Citation: 1C_281/2017 E. 2.1

2.1. Die aus Nigeria stammende Beschwerdeführerin 1 wurde nach ihrer Heirat mit einem Schweizer vom SEM am 8. Juni 2016 erleichtert eingebürgert. Den Miteinbezug ihrer beiden Söhne lehnte es zunächst stillschweigend, am 30. August 2016 ausdrücklich ab. Beide Söhne wurden 2006 und 2008 in der Schweiz geboren und lebten hier bis 2011 bei ihrer Mutter. Am 15. Oktober 2011 wurden sie von ihrem Vater im Rahmen seines Besuchsrecht abgeholt und ohne Wissen der Mutter und der Beiständin an einen unbekannten Ort in Nigeria verbracht. Dieser wurde wegen Entführung zu einer Freiheitsstrafe von 7 Jahren verurteilt (siehe Urteil 6B_1279/2015 vom 14. April 2016) und befindet sich zurzeit im Strafvollzug. Die Beschwerdeführerin 1 konnte den Aufenthaltsort ihrer Kinder nicht ausfindig machen und hat keinen Kontakt zu ihnen.