Citation: H 225/99 29.02.2000 E. 1

führer, dass nie ein definitiver Pfändungsverlustschein ausgefertigt wurde. Indes stellte die Gesellschaft Befrie- digung im Rahmen eines Nachlassvertrages und Verkaufs in Aussicht, weshalb auch kein Ausnahmefall in dem Sinne vor- lag, dass schon auf Grund der provisorischen Verlustscheine feststand, dass mit einer vollständigen Uneinbringlichkeit der Beitragsforderung zu rechnen war (vgl. ZAK 1991 S. 127 Erw. 2a mit Hinweisen). Im Weiteren lässt der Beschwerde- führer ausser Acht, dass ihm im angefochtenen Entscheid nicht vorgehalten wird, das Nichtabrechnen über vereinzelte massgebende Löhne in den Jahren 1987 bis 1990 nicht von sich aus festgestellt, sondern nicht dafür gesorgt zu haben, dass die entsprechenden, am 15. Juni 1992 nachver- fügten Beiträge beglichen wurden. Auch kann dem passiven Verhalten des Beschwerdeführers (Verbleib im Verwaltungsrat trotz Nichtbefolgens seiner Ermahnungen zur Beitragsbeglei- chung) die kausale Bedeutung für den eingetretenen Schaden nicht abgesprochen werden. Dass die Ausgleichskasse den Ausgang des Nachlassverfahrens und der Verkaufsverhandlun- gen abwartete, gereicht ihr im Sinne der Rechtsprechung (BGE 122 V 185) nicht zum Vorwurf, zumal sie die Gesell- schaft verschiedentlich betrieben und das Pfändungsbegehren gestellt sowie lediglich einmal einen Zahlungsaufschub ge- währt hat.