Citation: 5A_85/2010 11.05.2010 E. 3.6

3.6.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor, beim fraglichen Kontoauszug (Urkunde 119 des Beschwerdegegners) handle es sich nicht um einen Stichtagsbeleg. Aus diesem ergebe sich lediglich ein Kontostand von Fr. 299.15 am 1. Januar 2004 sowie am 31. Dezember 2004. Es sei nicht auszuschliessen, dass am Stichtag vom 22. Juni 2004 ein grösseres Guthaben vorhanden gewesen sei. Der Beschwerdegegner habe den erforderlichen Beweis nicht erbracht (S. 8 f. der Beschwerde). 3.6.2 Inwiefern die Folgerung des Obergerichts, aus dem Kontoauszug vom 5. Januar 2005 auf einen Saldo am Stichtag von Fr. 299.15 zu schliessen, eine Verletzung des rechtlichen Gehörs darstellen soll, begründet die Beschwerdegegnerin nicht. Ebenso wenig kommt sie ihren Begründungsanforderungen nach, soweit sie dem Obergericht (wiederum sinngemäss) eine willkürliche Beweiswürdigung im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG vorwirft (Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. zum Ganzen E. 3.5.2 oben). Darauf ist nicht einzutreten. 3.7 Die Beschwerdeführerin wendet sich in diesem Zusammenhang zudem gegen die Abweisung ihres Beweisantrages auf Edition der Kontobelege über die Zeitspanne vom 16. Mai 1997 bis 22. Juni 2004, den sie in ihrer Eingabe vom 21. April 2008 erhoben hat. Sie rügt deshalb eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV, der Beweislastregel nach Art. 8 ZGB sowie des Anspruchs auf Auskunftserteilung gemäss Art. 170 Abs. 2 ZGB (S. 8 f. der Beschwerde). 3.7.1 Die Beschwerdeführerin hat diese Rüge bereits im ersten bundesgerichtlichen Verfahren erhoben. Im Rückweisungsentscheid vom 4. Mai 2009 hat das Bundesgericht festgehalten, dass die Vermögenssituation des Beschwerdegegners auf den massgebenden Stichtag gemäss der obergerichtlichen Beweiswürdigung erstellt sei, weshalb nicht ersichtlich sei, inwiefern der Beweisführungsanspruch (Art. 8 ZGB) oder die Auskunftspflicht gemäss Art. 170 ZGB verletzt sein könnten (Urteil 5A_76/2009 vom 4. Mai 2009 E. 8.1). 3.7.2 Die Erwägungen eines bundesgerichtlichen Entscheides, mit dem der Fall zu neuer Entscheidung an die kantonale Behörde zurückgewiesen wird, binden sowohl das Bundesgericht selber als auch die Parteien. Dies hat zur Folge, dass sowohl die mit der Neubeurteilung befasste kantonale Instanz als auch das Bundesgericht in einem neuen Beschwerdeverfahren die bereits entschiedenen Fragen nicht mehr zu überprüfen hat (BGE 133 III 201 E. 4.2 S. 208; 135 III 334 E. 2 S. 335 f. mit Hinweisen). Dem Bundesgericht ist es verwehrt, bei einer erneuten Anrufung der Beurteilung einen anderen als den bisherigen Sachverhalt zu unterstellen oder die Sache unter rechtlichen Gesichtspunkten zu prüfen, die im Rückweisungsentscheid ausdrücklich abgelehnt oder überhaupt nicht vorgebracht wurden (BGE 116 II 220 E. 4a S. 222; Urteil 5P.425/2002 vom 25. November 2003 E. 2.1, nicht publ. in: BGE 130 III 87). Damit kann offen bleiben, ob es sich bei der nunmehr neu erhobenen Rüge der Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV überhaupt um eine selbständige Rüge handelt (vgl. Urteil 5A_403/2007 vom 25. Oktober 2007 E. 3.1). 3.7.3 Hat das Bundesgericht somit in seinem Urteil vom 4. Mai 2009 die Vermögenssituation des Beschwerdegegners auf den Stichtag hin als erstellt erachtet, eine Verletzung von Art. 8 ZGB sowie Art. 170 ZGB verneint und wurde eine Verletzung des rechtlichen Gehörs damals von der Beschwerdeführerin gar nicht vorgebracht, so ist auf diese Rüge nicht einzutreten.