Citation: 5A_36/2009 06.03.2009 E. 2.3

2.3.1 Als Nächstes führt die Beschwerdeführerin an, im Anschluss an den Augenschein des Bezirksgerichts Arlesheim sei eine Verhandlung im Wohnzimmer der Beschwerdegegner durchgeführt worden. Dabei sei eindeutig der Eindruck entstanden, der Gerichtspräsident sei mit den Beschwerdegegnern befreundet, und im Ergebnis habe die Erstinstanz denn auch in deren Sinn entschieden. Dabei sei Art. 30 Abs. 1 und insbesondere Art. 30 Abs. 3 BV verletzt worden, denn das Wohnzimmer könne nicht als öffentlich bezeichnet werden. Das Urteil sei demnach aufzuheben und zu neuem Entscheid an das Bezirksgericht Arlesheim zurückzuweisen. 2.3.2 Im angefochtenen Urteil wird dazu ausgeführt, es sei in der Tat psychologisch ungeschickt, eine Gerichtsverhandlung in den privaten Räumlichkeiten einer der Parteien durchzuführen. Die Beschwerdeführerin habe indessen in keiner Weise dargetan, inwiefern ihr dadurch ein Nachteil entstanden sein soll, weshalb ihr auch diese Beanstandung nicht weiter helfe. Mit dem Vorbringen, der Gerichtspräsident sei mit den Beschwerdegegnern befreundet, wird sinngemäss die Rüge der Befangenheit im Sinne von Art. 30 Abs. 1 BV erhoben. Aus der Erwägung der Vorinstanz ergibt sich indessen kein Hinweis auf eine freundschaftliche Beziehung. Die Beschwerdeführerin hat vor Kantonsgericht eine Befangenheit des Gerichtspräsidenten aus dem Umstand abgeleitet, dass die Verhandlung vom 17. Dezember 2007 im Wohnzimmer der Beschwerdegegner stattgefunden habe (Plädoyernotizen S. 2 unten). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung wird gestützt auf den auch für die Privaten geltenden Grundsatz von Treu und Glauben und das Verbot des Rechtsmissbrauchs (Art. 5 Abs. 3 BV) verlangt, dass ein echter oder vermeintlicher Organmangel so früh wie möglich, d.h. nach dessen Kenntnis bei erster Gelegenheit, geltend gemacht wird. Es verstösst gegen Treu und Glauben, Einwände dieser Art erst im Rechtsmittelverfahren vorzubringen, wenn der Mangel schon vorher hätte festgestellt und gerügt werden können (BGE 132 II 485 E. 4.3 S. 496 f.; BGE 134 I 20 E. 4.3.1 S. 21; je mit Hinweisen). Da die Beschwerdeführerin sich schon unmittelbar nach der Verhandlung vom 17. Dezember 2007 auf einen nach ihrer Ansicht bestehenden Ausstandsgrund hätte berufen können, hat ihre Rüge als verwirkt zu gelten. 2.3.3 Mit Bezug auf die gerügte Verletzung von Art. 30 Abs. 3 BV (Grundsatz der Öffentlichkeit der Gerichtsverhandlung) legt die Beschwerdeführerin nicht dar, dass sie die Missachtung dieses Prinzips bereits vor Kantonsgericht bemängelt hat. Sie wirft der Vorinstanz diesbezüglich auch keine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV vor. Der Vorwurf hat somit als neu zu gelten und kann nicht gehört werden (E. 1.2 hiervor).