Citation: C 144/02 16.09.2002 E. 2

2.1 Gestützt auf die Angaben des Beschwerdeführers in den Erhebungsbogen für die Ermittlung der saisonalen Ausfallstunden ergibt sich, dass er bereits in den Vergleichsmonaten Januar und Februar der beiden Vorjahre 1999 und 1998 einen ähnlich hohen Arbeitsausfall wie im Jahre 2000 erlitten hatte. Auch in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde hält er fest, der Arbeitsausfall im Januar und Februar 2000 sei gleich gewesen wie in den entsprechenden Monaten der beiden Vorjahre. Weiter räumt er selber ein, dass im Winter Neuinstallationen oder Sanierungen nicht durchgeführt werden können. Dieser Arbeitsausfall erweist sich daher als saisonal begründet, weshalb er nicht entschädigt werden kann. In Würdigung der Aktenlage war die Ausrichtung der Kurzarbeitsentschädigung für die Monate Januar und Februar 2000 zweifellos unrichtig. Zudem erfüllt der zurückgeforderte Betrag von Fr. 3356.20 das Kriterium der erheblichen Bedeutung (ARV 2000 Nr. 40 S. 211 Erw. 3b), sodass die Wiedererwägungsvoraussetzungen erfüllt sind. 2.2 Letztinstanzlich wird nichts vorgebracht, was zu einer anderen Beurteilung zu führen vermag. Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe in guten Treuen annehmen können, dass Anspruch auf die Kurzarbeitsentschädigung bestehe, nachdem sein seriös ausgefülltes Gesuch akzeptiert worden sei. Zudem sei sein Unternehmen nicht auf Rosen gebettet. Auf den Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 2 ZGB), wie er im öffentlichen Recht Geltung hat (Art. 9 BV; BGE 127 V 258 Erw. 4b, 121 V 66 Erw. 2a; ARV 1999 Nr. 40 S. 237 Erw. 3a), kann sich nur berufen, wer im Vertrauen auf die Richtigkeit einer Verfügung Dispositionen getroffen hat, die nicht ohne Nachteil rückgängig gemacht werden können (Voraussetzung 4; BGE 121 V 66 Erw. 2a). Dies ist zu verneinen, da der blosse Verbrauch von Geldmitteln bzw. deren Weiterleitung an den Arbeitnehmer nicht als Disposition gelten kann. Im Weiteren ist im vorliegenden Zusammenhang nicht zu prüfen, ob die Rückzahlungsverpflichtung den Beschwerdeführer in finanzielle Schwierigkeiten bringen könnte. Dieser Aspekt ist erst und nur bei der Behandlung eines allfälligen Erlassgesuchs unter dem Titel der grossen Härte in Erwägung zu ziehen (ARV 1999 Nr. 40 S. 238).