Citation: 1C_56/2023 E. 5.3.1

5.3.1. Im Zusammenhang mit dem Umfang des Wiederaufbaurechts stellte die Vorinstanz fest, die Lage und Kubatur des Bauvorhabens würde derjenigen des abgebrannten Gebäudes entsprechen. Die mit dem Baugesuch vom 17. Juni 2020 eingereichte Ausnützungsberechnung des abgebrannten Wohnhauses sei plausibel, wenn diese mit der Steuerschätzung aus dem Jahr 1991 verglichen werde. Das Bauvorhaben weise demnach trotz überschrittener Ausnützungsziffer eine geringere Ausnützung als die zerstörte Baute auf. Da keine Pläne des ursprünglichen Wohnhauses existierten, was angesichts des Brands und dem Baujahr 1900 nicht der Beschwerdegegnerin bzw. dem Grundeigentümer angelastet werden könne, genüge in diesem Punkt der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit.