Citation: 5A_723/2017 E. 6.5.6

6.5.6. Die Beschwerdeführerinnnen übergehen, dass eine Ausnahme, welche die Anordnung des Gutachtens von Amtes wegen rechtfertigen könnte, nicht angenommen werden darf, ohne die Frage der Bevorzugung einer Partei zu prüfen. Dass das Obergericht - als Alternative - seiner Fragepflicht nicht nachgekommen wäre, wird nicht behauptet und ist auch nicht ersichtlich. Zu Recht hat die Vorinstanz geschlossen, dass im konkreten Fall die amtswegige Anordung eines Gutachtens über die Loss-Berechnung dazu führen würde, die Beschwerdeführerinnen in bestimmter Weise zu bevorzugen. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern es den Beschwerdeführerinnen unmöglich oder unzumutbar gewesen sein soll, die Einholung eines gerichtlichen Gutachtens formgültig und fristgerecht zu beantragen. Durch den Eingriff des Gerichts würde vielmehr der hier geltenden Verhandlungsmaxime die entscheidende Tragweite genommen. Wenn das Obergericht mangels Beweisantrag der Beschwerdeführerinnen das notwendige Beweismittel zur Loss-Ermittlung nicht selber angordnet hat, stellt dies keine Rechtsverletzung dar.