Citation: 6B_49/2016 E. 2.3

2.3. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die von ihrem Rechtsanwalt eingereichten Beschwerden würden sämtliche Voraussetzungen von Art. 385 StPO erfüllen und die Vorinstanz sei zu Unrecht nicht darauf eingetreten. Indem sie beantragt habe, die Einstellungsverfügungen seien aufzuheben und die eingestellten Strafverfahren fortzusetzen, habe sie unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, welche Punkte angefochten werden. Weiter gingen aus ihren Eingaben die Anfechtungsgründe klar hervor. Sie habe die Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro duriore" gerügt und dargelegt, dass aufgrund der Art und der Schwere der Verletzungen eine selbst beigebrachte unglückliche Verletzung auszuschliessen sei. Aufgrund dessen sei zumindest zweifelhaft, ob ein Einstellungsgrund vorliege. Jedenfalls seien weitere Abklärungen zu dieser Frage erforderlich. Dazu habe sie weitere Beweismittel wie etwa den Beizug von Arztberichten genannt. Unrichtig sei zudem die Erwägung der Vorinstanz, das Abstellen auf die Aussagen der Polizisten werde nicht kritisiert. Genau dieser Punkt werde beanstandet. Damit seien die sachverhaltlichen und rechtlichen Beanstandungen ausreichend dargelegt worden. Der Nichteintretensentscheid verstosse gegen den Grundsatz von Treu und Glauben sowie das daraus abgeleitete Verbot des überspitzten Formalismus. Zudem hätte die Vorinstanz die mangelhafte Eingabe gestützt auf Art. 385 Abs. 2 StPO zur Verbesserung zurückweisen müssen. Zumindest hätte sie die Eingabe, welche die Beschwerdeführerin persönlich eingereicht hatte, als (teilweise) Nachbesserung mitberücksichtigen können.