Citation: 2C_553/2021 E. 4.4.1

4.4.1. Die vorinstanzliche Auffassung, wonach der Sinn und Zweck der Einzelbeitragsregelung eine aussergewöhnliche, objektive, finanzielle Bedrängnis im Gesamthaushalt der betroffenen Gemeinde verlange, welche die gehörige Erfüllung der gesetzlichen Aufgaben mit den zumutbarerweise erhältlich zu machenden Mitteln als gefährdet erscheinen lasse, ist im Lichte ihrer Erwägungen nicht unhaltbar (vgl. E. 4.3 hiervor). Die vorinstanzliche Auslegung ist unter dem Gesichtspunkt des Willkürverbots insbesondere deswegen nicht zu beanstanden, da der Einzelbeitrag gemäss § 8 FAG/BL ein subsidiäres und ausserordentliches Instrument des interkommunalen Ausgleichs darstellt, das erst zum Tragen kommt, wenn der ordentliche Finanzausgleich (vgl. §§ 4 ff. FAG/BL; heute: Ressourcenausgleich) und die Lastenabgeltung (vgl. §§ 10 ff. FAG/BL) einen Härtefall nicht zu verhindern vermögen (vgl. auch E. 5.5 hiernach). Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin gelangt die Vorinstanz mit dieser Auslegung nicht zum Schluss, dass finanzstarke Gemeinden nicht in den Genuss eines Einzelbeitrags kommen könnten. Die Vorinstanz erwägt lediglich, auch eine finanzstarke Gemeinde müsse in ihrem Gesamthaushalt zuerst in eine finanzielle Bedrängnis gelangen, obwohl sie ihre Eigenfinanzierungsmöglichkeiten bereits angemessen ausgeschöpft habe. Die vorinstanzliche Auslegung von § 8 FAG/BL ist unter dem Blickwinkel des Willkürverbots von Art. 9 BV nicht zu beanstanden.