Citation: 2C_981/2015 E. 2.5

2.5. Zu Unrecht rügt der Beschwerdeführer zahlreiche Verletzungen konventions- und verfassungsmässig garantierter Rechte im Zusammenhang mit einer Verunmöglichung seines Familienleben (insbesondere Art. 8 Ziff. 1 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV) und die fehlende Verhältnismässigkeit der aufenthaltsbeendenden Massnahme (Art. 5 Abs. 2 BV; Art. 96 AuG). Sowohl der Ehefrau wie auch der sich in einem anpassungsfähigen Alter befindenden Tochter des Beschwerdeführers ist es zumutbar, dem Beschwerdeführer zumindest in seinen Heimatstaat Niederlande zu folgen und ihr Familienleben dort zu pflegen, weshalb nicht ersichtlich ist, inwiefern die aufenthaltsbeendende Massnahme den Anspruch auf Familienleben zu tangieren vermag (BGE 139 I 330 E. 2.1 S. 335). Selbst bei gegenteiliger Auffassung würde ein Grundrechtseingriff auf einer genügenden gesetzlichen Grundlage (Art. 63 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 62 lit. b AuG; oben, E. 2.1) beruhen und einem durch die begangenen Sexual-, Vermögens- und Nötigungsdelikte des Beschwerdeführers begründeten, überwiegenden öffentlichen Interesse an seiner Ausreise entsprechen (Art. 8 Ziff. 2 EMRK; Art. 13 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 36 BV; BGE 139 I 330 E. 2.2 S. 336; oben, E. 2.2), zumal die Ehefrau im Zeitpunkt der Heirat im Jahr 2011 angesichts der gefällten Urteile nicht davon ausgehen konnte, das Familienleben in der Schweiz zu pflegen, der Beschwerdeführer angesichts seiner seit dem Jahr 2012 andauernden Inhaftierung nie mit seiner Tochter zusammengelebt hat und bei einem Verbleib der Ehefrau und der Tochter in der Schweiz der Kontakt zwischen den Familienmitgliedern problemlos über Kurzbesuche und moderne Kommunikationsmittel aufrechterhalten werden könnte (Urteil des EGMR Üner gegen Niederlande vom 18. Oktober 2006 [Nr. 46410/99], N. 62 ff.). Für alles weitere, insbesondere zum fehlenden Vertrauenstatbestand im Zusammenhang mit der Erteilung der Niederlassungsbewilligung im Jahr 2010, kann auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz im vorinstanzlichen Verfahren verwiesen werden (Art. 109 Abs. 3 BGG), an dessen Ausgang die im Zusammenhang mit der Höhe der Schulden und der bezogenen Sozialhilfe erhobenen Sachverhaltsrügen nichts zu ändern vermögen, weshalb darauf nicht weiter einzugehen ist (Art. 97 Abs. 1 BGG; Art. 118 BGG [zum Erfordernis der Darlegung der Erheblichkeit für den Verfahrensausgang trotz fehlendem ausdrücklichen Verweis in Art. 117 BGG auf Art. 97 und Art. 105 BGG siehe BGE 133 III 393 E. 7.1 S. 398; BIAGGINI, in: Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl. 2012, N. 3 zu Art. 119 BGG]). Die gegen den Widerruf der Niederlassungsbewilligung erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten und die mit der gleichen Argumentation gegen die Wegweisung geführte subsidiäre Verfassungsbeschwerde erweisen sich als unbegründet und sind abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.