Citation: 2C_306/2021 E. 2.4.3

2.4.3. Aufgrund der Schuldenwirtschaft, der wiederholten Delinquenz und der Sozialhilfeabhängigkeit hat das Kantonsgericht geurteilt, dass die lange Aufenthaltsdauer in keiner Weise mit einer gelungenen oder auch nur hinreichenden Integration in der Schweiz einhergeht. Gesamthaft überwiegen die öffentlichen Interessen an einer Wegweisung der Beschwerdeführerin deren private Interessen an einem Verbleib deutlich. Das gilt umso mehr, als die Vorinstanz in Übereinstimmung mit Gesetz, Bundesverfassung und EMRK geurteilt hat, dass der Beschwerdeführerin eine Rückkehr nach Serbien zugemutet werden kann. In ihrer Heimat hat sie einen Grossteil ihrer Kinder-, Jugend- und Erwachsenenjahre verbracht. Auch ist sie mit der dortigen Kultur vertraut und der Sprache mächtig. Ebenso verbleibt ihr in ihrer Heimat ein Onkel, während in der Schweiz keine Familienangehörigen aktenkundig sind. Angesichts ihres (sehr) langen Aufenthalts in der Schweiz würde eine solche Rückkehr die Beschwerdeführerin zweifellos schwer treffen. Während mehr als 20 Jahren hier hat sie eine Verbundenheit zu ihrem Aufnahmestaat aufgebaut, jedoch lebt sie keine familiären Beziehungen in der Schweiz und muss ihre Integration als nicht gelungen angesehen werden. Es ist zumutbar, dass sie ihre hiesigen Kontakte in Zukunft mittels moderner Kommunikationsmittel pflegt.