Citation: 5C.108/2002 22.07.2002 E. 4

Im Weitern sieht die Klägerin auch Art. 9 ZGB verletzt. Ihrer Ansicht nach durfte sie sich auf die Feststellung I im Erbvertrag vom 23. Januar 1992 zu den Miteigentumsverhältnissen an den Liegenschaften in Y.________ verlassen, welche nicht den grundbuchrechtlichen Verhältnissen entsprachen. Mit diesem bereits in der staatsrechtlichen Beschwerde präsentierten Vorbringen beabsichtigt sie, die Einreichung einer Reihe von Belegen als nicht verspätet darzustellen. Mithin geht es an dieser Stelle um die korrekte Anwendung von kantonalem Verfahrensrecht, was in der Berufung nicht zu prüfen ist (BGE 126 III 370 E. 5). Hinzukommt, dass durch die teilweise Aufhebung des angefochtenen Urteils Fragen in Zusammenhang mit der Gültigkeit des Erbvertrags vom 23. Januar 1992 ohnehin gegenstandslos geworden sind.