Citation: 9C_617/2008 06.08.2009 E. 5

5.1 Bleibt es nach dem Gesagten bei der festgestellten 70%igen Restarbeitsfähigkeit in leidensangepassten Tätigkeiten und damit einer möglichen Erwerbstätigkeit im gleichen Rahmen wie früher (60 %-Pensum), gibt auch der von der IV-Stelle auf Grund eines Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG) und unter Beizug der Durchschnittslöhne der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) im erwerblichen Bereich ermittelte Invaliditätsgrad von gewichtet 7.62 % weder in tatsächlicher noch rechtlicher Hinsicht (Art. 105 Abs. 2 und Art. 95 BGG) zu Beanstandungen Anlass. Es wird diesbezüglich auf die in allen Teilen korrekten Ausführungen des angefochtenen Entscheids verwiesen. Entgegen dem Standpunkt der Beschwerdeführerin ist der vorinstanzlich bei der Festsetzung des Invalideneinkommens gewährte leidensbedingte Abzug (s. dazu BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327 f., 129 V 472 E. 4.2.1 S. 475 f.) von 10 % ebenfalls nicht zu beanstanden. Beachtliche Gründe, die den entsprechenden Abzug als ermessensmissbräuchlich oder sonst rechtsfehlerhaft erscheinen lassen (E. 1 hievor; vgl. auch BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399) und eine Korrektur nach oben rechtfertigen würden, werden von der Beschwerdeführerin keine namhaft gemacht und sind auch nicht ersichtlich, zumal die Teilzeitarbeit als lohnmindernder Faktor ebenso ausser Betracht fällt (vgl. LSE 2006, T2*, S. 16) wie die mangelnden Deutschkenntnisse. 5.2 Was sodann die Einwände gegen den Abklärungsbericht Haushalt von 2003 betrifft, welcher eine gesundheitsbedingte Einschränkung im Aufgabenbereich von 45 % ausweist, hat die Vorinstanz hinsichtlich der Einschränkung im häuslichen Aufgabenbereich diesen zu Recht als voll beweistauglich eingestuft (zu den beweisrechtlichen Anforderungen vgl. insb. in AHI 2003 S. 218 publizierte E. 2.3.2 des Urteils BGE 129 V 67 [I 90/02]; ferner AHI 2004 S. 139, E. 5.3, I 311/03; AHI 2001 S. 161, E. 3c, I 99/00) und auf die dort angegebene Behinderung von ungewichtet 45 % abgestellt (die IV-Stelle hatte diesbezüglich noch die von der MEDAS geschätzte Einschränkung von 40 % berücksichtigt). Daran ändert nichts, dass der Abklärungsbericht von 2003 datiert. Wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat, sind die beiden Söhne mittlerweile erwachsen, was den Aufwand im Haushalt verringert, und eine gesundheitliche Verschlechterung nicht ausgewiesen. Soweit die Beschwerdeführerin schliesslich geltend macht, bei der Ernährung sei sie ausser beim eigentlichen Zubereiten der Mahlzeiten überall auf Hilfe durch Familienangehörige oder Bekannte angewiesen, ebenso beim Einkauf und bei der Erledigung der Wäsche, ist auf die Rechtsprechung zu verweisen, wonach bei im Haushalt tätigen Versicherten davon auszugehen ist, dass einer leistungsansprechenden Person im Rahmen der Schadenminderungspflicht Massnahmen zuzumuten sind, die ein vernünftiger Mensch in der gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Entschädigung zu erwarten hätte (BGE 133 V 504 E. 4.2 S. 509 f.). Für die im Haushalt tätigen Versicherten bedeutet dies, dass sie Verhaltensweisen zu entwickeln haben, welche die Auswirkungen der Behinderung im hauswirtschaftlichen Bereich reduzieren und ihnen eine möglichst vollständige und unabhängige Erledigung der Haushaltsarbeiten ermöglichen. Kann die versicherte Person wegen ihrer Behinderung gewisse Haushaltsarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand erledigen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen und in üblichem Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch nehmen. Ein invaliditätsbedingter Ausfall darf bei im Haushalt tätigen Personen nur insoweit angenommen werden, als die Aufgaben, welche nicht mehr erfüllt werden können, durch Drittpersonen gegen Entlöhnung oder durch Angehörige verrichtet werden, denen dadurch nachgewiesenermassen eine Erwerbseinbusse oder doch eine unverhältnismässige Belastung entsteht. Die im Rahmen der Invaliditätsbemessung bei einer Hausfrau zu berücksichtigende Mithilfe von Familienangehörigen geht daher weiter als die ohne Gesundheitsschädigung üblicherweise zu erwartende Unterstützung. Geht es um die Mitarbeit von Familienangehörigen, ist danach zu fragen, wie sich eine vernünftige Familiengemeinschaft einrichten würde, wenn keine Versicherungsleistungen zu erwarten wären (BGE 133 V 504 E. 4.2 S. 509 f. mit diversen Hinweisen). Nach dem Gesagten kann die von der Beschwerdeführerin in Anspruch genommene Hilfe nicht zu einer höheren Einschränkung in den einzelnen Teilbereichen führen, sondern muss im Rahmen der Schadenminderungspflicht bei der Einschätzung der Einschränkungen unberücksichtigt bleiben. Damit ist die von der Vorinstanz berücksichtigte Einschränkung im Haushalt von insgesamt 45 % und der entsprechend gewichtete Invaliditätsrad von 18 % (45 % x 0.40) zu bestätigen. Entsprechendes gilt für den vorinstanzlich festgestellten, rentenausschliessenden Gesamtinvaliditätsgrad von gerundet 23 % (18 % + 4.57 % [7.62 % x 0.6]). Die Beschwerde ist damit unbegründet.