Citation: 1C_367/2022 E. 5.3.2

5.3.2. Ein Bauprojekt hat sich vorliegend an die Gestaltungsplanvorschriften wie namentlich die Baubereiche und die Höhenbegrenzungen des Aussichtsschutzes "Kienast" zu halten (vgl. Art. 5.1 GPV in Verbindung mit dem Situationsplan). Dadurch wird der Projektierungsspielraum quantitativ beschränkt. Eine qualitative Beschränkung wird durch die Vorgabe erreicht, dass eine besonders gute Gestaltung und Einordnung erzielt werden muss (vgl. Art. 4.1 GPV zu den generellen Gestaltungsanforderungen; Art. 5.7 GPV zur Dachgestaltung). Mit dem Gestaltungsplan "Brunnenmoos" wird die Anzahl, Lage und äussere Abmessung der Bauten mit den Baubereichen A bis E festgelegt. Gemäss Art. 5.1 Abs. 1 GPV müssen die Hauptgebäude innerhalb der im Situationsplan 1:500 definierten Baubereich mit Höhenkote liegen. Pro Baubereich ist ein Hauptgebäude zulässig (Art. 5.1 Abs. 2 Satz 1 GPV). Satz 2 von Art. 5.1 Abs. 2 GPV führt für die Baubereiche A bis E die jeweils maximal zulässige Gebäudegrundfläche für Hauptgebäude auf. Hingegen sehen diese Vorschriften keine minimale Gebäudebegrenzung vor, was an sich in einem Gestaltungsplan vorgeschrieben werden könnte (vgl. ESCHMANN, a.a.O., S. 121).