Citation: 1A.164/2002 10.09.2002 E. 1

1.1 Auslieferungsfragen sind in erster Linie aufgrund der massgebenden Staatsverträge zu entscheiden. Im vorliegenden Fall gilt das Europäische Auslieferungsübereinkommen vom 13. Dezember 1957 (EAUe; SR 0.353.1), dem sowohl die Schweiz als auch Italien beigetreten sind, sowie das Zweite Zusatzprotokoll zu diesem Übereinkommen vom 17. März 1978, das von beiden Staaten ratifiziert worden ist (SR 0.353.12). Fehlt eine staatsvertragliche Regelung oder ordnet sie die Voraussetzungen und Bedingungen der Auslieferung nicht abschliessend, werden die Vorschriften des internen schweizerischen Rechtes angewandt (BGE 122 II 140 E. 2 S. 141 f., 485 E. 1 und 3a und b S. 486 f. mit Hinweisen), also diejenigen des Rechtshilfegesetzes (IRSG; SR 351.1) und der diesbezüglichen Verordnung (IRSV; SR 351.11). 1.2 Gegen den angefochtenen Auslieferungsentscheid ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht zulässig (Art. 55 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 IRSG). Der Beschwerdeführer ist als auszuliefernde Person zur Beschwerde legitimiert (Art. 21 Abs. 3 IRSG). Auf die rechtzeitig erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist daher einzutreten. 1.3 Es ist unstreitig, dass die formellen und materiellen Voraussetzung der Auslieferung gemäss EAUe vorliegen. Streitig ist lediglich, ob die Auslieferung gestützt auf Art. 3 des Zweiten Zusatzprotokolls und/oder Art. 8 EMRK zu verweigern ist. Das ist im Folgenden zu prüfen.