Citation: 2C_510/2014 E. 4.2

4.2. Trotz der von ihr festgestellten Verfassungswidrigkeit verzichtete die Vorinstanz auf die Aufhebung der streitigen Beitragsrechnungen mit folgender Begründung: Unter Umständen könne ein Gericht von der Aufhebung eines auf verfassungswidriger Grundlage beruhenden Entscheids absehen, wenn dadurch ein eigentlich rechtsfreier Raum entstünde. Würde die Pflicht zur Bezahlung der Abgaben für das Jahr 2011 aufgehoben, ginge die Beschwerdegegnerin dieser Einnahmen verlustig, was ihre Aufgabenerfüllung wesentlich erschweren würde. Es fehle auch an einer gesetzlichen Grundlage, um die Abgaben der Gemeinde Glarus Süd zu überbinden. Da es verschiedene Möglichkeiten für eine verfassungskonforme Verteilung der Strassenbaulast gebe, sei es nicht Sache des Verwaltungsgerichts, eine Regelung zu treffen. Zu berücksichtigen sei auch, dass die Gemeindefusion ausserordentliche Anforderungen an die Gemeinde Glarus Süd gestellt habe; die Gemeinde sei nicht untätig geblieben, sondern habe per 1. Januar 2014 einen Teil der Strassen in Braunwald übernommen. Zudem seien die Abgaben nicht übermässig hoch. Daher begnügte sich das Verwaltungsgericht mit einem Appellentscheid und verzichtete auf die Aufhebung des angefochtenen Entscheids.