Citation: 2C_686/2013 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz (Urteil E. 2.3.2) hat erwogen, dass die Beschwerdegegnerin von der B.________ im Jahr 2006 saniert worden sei. Der Vertrag zur Übernahme der Aktivität der D.________ AG sei indessen erst rund ein Jahr später - Ende Juni 2007 - erfolgt. Damit sei der Schluss des Beschwerdeführers, wonach eine "eben gerade noch überschuldete Unternehmung" eine wirtschaftlich gesunde Aktivität übernommen habe, nicht haltbar. Dass die Übernahme auf den 1. Januar 2007 - Datum des letzten Geschäftsabschlusses - zurückbezogen worden sei, entspreche dem üblichen Vorgehen im Geschäftsleben. Damit stehe auch fest, dass das vom Beschwerdeführer als einschlägig bezeichnete Urteil des Bundesgerichts zur Steuerumgehung (2C_1027/2011 / 1028/2011 vom 14. Juni 2012, in: StR 67/2012 S. 593) auf einem anderen Sachverhalt beruhe. Das in diesem Entscheid vom Bundesgericht als ungewöhnlich und absonderlich bezeichnete Vorgehen des Zusammenführens von Haftungssubstrat in einer überschuldeten Gesellschaft sei vorliegend gerade nicht gegeben. Die Vorinstanz legt zudem dar, der Entschluss der B.________ AG, sich von ihrem Geschäftsfeld "Kunden und Kreditkarten" zu trennen, sei als strategischer Entscheid nicht zu hinterfragen. Auch der Entscheid, das Inkassogeschäft aus der D.________ AG herauszulösen und auf eine vormals inaktive, finanziell aber sanierte Konzerngesellschaft zu überführen, könne nicht als ungewöhnlich oder sachwidrig bezeichnet werden, auch wenn für die Umsetzung des strategischen Entscheides auch noch andere Wege offen gestanden hätten. Tatsächlich sei es der B.________ AG auf diese Weise gelungen, die D.________ AG rasch verkaufsbereit zu machen und umgehend an die E.________ AG zu veräussern. Inwieweit dieses von der B.________ AG gewählte Vorgehen ungewöhnlich, sachwidrig oder gar absonderlich sein soll, sei nicht zu sehen. Damit fehle es bereits am ersten Kriterium, das für die Annahme einer Steuerumgehung erfüllt sein muss.