Citation: 5A_392/2013 E. 4

Die Ausführungen der Beschwerdeführerin zum angeblichen Interessenkonflikt zwischen ihr und ihrem ehemaligen Direktor (Beschwerdegegner 3) sind neu. Die Frage der Verwirkung ist mit der Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerinnen 1 und 2 vom 24. Januar 2013 in das Beschwerdeverfahren eingeführt worden. Dazu hat die Beschwerdeführerin am 1. März 2013 Stellung genommen. Vom angeblichen Interessenkonflikt, der ein Handeln der Beschwerdeführerin verunmöglicht haben soll, ist darin jedoch nicht die Rede. Das obergerichtliche Urteil enthält dementsprechend denn auch keine Feststellungen dazu. Soweit es sich dabei um Vorbringen tatsächlicher Natur handelt, sind sie unzulässig und kann deshalb auf sie nicht eingegangen werden (Art. 99 Abs. 1 BGG). Die Beschwerdeführerin legt auch nicht dar, dass sie die entsprechenden Behauptungen bereits andernorts im kantonalen Verfahren vorgebracht und das Obergericht den Sachverhalt in diesem Punkt willkürlich festgestellt habe (Art. 97 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG). Im Übrigen ist angesichts der festgestellten Umstände nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz die Verwirkung des Anspruchs angenommen hat. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist die Geltendmachung von Drittansprachen zwar an keine Frist gebunden. Allerdings müssen die Rechte Dritter an gepfändeten oder verarrestierten Gegenständen dem Grundsatz von Treu und Glauben folgend binnen nützlicher Frist geltend gemacht werden, ansonsten sie verwirken (BGE 120 III 123 E. 2a S. 125; 114 III 92 E. 1a S. 94 f.). In welchem Zeitraum eine Drittansprache erfolgen muss, hängt von den Umständen des Einzelfalles ab (BGE 120 III 123 E. 2a S. 125; 114 III 92 E. 2 S. 96). Es ist daher nicht allein auf den Zeitablauf abzustellen, sondern auch den Gründen Rechnung zu tragen, die ein Zuwarten gegebenenfalls erklären können (Urteil 5C.209/2006 vom 31. Januar 2007 E. 4.3). Vorliegend bleibt es dabei, dass die Beschwerdeführerin die Gründe für das Zuwarten nicht rechtzeitig vorgebracht hat. Die Vorinstanz hat angesichts des Fehlens von solchen Gründen und der zwischen der Kenntnisnahme der Endgültigkeit des Arrestvollzugs und der Drittansprache liegenden Zeitdauer von weit über einem Jahr ihren Ermessensspielraum nicht verletzt, wenn sie auf Verwirkung des Rechts zur Drittansprache geschlossen hat. Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit auf sie eingetreten werden kann.