Citation: 1C_267/2022 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz ging - gleich wie die Gemeinde Vitznau - davon aus, die Teilbaufreigabe vom 7. September 2021 habe die Arbeiten nach der Abnahme des Schnurgerüsts gemäss der Baubewilligung vom 27. November 2012 bzw. den damit bewilligten Bauplänen betroffen. Soweit in dieser Teilbaufreigabe auflageweise noch weitere Unterlagen eingefordert worden seien, sei davon die Erstellung des Schnurgerüsts nicht abhängig gewesen. Etwas anderes ergebe sich auch nicht daraus, dass gemäss Ziff. 3.5 der Teilbaufreigabe mit den Bauarbeiten erst nach Ablauf der Rechtsmittelfrist oder der rechtskräftigen Erledigung der Rechtsmittelverfahren begonnen werden durfte, da die Erstellung des Schnurgerüsts bzw. die dazu erforderlichen Aushubarbeiten in Bezug auf die Errichtung der neuen Baute ein vorgelagerter Vorgang sei, für dessen Abschluss das Bundesgericht eine separate Frist gesetzt habe. Die Beschwerdeführerin habe daher nicht davon ausgehen dürfen, sie hätte mit dem Abschluss der Aushubarbeiten bis zur Rechtskraft der Teilbaufreigabe zuwarten müssen.