Citation: 6P.172/2004 03.10.2005 E. 9

Der Beschwerdeführer macht geltend, der Polizeibeamte L.________ sei ihm gegenüber sehr negativ eingestellt gewesen. Daher verstosse es gegen den Grundsatz des fairen Verfahrens, dass die Ermittlungen zu einem wesentlichen Teil massgeblich von diesem Beamten durchgeführt worden seien (Beschwerde S. 7 f. Ziff. A/4). Im angefochtenen Urteil wird dazu erwogen, die vom Beschwerdeführer behauptete negative Einstellung des Polizeibeamten L.________ ihm gegenüber vermöchte - sollte sie zutreffen - keine Verletzung des Grundsatzes des fairen Verfahrens zu begründen, sei L.________ "doch lediglich - neben anderen Polizeibeamten - an den polizeilichen Ermittlungen beteiligt" gewesen (S. 16/17). Damit hat das Obergericht entgegen den Andeutungen in der Beschwerdeschrift (S. 7) nicht zum Ausdruck gebracht, dass L.________ nur ein Polizeibeamter neben vielen und somit nicht massgeblich an den Ermittlungen beteiligt gewesen sei. Vielmehr hat es mit der zitierten Bemerkung darauf hingewiesen, dass L.________ lediglich an den polizeilichen Ermittlungen beteiligt gewesen sei. Im Übrigen begründet der Beschwerdeführer seine Behauptung, der Polizeibeamte L.________ sei befangen gewesen und habe unfair ermittelt, konkret einzig mit dem Hinweis auf Umstände betreffend die polizeiliche Einvernahme von B.________ vom 25. Mai 2000, in welcher dieser nach einem nicht protokollierten Vorgespräch in Abweichung von früheren Aussagen erstmals aussagte, dass er das anonyme Schreiben vom 10. Mai 2000 verfasst habe. Inwiefern sich daraus eine negative Einstellung des einvernehmenden Polizeibeamten L.________ im konkreten Ermittlungsverfahren ergibt, ist nicht ersichtlich.