Citation: 4A_325/2009 19.08.2009 E. A

A.________ (Beschwerdegegner) arbeitete seit dem 1. Januar 2000 als Verantwortlicher für Informationstechnologie bei der X.________ AG (Beschwerdeführerin). Das Arbeitsverhältnis dauerte bis Ende Juli 2008. Ziff. 5.3 des Arbeitsvertrags lautet wie folgt: "Gratifikation/13. Monatslohn - je nach Leistung und Geschäftsgang max. 1 Monatsgehalt. Eine solche Auszahlung stellt stets eine freiwillige Leistung der Firma dar und begründet keinerlei Ansprüche des AN, auch wenn die Zahlungen während mehrerer aufeinanderfolgender Jahre ausgerichtet wurden - bei Kündigung des Arbeitsverhältnisses in den ersten 6 Monaten besteht kein Anspruch auf pro rata Zahlung. - Die Jahresgratifikation wird um einen Drittel gekürzt, wenn bei deren Fälligkeit der AN in gekündigtem Arbeitsverhältnis steht." Dem Beschwerdegegner wurde seit Beginn des Arbeitsverhältnisses bis und mit 2006 jährlich ein Monatslohn als Gratifikation ausbezahlt. Vom 5. Juni 2007 bis zum 4. Dezember 2007 war der Beschwerdegegner zufolge Krankheit arbeitsunfähig. Nach seiner Genesung wurde er wegen Kündigung des Arbeitsverhältnisses bis zu dessen Beendigung freigestellt. Für das Jahr 2007 erhielt der Beschwerdegegner im November dieses Jahres noch einen halben Monatslohn als "freiwillige Gratifikation". Im Jahr 2008 erfolgte keine Zahlung mehr unter diesem Titel.