Citation: 6P.72/2003 01.10.2003 E. 2

Die Beschwerdeführerin macht Willkür geltend und rügt eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo". Dabei bringt sie zunächst sinngemäss vor, das Obergericht habe das angeordnete verkehrstechnische Gutachten gar nicht seriös geprüft und zur Kenntnis genommen. Was die Beschwerdeführerin zur Begründung ihrer Rüge vorbringt, genügt den Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG nicht. Aus den angeführten Urteils- und Aktenstellen, nach welchen das Obergericht einerseits die Einholung eines verkehrstechnischen Gutachtens zum Unfallhergang als unabdingbar erachtete und andererseits den Parteivertretern mitteilte, das Gericht sei grundsätzlich der Auffassung, dass auf der Grundlage der Akten entschieden werden könnte, ergibt sich nichts, was darauf hindeuten würde, das Obergericht habe sich anlässlich der ersten Urteilsberatung eine Meinung gebildet, von der es unabhängig vom Ergebnis der Expertise von vornherein nicht habe abrücken wollen. Die Rüge erschöpft sich in einer blossen Unterstellung. Im Übrigen erhellt aus dem genannten Schreiben, dass das Obergericht die Einholung des Gutachtens namentlich deshalb als notwendig erachtete, weil zweitinstanzlich ein Parteigutachten eingereicht worden war, das mit Blick auf den Zivilpunkt von Bedeutung war. Dass das Obergericht bereits zu einem definitiven Schluss gelangt wäre, lässt sich auch daraus nicht ableiten. Die Beschwerde ist in diesem Punkt unbegründet, soweit darauf überhaupt eingetreten werden kann.