Citation: 1C_646/2024 E. 1

Nach einem Führerausweisentzug auf unbestimmte Zeit (Sicherungsentzug) liess das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons Bern (SVSA) A.________ mit Verfügung vom 3. Mai 2022 unter der Auflage der Einhaltung einer Alkohol- und Drogenabstinenz von mindestens zwölf Monaten, nachzuweisen mittels halbjährlicher Kopfhaaranalysen, wieder zum motorisierten Strassenverkehr zu. Bei der ersten Abstinenzkontrolle im Oktober 2022 wurde die Einhaltung der geforderten Abstinenz bestätigt. Mit Bericht vom 16. Mai 2023 informierten der Verkehrsmediziner Dr. med. B.________ und die medizinische Praxisassistentin C.________, beide vom Institut für Rechtsmedizin Bern, Abteilung Verkehrsmedizin, -psychiatrie und -psychologie (VMPP), das SVSA, dass in der A.________ am 12. April 2023 im Rahmen der zweiten Abstinenzkontrolle entnommenen Haarprobe 7,6 pg/mg Ethylglucuronid (EtG) gemessen worden seien. Die geforderte Alkoholabstinenz sei nachweislich nicht eingehalten. Gestützt auf diesen Bericht entzog das SVSA A.________ am 26. Mai 2023 vorsorglich den Führerausweis, was die Rekurskommission des Kantons Bern für Massnahmen gegenüber Fahrzeugführerinnen und -führern am 21. September 2023 schützte. Mit Schreiben vom 22. Dezember 2023 ergänzte Dr. med. B.________ den Bericht vom 16. Mai 2023, nachdem auf Verlangen von A.________ die zweite am 12. April 2023 entnommene Haarprobe ("B-Probe") ausgewertet worden war. Er hielt dabei daran fest, dass A.________ die Alkoholabstinenz nachweislich nicht eingehalten habe. Mit Verfügung vom 2. April 2024 entzog das SVSA A.________ den Führerausweis für Motorfahrzeuge auf unbestimmte Zeit (Sicherungsentzug). Eine Wiederzulassung zum motorisierten Strassenverkehr sei möglich, sobald er mit einem Gutachten einer anerkannten Ärztin oder eines anerkannten Arztes der Stufe 4 den Nachweis der Wiederherstellung seiner Fahreignung erbringen könne.