Citation: 5A_938/2023 E. 6.6.1

6.6.1. In diesem Zusammenhang führt er aus, erstinstanzlich sei überhaupt keine Kinderbefragung und Beweismittelerhebung durchgeführt worden, die diesen Namen verdiene. Der Sachverhalt sei erstmals vor Obergericht ermittelt worden. Erstmals seien Berichte von Fachpersonen eingeholt und die Kinder angehört worden. Zudem hätten sich die Kinder nun beim Vater befunden, was die tatsächliche Situation im Vergleich zum erstinstanzlichen Verfahren auf den Kopf gestellt habe. Die Vorinstanz begründe nicht, weshalb sie vorliegend einen Abzug von 25 % für das Rechtsmittelverfahren gemacht habe. Der eigentliche Sachverhalt sei erst durch das Anfechtungsobjekt erschaffen worden, namentlich die Umteilung der Obhut. In einem solchen Fall entstehe vor Obergericht ein gänzlich neuer Prozess, wenn die Kinder in der Folge drei Wochen beim Vater lebten und es um die Rückführung zur Mutter gehe. Der Sachverhalt und die rechtlichen Würdigungen, welche durch das Obergericht zu beurteilen gewesen seien, hätten kaum noch etwas mit jenen aus dem erstinstanzlichen Verfahren zu tun gehabt. Es sei daher willkürlich, einen Abzug von 25 % vorzunehmen und die Vorinstanz wende § 8 AnwT willkürlich an.