Citation: 4A_255/2024 E. 3.2.3

3.2.3. Die 3-Zimmer-Wohnung befindet sich in einem ehemaligen Einfamilienhaus, welches in drei Wohnungen aufgeteilt wurde. Die Mansardenwohnung der Beschwerdeführerin besteht aus drei separaten Zimmern, einer Küche und einem Bad, die alle über einen Vorraum verbunden sind. Dieser Vorraum ist zum Treppenhaus offen, also nicht durch eine Wohnungstür abgetrennt. Zudem ist das Haus unbestrittenermassen ringhörig. Die Erstinstanz hatte erwogen, entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin bestehe kein Anspruch auf bauliche Veränderungen. Vielmehr seien ihre besonderen Lebensgewohnheiten mit dem Mietobjekt nicht vereinbar. So habe sie an der erstinstanzlichen Hauptverhandlung angegeben, dass sie nachts beispielsweise in einem Zimmer an ihrem Computer arbeite, dann in der Küche einen Tee koche, um schliesslich in einem anderen Zimmer zu lesen. Dabei schliesse sie stets die Zimmertüren mit dem Schlüssel. Obwohl sie um die Reklamationen der anderen Hausbewohner gewusst habe, sei sie nicht bereit, ihre nächtlichen Aktivitäten auf ein normales Mass zu beschränken. Die Beschwerdeführerin hatte vor Erstinstanz vorgebracht, sie schliesse die Zimmertüren nur deshalb ab, weil sie jederzeit einen Hausfriedensbruch durch andere Hausbewohner befürchten müsse. Dazu hatte die Erstinstanz erwogen, Anlass für diese unerwünschten Zutritte sei, dass sich andere Hausbewohner über den Lärm beschweren wollten. Eine vorgängige Ankündigung etwa durch Anklopfen falle ausser Betracht, da die Beschwerdeführerin hörbehindert sei. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin bestünden keine Anhaltspunkte für eine besondere Lärmempfindlichkeit einer Hausbewohnerin. Denn alle Hausbewohner würden nachts aufwachen, darunter auch eine Hausbewohnerin, die selbst hörbehindert sei. Die Beschwerdeführerin sei mehrfach auf den Lärm hingewiesen worden und könne nicht behaupten, sie habe die Problematik nicht erkannt und ihr Verhalten nicht anpassen können.