Citation: 8C_350/2022 E. 5.3.1

5.3.1. Auch mit Blick auf die übrigen Vorbringen in der Beschwerde ergibt sich nicht, dass die Gutachten die praxisgemässen Anforderungen an eine medizinische Beurteilungsgrundlage nicht erfüllen (BGE 134 V 231 E. 5.1; 134 V 109 E. 9.5; Urteil 8C_611/2017 vom 29. Dezember 2017 E. 4.2). In diesem Zusammenhang ist ferner zu betonen, dass es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-) Person einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4) rechtsprechungsgemäss nicht zulässt, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräfte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil diese wichtige - und nicht rein subjektiver Interpretation entspringende - Aspekte benennen, die bei der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (BGE 135 V 465 E. 4.5; 125 V 351 E. 3b/cc; SVR 2017 IV Nr. 7 S. 19, 9C_793/2015 E. 4.1; Urteile 8C_630/2020 vom 28. Januar 2021 E. 4.2.1; 8C_370/2020 vom 15. Oktober 2020 E. 7.2). Inwiefern im vorliegenden Fall solche Aspekte ungewürdigt geblieben sein sollen, vermag der Beschwerdeführer nicht überzeugend aufzuzeigen. Vielmehr befasst er sich weitgehend in appellatorischer Weise mit dem vorinstanzlichen Entscheid, stellt im Wesentlichen seine eigene Sicht der Dinge dar und beschränkt sich darauf, seine Würdigung der Aktenlage an die Stelle der Würdigung der Vorinstanz zu setzen. Inwieweit letztere dabei geradezu in Willkür verfallen sein soll, wird von ihm nicht dargetan und ist auch nicht ohne Weiteres ersichtlich.