Citation: 8C_334/2020 E. 4.2

4.2. Dr. med. D.________ anerkannte in der Beurteilung vom 5. November 2019, der Versicherte habe am 17. Juli 2019 ein Trauma erlitten, indem er auf einer nassen Steinplatte ausgerutscht sei und beim Aufrichten ein Knacken sowie Schmerzen im linken Kniegelenk verspürt habe. Dieser Unfallhergang wurde im Wesentlichen in der Schadenmeldung vom 13. August 2019, in den Berichten der pract. med. E.________ vom 19. August 2019 und des Dr. med. B.________ vom 12. und 30. September 2019 sowie im Arztzeugnis des Dr. med. F.________, Allgemeinmedizin FMH, vom 23. September 2019 beschrieben. In keiner dieser Unterlagen wurde festgehalten, der Versicherte habe sich beim Unfall vom 17. Juli 2019 das Knie verdreht. Von einem Verdrehen des Knies sprach erstmals Dr. med. B.________ im einspracheweise verfassten Bericht vom 5. Dezember 2019. Im Lichte der Beweismaxime der "Aussagen der ersten Stunde" (BGE 143 V 168 E. 5.2.2 S. 174, 121 V 45 E. 2a S. 47) kann somit entgegen dem Versicherten eine Verdrehung des linken Knies nicht als erstellt gelten.