Citation: 4C.274/2004 18.11.2004 E. 3

3.1 Das Obergericht nahm zusammengefasst an, der Kläger habe nicht nachweisen können, dass im Scheidungsappellationsverfahren für ihn im Zusammenhang mit der güterrechtlichen Aufteilung der Liegenschaft in Meggen ein besseres Ergebnis hätte erreicht werden können. So habe er die behauptete Schwarzgeldzahlung aus Eigengut selbst im vorliegenden Verfahren nicht liquid nachweisen können. Folglich sei auch nicht ersichtlich, wie der Beklagte im damaligen Appellationsverfahren ein besseres Resultat hätte erreichen können. Zudem könne daraus, dass die Aufstockung der Hypothek um Fr. 150'000.-- zur Absicherung eines Kontokorrentkredits der Firma L.________ AG erfolgt sei, nichts zu Gunsten des Klägers abgeleitet werden, weil diese AG in seinem Eigengut gestanden habe. Alsdann hätte eine Neuschätzung der Liegenschaft dem Kläger nichts gebracht, da erstellt sei, dass sie 1998 nicht weniger wert war als 1993, sondern eher mehr. 3.2 Der Kläger rügt, das Obergericht habe ihm insoweit zu Unrecht die Beweislast auferlegt. Vielmehr hätte der Beklagte nachweisen müssen, dass im Appellationsverfahren kein für den Kläger besseres Ergebnis hätte erreicht werden können. 3.3 Die Rüge ist unbegründet, da der Kläger den ihm aus der Sorgfaltspflichtverletzung erwachsenen Schaden zu beweisen hat (vgl. E. 2 hiervor). Da er diesen Beweis nicht hat erbringen können, musste der Beklagte nicht das Gegenteil nachweisen.