Citation: 6B_1038/2017 E. 2.3.2

2.3.2. Zum subjektiven Tatverschulden veranschlagt die Vorinstanz eine im Tatzeitpunkt (infolge des Zusammenwirkens von Depression und Kränkung) leicht verminderte Schuldfähigkeit sowie den Umstand, dass der Beschwerdeführer ohne vorgängige Planung spontan und impulsiv, aus einem wohl bereits seit Längerem bestehenden und sich akzentuierenden Konfliktzustand heraus, gehandelt habe. Nach den fatalen Beleidigungen habe sich der Beschwerdeführer umgehend zur Tat entschlossen und diese "ohne weitere Zäsuren" und ohne konkrete Planung ausgeführt. Nicht unerheblich strafmindernd wirke sich das Verhalten des Opfers am Tag der Tat aus. Es habe den Beschwerdeführer "übel abgekanzelt, beleidigt und namentlich durch die Schmähungen seiner verstorbenen Mutter auch provoziert". Der Beschwerdeführer habe konstant angegeben, negative Gefühle wie Wut, Kränkung und Enttäuschung seien das Motiv für die Erschiessung des Vaters gewesen. Unter Berücksichtigung dieser subjektiven Tatkomponenten stelle sich das Verschulden noch als mittelschwer dar. Insoweit sei die Einsatzstrafe im mittleren Drittel des Strafrahmens, bei etwa 14 Jahren, anzusetzen.