Citation: 1B_176/2016 E. A

Am Freitagnachmittag, 14. März 2014, patrouillierten die Polizeibeamten C.________ und D.________ in Zivilkleidung in der Luzerner Altstadt. Sie unterzogen den Schweizer Bürger A.________ und den thailändischen Staatsangehörigen B.________, welche in eingetragener Partnerschaft leben, einer Identitätskontrolle. Dabei kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung. In der Folge führten die Polizeibeamten A.________ und B.________ zu Boden und legten ihnen Handschellen an. Nachdem inzwischen auch uniformierte Polizeibeamte eingetroffen waren, wurden A.________ und B.________ zum Polizeigebäude verbracht. Dort wurden sie einer Leibesvisitation unterzogen und es wurden ihnen Fingerabdrücke abgenommen. A.________ wurde in einer Zelle untergebracht, deren Türe jedoch nicht verschlossen. Vor der Türe hielt der Polizeibeamte C.________ Wache. B.________ wurde während zehn Minuten in einer Zelle eingeschlossen und musste sich im Gegensatz zu A.________ nackt ausziehen. A.________ und B.________ wurde in der Folge mitgeteilt, sie würden wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte (Art. 285 StGB) bzw. Hinderung einer Amtshandlung (Art. 286 StGB) angezeigt und müssten sich an einem bestimmten Termin zur Einvernahme einfinden. Darauf wurden sie entlassen. Beim Vorfall erlitten A.________ und B.________ Schürfungen und Prellungen.