Citation: 4A_478/2024 E. 3.5.2

3.5.2. Das Ergebnis der subjektiven Auslegung der Vorinstanz, dass kein tatsächlicher Konsens über die Voraussetzungen eines Taggeldanspruchs bestehe, beruht auf Beweiswürdigung. Sie ist also eine Tatfrage, auf die das Bundesgericht nur unter den Voraussetzungen von Art. 97 Abs. 1 BGG zurückkommen kann (BGE 144 III 93 E. 5.2.2; 132 III 268 E. 2.3.2). Der Beschwerdeführer müsste hierfür klar und substanziiert aufzeigen, inwiefern die vorinstanzliche Feststellung offensichtlich unhaltbar ist (dazu oben E. 2.3). Dies gelingt ihm nicht: Er stützt sich für den Beweis des behaupteten übereinstimmenden tatsächlichen Willens einzig darauf, dass die Beschwerdegegnerin gemäss den Leistungsabrechnungen bis und mit 31. März 2022 Taggelder ausgerichtet habe. Mit Schreiben vom 17. März 2022 habe sie zudem durch einen Verweis auf die eingereichten Arztzeugnisse ihren Willen bezeugt, dass derartige Zeugnisse gemäss AVB für die Begründung eines Leistungsanspruchs ausreichen würden. Die Vorinstanz hat die Leistungsabrechnungen und das erwähnte Schreiben entgegen dem Beschwerdeführer weder ohne Grund unberücksichtigt gelassen, noch auf deren Grundlage eine unhaltbare Schlussfolgerung betreffend des tatsächlichen Willens gezogen. Zwar kann das Verhalten einer Partei nach Vertragsschluss solche Rückschlüsse grundsätzlich ermöglichen (BGE 144 III 93 E. 5.2.2; 143 III 157 E. 1.2.2; 140 III 86 E. 4.1). Es erscheint indes nicht willkürlich, sondern unter Berücksichtigung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 141 III 241 E. 3.1) richtig, wenn die Vorinstanz aus der Leistung von Taggeldern gestützt auf die Arztzeugnisse im Zeitraum vom 2. Februar bis zum 31. März 2022 nicht folgerte, die Beschwerdegegnerin akzeptiere gestützt auf die AVB Arztzeugnisse generell als einzige Voraussetzung des Leistungsanspruchs, ohne den Eintritt der krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit in Zweifel ziehen zu können, was sie gemäss dem vom Beschwerdeführer zitierten Schreiben vom 17. März 2022 für die vorliegend strittige Zeitperiode explizit getan hat.