Citation: 2C_809/2021 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführer standen mit den Lehrpersonen von C.A.________ ab 27. Mai 2019 bis 20. September 2019 immer wieder in E-Mail-Kontakt betreffend gesundheitlichen Problemen und daraus resultierenden Absenzen. Dabei kam am 6. September 2019 auch ein Konflikt mit C.A.________s früherer Freundin X. zur Sprache, wobei die Beschwerdeführer den Klassenlehrer diesbezüglich um Diskretion zum Schutz von C.A.________ ersuchten. In einer E-Mail vom 20. September 2019 hielten die Beschwerdeführer fest, dass C.A.________ die zwischenmenschlichen Probleme auf dem Schulweg selber lösen und überwinden könne. Am 22. Oktober 2019 teilten die Beschwerdeführer dem Klassenlehrer mit, dass C.A.________ ärztlich/psychologisch betreut werde, sie nun aber trotzdem auch von der Schule Unterstützung benötigten. Sie hätten Kontakt mit der Schulsozialarbeit aufgenommen und wollten nun auch mit ihm (dem Klassenlehrer) beraten, wie es weitergehen solle. Am 29. Oktober 2019 führte die Schulsozialarbeit ein Gespräch mit C.A.________ und X., am 4. November 2019 dann mit Y.. Am 6. November 2019 erfolgte ein erstes Gespräch der Schulsozialarbeit mit allen drei Schülerinnen, der Klassenlehrperson und der Schulleitung. Gleichentags hielt die Schulsozialarbeit in einer schriftlichen Rückmeldung an die Eltern der drei Schülerinnen fest, dass das Gespräch nur ein erster Schritt auf dem Weg zur "Normalisierung" sei, und bat, bei Gesprächsbedarf Kontakt mit dem Klassenlehrer aufzunehmen. Am 7. November 2019 teilten die Beschwerdeführer dem Schulleiter telefonisch mit, dass sie C.A.________ von der Schule abmelden und an der Privatschule U.________ anmelden würden (Eintritt am 13. November 2019). Mit Beurteilung vom 12. November 2019 bescheinigte Dr. med. D.________, dass sich bei C.A.________ aufgrund anhaltender Mobbingerfahrungen in ihrer Klasse eine ausgeprägte Belastungssymptomatik mit hohem Leidensdruck einer ansonsten psychisch gesunden Jugendlichen gezeigt habe. Da trotz vielfältiger Bemühungen von Seiten C.A.________ und ihrer Eltern keine Verbesserung der sozialen Situation im schulischen Rahmen habe erzielt werden können, sei aus fachärztlicher Sicht ein Schulwechsel zum baldmöglichsten Zeitpunkt sehr zu empfehlen. Diese Einschätzung bestätigte die Ärztin in einem zweiten Bericht vom 6. Mai 2020.