Citation: 9D_13/2024 E. 2.3.1

2.3.1. Mit der Vorinstanz erachtet auch die Beschwerdeführerin den zitierten § 16 Abs. 1 VRG/ZH als massgebend. Nach der Lesart der Vorinstanz unterliegt der Erlass von Verfahrenskosten (§ 16 Abs. 1 in Verbindung mit § 65a Abs. 1 VRG/ZH) einer "Kann"-Norm (dortige E. 2.1). Wie es sich damit verhält, ist hier nicht weiter zu vertiefen. Denn aus dem Wortlaut von § 16 Abs. 1 VRG/ZH geht zweifelsfrei hervor, dass die Gewährung der Erteilung des Rechts zur unentgeltlichen Rechtspflege von zwei Konstitutivbedingungen abhängt. Die Tatbestandselemente "Prozessarmut" (BGE 144 III 531 E. 4.1) und "Prozessaussichten" (BGE 142 III 138 E. 5.1) sind dabei kumulativ zu verstehen (BGE 149 I 57 E. 6.1). Die Vorinstanz hat in den Urteilen VB.2023.00157 und VB.2023.00337 für das verwaltungsgerichtliche Verfahren auf Aussichtslosigkeit geschlossen. Das Bundesgericht tat es ihr in Bezug auf das bundesgerichtliche Verfahren gleich (Urteil 8C_544/2023 vom 15. September 2023 E. 5). Unabhängig davon, ob § 16 Abs. 1 in Verbindung mit § 65a Abs. 1 VRG/ZH als Normen mit Rechtsanspruch oder ohne Rechtsanspruch auf Erlass der Verfahrenskosten zu verstehen wären, könnte der Vorinstanz daher keine verfassungsrechtlich unhaltbare Auslegung und/oder Anwendung der beiden Normen vorgeworfen werden. Denn die vorinstanzlich festgestellte Aussichtslosigkeit ist durch die beiden bundesgerichtlichen Nichteintretensentscheide rechtskräftig geworden.