Citation: 7B_554/2023 E. 5.6

5.6. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers war die Vorinstanz von Bundesrechts wegen auch nicht gehalten, im Rahmen des Entsiegelungsverfahrens ein Beweisverwertungsverbot betreffend die mit Editionsverfügung vom 7. Februar 2023 sichergestellten Bankdokumente festzustellen. Nach der oben (E. 5.4) dargelegten Rechtsprechung sind allfällige allgemeine Beweisverwertungsverbote in der Regel nicht bereits vom Zwangsmassnahmenrichter im Vorverfahren abschliessend zu prüfen und durchzusetzen. Es ist hier auch kein Ausnahmefall gegeben, bei dem das Gesetz bereits zwingend ein Verwertungsverbot bzw. die Entfernung von Beweismitteln aus den Akten vorsähe (vgl. BGE 143 IV 270 E. 7.6; 387 E. 4.4; 142 IV 207 E. 9.8). Ebenso wenig besteht hier offensichtlich eine Unverwertbarkeit nach den Regeln von Art. 141 Abs. 2 StPO. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers bilden keine eindeutig minder schweren Delikte Gegenstand der Strafuntersuchung (vgl. dazu oben, E. 2.3 und 3.4). Der Vorinstanz ist darin beizupflichten, dass es auch hier dem Sachrichter (bzw. der den Endentscheid fällenden Strafbehörde) vorbehalten sein muss, nötigenfalls zu prüfen, ob trotz einer allfälligen Verletzung von Gültigkeitsvorschriften (bei der am 7. Februar 2023 erfolgten Edition und Durchsuchung von Bankunterlagen) eine Beweisverwertung zur Aufklärung einer schweren Straftat unerlässlich erschiene (vgl. BGE 147 IV 9 E. 1.4). Auch für jene Asservate, die gesiegelt und förmlich entsiegelt wurden, läge im Übrigen keine offensichtliche Unverwertbarkeit via "Fernwirkung" vor. Diesbezüglich kann auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden.