Citation: 2C_469/2023 E. 3.7

3.7. Vorliegend lässt sich dem angefochtenen Urteil entnehmen, dass die Verfügung des Migrationsamts vom 10. Februar 2023 per A-Post Plus versandt und gemäss Sendungsverfolgung der Post am Samstag, den 11. Februar 2023, in das Postfach des Rechtsvertreters gelegt wurde (vgl. angefochtenes Urteil, Sachverhalt lit. A sowie E. 4.1). Der Beschwerdeführer zeigt keine Umstände auf, die eine fehlerhafte Zustellung als plausibel erscheinen liessen. Vielmehr beschränkt er sich darauf, mit Nichtwissen zu bestreiten, ob sich die Verfügung des Migrationsamts auch tatsächlich am Samstagmorgen im Postfach seines Rechtsvertreters befunden habe. Folglich ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass die Sendung am 11. Februar 2023 in den Machtbereich des Beschwerdeführers gelangt ist. Im Übrigen macht er nicht substanziiert geltend, dass er keinen faktischen Zugriff auf sein Postfach gehabt habe bzw. dass eine effektive Kenntnisnahme am gleichen Tag nicht möglich gewesen sei. Unerheblich ist in diesem Zusammenhang, dass das Postfach der Kanzlei seines Rechtsvertreters, wie er behauptet, vom Sekretariatspersonal geleert wird, welches am Wochenende nicht arbeite. Das Bundesgericht hat bereits erwogen, dass es im Verantwortungsbereich des Empfängers liegt, das Postfach selbst an einem Samstag zu leeren. Dies gilt auch, wenn der Empfänger eine Anwaltskanzlei ist (Urteile 8C_665/2022 vom 15. Dezember 2022 E. 4.6; 2C_1032/2019 vom 11. März 2020 E. 5.3.3 mit Hinweisen).