Citation: 4A_142/2023 E. 5.1

5.1. Die Vorinstanz erwog, gemäss der Police für das Jahr 2021 fänden auf die Zusatzversicherung 2 die AVB 2021 sowie die ZVB 2018 Anwendung. Als anerkannte Leistungserbringende gälten diejenigen Personen und Einrichtungen, die in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung als solche anerkannt seien (Ziff. 8.1 AVB). Abweichungen von Ziff. 8.1 AVB seien in den ZVB geregelt (Ziff. 8.2 AVB). Ziff. 3 der ZVB ("Anerkannte Leistungserbringer") lautet wie folgt: "3.1 Aus der Y.________ "Halbprivat" oder Z.________ "Privat" werden die Aufenthalts- und Behandlungskosten in Spitälern übernommen, die die folgenden Voraussetzungen kumulativ erfüllen (anerkannte Spitäler) - Spitäler, die mit dem entsprechenden Leistungsauftrag auf den kantonalen Planungs- und Spitallisten gemäss Art. 39 KVG aufgeführt sind (Listenspitäler) oder mit denen B.________ einen Vertrag nach Art. 49a Abs. 4 KVG für den entsprechenden Leistungsbereich abgeschlossen hat (KVG Vertragsspitäler) und - Spitäler, mit denen B.________ einen Tarifvertrag für die halbprivate oder die private Abteilung für das gesamte Leistungsangebot oder für einzelne Fachbereiche des Spitals abgeschlossen hat. 3.2 Bei Spitälern, die zum Zeitpunkt des Aufenthaltes respektive der Behandlung die Bedingungen gemäss Ziff. 3.1 nicht erfüllen, besteht kein Anspruch auf Kostenübernahme. 3.3 B.________ führt jeweils eine Liste mit: - KVG-Vertragsspitälern, welche über die anerkannten Leistungsbereiche Auskunft gibt (Positivliste), sowie - Spitälern, mit denen B.________ keinen Tarifvertrag für die halbprivate oder die private Abteilung für das gesamte Leistungsangebot oder für einzelne Fachbereiche des Spitals abgeschlossen hat (Negativliste). Die Listen werden laufend angepasst und können in der jeweils aktuellen Fassung auf der Homepage von B.________ eingesehen oder bei B.________ verlangt werden. 3.4 [...]" Bei der Klinik handle es sich um ein Listenspital gemäss Ziff. 8.1 der AVB. Allerdings bestehe zwischen der Klinik und der Beschwerdegegnerin seit 1. Januar 2021 kein Vertrag mehr betreffend Patienten mit Spitalzusatzversicherung. Dies nachdem die Klinik einen entsprechenden Vertrag per 31. Dezember 2020 gekündigt habe und in der Folge kein neuer Vertrag abgeschlossen worden sei. Die Beschwerdegegnerin führe die Klinik auf der Liste derjenigen Spitäler, deren Tarife sie nicht anerkenne (Negativliste).