Citation: 4C.78/2006 24.05.2006 E. 2

Nach Art. 11 OR bedürfen Verträge nur dann einer besonderen Form, wenn das Gesetz eine solche vorschreibt. Die Vorinstanz hat entgegen der Behauptung der Klägerin nicht verkannt, dass weder der Abschluss eines Auftrags (Art. 394 ff. OR) noch eines Mäklervertrags (Art. 412 ff. OR) formbedürftig ist. Sie hat in Erwägung 8 des angefochtenen Urteils nur bemerkt, es wirke sich prozessrechtlich zu Ungunsten der Klägerin aus, dass sie nichts Schriftliches beizubringen vermöge. Die Klägerin anerkennt denn auch, dass das Fehlen einer schriftlichen Vertragsgrundlage ihre Beweislage erschwert habe. Soweit sie jedoch sinngemäss aus Art. 11 OR abzuleiten sucht, dass sie den behaupteten mündlichen Vertragsschluss nicht beweisen müsse, kann ihr nicht gefolgt werden. Soweit sie im Übrigen behauptet, es stehe fest, dass die Beklagte Provisionszahlungen in Aussicht gestellt habe, kritisiert sie die verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz und ist nicht zu hören.