Citation: I 501/01 20.06.2002 E. 2

2.- a) Die Verwaltung hat den Invaliditätsgrad für die Zeit ab 1. Januar 1995 aufgrund eines Betätigungsvergleichs festgesetzt. Dabei stützte sie sich auf eine Abklärung an Ort und Stelle vom 23. September 1997, welche eine Beeinträchtigung in der Tätigkeit als Selbstständigerwerbender von 32,5 % ergeben hatte. Die Vorinstanz nahm einen Einkommensvergleich vor, wobei sie davon ausging, dass der Versicherte ohne den Gesundheitsschaden weiterhin als Unselbstständiger erwerbstätig wäre. Das Valideneinkommen für 1998 ermittelte sie mit Fr. 68'298.- aufgrund des vom Versicherten im Jahre 1989 von der Z.________ AG bezogenen Lohnes. Das Invalideneinkommen setzte sie aufgrund des vom Versicherten als Inhaber der Einzelfirma Y.________ in den Jahren 1995 bis 1998 erzielten durchschnittlichen Betriebsgewinns auf Fr. 60'016. 50 fest, was im Vergleich zum Valideneinkommen einen Invaliditätsgrad von rund 12 % ergab. Des Weitern stellte sie fest, dass die Invalidität auch dann rentenausschliessend wäre, wenn ungeachtet der Tatsache, dass die (teilweise) Arbeitsunfähigkeit Mitte 1989 und die Invalidität im Juli 1990 eingetreten seien, auf das letzte Ganzjahreseinkommen bei der Z.________ AG von Fr. 67'200.- (1991) abgestellt würde. Der Beschwerdeführer macht geltend, die zumutbare Arbeitsleistung und die massgebenden Vergleichseinkommen seien mangelhaft ermittelt worden. Die für die Festsetzung des Invalideneinkommens herangezogenen Geschäftsabschlüsse seien nicht repräsentativ und beruhten teilweise auf einer unzumutbar hohen Arbeitsleistung; zudem sei die Mitarbeit der Ehefrau unberücksichtigt geblieben. Weil es äusserst schwierig, wenn nicht gar unmöglich sei, das massgebende Einkommen aus dem Geschäftsergebnis auszuscheiden, dränge sich eine Invaliditätsbemessung anhand eines erwerblich gewichteten Betätigungsvergleichs auf. b) Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass eine rentenbegründende Invalidität frühestens im Juli 1990 eingetreten ist (Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG). In jenem Zeitpunkt war der Beschwerdeführer als Geschäftsführer und Mitarbeiter der Z.________ AG tätig, welche mehrere Mitarbeiter beschäftigte und an deren Aktienkapital er beteiligt war. Gemäss Auszug aus dem individuellen Konto der Ausgleichskasse des Kantons Aargau bezog er einen Lohn von Fr. 53'200.- im Jahr 1989, von Fr. 60'652.- im Jahr 1990 und von Fr. 67'200.- im Jahr 1991. Keine Angaben bestehen hinsichtlich allfälliger Gewinnbezüge aus der Gesellschaft, welche im Mai 1992 in Konkurs fiel. Seit 1. Januar 1995 betreibt der Beschwerdeführer eine Einzelfirma für Maschinenbau mit einem Mitarbeiter und rechnet mit der Ausgleichskasse als Selbstständigerwerbender ab. Nach den Steuerakten beliefen sich die Betriebsgewinne in den Jahren 1995 bis 1998 auf Fr. 59'026.- (1995), Fr. 38'664.- (1996), Fr. 121'494.- (1997) und Fr. 124'414.- (1998). Unter Berücksichtigung der Mitarbeit der Ehefrau und des Eigenkapitalzinses ermittelte die Vorinstanz Einkommen von Fr. 36'166.-, Fr. 10'135.-, Fr. 92'965.- sowie Fr. 100'800.- und schloss auf ein Invalideneinkommen von Fr. 60'016. 50, welches sie dem Valideneinkommen von Fr. 68'298.- (= Einkommen 1989, umgerechnet auf 1998) gegenüberstellte. Abgesehen davon, dass die Vergleichseinkommen auf unterschiedlichen zeitlichen Grundlagen beruhen, führt ein Vergleich des vom Beschwerdeführer vor Eintritt der Invalidität bezogenen Lohnes mit dem nach Eintritt der Invalidität als Selbstständigerwerbender erzielten Einkommens zu keinem zuverlässigen Ergebnis. Zum einen fehlen Zahlen zum effektiven Einkommen (einschliesslich allfälliger Gewinnanteile) des Beschwerdeführers vor Eintritt der Invalidität; zum andern ist anzunehmen, dass das stark schwankende Gschäftsergebnis ab 1995 durch konjunkturelle Faktoren und den Umstand beeinflusst war, dass sich die Einzelfirma in der Aufbauphase befand. Eine verlässliche Ausscheidung der invaliditätsfremden von den invaliditätsbedingten, das Einkommen beeinflussenden Faktoren, lässt sich nicht vornehmen. Der Invaliditätsgrad ist daher nach der ausserordentlichen Bemessungsmethode festzusetzen. Dabei ist in Anlehnung an die spezifische Methode für Nichterwerbstätige ein Betätigungsvergleich durchzuführen und der Invaliditätsgrad nach Massgabe der erwerblichen Auswirkungen der verminderten Leistungsfähigkeit in der konkreten erwerblichen Situation zu bestimmen (BGE 104 V 137 Erw. 2c, AHI 1998 S. 120 Erw. 1a und 252 Erw. 2b; vgl. auch Meyer-Blaser, Rechtsprechung zum IVG, Zürich 1997, S. 204).