Citation: 2C_419/2018 E. 2.4.2

2.4.2. Vorliegend ist nicht nachvollziehbar, inwiefern eine leicht- bis mittelgradige depressive Störung rezividierender oder episodischer Natur eine Arbeitstätigkeit der Beschwerdeführerin grundlegend hätte verhindern können, weshalb auch der Besuch eines einmonatigen Arbeitsintegrationsprogramms und eine erst seit April 2015 ausgeübte, nicht entlöhnte Tätigkeit im Umfang von sechs Stunden pro Woche nicht als das Verschulden ausschliessende Bemühungen angesehen werden können, sich in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren und die Abhängigkeit von der Sozialhilfe zumindest zu reduzieren. Von einer unverschuldeten Notlage der Beschwerdeführerin ist angesichts der vorliegenden Umstände nicht auszugehen, weshalb der Sozialhilfebezug als verschuldet zu gelten hat und ein gewichtiges öffentliches Interesse an der Ausreise der Beschwerdeführerin begründet. Unter Berücksichtigung dessen, dass die Beschwerdeführerin unbestrittenermassen auch nach zwölf Jahren in der Schweiz Aufenthalt bosnisch, jedoch kein Deutsch spricht, und sich auch sonst nicht in die hiesigen Verhältnisse integriert hat, erscheint ihr eine Rückkehr in ihren Heimatstaat, in welchem sie über ein soziales Netz und ihr Ehemann über ein kleines Haus verfügt, ohne Schwierigkeiten als zumutbar. Daran vermag auch der vorinstanzlich festgestellte Gesundheitsschaden nichts zu ändern, geht doch die Beschwerdeführerin selbst davon aus, dass in ihrem Heimatstaat medikamentöse, stationäre und psychiatrische Behandlungsmöglichkeit zur Verfügung stünden, und ist nicht erstellt, dass ihre Familienangehörigen, insbesondere ihr Ehemann, nicht für einen Krankenversicherungsschutz finanziell aufkommen könnten. Eine Verletzung der Menschenwürde (Art. 7 BV) ist ebensowenig ersichtlich wie eine Verletzung der Rechtsgleichheit (Art. 8 Abs. 1 BV) hinsichtlich Personen, welche gestützt auf einen gesetzlichen Anspruch Ergänzungsleistungen beziehen, gründet doch diese Ungleichbehandlung auf einer sachlichen, in einem Gesetz angelegten Unterscheidung unterschiedlicher Sachverhalte (BGE 143 I 361 E. 5.1 S. 367; E. 141 I 78 E. 9.1 S. 90, BGE 141 I 153 E. 5.1 S. 157).