Citation: P 16/04 07.06.2005 E. 4

War dem EL-Ansprecher die Aufnahme einer ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit durch seine Ehegattin zumutbar, bleibt zu prüfen, ob die Verwaltung in der EL-Berechnung ab 1. Februar 2003 zu Recht ein zumutbarerweise erzielbares hypothetisches Erwerbseinkommen der Ehefrau von Fr. 17'935.- anrechnete. 4.1 Mit Blick auf die zugemutete Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ist die von der SVA eingeräumte angemessene Anpassungsperiode von rund einem halben Jahr seit der Einreise in die Schweiz nicht zu beanstanden. Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb die Ehefrau des Beschwerdegegners - auch als Analphabetin ohne anfängliche Kenntnisse der deutschen Sprache - während den ersten sechs Monaten ihres Aufenthaltes an ihrem neuen Wohnort in der Schweiz bei Aufbietung allen guten Willens (BGE 102 V 165; AHI 2001 S. 228 Erw. 2b mit Hinweisen) und in Nachachtung des im Sozialversicherungsrecht allgemein geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht (BGE 123 V 233 Erw. 3 117 V 278 Erw. 2b, 400, je mit Hinweisen) nicht in der Lage gewesen sein soll, sich bei alltäglichen Verrichtungen wenigstens minimalste Verständigungsmöglichkeiten zu erschliessen. Die Verwaltung brauchte keine über den 1. Februar 2003 hinaus reichende Anpassungsfrist zu gewähren, da sich die Einräumung einer längeren Übergangsfrist von vornherein als nutzlos erwiesen hätte, zumal sich die Ehefrau wegen ihren angeblichen Sorgepflichten gegenüber ihren Kindern und dem EL-Ansprecher als im Haushalt vollständig ausgelastet bezeichnete. Deshalb wurde der Beginn der Anrechnung des Verzichtseinkommens unter dem Gesichtspunkt der Anpassung an die Verpflichtung zur Verwertung ihrer Arbeitsfähigkeit zu Recht auf den 1. Februar 2003 festgesetzt.