Citation: 9C_427/2024 E. 6.2

6.2. Zu diesem Punkt hat sich bereits die Vorinstanz einlässlich geäussert und daran erinnert, dass das Verfahren auf (provisorische oder definitive) Rechtsöffnung ein reines Vollstreckungsverfahren bzw. ein rein betreibungsrechtliches Verfahren ist. Geurteilt wird nicht über den materiellrechtlichen Bestand einer Forderung, sondern einzig darüber, ob die Betreibung fortgesetzt werden kann. Das Rechtsöffnungsurteil entfaltet daher keine materielle Rechtskraft für den Forderungsprozess (BGE 149 III 210 E. 4.3.3; 148 III 30 E. 2.2, 225 E. 4.1.1; 143 III 564 E. 4.1; Urteil 4A_642/2023 vom 2. Februar 2024 E. 3.2). Die sog. Anerkennungsklage nach Art. 79 SchKG ist demgegenüber - davon losgelöst - ein Rechtsbehelf, mit dem geklärt werden soll, ob die eingeklagte Forderung materiellrechtlich existiert und die beklagte Partei zu ihrer Erfüllung verpflichtet ist. Im Anerkennungs- und im Rechtsöffnungsverfahren stehen damit nicht die gleichen Fragen zur Diskussion; das Prozessthema unterscheidet sich (BGE 148 III 30 E. 2.2 mit Hinweisen). Für den vorliegenden Forderungsprozess (Anerkennungsklage) ist es deshalb nicht entscheidend, dass die drei bezirksgerichtlichen Urteile vom 13. Oktober 2022, mit welchen die Rechtsöffnungsbegehren der Beschwerdegegnerin abgewiesen wurden, unangefochten in (formelle) Rechtskraft erwachsen sind. Entsprechendes wurde denn auch in den besagten Urteilen selber ausdrücklich festgehalten ("..., dass mit der Abweisung des Rechtsöffnungsbegehrens kein rechtskräftiger Entscheid über den erhobenen Anspruch ergeht, sondern einzig entschieden wird, dass die Betreibung - unter Vorbehalt einer Anerkennungsklage im Sinne von Art. 79 SchKG - nicht weitergeführt werden kann. Es steht der Gesuchstellerin demzufolge frei, ihre Forderung im Rahmen des ordentlichen Verfahrens prüfen zu lassen."). Als unbehelflich erweist sich im vorliegenden Verfahren damit auch das Argument, die Beschwerdegegnerin habe zu keinem Zeitpunkt gegen die Ausführungen des Bezirksgerichts zur fehlenden Vertretungsbefugnis von G.________ opponiert. Ebenso wenig ist vor diesem Hintergrund schliesslich das von der Beschwerdeführerin erwähnte - primär im materiellen eidgenössischen Strafrecht anzusiedelnde - Verbot der Doppelbestrafung ("ne bis in dem"; BGE 123 II 464 E. 2b; Urteil 1C_149/2022 vom 28. Oktober 2022 E. 6.2) von Belang. Weiterungen dazu erübrigen sich.