Citation: C 198/00 11.01.2002 E. 3

3.- a) Das kantonale Gericht nahm allerdings eine nach Erlass des Verwaltungsaktes vom 16. September 1998 eingetretene Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen an und verneinte gestützt darauf die Vermittlungsfähigkeit ab 18. Januar 1999. Zur Begründung verwies es auf die schriftliche Stellungnahme des Versicherten vom 18. Januar 1999 zum Vorbescheid der IV-Stelle (vom 11. Januar 1999), worin er ausführt, aus gesundheitlichen Gründen weiterhin nicht in der Lage zu sein, eine Arbeitsstelle anzutreten. Ausserdem habe er anlässlich eines Beratungsgesprächs mit dem zuständigen Mitarbeiter des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums (RAV) vom 19. Februar 1999 ein Arztzeugnis des Dr. med. W.________ vom 1. Februar 1999 zu den Akten gegeben, welches ihm rückwirkend ab 9. Mai 1996 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiere. Im März 1999 habe er schliesslich auf Anfrage des Arbeitsamtes angegeben, er sei auf Grund seines Gesundheitszustandes seit 4. Mai 1998 nicht mehr in der Lage, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, er könne keine - auch keine leichten - Arbeiten mehr ausführen und die Teilnahme am Kurs X.________, zu welchem ihn das RAV anmelden wollte, sei ebenfalls nicht möglich. Aus diesen Angaben des Versicherten ergebe sich, dass seine Vermittlungsbereitschaft ab 18. Januar 1999 gefehlt habe. Es sei deshalb davon auszugehen, dass er nur in der Zeit vom 4. Mai 1998 bis 17. Januar 1999 bereit gewesen sei, eine zumutbare Arbeit im Umfang von 50 % eines Vollzeitpensums anzunehmen. b) Der Versicherte wendet gegen dieses Ergebnis ein, mit seiner Aussage vom 18. Januar 1999, weiterhin nicht in der Lage zu sein, irgendwelche Arbeitsstellen anzutreten und auch nur leichte Arbeiten zu leisten, habe er zu erkennen gegeben, dass sich weder sein Gesundheitszustand noch seine Bereitschaft, eine ihm zumutbare Arbeit anzunehmen, geändert hätten. Weil kein Grund ersichtlich sei, ihm vom einen auf den anderen Tag die Vermittlungsfähigkeit abzusprechen, basiere der angefochtene Entscheid auf einer willkürlichen Beweiswürdigung und sei unangemessen. c) Auf Grund der Tatsache, dass keinerlei Anhaltspunkte für eine weiter zurückliegende fehlende Vermittlungsbereitschaft vorhanden sind, lässt sich nicht beanstanden, dass die Vorinstanz den Beschwerdeführer nicht dabei behaftete, bereits seit 4. Mai 1998 nicht bereit gewesen zu sein, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Vom Zeitpunkt seiner ausdrücklichen Erklärung (vom 18. Januar 1999) an musste sie hingegen nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 Erw. 5b, 125 V 195 Erw. 2, je mit Hinweisen) von der fehlenden Bereitschaft des Versicherten, eine zumutbare Arbeitsstelle anzutreten, ausgehen. Auch letztinstanzlich bringt der Beschwerdeführer nichts vor, was einen gegenteiligen Schluss zuliesse. Daran ändert nichts, dass sich sein Schreiben vom 18. Januar 1999 an die IV-Stelle richtete, bestätigte er doch seine fehlende Vermittlungsbereitschaft in der Folge auch gegenüber dem RAV und dem Arbeitsamt. Weil dem Versicherten die Vermittlungsbereitschaft ab 18. Januar 1999 abgesprochen werden muss, kann schliesslich offen gelassen werden, wie es sich seither bis zum Erlass der Verfügung vom 12. April 1999, welcher Zeitpunkt rechtsprechungsgemäss die Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis bildet (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen), mit der objektiven Arbeitsfähigkeit verhielt. Die Hinweise des Beschwerdeführers auf die Stellungnahme des Dr. med. S.________, Neurochirurgie FMH, Klinik Y.________, vom 24. Oktober 1998, welcher ihm für wenig belastende Beschäftigungen eine Arbeitsfähigkeit von 70 % attestiert, und den Bericht der Beruflichen Abklärungsstelle (BEFAS) vom 11. Mai 1998, worin angegeben wird, nach einer dreimonatigen Einarbeitungszeit könne er leichtere Tätigkeiten vollzeitig ausüben, sind deshalb unbehelflich.