Citation: 1C_111/2022 E. 3.2

3.2. Bei der Analyse der Haarprobe vom 26. Juni 2019 hat das IRM Basel einen einzigen Wert als EtG-Gehalt (konkret: >100 pg/mg bzw. ca. 250 pg/mg) angegeben. Dabei steht im entsprechenden, bei den Akten liegenden Gutachten, es hätten drei Haarproben vorgelegen (Länge 4 cm, 5,5 cm, 6 cm). Das untersuchte Segment sei 0-5 cm lang gewesen und stehe, ungefähr geschätzt, für einen Zeitraum von fünf bis sechs Monaten vor der Haarasservierung. Im Unterschied dazu nannte das IRM Zürich bei der Analyse der Haarprobe vom 26. Juni 2019 zwei EtG-Werte, und zwar einen Befund für den Zeitraum von Mitte Januar bis Mitte April 2019 (74 pg/mg) und einen weiteren für den Zeitraum von Mitte April bis Mitte Juni 2019 (>100 pg/mg bzw. ca. 140 pg/mg). Es fügte in seinem Gutachten bei, es seien zwei Proben asserviert worden. Davon sei ein erstes Segment von ca. 2 cm (Kopfseite, entsprechend Mitte April bis Mitte Juni 2019) und ein zweites Segment von ca. 3 cm (entsprechend Mitte Januar bis Mitte April 2019) untersucht worden. Aufgrund dessen ist es nicht offensichtlich unrichtig, wenn die Vorinstanz angenommen hat, auch der EtG-Gehalt gemäss IRM Basel aus der Haarprobe vom 26. Juni 2019 umfasse den Zeitraum von April bis Juni 2019. Entgegen dem Beschwerdeführer lässt sich aus der Angabe der Länge der Haarproben vom 26. Juni 2019 im Gutachten des IRM Basel mit 4 cm oder mehr nicht ableiten, dass dieses nur Aussagen zum Zeitraum zwischen Januar und April 2019 gemacht haben soll. Der Vorinstanz ist vielmehr beizupflichten, dass alle diese drei EtG-Gehalte deutlich über dem Interpretationsgrenzwert von 30 pg/mg für einen übermässigen Alkoholkonsum liegen (vgl. dazu BGE 140 II 334 E. 7). Die Stichhaltigkeit dieser Beweiswürdigung wird weder dadurch beeinträchtigt, dass die soeben genannten Werte untereinander erhebliche Diskrepanzen aufweisen, noch dadurch, dass das IRM Zürich bei der Haarprobe vom 10. April 2019 einen EtG-Gehalt von 7.6 pg/mg ermittelte. Das Ergebnis der zuletzt genannten Analyse widerspiegelte etwa den Zeitraum von Ende Oktober 2018 bis Ende März 2019. Auf die vom Beschwerdeführer privat veranlassten Haaranalysen ist die Vorinstanz genügend eingegangen. Der Umstand, dass diese tendenziell tiefere EtG-Werte auswiesen, führt ebenfalls nicht dazu, dass es offensichtlich unrichtig wäre, wenn beim Beschwerdeführer für die erste Jahreshälfte 2019 angenommen wurde, ihm sei der Nachweis einer Alkoholabstinenz für diese Zeitperiode nicht gelungen. Die Vorinstanz brauchte sich nicht näher mit den Laborergebnissen ab Herbst 2019 zu befassen, weil der Nachweis der damaligen Alkoholabstinenz nicht infrage gestellt worden ist. Angesichts der Höhe der EtG-Werte bei den Analysen des IRM Basel und des IRM Zürich zur Haarprobe vom 26. Juni 2019 musste die Vorinstanz auch nicht näher auf die Einwände des Beschwerdeführers eingehen, wonach die erhöhten EtG-Werte angeblich auf den Gebrauch von Ethanol als Hand-Desinfektionsmittel und auf Sporttätigkeit zurückzuführen seien. Vielmehr gibt die vorliegende Beschwerde keinen Anlass, die Tauglichkeit der Haaranalyse als Beweismittel vertieft zu überprüfen (dazu BGE 140 II 334 E. 6 und 7).