Citation: 6B_820/2018 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz legte dar, dass die Untersuchungshaft von 267 Tagen rechtmässig war, was vom Beschwerdeführer nicht bestritten wird. Die vorinstanzliche Erwägung, der Genugtuungsanspruch sei aufgrund der Rechtmässigkeit der Untersuchungshaft abzuweisen, greift indes unter Berücksichtigung von Art. 431 Abs. 2 StPO zu kurz. Die Vorinstanz stellte rechtskräftig fest, dass der Beschwerdeführer die Tatbestände der Freiheitsberaubung, der mehrfachen, teils versuchten Nötigung, der mehrfachen Drohung, der mehrfachen üblen Nachrede, der mehrfachen Beschimpfung, des mehrfachen Missbrauchs einer Fernmeldeanlage und des mehrfachen Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen erfüllt habe und ordnete eine ambulante Massnahme sowie ein Rayonverbot an. Damit rechnete sie ihm die Verwirklichung von tatbestandsmässig-rechtswidrigem Unrecht zu und sprach eine Sanktion aus. Demnach ist sein Genugtuungsanspruch nach Art. 431 Abs. 2 StPO zu beurteilen. Fraglich ist, ob der Genugtuungsanspruch unter Berücksichtigung der nach Art. 431 Abs. 2 StPO vorgesehenen Anrechnung an die ausgesprochene Sanktion abzuweisen ist.