Citation: 1C_341/2022 E. 2.3

2.3. In Abweichung von dieser Beurteilung der Sicherheitsdirektion kam die Vorinstanz zum Ergebnis, das Schreiben des Strassenverkehrsamts vom 16. Dezember 2020 sei dahingehend auszulegen, dass damit als Zwischenverfügung der am 1. Dezember 2020 verfügte Ausweisentzug aufgehoben und eine neue Entzugsverfügung in Aussicht gestellt worden sei. Daran ändere nichts, dass dieses Schreiben keine Rechtsmittelbelehrung enthalte und es damit (als Verfügung) wohl unter einem Mangel leide. Der Widerruf der Verfügung vom 1. Dezember 2020 sei damit bereits am 16. Dezember 2020 innerhalb der 30-tätigen Rekursfrist und somit vor Eintritt der formellen Rechtskraft erfolgt, weshalb er gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts zulässig sei (BGE 121 II 273 E. 1a/aa).