Citation: 6P.60/2006 08.08.2006 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des Gebots der Rechtsgleichheit (Art. 8 Abs. 1 BV) und des Willkürverbotes (Art. 9 BV) im Zusammenhang mit der Strafzumessung. Er macht geltend, das Obergericht habe das von ihm eingereichte Urteil des Richteramts Solothurn-Lebern vom 8. Dezember 2005 trotz vergleichbarer Umstände bei der Festlegung des Strafmasses unberücksichtigt gelassen. Die Strafzumessung richtet sich nach Art. 63 StGB. Eine ungerechtfertigte Ungleichbehandlung verstösst regelmässig gegen die dort enthaltenen Grundsätze. Die Rüge einer Ungleichbehandlung ist daher in aller Regel mit eidgenössischer Nichtigkeitsbeschwerde an das Bundesgericht zu erheben. Nur ausnahmsweise wird eine unstatthafte Ungleichbehandlung auf einer Art. 63 StGB entsprechenden Strafzumessung beruhen. Lediglich dann fällt die (subsidiäre) staatsrechtliche Beschwerde in Betracht (BGE 116 IV 292). Inwiefern es sich hier um einen solchen Ausnahmefall handeln sollte, legt der Beschwerdeführer nicht dar. Er sieht sich ungleich behandelt, weil das Obergericht nicht begründe, weshalb es bei vergleichbaren Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz ihn nicht wie den Täter im Solothurner Urteil zu einer bedingten Freiheitsstrafe verurteile. Damit wirft der Beschwerdeführer eine Frage auf, die Bundesrecht betrifft und deshalb im Verfahren der eidgenössischen Nichtigkeitsbeschwerde vorzutragen ist. Darüber hinaus zeigt er nicht auf, inwieweit die Beurteilung des Obergerichts willkürlich sein sollte. Auf beide Rügen ist demnach nicht einzutreten.