Citation: 8C_705/2022 E. 7.3

7.3. Die vorinstanzliche Schlussfolgerung einer zumutbaren Selbsteingliederung des Beschwerdeführers im Sinne der in E. 7.2.1 hievor zitierten Rechtsprechung rechtfertigte sich nur bei Vorliegen hinreichender konkreter Anhaltspunkte dafür, dass er sich ohne Hilfestellung wieder in das Erwerbsleben integrieren könnte. Die diesbezüglichen Feststellungen der Vorinstanz stehen in Widerspruch zu ihren übrigen Erwägungen. So hält sie im Zusammenhang mit der Beurteilung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit fest, dass der Beschwerdeführer die angestammte Berufstätigkeit als Maurer im Baugewerbe angesichts des medizinischen Belastungs- und Anforderungsprofils nicht mehr auszuüben vermag (vgl. E. 4.1 hievor). Dennoch geht sie bei der Würdigung der zumutbaren Selbsteingliederung davon aus, die aktuell ausgeübte Tätigkeit bei der J.________ GmbH stelle eine angepasste Beschäftigung dar. Dies trifft jedoch nicht zu, wie sich auch aus den vorinstanzlichen Erwägungen im Kontext mit der Bestimmung der Vergleichseinkommen ergibt, wonach gerade nicht auf das real erzielte Einkommen abzustellen ist (vgl. E. 6.1 hievor). Gemäss Arbeitsvertrag der J.________ GmbH vom 2. Februar 2020 werden dem Beschwerdeführer leichte Hilfsarbeiten im Rahmen seiner körperlichen Möglichkeiten zugewiesen, wobei deswegen das Tätigkeitsfeld nicht eng umschrieben werde. Zudem werde das Arbeitspensum aufgrund der bestehenden Invalidität nicht festgelegt und je nach möglichem Arbeitseinsatz mit dem Mitarbeiter individuell vereinbart. Sodann bringt der Beschwerdeführer, soweit ersichtlich, zu Recht vor, dass er während seines gesamten Berufslebens im Baugewerbe erwerbstätig gewesen war, seit dem Jahre 1988 stets als Maurer bei der B.________ AG (vgl. Auszug aus dem Individuellen Konto). Selbst nach dem Unfall vom 29. Mai 2012 blieb er dem angestammten Betrieb treu, der ihm gemäss Auskünften des Geschäftsführers stets angepasste Aufgaben anvertraute. Dasselbe trifft, wie gesagt, auch auf die gegenwärtige Arbeitgeberin, die J.________ GmbH, zu. Angesichts der genannten Umstände ist fraglich, ob sich der Beschwerdeführer ausserhalb des Baugewerbes ohne Hilfestellungen wieder in das Erwerbsleben integrieren kann. Dazu enthält das vorinstanzliche Urteil zwar den Hinweis auf das Urteil 8C_680/2018 vom 11. Januar 2018 E. 5.3, nicht aber auf den vorliegenden Fall bezogene tatsächliche Feststellungen und deren rechtliche Beurteilung gemäss BGE 145 V 209 E. 5.1 (vgl. oben E. 7.2.1). Die strittige Rentenaufhebung ab 1. Dezember 2019 hält aus diesem Grund vor Bundesrecht nicht stand. Die Beschwerde ist teilweise gutzuheissen, und die Sache ist in diesem Punkt an das kantonale Gericht zu neuer Entscheidung zurückzuweisen.