Citation: 6B_127/2022 E. 4.1

4.1. Er kritisiert den festgestellten Sachverhalt nicht, macht aber in rechtlicher Hinsicht das Vorliegen einer die Arglist ausschliessenden Opfermitverantwortung geltend. Er bringt vor, zwischen ihm als Verkäufer und den Käufern habe kein Vertrauensverhältnis bestanden, das er ausgenutzt habe. Die Käufer hätten ausserdem prüfen können, ob er als seriöser Verkäufer gelte, gebe es auf den Internetplattformen doch die Möglichkeit, Verkäufer zu bewerten. Die Vorinstanz führe richtig aus, dass die Internetplattformen auf Sicherheitsvorkehrungen wie die Bezahlung bei Übergabe der Sache und auf den Zahlungsdienst PayPal hinweisen würden. Sie seien sich also des Missbrauchspotentials bewusst. Die Vorinstanz wische dies mit der Bemerkung weg, Vorauszahlungen seien gängig und geschäftsüblich. Das möge sein, ändere aber nichts daran, dass die Käufer im zu beurteilenden Fall die elementarsten Sicherheitsvorkehrungen missachtet hätten und ihnen daher eine Opfermitverantwortung anzulasten sei, welche die Arglist ausschliesse. Mangels Arglist habe ein Freispruch vom Vorwurf des mehrfachen Betrugs zu erfolgen.