Citation: 6B_911/2020 E. 3.4

3.4. Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, die Vorinstanz habe unzulässigerweise die materielle Prüfung der Tatbestandsmerkmale von Art. 141 StGB vorweggenommen. Diese sei dem Gericht vorbehalten. Ihm kann nicht gefolgt werden. Die Staatsanwaltschaft ist berechtigt, ein Strafverfahren einzustellen, wenn kein Straftatbestand erfüllt ist (Art. 319 Abs 1 lit. a StPO), sofern eine klare Beweislage vorliegt. In diesem Rahmen kommt der Staatsanwaltschaft eine eigenständige Beurteilungskompetenz zu. Eine Überweisung an ein Gericht ist nur erforderlich bei einer zweifelhaften Beweis- oder Rechtslage. Dass die Staatsanwaltschaft vorliegend eine summarische inhaltliche Beurteilung der Sache vornimmt, verstösst somit grundsätzlich nicht gegen Bundesrecht. Weiter ist der Beschwerdeführer der Ansicht, die Vorinstanz habe den Sachverhalt unvollständig festgestellt. Die Beschwerdegegnerin 2 erfinde Geschichten, was sich daraus ergebe, dass sie drei Wochen in Anspruch genommen habe, um auf seine E-Mail zu antworten. Es sei jedenfalls erstellt, dass die Beschwerdegegnerin 2 von den Schachteln mit den Kleidern in ihrem Keller Kenntnis gehabt habe, habe sie diese doch selbst in den Keller gestellt. Eine Dritttäterschaft komme nicht in Frage. Diese Argumentation ist nicht stichhaltig, denn die Vorinstanz führt aus, selbst für den Fall, dass die Beschwerdegegnerin 2 Kenntnis von den Kleiderschachteln in ihrem Keller hatte, könne nicht ohne Weiteres auf die Tatbegehung oder einen Vorsatz geschlossen werden. Somit ist nicht ausschlaggebend, ob die Beschwerdegegnerin 2 tatsächlich von den Schachteln in ihrem Keller wusste. Mit dieser Erwägung setzt sich der Beschwerdeführer nicht hinreichend auseinander. Ebenfalls nicht zielführend ist die spekulative Theorie des Beschwerdeführers, wonach es sich bei der Entsorgung seiner Kleidung wohl um eine Racheaktion der Beschwerdegegnerin 2 im Nachgang zu einem verlorenen Forderungsprozess handle. Alles in allem gelingt es dem Beschwerdeführer nicht, aufzuzeigen, dass die Vorinstanz willkürlich von einer klaren Beweislage ausgegangen ist oder anderweitig Bundesrecht verletzt hat.