Citation: 9C_425/2016 E. 3

Es trifft zu, dass der Beschwerdegegner bereits im Juli 2010 gegenüber einer Journalistin erklärt hatte, sich nach 20-jähriger Tätigkeit im Bar-Betrieb "anderen Dingen" widmen zu wollen. Wenn er - als stadtbekannte Persönlichkeit im Event-Bereich - seine gesundheitlichen Probleme nicht in der Presse ausgebreitet haben wollte, ist dies indes nachvollziehbar. Aus den Aussagen anlässlich der Berichterstattung über seinen Bar-Betrieb, wonach er sich über die Gerüchte der letzten Wochen ärgere, er liege weder im Sterben noch stehe seine Bar vor dem Konkurs, kann jedenfalls nicht abgeleitet werden, der Verkaufsentschluss habe unabhängig von gesundheitlichen Einschränkungen bereits im Jahr 2010 festgestanden. Im Übrigen sind die seit Jahren bestehenden, sich zunehmend verschlimmernden gesundheitlichen Probleme in den Akten dokumentiert. Die spezielle Erwerbssituation als Betreiber einer erst ab 20 Uhr geöffneten Musikbar erlaubte es dem Beschwerdegegner trotz erheblicher gesundheitlicher Einschränkungen und der seinen Tagesablauf bestimmenden, (damals) vier Mal täglich selbst durchgeführten Bauchfelldialyse (vgl. Abklärungsbericht für Selbständigerwerbende vom 7. November 2014), einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Wenn die Vorinstanz vor diesem Hintergrund hauptsächlich gesundheitliche Gründe für den Verkauf des Geschäftsbetriebs annahm, ist diese Feststellung in keiner Weise willkürlich. Willkür liegt nicht schon dann vor, wenn eine andere Lösung ebenfalls in Betracht zu ziehen wäre, sondern erst, wenn die Beweiswürdigung offensichtlich unhaltbar ist (BGE 138 IV 13 E. 5.1 S. 22; 134 II 124 E. 4.1 S. 133; 132 III 209 E. 2.1 S. 211), was hier klar nicht zutrifft.