Citation: U 98/98 19.12.2000 E. 3

3.- Der Versicherte beanstandet in seiner Verwaltungsgerichtsbeschwerde zunächst, dass die Vorinstanz primär auf das Gerichtsgutachten des Dr. med. S.________ vom 6. August 1997 abgestellt hat und nicht der von ihm beigebrachten Expertise des Psychologen lic. phil. D.________ vom 19. November 1997 gefolgt ist. a) Bezüglich der bei der Würdigung medizinischer Berichte zu beachtenden Grundsätze und ihres beweisrechtlichen Stellenwerts wird auf die zutreffenden Erwägungen im kantonalen Entscheid verwiesen. In BGE 125 V 352 ff. Erw. 3b findet sich überdies eine Zusammenfassung der vom Eidgenössischen Versicherungsgericht in Ergänzung zum massgebenden Prinzip der freien Beweiswürdigung (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweisen) erarbeiteten Richtlinien für die beweisrechtliche Auswertung bestimmter Formen medizinischer Unterlagen (Gerichtsexpertisen, von Unfallversicherern eingeholte Gutachten externer Spezialärzte, Gutachten versicherungsinterner Ärzte, Parteigutachten). b) Unzutreffend ist die Darstellung in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde des Versicherten, wonach das Gutachten des Psychologen lic. phil. D.________ vom 19. November 1997 unbeachtet geblieben sei, weil es das kantonale Gericht unterlassen habe, sich mit dessen Ausführungen inhaltlich auseinanderzusetzen. Im angefochtenen Entscheid hat die Vorinstanz die in dieser Expertise enthaltenen wesentlichen Aussagen zusammengefasst wiedergegeben und ist, wenn auch mit knapp gehaltener Begründung, zum Schluss gelangt, dass die Feststellungen des lic. phil. D.________ die Erkenntnisse des Dr. med. S.________ vom 6. August 1997 nicht in Frage zu stellen vermögen, weshalb kein Grund für ein Abweichen von dessen Gerichtsgutachten bestehe. Dies zeigt, dass auch die Ausführungen des Psychologen lic. phil. D.________ materiell geprüft worden sind und insofern im vorinstanzlichen Vorgehen bei der Beweiswürdigung kein Mangel festzustellen ist. Dass das kantonale Gericht daneben noch Umstände angeführt hat, welche den Beweiswert der Äusserungen des lic. phil. D.________ seiner Ansicht nach relativieren, ändert daran nichts. Vielmehr ist es damit der Anforderung nachgekommen, die Gründe zu nennen, weshalb es eher auf die eine und nicht auf die andere These abstellt. Eingehend befasst hat sich das kantonale Gericht im Übrigen auch mit dem Gutachten des Dr. med. B.________ vom 15. August 1994, sodass ihm jedenfalls nicht vorgehalten werden kann, einseitig nur die Auffassungen der von der SUVA bestellten oder empfohlenen Experten berücksichtigt zu haben.