Citation: U 4/01 09.04.2001 E. 3

3.- a) Das Revisionsgesuch stützt sich auf einen Bericht vom 5. Oktober 2000, mit welchem Dr. med. A.________ zu einem vom Rechtsvertreter des Gesuchstellers aufgestellten Fragenkatalog Stellung genommen hat. Neben Angaben zu den subjektiven und objektiven Befunden sowie den Diagnosen enthält der Bericht nähere Ausführungen zur Kausalität der bestehenden Beschwerden, welche sich dahin zusammenfassen lassen, dass die festgestellten Gesundheitsschädigungen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit alleinige Folge der Lyme-Borreliose (bzw. des Zeckenbisses) bilden und keine unfallfremden Faktoren bestehen, welche für die heutigen Beschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ursächlich sind. Nach Auffassung von Dr. med. A.________ beruht das Gutachten von Prof. Dr. C.________ insofern auf falschen Annahmen, als auch ein korrekt behandeltes Erythema migrans zur Dissemination und damit zu einem Krankheitsstadium II oder III führen kann, Sehstörungen bereits früh im Krankheitsverlauf auftreten können, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen sehr wohl zur Lyme-Borreliose gehören, auch wenn Liquoruntersuchungen, MRI und neuropsychologische Beurteilungen normal ausfallen, und das fehlende Ansprechen auf die Therapie (mit Rocephin) kein Beweis für eine andere Diagnose ist. Des Weiteren wird gerügt, das Gutachten von Prof. Dr. C.________ erwähne nur Fakten und Argumente, die gegen einen Kausalzusammenhang sprächen und enthalte keine umfassende Würdigung des Sachverhalts. Insbesondere sei es unterlassen worden, die serologischen Befunde der Lyme-Borreliose zu interpretieren und das Krankheitsgeschehen im gesamten Verlauf und unter Berücksichtigung der medizinischen Literatur zu würdigen. Im Übrigen wird festgestellt, dass der gleiche, für einen Kausalzusammenhang zwischen dem Zeckenbiss bzw. der Lyme-Borreliose und den festgestellten Gesundheitsschädigungen sprechende Sachverhalt bereits bei der Begutachtung im Jahre 1997 bestanden habe und schon aufgrund der damals vorhanden gewesenen medizinischen Erkenntnisse hätte bejaht werden müssen. b) Im Revisionsgesuch vom 8. Januar 2001 wird das Vorliegen revisionsbegründender neuer Tatsachen und Beweismittel damit begründet, dass -die von Prof. Dr. C.________ gestellten Diagnosen einer Adipositas, chronischen Bursitis olecrani rechts sowie einer chronischen Hepatitis C von Dr. med. A.________ nicht hätten bestätigt werden können; -die bestehenden gesundheitlichen Störungen nach Auffassung von Dr. med. A.________ dem typischen Verlaufsprofil der Lyme-Borreliose entsprächen;