Citation: 8C_439/2017 E. 5.5

5.5. Der Beschwerdegegner kann die mit häufigem Heben schwerer Gegenstände und das rechte Schultergelenk belastenden Überkopfarbeiten verbundene bisherige Tätigkeit als Mitarbeiter der Entsorgungsstelle und verantwortlicher Leiter für die Kläranlage gemäss kreisärztlicher Beurteilung vom 13. November 2014 nicht mehr ausüben. Die gesundheitlich bedingte Unmöglichkeit, weiterhin körperlich schwere Arbeiten zu verrichten, führt nicht automatisch zu einer Verminderung des hypothetischen Invalidenlohns. Vielmehr ist der Umstand allein, dass nur mehr leichte bis mittelschwere Arbeiten zumutbar sind, auch bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit kein Grund für einen zusätzlichen leidensbedingten Abzug, weil der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (Urteil 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.4.2; 9C_386/2012 vom 18. September 2012 E. 5.2).