Citation: 6B_25/2017 E. 1.1

1.1. Die Beschwerdeführerin wendet sich gegen den Schuldspruch des gewerbsmässigen Betrugs zum Nachteil von C.________. Sie rügt, entgegen der Auffassung der Vorinstanz habe zwischen ihnen kein Vertrauensverhältnis bestanden. Sie hätten sich nur ab und zu getroffen, wenn sie ihrer Mutter bei der Arbeit geholfen habe. Sie hätten sich nicht geduzt. Sodann liege aufgrund der Opfermitverantwortung von C.________ keine Arglist vor. Weil die Vorinstanz diese gleichwohl bejahe, verletze sie Art. 146 StGB und Art. 9 sowie Art. 29 BV. Für C.________ hätte sich aufgedrängt, nachzufragen, weshalb sie das erste Darlehen noch nicht zurückerhalten habe. Ausserdem hätte erwartet werden dürfen, dass sie beim zweiten Darlehen zumindest auf eine schriftliche Bestätigung bestehe. Beim dritten Darlehen hätte es ihr suspekt vorkommen und sie zu diesbezüglichen Fragen veranlassen müssen, dass die Mutter der Beschwerdeführerin in derartigen finanziellen Schwierigkeiten stecke, dass die Beschwerdeführerin deswegen sogar Geld stehle, zumal die Familie den Anschein von guten finanziellen Verhältnissen vermittelt habe. Es wäre zumutbar und angezeigt gewesen, nachzufragen, wofür das angeblich gestohlene Geld verwendet worden sei. Ohne grundlegendste Vorsichtsmassnahmen zu beachten, habe C.________ der Beschwerdeführerin und deren Eltern weitere Fr. 20'000.-- ausgehändigt. Beim vierten Darlehen sei zu bedenken, dass C.________ angesichts ihrer Lebenserfahrung die Tatsache, dass für notwendige Operationen in aller Regel die Krankenversicherung aufkomme, bekannt sei. Vor dem Hintergrund der bereits gewährten Darlehen (bis dahin Fr. 31'000.--) und dem Umstand, dass noch nichts zurückbezahlt worden sei, wäre es für C.________ zumutbar gewesen, die ganze Situation in Frage zu stellen. Spätestens da hätte sie stutzig werden und zumindest ihre in Geldangelegenheiten versierte Nichte oder sonstige Bekannte kontaktieren und um Rat fragen müssen. Als C.________ Fr. 5'000.-- für angeblich zu bezahlende Gesundheitskosten übergeben habe, habe sie bereits vier Darlehen in der Höhe von insgesamt Fr. 91'000.-- gewährt, ohne etwas davon zurück erhalten zu haben und ohne die Gründe für diese Darlehen zu hinterfragen, ohne Abklärungen getroffen oder zumindest eine Vertrauensperson konsultiert zu haben. Ein solches Verhalten sei derart fahrlässig, dass spätestens nach dem zweiten Darlehen eine Opfermitverantwortung vorliege, welche ein arglistiges Handeln der Beschwerdeführerin ausschliesse (Beschwerde S. 4-9).