Citation: 8C_678/2021 E. 4.3.1

4.3.1. Was die retrospektive Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch die Gutachter anbelangt, durfte die Vorinstanz auf deren Ausführungen abstellen, wonach aus orthopädischer/unfallchirurgischer Sicht sechs Monate nach dem Unfall vom 1. August 2014 wieder eine vollständige Arbeitsfähigkeit erlangt worden sei. In den übrigen Fachgebieten bestand ab Gutachtenszeitpunkt ebenfalls eine volle Arbeitsfähigkeit in der angestammten wie in einer leidensangepassten Tätigkeit, wogegen die Beschwerdeführerin nichts einwendet. Aus neurologischer und psychiatrischer Sicht konnten die Gutachter rückblickend keinen Zeitpunkt der Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit nennen, wobei der psychiatrische Teilgutachter insoweit hiervon abwich, als er eine volle Arbeitsfähigkeit ab April 2015 als gegeben erachtete. Zur Begründung verwies er auf die objektiv wiedererlangten kognitiven Fähigkeiten zu diesem Zeitpunkt. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin erachtete die Vorinstanz den Beweiswert des Gutachtens durch diese Ausführungen zum retrospektiven Verlauf der Arbeitsfähigkeit nicht als geschmälert. Daher war das Gericht auch nicht gehalten, ergänzende Abklärungen zu treffen, was auch mit Blick auf die Schwierigkeiten, die mit retrospektiven Beurteilungen zusammenhängen, nicht zu beanstanden ist (vgl. Urteil 8C_564/2017 vom 26. März 2018 E. 3.1 mit Hinweis).