Citation: 6B_791/2019 E. 2.3.5

2.3.5. Sieht die Vorinstanz keine Hinweise auf ein weiteres Testament, das Gegenstand einer strafbaren Handlung gewesen sein könnte, geht sie des Weitern davon aus, die beantragte Hausdurchsuchung bei der Anwaltskanzlei, die den Verstorbenen in Erbschaftsangelegenheiten beraten hatte, erübrige sich. Es fehle an einem hinreichenden Verdacht auf eine strafbare Handlung und somit an einer Voraussetzung für eine derartige Zwangsmassnahme (Art. 197 Abs. 1 lit. b StPO). Die Beschwerdeführerin erhebt auch hier eine Willkürrüge. Sie beruft sich auf die Möglichkeit, dass Unterlagen zutage gefördert werden könnten, die ihre These über das Vorhandensein eines zu ihren Gunsten abgefassten Testaments bestätigten. Dafür verweist die Beschwerdeführerin auf die Aussagen von Zeugen, die den Willen des Erblassers, sie finanziell abzusichern, bestätigen könnten. Nachdem sich die betreffenden Aussagen aber auf das Testament von März/Juni 2010 beziehen (oben E. 2.3.1-2.3.2), verletzt die vorinstanzliche Ablehnung der beantragten Hausdurchsuchung das Untersuchungsprinzip bereits aus diesem Grund nicht.