Citation: 2A.311/2004 08.09.2004 E. A

Die kroatische Staatsangehörige X.________ (geb. 1967) war in erster Ehe mit dem kroatischen Staatsangehörigen A.________ verheiratet. Dieser Verbindung entspross der Sohn B.________ (geb. 1987). Am 4. Mai 1989 wurde die Ehe in Z.________ (Bosnien-Herzegowina) geschieden, wobei der Sohn B.________ der Mutter zur Alleinerziehung zugesprochen wurde. Am 2. August 1992 reiste X.________ allein in die Schweiz, wo ihr im Rahmen der "Aktion Bosnien-Herzegowina" eine Kurzaufenthaltsbewilligung erteilt wurde. Am 3. März 1995 heiratete X.________ den Schweizer Bürger C.________ (geb. 1936) und erhielt in der Folge die Aufenthaltsbewilligung. Das Ehepaar hat den gemeinsamen Sohn D.________ (geb. 1994). C.________ stellte am 15. Oktober 1995 ein Gesuch um Nachzug von B.________, welches von der kantonalen Fremdenpolizei St. Gallen bewilligt wurde. Am 28. November 1995 reiste B.________ in die Schweiz ein. Ab dem 3. Januar 1996 besuchte er die Primarschule in J.________. Mit Schreiben vom 8. Mai 1996 bestätigte die Primarschulgemeinde J.________ den Austritt von B.________ per 15. April 1996. Die Schulbehörde hielt weiter fest, dass B.________ während den Osterferien mit der Mutter in Jugoslawien weilte und dort angeblich vom leiblichen Vater oder von den Eltern des Vaters entführt worden sei. Gemäss Meldung von C.________ vom 6. Mai 1996 verbleibe B.________ bei den Eltern des leiblichen Vaters in Bosnien. Am 24. März 2000 wurde X.________ die Niederlassungsbewilligung erteilt.