Citation: 2C_111/2014 E. 3.4

3.4. Der Verurteilung vom 17. August 2012 zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 30 Monaten, welche den Grund für die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers bildet, erfolgte gestützt auf einen Besitz von insgesamt 315.1 Gramm zum Verkauf bestimmten Kokaingemisches. Der Drogenhandel aus lukrativen Gründen zählt nach ständiger Rechtsprechung zu den schweren Straftaten. Der Beschwerdeführer räumt in seiner Beschwerdeschrift selbst ein nicht unerhebliches Verschulden sowie einen kurzen deliktfreien Zeitraum ein. Die Kriterien der Schwere des begangenen Delikts, des Verschuldens, des seit den Straftaten verstrichenen Zeitraums und des Verhaltens des Beschwerdeführers während diesem begründen ein erhebliches öffentliches Interesse an einem Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers. Sachverhaltsmässig hat die Vorinstanz weiter festgestellt, dass der Beschwerdeführer zeitweise durch Sozialhilfe unterstützt werden musste, sich verschuldet hat und seine Deutschkenntnisse mangelhaft sind, was der Beschwerdeführer nicht substantiiert (vgl. oben, E. 1.4) rügt. Auch diese Kriterien können nicht zu Gunsten eines Verbleibs des Beschwerdeführers in der Schweiz gewertet werden. Obwohl der Beschwerdeführer sich seit dem Jahr 2001 und damit über einen langen Zeitraum in der Schweiz aufhält, wurden im vorinstanzlichen Verfahren keine besonders engen sozialen, kulturellen oder gesellschaftlichen Bindungen zum Aufenthaltsstaat geltend gemacht. Eine besondere Verankerung des Beschwerdeführers in den hiesigen sozialen Verhältnissen steht demnach einem Widerruf der fremdenpolizeilichen Bewilligung des Beschwerdeführers nicht entgegen. Besonders zu berücksichtigen sind hingegen die Interessen seines Sohnes. Da die Bindung des Sohnes zum Beschwerdeführer in affektiver Hinsicht jedoch nicht sehr eng ist, und sich dessen erst seit kurzer Zeit und zudem begleitet ausgeübtes Besuchsrecht auf zwei Halbtage pro Monat beschränkt, kann ihre Beziehung auch über Kurzaufenthalte aus dem Ausland her und über Kommunikationsmittel aufrecht erhalten werden (unten, E. 4.3). Die familiären Interessen des Beschwerdeführers und seines Sohnes vermögen kein überwiegendes privates Interesse an einem Verbleib des Beschwerdeführers in der Schweiz zu begründen. Der Beschwerdeführer ist zudem mit den lokalen Verhältnissen in seinem Heimatstaat Nigeria vertraut, ist er doch erst im Alter von 19 Jahren in die Schweiz eingereist. Die Wiedereingliederung ist ihm ohne Schwierigkeiten zumutbar. Damit wird das öffentliche Interesse an der Bewilligungsverweigerung durch seine entgegenstehenden privaten Interessen an einem Verbleib in der Schweiz nicht aufgewogen. Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers stützt sich zusammenfassend auf den Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 62 lit. b AuG und erweist sich als verhältnismässig. Das angefochtene vorinstanzliche Urteil verletzt Art. 42 Abs. 3 AuG nicht, und die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.