Citation: 5A_685/2016 E. 6.1

6.1. Die Beklagten machen geltend, die Auslegung widerspreche dem Denken und Handeln vernünftiger und redlicher Vertragspartner (S. 6 f. Art. 3). Die Bedingung für die Auszahlung des hinterlegten Betrags habe ihren Sicherungsbedürfnissen gedient, d.h. als Sicherheit für die hohen Schuldenrückstände der Kläger aus dem Miteigentumsverhältnis (S. 7 f. Art. 4). Die gegenteilige Auslegung des Obergerichts sei sinn- und zwecklos (S. 11 f. Art. 6), verstosse gegen die Vorschriften der Bedingungslehre (S. 14 f. Art. 9) und schütze das dolose Verhalten der Kläger (S. 15 f. Art. 10 und 11). Vor allem aber, behaupten die Beklagten, vernichte die obergerichtliche Auslegung ihr Verrechnungsrecht mit eigenen Forderungen aus dem Abrechnungsverhältnis (S. 5 Art. 2, S. 9 f. Art. 5a und S. 13 Art. 8 der Beschwerdeschrift).