Citation: 2C_553/2023 E. 3.6

3.6. Gleiches gilt im Hinblick auf die aktuelle Rückfallgefahr: Der Beschwerdeführer wurde im September 2022 wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand und Übertretung des BetmG zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen und einer Busse von Fr. 300.-- verurteilt, da er im Juni 2022 ein Motorfahrzeug lenkte, obwohl er unter dem Einfluss von Heroin, Cannabis, Methadon und Tramadol stand. Der Beschwerdeführer hat es damit nicht nur nicht geschafft, sich trotz laufenden Ausweisungsverfahrens wohl zu verhalten. Vielmehr hat er mit Heroin und Cannabis zwei jener Betäubungsmittel konsumiert, für deren Handel er bereits zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt wurde. Zwar mag allein das Fahren in fahrunfähigem Zustand kein schwerwiegendes Delikt im Sinne des Freizügigskeitsrechts sein. Doch ist bei der Vorgeschichte des Beschwerdeführers nicht zu übersehen, dass er wieder mit Betäubungsmitteln in Kontakt geraten und straffällig geworden ist. Ausserdem ist gerade das Fahren in fahrunfähigem Zustand geeignet, Menschen an Leib und Leben zu gefährden. Dass der Beschwerdeführer die von ihm behauptete, seit 2021 bestehende Suchtmittelabhängigkeit behandeln lassen würde, sodass ein Kontakt zu Betäubungsmitteln in Zukunft weniger wahrscheinlich wäre, bringt er nicht vor. Nachdem die Probezeit des Beschwerdeführers erst Ende 2019 ablief und er nur zweieinhalb Jahre später wieder straffällig wurde, kann mit der Vorinstanz nicht von einem Rückgang der Rückfallgefahr gesprochen werden (angefochtener Entscheid E. 4.5 f.).