Citation: 1C_483/2014 E. 3

Der rechtlich verbindliche und seit der Genehmigung durch das kantonale Baudepartement vom 13. September 1991 unveränderte Gemeindestrassenplan in Papierform ist unbestrittenermassen inhaltlich korrekt; das Grundstück der Beschwerdeführer liegt an der in diesem Plan vermerkten Stelle. Wie es in der Folge zur ungenauen Übertragung des Gemeindestrassenplans von der Papierform in die elektronische Form kam, welche zu einer minimen Abweichung des Verlaufs des X.________wegs um 25 bis 40 cm führte, ist unklar. Die Vorinstanz hat gefolgert, es fehlten hinreichend konkrete Verdachtsmomente dafür, dass sich Mitarbeitende der Gemeinde Flawil oder des Baudepartements des Kantons St. Gallen in Zusammenhang mit dem angezeigten Sachverhalt des Amtsmissbrauchs (Art. 312 StGB), der Grenzverrückung (Art. 256 StGB), der Urkundenfälschung im Amt (Art. 317 StGB) oder anderer Delikte strafbar gemacht haben könnten. Namentlich bestünden keine Anhaltspunkte dafür, dass mit der Eintragung eines geringfügig unrichtigen Verlaufs des X.________wegs im Strassenplan des Geoinformationssystems eine unrechtmässige Vorteilsabsicht oder eine Schädigungsabsicht, wie es die Tatbestände von Art. 312 und Art. 256 StGB voraussetzten, verbunden gewesen sein könnte. Ebenso fehle es an konkreten Hinweisen auf ein vorsätzliches Handeln oder auf das Vorliegen strafrechtlich relevanter Sorgfaltspflichtverletzungen im Sinne von Art. 317 Ziff. 1 und 2 StGB. Die Voraussetzungen für die Erteilung der Ermächtigung zur Eröffnung eines Strafverfahrens seien daher nicht gegeben. Diese Erwägungen der Vorinstanz sind in keiner Weise zu beanstanden. Die Beschwerdeführer bringen in ihrer Beschwerde nichts vor, was dies in Zweifel ziehen würde. Wie die Vorinstanz zu Recht erwogen hat, ist nicht ersichtlich, inwiefern der fehlerhafte Datentransfer im zu beurteilenden Fall von strafrechtlicher Relevanz sein könnte, respektive inwiefern sich Mitarbeitende der Gemeinde Flawil oder des kantonalen Baudepartements in diesem Zusammenhang strafbar gemacht haben könnten.