Citation: 2A.33/2002 01.03.2002 E. 2

2.- Gemäss Art. 35 des Bundesgesetzes über die Organisation der Bundesrechtspflege vom 16. Dezember 1943 (Bundesrechtspflegegesetz, OG) kann Wiederherstellung gegen die Folgen der Versäumung einer Frist nur dann erteilt werden, wenn der Gesuchsteller oder sein Vertreter durch ein unverschuldetes Hindernis abgehalten worden ist, innert der Frist zu handeln; er muss binnen zehn Tagen nach Wegfall des Hindernisses unter Angabe desselben die Wiederherstellung verlangen und die versäumte Rechtshandlung nachholen (Abs. 1). Die Entscheidung erfolgt auf Grundlage eines schriftlichen Verfahrens ohne öffentliche Beratung (Abs. 2). Diese Vorschrift findet Anwendung, wenn Wiederherstellung der Frist für die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gemäss Art. 106 OG verlangt wird. Das gilt auch dann, wenn ein Entscheid der Eidg. Steuerrekurskommission über die direkte Bundessteuer angefochten wird. Das Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer vom 14. Dezember 1990 (DBG) enthält für das Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde diesbezüglich keine Sondervorschrift, die hier angewendet werden könnte (vgl. Art. 146 DBG). Die von den Beschwerdeführern zitierten Bestimmungen, Art. 133 Abs. 3 und 140 Abs. 4 DBG, gelten für das Einspracheverfahren sowie das Verfahren vor der Steuerrekurskommission, wie aus den Überschriften hervorgeht, und sind auf das Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht anwendbar (s. auch ASA 60 S. 633 ff.; Känzig/Behnisch, Die direkte Bundessteuer, 2. Aufl. 1992, N 31 zu Art. 112).