Citation: 5A_878/2022 E. 2

Zur internationalen Zuständigkeit hat das Kantonsgericht erwogen, im Zeitpunkt des KESB-Entscheides sei diese noch gegeben gewesen; hingegen treffe dies für den Rechtsmittelentscheid nicht mehr zu, weil sich B.________ seit der superprovisorischen Anordnung, welche durch den vorliegend interessierenden Massnahmeentscheid vom 15. März 2022 bestätigt worden sei, rechtmässig wieder beim Vater in Belgien befinde und somit dort gewöhnlichen Aufenthalt habe. Wenn die Beschwerdeführerin lediglich festhält, die kantonsgerichtlichen Erwägungen zur internationalen Zuständigkeit seien wenig überzeugend und sie habe Anspruch auf Überprüfung des KESB-Entscheides, so werden damit weder verfassungsmässige Rechte als verletzt angerufen noch enthalten die Ausführungen von der Sache her Verfassungsrügen. Einzig mit der Behauptung auf S. 6 unten, das rechtliche Gehör sei verletzt worden, ruft die Beschwerdeführerin ein verfassungsmässiges Recht als verletzt an. Sinngemäss spricht sie in diesem Zusammenhang die Pflicht des Gerichtes zur Entscheidbegründung als Teilgehalt des rechtlichen Gehörs an, indem sie dem Kantonsgericht vorwirft, es habe die Sachumstände im angefochtenen Entscheid abweichend von ihrer Darstellung in der kantonalen Beschwerde dargestellt. Allerdings verpflichtet die aus Art. 29 Abs. 2 BV abgeleitete Begründungspflicht das Gericht lediglich, seinen Entscheid so abzufassen, dass die Betroffenen ihn sachgerecht anfechten können, weshalb wenigstens kurz die entscheidwesentlichen Gesichtspunkte zu nennen sind, aber nicht auf jede Einzelheit eingegangen werden muss (BGE 141 III 28 E. 3.2.4; 142 III 433 E. 4.3.2; 143 III 65 E. 5.2). Die verfassungsrechtlichen Minimalanforderungen sind vorliegend mit dem auf alle relevanten Elemente bezugnehmenden und sorgfältig redigierten angefochtenen Entscheid in jeder Hinsicht erfüllt; es ist in allen Teilen auf erste Lektüre hin ersichtlich, von welchen Gesichtspunkten sich das Kantonsgericht hat leiten lassen und wie es zu seinen Schlussfolgerungen gelangt ist. Wenn die Beschwerdeführerin geltend macht, das Kantonsgericht habe den Sachverhalt anders festgestellt als sie diesen in ihrer Beschwerde dargelegt habe, ist ohnehin nicht die Begründungspflicht, sondern vielmehr die Sachverhaltsfeststellung und Beweiswürdigung durch die kantonal letzte Instanz angesprochen, die für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlich ist (Art. 105 Abs. 1 BGG). Diesbezüglich wären substanziierte Willkürrügen zu erheben und aufzuzeigen, welche Sachverhaltselemente und Beweismittel die Vorinstanz willkürlich festgestellt oder gewürdigt haben soll; hierfür genügt der Verweis auf die eigenen Standpunkte im kantonalen Rechtsmittelverfahren nicht.