Citation: 8C_53/2019 E. 5.3

5.3. Ob besonders dramatische Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit des Ereignisses vorliegen, beurteilt sich sodann objektiv und nicht aufgrund des subjektiven Empfindens bzw. Angstgefühls der versicherten Person (BGE 140 V 356 E. 5.6.1 S. 366). An dessen Erfüllung sind deutlich höhere Anforderungen gestellt, weisen doch sämtliche der als mittelschwer qualifizierten Unfälle bereits eine gewisse Eindrücklichkeit auf (nicht publ. E. 3.5.1 des Urteils BGE 137 V 199). Es sind keine Umstände ersichtlich, die dieses Kriterium als erfüllt erscheinen lassen. Daran vermag auch der Unfallhergang nichts zu ändern, da die beim Unfall entwickelten Kräfte bereits bei der Einteilung in die Kategorien leicht, mittelschwer und schwer berücksichtigt werden (vgl. E. 5.2 hiervor und RUMO-JUNGO/HOLZER, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. 2012, S. 61). Bezüglich des Kriteriums der körperlichen Dauerschmerzen ist massgebend, ob über den gesamten Zeitraum andauernde Beschwerden vorlagen (Urteile 8C_803/2017 vom 14. Juni 2018 E. 3.5.1; 8C_372/2013 vom 28. Oktober 2013 E. 9; U 380/04 vom 15. März 2005 E. 5.2.6, in: RKUV 2005 U Nr. 549 S. 241). Hinsichtlich der Verletzung am linken Ellbogen verblieben laut dem orthopädischen Gutachten namentlich endgradige Schmerzen und Beschwerden bei Maximalbelastungen, was für die Erfüllung des Kriteriums nicht ausreicht, schon gar nicht in ausgeprägter Form, wie der Beschwerdeführer annimmt. Das Kriterium des Grads und der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit bezieht sich nicht allein auf das Leistungsvermögen im angestammten Beruf (Urteile 8C_488/2017 vom 27. November 2017 E. 6.9; 8C_435/2011 vom 13. Februar 2012 E. 4.2.6, in: SVR 2012 UV Nr. 23 S. 83; U 56/00 vom 30. August 2001 E. 3d/aa, in: RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544; 8C_15/2013 vom 24. Mai 2013 E. 11). Spätestens ab April 2012 arbeitete der Versicherte wieder zu 50 % als Fensterbauer und ab diesem Zeitpunkt war er gestützt auf eine kreisärztliche Untersuchung vom 20. April 2012 in einer leidensangepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig (Bericht der Suva vom 19. April 2012 und Untersuchungsbericht vom 20. April 2012). Das Kriterium ist mit der Vorinstanz nicht erfüllt. Zu den weiteren Kriterien vermag der Beschwerdeführer schliesslich nichts vorzubringen, was zu einem anderen Ergebnis führen könnte. Es kann dazu auf die zutreffenden vorinstanzlichen Ausführungen verwiesen werden, womit keines der Kriterien zu bejahen ist. Damit haben die psychischen Beschwerden bei der Festsetzung der Arbeitsunfähigkeit unberücksichtigt zu bleiben, was zur Bestätigung der im angefochtenen Entscheid festgestellten vollständigen Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit führt.