Citation: 9C_656/2012 E. 5.3

5.3. Dieser Auffassung kann nicht beigepflichtet werden. Die Beschwerdeführerin, die seit 1960 eine Hilflosenentschädigung bezieht, kannte den Ablauf des Revisionsverfahrens, nachdem die ihr zugesprochenen Leistungen wiederholt revisionsweise überprüft worden waren (wie sie selber ausführt) und sie stets (etwas anderes macht sie mit Ausnahme der erwähnten Akte vom 20. September 2005 und 31. Januar 2006 nicht geltend) einen Entscheid erhalten hatte, selbst wenn der Anspruch bloss bestätigt wurde. Unter diesen Umständen wäre ihr zuzumuten gewesen, sich bei der Verwaltung auch im Rahmen des im Mai 2005 eingeleiteten Revisionsverfahrens, in welchem sie immerhin den Revisionsfragebogen vom 10. Mai 2005 auszufüllen hatte, nach dem Stand des Verfahrens zu erkundigen. Dabei erübrigt es sich zu prüfen, ob die Vorinstanz zu Recht von einer Frist von 9 bis 14 Monaten ausging, nachdem die Versicherte erst fast sechs Jahre nach Einleitung des Revisionsverfahrens aktiv wurde, was offensichtlich zu spät ist. Soweit sie vorbringt, sie habe den Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung nur deshalb erst "im Rahmen des Verfahrens ab Januar 2011" geltend gemacht, weil sie vorher den anspruchsbegründenden Sachverhalt nicht kennen konnte und als Laiin nicht haben wissen können, dass nun plötzlich ab ca. 2004 die Voraussetzungen zum Bezug einer Entschädigung für Hilflosigkeit schweren Grades vorgelegen hätten, übersieht sie, dass die Bestimmung des Art. 46 Abs. 2 Satz 2 AHVG darauf abstellt, ob der anspruchsbegründende Sachverhalt objektiv feststellbar ist und nicht darauf, ob sich daraus ein Anspruch auf Hilflosenentschädigung ableiten lässt (Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts H 22/02 vom 8. Juli 2002 E. 2b). Im Übrigen ist eine zweifellose Unrichtigkeit des damaligen Entscheides nach dem Gesagten ohnehin zu verneinen.