Citation: 4A_293/2023 E. 4.6

4.6. Nach dem Gesagten verletzt es auch keine verfassungsmässigen Rechte, wenn die Vorinstanz zum Ergebnis gelangte, unter den konkreten Umständen eine vorsorgliche Beweisführung zu beantragen, erscheine zumindest widersprüchlich und stelle einen Verstoss gegen Treu und Glauben dar. Diesbezüglich ist auch zu beachten, dass die Beschwerdeführerin von der Beschwerdegegnerin zuerst die Begutachtung durch eine Vertrauensärztin statt eines Vertrauensarztes verlangt hat, um dann diesen Termin nicht wahrzunehmen und stattdessen in ihrem Antrag um Einholung eines Gerichtsgutachtens im Rahmen der vorsorglichen Beweisführung wiederum einen Arzt (und gerade nicht eine Ärztin) vorzuschlagen.