Citation: 7B_984/2023 E. 3.3.1

3.3.1. Des Weiteren rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung der Begründungspflicht gemäss Art. 229 Abs. 1 und 3 lit. b i.V.m. Art. 227 Abs. 2 StPO. Die Beschwerdegegnerin habe zur Begründung ihres Antrags auf Anordnung von Sicherheitshaft lediglich auf ihren Antrag auf Verlängerung der Untersuchungshaft vom 7. Juli [recte: Juni] 2023 und den Beschwerdeentscheid der Vorinstanz vom 13. Juli 2023 verwiesen. Zudem habe das Zwangsmassnahmengericht den seit den ergangenen Gerichtsentscheiden veränderten Umständen keine Rechnung getragen, womit sich die Vorinstanz nicht auseinandergesetzt habe. In Nachachtung des Beschleunigungsgebot und der Gefahr drohender Überhaft seien konkrete Angaben zu den vorgenommenen Untersuchungshandlungen und zur in Aussicht stehenden Sanktion zu machen. Das gelte umso mehr als die Beschwerdegegnerin die zuvor beantragte (Untersuchungs-) Haft ausschliesslich mit dem besonderen Haftgrund der Wiederholungsgefahr begründet habe. Die Beschwerdegegnerin übersehe, dass im Zeitpunkt des gestellten Antrags auf Haftverlängerung eine Sanktion gemäss Aktenlage und deren Einschätzung ausgeschlossen gewesen sei. Die Vorinstanz übersehe, dass der Beschwerdeführer mangels dieses formgültigen und hinreichend begründeten Antrages der Beschwerdegegnerin eine Haftentlassung (und keine Rückweisung an das Zwangsmassnahmengericht) beantragt habe. Soweit eine nicht besonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die Beschwerdegegnerin angenommen werden könnte, hätten das Zwangsmassnahmengericht und/oder die Vorinstanz dem Beschwerdeführer die Möglichkeit einräumen müssen, sich zu einer nachgeholten Begründung der Beschwerdegegnerin zu äussern. Dies sei nicht der Fall gewesen. Es sei keine nachträgliche Begründung durch die Beschwerdegegnerin erfolgt.