Citation: 2C_325/2022 E. 4.4

4.4. Nach dem Dargelegten steht der Wortlaut von Art. 2 Abs. 3 BewG dem bewilligungsfreien Erwerb des Grundstücks mit den Personalwohnungen, der zeitlich klar später als der Erwerb des Betriebsstättegrundstücks mit dem Hotelbetrieb erfolgen soll, von vornherein entgegen. Der auf der Rechtsprechung gründende Miterwerbstatbestand ist in zeitlicher Hinsicht dem klaren Wortlaut von Art. 2 Abs. 3 BewG folgend restriktiv zu handhaben. Der nachträgliche Erwerb von Personalwohnungen ist folglich nicht als (bewilligungsfreier) Miterwerb im Sinne von Art. 2 Abs. 3 BewG zu beurteilen, sondern als späterer (bewilligungspflichtiger) Zuerwerb. Damit kann offenbleiben, ob ein Erwerb durch die Schwestergesellschaft der Beschwerdegegnerin unter dem Miterwerbstatbestand zulässig wäre und ob die Personalwohnungen betriebsnotwendig sind.