Citation: 4P.74/2002 02.07.2002 E. 3

3.1 Die Beschwerdeführer bringen weiter vor, das Obergericht habe in Widerspruch zu den Akten festgestellt, der Zeuge G.________ habe gehört, "dass sich die Kläger und E.________ anlässlich der Besprechung darauf geeinigt hätten, dass in dem von den Klägern monatlich zu bezahlenden Betrag von Fr. 3'000.-- Fr. 500.-- als Kaufpreiszahlung enthalten gewesen seien; nach fünf Jahren sollte der Stand an die Kläger übergehen". An der zitierten Stelle (angefochtenes Urteil S. 12 Abs. 2) gab das Obergericht die insoweit gleich lautenden Ausführungen des Zeugen vor Bezirksgericht und vor Obergericht wieder. Ein Widerspruch zu den vom Obergericht bezeichneten Fundstellen ist nicht ersichtlich. Der Vorwurf der Aktenwidrigkeit ist daher verfehlt. 3.2 Die kantonalen Gerichte nahmen an, es sei nachvollziehbar, dass E.________ den Verkauf des Imbiss-Standes gegenüber F.________ verschwiegen und die Beschwerdegegner auf Stillschweigen verpflichtet habe, um F.________ zu schonen, welche aus gesundheitlichen Gründen den Imbiss-Stand nicht habe weiterführen können. Die Beschwerdeführer erblicken darin eine einseitige und daher willkürliche Beweiswürdigung. Sie meinen, es sei nicht verständlich, weshalb E.________ hinter dem Rücken seiner Geschäftspartnerin das gemeinsame Geschäft hätte verkaufen sollen. Jedenfalls sei nicht nachvollziehbar, weshalb er ihr auch nach dem Verkauf nicht davon hätte erzählen sollen. Die Beschwerdeführer verkennen, dass Willkür nicht bereits vorliegt, wenn eine andere als die vom kantonalen Gericht gewählte Lösung ebenfalls vertretbar scheint oder gar vorzuziehen wäre. Ein Verstoss gegen das Willkürverbot setzt vielmehr voraus, dass der angefochtene Entscheid sich schlechterdings nicht halten lässt, weil er mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht (BGE 122 I 61 E. 3a mit Hinweisen). Inwiefern die Annahme des Obergerichts, E.________ habe mit der Geheimhaltung des Verkaufs des Standes die auf der Intensivstation liegende F.________ schonen und ihr wegen der mit den Beschwerdegegnern abgemachten Geheimhaltung auch im Nachhinein nichts davon gesagt, unhaltbar sein soll, zeigen die Beschwerdeführer nicht auf. Auch insoweit ist die Beschwerde unbegründet. 3.3 Die Beschwerdeführer betrachten sodann die Einschätzung des Obergerichts als willkürlich, wonach die Ausführungen des Zeugen G.________ im Einklang mit den Aussagen der Beschwerdegegner stünden. Sie weisen darauf hin, dass der Zeuge vor Obergericht erwähnt hat, er könne sich nicht mehr daran erinnern, dass man davon gesprochen habe, gegenüber F.________ Schweigen zu bewahren. Übereinstimmung von Einvernahmen verschiedener Personen erfordert nicht, dass deren Angaben in sämtlichen Punkten deckungsgleich sind. Insbesondere schafft ein Zeuge keine Unstimmigkeit, wenn er Parteiaussagen in einem bestimmten Punkt nicht zu bestätigen vermag, weil er sich nicht daran erinnert. Auch diese Rüge verfängt daher nicht.