Citation: 2C_113/2023 E. 5.4

5.4. Der Beschwerdeführer erhielt 1999 eine Härtefallbewillligung, welche 2019 nicht verlängert wurde. Er kann sich somit auf eine rechtmässige Anwesenheitsdauer von 20 Jahren berufen. Die Zeit, in der er aufgrund laufender Verfahren lediglich geduldet ist, gilt nicht als rechtmässiger Aufenthalt (BGE 149 I 207 E. 5.3.3). Zudem halten sich zwei minderjährige Kinder des Beschwerdeführers in der Schweiz auf, die gemäss vorinstanzlicher Feststellung über ein gefestigtes Aufenthaltsrecht verfügen (angefochtener Entscheid E. 4.2). Die Kinder waren zum Zeitpunkt des angefochtenen Urteils 11 und 15 Jahre alt, sind in der Schweiz geboren und hier aufgewachsen. Dazu kommt, dass die Kinder einer Kindesschutzmassnahme gemäss Art. 310 Abs. 1 ZGB unterstehen, die dem Beschwerdeführer das Aufenthaltsbestimmungsrecht der Kinder entzieht, sodass es nicht im Ermessen des Beschwerdeführers liegt, den Aufenthaltsort der Kinder frei zu bestimmen, sondern dies in die Zuständigkeit der Kindesschutzbehörde fällt (vgl. Urteil 2C_800/2018 vom 12. Februar 2020 E. 5.2). Den Kindern kann weder zugemutet werden noch ist es ihnen möglich, mit dem Beschwerdeführer nach Sri Lanka zurückzukehren. Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung tangiert daher den kombinierten Schutzbereich von Art. 8 Abs. 1 EMRK (Privat- und Familienleben). Die Möglichkeit der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung - und damit der Aufenthaltsbeendigung bei Ablauf der Frist - ist gesetzlich vorgesehen (Art. 33 Abs. 3 AIG).