Citation: 8C_192/2020 E. 3.2.1

3.2.1. Weiter hat das kantonale Gericht erwogen, die Sachverständigen der MEDAS (Gutachten vom 3. Februar 2017) widersprächen sich selbst, wenn sie von einer verminderten Belastbarkeit des Rückens ausgingen, den Versicherten aber dennoch in der zuletzt ausgeübten Erwerbstätigkeit als Druck-/Servicetechniker für vollständig arbeitsfähig hielten. Sie nähmen im Gegensatz zu ihrer Expertise vom 26. April 2013 in keiner Weise Bezug auf das spezifische Anforderungsprofil im angestammten Beruf. Gemäss letztgenanntem Gutachten habe der Versicherte zuweilen Lasten bis zu 80 kg heben müssen, was sich selbstredend nicht mit der verminderten Belastbarkeit des Rückens vereinbaren lasse. Zum anderen erschliesse sich aus dem Gutachten vom 3. Februar 2017 nicht, weshalb die Sachverständigen abweichend von ihrer Expertise vom 26. April 2013, wonach der Explorand im zuletzt ausgeübten Beruf im Umfang von 20 % eingeschränkt gewesen war, die Arbeitsfähigkeit nunmehr anders einschätzten. Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit gemäss Gutachten vom 26. April 2013 stehe in Einklang mit den damals vorliegenden medizinischen Akten, wie das Kantonsgericht Luzern im Entscheid vom 22. April 2015 festgestellt habe. Daher könne, was die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf betreffe, nicht auf das Gutachten der MEDAS vom 3. April 2017 abgestellt werden.