Citation: 7B.186/2005 16.12.2005 E. 3

Strittig ist im vorliegenden Fall zunächst, ob die Beschwerdeführerin Art. 74 Abs. 1 SchKG entsprechend innert zehn Tagen seit Zustellung des Zahlungsbefehls dem Betreibungsamt schriftlich Rechtsvorschlag erklärt hat. Die Beschwerdeführerin äussert sich ausführlich zur behaupteten und von der Aufsichtsbehörde verneinten Erhebung des Rechtsvorschlages zuhanden des Betreibungsamtes. Für den vorliegenden Entscheid wesentlich räumt sie aber ein, nachdem kein Eintrag für eine LSI-Sendung an das Betreibungsamt habe aufgefunden werden können, müsse davon ausgegangen werden, dass eine Verwechslung der beiden Sendungen erfolgt sei, indem das Begleitschreiben an den Rechtsvertreter der Beigeladenen zusammen mit dem Original des Zahlungsbefehls per LSI und eine Kopie des Zahlungsbefehls mit Rechtsvorschlag aber lediglich mit normaler Post an das Betreibungsamt verschickt worden seien. Vor der kantonalen Aufsichtsbehörde hatte sie noch die Auffassung vertreten, sie habe dem Vertreter der Gläubigerin eine Kopie des Zahlungsbefehls zugestellt, was sich allerdings laut den verbindlichen Feststellungen der Aufsichtsbehörde als falsch erwiesen hat. Wie bereits im kantonalen Verfahren führt sie für ihre Vorbringen vor Bundesgericht A.________ und B.________ als Zeugen an und macht unter anderem auch in diesem Zusammenhang geltend, die Vernehmlassung der Gläubigerin im kantonalen Verfahren sei ihr erst zusammen mit dem Urteil in der Sache zugestellt worden, so dass sie nicht dazu habe Stellung nehmen können, weshalb allfällige nunmehr in der Beschwerde an das Bundesgericht vorgebrachte Noven zulässig seien (Art. 79 Abs. 1 OG). Soweit es sich allerdings dabei überhaupt um Noven im Sinne von Art. 79 Abs. 1 OG handelt, ist damit keine Bundesrechtsverletzung oder ein Missbrauch des Ermessens durch die Aufsichtsbehörde aufzuzeigen. Selbst bei einer Annahme von zulässigen Noven bleibt es dabei, dass die angetragenen Zeugen als im Interesse der Schuldnerin Tätige nicht objektiv und unvoreingenommen über die Erhebung des Rechtsvorschlages beim Betreibungsamt aussagen können, und es ist abgesehen davon auch höchst unwahrscheinlich, dass sie sich überhaupt noch an die genauen Vorgänge erinnern können, nachdem nun doch bereits geraume Zeit verstrichen ist. Für diese Annahme spricht nicht zuletzt der Umstand, dass die Beschwerdeführerin im kantonalen Verfahren unter Berufung auf diese Zeugen noch behauptet hatte, sie habe den mit dem Rechtsvorschlag versehenen Original-Zahlungsbefehl an das Betreibungsamt gesandt. Angesichts der Tatsache, dass dem Betreibungsamt nach den verbindlichen Feststellungen der Aufsichtsbehörde kein Rechtsvorschlag zugegangen ist und die Beigeladene das mit dem Rechtsvorschlag versehene Original des Zahlungsbefehls erhalten hat, bleibt es dabei, dass die Beschwerdeführerin aus Versehen bei der Gläubigerin und nicht beim Betreibungsamt Rechtsvorschlag erhoben hat. Damit aber erübrigt sich eine Rückweisung an die Vorinstanz zwecks weiterer Abklärungen (vgl. Eventualantrag).