Citation: 8C_697/2013 E. 3.2

3.2. Das kantonale Gericht hat zunächst erwogen, insbesondere gestützt auf das Gutachten des Zentrums Y.________ vom 15. Juni 2011, welchem voller Beweiswert zukomme, seien die unfallkausalen Gesundheitsbeeinträchtigungen spätestens sechs Monate nach dem Unfallereignis vom 23. November 2009 ausgeheilt und abgeklungen gewesen. Diese Beurteilung beruht auf einer überzeugenden Würdigung der medizinischen Unterlagen. Sie berücksichtigt auch, dass die Halswirbelsäule der Versicherten im Anschluss an den Unfall druckschmerzhaft war, ohne dass jedoch neurologische Defizite oder auffällige Strukturen der Halswirbelsäule erkennbar gewesen wären. Das kantonale Gericht hat zudem erkannt, ob zwischen dem Unfallereignis vom 23. November 2009 und den noch geklagten Beschwerden ein natürlicher Kausalzusammenhang bestehe, müsse nicht abschliessend beantwortet werden. Denn selbst wenn dies bejaht würde, fehle es an der für die Leistungspflicht des Unfallversicherers zusätzlich erforderlichen Adäquanz des Kausalzusammenhangs. Des Weitern ging die Vorinstanz davon aus, dass von einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung über den 23. Mai 2010 hinaus keine namhafte Besserung des somatischen und psychischen Gesundheitszustandes mehr zu erwarten war. Dabei stützte sich diese im Wesentlichen auf das Gutachten des Zentrums Y.________ vom 15. Juni 2011, wonach keine Beschwerden mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit mehr bestanden haben. Ab dem 3. Mai 2010 sei die Versicherte in ihrer angestammten Tätigkeit als medizinische Fachangestellte wieder zu 50 Prozent arbeitsfähig gewesen. Nachdem eine Erhöhung des Arbeitspensums auf 80 Prozent nach wenigen Monaten habe abgebrochen werden müssen, betrage die Arbeitsfähigkeit seit dem 1. Mai 2012 60 Prozent. Therapeutische Massnahmen hätten gemäss Stellungnahme des Dr. med. S.________ vom 30. Dezember 2010 der Stabilisierung und Aufrechterhaltung des bestehenden Gesundheitszustandes gedient und die Arbeitsfähigkeit nicht namhaft beeinflussen können. Den medizinischen Unterlagen seien zudem keine Hinweise auf eine gezielte, auf das komplexe und vielschichtige Schleudertrauma-Beschwerdebild gerichtete ärztliche Behandlung zu entnehmen, welche eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung hätten erwarten lassen. Bei den zur Aufrechterhaltung des bestehenden Gesundheitszustandes getroffenen Massnahmen in Form von Physiotherapie, Osteopathie, Muskelrelaxantien, Craniosacraltherapie und Einnahme von Gingkopräparaten handle es sich nicht um Behandlungen, welche einem Fallabschluss mit Adäquanzprüfung entgegenstehen würden. Da überdies keine Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung zur Diskussion standen, bestätigte die Vorinstanz den Fallabschluss auf den 23. Mai 2010. Entsprechend prüfte sie auf diesen Zeitpunkt hin die Adäquanz des Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und den Beschwerden nach den speziellen Kriterien der "Schleudertrauma-Praxis" (BGE 134 V 109 E. 10 S. 126 ff.) und verneinte in Übereinstimmung mit der AXA einen rechtlichen Kausalzusammenhang zwischen dem versicherten Unfallereignis und den über den 23. Mai 2010 hinaus geklagten Beschwerden.