Citation: I 389/99 15.12.2000 E. 4

4.- a) Gemäss Art. 7 Abs. 2 HVI übernimmt die Invalidenversicherung die Kosten, wenn ein von ihr abgegebenes Hilfsmittel trotz sorgfältigem Gebrauch der Reparatur, Anpassung oder teilweisen Erneuerung bedarf, sofern nicht ein Dritter ersatzpflichtig ist. Die Rechtsprechung hat den in dieser Bestimmung statuierten Reparaturkostenanspruch dahingehend konkretisiert, dass eine blosse Kostenbeteiligung mit Überbindung eines Selbstbehaltes auf den Versicherten für die Kosten der Reparatur eines einfachen und zweckmässigen Hilfsmittels, das der Versicherte ausschliesslich für die Eingliederung benötigt und ohne Invalidität nicht angeschafft hätte, unzulässig ist (BGE 113 V 272 Erw. 3c, 109 V 22 Erw. 4b). Dies gilt auch für vom Versicherten selbst angeschaffte Hilfsmittel (Art. 8 Abs. 1 HVI). Nicht zu übernehmen hat die Invalidenversicherung aber Reparaturkosten, welche darauf zurückzuführen sind, dass ein Versicherter eine besonders störungsanfällige oder teure Ausführung eines Hilfsmittels gewählt hat, oder wo das Hilfsmittel amortisiert ist und sich eine Reparatur nicht mehr lohnen würde (BGE 113 V 272 Erw. 3c). b) aa) IV-Stelle und Bundesamt für Sozialversicherung haben die Übernahme der Kosten der Reparatur der Steuerung des Vertikal-Aussenliftes abgelehnt, weil damit ein besonders teures Hilfsmittel angeschafft worden sei. Die Vorinstanz hat diese Rechtsauffassung zu Recht verworfen, da - wie dargelegt (Erw. 2c/cc hievor) - der Einbau eines Vertikal-Aussenliftes kostengünstiger ausfiel, als es der technisch ebenfalls realisierbare Einbau eines Hängebahn- Treppenliftes und die dabei notwendige Montage eines Treppenliftes auf der neu zu erstellenden Hauseingangstreppe gewesen wäre. Das kantonale Gericht hat einen Reparaturkostenanspruch dennoch mit der Begründung verneint, bei dem vom Beschwerdeführer eingebauten, hydraulisch betriebenen "Personenlift" handle es sich im Vergleich zu einem Treppenlift um ein komplizierteres und störungsanfälligeres Hilfsmittel. Diesen Schluss hat die Vorinstanz aus der Angabe des Beschwerdeführers gegenüber dem Experten der Gebäudeversicherung des Kantons Zürich gezogen, wonach die Funktionssicherheit der Liftanlage bereits vor dem Blitzeinschlag im Sommer 1994 zu wünschen übrig gelassen habe. Die besondere Störanfälligkeit des eingebauten Vertikal- Aussenliftes ergebe sich überdies - so die Vorinstanz im Weiteren - daraus, dass bei dieser Liftanlage ein vierteljährlicher Wartungsdienst durchgeführt werden müsse. bb)Die Akten enthalten keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass ein Vertikal-Aussenlift in der Ausführung wie er durch den Beschwerdeführer eingebaut wurde, aus technischen Gründen generell störungsgeneigter wäre als ein Hängebahn- Treppenlift. Zum einen bleiben sowohl die Ursache als auch die Art der vom Beschwerdeführer bereits vor dem Blitzeinschlag im Sommer 1994 beklagten Funktionsstörungen unklar. Namentlich ist ungewiss, ob sie auf einen konstruktiv-technischen Mangel der Liftanlage als solche oder auf Bedienungs- oder Wartungsfehler zurückzuführen waren. Zum anderen kann aus der Notwendigkeit von vierteljährlichen Wartungsintervallen ebenfalls nicht auf eine besondere Störanfälligkeit des eingebauten Aufzugssystems geschlossen werden. Denn die Wartung einer Liftanlage hat in erster Linie die Sicherheit ihres Betriebes zu gewährleisten; nur mittelbar sollen damit auch Funktionsstörungen verhindert werden. Es ist demzufolge nicht haltbar, den vom Beschwerdeführer eingebauten Vertikal-Aussenlift als besonders störanfällig zu qualifizieren und gestützt darauf einen Reparaturkostenanspruch abzulehnen. cc)Bei den Akten befindet sich lediglich eine Offerte der Firma S.________ AG vom 13. Oktober 1994, mit welcher der Ersatz der defekten Steuerung und die Überholung der Hydraulik inklusive Ersatz des Steuerventilblocks zum Preise von Fr. 47'200. - angeboten wurde. Zu welchen effektiven Kosten die Steuerung des Vertikal-Aussenliftes im Jahre 1994 tatsächlich repariert worden ist, geht aus den Akten nicht hervor. Die Streitsache ist daher auch zur Ermittlung der effektiven im Jahre 1994 angefallenen Reparaturkosten und neuer Verfügung über den Reparaturkostenanspruch an die IV-Stelle des Kantons Zürich zurückzuweisen.