Citation: 1P.227/2006 30.06.2006 E. 6

Der Beschwerdeführer wirft dem Obergericht eine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor, weil es entgegen seinem Antrag unterlassen habe abzuklären, in welcher Weise A.________ am beschädigten Fahrzeug berechtigt gewesen sei. Aus den Akten ergebe sich nur, dass es nicht dessen Fahrzeug gewesen sei. Es sei nicht erwiesen, dass es ihm zum Gebrauch überlassen worden sei, wie das Obergericht aktenwidrig annehme, es könne genauso gut sein, dass er das Fahrzeug eigenmächtig für sich verwendet habe. Diesfalls habe er keinen gültigen Strafantrag stellen können, da der blosse Besitzer dazu nicht berechtigt sei. Der beschädigte Volvo wurde beim Zwischenfall von A.________ gefahren, und es finden sich in den Akten keine Hinweise dafür, dass er sich das Fahrzeug eigenmächtig oder gar in strafrechtlich relevanter Weise angeeignet haben könnte. Unter diesen Umständen konnte das Obergericht ohne Verfassungsverletzung davon ausgehen, dass es ihm zumindest zum Gebrauch überlassen und er damit zur Stellung eines Strafantrages berechtigt war, ohne dazu weitere Abklärungen zu treffen. Die Rüge ist unbegründet.