Citation: C 178/05 05.09.2005 E. 2

Die Veröffentlichung der Konkurseröffnung über die Firma X.________ erfolgte im Schweizerischen Handelsamtsblatt im Mai 2004. Der Beschwerdeführer als ehemaliger Arbeitnehmer der Gemeinschuldnerin stellte den Antrag auf Insolvenzentschädigung am 28. September 2004 (Poststempel) und somit nach Ablauf der 60-tägigen Frist des Art. 53 Abs. 1 AVIG. Der Anspruch war demzufolge gemäss Art. 53 Abs. 3 AVIG erloschen, falls kein Grund zur Wiederherstellung der Frist gegeben ist. Der Beschwerdeführer macht diesbezüglich geltend, er habe sich während des fraglichen Zeitraums in Spanien aufgehalten und sei nicht über die Angelegenheit informiert worden. Ausserdem habe man ihm anlässlich der arbeitsgerichtlichen Geltendmachung von Lohnforderungen beim Kreisamt am 23. März 2004 erklärt, ein anderweitiges Vorgehen sei weder notwendig noch rechtlich möglich. Die Ortsabwesenheit vermag jedoch unter den konkreten Umständen, insbesondere angesichts des hängigen Lohnstreits, nicht zu einer Wiederherstellung der Frist nach Art. 53 Abs. 1 AVIG zu führen, zumal der Beschwerdeführer nach eigenen Angaben Kenntnis von weiteren Verfahren hatte, in welche die Arbeitgeberin involviert war. Die behördliche Auskunft könnte allenfalls unter dem Gesichtspunkt des öffentlichrechtlichen Vertrauensschutzes relevant sein, wenn sie von der zuständigen Behörde gestützt auf eine auf eine konkrete Anfrage erteilt worden und unzutreffend gewesen wäre und der Beschwerdeführer gestützt darauf Dispositionen getroffen hätte, welche sich nun zu seinem Nachteil auswirken (vgl. BGE 121 V 66 f. Erw. 2). Es fehlt jedoch bereits an der Voraussetzung einer falschen oder auch nur unvollständigen Auskunft, denn im März, vor der am 21. April 2004 erfolgten Konkurseröffnung, bestand kein Anlass zu einem Hinweis auf die Möglichkeit, Insolvenzentschädigung zu beantragen. Zudem wird auch weder die Auskunft als solche noch ihr Inhalt nachgewiesen und ist das Kreisamt auch nicht zuständig für den Vollzug des AVIG. Da somit kein Wiederherstellungsgrund erfüllt ist, haben Verwaltung und Vorinstanz den streitigen Anspruch zu Recht verneint.