Citation: 4P.9/2006 31.03.2006 E. 3

Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des Willkürverbots gemäss Art. 9 BV. 3.1 Willkür liegt nach ständiger Rechtsprechung nicht schon vor, wenn eine andere Lösung vertretbar oder gar vorzuziehen wäre; das Bundesgericht hebt einen Entscheid vielmehr nur auf, wenn dieser mit der tatsächlichen Situation in offensichtlichem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 129 I 49 E. 4 S. 58 mit Verweis). 3.2 Der Kantonsgerichtspräsident hat im angefochtenen Entscheid die Interessen des Beschwerdeführers an der von ihm begehrten Sperre geringer gewichtet als das Interesse der Beschwerdegegnerin an der Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung. Er hat insofern insbesondere erwogen, der Beschwerdeführer werde seine bereits getätigten Einlagen wieder herausverlangen und Schadenersatz fordern können, wenn sich das Vorgehen der Beschwerdegegnerin im Nachhinein als rechtswidrig erweise; zudem habe der Beschwerdeführer nicht glaubhaft gemacht, dass die Beschwerdegegnerin über die eingebrachten Sachwerte verfügen werde. Mit diesen Erwägungen setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander. Die blosse Behauptung, der Kantonsgerichtspräsident habe die Interessen des Beschwerdeführers nicht berücksichtigt, genügt den Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG nicht. 3.3 Zwar ist dem Beschwerdeführer beizupflichten, wenn er unter Verweis auf Lehrmeinungen darlegt, dass gewichtige Gründe für die Rechtswidrigkeit des Vorgehens der Beschwerdegegnerin sprechen und insbesondere bei Kapitalerhöhungen nicht leicht wieder gut zu machende Nachteile drohen (vgl. etwa Kuster, Die Einsprache nach Art. 32 Abs. 2 HRegV, Jahrbuch des Handelsregisters, 1997, S. 105/116). Selbst wenn ein anderer Entscheid aus dieser Erwägung vorzuziehen gewesen wäre, kann nicht als geradezu sachlich unvertretbar und damit willkürlich angesehen werden, wenn der Kantonsgerichtspräsident die Rechtslage insbesondere im Rahmen der kurzen zur Verfügung stehenden Zeit als illiquid erachtete und die vorsorgliche Entscheidung daher im Wesentlichen auf die Abwägung der persönlichen Interessen der Parteien stützte. Die Vorbringen des Beschwerdeführers reichen jedenfalls zur Begründung der Willkürrüge nicht aus. Aus dem in der Beschwerde angeführten BGE 97 I 481 E. 3b ergibt sich im Übrigen nichts zu Gunsten des Beschwerdeführers.