Citation: C 312/99 27.01.2000 E. 1

1.- Angefochten ist der Entscheid des Versicherungsge- richts des Kantons Aargau vom 25. Mai 1999. Dieser wurde gemäss Poststempel auf der Gerichtsurkunde am 12. Juni 1999 an die von der Beschwerdeführerin im erstinstanzlichen Ver- fahren genannte Adresse in X.________ gesandt, von wo die Sendung mit dem Vermerk "Abgereist ohne Adressangabe" an das kantonale Gericht zurückgelangte. Dieses nahm am 2. Au- gust 1999 nochmals eine Zustellung vor, welche zur Aushän- digung des Urteils am 5. August 1999 führte. Nach der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versiche- rungsgerichts ist in Fällen, in welchen eine eingeschrie- bene Postsendung nicht innert der Abholfrist von sieben Tagen abgeholt und die Sendung als am letzten Tag dieser Frist als zugestellt gilt, ein allfälliger zweiter Versand und die spätere Entgegennahme der Sendung durch den Betrof- fenen für die Frage, ob die Beschwerdefrist eingehalten worden ist, grundsätzlich nicht erheblich (BGE 118 V 190 Erw. 3a, 111 V 101 Erw. 2b; ZAK 1978 S. 97). In BGE 115 Ia 20 Erw. 5c hat das Bundesgericht ausgeführt, dass sich die Rechtsmittelfrist gestützt auf den verfassungsmässigen An- spruch auf Vertrauensschutz dann verlängern kann, wenn noch vor ihrem Ende eine entsprechende vertrauensbegründende Auskunft erteilt wird. Eine solche Auskunft kann darin be- stehen, dass der mit Rechtsmittelbelehrung versehene Ent- scheid dem Betroffenen noch vor Ablauf der Beschwerdefrist erneut zugestellt wird. Diese Rechtsprechung ist durch BGE 117 II 511 Erw. 2 und 118 V 190 Erw. 3a insoweit präzi- siert und klargestellt worden, dass eine nach Ablauf der ordentlichen Rechtsmittelfrist erfolgte zweite Zustellung eines mit Rechtsmittelbelehrung versehenen Entscheids auch unter dem Gesichtspunkt des Vertrauensschutzes keine neue Rechtsmittelfrist in Gang zu setzen vermag. Im vorliegenden Fall gilt die erste eingeschriebene Sendung als am letzten Tag der Frist von sieben Tagen ab Eingang bei der Poststelle am Ort des Empfängers zugestellt (vgl. BGE 123 III 494). Gemäss Poststempel ging die Sendung am 14. Juni 1999 bei der Poststelle X.________ ein. Die siebentägige Frist endete somit am 20. Juni 1999 und am 21. Juni 1999 begann die Frist von 30 Tagen für die Einrei- chung der Beschwerde an das Eidgenössische Versicherungsge- richt zu laufen. Damit fiel der Fristablauf in den vom 15. Juni bis 15. August 1999 dauernden Fristenstillstand (Art. 34 Abs. 1 lit. b OG) und verlängerte sich somit dem- entsprechend. Die zweite Zustellung vom 5. August 1999 er- folgte somit während der noch laufenden Rechtsmittelfrist. Sie enthält die Rechtsmittelbelehrung mit der Möglichkeit zur Beschwerdeerhebung innert 30 Tagen seit der Zustellung, ohne dass irgendeine Einschränkung gemacht wird. Auf die am 26. August 1999 der Post übergebene Verwaltungsgerichts- beschwerde ist daher einzutreten.