Citation: 6B_511/2020 E. 5.5

5.5. Die Vorinstanz hat von einer Ersatzforderung mit der Begründung abgesehen, der Umfang der Bereicherung der H.________ Immobilien AG sei nicht genügend geklärt (angefochtenes Urteil S. 280). Wie die Beschwerdeführerin hiegegen zu Recht vorbringt (Beschwerde S. 18 f.), steht dies in gewissem Widerspruch zu den Erwägungen der Vorinstanz im Zusammenhang mit der rechtlichen Würdigung des Verkaufs des Grundstücks z GB U.________ als ungetreue Geschäftsbesorgung in Bereicherungsabsicht gemäss Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 und 3 StGB. Die Vorinstanz nimmt in Bezug auf die Pflichtwidrigkeit und den Vermögensschaden an, der von den Beschwerdegegnern zur Anwendung gebrachte Verkaufspreis habe unter sämtlichen Verkehrs- und Ertragswertschatzungen gelegen. Die BVG-Stiftung H.________ AG habe daher einen zu geringen Ertrag aus dem Verkauf erzielt. Dabei belaufe sich der von der BVG-Stiftung H.________ AG erlittene Schaden bei Zugrundelegung der von den Beschwerdegegnern in Auftrag gegebenen Schatzung der T.________ Treuhand & Immobilien AG (S.________) auf mindestens Fr. 150'000.--. In dieser Höhe seien die Beschwerdegegner ungerechtfertigt bereichert gewesen (angefochtenes Urteil S. 217 ff., 222 ff.). Bei dieser Sachlage hätte die Vorinstanz diesen aus der ungetreuen Geschäftsbesorgung erlangten Betrag von Amtes wegen abschöpfen bzw. in dieser Höhe eine Ersatzforderung erheben oder jedenfalls begründen müssen, aus welchen Gründen sie davon im Lichte von Art. 71 Abs. 2 StGB absehen wollte. Ob ihr Entscheid vor Bundesrecht standhält, lässt sich mithin nicht überprüfen (Art. 112 Abs. 1 lit. b BGG). Die Vorinstanz wird sich mit dieser Frage daher noch einmal zu befassen und gegebenenfalls auch noch einmal über die Aufrechterhaltung der Kanzleisperre zu entscheiden haben (Beschwerde S. 18 f.). Ob der Schluss der Vorinstanz, wonach die Zivilforderung der BVG-Stiftung H.________ AG aufgrund deren Abtretung an den Staat als zurückgezogen zu betrachten ist, obwohl über den Anspruch noch nicht rechtskräftig entschieden worden ist, vor Bundesrecht standhält (vgl. Beschwerde S. 17 Rz. 4.2.2), scheint fraglich, kann aber offenbleiben (vgl. hiezu T HOMMEN, a.a.O., N 73 f. zu Art. 73 StGB). Dasselbe gilt für die Frage, ob die Vorinstanz an das mündlich eröffnete Dispositiv, nach welchem die Zivilforderung auf den Zivilrichter zu verweisen war, gebunden ist (Beschwerde S. 17 Rz. 4.2.3). Abgesehen davon erscheint zweifelhaft, ob angesichts der hinreichenden Begründung und Bezifferung der Forderung durch die BVG-Stiftung H.________ AG überhaupt Raum für eine Verweisung der Zivilklage auf den Zivilweg bestanden hätte, zumal die Beschwerdegegner in diesem Punkt schuldig gesprochen worden sind (Art. 126 Abs. 2 lit. b StPO; BGE 146 IV 211 E. 3.1). Die Beschwerde ist auch in diesem Punkt begründet.