Citation: 1A.245/2004 21.02.2005 E. 3

Der Beschwerdeführer beanstandet in prozessualer Hinsicht, dass das Verwaltungsgericht seinen Anträgen auf Durchführung eines Augenscheins und eines weiteren Schriftenwechsels sowie um Beizug der Akten des Zonenplanverfahrens nicht stattgegeben habe. Ein Augenschein hätte schon deshalb angeordnet werden müssen, weil in den (Ausbau-)Plänen für die Obergasse ein 1996 erstellter Stallanbau nicht eingetragen und daher nicht ersichtlich sei, dass der für Groberschliessungsstrassen geltende Grenzabstand nicht eingehalten werden könne. Im Übrigen sei die Frage der grundsätzlichen Erschliessbarkeit des gesamten Baugebietes an der Obergasse nie unabhängig, fachlich und rechtsverbindlich geprüft worden und nunmehr im Erschliessungsplanverfahren abzuklären. Auch aus diesem Grunde sei die Kenntnis der örtlichen Verhältnisse sowie der Akten unerlässlich. 3.1 Was zunächst den vor Bundesgericht erstmals vorgebrachten Hinweis auf unvollständige Pläne anbelangt, so betrifft dieser offensichtlich nicht den (vollständigen) Erschliessungsplan, sondern die für den Ausbau der Obergasse erstellten Projektpläne. Diese liegen nicht im Streite und haben dem Verwaltungsgericht nicht vorgelegen. Sie sind daher von vornherein ungeeignet, die Erforderlichkeit einer Ortsschau im heutigen Verfahren zu belegen. 3.2 Zur Rüge der mangelnden Erschliessbarkeit des Gebietes Obergasse wird im angefochtenen Entscheid ausgeführt, die Eignung dieses Gebietes zur Überbauung sei seinerzeit bei dessen Einbezug in die Bauzone überprüft worden. Das Verwaltungsgericht habe denn auch selbst in zwei früheren Verfahren, die Gestaltungspläne für den an die Obergasse stossenden Boden betroffen hätten, ausdrücklich oder sinngemäss festgestellt, dass die Erschliessung in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht möglich sei. Hat sich aber das Verwaltungsgericht mit der Erschliessbarkeit des eingezonten Gebietes an der Obergasse bereits in vorangegangenen Verfahren befasst, so hat es schon aus diesem Grunde von weiteren Instruktionsmassnahmen zur gleichen Frage im vorliegenden Verfahren absehen dürfen.