Citation: 4C.362/2001 07.05.2003 E. 2

Das Bundesgericht hat seiner Entscheidung im Berufungsverfahren die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz als wahr und vollständig zugrunde zu legen, es sei denn, sie beruhten auf einem offensichtlichen Versehen, seien unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zustande gekommen oder bedürften der Ergänzung, weil das Sachgericht in fehlerhafter Rechtsanwendung einen gesetzlichen Tatbestand nicht oder nicht hinreichend klärte, obgleich ihm entscheidwesentliche Behauptungen und Beweisanerbieten dazu prozesskonform unterbreitet worden waren (Art. 63 und 64 OG; BGE 127 III 248 E. 2c; 125 III 193 E. 1e S. 205, je mit Hinweisen). Eine blosse Kritik an der Beweiswürdigung des Sachrichters ist, soweit nicht Vorschriften des Bundesrechts in Frage stehen, von der Berufung ausgeschlossen (BGE 127 III 73 E. 6a; 126 III 10 E. 2b, je mit Hinweisen). Neue Vorbringen sind nicht zu hören und Rügen gegen die Anwendung kantonalen Rechts sind unzulässig (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). 2.1 Art. 8 ZGB gibt der beweisbelasteten Partei im gesamten Bereich des Bundeszivilrechts das Recht zum ihr obliegenden Beweis zugelassen zu werden. Dieser bundesrechtliche Beweisführungsanspruch besteht indes nur für rechtserhebliche Tatsachen und setzt voraus, dass im kantonalen Verfahren form- und fristgerecht Beweisanträge gestellt worden sind (BGE 126 III 315 E. 4a; 114 II 289 E. 2a, je mit Hinweisen). Art. 8 ZGB schreibt dagegen dem Sachgericht nicht vor, mit welchen Mitteln der Sachverhalt abzuklären ist und wie die Beweise zu würdigen sind (BGE 122 III 219 E. 3c). 2.2 Die Klägerin rügt mehrmals eine Verletzung von Art. 8 ZGB mit der Begründung, die Vorinstanz habe aktenkundige Tatsachen übergangen und sie nicht zum Beweis zugelassen, insbesondere die Zeugen B.________, C.________ und D.________ nicht angehört. Die Vorinstanz hat die von der Beklagten beantragten Beweise im Wesentlichen mit der Begründung nicht abgenommen, sie seien für den Entscheid nicht erheblich. Soweit die Vorinstanz in zutreffender Auslegung der materiellen bundesrechtlichen Normen die zu beweisenden Tatsachen als unerheblich erachtet hat, liegt zum Vornherein keine Verletzung von Art. 8 ZGB vor. Auch soweit die Vorinstanz Vorbringen unbeachtet gelassen hat, die prozessual verspätet vorgebracht wurden, ist der aus Art. 8 ZGB fliessende Beweisanspruch nicht verletzt. 2.3 Im Übrigen beanstandet die Beklagte die Beweiswürdigung, wenn sie aus den im Verfahren liegenden Akten abweichende Schlüsse zieht. Auf ihre Rügen ist insoweit nicht einzutreten, als sie zum Teil mit neuen Vorbringen eine von den tatsächlichen Feststellungen im angefochtenen Urteil abweichende Sachdarstellung unterbreitet oder zur Begründung ihrer Rügen von einem Sachverhalt ausgeht, der in den Feststellungen des angefochtenen Urteils keine Stütze findet.