Citation: 6B_541/2021 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz erwägt mit Hinweis auf die erstinstanzlichen Ausführungen, der Beschwerdeführer habe eine Katalogtat begangen. Abgesehen von seiner beruflichen Integration seien keine persönlichen Interessen ersichtlich, die das Vorliegen eines Härtefalls begründen würden. Der Beschwerdeführer lebe erst seit Februar 2015 in der Schweiz. Einen wesentlichen Teil seines Lebens habe er in der Türkei verbracht, wo er geboren worden und aufgewachsen sei und seine ganze Ausbildung absolviert, wie auch ein paar Jahre gearbeitet habe. Seine Eltern und seine Schwestern, die er regelmässig besuche, lebten in der Türkei. Insgesamt erscheine der Beschwerdeführer in der Türkei stärker verwurzelt als in der Schweiz und eine Wiedereingliederung scheine sehr wahrscheinlich. Ferner sei er in der Schweiz noch wenig integriert, seine Deutschkenntnisse erschienen noch gering. Seine Ehefrau, mit der er keine Kinder habe, wohne in Frankreich und komme den Beschwerdeführer nur gelegentlich in der Schweiz besuchen und der Beschwerdeführer besuche sie umgekehrt in Frankreich. Insgesamt sei kein schwerer persönlicher Härtefall gegeben. Die Tatsache, dass der Beschwerdeführer in der Schweiz über eine feste Arbeitsstelle verfüge und regelmässig Besuch von seiner Ehefrau empfange, vermöge jedenfalls kein besonderes privates Interesse zu begründen, welches die öffentlichen Interessen an der Verhinderung von Sexualstraftaten zu überwiegen vermöchte. Der Beschwerdeführer sei daher für die Dauer von fünf Jahren des Landes zu verweisen (Urteil S. 27 mit Hinweis auf das erstinstanzliche Urteil S. 27).