Citation: 9C_320/2021 E. 3

Das kantonale Gericht stellte fest, bei der Beschwerdeführerin sei am 5. September 2009 (richtig: 2008) eine Repositionsspondylodese L5/S1 und eine transforaminale lumbale interkorporelle Fusion L5/S1 bei Spondylolisthesis L5/S1 (Meyerding Grad II) vorgenommen worden. Die Klinikärzte hätten zunächst von einem unauffälligen postoperativen Verlauf und später von persistierenden tieflumbalen Schmerzen bei längerem Sitzen oder Stehen berichtet. Die Versicherte sei daraufhin weiter abgeklärt worden. Die Klinik für Orthopädische Chirurgie des Spitals B.________ habe am 26. Mai 2011 berichtet, gemäss Bildgebung (CT) vom 25. März 2011 liege eine Schraube zu medial und tangiere so den Spinalkanal bzw. die L5-Wurzel rechts. Gemäss kantonalem Gericht wurde der Beschwerdeführerin angesichts dieser neuen Erkenntnis die Osteosynthesematerialentfernung L5/S1 mit Neurolyse L5 rechts vorgeschlagen. Diese Operation fand am 11. Juli 2011 statt. Die Vorinstanz mass der PMEDA-Expertise vom 3. Januar 2017 Beweiswert zu (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a) und kam gestützt darauf zum Schluss, retrospektiv sei die Beschwerdeführerin zwischen den beiden Operationen (2008 und 2011) aufgrund einer höhergradigen spinal begründeten Beeinträchtigung 100%ig arbeitsunfähig gewesen. Danach habe wieder eine volle Arbeitsfähigkeit vorgelegen.