Citation: 6P.40/2004 08.07.2004 E. 4.2

4.2.1 In Bezug auf die übrigen angeklagten Versicherungsbetrüge stützen sich die kantonalen Instanzen auf die belastenden Aussagen des Cousins des Beschwerdeführers. Das Obergericht nimmt an, C.________ habe sich im Rahmen einer eidesstattlichen Erklärung vom 22. Oktober 2001 sechs strafbarer Handlungen bezichtigt (vgl. E. 2). Als Grund für seine Selbstanzeige habe er zu Protokoll gegeben, dass ihm der Beschwerdeführer immer wieder mit Geld ausgeholfen habe und er dadurch gewissermassen von jenem abhängig geworden sei. Er sei daher bereit gewesen, zum Teil zugunsten des Beschwerdeführers bei strafbaren Handlungen mitzumachen. Der Beschwerdeführer habe ihm immer wieder Kredit gewährt, weshalb er immer schlimmer in den Schlamassel geraten sei. Schliesslich habe er sich auf Grund des grossen Schuldendrucks entschlossen, für sich, seine Frau und seine Kinder Anzeige zu erstatten. Er habe mit seiner Vergangenheit aufräumen wollen. Das Obergericht führt weiter aus, der Cousin habe anlässlich des Strafverfahrens mehrfach anerkannt, dem Beschwerdeführer einen Betrag in der Höhe von Fr. 222'790.90 zu schulden. Das Obergericht erachtet die Bekundungen von C.________ als glaubhaft. Dass er sich nur deshalb selbst angezeigt habe, um sich von den Schulden freizukaufen, sei nicht nachvollziehbar. Es sei auch nicht glaubhaft, dass C.________ mit seiner Selbstanzeige und der damit verbundenen Bezichtigung des Beschwerdeführers bloss habe Rachegefühle ausleben wollen. Insgesamt seien keine stichhaltigen Gründe ersichtlich, weshalb C.________ den Beschwerdeführer und damit auch sich selber zu Unrecht hätte belasten sollen. Seine Aussagen könnten daher nur als dessen Versuch interpretiert werden, endlich einen Strich unter die Angelegenheit und die Vergangenheit ziehen zu können. 4.2.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, er werde von seinem Cousin falsch angeschuldigt. Durch seine Falschbezichtigungen habe jener ihn bei dessen Eltern derart angeschwärzt, dass sie ihren Bauernhof nicht wie ursprünglich geplant, ihm und dem Cousin gemeinsam, sondern C.________ allein übertragen hätten. Der Beschwerdeführer beschränkt sich in diesem Zusammenhang darauf, seine Sicht der Dinge darzulegen und die im kantonalen Verfahren vorgebrachten Einwände noch einmal zu erheben. Damit erschöpfen sich seine Ausführungen in einer appellatorischen Kritik am angefochtenen Urteil. Es mag zutreffen, dass eine Würdigung der Beweise, wie sie der Beschwerdeführer als richtig ansieht, ebenso in Betracht gezogen werden könnte oder gar vorzuziehen wäre, doch genügt dies praxisgemäss nicht, um Willkür darzutun (BGE 127 I 54 E. 2b, mit Hinweisen). Es ist daher auch nicht unhaltbar, wenn das Obergericht davon abgesehen hat, in diesem Punkt die beantragten Zeugen einzuvernehmen. Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör oder des Grundsatzes "in dubio pro reo" ist nicht ersichtlich. 4.3 Soweit das Obergericht ohne Willkür auf die belastenden Aussagen von C.________ abstellen durfte, erweisen sich auch die weiteren Rügen des Beschwerdeführers als unbegründet. 4.3.1 So verfällt das Obergericht im Anklagepunkt 2.3 nicht in Willkür, wenn es angesichts des Umstands, dass die Tatbegehung rund zehn Jahre zurückliegt, annimmt, der Aussage des vor erster Instanz als Zeugen befragten D.________ komme gegenüber der Darstellung von E.________, der in der Tatnacht die Polizei avisiert hatte und unmittelbar nach dem Diebstahl vernommen wurde, geringeres Gewicht zu. Ausserdem stimmt die Schilderung von E.________ mit derjenigen von C.________ überein. Von daher durfte das Obergericht auch ohne Willkür auf die Ladung von F.________ als Zeuge verzichten. 4.3.2 Dasselbe gilt auch hinsichtlich des Anklagepunktes 2.4, in welchem dem Beschwerdeführer die Vortäuschung eines Hagelschadens vorgeworfen wird, und hinsichtlich des Anklagepunktes 2.5, der die Beschädigung des Neuwagens Ford Mondeo betrifft. Was der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang vorbringt, ist ebenfalls nicht geeignet, Willkür darzutun. Selbst wenn man in der Anklageziffer 2.5 vom gesamthaft erzielten Erlös aus dem Verkauf des Unfallwagens nach Bratislava und der Versicherungsleistung die WUST abziehen würde, ergäbe sich für den Beschwerdeführer jedenfalls kein Verlustgeschäft. Es kann hier ohne weiteres auf die zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Urteil verwiesen werden.