Citation: 5P.367/2006 21.03.2007 E. 6

Als willkürlich bezeichnet die Beschwerdeführerin schliesslich die Auffassung des Kantonsgerichts, es könne von der ebenfalls beim Beschwerdegegner lebenden Mutter seiner Lebensgefährtin kein (ihm als Einkommen anzurechnender) Wohnkostenbeitrag verlangt werden. 6.1 Die erste Instanz hatte dem Beschwerdegegner als Einkommen Wohnkostenbeiträge seiner Lebensgefährtin und deren Mutter von monatlich je Fr. 500.-- angerechnet. Die Anrechnung eines solchen Beitrags hält das Kantonsgericht im Falle der Lebensgefährtin für geradezu stossend, da diese bereits ein nicht unerhebliches Arbeitspensum von rund 30 % bei der Bewirtschaftung des Hofes unentgeltlich erbringe und - angesichts des bei der Bedarfsberechnung angewendeten Tarifs für ein Ehepaar oder zwei eine dauernde Hausgemeinschaft bildende erwachsene Personen - für sie ein Haushaltsbeitrag schon im Grundbetrag des Beschwerdegegners enthalten sei. Ausserdem bemerkt die kantonale Appellationsinstanz, die Wohnung des Beschwerdegegners verfüge zwar über etwa sechs Zimmer, jedoch nur über eine Küche und ein Badezimmer, so dass der von der Lebensgefährtin und ihrer Mutter in Anspruch genommene Wohnraum keinen selbständig verwertbaren Mietwert verkörpere. Von der Anrechnung eines Wohn- bzw. Mietwertes sei auch aus diesem Grund abzusehen. Im Übrigen würde damit ohnehin nur ein theoretischer Geldbetrag in die Berechnung aufgenommen. 6.2 Die Auffassung, der von der Mutter der Lebensgefährtin des Beschwerdegegners (und von der Lebensgefährtin selbst) beanspruchte Wohnraum habe keinen Mietwert, ist unter den gegebenen Verhältnissen unhaltbar. Ebenfalls mit Recht macht die Beschwerdeführerin geltend, die Betrachtungsweise des Kantonsgerichts verstosse auch insofern gegen Art. 9 BV, als bezüglich der eine AHV-Rente beziehenden Mutter der Lebensgefährtin nicht gesagt werden könne, einem als Wohnkostenbeitrag eingesetzten Betrag käme nur theoretische Bedeutung zu. Der in der Vernehmlassung zur Beschwerde vorgebrachte Einwand des Beschwerdegegners, Z._______ (die Mutter seiner Lebensgefährtin) sei in der Zwischenzeit in ein Altersheim umgezogen, ist unbeachtlich: Im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde hat sich das Bundesgericht auf die Prüfung der Verhältnisse im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids zu beschränken (dazu BGE 102 Ia 243 E. 2 S. 246).