Citation: P 15/05 30.09.2005 E. 1

Streitig und zu prüfen ist einzig, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf Nachzahlung der Ergänzungsleistung von Fr. 2'554.- für die Zeit vom 1. Dezember 2003 bis 31. Mai 2004 hat. 1.1 Die Vorinstanz hat die hier anwendbaren Bestimmungen zur Revision der jährlichen Ergänzungsleistung (Art. 17 Abs. 2 ATSG; Art. 25 Abs. 1 ELV), insbesondere bei Eintritt einer voraussichtlich längere Zeit dauernden Erhöhung der vom ELG anerkannten Ausgaben (Art. 25 Abs. 1 lit. c ELV), sowie zum Zeitpunkt, auf welchen die jährliche Ergänzungsleistung diesfalls neu zu verfügen ist (Art. 25 Abs. 2 lit. b ELV), zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. Zu wiederholen ist, dass in Ziff. 4021 der Wegleitung über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV (WEL) des BSV für die Geltendmachung gewisser Sachverhaltsänderungen (Heimeintritt, Änderung der Heimtaxe, Pflegestufe oder Krankenversicherungsleistung) in Abweichung von Art. 24 Abs. 1 und 25 Abs. 2 lit. b ELV keine unverzügliche Meldepflicht verlangt, sondern eine Frist von sechs Monaten gesetzt wird. 1.2 Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung vorher nicht möglich war (vgl. zu der vor In-Kraft-Treten des ATSG am 1. Januar 2003 erfolgten Rechtsprechung BGE 127 V 469 Erw. 2c mit Hinweisen). Die prozessuale Revision dient der Korrektur der anfänglich fehlerhaften tatsächlichen Entscheidungsgrundlagen und bezweckt die Verwirklichung des materiellen Rechts (BGE 115 V 313 Erw. 4a/aa mit Hinweis). Prozessualrevisionsrechtlich erheblich sind nur Tatsachen und Beweismittel, welche zur Zeit der rechtskräftigen Entscheidung schon bestanden haben und welche die Partei aus nicht von ihr zu vertretenden Gründen nicht in das frühere Verfahren einbringen konnte (BGE 112 V 371 Erw. 2a, 110 V 393 ff. Erw. 2a).