Citation: 6B_912/2021 E. B

Das Obergericht des Kantons Solothurn stellte mit Urteil vom 29. März 2021 die Rechtskraft der beiden erstinstanzlichen Freisprüche sowie der Schuldsprüche wegen Tätlichkeiten, der Förderung des rechtswidrigen Aufenthalts und der Beschäftigung von Ausländerinnen und Ausländern ohne Bewilligung fest (Dispositiv Ziff. I./1. und I./2.). Im Übrigen sprach es A.________ wegen fortgesetzter Erpressung (Anklagesachverhalt Ziff. A.1.1, Dispositiv Ziff. I./3.) schuldig und verurteilte ihn unter Berücksichtigung der erstinstanzlichen Schuldsprüche zu einer Freiheitsstrafe von 42 Monaten sowie einer bedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu Fr. 110.-- unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren (Dispositiv Ziff. I./3. und I./4.). Weiter entschied es, dass das beschlagnahmte Guthaben in Höhe von Fr. 20'000.-- zur Deckung der Verfahrenskosten verwendet wird (Dispositiv Ziff. III./2.). Zudem regelte es die Kostenfolgen für die kantonalen Gerichtsverfahren (Dispositiv Ziff. V./6., 10 und 11). Hinsichtlich des Schuldspruchs wegen fortgesetzter Erpressung erachtet das Obergericht zusammengefasst folgenden Sachverhalt als erstellt: A.________ hat in Mittäterschaft mit seinem Schwiegersohn, B.________, zwischen Ende 2015 und dem 23. April 2016 von den Betreibern der in der "Bar G.________" in U.________ gelegenen Clubbar, C.C.________ (nachfolgend: der Geschädigte 2) sowie dessen Vater, D.C.________ (nachfolgend: der Geschädigte 1), Fr. 7'000.-- erpresst. Wenige Tage nachdem am 26. Dezember 2015 mehrere Unbekannte in der Clubbar randalierten und eine Auseinandersetzung mit Gästen provozierten, kontaktierte A.________ die Geschädigten und erklärte ihnen, dass "Schutz" notwendig sei, damit es nicht zu erneuten Problemen komme. Dafür verlangte er Fr. 500.-- pro Woche (Fr. 2'000.-- pro Monat). Zusätzlich wurde auf sein Geheiss hin sein Schwiegersohn als "Security" für Fr. 30.-- pro Stunde eingestellt. Dieser hielt sich in der Folge in der Bar auf und hielt den Druck auf den Geschädigten 2 durch Androhung physischer Gewalt aufrecht. Die Zahlungen an A.________ erfolgten aus Angst vor Repressalien. Er und sein Schwiegersohn stellten den Geschädigten mehrfach in Aussicht, dass sie die Bar bei Nichtbezahlung nicht mehr öffnen dürften.