Citation: 6B_191/2020 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer wendet sich gegen die Anordnung der Landesverweisung. Im Wesentlichen macht er geltend, die Vorinstanz verneine zu Unrecht das Vorliegen eines schweren persönlichen Härtefalles. Ausserdem überprüfe sie nicht getrennt, ob Art. 8 EMRK durch die Anordnung der Landesverweisung verletzt sei. Bei einer korrekten Anwendung der vom EGMR vorgegebenen Kriterien ergäbe sich ein völkerrechtlicher Anspruch auf Verbleib und Aufenthalt in der Schweiz. Es sei zu berücksichtigen, dass er sich zwar eines qualifizierten Betäubungsmitteldelikts schuldig gemacht habe. Er weise aber keine Vorstrafen auf und sein Verschulden sei als leicht eingestuft worden. Auch die bedingt ausgesprochene Strafe von 20 Monaten zeuge davon, dass sein Verhalten die öffentliche Ordnung nicht in einem ausserordentlichen Mass gefährdet habe. Von ihm gehe keine Gefährdung der öffentlichen Ordnung aus. Die Vorinstanz begründe denn auch nicht, inwiefern die einmalige Tatbegehung eine aktuelle Gefahr darstelle. Seine Ehefrau, die in der Schweiz geboren, aufgewachsen und verwurzelt sei, sowie seine beiden Kinder verfügten über eine Niederlassungsbewilligung. Ihnen sei es nicht zumutbar, ihm nach Bosnien zu folgen. Den Aspekt des Kindswohls beachte die Vorinstanz überhaupt nicht, was eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör darstelle. Sie verkenne ausserdem, das Recht jedes Kindes, von beiden Elternteilen betreut zu werden. Schliesslich müsse bereits eine fünfjährige Wegweisung, die dem gesetzlichen Minimum für die Dauer einer Landesverweisung entspreche, als unverhältnismässig betrachtet werden, wenn kleine Kinder (mit) betroffen seien (Beschwerde S. 5 ff.).