Citation: 6B_703/2021 E. 3.5.2

3.5.2. Die kantonalen Instanzen greifen nicht sämtliche Rügen des Beschwerdeführers im Zusammenhang mit der Richtigkeit resp. dem Beweiswert des Gutachtens auf. Die erste Instanz führt jedoch aus, die Beweisanträge des Beschwerdeführers seien entweder unerheblich oder würden mit dem Gutachten beantwortet (erstinstanzliches Urteil S. 6). Im Bereich der Autobahn, wo der Beschwerdeführer am 28. Juli 2018 zwei Mal gemessen worden sei, betrage die allgemeine Höchstgeschwindigkeit unbestrittenermassen 120 km/h resp. 100 km/h. Das von der Staatsanwaltschaft eingeholte Gutachten sei zum Schluss gekommen, dass die mindestens gefahrene Geschwindigkeit des Fahrzeugs des Beschwerdeführers 130 km/h resp. 109 km/h betragen habe. Es bestünden keine objektiven Zweifel an der Tathandlung (erstinstanzliches Urteil S. 10). Die erste Instanz verdeutlicht damit, dass sie zur Erstellung des Sachverhalts massgeblich auf das Gutachten abstellt und verweist den Beschwerdeführer mit seiner Kritik auf die dortigen Ausführungen. Dies erscheint vorliegend insofern sachgerecht, als dieser seinen diesbezüglichen Rügen eine offensichtlich unrichtige bzw. unvollständige Lesart des Gutachtens zugrunde legt, oder dieses vollständig ausser Acht lässt (vgl. supra E. 3.3.4). Vor diesem Hintergrund durfte die erste Instanz von einer Wiederholung der gutachterlichen Ausführungen zwecks Widerlegung seiner offenkundig unbegründeten Rügen absehen und sich mit einem Verweis begnügen. Die zugestandenermassen knappe Begründung liegt damit für den vorliegenden Fall noch im Rahmen des Zulässigen. Die Vorinstanz prüft die Sachverhaltsfeststellung der ersten Instanz sodann korrekterweise nur unter Willkürgesichtspunkten. Sie erwägt, der Beschwerdeführer vermöge keine Willkür aufzuzeigen und ergehe sich weitestgehend in appellatorischer Kritik (vorinstanzliches Urteil S. 5). Angesichts des Umstands, dass der Beschwerdeführer seine Kritik vor Vorinstanz nahezu wortgleich wiederholte, ohne sich in der Zwischenzeit näher mit den gutachterlichen Ausführungen auseinandergesetzt zu haben, ist auch dies nicht zu beanstanden. Die Begründungspflicht bzw. das rechtliche Gehör erweisen sich vorliegend als nicht verletzt.