Citation: 5A_646/2023 E. 3

Das Obergericht hat erwogen, die Beschwerdeführerin habe nicht geltend gemacht, die Lohnpfändung vom Juni 2023 beim Bezirksgericht Horgen schriftlich angefochten zu haben, worauf dieses untätig geblieben wäre. Dem Bezirksgericht könne keine Rechtsverweigerung vorgeworfen werden, wenn der Beschwerdeführerin nach ihrer Vorsprache am Schalter kein Entscheid ausgehändigt worden sei. Falls sie die Pfändungsurkunde anspreche, so wäre diese beim Betreibungsamt und nicht beim Bezirksgericht erhältlich zu machen gewesen. Soweit sie eine falsche Lohnpfändung durch das Betreibungsamt geltend mache, müsse sie eine Beschwerde gegen die Pfändungsverfügung einreichen. Dass das Obergericht sich dazu im Rahmen einer Rechtsverweigerungsbeschwerde nicht äussern könne, sei ihr bereits mehrfach erläutert worden. Auf das Begehren um Auszahlung des vollen Lohns und Neufestsetzung des Existenzminimums könne mangels Anfechtungsobjekts nicht eingetreten werden. Aus der eingereichten Lohnabrechnung sei allerdings ersichtlich, dass der Beschwerdeführerin lediglich Fr. 1'200.-- belassen worden seien. Eine Einkommenspfändung sei nichtig, wenn sie offensichtlich in den Notbedarf des Schuldners eingreife. Die Sache sei deshalb zur entsprechenden Prüfung an das Bezirksgericht zu übermitteln.