Citation: 1P.371/2004 21.09.2004 E. 2

Die Beschwerdeführerin rügt zunächst eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV), weil das Verwaltungsgericht sie vor Erlass seines Urteils vom 28. Mai 2004 nicht angehört habe. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst den Anspruch, vor Erlass eines belastenden Entscheids angehört zu werden. Grundsätzlich nimmt ein Beschwerdeführer dieses Recht in der Beschwerdeschrift wahr. Das Gericht prüft aufgrund der Akten vom Amtes wegen, ob alle Sachurteilsvoraussetzungen vorliegen. Ist dies nicht der Fall, tritt es auf die Beschwerde nicht ein, ohne dies dem Beschwerdeführer vorher ankündigen und ihm Gelegenheit zur Stellungnahme einräumen zu müssen. Eine nochmalige Anhörung ist allerdings dann erforderlich, wenn sich das Gericht auf Tatsachen oder auf juristische Argumente zu stützen gedenkt, die dem Beschwerdeführer nicht bekannt sind bzw. mit deren Heranziehung er nicht rechnen musste (BGE 116 Ia 455 E. 3cc S. 458 mit Hinweisen). Im vorliegenden Fall wusste der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, dass der Kostenvorschuss nicht fristgerecht eingezahlt worden war - er selbst hatte dies dem Gericht mitgeteilt. Die Säumnisfolge - Nichteintreten auf die Beschwerde - war bereits in der Verfügung vom 30. April 2004 angedroht worden. Schliesslich musste dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin auch bekannt sein, dass sein am 25. Mai 2004 - nach Ablauf der Frist - abgesandtes Fristverlängerungsgesuch verspätet war. Unter diesen Umständen war das Verwaltungsgericht nicht verpflichtet, die Beschwerdeführerin vor Erlass der Nichteintretensverfügung nochmals anzuhören.