Citation: 2C_662/2016 E. 2.4.2

2.4.2. Dass der Beschwerdeführer sich bisher in der Schweiz nichts hat zuschulden kommen lassen bzw. seine Straftat rund 15 Jahre zurückliegt, genügt nicht, um für sein künftiges Verhalten (bereits) definitiv eine positive Prognose stellen zu können. Der Tatzeitpunkt spielt in der Interessenabwägung eine untergeordnete Rolle, wenn sich der Betroffene - wie hier - wegen der Schwere seiner Straftat während Jahren im Strafvollzug befunden hat. Der Beschwerdeführer versuchte zudem im Rahmen seines Nachzugsgesuchs die strafrechtlichen Verurteilungen zu verschweigen und die Behörden dadurch zu täuschen; es musste ihm klar sein, dass eine Verurteilung wegen Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von 16 Jahren für den Bewilligungsentscheid von Bedeutung war (vgl. Art. 63 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 62 lit. a AuG).