Citation: 6B_904/2015 E. 7.5

7.5. Die Auferlegung der gesamten Kosten der Staatsanwaltschaft ist im Ergebnis bundesrechtskonform. Die gegen den Beschwerdeführer geführte Strafuntersuchung betraf die ihm anlässlich seiner Fahrt vom 1. Oktober 2011 zur Last gelegten Verkehrsregelverletzungen, (1) die Abstandsunterschreitungen im San Bernardino-Tunnel, (2) das Überholmanöver (Überfahren der Sicherheitslinie, Überholen in einer unübersichtlichen Kurve) gleich nach dem Tunnel und (3) die Behinderung des Gegenverkehrs während bzw. unmittelbar nach diesem Vorgang, welche in einem engen und sachlichen Zusammenhang stehen. Es ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die Kosten der Staatsanwaltschaft für die Anklagepunkte (1) und (3) nicht ausscheidet und separat festsetzt. Der Beschwerdeführer weist zu Recht darauf hin, dass das polizeiliche Ermittlungsverfahren und die staatsanwaltschaftliche Untersuchung das gesamte Paket an Vorwürfen umfasste; diese bildeten auch Gegenstand der jeweiligen Befragungen (Beschwerde S. 42 Ziff. 40). Die zusammenhängenden Anklagepunkte sind im gesamten Verfahren gemeinsam behandelt worden. Die Kosten konnten nicht auf die einzelnen Vorwürfe aufgeteilt werden. Der Beschwerdeführer macht denn auch nicht geltend, einzelne Untersuchungshandlungen hätten nur einen der Anklagepunkte betroffen und hätten kostenmässig ausgeschieden werden können. Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, die Auferlegung der gesamten Kosten des Vorverfahrens widerspreche der vorinstanzlichen Kosten- und Entschädigungsregelung der gerichtlichen Verfahren und sei auch insofern willkürlich (Beschwerde S. 42 Ziff. 40), setzt er sich nicht mit dem angefochtenen Entscheid auseinander (Urteil S. 39 f. E. 14). Darauf ist nicht weiter einzugehen.