Citation: 9C_109/2009 15.07.2009 E. 3

3.1 Die Vorinstanz erwog, allein die ohne ersichtlichen Rechtsgrund erfolgte Bezahlung eines Zinses von 4 % auf einer ersten Zahlung sei nicht geeignet zur Schaffung einer Vertrauensbasis für die zukünftige Leistung entsprechender (rechtsgrundloser) Zahlungen. Daran vermöge auch eine vom Kläger ins Recht gelegte Notiz betreffend ein Telefongespräch mit einer früher bei der Beklagten tätig gewesenen Person nichts zu ändern. Höchst unwahrscheinlich sei, dass der Kläger die Beklagte zu einem früheren Zeitpunkt betrieben oder gegen diese Klage eingeleitet hätte, wenn er von der Unverzinslichkeit gewusst hätte, zumal die genaue Höhe des Anspruches (bis zur Verfügung der Vaudoise vom 19. Juli 2006) noch unbestimmt gewesen war. Damit fehle es auch an einem adäquaten Kausalzusammenhang zwischen der unterlassenen Betreibung und dem geltend gemachten Verzugszinsverlust. 3.2 Der Beschwerdeführer rügt, das kantonale Gericht habe den Sachverhalt ungenügend abgeklärt und das Untersuchungsprinzip verletzt, indem es auf Klärung der Frage verzichtete, ob die Beschwerdegegnerin in der fraglichen Zeitspanne bei Rentennachzahlungen jeweils "gewohnheitsrechtlich" einen Verzugszins erbrachte. Zu diesbezüglichen Abklärungen hätte umso mehr Anlass bestanden, als die am 18. Februar 2000 ausbezahlten Zinsen dieselbe Zeitspanne beträfen wie die vorliegend streitige, was die Vorinstanz "vollständig übersehen" hätte. Das vorbehaltlose Erbringen einer Zinsleistung von 4 % habe ihn davon abgehalten, irgendwelche Schritte zur Erhaltung einer (weiteren) Zinszahlung einzuleiten, zumal die Beschwerdegegnerin keine Praxisänderung mitgeteilt und die im Februar 2000 ausbezahlte Zinsleistung ohne jeden Vorbehalt und ohne Hinweis auf Freiwilligkeit erbracht habe. Des Weiteren seien die Besonderheiten der Verzugszinspflicht im öffentlichen Recht zu beachten. Diese entstehe bereits bei Fälligkeit der Leistung, welche in der beruflichen Vorsorge quartalsweise eintrete. Selbst wenn die privatrechtlichen Regelungen massgeblich wären, sei das Gericht nach Art. 105 Abs. 2 OR ermächtigt, eine unverhältnismässige Benachteiligung des Schuldners nach freiem Ermessen zu korrigieren. Die Vorinstanz habe sich "offenbar gänzlich" über diese Bestimmung hinweggesetzt und damit das Recht unzutreffend angewendet.