Citation: 2C_116/2024 E. 4.2

4.2. Es erweist sich als bundesrechtskonform, wenn die Vorinstanz gestützt auf diese Feststellungen von einem aktuellen und - für die Rückstufung einer altrechtlichen Niederlassungsbewilligung - hinreichend gewichtigen Integrationsdefizit ausgeht. Es mag zutreffen, dass der Beschwerdeführer seit dem 1. Januar 2019 mehrheitlich Übertretungen beging. Die Vorinstanz weist indes zu Recht darauf hin, dass der Beschwerdeführer mit der groben Verkehrsregelverletzung im März 2019 auch wegen eines Vergehens verurteilt wurde und in diesem Zusammenhang eine ernstliche Gefahr für die Verkehrsteilnehmer schuf. Entscheidend ist vorliegend sodann weniger die Schwere der einzelnen Delikte, sondern deren Vielzahl. Eine wiederholte Straffälligkeit kann auf ein Integrationsdefizit hinweisen, insbesondere dann, wenn es sich dabei um untergeordnete, aber regelmässig begangene Straftaten handelt, welche einen Widerruf der Niederlassungsbewilligung mit Wegweisung (noch) nicht rechtfertigen (vgl. BGE 148 II 1 E. 4.3.4). Vorliegend zeigt die äusserst hohe Anzahl von strafrechtlichen Verurteilungen eine erhebliche Geringschätzung der hiesigen Rechtsordnung. Es ist weder erkennbar, dass sich der Beschwerdeführer auf dem "Weg der Besserung" befindet, noch dass er eine biografische Kehrtwende vollzogen hätte. Die entsprechenden Vorbringen des Beschwerdeführers widersprechen denn auch den Ausführungen der Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen, die dem Beschwerdeführer (in Bezug auf die Strassenverkehrsdelikte) gemäss Vorinstanz eine hohe kriminelle Energie attestierten, da er sich scheinbar von staatlichen Sanktionen nicht beeindrucken lasse.