Citation: 1C_686/2021 E. 5

Die Gemeinde prüfte im Rahmen ihrer Augenscheine und Verhandlungen im Beisein des Fachmanns Raimund Hächler verschiedene Massnahmen zur Emissionsreduktion. Das Gutachten vogtpartner empfahl, die Photovoltaik-Lamellen (durch Aufständerung der Anlage) schräg gegen die Sonne aufzurichten, was neben der Reflexionsverhinderung deren Effizienz erhöhen sollte. Die nachträgliche Auflage reflexionsarmer Verglasung oder Folien würde den Reflexionspunkt im vorliegenden Fall lediglich verbreitern, ohne eine wesentliche Verminderung zu bringen. Die Gemeinde und das Verwaltungsgericht erachteten die Aufständerung als geeignetste Massnahme. Sie sei technisch und betrieblich möglich; insbesondere werde die Effizienz der Anlage nicht verringert, sondern allenfalls sogar erhöht (um rund 150 kWh/Jahr gemäss Offerte der I.________ AG vom 10. September 2015). Sie erachteten die Massnahme auch als wirtschaftlich tragbar: Die Gemeinde ging davon aus, die Kosten dürften Fr. 20'000.-- bis 30'000.-- nicht überschreiten; dabei sei zu berücksichtigten, dass die Anlage, wäre sie in Beachtung der berechtigten Interessen der Nachbarschaft bereits im Jahr 2012 in dieser Form errichtet worden, wohl teurer ausgefallen wäre, so dass es sich teilweise um "Ohnehin-Kosten" handle. Die effektiven Kosten für die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands dürften sich daher auf rund Fr. 10'000.-- belaufen, was in einem vernünftigen Verhältnis zum Ertrag von jährlich Fr. 672.50 bzw. 14'797.-- während der Restlaufzeit von 22 Jahren stehe. Das Verwaltungsgericht erachtete die von der Gemeinde genannten möglichen Kosten von Fr. 20'000.-- bis 30'000.-- als nicht belegt; aufgrund der Offerte der I.________ AG vom 10. September 2015 fielen für die Aufständerung von 16 Modulen Kosten von insgesamt Fr. 10'148.20 netto (Fr. 10'526.05 brutto) bzw. für 18 Module Fr. 11'139.30 netto an, einschliesslich Materialaufwand, Dienstleistungen und Gerüst. Dies sei zumutbar und verhältnismässig, auch unter Berücksichtigung der Erstellungskosten der Anlage (insgesamt Fr. 25'685.40, abzüglich eines Förderbeitrags der EWZ von Fr. 14'580.--). Die Massnahme sei auch verhältnismässig, unter Berücksichtigung des Umstands, dass die Anschlüsse bei einer Aufständerung auf derselben Dachseite verblieben, die Grösse der Anlage kaum verändert werde, die vorhandene Anlage im Weiteren nicht den Vorgaben gemäss Baubewilligung entspreche, die Kosten, soweit sie überhaupt in die Güterabwägung einzubeziehen seien, tragbar erschienen und gemäss Gutachter von einer erheblichen Belästigung durch Lichtreflexionen auszugehen sei.