Citation: 2C_265/2022 E. 5.3

5.3. Soweit der Beschwerdeführer (sinngemäss) geltend macht, dass das Verfahren der Unrichtigkeitsschätzung von den jährlichen Veranlagungsverfahren überholt werden kann und in diesem Fall für einzelne Steuerjahre kein Rechtsweg besteht, ist ihm nicht zu folgen. Denn auch für diesen Fall hat der kantonale Gesetzgeber vorgesorgt: Nach § 218 Abs. 2 StG/AG entfaltet die Unrichtigkeitsschätzung Wirkung "ab dem Jahr der Einleitung der Neuschätzung" und sind "bereits vorgenommene Veranlagungen [...] zu revidieren". Dank dieser Regelung ist grundsätzlich für alle Steuerperioden gewährleistet, dass offensichtlich unrichtige Eigenmietwerte - einschliesslich solcher, die sich aus einer pauschalen, flächendeckenden Anpassung derselben ergeben - wirksam überprüft und korrigiert werden können. Aus institutioneller Sicht ist die Regelung des Kantons Aargau daher mit Blick auf Art. 29a BV nicht zu beanstanden.