Citation: 9C_538/2020 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin lässt eine rechtsfehlerhafte Feststellung des medizinischen Sachverhalts geltend machen und insbesondere vorbringen, das Gutachten des Prof. Dr. med. D.________ vom 30. Mai 2018 sei unpräzis und unvollständig. Ihre Kritik, die vom Gutachter gestellte Diagnose sei mangels Differenzierung nach dem Schweregrad ungenau, verfängt indessen nicht, weil seine Angabe «Chronisches Müdigkeitssyndrom (G93.3) » im Einklang mit dem internationalen Klassifikationssystem der ICD-10 steht. Der weitere Einwand, die von Prof. Dr. med. D.________ unter den Diagnosen angeführten chronischen Krankheiten der Atmungsorgane durch chemische Substanzen, Gase, Rauch und Dämpfe (J68.4) hätten, da im Zeitpunkt der Begutachtung gar nicht mehr vorhanden, nicht aufgeführt werden dürfen, geht schon deshalb fehl, weil diese gesundheitlichen Einschränkungen insofern fortbestanden, als diese Leiden es ihr nach wie vor verunmöglichten, ihrer angestammten Tätigkeit als Malerin nachzugehen (vgl. auch Nichteignungsverfügung der Suva vom 12. November 2014). Wenn die Versicherte schliesslich dafürhält, nach Auseinandersetzung mit den Berichten des behandelnden Arztes hätte Prof. Dr. med. D.________ das Vorliegen einer Polyneuropathie anerkennen müssen, lässt sie ausser Acht, dass der Gutachter diese Diagnose prüfte und verwarf mit der Begründung, dass sich weder in den klinischen noch in den apparativen Untersuchungen entsprechende Hinweise ergeben hatten. Die in der Beschwerde erhobenen Einwände sind damit nicht geeignet, die fundierten Einschätzungen des Prof. Dr. med. D.________ in Zweifel zu ziehen. Die Vorinstanz hat seinem Gutachten vom 30. Mai 2018 zu Recht Beweiswert zuerkannt.