Citation: 6B_618/2021 E. 1.3

1.3. In ihrem ersten Urteil würdigte die Vorinstanz zunächst die Aussagen von C.C.________. Dieser habe bei seiner ersten Einvernahme erklärt, er habe dem Beschwerdeführer gesagt, dass E.E.________ bereit wäre, Fr. 80'000.-- für den Brand des Restaurants zu bezahlen, worauf der Beschwerdeführer die Idee der Brandlegung angenommen habe. C.C.________ habe im Vorverfahren in mehreren Einvernahmen das Vorgehen und die Beteiligung des Beschwerdeführers an der Brandlegung geschildert. Im Rahmen der erstinstanzlichen Hauptverhandlung habe C.C.________ seine bisherigen Aussagen grundsätzlich bestätigt, obwohl er auf Detailfragen zum Vorgehen häufig keine genauen Angaben habe machen können. An der ersten Berufungsverhandlung habe C.C.________ die Aussage verweigert. Die Aussagen von C.C.________ zur Beteiligung des Beschwerdeführers seien konstant, plausibel, stimmig, detailliert, nachvollziehbar und damit glaubhaft. Nichts ändere daran, dass seine Aussagen zum mobilen Gasofen Ungenauigkeiten und Widersprüche enthielten. Auch wenn C.C.________ offensichtlich darauf bedacht gewesen sei, seine eigene Rolle möglichst zurückhaltend darzustellen, habe er nicht den Eindruck erweckt, er wolle E.E.________ oder den Beschwerdeführer zu Unrecht belasten oder deren Rolle überbewerten. Sodann befasste sich die Vorinstanz in ihrem ersten Urteil mit den Aussagen von F.E.________, G.G.________, D.C.________, I.________, H.G.________, J.________ und E.E.________. Sie erwog, C.C.________ habe im Lauf der Zeit zahlreiche Personen über die Brandlegung informiert, dies gemäss seinen eigenen Aussagen aus Dummheit. Dabei würden sich alle Schilderungen mehr oder weniger ähneln. Zumindest gegenüber seinem Vater D.C.________, F.E.________ und J.________ habe C.C.________ erwähnt, dass er den Brand zusammen mit dem Beschwerdeführer gelegt habe. Der Auftrag zur Brandlegung sei gemäss den Schilderungen mehrheitlich von E.E.________ erteilt worden und stets sei es dabei um eine Belohnung gegangen (Fr. 80'000.--, gemäss F.E.________ Fr. 60'000.--). Auch von der Matratze und dem Obdachlosenlager sei regelmässig die Rede gewesen. Bloss die Aussage von E.E.________ passe überhaupt nicht ins Bild. C.C.________ habe schon kurz nach dem Brand gegenüber mehreren Personen erwähnt, er habe diesen zusammen mit dem Beschwerdeführer gelegt. Entgegen den Ausführungen der Verteidigung habe er die Beteiligung des Beschwerdeführers nicht erst dann ins Spiel gebracht, als die Sache aufzufliegen drohte, sondern bereits lange davor. Dass er den Beschwerdeführer bereits damals falsch belastet hätte, um sich selbst zu entlasten, mache keinen Sinn. Die Geschichte sei ja erst Jahre später wegen eines unvorhersehbaren Streits zwischen E.E.________ und H.G.________ aufgeflogen. Wäre es nach C.C.________ gegangen, wäre die Sache für immer verborgen geblieben. Es sei schleierhaft, warum C.C.________ den Beschwerdeführer bereits in den Jahren 2006 bis 2009 zu Unrecht hätte belasten sollen. Den Akten sei auch kein Anlass für eine Falschbezichtigung aus Feindschaft zu entnehmen. Weiter erwog die Vorinstanz in ihrem ersten Urteil, dass auch die Aussagen und Reaktionen des Beschwerdeführers selbst keine Zweifel an dessen Beteiligung an der Brandstiftung liessen. Als er mit dem Vorwurf von C.C.________ konfrontiert worden sei, habe er sich emotionslos verhalten. Die Frage, ob er auf C.C.________ wütend sei, habe er verneint. Stattdessen habe er gesagt, er sei enttäuscht von ihm. Würde C.C.________ ihn zu Unrecht belasten, wäre - so die Vorinstanz in ihrem ersten Urteil - eine andere Gefühlsregung zu erwarten. Der Beschwerdeführer habe bei seiner ersten Einvernahme ohne Zögern genauestens ausgeführt, wie er den Tag des Brands vor sieben Jahren verbracht habe. Beispielsweise habe er gesagt, am Niveauventil an der Hinterachse seines Lastwagens gearbeitet zu haben. Dieser Umstand lasse den Beschwerdeführer verdächtig erscheinen und lege die Vermutung nahe, dass es sich für ihn nicht um einen beliebigen Tag gehandelt habe. Daneben falle auf, dass der Beschwerdeführer unverfängliche Fragen kompliziert und ausführlich beantwortet habe, als ob er auf sicherem Terrain bleiben möchte. Darüber hinaus erstaune, dass er anlässlich der ersten Befragung keine Angaben über das Schicksal seines mobilen Gasofens habe machen können, sich jedoch später bei der Staatsanwaltschaft sehr genau daran erinnert habe, warum dieser entsorgt worden sei. Wenn seine Freundin K.________ wirklich Angst vor dem mobilen Gasofen gehabt hätte und dies der Grund für die Entsorgung gewesen wäre, wäre eine entsprechende Aussage des Beschwerdeführers von Anfang an zu erwarten gewesen. Darüber hinaus würden auch weitere Umstände für eine Tatbeteiligung des Beschwerdeführers sprechen. So sei es schwer vorstellbar, dass ausgerechnet der Beschwerdeführer nicht von der Täterschaft von C.C.________ gewusst haben soll, wo doch zahlreiche andere Bewohner des Campingplatzes darüber informiert gewesen seien. Der Beschwerdeführer bestreite auch nicht, zum Zeitpunkt des Brands mit C.C.________ zusammen gewesen zu sein, also mit derjenigen Person, die zugab, an der Brandstiftung beteiligt gewesen zu sein. Darüber hinaus sei auffällig, dass C.C.________ bei seiner ersten Einvernahme darauf hingewiesen habe, dass nur eine Person auf dem Campingplatz mit einem mobilen Gasofen heize. Als Platzwart hätte ihm aber bewusst sein müssen, dass auch der Beschwerdeführer einen solchen besessen habe. Aus heutiger Sicht sei klar, weshalb C.C.________ dies verschwiegen habe. Schliesslich trug die Vorinstanz in ihrem ersten Urteil dem Umstand Rechnung, dass sich auch K.________ bei der Befragung durch die Staatsanwaltschaft sehr gut an Jahre zurückliegende Gegebenheiten in der Brandnacht erinnern konnte. Zudem habe sie keinen Unmut gezeigt, obwohl der Beschwerdeführer von C.C.________ angeblich zu Unrecht einer Straftat bezichtigt worden sei. Schliesslich wies die Vorinstanz im ersten Urteil auf eine Rechnung hin, die der Beschwerdeführer an E.E.________ adressiert hatte. Diese sei angeblich am 16. Oktober 2008 für Kieslieferungen und Abbrucharbeiten ausgestellt worden. Warum der Beschwerdeführer mehr als zwei Jahre nach dem Brand des Restaurants eine Rechnung gestellt haben soll, sei angesichts seiner steten finanziellen Probleme nicht verständlich. Dass der Beschwerdeführer es mit dem Antwortschreiben von E.E.________ bewenden liess und keine Inkassomassnahmen ergriffen habe, sei umso erstaunlicher. Es dränge sich somit der Schluss auf, dass die Rechnung nicht für Kieslieferungen und Abbrucharbeiten gestellt worden sei.