Citation: I 582/06 25.05.2007 E. 5

5.1 Der behandelnde Arzt Dr. med. N._______, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, gab im Bericht vom 4. November 2005 die Diagnosen Verdacht auf hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens (ICD-10: F90.1), Dysthymie (F34.1) und rezidivierende kurze depressive Störung (F38.10) an. Er befand den Beschwerdeführer leistungsmässig und zeitlich uneingeschränkt arbeitsfähig für Tätigkeiten, welche er rein mechanisch und routinemässig erbringen kann, die keine allzu hohen Anforderungen an Eigeninitiative, Nachdenken und Kreativität stellen, keine komplexen Vorgänge voraussetzen und bei denen er möglichst nicht gestört oder abgelenkt wird. Gestützt auf diesen Bericht hat die Vorinstanz richtig geschlossen, dass ein potenzieller Arbeitgeber auf die Fähigkeiten des Beschwerdeführers, aber auch auf seine wegen der diagnostizierten Leiden vorhandenen Schwächen aufmerksam zu machen und entsprechend zu instruieren ist. Daher ist der Beschwerdeführer auf eine fachkundige Unterstützung im Sinne von Arbeitsvermittlung angewiesen. 5.2 Der Beschwerdeführer bezeichnet es als fraglich, ob der vorinstanzliche Entscheid vollständig sei, da darin einzig der Anspruch auf Arbeitsvermittlung abgehandelt worden sei, nicht aber derjenige auf Berufsberatung, Umschulung oder Rente. Zwar ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer auf Grund seiner Fähigkeiten und seiner Persönlichkeitsstruktur für eine selbstständige Tätigkeit nicht geeignet ist. Anderseits ist er aber nach schlüssiger und überzeugender ärztlicher Einschätzung (Bericht Dr. med. N._________ vom 4. November 2005; vgl. E. 5.1) für einfache und repetitive Angestelltentätigkeiten zu 100 % arbeitsfähig, wie die langjährige Arbeit als Chauffeur zeigt. Es liegt auf der Hand, dass der Rentenanspruch bis zu dem hier massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheides (10. Oktober 2005) nicht entstehen konnte (Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG) und darum vom kantonalen Gericht nicht besonders zu erörtern war. Dies gilt ebenso für die übrigen beantragten beruflichen Massnahmen (Berufsberatung, eventuell Umschulung): Weil der Beschwerdeführer für eine breite Palette von einfachen und repetitiven Angestelltentätigkeiten nach wie vor zu 100 % arbeitsfähig ist, trägt die vorinstanzlich angeordnete Arbeitsvermittlung der Persönlichkeitsstruktur und den intellektuellen Fähigkeiten Rechnung und erscheint als notwendige, aber auch hinreichende Eingliederungsmassnahme. Einer Berufsberatung und - damit gekoppelt - allfälligen Umschulung bedarf es nicht (Art. 8 Abs. 1 IVG). Daran vermögen auch die Ausführungen der Frau Dr. med. M.________, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, im letztinstanzlich nachgereichten Bericht vom 2. August 2006 nichts zu ändern.