Citation: 1B_609/2019 E. 6

Schliesslich rügen die Beschwerdeführer noch eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV), indem der angefochtene Entscheid den Ansprüchen an die richterliche Begründungspflicht nicht genüge. Die Erwägungen der Vorinstanz enthielten "schlicht keinerlei Begründung". Das Obergericht habe sich mit diversen Einwänden nicht auseinandergesetzt, wie etwa, sie hätten die Kreditkartenunterlagen selber (als Beschwerdebeilagen) eingereicht, und aus den Unterlagen ergebe sich, dass die Strafanzeige als "reine Racheaktion dienen sollte". Auf ihr Vorbringen, dass es sich beim Beschwerdeführer "um einen Handelsreisenden handelte", sei das Obergericht mit keinem Wort eingegangen. Die Rüge der Verletzung des grundrechtlichen Anspruches auf rechtliches Gehör erweist sich als unbegründet: Zwar erscheint die Motivation des angefochtenen Entscheides als relativ knapp. Es lassen sich ihr jedoch die wesentlichen Gründe entnehmen, weshalb die Vorinstanz die provisorische Fortdauer der Vermögensbeschlagnahme als bundesrechtskonform erachtet hat. Dabei brauchte sich das Obergericht nicht mit sämtlichen Einwendungen der Beschwerdeführer ausdrücklich und im einzelnen zu befassen. Das gilt namentlich für offensichtlich nebensächliche oder gar sachlich abwegige Argumente (wie z.B. den Einwand, aus den verdächtigen Kreditkartenbelastungen ergebe sich, dass die Strafanzeige als "reine Racheaktion" zu interpretieren sei). Es wäre auch nicht ersichtlich, inwiefern die Begründung des angefochtenen Entscheides es den Rechtsuchenden faktisch verunmöglicht hätte, wirksam Beschwerde an das Bundesgericht zu führen. Die Motivation des angefochtenen Entscheides erscheint insgesamt verfassungskonform. Der von den Beschwerdeführern in diesem Zusammenhang auch noch beiläufig angerufene Art. 50 StGB ist auf strafprozessuale Zwischenentscheide (provisorische Beschlagnahmen) nicht anwendbar. Auch hier verkennen die Beschwerdeführer, dass noch gar kein richterliches Einziehungsurteil (Art. 70 f. StGB) vorliegt, das ausführlicher zu begründen wäre.