Citation: K 18/02 05.06.2002 E. 2

2.- Entgegen der Beschwerdeführerin verletzt die vorinstanzliche Beweiswürdigung nicht Bundesrecht. Insbesondere ist nicht zu beanstanden, dass das kantonale Gericht unter den gegebenen Umständen der unbestrittenen Tatsache eines Body Mass Index (BMI) von mindestens 32 entscheidende Bedeutung beigemessen hat. Dieser Wert liegt deutlich über 25, was die Kostenübernahme der Mammareduktionsplastik zwar nicht an sich ausschliesst, nichtsdestoweniger aber bei der Gewichtung des Anspruchsmerkmals "keine Adipositas" in dem Sinne zu berücksichtigen ist, dass, je höher der BMI ist, der natürliche Kausalzusammenhang zwischen den geklagten Rückenbeschwerden und der Mammahypertrophie umso mehr als fraglich erscheint (Urteil L. vom 29. Januar 2001 [K 171/00] mit Hinweis auf RKUV 1996 Nr. K 972 S. 4 f. Erw. 5c). Zu den erwähnten Umständen, welche vorliegend das Negativkriterium der vorhandenen Adipositas entscheidend in den Vordergrund schieben, zählt insbesondere, dass im Mai 2001 rund ein halbes Jahr nach dem ersten Kostengutsprachegesuch für die Mammareduktionsplastik Anfang November 2000 eine Rückenoperation zwecks Dekompression und Stabilisierung im Bereich der lumbalen Wirbelsäule durchgeführt wurde. Dieser Eingriff war offenbar notwendig, und zwar auch in dem Sinne, dass eine Verkleinerung der Mammae zumindest als alleinige Massnahme keine valable Alternative zur Beseitigung oder wenigstens erheblichen Verminderung der Rückenbeschwerden darstellte. Mit Blick auf das gesamte für die geklagten Rückenbeschwerden in Betracht fallenden Ursachenspektrum kann daher lediglich von der Möglichkeit, nicht hingegen überwiegender Wahrscheinlichkeit einer nicht vernachlässigbaren Beteiligung des (Über-)Gewichts der Mammae am Beschwerdebild gesprochen werden. Diese Feststellung gilt in zeitlicher Hinsicht zumindest bis zum Erlass des Einspracheentscheides vom 16. Mai 2001 (RKUV 2000 Nr. KV 138 S. 361 Erw. 5b mit Hinweisen). Daran ändert das ins Recht gelegte Schreiben des Dr. med. G.________ vom 1. Februar 2002 nichts. Ob die streitige Kostenübernahmepflicht in einem späteren Zeitpunkt im Lichte der dannzumaligen tatsächlichen Verhältnisse, insbesondere bei besserer Kenntnis der gesundheitlichen Folgen der Rückenoperation, anders zu beurteilen wäre, ist in diesem Verfahren nicht zu prüfen. Der angefochtene Entscheid ist somit rechtens.