Citation: 1C_690/2021 E. 6.1

6.1. Im vorinstanzlichen Verfahren brachten sie in diesem Zusammenhang vor, der Weg D.________ halte die Mindeststrassenbreite von 3,5 m gemäss Art. 69 des Baureglements vom 18. Mai 2003 der Einwohnergemeinde Engelberg (BauR) nicht ein und erschliesse die Bauparzelle auch mit den in der Baubewilligung angeordneten Massnahmen unzureichend. Die Baubewilligungsbehörde habe zu Unrecht gestützt auf Art. 53 des Baugesetzes vom 12. Juni 1994 des Kantons Obwalden (BauG/OW; GBD 710.1) eine Ausnahmebewilligung erteilt und von der Einhaltung der erwähnten Mindeststrassenbreite abgesehen. Die Erschliessung sei ferner auch insofern unzureichend, als die geplante Garagenein- bzw. -ausfahrt mangelhaft sei und gegen Art. 52 Abs. 1 und 2 BauG/OW verstosse. Die Vorinstanz hat sich im angefochtenen Entscheid ausführlich zur Erschliessung und zu den diesbezüglichen Vorbringen der Beschwerdeführenden geäussert. Sie hat dabei zunächst die nach Bundes- und kommunalem Recht sowie der einschlägigen Rechtsprechung bestehenden Anforderungen an eine hinreichende Zufahrt dargelegt sowie darauf hingewiesen, dass der Bewilligungsbehörde bei der Frage, ob eine entsprechende Zufahrt bestehe, ein erheblicher Beurteilungsspielraum zukomme. Im Anschluss daran hat sie einlässlich und detailliert geprüft, ob der Weg D.________ das Baugrundstück hinreichend erschliesse, auch wenn er teilweise die Mindeststrassenbreite von 3,5 m gemäss dem nicht direkt anwendbaren Art. 69 Abs. 1 BauR nicht einhalte, an der sich der Einwohnergemeinderat bei der Anwendung des einschlägigen Art. 69 Abs. 2 BauR orientiert habe. Sie ist dabei zum Schluss gekommen, unter Berücksichtigung der gegebenen Umstände sei die Unterschreitung der Mindestfahrbahnbreite als untergeordneter (Erschliessungs-) Mangel einzustufen, der durch die Auflage im Baubewilligungsentscheid, wonach der Platz zwischen dem Weg D.________ und der Rampe der geplanten Einstellhalle als Ausweichstelle für alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer zur Verfügung zu stellen sei, geheilt werden könne. Die Strasse genüge mit der neuen Ausweichstelle der bestehenden und geplanten Überbauung und biete für die Strassenbenützer und -benützerinnen hinreichend Sicherheit. Eine Auseinandersetzung mit der Frage der Zulässigkeit einer Ausnahmebewilligung nach Art. 53 BauG/OW sei somit nicht nötig. Mit dem Weg D.________ liege eine hinreichende Erschliessung vor, die ordentlich bewilligt werden könne, weshalb die im Baubewilligungsentscheid erteilte Ausnahmebewilligung in eine ordentliche Bewilligung umzudeuten sei. In Bezug auf die vorgesehene Garagenein- bzw. -ausfahrt ist die Vorinstanz zunächst auf Art. 52 BauG/OW und die Kriterien für die Beurteilung des Ausreichens einer Hauszufahrt sowie die Empfehlungen der eidgenössischen Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) betreffend Sichtzonen eingegangen. In der Folge hat sie das Genügen der Grundstückszufahrt detailliert geprüft. Sie ist dabei zum Ergebnis gelangt, insgesamt liege eine hinreichend verkehrssichere Grundstückszufahrt vor, welche die gesetzlichen Anforderungen von Art. 52 BauG/OW erfülle. Auch insofern könne somit von einer hinreichenden Erschliessung ausgegangen werden. Sie hat dabei insbesondere festgehalten, die geplante Ausfahrt erfolge über die 26,3 m 2 grosse Ausweichstelle. Diese weise zudem keinerlei Sichtbehinderungen auf, weshalb auch die von der bfu empfohlenen Sichtzonen ohne Weiteres eingehalten werden könnten.