Citation: 7B_984/2023 E. 2.8.3

2.8.3. Mit den soeben dargelegten Ersatzmassnahmen für Haft kann der dargelegten Wiederholungsgefahr nicht ausreichend begegnet werden bzw. sie sind nicht geeignet, die hohe Wahrscheinlichkeit einer Ausführung weiterer schwerer Straftaten durch den Beschwerdeführer zu verhindern bzw. die Gefahr weiteren Fehlverhaltens erheblich herabzusetzen. Während die in Art. 237 StPO genannten Ersatzmassnahmen gegenüber der Untersuchungs- und Sicherheitshaft ein milderes Mittel darstellen, kann bei einem vorzeitigen Massnahmenantritt gemäss Art. 236 StPO nicht von einem Freiheitsentzug abgesehen werden, jedoch wird dieser bereits für die Therapie genutzt (Urteil 6B_1456/2020 vom 10. März 2021 E. 2.4.2). Gemäss den vorinstanzlichen Ausführungen ist der hafterstehungsfähige Beschwerdeführer einverstanden, sich einem Jahr Klinik und dann einer ambulanten Therapie zu unterziehen. Ein gegebenenfalls vorzeitiger Massnahmevollzug ist jedoch nicht Gegenstand des angefochtenen Entscheids. Für dessen Anordnung muss das Verfahren nach Art. 236 StPO durchlaufen werden (Art. 61 StPO). Auf den entsprechenden Eventualantrag des Beschwerdeführers ist nicht einzutreten.