Citation: 2C_37/2024 E. 5.5

5.5. Es mag schliesslich zutreffen, dass - wie der Beschwerdeführer ausführt - in gewissen muslimischen Kreisen eine uneheliche Beziehung nicht gestattet ist und es im heutigen Zeitalter üblich ist, dass sich Paare über soziale Medien kennenlernen. Auch ist dem Beschwerdeführer darin zuzustimmen, dass die Verlobungsfeier und der Umstand, dass die Verlobte ihren minderjährigen Sohn erst zu einem späteren Zeitpunkt in die Schweiz nachziehen möchte, für sich genommen keine Scheinehe belegen. Dies ändert jedoch nichts daran, dass mit der grundsätzlichen Konstellation der Beziehung, den Umständen des Kennenlernens, der Dauer und Qualität der virtuellen Beziehung und der Kommunikation der Verlobten klare Indizien für eine Scheinehe vorliegen. Der Beschwerdeführer vermag diesbezüglich weder eine willkürliche Beweiswürdigung durch die Vorinstanz noch eine falsche Anwendung der von der Rechtsprechung entwickelten Kriterien (E. 4.4. hiervor) darzutun.