Citation: 8C_833/2018 E. 4.3

4.3. Das kantonale Gericht nimmt nun aufgrund des vom Beschwerdeführer in der Begutachtung geschilderten Tagesablaufs an, er führe ein insgesamt aktives und geregeltes Leben, was nicht für eine schwere Ausprägung der psychischen Störungen spreche. Das hohe Aktivitätsniveau im privaten Bereich und der soziale Kontext würden jedenfalls auf vorhandene mobilisierbare Ressourcen hinweisen. Aus rechtlicher Sicht sei demgemäss von einer aus psychiatrischen Gründen nicht eingeschränkten Arbeitsfähigkeit auszugehen. Dr. med. G.________ wies allerdings am 1. Dezember 2015 auf Rückfrage der IV-Stelle ausdrücklich darauf hin, dass die (damals schon von der Verwaltung, wie jetzt auch vom kantonalen Gericht) als Ressourcen bezeichneten Alltagsaktivitäten, wie Sporttreiben und Lesen nichts an der in der Begutachtung ermittelten (fehlenden) Arbeitsfähigkeit ändern würden. Angesichts der gutachtlich festgestellten Einbussen kann der vorinstanzlichen Beurteilung nicht gefolgt werden. Sie lässt sich mit BGE 143 V 409 und 418 nicht vereinbaren, liegt doch eine rechtliche Indikatorenprüfung vor, die auf keiner ausreichenden medizinischen Grundlage basiert. Die medizinischen Dokumente erlauben hier keine zuverlässige Einschätzung des verbliebenen Leistungsvermögens in einer leidensangepassten Beschäftigung anhand der rechtserheblichen Indikatoren. Es kann daher einerseits nicht ohne Weiteres von einer revisionsrechtlich erheblichen, gänzlich fehlenden invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht ausgegangen werden. Andererseits ist gestützt auf die vorhandenen Unterlagen eine revisionsweise Bestätigung der ganzen Rente ebenso wenig möglich. Es fehlt eine vertiefte Auseinandersetzung ärztlicherseits mit den gemäss BGE 143 V 409 und 418 massgeblichen Gesichtspunkten. Der angefochtene Entscheid ist daher aufzuheben und die Sache an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit sie die Gesundheitsentwicklung des Beschwerdeführers in psychiatrischer Hinsicht unter Berücksichtigung der Grundsätze von BGE 141 V 281, der neuen Rechtsprechung gemäss BGE 143 V 409 sowie 418 und unter Beachtung der speziellen revisionsrechtlichen Voraussetzungen gutachterlich kläre und in der Folge neu verfüge.