Citation: 7B_5/2023 E. 1.3

1.3. Den dargestellten Begründungsanforderungen genügt die Beschwerde nicht. Zwar macht die Beschwerdeführerin geltend, sie werde, sofern ein Strafverfahren eröffnet werde, selbstverständlich Zivilforderungen (Schadenersatz und Genugtuung) stellen. Ihre Persönlichkeit sei durch das eigenmächtige Vorgehen des Gutachters im Sinne von Art. 49 OR widerrechtlich verletzt worden. Worin diese widerrechtliche Verletzung ihrer Persönlichkeit liegen soll und welcher Schaden ihr tatsächlich aus der angeblich widerrechtlichen Handlung des Gutachters erwachsen sein soll, zeigt sie aber nicht ansatzweise auf. Daran ändert auch ihre Behauptung nichts, die Zivilforderung könne derzeit - nicht zuletzt auch deshalb - noch nicht beziffert werden, weil die Folgen der widerrechtlichen Handlungen des Gutachters noch nicht abschliessend feststünden. Das Verfahren wirke sich aber auf jeden Fall auf Zivilansprüche aus, denn falls kein Verfahren eröffnet werde, könne sie auch keine Zivilansprüche geltend machen. Wie das Bundesgericht im die Beschwerdeführerin betreffenden Urteil 1B_460/2022 vom 24. November 2022 in E. 2.3.2 bereits festhielt, ist fraglich, inwiefern die Beschwerdeführerin durch die dem Gutachter vorgeworfene Verletzung des Berufs- und Amtsgeheimnisses tatsächlich einen Schaden erlitten haben soll. Ebenso wenig ist ersichtlich, inwiefern die Schwere einer allfälligen Verletzung der Persönlichkeit eine Genugtuung rechtfertigen sollte. Die Beschwerdeführerin hätte vor Bundesgericht darlegen müssen, weshalb sie welche Zivilforderung erheben will. Ihr Einwand, wonach die Zivilforderung derzeit noch nicht beziffert werden könne, weil die Folgen der widerrechtlichen Handlungen noch nicht abschliessend feststehen, entbindet sie nicht davon, zumindest in gedrängter Form darzulegen, inwiefern ihr tatsächlich ein Schaden erwachsen sein soll bzw. eine derart schwere Verletzung der Persönlichkeit vorliegen soll, die eine Genugtuung rechtfertigen würde. Indem sie es unterlässt, den erlittenen Schaden zu substanziieren oder zumindest zu umreissen, geschweige den zu beziffern, vermag sie den strengen Anforderungen, die das Bundesgericht an die Begründung der Legitimation stellt (vgl. E. 1.2 hiervor), nicht nachzukommen. Die Beschwerdeführerin wäre verpflichtet gewesen, allfällige (medizinische) Belege einzureichen und - zumindest in groben Zügen - den Zusammenhang zwischen der anbegehrten strafrechtlichen Untersuchung und den zivilrechtlichen Schadenersatz- und Genugtuugsansprüchen darzulegen. Die Kausalität zwischen dem angeblich strafbaren Verhalten - der mutmasslichen Verletzung des Amtsgeheimnisses durch den Gutachter, indem dieser Dritte informiert habe, dass gegen die Beschwerdeführerin ein Strafverfahren am Laufen sei und in diesem Rahmen eine psychiatrische Begutachtung durchgeführt werde - und einem möglichen Schaden erhellt nicht ohne Weiteres. Nähere Ausführungen dazu wären unabdingbar gewesen. Nach dem Gesagten behauptet die Beschwerdeführerin mit ihren knappen Ausführungen die Anspruchsvoraussetzungen ihrer angeblichen Zivilforderungen nicht schlüssig und konkretisiert diese nicht hinreichend. Auf die Beschwerde ist folglich nicht einzutreten.