Citation: 2A.372/2003 22.08.2003 E. 4

Im Übrigen wäre die Beschwerde ohnehin unbegründet: Die Beschwerdeführer vergleichen sich mit Konkubinatspaaren, bei denen jeder Teil des Paares je 70'797 Franken verdient, und die so zusammen auf einen Verdienst kommen, welcher dem streitigen steuerbaren Einkommen von 141'500 Franken entspricht. Wie die Vorinstanz zu Recht ausführt, ist dieser Vergleich untauglich: Die direkte Bundessteuer kennt einen progressiven Tarif, welcher höhere Einkommen deutlich stärker belastet als tiefere (vgl. Art. 36 DBG). Der Beschwerdeführer 1, welcher das steuerbare Einkommen der Familie allein erzielt, muss dafür mehr Steuern bezahlen, als zwei Personen zusammen, welche je die Hälfte verdienen. Doch müssten die Beschwerdeführer bei diesen Gegebenheiten auch nicht weniger Steuern bezahlen, wenn sie nicht verheiratet wären. Deshalb liegt hier offensichtlich keine rechtsungleiche Behandlung im Vergleich zu einem Konkubinatspaar mit gleicher Einkommensverteilung vor: Ist in einem solchen - wie bei den Beschwerdeführern - nur einer der Partner erwerbstätig, so ergibt sich für das Konkubinat eine gesamte Steuerlast, welche im Grundsatz (d.h. von den unterschiedlichen Abzügen abgesehen) jener der Beschwerdeführer entspricht. Erzielen aber beide Partner je ein halb so grosses steuerbares Einkommen wie der Beschwerdeführer 1, so liegt keine Situation vor, welche mit jener der Beschwerdeführer vergleichbar ist, und mithin zum Vornherein keine Verletzung des Rechtsgleichheitsgebots (vgl. BGE 123 I 1 E. 6a S. 7). Dem Anliegen der Beschwerdeführer wird aber durch die am 20. Juni 2003 beschlossene und - vorbehältlich eines Referendums - am 1. Januar 2004 in Kraft tretende Neufassung von Art. 36 Abs. 2 DBG weitgehend entsprochen werden (vgl. das Bundesgesetz über die Änderung von Erlassen im Bereich der Ehe- und Familienbesteuerung, der Wohneigentumsbesteuerung und der Stempelabgaben; BBl 2003 4501). Gemäss dieser wird künftig das Einkommen von Ehegatten, die in rechtlich und tatsächlich ungetrennter Ehe leben und deshalb gemeinsam veranlagt werden (Art. 9 Abs. 1 DBG), für die Bestimmung des Steuersatzes neu durch den Divisor 1,9 geteilt.