Citation: 7B.163/2003 30.07.2003 E. 3

Die obere Aufsichtsbehörde hat in Bezug auf das Gesuch um Neuschätzung festgehalten, dass die Beschwerdeführerin innert der Frist (und auch später) den verlangten Kostenvorschuss von Fr. 3'000.-- zur Neuschätzung nicht geleistet habe. Deshalb sei die Erstinstanz zu Recht auf das Gesuch um Neuschätzung unter Kostenfolgen (Fr. 50.--) nicht eingetreten. 3.1 Der Anspruch auf eine (zweite) Schätzung des zu verwertenden Grundstücks durch einen Sachverständigen besteht von Bundesrechts wegen (Art. 9 Abs. 2, Art. 99 Abs. 2 VZG). Art. 9 Abs. 2 VZG bestimmt, dass der am Verwertungsverfahren Beteiligte, der eine neue Schätzung verlangt, die Kosten vorzuschiessen hat. Über die Einzelheiten dieses Kostenvorschusses schweigt sich das Bundesrecht aus. Es obliegt der angerufenen (kantonalen) Aufsichtsbehörde, den Betrag des Vorschusses und die Frist festzulegen, innert welcher dieser zu leisten ist (dazu BGE 60 III 189 S. 190). Für diesen verfahrensleitenden Entscheid ist das kantonale Prozessrecht massgebend (vgl. Art. 20a Abs. 2 i.V.m. Abs. 3 SchKG; vgl. aber BGE 84 III 9 E. 2 S. 11 f. betreffend Betreibungsferien und Rechtsstillstand). Die Beschwerdeführerin macht im Wesentlichen geltend, den Kostenvorschuss deshalb nicht geleistet zu haben, weil dieser überhöht gewesen sei und ein solcher von höchstens Fr. 1'000.-- angemessen gewesen wäre. Dieses Vorbringen ist unbehelflich. Da die Frage der Festsetzung des Betrages zum Kostenvorschuss einer Neuschätzung nicht vom Bundesrecht beherrscht ist, kann auf die Kritik der Beschwerdeführerin von vornherein nicht eingetreten werden (Art. 79 Abs. 1 OG). 3.2 Weiter bringt die Beschwerdeführerin vor, die obere Aufsichtsbehörde habe die Kostenfolge des erstinstanzlichen Nichteintretensentscheides zu Unrecht und ohne Begründung geschützt, obwohl kein trölerisches Verhalten vorliege. Die obere Aufsichtsbehörde hat die Kostenpflichtigkeit - entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin - nicht mit trölerischem Verhalten, sondern ausdrücklich damit begründet, dass für erstinstanzliche Gesuche um Neuschätzung eine Gebühr gemäss Art. 1 Abs. 2 GebV SchKG erhoben werden könne. Nach dieser Bestimmung kann für nicht besonders tarifierte zwangsvollstreckungsrechtliche Verrichtungen der Ämter, Behörden und übrigen Organe eine Gebühr bis Fr. 150.-- erhoben werden. Darauf geht die Beschwerdeführerin mit keinem Wort ein. Da sie nicht darlegt, inwiefern die obere Aufsichtsbehörde zu Unrecht die Kostenfolge des erstinstanzlichen Nichteintretensentscheids betreffend das Gesuch um Neuschätzung angenommen habe, kann auf die Beschwerde insoweit nicht eingetreten werden.