Citation: 2C_54/2023 E. 4.1

4.1. Hinsichtlich der Geltendmachung einer allfälligen Prüfungsunfähigkeit hat die Vorinstanz, unter Hinweis auf den hier anwendbaren § 24 der Rahmenverordnung vom 26. August 2019 über die Bachelor- und Masterstudiengänge an der Medizinischen Fakultät der Universität Zürich (RVO MeF; LS 415.433.5) sowie auf Rechtsprechung und Doktrin, erwogen, dass Gründe, welche die Prüfungsfähigkeit aufheben oder beeinträchtigen, grundsätzlich unverzüglich vorzubringen seien. Anders verhalte es sich nur, wenn die geprüfte Person aus objektiver Sicht und unverschuldet nicht in der Lage gewesen sei, ihren Verhinderungsgrund in eigenverantwortlicher Willensausübung unverzüglich geltend zu machen. Solche Umstände habe die Beschwerdeführerin, die angegeben habe, während der Prüfung vom 19. August 2021 an einer Mittelohrentzündung gelitten zu haben, nicht belegen können. Insbesondere habe sie keinerlei Beweise für die von ihr behauptete Prüfungsangst vorbringen können. Vor diesem Hintergrund hat die Vorinstanz die Aussagen der Beschwerdeführerin, wonach die Prüfungsangst mehrere Monate angehalten habe, sodass sie erst nach Bekanntgabe der Prüfungsresultate in der Lage gewesen sei, ihre Prüfungsunfähigkeit zu erkennen, als nicht glaubhaft erachtet. Daher hat das Verwaltungsgericht den Antrag der Beschwerdeführerin auf erneute Zulassung zur Prüfung abgewiesen.