Citation: 4C.165/2005 22.07.2005 E. A

Mit Vertrag vom 3. März 1998 erteilte die Einwohnergemeinde X.________ (Klägerin) dem Ingenieurbüro B.________ in Z.________ (im Folgenden auch: das Ingenieurbüro), den Auftrag für die Projektierung und Bauleitung verschiedener Wasser- und Kanalisationsprojekte. Unter anderem ging es um die Sanierung der Kanalisationsleitung L.________weg. Das beauftragte Ingenieurbüro hatte abzuklären, ob der Zustand der Kanalisationsleitung den durchgehenden Einzug eines sog. Inliners erforderlich mache oder ob eine punktuelle Sanierung genüge. Am 30. Oktober 1998 nahmen Leute des Ingenieurbüros an einer vom Baudepartement des Kantons Aargau veranstalteten Fachtagung teil, an der die A.________ AG (Beklagte) eine von ihr angewandte Leckortungsmethode vorstellte. In der Folge wurde die Beklagte am 5. Januar 1999 zur Überprüfung der Kanalisation L.________weg zugezogen. Nachdem sie am 7. Januar 1999 eine Prüfung durchgeführt hatte, erstellte sie am 8. Januar 1999 einen Bericht. Anfangs März 1999 wurden am Kanalsystem punktuelle Sanierungen vorgenommen. Daraufhin durchgeführte Tests ergaben, dass das System immer noch einen erheblichen Wasserverlust aufwies. Wie sich später herausstellte und unbestritten ist, erlaubt das von der Beklagten angebotene elektronische Leckortungsverfahren lediglich eine Grobbeurteilung bezüglich Leckverlusten, ersetzt jedoch eine Dichtheitsprüfung gemäss SIA-Norm 190 nicht. Nach Auffassung der Klägerin hatten die absoluten Zusicherungen im Prüfbericht der Beklagten zur Wahl der falschen Sanierungsmethode und zu ihren Lasten zu Fehlinvestitionen von Fr. 23'109.-- geführt.