Citation: 8C_439/2017 E. 5.6.1

5.6.1. Nach den Feststellungen der Vorinstanz stand der Beschwerdegegner im Zeitpunkt des Rentenbeginns am 1. April 2015 kurz vor seinem 62. Geburtstag. Der Bundesrat hat gestützt auf Art. 18 Abs. 2 UVG in Art. 28 Abs. 4 UVV eine besondere Regelung getroffen für die Ermittlung des Invaliditätsgrades bei Versicherten, welche die Erwerbstätigkeit nach dem Unfall altershalber nicht mehr aufnehmen (Variante I) oder bei denen sich das vorgerückte Alter erheblich als Ursache der Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit auswirkt (Variante II). In diesen Fällen sind gemäss Art. 28 Abs. 4 UVV für die Bestimmung des Invaliditätsgrades die Erwerbseinkommen massgebend, die ein Versicherter im mittleren Alter bei einer entsprechenden Gesundheitsschädigung erzielen könnte. Die Vorinstanz verneinte die Anwendbarkeit von Art. 28 Abs. 4 UVV, da keine Anhaltspunkte für eine physiologische Altersgebrechlichkeit vorlägen noch ersichtlich sei, dass dieser verglichen mit anderen Ursachen der Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit eine wesentliche Bedeutung zukäme. Dies blieb letztinstanzlich unbestritten.