Citation: 1C_421/2023 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdeführenden erblicken eine Verletzung ihres Anspruchs auf Gewährung des rechtlichen Gehörs darin, dass die Vorinstanz sich zur Bestimmung des gewachsenen Terrains im angefochtenen Urteil wie schon die Baudirektion im Baubewilligungsverfahren auf das von der Beschwerdegegnerschaft eingereichte Gutachten I.________ und nicht auf ein behördliches Sachverständigengutachten im Sinn von §§ 93 ff. des kantonalen Gesetzes vom 3. Juli 1972 über die Verwaltungsrechtspflege (VRG/LU; SRL 40) abgestützt habe. Da kein solches behördliches Sachverständigengutachten eingeholt worden sei, sei ihnen die Möglichkeit entsprechender formeller und materieller Einwendungen verwehrt worden; somit seien insbesondere keine Äusserung zur Person des Gutachters und keine ergänzenden Fragen möglich gewesen. Der Nachführungsgeometer I.________ hat zum Verlauf des gewachsenen Terrains ein von der Beschwerdegegnerschaft nach Rücksprache mit der Baubewilligungsbehörde in Auftrag gegebenes Gutachten erstellt. Bezugnehmend auf entsprechende beschwerdeführerische Einwendungen hat er sodann zwei ergänzende Gutachten vom 16. Dezember 2020 und vom 8. März 2021 verfasst. Die Beschwerdeführenden reichten zum Verlauf des gewachsenen Terrains im Baubewilligungsverfahren ebenfalls ein Gutachten ein, welches von der K.________ AG erstellt worden war. Sodann erstellte im vorinstanzlichen Verfahren das Geoinformationszentrum der Stadt Luzern (GIS) ein vom 24. Juni 2022 datierendes Gutachten, welches ebenfalls den Verlauf des gewachsenen Terrains ermittelte. Es ist unter dem Blickwinkel von Art. 29 Abs. 2 BV nicht zu beanstanden, dass sich die Vorinstanz im vorliegend angefochtenen Urteil wie schon die Baudirektion unter anderem auf das Gutachten I.________ abstützt, bei welchem zwar das Vorbringen formeller (mit Bezug auf die begutachtende Person, vgl. § 93 Abs. 2 VRG/LU) und materieller Einwendungen (insbesondere Abänderungs- und Ergänzungsfragen, vgl. § 93 Abs. 3 VRG/LU) nicht gesetzlich vorgesehen ist, welches jedoch dementsprechend auch keinen erhöhten Beweiswert geniesst und in materieller Hinsicht substanziiert bestritten werden kann. Von dieser Möglichkeit haben die Beschwerdeführenden Gebrauch gemacht; sie konnten im Baubewilligungsverfahren insbesondere ihre Einwendungen geltend machen, zu welchen der Gutachter im Rahmen von zwei Ergänzungsgutachten Stellung nahm. Zudem haben die Beschwerdeführenden wie bereits erwähnt ein eigenes Parteigutachten erstellen lassen, welches von der Vorinstanz ebenfalls gewürdigt wurde. Der rechtlich relevante Sachverhalt ergab sich für die Vorinstanz wie schon für die Baudirektion in genügender Weise aus den vorhandenen Akten. Die Baudirektion und die Vorinstanz durften daher auf das Einholen eines behördlichen Sachverstängigengutachtens im Sinne von §§ 93 ff. VRG/LU ohne Willkür und ohne Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV verzichten. Daran ändert der Umstand nichts, dass die Vorinstanz in ihrem früheren Urteil vom 14. April 2020 erwog, es werde allenfalls die Einholung eines Sachverständigengutachtens in Erwägung zu ziehen sein, falls die Eruierung des gewachsenen Terrains aus den vorhandenen Plänen nicht möglich sein sollte.