Citation: 1P.500/2003 05.12.2003 E. 1

1.1 Gegenstand des kantonalen Verfahrens ist die Akteneinsicht in einem abgeschlossenen Strafverfahren: Streitig ist, ob die Beschwerdeführer Anspruch darauf haben, eine Kopie des im Widerrufsverfahren ergangenen Urteils vom 17. Juli 2001 zu erhalten. Ein Entscheid dazu liegt bis anhin gemäss der bestehenden Aktenlage noch nicht vor. Die Beschwerdeführer hatten dem kantonalen Gerichtspräsidenten Rechtsverzögerung vorgeworfen und darum der Anklagekammer des Obergerichtes beantragt, das Urteil in der Widerrufssache sei ihnen zuzustellen. Eventualiter stellten sie den Antrag, der Gerichtspräsident sei anzuweisen, über das Gesuch um Akteneinsicht eine anfechtbare Verfügung zu erlassen. Die Beschwerdeführer haben demzufolge Rechtsverzögerungsbeschwerde erhoben. Das die Beschwerde abweisende Urteil des Obergerichtes schliesst das Akteneinsichtsverfahren nicht ab. Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um einen Zwischenentscheid im Sinn von Art. 87 Abs. 2 OG. Der eine Rechtsverzögerung verneinende kantonale Rechtsmittelentscheid hat für den Betroffenen einen nicht wieder gut zu machenden Nachteil zur Folge, weshalb er gemäss der zitierten Bestimmung mit staatsrechtlicher Beschwerde anfechtbar ist. 1.2 Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss eine staatsrechtliche Beschwerde die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte inwiefern durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. Im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren prüft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene Rügen (BGE 125 I 71 E. 1c S. 76; 122 I 70 E. 1c S. 73 mit Hinweisen). Die Anforderungen an die Antragsbegründung können bei Laienbeschwerden jedoch grosszügiger gehandhabt werden (vgl. auch BGE 116 II 745 E. 2b S. 748; 115 Ia 12 E. 2 S 14). Soweit die Beschwerdeführer gewisse Begründungselemente, die der Abweisung des kantonalen Rechtsmittels zu Grunde liegen, als willkürlich rügen und soweit sie den Kostenentscheid für verfassungswidrig halten, ist auf die Beschwerde grundsätzlich einzutreten.