Citation: 6B_309/2016 E. 4.4

4.4. Die Vorinstanz hat das Verschulden des Beschwerdegegners im Rahmen ihres Ermessens zutreffend beurteilt. Dass sie dem Beschwerdegegner kein Mitverschulden anlastet und feststellt, die Beschwerdeführerin hafte voll für den Unfall, ist nicht bundesrechtswidrig. Der Beschwerdegegner war unvermittelt mit einer Gefahrensituation konfrontiert, als die Beschwerdeführerin, nachdem sie zunächst korrekt bei der Haltelinie angehalten hatte, mit ihrem Personenwagen losfuhr. Dass er darauf mit einer Schreckbremsung reagierte, ist verständlich. Seine Reaktion erscheint nicht als abwegig oder gar kopflos.