Citation: 6B_135/2020 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer beanstandet im Weiteren die rechtliche Würdigung des Sachverhalts als eventualvorsätzliche Tötung. Wer im Rahmen einer tätlichen Auseinandersetzung ohne eine Stichbewegung ein Messer zücke, müsse nicht damit rechnen, dass es zu einer tödlichen Verletzung komme. Eine aktive Stichbewegung sei nicht erstellt. Es sei ohne Weiteres denkbar, dass das Opfer unglücklich in das Messer gefallen sei. Es sei daher zu seinen Gunsten davon auszugehen, dass er nicht mit dem Messer herumgefuchtelt oder gar zugestochen habe, sondern dieses lediglich passiv zu Verteidigungszwecken vor sich gehalten habe. Ein Eventualvorsatz könne in einer solchen Haltung nicht erblickt werden, weshalb eine Verurteilung wegen eventualvorsätzlicher Tötung ausser Betracht falle (Beschwerde S. 15 f.).