Citation: 2C_575/2018 E. 5.2.1

5.2.1. Die Vorinstanz hat bezüglich Art. 5 Anhang I FZA erwogen, für den Widerruf der Niederlassungsbewilligung aus Gründen der öffentlichen Ordnung und Sicherheit müssten fünf Kriterien erfüllt sein, nämlich a) ein persönliches Verhalten der betroffenen Person, welches b) widerrechtlich ist und c) eine konkrete Gefahr für die Gesellschaft bedeutet, wobei die getroffene Massnahme d) verhältnismässig sein müsse und e) nicht für wirtschaftliche Zwecke geltend gemacht werden dürfe. Die Kriterien a), b), d) und e) seien erfüllt. Bezüglich des Kriteriums c) sei eine konkrete Gefahr für die Gesellschaft zum Zeitpunkt der verfügten, aufenthaltsbeendenden Massnahme nötig. Bei der Beurteilung der Rückfallgefahr seien die Art und Schwere der begangen Straftaten, der seit der letzten Tatbegehung vergangene Zeitraum und die Gesamtsituation der betroffenen Person zu berücksichtigen. Erforderlich sei eine konkrete, hinreichend wahrscheinliche Gefahr neuer Störungen der öffentlichen Ordnung und Sicherheit. Bei schwerwiegenden Straftaten wie etwa Betäubungsmitteldelikten könne bereits nach einer ersten Verurteilung auf eine ausreichende Wiederholungsgefahr geschlossen werden. Aufgrund der erheblichen Drogenmengen, mit welchen der Beschwerdeführer laut Polizeiakten gehandelt hat, geht die Vorinstanz davon aus, dass die öffentliche Ordnung und Sicherheit schwer betroffen ist. Zudem habe der Beschwerdeführer als führendes Mitglied einer Bande und aus rein finanziellen Motiven gehandelt. Bei Begehung der relevanten Delikte sei der Beschwerdeführer bereits über 65 Jahre alt gewesen, womit ihn auch sein fortgeschrittenes Alter nicht von der Delinquenz abgehalten habe. Als Kopf der Bande bei Begehung der Betäubungsmitteldelikte habe er ein hohes Mass an krimineller Energie offenbart, wobei die entsprechende Verurteilung schon für sich alleine auf eine ausreichende Wiederholungsgefahr schliessen lasse. Die konkrete und gegenwärtige Gefährdung der öffentlichen Ordnung sei erfüllt.