Citation: 9C_790/2016 E. 5.2

5.2. Dem in diesem Zusammenhang einschlägigen, von der Beschwerdeführerin angerufenen Urteil 9C_464/2014 vom 24. Februar 2015 (vgl. insbesondere dortige E. 3.4.4) lag der Fall einer Freizügigkeitsstiftung zugrunde, welche auf ihrem Zahlungsauftragsformular vorsah, dass bei Auszahlungen, welche Fr. 20'000.- überstiegen oder nicht auf ein auf den Vorsorgenehmer lautendes Konto auszurichten waren, die Unterschrift des Ehepartners oder des Bevollmächtigten entweder amtlich beglaubigt oder mittels Identitätsprüfung durch eine Bank schriftlich bestätigt werden musste. Die damals beteiligte Freizügigkeitsstiftung hatte die beantragte Auszahlung vorgenommen, obwohl weder eine schriftlich bestätigte Identitätsprüfung durch eine Bank noch eine amtliche Beglaubigung vorlagen, sondern nur ein (missbräuchlich angebrachter) Stempel des italienischen Generalkonsulats und das Formerfordernis somit nicht erfüllt war. Damit liess sie bei der Prüfung der Legitimationsmittel nicht die geschäftsübliche Sorgfalt walten. Mangels reglementskonformer Erfüllung hatte die getätigte Überweisung keine befreiende Wirkung und die Freizügigkeitsstiftung blieb gegenüber dem Vorsorgenehmer leistungspflichtig.