Citation: 2A.586/2002 09.04.2003 E. 3

3.1 Die Beschwerdeführerin macht vorab geltend, Art. 183 Abs. 1 lit. i TSV bestimme bloss, dass Futtermittel, die tierisches Material im Sinne von Abs. 1 lit. a-h enthielten, nicht als Futter in Verkehr gebracht oder an Tiere verfüttert werden dürften. Derartige Futtermittel mit unzulässigen tierischen Bestandteilen könnten gestützt auf Art. 169 des Bundesgesetzes vom 29. April 1998 über die Landwirtschaft (LwG; SR 910.1) beschlagnahmt werden. Eine Beschlagnahme könne jedoch nicht bereits angeordnet werden, wenn - wie die Rekurskommission im vorliegenden Fall festgestellt habe - nur ein Verdacht auf das Vorkommen unzulässiger Bestandteile bestehe. Insoweit fehle eine gesetzliche Grundlage für eine solche Massnahme. Als schwerer Eingriff in die verfassungsrechtlich geschützte Eigentumsgarantie falle die Beschlagnahme nur in Betracht, soweit sie gesetzlich ausdrücklich vorgesehen sei. 3.2 Das Bundesamt für Landwirtschaft legt in seiner Vernehmlassung ausführlich dar, dass der Nachweis des Vorkommens unzulässiger tierischer Bestandteile im Sojaschrot erbracht worden sei. Die davon abweichende Annahme der Rekurskommission sei unhaltbar und willkürlich. Daher seien die Futtermittel (ohnehin) zu Recht gestützt auf Art. 169 LwG beschlagnahmt worden. Ebenso greife das Verwendungsverbot des Art. 183 Abs. 1 TSV.