Citation: 6B_1306/2021 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz kommt zum Schluss, dass der vom Beschwerdeführer gegenüber Drittpersonen geäusserte, strafrechtlich nicht erhärtete und damit verfrühte Vorwurf des Diebstahls aus objektiver Sicht als zivilrechtliche Persönlichkeitsverletzung einzustufen sei. Soweit der Beschwerdeführer ein überwiegendes Interesse als Arbeitgeber gemäss Art. 328 OR als Rechtfertigung geltend mache, da er auch die Persönlichkeitsrechte der übrigen Mitarbeitenden habe schützen bzw. diese vom gravierenden Verdacht des Diebstahls habe entlasten müssen, könne ihm nicht gefolgt werden. Den Akten sei nämlich nicht zu entnehmen, dass gegenüber den übrigen Angestellten konkret der Vorwurf erhoben worden sei, sie hätten das Geld gestohlen. Entsprechend habe ein solcher Vorwurf auch nicht entkräftet werden müssen. Und selbst wenn ein Verdacht vorgelegen hätte, hätte dieser ohne Weiteres beseitigt werden können, ohne einem weiteren Kreis der Mitarbeitenden mitzuteilen, dass die Geschädigte das Geld angeblich gestohlen habe. Somit sei kein überwiegendes privates Interesse des Beschwerdeführers ersichtlich, das die persönlichkeitsverletzende Äusserung gegenüber der Geschädigten rechtfertige.