Citation: BGE 150 V 410 E. 8.3.3

Pauschallösungen seien nicht per se unzulässig und den Gesetzgeber treffe keine Pflicht, jeder tatsächlichen Ungleichheit mit differenzierenden Rechtsfolgen zu begegnen. Schematisierungen dürften nur nicht zu Ergebnissen führen, die nicht mehr sachgerecht und vernünftig schienen. So stehe die pauschale Regelung des Teilzeitabzugs nach Art. 26bis Abs. 3 IVV nicht isoliert für sich. Vielmehr sei sie in Zusammenhang mit den Regelungen zur Parallelisierung (Art. 26 Abs. 2 und 3 IVV) und vor allem mit denjenigen BGE 150 V 410 S. 418 zur konsequenten Berücksichtigung leidensbedingter Einschränkungen im Zuge der Festlegung des funktionellen Leistungsvermögens (Art. 49 Abs. 1bis IVV) zu sehen. Gerade letztere ermögliche eine einzelfallspezifische Betrachtung. Deswegen lasse sich eine Schematisierung beim Teilzeitabzug mit Blick auf die verfassungsrechtliche Gleichbehandlung halten, wobei das Bundesamt wiederum das bereits zitierte Urteil des Berner Verwaltungsgerichts anführt.