Citation: 8C_219/2022 E. 6.2.3

6.2.3. Weiter erwog die Vorinstanz, das trotz Gesundheitsschadens erzielbare Invalideneinkommen sei anhand des Sektors Ziff. 9 "Hilfsarbeitskräfte" der LSE-Tabelle T17 festzulegen. Die vom Bundesgericht offen gelassene Frage, ob das Merkmal des fortgeschrittenen Alters in der obligatorischen Unfallversicherung grundsätzlich überhaupt einen Abzug vom Tabellenlohn rechtfertigen könnte, könne weiter offen bleiben. Denn Hilfsarbeiten würden auf dem hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt altersunabhängig nachgefragt. Andererseits sei in Anwendung von Art. 28 Abs. 4 UVV von einem mittleren Alter auszugehen, weshalb das fortgeschrittene Alter des Beschwerdeführers ohnehin nicht als lohnmindernd zu berücksichtigen wäre. Im Hinblick auf seine leidensbedingten Einschränkungen sei hervorzuheben, dass der Kreisarzt solche bei der Umschreibung der angepassten Tätigkeit bereits berücksichtigt habe (vgl. E. 5.1 hiervor). Diese Einschränkungen dürften nicht nochmals als abzugsrelevant herangezogen werden. Ob der von der Suva vorgenommene leidensbedingte Abzug von 5 % zulässig sei, erscheine somit fraglich. Auf diesbezügliche Weiterungen könne verzichtet werden, da sich am Ergebnis unabhängig von der Vornahme eines Abzugs von 5 % nichts ändere, wie sich aus folgender Berechnung ergebe. Das ausgehend von der LSE-Tabelle T17 für "Hilfsarbeitskräfte" zu bestimmende Invalideneinkommen habe im Jahr 2019 Fr. 66'248.10 betragen (Fr. 5527.- im Jahr 2018 bei 40 Arbeitsstunden pro Woche x 12, angepasst an die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden im Jahr 2019 und an die Nominallohnentwicklung für Männer [105.1 Punkte 2018, 106 Punkte 2019], reduziert um einen Abzug von 5 %). Der Vergleich mit dem Valideneinkommen von Fr. 69'758.35 ergebe einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von gerundet 5 %.