Citation: 6B_598/2010 27.07.2010 E. 1

Der Beschwerdeführer befindet sich seit dem 1. Dezember 2008 in der Justizvollzugsanstalt Sennhof in Chur im Strafvollzug. Mit Disziplinarmassnahme vom 24. Dezember 2009 wurde er wegen Drohung und Tätlichkeit gegenüber einem Gefangenen mit drei Tagen Arrest belegt. Eine vom Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang erhobene kantonale Beschwerde wurde durch das Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit Graubünden mit Verfügung vom 27. Mai 2010 gutgeheissen. Das Departement hob insbesondere die Disziplinarmassnahme vom 24. Dezember 2009 auf und erwog, der Vollzugsleiter oder der Direktor der Justizvollzugsanstalt habe nach der allfälligen Gewährung des rechtlichen Gehörs gemäss Art. 42 Abs. 1 des kantonalen Justizvollzugsgesetzes (JVG; BR 350.500) erneut über die Disziplinarmassnahme zu entscheiden. Gegen die Verfügung vom 27. Mai 2010 legte der Beschwerdeführer Berufung beim Kantonsgericht von Graubünden ein. Dieses trat auf die Berufung mit Urteil vom 28. Juni 2010 nicht ein. Es erwog, ob der bereits vollzogene Arrest gerechtfertigt war, werde sich erst zeigen, wenn der neue Entscheid der Anstaltsleitung vorliege. Unter diesen Umständen erwüchsen dem Beschwerdeführer aus der angefochtenen Verfügung keine Nachteile, weshalb er nicht legitimiert sei, dagegen Berufung einzulegen (E. 2a). Soweit er beantrage, die Staatsanwaltschaft sei anzuweisen, eine ordentliche Untersuchung zum Vorfall vom 24. Dezember 2009 durchzuführen, falle gemäss Art. 42 Abs. 1 JVG die Beurteilung von Disziplinarvergehen im Rahmen des Strafvollzugs in die Zuständigkeit der Direktion oder der Leitung der Vollzugseinrichtung (E. 2b). Soweit er Änderungen des JVG und des kantonalen Instanzenzuges verlange, falle dies nicht in die Kompetenz des Kantonsgerichts als Berufungsinstanz (E. 2c). Der Beschwerdeführer wendet sich mit "staatsrechtlicher Beschwerde" ans Bundesgericht. Da es um eine Strafsache geht, ist die Eingabe als Beschwerde gemäss Art. 78 ff. BGG entgegenzunehmen.