Citation: 2C_112/2023 E. B

Am 7. April 2020 heiratete A.________ im Kanton Bern die Schweizerin B.________ (ehemals C.________) und per 1. Mai 2020 meldete er sich am gemeinsamen Wohnort (Gemeinde U.________) an. Am 5. Mai 2020 ersuchte er beim Amt für Bevölkerungsdienste des Kantons Bern, Migrationsdienst (nachfolgend: Migrationsamt) um Bewilligung des Kantonswechsels zwecks Familiennachzugs sowie um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung. Am 23. Juni 2020 ordnete das Staatssekretariat für Migration ein bis 22. Juni 2030 gültiges Einreiseverbot gegenüber A.________ an. Auf Beschwerde hin befristete das Bundesverwaltungsgericht das Einreiseverbot bis zum 22. Juni 2028 (Urteil F-3800/2020 vom 18. November 2021). Mit Verfügung vom 2. Oktober 2020 wies das Migrationsamt die Gesuche um Bewilligung des Kantonswechsels sowie um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung ab. Die dagegen von A.________ und B.________ auf kantonaler Ebene erhobenen Rechtsmittel blieben ohne Erfolg (Beschwerdeentscheid der Sicherheitsdirektion des Kantons Bern vom 8. Januar 2021; Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Januar 2023). Während dem hängigen Rechtsmittelverfahren verurteilte die Staatsanwaltschaft des Kantons Bern A.________ wegen einfacher Verkehrsregelverletzung (Strafbefehl vom 10. Februar 2022).