Citation: 5A_736/2014 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin wirft dem Obergericht vor, es habe den Entscheid mit Argumenten begründet, auf die es im Rahmen von Art. 310 Abs. 3 ZGB nicht ankomme (der Beschwerdegegner sei in der Lage, den Jungen persönlich bzw. mindestens im gleichen Umfang wie die Beschwerdeführerin persönlich zu betreuen; die Beziehung zwischen dem Beschwerdegegner und dem Kind sei gut und intakt). Sodann übersehe es, dass sich vorliegender Fall wesentlich von Pflegeverhältnissen, welche von Art. 310 Abs. 3 ZGB ins Auge gefasst würden, unterscheide. Die vorgenommene Gewichtung sei offensichtlich falsch. Namentlich habe die Vorinstanz ihr Recht als leibliche Mutter, ihr Kind weiterhin selbst zu betreuen, zu pflegen und zu erziehen, nicht berücksichtigt. Ebensowenig ihre Fähigkeit, für eine kindeswohlgerechte Betreuung und Erziehung zu sorgen. Ihr sei eine allgemeine Erziehungsfähigkeit attestiert worden und auch, dass sie bis zu ihrer Erkrankung einen förderlichen Entwicklungsrahmen geboten habe. Sie habe trotz Fremdplatzierung weiterhin eine intakte Beziehung zum Sohn und habe diese Beziehung stets gepflegt. In Bezug auf die Alkoholabhängigkeit verfalle die Vorinstanz ebenfalls in Willkür, indem sie lediglich auf das Gutachten sowie eine Bestätigung von Dr. med. K.________ vom 8. März 2013 verweise, daraus auf ein Rückfallrisiko schliesse und behaupte sie habe keine weiteren Belege eingereicht. Am 23. September 2013 habe Dr. med. K.________ den Gutachtern berichtet, bis zum April 2013 seien keine Alkoholrückfälle bekannt. Sie lebe seit ihrem Klinikaustritt im September 2011 abstinent, in einer stabilen Beziehung und das Risiko für einen Rückfall sei minimal. Selbst wenn sie erneut alkoholabhängig würde, könne gemäss Gutachten mittels Anordnung einer therapeutischen Begleitung sichergestellt werden, dass sie den Bedürfnissen des Jungen gerecht werden könnte und damit dessen positive Entwicklung gewährleistet wäre. Auch soweit die Vorinstanz bezweifle, dass sie (generell) den besonderen Bedürfnissen von C.________ im Alltag gerecht werden könnte, hätte der Vorschlag der Gutachter aufgegriffen werden müssen, dass einer allfälligen Gefahr mittels einer intensiven therapeutischen Begleitung begegnet werden könne. Darauf sei die Vorinstanz nicht einmal eingegangen.