Citation: 5C.171/2000 06.10.2000 E. 6

6.- Das Kantonsgericht hat erkannt, es könne offen bleiben, ob einzelne Teilleistungen des Witwenrentenstammrechts nach Art. 128 Ziff. 1 OR verjährt sein könnten, weil die Urteilsverjährung von zehn Jahren gemäss Art. 137 Abs. 2 OR greife. Denn hier sei die Pflicht des Ehegatten der Beklagten, der Klägerin eine Witwenrente zu bezahlen, vom Arbeitsgericht in Deutschland mit Urteil vom 19. Juli 1994 festgestellt worden (s. lit. A/c a.E. des Sachverhalts). a) Einzelne Renten- oder Pensionsleistungen, die immer wieder kehrend aus ein- und demselben Rechtsgeschäft geschuldet sind, verjähren gemäss Art. 128 Ziff. 1 OR binnen fünf Jahren seit Eintritt der Fälligkeit der jeweiligen Rente (Berti, a.a.O., N. 2 f. zu Art. 128 OR; Guhl/Koller/Schnyder/ Druey, a.a.O., § 39 Rz. 8 f. S. 318; Gauch/Schluep/Rey, a.a.O., Rz. 3418 S. 268). Nach fünf Jahren verjährende Forderungen unterliegen der zehnjährigen Folgefrist von Art. 137 Abs. 2 OR nur, wenn sie schon im Zeitpunkt des Sachurteils fällig gewesen sind (BGE 123 III 213 E. 5b/cc S. 219; Berti, a.a.O., N. 14 zu Art. 128 OR und N. 4 f. zu Art. 137 OR; Gauch/Schluep/Rey, a.a.O., Rz. 3479 f. S. 280). b) Im Ergebnis hat das Kantonsgericht entschieden, das in Deutschland ergangene Urteil habe die früher fällig gewordenen Renten erfasst und die am 19. Juli 2004 ablaufende Folgefrist von Art. 137 Abs. 2 OR sei auch durch das im Ausland ergangene Urteil ausgelöst worden. Da in der Berufungsschrift zu diesem Problemkreis rechtsgenüglich begründete Rügen (Art. 43a Abs. 1 und 55 Abs. 1 lit. c OG) fehlen, bleibt die Berufung auch in diesem Punkt erfolglos.