Citation: 8C_320/2023 E. 5.3

5.3. Was die erwerblichen Auswirkungen und insbesondere den leidensbedingten Abzug vom Tabellenlohn betrifft, stellte die Vorinstanz fest, es könnte höchstens berücksichtigt werden, dass dem Beschwerdeführer nur noch sehr leichte Verweistätigkeiten zuzumuten seien. Dieser Umstand rechtfertigte indessen nicht mehr als eine 10%ige Reduktion. Der Beschwerdeführer macht geltend, dass entgegen der Vorinstanz im Rahmen der gutachtlich bescheinigten, um 30 % reduzierten Arbeitsfähigkeit noch zusätzlich ein erhöhter Pausenbedarf zu berücksichtigen sei. Inwiefern das kantonale Gericht diesbezüglich offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellungen getroffen haben sollte, ist indessen nicht erkennbar. Gemäss den Angaben in der Konsensbeurteilung der ZIMB-Experten ist eine Präsenz von sechs bis sieben Stunden pro Tag möglich, besteht eine Einschränkung aufgrund eines erhöhten Pausenbedarfs und wird die Arbeits- und Leistungsfähigkeit auf 70 % geschätzt. Aus den detaillierten Ausführungen zu den Beeinträchtigungen im Einzelnen lässt sich ausdrücklich entnehmen, dass (allein) aus kardiologischer Sicht wegen erhöhten Pausenbedarfs eine Arbeitsfähigkeit von 70 % bestehe. Die vorinstanzliche Schlussfolgerung, dem erhöhten Pausenbedarf sei mit der quantitativen Minderung von 30 % erschöpfend Rechnung getragen, ist somit für das Bundesgericht verbindlich. Die Einwände des Beschwerdeführers zu seinem fortgeschrittenen Alter, zu den fehlenden Sprachkenntnissen, zur langen Abwesenheit vom Arbeitsmarkt und zur fehlenden Ausbildung hat das kantonale Gericht bereits entkräftet. Inwiefern es dabei die massgebliche Rechtsprechung verletzt haben sollte, ist nicht erkennbar. Gemäss Gutachten begründen sich die bescheinigten Einschränkungen durch die Beschwerden am Bewegungsapparat (nur noch sehr leichte adaptierte Tätigkeiten), die Herzprobleme (zeitliche Einschränkung um 30 % wegen erhöhten Pausenbedarfs), die arterielle Verschlusskrankheit (zeitliche Einschränkung um 20 %, kein Heben und Tragen von Lasten über 5 kg) und schliesslich den Diabetes (insbesondere keine Schichtarbeiten). Durch diese Vielzahl an gesundheitlichen Problemen besteht eine Limitierung auch im Rahmen leichter Hilfstätigkeiten, die mit dem von der Vorinstanz herangezogenen statistischen Verdienst entlöhnt werden. Dies rechtfertigte praxisgemäss jedenfalls dann einen Abzug von 10 %, wenn zusätzlich von einer allein noch zumutbaren Teilzeitbeschäftigung auszugehen wäre (Urteil 8C_74/2022 vom 22. September 2022 E. 4.4.2 mit Hinweisen). Diese letztere Voraussetzung ist hier indessen, wie bereits dargelegt, nicht gegeben. Im Übrigen stellt die Höhe des leidensbedingten Abzugs eine typische Ermessensfrage dar (BGE 148 V 174 E. 6.5; 137 V 71 E. 5.1; Urteil 8C_557/2018 vom 18. Dezember 2018 E. 3.4). Das angefochtene Urteil lässt sich auch in diesem Punkt nicht beanstanden.