Citation: 9C_498/2021 E. 3.2.4

3.2.4. Im Zusammenhang mit der Frage nach dem Tabellenabzug beim Invalideneinkommen ist betreffend die Dienstjahre zu berücksichtigen, dass deren Bedeutung im privaten Sektor abnimmt, je niedriger das Anforderungsniveau ist. Somit kommt diesem Merkmal bei dem von der Vorinstanz herangezogenen Kompetenzniveau 1 keine entscheidrelevante Bedeutung zu (Urteil 8C_884/2017 vom 24. Mai 2018 E. 4.3 mit Hinweisen). Dr. med. D.________ attestierte der Beschwerdeführerin in leidensangepasster Tätigkeit sodann eine ganztägige Präsenzzeit. Zur Leistungsfähigkeit führte er aus, eine Einschränkung der Leistung von bis zu 30 % (von 100 %) sei aufgrund einer eingeschränkten Belastbarkeit mit vermehrten Fehlzeiten bei Defiziten in den Bereichen Durchhaltefähigkeit und Selbstbehauptungsfähigkeit anzunehmen. Insbesondere bei sozialen Belastungen, die auch unabhängig vom Arbeitsplatz aufträten, bestehe das Risiko rezidivierender krisenhafter Zustände aufgrund einer emotionalen Instabilität (psychiatrisches Gutachten vom 19. Februar 2020 S. 53). Damit trug der Experte bei seiner Einschätzung nicht nur (was unbestritten ist) der eingeschränkten Durchhaltefähigkeit und Selbstbehauptungsfähigkeit an sich, sondern insbesondere auch der damit verbundenen Gefahr unerwarteter Ausfälle im Rahmen rezidivierender Krisen Rechnung. Beides hat somit beim Tabellenabzug ausser Betracht zu bleiben. Die Verneinung des Abzugs durch die Vorinstanz verletzt mit Blick auf das Gesagte kein Bundesrecht. Die Beschwerde ist unbegründet.