Citation: 6B_651/2021 E. 4.3.4

4.3.4. Dem hält der Beschwerdeführer im Wesentlichen lediglich seine abweichende eigene Würdigung gegenüber, wodurch er von vornherein keine Willkür belegt (vgl. oben E. 2.1). Ohnehin kann seiner Kritik nicht gefolgt werden. So ist es insbesondere nicht unhaltbar, wenn die Vorinstanz auf das vom Beschwerdeführer eingereichte Schreiben seines damaligen Verteidigers abstellt und dieses zu Lasten des Beschwerdeführers würdigt, äussert sich sein damaliger Verteidiger darin doch dahingehend, dass der Beschwerdeführer ihm in der Pause überzeugend eröffnet habe, er sei selbst der Fahrer gewesen und habe dies bis jetzt nicht sagen wollen. Dass die Staatsanwaltschaft am Geständnis zunächst gezweifelt haben mag, wie im Schreiben geschildert wird, widerspricht der Würdigung der Vorinstanz nicht, zumal sein damaliger Verteidiger angibt, seine Ausführungen hätten ihn in der Folge umgestimmt. Die Vorinstanz berücksichtigt das Schreiben nicht unvollständig, wenn sie davon ausgeht, der Staatsanwalt habe dem Geständnis letztlich geglaubt. Ferner überzeugt auch die Begründung der Vorinstanz, weshalb sie der Darstellung des Beschwerdeführers keinen Glauben schenkt, er habe das Geständnis abgelegt, um nicht in Untersuchungshaft zu kommen. Angesichts der drohenden unbedingten Freiheitsstrafe ist es in der Tat nicht glaubhaft, dass der Beschwerdeführer nicht statt des Geständnisses die Namen der als Täter in Frage kommenden Personen nannte. Dass er darauf verzichtet hätte, um sich nicht nach Art. 303 StGB strafbar zu machen, ist nicht nachvollziehbar. Im Übrigen verfehlt die Beschwerde ihr Ziel, wenn darin ausgeführt wird, der Beschwerdeführer hätte "bei umgehendem Widerruf des Geständnisses zu Recht [...] befürchten müssen, umgehend wieder verhaftet zu werden". Denn diese Überlegung vermag nicht zu erklären, weshalb er fast zwei Jahre wartete, bevor er das Geständnis widerrief. Unter diesen Umständen ist es entgegen der Beschwerde nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz abschliessend erwägt, den Akten liessen sich keine Anhaltspunkte für ein falsches Geständnis entnehmen.