Citation: 5A_489/2007 23.11.2007 E. A

A.a Am 31. August 2004 versteigerte das Betreibungsamt K.________ das in L.________ gelegene Grundstück Nr. xxxx, das damals im Eigentum der Erben von Y.________ stand. Auf dem Grundstück lasteten verschiedene den Grundpfandrechten nachgehende Dienstbarkeiten, unter anderem auch solche zu Gunsten des angrenzenden Grundstücks Nr. yyyy der Erbengemeinschaft X.________. Auf Begehren der Bank M.________ als Grundpfandgläubigerin kam es zu einem Doppelaufruf. Im zweiten Aufruf wurde das Grundstück für Fr. 8'005'000.-- zugeschlagen. Nach Deckung der pfandversicherten Forderungen und der Kosten des Betreibungsamtes verblieb ein Betrag von Fr. 763'541.49. Die Erbengemeinschaft X.________ machte den ganzen Überschuss als Wert der gelöschten Dienstbarkeiten geltend. Daneben forderten zwei weitere Ansprecher Abfindungen. Das Betreibungsamt wies in der am 16. November 2004 aufgelegten Verteilungsliste den gesamten Überschuss der Erbengemeinschaft X.________ zu und forderte die beiden anderen Ansprecher unter Ansetzung einer Frist von zwanzig Tagen auf, gegebenenfalls Kollokationsklage zu erheben. A.b Mit einer gegen die Verteilungsliste gerichteten betreibungsrechtlichen Beschwerde verlangten die Erben von Y.________, den gesamten Überschuss (der sich nach Abrechnung der Grundstückgewinnsteuern nunmehr auf Fr. 706'981.49 belief) ihnen zuzuweisen. Gestützt auf die von ihr angeordnete Expertise wies die Vizepräsidentin des Bezirksgerichts Weinfelden als untere Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen mit Verfügung vom 20. Oktober 2005 der Erbengemeinschaft X.________ für die gelöschten Dienstbarkeiten den Betrag von Fr. 127'164.20 zu. Die durch die Erbengemeinschaft X.________ gegen diesen Entscheid eingereichte Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Thurgau als (obere) kantonale Aufsichtsbehörde am 19. Dezember 2005 ab. A.c Die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Bundesgerichts trat mit Urteil vom 13. Juni 2006 (7B.27/2006) auf die von der Erbengemeinschaft X.________ erhobene Beschwerde nicht ein, hob aber den obergerichtlichen Beschluss wegen Nichtigkeit von Amtes wegen auf. Sie kam zum Schluss, dass nicht die Aufsichtsbehörde, sondern - aufgrund einer Kollokations- bzw. Rückforderungsklage - der Richter über die Höhe einer Entschädigung für gelöschte Dienstbarkeiten zu befinden habe (BGE 132 III 539 E. 3.2 und 3.3 S. 542 ff.).