Citation: 4A_35/2021 E. 1.1

1.1. Eine qualifizierte Rügepflicht gilt hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht. Das Bundesgericht prüft eine solche Rüge nur insofern, als sie in der Beschwerde präzise vorgebracht und begründet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 142 I 99 E. 1.7.2; 138 I 171 E. 1.4). Für Verfahren, die bei Inkrafttreten der eidgenössischen ZPO bereits rechtshängig waren, gilt nach Art. 404 Abs. 1 ZPO das bisherige Verfahrensrecht bis zum Abschluss vor der betroffenen Instanz. Die ZPO ist am 1. Januar 2011 in Kraft getreten. Zu diesem Zeitpunkt war das Verfahren erstinstanzlich schon hängig (vgl. Sachverhalt B hiervor). Für das erstinstanzliche Verfahren war damit noch die Zivilprozessordnung des Kantons Graubünden (ZPO/GR) massgebend, deren Anwendung das Bundesgericht lediglich unter dem Blickwinkel der Willkür prüft (Urteil des Bundesgerichts 5A_672/2012 vom 3. April 2013 E. 2). Das Rechtsmittelverfahren richtete sich dagegen nach Bundesrecht (Art. 405 Abs. 1 ZPO).