Citation: 2C_560/2015 E. 3.7

3.7. Mit der Vorinstanz ist somit festzuhalten, dass es Rechtsanwalt lic. iur. A.________ in seiner Funktion als Geschäftsführer und einziger Gesellschafter der X.________ GmbH sowie als registrierter Rechtsanwalt an der anwaltsrechtlich gebotenen Unabhängigkeit fehlt (Art. 8 Abs. 1 lit. d BGFA: "institutionelle Unabhängigkeit"). Der Gesellschaftszweck der Beschwerdeführerin lässt anwaltstypische und damit berufsspezifische Tätigkeiten im Sinne von Art. 12 BGFA zu. Ein rein privater Verwendungszweck der Gesellschaft ergibt sich weder aus den Statuten noch aus anderen Unterlagen; die Beschwerdeführerin räumt vielmehr selber ein, dass sie ihre Dienstleistungen auch auf den Familien- und Bekanntenkreis ihres einzigen Gesellschafters und Geschäftsführers ausdehnen wolle. Es ist deshalb nicht bundesrechtswidrig, wenn die kantonalen Behörden angeordnet haben, die Beschwerdeführerin habe ihre Statuten an die Vorgaben einer "Anwaltsgesellschaft" anzupassen (Tätigkeit für dauerhafte unabhängige Körperschaft) oder aber den Gesellschaftszweck so zu formulieren, dass dieser klar gegenüber der Anwaltstätigkeit des Geschäftsführers abgegrenzt werden könne (rein private Nutzung, ohne Angebot für Dritte), sodass die institutionelle Unabhängigkeit von Rechtsanwalt lic. iur. A.________ nicht infrage gestellt erscheint.