Citation: 6B_1419/2019 E. 1.3.2

1.3.2. Die vorinstanzliche Beweiswürdigung ist nachvollziehbar und hinreichend begründet. Die Vorinstanz erwägt zunächst, die Beschwerdeführerin habe auf diversen Wegen, so auch über Drittpersonen, versucht, den Zeugen C.________ zu kontaktieren. Sie geht detailliert auf die Aussagen der Beschwerdeführerin und der Privatklägerin ein. Die Aussagen der Privatklägerin erachtet sie als glaubhaft, weil diese sowohl in der ersten als auch in der zweiten Befragung die konkreten Schimpfworte und Drohungen der Beschwerdeführerin nennen konnte, wobei sie diese in den späteren Einvernahmen ergänzte. Der Umstand, dass sie in der ersten Befragung, welche kurze Zeit nach dem Vorfall und zu fortgeschrittener Zeit stattgefunden habe, nicht sämtliche Schimpfwörter habe nennen können, schade der Glaubhaftigkeit der privatklägerischen Aussagen nicht. Die Privatklägerin habe selbst auf den Umstand hingewiesen, dass sie nicht alle Aussagen der Beschwerdeführerin, sondern bloss die schlimmsten Ausdrücke wiedergeben könne. Das Aussageverhalten der Privatklägerin sei konstant, die Schilderungen seien weder stereotyp noch schemenhaft, sondern würden sich durch eine hohe Originalität auszeichnen. Die Privatklägerin habe schlüssig geschildert, dass sich die Beschwerdeführerin mehrfach telefonisch meldete, an der Türe klingelte und sie bei den Telefonaten beschimpfte und bedrohte. Auch von der Beschwerdeführerin nicht bestrittene, ausserhalb des Vorfalls liegende Ereignisse, wie das Zusenden eines Fotos mit einem Hochzeitskleid sowie die Vollmacht zur Eheschliessung seien im ganzen Kontext aussergewöhnliche und einzigartige Details. Es ist nicht ersichtlich, weshalb diese vorinstanzliche Würdigung der Aussagen der Privatklägerin unhaltbar wäre. Die von der Privatklägerin geäusserte Angst erachtet die Vorinstanz mit vertretbarer Begründung als echt, obwohl sie in diesem Punkt nicht stets gleichbleibend aussagte. Denn die Beschwerdeführerin trat in der Vergangenheit mehrfach in Kontakt mit dem näheren Umfeld der Privatklägerin, wodurch diese um das Wohl ihrer Familie fürchtete und ihr Sicherheitsgefühl verlor. Hinzu kommt, dass die Privatklägerin beim fraglichen Vorfall die Polizei rief und Anzeige erstattete. Dass die Vorinstanz den von der Beschwerdeführerin geschilderten Inhalt der Telefongespräche als unglaubhaft wertet, verstösst ebenso wenig gegen das Willkürverbot. Diese Aussagen enthalten gemäss der Vorinstanz zwar ebenfalls Realkennzeichen zum groben Ablauf des Vorfalls. Indessen macht die Beschwerdeführerin gemäss dem angefochtenen Urteil wenig Angaben zum strittigen Inhalt der Telefongespräche. Sie gebe bloss an, sie habe anlässlich der drei bis vier Telefonate von der Privatklägerin wissen wollen, ob der Zeuge C.________ im Haus sei, was diese verneint habe. Die Beschwerdeführerin habe dem Zeugen C.________ regelrecht nachgestellt. Sie habe bereits vor dem Vorfall mehrfach versucht, mit ihm über sein Umfeld Kontakt aufzunehmen. Am fraglichen Abend habe sie der Privatklägerin nicht geglaubt, dass der Zeuge C.________ abwesend sei, sondern diese hartnäckig, zunächst durch mehrfache Anrufe und anschliessend durch Klingeln an der Wohnungstüre, kontaktiert. Somit stellte die Beschwerdeführerin dem Zeugen C.________ regelrecht nach. Es ist nachvollziehbar, dass die Vorinstanz namentlich unter diesen Umständen zum Inhalt des Telefongesprächs auf die Aussagen der Privatklägerin abstellt. Dabei vermag der Umstand, dass die Privatklägerin bezüglich der Frage, ob der Zeuge C.________ in ihrer Wohnung anwesend war, unterschiedlich ausgesagt hat, das Beweisergebnis nicht umzustossen. Dasselbe gilt bezüglich der Würdigung der Aussagen des Zeugen C.________, deren Glaubhaftigkeit die Vorinstanz entgegen den Ausführungen in der Beschwerde geprüft und unter Verweisung auf die überzeugende erstinstanzliche Begründung bejaht hat. Soweit die Beschwerdeführerin verlangt, bezüglich verschiedener schriftlicher Dokumente hätten die Verfasser persönlich angehört werden müssen, ist ihr nicht zu folgen. Die Urheber der Dokumente sind, abgesehen von der Beschwerdeführerin, keine Tatzeugen. Die Vorinstanz schliesst aus den Urkunden zudem nicht auf die Tat selbst, sondern lediglich auf die generelle Motivation der Beschwerdeführerin zur Aufnahme einer Liebesbeziehung mit dem Zeugen C.________. Dieses Motiv lässt sich bereits aus dem gesamten Verhalten der Beschwerdeführerin bei der Tat (mehrfache Telefonanrufe, Klingeln an der Haustüre, Zusenden eines Fotos mit einem Hochzeitskleid sowie der Vollmacht zur Eheschliessung an die Privatklägerin) und aus den objektiven Beweismitteln ableiten (Verbindungsnachweis des Telefonanbieters D.________, wonach der Zeuge C.________ am Tatabend des 23. Juni 2016 verschiedentlich von der Nummer der Beschwerdeführerin anonym angerufen wurde).