Citation: 8C_41/2022 E. 5.1

5.1. Inwiefern die Vorinstanz hinsichtlich des Beweises eines milden traumatischen Schädelhirntraumas beziehungsweise der Manifestation von dafür typischen Beschwerden innerhalb der massgeblichen Latenzzeit unrichtige Sachverhaltsfeststellungen getroffen oder Bundesrecht verletzt haben sollte, ist nicht zu erkennen. Dies gilt zunächst insbesondere insoweit, als der Beschwerdeführer nachweislich erst einen Monat nach dem Vorfall einen Arzt aufsuchte und zudem weder bei dieser Gelegenheit noch anlässlich der Besprechung vom 10. August 2018 bei der Suva erwähnte, dass er bewusstlos gewesen sei. Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb dieser Umstand unerwähnt geblieben sein sollte, zumal aus dem Bericht des Hausarztes vom 9. Mai 2018 ausdrücklich hervorgeht, dass der Beschwerdeführer danach gefragt wurde, eine Bewusstlosigkeit indessen (ebenso wie Nackenbeschwerden) verneinte. Es besteht keinerlei Anlass zur Annahme, dass der Hausarzt damals falsche Angaben gemacht haben sollte. Daran kann auch nichts ändern, dass der Hausarzt seine Angaben hinsichtlich der Bewusstlosigkeit, veranlasst durch eine Intervention des Beschwerdeführers, im Nachhinein mit Schreiben vom 16. März 2020 korrigierte. Dass das kantonale Gericht auf eine Einvernahme von Zeugen verzichtete unter der Annahme, es liessen sich davon hinsichtlich der Frage der eingetretenen Bewusstlosigkeit keine zuverlässigen neuen Erkenntnisse mehr gewinnen, begründet auch im Geltungsbereich vom Art. 97 Abs. 2 und 105 Abs. 3 BGG keine Verletzung der Regeln über die antizipierte Beweiswürdigung (vgl. BGE 136 I 229 E. 5.3; Urteil 8C_590/2015 E. 6, nicht publ. in: BGE 141 V 585, aber in: SVR 2016 IV Nr. 33 S. 102). Es ist damit auch insgesamt nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz von der Beweislosigkeit einer Commotio cerebri ausging. Gleiches gilt insoweit, als sie gestützt auf den Bericht des Suva-Arztes Dr. med. I.________ feststellte, es sei damit auch der erstmals im Spital E.________ im Februar 2019 (immerhin lediglich verdachtsweise) gestellten Diagnose eines postkommotionellen Syndroms, welche später unkritisch übernommen worden sei, der Boden entzogen.