Citation: 2C_574/2021 E. 5.1

5.1. Entgegen den Feststellungen der Vorinstanz, so die Beschwerdeführerin, habe sich die Steuerverwaltung nicht darauf beschränkt, in den Vorperioden bis 2014 die gestützt auf den Zinsswap erfolgten Zahlungen jeweils ohne Weiteres als abziehbare Schuldzinsen zu akzeptieren. Aus den Akten ergebe sich sodann, dass sich die Steuerverwaltung im August 2021 ausführlich mit der steuerlichen Behandlung der Kosten des Zinsswaps auseinandergesetzt habe. Es müsse daher davon ausgegangen werden, dass die Steuerverwaltung bei der Veranlagung der infrage stehenden Steuerperiode 2015 plötzlich die Gelegenheit gesehen habe, die Beschwerdeführerin mit der Verweigerung der Abziehbarkeit der Zinsen aus dem Zinsswapgeschäft und der Auflösungszahlung im Jahr 2015 in einem grösseren Umfang zu besteuern. Dieser unvermittelte Richtungswechsel widerspreche ganz offensichtlich dem Grundsatz von Treu und Glauben.