Citation: 6B_557/2021 E. 2.4.5

2.4.5. Soweit der Beschwerdeführer der Vorinstanz vorwirft, sie berücksichtige seine fehlenden sprachlichen Kenntnisse bei der Bewertung der Legalprognose zu Unrecht als negativen Faktor, gehen seine Ausführungen an der Sache vorbei. Vielmehr geht die Vorinstanz davon aus, dass sich die fehlende Therapiebereitschaft negativ auf die Legalprognose auswirkt. So hält sie ausdrücklich fest, dass es in den letzten sechs Jahren nicht zu einer deliktprotektiven Psychotherapie gekommen sei, sei nicht in erster Linie auf die sprachlichen Barrieren und die kognitiven Defizite des Beschwerdeführers zurückzuführen, sondern auf seine fehlende Therapiebereitschaft. Die Initiative, sich ernsthaft auf eine deliktpräventive Verhaltenstherapie einzulassen, müsse jedoch eindeutig von ihm ausgehen. Dass sich eine solche Therapie nachteilig auf seine Erkrankung auswirken könnte, sei nicht belegt (Urteil S. 19). Soweit ersichtlich bringt der Beschwerdeführer vor Bundesgericht erstmals vor, eine Therapie in spanischer Sprache habe er immer gewünscht und hätte er auch sofort besucht, bzw. er hätte jegliche Kooperation gezeigt und sich mit seiner Tat auseinandergesetzt. Unzutreffend ist in diesem Zusammenhang seine Kritik, ihm sei in den letzten 20 Jahren keine fremdsprachige Therapie angeboten worden. So ergibt sich aus der Beurteilung der KoFako vom 4. Februar 2015, dass er von 2009 bis 2011 eine stützende Therapie mit deliktorientierten Elementen in spanischer Sprache absolviert habe (Vollzugsakten, Beurteilung KoFako vom 4. Februar 2015, S. 7). Gemäss Gutachten ist die Therapie in dem Sinne gescheitert, dass er keinen konkreten langfristig angelegten deliktpräventiven Plan habe benennen können. Neben der Ernsthaftigkeit, sich mit seiner Aggressionsdisposition selbstkritisch auseinanderzusetzen, hätten ihm auch die nötige Offenheit, die Bereitschaft und die erforderliche Transparenz gefehlt, um die Deliktarbeit durchzuführen (Vollzugsakten, Gutachten vom 23. Juni 2014, S. 71; vgl. Urteil S. 17). Dem aktuellen Vollzugsbericht ist sodann zu entnehmen, der Beschwerdeführer habe in der Berichtsperiode angegeben, eine Wiederaufnahme der Therapie stelle für ihn einen zu grossen Stressfaktor dar und er könne sich und seinem Herzen, nach all den Herzinfarkten, dies nicht zumuten. Zudem könne er sich nicht an die entscheidenden Momente erinnern - so sehr er sich auch anstrenge (Vollzugsakten, Vollzugsbericht vom 6. November 2020, S. 3). Damit ist der vorinstanzliche Schluss, dass es in der Vergangenheit in erster Linie wegen der fehlenden Behandlungsbereitschaft des Beschwerdeführers nicht zu einer deliktprotektiven Psychotherapie gekommen ist, nicht zu beanstanden. Sollte der Beschwerdeführer nun tatsächlich, wie er dies in seiner Beschwerde vorbringt, zu einer Therapie in spanischer Sprache bereit sein, wäre dies zu begrüssen und die Vollzugsbehörde sollte bestrebt sein, die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen.