Citation: 6B_1060/2020 E. 2.2.4

2.2.4. Den Einwand betreffend die Vorteilsabsicht erhob der Beschwerdeführer bereits im vorinstanzlichen Verfahren. Die Vorinstanz gibt im angefochtenen Entscheid die rechtliche Würdigung der Erstinstanz zum Tatbestand der mehrfachen Urkundenfälschung wieder und hält fest, diese Beurteilung überzeuge in rechtlicher Hinsicht. Obwohl die Vorinstanz zuvor im Rahmen ihrer Beweiswürdigung die fragliche Rüge betreffend die Vorteilsabsicht explizit erwähnt und anführt, diese bzw. das Vorliegen einer "Schädigungs- und Bereicherungsabsicht" sei nachfolgend bei der rechtlichen Würdigung zu prüfen (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.1.6.1 f. S. 33. f.), geht sie auf die besagte Rüge unter dem Titel der rechtlichen Würdigung nicht mehr ein. Sie hält dort vielmehr nur noch - entgegen ihrer Bemerkung bei der Beweiswürdigung - fest, der Beschwerdeführer erhebe "keinerlei Einwände in rechtlicher Hinsicht" (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.2.2.4 S. 44). Auch wenn die Vorinstanz sich der rechtlichen Beurteilung der Erstinstanz vollumfänglich anschliesst, muss sie sich mit den wesentlichen Vorbringen des Beschwerdeführers befassen (vgl. E. I.1.2.3 ff. oben). Der Einwand des Beschwerdeführers betreffend die Vorteilsabsicht bezieht sich auf einen für den Entscheid massgeblichen Punkt, weshalb sie darauf gesondert hätte eingehen müssen. Indem sie sich mit der betreffenden Voraussetzung und dem dazu erhobenen Einwand in keiner Weise auseinandersetzt, sondern pauschal auf die erstinstanzliche Begründung verweist, begründet sie ihren Entscheid in einem weiteren Punkt unzureichend im Sinne von Art. 112 Abs. 1 lit. b BGG und verletzt sie erneut den Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör.