Citation: 9C_666/2018 E. 7.2.1

7.2.1. Diesbezüglich wendet die Beschwerdeführerin ein, da ihr keine Verletzung der Abklärungspflicht gemäss Art. 43 ATSG vorgeworfen werden könne, hätten ihr auch die Kosten einer gerichtlich angeordneten Begutachtung rechtsprechungsgemäss nicht überbunden werden dürfen (vgl. BGE 139 V 225). In analoger Weise zu der Situation, bei welcher den IV-Stellen die gesamten Kosten eines Gerichtsgutachtens auferlegt werden könnten (vgl. BGE 143 V 269), erschiene es angebracht, dass die kantonalen Versicherungsgerichte bei - sich nachträglich als bundesrechtswidrig herausstellenden - Rückweisungsentscheiden die Kosten für unnötige (Zweit-) Begutachtungen zu übernehmen hätten. Dies entspräche dem in Art. 108 ZPO statuierten Verursacherprinzip und füge sich in die Regelung ein, dass die Gerichtskosten, zu denen auch die Gutachterkosten zu zählen seien, aus Billigkeitsgründen dem Kanton auferlegt werden könnten. Die gegenteilige Lösung liefe in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwider, da die kantonalen Versicherungsgerichte sich insbesondere unter Geltung von BGE 137 V 210 einer Kostentragung für zusätzlich angeordnete Abklärungsmassnahmen durch einen Rückweisungsentscheid generell entledigen und die IV-Stellen diesfalls nur im Falle eines Gerichtsgutachtens rügen könnten, sie seien mangels Verletzung der Abklärungspflicht gemäss Art. 43 ATSG von der Kostentragung zu befreien.