Citation: 6B_1050/2022 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz verneint einen schweren persönlichen Härtefall i.S.v. Art. 66a Abs. 2 StGB. Zusammengefasst erwägt sie, der Grad seiner Integration, seine finanziellen Verhältnisse, sein Gesundheitszustand, die Möglichkeit seiner Wiedereingliederung im Herkunftsland, die sozialen Eingliederungsaussichten, die Rückfallgefahr und seine strafrechtliche Vorbelastung würden klar gegen die Annahme eines schweren persönlichen Härtefalls sprechen. Trotz seiner längeren Aufenthaltsdauer in der Schweiz habe er sich hier nicht wirklich integrieren können. Ausser seiner Familie und seiner Freundin habe er hier keine (tieferen) Beziehungen. Eine berufliche Wiedereingliederung in der Schweiz erscheine höchst fraglich. Er habe sich hier bis anhin nicht derart in der Schweiz verwurzelt, dass ein vorübergehendes Herausreissen aus dieser Umgebung eine nicht hinzunehmende Härte darstellen würde. Die Vorinstanz verzichtet nach Verneinung eines schweren persönlichen Härtefalls auf eine Interessenabwägung.