Citation: 2C_775/2013 E. 3.3

3.3. Somit bleibt noch zu prüfen, ob der Beschwerdeführerin durch das Strassenbauprojekt "Ausbau/Sanierung Biretenweg" tatsächlich ein Sondervorteil erwächst, da andernfalls die Erhebung einer Abgabe in Form einer Vorzugslast verfassungsrechtlich ausgeschlossen wäre (vgl. BGE 132 II 371 S. 375 E. 2.3). Bei einem Ausbau einer bereits bestehenden Erschliessungsanlage ist ein Sondervorteil insbesondere dann zu bejahen, wenn ein Grundstück rascher, bequemer oder sicherer erreicht werden kann oder wenn die bauliche Nutzungsmöglichkeit des Grundstücks durch den Ausbau verbessert wird. Dabei ist ein objektiver Massstab anzuwenden und nicht auf die subjektiven Bedürfnisse des Grundeigentümers abzustellen (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 1C_481/2012 vom 21. Dezember 2012, E. 2.1; BGE 118 Ib 54 E. 2b S. 57). Diese Voraussetzungen sind vorliegend ebenfalls erfüllt: bereits durch die Erstellung des neuen Belags und der durchgehenden Entwässerung lässt sich der Biretenweg namentlich bei schlechtem Wetter besser befahren, was sich für die Erschliessung und damit den Wert der Liegenschaft der Beschwerdeführerin positiv auswirkt. Dasselbe gilt für die Verbreiterung der Strasse und die Schaffung zweier Ausweichstellen, womit das Kreuzen mit andern Strassenbenutzern erleichtert bzw. überhaupt erst ermöglicht wird. Der Einwand der Beschwerdeführerin, solche Ausweichstellen gehörten bei einer so engen Strasse "zum usanzmässigen Standard", ändert daran nichts: der Mehrwert für sie besteht diesfalls in der Schaffung einer dem Üblichen entsprechenden Verkehrserschliessung ihres Grundstücks, was bisher nicht gegeben war und worin ohne Weiteres ein Sondervorteil zu erblicken ist.