Citation: 2C_525/2023 E. 5.1

5.1. Anlass des Widerrufs der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers war die Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von 20 Monaten. Die dem Urteil zugrundeliegenden Straftaten (Führen eines Motorfahrzeugs trotz Verweigerung, Entzugs oder Aberkennung des Ausweises, Fahren ohne Fahrzeugausweis und Kontrollschilder, missbräuchliche Verwendung von Ausweisen und/oder Kontrollschildern, einfache Verletzung der Verkehrsregeln, Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz, versuchte falsche Anschuldigung und falsche Anschuldigung) waren einzeln zwar nicht besonders schwerwiegend. Die Schwere der Sanktion war vielmehr auf die wiederholte und gehäufte Tatbegehung zurückzuführen. Dennoch sind auch Strassenverkehrsdelikte grundsätzlich geeignet, Leib und Leben von Drittpersonen zu gefährden, und der Beschwerdeführer nahm diese Gefahr bisweilen in Kauf, indem er alkoholisiert oder mit übersetzter Geschwindigkeit fuhr. Angesichts der fortgesetzten Straffälligkeit trotz Verurteilungen, ausländerrechtlicher Verwarnungen und Androhung des Widerrufs der Niederlassungsbewilligung war der Beschwerdeführer zweifellos als uneinsichtig und unbelehrbar zu bezeichnen. Mit seinem Verhalten legte er nicht zuletzt eine ausserordentliche Gleichgültigkeit gegenüber der Rechtsordnung und den ihm auferlegten Strafen an den Tag (Urteil 2C_1015/2017 vom 7. August 2018 E. 4.2.1). Unter Berücksichtigung der jahrzehntelangen systematischen Missachtung der Gesetze, an welcher der drohende Verlust seines Aufenthaltsrechts nichts zu ändern vermochte, war das ausländerrechtliche Verschulden des Beschwerdeführers als erheblich zu bezeichnen. An der Fernhaltung des Beschwerdeführers bestand im Zeitpunkt des Widerrufs der Niederlassungsbewilligung ein erhebliches öffentliches Interesse (angefochtener Entscheid E. 4.1; Urteil 2C_1015/2017 vom 7. August 2018 E. 4.2.3).