Citation: 1A.266/2006 25.04.2007 E. 3

Die Beschwerdeführer sind der Auffassung, die Rechtsprechung zur Legitimation von Nachbarn im Baubewilligungsverfahren könne nicht unbesehen auf die Legitimation von Nachbarn im Nutzungsplanverfahren übertragen werden, weil Letzteres viel weitreichendere Konsequenzen habe. Davon sei auch das Bundesgericht in BGE 113 Ia 236 E. 2b S. 237 ausgegangen, wonach die Anerkennung der Rekursberechtigung eines nicht vom Plan erfassten Eigentümers darauf beruhe, dass bei der späteren Anfechtung einer Baubewilligung, die sich auf den neuen Nutzungsplan stütze, der Plan und die ihn ergänzenden Bauvorschriften grundsätzlich nicht mehr angefochten werden könnten. Wie das Verwaltungsgericht zutreffend dargelegt hat (E. 3b S. 5 f. des angefochtenen Entscheids), ergibt sich aus diesem Entscheid (der im Übrigen nur Art. 88 OG und nicht Art. 103 lit. a OG betrifft) nichts für die Rechtsauffassung des Beschwerdeführers: Darin wird lediglich (mit Hinweis auf den Grundsatzentscheid BGE 106 Ia 383 ff.) festgehalten, dass der Rechtsschutz des Nachbarn bereits im Planverfahren gewährleistet werden muss und nicht ins Baubewilligungsverfahren verlegt werden kann, soweit bereits aus dem Plan erkennbare Auswirkungen auf dessen Grundstück in Frage stehen, die anschliessend, bei einer Anfechtung der Baubewilligung, grundsätzlich nicht mehr überprüft werden können. Die zitierte Erwägung betrifft deshalb den Zeitpunkt des Rechtsschutzes (Plan- oder Baubewilligungsverfahren) und besagt nicht, dass geringere Anforderungen an das Berührtsein des Beschwerdeführers und dessen räumlichen Bezug zur angefochtenen Planfestsetzung zu stellen seien. Vielmehr hängt die Legitimation des Nachbarn - gleichgültig, ob sich seine Beschwerde gegen eine Baubewilligung oder gegen einen Nutzungsplan richtet - davon ab, ob und inwiefern die bewilligte Anlage bzw. die festgesetzte Nutzung sich nachteilig auf dessen Grundstück auswirken kann. Dies hängt zum einen vom Abstand zwischen den Grundstücken, zum anderen von Art und Intensität der befürchteten Auswirkungen ab (vgl. BGE 121 II 171 E. 2b S. 174 mit Hinweisen).