Citation: 6B_301/2022 E. 2.3.3

2.3.3. Damit handelt es sich bei der Audioaufnahme vom 23. Mai 2018 um einen formell verwertbaren Beweis. Davon scheint auch die Vorinstanz auszugehen, da sie die Audioaufnahme bzw. die deutsche Transkription davon würdigt, darauf jedoch aus inhaltlichen Gründen nicht abstellt (vgl. angefochtenes Urteil S. 9; hinten E. 3.2). Ob der Audioaufnahme ein Beweiswert zuerkannt werden kann, ob es sich um erlebnisbasierte Aussagen handelt und ob die Aussagen infolge der Befragungssituation durch die Mutter zu stark beeinflusst worden sein könnten, beschlägt die Aussageanalyse und damit eine Frage der Beweiswürdigung, die in jenem Rahmen zu entscheiden ist.