Citation: 6B_1355/2023 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz gelangt betreffend den Kostenfolgen zum Schluss, da die verurteilenden Erkenntnisse zu bestätigen seien, bestehe grundsätzlich keine Veranlassung, die erstinstanzliche Kostenverteilung zu ändern, zumal weder eine nicht durch das kausale Verhalten des Beschwerdeführers verursachte und mittels unnötiger Verfahrenshandlungen aufgeblähte Verfahrensführung noch eine Verletzung des Äquivalenzprinzips ersichtlich sei. Zu den Kosten des forensisch-psychiatrischen Gutachtens vom 21. September 2018 sei festzustellen, dass es wegen der sich akzentuierenden Todesdrohungen keineswegs um die Beurteilung eines Bagatelldeliktes gegangen sei und sich die diesbezüglichen Kosten (Fr. 9'044.--) zudem im üblichen Rahmen bewegen würden. Hieran ändere auch nichts, dass das Gutachten bei der Verurteilung schlussendlich keine namhafte Rolle gespielt habe. Entscheidend sei vielmehr, dass es zum Zeitpunkt seiner Erstellung fraglos zweckmässig und überdies hinsichtlich der Risikoeinschätzung sowie bezüglich der Ausführungsgefahr im Zusammenhang mit der Weiterführung der Untersuchungshaft entscheidrelevant (zu Gunsten des Beschwerdeführers) gewesen sei. Einzig in Bezug auf die Rechnung des Institutes für Rechtsmedizin der Universität Basel vom 6. September 2018 von Fr. 560.-- für das forensisch-toxikologische Gutachten sei festzuhalten, dass es auf der Grundlage eines offensichtlich falschen positiven Resultats eines Drogenschnelltests in Auftrag gegeben worden sei. Folglich handle es sich hierbei ohne Zweifel um eine unnötige Verfahrenshandlung, deren Kosten nicht der Beschwerdeführer zu übernehmen habe. Im Ergebnis seien damit die erstinstanzlichen Verfahrenskosten vom Beschwerdeführer gemäss Art. 426 Abs. 1 StPO im Betrag von Fr. 16'790.45 zu tragen. Die restlichen Verfahrenskosten von Fr. 560.-- gingen hingegen nach Art. 426 Abs. 3 lit. a StPO zu Lasten des Staates (Urteil S. 33 f. E. 7.1.a).