Citation: 8C_194/2022 E. 7.4.4

7.4.4. Damit besteht so oder anders Anspruch auf eine Viertelsrente und die Beschwerde ist insoweit gutzuheissen. Die Beschwerdeführerin verlangt zudem Verzugszinsen von 5 % ab der Leistungszusprache. Gemäss Art. 26 Abs. 2 ATSG werden Sozialversicherungen nach Ablauf von 24 Monaten nach der Entstehung des Anspruchs, frühestens 12 Monate nach dessen Geltendmachung verzugszinspflichtig, sofern die versicherte Person ihren Mitwirkungspflichten vollumfänglich nachgekommen ist. Dass die Beschwerdeführerin Mitwirkungspflichten verletzt haben sollte, ist nicht ersichtlich und wird auch von der Beschwerdegegnerin nicht vorgebracht. Somit ist 24 Monate nach dem Rentenbeginn am 1. April 2019 (oben E. 7.4.1 a.E.), also ab 1. April 2021, ein Verzugszins geschuldet (BGE 133 V 9 E. 3.6; Urteil 9C_109/2020 vom 17. November 2020 E. 6). Dem Zeitpunkt der Anmeldung im September 2018 kommt insoweit keine Bedeutung zu.