Citation: 9C_88/2022 E. 3.5

3.5. Der angefochtene Art. 8 SLG/BE (mit den mitangefochtenen Bestimmungen der SLV/BE) beschlägt die Bemessung der "Beiträge" an Beitragsempfängerinnen und Beitragsempfänger sowie an Leistungserbringer. Wie vom Beschwerdegegner indessen zu Recht geltend gemacht und von den Beschwerdeführern in ihrer Stellungnahme vom 23. Mai 2022 letztlich zugestanden wird, stellt die Restfinanzierung der Pflegekosten nach Art. 25a KVG in Verbindung mit Art. 29 SLG/BE gerade keine Beitragszahlung im Sinne von Art. 8 SLG/BE dar. Vielmehr erbringt der Kanton diese Leistungen im Rahmen von regierungsrätlich festgelegten Normkosten (Art. 8 Abs. 1 SLG/BE sowie Art. 29 SLV/BE; vgl. zum Begriff der "Normkosten" auch BGE 144 V 280 E. 7.2 und SVR 2017 KV Nr. 13 S. 59, 9C_176/2016 E. 3.2). Damit sind die Beschwerdeführer - welche nicht geltend machen, neben der Restfinanzierung im Sinne von Art. 25a KVG anderweitig durch die angefochtenen Normen berührt zu sein - auch nicht virtuell durch sie betroffen. Demnach ist ihre Legitimation zu verneinen und auf die Beschwerde nicht einzutreten, ohne dass geprüft zu werden brauchte, ob der Beschwerdeführer 1 die vom Beschwerdegegner bestrittenen Voraussetzungen für eine sog. "egoistische Verbandsbeschwerde" erfüllen würde.