Citation: 6B_901/2017 E. 1

Das Stadtrichteramt Zürich büsste die Beschwerdeführerin mit Strafbefehl vom 10. Juni 2016 wegen Missachtens eines Lichtsignals mit Fr. 250.-- und auferlegte ihr die Kosten- und Gebührenpauschale von Fr. 250.--. Auf Einsprache hin teilte das Stadtrichteramt der Beschwerdeführerin am 16. August 2016 mit, die aktuelle Geschäftslast lasse eine sofortige Behandlung der Einsprache nicht zu. Am 21. März 2017 wurde sie auf den 27. April 2017 zur Einvernahme vorgeladen mit dem Hinweis, dass unentschuldigtes Nichterscheinen trotz gehöriger Vorladung als Rückzug der Einsprache gelte. Die Vorladung wurde der Beschwerdeführerin am 27. März 2017 zugestellt. In der Folge kam es am 27. und 28. März 2017 zu einem E-Mail-Verkehr zwischen der Beschwerdeführerin und dem Stadtrichteramt, in welchem Erstere erklärte, dass sie am 27. April 2017 nicht erscheinen werde. Sie sei an diesem Tag schon besetzt und habe keine Zeit. Das Stadtrichteramt wies darauf hin, dass die Einsprache bei unentschuldigtem Nichterscheinen als zurückgezogen gelte und der Strafbefehl rechtskräftig werde. Es machte die Beschwerdeführerin darauf aufmerksam, dass als Entschuldigung im Sinne von Art. 355 Abs. 2 StPO nur Notfälle gälten, wie z.B. ein belegter, nicht aufschiebbarer Arzttermin, und bot ihr an, telefonisch einen neuen Einvernahmetermin zu vereinbaren. Die Beschwerdeführerin erschien nicht. Das Stadtrichteramt erliess am 28. April 2017 eine Schlussverfügung mit Rechnung, worin es festhielt, der Einvernahmetermin sei trotz ordnungsgemässer Vorladung unentschuldigt nicht eingehalten worden, weshalb die Einsprache als zurückgezogen gelte. Eine dagegen gerichtete Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Zürich am 21. Juni 2017 ab. Die Beschwerdeführerin wendet sich an das Bundesgericht.