Citation: 6B_910/2024 E. 1.3.2

1.3.2. 1.3.2.1. Weiter wendet der Beschwerdeführer ein, die Vorinstanz hätte die Strafe in Anwendung von Art. 48 lit. e StGB mildern müssen. Seit seiner Inhaftierung habe er sich wohl verhalten. Obwohl er davor, d.h. nach der ersten, ihm vorgeworfenen Deliktsphase, nochmals straffällig geworden sei, gelte es mit Blick auf sein Wohlverhalten zu beachten, dass diese erste Deliktsphase über zehn Jahre zurückliege und dass seit der zweiten Phase wiederum über drei Jahre vergangen seien. Im Übrigen habe er zwar während laufendem Strafverfahren gegen die Rechtsordnung verstossen. Seine neuen Straftaten seien aber nicht einschlägig gewesen (Beschwerde S. 4, S. 9 f. und S. 16 ff.). 1.3.2.2. Gemäss Art. 48 lit. e StGB mildert das Gericht die Strafe, wenn das Strafbedürfnis in Anbetracht der seit der Tat verstrichenen Zeit deutlich vermindert ist und der Täter sich in dieser Zeit wohl verhalten hat. Art. 48 lit. e StGB gelangt nach der Rechtsprechung in jedem Fall zur Anwendung, wenn zwei Drittel der Verjährungsfrist verstrichen sind und der Täter sich in dieser Zeit wohl verhalten hat (BGE 140 IV 145 E. 3.1; Urteil 6B_1186/2022 und 6B_1193/2022 vom 12. Juli 2023 E. 5.3, nicht publ. in: BGE 149 IV 395). 1.3.2.3. Die Vorinstanz kommt zum Schluss, insgesamt rechtfertige der Zeitablauf keine Reduktion der Strafe. In Bezug auf die länger zurückliegende, erste Deliktsphase liege in Anbetracht der zwischenzeitlich erwirkten Vorstrafen im In- und Ausland sowie der nachmaligen schwerwiegenden Delinquenz klarerweise kein Wohlverhalten vor. Im Gegenteil ergäbe sich daraus ein weiterbestehendes Strafbedürfnis. Die zweite Deliktsphase habe zur schnellen Verhaftung des Beschwerdeführers geführt. Sein bisheriges Wohlverhalten in der Haft sei keine besondere Leistung, die eine Strafminderung rechtfertigen würde. Der Beschwerdeführer habe sich im Übrigen auch nicht in einer unerträglichen Ungewissheit über gänzliche Schuld oder Nichtschuld befunden, da er den Schuldpunkt in Bezug auf den gewerbsmässigen Betrug, die mehrfache Urkundenfälschung, den betrügerischen Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage, die Verfügung über mit Beschlag belegte Vermögenswerte und die Veruntreuung anerkannt habe und allein dafür im ersten Berufungsverfahren selber von einer mehrjährigen Sanktion ausgegangen sei (angefochtenes Urteil S. 40 E.VI.6.3). 1.3.2.4. Der Einwand des Beschwerdeführers ist unbegründet. Die Vorinstanz verletzt kein Bundesrecht, indem sie Art. 48 lit. e StGB nicht anwendet. Der Beschwerdeführer scheint zu verkennen, dass von einem Wohlverhalten vor seiner Inhaftierung am 4. März 2020 im Sinne dieser Bestimmung auch dann nicht die Rede sein kann, wenn die letzte ihm vorgeworfene Tat, die versuchte vorsätzliche Tötung in der Nacht vom 1. März 2020, bezüglich seiner Delinquenz gegen das Vermögen in seiner ersten Deliktsphase nicht "einschlägig" war. Die nach Art. 48 lit. e StGB massgebende Zeitspanne, während der sich der Beschwerdeführer wohl verhalten hat, begann daher erst im März 2020 zu laufen. Da eine Strafmilderung nach Art. 48 lit. e StGB somit ohnehin nicht angezeigt ist, erübrigt sich eine genaue Berechnung der Verjährungsfristen.