Citation: 1P.216/2006 03.07.2006 E. 8

Die Beschwerdeführer rügen eine Verletzung der Garantie des fairen Verfahrens (Art. 6 Ziff. 1 EMRK). Soweit darauf einzutreten ist, nämlich hinsichtlich des Beschwerdeführers X.________ (E. 1.2), ist Folgendes auszuführen: 8.1 Das Amtsgericht verurteilte X.________ unter anderem deswegen, weil er zusammen mit einem Dritten zwischen dem 1. und dem 9. Juli 1995 die Wasserpumpstation Lättgruben durch Sprayen beschädigt habe. Diesbezüglich stellte das Obergericht das Verfahren gegen X.________ wegen Verjährung ein. Es handle sich um eine einfache Sachbeschädigung, die nach siebeneinhalb Jahren absolut verjährt sei. 8.2 Der Beschwerdeführer X.________ beanstandet, das Obergericht habe bei der Beweiswürdigung und der Urteilsbegründung auf den genannten Vorfall bzw. auf den Observationsbericht der Kantonspolizei Bern abgestellt, ohne dass er sich zu diesem Beweismittel habe äussern können. 8.3 Aus dem angefochtenen Urteil und den kantonalen Akten ergibt sich, dass X.________ mehrere Male mit dem Vorwurf des Besprayens der Pumpstation konfrontiert wurde, nämlich anlässlich der Einvernahme durch die Kantonspolizei Bern vom 5. Oktober 1995 und durch die Berner Untersuchungsrichterin am 9. Oktober 1995, beide Male in Wangen an der Aare, durch den Solothurner Untersuchungsrichter am 25. Oktober 1999 und an der Verhandlung vor dem Amtsgericht vom 25. bis 27. August 2003 (Minutenauszug S. 9). Er hatte im kantonalen Verfahren mehrmals die Möglichkeit, sich zu Vorwurf und Observation zu äussern. Demnach ist sein Anspruch auf rechtliches Gehör nicht verletzt. 8.4 Das Strafverfahren gegen X.________ wurde wegen mehreren Delikten geführt. Das Obergericht stellte das Verfahren nur teilweise ein, da es weitere Vorwürfe gegen X.________ zu beurteilen hatte. Es zog den Observationsbericht von Luterbach nicht heran, um eine verjährte Tat zu beurteilen, sondern um daraus Hinweise für andere, nicht verjährte Handlungen zu gewinnen. Dieses Vorgehen ist verfassungsrechtlich haltbar.