Citation: 2C_568/2021 E. 5.1.4

5.1.4. Im Rahmen der Beurteilung des migrationsrechtlichen Verschuldens fällt sodann auch die Gesamtbetrachtung des deliktischen Verhaltens des Beschwerdeführers bis zum angefochtenen Urteil, welche die Vorinstanz zu Recht vornimmt (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.2.2), negativ ins Gewicht: Der Beschwerdeführer wurde zwischen 2006 und Juni 2018 wiederholt straffällig (vgl. vorstehende lit. A). Aufgrund der Verurteilung vom 1. April 2009 wegen Raub, versuchter schwerer Körperverletzung, Raufhandel und Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz zu einer Freiheitsstrafe von 26 Monaten verwarnte der Migrationsdienst den Beschwerdeführer am 19. November 2014; gleichzeitig verlängerte er die Kontrollfrist der Niederlassungsbewilligung bis zum 19. Februar 2020. Die verfahrensauslösenden Straftaten beging der Beschwerdeführer zwar im Februar bzw. Mai 2013, das heisst noch vor der ausländerrechtlichen Verwarnung; er delinquierte indessen auch danach weiter: Zuletzt wurde der Beschwerdeführer erneut wegen falscher Anschuldigung und Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz (begangen am 1. September 2017) sowie Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz (begangen von ca. Juni 2015 bis Juni 2018) zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten verurteilt. Es ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz aufgrund der Anzahl der Verurteilungen, der lange Deliktsphase und des Umstands, dass der Beschwerdeführer mehrmals auch während laufender Probezeit bzw. während einer laufenden Strafuntersuchung weiter delinquierte, darauf schliesst, dass er grosse Mühe habe, die schweizerische Rechtsordnung zu beachten (vgl. angefochtenes Urteil E. 3.2.3).