Citation: 5A_169/2022 E. 2

Das Kantonsgericht hat festgehalten, gemäss den Steigerungsbedingungen sei nebst der Anzahlung eine Sicherheit in Form einer Bankgarantie einer Bank mit Sitz in der Schweiz erforderlich gewesen, ansonsten das Angebot dahinfalle und durch dreimaliges Ausrufen des nächst tieferen Angebotes die Steigerung fortgesetzt werde. Der Meistbietende sei darauf ausdrücklich darauf hingewiesen worden und habe den Erhalt und die Kenntnisnahme der Bedingungen handschriftlich bestätigt. Das Betreibungsamt sei daher nicht gehalten gewesen, ihm eine weitere Zahlungsfrist bzw. eine Frist zur Einreichung einer Bankgarantie oder einer gleichwertigen Sicherheit einzuräumen. Auf das spezifische Beschwerdevorbringen, die Steigerungsbedingungen müssten ausdrücklich regeln, ob und welche Sicherheit verlangt werden könne, ist das Kantonsgericht nicht eingetreten mit der Begründung, diese seien längst in Rechtskraft erwachsen. Auch auf das weitere Beschwerdevorbringen, das Kreisgericht habe nicht geprüft, ob alle Bieter gleich behandelt worden seien, indem der Ersteigerer (d.h. derjenige mit dem zweithöchsten Angebot) nur ein unverbindliches Schreiben und keine Bankgarantie überreicht habe und auch der Höchstbietende ein solches Schreiben hätte erhältlich machen können, ist das Kantonsgericht nicht eingetreten, da es sich beim eingereichten Schreiben um ein unechtes Novum handle und gemäss dem nach Art. 20a Abs. 2 und 3 SchKG i.V.m. Art. 27 Abs. 3 EG SchKG/SG und Art. 46 VRP/SG diesbezüglich anwendbaren Verfahrensrecht die Partei, welche sich auf ein Novum berufe, nachzuweisen habe, weshalb das Beweismittel nicht schon vor erster Instanz habe eingereicht werden können. Überhaupt werde das Vorbringen der angeblichen Verletzung des Gleichbehandlungsgebotes erstmals vor dem Kantonsgericht erhoben.