Citation: I 578/00 12.09.2001 E. 4

4.- Streitig und zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitsschadens. a) Die Höhe des Valideneinkommens für das Jahr 1999/2000 von Fr. 58'500.- wird vom Beschwerdeführer nicht mehr bestritten und ist in Anbetracht der Bestätigungen des früheren Arbeitgebers P.________ AG vom 7. Januar 1999 und 26. April 2000 auch nicht zu beanstanden. b) aa) Bei der Bestimmung des noch zumutbaren Einkommens in einer leidensangepassten Tätigkeit hat die IV-Stelle zunächst auf ein DAP-Profil abgestellt und ist bei 50 % Arbeitsfähigkeit von einem Einkommen von Fr. 26'988.- ausgegangen, was einen Invaliditätsgrad von 54 % ergeben hat. Die Vorinstanz zog dann für die Festsetzung des Invalideneinkommens - wie dies die IV-Stelle in der Beschwerdeantwort gemacht hatte - die Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebungen (LSE) bei, machte einen Abzug von 20 % und ermittelte so ein Einkommen von Fr. 21'459. 50, was einen Invaliditätsgrad von 63 % ergab. bb) Mit dem Heranziehen der Tabellenlöhne 1998 sind die IV-Stelle und das kantonale Gericht grundsätzlich richtig vorgegangen, da das Abstellen auf die Verdienstmöglichkeit an einem einzigen konkreten Arbeitsplatz in der Regel nicht repräsentativ ist. Zu Recht haben sie der Berechnung den für männliche Arbeitnehmer bei einfachen und repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) erzielten standardisierten monatlichen Bruttolohn (Zentralwert) im privaten Sektor von Fr. 4268.- zugrunde gelegt. Dieser Ansatz ist auf die für das Jahr 1999 durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,8 Stunden (Die Volkswirtschaft, 5/2001, S. 80, Tabelle B 9.2) - nicht 41,9 Stunden - umzurechnen und der Lohnentwicklung per 1999 von 0,3 % (Die Volkswirtschaft, 5/2001, S. 81, Tabelle B 10.2) anzupassen, was ein Invalideneinkommen von Fr. 4473.- pro Monat oder von Fr. 53'676.- pro Jahr, bei 50 %iger Arbeitsfähigkeit somit ein jährliches Invalideneinkommen von Fr. 26'838.- ergibt. cc) Was den von der IV-Stelle vorgenommenen und von der Vorinstanz bestätigten Abzug vom Tabellenlohn in der Höhe von 20 % anbelangt, ist zuhanden des Beschwerdeführers anzumerken, dass es sich nicht rechtfertigt, für jedes Merkmal, das ein unter den Durchschnittswerten liegendes Einkommen erwarten lässt, separat quantifizierte Abzüge vom in der LSE ausgewiesenen Durchschnittsverdienst vorzunehmen. Vielmehr ist ganz allgemein der Einfluss aller Merkmale auf das Invalideneinkommen (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen (BGE 126 V 80 Erw. 5b/bb mit Hinweisen). Dabei hat das Eidgenössische Versicherungsgericht erkannt, dass der Abzug vom statistischen Lohn unter Berücksichtigung aller jeweils in Betracht fallenden Merkmale auf insgesamt höchstens 25 % begrenzt ist (BGE 126 V 80 Erw. 5b/cc). In Würdigung der gesamten persönlichen und beruflichen Umstände rechtfertigt sich vorliegend aufgrund der Teilzeitarbeit sowie der Tatsache, dass gesundheitlich beeinträchtigte Versicherte, die selbst im Rahmen leichter Hilfsarbeitertätigkeiten nicht mehr voll leistungsfähig sind, lohnmässig gegenüber ihren gesunden Kollegen benachteiligt sind (BGE 124 V 323 Erw. 3b/bb), ein Abzug von höchstens 20 %, was ein jährliches Invalideneinkommen von Fr. 21'470.- und im Vergleich zum Valideneinkommen von Fr. 58'500.- einen Invaliditätsgrad von 63,3 % ergibt. Der Vollständigkeit halber kann darauf hingewiesen werden, dass der Gesetzgeber im Bereich der Invalidenversicherung fixe, unmissverständliche Eckwerte bestimmt hat, an die die Rechtsanwendenden gebunden sind. Somit besteht auch bei knappem Verfehlen des für die nächsthöhere Rentenstufe nötigen Mindestinvaliditätsgrades kein Spielraum für Aufrundungen, sobald das rechnerische Resultat einmal feststeht (zur Publikation vorgesehenes Urteil E. vom 8. August 2001, I 32/00). c) Zusammenfassend ist für den Beschwerdeführer kein Anspruch auf eine ganze Rente ausgewiesen, weshalb sich die Verfügungen der IV-Stelle vom 23. März 2000 sowie der erstinstanzliche Entscheid als rechtens erweisen.