Citation: 8C_573/2022 E. A

A.a. Der 1965 geborene Dr. med. A.________ schloss am 1. Mai 2015 mit der Logistikbasis der Armee (LBA), Bereich Sanität, einen Vertrag für Honorarbezüger (Contrat pour les bénéficiaires d'honoraires) für den Zeitraum vom 1. Mai 2015 bis 31. Dezember 2015 betreffend Arzt UCR (Untersuchungskommission Rekrutierung) ab. Am 10. Dezember 2015 verlängerten die Parteien das Vertragsverhältnis vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2019. Gegenstand des als "Auftrag" bezeichneten Vertrags vom 10. Dezember 2015 war das Erbringen von medizinischen Leistungen ausserhalb der Praxis in den Rekrutierungszentren. Danach konnte der Arbeitseinsatz auch kurzfristig und auf Abruf erfolgen. Termin und Ort für die Leistungserbringung bestimmten sich nach dem Bedarf der LBA. Für die im Rekrutierungszentrum aufgewendete Zeit vereinbarten die Parteien ein Honorar von Fr. 201.60 brutto pro Stunde (28 Taxpunkte à je Fr. 7.20; einschliesslich sämtlicher Spesen und anderweitiger Aufwendungen) sowie ein Kostendach von Fr. 240'000.-, das mit Nachtrag vom 18. November 2013 um weitere Fr. 150'000.- erhöht wurde. Per 1. Januar 2018 wurde die Sanität neu dem Armeestab (A Stab) unterstellt. Mit Schreiben vom 5. Dezember 2018 teilte der Chefmediziner Rekrutierung Dr. med. A.________ mit, er werde für das Jahr 2019 nicht mehr als Mandatsarzt aufgeboten. Der Vertrag werde jedoch momentan nicht gekündigt. Dr. med. A.________ antwortete diesem am 11. Januar 2019, aufgrund der tatsächlich gelebten Vertragsbeziehung und der übrigen massgeblichen Kriterien zur Abgrenzung zwischen Arbeitsvertrag und Auftrag gehe er von einem Arbeitsvertragsverhältnis aus. Daher habe er Anspruch auf Ferien und Arbeitszuweisung im üblichen Umfang gemäss der Jahre 2015 und 2016. Angesichts dessen biete er seine Arbeitskraft weiterhin an. Der A Stab bekräftigte mit Schreiben vom 21. Mai 2019, es handle sich beim Vertrag für Honorarbezüger vom 10. Dezember 2015 nicht um einen Arbeitsvertrag auf Abruf, sondern klar um ein Auftragsverhältnis. Weiter löste der A Stab mit Schreiben vom 11. Juni 2019 das Mandatsverhältnis per sofort auf, da das Kostendach fast ausgeschöpft sei. Er hielt mit Verfügung vom 13. August 2019 nochmals fest, in der Zeit vom 1. Januar 2016 bis 11. Juni 2019 habe kein Arbeitsverhältnis bestanden. Das in der Folge angerufene Bundesverwaltungsgericht stellte mit rechtskräftig gewordenem Urteil vom 16. März 2020 fest, vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2019 habe zwischen den Parteien ein Arbeitsverhältnis bestanden (Dispositiv-Ziffer 3). A.b. Daraufhin forderte Dr. med. A.________ den A Stab mit Schreiben vom 10. August 2020 auf, ihn rückwirkend als Angestellten mit einer jährlichen Gehaltssumme von Fr. 416'660.- einzustufen sowie die Zahlungen an die Pensionskasse PUBLICA zu korrigieren. Mit Schreiben vom 18. Februar 2021 verlangte Dr. med. A.________ zusätzlich die Auszahlung eines Bruttolohns von Fr. 139'113.- (zzgl. 5 % Verzugszins seit 1. Januar 2020) wegen Arbeitgeberverzugs für die Zeit vom 1. Dezember 2018 bis 31. Dezember 2019, wovon Fr. 72'146.- der Arbeitslosenkasse UNIA geschuldet seien. Weiter stünden ihm für nicht bezogene Ferien Fr. 61'491.50 brutto (zzgl. Verzugszins zu 5 % seit 1. Januar 2020) zu sowie überobligatorische Leistungen aus beruflicher Vorsorge. Nachdem sich die Parteien nicht einigen konnten, verfügte der A Stab am 1. Juni 2021, Dr. med. A.________ habe für den Zeitraum vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2019, ausgehend von einem tatsächlich geleisteten Arbeitspensum von 26.55 %, den Betrag von Fr. 169'415.75 (zzgl. Zins zu 5 % seit 1. April 2020) zurückzuerstatten (Dispositiv-Ziffer 1). Über die Forderungen bezüglich Arbeitgeberbeitrag an die Pensionskasse PUBLICA werde nach Abschluss des vorliegenden Verfahrens entschieden (Dispositiv-Ziffer 2).