Citation: 2A.151/2002 11.04.2002 E. 2

Nach seiner Ausschaffung hat der von dieser Massnahme betroffene Ausländer grundsätzlich kein aktuelles praktisches Interesse mehr an der Überprüfung des vorgängigen Haftentscheids (Art. 103 lit. a OG; vgl. BGE 123 II 285 ff.; 118 Ib 1 E. 2 S. 7). Für das Bundesgericht besteht in solchen Fällen regelmässig kein Anlass, ausnahmsweise auf dieses Erfordernis zu verzichten (zur Untersuchungshaft: BGE 110 Ia 140 ff.; zur Ausschaffungshaft: Andreas Zünd, Die Rechtsprechung des Bundesgerichts zu den Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht, in: ZBJV 132/1996 S. 79, mit Hinweisen). Dies gilt - entgegen den Ausführungen des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers - auch hier: Die Frage, ob die mündliche Verhandlung vor dem Haftrichter innert den gebotenen 96 Stunden erfolgt ist, kann das Bundesgericht in der Regel ohne weiteres rechtzeitig prüfen; zur Tragweite der Pflicht, eine solche durchzuführen, hat es sich in BGE 122 II 154 ff bereits umfassend geäussert. Da das praktische Interesse bei Einreichung der Beschwerde gegeben war, jedoch nachträglich dahingefallen ist, ohne dass davon abzusehen wäre, ist das Verfahren deshalb als gegenstandslos abzuschreiben (Art. 72 BZP i.V.m. Art 40 OG).