Citation: I 491/01 26.11.2002 E. 2

2.1 Vorinstanz und Verwaltung sind im Wesentlichen gestützt auf das abschliessende Gutachten der Medizinischen Abklärungsstelle der IV am Spital X.________ (MEDAS) vom 9. März 1998 zum Schluss gelangt, dass der bisher im Gartenbau tätig gewesene Beschwerdeführer aufgrund seines chronischen, vorwiegend panvertebralen weichteilrheumatischen Schmerzsyndroms bei Fehlhaltung der Wirbelsäule und muskulärer Disbalance sowie der im psychiatrischen Konsilium des Dr. med. S.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 18. Februar 1998 diagnostizierten undifferenzierten somatoformen Schmerzstörung mit depressiver Färbung in einer rückenadaptierten Verweisungstätigkeit zu 60 % arbeitsfähig ist. Soweit der Beschwerdeführer hiegegen sinngemäss einwendet, die Gesamteinschätzung der Restarbeitsfähigkeit auf 60 % berücksichtige lediglich die psychischen Leiden, nicht aber die rein körperlich bedingten Einschränkungen, kann ihm nicht beigepflichtet werden. Die Gutachter der MEDAS haben aufgrund der vielen Anzeichen für ein "nichtorganisches Krankheitsverhalten" (Chronifizierung und Therapieresistenz, Schmerzausbreitung, Überreaktion bei der Untersuchung sowie Inkonstanz bei Bewegungsprüfungen und simulierten Test) die enge Verflechtung von somatisch wenig objektivierbaren funktionellen Beschwerden und den die Arbeitsfähigkeit negativ beeinflussenden psychischen Faktoren betont; eine getrennte Beurteilung der körperlichen und psychischen Aspekte sei kaum möglich. Vor diesem Hintergrund ist nachvollziehbar und überzeugend, dass sie mit Blick auf die abschliessende Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit von einer praktisch vollständigen psychischen Überlagerung des Schmerzsyndroms ausgingen. Nachdem im Rahmen der psychiatrischen Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit auf 60 % die Schmerzsymptomatik in ihrer Gesamtheit ins Blickfeld gerückt worden war und den medizinischen Akten nach den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz keine Anhaltspunkte dafür zu entnehmen sind, dass nebst der anerkannten schmerzbedingten Reduktion der Arbeitsfähigkeit zusätzliche körperliche oder psychische Faktoren die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer rücken- und nackenschonenden (allenfalls wechselbelastenden) Tätigkeit einschränken, ist die MEDAS-Gesamteinschätzung der Restarbeitsfähigkeit auf 60 % als schlüssig zu beurteilen; dies muss umso mehr gelten, als sie aufgrund der gemeinsamen interdisziplinären Besprechung des MEDAS-Ärzteteams, mithin auch im Beisein des Psychiaters erfolgt war. Die Einwände des Beschwerdeführers sind nicht geeignet, die ausschlaggebende Beweiskraft des MEDAS-Gutachtens in Frage zu stellen. Namentlich wurde bereits im vorinstanzlichen Verfahren mit zutreffender Begründung das Argument entkräftet, die aus medizinischer Sicht verbleibende Arbeitsfähigkeit sei - etwa mangels geeigneter Stellen, welche häufige Positionswechsel und das (stressmindernde) Einschalten von Pausen ermöglichten - praktisch nicht verwertbar. Von zusätzlichen Abklärungen sind keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb es mit der Annahme einer zumutbaren Restarbeitsfähigkeit von 60 % sein Bewenden hat. 2.2 Im Rahmen des für die Invaliditätsbemessung massgebenden Einkommensvergleichs hat die Vorinstanz das trotz Gesundheitsschadens zumutbarerweise erzielbare Einkommen (Invalideneinkommen) richtigerweise gestützt auf die Tabellenlöhne der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen 1998 (LSE) festgesetzt. Dabei ermittelte sie ausgehend vom Durchschnittslohn von Männern in einfachen und repetitiven Tätigkeiten im gesamten privaten Sektor von Fr. 4268.- sowie unter Berücksichtigung einer betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,9 Stunden (1998) und eines Abzugs vom statistischen Lohn (vgl. BGE 126 V 78 ff. Erw. 5) in der Höhe von 12,5 % einen im Rahmen einer 60 %igen Erwerbstätigkeit erzielbaren Jahresverdienst von Fr. 28'161.-. Soweit das kantonale Gericht unter alleiniger Berücksichtigung des Umstands, dass der Beschwerdeführer nurmehr teilzeitlich arbeiten kann, lediglich die Hälfte des maximal zulässigen Abzugs von 25 % (siehe AHI 2002 S. 67 ff. Erw. 4 mit Hinweisen) gewährte, kann dem im Rahmen der richterlichen Angemessenheitskontrolle (Art. 132 lit. a OG) nicht beigepflichtet werden. In Würdigung der gesamten persönlichen und beruflichen Umstände (Teilzeitarbeit auf niedrigstem Anforderungsniveau [vgl. TA 6* LSE 1998, S. 20), keine körperliche Schwerarbeit mehr; Ausländerstatus mit Aufenthaltsbewilligung B [vgl. TA12 LSE 1998, S. 39], fortgeschrittenes Alter) rechtfertigt sich ein 25 %iger Abzug vom statistischen Lohn, sodass sich das Invalideneinkommen auf Fr. 24'141.94 beläuft.