Citation: 1C_519/2020 E. 3.2

3.2. Während die Beschwerdegegner die Auffassung des Kantonsgerichts teilen, macht die Beschwerdeführerin geltend, eine Beurteilung nach dem Recht zum Zeitpunkt der Erstellung der Baute wäre nur gerechtfertigt, wenn diese ununterbrochen und ausschliesslich als Bienenhaus genutzt worden wäre. Das sei nicht der Fall. Die Beschwerdegegner hätten in einem an das Baudepartement Kriens gerichteten Schreiben vom 21. September 2015 selbst bestätigt, dass die Baute mit einer vollständigen Wohneinrichtung und Übernachtungsmöglichkeit versehen worden sei. Angesichts der umfangreichen illegalen Veränderungen lasse sich der ursprüngliche Zustand zudem nicht mehr eruieren. Die gegenteilige Annahme des Kantonsgerichts sei nicht belegt und damit willkürlich. Schliesslich müssten gemäss der Rechtsprechung Rechtsvorschriften, die der Durchsetzung erheblicher öffentlicher Interessen dienen, selbst dann angewendet werden, wenn im Grundsatz eine Beurteilung nach der Rechtslage im Errichtungszeitpunkt erfolge. Das Aufwertungskonzept von 2005 belege, dass das Bienenhaus schutzzielwidrig sei und dem Moor längerfristig Schaden zufüge. Die gegenteilige Annahme der Vorinstanz sei aktenwidrig und vernachlässige, dass keineswegs nur hydrologische Eingriffe problematisch seien. Ein Rückbau sei auch gestützt auf Art. 8 HochmoorV und Art. 24e NHG angezeigt. Dies sei verhältnismässig. Die Beschwerdegegner besässen auf der gleichen Parzelle bewilligte Bauten, die unmittelbar neben einer Strasse liegen würden und das Schutzgebiet höchstens marginal beeinträchtigen würden. Die Bienen könnten dort gehalten werden.