Citation: 6B_1232/2021 E. 2.4.1

2.4.1. Aus dem Vorstehenden ergibt sich, dass sich vorliegend nicht die Frage nach einer hinreichenden gesetzlichen Grundlage stellt, sondern jene der Verhältnismässigkeit der Massnahme bzw. deren Dauer. Damit ist letztlich nicht zu beanstanden, wenn sich die Vorinstanz nicht zum Einwand des Beschwerdeführers äussert, es fehle an einer hinreichenden gesetzlichen Grundlage. Eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör ist jedenfalls nicht ersichtlich. Dass die übrigen Voraussetzungen für eine stationäre therapeutische Behandlung von psychischen Störungen erfüllt sind, ist unbestritten: Der Beschwerdeführer leidet an einer schweren psychischen Störung (Schizophrenie), mit der seine Delikte in Zusammenhang stehen, und von ihm geht eine hohe bis sehr hohe Rückfallgefahr für Straftaten gegen Leib und Leben bzw. die körperliche Unversehrtheit aus. Der Gefahr weiterer mit der schweren psychischen Störung in Zusammenhang stehender Taten lässt sich durch eine therapeutische Behandlung grundsätzlich begegnen und der Beschwerdeführer ist sowohl therapiebedürftig als auch therapiefähig. Ferner ist die stationäre therapeutische Behandlung geeignet und erforderlich sowie im Grundsatz verhältnismässig im engeren Sinne (vgl. Urteil S. 82 ff.). Umstritten ist damit einzig die Frage, ob die Massnahme angesichts des Verhältnismässigkeitsprinzips auf eine gewisse Dauer beschränkt werden muss.