Citation: C 10/01 30.07.2003 E. 2

2.1 Nach Auffassung des kantonalen Gerichts vermochte der Beschwerdegegner anlässlich der vorinstanzlich durchgeführten Instruktionsverhandlung am 12. Dezember 2000 glaubhaft darzutun, dass die erforderliche Betreuung des (einzigen) Kindes während einer ausserhäuslichen Beanspruchung von rund 70 bis 80 % (50 %-ige Erwerbstätigkeit gemäss Antrag auf Arbeitslosenentschädigung vom 15. November 1999 und rund eineinhalbtägiger Aufwand für die Ausbildung zum soziokulturellen Animator an der Schule Y.________) durch den Einsatz der beiden in B.________ und X.________ wohnhaften Grossmütter (40 %), die Mitwirkung der - ihrerseits in unregelmässiger, jedoch zwei Wochen im Voraus festgelegter Arbeitszeit zu 80 % im sozialen Bereich tätigen - Partnerin (mindestens 20 %) sowie die Unterstützung der übrigen drei, mit dem Versicherten gemeinschaftlich auf dem selben Hof lebenden Familien (10 %) gewährleistet sei. Gestützt darauf bejahte das kantonale Gericht mit Bezug auf eine 40 %-Stelle die Vermittlungsfähigkeit und insoweit einen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung. Zumindest in diesem Umfange bestünden realistische Chancen, im - vom Beschwerdegegner einzig anvisierten - sozialen Tätigkeitsfeld eine Stelle zu finden, zumal der Versicherte dem Gericht auch glaubhaft dargelegt habe, dass er trotz verkehrstechnisch ungünstiger Wohnsituation und Abhängigkeit von einem Auto des gemeinsamen Fahrzeugpools der Genossenschaft S.________ hinreichend mobil und flexibel sei, um den Ansprüchen eines geregelten, auf Verlässlichkeit basierenden Arbeitsverhältnisses zu genügen, und zudem im sozialen Bereich erfahrungsgemäss oft (Teilzeit-)Stellen mit flexibler Arbeitzeitgestaltung angeboten würden. 2.2 Entgegen dem Standpunkt des beschwerdeführenden AWA ist die vorinstanzliche Sachverhaltswürdigung nicht als bundesrechtswidrig zu beurteilen, weshalb letztinstanzlich kein Anlass besteht, hievon abzuweichen. Wohl sind Planungs- und Koordinationsschwierigkeiten bezüglich der Kinderbetreuung sowie gewisse verkehrstechnische Unwägbarkeiten nicht von der Hand zu weisen. Nach den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz, worauf verwiesen wird, sind die Restriktionen hinsichtlich Arbeitszeitgestaltung und Flexibilität jedoch nicht als derart weitgehend zu qualifizieren, dass für den Beschwerdegegner auf dem für ihn in Betracht fallenden Arbeitsmarkt kaum konkrete Aussicht auf eine Anstellung im Ausmass von 40 % besteht. Soweit Vermittlungsfähigkeit auch daran zu messen ist, ob und inwieweit ein Versicherter bereit und in der Lage ist, seine Arbeitskraft zu den "normalerweise üblichen" Arbeitszeiten zur Verfügung zu stellen, (BGE 115 V 436 Erw. 2a mit Hinweisen; ARV 1993/1994 Nr. 8 S. 54 Erw. 1), dürfen zudem die spezifischen Gegebenheiten in den jeweils relevanten Erwerbszweigen nicht ausser Acht gelassen werden. Diesbezüglich durfte das kantonale Gericht davon ausgehen, dass im sozialen Bereich unregelmässige Arbeitszeiten nicht unüblich sind und dementsprechend durchaus Chancen bestehen, dass ein Arbeitgeber - etwa im Rahmen individueller Verabredung (vgl. Art. 321c OR) - auf das Bedürfnis des Beschwerdegegners nach variablen Arbeitseinsätzen Rücksicht nimmt, soweit hierzu nicht ohnehin bereits verpflichtet (vgl. Art. 329 Abs. 4 OR sowie Art. 36 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel vom 13. März 1964 [ArG; SR 822.11]). Es besteht - auch aufgrund der Vorbringen des diesbezüglich über spezifische Kenntnisse verfügenden AWA - kein triftiger Grund zur Annahme, dass solche Arbeitsplätze im fraglichen Zeitraum grundsätzlich nicht auch auf dem örtlichen Arbeitsmarkt des Beschwerdegegners zu finden waren. Die vorinstanzliche Bejahung der Vermittlungsfähigkeit bei einem Arbeitspensum von insgesamt 40 % einer Vollzeitstelle hält damit stand, sodass der Beschwerdegegner - vorbehältlich der Erfüllung der übrigen Leistungsvoraussetzungen - in diesem Umfange Arbeitslosenentschädigung beanspruchen kann.