Citation: 1C_284/2021 E. 4.4

4.4. Das umstrittene Vorhaben umfasst einen Teilabschnitt des Bodmerwegs. Der Beschwerdeführer legt indessen vor Bundesgericht nicht konkret dar, inwiefern zusätzlich auf anderen Teilabschnitten ein durchgehender Radweg in absehbarer Weise Land ausserhalb der Bauzonen benötigen soll. Zwar bestehen nach der Rechtsprechung keine starren Schwellenwerte bei der beanspruchten Fläche bzw. der räumlichen Ausdehnung für die Annahme einer Planungspflicht, denn es ist insofern immer auch die Art der Baute oder Anlage zu berücksichtigen (vgl. Urteil 1C_321/2019 vom 27. Oktober 2020 E. 2.6 mit Hinweisen). Bei dem vom Beschwerdeführer angesprochenen Urteil A.411/1986 vom 2. März 1987 (erwähnt in BGE 114 Ib 312 E. 3b/aa) ging es um eine Minigolfanlage mit Parkplätzen ausserhalb der Bauzonen, die ca. 2'000 m² Boden beanspruchte (a.a.O., E. 2). Dieses Urteil steht aber nicht entgegen, im vorliegenden Fall von geringen räumlichen Auswirkungen auszugehen. Weiter weist der Beschwerdeführer auf die Bedeutung der Verbindung über den Bodmerweg für das Fuss- und das Radwegnetz in der Gemeinde und auf die natur- und heimatschutzrechtliche Empfindlichkeit der Umgebung hin. So erinnert er an das Schutzziel 3.5 des nahe gelegenen BLN-Objekts Nr. 1405, wonach die ökologische Vernetzung der Lebensräume zu erhalten ist. Für die Beurteilung der Planungspflicht sind als Aspekte u.a. die Empfindlichkeit der Landschaft, die zu erwartenden Immissionen oder die Möglichkeit der Koordination mit anderen (geplanten) Bauten oder Anlagen von Bedeutung (vgl. Urteil 1C_321/2019 vom 27. Oktober 2020 E. 2.6). Auch insofern ist es jedoch nicht zu beanstanden, wenn das Verwaltungsgericht kein planungsrechtliches Regelungsbedürfnis erblickt hat. Betroffen ist ein Projekt für den Langsamverkehr ohne Flächen zum Verweilen entlang eines stark befahrenen Eisenbahntrassees. Bei den gegebenen Verhältnissen ist es nachvollziehbar, dass der fragliche Weg eng begrenzt auch dem (motorisierten) Werkverkehr zugunsten der Gleisanlage zu dienen hat, ohne dass das Projekt deswegen auf einen verkappten Strassenbau hinausläuft. Das Verwaltungsgericht konnte ferner davon ausgehen, dass der Eingriff in den Entwässerungsgraben - unter Einbezug der ins Feld geführten ökologischen Vernetzung - ohne zusätzliche nutzungsplanerische Festlegungen im Rahmen einer Baubewilligung ausreichend erfasst werden kann. Bei einer Gesamtbetrachtung der raumrelevanten Faktoren lässt sich eine Planungspflicht für das Projekt verneinen. Demzufolge sind die verfassungsrechtlichen Parteirechte des Beschwerdeführers im kantonalen Verfahren auch unter dem Blickwinkel der Planungspflicht nicht verletzt worden, soweit in dieser Hinsicht auf die Rügen einzutreten ist.