Citation: I 472/01 21.02.2002 E. 1

1.- In formellrechtlicher Hinsicht rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV), weil im Gutachten der MEDAS Arztberichte zitiert würden, welche im Verfahren nicht vorlägen und zudem aus einer Zeit vor der IV-Anmeldung stammen würden. Weiter sei die MEDAS befangen, da der Verdacht bestünde, an der Expertise beteiligte Ärzte seien mit der Beschwerdeführerin bereits früher befasst gewesen. Wie das Eidgenössische Versicherungsgericht in BGE 123 V 175 bestätigt hat (welche Rechtsprechung auch nach dem Inkrafttreten der neuen Bundesverfassung gilt [AHI 2001 S. 119; BBl 1997 I 181 f.], ist die nach Art. 4 aBV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK vorausgesetzte Unabhängigkeit und Unparteilichkeit der Gutachter der MEDAS gewährleistet. Zusammenfassend hielt das Gericht fest, dass keine Gründe vorliegen, die auf mangelnde Objektivität und auf Voreingenommenheit der Ärzte der MEDAS schliessen liessen, was Zweifel am Beweiswert ihrer Gutachten rechtfertigen könnte; diese seien vielmehr im Rahmen der freien Beweiswürdigung zu prüfen und bei der Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs zu berücksichtigen (BGE 123 V 179; AHI 1997 S. 122 f.). Aufgrund der Akten bestehen denn auch keine Anhaltspunkte für eine Voreingenommenheit der Experten, sodass der Einwand nicht zu hören ist. Im Übrigen hatte die damalige Rechtsvertreterin bei Einreichung der erstinstanzlichen Beschwerdeschrift Kenntnis vom MEDAS-Bericht und damit Gelegenheit, dazu Stellung zu nehmen und Ergänzungsfragen zu beantragen. Eine allfällige Gehörsverletzung im Verwaltungsverfahren kann daher angesichts der uneingeschränkten Überprüfungsbefugnis des Sozialversicherungsgerichts als geheilt gelten (AHI 2001 S. 122 Erw. 1a/cc mit Hinweis).