Citation: U 285/06 11.04.2007 E. 3

3.1 Das kantonale Gericht hat zunächst ausgeführt, eine relevante psychische Beeinträchtigung durch den Unfall vom 7. Juli 2003 liege nicht vor. Sodann sei in Bezug auf die Lumbalkontusion der status quo sine am 12. April 2004 erreicht gewesen. Zu prüfen bleibe, ob ein weiterer Leistungsanspruch mit Beschwerden aus den Diskushernien begründet werden könne. Gegen diese vorinstanzlichen Erwägungen werden von den Parteien, nach Lage der Akten zu Recht, keine Einwendungen erhoben. 3.2 Im Weiteren ist das kantonale Gericht zum Ergebnis gelangt, die Diskushernien stellten einen degenerativ bedingten Vorzustand dar. Dieser sei durch das Ereignis vom 7. Juli 2003 lediglich vorübergehend und nicht richtunggebend verschlimmert worden. Der unfallbedingte Beschwerdeschub habe spätestens am 11. April 2004 geendet, weshalb die SUVA ihre Leistungspflicht ab 12. April 2004 zu Recht verneint habe. Der Beschwerdeführer erhebt verschiedene Einwendungen. Diese betreffen zunächst die Frage, ob der Unfall vom 7. Juli 2003 die Diskushernien als solche verursacht hat oder nicht. Dabei geht aus der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht zweifelsfrei hervor, ob nach der Auffassung des Versicherten nun das eine oder das andere zutreffen soll. Einerseits wird ausgeführt, die Verneinung der Unfallkausalität der Diskushernien durch die Vorinstanz sei unhaltbar. Anderseits wird gesagt, das Ereignis vom 7. Juli 2003 habe zwar nicht die Diskushernien an sich verursacht, aber jedenfalls zu einer richtunggebenden Verschlimmerung geführt. 3.3 Die Vorinstanz stützt sich bei ihrer Beurteilung namentlich auf den Austrittsbericht der Rehaklinik Y.________ vom 7. April 2004 und auf die Ärztliche Beurteilung des Dr. med. L.________, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie, FA Manuelle Medizin SMM, von der Abteilung Versicherungsmedizin der SUVA, vom 3. März 2005. Gemäss dem Austrittsbericht der Rehaklinik vom 7. April 2004, in der sich der Versicherte vom 10. - 31. März 2004 zur Abklärung und Rehabilitation aufgehalten hatte, bewirkte der Unfall vom 7. Juli 2003 eine vorübergehende Traumatisierung eines degenerativ bedingten Vorzustandes an der LWS und waren im Zeitpunkt des Klinikaustrittes keine direkten Unfallfolgen mehr nachweisbar. Die persistierende Symptomatik wird mit einem rechts-betonten lumbospondylogenen Schmerzsyndrom und einem - nicht krankheitswertigen - dysfunktionalen Überzeugungs- und Bewältigungsmuster erklärt. Auch Dr. med. L.________ gelangte gemäss der Ärztlichen Beurteilung vom 3. März 2005 zum Ergebnis, dass ab 12. April 2004 nurmehr höchstens fragliche, nicht aber wahrscheinliche Unfallfolgen vorgelegen hätten. Die Terminierung der Unfallversicherungsleistungen per 12. April 2004 sei korrekt. 3.4 Der Austrittsbericht der Rehaklinik Y.________ vom 7. April 2004 und die in den wesentlichen Punkten mit diesem übereinstimmende Ärztliche Beurteilung des Dr. med. L.________ vom 3. März 2005 beruhen auf den Ergebnissen verschiedenartiger, auch bildgebender Untersuchungen. Die von den Klinikärzten und dem Versicherungsmediziner, welcher auch die massgeblichen medizinischen Lehrmeinungen und Erfahrungswerte nachvollziehbar darlegt, daraus gezogenen Schlussfolgerungen sind einlässlich und überzeugend begründet. Die Vorinstanz hat die Berichte daher zu Recht als beweiskräftig angesehen (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 mit Hinweis) und darauf abgestellt. Der Versicherte beruft sich zur Stützung seiner abweichenden Auffassung namentlich auf die verschiedenen im Einsprache- und Beschwerdeverfahren sowie letztinstanzlich aufgelegten Stellungnahmen des von ihm beigezogenen Dr. med. H.________, Facharzt FMH für Neurologie, Computer-Tomographie. Dieser bestätigt, dass im Bereich der Bandscheibenschäden Verkalkungen vorliegen. Diese seien vorbestanden und nicht unfallkausal. Der Unfall vom 7. Juli 2003 habe aber Veränderungen im Bereich der Weichteile der Diskushernie und damit eine richtunggebenden Verschlimmerung bewirkt, welche sich in den persistierenden Beschwerden manifestiere. Dr. med. H.________ stellt bei diesen Aussagen zunächst auf einen Vergleich der Ergebnisse mehrerer mittels MRT und CT durchgeführter Untersuchungen ab. Weiter begründet er die Annahme einer unfallbedingten richtunggebenden Verschlimmerung namentlich damit, dass im Bereich der Diskushernien vor dem Unfall vom 7. Juli 2003 keine Beschwerden aufgetreten seien. Die von Dr. med. H.________ für massgeblich erachteten bildgebenden Untersuchungen sind indessen erst nach dem Unfall durchgeführt worden. Aus der Zeit vor dem Ereignis vom 7. Juli 2003 liegen keine entsprechenden Unterlagen vor. Das kantonale Gericht hat richtig erkannt, dass sich unter diesen Umständen den vorhandenen Untersuchungsergebnissen keine zuverlässigen Anhaltspunkte für eine unfallbedingte Veränderung im Bereich der Bandscheiben entnehmen lassen. Dies stellt entgegen der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geäusserten Ansicht keine unzulässige Beweiswürdigung zu Lasten des Versicherten dar. Es kann daher auch mit der Vorinstanz offen gelassen werden, ob sich die Befunde gemäss den einzelnen MRT- und CT-Untersuchungen überhaupt wesentlich unterscheiden, was Dr. med. L.________ abweichend von Dr. med. H.________ verneint. Im Weiteren ist für die Frage der streitigen kausalen Zusammenhänge auch dann nichts gewonnen, falls vor dem Ereignis vom 7. Juli 2003 tatsächlich keine Beschwerden im Bereich der LWS aufgetreten wären. Die natürliche Unfallkausalität kann nämlich nicht bereits aufgrund des Umstands bejaht werden, dass der Gesundheitsschaden nach dem Unfall auftrat, andernfalls nach der beweisrechtlich unzureichenden Formel "post hoc, ergo propter hoc" verfahren würde (BGE 119 V 335 E. 2b/bb S. 341 f.; RKUV 2003 Nr. U 489 S. 357, U 193/01, E. 3.2). Die genannten Aussagen des Dr. med. H.________ vermögen somit, die auf den überzeugenden Austrittsbericht der Rehaklinik vom 7. April 2004 und die ebenfalls schlüssige Ärztliche Beurteilung des Dr. med. L.________ vom 3. März 2005 gestützten Erkenntnisse im angefochtenen Entscheid nicht in Frage zu stellen. Festzuhalten bleibt mit der Vorinstanz, dass der rechtserhebliche medizinische Sachverhalt genügend abgeklärt ist, weshalb von weiteren Beweismassnahmen abzusehen ist. Der angefochtene Entscheid, der die Verneinung eines weiteren Leistungsanspruchs über den 11. April 2004 hinaus durch die SUVA bestätigt, ist somit rechtens.