Citation: 8C_697/2015 E. 3

Die Vorinstanz legte im angefochtenen Entscheid die Voraussetzungen dar, unter denen im sozialversicherungsrechtlichen Verwaltungsverfahren ausnahmsweise eine unentgeltliche Verbeiständung nach Art. 37 Abs. 4 ATSG geboten sein kann. Danach müssen sich schwierige rechtliche oder tatsächliche Fragen stellen und eine Interessenwahrung durch Dritte (Verbandsvertreter, Fürsorgestellen oder andere Fach- und Vertrauensleute sozialer Institutionen) ausser Betracht fallen (BGE 132 V 200 E. 4.1 f. S. 201). Diese hohen Anforderungen rechtfertigen sich namentlich mit Blick darauf, dass der Untersuchungsgrundsatz gilt, die Versicherungsträger und Durchführungsorgane der einzelnen Sozialversicherungen also den rechtserheblichen Sachverhalt unter Mitwirkung der Parteien nach den rechtsstaatlichen Grundsätzen der Objektivität, Neutralität und Gesetzesgebundenheit (BGE 136 V 376) zu ermitteln haben (Art. 43 ATSG). Zu berücksichtigen sind die Umstände des Einzelfalles, die Eigenheiten der anwendbaren Verfahrensvorschriften sowie die Besonderheiten des jeweiligen Verfahrens (Urteil 8C_557/2014 vom 18. November 2014 E. 4.2 mit Hinweis). Allein aus der Stärkung der Parteirechte gemäss BGE 137 V 210 kann nicht auf einen generellen Anspruch auf unentgeltliche Verbeiständung geschlossen werden (Urteil 8C_572/2014 vom 28. Januar 2015 E. 5.1). Neben der Komplexität der Rechtsfragen und der Unübersichtlichkeit des Sachverhalts fallen auch in der Person des Betroffenen liegende Gründe in Betracht, wie etwa seine Fähigkeit, sich im Verfahren zurechtzufinden (Ivo SCHWANDER, Anmerkung zu BGE 122 I 8, in: AJP 1996 S. 495; Urteil 8C_557/2014 vom 18. November 2014 E. 4.2 mit Hinweis).