Citation: 6B_378/2024 E. 2.4.1

2.4.1. Die Vorinstanz geht in Bezug auf die dem Beschwerdeführer vorgeworfenen Erpressungs- und Nötigungsdelikte von März bis September 2017 von folgendem, für das Bundesgericht verbindlich festgestellten Sachverhalt aus (Art. 105 Abs. 1 BGG) : Der Beschwerdeführer nahm Anfang 2017 seine Inkassotätigkeit auf und liess sich verschiedentlich Forderungen von Gläubigern zedieren. Diese versuchte er in der Folge mit erpresserischen Mitteln durchzusetzen, was ihm teilweise gelang. Der "modus operandi" bestand darin, die Schuldner mit Mahnschreiben und Rechnungen (u.a. unter Verwendung der Bezeichnung "Moskau Inkasso") zu bedienen, wobei er neben den zedierten Forderungen unter dem Titel verschiedener Gebühren auch willkürlich Beträge einforderte, welche sich zusammen mit der hohen Kadenz der Schreiben rasant steigerten. Um die Schuldner ausfindig zu machen, nahm er auch Adressnachforschungen bei Behörden vor. Die Schuldner bedrohte er teilweise telefonisch oder suchte sie persönlich auf, um im Gespräch Druck auszuüben. Um sich vor möglichen Vorwürfen bezüglich seines drohenden Verhaltens zu schützen, nahm er jeweils einen Freund als Zeugen mit. Beide traten dabei in einer Jacke mit dem Schriftzug "Schuldeintreibung" auf, der ebenfalls grossflächig auf dem Fahrzeug des Beschwerdeführers angebracht war. Weiter wollte er sich auch dadurch absichern, dass er Schuldner eine Schuldanerkennung unterschreiben liess, worin diese bestätigten sollten, dass die Unterzeichnung ohne Druckausübung erfolgt sei. Dieser Sachverhalt bleibt vor Bundesgericht unbestritten.