Citation: 7B_743/2024 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung von Art. 133 Abs. 2 und Art. 134 Abs. 2 StPO. Er macht zusammengefasst geltend, er habe nicht gewusst, dass er einen Anwalt "hätte wählen können". Sowohl bei seiner ersten Verhaftung (vom 13. März 2023) als auch bei der zweiten (vom 30. September 2023) sei ihm Rechtsanwalt Späti "quasi vorgesetzt" worden. Er habe bei keiner der beiden Verhaftungen die Möglichkeit erhalten, auf einer Anwaltsliste selbst eine Verteidigung zu benennen, und habe als juristischer Laie ohne Kenntnis über das Anwaltswesen in Schaffhausen zum Zeitpunkt seiner Verhaftungen gar keine Möglichkeit gehabt, eine andere Vertretung zu benennen. Er werfe Rechtsanwalt Späti keine Pflichtverletzungen vor; das Vertrauensverhältnis sei jedoch erheblich gestört, denn dessen Verhalten gebe ihm (dem Beschwerdeführer) das Gefühl, dass er Rechtsanwalt Späti nicht vertrauen könne, dass Rechtsanwalt Späti denke, er sei schuldig und dass er der Staatsanwaltschaft bei der Verurteilung helfen werde. Nachdem er deswegen formell um Einsetzung von Rechtsanwältin Ben-Attia anstelle von Rechtsanwalt Späti als amtliche Verteidigung ersucht habe, sei ihm eine Liste mit Anwälten des Kantons Schaffhausen von April 2017 ausgehändigt worden, auf der mehrere Anwälte nicht mehr als solche tätig seien und Rechtsanwältin Ben-Attia nicht aufgeführt gewesen sei, da sie im Jahr 2017 noch nicht praktiziert habe.