Citation: 2C_846/2016 E. 3.3

3.3. Auch kleinere landwirtschaftliche Betriebe, die wie derjenige der Beschwerdeführenden für ihre Bewirtschaftung weniger als eine Standardarbeitskraft benötigen, werden von der dem BGBB, dem RPG und dem LwG gemeinsamen Zwecksetzung - dem Erhalt des landwirtschaftlichen Bodens als einem volkswirtschaftlich wesentlichen Produktionsfaktor - erfasst, weshalb im Sinne der bundesgerichtlichen Praxis (BGE 138 II 32 E. 2.2.1 S. 36 f.) dazu gehörende Grundstücke grundsätzlich als land- und forstwirtschaftlich im Sinne von Art. 8 Abs. 1 bzw. Art. 12 Abs. 1 StHG zu qualifizieren sind. Das gilt jedenfalls für diejenigen Grundstücke, die aufgrund von Art. 2 Abs. 1 BGBB diesem Gesetz unterstehen, auch wenn sie nicht zu einem landwirtschaftlichen Gewerbe gehören. Fraglich ist, wie es sich verhält bei Grundstücken, die - wie hier - in der Bauzone liegen und aufgrund von Art. 2 Abs. 2 lit. a BGBB diesem Gesetz nur unterstehen, wenn sie zu einem landwirtschaftlichen Gewerbe gehören. Für diese Grundstücke ist gemäss BGE 138 II 32 E. 2.3 S. 38 ff. auf die Unterstellung unter das BGBB abzustellen. In E. 2.4 S. 39 ff. dieses Urteils behandelte das Bundesgericht die Abgrenzung zum Urteil 2C_708/2010 vom 28. Januar 2011: Dort hatte es erkannt, dass in den Fällen der Umwandlung von landwirtschaftlichem in nicht-landwirtschaftliches Geschäftsvermögen und späterer Veräusserung zweistufig vorzugehen sei: Der erste Schritt stelle eine steuersystematische Realisierung dar, bei welcher der Wertzuwachs mit der Grundstückgewinnsteuer zu erfassen sei; im zweiten Schritt sei nur noch der seitherige Wertzuwachs mit der Einkommenssteuer zu erfassen. In BGE 138 II 32 E. 2.4 S. 39 ff. erkannte dann das Bundesgericht, eine solches zweistufiges Vorgehen dränge sich aus Praktikabilitätsgründen nur insoweit auf, als sie nicht erst im Nachhinein zu geschehen habe, sondern schon im Zeitpunkt des ersten Schritts, namentlich auf Verlangen des Pflichtigen erfolge. Diese Ausführungen bezogen sich auf den Fall der Umzonung. In solchen Fällen ist den Betroffenen in jedem Fall bewusst, dass sich die rechtliche Natur des Grundstücks ändert. Diese haben es daher in der Hand, im Zeitpunkt der Umzonung und des dadurch bedingten Ausscheidens aus dem Geltungsbereich des BGBB eine steuerliche Abrechnung zu verlangen.