Citation: 8C_121/2022 E. 4.1

4.1. Was zunächst die nach dem Unfall verbleibenden somatischen Beschwerden betrifft, war gemäss Vorinstanz am 31. Juli 2020 gestützt auf die Einschätzung des Suvaarztes vom 16. April 2020 der Endzustand erreicht gewesen. Der Beschwerdeführer sei seither in einer wechselbelastenden, vorwiegend sitzenden Tätigkeit (unter Beachtung weiterer Kriterien) wieder arbeitsfähig gewesen, dies nach Auffassung der Medexperts-Gutachter ganztägig mit einer Leistungseinbusse von 25 %. Psychiatrische Diagnosen hätten, so das kantonale Gericht weiter, anlässlich der Begutachtung durch die Medexperts AG nicht gestellt werden können, wobei auch nie eine psychiatrische Behandlung stattgefunden habe. Eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin sei indessen mangels adäquater Kausalität zwischen den geltend gemachten psychischen Beschwerden und dem Unfall ohnehin auszuschliessen. Die Vorinstanz ordnete das Ereignis dem eigentlichen mittleren Bereich zu. Hinsichtlich der in Betracht fallenden Kriterien seien eine besondere Eindrücklichkeit des Unfalls, schwere oder besondere Verletzungen, eine ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung, eine ärztliche Fehlbehandlung oder ein schwieriger Heilverlauf nicht gegeben. Die Kriterien der körperlichen Dauerschmerzen sowie des Grades und der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit seien jedenfalls nicht in ausgeprägter Weise erfüllt. Damit fehle es an der nötigen Anzahl Kriterien, um einen adäquaten Kausalzusammenhang der psychischen Beschwerden mit dem Unfall zu begründen. Hinsichtlich der erwerblichen Auswirkungen der Gesundheitsschädigung stellte die Vorinstanz fest, dass der Beschwerdeführer als Gesunder in der angestammten Tätigkeit im Jahr 2020 Fr. 50'700.- verdient hätte (Valideneinkommen). Den hypothetisch zumutbarerweise noch erzielbaren Lohn (Invalideneinkommen) ermittelte das kantonale Gericht gestützt auf die vom Bundesamt für Statistik herausgegebene Lohnstrukturerhebung (LSE). Wegen Unterdurchschnittlichkeit des Valideneinkommens habe eine Parallelisierung, das heisst eine Reduktion des Invalideneinkommens im Umfang von 12,71 % zu erfolgen. Ein leidensbedinger Abzug sei nicht gerechtfertigt. Unter Berücksichtigung der Parallelisierung ergab sich für das noch zumutbare 75 %-Pensum ein Betrag von Fr. 45'108.-. Aus dem Vergleich mit dem Valideneinkommen ermittelte die Vorinstanz einen Invaliditätsgrad von 11 %. Die von der Suva gestützt auf die kreisärztliche Einschätzung zugesprochene Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 20 % bestätigte die Vorinstanz, zumal keine davon abweichenden ärztlichen Stellungnahmen vorlägen.