Citation: 1C_578/2019 E. 4.3.3

4.3.3. Die auffällige Konstruktion der weissen Barriere mit ihrem breiten Standfuss ist gerade am ausgewählten Standort gut sichtbar. Die Sichtbarkeit ist zwar durchaus gewollt und dienlich, doch ist sie in diesem Ausmass für den angerufenen landwirtschaftlichen Nutzen nicht notwendig. So ist es nicht ersichtlich, weshalb es für das Erreichen der landwirtschaftlichen Zielsetzung etwa nicht ausreichen würde, einen oder mehrere, über dem Maschinenweg gut markierten Weidezaun respektive Weidezäune anzubringen. Bereits das Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) hielt in seiner Stellungnahme vom 3. Juli 2017 eine Absperrung mittels eines einfachen Weidezaunes, der für die Durchfahrt mit landwirtschaftlichen Maschinen geöffnet und wieder geschlossen werden kann, für genügend. Für das Erreichen der landwirtschaftlichen Zielsetzung erscheint es nicht erforderlich, dass der Maschinenweg derart verriegelt wird. Hierfür ebenfalls nicht notwendig ist es, an der betreffenden Stelle eine über das ganze Jahr fest verankerte Barriere zu erstellen. Dass zudem der Standort der Barriere "als Einfriedung an der Parzellengrenze [...] vorab zum Schutz des Eigentums an dieser Stelle objektiv erforderlich" sei, wie die Beschwerdeführer einräumen, bestärkt die Sicht der Vorinstanzen, dass sich die behauptete Notwendigkeit nicht wie von Art. 16a RPG verlangt aus der Bedeutung der Barriere für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung ergibt. Gerade an dieser Stelle, an der die Barriere steht, ist das Gefälle des Maschinenwegs nicht derart gross, dass sich eine funkferngesteuerte Öffnung und Schliessung der Barriere als notwendig erweisen könnte. Zusammenfassend ergibt sich, dass die erstellte sperrige und auffällige Barriere im Lichte ihres landwirtschaftlichen Zwecks am gewählten Standort nicht notwendig ist, weshalb ihre Zonenkonformität von der Vorinstanz zu Recht verneint wurde.