Citation: 4C.441/1998 25.09.2000 E. 2

2.- a) Im Berufungsverfahren hat das Bundesgericht seiner Entscheidung die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz als wahr und vollständig zugrunde zu legen, es sei denn, sie beruhten auf einem offensichtlichen Versehen, seien unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zustandegekommen oder bedürften der Ergänzung, weil das Sachgericht in fehlerhafter Rechtsanwendung einen gesetzlichen Tatbestand nicht oder nicht hinreichend klärte, obgleich ihm entscheidwesentliche Behauptungen und Beweisanerbieten dazu prozesskonform unterbreitet worden waren (Art. 63 und 64 OG; BGE 125 III 193 E. 1e S. 205; 123 III 110 E. 2; 115 II 484 E. 2a). Werden solche Ausnahmen geltend gemacht, hat die Partei, die den Sachverhalt berichtigt oder ergänzt wissen will, darüber genaue Angaben mit Aktenhinweisen zu machen (Art. 55 Abs. 1 lit. d OG) und nachzuweisen, dass die fragliche Tatsache bereits im kantonalen Verfahren form- und fristgerecht behauptet und Beweis dafür angeboten wurde (BGE 119 II 353 E. 5c/aa S. 357 mit Hinweisen). b) Wer eine Rückweisung der Sache zur Abnahme weiterer Beweise beantragt, hat in der Berufungsschrift konkret darzulegen, welche von ihm angebotenen Beweise der Sachrichter hätte abnehmen sollen, mit den erforderlichen Hinweisen, dass er diese Beweisanträge form- und fristgerecht gestellt hat; ausserdem hat er aufzuzeigen, welche rechtserheblichen Tatsachen damit hätten bewiesen werden sollen (Poudret, Commentaire de la loi fédérale d'organisation judiciaire, Vol. II, Bern 1990, N 1.5.2.3 zu Art. 55 OG). Ein blosser Verweis auf die Rechtsschriften genügt nicht, da in der Berufungsschrift selbst darzulegen ist, inwiefern das angefochtene Urteil Bundesrecht verletzt (BGE 115 II 83 E. 3 S. 85; 110 II 74 E. 1 S. 78 mit Hinweis). c) Die Klägerin rügt eine Verletzung von Art. 8 ZGB und verlangt die Rückweisung der Sache zur Durchführung eines Beweisverfahrens. Sie wiederholt zwar in der Berufung ihre an die Adresse der Nebenintervenienten erhobenen Vorwürfe, legt aber nicht dar, welche Beweise sie im Einzelnen dazu im kantonalen Verfahren prozesskonform angeboten hat, die vom Obergericht nicht abgenommen wurden (Poudret, a.a.O.). Ein blosser Verweis auf die Vorakten reicht dazu nicht aus. Auf die Rüge ist nicht einzutreten.