Citation: 1C_672/2024 E. 3.3

3.3. Das Zitat und das behauptete Verhalten von Richter C.________ lassen in der Tat darauf schliessen, dass dieser vom Sekretariat über die früheren Telefonanrufe des Beschwerdeführers informiert wurde und gereizt auf den erneuten, aus seiner Sicht überflüssigen Anruf reagierte, ohne dem Beschwerdeführer ausreichend Gelegenheit zu geben, sein Anliegen zu erklären. Dies lässt den Schluss zu, Richter C.________ habe sich eine ungünstige Meinung von der Prozessführung des Beschwerdeführers gemacht (unnötige bzw. zu lange Telefonate). Daraus kann jedoch bei objektiver Betrachtung nicht geschlossen werden, dass er nicht mehr unvoreingenommen und sachlich über das Ausstandsbegehren des Beschwerdeführers entscheiden würde. Von einer Gerichtsperson kann und muss erwartet werden, dass sie unparteilich über einen Rekurs oder eine Beschwerde entscheidet, auch wenn sie sich (zu Recht oder zu Unrecht) über die Art und Weise der Prozessführung einer Partei oder eines Anwalts (z.B. wegen unnötiger, zu langer oder repetitiver Eingaben) geärgert hat. Es liegen keinerlei Anhaltspunkte dafür vor, dass dies vorliegend nicht der Fall gewesen wäre. Insbesondere ergibt sich dies nicht aus der Formulierung der Verfügung vom 14. August 2024, wonach "ihm nicht genehme Fragen oder Fragen, die auf falschen Annahmen basieren, keinen Ausstandsgrund zu begründen vermögen". Auch die übrigen vom Beschwerdeführer genannten Umstände (Seitenzahl, rasche Beantwortung des Gesuchs, Verzicht auf Vernehmlassung im verwaltungsgerichtlichen Verfahren) lassen nicht auf Befangenheit schliessen: Über Ausstandsgesuche ist grundsätzlich speditiv zu entscheiden, um das Hauptverfahren möglichst wenig zu verzögern.