Citation: U 180/05 17.08.2005 E. A

M.________, geboren 1943, ist als kaufmännische Angestellte bei der Pensionskasse Q.________ tätig und bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Mit Unfallmeldung vom 27. Januar 2004 teilte die Arbeitgeberin der SUVA mit, M.________ habe am 1. Juni 2003, 17.00 Uhr, einen Zeckenstich (nicht lokalisierbar, möglicherweise in der Kopfhaut) erlitten. Am 6. Februar 2004 berichtigte sie die Unfallmeldung dahin, der Zeckenstich sei vermutlich im Herbst 2002 erfolgt. Wegen starker Kopfschmerzen seit Mai 2002 hatte sich M.________ zu Dr. med. L.________, Allgemeine Medizin FMH, in Behandlung begeben, welcher im Dezember 2002 eine Borrelien-Serologie veranlasste, die positive Werte ergab. Am 31. Januar 2003 wurden an der Neurologischen Klinik und Poliklinik des Spitals X.________ eine Kernspintomographie sowie eine Liquoruntersuchung durchgeführt. Im Bericht vom 20. Februar 2003 gelangte Prof. Dr. med. S.________ zum Schluss, das Vorliegen einer Neuroborreliose sei eher unwahrscheinlich. Mangels anderweitiger Erklärung und im Hinblick auf die Harmlosigkeit der Behandlung lasse sich eine probatorische Therapie mit Rocephine rechtfertigen. Eine entsprechende Behandlung wurde vom 24. Februar bis 9. März 2003 im Spital Y.________ durchgeführt, brachte aber nur eine kurzfristige Besserung. Zudem traten weitere Beschwerden wie Müdigkeit und Konzentrationsstörungen auf, weshalb Dr. med. L.________ die Versicherte zur konsiliarischen Untersuchung und Beurteilung an Frau Dr. med. E.________, Allgemeine Medizin FMH, überwies. Am 7. September 2003 berichtete diese Ärztin, die Versicherte leide an Kopfschmerzen, Nackenbeschwerden und neuropsychiatrischen Symptomen, welche zurzeit invalidisierend seien. Die Ergebnisse der serologischen Abklärungen wiesen stark auf eine persistierende aktive Borrelien-Entzündung hin. Das Krankheitsbild sei schwer und es sei eine konsequente antiinfektiöse Therapie erforderlich. In einem Bericht vom 12. April 2004 teilte Dr. med. L.________ der SUVA mit, die Versicherte befinde sich in einer mehrwöchigen antibiotischen Therapie, wobei sie jeweils starken Reaktionen mit Gewichtsverlust und Verschlechterung des Allgemeinzustandes ausgesetzt sei; eine anderweitige Erklärung für das klinische Bild sei bisher nicht gefunden worden. Die SUVA beauftragte hierauf Dr. med. C.________, Abteilung Arbeitsmedizin der SUVA, mit einer ärztlichen Beurteilung und lehnte eine Leistungspflicht mit der Begründung ab, dass die bestehenden Beschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf einen Zeckenstich zurückzuführen seien (Verfügung vom 28. Mai 2004). Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 31. August 2004 fest.