Citation: 2C_417/2018 E. 7.4

7.4. In Bezug auf den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers kann dem angefochtenen Urteil entnommen werden, dass eine adäquate Behandlung von Schizophrenie auch in der Türkei möglich ist und eine in der Schweiz begonnene Therapie dort fortgesetzt werden kann. Zudem sei der Zugang zu kostenloser medizinischer Versorgung und Medikamenten auch für Personen, die nicht über genügend finanzielle Mittel verfügen, gewährleistet (vgl. E. 5.4 des angefochtenen Urteils). Der Beschwerdeführer behauptet nicht, dass eine genügende medizinische Versorgung in der Türkei nicht gewährleistet wäre. Er macht jedoch geltend, die Nähe zu seinen Kindern sowie seine familiäre Einbettung in der Schweiz seien für sein Wohlergehen und seine Behandlung wichtig, weshalb von einer medizinischen Notlage auszugehen sei. Die Vorinstanz weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die schweizerischen Behörden gehalten sind, im Rahmen der konkreten Rückkehrmassnahmen alles ihnen Zumutbare vorzukehren, um medizinisch bzw. betreuungsmässig sicherzustellen, dass das Leben und die Gesundheit der betroffenen Person nicht beeinträchtigt wird; sie sind verfassungsrechtlich jedoch nicht verpflichtet, im Hinblick auf eine psychisch kritische Situation in Abweichung von den gesetzlichen Vorgaben dem Ansinnen auf Erteilung einer Anwesenheitsberechtigung zu entsprechen (vgl. BGE 139 II 393 E. 5.2.2 S. 403; Urteil 2C_573/2014 vom 4. Dezember 2014 E. 4.3). Im Übrigen begründet der Beschwerdeführer nicht weiter, inwiefern eine Notlage vorliegen soll. Die wegweisungs- oder krankheitsbedingte Gefahr, dass die betroffene Person bei einer Aufenthaltsbeendigung ihrem Leben ein Ende setzen könnte, genügt für sich allein praxisgemäss nicht, um die Wegweisung bzw. deren Vollzug bereits als unverhältnismässig bzw. unzulässig erscheinen zu lassen (Urteil 2C_856/2015 vom 10. Oktober 2015 E. 3.2.1).