Citation: U 139/05 29.12.2005 E. 2

2.1 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird mit guten Gründen die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit der Ärzte der Rehabilitationsklinik Z.________ in Frage gestellt. Gemäss Austrittsbericht vom 16. April 2002 konnte mangels genügender körperlicher Belastbarkeit die vorgesehene vierstündige Berufsabklärung nicht durchgeführt werden. Im Rahmen der berufsorientierten Ergotherapie vermochte die Versicherte einfachere Bürotätigkeiten (Sortieren, Kopieren) sowie leichte Montagearbeiten mit Mühe während maximal zwei Mal eine Stunde pro Tag auszuführen. Gründe für die stark reduzierte körperliche Belastbarkeit werden keine genannt. Anderseits wird ausgeführt, eine unfallkausale Beurteilung sei zur Zeit schwierig wegen der geklagten Kopfschmerzen und der noch ungeklärten psychiatrischen Problematik. Die empfohlene weitere Beurteilung in etwa drei Monaten fand nicht statt, wie auch in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde richtig festgehalten wird. Unter diesen Umständen vermag die Einschätzung, wonach «unter Berücksichtigung der unfallfremd vorbestehenden Fibromyalgie eine sehr leichte, vorwiegend sitzende Arbeit halbtags global gesehen» zumutbar ist, nicht restlos zu überzeugen. Dies gilt umso mehr, als bereits auf Grund des Vorzustandes wohl nur noch leichtere körperliche Tätigkeiten in Betracht fallen dürften. Gemäss kreisärztlichem Bericht vom 23. Januar 2002 sind jedoch zu den bereits vor dem Unfall bestandenen Schmerzen im Rahmen der Fibromyalgie neu Beschwerden im HWS-Bereich mit zunehmender Kopfschmerzsymptomatik aufgetreten. Sodann sind bei den Abklärungen in der Rehabilitationsklinik Z.________ ansteigende Kopfschmerzen auch bei Tätigkeiten, welche vermehrte Konzentration erforderten, beobachtet worden. In diesem Zusammenhang ist schliesslich zu beachten, dass der Hausarzt und Dr. med. M.________ von einer gänzlichen Arbeitsunfähigkeit ausgehen. Auf die Einschätzung des neurologischen Gutachters kann indessen zumindest für die Belange der Unfallversicherung nicht abgestellt werden, wie im angefochtenen Entscheid richtig festgehalten wird. 2.2 Weitere Abklärungen zu Art, Umfang und Dauer der unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit erübrigen sich. Selbst wenn der Unfall vom 4. Dezember 2001 zu sofortiger und gänzlicher Arbeitsunfähigkeit führte, änderte dies nichts am Ergebnis. Nach den zutreffenden Feststellungen des kantonalen Gerichts, auf welche verwiesen wird, ist mit Ausnahme der Dauerbeschwerden keines der übrigen massgebenden Kriterien gemäss BGE 117 V 367 Erw. 6a gegeben. Insbesondere kann, entgegen der Beschwerdeführerin, das kurzzeitige phasenweise Tragen eines weichen Halskragens nicht als ärztliche Fehlbehandlung bezeichnet werden. Ebenso wenig ist das Kriterium der besonderen Art der erlittenen Verletzung deshalb zu bejahen, weil «die Verletzung der Halswirbelsäule auf eine durch eine Fibromyalgie vorgeschädigte Gesundheit trifft [und] damit bereits vorbestehende Beschwerden überschneidet oder verstärkt». Schliesslich kann mit der Vorinstanz nicht von einer ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung gesprochen werden. Da der Unfall vom 4. Dezember 2001 unbestrittenermassen in der unteren Hälfte des mittleren Bereichs anzusiedeln ist und höchstens zwei der massgeblichen Kriterien erfüllt sind, stellt er keine adäquate Ursache der natürlich kausal darauf zurückzuführenden Beschwerden dar (nicht veröffentlichtes Urteil D. vom 6. Juni 1997 [U 187/95]; vgl. SZS 2001 S. 431).