Citation: I 212/05 17.08.2005 E. 3

3.1 Unter den Verfahrensbeteiligten umstritten ist vorab die Statusfrage. Während die IV-Stelle davon ausgeht, dass die Beschwerdegegnerin ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen je zu 50 % im Haushalt und ausserhäuslich tätig wäre, macht die Versicherte geltend, diesfalls uneingeschränkt einer erwerblichen Beschäftigung nachzugehen. Die Vorinstanz hat die Akten demgegenüber in diesem Punkt als nicht schlüssig beurteilt und zur erneuten Abklärung (der "Zumutbarkeit einer vollzeitlichen Erwerbstätigkeit") an die Verwaltung zurückgewiesen. 3.2 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist - was je zur Anwendung einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung führt -, ergibt sich - auch nach Einführung des ATSG sowie In-Kraft-Treten der 4. IV-Revision (vgl. Erw. 2 hievor in fine mit Hinweisen) - aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Diese Frage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass des Einspracheentscheides entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-) Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 125 V 150 Erw. 2c, 117 V 194 Erw. 3b, je mit Hinweisen; SVR 1996 IV Nr. 76 S. 222 Erw. 2c; in BGE 130 V 393 nicht publizierte Erw. 4.1 des Urteils Z. vom 15. Juni 2004, I 634/03). 3.2.1 Nachdem die in Portugal geborene und aufgewachsene Beschwerdegegnerin Ende September 1992 in die Schweiz eingereist war, betätigte sie sich, wie insbesondere dem IK-Auszug (vom 19. Dezember 2001) zu entnehmen ist, ab Februar 1993 durchgehend - mit Ausnahme der Zeiten der kontrollierten Arbeitslosigkeit -, auch nach der Geburt ihrer ersten beiden Kinder in den Jahren 1994 und 1997, an verschiedenen Arbeitsstellen. In ihrer vom 26. November 1998 bis Ende Dezember 2000 dauernden Anstellung im Restaurant J.________ als Küchengehilfin hatte sie gemäss Arbeitgeberbericht vom Januar 2002 bis zu ihrer dritten Schwangerschaft im Jahre 2000 vollzeitlich und danach noch während 5,9 Stunden täglich (= 67%-Pensum [bei einer normalen wöchentlichen Arbeitszeit von 44 Stunden]) gearbeitet. Ihrer - nach der Geburt des dritten Kindes im Oktober 2000 - ab 19. April 2001 aufgenommenen und bis Ende November 2001 ausgeführten letzten Tätigkeit als Hausangestellte im Tagungs- und Begegnungszentrum W.________ war sie aushilfsweise nachgekommen (Arbeitgeberbericht vom 17. Dezember 2001). 3.2.2 Daraus erhellt, dass die Versicherte, welcher am 14. Juli 1995 eine ganglionartige Zyste intermetacarpal II/III rechts entfernt worden war und die seit diesem Zeitpunkt über belastungsabhängige Schmerzen in der rechten Hand klagt, trotz gesundheitlicher Beschwerden sowie der Geburt und der Betreuung ihrer Kinder stets gearbeitet hat bzw. bei der Arbeitslosenversicherung gemeldet war. Hinsichtlich des Arbeitspensums steht fest, dass sie im Jahr 2000 als Küchengehilfin gemäss IK-Auszug ein Einkommen von Fr. 26'902.- erzielt hat, was - in Anbetracht ihres Tätigkeitssegments wie auch der Angaben laut Arbeitgeberbericht - jedenfalls für diesen Zeitraum einer Erwerbstätigkeit von mehr als 50 % entspricht. Zu berücksichtigen ist ferner, dass die Beschwerdegegnerin bereits mit Schreiben vom 18. Februar 2002 - und damit noch vor der Abklärung der haushaltlichen Verhältnisse (vgl. Bericht Haushalt vom 19. April 2002) - gegenüber der IV-Stelle darauf hinwies, bei voller Gesundheit zu 100 % erwerbstätig zu sein. Bei der Erstellung des Haushaltsberichts äusserte sie sich demgegenüber zwar offenbar wieder dahingehend, mit einer vollen Erwerbstätigkeit auch ohne Gesundheitsschaden überfordert zu sein (Bericht vom 19. April 2002, Stellungnahme der IV-Abklärungsperson vom 15. Mai 2002, Schlussbericht des Fachmitarbeiters Eingliederung vom 4. Oktober 2002), um bei der Unterzeichnung des betreffenden Berichts am 10. Mai 2002 wie auch im Verlaufe der nachfolgenden Einsprache- und Beschwerdeverfahren stets zu betonen, ohne gesundheitliche Einschränkungen einer vollzeitlichen erwerblichen Beschäftigung nachzugehen. Vor diesem Hintergrund sowie der Tatsache, dass die fünfköpfige Familie der Versicherten bei einem monatlichen Verdienst des Ehemannes von Fr. 4500.- wohl auf ein Zusatzeinkommen angewiesen ist, das die Entlöhnung eines 50%-Pensums im Niedriglohnsegment übersteigt, hat die Vorinstanz die Sache zu Recht an die Verwaltung zurückgewiesen, damit diese nähere Abklärungen namentlich zur Frage der Kinderbetreuung (durch den in einem Schichtbetrieb arbeitenden Ehegatten und eine - von der Beschwerdegegnerin angegebene - Nachbarin) vornehme. Im angefochtenen Entscheid wurde in diesem Zusammenhang insbesondere zutreffend erkannt, dass die - stets hypothetische - Betreuungssituation für den Gesundheitsfall bis zum vorliegend relevanten Zeitpunkt des Einspracheentscheides (vom 16. August 2004; vgl. Erw. 1.1 hievor) zu beurteilen ist, währenddem spätere diesbezügliche Veränderungen, wie etwa der Wegzug der Nachbarin, die Unterbringung der Kinder in einem Kinderhort etc., Anlass zur erneuten Überprüfung der anzuwendenden Bemessungsmethode sowie, je nach Ergebnis der Abklärungen, allenfalls zu einem Revisionsverfahren böten.