Citation: 7B_1055/2023 E. 2.4.9

2.4.9. Wenn der Beschwerdeführer schliesslich vorbringt, die Strafe sei vorliegend bedingt ausgesprochen worden, weshalb von einer schwerwiegenden Gefährdung für die öffentliche Ordnung nicht ernsthaft die Rede sein könne, kann ihm nicht zugestimmt werden. Zwar trifft es zu, dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer keine eigentliche Schlechtprognose stellt. Indessen ist eine solche auch nicht erforderlich. Aufgrund der unterschiedlichen Zielsetzungen von Straf- und Ausländerrecht ergibt sich im ausländerrechtlichen Bereich ein strengerer Beurteilungsmassstab (vgl. BGE 140 I 145 E. 4.3; Urteile 6B_64/2024 vom 19. November 2024 E. 1.7; 6B_1234/2023 vom 11. Juli 2024 E. 3.8.4 mit Hinweisen). Der Aufschub des Strafvollzugs nach Art. 42 Abs. 1 StGB setzt nicht eine günstige, sondern nur das Fehlen einer ungünstigen Prognose voraus (BGE 134 IV 1 E. 4.2.2). Demgegenüber kann ausländerrechtlich gerade bei schweren Straftaten, wozu das vom Beschwerdeführer begangene Verbrechen gegen das BetmG zu zählen ist, bereits ein geringes Rückfallrisiko für eine Landesverweisung genügen (Urteile 6B_64/2024 vom 19. November 2024 E. 1.7; 6B_1234/2023 vom 11. Juli 2024 E. 3.8.4; je mit Hinweisen).