Citation: 5A_454/2007 12.10.2007 E. 2.2

2.2.1 Die Beschwerdeführer wenden dagegen ein, es bestehe keine Interessenkollision zwischen der Mutter und den Beschwerdeführern, weder in konkreter noch in abstrakter Hinsicht. Dieser Einwand und die weiteren Vorbringen in diesem Punkt sind unbegründet. Solange diese Vertretungsbeistandschaft besteht, bedeutet dies, dass der Umfang der elterlichen Sorge der Mutter beschränkt worden ist und ihr bezüglich dieses Verfahrens keine Vertretungsbefugnisse zukommen. Das gilt auch dann, wenn die Mutter nun behauptet, es bestehe gar kein Interessenkonflikt, welche Frage mit der Errichtung der Beistandschaft rechtskräftig entschieden ist; und das gilt ebenfalls für den Vorwurf, die Beiständin habe die Kinder schlecht vertreten, was - selbst wenn es zuträfe - nicht automatisch zum Wegfallen der Beistandschaft führt. Da das Bundesgericht das Bundesrecht frei überprüft, besteht kein Raum für die Rüge, dieses sei willkürlich angewendet worden, weshalb darauf nicht eingetreten werden kann. 2.2.2 Sodann sind die Beschwerdeführer der Ansicht, es sei aktenwidrig und willkürlich, ohne rechtsgenügliche Anhaltspunkte anzunehmen, es sei eine umfassende Beistandschaft errichtet worden. Die Einschränkung der Vertretungsmacht dürfe immer erst dann verfügt werden, wenn es nicht mehr anders möglich sei, und nur soweit es absolut notwendig sei, denn die elterliche Sorge stelle ein grundlegendes Persönlichkeitsrecht dar. Die Kontaktsperre stehe in keinem Zusammenhang mit den vom Obergericht den Beschwerdeführern auferlegten Kosten. Die Kritik am angefochtenen Entscheid ist nicht einschlägig. Das Gesetz erklärt die Interessenkollision generell für Angelegenheiten als relevant, in denen sich die Interessen widersprechen, und eröffnet damit der Bestimmung einen weiten Anwendungsbereich (Ernst Langenegger, Basler Kommentar, ZGB I, 3. Aufl., N. 24 zu Art. 392 ZGB, S. 1902f.; vgl. auch Ingeborg Schwenzer, daselbst, N. 5 zu Art. 306 ZGB, S. 1598f.). Die Vertretungsbeiständin hatte nicht nur die Interessen der Beschwerdeführer im Prozess betreffend den Kontakt mit dem Vater zu wahren, sondern auch mit Bezug auf die dadurch anfallenden Verfahrenskosten, wie die Vorinstanz zutreffend erkannt hat. Von einer Verletzung von Verfahrensrechten (rechtliches Gehör, Begründungspflicht) kann keine Rede sein, bzw. eine solche wird nicht hinreichend begründet (E. 1.3 hiervor). 2.2.3 In der Beschwerde wird schliesslich geltend gemacht, das Kassationsgericht hätte nicht einfach einen Nichteintretensentscheid fällen dürfen, sondern hätte selber einen Vertreter bestellen müssen, wenn es der Meinung gewesen sei, der Mutter komme keine Vertretungsbefugnis zu. Soweit in diesem Zusammenhang eine Verletzung des Prinzips des gleichen und gerechten Verfahrens bzw. der Waffengleichheit und des rechtlichen Gehörs gerügt wird, wird nicht dargetan, inwiefern dies der Fall sein könnte. Darauf ist nicht einzutreten. Soweit sinngemäss eine willkürliche Anwendung von § 28 ZPO/ZH geltend gemacht wird, wonach das Gericht nötigenfalls vorläufig selbst einen Vertreter bestimmt, wenn Gefahr im Verzug ist, wird nicht dargelegt, inwiefern es willkürlich sein könnte, die Rechtsgefährdung zu verneinen. Auch darauf kann nicht eingetreten werden. Im Übrigen verfügen die Kinder in der Person von Rechtsanwältin R.________ über einen Prozessbeistand. Dieser soll zwar nach Meinung der Mutter sofort entlassen werden. Das Verfahren ist indessen noch hängig und es wird nicht geltend gemacht, dem Rekurs komme vorliegend keine aufschiebende Wirkung zu, so dass jedenfalls Willkür nicht nachgewiesen ist. Zudem hat die Mutter im Verfahren um sofortige Aufhebung der Prozessbeistandschaft selber keinen Ersatz der bisherigen Prozessbeiständin verlangt, sondern vielmehr ausgeführt, es sei nicht mehr notwendig, dass die Kinder weiter durch eine Rechtsbeiständin vertreten werden (vgl. Beschluss vom 13. Dezember 2006 des Bezirksrats Meilen, lit. C Seite 4). Es ist daher widersprüchlich, wenn sie nun verlangt, das Kassationsgericht hätte von Amtes wegen eine Vertretung ernennen müssen.