Citation: 6B_838/2024 E. 4.3.1

4.3.1. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer habe die Handgelenke der Beschwerdegegnerin 2 festgehalten. Dies habe dazu gedient, eine Drohkulisse aufzubauen, die letztlich dazu geführt habe, dass sich die Beschwerdegegnerin 2 unter dem psychischen Druck gebeugt habe. Es liege insofern eine besondere Konstellation vor, als die Anwendung von Gewalt und psychischem Druck als Gesamtheit zum angeklagten Vorfall geführt hätten. Die Vorinstanz erwägt, dass der Beschwerdeführer die Beschwerdegegnerin 2 ständig zu Oralsex aufgefordert habe, dass er ihre Ablehnung ignoriert habe, dass er der Meinung sei, eine Frau müsse auch gegen ihren Willen etwas tun, dass er sich der Beschwerdegegnerin 2 einmal in den Weg gestellt habe und dass er sie am Handgelenk festgehalten habe, damit sie nicht zur Gruppe habe zurückkehren können. Damit habe er eine Zwangssituation geschaffen, welche die Beschwerdegegnerin 2 im Ergebnis derart unter psychischen Druck gesetzt habe, dass sie ihren anfänglichen Widerstand aufgegeben und den Beschwerdeführer oral befriedigt habe. Für die Beschwerdegegnerin 2 habe es keinen anderen Ausweg aus der Situation gegeben, zumal sie davon ausgegangen sei, dass das Vorhaben des Beschwerdeführers mit dessen Kollegen abgesprochen und damit ein Hilferuf zwecklos gewesen sei. Es habe auch keine Hoffnung auf Hilfe der Kollegin bestanden, da diese in ein Gespräch mit ebendiesen Kollegen verwickelt gewesen sei und offenbar nicht habe sehen können, was sich zwischen der Beschwerdegegnerin 2 und dem Beschwerdeführer abgespielt habe. Nachdem der Beschwerdeführer die Beschwerdegegnerin 2 bereits am Handgelenk gepackt habe, sei auch das Wegrennen keine Lösung mehr gewesen, da die Beschwerdegegnerin 2 dem Beschwerdeführer körperlich unterlegen gewesen sei. Die Beschwerdegegnerin 2 habe sich damit in einer ausweglosen Situation befunden.