Citation: 4A_34/2024 E. 6.5

6.5. Die Rüge geht fehl. Wie die Beschwerdeführerin selbst einräumt, hat das Schiedsgericht an der Verhandlung die Parteien zu dieser Thematik angehört und namentlich danach gefragt, inwiefern sich die jeweiligen Umstandsänderungen unterscheiden würden. Wenn das Schiedsgericht schliesslich entschied, betreffend die Ansprüche 1 und 4 der Beschwerdegegnerin auch gewisse Umstandsänderungen zu berücksichtigen, die vor dem 1./2. März 2016 eingetreten waren, so brachte es damit zum Ausdruck, dass in Bezug auf diese Umstände keine Doppelberücksichtigung vorlag, weil sie von den Parteien beim Abschluss der Änderungsvereinbarung 2014 nicht bereits in Betracht gezogen worden waren. Damit verwarf das Schiedsgericht gleichzeitig die gegenteilige Argumention der Beschwerdeführerin. Es hat also deren Argument nicht übersehen, sondern verworfen. Darin liegt keine Gehörsverletzung. Das Schiedsgericht wandte das von ihm gefundene Auslegungsergebnis gleichermassen auf die einzelnen Parteiansprüche an. Dabei hielt es sich stets an die Referenzperiode 1. Oktober 2014 bis 1. Oktober 2016, schied aber solche Umstandsänderungen aus, die zu einer Doppelberücksichtigung geführt hätten. Dass diese Beurteilung bezüglich der einzelnen Ansprüche zu unterschiedlichen Resultaten führte, bedeutet keine Ungleichbehandlung der Parteien. Ob die schiedsgerichtliche Subsumtion bezüglich der Ansprüche 1 und 4 der Beschwerdegegnerin materiell korrekt ist, entzieht sich der bundesgerichtlichen Kognition und kann unter dem Titel der Gehörsverletzung nicht gerügt werden.