Citation: 1C_608/2020 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz hat die Abstandsberechnung des BVU sorgfältig überprüft und ihre Überlegungen insbesondere auch in Bezug auf die geltenden FAT-Richtlinien (Empfehlungen der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Betriebswirtschaft und Landtechnik (FAT, neu Agroscope [ART]) ausführlich sowie nachvollziehbar dargelegt. Darauf kann grundsätzlich verwiesen werden (vgl. E. 6 des angefochtenen Entscheids). Die vorinstanzlichen Ausführungen, wonach es keine gesetzliche Grundlage gäbe, dass Anlagen wie Mehrzweckhallen und Sandpaddocks etc., welche für die Pferde nicht permanent und ohne menschliche Mithilfe zugänglich seien, bei der Festlegung der Geruchsemmissionsabstände zu berücksichtigen seien, sind ebenfalls nicht zu beanstanden. Daran ändert auch die unbelegte Behauptung des Beschwerdeführers nichts, es müsse davon ausgegangen werden, sämtliche Nebenanlagen würden tagsüber dauerhaft durch Pferde genutzt. Sodann zeigt er auch nicht nachvollziehbar auf, weshalb in den vorinstanzlichen Ausführungen eine Verletzung des umweltrechtlichen Vorsorgeprinzips gemäss Art. 11 Abs. 2 USG liegen soll. Dies ist denn auch nicht ersichtlich. Es erschliesst sich jedenfalls nicht, weshalb § 15 Abs. 1 SNV der Umsetzung des Vorsorgeprinzips entgegenstehen soll. Diese Bestimmung hält vielmehr fest, dass in permanent zugänglichen Stallungen die im Situationsplan 1:500 eingetragenen Mindestabstände infolge der Geruchsimmissionen einzuhalten sind, welche 17 Grossvieheinheiten entsprechen. Überdies ist auch der Einwand des Beschwerdeführers unbehelflich, in der Wohnzone sei die Haltung von maximal vier Pferden als zulässig beurteilt worden. Das vorliegend umstrittene Pferdekompetenzzentrum soll nicht in einer Wohnzone, sondern in der, wie erwähnt, rechtskräftig dafür ausgeschiedenen Spezialzone "Bücklihof" erstellt werden (vgl. § 9a Abs. 1 BNO). Die Rüge ist unbegründet.