Citation: 8C_546/2007 06.08.2008 E. 3

3.1 Beim Unfall vom 2. Januar 2000 zog sich der Beschwerdeführer eine Beckenringfraktur und eine Harnblasenruptur zu. Seither leidet er an glaubhaften Schmerzen, welche bisher indessen trotz eingehenden klinischen und bildgebenden Abklärungen nicht objektiviert werden konnten. Obwohl das Schmerzbild vom nervus ischiadicus auszugehen scheint, konnten mittels MR des Beckens keine Zeichen einer Raumforderung oder einer sonstigen Pathologie mit Beziehung zum nervus ischiadicus links gefunden werden. Auch die Elektromyographie zeigte gemäss Bericht des Dr. med. E.________ vom 28. Juli 2001 keine neurologischen Ausfälle und keinen Hinweis auf eine Läsion des nervus ischiadicus. Eine Diskushernie wurde mittels MRI ausgeschlossen. PD Dr. med. K.________, welcher sich im Gutachten vom 25. Februar 2003 mit der Schmerzproblematik auseinandergesetzt hat, ging angesichts der Schwierigkeit einer medizinischen Zuordnung von unspezifischen und uncharakteristischen posttraumatischen Beschwerden ohne neurogene Beteiligung aus. Da der Versicherte angab, nicht längere Zeit sitzen oder stehen zu können, ohne dass Schmerzen auftreten würden, empfahl der Gutachter eine Tätigkeit in abwechselnd sitzender und stehender Position. Die bisher ausgeübte vorwiegend intellektuelle Erwerbstätigkeit bezeichnete er als den Restbeschwerden in idealer Weise angepasst, sofern der Arbeitsplatz ergonomisch eingerichtet werde. Aufgrund der unter diesen Voraussetzungen attestierten vollen Arbeitsfähigkeit wurden die Taggeldleistungen eingestellt. 3.2 Mit Rückfallmeldung vom 7. April 2006 macht der Beschwerdeführer eine Verschlimmerung der Schmerzproblematik, das Auftreten von psychischen Beeinträchtigungen und als Folge davon eine Verminderung der Arbeitsfähigkeit geltend. Zudem bringt er vor, neuere Arztberichte würden belegen, dass PD Dr. med. K.________ in seinem Gutachten vom 25. Februar 2003 fälschlicherweise davon ausgegangen sei, der nervus ischiadicus sei nicht verletzt worden. Gleichzeitig reichte er der Mobiliar den Bericht des Dr. med. M.________ vom 16. September 2005 ein, gemäss welchem der Versicherte im Wesentlichen an Schmerzen und Gefühlsstörungen im Ausbreitungsgebiet des nervus ischiadicus am linken Bein leide. Weiter legte er den Bericht des Dr. med. H.________ vom 4. Januar 2006 auf, welcher einen Verdacht auf larvierte Depression und Schmerzmittelabusus diagnostizierte und von einer um rund 50 % reduzierten Arbeitsfähigkeit ausging. Weiter gab er den Bericht des Dr. med. T.________ vom 12. August 2005 zu den Akten. Die Beschwerdegegnerin unterbreitete die medizinischen Unterlagen PD Dr. med. K.________, welcher am 22. Mai 2006 Stellung nahm. Dabei nahm er eine Analyse der seit seiner Begutachtung vom 25. Februar 2003 ergangenen ärztlichen Berichte vor, wobei er zum Schluss gelangte, eine neurogene Beteiligung des Beinplexus links am Beschwerdebild habe auch aufgrund der neueren Untersuchungen nicht objektiviert werden können. Da eine solche bisher weder neuroklinisch, elektroneurographisch oder elektromyographisch noch kernspintomographisch habe nachgewiesen werden können, seien die Beschwerden weiterhin als posttraumatische Schmerzen unspezifischer, uncharakteristischer Art zu beurteilen. Im Nachgang zu seiner Begutachtung vom 25. Februar 2003 seien keine elektorneurographische Untersuchungen veranlasst worden, die allein den Nachweis einer Ischiadicusläsion hätten erbringen können. In seiner sich allein auf die Akten stützenden Beurteilung vom 22. Mai 2006 hielt PD Dr. med. K.________ an einer vollen Arbeitsfähigkeit für eine vorwiegend intellektuelle Tätigkeit, welche teils sitzend, teils stehend ausgeübt werden könne, fest. Zur näheren Präzisierung der Möglichkeit einer Schädigung plexonaler Anteile im Beckenraum empfahl er die Zuweisung des Beschwerdeführers an einen in Elektroneurographie hochspezialisierten Neurologen, da unter dem Gesichtspunkt zunehmender Verwachsungen und Vernarbungen im Beckenraum nach erlittener Beckenringfraktur und osteosynthetischer Stabilisierung eine gewisse Schmerzzunahme nicht rundwegs auszuschliessen sei.