Citation: 1P.528/2004 03.12.2004 E. A

X.________ wurde mit Urteil des Kreisgerichts III Aarberg-Büren-Erlach vom 11. März 2003 der mehrfachen und qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig gesprochen. Dafür wurde er zu 18 Monaten Gefängnis, unter Anrechnung der erstandenen Untersuchungshaft, und zu 7 Jahren Landesverweisung, unbedingt vollziehbar, verurteilt. Auf Appellation hin bestätigte das Obergericht des Kantons Bern am 10. Februar 2004 die Verurteilung. X.________ wurde seit dem 18. Juli 2003 durch die Fürsprecher A.________ und Jäger verteidigt. Am 4. Mai 2004 teilte Rechtsanwalt B.________ dem Obergericht mit, dass X.________ ihn mandatiert habe. Nach Ausfertigung des begründeten Entscheides eröffnete ihm das Obergericht das Urteil am 8. Juni 2004. Da Fürsprecher Jäger gegenüber dem Obergericht am 30. Juni 2004 erklärt hatte, X.________ habe zwar Rechtsanwalt B.________ bevollmächtigt, das Mandat bei ihm jedoch beibehalten, wurde das Urteil am 16. August 2004 auch Fürsprecher Jäger zugestellt.