Citation: 4D_93/2017 E. 2.2.2

2.2.2. Die Vorinstanz führte aus, die Beschwerdeführerin habe in ihrer Haftbeschwerde im Wesentlichen beantragt, der Ehemann sei aus der Ausschaffungshaft zu entlassen und ihm sei eine Niederlassungsbewilligung zu erteilen bzw. er sei bis zur Bewilligung der Niederlassung vorläufig aufzunehmen. Die Vorinstanz schloss gestützt darauf, die Parteien hätten mit der Haftbeschwerde bezweckt, die Ausschaffung zu verhindern. Dass die Bewilligungs- und Wegweisungsfrage im Rahmen einer Haftbeschwerde überhaupt nicht geprüft werden könne, ändere nichts daran, dass diese darauf ausgerichtet gewesen sei, den Verbleib des Ehemannes der Beschwerdegegnerin in der Schweiz zu sichern. Da die vereinbarte Bedingung des Erfolgs der Haftbeschwerde zufolge der Ausschaffung nicht eingetreten sei, bestehe kein (fälliger) Anspruch.