Citation: 6B_181/2016 E. A

Die A.________ SA erstattete am 16. Oktober 2013 bei der Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland gegen X.________ in dessen Eigenschaft als Verwaltungsrat der B.________ AG (B.________) Strafanzeige und Strafantrag wegen Widerhandlungen gegen das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb. Diese Widerhandlungen soll X.________ dadurch begangen haben, dass er eine von der A.________ SA seit Jahrzehnten im Markt eingeführte Kondensmilchtube im äusseren Erscheinungsbild nachgeahmt und dadurch versucht habe, sich mittels Verwechslung mit einer eigenen, in Polen produzierten Kondensmilch einen Markteintritt in der Schweiz zu verschaffen. Am 3. März 2015 schlossen die A.________ SA und die B.________ vor dem Handelsgericht des Kantons Bern eine Vereinbarung ab. Darin verpflichtete sich die B.________, der A.________ SA den Betrag von CHF 15'000.-- zu bezahlen. Die A.________ SA ihrerseits verpflichtete sich zum Rückzug des Strafantrags. Am 28. April 2015 wurde über die B.________ der Konkurs eröffnet. Mit Eingabe vom 6. Oktober 2015 erstattete die A.________ SA gegen X.________ bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug Strafklage. Sie verlangte die Eröffnung einer Strafuntersuchung gegen X.________ wegen Konkursdelikten gemäss Art. 163 ff. StGB zu ihrem Nachteil und zum Nachteil der Gläubigergemeinschaft im Konkursverfahren der B.________ sowie wegen Prozessbetrugs zu ihrem Nachteil.