Citation: 7B_219/2022 E. 2.1

2.1. Die Beschwerdeführerin wendet sich gegen die Kostenauflage im Strafverfahren. Im Wesentlichen macht sie geltend, im Dispositiv der ersten Einstellungsverfügung vom 30. Juli 2020 sei festgehalten worden, dass die Kosten auf die Staatskasse genommen würden und ihr weder eine Entschädigung noch eine Genugtuung ausgerichtet werde. Einzig in den Erwägungen sei ausgeführt worden, dass über die weiteren Kosten mit separatem Entscheid zu befinden sei. Somit würden sich die Erwägungen und das Dispositiv widersprechen. Dies dürfe ihr allerdings nicht zum Nachteil gereichen. In der Einstellungsverfügung vom 29. September 2021 seien ihr nachträglich Kosten auferlegt worden. Damit werde die Wirkung der Rechtskraft der ersten Einstellungsverfügung missachtet und Art. 320 Abs. 4 StPO i.V.m. Art. 437 Abs. 1 lit. a StPO verletzt. Die nachträgliche Auferlegung der Verfahrenskosten sei unzulässig.