Citation: 8C_774/2019 E. 7.1

7.1. Der Beschwerdeführer bringt ferner vor, das Verwaltungsgutachten äussere sich nicht zu den Standardindikatoren. Auch damit dringt er nicht durch. Der Gutachter orientierte sich in seiner Expertise am Fragenkatalog der IV-Stelle zu den Standardindikatoren (vgl. Gutachten S. 32 ff.), was der Beschwerdeführer zu übersehen scheint. Nach der in allen Teilen überzeugenden Beurteilung des kantonalen Gerichts sind dem Gutachten denn auch genügend aussagekräftige Feststellungen zu entnehmen. So seien die psychopathologischen Befunde gegenwärtig nicht ausgeprägt. Der Experte habe leichte bis maximal kurzfristig mittelschwere Einschränkungen in den Bereichen Regeln, Planung/Strukturierung von Aufgaben, Flexibilität/Umstellungsfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit, Durchhaltefähigkeit und Gruppenfähigkeit festgehalten. Zu beachten bleibe, dass mit der hyperkinetischen Störung grundsätzlich eine Komorbidität vorliege, auch wenn sich deren Defizite laut Gutachter nicht klar von den Einschränkungen durch die Persönlichkeitsstörung abgrenzen liessen. Das depressive Syndrom sei remittiert und das Suchtverhalten habe sich deutlich verbessert. Weiter sei der soziale Kontakt objektiv und subjektiv geordnet. Der Beschwerdeführer zeige soziales Interesse und pflege soziale Kontakte (Kollegen treffen, Tanzen gehen, regelmässige sportliche Aktivitäten, sich als Einkaufsberater engagieren, Teilnahme am Integrationsprogramm). Er kümmere sich auch um seinen Sohn. Er sehe zudem die Möglichkeit, seine Beschwerden mit entsprechendem Aufwand (inkl. Nutzung von Psychopharmakotherapie) bewältigen zu können und benenne selbst hinreichende persönliche Ressourcen. Die Vorinstanz kam zum Schluss, dass die vom Gutachter erhobenen, im Wesentlichen der Persönlichkeitsstörung geschuldeten Defizite nachvollziehbar eine Leistungsminderung im Umfang einer 30%igen Arbeitsunfähigkeit zeitigen würden. Das kantonale Gericht hat demnach anhand der gutachterlichen Indikatorenprüfung schlüssig die massgeblichen Beweisthemen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung eines stimmigen Gesamtbildes abgehandelt und geschlossen, dass aus juristischer Sicht der psychiatrisch attestierten Arbeitsunfähigkeit gefolgt werden könne. Der Beschwerdeführer bringt nichts vor, was diese überzeugende Beurteilung als bundesrechtswidrig erscheinen lassen würde.