Citation: U 24/07 05.12.2007 E. 3

3.1 In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit gelangte das kantonale Gericht, der SUVA folgend, zum Ergebnis, dem Beschwerdeführer könne eine leidensangepasste Tätigkeit (ohne Schläge und Vibrationen auf die rechte Schulter, ohne Einsatz der rechten Schulter über der Horizontalen sowie unter Berücksichtigung einer Gewichtslimite von maximal 15 kg und unter Vermeidung von Tätigkeiten mit ungünstigen Hebelarmen, vor allem Aussen-/Innenrotation) ohne zeitliche Einschränkungen ganztägig zugemutet werden. Der Beschwerdeführer lässt dagegen einwenden, die Beurteilung durch das kantonale Gericht widerspreche insbesondere den anlässlich des Aufenthalts in der Rehaklinik Z.________ gewonnenen Erkenntnissen. Ausserdem leide er auf Grund des Unfalls nicht nur an Beschwerden im Bereich der Schulter, sondern auch an einem HWS-Schleudertrauma und den dafür typischen Beschwerden (insbesondere Kopf- und Nackenschmerzen) sowie an einem Tinnitus und an Schwerhörigkeit. 3.2 Die Zumutbarkeitsbeurteilung durch den Kreisarzt Dr. med. B.________ (Bericht vom 15. Januar 2004) berücksichtigt, wie der Beschwerdeführer mit Recht festhält, einzig die Schulterbeschwerden. Insoweit lässt sich jedoch nicht beanstanden, dass die Vorinstanz bei ihrer Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auf die Aussagen des Kreisarztes abgestellt hat. Diese basieren auf einer eigenen Untersuchung sowie auf der Kenntnis der Vorakten, einschliesslich der MR-Arthro der rechten Schulter in der Klinik Y.________ vom 7. Mai 2003 und des Austrittsberichts der Rehaklinik Z.________ vom 2. Juli 2003. Die Einschätzung des Kreisarztes lässt sich mit diesen Stellungnahmen ebenso vereinbaren wie mit den Ergebnissen der verschiedenen Untersuchungen im Spital X.________ (AthroskopieZentrum Orthopädie und Traumatologie AZOT). Entgegen der Argumentation in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird aus dem Bericht des Kreisarztes (insbesondere in Verbindung mit dessen früherer Stellungnahme vom 24. Juli 2003 und derjenigen des Dr. med. P.________ vom 8. August 2003) ohne weiteres deutlich, dass dieser nicht von einem optimalen Zustand ausgeht, wie er nach einer Schultermobilisation hätte eintreten können, sondern von den tatsächlichen Gegebenheiten. 3.3 Zu prüfen bleibt, ob neben der Schulterproblematik weitere Einschränkungen hätten berücksichtigt werden müssen. Was die unmittelbar nach dem Unfall bestehende Symptomatik anbelangt, bezieht sich die Vorinstanz diesbezüglich zu Unrecht auf das bei den Akten liegende Ambulanzblatt des Krankenhauses U.________ vom 18. Juli 2002, denn dieses betrifft nicht den Beschwerdeführer, sondern dessen Ehefrau V.________, welche den Personenwagen gelenkt hatte. Ebenso wenig handelt es sich beim Bericht des Gesundheitszentrums L.________, Krankenanstalt K.________, um einen "ungarischen Arztbericht". Die Stadt/Gemeinde L.________ befindet sich vielmehr in Serbien, und der Versicherte hatte gegenüber der SUVA am 30. August 2002 angegeben, er sei am Tag nach dem Unfall als Mitfahrer in sein Heimatland gereist. Bezüglich der Würdigung des medizinischen Sachverhalts ist dem kantonalen Gericht jedoch vollumfänglich beizupflichten: Der Bericht der Krankenanstalt K.________ erwähnt neben Verletzungen der rechten Schulter und des Ellenbogens auch eine solche im Bereich der HWS. Gemäss den Angaben des Beschwerdeführers gegenüber der SUVA vom 30. August 2002 traten jedoch Nackenschmerzen nur beim "nach-oben-Schauen" auf, und er litt gelegentlich an einem Stechen an der linken Schläfe, aber nicht an Dauerkopfweh. Das für ein Schleudertrauma der HWS oder eine gleichgestellte Verletzung charakteristische "bunte" Beschwerdebild (vgl. BGE 119 V 338 oben E. 1) ist nach Lage der Akten nicht aufgetreten. Somit können die geklagten, organisch nicht nachweisbaren Kopfschmerzen keiner spezifischen HWS-Verletzung zugeordnet werden. Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobene Behauptung, der Versicherte habe nach dem Unfall "Scherben im Kopf" gehabt, findet in den Akten keine Stütze. Es war einzig von einer Schnittverletzung am Ellenbogen die Rede. Die am 19. September 2002 erstmals gegenüber dem Hausarzt Dr. med. F.________ angegebenen Symptome Tinnitus und Schwerhörigkeit rechts stehen gemäss der Beurteilung des Dr. med. G.________ vom 22. August 2003 in keinem kausalen Zusammenhang mit dem Unfallereignis. Derselbe Arzt hatte sich in einer ersten Stellungnahme vom 25. Februar 2003 noch nicht abschliessend geäussert und das Ergebnis noch ausstehender Abklärungen vorbehalten. Die weitere, einen operativen Eingriff beinhaltende Behandlung ergab gemäss dem Austrittsbericht der Klinik für Hals-, Nasen-, Ohren- und Gesichts-Chirurgie des Spital X.________ vom 31. März 2003 die Diagnose einer chronischen Tubenbelüftungsstörung beidseits bei Adenoidhyperplasie. Auf dieser Grundlage konnte Dr. med. G.________ die Kausalität beurteilen. Ein Bedarf nach zusätzlichen Abklärungen besteht nicht. Dies gilt auch bezüglich der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erneut verlangten Einholung eines Gutachtens zur Unfalldynamik und Biomechanik des Unfalls. Nach der Rechtsprechung vermag eine derartige Expertise allenfalls Anhaltspunkte für die Beurteilung der Schwere des Unfallereignisses zu liefern; sie bildet jedoch in keinem Fall eine hinreichende Grundlage für die Kausalitätsbeurteilung (RKUV 2003 Nr. U 489 S. 357 E. 3.2 S. 359, U 193/01).