Citation: 1C_40/2021 E. 5.3.1

5.3.1. Die Kanzlei war zwar (gemäss der von der Vorinstanz für glaubhaft befundenen Darstellung der Beschwerdeführerin) so organisiert, dass die Post an (Werk-) Tagen täglich - auch am 25. August 2020 - von einer Mitarbeiterin des Kanzleisekretariats am Morgen aus dem Postfach geholt wurde und alsdann grundsätzlich jede einzelne Sendung mit dem Eingangsstempel mit dem jeweiligen Tagesdatum versehen wurde. Aus dieser Organisation lässt sich aber - wie die Vorinstanz zutreffend erkannt hat - nicht darauf schliessen, dass der Entscheid des Departements für Bau und Umwelt, wenn er entsprechend den Angaben im "Track & Trace"-Auszug am 25. August 2020 ins Postfach gelegt worden wäre, an diesem Tag gemäss dem beschriebenen Arbeitsablauf der Kanzlei behandelt worden wäre und damit den Eingangsstempel mit diesem Datum tragen müsste. Dieser Schluss drängt sich auch nicht mit Blick auf den Umstand auf, dass eine andere Sendung, nämlich diejenige mit der Präsidialverfügung des Arbeitsgerichts Zürich, die erwiesenermassen frühestens am 24. August 2020 bei der Post aufgegeben wurde, (angeblich) den Eingangsstempel der Kanzlei vom 25. August 2020 trägt. Die erwähnte Organisation der Kanzlei und der Umstand, dass im Fall der Präsidialverfügung anscheinend getreu dem von der Kanzlei eingerichteten Arbeitsablauf verfahren wurde, schliessen nämlich die Möglichkeit nicht aus, dass die vorliegend streitbetroffene Sendung am 25. August 2020 ins Postfach gelegt wurde und sie aufgrund eines Versehens der Kanzlei resp. der zuständigen Sekretariatsmitarbeiterin an diesem Tag dort oder in der Kanzlei unbeachtet liegenblieb, so dass sie aus diesem Grund erst später gestempelt wurde. Denkbar bleibt bei alldem nicht zuletzt, dass die Sendung zwar bereits am 25. August 2020, aber mit einem falschen Datum gestempelt worden ist, und zwar umso mehr, als nach den Feststellungen im angefochtenen Entscheid der Posteingangsstempel in der Kanzlei von Hand einzustellen war und dies eine grosse Fehleranfälligkeit in sich barg. Wie schon bei der Vorinstanz macht die Beschwerdeführerin zwar vor dem Bundesgericht auch geltend, die Post habe dort, wo sich das Postfach der Kanzlei befinde, eigens für fehlerhafte Zustellungen einen grünen Briefkasten installiert. Selbst wenn ein solcher Briefkasten existieren sollte, liesse sich daraus indessen kein konkretes Anzeichen dafür ableiten, dass just die Sendung mit dem Entscheid des Departements für Bau und Umwelt seitens der Post fehlerhaft zugestellt worden ist. Die Existenz eines solchen Briefkastens würde nämlich für sich allein im Grunde nicht mehr zeigen, als dass die Post damit rechnet oder rechnete, dass Zustellfehler auftreten können. Es lässt sich daraus nicht folgern, dass tatsächlich Zustellfehler geschehen sind, geschweige denn sagen, dass der Post im konkreten Fall ein Fehler bei der Zustellung unterlaufen ist.