Citation: 4A_398/2022 E. 5.6

5.6. Unbehelflich ist schliesslich der Vorwurf, es sei offensichtlich "falsch", dass sich kein subjektiver tatsächlich übereinstimmender Parteiwille im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses feststellen lasse. Die Beschwerdeführerinnen übergehen, dass es nicht genügt - schon gar nicht unter Willkürgesichtspunkten -, einen solchen zu behaupten. Im Bestreitungsfall ist er zu beweisen. Wie die Vorinstanz zutreffend feststellte, divergierten die Standpunkte der Parteien und bestritten die Beschwerdegegnerinnen denjenigen der Beschwerdeführerinnen. Es ist ihnen nicht gelungen, einen übereinstimmenden Parteiwillen in Bezug auf die Voraussetzungen für eine Kürzung der AGP zu beweisen. Indem sie dem Bundesgericht erneut ihre Sicht der Dinge unterbreiten, begründen sie nicht, weshalb der Schluss der Vorinstanz, es könne kein übereinstimmender Parteiwille festgestellt werden, willkürlich sein soll.