Citation: 4A_452/2022 E. B

Am 9. Juni 2020 reichte die Klägerin beim Handelsgericht des Kantons Zürich eine Klage ein. Sie verlangte, die Beklagte sei zu verurteilen, ihr Fr. 122'661.80 nebst verschiedenen Zinsbetreffnissen zu bezahlen für den ausstehen Werklohn aus den beiden Werkverträgen einerseits sowie für Regiearbeit andererseits. Die Beklagte erhob die Einrede der örtlichen Unzuständigkeit, welche das Handelsgericht mit Beschluss vom 3. Dezember 2020 abwies. In der Sache beantragte die Beklagte die Abweisung der Klage. Sie machte unter anderem vertraglich vereinbarte Abzüge vom Werklohn, Minderung des Werklohns aufgrund von Mängeln sowie Verrechnungsforderungen geltend. Mit Urteil vom 24. August 2022, berichtigt mit Verfügung vom 21. September 2022, verurteilte das Handelsgericht die Beklagte, der Klägerin Fr. 74'000.-- und Fr. 23'208.25 je nebst Zins zu bezahlen. Im Mehrbetrag wies es die Klage ab. Es kam zum Schluss, dass die Beklagte noch Werklohn schulde. Vertragliche Abzüge seien entgegen der Beklagten keine vorzunehmen, wohl aber sei der Werklohn zufolge verschiedener Mängel zu mindern. Die von der Beklagten erhobene Verrechnungseinrede dringe nicht durch. Hingegen wies das Handelsgericht die von der Klägerin zusätzlich eingeklagten Forderungen aus Regiearbeit ab.