Citation: 8C_385/2024 E. 6.2

6.2. Gemäss angefochtenem Urteil wäre der Beschwerdegegner nach Aktenlage - entgegen seiner vernehmlassungsweise geäusserten Einwände - im Bereich der "Körperpflege" selbstständig, wenn seine Wohnung über ein Badezimmer mit einer ebenerdigen Dusche statt einer Badewanne verfügen würde. Zutreffend verweist die Beschwerdeführerin darauf, dass es sich auch bei der Hilflosenentschädigung wie bei der Invalidenrente um eine Dauerleistung handle. Nach der praxisgemäss beispielhaften (vgl. E. 6.1 mit Hinweisen) und folglich nicht abschliessenden Aufzählung von Fällen einer erhöhten Inanspruchnahme der Invalidenversicherung, welche einen strengeren Massstab an die Erfüllung der Schadenminderungspflicht rechtfertigten, sei auch bei der Prüfung des Anspruchs auf eine Hilflosenentschädigung den erhöhten Anforderungen an die Erfüllung der Schadenminderungspflicht Rechnung zu tragen. Der Beschwerdeführerin ist beizupflichten. Nach der dargelegten Rechtsprechung (vgl. E. 6.1 hiervor) hat die Vorinstanz Bundesrecht verletzt, indem sie mit Blick auf die zutreffend festgestellten tatsächlichen Verhältnisse und den strittigen Anspruch auf die Dauerleistung einer Hilflosenentschädigung die Zumutbarkeit eines Wohnungswechsels verneinte. Auch unter Berücksichtigung der teilweise gut an die Bedürfnisse des Beschwerdegegners angepassten Verhältnisse an der aktuellen Wohnadresse ist ihm ein Wechsel in eine Wohnung mit ebenerdiger Dusche zwecks Vermeidung des Dritthilfebedarfs bei der "Körperpflege" mit der Beschwerdeführerin zumutbar. Die Vorinstanz hat folglich zu Unrecht die Hilflosigkeit im Bereich der "Körperpflege" bejaht.