Citation: U 110/99 12.04.2000 E. 2

2.- In der Befragung durch die SUVA vom 11. Dezember 1997 erklärte der Versicherte, er habe den 1,2 m hohen, 1 m breiten und 20 cm tiefen Radiator, der über 100 kg gewogen habe, auf den dreiachsigen Sackrolli gelegt und festgebunden. Beim eine 20-stufige Treppe hinunter führenden Transport (Tritt für Tritt) habe ihm ein Lehrling geholfen, wobei dieser den linken Griff des Rollis und er selber den rechten gehalten habe. Als der Rolli bei der fünftletzten Treppenstufe etwas ruckartig weggerutscht sei, habe er heftig zurückgezogen. Dabei habe er einen stechenden Schmerz im Ansatz des rechten Schlüsselbeines verspürt. Er sei aber weder mit den Füssen ausgerutscht noch gestürzt, noch habe er sich angeschlagen. Mit Bezug auf das Gewicht des Radiators hat die Vorinstanz auf die vom Versicherten ursprünglich gemachte und im kantonalen Beschwerdeverfahren wiederholte Angabe abgestellt, wonach der Gusseisenradiator "über 100 kg" schwer war. Gleichzeitig hat sie die am 8. Januar 1999 zum Beweis eines Gewichts von "ungefähr 300 kg" beantragte Einvernahme von A.________ als Zeuge in antizipierter Beweiswürdigung abgelehnt. Hiegegen wendet der Beschwerdeführer zwar zutreffend ein, die Vorinstanz habe sich dabei zu Unrecht von der Maxime leiten lassen, dass die so genannten "Aussagen der ersten Stunde" glaubwürdiger sind als solche, die - bewusst oder unbewusst - von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sind (BGE 121 V 47 Erw. 2a), weil dieser Grundsatz nur bei sich widersprechenden Aussagen des Versicherten und nicht bei Widersprüchen zwischen dem Versicherten und einer Drittperson Anwendung findet. Im Ergebnis ist indessen die vom kantonalen Gericht vorgenommene Beweiswürdigung nicht zu beanstanden. Denn es erscheint fraglich, wie genau A.________, der sich geweigert hatte, den Radiator zu transportieren, zu dessen Gewicht überhaupt Auskunft geben könnte. Hinzu kommt, dass A.________ seine Aussage über ein Jahr nach dem Ereignis gemacht hat und damit in einem Zeitpunkt, in welchem das menschliche Erinnerungsvermögen - vor allem mit Bezug auf Details und Einzelheiten eines Geschehens - längst an Konturen verloren hat. Aus diesen Gründen erweist sich die ursprüngliche Sachverhaltsdarstellung des Beschwerdeführers von vornherein als glaubwürdiger als jene des A.________, von dessen Einvernahme insofern keine neuen Erkenntnisse zu erwarten waren. Unter diesen Umständen durfte die Vorinstanz in antizipierter Beweiswürdigung von der beantragten Zeugeneinvernahme absehen (BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. 1d).