Citation: H 86/00 29.12.2000 E. 4

4.- a) Die kantonale Rekurskommission hat in für das Eidgenössische Versicherungsgericht verbindlicher Weise (Erw. 1b hievor) festgestellt, dass die in Konkurs gefallene Firma über längere Zeit in einen Rechtsstreit mit ihrer Franchisinggeberin verwickelt war, wegen einer unübersichtlichen Buchhaltung anfangs 1993 hiefür eigens einen Mitarbeiter angestellt, dabei die laufenden Verpflichtungen vernachlässigt und ihre Beitragsschulden von Januar bis Juli 1993 erst auf Betreibung hin bezahlt hat. b) Die rechtlichen Auseinandersetzungen mit der Franchisinggeberin sind kein Exkulpationsgrund, denn sie entbinden den Beschwerdeführer in keiner Weise davon, die Sozialversicherungsbeiträge gewissenhaft abzurechnen und zu bezahlen. Auch wenn das Buchhaltungsprogramm nicht brauchbar war, hatte er für die Erledigung dieser Aufgaben zu sorgen. Die Anstellung von Herrn R.________ ändert nichts daran, dass er als einziger Verwaltungsrat einer kleinen Firma den Überblick über das Beitragswesen behalten musste. Gerade weil die lang dauernden Streitigkeiten mit der Franchisinggeberin ein finanzielles Risiko beinhalteten, hätte der Beschwerdeführer umso nachhaltiger für die pünktliche Bezahlung der Beiträge sorgen sollen. Entsprechende Massnahmen weist er jedoch keine nach. Daher sind keine Exkulpationsgründe ersichtlich. c) Der Beschwerdeführer kann sich nicht auf BGE 121 V 243 berufen und geltend machen, es seien lediglich die Beiträge der letzten Monate vor der Konkurseröffnung unbezahlt geblieben. Die Buchhaltung wurde schon für das Jahr 1992 nicht einwandfrei geführt, sodass der Überblick über die finanziellen Verhältnisse bei der Anstellung von Herrn R.________ anfangs 1993 nicht mehr gegeben war. Im Unterschied zum Sachverhalt von BGE 121 V 243 hat daher die Firma des Beschwerdeführers nicht bis kurz vor dem Konkurs alle ihre Beitragspflichten korrekt erfüllt. d) Ein Mitverschulden der Kasse ist nicht erwiesen. Dass sie auf das von Herrn R.________ vorgetragene Ansinnen um Reduktion der Monatspauschalen und deren Umwandlung in Quartalspauschalen nicht eingegangen ist, kann ihr nicht als schuldhaftes Verhalten angelastet werden.