Citation: 2C_422/2022 E. 6.5.2

6.5.2. Zur Zumutbarkeit des Weiterbildungserfordernisses im konkreten Fall des betroffenen Beschwerdeführers erwägt die Vorinstanz was folgt (vgl. E. 5.4.2 des angefochtenen Urteils) : Die Bewilligungspflicht für die Tätigkeit in eigener fachlicher Verantwortung habe nicht zur Folge, dass der Beschwerdeführer nicht mehr als Apotheker tätig sein könne. Vielmehr könne er seinen Beruf weiterhin ausüben, wenn auch nur unter der fachlichen Aufsicht einer Apothekerin oder eines Apothekers mit Berufsausübungsbewilligung. Das schränke zwar seine Tätigkeitsmöglichkeit ein. Es dürfte zutreffen, dass die Auswahl an Arbeitsstellen dadurch in einem gewissen Mass begrenzt werde und der Lohn im Durchschnitt etwas tiefer ausfallen könne als bei einer Tätigkeit in eigener fachlicher Verantwortung. Der Beschwerdeführer werde dadurch aber nicht härter getroffen als (ausländische und schweizerische) Berufskolleginnen und -kollegen in einer vergleichbaren Situation. Insbesondere gingen die arbeitsmarktlichen und finanziellen Konsequenzen nicht über das hinaus, was der Gesetzgeber zur Verfolgung der im öffentlichen Interesse liegenden Ziele in Kauf genommen habe. Im Übrigen verfüge der Beschwerdeführer über eine Stellvertretungsbewilligung, mit der er bereits in beschränktem Umfang die Tätigkeit eines Apothekers mit Berufsausübungsbewilligung übernehmen könne. Die kantonale Stellvertretungsbewilligung sei auf die - berufsbegleitende - Erlangung des Fachapothekertitels ausgerichtet, weshalb sie als Bedingung die Anmeldung zu einer Weiterbildung voraussetze. Die Weiterbildung in Offizinpharmazie dauere grundsätzlich zwei und jene in Spitalpharmazie drei Jahre, weshalb die Stellvertretungsbewilligung ohne Weiteres zur Überbrückung der Zeitspanne bis zum Erlangen eines Weiterbildungstitels genüge.