Citation: 6P.177/2004 22.03.2005 E. 4

Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV, des Fairnessgebots gemäss Art. 6 Ziff. 1 EMRK sowie der Verteidigungsrechte gemäss Art. 76c StPO/GR, weil das Kantonsgericht zur Erforschung der Wahrheit wesentliche und von ihm beantragte Beweise grundlos nicht abgenommen habe. 4.1 Der Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV umfasst das Recht, mit rechtzeitig und formgültig gestellten Beweisanträgen gehört zu werden, soweit diese erhebliche Tatsachen betreffen und nicht offensichtlich beweisuntauglich sind. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann der Strafrichter auf Beweisvorkehren, welche der Angeklagte zu seiner Entlastung beantragt, verzichten, wenn er, ohne in Willkür zu verfallen, zur Auffassung gelangen darf, die Erhebung weiterer Beweismittel werde an der Würdigung der bereits abgenommenen Beweise voraussichtlich nichts mehr ändern (BGE 122 II 464 E. 4a; 119 Ib 492 E. 5b/bb S. 505 f.; 115 Ia 97 E. 5b, je mit Hinweisen). 4.2 Das Kantonsgericht hat in antizipierter Beweiswürdigung davon abgesehen, den Anträgen des Beschwerdeführers stattzugeben, und begründet, weshalb es die verlangten Vorkehren für die Beurteilung des konkreten Falles als unmassgeblich qualifizierte. Es kann in dieser Hinsicht auf seine Ausführungen verwiesen werden (angefochtener Entscheid, S. 12-14). Inwieweit diese Würdigung willkürlich sein soll, legt der Beschwerdeführer nicht dar. Insbesondere zeigt er nicht auf, dass seine Beweisergänzungsanträge zu einem relevanten sachdienlichen Erkenntnisgewinn führen können. Die antizipierte Beweiswürdigung des Kantonsgerichts ist folglich nicht zu beanstanden. Damit erweist sich auch der Anspruch auf rechtliches Gehör als nicht verletzt. Die erhobenen Rügen sind mithin unbegründet. Soweit der Beschwerdeführer eine Verletzung der Verteidigungsrechte gemäss Art. 76c StPO/GR rügt, legt er nicht dar, inwieweit die kantonale Bestimmung einen über den Gehörsanspruch gemäss Art. 29 Abs. 2 BV hinausgehenden Schutz gewähren soll. Auf die Beschwerde ist insoweit nicht einzutreten.