Citation: B 33/01 04.06.2002 E. 2

2.- Streitig und zu prüfen ist, ob beim Beschwerdeführer in der Zeit vom 21. Mai 1990 bis am 31. März 1991, als er bei der Beschwerdegegnerin vorsorgeversichert war, die Arbeitsunfähigkeit eintrat, welche ab 1. November 1991 zur Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente durch die Invalidenversicherung führte. a) Der Beschwerdeführer wurde während seiner früheren Tätigkeit als Nachtportier in einem Hotel am 6. Januar 1990 von einem Einbrecher mit einer Cognacflasche niedergeschlagen. Die dabei erlittenen Verletzungen machten eine Spitalbehandlung nötig. Vom 6. Januar bis zum 15. März 1990 war der Beschwerdeführer vollständig arbeitsunfähig. Am 16. März 1990 nahm er eine Tätigkeit als Hotelangestellter in einem andern Kanton auf, die er aber bereits am 19. März 1990 wieder niederlegte. Im April 1990 folgte ein Arbeitsversuch bei der Fabrik A.________. Am 21. Mai 1990 trat er bei der B.________ AG ein. Tags darauf zog er sich zu Hause eine Ruptur des lateralen Seitenbandes des rechten OSG zu und war bis zum 30. Juli 1990 100 % arbeitsunfähig. Nach einer Arbeitsfähigkeit von 50 % bis zum 12. August 1990 arbeitete er anschliessend zu 100 % bis zum 25. Oktober 1990. Von diesem Zeitpunkt an bestand wiederum eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Wie das kantonale Gericht zu Recht festgehalten hat, war er bei der B.________ AG lediglich während 2 ½ Monaten voll arbeitsfähig. Die im Anschluss daran eingetretene vollständige Arbeitsunfähigkeit und die dadurch bedingte Invalidität ist nach den Akten auf den Raubüberfall vom 6. Januar 1990 zurückzuführen. Dies ergeben die einlässlichen Abklärungen durch die Invalidenversicherung und den Unfallversicherer. Nach dem Gutachten der Medizinischen Abklärungsstelle Zentralschweiz (MEDAS) vom 7. September 1992 leidet der Beschwerdeführer an einem ausgeprägten depressiven Zustandsbild mit Regressionstendenz und Selbstwertproblematik bei einfach strukturiertem Serben rumänischer Herkunft mit postcommotionellen Kopfschmerzen bei Status nach Commotio cerebri infolge Raubüberfalls am 6. Januar 1990. Auf Grund der psychopathologischen Befunde sei er zur Zeit in seinen zuletzt ausgeübten Tätigkeiten (Hotelportier, Fabrikarbeiter, Magaziner) nicht arbeitsfähig. Dr. med. V.________, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostiziert im Gutachten zuhanden des Unfallversicherers vom 4. Juni 1992 leichtgradige aggravierte Restbeschwerden nach durchgemachter posttraumatischer Anpassungsstörung auf dem Boden einer einfach strukturierten, retardierten, wenig anpassungsfähigen und ängstlich-unsicheren prätraumatischen Persönlichkeit. Der Unfall sei die einzige Ursache der festgestellten gesundheitlichen Störung, sofern man die prätraumatische Persönlichkeit als beteiligt, mit berücksichtige. Dr. med. F.________, Leitender Arzt des Spital und Pflegezentrums Z.________, erwähnt im Bericht vom 25. März 1991 einen Zustand nach gewalttätigem Überfall mit Commotio cerebri Januar 1990 mit reaktiver Depression. Die Psychiatrische Klinik E.________ hält im Bericht vom 26. Februar 1991 als Diagnose ein ängstlich depressives Zustandsbild mit ausgeprägter Somatisierungstendenz nach Raubüberfall im Januar 1990 im Sinne einer posttraumatischen Belastungsstörung fest. Im Fragebogen für den Arbeitgeber vom 9. April 1991 führt die B.________ AG als Grund für die Auflösung des Arbeitsverhältnisses extreme Absenzen und schwache Leistung an. Im Bericht der Regionalstelle für berufliche Eingliederung vom 16. Oktober 1991 wird festgehalten, dass der Arbeitsversuch als Hotelangestellter im Hotel P.________ im März 1990 aus psychischen Gründen gescheitert sei. Der Arbeitsversuch im April 1990 bei der Fabrik A.________ sei wegen starken Rücken- und Kopfschmerzen abgebrochen worden. Vom 6. August bis 26. Oktober (recte 25. Oktober) 1990 habe er zwar bei der B.________ AG gearbeitet, doch seien seine Leistungen extrem schwach gewesen. Der Versicherte habe den Raubüberfall und die entsprechenden Nachwirkungen noch nicht verarbeitet. b) Gestützt auf diese Akten ist davon auszugehen, dass die Tätigkeit des Beschwerdeführers für die B.________ AG lediglich als Arbeitsversuch bezeichnet werden kann, während dem der Beschwerdeführer keine volle Leistung erbracht hat und der wie bei den beiden zuvor versehenen Stellen im Hotel P.________ und in der Fabrik A.________ gescheitert ist. Mit dem kantonalen Gericht ist daher eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin zu verneinen, weil das Leiden und die dadurch verursachte Arbeitsunfähigkeit vor Beginn des Versicherungsverhältnisses bei der Beschwerdegegnerin aufgetreten ist und unter diesen Umständen auf den von der IV-Stelle auf November 1990 festgelegten Beginn der Wartezeit (Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG) nicht abgestellt werden kann. c) Nicht zu prüfen ist im vorliegenden Verfahren (Art. 128 OG; BGE 125 V 414 Erw. 1a), wie es sich mit dem unangefochten in Rechtskraft erwachsenen Entscheid des kantonalen Gerichts vom 2. März 1995 betreffend Unfallversicherung verhält. Auf das Eventualbegehren um Revision dieses Entscheides kann daher nicht eingetreten werden.