Citation: 1C_675/2021 E. A

A.________ ist Eigentümerin der Parzelle Nr. 4529 in Zermatt. Nachdem die Einwohnergemeinde Zermatt festgestellt hatte, dass auf der Parzelle Bauarbeiten ausgeführt worden waren, die über eine zuvor erteilte Baubewilligung hinausgingen, verfügte sie einen Baustopp und setzte eine Frist für ein nachträgliches Baugesuch. A.________ reichte am 22. Dezember 2015 ein solches ein. Mit Verfügung vom 2. September 2016 verweigerte die Einwohnergemeinde dem Projekt die Bewilligung, weil es ihres Erachtens die Vorgaben des Bundesgesetzes vom 20. März 2015 über Zweitwohnungen (Zweitwohnungsgesetz, ZWG; SR 702) nicht einhielt. Zudem verfügte es den Rückbau der bereits erstellten Bauteile. Letztinstanzlich bestätigte das Kantonsgericht Wallis mit Urteil vom 29. Juni 2018 sowohl den Bauabschlag als auch die Anordnung der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands. Am 5. Juli 2018 reichte F.________ ein Baugesuch für den Bau eines Personalhauses auf der Parzelle Nr. 4529 ein. Dagegen erhoben vier Personen Einsprache: E.________, D.________, C.________ und B.________. Mit Entscheid vom 25. Juli 2019 hiess die Einwohnergemeinde die Einsprachen gut, soweit sie nicht gegenstandslos geworden waren, und verweigerte die Baubewilligung. Zur Begründung hielt sie fest, dass kein genügender Bedarf an Dienstwohnungen ersichtlich sei, weshalb eine Bewilligung als Erstwohnungen nach Art. 2 Abs. 3 lit. g ZWG ausser Betracht falle. Mit Entscheid vom 6. September 2019 ordnete sie zudem die Vollstreckung der von ihr früher erlassenen Wiederherstellungsverfügung an. Gegen die Entscheide der Einwohnergemeinde vom 25. Juli 2019 und 6. September 2019 erhob A.________ Beschwerde beim Staatsrat des Kantons Wallis. Dieser vereinigte die beiden Verfahren und wies die Beschwerden mit Entscheid vom 28. April 2021 ab. Eine von A.________ dagegen erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde wies das Kantonsgericht mit Urteil vom 29. September 2021 ab, soweit es darauf eintrat. Hinsichtlich des Bauabschlags legte es dar, dass sich F.________ als Baugesuchstellerin dagegen nicht gewehrt habe. A.________ sei dagegen nicht Baugesuchstellerin, weshalb sie nicht zur Beschwerde berechtigt sei. Der Staatsrat hätte deshalb auf ihr Rechtsmittel insoweit nicht eintreten dürfen. Selbst wenn auf die Beschwerde in diesem Punkt einzutreten wäre, wäre sie inhaltlich unbegründet. Auch die Kritik an der Vollstreckungsverfügung erachtete das Kantonsgericht als unberechtigt.