Citation: 6B_608/2023 E. 1.2.1

1.2.1. Die Vorinstanz erwägt mit Bezug auf das objektive Tatverschulden, die Beschwerdeführerin habe über einen Zeitraum von mehr als viereinhalb Jahren insgesamt mit 1'265.4 Gramm reinem Kokain gehandelt und damit die Menge für den qualifizierten Fall um das 70-fache überschritten, was straferhöhend zu berücksichtigen sei. Zuungunsten der Beschwerdeführerin sei zu berücksichtigen, dass sie den Betäubungsmittelhandel erst aufgrund ihrer Verhaftung und somit nicht aus eigenem Anlass beendet habe. Erschwerend komme hinzu, dass sie die umgesetzte Menge Kokain von Jahr zu Jahr erhöht und somit je länger desto intensiver delinquiert habe. Negativ falle auch ins Gewicht, dass von mehr als 1'000 einzelnen Geschäften auszugehen sei. Schliesslich seien auch der erzielte Gewinn von Fr. 36'530.-- und der Umsatz von Fr. 226'530.-- straferhöhend zu berücksichtigen. Die Beschwerdeführerin sei ausserdem nicht in der untersten Hierarchiestufe einzuordnen. Unter dem Titel des subjektiven Tatverschuldens berücksichtigt die Vorinstanz zuungunsten der Beschwerdeführerin, sie habe mit Wissen und Willen gehandelt und die potentielle Gefährdung einer Vielzahl von Menschen zumindest in Kauf genommen, bloss um ein (Zusatz-) Einkommen zu erwirtschaften. Somit habe sie aus rein finanziellen Motiven gehandelt, auch wenn fraglich sei, ob der blosse Nebenverdienst von Fr. 36'530.-- während mehr als 4.5 Jahren von einer erheblichen kriminellen Energie zeuge. Mit Bezug auf ihre geltend gemachte Mittellosigkeit hätte die Beschwerdeführerin einerseits Sozialhilfe beantragen und andererseits die Suche nach einer Arbeitsstelle aufnehmen können. Insgesamt stuft die Vorinstanz das Tatverschulden als mittelschwer ein und erachtet eine Freiheitsstrafe von vier Jahren als Einsatzstrafe als angemessen.