Citation: 2C_750/2022 E. 1.2

1.2. Am 9. März 2021 veranlagte die kantonale Steuerverwaltung die A.________ ag für die Steuerperiode 2018 nach Ermessen. Bei der direkten Bundessteuer setzte die kantonale Steuerverwaltung den steuerbaren Gewinn auf Fr. 1'000'000.-- fest und erhob einen Steuerbetrag von Fr. 85'000.--. Bei den Staats- und Gemeindesteuern setzte die kantonale Steuerverwaltung den steuerbaren Gewinn ebenfalls auf Fr. 1'000'000.-- und das steuerbare Kapital auf Fr. 4'923'000.-- fest und erhob einen Steuerbetrag von Fr. 68'593.80. Mit Schreiben vom 3. März 2021 an die kantonale Steuerverwaltung hatte der Rechtsvertreter der A.________ ag erneut um Fristerstreckungen u.a. zur Einreichung der Steuererklärung 2018 der A.________ ag bis Ende März 2021 ersucht. Mit Schreiben vom 16. März 2021 teilte die kantonale Steuerverwaltung dem Rechtsvertreter der A.________ ag mit, die letzten Fristen zur Einreichung der Steuererklärungen 2018 seien am 28. Februar 2021 ausgelaufen, woraufhin die Ermessensveranlagungen erstellt und am 9. März 2021 automatisiert verschickt worden seien. Da es sich um letzte Fristen gehandelt habe, sei keine weitere Fristerstreckung möglich gewesen. Gegen die Ermessensveranlagungen 2018 vom 9. März 2021 reichte die A.________ ag am 9. April 2021 Einsprache ein. Mit Einspracheentscheid vom 7. Mai 2021 trat die kantonale Steuerverwaltung mangels Einreichung der Steuererklärung oder anderweitigen Unrichtigkeitsnachweises auf die Einsprache nicht ein. Eine Beschwerde hiergegen wies das Obergericht des Kantons Appenzell Ausserrhoden mit Urteil vom 5. Juli 2022 ab.