Citation: I 193/00 17.07.2001 E. 3

3.- a) Wie die Vorinstanz in Würdigung der medizinischen Akten zutreffend erwogen hat, ist es der Versicherten möglich, einen gewöhnlichen Rollstuhl zu bedienen und sich damit selbstständig fortzubewegen. Dieses Hilfsmittel ist für ihre Fortbewegung, die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt und die Selbstsorge notwendig, aber auch genügend (vgl. zum Mass der Eingliederung: BGE 124 V 110 Erw. 2a, 122 V 214 Erw. 2c, mit Hinweisen). Die Einholung der von der Beschwerdeführerin beantragten ergänzenden Stellungnahme der Klinik X.________ erübrigt sich, da hievon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. 1d, 119 V 344; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 4b). Es lässt sich unter diesen Umständen nicht beanstanden, dass die IV-Stelle an die Kosten des Dreirad-Motorfahrrades einen (Grund-)Beitrag von Fr. 3100.- leistet, welcher der Preislimite für gewöhnliche Rollstühle gemäss Ziff. 1.4.1 des Anhanges 1 zur vom BSV herausgegebenen Wegleitung über die Abgabe von Hilfsmitteln in der Invalidenversicherung (in der vom 1. Januar 1993 bis zum 31. Januar 2000 gültig gewesenen Fassung, WHMI; mit Wirkung ab 1. Februar 2000 durch das Kreisschreiben über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung [KHMI] abgelöst) entspricht. Ein triftiger Grund, um von dieser Preislimite abzuweichen, bestünde für das Sozialversicherungsgericht nur, falls deren Beachtung im Einzelfall eine Beeinträchtigung des gesetzlichen Hilfsmittelanspruches zur Folge hätte (vgl. BGE 123 V 18), was hier nicht zutrifft. b) Entgegen den Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde sind die Kosten für die Montage einer Blinkeranlage an das Dreirad-Motorfahrrad nicht von der Invalidenversicherung zu tragen, weil diese nur zufolge des Entschlusses der Beschwerdeführerin, sich mit einem Motorfahrzeug fortbewegen zu wollen, angefallen sind und bei der Abgabe des ihr zustehenden Rollstuhls ohne motorischen Antrieb nicht entstanden wären (noch nicht in der Amtlichen Sammlung veröffentlichtes Urteil P. vom 16. Mai 2001, I 385/99). Ob die IV-Stelle die Kosten für das am Motorfahrrad angebrachte Trittbrett zu Recht übernommen hat, kann offen bleiben, da eine entsprechende Korrektur der Verfügung vom 3. Juli 1998 zu Ungunsten der Versicherten unter den vorliegenden Umständen die Erheblichkeitsschwelle nicht erreicht, weshalb eine reformatio in peius nicht in Betracht kommt (zu den Voraussetzungen, unter welchen das Gericht befugt ist, eine reformatio in peius vorzunehmen: BGE 119 V 249 Erw. 5, 110 Ib 330 Erw. 8b, je mit Hinweisen; Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl. , Bern 1983, S. 252 f.).