Citation: 8C_890/2017 E. 7.3

7.3. In der Beschwerde wird nicht gerügt, die dem kantonalen Gericht vorliegenden medizinischen Akten hätten die für eine Prüfung der in BGE 141 V 281 formulierten Standardindikatoren notwendigen Informationen nicht enthalten und wären damit ungenügend gewesen. Ein entsprechender Mangel ist denn auch nicht ersichtlich. Die Vorinstanz zeigt im Rahmen der Würdigung des estimed-Gutachtens und in Berücksichtigung der Rechtsprechung schlüssig auf, weshalb der dort attestierten 50%igen Arbeitsunfähigkeit nicht gefolgt werden kann und stattdessen von einer 10%igen Einschränkung gemäss ABI-Gutachten aufgrund der otorhinolaryngologischen Gesundheitsschädigung auszugehen ist. Eine Abweichung hiervon bzw. eine andere Würdigung des Sachverhalts steht dem Bundesgericht nur zu, wenn die Vorinstanz den Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt und hieraus offensichtlich unrichtige Schlüsse gezogen hat. Es reicht nicht aus, die von der Vorinstanz gezogenen Schlüsse als willkürlich zu bezeichnen, wenn sie nicht mit den Darstellungen des Beschwerdeführers übereinstimmen. Der Beschwerdeführer vermag sodann nicht darzulegen, inwiefern die Erwägungen im angefochtenen Entscheid Bundesrecht verletzen. Folglich ist es nicht die Aufgabe des Bundesgerichts, wie ein Sachgericht die gesamte Aktenlage erneut zu würdigen. Es stellt keine Rechtsverletzung dar, wenn die Vorinstanz der gutachterlich attestierten 50%igen Arbeitsunfähigkeit die rechtliche Relevanz absprach. Was der Versicherte hinsichtlich der vorinstanzlich vorgenommenen Prüfung der Indikatoren moniert, ist nicht stichhaltig. Der Umstand, dass es dem Beschwerdeführer trotz entsprechender Bemühungen nicht gelungen ist, sich wieder vollständig ins Erwerbsleben zu integrieren, vermag an der Feststellung des kantonalen Gerichts, wonach das soziale Leben des Versicherten sowie seine Aktivitäten zeigten, dass er über beachtliche persönliche Ressourcen verfüge, die mit den geltend gemachten Einschränkungen im Erwerbsbereich nicht zu vereinbaren seien, nichts zu ändern. Inwiefern bezüglich der im angefochtenen Entscheid angeführten Aspekte eine "offensichtlich unrichtige Feststellung des rechtsrelevanten Sachverhalts" vorliegen soll, wie vom Beschwerdeführer geltend gemacht, wird nicht dargelegt.