Citation: 5A_834/2017 E. 4.4

4.4. Aufgrund der gegebenen Sach- und Rechtslage lassen sich die kantonalen Entscheide nicht aufrecht erhalten. Sie sind demnach in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben. Das Bezirksgericht Willisau hat im Folgenden abzuklären, wie es sich mit den Vorwürfen der Drohung gegenüber dem Beschwerdeführer zwecks "freiwilliger" Einnahme der Medikamente verhält. Insbesondere ist der Frage nachzugehen, ob auf den Beschwerdeführer mit einer Verlegung in das Isolierzimmer für den Fall gedroht worden ist, dass er die Medikamente nicht "freiwillig" einnimmt. Sollte sich der Vorwurf als begründet erweisen, hätte die erste Instanz die Sache an die Klinikleitung zurückzuweisen mit dem Auftrag, abzuklären, ob im Fall des Beschwerdeführers ein Behandlungsplan (Art. 433 ZGB) vorliegt und im Weiteren die Voraussetzungen für eine Behandlung ohne Zustimmung des Beschwerdeführers (Art. 434 Abs. 1 Ziff. 1-3 ZGB) erfüllt sind. Wesentlich ist in diesem Zusammenhang als Erstes, ob der Beschwerdeführer mit Bezug auf die medikamentöse Behandlung urteilsunfähig ist (mangelnde Krankheits- und Behandlungseinsicht). Ferner wäre durch die Klinikleitung abzuklären, ob die Voraussetzungen von Art. 434 Abs. 1 Ziff. 1-3 ZGB gegeben sind.