Citation: 1A.231/1999 29.08.2000 E. D

D.- Der Regierungsentscheid wurde in der Folge von der Chaunt Blais AG beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden angefochten. Dieses wies die Rekurse nach Durchführung eines Augenscheins mit Entscheid vom 26. August 1999 ab. Das Verwaltungsgericht wies zum einen die Rüge der Verletzung des Grundsatzes von Treu und Glauben zurück. Dieser komme nur unter bestimmten Voraussetzungen zum Zuge. Im vorliegenden Falle hätten zwar ausgedehnte Gespräche zwischen den Vertretern des Gemeinderates und der Rekurrentin stattgefunden. Da die Zonenplanung indessen in den Zuständigkeitsbereich der Gemeindeversammlung falle und überdies der Genehmigung durch die Regierung bedürfe, könne der Gemeinderat zum Vornherein keine verbindlichen Zusicherungen abgeben. Zudem bestünden gewichtige Interessen an der Realisierung der nunmehr beschlossenen Planung, da das Projekt der Rekurrentin den Interessen des Landschaftsschutzes entgegenstehe und über die genehmigte Zone hinausgehen würde; mit der geplanten Aufbereitungs- und Recyclingzone würden Planung und Realität hinsichtlich des Betriebes der Catram AG in Übereinstimmung gebracht, dem Abfallbewirtschaftungsverband Oberengadin könne eine sinnvolle Lösung für den Abtransport durch die Bahn ermöglicht werden und schliesslich erlaube die Planung der RhB, den Güterumschlag vom Bahnhof Samedan auszulagern. Aus denselben Überlegungen erweise sich auch der Vorwurf der rechtsungleichen Behandlung als unbegründet. In planungsrechtlicher Hinsicht hielt das Verwaltungsgericht fest, die Frage, ob die beanstandete Aufbereitungs- und Recyclingzone den raumplanerischen Prinzipien einer Tourismus- und Erholgungsregion widerspreche, stelle eine nicht zu überprüfende Frage der Angemessenheit dar; immerhin sprächen gegen die Vorstellungen der Rekurrentin gewichtige Gründe des Landschaftsschutzes. Schliesslich vertrat es entgegen der Meinung der Rekurrentin die Auffassung, es sei mit den Grundsätzen der Raumplanung und der Rechtsprechung vereinbar, den Nutzungszweck in der streitigen Zone sehr eng und spezifisch ausgerichtet zu umschreiben.