Citation: 7B_50/2024 E. 2

B.________ begründete seinen Nichteintretensantrag vor der Vorinstanz damit, dass sich die Beschwerdeführerin nicht gültig (als Privatklägerin) konstituiert habe. An der Verwaltungsratssitzung der Beschwerdeführerin vom 21. März 2022 hätten die Anträge auf eine Forderungsklage über Fr. 320'000.-- und die Einleitung eines Strafverfahrens gegen ihn wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung die nach dem Organisationsreglement erforderliche einstimmige Zustimmung verfehlt. Deshalb sei die Strafanzeige von Vertretern der nicht direkt geschädigten und nicht als Privatklägerin zugelassenen Verband C.________ und nicht von der Beschwerdeführerin eingereicht worden. Die Vorinstanz erwägt, die Beschwerdeführerin berufe sich in ihrer Beschwerde hinsichtlich ihrer Legitimation ohne weitere Erklärungen auf eine Konstituierung im Strafverfahren. Den Einwänden des Beschwerdegegners 2 in der Beschwerdeantwort gegen die Gültigkeit dieser Konstituierung opponiere sie nicht. Namentlich mache sie nicht geltend, das eingereichte Organisationsreglement, das eine einstimmige Beschlussfassung des Verwaltungsrats zur Einleitung von Gerichtsverfahren und sonstigen Verfahren mit einem Streitwert von mehr als Fr. 250'000.-- vorsehe, sei nicht anwendbar. Ebenso wenig opponiere sie der Ansicht des Beschwerdegegners 2, dass es an einer erforderlichen einstimmigen Beschlussfassung ihres Verwaltungsrats zur Mitwirkung am Strafverfahren als Straf- und Zivilkläger fehle bzw. eine solche an der Sitzung vom 21. März 2022 nicht zustande gekommen sei. Mithin erschienen die Unterzeichner des Konstituierungsschreibens vom 30. Januar 2023 weder zu den entsprechenden Erklärungen für die Beschwerdeführerin noch zur Ermächtigung von E.________ zur Vertretung der Interessen der Beschwerdeführerin befugt. Demzufolge sei davon auszugehen, dass sich die Beschwerdeführerin, obwohl sie dazu Gelegenheit gehabt habe, nicht rechtzeitig im Strafverfahren gültig als Privatklägerin konstituiert habe. Damit sei sie nicht Partei im Sinne von Art. 382 Abs. 1 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 lit. b und Art. 118 f. StPO und mithin nicht legitimiert, Beschwerde zu erheben. Im Übrigen - so die Vorinstanz weiter - sei weder offensichtlich noch dargelegt, dass E.________, der die kantonale Beschwerde für die Beschwerdeführerin unterzeichnet hat, namens der Beschwerdeführerin vertretungsbefugt, insbesondere zur Beschwerdeerhebung ermächtigt sei. Zwar sei er seit dem 14. Februar 2023 im Handelsregister als Einzelzeichnungsberechtigter eingetragen. Indes sei die Erteilung von Prokuren und allgemeinen Handlungsvollmachten ebenfalls einer einstimmigen Beschlussfassung durch den Verwaltungsrat vorbehalten, welche die Beschwerdeführerin auch nach der Beschwerdeantwort des Beschwerdegegners 2 nicht eingereicht habe. Insoweit scheine E.________ nicht gültig ermächtigt zu sein, die A.________ AG in ein Beschwerdeverfahren zu involvieren.