Citation: 9C_499/2022 E. 5.3

5.3. Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, die Vorinstanz hätte bezüglich des psychischen Gesundheitszustandes nicht auf das Gutachten des ZIMB vom 4. März 2020 abstellen dürfen, vermag sie keine konkreten Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise zu benennen. Insbesondere zeigt sie keine neuen Aspekte auf, die dem Gutachter nicht bekannt gewesen wären. So war dem Experten durchaus bewusst, dass die Versicherte über Ängste klagte, die er aber nicht als eigenständige Angststörung, sondern als Ausdruck der von ihm diagnostizierten Neurasthenie (ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit) würdigte. Keine hinreichenden Indizien um vom Gutachten abzuweichen stellen unbelegbare subjektive Vorwürfe der Versicherten an den Experten dar, wie etwa, dieser sei beim Explorationsgespräch gelangweilt gewesen oder er hätte den Selbstbeurteilungsfragebogen "kurz vor Schluss noch 'reingepfercht'". Entgegen den Vorbringen der Versicherten begründete der Gutachter sodann hinreichend, wie er aus dem Vergleich des Selbstbeurteilungsfragebogens mit dem Aktivitätsniveau der Versicherten und seinen eigenen Einschätzungen zum Schluss kam, die Versicherte aggraviere ihr psychisches Leiden.