Citation: 4A_14/2019 E. 3

Streitgegenstand ist die Rückerstattung eines Teils der Zahlungen, welche die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin geleistet hat. Die Beschwerdegegnerin macht einen vertraglichen Rückforderungsanspruch geltend. Die Beschwerdeführerin vertritt dagegen die Auffassung, dass sie den ausgerichteten Betrag gestützt auf einen vertraglichen Vergütungsanspruch vollumfänglich behalten dürfe. Das Handelsgericht erwog, die Beschwerdeführerin sollte für ihre Unterstützung eine Vergütung erhalten, deren zwei Komponenten gemäss unbestritten gebliebener Darstellung in der Klage wie folgt definiert worden seien: - Pauschalhonorar von 3% des Bruttobarwerts des Vertrages zwischen der Beschwerdegegnerin und dem Organisationskomitee der Spiele. - Auslagenersatz für den "direkten und indirekten Aufwand" bei der Projektabwicklung. Welche Tatsachen die Beschwerdeführerin zu behaupten und zu beweisen habe, damit sie die Akontozahlungen ganz oder teilweise behalten könne (Durchsetzung des Vergütungsanspruchs als Gegenanspruch), sei "hier durch den (bereits) beurteilten Anspruch auf Rechenschaftsablegung definiert". Denn die Parteien hätten unbestrittenermassen vereinbart, dass der Entschädigungsanspruch erst nach Vorlage der konformen Schlussrechnung festgestellt werden könne. Die Schlussrechnung habe sich dabei über den "effektiven Aufwand" und die "effektiven Auslagen" zu äussern. Zudem seien nur Aufwand und Auslagen zu entschädigen, welche im Zuge der "Projektabwicklung" der Commonwealth Games 2010 angefallen seien. In der Folge untersuchte das Handelsgericht die bestrittenen Positionen der Abrechnung im Einzelnen auf der Grundlage der Eingabe der Beschwerdeführerin vom 6. März 2017. Sie gelangte zum Fazit, der Beschwerdeführerin sei es misslungen, höhere Kosten nachzuweisen als jene, die von der Beschwerdegegnerin ganz oder teilweise anerkannt worden seien. Nach der getroffenen Parteivereinbarung habe die Beschwerdeführerin der Beschwerdegegnerin somit die Differenz zwischen Pauschalhonorar (Fr. 749'700.--) und Auslagen (Fr. 2'964'349.21) einerseits und den Akontozahlungen von Fr. 5'215'625.-- andererseits (zuzüglich Zins) zurückzuerstatten.