Citation: 1B_178/2014 E. 2.2

2.2. Das Kantonsgericht erwog, der dringende Tatverdacht sei insoweit unbestritten, als der Beschwerdeführer seine Beteiligung an den Provisionsbetrugshandlungen der C.________ GmbH zugebe. Sodann kam das Kantonsgericht zum Ergebnis, nach dem aktuellen Stand der Untersuchung bestehe nach wie vor eine akute Kollusionsgefahr. Zur Begründung führte das Kantonsgericht insbesondere an, der Beschwerdeführer habe bislang ein Teilgeständnis abgelegt. Dieses hindere ihn nicht daran, dass er in Freiheit versuchen könnte, seine Sachdarstellung mit mutmasslich an den Betrugshandlungen Beteiligten und ihn belastenden Personen, wie D.________, zu einer für ihn günstigen Aussage zu bewegen. Mit Ausnahme von E.________ befänden sich die Belastungspersonen in Freiheit. Auf die Kollisionsgefahr weise hin, dass der Beschwerdeführer angeblich zum Nachteil der damaligen als Strohmänner vorgeschobenen Gesellschafter und Geschäftsführer der H.________ GmbH und C.________ GmbH, G.________ und F.________, Drohungen ausgesprochen habe. Unter dem Namen der vom Beschwerdeführer aufgebauten und finanzierten C.________ GmbH seien über 900 Versicherungsanträge für Lebensversicherungen bei Versicherungsgesellschaften eingereicht worden. Diese Gesellschaften hätten betrügerisch erwirkte Provisionen von über Fr. 500'000.-- auf Konten der C.________ GmbH ausbezahlt. Wohin das Geld geflossen sei, sei nicht restlos geklärt, da Barzahlungstransaktionen vorgenommen worden seien. Insoweit müsse die Ermittlung auf die Aussagen der Beteiligten abstellen. Aufgrund der Komplexität des Falles sei die Luzerner Polizei nach wie vor mit den Auswertungen beschäftigt. Die Geldflussrechnung stehe insbesondere betreffend die Provisionsbetrüge im Zusammenhang mit der C.________ GmbH in Bearbeitung. In diesem Zusammenhang seien rund 20 Bankkonten von Bedeutung, über die seit dem 1. September 2011 tausende von Transaktionen gelaufen seien. Zudem bestünden konkrete Hinweise, dass der Beschwerdeführer den Verlauf des Zahlungsverkehrs gezielt verschleiert habe. Gemäss seinen Aussagen habe er zwar für sich keinen eigenen Profit erzielt, vielmehr sei ein an E.________ und F.________ vorgeschossener Gesamtbetrag von Fr. 120'000.-- für die Begleichung von Lebensversicherungsprämien und Provisionen ausstehend. Auch soll er an D.________ Vorschüsse gleistet haben. Gemäss diverser Belastungen habe der Beschwerdeführer jedoch die Provisionsgelder von über Fr. 500'000.-- selber verwaltet. Die Gelder seien jeweils von F.________ ab den beiden Konten der C.________ GmbH bei der Raiffeisenbank Rothenburg und der Luzerner Kantonalbank abgehoben und danach dem Beschwerdeführer ausgehändigt worden. Entsprechend seien weitere Abklärungen betreffen der Frage nötig, wo sich allenfalls noch vorhandene Gelder befänden, weshalb diesbezüglich ebenfalls Kollusionsgefahr bestehe. Im Verlaufe des sehr umfangreichen Untersuchungsverfahrens (36 Bundesordner) betreffend u.a. gewerbsmässige Betrugshandlungen habe der Beschwerdeführer zwar im Zusammenhang mit den über die C.________ GmbH gelaufen Provisionsbetrugshandlungen weitgehend ein Geständnis abgelegt. Die Rolle des Beschwerdeführers und der Mitbeschuldigten innerhalb des Finanzgefüges, die einzelnen Tatbeiträge und die Hierarchie innerhalb der Finanzgruppe müssten jedoch noch ermittelt werden. Eine wichtige Rolle komme F.________ zu, der die Provisionsbetrüge koordiniert und davon neben dem Beschwerdeführer und E.________ am meisten profitiert haben soll. Die diesbezüglichen Untersuchungen seien noch nicht abgeschlossen. Entsprechend bestehe nach wie vor die konkrete Gefahr, dass der Beschwerdeführer seine Freiheit zu Absprachen oder einer Beeinflussung zu seinen Gunsten missbrauche. Zudem lägen die Ergebnisse der Aufarbeitung der bei den Versicherungsgesellschaften edierten Unterlangen und der sichergestellten Geschäftsunterlagen noch nicht bei den Akten. Vor diesem Hintergrund sei der Anreiz zu Kollusionshandlungen hoch. Insgesamt sei die Führung der Untersuchung schwierig und aufwendig. Weiter sei zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer im bisherigen Untersuchungsverfahren wenig kooperativ gewesen sei und mit seinem Aussageverhalten kein Indiz gegen Kollusionsgefahr geschaffen habe. Er habe sich erst unter erdrückender Beweislage als geständig gezeigt und schiebe die Schuld bezüglich der ihm vorgeworfenen Provisionsbetrugshandlungen hauptsächlich auf F.________ ab. Demnach könne auf die Aussagen des Beschwerdeführers nicht abgestellt werden und der Sachverhalt müsse auf der Basis der sichergestellten Akten, Daten und edierten Bankunterlagen erstellt werden.