Citation: 8C_86/2020 E. 5.1

5.1. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers sind Vorinstanz und Beschwerdegegnerin bei der Prüfung der Frage, ob ein Revisionsgrund und eine Änderung des Invaliditätsgrades von mindestens 5 % vorliegt, zu Recht vom im Vergleich festgesetzten Invaliditätsgrad ausgegangen. Mit einem Vergleich wird den Parteien bei ungewisser Sach- oder Rechtslage die Befugnis eingeräumt, ein Rechtsverhältnis vertraglich zu ordnen, um die bestehende Rechtsunsicherheit zu beseitigen. Dabei wird in Kauf genommen, dass der Vergleichsinhalt von der Regelung des Rechtsverhältnisses abweicht, zu der es bei umfassender Klärung des Sachverhalts und der Rechtslage allenfalls gekommen wäre (BGE 140 V 77 E. 3.2.1 S. 80 mit Hinweis auf BGE 138 V 147 E. 2.4 S. 149 f.). Als Basis zur Feststellung, ob sich seit der Verfügung der Suva vom 22. Dezember 2011 etwas geändert hat, ist daher der in diesem Verwaltungsakt gestützt auf den abgeschlossenen Vergleich festgesetzte Invaliditätsgrad von 25 % massgebend und nicht jener von 18 %, welcher von der Suva aufgrund der DAP-Methode im Rahmen der Vergleichsverhandlungen berechnet worden war.