Citation: 2C_494/2020 E. 3.3.2

3.3.2. Soweit die Beschwerdeführerin auf ihre gute Integration verweist, kann auf die vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen werden, wonach die Integration primär im Rahmen des Anspruchs nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG zu berücksichtigen ist. Alleine aus dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin wirtschaftlich, beruflich und persönlich "überdurchschnittlich" integriert sein soll, ergibt sich kein wichtiger persönlicher Grund gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG. Dasselbe gilt, soweit sie auf allfällige Spannungen mit ihrer Mutter und ihrem Bruder bei einer Rückkehr in den Herkunftsstaat verweist. Dass ihre Familie es nicht akzeptieren könnte, wenn sie ohne ihren Mann zurückkehren würde, und sie nicht mehr bei Mutter und Bruder leben dürfte, vermag keinen nachehelichen Härtefall zu begründen. Die Beschwerdeführerin ist volljährig, jung und gesund; es ist ihr zumutbar, sich im Kosovo wiedereinzugliedern, selbst wenn sie auf die Hilfe ihrer Familie verzichten müsste. Vor diesem Hintergrund durfte die Vorinstanz ohne Gehörsverletzung in antizipierter Beweiswürdigung auf die Abnahme weiterer Beweismittel in Bezug auf die Integration der Beschwerdeführerin und die familiäre Situation verzichten. Ein Anspruch nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG besteht nicht.