Citation: 4A_200/2023 E. B

Nach erfolglosem Schlichtungsversuch verlangte die Patientin am 16. September 2016 beim Kreisgericht St. Gallen vom Spital Schadenersatz von Fr. 31'000.-- unter Vorbehalt der Nachklage. Zur Begründung brachte die Patientin zusammengefasst vor, die Operation vom 14. Dezember 2007 sei fehlerhaft ausgeführt worden. Deswegen habe sie zahlreiche weitere Behandlungen über sich ergehen lassen müssen, ohne dass die Schmerzen abgeklungen wären. Sie ertrage am rechten Bein keine menschlichen Berührungen. Hosen, Bettdecken und sogar Duschwasser lösten trotz starker Medikamente extreme Schmerzen aus. Beim Stehen sei sie gezwungen, das Bein immer in Bewegung zu halten, um die Schmerzen aushalten zu können. Es seien neuropathische Schmerzen diagnostiziert worden, welche ohne die fehlerhafte Operation nicht eingetreten wären. Sie liege täglich bis zu 20 Stunden, da sich die Schmerzen so am besten aushalten liessen. Das Kreisgericht wies die Klage am 5. November 2020 ab.