Citation: 5A_157/2021 E. 5.2.1

5.2.1. Der Beschwerdeführer bestreitet, kein beziffertes Begehren gestellt zu haben; er habe im Rechtsbegehren 3.d geltend gemacht, dass der Betrag für ihn von Fr. 3'100.-- pro Monat unverändert bleiben solle. 5.2.1.1. Das in der Berufung gestellte Rechtsbegehren 3.d lautet wie folgt: "In Bezug auf Ziff. 2.a des Rechtsbegehrens sei die Berufungsgegnerin (Bg) zu verpflichten, dem Berufungsführer (Bf), für die alleinige 100 % Obhut an den Kinderunterhalt für die Bf zu 2. [C.________] und zu 3 [D.________] von je CHF 3'067.- zu bezahlen. Der Unterhaltsbeitrag von CHF 3'100.00/Monat für den Vater persönlich bleibt unverändert." Alsdann beantragte der Beschwerdeführer, für den Fall einer alternierenden Obhut sei festzustellen, dass der bereits gesprochene Unterhalt durch Urteil vom 19. April 2018 zu belassen sei. 5.2.1.2. Grundsätzlich sind Parteien verpflichtet, auch Anträge zu stellen, die für den Fall gelten sollen, dass das eigene Hauptbegehren nicht durchdringen sollte (sog. Eventualbegehren; vgl. BGE 140 III 231 E. 3.5). Auf Geldzahlung gerichtete Anträge sind zu beziffern (BGE 137 III 617 E. 4.3 mit Hinweisen). Wie sich aus den oben wiedergegebenen Berufungsbegehren ergibt, hat der Beschwerdeführer einen Hauptantrag (Alleinzuteilung der Obhut an ihn) und einen Eventualantrag (Beibehaltung der alternierenden Obhut) gestellt und für diese beiden Varianten jeweils rechtsgenügend formulierte reformatorische Begehren hinsichtlich der Unterhaltsbeiträge gestellt. Für den Fall, dass das Kantonsgericht den erstinstanzlichen Entscheid, mit welchem die Kinder in die alleinige Obhut der Beschwerdegegnerin gestellt wurden, bestätigen sollte, hat der Beschwerdegegner überhaupt keinen und damit auch keinen bezifferten Antrag gestellt. Dem Kantonsgericht gereicht es nicht zum Vorwurf, den Satz "Der Unterhaltsbeitrag von CHF 3'100.00/Monat für den Vater persönlich bleibt unverändert" implizit als allein mit dem Hauptantrag verbunden betrachtet zu haben. Die Behauptung des Beschwerdeführers, er habe auch für den Fall, dass die Kinder unter die alleinige Obhut der Mutter gestellt würden, einen bezifferten Antrag gestellt, trifft nicht zu.