Citation: 7B_203/2024 E. 3.2

3.2. Gemäss Art. 227 Abs. 2 StPO reicht die Staatsanwaltschaft dem Zwangsmassnahmengericht das schriftliche und begründete Gesuch spätestens vier Tage vor Ablauf der Haftdauer ein und legt ihm die wesentlichen Akten bei. Hierbei handelt es sich um eine gesetzliche Ordnungsvorschrift, deren primärer Zweck es ist, der Haftprüfungsinstanz ausreichend Zeit zur Prüfung des Haftverlängerungsgesuchs einzuräumen (Urteil 7B_984/2023 vom 8. Januar 2024 E. 3.2.4 mit Hinweisen). Vorliegend macht der Beschwerdeführer zu Recht geltend, dass die Vorinstanz der Staatsanwaltschaft eine Frist bis 10. November 2023, 12.00 Uhr, gewährt hat, um einen Haftverlängerungsantrag einzureichen, und dass dies nicht dem Verfahren gemäss Art. 227 Abs. 2 StPO entspricht. Da die darin genannte viertägige Frist nur eine Ordnungsvorschrift ist und das Zwangsmassnahmengericht die am 10. November 2023 auslaufende Haftdauer gleichentags provisorisch verlängert hat, ist jedoch keine Verletzung der Rechte des Beschwerdeführers ersichtlich.