Citation: 7B_392/2024 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz erwägt zusammengefasst, die vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers eingereichte Kostennote erfasse drei Zeitperioden (November bis Dezember 2022; Januar bis April 2023; Mai bis Juli 2023), anlässlich welcher nicht näher aufgeschlüsselte Aufwendungen (E-Mail, Vorbereitung Einvernahme, Tel., Aktenstudium usw.) mit einer Gesamtstundenanzahl aufgeführt würden. Eine solche Kostennote könne mangels genügender Detaillierung nicht nachvollzogen werden. Sodann lege der Beschwerdeführer selbst in der Beschwerde mit Ausnahme des Hinweises auf die Einvernahmen (Aufwand von 16 Stunden) nicht dar, inwiefern der Stundenaufwand gerechtfertigt sein sollte. Schliesslich werde Aufwand im Zusammenhang mit einem Ermächtigungsverfahren aufgeführt, welcher hingegen nicht das gegen den Beschwerdeführer geführte Ermächtigungsverfahren betreffen könne, da er an diesem gar nicht beteiligt gewesen und der Aufwand aufgrund der zeitlichen Angaben auch später erfolgt sei. Ebenso werde Aufwand im Zusammenhang mit einem Chefredakteur erwähnt, was ebenfalls keinen Verteidigungsaufwand darstellen könne. Der genaue Umfang dieser verfahrensfremden Aufwendungen sei nicht eruierbar, so dass auch das im Eventualantrag geltend gemachte Honorar, welches diese Bemühungen nicht umfassen solle, nicht nachvollzogen werden könne. Da auf die Honorarnote aus verschiedenen Gründen nicht abgestellt werden könne, sei das Honorar nach der Pauschale festzusetzen. Die Staatsanwaltschaft habe das Honorar auf Fr. 5'000.--, mithin am obersten Limit der einfachen Pauschale, festgelegt, was nicht zu beanstanden sei. Selbst wenn der Aktenumfang nicht mehr als gering eingestuft werden könne, erscheine eine Erhöhung um 50 % nicht notwendig. Eine rund 35-seitige Strafanzeige inklusive Ergänzung und entsprechende Beilagen von rund 276 Seiten seien nicht derart aussergewöhnlich. Der Beschwerdeführer sei nur einmal einvernommen worden; zusätzlich seien noch zwei Auskunftspersonen befragt worden. Damit lägen auch keine umfangreichen Beweiserhebungen vor. Sodann spreche selbst der Verteidiger davon, dass die strafrechtlichen Vorwürfe klar nicht gegeben gewesen seien. Im Weiteren sei die Verneinung von entschädigungspflichtigen wirtschaftlichen Einbussen ebenso wenig zu beanstanden. Die Teilnahme an einer Einvernahme stelle wie die Erscheinungspflicht anlässlich einer Gerichtsverhandlung eine nicht entschädigungspflichtige Aufwendung dar. Private Zeitaufwendungen und Zeitausfälle der beschuldigten Person seien nicht oder nur im Rahmen von Art. 429 Abs. 1 lit. b StPO zu entschädigen, wenn ein Lohn- oder Verdienstausfall im Sinne dieser Bestimmung belegt sei. Die geltend gemachten 28 Stunden für Besprechungen mit dem Rechtsvertreter würden nicht ansatzweise belegt und liessen sich auch nicht anhand der Honorarnote des Rechtsvertreters nachvollziehen. Damit könne an sich offenbleiben, ob dies grundsätzlich angemessen Aufwand darstelle. Hinsichtlich der beantragten Genugtuung spezifiziere der Beschwerdeführer nicht weiter, inwiefern ihn in seinem Erwerbs- oder Privatleben "verheerende Auswirkungen" getroffen haben sollten. Eine schwere Verletzung der Persönlichkeit sei nicht dargetan. Über das Strafverfahren an sich hinausgehende schwerwiegende persönliche Konsequenzen seien - abgesehen von der eigenen Information der Presse - nicht erkennbar und würden auch nicht konkret geltend gemacht. Damit bestehe insgesamt kein Genugtuungsanspruch.