Citation: 9C_181/2016 E. 3.5

3.5. Die Vorinstanz hat weitere Abklärungen für entbehrlich gehalten, da sie "vorab aus diagnostischen/therapeutischen Gründen (im Hinblick auf eine allfällige Ostitis) angeregt" worden seien und die MRSA-Problematik nach der erfolgreich abgeschlossenen Dekolonisationsbehandlung nicht mehr relevant sei. Dem kann nicht beigepflichtet werden. Einerseits ist die Diagnostik nicht nur für die Behandlung, sondern auch für die Objektivierung der Schmerzen und somit die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sowie des Rentenanspruchs von Bedeutung. Anderseits scheint die erfolgreiche Dekolonisationsbehandlung einer MRSA-induzierten Osteomyelitis nicht entgegenzustehen (E. 3.4). Frau Dr. med. C.________, die als externe Gutachterin von der MEDAS beigezogen wurde, unterzeichnete das Hauptgutachten nicht. In diesem wurde festgehalten, dass der Versicherte nur in der internistischen Untersuchung vom MRSA-Befall berichtet habe. Es ist nicht ersichtlich, dass Frau Dr. med. C.________ um die MRSA-Problematik wusste und sie berücksichtigte. Diesbezüglich ist ihr Teilgutachten nicht überzeugend. Der MEDAS-Neurologe schloss sich zwar grundsätzlich ihrer Arbeitsfähigkeitsschätzung an, aber nur unter dem Vorbehalt, dass die von ihm vorgeschlagene Abklärung unauffällige Befunde ergäbe. Nach dem Gesagten genügt das MEDAS-Teilgutachten der Frau Dr. med. C.________ den Anforderungen an die Beweiskraft nicht in allen Punkten, weshalb die darauf beruhende vorinstanzliche Feststellung betreffend die Arbeitsfähigkeit nicht haltbar ist (E. 1). Die Verwaltung wird im Zusammenhang mit der MRSA-Problematik weitere Sachverhaltsermittlungen zu treffen, d.h. entsprechende Unterlagen über die behauptete Dekolonisierungsbehandlung einzuholen und gegebenenfalls die notwendigen medizinischen Untersuchungen anzuordnen haben. Insoweit ist die Beschwerde begründet.