Citation: 2C_836/2021 E. 6.2.1

6.2.1. Der Beschwerdeführer ist seit seiner Einreise in die Schweiz insgesamt 14 Mal strafrechtlich in Erscheinung getreten. Seine bislang schwerste Verurteilung ist diejenige vom 4. November 2013 zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 16 Monaten und einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu je Fr. 100.--. Der dem Urteil zugrunde liegende Sachverhalt bestand im Wesentlichen darin, dass der Beschwerdeführer den namens der I.________ erhaltenen Betrag von EUR 45'000.-- veruntreute und danach versuchte, dies durch verschiedene Folgedelikte (Urkundenfälschung, falsche Beweisaussage, mehrfache Anstiftung zu falschem Zeugnis, versuchter Prozessbetrug) zu verdecken (Art. 105 Abs. 2 BGG). Die begangenen Delikte richteten sich also nicht nur gegen fremdes Vermögen, sondern auch gegen die Rechtspflege und den Schutz des Rechtsverkehrs. Das Verschulden des Beschwerdeführers ist aus migrationsrechtlicher Sicht unter Berücksichtigung des ausgesprochenen Strafmasses als mittelschwer zu beurteilen, wobei der Tatkomplex und die Folgetaten auf eine erhebliche kriminelle Energie schliessen lassen. Verwerflich erscheint dabei insbesondere der Umstand, dass der Beschwerdeführer seine ehemalige Ehegattin unter Druck setzte, damit sie wahrheitswidrig zu seinen Gunsten aussagt (Art. 105 Abs. 2 BGG). Die Verurteilung mag nunmehr einige Jahre zurückliegen. Doch ist nicht zu beanstanden, wenn ihr die Vorinstanz insbesondere aufgrund des Zusammenhangs zur fortführenden Geschäftstätigkeit des Beschwerdeführers ein erhebliches Gewicht zumisst.