Citation: 5P.481/2006 19.02.2007 E. 4

Schliesslich sieht der Beschwerdeführer im obergerichtlichen Vorgehen die Dispositionsmaxime verletzt. Demnach darf einer Partei weder mehr noch anderes zugesprochen werden als sie selbst verlangt. Eine solche Verletzung ist jedoch weder ersichtlich noch dargetan, weil das Obergericht im durch Parteianträge vorgegebenen Rahmen - Aufhebung der Unterhaltspflicht ab dem 5. November 2004 (Beschwerdeführer) und Abweisung des Massnahmebegehrens sowie Beibehaltung der Unterhaltsverpflichtung gemäss Eheschutzverfahren (Beschwerdegegnerin) - entschieden hat. Gebunden ist das Gericht unter der Herrschaft der Dispositionsmaxime nur an die formellen Parteianträge, nicht hingegen an die einzelnen Einnahmen- und Aufwandpositionen (vgl. zur Schadensberechnung: BGE 119 II 396 E. 2 S. 396). Somit gilt die vorgenommene Freibetragsaufteilung als von den Anträgen der Parteien miterfasst, weshalb für die vorgebrachte Rüge kein Raum mehr verbleibt.