Citation: B 74/05 05.01.2006 E. 4

Diese Betrachtungsweise trifft nicht den entscheidenden Punkt. Unbestritten ist, dass das Arbeitsverhältnis zumindest noch am 21. Dezember 2001 bestand, als J.________ sel. mit seinen Arbeitskollegen - aus welchen Gründen kann offen bleiben - seinen Abschiedsapéro feierte. Es kommt auch bezüglich des Todesfallkapitals als reglementarischer Leistung aus weitergehender beruflicher Vorsorge die einmonatige Nachdeckungsfrist zum Tragen: Analog Art. 10 Abs. 3 BVG sowie Art. 331a Abs. 2 OR sieht nämlich das Reglement das Ende der Versicherung vor, u.a. wenn das Arbeitsverhältnis aufgelöst wird mit Ablauf der Nachdeckung (Art. 4 Ziff. 2 1. al.). Was darunter zu verstehen ist, definiert das Reglement in Art. 16 unter der Marginalie Nachdeckung/nachträgliche Leistung: Der Arbeitnehmer scheidet aus der Versicherung aus, wenn das Arbeitsverhältnis aufgelöst wird. Die Hinterlassenen- und Invalidenleistungen bleiben bis zum Antritt eines neuen Arbeitsverhältnisses, längstens jedoch während einem Monat weiterversichert. Wird aus dieser Nachdeckung eine Versicherungsleistung beansprucht, so wird eine bereits ausbezahlte Freizügigkeitsleistung mit den allfälligen Leistungen verrechnet (Ziff. 1). Die Vorinstanz hat den Art. 10 Abs. 3 BVG zwar erwähnt, die Prüfung des materiell gegebenen Anspruches auf das Todesfallkapital nach Art. 13 Ziff. 5 lit. e des Reglementes hingegen davon abhängig gemacht, "dass das Arbeitsverhältnis zum Zeitpunkt des Todes bestanden hat und der Arbeitnehmer nicht aus der Versicherung ausgeschieden ist". Indessen sieht Art. 13 weder in den Ziffern 1 bis 4 oder 6 noch insbesondere in der Ziff. 5 über das Todesfallkapital vor, dass dieses nicht als Leistung aus Nachdeckung geschuldet wäre. Davon abgesehen hat das Eidgenössische Versicherungsgericht entschieden, dass die Vorsorgeeinrichtungen den während des Vorsorgeverhältnisses gewährten überobligatorischen Vorsorgeschutz gegen Tod und Invalidität für die Dauer der einmonatigen Nachdeckung nicht auf die Mindestleistungen gemäss BVG herabsetzen dürfen (BGE 125 V 171). Es kann daher auch nicht angenommen werden, dass das hier anwendbare Reglement das Todesfallkapital im Unterschied zu den anderen (weitergehenden) Vorsorgeleistungen bei Eintritt des versicherten Ereignisses während der Nachdeckungsfrist nicht gewähren will.