Citation: 2C_558/2018 E. 2.3.5

2.3.5. Ohne geeignete Indizien als Basis für ihre Schlüsse auf das Erlöschen des Ehewillens von November 2010 bis August 2013 durfte die Vorinstanz die Abnahme der vom Beschwerdeführer angebotenen Beweismittel nicht in antizipierter Beweiswürdigung verweigern. Ähnliches gilt für den täglichen Kontakt via moderne Kommunikationsmittel. Es geht nicht an, dem Beschwerdeführer vorzuwerfen, er habe seine Behauptung nicht bewiesen und dann ohne weitere Untersuchungsmassnahmen wegen Beweislosigkeit zulasten des Beschwerdeführers zu entscheiden, wo er doch auch für diese Tatsache Beweismittel angeboten hatte. Diese Beweismittel - Befragungen des Beschwerdeführers, seiner Ex-Ehefrau und deren Mutter - erscheinen jedenfalls nicht als von vornherein untauglich für die Beweisführung, hätte die Vorinstanz daraus doch durchaus Indizien gewinnen können für das Bestehen oder Erlöschen des Ehewillens und den Kontakt zwischen den Ehegatten in der fraglichen Zeit. Indem sie sich weigerte, die angebotenen Beweismittel abzunehmen, hat die Vorinstanz das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers (Art. 29 Abs. 2 BV) sowie den Untersuchungsgrundsatz verletzt. Die formelle Natur dieser Rechtsverletzungen hat zur Folge, dass das angefochtene Urteil ungeachtet der materiellen Begründetheit der Beschwerde aufzuheben ist (vgl. BGE 144 I 11 E. 5.3 S. 17; 137 I 195 E. 2.2 S. 197; 135 I 279 E. 2.6.1 S. 285).