Citation: 1C_60/2023 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz führt in der betreffenden Erwägung aus, dass nach Art. 34 Abs. 1 KRG/GR Landschaftsschutzzonen Landschaften von besonderer Schönheit und Eigenart oder mit ökologischer Funktion umfassen würden. Nach der Rechtsprechung sollen in der Landschaftsschutzzone Natur- und Kulturlandschaften geschützt werden und seien lediglich Vorhaben zulässig, die der Natur- und Kulturlandschaft förderlich sind und diese zumindest nicht beeinträchtigen. Die fragliche Steinentfernung diene offensichtlich nicht der Revitalisierung oder der Aufwertung der Landschaft, sodass eine Bewilligung gestützt auf diese Gründe ausser Betracht falle. Wenn sichtbare Steine entfernt würden, würden natürliche Strukturen zerstört. Auch wenn vorliegend nicht eindeutig sei, ob es sich bei den entfernten Steinen um landschaftsprägende Steine im Sinne der Praxis des Amts für Natur und Umwelt handle (> 0.5 m2 sichtbar bzw. fünf Steine pro Are), habe im Rahmen des Augenscheins festgestellt werden können, dass die Steine trotzdem mit einer beachtlichen Grösse aus dem Boden geragt hätten und in der Landschaft wahrnehmbar gewesen seien. In Landschaftsschutzzonen gehe das öffentliche Interesse des Landschaftsschutzes und des Schutzes der ökologischen Funktion praxisgemäss demjenigen einer privaten Bewirtschaftungsverbesserung vor.