Citation: 9C_379/2022 E. 2.2

2.2. Die Beschwerdeführerin gibt erneut zu bedenken, dass sie vor der Begutachtung anwaltlich nicht vertreten gewesen sei. Sie selbst sei juristischer Laie und die rechtliche Tragweite der Zusammensetzung der Gutachter sei ihr nicht bekannt gewesen. Ausserdem gehe es hier nicht um ein personenbezogenes Ausstandsbegehren im Sinn von Art. 36 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 44 Abs. 2 ATSG, sondern um eine strukturell mangelhafte Besetzung der Sachverständigen. Damit würden Korrektive missachtet, die für prozessuale Chancengleichheit ("Waffengleichheit") zwischen versicherter Person und Versicherungsträger sorgen sollten. Dies müsse auch noch im Beschwerdeverfahren gerügt werden können. Die Rüge sei nicht verspätet.