Citation: 4A_137/2019 E. C

Mit Beschwerde in Zivilsachen stellt die Klägerin die Anträge, das Urteil des Kantonsgerichts Luzern vom 14. Februar 2019 sei aufzuheben und die Sache sei zur Neubeurteilung bzw. zur Festsetzung des Vermögensschadens an die Vorinstanz zurückzuweisen, eventualiter sei der Beschwerdegegner zu verpflichten, ihr Fr. 491'089.55 nebst 5 % Zins seit 10. März 2001 zu bezahlen, zudem sei in der Betreibung Nr. xxx Betreibungsamt V.________ vom 10. März 2001 Rechtsöffnung zu erteilen. Nach einer Darstellung des Sachverhalts aus ihrer Sicht bringt sie vor, sie habe in ihren Rechtsschriften vor erster Instanz ausgiebig aus der Anklageschrift und dem Strafurteil des Obergerichts zitiert und habe erwarten dürfen, dass das Gericht diese Strafakten lese, welche im Übrigen selbsterklärend seien; sie rügt eine Verletzung von Art. 55 Abs. 1 und Art. 221 Abs. 1 lit. d ZPO. Sie vertritt die Ansicht, sie habe den Schaden ausreichend substanziiert, indem sie eigene Berechnungen angestellt und eine Expertise sowie eine Schätzung nach Art. 42 Abs. 2 OR verlangt habe für den Fall, dass dies nicht ausreiche; sie rügt eine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV bzw. Art. 152 Abs. 1 ZPO und Art. 8 ZGB sowie Art. 55 Abs. 1 und Art. 221 Abs. 1 lit. d ZPO. Sie kritisiert sodann die Erwägungen der Vorinstanz in Bezug auf ihre einzelnen Forderungen absatzweise. Zum entgangenen Gewinn vertritt sie die Ansicht, mit der detaillierten Gegenüberstellung der Umsätze jedes der abgeworbenen Kunden vor und nach dem schädigenden Ereignis habe sie die Grundlagen zur Schadensberechnung rechtsgenüglich erbracht, die beantragte Edition der Umsatzzahlen der D.________ GmbH hätte immerhin aufzeigen können, in welchem Umfang diese Kunden noch Waren tatsächlich bestellt hätten und sowohl das Obergericht wie das Bundesgericht seien (sc. im Strafverfahren) von einem entgangenen Gewinn von Fr. 219'000.-- ausgegangen. Sie verweist betreffend "Willkürliche Beweiswürdigung" und "Expertise/Recht auf Beweis" auf ihre Ausführungen in früheren Ziffern der Beschwerde. Der Beschwerdegegner beantragt in der Antwort die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist. Das Kantonsgericht Luzern reicht die Akten ein und verzichtet unter Verweis auf das angefochtene Urteil auf Stellungnahme. Mit Verfügung vom 30. April 2019 wurde das Gesuch um aufschiebende Wirkung abgewiesen.