Citation: 6B_765/2018 E. 6

In subjektiver Hinsicht nimmt die Vorinstanz ein Handeln mit Eventualvorsatz an. Sie erwägt dazu u.a., der Beschwerdeführer habe ein neues Fahrzeug getestet, mit welchem er nicht vertraut gewesen sei. Er habe gemäss eigenen Angaben nicht auf den Tacho, sondern auf die Strasse geschaut. Schwer nachvollziehbar sei, dass jemand beim Testen der Beschleunigungsleistung eines Neuwagens diesen Vorgang auf das Tempointervall zwischen 120 und 150 km/h beschränken möchte und dabei nicht einmal auf den Tacho schaue. Wer ein neues, schnelles Fahrzeug teste, sollte auf jedem Fall vorgängig das Betriebshandbuch konsultieren oder zumindest den Tacho im Blick haben, ansonsten er zumindest in Kauf nehme, das Geschwindigkeitslimit beim starken Beschleunigen um mehr als 30 km/h zu übersteigen (angefochtener Entscheid S. 6 f.). Der Beschwerdeführer trägt auch insofern nichts vor, das gegen die vorinstanzliche Würdigung sprechen könnte. Er beging bewusst eine massive Geschwindigkeitsüberschreitung und handelte insofern mit Vorsatz, auch wenn er seine exakte Geschwindigkeit nicht gekannt haben will. Die Vorinstanz durfte die Behauptung des Beschwerdeführers, er habe die zulässige Höchstgeschwindigkeit - obschon er beim Testen der Beschleunigungsleistung angeblich nicht auf den Tacho schaute - um nicht mehr als 30 km/h überschreiten wollen, ohne Willkür als unglaubhaft qualifizieren. Der Beschwerdeführer war mit dem von ihm gefahrenen Fahrzeug nicht vertraut und unterliess es auch, zuvor das Betriebshandbuch zu konsultieren. Daraus ergab sich, dass das Überschreiten der programmierten Geschwindigkeitslimite mittels Blinken einer Kontrollleuchte angezeigt wird und - ausserhalb des Sportmodus - auch durch ein akustisches Signal, dies jedoch erst nach ca. 5 Sekunden (angefochtenes Urteil S. 6). Die Vorinstanz nimmt im Lichte der bundesgerichtlichen Rechtsprechung und des von ihr festgestellten Sachverhalts zu Recht eine zumindest eventualvorsätzliche grobe Verkehrsregelverletzung im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG an. Im Übrigen verkennt der Beschwerdeführer, dass er den Tatbestand von Art. 90 Abs. 2 SVG auch erfüllt hätte, wenn er fahrlässig gehandelt hätte, da grobe Fahrlässigkeit auf jeden Fall zu bejahen wäre, was im Rahmen von Art. 90 Abs. 2 SVG genügt (vgl. oben E. 3).