Citation: 8C_641/2018 E. 2.4

2.4. Beschwerdeweise wird ausschliesslich die Verwertung der Observationsergebnisse gerügt. Die Observation sei nicht objektiv geboten gewesen, weshalb deren Resultate nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht verwertbar seien (BGE 143 I 377). Insbesondere könne der Vorinstanz in ihrer Argumentation nicht gefolgt werden, wonach das am 26. Oktober 2015 erstattete Gutachten erhebliche Inkonsistenzen aufgezeigt habe, weshalb keine Observation habe eingeleitet werden dürfen. Der zeitliche Ablauf bis zum Observationsauftrag widerlege diese Annahme; vielmehr habe wohl der anonyme Hinweis den Verdacht begründet. In diesem Fall hätte aber die Vorinstanz, auch in Bezug auf das rechtliche Gehör, die Einwände gegen das angeblich anonyme Schreiben würdigen müssen. Da weder die Observationsergebnisse noch die darauf beruhende medizinische Beurteilung zu berücksichtigen seien, führe dies zu einem unveränderten Gesundheitszustand und somit zum weiterhin bestehenden Anspruch auf eine ganze Invalidenrente.