Citation: 4C.377/2000 08.03.2001 E. 2

2.- Ist das Handelsgericht bundesrechtskonform von einer gültigen Vollmacht der Klägerin zur Überweisung der 2 Mio. US Dollar auf die Crusader Group ausgegangen, so ist nicht mehr zu prüfen, ob die Klägerin diese Transaktion nachträglich genehmigt hat. Desgleichen stellt sich die Frage einer Sorgfaltspflichtsverletzung nicht mehr. Wenn die nötige Sorgfalt im Zusammenhang mit dem Überweisungsauftrag bei der Frage der Gutgläubigkeit bereits bundesrechtskonform bejaht wurde (vgl. BGE 120 II 197 E. 2b/cc), kann dies unter dem Titel eines Schadenersatzanspruchs gemäss Art. 398 Abs. 2 OR nicht zu einem anderen Ergebnis führen - unabhängig von der weiteren Frage, ob der Klägerin nach der in ihrem Namen abgegebenen Verzichtserklärung bei der Kontosaldierung überhaupt noch Ansprüche gegenüber der Beklagten zustanden. Die Berufung ist daher abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist, und das Urteil des Handelsgerichts des Kantons Zürich vom 26. Oktober 2000 ist zu bestätigen. Bei diesem Verfahrensausgang hat die Klägerin die Gerichts- und Parteikosten zu tragen (Art. 156 Abs. 1 und Art. 159 Abs. 2 OG).