Citation: 1C_490/2017 E. 8.2

8.2. Am 20. August 2013 reichte die FMG eine Präsentation ein, in der sie verschiedene Argumente gegen eine Dotierung der Turtmänna ab Stausee aufführte. Diese wurden in einem Kurzbericht der BINA Engineering SA vom September 2013 ("Note concernant l'étude d'une dotation sur la Turtmänna") bestätigt. Darin kam das Ingenieurbüro zum Ergebnis, eine Dotierung (mit 50 l/s oder 20 l/s) würde keinen substanziellen ökologischen Nutzen für den Bachabschnitt zwischen der Staumauer und Vorder Senntum, insbesondere für die Fischerei, bringen: Die Schluchtstrecken unterhalb der Staumauer seien sehr steil, grobblockig und für Fische unpassierbar; die dazwischenliegende Flachstrecke bei Inner Sentum betrage nur 660 m und würde selbst bei einer Dotierung mit 50 l/s eine für Fische ungenügende Wasserhöhe von weniger als 20 cm aufweisen. Aufgrund der Höhenlage (über 1'900 m.ü.M.), der geringen Wasserhöhe sowie Lawinen sei die Gefahr eines Zufrierens im Winter gross. Der Abschnitt der Turtmänna, der regelmässig trockenfalle, sei sehr kurz; schon 200 - 300 m unterhalb der Staumauer gebe es Quellzuflüsse; ab Holustein/Inner Senntum betrage der Abfluss (gemessen am 24. September 2013) über 60 l/s und entspreche damit praktisch der Mindestrestwassermenge gemäss Art. 31 GSchG. Ab Vorder Senntum werde die Turtmänna durch verschiedene Seitengewässer alimentiert.