Citation: 8C_586/2020 E. 3.1

3.1. Das kantonale Gericht hat zunächst die Auskünfte des Versicherten zum Hergang des Ereignisses zitiert. Danach habe er bei einem Küchenumbau Kernbohrungen für neue Elektrodosen (Steckdosenanschlüsse) ausführen müssen. Er habe auf einer kurzen Bockleiter stehend und mit der schweren Elektrobohrmaschine der Marke Bosch, die mit einem Bohraufsatz von einem Durchmesser von 83 mm bestückt gewesen sei, eine Kernbohrung über Kopf machen müssen. Er habe die Maschine mit der rechten Hand gehalten, geführt und gegen die Wand gedrückt. Plötzlich habe sich der Bohraufsatz in der Mauer verhakt (eventuell wegen eines Betoneisens). Durch die hohe Drehzahl und die damit verbundene Wucht der Bohrmaschine habe sich diese unerwartet gedreht. Dabei sei sein rechtes Handgelenk verdreht worden und er habe sich erhebliche Verletzungen zugezogen. Mit der linken Hand habe er sich an der Bockleiter festgehalten. In rechtlicher Hinsicht hat die Vorinstanz erwogen, die vom Versicherten ausgeführte Bewegung (Vornahme einer Kernbohrung) sei als solche für ihn nicht ungewöhnlich gewesen, auch wenn er sie auf einer Bockleiter stehend über Kopf habe vornehmen müssen. Es sei für ihn als gelernter und erfahrener Elektromonteur durchaus alltäglich gewesen, dass er beim Bohren in eine Betonwand auf Armierungseisen, Leitungen oder Nägel habe stossen können. Darin sei nichts Programmwidriges zu sehen. In diesem Zusammenhang hat das kantonale Gericht den Vergleich mit dem von der ÖKK zitierten Urteil 8C_36/2013 des Bundesgerichts vom 14. Januar 2014 nicht gelten lassen. Danach habe die versicherte Person mit einem "marteau-piqueur", dessen Meissel blockiert worden sei, gearbeitet. Ein Druck- oder Presslufthammer weise nicht nur ein ungleich schwereres Gewicht auf als eine übliche Bohrmaschine, sondern bringe auch eine viel stärkere Schlageinwirkung auf die damit arbeitende Person mit sich. Diese müsse zur Bedienung des Geräts denn auch beide Hände einsetzen und könne damit nicht über Kopf arbeiten. Da der im vorliegenden Fall verwendete durchschnittliche Bohrschrauber der Marke Bosch viel kleiner und selbst beim Arbeiten über Kopf sowie auf einer Leiter stehend gut kontrollierbar sei, könne beim Auftreffen des Bohrkopfes auf eine Eisenarmierung nicht von einer programmwidrigen Beeinflussung des natürlichen Bewegungsablaufs gesprochen werden. Abschliessend sei festzuhalten, dass aus den erlittenen Verletzungen des Versicherten (Ruptur der ulnaren Anteile des Diskus triangularis rechts sowie ein periartikuläres Weichteilganglion im ventralen Bereich des Radiokarpalgelenkes rechts) rechtsprechungsgemäss keine Ungewöhnlichkeit hergeleitet werden könne.