Citation: 8C_488/2022 E. 5.1

5.1. Wie die Vorinstanz feststellte und was auch aus den Akten hervorgeht, erteilte die Gutachten-Clearingstelle der Suva Versicherungsmedizin (im Folgenden: Clearingstelle) Prof. Dr. med. C.________ am 19. März 2019 für die Suva MV den Auftrag für eine interdisziplinäre Begutachtung mit dem Schwerpunkt Orthopädie und Neurologie. Beigelegt war u.a. der "Fragenkatalog mit Sachverhalt" vom 11. Februar 2019, der sieben Fragen der Suva MV, worunter als Frage 6 "Totale heutige AUF", sowie drei Zusatzfragen des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers enthielt. Am 27. September 2019 ging bei der Clearingstelle das auf den 28. August 2019 datierte orthopädische Gutachten des Prof. Dr. med. C.________ ein. Mit am 11. Oktober 2019 eingegangenem Schreiben, das ebenfalls auf den 28. August 2019 datiert war, informierte das Inselspital die Clearingstelle darüber, dass das Gutachten angepasst worden sei (Nachbearbeitung 1); es sei der zusätzlich eingefügte Text auf S. 11 - ein Röntgenbefund Fuss beidseits vom 24. Juni 2019 - zu beachten. Die Clearingstelle wandte sich daraufhin mit Schreiben vom 30. Oktober 2019 an Prof. Dr. med. C.________ und teilte ihm mit, es sei festgestellt worden, dass er die ursprüngliche Frage 6 aus dem Fragenkatalog vom 11. Februar 2019, mit der nach der totalen heutigen AUF gefragt worden sei, nicht beantwortet habe. Vielmehr habe er mehrere Unterfragen formuliert und dann diese beantwortet, was vor dem Hintergrund der Mitwirkungs- und Gehörsrechte der versicherten Person nicht zulässig sei. Die Clearingstelle forderte den Gutachter auf, das Gutachten in diesem Sinne zu überarbeiten, "d.h. die neu formulierten Unterfragen mitsamt den Antworten aus dem Gutachten zu entfernen und die ursprüngliche Frage entsprechend den genannten Vorgaben zu beantworten". Sie bat mit E-Mail vom 13. Dezember 2019 um Mitteilung, wann sie mit dem Erhalt des überarbeiteten Gutachtens rechnen dürfe. Auf Gesuch des Beschwerdeführers vom 12. Dezember 2019 stellte ihm die Suva MV am 18. Dezember 2019 die Akten zur Einsicht zu. Mit Begleitschreiben vom 18. Dezember 2019 erstattete Prof. Dr. med. C.________ das angepasste Gutachten, das wiederum vom 28. August 2019 datiert (Nachbearbeitung 2). Die neuen Akten wurden dem Beschwerdeführer am 8. Januar 2020 unter Einräumung einer Frist zur Stellungnahme zugesendet. Mit Eingabe vom 9. März 2020 erhob der Beschwerdeführer formelle und materielle Einwendungen zum Gutachten.