Citation: 5A_872/2023 E. 3.3

3.3. Die Rügen laufen ins Leere. Die Beschwerdeführerin täuscht sich, wenn sie meint, dass sich der angefochtene Entscheid überhaupt nicht zum Kindesunterhalt in der Zeit vor dem 1. Februar 2024 äussere. In seiner oben zitierten Erwägung 5.8 gelangt das Kantonsgericht zur Erkenntnis, dass vor dem 1. Februar 2024 keine veränderten finanziellen Verhältnisse vorliegen und somit die Abänderung der Unterhaltsbeiträge ab dem 1. Februar 2024 in Frage stehe (s. oben E. 3.1). Angesichts dieser Erwägung kann auch der (nachträglich berichtigte) vorinstanzliche Urteilsspruch nicht anders verstanden werden. Das Kantonsgericht formuliert darin einzig die ab 1. Februar 2024 geltende neue Unterhaltsregelung, die aus den auf diesen Zeitpunkt eingetretenen veränderten finanziellen Verhältnissen folgt. Für die Zeit vor dem 1. Februar 2024 gilt deshalb die bisherige Regelung gemäss dem Eheschutzentscheid vom 30. Juni 2014 (s. Sachverhalt Bst. A.b) und nicht, wie von der Beschwerdeführerin fälschlicherweise angenommen, der erstinstanzliche Entscheid vom 17. April 2023 (s. Sachverhalt Bst. B.b). Denn dieser wurde, was die Beurteilung des Abänderungsbegehrens angeht - aber eben auch nur in dieser Hinsicht -, durch den Berufungsentscheid aufgehoben und ersetzt (Devolutiveffekt; BGE 146 II 335 E. 1.1.2 mit Hinweisen; Urteil 5A_242/2022 vom 29. August 2022 E. 1.3). Im Übrigen vermag auch von der Logik her nicht recht einzuleuchten, weshalb für die Periode von April 2023 bis Januar 2024 der erstinstanzliche Urteilsspruch gelten sollte. Wie sich aus den vorinstanzlichen Feststellungen über die Begründung des erstinstanzlichen Abänderungsentscheids ergibt, erklärte das Bezirksgericht die Abänderung des Kindesunterhalts auf den 1. April 2023 damit, dass die Zwillinge Ende März 2023 das 16. Altersjahr erreichten und der Beschwerdeführerin daher von diesem Zeitpunkt an ein volles Arbeitspensum zumutbar sei. Das Kantonsgericht verwirft diese Beurteilung explizit und legt dar, weshalb den Parteien erst vom 1. Februar 2024 an ein hypothetisches Einkommen anzurechnen sei (E. 3.1). Auch in diesen Erwägungen kommt mithin zum Ausdruck, dass vor diesem Zeitpunkt noch kein Abänderungsgrund besteht. Dies bedeutet nichts anderes, als dass bis und mit Januar 2024 die ursprüngliche Unterhaltsregelung gemäss Eheschutzentscheid vom 30. Juni 2014 (s. Sachverhalt Bst. A.b) gilt. An alledem ändert auch das Schreiben vom 2. November 2023 nichts, in welchem nicht die urteilende 2. Abteilung des Kantonsgerichts, sondern (lediglich) deren Präsident in Verkennung der soeben dargelegten Rechtslage für die Zeit bis Ende Januar 2024 den erstinstanzlichen Entscheid vom 17. April 2023 (s. Sachverhalt Bst. B.b) für anwendbar erklärt (s. Sachverhalt Bst. B.g). Dieser informellen Antwort auf eine per E-Mail übermittelte Anfrage kommt keine rechtliche Bedeutung zu. Insbesondere handelt es sich dabei auch nicht um eine Erläuterung im Rechtssinn, würde diese doch eine förmliche Eröffnung des erläuterten Entscheids durch das zuständige Gericht voraussetzen (Art. 334 Abs. 4 ZPO). Davon kann hier nicht die Rede sein. Auch den in diesem Zusammenhang vorgetragenen Gehörsrügen, einschliesslich derjenigen betreffend C.________s Einkommen, ist nach dem Gesagten der Boden entzogen. Mag eine ausdrückliche Klarstellung im angefochtenen Entscheid, dass es für die Zeit vor dem 1. Februar 2024 bei der ursprünglichen Regelung vom 30. Juni 2014 bleibt, auch wünschbar erscheinen, so lässt der vorinstanzliche Urteilsspruch, so wie er gefällt und begründet wurde, jedenfalls für die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin hinreichend deutlich erkennen, auf welche Unterhaltsbeiträge sie bis Ende Januar 2024 zählen kann (vgl. BGE 145 III 324 E. 6.1 mit Hinweisen) : Gemäss dem Eheschutzentscheid vom 30. Juni 2014 hat der Beschwerdegegner ab 1. Juli 2014 an den Unterhalt der drei Kinder monatlich insgesamt Fr. 2'000.-- zu bezahlen (s. Sachverhalt Bst. A.b). Im hiesigen Verfahren fordert die Beschwerdeführerin vom Beschwerdegegner für die umstrittene Periode für D.________ und E.________ insgesamt Fr. 2'392.--, eventualiter für alle drei Kinder zusammen Fr. 2'135.-- (s. oben E. 3.2). Inwiefern es sich auch im Ergebnis nicht mit dem Willkürverbot (Art. 9 BV) oder mit anderen verfassungsmässigen Rechten verträgt, wenn der Beschwerdegegner der Beschwerdeführerin in den fraglichen zehn Monaten anstatt dieser Beträge für die drei Kinder insgesamt nur Fr. 2'000.-- an Alimenten bezahlen muss, ist der Beschwerde nicht zu entnehmen. Die Beanstandungen der Beschwerdeführerin konzentrieren sich darauf, dass der Beschwerdegegner mit dem angefochtenen Entscheid für die Zeit von April 2023 bis Januar 2024 weder Bar- noch Naturalunterhalt leisten müsse und ihr in willkürlicher Anwendung der bundesrechtlichen Vorgaben der gesamte Kindesunterhalt allein aufgebürdet werde. Dieser Sichtweise kann nun aber, wie die vorigen Erwägungen zeigen, nicht gefolgt werden. An der Sache vorbei geht auch das Argument, wonach sich die Alleinobhut über beide Zwillinge als erhebliche Veränderung der Rechtslage massgeblich auf die Unterhaltsberechnung auswirke. Dass eine Anpassung des Eheschutzentscheids vom 30. Juni 2014 bereits mit Wirkung ab April 2023 (und nicht erst ab Februar 2024) unausweichlich erschienen wäre, weil die Kosten, die aus der tatsächlich veränderten Betreuungssituation resultierten, die bisherige Unterhaltsregelung schon auf diesen Zeitpunkt hin dauerhaft und erheblich aus dem Gleichgewicht gebracht hätten, behauptet die Beschwerdeführerin nicht. Ebenso wenig macht sie geltend, dass sie gerade dies bereits im kantonalen Verfahren verlangt hätte und damit von der Vorinstanz in verfassungswidriger Weise nicht gehört worden wäre (s. zum Erfordernis der materiellen Ausschöpfung des Instanzenzugs BGE 146 III 203 E. 3.3.4; 143 III 290 E. 1.1). Einfach zu behaupten, dass die Abänderung der Obhut "zwingendermassen" auch zu einer Anpassung der Unterhaltsbeiträge führe, genügt nicht.