Citation: 4A_325/2014 E. 4.2

4.2. Mit diesen Vorbringen vermag die Beschwerdeführerin nicht die vorinstanzliche Beweiswürdigung als willkürlich auszuweisen: Die Vorinstanz hielt fest, die Beschwerdegegnerin habe in ihrem Schreiben an die Belegschaft vom 3. Juli 2009 aufgrund des klaren Wortlauts keineswegs eine Beschäftigungszusicherung bzw. einen Kündigungsverzicht für die nächsten zwei Jahre bis Ende Juni 2011 abgegeben. Darin habe die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin lediglich zugesichert, sie "auch künftig nach Massgabe der bisherigen Arbeitsverträge und -bedingungen weiter zu beschäftigen", wobei namentlich "alle ihre bisherigen Lohnansprüche unverändert gewahrt" werden und auch sonst "keinerlei rechtliche, wirtschaftliche oder soziale nachteilige Konsequenzen" für sie entstehen würden. Mit diesem Schreiben sei der Beschwerdeführerin einzig die Weiterbeschäftigung unter den bisherigen vertraglichen Bedingungen zugesichert worden. Ob aus dem Informationsschreiben der D.________ AG vom 9. Juli 2009 an die Belegschaft eine Beschäftigungs- bzw. Lohngarantie bis Ende Juni 2011 zugesichert worden sei bzw. ob daraus ein individueller Lohnzahlungs- bzw. Beschäftigungsanspruch abgeleitet werden könne, sei hingegen fraglich, könne aber offen bleiben: In diesem Schreiben habe die D.________ AG informiert, dass sich die Beschwerdegegnerin gegenüber der D.________ AG verpflichtet habe, den infolge des Betriebsübergangs übergehenden Mitarbeitenden während eines Zeitraums von mindestens 24 Monaten eine Gesamtentschädigung zukommen zu lassen, die gleich oder besser als die gegenwärtige Gesamtentschädigung der übergehenden Mitarbeitenden sei. Die Zusicherung einer mindestens äquivalenten Gesamtentschädigung für mindestens 24 Monate wie sie in diesem Schreiben festgehalten wurde, ergebe sich gemäss den Angaben der Beschwerdeführerin aus dem Kaufvertrag zwischen der D.________ AG und der Beschwerdegegnerin. Dieser Kaufvertrag vermöge aber keine Drittwirkung zu entfalten. Darüber hinaus müsse sich die Beschwerdegegnerin diese Zusicherung der D.________ AG gemäss Schreiben vom 9. Juli 2009 auch nicht entgegenhalten lassen, da die Beschwerdegegnerin bestreite, Kenntnis vom fraglichen Schreiben gehabt zu haben und auch keine gegenteiligen Beweise vorgelegt worden seien. Sodann hielt die Vorinstanz fest, auch aus der Frist gemäss Art. 333 Abs. 1bis OR, welche gemäss der Vereinbarung zwischen der Beschwerdegegnerin und der D.________ AG auf zwei Jahre verdoppelt wurde, lasse sich keine Kündigungssperre bis Ende Juni 2011 ableiten; eine Kündigung innerhalb der Frist gemäss Art. 333 OR sei gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung (BGE 136 III 552) zulässig, wenn sie durch wirtschaftliche Gründe - welche vorliegend erwiesenermassen aufgrund des schlechten Geschäftsgangs der Beschwerdegegnerin gegeben seien - gerechtfertigt sei. Mit diesen Ausführungen setzt sich die Beschwerdeführerin im bundesgerichtlichen Verfahren kaum auseinander. Sie begnügt sich vielmehr damit vorzubringen, weshalb sich aus den verschiedenen Schreiben ihrer Ansicht nach ein Lohnzahlungs- bzw. Beschäftigungsanspruch ergeben sollte. Allein damit vermag sie die vorinstanzliche Beweiswürdigung jedoch nicht als willkürlich auszuweisen; wie die Vorinstanz festgestellt hat, wurde der Beschwerdeführerin lediglich die Weiterbeschäftigung nach dem Betriebsübergang zugesichert, nachdem ihr die Möglichkeit gegeben wurde, den Übergang ihres Arbeitsverhältnisses auf die Beschwerdegegnerin abzulehnen. Daraus konnte jedoch entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin keine Beschäftigungszusicherung bzw. Kündigungssperre bis Ende Juni 2011 abgeleitet werden. Entsprechend ist die Vorinstanz auch nicht in Willkür verfallen, wenn sie angenommen hat, dass eine Kündigung per Ende März 2011 gültig hat erfolgen können. Da die Beschwerdeführerin im bundesgerichtlichen Verfahren ihre Argumentation auf das Vorliegen einer Kündigungssperre aufgrund der "Zusicherung" beschränkt und geltend macht, die Kündigung sei nicht betriebsübergangsbedingt erfolgt, erübrigt es sich, auf das Vorliegen eines wirtschaftlichen Grundes einzugehen, wobei anzumerken ist, dass sich die Vorbringen der Beschwerdeführerin diesbezüglich in rein appellatorischer Kritik erschöpfen.