Citation: 6B_1206/2016 E. 1.3.1

1.3.1. Die Vorinstanz stützt sich bei ihrer Beweiswürdigung in erster Linie auf die Aussagen des Beschwerdeführers selbst sowie die medizinischen Akten. Dabei stellt sie nachvollziehbar auf die tatnächsten Aussagen, nicht auf die diese teilweise relativierenden späteren Angaben ab, welche sie überzeugend als zum Teil widersprüchlich bezeichnet. Der Beschwerdeführer setzt sich damit nicht auseinander. Er bestreitet weder die mindestens vier Faustschläge gegen den Kopf des Beschwerdegegners 2 noch den darauf folgenden Schnitt im Bereich des Ohrs. Die Vorinstanz hält ihm zudem im Zweifel zugute, dass er danach freiwillig von seinem ursprünglichen Plan, dem Beschwerdegegner 2 das Ohr abzutrennen, damit sich dieser künftig daran erinnere, respektvoll mit anderen umzugehen, abgelassen hat. Es ist nicht ersichtlich, was der Beschwerdeführer daraus ableiten will, dass die Vorinstanz zu Unrecht annehme, sein Begleiter habe ihn noch während des Schnitts festgehalten. Abgesehen davon, dass sich dies aus ihren Erwägungen nicht eindeutig ergibt, leuchtet nicht ein, weshalb es den Beschwerdeführer mit Bezug auf den Vorwurf, er habe das Ohr des Beschwerdegegners 2 abschneiden wollen, entlasten soll, dass ihn sein Begleiter nach eigener Darstellung "nur" unmittelbar im Anschluss an die Schläge festgehalten hat. Unabhängig vom genauen Tatablauf ist der von der Vorinstanz als versuchte schwere Körperverletzung interpretierte Schnitt gegen das Ohr erstellt und aufgrund der Angaben des Beschwerdeführers erwiesen, dass er dieses abschneiden wollte. Selbst wenn die Vorinstanz aber ausdrücklich annehmen würde, der Beschwerdeführer sei auch während des Schnitts von seinem Begleiter festgehalten worden, wäre dies weder willkürlich noch würde es die Unschuldsvermutung verletzten. Der Beschwerdeführer weist in diesem Zusammenhang selber auf seine folgende Aussage hin: " Da A.________ aber auf dem Tisch liegen blieb und mich C.________ von hinten festhielt, nahm ich das Küchenmesser, welches auf dem Tisch lag und versuchte das Ohr abzuschneiden" (Beschwerde S. 15). Ferner ist ohne Belang, ob sein Begleiter ein Messer gesehen hat oder nicht. Eine willkürliche Beweiswürdigung ist nicht ersichtlich.