Citation: 4A_626/2024 E. 3.1

3.1. Sie bringt vor, das Schiedsgericht habe Art. 6.12 Abs. 2 der Versicherungspolice widersprüchlich angewendet. Sie habe im Schiedsverfahren geltend gemacht, dass die Widerklage im Betrag von Fr. 1'536'637.70 verjährt sei. Als Begründung habe sie angeführt, dass sich die Verjährung für den vorliegend relevanten Rückerstattungsanspruch nach den Vorschriften über die ungerechtfertigte Bereicherung, konkret aArt. 67 Abs. 1 OR (gemäss Fassung vor dem 1. Januar 2020) richte, da die Beschwerdegegnerin über keinen vertraglichen Anspruch verfüge. Das Schiedsgericht sei dagegen zum Schluss gekommen, dass die Beschwerdegegnerin berechtigt sei, die bezahlten Rechtsverteidigungskosten gestützt auf eine vertragliche Rechtsgrundlage, nämlich Art. 6.12 Abs. 2 der Police, zurückzufordern und habe dabei die von der Beschwerdeführerin erhobene Verjährungseinrede verworfen. Damit habe es seine eigenen Feststellungen zu Art. 6.12 der Police ignoriert, die es zuvor in Rz. 317 f. des Schiedsspruchs aufgestellt habe, nämlich dass gestützt auf Art. 6.12 Rechtsverteidigungskosten erst nach Überschreiten des Selbstbehaltes zu bezahlen gewesen seien. Die rechtliche Würdigung leide daher an unauflösbaren Widersprüchen und sei im Ergebnis willkürlich.