Citation: 5A_758/2020 E. 7.6.1

7.6.1. Ein weiteres Verbot betrifft die Behauptung, "C.________ habe sich im Fall 'R.________' als Handlanger des Bauriesen S.________ einspannen lassen bzw. sich aggressiv in einen Geschäftsstreit der S.________ mit 'R.________' eingemischt und sei dabei 'parteiisch' und 'verbissen' vorgegangen", weil gemäss den Feststellungen des Kantonsgerichts nichts von dem der Wahrheit entspricht (E. III/5.2.2.3 S. 213 und Dispositiv-Ziff. 6.4). Der Fall "R.________/S.________" steht vor dem Hintergrund, dass Anwälte der S.________ Real Estate AG am 2. Juli 2015 bei der KESB L.________ eine Gefährdungsmeldung betreffend R.________ erstatteten. Die KESB lud R.________ zu einem Gespräch ein, das am 31. August 2015 stattfand. Mit Schreiben vom 16. September 2015 teilte die KESB R.________ mit, dass sie das Verfahren einstellen werde. Am 13. Oktober 2015 wurde das Verfahren eingestellt (E. III/4.4.1 S. 138). Die "E.________" berichteten vom 13. August bis 15. Oktober 2015 in sechs Ausgaben über den Fall. Im ersten Bericht geht es zur Hauptsache darum, dass sich die KESB L.________ und ihr "Direktor" vom "Bauriesen" S.________ hätten "einspannen" bzw. "instrumentalisieren" lassen, um vom Gipsermeister R.________ Geld einzutreiben. Die folgenden Berichte schildern das Verfahren vor der KESB, geleitet durch deren "Direktor" (E. III/4.4.2 S. 139). Das Kantonsgericht ist davon ausgegangen, in der gesamten Berichterstattung werde der Eindruck vermittelt, die KESB L.________ und deren Leiter hätten sich von einem Baumulti in einen Geschäftsstreit mit einem Gipser einspannen lassen und sowohl die KESB L.________ wie auch deren Leiter erschienen inkompetent und Letzterer darüber hinaus als machtbesessener und aggressiv auftretender Akademiker, der seine Kompetenzen überschreite und sich gerne auf die Seite des Bauriesen stelle (E. III/4.4.4.1 S. 142). Ein gewöhnlicher Fall werde ohne jeden Anlass mit einer völlig verzerrten, geradezu entstellten Sachdarstellung künstlich zu einem Skandal resp. zu einer behördlichen Schandtat aufgebauscht (E. III/4.4.4.2 S. 144 des angefochtenen Entscheids).