Citation: U 501/00 29.06.2001 E. 3

3.- Weder für sich allein betrachtet noch im Vergleich mit den verfügbaren medizinischen Unterlagen (Erw. 2a) verdient das Gutachten des Dr. S.________ erhöhte Glaubwürdigkeit: Während Dr. B.________ seine Betrachtungsergebnisse (Endzustand noch nicht erreicht, weder vorbestehende Körperschädigung noch psychische Fehlentwicklung feststellbar, vgl. Erw. 2a) ausführlich begründete und auch dem Austrittsbericht der Klinik Z.________ keine Anhaltspunkte für eine psychische Überlagerung zu entnehmen sind, setzt sich Dr. S.________ mit diesen abweichenden medizinischen Beurteilungen nicht auseinander. Zudem begründet er mit keinem Wort, weshalb er am 28. Dezember 1998 feststellen konnte, dass der Status quo sine schon im März 1997 erreicht worden sein sollte. Diese Schlussfolgerung ist nicht nachvollziehbar. In Anbetracht der teils unschlüssigen und widersprüchlichen medizinischen Beurteilungen ist die Kausalität, entgegen der von der Vorinstanz vertretenen Auffassung, nicht zuverlässig zu beurteilen, namentlich nicht in Bezug auf die entscheidende Frage nach dem Erreichen des Status quo sine in grundsätzlicher und zeitlicher Hinsicht (vgl. BGE 125 V 353 Erw. 3a mit Hinweis). Zur Klärung der offenen Fragen nach dem Vorzustand und dem Erreichen des Status quo ist daher eine umfassende polydisziplinäre Begutachtung unter vollständiger Berücksichtigung der medizinischen Unterlagen notwendig.