Citation: 8C_780/2023 E. 4.1

4.1. Das kantonale Gericht stellte fest, der Ehemann der Beschwerdegegnerin sei am 1. Januar 2023 Vizepräsident und Delegierter des Verwaltungsrates der B.________ AG gewesen. Er habe somit eine arbeitgeberähnliche Stellung innegehabt. Per 11. September 2023 sei er aus der Gesellschaft ausgeschieden. Die Beschwerdegegnerin selbst sei vom 19. Dezember 2018 bis zum 28. April 2022 Mitglied des Verwaltungsrates gewesen. Mit Schreiben vom 27. April 2022 habe der Verwaltungsratspräsident der B.________ AG die Beschwerdegegnerin abgemahnt, da sie ohne Benachrichtigung nicht am Arbeitsplatz erschienen sei. Gleichzeitig habe er ihr im Wiederholungsfall die Kündigung des Arbeitsverhältnisses per 31. August 2022 angedroht. Gemäss Arbeitgeberbescheinigung vom 7. Januar 2023 habe die B.________ AG das Arbeitsverhältnis schliesslich im September 2022 per 31. Dezember 2022 gekündigt. Sie habe dies damit begründet, dass die Beschwerdegegnerin der Arbeit ferngeblieben sei. Weiter habe sich die Beschwerdegegnerin gemäss Bestätigung des Frauenhauses C.________ vom 17. August 2022 vom 21. April bis zum 25. Mai 2022 aufgrund von häuslicher Gewalt im Frauenhaus aufgehalten. Aus dem Schreiben des Rechtsvertreters des Ehemannes vom 3. November 2022 zuhanden der Staatsanwaltschaft Nidwalden gehe ferner hervor, dass die Beschwerdegegnerin gegen ihren Ehemann mehrere Strafanzeigen wegen Tätlichkeiten, Beschimpfung und unberechtigten Besitzes von Waffen erstattet habe. Ebenso sei diesem Schreiben zu entnehmen, dass sowohl letzterer als auch die Beschwerdegegnerin je eine neue Partnerin bzw. einen neuen Partner hätten. Sodann ergebe sich aus dem Bericht vom 12. September 2022 der Dr. med. D.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, unter anderem, dass die Beschwerdegegnerin im Mai 2021 einen Abort habe durchführen lassen, weil der Ehemann das Kind nicht gewollt habe. In der Folge habe er die Beschwerdegegnerin aufgefordert, sich eine Wohnung zu suchen und wegzugehen. Im Dezember 2021 habe er sie zwei Mal geschlagen, was sie nicht mehr hingenommen habe. Die Beschwerdegegnerin habe ihn angezeigt. Der Ehemann habe viele Waffen besessen, die er auch zu Hause gehabt habe. Diese seien von der Polizei beschlagnahmt worden. Mit ärztlichem Zeugnis vom 11. Oktober 2022 habe Dr. med. E.________, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie Psychotherapie für Erwachsene, eine arbeitsplatzbezogene Arbeitsunfähigkeit ab 21. August 2022 bis Ende der gesetzlichen Kündigungsfrist attestiert.