Citation: 1D_1/2017 E. 7.4.4

7.4.4. Aus dem Protokoll des Einbürgerungsgesprächs geht hervor, dass sich die Bürgerrechtskommission ausschliesslich nach Vereinsmitgliedschaften und der Teilnahme an Anlässen erkundigte. Erst der Regierungsrat hielt der Beschwerdeführerin vor, dass sie weitere enge soziale Beziehungen zu Hochdorf (Freunde, Freizeitaktivitäten) nie erwähnt habe und schloss, solche Beziehungen schienen seit längerer Zeit nur minimal vorhanden zu sein. Bei dieser Ausgangslage hatte die Beschwerdeführerin Gelegenheit und Anlass, in ihrer Beschwerde ans Kantonsgericht darzulegen, ob und welche engeren sozialen Beziehungen sie in Hochdorf unterhält. Sie beschränkte sich indessen darauf, vier Namen zu nennen und darauf hinzuweisen, dass in Hochdorf sieben verwandte Familien leben würden, von denen viele eingebürgert seien. Wenn das Kantonsgericht davon ausging, es wäre angesichts der erwähnten Mitwirkungspflicht Sache der Beschwerdeführerin gewesen, die angeblichen engen sozialen Beziehungen - insbesondere auch zur einheimischen Bevölkerung - näher zu beschreiben bzw. entsprechende Beweise anzubieten, verletzte es das rechtliche Gehör nicht. Auch durfte es, ohne in Willkür zu verfallen, davon ausgehen, dass eine ausreichende Eingliederung in die örtlichen Verhältnisse im Sinne von § 13 Abs. 1 lit. a kBüG fehlt. Daran ändert nichts, dass die Beschwerdeführerin beruflich tätig ist und gleichzeitig ein Studium besucht. Auch wenn diese Umstände für die Integration einer Person von Bedeutung sind, was das Kantonsgericht im Übrigen auch würdigte, so ist gemäss dem klaren Wortlaut der genannten Bestimmung auch vorausgesetzt, dass sich der Gesuchsteller in hinreichendem Mass in die örtlichen Verhältnisse eingliedert.