Citation: 6B_295/2024 E. 1.4

1.4. Die fragliche Äusserung erging anlässlich eines polizeilichen Telefonats, welches einzig zum Zweck der Halterabklärung erfolgte. Da das relevante Motorrad auf eine Firma eingelöst war, ging es mit der Vorinstanz erst einmal darum, den Mieter des Motorrads ausfindig zu machen (vgl. Urteil S. 6). Dieses Vorgehen - namentlich eine telefonische Halterabklärung - ist üblich und per se nicht zu beanstanden. So bestand denn auch zum Zeitpunkt des Anrufs weder ein Tatverdacht gegen den Zeugen B.________, noch gegen den - im Moment des Anrufs der Polizei unbekannten - Beschwerdeführer. Die Feststellung der Vorinstanz, wonach es sich bei der Aussage um eine echte Spontanäusserung handle, ist jedoch zu präzisieren. Die Äusserung erfolgte insofern nicht spontan, als es nicht der Zeuge B.________ war, der das Gespräch mit dem Polizeibeamten initiierte. Der Anruf erfolgte vielmehr aufgrund der vorgängigen polizeilichen Aufforderung zum Rückruf. Die Spontanität ist hingegen darin zu erkennen, dass der Zeuge B.________ anlässlich des Telefonats von sich aus sagte, der Beschwerdeführer habe ihm gegenüber bereits erwähnt, dass es ihn "geblitzt" habe. Diese Aussage ging über die von der Polizei erfragten Angaben zum Mieter des Motorrads hinaus. Zusammengefasst ist demnach nicht zu beanstanden, dass sich der Polizist in einem ersten Schritt informell (mithin ohne förmliche Einvernahme und somit ohne vorgängige Rechtsbelehrung) telefonisch an den Halter wandte und sich bei ihm nach dem Fahrzeugmieter erkundigte. Das entsprechende Vorgehen wurde gesetzeskonform protokolliert (vgl. vorne E. 1.3.2). Der Rapport gibt damit die Vorgehensweise der Halterermittlung mitsamt der informellen Angabe des Zeugen B.________s wieder und ist insofern ein verwertbares Beweismittel. Da insbesondere eine Verletzung des Konfrontationsanspruchs vom Beschwerdeführer nicht gerügt wird, ist der Polizeirapport mit der fraglichen Äusserung in seiner Gesamtheit demnach verwertbar. Auf die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Kritik an der vorinstanzlichen Beweiswürdigung des Polizeirapports wird im Folgenden eingegangen (vgl. nachfolgend E. 2.4).