Citation: 6B_1251/2015 E. 2.2

2.2. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers sind die Voraussetzungen für eine Massnahme im Übrigen nicht erfüllt (vgl. dazu Urteil 6B_519/2015 vom 25. Januar 2016 E. 1.2.2). Angesichts der attestierten, mehrjährigen Kokainabstinenz (oben E. 1.4.2) besteht ein Behandlungsbedürfnis (Art. 56 Abs. 1 lit. b StGB) derzeit offensichtlich nicht. Daran ändert nichts, dass der behandelnde Psychiater des IPW eine Fortsetzung der momentanen Therapie befürwortet. Entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers handelt es sich dabei explizit um eine Psychotherapie, nicht um eine suchtbedingte Massnahme. Zur Massnahmebedürftigkeit äussert sich der Therapeut nicht. Dass der Beschwerdeführer aktuell wegen Kokainabhängigkeit behandelt würde, wie er behauptet, lässt sich den Akten nicht entnehmen. Nach den für das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz besteht auch kein hinreichender Zusammenhang zwischen der Drogenhandelsdelinquenz des Beschwerdeführers und der behaupteten Abhängigkeit (Art. 56 Abs. 1 lit. a StGB). Demnach war er kein Beschaffungskrimineller, der zur Finanzierung und Befriedigung seiner eigenen Betäubungsmittelabhängigkeit auf den Betäubungsmittelhandel angewiesen war. Künftiger Drogenhandel liesse sich durch eine Therapie somit kaum wirksam verhindern.