Citation: 1B_332/2009 03.12.2009 E. 4

4.1 Die Beschwerdeführerin bestreitet die Haftgründe der Kollusions- und der Wiederholungsgefahr und rügt eine Verletzung der persönlichen Freiheit. Bezüglich der Wiederholungsgefahr ist die Beschwerdeführerin der Ansicht, aus dem eingegangenen psychiatrischen Gutachten vom 3. Oktober 2009 ergebe sich, dass keine Wiederholungsgefahr bestehe. 4.2 Im die am 27. Juli 2009 verfügte Haftverlängerung betreffenden Urteil 1B_216/2009 vom 20. August 2009 (E. 4.1-4.3) legte das Bundesgericht die Voraussetzungen der Untersuchungshaft wegen Wiederholungsgefahr im Sinne von § 58 Abs. 1 Ziff. 4 der Strafprozessordnung vom 4. Mai 1919 des Kantons Zürich (LS 321; StPO/ZH) eingehend dar. Darauf wird verwiesen. Gestützt auf diverse Aussagen von Zeugen und der Beschwerdeführerin selber, wonach sich diese bei Trunkenheit aggressiv verhalte, Alkohol offenbar in grossen Mengen konsumiere und jeweils bewaffnet unterwegs sei, gelangte das Bundesgericht zum Schluss, dass die Bejahung von Wiederholungsgefahr nicht verfassungswidrig sei, selbst wenn genauere Details zum Trinkverhalten der Beschwerdeführerin im damaligen Zeitpunkt ohne das erwartete psychiatrische Gutachten noch fehlten. 4.3 Gemäss dem psychiatrischen Gutachten vom 3. Oktober 2009 ist die Gefahr, dass die Beschwerdeführerin erneut Straftaten begehen könnte, zu bejahen. Der Experte geht von einer moderaten Rückfallgefahr für die Begehung eines neuerlichen Gewaltdelikts im Rahmen einer spezifischen Beziehungskonstellation aus. Es würden jedoch keine Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass bei der Beschwerdeführerin eine generelle, ungerichtete, beliebige Gewaltbereitschaft bestehe (Gutachten S. 39). 4.4 Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin lässt sich aus dem psychiatrischen Gutachten demzufolge nichts zu ihren Gunsten ableiten. Im Rahmen einer spezifischen Beziehungskonstellation wird eine Rückfallgefahr, wenn auch lediglich eine moderate, bejaht. Die Annahme von Wiederholungsgefahr und somit die Aufrechterhaltung der Untersuchungshaft ist nicht verfassungswidrig. Dies gilt umso mehr, als mittlerweile Anklage erhoben worden ist und es deshalb nicht mehr lange dauert, bis die der Beschwerdeführerin zur Last gelegte Straftat gerichtlich beurteilt wird.