Citation: 1C_617/2021 E. 3.2

3.2. Sie lässt auch in der Sache keine Willkür erkennen: Der Regierungsrat ging davon aus, die Hauptwasserleitung sei von der Gemeinde im öffentlichen Interesse erstellt worden und unterliege den Nutzungsbedingungen des öffentlichen Rechts, weshalb zwischen dem Beschwerdegegner und der Gemeinde ein öffentliches Rechtsverhältnis bestehe; das öffentliche Recht regle die Planung, den Unterhalt, den Betrieb sowie auch die Beseitigung solcher Leitungen. Streitigkeiten aus öffentlichen Rechtsverhältnissen sind öffentlich-rechtlicher Natur; diesbezügliche Beschlüsse des Gemeinderats unterliegen der Verwaltungsbeschwerde an den Regierungsrat. Dies gilt unabhängig vom Ergebnis der materiell-rechtlichen Prüfung: Bestünde kein öffentlich-rechtlicher Anspruch auf Entfernung der stillgelegten Wasserleitung, wäre kein Nichteintretensentscheid zu fällen, sondern das Gesuch des Beschwerdegegners (aus öffentlichem Recht) abzuweisen und dieser gegebenenfalls auf den Zivilrechtsweg zu verweisen. Im Übrigen ging auch der Gemeinderat in seinem Entscheid vom 5. November 2020 von der Zuständigkeit des Regierungsrats aus, verwies er doch in der Rechtsmittelbelehrung auf die Möglichkeit der Beschwerde an diesen.