Citation: 1P.41/2007 30.01.2007 E. 2

Die Staatsanwaltschaft Graubünden eröffnete mit Verfügung vom 17. Mai 2005 eine Strafuntersuchung wegen Veruntreuung zum Nachteil von X.________. Mit Verfügung vom 8. Dezember 2005 stellte die Staatsanwaltschaft Graubünden die Strafuntersuchung ein. Eine dagegen von X.________ erhobene Beschwerde hiess die Beschwerdekammer des Kantonsgerichts von Graubünden am 21. Februar 2006 insofern gut, als sie feststellte, dass das Untersuchungsrichteramt ein Gesuch des Beschwerdeführers um Akteneinsicht bloss implizite und nicht in Form einer anfechtbaren Verfügung abgelehnt habe. Am 19. Mai 2006 stellte das Untersuchungsrichteramt Chur dem Rechtsvertreter von X.________ die Akten zu. Dieser beantragte in der Folge, es sei der Prüfbericht vom 28. Januar 2005 der Bankrevisions- und Treuhand AG zu den Verfahrensakten zu nehmen; weiter sei eine Zeugeneinvernahme durchzuführen. Am 2. Juni 2006 wies der Untersuchungsrichter den Rechtsvertreter von X.________ darauf hin, dass sich der Prüfbericht bereits bei den Akten befinde. Der beantragten Zeugeneinvernahme werde entsprochen. Die Zeugin werde zum Inhalt des Telefongesprächs vom 23. April 2004 befragt. Der Rechtsvertreter des Anzeigeerstatters erhalte Gelegenheit, innert 10 Tagen Antrag auf ergänzende Fragen zu stellen. Mit Schreiben vom 16. Juni 2006 teilte der Rechtsvertreter von X.________ dem Untersuchungsrichteramt mit, seiner Auffassung nach sei es am wahrscheinlichsten, dass die von seinem Mandanten einbezahlten Fr. 20'000.-- einem falschen Konto gutgeschrieben worden seien und der betreffende Kontoinhaber die Falschbuchung nicht gemeldet habe. Entsprechend sei die Kantonalbank aufzufordern, die Namen sämtlicher Kunden bekannt zu geben, die am 21., 22. und 23. Mai 2003 bei der Bank Bareinzahlungen von Fr. 20'000.-- getätigt hätten; diese Personen seien als Auskunftspersonen einzuvernehmen. Bezüglich der Zeugeneinvernahme gehe er davon aus, dass er anwesend sein könne und das Recht habe, Ergänzungsfragen zu stellen. Mit Verfügung vom 20. Juni 2006 wies der Untersuchungsrichter die Ergänzungsanträge bzw. das Gesuch um Teilnahme an der Zeugenbefragung ab. Am 23. Juni 2006 wurde die Zeugin befragt und eine Kopie der Einvernahme dem Rechtsvertreter von X.________ zugestellt. X.________ erhob gegen die Verfügung vom 20. Juni 2006 Beschwerde, welche von der Staatsanwaltschaft Graubünden mit Entscheid vom 4. September 2006 abgewiesen wurde. Gegen diesen Entscheid erhob X.________ Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Kantonsgerichts von Graubünden und beantragte, an die Zeugeneinvernahme zugelassen zu werden und Ergänzungsfragen stellen zu können, die Kantonalbank zu verpflichten, sämtliche Belege betreffend Bareinzahlungen von Fr. 20'000.-- bei der Filiale Chur für den Zeitraum vom 21. bis 23. Mai 2003 herauszugeben sowie ein neues Gutachten betreffend den Verbleib der Einzahlung des Geschädigten bei der Kantonalbank in Auftrag zu geben. Die Beschwerdekammer des Kantonsgerichts von Graubünden wies mit Entscheid vom 24. Oktober 2006 die Beschwerde ab, soweit sie darauf eintrat.