Citation: 5P.119/2003 06.06.2003 E. 4

Das Kantonsgerichts-Präsidium berücksichtigte die Wohnungskosten des Beschwerdeführers lediglich im Umfang von Fr. 600.--, d.h. zu 50%, mit der Begründung, die Wohnung werde von zwei Personen gemietet. Der Beschwerdeführer rügt diese Feststellung als willkürlich, da er einziger Mieter sei. Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer die Miete bezahlt hat. Auf dem bei den kantonalen Akten befindlichen, am 31. Oktober 2001 unterzeichneten Mietvertrag ist zwar vermerkt, dass "zur Zeit" zwei Personen in der Mietliegenschaft wohnen, doch figuriert der Beschwerdeführer im Vertrag als einziger Mieter (kantonale Akten, Beleg 7.13). Das Kantonsgerichts-Präsidium ist demnach zu Unrecht von zwei Mietern ausgegangen. Seine rechtserhebliche Feststellung erweist sich mithin als willkürlich (BGE 118 Ia 20 E. 5a S. 26). Dem angefochtenen Entscheid lässt sich ferner nichts entnehmen, was lediglich eine hälftige Berücksichtigung der Miete zuliesse. Insbesondere ist nicht erstellt, dass der Beschwerdeführer zum massgebenden Zeitpunkt tatsächlich mit einer (erwerbstätigen) Person zusammenlebte, was allenfalls eine Herabsetzung des Mietzinses gerechtfertigt hätte (vgl. Fritzsche/Walder, Schuldbetreibung und Konkurs nach schweizerischem Recht, Bd. I 1984, S. 335 Fn. 84). Die Beschwerde ist somit insoweit begründet.