Citation: 1P.18/2002 11.02.2002 E. 4

Der Beschwerdeführer macht geltend, Opfer einer Verwechslung zu sein. Was er gegen die Beweiswürdigung des Strafgerichts vorbringt, erschöpft sich indessen weitgehend in einer Wiederholung der schon vor Strafgericht vorgebrachten, in einer staatsrechtlichen Beschwerde unzulässigen appellatorischen Kritik an der erstinstanzlichen Verurteilung. Es kann diesbezüglich auf die zutreffenden Ausführungen des Strafgerichts im angefochtenen Entscheid verwiesen werden, (Art. 36a Abs. 3 OG). Die einzige Rüge, die geeignet sein könnte, die Beweiswürdigung als willkürlich nachzuweisen, ist der Einwand, die erste Geschwindigkeitsmessung habe vor der Einfahrt Küssnacht begonnen; dies, wenn vorauszusetzen wäre, dass er selber auf dieser Einfahrt auf die A14 gelangte. 4.1 Das Strafgericht hat im angefochtenen Entscheid dazu ausgeführt, die Aussagen der beiden Beamten, wonach sie das Fahrzeug des Beschwerdeführers "im Bereich der Verzweigung Rütihof" erstmals wahrgenommen hätten, seien zwar ungenau und missverständlich, jedenfalls aber mit seiner Behauptung vereinbar, über die Einfahrt Küssnacht auf die A14 gelangt zu sein. Es vertritt die Auffassung, der Beschwerdeführer wäre auch dann der ihm vorgeworfenen Geschwindigkeitsübertretung überführt, wenn davon auszugehen wäre, dass er über die Einfahrt Küssnacht auf die A14 gelangte. Dies ist, insofern ist dem Beschwerdeführer zuzustimmen, schlechterdings unhaltbar. Die erste Geschwindigkeitsmessung wurde ausgelöst, als sich das verfolgte Fahrzeug im Mündungsbereich der Einfahrt Küssnacht befand. In diesem Zeitpunkt hatten die Polizeibeamten das Fahrzeug nach ihrer eigenen Darstellung bereits geraume Zeit vor sich gehabt, während der sie sich absprachen, es einer Messung zu unterziehen. Es ist daher schlechterdings ausgeschlossen, dass sie ein über die Einfahrt Küssnacht fahrendes Fahrzeug sofort nach dessen Einschwenken auf die A14 einmassen. Dies führt indessen nur dann zur Gutheissung der Willkürrüge, wenn sich die Verurteilung des Beschwerdeführers auch im Ergebnis als willkürlich erweist. 4.2 Die Aussagen der Polizeibeamten sind in den entscheidenden Punkten klar, übereinstimmend und plausibel: im Bereich der Verzweigung Rütihof, und zwar deutlich vor der Einfahrt Küssnacht, fiel ihnen ein Fahrzeug auf, von dem sie vermuteten, es fahre zu schnell. Sie schlossen auf gut 100 m zu ihm auf, führten zwei Messungen durch und versuchten anschliessend, es zu stellen, was ihnen erst etwa 10 km später gelang. Während der Verfolgung hatten sie, bis auf einen kurzen Moment, in dem ihnen die Sicht durch eine Baustellenabschrankung verdeckt war, Blickkontakt zum verfolgten Fahrzeug; da sie sich in diesem Zeitpunkt mit dem verfolgten Fahrzeug alleine auf der Autobahn befanden, schlossen sie die Möglichkeit, dass sie nach dem kurzen Unterbruch des Blickkontakts eine anderes Fahrzeug weiterverfolgten, kategorisch aus. Auf Grund dieser Aussagen und dem Ergebnis der Geschwindigkeitsmessung, die der Beschwerdeführer zu Recht nicht mehr beanstandet, ist seine Verurteilung offensichtlich vertretbar. Eine Verwechslung erscheint ausgeschlossen, da im fraglichen Zeitpunkt ausser dem Patrouillenfahrzeug und dem verfolgten Fahrzeug keine weiteren Fahrzeuge unterwegs waren; auch der Beschwerdeführer behauptet nicht, er sei zwischen der Einfahrt Küssnacht und der Rathausen-Brücke, wo er gestellt wurde, überholt worden. Einen Zeugen dafür, dass er die Einfahrt Küssnacht benutzte, hat der Beschwerdeführer im kantonalen Verfahren nie angeboten, sondern bloss dafür, dass er in der fraglichen Nacht vor dem umstrittenen Vorfall in einem Hotel in Vitznau gearbeitet hatte, was einzig bedeuten würde, dass sein schnellster Heimweg über die Einfahrt Küssnacht geführt hätte. Die Bestätigung, dass er vor der Fahrt in Vitznau war, könnte ihn daher nicht entlasten. Seine Verurteilung ist somit im Ergebnis nicht willkürlich, die Rüge ist unbegründet.