Citation: 5A_266/2017 E. 5.1

5.1. Der Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV gewährleistet eine verfassungsrechtliche Mindestgarantie, deren Einhaltung das Bundesgericht frei prüft. Zwar können die Kantone weitergehende Ansprüche vorsehen. Dass dies vorliegend der Fall wäre, ist jedoch weder geltend gemacht noch ersichtlich (Art. 314 Abs. 1 i.V.m. Art. 450f ZGB und Art. 26 Abs. 2 des Verfassung des Kantons Bern vom 6. Juni 1993 [KV/BE] sowie Art. 72 KESG/BE und Art. 21 ff. VRPG/BE; vgl. dazu MERKLI/AESCHLIMANN/HERZOG, Kommentar zum Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege im Kanton Bern, 1997, N. 4 f. zu Art. 21 VRPG/BE). Weitergehende kantonale Ansprüche könnte das Bundesgericht ohnehin nur auf willkürfreie Auslegung und Anwendung hin überprüfen (vgl. zum Ganzen BGE 126 I 19 E. 2a; 15 E. 2a; Urteile 1C_203/2017 vom 25. Oktober 2017 E. 2.3; 4A_96/2007 vom 26. Juni 2007 E. 2.1). Somit ist die Rüge der Gehörsverletzung vor dem Hintergrund der (eidgenössischen) Verfassungsbestimmung zu prüfen.