Citation: 1C_327/2016 E. 8.3

8.3. Die Vorinstanz ging davon aus, das BVU habe in Anbetracht der Schlüssigkeit der Stelllungnahmen der OSS zu Recht in antizipierter Beweiswürdigung auf die Unterbreitung dieser Zusatzfragen verzichtet. Soweit die Antworten nicht schon hinreichend den Fachberichten und den Voten der Fachberaterin der OSS am Augenschein des BVU habe entnommen werden können, seien die Fragen für die Beurteilung der vorliegenden Streitsache irrelevant. Sodann führte die Vorinstanz unter Berufung auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts aus, es wäre fragwürdig, die in der Bauzone D als Richtwert zulässigen zwei Vollgeschosse mit der Begründung zu verweigern, in der näheren Umgebung sei nirgends ein zweites Vollgeschoss realisiert worden. Durch die Anwendung von Ästhetikvorschriften dürfe nicht generell - etwa für ein ganzes Quartier - die Zonenordnung ausser Kraft gesetzt werden. Es liefe schon in einem Einzelfall auf eine Aushöhlung der Zonenregelung hinaus, wenn Bauherrn unter Berufung auf Ästhetikvorschriften die Ausschöpfung der Maximalmasse untersagen würden.