Citation: 5A_157/2021 E. 6.2

6.2. Das Kantonsgericht hielt zunächst fest, die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit sei dem Beschwerdeführer zuzumuten, und zwar - angesichts der Entwicklung im Berufungsverfahren, wonach die alternierende oder gar die Alleinobhut des Beschwerdeführers nicht mehr ernsthaft in Frage stehe - ab 1. Februar 2021. Um anhand des Lohnrechners dessen finanzielle Leistungsfähigkeit zu bestimmen, sei angesichts der besonderen Umstände das Kriterium Berufserfahrung zu vernachlässigen und von einer Einstufung "ohne Kaderfunktion" auszugehen. So resultiere beim aktuellen Alter 50 ein vorsichtig geschätzter Bruttolohn von Fr. 10'060.-- bzw. ein Nettoeinkommen von Fr. 8'550.--. Gestehe man dem Beschwerdeführer sodann mit Rücksicht darauf, dass er während der Ehe im Gegensatz zur Beschwerdegegnerin keine berufliche Karriere habe machen können, die Möglichkeit einer Weiterbildung zu und veranschlage man den entsprechenden zeitlichen Aufwand mit einem Viertel, dann sei sein Erwerbseinkommen mit Fr. 6'400.-- anzunehmen. Hinzu käme der vom Kreisgericht mit Fr. 1'300.-- veranschlagte Vermögensertrag aus der Vermietung der Wohnung in W.________. Demgemäss sei beim Beschwerdeführer mit einem Einkommen von Fr. 7'700.-- zu rechnen. Diesem Einkommen stehe ein nicht substanziiert bestrittener, vom Kreisgericht mit Fr. 5'420.-- berechneter Bedarf gegenüber. Es verbleibe ihm mithin für die Bezahlung von Unterhalt ein Betrag von Fr. 2'280.--, mit dem er den Bedarf der Kinder, welchen das Kreisgericht mit Fr. 1'135.-- (C.________) bzw. Fr. 925.-- (D.________) ermittelt habe, decken könnte. Allerdings würde eine entsprechende Verpflichtung dazu führen, dass die Beschwerdegegnerin mit dem vom Kreisgericht angenommenen Freibetrag von Fr. 4'500.-- selbst dann, wenn man von ihr erwarte, dass sie ihn zur Deckung des "gebührenden Unterhalts" der Kinder verwende, immer noch deutlich mehr zur freien Verfügung hätte als der Beschwerdeführer, dem nur noch Fr. 220.-- verbleiben würden. Das Kantonsgericht reduzierte in der Folge den Unterhaltsbeitrag der Kinder auf je Fr. 800.-- (E. III/4/d/cc S. 45-47 des angefochtenen Entscheids).