Schweiz betreffend einzelne Geschäftspartner der Beschuldigten nicht bloss auf Art. 416 CPI ("associazione per delinquere"), sondern auf Art. 416bis CPI ("associazione di tipo mafioso") stützten. Sie kommt beweiswürdigend zum Ergebnis, daraus lasse sich nichts zu Ungunsten der Beschuldigten ableiten. Es sei nicht bekannt, welche dieser Rechtshilfeverfahren überhaupt zur Kenntnis der Beschuldigten gelangten. Die italienischen Strafverfolgungsbehörden hätten ihre Rechtshilfegesuche im Zusammenhang mit dem organisierten Zigarettenschmuggel deshalb nicht auf Art. 416 CPI, sondern auf Art. 416bis CPI gestützt, weil nur im letzteren Fall die zur Gewährung der Rechtshilfe erforderliche beidseitige Strafbarkeit vorgelegen habe. Die italienischen Gerichte hätten denn auch im Zusammenhang mit dem Zigarettenschmuggel selbst gegenüber Mitgliedern von kriminellen Organisationen keine Verurteilungen gestützt auf Art. 416bis CPI ausgesprochen (Urteil E. 2.7.4 lit. p S. 356 f.). Die Einschätzung der Vorinstanz, vieles spreche dafür, dass die italienischen Behörden Ende der Neunzigerjahre eine Verbindung des Zigarettenschmuggels mit mafiösen kriminellen Organisationen herstellten, um Rechtshilfe durch die Schweiz zu erlangen, stützt sich auf einen Bericht des italienischen Parlaments vom 28. September 1999 (Urteil S. 347). Inwiefern die Einschätzung der Vorinstanz willkürlich ist, vermag die Beschwerdeführerin nicht darzulegen.