Citation: 5A_463/2014 E. 9.3

9.3. Schliesslich rügt der Beschwerdeführer wiederum eine Verletzung des Gleichbehandlungsgebots (Art. 8 BV) : Seiner Frau ermögliche die Vorinstanz den Abbau von Schulden, ihm gestehe sie hingegen weder einen Abzug vom Geschäftsgewinn (s. E. 7.3 und 7.4) noch eine entsprechende Aufwandposition im Bedarf zu. Die Rechtsgleichheit ist nur dann verletzt, wenn Gleiches nicht nach Massgabe seiner Gleichheit gleich oder Ungleiches nicht nach Massgabe seiner Ungleichheit ungleich behandelt wird (BGE 138 I 321 E. 3.2 S. 324). Die Schulden seiner Ehefrau sind dem angefochtenen Entscheid zufolge auf das Getrenntleben zurückzuführen, betreffen also die Lebenshaltungskosten (E. 9.2). Was den Beschwerdeführer angeht, hält das Obergericht fest, soweit die behaupteten Verbindlichkeiten aus der Geschäftstätigkeit stammten, seien sie "ohnehin nicht weiter zu berücksichtigen". Warum die Unterscheidung zwischen Privat- und Geschäftsschulden kein vernünftiger Grund für diese Ungleichbehandlung sein kann, tut der Beschwerdeführer nicht dar. Bezüglich der Steuerschulden in der Höhe von Fr. 95'340.-- führt das Obergericht aus, die Parteien hätten sich noch nicht darüber geeinigt, ob der ausstehende Betrag von Fr. 22'061.-- für das Jahr 2010 den Parteien anteilmässig in Rechnung gestellt werden soll. Wie sich aus der Beschwerdeschrift ergibt, ist der Betrag von Fr. 73'279.-- für das Jahr 2011 erst provisorischer Natur. Auch die Vorinstanz erklärt, eine abschliessende Aufteilung nach Anteilen an der Gesamtsteuer sei erst möglich, wenn die Veranlagung und die Schlussrechnung definitiv und rechtskräftig sind. Das alles lässt der Beschwerdeführer unangefochten stehen. Endlich ist daran zu erinnern, dass das Bundesgericht einen Entscheid nur dann wegen einer Verletzung des Willkürverbots (Art. 9 BV) aufhebt, wenn er nicht bloss in der Begründung, sondern auch im Ergebnis unhaltbar ist (BGE 134 II 124 E. 4.1 S. 133 mit Hinweisen). Zwar trifft es zu, dass sich im monatlichen Bedarf des Beschwerdeführers - anders als in jenem der Beschwerdegegnerin - keine Position "Schuldenrückzahlung" findet. Aus der vorinstanzlichen Bedarfsrechnung resultiert indessen ein monatlicher Überschuss von Fr. 5'909.--, den das Obergericht dem Beschwerdeführer ausdrücklich "zur Tilgung offener Schulden und zur Substanzverbesserung der Arztpraxis" zuweist. Der Vorwurf des Beschwerdeführers, die Vorinstanz trage seinen Schulden in der Bedarfsaufstellung nicht Rechnung und verletze damit "im Gröbsten" den Gerechtigkeitsgedanken, erweist sich damit als unbegründet.