Citation: 4A_103/2018 E. 2.2

2.2. Die Feststellung der Vorinstanz, der entsprechenden Stelle in den AGB (S. 8), auf welche die Beschwerdeführerin verweise, lasse sich nichts über eine von der Beschwerdeführerin als Fälligkeitsvoraussetzung genannte "Erfüllungs- und Anzahlungsgarantie" entnehmen, ist offenkundig falsch und damit willkürlich, wie die Beschwerdeführerin zu Recht rügt. An der von der Vorinstanz angegebenen Stelle in der Duplik (N. 11.8) verwies die Beschwerdeführerin vielmehr auf S. 10 der AGB, wo unter der Überschrift "Garantie" handschriftlich eingefügt wurde "Erfüllungs- und Anzahlungsgarantie mit Solidarbürgschaft einer namhaften schweizerischen Bank oder Versicherungsgesellschaft". Jedoch ist dieses Versehen der Vorinstanz für den Ausgang des Verfahrens nicht entscheidend (vgl. E. 1.2 hiervor). Die Lieferung einer Garantie in Form einer Solidarbürgschaft als Voraussetzung für die Fälligkeit der Schlusszahlung wird nämlich auf Seite 8 der AGB der Beschwerdeführerin erwähnt, auf welche Stelle die Vorinstanz verwies. Auch wenn zusätzlich eine " Erfüllungs- und Anzahlungsgarantie" gemäss S. 10 der AGB geschuldet war (und diese allenfalls vor der Inangriffnahme der Arbeiten nicht geleistet worden wäre), kann vorliegend nach Treu und Glauben im Zeitpunkt, da das Werk abgeliefert ist, die Garantie gemäss S. 8 der AGB nur als Gewährleistungsgarantie verstanden werden, wie die Vorinstanz richtig darlegte. Die Beschwerdegegnerin hat aber unbestritten eine solche Gewährleistungsgarantie geliefert. Weitere Rügen erhebt die Beschwerdeführerin unter dem Titel " Garantie" nicht, weshalb die Vorinstanz zu Recht von der Fälligkeit der Forderung über Fr. 22'281.94 ausging.