Citation: 4A_24/2021 E. 6.7.1

6.7.1. 6.7.1.1. Die Vorinstanz erwog, es könne den Beschwerdegegnern nicht zum Vorwurf gemacht werden, dass sie keine Kopien des Fördervertrages zur Verfügung gestellt hätten. Eine Information wäre höchstens bezüglich umfangreicher Verpflichtungen erforderlich gewesen. Wie die Beschwerdeführer selbst geltend machten, habe sich einzig die I.________ GmbH und der Beschwerdegegner 1 im Fördervertrag gegenüber der K.________ mbh zur Rückzahlung der erhaltenen Gelder verpflichtet. Bei der I.________ AG handle es sich um eine eigene juristische Person, die zudem formell unabhängig sei von der I.________ GmbH. Wie die K.________ mbh unter diesen Umständen auf die I.________ AG hätte zugreifen können, sei nicht ersichtlich und werde auch nicht näher ausgeführt. 6.7.1.2. Weiter würden die Beschwerdeführer die fehlenden Angaben zum Optionskonstrukt als relevant anführen. Unbestritten sei, dass mit der Option der Erwerb der I.________ GmbH durch die I.________ AG sichergestellt, aber aufgeschoben worden sei. Dies sei eine Bedingung der Beschwerdeführerin 2 für die Zeichnung von Aktien gewesen. Ebenso würden die Parteien übereinstimmend darstellen, dass dies so vorgesehen worden sei, um eine Rückzahlung der erhaltenen Fördergelder zu verhindern. Bei Umgehungsgeschäften schwinge immer ein gewisses Risiko mit, dass diese aufgedeckt und die umgangenen Verpflichtungen dadurch trotzdem ausgelöst würden. Es könne aber nur wiederholt werden, inwiefern die I.________ AG für die Rückzahlung der von der I.________ GmbH bezogenen Fördergelder einzustehen hätte, sei nicht ersichtlich und werde auch nicht näher ausgeführt. Allein weil die I.________ GmbH und der Beschwerdegegner 1 dazu finanziell nicht in der Lage sein sollen, könne kein Durchgriff auf die zukünftige Eigentümerin abgeleitet werden. An einen solchen seien strenge Voraussetzungen geknüpft, wobei es Sache der beweisbelasteten Beschwerdeführer wäre, diese darzulegen. 6.7.1.3. Hinsichtlich der ebenfalls befürchteten Strafbarkeit des Vorgehens gelte weitgehend dasselbe. Ein zivilrechtliches Umgehungsgeschäft sei nicht per se strafrechtlich relevant. Es könne nicht genügen, wenn die Beschwerdeführer pauschal auf ihre Befürchtung und das laufende Strafverfahren hinweisen würden. Hinzu komme, dass von der strafrechtlichen Verantwortlichkeit in erster Linie die Beschwerdegegner 1 und 2 erfasst wären. Inwiefern dies auch die I.________ AG oder allenfalls gar die Beschwerdeführer selbst betreffen würde, werde nicht substanziiert dargestellt.