Citation: 6F_18/2020 E. 2.1

2.1. Die Aufhebung und Abänderung eines Bundesgerichtsurteils ist nur gestützt auf einen Revisionsgrund im Sinne von Art. 121-123 BGG möglich. Gemäss Art. 122 BGG kann die Revision eines bundesgerichtlichen Entscheids verlangt werden, wenn der EGMR in einem endgültigen Urteil festgestellt hat, dass die EMRK oder die Protokolle dazu verletzt worden sind (lit. a), eine Entschädigung nicht geeignet ist, die Folgen der Verletzung auszugleichen (lit. b), und die Revision notwendig erscheint, um die Verletzung zu beseitigen (lit. c). Eine Entschädigung aufgrund einer Konventionsverletzung ist im Verfahren vor dem EGMR zu verlangen und ist im Revisionsverfahren vor dem Bundesgericht nicht mehr möglich. Spricht der EGMR eine Wiedergutmachung zu, schliesst dies eine Revision vor dem Bundesgericht aus. Gleiches gilt, wenn mangels Schaden eine Entschädigung abgelehnt wird (ELISABETH ESCHER, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl. 2018, N. 5 zu Art. 122 BGG).