Citation: 1B_389/2019 E. 2.7

2.7. Im vorliegenden Fall bestehen auch keine Anhaltspunkte dafür, dass die kantonalen Strafbehörden die Beschwerdeführerin rechtsmissbräuchlich (nämlich bloss unter einem Vorwand) förmlich beschuldigt hätten, um ihren journalistischen Quellenschutz zu unterlaufen (vgl. Urteil 1B_550/2018 E. 3.4). Die von den Strafbehörden gegen sie erhobenen (und von ihr nicht substanziiert bestrittenen) Verdachtsgründe erscheinen ausreichend konkret. Zwar unterstünde eine allfällige Korrespondenz der Beschwerdeführerin mit nicht selber mitbeschuldigten Medienschaffenden grundsätzlich dem journalistischen Quellenschutz von Artikel 172 Absatz 1 StPO: Absatz 2 dieser Bestimmung ist hier (mangels untersuchter qualifizierter Delikte) nicht anwendbar, und solche Korrespondenz (Kommunikations- und Datenverkehr mit Medienschaffenden) könnte im Prinzip auch dann dem Geheimnisschutz unterliegen, wenn sie auf Geräten der beschuldigten Person sichergestellt wurde (Art. 264 Abs. 1 Ingress i.V.m. lit. c und Art. 172 Abs. 1 StPO; BGE 140 IV 108 E. 6.5 S. 112, E. 6.10 S. 117). Wie jedoch nachfolgend (in E. 4) zu zeigen sein wird, hat die Beschuldigte hier keine solchen Medienkontakte ausreichend substanziiert.