Citation: 6B_929/2019 E. 3

Die Beschwerdeführerin bestreitet eine ihr zur Last gelegte Drohung (Art. 180 Abs. 1 StGB). Die Strafbehörden gehen davon aus, sie habe in einem Telefongespräch resp. einer Besprechung mit der Betreibungsbeamtin B.________ gesagt, sie habe schon zwei fürsorgerische Freiheitsentziehungen gehabt, es brauche nicht mehr viel und sie werde zum Mörder. Die Vorinstanz erwägt, nicht zuletzt in Würdigung des "aufbrausenden Wesens" der Beschuldigten, das sich auch anlässlich der Berufungsverhandlung gezeigt habe, sei ihr nicht zu glauben, wenn sie vorbringe, sie sei lediglich laut geworden, die ihr vorgeworfenen Äusserungen habe sie indes nie gemacht (angefochtenes Urteil S. 15 f. E. 3.2). Die Beschwerdeführerin hält entgegen, sie habe zugestanden, dass es bei dem Gespräch im Betreibungsamt laut geworden sei. Von einer Drohung zeuge aber nur die Aussage von B.________ selbst. Es gebe zahlreiche kontroverse E-Mail-Korrespondenz ohne Drohungen. Nachdem sie das Vorgehen der Betreibungsbeamtin beanstandet habe, habe diese ein Motiv für eine Strafanzeige. Wenn die Vorinstanz die Beschwerdeführerin als weniger glaubwürdiger einstufe, so zeige sie sich voreingenommen. Die von der ersten Instanz übernommenen Feststellungen der Vorinstanz zum Sachverhalt der Drohung sind Ergebnis einer Beweiswürdigung, hinsichtlich welcher keine augenfälligen Mängel bestehen. Dass die Würdigung zu Ungunsten der Beschwerdeführerin ausgefallen ist, begründet keine Voreingenommenheit der Vorinstanz (vgl. angefochtenes Urteil S. 16 E. 3.2 a.E.). Ebensowenig ist das Beweisergebnis ernsthaft in Zweifel gestellt, wenn sich die Beschwerdeführerin bei der vorinstanzlichen Verhandlung bloss "einmal kurz aufbrausend", im Übrigen aber ruhig und anständig verhalten hat (Beschwerde S. 9 Ziff. 4.3). Der von der Beschwerdeführerin bestrittene Sachverhalt, der zu einer Verurteilung wegen Drohung geführt hat, ist jedenfalls nicht willkürlich festgestellt (Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG; BGE 143 IV 241 E. 2.3.1 S. 244; 143 I 310 E. 2.2 S. 313; zum Begriff der Willkür BGE 143 IV 241 E. 2.3.1 S. 244; 141 III 564 E. 4.1 S. 566).