Citation: 7B_9/2021 E. 5.2

5.2. Zum einen seien ihm die relevanten Akten trotz expliziten Ersuchens und Verfahrensabschlusses mittels Strafbefehls zunächst nicht vollständig zugestellt worden. Dem hält die Vorinstanz zu Recht entgegen, dass der Beschwerdeführer - unstreitig - die Gelegenheit hatte, sich letztendlich auf der Basis einer vollständigen Aktenlage vor zwei Instanzen zu äussern, die sowohl in sachverhaltlicher als auch in rechtlicher Hinsicht über eine freie Überprüfungsbefugnis verfügten. Selbst wenn eine Verletzung des Akteneinsichtsrechts des Beschwerdeführers vorgelegen hätte, wäre diese nicht als schwerwiegend zu qualifizieren und deshalb als geheilt zu betrachten. Was sodann die monierte Übermittlung der Strafakten an das Migrationsamt des Kantons Zürich anbelangt, erging diese gemäss - letztinstanzlich nicht beanstandeter - Darstellung der Vorinstanz im Zusammenhang mit der auf ein Rücklieferungsgesuch hin ergangenen Entlassung des Beschwerdeführers aus der Haft und Zuführung ans Migrationsamt. Sie erfolgte damit nicht ohne Rechtsgrundlage; ein Verstoss gegen die Unschuldsvermutung ist nicht erkennbar. Soweit der Beschwerdeführer sich mit Blick auf das Einvernahmeprotokoll des Mitbeschuldigten B.________ vom 12. Februar 2019 sodann auf eine Verletzung der in Art. 100 StPO verankerten Aktenführungspflicht der Strafverfolgungsbehörden beruft, räumt er selber ein, das betreffende Aktenstück schliesslich vom Assistenzstaatsanwalt erhalten zu haben. Dadurch wurde ihm auch diesbezüglich das rechtliche Gehör gewährt und war es ihm möglich, sich gehörig zu verteidigen. Ein Verstoss gegen den Grundsatz von Treu und Glauben nach Art. 3 Abs. 2 lit. a StPO und der fairen Verfahrensführung im Sinne von Art. 3 Abs. 2 lit. c StPO ist mit der Vorinstanz nicht ersichtlich.