Citation: 6S.368/2002 06.10.2003 E. 1

Mit der Nichtigkeitsbeschwerde in Strafsachen kann ausschliesslich eine Verletzung von Bundesrecht geltend gemacht werden (Art. 269 Abs. 1 BStP). Ausführungen, die sich gegen die Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts im angefochtenen Urteil richten, sowie das Vorbringen neuer Tatsachen sind unzulässig (Art. 273 Abs. 1 lit. b BStP). Das Bundesgericht ist im Verfahren der Nichtigkeitsbeschwerde an den von der kantonalen Behörde festgestellten Sachverhalt gebunden (Art. 277bis Abs. 1 BStP). Die Beschwerdeführerin weicht mehrmals von den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz ab. Darauf kann nicht eingetreten werden. Dasselbe gilt, soweit die Beschwerdeführerin bemängelt, es sei über sie kein Glaubwürdigkeitsgutachten eingeholt worden (Beschwerde S. 13). Das eidgenössische Strafrecht und insbesondere der von der Beschwerdeführerin zitierte Art. 249 BStP regeln diese Frage nicht, weshalb sie mit Nichtigkeitsbeschwerde nicht aufgeworfen werden kann. Davon, dass die Vorinstanz einem Glaubwürdigkeitsgutachten von vornherein ganz allgemein die Beweiseignung abgesprochen und damit den Grundsatz der freien Beweiswürdigung verletzt hätte, kann nicht die Rede sein. Ob die Beschwerdeführerin mit ihrer Rüge, es hätte über sie ein psychiatrisches Obergutachten eingeholt werden müssen, im vorliegenden Verfahren überhaupt gehört werden kann, muss nicht geprüft werden. Denn der von ihr behauptete Widerspruch in dem im kantonalen Verfahren eingeholten Gutachten (vgl. Beschwerde S. 14) besteht, wie das Bundesgericht im heutigen Urteil zur staatsrechtlichen Beschwerde erkannt hat, nicht.