Citation: 8C_144/2023 E. 4.1

4.1. Wie bereits die Suva, gelangte auch das kantonale Gericht im Rahmen einer umfassenden Würdigung der Akten zum Ergebnis, der Beschwerdeführer habe in der Unfallmeldung vom 9. Januar 2020 absichtlich falsche Angaben zu seinem Lohn gemacht. Hierfür verwies es auf die zahlreichen Unstimmigkeiten und Widersprüche in den Angaben und Unterlagen, welche der Beschwerdeführer, seine Lebenspartnerin F.________ als Gesellschafterin und Geschäftsführerin der B.________ GmbH sowie G.________ als zweiter Geschäftsführer und Treuhänder der Gesellschaft bei verschiedenen Ämtern und Versicherungen eingereicht bzw. getätigt hatten. Neben dem Monatslohn von Fr. 6'200.- brutto zzgl. einer Gratifikation von Fr. 516.-, welcher in der Unfallmeldung vom 9. Januar 2020 geltend gemacht wurde, würden die insgesamt sieben unterschiedlichen Lohnangaben für das Jahr 2019 von Fr. 0.- (gegenüber der Steuerverwaltung) bis zu Fr. 6'500.- brutto zzgl. 13. Monatslohn (gemäss einem auf den 26. Dezember 2018 datierten Arbeitsvertrag) reichen. Auch die behaupteten effektiven Lohnzahlungen - einerseits Barbezüge direkt vom Geschäftskonto der Arbeitgeberin, andererseits vom Beschwerdeführer vereinnahmte Barzahlungen der Kunden der B.________ GmbH - erachtete die Vorinstanz angesichts verschiedener Inkonsistenzen und mangels eines Buchhaltungsabschlussses für nicht nachvollziehbar. Nach der Darlegung weiterer Ungereimtheiten, etwa betreffend die behaupteten Arbeitsstunden des Beschwerdeführers und die Abrechnungen der Arbeitgeberin, hielt sie fest, unter diesen Umständen sei es insgesamt nicht möglich, seinen Lohn nachträglich festzustellen. Insbesondere unter Berücksichtigung der Aussagen des Beschwerdeführers und des G.________, wonach ersterer "einfach vom Konto bar bezogen habe, was er benötigt habe", dränge sich die Vermutung auf, dass der tatsächliche Geldbezug resp. der effektive Lohn auch ihnen selber nicht bekannt gewesen sei. Insgesamt liessen die aktenkundigen Dokumente keinen Schluss auf die Richtigkeit des gegenüber der Suva geltend gemachten Lohns von Fr. 6'500.- zu; vielmehr entspreche dieser nicht dem tatsächlichen Gehalt.