Citation: 5A_723/2019 E. 5.2

5.2. Das Verwaltungsgericht hält fest, C.________ sei (einzig) vor etwas mehr als vier Jahren im Rahmen einer Begutachtung und D.________ gar nie durch die Behörden angehört worden. Dennoch habe die Sichtweise der Kinder zur konkreten Fragestellung des Besuchsrechts detailliert Eingang in das Verfahren gefunden. Es sei denn auch nicht strittig, dass die Kinder den Vater gerne öfters und unbegleitet sehen würden. Damit würde eine Anhörung bloss um der Anhörung willen erfolgen, was gerade im vorliegenden Fall, wo der Loyalitätskonflikt der Kinder zentral sei, nicht zum Wohl der Kinder wäre. Eher gegen eine Anhörung spreche auch, dass die Fähigkeit zur autonomen Willensbildung bei Kindern erst etwa ab dem 12. Altersjahr vorhanden sei. Die Nichtanhörung verletze damit weder die Pflicht zur Sachverhaltsermittlung noch das Mitwirkungsrecht der Kinder. Auch die Beschwerdegegnerin ist der Ansicht, dass eine Anhörung der Kinder nichts an dem vorinstanzlichen Entscheid ändern würde, da der Wunsch der Kinder, den Vater zu sehen, nicht bestritten sei. Ausserdem sei das Bundesgericht bereits im Urteil 5A_457/2017 vom 4. Dezember 2017 zum Schluss gelangt, die Einschätzung der Vorinstanz sei von der Kinderbefragung unabhängig und eine Anhörung um der Anhörung willen sei zu vermeiden (E. 4.1.2).