Citation: 2C_585/2017 E. 6.2.2

6.2.2. Die Verfügung der ESTV ist in der Form einer Feststellungsverfügung ergangen. Wäre diese Verfügung in Rechtskraft erwachsen, hätte sie zur Erhebung der Mehrwertsteuer auf den Beiträgen des Bundes unter dem Leistungsauftrag 2014 - 2016 für das Jahr 2017 geführt. Es rechtfertigt sich daher, den Streitwert anhand dieser hypothetischen Mehrwertsteuerforderung zu bestimmen. Den Gerichtsakten kann nicht entnommen werden, wie hoch die Beiträge für das Jahr 2017 genau ausgefallen sind. Die Parteivertreter des Beschwerdegegners stützen ihre Kostennote auf einen Gesamtbetrag von ungefähr CHF 6'000'000.--. Dieser Betrag scheint angesichts der für die Jahre 2014 - 2016 vorgesehenen Beiträge plausibel. Die hypothetische Mehrwertsteuerforderung hätte gemäss dem für das Steuerjahr 2017 geltenden Satz von 8 Prozent ungefähr Fr. 480'000.-- betragen. Bei diesem Streitwert sieht Art. 4 Regl. einen Rahmen für die Parteientschädigung von Fr. 5'000.-- bis Fr. 15'000.-- vor. Das Honorar ist innerhalb dieses Rahmens nach der Wichtigkeit der Streitsache, ihrer Schwierigkeit sowie dem Umfang der Arbeitsleistung und dem Zeitaufwand des Anwalts oder der Anwältin zu bemessen. Zu berücksichtigen ist vorliegend auch, dass der Beschwerdegegner sich bereits vor Bundesverwaltungsgericht mit den gleichen Rechtsfragen auseinandersetzen musste. Es rechtfertigt sich daher, das zu entschädigende Honorar auf Fr. 10'000.-- festzusetzen, zuzüglich der geltend gemachten Auslagen von Fr. 692.15. Soweit die Kostennote der Parteivertreter des Beschwerdegegners diesen Betrag übersteigt, ist der geltend gemachte Aufwand des Beschwerdegegners übermässig und zu kürzen.