Citation: 4A_617/2021 E. 2.2.4

2.2.4. Entgegen der Beschwerdeführerin ist aber hinsichtlich des Zeichens " Logbau " nicht von einem rein beschreibenden Zeichen auszugehen. In diesem Zusammenhang ist namentlich auf die eher unübliche Anordnung der Bestandteile " Log " und " Bau" zu verweisen, die dem Zeichen - im Vergleich zur naheliegenderen Anordnung " Baulog " - dennoch eine gewisse Originalität verleiht. Die Beschwerdegegnerin macht zudem zu Recht geltend, dass sich ihre Tätigkeitskreise nicht rein auf Baulogistik im engeren Sinne beschränkten. Ihr im Handelsregister eingetragener Zweck ("[...] bezweckt die Erbringung von Logistikleistungen auf dem Gebiet des Bauwesens sowie die Kiesgewinnung und Kiesaufbereitung, den Betrieb von Betonwerken und Produktionsstätten für verwandte Produkte, Handel mit und Transport von Kies, Beton und verwandten Produkten") ist breiter und umfasst insbesondere auch die Kiesgewinnung und -aufbereitung. Zudem erwähnt die Beschwerdeführerin selbst, die Bezeichnung " Log " werde "in der Schweiz recht häufig" für Holz verwendet. Es ist widersprüchlich, wenn sie sich nun gleichzeitig auf den Standpunkt stellt, " Log " sei - insbesondere in deutscher Sprache und im relevanten Publikum - beschreibend für Logistik (vgl. zum relevanten Publikum auch hiernach E. 3.3). Vor diesem Hintergrund ist der Vorinstanz auch keine willkürliche Beweiswürdigung (vgl. hiervor E. 1.4) vorzuwerfen, weil sie auf die Abnahme der von der Beschwerdeführerin angebotenen Beweismittel zum Verständnis der Bezeichnung " Log " verzichtet hat. Nicht einschlägig sind sodann ihre Ausführungen betreffend die absolute Freihaltebedürftigkeit der Elemente " Bau " und " Log " im Bereich der Baulogistik. Die Beschwerdegegnerin macht zu Recht geltend, die Beschwerdeführerin übergehe, dass es nicht einfach nur um die Verwendung der Bestandteile " Log " oder " Bau " gehe, sondern um die konkrete Nutzung des Zeichens " Logbau ". Nichts für sich ableiten kann die Beschwerdeführerin schliesslich auch, wenn sie eine fehlende Beurteilung des Zeichens " Logbau " im Lichte der Einheitlichkeit des Kennzeichenrechts moniert. Sie zeigt nicht hinreichend auf, inwiefern die Prüfung des Zeichens " Logbau " unter markenrechtlichen Gesichtspunkten zwingend zu einem anderen Ergebnis führen würde. Auch Zeichen, die einen gemeinfreien Bestandteil aufweisen, können sowohl nach Firmen- wie auch nach Markenrecht schützbar sein (BGE 127 III 160 E. 2b/cc; 122 III 369 E. 1). Der Hinweis der Beschwerdeführerin, das Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum (IGE) habe durchblicken lassen, dass es die Marke " Logbau " heute nicht mehr als kennzeichnungsfähig erachten würde, genügt jedenfalls nicht.