Citation: 6B_1119/2022 E. 4.1.1

4.1.1. Die Vorinstanz erachtet gestützt auf die gegenseitig belastenden Aussagen der Beschuldigten sowie das Auffinden von Deliktsgut bei D.________ als erstellt, dass die Beschuldigten die Wohnung des Beschwerdegegners 3 anlässlich von dessen Aufenthalt in der Wohnung seiner Schwester (vgl. oben E. 2.2.1) in der Absicht durchsuchten, möglichst viele brauchbare Gegenstände zu finden und an sich zu nehmen. Hinsichtlich des Deliktsguts sei auf die Angaben des Beschwerdegegners 3 abzustellen, an dessen Glaubhaftigkeit kein Zweifel bestehe. Ein vorgängiger Tatplan habe zwar nicht bestanden, indes hätten sich alle Beschuldigten zumindest konkludent der spontanen Idee eines oder mehrerer von ihnen angeschlossen. Es liege daher Mittäterschaft vor, sodass sich jeder die Tatbeiträge der anderen anzurechnen habe. An der Diebstahlsabsicht ändere weder der Umstand etwas, dass die Beschuldigten nicht auch noch einen Staubsaugroboter mitgenommen hätten, noch die Tatsache, dass der Beschwerdeführer dem Beschwerdegegner 3 ein Fernsehgerät abgekauft habe. Mit Bezug darauf erscheine es ohnehin naheliegend, dass der Beschwerdeführer das Gerät ursprünglich ohne Wissen und Willen des Beschwerdegegners 3 habe aus der Wohnung schaffen wollen und er aufgrund der Rückkehr des Beschwerdegegners 3 hiervon durch Bekunden von Kaufinteresse habe ablenken wollen. Da die Absicht der Beschuldigten auf eine grössere als die effektive Beute gerichtet gewesen sei, liege kein privilegierter Fall nach Art. 172ter StGB vor.