Citation: 8C_720/2020 E. 5.3

5.3. Indem die Vorinstanz dem MEDAS-Gutachten insgesamt resp. dem psychiatrischen und neuropsychologischen Teilgutachten im Besonderen Beweiskraft beimass, verletzte sie demnach nicht Bundesrecht. Ebenso wenig ist sie in Willkür verfallen, indem sie zum Schluss gelangte, das Privatgutachten der Dr. med. B.________ vermöge die Beurteilung des Dr. med. D.________ nicht derart zu erschüttern, dass davon abzuweichen wäre (vgl. E. 4.2 hiervor) und sie von weiteren Beweiserhebungen in Form eines Gerichtsgutachtens in antizipierter Beweiswürdigung absah. Die Beschwerdeargumentation verkennt insbesondere, dass die medizinische Folgenabschätzung an sich eine hohe Variabilität aufweist und gerade im psychiatrischen Bereich unausweichlich Ermessenszüge trägt (BGE 145 V 361 E. 4.1.2 S. 365 mit Hinweisen; Urteil 9C_6/2020 vom 19. Mai 2020 E. 5.3).