Citation: 9C_542/2022 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin macht im Wesentlichen geltend, ihr Vorwurf der unzulässigen "second opinion" sei rechtzeitig erfolgt; er betreffe denn auch kein Verfahrensrecht, sondern die materielle Würdigung des Gutachtens. Das kantonale Gericht habe mit seinem Rückweisungsurteil vom 20. Januar 2020 die IV-Stelle verbindlich angewiesen, die Auswirkungen der nach der asim-Begutachtung eingetretenen Knie- und Handverletzungen - allenfalls mit einer Verlaufsbegutachtung - abzuklären und die unvollständige Haushaltsabklärung unter Berücksichtigung der gesundheitlichen Situation des Ehemannes der Versicherten zu ergänzen. Das asim-Gutachten habe es damals als beweiswertig erachtet. Die IV-Stelle habe sich über die gerichtlichen Anordnungen hinweggesetzt und eine unzulässige "second opinion" eingeholt, indem sie eine neue, umfassende und vor allem retrospektive Beurteilung der onkologischen und psychiatrischen Beschwerden angeordnet und auf eine erneute Haushaltsabklärung verzichtet habe. Die Vorinstanz verletze Bundesrecht, indem sie ihre Sachverhaltsfeststellungen auf die - unter Missachtung ihrer eigenen verbindlichen Vorgaben eingeholte - SMAB-Expertise gestützt habe. Es sei auf das asim-Gutachten vom 22. Dezember 2016, worin die Einschränkung im Haushalt auf 50 % festgelegt wurde, abzustellen oder allenfalls eine erneute Haushaltsabklärung auf der Grundlage des asim-Gutachtens durchzuführen.