Citation: B 38/02 05.08.2003 E. 4

Ist demnach vorliegend die Dreijahresfrist für die am 12. Juni 1998 gestellten Begehren um Kapitalabfindung und Vorbezug für Wohneigentum angesichts des mit der auf den 31. Januar 1999 erfolgten Auflösung des Arbeitsverhältnisses verbundenen vorzeitigen statutarischen Altersrücktrittes nicht eingehalten, so braucht nicht geprüft zu werden, ob die übrigen Voraussetzungen erfüllt sind. Es ist daher unerheblich, in welchem Zeitpunkt der Beschwerdeführer arbeitsunfähig oder erwerbsunfähig geworden ist. Denn Art. 13 Abs. 5 des Reglementes kann nur dahingehend verstanden werden, dass die versicherte Person im Falle, dass sie den Altersrentenbeginn als Bezügerin einer Invalidenrente erreicht, sowohl drei Jahre vor dem Rücktrittsalter voll erwerbsfähig sein muss, als auch die Frist zur Abgabe der schriftlichen Erklärung zur Auszahlung der Kapitalabfindung eingehalten hat. Einzig diese Interpretation der kumulativen Voraussetzungen verhilft, die unerwünschte Antiselektion zu vermeiden.