Citation: 1P.239/2003 26.11.2003 E. 1

X.________ wurde im April 2000 gestützt auf ein rechtskräftiges Urteil polizeilich aus einem Haus in Biel exmittiert. Das im Haus befindliche Inventar wurde durch die Stadtpolizei Biel bei einer Transportunternehmung in Cormoret eingelagert. In der Folge reichte X.________ gegen die Verantwortlichen dieser Unternehmung Strafanzeige ein. Im Rahmen dieses Strafverfahrens stellte der Privatkläger X.________ in seiner Appellationserklärung vom 16. Dezember 2002 das Gesuch, es sei ihm ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu ernennen. Als juristischer Laie, der nicht französisch spreche, könne er seine Interessen im laufenden Strafprozess nicht wahrnehmen. Die a.o. Präsidentin der II. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Bern wies dieses Gesuch mit Entscheid vom 19. März 2003 ab. Sie führte zusammenfassend aus, nach bernischem Prozessrecht habe der Privatkläger Anspruch auf einen unentgeltlichen Rechtsbeistand, wenn die besonderen Umstände dies rechtfertigen, der Privatkläger mittellos ist und die Begehren nicht von vornherein aussichtslos sind. Der Privatkläger sei zwar mittellos, seine Rechtsbegehren jedoch aussichtslos. Im Übrigen sei die Rechtsverbeiständung nicht notwenig, da weder der Sachverhalt noch die Rechtsanwendung hohe Anforderungen stellen würden. Die geltend gemachten sprachlichen und psychischen Schwierigkeiten hätten es dem Privatkläger ausserdem nicht verunmöglicht, seine Interessen im Strafverfahren genügend wahrzunehmen.