Citation: 2C_416/2023 E. 1.1

1.1. A.________ (geb. 1968), Staatsangehöriger von Äthiopien, reiste am 17. Juni 2001 in die Schweiz ein und ersuchte erfolglos um Asyl. Am 11. Dezember 2006 heiratete er eine damals vorläufig aufgenommene äthiopische Staatsangehörige (geb. 1968). Mit Verfügung des Bundesamts für Flüchtlinge (BFF; heute: Staatssekretariat für Migration SEM) vom 23. Januar 2007 wurde seine vorläufige Aufnahme angeordnet. Nachdem seiner Ehefrau am 20. September 2017 das Schweizer Bürgerrecht erteilt worden war, erhielt A.________ im Rahmen des Familiennachzugs eine Aufenthaltsbewilligung, die jeweils jährlich verlängert wurde. A.________ wurde vom 1. April 2006 bis 30. April 2012 von der Asylfürsorge unterstützt. Seither bezieht er mit seiner Ehefrau Leistungen der Sozialhilfe, die bis im August 2019 Fr. 311'818.60 betrugen. Seit August 2021 ist A.________ arbeitslos und bezieht Taggelder der Arbeitslosenversicherung. Ergänzend muss er zusammen mit seiner Ehefrau zulasten der öffentlichen Fürsorge unterstützt werden.