Citation: 9C_342/2024 E. 6.2

6.2. Er übersieht dabei, dass die Vorinstanz den Vorwurf des eventualvorsätzlichen Handelns im Sinne des in E. 3.2 hiervor Dargelegten nicht nur gestützt auf den Umstand des Nichtaushändigens von Kundendaten begründet. Vielmehr wurde die in Art. 126 Abs. 1 DBG verankerte Mitwirkungspflicht durch diverse, im angefochtenen Urteil eingehend beschriebene buchhalterische Unterlassungen verletzt, mit denen der Beschwerdeführer sich letztinstanzlich nicht ansatzweise auseinandersetzt. Anzufügen ist im Übrigen, dass auch Träger eines gesetzlich geschützten Berufsgeheimnisses zur Mitwirkung im eigenen Steuerveranlagungsverfahren verpflichtet sind. Sie können sich der Auskunfts- und Nachweispflicht nicht unter Hinweis auf das Berufsgeheimnis entziehen. So ist es beispielsweise einer Rechtsanwältin oder einem Rechtsanwalt gestattet, je nach Situation in der Buchhaltung die Namen von Klienten zu verdecken oder diese nur mit Initialen zu bezeichnen. Der gesetzlichen Geheimhaltungspflicht würde dadurch Genüge getan (vgl. Urteil 2A.247/2000 vom 20. April 2001 E. 2c und 2h; vgl. ferner Zweifel/Beusch/Hunziker/Seiler, Schweizerisches Steuerverfahrensrecht, 3. Aufl. 2024, S. 270 Rz. 62 mit weiteren Hinweisen).