Citation: 4P.293/2005 03.02.2006 E. 1

Die X.________ GmbH (Beschwerdeführerin) bezweckt den Betrieb von Restaurants. Mit Vertrag vom 20. März 2002 mietete sie von der Y.________ (Beschwerdegegnerin) Geschäftsräumlichkeiten in der Liegenschaft "X.________" an der Z.________strasse in Basel. A.________ ist im Handelsregister als Gesellschafter und Geschäftsführer mit Einzelunterschrift der Beschwerdeführerin eingetragen. 1.1 Am 22. November 2004 kündigte die Beschwerdegegnerin das Mietverhältnis mit der Beschwerdeführerin wegen Zahlungsrückständen auf den 31. Dezember 2004. Nach ihrer Darstellung hat sie mit Schreiben vom 14. Oktober 2004 die ausstehenden Mietzinsen unter Androhung der Kündigung abgemahnt. Die Beschwerdeführerin bestreitet, diese Mahnung erhalten zu haben und insbesondere den Empfang der Postsendung durch ihren Geschäftsführer A.________. 1.2 Nachdem die Beschwerdeführerin die Kündigung bei der Schlichtungsbehörde angefochten hatte, stellte die Beschwerdegegnerin beim Zivilgericht Basel-Stadt ein Räumungsbegehren, so dass die Verfahren gemäss Art. 274g Abs. 1 lit. a OR beim Zivilgerichtspräsidium vereinigt wurden. An einer ersten Verhandlung vom 15. März 2005 stellte der Zivilgerichtspräsident das Verfahren aus, um als zusätzliches Beweismittel eine amtliche Erkundigung bei der Post einzuholen. Am 9. Mai 2005 verurteilte das Zivilgericht Basel-Stadt die Beschwerdeführerin, die Mieträumlichkeiten innert 14 Tagen zu verlassen. 1.3 Das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt wies die von der Beschwerdeführerin gegen das Urteil des Zivilgerichts erhobene Beschwerde am 15. September 2005 ab. Das Gericht kam zum Schluss, dass der Brief der Beschwerdegegnerin, den diese am 14. Oktober 2004 mit eingeschriebener Post aufgegeben hatte, am 18. Oktober 2004 in den Besitz der Beschwerdeführerin gelangte und die eingeschriebene Sendung die Mahnung mit Kündigungsandrohung enthielt. Das Gericht wies das neu eingelegte Schreiben von B.________ (der nach Behauptung der Beschwerdeführerin als Gast ihres Restaurants die eingeschriebene Sendung am 18. Oktober 2004 entgegennahm) als verspätet aus dem Recht und wies den Antrag auf Einvernahme von B.________ als Zeugen als verspätet ab; ausserdem hielt das Gericht fest, dass ein Antrag auf ein graphologisches Gutachten nicht (rechtzeitig) gestellt worden sei. Eventualiter hielt das Gericht die verspäteten Beweismittel für untauglich, an seiner Überzeugung etwas zu ändern und wies in vorweggenommener Würdigung auch den Antrag auf Einvernahme von Zeugen zur Behauptung der Beschwerdeführerin ab, dass ihr Geschäftsführer A.________ am Vormittag des 18. Oktober 2004 nicht am Geschäftsdomizil anwesend war. 1.4 Die Beschwerdeführerin hat gegen das Urteil des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 15. September 2005 sowohl eidgenössische Berufung wie auch staatsrechtliche Beschwerde eingereicht. Mit der Beschwerde stellt sie das Rechtsbegehren, das angefochtene Urteil sei aufzuheben. Sie rügt eine Verletzung von Art. 9 BV mit der Begründung, das Appellationsgericht habe die Beweise willkürlich gewürdigt. 1.5 Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Vernehmlassung die Abweisung der staatsrechtlichen Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Das Appellationsgericht schliesst unter Verweis auf die Erwägungen des angefochtenen Urteils auf Abweisung der Beschwerde.