Citation: 4A_241/2021 E. 3.5.2

3.5.2. In diesem Punkt wich die Vorinstanz von der Einschätzung der Erstinstanz ab, mit Blick darauf, dass ihr der effektive Tagesablauf der Geschädigten sowie die (subjektiven) Schilderungen der Zeugen (Ehemann, Verwandte, Pflegerin sowie Hausarzt) nicht genügten, um gestützt darauf den objektiv notwendigen bzw. medizinisch erforderlichen und angemessenen Pflege- und Betreuungsaufwand abzuleiten. Sie erachtete dazu vielmehr eine medizinisch korrekte, objektive Einordnung dieser Schilderungen für notwendig. Dies ist nicht zu beanstanden, hatte sich der Beschwerdegegner doch auf Betreuungsmöglichkeiten unter Zuhilfenahme technischer Hilfsmittel berufen. Eine solche objektive Einordnung war aber dem Gutachten aus dem Erstprozess gerade nicht zu entnehmen, wie bereits die Erstinstanz festgestellt hatte. Es geht um die medizinischen Grundlagen, gestützt auf die der geltend gemachte Anspruch im Umfang zu beurteilen ist.