Citation: U 112/05 02.12.2005 E. 6

Wie in Erwägung 3 angegeben, unterliegen Berichte und Gutachten versicherungsinterner Ärzte wie andere Beweismittel der freien richterlichen Beweiswürdigung. Es kann ihnen Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit sprechen. Bestehen Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Der Bericht von Dr. med. H.________ erfüllt sämtliche dieser Voraussetzungen und die Rückweisung der Beschwerdesache an die Verwaltung zu zusätzlichen Abklärungen erübrigt sich. Der Beschwerdeführer erlitt, wie von den Ärzten im Zeitraum des Unfalles und später stets angegeben, beim Sturz vom 18. Oktober 2002 eine leichte traumatische Hirnverletzung (Commotio cerebri), welche - als voll reversible Hirnfunktionsstörung ohne anatomische Veränderung (Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl., zu "Commotio cerebri") - beim überwiegenden Teil der Betroffenen eine sehr gute Prognose hat (vgl. Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, Berlin/New York, 260. Aufl., Berlin/New York 2004, S. 1772 zu "Syndrom, postkommotionelles"). Was den von Dr. med. U.________ dem Beschwerdeführer zugeschriebenen "Drehschwindel mit Gangabweichungen nach rechts seit dem Unfall" betrifft, der nach zutreffender Aussage von Dr. med. H.________ in der fraglichen Zeit nie dokumentiert wurde, wäre bei Schwanken und Fallneigung, die für eine die Wirbelsäule betreffende spinale Störung gesprochen hätten, vom untersuchenden Arzt ein "positives Romberg-Zeichen" oder ein "positiver Romberg" angegeben worden (vgl. Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl., zu "Romberg-Versuch"). Die Stand- und Gangprüfung einen Monat nach dem Unfall war jedoch unauffällig. Der Neurolge Dr. med. E.________ gab am 12.November 2002 lediglich "leichtes Schwanken beim Romberg-Versuch" und "leicht unsicherer Strichgang mit geschlossenen Augen" an.