Citation: 9C_218/2024 E. 8.2

8.2. Das Verwaltungsgericht führt in diesem Punkt aus, geldwerte Vorteile aus Beteiligungen seien gemäss Art. 20 Abs. 1 lit. c DBG bzw. dem Art. 7 Abs. 1 StHG entsprechenden Art. 33 Abs. 1 lit. c StG/SG steuerbar. Der Grundtatbestand der geldwerten Leistung charakterisiere sich dadurch, dass die leistende Kapitalgesellschaft für ihre Leistung keine oder keine gleichwertige Gegenleistung erhalte, der Beteiligungsinhaber der Kapitalgesellschaft einen Vorteil erlange, die Kapitalgesellschaft diesen Vorteil einer nicht nahestehenden, also fernstehenden Person unter gleichen Bedingungen nicht zugestanden hätte, weshalb die Leistung insofern ungewöhnlich (Kriterium des Drittvergleichs) und der Charakter dieser Leistung für die Organe der Kapitalgesellschaft erkennbar gewesen sei. Die Beschwerdeführer würden die vorliegend vorgenommene Aufrechnung nur pauschal bestreiten. Die fraglichen Beträge seien bei den Gesellschaften ohne Belege verbucht worden, womit die natürliche Vermutung bestehe, dass dem Beschwerdeführer diese Beträge zugeflossen seien. Es wäre an ihm gewesen, diese Aufrechnungen detailliert und unter Vorlage von Beweismitteln zu bestreiten, was er nicht getan habe. Die Aufrechnung geldwerter Leistungen zum Einkommen sei daher zu bestätigen.