Citation: 6B_932/2021 E. 1.8.4

1.8.4. Die Begründung der Beschwerdeführerin vermag, soweit sie überhaupt den Anforderungen i.S.v. Art. 42 Abs. 2 BGG genügt, nicht zu überzeugen. Nicht einzugehen ist auf ihr Vorbringen, sie habe in Frankreich Verwandtschaft, sodass die Landesverweisung vorliegend durch das Verzichten auf die Ausschreibung im SIS relativiert werden könnte und die Beschwerdeführerin wenigstens Europa nicht zu verlassen hätte. Weiter argumentiert die Beschwerdeführerin, es sei eine individuelle Bewertung nach Art. 24 Abs. 2 lit. a SIS-II-Verordnung notwendig, damit eine Ausschreibung angeordnet werden könne. Die Begründung der Vorinstanz genüge nicht, verweise sie doch lediglich auf die über einjährige Strafandrohung bei BetmG-Delikten. Die Beschwerdeführerin sei nicht zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Dabei legt sie nicht begründet dar, inwieweit die Vorinstanz zu Unrecht davon ausgehe, die Voraussetzungen für eine SIS-Ausschreibung seien erfüllt. Die Vorinstanz verweist teilweise auf die Ausführungen der ersten Instanz, welche zu Recht ausführt, die qualifizierte Widerhandlung i.S.v. Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG sehe eine Mindestfreiheitsstrafe von einem Jahr vor. Eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr ist indes nicht erforderlich, weshalb der Einwand der Beschwerdeführerin diesbezüglich fehl geht (vgl. E. 1.8.3 hiervor). Zudem muss von der betroffenen Person eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung ausgehen (Art. 24 Abs. 2 SIS-II-Verordnung), wobei an die Annahme einer solchen Gefahr keine allzu hohen Anforderungen zu stellen sind (vgl. E. 1.8.3 hiervor). Die Vorinstanz führt angesichts des durch die Beschwerdeführerin getätigten Drogenhandels zu Recht aus, es handle sich dabei um eine Straftat von einer gewissen Schwere im Sinne von Art. 24 Abs. 2 lit. a SIS-II-Verordnung. Der qualifizierte Drogenhandel aus rein pekuniären Motiven gilt nach der Rechtssprechung als schwere Straftat, von welcher eine schwerwiegende Gefahr für die öffentliche Ordnung ausgeht (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.5; vgl. Urteil 6B_834/2021 vom 5. Mai 2022 E. 2.4.1; je mit Hinweis). Zu berücksichtigen ist dabei auch, dass die Beschwerdeführerin bereits mit Strafbefehl vom 7. März 2012 wegen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG verurteilt wurde und damit einschlägig vorbestraft ist. Die Voraussetzungen von Art. 21 und 24 SIS-II-Verordnung für die Ausschreibung der Landesverweisung im SIS sind daher erfüllt. Damit erweist sich die Beschwerde auch in diesem Punkt als unbegründet.