Citation: 2C_574/2021 E. 5.2

5.2. Unabhängig davon, ob die Steuerverwaltung in den Vorperioden zur vorliegend zu beurteilenden Steuerperiode 2015 die Frage der Abziehbarkeit der Zahlungen aus einem Zinsswap bereits vertieft prüfte, gab sie der Beschwerdeführerin gegenüber jedenfalls keine dahingehende Zusicherung ab. Die Beschwerdeführerin macht auch nicht etwa geltend, sie habe gestützt auf eine solche Zusicherung Dispositionen getroffen. Wie die Vorinstanz unbestritten feststellte, besteht auch keine Praxis der bernischen Steuerbehörden mit Bezug auf die Kosten aus einem Zinsswap, die der Verweigerung des Schuldzinsenabzugs bei der Beschwerdeführerin entgegensteht. Es gibt daher keinen Grund dafür, weshalb die Steuerverwaltung in der Steuerperiode 2015 - abweichend von ihrer bisherigen steuerlichen Behandlung der Kosten des Zinsswaps in den Vorperioden - nicht ihrer inzwischen besseren Erkenntnis mit Bezug auf die steuerrechtliche Qualifikation solcher Zahlungen hätte folgen sollen (vgl. BGE 140 I 114 E. 2.4.3; vgl. auch Urteil 2C_620/2020 vom 19. Januar 2021 E. 8.2.3). Eine Verletzung des Grundsatzes von Treu und Glauben liegt nicht vor.