Citation: 2A.72/2003 27.02.2003 E. 5

Die Anordnung des kantonalen Veterinäramtes vom 27. Oktober 1997 ist seinerzeit von den angerufenen Beschwerdeinstanzen bestätigt worden und damit in Rechtskraft erwachsen. Anspruch auf ein Zurückkommen auf diese Anordnung besteht, wie das Verwaltungsgericht zutreffend angenommen hat, nur bei einer wesentlichen Änderung der Sach- oder Rechtslage. Aufgrund der im angefochtenen Urteil getroffenen - gemäss Art. 105 Abs. 2 OG für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlichen - tatsächlichen Feststellungen durfte das Verwaltungsgericht zulässigerweise annehmen, die Verhältnisse hätten sich weder in finanzieller noch in personeller Hinsicht wesentlich verbessert, weshalb eine Abkehr von den am 27. Oktober 1997 verfügten Massnahmen nicht gerechtfertigt sei. Wenn die Beschwerdeführerin die jetzt zugelassene Hundehaltung - maximal sechs erwachsene Hunde sowie die Welpen eines Wurfes bis zum Alter von fünf Monaten, höchstens 15 Tiere - auf maximal 19 erwachsene Tiere ausdehnen will, geht es, entgegen den Ausführungen in der Beschwerdeschrift, um eine erhebliche Erweiterung, die sowohl mit einer finanziellen Mehrbelastung als auch mit erhöhten personellen Anforderungen an die Betreuung verbunden ist. Schon der unbestrittene Umstand, dass die Beschwerdeführerin für ihren eigenen Lebensunterhalt auf Sozialfürsorgeleistungen der Gemeinde angewiesen ist, spricht gegen die Zulassung einer solchen Erweiterung, zumal, wie das Verwaltungsgericht annehmen durfte, keine hinreichende Gewähr dafür besteht, dass die Hundehaltung durch Dritte, in deren Eigentum ein Teil der Tiere stehen soll, dauerhaft finanziell unterstützt wird. Dass der Beschwerdeführerin je nach Ergebnis eines im Gange befindlichen Erbschaftsprozesses eines Tages ein grösseres Vermögen zufliessen könnte, vermag an der Beurteilung der heutigen finanziellen Situation nichts zu ändern. Schliesslich wäre nach den Feststellungen des Verwaltungsgerichts auch die personelle Betreuung des erweiterten Tierbestandes nicht hinreichend gewährleistet. Allein daraus, dass anlässlich der Kontrolle vom 30. April 2002 der Zustand der Hunde kaum Anlass zu Beanstandungen gab, kann noch nicht auf eine wesentliche und dauerhafte Änderung der Betreuungsverhältnisse geschlossen werden. Wenn das Verwaltungsgericht die Voraussetzungen für ein Zurückkommen auf die am 27. Oktober 1997 verfügten Beschränkungen nicht als gegeben erachtete, verstiess es damit nicht gegen Bundesrecht. An dieser Schlussfolgerung vermöchten auch die ergänzenden Bemerkungen in der verspäteten zweiten Eingabe der Beschwerdeführerin nichts zu ändern.