Citation: 5A_204/2019 E. 3.7.3

3.7.3. Ferner bringt sie vor, in den Eingaben des Beschwerdeführers vor Bezirksgericht fehlten jegliche Ausführungen zum Zins, sodass nicht ersichtlich sei, welche Art von Zins (vertraglich oder gesetzlich, Verzugs- oder Schadenszins) er beantragt habe und auf welcher Grundlage die Zinsforderung beruhen solle. Zu Recht behauptet die Beschwerdegegnerin nicht, dass das Rechtsbegehren ungenügend sei, sodass darauf nicht einzutreten wäre. Sie vertritt vielmehr den Standpunkt, mangels genügender Substanziierung seien dem Beschwerdeführer Zinse zu verwehren. Eine rechtliche Begründung muss die Klage indes nicht enthalten (vgl. Art. 221 Abs. 3 und Art. 290 ZPO). Der Grundsatz iura novit curia (Art. 57 ZPO) verpflichtet das Gericht dazu, den von einer Partei erhobenen Anspruch im Rahmen des Dispositionsgrundsatzes (Art. 58 Abs. 1 ZPO) auf alle möglichen Entstehungsgründe hin zu beurteilen (GEHRI, in: Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2017, N. 4 zu Art. 57 ZPO; SARBACH, in: ZPO Kommentar, Gehri/Jent-Sørensen/Sarbach [Hrsg.], 2. Aufl. 2015, N. 2 zu Art. 57 ZPO; vgl. auch BGE 139 III 126 E. 3.2.2 in fine S. 130). Auch wurde nicht wie behauptet der Verhandlungsgrundsatz (Art. 55 Abs. 1 ZPO) verletzt. Da die Klageeinleitung selbst die für den Beginn des Zinsenlaufes massgebliche Tatsache ist, wäre es sinnwidrig zu verlangen, dass sie in der Klage noch behauptet werden müsste (vgl. Art. 221 Abs. 1 lit. d ZPO). Zu den Bereicherungshandlungen der Beschwerdegegnerin, welche das Tatsachenfundament für die Forderung und deren Fälligkeit bilden (vgl. vorne E. 3.4), hat sich der Beschwerdeführer geäussert. Unter diesen Umständen ist nicht ersichtlich, inwiefern die vorinstanzliche Erwägung zu beanstanden sein soll, der Beschwerdeführer könne nur die Zusprechung eines Verzugszinses nach Art. 104 ZGB [ recte: OR] wollen.