Citation: 1C_281/2016 E. 4.1

4.1. Das Kantonsgericht hat dazu im angefochtenen Entscheid erwogen (E. 2.2 ff. S. 11 ff.), der Quartierplan sei am 11. Februar 2014 von der Standeskommission bewilligt worden. Das Reglement und die im Quartierplan gemachten Feststellungen seien verbindlich, die Planhinweise und der Planungsbericht hätten erläuternden Charakter und das Überbauungskonzept sei richtungsweisend (Art. 1 Abs. 3 Quartierplanreglement, QPR). Enthalte der Quartierplan keine abweichende Regelung, gelte die Regelbauweise. Die Hauptbauten müssten nach Art. 7 Abs. 1 QPR innerhalb der festgelegten Baubereiche A1-A5 und B1-B3 erstellt werden. Alle Bauten müssten nach Art. 9 Abs. 4 QPR Satteldächer mit einer Neigung zwischen 20 und 40 Grad und Dachvorsprüngen von mindestens 30 cm aufweisen. Der Quartierplan schreibe somit nicht vor, dass die Dachfirsten geneigt sein müssten, und dem ohnehin bloss richtungsweisenden Überbauungskonzept vom 18. Dezember 2012 könne nicht klar entnommen werden, dass die Dachfirste nicht horizontal verlaufen würden; diese seien vielmehr nach den auf den Seiten 16-18 sowie 20-26 gezeichneten Schnitten der Gebäude ausnahmslos horizontal dargestellt. Aus dem Planungsbericht zum Quartierplan Rohr ergäben sich keine Angaben zum Höhenverlauf der Dachfirste. Nach dem Quartierplan müssten die Bauten innerhalb der festgelegten trapezförmigen Baubereiche erstellt werden; es sei damit indessen nicht verbindlich vorgeschrieben, dass die Grundrisse und Baubereiche auch trapezförmig sein müssten. Überdies teilt das Kantonsgericht die Auffassung der Beschwerdeführerin nicht, dass bei einem trapezförmigen Grundriss ein Satteldach mit einem horizontalen First geometrisch unmöglich sei.