Citation: 1B_150/2018 E. 2.3

2.3. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, es liege kein Bagatellfall vor, ist darauf hinzuweisen, dass ein solcher gemäss gesetzlicher Definition bei einer Geldstrafe bis 120 Tagessätzen grundsätzlich angenommen wird (vgl. E. 2.1 hiervor). Der Beschwerdeführer wurde mit Strafbefehl vom 18. Dezember 2017 zu einer bedingten Geldstrafe von 100 Tagessätzen verurteilt, womit ein Bagatellfall vorliegt. Dass der Beschwerdeführer gegen diesen Strafbefehl unterdessen Einsprache erhoben hat, ist für die Beurteilung der Rechtsmässigkeit des vorliegend angefochtenen Entscheids nicht von Bedeutung. Es stellt sich die Frage, ob der Beschwerdeführer ausnahmsweise dennoch Anspruch auf eine amtliche Verteidigung hat, da der Fall besondere Schwierigkeiten aufweist, welchen er nicht gewachsen ist oder die Nichtgewährung für ihn eine besondere Tragweise aufweist. Dem Beschwerdeführer wird eine Vernachlässigung von Unterhaltspflichten vorgeworfen. Sowohl der Sachverhalt als auch die rechtliche Würdigung dieses Vorwurfs sind selbst für einen Laien überschaubar. Der vorliegende Sachverhalt weist weder in rechtlicher noch in tatsächlicher Hinsicht Schwierigkeiten auf, welchen der Beschwerdeführer nicht gewachsen wäre. Er ist grundsätzlich geständig, seinen Unterhaltspflichten nicht immer nachgekommen zu sein, wobei er die Gründe dafür in der Beschwerde ausgiebig darlegt. Mit vorliegender Beschwerde ans Bundesgericht demonstriert er, dass er in der Lage ist, ausführliche Eingaben in Strafsachen zu verfassen. Insofern ist der Folgerung der Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe gezeigt, wie er sich im Strafverfahren zurechtfinde, zuzustimmen. Der Beschwerdeführer versteht, welche Straftat ihm vorgeworfen wird, und hat sich materiell mit den rechtlichen Fragen auseinandergesetzt. So hat er in seiner Beschwerde, um seinen Standpunkt diesbezüglich klar zu machen, unter anderem auch einen Bundesgerichtsentscheid und einen Aufsatz aus einer juristischen Zeitung zitiert. In seiner Beschwerde bittet er sodann darum, dass ihm sämtliche Post zuzustellen sei. Die Vollmacht an Rechtsanwalt B.________ ziehe er zurück, es sei denn, dieser handle nachweislich in seinem Interesse. Damit zeigt er weiter auf, dass er sich selbst in der Lage fühlt, wie er es auch ist, die Zustellungen der Behörden selbständig zu lesen, zu verstehen und seine Interessen zu vertreten. Eine amtliche Verteidigung scheint daher vorliegend nicht geboten. Inwieweit der Beschwerdeführer bedürftig ist, kann offenbleiben, da die beiden Voraussetzungen der Bedürftigkeit und der Gebotenheit der Verteidigung kumulativ erfüllt sein müssten (vgl. E. 2.1 hiervor).