Citation: 1C_740/2013 E. 10.5

10.5. Wiegt ein Verstoss gegen Bauvorschriften so schwer, dass er den Widerruf einer Baubewilligung, von der bereits Gebrauch gemacht worden ist, rechtfertigt, erscheint es nur folgerichtig, dass auch die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands verlangt wird. Die in der Beschwerde ins Feld geführten statischen Probleme, die bei einem Rückbau der Lukarnen auftreten, vermögen das sehr grosse öffentliche Interesse an der Durchsetzung der Rechtsordnung nicht beiseite zu schieben. Die Beschwerdeführer belegen ihre Behauptung, dass die erforderliche Verkleinerung der Lukarnen einen Totalabbruch des Dachgeschosses zur Folge haben müsste, nicht näher, und es ist nicht ersichtlich, weshalb der angeordnete Rückbau technisch nicht möglich sein sollte. Auch dem dafür anfallenden - voraussichtlich sehr hohen - finanziellen Aufwand kommt kein ausschlaggebendes Gewicht zu, wenn berücksichtigt wird, dass dem Bauherr aufgrund des Widerrufs der Baubewilligung gemäss § 22 Abs. 3 VRG auch für die Abbruchkosten ein Entschädigungsanspruch zusteht, soweit er gutgläubig gehandelt hat (vgl. Urteil 2C_960/2013 vom 28. Oktober 2014 E. 4.5). Schliesslich erklärt die Vorinstanz den Rückbau der Lukarnen mit Grund als das einzige Mittel, das die schwerwiegenden Verstösse gegen §§ 63 und 64 KBV zu beheben vermag. Die Beschwerdeführer schlagen als mildere Massnahme die Reduktion der Bodenfläche im Galeriegeschoss auf das ursprünglich bewilligte Mass vor. Damit würde jedoch einzig die Ausnützung des Dachgeschosses etwas reduziert, das von aussen sichtbare Volumen der Lukarnen jedoch nicht verringert. Die schwerwiegende Verletzung der genannten Gestaltungsvorschriften würde mit der vorgeschlagenen Änderung des Galeriegeschosses daher nicht behoben. Aus diesen Gründen verstösst der angeordnete Rückbau der Lukarnen auf das rechtlich zulässige Mass nicht gegen die Eigentumsgarantie und das Verhältnismässigkeitsprinzip.