Citation: 5A_191/2023 E. 3.2.1

3.2.1. Die Vorinstanz erwog, nach Ziff. II/5 der Richtlinien für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums (Notbedarf) nach Art. 93 SchKG (Kreisschreiben der Schuldbetreibungs- und Konkurskommission des Obergerichts des Kantons Aargau in der Fassung vom 21. Oktober 2009) sei ein Zuschlag zu gewähren für rechtlich geschuldete Unterhaltsbeiträge, die der Schuldner an nicht in seinem Haushalt wohnende Personen in der letzten Zeit nachgewiesenermassen geleistet hat und voraussichtlich auch weiterhin leisten wird. Rechtlich verbindlich sei eine Unterhaltsverpflichtung insbesondere, wenn sie durch ein Gerichtsurteil festgesetzt ist. Nach konstanter Rechtsprechung des Bundesgerichts seien rechtlich geschuldete Unterhaltsbeiträge lediglich dann Bestandteil des zivilprozessualen Notbedarfs, wenn sie effektiv und regelmässig bezahlt würden, was namentlich durch Einreichung von Zahlungsquittungen belegt werden könne.