Citation: 2C_1116/2018 E. 7.4

7.4. Aus der Systematik von Art. 52 Abs. 1 DBG ergibt sich, dass juristische Personen mit persönlicher Zugehörigkeit im Grundsatz für ihr gesamtes Welteinkommen steuerpflichtig sind (erster Teilsatz der Bestimmung). Die Ausklammerung der Geschäftsbetriebe, Betriebsstätten und Grundstücke im Ausland gemäss dem zweiten Teilsatz von Art. 52 Abs. 1 DBG stellt eine Ausnahme von diesem Welteinkommens-, Universalitäts- bzw. Totalitätsprinzip dar (vgl. OESTERHELT/SCHREIBER, a.a.O., N. 5 zu Art. 52 DBG). Deshalb muss zwischen Gewinnermittlung und Gewinnabgrenzung unterschieden werden (vgl. zu dieser Unterscheidung auch Urteil 2C_972/2018 vom 2. Oktober 2019 E. 3) : In einem ersten Schritt ist das gesamte Welteinkommen, also der im In- und Ausland erzielte Gewinn der juristischen Person, zu ermitteln. Dieser Gewinn unterliegt im Grundsatz der Steuerpflicht. In einem zweiten Schritt, im Rahmen der Gewinnabgrenzung, sind von diesem Gesamtgewinn die auf die Geschäftsbetriebe, Betriebsstätten und Grundstücke im Ausland entfallenden Gewinne auszuscheiden. Erst bei diesem zweiten Schritt kommen die erwähnten Steuerausscheidungsmethoden zum Tragen.