Citation: U 309/00 20.09.2001 E. 3

3.- Zu prüfen bleibt, ob mit der Beschwerdeführerin ein Rückfall zum Unfallereignis vom 31. Oktober 1997 vorliegt. Damals kam H.________ mit dem Gokart bei einer Geschwindigkeit von circa 40 km/h von der Strecke ab und prallte seitlich gegen an der Leitplanke liegende Pneus, worauf der Hausarzt eine Diskushernie L4/L5 diagnostizierte und eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab 5. November bis 13. November 1997 bescheinigte. a) Im Bereich des Unfallversicherungsrechts entspricht es einer medizinischen Erfahrungstatsache, dass praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen degenerativer Bandscheibenveränderungen entstehen und ein Unfallereignis nur ausnahmsweise, unter besonderen Voraussetzungen, als eigentliche Ursache in Betracht fällt (RKUV 2000 Nr. U 378 S. 190 und Nr. U 379 S. 192 mit zahlreichen Hinweisen). Als weitgehend unfallbedingt kann eine Diskushernie betrachtet werden, wenn das Unfallereignis von besonderer Schwere und geeignet war, eine Schädigung der Bandscheibe herbeizuführen, und die Symptome der Diskushernie (vertebrales oder radikuläres Syndrom) unverzüglich und mit sofortiger Arbeitsunfähigkeit auftreten. Wird die Diskushernie durch den Unfall lediglich ausgelöst, nicht aber verursacht, übernimmt die Unfallversicherung den durch das Unfallereignis ausgelösten Beschwerdeschub, spätere Rezidive dagegen nur, wenn eindeutige Brückensymptome gegeben sind (Debrunner/Ramseier, Die Begutachtung von Rückenschäden, Bern 1980, S. 54 ff., insbesondere S. 56; Baur/Nigst, Versicherungsmedizin, 2. Aufl. Bern 1985, S. 162 ff.; Mollowitz, Der Unfallmann, 11. Aufl. Berlin 1993, S. 164 ff.). b) Das Unfallereignis vom 31. Oktober 1997 war nicht von besonderer Schwere und als solches ungeeignet, eine Schädigung der Bandscheibe herbeizuführen. Gründete die Anerkennung der Leistungspflicht durch den Unfallversicherer darauf, dass die Diskushernie durch den Unfall ausgelöst wurde, würde die Übernahme der nunmehr erhobenen Rezidive bedingen, dass eindeutige Brückensymptome gegeben sind. Solche fehlen auf Grund der Akten. Der Vollständigkeit halber ist festzuhalten, dass nach diesen ebenfalls kein Rückfall zum Geschehnis vom 11. August 1998 vorliegt, weshalb der vorinstanzliche Entscheid rechtens ist.