Citation: 1C_183/2016 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erwog zusammengefasst, zwar sei das Halten eines Mobiltelefons während 15 Sekunden und ein kurzer Blick auf ein Navigationssystem für sich allein nicht strafbar. Vorliegend habe der Beschwerdeführer diese Handlungen jedoch kombiniert. Er habe das Navigationsgerät nicht bloss in der Hand gehalten. Vielmehr habe er gleichzeitig seinen Blick von der Strasse abgewandt und auf das Gerät gerichtet, als er sich durch das Gerät zur Wohnung seiner Cousine habe leiten lassen bzw. dem Gerät Richtungsanweisungen entnommen habe. Dies habe aufgrund des Zwecks der Navigierung insgesamt länger als nur wenige Sekunden dauern müssen. Da er seinen Blick (während dieser Dauer) vom Strassengeschehen abgewandt habe, sei sein Verhalten nicht mit dem Halten einer Zigarette oder dem Führen eines Telefongesprächs während der Fahrt vergleichbar. Das zu beurteilende Verhalten stelle somit namentlich eine Widerhandlung gegen das in Art. 3 Abs. 1 VRV statuierte Verbot dar, Vorrichtungen vorzunehmen, welche die Bedienung des Fahrzeugs erschweren.