Citation: U 313/04 01.02.2005 E. 3

In der Unfallmeldung vom 15. April 2002 teilte die Arbeitgeberin der Allianz Folgendes mit: "Beim Skifahren auf der Skiroute. Beim Überspringen eines Geländebuckels bin ich gestürzt." Wie die Beschwerdegegnerin später präzisiert hat, sind diese Angaben insofern unkorrekt, als ein Sturz nicht stattgefunden hat. Die handschriftliche Fax-Meldung der Versicherten an die Arbeitgeberin vom 12. April 2002 lautete: "Beim Skifahren auf Skiroute Geländebuckel übersprungen. Landung auf den Beinen in der Hocke in einer Mulde. Abrupter Stop durch die Mulde. Der Kopf wurde nach vorne geschleudert." Im Befragungsprotokoll vom 17. November 2002 hat die Beschwerdegegnerin das Ereignis ausführlicher beschrieben. Danach war die befahrene Skiroute markiert aber nicht präpariert. Das Gelände sei sehr abwechslungsreich gewesen mit Hängen, Hügeln, Gräben, Kanten und Mulden. Es sei geeignet, um immer wieder an Kanten über Gräben oder von Hügel zu Hügel zu springen. Der Schnee sei gut aufgefirnt und somit weich und nicht hart gewesen. Mit etwas Tempo sei er leicht zu manövrieren gewesen. An einer Stelle sei eine Bodenwelle auf der Anlaufstelle so geformt gewesen, dass ein Sprung an Höhe gewinnen würde. Dahinter sei eine Mulde gekommen, gefolgt von einem kleinen Hügel. Sie habe die Mulde überspringen wollen, um auf der Kuppe des nächsten Hügels zu landen und weiterzufahren. Beim Absprung habe sie gemerkt, dass sie mehr Höhe gewann als erwartet, wodurch der Sprung an Weite verloren habe. Daher sei sie unsanft in der Mulde gelandet, wobei die Fahrt wegen des folgenden Gegenhanges gestoppt, sie selber in die Hocke gestaucht und der Kopf in Vorwärtsbewegung zwischen den Knien hindurch nach vorne geschlagen worden sei. Sie habe noch die Knie geöffnet, um nicht die Nase anzuschlagen. Nach dem Aufstehen habe sie nur ein kurzes ziehendes Gefühl gehabt und sei dann weiter Ski gefahren, bis die Lifte den Betrieb eingestellt hätten. In der vom 28. März 2003 datierten Stellungnahme legte der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin gegenüber der Allianz dar, die Versicherte habe vorgehabt, anstatt die fragliche Stelle zu umfahren oder durchzudrücken, die Distanz von zwei bis drei Skilängen durch einen Sprung zu überwinden. Zu ihrer Überraschung sei sie jedoch beim Absprung in die Höhe getrieben worden. Mutmasslich habe sich am Absprungort im Untergrund auf dem nicht gepfadeten Trassee etwas verborgen, worauf sie planwidrig mehr in die Höhe als in die Weite abgehoben worden sei. Als geübte Skifahrerin habe sie dies gemerkt und versucht, die unerwartete Lage zu korrigieren und in Vorlage zu kommen, um beim Aufprall nicht mit dem Rücken aufzuschlagen. Im sulzigen Schnee hätten sich die Skispitzen derart eingebohrt, dass es zu einem abrupten Stillstand gekommen sei und der Aufprall nicht durch Weitergleiten habe abgefangen werden können. Sie sei daher bis tief in der Hocke zusammengestaucht worden und mit dem Brust-/Schulterbereich auf den Knien aufgeprallt, wodurch sich die verbleibenden Kräfte in einer Bewegung des Kopfes ausgewirkt hätten.