Citation: 2C_576/2023 E. A

Die A.________ AG mit Sitz in U.________ vertreibt unter anderem Cannabidiol-Öle (CBD-Öle). In den Jahren 2018 bis 2020 gingen beim Amt für Verbraucherschutz des Kantons Zug mehrere ausländische Amtshilfegesuche ein, wonach die A.________ AG im In- und Ausland nicht zulässige CBD-Öle in Verkehr bringe. Nachdem das Amt für Verbraucherschutz des Kantons Zug (AVS) der A.________ AG die gesetzlichen Anforderungen an Produkte mit CBD als Lebensmittel oder kosmetische Mittel im Juli 2019 in einem Gespräch kommuniziert hatte, erliess das AVS zwischen 2019 und 2022 mehrere Verfügungen betreffend den Verkauf der Cannabidiol-Öle durch die A.________ AG: Am 25. September 2019 sowie am 9. Dezember 2020 verfügte das Amt Massnahmen zu unzulässigen Heilanpreisungen, nicht bewilligten neuartigen Lebensmitteln und nicht konformen kosmetischen Mitteln. Am 2. Mai 2022 stufte das Amt für Verbraucherschutz des Kantons Thun die CBD-Öle definitiv als nicht verkehrsfähige Lebensmittel ein und sprach ein Verkaufsverbot aus. Mit Strafbefehl vom 19. Februar 2021 wurde die A.________ AG wegen Widerhandlung gegen das Lebensmittelgesetz (unerlaubte Heilanpreisungen, neuartige Lebensmittel, Meldepflicht, produktspezifische Vorgaben) und Ungehorsam gegen amtliche Verfügungen mit Busse bestraft. Nach weiteren Abklärungen verfügte das Amt für Verbraucherschutz des Kantons Zug am 22. September 2022 die Einziehung von CBD-Ölen in den Räumlichkeiten der A.________ AG. Hiergegen läuft ein separates Rechtsmittelverfahren bei der Vorinstanz (V 2023 52).