Citation: 1B_389/2019 E. 2.4

2.4. Im angefochtenen Entscheid wird Folgendes dargelegt: Die Staatsanwaltschaft führe gegen die Beschwerdeführerin eine Strafuntersuchung wegen des Verdachts der "Nötigung und Drohung". Anlässlich seiner polizeilichen Einvernahme vom 17. Mai 2019 habe der mutmasslich Geschädigte ausgesagt, er sei am 15. Mai 2019 von einer unbekannten Person per Telefon aufgefordert worden, sich am 16. Mai 2019 um 19.00 Uhr in ein bestimmtes Lokal zu begeben. Dort angekommen, sei er von zwei Männern bedroht worden. Diese hätten ihn auf einen Stuhl gesetzt und ihm gesagt, er "müsse nun zugeben", dass er eine Person "an die türkischen Behörden verraten" habe. Weigere er sich, werde man "seiner Familie etwas antun". Zu diesem Zweck befänden sich bereits zwei Komplizen bei ihm zuhause. Um seine Familie zu schützen, habe er das verlangte Geständnis abgelegt. Die betreffenden Worte seien ihm vorgesprochen worden. Die ihm namentlich bekannte Beschwerdeführerin habe "hiervon Videoaufnahmen gemacht". Das Prozedere sei ca. 6-7 mal wiederholt worden. Anschliessend habe er gehen dürfen. Die Beschwerdeführerin bestreite eine solche Beteiligung an den inkriminierten Vorwürfen. Sie wolle weder den Geschädigten noch die von diesem angeblich "verratene" Person kennen. Auch bestreite sie jeglichen Bezug zu (in der Türkei aktiven) separatistischen bzw. kriminellen Organisationen. Sie sei Journalistin und erzwinge keine Geständnisse. Zwar habe die Beschuldigte ausgesagt, sich zur mutmasslichen Tatzeit an einem anderen Ort aufgehalten zu haben. Zeugen für diese Behauptung habe sie jedoch nicht genannt. Zudem bestehe derzeit kein Grund, den belastenden Aussagen des Geschädigten nicht zu glauben. Für angeblich sachfremde Motive seiner Strafanzeige bestünden "zurzeit keine Anzeichen" (angefochtener Entscheid, S. 3 f., E. 5.3-5.5).