Citation: 4A_289/2021 E. 6.1

6.1. Die Beschwerdeführer monieren, es seien keine schutzwürdigen Interessen ersichtlich, die einer erneuten Vorladung der Parteien entgegenstünden. Selbst der Anspruch der Gegenpartei auf ein zügiges Verfahren wäre vorliegend nicht beeinträchtigt. Die Abweisung des Wiederherstellungsgesuchs werde zum blossen Selbstzweck. Ein Rechtsverlust aufgrund der Verwirkung für die Anfechtung der Kündigung würde für die Beschwerdeführer mit ihren zwei kleinen Kindern einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bedeuten und sie besonders hart treffen. Diese einschneidende Rechtsfolge des Säumnisses erscheine höchst unverhältnismässig in Anbetracht der Verspätung des Beschwerdeführers von wenigen Minuten. Unter diesen Umständen ein Wiederherstellungsgesuch abzuweisen, könne nur als überspitzt formalistisch (Art. 29 Abs. 1 BV) und willkürlich eingestuft werden. Sodann habe die Vorinstanz "unbegründet unberücksichtigt", dass die Beschwerdeführer nicht bloss die Härte der Rechtsfolgen, sondern insbesondere auch die Missachtung der Grundsätze der Rechtsprechung zum Zweck der Schlichtungsverhandlung und die darauf basierende Unverhältnismässigkeit des Säumnisentscheides rügten. Damit habe die Vorinstanz auch ihren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt.