Citation: 8C_297/2024 E. 2.2

2.2. Obwohl die Suva mit Verfügung und Einspracheentscheid den Standpunkt vertrat, spätestens sechs Wochen nach dem Ereignis seien die Beschwerden nicht mehr unfallbedingt gewesen und anlässlich der Operation vom 3. Oktober 2022 seien keine Unfallfolgen behandelt worden, bilden die bis zum verfügten Fallabschluss per 12. Februar 2023 erbrachten gesetzlichen Leistungen nach UVG nicht Streitgegenstand dieses Verfahrens. So hat die Beschwerdegegnerin unter anderem auch die operative Sanierung der vom Unfall betroffenen linken Schulter vom 3. Oktober 2022 (vgl. dazu die gleichentags erteilte Kostengutsprache) einschliesslich die entsprechende medizinische Nachbehandlung übernommen. Damit erstreckt sich die Haftung der Suva auch auf seltenste und schwerwiegendste Komplikationen im Anschluss an unfallbedingte Behandlungsmassnahmen, ohne dass auch nur objektiv eine Verletzung der ärztlichen Sorgfaltspflicht gegeben sein muss (BGE 128 V 169 E. 1c mit Hinweisen). Unbestritten ist sodann, dass sich der Beschwerdeführer an der linken Schulter in der Vergangenheit bereits mehrfach behandlungsbedürftige Verletzungen zugezogen hatte, er jedoch nach eigenen Angaben vor dem Unfall vom 8. Juni 2022 an dieser Schulter beschwerdefrei war. Dies war der Suva bei Anerkennung ihrer Leistungspflicht und insbesondere im Zeitpunkt der Kostengutsprache für den chirurgischen Eingriff an der linken Schulter bekannt.