Citation: 5P.41/2005 28.06.2005 E. 1

1.1 Im angefochtenen Urteil geht es um die von der Vormundschaftsbehörde A.________ beantragte Einleitung eines Verfahrens zur Bestellung eines Beirates (Art. 395, Art. 397 ZGB), in welchem die Vormundschaftsbehörde A.________ die vorläufige Entziehung der Handlungsfähigkeit (Art. 386 Abs. 2 ZGB) und das Kantonale Vormundschaftsamt die ambulante psychiatrische Begutachtung (Art. 374 Abs. 2 ZGB) der Beschwerdeführerin angeordnet haben. 1.2 Im Rahmen eines gegen den Entzug der Handlungsfähigkeit gerichteten Verfahrens bleibt die Beschwerdeführerin zur Wahrung ihrer Rechte befugt (BGE 118 Ia 236 E. 3 S. 239 f.). Die Beschwerdeführerin ist damit im vorliegenden Verfahren prozessfähig. 1.3 Gegen die vorläufige Entziehung der Handlungsfähigkeit steht - als Massnahme nach Art. 386 ZGB - die Berufung nicht zur Verfügung (BGE 86 II 139 E. 1 S. 141 f.). Die staatsrechtliche Beschwerde gegen die vorläufige Entziehung der Handlungsfähigkeit ist zulässig (Art. 86 Abs. 1 und Art. 87 Abs. 2 OG). 1.4 Die vom Kantonalen Vormundschaftsamt im Verbeiratungsverfahren verfügte Begutachtung fällt nicht unter die Massregeln nach Art. 386 ZGB (Breitschmid, Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 2. Aufl. 2002, N. 6 a.E. zu Art. 386 ZGB). Die Verletzung der Regeln über die Pflicht zur Begutachtung (Art. 374 Abs. 2 ZGB) ist als Beweisvorschrift des Bundesprivatrechts mit Berufung zu rügen (Art. 44 lit. e OG; Urteil 5C.25/1998 E. 4). Der angefochtene Entscheid über die Pflicht der Beschwerdeführerin, sich begutachten zu lassen, stellt einen letztinstanzlichen selbständigen Zwischenentscheid dar. Indessen kann er nicht mit Berufung angefochten werden, weil dadurch nicht sofort ein Endentscheid in der Sache herbeigeführt werden kann (Art. 50 Abs. 1 OG). Hingegen steht die staatsrechtliche Beschwerde offen. Das Kantonsgericht hat letztinstanzlich entschieden (Art. 86 OG). Der angefochtene Zwischenentscheid über die Pflicht, sich psychiatrisch begutachten zu lassen, greift in die persönliche Freiheit der Beschwerdeführerin ein (vgl. BGE 124 I 40 E. 5a S. 47) und kann für sie einen Nachteil bedeuten. Es liegt auf der Hand, dass dieser auch durch einen günstigen Endentscheid nicht beseitigt werden könnte (Art. 87 Abs. 2 OG). 1.5 Die Beschwerdeführerin rügt ferner einen Verstoss gegen die Zuständigkeitsordnung. Das Kantonsgericht hat noch nicht über die (berufungsfähige) Anordnung einer Beiratschaft (Art. 44 lit. e OG), sondern in einem auf Beiratschaft gerichteten Verfahren über die örtliche Zuständigkeit entschieden bzw. die Unzuständigkeitseinrede der Beschwerdeführerin verworfen. Als letztinstanzlicher Zwischenentscheid kann dieser nach Art. 49 OG mit Berufung angefochten werden (BGE 126 III 415, nicht publ. E. 1; Schnyder/Murer, Berner Kommentar, N. 220 zu Art. 373 ZGB). Soweit die Beschwerdeführerin dem Kantonsgericht vorwirft, es habe zu Unrecht die Zuständigkeit der Vormundschaftsbehörde A.________ angenommen, kann daher auf die - subsidiäre - staatsrechtliche Beschwerde nicht eingetreten werden (Art. 84 Abs. 2 OG; BGE 120 II 384 E. 4a S. 385).