Citation: 5A_310/2010 19.11.2010 E. 4

4.1 Werden Unterhaltsbeiträge festgelegt, ist gemäss Art. 143 Ziff. 1 ZGB im Scheidungsurteil anzugeben, von welchem Einkommen und Vermögen jedes Ehegatten ausgegangen wird. 4.2 Das Einkommen des Beschwerdeführers wird in Ziff. 4 des obergerichtlichen Dispositivs auf mindestens Fr. 300'000.-- beziffert und dasjenige der Beschwerdeführerin auf Fr. 1'875.-- und Fr. 6'575.--. Das Obergericht stellt nicht klar, ob es sich um Monats- oder Jahreseinkommen handelt. Der Beschwerdeführer verlangt deshalb eine "Korrektur - Feststellung, dass sein Monats-Nettoeinkommen mindestens Fr. 25'000.--" betrage. Aus dem Dispositiv könne sonst der Eindruck entstehen, er verdiene monatlich mindestens Fr. 300'000.--. 4.3 Die Bestimmung von Art. 105 Abs. 2 BGG schliesst nicht aus, dass ein unvollständig festgestellter Sachverhalt in eindeutigen Fällen von Amtes wegen berichtigt oder ergänzt wird. Das Bundesgericht führt insoweit die Praxis zur eidgenössischen Berufung fort, offensichtliche Versehen wie Redaktions- und Rechnungsfehler im kantonalen Urteilsdispositiv von Amtes wegen zu berichtigen (vgl. Urteil 5A_111/2007 vom 8. Januar 2008 E. 5.2 mit Hinweisen). 4.4 Es ist zwischen den Parteien unbestritten, dass es sich bei der Einkommensangabe des Beschwerdeführers um das Jahreseinkommen und der Beschwerdeführerin um das Monatseinkommen handelt. Diese Angaben sind somit von Amtes wegen dahingehend zu berichtigen beziehungsweise zu ergänzen, als das Einkommen des Beschwerdeführers monatlich mindestens Fr. 25'000.-- beträgt und dasjenige der Beschwerdeführerin monatlich Fr. 1'875.-- und später monatlich Fr. 6'575.--.