Citation: 9C_317/2020 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin macht geltend, nebst dem MEDAS-Gutachten vom 5. Juli 2016 und dem Bericht des Dr. med. B.________ vom 15. Juli 2016, die sich beide mit der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit befasst hätten, seien noch weitere medizinische Akten vorhanden gewesen, die das kantonale Gericht jedoch willkürlich nicht berücksichtigt habe. So habe Dr. med. B.________ am 15. Juli 2016 darauf hingewiesen, dass er bereits in seinem Bericht vom 20. Januar 2016 von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen sei. Die Beschwerdeführerin bringt zudem vor, auch Dr. med. D.________, Fachärztin Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, sei in ihrem Gutachten vom 6. November 2013 zuhanden des Taggeldversicherers ab dem 1. Januar 2014 von einer Arbeitsfähigkeit von mindestens 50 % ausgegangen. Der von der Vorinstanz gezogene Schluss, eine retrospektive Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit fehle, sei somit offensichtlich falsch. Ebenfalls sei laut Beschwerdeführerin auch die Annahme des kantonalen Gerichts, Dr. med. C.________ habe seine Arbeitsfähigkeitsschätzung im Wesentlichen in Anlehnung an die subjektiven Schmerzen und Beschwerdeangaben der Versicherten abgegeben, nachweislich nicht richtig. Insgesamt sei die damalige Rentenzusprache nicht offensichtlich unrichtig gewesen, weshalb die Voraussetzungen von Art. 53 Abs. 2 ATSG nicht erfüllt seien. Die Vorinstanz habe Bundesrecht verletzt.