Citation: 5A_913/2023 E. 3

Der Beschwerdeführer erhebt keine substanziierten Verfassungsrügen. Zwar finden sich die Worte "willkürlich", "rechtliches Gehör" und "überspitzter Formalismus", aber die Ausführungen bleiben insgesamt appellatorisch, soweit sie sich überhaupt auf die Sache beziehen (primär werden die urteilende Richterin und insbesondere die mitwirkende Gerichtsschreiberin persönlich angegriffen, dazu E. 4). Ohnehin wären sie aber nicht geeignet, Verfassungsrügen im Zusammenhang mit der Kernbotschaft, die Berufungsanträge seien nun wirklich sehr einfach zu verstehen und das Kantonsgericht verkenne mutwillig alles, zu begründen: Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, es hätte ihm wenn schon Gelegenheit zur Verbesserung gegeben werden müssen, übergeht er, dass die Beschwerdegegnerin in der Berufungsantwort das Nichteintreten auf die Berufung verlangt hat mit der Begründung, diese enthalte weder korrekte Rechtsbegehren noch eine hinreichende Begründung, und er Gelegenheit zur Replik hatte, wovon er durch Einreichung einer Replikschrift denn auch Gebrauch gemacht hat. Zur Sache selbst ist festzuhalten, dass bei reformatorischen Rechtsmitteln kassatorische Begehren im Grundsatz unzulässig sind; vielmehr ist ein Antrag in der Sache zu stellen, d.h. es ist anzugeben, welche Punkte des Entscheides angefochten und welche Abänderungen beantragt werden (BGE 133 III 489 E. 3.1; 134 III 379 E. 1.3; 136 V 131 E. 1.2). Überdies sind Rechtsbegehren im Zusammenhang mit dem Unterhalt zu beziffern, was namentlich auch für die Berufung gilt (Art. 311 Abs. 1 ZPO; BGE 137 III 617 E. 4.3), und zwar auch dort, wo im Zusammenhang mit Unterhaltsforderungen für Kinder die Offizialmaxime und der Untersuchungsgrundsatz zum Tragen kommen (BGE 137 III 617 E. 4.5 bzw. E. 5). Strebte der Beschwerdeführer - was er vor Bundesgericht behauptet, aber aus der Berufungsschrift nicht ansatzweise klar wird - offenbar an, dass weiterhin die Unterhaltsbeiträge gemäss der Scheidungskonvention gelten sollen, so hätte er ein reformatorisches Begehren um Abweisung der Abänderungsbegehren bzw. des Gesuches um vorsorgliche Massnahmen stellen oder dies wenigestens in der Berufungsbegründung klar zum Ausdruck bringen müssen. Indem weder ein taugliches Rechtsbegehren gestellt wurde noch aus der Beschwerdebegründung erkennbar war, in welche Richtung die Intention gehen sollte (allenfalls bisheriger Betrag gemäss Scheidungskonvention, allenfalls tiefere Unterhaltsbeträge, allenfalls gänzliche Aufhebung des Ehegattenunterhaltes, allenfalls zusätzlich auch Aufhebung des Kindesunterhaltes) ist insbesondere auch der Vorwurf einer Gehörsverletzung und des überspitzten Formalismus nicht greifbar.