Citation: 7B_859/2024 E. 3.3.2

3.3.2. Die Vorinstanz geht infolge des Haltens der geladenen und ungesicherten Pistole in die Richtung des Schützenkollegen und der Ehefrau des Beschwerdeführers sowie der mehrfachen Schussabgabe im relativ kleinen Wintergarten in Anwesenheit des Kollegen (eventuell der Ehefrau) von einem dringenden Tatverdacht in Bezug auf eine Gefährdung des Lebens im Sinne von Art. 129 StGB aus. Wie der Beschwerdeführer zu Recht geltend macht, unterscheidet sich die vorliegende Situation von der oben genannten Rechtsprechung in der Bedrohungsintensität. Aufgrund der im vorinstanzlichen Entscheid wiedergegebenen Aussagen von den bei der Eskalation anwesenden Personen ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer den Lauf seiner Schusswaffe nicht in vergleichbarer Weise gezielt auf jemand anderen richtete. Auch wenn die Vorinstanz keine erschöpfende Abwägung sämtlicher belastender und entlastender Beweise vorzunehmen hat, hätte sie die Aussagen der Ehefrau des Beschwerdeführers bei ihrer Beurteilung des Tatverdachts nicht gänzlich unberücksichtigt lassen dürfen. Trotz Widersprüchen zu den Aussagen der Ehefrau erscheinen die Aussagen des vom Beschwerdeführer selbst herbeigerufenen Schützenkollegen für die Vorinstanz dennoch überzeugend und das Abstützen darauf ist nicht von vornherein haltlos. Die Vorinstanz durfte entsprechend im Haftverfahren feststellen, dass ein dringender Verdacht besteht, der Beschwerdeführer habe die geladene und ungesicherte Pistole (ohne Anvisieren) in die Richtung des Kollegen und der Ehefrau gehalten.