Citation: 8C_156/2023 E. 4.3.2

4.3.2. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers wurden sodann die Berichte behandelnder Ärzte, namentlich die ausdrücklich erwähnten des PDAG vom 30. August 2021 und 8. Februar 2022, durchaus berücksichtigt. Auf Anfrage der IV-Stelle hin erfolgte eine diesbezügliche versicherungsmedizinische Beurteilung durch den RAD-Arzt Dr. med. B.________ vom 30. April 2022, die wiederum in die Verfügung vom 20. Juni 2022 einfloss und auf die sich auch die Vorinstanz bezog. Zu betonen ist in diesem Zusammenhang, dass es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-) Person einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits rechtsprechungsgemäss nicht zulässt, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräfte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil diese wichtige - und nicht rein subjektiver Interpretation entspringende - Aspekte benennen, die bei der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (BGE 135 V 465 E. 4.5; SVR 2017 IV Nr. 7 S. 19, 9C_793/2015 E. 4.1; nicht publ. E. 6.2 des Urteils BGE 142 V 342, veröffentlicht in SVR 2016 IV Nr. 41 S. 131; Urteil 8C_111/2023 vom 12. Oktober 2023 E. 5.1). Dass dies vorliegend nicht der Fall ist, hat das kantonale Gericht willkürfrei dargetan.