Citation: 1P.7/2005 13.05.2005 E. 2.2

2.2.1 Was die Eventualbegründung der Beschwerdeführerin betrifft, ist zunächst in grundsätzlicher Hinsicht festzuhalten, dass das Bundesgericht sowohl bei Beschwerden wegen Verletzung von Art. 9 BV als auch bei Rügen betreffend Verstösse gegen spezielle Verfassungsgarantien in der Regel an die Sachverhaltsfeststellung der kantonalen Behörden gebunden ist. Es kann daher nur prüfen, ob die Feststellungen, welche im kantonalen Verfahren bezüglich des rechtlich relevanten Sachverhalts gemacht wurden, willkürlich erfolgten (BGE 128 I 184 E. 2.1 S. 186, mit Hinweisen; Walter Kälin, Das Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde, 2. Auflage, Bern 1994, S. 171). Eine Sachverhaltsfeststellung ist dann willkürlich, wenn sie offensichtlich unhaltbar ist, insbesondere mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, auf einem offenkundigen Versehen beruht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 129 I 173 E. 3.1 S. 178, mit Hinweisen). Ob solche Gründe gegeben sind, hat der Beschwerdeführer im Einzelnen darzutun. Der Richter beschränkt sich ausschliesslich auf die Prüfung genügend klar erhobener und hinreichend begründeter Rügen (BGE 130 I 26 E. 2.1 S. 31, mit Hinweisen). 2.2.2 Das Verwaltungsgericht hat im angefochtenen Entscheid die tatsächlichen Verhältnisse eingehend dargelegt und gewürdigt. Dabei hat es sich auf die polizeilichen Akten und die am Augenschein gewonnenen Erkenntnisse abgestützt. Die von der Beschwerdeführerin dagegen erhobenen Einwände erschöpfen sich in unzulässiger appellatorischer Kritik. Parteiaussagen sind ein durchaus zulässiges Beweismittel. Eine andere Frage ist, ob sie auch glaubhaft erscheinen und ihnen damit Beweiskraft zukommt. Bestreitet ein Beschwerdeführer die Glaubhaftigkeit von Parteiaussagen, reicht es nicht aus, diese pauschal zu kritisieren und daraus auf eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung zu schliessen. Vielmehr hat er in jedem Einzelfall konkret aufzuzeigen, inwiefern diesbezüglich begründete Zweifel bestehen sollen. Diesen Anforderungen genügt die Beschwerde nicht. Gleich verhält es sich, soweit die Beschwerdeführerin eine willkürliche Beweiswürdigung behauptet. Das Verwaltungsgericht hat keineswegs übersehen, dass die bei der Polizei registrierten Meldungen nur zu einem kleinen Teil die Rathausgasse 64 betreffen und die Reklamationen seit dem Jahre 2002 leicht rückläufig sind. Hingegen hat es dazu bemerkt, dieser Umstand bedeute nicht, dass die sexgewerbliche Nutzung nichts mit den übrigen Meldungen zu tun habe, zumal die Prostituierten ihre Kunden auch in den benachbarten Lokalen oder auf der Gasse antreffen würden. Auch wenn die Rathausgasse durch den Betrieb von grundsätzlich zonenkonformen Gewerben zwar merklich vorbelastet und das ruhige Wohnen entsprechend beeinträchtigt sei, stehe fest, dass die Sexsalons an der Rathausgasse 64 zu weiteren, mehrheitlich nachts auftretenden Lärmbelastungen führten, die von der Wohnbevölkerung als stark störend empfunden würden. Inwiefern diese Beweiswürdigung unhaltbar sein soll, legt die Beschwerdeführerin mit keinem Wort dar. Soweit sie den vom Verwaltungsgericht seinem Entscheid zu Grunde gelegten Sachverhalt beanstandet, ist somit mangels hinreichender Substantiierung darauf nicht einzutreten (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG).