Citation: 6S.320/2002 26.11.2002 E. 1

Gemäss den für den Kassationshof verbindlichen tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz (Art. 277bis Abs. 1 BStP) verkaufte der Beschwerdeführer in seinem Hanfladen zwischen dem 1. April 2000 und dem 30. Juni 2000 12 kg Hanfkraut und setzte damit Fr. 78'000.-- um; es liess sich nicht feststellen, ob er damit auch einen Gewinn erzielte oder ob die Geschäftstätigkeit bis zum Abbruch insgesamt defizitär blieb. Gegenstand des bundesgerichtlichen Verfahrens ist allein noch die Frage, ob sich der Beschwerdegegner damit der einfachen oder wegen der Grösse des erzielten Umsatzes der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig gemacht hat. Der Generalprokurator vertritt die Auffassung, dass der qualifizierte Tatbestand im Sinne von Art. 19 Ziff. 2 lit. c BetmG erfüllt sei: Der Beschwerdegegner habe gewerbsmässig gehandelt, und der erzielte Umsatz sei gross. Für den Fall, dass das Bundesgericht den in drei Monaten erzielten Umsatz von Fr. 78'000.-- nicht als gross im Sinne des Gesetzes qualifiziere, stelle sich die Frage, ob das Verhalten des Beschwerdegegners nicht als versuchte qualifizierte Widerhandlung zu bewerten sei. Falls der erzielte Umsatz als gross bestimmt werde, sei die Versuchsfrage jedoch gegenstandslos.