Citation: 8C_498/2018 E. 8.2

8.2. Die IV-Stelle hat mit ihrer Verfügung vom 9. Januar 2017 die Invalidenrente der Versicherten im Rahmen einer Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG aufgehoben, da die bei Rentenzusprechung vorgelegenen psychischen Belastungsfaktoren (u.a. Gewalt durch die Familie des Ex-Ehemannes, finanzielle Abhängigkeit, Scheidungsprozess) nicht mehr bestünden, sich der Gesundheitszustand verbessert habe und eine volle Arbeitstätigkeit zumutbar sei. Die Versicherte hat im vorinstanzlichen Verfahren dagegen vorgebracht, die IV-Stelle habe nach Eingang eines anonymen Hinweises auf einen sie betreffenden Artikel in der WOZ zu Unrecht weitere Abklärungen, insbesondere die Einholung eines polydisziplinären Gutachtens, getätigt. Dem kann nicht gefolgt werden. Anlässlich der erstmaligen Zusprechung der Rente im September 2009 war eine Revision per 1. Januar 2011 vorgesehen (vgl. dazu Beschluss der IV-Stelle des Kantons St. Gallen vom 28. Mai 2009). Die Verfügung vom 3. November 2010, mit welcher die Invalidenrente in der bisherigen Höhe übernommen wurde, war wegen der Scheidung der Versicherten (vgl. Entscheid des Bezirksgerichts vom 14. Juni 2010) erforderlich geworden und es war keine materielle Prüfung des Anspruchs im Sinne einer Abklärung der tatsächlichen Verhältnisse mit anschliessendem Einkommensvergleich erfolgt, so dass sie als Vergleichszeitpunkt ausser Betracht fällt (BGE 133 V 108). Es ist folglich nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle nach all den Jahren eine einlässlichere Überprüfung der tatsächlichen Verhältnisse anordnete, zumal sich aus dem erwähnten Artikel sowie der deswegen angeordneten Observation hinreichend Anhaltspunkte ergaben, dass sich der Gesundheitszustand zwischenzeitlich verändert haben könnte. Bezüglich des Einwandes der Versicherten im kantonalen Verfahren, bei der Beurteilung durch den psychiatrischen Teilgutachter handle es sich bloss um eine andere Beurteilung desselben Sachverhaltes, kann auf die Ausführungen in E. 7 verwiesen werden. Gestützt auf die im MZR-Gutachten vom 10. März 2016 ausgewiesene Verbesserung des Gesundheitszustandes ist mit der IV-Stelle ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG gegeben (E. 8.1).