Citation: 6B_642/2023 E. 1.6.1

1.6.1. Die Beschwerdeführerin bestreitet, "vorsätzlich, also mit Wissen und Wollen" gehandelt zu haben. Die Formulare seien ihr in italienischer Sprache unterbreitet worden, ihre Muttersprache sei aber portugiesisch. Sie könne zwar einfache Gespräche auf italienisch führen, die juristischen Fachbegriffe habe sie jedoch nicht verstanden. Sie habe die Formulare einfach unterschrieben, ohne diese genau verstanden zu haben. Es sei fraglich, ob und inwieweit der Beschwerdeführerin die Ausführungen der Sozialhilfebehörden richtig und in verständlicher Weise übersetzt worden seien. Daher könne nicht Vorsatz angenommen werden und der subjektive Tatbestand sei nicht erfüllt. Soweit sich die Beschwerdeführerin gegen die vorinstanzlichen Erwägungen zum subjektiven Tatbestand des Betrugs wendet, weicht sie von den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz ab, ohne eine Willkürrüge zu erheben. So stellt die Vorinstanz unangefochten fest, dass die Beschwerdeführerin um die Deklarationspflicht wusste, was daraus hervorgehe, dass sie einzelne - aber eben nicht alle - Lohnbezüge der Sozialhilfebehörde gemeldet habe. Dass sie die Tätigkeit bei C.________ gegenüber der Sozialbehörde nicht angegeben hat, bestreitet die Beschwerdeführerin nicht. Die Vorinstanz hält weiter fest, dass bei den Gesprächen bei der Sozialbehörde immer eine für die Beschwerdeführerin dolmetschende Person anwesend war und dass die Beschwerdeführerin verstanden habe, worum es in den Gesprächen geht und was sie genau auf den Formularen bestätigt. Diese Feststellungen rügt die Beschwerdeführerin nicht als willkürlich. Obwohl die Beschwerdeführerin um die Deklarationspflicht gewusst hat, hat sie im Wissen um diese den Verdienst nicht gemeldet und auf den Formularen wahrheitswidrig nicht angegeben. Inwiefern die Vorinstanz gestützt auf den verbindlichen Sachverhalt zu Unrecht den subjektiven Tatbestand des Betrugs bejaht haben soll, zeigt die Beschwerdeführerin nicht auf und ist nicht ersichtlich.