Citation: 5A_840/2023 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz zitiert aus dem Entscheid des Bezirksgerichts (s. Sachverhalt Bst. C.b). Danach habe die Mangelsituation der Beschwerdeführerin nach dem 1. September 2021, dem Zeitpunkt von C.________s Schuleintritt, keinen Zusammenhang mit der Geburt von D.________, da das Manko trotz des von der Beschwerdeführerin im Scheidungsurteil geforderten 50%-Erwerbspensums bestehe, weshalb nach der Rechtsprechung der Betreuungsunterhalt nicht aufzuteilen sei. Bezüglich der Zeit vor dem 1. September 2021 habe das Bezirksgericht festgehalten, dass beide Töchter einen Betreuungsbedarf von je 100 % hätten. Laut dem erstinstanzlichen Entscheid sei der Beschwerdeführerin allerdings schon vor dem 1. September 2021 ein über das Schulstufenmodell hinausgehendes Einkommen aus einem 40 %-Pensum angerechnet worden, weshalb der Beschwerdegegner der Beschwerdeführerin einen tieferen Betreuungsunterhalt habe bezahlen müssen. Mit dieser Begründung habe das Bezirksgericht entschieden, auch bis zu C.________s Schuleintritt keine Änderung der Aufteilung des Betreuungsunterhalts vorzunehmen. Das Kantonsgericht kommt auf das Urteil 5A_378/2021 vom 7. September 2022 zu sprechen, auf das die erste Instanz Bezug nahm. Es schildert die Kritik, die im Schrifttum gegen dieses Urteil erhoben wurde, und schliesst sich dieser Kritik an. Eine auf die Kausalität des Mankos beschränkte Argumentation sei nicht zielführend, weil daraus eine nicht gerechtfertigte Besserstellung des Vaters des jüngsten Kindes resultiere. Dass der Vater des jüngsten Kindes sich nicht am Betreuungsunterhalt seines Kindes zu beteiligen hat, gehe nicht an; insofern sei die Berufung des Beschwerdegegners begründet. In der Folge setzt sich der angefochtene Entscheid mit dem Standpunkt des Beschwerdegegners auseinander, dass durch die Heirat der Beschwerdeführerin seine Pflicht zur Bezahlung von Betreuungsunterhalt für C.________ erloschen sei, da die eheliche Unterhaltspflicht des neuen Ehemannes der Beschwerdeführerin und Vaters des jüngsten Kindes vorgehe. BGE 148 III 353, auf den sich der Beschwerdegegner berufe, werde von diversen Autoren kritisiert. Der angefochtene Entscheid gibt ausführlich die Kritik wieder, die in der Lehre gegen die besagte Rechtsprechung vorgebracht wird, und stellt klar, dass er diese Kritik teilt. Die Heirat der Beschwerdeführerin mit dem Vater ihres zweiten Kindes habe nicht zur Folge, dass der Beschwerdegegner keinen Betreuungsunterhalt mehr zu bezahlen hat. Die Unterhaltspflicht des Beschwerdegegners gehe der nur mittelbaren Beistandspflicht des Ehemanns und Stiefvaters des ersten Kindes der Beschwerdeführerin vor. Der betreuungsbedingt ungedeckte Bedarf des betreuenden Elternteils sei primär aus dem Betreuungsunterhalt des Kindes zu decken; entsprechend sei der Betreuungsunterhalt "sowohl auf C.________ wie auch auf D.________ aufzuteilen". In der Folge verteilt das Kantonsgericht den errechneten Betreuungsunterhalt - Fr. 1'050.-- in der Phase 1 sowie je Fr. 525.-- in den Phasen 2 und 3 - nach Köpfen auf die beiden Kinder. Anschliessend bestimmt es für die einzelnen Zeitabschnitte C.________s Anteil am Betreuungsunterhalt und setzt gestützt auf diese Erwägungen C.________s Unterhaltsbeiträge fest (s. Sachverhalt Bst. C.d). Nicht gelten lässt das Kantonsgericht den Einwand der Beschwerdeführerin, dass nur die Geburt eines Kindes des Unterhaltsverpflichteten einen Abänderungsgrund darstellen könne, nicht jedoch die Geburt eines Kindes der Unterhaltsberechtigten. Im bundesgerichtlichen Urteil 5A_378/2021 vom 7. September 2022, auf das sich die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang berufe, gehe es gerade um die Frage, ob der Betreuungsunterhalt wegen eines neuen Kindes der Unterhaltsberechtigten neu aufzuteilen sei. Das Bundesgericht habe diese Frage nicht deswegen verneint, weil die Geburt eines Kindes der Unterhaltsberechtigten keinen Abänderungsgrund darstellen könne, sondern wegen der bereits erwähnten fehlenden Kausalität.