Citation: 6S.245/1999 27.04.2000 E. 3

3.- Der Beschwerdeführer macht sodann eine Verletzung von Art. 11 i.V.m. Art. 66 StGB sowie Art. 13 StGB geltend (Beschwerde, S. 9-11). a) Soweit der Beschwerdeführer "vorsorglich" vorbringt, das dem angefochtenen Urteil zu Grunde liegende Gutachten sei widersprüchlich, fehlerhaft, weise falsche Schlussfolgerungen auf und die Vorinstanz habe das Gutachten falsch gewürdigt (Beschwerde, S. 9 f.), erhebt er Rügen, die der staatsrechtlichen Beschwerde vorbehalten sind. Qualität und Inhalt der Expertise und die Tatsache, ob ein Gericht die im Gutachten enthaltenen Erörterungen für überzeugend hält oder nicht, sind Fragen der Beweiswürdigung, die mit staatsrechtlicher Beschwerde wegen Verletzung von Art. 4 aBV bzw. 9 nBV (Willkür) aufgeworfen werden können, so dass gemäss Art. 269 Abs. 2 BStP für die Nichtigkeitsbeschwerde kein Raum bleibt (BGE 106 IV 236 E. 2a; 98 IV 153 E. 3). b) Rechtsfrage und vom Kassationshof zu prüfen (Art. 269 Abs. 1 BStP) ist im zu beurteilenden Fall einzig, ob die Vorinstanz vom zutreffenden Begriff der verminderten Zurechnungsfähigkeit (Art. 11 StGB) ausgegangen ist und ob sie diese im konkreten Fall richtig angewendet hat (BGE 107 IV 3 E. 1a). aa) Gemäss Art. 11 StGB kann der Richter die Strafe nach freiem Ermessen mildern, wenn der Täter zur Zeit der Tat in seiner geistigen Gesundheit oder in seinem Bewusstsein beeinträchtigt oder geistig mangelhaft entwickelt war, so dass die Fähigkeit, das Unrecht seiner Tat einzusehen oder gemäss seiner Einsicht in das Unrecht der Tat zu handeln, herabgesetzt war. Für die Annahme verminderter Zurechnungsfähigkeit genügt nicht jede geringfügige Herabsetzung der Fähigkeit, sich zu beherrschen. Der Täter muss vielmehr in hohem Masse in den Bereich des Abnormen fallen und seine Geistesverfassung muss nach Art und Grad stark vom Durchschnitt sowohl der Gesamtbevölkerung als auch von Verbrechern im allgemeinen abweichen (BGE 116 IV 273 E. 4b; 102 IV 225 E. 7b mit Hinweisen). bb) fehlt im Original Davon kann im Falle des Beschwerdeführers nicht die Rede sein. Wie bei der staatsrechtlichen Beschwerde ausführlich dargelegt wurde, kommt das psychiatrische Gutachten vom 22. Dezember 1997 zum Schluss, dass der Beschwerdeführer im Tatzeitraum nur teilweise das Bild eines "pathologischen Glücksspiels" aufwies und am Beginn einer abnormen Entwicklung auf dem Boden akzentuierter Persönlichkeitszüge litt, was vom Schweregrad der Erkrankung her zu keiner Beeinträchtigung der Fähigkeit, einsichtsgemäss zu handeln, geführt habe. Aufgrund des nicht erheblichen Schweregrades der Erkrankung gebe es keine Anhaltspunkte für eine Verminderung der Zurechnungsfähigkeit (Gutachten, Zusammenfassung S. 21). Für eine weitere psychiatrische Erkrankung gebe es keine Hinweise (Gutachten, S. 16). Da auch sonst aus dem für das Bundesgericht verbindlich festgestellten Sachverhalt (Art. 277bis Abs. 1 BStP) keinerlei Anhaltspunkte für eine verminderte Zurechnungsfähigkeit im Sinne der Rechtsprechung hervorgehen, hat die Vorinstanz kein Bundesrecht verletzt, wenn sie gestützt auf das Gutachten von einer vollen Zurechnungsfähigkeit des Beschwerdeführers ausging. Daran vermag der Hinweis des Beschwerdeführers nichts zu ändern, dass Drogenkonsum zu einer Verminderung der Zurechnungsfähigkeit in Bezug auf Beschaffungsdelikte führen kann (Beschwerde, S. 11), zumal das in der Regel nur bei schweren Suchterkrankungen in Betracht kommen wird.