Citation: 6B_317/2024 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdegegner 2 bestritt den Geschlechtsverkehr mit der Beschwerdeführerin nicht. Er machte jedoch geltend, die sexuellen Handlungen seien einvernehmlich erfolgt und die Beschwerdeführerin sei nicht widerstandsunfähig gewesen. Gemäss Vorinstanz liegen zum Kerngeschehen nur die Aussagen der Beschwerdeführerin und des Beschwerdegegners 2 vor. Als weitere Beweismittel berücksichtigt sie neben diversen Text- und Sprachnachrichten die Aussagen des Cou-Cousins des Beschwerdegegners 2, C.________, und die Angaben der damaligen besten Freundin der Beschwerdeführerin D.________. Weiter liegt der rechtsmedizinische Befundbericht vom 23. März 2020 über die körperliche Untersuchung der Beschwerdeführerin vom 4. November 2019 vor. Dieser enthalte zur Frage der Widerstandsunfähigkeit jedoch keine relevanten Angaben. Auch dem Gutachten vom 30. März 2020 zum Alkohol im Blut der Beschwerdeführerin kann die Vorinstanz nichts Relevantes entnehmen. Denn das Blut sei erst am 4. November 2019 um 20:00 Uhr entnommen worden und damit erst rund 43 Stunden nach dem Vorfall.