Citation: 2C_406/2014 E. 5.5

5.5. In der Gesamtbeurteilung ist zudem zu berücksichtigen, dass der in der Schweiz geborene und aufgewachsene Beschwerdeführer hier familiär, sozial und beruflich integriert ist. Hier hat er seine Schulausbildung sowie selbst nach fristloser Kündigung durch seinen ersten Lehrmeister nach der Raserfahrt die Lehre als Gipser erfolgreich abgeschlossen. Zu seinem Heimatstaat Griechenland hat er, ausser der blossen Staatsbürgerschaft, keinen Bezug mehr, und er beherrscht die Sprache nur knapp mündlich. Er ist somit nicht nur familiär, sondern auch beruflich und sozial ausschliesslich in der Schweiz verwurzelt. Massgeblich ins Gewicht fällt weiter, dass die Raserfahrt - abgesehen von einer Nichtbeachtung eines Stoppsignals - seine einzige, wenn auch ausserordentlich schwerwiegende, Straftat darstellt. Er zeigt ausserdem Einsicht in sein Fehlverhalten, wie sich aus dem Gutachten und auch aus seiner Entwicklung seit der Straftat ergibt. Insgesamt ist somit eine gegenwärtige und hinreichend schwere Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit als Voraussetzung für den Widerruf der Niederlassungsbewilligung und die Beendigung des Aufenthalts des Beschwerdeführers in der Schweiz zu verneinen.