Citation: 5A_267/2021 E. 3.3.1

3.3.1. Schliesslich äussert sich das Obergericht zur Verfügung vom 23. September 2020, die Anlass zum vorliegenden Ausstandsgesuch gab (s. Sachverhalt Bst. C.). Es verwirft den Vorwurf des Beschwerdeführers, wonach der Beschwerdegegner in dieser Verfügung ohne entsprechenden Antrag der Parteien eine Parteibefragung in Aussicht stellte. Mit der herrschenden Lehre sei davon auszugehen, dass das Gericht eine Partei von Amtes wegen befragen kann. Dies ergebe sich "a maiore ad minus" aus Art. 192 ZPO, wonach die unter härterer Strafandrohung stehende Beweisaussage von Amtes wegen angeordnet werden kann. Ausserdem müsse sich das Gericht im Wege der Parteibefragung von Amtes wegen die Informationen verschaffen können, um von Amtes wegen über die Anordnung einer Beweisaussage entscheiden zu können. Mit dem Erlass der inzwischen aufgehobenen (vgl. Sachverhalt Bst. D.c) Verfügung vom 23. September 2020 habe der Beschwerdegegner seine Aufgabe als Verfahrensleiter wahrgenommen; von einem Ausstandsgrund könne nicht die Rede sein.