Citation: U 99/06 25.04.2007 E. 3

3.1 In formellrechtlicher Hinsicht wiederholt der Beschwerdeführer die Rüge, beim psychosomatischen Konsilium vom 15. Juni 2004, welches im Rahmen seines Aufenthaltes in der Rehaklinik X.________ erstellt wurde, sei zuerst kein Übersetzer und erst bei einer zweiten Befragung ein türkisch sprechender Mitpatient als "Übersetzungshilfe" eingesetzt worden. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz sei damit eine korrekte medizinische Begutachtung, inbesondere eine psychiatrische Exploration durch einwandfreie Kommunikation nicht möglich gewesen. Der Sachverhalt sei daher mangelhaft festgestellt und falls die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht gutgeheissen werde, wäre die Angelegenheit zur ergänzenden Abklärung zurückzuweisen. 3.2 Ob eine medizinische Abklärung in der Muttersprache der versicherten Person oder unter Beizug einer Übersetzungshilfe im Einzelfall geboten ist, hat grundsätzlich der Gutachter im Rahmen sorgfältiger Auftragserfüllung zu entscheiden. Besonderes Gewicht kommt der bestmöglichen Verständigung zwischen Gutachter und versicherter Person im Rahmen von psychiatrischen Abklärungen zu. Dort setzt eine gute Exploration auf beiden Seiten vertiefte Sprachkenntnisse voraus. Ist der Gutachter der Sprache der versicherten Person nicht mächtig, erscheint es medizinisch und sachlich geboten, dass er eine Übersetzungshilfe beizieht (AHI 2004 S. 143 E. 4.2.1; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 642/01 vom 25. Juli 2003, E. 3.1). 3.3 Gemäss dem psychosomatischen Konsilium vom 15. Juni 2004 spricht der Versicherte sehr schlecht deutsch, sodass die erste Befragung wegen mühsamer Verständigung abgebrochen wurde. Zur nächsten Befragung kam er mit einem Kollegen, der übersetzte. 3.4 Zunächst wird nicht geltend gemacht, dass der Versicherte mit der Übersetzung durch einen türkischsprachigen Landsmann nicht einverstanden war. Die eingesetzte Übersetzungshilfe ist, wie sich die Vorinstanz ausdrückt, gewiss nicht ideal. Es wird jedoch nicht behauptet, der Übersetzer hätte seine Funktion in verfälschender Weise oder nicht korrekt wahrgenommen. Wie das kantonale Gericht darlegt, bieten die Akten keine Anhaltspunkte, dass Verständigungsschwierigkeiten die zweite Phase der Untersuchung beeinträchtigt hätten. Die Exploration hat beweisrechtlich verwertbare Aussagen gebracht, so dass eine neue Begutachtung entbehrlich ist (AHI 2004 S. 143 E. 4.2.2), zumal eine solche bereits erfolgt ist (Gutachten des Dr. med. W.________ vom 15. Januar 2006).