Citation: 7B_1232/2024 E. 6.3.1

6.3.1. Der Beschwerdeführer, welcher sich bereits seit mehreren Jahren in Haft befindet, wurde vom Berufungsgericht zu einer Freiheitsstrafe von 8 Jahren verurteilt. Zwar ist davon auszugehen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Flucht in der Regel mit zunehmender Verfahrens- bzw. Haftdauer abnimmt (vgl. E. 6.1 hiervor). Unter Berücksichtigung des strafprozessual erstandenen Freiheitsentzugs drohte dem Beschwerdeführer im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung jedoch immer noch eine mehrjährige Restfreiheitsstrafe, wobei die Vorinstanz bei der Beurteilung der Fluchtgefahr berücksichtigen durfte, dass mit einer bedingten Entlassung des Beschwerdeführers aufgrund von dessen schlechter Legalprognose nicht ohne Weiteres zu rechnen ist (vgl. E. 7.4.2 hiernach). Dabei handelt es sich um einen Strafrest, den die Vorinstanz durchaus als gewichtiges Indiz für die Fluchtgefahr werten durfte. Von einem geringen noch drohenden unbedingten Strafrest - wie ihn der Beschwerdeführer behauptet - kann nicht ausgegangen werden.