Citation: 9C_482/2020 E. 3.2.4

3.2.4. Was den Einkauf aus privaten Mitteln angeht, gilt ebenfalls: Da dieser erst nach Bekanntwerden der Senkung des Umwandlungssatzes erfolgte, wurde die Beschwerdeführerin nicht in ihren Rentenerwartungen bezüglich des eingebrachten Kapitals enttäuscht, weshalb es sachgerecht ist, dass sie darauf keine Verstärkungseinlage erhalten hat. Eine gesetz- oder verfassungswidrige Ungleichbehandlung vermag die Versicherte auch mit ihren Ausführungen zur Situation als Erziehende, die ihr erwerbliches Pensum zugunsten ihrer drei Kinder lange Zeit reduziert hat, nicht darzutun. Dass sich diese Lebensgestaltung auf ihre Ansprüche in der beruflichen Vorsorge auswirkt, vermag keine Privilegierung im Rahmen von Sanierungsmassnahmen zur Beseitigung einer Unterdeckung zu rechtfertigen. Nichts anderes verlangt sie aber, wenn sie geltend macht, es sei ihr auf nach Kenntnis des künftig tieferen Umwandlungssatzes vorgenommenen Einkäufen eine Verstärkungseinlage zu gewähren.