Citation: 1P.385/2001 29.06.2001 E. 1

1.- a) Der Beschwerdeführer ist als Inhaftierter legitimiert, gegen die Haftanordnung staatsrechtliche Beschwerde zu erheben (Art. 88 OG) und, in Abweichung vom Grundsatz der kassatorischen Natur der staatsrechtlichen Beschwerde, über die Aufhebung des angefochtenen Entscheids hinaus die Anordnung seiner Entlassung zu beantragen (BGE 124 I 327 E. 4a und b S. 332 f.; 115 Ia 293 E. 1a). Da auch die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. b) Nach Art. 95 Abs. 1 OG ordnet der Instruktionsrichter die zur Aufklärung des Sachverhalts erforderlichen Beweisaufnahmen an. Um über die streitige Sache befinden zu können, muss das Bundesgericht über alle entscheidrelevanten Unterlagen verfügen. Vorliegend hat das Obergericht nicht sämtliche Akten des Strafverfahrens eingereicht, sondern im Wesentlichen diejenigen Unterlagen, die es seinem Entscheid zu Grunde gelegt hat. Der Beschwerdeführer bestreitet die Sachverhaltsdarstellung des Obergerichts nicht, sondern beanstandet allein die daraus gezogenen rechtlichen Schlussfolgerungen. Er beruft sich auch nicht auf Umstände, die umstritten und aktenmässig nicht belegt wären. Es erweist sich daher nicht als erforderlich, sämtliche Akten beizuziehen, die das Haftprüfungsverfahren nicht direkt betreffen. Dem Antrag des Beschwerdeführers auf Beizug aller Vorakten ist daher nicht zu entsprechen.