Citation: 7B_11/2022 E. 2.3.2

2.3.2. Die Vorinstanz übersieht nicht, dass sich der Holzpfosten in einem Bereich befindet, wo sich die Piste nach einem Steilhang verengt und wo die Benutzer erfahrungsgemäss relativ zügig fahren, um bei der Waldtraverse nicht gehen zu müssen. Sie gibt aber zu Recht zu bedenken, dass es sich bloss um eine blaue Piste handelt. Ausserdem habe sich der Holzpfosten nicht direkt unter dem Steilhang befunden, sondern nach einem Flachstück. Auch habe sich die Piste bereits vorher verengt und nicht erst beim Holzpfosten. Der Holzpfosten habe sich zudem auf einem geraden Abschnitt befunden. Die Beschwerdeführerin führe selbst aus, am flachen und kurvenlosen Unfallort scheine ein Sturz weniger wahrscheinlich. Gemäss der Beschwerdeführerin gehe die Gefahr jedoch davon aus, dass jemand wegen der immer enger werdenden Piste abgedrängt werde und deshalb in diesen Holzpfosten fahren könnte. Darauf entgegnet die Vorinstanz, dass der Holzpfosten von Weitem gut erkennbar war und dass sich die Piste bereits vorher verengt habe. Ebenfalls sei gut erkennbar, dass neben dem Schlittelweg kein Raum für Ausweichmanöver sei. Die Benutzer hätten demnach ihre Fahrweise diesen Gegebenheiten und der Verkehrsdichte anpassen müssen (Ziff. 2 Anhang C der SKUS-/SBS-Richtlinien). Namentlich hätten sie einen genügenden Sicherheitsabstand zum Rand einhalten müssen. Der Holzpfosten sei markiert gewesen. Er stelle keine Gefahr dar, welche darüber hinaus hätte gesichert werden müssen.