Citation: 5A_671/2014 E. 3.3.1

3.3.1. Der Beschwerdeführer anerkennt, dass sein Einkommen aus Erwerb angesichts seiner beherrschenden Stellung in der H.________ AG so zu bestimmen ist, wie wenn er Selbständigerwerbender wäre (vgl. Urteil 5P.127/2003 vom 4. Juli 2003 E. 2.2, zusammengefasst in FamPra.ch 2003 S. 909). Soweit er eine Erwerbsprognose als unzulässig erachtet und in seiner Beschwerde zunächst darauf beharrt, es dürfe ihm lediglich das aktuell effektiv erzielte Einkommen angerechnet werden, sind seine Ausführungen rein appellatorischer Natur, erklärt er sich doch, "um das vorliegende Verfahren endlich abgeschlossen zu haben", letztlich ausdrücklich bereit, die Unterhaltsbeiträge auf einem erwarteten Einkommen aus Honorar von Fr. 12'000.-- pro Monat zu berechnen, wohlwissend, dass er die Differenz zum aktuell erzielten Einkommen für eine begrenzte Zeit noch zu Lasten des Vermögens werde aufbringen müssen (S. 22 Rz. 71 der Beschwerde). Im Übrigen erweisen sich seine Ausführungen zur angeblichen Unzulässigkeit einer Erwerbsprognose auch als unbegründet. Bei schwankenden Einkommen, was vor allem Selbständigerwerbende betrifft, ist grundsätzlich auf den Durchschnitt mehrerer Jahre abzustellen; zudem sind auch sich abzeichnende, zukünftige Entwicklungen nach Möglichkeit einzubeziehen ( HAUSHEER/SPYCHER, in: Handbuch des Unterhaltsrechts, 2. Aufl. 2010, S. 16, Rz. 01.34). Da sich das Unternehmen des Beschwerdeführers noch in der Aufbauphase befindet und es daher an einer repräsentativen Periode fehlt, hat die Vorinstanz kein Bundesrecht verletzt, indem sie das künftig erzielbare (potenzielle) Erwerbseinkommen des Beschwerdeführers geschätzt hat.