Citation: 2C_842/2008 03.04.2009 E. 3

3.1 Der Beschwerdeführer rügt zunächst (sinngemäss) eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. Er macht geltend, der angefochtene Entscheid beruhe im Wesentlichen auf den Aussagen der Eheleute X.________. Gemäss Art. 13 des Gesetzes [des Kantons St. Gallen] vom 16. Mai 1965 über die Verwaltungsrechtspflege (VRP; sGS 951.1) seien für den Beweis durch Parteiaussagen und Zeugen die Vorschriften des Zivilprozessgesetzes [des Kantons St. Gallen] vom 20. Dezember 1990 (ZPG; sGS 961.2) anwendbar. Die Ehefrau des Beschwerdeführers hätte, da nicht Prozesspartei, als Zeugin befragt werden müssen. Dazu hätte man sie zur Wahrheit ermahnen und auf die Straffolgen von Art. 307 StGB sowie das Zeugnisverweigerungsrecht aufmerksam machen müssen (Art. 109 ZPG). Dies sei nicht geschehen, weshalb ihre Aussagen nicht verwertbar seien (Art. 128 Abs. 2 ZPG). Der Beschwerdeführer bringt diese Rüge soweit ersichtlich erstmals vor dem Bundesgericht vor. Es ist fraglich, ob damit nicht ein unzulässiges Novum vorliegt (vgl. E. 1.4). Die Frage kann indes offen bleiben, da sich die Rüge aus folgendem Grund als unbegründet erweist: Der Beschwerdeführer verkennt, dass seine Ehefrau - wie von der Vorinstanz in der Vernehmlassung dargelegt - nicht als Zeugin, sondern als Auskunftsperson gemäss Art. 12 Abs. 1 VRP befragt worden ist. Für die Befragung von Auskunftspersonen gelten aber nicht die gleichen Voraussetzungen wie für die Zeugenaussage; Art. 13 VRP verweist nur für Zeugen- und Parteiaussagen auf die Vorschriften des Zivilprozessgesetzes. Das Verwaltungsgericht durfte daher ohne in Willkür zu verfallen annehmen, die Aussagen der Ehefrau seien verwertbar. Eine Gehörsverletzung liegt insoweit nicht vor. 3.2 Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, zufolge des Verzichts auf die beantragte Befragung von G.________ (Vermieter) und H.________ (Bekannter) habe die Vorinstanz das Beweisergebnis willkürlich gewürdigt und auch seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. Diese Begründung vermag jedoch nicht zu überzeugen: Wie bereits im vorinstanzlichen Entscheid (E. 3.4) dargelegt, durften die Behörden in willkürfreier antizipierter Beweiswürdigung auf die beantragte Einvernahme verzichten (vgl. BGE 131 I 153 E. 3 S. 157 mit Hinweisen). Sie durften insbesondere ohne Willkür annehmen, dass diese beiden Personen objektiv betrachtet keine entscheidrelevanten Tatsachen ins Verfahren einbringen konnten. Der Umstand, dass sich der Beschwerdeführer die letzten 14 Tage vor der polizeilichen Befragung praktisch täglich in der ehelichen Wohnung aufhielt - im Unterschied zu früher, als er offenbar arbeitsbedingt während fünf bis sechs Tagen in Zürich weilte - hat keine entscheidende Bedeutung, weil der Beschwerdeführer in diesem Zeitraum arbeitslos war. Aussagen von Bekannten haben im Weiteren regelmässig nur einen beschränkten Beweiswert, wenn - wie hier - davon auszugehen ist, diese seien dem Beschwerdeführer wohlgesonnen. 3.3 Der Beschwerdeführer macht geltend, auch die unterbliebene Wiederholung der Einvernahme der Ehefrau des Beschwerdeführers verletze seinen Anspruch auf rechtliches Gehör. Dieser Einwand ist unbehelflich: Die Tatsache, dass sich die Ehefrau des Beschwerdeführers anlässlich der polizeilichen Einvernahme in schlechter psychischer Verfassung befand, macht ihre nochmalige Befragung nicht unumgänglich. Die Antworten der Ehefrau auf die Fragen scheinen klar, und revidierte Aussagen in Kenntnis der weiteren Verfahrensumstände wären kaum geeignet, zu belegen, dass die Aussagen in der polizeilichen Befragung auf Konzentrationsmängel oder situationsbedingten Gedächtnislücken beruhten. Die Vorinstanz durfte daher ohne Willkür auf dieses Beweisanerbieten verzichten und auf den wesentlichen Inhalt der Aussagen der Ehefrau abstellen. 3.4 Was der Beschwerdeführer weiter vorbringt, lässt die massgebenden Sachverhaltsumstände nicht als offensichtlich falsch erscheinen (vgl. E. 1.4). Angesichts der zahlreichen Unstimmigkeiten in den Aussagen der Eheleute, ihrer geringen Kenntnisse der Lebensumstände des Ehepartners, der Verständigungsschwierigkeiten, der Art und Weise der Eheschliessung, des Fehlens gemeinsamer Freizeit- und Feriengestaltung und der weiteren Umstände (wie Verschweigen des hohen Spielgewinns und des vorübergehenden Verschwindens des Gewinnbetrags gegenüber dem Ehemann durch die Ehefrau, aber auch der Beherbergung anderer Männer in der ehelichen Wohnung durch die Ehefrau ohne Wissen des Ehemannes) durfte die Vorinstanz zum Schluss kommen, es liege eine Scheinehe, d.h. eine zur Verschaffung eines Aufenthaltstitels für den Beschwerdeführer eingegangene Ehe, vor. Die Verweigerung der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung durch die zuständigen kantonalen Behörden ist damit nicht zu beanstanden und erweist sich mithin als bundesrechtskonform.