Citation: 8C_719/2023 E. 7.1

7.1. In diesem Zusammenhang macht die Beschwerdeführerin zunächst geltend, sie habe bereits in der Beschwerde an die Vorinstanz auf den Widerspruch zwischen dem Gutachten und anderen, im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten hingewiesen. Namentlich habe sie den Widerspruch zwischen dem Gutachten der PMEDA und demjenigen der Klinik B.________ vom 8. Dezember 2017 gerügt. Gemäss letzterem sei sie aufgrund des Unfalls vom 25. April 2014 zunächst zu 100 % arbeitsunfähig gewesen. Im Gutachtenszeitpunkt seien die Beeinträchtigungen sodann wieder auf ein Mass abgeheilt gewesen, wie es der Verfügung der AXA vom 23. Juli 2012 zugrunde gelegen habe. Der Zustand gemäss Verfügung der AXA sei dabei aber keineswegs ein beschwerdefreier gewesen. Vielmehr habe eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % und eine rein unfallbedingte Invalidität von 56 % vorgelegen. Im Widerspruch zu dieser Einschätzung befinde das PMEDA-Gutachten einerseits, es lägen keine Einschränkungen vor. Andererseits gehe es von einem zumindest seit 2016 unveränderten Gesundheitszustand aus, wobei unklar bleibe, wie die Gutachter der PMEDA den Gesundheitszustand rückwirkend genau einschätzen würden. Bereits dies spreche gegen den Beweiswert des Gutachtens, da die medizinischen Akten inklusive Einschätzungen des RAD und des Gutachtens der Klinik B.________ nach dem Unfall im Jahr 2014 eine volle Arbeitsunfähigkeit bestätigt hätten. Die Vorinstanz habe sich in willkürlicher Weise nicht damit auseinandergesetzt, dass das PMEDA-Gutachten in ungelöstem Widerspruch zu praktisch sämtlichen Vorakten stehe.