Citation: 4A_177/2013 E. 1.4

1.4. Der nicht wieder gutzumachende Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG muss rechtlicher Natur und somit auch mit einem für den Beschwerdeführer günstigen Endentscheid nicht oder nicht vollständig behebbar sein (BGE 138 III 46 E. 1.2, 333 E. 1.3.1). Rein tatsächliche Nachteile, etwa die Verlängerung oder Verteuerung des Verfahrens, fallen demgegenüber nicht in Betracht (BGE 137 III 380 E. 1.2.1 mit Hinweisen). Hingegen genügt die blosse Möglichkeit eines rechtlichen Nachteils (BGE 134 III 188 E. 2.1 S. 191). Der Beschwerdeführer, der einen Massnahmeentscheid beim Bundesgericht anficht, hat in der Beschwerdebegründung aufzuzeigen, inwiefern ihm im konkreten Fall ein nicht wieder gutzumachender Nachteil rechtlicher Natur droht (BGE 137 III 324 E. 1.1 S. 328 f.). Die Beschwerdeführerinnen machen geltend, die Durchführung einer gerichtlichen Expertise berge die Gefahr, dass ihr Geschäftsgeheimnis bzw. das diesem zugrunde liegende Know-How bezüglich des Systems der Kiesentnahme verletzt würde. Zudem würde die Gewinnung konkreter Erkenntnisse voraussetzen, dass die notwendigen Beobachtungen des Spülvorgangs während einer Zeitperiode von fünf Jahren stattfinden müssten. Eine derart lange Beeinträchtigung der jährlich nur einmal stattfindenden Kiesgewinnung bedeute einen schweren Eingriff in das durch Konzession verliehene Kiesausbeutungsrecht. Das einmal weggeschwemmte Kies sei unwiederbringlich. Der dadurch entstandene Schaden wäre mangels Möglichkeit einer konkreten Substanziierung - soweit heute ersichtlich - auch nicht durch Geld ersetzbar. Die behaupteten Nachteile, Gefahr der Verletzung der Geschäftsgeheimnisse und Eingriff in die Konzession der Beschwerdeführerinnen, sind nicht hinlänglich dargetan. Die Beschwerdeführerinnen beschränken sich nämlich auf Ausführungen zur Technik der Seespülung und Kiesgewinnung, ohne darzulegen, inwiefern aufgrund der Anordnung der Erstinstanz ihre Geschäftsgeheimnisse verletzt würden und wodurch konkret in die Konzession eingegriffen würde. Sie legen mitder Beschwerde ein Antwortschreiben auf ihre Anfrage für ein Expertenmandat der Q.________ Ingenieure AG vom 28. März 2013 an die A.________ AG (Beschwerdeführerin 1) ins Recht. Darin steht u.a., Herr B.________ habe eine grosse Erfahrung bezüglich Investitionen in die Anlagen und die damit verbundenen Geschäftsgeheimnisse erarbeitet. Dieses Fachwissen stehe in Zusammenhang mit hoher, technischer und wirtschaftlicher Bedeutung für diese Art der Kiesgewinnung. Eine Expertise könnte nicht nur aufgrund einer Erstbeurteilung erstellt werden. Es müssten umfassende Abklärungen vorgenommenen werden, die über jährlich wiederkehrende Perioden zu beobachten und dokumentieren seien. Wohl sind neue Vorbringen zur Darlegung der Eintretensvoraussetzungen der Beschwerde an das Bundesgericht grundsätzlich zulässig (Meyer, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl. 2011, N. 45 zu Art. 99 BGG; Corboz, in: Commentaire de la LTF, 2009, N. 20 zu Art. 99 BGG). Indessen ist der Aussagegehalt des Schreibens der Q.________ Ingenieure AG vom 28. März 2013 beschränkt. Damit wird jedenfalls nicht belegt, dass durch die Anordnung einer Expertise die Geschäftsgeheimnisse der Beschwerdeführerinnen verletzt werden könnten und in ihre Konzessioneingegriffen würde. Solches geht denn auch aus der Verfügung des Bezirksgerichts vom 1. Februar 2013 nicht hervor. Mit dieser wurde erst das Gesuch um Anordnung einer Expertise - dem Grundsatz nach - gutgeheissen und den Parteien Frist angesetzt, um dem Gericht neue oder ergänzte Fragen zuhanden des Experten einzureichen. Ferner soll das Dossier nach Eingang der Expertenfragen zur Sichtung an Prof. Dr. Robert Boes, Direktor der Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie der ETH Zürich, übersandt werden. Über die Einsetzung des Experten soll später entschieden werden. Somit ist mit der Verfügung weder der Experte bestimmt und beauftragt noch sind die Expertenfragen festgelegt worden. Ebenso wenig steht fest, inwiefern allfälligen Einwänden der Beschwerdeführerinnen betreffend die Wahrung ihres Geschäftsgeheimnisses durch entsprechende Kautelen Rechnung getragen werden kann. Dass anlässlich der Aufnahme einer gerichtlichen Expertise die Gefahr der Verletzung der Geschäftsgeheimnisse drohen würde, versteht sich unter diesen Umständen entgegen den Beschwerdeführerinnen keineswegs von selbst. Da sodann der Expertenauftrag inhaltlich noch nicht umschrieben wurde, ist auch nicht ersichtlich, dass in die Konzession der Beschwerdeführerinnen eingegriffen werden könnte. Es ist somit nicht erkennbar, inwiefern die in der Verfügung vom 1. Februar 2013 getroffenen Anordnungen die von den Beschwerdeführerinnen pauschal behaupteten Nachteile bewirken könnten. Die Voraussetzung des nicht wieder gutzumachenden Nachteils im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG ist daher nicht dargetan.