Citation: 1C_367/2022 E. 5.4.2

5.4.2. Die Vorbringen der Beschwerdeführenden vermögen die vorinstanzlichen Erwägungen unter Willkürgesichtspunkten nicht umzustossen. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass erhebliche Zweifel daran bestehen, ob eine Flachdachüberbauung mit einer gemäss Angaben der Beschwerdeführenden "Allerwelts-Architektur", die in einem beliebigen Quartier stehen könnte, den qualifizierten Anforderungen an eine besonders gute Einordnung und Gestaltung genügen würde. Es erscheint jedoch nicht offensichtlich unhaltbar und damit geradezu willkürlich, wenn die Vorinstanz eine Flachdachüberbauung unter gestalterischen Gesichtspunkten nicht von vornherein für ausgeschlossen betrachtete. Damit verfiel sie auch nicht in Willkür, indem sie die externe Begutachtung ins Baubewilligungsverfahren verschoben hat. Es ist nachvollziehbar, die Beurteilung der besonders guten Gestaltung und Einordnung nicht nur anhand eines rudimentär ausgearbeiteten Richtprojekts, sondern erst hinsichtlich eines ausformulierten Projekts anhand einer Gesamtwürdigung abschliessend vorzunehmen. Vor diesem Hintergrund liegt entgegen der Rüge der Beschwerdeführenden keine krasse Verletzung der Grundsätze des Raumplanungsrechts vor. Auch die erhobene Gehörsrüge, wonach die Vorinstanz zu Unrecht keine Stellung zum von den Beschwerdeführenden eingereichten Fachgutachten vom 15. Mai 2018 von H.________ genommen habe, erweist sich vor diesem Hintergrund als unbegründet. Im Übrigen kann auch aus der Grundordnung (Art. 3.1.1 Abs. 5 BZO) nicht abgeleitet werden, dass im Fall einer Flachdachüberbauung bereits im Verfahren zum Erlass eines Gestaltungsplans, dem nachträglich ein Baubewilligungsverfahren folgt, zwingend ein externes Gutachten eingeholt werden müsste. Wie bereits dargelegt (E. 5.3.1 f. hiervor), verhält es sich zudem nicht wie von den Beschwerdeführenden angenommen so, dass durch die verbindliche Festlegung der Baubereiche kaum Spielraum für eine Abweichung vom Richtprojekt bestehe. Das Richtprojekt ist zwar richtungsweisend, aber nicht verbindlich (vgl. E. 5.3.1 hiervor). Die Beschwerdeführenden scheinen dies zu verkennen, wenn sie sich der Auffassung des Baurekursgerichts anschliessen, wonach eine besonders gute Einordnung bzw. das gutachterliche Attest unabhängig von der konkreten Umsetzung des Richtprojekts nicht mehr denkbar sei.