Citation: 5P.410/2001 21.01.2002 E. 1

1.- a) T.________ ist Eigentümer einer Liegenschaft am Weg F.________ 23 in W.________; S.________ gehört das angrenzende Grundstück am Weg F.________ 21. Am 27. März 2000 wies S.________ T.________ darauf hin, dass der die beiden Liegenschaften trennende Gartenzaun "auch nach der Revision die Grenze auf unser Grundstück in seiner ganzen Länge mit mind. 8 cm bis max. 12 cm überragt", und forderte ihn auf, die Angelegenheit bis Ende Mai 2000 zu bereinigen, ansonsten er den Zaun auf seine Rechnung zurückversetzen lasse. T.________ klagte in der Folge am 22. Mai 2001 beim Einzelrichter im summarischen Verfahren am Bezirksgericht W.________ gegen S.________ und verlangte u.a., diesem sei zu verbieten, "den Holzzaun auf der gemeinsamen Grenze zwischen dem Weg F.________ und der Ostseite der beiden Häuser zu entfernen oder zu versetzen. .." (Rechtsbegehren 3, Satz 1). T.________ stellte sich auf den Standpunkt, an der 1943 erbauten Grenzvorrichtung bestehe Miteigentum. Die Zaunpfähle befänden sich genau auf der Grenze, Quer- und Längslatten ragten auf das Grundstück von S.________. S.________ erhob seinerseits Widerklage gegen T.________ mit dem Begehren, dieser sei zu verpflichten, "den Zaun zwischen den beiden Grundstücken auf sein Grundstück zu versetzen und zwar so, dass sowohl die Pfosten als auch die Quer- und Längslatten des Zaunes ganz auf seinem Grundstück stehen, insbesondere die Quer- und Längslatten die Grenze nicht überragen". Dabei machte er geltend, einzelne Pfähle befänden sich auf dem Grundstück von T.________; der Zaun stehe in dessen Eigentum. Mit Entscheid vom 16. Juli 2001 wies der Einzelrichter das klägerische Rechtsbegehren Ziff. 3 Satz 1 ab (Ziff. 1 Abs. 2) und erkannte u.a. in teilweiser Gutheissung der Widerklage, T.________ habe "den Zaun zwischen den beiden Grundstücken auf sein Grundstück zu versetzen und zwar so, dass sowohl die Pfosten als auch die Quer- und Längslatten des Zaunes ("Scheieli") ganz auf seinem Grundstück stehen, insbesondere die Quer- und Längslatten die Grenze nicht überragen" (Ziff. 2). Er erwog, gemäss den am Augenschein gemachten Messungen befinde sich eine Mehrheit der Pfähle - 5 von 7 - auf dem Grundstück von T.________; daher gelange die gesetzliche Vermutung von Art. 670 ZGB nicht zur Anwendung, wonach Miteigentum der Nachbarn vermutet wird, wenn Vorrichtungen zur Abgrenzung zweier Grundstücke auf der Grenze stehen. Da nicht auf die Lage der Latten, sondern der Zaunpfähle abzustellen sei, handle es sich nicht um einen Zaun auf, sondern an der Grenze. Der von T.________ anstelle des alten errichtete Zaun stehe in dessen Alleineigentum. S.________ habe es sich nicht gefallen zu lassen, dass die Latten des Zauns auf sein Grundstück überragen, und könne daher dessen Rückversetzung verlangen. b) Mit Nichtigkeitsbeschwerde verlangte T.________ beim Obergericht des Kantons Zürich die Aufhebung der Ziff. 1 Abs. 2 und 2 des Entscheides des Einzelrichters. Als Nichtigkeitsgründe machte er Verletzung eines wesentlichen Verfahrensgrundsatzes (§ 281 Ziff. 1 ZPO/ZH), aktenwidrige bzw. willkürliche tatsächliche Annahmen (§ 281 Ziff. 2 ZPO/ZH) sowie Verletzung klaren materiellen Rechts (§ 281 Ziff. 2 ZPO/ZH) geltend. Das Obergericht wies die Nichtigkeitsbeschwerde am 10. Oktober 2001 ab, soweit es darauf eintrat. c) Gegen diesen Zirkular-Erledigungsbeschluss des Obergerichts führt T.________ staatsrechtliche Beschwerde beim Bundesgericht; er beantragt, ihn aufzuheben, die Sache zu neuer Entscheidung an das Obergericht zurückzuweisen und der Beschwerde aufschiebende Wirkung zuzuerkennen. Zu letzterem Begehren, nicht aber zur Beschwerde selber, wurde eine Antwort eingeholt. Am 6. Dezember 2001 entsprach der Präsident der II. Zivilabteilung dem Gesuch.