Citation: 1C_502/2022 E. 3.3

3.3. Nach der unbestrittenen Feststellung des Verwaltungsgerichts ordnete der Gemeinderat in seinem Beschluss vom 1. Juni 2021 befristete Lärmschutzmassnahmen bzw. die zeitliche Einschränkung des Werkhofbetriebs bis zur Vollendung einer lärmreduzierenden baulichen Massnahme auf der Parzelle Nr. 4658 an. Die Anordnung der Massnahme begründete er mit der gutachterlichen Feststellung vom 4. Dezember 2018, wonach die massgebenden Planungswerte durch den Betrieb des Werkhofes (vor allem durch den Gerüstumschlag) deutlich überschritten würden. Ferner sei zu berücksichtigen, dass die Werkhofbetreiberin seit dem Frühjahr 2019 eine zusätzliche Fläche von 1'176 m2 beanspruche. Die tatsächliche Lärmbelastung dürfe daher zum heutigen Zeitpunkt noch höher ausfallen als zum Zeitpunkt der Begutachtung (vgl. Beschluss vom 1. Juni 2021). Auch das Bau- und Umweltdepartement bejahte in seinem Rückweisungsentscheid vom 17. Dezember 2021 die deutliche Überschreitung der Planungswerte durch den Betrieb des Werkhofes. Es erachtete zwar den Gemeinderat als zuständige Behörde zum Erlass von Lärmschutzmassnahmen. Seiner Auffassung nach sei aber eine zeitliche Einschränkung der Betriebszeiten ungeeignet, um die massgebenden Planungswerte einzuhalten. Infolgedessen hob es Ziffer 3 des angefochtenen Beschlusses auf und wies die Sache zum Neuentscheid an den Gemeinderat zurück (vgl. S. 23 ff. [E. 6 ff.] des Entscheids des Bau- und Umweltdepartements vom 17. Dezember 2021).