Citation: 1C_628/2020 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz führte zusammengefasst aus, der Regierungsrat habe in antizipierter Beweiswürdigung auf die von den Beschwerdeführern beantragte Expertise zu Fragen der Statik verzichten dürfen. Zwar hegten die Beschwerdeführer die subjektive Befürchtung, der strittige Umbau könne im Bereich ihrer Stockwerkeinheiten zu Deckensenkungen von mehr als 5 mm führen und damit die Sicherheit und das Funktionieren der dort eingebauten Sky-Frame Fenster beeinträchtigen. Diese Gefahr sei indessen nur theoretischer Natur, da die Beschwerdeführer nicht aufzeigten, inwiefern der geplante Umbau diese Fenster konkret gefährden könnte. Dies sei auch nicht ersichtlich, da die Thematik dieser Fenster der Bauherrschaft bekannt sei und davon ausgegangen werden könne, diese werde ihr in Beachtung der anerkannten Regeln der Baukunde begegnen. Zwar weise der Bericht der G.________AG zur Überprüfung der Tragstruktur allgemein darauf hin, dass bei der Ausführung von Umbauarbeiten geringe Auswirkungen (Erschütterungen, Lärm, usw.) auf die Umgebung nicht ausgeschlossen werden könnten. Dieser Bericht besage jedoch nicht, die strittigen Umbauarbeiten stellten insoweit eine erhöhte Gefahr dar. Dass eine weitere Expertise über die Feststellungen der G.________AG hinausgehende Angaben zu mit dem geplanten Umbau verbundenen konkreten Gefahren für Personen und Sachen machen würde, sei nicht zu erwarten. Somit habe der Bezirksrat Küssnacht auf den nachvollziehbaren technischen Bericht der G.________AG abstellen und der Regierungsrat auf die Einholung einer weiteren Fachexpertise verzichten dürfen, zumal die Beschwerdeführer nicht auf diesen Bericht eingingen und sie bloss geltend machten, er sei ein Privatgutachten. Auch wenn der Beweiswert eines solchen Gutachtens gegenüber einem behördlich angeordneten Gutachten herabgesetzt sei, dürfte indessen einem Gutachten nicht allein deshalb der Beweiswert abgesprochen werden, weil es von einer Partei in Auftrag gegeben worden sei.