Citation: 8C_774/2023 E. 3.3.4

3.3.4. Des Weiteren verweist die Beschwerdeführerin auf ein Gutachten vom 17. März 2004, das aufgrund der therapieresistenten medialen Kniegelenkschmerzen ausschliesslich sitzende Tätigkeiten ohne die Notwendigkeit einer fixierten Arbeitshaltung als angepasste Tätigkeit als zumutbar erachtete. Obwohl der orthopädische Gutachter dieser Einschätzung zustimme, ordne er die Kniebeschwerden den Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zu und verlange im Leistungsprofil eine angepasste Tätigkeit "unter Wechselbelastung", ohne die Kniebeschwerden zu berücksichtigen. Damit trage er nicht sämtlichen gesundheitlichen Beschwerden der Beschwerdeführerin Rechnung und setzte sich mit abweichenden Begründungen nicht auseinander. Dem ist entgegenzuhalten, dass die Beschwerdeführerin im Gutachten ausschliesslich über Beschwerden in der oberen rechten Extremität geklagt und auf gezielte Nachfrage des Gutachters geantwortet hatte, dass es bezüglich der links drei- bis viermal und rechts zweimal erfolgten Kniearthroskopien "soweit gut" gehe, sie aber nicht knien könne. Auch stellte der Gutachter eine blande Symptomatik im Bereich beider Kniegelenke fest, ferner ein regelrechtes Gangbild sowie eine freie Beweglichkeit sämtlicher Extremitäten (mit Ausnahme des rechten Ellbogens). Zudem habe die gesamte Untersuchung im Stehen, Gehen, Sitzen und Liegen problemlos durchgeführt werden können.