Citation: 4A_489/2014 E. 6.6

6.6. An diesem Ergebnis vermag die Beschwerdeführerin denn schliesslich auch mit ihrem wiederholten Hinweis auf BGE 121 III 358 und das Urteil 6B_925/2008 vom 9. März 2009 nichts zu ändern. Wie bereits beide Vorinstanzen festgehalten haben, ist BGE 121 III 358 nicht mit dem zu beurteilenden Fall vergleichbar. Zwar ist erstellt, dass sich die breite Schlittelpiste vorliegend auf 8 Meter in der Rechtskurve bzw. im anschliessenden Verbindungsweg verengte. Die Schlittelpiste war jedoch nach dem Gesagten mit einem Gefälle von 10-12 % im Vergleich zum Gefälle von 25 % in BGE 121 III 358 nicht sonderlich steil. So führte die Piste auch nicht direkt auf den Verbindungsweg, sondern mit einer weiten Rechtskurve. Jeder Schneesportler konnte von Weitem erkennen, dass er seine Fahrgeschwindigkeit drosseln musste, um auf diesen Verbindungsweg einzubiegen. Auch wenn die Piste in der Falllinie auf den Stall zulief, waren die Platzverhältnisse somit weiträumig und der Pistenverlauf als auch der Stall gut erkennbar, so dass jeder Schlittler, der mit angepasster Geschwindigkeit daherkommt und auf diesem Pistenabschnitt stürzt, nicht mit dem 7 Meter vom Pistenrand entfernten Stall kollidieren sollte.