Citation: 1C_124/2020 E. 3.3

3.3. Die Möglichkeit, die Parzellen Nrn. 663 und 664 über den Amselweg zu erschliessen, wird nicht grundsätzlich bestritten. Auch werden keine Interessen zugunsten der Verwendung des oberen Abschnitts des Ober Gässli als Erschliessungsstrasse vorgebracht, die dem Schutzinteresse im Sinne von Art. 6 Abs. 1 NHG des Ober Gässli entsprächen oder diesen vorgehen würden. Entsprechend hat die Erschliessung über den Amselweg zu erfolgen, was von der Vorinstanz bestätigt wurde. Angesichts dieser Ausgangslage dringen auch die übrigen Rügen nicht durch. So ist es nicht mehr entscheidrelevant, ob eine Rodungsbewilligung für den betreffenden Bereich der beiden Parzellen Nrn. 663 und 664 erhältlich ist oder nicht, oder ob das Ober Gässli wegen eines Spickels Bauzone auf den Parzellen Nrn. 663 und 664 nach Art. 27 Abs. 2 des Raumplanungsgesetzes für den Kanton Graubünden vom 6. Dezember 2004 (KRG/GR; BR 801.100) zur Bauzone gehören müsste. Es kann auch dahingestellt bleiben, wie ausgewogen die Interessenabwägung war und ob dabei allenfalls vereinzelt unzutreffende Annahmen Berücksichtigung fanden. Im Ergebnis erweist sich die Erschliessung der beiden Parzellen nur, aber immerhin über den Amselweg als zulässig. Der vorinstanzliche Entscheid ist daher entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer nicht zu beanstanden.