Citation: 4A_287/2020 E. 3.3.1

3.3.1. Zwar verkennt die Vorinstanz wohl die Tragweite des zu vollstreckenden Urteils, wenn sie zum Schluss kommt, die Beschwerdegegnerin sei mit der Gutheissung 4 nicht verpflichtet worden, Rechenschaft darüber abzulegen, wie die den Margennachforderungen zugrundegelegten Kennzahlen berechnet worden seien. Wenn im Editionsurteil in Bezug auf das Klagebegehren Ziff. 2 festgehalten wird, die Beschwerdegegnerin habe nachvollziehbar Auskunft darüber zu erteilen, wie sie auf die Margennachforderungen gekommen sei und welche Kennzahlen und Berechnungen sie auf welcher Grundlage ihrer Berechnung zu Grunde gelegt habe, dann umfasst die Gutheissung dieses Begehrens auch Angaben über die Grundlage, auf der die Kennzahlen fussen. Soweit die Beschwerdegegnerin Kennzahlen verwendet, die nicht selbsterklärend und objektiv nachvollziehbar sind, hilft der Beschwerdeführerin die Angabe der Kennzahl allein nicht weiter. Haben interne Dokumente bei der Festsetzung der Margennachforderungen eine Rolle gespielt, werden auch sie von der Gutheissung erfasst, immer vorausgesetzt, dies sei für die Nachvollziehbarkeit der Margennachforderung nötig (vgl. BGE 139 III 49 E. 4.1.3 S. 56).