Citation: I 425/05 08.11.2005 E. 3

3.1 Im Rahmen der Invaliditätsbemessung, welche aufgrund der Verhältnisse im Zeitpunkt des Rentenbeginns (hier: frühestmöglicher Zeitpunkt Februar 2004 [Eintritt der relevanten Arbeitsunfähigkeit im Februar 2003; Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG]) und unter Berücksichtigung rentenwirksamer Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Erlass des Einspracheentscheids vorzunehmen ist (BGE 129 V 223 Erw. 4.1 und 4.2, 128 V 174), hat die Vorinstanz das Einkommen, welches der Beschwerdeführer erzielen könnte, wenn er nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG am Ende) auf Fr. 87'464.70 beziffert. Sie ging dabei vom Verdienst aus, welchen der Beschwerdeführer im Jahr 2004 bei seiner letzten Arbeitgeberin, der Firma F.________, effektiv im Gesundheitsfall verdienen würde. Dieses Vorgehen ist korrekt und wird in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ausdrücklich nicht mehr bestritten. 3.2 Zur Ermittlung des Erwerbseinkommens, das der Versicherte durch eine ihm zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, stellte das kantonale Gericht richtigerweise auf die Ergebnisse der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) ab (zu den Grundlagen dieses Vorgehens BGE 126 V 76 f. Erw. 3b/bb mit Hinweisen) und ging für mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten beschäftigte Männer von einem Wert von Fr. 4'557.- aus. (LSE 2002 S.43 Tabelle A1, Anforderungsniveau 4). Unter Berücksichtigung der durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,6 Stunden (Die Volkswirtschaft, Heft 10/2005, S. 82, Tabelle B9.2) sowie der Nominallohnentwicklung in den Jahren 2003 und 2004 (vgl. Die Volkswirtschaft Heft 10/2005, S. 83, Tabelle B10.3, Nominallohnindex für Männer), ergibt sich bei einer Arbeitsfähigkeit von 72 % ein Betrag von Fr. 41'848.20 (Fr. 4'557.- x 12 : 40 x 41,6 + 1,3 % + 0,9 % x 0,72). 3.3 Gemäss Rechtsprechung können persönliche und berufliche Merkmale des Versicherten wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben (BGE 126 V 78 Erw. 5a/cc mit Hinweis). Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der Versicherte wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale seine gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann (BGE 126 V 79 Erw. 5b/aa). Es rechtfertigt sich jedoch nicht, für jedes zur Anwendung gelangende Merkmal separat quantifizierte Abzüge vorzunehmen und diese zusammenzuzählen, da damit Wechselwirkungen ausgeblendet werden. So bestimmt sich beispielsweise der Anfangslohn in einer neuen Firma in der Regel nicht isoliert nach der Anzahl Dienstjahre, sondern unter anderem auch auf Grund der mitgebrachten Berufserfahrungen. Ganz allgemein ist der Einfluss aller Merkmale auf das Invalideneinkommen (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen (BGE 126 V 80 Erw. 5b/bb mit Hinweisen). Letztlich ist der Abzug vom statistischen Lohn unter Berücksichtigung aller jeweils in Betracht fallenden Merkmale auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen (BGE 126 V 80 Erw. 5b/cc). 3.4 Die Vorinstanz begründete eingehend und zutreffend, warum sie aus triftigen Gründen vom Ermessen der Verwaltung abwich (BGE 126 V 81 Erw. 6 mit Hinweis), indem sie einen leidensbedingten Abzug gewährte und zwar im Umfang von 10 %. Das Gericht beachtete zu Recht die leidensbedingten Einschränkungen des Versicherten und beim tabellarisch festgesetzten Invalideneinkommen die statistisch erhärtete Tatsache der Lohneinbusse von teilzeitarbeitenden Männern im massgebenden Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten; vgl. Lohnstrukturerhebung 2000 S. 24 T8 sowie Lohnstrukturerhebung 2002 S. 28 T8), auch wenn in diesem Rahmen der prozentuale Minderverdienst nicht schematisch dem Abzug gleichzusetzen ist (vgl. BGE 126 V 79 Erw. 5b/aa). In Beachtung zwei erfüllter Kriterien trägt der vorgenommene Abzug von 10 % - entgegen den Einwendungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde - den gesamten Umständen angemessen Rechnung und ist nicht zu erhöhen. Bei einem Invalideneinkommen von somit Fr. 37'663.40 resultiert im Vergleich mit dem Valideneinkommen von Fr. 87'464.70 ein Invaliditätsgrad von 57 % (zur Rundung: BGE 130 V 121), welcher Anspruch auf eine halbe Invalidenrente begründet.