Citation: 6B_1194/2017 E. 1.6

1.6. Auch bezüglich der zweiten Zwillingstochter lässt sich hinsichtlich der versuchten schweren Körperverletzung bei der Strafzumessung weder Ermessensmissbrauch noch Ermessensverletzung annehmen. Die Vorinstanz erachtet die Handlungsintensität hier als weniger gravierend, da der Beschwerdegegner diese Tochter weder herum- noch hochwarf. Er traktierte sie ebenfalls während mehrerer Stunden mit Grobheit. Im Übrigen verweist die Vorinstanz zum objektiven und subjektiven Tatverschulden auf die Erwägungen zum schwersten Delikt. Sie bewertet das gesamthafte Tatverschulden zum Nachteil der zweiten Tochter im Rahmen des Tatbestands als "noch leicht" (Urteil S. 15; vgl. Bemerkung oben E. 1.5.2). Ausgehend von einer vollendeten schweren Körperverletzung, erachtet sie, unter isolierter Betrachtung der zweiten Tat, eine hypothetische Einsatzstrafe von 3 Jahren als angemessen. Hinsichtlich des Versuchs erwägt sie, es sei lediglich einem glücklichen Zufall zu verdanken, dass eine schwere Verletzung der zweiten Zwillingstochter ausgeblieben sei. Diese habe als Folge der Gewalteinwirkung nebst Hämatomen einen Schädelbruch, Brüche zweier Rippen, des Schlüsselbeins und des Unterschenkels, sowie eine geringe Hirnblutung erlitten. Operationen seien nicht nötig gewesen. Die Verletzungen seien folgenlos abgeheilt. Die Vorinstanz reduziert die hypothetische Einsatzstrafe wegen Versuchs um ein halbes auf zweieinhalb Jahre Freiheitsstrafe. Das hält sich im ihr zuzugestehenden Ermessen.