Citation: 6B_1439/2021 E. 3.1

3.1. Er rügt zusammengefasst, aufgrund des unbewussten Besitzes und Versandes einer einzigen Datei und der ausgefällten Strafe sei von einem Bagatellfall auszugehen. Es sei nicht nur störend, sondern ungerecht, stossend und für den Beschwerdeführer in keiner Weise nachvollziehbar, dass dieser Bagatellfall zu einer Landesverweisung führen solle. Das Fehlen einer Bagatellklausel bei der Landesverweisung stelle ein gesetzgeberisches Versehen bzw. eine Gesetzeslücke dar, die der Gesetzgeber korrigieren werde. Es sei davon auszugehen, dass versehentlich keine Bagatellklausel ins Gesetz eingefügt worden sei. Weiter führt der Beschwerdeführer aus, ungeachtet dessen sei von einem persönlichen Härtefall i.S.v. Art. 66a Abs. 2 StGB auszugehen, nachdem seine privaten Interessen am Verbleib in der Schweiz das öffentliche Interesse an seiner Landesverweisung überwiegen würden.