Citation: 7B_221/2022 E. 3.3

3.3. Der Beschwerdeführer vermag mit seinen Ausführungen nicht darzulegen, dass die Vorinstanz zu Unrecht Willkür in den erstinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen verneint hätte. Er setzt sich nicht hinreichend mit den Erwägungen der ersten Instanz auseinander. Insbesondere geht er nicht darauf ein, dass er gemäss erster Instanz anerkannt habe, sein Mobiltelefon während seiner Fahrt in Griffnähe gehabt zu haben. Auch äussert er sich nicht zu den erstinstanzlichen Ausführungen, wonach er mit einem geringen Tempo von ca. 45 km/h an dem Polizeifahrzeug vorbeigefahren sei, die Polizisten einen optimalen Beobachtungsstandort auf dem Vorplatz (und damit nicht den vom Beschwerdeführer behaupteten Standort mit schlechter Sicht auf die vorbeifahrenden Fahrzeuge) gewählt und dort aufgrund ihrer leicht erhöhten Position wenige Meter seitlich versetzt zur Fahrspur optimale Sicht aus ihrem Patrouillenfahrzeug auf die vorbeifahrenden Fahrzeuge sowie die Fahrgastzellen gehabt hätten, sich die Sichtzone über den Strassenabschnitt direkt vor dem Vorplatz hinaus erstreckt habe, sodass die herannahenden Fahrzeuge schon vorher sichtbar gewesen seien, es taghell gewesen sei und er unmittelbar nach der Straftat von der Polizei angehalten worden sei. Ebenso wenig geht er darauf ein, dass die erste Instanz aufgrund seiner eigenen Aussagen davon ausging, die Beobachtungen der Polizei würden stimmen. So führte sie aus, der Beschwerdeführer habe nach der Anhaltung mitgeteilt, er habe sein Telefon, das umgefallen sei, nur hinstellen wollen. Ihre Erwägung, die Polizisten hätten bei der Kontrolle das in der Mittelkonsole liegende Mobiltelefon mit der geöffneten Applikation Google Maps erkennen können, wobei davon auszugehen sei, der ortsunkundige Beschwerdeführer habe die App neu programmieren müssen, weil er einen Stau auf der Autobahn A1 habe umfahren wollen, bleibt ebenfalls unkommentiert. Desgleichen setzt sich der Beschwerdeführer nicht damit auseinander, dass die Polizisten gemäss erster Instanz keinen Grund gehabt hätten, ihn zu Unrecht zu beschuldigen. Die erste Instanz stellt auf die konkreten Beobachtungen der Polizisten ab, wonach der Beschwerdeführer während rund drei Sekunden nach unten auf sein Mobiltelefon in der rechten Hand geschaut und mit dem Daumen darauf getippt habe. Soweit der Beschwerdeführer bloss Gegenteiliges behauptet (z.B. Beschwerde S. 7, die Polizisten hätten seine Hände im unteren Bereich des Lenkrades nicht sehen können und er hätte seine Hände permanent am Lenkrad gehabt), begründet dies keine Willkür des erstinstanzlichen Urteils. Schliesslich ist zu den Feststellungen zum Standort des Polizeifahrzeugs Folgendes festzuhalten: Die Vorinstanz geht mit der ersten Instanz davon aus, das Polizeifahrzeug sei unmittelbar angrenzend an die B.________-Strasse leicht erhöht positioniert gewesen, sodass die Polizisten die angeklagte Handlung des Beschwerdeführers (vgl. dazu unter Sachverhalt A) während ca. 3 Sekunden hätten beobachten können. Was der Beschwerdeführer hierzu vorbringt, ist nicht geeignet, eine Rechtsverletzung durch die Vorinstanz zu belegen). Die Vorinstanz stellt zu Recht nicht auf die rein theoretischen Hypothesen des Beschwerdeführers zur Distanz, zur möglichen Beobachtungsdauer und zum Beobachtungswinkel der Polizei ab, zumal solche Angaben nicht aktenkundig sind. Insoweit spricht sie dem selbst erstellten Video und den Fotos des Beschwerdeführers treffend die objektive Beweiskraft ab. Vielmehr berücksichtigt sie die konkrete Situation, d.h. die grundsätzlich gute Sichtbarkeit der B.________-Strasse vom Hausvorplatz, auf welchem das Polizeifahrzeug parkiert war und die leicht erhöhte Position der Polizisten. Nichts daran ändern die Vermutungen des Beschwerdeführers. Diese sind nicht geeignet, die erstinstanzlichen Erwägungen zu den Beobachtungen der Polizisten, welche sie in Rapport, Nachtragsrapport und als Zeuge geschildert haben, als willkürlich hinzustellen. Auch aus dem Zeitpunkt, an dem die beiden Rapporte erstellt worden sind, vermag der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten. Daraus lässt sich nicht auf die fehlende Korrektheit schliessen.