Citation: 6B_62/2024 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz stellt mit Blick auf den Widerruf auf das Urteil des Obergerichts des Kantons Bern vom 15. Oktober 2019 ab, geht mithin davon aus, dass die Probezeit mit der Ausfällung dieses Urteils - mit dem das Neubeurteilungsverfahren nach Rückweisung des Verfahrens durch das Bundesgericht an das Obergericht des Kantons Bern abgeschlossen worden war - zu laufen begann. In materieller Hinsicht hält sie fest, beim vorliegend zu prüfenden Delikt handle es sich - ebenso wie bei der Vortat im Kanton Bern - um eine grobe Verletzung der Verkehrsregeln. Der Beschwerdeführer habe demnach erneut und einschlägig delinquiert und damit den Tatbeweis erbracht, dass er sich durch die bedingte Strafe nicht von weiterer Delinquenz habe abhalten lassen. Echte Einsicht oder Reue sei weiterhin nicht erkennbar. Entsprechend müsse von einem erheblichen Risiko ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer auch in Zukunft Verkehrsregeln missachte und auf diese Weise erneut straffällig werde. Die mit Urteil des Obergerichts des Kantons Bern vom 15. Oktober 2019 bedingt ausgesprochene Geldstrafe sei daher gestützt auf Art. 46 Abs. 1 StGB zu widerrufen und die Geldstrafe von 16 Tagessätzen zu Fr. 1'710.- (entsprechend Fr. 27'360.-) zu vollziehen.