Citation: I 783/06 06.09.2007 E. 4

Streitig und zu prüfen ist die Herabsetzung des Rentenanspruchs von einer Dreiviertels- auf eine Viertelsrente ab 1. April 2004. Gerügt wird diesbezüglich einzig die Feststellung von Vorinstanz und Verwaltung, dass die - an einem chronischen zervikospondylogenen Syndrom rechts (mit/bei u.a. Status nach HWS-Distorsionstrauma nach Verkehrsunfall im April 1996, kleiner medialer Diskushernie C5/C6 ohne Neurokompression, Wirbelsäulenfehlform/-fehlhaltung, deutlicher Haltungsinsuffizienz und muskulärer Dysbalance) leidende - Beschwerdeführerin ab 6. Dezember 2003 in körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeiten zu 80 % arbeitsfähig sei. 4.1 Die gerichtliche Feststellung der (Rest-)Arbeitsfähigkeit (vgl. Art. 6 und Art 16 ATSG) ist, soweit sie sich auf ärztliche Stellungnahmen zum Gesundheitszustand stützt, eine Tatfrage und als solche letztinstanzlich nur unter dem eingeschränkten Blickwinkel von Art. 105 Abs. 2 OG überprüfbar (vgl. E. 2); Entsprechendes gilt für die Frage, ob sich eine Arbeits(un)fähigkeit in einem bestimmten Zeitraum in einem rentenrevisionsrechtlich relevanten Sinne (Art. 17 ATSG; Art. 87 Abs. 3 und 4 IVV) verändert hat (Urteil des Bundesgerichts I 692/06 vom 19. Dezember 2006, E. 3.1). 4.2 Die vorinstanzliche Feststellung einer ab 6. Dezember 2003 bestehenden 80%igen Restarbeitsfähigkeit in leidensadaptierten Tätigkeiten stützt sich auf die entsprechende Einschätzung im Gutachten der Beruflichen Abklärungsstelle (BEFAS) Stiftung Y.________ vom 25. Juli 2003, welches sich ausführlich zu den persönlichen, schulischen und beruflichen Voraussetzungen der Versicherten, zu deren Verhalten und Leistungsfähigkeiten im Rahmen konkreter Arbeitseinsätze und ebenso zur medizinischen Situation äussert. Die Beschwerdeführerin macht zu Recht nicht geltend, die Feststellungen der Vorinstanz zum Gesundheitszustand und zur medizinisch-theoretisch zumutbaren Leistungsfähigkeit seien offensichtlich unrichtig. Entgegen ihren Einwänden beruhen sie auch nicht auf einer bundesrechtswidrigen Beweiswürdigung oder - wie im Eventualstandpunkt vorgebracht wird - auf einer unvollständigen, den Untersuchungsgrundsatz missachtenden Sachverhaltsabklärung. Das kantonale Gericht hat in sorgfältiger Würdigung der Aktenlage und insbesondere in einlässlicher Auseinandersetzung mit den erhobenen Einwänden der Versicherten zutreffend dargelegt, weshalb dem BEFAS-Gutachten ausschlaggebender Beweiswert beizumessen ist und namentlich der Bericht des Spitals W.________ vom 20. Januar 2005 keinen Anlass gibt, die Angaben zur zumutbaren Leistungsfähigkeit im erwähnten Gutachten ernsthaft in Zweifel zu ziehen und weitere Abklärungen anzuordnen. Was die Beschwerdeführerin letztinstanzlich gegen den das BEFAS-Gutachten unterzeichnenden Dr. med. S.________ vorbringt, ist nicht geeignet, ein abweichendes Ergebnis zu begründen. Soweit die von ihr beanstandeten Formulierungen und Äusserungen des Arztes in den Akten überhaupt eine Stütze finden, können sie jedenfalls nicht im Sinne mangelnder Objektivität und Sachlichkeit des Begutachters interpretiert werden und sind insoweit rechtlich unerheblich. Dem weiteren Einwand der Beschwerdeführerin, dem BEFAS-Gutachten vom 25. Juli 2003 komme kein Beweiswert, weil es lediglich eine prognostische Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit beinhalte, ist ergänzend zu den zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen, worauf verwiesen wird, Folgendes entgegenzuhalten: Selbst wenn entgegen dem überzeugend begründeten Standpunkt der Vorinstanz der prognostische Charakter der Arbeitsfähigkeits-Einschätzung im BEFAS-Gutachten bejaht wird, dringt die Beschwerdeführerin mit ihrem Einwand nicht durch. So trifft nicht zu und ist insbesondere auch dem Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts U 48/01 vom 27. Juni 2002 nicht zu entnehmen, dass Prognosen zur Restarbeitsfähigkeit generell beweisuntauglich sind. Ärztliche Angaben zur Restarbeitsfähigkeit weisen in zeitlicher Hinsicht - etwa mit Formulierungen wie "Arbeitsunfähigkeit bis auf Weiteres", "bis ...[Datum]" - regelmässig über den aktuellen Zeitpunkt hinaus und sind dabei naturgemäss mit Ermessenszügen behaftet; ihr Beweiswert im rechtlich massgebenden Beurteilungszeitpunkt bestimmt sich danach, ob sie im Lichte der erhobenen medizinischen Befunde und Diagnosen sowie der vorher oder später erstatteten, beweiskräftigen Arztberichte nachvollziehbar, einleuchtend und konkret überzeugend sind und namentlich nichts für eine seitherige, objektive Verschlechterung des Gesundheitszustands spricht, welche ernsthafte Zweifel an der Richtigkeit der früheren Prognose respektive der ursprünglich zugemuteten Restarbeitsfähigkeit begründet. Eben diese beweisrechtlichen Voraussetzungen sind hier - anders als bei den im erwähnten Urteil U 48/01 vom 27. Juni 2002 für unzureichend befundenen Arztberichte - erfüllt. Die im BEFAS-Gutachten angegebene 80%ige Restarbeitsfähigkeit ab Dezember 2003 lässt sich mit den dort umfassend dargelegten beruflichen und medizinischen Abklärungsergebnissen ohne Weiteres vereinbaren und fügt sich widerspruchsfrei in die damalige wie auch spätere medizinische Aktenlage ein. Insbesondere sind - wie erwähnt - dem späteren Bericht des Spitals W.________ vom 20. Januar 2005 keine neuen, wesentlichen medizinischen Befunde zu entnehmen, welche die Einschätzung im BEFAS-Gutachten ernsthaft in Frage stellen. Selbst die Beschwerdeführerin räumt ein, dass der Bericht des Universitätsspitals praktisch denselben Gesundheitszustand wiedergibt, aufgrund dessen die BEFAS die zumutbare Leistungsfähigkeit auf zunächst 50 % - während einer sechsmonatigen Einarbeitszeit - und anschliessend auf 80 % festlegt. Bei dieser Sachlage durfte die Vorinstanz ohne Verletzung von Bundesrecht davon ausgehen, dass die Angaben im BEFAS-Gutachten vom 25. Juli 2003 sowohl damals wie auch im Zeitpunkt des Verfügungserlasses/Einspracheentscheids mit überwiegender Wahrscheinlichkeit den Tatsachen entsprechen und sich Weiterungen erübrigen. Für die nach objektiven Kriterien festzustellende Restarbeitsfähigkeit nicht massgebend ist, dass die Beschwerdeführerin selbst ihre Leistungsfähigkeit im Lichte ihres subjektiven Schmerzerlebens klar abweichend einschätzt (vgl. Urteile des Eidg. Versicherungsgerichts I 87/05 vom 15. Juni 2005 [E. 3.3], I 677/03 vom 28. Mai 2004 [E. 2.3.1]). Auch aus dem Umstand, dass die medizinisch-theoretische Schätzung nachträglich nie im Rahmen eines tatsächlichen Arbeitseinsatzes überprüft worden ist, kann die Beschwerdeführerin nichts zu ihren Gunsten ableiten; wie die Vorinstanz in pflichtgemässer Beweiswürdigung festgestellt hat, sind hierfür mit überwiegender Wahscheinlichkeit nicht objektive medizinische Gründe, sondern invaliditätsfremde Faktoren - wie mangelnde Bereitschaft der Versicherten zu einem 80%igen Arbeitseinsatz, zu enges Suchspektrum der IV-Stelle bei der praktischen Vermittlung eines geeigneten Arbeitsplatzes - verantwortlich. 4.3 Wie die Feststellung der Restarbeitsfähigkeit gibt auch die vorinstanzlich konkret vorgenommene Invaliditätsbemessung nach Lage der Akten und der Parteivorbringen zu keinen Beanstandungen tatsächlicher oder rechtlicher Art (Art. 105 Abs. 2 OG) Anlass. Diesbezüglich wird auf die in allen Teilen zutreffenden Erwägungen in Erw. 5 des kantonalen Entscheids verwiesen.