Citation: 5A_734/2019 E. 3.4.1

3.4.1. Die Vorinstanz hielt fest, dass der Beschwerdegegnerin die Diagnose "MS" gestellt und sie deswegen behandelt wurde. Es ergebe sich kein Anlass für die Annahme, die Beschwerdegegnerin habe dem Vater 1983 eine Erkrankung an MS vorgetäuscht. Die Vorinstanz würdigte dabei sowohl ältere Berichte und Arztzeugnisse (u.a. Dr. I.________ 1969, Dr. J.________ 1973) als auch neuere (u.a. Dr. K.________/Dr. L.________ 1991). Die Beschwerdegegnerin habe angesichts der in den Akten befindlichen Arztberichte damit rechnen müssen, dass sie an MS leide, wenn auch eher mit leichtem Verlauf. Das schliesse ein Handeln wieder besseres Wissen, d.h. ein Lügen, aus. Das wiederum wäre nach Ansicht der Vorinstanz aber Voraussetzung gewesen, um eine Erbunwürdigkeit annehmen zu können.