Citation: 4D_56/2015 E. 6.3.1

6.3.1. Die Vorinstanz prüfte zu Recht, ob die Beschwerdeführerin um das Auftreten ihrer Mutter gegenüber C.________ wusste, denn es genügt nicht, dass der Dritte gutgläubig von einem Vertretungsverhältnis ausgehen durfte. Indem sie annahm, die Beschwerdeführerin habe um das Auftreten ihrer Mutter gewusst, ging sie von einer sogenannten externen Duldungsvollmacht (BGE 120 II 197 E. 2b/bb S. 201 mit Hinweisen) aus. Die Vorinstanz stützte ihren Schluss, die Beschwerdeführerin sei im Rahmen des ganzen Vertragsverhältnisses im Wesentlichen von ihrer Mutter informiert worden, auf die Zeugenaussage der letzteren und die allgemeine Lebenserfahrung. D.________ hatte angegeben, sie habe zwar nicht jedes Detail, aber doch alles Wichtige mit der Beschwerdeführerin besprochen. Unhaltbare Schlüsse im Sinn des Willkürverbots hat die Vorinstanz daher offensichtlich nicht gezogen, unabhängig davon, ob die Beschwerdeführerin Kopien des E-mail-Verkehrs erhielt oder nicht.