Citation: 2A.268/2002 04.06.2002 E. 2.2

Seine vom Verwaltungsgericht umfassend und zutreffend berücksichtigten privaten Interessen vermögen dieses - entgegen seinen Ausführungen - nicht zu überwiegen (vgl. Art. 11 Abs. 3 ANAG in Verbindung mit Art. 16 Abs. 3 ANAV [SR 142.201]): 2.2.1 Der Beschwerdeführer reiste 1990 als Sechzehnjähriger zum zweiten Mal im Familiennachzug in die Schweiz ein, nachdem er hier ursprünglich in den Kindergarten gegangen war, bevor ihn seine Eltern 1981 zum weiteren Schulbesuch in die Heimat zurückgeschickt hatten, da er Albanisch lernen und sich hier nicht assimilieren sollte. Seit seiner Rückkehr vermochte der Beschwerdeführer in der Schweiz weder beruflich noch persönlich Fuss zu fassen. Seine sprachlichen Schwierigkeiten erlaubten ihm nur Gelegenheitsarbeiten nachzugehen, welche kaum je länger als ein Jahr dauerten; auch sonst vermochte er sich, wie seine Vorstrafen belegen, nicht in die hiesigen Verhältnisse zu integrieren. Mit seinem Heimatland, wo seine Grosseltern leben, die ihn grossgezogen haben, blieb er in Kontakt; mit den dortigen Gebräuchen und Gegebenheiten ist er nach wie vor vertraut. Zwar leben seine Eltern und Geschwister in der Schweiz, doch macht er nicht geltend, dass diesbezüglich über die normalen Beziehungen zwischen erwachsenen Kindern und ihren Eltern hinausgehende familiäre Abhängigkeiten bestünden (vgl. BGE 120 Ib 257 E. 1d/e S. 260 ff.; 115 Ib 1 E. 2 S. 4 ff.). Soweit er sich auf die Beziehung zu seiner angeblichen Tochter Fatima Berger beruft, ist seine Vaterschaft nicht erstellt; im Übrigen lässt auch eine allfällige Beziehung zu dieser im Rahmen eines Besuchsrechts die Ausweisung nicht als unverhältnismässig erscheinen. 2.2.2 Was der Beschwerdeführer weiter einwendet, überzeugt nicht: Die strafrechtliche Landesverweisung und die bedingte Entlassung aus dem Strafvollzug folgen anderen Kriterien als die ausländerrechtliche Ausweisung. Aus fremdenpolizeilicher Sicht stellt der Resozialisierungsgedanke nur einen unter mehreren zu berücksichtigenden Faktoren dar. Wie sich aus den verschiedenen, bereits weit unterhalb der Schwelle strafbaren Verhaltens beginnenden Ausweisungsgründen ergibt (vgl. Art. 10 ANAG), steht hier primär das Interesse der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Vordergrund. Es dürfen deshalb strengere Massstäbe angelegt und einem allfälligen Wohlverhalten in Un- oder Halbfreiheit geringere Bedeutung beigemessen werden als bei der strafrechtlichen Landesverweisung bzw. deren bedingtem Aufschub (BGE 114 Ib 1 E. 3b S. 4/5; jüngst bestätigt in 2A.225/2002 vom 15. Mai 2002, E. 2.2.2.; vgl. auch BGE 125 II 105 E. 2c S. 109 f.). Es besteht keine Veranlassung, auf diese Rechtsprechung zurückzukommen.