Citation: 4A_449/2017 E. 5.3.1

5.3.1. Zunächst ist zu prüfen, ob die Vorinstanz die erwähnten Ausführungen in der Berufung zu Recht als im Lichte von Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht zu berücksichtigend qualifizierte, soweit der Beschwerdeführer dies bestreitet. Zum Bericht der Höhenklinik ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer nicht in Abrede stellt, diesen erstinstanzlich ohne dazugehörige Tatsachenausführungen eingereicht zu haben. Daraus folgt ohne Weiteres, dass die in der Berufung dazu aufgestellten Tatsachenbehauptungen neu sein müssen. Abgesehen davon ist es nicht überspitzt formalistisch, wenn die Vorinstanz feststellte, der Beschwerdeführer habe diesen Bericht zum Zwecke eines Gutachtens aufgelegt, denn der Beschwerdeführer hielt genau dies selber ausdrücklich an der entsprechenden Stelle seiner damaligen Eingabe fest. Wenn sich die Vorinstanz nicht mehr mit den erst in der Berufung und damit verspätet vorgetragenen Behauptungen auseinandersetzte, verletzte sie das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers nicht. Damit aber fehlt es an einer Grundlage für den Vorwurf der Willkür bezüglich der Feststellung der Vorinstanz, wonach in diesem Bericht mehrere Diagnosen gestellt würden, aber unklar bleibe, aufgrund welcher die Arbeitsunfähigkeit bestätigt werde. Zur Behauptung einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit im Durchschnitt während der hier relevanten Periode verweist der Beschwerdeführer auf eine spezifische Aktenstelle, an der er dies geltend gemacht haben will. Dort hielt er fest, sich in der Berechnung ein Invalideneinkommen von 50 % angerechnet zu haben. Diese Formulierung spricht allerdings - entgegen dem Beschwerdeführer - dafür, dass er nicht eine durchschnittliche, sondern eine durchgehende (konstante) 50%ige Arbeitsunfähigkeit im fraglichen Zeitraum geltend machte. Jedenfalls ist Willkür nicht auszumachen, wenn die Vorinstanz dieses wenig präzise Vorbringen des Beschwerdeführers so verstanden hat und daher feststellte, bei der Geltendmachung einer durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit von 50 % handle es sich um eine neue Tatsachenbehauptung. Soweit sich der Beschwerdeführer bei seinen Ausführungen auf die Massgeblichkeit einer durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit von 50 % beruft, ist er damit nicht zu hören - Thema war eine konstante Arbeitsunfähigkeit von 50 % während der fraglichen Periode.