Citation: 6B_1106/2019 E. 2.2

2.2. Was der Täter wusste, wollte oder in Kauf nahm, betrifft sogenannte innere Tatsachen. Es handelt sich dabei um eine Tatfrage, welche das Bundesgericht nur unter dem Blickwinkel der Willkür prüft (BGE 141 IV 369 E. 6.3). Die Vorinstanz erwägt, dass der Beschwerdeführer nach einer nur eineinhalbstündigen Schlafpause weiter gefahren sei, obwohl er zuvor scheinbar erkannt hatte, dass er ein akutes Schlafbedürfnis hatte. Der Beschwerdeführer habe zwar ausgesagt, dass er nach dieser Pause keine Anzeichen von Müdigkeit verspürt und sich fit gefühlt habe. Nach einer komplett durchgefahrenen Nacht sei dies nach der allgemeinen Lebenserfahrung aber nicht naheliegend. Zudem habe der Beschwerdeführer nach seinen eigenen Angaben einen Redbull konsumiert, was darauf hindeute, dass er etwas gegen seine noch vorhandene Müdigkeit habe unternehmen wollen. Der Schluss der Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe mit dem Konsum eines Redbulls etwas gegen die noch vorhandene Müdigkeit unternehmen wollen, ist nicht willkürlich. Auch in diesem Punkt durfte die Vorinstanz in antizipierter Beweiswürdigung davon absehen, ein Gutachten einzuholen.