Citation: 5A_591/2015 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer begründet seinen Vorwurf der Rechtsverzögerung im Wesentlichen damit, die Vorinstanz habe nicht innert der fünftägigen Frist gemäss Art. 450e Abs. 5 ZGB entschieden. Im Weiteren beruft er sich auf Art. 31 Abs. 4 BV sowie Art. 5 Ziff. 4 und Art. 6 Ziff. 1 EMRK. Die Beschwerde sei am 21. Juli 2015 beim Obergericht eingetroffen. Die Frist gemäss Art. 450e Abs. 5 ZGB habe am 22. Juli 2015 zu laufen begonnen und sei somit am 28. Juli 2015, 24.00 Uhr abgelaufen. Das Obergericht hätte ohne Weiteres innert der gesetzlichen Frist entscheiden können. Im vorliegenden Fall sei in der Beschwerde vom 20. Juli 2015 an das Obergericht hauptsächlich geltend gemacht worden, der Entscheid der KESB vom 9. Juli 2015 sei wegen örtlicher Unzuständigkeit nichtig; zudem sei eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör gerügt worden. Dabei handle es sich um Rechtsfragen, über die das Obergericht ohne die betreffenden Akten hätte befinden können.