Citation: 4A_583/2021 E. 8.1

8.1. Die Vorinstanz erwog, es sei unbestritten, dass die Beschwerdeführerin Zahlungen von D.________ AG für X.________lieferungen der Beschwerdegegnerin entgegengenommen und in der Folge an diese weitergeleitet habe. In Ziff. 3.3 des Vertrags hätten die Parteien vorbehalten, die Vergütung für die Dienstleistungen der Beschwerdeführerin als "pay/financial agent" fallweise festzusetzen, was unstrittig unterblieben sei. Die Parteien würden jedenfalls übereinstimmend von einem Prozenthonorar ausgehen, was den Nachweis der Summe voraussetze, auf die der behauptete Prozentansatz in Anschlag zu bringen wäre. Die von der Beschwerdeführerin behauptete Summe von total AED 1'758'235'817.-- habe die Beschwerdegegnerin bestritten. Die Vorbringen der Beschwerdeführerin zur Höhe der entgegengenommenen und der weitergeleiteten Mittel - so die Vorinstanz weiter - würden sich als nicht hinreichend substanziiert und in mehrerer Hinsicht widersprüchlich erweisen. Die beweisbelastete Beschwerdeführerin habe es zudem unterlassen, die ihr nach eigener Darstellung vorliegenden Transaktionsbelege zu den Zahlungsflüssen ins Recht zu legen. Sie habe sich stattdessen auf ein vom Leiter Finanzen der Beschwerdegegnerin erstelltes, internes Schreiben vom 24. Dezember 2013 (act. 32/24) berufen. Damit vermöge sie nicht nachzuweisen, dass die Beschwerdegegnerin die behauptete Höhe der entgegengenommenen und weitergeleiteten Gelder anerkannt hätte. Im Übrigen wäre ihr auch der Nachweis der Marktüblichkeit eines Prozenthonorars von 5.7 % im Sinne einer Verkehrsübung mit den von ihr angerufenen Urkunden nicht gelungen. Selbst wenn aber schliesslich ein gerichtliches Gutachten eine gewisse tatsächliche Verbreitung einer entsprechenden Praxis ergeben hätte, so wäre das Gericht daran nicht gebunden, zumal diese keine Gewähr gegen überhöhte, objektiv nicht angemessene Ansätze biete.