Citation: 4A_472/2018 E. 6.2

6.2. Mit diesen Vorbringen zieht der Beschwerdeführer in Zweifel, dass die Voraussetzungen für eine fristlose Kündigung nach Art. 418r OR gegeben waren. Das ist eine Frage, die das Agenturverhältnis betrifft. Auch wenn derselbe Versicherungsvertrag bei einer Drittversicherung abgeschlossen worden wäre, stünden dem Beschwerdeführer als Betriebsinhaber diesfalls keine Ansprüche auf Nachleistung gegenüber der Versicherung zu, sondern er müsste gestützt auf den Agenturvertrag allfällige Ansprüche (Art. 418r Abs. 2 i.V.m. Art. 337c) gegenüber seinen Vertragspartnern im Agenturvertrag geltend machen. Dass er die Versicherung bei einer Partei des Agenturvertrages abgeschlossen hat, ändert daran nichts. Mit seinen Ausführungen zieht der Beschwerdeführer nicht in Zweifel, dass die "massiven Beleidigungen" und "Drohungen" (und damit nicht die Kürzung der Versicherungsleistungen) den Grund der fristlosen Kündigung bildeten. Er bestreitet lediglich, dass dieser Grund eine fristlose Auflösung zu rechtfertigen vermag. Zur ordentlichen Kündigung wird keine explizite Stellung bezogen. Aus den Vorbringen ergibt sich nicht, der eigentliche Grund der Kündigung sei die Verkürzung der Ansprüche gewesen, die dem Beschwerdeführer aus dem Versicherungsvertrag zustehen. Damit war über diese Frage mangels hinreichend substanziierter Bestreitung seitens des Beschwerdeführers kein Beweis abzunehmen, denn eine hinreichende substanziierte Bestreitung lässt die Gegenpartei erkennen, welche ihrer Behauptungen sie weiter zu substanziieren und schliesslich zu beweisen hat (Urteil des Bundesgerichts 4A_9/2018 vom 31. Oktober 2018 E. 2.3 mit Hinweisen).