Citation: C 96/05 01.06.2005 E. 3

Nach zutreffender Feststellung des kantonalen Gerichts ist eine Befreiung von der Erfüllung der Beitragszeit nach Art. 14 Abs. 2 AVIG nur möglich, wenn zwischen dem geltend gemachten Grund und der Notwendigkeit der Aufnahme oder Erweiterung einer unselbstständigen Erwerbstätigkeit ein Kausalzusammenhang gegeben ist (BGE 125 V 125 Erw. 2a mit Hinweisen). Hiezu genügt entgegen dem Beschwerdeführer nicht, dass er und seine Ehefrau in eine wirtschaftliche Zwangslage gerieten, nachdem sie jahrelang von ihrem Vermögen gelebt hatten. Vielmehr muss glaubwürdig und nachvollziehbar der Entschluss, spätestens am 25. Februar 2004 eine unselbstständige Erwerbstätigkeit aufzunehmen, in einem vom Gesetz als Befreiungsgrund anerkannten Ereignis mitbegründet liegen (BGE 121 V 344 Erw. 5c/bb mit Hinweis). Dies trifft hier nicht zu. Die geltend gemachte Pflege und Betreuung der offenbar seit Jahren kranken Ehefrau könnte lediglich dann zur Befreiung von der Erfüllung der Beitragszeit führen, wenn und soweit es dem Beschwerdeführer deswegen nicht möglich und zumutbar war, innerhalb der zweijährigen Beitragsrahmenfrist vom 25. Februar 2002 bis 24. Februar 2004 (Art. 9 Abs. 3 AVIG) eine beitragspflichtige Beschäftigung von mindestens zwölf Monaten Dauer (Art. 13 Abs. 1 AVIG und Art. 11 AVIV) auszuüben (in BGE 124 V 400 nicht publizierte Erw. 6d; vgl. auch ARV 1995 Nr. 29 S. 170 Erw. 4c, 1986 Nr. 3 S. 14 Erw. 2). Aufgrund der Akten ist dies indessen nicht anzunehmen und der Beschwerdeführer macht auch nicht geltend, er sei wegen der Betreuung seiner Ehefrau daran gehindert gewesen, im fraglichen Zeitraum vor der Anmeldung zum Leistungsbezug zumindest einem Teilerwerb nachzugehen, was genügt hätte (BGE 121 V 343 Erw. 5b und ARV 1995 Nr. 29 S. 167 Erw. 3b/aa mit Hinweisen). Er erachtet sich denn auch im Umfang eines 80 %-Arbeitspensums als vermittlungsfähig, obschon seine Ehefrau nach wie vor zu Hause wohnt und von ihm intensiv betreut wird. Dass der Beschwerdeführer und seine Ehefrau nach der Einstellung des Betriebs der Firma X.________ AG Ende Juli 1998 versuchten, bis zur Pensionierung von ihren Ersparnissen zu leben und «ohne die Sozialwerke zurecht zu kommen», ist zwar anerkennenswert. Indessen verbietet die klare gesetzliche Ordnung der Befreiung von der Erfüllung der Beitragszeit im Sinne von Art. 14 Abs. 2 AVIG, dass das Sozialversicherungsgericht im Einzelfall davon abweicht (Art. 191 BV; vgl. BGE 125 V 492 Erw. 4c/dd am Ende).