Citation: 5A_801/2018 E. 3.4

3.4. Das Bezirksgericht hat die Rechtsbegehren beider Parteien aufgelistet (S. 2 f.) und den Ablauf des Klageverfahrens einschliesslich der Parteivorbringen geschildert (E. I/1-12 S. 4 ff.). Es hat die Aktivlegitimation der Kläger und die Passivlegitimation der Beklagten geprüft und bejaht (E. II/1 S. 10) und die Urheberschaft für den Post und die Verlinkung mit dem Post vom 13. August 2015 der Beschwerdeführerin zugeordnet (E. II/2 S. 11). Gestützt auf seine Abhandlung über den Tatbestand der Persönlichkeitsverletzung gemäss Art. 28 ZGB (E. II/3 S. 11 ff.) ist das Bezirksgericht davon ausgegangen, mit ihren Äusserungen im Post und durch die Verlinkung mit der Online-Publikation von Indyvegan habe die Beschwerdeführerin je die Ehre der Beschwerdegegner verletzt (E. II/4-5 S. 13 ff.), ohne dass ihre ehrverletzenden Äusserungen durch eine Verurteilung des Beschwerdegegners 2 wegen Rassendiskriminierung oder die Meinungsäusserungsfreiheit gerechtfertigt werden könnten (E. II/6-7 S. 16 ff.). Abschliessend hat das Bezirksgericht die einzelnen Klagebegehren geprüft und gutgeheissen (E. II/8-10 S. 20 ff.) und die Prozesskosten der Beschwerdeführerin als unterliegende Partei auferlegt (E. II/11 S. 25 des Entscheids vom 21. Juni 2017). Aufgrund der Entscheiderwägungen durfte das Obergericht ohne Verletzung von Bundesrecht annehmen, das Bezirksgericht habe seiner Prüfungs- und Begründungspflicht genügt. Die wesentlichen Gesichtspunkte, die den Entscheid tragen, werden genannt. Sie haben es der Beschwerdeführerin ermöglicht, den Entscheid in voller Kenntnis seiner Tragweite anzufechten, und dem Berufungsgericht, den Entscheid sachgerecht zu beurteilen und in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht nachzuprüfen. Mehr an Entscheidbegründung ist erstinstanzlich nicht verlangt. Dass das Obergericht einzelne Fragen anschliessend vertieft erörtert oder die Wesentlichkeit anderer Gesichtspunkte hervorgehoben hat, ändert daran nichts und gehört vielmehr zur Aufgabe einer Berufungsinstanz. Mit ihrer gegenteiligen Sicht geht die Beschwerdeführerin von einem teilweise unzutreffenden Begriff der kantonalen Prüfungs- und Begründungspflicht und einer zu beschränkten Möglichkeit der Heilung von Begründungsmängeln im Berufungsverfahren aus. Die Gerichte sollen sich nicht mit für die Entscheidfindung Unerheblichem befassen, wie die Beschwerdeführerin meint, sondern ihre Entscheide mit Begründungen versehen, denen - wie hier - entnommen werden kann, welche Überlegungen ihrem Entscheid zugrunde liegen.