Citation: 6B_74/2007 30.05.2007 E. 2

Es kann offen bleiben, ob auf die Beschwerde eingetreten werden kann, da sie jedenfalls abzuweisen ist. 2.1 Die Beschwerde richtet sich gegen das kantonale Verfahren insgesamt. Beschwerdegegenstand kann aber einzig der Nichteintretensentscheid des Obergerichts bilden. Die Beschwerdefrist für die Anfechtung des bezirksgerichtlichen Urteils, wofür im damaligen Zeitpunkt die staatsrechtliche Beschwerde in Betracht kam, war bei Erhebung der vorliegende Beschwerde längst abgelaufen. Es kann indes angemerkt werden, dass - wie das Bezirksgericht festhielt - im Zürcher Recht ein Entschädigungsanspruch nur besteht, wenn "wesentliche Kosten und Umtriebe erwachsen sind" (§ 43 StPO/ZH). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung muss der Bürger das Risiko einer gegen ihn geführten materiell ungerechtfertigten Strafverfolgung bis zu einem gewissen Grad auf sich nehmen. Daher ist nicht für jeden geringfügigen Nachteil eine Entschädigung zu leisten. Eine Entschädigungspflicht setzt vielmehr eine gewisse objektive Schwere der Untersuchungshandlung und einen dadurch bedingten erheblichen Nachteil voraus (BGE 84 IV 39 E. 2c; 107 IV 155 E. 5). Auch eine einmalige kurze Befragung oder Vorladung führt grundsätzlich nicht zu einer Entschädigungspflicht (BGE 113 Ia 177 E. 3; 113 IV 93 E. 3a S. 98 oben). Schliesslich muss der Schaden substantiiert und bewiesen werden (BGE 113 IV 93 E. 3e; 107 IV 155 E. 5). Es ist auf das bezirksgerichtliche Urteil zu verweisen. 2.2 Das Bezirksgericht bezeichnete sein Urteil als "endgültig". Nach dem im bezirksgerichtlichen Urteilszeitpunkt geltenden Recht musste auf ausserordentliche Rechtsmittel wie die staatsrechtliche Beschwerde nicht hingewiesen werden. Seit dem 1. Januar 2007 schreibt Art. 112 Abs. 1 lit. b BGG hingegen eine Rechtsmittelbelehrung vor. Diese fehlt im Urteil des Obergerichts, ohne dass aber dem Beschwerdeführer dadurch ein Rechtsnachteil entstanden wäre. 2.3 Das Obergericht kommt in seinem Nichteintretensentscheid zum Ergebnis, dass der klare Wortlaut von § 348 Abs. 2 StPO/ZH ("Bezieht sich das Begehren um gerichtliche Beurteilung nur auf die Kosten- und Entschädigungsfolgen, entscheidet der Einzelrichter endgültig.") den Rekurs ausschliesst. Eine Verletzung von Grundrechten oder des kantonalen Prozessrechts ist weder begründet (Art. 106 Abs. 2 BGG) noch ersichtlich.