Citation: 2C_562/2022 E. 4.4.1

4.4.1. Die Beschwerdeführer verweisen zunächst auf die aktenkundige Fachdokumentation "Schulweg" der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu). Demnach sind bei der Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln für Kindergartenkinder (4- bis 6-Jährige) in der Regel Begleitmassnahmen - wie die Betreuung und Beaufsichtigung während der Fahrt - notwendig (vgl. Beratungsstelle für Unfallverhütung [bfu], Schulweg, Leitfaden für die Schulwegplanung, 2021, S. 45). Bei der Fachdokumentation der Beratungsstelle handelt es sich allerdings um eine Empfehlung, der nicht der Charakter eines Rechtssatzes oder einer Weisung zukommt (vgl. BGE 136 II 539 E. 2.3). Die Empfehlungen sind unverbindlich, können aber dennoch Hinweise für die Beurteilung der Zumutbarkeit des Schulwegs liefern (vgl. auch Urteil 1C_121/2017 vom 18. Juli 2017 E. 3.5.3). Die Vorinstanz setzt sich in ihren Erwägungen nicht unmittelbar mit der (aktenkundigen) Empfehlung der Beratungsstelle auseinander. Indessen stützt sie sich auf das Protokoll des Augenscheins vom 24. August 2021 und erwägt, der öffentliche Busverkehr in der vorliegenden Bergtalregion sei vergleichsweise einfach und überschaubar organisiert, sodass die Haltestellen sowohl beim Abfahrts- als auch beim Zielort fahrplanmässig angefahren würden und die beschwerdeführende Tochter nicht umsteigen müsse (vgl. E. 6.5 des angefochtenen Urteils). Damit weicht die Vorinstanz nicht in unhaltbarer Weise von der Empfehlung ab, zumal die Busfahrerinnen und -fahrer über den Transport von Kindergartenkindern mehrfach orientiert und klar instruiert wurden (vgl. Bst. A hiervor).