Citation: 6B_716/2024 E. 3.3.2

3.3.2. Auch einen Vermögensschaden bejaht die Vorinstanz entgegen den anderslautenden Vorbringen der Verteidigung zu Recht. Bereits im Berufungsverfahren machte die Beschwerdeführerin geltend, es sei unklar, was sich an den Sozialhilfebeträgen geändert hätte, wenn sie alle Einkünfte deklariert hätte. Dem hält die Vorinstanz zutreffend entgegen, dass beim Sozialhilfebetrug der Schaden darin liegt, dass die Behörde Vergütungen erbringt, welche sie nicht oder nicht in diesem Ausmass zu leisten verpflichtet wäre. Dabei ist die Schadenshöhe für die Erfüllung des objektiven Betrugstatbestands irrelevant, da das Strafgericht den Schaden oder den angestrebten Vorteil frei schätzen kann. Deshalb braucht es zum Beispiel auch keine Ermittlung der Höhe der Rente, die dem Betrüger ohne die nicht deklarierten Einkünfte zugestanden hätte. Die Vorinstanz hält schlüssig fest, dass die Beschwerdeführerin im anklagegegenständlichen Zeitraum Sozialhilfe bezog. Insgesamt erhielt sie bis im August 2021 Fr. 233'137.45. Die Vorinstanz verletzt kein Bundesrecht, wenn sie erwägt, es liege auf der Hand, dass die Leistungen insgesamt weniger hoch ausgefallen wären, wenn die verschwiegenen Einkünfte berücksichtigt worden wären. Folgerichtig nimmt sie einen Vermögensschaden im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB an.