Citation: 6B_232/2016 E. 2.5

2.5. Der Beschwerdeführer bringt vor, nicht vorsätzlich gehandelt zu haben. Ihm kann nicht gefolgt werden. Die Vorinstanz stellt unter Verweis auf das Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Bern vom 24. Januar 2013 fest, dass die fraglichen Körperberührungen nicht den gängigen medizinisch-pflegerischen Körperkontakten entsprachen, die unter Einhaltung einer sorgfältigen Patientenpflege üblich oder gar notwendig wären. Die Handlungen des Beschwerdeführers seien vielmehr sexualbezogen gewesen. Aus diesen, vom Beschwerdeführer nicht beanstandeten Erwägungen, ergibt sich hinreichend klar, dass der Beschwerdeführer sexuelle Ansinnen verfolgte und direktvorsätzlich handelte, wie dies die Vorinstanz annimmt. Der Verweis des Beschwerdeführers auf das Urteil 6S.359/2002 vom 7. August 2003 geht fehl. In diesem Fall ging es um die mitunter heikle Frage, ob dem Täter der geistige Defekt seines Opfers bekannt war. Die vorliegende Konstellation lässt sich damit nicht vergleichen und einer besonders sorgfältigen Prüfung des subjektiven Tatbestands bedurfte es angesichts der objektiven Tatumstände nicht. Die Vorinstanz zeigt auf, weshalb dem Umstand, dass der Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben während der Ausführung der Taten Latex-Handschuhe getragen hat, keine Bedeutung zukommt. Sie führt zutreffend aus, das subjektive Empfinden des Täters sei unbeachtlich (vgl. BGE 125 IV 58 E. 3b S. 62). Selbst wenn die Behauptung des Beschwerdeführers zuträfe, wonach man den Körper einer Patientin mit Latex-Handschuhen gar nicht richtig spüre, spräche dies nicht gegen gezieltes, sexualbezogenes Handeln. Inwiefern eine Gehörsverletzung vorliegen soll, weil ihm weder in den Einvernahmen noch in der Anklage oder dem angefochtenen Entscheid vorgeworfen worden sei, sich an den Handlungen erregt zu haben, zeigt der Beschwerdeführer nicht auf und ist auch nicht ersichtlich.