Citation: 1C_412/2023 E. 3.3

3.3. Im Zeitpunkt des erstinstanzlichen Entscheids galt Ziff. 63 Anhang 1 NISV Stand 1. Juni 2019. Die strittige Baubewilligung berücksichtigte die Strahlung der adaptiven Antennen ohne Anwendung eines Korrekturfaktors nach der sog. "worst case"-Betrachtung. Dies bedeutet, dass deren Strahlung wie bei konventionellen Antennen nach dem maximalen Gesprächs- und Datenverkehr bei maximaler Sendeleistung und basierend auf die (umhüllenden) Antennendiagramme zu beurteilen ist, die für jede Senderichtung den maximal möglichen Antennengewinn berücksichtigen (vgl. Urteil 1C_100/2021 vom 14. Februar 2023 E. 6.3.2 mit Hinweisen). Die Anwendung des Korrekturfaktors und die entsprechende Änderung der NISV bilden nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens. Auf die Ausführungen in der Beschwerde zur Einführung des Korrekturfaktors und zur in diesem Zusammenhang geltend gemachten Verletzung des Vorsorgeprinzips ist daher nicht einzugehen. Ebenfalls nicht Verfahrensgegenstand ist die Frage, ob die Zürcherischen Baubehörden Gesuche zur Anwendung eines Korrekturfaktors auf bisher nach der "worst case"-Betrachtung beurteilten adaptiven Antennen einem Baubewilligungsverfahren unterstellen oder die Einführung einer "nachhaltigen Digitalisierung". Soweit sich die Beschwerdeführer dazu äussern, ist auch darauf nicht weiter einzugehen.