Citation: I 348/03 21.11.2003 E. 5

Vorweg ist mit Blick auf das von der Vorinstanz als einschlägig herangezogene unveröffentlichte Urteil R. vom 21. August 1996 (I 172/96) festzuhalten, dass dem vom Eidgenössischen Versicherungsgericht damals zu beurteilenden Sachverhalt einzig eine gittrige Hornhautdystrophie zu Grunde lag. Gemäss Grehn (Augenheilkunde, 27. Aufl., Berlin/Heidelberg/New York 1998, S. 138) sind Hornhautdystrophien "hereditäre Störungen des Hornhautstoffwechsels, die mit Hornhauttrübungen unterschiedlicher Verteilung und Dichte einhergehen und dadurch die Sehschärfe herabsetzen. Sie können vom Hornhautepithel, vom Hornhautstroma und vom Hornhautendothel ausgehen. Am häufigsten sind die Trübungen im Hornhautstroma gelegen." Nach Pschyrembel (Klinisches Wörterbuch, 259. Aufl., Berlin/New York 2002, S. 726) sind als Erscheinungsformen die epitheliale (z.B. als rezidivierende Hornhauterosion), die stromale (z.B. gitterartige) und die endotheliale Hornhautdystrophie zu unterscheiden. Im vorliegenden Fall steht fest, dass Dr. med. H.________ in seinem Bericht zuhanden der IV-Stelle vom 31. Oktober 2001 neben der beidseitigen gittrigen Hornhautdystrophie zusätzlich eine beidseitige beginnende Katarakt sowie rezidivierende Hornhauterosionen am rechten Auge diagnostizierte. Als "Indikation zum Eingriff" (Keratoplastik vom 9. Oktober 2001) bezeichnete er die "rezidivierende Hornhauterosion mit starker Hornhautvernarbung zentral bei gitteriger Hornhautdystrophie". Wie bereits erwähnt (Erw. 4.2 hievor) ergänzte er seine Angaben durch die Präzisierung in seinem Bericht vom 28. November 2001 dahingehend, dass insbesondere eine Hornhautdekompensation erschwerend hinzugekommen sei, ausgelöst durch die gitterige Dystrophie mit rezidivierenden Hornhauterosionen. An diesen Umständen zeigt sich, dass der vorliegende Fall nicht mit demjenigen gemäss unveröffentlichtem Urteil R. vom 21. August 1996 (I 172/96) zu vergleichen ist, da im eben genannten Fall nur eine gittrige Hornhautdystrophie, jedoch keine erschwerenden Nebenerscheinungen wie insbesondere die rezidivierenden Hornhauterosionen zu berücksichtigen waren.