Citation: 2C_260/2023 E. 6.1

6.1. Das Bundesverwaltungsgericht hat die vorliegend massgebenden Rechtsgrundlagen betreffend die Disziplinarmassnahmen und die Zitierregeln korrekt dargelegt (Art. 16 der Verordnung des ETH-Rates über die Eidgenössischen Technischen Hochschulen Zürich und Lausanne vom 13. November 2003 [SR 414.110.37]; Art. 2 lit. d und Art. 4 Abs. 1 der Disziplinarordnung der EPFL betreffend die Studierenden der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne, in der hier massgebenden Fassung vom 15. Dezember 2008 [Disziplinarordnung EPFL; AS 2009 825]; Art. 3 Abs. 1 lit. a der Verordnung vom 13. November 2003 des ETH-Rates über die Eidgenössischen Technischen Hochschulen Zürich und Lausanne [ETHZ-ETHL-Verordnung; SR 414.110.37] sowie die von der Schulleitung der EPFL erlassene Directive concernant la citation et la référence des sources dans les travaux écrits rendus par les étudiants vom 1. Januar 2013 [LEX 1.3.3; nachfolgend: Directive]). Es kann auf die detaillierten Ausführungen im angefochtenen Urteil verwiesen werden (Art. 109 Abs. 3 BGG; vgl. E. 4.1-4.3 des angefochtenen Urteils). Von Bedeutung sind vorliegend insbesondere Art. 2 lit. d der Disziplinarordnung EPFL sowie Art. 8 Abs. 1 der Directive, welche das Plagiat definieren. Gemäss Art. 2 lit. d der Disziplinarordnung EPFL begeht einen Disziplinarverstoss, wer eine Arbeit einreicht, deren Inhalt ganz oder teilweise aus Arbeiten Dritter übernommen und als eigener ausgegeben wird (Plagiat). Art. 8 Abs. 1 der Directive sieht seinerseits vor, dass ein Plagiat darin besteht, sich die Arbeit oder die Ergebnisse, die in Wirklichkeit von einer oder mehreren anderen Personen stammen, ganz oder teilweise anzueignen, indem die in den Art. 6 und 7 festgelegten Regeln für das Zitieren und die Quellenangabe nicht eingehalten werden ("Le plagiat consiste à s'attribuer tout ou partie du travail ou des résultats émanant en réalité d'une ou plusieurs autre (s) personne (s), par le non-respect des règles de citation et de référence des sources définies aux articles 6 et 7"). Plagiat, ob absichtlich oder fahrlässig begangen, gilt als Betrug und führt zur Einleitung eines internen Disziplinarverfahrens gemäss der Disziplinarordnung (Art. 8 Abs. 3 der Directive). Art. 6 der Directive umschreibt die Regeln für das Zitieren. Demnach ist es erlaubt, eine Passage aus einem bestehenden Werk unverändert oder in einer Übersetzung zu übernehmen, soweit verschiedene, kumulativ zu erfüllende Voraussetzungen gegeben sind (Abs. 1 lit. a-d). Vorausgesetzt wird namentlich, dass die zitierte Passage deutlich hervorgehoben wird, z.B. in Anführungs- und Schlusszeichen, kursiv oder durch einen eigenen Absatz ("le passage cité est clairement mis en évidence [p.ex. entre guillemets, en italique ou par un paragraphe séparé]").