Citation: 2C_261/2024 E. 4.4

4.4. Die Vorinstanz erwog zusammengefasst, aufgrund der gegen den Beschwerdeführer im Jahr 2020 ausgefällten Freiheitsstrafe von fünf Jahren und der Art der von ihm begangenen Straftaten wiege das öffentliche Interesse an der ausländerrechtlichen Massnahme ausgesprochen schwer (angefochtenes Urteil, E. 3.2.5). Sie würdigte näher die Delikte, welche der Verurteilung aus dem Jahr 2020 zugrunde lagen. Demgemäss vergab der Beschwerdeführer gewerbsmässig Darlehen an bedürftige Personen mit einem Zinssatz von 10 bis 15 %. Das verliehene Geld stammte aus dem Kosovo. Es bestand eine "klare Organisation und Koordination", wobei der Beschwerdeführer mit gewaltsamen Methoden die Zinszahlungen in der Schweiz eintrieb. In diesem Zusammenhang kam es zu einer Verurteilung wegen Raubs und schwerer Körperverletzung (angefochtenes Urteil, E. 3.2.3.2). Eine seit dieser Delinquenz eingetretene biografische Kehrtwende sei - so die Vorinstanz - zu verneinen, da das Wohlverhalten seit 2013 unter Berücksichtigung der Untersuchungshaft, dem Straf- und Gerichtsverfahren sowie dem Freiheitsentzug nach dem Urteil vom 12. Oktober 2020 nur beschränkt zu seinen Gunsten zu würdigen sei (angefochtenes Urteil, E. 3.2.4.3). Im Weiteren kam die Vorinstanz zusammengefasst zum Ergebnis, das private Interesse des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz sei als hoch zu veranschlagen. Er habe lange Jahre hier gelebt, sei sprachlich und sozio-kulturell "normal" sowie wirtschaftlich "eher mangelhaft" integriert (angefochtenes Urteil, E. 3.3.2.7). Unter Berücksichtigung der nach wie vor bestehenden Anknüpfungspunkte zum Kosovo - die Vorinstanz erwähnt konkret die Sprache (Albanisch) sowie die Familie (Bruder und Eltern) - sei eine Rückkehr in das Heimatland verhältnismässig (angefochtenes Urteil, E. 3.3.5).