Citation: 6B_1429/2021 E. 4

Was an diesen Erwägungen bundesrechtswidrig sein könnte, ist nicht ersichtlich. Es steht fest und ist nicht streitig, dass das begründete Urteil des Kantonsgerichts am 6. Oktober 2021 per Einschreiben versandt, dem Beschwerdeführer am 7. Oktober 2021 zur Abholung gemeldet und an das Kantonsgericht am 15. Oktober 2021 mit dem Vermerk "nicht abgeholt" retourniert wurde. Wie die Vorinstanz in Übereinstimmung mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sodann zu Recht erwägt, musste der Beschwerdeführer - aufgrund seiner zu Protokoll gegebenen Berufungsanmeldung anlässlich der Hauptverhandlung vom 9. Juli 2021 - mit Zustellungen des Kantonsgerichts an sein Zustelldomizil rechnen, umso mehr, als der fragliche Versand nur gerade etwas mehr als 3 Monate nach der Hauptverhandlung bzw. der Berufungsanmeldung erfolgte. Dass der Beschwerdeführer, wie er dartut, aufgrund seines Umzugs vom 1. September 2021 mit Adressänderung keine Kenntnis über die fragliche Sendung erhalten haben soll, vermag ihn nicht zu entlasten, zeigt er doch vor Bundesgericht nicht auf und ergibt sich auch nicht aus der angefochtenen Verfügung oder den kantonalen Akten, dass er das Kantonsgericht über das während des Verfahrens offensichtlich neu begründete Zustelldomizil umgehend und in geeigneter Weise orientiert hätte, um die Entgegennahme behördlicher Sendungen weiterhin sicherzustellen (Urteil 2D_29/2019 vom 18. November 2019 E. 3.1; 1C_532/2018 vom 25. März 2019 E. 3.3 und 5.5; vgl. auch BGE 139 IV 228 E. 1.1). Es ist deshalb nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz von einer ordnungsgemässen Zustellung an die letzte bekannte Adresse des Beschwerdeführers ausgegangen ist. Offen bleiben kann, ob es sich beim Vorbringen in der Beschwerde, am 22. Oktober 2021 einen Nachsendeauftrag bei der Post (mit Gültigkeit ab 27. Oktober 2021) eingerichtet zu haben, um ein unzulässiges Novum im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG handelt, zumal der fragliche Nachsendeauftrag nicht zeitgerecht errichtet wurde und ein solcher Auftrag nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung im Übrigen ohnehin keine geeignete Massnahme darstellt, um die ordnungsgemässe Zustellung behördlicher Akten zu gewährleisten (vgl. vorstehend E. 2). Insgesamt ist nicht ersichtlich und auch nicht dargetan, inwiefern die Vorinstanz die Zustellfiktion gemäss Art. 85 Abs. 4 StPO nicht korrekt zur Anwendung gebracht haben soll. Dass sie den Fristenlauf im Hinblick auf die Einreichung der Berufungserklärung nach Art. 399 Abs. 3 BGG fehlerhaft ermittelt haben könnte, macht der Beschwerdeführer zu Recht nicht geltend. Ihr Nichteintreten auf die Berufung (mangels Berufungserklärung) verletzt Bundesrecht nicht.