Citation: 6B_690/2020 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführerin wendet sich sodann gegen die vorinstanzliche Strafzumessung. Sie habe ohne direkten Vorsatz, jemanden umzubringen, gehandelt. Selbst in diesem Fall könne aufgrund der objektiven Tatschwere keine lebenslängliche Freiheitsstrafe als Einsatzstrafe festgelegt werden. Sie habe zwar mehrfach auf das Opfer eingestochen, doch habe sie es unterlassen, nachdem sie umgestossen worden sei, weiter auf das Opfer einzustechen, bis dieses tatsächlich gestorben wäre. Die Vorinstanz habe die verminderte Steuerungsfähigkeit nicht oder zu wenig berücksichtigt. Ausserdem verkenne die Vorinstanz, dass bei Tötungsdelikten immer das Leben und somit das höchste Rechtsgut des Opfers vernichtet werde. Diese Tatsache könne deshalb nicht zur Ermittlung der Tatschwere beigezogen werden.