Citation: 4A_476/2024 E. 6.4.2

6.4.2. Mit ihren Ausführungen vermag die Beschwerdeführerin keine willkürliche Sachverhaltsfeststellung aufzuzeigen. Aus den von der Beschwerdeführerin wiedergegebenen Passagen ihrer Widerklageduplik ergibt sich, dass sie in Bezug auf die Gewinnbeteiligung bestritt, dass es sich bei den Bestandteilen des Bau projekts W.________ um separate Projekte handle, die separat abzurechnen seien. Weiter beanstandete sie, dass die Beschwerdegegnerin vertragswidrig versuche, diese beiden Bauprojekte rechnerisch in einzelne Projekte aufzuteilen, um von den gewinnbringenden Teilen dieser Bauprojekte zu profitieren, während die verlustbringenden Teile der Bauprojekte auf die Bauherrschaft überwälzt werden sollten. Gerade im Hinblick darauf, dass die Vorinstanz von einer qualifizierten Bestreitungslast der Beschwerdeführerin ausging, erscheint es jedenfalls nicht willkürlich, dass die Vorinstanz das pauschale Bestreiten der Vorbringen der Beschwerdegegnerin durch die Beschwerdeführerin als nicht hinreichend substanziiert erachtete und deshalb das Vorbringen der Beschwerdegegnerin als unbestritten betrachtete. Dasselbe trifft zu, soweit die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz habe im Zusammenhang mit dem Projektleitungshonorar des Bauprojekts W.________ den massgebenden Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt. So zeigt sie jedenfalls nicht hinreichend auf, inwiefern die Vorinstanz trotz der qualifizierten Bestreitungslast zu Unrecht davon ausgegangen sein soll, dass die Beschwerdeführerin die Behauptungen der Beschwerdegegne rin nicht rechtsgenüglich bestritten habe.