Citation: 6B_1263/2020 E. 4.5.3

4.5.3. Nicht zu folgen ist dem Beschwerdeführer, soweit er sich auf den Standpunkt stellt, die Investorengelder seien keine Aktiven der D.________ AG, sondern dem Vermögen der L.________ AG zuzurechnen. Nimmt die D.________ AG - nach den willkürfreien Feststellungen der Vorinstanz - zwecks Zeichnung von Aktien einer noch zu gründenden Gesellschaft Investorengelder auf ihrem eigenen Konto entgegen, gehen diese Gelder in ihr Vermögen über. Dass sich die D.________ AG vertraglich verpflichtet hatte, die Aktien der noch zu gründenden L.________ AG zu zeichnen und alsdann den Investoren zu übertragen, ändert daran nichts. Was zum Vermögen einer (juristischen) Person gehört, ist zudem keine Tat- sondern eine Rechtsfrage (vgl. STEFAN MAEDER, Gefährdung - Schaden - Vermögen: Zum sogenannten Schaden durch Vermögensgefährdung im Strafrecht, 2017, S. 47). Ob die Investorengelder dem Vermögen der D.________ AG oder der L.________ AG zuzuordnen waren, hatten folglich die Gerichte und nicht die Staatsanwaltschaft zu entscheiden. Die Rüge der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes geht damit an der Sache vorbei.