Citation: U 144/00 12.11.2002 E. 3

3.1 Den vorinstanzlichen Erwägungen ist insofern beizupflichten, als der Beschwerdeführer angesichts der Einschränkung in der Greiffunktion der rechten Hand im bisherigen Beruf als Kellner keineswegs bestmöglich eingegliedert ist. Das dort mit der verbliebenen - gemäss eigenen Angaben des Versicherten - hälftigen Leistungsfähigkeit erreichbare Salär ist deshalb nicht in den Einkommensvergleich einzubeziehen. Vielmehr ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer eine seiner Behinderung angepasste Erwerbstätigkeit (keine feinmotorischen Verrichtungen, kein Heben/Tragen schwererer Gegenstände mit der rechten Hand erforderlich) uneingeschränkt ganztags ausüben kann. 3.2 Was das damit zumutbarerweise noch realisierbare sog. Invalideneinkommen anbelangt, stützte sich das kantonale Gericht zu Recht auf die Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) 1996 des Bundesamtes für Statistik (BGE 126 V 76 Erw. 3b/bb, 124 V 322 Erw. 3b/aa). Weil es indessen weniger wahrscheinlich ist, dass der Versicherte in der Bundesverwaltung eine behinderungsangepasste Stelle antreten könnte, ist auf den in der Tabelle TA 1 des Anhangs angeführten Zentralwert (Median) in der Höhe von Fr. 4294.-, d.h. auf den standardisierten monatlichen Bruttolohn von Männern bei Ausübung einfacher und repetitiver Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) im privaten Sektor abzustellen (und nicht - wie von der Vorinstanz angenommen - auf das entsprechende Monatssalär im "privaten und öffentlichen Sektor [Bund] zusammen" gemäss Tabelle TA 7; RKUV 2001 Nr. U 439 S. 347). Dieser statistische Monatslohn ist - unter Berücksichtigung des Umstandes, dass ihm eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu Grunde liegt (LSE 1996 S. 5), welche etwas tiefer ist als die 1996 betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit von wöchentlich 41,9 Stunden (Die Volkswirtschaft, 2002 Heft 8, S. 92, Tabelle B 9.2) - auf Fr. 4498.- zu erhöhen. Schliesslich führt die Beachtung der allgemeinen Nominallohnentwicklung bis 1998 (vgl. a.a.O., S. 93, Tabelle B 10.2) zu einem Monatslohn von Fr. 4553.- bzw. zu einem Jahresverdienst von Fr. 54'636.-. Entgegen der vorinstanzlichen Auffassung ist mit einer Herabsetzung dieses Tabellenlohnes der Tatsache Rechnung zu tragen, dass persönliche und berufliche Umstände Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 126 V 78 Erw. 5). Im vorliegend zu beurteilenden Fall ist der Beschwerdeführer auf dem Arbeitsmarkt in Konkurrenz mit einem Mitbewerber ohne physische Einschränkungen dadurch benachteiligt, dass er mit der dominanten rechten Hand nur mehr eingeschränkt Greifbewegungen ausführen und mit dieser Hand auch keine schwereren Gegenstände heben oder tragen kann; dies wirkt sich auf das Lohnniveau aus. Dasselbe gilt - wenn auch in geringerem Masse - hinsichtlich des Umstandes, dass er (ohne entsprechende Erfahrungen) in einem neuen Beruf (wieder) im ersten Dienstjahr starten muss. Kaum ins Gewicht fällt demgegenüber die ausländische Nationalität des Versicherten, werden doch die statistischen Löhne auf Grund der Erwerbseinkommen der schweizerischen und der ausländischen Wohnbevölkerung erfasst (AHI 2002 S. 70). Das (mittlere) Lebensalter des Beschwerdeführers und die von ihm hervorgehobene Tatsache, dass er "zwar recht gut Hochdeutsch, (...) aber kein 'Schweizerdeutsch'" spreche, führen ebenfalls zu keiner Kürzung des Tabellenlohnes. Auf Grund der genannten Umstände erscheint eine Herabsetzung um insgesamt 10 % als angemessen. 3.3 Bei einem Abzug von 10 % resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 49'172.- (Fr. 54'636.- x 0,9) und - im Vergleich mit dem unter Erw. 2 hievor angeführten sog. Valideneinkommen von Fr. 54'600.- - ein Invaliditätsgrad von ebenfalls 10 %. Nach dem Gesagten besteht Anspruch auf eine entsprechende Invalidenrente ab 1. August 1997 (am 27. dieses Monats hatte der Unfallversicherer die ärztliche Behandlung eingestellt; Art. 19 Abs. 1 letzter Satz UVG).