Citation: I 497/01 12.11.2001 E. 4

4.- a) Bei der Ermittlung des für den Einkommensvergleich relevanten, ohne Invalidität erzielbaren Einkommens (Valideneinkommen) ging die Vorinstanz von den standardisierten monatlichen Bruttolöhnen gemäss der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 1998 (vgl. BGE 126 V 76 f. Erw. 3b/bb mit Hinweisen) und hiebei vom Durchschnittsverdienst für mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten im privaten Sektor (bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden) beschäftigte Frauen von monatlich Fr. 3505.- (Tabelle A 1, Anforderungsniveau 4) aus, den sie auf das Jahr 2000 und unter Annahme von 41,9 Wochenstunden aufwertete, was ein Jahreseinkommen von Fr. 44'480.- ergab ([Fr. 3505.- x12 : 40 x 41,9 = Fr. 44'075. 85] : 104, 6 [Indexstand 1. Januar 1998] x 105, 6 [Indexstand 31. Dezember 1999]). Das zumutbarerweise erzielbare Einkommen mit Invalidität (Invalideneinkommen) setzte sie ebenfalls auf Fr. 44'480.- fest und ermittelte aufgrund der Arbeitsfähigkeit von 70 % und nach Vornahme eines leidensbedingten Abzuges von 10 % (BGE 126 V 78 ff. Erw. 5) ein Einkommen von Fr. 28'022.-, was einen Invaliditätsgrad von 37 % ergab. Entgegen der Annahme der Vorinstanz betrug indessen die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit im Jahre 2000 41.8 Stunden (Die Volkswirtschaft, 10/2001, S. 100, Tabelle B 9.2). Aufgewertet mit der praxisgemäss beigezogenen Nominallohnentwicklung (anstatt mit dem Landesindex der Konsumentenpreise) resultiert ein Valideneinkommen von Fr. 44'658.- (Fr. 3505.- x12 : 40 x 41,8; Nominallohnentwicklung 1999: 0,3 %, 2000: 1,3 %, Die Volkswirtschaft, 10/2001, S. 101, Tabelle B 10.2). Zieht man - wie die Vorinstanz - dieses Einkommen auch als Invalideneinkommen heran, ändert sich indessen - aufgrund der Arbeitsfähigkeit von 70 % und eines leidensbedingten Abzuges von 10 % - nichts am Invaliditätsgrad von 37 %. b) aa) Die Beschwerdeführerin macht geltend, beim Valideneinkommen sei davon auszugehen, dass sie auch in der Schweiz vollumfänglich als Coiffeuse gearbeitet hätte, weshalb laut Tabelle A 1 der Lohn von Fr. 4476.- (Anforderungsniveau 3, Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt) heranzuziehen sei, was für 1998 einen Jahreslohn von Fr. 56'263.- (Fr. 4476.- x12 : 40 x 41,9) ergebe. Beim Invalideneinkommen sei vom Anforderungsniveau 4 auszugehen und ein leidensbedingter Abzug von 20 % vorzunehmen, da sie keine schweren körperlichen Tätigkeiten ausüben könne und bei den leichten funktionell eingeschränkt sei. Dies führe bei der 70%igen Arbeitsfähigkeit zu einem Invalideneinkommen von Fr. 24'672. 40 bzw. zu einem Invaliditätsgrad von 56 %. Selbst wenn nur vom Valideneinkommen gemäss Anforderungsniveau 4 von Fr. 44'057. 85 ausgegangen würde, ergäbe sich verglichen mit dem Invalideneinkommen von Fr. 24'672. 40 noch eine Erwerbseinbusse von Fr. 19'385.- und somit ein Invaliditätsgrad von 44 %. bb) Diesen Einwänden ist entgegenzuhalten, dass der von der Versicherten angenommene Coiffeuselohn von Fr. 56'263.- nicht korrekt ist. Vielmehr ist zu beachten, dass die Einkommen von angestellten Coiffeusen (zusammen mit denjenigen im Gastgewerbe und im Detailhandel) zu den tiefsten überhaupt gehören; im Anforderungsniveau 3 - zu welchem die Versicherte unbestrittenermassen zuzuordnen wäre - beträgt der Coiffeuselohn Fr. 3070.- (Tabelle A 1 Ziff. 93; vgl. auch nicht veröffentlichtes Urteil S. vom 23. August 2001, I 118/01). Dies ergäbe ein Valideneinkommen von Fr. 39'115. 30 (Fr. 3070.- x12 : 40 x 41,8; Nominallohnentwicklung 1999: 0,3 %, 2000: 1,3 %) bzw. sogar dann, wenn beim Invalidenlohn von Fr. 44'658.- (Fr. 44'057. 85 aufgewertet auf das Jahr 2000) ein leidensbedingter Abzug von 20 % vorgenommen würde, lediglich einen Invaliditätsgrad von 36 %. Bezüglich des Invalideneinkommens ist indessen festzuhalten, dass vorliegend in Würdigung aller Umstände ein Abzug vom statistischen Lohn von höchstens 10 % als angemessen erscheint. Damit hat es bei dem von der Vorinstanz im erwerblichen Bereich ermittelten Invaliditätsgrad von 37 % sein Bewenden, weshalb die Beschwerdeführerin auch bei Anwendung des von ihr befürworteten Einkommensvergleichs keinen Rentenanspruch hat. c) Selbst bei der Annahme, dass die Beschwerdeführerin ohne Eintritt des Gesundheitsschadens je zur Hälfte einer Erwerbstätigkeit nachginge und im Haushalt tätig wäre, resultiert in Anwendung der gemischten Methode - wie die Vorinstanz im Ergebnis zu Recht festgestellt hat - kein rentenbegründender Invaliditätsgrad.