Citation: 1P.576/2001 05.11.2001 E. A

A.- Die Staatsanwaltschaft des Kantons Graubünden erhob am 10. Januar 2001 gegen L.________ Anklage wegen mehrfachem vollendetem Erpressungsversuch, vorsätzlichem Fahren in angetrunkenem Zustand, Führen eines nicht betriebssicheren Fahrzeugs sowie Widerhandlung gegen das Waffengesetz. Laut Anklageschrift wurde L.________ beschuldigt, er habe am 16. August 1999 von C.________ und tags darauf von P.________ jeweils die Bezahlung von Fr. 7'000.-- gefordert, andernfalls er deren Söhne O.________ bzw. G.________ umbringen werde. Diese jungen Erwachsenen hatten in der Nacht vom 15./16. August 1999 an einer Strolchenfahrt im Personenwagen von L.________ teilgenommen. Lenker des Wagens war der zu jenem Zeitpunkt noch minderjährige Sohn des Angeschuldigten, S.________; die Fahrt endete mit einem Selbstunfall und Totalschaden des Personenwagens. Weiter warf die Staatsanwaltschaft L.________ vor, er habe am 23. September 1999 beim Kommando der Kantonspolizei Graubünden in Chur vorgesprochen und dabei ein Motorrad mit sich geführt, dessen hinterer Reifen in der Mitte kein Profil mehr aufgewiesen habe. Bei jener Gelegenheit sei aufgrund des beim Angeschuldigten festgestellten Alkoholmundgeruchs ein Atemlufttest durchgeführt und anschliessend eine Blutentnahme angeordnet worden, welche für die rechtlich relevante Zeitspanne einen Blutalkoholgehalt von mindestens 1,84 Gewichtspromille ergeben habe. Bei einer untersuchungsrichterlichen Befragung vom 24. September 1999 sei schliesslich bei L.________ ein automatisches Springmesser sichergestellt worden. Mit Ausnahme des Führens eines nicht betriebssicheren Fahrzeugs bestritt L.________ sämtliche Vorwürfe. Dennoch sprach ihn das Bezirksgericht Imboden am 21. Februar 2001 im Sinne der Anklage schuldig und verurteilte ihn zu einer Gefängnisstrafe von sieben Monaten, unter Gewährung des bedingten Strafvollzugs bei einer Probezeit von vier Jahren, sowie einer Busse von Fr. 1'000.--.