Citation: 1C_579/2023 E. 1.6.1

1.6.1. Erteilt die Baubehörde die Baubewilligung unter dem Vorbehalt einer Bewilligung in einem nachgelagerten Verfahren, geht sie in der Regel davon aus, dass die noch offenen Punkte von untergeordneter Bedeutung sind und den Grundentscheid nicht mehr in Frage stellen können. Sie ist dabei an das Koordinationsgebot gemäss Art. 25a RPG gebunden. Dieses verlangt, dass ein geplantes Bauvorhaben in einem einzigen und einheitlichen Bewilligungsverfahren geprüft wird (vgl. Urteile 1C_12/2024 vom 1. Juli 2024 E. 2.2.2, zur amtlichen Publikation vorgesehen; 1C_348/2022 vom 2. Februar 2023 E. 1.3.2). Die Anforderungen von Art. 25a RPG gelten auch für Konzessionsverfahren, welche u.a. nach der Gesetzgebung der Kantone im Zusammenhang mit Bauvorhaben durchgeführt werden müssen und von diesen zu bewilligen sind (vgl. ARNOLD MARTI, in: Aemisegger/Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Baubewilligung, Rechtsschutz und Verfahren, N. 13 zu Art. 25a).