Citation: 5A_838/2019 E. 4.2.2

4.2.2. Entgegen der vom Obergericht übernommenen Ausführungen des Bezirksgerichts, so die Beschwerdeführerin weiter, lasse sich aus dem Begriff des Verkehrswerts und der in der Praxis bei der Schätzung von Grundstücken vielfach vorgenommenen Berechnung des Verkehrswerts als Mischwert aus dem Realwert und dem Ertragswert in keiner Weise schliessen, dass die Ermittlung des Verkehrswerts des mit einem Baurecht belasteten Grundstücks eine Baute voraussetze. Diese Schlussfolgerung könne nur dann gezogen werden, wenn sich der Verkehrswert eines Grundstücks nur in bebautem Zustand schätzen liesse. Da sich aber unbestrittenermassen auch der Verkehrswert eines unbebauten Grundstücks schätzen lasse, sei die Schlussfolgerung eindeutig nicht zutreffend. Falsch sei auch die Schlussfolgerung, dass sich ohne eine Baute weder der Ertragswert noch der Substanzwert berechnen liessen. Diese unzutreffenden Aussagen habe das Bezirksgericht gleich selber widerlegt, indem es ausgeführt habe, es sei nicht zu verkennen, dass auch das Gutachten der Bank C.________ einen Ertragswert berechne, obwohl die Schätzung vom unbebauten Grundstück ausgehe.