Citation: 8C_86/2020 E. 5.4

5.4. Demnach ergibt sich aus den Vergleichsgesprächen, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Festsetzung der Rente an seiner bisherigen Arbeitsstelle zu 70 % arbeitsfähig war. Gestützt auf den abgeschlossenen Vergleich vom 5. Dezember 2011 wurde in der Verfügung vom 22. Dezember 2011 von einer Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit bei derselben Arbeitgeberin von 25 % ausgegangen. In einem Schreiben des Kreisarztes vom 10. Oktober 2008 war denn auch ausgeführt worden, dass der Versicherte seit etwa einem Jahr wieder in seiner angestammten Tätigkeit arbeite. Die Rente wurde somit unter Bezugnahme auf die vom Beschwerdeführer bei seiner Arbeitgeberin ausgeübten Tätigkeit als Invalidentätigkeit festgesetzt. Um dem Versicherten zu ermöglichen, an seiner bisherigen Stelle zu bleiben, erklärte sich die Beschwerdegegnerin bereit, von einer Erwerbseinbusse von 25 % auszugehen. Wird wie vorliegend der Invaliditätsgrad unter Bezugnahme auf eine bestimmte Tätigkeit festgesetzt und erhöht sich in der Folge die Arbeitsfähigkeit des Versicherten mit Bezug auf diese Tätigkeit, so kann dies eine erhebliche Änderung der erwerblichen Verhältnisse darstellen. Der Beschwerdeführer hat nach der Festsetzung der Rente sein Arbeitspensum auf 80 % erhöht (vgl. Lohnabrechnungen für das Jahr 2017). Durch die Erhöhung des Beschäftigungsgrades ist eine Änderung der erwerblichen Situation des Beschwerdeführers seit Zusprechung der Rente eingetreten, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad zu beeinflussen. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin aufgrund der Erhöhung des Arbeitspensums eine Revision vornahm.