Citation: 8C_819/2019 E. 6.3.2

6.3.2. Das kantonale Gericht hat nach bundesrechtskonformer Beweiswürdigung der zweiten Aktenbeurteilung Beweiswertigkeit zuerkannt. Gestützt darauf hat es aus dem Vergleich des detailliert dokumentierten - bereits im Sommer 2017 symptomatisch gewesenen - Vorzustandes an der linken Schulter (vgl. unter anderem das Arthro-MRI vom 26. Juli 2017) mit der Operationsdiagnose vom 16. Oktober 2018 unter Berücksichtigung des geltend gemachten Verletzungsmechanismus zutreffend erkannt, dass der am 16. Oktober 2018 operierte Supraspinatussehnenriss an der linken Schulter zu mehr als 50 % auf Abnützung zurückzuführen ist. Bei den Akten finden sich keine medizinisch begründeten Einschätzungen, welche die gegenteilige Schlussfolgerung als überwiegend wahrscheinlich nahelegen würden. Hätten die unmittelbar nach dem geltend gemachten Ereignis vom 26. September 2017 behandelnden Fachärzte Dres. med. C.________ und H.________ basierend auf dem beschriebenen Verletzungsmechanismus mit Blick auf die Intensität der geklagten Beschwerden auf eine erhebliche Verschlimmerung des Vorzustandes an der linken Schulter geschlossen, so hätten sie nicht auf die Wiederholung einer MRI-Untersuchung verzichtet und mit einer operativen Sanierung mehr als zwölf Monate zugewartet.