Citation: 4A_443/2017 E. 4.2

4.2. In Bezug auf Bauabrechnungen wird beispielsweise verlangt, dass der Besteller detailliert erklärt, welche Positionen er nicht anerkennt, um dem Unternehmer die Möglichkeit zu geben, darüber Beweis zu führen (vgl. BGE 117 II 113 E. 2 S. 114; GEORG NAEGELI/ROMAN RICHTERS, in: Kurzkommentar ZPO, Paul Oberhammer und andere [Hrsg], 2. Aufl. 2014, N. 6 zu Art. 222 ZPO; FRANÇOIS BOHNET, CPC annoté, 2016, N. 2 f. zu Art. 222 ZPO). Zumindest muss aus der Bestreitung hervorgehen, unter welchem Gesichtspunkt die einzelnen Positionen beanstandet werden (Urteile des Bundesgerichts 4A_553/2017 vom 26. Februar 2018 E. 4.2; 4A_9/2015 vom 29. Juli 2015 E. 5.4; BOHNET, a.a.O., N. 3 zu Art. 222 ZPO). Die Äusserung der Beschwerdegegner, die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Leistungen seien zumindest teilweise so nicht erbracht worden, scheint zwar zu implizieren, dass tatsächlich Leistungen erbracht worden sind. Dass die Beschwerdegegner gemäss ihren Angaben die Wahrhaftigkeit gewisser Angaben selbst überprüfen konnten, bedeutet indessen nicht zwingend, dass sie aufgrund der Angaben in der Klageschrift selbst in der Lage waren zu entscheiden, inwieweit tatsächlich entschädigungsberechtigte Leistungen erbracht worden sind. Aus den Vorbringen der Beschwerdegegner geht klar hervor, dass sie die Richtigkeit der von der Beschwerdeführerin eingereichten Stundenrapporte aufgrund der von ihnen selbst festgestellten Diskrepanzen vollumfänglich bestreiten und auch die Notwendigkeit der tatsächlich erbrachten Leistungen anzweifeln. Daraus konnte die Beschwerdeführerin erkennen, dass sie für die strittige Periode einerseits ihren gesamten zu entschädigenden Aufwand nachzuweisen hatte und andererseits auch die Notwendigkeit desselben. Insoweit geht aus der Bestreitung rechtgenüglich hervor, unter welchen Gesichtspunkten die in den Stunderapporten aufgelisteten Leistungen beanstandet werden (zit. Urteile 4A_553/2017 E. 4.2; 4A_9/2015 E. 5.4; BOHNET, a.a.O., N. 3 zu Art. 222 ZPO).