Citation: K 76/01 06.06.2005 E. 7

Die INTRAS erbrachte an die von der Klinik X.________ in Rechnung gestellten Kosten in Höhe von insgesamt Fr. 3'163.60 zunächst entsprechend einem in der Verfügung und im Einspracheentscheid nicht näher spezifizierten "Ansatz eines öffentlichen Spitals" den Beitrag von Fr. 330.-. Damit wäre offenbar der Aufenthalt und die Behandlung im Spital Y.________ als öffentlicher Heilanstalt abgegolten gewesen. Zusätzlich übernahm die INTRAS einen Beitrag von Fr. 172.50 (abzüglich 10 % Kostenbeteiligung) an die von der Sanitätspolizei für den Verlegungstransport von der Klinik X.________ in das Spital Y.________ in Rechnung gestellten Kosten. Streitig sind die darüber hinaus von der Klinik X.________ als auf der Spitalliste des Kantons Bern figurierender nicht öffentlich subventionierter Institution mit privater Trägerschaft in Rechnung gestellten Mehrkosten. Zu prüfen ist, welche Kostenübernahme durch die INTRAS die Versicherte aus der obligatorischen Krankenversicherung beanspruchen kann. Die Beschwerdeführerin bestreitet den von der INTRAS angewendeten Tarif im Wesentlichen damit, sie habe die Klinik in einer Notfallsituation (Hirninfarkt) aufsuchen müssen. Zudem bestehe eine Tarifübereinkunft zwischen dem Kantonalverband Bernischer Krankenversicherer und dem Verband der Privatspitäler im Kanton Bern und die Klinik X.________ habe gemäss dieser Rechnung gestellt. Die Versicherung vertritt die Auffassung, sie habe die gestützt auf den massgebenden Tarif geschuldete Fallpauschale erbracht. Sie begründet es damit, eine Person, die wie die Versicherte in der Nachbarschaft einer Privatklinik wohne, habe auch in relativ dringenden Fällen nicht Anspruch darauf, aus der obligatorischen Krankenpflegeversicherung die Kosten einer Hospitalisation im Privatspital vergütet zu erhalten; vorliegend habe es sich nicht um einen Notfall im Sinne von Art. 41 Abs. 2 KVG gehandelt, weshalb die Kosten in analoger Anwendung von Art. 41 Abs. 1 KVG nach dem korrekten Tarif übernommen worden seien.