Citation: 2C_520/2024 E. 5.4

5.4. Die Beschwerdeführer sind der Ansicht, das vorerwähnte Urteil 2C_503/2011 vom 21. September 2011 lasse sich vorliegend nicht heranziehen, da die zu schützenden Geheimnisse aus aufsichtsrechtlichen Verfahren stammen würden sowie stigmatisierenden Charakter hätten und Rechtsanwältin C.________ von ihnen rechtsmissbräuchlich bzw. mit unlauteren Mitteln Kenntnis erlangt habe. Die Beschwerdeführer übersehen in diesem Kontext, dass es bei Gesuchen um Entbindung vom Anwaltsgeheimnis weder auf die Herkunft noch auf die Natur der seitens des Anwalts erlangten Informationen ankommt, sondern einzig darauf, ob und inwieweit ein Festhalten an der Schweigepflicht in Anbetracht der auf dem Spiel stehenden Interessen verhältnismässig ist. Geht es - wie im vorliegenden Fall - um die Abwehr einer strafrechtlichen Anklage, wäre die aufsichtsbehördliche Weigerung, den betroffenen Anwalt insoweit vom Berufsgeheimnis zu entbinden, als dies zu Verteidigungszwecken notwendig ist, von vornherein unverhältnismässig. Da weder dargelegt noch ersichtlich ist, inwiefern eine angemessene Verteidigung von Rechtsanwältin C.________ im Strafverfahren auch dann möglich bliebe, wenn ihre Entbindung vom Berufsgeheimnis auf die Einvernahme durch die Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz beschränkt werden würde, besteht keine Veranlassung, die Entbindung dergestalt (weiter) einzugrenzen.