Citation: H 236/99 05.06.2000 E. 3

3.- Nach der Rechtsprechung kann der Beschwerderückzug nur klar, ausdrücklich und unbedingt erfolgen (BGE 119 V 38 Erw. 1b mit Hinweis). Der Rückzug eines Rechtsmittels ist grundsätzlich unwiderruflich und beendet den Streitfall unverzüglich; denn die entsprechende Abschreibungsverfügung hat lediglich deklaratorischen Charakter. Hingegen kann eine wegen Beschwerderückzugs ergangene Abschreibungsverfügung angefochten werden mit der Begründung, der Rückzug beruhe auf einem Willensmangel (BGE 109 V 237 Erw. 3; vgl. auch BGE 111 V 58 und 156 mit weiteren Hinweisen). Der Beschwerdeführer hat die gegen die Rentenverfügung vom 21. Dezember 1998 erhobene Beschwerde am 27. Februar 1999 ausdrücklich und vorbehaltlos zurückgezogen. Bei dieser Erklärung ist er zu behaften. In den Akten fehlen Anhaltspunkte dafür, dass seine Willensäusserung nicht eindeutig gewesen oder irrtümlich erfolgt wäre, was das Gericht verpflichten würde, den tatsächlichen Willen des Rechtsuchenden zu ermitteln (unveröffentlichtes Urteil M. vom 5. November 1985, H 193/85). Die Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde über eine angebliche Zusicherung, wonach das, was er unterschreibe, ein Bescheid sei, gemäss welchem er ab dem 2. Februar 1999 eine monatliche Rente bekomme, sind nicht geeignet darzutun, dass er die Beschwerde unter dem Einfluss eines relevanten Willensmangels zurückgezogen hat. Dass die Abfindung an Stelle der Rente tritt, wenn diese weniger als 20 % der entsprechenden Vollrente ausmacht, konnte unmissverständlich der Kassenverfügung vom 21. Dezember 1998 entnommen werden. In ihrer Stellungnahme vom 24. Mai 2000 führt die Vorinstanz aus, der Versicherte habe von sich aus und noch bevor die Vernehmlassung der Ausgleichskasse ergangen sei, die Beschwerde zurückgezogen. Eine Rücksprache mit der Rekurskommission sei nicht erfolgt. Die vorinstanzlichen Gerichtsakten enthalten denn auch keinerlei Hinweise darauf, dass der Beschwerdeführer sich nach Einreichung der Beschwerde mit der Rekurskommission in Verbindung gesetzt und allenfalls eine missverständliche oder gar falsche Auskunft erhalten hätte. Dies wird in der Ergänzung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde denn auch nicht behauptet. Der Abschreibungsentscheid der Vorinstanz kann somit nicht beanstandet werden.