Citation: 6B_1219/2017 E. 3.3

3.3. Das angefochtene Urteil ist auch in rechtlicher Hinsicht nicht zu beanstanden. Nach den tatsächlichen Feststellungen der kantonalen Instanzen steht fest, dass der Beschwerdeführer die IV-Stelle, seine Hausärztin und die Gutachter der asim über seinen Gesundheitszustand bzw. das Ausmass seiner gesundheitlichen Beeinträchtigungen getäuscht hat. Was der Beschwerdeführer hiegegen einwendet, geht an der Sache vorbei. Es mag zutreffen, dass einer medizinische Fachperson, namentlich ein mit der Erstellung eines Fachgutachtens betrauter Spezialarzt die Überprüfung der Angaben des Betroffenen über sein Wohlbefinden und seinen Gesundheitszustand möglich und auch zumutbar ist (Beschwerde S. 9 f., vgl. auch S. 5). Indes sind, wie die Rechtsprechung verschiedentlich erkannt hat, Vorhandensein und Ausmass chronischer Schmerzen objektiv nur beschränkt überprüfbar. Der Gutachter ist für seine medizinische Diagnose auf die Schilderungen des Exploranden angewiesen und darf sich grundsätzlich darauf verlassen, auch wenn dabei nicht von einem eigentlichen Vertrauensverhältnis zwischen jenem und dem Sachverständigem ausgegangen werden kann (Urteil 6B_46/2010 vom 19. April 2010 E. 4.3; vgl. auch Urteile 6B_1168/2016 vom 17. März 2017 E. 3.4.2; 6B_107/2016 vom 3. Februar 2017 E. 6.3; je mit Hinweisen). Im zu beurteilenden Fall war der Beschwerdeführer infolge seiner Operationen aus medizinischer Sicht in seiner Erwerbsfähigkeit zwar in gewissem Sinne objektiv eingeschränkt. Es trifft auch zu, dass Verdeutlichungstendenzen und Aggravationshinweise parallel vorhandene objektivierbare Befunde nicht ausschliessen (Schreiben des ABI vom 9. Dezember 2013, Untersuchungsakten, Ordner 9, act. ND 1/4/23, S. 2). Doch geht, was der Beschwerdeführer gegenüber der IV-Stelle und den Ärzten vorgespiegelt hat, über eine blosse irrelevante Verdeutlichung der bestehenden Beschwerden bei weitem hinaus. Jedenfalls in Bezug auf die geltend gemachten multiplen Schmerzen ergibt sich ohne weiteres die Erfüllung des Tatbestandsmerkmals der Arglist. Diese vorgegebenen Schmerzen und die dadurch angeblich verursachten Beeinträchtigungen waren objektiv nicht überprüfbar. Die effektiv vorhandene körperliche Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers wurde denn auch erst durch die Observationen der Kantonspolizei offenbart. Abwegig ist jedenfalls der Einwand des Beschwerdeführers, er habe über keine medizinischen Vorkenntisse verfügt, die es ihm ermöglicht hätten, spezifische Symptome so zu simulieren, dass er Ärzte im Rahmen eines Gutachtens hätte täuschen können (Beschwerde S. 10; vgl. auch S. 5). Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.