Citation: 6B_75/2024 E. 5.1

5.1. Die Vorinstanz erachtet hinsichtlich des Schuldspruchs wegen versuchter Gefährdung des Lebens in tatsächlicher Hinsicht zusammengefasst als erstellt, dass der Beschwerdeführer die Beschwerdegegnerin 2 an den Oberarmen packte, auf den Balkon [ihrer Wohnung] stiess und rückwärts gegen das Balkongeländer drückte, das sich in einer Höhe von neun Metern über der gegen das Mehrfamilienhaus schräg abfallenden, geteerten Garageneinfahrt befand. Dieses Drücken führte dazu, dass die Beschwerdegegnerin 2 rücklings mit dem Oberkörper teilweise über das Balkongeländer hinaus hing und nur noch mit einem Fuss auf dem Balkonboden stand. Während des körperlichen Einwirkens auf die Beschwerdegegnerin 2 sagte der Beschwerdeführer ihr: "Ich bringe dich um, ich schmeisse dich jetzt über den Balkon". Nachdem die Beschwerdegegnerin 2 in Todesangst sagte: "Weisch was, dann mach doch", liess der Beschwerdeführer unvermittelt von ihr ab. Die Beschwerdegegnerin 2 zog sich dabei Hautein- und -unterblutungen an der Lende (auf Höhe des Balkongeländers) zu. Aufgrund seines alkoholisierten und aufgebrachten Zustands hatte der Beschwerdeführer nicht unter Kontrolle, wie weit er die Beschwerdegegnerin 2 über das Balkongeländer drücken konnte, ohne dass sie über das Geländer hinunterfällt. Ferner konnte er nicht abschätzen, wie sich die stark alkoholisierte und unter Todesangst stehende Beschwerdegegnerin 2 verhalten wird. Der Beschwerdeführer hatte die Situation nicht mehr unter Kontrolle (Urteil S. 18 f.).