Citation: 2C_919/2020 E. 3.3.3

3.3.3. Unbegründet ist auch der Vorwurf, die Zustellung hätte nicht mit A-Post Plus vorgenommen werden dürfen. Der Beschwerdeführer räumt selber ein, dass das kantonale Verfahrensrecht die Zustellung per Einschreiben nicht vorschreibt. Weder aus dem Umstand, dass in anderen Kantonen eine abweichende Rechtslage besteht, noch wegen seiner fehlenden juristischen Kenntnissen durfte er auf eine Zustellung per Einschreiben vertrauen. Eine Vertrauensgrundlage ergibt sich auch nicht daraus, dass dem Beschwerdeführer behördliche Sendungen früher per Einschreiben zugestellt worden sind. Schliesslich steht auch die grosse Tragweite von ausländerrechtlichen Entscheiden einer Zustellung per A-Post Plus nicht entgegen (vgl. Urteile 2C_587/2018 vom 8. März 2019 E. 3.1; 2C_784/2015 vom 24. September 2015 E. 2.1). Durfte das Migrationsamt daher die Zustellung per A-Post Plus vornehmen, erübrigt sich die Prüfung, ob die Rekursanmeldung auch dann verspätet gewesen wäre, wenn die Zustellung per Einschreiben erfolgt wäre. Auf die diesbezügliche Eventualbegründung der Vorinstanz und die Ausführungen in der Beschwerde ist deshalb nicht näher einzugehen.