Citation: 8C_495/2022 E. 5.5

5.5. Abgesehen davon hat die Vorinstanz im Ergebnis zu Recht auf eine fehlende Bedürftigkeit geschlossen. Ausgehend von den Angaben im bundesgerichtlichen Verfahren, die im Wesentlichen auch für das vorinstanzliche Verfahren Geltung haben, resultiert nämlich - unter Berücksichtigung der nachfolgend erläuterten Korrekturen - ein Einkommensüberschuss, der es der Beschwerdeführerin erlauben würde, die angefallenen Gerichts- und Anwaltskosten innert angemessener Zeit zu tilgen. Im bundesgerichtlichen Verfahren macht die Beschwerdeführerin monatliche Nettoeinnahmen von Fr. 6940.- und einen prozessualen Notbedarf von Fr. 7336.90 geltend. Letzterer beinhaltet Fremdbetreuungskosten von monatlich Fr. 970.20 für die beiden jüngeren Kinder, was im bundesgerichtlichen Verfahren mit einer Abrechnung vom März 2022 belegt wird. Im vorinstanzlichen Verfahren behauptete und belegte die Beschwerdeführerin hingegen monatliche Fremdbetreuungskosten in der Höhe von lediglich ca. Fr. 240.-. Werden die übrigen Angaben der Beschwerdeführerin im letztinstanzlichen Verfahren unverändert übernommen, so resultiert für das vorinstanzliche Verfahren ein Bedarf von Fr. 6606.70, was einen Überschuss von monatlich ca. Fr. 330.- bedeutet. Der Überschuss würde sich gar noch vergrössern, wenn auch noch die für das Jahr 2021 zugesprochene Prämienverbilligung angerechnet würde. Bei diesem Ergebnis war die Vorinstanz nicht verpflichtet, die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin zur Vervollständigung der Unterlagen aufzufordern resp. Rückfragen zum dritten Konto zu stellen.