Citation: 1C_524/2015 E. 2.2

2.2. Aus Sicht des Verwaltungsgerichts hat der Beschwerdeführer objektiv vollständig obsiegt, weil das Strassenverkehrsamt mit seiner Wiedererwägungsverfügung für die Gegenstandslosigkeit des Verfahrens sorgte und damit als unterliegende Partei zu behandeln ist. Dem Beschwerdeführer hätte damit an sich eine volle Parteientschädigung zugestanden. Dieser ist indessen irrtümlich davon ausgegangen, er habe nur zu zwei Dritteln obsiegt, und hat - offensichtlich in Unkenntnis der Aargauer Verrechnungspraxis - die Zusprechung einer vermeintlich dem Ausgang des Verfahrens entsprechenden Parteientschädigung von zwei Dritteln verlangt (oben E. 2.1). Das Rechtsbegehren des Beschwerdeführers ans Verwaltungsgericht im umstrittenen Punkt - es seien ihm die genehmigten Kosten für die anwaltschaftliche Vertretung in Höhe von Fr. 2'242.-- zu zwei Dritteln in Höhe von Fr. 1'494.-- zu bezahlen - ist eindeutig und steht nicht im Widerspruch zur Begründung. Aus dieser ergibt sich vielmehr klar, dass der Beschwerdeführer Anspruch auf Ersatz von zwei Dritteln seiner Parteikosten geltend machte und auch machen wollte. Der Beschwerdeführer hat somit (irrtümlich) weniger gefordert, als ihm an sich zugestanden wäre. Nicht zu beanstanden ist in dieser Konstellation, dass ihm das Verwaltungsgericht unter Hinweis auf seine in § 48 Abs. 2 VRPG verankerte Bindung an die Rechtsbegehren der Parteien nicht mehr zusprach, als er beantragte. Nicht nachvollziehbar ist hingegen, inwiefern die Bindung des Gerichts an die Parteianträge in dieser Konstellation eine Handhabe dafür bieten könnte, dem Antrag des Beschwerdeführers nur teilweise zu entsprechen. Das Verwaltungsgericht ist in Willkür verfallen, indem es den objektiv begründeten Antrag auf Zusprechung einer Parteientschädigung von zwei Dritteln der genehmigten Höhe abwies. Die Rüge ist begründet.