Citation: 6A.86/2001 25.02.2002 E. 1

lich die berufliche Sanktionsempfindlichkeit des Beschwerde- führers. Eine weitergehende Würdigung dieses Beurteilungs- merkmals nimmt sie nicht vor. Der Beschwerdeführer hat somit während des Führerausweisentzugs mit gewissen Verdienst- ausfällen zu rechnen. Zudem wird er bezüglich des Arbeits- wegs Unannehmlichkeiten auf sich nehmen müssen. Dies recht- fertigt es, dem Beschwerdeführer eine berufliche Sanktions- empfindlichkeit in leichtem bis mittlerem Grade zuzuge- stehen. Die übrigen Bemessungskriterien hat die Vorinstanz zutreffend erörtert. c) Die Vorinstanz hat somit in ihrer Eventualbe- gründung zwei Elemente falsch gewichtet. Nachdem sich be- reits die Hauptbegründung als bundesrechtswidrig erwiesen hat (E. 1), ist der angefochtene Entscheid aufzuheben. Da die Gewichtung der einzelnen Beurteilungsmerkmale nun klar (E. 2b), der Fall mithin entscheidungsreif ist, urteilt das Bundesgericht aus Gründen der Verfahrensökonomie selbst in der Sache (Art. 114 Abs. 2 OG). Ausgehend von der vor- instanzlichen Begründung und in Berücksichtigung der unterschiedlichen Gewichtung der fehlenden Einsicht sowie des Fahrerleumunds des Beschwerdeführers erscheint eine Entzugsdauer von vier Monaten als angemessen.