Citation: 4A_526/2016 E. 5.1

5.1. Wie erwähnt ging die Vorinstanz davon aus, der Beschwerdegegner sei im Rahmen des Arbeitsvertragszusatzes H.________/I.________ lediglich an den bis zum 31. Dezember 2004 in den Pool geflossenen Performance Fees (für 2004 zu 1/12) beteiligt und entsprechend habe die Beschwerdeführerin nur bis zu diesem Zeitpunkt abzurechnen. Sie war jedoch der Auffassung, es sei zu berücksichtigen, dass die Management-Verträge mit der H.________ AG und der I.________ AG vorzeitig, per 31. März 2004, aufgelöst worden seien. Bereits im Februar 2003 sei bei der Beschwerdeführerin darüber diskutiert worden, dass im Fall einer vorzeitigen Kündigung dieser Management-Verträge, d.h. einer Auflösung vor dem 31. März 2006, hohe Konventionalstrafen fällig würden, von denen ein grosser Anteil in den Performance Fee Pool fliessen und dann an die Mitarbeiter der Beschwerdeführerin verteilt werden solle. Nachdem feststehe, dass die frühzeitige Beendigung der beiden Management-Verträge per 31. März 2004 (und damit in einem Kalenderjahr, in dem der Beschwerdegegner noch angestellt und gemäss der "Leaver"-Regelung auch noch anspruchsberechtigt war) erfolgt sei, scheine zwar wahrscheinlich, dass allfällige Kompensationszahlungen für "liquidated damages" bzw. Forderungsverzichte bis 31. Dezember 2004 erfolgt seien. Sicher sei dies jedoch nicht. Nachdem sich der Kompensationstatbestand im Jahr 2004 verwirklicht habe, habe der Beschwerdegegner Anspruch darauf, über Kompensationen und Forderungsverzichte ohne zeitliche Limite Auskunft zu erhalten, denn es könne jedenfalls für die Abrechnungspflicht bzw. Offenlegungspflicht nicht darauf ankommen, in welchem Zeitpunkt Kompensationen geleistet oder Forderungsverzichte erklärt worden seien.