Citation: 4A_150/2007 08.08.2007 E. 4

Der Beschwerdeführer wirft der Vorinstanz "überspitzten Formalismus und mithin eine Verletzung von Art. 9 und 29 BV" vor. 4.1 Das aus Art. 29 Abs. 1 BV fliessende Verbot des überspitzten Formalismus wendet sich gegen prozessuale Formstrenge, die als exzessiv erscheint, durch kein schutzwürdiges Interesse gerechtfertigt ist, zum blossen Selbstzweck wird und die Verwirklichung des materiellen Rechts in unhaltbarer Weise erschwert oder gar verhindert (BGE 132 I 249 E. 5 S. 253; 128 II 139 E. 2a S. 142, je mit Hinweisen). 4.2 Der Beschwerdeführer machte vor der Vorinstanz eine Verletzung wesentlicher Verfahrensgrundsätze geltend. Er vertrat den Standpunkt, dass die Frage des Schadens gar nicht mehr Beweisthema gewesen sei, weil der Beschwerdegegner in den zwei Schreiben vom 27. Juli 2001 und 14. Dezember 2001 an die D.________ Versicherungen den Schaden selbst mit ATS 352'456.-- beziffert habe. Es liege diesbezüglich ein aussergerichtliches Zugeständnis des Beschwerdegegners vor. Eine Beweisabnahme sei nicht erforderlich, wenn eine Tatsache von einer Partei aussergerichtlich zugestanden worden sei. Weiter erblickte er eine Verletzung wesentlicher Verfahrensgrundsätze darin, dass das Obergericht unberücksichtigt gelassen habe, dass er in der Klageschrift und in der Replik Ausführungen zur Schadenshöhe gemacht und Beweisanträge (z.B. eine Expertise) gestellt habe. Nach § 137 des Gesetzes über den Zivilprozess des Kantons Zürich vom 13. Juni 1976 (ZPO/ZH) müssten die Beweise zwar im Einzelnen genannt werden. Wenn diese aber schon in den Klageschriften angeboten worden seien, stelle es überspitzten Formalismus dar, wenn das Obergericht davon ausgegangen sei, der Beschwerdeführer habe es versäumt, die Beweismittel in einer gesonderten Beweismitteleingabe zu erneuern. Die Vorinstanz trat auf diese Rügen nicht ein, weil der Beschwerdeführer entgegen § 288 Abs. 1 Ziff. 3 ZPO/ZH den behaupteten Rügegrund nicht in der Beschwerdeschrift selbst nachgewiesen, namentlich die einschlägigen Aktenstellen nicht angeführt hatte. Die Rüge betreffend gesonderter Beweismitteleingabe verwarf es im Übrigen als unbegründet. Beweismittel seien in der Beweisantretungsschrift zu nennen und den einzelnen Beweissätzen zuzuordnen, auch wenn sie schon im Hauptverfahren genannt worden seien. Im Beweisauflagebeschluss vom 25. Februar 2004 habe die Erstinstanz denn auch ausdrücklich auf das Erfordernis der erneuten Benennung der Beweismittel hingewiesen. 4.3 Die Vorinstanz brachte damit - ständiger Praxis entsprechend - Vorschriften des kantonalen Prozessrechts zur Anwendung (§ 288 Abs. 1 Ziff. 3, § 137 ZPO/ZH), von denen nicht ersichtlich ist und vom Beschwerdeführer auch nicht aufgezeigt wird, dass sie durch kein schutzwürdiges Interesse gerechtfertigt wären und die Verwirklichung des materiellen Rechts in unhaltbarer Weise erschweren oder gar verhindern würden. Nicht jede Formstrenge ist per se unhaltbar. Vielmehr dienen Formvorschriften einem geordneten Ablauf des Verfahrens. Das gilt namentlich für die Anforderungen an die Begründung eines Rechtsmittels, denen auch der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer zu genügen hatte. Zur Vorschrift von § 137 ZPO/ZH, wonach die Parteien in der Beweisantretungsschrift sämtliche Beweismittel unter genauer Bezugnahme auf den Beweisauflagebeschluss zu bezeichnen haben, führt die Lehre aus, dass dies auch für die im Hauptverfahren bereits genannten Beweise gelte, weil nur so klargestellt werden könne, mit welchen Mitteln eine Partei welche Beweisthemen wirklich beweisen wolle (Frank/Sträuli/Messmer, Kommentar zur zürcherischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Zürich 1997, N 1 zu § 137). Dies vermag die genannte Regel zu rechtfertigen. Ein überspitzter Formalismus liegt nicht vor. 4.4 Der Willkürvorwurf (Art. 9 BV) wird in keiner Weise begründet. Demnach kann darauf nicht eingetreten werden (BGE 133 I 1 E. 5.5 S. 5; 130 I 258 E. 1.3).