Citation: 6B_199/2022 E. 3.2

3.2. Die Rügen der Beschwerdeführerin sind unbegründet. Die Vorinstanz erwägt, die Beschwerdeführerin habe von April 2015 bis April 2019, also innerhalb von vier Jahren, einen Nettoerlös von Fr. 46'500.-- erzielt. Damit liegt ein erheblicher Gewinn im Sinn der Rechtsprechung vor. Auf den Zeitraum, in dem der erhebliche Gewinn und der grosse Umsatz erzielt werden, kommt es nicht an (BGE 129 IV 188 E. 3.2.2). Die Vorinstanz legt überzeugend dar, dass die Beschwerdeführerin die deliktische Tätigkeit nach der Art eines Berufs ausübte. Dies ergibt sich aus der Zeit und den Mitteln, welche sie aufwandte, aber auch aus der Häufigkeit der Einzelakte. Die Vorinstanz weist darauf hin, dass die Beschwerdeführerin 46 Kurierfahrten unternahm, 43 davon vom relativ entfernten U.________ aus und nur deren 3 von V.________ aus. Auf vier Jahre umgerechnet habe sie fast einmal pro Monat Drogen geschmuggelt. Dafür habe sie ihre freien Sonntage und Montage eingesetzt. Diese Erwägungen sind nicht zu beanstanden. Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, ändert an der Qualifikation der Gewerbsmässigkeit nichts, dass die Beschwerdeführerin gleichzeitig legal erwerbstätig war. Die kriminelle Einnahmequelle braucht nicht den hauptsächlichen oder regelmässigen Erwerb zu bilden. Eine nebenberufliche deliktische Tätigkeit kann als Voraussetzung für Gewerbsmässigkeit genügen, weil auch in diesem Fall die erforderliche soziale Gefährlichkeit gegeben sein kann. Gemäss den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz arbeitete die Beschwerdeführerin im vierjährigen Deliktszeitraum als Hilfsköchin zu einem Monatslohn von Fr. 4'000.--, wobei sie einer Lohnpfändung unterlag und während zwei Jahren zu 70 % tätig war. Die Beschwerdeführerin erzielte mit den Drogen im Durchschnitt rund Fr. 1'000.-- pro Monat. Es ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz bei dieser Ausgangslage zum Schluss gelangt, dass die deliktischen Einkünfte massgeblich zur Finanzierung ihrer Lebensgestaltung beisteuerten. Dies würde auch dann gelten, wenn keine Lohnpfändung bestanden hätte und der Beschwerdeführerin der ganze Lohn als Hilfsköchin ausbezahlt worden wäre. In subjektiver Hinsicht weist die Vorinstanz darauf hin, das primäre Motiv der Beschwerdeführerin sei auf die Finanzierung ihrer Lebensgestaltung gerichtet gewesen. So habe sie immer wieder zu Protokoll gegeben, den Gaunerlohn für die Rückzahlung von Schulden und den eigenen Lebensbedarf verwendet zu haben. Die Vorinstanz berücksichtigt zutreffend, dass die Beschwerdeführerin vielfach delinquierte. Zudem habe sie auf entsprechende Nachfrage ausdrücklich eingeräumt, dass sie weiter Drogen transportiert hätte, wenn sie nicht gefasst worden wäre. Schliesslich erwägt die Vorinstanz, die Beschwerdeführerin habe 3'148 Gramm reines Kokain an ihrem Wohnort aufbewahrt. Sie stellt willkürfrei fest, dass die Beschwerdeführerin dafür je Fr. 1'000.--, also insgesamt Fr. 2'000.-- erhielt. Entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin stellt die Vorinstanz nicht fest, die Beschwerdeführerin habe "monatlich rund Fr. 2'000.-- erzielen können mit Transport und Besitz". Von Willkür kann keine Rede sein. Die Beschwerdeführerin behauptet, der Umsatz habe weniger als Fr. 100'000.-- betragen. Weshalb dem so sein soll, begründet sie nicht. Und es ist auch nicht ersichtlich, denn es steht fest, dass sie 42'688 Gramm reines Kokain transportierte und 3'148 Gramm reines Kokain aufbewahrte. Der Marktwert dieser Drogenmenge liegt im Millionenbereich.