Citation: 8C_771/2018 E. 3.3.1

3.3.1. Es kann offen bleiben, ob die Vorbringen der Beschwerdeführerin stichhaltig sind. Die Vorinstanz hat offensichtlich übersehen, dass der psychiatrische Sachverständige der medaffairs (vgl. die Teilexpertise vom 30. November 2015) im Zeitpunkt der von ihm durchgeführten Exploration den psychischen Gesundheitszustand und damit die Arbeitsfähigkeit auch anhand der Anamnese nicht schlüssig zu beurteilen vermochte (vgl. dazu auch schon das Gutachten des Dr. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 10. Juli 2014). Namentlich führte er dazu aus, dass aktuell der Leidensdruck der Explorandin so gross sei, dass berufliche Massnahmen nicht realistisch seien. Sie lebe keinerlei Autonomie und Selbstständigkeit mehr und gehe ohne den Ehemann nicht mehr ausser Haus, was sie erst wieder erlernen müsse. Es sollte dringlichst ein stationärer Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik in die Wege geleitet werden. Das Einüben einer neuen Autonomie könne sodann durch die Etablierung einer regelmässigen Tagesstruktur geschehen, wozu sich am ehesten eine psychiatrische Tagesklinik im Anschluss an die stationäre Behandlung eigne. Erst danach könnten ein Arbeitstraining stattfinden und konkrete Belastungsgrenzen erprobt beziehungsweise eine konkrete Beurteilung der Arbeitsfähigkeit vorgenommen werden. Anlässlich der Konsensusbesprechung kamen die medizinischen Sachverständigen der medaffairs zum Schluss, ganz allgemein stelle sich die Frage, weshalb bislang die schon von den Vorgutachtern (Dr. med. D.________; Dr. med. E.________; Prof. Dr. med. F.________) dringend empfohlenen stationären Rehabilitationsmassnahmen nicht durchgeführt worden seien. Dazu hielt der RAD in der Stellungnahme vom 5. Oktober 2016 fest, dass relevante Veränderungen im Gesundheitszustand in Bezug auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit abzuwarten seien.