Citation: 6B_968/2021 E. 3.5.2

3.5.2. Daran ändert nichts, wenn sich die Beschwerdeführerin ergänzend auf eine nicht bloss altersbedingte, sondern eine "psychische Urteils- und/oder Widerstandsunfähigkeit" beruft. Dass im Kindergartenalter der Verdacht des Autismus im Raum stand, vermag deren Urteilsfähigkeit in Bezug auf den Analverkehr ebensowenig in Frage zu stellen, wie die in den Gefährdungsmeldungen festgestellten Anzeichen einer verzögerten Entwicklung, von Verwahrlosung und die vagen Äusserungen, dass "etwas mit ihrer Psyche nicht stimme" bzw. sie apathisch und unglücklich wirke. Im Ergebnis durfte die Vorinstanz davon ausgehen, dass sich hieraus keine (derartigen) geistigen bzw. kognitiven Beeinträchtigungen ergeben, welche die Urteilsfähigkeit der Beschwerdeführerin in Bezug auf die fraglichen sexuellen Handlungen in Frage stellen. Dass die Beschwerdeführerin wegen diesen psychischen Beeinträchtigungen oder aber wegen anderer Umstände physisch zum Widerstand unfähig gewesen wäre, wird von ihr weder dargetan noch ist solches erkennbar. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.