Citation: 5A_621/2021 E. 3.2.4

3.2.4. 3.2.4.1. Wie die Vorinstanz aufzeigt, unterlagen die Reingewinne des Beschwerdeführers insgesamt erheblichen Schwankungen - sowohl nach oben als auch nach unten. Für das Jahr 2016 geht die Vorinstanz von einer positiven Abweichung von 26 % aus, während der Beschwerdeführer - ohne Rügen gegen die vorinstanzliche Berechnung zu erheben - von einer Abweichung von 32 % ausgeht. Ohne diesbezügliche Rügen hat es bei der vorinstanzlich festgestellten Abweichung von 26 % sein Bewenden. Ohnehin durften die beiden (positiven) Abweichungen der Jahre 2014 und 2016 zur Bestimmung des Durchschnittseinkommens willkürfrei herangezogen werden. Dies muss insbesondere gelten, wenn wie hier der Reingewinn von Jahr zu Jahr erheblichen Schwankungen unterliegt. Im Übrigen belegt der Beschwerdeführer nicht, weshalb der in den Jahren 2014 und 2016 erzielte Gewinn beispielsweise aufgrund einmaliger Ereignisse aussergewöhnlich hoch war und deswegen ausser Betracht bleiben müsste, sondern begründet das Vorliegen eines Ausreissers lediglich mit der betragsmässigen (bzw. prozentualen) Differenz. Eine willkürliche Anwendung der Ausreisser-Praxis liegt nicht vor. 3.2.4.2. Soweit der Beschwerdeführer der Vorinstanz vorwirft, sie berücksichtige eine zu lange Periode, zeigt er nicht auf, inwiefern dies konkret zu einem willkürlichen Ergebnis führt. Das ist denn auch nicht ersichtlich. Zwar ist in der Regel auf den Durchschnitt des Reingewinns der letzten drei Jahre abzustellen (siehe dazu oben E. 3.2.3). Insbesondere bei Vorliegen erheblicher Schwankungen kann aber regelmässig auch auf eine längere Periode abgestellt werden (Urteile 5A_543/2020 vom 5. November 2020 E. 3.2; 5A_937/2016 vom 5. Oktober 2017 E. 3.2.2; 5A_874/2014 vom 8. Mai 2015 E. 5.2.1; 5A_259/2012 vom 14. November 2012 E. 4.1 mit Hinweis). 3.2.4.3. Wenn der Beschwerdeführer sinngemäss rügt, die Vorinstanz hätte aufgrund stetig sinkender Erträge auf die letzte Jahresrechnung abzustellen gehabt und übersehen, dass er 2018 mehrere Monate nicht gearbeitet, sondern sich dem Alkohol gewidmet habe, erfüllt dies die Anforderungen an die Begründungsdichte gemäss Art. 106 Abs. 2 BGG nicht. Auch eine Verletzung der Begründungspflicht als Teilgehalt des Anspruchs auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV - sofern er diesbezüglich überhaupt genügend begründete Rügen erhebt - vermag der Beschwerdeführer nicht darzutun; die Vorinstanz hat die für ihren Entscheid wesentlichen Punkte genannt.