Citation: 2C_201/2023 E. 5.1.2

5.1.2. Die Vorbringen der Beschwerdeführerin, wonach die Dreijahresfrist in ihrem Fall ausnahmsweise bereits ab dem Zeitpunkt des Zusammenlebens in der Schweiz zu berechnen sei, weil sie ab ihrer Einreise bis zum formellen Eheschluss am 17. November 2017 bereits wie ein Ehepaar in einem gegen aussen wahrnehmbaren gemeinsamen Haushalt zusammengelebt hätten, stehen im Widerspruch zur bundesgerichtlichen Praxis, wonach auf den formellen Bestand der Ehe abzustellen und die Zeit des Zusammenlebens im Konkubinat nicht zu berücksichtigen ist (vgl. vorne E. 5.1.1; insb. BGE 144 I 266 E. 2.6; Urteil 2C_622/2021 vom 6. April 2022 E. 4.2). Zudem ist entgegen den Beschwerdevorbringen auch nicht ersichtlich, inwiefern das verfahrensbeteiligte Amt den Eheschluss verzögert hätte: Es erteilte die für den Eheschluss notwendige Bestätigung betreffend die Rechtmässigkeit des Aufenthalts knapp drei Wochen nachdem das zuständige Zivilstandsamt mitgeteilt hatte, dass die übrigen Voraussetzungen für den Eheschluss erfüllt seien. Dass das Amt einige wenige Wochen benötigte, um die eingereichten Unterlagen zu prüfen, ist nicht zu beanstanden. Ebensowenig, dass das Paar in der Folge nochmal einige wenige Wochen auf einen Termin für die Eheschliessung warten musste.