Citation: 1C_282/2019 E. 3.4

3.4. An dieser Einschätzung vermag der Umstand nichts zu ändern, dass die Klinik B.________ die Fahreignung des Beschwerdeführers in ihrer Therapiebestätigung vom 23. August 2018 bejaht hat. Auch wenn dieser Meinungsäusserung von medizinischen Fachpersonen Gewicht zukommt, ist davon auszugehen, dass sie sich aufgrund des Vertrauensverhältnisses zwischen ihnen und dem Patienten im Zweifelsfall regelmässig eher zu dessen Gunsten aussprechen werden bzw. eine Meldung im Sinne von Art. 15d Abs. 1 lit. e SVG in der Regel zurückhaltend vornehmen (BGE 143 V 130 E. 11.3.3 S. 137 f.; 125 V 351 E. 3b/cc S. 353 mit Hinweisen; PHILIPPE WEISSENBERGER, in: Kommentar Strassenverkehrsgesetz und Ordnungsbussengesetz, 2. Aufl. 2014, N. 95 zu Art. 15d SVG). Die Vorinstanz geht zudem willkürfrei davon aus, die Gesundheit des Beschwerdeführers habe sich seit August 2018 verschlechtert. Weiter können sich die behandelnden Ärzte ohnehin nur zur Fahreignung des Beschwerdeführers bei Einnahme der von ihnen verschriebenen Medikamente in der vorgeschriebenen Dosierung äussern, nicht aber zur Situation bei gleichzeitigem Konsum von Cannabis - wovon, wie die Vorinstanz zurecht feststellt, die behandelnden Ärzte beim Verfassen der Therapiebestätigung vom 23. August 2018 womöglich nichts wussten - oder bei einem allfälligen Medikamentenabusus. Daher erscheint es nicht willkürlich, dass die Vorinstanz befunden hat, die ärztliche Stellungnahme vermöge die relevanten Fragen nicht ohne weiteres zu beantworten, und eine Abklärung der Fahreignung als erforderlich erachtete.