Citation: 8C_638/2018 E. 6.2.4

6.2.4. Der Beschwerdeführer argumentiert zudem, die Vorinstanz verneine die Möglichkeit, dass das allenfalls vorbestehende, asymptomatische CTS erst durch den Unfall symptomatisch geworden sei, mit dem Hinweis auf die Unzulässigkeit der Beweisregel "Post-hoc-ergo-propter-hoc". Dabei übersehe sie, dass in vergleichbaren Fällen, wie z. B. bei HWS-Verletzungen und Diskushernien, in denen in der Regel bildgebend auch keine unfallbedingten Veränderungen festgestellt werden könnten, gleichwohl allein aufgrund der nach dem Unfall aufgetretenen Beschwerden eine (zeitlich begrenzte) Leistungspflicht des Unfallversicherers bejaht werde. Die Vorinstanz habe verkannt, dass in solchen Fällen, zu denen auch der vorliegende gehöre, die "Post-hoc-ergo-propter-hoc"-Rechtsprechung nicht angewendet werden könne. Dieser Einwand trifft nicht zu. Denn auch in jenen Fällen ist die Beweismaxime "Post-hoc-ergo-propter-hoc" unzulässig (vgl. BGE 119 V 335 E. 2b/bb S. 341; Urteile 8C_669/2015 vom 3. November 2015 E. 5.2.1 und 8C_124/2014 vom 14. November 2014 E. 7.1).