Citation: 7B_879/2024 E. 2.4

2.4. Was der Beschwerdeführer gegen die fachlichen Qualifikationen von Dr. med. Franke vorbringt, vermag nicht zu überzeugen. Wie dem angefochtenen Urteil entnommen werden kann, ist sie Chefärztin und stellvertretende ärztliche Direktorin der Klinik Beverin. Sie verfügt zudem über mehrjährige klinische Erfahrung im Bereich der forensischen Psychiatrie, doziert seit mehreren Jahren an verschiedenen Universitäten und verfügt insbesondere auch über ein Zertifikat als medizinische Gutachterin (vgl. act. 225). Damit sind ihre besonderen fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten hinlänglich ausgewiesen, um zur Thematik des von ihr zu erstattenden Gutachtens - der zwangsweisen Fixierung und Medikation des Beschwerdeführers - Stellung zu nehmen. Daran ändert nichts, dass sie gemäss Vorbringen in der Beschwerde über keine spezifische Ausbildung im Bereich Trauma verfügt. Bei der Beurteilung des Anklagevorwurfs der Freiheitsberaubung geht es darum zu klären, ob die 13-tägige vollständige Zwangsfixierung des Beschwerdeführers und die damit einhergehende Medikation (aus medizinischer Perspektive) verhältnismässig und zulässig gewesen sind. Es ist nicht ersichtlich, weshalb die psychiatrische Fachperson hierfür eine zusätzliche "Ausbildung in Traumafolgen" benötigen sollte. Ausserdem weist die Vorinstanz zu Recht darauf hin, dass die Beantwortung der sich stellenden Rechtsfragen, namentlich die Frage, ob ein Verstoss gegen die EMRK vorliegt, nicht durch die Sachverständige, sondern vom Gericht zu klären ist (vgl. BGE 141 IV 369 E. 6.1; 136 II 539 E. 3.2; Urteil 6B_1037/2023 vom 5. Juni 2024 E. 3.3, nicht publ. in: BGE 150 IV 384).