Citation: 6B_141/2020 E. 2.3

2.3. Der Beschwerdeführer fertigte nach dem Verlust des Kontrollschilds selber eine originalgetreue Kopie des Kontrollschilds an (vgl. kant. Akten, act. 19), welche er während neun Tagen zweimal im Strassenverkehr benutzte, ohne die Polizei über den Verlust des Kontrollschilds in Kenntnis zu setzen. Nicht zu beanstanden ist daher, wenn die Vorinstanz zwar von einem "eher leichten" Tatverschulden ausgeht, die Strafe jedoch nicht auf das Minimum von drei Tagessätzen Geldstrafe festlegt. Unbehelflich ist der Verweis des Beschwerdeführers auf die im BGE 143 IV 515 zugrundeliegenden Verfahren ausgesprochene Strafe. Zu beurteilen war damals eine einmalige Verwendung eines gefälschten Kontrollschilds im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses. Der Umstand, dass es sich beim Täter um einen Berufschauffeur handelte, führt nicht zwingend zur Annahme eines höheren Verschuldens. Hinzu kommt, dass sich das Bundesgericht im erwähnten Verfahren nicht zur Strafzumessung äussern musste. Im Übrigen hat die Rechtsprechung verschiedentlich betont, dass Vergleiche mit anderen Urteilen vor dem Hintergrund des Grundsatzes der Individualisierung und des weiten Ermessens des Sachgerichts nur beschränkt möglich sind. Soweit die Strafe innerhalb des gesetzlichen Strafrahmens, gestützt auf alle wesentlichen Gesichtspunkte und im Rahmen des richterlichen Ermessens festgesetzt wurde, sind Unterschiede in der Strafzumessungspraxis innerhalb dieser Grenzen als Ausdruck unseres Rechtssystems hinzunehmen (BGE 135 IV 191 E. 3.1 S. 193; Urteil 6B_27/2020 vom 20. April 2020 E. 3.3.3). Die Vorinstanz gesteht dem Beschwerdeführer zu, er habe sich im Verfahren hinsichtlich der Feststellung des Sachverhalts überwiegend kooperativ verhalten. Er habe den Sachverhalt grundsätzlich von Anfang an eingestanden, was aufgrund der damaligen Beweislage jedoch nicht als Ausdruck von Reue und Einsicht qualifiziert werden könne. Immerhin sei seine Ehefrau am Zoll angehalten und das nachgemachte Kontrollschild sichergestellt worden. Der Gebrauch eines nachgemachten Kennzeichens sei mithin vor dem Geständnis bereits nachgewiesen gewesen. Die Vorinstanz wertet diese Elemente neutral (angefochtenes Urteil E. 6.2 S. 13 f. und E. 6.4.2 S. 15). Eine Verletzung von Bundesrecht ist auch insofern nicht auszumachen. Der Strafmilderungsgrund der aufrichtigen Reue im Sinne von Art. 48 lit. d StGB gelangt vorliegend offensichtlich nicht zur Anwendung. Ein Geständnis kann sich jedoch, selbst wenn die Voraussetzungen von Art. 48 lit. d StGB nicht erfüllt sind, bei der Strafzumessung im Rahmen von Art. 47 StGB zugunsten der beschuldigten Person auswirken. Die blosse Tatsache, dass sich ein mit den Beweisen konfrontierter Täter geständig und reuig zeigt, führt nach der Rechtsprechung indes nicht zwingend zu einer Strafminderung (Urteile 6B_443/2020 vom 11. Juni 2020 E. 1.2.2; 6B_1054/2019 vom 27. Januar 2020 E. 1.1 mit Hinweisen). Dass die Vorinstanz das Aussageverhalten des Beschwerdeführers neutral wertet, verstösst daher nicht gegen Bundesrecht. Mit seinen Angaben zum Grund für die Fälschung, nämlich dem vorgängigen Verlust des Kontrollschilds, belastete sich der Beschwerdeführer nicht zusätzlich, zumal anfänglich der Verdacht bestand, er könnte das Wechselschild gefälscht haben, um beide darauf eingelösten Fahrzeuge gleichzeitig nutzen zu können (vgl. kant. Akten, act. 3 f.). Nicht ins Gewicht fällt, dass der Beschwerdeführer bezüglich der Dauer der Verwendung des gefälschten Kontrollschilds grundsätzlich auch einen für ihn noch günstigeren Sachverhalt hätte behaupten können. Die ausgesprochene Geldstrafe von 20 Tagessätzen hält sich im Rahmen des sachrichterlichen Ermessen. Zur Verbindungsbusse von Fr. 800.-- äussert sich der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde nicht, weshalb darauf nicht weiter einzugehen ist.