Citation: 6B_712/2020 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer rügt, das angefochtene Urteil verletze die Begründungspflicht (Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 50 StGB, Art. 112 Abs. 1 lit. b BGG). Er bringt vor, die formellen Erwägungen genügten den Anforderungen, nicht aber jene in der Sache. Nach Art. 82 Abs. 4 StPO dürfe das Rechtsmittelgericht zwar für die tatsächliche und rechtliche Würdigung des angeklagten Sachverhalts auf die Begründung seiner Vorinstanz verweisen. Pauschale Verweisungen seien aber unzulässig, zumal das Bundesgericht im vorliegenden Fall festgehalten habe, dieser liege weder beweisrechtlich noch materiellrechtlich einfach; verschiedene Fragen seien diskutabel (Urteil 1B_26/2019 vom 4. April 2019 E. 3.6 betreffend amtliche Verteidigung). Soweit die Vorinstanz die tatsächlichen Schlussfolgerungen des Strafgerichts in einigen wenigen Punkten untermauere, etwa indem sie einzelne belastende Aussagen unkommentiert wiedergebe, ohne auf diesbezügliche Einwendungen in der Berufung einzugehen, könne nicht von einer ausreichenden Beweiswürdigung ausgegangen werden. Damit gingen zudem eine Verletzung der Unschuldsvermutung (Art. 10 Abs. 3 StPO) und eine willkürliche Beweiswürdigung einher. Da die Vorinstanz bloss pauschal auf die Feststellungen der Erstinstanz verweise, fehlten im angefochtenen Urteil jegliche Ausführungen etwa über die Glaubhaftigkeit und inhaltliche Qualität der verwerteten Aussagen (vorab von Mitbeteiligten). Unberücksichtigt bleibe weiter, dass zwei Auskunftspersonen in der erstinstanzlichen Hauptverhandlung zu Protokoll gegeben hätten, (nur) C.________ habe den Beschwerdegegner durchsucht. Die vor Strafgericht gemachten Aussagen seien zentral, da im Vorverfahren wegen einer zu Unrecht erfolgten Trennung der Verfahren keine Teilnahmerechte eingeräumt worden seien. In der Sache kritisiert der Beschwerdeführer, es sei nicht erstellt, dass C.________ ihn damit beauftragt habe, den Beschwerdegegner an einen Geldautomaten zu begleiten und ihn (zusammen mit weiteren Personen) zu zwingen, von seinem Konto Fr. 1'000.-- abzuheben. Dass er dem Beschwerdegegner am Bankomaten eine Ohrfeige verabreicht habe, sei zwar durch die Videoaufnahme belegt, nicht aber die ihm unterstellte führende Rolle bei den Vorgängen vor dem Geldautomaten. Zum Streit zwischen ihm und dem Beschwerdegegner sei es aus ganz anderen Gründen gekommen. Statt die Glaubhaftigkeit seiner eigenen Depositionen sowie der belastenden Aussagen Dritter zu prüfen, belasse die Vorinstanz es bei einer blossen Beurteilung nach Plausibilität. Sie verkenne, dass die Mitbeschuldigten offenkundig daran interessiert gewesen seien, ihre eigenen Tatbeiträge kleinzureden.