Citation: U 392/00 20.10.2003 E. 5.3

5.3.1 Die SUVA hat das Invalideneinkommen vorliegend aufgrund der DAP geschätzt und dieses auf Fr. 3'800.- monatlich oder Fr. 49'400.- im Jahr beziffert. Mit den nach Abschluss des Verwaltungsverfahrens vorinstanzlich noch aufgelegten DAP-Blättern liegen insgesamt sieben Dokumentationen in den Akten. Im Lichte des in Erwägung 5.1.2 Gesagten genügt dies grundsätzlich den höchstrichterlichen Anforderungen. Hingegen fehlt es vorliegend an Angaben über die Gesamtzahl der auf Grund der Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze. Das Gleiche gilt für den Höchst- und den Tiefstlohn sowie für den Durchschnittswert der entsprechenden Gruppe. Die DAP der SUVA können demgemäss für die Ermittlung des Invalideneinkommens nicht herangezogen werden. 5.3.2 Demnach ist auf den Durchschnittslohn gemäss LSE abzustellen, wie das die Vorinstanz im Sinne einer Plausibilitätskontrolle ansatzweise bereits getan hat. Wie von SUVA und kantonalem Gericht dargelegt, ist der Beschwerdeführer unter Berücksichtigung seiner unfallkausalen Behinderung und bei Unterstellung eines mittleren Aktivitätsalters von ca. 42 Jahren ganztags für leichte industrielle Produktions- und Montagetätigkeiten auf Tischhöhe, für Botengänge, leichte Archiv- oder Magazinarbeiten, administrative Tätigkeiten und ähnliches einsetzbar. Die Limitierung liegt einzig beim Tragen von Lasten über 10 kg und allen Tätigkeiten, bei denen der rechte dominante Arm über Schulterhöhe gehoben werden müsste. Damit ist vom monatlichen Bruttolohn (Zentralwert) im gesamten privaten Sektor für männliche Arbeitnehmer mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) gemäss Tabelle TA1 der LSE 1996, also von Fr. 4'294.- auszugehen. Bei einer Arbeitszeit von 41,9 Stunden und der Nominallohnentwicklung 1997 (vgl. Erw. 5.1 hievor) ergibt sich ein auf Grund der Unfallrestfolgen zumutbarerweise noch zu erzielendes Jahreseinkommen von Fr. 54'245.-. Verglichen mit dem Valideneinkommen von Fr. 62'684.- ergäbe dies rein rechnerisch einen Invaliditätsgrad von 13,46%. Der Beschwerdeführer ist auch bei einer geeigneten leichteren Tätigkeit in seiner Leistungsfähigkeit im Rahmen der erwähnten Limitierung eingeschränkt, was sich in einer gewissen Verdiensteinbusse auswirken kann. Diese ist in Form eines Abzuges vom durchschnittlichen Tabellenlohn zu berücksichtigen (BGE 126 V 75 ff.). Bei einem solchen zwischen 5 und 10% erscheint die Schätzung eines Invaliditätsgrades von 20% auch im Lichte der Angemessenheitskontrolle (Art. 132 lit. a OG) nicht zu beanstanden. Es gibt vorliegend keinen Anlass letztinstanzlich in das Ermessen von Verwaltung und Vorinstanz einzugreifen (BGE 126 V 81 Erw. 6).