Citation: 2C_752/2020 E. 5.3

5.3. Die in Art. 9 Abs. 2 MAR verankerten Grundlagenfächer sind gestützt auf das Konkordat vom 29. Oktober 1970 über die Schulkoordination und gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung vom 18. Februar 1993 über die Anerkennung von Ausbildungsabschlüssen (reglementarisch) festgelegt worden (vgl. § 1 des Gesetzes des Kantons Zürich vom 6. Juni 1971 über den Beitritt des Kantons Zürich zum Konkordat über die Schulkoordination [LS 410.3]; §§ 1 f. des Gesetzes des Kantons Zürich vom 22. September 1996 über den Beitritt des Kantons Zürich zur Interkantonalen Vereinbarung über die Anerkennung von Ausbildungsabschlüssen [LS 410.4]; vgl. auch Art. 95 lit. e BGG). Die dargelegte Fächervielfalt bezweckt (vgl. E. 4.1.2 hiervor), den Schülerinnen und Schülern im Hinblick auf ein lebenslanges Lernen grundlegende Kenntnisse zu vermitteln sowie ihre geistige Offenheit und die Fähigkeit zum selbstständigen Urteilen zu fördern. Dabei wird eine breit gefächerte, ausgewogene und kohärente Bildung angestrebt (vgl. Art. 5 Abs. 1 MAR). Die gymnasiale Bildung soll die Maturandinnen und Maturanden befähigen, sich den Zugang zu neuem Wissen zu erschliessen, ihre Neugier, ihre Vorstellungskraft und ihre Kommunikationsfähigkeit zu entfalten sowie allein und in Gruppen zu arbeiten (vgl. Art. 5 Abs. 2 MAR). Angesichts des Dargelegten ist ersichtlich, dass eine ganzheitliche gymnasiale Bildung angestrebt wird, indem möglichst viele Fähigkeiten angesprochen und der Zugang zu einem breiten Spektrum an Wissen gewährleistet wird. Die festgelegten promotionsrelevanten Fächer sind im Einklang mit den in Art. 5 MAR verankerten gymnasialen Bildungszielen und widerspiegeln das öffentliche Interesse an einer möglichst ganzheitlichen gymnasialen Bildung, das allenfalls selbst Grundrechtseingriffe - wenn sie denn überhaupt bestünden - rechtfertigen könnte.