Citation: 5C.264/2006 30.03.2007 E. A

Das Haus H.________ (Parzelle Nr. xxxx, Grundbuch G.________) ist in Stockwerkeigentum aufgeteilt. Gemäss der Begründungserklärung vom 20. September 1976 bestehen drei Stockwerkeinheiten, nämlich das Unter- und Erdgeschoss (Nr. 1: 402/1000), das 1. Obergeschoss (Nr. 2: 296/1000) und das 2. Obergeschoss (Nr. 3: 302/1000). Die beiden Obergeschosse dienen Wohnzwecken, während sich im Unter- und Erdgeschoss bereits Jahrzehnte vor der Begründung von Stockwerkeigentum der Familienbetrieb "F.________" befand, eine bis 2003 daselbst im Gross- und Detailhandel für Gemüse tätige Firma. Y.________ ist Alleineigentümer der Stockwerkeinheit Nr. 1 (Unter- und Erdgeschoss). Ab November 2003 vermietete er seine Stockwerkeinheit an Z.________. Der Mieter betreibt im Erdgeschoss des angrenzenden Hauses auf der Nachbarparzelle Nr. yyyy ein Sportgeschäft. Er beabsichtigte, sein Geschäft auf das Unter- und Erdgeschoss des Hauses H.________ zu erweitern und zu diesem Zweck die Trennmauer auf der Parzellengrenze im Erdgeschoss zu durchbrechen, die Fassade des Hauses H.________ neu zu gestalten (Schaufenster, Eingang u.ä.) und das gemietete Unter- und Erdgeschoss innen auszubauen (Verlegung der Heizungsanlage, Erweiterung der Verkaufsfläche u.ä.). A.X.________ und B.X.________ sind Gesamteigentümer der Stockwerkeinheit Nr. 3 (2. Obergeschoss). Sie vermieten dort zwei Wohnungen. Gegen das Bauvorhaben von Z.________ erhoben sie am 11. Juli 2003 öffentlich-rechtliche Einsprache. Am 25. August 2003 fand eine ordentliche Versammlung der Stockwerkeigentümer statt. Persönlich anwesend waren Y.________ (Nr. 1) und die Ehegatten X.________ (Nr. 3). Vertreten liess sich W.________, der damalige Alleineigentümer der Stockwerkeinheit Nr. 2. Das Bauvorhaben von Z.________ war traktandiert und wurde vorgestellt. In der Abstimmung genehmigten die Stockwerkeigentümer das Bauvorhaben mit den Stimmen von Y.________ und W.________ und einer Wertquote von 698/1000. Die Ehegatten X.________ enthielten sich der Stimme und behielten sich vor, einen Rechtsanwalt beizuziehen. Die Baubehörde G.________ trat auf die Einsprache der Ehegatten X.________ nicht ein und bewilligte das Bauvorhaben von Z.________ am 1. September 2003. Der Entscheid blieb unangefochten. Die Ehegatten X.________ legten auch keine privatrechtliche Baueinsprache ein, auf die sie verwiesen worden waren. Anfang Oktober 2003 wurde mit dem Umbau begonnen. Am 22. Oktober 2003 fand eine ausserordentliche Versammlung der Stockwerkeigentümer statt. Persönlich anwesend waren Y.________ (Nr. 1) und die Ehegatten X.________ (Nr. 3) in Begleitung eines Rechtsanwalts. Vertreten liess sich W.________ (Nr. 2). Traktandiert war unter anderem die Heizungsanlage. Die Ehegatten X.________ erklärten sich mit der Verlegung der Heizungsanlage aus dem Erdgeschoss in das Untergeschoss grundsätzlich einverstanden. Z.________ konnte das neue Sportgeschäft im Erd- und Untergeschoss des Hauses H.________ und im Erdgeschoss des angrenzenden Nachbarhauses am 5. Dezember 2003 offiziell eröffnen.