Citation: 9C_350/2017 E. 4.3

4.3. An der Verbindlichkeit der vorinstanzlichen Feststellungen betreffend Beginn einer Psychotherapie im Sinne einer intensiven fachgerechten Behandlung ändert auch der Hinweis nichts, der Versicherte sei bereits vor dem 2. Februar 2016 medikamentös behandelt worden. Selbst wenn der Behauptung der Beschwerdeführerin gefolgt und davon ausgegangen würde, jegliche medikamentöse Behandlung sei ohne die Durchführung einer Psychotherapie nicht fachgerecht, liesse dies allein offensichtlich nicht den Umkehrschluss zu, eine (intensive und fachgerechte) solche habe auch tatsächlich stattgefunden. Dr. med. C.________ hatte denn im Bericht vom 6. Dezember 2015 auch explizit ausgeführt, eine Behandlung mit Strattera und Ritalin habe über Jahre stattgefunden, obwohl der Versicherte therapeutisch nicht ausreichend begleitet und behandelt worden sei.