Citation: 1C_400/2022 E. 7.2

7.2. Weiter monieren die Beschwerdeführenden das Unterlassen einer erneuten Publikation des Bauvorhabens. Die Projektänderung hätte aufgrund der Steildachverlängerung publiziert werden müssen, stattdessen sei nur eine Bewilligung im Anzeigeverfahren durchgeführt worden, wodurch § 314 Abs. 1 PBG/ZH in willkürlicher Weise angewendet worden sei. Denn gemäss § 325 Abs. 1 PBG/ZH i.V.m. § 13 Abs. 1 der Bauverfahrensverordnung (des Kantons Zürich) vom 3. Dezember 1997 (BVV; LS 700.6) könnten ausschliesslich Änderungen bereits bewilligter Projekte im Anzeigeverfahren bewilligt werden, bei denen keine Interessen von Nachbarn und Nachbarinnen berührt werden können. Gerade die Verlängerung des Steildachs von bisher rund 16 m um knapp 3 m betreffe jedoch die nachbarlichen Interessen, sodass die Projektänderung im ordentlichen Verfahren hätte beurteilt werden müssen. Die Vorinstanz führte dazu aus, dass die Verlängerung des Schrägdachs vorliegend eine untergeordnete Rolle spiele. Der Gebäudekubus trete durch die Verlängerung des Steildaches nicht deutlich voluminöser in Erscheinung. Inwiefern diese Sachverhaltsfeststellung durch die Vorinstanz falsch sein sollte, vermögen die Beschwerdeführenden nicht aufzuzeigen, sondern stellen bloss ihre gegenteilige Behauptung entgegen. Wenn die Vorinstanz nun gestützt auf ihre willkürfreie Einschätzung des Erscheinungsbilds des Gebäudes daraus den Schluss zieht, es liege eine untergeordnete Projektänderung i.S.v. § 325 Abs. 1 PBG/ZH vor, ist dies nicht offensichtlich falsch und die Durchführung des Anzeigeverfahrens bei der fraglichen Projektänderung ist nicht zu beanstanden.