Citation: 2C_917/2019 E. 3.2.4

3.2.4. Die durch die Beschwerdeführer weiter beanstandete Annahme der Vorinstanz, das Amtsgericht von Subotica (Serbien) habe sich bei der Neuregelung des Sorgerechts nicht mit der Frage auseinandergesetzt, ob dies dem Kindswohl diene oder mit diesem zumindest vereinbar sei, scheint dagegen fraglich (vgl. E. 5.4 des angefochtenen Urteils). Die Vorinstanz legt nicht dar, aufgrund welcher Umstände sie zu diesem Schluss kommt. Wie die Beschwerdeführer zu Recht ausführen, lässt das Fehlen einer schriftlichen Urteilsbegründung nicht darauf schliessen, dass gar keine Begründung des Urteils und keine vorgängigen Abklärungen erfolgt wären. Es ist in Ermangelung anderweitiger Hinweise davon auszugehen, dass das Amtsgericht von Subotica (Serbien), welches in Dreierbesetzung urteilte, dem Kindswohl angemessen Rechnung trug und keine Änderung der Sorgerechtsregelung vorgenommen hätte, wenn dies dem Kindswohl nicht entsprochen oder dieses sogar gefährdet hätte. Wie im Folgenden zu zeigen sein und sich aufgrund der engen familiären Beziehung des beschwerdeführenden Sohns zu seinen Grosseltern ergeben wird, ist diese vorinstanzliche Feststellung für den Ausgang des vorliegenden Verfahrens indes nicht ausschlaggebend (vgl. Art. 97 Abs. 1 BGG; E. 5.3 hiernach).