Citation: H 70/04 16.06.2004 E. 2

Streitig und zu prüfen ist, ob die 2001 und 2002 an C.________ ausbezahlten Provisionen Einkommen aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit (massgebender Lohn [Art. 5 Abs. 2 AHVG]) darstellen. Die kantonale Rekurskommission hat hiezu erwogen, nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis seien Agenten oder Handelsvertreter grundsätzlich als Arbeitnehmer zu betrachten. Sinngemäss bestehe kein Anlass, im konkreten Fall von dieser Regel abzuweichen. C.________ habe in Bezug auf die Tätigkeit als Agent für die Firma J.________ keine erheblichen Investitionen getätigt, keine Angestellten beschäftigt und keine eigenen Geschäftsräumlichkeiten benötigt. Er habe somit keine Fixkosten zu tragen gehabt, welche unabhängig vom Erfolg der Vermittlertätigkeit entstanden seien. Damit fehle es an dem eine selbstständige Erwerbstätigkeit kennzeichnenden Unternehmerrisiko. An dieser Beurteilung änderten die Vorbringen des Beschwerdeführers nichts. Insbesondere sei nicht von Belang, dass ein Agent oder Handelsreisender entsprechend seinem jeweiligen Verkaufserfolg mehr oder weniger verdiene. Unerheblich sei auch, dass C.________ zur selben Zeit noch für andere Unternehmen als Agent tätig gewesen sei. Jedes Entgelt eines Erwerbstätigen sei daraufhin zu überprüfen, ob es sich um massgebenden Lohn oder Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit handle. Es sei jedoch nicht ausgeschlossen, dass Unkosten in Abzug gebracht werden könnten. Diesen Punkt habe die Ausgleichskasse unter Einbezug von C.________ noch abzuklären.