Citation: 1C_669/2020 E. 4.1

4.1. Weiter führte die Vorinstanz zusammengefasst aus, am möglichst unverzüglichen Abschliessen der begonnenen Bauarbeiten bestehe ein öffentliches Interesse, da seit ihrem Unterbruch innerhalb des Dorfkerns in unmittelbarer Nähe der denkmalgeschützen Dorfkirche St. Hieronymus direkt an der stark frequentierten Seestrasse eine Bauruine stehe, die eine latente Gefahr für Menschen und Sachen darstelle. Der Gemeinderat habe zur Kontrolle der Fortsetzung der Bauarbeiten ermessensweise zwei unterschiedliche Fristen setzen und diese mit dem zum jeweiligen Zeitpunkt geforderten Stand der Arbeiten gemäss den in den Gemeinden des Kantons Luzern gebräuchlichen Meldekarten "Erstellung Schnurgerüst" bzw. "Vollendung Bauten und Anlagen" verknüpfen dürfen. Für das so genannte Schnurgerüst werde nach den Aushubarbeiten auf der Baustelle in der Regel ein Holzgestell errichtet, damit Schnüre nach dem Einmessen an jeweiligen Schnurböcken montiert und von den Baupolizeibehörden kontrolliert werden können. Die vom Gemeinderat gesetzte Frist von etwas mehr als drei Monaten zur Umsetzung der Arbeiten gemäss der Meldekarte "Erstellung Schnurgerüst" sei überholt, weshalb sie neu festgesetzt werden müsse. Im vorliegenden Fall sei dazu eine eher kurze Frist anzusetzen, weshalb dafür der 31. Dezember 2020 angemessen sei. Zwar sei gerichtsnotorisch, dass Arbeiten auf Baustellen nach Beginn der Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie unter erschwerten Bedingungen fortgeführt würden. Jedoch sei nicht ersichtlich, dass diese zu Verzögerungen führen könnten, welche die Fristen des angefochtenen Entscheids als unverhältnismässig erschienen liessen.