Citation: 2C_1077/2018 E. 5.3.2

5.3.2. Dies ergibt sich auch aus den Aussagen seiner Gattin: Die Ehefrau gab im Rahmen der Wahrung des rechtlichen Gehörs an, dass sie einmal pro Jahr mit der ganzen Familie mindestens zwei Wochen in der Heimat verbringe. Dort wohnten ihre Eltern und Geschwister, mit denen sie und ihr Gatte sich gut verstünden; die entsprechenden Kontakte pflegten sie bei ihren Besuchen sowie telefonisch von hier aus. Gestützt hierauf durfte das Verwaltungsgericht willkürfrei den Schluss ziehen, dass der Beschwerdeführer und seine (erweiterte) Familie durchaus noch vertiefte Beziehungen zur Heimat unterhalten und mit den dortigen sozio-kulturellen Gegebenheiten vertraut sind. Der Beschwerdeführer geht denn auch davon aus, dass die Eltern nach der Pensionierung vermutlich wieder in den Kosovo zurückkehren werden. Die in der Schweiz gesammelten beruflichen, sprachlichen und (sehr beschränkten) sozialen Erfahrungen können ihm in seiner Heimat dienlich sein. Seine therapeutische Betreuung ist auch im Kosovo möglich; und kann vor der Ausreise noch von der Schweiz aus geplant werden, sodass es diesbezüglich zu keinem Unterbruch kommen muss. Dem gesunden Beschwerdeführer ist die Rückkehr in seine Heimat zumutbar; er verfügt dort zumindest mit der Familie seiner Gattin über ein Beziehungsnetz, welches es ihm nach den - zu erwartenden - anfänglichen Schwierigkeiten ermöglichen wird, sich wieder einzuleben. Sein wirtschaftliches Fortkommen auf dem kosovarischen Arbeitsmarkt wird zwar schwierig sein, doch war er auch in der Schweiz während 4 Jahren arbeitslos. Seine Eltern haben den Beschwerdeführer seit Jahren hier finanziell unterstützt; es kann davon ausgegangen werden, dass sie dies - auch ohne Rechtspflicht - in Zukunft in der Heimat ebenfalls tun werden.