Citation: 2C_680/2021 E. 1.6.2

1.6.2. In den Fällen des liechtensteinischen Mehrwertsteuerrechts verhält es sich im bundesgerichtlichen Verfahren grundlegend anders: Gemäss Art. 12 Satz 1 MWST-Vereinbarung CH-FL 2012 ("Verletzung von Rechtsvorschriften...") ist es dem Bundesgericht von vornherein benommen, die Feststellungen des Verwaltungsgerichtshofs einer Prüfung zu unterziehen (so schon Urteil 2A.284/2000 vom 5. Dezember 2000 E. 1b und die anschliessende Rechtsprechung). Von der bundesgerichtlichen Prüfungszuständigkeit ausgenommen sind die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen und darin enthalten die Beweiswürdigung. Eine Gegenausnahme besteht, soweit eine mangelhafte Sachverhaltsfeststellung dazu führen würde, dass es für die rechtliche Beurteilung an einer hinreichenden tatsächlichen Grundlage fehlt. Zu denken ist etwa an widersprüchliche und einander wechselseitig ausschliessende Sachverhaltsfeststellungen (Urteile 2C_366/2017 vom 5. Dezember 2018 E. 1.2; 2C_487/2011 vom 13. Februar 2013 E. 1.4; 2C_146/2010 vom 15. August 2012 E. 1.2.3). Im Übrigen - insbesondere auch bei offensichtlich unrichtigen, das heisst qualifiziert falschen oder unvollständigen Feststellungen - bleibt die Sachverhaltskontrolle alleinige Sache der Gerichtsbehörden des Fürstentums Liechtenstein. Letztinstanzlich kann die beschwerdeführende Person, soweit die Voraussetzungen vorliegen, dort mit Individualbeschwerde an den Staatsgerichtshof gelangen (Art. 15 des Gesetzes [des Fürstentums Liechtenstein] vom 27. November 2003 über den Staatsgerichtshof [StGHG/FL; LR 173.10]).