Citation: 8C_152/2022 E. 6.2

6.2. Weiter hält die Beschwerdeführerin dafür, entgegen der IV-Stelle und der Vorinstanz sei in Anwendung der LSE-Tabelle TA1_b nicht auf die monatlichen Bruttolöhne (Zentralwerte) des unteren Kaders ("Berufliche Stellung 3"), sondern auf jene für das oberste, obere und mittlere Kader ("Berufliche Stellung 1+2") abzustellen. Die Vorinstanz argumentiere, dass sie, die Beschwerdeführerin, während der kurzen Anstellungen bei der D.________ AG, der Ausgleichskasse E.________ und der Gemeinde F.________ gemäss den Aussagen der Arbeitgeberinnen überfordert gewesen sei und deren Anforderungen nicht habe erfüllen können. Dabei übersehe das kantonale Gericht, dass gemäss dem Gutachten des Dr. med. G.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 11. Januar 2013 aufgrund einer schweren depressiven Episode und des Verdachts auf eine kombinierte Persönlichkeitsstörung bereits ab dem 11. Januar 2011 keine Arbeitsfähigkeit mehr bestanden habe. Der Gesundheitsschaden sei somit bereits vor diesen Anstellungen eingetreten und die Überforderung entsprechend gesundheitlich bedingt gewesen. Letztere dürfe deshalb nicht als Begründung für ein tieferes Valideneinkommen bzw. das Abstellen auf die statistischen Bruttolöhne für das untere Kader dienen. Weiter werde das kantonale Gericht auch ihrer Ausbildung und ihrem Werdegang nicht gerecht. Auch nach Eintritt des Gesundheitsschadens habe sie immer Anstellungen im oberen Kader oder als Fachspezialistin belegt. Sie sei hochqualifiziert und verfüge einerseits über mehrere Diplome, andererseits über mehrjährige Berufserfahrung im oberen resp. obersten Kader im Bereich Finanzen und Versicherungen. Diese Qualifikationen hätten es ihr ermöglicht, trotz des Gesundheitsschadens weiterhin sehr hohe Löhne zu erzielen und immer neue Anstellungen zu erhalten. Es erscheine somit sachgerecht, das Valideneinkommen ausgehend von den Tabellenwerten für das oberste, obere und mittlere Kader zu ermitteln, womit für die Jahre 2016 bis 2019 (aufgerechnet auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit und nominallohnindexiert) jährliche Valideneinkommen von Fr. 195'515.- bis Fr. 199'251.- resultieren würden.