Citation: 6P.52/2005 20.01.2006 E. A

X.________, Angestellter des Baudepartements, Abteilung Tiefbau, Unterabteilung Unterhalt, erhielt am 24. Februar 2004, um ca. 16.30 Uhr, vom Ingenieur A.________ per Mobiltelefon die Mitteilung, dass Arbeiter im Rahmen von Rückbauarbeiten im Bareggtunnel sich anschickten, auch die Anlagen des Tunnelfunks zu demontieren, was seines Erachtens zu weit gehe. A.________ bat X.________, sofort ins Betriebsgebäude Baregg West zu kommen, welches von der Mellingerstrasse her in Fahrtrichtung Baden zu erreichen ist. X.________, der sich im Zeitpunkt des Anrufs im Werkhof Neuenhof befand, gelangte mit seinem Dienstwagen von der Autobahnausfahrt Baden-West her auf die Mellingerstrasse, allerdings in Fahrtrichtung Fislisbach. Nachdem er in die Mellingerstrasse eingebogen war, steuerte er sein Auto auf den linken Fahrstreifen, dessen Ende dort durch schräge Abweispfeile auf der Fahrbahn angezeigt wird, und hielt es kurz nach einer Verkehrsinsel an. Er wollte wenden und so auf die Gegenfahrbahn gelangen. Er schaltete das auf dem Dach seines Fahrzeugs montierte gelbe Gefahrenlicht ein und überquerte langsam die im Anschluss an die Verkehrsinsel markierte Sperrfläche. Hierauf überquerte er auf der Gegenfahrbahn den linken Fahrstreifen, nachdem ihm ein Fahrzeuglenker in der auf diesem Streifen vor der Lichtsignalanlage stehenden Kolonne eine Lücke freigelassen hatte. Danach hielt er wiederum kurz an. Er sah, dass auf dem rechten Fahrstreifen aus Richtung Fislisbach ein Personenwagen nahte, dachte, dass dieser noch weit genug entfernt sei, und schwenkte auf den rechten Fahrstreifen ein. Hierauf kam es zur Kollision, wobei der herannahende Personenwagen trotz Vollbremsung mit der linken Frontseite in die rechte Heckseite von X.________s Wagen prallte.