Citation: 9C_170/2023 E. 4.1.3

4.1.3. Die Beschwerdeführer beanstanden zu Unrecht Willkür in Bezug auf die Beweisführung und/oder Beweiswürdigung: Im Einzelnen hat das Verwaltungsgericht in seinem Urteil zunächst die Würdigung des Steuerrekursgerichts wiedergegeben und sich dieser angeschlossen (vgl. angefochtenes Urteil E. 3.1). Das Steuerrekursgericht hatte laut dem Verwaltungsgericht unter anderem festgehalten, dass die Beschwerdeführer vor 2014 ihren steuerrechtlichen Wohnsitz in U.________ gehabt hätten, wo sie seit dem Jahr 2016 beide in einem Vollpensum feste Arbeitsplätze gehabt hätten. Mit dem Kauf ihrer Liegenschaft in V.________ (Kanton Aargau) sei die endgültige Loslösung von ihrem bisherigen Wohnsitz in U.________ akzeptiert worden. Als die Beschwerdeführer per 1. Oktober 2017 erneut gemeinsam eine 2,5-Zimmer-Wohnung in U.________ gemietet und sich als Wochenendaufenthalter angemeldet hätten, habe sich hieran nichts geändert. Mit der kontinuierlichen Zunahme ihrer faktischen Arbeitsbelastung und damit wohl auch der physischen Präsenz in U.________ sowie dem Bezug einer vollständig eingerichteten 5-Zimmer-Wohnung per 15. November 2018 habe sich die Faktenlage jedoch massgeblich zugunsten des Kantons Zürich verändert. Das berufliche Engagement der Beschwerdeführer habe einen hohen Stellenwert. Da sie anderswo als in U.________ keine vergleichbaren Karriereaussichten hätten, könne die Absicht eines dauernden Verbleibens in U.________ bejaht werden. Der Wochenaufenthaltsort und Arbeitsort beider Beschwerdeführer würden somit im Kanton Aargau und im Kanton Zürich liegen. Die üblichen gesellschaftlichen Beziehungen würden zwar überwiegend, jedoch nicht ausschliesslich am Wochenendwohnort gepflegt. Weiter stellte die Vorinstanz fest (vgl. angefochtenes Urteil E. 4.1), dass die Beschwerdeführer Eigentümer eines dreistöckigen Wohnhauses mit einer Wohnfläche von 350 m2 in V.________ im Kanton Aargau seien. Die Grundstückfläche, einschliesslich des Gartens, betrage 2'885 m2. Ihr steuerrechtlicher Wohnsitz und damit verbunden der Mittelpunkt ihrer Lebensinteressen habe sich im Anschluss an ihren Liegenschaftserwerb in den Steuerperioden 2014 bis 2017 unbestritten in V.________ befunden. Die Annahme eines erneuten Hauptsteuerdomizils der Beschwerdeführer in U.________ sei jedoch aufgrund der wohnlichen Schwerpunktverschiebung erfolgt: Im November 2018 hätten die Beschwerdeführer eine voll eingerichtete 5-Zimmer-Wohnung mit einem monatlichen Mietzins von Fr. 4'990.- (inklusive Nebenkosten, ohne Parkplatz) bezogen. Der Umzug aus der zuvor unter der Woche bewohnten 2,5-Zimmer-Wohnung sei den Angaben der Beschwerdeführer zufolge aus Gründen der Platzverhältnisse, des Standards und der Praktikabilität erfolgt. Durch den Neubezug ihrer 5-Zimmer-Wohnung hätten die Beschwerdeführer ihren Lebensstandard in U.________ im Vergleich zu den vorherigen Wohnverhältnissen massiv aufgewertet. Die relativ bescheidene 2,5-Zimmer-Wohnung, welche sie vorgängig gemietet hätten, habe den Charakter einer typischen, nahe der Arbeitsstätte gelegenen zwecktauglichen Übernachtungsmöglichkeit aufgewiesen, welche in ihrem Komfort deutlich unter demjenigen der Liegenschaft der Beschwerdeführer im Kanton Aargau gelegen habe. Durch den Bezug einer grosszügigen, zentral und in unmittelbarer Nähe zu ihren jeweiligen Arbeitsplätzen gelegenen 5-Zimmer-Wohnung hätten die Beschwerdeführer hingegen einen Wohnsitz, welcher hinsichtlich Lebensqualität mit ihrem Domizil im Kanton Aargau vergleichbar sei. Unter diesen Umständen sei von einer massgeblich veränderten Faktenlage auszugehen, deren Nachweis dem Steueramt Zürich gelungen sei. Folglich sei der steuerrechtliche Wohnsitz der Beschwerdeführer neu zu beurteilen (vgl. angefochtenes Urteil E. 4.2).