Citation: 6B_1355/2023 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erachtet das Tatbestandsmerkmal der schweren Drohung als gegeben. Der Beschwerdeführer habe gegenüber F.________ geäussert, den Beschwerdegegnern 2-4 mittels Waffengewalt einen Schaden an Leib und Leben zuzufügen, oder mit anderen Worten, diese zu töten bzw. "wegzutun". Hierbei handle es sich fraglos um die Ankündigung eines künftigen Übels, dessen Zufügung der Beschwerdeführer als von sich abhängig hingestellt habe. Gleichermassen fraglos sei, dass die Beschwerdegegner 2-4 gemäss ihren Aussagen durch diese Äusserungen tatsächlich in Schrecken oder Angst versetzt und demzufolge in ihrem Sicherheitsgefühl schwer beeinträchtigt worden seien. Demnach sei der objektive Tatbestand ohne Weiteres erfüllt (Urteil S. 25 E. 4.4). In subjektiver Hinsicht hält die Vorinstanz fest, der Beschwerdeführer habe die inkriminierten Äusserungen nicht direkt an die Betroffenen gerichtet, sondern diese im Rahmen eines Disputs gegenüber F.________ vorgebracht. Da er gemäss der Erklärung von F.________ in der Vergangenheit diesem gegenüber in Bezug auf den Wortlaut sowie den Adressatenkreis bereits ähnliche Aussagen gemacht habe - allerdings nicht in der selben Ernsthaftigkeit -, die nicht weitergetragen worden seien, könne ihm nicht unterstellt werden, er habe die Betroffenen direktvorsätzlich bedrohen wollen. Allerdings habe es sich bei F.________ nicht bloss um einen Arbeitskollegen oder gar einen persönlichen Freund des Beschwerdeführers, sondern um dessen direkten Vorgesetzten gehandelt, und die drei von den Drohungen betroffenen, namentlich genannten Personen seien wiederum Vorgesetzte von F.________ gewesen. Damit liege es auf der Hand, dass der Beschwerdeführer angesichts der massiven Drohungen, der von F.________ glaubhaft beschriebenen eindringlichen Begleitumstände und des hohen Konkretisierungsgrads der Äusserungen damit habe rechnen müssen, dass diese an die Betroffenen weitergeleitet würden. Gleichermassen habe ihm klar sein müssen, dass die Beschwerdegegner 2-4 durch seine Todesdrohungen in Schrecken oder Angst versetzt werden könnten. Infolgedessen sei der Eventualvorsatz zu bejahen. Rechtfertigungs- oder Schuldausschlussgründe lägen keine vor (Urteil S. 25 f. E. 4.4).