Citation: 5A_519/2022 E. B

Mit Eingabe vom 4. Oktober 2021 an das Familiengericht Lenzburg hielt die Mutter fest, dass ihr Ehemann nicht der biologische Vater, sie selbst aber zur Kindesaberkennung nicht aktivlegitimiert sei und deshalb bitte, dass die notwendigen Schritte in die Wege geleitet würden. Mit Entscheid vom 12. November 2021 hielt das Familiengericht fest, von der Errichtung einer behördlichen Massnahme werde abgesehen, sofern auf die Meldung vom 4. Oktober 2021 einzutreten sei; ferner auferlegte es der Mutter Gerichtskosten von Fr. 400.--. Mit Entscheid vom 27. Mai 2022 hob das Obergericht des Kantons Aargau den erstinstanzlichen Kostenspruch auf, wies aber die Beschwerde im Übrigen ab. Es gewährte der Mutter die unentgeltliche Rechtspflege und auferlegte ihr unter deren Vorbehalt die Hälfte der oberinstanzlichen Gerichtskosten von Fr. 400.--.