Citation: 2C_716/2021 E. 3.3.2

3.3.2. Der Beschwerdeführer wendet gegen die Annahme einer schlechten wirtschaftlichen und sozialen Integration ein, dass psychische Probleme beim Knüpfen sozialer Kontakte alles andere als förderlich seien. Unter diesen Umständen könne ihm auch nicht vorgeworfen werden, er hätte sich dennoch um eine Stelle zumindest auf dem zweiten Arbeitsmarkt bemühen müssen. Vielmehr habe er sich im Rahmen seiner Möglichkeiten, insbesondere angesichts seiner schweren psychischen Störungen, gut in der Schweiz integriert. Seit beinahe 20 Jahren sei sein Lebenszentrum in der Schweiz; er fühle sich hier sozial eingebettet und zu Hause. Diese Ausführungen überzeugen nicht. Stattdessen ist mit dem Verwaltungsgericht davon auszugehen, dass trotz der langen Anwesenheitsdauer sowohl die wirtschaftliche als auch die gesellschaftliche Integration des Beschwerdeführers als gescheitert gelten muss. Die privaten Interessen sind nach zwanzig Jahren von geringem Gewicht, familiäre Beziehungen bestehen hier nicht; auch ist er in der hiesigen Gesellschaft und Kultur nicht nennenswert verwurzelt.