Citation: 1C_229/2019 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz wies in den angefochtenen Entscheiden darauf hin, dass gemäss Art. 19 Abs. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 2 lit. b RPG eine genügende Erschliessung bzw. eine hinreichende Zufahrt Voraussetzung für die Erteilung einer Baubewilligung ist. Sie zitierte § 37 Abs. 1-5 PBG/SZ, wo die bundesrechtlichen Anforderungen an eine genügende Erschliessung bzw. hinreichende Zufahrt auf kantonaler Ebene konkretisiert werden, und setzte sich ausführlich mit der in diesem Zusammenhang ergangenen kantonalen Rechtsprechung sowie der Rechtsprechung des Bundesgerichts auseinander (vgl. Ziffer 2.5 des angefochtenen Entscheids vom 25. März 2019 mit dem Verweis auf Ziffer 3.1 ff. des mitangefochtenen Zwischenentscheids vom 24. August 2016). Die Vorinstanz kam zum Schluss, unter Beachtung der verfügten Auflagen (vgl. Sachverhalt Lit. A) werde mit dem durch das Bauvorhaben der Beschwerdegegnerin generierten Verkehr für die Ausfahrt aus dem Lebensmittelmarkt und das weitere Strassennetz - namentlich für den Kreisel "Acherli" - eine ausreichende Verkehrsqualitätsstufe erreicht, womit eine hinreichende Zufahrt bzw. eine genügende Erschliessung bestehe. Die Vorinstanz wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Beschwerdegegnerin die verkehrstechnische Erschliessung durch ein Einbahnsystem mit zwei Zufahrten und einer Ausfahrt je ohne Linksabbieger optimiert habe. In tatsächlicher Hinsicht stützte sich die Vorinstanz unter anderem auf ein von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebenes Verkehrsgutachten der D.________ AG vom 9. Dezember 2013 (nachfolgend: Verkehrsgutachten 2013). Dieses wurde erstellt, weil im benachbarten Gebiet "Riedmattli" zwei weitere Bauprojekte mit Einfluss auf die Verkehrssituation geplant waren. Diese beiden Projekte, von denen eines in der Zwischenzeit wieder zurückgezogen bzw. durch ein weniger verkehrsintensives Vorhaben ersetzt worden ist, sollten im Gegensatz zum Vorhaben der Beschwerdegegnerin über den von der Bahnhofstrasse abzweigenden Schützenhausweg erschlossen werden. Das Verkehrsgutachten 2013 machte bezüglich der Leistungsfähigkeit des Knotens Bahnhofstrasse/Schützenhausweg gewisse Vorbehalte. Mögliche Probleme erkannte es namentlich beim Einbiegen vom Schützenhausweg in die stark befahrene Bahnhofstrasse. Als nicht problematisch eingestuft wurden hingegen die Einfahrten des geplanten Lebensmittelmarkts der Beschwerdegegnerin von der Umfahrungsstrasse H8 und der Bahnhofstrasse sowie die Ausfahrt vom Lebensmittelmarkt in die Bahnhofstrasse. Im Verkehrsgutachten 2013 wurden für den geplanten Lebensmittelmarkt der Beschwerdegegnerin in der Abendspitzenstunde werktags (17.00-18.00 Uhr) je 72 Zu- und Wegfahrten sowie in der Spitzenstunde samstags (13.00-14.00 Uhr) je 81 Zu- und Wegfahrten vorausgesagt. Weiter wurde im Gutachten unter Berücksichtigung der Lage des geplanten Lebensmittelmarktes und der Kennwerte andernorts gelegener Lebensmittelmärkte der Beschwerdegegnerin prognostiziert, dass es sich bei 40 % der Zu- und Wegfahrten um sogenannte "en-passant-Fahrten" handeln werde, was bedeute, dass 40 % der Kundschaft den geplanten Lebensmittelmarkt anlässlich einer ohnehin durchgeführten Fahrt besuchen und keinen zusätzlichen Verkehr generieren würden. Was die Ausfahrt aus dem Schützenhausweg in die Bahnhofstrasse anbelangt, berücksichtigte die Vorinstanz, dass das Bauvorhaben der Beschwerdegegnerin nicht über den Schützenhausweg erschlossen werden solle und sich das durch den geplanten Lebensmittelmarkt erzeugte Verkehrsaufkommen auf die Leistungsfähigkeit des Knotens Bahnhofstrasse/Schützenhausweg nur indirekt auswirke, nämlich durch den Mehrverkehr auf der Bahnhofstrasse. Die Vorinstanz wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass für das heute über den Schützenhausweg erschlossene Gebiet "Riedmattli" auch eine alternative Erschliessungsroute denkbar wäre. Die Bewilligungsfähigkeit des Bauvorhabens der Beschwerdegegnerin machte sie daher davon abhängig, dass das vom geplanten Lebensmittelmarkt generierte Verkehrsaufkommen nicht schon für sich allein für eine ungenügende Qualitätsstufe am Knoten Bahnhofstrasse/Schützenhausweg verantwortlich sei. Während die Vorinstanz in ihrem Zwischenentscheid vom 24. August 2016 noch anmerkte, davon sei nicht auszugehen, schloss sie dies im Endentscheid vom 25. März 2019 implizit aus.