Citation: 4A_501/2021 E. 7.7.4

7.7.4. Die Vorinstanz hat aber in ihrer Begründung (trotz missverständlicher Formulierung) nicht (allein) darauf abgestellt, dass die Beklagte die geltend gemachte Steuerforderung nicht bestritten habe. Vielmehr hat sie die geltend gemachte Forderung aufgrund der Homepage der britischen Regierung, auf welche die Klägerin verwiesen hat, sowie den Einschätzungen des "U.________ Council" (act. 3/74 und act. 64/226) zusammen mit den klägerischen Behauptungen als ausgewiesen erachtet. Dies hat auch die Beklagte erkannt, rügt sie doch in ihrer Beschwerde "[z]ur Beweiswürdigung als solchen", dass die verwendeten Belege nur beschränkt beweistauglich seien. Sie macht geltend, bei act. 3/74 fehle die Rückseite (trotz Vermerk, dass es eine Rückseite gebe). Bei act. 64/227 sei u.a. vermerkt, dass GBP 105.-- noch von einem Gerichtsverfahren abhängen würden. Habe die Klägerin Teile ihrer Steuerschuld des Jahres 2015 (act. 64/227) gerichtlich bestreiten können, so habe sie dies auch für 2016 tun können. Gerade wegen solcher Unklarheiten hätte die Vorinstanz auf Zahlungbelegen bestehen müssen für den Beweis der Steuerpflicht. Aus den vorliegenden Belegen auf eine Steuerpflicht im Umfang des vorinstanzlichen Entscheids zu schliessen, sei willkürlich. Damit vermag die Beklagte keine willkürliche Beweiswürdigung (vgl. hiervor E. 3) zu begründen. Ihre Rüge stützt sich im Wesentlichen darauf, dass die Vorinstanz auf eigentliche Zahlungsbelege hätte bestehen müssen, diesbezüglich kann auf E. 7.6.1 f. hiervor verwiesen werden. Damit fällt auch die Rüge ins Leere, dass die Vorinstanz die bundesrechtlichen Substanziierungsanforderungen verletzt hätte, indem sie keinen Zahlungsnachweis verlangt habe.