Citation: 2C_1055/2019 E. 3.3.1

3.3.1. Die Übernehmerin macht im bundesgerichtlichen Verfahren geltend, der Wertzuwachsgewinn sei auf Seiten der Erbengemeinschaft eingetreten und die Grundstückgewinnsteuer folglich von dieser zu tragen. Sie beruft sich hierzu auch auf die Auskunft der Belegenheitsgemeinde vom 9. September 2015, worin namentlich ausgeführt worden war: "Erfolgt die Einbilanzierung als Geschäftsvermögen zum Kaufpreis, ist der Grundstückgewinn zwingend beim Veräusserer zu veranlagen" (Sachverhalt, lit. B). Anders als die Vorinstanz dies annehme, sei es ihr, der Übernehmerin, nie darum gegangen, einen Steueraufschub herbeizuführen. Gegenteils habe die Erbengemeinschaft in Kenntnis der Auskunft vom 9. September 2015 an dem in Aussicht genommenen Übernahmepreis von Fr. 580'000.-- festgehalten. Ebenso wenig sei vertraglich stipuliert worden, dass die Übernehmerin die Grundstücke lediglich im Umfang der Anlagekosten von Fr. 109'242.-- aktivieren dürfe. Die Erwartung sei vielmehr dahingegangen, dass die Überführung ins Alleineigentum der Übernehmerin zur Abrechnung führe, und zwar zulasten der Erbengemeinschaft.