Citation: 1C_381/2023 E. 1.2

1.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, er sei im erstinstanzlichen Strafverfahren in Kroatien angesichts der Mandatsniederlegung durch zwei aufeinanderfolgende Verteidiger zeitweise nicht anwaltlich vertreten gewesen. Selbst wenn diese Behauptung zuträfe, wäre sie im Rechtshilfeverfahren nicht zu hören. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind Mängel des ausländischen Verfahrens primär im ersuchenden Staat geltend zu machen (Urteile 1C_82/2021 vom 16. Februar 2021 E. 1.2; 1C_431/2008 vom 22. Januar 2009 E. 4.3; vgl. auch das zur Publ. bestimmte Urteil 1C_624/2022 vom 21. April 2023 E. 3.4; je mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer, vertreten durch einen neuen Verteidiger, legte jedoch gemäss der unbestritten gebliebenen Feststellung der Vorinstanz Berufung gegen das erstinstanzliche Urteil ein, ohne dabei die angeblich unzureichende Verteidigung zu rügen. Entsprechendes gilt für die Rüge des Beschwerdeführers, das Berufungsurteil vom 28. Januar 2022 sei ihm nicht zugestellt worden. Das Bundesstrafgericht verliess sich diesbezüglich auf die Auskunft der kroatischen Behörden, dass dieses Urteil am 30. Juni 2022 von der Mutter des Beschwerdeführers in Empfang genommen worden sei, wobei der Beschwerdeführer dies bestreitet und vorbringt, eine Zustellbescheinigung fehle. Von Bedeutung ist insoweit nicht nur die umstrittene Frage der ordentlichen Zustellung, sondern auch die tatsächliche Kenntnis des Urteils bzw. die Möglichkeit des Beschwerdeführers, sich nach dessen Verbleib zu erkundigen. Der Verteidiger des Beschwerdeführers war an der Gerichtsverhandlung vom 28. Januar 2022 anwesend gewesen und musste deshalb vom an diesem Tag gefällten Urteil Kenntnis haben. Weder legt der Beschwerdeführer dar, er habe sich beim Berufungsgericht nach dem Urteil erkundigt, noch macht er geltend, er habe dieses auch nicht tatsächlich (unbesehen einer formgerechten Eröffnung) zur Kenntnis genommen. Dass er versucht hätte, gegen das Urteil ein Rechtsmittel einzulegen oder dass ein solches Unterfangen von vornherein aussichtslos gewesen wäre, macht er ebenfalls nicht substanziiert geltend (vgl. Urteil 1C_82/2021 vom 16. Februar 2021 E. 1.2). Eine schwerwiegende Verletzung der Menschenrechte im ersuchenden Staat ist damit nicht hinreichend dargetan (vgl. Art. 42 Abs. 2 BGG und das zur Publ. bestimmte Urteil 1C_624/2022 vom 21. April 2023 E. 3.4 mit Hinweisen). Vor diesem Hintergrund ist schliesslich nicht erkennbar, dass das Bundesstrafgericht elementare Verfahrensgrundsätze verletzt hätte, indem es die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit verweigerte (vgl. Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG [SR 173.71] i.V.m. Art. 65 VwVG). Inwiefern aus einem anderen Grund ein besonders bedeutender Fall gegeben wäre, legt der Beschwerdeführer nicht dar und ist auch nicht ersichtlich. Für das Bundesgericht besteht deshalb kein Anlass, die Sache an die Hand zu nehmen.