Citation: 2C_371/2023 E. 7.2.3

7.2.3. Hinsichtlich der mündlichen Prüfung macht sie geltend, dass es nicht möglich gewesen sei, jeden Prüfer darauf aufmerksam zu machen, dass sie die Fragen aufgrund der von den Prüfern getragenen Gesichtsmasken und der schlechten Schallisolierung akustisch nicht oder nur schlecht verstehen könne. Ob es zumutbar war, in einer mündlichen Prüfungssituation unter Zeitdruck und bei wechselnden Prüferinnen und Prüfern jedes Mal unmittelbar darauf aufmerksam zu machen, dass akustische Probleme existieren, kann offenbleiben (vgl. BGE 147 I 73 E. 7.1). Die Beschwerdeführerin wäre nach Treu und Glauben gehalten gewesen, mindestens im Anschluss an die mündlichen Prüfungen ihre Verständigungsprobleme protokollieren zu lassen. Wie die Vorinstanz zu Recht erwog, erfolgten ihre Beanstandungen erst nach Erhalt der negativen Prüfungsergebnisse zu spät.