Citation: 5C.162/2005 12.12.2005 E. 1

1.1 Streitigkeiten im Zusammenhang mit dem Stockwerkeigentum sind grundsätzlich vermögensrechtlicher Natur. Dies gilt nach der publizierten Rechtsprechung des Bundesgerichts auch für die Versammlung der Stockwerkeigentümer und die Anfechtung der von ihr gefassten Beschlüsse, obwohl das Gesetz hierfür auf das Vereinsrecht verweist (BGE 108 II 77). Geht die Klage nicht auf Bezahlung einer bestimmten Geldsumme, setzt das Bundesgericht den Streitwert von Amtes wegen nach freiem Ermessen fest (Art. 36 Abs. 2 OG). Der Kläger macht geltend, zwei bisherige Besucherparkplätze würden neu Stockwerkeigentümern zur Verfügung gestellt. Gehe man von einem monatlichen Mietzins eines Aussenparkplatzes zwischen Fr. 60.-- und Fr. 120.-- aus und setze man als Kapitalwert den zwanzigfachen Betrag der einjährigen Nutzung ein (Art. 36 Abs. 4 und 5 OG), übersteige dies den notwendigen Streitwert von Fr. 8'000.-- (Art. 46 OG). Selbst wenn man nicht diesem Berechnungsmodus folgen, sondern den Wertzuwachs der nach den klägerischen Behauptungen begünstigten Stockwerkeinheiten als Bemessungsgrundlage heranziehen würde, ist der Berufungsstreitwert offensichtlich erreicht. 1.2 Dem angefochtenen Urteil gebricht es an einer kohärenten Sachverhaltsfeststellung und Beweiswürdigung (Art. 51 Abs. 1 lit. c OG), welche das Bundesgericht seiner Entscheidung zugrunde legen könnte (Art. 63 Abs. 2 OG); aus diesem Grund wäre das angefochtene Urteil an sich ohne weitere Prüfung aufzuheben und zur entsprechenden Vervollständigung an die kantonale Instanz zurückzuweisen (Art. 64 Abs. 1 OG). Aus verfahrensökonomischen Gründen rechtfertigt sich indes die materielle Behandlung der klägerischen Vorbringen, soweit sich der Sachverhalt aus den vorinstanzlichen Erwägungen sinngemäss erschliessen lässt.