Citation: 9C_200/2010 29.09.2010 E. 3

3.1 Die Versicherte trägt vor, das Eidgenössische Versicherungsgericht habe mit Urteil vom 20. Oktober 1999 die Sache zur Klärung der Auswirkungen allfälliger somatischer Gesundheitsschädigungen auf die Erwerbsfähigkeit zurückgewiesen. Demzufolge habe das Gericht den Sachverhalt mit Bezug auf die psychiatrischen Befunde und nach Massgabe des psychiatrischen Gutachtens des Dr. med. W.________ vom 17. September 1997 für genügend erhoben erachtet, weswegen die darauf abgestützte Rentenzusprache vom 2. August 2000 zu Recht erfolgt sei, und eine Wiedererwägung ausser Betracht falle. 3.2 Mit Rückweisungsurteil vom 20. Oktober 1999 verhielt das Eidgenössische Versicherungsgericht die Verwaltung, die Verhältnisse vor allem in neurologischer sowie neuropsychologischer Hinsicht weiter abzuklären und den Invaliditätsgrad nicht nach der gemischten Methode, sondern auf der Grundlage eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Ohne die letztinstanzlich angeordnete Sachverhaltsabklärung durchgeführt zu haben, verfügte die IV-Stelle jedoch am 2. August 2000 rückwirkend auf den 1. Oktober 1995 eine halbe Invalidenrente. Mit diesem Vorgehen hat die Verwaltung gegen den Untersuchungsgrundsatz verstossen, was einen Rechtsfehler darstellt, der einen hinreichenden Grund für die Wiedererwägung der Verfügung bildet (E. 2.1 hievor). Die Voraussetzungen der Wiedererwägung sind erfüllt (vgl. E. 2.2 hievor) und im Ergebnis ist die Aufhebung der Verfügung vom 2. August 2000 bundesrechtlich nicht zu beanstanden. 3.3 Die Aufhebung der ursprünglichen leistungszusprechenden Verfügung bedeutet, dass der Rentenanspruch neu und umfassend zu prüfen ist. Namentlich ist die psychiatrisch bedingte Leistungseinschränkung nicht bloss im Lichte der im Zeitpunkt des Erlasses der in Wiedererwägung gezogenen Verfügung vorhandenen, sondern gleichermassen unter Einbezug der danach ergangenen Akten zu bestimmen. Auch wenn die Verfügung vom 2. August 2000 mit der zugesprochenen halben Invalidenrente ausschliesslich auf der Grundlage des von Dr. med. W.________ erstellten psychiatrischen Gutachtens vom 17. September 1997 ergangen wäre, hätte dies mithin nicht zur Folge, dass von dieser Expertise nur unter wiedererwägungsrechtlichen Aspekten abgewichen werden könnte. Ob es sich bei den später erstellten Gutachten um zu Dr. med. W.________ bloss abweichenden Würdigungen eines ansonsten gleich gebliebenen Sachverhalts handelt, ist folglich unmassgeblich (vgl. E. 2.1). Vielmehr sind sämtliche aktenkundige Gutachten nach den gleichen beweisrechtlichen Grundsätzen zu beurteilen (vgl. hiezu BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352).