Citation: 6B_442/2018 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erwägt im Wesentlichen, es bestünden ernsthafte Zweifel daran, dass die in Frage stehenden Verletzungen dem fraglichen Verkehrsunfall vom 31. Juli 2011 zuzuordnen seien. Aus dem im Anschluss an den dreitägigen Spitalaufenthalt verfassten Austrittsbericht des Universitätsspitals vom 12. September 2011 gehe eindeutig hervor, dass die diagnostizierten Verletzungen mehrheitlich durch einen früheren häuslichen Selbstunfall am 10. Juni 2011, bei welchem der Beschwerdeführer gravierende Gesichtsfrakturen erlitten habe, herbeigeführt worden seien. So beschreibe der Bericht eine "Visus- und Gesichtsfeldminderung links > rechts bei Status nach Jochbeinfraktur links mit Orbitalbeteiligung am 10.06.2011" sowie eine "Unklare Sensibilitätsstörung linke Gesichtshälfte, linker Oberarm und linkes Bein seit 10.06.2011" (Kantonale Akten, act. 138). Die Beschwerden nach diesem früheren Unfallereignis hätten die linke Körperseite des Beschwerdeführers betroffen. Es sei daher nicht ersichtlich, weshalb die im Bericht ebenfalls erwähnten "unklaren Schulterschmerzen links" (Kantonale Akten, act. 138), welche von den Ärzten keinem Ursprungsdatum zugeordnet worden seien, auf den Verkehrsunfall und nicht auf das frühere Unfallereignis zurückgehen sollten. Im Übrigen hätten bezüglich dieser linken Schulter keine objektivierbaren Befunde erhoben werden können, zumal es keine Luxation und keine Knochenverletzung gegeben habe. Auch das bildgebende Verfahren und ein Konsilium mit den Neurologen hätten keinen Hinweis auf einen behandlungsbedürftigen Befund ergeben (Kantonale Akten, act. 139). Letztlich handle es sich bei der vom Beschwerdeführer vorgebrachten Schulterprellung und erst recht bei den Schmerzen auf der linken Seite lediglich um vom Beschwerdeführer behauptete Schmerzen unklarer Natur und Herkunft, bei denen es zumindest ebenso naheliegend erscheine, dass sie nicht auf den Verkehrsunfall vom 31. Juli 2011, sondern auf den die linke Körperseite beeinträchtigenden Selbstunfall vom 10. Juni 2011 zurückzuführen seien. Hinzu komme, dass die Glaubhaftigkeit der Darlegungen des Beschwerdeführers durch dessen Aussageverhalten stark beeinträchtigt sei. Dieser habe nicht nur hinsichtlich des Unfallhergangs und der anschliessenden Geschehnisse unglaubwürdige Angaben gemacht, sondern sich auch betreffend der Unfallfolgen in klar faktenwidrige Darstellungen verstiegen. So habe er gegenüber diversen behandelnden Ärzten und in seiner Unfallanzeige an die Versicherung einfach sämtliche tatsächlich und auch nur angeblich erlittenen Beeinträchtigungen und Schmerzen fälschlicherweise dem Verkehrsunfall vom 31. Juli 2011 zugeschrieben. Auch habe er die Folgen seines vorgängigen Selbstunfalls anlässlich seiner Einvernahmen zunächst ebenso verschwiegen wie seine für den vorliegenden Fall relevante Prädisposition, welche zu plötzlichen unvermittelten Stürzen führt. Sein Aussageverhalten im Strafverfahren wie auch im medizinischen Umfeld lasse nicht ausschliessen, dass der Verkehrsunfall bei ihm Begehrlichkeiten finanzieller Natur geweckt haben könnte. Insgesamt bestünden ernsthafte Zweifel daran, dass sich der Beschwerdeführer beim Verkehrsunfall Körperschäden von der Qualität einer einfachen Körperverletzung zugezogen habe. Der Beschwerdegegner 2 sei daher in dubio pro reo vom Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung freizusprechen.