Citation: 1B_529/2022 E. 1.3.2

1.3.2. Nach der Praxis des Bundesgerichts liegt bei strafprozessualen Verfahrenstrennungen dann grundsätzlich ein nicht wieder gutzumachender Nachteil nach Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG vor, wenn ein gegen mehrere Beschuldigte geführtes Strafverfahren getrennt wird. Der Rechtsnachteil begründet sich in solchen Fällen damit, dass die beschuldigten Personen durch die Verfahrenstrennung ihre Partei- und Teilnahmerechte in den Verfahren gegen die anderen Mitbeschuldigten verlieren (vgl. BGE 147 IV 188 E. 1.3.4 f.). Die vorliegend zu beurteilende Situation ist damit nicht vergleichbar. Streitig ist nicht eine Verfahrenstrennung in einem Strafverfahren gegen mehrere Mitbeschuldigte, sondern eine Verfahrenstrennung in einer einzig den Beschwerdeführer betreffenden Strafuntersuchung. Dem Beschwerdeführer stehen auch nach der Verfahrenstrennung weiterhin alle Parteirechte zu. Den nicht wieder gutzumachenden Nachteil sieht der Beschwerdeführer jedoch darin, dass bei einer Verfahrenstrennung die ihm vorgeworfenen Ehrverletzungsdelikte möglicherweise noch vor Eintritt der Verfolgungsverjährung im April 2023 abgeurteilt werden könnten. Wie es sich damit verhält, kann an dieser Stelle offengelassen werden, da sich die in der Sache erhobenen Rügen aufgrund der nachfolgenden Erwägungen ohnehin als offensichtlich unbegründet erweisen.