Citation: I 421/98 01.02.2000 E. 3

3.- a) Als Ursache der Rückenschmerzen des Beschwerdeführers nennt Dr. med. M.________ in seinem Bericht vom 6. September 1994 ein leichtes (rein muskuläres) Lumbovertebralsyndrom bei Chondrose und kleiner medianer Diskushernie L4/L5 sowie ein leichtes muskuläres Zervikovertebralsyndrom. Im BEFAS-Bericht vom 6. März 1996 werden zusätzlich ein rezidivierendes cervicocephales Syndrom und eine Wirbelsäulenfehlhaltung bei S-förmiger Skoliose und Tendenz zu Flachrücken festgestellt. Weiter werden Nacken- und Schulterbeschwerden erwähnt und eine muskuläre Dysbalance mit mässiggradig verkürzter lumbaler Paravertebralmuskulatur beidseits sowie eine Insertionstendinopathie des Musculus rhomboideus minor links diagnostiziert. Übereinstimmend gehen Dr. med. M.________ und die Ärzte der BEFAS davon aus, dass dem Beschwerdeführer die Ausübung der früheren Tätigkeit als Archivmöbel-Monteur angesichts der bestehenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen nicht mehr möglich ist. Als uneingeschränkt zumutbar erachten sie körperlich leichtere und rückenschonende Arbeiten, die abwechselnd sitzend, stehend oder gehend ausgeführt werden können, kein Heben und Tragen von Lasten über 10 bis 12 kg und keine wiederholte oder längere Betätigung in ergonomisch ungünstiger Körperhaltung, etwa vornübergeneigt, seitlich-rotiert oder halbgebückt, erfordern; wegen der Schulter-Nackenproblematik sollte zudem längeres Arbeiten auf Schulterhöhe oder darüber vermieden werden. Wie im BEFAS-Bericht vom 6. März 1996 festgehalten wird, fallen dank des handwerklichen Geschicks nach entsprechender Einführungszeit auch qualifiziertere Arbeiten in Betracht. b) Bereits im Vorbescheidverfahren hat der Beschwerdeführer unter Berufung auf ein Kurzattest des Hausarztes Dr. med. G.________ vom 2. November 1996 geltend gemacht, seit dem Aufenthalt in der BEFAS seien neu vom Nacken ausgehende Kopfschmerzen hinzugekommen. Im Hinblick darauf hat die IV-Stelle eine nochmalige Begutachtung durch Dr. med. M.________ angeordnet, welcher in seinem Bericht vom 3. März 1997 unter Bezugnahme auf die Ergebnisse einer neurologischen Abklärung zwar einen Verdacht auf vasomotorische Kopfschmerzen äusserte, eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes gegenüber den im BEFAS-Gutachten vom 6. März 1996 wie auch in seiner eigenen Expertise vom 6. September 1994 umschriebenen Situation indessen ausdrücklich verneinte und an den früheren ärztlichen Einschätzungen des verbliebenen Leistungsvermögens festhielt. Im Rahmen des kantonalen Beschwerdeverfahrens hat der Versicherte eine Stellungnahme des Psychiatrischen Dienstes M.________ vom 5. Mai 1998 beigebracht, in welcher ein Verdacht auf eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung erhoben wird; die durch den Arbeitsunfall aus dem Jahre 1992 ausgelöste Schmerzsymptomatik sei wechselhaft und sicherlich nicht rein durch eine somatische Störung zu erklären. Dazu wird in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ausgeführt, bei der Beurteilung der trotz Gesundheitsschädigung zumutbaren Arbeiten seien die "seit langem bestehenden Nacken- und Kopfschmerzen bzw. psychischen Beschwerden" unberücksichtigt geblieben; diese hätten seit der BEFAS-Abklärung zugenommen. c) Eine Prüfung der vorhandenen Unterlagen ergibt, dass Dr. med. M.________ schon in seiner Expertise vom 6. September 1994 von "helmartig über den Hinterkopf bis zu den Augen ausstrahlenden Nackenschmerzen" gesprochen hat. Auch der Bericht der Berufsberaterin der IV-Stelle vom 16. Mai 1995 erwähnt "ständig starke" Kopfschmerzen, die mit Medikamenten "betäubt" werden müssten. Weiter hat die Berufsberaterin festgehalten, gemäss Angaben des Versicherten sei seit der Untersuchung bei Dr. med. M.________ eine allgemeine Verschlechterung eingetreten, indem er vor allem "im Kopfbereich und mit den Augen viel grössere Probleme" habe; eine auf Anregung des Versicherten erfolgte telefonische Rückfrage bei Dr. med. S.________ habe indessen ergeben, dass die zusätzlich neu angegebenen Beschwerden an der allgemeinen Situation und insbesondere an der Arbeitsfähigkeit nichts änderten. Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass auch anlässlich der BEFAS-Untersuchung eine allgemeine Verschlechterung des Gesundheitszustandes geltend gemacht worden ist und insbesondere Probleme im Kopfbereich und mit den Augen angegeben wurden. Angesichts dieser wiederholten Hinweise ist, entgegen der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vertretenen Auffassung, davon auszugehen, dass im Rahmen der Arbeitsfähigkeitsschätzungen durch Dr. med. M.________ im Herbst 1994 und die Fachleute der BEFAS Anfang 1996 jeweils auch den vom Beschwerdeführer angegebenen Kopf- und Nackenschmerzen Rechnung getragen worden ist. Insbesondere nachdem Dr. med. M.________ die früheren Angaben in seinem Gutachten vom 3. März 1997 nochmals ausdrücklich bestätigt hat, besteht kein Anlass zu einer abweichenden Beurteilung in dem Sinne, dass die zumutbare Leistung auf Grund von Kopfschmerzen eine zusätzliche Verminderung erfahren würde. Aus dem äusserst knapp begründeten Bericht des Psychiatrischen Dienstes M.________ vom 5. Mai 1998 kann lediglich auf eine psychisch bedingte Auslösung der im Übrigen bereits bekannt gewesenen Kopfschmerzen geschlossen werden. Bezüglich der angeblichen Zunahme der Schmerzintensität vermag dieses Attest keine Aufschlüsse zu vermitteln. Auch lässt es konkrete Angaben zur Arbeitsfähigkeit vermissen und läuft statt dessen auf eine Beurteilung erwerblicher Aspekte hinaus, welche zum Vornherein nicht in den Aufgabenbereich der von den Organen der Invalidenversicherung zur Klärung des Leistungsvermögens beigezogenen Spezialisten fällt (Erw. 2). Die Zuverlässigkeit und Aktualität der von Vorinstanz und Verwaltung als massgeblich erachteten ärztlichen Angaben zur Arbeitsfähigkeit wird durch den im kantonalen Rechtsmittelverfahren neu beigebrachten Bericht demnach nicht in Frage gestellt. Dies umso weniger, als der Beschwerdeführer in den beruflich-praktischen Arbeitserprobungen der BEFAS trotz damals schon angegebener Kopfschmerzen tatsächlich praktisch uneingeschränkte Leistungen erbracht hat.