Citation: 1C_438/2016 E. 4.4

4.4. Im Weiteren bringt die Vorinstanz unter Hinweis auf die herrschende Lehre zu Recht vor, dass die Anordnung einer fürsorgerischen Unterbringung als vorsorgliche Massnahme grundsätzlich ausser Betracht fällt (vgl. E. 3.3 des angefochtenen Entscheids; AUER/MARTI, in: Basler Kommentar, Erwachsenenschutz, 2012, N. 12 zu Art. 445 ZGB; CHRISTOF BERNHART, Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, 2011, S. 217 f.; DANIEL STECK, in: Erwachsenenschutzrecht, 2. Aufl. 2015, N. 8d zu Art. 445 ZGB; MURPHY/STECK, in: Fachhandbuch Kindes- und Erwachsenenschutzrecht, 2016, Rz. 18.77), zumal dies im Grunde genommen darauf hinausliefe, den Entscheid in der Sache vorwegzunehmen. Abgesehen davon, dass fraglich ist, ob die anlässlich der Sitzung vom 5. Dezember 2014 seitens der Angehörigen geäusserten Bedenken überhaupt die Rechtshängigkeit eines Unterbringungsverfahrens zu begründen vermöchten (vgl. Art. 443 Abs. 1 ZGB i.V.m. § 47 des Einführungsgesetzes zum Kindes- und Erwachsenenschutzrecht des Kantons Zürich [EG KESR; LS 232.3]), erschiene eine solche Massnahme angesichts der von der zuständigen Ärztin in Aussicht gestellten Vorkehrungen (intensivere Observation und sorgfältige Überprüfung der Ausgangsmöglichkeiten) - jedenfalls aus Sicht der Beschwerdegegnerin - als unverhältnismässig. Dasselbe gilt für die weiteren, von den Beschwerdeführerinnen geforderten Massnahmen, wird doch weder in rechtsgenüglicher Weise dargelegt noch ist ersichtlich, inwiefern sich diese als erforderlich erwiesen.