Citation: 5P.397/2005 16.01.2006 E. 1

1.1 Der Beschwerdeführer hat seine Eingabe in französischer Sprache verfasst; der angefochtene Entscheid ist dagegen in Deutsch ergangen. Gemäss Art. 37 Abs. 3 OG wird das Urteil des Bundesgerichts in der Regel in der Sprache des angefochtenen Entscheides verfasst. Es besteht vorliegend kein Anlass, davon abzuweichen. 1.2 Gegen den Entscheid betreffend Bestellung eines Vormunds (Art. 385 ff. ZGB) ist die Berufung nicht zulässig. Es handelt sich nicht um eine Zivilrechtsstreitigkeit im Sinne von Art. 44 OG, sondern um eine Zivilsache gemäss Art. 68 Abs. 1 OG, die nicht der Berufung unterliegt, welche jedoch allenfalls Gegenstand einer Nichtigkeitsbeschwerde bilden kann (BGE 107 II 504 E. 2). Verletzungen des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) können einzig mit staatsrechtlicher Beschwerde geltend gemacht werden (Art. 84 Abs. 1 lit. a OG). Das Kantonsgericht hat die Beschwerde für unzulässig erklärt mangels Parteistellung des Beschwerdeführers im kantonalen Verfahren betreffend die Entmündigung seines Bruders und ihm mithin die Beschwerdelegitimation im Rahmen der Ernennung eines Vormunds abgesprochen. Der Beschwerdeführer ist jedoch zur Erhebung der staatsrechtlichen Beschwerde legitimiert. Auch wenn ein Betroffener keine Beschwerdebefugnis in der Sache selbst hat, ist er dennoch berechtigt, den Entscheid anzufechten, in dem die Frage seiner Parteifähigkeit beurteilt worden ist. Auf die staatsrechtliche Beschwerde, die innerhalb der 30-tägigen Frist gegen einen letztinstanzlichen kantonalen Entscheid eingereicht worden ist, ist somit gemäss Art. 86 Abs. 1 und 89 Abs. 1 OG grundsätzlich einzutreten.