Citation: 1C_241/2022 E. 2.3

2.3. Das kantonale Gesetz über die politischen Rechte regelt den Inhalt der politischen Rechte und Pflichten auf der Ebene des Kantons, der Bezirke und der Gemeinden sowie die Voraussetzungen und das Verfahren ihrer Ausübung (§ 1 Abs. 1 GPR). Der II. Teil dieses Gesetzes betrifft insbesondere Wahlen und Abstimmungen und enthält Regeln über die Wahl- und Abstimmungsorganisation (1. Abschnitt), die Wählbarkeit, den Amtszwang und die Amtsdauer (2. Abschnitt), allgemeine Verfahrensbestimmungen für Wahlen (3. Abschnitt) sowie Vorschriften betreffend Mehrheitswahlen an der Urne und Urnenabstimmungen (4. Abschnitt), wozu insbesondere auch die Voraussetzungen für eine stille Wahl gehören (§§ 54 f. GPR). Ob bzw. inwiefern diese Bestimmungen in ihrer Gesamtheit den Gemeinden eine relativ erhebliche Entscheidungsfreiheit einräumen, braucht hier nicht geklärt zu werden. Nach dem Ausgeführten ist einzig entscheidend, ob im hier streitigen Bereich Gemeindeautonomie besteht. Ob darüber hinaus allgemein gesagt werden kann, die Regelung des Wahlverfahrens für die Sekundarschulpflege falle in die Zuständigkeit der Sekundarschulgemeinde, wie dies die Beschwerdeführerin behauptet, ist dagegen nicht massgebend.