Citation: 6B_140/2021 E. 2.4

2.4. Der Begriff der Mittäterschaft wird im Gesetz nicht definiert. Nach der Rechtsprechung ist Mittäter, wer bei der Entschliessung, Planung oder Ausführung eines Delikts vorsätzlich und in massgebender Weise mit anderen Tätern zusammenwirkt, sodass er als Hauptbeteiligter dasteht. Entscheidend ist dabei, ob der Tatbeitrag nach den Umständen des konkreten Falls und dem Tatplan für die Ausführung des Delikts so wesentlich ist, dass sie mit ihm steht oder fällt. Dass der Mittäter bei der Fassung des gemeinsamen Tatentschlusses mitwirkt, ist nicht erforderlich; es genügt, dass er sich später den Vorsatz seiner Mittäter (allenfalls auch konkludent) zu eigen macht (BGE 135 IV 152 E. 2.3.1; 130 IV 58 E. 9.2.1; Urteil 6B_1437/2020 vom 22. September 2021 E. 1.2.2; je mit Hinweisen). Folge von Mittäterschaft ist, dass jedem Mittäter die gesamte Tathandlung zugerechnet wird (Urteile 6B_1437/2020 vom 22. September 2021 E. 1.2.2 mit Hinweisen; 6B_27/2020 vom 20. April 2020 E. 1.3.2).