Citation: 1C_411/2019 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz hat sich im angefochtenen Urteil unter Bezugnahme auf die Baugesuchsunterlagen und die weiteren ihr vorliegenden Unterlagen und Angaben ausführlich zum bestehenden und geplanten Betrieb geäussert. Sie hat unter anderem festgestellt, zu diesem gehöre ein Online-Shop mit einem umfangreichen Angebot an Neu- und Gebrauchtwaren, das neben Uhren und Schmuck auch grössere Gegenstände (Pfannen, Krüge etc.) mit oder ohne Metallanteil umfasse und auf der Internet-Plattform D.________ in verschiedene Kategorien (Uhren & Schmuck, Antiquitäten & Kunst, Haushalt & Wohnen, Münzen, Sammeln und Seltenes) unterteilt sei ("Hauptbetrieb"). Im Weiteren beinhalte der Betrieb den An- und Verkauf von Edelmetall bzw. edelmetallhaltigen Gegenständen in Grossmengen (< 1'000 kg), wobei die Abholung durch einen Grosshändler mit Lieferwagen (3,5 t) erfolge, gemäss dem Betriebsbeschrieb vom 24. Februar 2016 ein bis zwei Mal pro Jahr ("Nebenbetrieb"). Die angekauften Artikel und Metallwaren würden auf den streitbetroffenen Grundstücken gelagert, die grösseren Gegenstände im Schopf, kleinere im Wohnhaus. Die Waren würden vor Ort aufbereitet (poliert, gereinigt, repariert), wofür verschiedene maschinelle Einrichtungen zum Einsatz kämen, darunter eine Polier- und Schleifmaschine. Für die Lagerung bzw. den Güterumschlag der Metallwaren kämen - wie aus den von den Beschwerdegegnern eingereichten Fotos ersichtlich sei - grosse, stapelbare Holzbehälter (Paloxen) und Paletten-Trolleys zum Einsatz. Mit Blick auf die Eigenschaften des Betriebs könne dieser nicht mehr als "stilles Gewerbe" bzw. als nicht störender Betrieb im Sinne von § 25 Abs. 1 ZRS/Waldenburg qualifiziert werden. Die damit verbundenen Tätigkeiten entsprächen von ihrem Störpotenzial her zumindest denjenigen eines kleineren Handwerksbetriebs mit wenig störenden maschinellen Einrichtungen im Sinne von § 26 Abs. 1 ZRS/Waldenburg. Die gegenwärtige wie auch die gemäss dem Bauvorhaben vor gesehene gewerbliche Nutzung wäre daher allenfalls in einer Wohn- und Geschäftszone bewilligungsfähig, nicht aber in der Wohnzone. Dass der Beschwerdeführer gemäss seinen Ausführungen im Aussenbereich der bestehenden Gebäude keine Waren mehr lagere und sämtliche Tätigkeiten künftig im Inneren der geplanten Baute verrichten wolle, sei nicht von entscheidender Bedeutung. Massgebend sei, dass ein Betrieb mit dem Umfang und von der Art des vorliegend strittigen typischerweise zu Belästigungen führe, die über das hinausgingen, was normalerweise mit dem Wohnen verbunden sei. Auch eine Schreinerei wäre zum Beispiel - wie das Bauinspektorat zutreffend ausgeführt habe - in der Wohnzone nicht zonenkonform, selbst wenn sämtliche Arbeiten und der Warenumschlag im Inneren eines Gebäudes durchgeführt würden und die Planungswerte eingehalten wären.