Citation: 1C_327/2016 E. 4.2

4.2. Im vorinstanzlichen Verfahren war umstritten, ob sich das Bauprojekt - abgesehen von den noch nicht bestimmten Farben und Materialien - im Sinne von § 6 Abs. 3 BNO sinnvoll in das bestehende Dorbild einfügt. Die Vorinstanz kam zum Ergebnis, aufgrund der beiden Fachberichte der OSS und der am Augenschein des BVU vorgebrachten Angaben der Fachberaterin der OSS lasse sich gut nachvollziehen, dass sie das überarbeitete Projekt als hinreichend eingegliedert erachtet habe, weil die im ersten Bericht unterbreiteten Verbesserungsvorschläge mit der Überarbeitung des Projekts zum grossen Teil berücksichtigt worden seien. So sei das Bauvorhaben mit der Reduktion von Terrainveränderungen besser an den natürlichen Geländeverlauf angepasst worden, Terrainsprünge seien verringert, Übergänge sanfter gestaltet und markante Stilelemente abgeschwächt bzw. schlichter gestaltet worden (Erker aus Holz und mit Pult- anstatt Giebeldächern, Pultvordächer in den Eingangsbereichen). Die Umgebungsgestaltung sei von einem Landschaftsarchitekten durch Bepflanzung auf die ortsbauliche Situation abgestimmt worden. Das Garagengebäude trete dank der extensiven Begrünung des Dachs und der an Fassaden vorgesehenen Kletterpflanzen weniger prominent in Erscheinung. Dem im ersten Fachbericht genannten weiteren Überarbeitungsbedarf werde mit den Auflagen des BVE, das Garagengebäude mit Holzfassaden und -toren zu verkleiden und bei den Fenstersprossen und -läden keine Imitate zu verwenden, weitgehend Rechnung getragen. Die Fachberaterin habe ihre Meinung nicht geändert, weil sie nie tiefgreifende gestalterische Anpassungen des Bauvorhabens bezüglich der kubischen Erscheinung, sondern bloss einen zurückhaltenderen Umgang mit historisierenden Stilelementen verlangt habe, damit die Häuser weniger herrschaftlich in Erscheinung treten. Zwar habe sie anfänglich die Parallelstellung der Häuser kritisiert, jedoch am Augenschein ausgesagt, dass diese Stellung kein "No-Go" sei. Demnach hätten für sie die zu massive Geländeterrassierung und die ungenügende Abstimmung der Umgebungsgestaltung beim ersten Projekt im Vordergrund gestanden. Das überarbeitete Projekt sei bezüglich dieser Punkte verbessert worden.