Citation: 5A_671/2014 E. 6

Der Beschwerdeführer wendet sich auch gegen die berücksichtigte Höhe der Steuern in seinem Bedarf. Da die vorinstanzlich festgesetzten Unterhaltsbeiträge Bestand haben, geht es einzig noch um seinen diesbezüglichen Eventualantrag. Der Beschwerdeführer bezeichnet die vorinstanzliche Steuerschätzung als zufällige und willkürliche Annahme, wobei er zur Begründung auf eine erstmals vor Bundesgericht eingereichte provisorische Steuerberechnung verweist (S. 29 Rz. 91 der Beschwerde). Gemäss Art. 99 Abs. 1 BGG dürfen neue Tatsachen und Beweismittel nur soweit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt. Der Beschwerdeführer unterlässt es, die Zulässigkeit seiner neuen Vorbringen zu begründen (BGE 133 III 393 E. 3 S. 395). Es ist aber auch nicht ersichtlich, inwiefern erst das angefochtene Urteil Anlass gegeben hat, derartige Berechnungen zur erwarteten Steuerbelastung einzureichen. Zwar hatte dieerste Instanz den Unterhalt angesichts der damals noch bestehenden extrem günstigen Einkommensverhältnisse nach der Methode der konkreten Bedarfsrechnung des unterhaltsberechtigten Ehegatten (Haushaltsbudget) bemessen und konnte den Bedarf des Beschwerdeführers somit ausklammern. Anfang 2012 - und damit wenige Monate nach Beginn des fast dreijährigen Berufungsverfahrens - war indes absehbar, d ass der Beschwerdeführer sein ursprüngliches Einkommen nicht mehr würde erreichen können, womit auch der Bedarf des Beschwerdeführers zum Gegenstand des Berufungsverfahrens wurde. Der Beschwerdeführer hat in der Folge selbst vorübergehend einen Nettolohn aus Erwerb von rund Fr. 15'000.-- als erzielbar erachtet. Sodann hat die Beschwerdegegnerin auf seinem Vermögen einen Ertrag von 4 % postuliert, wobei der Beschwerdeführer anfänglich seinerseits verlangt hatte, die Beschwerdegegnerin habe ihr Vermögen zu einem Zinssatz von 2.5 % anzulegen. Die Vermögenslage des Beschwerdeführers konnte schliesslich weitgehend geklärt werden; er selbst hat im Oktober 2013 ein (liquides) Vermögen von rund 4.1 Mio. Franken eingeräumt (S. 24 Rz. 18 des angefochtenen Entscheids). Der Beschwerdeführer war mithin schon vor dem angefochtenen Entscheid im eigenen Interesse gehalten, eigene Berechnungen zur anfallenden Steuerlast anzustellen, für den Fall, dass er mit seinem zuletzt geltend gemachten Standpunkt, sein Einkommen aus Erwerb und Vermögensertrag betrage lediglich rund Fr. 8'500.-- pro Monat, nicht durchdringen sollte. Vor allem aber bestand Anlass, den eigenen Steuerbedarf unter Berücksichtigung des steuerbaren Vermögens zu beziffern und eine entsprechende Berechnung einzureichen. Neue Tatsachen sind gemäss Art. 99 BGG grundsätzlich unzulässig, und das eingeschränkte Novenrecht dient von vornherein nicht dazu, Versäumtes nachzuholen (BGE 136 III 123 E. 4.4.3 S. 128 f.).