Citation: 1C_51/2023 E. 4.3.2

4.3.2. Es ist nicht ersichtlich, was der Beschwerdeführer aus dem Umstand abzuleiten versucht, dass die Vorinstanz die Standortgebundenheit des geplanten Gebäudes in derselben Urteilserwägung behandelte wie das private Interesse des Beschwerdeführers. Entscheidend ist vielmehr, dass sich die Vorinstanz mit der Standortgebundenheit auseinandergesetzt hat. Die Vorinstanz hat darauf hingewiesen, dass sich auf dem Grundstück des Beschwerdeführers bereits ein Wohngebäude befinde, das im Rahmen der Bestandesgarantie im Sinne von § 178 Abs. 1 des PBG/LU erhalten und zeitgemäss erneuert werden dürfe. Zudem dürfe das bestehende Wohnhaus gemäss § 178 Abs. 2 PBG/LU umgebaut, in seiner Nutzung teilweise geändert oder angemessen erweitert werden, wenn dadurch die Rechtswidrigkeit nicht oder nur unwesentlich verstärkt wird (lit. a) und keine überwiegenden öffentlichen Interessen entgegenstehen (lit. b). Es ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz daraus ableitet, dass zum einen das private Interesse des Beschwerdeführers am Neubau eines Wohnhauses zu relativieren und zum anderen die Standortgebundenheit für den geplanten Neubau zu verneinen ist. Dass bereits ein Wohngebäude besteht, das mit weit geringfügigeren Eingriffen in den Wald weiterbestehen, zeitgemäss erneuert und unter Umständen angemessen erweitert werden kann, legt nahe, dass für das geplante Wohnhaus ernsthafte Varianten in Betracht fallen, die den Wald besser schonen. Anders als beim geplanten Projekt müsste bei einer zeitgemässen Erneuerung oder einer Erweiterung des Wohnhauses nicht nahezu die gesamte südlich gelegene Waldfläche gerodet werden. Dies gilt auch für die Erschliessung des Gebäudes, welche momentan mit einer durch den Wald verlaufenden Treppe gewährleistet ist. So haben die Dienststelle rawi und das BAFU auf die Möglichkeit hingewiesen, das bestehende Wohngebäude beispielsweise zusätzlich durch einen Transport- bzw. Personenlift zu erschliessen. Aus bundesrechtlicher Sicht genügt es, wenn eine Zufahrtsstrasse hinreichend nahe an Bauten und Anlagen heranführt. Die befahrbare Strasse muss nicht bis zum Baugrundstück oder gar zu jedem einzelnen Gebäude reichen; vielmehr genügt es, wenn Benützerinnen und Benützer sowie Besucherinnen und Besucher mit dem Motorfahrzeug (oder einem öffentlichen Verkehrsmittel) in hinreichende Nähe gelangen und von dort über einen Weg zum Gebäude oder zur Anlage gehen können (BGE 136 III 130 E. 3.3.2; Urteile 1C_367/2022 vom 9. Mai 2023 E. 6.2 mit Hinweisen).