Citation: 1C_505/2017 E. 3.1

3.1. Er wirft dem Verwaltungericht eine offensichtlich unrichtige Feststellung zur Dauer der Schneeablagerung vor. Diese betrage mehr als drei bis vier Monate, ergebe sich doch aus den (auch vom Verwaltungsgericht herangezogenen) Klimanormwerten von MeteoSchweiz für die Station Einsiedeln (Periode 1981-2010), dass es auch im November und im April noch regelmässig Neuschnee gebe. Allerdings ist der Schneefall in diesen Monaten (mit rund 4 Tagen bzw. 25 - 35 cm Neuschnee) erheblich geringer als in den Monaten Dezember bis März (mit 8 - 9 Tagen und 60 - 68 cm Neuschnee monatlich), d.h. die Klimanormwerte bestätigen die Feststellung des Verwaltungsgerichts, wonach der wesentliche Teil des Schneefalls auf die Monate Dezember bis März entfällt. Plausibel und jedenfalls nicht offensichtlich unrichtig erscheint auch die Feststellung, dass aufgrund der Klimaerwärmung aktuell von einer eher kürzeren Winterperiode auszugehen sei als im Mittel der Periode 1981-2010: Aus dem von der Vorinstanz zitierten Artikel des Instituts für Schnee und Lawinenforschung (Klimawandel verkürzt die Dauer der Schneebedeckung wegen früherer Schmelze; www.slf.ch/Dienstleistungen/news/paper_rebetez/index_DE) ergibt sich, dass sich die Schneebedeckung in den letzten Jahrzehnten infolge früherer Schneeschmelze und späterer Einschneiung erheblich verkürzt hat. Der Artikel bezieht sich zwar auf Gebiete oberhalb von 1100 m.ü.M.; die Aussage gilt aber erst recht für tiefer liegende Orte wie Willerzell (890 m.ü.M.). Wird zusätzlich berücksichtigt, dass der Schnee gemäss kantonalem Merkblatt wenn immer möglich am Strassenrand belassen und nur bei grossen Niederschlagsmengen abgefahren und abgelagert wird, erscheint die vom Verwaltungsgericht zugrundegelegte Nutzungsdauer von 3 bis 4 Monaten eher grosszügig und jedenfalls nicht offensichtlich zu knapp bemessen.