Citation: 9C_639/2019 E. 4.3.2

4.3.2. Das von der Beschwerdeführerin dagegen letztinstanzlich Vorgebrachte vermag zu keinem anderen Schluss zu führen. Dass sich die Beschwerdegegnerin in ihrem Schreiben vom 31. März 2017 nicht vertieft mit der Frage der rechtsgenüglichen (nachträglichen) Eröffnung der Anschlussverfügung vom 29. März 2010 befasst hat, sondern schwergewichtig auf die im vorhergehenden Beschwerdeverfahren erhobenen Einwände eingegangen ist, ändert nichts daran, dass auf die betreffende Verfügung in den Ausführungen Bezug genommen und sie als Beilage (samt darin enthaltener Rechtsmittelbelehrung) mitverschickt wurde. Die Beschwerdeführerin hätte diese daher nicht einfach ignorieren dürfen. Vielmehr wäre sie gehalten gewesen, zeitnah eine entsprechende Anfechtung vorzunehmen. Dies gilt umso mehr, als sie in ihrem Schreiben vom 30. Mai 2017 ausdrücklich darauf hinwies, die Anschlussverfügung 2010 nicht erhalten zu haben. Spätestens auf das Schreiben (samt Beilage) der Beschwerdegegnerin von Ende März 2017 hin hätte sie deshalb, zumal anwaltlich vertreten, ausdrücklich zu erkennen geben müssen, diese nicht zu akzeptieren. Eine sich aus dem Grundsatz von Treu und Glauben ergebende Pflicht der Beschwerdegegnerin, die Beschwerdeführerin - über die der Anschlussverfügung beigelegten Rechtsmittelbelehrung hinaus - auf allfällige Rechtsmittelmöglichkeiten hinzuweisen, wie beschwerdeweise angeführt, besteht nicht. Ebenso wenig musste die Beschwerdegegnerin das Schreiben der Beschwerdeführerin vom 3. April 2017 als gegen die Anschlussverfügung vom 29. März 2010 gerichtete Beschwerde entgegennehmen und weiterleiten. Darin hatte die Beschwerdeführerin lediglich ausgeführt, sie komme auf die Sache zurück und werde sich bis Ende Mai 2017 vernehmen lassen. In der entsprechenden Eingabe vom 30. Mai 2017 vermerkte sie sodann einzig, dass ihr die Zwangsanschlussverfügung im Jahr 2010 nicht zugegangen sei. Von einer diesbezüglichen, nunmehr erfolgenden Anfechtung war aber nicht die Rede. Die Anschlussverfügung vom 29. März 2010 ist der Beschwerdeführerin im Rahmen des Schreibens der Beschwerdegegnerin vom 31. März 2017 somit rechtsgenüglich zugestellt und eröffnet worden. Eine Verletzung der in Art. 34 und 38 VwVG geregelten Eröffnungsmodalitäten ist nicht erkennbar. Anzumerken ist überdies, dass die Beschwerdeführerin in ihrer vorinstanzlichen Beschwerde selber festgehalten hat, dass ihr die Zwangsanschlussverfügung mit dem entsprechenden Schreiben der Beschwerdegegnerin rechtsgenüglich zugestellt worden sei ("... erstmals im Frühjahr 2017 rechtsgültig eröffnet worden... "). Nun vor Bundesgericht das Gegenteil zu behaupten, ist widersprüchlich.