Citation: 4A_360/2017 E. 6

Die Verrechnungserklärung in Bezug auf eine Forderung von Fr. 6'500.-- für die Lieferung von Küchenmöbeln in das Haus des Beschwerdegegners 1 erfolgte rechtzeitig. Die Vorinstanz befand indessen, mangels Beweisen und Beweisofferten sei nicht bewiesen, dass der Beschwerdeführerin die gegen den Beschwerdegegner 1 geltend gemachte Forderung zustehe. Die Beschwerdeführerin rügt eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung: Sie habe in Ziff. 38 der Duplik und Widerklagereplik vom 15. Oktober 2015 zwei Zeugen zum Beweis offeriert. Diese hätten die Küche beim Beschwerdegegner 1 eingebaut und könnten bezeugen, dass dieser die Küche bestellt und verlangt habe, die Rechnung auf die Beschwerdegegnerin 2 auszustellen. In der genannten Ziff. 38 hat die Beschwerdeführerin tatsächlich die beiden Zeugen angegeben. Allerdings hat sie an dieser Stelle ausgeführt, der Beschwerdegegner 1 habe die Möbel nicht selbst bestellt, sondern im Namen der Beschwerdegegnerin 2. Damit ist die Feststellung der Vorinstanz, wonach die Beschwerdeführerin keine Beweise zu den Tatsachenbehauptungen eingereicht oder offeriert habe, aus welchen sich eine Forderung gegen den Beschwerdegegner 1 persönlich ergibt, nicht willkürlich.