Citation: 6B_976/2015 E. 5.3

5.3. Die Vorinstanz geht zu Recht davon aus, dass die Protokolle der überwachten Gespräche, welche in deutscher Sprache geführt wurden, trotz fehlender Unterschrift des Sachbearbeiters, der sie transkribierte, verwertbar seien. Protokolle von überwachten Gesprächen können nicht mit Einvernahmeprotokollen gemäss Art. 78 StPO gleichgesetzt werden, bei welchen die Bestimmungen über die Protokollierung zwingender Natur sind (vgl. Urteil 6B_492/2012 vom 22. Februar 2013 E. 1.4). Während Einvernahmen manchmal bloss durch ein Protokoll dokumentiert werden, kann die inhaltliche Richtigkeit bei Protokollen von überwachten Gesprächen stets anhand der Aufzeichnungen überprüft werden. Die zusätzliche Unterzeichnung der daraus angefertigten Protokolle ist daher als blosse Ordnungsvorschrift zu qualifizieren, deren Verletzung einer Verwertung gemäss Art. 141 Abs. 3 StPO nicht entgegensteht. Wenn der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang sinngemäss eine Verletzung des rechtlichen Gehörs rügt, weil die Vorinstanz nicht begründet habe, weshalb die nicht unterzeichneten Protokolle verwertbar seien, kann ihm nicht gefolgt werden. Das rechtliche Gehör verlangt, dass die Behörde die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tatsächlich hört, prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Nicht erforderlich ist, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Es müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (vgl. BGE 141 III 28 E. 3.2.4 S. 41; 139 IV 179 E. 2.2 S. 183; je mit Hinweisen). Diesen Anforderungen genügt der vorinstanzliche Entscheid. Der Beschwerdeführer war denn auch in der Lage, den Entscheid sachgerecht anzufechten. Die Rüge erweist sich als unberechtigt, sofern sie überhaupt den Begründungsanforderungen zu genügen vermag.