Citation: 6B_692/2024 E. 2.3.1

2.3.1. Zur Feststellung des bestrittenen Sachverhalts würdigt die Vorinstanz das verkehrstechnische Gutachten, welches die C.________ AG am 10. Dezember 2021 erstellte und am 12. April 2022 ergänzte. Dabei berücksichtigt die Vorinstanz die Stellungnahme der Arbeitsgruppe für Unfallmechanik (AGU) vom 29. Februar 2024, welche der Beschwerdeführer einreichte. Gemäss Vorinstanz bestätigt die AGU, dass der Privatkläger dem Beschwerdeführer auch dann nicht hätte ausweichen können, wenn er mit 80 km/h gefahren wäre. Die Vorinstanz hält fest, die AGU begründe nicht, inwiefern der im C.________-Gutachten berücksichtigte Toleranzbereich der Geschwindigkeit des Beschwerdeführers zu beanstanden sei. Daher kann die Vorinstanz nicht nachvollziehen, weshalb die im C.________-Gutachten diesbezüglich beachteten Standardwerte falsch sein sollen, zumal sie aus der Fachliteratur stammen. Ebenso wenig verfängt gemäss Vorinstanz die unsubstanziiert vorgebrachte Kritik der AGU, wonach gewisse Angaben im C.________-Gutachten "sehr hypothetisch" seien. Weiter werfe die AGU in allgemeiner Weise Fragen auf, ohne konkret aufzuzeigen, inwiefern das C.________-Gutachten auf falschen Annahmen basieren solle. Mit dieser Begründung gelangt die Vorinstanz zum Schluss, dass die Stellungnahme der AGU keinen Anlass gebe, die Schlussfolgerungen der C.________ anzuzweifeln.