Citation: 5A_1038/2020 E. 4.3.1

4.3.1. Mit Bezug auf die erste der erwähnten vorinstanzlichen Begründungslinien (E. 4.2) stellt sich der Beschwerdeführer zunächst auf den Standpunkt, dass eine Einlassung gar nicht möglich gewesen sei. Die vorinstanzliche Erkenntnis, dass die vorliegende Streitigkeit im Sinne von Art. 6 IPRG vermögensrechtlicher Natur sei, tadelt er als unhaltbar. Die Frage, ob ihm Erbenstellung zukomme, sei sowohl nach schweizerischem als auch nach norwegischem Recht eine Statusfrage, die der Einlassung nicht zugänglich sei. Die vorinstanzliche Erkenntnis, wonach der vermögensrechtliche Aspekt allfällige Wirkungen der Erbenstellung überwiege, sei verfehlt. Nachdem Status- und Vermögensfragen so eng miteinander verknüpft seien, dass nur gemeinsam und einheitlich über sie entschieden werden kann, geböten Sinn und Zweck des internationalen Privatrechts, Art. 6 IPRG sehr restriktiv auszulegen. Gerade in Konstellationen wie der vorliegenden sei somit von einer Entscheidung in der Sache abzusehen, wenn diese von der lex causae bzw. in dem Staat, wo sie Wirkungen entfalten sollte, nicht anerkannt würde. Der Beschwerdeführer verweist auf seine Berufungsreplik, wo er dargelegt habe, dass die Vollstreckung eines in der Schweiz ergangenen Urteils in Norwegen ausgeschlossen ist, die Vermögenswerte des Nachlasses sich praktisch ausschliesslich in Norwegen befinden und der Erblasser in seiner letztwilligen Verfügung die Anwendbarkeit des norwegischen Rechts angeordnet hat. Der Vorinstanz wirft er vor, diese Argumente nicht einmal ansatzweise geprüft und damit nicht nur Art. 6 IPRG falsch ausgelegt, sondern auch ihre Begründungspflicht verletzt zu haben. Zuletzt erinnert der Beschwerdeführer daran, dass die Einlassung auch nicht zwingend sei. Unter den gegebenen Umständen hätte das Bezirksgericht seine Zuständigkeit nach Massgabe von Art. 6 i.V.m. Art. 5 Abs. 3 IPRG in pflichtgemässer Ausübung seines Ermessens vielmehr ablehnen müssen.