Citation: 5A_660/2024 E. 2.2

2.2. Die Aufzählung der Bemessungskriterien in Art. 404 Abs. 1 und 2 ZGB ist nicht abschliessend und belässt der KESB einen grossen Ermessensspielraum bei der Festlegung der Entschädigung im Einzelfall (BGE 145 I 183 E. 5.1; Urteile 5D_230/2020 vom 15. Februar 2021 E. 3.5.1; 5A_274/2018 vom 21. September 2018 E. 5.3; HÄFELI, in: Berner Kommentar, Der Erwachsenenschutz, 2023, N. 40 zu Art. 404 ZGB). Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass sich das Bundesgericht Zurückhaltung auferlegt, wenn es um das Überprüfen von Ermessensentscheiden geht. Es schreitet nur ein, wenn die kantonale Instanz von ihrem Ermessen offensichtlich falschen Gebrauch gemacht hat. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn sie Gesichtspunkte berücksichtigt hat, die keine Rolle hätten spielen dürfen, wenn sie umgekehrt rechtserhebliche Umstände ausser Acht gelassen hat oder wenn sich der Ermessensentscheid im Ergebnis als offensichtlich unbillig oder ungerecht erweist (BGE 142 III 336 E. 5.3.2; 138 III 650 E. 6.6; 136 III 278 E. 2.2.1).