Citation: 6B_468/2021 E. 4

Die Beschwerdeführerin wendet sich gegen den Freispruch des Beschwerdegegners 2 und verlangt dessen Bestrafung. Sie erhebt vor Bundesgericht keinerlei zivilrechtlichen Ansprüche, insbesondere auf Schadenersatz oder Genugtuung aufgrund der behaupteten Ehrverletzung, und zeigt auch nicht auf, dass und inwieweit sich das angefochtene Urteil konkret auf welche Zivilansprüche auswirken kann. Dass sie im kantonalen Strafverfahren adhäsionsweise Zivilansprüche geltend gemacht hat, legt sie nicht dar und sie behauptet auch nicht, dass ihr die Geltendmachung von Zivilansprüchen unzumutbar oder gar unmöglich gewesen sein soll. Damit genügen die Ausführungen in der Beschwerde zur Begründung der Beschwerdelegitimation im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG den Formerfordernissen offensichtlich nicht. Zudem ergibt sich aus dem Urteil des Bezirksgericht Zürich vom 9. September 2019, dass die Beschwerdeführerin am 9. August 2018 ausdrücklich erklärt hat, sich als Strafklägerin - nicht jedoch als Zivilklägerin - am Verfahren beteiligen zu wollen (vgl. Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 9. September 2019, S. 6). Bei dieser Sachlage kann sich der angefochtene Entscheid nicht im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG auf allfällige Zivilforderungen auswirken (BGE 145 IV 51 E. 4.2). Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführerin ohnehin keine Zivilansprüche zustehen, die sie adhäsionsweise im Strafverfahren geltend machen könnte. Der von ihr erhobene Vorwurf richtet sich gegen den Beschwerdegegner 2, der das angebliche Delikt im Rahmen seiner - damaligen - Funktion als C.________-direktor der Stadt U.________ und damit als Amtsperson begangen haben soll. Gemäss § 6 Abs. 1 i.V.m. § 1 Abs. 1 des Haftungsgesetzes des Kantons Zürich vom 14. September 1969 (HG/ZH; LS 170.1) haftet der Kanton für den Schaden, den ein Mitglied seiner Behörden oder Gerichte oder eine in seinem Dienst stehende Person in Ausübung amtlicher Verrichtungen einem Dritten widerrechtlich zufügt. Dem Geschädigten steht kein Anspruch gegen den Beschuldigten zu (§ 6 Abs. 4 HG/ZH). Das Haftungsgesetz gilt auch für die Gemeinden und Zweckverbände sowie für die Mitglieder und Ersatzmitglieder ihrer Behörden und für die in ihrem Dienste stehenden Personen (§ 2 Abs. 1 HG/ZH). Allfällige Schadenersatz- oder Genugtuungsansprüche der Beschwerdeführerin gegen den Beschwerdegegner 2 beurteilen sich folglich ausschliesslich nach dem Haftungsgesetz des Kantons Zürich und sind deshalb öffentlich-rechtlicher Natur. Weder die Erteilung der Ermächtigung zur Strafverfolgung noch der Umstand, dass der Beschwerdegegner 2 nicht mehr C.________-direktor der Stadt U.________ ist, ändert daran etwas. Unter diesen Umständen kann sich der angefochtene Entscheid nach dem Wortlaut des Gesetzes nicht auf die Beurteilung von Zivilansprüchen auswirken. Es mag zutreffen, dass nachvollziehbare Gründe dafür angeführt werden können, die Privatklägerschaft unabhängig von der Rechtsnatur ihres allfälligen Entschädigungsanspruchs zur Beschwerde in Strafsachen zuzulassen; doch kann das Bundesgericht bei der Anwendung des Gesetzes nicht von dessen klarem Wortlaut abweichen. Dass sich der Freispruch des Beschwerdegegners 2 allenfalls auf einen Staatshaftungsprozess auswirken könnte, begründet keine Beschwerdeberechtigung der Beschwerdeführerin. Diese ist in der Sache zur Beschwerde in Strafsachen nicht legitimiert.