Citation: 8C_451/2022 E. 4.2.1

4.2.1. Die Vorinstanz liess mit der Beschwerdegegnerin offen, ob der Unfall vom 8. August 2019 bei der Adäquanzprüfung nach der hier unbestritten anwendbaren Praxis zu den psychischen Unfallfolgen gemäss BGE 115 V 133 als mittelschweres Ereignis dem mittleren Bereich im eigentlichen Sinne oder nur dem mittleren Bereich an der Grenze zu den leichten Unfällen zuzuordnen sei. Mit Blick auf die Kasuistik (Urteil 8C_528/2021 vom 3. Mai 2022 E. 7.2.3 mit Hinweisen) ist der Unfall vom 8. August 2019 jedenfalls nicht bei den mittelschweren Unfällen an der Grenze zu den schweren Ereignissen einzustufen. Die adäquate Unfallkausalität der über den 9. Mai 2021 hinaus geklagten, organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden könnte folglich praxisgemäss nur bejaht werden, wenn mindestens drei der sieben Adäquanzkriterien erfüllt wären oder eines besonders ausgeprägt vorläge (BGE 115 V 133 E. 6c/aa; SVR 2019 UV Nr. 41 S. 155, 8C_632/2018 E. 8.3; Urteil 8C_528/2021 vom 3. Mai 2022 E. 7.3 mit Hinweis).