Citation: 4A_271/2013 E. 5.3

5.3. Das Kantonsgericht kam zum Ergebnis, die Beschwerdeführer hätten den Wahrscheinlichkeitsbeweis des von ihnen behaupteten hypothetischen Verhaltens nicht erbringen können. Aus den Akten gehe hervor, dass sie nach Erhalt des Kostenvoranschlags vom 26. Februar 2009 über Fr. 927'600 nicht umgehend auf das Bauprojekt verzichteten. Vielmehr hätten sie mit Mail vom 1. März 2009 den Kläger gefragt, weshalb zur Schätzung vom 23. September 2008 ein so grosser Unterscheid bestehe. Sie hätten verstehen wollen, was sie tun könnten, um die Kosten ungefähr in den ursprünglichen Rahmen zurückzuführen. Nach einer Kostenbesprechung hätten sie in der EMail vom 5. Mai ausgeführt, sie müssten Verschiedenes unternehmen, um die Kosten weiter ganz wesentlich herabzudrücken. Dabei hätten sie insbesondere Konkurrenzofferten genannt. Gleichentags habe der Beschwerdeführer in einer weiteren Mail den Beschwerdegegner gebeten, noch nichts zu unternehmen, um einen anderen Küchenbauer zu kontaktieren, weil er die Hoffnung nicht aufgebe, die Küche vom bisher involvierten Küchenbauer erstellen zu lassen. Im Schreiben vom 22. März 2009 hätten die Beschwerdeführer dem Beschwerdegegner ihre Bereitschaft gezeigt, mit ihm einen Versuch zu unternehmen, das Projekt doch noch zu verwirklichen. All dies zeige, dass sie nach Erhalt des Kostenvoranschlages vom 26. Februar 2009 nicht umgehend Abstand vom Bauprojekt nahmen, sondern versuchten, die Kosten herabzudrücken und das Projekt dennoch zu verwirklichen. Hierfür hätte der Beschwerdegegner wiederum Aufwand durch das Einholen von Konkurrenzofferten gehabt. Es sei daher anzunehmen, dass sich die Beschwerdeführer auch gleich verhalten hätten, wenn bereits in der Grobkostenschätzung ein höherer Betrag aufgeführt gewesen wäre.