Citation: I 588/03 10.02.2005 E. 4

4.1 Nach den Erwägungen der Vorinstanz durfte die IV-Stelle auf die Beurteilung der Ärzte des MZX abstellen, welche eine 100%ige Arbeitsfähigkeit angenommen hatten. Der im August 2002 verfasste Bericht des Dr. med. T.________, welcher den MZX-Gutachtern noch nicht vorgelegen hatte, vermöge diese Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nicht in Frage zu stellen. Die Einschätzungen von Dr. T.________ seien widersprüchlich; während laut Bericht vom 3. Juli 2002 im Prinzip mit dem rechten Arm alle Bewegungen ausgeführt werden könnten, sei dies eineinhalb Monate später nicht mehr der Fall. Eine solche Entwicklung sei auch angesichts der im August 2002 erhobenen Befunde nicht glaubhaft. Dieser Beweiswürdigung kann nicht gefolgt werden. Die Vorinstanz meint in den beiden Berichten von Dr. T.________ vom 3. Juli 2002 und 14. August 2002 einen Widerspruch auszumachen, indem sie ausführt, der Zustand der Beschwerdeführerin könne sich während eineinhalb Monaten nicht derart verschlechtert haben. Dabei übersieht das kantonale Gericht, dass die beiden Berichte auf völlig verschiedenen Grundlagen beruhen. Im Bericht vom 3. Juli 2002 führte Dr. T.________ aus, der Zustand der Beschwerdeführerin habe sich in der Zwischenzeit, das heisst seit der Untersuchung vor zwei Jahren, nicht wesentlich verändert. Dazu ist festzuhalten, dass die ursprüngliche Untersuchung einen schlechteren Befund zeigte, als er ein Jahr später vom MZX erhoben worden ist. Dr. T.________ stellte sodann in seinem Bericht vom 3. Juli 2002 eine eingehende Untersuchung mittels MRI in Aussicht. Gestützt auf diese MRI-Untersuchung attestierte er am 14. August 2002 einen eindrücklichen Zustand in Bezug auf die Scapula alata und eine definitive Atrophie mit höchstgradiger Verfettung der Serratus-anterior-Muskulatur. Aufgrund dieser Untersuchungsergebnisse war Dr. T.________ in der Lage, die von der Beschwerdeführerin geklagten Schmerzen in den Schultern zu erklären: In diesem Bereich liege zwar kein struktureller pathologischer Befund vor, aber durch die Kippung der Scapula werde eine Fehlfunktion der Schulterstrukturen provoziert. Die Abweichungen vom MZX-Gutachten sind offensichtlich. In diesem war lediglich die Rede von einer "mässigen Scapula alata" und die Serratus-anterior-Muskulatur wurde als leicht insuffizient beurteilt. Nachdem der Bericht von Dr. T.________ vom 14. August 2002 auf einer MRI-Untersuchung beruht, während das MZX diese - laut Debrunner, Orthopädie, orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2002, S. 718, für die erweiterte Schulterdiagnostik am besten geeignete - Untersuchungsmethode nicht eingesetzt hat, ist medizinisch vom Bericht von Dr. T.________ auszugehen. 4.2 Die vorliegenden ärztlichen Berichte ergeben kein klares Bild über die Einschränkungen in der Arbeitsfähigkeit und in der Haushalttätigkeit. Im Hinblick auf die durch die Kernspintomographie gewonnenen Erkenntnisse kann jedenfalls - entgegen der Auffassung des kantonalen Gerichts - nicht ohne weiteres von einer uneingeschränkten Leistungsfähigkeit in den bisher ausgeübten erwerblichen Tätigkeiten (wozu insbesondere auch der erlernte Beruf als Zahnarztgehilfin zu zählen ist) ausgegangen werden. Die Sache ist daher an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit sie, in Berücksichtigung der nach Erstellung des MZX-Gutachtens erhobenen medizinischen Befunde, ergänzende Abklärungen zur Arbeitsfähigkeit vornehme. Dabei wird auch zu prüfen sein, in welchem Ausmass die Beschwerdeführerin ohne Behinderung erwerbstätig wäre. Je nach Ergebnis wird für den Haushaltbereich ein Betätigungsvergleich durchzuführen sein (vgl. Erw. 1 hievor).