Citation: 2C_313/2021 E. 4.2.4

4.2.4. Grundsätzlich ist ausschlaggebend, dass zum für den Widerruf der Niederlassungsbewilligung massgebenden Zeitpunkt die zeitliche Dringlichkeit zur Behandlung der Erkrankung sowie die potentielle Todesgefahr für den Beschwerdeführer bekannt war und dementsprechend berücksichtigt wurde. Ob eine allfällige umgehend notwendige Behandlung des Beschwerdeführers gestützt auf die Hauterkrankung oder die Anfälligkeit des Beschwerdeführers auf Infekte erfolgt, ist nicht von entscheidender Bedeutung, solange die im vorinstanzlichen Entscheid evaluierte medizinische Versorgung in Bosnien und Herzegowina diese erbringen kann. Der Beschwerdeführer bringt nicht vor, dass das Universitätsspital in Sarajevo nicht auch die dringende Behandlung eines Infektes sicherstellen könnte, zumal gemäss verbindlicher Sachverhaltsfeststellung dieses ebenfalls über eine spezielle Abteilung für Infektionskrankheiten verfügt. Die Vorinstanz durfte somit willkürfrei davon ausgehen (vorne E. 1.5), dass die geltend gemachten physischen Gesundheitsprobleme des Beschwerdeführers im Kern bereits 2017 angelegt gewesen waren und sich nun während seines rechtswidrigen Aufenthalts akzentuiert haben.