Citation: 6B_633/2017 E. 2.2.2

2.2.2. Aus den Erwägungen der Vorinstanz ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin die geltend gemachte falsche rechtliche Qualifikation durch die Staatsanwaltschaft im Beschwerdeverfahren vor der Vorinstanz rügen konnte (vgl. angefochtener Entscheid, E. 2.4 S. 8 f.). Die Vorinstanz hat die entsprechenden Rügen zumindest in einer Eventualbegründung materiell behandelt. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs ist deshalb nicht ersichtlich. Vor diesem Hintergrund ist auch die Rüge, die Staatsanwaltschaft hätte eine Nichtanhandnahme verfügen müssen, unbegründet. Ohnehin darf eine Nichtanhandnahme nur verfügt werden, wenn mit Sicherheit feststeht, dass der zur Beurteilung vorliegende Sachverhalt unter keinen Straftatbestand fällt (vgl. BGE 137 IV 285 E. 2.3 S. 287). Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft war das Strafverfahren betreffend denselben Tatkomplex angesichts des Straftatbestands der Tätlichkeiten jedoch fortzuführen. Ein und derselbe Lebensvorgang (Tat im prozessualen Sinn) kann aufgrund des Prinzips "ne bis in idem" nicht aus einem rechtlichen Gesichtspunkt nicht anhand genommen und aus einem anderen verfolgt werden (vgl. zu derselben Thematik bei einer Einstellungsverfügung Urteil 6B_653/2013 vom 20. März 2014 E. 3.2).