Citation: 2C_522/2008 05.08.2008 E. 3

Die Beschwerdeführerin beanstandet die Anwendung ihres kommunalen Rechts durch den Steuergerichtshof. Weil das Bundesgericht kantonales (und kommunales) Recht nicht frei, sondern nur auf seine Verfassungsmässigkeit hin prüfen kann (vgl. Art. 95 BGG), kommt diesbezüglich allein eine Verletzung des Willkürverbots von Art. 9 BV in Frage. 3.1 Art. 24 des Abwasserreglements der Gemeinde Jaun vom 12. April 1994 bestimmt, dass die Kanalisationsanschlussgebühr eines überbauten Grundstücks acht Franken pro Quadratmeter "Nutzfläche" beträgt. Letztere errechnet sich aus einer Multiplikation der Fläche der Parzelle mit der "Ausnützungsziffer, welche in der Ortsplanung festgelegt ist". Es ist unbestritten, dass die Vorinstanz die massgebenden Bestimmungen des kommunalen Planungs- und Baureglements korrekt ausgelegt hat, als sie für die (überbauten) Grundstücke des Beschwerdeführers die (baurechtliche) Ausnützungsziffer von 0.45 ermittelte. Die Beschwerdeführerin macht jedoch geltend, Art. 24 des Abwasserreglements "verweise... [bloss] auf den ersten Blick, irreführenderweise, auf die Ausnützungsziffern 'der Ortsplanung', also des Planungs- und Baureglements". Richtigerweise seien die "Flächen und Ausnützungsziffern gemäss Kataster und Zonenplan" anwendbar, welche sich im Anhang des Abwasserreglements fänden und für die Grundstücke des Beschwerdeführers eine Ausnützungsziffer von 0.60 vorsähen. 3.2 Damit gesteht die Beschwerdeführerin nicht nur ausdrücklich zu, dass Art. 24 ihres Abwasserreglements im Sinne des angefochtenen Entscheids verstanden werden kann, sondern erklärt vielmehr selber, die dahingehende Auslegung entspreche eigentlich dem Wortlaut der Bestimmung. Bei diesen Gegebenheiten ist nicht ersichtlich, wie hier überhaupt eine Verletzung des Willkürverbots vorliegen könnte. Die Beschwerdeführerin übersieht, dass ein Entscheid nur dann gegen Art. 9 BV verstösst, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, zur tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (vgl. BGE 127 I 60 E. 5a S. 70, mit Hinweisen). Selbst wenn mit der Beschwerdeführerin davon auszugehen wäre, dass richtigerweise - trotz der anderslautenden Formulierung von Art. 24 ihres Abwasserreglements - nicht die baurechtliche, sondern eine eigene abwasserrechtliche Ausnützungsziffer für die Gebührenberechnung heranzuziehen ist, wäre der angefochtene Entscheid bloss unrichtig, aber keinesfalls geradezu unhaltbar.