Citation: 1B_383/2014 E. 2

Rechtsmitteleingaben sind schriftlich, datiert und unterzeichnet einzureichen (Art. 110 Abs. 1 StPO). Eingaben per Fax erfüllen diese Anforderung entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht, schon weil die Unterschrift nicht im Original, sondern nur in Kopie beim Gericht eingeht (Urteile des Bundesgerichts 1B_304/2013 vom 27. September 2013 E. 2; 1B_160/2013 vom 17. Mai 2013 E. 2.1). Das Obergericht brauchte das den Formerfordernissen nicht genügende Gesuch damit nicht materiell zu behandeln. Da der Beschwerdeführer bereits verschiedene (schriftliche) Haftentlassungsgesuche eingereicht hatte, konnte es zudem davon ausgehen, dass diesem bewusst war, dass Fax-Eingaben die gesetzlichen Formerfordernissen nicht erfüllen und er dementsprechend eine schriftliche Eingabe folgen lassen würde. Unter diesen Umständen hat das Obergericht keine Rechtsverweigerung begangen, indem es die Fax-Eingabe unbearbeitet liess und den allfälligen Eingang eines schriftlichen Gesuchs abwartete. Dem Beschwerdeführer erwächst daraus kein Nachteil, kann er doch jederzeit ein verbessertes Haftentlassungsgesuch nachreichen. Die Rechtsverweigerungsrüge ist unbegründet.