Citation: 5A_187/2021 E. 4.4.3

4.4.3. Die güterrechtlichen Ansprüche des Erblassers - hier die Hälfte des Vorschlags (Art. 215 ZGB) von insgesamt Fr. 237'738.00 - gehören in die Teilungsmasse (vgl. dazu im Einzelnen: BGE 127 III 396 E. 1c/bb und E. 2a). Wenn die im Herabsetzungsprozess beklagten Beschwerdeführer als angebliche Empfänger lebzeitiger Zuwendungen des Erblassers (hier: gemischter Schenkungen) dazu verurteilt werden, den Pflichtteil des klagenden Beschwerdegegners herzustellen (Art. 532 ZGB), bleibt der Erbanteil der Mutter der Parteien (Art. 462 Ziff. 1 ZGB) unangetastet. Davon ist das Obergericht zutreffend ausgegangen. Es hat folglich den Gegenstand des Herabsetzungsprozesses auch nicht von sich aus auf nicht geltend gemachte Punkte ausdehnt, namentlich nicht auf den Erbanteil der Mutter der Parteien, die ausserhalb des Herabsetzungsprozesses steht (Art. 58 Abs. 1 ZPO; BGE 143 III 520 E. 8.1). Der Einwand der Beschwerdeführer erweist sich deshalb als unberechtigt.