Citation: 6B_550/2019 E. 3.1

3.1. Die Beschwerdeführerin rügt zusammengefasst, die Annahme der Vorinstanz, wonach ihre Beschreibung der Schläge nicht mit dem Arztzeugnis vereinbar sei, als aktenwidrig und willkürlich. Der Bericht im Arztzeugnis entspreche vollkommen ihrer Sachdarstellung, was von der Vorinstanz willkürlich ausser Acht gelassen worden sei. Angesichts des Arztzeugnisses und ihrer Aussagen hätte die Vorinstanz zwingend davon ausgehen müssen, dass sie von A.________ zweimal heftig in die linke Gesichtshälfte und danach mit den Fäusten auf die Stirn und den Hinterkopf geschlagen worden sei. Es sei aktenwidrig, wenn die Vorinstanz festhalte, sie habe erstmals im Berufungsverfahren ausgesagt, sie sei von A.________ auch auf den Hinterkopf geschlagen worden. Sie habe bereits in ihrer Strafanzeige vom 10. Dezember 2015 angegeben, dass sie von A.________ einen Schlag mit der Faust auf den Hinterkopf erhalten habe. Dies könne der Strafanzeige, welche sie der Beschwerde beilege, entnommen werden. Sodann sei willkürlich, dass die Vorinstanz auf den Polizeirapport abstelle, sei doch dieser von einem beim Vorfall nicht anwesenden Polizeibeamten erstellt worden, wobei davon ausgegangen werden müsse, dass A.________ der Ghostwriter des Polizeirapports gewesen sei. Die sich auf den Polizeirapport stützende Annahme der Vorinstanz, B.________ habe (wie A.________) ebenfalls gehört, dass die Beschwerdeführerin die Polizeibeamten als "Hurensöhne und Teufel" bezeichnet habe, sei aktenwidrig und willkürlich. Vielmehr hätte die Vorinstanz gestützt auf ihre glaubhaften Aussagen davon ausgehen müssen, dass A.________ sie als "Hure" und "fea" (=hässlich) beschimpft habe. Indem die Vorinstanz diesen relevanten Aspekt nicht berücksichtigt habe, habe sie den Sachverhalt willkürlich festgestellt und den Grundsatz "in dubio pro reo" verletzt. Die Aussage der Beschwerdeführerin, sie habe A.________ nicht schlagen oder kratzen wollen, sondern nur die Hand zur Abwehr gehoben, sei glaubhaft und die gegenteilige Annahme der Vorinstanz stelle eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung dar. Die Vorinstanz verletze auch die Unschuldsvermutung und erstelle den Sachverhalt willkürlich, wenn sie eine erhebliche Kraftentfaltung durch die Beschwerdeführerin bejahe mit der Begründung, sie habe das Funkgerät von A.________ beschädigt, denn Sachbeschädigung werde ihr im Strafbefehl nicht vorgeworfen.