Citation: U 120/00 09.01.2001 E. 8

8.- Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde verlangt die Beschwerdeführerin erstmals die Zusprechung von Verzugszinsen sowohl für die ihr zustehende Invalidenrente als auch für die Integritätsentschädigung. Ein entsprechendes Rechtsbegehren hat sie weder im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren noch im Verwaltungsverfahren gestellt. Es fehlt somit diesbezüglich an der Sachurteilsvoraussetzung des Anfechtungsgegenstandes. Zwar kann das verwaltungsgerichtliche Verfahren aus prozessökonomischen Gründen auf eine ausserhalb des Anfechtungsgegenstandes, d.h. im letztinstanzlichen Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren auf eine ausserhalb der durch den vorinstanzlichen Entscheid bestimmten Rechtsverhältnisse liegende spruchreife Frage ausgedehnt werden, wenn diese mit dem Streitgegenstand derart eng zusammenhängt, dass von einer Tatbestandsgesamtheit gesprochen werden kann, und wenn sich die Verwaltung zu dieser Streitfrage mindestens in Form einer Prozesserklärung geäussert hat (BGE 122 V 36 Erw. 2a mit Hinweisen). Da indessen im Sozialversicherungsrecht - mit Ausnahme des Berufsvorsorgerechts (BGE 119 V 82 Erw. 3b mit Hinweisen) - grundsätzlich keine Verzugszinsen geschuldet sind und nur unter besonderen Voraussetzungen, namentlich bei widerrechtlichem und schuldhaftem Verhalten der Verwaltungsorgane, zugesprochen werden können (BGE 119 V 81 Erw. 3a, 117 V 352 f. Erw. 3 mit Hinweisen; RKUV 2000 U 360 S. 32 ff.), fehlt es an einem engen Sachzusammenhang zwischen dem Verzugszinsanspruch und den von der Vorinstanz beurteilten, im Verfahren vor dem Eidgenössischen Versicherungsgericht streitigen Rechtsansprüchen. Auf das Verzugszinsbegehren ist daher nicht einzutreten.