Citation: 6B_370/2020 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz wirft dem Beschwerdeführer vor, sich der Widerhandlung gegen das Jagdgesetz durch Störung des Brutgeschäfts von Saatkrähen nach Art. 17 Abs. 1 lit. b JSG schuldig gemacht zu haben, indem er von einer Hebebühne aus mit Hilfe eines länglichen Gegenstands vier bis fünf unbenutzte Saatkrähennester auf den Boden warf. Er habe dies vorher weder dem Wildhüter noch Stadtgrün Bern gemeldet. Die betroffene Platane habe sich auf öffentlichem Grund befunden. Danach habe der Beschwerdeführer die hinuntergeworfenen Reste der Nester vollständig weggeräumt. Am folgenden Tag (etwa 19.5 Stunden nach Entfernung der unbenutzten Saatkrähennester) habe der Wildhüter B.________ unter der Platane zerbrochene Eierschalen sowie Teile von Nestern festgestellt. Aufgrund der zeitlichen Nähe von weniger als 20 Stunden zwischen dem Eingriff des Beschwerdeführers und dem Auffinden von Resten von Nestern und zerbrochenen Saatkräheneiern sowie der örtlichen Nähe zur fraglichen Platane sei erstellt, dass die Eierschalen aus den auf der Platane am 22. März 2018 übrig gebliebenen Saatkrähennestern stammen würden. Damit müsse es schon einzelne Eier in diesen Nestern gehabt haben. Die betreffenden Aussagen des Beschwerdeführers seien widersprüchlich, darauf könne nicht abgestellt werden. Gemäss Schilderungen eines Zeugen anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung habe das Platzieren der Hebebühne, die sich auf einem grossen Nutzfahrzeug befunden habe, einen erheblichen Lärm verursacht. Daraus folgert die Vorinstanz, das Verhalten des Beschwerdeführers und der durch die Hebebühne verursachte Lärm habe die Saatkrähen aufgeschreckt und dazu gebracht, die eigenen Nester und Eier zu zerstören: Die Saatkrähen hätten nach ihrer Rückkehr nämlich bemerkt, dass im Verleich zu den alten Nestern etwas anders gewesen sei. Daher hätten sie die verbleibenden Nester teilweise zerstört und die Eier hinuntergeworfen bzw. den anderen Saatkrähen "gestohlen".