Citation: U 174/06 14.12.2006 E. 2

2.1 In tatsächlicher Hinsicht ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer schon vor dem Ereignis vom 5. Mai 2002 Unfallfolgen erlitten hat, nämlich im Jahr 1975 eine Distorsion der HWS, im Jahr 1982 ein Kopftrauma, im Jahr 1992 Verletzungen im Bereich des rechten Ellbogens sowie der linken Hand und im Jahr 1997 einen Kopfanprall nach Treppensturz. Die Folgen der Unfälle von 1992 und 1997 bildeten Gegenstand kantonaler Beschwerdeentscheide, mit denen weitere Leistungen mangels Unfallkausalität der geltend gemachten Beschwerden abgelehnt wurden. Im unangefochten gebliebenen Entscheid vom 23. Mai 2001 hat das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich festgestellt, der Versicherte habe bereits nach dem ersten Unfall im Jahre 1975 unter Kopfschmerzen gelitten, welche im Laufe der Zeit zwar nachgelassen hätten, seinen Angaben zufolge jedoch ständig vorhanden gewesen seien. Ferner wies das Gericht darauf hin, es sei schon im Entscheid vom 19. März 1999 rechtskräftig festgestellt worden, dass keine fassbare Pathologie gefunden worden sei, welche die seit dem Unfall von 1992 erneut aufgetretenen persistierenden Kopf- und Nackenbeschwerden zu erklären vermöchte. Eine solche habe auch im Anschluss an den Unfall vom 18. April 1997 nicht festgestellt werden können. Es sei daher mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass bei Erlass des Einspracheentscheids der status quo ante bzw. quo sine erreicht gewesen sei. Des Weiteren hielt das Gericht fest, aufgrund der medizinischen Akten hätten im Zeitpunkt des Einspracheentscheids keine (organischen) Gesundheitsschädigungen vorgelegen, welche mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 18. April 1997 stünden. Hingegen sei wiederholt der Verdacht auf das Vorliegen einer Schmerzstörung geäussert worden. Selbst wenn der Unfall als (Teil)ursache für die psychisch bedingte Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit zu betrachten wäre, bestehe kein Leistungsanspruch, weil jedenfalls die Adäquanz des Kausalzusammenhangs zu verneinen sei. 2.2 Aus den Akten ergeben sich keine Anhaltspunkte für neue Tatsachen, welche diese Beurteilung unter revisionsrechtlichen Aspekten als unzutreffend erscheinen liessen. Ebenso fehlt es an Hinweisen darauf, dass sich die tatsächlichen Verhältnisse in der Zeit bis zum neuen Unfall vom 5. Mai 2002 wesentlich geändert hätten. Es ist daher davon auszugehen, dass bei Eintritt des neuen Unfalls seitens der früheren Ereignisse zwar noch gewisse Beschwerden vorhanden waren, jedoch keine behandlungsbedürftigen Unfallfolgen und insbesondere keine unfallbedingte Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit. Fraglich und zu prüfen ist, inwieweit der Unfall vom 5. Mai 2002 den vorbestandenen Gesundheitsschaden (allenfalls im Sinne eines Rückfalls oder von Spätfolgen) verschlimmert hat und ob er zu neuen Gesundheitsschädigungen sowie einer entsprechenden Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit geführt hat.