Citation: 2A.404/2005 22.11.2005 E. A

X.________ wurde am ** ** 1979 in der Schweiz als türkischer Staatsangehöriger geboren. In der Folge lebte er bei den Grosseltern in der Türkei. 1989 reiste er wieder in die Schweiz ein und erhielt eine Niederlassungsbewilligung. Das Bezirksamt Kulm verurteilte ihn am 3. November 1997 und 5. Oktober 1998 zu Bussen von Fr. 300.-- und Fr. 800.-- wegen Verletzungen des Strassenverkehrsgesetzes. Die Jugendanwaltschaft des Kantons Aargau bestrafte ihn am 29. Mai 1998 mit 14 Tagen Einschliessung unter Gewährung des bedingten Strafvollzugs für mehrfachen Diebstahl und mehrfache Sachbeschädigung nach diversen Aufbrüchen von Geldspielautomaten und Entnahmen des Geldes. Am 12. November 1998 verwarnte die Fremdenpolizei des Kantons Aargau (heute Migrationsamt) X.________ wegen den beiden Verurteilungen vom 3. November 1997 und 29. Mai 1998 und hielt ihn an, jegliche Delinquenz zu unterlassen. Das Bezirksamt Kulm verurteilte X.________ am 11. März 1999 erneut zu einer Busse von Fr. 300.-- wegen Hausfriedensbruchs (Betreten eines Spielsalons trotz Hausverbot). Vom 29. Juli bis 16. August 1999, vom 2. bis 14. April 2000 und vom 26. Juni bis 12. September 2001 befand er sich in Untersuchungshaft, aus welcher er in eine psychiatrische Klinik versetzt wurde, wo er bis zum 24. März 2002 blieb. Das Bezirksamt Lenzburg verurteilte ihn am 18. April 2000 zu einer weiteren Busse von Fr. 100.-- (Strassenbenützung ohne gültige Vignette). Wegen Verstössen gegen das Strassenverkehrsgesetz und Irreführung der Rechtspflege (Selbstunfall; Diebstahlanzeige statt Unfallmeldung) bestrafte ihn das Amtsstatthalteramt Hochdorf am 26. Januar 2001 mit zwei Monaten Gefängnis, bedingt vollziehbar (Probezeit fünf Jahre), und mit einer Geldbusse von Fr. 3'000.--. Weil er eine andere Busse von Fr. 320.-- nicht bezahlt hatte, wandelte das Bezirksamt Zofingen diese am 23. Mai 2002 in zehn Tage Haft um. Am 25. Februar 2003 verurteilte das Bezirksgericht Kulm X.________ zu einer Zuchthausstrafe von drei Jahren wegen mehrfacher sexueller Handlungen mit Kindern, sexueller Nötigung, mehrfachen Diebstahls, Betrugs und Hausfriedensbruchs, mehrfacher Sachbeschädigung, Verstössen gegen das Waffengesetz und das Strassenverkehrsgesetz in mehreren Fällen. In der Folge trat er den vorzeitigen Strafvollzug an. Das Obergericht des Kantons Aargau bestätigte am 11. Dezember 2003 das Urteil des Bezirksgerichts in den genannten Punkten. Dieses hatte X.________ am 19. August 2003 noch zu einer unbedingten Gefängnisstrafe von vier Monaten verurteilt wegen Brandstiftung (in der Gefängniszelle). Am 16. Januar 2004 wurde er bedingt aus dem Strafvollzug entlassen. Das Migrationsamt gab X.________ am 8. Januar 2004 Gelegenheit zur Stellungnahme im Hinblick darauf, dass es ihn wegen der diversen Verurteilungen aus der Schweiz ausweisen wolle, und verfügte am 6. Februar 2004 die Ausweisung auf unbestimmte Zeit. Eine hiergegen erhobene Einsprache wies das Migrationsamt am 19. Juli 2004 ab.