Citation: 8C_547/2014 E. 5.2

5.2. Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, Art. 86 Abs. 3 VUV könne nicht nur saisonale Tätigkeiten umfassen, ansonsten nicht saisonal tätige Arbeitnehmer, welche die gefährdende Arbeit weniger als 300 Tage ausüben können, schlechter geschützt seien. Diese Frage braucht indessen vorliegend nicht abschliessend geprüft zu werden: Wie die Vorinstanz richtig erkannt hat, hat Art. 86 Abs. 3 VUV zum Ziel, auch denjenigen Arbeitnehmern, die aufgrund der Art ihrer Tätigkeit die 300-tägige Expositionsfrist unmöglich erfüllen können, den Anspruch auf eine Übergangsentschädigung zu gewähren. Ob die Ausnahmeregelung von Art. 86 Abs. 3 VUV zur Anwendung kommt, hängt somit von der Art der Tätigkeit ab, die der Arbeitnehmer ausgeübt hat. Der Beschwerdeführer war als Monteur tätig, welche Tätigkeit innerhalb von zwei Jahren während 300 Tagen ausgeübt werden kann. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist die Anwendung von Art. 86 Abs. 3 VUV bei Nichteinhaltung der 300-tägigen Expositionsfrist aufgrund einer Kündigung ausgeschlossen (Urteil U 253/01 vom 14. Februar 2002 E. 2b). Wendete man Art. 86 Abs. 3 VUV - ohne die Art der ausgeübten Tätigkeit zu berücksichtigen - bei allen Arbeitnehmern an, welche die 300-tägige Expositionsfrist nicht erfüllen können, würde die Regelung von Art. 86 Abs. 1 lit. b VUV obsolet. Demzufolge kommt die Ausnahmeregelung nach Art. 86 Abs. 3 VUV im vorliegenden Fall nicht zur Anwendung.