Citation: 8C_518/2022 E. 4.2.3

4.2.3. Soweit die Beschwerdeführerin zuvor ihre Zahlungen an die D.________ GmbH überwiesen hatte und daraus auf den Bestand eines Personalverleihvertrages schliesst, ist ihr nicht zu folgen. Sie bestreitet zwar nicht, dass ihr B.________ den Entwurf eines "Personalausleihvertrages" über Einsätze von C.________ als Lastwagen-Chauffeur zu Fr. 400.- pro Tag vorlegte. Doch steht fest, dass ein solcher nie unterzeichnet wurde. Unwidersprochen wird in der Beschwerde selber auf Angaben von B.________ verwiesen, wonach Letztere dem Geschäftsführer der Beschwerdeführerin zweimal diesen schriftlichen Entwurf eines "Personalausleihvertrages" abgegeben habe. Mit der Beschwerdegegnerin ist daraus zu schliessen, dass die Beschwerdeführerin - im Gegensatz zur B.________ - nicht am Abschluss dieses "Personalausleihvertrages" interessiert war. Was die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 7. November 2022 hiergegen vorbringt, ist widersprüchlich und überzeugt nicht. Einerseits macht sie unter Verweis auf die für den Personalverleihvertrag angeblich nicht vorausgesetzte Schriftform geltend, aus der fehlenden Existenz eines schriftlichen Personalverleihvertrages mit B.________ sei nicht auf eine unselbstständige Erwerbstätigkeit des C.________ in der A.________ GmbH zu schliessen. Andererseits soll die Vorinstanz den Untersuchungsgrundsatz verletzt haben, indem sie nicht näher geprüft habe, ob zwischen den Lebenspartnern B.________ (angebliche Arbeitgeberin und Personalverleiherin) und C.________ (Arbeitnehmer) ein schriftlicher Arbeitsvertrag abgeschlossen worden sei. Damit verkennt die Beschwerdeführerin, dass der Abschluss eines Arbeitsvertrages nicht an Schriftform gebunden ist (Art. 320 Abs. 1 OR; vgl. ARV 2014 S. 145, 8C_42/2014 E. 5.2.1 mit Hinweisen) und das Vorliegen eines Arbeitsvertrages keine Voraussetzung für die Anerkennung der Arbeitnehmereigenschaft im Sinne von Art. 1a UVG ist (BGE 147 V 268 E. 4.3; vgl. E. 3.2 hiervor). Insbesondere legt sie nicht in rechtsgenüglicher Weise (vgl. E. 1.3 hiervor) dar, inwiefern die vorinstanzlichen Tatsachenfeststellungen zum massgebenden Streitgegenstand (E. 2) betreffend Verneinung von klaren Anhaltspunkten sowohl für den Bestand eines Personalverleihverhältnisses zwischen ihr und B.________ als auch eines Arbeitsvertragsverhältnisses zwischen B.________ und ihrem Lebenspartner C.________ offensichtlich unrichtig seien.