Citation: 2C_93/2022 E. 1

Gegen den Widerruf der Niederlassungsbewilligung kann mit der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht gelangt werden, da grundsätzlich ein Anspruch auf deren Fortdauern besteht (vgl. Art. 83 lit. c Ziff. 4 BGG, Art. 34 AIG; BGE 135 II 1 E. 1.2.1). Der Beschwerdeführer kann sich nach einem Aufenthalt von rund 30 Jahren auch in vertretbarer Weise auf den Schutz seines Privatlebens gemäss Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV berufen (BGE 144 I 266 ff.; Urteil 2C_528/2021 vom 23. Juni 2022 E. 4 zur Publikation vorgesehen). Nicht betroffen ist sein Anspruch auf Schutz des Familienlebens, da er in keiner partnerschaftlichen Beziehung mehr lebt und von ihm kein Abhängigkeitsverhältnis von der Mutter oder den Geschwistern dargetan wird (vgl. das Urteil 2C_632/2021 vom 18. Februar 2022 E. 1.2; BGE 144 II 1 E. 6 mit weiteren Hinweisen). Im Übrigen ist die Interessenabwägung nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK (bzw. Art. 13 Abs. 1 i.V.m. Art. 36 Abs. 3 BV und Art. 96 Abs. 1 AIG) dieselbe, unabhängig davon, ob es sich um einen Eingriff in das Privat- oder das Familienleben handelt. Da auch die weiteren Urteilsvoraussetzungen gegeben sind (Art. 42, Art. 82 lit. a i.V.m. Art. 86 Abs. 1 lit. d, Art. 89 Abs. 1, Art. 90 und Art. 100 Abs. 1 BGG), ist auf die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten unter Vorbehalt der nachstehenden Ausführungen einzutreten.