Citation: 1C_282/2021 E. 8.7

8.7. Im Hinblick auf die Verkehrssicherheit berücksichtigte das Verwaltungsgericht, dass die Zufahrt zur Deponie bereits seit Jahren benützt wird. Für die Baubewilligung vom 30. April 2018 waren beim kantonalen Tiefbauamt Auskünfte zu Verkehrsunfällen eingeholt worden. Die Beurteilung stützte sich somit auf die bisherigen Erfahrungen. Dies ist nicht zu beanstanden, zumal davon ausgegangen werden durfte, dass sich der Zubringerverkehr zur Deponie in einem vergleichbaren Umfang wie bisher bewegen wird (vgl. oben E. 8.5). Vor diesem Hintergrund bestand für das Verwaltungsgericht auch kein Anlass, die Tragfähigkeit des Unterbaus der betroffenen Strassenstrecke überprüfen zu lassen. Weiter hat die Beschwerdegegnerin nicht bestritten, dass der relativ kurze Abschnitt über die Staumauer noch enger als die vom Verwaltungsgericht festgestellten Strassenbreiten ist. Da dort jedoch auch das Postauto verkehrt, ergibt sich insofern kein zusätzlicher Untersuchungsbedarf. Bei dieser Sachlage erweist sich die Zufahrt für den Lastwagenverkehr insgesamt als eher eng. Auch die Beschwerdegegnerin räumt ein, dass beim Begegnungsfall zwischen zwei Lastwagen die Geschwindigkeit reduziert werden müsse. Dies führt aber auch dazu, dass derartige Fahrzeuge die Strecke langsam befahren. Im Übrigen konnte das Verkehrsaufkommen beim massgeblichen DTV (vgl. oben E. 8.6) als gering bewertet werden. Die Velospur auf der Eggerstrasse soll gemäss der Auflage in der Bewilligung von 2006 die Verkehrssicherheit bei steil ansteigenden Abschnitten sicherstellen. Bei der Brücke neben der Deponieeinfahrt liefern die Beschwerdeführer keine Angaben, inwiefern dieser Abschnitt steil sein soll. Insgesamt durfte das Verwaltungsgericht entgegen den Beschwerdeführern ohne weitere Abklärungen zum Schluss gelangen, dass die bauliche Ausgestaltung der Zufahrtsstrecke zwar nicht ideal, aber von den Kreuzungsmöglichkeiten her genügend ausgestaltet ist. Dies entspricht dem Interesse an einer haushälterischen Nutzung des Bodens und kann eine gewisse Zurückhaltung bei der Dimensionierung von Zufahrtsstrassen rechtfertigen, namentlich ausserhalb der Bauzonen (vgl. Urteil 1C_501/2018 vom 15. Mai 2019 E. 6.1). Um derartige Strassen geht es im vorliegenden Fall. Ferner ist es angesichts des fehlenden Trottoirs (vgl. oben E. 8.2) mit den bundesrechtlichen Anforderungen an die Erschliessung vereinbar, wenn der Schutz von schwächeren Verkehrsteilnehmern mit Betriebsauflagen zu Anlieferzeiten der Deponie angegangen wird. Dabei geht es vorliegend nur um die Verkehrssicherheit von Kindern auf dem Schulweg. Die Erwägungen des Verwaltungsgerichts lassen sich nicht anders verstehen, als dass einzig im Hinblick auf den Schulweg der Kindergarten- und Primarstufe zur Schulanlage in Egg die Festlegung von Anlieferzeiten der Deponie für nötig angesehen wird. Wenn die Beschwerdeführer vor Bundesgericht den Schulweg der Sekundarstufe vom Einzugsgebiet von Egg aus über die betroffenen Zufahrtsstrassen zum zentralen Standort in Einsiedeln ansprechen, gehen sie nicht substanziiert auf die bei derartigen Distanzen geltenden Regelungen zu Fahrkostenentschädigungen für die Bewältigung des Schulwegs ein. Vor diesem Hintergrund ist es nicht zu beanstanden, wenn das Verwaltungsgericht der Schulwegsicherheit bei der Sekundarstufe im Rahmen des vorliegenden Verfahrens nicht nachgegangen ist. Im Übrigen durfte das Verwaltungsgericht mit Blick auf den Schulweg zur Schulanlage in Egg von genügend abgeklärten Verhältnissen ausgehen. Aus den vorstehenden Erwägungen folgt, dass im Hinblick auf die Erschliessung gesamthaft nicht ersichtlich ist, inwieweit von den beantragten Beweismitteln (Augenschein, Fachgutachten, Berichte von Polizei und Postautobetrieben) neue Erkenntnisse zu erwarten sind. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt nicht vor. Zu überprüfen bleibt, ob die Modalitäten der Betriebsauflage mit Bezug auf die Schulwegsicherheit materiell bundesrechtskonform sind (dazu unten E. 8.9 und 8.10).