Citation: 1C_103/2019 E. 2.2

2.2. Dieser Argumentation ist nicht zu folgen: Die Beschwerdeführerin behauptet nicht, dass der früheren Chefanklägerin der NAD laut Medienberichten vorgeworfen würde, diese habe falsche Anschuldigungen gegen die Beschwerdeführerin erhoben bzw. solche Anschuldigungen bildeten Gegenstand des Rechtshilfeersuchens. In dem von der Beschwerdeführerin selber eingereichten Zeitungsartikel vom 15. Februar 2019 wird vielmehr Folgendes dargelegt: "Bukarest. Rumäniens neu eingerichtete Behörde für Straftaten im Justizsystem ermittelt gegen Laura Kövesi, die frühere oberste Korruptionsjägerin des Landes: Wie Kövesi Mittwochabend mitteilte, werden Falschangaben, Amtsmissbrauch und Bestechungsannahme vorgeworfen. Die angesehene Juristin war im Juli 2018 entlassen worden - sie hatte unter anderem Politiker der regierenden Sozialdemokraten der Korruption überführt. Derzeit gilt Kövesi als aussichtsreichste Kandidatin für das Amt des künftigen Europäischen Generalstaatsanwalts. Bukarest versucht offenbar, die Kür von Kövesi zu verhindern - sie wurde nämlich von der neuen Ermittlungsbehörde just für den Tag vorgeladen, an dem sie sich im Europaparlament im Rahmen des Bewerbungsverfahrens einer weiteren Anhörung stellen müsste. Anfang Februar hatte Rumäniens Justizminister, Tudorel Toader, angekündigt, bei seinen EU-Kollegen gegen die Ernennung von Kövesi Stimmung machen zu wollen. Für die Kür zuständig sind das EU-Parlament und der Justizrat." Zudem führt eine personelle Änderung bei den Leitungsorganen der ersuchenden Behörde nicht ohne Weiteres zum Dahinfallen des Ersuchens. Die Beschwerdeführerin macht nicht geltend, dass die Staatsanwaltschaft am Obersten Kassations- und Justizgerichtshof in Bukarest bzw. die NAD seit dem 9. Juli 2018 (Entlassung der Chefanklägerin) geäussert hätten, sie hielten nicht mehr am Ersuchen fest. Etwas anderes geht auch aus den vorliegenden Akten nicht hervor. Im vorliegenden Fall sind keine objektiven Anhaltspunkte für schwere Mängel des ausländischen Verfahrens dargetan. Auch sonst liegt kein besonders bedeutender Rechtshilfefall im Sinne der dargelegten Praxis zu Art. 84 BGG vor. Der angefochtene Entscheid stützt sich auf die anwendbaren Rechtsquellen und die einschlägige Rechtsprechung des Bundesgerichtes, auf die zurückzukommen hier kein Anlass besteht.