Citation: 2C_114/2020 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz erwog, für die Beurteilung der Verhältnismässigkeit einer angeordneten Disziplinarstrafe seien insbesondere die objektive und subjektive Schwere des Regelverstosses und der berufliche Leumund von wesentlicher Bedeutung. Die Widerhandlung und die Disziplinarmassnahme müssten mit Blick auf den Zweck der Disziplinarmassnahme in einem vernünftigen Verhältnis zueinander stehen. Genüge eine mahnende Sanktion, würden nur Verweis oder Busse in Betracht kommen; andernfalls sei eine befristete Einstellung in der Berufsausübung oder der Entzug des Patents auszusprechen. Das Verwaltungsgericht bezeichnete die Verletzung der Vorschriften der BeurV/AG als leichte Berufspflichtsverletzung. Demgegenüber kam es zum Schluss, die Verstösse gegen Art. 512 i.V.m. Art. 499-504 ZGB seien nicht mehr als leichte Berufspflichtsverletzungen zu qualifizieren, da die korrekte Durchführung des Beurkundungsverfahrens und die Einhaltung sämtlicher Formvorschriften insbesondere im Hinblick auf eine allfällige Ungültigkeitsklage von grosser Bedeutung sei. Erschwerend komme hinzu, dass der Beschwerdeführer bereits mit Entscheid vom 30. August 2017 wegen Verletzung mehrerer Gesetzes- und Verordnungsbestimmungen mit einer Busse von Fr. 1'000.-- sanktioniert worden sei. In Anbetracht der gesamten Umstände erweise sich die ihm vorliegend auferlegte Busse von Fr. 1'500.-- als verhältnismässig (vgl. E. 6 des angefochtenen Urteils).