Citation: 1P.247/2005 09.06.2005 E. A

Y.________ arbeitete von Juni bis Anfang Juli 1998 und von Februar bis zum 9. März 1999 aushilfsweise als Prostituierte für die "Erotik-Agentur" von X.________ (genannt: "I.________",); dies in dessen Studio in E.________ und später in L.________. Gleichzeitig war sie in seinem "Escort-Service" tätig. X.________ wurde vorgeworfen, er habe Y.________ auf verschiedene Weise erheblich in ihrer Handlungsfähigkeit als Prostituierte beeinträchtigt. Zudem habe er ihr gedroht, indem er ihr in Aussicht gestellt habe, Videoaufnahmen über ihre sexuellen Dienstleistungen, welche er angeblich gemacht habe, ihrem Chef, Vater sowie weiteren Angehörigen zu zeigen und sie so "fertig zu machen". Überdies habe er eine Veruntreuung begangen, indem er ihr Dirnenlohn in Höhe von Fr. 450.-- vorenthalten habe. Mit Strafbefehl vom 18. Oktober 2000 verurteilte der Einzelrichter des Kantons Zug (lic. iur. R. Steinmann) X.________ wegen Tätlichkeit und Drohung zu 20 Tagen Gefängnis, bedingt bei einer Probezeit von 2 Jahren, und zu Fr. 500.-- Busse. Dagegen erhob X.________ Einsprache. Im Verlaufe der anschliessenden Strafuntersuchung wurden nebst X.________ und Y.________ auch die Freier A.________ und B.________ als Zeugen befragt. Mit Urteil vom 19. Oktober 2004 sprach der Einzelrichter des Kantons Zug (Dr. A. Briner) X.________ von den Vorwürfen der Förderung der Prostitution gemäss Art. 195 Abs. 4 StGB und der Drohung frei. Hingegen erklärte er ihn schuldig der Förderung der Prostitution gemäss Art. 195 Abs. 3 StGB und der Veruntreuung. Er bestrafte ihn mit 4 Monaten Gefängnis, bedingt bei einer Probezeit von 2 Jahren, und Fr. 1'000.-- Busse. In teilweiser Gutheissung der von X.________ dagegen erhobenen Berufung sprach ihn das Strafgericht des Kantons Zug (Berufungskammer) am 7. März 2005 vom Vorwurf der Veruntreuung frei. Es bestätigte den Schuldspruch der Förderung der Prostitution gemäss Art. 195 Abs. 3 StGB und bestrafte ihn mit vier Monaten Gefängnis unter Gewährung des bedingten Strafvollzugs. Die Probezeit setzte es auf 3 Jahre fest. Von einer Busse sah es ab.