Citation: 8C_754/2016 E. 2.1

2.1. Das kantonale Gericht hat erkannt, dass zur Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeits (un) fähigkeit auf die in allen Teilen beweiskräftige interdisziplinäre Gesamtbeurteilung vom 20. April 2015 abzustellen war. Die Suva-Ärzte neurologischer und psychiatrischer Fachrichtung erhoben keine Befunde, mit welchen eine Arbeitsunfähigkeit begründet werden konnte. Aus orthopädischer Sicht lag nach zweimaliger Retinaculum-Operation am rechten Kniegelenk - bei vorbestehender Patella- und Condylendysplasie beidseits - ein schmerzhafter Vernarbungszustand vor; zudem bestand eine Defektheilung am rechten lateralen Femurcondylus nach Ausbruch eines chirurgisch entfernten Knorpel-/Knochenfragmentes. Die Explorandin vermochte den angestammten Beruf als Reinigungskraft nur noch zum aktuell ausgeübten Pensum von 11 Stunden pro Woche zu verrichten; in einer angepassten Arbeitsgelegenheit waren ihr Tätigkeiten zumutbar, die mit folgenden Belastungen verbunden waren: halbstündiges, von Pausen von ca. 5 Minuten unterbrochenes Gehen auf ebenem Gelände; ausnahmsweise Verrichtungen in der Hocke; ausnahmsweise Treppensteigen, wenn ein Handlauf zur Verfügung stand; Heben und Tragen von Lasten bis 10 kg auf Lendenhöhe über eine Strecke von 20 Metern; Arbeiten mit den oberen Extremitäten und sitzende Tätigkeiten waren, wenn das rechte Kniegelenk frei gebeugt und gestreckt werden konnte, uneingeschränkt möglich; nicht mehr möglich waren dauernd kniend oder in der Hocke auszuführende Arbeiten sowie das Besteigen von Leitern.