Citation: I 499/03 03.12.2003 E. 7

7.1 Für den Zeitraum ab dem Erlass der damals vor der Vorinstanz angefochtenen Verfügungen wirkte kein Devolutiveffekt. Nach dem Eingang des Revisionsgesuches vom 25. Juli 2002 sandte die IV-Stelle der Beschwerdeführerin am 2. August 2002 umgehend das Formular "Fragebogen für Rentenrevision" zu, welches diese am 28. August 2002 nach rund einem Monat ausgefüllt zurückschickte. Weitere zwei Monate später entschied am 29. Oktober 2002 das Sozialversicherungsgericht teilweise zu Gunsten der Beschwerdeführerin. Es wies die Sache unter anderem zu zusätzlichen medizinischen Abklärungen an die Verwaltung zurück. Nach einem weiteren Monat, am 29. November 2002, reichte die Versicherte beim Eidgenössischen Versicherungsgericht gegen den kantonalen Entscheid Verwaltungsgerichtsbeschwerde ein. Die Verwaltung stellte das Revisionsgesuchsverfahren trotz des weiter laufenden Rechtsmittelverfahrens nicht ein, sondern sie forderte die Beschwerdeführerin am 24. Januar 2003 auf, sich damit einverstanden zu erklären, dass die Akten zur Erstellung eines umfassenden Gutachtens über den Krankheitsverlauf der MEDAS übergeben werden. Eine solche Beurteilung sei auf Grund des kantonalen Entscheides und des Revisionsgesuches notwendig, um den Anspruch zu überprüfen. Am 27. Februar 2003 ersuchte die IV-Stelle zunächst noch den behandelnden Arzt Dr. med. G.________ um einen Verlaufsbericht. Dieser wurde am 26. März 2003 erstattet. Inzwischen hatte die Beschwerdeführerin am 24. März 2003 gegenüber der IV-Stelle in dem als Rechtsverzögerungsbeschwerde bezeichneten Schreiben bereits beanstandet, dass noch kein Entscheid über die Rentenerhöhung gefällt worden sei. 7.2 Bei der Würdigung der eben geschilderten objektiven Gegebenheiten ist zum Schluss zu kommen, dass eine unrechtmässige Rechtsverzögerung nicht vorliegt, weil keine objektiv nicht gerechtfertigten Umstände zur unangemessenen Verlängerung des Rentenrevisionsverfahrens geführt haben. Gewisse Längen in der Bearbeitung des Gesuches sind ohne Weiteres durch das noch hängige kantonale Beschwerdeverfahren und den anschliessenden Weiterzug der Beschwerdesache an das Eidgenössische Versicherungsgericht zu erklären. Umgekehrt liegt auch keine Rechtsverzögerung in Form einer Verfahrensverlängerung durch unnötige Beweismassnahmen oder Einräumung ungehörig langer Fristen vor. Das von der Beschwerdeführerin zur Begründung des Revisionsgesuchs geltend gemachte Scheitern des mit dem Rechtsvertreter als Arbeitgeber iniziierten Arbeitsversuchs war lediglich ein Indiz dafür, dass sich die Arbeitsunfähigkeit in einem revisionsrechtlich erheblichen Ausmass verschlechtert haben könnte. Vor dem Entscheid über das Gesuch waren aber von der Verwaltung zunächst die nötigen medizinischen und wirtschaftlichen Abklärungen zu treffen (Art. 57 Abs. 1 lit. a - e IVG). Nach dem Gesagten ist der vorinstanzliche Entscheid im Ergebnis zu schützen.