Citation: U 320/02 07.07.2003 E. 2

Aufgrund der medizinischen Akten steht fest, dass der Versicherte an einer Knochennekrose des rechten Humeruskopfes leidet, wobei streitig ist, ob diese natürlich kausal auf den Unfall vom 8. April 2000 zurückgeführt werden kann. 2.1 Vorinstanz und Verwaltung verneinen dies hauptsächlich gestützt auf die Aussagen des Dr. med. K.________ vom 30. März 2001, wonach nur gravierende Verletzungen wie eine Fraktur oder Luxation, nicht aber eine Schulterprellung geeignet seien, eine Humeruskopfnekrose auszulösen. Der Beschwerdeführer hingegen stellt sich auf den Standpunkt, die bildgebenden Befunde zeigten, dass eine Humeruskopfnekrose mit Mikrofrakturen vorliege, woraus sich eine Unfallkausalität ableiten lasse. Jedenfalls seien Unfall und Nekrose nicht völlig losgelöst voneinander, indem der Unfall für die Nekrose eine gewisse, wenn auch aus Sicht des Dr. med. E.________ nicht näher umschriebene Rolle spiele. 2.2 In seiner ärztlichen Beurteilung vom 30. März 2001 führt Dr. med. K.________ aus, dass der Versicherte entweder an einer idiopathischen oder sekundären Form der Humeruskopfnekrose leide. Es lasse sich zudem nicht belegen, dass die Schulterprellung einen negativen Einfluss auf den Verlauf der Nekrose entfalte, denn die Erkrankung sei zum Unfallzeitpunkt bereits fortgeschritten gewesen und anhand der MRI lasse sich nicht nachweisen, dass die natürliche Entwicklung der Humeruskopfnekrose "programmwidrig" verlaufen sei. Das erlittene Trauma sei banal gewesen, und habe höchstens der Früherkennung einer vorbestehenden Pathologie gedient. Ergänzend hält er in seiner letztinstanzlich eingereichten ärztlichen Beurteilung vom 2. Dezember 2002 fest, auch durch den bei der ersten MRI-Untersuchung vom 16. Mai 2000 beobachteten "bone bruise" sei die von Dr. med. E.________ im Rahmen des geschilderten Unfallgeschehens vermutete Mikrotraumatisierung des von der Nekrose betroffenen Humeruskopfes nicht belegbar. Im Bericht des Spitals F.________ vom 29. Mai 2001 wird dagegen festgehalten, die diagnostizierte posttraumatische Humeruskopfnekrose rechts sei eindeutig im Anschluss an einen Mitte April 2001 (recte: 2000) erlittenen Arbeitsunfall aufgetreten. Anhand der Akten bestehen denn auch keine Anhaltspunkte, dass der Versicherte vor dem Unfall an Beschwerden des rechten Oberarmes gelitten hat. Dass aber ein Vorzustand vorliegt, bejaht auch Dr. med. E.________, der am 19. März 2002 zuhanden der Vorinstanz aus seiner Erinnerung wiedergibt, "kausal könne aber ein Vorzustand kaum abgestritten werden", woraus im Einklang mit Dr. med. K.________ zu schliessen ist, dass zwar ein krankhafter Zustand des Humeruskopfes vorbestand, welcher aber erst durch die am 8. April 2000 erlittene Schulterprellung manifest wurde, dies zumal Dr. med. E.________ in seiner Stellungnahme vom 16. April 2002 zum einen die Ausführungen des Dr. med. K.________ vom 30. März 2001 als "im Prinzip korrekt" bezeichnet und es lediglich als möglichen Standpunkt betrachtete, dass beim Unfall eine Kontusion des Humeruskopfes stattfand. Zum anderen können auch die initialen Befunde entgegen seiner Auffassung anhand der medizinischen Akten gerade nicht als regredient bezeichnet werden. Denn wie Dr. med. K.________ in seiner Beurteilung vom 2. Dezember 2002 darlegt, berichtet Frau Dr. med. I.________, Institut für Radiologie am Spital M.________, am 29. November 2000 anlässlich einer am Vortag durchgeführten MRI-Untersuchung vielmehr von einem im Vergleich zur Voruntersuchung vom 27. Juli 2000 progredienten Befund. Damit entfällt eine Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf des krankhaften Vorzustandes des Humeruskopfes auch ohne das Unfallereignis früher oder später eingestellt hätte, erreicht ist (Erw. 1.4). Anhand der vorliegenden medizinischen Akten lässt sich dies nicht bestimmen. Die SUVA wird demnach die Frage zu klären haben, ab wann die am 8. April 2000 erlittene Schulterprellung jegliche kausale Bedeutung für den Verlauf der vorliegenden Humeruskopfnekrose verlor und somit der Status quo sine in diesem Bereich erreicht war. Bis zu diesem Zeitpunkt ist ihre Leistungspflicht zu bejahen.