Citation: 4A_696/2015 E. 3.2

3.2. Das Bundesgericht stellte im Rückweisungsurteil im Wesentlichen fest, die Gesellschafter hätten in Ziffer 4 des Gesellschaftsvertrages gemäss deren Titel die "Leistungen der Konsorten" geregelt. In den darauffolgenden Bestimmungen (Ziff. 4.1.1 ff.) würden aber Leistungen der von den Parteien beherrschten Aktiengesellschaften aufgeführt. Ob diese Unternehmen vor diesem Hintergrund als eigentliche Hilfspersonen (Art. 101 OR) der sie beherrschenden Konsorten anzusehen seien, könne offen bleiben. Auf jeden Fall hätten die Konsorten nach Treu und Glauben damit rechnen dürfen, ein Vertragspartner, der zur Erfüllung einer von ihm eingegangen Verpflichtung ein mit ihm eng verbundenes oder gar von ihm beherrschtes Unternehmen beiziehe, werde dafür besorgt sein, dass dieses bei der Erbringung der Leistung die im Gesellschaftsvertrag festgesetzten Modalitäten respektiere. Daran ändere sich auch mit der nachfolgenden Modifizierung der Projektrealisierung nichts. Wenn der Beklagte im Rahmen des veränderten Projekts die von ihm beherrschte Aktiengesellschaft zur Vertragserfüllung beiziehe, habe er nach Treu und Glauben dafür zu sorgen, dass die Aktiengesellschaft die vorgesehene Gewinnverteilung respektiere. Dass es ihm nicht möglich gewesen wäre, dafür zu sorgen, dass die Aktiengesellschaft über den erzielten Gewinn abrechne, behaupte er nicht. Wenn er sich entscheide, den mit dem Projekt erwirtschafteten Gewinn bei der Aktiengesellschaft zu belassen, statt diese zu veranlassen, unter Beanspruchung des ihr zustehenden GU-Honorars von 4 % gegenüber dem Konsortium abzurechnen, fördere er seine persönlichen Interessen zu Lasten derjenigen der einfachen Gesellschaft und vereitle die Erzielung eines Gewinns durch das Konsortium, welche letztlich den Zweck der einfachen Gesellschaft bilde. Er verletze mithin seine aus der Gesellschafterstellung fliessenden Pflichten und werde bereits deswegen schadenersatzpflichtig. Ob er eine eigentliche Garantie für die von der Aktiengesellschaft zu erbringende Leistung übernommen habe und deshalb auch ohne Verletzung seiner Pflichten als Gesellschafter haften würde, könne offenbleiben. Für seine Haftung genüge, dass er sich nicht um die Leistung der Aktiengesellschaft bemüht habe. Aus diesem Grund nütze es ihm auch nichts, wenn er seine Passivlegitimation damit bestreite, nicht er, sondern die Aktiengesellschaft habe die verlangte Abrechnung vorzunehmen. Denn er habe dafür zu sorgen, dass die Abrechnung erfolge. Eine Beurteilung der von der Vorinstanz im Einzelnen geprüften und verneinten Nichtigkeit der Vereinbarungen zufolge Steuerhinterziehung nahm das Bundesgericht nicht vor, weil sich der Beklagte in seiner Beschwerdeantwort nicht rechtsgenüglich mit der Argumentation der Vorinstanz auseinander gesetzt hatte.