Citation: 8C_650/2021 E. 3.2

3.2. Zur Dauer der verfügten Einstellung hielt das kantonale Gericht fest, dass der Beschwerdeführer das Arbeitsverhältnis gekündigt habe, um sich eine selbständige Erwerbstätigkeit im Bereich der Tiefdruckformherstellung für eine internationale Kundschaft aufzubauen, die eine Reisetätigkeit beinhaltet hätte. In diesem Zusammenhang habe er, eigenen Angaben zufolge, diverse Vorkehrungen getroffen, wobei er die Firmengründung infolge der Coronasituation einstweilen "auf Eis" gelegt habe. Zwar seien die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen im Kündigungszeitpunkt unbestrittenermassen nicht vorhersehbar gewesen und hätten den Beschwerdeführer dann auch an der Umsetzung seiner beruflichen Pläne gehindert. Massgebend seien indes die Umstände und Beweggründe des Beschwerdeführers, die zur Kündigung ohne Zusage einer neuen Arbeitsstelle geführt hätten. Hingegen sei nicht entscheidend, ob die Gründe für die eingetretene Arbeitslosigkeit vorhersehbar gewesen seien, bezweckten die gesetzlichen Bestimmungen doch die Vermeidung des Risikos, das sich aus einer Kündigung ohne vorgängige Zusicherung einer neuen Arbeitsstelle ergebe. Die Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit berge ein erhöhtes Risiko, bei fehlenden Einnahmen arbeitslos zu werden, zumal das Einkommen von Selbständigerwerbenden unmittelbar von der Auftragslage abhänge und damit diversen externen, wenig kalkulierbaren Einflüssen unterworfen sei. Auch habe dem Beschwerdeführer bewusst sein müssen, dass er ab diesem Zeitpunkt das Unternehmerrisiko trägt. Folglich habe er keine entschuldbaren Gründe für die Kündigung aufzuzeigen vermocht. Da die Sanktion mit 36 Tagen im unteren Bereich des Verschuldens angesetzt worden sei und keine weiteren verschuldensmindernden Umstände vorlägen, bestehe kein Anlass, in das Ermessen der Beschwerdegegnerin einzugreifen und die Dauer der Sanktion zu korrigieren.