Citation: 2C_654/2023 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz hat zunächst erwogen, dass der Beschwerdeführer mit Verfügung des SEM vom 11. Juni 2021 rechtskräftig aus der Schweiz weggewiesen worden sei, sodass ein Wegweisungsentscheid im Sinne von Art. 76 Abs. 1 AIG (SR 142.20) vorliege, dessen zwangsweiser Vollzug mit Ausschaffungshaft sichergestellt werden könne. Sodann hat sie festgehalten, dass in Bezug auf den Beschwerdeführer die Haftgründe der Missachtung einer Ein- oder Ausgrenzung gemäss Art. 74 AIG (Art. 76 Abs.1 lit. b Ziff. 1 in Verbindung mit Art. 75 Abs. 1 lit. b AIG) sowie der Untertauchensgefahr (Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 und 4 AIG) erfüllt seien. Insbesondere hat sie ausgeführt, dass der Beschwerdeführer, der mittel- und schriftenlos sei und über keinen Wohnsitz verfüge, ab dem 24. Juni 2021 bereits einmal für rund vier Monate untergetaucht sei und er sich wiederholt gegen eine Rückkehr nach Marokko ausgesprochen habe. Die Möglichkeit einer rechtmässigen Einreise in einen anderen Staat, so namentlich - wie von ihm gewünscht - in Italien, sei weder geltend gemacht worden noch ersichtlich. Schliesslich hat das Verwaltungsgericht die Verhältnismässigkeit der angeordneten Ausschaffungshaft sowie die Möglichkeit der Rückführung des Beschwerdeführers nach Marokko in absehbarer Zeit geprüft und bejaht.