Citation: 8C_374/2021 E. 5.4

5.4. Die Beschwerdeführerin bestreitet, dass sie über besondere Fertigkeiten und Kenntnisse verfügt. Dies zeige sich etwa darin, dass sie auch ohne die heute vorliegenden unfallbedingten körperlichen Einschränkungen nie mehr als einen Lohn des Kompetenzniveaus 1 habe erreichen können. Die Vorinstanz hielt diesbezüglich allerdings zutreffend fest, dass - gerade mit Blick auf die unterdurchschnittlichen Löhne im Detailhandel - für die Bestimmung des Kompetenzniveaus nicht der für eine früher ausgeübte berufliche Tätigkeit entrichtete Lohn ausschlaggebend ist, sondern die daraus gewonnenen Kenntnisse und Fähigkeiten. Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin die im Rahmen der bisherigen Tätigkeiten und Ausbildungen (Lehrmeisterin; Filialleiterin mit Führungsaufgaben; stellvertretende Teamleiterin; Prüfungsexpertin; Ausbildungskurs für Ausbildner) erworbenen praktischen Fähigkeiten nicht ausschliesslich in einer Verkaufstätigkeit, sondern auch in einer wechselbelastenden Tätigkeit, etwa in der Administration, verwerten kann (vgl. Urteil 8C_534/2019 vom 18. Dezember 2019 E. 5.3.3.2). Auch wenn sie seit dem Unfall vom 7. Juni 2013 keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgegangen ist, sie seit 2011 keine Lehrlinge mehr betreut hat und auch die Tätigkeit als stellvertretende Teamleiterin mehrere Jahre zurückliegt, kann nicht gesagt werden, der Beschwerdeführerin seien lediglich noch einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art (entsprechend dem Kompetenzniveau 1) zuzumuten. Immerhin nahm sie zuletzt an einer Ausbildung zur medizinischen Sekretärin teil, wenngleich sie dabei nach eigenen Angaben an ihre Leistungsgrenze stiess. Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, die Tätigkeit als Prüfungsexpertin beim Schweizerischen Möbelverband sei unentgeltlich erfolgt, weshalb dabei keine besonderen Fertigkeiten hätten gewonnen werden können, überzeugt dies nicht, ist doch die Erlangung von besonderen Kenntnissen nicht von der Entlöhnung abhängig.