Citation: 8C_274/2024 E. 6.1

6.1. Zur Begründung legte die Vorinstanz dar, die IV-Stellen und die Unfallversicherer hätten zwar die Invaliditätsbemessung in jedem einzelnen Fall selbstständig vorzunehmen. Dies bedeute jedoch nicht, dass das Gutachten von Dr. med. C.________ im unfallversicherungsrechtlichen Verfahren von vornherein unbeachtlich sei, zumal das somatische Leiden auf das Ereignis vom 6. Februar 2018 zurückzuführen sei und das Gutachten sowohl in der Darstellung der medizinischen Zusammenhänge als auch in den daraus gezogenen Schlussfolgerungen überzeuge. Im Vergleich dazu sei das von Prof. Dr. med. E.________, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates, verfasste neunseitige Teilgutachten der asim eher kurz und zudem oberflächlich begründet. Insbesondere die Anamnese und die Befunderhebung seien weniger detailliert als im Gutachten von Dr. med. C.________, der die hier interessierende rechte Schulter umfassend untersucht und vermerkt habe, dass die Testung schmerzbedingt sehr vorsichtig habe erfolgen müssen. Demgegenüber habe Prof. Dr. med. E.________ festgehalten, dass die Rotatorenmanschettentests aufgrund der Beschwerdeangaben des Beschwerdegegners nicht sicher beurteilt werden könnten, was gegen eine vollständige Erfassung des Befunds spreche und konkrete Zweifel an der Beurteilung aufkommen lasse. Auch die Beurteilung der Leistungsfähigkeit falle im Gutachten von Dr. med. C.________ differenzierter aus als in jenem von Prof. Dr. med. E.________, welcher sich im Wesentlichen der bloss rudimentären und nicht abschliessenden Einschätzung des behandelnden Arztes Dr. med. F.________ vom 9. April 2021 angeschlossen habe, wonach der Beschwerdegegner in einer angepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig sei. Demgegenüber vermittle die detailliert begründete Beurteilung des Dr. med. C.________ ein nachvollziehbares Bild der somatischen Beschwerden und der daraus resultierenden Arbeitsfähigkeit. Seine Beurteilung, wonach aufgrund der chronischen Schmerzen auch bei einer leichten Tätigkeit ein erhöhter Pausenbedarf von 20 % zu berücksichtigen sei, überzeuge schliesslich auch mit Blick auf den Abschlussbericht der von der Arbeitslosenversicherung veranlassten Standortbestimmung "Fokus" vom 16. August 2022. Danach sei die Leistungsfähigkeit auch in einer angepassten beruflichen Tätigkeit schmerzbedingt beeinträchtigt gewesen. Bei dieser Sachlage sei die überzeugende Beurteilung des Dr. med. C.________ auch für die Belange der Unfallversicherung massgebend, weshalb davon auszugehen sei, dass der Beschwerdegegner aufgrund eines erhöhten Pausenbedarfs auch in einer angepassten Tätigkeit eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20 % aufweise.