Citation: 6B_652/2022 E. 2.5.2

2.5.2. Dem Beschwerdeführer kann ebenfalls nicht gefolgt werden, wenn er vorbringt, die Vorinstanz stelle willkürlich fest, dass die von der ersten Instanz angeordneten Schutzmassnahmen den ärztlichen Vorgaben entsprochen hätten. Der Beschwerdeführer reichte mit seinem Sistierungsgesuch vom 6. August 2021 ein ärztliches Zeugnis ein, das ihm ein eingeschränktes Abwehrsystem und eine Anfälligkeit auf Infektionen attestierte. Nachdem die erste Instanz sein Sistierungsgesuch abgewiesen hatte, schlug der Beschwerdeführer dieser selbst mit Hinweis auf seinen gesundheitlichen Zustand vor, während der Verhandlung in einem separaten Raum untergebracht zu werden und die Befragung per Übertragung durchzuführen. Die von der ersten Instanz vorgesehenen Massnahmen entsprachen diesem Antrag. Zwar bescheinigte der Hausarzt des Beschwerdeführers mit Attest vom 12. Januar 2022, dass für diesen aufgrund seines krankheitsbedingten Immundefizits bis zur Besserung der Immunlage eine absolute Isolation notwendig sei. Eine Verschlimmerung seines Gesundheitszustandes attestierte ihm sein Hausarzt jedoch nicht. Auch bezog sich der Befund seines Hausarztes auf seine allfällige "Teilnahme an einer Gerichtsverhandlung in einem engen Saal mit vielen Leuten ohne entsprechende Lüftungstechnik". Eine solche Teilnahme des Beschwerdeführers war aufgrund der von der ersten Instanz vorgesehenen Massnahmen gerade nicht vorgesehen, zumal im vom Beschwerdeführer vorgelegten Attest nicht ausgeführt wird, was sich mit dem verstärkten Aufkommen der Variante "Omikron" des SARS-CoV-2 für den Beschwerdeführer spezifisch geändert hat, handelt es sich doch bei der Gefahr, sich über Aerosole in der Luft mit dem SARS-CoV-2 zu infizieren, bekanntermassen um eine allgemeine Ansteckungsform, welche sämtlichen Varianten des SARS-CoV-2 gemein ist (https://www.bag.admin.ch/bag/de/home.html unter Krankheiten/Infektionskrankheiten: Ausbrüche, Epidemien, Pandemien/Aktuelle Ausbrüche und Epidemien/Coronavirus/Krankheit, Symptome, Behandlung/Übertragung des Coronavirus [besucht am 27. März 2023]). Es ist demnach nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz davon ausgeht, die von der ersten Instanz festgelegten Schutzmassnahmen würden den ärztlichen Vorgaben entsprechen.