Citation: 6B_429/2021 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer wendet sich gegen die Strafzumessung. Der Tatbestand des Art. 90 Abs. 3 SVG beinhalte bereits ein hohes abstraktes Unfallrisiko. Es sei im Einzelfall zu prüfen, wie hoch dieses Risiko tatsächlich und konkret gewesen sei. Das Video zeige keine Situation, in der andere Verkehrsteilnehmer oder Fussgänger konkret gefährdet worden wären, und gehe auch die Vorinstanz nicht davon aus, dass eine Reaktion Dritter erforderlich gewesen sei, um im letzten Moment einen Unfall abzuwenden. Entsprechend sei nicht nachvollziehbar, weswegen das Ausmass der von ihm geschaffenen Verkehrsgefährdung überdurchschnittlich schwer wiege. Auch die Tieferlegung des Fahrzeuges und die Gegebenheiten neben und am Rand der Fahrspur vermöchten kein Risiko zu belegen, das vom ohnehin hohen abstrakten Risiko gemäss Art. 90 Abs. 3 SVG abweiche. Werde die Quantifizierung des Unfallrisikos mit der objektiven Tatschwere in Einklang gebracht, resultiere eine "Einsatzstrafe" von höchstens 30 Monaten. Bezüglich der subjektiven Tatschwere verfalle die Vorinstanz in Willkür, wenn sie ihn als "prahlerischen Autoposer abkanzle". Sie habe sich weder mit den über ihn per 13. Juni 2018 erstellten Diagnosen noch mit seinen Aussagen auseinandergesetzt, welche im Kern mit jenen seines Cousins übereinstimmten. Anhand der grundsätzlich positiven Beurteilung im verkehrspsychologischen Gutachten vom 16. März 2013 und der von der Klinik C.________ AG und von Dr. med. D.________ Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie per 13. Juni 2018 gestellten Diagnosen sei davon auszugehen, dass er nach dem Tod seines Vaters zurückgeworfen worden sei. Entsprechend wäre ein neues psychiatrisches Gutachten zur Frage der Schuldfähigkeit im Tatzeitpunkt zu erstellen. Jedenfalls aber werde die subjektive Tatschwere deutlich zu seinen Gunsten relativiert. Demgemäss rechtfertige sich eine Reduktion der "Einsatzstrafe" um 30 % und damit um neun Monate auf 21 Monate. Auch im Rahmen der Würdigung der Täterkomponenten gehe die Vorinstanz nicht auf die per 13. Juni 2018 gestellten Diagnosen ein. Angesichts der Vorstrafen und der erfolglos gebliebenen Administrativmassnahmen erscheine eine Erhöhung der Strafe um lediglich drei Monate als angemessen. Unter Berücksichtigung der ebenfalls unter dem Titel der Täterkomponenten vorzunehmenden Strafreduktion um drei Monate bleibe es bei einer bedingt, eventualiter teilbedingt auszufällenden Freiheitsstrafe von 21 Monaten.