Citation: 8C_22/2015 E. 4.1

4.1. Gemäss den vorinstanzlichen Erwägungen steht der Beschwerdegegner zwar in keinem der in Art. 4 Abs. 1 FamZG aufgeführten Verhältnisse zum Kind, für welches er Kinderzulagen bezogen hat; es stehe aber immerhin fest, dass er in der fraglichen Zeit für den Unterhalt des Kindes aufgekommen sei. Das Gesetz sei diesbezüglich lückenhaft; es rechtfertige sich daher, den Anwendungsbereich von Art. 4 Abs. 1 FamZG auch auf den Beschwerdegegner "auszudehnen". Die beschwerdeführende Ausgleichskasse und das Bundesamt für Sozialversicherungen bringen dagegen vor, die Aufzählung in Art. 4 Abs. 1 FamZG sei abschliessend.