Citation: 5A_972/2023 E. 3.4.2

3.4.2. Besuchsrechte sind einer Zwangsvollstreckung grundsätzlich zugänglich. Auf entsprechendes Gesuch hin (Art. 338 Abs. 1 ZPO) kann das Vollstreckungsgericht bei einer Leistung zu einem Tun gemäss Art. 343 Abs. 1 Bst. a ZPO die indirekte Zwangsvollstreckung durch Strafandrohung gemäss Art. 292 StGB anordnen. Diese Vorgehensweise steht namentlich dann zur Diskussion, wenn der andere Elternteil sich der Ausübung des Besuchsrechts in grundsätzlicher Weise widersetzt. Das Vollstreckungsgericht verfügt bei der Durchsetzung über ein erhebliches Ermessen und kann ein früher festgesetztes Besuchsrecht an die besonderen Umstände der Situation im Zeitpunkt der Vollstreckung anpassen (s. zum Ganzen Urteil 5A_167/2017 vom 11. September 2017 E. 6.1 und 6.2 mit Hinweisen). Weshalb ein Vollstreckungsgericht bei Problemen mit der Durchführung der Übernachtung in Ausübung seines Ermessens und mit Rücksicht auf die konkreten Umstände der Beschwerdegegnerin nicht soll befehlen können, das Kind an einem bestimmten Samstag eines jeden Monats zur Übernachtung zu bringen, ist der Beschwerde nicht zu entnehmen. Einfach zu behaupten, die Regelung sei nicht hinreichend konkret, genügt nicht.