Citation: 5A_233/2022 E. 6.3

6.3. Die Beschwerdeführerin übergeht, dass die Vorinstanz auf die Berufung in diesem Punkt mangels rechtsgenüglicher Begründung nicht eingetreten ist. Aber selbst wenn man der Beschwerdeführerin zugute halten wollte, dass sie sich sowohl gegen die vorinstanzliche Hauptbegründung (wonach es in diesem Punkt an einer formellen Voraussetzung der Berufung fehle) als auch gegen die vorinstanzliche Eventualbegründung (wonach nicht ersichtlich sei, wie die von der Beschwerdeführerin eingereichten Beilagen zum ihr obliegenden Beweis der fehlenden Erkennbarkeit etwas beitragen könnten) wendet, vermöchte sie mit ihrem Standpunkt nicht durchzudringen. Wie die Vorinstanz gestützt auf eine Reihe von Indizien willkürfrei annehmen durfte, hat die Beschwerdeführerin gewusst, dass sich die Verpächterin und nachmalige Gemeinschuldnerin C.________ AG in einer schwierigen finanziellen Lage befand. Unter anderem war das Vorauszahlen von Pachtzinsen zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen sehr ungewöhnlich. Was die Zahlung an L.________ angeht, hat die Vorinstanz nicht übersehen, dass die Beschwerdeführerin grundsätzlich auf den Grundbucheintrag des Schuldbriefs im zweiten Rang vertrauen durfte. Dies ändert aber nichts daran, dass die Beschwerdeführerin bezüglich der Belastung des Schuldbriefs weitere Abklärungen hätte tätigen müssen. Eine Befragung von H.________ ist nach den unbestrittenen vorinstanzlichen Feststellungen nicht erfolgt und ohnehin hätte sich die Beschwerdeführerin nicht einfach auf dessen Zusicherungen verlassen dürfen. Vielmehr hätte die Beschwerdeführerin in Anbetracht der bekannten finanziellen Schieflage der C.________ AG und der speziellen Ausgestaltung des Kaufgeschäfts alle Veranlassung gehabt, sich durch Einblick in die Buchhaltung der C.________ AG selbst davon zu vergewissern, ob L.________ tatsächlich eine durch ein Grundpfandrecht gesicherte Forderung besass. Dass die Beschwerdeführerin für den ihr gemäss Art. 288 Abs. 2 SchKG obliegenden Nachweis taugliche Beweismittel bezeichnet hätte, macht sie nicht geltend. Damit aber ist der Beschwerdeführerin der - mit dem Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu erbringende (Urteile 5A_136/2021 vom 23. Mai 2022 E. 2.3.2; 5A_171/2021 vom 24. August 2021 E. 4.2.2 und E. 7.2) - Beweis misslungen, dass sie vom drohenden Konkurs der C.________ AG, der fehlenden Belastung des Schuldbriefs im zweiten Rang und mithin der schuldnerischen Schädigungsabsicht keine Kenntnis hätte haben können.