Citation: 6B_678/2021 E. 3.4.2

3.4.2. Die Anklageschrift legt in Ziffer 2.3.b dar, die Beschwerdegegnerin 1 habe den Betrag von Fr. 50'000.-- durch dessen Überweisung auf ihr privates Bankkonto und Weiterleitung als Anzahlung an den Eigentümer der Liegenschaft in U.________ zweckwidrig in ihrem bzw. ihres Ehemannes Nutzen verwendet (Anklageschrift S. 15). Es trifft zu, dass der im Eventualpunkt umschriebene Sachverhalt, wonach die Beschwerdegegnerin 1 es pflichtwidrig unterlassen habe, in der Buchhaltung der D.________ AG die Forderung gegen ihren Ehemann in der Höhe von Fr. 50'000.-- zu verbuchen und dafür zu sorgen, dass dieser Betrag der D.________ AG zurückerstattet werde, als ungetreue Geschäftsbesorgung umschrieben ist. Doch wendet die Beschwerdeführerin zu Recht ein, die Schilderung des Sachverhalts umfasse auch den Tatbestand der Veruntreuung und es ergebe sich schon aus dem Titel der Anklageziffer 2.3 in klarer Weise, dass die in dieser Anklageziffer umschriebenen Tathandlungen principaliter als Veruntreuung und eventualiter als ungetreue Geschäftsbesorgung angeklagt würden. Wenn die Vorinstanz somit zum Ergebnis gelangt, der Tatbestand der ungetreuen Geschäftsbesorgung sei in Ziffer 2.3.b nicht erfüllt (angefochtenes Urteil S. 49 mit Hinweis auf S. 43 ff.), schliesst dies eine Prüfung des Sachverhalts unter dem Gesichtspunkt des Tatbestands der Veruntreuung, welchen die Vorinstanz grundsätzlich als erfüllt erachtet (angefochtenes Urteil S. 49), nicht aus. Dies wird an anderer Stelle auch von der Vorinstanz explizit so gesehen (angefochtenes Urteil S. 45 E, 2.7.1 a.E.). Eine Verletzung des Anklagegrundsatzes ist nicht ersichtlich. Das angefochtene Urteil verletzt insofern Bundesrecht. Die Beschwerde ist in diesem Punkt begründet.