Citation: 2C_403/2015 E. 5

Es bleibt über den Eventualantrag zu befinden, mit welchem die Beschwerdeführerin verlangt, den Kanton Zug zur Rückerstattung von zu Unrecht bezahlten Steuern einschliesslich Zins zu verpflichten. Bei Beschwerden wegen interkantonaler Doppelbesteuerung ist die zur Besteuerung herangezogene Person nicht verpflichtet, in jedem der betreffenden Kantone den Instanzenzug zu durchlaufen. Es genügt, wenn sie dies bloss in einem Kanton tut und gegen den dort erwirkten letztinstanzlichen gerichtlichen Entscheid mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht gelangt (BGE 139 II 373 E. 1.4 S. 375 f., 133 I 300 E. 2.4 S. 307, Urteile 2C_307/2015 vom 13. Oktober 2015 E. 1.2, 2C_441/2013 vom 27. März 2014 E. 2.1). Zusammen mit dem noch nicht rechtskräftigen letztinstanzlichen Entscheid des einen Kantons kann auch die bereits rechtskräftige Veranlagungsverfügung oder der bereits rechtskräftige Rechtsmittelentscheid eines weiteren Kantons bzw. mehrerer weiterer Kantone angefochten werden (Art. 100 Abs. 5 BGG). In Bezug auf diese Verfügungen und Entscheide aus einem oder mehreren anderen Kantonen besteht praxisgemäss kein Erfordernis der Letztinstanzlichkeit (Art. 86 Abs. 1 lit. d und Abs. 2 BGG; BGE 139 II 373 E. 1.4 S. 375 f., 133 I 300 E. 2.4 S. 307; Urteil 2C_441/2013 vom 27. März 2014 E. 2.1). Ob eine nicht angefochtene (konkurrierende) Veranlagung das Verbot der Doppelbesteuerung gemäss Art. 127 Abs. 3 BV verletzt, prüft das Bundesgericht nicht von Amtes wegen. Allerdings stellt es an die Mitanfechtung einer konkurrierenden Veranlagung praxisgemäss keine hohen Anforderungen. Sofern eine Veranlagung tatsächlich ergangen ist und das Bundesgericht davon sichere Kenntnis hat, genügt ein wenigstens implizit geäusserter Anfechtungswille (Urteile 2C_518/2011 vom 1. Februar 2012 E. 1.2, 2C_918/2011 vom 12. April 2012 E. 1.4 = LOCHER/LOCHER, Die Praxis der Bundessteuern, III. Teil: Das interkantonale Doppelbesteuerungsrecht, Bd. 5, § 12, IV, A, 2 Nr. 12). Mit ihrem Eventualantrag richtet sich die Beschwerdeführerin für den Fall ihres Unterliegens im Hauptbegehren jedenfalls sinngemäss gegen eine Veranlagung durch den Kanton Zug. Wie sich den beigezogenen Akten entnehmen lässt, liegt in Bezug auf die Steuerperiode 2008 allerdings noch keine rechtskräftige Veranlagungsverfügung oder ein rechtskräftiger Rechtsmittelentscheid seitens des Kantons Zug vor. Über die von der Beschwerdeführerin im Kanton Zug erhobene Einsprache vom 2. März 2010 wurde, soweit aus den Akten der Steuerverwaltung ersichtlich, noch nicht entschieden (Art. 105 Abs. 2 BGG). Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus den Vorbringen der Beschwerdeführerin. Ein rechtskräftiger Entscheid, welcher im vorliegenden Verfahren ein taugliches Anfechtungsobjekt bilden könnte, liegt somit nicht vor, weshalb auf den Eventualantrag der Beschwerdeführerin nicht eingetreten werden kann.