Citation: 6S.1/2007 24.04.2007 E. 3.4

3.4.1 Der Beschwerdeführer rügt, das Kantonsgericht habe zu Unrecht seinen Beweisantrag auf Erstellung eines Obergutachtens abgelehnt. Bei der Frage, welche Sorgfaltspflichten die Organisatoren zu beachten hatten, handle es sich um eine fachtechnische Frage (deshalb sei ja auch ein Gutachten erstellt worden). Es sei demnach nicht Aufgabe des Gerichtes, diese Frage selbst zu beantworten, insbesondere nicht, wenn zwei sich widersprechende Gutachten vorlägen und der vom Kantonsgericht vertretene Mittelweg nichts anderes bedeuten würde, als dass beide Gutachten falsch seien. Es hätte deshalb ein Obergutachten erstellt werden müssen. 3.4.2 Die Frage der Sorgfaltspflicht betrifft die Fahrlässigkeit und damit die Rechtsanwendung. Diese ist im Rahmen der eidgenössischen Nichtigkeitsbeschwerde abzuhandeln. Daran ändert nichts, dass die Vorinstanz dem Gutachter Fragen rechtlicher Natur unterbreitet und die entsprechenden Antworten bei der Entscheidfindung mitberücksichtigt hat. Auf die Rüge ist nicht einzutreten.