Citation: U 459/00 18.02.2002 E. 4

4.- Nach dem Gesagten beurteilt sich die Adäquanz des Kausalzusammenhangs nach den für ein Schleudertrauma der HWS ohne nachweisbare Funktionsausfälle geltenden Regeln (BGE 117 V 359). Auf eine Differenzierung zwischen psychischen und physischen Komponenten ist mit dem kantonalen Gericht zu verzichten, fehlt es doch an einer beherrschenden Dominanz der psychischen Probleme (vgl. BGE 123 V 99 Erw. 2a). Die Vorinstanz hat die Adäquanzbeurteilung allein für den der Kategorie der mittelschweren Ereignisse zuzuordnenden zweiten Unfall vorgenommen und dabei mit zutreffender Begründung die Kriterien der besonderen Eindrücklichkeit oder der besonders dramatischen Begleitumstände, der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzung sowie der ärztlichen Fehlbehandlung als nicht erfüllt erklärt. Soweit das kantonale Gericht das Vorliegen von Dauerbeschwerden und langer Dauer der Arbeitsunfähigkeit bejaht, kann ihm beigepflichtet werden. Die Parteien bringen gegen diese Einschätzung letztinstanzlich nichts vor. Soweit indessen die Vorinstanz das Kriterium der langen Dauer der ärztlichen Behandlung als nicht erfüllt qualifiziert, vermag dies nicht zu überzeugen. Denn wie vom Beschwerdeführer eingewendet wird, kann aus dem Umstand, dass ab Ende 1995 neben den durchgehend stattfindenden physiotherapeutischen Sitzungen wie auch dem therapeutisch begleiteten Aquafit ärztlicherseits lediglich noch Verlaufskontrollen in Abständen von rund drei Monaten durchgeführt wurden, nicht auf eine frühzeitige Beendigung der ärztlichen Behandlung geschlossen werden. Diese erweist sich gegenteils als langandauernd, zumal sie sich über den Einstellungszeitpunkt vom 6. August 1997 hinaus erstreckt. Auf Grund dieser Gesamtwürdigung kommt dem Unfall vom 5. Mai 1995 eine massgebende Bedeutung für die Entstehung des zervikozephalen Syndroms zu, weshalb die Adäquanz des Kausalzusammenhangs und damit die Leistungspflicht der SUVA entgegen der Ansicht der Vorinstanz zu bejahen ist.