Citation: 9C_439/2024 E. 3.1.1

3.1.1. Die Beschwerdeführerin ist als Vermögensverwalterin tätig. Gemäss Vermögensverwaltungsvertrag erteilt der Vermögensverwaltungskunde (nachfolgend nur noch: der Kunde) der Beschwerdeführerin den Auftrag zur selbständigen Verwaltung (d.h. im Namen und auf Rechnung des Kunden) der von ihm bezeichneten Vermögenswerte bei einem bestimmten Finanzinstitut und erteilt der Beschwerdeführerin alle für die Ausführung des Auftrags erforderlichen Vollmachten und Unterschriftsrechte über Konten und Depots. Die Beschwerdeführerin erhält für die Vermögensverwaltungstätigkeit im Rahmen des Vermögensverwaltungsvertrags vom Kunden folgende Entschädigung (en) : - Der Kunde bezahlt der Beschwerdeführerin "Courtagen" in Höhe von 1,2% des Transaktionswertes, zzgl. Courtagen der Bank. - Die Beschwerdeführerin erhält (darüber hinaus) eine monatliche Management Fee von 0,2% des Kontobestandes per Ende eines Monats. Der Kunde ermächtigt die Depotbank, die "Courtagen" ohne Verzug bei der Auftragsausführung seinem Konto zu belasten. In den vorerwähnten Entschädigungen nicht eingeschlossen sind Depotgebühren, Stempelabgaben sowie alle anderen Gebühren, die von Dritten verrechnet und dem Kunden direkt bzw. separat belastet werden. Der Kunde ist sich bewusst und akzeptiert, dass die Beschwerdeführerin im Rahmen ihrer Vermögensverwaltungstätigkeit oder bei Gelegenheit der Auftragserfüllung Leistungen (z.B. Retrozessionen, Kick-backs, Finder's fee etc.) von Dritten (Banken, Fondsgesellschaften, Emittenten, etc.) erhält oder erhalten könnte. Falls die Beschwerdeführerin solche Leistungen Dritter erhält, welche sie gemäss jeweils anwendbarer Rechtsprechung oder gemäss jeweils anwendbaren gesetzlichen Vorschriften dem Kunden abliefern müsste, so ist dieser ausdrücklich damit einverstanden, dass die Beschwerdeführerin diese Leistungen als zusätzliche Entschädigung für ihre Vermögensverwaltungstätigkeit erhält. Der Kunde erklärt durch Unterzeichnung dieses Vertrags ausdrücklich, auf die Herausgabe (Weiterleitung an den Kunden) dieser Leistungen Dritter zu verzichten. Die von Dritten erhaltenen Leistungen gehen aus jeder Bankabrechnung hervor. Die Beschwerdeführerin legt die Höhe der von Dritten erhaltenen, vorstehend erwähnten Leistungen auf Anfrage des Kunden hin offen.