Citation: 9C_229/2016 E. 3

Die das rheumatologische Teilgutachten verfassende Dr. med. B.________, FMH Rheumatologie, diagnostizierte am 11. Juni 2012 ein persistierendes Zervikozephalsyndrom (mit/bei HWS-Distorsion Grad II nach Auffahrunfall, wechselnd stark ausgeprägtem myofaszialem Bild im Bereich der HWS und der schulterstabilisierenden Muskulatur und diskreter thoracal rechtskonvexer Skoliose sowie thorakalem Flachrücken). Sie führte aus, eine exakte Bemessung der Arbeitsfähigkeit bei einem vorwiegend muskulär bzw. myofaszial bedingten Schmerzsyndrom mit entsprechend variablen Befunden sei schwierig. Wesentliche strukturelle Veränderungen im Bereich der Hals- und Brustwirbelsäule bestünden nicht. Es sei jedoch durchaus nachvollziehbar, dass die teils körperlich belastende, teils mit längeren Zwangshaltungen verbundene Tätigkeit als Physiotherapeutin zu Schmerzexazerbationen führen könne. Die Belastungsgrenzen würden von der Versicherten adäquat geschildert, die aktuell 50 %ige Arbeitsfähigkeit scheine realistisch. Der Neurologe Dr. med. C.________, FMH Neurologie, diagnostizierte ein chronisches posttraumatisches Kopfschmerzsyndrom nach HWS-Distorsion (International Headache Society [IHS] Code 5.4) mit im Vordergrund stehendem cervicogenem Schmerz sowie intermittierenden migräniformen Exazerbationen. Es fänden sich keine Hinweise für massgebliche unfallfremde Faktoren, die Entwicklung des Schmerzsyndroms sei überwiegend wahrscheinlich unfallbedingt. Aus psychiatrischer Sicht konnte Dr. med. D.________, Spezialarzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, keine Beeinträchtigung feststellen.