Citation: 6B_932/2021 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz verneint das Vorliegen eines schweren persönlichen Härtefalls. Sie begründet dies zusammengefasst damit, die Beschwerdeführerin sei in der Schweiz nur wenig integriert, habe seit ihrer Einreise im Jahr 2001 bis vor kurzem noch nie eine feste Anstellung innegehabt und habe auch nach beinahe zwanzigjährigem Aufenthalt in der Schweiz anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung eine Dolmetscherin benötigt. Sie sei einschlägig vorbestraft und habe in der Vergangenheit Mühe bekundet, eine legale Erwerbstätigkeit aufzunehmen und sich dauerhaft an die hiesige Gesetzgebung zu halten, sich mithin straflos zu verhalten. Ihr Sohn sei bereits volljährig und es würden überdies gewichtige Zweifel daran bestehen, ob die nach wie vor bestehende eheliche Beziehung zu ihrem Ehemann als nahe, echte und tatsächlich gelebte familiäre Beziehung im Sinne der Rechtsprechung zu gelten habe. Zudem führt die Vorinstanz aus, selbst bei Annahme eines schweren persönlichen Härtefalls würden die öffentlichen Interessen an einer Landesverweisung die privaten Interessen der Beschwerdeführerin an einem Verbleib in der Schweiz überwiegen. Sie erwägt, die Beschwerdeführerin habe den Grenzwert von 18 g Kokain, bei dem das Vorliegen eines schweren Falles bejaht werde, deutlich überschritten, und die Rechtsprechung zeige sich bei Drogendelikten besonders streng. In ihrer Interessenabwägung berücksichtigt die Vorinstanz überdies auch die einschlägige Vorstrafe der Beschwerdeführerin und sie äussert gewisse Bedenken, dass die Beschwerdeführerin wieder rückfällig werden könnte.