Citation: 6B_541/2021 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwägt, Praxis sowie Lehre würden das Onanieren im Beisein eines Kinder einhellig als Einbezug in eine sexuelle Handlung erachten, sofern das Kind den Akt sinnlich unmittelbar wahrgenommen habe. Die Tatbestandsvariante des Einbeziehens eines Kindes in eine sexuelle Handlung setze voraus, dass jemand allein oder zusammen mit anderen eine geschlechtliche Handlung mit Wissen und Willen vor einem Kind vollziehe, ohne dass es zu einer körperlichen Berührung zwischen Täter und Opfer komme. Dabei müsse das Kind den äusseren Vorgang der sexuellen Handlung als solchen unmittelbar wahrnehmen und nicht lediglich Begleitumstände wie fehlende Bekleidung im Bereich des Unterkörpers. Dies sei vorliegend ohne Weiteres der Fall, habe die Beschwerdegegnerin 2 doch wiederholt beschrieben, dass sie das Glied des Beschwerdeführers gut habe sehen können und insbesondere auch wahrgenommen habe, dass es erigiert gewesen sei und der Beschwerdeführer daran Auf-und-Ab-Bewegungen vorgenommen habe. Es sei mithin bei der Vornahme einer sexuellen Handlung durch eine männliche Einzelperson, bei welcher ein Kind einbezogen werde, auch nur wenig Schwerwiegenderes als eine Selbstbefriedigung erdenklich. In subjektiver Hinsicht habe der Beschwerdeführer unter den gegebenen Umständen zumindest in Kauf genommen, dass das von ihm fokussierte Mädchen noch nicht 16 Jahre alt gewesen sei, zumal sich das Alter der Beschwerdegegnerin 2 zum Tatzeitpunkt nicht direkt im Grenzbereich des Schutzalters bewegt habe und die Konsultation der teilweisen Aufzeichnung der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme der Beschwerdegegnerin 2 durchaus auf deren altersentsprechendes Aussehen schliessen lasse. Der Beschwerdeführer habe die Beschwerdegegnerin 2 gezielt und somit direktvorsätzlich in die sexuelle Handlung einbezogen, da er unmittelbar vor ihr das gegen sie gerichtete Beifahrerfenster heruntergelassen habe, um sie auf sich aufmerksam zu machen, und sie in der Folge im Zuge seiner Selbstbefriedigung mit den Augen direkt fixiert habe (Urteil S. 20 ff.).