Citation: 6B_248/2017 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer argumentiert, die Vorinstanz habe in Verletzung seines rechtlichen Gehörs die Kinder zu ihren Wünschen nicht angehört. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb die 10- und 12-jährigen Kinder kein Recht hätten, ihre Meinung zu äussern (Beschwerde S. 34 f.). Damit stellt sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, für die Tatbestandsmässigkeit nach Art. 183 Ziff. 2 und Art. 220 StGB sei der Wille der Kinder massgebend. Dies trifft nicht zu und der Beschwerdeführer erhebt die Rüge der Gehörsverletzung ohne Grund. Die im Sinne von Art. 183 Ziff. 2 StGB besonders schutzbedürftigen Opfer können in die unzulässige Freiheitsbeschränkung nicht in relevanter Weise einwilligen (DELNON/RÜDY, a.a.O., N. 52 zu Art. 183 StGB). Auf ihren Willen kommt es nicht an. Das Gesetz schützt sie unabhängig davon, ob sie Widerstand leisten oder ob sie in die Entführung einwilligen (BGE 141 IV 10 E. 4.5.4 S. 16 mit Hinweis). Nicht anders verhält es sich betreffend das Entziehen von Unmündigen im Sinne von Art. 220 StGB. Geschützt wird diejenige Person, die über den Aufenthaltsort des Kindes bestimmen darf. Wunsch und Wille der Unmündigen sind grundsätzlich nicht entscheidend (BGE 101 IV 303 E. 3 S. 305; Urteil 1A.30/2001 vom 2. April 2001 E. 4c). Der Beweisantrag des Beschwerdeführers ist mithin nicht erheblich, weshalb eine Verletzung des rechtlichen Gehörs nicht vorliegt.