Citation: 4A_347/2024 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin wendet dagegen ein, die von den Parteien eingereichten Gutachten zum serbischen Recht widersprächen sich bezüglich des Beginns der Verjährungsfrist diametral: Nach der einen Auffassung löse erst die Kenntnis des gesamten Schadensausmasses die einheitliche Verjährungsfrist aus. Demgegenüber knüpfe die andere Auffassung an jeden einzelnen Schadensfall eine eigenständige Verjährungsfrist an. Die Vorinstanz unterscheide zwischen Kündigungen, die vor und Kündigungen, die nach Ende Juni 2020 erfolgt seien. Dabei berücksichtige sie verjährungsrechtlich bloss die früheren Kündigungen, da angeblich die späteren Kündigungen den Schaden nicht wesentlich vergrössert hätten. Kein Rechtsgutachten vertrete diese vorinstanzliche Sondermeinung.