Citation: 9C_561/2021 E. 4.2.2

4.2.2. Die Beschwerdeführerin hält das MGSG-Gutachten für beweiskräftig. Angst und Depression gemischt sei kein lediglich vorübergehender Gesundheitsschaden, und es gebe keinen Grund von der Arbeitsfähigkeitsschätzung der MGSG-Experten abzuweichen. Damit legt sie nicht dar, dass die hier interessierende vorinstanzliche Beweiswürdigung offensichtlich unrichtig sein soll (vgl. vorangehende E. 1.2). Solches ist auch nicht ersichtlich, zumal der RAD zutreffend darauf verwies, dass die Diagnose F41.2 nach ICD-10 nur gestellt werden darf, wenn weder Angst noch Depression für sich genommen eine eigenständige Diagnose rechtfertigt. Mit anderen Worten ist die Diagnose "Angst und depressive Störung gemischt" nicht mit einer intensiv ausgeprägten Symptomatik verbunden (vgl. dazu BGE 141 V 281 E. 4.3.1.1). Folglich bleibt die vorinstanzliche Würdigung des MGSG-Gutachtens für das Bundesgericht verbindlich. Dementsprechend stellt das später eingeholte Gutachten der medexperts keine unzulässige "second opinion" dar, auch wenn darin u.a. die Diagnose "Angst und depressive Störung gemischt" bestätigt wurde.