Citation: 5P.147/2001 30.08.2001 E. 1

1.-a) Die Beschwerdeführerin hat gegen den obergerichtlichen Beschluss sowohl staatsrechtliche Beschwerde als auch Berufung eingereicht. Es besteht hier kein Anlass, von der Regel des Art. 57 Abs. 5 OG abzuweichen, wonach in einem solchen Fall zuerst die staatsrechtliche Beschwerde zu behandeln ist. b) Von hier nicht zutreffenden Ausnahmen abgesehen, ist die staatsrechtliche Beschwerde rein kassatorischer Natur (BGE 121 I 326 E. 1b; 125 I 104 E. 1b; letztmals 126 II 377 E. 8c ). Zulässig ist somit grundsätzlich einzig das Rechtsbegehren, das Urteil des Obergerichts sei aufzuheben. Gegebenenfalls hat das Obergericht ohne besondere Anweisung der erkennenden Abteilung unter Berücksichtigung der Ergebnisse des vorliegenden Verfahrens neu zu entscheiden (dazu BGE 122 I 250 E. 2; 112 Ia 353 E. 3c/bb S. 354). Der Rückweisungsantrag ist überflüssig. c) Eine Vielzahl der Rügen der Beschwerdeführerin richten sich sowohl gegen den Beschluss des Bezirksgerichts als auch gegen den Beschluss des Obergerichts: sie habe nie Gelegenheit gehabt, zum Bericht des Beistandes vom 20. Juli 2000 Stellung zu nehmen. Im Zusammenhang mit der Feststellung, die Verhältnisse hätten sich nicht verändert, sei sie nie mit den eigentlichen Entscheidgrundlagen konfrontiert worden. Der Beistand, auf dessen Bericht sich die Beschlüsse stützten, könne nicht beurteilen, ob sich die Verhältnisse verändert hätten. Beide Instanzen seien fälschlicherweise davon ausgegangen, dass sie in einer Zweizimmerwohnung (anstatt in einer Dreizimmerwohnung) lebe. Sowohl der Bezirksrat als auch das Obergericht hätten entschieden, ohne sich ein hinreichendes Bild machen zu können. aa) Von hier nicht zutreffenden Ausnahmen abgesehen, bildet einzig der Entscheid der letzten kantonalen Instanz das Anfechtungsobjekt der staatsrechtlichen Beschwerde (BGE 114 Ia 311 E. 3a; 115 Ia 414 E. 1; 118 Ia 25 E. 3b). Soweit sich die Rügen gegen den Beschluss des Bezirksrates richten, ist demnach nicht darauf einzutreten. bb) Soweit sich die Rügen auf den Beschluss des Obergerichts beziehen, gilt Folgendes: Neue rechtliche Vorbringen sind zulässig, falls die letzte kantonale Instanz volle Kognition besass und das Recht von Amtes wegen anzuwenden hatte. Wer allerdings den Mangel kennt, hat ihn rechtzeitig zu rügen, ansonsten das Zuwarten mit der Rüge gegen das Gebot des Handelns nach Treu und Glauben verstösst (BGE 117 Ia 522 E. 3a; 119 Ia 88 E. 1a). Da nach Darstellung der Beschwerdeführerin schon der Beschluss des Bezirksrates an diesen Mängeln litt, hatte sie davon Kenntnis und hätte diese im Rekurs an das Obergericht geltend machen müssen. Soweit sie dies nicht getan hat und die Rügen vor Bundesgericht zum ersten Mal vorbringt, ist darauf nicht einzutreten. Im Übrigen wären die Rügen auch haltlos, wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen ergibt.