Citation: 5A_184/2023 E. 6.1

6.1. Die Vorinstanz hat die Kosten des Berufungsverfahrens den Parteien je zur Hälfte auferlegt und die Parteientschädigungen wettgeschlagen. Begründet hat sie dies damit, dass in zweiter Instanz nur noch der Unterhalt und der Prozesskostenvorschuss strittig seien. Der Beschwerdeführer habe in Bezug auf den Unterhalt ab 9. März 2018 zu rund 70 % obsiegt. Demgegenüber habe die Beschwerdegegnerin in Bezug auf die neun Monate Unterhalt vor Einreichung des Eheschutzgesuches obsiegt. Berücksichtige man die Dauer, auf die sich die jeweiligen Unterhaltsforderungen beziehen (fünf Jahre vs. neun Monate) und die damit verbundenen unterschiedlich hohen Streitwerte, so obsiege gesamthaft betrachtet überwiegend der Beschwerdeführer. Hingegen sei sein Antrag um aufschiebende Wirkung abgewiesen worden. In familienrechtlichen Angelegenheiten bleibe es dem Gericht unbenommen, die Kosten abweichend vom Verfahrensausgang festzulegen. Mit Blick auf das Gefälle zur Leistungsfähigkeit der Beschwerdegegnerin sei eine hälftige Kostenauflage zur Lasten des Beschwerdeführers gerechtfertigt.