Citation: 9C_565/2015 E. 4.3

4.3. Die vorinstanzlichen Feststellungen zu den Einschränkungen im Haushalt sind weder offensichtlich unrichtig noch sonst wie bundesrechtswidrig. Soweit die Versicherte geltend macht, sie könne keine unentgeltliche Dritthilfe mehr beanspruchen, ihr Mann sei "nun" selber invalid und könne im Haushalt nicht mehr mithelfen, ist fraglich, ob sie sich auf die massgebende Zeit bis zum Verfügungserlass (hier: 21. März 2012) bezieht. Denn nach den Angaben der Versicherten gegenüber der Abklärungsperson half der bereits im Januar 2012 gesundheitlich angeschlagene Ehemann im Haushalt mit, vor allem bei der Essenszubereitung am Abend, bei der Erledigung der Wäsche und als Begleitung bei grösseren Einkäufen; es wurde einzig angegeben, dass die Fensterreinigung künftig von Dritten ausgeführt werden müsse (Bericht vom 20. Januar 2012 und Stellungnahme der Abklärungsperson vom 20. März 2012). Es verletzt kein Bundesrecht, dass die Vorinstanz auf diese Angaben abgestellt hat. Inwiefern sich die Verhältnisse in den zwei Monaten bis zum Verfügungserlass entscheidend verändert haben sollen, ist weder dargetan noch sonst wie ersichtlich. Gleiches gilt für den geltend gemachten Wegfall der (ohnehin nur in geringem Mass berücksichtigten) unentgeltlichen Dritthilfe, welche nach dem Abklärungsbericht vom 20. Januar 2012 darin bestand, dass eine Tante ein- bis zweimal pro Woche das Essen vorbeibrachte und beim Wechseln der Bettwäsche half und dass eine Nachbarin bei Abwesenheit des Ehemannes die Wäsche aus der Waschmaschine nahm und in den Tumbler legte. Nicht gefolgt werden kann sodann der in der Beschwerde erhobenen Rüge, wonach die Verschlechterung des Gesundheitszustandes ungenügend berücksichtigt worden sei. Die von der Abklärungsperson festgehaltene Einschränkung ist auch bei einem Vergleich mit dem früheren Abklärungsbericht vom 11. August 2008 nachvollziehbar: So ergab sich in den Bereichen Ernährung und Einkauf eine Erhöhung der Einschränkung um je 10 % (auf 50 % und 30 %) und im Bereich Wäsche eine solche um 20 % (auf 50 %). Dass sodann die Einschränkungen in Erwerb und Haushalt mit 100 und 39 % weit auseinanderliegen, ist nicht ungewöhnlich: Eine gesundheitliche Beeinträchtigung wirkt sich oft in viel geringerem Ausmass auf die Erledigung der Hausarbeiten aus als auf die Teilerwerbstätigkeit, so dass im Aufgabenbereich häufig ein tieferer Invaliditätsgrad als im erwerblichen Bereich resultiert (so bereits BGE 125 V 146 E. 5c/dd S. 160 unten f.; vgl. auch MEYER/REICHMUTH, a.a.O., N. 181 zu Art. 28a IVG). Dies ist auch im Rahmen der gesetzlich vorgesehenen gemischten Methode, deren Rechtmässigkeit unlängst bestätigt wurde (BGE 137 V 334), hinzunehmen.