Citation: I 37/02 20.01.2003 E. 7

Zu prüfen bleibt, ob die ab 1. Januar 2000 zu berücksichtigende 50 %ige Ar- beitsfähigkeit sich auf den Invaliditätsgrad auswirkt. 7.1 Für die Vornahme des Einkommensvergleichs sind die hypothetischen Erwerbseinkommen im Jahre 2000 massgebend, da sowohl die allfällige Anspruchsänderung als auch der Verfügungserlass in dieses Jahr fallen (BGE 128 V 174; Urteil F. vom 25. November 2002 Erw. 5.2.1, I 415/01). 7.2 Bei der Ermittlung des ohne Invalidität erzielbaren Einkommens (Validen-einkommen) ist entscheidend, was der Versicherte im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunder tat-sächlich verdienen würde. Die Einkommensermittlung hat so konkret wie mög-lich zu erfolgen. Massgebend ist, was die versicherte Person aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände unter Berücksichtigung ihrer beruflichen Weiterentwicklung, soweit hiefür hinreichend konkrete Anhalts-punkte bestehen, zu erwarten gehabt hätte (BGE 96 V 29, ZAK 1985 S. 635 Erw. 3a sowie RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 f. Erw. 3b). Da nach empirischer Feststellung in der Regel die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des Valideneinkommens häufig der zuletzt erzielte, der Teuerung sowie der realen Einkommensentwicklung angepasste Verdienst (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 101 Erw. 3b am Ende; vgl. auch ZAK 1990 S. 519 Erw. 3c; Urteil D. vom 30. Oktober 2002 Erw. 1.2, I 517/02). Der Versicherte war bis Ende März 1997 bei der Firma H.________ AG als Bauarbeiter angestellt, weshalb auf das Jahreseinkommen 1996 abzustellen ist. In den Monaten August bis Dezember 1996 wurden dem Versicherten wegen Arbeitsunfähigkeit lediglich 80 % des Lohnes ausbezahlt, was je auf 100 % umzurechnen ist. Unter Berücksichtigung dieser Anpassung ergibt sich für 1996 ein Einkommen von total Fr. 52'184.- (vgl. Fragebogen für Arbeitgeber, ausgefüllt am 19. Juni 1997). Umgerechnet auf das Jahr 2000 resultiert ein Einkommen von Fr. 53'183.- (Nominallohnindex Baugewerbe, Männer 1996: 104,5; 2000: 106,5: vgl. "Lohnentwicklung 2000", herausgegeben vom Bundes-amt für Statistik, Neuchâtel 2001, Tabelle 1.1.93). 7.3 Für die Feststellung des hypothetischen Invalideneinkommens ist von den standardisierten monatlichen Bruttolöhnen gemäss der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 2000 (LSE; vgl. BGE 126 V 76 f. Erw. 3b/bb mit Hinweisen) und hiebei vom Durchschnittsverdienst für mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten im privaten Sektor (bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden) beschäftigte Männer auszugehen (Tabelle A 1). Dieser betrug monatlich Fr. 4437.- (inkl. 13. Monatslohn) bzw. jährlich Fr. 53'244.-, was umgerechnet auf die wöchentliche betriebsübliche Arbeitszeit von 41,8 Stunden im Jahre 2000 (Die Volkswirtschaft 2002, Heft 10, S. 88 TA B9.2) Fr. 55'640.- ergibt. Unter Berücksichtigung des zumutbaren Arbeitspensums von 50 % und des von der Verwaltung vorgenommenen Abzuges von 15 % resultiert ein Einkommen von Fr. 23'647.-, was verglichen mit dem Valideneinkommen von Fr. 53'183.- zu ei-nen Invaliditätsgrad von 55,5 % bzw. zum Anspruch auf eine halbe Invaliden-rente führt. Selbst bei Veranschlagung des maximal zulässigen Abzuges von 25 % (BGE 126 V 80 Erw. 5b/cc; AHI 2002 S. 71 Erw. 4b/cc) würde ein Einkommen von Fr. 20'865.- bzw. ein Invaliditätsgrad von 60,8 % resultieren, womit der Grenzwert von 66 2/3 % für eine ganze Invalidenrente ebenfalls unterschritten wird. Der Versicherte hat somit ab 1. Januar 2000 Anspruch auf eine halbe Invalidenrente.