Citation: 4A_583/2017 E. 3.6.2

3.6.2. Der Beschwerdeführer widersetzt sich nach den Feststellungen des Schiedsgerichts (Rz. 87 f.) der Herausgabe der Aktien an der Corporation X.________ auch gestützt auf Forderungen, die mit dem Mandatsvertrag vom 2. Juli 1997 nicht in Zusammenhang stehen. Er behauptet allerdings nicht und im angefochtenen Entscheid finden sich keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass die Parteien Kaufleute sein könnten und sich im Sinne von Art. 895 Abs. 2 ZGB der Besitz des Beschwerdeführers an den umstrittenen Aktien und seine Forderungen aus dem "geschäftlichen Verkehr" der Parteien ergeben würden. Das Retentionsrecht, auf das sich der Beschwerdeführer beruft, kann daher nur Forderungen umfassen, die im Sinne von Art. 895 Abs. 1 ZGB "ihrer Natur nach mit dem Gegenstande der Retention in Zusammenhang" stehen. Mit den Namenaktien an der Corporation X.________ können zwar möglicherweise auch Forderungen des Beschwerdeführers in Zusammenhang stehen, die sich nicht aus dem Mandatsvertrag vom 2. Juli 1997 ergeben; denn dass die Forderung ihrer Natur nach mit dem Gegenstand der Retention in Zusammenhang steht, bedingt noch nicht den gleichen Rechtsgrund. Genügend, aber auch erforderlich ist vielmehr, dass beide Verhältnisse durch denselben Zweck verbunden sind oder sonst in einem natürlichen Zusammenhang stehen (BGE 86 II 355 E. 4a S. 361 f. mit Verweis, vgl. auch BGE 122 IV 322 E. 3 S. 326).