Citation: I 59/01 06.05.2002 E. 4

4.- Im Bericht vom 26. Januar 2000 über die am 25. November 1999 durchgeführte Abklärung im Haushalt der Beschwerdeführerin schätzte der Abklärer der IV-Stelle die Einschränkung bei der Haushaltstätigkeit auf 24 %. Die Beschwerdeführerin, die sich in dieser Hinsicht zu 83,5 % behindert einschätzt, lässt vorbringen, die Abklärungsperson sei voreingenommen gewesen und habe in willkürlicher Art einen einseitigen, subjektiven und parteiischen Bericht erstellt, indem sie die Angaben der Beschwerdeführerin nicht berücksichtigt habe. Auch dazu ist hier auf die Ausführungen der Vorinstanz zu verweisen. Wenn die Schätzung der Arbeitsunfähigkeit im MEDAS-Gutachten mit 30 % etwas höher liegt als die Schätzung laut Abklärungsbericht der IV-Stelle, so ist zu berücksichtigen, dass den ärztlichen Schätzungen der Arbeitsfähigkeit kein genereller Vorrang gegenüber den Abklärungen der Invalidenversicherung im Haushalt zukommt. Der Einwand der Beschwerdeführerin, das MEDAS-Gutachten sei unvollständig, weil die dort getroffene Schätzung der Arbeitsunfähigkeit nicht konkret auf die einzelnen Haushaltstätigkeiten bezogen belegt sei, geht fehl, weil so wenig wie bei der Bemessungsmethode des Einkommensvergleichs nach Art. 28 Abs. 2 IVG beim Betätigungsvergleich nach Art. 27 IVV auf eine medizinisch-theoretische Schätzung der Invalidität abgestellt werden kann. Massgebend ist die Unmöglichkeit, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen, was unter Berücksichtigung der konkreten Verhältnisse im Einzelfall festzustellen ist. Die von der Invalidenversicherung eingeholten Abklärungsberichte im Haushalt stellen eine geeignete und im Regelfall genügende Grundlage für die Invaliditätsbemessung dar (AHI 1997 S. 291 Erw. 4a; ZAK 1986 S. 235 Erw. 2d). Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat deshalb in seinem Urteil vom 16. März 1998 entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht verlangt, dass im MEDAS-Gutachten ein ärztlicher Haushalts-Abklärungsbericht zu integrieren sei. Die Vorbringen der Beschwerdeführerin vermögen nicht auf einen Behinderungsgrad von mindestens 40 % zu schliessen, selbst wenn bei der einen oder anderen Haushaltstätigkeit ein höherer Behinderungsgrad resultieren könnte, als er im Abklärungsbericht geschätzt worden ist. Der vorinstanzliche Entscheid ist nach dem Gesagten nicht zu beanstanden.