Citation: 9C_86/2017 E. 3.3.2

3.3.2. Hintergrund der im Rahmen der 1. BVG-Revision am 1. Januar 2005 in Kraft getretenen Bestimmungen von Art. 37 BVG ist folgender: Ursprünglich war eine Kapitalabfindung nur möglich, wenn eine solche reglementarisch vorgesehen war. Für diesen Fall sah das Gesetz eine dreijährige Frist für die Geltendmachung der Kapitaloption vor, die aber ebenfalls reglementarisch verkürzt werden konnte (aArt. 37 Abs. 3 BVG; AS 1983 797). Neu sollte die Möglichkeit einer Kapitalabfindung in der Höhe eines Viertels des BVG-Altersguthabens zwingend allen Versicherten offenstehen, wobei es der Gesetzgeber der einzelnen Vorsorgeeinrichtung überlassen wollte, eine allfällige (sinnvolle) Frist für die Geltendmachung zu bestimmen (Botschaft vom 1. März 2000 zur Revision des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge [BVG; 1. BVG-Revision], BBl 2000 2664 Ziff. 2.5, 2693; vgl. auch HANS-ULRICH STAUFFER, Berufliche Vorsorge, 2. Aufl. 2012, S. 286 f. Rz. 782-784). Damit steht fest, dass der Gesetzgeber einzig die Kapitaloption mindestens im limitierten Umfang von Art. 37 Abs. 2 BVG sicherstellen und im Übrigen nicht in die (bisherigen) Regelungskompetenzen der Vorsorgeeinrichtungen eingreifen wollte.