Citation: 2C_95/2021 E. B

Im Nachgang zu einer Inspektion im Praxisbetrieb in U.________ am 16. November 2018 eröffnete die Gesundheitsdirektion des Kantons Zug ein Disziplinarverfahren gegen A.A.________. B.a. Mit Verfügung vom 14. Mai 2019 auferlegte die Gesundheitsdirektion A.A.________ eine Busse von Fr. 8'000.-- und entzog ihm die Bewilligung zur privatwirtschaftlichen Berufsausübung in eigener fachlicher Verantwortung sowie die Bewilligung zur Beschäftigung seiner Tochter als Assistentin. Zudem entzog sie der B.________GmbH die Bewilligung zur Führung eines ärztlichen Praxisbetriebs. Zur Begründung erwog die Gesundheitsdirektion im Wesentlichen, A.A.________ habe seine Assistentin ungenügend beaufsichtigt und gegen die Pflicht zur persönlichen Berufsausübung verstossen. Weiter habe er ohne Bewilligung Arzneimittel an Patientinnen und Patienten abgegeben und die Dokumentationspflicht, die Auskunftspflicht sowie die Auskündungsvorschriften verletzt. Aufgrund seines gesetzes- und pflichtwidrigen Verhaltens sei er nicht mehr vertrauenswürdig. B.b. Die von A.A.________ und der B.________GmbH gegen die Verfügung vom 14. Mai 2019 erhobene Verwaltungsbeschwerde wies der Regierungsrat des Kantons Zug mit Beschluss vom 19. November 2019 ab, soweit er sie nicht bezüglich der bis am 1. August 2019 befristeten Assistenzbewilligung als gegenstandslos abschrieb. Gegen den Beschluss vom 19. November 2019 gelangten A.A.________ und die B.________GmbH mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Zug. Sie machten unter anderem geltend, am Tag der Beschwerdeeinreichung am Verwaltungsgericht hätten sie die Berufsausübungs- und Betriebsbewilligung im Kanton Zug mit sofortiger Wirkung abgegeben. Da sie somit über keine Bewilligungen mehr verfügten, sei der regierungsrätliche Beschluss aufzuheben und das Aufsichtsverfahren hinsichtlich der Bewilligungsentzüge als gegenstandslos abzuschreiben. Ausserdem seien die Gesundheitsbehörden des Kantons Zug nicht mehr zuständig, womit sie keine disziplinarische Massnahmen mehr verhängen dürften. Die Busse von Fr. 8'000.-- sei aufzuheben und auch das diesbezügliche Aufsichtsverfahren als gegenstandslos abzuschreiben. Mit Urteil vom 1. Dezember 2020 trat das Verwaltungsgericht auf die Beschwerde nicht ein, soweit diese den Entzug der Berufsausübungs- und Betriebsbewilligung betraf (Dispositiv-Ziffer 1). Im Übrigen wies es die Beschwerde ab (Dispositiv-Ziffer 2).