Citation: 9F_3/2007 20.02.2008 E. 6.2

6.2.1 Zur spezifischen Eignung eines Treppenlifts mit Plattform ist den Akten zu entnehmen, dass die Beschwerdegegnerin dieses Hilfsmittel ursprünglich als behinderungsangepasst erachtet hat (Verfügung vom 27. Mai 2002), von dieser Beurteilung allerdings später - mit Wiedererwägungsverfügung vom 17. Juni 2004 - wieder abgerückt ist (vgl. E. 4.1 hievor). Dabei stützte sie sich auf den Abklärungsbericht der SAHB vom 10. Dezember 2003. Darin wird zur hier interessierenden Frage lediglich ausgeführt, nach den Behauptungen des Versicherten sei diesem das selbständige Erreichen einer Treppenliftplattform nicht möglich; aus diesem Grund habe die SAHB von der Firma Högg Liftsysteme AG eine Expertise erstellen lassen, welche nun eine Liftvariante (mit Aufhängegurte) präsentiere, bei welcher ein Auffahren auf eine Plattform nicht nötig sei (vgl. auch Offerte der Firma vom 7. November 2003). 6.2.2 Die Unmöglichkeit des Befahrens einer Treppenliftplattform begründete der Beschwerdeführer u.a. wiederholt damit, dass das präzise Vorwärtsfahren mit dem ihm anfangs zur Verfügung gestandenen Pararollstuhl (Antriebsringe an beiden Rädern) Beidhändigkeit erfordert, er aber nur eine gebrauchsfähige Hand hatte und sich daher regelmässig im Kreis gedreht habe. Dieses Steuerungsproblem wurde mit dem ab Frühjahr 2004 zur Verfügung gestellten Hemirollstuhl beseitigt. Ab jenem Zeitpunkt wäre dem Beschwerdeführer - wie er vor- wie letztinstanzlich selbst ausdrücklich einräumt und auch im Schreiben des Dr. med. S.________ vom 10. Juni 2004 bestätigt wird - der Gebrauch eines Treppenlifts (zumindest bis November 2005; vgl. hernach) objektiv möglich, ein Treppenlift mit Plattform somit konkret geeignet gewesen. Was die Zeit vor Frühling 2004 betrifft, hätte das Steuerungsproblem mittels Ersatzes des ungeeigneten Pararollstuhls durch einen Hemirollstuhl bereits damals ohne grösseren Aufwand behoben werden können. 6.2.3 Gegen einen Treppenlift mit Plattform (im Zeitraum 2002-2004) hat der Beschwerdeführer allerdings wiederholt zusätzlich eingewendet, er hätte den Hebel der Rampe zur Plattform mit seiner brauchbaren linken Hand nicht bedienen und auch die geringe Steigung der Rampe zum Erreichen der Plattform nicht aus eigener Kraft bewältigen können; die Überwindung einer Steigung von mehr als 1 % sei ihm damals nicht möglich gewesen. Wie es sich damit konkret verhält, lässt sich den Akten nicht entnehmen; erstellt ist weder die objektive Unmöglichkeit für den Versicherten, eine um mehr als 1 % ansteigende Rampe selbständig zu befahren, noch die Frage, ob in jenem Zeitraum auch ein Treppenlift mit praktisch flacher Befahrungsmöglichkeit der Plattform verfügbar gewesen wäre. Mit Blick darauf, dass die Beschwerdegegnerin selbst einen Treppenlift mit Plattform nachträglich für ungeeignet befunden hatte, Dr. med. S.________ sich im Schreiben vom 10. Juni 2004 zum spezifischen Problem des Kraftaufwands beim Befahren eines Treppenlifts (mit Hemirollstuhl) vor Frühling 2004 nicht äusserte und Dr. med. W.________, Chefarzt Medizin am Spital Z.________, in einem Schreiben an den Versicherten vom 1. Juni 2004 immerhin festhielt, er kenne "keinen Treppenlift, den Sie mit Ihrer schweren Behinderung hätten bedienen können", kann die tatsächliche Eignung eines Treppenlifts mit Plattform - ebenso wie die Tauglichkeit eines Treppenlifts mit Aufhängegurten (vgl. E. 6.1 hievor) - nicht ohne Zusatzabklärung bejaht werden. Die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung ist daher unvollständig und insbesondere in Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes als einer wesentlichen Verfahrensvorschrift getroffen worden (Art. 105 Abs. 2 OG; Urteile des Bundesgerichts I 110/07 vom 25. Juni 2007, E. 4.2.2; vgl. auch vorangehende E. 6.1 in fine und E. 3.1).