Citation: 2C_542/2016 E. 3.3

3.3. Das kantonale Migrationsamt hat am 24. April 2013 gegenüber dem Beschwerdeführer Folgendes festgehalten: "Aufgrund der Aktenlage stellen wir fest, dass polizeiliche Interventionen stattgefunden haben. Dazu werden aktuell Abklärungen getätigt. Da dieses Verfahren noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird, sind wir bereit, Ihre Bewilligung (recte: Ausweis) bereits zum heutigen Zeitpunkt zu erneuern. Wir machen Sie aber darauf aufmerksam, dass wir fremdenpolizeiliche Massnahmen in Prüfung nehmen werden, falls ein pendentes Verfahren zu einer strafrechtlichen Verurteilung führen sollte." Der Beschwerdeführer vertritt nun die Auffassung, dass die Behörde sich damit für die Zukunft festgelegt habe, dass nur eine strafrechtliche Verurteilung zu einer fremdenpolizeilichen Massnahme führen könne, unabhängig von zukünftig weiterem, nicht strafrechtlichen Verhalten. Das kantonale Migrationsamt hat indes keinen Standpunkt in Bezug auf das Verhalten des Beschwerdeführers eingenommen, welcher dem später in der Verfügung eingenommenen Standpunkt entgegenstehen würde. Es hat lediglich festgestellt, dass ihnen polizeiliche Interventionen bekannt seien. Sollten diese zu einer strafrechtlichen Verurteilung führen, so wären alsdann fremdenpolizeiliche Massnahmen zu prüfen. Die dem Beschwerdeführer mitgeteilten Informationen im Rahmen der Erneuerung des Ausweises umschreiben lediglich den zukünftigen Ablauf, falls sein vergangenes Verhalten zu einer strafrechtlichen Verurteilung führen würde. Insofern hat das Migrationsamt keine vertrauensbildenden Aussagen gemacht, die im Widerspruch zur später erlassenen Verfügung stehen könnten. Abgesehen davon ist nicht ersichtlich, welche nicht wieder rückgängig zu machenden Dispositionen (aktiven Handlungen oder Unterlassungen) der Beschwerdeführer getroffen hat.