Citation: 6B_585/2016 E. 2.4

2.4. Die Vorinstanz würdigt im angefochtenen Entscheid sämtliche Beweise eingehend und legt schlüssig dar, aus welchen Gründen sie den Anklagesachverhalt als erstellt erachtet. Was der Beschwerdeführer gegen die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz einwendet, erschöpft sich weitgehend in einer appellatorischen Kritik am angefochtenen Urteil, auf welche das Bundesgericht praxisgemäss nicht eintritt. Nach konstanter Rechtsprechung genügt für den Nachweis von Willkür nicht, dass das angefochtene Urteil mit der Darstellung der beschwerdeführenden Partei nicht übereinstimmt oder auch eine andere Lösung oder Würdigung als vertretbar erscheint (BGE 141 IV 249 E. 1.3.1; 140 III 264 E. 2.3; 138 V 74 E. 7). Dass der Beschwerdeführer einzelne Beweise anführt, die aus seiner Sicht anders als im angefochtenen Entscheid hätten gewürdigt werden sollen, und er zum Beweisergebnis frei plädiert, wie er dies im Berufungsverfahren mit freier Rechts- und Tatsachenüberprüfung tun kann, ist daher nicht geeignet, Willkür darzutun. Der Beschwerdeführer hätte daher klar und substantiiert darlegen müssen, inwiefern die Feststellungen der Vorinstanz offensichtlich unhaltbar sein und die vorhandenen Beweise andere Schlussfolgerungen geradezu aufdrängen sollen. Diesen Anforderungen genügt seine Beschwerde in weiten Teilen nicht. Der Beschwerdeführer beschränkt sich vielmehr im Wesentlichen darauf, noch einmal alle Einwände vorzubringen, die er schon im Berufungsverfahren vorgetragen hat. Dies gilt insbesondere, soweit er sich gegen den Schluss der Vorinstanz wendet, der Privatkläger habe mit dem Revolver erst geschossen, nachdem er mit dem Boxtrainingsgerät auf jenen losgegangen sei. Hiefür ist ohne Bedeutung, dass sich der Privatkläger nach seinen eigenen Angaben, als er im oberen Stock ein Tuch holte, angeblich überlegt hatte, ob er im Schlafzimmer seinen Revolver holen und damit auf den Beschwerdeführer und den Zeugen B.________ "losballern" sollte (Beschwerde S. 8). Auch wenn der Privatkläger nach Beendigung der Auseinandersetzung und nach Beseitigung der Bedrohungslage derartige Gedanken gehegt hätte, lässt sich daraus nicht ableiten, dass dieser den Schuss in die Hand des Beschwerdeführers nicht zur Abwehr der Schläge mit dem Boxtrainingsgerät abgegeben hat. Im Weiteren ist auch nicht ersichtlich, inwiefern die Vorinstanz die Aussagen des Zeugen B.________ aktenwidrig gewürdigt haben soll (Beschwerde S. 9 f.). Wie der Beschwerdeführer selber ausführt, sagte der Zeuge aus, jener habe nach dem Schuss mit einem grossen Gegenstand auf den Privatkläger eingeschlagen. Etwas anderes stellt auch die Vorinstanz nicht fest. Dass sie die Vorgehensweise des Beschwerdeführers als Angriff bezeichnet und nicht als Verteidigungshandlung, ist keine tatsächliche Feststellung. Es ist auch angesichts der engen freundschaftlichen Beziehung zwischen dem Zeugen B.________ und dem Beschwerdeführer sowie dessen nur vagen Schilderung des Geschehens nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz seine Bekundungen nur mit Zurückhaltung würdigt (Beschwerde S. 10; angefochtenes Urteil S. 11 f.). Dass der Zeuge unter der Strafandrohung von Art. 307 StGB ausgesagt hat, ändert für sich allein daran nichts. Soweit die Vorinstanz willkürfrei zum Schluss gelangen durfte, der Beschwerdeführer habe bereits vor der Schussabgabe mit dem Boxtrainingsgerät auf den Privatkläger eingeschlagen, erübrigt es sich, auf die Ausführungen des Beschwerdeführers zu den vom Privatkläger erlittenen Verletzungen einzugehen (Beschwerde S. 11 ff.), zumal sich aus diesen für die Frage, zu welchem Zeitpunkt das Boxtrainingsgerät zum Einsatz kam, nichts ableiten lässt. Schliesslich ist auch nicht ersichtlich, inwiefern die Vorinstanz die Aussagen des Privatklägers willkürlich gewürdigt haben soll. Dass dieser bezüglich der Umstände der Schussabgabe und des Würgens völlig unglaubhafte Angaben gemacht und sich dabei in Widersprüche verstrickt haben soll (Beschwerde S. 13 ff.), ist nicht erkennbar. So gab der Beschwerdeführer in der Untersuchung selber an, dass er jenen auf den Boden gedrückt und am Hals fixiert habe, so dass sich die bei der ärztlichen Untersuchung festgestellten Hautverfärbungen am Hals des Privatklägers mit dem von diesem geschilderten Würgen in Einklang bringen lassen. Ebenfalls nicht zu beanstanden ist, dass die Vorinstanz in Bezug auf die Frage, wohin der Privatkläger bei seiner Schussabgabe gezielt habe, auf die ersten, tatnahen Aussagen abstellt, die der Privatkläger gegenüber der Kantonspolizei noch im Spital gemacht hat (angefochtenes Urteil S. 14 f.). Der Würdigung seiner Aussagen tut keinen Abbruch, dass er zum Zeitpunkt der Befragung unter dem schwer wiegenden Verdacht der versuchten vorsätzlichen Tötung stand und von daher ein naheliegendes Eigeninteresse hatte (Beschwerde S. 14), zumal er sich mit seiner Aussage, er habe aus der Distanz von einem halben Meter auf den Bauch des Beschwerdeführers gezielt, selber belastet hat. Schliesslich kann der Beschwerdeführer auch nichts aus der Beweiswürdigung hinsichtlich der versuchten Erpressung für sich ableiten, zumal er selber eingeräumt hat, er habe vom Privatkläger den Betrag von CHF 5'000.-- verlangt (Beschwerde S. 14; angefochtenes Urteil S. 20). Desgleichen ist die Annahme der Vorinstanz nicht schlechterdings unhaltbar, angesichts der durch den Schuss an der Hand erlittenen drittgradigen offenen Fraktur mit zerstörtem Streckapparat sei es unglaubhaft, dass der Beschwerdeführer die Verletzung nicht bemerkt habe und uneingeschränkt in der Lage gewesen sein soll, mit dem schweren Trainingsgerät auf den Privatkläger einzuschlagen (angefochtenes Urteil S. 12 f.). Was der Beschwerdeführer hiegegen einwendet, namentlich, dass er den Schmerz wegen eines Schock- und Panikzustandes sowie wegen des vorgängigen Alkoholkonsums vorerst nicht verspürt habe und dass der Verdacht bestehe, die Blutspuren auf dem Metallgestänge des Boxtrainingsgeräts seien beseitigt worden (Beschwerde S. 16 f.), ist rein appellatorisch. Zuletzt ist unerfindlich, was der Beschwerdeführer aus dem Verletzungsbild ableiten will (Beschwerde S. 18 f.). Soweit mit der Vorinstanz davon auszugehen ist, dass der Privatkläger auf den Bauch des Beschwerdeführers gezielt hat, ist evident, dass die Verletzung an der Hand nur dadurch entstanden sein konnte, weil dieser seine Hand auf Bauchhöhe in die Schusslinie bewegt hat. Etwas anderes nimmt auch die Vorinstanz nicht an. Warum sich daraus zwingend ergeben soll, dass der Beschwerdeführer vor der Schussabgabe vom Privatkläger abgelassen und ein Stück zurückgetreten sein soll, ist schleierhaft. Im Übrigen geht auch der Beschwerdeführer davon aus, dass der Privatkläger aus einer Distanz von einem halben Meter gezielt in Richtung Bauch geschossen hat (Beschwerde S. 20). Aus dem Verletzungsbild drängt sich jedenfalls nicht der Schluss auf, dass der Privatkläger den Schuss schon abgegeben hat, bevor der Beschwerdeführer ihn mit dem Trainingsgerät traktiert hat. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.