Citation: U 558/06 21.12.2007 E. 3

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin aufgrund des Ereignisses vom 16. Oktober 2000 auch nach dem 8. Mai 2001 Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung hat. 3.1 Die Vorinstanz gelangte gestützt auf die Schlussfolgerungen des Gutachtens E.________ zum Ergebnis, dass die bei der Versicherten über den 8. Mai 2001 hinaus bestehenden somatischen Beschwerden nicht in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 16. Oktober 2000 stehen. Dieser Schluss ist nicht zu beanstanden. Das Gutachten E.________ erfüllt die von der Rechtsprechung in Bezug auf die Schlüssigkeit eines Gutachtens entwickelten Anforderungen. So ist insbesondere nachvollziehbar, dass die Rückenbeschwerden nicht auf die erlittene Sternumfraktur zurückgeführt werden können, und auch die Einschätzung, dass die Beschwerden im Nacken- und Schultergürtelbereich (nur) in einem möglichen Zusammenhang mit dem Unfall zu sehen sind, ist begründet. Die Beschwerdeführerin räumt denn auch zu Recht ein, dass der Gutachter das somatische Beschwerdebild korrekt erhoben und diagnostiziert hat (Verwaltungsgerichtsbeschwerde S. 10). Es ist deshalb davon auszugehen, dass im Zeitpunkt der Leistungseinstellung keine unfallbedingten somatischen Beschwerden mehr bestanden, welche organisch hinreichend erklärbar waren. 3.2 Strittig ist, ob die Versicherte an psychisch bedingten unfallkausalen Beschwerden leidet. Während diese der Auffassung ist, es beständen Anhaltspunkte für ein derartiges Leiden, weshalb sie bereits im verwaltungsinternen und auch im vorinstanzlichen Verfahren eine psychiatrische Begutachtung beantragt habe, stellt sich die Vorinstanz auf den Standpunkt, psychische Beschwerden seien nicht festgestellt worden. - Der Beschwerdeführerin ist insofern Recht zu geben, als psychische Faktoren bei der Beurteilung des Gesundheitszustandes angesprochen und einbezogen worden sind. Wenn im Gutachten E.________ von einem psychophysischen Erschöpfungszustand verbunden mit Antriebslosigkeit, innerem Spannungsgefühl und Angstgefühlen die Rede ist, wird primär ein psychischer Zustand beschrieben (Gutachten E.________ S. 11). Eine psychiatrische Begutachtung könnte deshalb gegebenenfalls tatsächlich eine (zusätzliche) Erklärung für den gesundheitlichen Zustand der Versicherten liefern. Selbst wenn aber unfallbedingte psychische Befunde erhoben würden, vermöchten diese eine Leistungspflicht des Unfallversicherers nur dann zu begründen, wenn auch die Adäquanz des Kausalzusammenhangs zu bejahen wäre. Weil dies - wie nachfolgend aufgezeigt (E. 4 hienach) - zu verneinen ist, kann die Frage der natürlichen Kausalität der psychischen Unfallfolgen offen bleiben.