Citation: 2C_596/2023 E. 5.5

5.5. Zusammengefasst bestand zwischen der Beschwerdeführerin 1 und dem Beschwerdeführer 2 vor deren Umzug in die Schweiz im Mai 2022 keine besondere Abhängigkeit. Auch seit Mai 2022 besteht keine besondere Abhängigkeit, werden Betreuung und Pflege doch in erster Linie durch die Residenz D.________ erbracht und ist es der Beschwerdeführerin 1 möglich, entsprechende Betreuungsoptionen in ihrer Heimat zu nutzen. Dass der Beschwerdeführer 2 und seine Familie seit Mai 2022 einen guten Kontakt zur Beschwerdeführerin 1 pflegen, diese besuchen und ihr Pflege angedeihen lassen, begründet keine unabdingbare Betreuungs- oder Pflegeleistung. Dementsprechend durfte die Vorinstanz bundesrechts- und konventionskonform das Vorliegen eines besonderen Abhängigkeitsverhältnis verneinen und die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung an die Beschwerdeführerin 1 verweigern. Der Beschwerdeführerin steht es im Übrigen frei, ein erneutes Härtefallgesuch zu stellen, wenn die Umstände - namentlich ihre gesundheitliche Situation - sich seit dem ersten Entscheid wesentlich geändert haben.