Citation: 9C_635/2022 E. 3.4.2

3.4.2. Die Beschwerdeführerinnen bestreiten nicht, dass die Beschwerdeführerin 2 nur an zehn Tagen der Steuerperiode 2016 zumindest 60 Minuten Betreuungs- und Pflegeleistungen seitens des Heimpersonals in Anspruch nehmen musste. Sie machen jedoch geltend, es könne ihnen nicht der Nachweis zusätzlich abzugsfähiger Kosten auferlegt werden, insbesondere nicht mittels des in KS Nr. 11 vorgesehenen Fragebogens; dieser könne nur in ganz anderen Situationen zur Anwendung kommen, wie in anderen einzelrichterlichen Urteilen der Vorinstanz festgehalten und teilweise auch in der Lehre hervorgehoben werde (Beschwerde S. 4). Dagegen hat das Verwaltungsgericht jedoch für das Bundesgericht verbindlich festgehalten, dass das von den Beschwerdeführerinnen eingereichte Arztzeugnis keine hinreichende Grundlage darstelle, um den vollen Umfang der beantragten Abzüge vom steuerbaren Einkommen zu erlangen. Ebenso ist darauf abzustellen, dass in antizipierter Beweiswürdigung auf eine Befragung der Heimleitung oder des Personals verzichtet worden ist, da eine solche Befragung ebenfalls nicht geeignet gewesen wäre, bedeutendere Abzüge vom steuerbaren Einkommen zu gewährleisten (vgl. oben E. 3.2.1 u. 3.2.2). Von diesen besonderen Umständen ausgehend, haben die Behörden die Beschwerdeführerinnen dazu zu bewegen versucht, das von ihnen Beantragte mit anderen Mitteln nachzuweisen, u.a. mit dem an sich nicht für Situationen wie die vorliegend zu beurteilende vorgesehenen Fragebogen. Die Betroffenen haben gegenüber der Steuerrekurskommission und danach im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht keine solch zusätzlichen Beweismittel eingereicht. Deshalb hat die Vorinstanz keine weitergehenden Abzüge zulassen können. Darin liegt keine willkürliche Beweiswürdigung. Auch stimmt das Ergebnis mit den bundesrechtlich anwendbaren materiellrechtlichen Beurteilungskriterien überein.