Citation: 8C_110/2022 E. 5.2

5.2. Im Kern bringt die Beschwerdeführerin vor, ihr gesundheitlicher Zustand habe sich zwischenzeitlich verschlechtert, womit auch das im Rahmen der Begutachtung ermittelte Belastbarkeitsprofil überholt sei. Hingegen stellt sie die Gültigkeit der ärztlichen Befunde weder im Moment der Begutachtung noch zur Zeit des rechtlich für die medizinische Seite der Invaliditätsbemessung massgeblichen Datums der Verfügung vom 16. Februar 2021 (siehe E. 3.1 hiervor) klar und eindeutig infrage. Sie äussert sich denn auch nicht zur Thematik, seit wann sich ihre Gesundheit konkret verschlechtert haben soll. Entsprechend ist ihr Rechtsbegehren abgefasst, welches zwar die Zusprache einer mindestens halben Invalidenrente rückwirkend ab Verschlechterung des gesundheitlichen Zustandes verlangt, ohne allerdings ein genaues Datum für die behauptete Entwicklung zu bezeichnen. Dies ist insofern relevant, als das Begehren den Umfang des Rechtsstreits umschreibt und grundsätzlich so formuliert werden muss, dass es bei Gutheissung - zumindest unter Einbezug der Beschwerde insgesamt - zum Urteil erhoben werden kann (vgl. Art. 107 Abs. 2 BGG; SVR 2019 UV Nr. 12 S. 47, 8C_62/2018 E. 1.2.1 f. mit Hinweisen, nicht publ. in: BGE 144 V 418). Vorliegend fehlt es an der Angabe eines konkreten Zeitpunkts der geltend gemachten Verschlimmerung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin, weshalb unklar bleibt, ab wann sie die Zusprechung einer mindestens halben Invalidenrente verlangt.