Citation: C 251/01 17.04.2002 E. 3

3.- Entgegen der Auffassung des seco ist der Vorinstanz darin beizupflichten, dass es sich bei der telefonischen Beweisauskunft der Firma J.________ AG vom 23. Mai 2000 um wesentliche Punkte des rechtserheblichen Sachverhalts handelt, welche nochmaliger Abklärung bedürfen. Wie das kantonale Gericht zutreffend darlegte, ist erstens unklar geblieben, ob die Arbeitgeberin mit der dreiwöchigen Abwesenheit der Beschwerdegegnerin einverstanden gewesen war, und zweitens, ob der Abteilungsleiter informiert worden war. Auch steht anhand der Aktenlage nicht rechtsgenüglich fest, welches Verhalten anlässlich der geführten Unterredung am Ende für die Kündigung ausschlaggebend gewesen war. Für die Vorinstanz bestand daher korrekterweise Anlass, die Sache zur Vornahme weiterer Sachverhaltsabklärungen an die Verwaltung zurückzuweisen, zumal diese selber im kantonalen Gerichtsverfahren vorbringt, es solle seitens der Arbeitgeberin eine schriftliche Bestätigung der telefonischen Aussagen eingeholt werden. Das Verschulden der Versicherten steht weder eindeutig fest, noch ist ein vorsätzliches oder eventualvorsätzliches Verhalten bewiesen, insbesondere da einzig auf die lediglich in einer Aktennotiz festgehaltenen telefonischen Auskunft der Arbeitgeberin abgestellt wurde, was im Lichte der dargestellten Rechtsprechung den formellen Anforderungen an ein Beweismittel des entscheidrelevanten Sachverhalts nicht zu genügen vermag (vgl. Erw. 1b). Weiter verletzt bei festgestellter Abklärungsbedürftigkeit die Rückweisung der Sache an die Verwaltung weder den Untersuchungsgrundsatz, noch kann diese nach den gegebenen Umständen als unverhältnismässig bezeichnet werden (BGE 122 V 162 Erw. 1d mit Hinweisen, RKUV 1999 Nr. U 342 S. 410 Erw. 3a). Somit hat die Arbeitslosenkasse gemäss Dispositiv-Ziffer 1 des vorinstanzlichen Entscheids zu verfahren und die Abklärungen des rechtserheblichen Sachverhalts in beweistauglicher Form vorzunehmen.