Citation: 4C.327/2004 22.12.2004 E. B

Am 29. März 2000 belangte die Klägerin die Haftpflichtversicherung der Unfallverursacherin, die Versicherung A.________ (Beklagte) für den Zeitraum vom 19. Juni 1996 bis zum 31. Januar 2000 im Sinne einer Teilklage und unter dem Vorbehalt der Mehrforderung auf Zahlung von Fr. 1'166'930.80 nebst Zins zu 5 % seit 1. Februar 2000. Das Bezirksgericht Arlesheim verzichtete angesichts des bereits vorhandenen Gutachtens des Neurologen Dr. F.________ vom 29. Mai 1998 auf eine weitere neurologische Begutachtung, wie sie von der Beklagten beantragt wurde. Es verzichtete ebenfalls auf die von der Beklagten beantragte psychiatrische Expertise, weil diese gegen den Willen der Klägerin nicht durchgesetzt werden könne. Da das Beweismass für den Kausalzusammenhang im Zivilprozess auf die überwiegende Wahrscheinlichkeit herabgesetzt sei, müsse der Kausalzusammenhang nicht nur hinsichtlich des Cervikalsyndroms, sondern auch hinsichtlich des Hirnleistungsdefizits angenommen werden. Anderseits sei nach Würdigung der Umstände, insbesondere auch des Gutachtens von Dr. F.________, des Berichtes der REHA-Klinik Rheinfelden vom 26. Mai 1999 und des die Kausalität verneinenden Entscheides des Unfallversicherers davon auszugehen, dass der Kausalzusammenhang per 30. September 1999 weggefallen sei. Mit Urteil vom 30. April 2003 hiess das Bezirksgericht Arlesheim die von der Klägerin erhobene Teilklage teilweise gut und verurteilte die Beklagte, der Klägerin Fr. 710'514.95, wovon Fr. 22'117.-- zahlbar an das Bezirksgericht Arlesheim, nebst Zins zu 5 % seit 1. Februar 2000 zu bezahlen. Gegen dieses Urteil erklärten beide Parteien je selbstständig die Appellation. Mit Urteil vom 8. Juni 2004 hiess das Kantonsgericht Basel-Landschaft die Appellation der Beklagten teilweise gut und verurteilte die Beklagte, der Klägerin Fr. 381'115.90, wovon Fr. 22'117.-- zahlbar an das Bezirksgericht Arlesheim, nebst Zins zu 5 % seit 1. Februar 2000 auf Fr. 348'208.25 zu bezahlen.