Citation: 6B_1373/2019 E. 4

Die Vorinstanz erwägt, die Beschwerdeführerin sei dem angesetzten Gerichtstermin unentschuldigt ferngeblieben. Sie habe die angebliche gesundheitliche Einschränkung einer "Prädisposition" weder vor Vorinstanz noch im Beschwerdeverfahren mit einem ärztlichen Zeugnis belegt und diese auch nicht unverzüglich nach Erhalt der Vorladung am 20. Mai 2019 angezeigt, obwohl eine "Prädisposition" veranlagt sei und nicht - wie etwa eine Grippe - plötzlich auftrete. Die Gerichtsverhandlung sei trotz des Gesuchs um amtliche Verteidigung nicht abgesagt worden. Dazu habe auch keine Verpflichtung bestanden. Die Beschwerdeführerin habe um den Verhandlungstermin im Juli seit Empfang der Vorladung am 20. Mai 2019 gewusst. Weshalb sie nur ein paar Tage vor dem Termin um amtliche Verteidigung ersucht habe, lege sie nicht dar. Das Vorgehen sei in Anbetracht der geltend gemachten Gründe sowie mit Blick darauf, dass es sich bei der Strafsache um eine eigentliche Bagatelle handle, rechtsmissbräuchlich. Die Beschwerdeführerin sei daher verpflichtet gewesen, trotz pendentem Gesuch um amtliche Verteidigung zur Hauptverhandlung zu erscheinen.