Citation: 9C_289/2017 E. 5.2

5.2. Die Beschwerdeführerin hält demgegenüber die Annahme einer Arbeitsfähigkeit von 20 % für nicht zulässig. Die Gutachter der Gutachterstelle B.________ hätten eine solche im Sinne einer therapeutischen Massnahme bejaht, im Übrigen aber wiederholt von einer Arbeitsunfähigkeit von mindestens 80 % gesprochen und eine definitive Beurteilung erst nach Umsetzung der vorgeschlagenen Therapie postuliert. Die von den ZMB-Gutachtern attestierte vollständige Arbeitsunfähigkeit stehe deshalb nicht im Widerspruch zur Einschätzung der Gutachterstelle B.________, vielmehr würden darin die Ergebnisse der Therapie berücksichtigt und es komme dem ZMB-Gutachten deshalb höhere Beweistauglichkeit zu. Das kantonale Gericht habe zudem nur begründet, das Gutachten der Gutachterstelle B.________ sei betreffend den psychopathologischen Befund und den Schweregrad der Symptomatik schlüssig und nachvollziehbar; weshalb dies beim ZMB-Gutachten nicht der Fall sei, werde nicht ausgeführt. Die vorinstanzliche Begründung für die Annahme einer Arbeitsunfähigkeit von 80 % sei somit bundesrechtswidrig.