Citation: 8C_441/2024 E. 4

Im Rückweisungsurteil 8C_773/2023 vom 1. Mai 2024 erwog das Bundesgericht, einerseits bestehe das rechtsprechungsgemässe Verbot unzulässiger juristischer Parallelprüfung im Vergleich zur Arbeitsunfähigkeitsfestlegung durch die Gutachter. Andererseits umschreibe BGE 141 V 281 die Befugnis, im Rahmen der (freien) Überprüfung durch den Rechtsanwender von der ärztlichen Folgenabschätzung abzuweichen. Diese beiden Argumentationslinien seien wie folgt abzugrenzen: In allen Fällen sei durch den Versicherungsträger und im Beschwerdefall durch das Gericht zu prüfen, ob und inwieweit die ärztlichen Experten ihre Arbeitsunfähigkeitsschätzung unter Beachtung der massgebenden Indikatoren (Beweisthemen) hinreichend und nachvollziehbar begründet hätten (BGE 145 V 361 E. 4.3). Da die Vorinstanz diese Prüfung nicht vorgenommen habe, sei die Sache an sie zurückzuweisen, damit sie dies nachhole. Damit blieben den Parteien alle Rechte, insbesondere der doppelte Instanzenzug, gewahrt (BGE 146 V 152 E. 10.3; E. 5.3 mit weiteren Hinweisen).