Citation: 6B_201/2024 E. 4.3

4.3. Dass das begründete Urteil mit Gerichtsurkunde und nicht mit gewöhnlicher Post versandt wurde, findet seinen Grund in Art. 85 Abs. 2 StPO. Danach stellen die Strafbehörden ihre Post eingeschrieben oder auf andere Weise gegen Empfangsbestätigung zu. Die nachträgliche Zustellung des begründeten Urteils durch die erste Instanz mit gewöhnlicher A-Post diente lediglich zu Informationszwecken und zeitigte keinen Einfluss auf Beginn und Ende des Fristenlaufs für die Einreichung der Berufungserklärung. Darauf wurde der Beschwerdeführer im Begleitschreiben vom 9. Januar 2024 hingewiesen.