Citation: 7B_664/2023 E. 5.1

5.1. Die Vorinstanz geht willkürfrei davon aus, dass der Beschwerdeführer - aufgrund der bei den Akten liegenden Dokumente der Schweizer Post - am 12. April 2023 eine Abholungseinladung für die ihm mit eingeschriebener Post zugestellte Verfügung vom 9. April 2023 erhalten hat, der er sieben Tage lang keine Folge leistete (vgl. Art. 97 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 105 Abs. 1 BGG). Wie sich aus den Akten ergibt, insbesondere aus der polizeilichen Einvernahme des Beschwerdeführers vom 9. April 2023 als Beschuldigter, musste dieser im damaligen Zeitraum mit der Zustellung von einschlägigen anfechtbaren Zwangsmassnahmenverfügungen der Staatsanwaltschaft durchaus zeitnah rechnen. Damit greift die gesetzliche Zustellfiktion, gemäss der die 10-tägige Beschwerdefrist seit dem 20. April 2023 (bis am 1. Mai 2023) lief und vor der Beschwerdeerhebung am 9. Mai 2023 bereits abgelaufen war (Art. 396 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 85 Abs. 4 lit. a StPO). Dem Einwand des Beschwerdeführers, die Staatsanwaltschaft hätte ihn gesondert auf den gesetzlichen Fristenlauf aufmerksam machen müssen, ist nicht zu folgen und findet in der oben (E. 4.3) dargelegten Gesetzgebung und Praxis keine Stütze. Dass er die eingeschrieben zugestellte behördliche Post ignorierte und nicht abholte, liegt in seiner eigenen Verantwortung. Ein angeblicher Zustellfehler ist nicht dargetan. Die zweite Zustellung der Verfügung mit nicht eingeschriebener Normalpost am 29. April 2023 erfolgte der guten Ordnung halber und hatte keine fristauslösenden Wirkungen mehr. Die Staatsanwaltschaft war auch nicht gesetzlich verpflichtet, die Rechtsmittelbelehrung der bereits gesetzeskonform zugestellten Verfügung zu ändern oder den Beschwerdeführer nochmals gesondert über den Fristenlauf bei eingeschriebener behördlicher Post zu informieren.