Citation: 9C_574/2015 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz hat die entscheidwesentlichen medizinischen Akten detailliert aufgeführt und umfassend gewürdigt. Sie ist dabei insbesondere gestützt auf den Bericht des Dr. med. et med. dent. E.________, Spital F.________, Klinik für Schädel-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, vom 10. November 2012und die Stellungnahmen des Vertrauenszahnarztes Dr. med. dent. D.________ vom 28. Januar, 7. Juni und 25. August 2014 sowie 14. Februar 2015 zum Ergebnis gelangt, dass die Karies des Beschwerdeführers objektiv vermeidbar gewesen wäre. Im angefochtenen Entscheid wurde dabei mit Blick auf die hievor dargelegte Rechtsprechung zutreffend erkannt, dass einzig massgebend ist, ob die diagnostizierten Kariesschäden bei genügender Mund- und Zahnhygiene hätten vermieden werden können, nicht aber, ob die versäumte Prophylaxe im Einzelfall als subjektiv entschuldbar zu betrachten ist. Zwar sei anzunehmen - so das kantonale Gericht im Weiteren -, dass sich die Mundhygiene infolge des beim Versicherten vorliegenden Geburtsgebrechens nur erschwert durchführen lasse und deshalb, wie von Dr. med. et med. dent. C.________ in seinem Bericht vom 23. Januar 2015 vermerkt, eine erhöhte Vulnerabilität bezüglich des Auftretens von Karies bestehe. Die Kronenränder seien gemäss den nachvollziehbaren Erläuterungen des Dr. med. dent. D.________ (vom 7. Juni 2014 und 14. Februar 2015) jedoch durch zusätzlich zur normalen bzw. elektrischen Zahnbürste zu verwendenden Interdentalbürsten dennoch gut zu reinigen. Damit sei die Karies auch an überkronten Zähnen vermeidbar. Der Kieferchirurg Dr. med. et med. dent. E.________ habe in seinem Bericht vom 10. November 2012 ferner ebenfalls betont, dass die Entstehung von Sekundärkaries sowie Wurzelgranulom an den Pfeilerzähnen 13 und 23 als weitgehend vermeidbar einzustufen sei. Dies habe nichts mit dem Grundleiden der Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalte zu tun. Daran ändere die Einschätzung des behandelnden Zahnarztes Dr. med. dent. B.________ vom 22. Juli 2014 nichts, begründe dieser die von ihm erwähnte "allgemein bekannte Tatsache", wonach am Rand von überkronten Zähnen auch bei perfekter Mundhygiene Karies entstehen könne, doch nicht näher. Zu berücksichtigen gälte es überdies, dass behandelnde (Zahn-) Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagten und ihre Auskünfte daher mit Vorbehalt zu würdigen seien (BGE 135 V 465 E. 4.5 S. 470 mit Hinweis). Ebenso wenig gehe schliesslich aus dem nachträglich eingereichten Bericht des Dr. med. et med. dent. C.________ vom 23. Januar 2015 hervor, dass die vorliegende Karies unvermeidbar gewesen wäre. Der Arzt hebe lediglich den - von keiner Seite in Frage gestellten - Punkt hervor, dass auf Grund der anatomischen Verhältnisse eine erhöhte Anfälligkeit für Karies bestehe. Indessen sei diesbezüglich auf die bundesgerichtlichen Rechtsprechungsgrundsätze hinzuweisen, nach welchen im Falle einer erhöhten Anfälligkeit für Zahnerkrankungen bei der täglichen Mundhygiene ein zusätzlicher Aufwand erforderlich sei. Diese könne dem Beschwerdeführer, wie die Ausführungen des Dr. med. dent. D.________ zeigten, ohne Weiteres zugemutet werden, sodass die aufgetretene Karies nicht als unvermeidbar zu gelten habe. Die Beschwerdegegnerin sei somit für die Sanierung der ehemaligen Pfeilerzähne (15/14/25) mit neuen VMK-Kronen sowie für Wurzelbehandlungen und Aufbauten an den Zähnen 15/14/25 nicht leistungspflichtig.