Citation: 9C_600/2009 08.10.2009 E. 4.2

4.2.1 Der Beschwerdeführer bestreitet mit seinen Vorbringen nicht, dass er überhaupt keine Arbeitsbemühungen unternommen hat. Das nach seiner Überzeugung zu erwartende Verhalten angefragter Arbeitgeber sodann stellt eine rein hypothetische Annahme dar, welche die vorinstanzliche Feststellung, dass solche Bemühungen nicht von vornherein aussichtslos sind, jedenfalls nicht als offensichtlich unrichtig erscheinen zu lassen vermag. 4.2.2 Unbegründet ist im Weitern die Rüge, die Vorinstanz gehe mit Bezug auf das Tatsachenfundament für die Widerlegung der Vermutung nach Art. 14a Abs. 2 lit. a ELV von einem zu strengen Beweismass aus. Soll die Vermutung eines tatsächlich realisierbaren Einkommens von bestimmter Höhe ohne Nachweis erfolgloser Stellenbewerbungen widerlegt werden, sind die geltend gemachten Umstände, welche solche Bemühungen zum vornherein überwiegend wahrscheinlich als nutzlos und aussichtslos erscheinen lassen sollen, nach einem strengen Massstab zu beurteilen. Dies ist deshalb gerechtfertigt, weil die Auskünfte erfolglos angefragter Arbeitgeber über die Gründe der Absage eine wichtige Grundlage bilden, um zu entscheiden, ob die Erzielung eines Einkommens von bestimmter Höhe realistisch ist. Ob die Vorinstanz mit der Aussage, ohne zumutbare Arbeitsbemühungen könne diese Vermutung nur umgestossen werden, wenn zum vornherein offenkundig ist, dass nicht die geringste Chance besteht, eine Arbeitsstelle zu finden, in dieser allgemeinen Form zu strenge Anforderungen an den Beweis des Gegenteils aufgestellt hat, kann offenbleiben. Die geltend gemachten Umstände (gesundheitliche Beeinträchtigungen, ausländische Staatsangehörigkeit, mangelhaftes Deutsch, fortgeschrittenes Alter, jahrelange Tätigkeit auf dem Bau, angespannte Arbeitsmarktlage) jedenfalls sind nicht geeignet, die Vermutung, der Beschwerdeführer könnte mit der ihm verbliebenen Arbeitsfähigkeit ein Einkommen erzielen, zu widerlegen. 4.2.3 Der angerechnete Betrag von Fr. 23'520.- jährlich ist angemessen. Er ist rund 40 % tiefer als das im IV-Verfahren auf der Grundlage einer Arbeitsfähigkeit von 72 % (zwei Mal drei Stunden täglich) in einer dem Schulter- und Rückenleiden angepassten Tätigkeit ermittelte Einkommen als Invalider bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage (vgl. Art. 16 ATSG und BGE 110 V 273 E. 4b S. 276) von Fr. 35'042.- (vgl. Urteil 9C_807/2008 vom 21. November 2008). Der angefochtene Entscheid verletzt Bundesrecht nicht.