Citation: 8C_343/2021 E. 4

Die Vorinstanz stellte fest, zwischen der gesetzlichen Vertretung des Pflegekindes oder der KESB und den Pflegeeltern bestehe weder ein Pflegevertrag noch eine konkludente Vereinbarung, welche die Entschädigungsfrage regeln würde. Sie prüfte deshalb, nach welchen Ansätzen die Beschwerdeführer zu entschädigen seien. Dabei erwog sie, die Pflegefamilie habe nach der Auflösung des Arbeitsvertrags mit der Stiftung D.________ keinen Anspruch auf Besitzstandswahrung im Sinne einer gleichbleibenden Entschädigung. Ein solcher Anspruch ergebe sich weder aus dem Grundsatz der Rechtsgleichheit (Art. 8 BV) noch aus dem in Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 BV verankerten Grundsatz von Treu und Glauben. Vielmehr sehe § 12 Abs. 2 VO Pflegekinderfürsorge für den Fall, dass - wie vorliegend - keine Einigung in Bezug auf das Pflegegeld erzielt werden könne, die Anwendung der "Richtlinien des Amts" vor. Gemäss den - hier anwendbaren ab 1. Januar 2016 geltenden - Pflegegeld-Richtlinien komme für das Pflegekind C.________ ein Tagesansatz (für Ernährung, Unterkunft, Nebenkosten und Entschädigung der Pflegeeltern; ohne Bekleidung) von Fr. 58.- resp. Fr. 64.- (ab 13. Altersjahr) zur Anwendung. Die Beschwerdegegnerin habe diese Ansätze unter Berücksichtigung des erheblichen Mehraufwands und der besonderen Qualifikation der Pflegeeltern gestützt auf die Empfehlung der Fachstelle Pflegekinder der Sozialen Dienste (vgl. Schreiben vom 11. Dezember 2017) auf Fr. 85.50 (Entschädigung) zuzüglich Fr. 40.15 (Unterhalt/Barersatz) erhöht. Damit habe sie von ihrem Ermessen korrekt Gebrauch gemacht. Gründe für ein weitergehendes Abweichen von den Richtlinien durch das Gericht seien nicht ersichtlich.