Citation: 1C_482/2014 E. 3.3.2

3.3.2. Vorliegend wurde das gesamte Plandossier auf der Bauverwaltung der Gemeinde öffentlich aufgelegt. Im Rahmen des Baubewilligungsverfahren ist sodann die erforderliche Zustimmung der kantonalen Fachstelle eingeholt worden, wobei deren Auflagen integrierender Bestandteil der kommunalen Baubewilligung bildeten. Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden und entspricht der Koordinationspflicht. Durch die gemeinsame öffentliche Auflage aller Gesuchsunterlagen soll - wie auch die Beschwerdeführerinnen bemerken - sichergestellt werden, dass nach abgelaufener Auflage- und Äusserungsfrist grundsätzlich alle Einwendungen gegen das Projekt bekannt sind (BGE 133 I 95, nicht publ. E. 3.3.4; Botschaft zu einer Revision des RPG vom 30. Mai 1994, BBl 1994 III 1075, S. 1086; WALDMANN/HÄNNI, Handkommentar RPG, 2006, N.46 zu Art. 25a RPG). Dass es den Beschwerdeführerinnen nicht möglich gewesen sein soll, aufgrund der Baugesuchsunterlagen ihre Einwendungen, einschliesslich solcher zur Zonenkonformität der Maschinenhalle, zu erheben, wird zu Recht nicht geltend gemacht und ist auch nicht ersichtlich. Sowohl nach kantonalem Recht (vgl. § 51 Abs. 3 der Bauverordnung, BauV; SAR 713.121) als auch nach der Rechtsprechung (vgl. BGE 122 II 81 E. 6b S. 85 f.) obliegt es der Behörde zu prüfen, ob sie für die Beurteilung über ausreichende Informationen verfügt; falls nötig kann sie weitere Unterlagen anfordern. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerinnen ist es daher den Behörden nicht untersagt, die öffentlich aufgelegten Baugesuchsakten zu ergänzen. Insoweit bemängelt wird, ihnen seien gewisse Betriebsdaten nicht bekannt gemacht worden, geht die Rüge nicht über das hinaus, was bereits im Rahmen der Gehörsverletzung geprüft worden ist. Darauf kann verwiesen werden.