Citation: 2C_460/2017 E. 3.1

3.1. Die Beschwerdeführerin rügt die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung als willkürlich. Sie macht im Wesentlichen geltend, die vorinstanzliche Beweiswürdigung sei ausschliesslich zu ihrem Nachteil erfolgt. Bei der Würdigung des Strafurteils des Bezirksgerichts Höfe betreffend den Ehemann sei nicht berücksichtigt worden, dass dessen Freispruch "in dubio pro reo" erfolgt sei. Dieser Grundsatz finde im verwaltungsrechtlichen Verfahren keine Anwendung. Die Aussagen des Opfers bzw. der Beschwerdeführerin seien vermutungsweise glaubhaft und es wäre vorinstanzlich zu prüfen gewesen, ob deren Aussagen und die vorgelegten Arztberichte zu einer Qualifizierung der Beschwerdeführerin als Opfer (häuslicher Gewalt) führen. Sowohl der Berufungsrückzug als auch der Arztbericht D.________ und E.________ vom 9. September 2015 (betreffend psychische Gewalt) seien willkürlich falsch bzw. zulasten der Beschwerdeführerin interpretiert worden. Die verschiedenen, im vorinstanzlichen Verfahren vorgelegten Arztzeugnisse seien in aktenwidriger Weise gewürdigt worden. Ausserdem sei die Stellungnahme der Beschwerdeführerin vom 14. Dezember 2011 [recte: 12. November 2012] willkürlich interpretiert worden. Alle diese willkürlichen Beweiswürdigungen hätten dazu geführt, dass der Opferstatus der Beschwerdeführerin verneint und der Schluss gezogen worden sei, es liege keine genügende physische und psychische Gewalt vor, um einen Aufenthaltsanspruch wegen häuslicher Gewalt zu begründen.