Citation: H 256/01 06.05.2002 E. 3

3.- a) Die Vorinstanz hat die Klage der Kasse mit der Begründung abgewiesen, die Schadenersatzforderung sei nicht ausreichend substanziiert worden. Es lägen bloss Beitragsübersichten vor, welchen kein Verfügungscharakter zukomme. Ferner habe die Kasse zwei nach Einstellung des Konkursverfahrens erlassene Nachzahlungsverfügungen, die dem Beschwerdegegner nicht entgegengehalten werden dürften, sowie einen Ergänzungsbericht der Revisionsstelle für die Ausgleichskassen beigelegt. Diese Unterlagen gäben keinen Aufschluss über die der Beitragsübersicht zu Grunde liegenden Lohnzahlungen. Es fehlten erklärende oder nachvollziehbare Berechnungen für den eingeforderten Schadensbetrag. b) Die Ausgleichskasse reicht in diesem Verfahren erstmals zahlreiche neue Belege ein, mit welchen sich die Schadenersatzforderung in allen Details beweisen lasse. Das BSV ergänzt, die Kasse habe der Vorinstanz schon im kantonalen Prozess angeboten, diese detaillierte Zusammenstellung einzureichen. Hernach sei jedoch das Verfahren sistiert worden, und anschliessend habe die Vorinstanz darauf verzichtet, diese Unterlagen anzufordern. Es gehe nicht an, unter solchen Umständen der Ausgleichskasse vorzuhalten, sie habe die Schadenersatzforderung nicht ausreichend substanziiert.