Citation: 6B_900/2024 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer rügt eventualiter eine Verletzung des Anklageprinzips. Er macht zusammengefasst geltend, die Vorinstanz werfe ihm vor, mehrere Vergewaltigungen und sexuelle Nötigungen in mittelbarer Täterschaft begangen zu haben. Die Anklageschrift lasse jedoch offen, wie, d.h. mit welchen Tatmitteln, er jeweils auf den Tatmittler eingewirkt habe, um diesen als sein willenloses Werkzeug zu benutzen. Über das konkrete Tatvorgehen könne deshalb nur spekuliert werden. Insbesondere erweise es sich als ungenügend, wenn die Anklage in Bezug auf die vorgehaltene Vergewaltigung vom 22. Oktober 2020 erwähne, E.________ habe gestützt auf die Umstände davon ausgehen dürfen, dass D.________ mit den sexuellen Handlungen einverstanden gewesen sei, obschon dies nicht der Fall gewesen sei. Damit werde lediglich ein allfälliges Wissensdefizit des Tatmittlers umschrieben, offen bleibe jedoch, ob der Beschwerdeführer dieses vorsätzlich oder eventualvorsätzlich erzeugt habe. Die Umschreibung des subjektiven Tatbestands müsse in der Anklage zwingend enthalten sein, damit sich die angeklagte Person genügend verteidigen könne. Aufgrund der fehlenden Angaben scheide im vorliegenden Fall eine Verurteilung wegen mehrfacher Vergewaltigung und wegen mehrfacher sexueller Nötigung, begangen in mittelbarer Täterschaft, aus.