Citation: 5C.73/2005 14.10.2005 E. 2

Der Beklagte macht in der Berufung geltend, weil der Boden während der Ehe erworben worden sei und er keine eigenen Mittel gehabt bzw. keine aus der Zeit vor der Ehe herrührenden Mittel verwendet habe, falle dieser Vermögenswert in die Errungenschaft. Das Obergericht habe jedoch nicht berücksichtigt, dass diesem Wert von Fr. 227'000.-- eine Hypothekarschuld von Fr. 235'000.-- gegenüberstehe. Das Obergericht führt in seiner Stellungnahme aus, es habe übersehen, dass der Boden nicht mit eigenen Mitteln der Parteien, sondern durch die erwähnte Hypothek und folglich mit Fremdgeld finanziert worden sei, weshalb es in Bezug auf den Landwert an einem Aktivum fehle, das in der Errungenschaft des Beklagten berücksichtigt werden könne. Dessen Vorschlag betrage somit, wie er in der Berufung zu Recht behaupte, nicht Fr. 323'505.95, sondern Fr. 96'505.95 (Fr. 227'000.-- weniger), wovon der Klägerin die Hälfte zustehe, unter Abzug des bereits bezahlten Betrages von Fr. 10'000.--. Die Klägerin macht geltend, der Beklagte bringe einen neuen Sachverhalt vor, was im Berufungsverfahren unzulässig sei. Massgebend für den Wert der Errungenschaft seien nicht die Verhältnisse im Zeitpunkt des Landerwerbs, sondern diejenigen bei der Auflösung des Güterstandes. Dass die Hypothek in diesem Zeitpunkt noch bestanden habe, sei vom Beklagten im kantonalen Verfahren nie behauptet und selbst jetzt vor Bundesgericht nicht bewiesen worden. Vielmehr hätten die Vorinstanzen festgestellt, dass sich die Schulden auf Fr. 9'295.-- belaufen würden. Nicht ersichtlich sei die effektive Hypothekarbelastung schliesslich aus den auf ein Nominal von total Fr. 790'000.-- lautenden vier Schuldbriefen.