Citation: C 125/01 05.04.2002 E. 3

3.- a) Bei der zweiten zu beurteilenden Stellenzuweisung vom 31. März 1999, mit welcher das RAV die Beschwerdeführerin anwies, sich schriftlich als Arztsekretärin an der Psychiatrischen Klinik Y.________ für Schreibarbeiten ab Diktafon, allgemeine Korrespondenz und diverse Sekretariatsarbeiten zu bewerben, kam die Vorinstanz zum Schluss, aufgrund des vorliegenden Sachverhalts könne nicht entschieden werden, ob die Stelle aus gesundheitlichen Gründen zumutbar gewesen wäre oder nicht. b) In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird vorgebracht, die am Telefon geäusserte Frage der Arbeitgeberin, ob sie sich eine belastende Arbeit in einer psychiatrischen Klinik vorstellen könne, habe sie nicht vorbehaltlos bejahen können, da ihre psychische Belastbarkeit nicht überdurchschnittlich hoch sei. Dies deckt sich mit der Rückmeldung des Personaldienstes der Psychiatrischen Klinik Y.________ vom 8. April 1999, gemäss welcher die Beschwerdeführerin für diese Tätigkeit ungeeignet sei, da sie sich selbst nicht als Arbeitskraft in einem Spital sehe. c) Mit dem kantonalen Gericht ist festzustellen, dass anhand der Aktenlage nicht abschliessend beurteilt werden kann, ob die Tätigkeit in dem eher belastenden Umfeld einer psychiatrischen Klinik der Versicherten aus gesundheitlichen Gründen zumutbar gewesen wäre, zumal sie im vorinstanzlichen Verfahren angab, sie habe sich im Zusammenhang mit der Auflösung ihres Arbeitsverhältnisses bei der Firma X.________ AG immer noch in einer sehr schwierigen persönlichen Situation befunden und selber psychologische Beratung in Anspruch nehmen müssen. Das Schreiben der Versicherten vom 5. Februar 1999 an die zuständige RAV-Personalberatung bietet denn auch Anhaltspunkte für einen zumindest nicht unproblematischen Abgang bei der letzten Arbeitgeberin. Insbesondere liegt ein - wenn auch ohne Angaben von Gründen sehr kurz gehaltenes - Arztzeugnis bei den Akten, gemäss welchem vom 6. August bis 28. September 1998 eine Arbeitsunfähigkeit im Umfang von 100 % bestand (Zeugnis des Dr. med. H.________ vom 21. September 1998). Dieses vermag gewisse Zweifel an einer stabilen Gesundheit zu wecken, erhellt aber nicht, ob und inwieweit dieser Umstand im Zuweisungszeitpunkt noch zu berücksichtigen gewesen wäre. Somit ist unklar, ob der Versicherten das Verhalten anlässlich des Telefongesprächs mit der potenziellen Arbeitgeberin im Sinne eines Verschuldens zur Last gelegt werden kann oder nicht. Die vorinstanzliche Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Sachverhaltsabklärung, insbesondere unter Berücksichtigung der Frage, ob die Arbeit bei der Klinik Y.________ dem Gesundheitszustand angemessen und somit zumutbar gewesen wäre (Art. 16 Abs. 2 lit. c AVIG), erweist sich als rechtens.