Citation: 7B_295/2023 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer bringt vor, die Vorinstanz weiche vom Gutachten von med. pract. B.________ vom 2. November 2021 willkürlich ab, indem sie festhalte, dass eine ambulante Massnahme keine Chance auf Erfolg hätte. Die Vorinstanz wechsle den Gutachter ohne ersichtlichen, nachvollziehbaren und überprüfbaren Grund aus. Dies sei willkürlich, zumal die erste Instanz zum Schluss gekommen sei, dass das Gutachten von med. pract. B.________ verlässlich sei. Der durch die Vorinstanz vorgenommene Gutachterwechsel verletze Art. 189 StPO und Art. 398 StPO. Die Vorinstanz stütze ihre Beurteilung auf das Gutachten von Dr. med. C.________ vom 8. April 2022, welches nicht im vorliegenden Verfahren in Auftrag gegeben worden sei, was Art. 6 EMRK verletze. Die Vorinstanz dürfe nicht auf die Akten eines anderen Verfahrens abstellen. Die Gutachterin Dr. med. C.________ widerspreche in wesentlichen Teilen der Fachmeinung von med. pract. B.________. Es lägen zwei sich widersprechende Fachmeinungen im Recht. Indem die Vorinstanz einzig auf die Meinung von Dr. med. C.________ abstelle, obwohl sie kein Fachwissen habe, sei dieses Vorgehen willkürlich. Die Vorinstanz hätte vielmehr ein Obergutachten in Auftrag geben oder mindestens beide Gutachter vorladen müssen. Die Gutachterin setze sich zudem mit dem Vorfall vom 27. Dezember 2020 auseinander, bezüglich welchem das Verfahren noch nicht rechtskräftig abgeschlossen sei. Dies verletze die Unschuldsvermutung (Art. 6 Ziff. 2 EMRK). Schliesslich verletze die Vorinstanz sein Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. BV), da sie nicht begründe, warum sie nur auf das Gutachten von Dr. med. C.________ abstelle.