Citation: 9C_214/2024 E. 5.1

5.1. Was die Behandlung der Abzugsfrage im Zusammenhang mit der direkten Bundessteuer vor der kantonalen Steuerrekurskommission angeht, verweist Art. 144 Abs. 4 DBG hinsichtlich der Parteikosten auf Art. 64 Abs. 1-3 VwVG. Abs. 1 dieser Bestimmung sieht sinngemäss vor, dass die Rekurskommission der ganz oder teilweise obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zusprechen kann. Die Vorinstanz erkennt, bei einer nichtanwaltlichen Vertretung bestehe nur ausnahmsweise, unter besonderen Voraussetzungen ein Ersatzanspruch, konkret im Fall einer komplexen Sachlage mit hohem Streitwert, bei welcher die Interessenwahrung einen hohen Arbeitsaufwand notwendig mache, der den Rahmen dessen überschreite, was der Einzelne üblicher- und zumutbarerweise zur Besorgung der persönlichen Angelegenheiten auf sich zu nehmen habe. Ob die Zusprechung einer Parteientschädigung (im Grundsatz und nicht nur der Höhe nach) je nachdem unterschiedlich zu beurteilen ist, ob die Rechtsvertretung durch einen zugelassenen Anwalt oder durch eine andere qualifizierte Person erfolgt, kann hier dahingestellt bleiben. So oder anders verletzt der angefochtene Entscheid kein Bundesrecht, weil die konkrete Streitfrage - die Zumutbarkeit einer täglichen Rückkehr vom Arbeits- an den Wohnort (angefochtener Entscheid, E. 3.4.1) - eine Rechtsvertretung nicht im Sinn von Art. 64 Abs. 1 VwVG notwendig erscheinen lässt. Gefragt war im Wesentlichen eine Darstellung der konkreten Umstände, die eine tägliche Rückkehr erschwerten (Schichtarbeit einer Hebamme, Verbindungen des öffentlichen Verkehrs etc.); im Einzelnen kann auf die Feststellungen und Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Art. 109 Abs. 3 BGG). Unter diesen Umständen kann der Beschwerdeführerin nicht gefolgt werden, wenn sie geltend macht, es sei widersprüchlich - und verletze den Grundsatz von Treu und Glauben -, dass die Vorinstanz die Notwendigkeit einer Rechtsvertretung verneine, obwohl die Steuerrekurskommission die Rechtsauffassung selbst der fachkundigen Steuerbehörde verworfen habe.