Citation: U 243/98 12.04.2001 E. 6

6.- a) Was den Beschwerdekomplex im Bereich der HWS anbelangt, so bemängelt die Versicherte zunächst, die MRT von Dr. B.________ vom 29. Mai 1995 sei zu spät durchgeführt worden, sodass das dort erkannte kleine verkalkte Hämatom beim Wirbelkörper C6 nunmehr möglicherweise nicht mehr mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit mit dem Unfall in Kausalzusammenhang gebracht werden könne. Darüber hinaus sei die von Dr. M.________ aufgeworfene Frage nach der traumatischen Entstehung dieses Hämatoms, welches gemäss Angaben von Dr. B.________ immerhin zu einer ausgeprägten und damit bedeutsamen segmentalen Einengung geführt habe, nicht genügend abgeklärt worden. b) Vorab ist auf einen Irrtum der Beschwerdeführerin hinzuweisen. Zwar finden sich im Bericht von Dr. B.________ vom 30. Mai 1995 die Worte "ausgeprägte segmentale Einengung des Spinalkanals", indessen steht ihnen das Adjektiv "wenig" vor, weshalb sie lediglich als diskret oder leicht zu bezeichnen ist, was Dr. B.________ übrigens an anderer Stelle, wie auch Dr. M.________ in der Schlussbeurteilung vom 22. Juni 1995, getan haben. Weiter kann weder dem Hausarzt noch der SUVA zum Vorwurf gereichen, (erst) rund vier Monate nach dem Unfallereignis eine MRT veranlasst zu haben. Wie Dr. V.________ in der Stellungnahme vom 9. April 1997 unter Hinweis auf Literatur in nachvollziehbarer Weise darlegt, ist eine solche regelmässig nicht vor Beendigung der Akutphase angezeigt. Bezüglich des Vorwurfs, die Ursache der Protrusion sei ungenügend abgeklärt, ist festzuhalten, dass die Versicherte sowohl radiologisch durch Dr. B.________ und neurologisch durch Dr. M.________ untersucht wurde, ohne dass ein Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 24. Januar 1995 und dem fraglichen Hämatom als überwiegend wahrscheinlich bezeichnet werden konnte. Dr. M.________ erachtete dies im Bericht vom 22. Juni 1995 als bloss möglich, während sich Dr. B.________ zu dieser Frage in der Expertise vom 30. Mai 1995 ausschwieg, was sich gemäss den auch in diesem Punkt überzeugenden, unter Verweis auf das Schrifttum getätigten Ausführungen des Dr. V.________ als treffend erweist, da allein auf Grund eines kernspintomographischen Befundes nichts Verbindliches über eine mögliche traumatische Ursache einer Bandscheibenprotrusion gesagt werden könne. Dementsprechend erübrigte es sich auch, von Seiten der SUVA auf den von Dr. M.________ zurückhaltend formulierten Vorschlag, "vielleicht müsste der Radiologe dazu noch spezifischer Stellung nehmen", näher einzugehen, ohne dass ihr deswegen eine Verletzung der Untersuchungsmaxime zur Last gelegt werden könnte. c) Neben dem fraglichen Hämatom, welches nach Gesagtem nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 24. Januar 1995 zurückzuführen ist, sind die weiteren Anormalitäten im Bereich der HWS nach übereinstimmender Einschätzung der Dres. B.________ und M.________ degenerativ bedingt, weshalb mit Vorinstanz und SUVA von einem Schleudertrauma der HWS ohne organisch nachweisbare Funktionsausfälle auszugehen ist. Weil von zusätzlichen Abklärungen wie der beantragten Einholung eines weiteren neurologischen Gutachtens oder einer neurochirurgischen Expertise keine neuen, rechtswesentlichen