Citation: 1C_520/2022 E. 4.3.2

4.3.2. Soweit die Beschwerdeführerin eine Verletzung von Art. 30 Abs. 3 BV und Art. 69 Abs. 3 lit. a und d StPO rügt, geht ihre Beschwerde von vornherein fehl. Das Einsichtsrecht in die gesamten kantonalen Strafakten leitet sich gerade nicht aus dem Grundsatz der Justizöffentlichkeit gemäss Art. 30 Abs. 3 BV ab. Vielmehr stützt sich diese auf kantonales Recht, dessen Anwendung vorliegend grundsätzlich nur auf Willkür oder sonstige Bundesrechtsverletzungen hin überprüft wird. Anzumerken bleibt, dass dem aus Art. 69 Abs. 3 lit. a und d StPO abgeleiteten staatlichen Geheimhaltungsinteresse im Rahmen der Interessenabwägung Rechnung zu tragen ist (vgl. E. 5.4 hiernach).