Citation: 1C_485/2022 E. 4.2

4.2. Nach Art. 112 Abs. 1 lit. b BGG müssen Entscheide, die der Beschwerde an das Bundesgericht unterliegen, die massgebenden Gründe tatsächlicher und rechtlicher Art enthalten. Zudem hat die Vorinstanz das Recht von Amtes wegen anzuwenden (Art. 110 in fine BGG). Diese Verpflichtung gilt nicht nur in denjenigen Fällen, in denen das Bundesgericht das Recht von Amtes wegen anwendet (Art. 106 Abs. 1 BGG), sondern ebenfalls soweit vor Bundesgericht ein Rügeprinzip gilt (Art. 106 Abs. 2 BGG), d. h. namentlich auch für das kantonale Recht. Rechtsanwendung von Amtes wegen bedeutet, dass das Gericht von sich aus auf den festgestellten Sachverhalt die massgebenden Rechtsnormen anwendet (HANSJÖRG SEILER, in: Bundesgerichtsgesetz [BGG], 2. Aufl. 2015, N. 16 zu Art. 110 BGG). Soweit die Vorinstanz in ihrem Urteil ausführt, sie respektive die vorinstanzlichen Behörden seien nicht gehalten, eine Ausnahmebewilligung nach Art. 44 VNH/AI zu überprüfen, wenn die Beschwerdeführenden eine solche nicht verlangten, trifft dies dementsprechend nicht zu. Die Beschwerdeführenden haben eine Bewilligung für ihre Heizung beantragt und die Vorinstanz ist verpflichtet zu prüfen, ob eine solche nach den massgebenden Rechtsnormen erteilt werden kann. Sie kann eine Erteilung der Baubewilligung nicht davon abhängig machen, ob sich die Beschwerdeführenden auf die einschlägige Bestimmung berufen. Eine Rügepflicht ist nicht vorgesehen (HANSJÖRG SEILER, a.a.O., N. 16 zu Art. 110 BGG). Hinzu kommt, dass die Vorinstanz nicht nur die Anwendbarkeit von Art. 44 VNH/AI zu prüfen hat, sondern auch die der bundesrechtlichen Vorschriften. Gemäss den Akten handelt es sich um eine Liegenschaft ausserhalb der Bauzone und die Bewilligungserteilung richtet sich grundsätzlich nach Bundesrecht (Art. 24 RPG). Zu diesen Anforderungen schweigt sich das Urteil weitgehend aus und es kann - wie sogleich aufzuzeigen ist - nicht als ausreichend begründet gelten.