Citation: 9C_834/2014 E. 4

Der Beschwerdeführer vermag nicht darzutun, inwiefern die Vorinstanz bundesrechtswidrig die Erlassvoraussetzungen verneint hätte. Nach den verbindlichen Feststellungen im angefochtenen Entscheid erfolgte die Leistungszusprache vom 22. Juni 2010 ausdrücklich als Provisorium und enthielt die - nicht zu beanstandende (vgl. Art. 28 Abs. 2 ATSG) - Aufforderung, schnellst möglich den Entscheid der C.________ AG bezüglich der Jahresrechnung 2009 nachzureichen. Bereits im allgemeinen Sprachgebrauch wird als "provisorisch" bezeichnet, was vorläufig bzw. "zur Überbrückung eines noch nicht endgültigen Zustandes" (www.duden.de) erforderlich ist. Sodann brachte die Beschwerdegegnerin mit der Aufforderung zum Nachreichen des Generalversammlungsbeschlusses klar zum Ausdruck, dass sie die Dokumentation der Vermögensverhältnisse für unvollständig hielt und allfälligen Zahlungen der AG an den Beschwerdeführer Anspruchsrelevanz beimass. Vor diesem Hintergrund durfte sich der Beschwerdeführer in der Tat nicht auf den Bestand der provisorisch verfügten Leistung verlassen. Wie die Vorinstanz zutreffend erwog, musste ihm klar sein, dass eine zuverlässige Beurteilung seiner Ansprüche noch nicht möglich war, der Leistungsberechnung somit kein verbindlicher, sondern nur vorläufiger Charakter zukam und eine weitere Verfügung folgen würde. Eine Verneinung des Anspruchs und eine entsprechende Rückforderung waren keineswegs auszuschliessen. Bei dieser Ausgangslage konnte der Beschwerdeführer die provisorische Leistungszusprechung aber nicht als Vertrauensgrundlage ansehen, auf die er sich gutgläubig berufen konnte (Urteil 9C_805/2008 vom 13. März 2009 E. 2.4 mit Hinweisen). Bereits aus diesem Grund ist nicht zu beanstanden, wenn das kantonale Gericht die Abweisung des Erlassgesuches geschützt hat.