Citation: 6B_1149/2020 E. 4.3.3

4.3.3. Auch aus der H.________ wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das Sportförderungsgesetz auferlegten Strafe in dem ihn betreffenden Strafverfahren, das teilweise den hier zu beurteilenden Dopingmittelhandel zum Gegenstand hat, kann der Beschwerdeführer nichts ableiten. Eine vom Beschwerdeführer sinngemäss verlangte Abstimmung der gegen ihn auszusprechenden Strafe mit jener gegen H.________ hat nicht zu erfolgen. Eine solche Abstimmung ist nur bei Mittätern oder Nebentätern angezeigt, die gemeinsam bzw. unabhängig voneinander den gleichen Taterfolg herbeiführen (vgl. BGE 135 IV 191 E. 3.2 f.; Urteil 6B_1422/2019 vom 28. Mai 2021 E. 6.5.1). Das ist vorliegend nicht der Fall. Wenn auch mit den gehandelten Dopingsubstanzen teilweise ein gleiches Tatobjekt tangiert ist, so handelt es sich dennoch um unterschiedliche Handlungen mit eigenständigem Erfolg; insbesondere bildet die Weitergabehandlung an L.________ nicht Gegenstand des Verfahrens gegen H.________. Im Übrigen ist die Strafzumessung einem Vergleich ohnehin nur beschränkt zugänglich. Der Grundsatz der Individualisierung und das dem Sachrichter bei der Strafzumessung eingeräumte weite Ermessen führen notwendigerweise zu einer gewissen, vom Gesetzgeber in Kauf genommenen Ungleichheit. Die aus diesen Umständen resultierende Ungleichheit in der Zumessung der Strafe reicht für sich allein nicht aus, um auf einen Missbrauch des Ermessens zu schliessen (BGE 135 IV 191 E. 3.1 mit Hinweisen; Urteil 6B_1041/2017 vom 3. Oktober 2018 E. 1.4.2).