Citation: 9C_638/2013 E. 3.1.2

3.1.2. Die Beschwerdeführerin wendet überdies ein, aus Art. 30c BVG ergebe sich eine Beratungs- und Informationspflicht der Vorsorgeeinrichtung im Hinblick auf die Erhaltung des Vorsorgeschutzes. Die Beschwerdegegnerin habe ihren Anspruch auf Vorausinformation missachtet. Die versicherte Person müsse darauf aufmerksam gemacht werden, wenn eine konkrete Massnahme drohe, die (für den Vorsorgeversicherer erkennbar) den Vorsorgeschutz des Destinatärs beeinträchtigen könne. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Vorsorgeeinrichtung eine Informationspflicht verletzt haben könnte, als sie es unterliess, ihre sich für einen Vorbezug eines Teils der Freizügigkeitsleistung interessierende Versicherte über die laufenden Bestrebungen aufzuklären, das Reglement - in einem im Auskunftszusammenhang kritischen Punkt - zu ändern. Nicht zu überzeugen vermag die vorinstanzliche Erwägung betreffend die Tragweite des in den Mitteilungen vom 16. März und 16. Mai 2011 angebrachten Vorbehalts (E. 2.3.2 des angefochtenen Entscheids). Denn die mit der Informationsverpflichtung nach Art. 30g lit. e BVG und Art. 11 lit. b WEFV (SR 831.411) angestrebte Planungssicherheit setzt voraus, dass der Vorbehalt auf künftige Veränderungen der Leistungsparameter beschränkt ist, die noch nicht bekannt sind. Es ist nicht einzusehen, weshalb nicht auch hängige Reglementsrevisionen, welche den Gegenstand der Anfrage unmittelbar beschlagen, regelmässig zu den der Aufklärungspflicht unterliegenden Tatsachen gehören sollten, wenn sie sich, wie hier (E. 2.3.3 des angefochtenen Entscheids), bereits in einem konkreten Stadium des Beschlussfassungsprozesses befinden. Die (zweite) Beantwortung der Anfrage über die Folgen eines Vorbezugs datiert zwar bereits vom 16. Mai 2011; doch hätte die Vorsorgeeinrichtung die fragliche Information nachschieben können, nachdem der Revisionsausschuss am 26. Mai 2011 den Revisionsantrag der Direktion zuhanden der Verwaltungskommission verabschiedet hatte (vgl. Art. 15 f. des Gesetzes vom 30. Juni 1993 über die Bernische Pensionskasse, BPKG). Die bei Erteilung der Auskunft noch bestehende Ungewissheit über den definitiven Ausgang des Revisionsvorhabens und über den Zeitpunkt einer allfälligen Inkraftsetzung hätte in der Auskunft entsprechend deklariert werden können.