Citation: 9C_439/2024 E. 5.2.4

5.2.4. Die Vorinstanz führt zutreffend aus, dass die gesamte Ziff. 6.1 der MBl Nr. 14 unter dem Titel "Allgemeine Bankdienstleistungen" steht und sich daher spezifisch auf Banken bzw. auf von Banken angebotene Dienstleistungen - und nicht auf solche der Beschwerdeführerin - bezieht. Die pauschalen Ausführungen der Beschwerdeführerin, wonach die Vorinstanz sich auf den Standpunkt stelle, die gesamte MBl Nr. 14 (und nicht nur die Ziff. 6.1) würde sich nur auf Banken beziehen, ist somit nicht zutreffend. Auch ist nicht ersichtlich, inwiefern die Wettbewerbsneutralität von Art. 1 Abs. 3 lit. a MWSTG dadurch verletzt sein soll. Die Erwägungen der Vorinstanz, wonach sich die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang nicht auf den Vertrauensschutz berufen könne, sind somit zutreffend. Zwar trifft es - wie die Beschwerdeführerin ausführt - zu, dass in Ziff. 6.1.6 der MBl Nr. 14 die Courtagen separat ausgeführt werden und von der Steuer ausgenommen sind, doch ist einerseits genannte Ziff. 6.1.6 nicht auf die Beschwerdeführerin anwendbar und andererseits handelt es sich vorliegend nicht um die Courtagen im Sinn dieser Bestimmung (vgl. E. 5.1). Die Ausführungen der Vorinstanz, wonach überdies der Beschwerdeführerin weder die Anwendung der genannten Verwaltungsverordnung individuell zugesichert worden sein soll, noch anderweitig bei der Beschwerdeführerin durch die ESTV ein entsprechendes Vertrauen erweckt worden sein soll, vermag die Beschwerdeführerin auch vor Bundesgericht nicht umzustossen. Schliesslich vermag die Beschwerdeführerin nicht weiter darzulegen, wieso das Gebot der rechtsgleichen Behandlung verletzt sein soll (E. 5.2.2).