Citation: 4A_605/2020 E. 5.4.2

5.4.2. Was die Beschwerdeführerin gegen diese vorinstanzlichen Erwägungen vorbringt, überzeugt nicht. 5.4.2.1. Was die Position 1 betrifft, so hält die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht am Einheitspreis von Fr. 32.-- pro Meter fest. Diesen Einheitspreis hat die Beschwerdeführerin nach Ansicht der Vorinstanz ungenügend substanziiert. Diese konnte nicht nachvollziehen, inwiefern die Kalkulation der Beschwerdeführerin dem Werkvertrag entspricht. Auch im bundesgerichtlichen Verfahren begründet die Beschwerdeführerin nicht ausreichend, woraus sich der Einheitspreis von Fr. 32.-- pro Meter ergibt. Sie wiederholt, was sie bereits vor der Vorinstanz vorbrachte, ohne sich hinreichend mit den vorinstanzlichen Erwägungen auseinanderzusetzen. Es genügt nicht, wenn sie ausführt, es erschliesse sich nicht, was an ihrer Kalkulation noch fehle. Zudem unterstellte die Vorinstanz ihr entgegen ihrer Behauptung nicht, sie habe nur Zeugen offeriert. Vielmehr würdigte die Vorinstanz auch den Antrag auf ein gerichtliches Gutachten und erwog, ein Beweisverfahren diene nicht der Vervollständigung eines mangelhaften Tatsachenvortrags. Schliesslich trifft zu, dass gemäss BGE 143 III 545 E. 4.4.4.2 S. 551 die allgemeinen Marktpreise heranzuziehen sind. Diesen Grundsatz verletzte die Vorinstanz entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin nicht. Zwar stellte die Vorinstanz auf den Einheitspreis ab, den die Beschwerdegegnerin anerkannt hatte. Dies tat sie aber nur, weil die Beschwerdeführerin einen höheren Preis nicht hinreichend substanziiert hatte. Vor diesem Hintergrund durfte die Vorinstanz auch auf die Abnahme von Beweisen verzichten, ohne den Anspruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör zu verletzen. 5.4.2.2. Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz bei der Beurteilung der Position 2 eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung vor. Dem angefochtenen Urteil ist zu entnehmen, die Beschwerdeführerin habe nur pauschal behauptet, die Beschwerdegegnerin habe den betreffenden Nachtrag bestellt. Inwiefern dies geradezu unhaltbar sein soll, legt die Beschwerdeführerin nicht dar. Wenn die Beschwerdegegnerin behauptete, die Arbeiten seien vom Werkvertrag umfasst, anerkennt sie damit nicht, dass sie einen Nachtrag bestellt habe. Auch vor Bundesgericht erklärt die Beschwerdeführerin nicht, wer wann welche Bestellungsänderung vorgenommen und welche Nachtragsleistungen angefordert haben soll. 5.4.2.3. Die Beschwerdeführerin beanstandet die vorinstanzlichen Erwägungen zur Position 3. Sie macht geltend, die Vorinstanz habe verkannt, dass es nicht nur um Rundungen gehe, sondern um runde Massanfertigungen mit Schablone. Damit legt die Beschwerdeführerin nicht dar, dass die Vorinstanz in Willkür verfiel, als sie erwog, den Arbeiten fehle der Nachtragscharakter. Insbesondere setzt sich die Beschwerdeführerin nicht mit den vorinstanzlichen Erwägungen auseinander, wonach die Übergänge zwischen den Treppenwangen im Ausführungsplan gerundet eingezeichnet gewesen seien. Da dieser bereits vor Abschluss des Werkvertrags bestand, schloss die Vorinstanz, die geltend gemachten Arbeiten seien im Leistungsverzeichnis enthalten gewesen, womit es am Nachtragscharakter der Arbeiten mangle. Zudem setzt sich die Beschwerdeführerin nicht hinreichend mit der vorinstanzlichen Erwägung auseinander, wonach ihr Parteivortrag im Quantitativ nicht schlüssig sei.