Citation: 6B_1056/2021 E. 6

Der Beschwerdeführer verlangt, ihm sei vom Kläger B.________ für den Freispruch in Sachen Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung und Entzug von Energie eine Genugtuung von Fr. 180'000.-- zuzusprechen. Dieser habe ihn wegen eines hypothetischen Schadens von knapp 30 Rappen mit seinem teuren Anwalt über vier Jahre geplagt. Ein Tagessatz von Fr. 3'000.-- sei für einen Multimillionär angemessen. Der Beschwerdeführer macht in seiner Beschwerde nicht geltend, er habe sein Genugtuungsbegehren bereits im Berufungsverfahren gestellt. Darauf kann mangels Ausschöpfung des kantonalen Instanzenzugs daher nicht eingetreten werden, zumal die Einstellung des Verfahrens wegen Entziehens von Energie und Sachbeschädigung gemäss dem angefochtenen Entscheid inkl. Kosten und Entschädigungsfolgen unangefochten in Rechtskraft erwuchs. Im Übrigen zeigt der Beschwerdeführer auch nicht auf, weshalb die Voraussetzungen für die Zusprechung einer Genugtuung erfüllt sein könnten. Art. 429 Abs. 1 lit. c StPO verlangt hierfür eine besonders schwere Verletzungen der persönlichen Verhältnisse, was insbesondere bei Freiheitsentzug der Fall ist. Nebst der Haft können auch eine mit starkem Medienecho durchgeführte Untersuchung, eine sehr lange Verfahrensdauer, eine erhebliche Präsentation in den Medien sowie familiäre, berufliche oder politische Konsequenzen eines Strafverfahrens eine schwere Verletzung der persönlichen Verhältnisse im Sinne von Art. 429 Abs. 1 lit. c StPO darstellen (BGE 146 IV 231 E. 2.3.1; 143 IV 339 E. 3.1 mit Hinweis). Solche, eine schwere Persönlichkeitsverletzung begründende Umstände legt der Beschwerdeführer nicht rechtsgenügend dar.