Citation: 8C_577/2023 E. 5.3

5.3. Angewandt auf den konkreten Fall haben Vorinstanz und Beschwerdegegnerin das Valideneinkommen (im Einspracheentscheid vom 26. Oktober 2022) anhand der vom Beschwerdeführer gemäss IK-Auszug in den Jahren 2002 bis 2007 durchschnittlich erzielten Einkommen auf Fr. 93'433.- festgelegt. Dies hält nach dem Gesagten, da den konkreten Verdienst des nämlichen Versicherten betreffend, nicht stand. Weiterungen hinsichtlich der vom Beschwerdeführer geforderten Indexierung dieses Valideneinkommens auf das Jahr des Rentenbeginns hin respektive betreffend eine daraus resultierende Neuberechnung und Erhöhung des Invaliditätsgrades erübrigen sich somit. Hingegen berücksichtigte die Beschwerdegegnerin im Rahmen ihrer Abklärungen vor dem Verfügungserlass am 7. Juni 2022 sowohl Wortlaut als auch Sinn und Zweck des Art. 28 Abs. 4 UVV insoweit korrekt, als sie die Höhe des hypothetischen Lohnes eines mit den beruflichen und persönlichen Fähigkeiten und der Berufserfahrung des Beschwerdeführers vergleichbaren Arbeitnehmers mittleren Alters erfragte. Der Antwort der langjährigen Arbeitgeberin vom 1. Juni 2022 ist zu entnehmen, nach Rücksprache mit dem Rechtsdienst des Schweizerischen Baumeisterverbandes (nachfolgend: SBV) belaufe sich ein hypothetischer Jahreslohn für einen Vorarbeiter in Zürich im Alter zwischen 40 und 45 Jahren, welcher seinen Beruf heute (im Jahr 2022) seit mehr als 10 Jahren ausüben würde, auf Fr. 89'737.- jährlich. Dieses Einkommen liegt mit anderen Worten überaus deutlich unter dem vom Beschwerdeführer im mittleren Alter in den Jahren 2002 bis 2007 - also schon rund 20 Jahre früher - erwirtschafteten Durchschnittsverdienst (Fr. 93'433.-). Angesichts der unter Einbezug der Teuerung umso ausgeprägteren Lohndifferenz drängt sich die Vermutung auf, dass sich die Auskunft des SBV auf einen Mindestlohn bezog, welcher die beruflichen und persönlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers offenkundig nicht oder nur unvollständig abbildet. Zu denken ist dabei etwa an unberücksichtigte Qualifikationen, Weiterbildungen, betriebsinterne (Zusatz-) Aufgaben, besondere Arbeitszeiten oder (Treue-) Prämien. Demzufolge kann auf die entsprechenden Einkommensangaben zum hypothetischen Einkommen im mittleren Alter nicht unbesehen abgestellt werden. Stattdessen wäre die Beschwerdegegnerin bei der gegebenen Aktenlage gehalten gewesen, das vorliegend unbestritten gemäss Art. 28 Abs. 4 UVV zu bestimmende hypothetische Valideneinkommen im mittleren Alter durch weitere Nachfrage zu plausibilisieren, was im Rahmen ergänzender Abklärungen nachzuholen ist. Einbezogen werden können dabei allenfalls auch statistische Angaben (LSE, Gesamtarbeitsvertrag [GAV]). Hernach wird die Beschwerdegegnerin über den entsprechenden Rentenanspruch neu zu verfügen haben.