Citation: 9C_10/2014 E. 6.1

6.1. Das kantonale Gericht hat dem Gutachten M.________ hinsichtlich der darin enthaltenen Befunde zu Recht vollen Beweiswert zuerkannt. Zwar trifft es zu, dass die Auswirkungen unklarer Beschwerdebilder auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit besonders schwierig nachzuweisen sind, weshalb fremdanamnestische Angaben für die Plausibilisierung von besonderem Stellenwert sein können (zur Publ. vorgesehenes Urteil 9C_701/2013 vom 12. Juni 2014 E. 3.3.2). Davon abgesehen, dass das Einholen fremdanamnestischer Auskünfte grundsätzlich im Ermessensspielraum des Gutachters liegt (Urteil 9C_65/2012 vom 28. Februar 2012 E. 4.3 mit Hinweisen), ist die Aussagekraft von Angaben Dritter aber geringer und jedenfalls mit besonderer Sorgfalt zu beurteilen, wenn - wie hier - eine Aggravation oder Simulation im Raum steht. Konkret hat sich Dr. med. M.________ mehrfach - wenngleich teilweise erfolglos - um Stellungnahmen von Personen aus dem Umfeld des Beschwerdeführers bemüht. Die erhaltenen Angaben liess er jedenfalls ausreichend in seine Beurteilung einfliessen. Er legte nachvollziehbar begründet dar, die Symptome, namentlich die subjektiven Gedächtnisschwierigkeiten, hätten zunehmend ihre anfängliche Bewusstseinsferne verloren und seien willentlich überwindbar geworden. Dabei nahm er Bezug auf die Schilderung der Ehefrau, wonach es dem Versicherten gut gehe, wenn er frei von Druck sei (z.B. in den Ferien). Er berücksichtigte auch, dass der Beschwerdeführer im Alltag zu komplexen Handlungen fähig war (Ausübung von Leitungs- und Trainerfunktionen in Sportvereinen, Herstellung und Vertrieb von Holzspielwaren, Fahren eines gemieteten Campers auf Strassen im Ausland unter Mitnahme der Familie, Ausführung verschiedener Reparaturarbeiten im Auftrag etc.). Betreffend die (kurzzeitig) ausgeübte Vizepräsidentschaft beim FC O.________ führte die Ehefrau gegenüber Dr. med. M.________ aus, ihr Mann sei unter Druck und in ein "Züüg" geraten, weil er "es" gut habe machen wollen, schliesslich sei es nicht mehr gegangen, er habe "einfach keine Nerven mehr für so etwas". Welche weiteren relevanten Erkenntnisse von einem Gespräch mit dem Präsidenten des FC O.________ zu erwarten gewesen wären, ist nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer auch nicht näher dargetan. Indem Dr. med. M.________ festhielt, der Versicherte reagiere weiterhin stark auf subjektiv empfundene Druck- und Belastungssituationen, denen er auszuweichen und die er zu vermeiden suche, trug er den fremdanamnestischen Angaben ausreichend Rechnung. Die Tatsache, dass der Versicherte seit Herbst 2011 eine wenig anforderungsreiche Tätigkeit als Verantwortlicher für Umgebung und Tierpflege in einem Betagtenzentrum aufgenommen hat, spricht in keiner Weise gegen die Beurteilung des Gutachters. Was die erfolglose Kontaktaufnahme mit dem Psychiater K.________ betrifft, ist bereits deshalb nicht ersichtlich, welche weitergehenden Angaben von diesem hätten erhältlich sein können, weil der Versicherte seit Dezember 2012 nicht mehr in dessen Praxis behandelt wurde.