Citation: 7B_276/2022 E. 2.4

2.4. Soweit der Beschwerdeführer sinngemäss die Verletzung von Grundrechten rügen will, ohne konkrete Normen anzurufen und sich mit deren Inhalt und deren Anwendung auf seinen Fall zu befassen, genügt er den hierfür geltenden strengen Anforderungen an die Begründungspflicht nicht (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 147 I 73 E. 2.1; 143 II 283 E. 1.2.2; je mit Hinweisen). Darauf ist nicht einzutreten. Nicht einzutreten ist sodann auf die Rüge, die erstinstanzliche Gerichtsbesetzung hinsichtlich der "Urteilsberichtigung" (fakultative statt obligatorische Landesverweisung) sei gesetzeswidrig und der Fehler sei keiner Berichtigung zugänglich gewesen. Aus dem angefochtenen Urteil ergibt sich nicht, dass der Beschwerdeführer entsprechende Rügen vor der Vorinstanz gegen das erstinstanzliche Urteil, gegen eine Berichtigung oder gegen die dortige Gerichtsbesetzung vorgebracht hätte. Diesbezüglich rügt der Beschwerdeführer vor Bundesgericht auch keine Gehörsverletzung und keine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung. Insoweit fehlt es an der Ausschöpfung des kantonalen Instanzenzugs (Art. 80 Abs. 1 BGG). Schliesslich ist auch nicht ersichtlich, dass mit der Begründung eine formelle Berichtigung des erstinstanzlichen Urteils dispositivs nach Art. 83 StPO erfolgt wäre, zumal das Dispositiv sowohl in der unbegründeten wie auch in der begründeten Fassung gleich lautete. Die Vorinstanz verletzt kein Bundesrecht, wenn sie das Verfahren angesichts der erwähnten Umstände nicht nach Art. 409 StPO an die erste Instanz zurückweist. Das Vorliegen eines "schwerwiegenden Verfahrensfehlers", welcher eine Rückweisung der Sache an die erste Instanz erfordert hätte (vgl. BGE 143 IV 408 E. 6.1 mit Hinweisen), ist zu verneinen. Auch wenn Widersprüche im erstinstanzlichen Urteil vorhanden sein mögen (im Dispositiv wird der Artikel der obligatorischen, in der Begründung jener der fakultativen Landesverweisung als anwendbare Bestimmung genannt), deren Gründe die erste Instanz offen legt, so begründet dies noch keinen Rückweisungsgrund. Denn den in der Urteilsberatung getroffenen Annahmen kommt genauso wie einer darauf basierenden mündlichen Kurzbegründung an der Urteilseröffnung keine eigenständige Bedeutung zu (vgl. Urteil 6B_28/2018 vom 7. August 2018 E. 4.3.3), wenn ein Urteil aufgrund der Strafhöhe, wie im vorliegenden Fall, schriftlich begründet werden muss (Art. 82 Abs. 1 lit. b StPO).