Citation: 2C_154/2016 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin macht einen nachehelichen Härtefall nach Art. 50 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AuG geltend und begründet dies wie folgt: Bei einer Ausreise werde sie ihre Arbeit in der Schweiz verlieren. Als alleinerziehende Frau in Bosnien werde sie nicht wieder so viel arbeiten können, um zwei Personen zu ernähren. In Bosnien gebe es keine Strukturen zur familienergänzenden Betreuung von Kleinkindern. Diese Aufgabe werde vor allem von anderen Familienangehörigen wahrgenommen. Da sie - die Beschwerdeführerin - nicht über ein Familiennetz in Bosnien verfüge, werde sie C.A.________ selbst betreuen müssen. Dadurch werde es ihr verwehrt sein, einer Erwerbsarbeit nachzugehen mit der Folge, dass sie und C.A.________ finanziell nicht überleben könnten. Zudem werde C.A.________ aus seinem Lebensmittelpunkt gerissen und in seiner Entwicklung gestoppt. Ein regelmässiger Kontakt insbesondere von Knaben zu ihren Vätern sei aus psychologischen Gründen ausserordentlich wichtig. Die Vorinstanz habe verkannt, dass C.A.________ weder lesen noch schreiben könne und ein Brief- und Mailverkehr mit seinem Vater daher ausser Betracht falle. Ein Kind im Alter von viereinhalb Jahren werde von seinem Vater entfremdet, wenn der persönliche Kontakt nur noch durch Ferienbesuche stattfinden könne. C.A.________s Recht auf Familienleben werde dadurch verletzt. Schliesslich sei sie - die Beschwerdeführerin - ausgezeichnet integriert. Sie spreche mittlerweile fliessend Deutsch und verstehe Mundart problemlos. Mit ihrer Arbeit im Pflegeheim Z.________ leiste sie einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der älteren und hilfsbedürftigen Menschen. Für ihren Fleiss und ihre Pünktlichkeit werde sie sehr geschätzt. Sie habe immer gearbeitet und das soziale System der Schweiz nicht belastet. Die Schweiz habe weder in wirtschaftlicher noch in anderer Hinsicht ein Interesse an ihrer Ausreise.