Citation: 4P.91/2002 12.07.2002 E. A

A.________ (Beschwerdeführerin) hatte am 14. Juli 1997 wegen eines seit ihrer Jugend bestehenden, lumbalbetonten Rückenleidens um eine IV-Rente ersucht. Das Gesuch wurde gestützt auf ein Gutachten, das einen Gesamtinvaliditätsgrad von 37 % annahm, abgelehnt. Am 10. Oktober 1997 wurde die Beschwerdeführerin Opfer eines Verkehrsunfalls, bei dem ihr Fahrzeug Totalschaden erlitt. Bei einer Untersuchung vom 15. Januar 1998 kam der Kreisarzt Aarau der SUVA zum Ergebnis, dass infolge des Unfalls keine wesentliche Zunahme der Rückenschmerzen aufgetreten sei und dass die Unfallfolgen soweit abgeheilt seien, dass der Beschwerdeführerin ihre frühere Arbeitstätigkeit wieder zugemutet werden könne. Mit Verfügung vom 9. Juni 1998 und Einspracheentscheid vom 26. August 1998 wurden die Ansprüche der Beschwerdeführerin auf Ausrichtung weiterer SUVA-Leistungen abgewiesen. Das Versicherungsgericht des Kantons Aargau schütze diesen Entscheid mit Urteil vom 29. März 2000. Es verwarf die Behauptung der Beschwerdeführerin, sie habe beim Unfall ein mildes Schädel-Hirn Trauma erlitten, da in den medizinischen Akten Anhaltspunkte für eine Kopfverletzung und eine zumindest kurze Phase der Bewusstseinstrübung und eine posttraumatische Amnesie fehlten. Weiter sei ein ursächlicher Zusammenhang zwischen dem Unfall und den weiterbestehenden organischen Beschwerden nicht erstellt. Ebenso verneinte es das Vorliegen psychischer Gesundheitsbeeinträchtigungen mangels ernsthafter Hinweise in den Akten. Das Eidgenössische Versicherungsgericht (EVG) schloss sich am 4. August 2000 dieser Beurteilung an. Die IV wies am 30. Januar 2001 ein weiteres, von der Beschwerdeführerin nach dem Unfall eingereichtes Gesuch um eine IV-Rente ab. Der Gesamtinvaliditätsgrad wurde dabei auf 34 % festgesetzt. Dieser Entscheid stützte sich auf ein zweites IV-Gutachten, das von der Klinik X.________ am 10. Mai 2000 erstattet wurde. Dieses äussert sich nicht zu den Auswirkungen des Unfalles auf die Erwerbstätigkeit. Es hält lediglich fest, dass die Beschwerdeführerin seit ihrer Jugend an lumbalbetonten Rückenschmerzen leide. Nach dem Unfall seien die cervicalen Schmerzen verstärkt worden und neu seien Seh- und Konzentrationsstörungen dazu gekommen, bezüglich derer zusätzliche Abklärungen empfohlen würden.