Citation: 6B_169/2019 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz stellt zum Inhalt der Videos fest, dass sich D.________ in dem vom Beschwerdeführer erstellten "Exklusivinterview" an Muslime und insbesondere an muslimische Jugendliche im Westen richte. Zudem werde zum bewaffneten Dschihad für die Jaysh Al-Fath aufgerufen. D.________'s Redezeit betrage über 90% des etwas mehr als eine halbe Stunde dauernden Videos, was dem Format der Videobotschaft sehr nahe komme. Der Verherrlichung des Dschihads und der Motivation zum Dschihad setze der Beschwerdeführer nichts entgegen. Er habe die entsprechende Propaganda ungefiltert und ohne kritische Relativierung, z.B. durch Kommentare, Hintergrundinformationen oder Rahmenberichte, indessen mit Untertiteln und in mehreren Sprachen publiziert, womit er die Gedankenverbreitung auf allfällige nicht Arabisch sprechende Zuhörer gefördert habe. Die Vorinstanz setzt sich alsdann einlässlich mit D.________ auseinander. Sie gelangt zum Schluss, dass dieser die Haltung des IS, der sich mit Al-Qaïda zerworfen und in der Folge abgespalten habe, missbillige, wogegen er die Al-Qaïda, d.h. sowohl die "Kern-Al-Qaïda" als auch die territorial operativen Al-Qaïda-Gruppierungen wie Jabhat Al-Nusra (Syrien) oder die Al-Qaïda auf der arabischen Halbinsel sowie deren Führung rühme. Damit stelle sich D.________ als Sympathisant der Al-Qaïda dar. Zudem erhoffe und bemühe er sich um eine Versöhnung des IS mit der Al-Qaïda. Insofern unterstütze D.________ deren strategische Anliegen aktiv und setze sich für deren Stärkung ein. Gelungen sei ihm dies durch die Mitgründung des Jaysh Al-Fath, einer Rebellenallianz gegen das Regime von Bashar al-Assad in Syrien, zu der - zumindest zum anklagerelevanten Zeitpunkt - auch Jabhat Al-Nusra gezählt habe. Damit sei der Vorwurf, wonach der Beschwerdeführer durch die Produktion und die Veröffentlichung des Exklusivinterviews Propaganda für die Jaysh Al-Fath getätigt habe, erstellt (angefochtener Entscheid E. 3.2.10 f. S. 38 ff.). Im Zusammenhang mit dem Video "Die wahrhaftige Morgendämmerung" hält die Vorinstanz fest, dass dem Zuschauer, namentlich durch die Begrüssungsszene mit D.________, die Freude eines solchen Kontakts bzw. die Sympathie des Beschwerdeführers zu D.________ übermittelt werde. Insofern zeige das Video das Wohlwollen des Videoherstellers zu D.________, dem geistigen Führer der Jaysh Al-Fath und Befürworter der Ideologie der Al- Qaïda. Sodann würden sich die im Hintergrund hörbaren Naschids auf den gewaltsamen Dschihad beziehen. Zu hören sei ein Kampflied gegen Zion mit Aufruf zum Töten. Der Aufruf zum gewaltsamen Dschihad durch die Begleitmusik zu einem Video über die Jaysh Al-Fath und die von dieser eroberten Gebiete, glorifiziere deren militärisches Wirken und somit auch jenes der dazugehörenden und militärisch operierenden Jabhat Al-Nusra. Das Video stelle folglich Propaganda für die Jabhat Al-Nusra und somit auch für die Ideologie der Al-Qaïda dar. Auch in diesem Video distanziere sich der Beschwerdeführer nicht von Al-Qaïda (angefochtener Entscheid E. 3.3.11 S. 60 ff.).