Citation: I 610/99 19.07.2001 E. 3

3.- a) Was die Behinderung der Beschwerdeführerin im Haushaltsbereich anbelangt, hat das kantonale Gericht diese gestützt auf den Haushaltsabklärungsbericht der IV-Stelle vom 4. Februar 1997 auf 27 % geschätzt. Die Beschwerdeführerin macht hiegegen geltend, insbesondere die vorgenommene Beurteilung der Einschränkung in der Sparte "Wäsche und Kleiderpflege" im Ausmass von 40 % erweise sich als nicht korrekt und müsse auf 75 % erhöht werden. b) Kann eine im Haushalt tätige versicherte Person wegen ihrer Behinderung gewisse Haushaltsarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand erledigen, muss sie von sich aus das ihr Zumutbare zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit beitragen, worunter namentlich auch die Inanspruchnahme der Mithilfe von Familienangehörigen in üblichem Umfang gehört. Unterbleiben solche Vorkehren zur Schadenminderung, so wird die daraus resultierende Leistungseinbusse im hauswirtschaftlichen Bereich bei der Invaliditätsbemessung nicht berücksichtigt (ZAK 1984 S. 133 ff. Erw. 5; Meyer-Blaser, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, Zürich 1997, S. 222 f.). Gemäss den Angaben im Haushaltsbericht besteht im Bereich "Wäsche und Kleiderpflege" keine Einschränkung beim Sortieren, Bügeln und Zusammenlegen der Wäsche. Der Beschwerdeführerin nicht mehr zumutbar sind hingegen das mehrmalige Hinuntersteigen vom 3. Stock in die Waschküche sowie das Einfüllen, Aufhängen, Abnehmen und Hochtragen der Wäsche. Angesichts des Umstands, dass eine beträchtliche - wenn nicht gar vollständige - Entlastung der Versicherten in den ihr auf Grund ihrer gesundheitlichen Probleme nicht mehr zumutbaren Verrichtungen durch den Ehemann sowie die im massgeblichen Zeitpunkt des Verfügungserlasses (vom 8. September 1997; BGE 121 V 366 Erw. 1b) noch zu Hause lebenden Kinder (21-jährige Tochter, 15-jähriger Sohn) durchaus als Mithilfe in üblichem Umfang bezeichnet werden kann, erscheint eine angenommene Einschränkung von 40 % in diesem Bereich als den Verhältnissen ohne weiteres angemessen. Dies gilt umso mehr, als die zu berücksichtigende Unterstützung von Familienmitgliedern weiter geht als die ohne Gesundheitsschädigung üblicherweise zu erwartende Mithilfe (ZAK 1984 S. 138 ff. Erw. 5). Der durch den Wegzug der ältesten Tochter eingetretenen Reduktion der Wäschemenge wäre im Übrigen durch eine Verminderung des Anteils des Aufgabenbereichs "Wäsche und Kleiderpflege" an der gesamten Haushaltstätigkeit und nicht durch eine Erhöhung des betreffenden Behinderungsgrades Rechnung zu tragen. Da nicht ersichtlich ist - und auch nicht beanstandet wird -, inwiefern die im Abklärungsbericht vorgenommene Gewichtung der anderen Tätigkeiten und der betreffenden Einschränkungen unrichtig sein sollte, ist von einer Einschränkung im Haushaltsbereich von insgesamt 27 % auszugehen. Wie das kantonale Gericht zu Recht erkannt hat, steht dieses Resultat auch im Einklang mit der von der Klinik Z.________ im Bericht vom 24. Mai 1996 diesbezüglich veranschlagten Behinderung von 30 %. Es bleibt mithin beim vorinstanzlich ermittelten Invaliditätsgrad von rund 4 % (27 % von 15 %) im haushaltlichen Bereich.