Citation: 8C_868/2017 E. 4.2

4.2. Soweit sich der Versicherte zunächst auf den Bericht des Dr. med. B.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH und der lic. phil. C.________, Fachpsychologin für Psychotherapie FSP, Cham, vom 3. Oktober 2016 beruft, ist festzuhalten, dass die Vorinstanz diesen zu Recht unbeachtet gelassen hat: Rechtsprechungsgemäss hat das kantonale Gericht seiner beschwerdeweisen Überprüfung einer Nichteintretensverfügung im Rahmen des invalidenversicherungsrechtlichen Neuanmeldungsverfahren grundsätzlich den Sachverhalt zu Grunde zu legen, wie er sich der Verwaltung bot. Ein erst im kantonalen Gerichtsverfahren eingereichter Arztbericht ist daher selbst dann nicht in die Überprüfung miteinzubeziehen, wenn er Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand hinsichtlich des neuanmeldungsrechtlich relevanten Zeitraums zulässt. Von diesem Grundsatz wäre lediglich dann abzuweichen, wenn die IV-Stelle das Neuanmeldungsverfahren in formeller Hinsicht nicht bundesrechtskonform durchgeführt hätte (vgl. BGE 130 V 64 E. 5 S. 66 ff.). Da der Versicherte spätestens seit dem Vorbescheid vom 9. Juni 2016 wusste, dass die IV-Stelle eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes aufgrund der eingereichten Arztberichte nicht als glaubhaft gemacht anerkennt und beabsichtigt, auf die Neuanmeldung nicht einzutreten, hätte er hinreichend Möglichkeit gehabt, ergänzende Arztberichte nachzureichen.