Citation: 4A_258/2020 E. 3.4.3

3.4.3. Da bei einer Unterlassung die Prüfung der natürlichen Kausalität die Beantwortung derselben Frage voraussetzt wie der Einwand des rechtmässigen Alternativverhaltens, nämlich jener, ob der Eintritt des Schadens verhindert worden wäre, wenn sich der potenzielle Schädiger rechtskonform verhalten hätte (Urteil 4A_350/2019 vom 9. Januar 2020 E. 3.2.2; ERNST A. KRAMER, Die Kausalität im Haftpflichtrecht: neue Tendenzen in Theorie und Praxis, ZBJV 1987 S. 295 f.; FRANZ WERRO, L'objection du comportement de substitution licite, in: Les causes du dommage, Chappuis/Winniger [Hrsg.], 2007, S. 60; BERNHARD STUDHALTER, Die Berufung des präsumtiven Haftpflichtigen auf hypothetische Kausalverläufe, 1995, S. 185 f.; DANIEL SUMMERMATTER, Kausalität, 2019, S. 283 Rz. 512), gehen beide in demselben Prüfschritt auf.