Citation: U 14/06 05.03.2007 E. 5

5.1 Die Beschwerdeführerin beanstandet vorab, SUVA und Vorinstanz hätten das Verfahren zu Unrecht nicht mit der Leistungsabklärung durch die Invalidenversicherung koordiniert. Insbesondere hätte vor der Entscheidung über die unfallversicherungsrechtliche Leistungspflicht das Ergebnis einer von der Invalidenversicherung in Auftrag gegebenen Begutachtung durch die MEDAS abgewartet werden müssen. Zusätzlich wird in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde das Resultat dieses inzwischen erstatteten Gutachtens gerügt und in seiner Beweiskraft bestritten. Die Expertise der MEDAS vom 13. Oktober 2005 wird dem Bundesgericht nicht vorgelegt. 5.2 Mit dem Einspracheentscheid vom 16. Juni 2005 wurde der Anspruch auf weitere Versicherungsleistungen verneint, weil zwischen den geltend gemachten Beschwerden und dem Unfall vom 9. Dezember 2002 kein Kausalzusammenhang mehr bestehe. Bei dieser Ausgangslage hat sich die SUVA nicht zu einer eventuell bestehenden Arbeits- oder Erwerbsunfähigkeit geäussert, da diese nur hinsichtlich der Art und der Höhe geschuldeter Leistungen relevant sind, hingegen nicht, wenn es um die Frage der Kausalität geht. Da für den Leistungsanspruch gegenüber der Invalidenversicherung Kausalitätsfragen keine Rolle spielen, hat sich ein von dieser Versicherung in Auftrag gegebenes (MEDAS-)Gutachten nicht über Ursachen von eventuell festgestellten Gesundheitsschäden und deren Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit zu äussern. Die SUVA musste daher vor Erlass ihres Einspracheentscheides nicht abwarten, bis das Gutachten zu Handen der Invalidenversicherung vorlag. Zudem ist es entgegen der Darstellung in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht "eine gesetzliche Selbstverständlichkeit", dass die Unfallversicherung ihr Verfahren mit demjenigen der Invalidenversicherung koordinieren muss. Vielmehr hat das Eidgenössische Versicherungsgericht wiederholt festgestellt, dass die Invaliditätsschätzung der Invalidenversicherung gegenüber dem Unfallversicherer keine Bindungswirkung entfaltet (BGE 131 V 362 Erw. 2.2, S. 366). Umso weniger besteht ein Anlass zur Koordination, wenn die grundsätzliche Leistungspflicht der Unfallversicherung zur Diskussion steht.