Citation: 5P.398/2000 21.12.2000 E. 1

1.- H.S.________ und G.S.________ sind Erben der am 21. April 1997 verstorbenen S.E.________, über deren Nachlass ein Inventar im Sinne von Art. 580 ff. ZGB aufgenommen wurde. Die Frist zur Erklärung über den Erwerb der Erbschaft erstreckte ihnen der Gerichtspräsident von Zurzach letztmals bis 31. Mai 2000. Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Obergericht (3. Zivilkammer) des Kantons Aargau ab (Ziffer 1) und setzte H.S.________ und G.S.________ "für die Erklärung über Annahme oder Ausschlagung der Erbschaft eine Nachfrist von 10 Tagen ab Zustellung dieses Urteils" an (Ziffer 2 des Urteils vom 19. September 2000). Dem Bundesgericht beantragen H.S.________ und G.S.________ mit staatsrechtlicher Beschwerde die Aufhebung des obergerichtlichen Urteils. Sie rügen eine Verletzung ihres Anspruchs auf Behandlung ohne Willkür und nach Treu und Glauben (Art. 9 BV), ihres Anspruchs auf gleiche und gerechte Behandlung (Art. 29 Abs. 1 BV) sowie des Vorrangs des Bundesrechts (Art. 49 Abs. 1 BV). Das Obergericht hat unter Hinweis auf die Ausführungen im angefochtenen Urteil auf Gegenbemerkungen verzichtet. Der Präsident der II. Zivilabteilung des Bundesgerichts hat der Beschwerde antragsgemäss die aufschiebende Wirkung zuerkannt und Obergericht wie Gerichtspräsidium angewiesen, bis zum Abschluss des bundesgerichtlichen Verfahrens das obergerichtliche Urteil nicht zu vollstrecken und von einer Publikation im Amtsblatt des Kantons Aargau abzusehen (Verfügungen vom 24. Oktober und vom 9. November 2000). Die von H.S.________ und G.S.________ gleichzeitig gegen das nämliche Urteil eingelegte eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde hat das Bundesgericht vorweg beurteilt und abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden konnte und soweit sie nicht gegenstandslos geworden war.