Citation: 4A_234/2021 E. A

A.a. B.A.________ und ihre damals fünfjährige Tochter A.A.________ (Klägerin, Beschwerdeführerin), wohnhaft in U.________, überquerten am 28. August 2008 zu Fuss die V.________strasse, eine Hauptstrasse zwischen W.________ und X.________. Dabei wurden sie von einem vortrittsberechtigten Motorrad Yamaha FZS 1000, gelenkt von C.C.________, erfasst und zu Boden geschleudert. A.A.________ erlitt eine schwere Kopf- und Hirnverletzung mit Hirnblutungen und Schädelbruch sowie Prellungen an Hüfte, Schulter und Knie. B.A.________ wurde mittelschwer verletzt. C.C.________ blieb bei der Kollision unverletzt. D.C.________ war Halter des betreffenden Motorrades und bei der B.________ AG (Beklagte, Beschwerdegegnerin) motorfahrzeughaftpflichtversichert. A.b. Die B.________ AG stellte der Gemeinde U.________ am 25. März 2009 ein Schreiben zu. Sie erklärte, sich mit Blick auf die Betriebsgefahr des Motorfahrzeugs im Umfang von 50 % an den (von der Gemeinde vorfinanzierten) Heilungskosten zu beteiligen. Das Schreiben wurde zur Kenntnisnahme auch den Eltern von A.A.________ zugestellt.