Citation: 6B_1214/2018 E. 3.2

3.2. Das angefochtene Urteil verletzt kein Bundesrecht. Die Vorinstanz stellt fest, dass der durch den Strafkläger auf das Konto der S.________ GmbH einbezahlte Betrag von CHF 56'000.-- im ungefähren Umfang von CHF 47'000.-- - ein Investment des Strafklägers in die S.________ GmbH dargestellt habe (angefochtenes Urteil S. 17). Dass die Vorinstanz insofern in Willkür verfallen wäre, macht die Beschwerdeführerin nicht geltend und ist auch nicht ersichtlich. Gestützt hierauf nimmt die Vorinstanz zu Recht an, der überwiesene Betrag sei zivilrechtlich dem Geschäftsvermögen der Gesellschaft zugeflossen. Ob die Gelder dabei dem Beschwerdegegner als Geschäftsführer im Sinne des Veruntreuungstatbestandes anvertraut waren oder ob der Sachverhalt im Lichte des Tatbestandes der ungetreuen Geschäftsbesorgung zu beurteilen wäre, kann offenbleiben (vgl. Beschwerde S. 5; ferner Urteil 6B_326/2012 vom 14. Januar 2013 E. 2.5.3; NIGGLI/RIEDO, in: Basler Kommentar, Strafrecht II, 4. Aufl. 2019, N 211 zu Art. 138; Andreas Donatsch, Aspekte der ungetreuen Geschäftsbesorgung gemäss Art. 158 Ziff. 1 StGB in der Aktiengesellschaft, ZStrR 120/2002 S. 25; ders., Aspekte der ungetreuen Geschäftsbesorgung nach Art. 158 StGB, ZStrR 114/1996 S. 219). Nicht zu beanstanden ist jedenfalls, dass als Geschädigte in diesem Punkt lediglich die S.________ GmbH in Frage kommt und nicht, wie in der Anklageschrift dargelegt, der Strafkläger. Wie die Vorinstanz zutreffend erkannt hat, ist indes ein Vermögensschaden bei der S.________ GmbH in der Anklageschrift nicht umschrieben und nennt diese einzig den Strafkläger als Geschädigten. Es mag zutreffen, dass beim Tatbestand der Veruntreuung das ungeschriebene Merkmal des Vermögensschadens in der Tathandlung der unrechtmässigen Verwendung aufgeht (NIGGLI/RIEDO, a.a.O., N 110 zu Art. 138). Doch muss der Anklageschrift entnommen werden können, wen die Anklagebehörde als geschädigt ansieht. Bei dieser Sachlage verletzt die Vorinstanz kein Bundesrecht, wenn sie annimmt, die Anklageschrift genüge den Anforderungen des Anklagegrundsatzes nicht. Jedenfalls verletzt sie insofern ihr Ermessen nicht. Im Übrigen hat die Staatsanwaltschaft die Schädigung der S.________ GmbH unter dem Titel ungetreue Geschäftsbesorgung in Ziff. C.4 der Anklageschrift angeklagt (Anklageschrift S. 9, C.4, Untersuchungsakten Ordner 12, act. 4293/9). Das Verhalten des Beschwerdegegners wird in diesem Punkt denn von der Vorinstanz auch unter diesem Gesichtspunkt beurteilt (vgl. angefochtenes Urteil S. 48 ff.; vgl. Parallelverfahren 6B_1327/2018 E. 5.2 f.). Nicht zu beanstanden ist das angefochtene Urteil auch, soweit die Vorinstanz annimmt, in der Anklageschrift sei in Bezug auf den Tatbestand des Betruges das Merkmal der Arglist nicht umschrieben. Der in der Anklageschrift aufgeführte Hinweis des Beschwerdegegners auf angebliche frühere erfolgreiche Geschäfte mag implizit eine Täuschung umfassen. Arglist ergibt sich daraus nicht. Insbesondere lässt sich daraus nicht ableiten, der Beschwerdegegner habe vorausgesehen, dass der Strafkläger die Überprüfung der Angaben aufgrund eines besonderen Vertrauensverhältnisses unterlassen werde (Beschwerde S. 4). Dasselbe gilt hinsichtlich des Merkmals des Anvertrautseins. Die Anklageschrift beschränkt sich auf die Umschreibung, der Strafkläger sei durch die täuschenden Angaben des Beschwerdegegners hinsichtlich attraktiver Absatzkanäle und früherer erfolgreicher Geschäfte zur Übernahme von Stammanteilen an der Gesellschaft verleitet worden und der Beschwerdegegner habe das Geld, ohne eine Geschäftstätigkeit aufzunehmen, für eigene Zwecke verwendet. Inwiefern die in die Gesellschaft investierten Gelder dem Beschwerdegegner persönlich anvertraut gewesen sein sollen, führt sie nicht aus. Auch in dieser Hinsicht verletzt die Vorinstanz ihr Ermessen nicht, wenn sie annimmt, die Anklageschrift genüge in diesem Punkt den Anforderungen des Anklagegrundsatzes nicht. Die Beschwerde erweist sich als unbegründet.