Citation: 4A_464/2023 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer bestreitet, dass die gesundheitliche Verhinderung seines Rechtsvertreters bereits zu Beginn der Berufungsfrist voraussehbar gewesen sei. Erst am 24. Mai 2023 seien die starken Schmerzen aufgetreten, die ihn am rechtzeitigen Handeln gehindert hätten, und erst am 25. Mai 2023 sei evident geworden, dass er die Berufung nicht werde einreichen können. Vorher sei er nicht dauernd an der Arbeit verhindert gewesen, und die erfolgten Delegationen hätten nichts mit seinem Gesundheitszustand zu tun gehabt. Das TAS habe seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, weil es das entscheidende Argument übergangen habe, dass Grund für die verpasste Berufungsfrist das plötzliche Wiederaufflammen der Symptome in heftigster Weise am Nachmittag des 24. Mai 2023 und die Verschlechterung (mit erstmals aufgetretenen Blutungen) am 25. Mai 2023 gewesen sei. Diese am 24./25. Mai 2023 aufgetretene Verschlechterung sei plötzlich und unvorhersehbar gewesen. In den Jahren zuvor hätten ihn die diesbezüglichen Beschwerden nicht durchgehend am Arbeiten gehindert. Er habe daher keine Veranlassung gehabt, zu Beginn der Berufungsfrist Vorsichtsmassnahmen zu treffen. Das Schiedsgericht wies ausdrücklich auf die im Restitutionsgesuch angeführten Gründe für die Verspätung und die eingereichten Dokumente sowie die zusätzlich gelieferten Informationen hin und zitierte ausführlich aus den Schriftsätzen. Es trifft daher nicht zu, dass es die Argumente und Angaben des Beschwerdeführers nicht gehört habe. Im Gegenteil, hat es diese explizit berücksichtigt. Indessen zog es daraus andere Schlussfolgerungen als der Beschwerdeführer. Darin liegt keine Gehörsverletzung. Mit seinen Ausführungen in der Beschwerde, weshalb das Restitutionsgesuch hätte gutgeheissen werden müssen, übt der Beschwerdeführer richtig besehen unzulässige inhaltliche Kritik an der schiedsgerichtlichen Würdigung. Damit kann er nicht gehört werden. Denn der Anspruch auf rechtliches Gehör in einem kontradiktorischen Verfahren nach Art. 182 Abs. 3 und Art. 190 Abs. 2 lit. d IPRG enthält nach ständiger Rechtsprechung keinen Anspruch auf einen materiell richtigen Entscheid, sondern sichert allein das Recht auf Beteiligung der Parteien an der Entscheidfindung (BGE 127 III 576 E. 2b und 2d). Dieses wurde vorliegend gewahrt.