Citation: 5A_412/2015 E. 6.1

6.1. Der Beschwerdeführer will die vorinstanzliche Beweiswürdigung nicht gelten lassen. Zwar bestünden zwischen ihm und der Beschwerdegegnerin zweifelsohne Spannungen. Diese würden sich aber "im üblichen eingeschränkten Rahmen bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung" um Kinderbelange bewegen. Den Parteien müsse in einem Gerichtsverfahren erlaubt sein, ihren Standpunkt darzulegen. Der Beschwerdeführer beharrt darauf, dass seine Vorbringen betreffend die Erziehungsfähigkeit der Beschwerdegegnerin begründet seien. Die Beschwerdegegnerin habe den gemeinsamen Wohnsitz eigenmächtig verlassen und sei mit den Kindern in den Kanton Wallis gezogen. Als Berufsmusiker sei er verpflichtet, vor allem an den Wochenenden zu arbeiten. Mit dem Wohnsitzwechsel habe die Beschwerdegegnerin "offensichtlich die Grundlage" dafür geschaffen, dass die Ausübung des Besuchsrechts mit Problemen behaftet sei oder gar vereitelt werde. Was die Person der Beschwerdegegnerin angeht, wirft der Beschwerdeführer dem Obergericht vor, im Expertenbericht des Instituts E.________ vom 18. Juni 2010 enthaltene Feststellungen zu unterschlagen, die er in der Berufungsschrift vorgetragen habe und die für den Ausgang des Verfahrens im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG entscheidend seien. Der Beschwerdeführer reproduziert verschiedene Stellen aus dem besagten Bericht. Dort ist unter anderem davon die Rede, dass die Mutter eine "fusionierende Beziehung mit ihren Kindern" habe, diese "in ihrer Entwicklung bremse" und ihnen "ein negatives Vaterbild" übertrage. Weitere Textstellen schildern die Beschwerdegegnerin als "ängstliche" Frau, die sich auf einen "irrationellen Glauben" stütze, den Beschwerdeführer "unter dem Einfluss des schlechten Auges" sehe und zwecks Verringerung der Ängste sowie zur Verbesserung des negativen Vaterbildes und zur Vermeidung von zukünftigen Beschuldigungen eine "psychotherapeutische Behandlung" benötige. Besonders hebt der Beschwerdeführer die Passage hervor, die einen Wechsel des Obhutsberechtigten empfiehlt, falls die Kinder nicht in derselben Stadt wie ihr Vater leben können.