Citation: 5P.27/2006 22.05.2006 E. 4

Die Beschwerdeführerin kritisiert schliesslich, dass das Obergericht wegen der offenen Wortwahl der Stiftung die Darstellung der Bank als umso glaubhafter erachtet hat. 4.1 Sie macht im Einzelnen geltend, es sei nicht vertretbar und damit willkürlich, aufgrund der offenen Wortwahl bezüglich der Frage der wirtschaftlichen Berechtigung an der Stiftung auf die bestrittenen Aussagen der Bank bzw. der Privatdetektive abzustellen bzw. diesen erhöhte Glaubwürdigkeit beizumessen. Die offene Wortwahl rühre daher, dass mit der Bestätigung der Bank B.________ genügend glaubhaft gemacht worden sei, dass A.________ nicht der wirtschaftlich Berechtigte an der Stiftung sei und keine Pflicht bestehe, einen eigentlichen Negativbeweis zu erbringen. Die Vorlage des Formulars A hätte überdies eine Verletzung des Bankgeheimnisses bedeutet. 4.2 Im Zusammenhang mit seinen Ausführungen zur offenen Wortwahl der Beschwerdeführerin bzw. der nur ganz punktuellen Bestreitung der bankseitigen Sachverhaltsdarstellung hat das Obergericht in erster Linie darauf abgestellt, dass die Beschwerdeführerin die Modalitäten ihres (unbestrittenen) Verhältnisses zu A.________ weiterhin im Dunkeln liess und insbesondere auch weder die Statuten, Beistatuten, Begünstigtenordnung, Bank- oder Verwaltungsvollmachten bzw. Zeichnungsberechtigungen noch das Formular A vorgelegte. Mit Ausnahme des Formulars A äussert sich die Beschwerdeführerin zu diesen Erwägungen nicht einmal ansatzweise, weshalb ihre Willkürrüge unsubstanziiert bleibt und darauf nicht einzutreten ist. Mit der blossen Kritik, aus ihrer offenen Wortwahl dürften keine Rückschlüsse gezogen werden, ist jedenfalls keine willkürliche Beweiswürdigung durch das Obergericht darzutun. Was sodann das Formular A anbelangt, kann von vornherein keine Verletzung des Bankgeheimnisses zur Diskussion stehen, wenn die Stiftung selbst (und nicht die Bank als Dritte) dieses als Beweismittel vorgelegt hätte; sie hat denn im kantonalen Verfahren auch die Edition des Formulars bzw. die diesbezügliche Befragung des Bankangestellten verlangt.