Citation: U 35/06 04.09.2006 E. 4

Hinsichtlich der ärztlichen Schätzung des Integritätsschadens beanstandet der Beschwerdeführer, dass dem Kreisarzt nach dessen eigenen Angaben die während des Aufenthaltes in der Rehaklinik X.________ gemachten Röntgenaufnahmen des linken Handgelenks sowie eine CT-Aufnahme nicht zur Verfügung gestanden haben. Die Sache sei deshalb zur Vornahme eines neuen Röntgenbefundes und neuer Festsetzung des Integritätsschadens zurückzuweisen. 4.1 Im vorliegenden Fall wurden die Röntgenbefunde im Austrittsbericht der Rehaklinik X.________ vom 19. November 2002 ausführlich beschrieben. Der Kreisarzt sah sich deshalb in der Lage, auf Grund dieser Beschreibung ohne neue Aufnahmen seine Beurteilung des Integritätsschadens abzugeben. Ob dies als Beurteilungsgrundlage tatsächlich genügt, braucht nicht weiter geprüft zu werden. Nachdem zwischenzeitlich die vermissten Röntgenbilder und die CT-Aufnahme wieder aufgetaucht sind, besteht kein Grund für eine entsprechende Rückweisung. Vielmehr gilt es zu klären, ob die nunmehr vorhandenen Röntgenbilder Änderungen hinsichtlich der vom Kreisarzt ausschliesslich auf Grund der Beschreibung der Röntgenbefunde (vom 19. November 2002) abgegebenen Beurteilung des Integritätsschadens nach sich ziehen. Wie sich aus den Stellungnahmen des Kreisarztes Dr. med. V.________ vom 30. Mai und 25. Juli 2006 ergibt, lässt sich die Integritätsschätzung auch in Kenntnis der Röntgenbilder bestätigen. So führt er aus, dass die Schätzung des Integritätsschadens den Schaden der Integrität in Bezug auf eine Arthrose des Unfalls vom 22. Mai 1992 unter Berücksichtigung der Verschlechterung durch den Unfall vom 4. Juli 2001 würdigt und ein Nervenneurom, welches mit dem Unfall vom 4. Juli 2001 möglicherweise in Zusammenhang stehe, ein nicht erheblicher Befund sei, da kein Ausfall eines Nervs vorliege. Es ist kein Grund ersichtlich, nicht auf diese Beurteilung abzustellen. Mithin besteht auch im Hinblick auf die Festsetzung der Integritätsentschädigung kein Anlass für weitere Abklärungen. 4.2 Gestützt auf Art. 25 Abs. 2 UVG und Art. 36 Abs. 2 UVV hat der Bundesrat im Anhang 3 zur UVV Richtwerte für die Bemessung häufig vorkommender Integritätsschäden aufgestellt. In Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala hat die SUVA Feinraster in tabellarischer Form erarbeitet. Soweit sie lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung der Versicherten gewährleistet werden soll, sind sie mit Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 Erw. 1c mit Hinweisen; RKUV 2004 Nr. U 514 S. 416 Erw. 5.1 [Urteil T. vom 12. Januar 2004, U 134/03]). Auf der Grundlage der Beschreibung der funktionellen Einbussen im Bericht der Rehaklinik X.________ vom 19. November 2002, wovon abzuweichen auf Grund der wiederaufgetauchten Röntgenbilder kein Anlass besteht (vgl. Erw. 4.1 hievor), ist die Bemessung der Integritätsentschädigung des Kreisarztes vom 18. Dezember 2002 mit der Vorinstanz nicht zu beanstanden. Es kann auf die zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden. Die linke Hand ist nicht unbrauchbar, sondern eingeschränkt (als Zudienhand) verwendbar. Dies entspricht einer Einschränkung auf Grund einer mässigen Handgelenksarthrose, wofür gemäss SUVA-Tabelle 5.2 ein Wert von 5 % bis 10 % vorgesehen ist. Da bereits am 24. Mai 1993 eine Integritätsentschädigung für die Beeinträchtigung des linken Handgelenks ausgerichet wurde, ist die zusätzliche Verfügung einer solchen von 5 % insgesamt nicht zu beanstanden. Die Einwendungen des Beschwerdeführers vermögen daran nichts zu ändern. Insbesondere besteht für eine voraussehbare Verschlimmerung, welcher im Sinne von Art. 36 Abs. 4 UVV bei der Integritätsbemessung Rechnung zu tragen wäre, wie geltend gemacht wird, beispielsweise eine schwere Handgelenksarthrose (Richtwert 10 % bis 25 %), auf Grund der medizinischen Akten kein Anhaltspunkt. Weder ist dem Austrittsbericht der Rehaklinik X.________ noch dem aktuellen Bericht des Spitals Y.________ (vom 13. März 2003) betreffend die Osteosynthesematerialentfernung vom 4. März 2003 etwas Entsprechendes zu entnehmen.