Citation: 6B_614/2020 E. A

Die Subunternehmerin eines Bauprojekts beauftragte A.________, Eigentümer eines Fenstermontageunternehmens, nach Rücksprache mit der Generalunternehmerin u.a. mit der Montage einer Schiebetüre. Am 15. Dezember 2017 begab sich A.________ mit Mitarbeitern zur Baustelle, um den Auftrag auszuführen. Vor Ort stellte er fest, dass dem Vorhaben ein - zu einem anderen Zweck (Zimmermannsarbeiten) errichteter - provisorischer Zwischenboden (Fanggerüst zur Reduktion der Fallhöhe) im Weg stand. Für diese Konstruktion war der Bauleiter B.________ verantwortlich. Beim eigenhändigen Abbau des Fanggerüsts stürzte A.________ aus einer Höhe von 2,7 Metern auf den Betonboden. Dabei verletzte er sich schwer und ist seither teilarbeitsunfähig. A.________ reichte Strafanzeige gegen B.________ und gegen Unbekannt ein wegen fahrlässiger Gefährdung durch Verletzung der Regeln der Baukunde (Art. 229 Abs. 2 StGB) und wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung (Art. 125 Abs. 2 StGB). Die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland stellte das Strafverfahren gegen B.________ ein (Verfügung vom 25. März 2019).