Citation: 2C_50/2018 E. 6.3

6.3. Zwar dürfen, wie die Vorinstanz zu Recht darlegt, nach der Rechtsprechung auch generalpräventive Gesichtspunkte bei der Interessenabwägung mitberücksichtigt werden, sofern die ausländische Person vom Anwendungsbereich des Freizügigkeitsabkommens (FZA; SR 0.142.112.681) ausgenommen ist (BGE 136 II 5 E. 4.2 S. 20; 130 II 176 E. 3.4.1 S. 381 [je zum FZA]), doch muss diesbezüglich (auch) bei Ausländern der "Zweiten Generation" eine gewisse Zurückhaltung geübt werden, falls die Interessenabwägung - wie hier - ergibt, dass der Betroffene inzwischen seinem bisherigen deliktischen Verhalten entsagt und sein Leben privat, familiär und beruflich positiv auf ein glaubwürdiges Zukunftsprojekt ausgerichtet hat (Urteil 2C_532/2017 vom 26. März 2018 E. 5.2). Der Beschwerdeführer hat sich mit seiner Ehefrau ein neues stabiles familiäres Umfeld aufgebaut und sich beruflich inzwischen bewährt. Im Hinblick darauf, dass er in der Schweiz geboren und sozialisiert wurde und auch seine Frau noch als Kind im Familiennachzug in das Land gekommen ist, rechtfertigt sich der Widerruf der Niederlassungsbewilligung als Eingriff in das Recht auf Schutz des Privat- und Familienlebens nicht.