Citation: 1E.17/1999 25.04.2001 E. C

C.- Gegen das Ausführungsprojekt N 4.1.7 wurden zahl- reiche Einwendungen erhoben. Unter anderem stellte der Ge- meinderat Knonau in seiner Einsprache vom 20. Mai 1997 das Begehren, dass das Teilstück (inkl. SBB-Geleiseanlage) ab Bahnhof Knonau bis zur Brücke der Umfahrungsstrasse beim Industriegebiet gemäss der vorhandenen Machbarkeitsstudie zu überdecken sei. Allenfalls könnte aus Kostengründen bloss eine Überdeckung in "Leichtbauweise" realisiert werden, die es ermöglichen würde, die so gewonnene Fläche zwar nicht als Bauland, aber mindestens als Wies- und Weideland zu nutzen. Für den Fall, dass die gesetzlich vorgeschriebenen höchstzu- lässigen Lärmgrenzwerte in den umliegenden Gebieten nicht eingehalten werden könnten, verlangte die Gemeinde weiter, dass die Lärmschutzmassnahmen entsprechend zu optimieren seien. Bei solchen Nachrüstungen müssten alle in der Zwi- schenzeit erzielten technischen Fortschritte in Bezug auf Lärmvermeidung und Lärmschutz umgesetzt werden. Bei der De- tailplanung der Lärmschutzmassnahmen sei dem Gemeinderat ein Mitspracherecht zu garantieren. Zudem stellte die Gemeinde das Begehren, dass auf der Umfahrungsstrasse (Kreuzung Dorf/Rossi) ohne Verzug ein Verkehrskreisel zu erstellen sei. Zu diesen Begehren legte der Regierungsrat des Kantons Zürich in seinem Einsprache- und Genehmigungsent- scheid vom 28. Januar 1998 dar, dass das kantonale Tief- bauamt bereits im Hinblick auf die provisorische Eröffnung der N 4 im Jahre 1989 eine Machbarkeitsstudie für eine Überdeckung von rund 360 m Länge zwischen der Überführung über Bahn und Autobahn und dem Bahnhofareal Knonau in Auf- trag gegeben habe. Im Februar 1992 sei die Bevölkerung von Knonau über die Möglichkeit einer teilweisen Überdeckung der N 4 orientiert worden, nachdem die Gemeinde Knonau eine Überbauungsstudie habe ausarbeiten lassen. Dabei sei darge- legt worden, dass eine Überdeckung mit Zustimmung aller Be- teiligten und mit einem Kostenteiler realisierbar und auch finanziell tragbar sei, sofern sie baulich genutzt und durch eine solche Nutzung mitfinanziert werden könne. Diese Vor- aussetzung sei auch im Text zum Richtplan Verkehr klar fest- gehalten worden. Die inzwischen eingetretene schlechte Kon- junkturlage habe indessen das Interesse an der Realisierung von Doppelnutzungen stark sinken lassen. Aus dieser Ein- schätzung heraus seien im Auflageprojekt lediglich jene Massnahmen enthalten, die für die Einhaltung der Lärmschutz- Verordnung erforderlich seien. Im Bereich der möglichen Überdeckung würden jedoch die Fundationen der Lärmschutz- wände so dimensioniert und ausgeführt, dass sie die Lasten des Deckelbauwerks und möglicher Überbauung aufnehmen könn- ten. Dem Begehren des Gemeinderates werde somit in diesem Sinne entsprochen. Dagegen würde eine Überdeckung in "Leicht- bauweise" zu keinen wesentlichen Kosteneinsparungen führen, da die erforderlichen Fundationen nur unwesentlich reduziert werden könnten. Übrigens sei nach Meinung der zuständigen Umweltschutz-Fachstellen eine ganze oder teilweise Über- deckung der Autobahn auf Gemeindegebiet Knonau aus der Sicht der Lufthygiene nicht nötig. Zum Antrag auf Optimierung der Lärmschutzmassnahmen hielt der Regierungsrat fest, dass die Lärmprognosen auf den neuesten Verkehrszahlen und den für die Dimensionierung von Lärmschutzmassnahmen zur Verfügung stehenden Berechnungspro- grammen basierten. Auf Gemeindegebiet Knonau würden ledig- lich bei drei Liegenschaften die Planungswerte nachts ge- ringfügig überschritten. Dabei werde jedoch nur ein Teil der lärmempfindlichen Räume betroffen und betrage die Über- schreitung lediglich 0,6 - 1,4 dB, liege also noch unter der Schwelle der Wahrnehmbarkeit. Da ein voller Schutz auch die- ser Räume unverhältnismässigen Aufwand in Gestalt überdimen- sionierter baulicher Lärmschutzanlagen bedingen würde, wür- den gestützt auf Art. 7 Abs. 3 der Lärmschutz-Verordnung Er- leichterungen beansprucht. Das Begehren der Gemeinde sei so- mit abzuweisen. Dagegen sicherte der Regierungsrat der Ge- meinde das verlangte Mitspracherecht zu. Schliesslich ver- wies der Regierungsrat den Antrag auf Bau eines Strassen- kreisels in den Rahmen des kantonalen Strassenbauprogramms, da es sich nicht um eine nationalstrassenbedingte Massnahme handle.