Citation: 5A_660/2024 E. 2.6

2.6. Die Beschwerdeführerin verlangt betreffend den vom Beistand in Rechnung gestellten Aufwand 2017, 2. Semester, eine Reduktion von Fr. 700.--, für den Aufwand 2018 eine Reduktion von Fr. 3'062.50, für den Aufwand 2021 eine Reduktion von Fr. 3'633.75 und für den Aufwand 2022 eine Reduktion von Fr. 9'435.--, wobei zu dieser Honorarreduktion jeweils noch 1 % Spesen und 7.7 % MWST hinzuzurechnen seien. In diesem Zusammenhang wiederholt die Beschwerdeführerin im Wesentlichen ihre bereits im vorinstanzlichen Verfahren vorgetragenen Argumente. So kritisiert sie die Berücksichtigung des vom Beistand im Jahr 2017 getätigten Aufwands von 2.5 Stunden für das Studium des Nutzniessungsrechts sowie des im Jahr 2018 getätigten Aufwands von 8.75 Stunden für das Literaturstudium im Zusammenhang mit der Ausarbeitung eines neuen Nutzniessungsvertrags. Weiter macht sie geltend, dass der Beistand nicht sämtliche Leistungen zum Tarif von Fr. 350.-- in Rechnung stellen könne, wenn er sich in fachlicher Hinsicht gleich doppelt durch zwei von ihm beigezogene Spezialisten absichere und die Aufstellung des Beistands in seinen Deservitenblättern explizit Nebenarbeiten enthalte. Für den vom Beistand im Jahr 2021 für das Schlichtungsgesuch geltend gemachten Aufwand von 14.25 Stunden sei deshalb ein Stundenansatz von Fr. 95.-- und nicht ein solcher von Fr. 350.-- in Anschlag zu bringen. Der im Jahr 2022 für das Schlichtungsgesuch geltend gemachte Aufwand von 37 Stunden hätte nach Auffassung der Beschwerdeführerin ebenfalls lediglich zu einem Stundensatz von Fr. 95.-- in Rechnung gestellt werden dürfen, weil eine Begründung des Gesuchs unnötig gewesen sei und damit keiner berufsspezifischen Kenntnisse bedurft habe. Indem das Kantonsgericht sämtlichen vom Beistand geltend gemachten Aufwand durchwegs zu einem Stundensatz von Fr. 350.-- genehmigt habe, ohne die in der einschlägigen Verordnungsbestimmung (§ 18 Abs. 7 GebV/BL) vorgesehene Unterscheidung vorzunehmen zwischen Verrichtungen, welche zwingend berufsspezifische Kenntnisse voraussetzen und anderen, welche solche Kenntnisse nicht voraussetzen, habe es den Stundenansatz teilweise willkürlich zu hoch festgelegt.