Citation: 8C_700/2020 E. 3.3.4

3.3.4. Der Beschwerdeführer macht zu Recht geltend, dass sich zwei gleichwertige medizinische Beurteilungen gegenüberstehen. Jedenfalls sind aufgrund der Darlegungen des Prof. Dr. med. E.________ zumindest geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit der verwaltungsinternen ärztlichen Auskünfte angebracht. Davon ist letztlich auch die Vorinstanz ausgegangen, wenn sie erwogen hat, die Argumentation des Prof. Dr. med. E.________ sei an sich schlüssig (vgl. E. 3.1.2 hievor). Ihre Erwägung, den Radiologen des Spitals C.________ sei nur die Frage unterbreitet worden, ob eine Muskelruptur vorliege, und nicht, ob degenerative Veränderungen dargestellt werden könnten, ist nicht nachvollziehbar, ging es doch bei der radiologischen Abklärung vom 5. Januar 2018 darum, eine unfallbedingte Gesundheitsschädigung bildgebend zu verifizieren, mithin von einer krankhaften gesundheitlichen Veränderung abzugrenzen (vgl. E. 3.1.2 Abs. 1 hievor). Mit Blick auf diese Frage mussten die Radiologen gleichsam im Ausschlussverfahren zwangsläufig prüfen, ob eine krankhafte Veränderung im Bereich des rechten Schultergelenks vorgelegen haben könnte. Gerade dieser Umstand ist im vorliegenden Verfahren streitig. Hinsichtlich der Erwägung des kantonalen Gerichts, degenerative Veränderungen seien im Übrigen durchaus medizinisch dokumentiert, und sie verliefen nicht zwingend linear und flächendeckend, ist festzuhalten, dass sich dazu in den Akten keine Anhaltspunkte finden lassen. Vielmehr hielt der behandelnde Dr. med. I.________, Arzt für Allgemeine Medizin, im Bericht vom 22. Januar 2018 fest, es läge eine Partialruptur der Subscapularissehne nach Kontusion mit zunehmenden Beschwerden und Bewegungseinschränkung vor, die von keinen früheren Umständen (frühere Erkrankungen oder Unfälle) beeinflusst würden. Daher ist die Annahme des Dr. med. F.________, die Beschwerden seien vier bis sechs Wochen nach dem Ereignis nicht mehr als unfallbedingt zu betrachten, zumindest zu relativieren. Sodann ist darauf hinzuweisen, dass die Ärzte des Spitals C.________ die von ihnen am 5. Januar 2018 radiologisch erhobenen Befunde wegen deutlicher Bewegungsartefakte und der damit einhergehenden eingeschränkten Bildqualität letztlich nicht zuverlässig beurteilen konnten. Es ist aufgrund der medizinischen Akten, namentlich auch der oben zitierten ärztlichen Auskünften, unklar, weshalb die Magnet-Resonanz-Arthrographie nicht wiederholt worden war, um ein zuverlässiger beurteilbares radiologisches Bild zu erhalten. Das kantonale Gericht hat sich dazu nicht geäussert.