Citation: 8C_37/2024 E. 5.2

5.2. Was die Beschwerdeführerin gegen die vorinstanzliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts vorbringt, vermag weder in einer der qualifizierten Rügepflicht (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 148 I 104 E. 1.5 mit Hinweisen) genügenden Weise eine Verletzung des Willkürverbots zu begründen, noch zeigt sie anderweitig auf, inwiefern das angefochtene Urteil Bundesrecht verletzen soll. Zwar wiederholt die Beschwerdeführerin auch vor Bundesgericht, die Aufzeichnungen im digitalen Fahrtenschreiber gewährleisteten in Verbindung mit den vorhandenen Ferienmeldungen bzw. den diesbezüglichen Angaben auf den Lohnabrechnungen und den Aufzeichnungen zu den Arbeitsunfähigkeiten - zumindest für die Chauffeure - die Bestimmbarkeit bzw. eine ausreichende Kontrollierbarkeit der Arbeitszeit gemäss Art. 31 Abs. 3 lit. a AVIG. Einzelne Fehler und Unklarheiten bei den Aufzeichnungen könnten allenfalls zu Kürzungen, jedoch nicht zum Wegfall des gesamten Anspruchs führen. Dennoch bestreitet die Beschwerdeführerin nicht, trotz wiederholter Anerkennung ihrer Verpflichtung zur betrieblichen Arbeitszeitkontrolle im Rahmen der "Voranmeldungen von Kurzarbeit" (E. 5.1) anlässlich der Arbeitgeberkontrolle vom 29. Juni 2021 ausdrücklich unterschriftlich bescheinigt zu haben, eine Arbeitszeiterfassung, aus welcher täglich die geleisteten Arbeitsstunden, die wirtschaftlich bedingten Ausfallstunden sowie alle Absenzen wie Ferien, Krankheit und Unfall hervor gingen, werde von den Arbeitnehmern nicht geführt. "Die Arbeitszeit basier[e] auf Vertrauen. Die Arbeitsausfälle w[ü]rden anhand der Fahrzeugauslastung, des Umsatzes sowie unserer Einschätzung prozentual ermittelt". Daran hielt die Beschwerdeführerin auch im Einspracheverfahren fest. Mit Blick auf die jedenfalls nicht als willkürlich zu beanstandende Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gemäss angefochtenem Urteil kann hier offenbleiben, ob und gegebenenfalls inwieweit die Aufstellungen der Beschwerdeführerin im Sinne von Art. 16 Abs. 1 der Verordnung vom 19. Juni 1995 über die Arbeits- und Ruhezeit der berufsmässigen Motorfahrzeugführer und -führerinnen (Chauffeurverordnung, ARV 1; SR 822.221) - soweit für die Fahrer der Beschwerdeführerin vorhanden - eine den arbeitslosenversicherungsrechtlichen Anforderungen genügende Kontrollierbarkeit der betrieblichen Arbeitszeit und der wirtschaftlich bedingten Ausfallstunden gewährleisten könnten. Angesichts der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin ausschliesslich unplanbare Express-Transporte besorgt, die auch häufig kurzfristig storniert werden, fehlte es laut Vorinstanz hinsichtlich der Abgrenzung von unechter Arbeit auf Abruf (vgl. dazu SVR 2024 ALV Nr. 1 S. 1, 8C_313/2023 E. 4.1 mit Hinweis; vgl. auch Urteil 8C_641/2022 vom 3. Februar 2023 E. 5.2 mit Hinweisen) und Bereitschaftsdienst gemäss Art. 7 Abs. 1 ARV 1 jedenfalls an einem zuverlässigen und tauglichen Beweismittel für die betriebliche Arbeitszeitkontrolle. Die Beschwerdeführerin legt ebenfalls nicht in einer der qualifizierten Rügepflicht genügenden Weise dar, inwiefern die Vorinstanz mit Blick auf das Urteil 8C_699/2022 vom 15. Juni 2022 E. 6.4 den Verhältnismässigkeitsgrundsatz (Art. 5 Abs. 2 BV) verletzt haben soll, indem sie nicht auf einen - im Übrigen auch nicht ansatzweise substanziierten - Teilbetrag der verfügten Rückerstattungsforderung verzichtet habe.