Citation: 6B_20/2010 16.07.2010 E. 1

1.1 Die dem Beschwerdeführer in der Strafverfügung zur Last gelegten Handlungen sind nach der zutreffenden Auffassung der Vorinstanz schon deshalb nicht nach dem Landwirtschaftgesetz strafbar, weil der insoweit in Betracht fallende Art. 173 Abs. 1 lit. i zweite Hälfte LwG (in Verbindung mit Art. 159a LwG) erst am 1. Januar 2008 in Kraft trat und somit zur Zeit der inkriminierten Handlungen noch nicht in Kraft war (siehe dazu Bundesgerichtsurteile 6B_927/2008 und 6B_928/2008 vom 2. Juni 2009 E. 3.5). Die Verfütterung von Hanf an Nutztiere kann aber nach dem bereits im Zeitraum der inkriminierten Handlungen geltenden Recht den Tatbestand von Art. 48 Abs. 1 lit. b LMG erfüllen, wobei auch der Versuch und die Gehilfenschaft strafbar sind (Art. 48 Abs. 2 LMG). 1.2 Der Beschwerdeführer baute nach den Feststellungen der Vorinstanz im Jahr 2006 Hanf an, erntete diesen und brachte ihn zur Grastrocknungsanlage, wo er zu Pellets verarbeitet wurde. Er konnte die Pellets allerdings dort nicht abholen und entsprechend dem Plan, sie an seine Milchkühe zu verfüttern, in seiner Scheune lagern, weil die Pellets zwischenzeitlich beschlagnahmt worden waren. Damit war aber nach der Auffassung der Vorinstanz der letzte entscheidende Schritt in die Straftat der Verfütterung vor Hanf an Nutztiere noch nicht getan, weshalb nach ihrer Ansicht kein strafbarer Versuch der Widerhandlung im Sinne von Art. 48 Abs. 1 lit. b in Verbindung mit Art. 48 Abs. 2 LMG vorliegt. Was mit dem vom Beschwerdeführer im Jahr 2007 angebauten Hanf geschah beziehungsweise hätte geschehen sollen, ist gemäss den Ausführungen im angefochtenen Entscheid mangels diesbezüglicher Abklärungen durch die kantonalen Behörden völlig unbekannt, weshalb nach der Auffassung der Vorinstanz insoweit jegliche Anhaltspunkte für einen Versuch des Verfütterns respektive für eine Gehilfenschaft des Beschwerdeführers zum Verfüttern von Hanf an Nutztiere fehlen und daher keine strafbare Handlung vorliegt. 1.3 Obschon die Vorinstanz im konkreten Fall unter den gegebenen Umständen eine Straftat zumindest in der Form eines Versuchs verneinte, zog sie den durch Verfügung des Bezirksamts Arbon vom 22. September 2006 beschlagnahmten Hanf beziehungsweise die daraus hergestellten Hanf-Pellets (2210 kg) gestützt auf Art. 69 Abs. 1 StGB respektive Art. 58 aStGB zur Vernichtung durch den Staat ein im Wesentlichen mit der Begründung, dass der Hanf zur Begehung einer Straftat bestimmt gewesen sei und im Falle seiner Rückgabe an den Beschwerdeführer sehr wahrscheinlich an Nutztiere verfüttert würde, wodurch die Gesundheit und damit die Sicherheit von Menschen gefährdet werden könnten. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Einziehung zur Vernichtung verstosse gegen Bundesrecht.