Citation: 5D_46/2019 E. A

A.a. Die an einem Hang gelegenen Grundstücke GB U.________ Nr. xxx, Parzelle yyy, und Nr. zzz, Parzelle www, sind mit einem Terrassenhaus überbaut. Das oberliegende, ursprünglich im Eigentum von D.________ stehende Grundstück Nr. yyy verfügt zu Lasten des C.________ gehörenden Grundstücks Nr. www über ein Überbaurecht. Danach dient das Dach des unterliegenden Wohnhauses dem oberliegenden Wohnhaus als Terrasse. Diese wird durch eine halbhohe Mauer eingefasst, die baulich als Verlängerung der Aussenfassade des unterliegenden Wohnhauses über die Dachkante bzw. den Terrassenboden hinaus erscheint (im Folgenden als Aufmauerung bezeichnet). Gemäss Dienstbarkeitsvertrag (vom 30. August 1978) ist der Eigentümer des Grundstücks Nr. yyy verpflichtet, "[a]uf der Terrasse der Parzelle (...) unverrückbare Pflanzentröge aufzustellen, so dass der Einblick auf den unteren Sitzplatz verwehrt ist " (Ziff. VIII). Ursprünglich befanden sich auf der Terrasse Pflanzentröge, die durchgehend mit dichten, immergrünen Büschen bis 2.5 m Höhe bepflanzt waren. D.________ hatte diese entfernt und durch rund 40 cm hohe, unbepflanzte oder nur locker bepflanzte Tröge ersetzt. Damit verfügte C.________ über keinen Sichtschutz mehr und entstand insofern eine Gefahr, als kein wesentliches Hindernis die Benützer der oberliegenden Terrasse vor einem Sturz auf die unterliegende Terrasse mehr schützte. A.b. In der Absicht, selber ein Geländer und einen Sichtschutz zu erstellen, liess C.________ in der ersten Hälfte 2014 an der Aussenwand ihres Wohngeschosses grüne Pfosten montieren, die ca. 100 cm über den Boden der oberliegenden Terrasse hinaus ragen. D.________ gelangte darauf an das Bezirksgericht Baden, welches C.________ zunächst superprovisorisch und alsdann provisorisch verbot, die begonnenen Bauarbeiten fortzusetzen. Sodann setzte das Bezirksgericht D.________ eine Frist von drei Monaten zur Einleitung eines Hauptsacheverfahrens an (Entscheid vom 30. Juni 2015). Dieser kam seiner Verpflichtung nach und beantragte dem Bezirksgericht, C.________ zu verbieten, die begonnenen Bauarbeiten fortzusetzen, und sie zu verpflichten, die widerrechtlich installierten Vorrichtungen zu entfernen sowie die Terrasse in deren ursprünglichen Zustand wiederherzustellen. Zufolge Hängigkeit eines baurechtlichen Verfahrens (vgl. A.c hiernach) sistierte das Bezirksgericht das Verfahren. A.c. Am 28. September 2015 wandte sich C.________ an den Gemeinderat U.________, welcher mit Verfügung vom 2. November 2015 D.________ verpflichtete, eine den massgeblichen SIA-Normen entsprechende Absturzsicherung zu erstellen, und ihm für die Zwischenzeit die Benützung der Terrasse untersagte. Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau wie auch das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau wiesen die jeweils von D.________ dagegen ergriffenen Rechtsmittel ab (Entscheide vom 12. April 2016 bzw. 7. April 2017). In der Folge ergriff D.________ bauliche Massnahmen. Am 3. Juli 2017 stellte der Gemeinderat U.________ fest, dass die erforderliche Absturzsicherung vollständig und den Normen entsprechend ausgeführt worden sei. A.d. Am 4. Juli 2017 hob das Bezirksgericht Baden die Verfahrenssistierung auf, führte einen Augenschein sowie eine Hauptverhandlung durch und gab der Klage des D.________ mit Entscheid vom 16. November 2017 vollumfänglich statt. Es hielt fest, weder die Absturzsicherung noch der Sichtschutz seien Prozessthema, sondern die Frage sei zu beurteilen, " wer Besitzer der Gebäudefassade ist, an welcher die grünen Pfosten aus Metall angebracht wurden " und daraus folgend, ob die Klage auf Unterlassung bzw. Beseitigung gutzuheissen sei oder nicht (E. 3 S. 8 f. des Entscheids vom 16. November 2017).