Citation: U 260/99 07.04.2000 E. 2

2.- Es stellt sich vorliegend die Frage, ob der Beschwerdeführer die Voraussetzungen, unter denen ein Rentenbezüger Taggelder der Unfallversicherung beanspruchen kann (vgl. Erw. 1), erfüllt. Die Vorinstanz hat dies im Wesentlichen mit der Begründung verneint, es gebe in den gesamten vorhandenen medizinischen Unterlagen keinen einzigen Hinweis darauf, dass die seit August 1995 aufgetretenen und im Februar 1997 wiederum abgeklungenen Beschwerden im Bereich der linken Hüfte in einem kausalen Zusammenhang mit dem 1989 erlittenen Unfall stehen könnten, weshalb auch die daraus resultierende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit nicht in rechtserheblichem Zusammenhang mit dem Unfall stehe. Diese Feststellungen lassen sich aufgrund der Akten nicht bestätigen. a) Im Gutachten des Spitals Y.________, Neurologische Klinik, vom 24. April 1997, hält Dr. med. W.________ unter Beurteilung ausdrücklich fest, dass sowohl die Periarthritis coxae links als auch die panvertebralen Schmerzen zumindest teilweise auf die chronische Fehlbelastung durch die Peronaeus-Parese zurückzuführen sind. Auch Dr. med. T.________, Spezialarzt FMH für Neurologie, geht von einer unfallkausalen Spätfolge aus, diagnostizierte er doch in seinem Bericht vom 14. November 1997 unter anderem überlastungs-bedingte Beinschmerzen links (Periarthropathia coxae) bei Dysbalance infolge Fehlbelastung (Beinlängen-Asymmetrie, schmerzbedingtes Schonhinken). Da das linke Bein auch wegen der unfallbedingten Lähmung und der Schmerzen fehlbelastet wurde, ist der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den Hüftbeschwerden entgegen der Auffassung der Vorinstanz klar erstellt. b) Daran ändert nichts, dass gemäss Gutachter die Ursache der Periarthritis coxae links nur teilweise in der Fehlbelastung zu finden ist, ist doch für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität des Versicherten beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen). c) Selbst die SUVA hat im Übrigen den Kausalzusammenhang der Hüftbeschwerden zum Unfall ursprünglich als gegeben erachtet, bezeichnete doch der Kreisarzt am 14. Februar 1996 die im Bericht des Spitals Y.________, Neurologische Klinik und Poliklinik, Schmerzsprechstunde, vom 19. Januar 1996 beschriebenen lokalen Schmerzen (wozu insbesondere auch diejenigen an der Hüfte gehörten) als Unfallfolge, worauf die SUVA ihre Leistungspflicht für die Kosten der Therapie mit Tryptizol sowie der medizinischen Betreuung verfügungsweise anerkannte. Dass sich letztere zum damaligen Zeitpunkt allein auf die Hüftbeschwerden bezog, geht ohne weiteres aus dem genannten Bericht hervor, sahen doch die Ärzte der Schmerzsprechstunde von rheumatologischer Seite einzig die leichte Periarthritis coxae links als angehbar. Es fällt auch auf, dass sich der Kreisarzt in den ärztlichen Beurteilungen vom 20. März 1996 und 28. April 1997 - auf welchen die Verfügungen vom 22. März 1996 und 23. Mai 1997 sowie die Einspracheentscheide in medizinischer Hinsicht beruhten - zum Kausalzusammenhang zwischen den Hüftbeschwerden und dem Unfall vom 18. März 1989 erst gar nicht äusserte.