Citation: 2C_1125/2013 E. 7.4

7.4. Bis Ende 2012 gewährte somit die Post den Vorzugspreis für die Beförderung für Zeitungen für die abonnierten Exemplare. Nach dem Gesagten gibt es nun aber keinen Hinweis darauf, dass der Gesetzgeber von dieser Praxis hätte abweichen wollen. Es stellt sich noch die Frage der Grossauflagen, d.h. Ausgaben einer Zeitung, die regelmässig zusätzlich zur normalen Ausgabe kostenlos an alle Haushalte eines geografisch abgegrenzten Gebiets zugestellt werden. Diese Auflagen überschreiten häufig die Obergrenze von 40'000 Exemplaren pro Ausgabe gemäss Art. 36 Abs. 1 lit. k VPG. Grossauflagen sind von den Regionalzeitungen zum Schutze vor den neu aufkommenden Gratiszeitungen im Werbemarkt entwickelt worden; sie sollten deshalb die Berechtigung zur Zustellermässigung eines bestimmten Zeitungstitels nicht in Frage stellen. Die in lit. k enthaltenen 40'000 Exemplare beziehen sich somit auf die normale Auflage und nicht auf allfällige Grossauflagen, was auch mit der Absicht des Gesetzgebers zu vereinbaren ist. Dazu kommt, dass nur schon aus wirtschaftlichen Gründen Grossauflagen eines einzelnen Titels nicht allzu häufig vorkommen. Das Gesuch um Zustellermässigung ist demnach gestützt auf die Normalauflage zu prüfen. Offen bleibt dabei, welche Exemplare einer Grossauflage von der Zustellermässigung profitieren können. Diesbezüglich beschränkt sich das Bundesgericht auf die Feststellung, dass nur die abonnierten Exemplare verbilligt befördert werden müssen. Es steht dem Beschwerdeführer jedoch frei, im Rahmen der Grossauflagen eine grosszügigere Praxis einzuführen.