Citation: I 1077/06 05.12.2007 E. 4

4.1 Verwaltung und Vorinstanz haben den Anspruch der Versicherten auf einen Sitz-Höhenlift abgewiesen, weil damit nicht eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit von mindestens 10 % erreicht werden könne. Sie haben sich dabei auf das Ergebnis der Abklärung vom 10. März 2005 gestützt. Im Aufgabenbereich 6.2 Ernährung (Gewichtung 45 %) ist die Einschränkung der Versicherten von 70 % bei Abgabe des beanspruchten Hilfsmittels auf 60 % herabgesetzt worden, was zu einer Behinderung von 4,5 % führte. Diese Herabsetzung ist offensichtlich ungenügend. Wenn die Versicherte, wie sie unwidersprochen ausführt, ohne das anbegehrte Hilfsmittel die oberen und mittleren Regale im Kühlschrank nicht erreichen kann, den Kochherd zwar knapp überblicken, nicht aber in die darauf stehenden Pfannen schauen und den Zubereitungsstand des Kochgutes kontrollieren kann und wenn hintere Abstellflächen für sie nicht benutzbar sind, so dass sie die vorderen Kochplatten als solche benutzen und auf den hinteren kochen muss, so vermindert das Hilfsmittel ihre Einschränkung nicht lediglich um 10 %, sondern um mindestens 20 %. Dies ergibt eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit von 9 % (20 % statt 10 % bei einer Gewichtung von 45 %), so dass zusammen mit der Steigerung der Arbeitsfähigkeit bei der Wohnungspflege von 1,6 %, beim Einkauf und weiteren Besorgungen von 0,5 % und bei der Wäsche und Kleiderpflege von 1,6 % eine Gesamtsteigerung von 12,7 % erreicht wird. 4.2 Nachdem der Elektro-Rollstuhl leihweise abgegeben wird, hat auch die Abgabe des Sitz-Höhenlifts im Elektro-Rollstuhl - wie beantragt - leihweise zu erfolgen.