Citation: 8C_239/2019 E. 4

Das kantonale Gericht stellte fest, dass der Beschwerdeführer von der Arbeitgeberin zur Finanzierung des Typeratings ein zinsloses Darlehen erhalten habe. Gemäss der insofern massgeblichen Rückzahlungsvereinbarung sei eine Rückerstattung des Darlehens (pro rata temporis) bis spätestens 36 Monate ab erfolgreichem Absolvieren des Trainings vorgesehen, wenn der Arbeitnehmer das Arbeitsverhältnis ohne begründeten Anlass beende, durch grobe Fahrlässigkeit Grund zur Kündigung gebe, oder wenn es gemäss Art. 337 OR zur fristlosen Auflösung komme. Der Beschwerdeführer habe das Arbeitsverhältnis vor Ablauf von drei Jahren seit Absolvierung des Typeratings von sich aus gekündigt. Ob ihn deshalb bezüglich des Darlehens im Sinne des Vereinbarten eine Rückzahlungspflicht treffe, sei indessen nicht im Rahmen des sozialversicherungsrechtlichen Verfahrens zu klären, wo es bloss zu prüfen gelte, ob die Voraussetzungen gemäss Art. 51 ff. AVIG erfüllt seien. In dieser Hinsicht sei gestützt auf die Lohnabrechnung ohne Weiteres davon auszugehen - so das kantonale Gericht -, dass die Arbeitgeberin den Lohn für April 2018 samt Abgeltung von Ferien- und Off-Tage-Guthaben im Zeitpunkt des Insolvenzentschädigungsbegehrens zwar nicht bestritten, aber auch nicht ausbezahlt habe. Dies jedenfalls nicht in Form einer Überweisung, sondern bloss, aber immerhin (wie von der Verwaltung ausgedrückt) faktisch. Denn die ehemalige Arbeitgeberin habe den an sich bestehenden Lohnanspruch für die fragliche Periode mit dem ihres Erachtens noch bestehenden Anspruch auf Rückzahlung des Darlehens verrechnet. Ob zu Recht, sei (wie erwähnt) nicht im vorliegenden Verfahren zu klären. Hier sei entscheidend, dass mit dem arbeitgeberseitig gewählten Vorgehen die Lohnforderung nicht ungedeckt geblieben, sondern auf andere Weise "beglichen" worden sei; daher bestehe mangels einer Lohnforderung im Zeitpunkt der Konkurseröffnung kein Anspruch auf Insolvenzentschädigung. Dementsprechend sei auch nicht abzuwarten, bis ein rechtskräftiger Entscheid über die Rückzahlungspflicht vorliege; unabhängig vom Ergebnis habe ein solcher keinen Einfluss auf die insolvenzentschädigungsrechtliche Beurteilung.