Citation: I 435/04 16.12.2004 E. 3

Zu prüfen ist, ob sich der Gesundheitszustand der Versicherten oder dessen erwerbliche Auswirkungen zwischen der Ablehnungsverfügung vom 3. September 1996 und dem Einspracheentscheid vom 25. September 2003 in einer für den Anspruch auf eine Invalidenrente erheblichen Weise geändert hat. 3.1 Grundlage der Ablehnungsverfügung vom 3. September 1996 war der Bericht des Dr. med. H.________ vom 29. September 1995, der eine neurotische Depression diagnostizierte. Die bisherige Arbeit als Krankenpflegerin sei der Versicherten nicht mehr zumutbar. Der Beruf als Verkäuferin käme in Frage, worüber eine psychiatrische Begutachtung durchzuführen sei. Der Psychiater Dr. med. I.________ diagnostizierte im Gutachten vom 22. April 1996 eine neurotische Fehlentwicklung mit narzisstischen, neurasthenischen, sado-masochistischen und hysteroiden Zügen; ferner Subdepressivität, psychovegetative Labilität, Nikotin- und iatrogener Benzodiazepin-Abusus, Infektanfälligkeit, Migräne-Tendenz. Die Symptomatik habe nicht den Stellenwert eines invalidisierenden Gesundheitsschadens. Nur die Arbeitsfähigkeit, die direkte körperlich-intime Manipulationen an Menschen beinhalte, sei durch die Störung wesentlich beeinträchtigt, die generelle Arbeitsfähigkeit hingegen nicht. Eine Arbeit als Verkäuferin oder Haushaltshilfe sowie im Service oder Telefon-Marketing sei der Beschwerdeführerin zu 100 % zumutbar. Im Haushaltsbereich bestehe keine Einschränkung. 3.2 Beim Einspracheentscheid vom 25. September 2003 stützte sich die IV-Stelle auf das ZMB-Gutachten vom 3. April 2003, worin keine Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt wurde. Als Nebendiagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurden aufgeführt: Panalgie, anhaltende somatoforme Schmerzstörung bei einer neurotischen, narzisstischen Persönlichkeit, Status nach Zöliakie als Kind (anamnestisch; aktuell keine Hinweise auf Malabsortion), rezidivierende Cystitiden, Migräne. Organisch finde sich kein pathologisch anatomisches Substrat für die geklagten Beschwerden. Psychiatrisch verfüge die Versicherte über eine gute soziale Funktionsfähigkeit und erscheine psychisch stark, sodass ihr sicher mehr Anstrengungen zumutbar seien, sich beruflich zu rehabilitieren. Psychiatrisch müsse ein deutlicher sekundärer Krankheitsgewinn ausgemacht werden, indem sich die Versicherte auf Grund ihrer erlebten Symptome voll arbeitsunfähig erachte. Dies könne psychiatrisch mit keiner Krankheit mit invalidisierenden Ausmassen begründet werden. Medizinische und berufliche Massnahmen seien nicht nötig; eine psychiatrische Therapie sei aussichtslos. Gesamtmedizinisch könne keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit festgestellt werden. Die Beschwerdeführerin sei in jeder leichten bis mittelschweren Tätigkeit ganztags einsetzbar. Einzige Einschränkung sei aus psychiatrischer Sicht, dass sie nicht in Berufen tätig werden sollte, die eine höhere Sozialkompetenz verlangten, wie z.B. Pflegeberufe. Auch sei sie erschwert teamfähig.