Citation: 7B_264/2022 E. 4.2.2

4.2.2. Bildeten - wie im vorliegenden Fall - ausschliesslich Übertretungen Gegenstand des erstinstanzlichen Hauptverfahrens, so kann mit Berufung nur geltend gemacht werden, das Urteil sei rechtsfehlerhaft oder die Feststellung des Sachverhalts sei offensichtlich unrichtig oder beruhe auf einer Rechtsverletzung. Neue Behauptungen und Beweise können nicht vorgebracht werden (Art. 398 Abs. 4 StPO). Aus dieser Formulierung, die derjenigen von Art. 97 Abs. 1 BGG entspricht, ergibt sich, dass die Prüfungsbefugnis der Berufungsinstanz bei Übertretungen bei der Sachverhaltsfeststellung auf Willkür begrenzt ist (vgl. Urteile 7B_221/2022 vom 9. Februar 2024 E. 3.2.2; 1B_580/2021 vom 10. März 2022 E. 2.2; 6B_899/2017 vom 3. Mai 2018 E. 1.3; je mit Hinweisen). Auf appellatorische Kritik braucht sie entsprechend nicht einzutreten (vgl. Urteil 6B_696/2011 vom 6. März 2012 E. 4.2).