Citation: 8C_401/2022 E. 3.2

3.2. Im Rahmen der Begründungspflicht ist es nicht erforderlich, dass sich die Behörde mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken (BGE 146 II 335 E. 5.1 mit Hinweisen). Inwiefern das im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholte Gutachten den praxisgemässen Anforderungen an eine Expertise nicht genüge, nicht lege artis erstellt worden sei oder konkrete Indizien gegen dessen Zuverlässigkeit sprächen (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.4 mit Hinweisen), legt der Beschwerdeführer nicht substanziiert dar. Zudem ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass die medizinische Folgenabschätzung notgedrungen eine hohe Variabilität aufweist und unausweichlich Ermessenszüge trägt (BGE 145 V 361 E. 4.1.2 mit Hinweisen). Im Übrigen befasste sich das kantonale Gericht eingehend mit der Kritik des Beschwerdeführers am Gutachten und gelangte - auch gestützt auf die Beantwortung der Ergänzungsfragen vom 11. November 2020 - zur Überzeugung, auf die Einschätzungen des Prof. Dr. med. F.________ sei vollumfänglich abzustellen. Von einer Verletzung der Begründungspflicht kann keine Rede sein.