Citation: 9C_92/2023 E. A

Die 1965 geborene A.________ wurde am xxxx 2009 in ihrem selbständig betriebenen Tankstellenbistro Opfer eines Raubüberfalles. In der Folge wurde sie vom Hausarzt (ganz bzw. teilweise) "arbeitsunfähig geschrieben". Ab August 2010 war sie im Stundenlohn angestellt bei der B.________ GmbH und war damit bei der proparis Vorsorge-Stiftung Gewerbe Schweiz berufsvorsorgeversichert. Nachdem sie bereits im Februar 2011 nur noch reduziert gearbeitet hatte, teilte ihr ihre Arbeitgeberin am 8. März 2011 mit, sie könne ihr bis auf Weiteres keine Beschäftigungen mehr anbieten. In der Folge meldete sich A.________ bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an; die IV-Stelle Bern sprach ihr mit Verfügung vom 21. März/9. April 2014 ab Oktober 2012 eine ganze Rente der Invalidenversicherung zu. Demgegenüber lehnte die proparis Vorsorge-Stiftung Gewerbe Schweiz einen Invalidenrentenanspruch ab, da die zur Invalidität führende Arbeitsunfähigkeit bereits im Juni 2009 und damit vor Eintritt in die Vorsorgeeinrichtung eingetreten sei.