Citation: 6B_292/2023 E. 1.5.1

1.5.1. Der Beschwerdegegner ist in der Schweiz geboren und aufgewachsen, hat hier seine gesamten Kindheits- und Jugendjahre verbracht und hier sowohl die Schule als auch seine kaufmännische Ausbildung absolviert. Damit beläuft sich seine Aufenthaltsdauer auf rund 33 Jahre. Zwar ist der Beschwerdeführerin insoweit beizupflichten, als dass eine lange Aufenthaltsdauer nicht automatisch einen Härtefall begründet und die Härtefallprüfung in jedem Fall anhand der gängigen Integrationskriterien vorzunehmen ist. Jedoch wird, wie die Vorinstanz korrekt darlegt, der besonderen Situation von in der Schweiz geborenen und aufgewachsenen Ausländern dabei Rechnung getragen, indem eine längere Aufenthaltsdauer, zusammen mit einer guten Integration, in aller Regel als starke Indizien für das Vorliegen eines Härtefalls zu werten sind (vgl. oben E. 1.4.2).