Citation: 5A_326/2016 E. 4.1.1

4.1.1. Das Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht vom 4. Oktober 1991 (BGBB; SR 211.412.11) ist am 1. Januar 1994 in Kraft getreten. Ein damals bereits bestehender gesetzlicher oder vertraglicher Gewinnanspruch behält auch nach neuem Recht seine Gültigkeit. Soweit vertraglich nichts Abweichendes vereinbart worden ist, richten sich jedoch Fälligkeit und Berechnung nach dem Recht, das im Zeitpunkt der Veräusserung gilt (Art. 94 Abs. 3 BGBB). Demgegenüber richtet sich die Erbteilung nach dem Recht, das bei der Eröffnung des Erbganges gegolten hat (Art. 94 Abs. 1 BGBB). Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass der am 30. September 1993 vereinbarte Gewinnanspruch (s. Sachverhalt Bst. B.a) auch nach dem Inkrafttreten des BGBB weiter Bestand hatte, sich die Fälligkeit und Berechnung des Gewinnanspruchs aber nach neuem Recht, das heisst nach dem BGBB richtet. Das BGBB findet auch auf die Erbteilung Anwendung, nachdem der Vater der Parteien am xx.xx.2008 und damit nach Inkrafttreten des BGBB gestorben ist.