Citation: 6B_596/2020 E. 3.3

3.3. Schliesslich ist die Beschwerde auch unbegründet, soweit der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit dem Tatbestandsmerkmal des Vermögensschadens geltend macht, es müsse zu den ermittelten Verkehrswerten eine Sicherheitsmarge von 10% hinzugeschlagen werden. Es mag zutreffen, dass der Verkehrswertschätzung eine gewisse Unsicherheit anhaftet, doch bringt der Beschwerdeführer zu Recht nicht vor, die in Auftrag gegebenen Gutachten seien mangelhaft und ihre Schlussfolgerungen in wesentlichen Punkten zweifelhaft. Dass das Bundesgericht anerkannt hat, dass bei Liegenschaftenschätzungen Schätzungsabweichungen in der branchenüblichen Grössenordnung von rund +/- 10% zu tolerieren sind, ohne dass deshalb von einer nicht mehr korrekten Bewertung gesprochen werden kann (Urteile 4A_202/2014 vom 18. Februar 2015 E. 5 mit Hinweisen), führt nicht dazu, dass der geschätzte Verkehrswert zwingend zugunsten des jeweilig Betroffenen nach oben oder nach unten angepasst werden muss. Soweit sich die Vorinstanz für die Schadensberechnung auf die Verkehrswertgutachten stützen kann, ist das angefochtene Urteil somit nicht zu beanstanden. Im Übrigen muss der Vermögensschaden nach der Rechtsprechung nicht ziffernmässig exakt bestimmt sein, sondern genügt es, wenn das Gericht diesen im Sinne eines Minimums frei schätzt (Urteil 6B_28/2018 vom 7. August 2018 E. 4.2.3 mit Hinweisen). Die Vorinstanz hält denn auch explizit fest, dass es sich bei den von den Verkehrswertgutachten ermittelten Zahlen nicht um exakte Berechnungen, sondern um Schätzungen handle, die lediglich eine - wenn auch konkrete - Grössenordnung angeben würden. Dementsprechend könne es bei der Berechnung des Schadens und des Deliktsbetrages auch nur um Grössenordnungen gehen (angefochtenes Urteil S. 81). Das angefochtene Urteil ist auch in diesem Punkt nicht zu beanstanden.