Citation: 1P.683/2001 30.11.2001 E. 1

1.- Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts zu Art. 88 OG muss ein Beschwerdeführer grundsätzlich ein aktuelles praktisches Interesse an der Aufhebung des angefochtenen Entscheids bzw. an der Behandlung der von ihm erhobenen Rügen haben, damit auf seine staatsrechtliche Beschwerde eingetreten werden kann (BGE 125 I 394 E. 4a S. 397; 120 Ia 165 E. 1a S. 166 mit Hinweisen). Das Bundesgericht hat wiederholt erklärt, das aktuelle praktische Interesse an der Behandlung einer Haftbeschwerde entfalle, wenn der Beschwerdeführer während der Hängigkeit des bundesgerichtlichen Verfahrens aus der Haft entlassen werde. Es betonte, ein solches Interesse könne auch nicht unter dem Gesichtswinkel eines späteren Entschädigungsbegehrens bejaht werden (BGE 125 I 394 E. 4 S. 397; 110 Ia 140 E. 2a S. 141 ff.). Die Rügen der Verletzung von Art. 5 EMRK sowie der verfassungs- und gesetzmässigen Verteidigungsrechte könnten im Entschädigungsverfahren geltend gemacht werden (BGE 125 I 394 E. 5a und b S. 398 ff.). Im vorliegenden Fall erhob der Beschwerdeführer gegen den Entscheid des Haftgerichts II Emmental-Oberaargau vom 18. Oktober 2001, mit dem er in Untersuchungshaft versetzt worden war, am 22. Oktober 2001 beim Bundesgericht staatsrechtliche Beschwerde. Am 26. Oktober 2001 wurde er aus der Untersuchungshaft entlassen. Der Beschwerdeführer vertritt in seinem Schreiben vom 5. November 2001 die Ansicht, mit seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft sei die staatsrechtliche Beschwerde nicht gegenstandslos geworden, soweit er darin beantragt habe, der Staat Bern sei zur Leistung von Schadenersatz und Genugtuung wegen rechtswidriger Haft zu verurteilen. Diese Auffassung ist unzutreffend. Wie dargelegt wurde, kann nach Beendigung der Untersuchungshaft ein aktuelles praktisches Interesse für deren Anfechtung mit staatsrechtlicher Beschwerde auch nicht im Hinblick auf die Geltendmachung von Schadenersatz- und Genugtuungsansprüchen bejaht werden. Die Voraussetzungen, unter denen das Bundesgericht ausnahmsweise trotz Wegfalls des aktuellen praktischen Interesses auf eine staatsrechtliche Beschwerde eintritt, sind hier nicht erfüllt (BGE 125 I 394 E. 4b mit Hinweisen). Die staatsrechtliche Beschwerde ist daher als gegenstandslos zu erklären und vom Geschäftsverzeichnis abzuschreiben.