Citation: 8C_441/2022 E. 4.4

4.4. In Bezug auf die Frage der Adäquanzprüfung erkannte die Vorinstanz richtig, dass sich weder in der Verfügung vom 29. Mai 2002 noch in jener vom 14. September 2015 (die sich mit der Einstellung der Heilbehandlungskosten befasst) oder in den übrigen echtzeitlichen Akten ein Hinweis auf eine vorgenommene Adäquanzprüfung findet. Auch für eine implizite Prüfung, wie sie der Beschwerdeführer ohne stichhaltige Begründung geltend macht, bestehen keine Anhaltspunkte. Wie die Vorinstanz bereits feststellte, ändert daran nichts, dass Dr. med. D.________ in der Expertise vom 29. Mai 2002 die Rechtsfrage der Adäquanz erwähnte, aber korrekterweise festhielt, seine Einschätzung berücksichtige naturgemäss die juristische Frage der Adäquanz nicht, da diese nicht in den ärztlichen Kompetenzbereich falle. Denn obwohl damit Anlass für die Beschwerdegegnerin bestanden hätte, sich mit dem adäquaten Kausalzusammenhang in der Folge rechtlich auseinanderzusetzen, ergibt sich solches mit der Vorinstanz nicht aus den Akten.