Citation: 2C_796/2022 E. 6.2

6.2. Auch überspitzter Formalismus (Art. 29 Abs. 1 BV; vgl. zu dessen Inhalt BGE 142 V 152 E. 4.2 mit Hinweisen) liegt nicht vor: Nach der Rechtsprechung stellt das Nichteintreten auf ein Rechtsmittel mangels rechtzeitiger Leistung des Kostenvorschusses keinen überspitzten Formalismus dar, wenn der Gesuchsteller über die Höhe des Vorschusses, die Zahlungsfrist und die Säumnisfolgen rechtsgenüglich informiert worden ist (Urteile 2C_313/2022 vom 21. September 2022 E. 5.2; 1C_601/2019 vom 27. März 2020 E. 3.1, je mit Hinweisen). Nur in Ausnahmefällen gebietet das Verfassungsrecht, eine Nachfrist zur Zahlung des Kostenvorschusses anzusetzen (Urteile 2C_313/2022 vom 21. September 2022 E. 5.2; 1C_206/2014 vom 13. Juni 2014 E. 5.1, je mit Hinweisen). Mit der ersten Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege (Verfügung vom 6. Juli 2022) setzte die Vorinstanz dem Beschwerdeführer eine Frist bis zum 22. Juli 2022 zur Zahlung des Kostenvorschusses. Auf sein Ersuchen hin gewährte die Vorinstanz mit Verfügung vom 21. Juli 2022 diesbezüglich eine Nachfrist bis zum 22. August 2022, wobei sie ausdrücklich auf deren Nichterstreckbarkeit und die Säumnisfolgen (Nichteintreten) hinwies. Damit ist sie ihren verfassungsrechtlichen Verpflichtungen nachgekommen; eine weitere Nachfrist musste sie nicht gewähren.