Citation: 1C_371/2019 E. 3.4

3.4. Wie das Bundesgericht bereits wiederholt festgehalten hat, kommt den Gemeinden des Kantons Zürich bei der Beurteilung, ob eine Baute im Sinn von § 203 Abs. 1 lit. c PBG/ZH als wichtiger Zeuge einer Epoche erhaltenswürdig ist oder die Landschaften oder Siedlungen wesentlich mitprägt, ein erheblicher Beurteilungsspielraum und damit Autonomie zu (vgl. z.B. Urteile 1C_626/2017 vom 16. August 2018 E. 2.3; 1C_595/2013 vom 21. Februar 2014 E. 4.1.1). Zu § 203 Abs. 1 lit. f PBG/ZH führt das Verwaltungsgericht aus, bei der Beantwortung der Frage, was unter einem biologisch oder ökologisch wertvollen Baum oder Baumbestand zu verstehen sei, stehe den kommunalen Behörden kein besonderer Beurteilungsspielraum zu. In gestalterisch-ästhetischer Hinsicht verfügten sie dagegen, insbesondere bei der vorzunehmenden Würdigung örtlicher Verhältnisse, über eine besondere Entscheidungsfreiheit im Grenzbereich zwischen Rechtsanwendung und Ermessensbetätigung, deren Handhabung die Rechtsmittelinstanzen nicht frei überprüfen könnten. Das Verwaltungsgericht mit seiner von vornherein auf Rechtskontrolle beschränkten Überprüfungsbefugnis habe den Entscheidungsspielraum beider Vorinstanzen zu beachten und in erster Linie zu prüfen, ob die für die Unterschutzstellung zuständige Verwaltungsbehörde alle wesentlichen Gesichtspunkte vollständig und gewissenhaft untersucht und gewürdigt habe.