Citation: 5A_126/2024 E. 3.1.1

3.1.1. Grundsätzlich ist der bürgerliche Name einer Person unveränderlich. In bestimmten familienrechtlichen Konstellationen (vgl. Art. 270 Abs. 2, Art. 270a Abs. 2, Art. 8a SchlT ZGB) gewährt das Gesetz die voraussetzungslose Möglichkeit zur Namensänderung. Die Regierung des Wohnsitzkantons kann sodann einer Person die Änderung des Namens bewilligen, wenn achtenswerte Gründe vorliegen (Art. 30 Abs. 1 ZGB). Ob im einzelnen Fall "achtenswerte Gründe" für eine Namensänderung vorliegen, ist eine Ermessensfrage, die von der zuständigen Behörde nach Recht und Billigkeit zu beantworten ist (Art. 4 ZGB; zum Ganzen: BGE 145 III 49 E. 3.1; 140 III 577 E. 3.2; je mit Hinweisen). Ferner darf sich die Bewilligung der Namensänderung nur auf Tatsachen stützen, von deren Vorhandensein sich die Behörde überzeugt hat. Die gesuchstellende Person trägt die Beweislast für das Vorhandensein der Voraussetzungen (vgl. BGE 136 III 161 E. 3.4.1 mit Hinweisen [noch zu aArt. 30 Abs. 1 ZGB]).