Citation: 6B_922/2024 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass der objektive Tatbestand erfüllt ist und anerkennt, dass das rechte Schlusslicht und die Kontrollschildbeleuchtung defekt waren. Doch habe er davon keine Kenntnis gehabt und auch bei pflichtgemässer Aufmerksamkeit keine Kenntnis haben müssen. Er habe gegenüber der Polizei erklärt, alle Lichter an seinem Personenwagen funktionierten. Bei der vorinstanzlichen Befragung habe er angegeben, er habe die Mängel vor der Abfahrt nicht festgestellt. Es gehe um Defekte am Heck, die nicht ohne Weiteres erkennbar seien. Ihm könne keine pflichtwidrige Unaufmerksamkeit vorgeworfen werden. Sonst müsste sich jeder Lenker vor jeder Fahrt versichern, dass der Zustand seines Personenwagens einwandfrei sei. Es komme hinzu, dass die Lichter auch während der Fahrt aussteigen könnten. Entsprechend müsste bei längeren Fahrten regelmässig angehalten und das Fahrzeug auf Mängel untersucht werden. Dies wäre nach Ansicht des Beschwerdeführers lebensfremd.