Citation: 5A_378/2015 E. 5.1

5.1. Unter Hinweis auf Art. 248 ff. des nidwaldnerischen Gesetzes über die Steuern des Kantons und der Gemeinden vom 22. März 2000 (Steuergesetz, StG; NG 521.1) erklärt das Obergericht, dass der Ausdruck "Strafsteuer" in der heutigen Steuergesetzgebung durch das Synonym "Busse" ersetzt worden sei. Das Obergericht ruft die bundesgerichtliche Rechtsprechung in Erinnerung, wonach eine Busse den Gebüssten durch eine Vermögensverminderung bestrafen soll. Demnach sei auch die Busse wie jede Strafe höchstpersönlicher Natur, woraus folge, dass eine vertragliche Vereinbarung, welchen einen Dritten verpflichtet, die Busse ganz oder teilweise zu bezahlen, widerrechtlich im Sinne von Art. 20 Abs. 1 OR ist (BGE 134 III 59 E. 2.3.2 S. 64 f.). Das Obergericht hält weiter fest, weil Nach- und Strafsteuern der Jahre 1997/1998 bis 2005 offen seien, müssten auch die damals geltenden Normen berücksichtigt werden. Es erläutert verschiedene damals geltende Normen der kantonalen Steuergesetzgebung und zitiert aArt. 180 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer vom 14. Dezember 1990 (DBG; SR 642.11) in der damals gültigen Fassung (AS 1991 1241).