Citation: 6B_852/2015 E. 1.2

1.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe lediglich gewusst, dass E.________ und A.________ den Personenwagen hätten loswerden wollen. Er habe zu keiner Zeit geplant gehabt, die Strafanzeige bei der Polizei zu erstatten, und habe auch nicht Hand geboten, um die Versicherung bezüglich des Autodiebstahls zu täuschen. Es habe daher kein Tatentschluss betreffend Irreführung der Rechtspflege bestanden. Dass er mit Ausnahme der Anzeigeerstattung bei jedem Schritt der Deliktsausführung anwesend gewesen sei, sei für die Frage der Mittäterschaft nicht von Bedeutung. Seine einzelnen Tatbeiträge seien weder für sich allein noch in ihrer Gesamtbetrachtung derart gewichtig gewesen, dass die Straftat ohne dieselben nicht hätte stattfinden können. So hätten die Verhandlungen zwischen den weiteren Beteiligten ohne weiteres auch ohne seine Übersetzertätigkeit stattfinden können. Diese seien durch seine Dienste lediglich vereinfacht worden. Die Irreführung der Behörde hätte sich auch ohne seine Beteiligung nicht anders abgespielt. Im Übrigen komme es bei diesem Tatbestand nicht auf die Umstände an, welche zur Anzeigeerstattung geführt hätten, sondern auf die Anzeige der fiktiven Straftat selbst. Deshalb würde auch zu keinem anderen Ergebnis führen, wenn er bei der Inszenierung des Autodiebstahls als Mittäter zu beurteilen wäre. Er habe weder im Vorfeld von der Anzeigeerstattung gewusst noch sei er zum Zeitpunkt der Anzeige anwesend gewesen. Er habe auch keinen Anlass gehabt, die Tat als seine eigene anzustreben, zumal er nicht Versicherungsnehmer gewesen sei und ihm vom Anzeigeerstatter auch keinerlei finanzielle Anreize geboten worden seien (Beschwerde S. 4 ff.). Eventualiter macht der Beschwerdeführer geltend, er sei aufgrund seines untergeordneten Tatbeitrages lediglich der Gehilfenschaft zur Irreführung der Rechtspflege schuldig zu erklären. Sowohl seine Übersetzungstätigkeit als auch seine physische Präsenz seien für den Ausgang des Delikts nicht entscheidend gewesen, zumal er weder auf die Anzeige bei der Polizei noch auf den Zeitpunkt derselben Einfluss gehabt habe (Beschwerde S. 7).