Citation: 1P.161/2006 25.09.2006 E. 3.3

3.3.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor, die kantonalen Gerichte hätten den Gesamtaufwand für das Aktenstudium von 21,5 Stunden um 50 Prozent gekürzt. Damit seien sie in Willkür verfallen. 3.3.2 Das Strafgericht erwog, aus der Honorarnote vom 4. März 2005 sei ersichtlich, dass die Vorbereitung der Hauptverhandlung (420 Minuten) und zweimal ein Aktenstudium kurz vor der Verhandlung (300 und 180 Minuten) sehr viel Zeit in Anspruch genommen hätten, obwohl es sich nicht um einen besonders schwierigen Betäubungsmittelfall gehandelt habe. Es müsse davon ausgegangen werden, dass das Aktenstudium auch deshalb so viel Zeit beansprucht habe, weil der Verteidiger an den Einvernahmen nicht teilgenommen habe und sich nach der Übernahme des Falles in das Dossier habe einarbeiten müssen. Längere Zeiten für das Aktenstudium seien denn auch schon im Mai 2004 (150 Minuten) und August 2004 (240 Minunten) verrechnet worden. Vom Aktenstudium, das insgesamt 21,5 Stunden gedauert habe, seien 11,5 Stunden als übermässig zu qualifizieren, weshalb der Zeitaufwand des Verteidigers um diese Stunden zu kürzen sei. Das Kantonsgericht legt dar, mit dem Strafgericht sei von einem nicht besonders komplexen Strafrechtsfall auszugehen. Der Gesamtaufwand des angegebenen Aktenstudiums von 21,5 Stunden liege daher deutlich über der Grenze des angebrachten Zeitaufwandes. Die vorgenommene Kürzung sei nicht zu beanstanden. 3.3.3 Die Beschwerdeführerin rügt nicht, die kantonalen Gerichte seien ihrer Begründungspflicht nicht nachgekommen und hätten insoweit den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. Die Feststellung der kantonalen Gerichte, wonach es sich um keinen besonders komplexen Strafrechtsfall gehandelt habe, stellt die Beschwerdeführerin nicht in einer den Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG genügenden Weise in Frage. Ebenso wenig bestreitet sie, dass das Mandat bürointern mehrmals weitergegeben worden ist. Es liegt auf der Hand, dass sich die neu mit dem Fall befassten Anwälte jeweils einarbeiten mussten. Dass das Mandat bürointern mehrmals weitergeben wurde, hat jedoch nicht der Staat zu vertreten, weshalb er - wie die kantonalen Gerichte willkürfrei erwägen - für den insoweit entstandenen Mehraufwand nicht aufzukommen hat. Handelte es sich um keinen besonders komplexen Fall und entstand ein erhöhter Zeitaufwand, weil mehrere Anwälte die Akten studieren mussten, so beruht die Kürzung des Zeitaufwandes für das Aktenstudium auf sachlichen Gründen. Was den Umfang der Kürzung betrifft, so verfügten die kantonalen Gerichte insoweit nach der dargelegten Rechtsprechung über einen erheblichen Ermessensspielraum. Nach der Honorarnote vom März 2005 benötigte das Aktenstudium allein im Februar 2005 - vor der strafgerichtlichen Hauptverhandlung - insgesamt 15 Stunden. Es ist davon auszugehen, dass der Zeitaufwand nur schon insoweit wesentlich geringer gewesen wäre, wenn sich nicht ein neuer Anwalt in den Fall hätte einarbeiten müssen. In Anbetracht dessen haben die kantonalen Gerichte ihr Ermessen nicht überschritten, wenn sie den Zeitaufwand für das Aktenstudium von 21,5 auf 10 Stunden gekürzt haben. Die Beschwerde ist in diesem Punkt unbegründet.