Citation: 6B_1494/2021 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz verneint zusammengefasst einen schweren persönlichen Härtefall. Die Aufenthaltsdauer des Beschwerdeführers sei mit etwas mehr als zehn Jahren noch nicht als besonders lang zu bezeichnen. Er sei hier zwar beruflich integriert, jedoch habe er den überwiegenden Teil und die besonders prägenden Jahre seines bisherigen Lebens in seiner Heimat verbracht. Seine sozialen und beruflichen Resozialisierungschancen in seinem Heimatland Kosovo seien als gut zu bezeichnen. Ein ausserordentlich enges Verhältnis zur Schweiz sei nicht ersichtlich; vielmehr habe er mit seiner langjährigen Delinquenz gezeigt, dass er die hiesige Rechtsordnung nicht respektiere. Allein der Umstand, dass der Beschwerdeführer Ehemann und Vater von bald drei Kindern in der Schweiz sei, führe nicht zur Annahme eines schweren persönlichen Härtefalls i.S.v. Art. 66a Abs. 2 StGB. Weiter erwägt die Vorinstanz, selbst bei Annahme eines Härtefalls gemäss Art. 66a Abs. 2 StGB sei eine Landesverweisung auszusprechen, da die öffentlichen Interessen an der Wegweisung die privaten Interessen des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz überwiegen würden.