Citation: 8C_685/2007 10.01.2008 E. 3

3.1 Das kantonale Gericht hat in Würdigung der medizinischen Akten gestützt auf das Gutachten der MEDAS vom 22. März 2006 in tatsächlicher Hinsicht festgestellt, dass beim Versicherten weder organisch hinreichend erklärbare oder psychische Unfallfolgen vorliegen, noch die typischen Symptome nach Schleudertrauma der Halswirbelsäule gegeben sind, weshalb die Einstellung der Versicherungsleistungen per 31. Mai 2004 rechtens war. 3.2 Was der Beschwerdeführer gegen die Schlüssigkeit des MEDAS-Gutachtens vorbringt, vermag keine Zweifel an dessen Beweiswert zu begründen: Zwar trifft es zu, dass in der Zusammenfassung des den Gutachtern vorliegenden Dossiers ein Bericht erwähnt wurde, welcher sich auf eine andere versicherte Person bezieht. Da jedoch weder in der Anamnese noch in der Beurteilung weiter auf diesen Bericht eingegangen wurde, vermag dieser Umstand noch nicht das ganze Gutachten als wertlos erscheinen zu lassen. Ob der Umfang der Schulterbeschwerden richtig wiedergeben wurde, kann offen bleiben, da auch der Versicherte nicht geltend macht, diese seien unfallkausal. Bezüglich der Unfallkausalität der Kieferbeschwerden steht das Gutachten nicht im Widerspruch zum schädel-, kiefer- und gesichtschirurgischen Teilgutachten vom 24. Januar 2006. Zwar bejahen die Kieferchirurgen einen Kausalzusammenhang zwischen den Kiefergelenkschmerzen und den Beschwerden im Bereich der Halswirbelsäule (HWS); wie jedoch im Hauptgutachten nachvollziehbar und schlüssig dargelegt wurde, sind die HWS-Beschwerden degenerativer Natur und nicht unfallkausal. Entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers haben die MEDAS-Gutachter den Tinnitus nicht übersehen, sondern einen Kausalzusammenhang zwischen den Unfällen vom 23. Februar 2001 und 22. März 2003 einerseits und den vom Versicherten geklagten Hörbeschwerden andererseits ausdrücklich verneint. Auch aus den vom Beschwerdeführer eingereichten Unterlagen geht nicht hervor, dass eine medizinische Fachperson einen Kausalzusammenhang zwischen den Unfällen und dem Tinnitus bejaht hätte. Gegenüber Dr. med. T.________ hat sich der Versicherte im Übrigen dahingehend geäussert, dass er bereits vor dem ersten Unfall unregelmässig ein Pfeifen im rechten Ohr verspürt habe. Aus diesen Gründen ist auch bezüglich der Unfallkausalität des Tinnitus auf das MEDAS-Gutachten abzustellen. 3.3 Somit haben Vorinstanz und Verwaltung dem MEDAS-Gutachten zu Recht vollen Beweiswert zuerkannt; die Feststellung, dass nach dem 31. Mai 2004 überwiegend wahrscheinlich keine unfallkausalen Beschwerden mehr vorgelegen haben, ist nicht zu beanstanden. Einsprache- und kantonaler Gerichtsentscheid waren somit rechtens.