Citation: 5P.135/2000 29.05.2000 E. 3

3.- a) Der Beschwerdeführer begründet die Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 6 Ziff. 1 EMRK, SR 0.101) damit, er sei durch den Umstand, dass er das Abänderungsgesuch dem Amtsgericht eingereicht habe, das üblicherweise eine Verhandlung anberaume, um diese gebracht worden, weil das Dossier an das Obergericht weitergeleitet und von diesem ohne Verhandlung beurteilt worden sei. Diese Begründung genügt Art. 90 Abs. 1 lit. b OG, der auch für auf die EMRK gestützte Rügen gilt (BGE 113 Ia 225 E. 2 S. 230), offensichtlich nicht (BGE 123 III 261 E. 4a und b S. 270, 121 I 225 E. 4c S. 230, 118 Ia 20 E. 5c S. 27 unten): Erstens begründet er nicht, weshalb ein im Kanton Luzern tätiger Rechtsanwalt nicht wissen kann, ob im Rechtsmittelverfahren die Rechtsmittelinstanz oder die erste Instanz für den Massnahmeentscheid zuständig ist (vgl. Art. 58 OG). Zweitens wird nicht begründet, weshalb er in seiner Eingabe die Ansetzung einer öffentlichen Verhandlung nicht verlangen konnte. Der Anspruch auf rechtliches Gehör (dazu BGE 124 I 49 E. 3a, 124 II 132 E. 2b, 123 I 63 E. 2a) schützt den Betroffenen nicht vor eigenen Versäumnissen, und das staatsrechtliche Verfahren dient nicht dazu, im kantonalen Verfahren Versäumtes nachzuholen (BGE 120 Ia 19 E. 2c/bb, 119 Ia 221 E. 5a). Daher kann offen bleiben, ob Art. 29 Abs. 2 BV dem Betroffenen überhaupt Anspruch auf eine mündliche Verhandlung gewährt (verneinend BGE 122 II 464 E. 4c S. 469 zu aArt. 4 BV). b) Auch die Rüge des Beschwerdeführers, das Obergericht habe entgegen seiner Praxis vor Erlass des Entscheids keine spezifizierte Kostennote einverlangt, ist nicht hinreichend begründet. Denn er legt nicht dar, weshalb er nicht freiwillig schon früher eine begründete Kostennote hätte einreichen können.