Citation: 4P.86/2004 14.10.2004 E. 1

Im kantonalen Verfahren setzte das Landgerichtspräsidium dem Beschwerdegegner nach Eingang der Klage Frist zur Erstattung der Klageantwort an. Nachdem die postalische Zustellung gescheitert war, wurde der Beschwerdegegner mittels amtlicher Publikation zur Einreichung der Klageantwort aufgefordert. Da innert Frist keine Klageantwort einging, wurde dem Beschwerdegegner eine Nachfrist angesetzt mit der Androhung, im Säumnisfall werde von der Anerkennung der tatsächlichen Klagegründe und vom Verzicht auf Einreden ausgegangen (Art. 204 in Verbindung mit Art. 219 ZPO/UR). Nachdem innert Frist keine Klageantwort eingegangen war, hielt das Landgerichtspräsidium mit Beweisentscheid vom 23. Mai 2003 unter anderem fest, der Beschwerdegegner habe die tatsächlichen Klagegründe anerkannt und es seien keine rechtserheblichen Tatsachen streitig, über welche Beweis zu erheben wäre (Art. 127/128 ZPO). Im angefochtenen Urteil führte das Landgerichtspräsidium aus, der Beschwerdegegner habe sich bis zur Hauptverhandlung mit den Klagegründen konkludent einverstanden erklärt, indem er trotz Androhung der Säumnisfolgen keine Antwort eingereicht habe. Anlässlich der Hauptverhandlung vom 16. Oktober 2003 habe er jedoch die Höhe der Forderung bestritten, weshalb das Gericht gemäss Art. 128 ZPO hierüber Beweis zu führen habe. Der Beschwerdeführer habe in der Klage zwar zugesichert, er werde als Beweismittel das gesamte Dossier, die Kontenblätter und die detaillierte Honorarnote vorlegen. Da der Beschwerdeführer diese Beweismittel dem Gericht jedoch nicht ausgehändigt habe, sei die Klage wegen fehlender Substanziierung abzuweisen.