Citation: 1C_165/2016 E. 3.5.3

3.5.3. Das ARE teilt die Auffassung des Beschwerdeführers, dass aus Sicht des Konzentrationsprinzips der Alternativstandort geeigneter erscheine, da er zwischen zwei bestehende Bauten zu liegen käme. Indessen erscheint der Unterschied zwischen den beiden Varianten als gering, zumal sowohl im Westen als auch im Osten eine Kleinsiedlung besteht, in deren Richtung der Stall die Gebäudegruppe um den Landwirtschaftsbetrieb herum erweitern würde. Der Stellungnahme der Kantonalen Siedlungskommission, welche die Fernwirkung vor Ort untersuchte, ist zu entnehmen, dass der Projektstandort aus südwestlicher Sicht sogar weniger störend in Erscheinung tritt, weil er vor der Kleinsiedlung liegt, zu der auch das Haus des Beschwerdeführers gehört. Auch mit Blick auf den Bodenverbrauch erscheinen die beiden Varianten vergleichbar. Qualitativ gesehen handelt es sich an beiden Standorten um Fruchtfolgeflächen, wobei der Projektstandort zur NEK 2 gehört (uneingeschränkte Fruchtfolge 2. Güte), während der Alternativstandort a2 in die leicht tiefere NEK 3 (getreidebetonte Fruchtfolge 1. Güte) einzuordnen ist. In quantitativer Hinsicht geht die Vorinstanz davon aus, dass der Standort a2 mehr Fläche beanspruchen würde. Diese Feststellung scheint, entgegen der Kritik des Beschwerdeführers, nicht willkürlich, zumal die Erschliessung über den Herrenweg länger ist als über die Krähstelstrasse. Das Verwaltungsgericht hat zudem aufgrund des längeren Wegs vom Betriebszentrum her zu Recht festgehalten, dass der Standort a2 weniger effiziente Betriebsabläufe zur Folge hätte. Bereits aus den genannten Gründen ist hinreichend erstellt, dass der Standort a2 im Rahmen der Gesamtinteressenabwägung nicht als vorteilhafter erscheint als der Projektstandort. Offen bleiben kann, wie es sich mit den weiteren erwähnten Gesichtspunkten verhält (Beeinträchtigung der Quellfassung und mögliche künftige Erweiterung des Stalls). Auch in Bezug auf den Standort a2 ist dem Verwaltungsgericht somit keine Verletzung von Art. 34 Abs. 4 lit. b RPV vorzuwerfen.