Citation: 8C_547/2022 E. 6.3.1

6.3.1. Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, das polydisziplinäre MEDAS-Gutachten datiere vom 26. März 2021. Die IV-Stelle habe die MEDAS-Gutachten am 31. März 2021 erfasst (vgl. Dossierverlauf auf IV-CD). Die psychiatrische MEDAS-Gutachterin sei von einer vollen Erwerbsunfähigkeit von zumindest weiteren 12 Monaten ab Erhalt des Gutachtens ausgegangen. Die Beschwerdeführerin hätte somit eine Erwerbstätigkeit erst zumindest 12 Monate nach Erhalt des Gutachtens erreichen können, und zwar unabhängig von einem möglichen Leistungstraining während dieser Zeit. Die Vorinstanz habe willkürlich lediglich ausgeführt, dass gemäss der MEDAS-Konsensbeurteilung die attestierte Restarbeitsfähigkeit seit 1. Juni 2019 gelte und die Motivation ein Problem darstellen dürfte. Die erheblichen Punkte des psychiatrischen MEDAS-Gutachtens seien aber - so die Beschwerdeführerin weiter - offensichtlich falsch in das polydisziplinäre MEDAS-Gutachten übertragen worden. Es gebe keinen Anlass, die Arbeitsfähigkeit gemäss dem psychiatrischen MEDAS-Gutachten anzuzweifeln. Selbst wenn angenommen würde, dass nach Ablauf der 12-monatigen Übergangsfrist keine Invalidität mehr vorliege, sei bis dahin eine zumindest befristete Rente geschuldet. Die Beschwerdeführerin habe somit ab September 2020 (unter Berücksichtigung der Wartezeit) bis zumindest 31. März 2022 Anspruch auf eine ganze Rente.