Citation: 5A_520/2022 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz hat dazu erwogen, dass sich das Fristwiederherstellungsgesuch bei einer versäumten Rechtsmittelfrist gegen das Konkurserkenntnis nach Art. 33 Abs. 4 SchKG richte, dessen Voraussetzungen im konkreten Fall nicht erfüllt seien. Nachdem die Beschwerdeführerin seit dem 29. April 2022 gewusst habe, dass diese Zahlung nicht rechtzeitig erfolgt sei, erweise sich das mit Eingabe vom 12. Mai 2022 gestellte Fristwiederherstellungsgesuch als verspätet. Überdies habe die Beschwerdeführerin die geltend gemachten Gründe für die verspätete Tilgung der Konkursforderung nicht glaubhaft gemacht und selbst wenn auf die Darstellung der Beschwerdeführerin abgestellt werden könnte, sei ihr Verhalten grobfahrlässig und damit fraglos schuldhaft. Gemäss der eingereichten E-Mail-Korrespondenz habe die Beschwerdeführerin bereits seit Ende März Kenntnis davon gehabt, dass Zahlungsaufträge ihrer österreichischen Bank aufgrund der Sanktionen der Europäischen Union und der Schweiz gegen Russland verzögert abgewickelt würden. Indem die Beschwerdeführerin in Kenntnis der verzögerten Abwicklung der Zahlungsaufträge ihrer Bank den Auftrag zur vollständigen Tilgung der Konkursforderung erst einen Tag vor dem Ablauf der Beschwerdefrist erteilt hat, habe sie mit einer nicht fristgerechten Begleichung der Forderung rechnen müssen. Dabei falle insbesondere in Betracht, dass die Beschwerdeführerin seit dem 6. April 2022 vom Konkursdekret Kenntnis gehabt habe und die Beschwerdefrist aufgrund der Osterbetreibungsferien erst am 27. April 2022 abgelaufen sei.