Citation: 6B_184/2020 E. 1.2

1.2. Der Anklagegrundsatz (Art. 9 Abs. 1 und Art. 325 StPO; Art. 29 Abs. 2 und Art. 32 Abs. 2 BV; Art. 6 Ziff. 1 und Ziff. 3 lit. a und lit. b EMRK) und dessen Informationsfunktion (BGE 144 I 234 E. 5.6.1; 143 IV 63 E. 2.2) lassen Raum für die in der Beschwerde vorgetragene Begründung des Arglistvorwurfs. Das Tatbestandselement geht aus der detaillierten Beschreibung des Tatgeschehens in der Anklageschrift hervor (vgl. Sachverhalt lit. A). Soweit die Beschwerdeführerin vorträgt, der Beschwerdegegner habe gerade diejenigen Personen erreichen wollen, die wegen Unerfahrenheit, fortgeschrittenen Alters oder aus anderen Gründen besonders täuschungsanfällig seien, bezieht sie sich auf Sachverhalte, die das in der Anklageschrift beschriebene Vorgehen nach der Vorstellung der Täter zielführend machen sollten. Die fraglichen Motive können aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung unterstellt werden; sie bilden keinen notwendigen Teil der Anklageschrift (vgl. Urteil 6P.105/1993 vom 1. Oktober 1993 E. 2b/⁠bb).