Citation: 5A_346/2024 E. 3.3.1

3.3.1. Zu prüfen bleibt, ob der Beschwerdeführer sich nach Erstattung des Kurzgutachtens ausreichend zu diesem äussern konnte. Das aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör fliessende Mitwirkungs- und Äusserungsrecht (vgl. BGE 144 I 11 E. 5.3; 140 I 99 E. 3.4) gilt insbesondere auch bezüglich eines als Entscheidgrundlage dienenden Expertengutachtens, wie es hier in Frage steht (BGE 125 V 332 E. 3a; 121 V 150 E. 4a). Die Partei hat das Recht, vor Ergehen des Entscheids zum Gutachten Stellung zu nehmen, Einwände gegen die Person des Experten vorzubringen und Ergänzungsfragen zu stellen (BGE 99 Ia 42 E. 3b; Urteil 1C_77/2013 vom 19. Juli 2013 E. 3.4, in: ZBl 115/2014 S. 281; vgl. auch BGE 137 V 210 E. 3.4.1.5; 133 V 446 E. 7.4). Den Erfordernissen des Gehörsanspruchs ist dabei nur Genüge getan, wenn das Gutachten der Partei in seinem vollen Umfang vorgelegt wird. Eine bloss indirekte, die wichtigsten Punkte zusammenfassende mündliche Wiedergabe des Gutachtens reicht grundsätzlich nicht aus, um eine fundierte und vollständige Stellungnahme zu ermöglichen. Eine solche indirekte Wiedergabe kann einen unmittelbaren Einblick in das Gutachten, wie er jeder Verfahrenspartei zusteht, nicht ersetzen (BGE 101 Ia 309 E. 2a; Urteil 1A.48/2006 vom 4. September 2006 E. 2.3). Die zur Stellungnahme eingeräumte Frist muss grundsätzlich so bemessen sein, dass die konkrete Ausübung des Anspruchs auf rechtliches Gehör, gegebenenfalls über einen Bevollmächtigten, ohne Schwierigkeiten möglich ist (vgl. BGE 142 II 218 E. 2.4.1 [zum Bundesgesetz vom 28. September 2012 über die internationale Amtshilfe in Steuersachen; SR 651.1]).