Citation: 5P.257/2000 06.09.2000 E. 4

4.- Die Beschwerdeführerin rügt weiter, das Kantonsgericht habe willkürliche und aktenwidrige Feststellungen getroffen und überspitzt formalistische Anforderungen gestellt, wenn es annahm, das Rechtsbegehren der Beschwerdeführerin sei weder nach Wortlaut noch sinngemäss so zu verstehen, dass die Feststellung der Forderung gegen die C.________ AG verlangt werde. Auf den Vorwurf der Willkür und Aktenwidrigkeit ist nach dem in E. 2 Gesagten nicht einzutreten. a) Überspitzter Formalismus als besondere Form der Rechtsverweigerung liegt vor, wenn eine Behörde formelle Vorschriften mit übertriebener Schärfe handhabt oder an Rechtsschriften überspannte Anforderungen stellt und damit dem Bürger den Rechtsweg in unzulässiger Weise versperrt. Das Bundesgericht prüft frei, ob eine solche Rechtsverweigerung vorliegt und der angefochtene Entscheid damit gegen den neu in Art. 29 Abs. 1 BV statuierten Anspruch der Rechtsuchenden auf gleiche und gerechte Behandlung verstösst (BGE 120 II 425 E. 2a S. 426; 119 II 4 E. 2a S. 6 mit Hinweisen). b) Die Beschwerdeführerin erblickt den überspitzten Formalismus darin, dass das Kantonsgericht ihr Rechtsbegehren falsch ausgelegt und nicht gewürdigt habe, dass das Bauhandwerkerpfandrecht inzwischen durch eine Geldhinterlage der Beschwerdegegnerin abgelöst worden sei. Zudem sei die Beschwerdegegnerin selbst nicht auf die Idee gekommen, ihre Passivlegitimation zu bestreiten. Die Beschwerdeführerin hat in ihrem Rechtsbegehren die Feststellung, dass die Beschwerdegegnerin ihr den streitigen Betrag schulde, sowie deren Verpflichtung zur Bezahlung dieser angeblichen Schuld verlangt. Das Kantonsgericht hielt die Beschwerdegegnerin für nicht passivlegitimiert und prüfte unter Berücksichtigung der relevanten Umstände, ob das Rechtsbegehren allenfalls in einem anderen Sinn zu verstehen sei. Inwiefern es dabei in überspitzten Formalismus verfallen wäre, ist nicht ersichtlich. Die Beschwerdeführerin vermag dies auch nicht ansatzweise zu begründen. In der Sache wirft sie dem Kantonsgericht vielmehr vor, ihr Rechtsbegehren inhaltlich falsch ausgelegt zu haben. Die inhaltliche Prüfung eines nach Bundesrecht zu beurteilenden Rechtsbegehrens ist aber eine Frage der Anwendung von Bundesrecht, die im Berufungsverfahren überprüft werden kann (Messmer/Imboden, Die eidgenössischen Rechtsmittel in Zivilsachen, Zürich 1992, S. 123), in welchem Fall die staatsrechtliche Beschwerde nicht zur Verfügung steht (Art. 84 Abs. 2 OG). Auf die entsprechenden Rügen der Beschwerdeführerin ist daher nicht einzutreten.