Citation: 5A_184/2023 E. 3.3.2

3.3.2. Gründe, der Trennungsvereinbarung gestützt auf Art. 279 ZPO die Genehmigung zu verweigern, sind keine zu erkennen. Namentlich übersieht der Beschwerdeführer, dass die Trennungsvereinbarung nicht nur einen Unterhaltsanspruch der Beschwerdegegnerin von EUR 15'000.-- pro Monat aufführt, sondern zusätzlich zwei Kreditkarten erwähnt, welche die Ehefrau auch in Zukunft verwenden darf. Es ist deshalb nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz davon ausgegangen ist, dass der Unterhaltsanspruch nicht auf EUR 15'000.-- begrenzt ist. Dass die (rudimentäre) Trennungsvereinbarung auch anders ausgelegt werden könnte, begründet keine Willkür (vgl. etwa Urteil 4A_451/2014 vom 28. April 2015 E. 3.1.3 a.E.). Entsprechend kann der Beschwerdeführer auch nichts aus dem Umstand ableiten, dass die Beschwerdegegnerin im Verlauf des Prozesses erklärte, dass er ihr nach der Trennung monatlich durchschnittlich Fr. 17'600.-- Unterhalt zahlte. Ebenfalls ohne Belang ist, dass dieser Betrag über dem später vom Eheschutzgericht zugesprochenen Unterhalt liegt: Im Rahmen einer Unterhaltsvereinbarung sind die Ehegatten grundsätzlich frei, auf welchen Betrag sie sich verständigen wollen. Vorbehalten bleibt der Fall, dass sich die Vereinbarung später als offensichtlich unangemessen herausstellt (Art. 279 Abs. 1 ZPO; weiterführend ARNDT/BRÄNDLI, Scheidungskonvention auf Vorrat, in: Zehnte Schweizer Familienrecht§Tage, S. 59 ff., insbes. S. 67; MEIER, Licité des conventions anticipée de divorce, in: Newsletter DroitMatrimonial.ch November 2019, S. 3). Dies tut der Beschwerdeführer nicht in einer dem Rügeprinzip genügenden Weise dar. Erst recht keine Willkür ist der Vorinstanz vorzuwerfen, wenn sie aus der unwidersprochenen Entgegennahme tieferer als der versprochenen Unterhaltsleistungen nicht den Schluss gezogen hat, dass die Beschwerdegegnerin auf den Differenzbetrag verzichtet hat. Schliesslich ist auch mit der Behauptung des Beschwerdeführers nichts gewonnen, dass es in Folge des angefochtenen Entscheids zu einer für den Eheschutz verpönten Vermögensverschiebung kommt. Unter diesen Umständen kann der Vorinstanz auch nicht vorgeworfen werden, das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers (Art. 29 Abs. 2 BV) verletzt zu haben.