Citation: 8C_491/2023 E. 4.1.5

4.1.5. Sodann erwog das kantonale Gericht, zu klären bleibe die Arbeitsfähigkeit vom Zeitpunkt des frühest möglichen Rentenbeginns (September 2019) bis zur Begutachtung (Februar und Mai 2022). Dr. med. I.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, habe im Bericht vom 14. Februar 2021 über den Verlauf ab Juli 2018 (Behandlungsbeginn) notiert, dass die Elektrokonvulsionstherapie-Sitzungen vom 5. Juni bis 3. Juli 2019 (und die darauf folgenden Erhaltungssitzungen bis zum 29. Juli 2020) eine temporäre spürbare Besserung der Depression im Sinne einer Teilresponse gezeigt hätten. Die depressive Symptomatik habe sich im Verlauf wieder verschlechtert und liege aktuell in schwergradigem Ausmass vor. Dr. med. I.________ habe eine durchgehende vollständige Arbeitsunfähigkeit ab 6. Juli 2018 bis 14. Februar 2021 attestiert. PD Dr. med. G.________ habe von Dr. med. I.________ den Verlaufsbericht vom 22. Februar 2022 eingeholt. Die psychopathologischen Befunde seien ab 12. Januar 2021 (Bericht vom 14. Februar 2021) bis zum 21. Februar 2022 (Bericht vom 22. Februar 2022) im Wesentlichen gleich geblieben, wobei eine Verschlechterung seit dem am 4. Juli und 9. September 2019 festgestellten Psychostatus auszumachen sei. PD Dr. med. G.________ verneine allerdings schlüssig und seitens der Parteien unbestritten eine Major Depression im Gutachtenszeitpunkt. Insgesamt sei nicht erstellt, so die Vorinstanz abschliessend, dass im anspruchsrelevanten Zeitraum vorübergehend eine die Arbeitsfähigkeit einschränkende schwere Depression beziehungsweise eine schwere depressive Episode bestanden habe. Von weiteren Abklärungen, insbesondere einer Erläuterung oder Ergänzung der Gutachten, seien keine zusätzlichen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf in antizipierter Beweiswürdigung zu verzichten sei. Zusammenfassend lasse sich eine anspruchsbegründende Invalidität für den zu berücksichtigenden Zeitraum nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststellen, weshalb der Beschwerdeführer die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen habe (mit Hinweis auf BGE 142 V 106 E. 4.4). Demnach sei auch nicht überwiegend wahrscheinlich nachweisbar, dass sich seit der letzten materiellen Beurteilung (Verfügung vom 26. Mai 2014) eine anspruchserhebliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse ergeben habe.