Citation: I 710/05 13.07.2006 E. A

Die 1970 geborene W.________ erwarb im Jahre 1989 ein Handelsdiplom. Seit 1992 arbeitete sie bei der Firma Q.________ und seit 17. Februar 1997 zu 100 % als Sachbearbeiterin bei der Firma B.________. Ab Juli 1997 reduzierte sie diese Arbeitstätigkeit gesundheitsbedingt auf 75 %. Am 7. Juni 1999 meldete sie sich bei der Invalidenversicherung wegen Rückenbeschwerden zum Leistungsbezug an. Am 15. August 1999 erlitt sie einen Unfall, bei dem sie von einer umkippenden Sitzbank nach hinten fiel und den Kopf an der hinteren Bank anschlug. Im Dezember 1999 wurde das Arbeitsverhältnis bei der Firma B.________ aufgelöst. Am 19. September 2000 wurden im Spital X.________ eine 2-Etagen-Versteifungsoperation PLIF L4/L5 sowie eine dorsolaterale Spondylodese L4-S1 beidseits, Beckenspan von rechts, durchgeführt. Zur Abklärung der Verhältnisse holte die IV-Stelle Zug diverse Arztberichte, einen Berufsberatungsbericht vom 3. Dezember 2001 sowie ein Gutachten der Medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS) vom 30. Mai 2003 ein. Im Letzteren wurden folgende Diagnosen mit wesentlicher Einschränkung der Arbeitsfähigkeit gestellt: ausgeprägtes chronisches lumbospondylogenes Syndrom bei leicht nach dorsal verlagertem Cage L5/S1 rechts, Status nach: 2000 Spondylodese L4-S1, 2001 Osteosynthesematerialentfernung, Weichteilrelease und Neurolyse L5/S1 am 22. Januar 2002; leichtes zervikales Schmerzsyndrom bei zervikaler Kyphosierung, Status nach 1999 Commotio und Stauchung der Halswirbelsäule (anamnestisch; Sturz von Bank mit Anschlagen des Kopfes an der rückwärtigen Bank). Als Diagnosen ohne wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, aber mit Krankheitswert wurden angegeben: eine rezidivierende depressive Störung (aktuell in Remission, unter 40 mg Citalopram jeden Morgen); Störung im Formenkreis der Anorexia mentalis (mit chronischer Obstipation mit chronischem Laxantienabusus, positiver Familienanamnese für Obstipation [Vater], Polydipsie, wahrscheinlich psychogen [anamnestisch bis 7 Liter/24 Std.], chronischer Dysmenorrhoe [unter Östrogen/Gestagen-Kontrazeption mit Mirelle] bei Status nach sekundärer Amenorrhoe 1994-1999, chronischer Dyspareunie und Status nach: 1994 nach Gewichtsverlust von über 25 kg Tiefstgewicht von 40 kg; chronische Zephalea mit positiver Familienanamnese (Mutter). Seit 1. Februar 2004 arbeitete die Versicherte in Form kurzfristiger Einsätze bei der Stiftung C.________. Mit Verfügung vom 17. Juni 2004 sprach die IV-Stelle der Versicherten ab 1. Januar 2000 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 53 % eine halbe Invalidenrente zu. Hiegegen erhoben die Versicherte und die Krankenkasse KBV separate Einsprachen. Die Versicherte beantragte unter anderem die Zusprechung einer ganzen Invalidenrente ab 1. Januar 2000, die KBV einer solchen ab 1. Dezember 2000. Die IV-Stelle hiess die Einsprachen insoweit gut, als sie der Versicherten ab 1. Dezember 2000 bis 31. Juli 2002 bei einem Invaliditätsgrad von 100 % eine ganze Invalidenrente zusprach. Die Verfügung vom 13. Januar 2005, mit der sie dies bestätigte, erklärte sie als integrierenden Bestandteil des Einspracheentscheides. Anderslautende und weitergehende Anträge sowie das Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung wies sie ab (Entscheid vom 18. Januar 2005).