Citation: 8C_385/2023 E. 7.2

7.2. Daran ändert nichts, dass die im Vergleich zum ZIMB-Gutachten zwischenzeitlich eingetretene Zunahme der gesundheitsbedingten Einschränkungen der Leistungsfähigkeit die Beschwerdeführerin zwar nicht daran hinderte, ihre bisherige Tätigkeit als MPA im angestammten 40%-Pensum ab Juni 2014 wieder aufzunehmen und auch ab 2017 an einer neuen Arbeitsstelle im gleichen Umfang weiterhin auszuüben. Doch gelangte sie dabei zunehmend an ihr Leistungslimit. Demgegenüber hatten die ZIMB-Gutachter keine einzige Diagnose mit einschränkender Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erhoben, während sie die im Zusammenhang mit den Restfolgen des Schädelhirntraumas diagnostizierten, "organisch-kognitiven Störungen mit massiver nichtorganischer Überlagerung" nur in "geringster" Ausprägung einzustufen vermochten. Im Gegensatz dazu legten die Asim-Gutachter auf der Grundlage ihrer eigenen Erhebungen nach einlässlicher und sorgfältiger Erörterung der medizinischen Aktenlage mit nachvollziehbarer und überzeugender Begründung dar, dass insbesondere unter Mitberücksichtigung der beiden verhaltensneurologisch-neuropsychologischen Verlaufsuntersuchungen vom 12. November 2019 und 15. Mai 2020 ab diesem Zeitpunkt von einer nunmehr leichten bis mittelschweren neuropsychologischen Funktionsstörung auszugehen sei. Nach diesen beiden spezialmedizischen Verlaufsuntersuchungen war die Arbeitsfähigkeit infolge der etwas schwerer wiegenden neuropsychologischen Funktionsstörungen schon damals aus rein neurokognitiver Sicht um 30 bis 50% eingeschränkt. Die Asim-Gutachter diagnostizierten sodann gestützt auf ihre eigene umfassende Exploration der Beschwerdeführerin - zusätzlich zum ZIMB-Gutachten - eine gemischte Angststörung (ICD-10 F41.3; differenzialdiagnostisch eine teilremittierte posttraumatische Belastungsstörung nach ICD-10 F43.1), ein organisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma (ICD-10 F07.2) sowie eine rezidivierende depressive Störung bei derzeit leicht depressiver Symptomatik (ICD-10 F33.0). In der Zusammenschau sämtlicher Befunde schlossen die Asim-Gutachter anlässlich ihrer interdisziplinären Gesamtbeurteilung, dass die Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin erheblich eingeschränkt sei.