Citation: 6B_520/2020 E. 14.2

14.2. Die Vorinstanz geht bei der Bestimmung der Einsatzstrafe von der falschen Anschuldigung als schwerster Straftat mit einem Strafrahmen von zwischen 3 Tagessätzen Geldstrafe und 20 Jahren Freiheitsstrafe aus. Sie nimmt an, das Verschulden des Beschwerdeführers wiege in diesem Punkt nicht besonders schwer; die objektiven und subjektiven Tatkomponenten seien vielmehr als leicht einzustufen. Aufgrunddessen setzt sie die Einsatzstrafe auf 2 Monate Freiheitsstrafe fest (angefochtenes Urteil S. 243). Für die in den weiteren Sachverhaltskomplexen angeklagten Straftaten erhöht die Vorinstanz diese Einsatzstrafe um je zwischen 2 und 7 Monate (angefochtenes Urteil S. 244 ff.) und erachtet nach Würdigung sämtlicher Tatkomponenten eine Freiheitsstrafe von insgesamt 86 Monaten als angemessen (angefochtenes Urteil S. 256). Unter Berücksichtigung der Täterkomponenten, welche die Vorinstanz deutlich negativ wertet, erhöht es die Einsatzstrafe um weitere 4 Monate, so dass eine aspirierte Freiheitsstrafe von 90 Monaten resultiert (angefochtenes Urteil S. 256 f.). Unter Berücksichtigung der Verletzung des Beschleunigungsgebots im Verfahrensstadium der Strafuntersuchung und der Gesamtlänge des Strafverfahrens bis zum angefochtenen Entscheid von insgesamt 13 Jahren sowie unter Würdigung des Umstands, dass bei den meisten Delikten mehr als 2/3 der Frist für die Verjährung der Strafverfolgung verstrichen waren bzw., dass gewisse angeklagte Handlungen kurz vor der Verjährung standen, setzt sie die Strafe um 27 Monate herab und erachtet insgesamt eine Freiheitsstrafe von 5 Jahren und 3 Monaten als angemessen (angefochtenes Urteil S. 257 f.).