Citation: 9C_325/2015 E. 2.4

2.4. Angesichts der klaren und unmissverständlichen Reglementsbestimmung hat die Beschwerdegegnerin zu Recht (vgl. E. 1.1 vorne) die Vergütung der strittigen Behandlungsleistungen abgelehnt resp. zurückgefordert. Diese Verweigerung der Leistungspflicht stellt keinen Widerspruch zum Verhältnismässigkeitsgrundsatz dar, ist er doch gerade - gleichermassen wie bei der Hausarzt- und HMO-Versicherung - der Kern des vorliegenden Versicherungsmodells. Dies gilt umso mehr, als Notfälle, gynäkologische und augenärztliche Leistungen sowie verordnete Physiotherapien, Ergotherapien, Logopädien, Ernährungsberatungen und Leistungen von Hebammen und Zahnärzten ausgeklammert bleiben (Art. 7 des Reglements).