Citation: 6P.26/2006 18.10.2006 E. 2

Das Obergericht gelangt gestützt auf Ausführungen im Gutachten von Prof. Dr. E.________ vom 28. Januar 2002, polizeiliche Berichte und Berechnungen des Untersuchungsrichters zum Schluss, dass die von der Firma des Beschwerdeführers abgerechneten Kommissionen die übliche Höhe um ein Mehrfaches überstiegen und in keinem Verhältnis zu den dafür erbrachten Dienstleistungen standen. Es beurteilt deshalb die mit den vier Geschädigten abgewickelten Geschäfte als wucherisch im Sinne von Art. 157 StGB. Weiter erachtet das Obergericht die Geschädigten als unerfahren im Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten und bejaht die von Art. 157 StGB vorausgesetzte Ausbeutung dieser Unterlegenheit. Schliesslich handelte der Beschwerdeführer nach seiner Auffassung vorsätzlich, war er sich doch des offensichtlichen Missverhältnisses von Leistung und Gegenleistung bewusst und nutzte die Unterlegenheit der Geschädigten ge-zielt aus.