Citation: 5A_627/2013 E. 6.2

6.2. Der Beschwerdeführer wirft der Vorinstanz im Wesentlichen vor, bei ihrem Entscheid die Weigerung der Tochter, mit ihm Kontakt aufzunehmen, entgegen der Rechtsprechung BGE 129 III 375 nicht berücksichtigt zu haben. Das Kantonsgericht hat sich sehr ausführlich mit der Zumutbarkeit der Unterhaltsleistung aufgrund der fehlenden persönlichen Beziehung zwischen Vater und Tochter beschäftigt. Es hat insbesondere hervorgehoben, dass zwischen den Parteien seit 2002, d.h. seit der Trennung des Beschwerdeführers und der Mutter der Beschwerdegegnerin, ein schweres Zerwürfnis besteht, das in der teilweise sehr heftig geführten Auseinandersetzung zwischen dem Beschwerdeführer und der Mutter der Beschwerdegegnerin begründet ist. Das Kantonsgericht hat ferner berücksichtigt, dass die Streitigkeiten zwischen dem Beschwerdeführer und der nunmehr geschiedenen Ehefrau im Zeitpunkt des letzten Entscheids noch nicht mehr als 10 Jahre zurücklagen. Nebst diesen im Scheidungskampf begründeten Ursachen der abgekühlten Beziehung zwischen Vater und Tochter hat das Kantonsgericht insbesondere auch auf die vom Beschwerdeführer angehobene Ehelichkeitsanfechtungsklage hingewiesen, welche die Beschwerdegegnerin den Feststellungen des Kantonsgerichts zufolge verletzt hat. Das Kantonsgericht hat im Weiteren erwogen, der Beschwerdeführer habe überdies die Zusammenarbeit mit dem Beistand abgelehnt, was berechtigte Zweifel am Willen des Beschwerdeführers hervorgerufen habe, das Besuchsrecht zur Beschwerdegegnerin und zu ihrem Bruder wieder aufleben zu lassen. All diese Umstände würden das Verhalten der Beschwerdegegnerin auch heute noch nachvollziehbar prägen. Der Beschwerdeführer unternehme nichts für eine Normalisierung der Verhältnisse. So sei etwa das Schreiben vom 3. April 2011 an die eigene Tochter als im Ton wenig angemessen zu bezeichnen. Im Weiteren habe die Beschwerdegegnerin auch nicht allein zu verantworten, dass das geplante Treffen zwischen den Parteien vom 21. Juli 2011 nicht zustande gekommen sei. Beide Parteien hätten Bedingungen an dieses Treffen geknüpft, welche die andere Partei nicht habe einhalten wollen. Schliesslich könne der Beschwerdeführer auch nichts zu seinen Gunsten daraus ableiten, dass ihn die Beschwerdegegnerin mit dem Vornamen anrede. Zum einen sei dies unter Erwachsenen nicht aussergewöhnlich; zum andern sei der Ton der Beschwerdegegnerin in ihren Schreiben im Gegensatz zu jenem des Beschwerdeführers angemessen ausgefallen. Das Kantonsgericht schliesst aus all diesen Umständen, die Beschwerdegegnerin habe den fehlenden Kontakt unter den Parteien nicht allein zu verantworten; der unterbliebene Kontakt sei vielmehr ebenso auf ein unangepasstes Verhalten des Beschwerdeführers gegenüber der Beschwerdegegnerin zurückzuführen. Diese Schlussfolgerung erscheint aufgrund der geschilderten Verhältnisse, die vom Beschwerdeführer nicht substanziiert und nicht den Begründungsanforderungen gemäss E. 2.2 entsprechend infrage gestellt werden, vertretbar. Angesichts der nachgewiesenen Mitverantwortung des Beschwerdeführers am Fehlen jeglicher persönlichen Beziehung mit der Beschwerdegegnerin hat die Vorinstanz ihr Ermessen nicht überschritten. Die Schlussfolgerung, der Kinderunterhalt sei trotz der fehlenden Beziehung zwischen Vater und Tochter zumutbar, verletzt kein Bundesrecht.