Citation: 4D_124/2008 10.11.2008 E. 1

Die Vorinstanz erkannte, die Beschwerdeführerin werde von ihrem Lebenspartner finanziell unterstützt. Diese Unterstützung beinhalte die Zahlung ihres Mietanteils, der Krankenkassenprämie, der Nebenkosten, der Lebenshaltungskosten und Weiteres. Daher habe die Beschwerdeführerin keine finanziellen Verpflichtungen, denen sie nachkommen müsse. Da für die Beurteilung der Prozessarmut nur nachweislich getätigte Ausgaben zu berücksichtigen seien, rechnete die Vorinstanz mangels Nachweises weder die Autoleasingraten noch die Ausbildungskosten an. Da die Beschwerdeführerin auf ihre diesbezügliche Beweislast schon vor erster Instanz hingewiesen worden sei, wurde ihr keine Nachfrist gewährt. Eine allfällige Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die erste Instanz sei als geheilt zu betrachten, da ein uneingeschränktes Novenrecht gelte und das Obergericht die Sache mit derselben Kognition entscheide wie die erste Instanz. Die Vorinstanz erkannte, die Beschwerdeführerin könne mit ihrem variablen Einkommen, das im Juli 2008 Fr. 3'899.45 betragen habe, die angesichts des Streitwerts nicht allzu hoch ausfallenden eigenen Parteikosten im arbeitsgerichtlichen Verfahren sowie auch im kantonalen Beschwerdeverfahren bezahlen. Für dieses sei das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege auch zufolge Aussichtslosigkeit abzuweisen.