Citation: 1B_188/2014 E. 1

Mit Strafbefehl vom 10. Juli 2013 wurde A.________ der fahrlässigen Brandverursachung namentlich im Sinne von § 12 Abs. 1 i.V.m. § 38 des Gesetzes des Kantons Zürich über die Feuerpolizei und das Feuerwehrwesen schuldig gesprochen und mit einer Busse von Fr. 500.-- belegt. Gegen diesen Strafbefehl erhob A.________ Einsprache. Nachdem die Angelegenheit dem Einzelgericht in Strafsachen des Bezirks Horgen zur Beurteilung überwiesen und der Name des voraussichtlich amtierenden Richters (B.________) mitgeteilt worden war, stellte A.________ gegen diesen ein Ausstandsgesuch. B.________ liess sich dahin vernehmen, dass seine Mitwirkung in einem früheren Verfahren gegen die gleiche Partei keinen Ausstandsgrund darstelle. Das betreffende Verfahren ET130014 sei mit Berufung an das Obergericht des Kantons Zürich weitergezogen worden. Bei Bedarf könnten die Akten von diesem direkt beigezogen werden. Mit Beschluss vom 9. April 2014 wies das Obergericht (III. Strafkammer) das Gesuch unter Verzicht auf Kostenüberbindung ab. Es erwog, A.________ habe keine Ausstandsgründe geltend gemacht. Zwar sei es denkbar, dass in einem Zivil- und in einem Strafverfahren identische Fragestellungen zu beurteilen seien und der Richter im zweitgenannten Verfahren deshalb im Sinne von Art. 56 lit. f StPO befangen sein könne. Dass ein vom gleichen Richter gefälltes, für den Beschuldigten nachteiliges Urteil in einem Zivilverfahren angeblich mit dem Strafbefehl zusammenhänge, reiche zur Annahme richterlicher Befangenheit aber nicht aus, ebensowenig wie der vom Beschuldigten angeblich verfasste negative schriftliche Kommentar zum Verfahren ET130014.