Citation: 6B_486/2024 E. 2.5.4

2.5.4. Wenn die Vorinstanz die neurechtliche Verjährungsfrist von Art. 62 BauG/VS ohne konkrete Begründung in übergangsrechtlicher Hinsicht als anwendbar erachtet und gestützt auf diese Norm eine Verjährung des Tathandelns verneint, wendet sie das kantonale Recht nach dem Gesagten falsch, mithin willkürlich, an und verletzt sie deshalb Bundesrecht. Sie hätte richtigerweise gestützt auf die altrechtliche Bestimmung von Art. 55 aBauG/VS den Tatvorwurf als verjährt taxieren und das Strafverfahren gegen den Beschwerdeführer infolgedessen in Anwendung von Art. 379 i.V.m. Art. 329 Abs. 4 StPO einstellen müssen. Die Beschwerde ist insoweit begründet. Auf die weiteren Rügen des Beschwerdeführers braucht bei diesem Ergebnis nicht eingegangen zu werden.