Citation: 6B_973/2022 E. 1.3.1

1.3.1. Die Vorinstanz erwägt dazu unter Hinweis auf die erstinstanzlichen Erwägungen, die C.________ AG führe im Auftrag der Krankenversicherer das Zahlstellenregister, um die Leistungsabrechnung zu vereinfachen. Sie prüfe die Einhaltung der Zulassungsbestimmungen für die Krankenpflegeversicherer sowie allfällige kantonale Berufsausübungsbewilligungen und Tarifvertragsbedingungen. In der Datenbank der C.________ AG seien die verschiedenen Leistungserbringer ersichtlich. Die C.________ AG vergebe den antragstellenden Leistungserbringern eine Zahlstellenregisternummer, um die administrativen Prozesse zu vereinfachen. Eine solche Zahlstellenregisternummer erhalte nur, wer eine Berufsausübungsbewilligung habe. Mutationen wie der Entzug der Berufsausübungsbewilligung seien meldepflichtig. Meistens erhalte die C.________ AG entsprechende Informationen von den kantonalen Gesundheitsdirektionen. Sei eine Zahlstellenregisternummer sistiert, so könnten Rechnungen nicht mehr vergütet und Rezepte nicht mehr eingelöst werden. Der Leistungserbringer sei verpflichtet, sämtliche Änderungen mittels Mutationsformular umgehend zu melden, damit eine Nachprüfung der Zulassungsbedingungen erfolgen könne. Gemäss Vorinstanz informierte das Kantonsarztamt die C.________ AG am 27. Dezember 2017 über den Entzug der Berufsausübungsbewilligung des Beschwerdeführers. Die C.________ AG habe darauf am 28. Dezember 2017 die Zahlstellenregisternummer des Beschwerdeführers rückwirkend per 25. Oktober 2017 sistiert und ihn gleichentags per A-Post darüber informiert. Die C.________ AG habe angegeben, die Mutation sei am 2. Januar 2018 an die Krankenpflegeversicherer übermittelt worden. Ab wann diese Informationen in deren Systemen ersichtlich gewesen sei, wisse sie nicht. Die Krankenpflegeversicherer würden den Import von Daten in ihre Systeme selbst steuern. Erst nach diesem Import stünden die Daten den Mitarbeitenden zur Verfügung. Sodann stellt die Vorinstanz im Rahmen der Strafzumessung fest, der Beschwerdeführer habe das besondere Vertrauen eines Hausarztes genossen. Die Krankenpflegeversicherer und die Patienten gingen gemäss Vorinstanz davon aus, dass der Beschwerdeführer eine Berufsausübungsbewilligung hat. Zentrales Element bilde hierbei die Zahlstellenregisternummer. Die Vorinstanz betont, dass jeder Inhaber einer Berufsausübungsbewilligung verpflichtet sei, sämtliche Änderungen den Krankenpflegeversicherern umgehend zu melden. Nachdem der Beschwerdeführer am 3. November 2017 Kenntnis vom Entzug seiner Berufsausübungsbewilligung erhalten habe, sei ihm bewusst gewesen, dass er fortan nicht mehr berechtigt gewesen sei, Patienten zu behandeln und gegenüber den Krankenpflegeversicherern abzurechnen. Er habe aber auf eine entsprechende Mitteilung verzichtet und weiterhin Rechnung gestellt. B.________ habe er über mehrere Jahre regelmässig behandelt. Deshalb habe eine Vertrauensbeziehung bestanden. Der Beschwerdeführer habe vorausgesehen, dass diese Patientin nicht überprüfen würde, ob er weiterhin eine Berufsausübungsbewilligung habe. Zudem sei ihm bewusst gewesen, dass die manuelle Abrechnung durch die Krankenpflegeversicherer ein Massengeschäft sei und die Gültigkeit der Zahlstellenregisternummern nicht ständig überprüft werde. Er habe vorausgesehen, dass keine Überprüfung erfolgen würde. Zwischen den Krankenpflegeversicherern und den Ärzten bestehe ein Vertrauensverhältnis, das auf klaren Regelungen beruhe.