Citation: I 99/01 23.07.2001 E. 2

2.- Streitig ist in vorliegender Sache die Frage, ob im massgeblichen Zeitraum zwischen den Verfügungen von März 1999 und Februar 2000 eine Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die nach Art. 41 IVG eine revisionsweise Rentenerhöhung rechtfertigt. a) Gestützt auf das Gutachten des Dr. med. W._________ vom 15. Januar 2000, wonach die Versicherte an psychosomatischer Schmerzfehlverarbeitung im Sinne einer anhaltenden somatoformen Störung (F45. 4) mit Zunahme der funktionellen Störungen bei einer einfach strukturierten Persönlichkeit sowie an Diabetes mellitus Typ II und chronischem Lumbovertebralsyndrom bei Lendenwirbelskoliose und Brustwirbelskoliose leide, ist die Vorinstanz wie bisher von einer hälftigen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin ausgegangen. Die Versicherte rügt demgegenüber, dass der Gutachter nur ein einziges Gespräch mit ihr geführt habe. Weiter habe Dr. med. W._________ allein auf psychische Komponenten abgestellt und nicht, wie in früheren Gutachten, auch auf physische Aspekte. Wenn er deshalb gestützt auf rein psychische Gesichtspunkte von einer Arbeitsunfähigkeit von 50% ausgehe, habe er in der Folge eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin bejaht. b) Der Einwand, dass Dr. med. W._________ anlässlich der Begutachtung nur einmal mit der Beschwerdeführerin gesprochen habe, ist unbeachtlich. Liest man die Zwischenanamnese des Gutachters mit der ihm bestens bekannten Versicherten, wird klar, dass in der Begegnung alle für die Beurteilung wesentlichen Punkte besprochen worden sind; es ist nicht ersichtlich, weshalb ein weiteres Gespräch notwendig sein sollte. Es ist weiter zu berücksichtigen, dass Dr. med. W._________ die Beschwerdeführerin bereits mehrfach begutachtet hat und daher gut kennt; er ist aus diesem Grund geradezu prädestiniert, eine mögliche Veränderung ihres Gesundheitszustandes zu erkennen. c) aa) Für Dr. med. W._________ ist der Versicherten "gesamthaft" eine Hilfsarbeitertätigkeit von vier Stunden pro Tag zumutbar. Damit drückt er aus, dass er sowohl psychische wie physische Komponenten in seinem Gutachten berücksichtigt hat. Es stimmt zwar, dass Dr. med. W._________ als Psychiater grundsätzlich nicht für die Beurteilung der körperlichen Leiden der Beschwerdeführerin zuständig ist, da dies nicht in seinen Fachbereich fällt. Jedoch ist es ihm nicht verwehrt, die aktenkundigen somatischen Leiden zu berücksichtigten; vielmehr ist dies sogar geboten. Wenn Dr. med. W._________ in der Folge ausführt, dass sich aus psychiatrischer Sicht seit November 1998 nichts verändert habe und die Versicherte "gesamthaft" vier Stunden pro Tag erwerbstätig sein könne, kann die Beschwerdeführerin nicht daraus ableiten, dass der Gutachter - im Gegensatz zu früher - einzig die Psyche bewertet und damit eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes nachgewiesen habe. bb) Der Hausarzt Dr. med. D._________ hat in seinem Bericht vom 10. August 1999 nur darauf hingewiesen, dass die angebliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes auf die chronische Depression der Versicherten zurückzuführen sei - zusätzliche somatische Beschwerden erwähnt er nicht. Die Verwaltung konnte deshalb davon ausgehen, dass einzig im psychischen Bereich eine Verschlechterung stattgefunden haben könne und sich auf eine Begutachtung durch einen Psychiater beschränken. Der nachträglich eingereichte Bericht der Externen Psychiatrischen Dienste vom 14. Februar 2001 trägt nichts weiter zur Feststellung des Sachverhaltes bei, wie er sich bis zum Verfügungserlass - Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 121 V 366 Erw. 1b) - verwirklicht hat, so dass offen bleiben kann, ob dieses neue Beweismittel überhaupt berücksichtigt werden kann, nachdem es nach Ablauf der Beschwerdefrist, und ohne dass ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet wurde, aufgelegt worden ist (BGE 109 Ib 249 Erw. 3c). Die Erstellung eines weiteren Gutachtens - wie von der Beschwerdeführerin gefordert - erübrigt sich im vorliegenden Verfahren somit. cc) Das Gutachten des Dr. med. W._________ vom 15. Januar 2000 ist umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden, ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden und in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation einleuchtend; zudem sind die Schlussfolgerungen begründet (BGE 125 V 352 Erw. 3a). Aus dem Abklärungsbericht der Externen Psychiatrischen Dienste vom 14. Februar 2001 können keine Schlüsse auf die Unrichtigkeit dieses Gutachtens gezogen werden. Im Übrigen ist diese Expertise ziemlich genau ein Jahr nach Erlass der Verfügung vom 15. Februar 2000 ergangen, mit der eine Veränderung des Invaliditätsgrades verneint worden ist, und beschlägt daher nicht den praxisgemäss (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweis) relevanten Verfügungszeitpunkt. Unter diesen Umständen kann auch unter diesem Gesichtspunkt offen bleiben, ob dieses neue Beweismittel überhaupt berücksichtigt werden kann, nachdem es nach Ablauf der Beschwerdefrist, und ohne dass ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet wurde, aufgelegt worden ist (BGE 109 Ib 249 Erw. 3c). Es ist somit - wie bisher - von einer hälftigen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin auszugehen.