Citation: 9C_172/2023 E. 3.3

3.3. Rechtsprechungsgemäss kommt dem Merkmal des Unternehmerrisikos im Rahmen der Prüfung der Frage, ob eine Tätigkeit selbstständiger oder unselbstständiger Natur ist, bei Fotografinnen und Fotografen - wie auch bei (freiberuflichen) Journalistinnen und Journalisten - selten eine statusentscheidende Bedeutung zu. Denn diese haben für die Ausübung ihres Berufs in der Regel weder beträchtliche Investitionen zu tätigen noch Angestelltenlöhne zu bezahlen, welche Merkmale das Unternehmerrisiko praxisgemäss charakterisieren. Aber auch das Begriffsmerkmal der arbeitsorganisatorischen Abhängigkeit wird bei diesen Tätigkeiten häufig nicht derart sein, dass daraus ohne weiteres auf unselbstständige Erwerbstätigkeit geschlossen werden könnte. Eine diesbezüglich massgebliche Bedeutung wird in derartigen Fällen daher dem Element der regelmässigen Arbeitsleistung für einen Auftraggeber beigemessen. Denn wer regelmässig für denselben Auftraggeber arbeitet, begibt sich damit insofern in ein gewisses Abhängigkeitsverhältnis, als bei Dahinfallen des entsprechenden Erwerbsverhältnisses eine ähnliche Situation eintritt, wie dies beim Stellenverlust eines Arbeitnehmers der Fall ist. Dies hat zur Folge, dass wer regelmässig für den nämlichen Autraggeber arbeitet, für die betreffende Tätigkeit in der Regel AHV-rechtlich die Stellung eines Unselbstständigerwerbenden zukommt (vgl. Urteil 9C_739/2019 vom 10. Juni 2020 E. 4.3 mit Hinweis auf BGE 119 V 161 E. 3b).