Citation: 2C_26/2022 E. 3.2.5

3.2.5. Vor dem Hintergrund der nicht nachgewiesenen Dispositionen musste die Vorinstanz auf die weiteren Elemente des Vertrauenstatbestandes nicht näher eingehen. Ihr Schluss, dass der Steuerpflichtige keinen Vertrauensschutz geniesse, ist verfassungsrechtlich haltbar und von Bundesgesetzes wegen einwandfrei. Es hat folglich bei einer dem Legalitätsprinzip genügenden Veranlagung zu bleiben (vorne E. 3.2.1). Hinzu kommt, dass die tatsächlichen und die rechtlichen Verhältnisse, auf denen eine rechtskräftige Veranlagungsverfügung beruht, in einer späteren Steuerperiode abweichend beurteilt werden dürfen, wenn sachliche Gründe dafür bestehen. Rechtskräftige Veranlagungsverfügungen wirken sich in zeitlicher Hinsicht nur bezüglich der Steuerperiode aus, für die sie ergangen sind (BGE 140 I 114 E. 2.4.3).