Citation: 6B_191/2020 E. 1.7.1

1.7.1. Die Aufenthaltsdauer des Beschwerdeführers, der gemäss Vorinstanz im Oktober 2013 in die Schweiz einreiste, kann nicht als lang bezeichnet werden. Gestützt auf ihre tatsächlichen Feststellungen verneint die Vorinstanz sodann eine gelungene Integration des Beschwerdeführers zu Recht. Auf ihre Erwägungen kann grundsätzlich verwiesen werden. Mit der Vorinstanz ist dem Beschwerdeführer zwar zu Gute zu halten, dass er nun einer regelmässigen Erwerbstätigkeit nachgeht. Seine Ausführungen zu seinen früheren Arbeitspensen, befristeten Arbeitsverträgen und zum gelebten Familienmodell sind daher nicht weiter ausschlaggebend (Beschwerde S. 17; vgl. im Übrigen Urteil 6B_689/2019 vom 25. Oktober 2019 E. 1.7.2 mit Hinweis auf die "Integrationskriterien" der VZAE, wonach eine Integration u.a. die Teilnahme am Wirtschaftsleben oder am Erwerb von Bildung erfordert). Da eine Integration ohne bzw. mit ungenügenden Kenntnissen der am Wohnort gesprochenen Sprache schwierig oder unmöglich ist, erlauben die Sprachkenntnisse einer ausländischen Person auch Rückschlüsse auf ihre Integration. Die Deutschkenntnisse des Beschwerdeführers sind gemäss seinen eigenen Angaben nicht gut. Innerhalb der Familie ist serbisch die Hauptsprache. Die Aussichten auf eine Wiedereingliederung des Beschwerdeführers in seinem Heimatland sind, im Lichte seiner dort absolvierten Schul- und Berufsausbildung, seiner beruflichen Tätigkeiten sowie seiner dortigen familiären Beziehungen, als gut zu bezeichnen. Dass die Wirtschaftslage in Bosnien schwieriger als in der Schweiz ist (Beschwerde S. 14 Ziff. 47), vermag praxisgemäss die Landesverweisung nicht zu verhindern (Urteil 6B_1299/2019 vom 28. Januar 2020 E. 3.4.2 mit Hinweisen). Aus dem Gesundheitszustand des Beschwerdeführers lässt sich ebenfalls nichts ableiten, das gegen eine Landesverweisung sprechen würde. Im Lichte der nicht als lang zu bezeichnenden Aufenthaltsdauer, der unterdurchschnittlichen Integration sowie der möglichen Wiedereingliederung des Beschwerdeführers im Heimatland ist grundsätzlich ein Härtefall zu verneinen.