Citation: 6B_699/2018 E. 5.4.2

5.4.2. Schliesslich verletzt die Vorinstanz auch kein Bundesrecht, soweit sie die Voraussetzungen für den bedingten Strafvollzug als nicht erfüllt erachtet. Sie hat sämtliche prognoserelevanten Umstände einer einlässlichen Würdigung unterzogen und nachvollziehbar dargelegt, aus welchen Gründen sie zum Schluss gelangt ist, dass dem Beschwerdeführer eine ungünstige Legalprognose gestellt werden muss. Was der Beschwerdeführer hiegegen einwendet, führt zu keinem anderen Ergebnis. Dass der erste Vorfall mittlerweile über acht Jahre zurückliegt, spricht für sich allein nicht gegen die Verweigerung des bedingten Strafvollzuges, zumal im Oktober 2012 eine Verurteilung wegen Sachbeschädigung erfolgte und der Beschwerdeführer auch wegen der Beteiligung an der Störaktion gegen den "Marsch fürs Läbe" im Jahr 2013 und dabei im Wesentlichen wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte schuldig gesprochen wurde. Die Schlechtprognose ergibt sich aus der Würdigung sämtlicher Vorfälle. Dabei legt die Vorinstanz zu Recht besonderes Gewicht auf den Umstand, dass sämtliche Straftaten im Zusammenhang mit seiner Verwurzelung in einem gewaltaffinen Umfeld stehen und stets im Rahmen gewalttätiger Zusammenrottungen stattfanden. Aufgrund dessen nimmt die Vorinstanz mit zureichenden Gründen an, die vorgeworfenen Taten gegen Menschen und Sachen liessen auf eine Herabsetzung seiner Hemmschwelle schliessen. Zu Recht zieht die Vorinstanz in diesem Kontext auch mit ein, dass aus dem Strafregisterauszug vom 20. Februar 2018 zwei weitere hängige Verfahren gegen den Beschwerdeführer ersichtlich sind, welche wiederum Sachbeschädigungen und Gewalt gegen im Einsatz stehende Polizeibeamte betreffen. Dabei nimmt die Vorinstanz zu Recht an, die Unschuldsvermutung schliesse nicht aus, dass die weiteren Strafverfahren und deren Umstände als solche berücksichtigt werden dürften, soweit daraus gültige Schlüsse auf den Charakter des Täters und die Aussichten seiner Bewährung möglich seien (angefochtenes Urteil S. 34). Denn bei der Einschätzung des Rückfallrisikos ist ein möglichst umfassendes Bild der Täterpersönlichkeit unabdingbar. Dazu gehört im vorliegenden Fall auch der Umstand, dass der Beschwerdeführer sich nach wie vor in einer gewaltbereiten linksautonomen Szene bewegt, was mit seiner bisherigen Straffälligkeit in engem Zusammenhang steht. Insgesamt verletzt die Vorinstanz ihr Ermessen nicht, wenn sie zum Schluss gelangt, es bestünden keine hinreichenden Aussichten für eine Bewährung, und sie daher die Voraussetzung für die Gewährung des bedingten Strafvollzuges verneint. Dass der Beschwerdeführer mittlerweile als Plakatierer und Servicemitarbeiter im Stundenlohn arbeitet und im Hinblick auf eine berufliche Neuorientierung bei der IV einen Antrag auf Umschulung gestellt hat, führt, wie die Vorinstanz zu Recht annimmt (angefochtenes Urteil S. 35) nicht zu einer anderen Beurteilung. Die Beschwerde erweist sich insgesamt als unbegründet.