Citation: 5A_520/2020 E. 1

In einem Verfahren betreffend Abänderung eines Ehescheidungsurteils erliess das Kantonsgericht Schaffhausen am 17. Dezember 2019 ein unbegründetes Urteil im Dispositiv und versandte dieses am 20. Dezember 2019 per Einschreiben an A.________. Am 23. Dezember 2019 wurde ihm das Einschreiben avisiert und am 7. Januar 2020 wurde es von der Post mit dem Vermerk "nicht abgeholt" an das Kantonsgericht retourniert. Gleichentags sandte dieses das Urteil nochmals per A-Post an A.________ und machte ihn im Begleitbrief darauf aufmerksam, dass die Zustellung am siebten Tag nach dem erfolglosen Zustellversuch als erfolgt gelte. Mit Eingabe vom 15. Januar 2020 verlangte A.________ eine schriftliche Begründung des Urteils. Am 24. Januar 2020 teilte ihm das Kantonsgericht mit, dass die 10-tägige Frist, eine schriftliche Begründung zu verlangen, unter Berücksichtigung der Gerichtsferien am 13. Ja nuar 2020 abgelaufen und der Antrag somit verspätet erfolgt sei. Mit Schreiben vom 30. Januar 2020 teilte A.________ mit, dass die Abholungseinladung irrtümlicherweise auf den Namen seines Bruders ausgestellt worden und dieser von Mitte Dezember 2019 bis zum 26. Januar 2020 im Ausland gewesen sei. Mit Schreiben vom 6. Februar 2020 forderte ihn das Kantonsgericht auf, die Abholungseinladung im Original einzureichen, worauf A.________ am 11. Februar 2020 mitteilte, der Bruder habe sie mit dem Altpapier entsorgt. Darauf stellte das Kantonsgericht mit Verfügung vom 24. Februar 2020 fest, dass keine schriftliche Begründung des Urteils vom 17. Dezember 2019 ausgefertigt werde. Die hiergegen eingereichte Beschwerde nahm das Obergericht des Kantons Schaffhausen als Berufung entgegen und wies sie mit Entscheid vom 2. Juni 2020 ab. Gegen diesen Entscheid hat A.________ am 25. Juni 2020 beim Bundesgericht eine Beschwerde eingereicht mit den Anträgen, seine Berufung (gemeint: Antrag auf schriftliche Urteilsbegründung) vom 15. Januar 2020 sei nach erfolgreicher Zustellung per A-Post als rechtzeitig und fristgerecht zu betrachten und die verlangte schriftliche Begründung solle ausgehändigt werden.