Citation: 1P.628/2006 22.02.2007 E. A

Das Baukonsortium H.________, bestehend aus A.C________ und B.C.________, D.________ und E.G________, verpflichtete sich mit Erschliessungsvertrag vom 1. Juli 1991/10. März 1992 gegenüber fünf weiteren Grundeigentümern, darunter der Einwohnergemeinde Rottenschwil, zur Erschliessung der Wohnüberbauung "Stilli Rüss" und damit zur Erstellung der heutigen Käsereistrasse in Rottenschwil. Am 19. August 1991 erteilte der Gemeinderat Rottenschwil dem Baukonsortium die Baubewilligung für die Erschliessung der Wohnüberbauung. Da bei der Erschliessung der oberste Feinbelag nicht eingebaut wurde, ersuchte der Gemeinderat die Mitglieder bzw. die Rechtsnachfolger des inzwischen aufgelösten Baukonsortiums um Kostenzusage für die Erstellung dieser Arbeiten. A.C.________ und B.C.________ sowie D.________ waren zur Kostenübernahme bereit. F.G.________ als Geschäftsführer der X.________ AG, welche sämtliche Rechte und Pflichten des inzwischen verstorbenen E.G.________ im Zusammenhang mit dem Baukonsortium H.________ übernommen hatte, verweigerte dagegen die Zusage. Nach erfolgloser Aufforderung setzte der Gemeinderat Rottenschwil dem Baukonsortium H.________ mit Beschluss vom 26. September 2005 eine letzte Frist bis am 31. Dezember 2005 für den Einbau des Feinbelags in die Käsereistrasse. Für den Fall der Nichterfüllung drohte er im Sinne einer Ersatzvornahme die Beauftragung eines anderen Unternehmens zu Lasten des Baukonsortiums an. Die von der X.________ AG erhobene Beschwerde wies der Regierungsrat am 26. April 2006 ab. Mit Urteil vom 17. August 2006 trat das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau, 4. Kammer, auf die Beschwerde der X.________ AG nicht ein. Als Begründung führte das Verwaltungsgericht aus, bei der Verfügung des Gemeinderats handle es sich um eine Vollstreckungsverfügung, welche beim Regierungsrat angefochten werden könne. Dagegen beschränke sich die Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts gemäss § 53 des Gesetzes des Kantons Aargau vom 9. Juli 1968 über die Verwaltungsrechtspflege (Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRGP/AG) auf die Prüfung von Rechtsverweigerung, Rechtsverzögerung, Verletzung der Vorschriften über die Zuständigkeit, den Ausstand, das rechtliche Gehör und die Akteneinsicht. Die X.________ AG mache nicht geltend, der Regierungssrat habe einen Verfahrensfehler im Sinne von § 53 VRPG/AG begangen.