Citation: 6B_332/2023 E. 3.1.1

3.1.1. Sie widerlegt zunächst mit eingehender Begründung den Einwand des Beschwerdeführers, der Raubüberfall habe möglicherweise gar nicht stattgefunden, da D.________ diesen nur vorgetäuscht haben könnte, um einen eigenen Diebstahl zu kaschieren. D.________ habe das Kerngeschehen stets detailreich und inhaltlich gleichbleibend geschildert. Gemäss Anklageschrift hätten drei (bis heute nicht identifizierte) Personen am 22. März 2018 nach neun Uhr abends, als D.________ den Besuch des mit ihm befreundeten Beschwerdeführers erwartet habe, geklingelt. Zwei Täter hätten ihn gepackt und ein dritter Täter habe ihn mit einer Schusswaffe bedroht. Da es den Tätern nicht gelungen sei, ihn mit den mitgeführten Kabelbindern zu fesseln, hätten sie ihn am rechten Arm mit seinem Gürtel am Heizkörper angebunden und hätten ihm eine Maske über den Kopf gezogen. Sie hätten dann mehrmals nach den Codes für den Zugang und das Ausschalten der Alarmanlage sowie für den Tresor der E.________-Filiale in U.________ gefragt. D.________ habe den Tätern in der Aufregung die gewünschten Angaben preisgegeben, habe aber aufgrund seiner Angst unbewusst den Ablauf bei der Codeeingabe verwechselt. Zwei der Täter seien dann gegangen, einer sei bei ihm geblieben. Als dieser von seinen Komplizen am Telefon erfahren habe, dass vor Ort ein Alarm ausgelöst worden sei, hätte er von D.________ wissen wollen, wie der Alarm ausgeschaltet werden könne. Darauf habe D.________ geantwortet, dies sei nicht möglich, woraufhin die anderen beiden Täter zurück in seine Wohnung gekommen seien und gesagt hätten, er hätte sie "verarscht" und er müsse jetzt selbst das Geld bis Mitternacht aus dem Tresor holen. Sie würden jetzt gehen und er dürfe sich dann befreien. Nachdem ihm dies gelungen sei, habe D.________ sofort die Polizei alarmiert. Diese sei schon bei ihm gewesen als der zweite Telefonanruf der Täter kam, in welchem sie sich erkundigten, ob er die Tageseinnahmen aus dem Tresor beschafft habe. Die Polizei habe diesen Anruf mitgehört. Die Vorinstanz gibt zahlreiche Depositionen von D.________, sowohl zum Kern- als auch zum Randgeschehen, wieder, welche darauf hindeuteten, dass er tatsächlich Erlebtes zu Protokoll gab. Sie hält fest, die Aussagen von D.________ seien nicht stereotyp, enthielten eine Vielzahl von Realitätskriterien und seien in jeder Hinsicht glaubhaft. Zudem würden seine Aussagen durch zahlreiche objektive Beweismittel untermauert. Als er sich habe befreien können, habe er sofort die Polizei alarmiert. Weshalb der Alarm beim Eintreffen der Polizei deaktiviert gewesen ist, könne offenbleiben. Die Verteidigung mache zu Unrecht einen Widerspruch in der Aussage von D.________ geltend, wonach er behauptet habe, die Täter hätten den Alarm gehört, während gemäss Rapport ein stiller Alarm ausgelöst worden sei. Den Akten lasse sich entnehmen, dass auch die Alarm-Art "Einbruch still" akustisch sehr wohl wahrnehmbar sei. Sodann sei auch der Einwand der Verteidigung, D.________ könnte den Alarm deaktiviert haben, klar widerlegt. Es bestehe kein Grund, an der Sachdarstellung von D.________ zu zweifeln.