Citation: 5A_391/2020 E. 5.2

5.2. Die Beschwerdeführerin wendet ein, die Immobiliengesellschaft generiere ihre Erträge lediglich aus dem investierten Eigenkapital, welches sie den Kapitalgebern verzinse. Dabei rechnet sie vor, dass der Errungenschaft aus der Immobiliengesellschaft Fr. 5'208'367.-- (abzüglich der Dividenden 2007) und aus dem Kaminbauunternehmen Fr. 396'000.-- zustehen. Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, es würde sich aus den Jahresrechnungen aller Firmen ergeben, dass während der ungetrennten Ehe (1990 bis 2007/2008) ein einziges Mal 2007 von der D.________ AG Fr. 30'000.-- Dividenden ausbezahlt worden seien. Alle übrigen Gewinne seien zurückbehalten worden. Ebenfalls unzutreffend sei die "Meinung" des Kantonsgerichts, dass erhebliche Reserven gebildet worden seien. Gestützt auf die Akten ergebe sich für die Dauer der Ehe eine Reservenbildung in Höhe von Fr. 88'100.--. Weiter beziffert sie in einer (schwer nachvollziehbaren) Aufstellung die Wertzunahme der Unternehmen "infolge zurückbehaltener Gewinne" mit Fr. 11'799'900.--. Die "Gewinnzurückbehaltung" bzw. "Admassierung" in den Firmen sei ausgewiesen durch die Bilanzen und gerichtliche Schätzung der Immobilienaktiven sowie der festgestellten Reserven und der ausbezahlten Dividenden. Es sei damit entgegen den Ausführungen des Kantonsgerichts der Beweis dafür erbracht, dass die zurückbehaltenen Gewinne des Eigenguts sowie das gesamte während 18 Jahren aus Wirken der Ehegatten erarbeitete Kapital in der D.________ AG enthalten sei. Es wäre daher am Ehemann gelegen zu beweisen, dass er in den Unternehmen zurückbehaltene Gewinne als Reserven benötigt und nicht investiert habe. Diesen Beweis habe er weder offeriert noch angetreten. Mit seiner Beurteilung habe das Kantonsgericht die Beweislastregeln gemäss Art. 8 ZGB sowie Art. 197 Abs. 2 Ziff. 4 ZGB und Art. 209 Abs. 3 ZGB verletzt.