Citation: 1B_374/2014 E. 3

Schon im Entsiegelungsverfahren vor dem Zwangsmassnahmengericht hatte der (damals noch anwaltlich vertretene) Beschwerdeführer geltend gemacht, es sei nicht nachvollziehbar, inwiefern die sichergestellten elektronischen Geräte und Datenträger untersuchungsrelevant wären. Weder gehe es um einen Fall sachbeschädigender Graffitis bzw. Farbsprayereien, noch gehöre er der "Sprayerszene" an, bei der es offenbar vorkommen könne, dass Täter ihre Sachbeschädigungen fotografisch dokumentieren. Im vorliegenden Fall werde der ihm nicht bekannten Täterschaft vielmehr vorgeworfen, drei Mal in relativ kurzem zeitlichem Abstand Bauschaum in einen Parkticket-Automaten gesprüht zu haben. Weshalb die Täterschaft dies mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit fotografisch festgehalten haben sollte, sei nicht nachvollziehbar. Dies umso weniger, als bei dem von der Staatsanwaltschaft dargelegten Tatvorgehen (Einsprühen von Bauschaum in das Innere des Automaten, um seine technische Funktion zu beeinträchtigen) von Aussen nichts bis wenig erkennbar wäre, weshalb ein Motiv für ein allfälliges Fotografieren des Automaten noch abwegiger sei. Aber selbst wenn mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit anzunehmen wäre, dass sich auf den sichergestellten elektronischen Dateien untersuchungsrelevante Bilder befinden könnten, was bestritten werde, erschiene es unverhältnismässig, sämtliche elektronischen Geräte und Datenträger des Beschwerdeführers, welche diverse private Aufzeichnungen und Korrespondenzen enthielten, unbeschränkt zu entsiegeln und zur Durchsuchung seitens der Staatsanwaltschaft freizugeben. Die Entsiegelung sei, wenn überhaupt, auf allfällige untersuchungsrelevante Bilder zu beschränken, wie dies im Übrigen auch von der Staatsanwaltschaft beantragt werde.