Citation: 5A_997/2021 E. A

A.a. Die A.________ GmbH ist Eigentümerin der Liegenschaft Nr. xxx, Grundbuch U.________. Die Parzelle liegt ausgangs U.________ Richtung V.________ und ist im Norden durch die X.________strasse und im Süden, das heisst, hangaufwärts, durch die Y.________strasse begrenzt. Die Parzelle hat eine mehr oder weniger quadratische Form, von der die Süd-Ost-Ecke "ausgeschnitten" ist. Dieser Ausschnitt bildet die Liegenschaft Nr. yyy, deren Eigentümer B.________ ist. A.b. Zulasten des Grundstücks Nr. xxx ist im Grundbuch die Dienstbarkeit 1272x.646 "Fuss-, Fahrweg- und Durchleitungsrecht zugunsten Parz.-Nr. yyy" eingetragen (Tagebucheintrag vom 31. Juli 1989). Diese Dienstbarkeit hat folgenden Wortlaut: "Der jeweiligen Eigentümerin von Parzelle-Nr. yyy ist es gestattet, jederzeit zu Fuss und mit Fahrzeugen aller Art von der Quartierstrasse Parz.-Nr. zzz zu Parzelle-Nr. yyy gehen und fahren zu dürfen. Die Wegberechtigung ist im beiliegenden Situationsplan eingezeichnet und beträgt mindestens 5 Meter. Dieser Plan wird von den beiden Parteien als integrierender Bestandteil dieses Vertrages anerkannt. Die Erstellung und der Unterhalt dieses Weges geht zu Lasten des Belasteten." Auf dem Plan wurde diese Dienstbarkeit so festgehalten, dass von der nördlich gelegenen Strasse Nr. zzz (X.________strasse) ein rund fünf Meter breiter Weg mitten durch die Parzelle Nr. xxx bis unmittelbar an das Gebäude auf der Liegenschaft Nr. yyy führt. Ferner ist mittels Pfeilen und Text festgehalten, dass das Wegrecht auf der Ost-West-Achse verschiebbar ist. Damit konnte auf der Parzelle Nr. xxx eine Tennishalle realisiert werden. A.c. Am 29. Juni 2004 erfolgte zu dieser Grunddienstbarkeit ein Nachtrag, wobei gleichzeitig der Vater von B.________ eine Baueinsprache zurückzog. Dieser Nachtrag lautet folgendermassen: "Die Liegenschaft Nr. xxx erfährt eine Nutzungsänderung. Dadurch muss das zu gunsten der Liegenschaft Nr. yyy bestehende Fuss-, Fahrweg- und Durch leitungsrecht an die östliche Grenze verschoben werden. In dem diesem Vertrag beiliegenden Situationsplan ist die neue Wegberechtigung mit Durchleitungsrechten eingezeichnet. Dieser Plan wird von den Parteien als richtig anerkannt und bildet einen integrierenden Bestandteil dieses Nachtrages zur Dienstbarkeit ESP 1272. Alle weiteren Bestimmungen des Dienstbarkeitsvertrages ESP 1272 erfahren keine Änderung." Aus der nun massgebenden Planskizze Beleg "136Ex" zum Servitutenprotokoll 1272.x646 ist ersichtlich, dass vom nördlich gelegenen Grundstück Nr. xxx (X.________strasse) ein rund fünf Meter breiter Weg auf der Liegenschaft Nr. xxx entlang der östlichen Grenze zur Liegenschaft Nr. 975 bis zur Parzelle Nr. yyy führt.