Citation: 8C_907/2009 12.02.2010 E. 3

3.1 Es bestehen unterschiedliche ärztliche Einschätzungen bezüglich der bestehenden Leiden und der noch zumutbaren Tätigkeiten. Während Dr. med. B.________ auf ein schweres CRPS schloss (zuletzt ein CRPS II), verneinten der Kreisarzt, Dr. med. L.________ und Prof. Dr. med. S.________ aktuelle Anhaltspunkte für das Vorliegen eines CRPS. Dr. med. T.________ ging anamnestisch von einem CPRS I aus, diagnostizierte aber ein chronisches Schmerzsyndrom, welches sich auf den ganzen Körper ausgeweitet habe. Auch bezüglich der noch zumutbaren Tätigkeiten gehen die Beurteilungen auseinander. Dr. med. B.________ erachtete gestützt auf die Berichte der Eingliederungsstätte A.________ eine Arbeitsfähigkeit von 45 % als zumutbar und den Versicherten auf dem 1. Arbeitsmarkt für nicht mehr vermittelbar. Der Kreisarzt und Dr. med. L.________ erklärten eine leidensangepasste leichte Tätigkeit als voll zumutbar. Dr. med. T.________ äusserte sich nicht zur Frage der Arbeitsfähigkeit. 3.2 Die Gutachten und Berichte des Dr. med. B.________ vermögen in Verbindung mit den Feststellungen der Eingliederungsstätte A.________ zumindest geringe Zweifel an der Einschätzung der zumutbaren Tätigkeiten durch den Kreisarzt und Dr. med. L.________ zu wecken. Dennoch können der Beurteilung der Leistungsansprüche nicht die Berichte und Gutachten des Dr. med. B.________ zugrunde gelegt werden, da sie ihrerseits nicht voll zu überzeugen vermögen. Einerseits kann Dr. med. B.________ die geklagten Beschwerden nicht im Sinne der Rechtsprechung objektivieren und stützt sich bei seiner Beurteilung vornehmlich auf die Schmerzangaben des Versicherten, welche verschiedene Ärzten als unvereinbar mit den vorhandenen Befunden erachteten (vgl. etwa Berichte der Klinik W.________ vom 30. August 2005 und des Prof. Dr. med. S.________ vom 17. Februar 2006). Andererseits enthält das Gutachten des Dr. med. B.________ vom 26. Juli 2007 verschiedentlich diffamierende Aussagen gegenüber anderen beteiligten Ärzten, so dass seine Objektivität in Frage steht. Schliesslich ergeben sich - wie Dr. med. L.________ aufzeigt - auch aus den Berichten und Gutachten des Dr. med. B.________ Widersprüche. 3.3 Bei dieser Sachlage ist die Angelegenheit unter Aufhebung des Einsprache- und des vorinstanzlichen Entscheids an die SUVA zurückzuweisen, damit sie nach Einholung eines (eventuell polydisziplinären) Gutachtens bei einer unabhängigen Stelle über die Ansprüche des Versicherten erneut entscheide.