Citation: 2C_816/2016 E. 1.1

1.1. Die 1973 geborene libanesische Staatsangehörige A.________ heiratete am 12. Juni 2014 ihren Cousin, einen Schweizer Bürger, worauf sie eine bis 11. Juni 2015 befristete Aufenthaltsbewilligung erhielt. Am 25. März 2015 reiste sie zu Familienangehörigen in den Libanon. Am 13. April 2015 erklärte der Ehemann dem Migrationsamt des Kantons Zürich, dass er seit dem 18. März 2015 nicht mehr mit der Ehefrau zusammenlebe und sein Ehewille erloschen sei. A.________ kehrte am 16. Mai 2015 in die Schweiz zurück. Ihr Ehemann gab den Behörden mit Schreiben vom 19. Mai, 27. Mai und 11. Juni 2015 sowie mit E-Mail vom 18. Juni 2015 an, dass sie ihn nur zum Schein geheiratet habe. A.________ ihrerseits verneinte mit Schreiben vom 28. Mai 2015, vom Ehemann getrennt zu leben. In einer von einem Anwalt verfassten Stellungnahme vom 6. Juli 2015 sodann liess sie ausführen, trotz Krisensituation nicht von einer definitiven Auflösung der ehelichen Gemeinschaft auszugehen; den Vorwurf der Scheinehe bestritt sie. Am 11. Juli 2015 wechselte der Ehemann die Schlösser der Wohnung aus, worauf A.________ bei einer Bekannten wohnte. Die in diesem Zusammenhang getätigten Ermittlungen gegen den Ehemann wurden mit einer Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft eingestellt. Mit Urteil vom 28. August 2015 stellte das zuständige Bezirksgericht fest, dass die Ehegatten seit dem 25. März 2015 getrennt lebten, und ordnete die Gütertrennung an; (erst) zweitinstanzlich, am 26. April 2016, wurde der Ehemann zu Unterhaltszahlungen verpflichtet.