Citation: 2C_248/2019 E. 1.2

1.2. Vorliegend verneint die Vorinstanz einen Anspruch auf Bewilligungsverlängerung gestützt auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG insbesondere mit der Begründung, die Ehegemeinschaft der Beschwerdeführerin mit C.________ habe während weniger als drei Jahren bestanden. Die Vorinstanz erklärt dazu, an die Dreijahresfrist könne nur der Zeitraum des ehelichen Zusammenlebens ab der Anerkennung der Ehe seitens der dafür zuständigen schweizerischen Zivilstandsbehörde angerechnet werden. Da diese Anerkennung am 28. September 2011 erfolgt sei und die eheliche Beziehung nach der wenig plausiblen Darstellung der Beschwerdeführerin am 12. Oktober 2013 geendet habe, sei das Erfordernis eines mindestens dreijährigen Bestandes der Ehegemeinschaft von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG klar nicht erfüllt. Demgegenüber macht die Beschwerdeführerin geltend, es müsse vorliegend bereits ab dem 23. Juni 2010 vom Bestand der ehelichen Gemeinschaft im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG ausgegangen werden. Ab diesem Zeitpunkt habe sie mit ihrem Ehemann in einer ehelichen Gemeinschaft in der Schweiz gelebt. Für die Dreijahresfrist von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG komme es einzig darauf ab, ob ein auf das Bestehen einer ehelichen Gemeinschaft gerichteter Wille und ein Aufenthalt in der Schweiz gegeben seien. Es sei bundesrechtswidrig, auf den Zeitpunkt der Anerkennung ihrer Ehe durch die Schweizer Behörden abzustellen. Dies gelte umso mehr, als die Ehe der Beschwerdeführerin nie für ungültig erklärt worden sei und sie daher als rückwirkend anerkannt zu betrachten sei. Es erübrigt sich hier, auf die genannten sowie weiteren Vorbringen der Vorinstanz und der Beschwerdeführerin zur Dreijahresfrist von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG einzugehen. Denn wie im Folgenden ersichtlich wird, fehlt es vorliegend an der für die Anwendung dieser Vorschrift nebst dem dreijährigen Bestand der ehelichen Gemeinschaft kumulativ geforderten erfolgreichen Integration.