Citation: 5A_477/2024 E. 2.2

2.2. Die Beschwerdeführerin besteht darauf, nach wie vor über ein schützenswertes Interesse an der Behandlung ihrer betreibungsrechtlichen Beschwerde zu verfügen. Zur Begründung macht sie im Wesentlichen geltend, der Rechtsvorschlag könne rückwirkend registriert werden und die Betreibungshandlungen nach dem zu registrierenden Rechtsvorschlag könnten rückgängig gemacht werden. Die Vorinstanz halte zu Recht fest, dass nur in der Regel nach Abschluss des Zwangsvollstreckungsverfahrens kein Rechtsschutzinteresse mehr bestehe. Sie habe sich aufgrund der Zustellung der Pfändungsurkunde in einer betreibungsrechtlichen Zwangslage befunden und "aufgrund der Gewaltandrohung im Pfändungsvollzug einen Geldbetrag geleistet", um eine Lohnpfändung abzuwehren. Dabei habe sie vorbehaltlos leisten müssen, da das Betreibungsamt eine Zahlung unter Vorbehalt gar nicht hätte entgegennehmen dürfen. Weil sie sich lediglich aufgrund eines zu Unrecht nicht registrierten Rechtsvorschlags zur Zahlung veranlasst gesehen habe und diese somit nicht freiwillig erfolgt sei, hätte die Vorinstanz ihre Beschwerde gegen die beanstandeten Fortsetzungshandlungen an die Hand nehmen und eine Rückführung des bezahlten Betrags anordnen müssen. Die Beschwerde gemäss Art. 17 ff. SchKG habe zwar keine aufschiebende Wirkung (Art. 36 SchKG). Dies bedeute jedoch nicht, dass sich das Betreibungsamt durch Abschluss des Verfahrens ohne Beachtung der hängigen Beschwerde einer Kontrolle durch die Aufsichtsbehörde entziehen könne. Der von der Vorinstanz erwähnte Ausweg der Rückforderungsklage (Art. 86 SchKG) sei für sie nachteilig, zumal sie in die Klägerrolle gedrängt werde. Ausserdem habe sie Betreibungskosten bezahlen müssen, die bei einem erhobenen Rechtsvorschlag nicht angefallen wären.