Citation: 2C_1040/2022 E. 3

Zu prüfen ist nachfolgend, ob die Vorinstanz den verwaltungsrechtlichen Entscheid, die Niederlassungsbewilligung der Beschwerdeführerin zu widerrufen und durch eine (bedingte) Aufenthaltsbewilligung zu ersetzen, zu Recht geschützt hat. Die Beschwerdeführerin bestreitet in diesem Zusammenhang nicht, dass ein dauerhafter und erheblicher Sozialhilfebezug und damit ein Widerrufsgrund i.S.v. Art. 63 Abs. 1 lit. c AIG sowie ein hinreichend gewichtiges Integrationsdefizit vorliegen. Sie rügt jedoch eine Verletzung von Art. 63 Abs. 2 AIG i.V.m. Art. 58a Abs. 2 AIG. Sie bemängelt, die Vorinstanz habe ihren schwerwiegenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen, welche ein Abweichen vom Integrationskriterium der Teilnahme am Wirtschaftsleben ermöglichten, nicht Rechnung getragen (Art. 58a Abs. 2 AIG i.V.m. Art. 77f VZAE). Aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigung treffe sie kein Verschulden am Integrationsdefizit und an der Sozialhilfeabhängigkeit. Die Rückstufung sei vor diesem Hintergrund nicht verhältnismässig. Abgesehen davon sei die Rückstufung auch deshalb nicht verhältnismässig, weil sie nicht vorgängig im Sinne von Art. 96 Abs. 2 AIG formell verwarnt worden sei. Die Auflagen, an welche die Fortsetzung der Aufenthaltsbewilligung geknüpft wurde, werden von der Beschwerdeführerin jedoch nicht beanstandet, womit sich diesbezügliche Ausführungen erübrigen (vgl. E. 1.2 oben).