Citation: 6B_73/2015 E. 2.4.1

2.4.1. Die Vorinstanz hat die vom Bezirksgericht Aarau ausgesprochene dreijährige Freiheitsstrafe auf fünf Jahre erhöht. Die Rechtsmittelinstanz ist bei ihrem Entscheid nicht an die Anträge der Parteien gebunden (Art. 391 Abs. 1 lit. b StPO). Dass sie um ein Jahr über den den Antrag der Staatsanwaltschaft hinausgeht und die erstinstanzlich als angemessen erachtete Freiheitsstrafe von drei Jahren kein Bundesrecht verletzt hätte, vermögen für sich die Annahme einer bundesrechtswidrigen Strafzumessung nicht zu begründen. Die vom Beschwerdeführer angeführten Vergleichsfälle der bundesgerichtlichen (und kantonalen) Praxis sind ungeeignet, die mangelnde Plausibilität der ausgesprochenen Strafe zu belegen. Unterschiede in der Zumessungspraxis innerhalb der gesetzlichen Grenzen sind als Ausdruck des Rechtssystems hinzunehmen (BGE 135 IV 191 E. 3.1 S. 193; 124 IV 44 E. 2c S. 47). Die Strafzumessung beruht auf einer Beurteilung aller massgeblichen Umstände des Einzelfalls und kann daher nicht durch den blossen Verweis auf die in anderen Fällen ausgesprochenen Strafen in Frage gestellt werden. Die aus dem weiten Ermessensspielraum resultierende Ungleichheit in der Zumessung der Strafe erlaubt für sich allein nicht, auf einen Missbrauch des sachrichterlichen Ermessens zu schliessen (BGE 135 IV 191, a.a.O.).