Citation: 5A_106/2019 E. 7

Im Ergebnis erweist sich die Beschwerde als begründet, soweit das Obergericht die alleinige elterliche Sorge der Beschwerdegegnerin überträgt, ohne zu prüfen, ob eine Abweichung vom Regelfall der gemeinsamen elterlichen Sorge zur Wahrung des Kindeswohls überhaupt nötig ist. Die Beschwerde ist deshalb teilweise gutzuheissen und die Sache zu neuer Entscheidung an das Obergericht zurückzuweisen. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens rechtfertigt es sich, die Gerichtskosten den Parteien je zur Hälfte aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Soweit aussergerichtliche Kosten entstanden sind, hat jede Partei ihre eigenen Aufwendungen für das bundesgerichtliche Verfahren selbst zu tragen (Art. 68 Abs. 1 BGG). Das Gesuch der Beschwerdegegnerin um unentgeltliche Rechtspflege für das bundesgerichtliche Verfahren kann gutgeheissen werden (Art. 64 Abs. 1 BGG). Die Beschwerdegegnerin hat der Gerichtskasse Ersatz zu leisten, wenn sie später dazu in der Lage ist (Art. 64 Abs. 4 BGG).