Citation: 2C_98/2018 E. 1.1

1.1. Gegen den Widerruf der Niederlassungsbewilligungen steht die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten offen (vgl. Art. 34 Abs. 1 AuG; BGE 135 II 1 E. 1.2.1 S. 4; Urteil 2C_1035/2017 vom 20. Juli 2018 E. 1.2). Die Beschwerdeführerin, die sich inzwischen seit mehr als 15 Jahren in der Schweiz aufhält, kann sich für ihren Bewilligungsanspruch auch auf den Schutz ihres Privatlebens berufen: Das Bundesgericht hat in einem neueren, zur Publikation bestimmten Urteil festgehalten, dass nach einer rechtmässigen Aufenthaltsdauer von zehn Jahren regelmässig davon ausgegangen werden könne, dass die sozialen Beziehungen zur Schweiz derart eng seien, dass besondere Gründe erforderlich erschienen, um den Aufenthalt zu beenden (BGE 2C_105/2017 vom 8. Mai 2018 E. 3.8 und 3.9 mit Hinweisen; Urteil 2C_1035/2017 vom 20. Juli 2018 E. 5.1). Dies ist etwa der Fall, wenn ein Widerrufsgrund vorliegt. In dieser Situation ist wegen der Anwendbarkeit von Art. 8 Ziff. 1 EMRK unter dem Titel des Schutzes des Privatlebens eine Interessenabwägung gemäss Art. 8 Ziff. 2 EMRK erforderlich.