Citation: 4A_210/2020 E. 9.2

9.2. Die Beschwerdeführer rügen sinngemäss, die Erwartung der Beschwerdegegnerin, die Mindestkurspolitik würde unverändert bis am 6. Juni 2015 weitergeführt, sei pflichtwidrig gewesen. Die Vorinstanz übersehe, dass die Auswirkungen des Festhaltens oder Aufgebens der Mindestkurspolitik wesentlich von den Ausstattungsmerkmalen der am 18. Dezember 2014 geschriebenen EUR/CHF Put-Option abhängen würden. Entscheidend sei sodann die Möglichkeit der Aufgabe der Mindestkurspolitik irgendwann während der Laufzeit der Option und nicht bloss am 15. Januar 2015. Die Vorinstanz durfte ohne Verletzung von Bundesrecht davon ausgehen, die Aufgabe des Mindestkurses durch die SNB sei insofern unvorhersehbar gewesen, als dies nicht den allgemeinen Erwartungen entsprochen habe. Vorliegend hat sich die Erwartung, der Mindestkurs werde weiterhin aufrechterhalten, auf die spekuliert wurde, nicht erfüllt; daraus ergibt sich aber nicht, dass der Beschwerdegegnerin betreffend ihre Einschätzung hinsichtlich der Aufrechterhaltung des Mindestkurses durch die SNB eine Pflichtverletzung vorzuwerfen wäre.