Citation: 6B_1049/2013 E. 3.4

3.4. Der Beschwerdeführer forderte von der Beschwerdegegnerin 2 als Gegenleistung für den Rückzug seines Baurekurses die umfassende Sanierung seiner Mehrfamilienliegenschaft zum (nicht dem Gegenwert entsprechenden) Preis von Fr. 20'000.-- sowie eine Sicherheitsleistung von Fr. 350'000.--. Andernfalls wollte er den Rekurs gegen ihr Projekt bis vor Bundesgericht weiterziehen und so für eine Bauverzögerung von bis zu fünf Jahren sorgen. Mit dieser Absichtserklärung ist die Androhung eines ernstlichen Nachteils zu bejahen. Da sein Rekurs aussichtslos war, ergab sich der wirtschaftliche Wert seines Verzichts ausschliesslich aus dem möglichen Schaden wegen der Verlängerung des Baubewilligungsverfahrens und nicht aus seinen schutzwürdigen Interessen. Die Forderung einer Entschädigung für seinen Rechtsmittelverzicht bzw. die entsprechende Vereinbarung mit der Beschwerdegegnerin 2 waren deshalb sittenwidrig i.S.v. Art. 20 OR. Der Beschwerdeführer handelte in der Absicht, sich unrechtmässig zu bereichern. Indem die Beschwerdegegnerin 2 die verlangte Sicherheitsleistung zahlte, schädigte sie sich am eigenen Vermögen. Sämtliche objektiven Tatbestandselemente sind damit erfüllt. Dass der Beschwerdeführer vorsätzlich vorging, steht nicht in Zweifel. Ergänzend ist auf die vorinstanzlichen Ausführungen zu verweisen (Urteil, S. 27 ff.; vgl. zum Ganzen: Urteil 6S.8/2006 vom 12. Juni 2006 E. 5 ff.).