Citation: I 225/02 20.10.2003 E. 2

Zunächst fragt sich, welche Arbeiten dem Beschwerdeführer zuzumuten sind. 2.1 Die Vorinstanz ist diesbezüglich in einlässlicher Würdigung der Akten, insbesondere gestützt auf das polydisziplinäre Gutachten der MEDAS vom 13. September 1999, zum Schluss gelangt, dem Versicherten sei aus gesundheitlicher Sicht eine rückenadaptierte, keine besonderen Anforderungen an die Stress- und Frustrationstoleranz erheischende Tätigkeit in nicht lärmbelasteter Umgebung zu 50 % der Norm zuzumuten. Als mögliche Tätigkeitsfelder nannte das kantonale Gericht sodann unter Berufung auf den Abklärungsbericht des Berufsberaters der IV-Stelle vom 31. Januar 2000 Arbeiten wie Portier, interner Postdienst einer Unternehmung, Copierservice oder Schlüsseldienst. 2.2 Diesen im angefochtenen Entscheid ausführlich begründeten Schlussfolgerungen, auf die verwiesen wird, ist beizupflichten. Die Vorbringen des Beschwerdeführers überzeugen dagegen nicht: 2.2.1 So äussert sich etwa der von ihm angerufene Bericht des Spitals Y.________ vom 23. August 2001 in erster Linie zum Schweregrad des Tinnitus entsprechend der SUVA-Tabelle 13 zur Integritätsentschädigung gemäss UVG. Zur Arbeitsfähigkeit in einer dem Leiden angepassten Tätigkeit schweigt sich der Bericht dagegen aus. Es findet sich einzig eine zu Handen des Unfallversicherers abgegebene Einschätzung zur verbliebenen Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Geschäftsführer/Kellner eines Gastronomiebetriebes. Diese deckt sich zudem weitgehend mit jener der MEDAS (MEDAS: 0 - höchstens 20 %; Spital Y.________ 0 %). Da zudem die Spitalärzte den Versicherten vor der Einschätzung nur einmal persönlich befragt haben (siehe hiezu das in der Angelegenheit des Beschwerdeführers für den Bereich der Unfallversicherung gefällte Urteil vom 8. Februar 2001, U 40/00, S.11, Erw. 5b) und darüber hinaus in erster Line auf in den Akten liegende Arztberichte zurückgegriffen haben, sind neue Erkenntnisse auszuschliessen, die geeignet sein könnten, die Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit durch die MEDAS in Frage zu stellen. 2.2.2 Auch sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, weshalb der Versicherte in einem als ausgeglichen unterstellten Arbeitsmarkt (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG) bei Aufbringen allen guten Willens nicht in der Lage sein sollte, eine der von der Vorinstanz in Anlehnung an die Aussagen des IV-Berufsberaters genannten Verweisungstätigkeiten auszuüben, zumal aus ärztlicher Sicht Personenkontakt in nicht lärmbelasteter Umgebung keineswegs ausgeschlossen ist und der Versicherte darüber hinaus dem Anforderungsprofil für derartige Tätigkeiten genügt. Die bei einem Alter von 52 Jahren im massgeblichen Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verwaltungsverfügung (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen) noch zu erwartende Aktivitätsdauer sowie der berufliche Werdegang des seit 1987 nicht mehr nur als Kellner, sondern zugleich auch als Geschäftsführer eines italienischen Restaurants tätigen Versicherten lassen sodann die aus gesundheitlicher Sicht in Betracht fallenden Arbeiten als zumutbar erscheinen. Dies gilt umso mehr, als der Verzicht auf derartige Tätigkeiten zu einer vollen und damit höheren Berentung führen würde (näheres dazu siehe weiter unten) und deshalb an die Schadenminderungspflicht strenge Anforderungen zu stellen sind (vgl. BGE 113 V 32 f. unten; AHI 2001 S. 283 Erw. 5a/aa).