Citation: 5A_221/2023 E. 1

Die Ausstellung einer Bescheinigung nach Art. 559 ZGB ("Erbenbescheinigung"; auch "Erbbescheinigung", "Erbschein" oder "Erbenschein" genannt) betrifft die freiwillige Gerichtsbarkeit (BGE 118 II 108 E. 1 mit Hinweisen). Der Streit über diese Zivilsache (Art. 72 Abs. 1 BGG) ist vermögensrechtlicher Natur (Urteil 5A_441/2020 vom 8. Dezember 2020 E. 1.1 mit Hinweisen). Das Obergericht hat den Streitwert nicht ermittelt. Es ging immerhin davon aus, dass der Nachlasswert "mit Blick auf die im Testament genannten Werte" Fr. 10'000.-- übersteigt. Der Beschwerdeführer verweist darauf, dass das (widerrufene) Testament Fr. 500'000.-- als Erbvorbezug und Fr. 150'000.-- als Anrechnung an seinen Erbteil erwähne. Darauf kann abgestellt werden, so dass die Anforderung an den Streitwert erfüllt ist (Art. 74 Abs. 1 Bst. b BGG). Das Obergericht ist ein oberes Gericht, das auf Rechtsmittel hin als letzte kantonale Instanz entschieden hat (Art. 75 BGG). Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen (Art. 76 Abs. 1 Bst. a BGG) und hat ein aktuelles und praktisches Interesse an der Aufhebung oder Abänderung des angefochtenen Entscheids (Art. 76 Abs. 1 Bst. b BGG). Die Beschwerde wurde rechtzeitig (Art. 100 Abs. 1 i.V.m. Art. 45 Abs. 1 BGG) eingereicht.