Citation: 6B_479/2024 E. 2.4.3

2.4.3. Sodann wendet sich die Vorinstanz den öffentlichen Interessen an der Landesverweisung zu. Dabei erwägt sie zutreffend, die Deliktsprävention und die Sicherheit der Gesellschaft stünden im Vordergrund. Folgerichtig berücksichtigt sie nicht nur die Taten, die der Beschwerdeführer schuldhaft beging und in Zukunft begehen könnte, sondern auch die Taten, die er in Schuldunfähigkeit beging oder begehen könnte. Die Vorinstanz weist zutreffend darauf hin, dass der Beschwerdeführer gravierende Delikte verübte, so etwa mehrfache versuchte schwere Körperverletzung und versuchte Erpressung. Darüber hinaus erfülle er die Tatbestände der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte, der Drohung und des Vergehens gegen das Tierschutzgesetz. Gemäss Gutachten bestehe ohne erfolgreiche Behandlung eine hohe Gefahr erneuter Gewalthandlungen, sexueller Belästigungen, Sachbeschädigungen, Drohungen und Nötigungen. Was die sexuellen Belästigungen betreffe, sei angesichts der zunehmenden sozialen Desintegration des Beschwerdeführers mit einer weiteren Akzentuierung in Richtung sexueller Handlungen mit Körperkontakt zu rechnen. Im Falle einer Exazerbation psychotischen Erlebens seien auch Eskalationsszenarien denkbar. Die Vorinstanz leitet daraus schlüssig eine reelle Gefahr gleichartiger oder noch schwererer Delikte ab, welche die physische, psychische und sexuelle Integrität allfälliger Opfer massiv gefährden würden.