Citation: 1C_434/2018 E. 5.3

5.3. Die Vorinstanz stellte im angefochtenen Entscheid zwar fest, der Entscheid des DVI hätte dem Beschwerdegegner aufgrund seiner Parteistellung eröffnet statt lediglich mitgeteilt werden müssen (vgl. § 26 Abs. 1 VRPG/AG). Sie zeigt jedoch nicht auf, weshalb aufgrund der konkreten Umstände im vorliegenden Fall die mangelhafte Eröffnung dazu geführt habe, dass die bis am 14. Dezember 2017 laufende Rechtsmittelfrist für den Beschwerdegegner nicht zu laufen begonnen habe (vgl. dazu: BGE 132 I 249 E. 6 S. 253 f.; Urteil 1C_37/2018 vom 6. Juli 2018 E. 5; je mit Hinweisen) und sie von einer fristgemässen Eingabe ausgehe. Dies ist umso weniger ersichtlich, als der Beschwerdegegner spätestens seit der Beiladung zum Beschwerdeverfahren den für ihn nachteiligen Entscheid kannte. Die unbegründete Feststellung der Vorinstanz, wonach die Beschwerde fristgerecht eingereicht worden sei, steht jedenfalls im klaren Widerspruch zur tatsächlichen Situation. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass der Beschwerdegegner womöglich lediglich aufgrund der (falschen) telefonischen Auskunft des DVI, wonach der Gemeinderat die Möglichkeit habe, das Verfahren an das Verwaltungsgericht weiterzuziehen, darauf vertraute, der Gemeinderat werde in seinem Sinne Beschwerde führen, und selbst darauf verzichtete, Beschwerde zu führen. Es kann insofern offenbleiben, ob aufgrund des Vertrauensschutzes davon ausgegangen werden könnte, die Frist sei für den Beschwerdegegner nicht abgelaufen. Diese Frage wäre lediglich zu klären, wenn der Beschwerdegegner von sich aus tatsächlich eine (verspätete) Beschwerde eingereicht hätte, auf welche nicht eingetreten worden wäre. Diese Prüfung erübrigt sich im hier zu beurteilenden Fall, wo die Vorinstanz eine angebliche Beschwerde aus diversen Schreiben des Beschwerdegegners "ableiten" will, ohne auch nur annähernd darzulegen, inwiefern die Frist eingehalten ist. Dies insbesondere auch im Hinblick darauf, dass gesetzliche Fristen (vgl. § 44 Abs. 1 VRPG/AG) gemäss § 28 Abs. 3 VRPG/AG grundsätzlich nicht erstreckt werden können.