Citation: 6B_546/2014 E. 1.5.2

1.5.2. In dem von der Beschwerdeführerin angeführten Fall (Urteil 6B_304/2011 vom 24. November 2011) hatte der Beschuldigte es unterlassen, die Unfallversicherung über seine Arbeitstätigkeit im Ausland zu orientieren. Das Berufungsgericht sprach ihn vom Vorwurf des Betruges frei. Es erwog unter anderem, dass, bei einer pflichtgemässen Meldung, die Unfallversicherung eine Neuberechnung der Rente vorgenommen hätte. Es könne aber nicht ohne Weiteres angenommen werden, dass dies zu einer Aufhebung oder Kürzung der Rente geführt hätte (E. 1.1). Das Bundesgericht hob diesen Entscheid auf und hielt fest, dass die Vorinstanz den Sachverhalt näher hätte abklären und eine Neuberechnung der Rente in die Wege hätte leiten müssen (E. 1.4 und 1.5). Daraus abzuleiten, das Ausmass einer Kürzung von Sozialleistungen - insbesondere, wenn sämtliche Faktoren vorliegen - dürfe nicht von einem Strafgericht festgestellt werden, ist abwegig. Zudem ist die Vorinstanz auf die Schadenersatzforderung der Beschwerdegegnerin 2 nur deshalb nicht eingetreten, weil es sich dabei um eine öffentlich-rechtliche Forderung handelt, welche nicht adhäsionsweise im Strafverfahren geltend gemacht werden kann. Die Rüge ist unbegründet.