Citation: I 685/05 16.05.2006 E. 3

Zu prüfen ist sodann die Bestimmung des Invaliditätsgrades. 3.1 Das kantonale Gericht hat das Valideneinkommen gestützt auf die Angaben im Arbeitgeberbericht vom 3. Oktober 2000 für das Jahr 2000 auf Fr. 49'166.30 festgelegt. Das Vorbringen des Beschwerdeführers, es sei nicht auf diesen unterdurchschnittlichen Verdienst, sondern auf die darüber liegenden statistischen Löhne abzustellen, ist nicht stichhaltig. Die Ermittlung des im Gesundheitsfall vom Versicherten hypothetisch erzielbaren Einkommens hat so konkret wie möglich zu erfolgen, weshalb in der Regel vom letzten Lohn, welcher vor Eintritt der Gesundheitsschädigung bezogen wurde, auszugehen ist (Meyer-Blaser, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, Zürich 1997, S. 205). Es liegen keine Anhaltspunkte vor, von diesem Grundsatz ausnahmsweise abzuweichen (vgl. ZAK 1992 S. 92 Erw. 4 sowie das in Plädoyer 2002 S. 73 veröffentlichte Urteil M. vom 4. April 2002 [I 696/01] Erw. 4, je mit Hinweisen). Das vorinstanzliche Vorgehen ist somit nicht zu beanstanden. 3.2 Zur Bestimmung des Invalideneinkommens hat das kantonale Gericht die statistischen Durchschnittslöhne im privaten Sektor (Tabelle TA1) der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Jahres 2000 herangezogen und errechnete unter Berücksichtigung einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % und einer leidensbedingten Einbusse von 20 % einen hypothetischen Jahresverdienst von Fr. 27'820.-. Der Beschwerdeführer wendet ein, es sei fraglich, ob er in der Lage sei, die Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten. Die Vorinstanz habe die ihm zumutbaren Verweisungstätigkeiten nicht konkretisiert und stelle zu Unrecht auf eine unbeschränkt mögliche Einsetzbarkeit im Produktionsbereich ab. Es seien ihm allenfalls gewisse Tätigkeiten im Dienstleistungssektor zumutbar, wobei ein Abzug von 25 % vom statistischen Lohn vorzunehmen sei. 3.3 Nach der Rechtsprechung sind in der Regel für die Festsetzung des Invalideneinkommens aufgrund von Tabellenlöhnen die Lohnverhältnisse im gesamten privaten Sektor massgebend (RKUV 2001 Nr. U 439 S. 347). Von diesem Grundsatz abzuweichen besteht hier kein Anlass. Dem Beschwerdeführer stehen trotz seines Gesundheitsschadens im Sektor Produktion zahlreiche Arbeitsplätze offen, wie Überwachungsaufgaben an automatischen oder halbautomatischen Produktionseinheiten, Qualitätskontrolle oder Aufgaben im Auskunftsdienst. Solche Arbeitsgelegenheiten sind auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt durchaus zu finden. In Industrie und Gewerbe werden Arbeiten, welche physische Kraft erfordern, in zunehmenden Mass durch Maschinen verrichtet, während den körperlich weniger belastenden Bedienungs- und Überwachungsfunktionen eine stetig wachsende Bedeutung zukommt (ZAK 1991 S. 321 Erw. 3b in fine). Andererseits bleiben dem Beschwerdeführer im Sektor Dienstleistungen (LSE 2000, TA1, Positionen 50 bis 93) viele Arbeitsplätze im Anforderungsniveau 4 verschlossen, so etwa in den Bereichen Reparatur Automobile, Gastgewerbe oder Abfallbeseitigung. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz zur Bestimmung des Invalideneinkommens auf das Total der im privaten Sektor durchschnittlich erzielbaren Löhne abgestellt hat. 3.4 Wie das kantonale Gericht zutreffend erwogen hat, ergibt sich auch in Berücksichtigung einer praxisgemäss maximal zulässigen Herabsetzung wegen leidensbedingter Beeinträchtigungen um 25 % des aufgrund statistischer Durchschnittslöhne ermittelten hypothetischen Invalideneinkommens ein zwischen 50 % und 60 % liegender Invaliditätsgrad, weshalb nur ein Anspruch auf eine halbe Invalidenrente besteht.