Citation: 4P.135/2005 20.09.2005 E. 6

Der Grundsatz des rechtlichen Gehörs gemäss Art. 29 Abs. 2 BV verlangt als persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht, dass die Behörde die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tatsächlich hört, sorgfältig und ernsthaft prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die grundsätzliche Pflicht der Behörden, ihren Entscheid zu begründen. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass der Betroffene den Entscheid gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Dies ist nur möglich, wenn sowohl er wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheids ein Bild machen können (BGE 129 I 232 E. 3.2 S. 236). Die Behörde muss sich nicht ausdrücklich mit jeder Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen, sondern kann sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 112 Ia 107 E. 2b S. 110 mit Hinweisen). Aber es müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid stützt (BGE 126 I 97 E. 2b S. 102 mit Hinweisen). Dem Beschwerdeführer kann nicht gefolgt werden, wenn er die Ansicht vertritt, der Kantonsgerichtspräsident habe diesen minimalen Anforderungen an die Begründung nicht genügt, indem er die Gegenpartei bzw. deren Agenten nicht als Vermittlungsmakler qualifiziert habe. Diese Qualifikation erfolgte im Rahmen der rechtlichen Prüfung der vom Beschwerdeführer bestrittenen Zulässigkeit der Doppelmaklerei und betrifft eine Rechtsfrage. Weshalb dem Beschwerdeführer nicht möglich sein sollte, die rechtliche Qualifikation im angefochtenen Entscheid sachgerecht anzufechten, ist nicht nachvollziehbar. Dass er nicht begründet (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG), inwiefern einschlägige Bundesrechtsnormen willkürlich ausgelegt oder angewendet worden sein sollen, ändert nichts daran, dass eine sachgerechte Anfechtung objektiv möglich wäre. Die Rüge der Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV ist unbegründet, soweit sie den Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG überhaupt genügt.