Citation: 5A_777/2019 E. 2.1

2.1. Die paulianische Anfechtungsklage der Beschwerdegegnerin steht im Zusammenhang mit dem Konkurs über die C.________ AG, der am 12. Oktober 2010 eröffnet worden ist. Strittig ist die Frage, ob die mit der paulianischen Anfechtung geltend gemachten Ansprüche verwirkt sind, was sich nach den unangefochtenen Erwägungen des Obergerichts aufgrund von Art. 2 Abs. 2 der Schlussbestimmungen zum SchKG nach aArt. 292 Ziff. 2 SchKG bestimmt (gemeint offenbar: Art. 292 Ziff. 2 SchKG in der Fassung gemäss Änderung des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs vom 16. Dezember 1994; in Kraft vom 1. Januar 1997 bis 31. Dezember 2013; AS 1995 1290). Unstrittig ist, dass die Beschwerdegegnerin die zweijährige Verwirkungsfrist durch die Erhebung der Anfechtungsklage beim Handelsgericht am 12. Oktober 2012 gewahrt hat. Vorliegend geht es einzig darum, ob die Neueinreichung der Klage durch die Beschwerdegegnerin beim Friedensrichteramt den Voraussetzungen von Art. 63 Abs. 1 ZPO genügte, damit die in dieser Norm vorgesehene Aufrechterhaltung der Rechtshängigkeit des Verfahrens greift. Dabei ist wiederum unstrittig, dass die Beschwerdegegnerin mit ihrer Eingabe an das Friedensrichteramt vom 21. Januar 2015 die in Art. 63 Abs. 1 ZPO vorgesehene einmonatige Frist für die Wiedereinreichung der Klage (Zustellung des Nichteintretensentscheids des Handelsgerichts am 22. Dezember 2014) gewahrt hat.