Citation: 8C_359/2022 E. 5.7.4

5.7.4. Aus den Unterlagen ist zu entnehmen, dass die Beschwerdegegnerin mit Mitteilung vom 9. Oktober 2020 an den Kindes- und Erwachsenenschutzdienst des Bezirks U.________, da zur Einkommens- und Vermögenssorge eine Beistandschaft besteht, die Überprüfung des Eingliederungsbedarfs an die Hand nahm. Am 14. Dezember 2020 führte die Beschwerdegegnerin mit dem Beschwerdeführer ein Assessment-Gespräch, wie er selbst einräumt. Er fühlte sich nicht in der Lage, an Eingliederungsmassnahmen (in Form eines angebotenen halbjährigen Arbeitstrainings) teilzunehmen, wie sich aus dem Abschlussbericht Integration vom 14. Dezember 2020 ergibt. Daraufhin wurde das Mahn- und Bedenkzeitverfahren eingeleitet und schriftlich am 17. Dezember 2020, wiederum zuhanden des Kindes- und Erwachsenenschutzdienstes, auf die Folgen der Verletzung der Mitwirkungspflicht hinsichtlich der geplanten Massnahme hingewiesen, dies mit der gleichzeitigen Aufforderung an den Beschwerdeführer, sich mit dem Eingliederungsberater in Verbindung zu setzen. Anschliessend erging der Vorbescheid vom 5. Februar 2021 zur geplanten Rentenaufhebung, wogegen die Beiständin des Beschwerdeführers am 4. März 2021 Einwände erhob und u.a. auf die vollständige Erwerbsunfähigkeit gemäss den behandelnden Ärzten verwies. Damit ist davon auszugehen, dass es dem Beschwerdeführer am subjektiven Eingliederungswillen fehlt. In dieser Situation war die vorgängige Durchführung von (grundsätzlich angezeigten) Eingliederungsmassnahmen keine Voraussetzung für die Rentenaufhebung.