Citation: 6B_468/2015 E. 3.3.1

3.3.1. Zunächst wendet er ein, gemäss Art. 115 Abs. 1 lit. c AuG sei nur derjenige Ausländer strafbar, der überhaupt keine Bewilligung zur Erwerbstätigkeit habe, und Art. 116 Abs. 1 lit. b AuG ahnde demnach ausschliesslich das Verschaffen einer Erwerbstätigkeit an Ausländer, denen es an einer Bewilligung für eine solche überhaupt fehle (Beschwerde, S. 7 f.). Diese Annahme trifft nicht zu. Die gesetzliche Regelung ist eindeutig: Nach Art. 116 Abs. 1 lit. b AuG macht sich strafbar, wer Ausländerinnen oder Ausländern eine Erwerbstätigkeit in der Schweiz ohne die dazuerforderliche Bewilligung verschafft. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung handelt es sich um Gehilfenschaft zur Straftat im Sinne von Art. 115 Abs. 1 lit. c AuG, wonach bestraft wird, wer eine nicht bewilligte Erwerbstätigkeit ausübt (vgl. BGE 137 IV 159 E. 1.5.1 mit Hinweis). Die Frauen, die lediglich über eine Bewilligung zum Tanzen in einem Cabaret verfügten, haben mit der entgeltlichen Animation von Gästen zum Alkoholkonsum eine nicht bewilligte Erwerbstätigkeit ausgeübt. Der Beschwerdeführer hat ihnen somit zu einer Erwerbstätigkeit ohne die dazu erforderliche Bewilligung verholfen und sich gemäss Art. 116 Abs. 1 lit. b AuG strafbar gemacht.