Citation: I 73/03 29.08.2003 E. 3

3.1 In medizinischer Hinsicht gelangten Verwaltung und Vorinstanz zum Ergebnis, die Beschwerdeführerin sei in ihrer angestammten Arbeit als Buffetangestellte sowie in anderen hinsichtlich der körperlichen Beanspruchung vergleichbaren Tätigkeiten zu 70 bis 75 % arbeitsfähig. Sie stützten sich dabei insbesondere auf die Stellungnahmen des Spitals X.________, Rheumaklinik und Institut für Physikalische Medizin, vom 27. Februar 2001, der Neurologischen Poliklinik des Spitals X.________ vom 8. Mai 2001 und des Dr. med. I.________ vom 9. Juli 2001. 3.2 Demgegenüber stellt sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, es bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 70 % seit November 2000 und von 100 % ab Januar 2001. Sie stützt sich dabei auf den Bericht der Rheumaklinik und des Instituts für Physikalische Medizin des Spitals X.________ vom 25. November 2000, die Gutachten von Frau Dr. med. S.________ vom 1. September 2000, 11. April 2001 und 25. April 2002 sowie den letztinstanzlich aufgelegten Bericht des Dr. med. L.________ vom 19. Januar 2003 mit Beilagen. 3.3 Das kantonale Gericht hat zutreffend festgestellt, dass die medizinischen Stellungnahmen in Bezug auf die gestellten Diagnosen weitgehend übereinstimmen. Mehrere der untersuchenden Ärztinnen und Ärzte diagnostizierten eine beidseitige, rechtsbetonte Gonarthrose, ein chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom sowie ab ungefähr Anfang 2001 eine Schulter-Arm-Problematik, wobei sich letztere während des vorliegend zu beurteilenden Zeitraums bis zum Erlass der Verfügung vom 19. September 2001 vornehmlich im Bereich der rechten Schulter manifestiert hatte. Die verschiedenen rheumatologischen und neurologischen Abklärungen ergaben keine klinischen Befunde, welche das Ausmass der angegebenen Knie- und Rückenbeschwerden hätten erklären können. Mit Bezug auf die Problematik der rechten Schulter liessen sich durch die Schultersonographie (Rheumaklinik und Institut für Physikalische Medizin am Spital X.________) vom 5. Februar 2001 sowie die Arthro-Magnetresonanztomographie des rechten Schultergelenks vom 5. April 2001 (Medizinisch-Radiodiagnostisches Institut an der Klinik B.________) eine erhebliche degenerative Ausdünnung der Rotatorenmanschette im Bereich der Supraspinatusportion ohne Nachweis einer durchgehenden Rissbildung sowie eine massive Einschränkung der Schultergelenksbeweglichkeit feststellen. Eine Arbeitsunfähigkeit aus rheumatologischer Sicht ergibt sich jedoch aus der Abklärung vom 5. Februar 2001 gemäss dem Bericht des Spitals X.________, Rheumaklinik und Institut für Physikalische Medizin, vom 27. Februar 2001 nicht. Die Untersuchung vom 5. April 2001 lieferte, wie die Vorinstanz zu Recht festhält, keine zusätzlichen Erkenntnisse, welche diese Beurteilung in Frage zu stellen vermöchten. Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in Bezug auf eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit ist gemäss den schlüssigen und überzeugenden Ausführungen des Spitals X.________, Rheumaklinik und Institut für Physikalische Medizin, vom 27. Februar 2001, und Neurologische Poliklinik, vom 8. Mai 2001 aus rheumatologischer und neurologischer Sicht nicht ausgewiesen. Diese Einschätzung wird durch die Stellungnahme der Rheuma- und Rehabilitationsklinik Y.________ vom 12. Januar 2001 gestützt. Im Bericht der Rheumaklinik und des Instituts für Physikalische Medizin vom 25. November 2000, auf den sich die Beschwerdeführerin beruft, wird die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit zwar nur auf 30 % beziffert. Die Ärzte fügen jedoch bei, es sei im weiteren Verlauf eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit zu erwarten. Weiter ist dem Bericht zu entnehmen, dass die lumbal und am rechten Knie durchgeführten Abklärungen keine Befunde ergaben, welche die ausgeprägten klinischen Beschwerden hätten erklären können, und auch eine Skelettszintigraphie zu unauffälligen Ergebnissen führte. Die Ärzte schliessen dementsprechend auf eine Konversionssymptomatik. Damit wird der Widerspruch zur Stellungnahme vom 27. Februar 2001 stark relativiert, basieren die Aussagen vom 25. November 2000 doch nicht in erster Linie auf rheumatologischen Befunden, sondern auf der Annahme einer psychischen Komponente. Die Zuverlässigkeit der aus rheumatologischer Sicht abgegebenen Beurteilung vom 27. Februar 2001 wird daher durch den drei Monate früher erstatteten Bericht desselben Instituts nicht in Frage gestellt. Angesichts der im Vergleich zu den angegebenen massiven Beschwerden bescheidenen organischen Befunde äusserten weitere ärztliche Fachleute den Verdacht auf eine Konversionsproblematik oder eine dissoziative Störung. Auch Frau Dr. med. S.________, welche eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in Bezug auf jegliche Tätigkeit postuliert, begründet dieses Ergebnis zu einem wesentlichen Teil mit einer psychischen Komponente. Das zur Klärung dieser Frage durch die IV-Stelle eingeholte spezialärztliche Gutachten des Dr. med. I.________ vom 9. Juli 2001 ergab denn auch die Diagnosen eines Verdachts auf eine dissoziative Bewegungsstörung und einer leichten depressiven Episode mit somatischen Symptomen. Der Arzt bestätigte, dass die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin aus psychiatrischer Sicht eingeschränkt sei, wobei jedoch das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit 25 bis höchstens 30 % nicht übersteige. Das Gutachten des Dr. med. I.________ ist geeignet, für den psychiatrischen Aspekt den vollen Beweis zu erbringen (vgl. dazu BGE 125 V 352 Erw. 3a), und erlaubt zusammen mit den vorliegenden Stellungnahmen aus rheumatologischer und neurologischer Sicht eine zuverlässige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit. Die abweichende Stellungnahme von Frau Dr. med. S.________ kann die Zuverlässigkeit der Beurteilung durch Dr. med. I.________ nicht in Frage stellen. Die Ärztin setzt sich mit dem spezialärztlichen Gutachten in keiner Weise auseinander und liefert auch keine eingehende Begründung für ihre psychiatrische Beurteilung. Zusammenfassend ist mit der Vorinstanz gestützt auf die medizinischen Unterlagen davon auszugehen, die Beschwerdeführerin sei in der gemäss dem Arbeitgeberbericht vom 15. Dezember 2000 seit jeher ausgeübten, hauptsächlich sitzend zu verrichtenden Tätigkeit als Buffetmitarbeiterin an der Kasse sowie in jeder anderen leichten, wechselbelastenden und leidensangepassten Tätigkeit zu 25 bis 30 % arbeitsunfähig. Die mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereichten zusätzlichen Unterlagen vermögen die vorinstanzliche Betrachtungsweise nicht in Frage zu stellen, enthalten sie doch mit Bezug auf den zu beurteilenden Zeitraum bis zum Erlass der Verfügung vom 19. September 2001 keine neuen Erkenntnisse. Die im Jahr 2002 zusätzlich aufgetretenen Beschwerden im Bereich der linken Schulter sind allenfalls im Rahmen der Prüfung der erfolgten Neuanmeldung zu berücksichtigen.