Citation: 6B_4/2025 E. 2.2.6

2.2.6. Weiter hält die Vorinstanz fest, es leuchte ein, dass der rapportierende Verkehrspolizist bei der Einvernahme als Zeuge seine damaligen Wahrnehmungen nicht allein aus eigener Erinnerung habe abrufen können. Dies stelle die Feststellungen im Polizeirapport nicht in Frage. Die Staatsanwaltschaft verweise zu Recht auf den erhöhten Beweiswert eines Polizeirapports. Dies müsse umso mehr bei einer Verkehrskontrolle gelten, bei der das Augenmerk auf das Einhalten der Verkehrsregeln gerichtet werde. Der rapportierende Verkehrspolizist stehe als Garant für die Richtigkeit der von ihm erstellten Urkunde (vgl. dazu BGE 145 IV 190 E. 1.4.1 f.). Weiter berücksichtigt die Vorinstanz, dass sich der als Zeuge befragte Verkehrspolizist bei einer Falschaussage strafbar gemacht und seine Arbeitsstelle riskiert hätte (vgl. etwa Urteil 6B_132/2012 vom 26. April 2012 E. 2.4.3).