Citation: 9C_269/2021 E. 3.2

3.2. Gemäss den vorinstanzlichen Erwägungen sind die in diesem Bericht der behandelnden Psychiaterin beschriebenen psychotischen Symptome erst nach Erlass der angefochtenen Verfügung, mithin erst nach dem 11. Februar 2020 aufgetreten, weshalb sie für das vorliegende Verfahren ohne Bedeutung sind (vgl. E. 2.4 hievor). Die Versicherte rügt diese Interpretation des Berichts als offensichtlich unrichtig, wird doch in ihm ausgeführt, dass "seit März 2019... bei der Patientin psychotische Symptomen aufgetreten" sind. Aus den Notizen der behandelnden Psychiaterin zu den zwischen November 2018 und August 2019 stattgefundenen Behandlungsgesprächen finden sich demgegenüber keine Hinweise auf eine solche Verschlechterung in diesem Zeitraum. Zudem führt die Psychiaterin in ihrem Bericht vom 25. August 2020 aus, die psychotischen Symptome hätten sich im Verlauf der "Corona-Krise" - also frühestens im Frühling 2020 - entwickelt und schlägt erst in diesem eine stationäre Behandlung zur Stabilisierung der Symptome vor. Welche Lesart zutrifft, braucht indessen nicht abschliessend geklärt zu werden. Interpretierte man den Bericht gemäss den Vorbringen der Beschwerdeführerin und ginge demgemäss von einem Auftreten psychotischer Symptome bereits ab März 2019 aus, so wäre die attestierte Verschlechterung vor dem Explorationsgespräch beim psychiatrischen Gutachter am 9. April 2019 eingetreten, der diese jedoch nicht festgestellt hat. Damit wäre der Bericht zum Vornherein ungeeignet, eine Verschlechterung seit der Begutachtung auch nur glaubhaft zu machen. Dass darin konkrete Indizien, welche gegen die Zuverlässigkeit der psychiatrischen Expertise sprechen würden (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.4), genannt würden, wird von der Versicherten zu Recht nicht geltend gemacht.