Citation: 6P.10/2004 28.05.2004 E. 3

Der Beschwerdeführer rügt schliesslich eine Verletzung des in Art. 31 Abs. 2 BV verankerten Selbstbezichtigungsverbots, indem das Kantonsgericht die Strafe nicht mindere, soweit er die gegen ihn erhobenen Vorwürfe bestreite. Gemäss Art. 31 Abs. 2 BV braucht der Angeschuldigte nicht gegen sich selbst auszusagen. Vielmehr hat er das Recht, sich gegen die strafrechtlichen Vorwürfe zur Wehr zu setzen. Wie er dies tun will, ist grundsätzlich seine Sache. Folgerichtig darf er schweigen oder die Taten bestreiten, ohne deshalb entsprechende Nachteile im Urteilsspruch befürchten zu müssen (Louise Lutz, Die Verteidigung und das Verbot, den Angeschuldigten zu seiner Selbstbelastung zu bezichtigen, ZStrR 120/2002 S. 410 ff.). Das Kantonsgericht hat vom Bestreiten der Taten auf die fehlende Einsicht des Beschwerdeführers in das Tatunrecht geschlossen, sein Verhalten bei der Strafzumessung aber nicht straferhöhend, sondern neutral gewichtet. Dem Beschwerdeführer sind aus dem Bestreiten der Taten somit keine Nachteile erwachsen. Die Rüge ist somit unbegründet.