Citation: 8C_279/2023 E. 5.3

5.3. Der psychiatrische Experte Dr. med. E.________ äusserte sich sodann durchaus schlüssig hinsichtlich Konsistenz und Plausibilität der angegebenen Beschwerden sowie betreffend die bei der Beschwerdeführerin vorliegenden Ressourcen und Belastungsfaktoren (vgl. BGE 141 V 281; 143 V 409 und 418). Vor diesem Hintergrund entbehrt der Einwand, dem psychiatrischen Teilgutachten hafte noch die mittlerweile überholte Rechtsprechung an, wonach Schmerzstörungen per se überwindbar seien, jeglicher Grundlage. Ferner legte Dr. med. E.________ - wie die Vorinstanz zu Recht erwogen hat - sowohl im Gutachten als auch in seiner späteren Ergänzung ausführlich dar, weshalb weder die diagnostischen Kriterien einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung noch diejenigen einer Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren erfüllt seien. Dabei zeigte er unter anderem auf, dass das Zeitkriterium allein (über sechs Monate Dauer) - auf welches in der Beschwerde erneut Bezug genommen wird - für eine korrekte Diagnosestellung nicht ausreicht (vgl. Stellungnahme vom 27. Dezember 2021). Gleichermassen überzeugend ist die "Herleitung der für die Beurteilung wesentlichen Diagnosen", wonach auch die gemäss Mini-ICF-APP (schmerzbedingt) in einzelnen Teilbereichen leicht eingeschränkten Fähigkeiten keine psychiatrische Diagnose begründen. Dabei berücksichtigte Dr. med. E.________ die massgeblichen Akten samt den teilweise fachfremd gestellten Diagnosen ("Aktenauszug", vgl. psychiatrisches Teilgutachten, S. 7 ff.). Auf die an den massgeblichen normativen Rahmenbedingungen (vgl. BGE 141 V 281 E. 4.4) orientierte psychiatrische Teilexpertise kann somit ohne Weiteres abgestellt werden.