Citation: 6P.125/2003 04.06.2004 E. 3

Der Beschwerdeführer kritisiert die Auffassung des Obergerichts, die Vorwürfe der "Jahrmarktveranstaltung" und des "Betrugs am Publikum" seien unlauter im Sinne des UWG (Beschwerde S. 6 - 8 Ziff. 10 und 11a). Die Begründung erschöpft sich jedoch zur Hauptsache in der Darlegung, dass das Obergericht das materielle Strafrecht falsch ausgelegt habe. Zulässig ist einzig die Rüge, das Obergericht habe aus der Klagebeilage 4 - einer eigens für die Veranstaltung herausgegebenen Zeitschrift - den willkürlichen Schluss gezogen, das Publikum habe gewusst, dass es sich nicht um einen Kampf eines der grossen Boxverbände gehandelt habe und der Beschwerdegegner kein hochrangiger Boxer gewesen sei. In der Zeitschrift, die die Veranstaltung als "Champions Night - IBC World Championship" anpreist, wird in der Grussadresse des Präsidenten des IBC zwar tatsächlich der Ausdruck "Weltmeisterschaftskämpfe" verwendet. Anderseits heisst es dort jedoch auch, der IBC sei ein verhältnismässig junger Verband, der von Konkurrenzverbänden gelegentlich angefeindet werde, weil er auch älteren Boxern Kämpfe ermögliche, sofern sie (noch) in guter Verfassung seien (Klagebeilage 4 S. 3). Diese Ausführungen zeigen, dass es sich beim IBC um einen eher unbedeutenden Verband handelt, der noch um seine Anerkennung ringen muss, und sie stehen zur Vorstellung von "Weltklasse" und "World Championship" in einem gewissen Widerspruch. Dem Obergericht kann jedenfalls keine Willkür vorgeworfen werden, wenn es gestützt auf die Zeitschrift zum Schluss kam, das Publikum habe über die wahre Natur der Veranstaltung Bescheid gewusst und sei insoweit nicht getäuscht worden. Die Beschwerde ist in diesem Punkt unbegründet.