Citation: 2C_154/2021 E. 9.3

9.3. Die Würdigung der Vorinstanz ist nicht zu beanstanden. Die angebliche "Schenkung" entpuppt sich als Ausgleichszahlung für das vorzeitige Ausscheiden von F.________. Die Zahlung von Fr. 3.5 Mio. diente F.________ mit anderen Worten dazu, sich aus den gegenseitigen Verpflichtungen auszukaufen und seine Anteile an der C.________ AG an Dritte veräussern zu können. Dass der Beschwerdeführer seinerseits bei seinem Ausscheiden aus der C.________ AG im Jahr 2017 eine Zahlung von Fr. 3.3 Mio. an die verbleibenden Gründungspartner leistete, stützt diese Sichtweise zusätzlich. Auf einen Schenkungswillen von F.________ deutet demgegenüber ausser der Bezeichnung des Ausscheidungsvertrages als "Schenkungsvereinbarung" nichts hin. Dem Beschwerdeführer zufolge hat sich durch den gemeinsamen Aufbau des Unternehmens und die langjährige intensive Zusammenarbeit zwischen den Gründungspartnern ein freundschaftliches Verhältnis entwickelt. Die Beziehung zwischen den an der Schenkung beteiligten Personen sei somit ausreichend, um einen Schenkungswillen von F.________ natürlicherweise zu vermuten. Vermutet wird der Schenkungswille bei nahestehenden Personen, wenn die übrigen Voraussetzungen einer Schenkung gegeben sind (Urteil 2C_703/2017 vom 15. März 2019 E. 3.3.2, in: StE 2019 B 22.2 Nr. 35, mit Hinweisen). In Anbetracht des vorgenannten Ziels, das F.________ mit der Zahlung verfolgte, ist dieser Vermutung vorliegend aber von vornherein der Boden entzogen.