Citation: 1A.108/2002 02.10.2002 E. 7

Nach der Ansicht des Beschwerdeführers soll das Verwaltungsgericht § 63 Abs. 3 altPBG (bzw. § 69 PBG) falsch und damit willkürlich angewendet haben. Diese Rüge prüft das Bundesgericht nur unter dem Aspekt der Willkür (vgl. E. 1.1). Willkür liegt nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts nicht schon dann vor, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre. Das Bundesgericht hebt einen kantonalen Entscheid nur auf, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 127 I 60 E. 5a S. 70 mit Hinweisen). 7.1 Nach § 63 Abs. 3 altPBG (bzw. dem sinngemäss gleich lautenden § 69 PBG) kann die Beseitigung oder Abänderung von Bauten verlangt werden, die den gesetzlichen oder reglementarischen Vorschriften nicht entsprechen. Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, das Verwaltungsgericht habe vollkommen zu Unrecht angenommen, die Dammaufschüttungen unterlägen der Bewilligungspflicht. Die Aufschüttung des Y.________-Dammes um 1 m sei offensichtlich keine wesentliche Terrainveränderung. Auch in Bezug auf die Senke X.________ sei das Verwaltungsgericht fälschlicherweise davon ausgegangen, dass die nicht bewilligte Aufschüttung im Zusammenhang mit dem Teich stehe. 7.2 Das Verwaltungsgericht des Kantons Zug entschied am 1. Mai 1997, die Bauvorhaben bzw. die ohne Bewilligung ganz oder teilweise bereits erstellten Bauten und Anlagen könnten nicht bewilligt werden, da sie nicht standortgebunden seien. In der Folge senkte der Beschwerdeführer den Wasserstand des Y.________-Teiches ab, sodass dieser heute kleiner ist als die 1983 bewilligten Teiche und zusehends verlandet. Auch der Teich in der Senke X.________ fasst heute weniger Wasser als früher. Trotz der Absenkung des Wasserstandes präsentieren sich die Dämme so, wie das Verwaltungsgericht sie 1997 zu beurteilen hatte; sie widersprechen nach wie vor den gesetzlichen Vorschriften. Dass die kantonalen Behörden diese als baubewilligungspflichtig erachteten bzw. die teilweise Wiederherstellung anordneten, folgt aus dem nicht angefochtenen Urteil des Verwaltungsgerichts vom Mai 1997. Zudem trägt die nur teilweise Wiederherstellung den veränderten Verhältnissen Rechnung. Welche Funktion den Dämmen heute zukommt, spielt dabei keine Rolle. Unter diesen Umständen gestützt auf § 63 Abs. 3 alt PBG bzw. § 69 PBG die teilweise Wiederherstellung anzuordnen, war zumindest nicht willkürlich. Die Rüge des Beschwerdeführers ist insoweit unbegründet.