Citation: 8C_92/2023 E. 5.3.3

5.3.3. Es steht zwar fest, dass der psychische Gesundheitszustand und damit die entsprechende Arbeitsfähigkeit von 50 % unverändert geblieben sind. Die Ausgangslage ist nun jedoch insofern eine andere, als der Beschwerdeführer seiner Tätigkeit als Garagist, die er nach wie vor ausübt, aufgrund des im Jahr 2018 erlittenen Skiunfalls nur noch in einem Pensum von 30 % und nicht mehr in einem solchen von 50 % nachgehen kann. Indem er weiterhin zu 30 % als Selbstständigerwerbender tätig ist, schöpft er seine aus psychiatrischer Sicht verbleibende Arbeitsfähigkeit von 50 % nun nicht mehr aus (somatisch kann er leidensangepasst zu 100 % arbeiten [vgl. E. 4.1.2 hiervor]). Es mag zutreffen, dass sich der Beschwerdeführer in seiner Situation in seinem Betrieb gut eingerichtet und Hilfspersonen beigezogen hat, wie er geltend macht. Es ist jedoch zu wiederholen (E. 5.3.2 hiervor), dass eine Betriebsaufgabe unter Beachtung der Schadenminderungspflicht nur unter strengen Voraussetzungen unzumutbar ist. Dass die Aufgabe seiner selbstständigen Tätigkeit aus medizinischer Sicht kontraproduktiv wäre, ergibt sich aus dem Gutachten der SMAB AG nicht mehr. Insbesondere berichtete der psychiatrische Gutachter, es liege keine Situation vor, in welcher der Beschwerdeführer zwar theoretisch über relevante arbeitsbezogene Ressourcen verfüge, diese aber aufgrund interaktioneller Schwierigkeiten (z.B. fehlende Sozialkompetenz) an einem regulären Arbeitsplatz nicht umsetzen könnte. Mit Blick darauf sowie auf die in diesem Zusammenhang weder offensichtlich unrichtigen noch sonstwie bundesrechtswidrigen Feststellungen (vgl. E. 5.1 hiervor) ist die Vorinstanz in bundesrechtskonformer Weise davon ausgegangen, dass der 1973 geborene Beschwerdeführer seine Restarbeitsfähigkeit von 50 % auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) noch wirtschaftlich verwerten könne. Es bleibt festzuhalten, dass bei der Beurteilung der Zumutbarkeit der geringe Verdienst vor Einritt des Gesundheitsschadens (vgl. E. 4.1.3 hiervor) stark ins Gewicht fällt. Anders als der Beschwerdeführer geltend machen will, ist es gerade nicht Aufgabe der Invalidenversicherung, die Aufrechterhaltung eines - aus invaliditätsfremden Gründen - nicht einträglichen Gewerbes sicherzustellen (Urteil 9C_525/2017 vom 30. Oktober 2017 E. 3.3.3 mit Hinweis). Auch Selbstständigerwerbende sind gleichermassen wie die Unselbstständigerwerbenden gehalten, ihre erwerbliche Beeinträchtigung in zumutbarer Weise selber zu beheben (Urteil 8C_738/2021 vom 8. Februar 2023 E. 3.6.2.3 mit Hinweisen). Eine entsprechende leidensangepasste Tätigkeit im Umfang von 50 % als Unselbstständigerwerbender (Fr. 32'842.- resp. Fr. 24'631.-; vgl. E. 5.1 hiervor) würde dem Beschwerdeführer die Möglichkeit eröffnen, Einkünfte zu erzielen, die höher sind als das Einkommen, das er als Gesunder erzielen könnte (Fr. 23'303.-; vgl. E. 4.1.3 hiervor).