Citation: I 247/01 02.11.2001 E. 3

3.- a) Im Bericht der Chirurgischen Poliklinik des Spitals Y.________ vom 16. Oktober 1997, welcher die für die Verfügung vom 17. April 1998 massgebende Beurteilung des medizinischen Sachverhalts enthält, wird ausgeführt, aktuell bestehe eine progrediente posttraumatische Coxarthrose links. Der Versicherte arbeite weiterhin zu 100 % als Hilfsarbeiter in der Getränkefirma (L.________ AG), klage aber über schwerste intermittierende Schmerzen im Bereich der linken Leiste und über dem Trochanter major, ausstrahlend in das linke Bein. Die von der IV-internen Berufsberatung vorgeschlagenen Tätigkeiten in der Montage respektive Produktion oder Etikettierung erschienen als möglich. Eine volle Arbeitsfähigkeit in stehender/gehender Position sei jedoch bei progredienter Coxarthrose nach Trauma nicht sinnvoll. Voraussichtlich werde eine Hüfttotalendoprothesen-Implantation links nicht zu umgehen sein; angesichts des jungen Alters des Patienten sei sie jedoch möglichst lange hinauszuzögern. Aus diesem Grund sei eine für das Hüftgelenk möglichst schonende Arbeit zu 100 % anzustreben, wobei eine sitzende Beschäftigung mit wechselnden Phasen des Herumgehens ohne Tragen schwerer Lasten ideal wäre. Eine "wie oben beschriebene" Tätigkeit sei seit 1. Oktober 1995 zu 100 % möglich. b) aa) Dem im Hinblick auf den Erlass der Verfügung vom 12. November 1999 eingeholten Bericht der Klinik für Unfallchirurgie des Spitals Y.________ vom 23. März 1999 (mit Beiblatt gleichen Datums) ist zu entnehmen, dass sich der Gesundheitszustand verschlechtere. Radiologisch zeigten sich deutlich Zeichen einer Hüftarthrose links mit zunehmender Dezentrierung und Deformität des Femurkopfes. In Bezug auf die bisherige Tätigkeit sei der Versicherte zu 100 % arbeitsunfähig. Infolge der Behinderung sei eine berufliche Umstellung notwendig, wobei ein sitzender Beruf geeignet sei. Bei aktuell doch zunehmender Symptomatik sei eine Totalendoprothese indiziert und müsse im Verlauf der nächsten Jahre vorgenommen werden. Danach sei die Arbeitsfähigkeit nach einer zusätzlichen Umschulung neu zu prüfen. Eine der Behinderung angepasste Tätigkeit sei dem Versicherten ab sofort zumutbar, wobei nach einer Totalendoprothese eine erneute Beurteilung notwendig sei. bb) Gemäss dem neuropsychologischen Gutachten vom 25. August 1999 besteht eine leichte neuropsychologische Funktionsstörung fronto-temporal links, wobei die Arbeitsfähigkeit für eine leichte Hilfsarbeiter-Tätigkeit, welche auch den kognitiven Fähigkeiten entspricht, im neuropsychologischen Bereich nicht eingeschränkt ist. Je nach konkreter Tätigkeit könnten sich allerdings die festgestellten kognitiven Einbussen negativ auswirken.