Citation: 2C_885/2022 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz begründet die Nichtabnahme der angebotenen Beweise (Befragung, Augenschein) im angefochtenen Entscheid damit, dass nicht ersichtlich sei, inwiefern diese für die Beurteilung des Falles entscheidende Erkenntnisse liefern könnten. Mit dieser Annahme handelte die Vorinstanz nicht willkürlich, da ihr bereits mehrere Anhaltspunkte vorlagen, die dafür sprechen, dass der Hauptwohnsitz der Beschwerdeführerin in Q.________ /TG liegt. Zu nennen sind insbesondere deren vollzeitige Erwerbstätigkeit im Kanton Thurgau und das 9.5-Zimmer-Einfamilienhaus in S.________ /TG, das sie unter der Woche gemeinsam mit ihrem Ehemann bewohnt. Aufgrund dieser gewichtigen Indizien durfte die Vorinstanz ohne Willkür davon ausgehen, dass weitere Beweisvorkehren betreffend Freizeitgestaltung und Beziehungen der Beschwerdeführerin im Kanton Bern nicht geeignet wären, ihre Überzeugung zu ändern. Die antizipierte Beweiswürdigung war somit zulässig und die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs ist unbegründet.