Citation: I 170/04 22.06.2004 E. 2

2.1 Die Beschwerdegegnerin verweigerte der Beschwerdeführerin die Erstattung des Betrages von Fr. 286.-- für den Kauf von Kopftüchern mit dem Argument, Hüte, Turbane oder Seidentücher könnten nicht als Hilfsmittel für den Kopfbereich abgegeben werden, weil sie nicht Haarersatz, sondern Kopfbedeckung seien. Auch für die Vorinstanz handelt es sich bei Kopftüchern, Hüten, Mützen, Turbanen und dgl. in erster Linie um Bekleidungsstücke, die im Gegensatz zu Perücken offensichtlich keinen eigentlichen Ersatz des Haares zu leisten vermöchten und damit den Hilfsmittelbegriff nicht vollständig erfüllten. Nur der Gebrauch von Perücken vermöge den Ausfall gewisser Teile oder Funktionen des menschlichen Körpers zu ersetzen, weil der körperliche Defekt der Kahlköpfigkeit und überdies die optischen und protektiven Funktionen der verloren gegangenen Haartracht wieder hergestellt würden. Darum könne die Invalidenversicherung auch nicht via Austauschbefugnis für die Anschaffung von Kopftüchern leistungspflichtig erklärt werden. 2.2 Dagegen wendet die Beschwerdeführerin ein, das Bundesamt für Sozialversicherung habe im Kreisschreiben bewusst einen offenen Rahmen geschaffen, um den Versicherten einen Spielraum für die Wahl des geeigneten Hilfsmittels zu lassen. Mit dem Ausdruck "Haarersatz" sei nicht zwingend eine andere Form einer Haartracht gemeint, denn es werde offen gelassen, welcher Ersatz für die ausgefallenen Haare gemeint sei.