Citation: 5A_231/2024 E. 3.3.3

3.3.3. Mit diesem Ergebnis stehen die Regeln über die Verteilung des Erlöses im Nachkonkurses im Einklang. Die Verteilung des Erlöses im Nachkonkurs an die Gläubiger ("nach deren Rangordnung"; Art. 269 Abs. 1 SchKG) ist nach den identischen Regeln wie im vorausgegangenen Konkursverfahren vorzunehmen (JEANDIN, a.a.O., N. 24 zu Art. 269; NÄF, in: Kurzkommentar SchKG, 2. Aufl. 2014, N. 7 zu Art. 269). Auch im Nachkonkurs enthält daher die Verteilungsliste zusätzlich das allfällige Betreffnis, welches dem obsiegenden Gläubiger im Kollokationsprozess gemäss Art. 250 Abs. 2 SchKG zukommt (E. 3.2.1). Entgegen der Auffassung des Kokursamtes stellt vorliegend keine Verletzung von Bundesrecht dar, wenn das Obergericht auch im Nachkonkurs aus dem Erlös die Differenz jenes Betrages, welche die beklagte Mitgläubigerin (C.________) gemäss dem ursprünglichen Kollokationsplan einerseits und dem nach dem Prozess berichtigten Kollokationsplan (vollumfängliche Streichung der Forderung der C.________) andererseits erhalten würde, der (nicht voll gedeckten) Beschwerdegegnerin zugeteilt hat.