Citation: 9C_384/2013 E. 4.2.2

4.2.2. Gemäss Bericht vom 2. Februar 2012, welcher auf Abklärungen vor Ort und den Angaben der Mutter des Beschwerdeführers basiert, bestehe beim Essen eine altersmässige Hilfe. Der Beschwerdeführer esse und trinke allein. Wegen der Krankheit müsse er viel mehr essen, vor allem fettreiche und salzhaltige Nahrung. Nebst den drei Haupt- und zwei Zwischenmahlzeiten müsse er immer wieder mal etwas essen (Salzstangen, Joghurt, Salami, Schokolade etc.). Ergänzend dazu wird im Bericht vom 4. September 2012 - der mit der Mutter des Beschwerdeführers telefonisch aktualisiert wurde -, ausgeführt, weil er chronisch keinen Appetit habe und von sich aus nichts esse und trinke, müsse die Mutter sich immer wieder mit ihm an den Tisch setzen und ihn zum Essen motivieren. Der Beschwerdeführer müsse bis zu zwei Liter pro Tag trinken, weil der Wasserverlust wegen dem Schwitzen recht gross sei. Sodann rapportierte Dr. med. S.________, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin FMH am Kinderspital X.________, Kinder mit zystischer Fibrose hätten einen erhöhten Nahrungsbedarf von 120 - 150 %. Daher sei ein erhöhter Zeitaufwand zur Verabreichung dieser zusätzlichen Nahrung notwendig (Bericht vom 11. Februar 2013). Aufgrund dieser Berichte ist erstellt, dass der Beschwerdeführer im Vergleich zu nicht behinderten Gleichaltrigen einen erhöhten Nahrungsbedarf aufweist und auf vermehrte Mahlzeiten angewiesen ist. Die Notwendigkeit vermehrter Mahlzeiten wird in Anhang III KSIH Ziffer 3 viertes Lemma bei Kindern mit Stoffwechselkrankheiten als relevanter Mehraufwand anerkannt. Folglich ist - entgegen der Vorinstanz - eine Hilflosigkeit beim Essen zu bejahen. Unter diesen Umständen kann offen blieben, ob die Hilflosigkeit allenfalls auch durch die Notwendigkeit indirekter Dritthilfe begründet wird, was der Fall wäre, wenn der chronische Appetitmangel und der daraus resultierende Bedarf an Motivation zur Nahrungsaufnahme (vgl. Rz. 8030 und 8031 KSIH) auf die Krankheit zurückzuführen wären.