Citation: 2A.370/2000 16.11.2000 E. 4

4.- a) Nach Ansicht des Beschwerdeführers hat das Verwaltungsgericht den Sachverhalt deshalb unvollständig abgeklärt, weil es bei der Jugendgerichtspräsidentin nicht einen Bericht zur Frage des Verschuldens des Beschwerdeführers eingeholt habe. b) Die Vorinstanz hat bei der Jugendgerichtspräsidentin, welche nicht nur am Strafverfahren gegen den Beschwerdeführer beteiligt war, sondern auch den Strafvollzug beaufsichtigt, einen schriftlichen Bericht über den Verlauf und Stand des Massnahmenvollzugs verlangt und ihr zu diesem Zweck auch eine Reihe von Fragen unterbreitet. Das Verwaltungsgericht hat sich dabei nicht nach der Einschätzung des Verschuldens des Beschwerdeführers durch die Jugendgerichtspräsidentin erkundigt. Wohl kennt die Jugendgerichtspräsidentin den Fall des Beschwerdeführers sehr gut. Mit der Frage des Verschuldens hatte sie sich jedoch aufgrund der besonderen Ausgestaltung des Jugendstrafrechts nicht zu befassen. Ohnehin oblag die Abklärung dieser Frage den Fremdenpolizeibehörden, die sich nach der Praxis zwar in erster Linie auf die entsprechenden Einschätzungen der Strafbehörden abzustützen haben, soweit solche vorliegen, daran aber nicht gebunden sind. Das Verwaltungsgericht hat sich eingehend mit der Verschuldensfrage befasst. Es vermochte sich dazu nicht nur auf die Akten zu stützen, sondern es verfügte aufgrund der mündlichen Befragung des Beschwerdeführers auch über einen direkten persönlichen Eindruck. Die entsprechenden Feststellungen erweisen sich als vollständig und einleuchtend. Die Vorinstanz war damit nicht verpflichtet, auch wenn ihr dies unbenommen gewesen wäre, dazu zusätzlich noch die Meinung der Jugendgerichtspräsidentin einzuholen.