Citation: U 56/05 18.07.2005 E. 2

Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer aufgrund gesundheitlicher Folgen des Unfalls vom 16. März 2000 Anspruch auf Erhöhung der ihm nach dem ersten Unfall vom 23. Oktober 1991 zugesprochenen Invalidenrente (Invaliditätsgrad: 29%) und Integritätsentschädigung (Integritätseinbusse: 20%) hat. 2.1 Die Vorinstanz hat in einlässlicher Würdigung der Akten und mit in allen Teilen überzeugender Begründung die Schlussfolgerung der SUVA bestätigt, wonach der Unfall vom 16. März 2000 ohne nachhaltigen Einfluss auf die zumutbarerweise verwertbare Restarbeitsfähigkeit bleibt, mithin die im Jahre 1998 bezogen auf die Folgen des Unfalls vom 23. Oktober 1991 vorgenommene Beurteilung der Leistungsfähigkeit nach wie vor Gültigkeit behält. Danach sind dem Beschwerdeführer vorwiegend sitzende, leichte Tätigkeiten ohne Stehdauer von über einer Stunde, Zwangspositionen wie Knien und Kauern, Besteigen von Gerüsten und Leitern, Laufen auf unebenem Gelände, Überkopfarbeiten und Tragen von Lasten über 10-15 Kilo ganztags zumutbar. Was letztinstanzlich hiegegen vorgebracht wird, ist nicht stichhaltig. Unbegründet ist namentlich der Einwand, das kantonale Gericht habe die sachbezogenen Rügen des Versicherten nicht genügend eingehend geprüft, wenn nicht gar missverstanden. Die zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen, worauf verwiesen wird, beziehen sich auf die nach übereinstimmender Auffassung der Parteien zentrale Frage, ob sich der Gesundheitszustand und die Leistungsfähigkeit des Versicherten durch den (zweiten) Unfall im Jahre 2000 verschlechtert haben. Dabei ist - was auch die Vorinstanz nicht verkennt - dem Beschwerdeführer zwar beizupflichten, dass in der Feststellung des Gesundheitsschadens gewisse Abweichungen gegenüber dem Zustand vor dem Unfall vom 16. März 2000 zu verzeichnen sind, indem im kreisärztlichen Abschlussbericht des Dr. med. W.________ vom 10. Juni 2002 hinsichtlich des rechten Knies ein vorderes Schubladenphänomen mit Lachmann + bis ++ sowie eine mässige bis schwere Pangonarthrose festgestellt wird, während im letzten Abschlussbericht des Kreisarztes Dr. med. B.________ vom 14. Oktober 1998 lediglich von einer Vorderen Schublade + und einer mässigen Pangonarthrose die Rede war. Auf solche (hier: nur geringfügig) unterschiedliche Befunde kommt es indessen, wie die Beschwerdegegnerin vernehmlassungsweise richtig einwendet, aus rechtlicher Sicht nicht entscheidend an. Massgebend ist die Auswirkung des Gesundheitsschadens auf das (verbleibende) Leistungsvermögen. Diesbezüglich ist mit der Vorinstanz eine relevante Verschlechterung seit 1998 zu verneinen. Insbesondere hat das kantonale Gericht in der Umschreibung des medizinisch zumutbaren Tätigkeitsprofils im Bericht vom 10. Juni 2002 ("wechselhaft sitzende/gehende Tätigkeit") zu Recht keine massgebende Differenz zur Einschätzung im Bericht vom 14. Oktober 1998 ("vorwiegend sitzende, leichte Tätigkeit") erblickt. Wenn sodann in der ärztlichen Leistungsfähigkeitsbeurteilung von 1998 (insoweit bestätigt durch den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 18. Dezember 2000 und das Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 26. Juli 2002) eine maximale Stehdauer von einer Stunde als zumutbar erachtet wird, liegt darin kein Widerspruch zur Aussage im Abschlussbericht des Dr. med. W.________ vom 10. Juni 2002, wonach die Dauer der stehenden bzw. gehenden Position einen Drittel der Arbeitszeit nicht überschreiten sollte. Die Beschränkung der Stehdauer auf maximal eine Stunde gemäss Bericht vom 14. Oktober 1998 meint nichts anderes, als dass vom Versicherten kein ununterbrochenes Stehen während mehr als einer Stunde verlangt werden kann, spätestens dann also ein Belastungswechsel angezeigt ist. Über die während eines Arbeitstages insgesamt zumutbare Stehdauer ist damit nichts Konkretes gesagt. Besteht nach dem Gesagten kein Anlass zu einer abweichenden Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit, bleibt es im Ergebnis bei einem Invaliditätsgrad von 29% gemäss Einspracheentscheid vom 5. September 2003. Die sinngemässe Rüge des Beschwerdeführers, der bei der Ermittlung des trotz Gesundheitsschadens zumutbarerweise erzielbaren Einkommens (Invalideneinkommen) vorinstanzlich vorgenommene sog. leidensbedingte Abzug (vgl. dazu BGE 129 V 481 Erw. 4.2.3 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 67 ff. Erw. 4) von 10% sei mit Blick auf die praxisgemäss zulässige Maximalhöhe 25% zu niedrig ausgefallen, ist unbegründet. Für eine letztinstanzliche Korrektur der Ermessensausübung (vgl. Art. 132 lit. a und Art. 104 lit. c OG) bedürfte es nach der Rechtsprechung triftiger Gründe (BGE 126 V 81 Erw. 6, 123 V 152 Erw. 2); solche aber werden weder vom Beschwerdeführer dargetan noch ergeben sie sich aus den Akten.