Citation: 4A_670/2020 E. 3.1

3.1. Nach Art. 4 Abs. 1 ZPO regelt das kantonale Recht die sachliche und funktionelle Zuständigkeit der Gerichte, soweit die Zivilprozessordnung nichts anderes bestimmt. Letzteres ist für Streitigkeiten aus Mietvertrag nicht der Fall, sodass das kantonale Recht, in casu das Recht des Kantons Zürich, massgebend ist. Nach § 21 Abs. 1 lit. a des Zürcherischen Gesetzes über die Gerichts- und Behördenorganisation im Zivil- und Strafprozess vom 10. Mai 2010 (GOG-ZH; LS 211.1) entscheidet das Mietgericht erstinstanzlich "Streitigkeiten aus Miet- (Art. 253a OR) und aus Pachtverhältnissen (Art. 276 OR) für Wohn- und Geschäftsräume". § 26 GOG-ZH regelt die Zuständigkeit des Einzelrichters und des Kollegialgerichts des Mietgerichts. Das Mietgericht ist demnach nicht für alle Mietstreitigkeiten zuständig, sondern nur für solche, die sich auf Wohn- und Geschäftsräume im Sinne von Art. 253a OR beziehen (vgl. Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich vom 30. Mai 2017, ZR 116 [2017], Nr. 54).