Citation: 6S.77/2001 06.12.2001 E. 4

4.- a) Als betrügerischer Konkurs wurde dem Beschwerdeführer unter anderem vorgeworfen, er habe wissentlich und willentlich zum Schein sein Vermögen zum Nachteil der Gläubiger vermindert, indem er einen ihm zustehenden Anspruch auf Forderungen der Semifora AG gegenüber der für die Verwaltung der Konkursmasse zuständigen Konkursverwaltung verheimlicht habe (Urteil WSG S. 462). Dabei ist von folgendem Sachverhalt auszugehen: Die Semifora AG, die einem langjährigen Anwalt des Beschwerdeführers gehörte, kaufte der SCI 1988 diverse Forderungen für insgesamt 20 Millionen Franken ab, wobei der Beschwerdeführer die finanziellen Mittel für den Kauf der Forderungen aufbrachte und die Semifora treuhänderisch für ihn handelte. Die Semifora verkaufte die Forderungen im Juli 1991 für 500'000 Franken an Thomas Gatley, den Schwager des Beschwerdeführers. Der Beschwerdeführer (bzw. dessen Ehefrau) liess in der Folge unverzüglich einen Betrag in Höhe des Kaufpreises an Thomas Gatley überweisen (vgl. angefochtener Entscheid S. 149 - 154, Urteil WSG S. 501 - 508). Die Vorinstanz schloss darauf, dass der Beschwerdeführer trotz des Verkaufs der Forderungen an Thomas Gatley aus wirtschaftlicher Sicht der Berechtigte geblieben sei und ihm auch bewusst gewesen sein müsse, dass die Forderungen zu seinem von den Konkursbehörden zu ermittelnden Vermögen gehörten (angefochtener Entscheid S. 153). b) Der Beschwerdeführer macht geltend, die Semifora-Forderungen hätten weder zivilrechtlich noch wirtschaftlich zu seinem Vermögen gehört (vgl. Beschwerde S. 12 - 17), und überdies habe er die Forderungen nicht verheimlicht (vgl. Beschwerde S. 18 - 20). Das erste Vorbringen ist angesichts der Feststellungen der kantonalen Richter offensichtlich verfehlt. Die Semifora kaufte seinerzeit die Forderungen zwar in ihrem eigenen Namen, aber treuhänderisch auf Rechnung des Beschwerdeführers. Die Forderungen gehörten folglich zum Vermögen des Beschwerdeführers. In der Folge veranlasste der Beschwerdeführer seinen Schwager, die Forderungen von der Semifora zu erwerben, und stellte ihm dafür die nötigen Mittel zur Verfügung. Es ist offensichtlich, dass es bei diesem Scheingeschäft einzig und allein darum ging, die Forderungen vor der Konkursverwaltung zu verheimlichen. Folglich blieb der Beschwerdeführers auch der wirtschaftlich Berechtigte an den Forderungen. c) In Bezug auf die Frage, ob der Beschwerdeführer die Forderungen verheimlicht hat, ist von folgendem Sachverhalt auszugehen: Im Juli 1991 teilte die Semifora dem Beschwerdeführer mit, sie habe die ihr treuhänderisch überlassenen Vermögenswerte für seine Rechnung veräussert; aus der dem Schreiben beiliegenden Abrechnung war ersichtlich, dass der Baranteil des Verkaufspreises 500'000 Franken betrug und der Saldo zugunsten des Beschwerdeführers 241'382 Franken ausmachte (vgl. Urteil WSG S. 484). Ein Rechtsanwalt überwies nun dem Konkursamt im November 1991 den Betrag von 241'382 Franken, ohne etwas über die Hintergründe der Zahlung zu erwähnen, und der Beschwerdeführer weigerte sich in der Folge, den Käufer der Forderung zu nennen, teilweise mit der Begründung, "er habe nur Vermutungen und keine sichere Kenntnis" (vgl. Urteil WSG S. 507). Die kantonalen Richter führen aus, dem Beschwerdeführer werde nicht etwa vorgeworfen, er habe die Forderungen gänzlich verheimlicht. Indem er aber einerseits den Saldobetrag aus dem angeblichen Verkauf der Forderungen der Konkursverwaltung habe überweisen lassen und sich andererseits wiederholt geweigert habe, den Namen des Käufers zu nennen, habe er die Konkursverwaltung bewusst in die Irre geführt und zu verhindern versucht, dass den Konkursbehörden der mehrere Millionen Franken ausmachende Wert der Forderungen bekannt werde (angefochtener Entscheid S. 153, Urteil WSG S. 508). Es steht ausser Zweifel, dass der Beschwerdeführer die Forderungen verheimlichte, indem er fälschlich vorgab, den Käufer nicht zu kennen, obwohl es sich dabei um seinen Schwager handelte, dem er auch noch den Kaufpreis für die Forderungen überwiesen hatte. Seine Behauptung, er habe "angesichts seiner überaus komplexen Vermögensverhältnisse zunächst keine vorbehaltlosen Angaben über seine Aktiven machen" können (Beschwerde S. 20), ist angesichts der verbindlichen tatsächlichen Feststellungen der kantonalen Richter abwegig.