Citation: I 473/06 10.09.2007 E. 7

Im Abklärungsbericht an Ort und Stelle vom 8. Februar 2005 wurde der Zeitaufwand für die Begleitung zur Ermöglichung des selbstständigen Wohnens (Art. 38 Abs. 1 lit. a IVV) auf total 1 Std. 23 Min. pro Woche berechnet. Dieser Bereich wurde mangels Erreichung der Zeitlimite von 2 Std. pro Woche nicht berücksichtigt. Für die zwei weiteren Fälle lebenspraktischer Begleitung (Art. 38 Abs. 1 lit. b und c IVV) wurden zeitlich keine Bemühungen veranschlagt (E. 6.1 hievor). Gestützt hierauf führte die IV-Stelle im Einspracheentscheid vom 9. Februar 2005 aus, im Rahmen der lebenspraktischen Begleitung sei die Versicherte nicht regelmässig mindestens zwei Stunden pro Woche auf Hilfeleistungen Dritter angewiesen, weshalb diesbezüglich kein Anspruch auf Hilflosenentschädigung bestehe. Hiezu ist festzuhalten, dass der Mindestzeitaufwand von durchschnittlich 2 Std. pro Woche (Rz. 8053 KSIH; E. 4.2 hievor) nicht für jeden der drei Tatbestände der lebenspraktischen Begleitung (Art. 38 Abs. 1 lit. a-c IVV) kumulativ verlangt wird. Vielmehr genügt es, wenn diese Zeitgrenze aus der Summe der drei Bereiche erreicht wird.