Citation: 8C_520/2019 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, das Gutachten sei bezüglich der Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit in sich widersprüchlich und unklar, so dass die Vorinstanz zu Unrecht darauf abgestellt habe. Zunächst ergebe sich ein Widerspruch daraus, dass ihm bei unbehandeltem Schlafapnoesyndrom für "alle Tätigkeiten" (mithin auch für angepasste Tätigkeiten) eine "aktuelle Arbeitsfähigkeit" von fünf bis sechs Stunden pro Tag (bzw. 60 %) attestiert werde, während bei den angepassten Tätigkeiten von einer Präsenz von sieben bis acht Stunden pro Tag ausgegangen werde. Zwar trifft es zu, wie der Beschwerdeführer vorbringt, dass sich die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid dazu nicht äusserte. Immerhin hatte sie die Gutachter aber damit konfrontiert, und diese hatten in ihrer Stellungnahme vom 25. Februar 2019 einen Widerspruch unter erneutem Hinweis auf den möglichen Einfluss des Schlafapnoesyndroms verneint. Weiter übersieht der Beschwerdeführer, dass die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ebenfalls unter der Annahme eines behandelbaren Schlafapnoesyndroms erfolgt war. Sodann gilt es darauf hinzuweisen, dass die Gutachter der ABI, wie bereits erwähnt, auf eine erhebliche funktionelle Überlagerung der Symptomatik schlossen und die Authentizität der Symptome verneinten, falls diese trotz adäquater Schlafapnoe-Behandlung fortbestünden (s. E. 3.2). Mit andern Worten wäre eine Arbeitsfähigkeit von fünf bis sechs Stunden nur dann eventuell (retrospektiv) zu bejahen, wenn die Behandlung der Schlafapnoe tatsächlich Erfolge gezeigt hätte bzw. zeigen würde. Der behandelnde Pneumologe, Dr. med. B.________, Facharzt für Pneumologie und Allgemeine Innere Medizin FMH, berichtete am 9. April 2019 allerdings lediglich von einer allenfalls geringen Verbesserung der Tagesschläfrigkeit. Folglich ist mit den Gutachtern eine funktionelle Überlagerung und damit von einer seit Oktober bzw. Dezember 2013 bestehenden Arbeitsunfähigkeit von 20 % (für angepasste bzw. die angestammten Tätigkeiten) auszugehen. Im Übrigen scheint der Beschwerdeführer selbst ebenfalls der Auffassung zu sein, dass die kognitiven Einschränkungen nicht auf die Schlafapnoe zurückzuführen seien. Stattdessen macht er den Hirninfarkt dafür verantwortlich, was von den Gutachtern der ABI allerdings nicht bestätigt wurde.