Citation: 1A.83/2000 19.06.2000 E. 4

4.- Die Beschwerdeführerin bringt vor, die Subsumtion des Verhaltens der Beschuldigten unter Art. 312 und 314 StGB, die zu einer Übertragung des Verfahrens an die Bundesanwaltschaft geführt habe, sei willkürlich. Soweit die Beschwerdeführerin hiermit geltend machen will, die Voraussetzung der beidseitigen Strafbarkeit (vgl. Art. 5 Ziff. 1 lit. a EUeR und die Schweizer Erklärung zu dieser Bestimmung) des vorgeworfenen Verhaltens sei nicht erfüllt, wäre die Rüge unberechtigt. Die Firma A.________ befand sich unbestrittenermassen überwiegend im Staatsbesitz. Auch wenn G.________ und K.________ deswegen nicht zu Beamten wurden, können sie auch als Kader einer gemischtwirtschaftlichen Gesellschaft unter die genannten Straftatbestände fallen (BGE 113 Ib 175 E. 7b S. 183). Selbst wenn dies nicht zuträfe, könnte das im Rechtshilfeersuchen geschilderte Verhalten als ungetreue Geschäftsbesorgung nach Art. 158 StGB angesehen werden. Anderseits will die Beschwerdeführerin eine Aufhebung der angefochtenen Verfügung erreichen, weil die Bundesanwaltschaft zur Ausführung des Ersuchens gar nicht zuständig wäre, wenn der Vorwurf eines Verstosses gegen Art. 312 und 314 StGB entfiele. Dabei übersieht sie jedoch, dass nach Art. 79 Abs. 4 IRSG die Bezeichnung der mit der Ausführung eines Ersuchens beauftragten Behörde nicht anfechtbar ist.