Citation: 6B_1024/2021 E. 5.2.2

5.2.2. Ebenfalls als unberechtigt erweist sich die Rüge der Verletzung des Doppelverwertungsverbots. Vorweg ist festzuhalten, dass die Vorinstanz den Umstand, dass der Beschwerdeführer vorsätzlich gehandelt hat, nicht straferhöhend berücksichtigt. Dem Beschwerdeführer ist sodann insofern Recht zu geben, als die Verwirklichung der gesetzlichen Tatbestandsmerkmale Voraussetzung für einen Schuldspruch darstellt und nicht zur Bestimmung der für die einzelne Tat schuldangemessenen Strafe beitragen respektive nochmals (straferhöhend) berücksichtigt werden kann (vgl. BGE 142 IV 14 E. 5.4; 141 IV 61 E. 6.1.3; Urteil 6B_502/2019 vom 27. Februar 2020 E. 3.4 mit Hinweisen). Dem Gericht ist es jedoch nicht verwehrt, bei der Strafzumessung zu berücksichtigen, in welchem Ausmass ein qualifizierender oder privilegierender Tatumstand gegeben ist (Urteile 6B_776/2020 vom 5. Mai 2021 E. 3.2, nicht publ. in: BGE 147 IV 249; 6B_1397/2019 vom 12. Januar 2022 E. 3.3.2; je mit Hinweisen). Diesbezüglich weist die Vorinstanz zutreffend darauf hin, dass bei Drogendelikten die Menge der Betäubungsmittel für die Beurteilung der objektiven Tatschwere eine wichtige Rolle spielt. Sie berücksichtigt daher unter diesem Aspekt zu Recht, dass bei einer Reinsubstanz von rund 83 Gramm, die der Verurteilung zugrunde liegt, der vom Bundesgericht auf 18 Gramm festgesetzte Schwellenwert, ab dessen Erreichen von einer Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen ausgegangen werden muss, um mehr als das Vierfache überschritten ist. Dies stellt nach Gesagtem keine unzulässige Doppelverwertung dar.