Citation: 1C_544/2013 E. 5.2

5.2. Diese Ausführungen stützen sich auf die hydraulischen Abklärungen zur Hochwassergefährdung der Hunziker, Zarn & Partner AG vom Juli 2010 und lassen weder einen offensichtlich falschen Sachverhalt noch Verletzungen von Bundesrecht erkennen. Wie auch das BAFU in seiner Vernehmlassung (S. 6) ausführt, genügt das Projekt grundsätzlich den Anforderungen von Art. 3 und 4 des Bundesgesetzes über den Wasserbau vom 21. Juni 1991 (WBG; SR 721.100). Allerdings liegt der Hof des Beschwerdeführers unmittelbar am Chly Rhy, der durch das geplante Projekt wieder an den Rhein angebunden wird und damit eine Fliessdynamik erhält, die für den Auenschutz erwünscht ist, aber die Hochwassergefahr lokal erhöhen könnte. Insofern sind die Befürchtungen des Beschwerdeführers verständlich. Die Projektbewilligung sieht jedoch weitreichende Massnahmen zum Schutz des Hofs vor. Insbesondere ist ein Einleitbauwerk vorgesehen, um den Zufluss in den Chly Rhy bei Bedarf drosseln zu können. In Auflage A1b ist vorgesehen, dass die Bauherrschaft das Projekt überprüft und gegebenenfalls anpasst, wenn es wider Erwarten vermehrte Schäden an den Liegenschaften oder Kulturen auf Parzelle 357 verursacht. Dem Eigentümer steht in diesem Fall das Recht auf Entschädigung der aufgrund eines Versicherungsvorbehalts nicht mehr versicherten Mehrkosten der Schadenbehebung gemäss Enteignungsrecht zu (volle Entschädigung). Schliesslich erklärte sich der Kanton im Sinne eines Entgegenkommens damit einverstanden, auf dem Kellerboden der Liegenschaft einen Sickerteppich zu erstellen. Unter diesen Umständen kann keine Rede von einer Existenzgefährdung des Beschwerdeführers sein. Vielmehr erscheint das verbleibende Risiko für den Beschwerdeführer klein und ist als notwendige Folge der erwünschten Redynamisierung des Gewässerhaushalts hinzunehmen.