Citation: I 215/06 03.11.2006 E. 4.2.3

4.2.3.1 Gemäss Rechtsprechung können persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben (BGE 126 V 78 Erw. 5a/cc mit Hinweis). Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann (BGE 126 V 79 Erw. 5b/aa). Es rechtfertigt sich aber nicht, für jedes zur Anwendung gelangende Merkmal separat quantifizierte Abzüge vorzunehmen und diese zusammenzuzählen, da damit Wechselwirkungen ausgeblendet werden. So bestimmt sich beispielsweise der Anfangslohn in einer neuen Firma in der Regel nicht isoliert nach der Anzahl Dienstjahre, sondern unter anderem auch auf Grund der mitgebrachten Berufserfahrungen. Ganz allgemein ist der Einfluss aller Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen (BGE 126 V 80 Erw. 5b/bb mit Hinweisen). Letztlich ist der Abzug vom statistischen Lohn unter Berücksichtigung aller jeweils in Betracht fallenden Merkmale auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen (BGE 126 V 80 Erw. 5b/cc). Dieser gesamthaft vorzunehmende Abzug stellt eine Schätzung dar. Bei deren Überprüfung kann es nicht darum gehen, dass die kontrollierende richterliche Behörde ihr Ermessen an die Stelle der Vorinstanz setzt. Bei der Unangemessenheit gemäss Art. 132 lit. a OG geht es um die Frage, ob der zu überprüfende Entscheid, den die Behörde nach dem ihr zustehenden Ermessen im Einklang mit den allgemeinen Rechtsprinzipien in einem konkreten Fall getroffen hat, nicht zweckmässigerweise anders hätte ausfallen sollen. Allerdings darf das Sozialversicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss sich somit auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessensausübung als näher liegend erscheinen lassen (BGE 126 V 81 Erw. 6 mit Hinweis; Urteile Z. vom 14. Februar 2006, I 745/05, Erw. 2.4.5, und Y. vom 25. Juli 2005, U 420/04, Erw. 2.2 f.). 4.2.3.2 Die Beschwerdegegnerin hat, bestätigt durch das kantonale Gericht, einen Abzug vom Tabellenlohn in Höhe von 10 % vorgenommen, da sich der Umstand der nur noch im Umfang von 50 % zumutbaren Teilzeitbeschäftigung nachteilig auf das Lohnniveau auswirken könne. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, statistisch sei ausserdem ausgewiesen, dass er auch zufolge seines Status als Jahresaufenthalter lohnmässig Nachteile zu gewärtigen habe, ist dem grundsätzlich (vgl. LSE 2004, S. 69, Tabelle TA12, Anforderungsniveau 4) beizupflichten, wiewohl nicht ein Vergleich der Einkommen der jeweiligen Ausländer- bzw. Aufenthaltskategorie mit Löhnen von Schweizern vorzunehmen ist, sondern ein solcher mit dem Durchschnittswert (Total) aller Arbeitnehmer, d.h. Ausländer und Schweizer, zu erfolgen hat (AHI 2000 S. 82 Erw. 2b). Zu berücksichtigen gilt es indessen ebenfalls, dass das Merkmal des Alters des im Jahre 2004 46 -jährigen Beschwerdeführers sogar eher ein überdurchschnittliches Einkommen erwarten lässt (vgl. LSE 2004, S. 65, Tabelle TA9, Anforderungsniveau 4), die doch mehrjährige Betriebszugehörigkeit bei der Firma M.________ sich durchaus positiv auch auf den Anfangslohn bei einem neuen Arbeitgeber niederschlagen kann (Urteil Z. vom 14. Februar 2006, I 745/05, Erw. 2.4.5) und dem Kriterium der Teilzeiterwerbstätigkeit mit einem Abzug von 10 % sehr wohlwollend Rechnung getragen worden ist (vgl. LSE 2004, S. 25, Tabelle T6*, Anforderungsniveau 4). Dem in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geäusserten Einwand, der labile psychische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers samt den damit verbundenen Auswirkungen auf den beruflichen Alltag stelle ebenfalls einen einkommensvermindernden Fehler dar, ist sodann entgegenzuhalten, dass anhand der medizinischen Akten keine über die bereits berücksichtigte, sowohl auf die somatischen wie auch auf die psychischen Leiden zurückzuführende 50 %ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit hinausgehende Einbusse des erwerblichen Leistungsvermögens ausgewiesen ist. Im Lichte dieser Gesamtwürdigung der lohnbeeinflussenden Faktoren sind mithin keine triftigen Gründe ersichtlich, welche eine nach den Grundsätzen über die gerichtliche Angemessenheitskontrolle abweichende Ermessensausübung als näher liegend erscheinen liessen. Das Invalideneinkommen beläuft sich daher auf Fr. 25'766.10. 4.3 Aus der Gebenüberstellung von Validen- (Fr. 50'754.20) und Invalideneinkommen (Fr. 25'766.10) resultiert ein Invaliditätsgrad von 49 % (zu den Rundungsregeln: vgl. BGE 130 V 121). Der Beschwerdeführer hat folglich, zumal keine späteren rentenwirksamen Veränderungen der Vergleichseinkommen auszumachen sind (vgl. Erw. 4 in fine hievor), weiterhin Anspruch auf eine Viertelsrente. Einer nach Erlass des Einspracheentscheides vom 4. Juli 2005 aufgetretenen abermaligen Verschlechterung des Gesundheitszustandes, wie im Schreiben des Rechtsvertreters des Versicherten an die IV-Stelle vom 28. Februar 2006 sowie in den Berichten des Dr. med. R.________ vom 17. Februar 2006 und des Dr. med. H.________ vom 18. Januar 2006 angedeutet, wäre gegebenenfalls im Rahmen eines erneuten Revisionsverfahrens Rechnung zu tragen.