Citation: 8C_62/2022 E. 3.3.1

3.3.1. Wie bereits die Beschwerdestelle SPG stützte sich das kantonale Gericht in diesem Zusammenhang auf die Rechtsprechung, welche es mit Beschluss vom 29. März 2007 (publiziert in der Sammlung der Aargauischen Gerichts- und Verwaltungsentscheide [AGVE] 2007 S. 191 ff.) begründete. Gemäss dieser war die gesetzliche Regelung von § 20 Abs. 2 der damaligen kantonalen ZPO (SAR 221.100), wonach bei ungewisser Dauer der umstrittenen Leistung als Streitwert das zwanzigfache ihres jährlichen Betrags galt, nicht auf Sozialhilfeleistungen zugeschnitten. Eine allgemeine Regel lasse sich nicht bilden, da immer die konkreten Umstände zu berücksichtigen seien. Die Rechtsnatur der Sozialhilfeansprüche erlaube nur die Feststellung, dass eine Dauer von mehr als einem Jahr schon aufgrund der Subsidiarität nicht die Regel sei. Im Sinne einer oberen Grenze sei für die Streitwertberechnung deshalb eine überjährige Dauer der Unterstützung nur anzunehmen, wo zum vornherein die Wirkung der angefochtenen Verfügung auf eine Dauer von mehr als zwölf Monaten nicht nur absehbar sei, sondern feststehe (AGVE 2007 S. 191 ff. E. 6.2). Wie bereits gezeigt (E. 3.2.2 hiervor), erwog die Vorinstanz in Anwendung dieser Grundsätze, im Zeitpunkt des Entscheids der Beschwerdestelle SPG vom 1. Juli 2021 seien überjährige Wirkungen nicht mit Sicherheit festgestanden, weshalb die Beschwerdestelle SPG den Betrag von Fr. 266.65 zu Recht auf die Dauer eines Jahres aufgerechnet habe.