Citation: 6B_359/2021 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz verweist auf den erstinstanzlichen Entscheid und hält ergänzend fest, der Beschwerdeführer sei zu Beginn der Einvernahme vom 25. August 2018 darauf hingewiesen worden, dass gegen ihn ein Strafverfahren wegen einfacher und versuchter schwerer Körperverletzung eingeleitet worden sei. Vor der Einvernahme zur Sache sei ihm vorgehalten worden, es bestehe der Verdacht, dass er am 25. August 2018, um ca. 04.45 Uhr, an der V.________-strasse in W.________ einer Person mit einer Glasflasche auf den Kopf geschlagen habe. Danach sei er zum Abend im Allgemeinen sowie zum Flaschenschlag im Speziellen befragt worden. Nach der Schilderung des fraglichen Geschehens aus seiner Sicht sei dem Beschwerdeführer später in der Einvernahme vorgehalten worden, er habe bei der Anhaltung ein Messer auf sich getragen. Er wurde gefragt, ob er hierzu Angaben machen könne. Der Beschwerdeführer habe darauf von sich aus geantwortet, dass er ein Messer dabei gehabt habe, mit dem er den anderen habe fertig machen wollen. Anschliessend sei er weiter zum Messer befragt worden (Urteil S. 7 E. 7.3; erstinstanzliches Urteil S. 19 f. E. 3.1.2.b, kantonale Akten S. 854 f.). Die Vorinstanz stellt weiter fest, auf der ersten Seite des Protokolls der fraglichen Einvernahme werde unter dem Titel "Betrifft: Körperverletzung und weitere Delikte" aufgeführt. Es habe sich sodann um eine delegierte Befragung gehandelt, d.h. vorgängig sei die Staatsanwaltschaft informiert worden, was gemäss Weisungen der Generalstaatsanwaltschaft vom 30. August 2010 nur bei Verbrechen, u.a. versuchter schwerer Körperverletzung, zu erfolgen habe. Deshalb sei auch der Beizug einer Pikettverteidigung angeordnet worden. Die Verteidigerin des Beschwerdeführers sei bei der fraglichen Einvernahme anwesend gewesen, dem Beschwerdeführer sei das Messer vorgehalten worden und es sei Thema von mindestens 9 Fragen resp. Vorhalten gewesen. Dass er den Verfahrensgegenstand in sachverhaltsmässiger Hinsicht nicht gekannt habe, sei daher nicht zutreffend. Vorliegend sei der Beschwerdeführer in allgemeiner Weise und nach dem aktuellen Verfahrensstand darüber aufgeklärt worden, was ihm vorgeworfen werde. Ihm seien zudem zum Messer, das ihm auch in natura gezeigt worden sei, etliche Fragen gestellt worden. Dies zeige, dass der Beschwerdeführer den Verfahrensgegenstand gekannt habe und es ihm entsprechend möglich gewesen sei, sich zu verteidigen. Die Orientierungspflichten seien demnach eingehalten worden, sodass die Einvernahme verwertbar sei (Urteil S. 7 f. E. 7.3).