Citation: 5A_461/2013 E. 3.1.3

3.1.3. Von einem Teil der Lehre wird zu Art. 256 Abs. 3 SchKG ausgeführt, den Gläubigern müsse das Recht, höhere Angebote zu unterbreiten, je Objekt nur einmal eingeräumt werden; nehme die Konkursverwaltung nach fristgemässem Eingang eines Höherangebots mit den übrigen Interessenten Kontakt auf, um sie zur Erhöhung ihrer Gebote zu veranlassen, stehe den Gläubigern bei Eingang eines höheren Gebots nicht erneut das Recht zum Höherangebot zu; vielmehr sei dem Zweck von Art. 256 Abs. 3 SchKG (Gleichbehandlung der Gläubiger) Genüge getan, wenn den Gläubigern das Recht einmal gewährt werde ( BÜRGI, in: Basler Kommentar, SchKG II, 2. Aufl. 2010, N. 23 zu Art. 256 SchKG; LORANDI, a.a.O., S. 336 f.; VISCHER, Unternehmenserwerb aus dem Konkurs, SZW 2002 S. 154 f.). Nach einem anderen Teil der Lehre muss den Gläubigern erneut Gelegenheit gegeben werden, ein höheres Angebot einzureichen, wenn ein erstes Höherangebot eines Gläubigers von einem Dritten überboten wurde ( FOËX, in: Commentaire romand, Poursuite et faillite, 2005, N. 18 zu Art. 256 SchKG; GILLIÉRON, Commentaire de la loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite, art. 159 - 270, 2001, N. 36 zu Art. 256 SchKG).