Citation: 6B_1034/2016 E. 1.2.3

1.2.3. Aufgrund von Untersuchungsgrundsatz und Offizialmaxime obliegt es im Strafverfahren nicht allein der geschädigten Person, dem Gericht aufzuzeigen, gestützt auf welche Beweismittel ein Sachverhalt als erwiesen zu erachten sei. Es ist deshalb nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz ausgehend von eigenen Überlegungen Beweismittel als entscheidwesentlich einstuft und gestützt darauf die Beweiswürdigung vornimmt. Ihr ist folglich auch keine Gehörsverletzung vorzuwerfen, wenn sie nicht erwähnt, wann und wo die Beschwerdegegnerin 2 auf das fragliche Beweismittel verwiesen haben solle, weil diese womöglich gar keine entsprechenden Hinweise gemacht hat - und auch nicht zwingend machen musste, um die entsprechende Beweisführung der Vorinstanz überhaupt erst zu legitimieren. Wenn die Beschwerdegegnerin 2 der Polizei gegenüber angab, sie habe sich betrogen gefühlt, bedeutet dies entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer noch nicht, dass sie bereits zu diesem Zeitpunkt von einem strafrechtlich relevanten Betrug ausging. Vielmehr kann sie sich auch einfach auf einer persönlich-moralischen Ebene hintergangen und betrogen gefühlt haben. Dass die Vorinstanz der entsprechenden Äusserung der Beschwerdegegnerin 2 in ihrer Beweiswürdigung keine entscheidende Bedeutung beimisst, ist deshalb vertretbar. In der Folge ist ihr auch keine Verletzung ihrer Begründungspflicht vorzuwerfen, wenn sie in ihren Erwägungen auf die fragliche Äusserung der Beschwerdegegnerin 2 nicht ausdrücklich eingeht.