Citation: C 341/99 09.08.2000 E. 3

3.- Unklar ist zunächst die Rechtsnatur des Arbeitsverhältnisses. Dem Arbeitsvertrag vom 15./22. Januar 1998 ist zu entnehmen, dass die Versicherte "in die Dienste" der X.________ AG eintrat. Diese Formulierung lässt keine Rückschlüsse auf die Art der Anstellung zu. In der - einen integrierenden Bestandteil des Arbeitsvertrages bildenden - Abmachung über das Abpacken von Lorbeerblättern in Beutel ist die Rede von Heimarbeit. Desgleichen gab die Firma im Arbeitszeugnis vom 29. Juli 1998 und in der Arbeitgeberbescheinigung vom 15. September 1998 sowie die Beschwerdeführerin im Antrag auf Arbeitslosenentschädigung vom Juli 1998 an, es habe ein Heimarbeitsverhältnis bestanden. Auf Anfrage der Arbeitslosenkasse antwortete Frau F.________, X.________ AG, am 14. Dezember 1998 jedoch, die Versicherte habe ihre Tätigkeit in den Räumlichkeiten der Firma ausgeübt. Ebenso betonte die Beschwerdeführerin in ihrem Schreiben vom 10. Dezember 1998, sie habe die Lorbeerblätter stets im Betrieb der ehemaligen Arbeitgeberin eingepackt; mit Blick auf das dazu benötigte Material sei es im Übrigen gar nicht möglich gewesen, diese Beschäftigung an einem anderen Ort auszuführen. Unter diesen Umständen ist nach dem übereinstimmenden wirklichen (subjektiven) Parteiwillen (Art. 18 Abs. 1 OR) davon auszugehen, dass mit Vereinbarung vom 15./22. Januar 1998 kein Heimarbeitsvertrag gemäss Art. 351 OR, sondern ein Einzelarbeitsvertrag mit Akkordlohnabsprache (Art. 319 und 326 f. OR) abgeschlossen worden ist. Dabei wurde offenbar darauf verzichtet, bestimmte Arbeitszeiten festzulegen. Ob und gegebenenfalls zu welcher Zeit die X.________ AG die von der Versicherten zu bewältigenden Abpackmengen bekannt gab, ist, entgegen der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geäusserten Ansicht, für die Bemessung des versicherten Verdienstes unerheblich und kann folglich offen gelassen werden.