Citation: 2A.368/2002 23.07.2002 E. 2.2

2.2.1 Ein Ausländer kann zur Sicherstellung des Vollzugs eines erstinstanzlichen Weg- oder Ausweisungsentscheids in Ausschaffungshaft genommen werden, wenn konkrete Anzeichen befürchten lassen, dass er sich der Ausschaffung entziehen will, insbesondere weil sein bisheriges Verhalten darauf schliessen lässt, dass er sich behördlichen Anordnungen widersetzt (Art. 13b Abs. 1 lit. c ANAG [SR 142.20], "Untertauchensgefahr"). Dies ist in der Regel der Fall, wenn der Betroffene bereits einmal untergetaucht ist, behördlichen Anordnungen keine Folge leistet, hier straffällig wird, durch erkennbar unglaubwürdige und widersprüchliche Angaben die Vollziehungsbemühungen zu erschweren versucht oder sonst wie klar zu erkennen gibt, dass er auf keinen Fall in sein Heimatland zurückzukehren bereit ist (BGE 125 II 369 E. 3b/aa S. 375; 122 II 49 E. 2a S. 51). 2.2.2 Der Beschwerdeführer reichte gemäss den Feststellungen im angefochtenen Entscheid 1998 unter dem Namen X.________ ein Asylgesuch ein, welches das Bundesamt für Flüchtlinge abwies, worauf der Beschwerdeführer ab dem 16. Juni 1999 als verschwunden galt. Am 25. März 2001 versuchte er am Flughafen Basel unter Verwendung eines gestohlenen südafrikanischen, auf den Namen Y.________ lautenden Reisepasses in die Schweiz einzureisen, worauf er noch an der Grenze zurückgewiesen wurde. Am 11. Juli 2002 wies er sich anlässlich einer polizeilichen Kontrolle in Basel mit einem verfälschten, auf den Namen Z.________ lautenden englischen Pass aus. Damit hat der Beschwerdeführer klar zu erkennen gegeben, dass er nicht bereit ist, freiwillig in seine Heimat zurückzukehren. Er bietet keine Gewähr dafür, dass er sich ohne Haft zu gegebener Zeit für den Vollzug der Ausschaffung zur Verfügung halten wird. Wie er ohne gültige Papiere rechtmässig in ein anderes Land einreisen könnte, tut er nicht dar und ist nicht ersichtlich. Da auch alle übrigen Haftvoraussetzungen erfüllt sind - insbesondere nicht gesagt werden kann, für den Beschwerdeführer, dessen Herkunft zurzeit nicht feststeht, liessen sich in absehbarer Weise zum Vornherein keine Reisepapiere beschaffen (vgl. BGE 125 II 217 E. 2 S. 220) -, wurde die Ausschaffungshaft zu Recht genehmigt. Es kann für alles Weitere auf die zutreffenden Ausführungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Art. 36a Abs. 3 OG).