Citation: 1C_247/2020 E. 4.2

4.2. Auch aus tierschutzrechtlicher Sicht erachtete die Vorinstanz den Umbau der bestehenden Weidescheune zu einem Sommerstall für die vorgesehene Schafhaltung als betrieblich nicht zwingend erforderlich. Unter Einbezug und umfassender Würdigung der einschlägigen Bestimmungen der Tierschutzverordnung (TSchV; SR 455.1) und der Empfehlungen des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) führte die Vorinstanz aus, angesichts der sporadischen Nutzung der neu gepachteten Betriebsflächen zwischen Frühling und Herbst müsse der Beschwerdeführer den Schafen zwecks Witterungsschutz einzig genügend Schattenplätze zur Verfügung stellen. Die Frage nach einem künstlichen Witterungsschutz, wie er im Winter vorausgesetzt werde, stelle sich dagegen nicht. Aus aktuell zugänglichen Luftaufnahmen ergebe sich, dass auf den gepachteten Grundstücken der D.________ AG genügend Hecken und Feldgehölze vorhanden seien, welche den Schafen einen kostengünstigen Sonnenschutz bieten. Gemäss tierschutzrechtlichen Vorgaben genüge dies im Zeitraum von Frühjahr bis Herbst als Witterungsschutz. Zum Schutz der Auen und Lämmer kurz vor und nach der Geburt könnten diese zudem vorübergehend in den Winterstall beim Betriebszentrum oder in einen der weiteren Weideställe des Beschwerdeführers gebracht werden. Der geplante Gesamtumbau der Weidescheune sei somit auch aus tierschutzrechtlicher Sicht für die vorgesehene Schafhaltung nicht zwingend nötig.