Citation: 5A_423/2024 E. 5

Wie es sich mit der Zustellung der Verfügung vom 3. Mai 2024 an die Beschwerdeführerin verhält, lässt sich dem angefochtenen Entscheid und den obergerichtlichen Akten nicht entnehmen. Die Beschwerdeführerin hat ihrer Beschwerde die Kopie eines Umschlags beigelegt, aus der sich ergibt, dass eine an die Beschwerdeführerin adressierte obergerichtliche Sendung von der Post an das Konkursamt Seeland (als c/o-Adresse) umadressiert wurde. Wie sich aus dem zugehörigen Track & Trace-Auszug ergibt, wurde die Sendung am 3. Mai 2024 der Post übergeben und ein Nachsendeauftrag ausgelöst, bevor sie verloren gegangen zu sein scheint. Nach mehreren Nachforschungen wurde sie am 30. Mai 2024 zugestellt, und zwar offenbar der Beschwerdeführerin selber an ihrem Sitz und nicht dem Konkursamt. Aus diesen Umständen kann die Beschwerdeführerin jedoch nicht ableiten, dass ihre Beschwerdeergänzung vom 7. Juni 2024 und die Hinterlegung des Betrags von Fr. 519.75 rechtzeitig erfolgt wären. Die Beschwerde nach Art. 174 SchKG kann nur innerhalb der zehntägigen Beschwerdefrist ergänzt werden und in dieser Frist müssen sich auch die Konkursaufhebungsgründe (vorliegend die Hinterlegung gemäss Art. 174 Abs. 2 Ziff. 2 SchKG) verwirklicht haben (BGE 139 III 491 E. 4). Die Beschwerdefrist begann mit der Zustellung des erstinstanzlichen Urteils zu laufen und nicht mit der Zustellung der obergerichtlichen Verfügung vom 3. Mai 2024. Die Beschwerdefrist war am 7. Juni 2024 bereits abgelaufen. Die entsprechenden Feststellungen des Obergerichts und die von ihm vorgenommene Fristberechnung werden von der Beschwerdeführerin nicht bemängelt. Die Beschwerdeführerin war sodann zwar im kantonalen Verfahren - wie auch vor Bundesgericht - nicht anwaltlich vertreten. Aus dem Inhalt der Verfügung vom 3. Mai 2024 (vgl. oben E. 1.2) kann sie jedoch nichts zu ihren Gunsten ableiten. In dieser Verfügung wurde der Beschwerdeführerin eine Frist ab Zustellung derselben einzig für die Zahlung des Kostenvorschusses angesetzt (Ziff. 3 der Verfügung). Gemäss den obergerichtlichen Feststellungen wurde dieser denn auch fristgerecht geleistet. Im Übrigen hat das Obergericht die Beschwerdeführerin in Ziff. 4 bloss auf die Rechtsmittelbelehrung des regionalgerichtlichen Entscheids und damit auf die dort schon dargestellte Regelung von Art. 174 SchKG hingewiesen und sie darauf aufmerksam gemacht, dass es ihr offenstehe, die Beschwerde innerhalb der noch laufenden Beschwerdefrist zu ergänzen. Mit diesem Hinweis wurde der Beschwerdeführerin keine Frist ab Zustellung der Verfügung zur Ergänzung der Beschwerde bzw. zur Verwirklichung der Konkursaufhebungsgründe angesetzt und die Beschwerdeführerin konnte aus dem Hinweis auch nichts Derartiges ableiten. Der Hinweis enthält zudem weder eine Verlängerung der Beschwerdefrist noch eine Zusicherung, dass die Beschwerdefrist im Zeitpunkt der Zustellung der Verfügung noch nicht abgelaufen sein würde. Es trifft demnach nicht zu, dass der Beschwerdeführerin ab dem 30. Mai 2024 noch eine Frist zur Beschwerdeergänzung oder zur Hinterlegung des noch offenen Betrags lief. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen, soweit auf sie eingetreten werden kann.