Citation: 2C_650/2020 E. 3.3.1

3.3.1. Mit Bezug auf das intertemporale Recht ist vorab festzuhalten, dass verschiedene Bestimmungen dieser Verordnung, darunter auch der hier interessierende Art. 3 Abs. 4 lit. a sowie der Anhang, per 1. Juli 2020 geändert haben (vgl. AS 2020 2061), wobei die Höhe der hier interessierenden Entschädigung (vgl. sogl. E. 3.3.2) unverändert blieb. Vorbehältlich spezialgesetzlicher übergangsrechtlicher Bestimmungen findet in intertemporaler Hinsicht dasjenige Recht Anwendung, das im Zeitpunkt der Verwirklichung des relevanten Sachverhalts bzw. der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes in Kraft stand (BGE 139 V 335 E. 6.2; 129 V 1 E. 1.2; Urteil 2C_195/2016 vom 26. September 2016 E. 2.2.2). Vorliegend wurden die Auskunftsaufträge im Zeitraum von April 2018 bis Mai 2019 erteilt und beantwortet; die Rechnungsstellung durch die Beschwerdegegnerin erfolgte am 26. Juli 2019 (vgl. vorne, Sachverhalt A.c). Folglich ist hier auf die GebV-ÜPF in der bis 30. Juni 2020 geltenden Fassung abzustellen (vgl. AS 2018 201).