Citation: U 426/04 30.03.2005 E. 1

1.1 Die SUVA hat in der Verfügung vom 2. März 1999 und im Einspracheentscheid vom 10. Dezember 1999 einzig zur Leistungspflicht aus dem Unfall vom 9. Dezember 1997 Stellung genommen. Bezüglich des Unfalls vom 29. November 1999 hat sie weder eine Verfügung noch einen Einspracheentscheid erlassen. In der vorinstanzlichen Beschwerde gegen den Entscheid vom 10. Dezember 1999 hat der Versicherte auch auf den Unfall vom 29. November 1999 verwiesen. Vernehmlassungsweise lehnte die SUVA die Leistungspflicht aus beiden Unfällen ab. Die Vorinstanz hat im Entscheid vom 8. September 2004 über die Leistungspflicht der SUVA aus beiden Ereignissen befunden. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt der Versicherte Leistungen aus beiden Unfällen. 1.2 Nach dem Gesagten fehlt es hinsichtlich des Unfalls vom 29. November 1999 an einem Anfechtungsgegenstand und damit grundsätzlich an einer Sachurteilsvoraussetzung (BGE 130 V 502 Erw. 1.1, 125 V 414 Erw. 1a). Indessen kann das verwaltungsgerichtliche Verfahren aus prozessökonomischen Gründen auf eine ausserhalb des Anfechtungsgegenstandes, d.h. ausserhalb des durch den Einspracheentscheid bestimmten Rechtsverhältnisses liegende spruchreife Frage ausgedehnt werden, wenn diese mit dem bisherigen Streitgegenstand derart eng zusammenhängt, dass von einer Tatbestandsgesamtheit gesprochen werden kann, und wenn sich die Verwaltung zu dieser Streitfrage mindestens in Form einer Prozesserklärung geäussert hat (BGE 130 V 503 mit Hinweis). Die Voraussetzungen für die Ausdehnung des Verfahrens auf die Frage der Leistungspflicht der SUVA aus dem Unfall vom 29. November 1999 sind erfüllt. Eine Rückweisung der Sache an die SUVA zwecks Erlasses einer diesbezüglichen Verfügung käme einem formalistischen Leerlauf gleich und widerspräche dem Grundsatz der Prozessökonomie (BGE 121 V 116, 116 V 187 Erw. 3d; AHI 2003 S. 103 Erw. 5b).