Citation: 4C.256/2006 12.10.2006 E. 4

Weiter rügt der Beklagte, die Vorinstanz habe sich zum allfälligen Verschulden nicht geäussert resp. ein solches nicht geprüft. Da ihm kein sorgfaltswidriges Verhalten vorgeworfen werden könne, müsse auch ein Verschulden von vornherein ausgeschlossen werden. Damit verkennt der Beklagte, dass es bei einer Haftung nach Art. 398 OR dem Beauftragten obliegt darzutun, dass ihn kein Verschulden trifft; er trägt mithin das Beweisrisiko hinsichtlich der mangelnden Vorwerfbarkeit seines Fehlverhaltens (Rolf H. Weber, Basler Kommentar, N. 32 zu Art. 398 OR). Er legt nicht dar, dass er diesbezüglich in tatsächlicher Hinsicht etwas vorgebracht hätte, was die Vorinstanz, da wesentlich, zu Unrecht übergangen hätte. Indem er bloss ein sorgfaltswidriges Verhalten in Abrede stellt, vermag er jedenfalls von vornherein nicht darzutun, dass ihm die Schlechterfüllung des Mandats nicht vorwerfbar ist. Ohnehin hat sich die Bejahung des sorgfaltswidrigen Verhaltens durch die Vorinstanz nicht als bundesrechtswidrig herausgestellt, womit die Grundlage, auf welcher der Beklagte seine Rüge aufbaut, dahingefallen ist.