Citation: 8C_363/2020 E. 5

Die Suva ist mit Einspracheentscheid vom 10. August 2017 auf ihre Verfügung vom 16. Juni 2017 zurückgekommen mit der Begründung, der Fallabschluss und damit die Rentenzusprache sei zu früh erfolgt. Nach Art. 24 Abs. 2 UVG wird die Integritätsentschädigung - von hier nicht interessierenden Sonderfällen abgesehen - mit der Invalidenrente festgesetzt, oder falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt. Ist die Rentenzusprache in der Verfügung vom 16. Juni 2017 zu früh erfolgt, so muss mit Blick auf Art. 24 Abs. 2 UVG gleiches auch für die gleichzeitig zugesprochene Integritätsentschädigung gelten. Damit ist die Verfügung vom 16. Juni 2017 weder bezüglich der Invalidenrente noch bezüglich der Integritätsentschädigung in Rechtskraft erwachsen. Die Vorinstanz ist somit zu Recht auch bezüglich der Integritätsentschädigung auf die Beschwerde eingetreten; diese Leistung gehört entgegen den Vorbringen der Suva grundsätzlich auch im vorliegenden Verfahren zum Streitgegenstand. Es ist jedoch weder ersichtlich noch wird vom Beschwerdeführer dargelegt, dass die von ihm geltend gemachte Verschlechterung des Gesundheitszustands seit Februar 2017 nach Ansicht einer medizinischen Fachperson Grund für eine höhere Entschädigung wäre. Die Beschwerde ist somit, ohne dass die Notwendigkeit für weitere medizinische Abklärungen bestünde, auch betreffend der Integritätsentschädigung abzuweisen.