Citation: I 417/04 31.05.2005 E. 3

Streitig und zu prüfen ist, ob sich die für den Invaliditätsgrad massgeblichen Verhältnisse seit Zusprechung der Viertelsrente (Verfügung vom 10. April 2001) bis zum angefochtenen Einspracheentscheid vom 25. November 2003 in revisionserheblicher Weise geändert haben und ob der Sachverhalt zur Beantwortung dieser Frage genügend abgeklärt ist. 3.1 Die ursprüngliche Rentenverfügung vom 10. April 2001 basierte in medizinischer Hinsicht vor allem auf dem Psychiatrischen Gutachten des Dr. med. B.________ vom 29. August 2000 und auf dem Rheumatologischen Gutachten des Dr. med. F.________ vom 30. August 2000. Des weiteren standen der IV-Stelle ein Bericht des Hausarztes Dr. med. D.________ vom 1./2. September 1999, Berichte der Neurologischen Klinik Z.________ vom 16. November 1998 sowie vom 11. Januar 2000 und ein Bericht der Klinik R._______ vom 18. November 1998 zur Verfügung. Diagnostiziert wurden damals ein Verdacht auf somatoforme Schmerzstörung mit anamnestischer Depression, ein panvertebrales Syndrom, vor allem ein zerviko- und lumbovertebrales Syndrom bei/ mit Fehlhaltung der Wirbelsäule, muskulärer Dysbalance, Verdacht auf Dekonditionierungssymptomatik sowie mässige degenerative Bandscheibenveränderungen, ein Zustand nach Operation eines Mammakarzinoms mit Axillaausräumung 1992 mit gewisser Lymphstauung sowie angedeuteter Krallenhand rechts und schliesslich eine allergische Diathese mit rezidivierender Urtikaria, Pollinosis sowie asthmoider Bronchitis anamnestisch (Bericht des Dr. med. F.________ vom 30. August 2000). Im Wesentlichen gestützt auf die Beurteilungen der Dres. med. F.________ und B.________ ging die IV-Stelle davon aus, die Versicherte sei aus medizinischer Sicht im angestammten Beruf als Buffetochter 60 % arbeitsfähig. Davon abweichend attestierte der Hausarzt der Beschwerdeführerin für die bisherige Tätigkeit eine 100%ige, für eine leichte körperliche Arbeit eine 55%ige Arbeitsunfähigkeit. 3.2 Die Verschlechterung des Gesundheitszustandes liess die Beschwerdeführerin am 28. Januar 2002 unter Hinweis auf einen am 23. September 2000 erlittenen Auffahrunfall geltend machen. Sie stand im Anschluss daran in Behandlung bei ihrem Hausarzt Dr. med. D.________ (Arztzeugnis vom 16. November 2000 und Verlaufsbericht vom 30. Mai 2002) sowie in der Klinik S.________, wo ein Status nach HWS-Distorsion am 23. September 2000 mit persistierender Zervikalgie und Zervikobrachialgie links diagnostiziert wurden (Berichte vom 27. Oktober 2000, 25. April 2001, 2. Juli 2001, 13. September 2001, 7. Februar 2002, 12. März 2002 und 10. April 2002). Dr. med. N.________, Fachart FMH für Orthopädische Chirurgie, untersuchte die Beschwerdeführerin für die Allianz Versicherung. In seinem Bericht vom 18. August 2001 stellte er fest, dass durch die Auffahrkollision verstärkte Nackenbeschwerden bei vorbestehendem chronischem Zervikovertebralsyndrom auftraten. Seiner Auffassung nach hat der Unfall sicher nicht zu einer richtunggebenden Verschlimmerung geführt und hat sich am Gesundheitszustand gegenüber dem Gutachten des Dr. med. F.________ vom 30. August 2000 nichts geändert ausser der subjektiven Angabe vermehrter Schmerzen. Im Austrittsbericht der Klinik E.________ vom 28. Dezember 2001, wo sich die Versicherte vom 4. bis 28. Dezember 2001 zur stationären Rehabilitation aufgehalten hatte, wurden ein zervikospondylogenes Schmerzsyndrom bei degenerativen Veränderungen und Status nach Verkehrsunfall mit HWS-Distorsionstrauma, ein leichtes lumbospondylogenes Schmerzsyndrom bei degenerativen Veränderungen, ein Status nach Mammakarzinom rechts 1992 sowie eine anamnestisch bekannte Gonarthrose links diagnostiziert. Dr. med. D.________ schliesslich hielt im Verlaufsbericht vom 30. Mai 2002 fest, seiner Patientin sei seit 23. September 2000 keine Tätigkeit mehr zumutbar. Die IV-Stelle liess die Versicherte am 17. März 2003 im Institut A._________ polydisziplinär begutachten. Die internistischen, neurologischen und psychiatrischen Abklärungen ergaben als Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung, eine neurotisch-depressive Störung, ein leicht bis mässig ausgeprägtes oberes linksbetontes Zervikalsyndrom bei leichten degenerativen Veränderungen mit zervikaler Spondylose und Unkovertebral-Arthrose C4/5 links sowie ein leicht ausgeprägtes Lumbovertebralsyndrom mit Fehlhaltung und muskulärer Dysbalance sowie allgemeiner muskulärer Dekonditionierung. Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit festgehalten wurden ein Status nach Mammakarzinom-Operation 1992, ohne Rezidivhinweise, eine anamnestisch allergische Konstellation mit rezidivierender Urtikaria, Pollinosis und asthmoider Bronchitis sowie anamnestische Kniebeschwerden links bei aktuell klinisch und radiologisch unauffälligem Befund. Bezüglich Arbeitsfähigkeit kamen die Gutachter zum Schluss, dass als Buffetochter seit September 1998 eine 40%ige Einschränkung bestehe, welche durch eine intermittierende Verschlechterung nach dem Unfall nicht tangiert werde. Nach wie vor seien der Explorandin körperlich leichte bis intermittierend mittelschwere, mässig adaptierte Tätigkeiten zu mindestens 60% zumutbar. Eine solche Tätigkeit könne ganztägig ausgeübt werden mit einer Leistungseinschränkung von 40 %. 3.3 Die Vorinstanz hat die umfangreiche medizinische Aktenlage sorgfältig gewürdigt und überzeugend dargelegt, dass der Sachverhalt genügend abgeklärt ist. Auf die diesbezüglichen Ausführungen wird verwiesen. Insbesondere kann auf das umfassende und schlüssige Gutachten des Instituts A._________ vom 14. Mai 2003 abgestellt werden, welches sämtlichen Anforderungen entspricht und bezüglich Diagnosen/Arbeitsfähigkeit im Wesentlichen mit den übrigen medizinischen Berichten mit Ausnahme der Beurteilungen des Hausarztes übereinstimmt. Gestützt darauf ist mit dem kantonalen Gericht davon auszugehen, dass sich der Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit der Versicherten seit Erlass der rentenzusprechenden Verfügung vom 10. April 2001 nicht (dauerhaft) erheblich verändert haben, wohingegen bei der abweichenden Beurteilung durch Dr. med. D.________ der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen ist, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc). Bei dieser Beweislage ist dem Antrag auf Rückweisung zur Einholung einer ergänzenden neuropsychologischen Abklärung der Beschwerdeführerin nicht stattzugeben, besteht doch kein hinreichender Anlass für weitere Beweiserhebungen. Eine solche antizipierte Beweiswürdigung ist, wie in Erw. 1 dargelegt, zulässig und verstösst nicht gegen den Anspruch auf rechtliches Gehör.