Citation: 5A_786/2023 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführer machen geltend, das Obergericht habe die wirklichen Gründe für den geltend gemachten Ausstand mit keinem Wort erwähnt. Welche im vorinstanzlichen Verfahren geltend gemachten "wirklichen Gründe" vom Obergericht übergangen worden sein sollen, führen die Beschwerdeführer vor Bundesgericht dann aber nicht in nachvollziehbarer Weise aus. Auch vor Bundesgericht beanstanden die Beschwerdeführer, soweit ersichtlich, lediglich ein fehlerhaft datiertes Schreiben sowie die Mitwirkung von Bezirksrichter Carletta an früheren Verfahren mit für die Beschwerdeführer negativem Ausgang. Bei ausschliesslich massgeblicher objektiver Betrachtung sind diese Umstände offenkundig nicht geeignet, den Anschein der Befangenheit des besagten Richters zu begründen. Namentlich liegen für die Unterstellung, Bezirksrichter Carletta hätte das auf den 5. Mai 2023 anstatt auf den 22. Mai 2023 datierte Schreiben absichtlich falsch datiert, um den Beschwerdeführern den Rechtsweg zu erschweren, keinerlei objektive Anhaltspunkte vor. Nachdem die in diesem Schreiben angesetzte zehntägige Notfrist "ab Zustellung dieses Schreibens" zu laufen begann, war das Ausstellungsdatum für den Fristenlauf auch nicht von Relevanz. Ob Bezirksrichter Carletta das Ausstandsgesuch in einer Zusatzbegründung zu Recht auch als verspätet vorgebracht erachtet hat, ist mangels Vorliegens tauglicher Ausstandsgründe unerheblich und brauchte vom Obergericht nicht weiter thematisiert zu werden.