Citation: 8C_783/2015 E. 4.2

4.2. Die Schwere des Unfalles ist aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs mit den sich dabei entwickelnden Kräften zu beurteilen (SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26, U 2/07 E. 3.1). Dabei werden einfache Auffahrkollisionen auf ein haltendes Fahrzeug in der Regel als mittelschwerer Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen betrachtet (RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236, U 380/04 E. 5.1.2). Vor diesem Hintergrund ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz das Ereignis vom 17. Juli 2012 als im engeren Sinne mittelschweren Unfall qualifiziert hat. Auch wenn bei diesem Unfall eines der beteiligten Fahrzeuge ein Lastwagen war, so waren die sich entwickelnden Kräfte ungleich geringer als in dem vom Versicherten erwähnten Urteil 8C_633/2007 vom 7. Mai 2008. In jenem Verfahren ging es um einen Unfall, bei dem das auf einer Autobahn im Stau stehende Auto der versicherten Person von einem ungebremst auffahrenden anderen Fahrzeug getroffen wurde. Die Adäquanz eines Kausalzusammenhanges wäre demnach nur dann zu bejahen, wenn eines der relevanten Adäquanzkriterien in besonders ausgeprägter oder mehrere dieser Kriterien in gehäufter Weise erfüllt wären.