Citation: 8C_517/2021 E. 5.2.3

5.2.3. Dies gilt umso mehr, als die vorinstanzliche Schlussfolgerung betreffend Aggravation auf der von Dr. med. F.________ durchgeführten Indikatorenprüfung basiert, welche sich an den massgebenden normativen Rahmenbedingungen orientiert (vgl. BGE 141 V 281 E. 4). In diesem Kontext durfte der psychiatrische Gutachter aufgrund der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin trotz Empfehlung keine psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung begann, durchaus auf einen fehlenden Leidensdruck schliessen. Ebenso zu Recht wurde in der Kategorie "Konsistenz" (vgl. BGE 141 V 281 E. 4.4) berücksichtigt, dass die Beschwerdeführerin 20 Monate vor der Begutachtung zum zweiten Mal Mutter geworden war. Nach eigenen Angaben sei sie in der Lage, speziell auch für das jüngste Kind zu sorgen. Kann sich die Beschwerdeführerin, wie sie selber angab, demnach im Umgang mit den Kindern "zusammenreissen", weil sie ihren schlechten Zustand nicht zeigen wolle (vgl. SMAB-Gutachten vom 21. Juni 2019, S. 37), so spricht dies offenkundig für das Vorhandensein persönlicher Ressourcen und gegen eine gleichmässige, sämtliche Lebensbereiche tangierende Einschränkung. Sodann führte Dr. med. F.________ eine Testung gemäss Mini-ICF-APP durch (vgl. dazu: SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5, 8C_340/2015 E. 4.3, 2015 IV Nr. 10 S. 27, 8C_398/2014 E. 4.3.2). Dabei kam er zum Schluss, die Fähigkeiten der Beschwerdeführerin seien in keiner Weise eingeschränkt. Die Ausführungen des psychiatrischen Experten, wonach abgesehen von den Auffälligkeiten in der Beschwerdevalidierung ein Normalbefund vorliege, sind durchwegs überzeugend. Am in diesem Sinne schlüssigen, auf einer breiten Beobachtungsbasis beruhenden Gesamtbild (dazu: SVR 2015 IV Nr. 38 S. 121, 9C_899/2014 E. 4.2.3; Urteil 9C_602/2016 vom 14. Dezember 2016 E. 5.2.2.1) vermögen sämtliche Einwände der Beschwerdeführerin nichts zu ändern. Die vorinstanzliche Bejahung einer Aggravation beruht somit - anders als die Beschwerdeführerin geltend macht - weder auf unrichtiger Sachverhaltsfeststellung noch ist anderweitig eine Rechtsverletzung zu ersehen.