Citation: 4A_204/2022 E. 2.3

2.3. Die Beschwerdeführerin bringt in diesem Zusammenhang in der Beschwerde vor, das Obergericht habe den Unterschieden zwischen der blossen Anlageberatung einerseits und der Vermögensverwaltung andererseits nicht hinreichend Rechnung getragen. Beim Vermögensverwaltungsvertrag - wie er hier vorliege - sei klar, dass der Kundin "das nötige Fachwissen fehle (sonst müsste sie ja keine Vermögensverwaltung engagieren) ". Entsprechend könne von ihr im Rahmen der klageweisen Schadenssubstantiierung nicht verlangt werden, dass sie konkrete alternative Aktientitel nenne, "in welche hätte investiert werden müssen". Dies habe auch das Bundesgericht im Urteil 4A_449/2018 vom 25. März 2019 E. 6.2.4 festgehalten. Die Vorinstanz habe dieses Bundesgerichtsurteil falsch "ausgelegt"; das Obergericht hätte bei richtiger Betrachtung schliessen müssen, dass sie (die Beschwerdeführerin) "ihrer Substantiierungspflicht rechtsgenüglich nachgekommen" sei. Mit diesen Ausführungen vermag die Beschwerdeführerin offensichtlich nicht aufzuzeigen, dass sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG stellt. Sie begnügt sich damit, der Vorinstanz eine unrichtige Rechtsanwendung vorzuwerfen, ohne überhaupt darzulegen, welche konkrete Rechtsfrage sie vom Bundesgericht beantwortet haben möchte und inwiefern dieser grundsätzliche Bedeutung im eben dargestellten Sinn zukäme. Im Übrigen hat sich das Bundesgericht bereits einlässlich zur Schadensbestimmung bei der Anlageberatung und der Vermögensverwaltung sowie den diesbezüglichen Substantiierungsanforderungen geäussert (siehe nur BGE 144 III 155 E. 2).