Citation: 2P.102/2004 30.11.2004 E. 3

Der Beschwerdeführer macht zunächst geltend, von Bundesrechts wegen seien Genossenschaften verpflichtet, das "Prinzip der offenen Tür" anzuwenden und neuen Mitgliedern den Eintritt nicht übermässig zu erschweren (vgl. Art. 839 Abs. 2 OR). Es verletze deshalb den Grundsatz der derogatorischen Kraft des Bundesrechts (Art. 49 Abs. 1 BV), wenn ihm der Eintritt in die SEVA verweigert werde. Er verkennt, dass es sich bei Letzterer um eine Genossenschaft nach kantonalem öffentlichem Recht handelt, welche grundsätzlich nicht dem Bundeszivilrecht untersteht (vgl. hierzu auch Art. 829 OR). Deshalb hatte der Kanton Bern die Kriterien für die Aufnahme neuer Mitglieder in seinem Lotteriegesetz geregelt; es kann sich im vorliegenden Zusammenhang einzig fragen, ob die entsprechende Regelung (selbst) gegen die Verfassung verstösst - was der Beschwerdeführer nicht geltend macht - oder aber verfassungswidrig gehandhabt worden ist.