Citation: 5C.96/2002 01.07.2002 E. 3

Kann mit den vier landwirtschaftlichen Grundstücken kein ausreichender Ertrag erzielt werden, kommt entgegen der Ansicht des Beklagten auf das Ausmass seiner Verschuldung, den Aufwand für die gebotene Renovation des Wohnhauses, den Zeitpunkt der freien Verfügbarkeit der verpachteten Liegenschaften und auf seine persönliche Eignung für die Übernahme des Betriebes nichts an. Bei diesem Ergebnis ist auch die Rüge des Beklagten nicht entscheidrelevant, das Obergericht habe betreffend seiner Eignung ein bundesrechtswidriges Beweismass angewendet (vgl. BGE 47 II 258 E. 2 S. 261). Denn bezüglich der Ermittlung des landwirtschaftlichen Ertrages hat das Obergericht (E. 8 S. 7) zu Recht den strengen Beweis verlangt (Art. 8 ZGB; allgemein BGE 118 II 235 E. 3c S. 238 ff.; 117 II 231 E. 2b S. 234; vgl. 126 III 189 E. 2b S. 191 f.; 125 III 78 E. 3b).