Citation: 4A_350/2023 E. 7.4.4

7.4.4. Damit bleibt zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin zum spezifischen Wissen von K.________ betreffend den Fonds 1 hinreichend substanziierte Behauptungen gemacht hat. Die Rolle von K.________ ist zwischen den Parteien umstritten. Die Beschwerdegegnerin macht geltend, dieser sei 2009 aus dem Stiftungsrat ausgetreten und sei im relevanten Zeitraum lediglich an einer einzigen Sitzung beteiligt gewesen, weshalb er dem Konstrukt der Beschwerdeführerin gar nicht habe nachgehen oder sich diesbezüglich spezifisches Wissen habe aneignen können. Zudem habe er sich aufgrund der umfangreichen Investition der Beschwerdeführerin in Fonds der von ihm präsidierten M.________ AG in einem Interessenkonflikt befunden. Wie es sich damit verhält, kann offenbleiben, da die Beschwerdeführerin ohnehin nicht hinreichend aufzeigt, dass sie im vorinstanzlichen Verfahren substanziierte Behauptungen zum spezifischen Wissen von K.________ gemacht hätte. Sie legt namentlich nicht dar, dass sie hinreichend behauptet hätte, dieser habe um ihre Doppelrolle und den daraus resultierenden Interessenkonflikt gewusst. Zu pauschal ist jedenfalls der Hinweis auf "Expertenwissen rund um Due Diligence, Anlagetechniken und Risikomanagement". Das Beweisverfahren dient nicht dazu, fehlende substanziierte Behauptungen zu ersetzen oder zu ergänzen, sondern setzt solche vielmehr voraus (Urteile 4A_24/2021 vom 24. Juni 2021 E. 6.4.2; 4A_449/2017 vom 26. Februar 2018 E. 4.3; 4A_113/2017 vom 6. September 2017 E. 6.1.1). Soweit die Beschwerdeführerin auf Stellen in ihrer Duplik verweist, in der sie sinngemäss geltend machte, K.________ habe aufgrund des Verkaufsprospekts, der Jahresberichte sowie der Facts Sheets des Fonds 1 um dessen Konditionen wissen müssen, übergeht sie, dass sich die Vorinstanz in ihrem Entscheid (dort E. 3.4.3.3) mit dieser Argumentation auseinandergesetzt hat. Die Vorinstanz erwog diesbezüglich insbesondere zutreffend, die Beschwerdegegnerin habe sich darauf verlassen dürfen, über relevante Vorgänge von der Beschwerdeführerin informiert zu werden. Zusammenfassend ist nicht ersichtlich, dass die Vorinstanz zu Unrecht auf eine Befragung von K.________ verzichtet hätte.