Citation: 1B_149/2008 03.07.2008 E. 3

Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des Rechts auf persönliche Freiheit, indem er den Haftgrund der Fortsetzungsgefahr bestreitet. Die vorgeworfene Handlung sei offensichtlich während eines schizophrenen Schubs erfolgt. Inzwischen habe sich der Zustand des Beschwerdeführers gemäss ärztlicher Feststellung jedoch stabilisiert. Im Untersuchungsgefängnis sei die Behandlung des Beschwerdeführers nicht gewährleistet. Die Fortsetzungsgefahr könne durch eine mildere Massnahme, nämlich durch ärztlich kontrollierte Medikation und engmaschige ambulante Behandlung gebannt werden. Der Beschwerdeführer habe seit Jahren mit seiner Krankheit gelebt, ohne je gewalttätig aufzufallen. Er habe mit dem Pfeilschuss niemanden verletzen wollen. Er werde von Schwester und Mutter unterstützt und arbeite u.a. als Chauffeur. Eine Wiederaufnahme der Arbeit würde seinen Zustand weiter stabilisieren. Der Beschwerdeführer rügt zudem eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör und des Willkürverbots, indem das Verfahrensgericht den Bericht einer Ärztin der Externen Psychiatrischen Dienste Liestal (EPD) vom 2. Juni 2008 aus dem Recht gewiesen habe, obwohl er vor Erlass des angefochtenen Beschlusses vom 3. Juni 2008 zugunsten des Beschwerdeführers hätte berücksichtigt werden können.