Citation: 1B_115/2009 26.01.2010 E. 2

2. Es sei die Widerrechtlichkeit des Haftbefehls und damit der Untersuchungs- haft festzustellen." Unter "Formelles" hat der Beschwerdeführer verdeutlicht, dass sich die Beschwerde gegen den Haftbefehl vom 27. März 2009 richte (Beschwerdeschrift, S. 2). In seiner Replik vom 20. August 2009 (Seite 2 unten) stellt sich der Rechtsuchende nun erstmals auf den Standpunkt, seine Beschwerde richte sich auch gegen den Entscheid der Standeskommission vom 14. April 2009. Wie sich aus den Akten ergibt, wurde der Entscheid der Standeskommission dem Beschwerdeführer am 17. April 2009 zugestellt. Innert der Beschwerdefrist von Art. 100 Abs. 1 BGG hat er weder Rechtsbegehren gegen den Nichteintretensentscheid formuliert, noch zulässige Rügen dagegen substanziiert. Die nachträglichen Vorbringen in der Replik vom 20. August 2009 erfolgen verspätet. Darüber hinaus handelt es sich auch beim Nichteintretensentscheid der Standeskommission nicht um einen letztinstanzlichen kantonalen Gerichtsentscheid (Art. 80 BGG). Gemäss ausdrücklicher Rechtsmittelbelehrung wäre dagegen eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Kantonsgericht zulässig gewesen (gestützt Art. 4 i.V.m. Art. 10 Abs. 1 des kantonalen Verwaltungsgerichtsgesetzes). Auf die Beschwerde ist auch unter diesen Gesichtspunkten nicht einzutreten. Im Übrigen wäre in diesem Zusammenhang auch keine verfassungswidrige Anwendung des kantonalen Prozessrechts ersichtlich. Wie der kantonalen Strafprozessordnung (Art. 56-58 und Art. 141 StPO/AI) und den Erwägungen des Entscheides der Standeskommission vom 14. April 2009 ohne Weiteres entnommen werden kann, war Letztere nicht zuständig, eine Beschwerde gegen den Haftbefehl vom 27. März 2009 zu prüfen.