Citation: 1C_123/2023 E. 7.2

7.2. Die Vorinstanz schloss sich im angefochtenen Urteil sinngemäss der Auffassung des Staatsrats an, wonach die vorgelegte Projektänderung im Verfahren nach Art. 42 Abs. 3 StrG/VS genehmigt werden könne, weil es sich dabei um eine einfache Projektänderung handle. Diese Auffassung ist mit Blick auf die Projektpläne vertretbar und jedenfalls nicht willkürlich. Eine Verletzung der Verfahrensrechte der Beschwerdeführenden und namentlich ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör ist auch in diesem Zusammenhang nicht zu sehen, zumal sie über die Projektänderung in Kenntnis gesetzt wurden und sich dagegen mittels Einsprache wehren konnten. Der von den Beschwerdeführern ergänzend als verletzt gerügte Art. 30 Abs. 2 der Verfassung des Kantons Wallis vom 8. März 1907 (KV/VS; SR 131.232) betrifft die Ausübung der Volksrechte und ist vorliegend nicht anwendbar. Soweit sich die Beschwerdeführenden auf die Einhaltung von Verfahrensrechten von Dritten berufen, ist darauf nicht weiter einzugehen (E. 6.3 hiervor). Darüber, ob die von den Beschwerdeführenden favorisierte, nicht umgesetzte Variante ebenfalls ohne erneute öffentliche Auflage genehmigt werden könnte, ist vorliegend ebenfalls nicht zu befinden.