Citation: 4A_665/2014 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin bestreitet, dass das Kriterium, wonach das einzige Aktivum der juristischen Person "im Streit" liegen müsse, nicht erfüllt sei. Die Vorinstanz treffe eine formaljuristische Unterscheidung. Das einzige Aktivum einer juristischen Person liege nicht nur dann im Streit, wenn um die Pfandhaft des Aktivums gestritten werde, sondern auch beim Streit um die hinter dem Pfand stehende Forderung - vor allem wenn die Verwertung schon initiiert worden sei. Genau das sei hier der Fall. Im Forderungsprozess gehe es darum, dass das einzige Aktivum der Beschwerdeführerin nicht verwertet werde. Es ist in der Tat fraglich, ob es darauf ankommt, ob das Verfahren ein gewöhnlicher Forderungsprozess ist oder ein solches mit betreibungsrechtlicher Wirkung (betreffend die beiden Liegenschaften). Die Frage braucht in dessen nicht vertieft behandelt zu werden. Beim Erfordernis, es müsse das einzige Aktivum im Streit liegen, geht es zunächst um den Nachweis der Mittellosigkeit der juristischen Person selber (vgl. BGE 131 II 306 E. 5.2.2 S. 327 und zit. Urteil 5A_446/2009 E. 5.1: "[...], wenn ihr einziges Aktivum im Streit liegt und neben ihr auch die wirtschaftlich Beteiligten mittellos sind" [Herv. beigefügt]). Im Leitentscheid BGE 119 Ia 337 E. 4e S. 340 f. lag die Bestätigung des Betreibungsamtes vor, wonach die Beschwerdeführerin nicht in der Lage sei, Zahlungen zur Vermeidung einer Versteigerung zu tätigen. Hier behauptet die Beschwerdeführerin zwar, ihr einziges Aktivum seien die Liegenschaften Grundbuch Emmen Nr. yyy und zzz (Gastlokal G.________ mit Hotel F.________). Das angefochtene Urteil enthält aber keine entsprechende Feststellung und die Beschwerdeführerin legt nicht mit konkreten Aktenhinweisen dar, dass sie entsprechende Tatsachen und taugliche Beweismittel bereits bei den Vorinstanzen genannt hat (vgl. E. 2 hiervor). Damit fehlt es schon am Nachweis, dass es sich bei den Liegenschaften um das einzige Aktivum handelt, unabhängig davon, ob es im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung "im Streit" liegt.