Citation: 6B_1005/2017 E. 4.1.3

4.1.3. Der Beschwerdeführer wendet ein, die günstige Vermutung sei lediglich widerlegt, was die Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz angehe, nicht aber hinsichtlich der Körperverletzung. Mit diesem Unterschied habe sich die Vorinstanz indessen nicht auseinandergesetzt, ebensowenig mit seinem Einwand, der Vollzug einer Freiheitsstrafe werde ihn aus einem stabilen Arbeitsverhältnis reissen und eine Resozialisierung erheblich beeinträchtigen. Auch die Tatumstände indizierten keine schlechte Prognose. Er sei dem Streit aus dem Weg gegangen. Der Beschwerdegegner habe ihm beharrlich nachgestellt. Auch sein Nachtatverhalten sei nicht als negativ einzustufen; der Beschwerdegegner sei von Dritten betreut worden. Weiter habe die Vorinstanz die "Schock- und Warnwirkung" der 60-tägigen Untersuchungshaft nicht in ihre Gesamtwürdigung einbezogen. Die Haft habe einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Diese Erfahrung werde ihn vor weiterer Delinquenz abhalten. Infolge Untersuchungshaft habe er seine damalige Arbeitsstelle verloren. Nach seiner Haftentlassung habe er sich erfolgreich um eine neue Arbeitsstelle bemüht und damit gezeigt, dass er gewillt und fähig sei, seine Zukunft positiv zu gestalten. Des Weitern habe er, mit Ausnahme der Fusstritte, die Tat eingestanden und Reue bekundet. Auch habe er sich um weitere Integration bemüht, so im Frühjahr 2017 während zweier Monate einen Deutschkurs besucht. Insgesamt sei die Vermutung einer günstigen Prognose nicht zu widerlegen. Der Vollzug der Strafe sei daher aufzuschieben.