Citation: 6B_570/2017 E. 3.4

3.4. Die Beschwerdeführerin weist darauf hin, sie habe im Rahmen des Telefonats vom 4. August 2011 weder eine bestimmte Geldzahlung noch die Abgabe einer bestimmten Zustimmung verlangt. Thema sei einzig gewesen, dass A.________ "einlenke", womit nur ein Verhandeln über das Erbringen von Leistungen verlangt worden sei. Mit diesen Ausführungen verkennt die Beschwerdeführerin, dass geschütztes Rechtsgut von Art. 181 StGB die Handlungsfreiheit bzw. die Freiheit der Willensbildung und Willensbetätigung des Einzelnen ist (BGE 134 IV 216 E. 4.4.3 S. 221). Es ist somit nicht erforderlich, dass eine bestimmte Geldzahlung verlangt wird. Vielmehr genügt, dass die Täterschaft gegen den Willen des Opfers ein Verhalten oder Handeln erwirkt, auf das sie keinen Anspruch hat (vgl. DELNON/RÜDY, in: Basler Kommentar, Strafrecht, Bd. II, 3. Aufl. 2013, N. 14 zu Art. 181 StGB). Davon ist im vorliegenden Fall auszugehen: Die Beschwerdeführerin versuchte mit ihrem Vorgehen (vgl. dazu E. 3.1 hievor) zu Gunsten ihrer damaligen Klientin und gegen den Willen des A.________ Nachverhandlungen der im Urteil des Gerichtspräsidiums Aarau vom 25. Mai 2010 geregelten Scheidungsfolgen zu erwirken.