Citation: 5A_156/2014 E. A

Am 30. November 2010 reichte Rechtsanwalt X.________ im Namen der Eheleute A.________ und B.________ am Bezirksgericht Weinfelden die Scheidungsklage ein. Er beantragte, es sei den Eheleuten für das erstinstanzliche Scheidungsverfahren und die Führung von Konventionsgesprächen im Rahmen einer Mediation die unentgeltliche Prozessführung mit ihm als Offizialanwalt mit Substitutionsbefugnis zu bewilligen. Mit Verfügung vom 20. Dezember 2010 bewilligte das Bezirksgericht die unentgeltliche Prozessführung für Konventionsgespräche im Rahmen einer Mediation und setzte Rechtsanwalt X.________ als Offizialanwalt mit Substitutionsbefugnis ein. Zugleich sistierte es das Verfahren, damit die Scheidungskonvention ausgearbeitet werden könne, und kam so einem weiteren Antrag in der Eingabe vom 30. November 2010 nach. Am 1. April 2011 reichte Rechtsanwalt X.________ eine Scheidungskonvention ein. Darin war vorgesehen, die elterliche Sorge über die beiden, bei einer Pflegefamilie untergebrachten Kinder bei den Eltern zu belassen. Das Bezirksgericht teilte in der Folge mit, die Konvention könne bezüglich der gemeinsamen elterlichen Sorge so wohl nicht genehmigt wer den. Rechtsanwalt X.________ wurde gebeten, die Situation bezüglich der elterlichen Sorge nochmals zu besprechen. Möglich sei auch, diesbezüglich auf einen Antrag zu verzichten. Am 18. August 2011 teilte Rechtsanwalt X.________ mit, mit Hilfe von Rechtsanwalt C.________, der zwischenzeitlich von der Ehefrau beigezogen worden war, sei eine Konvention zustande gekommen. Nach dieser Konvention sollte die elterliche Sorge der Mutter übertragen werden. Am 30. August 2011 stellte Rechtsanwalt X.________ (als Vertreter beider Parteien) Anträge zum Besuchsrecht und auf Einsetzung eines Kinderanwalts. Als Kinderanwalt wurde D.________ eingesetzt. Am 19. März 2012 bzw. 23. Mai 2012 ersuchte Rechtsanwalt X.________ um Entlassung aus dem Amt als Offizialanwalt der Ehefrau bzw. des Ehemanns. Er wurde daraufhin aus dem Mandat entlassen. Als unentgeltliche Rechtsvertreter wurden Rechtsanwalt E.________ (für die Ehefrau) und Rechtsanwältin F.________ (für den Ehemann) eingesetzt. Mit Honorarnote vom 8. Juli 2013 forderte Rechtsanwalt X.________ eine Entschädigung von Fr. 12'821.95. Mit Entscheid vom 10. Juli / 30. August 2013 schied das Bezirksgericht die Ehe von A.________ und B.________. Die Entschädigung für Rechtsanwalt X.________ setzte es auf Fr. 7'527.90 (inkl. Barauslagen und MWST) fest.