Citation: 5A_175/2024 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwog, anlässlich der Anhörung durch die KESB habe die Beschwerdeführerin auf Nachfrage jeweils kurze, klare Antworten auf nicht offen formulierte Fragen gegeben. Auf offen formulierte Fragen habe sie hingegen entweder geantwortet, indem sie ein zuvor vorbereitetes Schreiben vorlas, oder gar nicht oder nur mit Hilfe ihres Rechtsvertreters. Sie habe weder zum Geschehen bei der B.________ noch zu den finanziellen Verhältnissen der Tochter von C.C.________ Angaben machen können. Auf die Höhe des Darlehens angesprochen habe die Beschwerdeführerin zuerst mitgeteilt, dass es sich um Fr. 35'000.-- gehandelt habe. Erst nachdem die KESB sie darauf aufmerksam gemacht hatte, dass der Betrag erheblich höher sei, habe die Beschwerdeführerin die richtige Höhe der Darlehenssumme nennen können. Auch habe sie nicht gewusst, dass das Darlehen für die Familie C.________ zwischenzeitlich kein Thema mehr war. Die Beschwerdeführerin habe sich zudem offenbar keinerlei Gedanken darüber gemacht, welche finanziellen Konsequenzen das Geschäft für sie haben könne. Das Verhalten sowie die (Nicht-) Beantwortung der Fragen erweckten den Anschein, dass die Beschwerdeführerin die Sachlage, die damit zusammenhängenden Fragen und die Relevanz nicht zu erfassen vermöge respektive nicht in der Lage sei, sich diesbezüglich eine eigene Meinung zu bilden und danach zu handeln. Die Gefährdung der Beschwerdeführerin realisiere sich darin, dass sie offenbar Geschäfte von wesentlichem Ausmass tätige, die sie selbst nicht überblicken könne, was jedoch Voraussetzung für ein selbstbestimmtes und rechtsgültiges Handeln sei. Aus der geltend gemachten dreimonatigen Kündigungsfrist des Kontos bei der B.________ könne die Beschwerdeführerin nichts zu ihren Gunsten ableiten, da sie nicht allein durch einen Mittelabfluss auf ein anderes Konto, sondern auch durch Abschlüsse von Verpflichtungsgeschäften geschädigt werden könne. Angesichts dieser Sachlage sei nicht zu beanstanden, dass die KESB von der Wahrscheinlichkeit eines Schwächezustands sowie einer dringlichen Schutzbedürftigkeit der Beschwerdeführerin ausgegangen sei und ihr die Handlungsfähigkeit in der Vermögensverwaltung sowie den Zugriff auf sämtliche bei der B.________ befindliche Guthaben, Wertschriften, Depots, Safes und allfällige weitere Vermögenswerte entzogen habe. Unter den gesamten Umständen sei ebenfalls nicht zu beanstanden, dass die KESB eine Begutachtung der Beschwerdeführerin in der Klinik E.________ sowie eine Abklärung durch den Sozialdienst verfügt habe. Es gelte durch spezialisierte Fachpersonen abzuklären, ob respektive inwiefern kognitive Defizite bei der Beschwerdeführerin vorlägen. Mit den vorsorglichen Massnahmen sei sichergestellt worden, dass die Beschwerdeführerin zwischenzeitlich nicht nochmals Gefahr laufe, undurchdachte, für sie allenfalls nachteilige Vorkehrungen zu treffen, scheine doch gerade auch ihr nahes Umfeld nicht auf die Problematik sensibilisiert zu sein. Die vorsorglichen Massnahmen erwiesen sich als geboten und verhältnismässig.