Citation: 6B_308/2024 E. 1.2.2

1.2.2. Die Vorinstanz erachtet den Anklagesachverhalt als erstellt. Die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 anlässlich von vier Einvernahmen seien im Wesentlichen konstant. Zwar seien die Aussagen gegenüber der Polizei von Befragung zu Befragung detaillierter geworden. Dies sei jedoch vor allem auf detailliertere Nachfragen zurückzuführen. Zudem hätten diverse Details bereits vor den polizeilichen Befragungen Eingang in die Akten gefunden, nämlich durch Schilderungen der Beschwerdegegnerin 2 gegenüber ihrer Bezugsperson am Abend des Tattages. Dieser könne kein Belastungseifer unterstellt werden. Vielmehr habe sie bloss herausfinden wollen, was geschehen sei, zumal sie bereits nach der Rückkehr der Beschwerdegegnerin 2 bemerkt habe, dass etwas passiert sein müsse. Die Aussagen der Bezugsperson seien authentisch. Trotz einiger Widersprüche bzw. unterschiedlicher Angaben seien auch die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 glaubhaft, zumal sie zahlreiche Realkennzeichen enthielten. Die Beschwerdegegnerin 2 habe konstant die mit dem Beschwerdeführer geführten Gespräche geschildert, wobei deren Inhalte individuell geprägt seien und authentisch wirkten. So habe der Beschwerdeführer die Beschwerdegegnerin 2 immer wieder gefragt, ob sie nichts (vom Vorgefallenen) sagen werde und sie gebeten, keine Anzeige zu machen, weil er genügend Probleme habe. Er sei auf die Knie gefallen, habe sich entschuldigt und gesagt, er sei nicht so. Die Beschwerdegegnerin 2 habe auch mehrfach eindrücklich ihre eigenen Gefühle sowie die Gedanken und Gefühlslage des Beschwerdeführers geschildert. Er habe Angst gehabt, dass sie ihn anzeige. Sie sei schockiert gewesen, habe sich nicht mehr bewegen und nichts sagen können. Sie habe nicht gewusst, was sie machen solle. Zum Schluss habe sie sich komisch gefühlt und sei einfach sprachlos gewesen. Sie habe nicht gewollt, dass er meine, sie möge ihn nicht. Sie glaube, es habe den Beschwerdeführer nicht interessiert, was sie gesagt habe. Er habe versucht, den Übergriff mit einer Krankheit zu rechtfertigen. Mit Bezug auf die Schilderungen des Beschwerdeführers falle zudem generell der fehlende Belastungseifer auf. Sie habe den Beschwerdeführer mehrfach entlastet, etwa, indem er gesagt habe, es tue ihm leid. Ebenso habe die Beschwerdegegnerin 2 Selbstbelastungen geäussert, z.B. habe sie eingestanden, dass sie hätte gehen können, als der Beschwerdeführer versucht habe sie zu küssen. Im Kino habe sie zugelassen, dass er ihre Hand auf seinen Oberschenkel lege. Sie habe sich auf seine Bitte hin zu ihm ins Bett gelegt. Schliesslich habe die Beschwerdegegnerin 2 ihre Aussagen mehrfach mit eindrücklichen Gesten unterlegt, etwa bei der Schilderung, wie der Beschwerdeführer ihre Hände festgehalten habe oder wie sie sich wegen seines Gewichts nicht habe wehren können und dass es ihr deswegen die Sprache verschlagen habe.