Citation: 5A_44/2023 E. 4.4

4.4. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin ist es daher für den Tatbestand von Art. 34 Abs. 3 OR nicht rechtserheblich, ob die Beschwerdeführerin selber oder (bloss) ihr Vertreter C.________ durch Vorlage der Vollmachtsurkunde dem Beschwerdegegner das Bestehen der Vollmacht mitgeteilt hat. Folglich vermag die Beschwerdeführerin mit ihren Ausführungen auch nicht aufzuzeigen, dass die Vorinstanz in Willkür verfallen ist, wenn sie das Vorliegen einer Vollmachtskundgabe im Sinne von Art. 34 Abs. 3 OR nicht in Zweifel gezogen hat. Damit bleibt es dabei, dass es der Beschwerdeführerin oblegen hätte, die Gutglaubensvermutung nach Art. 3 ZGB umzustossen (vgl. WATTER, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht, Bd. I, 7. Aufl. 2020, N. 14 zu Art. 34 OR), wozu die Beschwerdeführerin nach den unbestrittenen vorinstanzlichen Feststellungen indes nichts vorgebracht hat.