Citation: 5A_466/2015 E. 4.5.3

4.5.3. Drittens berücksichtige die Vorinstanz nicht, dass seit der Trennung die Beschwerdegegnerin die Kinderzulagen für die Tochter beziehe. So werde der Betrag willkürlich weder deren Einkommen zugerechnet noch vom Bedarf der Tochter abgezogen. Darüber hinaus habe die Vorinstanz sein rechtliches Gehör verletzt, weil er den Missstand bereits dort gerügt habe, die Vorinstanz aber mit keinem Wort darauf eingegangen sei. Aus den bei den Akten liegenden Lohnabrechnungen ist ersichtlich, dass der Beschwerdeführer zumindest bis und mit März 2014 Kinder- und Ausbildungszulagen von Fr. 200.-- pro Monat bezog. Die Trennung war im Juni 2013. Sollte inzwischen tatsächlich die Beschwerdegegnerin die Kinderzulagen beziehen, wofür der Beschwerdeführer keinen Beweis anruft, lässt auch dies die vorinstanzliche Berechnungsweise nicht als willkürlich erscheinen. Wenn die Vorinstanz einen Kinderunterhaltsbeitrag von Fr. 825.-- zuzüglich Kinderzulagen vorsah, ist offensichtlich, dass diese einen Kindesbedarf von etwas über Fr. 1'000.-- vor Augen hatte. Kindesbedarf abzüglich Kinderzulagen - egal von wem bezogen - ergibt den vom Beschwerdeführer zu leistenden Unterhaltsbeitrag. Bezieht der Beschwerdeführer die Zulagen, hat er sie weiterzuleiten. Bezieht die Beschwerdegegnerin die Zulagen, werden diese direkt vom Kindesbedarf in Abzug gebracht, d.h. der Beschwerdeführer hätte nur noch die Fr. 825.-- zu leisten. Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus dem vom Beschwerdeführer zitierten Urteil 5A_207/2011 vom 26. September 2011 E. 4.3 ("Bei der Ermittlung des durch den Unterhaltsbeitrag zu deckenden Bedarfs des Kindes sind Kinder- und Ausbildungszulagen vorweg in Abzug zu bringen [Art. 285 Abs. 2 ZGB; BGE 137 III 59 E. 4.2.3 S. 64; BGE 128 III 305 E. 4b S. 309 f.]"). Im genannten Fall hätte der Vater den vollen Bedarf der Kinder bezahlen sollen, während die Mutter zusätzlich Kinderzulagen bezog, was hier gerade nicht der Fall ist. Angesichts der Unbegründetheit des Vorwurfs des Beschwerdeführers in der Sache, ist auch eine Gehörsverletzung zu verneinen.