Citation: 2C_34/2023 E. 6.4

6.4. Nach dem Gesagten sind die Voraussetzungen des umgekehrten Familiennachzugs nicht erfüllt. Folglich hat die Tochter mit der Beschwerdeführerin als Obhutsinhaberin auszureisen, sofern ihr das zumutbar ist (vorstehend E. 5.5). Dies wird von der Vorinstanz bejaht und von der Beschwerdeführerin zu Recht nicht in Abrede gestellt: Die Tochter ist zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils knapp neun Jahre alt. Zwar lebt sie seit ihrem ersten Lebensjahr in der Schweiz, ist hier eingeschult worden und hat zweifellos ihr soziales Umfeld in der Schweiz. Sie spricht jedoch nach den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen die Sprache ihrer Mutter und ist durch die Beschwerdeführerin mit den Verhältnissen in deren Heimat vertraut. Auch wenn sie sich als eingeschultes Kind nicht mehr in einem anpassungsfähigen Alter im engeren Sinne befindet (BGE 143 I 21 E. 5.4 und 6.3.6; Urteil 2C_1053/2022 vom 9. März 2023 E. 3.5.3), ist es ihr bei gesamthafter Betrachtung der relevanten Umstände zumutbar, zusammen mit der Beschwerdeführerin nach Aserbaidschan auszureisen. Die Beziehung zum Vater kann die Tochter in der bisherigen Qualität zwar nicht aufrechterhalten, doch kann sie den Kontakt zum Vater besuchsweise oder über moderne Kommunikationsmittel ausüben (angefochtenes Urteil E. 7.4), was ebenfalls nicht bestritten ist. Gesamthaft erweist es sich damit als zumutbar für die Tochter, mit der Beschwerdeführerin auszureisen.