Citation: 6B_436/2010 06.12.2010 E. A

Die Staatsanwaltschaft Graubünden warf dem Physiotherapeuten X.________ mehrfache Schändung vor. Dieser bestritt die Vorwürfe. B.________ (Jahrgang 1987) habe sich während eines Trainings am 28. Mai 2006 wegen Knieschmerzen an ihn gewandt. In der Folge habe er ihr im Behandlungsraum den Oberschenkel massiert und einen Ultraschall an ihrem Knie durchgeführt. Für die Massage habe sie sich "mit Oberteil und Unterhose bekleidet rücklings auf ein Behandlungsbett legen" müssen. Bei der Massage habe er mehrmals ihre Scheide berührt, und einmal habe sie "nicht recht [gewusst], ob er gar in die Scheide eingedrungen war". A.________ (Jahrgang 1988) seien vom Arzt im Zusammenhang mit einem Ermüdungsbruch an der Wade Entstauungsbehandlungen verschrieben worden. X.________ habe sie im Juni und Juli 2006 mehrmals behandelt. Dabei habe sie "jeweils mit Oberteil, Socken und Unterhose bekleidet auf dem Rücken oder auf dem Bauch auf dem Behandlungsbett liegen" müssen. Bei den letzten Behandlungen sei es dazu gekommen, dass er beim Massieren des Beines mit den Händen "immer weiter in Richtung Schambereich reinrutschte". Am 6. Juli 2006 habe er sie neben oder über dem Schambereich massiert und mit dem Mittelfinger über der Unterhose die Scheide berührt. Am 10. Juli 2006 habe er ihr die Klitoris massiert und sei mit der Spitze des Mittelfingers in die Scheide eingedrungen.