Citation: I 94/04 25.11.2004 E. 3.2

3.2.1 Frau Dr. med. E.________ diagnostizierte am 26. Oktober 2001 eine kleine breitbasige mediolaterale Diskushernie L5/S1 links mit Einengung des Recessus lateralis links und möglicher Reizung der Nervenwurzel S1 links. 3.2.2 Das Spital B.________ diagnostizierte am 20. November 2001 ein Lumbovertebralsyndrom mit anamnestisch Wurzelreizung S1 links und bekannter links mediolateraler Diskushernie LWK5/SWK1, ohne sichere Wurzelkompression. Die analgetische Therapie und die Physiotherapie sollten ambulant weitergeführt werden. Der Beschwerdeführer sei bis 25. November 2001 zu 100 % arbeitsunfähig. Die Arbeitsfähigkeit sollte anschliessend schrittweise, z.B. wöchentlich um 25 %, erhöht werden. Die analgetische und muskelrelaxierende Medikation sollten bei günstigem Verlauf abgesetzt werden. 3.2.3 Das Spital F.________ diagnostizierte am 8. Februar 2002 eine chronische Lumboischialgie links bei Discushernie L4/5 links. Es käme grundsätzlich eine Discectomie in Frage, die aber hauptsächlich die Beinschmerzen behandeln würde. Die seit langem bestehenden Rückenschmerzen seien dagegen nicht sicher günstig zu beeinflussen. Der Versicherte lehne zur Zeit eine Operation ab. Empfohlen werde deshalb eine Fortsetzung der Physiotherapie. In der bisherigen Tätigkeit als Chauffeur im Abschleppdienst, bei der der Versicherte häufig schwere Gewichte heben und tragen müsse, sei er weiterhin nicht arbeitsfähig. 3.2.4 Frau Dr. med. L.________, die den Versicherten seit Herbst 2001 behandelte, diagnostizierte am 29. April 2002 eine chronisch rezidivierende Lumboischialgie bei Diskushernie L4/L5 (teils radikuläres, teils pseudoradikuläres Schmerzsyndrom, belastungsabhängig). Der Versicherte werde zunehmend reaktiv depressiv. Als Chauffeur sei er seit 1. Oktober 2001 bis auf Weiteres zu 100 % arbeitsunfähig. Eine wechselnde Tätigkeit, mit Gehen und Sitzen sowie ohne Lastenheben, d.h. mit wenig Rückenbelastungen, sollte zu 50 % versucht werden. Ein Einsatz von 4 bis 5 Stunden pro Tag sei wahrscheinlich möglich. Es dränge sich eine Umschulung auf. Sei dies nicht möglich, werde der Versicherte zu 100 % arbeitsunfähig bleiben. 3.2.5 Dr. med. H.________ stellte im rheumatologischen Gutachten vom 19. September 2002 folgende Diagnose: Lumboischialgie links bei Status nach regredienter Diskushernie L4/L5 mediolateral links, z.Zt. eher als Diskusprotrusion imponierend; sakralisierter Wirbelkörper L5 bei diskreter nearthrotischer Bildung auf der rechten Seite; Tendenz zur Schmerzchronifizierung. Eine Tätigkeit als Automonteur oder im Abschleppdienst, bei welcher der Versicherte schwere Wagen stossen und heben müsse, könne ihm nicht mehr zugemutet werden. Eine rückenadaptierte Tätigkeit sei ihm aus rheumatologischer Sicht zu 75 % zumutbar. Im Ergänzungsbericht vom 16. Oktober 2002 führte Dr. med. H.________ aus, ausgeschlossen seien Tätigkeiten mit gebückter Haltung über längere Zeit, Heben von schweren Gegenständen über 5 kg sowie Seitwärtsneigung oder Drehhaltung. Das Heben von Gegenständen mit einem Gewicht bis 5 kg könne dem Versicherten sicherlich zugemutet werden. Bei einer geeigneten und angepassten Tätigkeit sei ihm ein Arbeitspensum von mindestens 32 Stunden pro Woche zumutbar. Eine spätere Erhöhung dieses Pensums hänge von der Arbeitsqualität und der Einsatzfreudigkeit des Versicherten ab. 3.2.6 Dr. med. V.________ attestierte am 5. Dezember 2002 ohne weitere Begründung eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Am 17. Januar 2003 ersuchte ihn die IV-Stelle um Stellungnahme zur grossen Diskrepanz seiner Einschätzung gegenüber derjenigen des Dr. med. H.________. Im Bericht vom 4. März 2003 legte Dr. med. V.________ dar, es handle sich nicht um einen rheumatologischen Fall im engeren Sinn, sondern um ein komplexes Rückenproblem mit fraglicher neurologischer Komponente. Der Versicherte sei zu 100 % arbeitsunfähig. Dies werde durch die Berichte des Spitals F.________ vom 16. Dezember 2002 und des Spitals B.________ bestätigt. Die von Dr. med. H.________ attestierte Arbeitsfähigkeit sei in keiner Weise nachvollziehbar. Am 4. September 2003 verlangte er eine nochmalige Abklärung der Arbeitsfähigkeit. 3.2.7 Im Bericht vom 16. Dezember 2002 diagnostizierte das Spital F.________ eine chronische Lumboischialgie links bei Osteochondrose L4/5 mit Discushernie L4/5 links. Bei der Untersuchung zeige sich nach wie vor eine erheblich bewegungsschmerzhafte Lendenwirbelsäule (LWS). Ein sensomotorisches Defizit finde sich nicht. Spitzen- und Fersengang seien problemlos möglich. Möglicherweise tangiere der Bandscheibenvorfall die abgehende Nervenwurzel S1, was die Beinschmerzen erklären könnte. Um herauszufinden, ob bei Chondrose L4/5 möglicherweise ein discogener Rückenschmerz vorliege, müsste man gegebenenfalls Fascettengelenks-Infiltrationen bei L4/5 vornehmen. Dies würde im Hinblick auf eine Fusion des Segments durchgeführt. Der Versicherte stehe einer Operation nach wie vor eher ablehnend gegenüber, da er Angst vor einer Verschlechterung habe und man ihm keine Garantie für den Operationserfolg geben könne. Eine Operation würde höchstwahrscheinlich nicht zu einer Besserung der Arbeitsfähigkeit führen, sondern lediglich die Lebensqualität verbessern. Seit Oktober 2001 sei der Versicherte arbeitsunfähig. 3.2.8 Das Spital B.________ diagnostizierte am 17. Dezember 2002 Lumbalgien mit intermittierend auftretenden Ischialgien S1 links entsprechend. Im Rahmen der Anamnese wurde ausgeführt, der Versicherte sei seit 2. Oktober 2001 zu 100 % arbeitsunfähig. Die derzeitige Physiotherapie bringe weiterhin keine bleibende Linderung. Es bestehe eine tendenzielle Verschlimmerung der Lumbalgien. Als Befund wurde ein Schonhinken links sowie eine Druck- und Klopfdolenz der LWS erhoben. Bei stark schmerzhafter Untersuchung seien keine sicheren Paresen nachweisbar. Es lägen keine Hypästhesien vor. Es zeige sich eine kleine links paramediane Diskushernie LW4/5. Bei fehlenden sensomotorischen Ausfällen und nur intermittierend auftretenden radikulären Schmerzen sei eine neurochirurgische Intervention weiterhin nicht indiziert, da dadurch keine Besserung der im Vordergrund stehenden Lumbalgien zu erwarten sei. Empfohlen werde ein weiteres konservatives Vorgehen und eine optimale Schmerzmodulation.