Citation: 9C_154/2021 E. 4.2

4.2. Soweit die Beschwerdeführerin der vorinstanzlichen Beweiswürdigung alsdann entgegen hält, die RAD-Psychiaterin Dr. med. D.________ habe erst die im Mai 2015 vorgenommene Auswechslung des Bodens in der damaligen Wohnung der Beschwerdegegnerin 1 als "Auslöser" für die psychiatrischen Beschwerden bezeichnet, dringt sie ebenfalls nicht durch. Wohl lassen die Ausführungen im RAD-Untersuchungsbericht vom 11. Januar 2017 darauf schliessen, dass die erwähnten Bauarbeiten die psychiatrische Störung durchaus in dem Sinne triggerte, dass in der Folge eine Verschlechterung des Gesundheitszustands eintrat. Dies vermag aber nicht darüber hinweg zu täuschen, dass Dr. med. D.________ selber eine bereits früher eingetretene sinnfällige Auswirkung der Erkrankung auf die Arbeitsfähigkeit nicht ausschloss ("[...] seit Frühling 2015 oder schon früher entwickelte wahnhafte Störung [...]). Diesbezüglich präzisierte die RAD-Psychiaterin, dass bei der Beschwerdegegnerin 1 nicht (erst) die im Zusammenhang mit dem Wohnungsumbau aufgetretene hohe Sensibilität auf Gerüche, Emmissionen und chemische Verbindungen auffällig gewesen seien, sondern die Verarbeitung und Interpretation von Erfahrungen und Ereignissen an sich, was sich schon beim Tod des Haustieres oder des Anwalts gezeigt habe. Als charakteristisch für die schliesslich zur IV-Berentung bei 100%iger Arbeitsunfähigkeit führende wahnhafte Störung (ICD-10 F22.0) benannte Dr. med. D.________, dass die Patientin in ihrer Realitätseinschätzung schwer beeinträchtigt sei, sich dergestalt von ihrer Sicht der Realität nicht distanzieren könne und darüber hinaus über keine Krankheitseinsicht verfüge; diesbezüglich reagiere sie vielmehr abwehrend und sogar aufbrausend (RAD-Untersuchungsbericht vom 11. Januar 2017, S. 8).