Citation: 5D_173/2022 E. 6.1

6.1. Der Beschwerdeführer hat vor Obergericht geltend gemacht, die Beschwerdegegnerin werde im vorliegenden Verfahren durch eine vollmachtlose Person vertreten, weshalb ihre Rechtshandlungen nichtig seien. Die Betreibung hätte deshalb gar nicht eingeleitet werden dürfen. Das Obergericht hat erwogen, die Beschwerdeführerin habe Rechtsanwalt Bregy am 27. Mai 2021 gültig eine Anwaltsvollmacht erteilt. Dieser habe demnach die Betreibung einleiten und am gerichtlichen Verfahren teilnehmen dürfen. Zwar laute die Vollmacht nicht auf die genaue Firma der Beschwerdegegnerin. Trotz der geringfügigen Abweichung sei sie nach Treu und Glauben auf die Beschwerdegegnerin lautend zu verstehen. Was das Betreibungsbegehren angehe, so hätte der Beschwerdeführer den behaupteten Mangel mit Beschwerde rügen müssen, was er nicht getan habe. Selbst wenn Rechtsanwalt Bregy ohne genügende Vollmacht gehandelt hätte, so hätte dies nicht die Nichtigkeit (Art. 22 SchKG) des Zahlungsbefehls oder der Betreibung zur Folge.