Citation: 6B_967/2015 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer macht eine Verletzung des Anklagegrundsatzes geltend. Das erkennende Gericht sei in tatsächlicher Hinsicht an den von der Anklagebehörde in der Anklageschrift umschriebenen Sachverhalt gebunden. Vorliegend sei der Tatbestand lediglich wie folgt umschrieben: "Teilnahme an einer unbewilligten Demonstration (Nachdemonstration zu "Tanz Dich frei"); Ort/Zeit: 8400 Winterthur (...) beim Holzmann, 19. Oktober 2013, 15:00 bis 20:00 Uhr."). Die Verurteilung sei aber wegen einer über den Gemeingebrauch hinausgehenden Benützung des öffentlichen Grundes ohne Bewilligung erfolgt. Im Anklagesachverhalt hätte damit umrissen werden müssen, inwieweit eine über den Gemeingebrauch hinausgehende Benützung des öffentlichen Grundes vorgelegen habe, dass in diesem Zusammenhang die erforderliche Bewilligung nicht eingeholt worden sei und was dem Beschwerdeführer konkret in Bezug auf diese beiden Punkte vorgeworfen werde.