Citation: 8C_307/2017 E. 3.3.2

3.3.2. Die Vorinstanz verneinte die Anwendbarkeit von Art. 28 Abs. 4 UVV, da die hiefür neben dem vorgerückten Alter zusätzlich erforderliche physiologische Altersgebrechlichkeit nicht gegeben sei. Unter Berücksichtigung des Umstandes, dass die Versicherte seit 1978 als Physio- und Hippotherapeutin bei der B.________ AG tätig gewesen sei, sich seit 1997 auch um administrative Belange gekümmert und praktisch ihr ganzes Leben in X.________ verbracht habe, verneinte das kantonale Gericht für die verbleibende Aktivitätsdauer von rund 3,5 Jahren auch die Zumutbarkeit eines Berufswechsels. Es ging davon aus, die Beschwerdegegnerin könne weiterhin zu 50 % als Hippotherapeutin arbeiten und setzte den Invaliditätsgrad unter Vornahme eines Prozentvergleichs auf 50 % fest. Die Vorinstanz legte dar, dass sich an diesem Ergebnis selbst bei Bejahung der Zumutbarkeit eines Berufswechsels nichts ändern würde. Da Art. 28 Abs. 4 UVV nicht anwendbar sei, müsste das Invalideneinkommen anhand der LSE 2012, Tabelle TA1, Frauen, Kompetenzniveau 1, Total, ermittelt werden, was umgerechnet auf die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden und angepasst an die Nominallohnentwicklung für 2015 Fr. 52'580.- ergeben würde. Davon wäre - so das kantonale Gericht - ein Abzug von 5 % zu gewähren, da nur noch Arbeiten unter der Horizontalen ohne Heben von Lasten zumutbar seien. Daraus würde ein Invalideneinkommen von Fr. 49'951.- und in Gegenüberstellung mit dem Valideneinkommen ein Invaliditätsgrad von 51 % resultieren.