Citation: 8C_566/2022 E. 3.1.1

3.1.1. Im vorliegenden Fall steht für das Bundesgericht verbindlich fest, dass die Pandemie zumindest als Mitursache für einen Rückgang der Kundschaft in den Geschäftsstellen der Beschwerdeführerin verantwortlich war. Diesbezüglich prüfte die Vorinstanz, inwiefern sich die verringerte Kundenfrequenz auf die Mindereinnahmen ausgewirkt hatte. Dabei verglich sie die Kundenbesuche in den Jahren 2019 bis 2021 mit den jeweils erzielten Einnahmen und gelangte zum Ergebnis, dass zwischen diesen beiden Komponenten kein direkter Zusammenhang bestehe. Sie erkannte, dass bei der Beschwerdeführerin die (behauptete) betriebsspezifische Tätigkeit der Beratung und Dienstleistung vor Ort mithin nicht derart eng mit der Kundenfrequenz in den Filialen zusammenhänge, dass allein der Rückgang der Kundschaft ausschlaggebend für die Mindereinnahmen sein könne. Diese seien folglich auch nicht glaubhaft auf ausserordentliche Umstände zurückzuführen.