Citation: 1C_473/2016 E. 2.2

2.2. Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV. Zur Begründung führt die Beschwerdeführerin aus, soweit sich die in der Eingabe vom 13. Januar 2016 geschilderten Sachumstände tatsächlich bewahrheitet hätten, was das anbegehrte Beweisverfahren hätte erhärten sollen, läge ein Fall vor, welcher anhand der vom Bundesgericht entwickelten Grundsätze zu unzulässigen behördlichen Interventionen und Beeinflussungen im Vorfeld von Wahlen zu beurteilen gewesen wäre. Würde nämlich zutreffen, dass die an der Messe vom 29. November 2015 teilnehmenden portugiesischen Gläubigen vom betreffenden Priester der portugiesischen Mission zur Ausübung ihres Stimmrechts im Sinne der Nicht-Wiederwahl von Gertrud Würmli aufgefordert worden wären und zwar unter Hinweis auf angebliche Verfehlungen, für welche Gertrud Würmli bereits mangels Zuständigkeit nicht hätte verantwortlich gemacht werden können, so läge eine qualifiziert unsachliche Information und manipulative Intervention in ein Wahlgeschäft durch einen Amtsträger bzw. Funktionär der Körperschaft analog einem Behördemitglied vor. Der Priester der portugiesischen Mission werde nämlich vom Synodalrat der Röm.-kath. Körperschaft zusammen mit dem Generalvikar eingesetzt. Angesichts des Umstands, dass an der Gemeindeversammlung die portugiesisch sprechenden Teilnehmer, welche geschlossen gegen eine Wiederwahl von Gertrud Würmli stimmten, deutlich in der Überzahl gewesen seien, wäre die genannte behördliche Intervention auch durchaus geeignet gewesen, das Wahlergebnis entscheidend zu beeinflussen. Hinzu komme, dass die mögliche vorgängige Beeinflussung der Stimmberechtigten durch unsachliche und unzutreffende Informationen im Vorfeld der Kirchgemeindeversammlung für die Versammlungsleitung nicht erkennbar gewesen sei. Die Beschwerdeführerin macht geltend, dieser erhobene Einwand der Beeinträchtigung der freien Willensbildung der Wahlberechtigten im Vorfeld der Gemeindeversammlung vom 29. November 2015 durch manipulative Informationen seitens der portugiesischen Mission sei von der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid ungeprüft gelassen worden. Diese habe den Beweisantrag auf Befragung von Mitgliedern der portugiesischen Mission ignoriert und damit Beweise nicht abgenommen, welche geeignet gewesen wären, die beanstandete unzulässige Beeinflussung der Stimmberechtigten zu belegen. Dies stelle eine Gehörsverletzung dar. Zugleich sei von einer Missachtung des Grundsatzes der Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen auszugehen.