Citation: 5A_94/2010 27.05.2010 E. 4

Ferner beanstandet die Beschwerdeführerin ihre Verpflichtung zur Zahlung eines Unterhaltsbeitrages für den Sohn. 4.1 Das Kantonsgericht führt in der Sache aus, anlässlich der Vergleichsverhandlung vom 25. September 2009 hätten sich die Parteien hinsichtlich des Kinderunterhaltsbeitrags dahingehend geeinigt, dass der nicht obhutsberechtigte Elternteil sich verpflichtet, für die Dauer des eheschutzrichterlich bewilligten Getrenntlebens, dem anderen Elternteil an den Unterhalt des Kindes B.________ monatlich und monatlich im Voraus einen Beitrag von Fr. 600.-- zuzüglich allfälliger Kinderzulagen zu bezahlen (act. 14). Die Beschwerdeführerin sei somit zu verpflichten, dem Beschwerdegegner an den Unterhalt des Kindes B.________ monatlich und monatlich im Voraus Fr. 600.-- (zuzüglich allfälliger Kinderzulagen) zu bezahlen. Diese Unterhaltszahlungspflicht beginne mit Übergang der Obhut über des Kindes an den Vater (S. 24 E. 4b). Zur Frage der tatsächlichen Möglichkeit, ein Erwerbseinkommen zu erzielen, erwog das Kantonsgericht, nach Abschluss ihrer Sprachschule Ende November 2009 sei der Beschwerdeführerin eine unselbständige Erwerbstätigkeit als Ärztin zuzumuten und ihr entsprechendes Einkommen anzurechnen, da sie von den wöchentlichen Betreuungspflichten gegenüber B.________ befreit sei. Mit dem (hypothetischen) Einkommen werde die Beschwerdeführerin ihren Lebensunterhalt selber decken können. Wenn nicht in der Schweiz, so vermöge die Beschwerdeführerin doch in A.________, wo sie als Ärztin tätig sein könne, ein Einkommen zu erwirtschaften (angefochtene Verfügung E. 8-10 S. 9 f.). 4.2 Die Beschwerdeführerin trägt dagegen vor, nach ihrer Erinnerung sei es richtig, dass sie mit einem Unterhaltsbeitrag von Fr. 600.-- sowie dem Besuchsrecht einverstanden gewesen sei (unabhängig davon, wem die Obhut zugeteilt werde). Sie habe aber klar darauf hingewiesen, dass sie nach wie vor keine Arbeit habe und von der Fürsorgebehörde wirtschaftliche Hilfe erhalte und demgemäss erst bezahlen könnte (sollte sie nicht obhutsberechtigt erklärt werden), wenn sie einer Arbeit nachgehe. 4.3 Die Beschwerdeführerin setzt sich nicht mit den Erwägungen der Vorinstanz, wonach es ihr möglich sei, ab Dezember 2009 einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, auseinander, sodass von vornherein auf diese Rüge nicht einzutreten ist (E. 1.2). Es bleibt der Beschwerdeführerin indes unbenommen, gegebenenfalls ein Änderungsverfahren einzuleiten, wenn sich herausstellen sollte, dass sie aus Gründen, die sie nicht zu vertreten hat, entgegen den vom Kantonsgericht getroffenen Annahmen nicht in der Lage war bzw. ist, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen.