Citation: 5A_550/2022 E. 3.3.2

3.3.2. Weiter wirft der Beschwerdeführer der Vorinstanz vor, den Sachverhalt offensichtlich falsch bzw. aktenwidrig und entsprechend willkürlich (Art. 9 BV) festgestellt zu haben. Konkret macht er geltend, nie ein unbegleitetes Besuchsrecht beantragt zu haben. Richtig sei, dass er einen angemessenen persönlichen Verkehr zu seinen Enkeln, gestützt auf Art. 274a ZGB ohne Überwachung durch die Beschwerdegegnerin beantragt habe. Mehrfach habe er vorgeschlagen, diesen persönlichen Verkehr durch den Beschwerdegegner, den Götti von E.C.________, die Grosseltern oder eine Fachperson begleiten zu lassen; auch habe er vorgängig eine Mediation vorgeschlagen. Die Vorinstanz habe seine Forderung als extremer und weitergehend dargestellt, um es sich einfacher zu machen, diese abzuweisen. So sei beispielsweise der Konflikt zwischen ihm und der Schwiegertochter als gravierender und unlösbarer dargestellt worden, als er tatsächlich sei. Aus dem Recht zu weisen sei schliesslich der Abklärungsbericht der Stadt Zürich, Sozialzentrum Helvetiaplatz, vom 30. März 2021, wonach es den Kindern gut gehe; diese würden im Hier und Jetzt leben und der Kontaktabbruch würde weit zurückliegen. In diesem Bericht werde aktenwidrig davon ausgegangen, dass es im vorliegenden Verfahren um eine Gefährdungsmeldung gegangen sei. Willkür bei der Feststellung des Sachverhalts oder eine andere Verfassungsverletzung lässt sich auf die geschilderte Weise nicht dartun. Dass der Beschwerdeführer den Konflikt subjektiv anders erlebt, als er von der Vorinstanz dargestellt wird, tut nichts zur Sache. Allein die Tatsache, dass anfänglich eine enge Beziehung des Beschwerdeführers zu den Enkeln bestand, lässt die Feststellung der Vorinstanz nicht als willkürlich erscheinen, dass die Grosskinder heute keine bewusste Erinnerung an diese Zeit haben. Ebenso wenig ist es willkürlich, dass die Vorinstanz davon ausgeht, dass die Kinder in einen Loyalitätskonflikt geraten, wenn es dazu kommen sollte, dass sie mit ihrem Grossvater gegen den Willen ihrer Eltern Kontakt pflegen. Daran ändert auch nichts, dass der Beschwerdeführer die von der Vorinstanz festgestellte Entfremdung der Kinder als blosse Spekulation und Parteibehauptung der Beschwerdegegnerin abtut und er geltend macht, dass die Enkel ihn rund 1,5 Jahre nach dem Kontaktabbruch freudig wiedererkannt hätten, weshalb es den von der Vorinstanz behaupteten Loyalitätskonflikt gar nicht gebe.