Citation: 6B_913/2016 E. 2.1

2.1. Nach Art. 224 Abs. 1 StGB wird bestraft, wer vorsätzlich und in verbrecherischer Absicht durch Sprengstoffe oder giftige Gase Leib und Leben von Menschen oder fremdes Eigentum in Gefahr bringt. Zwischen Brandstiftung (Art. 221 StGB) und Gefährdung durch Sprengstoffe in verbrecherischer Absicht (Art. 224 StGB) besteht echte Konkurrenz, wenn der Täter sowohl Sprengstoff zwecks Herbeiführung einer Explosion als auch Brandmittel zum Zwecke der Verursachung einer Feuersbrunst einsetzt. Massgebend ist, dass verschiedenartige Tatmittel verwendet werden. Unerheblich ist, dass sich die beiden Taten gegen dasselbe Tatobjekt und gegen das gleiche Rechtsgut richten. Besteht zwischen den vollendeten Delikten echte Konkurrenz, gilt dies, jedenfalls bei gleichzeitigem Einsatz von Brandmitteln und Sprengstoff, auch für die versuchte Tatbegehung (vgl. auch Urteile 6B_719/2011; 6B_722/2011 vom 12. November 2012 E. 5.2.1; je mit Hinweisen).