Citation: U 44/03 19.01.2004 E. 2.2

2.2.1 Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat im Urteil vom 22. Oktober 2002 erwogen, dass auf Grund der widersprüchlichen Angaben der Arbeitgeberin der Versicherten das streitige Einkommen ohne Gesundheitsschaden nicht bestimmt werden kann. Vorinstanz und Unfallversicherung haben keinen Einkommensvergleich angestellt, sondern ohne Angaben erwerblicher Faktoren einen Invaliditätsgrad von 30 % entsprechend der fachärztlich eingeschätzten Arbeitsunfähigkeit angenommen. Damit erwies sich die Invaliditätsbemessung nicht als rechtskonform, weil dazu unabdingbar gehört, dass die beiden hypothetischen Vergleichseinkommen möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden (BGE 114 V 313 Erw. 3a mit Hinweisen). Die Sache wurde daher an die Vorinstanz zurückgewiesen, damit sie durch geeignete Abklärungen die Vergleichseinkommen bestimme und gestützt auf die Ergebnisse den Invaliditätsgrad festlege. Das kantonale Gericht ist dem nicht nachgekommen mit der Begründung, es sei grundsätzlich Sache der Verwaltung, die Grundlagen zur Ermittlung der Vergleichseinkommen zu beschaffen. Sie verfüge nicht über das dazu notwendige, fachlich ausgebildete Personal. Die Pflicht, Abklärungen richterlich durchführen zu müssen, würde zu einer ungerechtfertigen Belastung des kantonalen Gerichts führen und das Verfahren unnötig verzögern. Schliesslich sei es im Interesse des Versicherten, wenn die Sache an die Verwaltung zurückgewiesen werde, weil ihm damit der gesamte Instanzenzug gewahrt bleibe. 2.2.2 Der vorinstanzlichen Auffassung ist nicht beizupflichten. Sowohl das kantonale wie auch das Eidgenössische Versicherungsgericht sind an die verbindlichen Weisungen gemäss Urteil vom 22. Oktober 2002 gebunden. Es trifft zwar zu, dass nach der Rechtsprechung es grundsätzlich im pflichtgemässen Ermessen der Beschwerdeinstanz steht, weitere Abklärungen selber vorzunehmen oder in Aufhebung der Verfügung die Sache an die Verwaltung zurückzuweisen (BGE 127 V 231 Erw. 2a mit Hinweisen). Dieser Grundsatz gilt aber nur für Fälle, wo kein formell rechtskräftiger Entscheid der letzten Instanz vorliegt, dessen Verbindlichkeit auch dann gilt, wenn die Vorinstanz ihre Rückweisung damit begründet, auf diesem Weg werde dem Beschwerdegegner der Instanzenzug bewahrt (BGE 117 V 242 Erw. 2b; RKUV 1999 Nr. U 331 S. 127 Erw. 3b).