Citation: 8C_155/2024 E. 6.2.4

6.2.4. Da somit aus diesen Expertisen insbesondere im Vergleich mit den Berichten der langjährig behandelnden Psychiaterin aus dem Jahr 2015 eine im Wesentlichen übereinstimmende Befundlage hervorgeht, ist die vorinstanzliche Feststellung, wonach sich der Sachverhalt im massgebenden Vergleichszeitraum nicht in anspruchserheblicher Weise verändert habe, weder offensichtlich unrichtig noch sonst wie bundesrechtswidrig. 6.2.4.1. Daran ändert entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin nichts, dass die Diagnose einer PTBS erstmalig im Gutachten der Gutachterstelle F.________ gestellt wurde und Prof. Dr. med. G.________ daraufhin von einer andauernden Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung als Folgeerkrankung einer PTBS ausgegangen ist. Auch dass Dr. phil. H.________ neu eine mittelgradige kognitive Störung festgestellt hat, führt entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin nicht zu einem anderen Schluss. Denn damit wird bei im Wesentlichen gleich gebliebenem Sachverhalt lediglich das gleiche Leiden unterschiedlich diagnostisch eingeordnet (vgl. E. 6.1 hiervor). 6.2.4.2. Sodann ist Prof. Dr. med. G.________ an anderer Stelle seines Gutachtens zwar von einer Veränderung des Gesundheitszustandes - und der Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit - ausgegangen. Zur Begründung hat er jedoch einzig die erstmalige Nennung der Diagnose einer PTBS im Gutachten der Gutachterstelle F.________ vom 2. Juli 2020 genannt und zudem auf die Schwierigkeit einer retrospektiven Beurteilung hingewiesen. Im Gutachten der Gutachterstelle F.________ wurde bei durchwegs 100%iger Arbeitsunfähigkeit seit 29. Dezember 2013 eine Verschlechterung der gesundheitlichen Situation seit einem nicht näher bezeichneten Ereignis im Sommer 2019 vermutet, dies gestützt auf die subjektive Einschätzung der Beschwerdeführerin, wonach es ihr seither nur noch schlecht gehe. Es kann offen bleiben, ob die Angaben des Prof. Dr. med. G.________, wonach einerseits von einer seit 2014 unveränderten Symptomatik und andererseits vermutlich von einem seit 2020 unveränderten Gesundheitszustand auszugehen sei, in einem Widerspruch zueinander stehen. Denn so oder anders bleibt es dabei, dass die Vorinstanz bei im Wesentlichen unveränderter Befundlage willkürfrei davon ausgehen durfte, es liege keine anspruchserhebliche Sachverhaltsänderung vor. Deshalb lässt sich nicht beanstanden, dass im angefochtenen Urteil von einer in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassenden Prüfung des Rentenanspruch abgesehen wurde (vgl. BGE 144 I 103 E. 2.1, 141 V 9 E. 2.3; Urteil 8C_142/2023 vom 18. September 2023 E. 3.3.2 mit Hinweis).