Citation: 5P.177/2006 02.10.2006 E. 1

Das Obergericht hat zunächst auf den Entscheid der erstinstanzlichen Richterin verwiesen. Diese hatte erwogen, dass die Übertragung von Aktiven auf die ehemalige Z.________ AG und jetzige X.________ AG nicht nur eine theoretische Möglichkeit, sondern naheliegend und wahrscheinlich sei. Zu diesem Schluss gelangte sie aufgrund einer Reihe von Indizien: Auf Papier der Beschwerdeführerin verfasstes, aber von der X.________ AG unterzeichnetes Kundenschreiben mit dem Titel "Wir sind ab dem 1. Juli 2005 wieder X.________ AG"; Tatsache, dass die Firma Z.________ AG, die ihren Sitz an der gleichen Adresse in T.________ hat und deren Verwaltungsrat grösstenteils mit demjenigen der Schuldnerin identisch ist, per Anfang Juli 2005 in X.________ AG umbenannt worden war; Umstand, dass die Beschwerdeführerin bezüglich dieser Vorgänge keine vollständige Transparenz geschaffen, sondern ihren Kunden gegenüber den Eindruck erweckt hatte, bei der neuen Firma handle es sich nach wie vor um die Beschwerdeführerin und damit um die gleiche Geschäftspartnerin. Das Obergericht hat in diesem Zusammenhang weiter auf den Umstand verwiesen, dass mit der am 30. Juni 2005 eingetragenen Umbenennung der X.________ AG auch deren Gesellschaftszweck geändert wurde; war der Zweck der alten Firma (Z.________ AG) auf das Anbieten von Serviceverträgen beschränkt, bezweckt die umfirmierte X.________ AG die Produktion, Verarbeitung sowie den Verkauf von Bettwaren, was dem Zweck der Beschwerdeführerin entspricht. Über diesen wesentlichen Umstand sei im Kundenschreiben ebenfalls nicht informiert worden. Mit dem Hinweis auf geplante Neuinvestitionen zur Verbesserung der Service-Leistungen und auf neue Reinigungstechnologien habe die Beschwerdeführerin die mögliche Produktion und Verarbeitung von Bettware durch die X.________ AG verschwiegen. Zu bemerken sei zudem, dass der Anwalt der Beschwerdeführerin und L.________ in den Geschäftsleitungen beider Firmen vertreten seien und folglich deren Geschäftspolitik bestimmen könnten. Sodann habe die Beschwerdeführerin die Zahl ihrer Mitarbeiter innert kurzer Zeit von rund 40 auf etwa 12-15 reduziert. Schliesslich hat das Obergericht längere Ausführungen zur finanziellen Situation der Beschwerdeführerin gemacht.