Citation: I 168/00 13.06.2001 E. 5

5.- a) Im Anschluss an das Gesuch vom 4. Februar 1998 zog die IV-Stelle nebst den bisherigen Akten weitere medizinische Unterlagen bei und unterbreitete diese den Ärzten der IV-Stelle, Dr. med. R.________ (Stellungnahme vom 10. März 1999) und Dr. med. Z.________ (Stellungnahme vom 8. Oktober 1999). Gemäss Bericht der Invalidenkommission in Belgrad vom 27. Dezember 1991 leidet der Versicherte an chronischer obstruktiver Bronchitis, Lungenemphysem, Osteoarthrose, zervikaler und lumbaler Spondylose mit Discarthrose C5-6 und L5 S1, Gonarthrose beidseits und depressivem neurasthenischem Syndrom. Die Ärzte bezeichneten ihn deswegen als zu 80 % arbeitsunfähig mit der Präzisierung, dass er seine bisherige Tätigkeit als Maurer nicht mehr ausüben könne und ihm auch jede andere entsprechende Arbeit nicht möglich sei; er sei seit dem 13. Mai 1991 Invalider der ersten Kategorie. Die Akten wurden dem Arzt der IV-Stelle, Dr. med. R.________, unterbreitet, welcher in seiner Stellungnahme vom 13. März 1993 keine Invalidität feststellte, um sich dann am 16. Juli 1993 eher für eine 50 %-ige Invalidität auszusprechen mit dem Vorbehalt, dass ein anderer Arzt über die Arbeitsunfähigkeit befinde, da es sich beim Versicherten um einen ehemaligen Patienten handle. Dr. med. Z.________ äusserte sich sodann am 27. September 1993 dahingehend, dass er angesichts der Hauptdiagnosen rezidivierende Bronchitiden sowie degenerativ und statisch-dynamisch bedingte Rückenbeschwerden eine Arbeitsunfähigkeit von 80 % für jegliche Tätigkeiten nicht nachvollziehen könne. Vielmehr sei ab Unfalldatum vom 5. Juni 1989 eine Arbeitsunfähigkeit als Maurer von 60 % und für leichte rückenschonende Verweisungstätigkeiten von 40 % anzunehmen. In Betracht kämen Arbeiten wie Hilfsportier, Aufsicht, Verkehrsregelung bei Baustellen, leichte Magazinerarbeit, Tankstelle. Diese Beurteilung des Dr. med. Z.________ ist schlüssig nachvollziehbar, während es mit Bezug auf die Schätzung der Ärzte in Belgrad mangels differenzierter Angaben zumindest zweifelhaft erscheint, dass sich die Prozentangabe tatsächlich auch auf leichtere Verweisungstätigkeiten bezieht. Gemäss Austrittsbericht des Rheumatologischen Instituts in Y.________ vom 30. Juni 1995 bestand eine Arbeitsunfähigkeit für körperlich anstrengende und in gebückter Haltung auszuübende Arbeiten. Weiteren aus dem ehemaligen Jugoslawien stammenden Berichten vom Oktober 1998 lässt sich sodann entnehmen, dass sich der Gesundheitszustand verschlechtert hat, wobei sich nebst einer Zunahme der Wirbelsäulen- und Bandscheibensituation vor allem auch Kreislaufprobleme behindernd auswirkten. Gestützt auf diese medizinischen Unterlagen kam Dr. med. Z.________ am 8. Oktober 1999 zum Schluss, dass der Versicherte nunmehr als Maurer zu 90 % und in einer leichteren Verweisungstätigkeit zu 60 % arbeitunfähig zu betrachten sei. Der Gesuchsteller bringt nichts vor, was zu einer anderen Beurteilung zu führen vermöchte. Insbesondere liegt auch nichts vor, was auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit des Dr. med. Z.________ schliessen lässt. Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen liessen, werden weder geltend gemacht noch sind sie aus den Akten ersichtlich. b) Die IV-Stelle hat sodann einen Einkommensvergleich vorgenommen, welcher ergab, dass bezogen auf dem Versicherten zumutbare Verweisungstätigkeiten ab 5. Juni 1989 bei einer Arbeitsunfähigkeit von 40 % ein Invaliditätsgrad von 53 % und ab 30. Oktober 1998 bei einer Arbeitsunfähigkeit von 60 % ein Invaliditätsgrad von 72 % besteht. Gegen die Ermittlung des Invaliditätsgrades wurden seitens des Gesuchstellers keine Einwendungen vorgebracht und auch die Akten ergeben keine Anhaltspunkte, welche zu einer anderen Betrachtungsweise führen würden.