Citation: 8C_401/2008 15.10.2008 E. 2

Umstritten ist, welche der über den 1. September 2002 hinaus bestehenden Beschwerden auf das Ereignis vom 13. Juni 1987 zurückgehen. 2.1 Den Akten ist zu entnehmen, dass nach dem Unfall vom 13. Juni 1987 eine Osteosynthese durchgeführt wurde. Die Materialentfernung erfolgte im September 1988. In der Folge entwickelte sich eine Arthrose des OSG rechts. Am 6. Januar 1999 wurde der Versicherte erneut operiert (Schraubenarthrodese des OSG und Spongiosaplastik). Der weitere Verlauf war komplikationslos. Am 30. Oktober 2001 wurde das Osteosynthesematerial entfernt. Der SUVA-Kreisarzt Dr. med. H.________ hielt am 9. Januar 2002 fest, der Patient sei aufgrund der OSG-Arthrodese bezüglich Geh- und Stehfähigkeit eingeschränkt. Funktionell ungünstig seien für ihn vor allem das Treppengehen und das Besteigen von Leitern sowie in weniger ausgeprägtem Rahmen das längere Arbeiten in kniender Stellung. Günstig wäre es, wenn der Patient in einer vorwiegend stehenden und gehenden Arbeit zwischendurch sitzen könnte. Gestützt auf diese Beurteilung ging die SUVA im Einspracheentscheid vom 16. Oktober 2003 davon aus, der Versicherte könne vom unfallbedingten Befund her eine wechselbelastende, teilweise sitzende Arbeit ohne grössere Anforderungen an die Geh- und Stehfähigkeit ganztags mit voller Leistung ausüben. Auf dieser Basis wurde die Invalidenrente von 14% berechnet. Die vom Versicherten überdies angegebenen Rückenschmerzen sowie mögliche psychische Beschwerden bezeichneten SUVA und Vorinstanz als nicht unfallkausal. 2.2 Der Beschwerdeführer lässt geltend machen, er leide - neben den durch SUVA und Vorinstanz als unfallkausal bezeichneten Beschwerden am rechten Fuss - auch an invalidisierenden Rückenbeschwerden. Diese führe er auf den Unfall zurück. Er könne sich dabei auf das Gutachten von Dr. med. U.________ stützen. Wenn die SUVA einen anderen Standpunkt vertrete, sei sie angesichts der diesbezüglich widersprüchlichen Aktenlage gehalten, ein entsprechendes Gutachten einzuholen. 2.3 Wie das kantonale Gericht dargelegt hat, gab der Versicherte anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 9. Januar 2002 erstmals an, er leide auch an Rückenschmerzen. Das Unfallereignis vom 13. Juni 1987 lag damals mehr als 14 Jahre zurück. Der Kreisarzt Dr. med. H.________ gelangte zum Ergebnis, die Wirbelsäulenbeschwerden könnten nicht in Zusammenhang mit der OSG-Arthrodese gebracht werden. Insbesondere stellten sie auch keine Folge einer posttraumatischen Fehlhaltung dar. Diese Einschätzung wird durch Dr. med. B.________, Innere Medizin/Rheumatologie FMH, insofern geteilt, als der Arzt erklärt, nachdem die Rückenschmerzen erst viele Jahre nach dem Unfall aufgetreten seien, könnten sie nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall zurückgeführt werden (Bericht vom 2. April 2002). In gleicher Weise äussert sich Dr. med. W.________, Innere Medizin, speziell Rheumatologie FMH, in seiner Stellungnahme vom 12. März 2003. Das MEDAS-Gutachten vom 10. Mai 2005 bestätigt die Aussagen von Dr. med. B.________ und Dr. med. W.________ und bezeichnet die daran vorgebrachte Kritik als medizinisch nicht nachvollziehbar. Dr. med. U.________ hält in seiner medizinischen Beurteilung vom 12. Dezember 2005 zwar fest, die belastungsabhängigen Kreuzschmerzen (lumbospondylogenes Syndrom) hätten ihre Ursache - neben krankheitsbedingten degenerativen Veränderungen - auch in einer Fehlbelastung mit sekundärer Dysbalance des Beckengürtels infolge der Fussverletzung rechts. Diese Stellungnahme vermag jedoch die gegenteilige Auffassung der erwähnten Ärzte nicht in einer Weise in Frage zu stellen, welche zusätzliche Abklärungen erfordern würde. Insbesondere setzt sich Dr. med. U.________ weder mit den anderslautenden Einschätzungen auseinander noch begründet er seine Kausalitätsbeurteilung mit Blick auf den Zeitraum von mehr als 14 Jahren, welcher zwischen dem Unfallereignis und dem Auftreten der fraglichen Beschwerden liegt. Unter diesen Umständen ist der vorinstanzlichen Beurteilung zu folgen, wonach der natürliche Kausalzusammenhang nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist und weitere Abklärungen keine zusätzlichen Erkenntnisse versprechen. SUVA und kantonales Gericht haben daher einen Leistungsanspruch des Beschwerdeführers zu Recht nur bezüglich der Fussbeschwerden bejaht und ansonsten verneint.