Citation: 6A.32/2002 21.06.2002 E. 2

2.1 Die Vorinstanz legt ihrem Entscheid in tatsächlicher Hinsicht gestützt auf die einschlägige Rechtsprechung des Bundesgerichts den im österreichischen Straferkenntnis vom 7. Dezember 2000 aufgezeigten Sachverhalt zu Grunde (angefochtener Entscheid, S. 4 Ziff. 4 und S. 5 Ziff. 4c). Die Bezirkshauptmannschaft Bregenz hält in ihrem Straferkenntnis fest, die Geschwindigkeitsangabe sei durch Messung mit einem geeichten elektronischen Gerät erzielt und die Zuordnung des Messergebnisses zu dem vom Beschuldigten gelenkten Fahrzeug sei durch das Zusammenwirken der zwei Strassenaufsichtsorgane im Zeitpunkt der Messung festgestellt worden. Für solche Geschwindigkeitsmessungen würden nur fachlich geschulte Exekutivbeamte eingesetzt. Die Messung habe nach Abzug der Messtoleranz eine Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit um 46 km/h ergeben. Die Vorinstanz führt dazu aus, die Sachverhaltsabklärung mittels Radarmessung entspreche im Wesentlichen auch dem für schweizerische Verhältnisse üblichen Vorgehen. Allfällige Einwände, die an den Grundfesten der Strafbarkeit rührten, hätte der Rekurrent rechtzeitig im Strafverfahren vorbringen müssen (angefochtener Entscheid, S. 5 ff. Ziff. 5b und c). 2.2 Der Beschwerdeführer beruft sich auf einen Sachverhaltsirrtum (Beschwerde, S. 4 f. Ziff. 4 und S. 11 ff. Ziff. 5 und 6). Auf Grund der örtlichen Situation habe er gemeint, sich nicht oder nicht mehr im Innerortsbereich zu befinden. Nach der Verzweigung Warth/Damüls folge die von ihm benützte Strasse zum Hochtannbergpass mehrere hundert Meter dem steil abfallenden Ufer der Bregenzer Ach. Weder links noch rechts befänden sich irgendwelche Häuser oder sonstige Gefahrenquellen. Anschliessend münde die Strasse in eine Galerie. 2.3 Soweit die mit Fotos dokumentierte Sachverhaltsdarstellung des Beschwerdeführers vom angefochtenen Entscheid abweicht, kann darauf nicht eingetreten werden (Art. 105 Abs. 2 OG). Im Übrigen sind seine Einwände abzuweisen. In der polizeilichen Einvernahme hatte der Beschwerdeführer geltend gemacht, er hätte den Weg zum Hochtannbergpass gesucht und deshalb zu wenig auf die Geschwindigkeit geachtet. Später brachte er dann in einer schriftlichen Stellungnahme vor, die 50 km/h-Begrenzung offensichtlich übersehen zu haben. Weiter brachte er vor, er könne nicht glauben, dass er die zulässige Höchstgeschwindigkeit um 46 km/h überschritten habe. Seiner Ansicht nach fahre sein Motorrad gar nicht so schnell (Straferkenntnis, S. 2). Trotz seiner abweichenden Auffassung focht der Beschwerdeführer aber weder das Straferkenntnis noch das anschliessend über ihn verhängte österreichische Fahrverbot gerichtlich an, was er aber hätte tun müssen (BGE 121 II 214 E. 3a). Die verschiedenen Vorbringen des Beschwerdeführers sind zudem wenig glaubwürdig. Der Beschwerdeführer hatte auch nach eigenen Angaben vor der zu beurteilenden Geschwindigkeitsüberschreitung den Ortskern von Au durchfahren (Beschwerde, S. 3 Ziff. 1). Demnach war er sich im Klaren, dass Innerortsverhältnisse herrschten. An der Verzweigung Hochtannbergpass/Mellau befinden sich zahlreiche Wegweiser und weitere Signale. Wer bei einer solchen Situation den Weg sucht, beschleunigt sein Fahrzeug nicht auf fast 100 km/h - umso weniger, wenn er eine unbeleuchtete Galerie durchfahren muss. Schliesslich ergibt sich aus der vom Beschwerdeführer ins Recht gelegten Fotodokumentation ohne weiteres, dass die beiden bewohnten Dorfteile nur durch eine relativ kurze nicht bewohnte Strecke voneinander getrennt sind. Der Beschwerdeführer müsste darlegen, dass die Vorinstanz offensichtlich unrichtig einen Sachverhaltsirrtum verneint habe. Das ist nicht der Fall. Nach dem Gesagten hatte der Beschwerdeführer keine nachvollziehbaren Gründe, um annehmen zu können, er befinde sich bereits im Ausserortsbereich.