Citation: 1C_513/2023 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdeführerin A.________ macht geltend, dass der von ihrem ehemaligen Ehemann ab dem Herbst 2018 nicht mehr mitgetragene Kinderwunsch Grund dafür gewesen sei, dass die Ehe in die Brüche gegangen sei. Im vorinstanzlichen Verfahren hatte sie angegeben, dies sei im August 2018 gewesen. Es liegt nur eine kurze Zeitspanne zwischen der letzten Erklärung vom 23. März 2018 und der schon wenige Monate später erfolgten Trennung der Ehegatten Ende September 2018. Die Vorinstanz erachtete es als nicht glaubhaft, dass der ehemalige Ehegatte sich innert kürzester Zeit über eine so wichtige Frage wie die Kinderfrage umentschieden hätte. Sie stellte bei ihrer Beweiswürdigung auch auf den dem damaligen Ehemann vom SEM unterbreiteten Fragenkatalog ab, wo dieser bei der Frage nach dem Trennungsgrund die Unstimmigkeiten bezüglich des Kinderwunsches nicht erwähnte, sondern nur bei der Frage nach dem Fehlen gemeinsamer Kinder angab, der Kinderwunsch sei bei ihm während der Zeit nicht mehr da gewesen sei. Auch spricht die nur sehr kurze Zeitdauer zwischen dem gemäss den Angaben der Beschwerdeführerin A.________ im August 2018 von ihrem ehemaligen Ehemann nicht mehr getragenen gemeinsamen Kinderwunsch und dem schon einen Monat später erfolgten Auszug der Beschwerdeführerin A.________ gegen die Stichhaltigkeit ihres Argumentes, dieser Umstand habe plötzlich eine bis dahin intakte Ehe zerrüttet. Vielmehr spricht auch diese kaum glaubhafte zeitliche Abfolge gegen ihre Darstellung und stützt die Annahme der Vorinstanz, dass die Ehe bereits am 23. März 2023 (Zeitpunkt der letzten Erklärung bezüglich der ehelichen Gemeinschaft) respektive 16. April 2018 (Zeitpunkt der Einbürgerung) zerrüttet war. Eine mehrjährige Ehe zerbricht nicht innert kürzester Zeit, wenn es dafür keinen ausserordentlichen Anlass gibt, und ohne jede Vorahnung der Ehegatten (Urteil 5A.11/2006 vom 27. Juni 2006 E. 4.1).