Citation: 8C_801/2013 E. 2

Spezifische Ablehnungsgründe im Sinne der Rechtsprechung liegen nicht vor. Formelle Ablehnungsgründe können regelmässig nicht allein mit strukturellen Umständen, wie sie in BGE 137 V 210 behandelt worden sind, und der Schilderung negativer Erfahrungen mit einer bestimmten MEDAS dargelegt werden (BGE 138 V 271 E. 2.2.2 S. 277). Abgesehen davon werden die mit der orthopädischen und neurologischen Begutachtung zu betrauenden Fachärzte den medizinischen Sachverhalt unter einem anderen Gesichtspunkt als die bisher mit der Versicherten befassten Gutachter der MEDAS zu prüfen haben, weshalb sie, soweit sie dies für sachlich gerechtfertigt halten, auch von der bisherigen, unter dem Blickwinkel anderer medizinischer Disziplinen erfolgten Begutachtung abweichen können, ohne dass sie sich zu dieser zwingend in Widerspruch setzen müssen. Sie können das Ergänzungsgutachten daher ohne Weiteres auch abweichend von der bisherigen Beurteilung erstatten. Befangenheitsrügen können überdies nur gegenüber natürlichen Personen und nicht gegenüber der MEDAS als Institution erhoben werden (vgl. BGE 138 V 271 E. 2.2 S. 277).