Citation: 5A_824/2009 29.03.2010 E. 2

2.1 Strittig ist im vorliegenden Fall einmal die güterrechtliche Auseinandersetzung. Die Parteien standen während der Ehe unter dem Güterstand der Errungenschaftsbeteiligung (Art. 196 ff. ZGB), dessen Auflösung infolge Scheidung nach der gesetzlichen Regelung auf den Tag zurückbezogen wird, an dem das Begehren gestellt, d.h. die Scheidungsklage eingereicht worden ist (Art. 204 Abs. 2 ZGB; BGE 121 III 152). Nach den verbindlichen Feststellungen des Obergerichts gilt als massgebender Stichtag der 4. März 2008. In diesem Zeitpunkt werden Errungenschaft und Eigengut jedes Ehegatten nach ihrem Bestand ausgeschieden (Art. 207 Abs. 1 ZGB). Nach diesem Zeitpunkt kann sowohl hinsichtlich der Aktiven als auch der Passiven keine Errungenschaft mehr entstehen (BGE 121 III 152; statt vieler: Deschenaux und andere, Les effets du mariage, Bern 2000, S. 501 Rz. 1226). Im vorliegenden Fall ist nicht mehr umstritten, dass die (ehemals eheliche) Liegenschaft in A.________ dem Eigengut des Beschwerdeführers (Art. 198 Ziff. 2 ZGB) zuzurechnen ist. Das Gleiche gilt für die hypothekarische Belastung der Liegenschaft. Nach der von der ersten Instanz vertretenen, von den Parteien nicht infrage gestellten Rechtsauffassung gelten Amortisationen, die durch eine andere Gütermasse bezahlt werden, als diejenige, welcher die Schuld zugeordnet ist, als nachträgliche Investitionen; sie begründen entsprechende Ersatzforderungen im Sinn von Art. 209 Abs. 3 ZGB. Die erste Instanz ermittelte aufgrund der Klageantwortbeilage (AB) 11 Amortisationen während der Dauer der Ehe von Fr. 74'400.--. Von diesem Betrag seien nachweislich nur Fr. 31'300.-- durch einen Bezug von Geldern der 2. Säule geleistet worden, weshalb gestützt auf Art. 209 Abs. 3 ZGB eine Ersatzforderung der Errungenschaft des Beschwerdeführers gegenüber seinem Eigengut im Betrag der bis zum Stichtag (4. März 2008) erfolgten Amortisationen von Fr. 43'100.-- (Fr. 74'400.-- ./. Fr. 31'300.--) bestehe. Vor Obergericht machte der Beschwerdeführer geltend, der AB 11, welche von der ersten Instanz falsch interpretiert worden sei, lasse sich entnehmen, dass er (der Beschwerdeführer) die Hypothek um total Fr. 65'300.-- (recte wohl: Fr. 74'400.--) erhöht und diese Kredite über Pensionskassenbezüge von Fr. 7'000.-- und Fr. 31'300.-- sowie durch Amortisationen von Fr. 36'100.-- reduziert habe. Laut Antwortbeilage 11 habe sich das Konto für die zweite Hypothek zwar um Fr. 9'100.-- reduziert; gleichzeitig seien aber die Pensionskassenbezüge um Fr. 7'000.-- und Fr. 31'300.-- erhöht worden, weshalb seinem Eigengut (Art. 198 ZGB) eine Ersatzforderung gegenüber seiner Errungenschaft (Art. 197 ZGB) zustehe und nicht umgekehrt, wie die erste Instanz annehme. Diese Forderung belaufe sich auf Fr. 29'200.-- (Fr. 38'300.-- [Fr. 7'000.-- + Fr. 31.300] ./. Fr. 9'100.--). Das Obergericht hat erwogen, die Behauptung des Beschwerdeführers, die Pensionskassenbezüge von gesamthaft Fr. 38'300.-- (Fr. 31'300.-- + Fr. 7'000.--) sowie die Amortisationen in der Höhe von Fr. 36'100.-- stellten sein Eigengut dar, seien zur Hauptsache unbewiesen geblieben. Einzige Ausnahme bilde der Betrag von Fr. 31'300.--. Aus dem Beleg der "V.________" Versicherungsgesellschaft vom 5. November 2008 (Beilage 7 zur Eingabe des Beschwerdeführers vom 18. November 2008) ergebe sich lediglich die Herkunft des Betrages von Fr. 31'300.-- aus einem Vorbezug von Vorsorgegeldern aus der 2. Säule des Beschwerdeführers. Der in AB 11 verurkundete Kontoauszug erbringe nur Beweis dafür, dass er die zweite Hypothek im Laufe der Zeit erhöht habe und deren Finanzierung durch Einzahlung von Vorsorgegeldern im Rahmen der Wohneigentumsförderung und mit regelmässigen Amortisationen zugunsten eines auf den Namen des Beschwerdeführers lautenden Kontos bei der Bank U.________ erfolgt sei. Nicht ersichtlich sei indes, woher bzw. von welchem Konto des Beschwerdeführers die einbezahlten Gelder stammen. Insbesondere werde dadurch nicht deren Herkunft aus Mitteln der beruflichen Vorsorge bewiesen. Entsprechendes gelte auch für den Betrag von Fr. 7'000.--. Die AB 11 tauge insofern nicht als Beleg für die Behauptungen des Beschwerdeführers. Diesem sei daher der Beweis für die behauptete Ersatzforderung seines Eigenguts gegenüber seiner Errungenschaft nicht gelungen. Mit der ersten Instanz sei daher von einer Ersatzforderung der Errungenschaft des Beschwerdeführers gegenüber dessen Eigengut in der Höhe der bis zum Stichtag erfolgten Amortisationen von Fr. 43'100.-- (Fr. 74'400.-- ./. der Bezug aus der 2. Säule von Fr. 31'300.--) auszugehen. 2.2 Vor Bundesgericht wiederholt der Beschwerdeführer im Wesentlichen seine Ausführungen der Appellation. Ergänzend lässt er ausführen, im für die Scheidung massgebenden Zeitpunkt sei die Liegenschaft nach wie vor vollständig über Fremdkapital finanziert gewesen. Im Haus steckten nunmehr zumindest 131'000.-- Franken aus Pensionskassengeldern, sodass sich daraus keine Errungenschaft bilden lasse. Mit diesen Ausführungen blendet der Beschwerdeführer einmal aus, dass es vorliegend darum geht, aus welchen Mitteln die Amortisationen von gesamthaft Fr. 74'400.-- während der Ehe bezahlt worden sind. Der Beschwerdeführer setzt sich sodann nicht rechtsgenüglich mit den Erwägungen der Vorinstanz auseinander, wonach vom Betrag von Fr. 74'400.-- nur gerade Fr. 31'300.-- nachweislich aus Pensionskassengeldern stammen, während für den restlichen Betrag der Amortisationen ein entsprechender Nachweis nicht erbracht worden sei. Insbesondere wird nicht einmal ansatzweise zu begründen versucht, inwiefern die Beweiswürdigung der Vorinstanz gegen Art. 9 BV verstösst. Darauf ist insgesamt nicht einzutreten.