Citation: 6P.30/2004 02.07.2004 E. 6

Der Beschwerdeführer bringt vor, die Vorinstanz sei zu Unrecht von einem Tötungsvorsatz ausgegangen. Es habe lediglich ein Eventualvorsatz hinsichtlich der Zufügung einer schweren Körperverletzung bestanden. Soweit er anführt, er habe - entgegen der Auffassung des Generalprokurators - nicht alles Notwendige vorgekehrt, um das Opfer zu töten, kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden, da sie sich nicht gegen den angefochtenen Entscheid richtet. 6.1 Was der Täter wusste, wollte und in Kauf nahm, betrifft so genannte innere Tatsachen, ist damit Tatfrage (BGE 125 IV 242 E. 3c, mit Hinweisen) und kann daher im Verfahren der eidgenössischen Nichtigkeitsbeschwerde nicht zur Entscheidung gestellt werden (Art. 273 Abs. 1 lit. b, Art. 277bis Abs. 1 BStP). Rechtsfrage ist demgegenüber, ob im Lichte der von der kantonalen Instanz festgestellten Tatsachen der Schluss auf Eventualvorsatz berechtigt erscheint. Das gilt grundsätzlich auch, wenn bei Fehlen eines Geständnisses des Täters aus äusseren Umständen auf jene inneren Tatsachen geschlossen werden muss. Es ist allerdings nicht zu übersehen, dass sich Tat- und Rechtsfragen insoweit teilweise überschneiden (BGE 119 IV 242 E. 2, mit Hinweisen). Die kantonale Instanz hat deshalb, wenn es um die Frage des Eventualdolus geht, die in diesem Zusammenhang relevanten Tatsachen so erschöpfend wie möglich festzustellen, damit erkennbar wird, aus welchen Umständen sie die Inkaufnahme der Tatbestandsverwirklichung ableitet. Denn der Sinngehalt der zum Eventualdolus entwickelten Formeln lässt sich nur im Lichte der tatsächlichen Umstände des Falles erschliessen. Das Bundesgericht kann daher in einem gewissen Ausmass die richtige Bewertung dieser Umstände im Hinblick auf den Rechtsbegriff des Eventualvorsatzes überprüfen (BGE 125 IV 242 E. 3c). 6.2 Nach den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz hat der Beschwerdeführer mit grosser Kraft mehrmals in den Brust- und Bauchbereich des Opfers eingestochen. Daraus schloss es, dass er um das tiefe Eindringen des Messers und der damit einhergehenden Möglichkeit von tödlichen Verletzungen wusste, weswegen er einen allfälligen Todeseintritt in Kauf nahm. Diese Folgerungen der Vorinstanz sind nicht zu beanstanden. Dass der Beschwerdeführer bei einem derartigen Einstechen, um den möglichen Eintritt des Todes wusste, steht ausser Frage. Unter diesen Umständen ist auch das Willenselement erfüllt. Wie die Vorinstanz zutreffend ausführte, kann er bei einem solchen Vorgehen nicht ernsthaft darauf vertraut haben, dass der Tod nicht eintritt. Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen.