Citation: 2C_720/2018 E. 3.3.3

3.3.3. Die angenommene Bruttogewinnmarge von netto gut 100 Prozent erscheint tatsächlich als eher hoch und dürfte den Marktverhältnissen nicht vorbehaltlos entsprechen, zumal zu bedenken ist, dass auch der Verlustvortrag abgedeckt wurde. Wie es sich damit im Einzelnen verhielt, wäre aber Sache des Unrichtigkeitsnachweises gewesen, der eine wesentlich feinere Betrachtung erlaubt als die behauptete Nichtigkeit. Es liegt in der Natur der Sache, dass ein Ermessenszuschlag eher grosszügig bemessen wird, hat die steuerpflichtige Person den ihr obliegenden Mitwirkungspflichten doch bis dahin noch gar nicht oder zumindest nicht vollumfänglich genügt. Darauf hat sie sich behaften zu lassen, zumal ihr die Möglichkeit bleibt, dies anhand des Unrichtigkeitsnachweises richtigzustellen. Nichtigkeit erfordert einen ins Auge springenden, materiell- und verfahrensrechtlich aussergewöhnlich schwerwiegenden Mangel (Urteile 2D_42/2017 vom 28. November 2017 E. 2.5). Ein möglicherweise zu grosszügig bemessener, unangefochten veranlagter Ermessenszuschlag, der nicht jeden Realitätsbezugs entbehrt, reicht hierfür nicht aus.