Citation: I 479/04 08.02.2005 E. 4.2

4.2.1 Die IV-Stelle ist von einem Valideneinkommen von Fr. 55'116.- für das Jahr 2003 ausgegangen. Wie sich dem "Verfügungsteil 2" der Mitteilung des Rentenbeschlusses vom 30. Juli 2003 entnehmen lässt, wurde dieses hypothetische Einkommen aufgrund der Richtlinien des Kaufmännischen Verbandes (KV) für Sekretariatsmitarbeiter im Alter des Beschwerdeführers im Jahre 2000, aufgewertet auf Grund der Nominallohnentwicklung bis 2003, ermittelt. 4.2.2 Dieses Vorgehen entspricht nicht den rechtlichen Grundlagen. Sowohl Art. 16 ATSG, wie auch der bis zum 31. Dezember 2002 gültig gewesene Art. 28 Abs. 2 IVG, nennen als Vergleichsgrundlage zum Einkommen nach Eintritt der Invalidität dasjenige, das der Versicherte erzielen könnte, wenn er nicht invalid geworden wäre und nicht dasjenige, welches er nach einer erfolgreichen Umschulung verdienen könnte. 4.2.3 Vorliegend ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer ohne Gesundheitsschaden weiterhin bei der Firma X.________ AG als Schlosser tätig wäre, stand er doch seit Januar 1984 - und trotz verschiedener gesundheitlicher Rückschläge - bis im Dezember 1998 in diesem Arbeitsverhältnis. Dort hatte er gemäss Fragebogen für den Arbeitgeber im Jahre 1995 bereits Fr. 65'650.- verdient. Die IV-Stelle hat es unterlassen abzuklären, wie sich der Verdienst bis im Jahre 1998 konkret weiterentwickelt hatte und darüber hinaus entwickelt hätte, wenn der Beschwerdeführer gesund geblieben wäre. Falls er, wie bereits in den Jahren 1987 bis 1989 und wiederum von 1993 bis 1995, jährlich mit Lohnerhöhungen von Fr. 1300.- oder Fr. 100.- im Monat hätte rechnen können, hätte sein Valideneinkommen im Jahre 2002 Fr. 74'750.- betragen. Die IV-Stelle ist in der Verfügung bezüglich Taggeld während der Umschulung vom 17. August 1999 selbst von einem durchschnittlichen Tageseinkommen von Fr. 186.- ausgegangen, was einem Jahreseinkommen von Fr. 67'890.- entspricht. Es ist daher nicht nachvollziehbar, warum die IV-Stelle ihrer Verfügung ein Valideneinkommen von Fr. 55'116.- zugrunde gelegt hat. Die Sache ist an die Verwaltung zurückzuweisen, damit sie bei der Firma X.________ AG abklärt, wie viel der Beschwerdeführer im Jahre 2002 konkret verdient hätte, wenn er gesund geblieben wäre.