Citation: 8C_386/2020 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer wendet im Wesentlichen ein, es sei dokumentiert und von der Vorinstanz festgestellt worden, er könne sich nicht vollständig an den Unfall und die nachfolgenden Geschehnisse erinnern. Gemäss dem Polizeirapport vom 17. August 2018 seien alle Unfallbeteiligten beim Eintreffen der Polizei unter Schock gestanden. Seine nicht objektivierbaren Beschwerden (starker Schwindel, Kopfschmerzen, kognitive Einschränkungen) seien zeitnah zum Unfall aufgetreten und stellten keine psychische Fehlentwicklung dar, sondern seien die Folge eines Schleuder- oder Schädelhirntraumas. Ein MRI sei erst nach ca. zwei Monaten veranlasst worden, obwohl er während der Physiotherapie immer wieder über Schmerzen geklagt habe. Die Suva-Kreisärzte hätten nicht alle Umstände berücksichtigt. Unbestritten sei, dass er Erinnerungslücken habe, was auf eine Bewusstlosigkeit hindeute und Indiz für ein Schädelhirntrauma sei. Es sei durchaus vorstellbar, dass beim Überschlagen des Unfallfahrzeugs durch die abrupten Lageänderungen und die damit zusammenhängenden Kräfte seine HWS überdehnt worden sei bzw. sein Gehirn auch ohne Anprall des Kopfes am Schädelinneren aufgeschlagen habe. Der Kreisarzt Dr. med. D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, habe denn auch eine Teilkausalität des Unfalls für seine Beschwerden bejaht. Somit hätte mittels eines Gutachtens abgeklärt werden müssen, ob er an einem Schädelhirn- bzw. Schleudertrauma leide. Die Adäquanzprüfung hätte nach der hierzu ergangenen Praxis erfolgen müssen.