Citation: 1B_461/2018 E. 3.6

3.6. Gemäss dem Gutachter besteht ein kausaler Zusammenhang zwischen der Persönlichkeitsstörung des Beschwerdeführers und den von ihm begangenen Delikten. Aufgrund der diagnostizierten Defizite im Affekterleben, der eingeschränkten Empathiefähigkeit und Frustrationstoleranz, der mehrheitlich fehlenden Einsicht in die Krankheit sowie seiner fehlenden Therapiebereitschaft, müsse ernsthaft befürchtet werden, er werde erneut straffällig, wenn er aus der Haft entlassen werde. Dies gilt es insbesondere im Hinblick auf die mit grösster Wahrscheinlichkeit drohenden Konflikte bei einer Haftentlassung zu berücksichtigen. Die Familie des Beschwerdeführers lehnt den Kontakt zu ihm ab. Da der Beschwerdeführer in Konfliktsituationen bereits früher vergleichbare Delikte gegenüber seiner Ex-Partnerin verübt hat, ist davon auszugehen, dass er, falls ihm z.B. der Kontakt verweigert werden sollte, wieder mit Drohungen, Nötigungen und Gewalthandlungen reagieren wird. Dieser Gefahr kann alleine mit Ersatzmassnahmen nicht begegnet werden.