Citation: 5A_890/2022 E. 4.3.2

4.3.2. Der Beschwerdeführer setzt sich mit den in E. 3 wiedergegebenen tatsächlichen und rechtlichen Erwägungen der Vorinstanz nicht auseinander. Die Tatsache, dass der Beschwerdeführer in seinem Schreiben auf der Umsetzung seines "eigenen" Urteils beharrte, lässt die Würdigung der Vorinstanz, der Beschwerdeführer sei mit der Berufung nicht einverstanden und erkläre sinngemäss deren Rückzug, jedenfalls nicht als geradezu willkürlich erscheinen. Die Ausführungen des notwendigen Vertreters vor Bundesgericht scheinen im Kern nicht auf die Beweiswürdigung der Vorinstanz, sondern die eigentliche Prozessfähigkeit des Beschwerdeführers zu zielen bzw. scheint der notwendige Vertreter dem Beschwerdeführer (implizit) die Prozessfähigkeit im Hinblick auf den Entscheid, eine Berufung zu ergreifen bzw. zurückzuziehen, abzusprechen. Ob der Beschwerdeführer die materiellen Verfahrensentscheidungen fällen und entsprechende Instruktionen erteilen kann, ist denn auch nicht eine Frage der Postulations-, sondern der Prozess- bzw. seiner Urteilsfähigkeit (E. 4.1.4). Diese ist aber - mangels entsprechender Rügen (E. 4.2) nicht Gegenstand des bundesgerichtlichen Verfahrens. Schliesslich behauptet der Beschwerdeführer zu Recht nicht, bei dieser Ausgangslage sei der notwendige Vertreter auch ohne das Einverständnis des Beschwerdeführers bzw. sogar wider dessen Willen zur Einreichung der Berufung berechtigt gewesen.