Citation: 6B_362/2023 E. 1.3

1.3. Was der Beschwerdeführer gegen die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung vorbringt, begründet keine Willkür. Im Wesentlichen macht er geltend, die Vorinstanz verurteile ihn einzig gestützt auf die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2, welche "in hohem Masse" widersprüchlich seien. Er zitiert einzelne Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 aus der polizeilichen und der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme und stellt diese einzelnen Formulierungen aus der Strafanzeige und dem Eheschutzgesuch gegenüber. Sodann führt er gegen die Glaubwürdigkeit der Beschwerdegegnerin 2 ins Feld, dass sie sich auch nach der Trennung immer wieder mit ihm getroffen und ihm sogar im Haushalt geholfen habe. Zudem verweist er auf seine eigene Aussage, wonach die Beschwerdegegnerin 2 sexsüchtig gewesen sei. Die Vorinstanz übersieht nicht, dass sich in den Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 Widersprüche und Ungereimtheiten finde n. Allerdings kommt sie nach einer sorgfältigen Aussagenanalyse zum Schluss, dass zahlreiche Wahrheitskriterien und praktisch keine Lügensignale erkennbar sind. Sie hält zusammenfassend fest, dass die Schilderung des mehrjährigen Missbrauchs zu komplex und verflochten sei, als dass sie die Beschwerdegegnerin 2 hätte konstruieren und aufrechterhalten können. Der Beschwerdeführer habe der Beschwerdegegnerin 2 eine Ausschaffung in die Türkei in Aussicht gestellt. Dies erkläre teilweise ihr ambivalentes Verhalten. Sie sei vom Beschwerdeführer abhängig gewesen, nachdem sie allein mit ihrer Tochter in ein fremdes Land gekommen sei, in welchem sie nur ihn gekannt habe. Ihre Aussagen seien glaubhaft. Demgegenüber erblickt die Vorinstanz in den Aussagen des Beschwerdeführers "zu viele Lügensignale und Aktenwidrigkeiten", als darauf abgestützt werden könnte. Mit diesen vorinstanzlichen Erwägungen setzt sich der Beschwerdeführer mit keinem Wort auseinander. Er plädiert wie in einem appellatorischen Verfahren und übersieht, dass das Bundesgericht die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung nicht frei überprüft. Zudem verkennt er, dass dem Grundsatz "in dubio pro reo" als Beweiswürdigungsregel vor Bundesgericht keine über das Willkürverbot hinausgehende Bedeutung zukommt (oben E. 1.1).