Citation: 6B_353/2024 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer moniert eine nicht ordnungsgemässe Vorladung und damit einhergehend einen nicht effektiven Zugang zum Gericht und überspitzten Formalismus. Seiner Kritik kann indessen nicht gefolgt werden. Die fragliche Vorladung ist, worauf das Obergericht weder willkürlich noch rechtsfehlerhaft schliesst, unmissverständlich und klar. Sie ist mit einem Briefkopf, einem Mittelteil und einer Grussformel übersichtlich strukturiert. Die Absender-Adresse im Briefkopf der Vorladung oben rechts ist mit "Hermann Götz-Strasse 24, 8401 Winterthur" vermerkt und gibt (lediglich) darüber Auskunft, wo die Amtsstelle domiziliert ist und von wo aus diese ihre Post verschickt. Im Mittelteil der Vorladung werden unter dem Titel "Vorladung in Strafsachen (Art. 201 ff. StPO) " sämtliche Bestandteile der eigentlichen Vorladung im Sinne von Art. 201 Abs. 1 StPO, teilweise im Fettdruck, Punkt für Punkt genannt, darunter namentlich auch das Datum, die Zeit und der Ort des Erscheinens und damit die Information, wann und wo sich der Beschwerdeführer zur Vornahme der Verfahrenshandlung anzumelden bzw. einzufinden hat, nämlich konkret beim "Obertor 17, 8400 Winterthur". Was an der Vorladung vom 4. Dezember 2023 unklar sein sollte bzw. weshalb sie diesbezüglich Anlass zu einem Irrtum gegeben haben könnte, erschliesst sich damit nicht ansatzweise. Dass sich der Beschwerdeführer an die Absender-Adresse der Amtsstelle und nicht an den Anmeldungsort "Obertor 17, 8400 Winterthur" begab, hat er sich selbst zuzuschreiben. Der Vorwurf, die Vorladung enthalte eine falsche Adresse bzw. sei irreführend, entbehrt ebenso wie die in der Beschwerde vertretene Auffassung, die Absender-Adresse dürfe (vorliegend) als Vorladungs-Adresse begriffen werden, jeglicher Grundlage.