Citation: 4P.129/2002 26.11.2002 E. 4

Die Beschwerdeführerin 1 rügt, dem Sinne nach, das Schiedsgericht sei vorschriftswidrig besetzt, da die Bestellung des Schiedsgerichts alleine durch die Beschwerdegegnerin vorgenommen und damit der Grundsatz der Gleichbehandlung der Parteien verletzt worden sei. Die Rüge ist unbegründet. Gemäss der angerufenen Schiedsklausel konnte die Beschwerdeführerin 1 den von der Gegenpartei vorgeschlagenen Schiedsrichter durch einen eigenen Vorschlag ablehnen. Damit stand beiden Parteien ein Vorschlagsrecht zu, womit der Grundsatz der Gleichbehandlung gewahrt wurde. Die Beschwerdeführerin 1 hat von diesem Vorschlagsrecht trotz Aufforderung keinen Gebrauch gemacht, weshalb sie nicht einwenden kann, sie sei bei der Bestellung des Schiedsrichters ungleich beteiligt gewesen.