Citation: 5A_593/2010 29.09.2010 E. 3

Der Beschwerdeführer erachtet in seinen Eingaben die Voraussetzungen für eine weitere fürsorgerische Freiheitsentziehung als nicht mehr erfüllt. 3.1 Gemäss Gutachten vom 8. August 2008 leidet der Beschwerdeführer an einer Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis, am ehesten an einer paranoiden Schizophrenie sowie an einer Angst- und Panikstörung, wobei sich der Beschwerdeführer nach der Stellungnahme des Psychiatriezentrums B.________ vom 18. Juni 2010 klinisch unverändert zeigt. Nach dieser aktuellen Stellungnahme, welche vom Obergericht in seinem Entscheid berücksichtigt worden ist, entspricht der Zustand des Beschwerdeführers am ehesten dem Bild eines schizophrenen Residuums und zeichnet sich durch Verlangsamung, Affektverflachung und Verminderung des Antriebs aus. Gemäss dem Verlaufsbericht des Psychiatriezentrums lässt sich weiter eine zunehmend depressive Entwicklung, wahrscheinlich im Rahmen einer Negativsymptomatik, feststellen. Schliesslich liegt ein episodischer Alkoholüberkonsum vor. Das Obergericht ist aufgrund dieser Ausführungen zum Schluss gelangt, der Beschwerdeführer leide an einem Schwächezustand im Sinn von Art. 397a Abs. 1 ZGB. Der Beschwerdeführer stellt die tatsächliche Feststellung der Schizophrenie (BGE 81 II 263) und den daraus gezogenen Schluss der Geisteskrankheit im Sinn von Art. 397a Abs. 1 ZGB zu Recht nicht infrage (zum Begriff der Geisteskrankheit: BGE 118 II 254 E. 4a S. 261), womit sich weitere Ausführungen zu diesem Punkt erübrigen. 3.2 Aus dem Entscheid des Regierungsstatthalters vom 21. Mai 2010 ergibt sich des Weiteren, dass der Beschwerdeführer zur Behandlung seiner Krankheit auf Medikamente angewiesen ist, ohne die er zum Alkohol greift und als Folge davon wieder in eine instabile psychische Verfassung gerät. In diesem Zusammenhang ist auf das Einweisungszeugnis von Dr. Z.________ vom 1. Juni 2010 zu verweisen, mit dem der Beschwerdeführer wegen schleichender und symptomarm verlaufender Psychose, episodischen Alkoholmissbrauchs und Drogenabusus zur Krisenintervention und allfälliger medikamentöser Neueinstellung vom A.________ in das Psychiatriezentrum B.________ eingewiesen worden ist. Diese tatsächlichen Darstellungen, welche vom Obergericht durch Verweis übernommen worden sind, machen deutlich, dass der Beschwerdeführer der Fürsorge in Form der Behandlung seiner Krankheit bedarf. 3.3 Da der Beschwerdeführer anlässlich der Urlaube bei seinen Eltern die Medikamente von sich aus absetzte, ist eine effektive ambulante Behandlung nicht sichergestellt, sollte der Beschwerdeführer derzeit bereits entlassen werden. Die erforderliche Behandlung kann ihm demnach nur in einer Anstalt zuteil werden.