Citation: 5C.255/2001 16.01.2002 E. 1

1.- Das Bundesgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob ein Rechtsmittel zulässig ist (BGE 124 III 44 E. 1 S. 46). a) Zunächst ist zu prüfen, ob eine berufungsfähige Zivilstreitigkeit im Sinne von Art. 46 OG vorliegt, wobei der erforderliche Streitwert von 8000 Franken klar überschritten wird. Unter Zivilstreitigkeit gemäss Art. 46 OG versteht die Rechtsprechung ein kontradiktorisches Verfahren zwischen zwei oder mehreren natürlichen oder juristischen Personen in ihrer Eigenschaft als Trägerinnen privater Rechte oder zwischen solchen Personen und einer Behörde, die nach Bundesrecht die Stellung einer Partei einnimmt. Dieses Verfahren bezweckt die endgültige Regelung zivilrechtlicher Verhältnisse; dabei ist nicht entscheidend, welchen Rechtsweg die kantonale Behörde eingeschlagen hat; Voraussetzung bildet lediglich, dass die Parteien Ansprüche des Bundeszivilrechts erhoben haben und ebensolche streitig sind (BGE 124 III 44 E. 1a S. 46). b) Das Verwaltungsgericht hat seine Zuständigkeit gestützt auf § 69a Abs. 1 Ziff. 2 VRG/TG (170. 1) bejaht. Danach beurteilt das Verwaltungsgericht als einzige Instanz Streitigkeiten aus Zusatzversicherungen zur sozialen Krankenversicherung nach dem KVG. Führen die Krankenkassen neben der sozialen Krankenversicherung Zusatzversicherungen (Art. 12 Abs. 2 KVG; SR 832. 10), unterliegen diese nach Art. 12 Abs. 3 KVG dem Versicherungsvertragsgesetz (VVG; SR 221. 229.1). Streitigkeiten zwischen Versicherungseinrichtungen oder zwischen solchen und Versicherten werden vom Richter entschieden (Art. 47 Abs. 1 VAG; Versicherungsaufsichtsgesetz, SR 961. 01). Streitigkeiten aus Zusatzversicherungen sind zivilrechtlicher Natur (BGE 124 III 44 E. 1.a/aa S. 46). Da zwischen den Parteien kein Versicherungsvertrag besteht und es auch nicht um eine Streitigkeit zwischen Versicherungseinrichtungen geht (Art. 47 Abs. 1 VAG), handelt es sich nicht um eine Streitigkeit aus Zusatzversicherung im Sinne des VAG (BGE 127 III 421 E. 2 S. 423 f.). Ob die Vorinstanz nach dem kantonalen Organisationsrecht zuständig war, ist hier nicht zu erörtern, weil einerseits (willkürliche) Verletzung kantonalen Rechts ohnehin mit staatsrechtlicher Beschwerde zu rügen wäre (Art. 43 Abs. 1 OG) und andererseits der im Kanton eingeschlagene Rechtsweg für die hier interessierende Frage unerheblich ist. Auf jeden Fall handelt es sich beim angefochtenen Entscheid um einen Endentscheid eines oberen kantonalen Gerichts (Art. 48 Abs. 1 OG). Ungeachtet der materiellen Frage, auf welche Rechtsgrundlage sich der klägerische Anspruch zu stützen vermag, genügt für die Bejahung der Zulässigkeit der Berufung der Hinweis, dass es sich um eine Streitigkeit zweier juristischer Personen in ihrer Eigenschaft als Träger privater Rechte handelt, die als gleichberechtigte Subjekte auftreten (Messmer/Imboden, Die eidgenössischen Rechtsmittel in Zivilsachen, Ziff. 47 S. 68). Insoweit steht dem Eintreten auf die Berufung nichts entgegen.