Citation: 2C_598/2023 E. 1.2

1.2. Unzulässig ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten hingegen in Bezug auf Art. 28 des Ausländer- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 (AIG; SR 142.20), weil diese Bestimmung keinen Bewilligungsanspruch vermittelt, sondern die Grundlage für eine Ermessensbewilligung bildet (Urteile 2C_1011/2022 vom 14. Februar 2023 E. 1.3; 2C_779/2021 vom 9. Mai 2022 E. 1.3). Daher kann das Bundesgericht nicht überprüfen, ob die kantonalen Behörden den Familiennachzug gestützt auf Art. 28 AIG hätten bewilligen müssen. Eine Partei hat diesbezüglich lediglich die Möglichkeit, im Rahmen der subsidiären Verfassungsbeschwerde verfahrensrechtliche Rügen geltend zu machen, deren Verletzung einer formellen Rechtsverweigerung gleichkommen, sofern das Bundesgericht sie losgelöst von der Hauptsache beurteilen kann ("Star-Praxis", BGE 137 II 305 E. 2; Urteile 2C_3/2023 vom 5. Juni 2023 E. 2.2; 2C_85/2022 vom 24. Mai 2022 E. 1.2.2). Solche Rügen bringt die Beschwerdeführerin jedoch nicht vor. Deshalb ist auf die Voraussetzungen von Art. 28 AIG nicht einzugehen.