Citation: 1P.126/2003 31.10.2003 E. 2

2.1 Das Kantonsgericht des Kantons Schwyz hat erkannt, dass das Bezirksgericht Höfe die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens zu tragen habe. Der Angeklagte werde für das erstinstanzliche Verfahren aus der Bezirkskasse Höfe mit Fr. 4'880.-- entschädigt. Die Kosten des Berufungsverfahrens in der Höhe von Fr. 4'090.70 sind zu einem Drittel der Beschwerdeführerin auferlegt worden, wogegen der Kanton Schwyz nach dem angefochtenen Entscheid die anderen zwei Drittel zu tragen hat. Entsprechend ist dem Beschwerdegegner eine Parteientschädigung (in der Höhe von Fr. 2'865.--) zugesprochen worden, die dem Kanton zu zwei Dritteln und der Beschwerdeführerin zu einem Drittel auferlegt worden ist. Diese macht dazu geltend, die Auferlegung von Verfahrenskosten sei nur dann gerechtfertigt, wenn der Geschädigten grobfahrlässiges Verhalten vorgeworfen werden könne. Im vorliegenden Fall sei Grobfahrlässigkeit aus den Akten nicht ersichtlich. Es erscheint fraglich, ob bei einer derartigen Rüge von einer hinrechend begründeten Willkürbeschwerde auszugehen ist (vgl. E. 1.4 hiervor). Dies kann jedoch angesichts des Verfahrensausgangs offen bleiben. 2.2 Vor Bundesgericht kann in Bezug auf den Kostenpunkt insbesondere gerügt werden, es fehle an der gesetzlichen Grundlage für die Kostenauflage, das kantonale Recht sehe die Kostenlosigkeit des in Frage stehenden Verfahrens vor, der Kostenspruch stehe im Widerspruch zum Ergebnis des Verfahrens oder die auferlegte Gebühr oder Parteientschädigung sei übersetzt (BGE 129 II 297 E. 2.2 S. 300 mit Hinweis). Ebenso kann - wie vorliegend - geltend gemacht werden, es sei nur bei grobfahrlässigem Verhalten zulässig, die Geschädigte Verfahrens- und Parteikosten tragen zu lassen. Es ist zwar zutreffend, dass der Geschädigte gemäss § 53 Abs. 1 der Verordnung über den Strafprozess im Kanton Schwyz vom 28. August 1974 (StPO) im erstinstanzlichen Verfahren nur dann zur Tragung der Kosten herangezogen werden kann, wenn er das Verfahren vorsätzlich oder grob fahrlässig durch unrichtige Angaben veranlasst hat. Für das Rechtsmittelverfahren gilt diese Bestimmung indessen nicht. Nach der ständigen Praxis des Kantonsgerichts, die durch § 139 Abs. 4 StPO in der Fassung vom 16. Oktober 2002 kodifiziert worden ist, hat der Geschädigte Verfahrenskosten und Parteientschädigung nach Massgabe des Unterliegens zu tragen. Diese Regelung ist in mehreren, vor allem neueren Prozessgesetzen vorgesehen und entspricht auch Art. 497 Abs. 1 des Vorentwurfs zu einer Schweizerischen Strafprozessordnung. Gerade die vorliegend zu beurteilende Kostentragung zu lediglich einem Drittel hält verfassungsrechtlicher Prüfung ohne weiteres stand. Die Beschwerdeführerin macht jedenfalls nicht in einer Art. 90 Abs. 1 lit. b OG genügenden Weise (vgl. E. 1.4 hiervor) geltend, zum Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids habe für eine derartige Verlegung der Kosten die gesetzliche Grundlage gefehlt. Damit ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.