Citation: 5C.164/2000 04.04.2001 E. 2

2.-In Bezug auf die beklagtische Berufung ist vorweg festzuhalten, dass diese insoweit unbegründet ist, als geltend gemacht wird, dass die von der Klägerin eingeklagten Ansprüche verjährt seien. a) Der Haftungsanspruch gemäss Art. 679 ZGB gegen den Grundeigentümer ist ausservertraglicher Natur. Er unterliegt gemäss Art. 60 OR einerseits der einjährigen relativen Verjährungsfrist, die von dem Tag an läuft, an welchem der Geschädigte Kenntnis vom Schaden hat, und andererseits der 10-jährigen absoluten Verjährungsfrist, die am Tag der schädigenden Handlung zu laufen beginnt (BGE 109 II 418 E. 3 S. 420 m.w.H.). b) Soweit die Klägerin die Schäden auf die Abdichtung des Hauptsammelkanals in den Jahren 1976/77 zurückführt, sind allfällige Ersatzansprüche längst absolut verjährt. Daran änderte auch ein viel späterer Schadenseintritt nichts. Es ist zwar davon auszugehen, dass bereits die Abdichtung des Hauptsammelkanals eine Erhöhung des Grundwasserspiegels bewirkt hatte, ohne dass es aber in der Folge zu Grundwassereinbrüchen in die klägerische Liegenschaft gekommen war. Der Appellationshof spricht im angefochtenen Entscheid davon, dass die Beklagte durch Abdichten des Hauptsammelkanals einen "ständigen Immissionsherd" geschaffen habe. Nach den Feststellungen der Vorinstanz bewirkte indessen erst die Abdichtung der Kanalisationsnebenleitung im Jahre 1990 den entscheidenden Anstieg des Grundwasserspiegels, welcher zum Grundwassereinbruch und zu verstärkten Feuchtigkeitsproblemen in der klägerischen Liegenschaft führte. Schädigendes Ereignis ist daher die Abdichtung der Nebenleitung im Frühjahr 1990. Diesbezüglich ist weder die relative noch absolute Verjährung eingetreten. Abgesehen davon erklärte die Beklagte den Verzicht auf die Einrede der Verjährung hinsichtlich aller Ansprüche, bezüglich denen die Verjährung nicht bereits am 27. März 1991 eingetreten ist. Die Ansprüche der Klägerin sind nicht verjährt.