Citation: 6B_844/2023 E. C

Die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich wirft A.________ mit Anklageschrift vom 25. Februar 2019 zusammengefasst vor, er habe im Wissen um die genannte Verurteilung und um die Rechtswidrigkeit seines Verhaltens nichts für die Rückführung der beiden Kinder in die Schweiz zu ihrer Mutter unternommen, was ihm im Laufe der Jahre ohne Weiteres, insbesondere auch im Strafvollzug, möglich gewesen wäre, und habe sich damit (erneut) der mehrfachen qualifizierten Entführung und des mehrfachen Entziehens von Minderjährigen schuldig gemacht. Das Bezirksgericht Dielsdorf verurteilte A.________ am 8. März 2022 wegen mehrfacher qualifizierter Entführung und mehrfachen Entziehens von Minderjährigen zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren, verwies ihn für 15 Jahre des Landes und ordnete die Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener Informationssystem (SIS) an. Ferner beurteilte es die Zivilklage von B.________. A.________ erhob gegen dieses Urteil Berufung. Das Obergericht des Kantons Zürich sprach A.________ am 5. April 2023 der mehrfachen qualifizierten Entführung und des mehrfachen Entziehens von Minderjährigen schuldig und bestrafte ihn mit einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und neun Monaten. Ferner verwies es ihn für 15 Jahre des Landes, ordnete die Ausschreibung der Landesverweisung im SIS an und verpflichtete ihn, B.________ Fr. 1'206.-- Schadenersatz sowie eine zu verzinsende Genugtuung von Fr. 30'000.--zu bezahlen.