Citation: 6B_1060/2020 E. 1.4.1

1.4.1. Ausgehend von dieser Sachlage ist hinsichtlich der konkreten tatrelevanten Handlungen, d.h. der Gründung der D.________ GmbH, des Ausfüllens des Interview-Formulars, des Einreichens der Versicherungsanträge und des Einzahlens der Erstprämien, einzig denkbar, dass diese Handlungen entweder durch den Beschwerdeführer oder F.________ allein oder durch diese beiden Personen zusammen, d.h. arbeitsteilig, vorgenommen wurden. Auch eine Aufteilung der erhältlich gemachten Provisionsvorschüsse ist mangels anderer Akteure einzig unter diesen beiden Personen vorstellbar. Ob der Beschwerdeführer die erwähnten Handlungen alleine ausführte oder arbeitsteilig mit F.________, oder ob ihm allenfalls gar keine dieser Handlungen anzulasten ist, lässt sich einzig aus den in E. I.1.3.1 f. oben dargelegten Umständen nicht herleiten. Gleiches gilt für die Frage, in welchem Umfang der Beschwerdeführer die erhältlich gemachten Provisionsvorschüsse von Fr. 136'868.33 selber vereinnahmte; ein Hinweis, dass er diese zu seinem Vorteil verwendet haben könnte, liegt nur hinsichtlich des Teilbetrags von Fr. 69'000.-- vor, den er nachweislich selber abhob (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.1.3 S. 30 mit Hinweis auf Untersuchungsakten pag. 22.2.6 f.). Nachvollziehbar stellt die Vorinstanz bezüglich dieser Fragen daher auf die Aussagen des Beschwerdeführers und von F.________ ab, denen Hinweise zur konkreten Mitwirkung der beiden Personen an der Geschäftstätigkeit der D.________ GmbH und an der Geschäftsbeziehung zwischen derselben und der C.________ AG entnommen werden können. Der Schluss der Vorinstanz, die fraglichen tatrelevanten Handlungen seien unter der Ägide des Beschwerdeführers erfolgt bzw. er habe diese selber vorgenommen und er habe den Grossteil der Provisionsvorschüsse vereinnahmt, gründet mangels anderer Beweismittel (mit Ausnahme des Einzahlens der Erstprämien, vgl. dazu E. I.1.4.3 unten) mithin allein auf den Aussagen von F.________ und/oder jenen des Beschwerdeführers: In Bezug auf die Gründung der D.________ GmbH gelangt die Vorinstanz gestützt auf die Schilderungen von F.________, die sie in jeder Beziehung als überzeugend und sehr glaubhaft bezeichnet, zum Ergebnis, es sei erstellt, dass der Beschwerdeführer die D.________ GmbH durch F.________ und G.________ habe gründen lassen, den Betrag von Fr. 20'000.- für die Gründung bar zur Verfügung gestellt habe und diesen danach wieder an sich genommen habe (angefochtener Entscheid E. 3.1.4.2 f. S. 31 f.). Das falsche Ausfüllen des Interview-Formulars rechnet sie dem Beschwerdeführer zu mit der Begründung, es sei erwiesen, dass er nicht nur die einzige wirtschaftlich berechtigte Person der D.________ GmbH gewesen sei, sondern auch deren faktischer und alleiniger Entscheidungsträger. Zudem betont sie, es stehe fest, dass der Beschwerdeführer und F.________ das Interview-Formular gemeinsam ausgefüllt hätten und Ersterer dabei die Vorgaben gemacht habe (angefochtener Entscheid E. 3.1.13 S. 37). Sowohl für die Annahme der Vorherrschaftsstellung des Beschwerdeführers in der D.________ GmbH als auch für die Annahme der von ihm stammenden Vorgaben beim Ausfüllen des Formulars stützt sich die Vorinstanz ebenfalls allein auf die Aussagen der Beteiligten: Die Vorherrschaftsstellung einerseits erklärt sie damit, dass lediglich der Beschwerdeführer, nicht aber F.________, massgebende Entscheide innerhalb der D.________ GmbH habe treffen können, was sie aus Aussagen von F.________ ableitet, wonach der Beschwerdeführer stets Weisungen betreffend die Verwendung der Provisionsvorschüsse gemacht und den Grossteil dieser Gelder für sich beansprucht habe (angefochtener Entscheid E. 3.1.13 S. 37 i.V.m. E. 3.1.5.2 f. S. 32 f.). Für die Annahme andererseits, der Beschwerdeführer habe beim Ausfüllen des Interview-Formulars die Vorgaben gemacht, stellt die Vorinstanz auf Aussagen von F.________ und zusätzlich auf solche des Beschwerdeführers ab, ohne dies näher auszuführen (angefochtener Entscheid E. 3.1.13 S. 37). Bezüglich der weiteren tatrelevanten Handlung des Einreichens der Versicherungsanträge hält die Vorinstanz schliesslich fest, F.________ habe diese Anträge nicht eingereicht und weitere Personen kämen dafür nicht in Betracht (angefochtener Entscheid E. 3.1.8.2 S. 35). Während der Schluss, weitere Personen würden ausser Betracht fallen, angesichts der von der Vorinstanz willkürfrei ausgeschlossenen Existenz anderer in den Geschäftsbetrieb der D.________ GmbH involvierter Personen nachvollziehbar ist, erschliesst sich die ohne eigene Begründung getätigte Feststellung, F.________ habe die Anträge nicht eingereicht, nicht ohne Weiteres. Mangels anderer Beweise kann sich diese Annahme jedoch ebenfalls nur auf die Aussagen des Beschwerdeführers und jene von F.________ stützen.