Citation: 8C_199/2019 E. 8.2.2

8.2.2. Die Beschwerdeführerin vermag für ihre Sichtweise, die auf eine Beschränkung der internen Abgeltung abzielt, weder aus dem Wortlaut der anwendbaren Rechtssätze noch aus den Materialien zu deren Entstehung etwas abzuleiten. Letztere dokumentieren vielmehr das Scheitern eines Vorschlags, der auf eine Separierung der Leistungszuständigkeit bei offensichtlich fehlendem Zusammenhang abzielte und damit zwangsläufig auch zu einem Wegfall der (internen) Vergütungspflicht geführt hätte (vgl. E. 8.1.2 hiervor). Auch aus der jüngsten Verordnungsrevision und der in diesem Zuge erfolgten Einschränkung bzw. Abschaffung der Vergütungspflicht hinsichtlich Pflegeleistungen und Kostenvergütungen (vgl. E. 8.1.3 hiervor) ergibt sich mangels entsprechender Anhaltspunkte in den verfügbaren Quellen nichts zu Gunsten des beschwerdeweise verfochtenen Standpunkts (vgl. Zusammenfassung der Anhörungseingaben [Ergebnisbericht] betreffend Änderung der UVV, August 2016, S. 6 und 15 f.). Schliesslich sind auch keine Äusserungen im einschlägigen Schrifttum ersichtlich, die der Beschwerdeführerin dienlich wären. Dies gilt insbesondere auch für die Aussagen MAURERS zum Prinzip der kausalen Aufteilung und die beabsichtigte Entlastung des leistungspflichtigen Trägers, der für die früheren Unfälle keine Prämien bezogen hatte. Würde demgegenüber der Beschwerdeführerin gefolgt und auf einen hypothetischen Fallabschluss unter Ausserachtlassung der nachfolgenden Ereignisse abgestellt, ginge mit der Separierung zwangsläufig die Gesamtsicht bzw. der Gesamtzusammenhang verloren. Dies findet bei Maurer und seinen Ausführungen keine Stütze. Vor allem aber liefe es nicht nur der medizinischen Empirie hinsichtlich natürlicher Kausalverläufe, sondern auch dem für die Unfallversicherung sowie im gegebenen Kontext - im Rahmen von Art. 100 Abs. 2 UVV - besonders zentralen Kausalitätsprinzip zuwider, wie es auch in den Materialien zur UVV verschiedentlich bekräftigt wurde. Konsequenz wäre gerade das zu Vermeidende, dass dem leistungspflichtigen letzten Träger eine Vergütung für die Folgen von Ereignissen verwehrt würde, die nicht bei ihm versichert waren.