Citation: 4A_147/2022 E. 5.2.2

5.2.2. Die Beschwerdeführerin ortet ihr Interesse am Fortbestand der Beschwerdegegnerin darin, dass ihr die C.________ AG im August 2019 ein Angebot über USD 2.9 Mio. für die 50%ige Beteiligung an der Beschwerdegegnerin angeboten habe. Die Vorinstanz habe den Inhalt dieses Angebots unrichtig wiedergegeben. Das Vergleichsangebot sehe in Ziff. 1 den Rückzug der in U.________ anhängig gemachten Gerichtsverfahren vor. Die USD 2.9 Mio. seien jedoch unter Ziff. 2 einzig als Gegenleistung für den Erwerb der Aktien erwähnt. Damit habe die Vorinstanz den Sachverhalt offensichtlich aktenwidrig festgestellt. Die Vorinstanz hielt fest, dass es sich bei diesem Angebot nicht um ein reines Kaufangebot für die Aktien der Beschwerdegegnerin handle. Im Rahmen des Angebots sollte die Beschwerdeführerin zwar gegen Bezahlung eines Kaufpreises die Aktien an der Beschwerdegegnerin übertragen, jedoch auch die von ihr in U.________ anhängig gemachten Gerichtsverfahren zurückziehen. Die Beschwerdeführerin lasse bei ihrem Standpunkt unerwähnt, dass die USD 2.9. Mio. nicht nur ein Kaufpreis darstelle, sondern damit auch ein Rückzug der in U.________ anhängig gemachten Gerichtsverfahren verbunden sein sollte. Die Vorinstanz stellte damit bloss fest, dass es sich beim genannten Angebot um kein reines Kaufangebot für die Aktien gehandelt habe, weil sich die Beschwerdeführerin darin auch zum Rückzug der rechtshängigen Gerichtsverfahren in U.________ verpflichtet habe. Das ist korrekt, sollten doch nach dem Angebot Ziff. 1 die genannten Verfahren in U.________ zurückgezogen und nach Ziff. 2 insbesondere die Aktien zu einem Preis von USD 2.9 Mio. übertragen werden. Eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung liegt nicht vor.