Citation: U 263/01 04.04.2003 E. 5

Streitig ist im Weiteren das Ausmass der somatisch bedingten Arbeitsunfähigkeit, wobei jedoch unbestritten ist, dass die somatischen Schäden an der rechten Hand Unfallfolgen sind. Ebenfalls nicht streitig ist, dass die anlässlich der Auseinandersetzung erlittenen weiteren Verletzungen keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit haben. 5.1 Gestützt auf die Einschätzung im Gutachten der MEDAS vom 21. Januar 1999 geht die Vorinstanz in somatischer Hinsicht (implizit) von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit aus. Demgegenüber ist der Versicherte der Auffassung, die Restarbeitsfähigkeit betrage maximal 50 %; in diesem Zusammenhang beantragt er eventualiter auch die Einholung eines handchirurgischen Gutachtens. 5.2 Das Gutachten der MEDAS vom 21. Januar 1999 geht von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit für schwere und mittelschwere "Hand"-Werke aus und veranschlagt die Arbeitsfähigkeit für leichte, die rechte Hand nicht repetitiv einsetzende Arbeiten auf 80 %, wobei die Grenzen durch den psychiatrischen Befund gesetzt werden. Da eine psychiatrisch bedingte Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit nicht nachvollzogen werden kann (vgl. Erw. 4.2 hievor), ist in der Folge aufgrund der Expertise aus somatischer Sicht von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit auszugehen. Das Gutachten ist für die streitigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen (vgl. insbesondere die eingeholten Konsilien), berücksichtigt die geklagten Beschwerden und ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden; zudem ist es in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation einleuchtend und beinhaltet - betreffend der somatischen Einschränkungen - begründete Schlussfolgerungen (BGE 125 V 352 Erw. 3a). Der nach Abschluss des vorinstanzlichen Schriftenwechsels aufgelegte Bericht des neuen Hausarztes Dr. med. A.________, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, vom 23. März 2001 mit einer Einschätzung der aktuellen Arbeitsfähigkeit von 50 % spricht nicht gegen die Zuverlässigkeit der Angaben im Gutachten der MEDAS (vgl. BGE 125 V 353 Erw. 3b/bb), da er einen Zeitpunkt nach dem Erlass des Einspracheentscheides beschlägt (RKUV 2001 Nr. U 419 S. 101 Erw. 2). Damit ist von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit auszugehen; weitere Abklärungen - insbesondere das vom Versicherten beantragte handchirurgische Gutachten - vermögen daran nichts zu ändern (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 94 Erw. 4b).