Citation: 5A_426/2018 E. 2.2

2.2. Vor Bundesgericht macht der Beschwerdeführer unter anderem eine Verletzung des Rechts auf Ehe geltend. Das (erstinstanzliche) Scheidungsverfahren weise bereits heute eine überlange Dauer von acht Jahren auf und der Scheidungspunkt sei nicht strittig. Er habe daher Anspruch auf Erlass eines Teilurteils über die Scheidung. Das Obergericht dürfte diesen nicht von weiteren Kriterien (Verfahrensverschleppung durch das Gericht, trölerisches Verhalten der Gegenpartei oder Absenz von Verfahrensverzögerungen durch den Beschwerdeführer) abhängig machen. Entsprechend gehe es nicht an, ihm vorzuwerfen, er habe diese Punkte ungenügend gerügt. Art. 283 Abs. 1 ZPO stehe dem Teilurteil im Scheidungspunkt bei richtiger Lesart sodann nicht entgegen. Die Ehe sei daher zu scheiden.