Citation: 1B_307/2009 30.10.2009 E. 2

X.________ erhob am 8. Juni 2009 Beschwerde. Er verlangte die Aufhebung der Begutachtungsanordnung und stellte den Antrag, es sei das Einvernahmeprotokoll vom 8. Mai 2009 von Rosmarie Albarracin aus den Akten zu entfernen. Ausserdem ersuchte er um Ablehnung des Gerichtspräsidenten 18 des Gerichtskreises VIII Bern-Laupen. Die Anklagekammer des Obergerichts des Kantons Bern hiess mit Beschluss vom 7. September 2009 die Beschwerde gut, soweit sie darauf eintrat und hob die Verfügung betreffend Ernennung eines gerichtlichen Sachverständigen inkl. Gutachtensauftrag auf. Das Ablehnungsgesuch wies sie ab. Zur Begründung führte sie zusammenfassend aus, dass den Parteien bei der Person des Gutachters und der Fragestellung kein Mitwirkungsrecht eingeräumt worden sei, weshalb die Beschwerde insoweit gutzuheissen sei. Hinsichtlich des Antrages auf einen amtlichen Verteidiger und die damit zusammenhängende Entfernung des Einvernahmeprotokolls, sei festzuhalten, dass die Anordnung eines amtlichen Verteidigers der Verfahrensleitung obliege. Erst ein negativer Entscheid könnte an die Anklagekammer weitergezogen werden. Ausserdem stehe es dem Angeschuldigten frei, bis zum Entscheid über ein allfälliges Gesuch einen privaten Verteidiger beizuziehen. Das Ablehnungsgesuch wies die Anklagekammer ab, da das prozessual fehlerhafte Verhalten des Gerichtspräsidenten nicht ausreiche, um objektiv den Anschein der Voreingenommenheit zu begründen. Er habe den Gutachterauftrag sofort - unter Umgehung des Mitwirkungsrechts - erteilt, um eine aus seiner Sicht gefährdete Beweislage zu sichern.