Citation: 4C.371/2002 04.03.2003 E. 1

1.1 Mit Vertrag vom 3. Juli 1978 vermietete die Y.________ AG A.________ (Beklagte) ein Ladenlokal mit Nebenräumen in Z.________ für monatlich Fr. 630.--. Mit Zusatzvereinbarung gleichen Datums wurde der Beklagten das Recht eingeräumt, Stundung des laufenden Mietzinses nach bestimmten Regeln zu verlangen. Die Vermieterin trat am 15. März 1979 alle Rechte aus diesem Mietvertrag an die X.________ AG (Klägerin) ab. Die Beklagte kündigte den Mietvertrag per 30. Juli 2000. 1.2 Die Klägerin belangte die Beklagte am 12. März 2001 vor Bezirksgericht Baden auf Zahlung von Fr. 22'146.-- nebst 4,75% Zins seit dem 20. Dezember 1995 für ausstehende Mietzinse und Nebenkosten aus den Jahren 1978 bis 1986, eventuell auf Zahlung von "Fr. 5'905.20 zuzüglich 4,75% Zins von Fr. 22'146.00 seit dem 20.12.1995 und Fr. 16'240.80 in monatlichen Raten von je Fr. 738.20, fällig jeweils am Ersten eines Monats zuzüglich 4,75% Zins vom noch geschuldeten Rest". Die Beklagte erhob die Einrede der Verjährung, welche das Bezirksgericht schützte und die Klage am 22. Januar 2002 abwies. Das hierauf mit der Sache befasste Obergericht des Kantons Aargau wies die Appellation der Klägerin mit Urteil vom 19. September 2002 ab. Das Obergericht stellte in tatsächlicher Hinsicht fest, dass die Beklagte ihr Recht, die Stundung der Mietzinse zu verlangen, nicht ausgeübt hatte und dass die Parteien entgegen den Ausführungen der Klägerin auch keine anderweitige Stundungsvereinbarung getroffen hatten. Daraus folgerte es in rechtlicher Hinsicht, der Beginn der Verjährung sei nicht aufgeschoben worden (Art. 135 Ziff. 1 OR). Ausgehend von der fünfjährigen Verjährungsfrist ab Fälligkeit der einzelnen Mietzinsforderungen (Art. 128 Ziff. 1 und Art. 130 Abs. 1 OR) gelangte das Obergericht daher zum Ergebnis, dass die per Ende 1986 fällig gewordenen Mietzinsschulden und Nebenkosten per Ende 1991 verjährt sind. 1.3 Die Klägerin führt eidgenössische Berufung. Sie beantragt die Aufhebung des kantonalen Urteils und die Gutheissung der Klage entsprechend den im kantonalen Verfahren gestellten Anträgen. Die Beklagte schliesst auf Nichteintreten auf die Berufung, eventuell auf deren Abweisung.