Citation: 4A_338/2018 E. 4.2.2

4.2.2. Die Art. 1, 11 und 16 OR erachtet die Beschwerdeführerin deshalb als verletzt, weil das Schiedsgericht den zwischen den Parteien vereinbarten Schriftlichkeitsvorbehalt (Ziffer 6.11 der 2010-Vereinbarung) nicht beachtet habe. Auf die in diesem Zusammenhang ebenfalls erhobene appellatorische Rüge, Art. 111 OR sei verletzt, ist nicht einzutreten Das Schiedsgericht hat den in der 2010-Vereinbarung enthaltenen Formvorbehalt in seinem Urteil erwähnt und die diesbezügliche Äusserung der Beschwerdegegnerin wiedergegeben (vgl. Rz. 163: "Due to the purpose of the restructuring, to formally cut the paper trail on the surface, further reaching written direct obligations, a written guarantee of Respondent or even a tripartite agreement were not possible, as they would have rendered the entire exercise of the restructuring of the SPA futile "). Da es diesen Punkt nicht weiter behandelte, ist davon auszugehen, dass es sich der Auffassung der Beschwerdegegnerin anschloss. Mit diesem vom Schiedsgericht wiedergegebenen Argument setzt sich die Beschwerdeführerin nicht auseinander, weshalb auf ihre Rüge ohnehin nicht eingetreten werden kann. Offensichtlich im Sinne von Art. 393 lit. e ZPO wäre die angebliche Rechtsverletzung zudem jedenfalls nicht, kann doch nach bundesgerichtlicher Rechtssprechung auch durch konkludentes Handeln nachträglich auf die vorbehaltene Form verzichtet werden (BGE 125 III 263 E. 4c, mit Hinweisen).