Citation: 6B_500/2023 E. 3.4

3.4. Die Beschwerdeführerin dringt mit ihrer Rüge nicht durch. Es liegt weder ein Verstoss gegen die Begründungspflicht noch eine Ermessensverletzung vor. Anzumerken ist, nach dem sog. Doppelverwertungsverbot (vgl. BGE 142 IV 14 E. 5.4; 141 IV 61 E. 6.1.3; je mit Hinweisen) wäre der Vorinstanz nicht a priori verwehrt gewesen, bei der Strafzumessung zu berücksichtigen, in welchem Ausmass ein qualifizierender oder privilegierender Tatumstand gegeben ist (Urteile 6B_1149/2020 vom 17. April 2023 E. 4.3.2; 6B_1273/2021 vom 14. März 2023; je mit Hinweisen). Im Weiteren gibt d ie Vorinstanz teilweise an, einen Umstand straferhöhend, strafmindernd, leicht strafmindernd oder ohne Einfluss auf die Strafzumessung zu berücksichtigen. Dadurch nimmt sie eine Gewichtung vor und setzt sie die entsprechenden Strafzumessungsfaktoren zueinander in ein Verhältnis. Dies ist ausreichend, zumal sie nicht gehalten ist, dies jeweils in Zahlen oder Prozenten anzugeben (vgl. oben E. 3.2). Wiederum setzt die Vorinstanz das Überholmanöver, welches in einer einzigen Handlung bestanden habe, das Überholen einer einzelnen Autofahrerin wie auch die Annahme der eingehaltenen Geschwindigkeitsbegrenzung in Relation zu Vergleichsfällen. Damit genügt sie den Anforderungen. Dasselbe gilt für weitere in die Strafzumessung miteinbezogene Umstände, wie die subjektive Tatschwere, sowohl das schnellere Zielerreichen als auch das egoistische Handeln, die Reue des Beschwerdegegners und der Ort der Fussgänger. Den Erwägungen der Vorinstanz lässt sich entnehmen, wie sie diese gewichtet, indem sie namentlich "hingegen" oder "zu Gute zu halten" angibt. Nicht zu beanstanden ist die strafmindernde Würdigung, der Beschwerdegegner habe nicht damit gerechnet, es befänden sich Fussgänger auf der Strasse, nachdem die Vorinstanz verschiedene Gründe für das Abbremsen der vor dem Beschwerdegegner fahrenden Autolenkerin als möglich erachtet. Allerdings weist die vorinstanzliche Argumentation einen Widerspruch auf. Im Rahmen des Tatbestands wird festgehalten, der Beschwerdegegner habe mit seinem Überholmanöver die überholte Autofahrerin ebenso konkret gefährdet. Indes führt die Vorinstanz bei der Strafzumessung aus, es seien weder die überholte noch weitere Fahrzeuglenker konkret gefährdet worden. Beizupflichten ist der Beschwerdeführerin sodann, dass sich aus dem angefochtenen Entscheid nicht erschliessen lässt, weshalb die Täterkomponenten bei der fahrlässigen Tötung zu einer leichten Strafminderung führen, wohingegen es bei der qualifiziert groben Verkehrsregelverletzung insgesamt beim gleichen Verschulden bleibt. Des Weiteren bildet die kriminelle Energie nicht Bestandteil der Täterkomponente. Hingegen ist der Vorinstanz nicht vorzuwerfen, dass sie aufgrund des engen Zusammenhangs zwischen der qualifiziert groben Verkehrsregelverletzung mit dem Tötungs- und Körperverletzungsdelikt Letztere zu je einem Drittel der jeweiligen Einsatzstrafen asperi ert (vgl. BGE 144 IV 217 E. 3.5.4 mit Hinweisen). Insgesamt erweist sich die Strafzumessung der Vorinstanz in der Sache als überprüfbar und hält sich die Vorinstanz mit der Strafe im Ergebnis im Rahmen des ihr zustehenden Ermessens.