Citation: 4C.47/2004 09.12.2004 E. 3

Die Klägerin rügt, die Vorinstanz sei von einem falschen Verständnis der Vertrauenshaftung ausgegangen; sie habe geschlossen, mangels rechtlicher Sonderverbindung entfalle eine solche Haftung; damit habe die Vorinstanz verkannt, dass bei der Vertrauenshaftung massgeblich sei, ob berechtigtes Vertrauen begründet und in der Folge enttäuscht worden sei. Die Klägerin übersieht mit diesen Vorbringen, dass die rechtliche Sonderverbindung und das erweckte Vertrauen zwei verschiedene, kumulative Voraussetzungen der Vertrauenshaftung bilden (BGE 128 III 324 E. 2.2; 121 III 350 E. 6d; 120 II 331 E. 5a S. 336; zu den einzelnen Voraussetzungen vgl. Gauch/Schluep/Rey, Schweizerisches Obligationenrecht Bd. I, 8 Aufl., N. 982e ff.). Die Vorinstanz hat daher zu Recht zunächst das Vorliegen einer Sonderverbindung geprüft und nach Verneinung dieser Voraussetzung die Haftung der Beklagten ausgeschlossen. Hinzu kommt, dass auch die Vertrauenshaftung eine - hier nicht gegebene (oben E. 2) - kausale Schadensverursachung voraussetzt (BGE 121 III 350 E. 7a; 120 II 331 E. 5a S. 337). Die Vorinstanz hat bundesrechtskonform eine Vertrauenshaftung der Beklagten verneint.