Citation: 7B_448/2023 E. 3.3.1

3.3.1. Bei den Vortaten (erste Voraussetzung) im Sinne von Art. 221 Abs. 1 lit. c StPO muss es sich um Verbrechen oder schwere Vergehen gegen gleiche oder gleichartige Rechtsgüter handeln, wie sie im hängigen Untersuchungsverfahren massgebend und wie sie für die Zukunft zu befürchten sind. Die Vortaten können sich aus rechtskräftig abgeschlossenen Strafverfahren ergeben. Sie können jedoch auch Gegenstand eines noch hängigen Strafverfahrens bilden, sofern mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit feststeht, dass die beschuldigte Person sie begangen hat. Der Nachweis, dass diese eine Straftat verübt hat, gilt bei einem glaubhaften Geständnis oder einer erdrückenden Beweislage als erbracht (BGE 146 IV 326 E. 3.1; 143 IV 9 E. 2.3.1; 137 IV 84 E. 3.2; Urteile 7B_331/2023 vom 7. August 2023 E. 3.1; 1B_293/2023 vom 19. Juni 2023 E. 3.1; je mit Hinweisen). Dem Beschwerdeführer wird versuchte Brandstiftung vorgeworfen. Dies stellt ein Verbrechen (Art. 10 Abs. 2 StGB) dar, das mit Freiheitsstrafe von nicht unter einem Jahr bis 20 Jahre bestraft wird (Art. 221 Abs. 1 i.V.m. Art. 40 Abs. 2 StGB). Der Beschwerdeführer ist, worauf er selbst hinweist, geständig, einen Brandstiftungsversuch begangen zu haben (Beschwerde S. 4). Der ihm vorgeworfene Brandstiftungsversuch kann somit als Vortat im Sinne von Art. 221 Abs. 1 lit. c StPO herangezogen werden, wovon auch der Beschwerdeführer ausgeht (vgl. Beschwerde S. 5).