Citation: 1C_589/2022 E. 3.3.3

3.3.3. Gemäss Art. 13 Abs. 1 VerwVG/AI stellt die Verwaltungsbehörde den Sachverhalt von Amtes wegen fest. Die Parteien sind jedoch namentlich in Verfahren, die durch ihr Begehren eingeleitet wurden, zur Mitwirkung an der Feststellung des Sachverhalts verpflichtet (Art. 14 Abs. 1 lit. a VerwVG/AI). Aus den Luftbildaufnahmen und Orthofotos, auf die sich die Vorinstanz im angefochtenen Urteil stützt, geht eindeutig hervor, dass der Bewirtschaftungsweg nicht - wie der Beschwerdeführer geltend macht - seit jeher über die gesamte Länge verlief. Vielmehr ist auf den Orthofotos der Jahre 2001 und 2013 westlich der drei Gebäude des Beschwerdeführers ein befestigter Weg über eine Länge von rund 150 m ersichtlich. In diesen Dimensionen ist der Weg auch im Zonenplan eingezeichnet. Auf dem Orthofoto aus dem Jahr 2019 ist erstmals der stark ausgebaute Weg über die gesamte Länge inklusive Erweiterung im Westen um rund 117 m ersichtlich (vgl. S. 5 f. des Gesamtentscheids des Bau- und Umweltdepartements). Nichts anderes geht aus der Landeskarte 1:25'000, Blatt 1115, Säntis, aus dem Jahr 2002 hervor, worauf der Bewirtschaftungsweg ebenfalls nur verkürzt eingezeichnet ist. Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer selbst im Baugesuch angegeben hat, dass der Weg teilweise neu erstellt wurde. Angesichts dessen hatte die Vorinstanz keinen Anlass, weitergehende Sachverhaltsabklärungen zu treffen, und durfte sie ohne Willkür annehmen, dass sich ihre Überzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht ändern würde. Unter diesen Umständen war sie auch nicht verpflichtet, dem Beschwerdeführer formell eine Frist zur Einreichung weiterer Unterlagen zu setzen. Im Rahmen seiner Mitwirkungspflicht oblag es dem Beschwerdeführer, zusätzliche Unterlagen einzureichen, soweit er diese für die Feststellung des massgeblichen Sachverhalts als relevant erachtete, und durfte er sich nicht über sämtliche Instanzen hinweg mit dem Argument begnügen, die Behörden müssten aufgrund des Untersuchungsgrundsatzes weitere Beweise erheben. Dass er die Unterlagen nicht selbst hätte zugänglich machen können, überzeugt indessen nicht. Insbesondere stellt es kein Hindernis dar, wenn die Behörden keine Originalakten herausgeben, sondern diese nur eingesehen und Kopien davon erstellt werden können. Folglich wurde der Sachverhalt durch die Vorinstanz in dieser Hinsicht nicht offensichtlich unrichtig festgestellt (Art. 97 Abs. 1 BV) und liegt auch keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) vor. Auszugehen ist daher von der Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz, wonach es sich bei dem nicht bewilligten Wegabschnitt am westlichen Ende des Bewirtschaftungswegs um eine Erweiterung und nicht um eine Erneuerung handelt.