Citation: 1C_627/2014 E. 3.2

3.2. Es führte dazu aus, der Beschwerdeführer habe nur wenige Monate nach dem erfolglosen Asylverfahren eine deutlich ältere Schweizerin geheiratet. Siebeneinhalb Monate nach seiner erleichterten Einbürgerung hätten die Eheleute ein gemeinsames Scheidungsbegehren eingereicht und sich im selben Zeitraum getrennt. Nur sechs Tage nachdem die Scheidung rechtskräftig geworden sei, habe der Beschwerdeführer erneut geheiratet und daraufhin in der Schweiz ein Gesuch um Familiennachzug gestellt. Das Bundesverwaltungsgericht erwog zudem, der Beschwerdeführer habe das Einbürgerungsgesuch zu einem frühen Zeitpunkt gestellt und keine Bemühungen an den Tag gelegt, seine Ehe zu retten. Überdies bestehe zwischen ihm und seiner damaligen Ehefrau ein Altersunterschied von 16 Jahren. Dies im Gegensatz zu seiner jetzigen Frau, die neun Jahre jünger sei und mit der er sich in relativ kurzer Zeit verheiratet habe. Der vom Beschwerdeführer aufgezeigte alternative Geschehensablauf für das eheliche Zerwürfnis (Ausbruch des Bürgerkriegs in Libyen, innerfamiliäre Probleme, beidseitige Entfremdung aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen über die Familienplanung, Religion und Niederlassung sowie der gemeinsame Erwerb einer Eigentumswohnung) sei wenig glaubwürdig und könne die Vermutung, dass keine tatsächlich gelebte Ehe mehr bestanden habe, nicht umstossen.