Citation: 1C_250/2020 E. 3.4

3.4. In diesem Zusammenhang wird das Verwaltungsgericht auch die Auswirkungen der Eröffnung des Zugerberg Bike-Trails im Mai 2016 nochmals überprüfen müssen. Das Verwaltungsgericht räumte selbst ein, dass der Waldparkplatz früher vor allem im Winter belegt war, während der Bike-Trail hauptsächlich in den warmen Jahreszeiten genutzt werde, d.h. zu Zeiten, in denen sich die Anwohnerinnen und Anwohner vermehrt im Garten oder auf der Terrasse aufhielten und durch die Nutzung des Waldparkplatzes gestört werden könnten. Aus den in den Akten liegenden Geschäftsberichten der Zugerbergbahn ergibt sich, dass der Bike-Trail vor allem in der Zwischensaison immer mehr Gäste aus der Region Zürich oder der Innerschweiz anzieht (Geschäftsberichte 2017 S. 6 und 2018 S. 6). Schon 2016 wurden (trotz verregnetem Frühjahr) 11'650 Fahrten von Bikern gezählt; 2017 mussten wegen Platznot Zwischenfahrten für die Bikerinnen und Biker gemacht werden. Es ist unstreitig, dass die Nutzerinnen und Nutzer des Bike-Trails überwiegend mit dem Auto anfahren und diese auf dem Waldparkplatz abstellen, wenn die Parkfelder an der Talstation der Zugerbergbahn besetzt sind. Es liegt daher nahe, von einer erheblichen saisonalen Nutzungsausweitung mit zusätzlichen Auswirkungen auf die Umgebung auszugehen, die einer bau- und waldrechtlichen Bewilligung bedarf und mit der Parkplatz-/Erschliessungsplanung für die Zugerbergbahn zu koordinieren wäre.