Citation: 1B_245/2020 E. 3.8

3.8. Die Staatsanwaltschaft äusserte sich in ihrem Entscheid vom 18. Dezember 2019 nur rudimentär zu den Voraussetzungen der amtlichen Verteidigung. Sie führte im Wesentlichen aus, nicht bereit zu sein, auf ihren ersten Entscheid vom 10. Dezember 2019 zurückzukommen, zumal der Beschwerdeführer die Ärzte der psychiatrischen Klinik nicht vom medizinischen Geheimnis entbinde. Diese Verknüpfung ist indes nicht zulässig, und die Staatsanwaltschaft hätte das Wiedererwägungsgesuch wie dargelegt zumindest als neues Gesuch umfassend und nicht bloss beiläufig prüfen müssen. Die fehlende Bereitschaft des Beschwerdeführers, die Ärzteschaft vom Berufsgeheimnis zu entbinden, hätte sie insoweit berücksichtigen dürfen, als eine amtliche Verbeiständung aus gesundheitlichen Gründen zur Diskussion stand; ob sich die Verbeiständung allenfalls aus andern Gründen rechtfertigen würde, was aufgrund der Entwicklung der Verhältnisse damals im Vordergrund stand, hätte die Staatsanwaltschaft dagegen prüfen müssen. Das Obergericht seinerseits stützte seinen Entscheid einzig auf die Frage der Mittellosigkeit des Beschwerdeführers. Es befasste sich nicht damit, ob auch die übrigen Voraussetzungen einer amtlichen Verteidigung erfüllt wären. Die Beantwortung der Frage, ob eine Verteidigung zur Wahrung der Interessen des Beschwerdeführers geboten sei, erscheint denn auch nicht offensichtlich und bedarf vertiefter Prüfung. Es ist dem Bundesgericht mithin verwehrt, direkt einen reformatorischen Entscheid zu fällen; vielmehr rechtfertigt es sich, das Verfahren insoweit an die Staatsanwaltschaft als erste Instanz zurückzuweisen (vgl. Art. 107 Abs. 2 BGG).