Citation: 4A_593/2024 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz stellte fest, die Versicherte habe im Januar 2021 eine Frühgeburt und im April 2021 einen Schwangerschaftsabbruch aufgrund einer Eileiterschwangerschaft erlitten. Im November 2021 habe sie erfahren, erneut schwanger zu sein. Am 15. Dezember 2021 sei sie wegen flankenseitiger Schmerzen rechts im Spital D.________ hospitalisiert worden. Es hätten sich leicht erhöhte Infektionswerte gezeigt. Als Diagnose sei der Verdacht auf eine eingeblutete Nierenzyste gestellt worden. Ein Tumor habe nicht mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen werden können. Die sonographisch festgestellte Läsion am rechten Nierenoberpol sei grössenstationär gegenüber der Sonographie vom Vortag und grössenprogredient gegenüber einer CT-Voruntersuchung vom 16. April 2021 gewesen. Es sei eine kurzfristige sonographische Verlaufskontrolle Ende Dezember angeordnet worden. Bei Progredienz des Befunds oder bei Verdacht auf Bösartigkeit der Läsion sei vom Spital D.________ ein MRT ohne Kontrastmittel oder eine Biopsie empfohlen worden. Gemäss Angaben der Beschwerdeführerin sei nach jenem Folgetermin Ende Dezember 2021 ein nächster Termin am Spital D.________ am 7. oder 9. Februar 2022 vorgesehen gewesen, wozu sie keine Belege vorgelegt habe. Eine Behandlungsverweigerung durch das Spital D.________ sei von der Beschwerdegegnerin bestritten worden. Aus dem Operationsbericht des Chirurgen in Griechenland sei ersichtlich, dass bei der Beschwerdeführerin am 4. Februar 2022 eine "exploratory laparotomy" durchgeführt worden sei und hierbei eine Pseudozyste ohne Hinweise auf Bösartigkeit entfernt worden sei. Eine Grössenprogredienz seit Dezember 2021 habe aktenkundig ebenfalls nicht vorgelegen. Im chirurgischen Bericht sei weder eine Notoperation noch eine Lebensgefahr erwähnt. Es habe sich vielmehr um eine Laparotomie zwecks Abklärung bei vorgängig ergebnislosen weiterführenden Untersuchungen in Griechenland gehandelt. Die Operation sei auch nicht umgehend nach der Ankunft in Griechenland, sondern erst drei Wochen später und nur drei, maximal fünf Tage vor dem von der Beschwerdeführerin behaupteten Behandlungstermin des Spital D.________ am 7. oder 9. Februar 2022 durchgeführt worden.