Citation: 4A_371/2017 E. 3.3.2

3.3.2. Auch dass die Vorinstanz primär auf die am zeitnächsten nach Vertragsschluss erfolgten Abrechnungen abgestellt hat, die zum Teil erst noch von der Vertragsparteien visiert waren, ist nicht offensichtlich unhaltbar. Die Vorinstanz hat weder die angeblich erfolgte Korrektur noch die von den Beschwerdeführern eingereichten Belege missachtet. 3.3.2.1. Soweit die Abrechnungen in einem Zeitpunkt erfolgten, in dem es zwischen den Parteien schon zu Streitigkeiten gekommen war, ist es nicht willkürlich, ihnen keine entscheidende Beweiskraft für das ursprüngliche Verständnis der Vereinbarung zuzuerkennen. Dies betrifft namentlich die Abrechnungen 2004 - 2010 und 2013. 3.3.2.2. Die Abrechnungen per 1. April 1992 und 1996 stammen nach den Angaben in der Beschwerde selbst vom 21. April 1995 respektive vom 4. April 1996 und damit nach den Abrechnungen, auf die sich die Vorinstanz gestützt hat. Die von den Beschwerdeführern behauptete Korrektur dieser Abrechnungen 1992, 1993 und 1994 datiert vom 27. April 1995. Zwar ist entgegen der Auffassung der Vorinstanz nicht entscheidend, dass die Abrechnungen von der Baurechtsnehmerin ausgingen und nicht von den Aktienkaufvertragsparteien. Insoweit ist zu berücksichtigen, dass bei korrekter Abwicklung des Aktienkaufvertrages eine Übereinstimmung der gemäss Aktienkaufvertrag vereinbarten mit den von der Baurechtsnehmerin tatsächlich bezahlten Baurechtszinsen angestrebt war und diese Übereinstimmung auch ohne Einbezug der Baurechtsnehmerin in den Aktienkaufvertrag durch die Beherrschung der Baurechtsnehmerin seitens der Käuferseite gewährleistet werden sollte. Wenn aber die Baurechtsnehmerin aufgrund der Beherrschung zunächst in der Tat so abrechnete, wie im Aktienkaufvertrag vorgesehen, zeigen deren Abrechnungen und Zahlungen ebenso das tatsächliche Parteiverständnis, wie die von den Parteien des Aktienkaufvertrages selbst vorgenommenen Abrechnungen, jedenfalls soweit sie der Gegenseite tatsächlich zugingen und unbeanstandet blieben. Wie es sich damit verhält, geht allerdings aus den Abrechnungen selbst, da sie nicht gegengezeichnet sind, nicht hervor. In Bezug auf die behauptete Korrektur konnte die Vorinstanz sodann ohne Willkür in Betracht ziehen, dass es unwahrscheinlich ist, dass sich der behauptete Fehler in den nachfolgenden gerichtlichen Auseinandersetzungen wieder eingeschlichen hätte, ohne dass dies bemerkt und beanstandet worden wäre, wenn bei der fraglichen Abrechnung tatsächlich ein bisheriger Fehler in der Teuerungsanpassung entdeckt und bewusst korrigiert worden wäre. Auch insoweit ist die Beweiswürdigung nicht offensichtlich unhaltbar.