Citation: 9C_538/2019 E. 5.2

5.2. Das kantonale Gericht stellte fest, die der Schadenersatzforderung zugrundeliegenden Lohnabrechnungen der B.________ AG enthielten keine fingierten Lohnzahlungen an fiktive Arbeitnehmer. Dies stimmt mit der Auskunft des im Strafverfahren gegen C.________ zuständigen Staatsanwalts vom 26. September 2016 überein, wonach jener ausgesagt habe, die fiktiven Löhne seien bei der Ausgleichskasse nicht deklariert worden. Dieses Aussageverhalten von C.________ ist glaubwürdig. Denn als solidarisch haftender Schuldner gegenüber der Ausgleichskasse (vgl. Verfügung vom 20. Dezember 2011, Einspracheentscheid vom 29. Januar 2013, Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich AK.2013.00010 vom 26. Januar 2016) hat er ebenfalls ein Interesse, die deklarierte Lohnsumme der B.________ AG und damit seine eigene Schadenersatzverpflichtung zu reduzieren. Am 31. März 2017 legte der Staatsanwalt zudem dar, dass sich die "Lohnzahlungen" an C.________ keinen realen Mitarbeitern der B.________ AG oder Franchiseunternehmen zuordnen liessen. Nachdem gemäss der Beschwerdegegnerin die Erhebung von Beiträgen basierend auf fiktiven Arbeitnehmern systembedingt nicht möglich ist, bestehen aufgrund der Akten keine Anhaltspunkte, welche den Verdacht des Beschwerdeführers stützt, die Ausgleichskasse habe auf veruntreuten, als Lohnzahlungen getarnten Geldern Sozialversicherungsbeiträge erhoben. Die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen hierzu sind nicht willkürlich. Es gibt daher keinen Grund, die Sozialversicherungsbeiträge neu festzusetzen bzw. auf die formell rechtskräftigen Beitragsverfügungen zurückzukommen.