Citation: 8C_491/2020 E. 7.4

7.4. Angesichts der Ausführungen des Dr. med. B.________ ist davon auszugehen, dass während des hier interessierenden Telefongesprächs hauptsächlich der Inhalt des Gutachtens diskutiert wurde. Der Beschwerdeführer konnte an dieser Besprechung nicht teilnehmen und erlangte davon erst später Kenntnis. Indem die Vorinstanz eine Befangenheit dennoch verneinte, misst sie dem Umstand zu wenig Bedeutung bei, dass bereits durch den einseitigen Kontakt des Dr. med. B.________ mit der Mobiliar im Rahmen der Vorbereitung der Gutachtensergänzung zumindest der Anschein der Befangenheit entstanden ist. Dieser Schluss drängt sich hier umso mehr auf, als an der Unterhaltung vorwiegend inhaltliche Aspekte besprochen wurden. Der blosse Anschein reicht aber, wie gezeigt, bereits aus, um eine Befangenheit zu bejahen. Die Überlegungen der Vorinstanz zum Gesprächsinhalt sind daher unerheblich und ausserdem nicht in allen Teilen überzeugend. Denn es ist nicht ersichtlich, weshalb sich einzelne Aussagen eher zugunsten des Beschwerdeführers auswirken sollten, zumal der Gutachter jedenfalls das Vorliegen einer Berufskrankheit in diesem Gespräch klar verneinte. Hinsichtlich der Befangenheit des Experten ab dem Zeitpunkt des Telefongesprächs hält die vorinstanzliche, summarische Beurteilung der Erfolgsaussichten der Beschwerde vor Bundesrecht somit nicht stand. Vielmehr ergibt sich aus dem eben Gesagten, dass die Erfolgsaussichten der Beschwerde bezüglich der seit diesem Moment gegebenen Befangenheit gut gewesen wären. Insoweit hat der Beschwerdeführer für das vorinstanzliche Verfahren Anspruch auf eine Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Die Sache ist daher zur Festsetzung einer (reduzierten) Parteientschädigung (nach Massgabe des mutmasslichen Prozessausgangs) an die Vorinstanz zurückzuweisen.