Citation: 1P.281/2004 02.06.2004 E. 3

Schliesslich beanstandet der Beschwerdeführer auch noch eine Verletzung des in Art. 31 Abs. 3 BV bzw. Art. 5 Ziff. 3 EMRK gewährleisteten Beschleunigungsgebotes in Haftsachen. Die Rüge erweist sich allerdings als offensichtlich unbegründet. Der Raubüberfall hat vor gut vier Monaten stattgefunden; der Beschwerdeführer befindet sich seit knapp drei Monaten in Untersuchungshaft. Die Haftdauer ist damit noch nicht in grosse Nähe der im Falle einer strafrechtlichen Verurteilung wegen bewaffneten Raubes zu erwartenden Freiheitsstrafe gerückt (vgl. BGE 128 I 149 E. 2.2 S. 151; 126 I 172 E. 5a S. 176 f.; 124 I 208 E. 6 S. 215; 123 I 268 E. 3a S. 273, je mit Hinweisen). Ebenso wenig nennt der Beschwerdeführer prozessuale Versäumnisse der kantonalen Behörden, die eine Haftentlassung rechtfertigten könnten. Zwar macht er geltend, der Untersuchungsrichter habe ihm Anfang April 2004 mitgeteilt, dass er mit dem "Eingang der Polizei-Akten" bis "Ende Mai/Anfang Juni" rechne. Ausserdem habe der Untersuchungsrichter eine Abtrennung des Strafverfahrens gegen die unbekannte Täterschaft (Täter B) in Aussicht gestellt. Daraus werden jedoch keine prozessualen Versäumnisse der Behörden ersichtlich. Auch die weitere (appellatorische) Kritik des Beschwerdeführers an der Untersuchungsführung begründet keine Verletzung von Grundrechten.