Citation: 4P.67/2004 16.06.2004 E. B

B.a Am 30. August 2002 belangte die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin vor dem Gerichtspräsidenten 2 des Gerichtskreises Courtelary-Moutier-La Neuveville unter anderem auf Bezahlung der von ihr geforderten Provision von Fr. 9'303.20 nebst Zins und Betreibungskosten. Die Beschwerdeführerin schloss auf Abweisung der Klage. Sie bestritt den Provisionsanspruch und stellte eine Gegenforderung in der Höhe von Fr. 9'700.-- zur Verrechnung, die sie als Entschädigung für Aufwendungen im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit der Beschwerdegegnerin erhob. Mit Schreiben vom 22. August 2003 stellte die Beschwerdegegnerin dem Gerichtspräsidenten das zusätzliche Rechtsbegehren, die Beschwerdeführerin zu verpflichten, ihr Fr. 11'040.15 zurückzuerstatten. Zur Begründung führte sie aus, die Beschwerdeführerin habe ihre Gegenforderung trotz ihrem Wissen um deren Bestreitung in Betreibung gesetzt. Da die Beschwerdegegnerin es irrtümlicherweise unterlassen habe, rechtzeitig Rechtsvorschlag zu erheben, sei sie angesichts des drohenden Konkurses gezwungen gewesen, die zu Unrecht erhobene Forderung einschliesslich Betreibungskosten zu befriedigen. Der Gerichtspräsident verurteilte die Beschwerdeführerin am 20. Oktober 2003, der Beschwerdegegnerin einen Betrag von Fr. 8'372.90 nebst Zins zu bezahlen sowie den Betrag von Fr. 11'040.15 zurückzuerstatten. B.b Dagegen gelangte die Beschwerdeführerin erfolglos an den Appellationshof des Kantons Bern, der das erstinstanzliche Urteil am 22. Januar 2004 bestätigte. Er erachtete es, was die Provisionsforderung der Beschwerdegegnerin betrifft, als erstellt, dass die Parteien eine erfolgsabhängige Beteiligung der Beschwerdegegnerin an den Provisionen für von ihr vermittelte Versicherungspolicen vereinbart hatten. Im Zusammenhang mit der Rückerstattungsforderung hielt der Appellationshof fest, der Aufwand der Beschwerdeführerin sei sowohl betreffend der tatsächlich erfolgten Zusammenarbeit der Parteien als auch im Hinblick auf den Abschluss eines längerfristigen schriftlichen Vertrages nicht erheblich gewesen und eine Entschädigung zu ihren Gunsten sei nie vereinbart worden.