Citation: 8C_190/2020 E. 4

Die Vorinstanz stellte fest, dass der Versicherte gemäss RAD in einer leidensangepassten Tätigkeit zwar immer zu 100 % arbeitsfähig gewesen wäre. Bis zum Erreichen des gesetzlichen Rentenalters hätten ihm indessen nur noch anderthalb Jahre zur Verfügung gestanden. Er habe eine landwirtschaftliche Schule besucht, ansonsten aber keine weitere Ausbildung absolviert und hätte nach 31 Jahren beim selben Arbeitgeber einen Berufswechsel vollziehen müssen. Die Bemühungen der IV-Stelle im Rahmen einer Arbeitsvermittlung seien nicht erfolgreich gewesen. Es sei ihm einzig eine Stelle als Parkwächter bei einer Bahn angeboten worden. Diese Tätigkeit wäre jedoch in den Wintermonaten mit einer Kälteexposition verbunden gewesen, was ihm gemäss RAD nicht zuzumuten sei. Das kantonale Gericht gelangte zum Schluss, dass die dem Versicherten verbliebene Restarbeitsfähigkeit unter den gegebenen Umständen nicht verwertbar sei. Nach Ablauf der Wartezeit stehe ihm daher eine ganze Invalidenrente zu.