Citation: 1P.373/2003 07.10.2003 E. 1

1.1 Zur staatsrechtlichen Beschwerde befugt ist nach Art. 88 OG, wer durch den angefochtenen Entscheid persönlich in seinen rechtlich geschützten Interessen beeinträchtigt ist und ein aktuelles und praktisches Interesse an der Beschwerde hat. Nach der Praxis des Bundesgerichts sind die Eigentümer benachbarter Grundstücke befugt, die Erteilung einer Baubewilligung anzufechten, wenn sie die Verletzung von Bauvorschriften geltend machen, die ausser den Interessen der Allgemeinheit auch oder in erster Linie dem Schutz der Nachbarn dienen. Zusätzlich müssen sie dartun, dass sie sich im Schutzbereich der Vorschriften befinden und durch die behaupteten widerrechtlichen Auswirkungen der Baute betroffen werden (ZBl 100/1999 S. 136 E. 1b; BGE 118 Ia 232 mit Hinweisen). 1.2 Die Beschwerdeführer sind Eigentümer von südwestlich ans Bauareal angrenzenden, von diesem nur durch die E.________-Strasse getrennten Liegenschaften. Sie machen im Wesentlichen geltend, das geplante Bauvorhaben sei nicht bewilligungsfähig, weil es nicht "besonders gut gestaltet" sei und damit die Anforderungen, die § 71 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) an eine Arealüberbauung stelle, nicht erfülle. Sie bräuchten sich daher nicht gefallen zu lassen, dass ihr Nachbargrundstück vom "Arealüberbauungsbonus" profitiere und in einer für sie nachteiligen Weise mit Häusern überbaut würde, deren Gebäudehöhe und -länge das für die Regelbauweise zulässige Mass überschreite. 1.3 Vorschriften über die äusseren Abmessungen von Gebäuden dienen nach der Rechtsprechung auch dem Schutz des Nachbarn. Die Beschwerdeführer sind daher zur Rüge befugt, sie würden in willkürlicher Weise zu ihrem Nachteil ausgelegt, sofern sie dartun, dass sie von den widerrechtlichen Auswirkungen der Bauten betroffen sind. 1.3.1 Nach der Regelbauweise sind in der Zone W2/40%, in welcher sich das Baugrundstück befindet, Bauten mit einer Gebäudehöhe von 7,50 m, einer Firsthöhe von 5,50 m und einer Gebäudelänge von 30 m bzw. einer Gesamtlänge bei geschlossener Überbauung von 40 m zulässig (Art. 3 der Bau- und Zonenordnung der Stadt Wädenswil vom 19. Januar 1998, BZO). Im Rahmen einer Arealüberbauung ist nach Art. 25 BZO in dieser Zone eine Gebäudehöhe von 10,50 m zulässig, und die Gebäudelänge und die Gesamtlänge sind unbeschränkt. Damit sind nach der Regelbauweise Häuser zulässig, die das gewachsene Terrain um 13 m (Gebäudehöhe + Firsthöhe) überragen. Aus den Bauplänen ergibt sich, dass die Häuser A1 - A5 und D, welche auf der den Liegenschaften der Beschwerdeführer gegenüberliegenden Seite der E.________-Strasse gebaut werden sollen und damit deren Aussicht in Richtung See beeinträchtigen werden, diese Höhenkote nicht überschreiten. Es ist nicht ersichtlich, und die Beschwerdeführer legen dies auch nicht in einer den gesetzlichen Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG genügenden Weise (BGE 127 I 38 E. 3c; 125 I 492 E. 1b; 122 I 70 E. 1c) dar, inwiefern sie durch die Überschreitung der nach Regelbauweise zulässigen Gebäudehöhe um 1,25 m durch die Häuser A1 - A5 stärker beeinträchtigt werden als durch eine Überbauung nach Regelbauweise; entscheidend für die Beeinträchtigung ihrer Aussicht ist die Gesamthöhe der Bauten, nicht die Gebäudehöhe. 1.3.2 Ebenfalls nicht ersichtlich ist, inwiefern die Beschwerdeführer durch die 30 m übersteigende und damit nach der Regelbauweise nicht zulässige Länge des Hauses D betroffen sein sollen, steht dieses Gebäude doch mit der Schmalseite zur E.________-Strasse, die Längsfront ist damit nicht gegen die Liegenschaften der Beschwerdeführer ausgerichtet. Sie legen in keiner Weise dar, dass und weshalb sie durch die bewilligte längere Längsfront des Hauses D stärker beeinträchtigt sein könnten als sie dies wären, wenn die Gebäudelänge nur 30 m betrüge. Es ist im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde nicht Sache des Bundesgerichts, nach solchen Gründen zu suchen, die von den Beschwerdeführern nicht vorgebracht werden (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Damit ist die Legitimation der Beschwerdeführer zur Beschwerdeführung in der Sache nicht erstellt, weshalb auf die Beschwerde insoweit nicht einzutreten ist. 1.4 In formeller Hinsicht werfen die Beschwerdeführer dem Verwaltungsgericht vor, mit seiner Weigerung, einen Augenschein durchzuführen, ihren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt zu haben. Zu dieser Rüge sind sie als Parteien des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens unabhängig vom Anspruch in der Sache befugt. Da die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen zu keinen Bemerkungen Anlass geben, ist auf die Beschwerde insoweit einzutreten.