Citation: 4A_431/2023 E. 4.3.2

4.3.2. Auch, was die Beschwerdeführerin mit Bezug auf die Vergeltungskündigung vorbringt, erschöpft sich in einer appellatorischen Kritik am angefochtenen Urteil. Zudem überzeugt es nicht. Der Vorinstanz ist zuzustimmen, dass die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Mietzinsreduktionen keinen hinreichenden Grund für eine Vergeltungskündigung darstellen. Auch, dass der Beschwerdegegner in diesem Zusammenhang festgestellt habe, dass die Beschwerdeführerin "extrem billig eingemietet" sei, stellt kein solches Indiz dar. Ohnehin scheint die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang zu übersehen, dass eine Kündigung zur Verbesserung der Rendite grundsätzlich nicht missbräuchlich wäre. Im Übrigen setzt sich die Beschwerdeführerin mit den Erwägungen im angefochtenen Entscheid wiederum nicht auseinander, sondern wiederholt nur, wie bereits vor Vorinstanz, ihren eigenen Standpunkt. Dies gilt ebenso, wenn sie abermals auf den Vorfall vom 7. Juli 2021 und ihre im Nachgang dazu angedrohte Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs hinweist. Inwiefern diese oder die weiteren genannten Tatsachen Indizien für eine Vergeltungskündigung darstellen sollen, legt die Beschwerdeführerin nicht dar. Angesichts der vom Beschwerdegegner zuvor kommunizierten Suche nach Räumlichkeiten kann auch keine Rede davon sein, dass die Kündigungen für die Beschwerdeführerin aus heiterem Himmel gekommen wären und daher Retorsionshandlungen darstellten. Schliesslich vermag die Beschwerdeführerin auch nicht aufzuzeigen, dass die kantonalen Instanzen einen Kausalzusammenhang zwischen der Geltendmachung mietrechtlicher Ansprüche und den Kündigungen zu Unrecht verneint hätten. Dazu genügt namentlich nicht, dass der Beschwerdegegner die geforderten Mietzinsreduktionen nicht von sich aus vorgenommen hat, wie die Beschwerdeführerin vorbringt. Auch zum engen zeitlichen Zusammenhang zwischen der Geltendmachung mietrechtlicher Ansprüche und den Kündigungen hat sich die Vorinstanz geäussert und überzeugend begründet, weshalb dies kein Indiz für Vergeltungskündigungen darstellt. Die Beschwerdeführerin wiederholt auch hier bloss ihren bisherigen Standpunkt. Ihrer Auffassung zum Trotz begründet sie nicht, dass sie sich - entgegen dem Einwand der Vorinstanz - rechtsgenügend mit den erstinstanzlichen Erwägungen auseinandergesetzt hätte.