Citation: 6P.146/2004 11.10.2005 E. 1

Der Beschwerdeführer rügt eine willkürliche Beweiswürdigung und die Verletzung des Grundsatzes der Unschuldsvermutung als Beweiswürdigungsregel im Zusammenhang mit seiner Verurteilung wegen Gehilfenschaft zu ungetreuer Geschäftsführung bzw. ungetreuer Geschäftsbesorgung. Er macht im Wesentlichen geltend, den Verwaltungsräten, Aktionären und Revisionsstellen der Alpentherme und der HBG seien die Bezüge von X.________ bekannt gewesen. Die gegenteilige Feststellung durch das Kantonsgericht sei willkürlich und verletze den Grundsatz der Unschuldsvermutung (Beschwerde, S. 11-17). Zudem habe das Kantonsgericht den Grundsatz der "reformatio in peius" verletzt, indem es ihn auch für die Bezüge zu Lasten der Alpentherme im Jahre 1998 verurteilt habe, obschon der Schuldspruch der ersten Instanz nur die Jahre 1991 bis 1997 betroffen habe (Beschwerde, S. 12 Ziff. 2.5). Schliesslich sei die Annahme des Kantonsgerichts willkürlich, der Beschwerdeführer habe in Bezug auf beide Gesellschaften gewusst, dass er X.________ mehr als die vom Verwaltungsrat festgesetzten Honorare und Spesen ausbezahlt und dessen Bereicherung sowie eine Schädigung der Gesellschaften in Kauf genommen habe (Beschwerde, S. 12 Ziff. 2.6). 1.1 Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss eine staatsrechtliche Beschwerde die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Erlass oder Entscheid verletzt worden sind. Im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde prüft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen. Auf ungenügend begründete Rügen und bloss allgemein gehaltene, rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 129 IV 113 E. 2.1 mit Hinweisen). Den gesetzlichen Begründungsanforderungen wird nicht Genüge getan, wenn der Beschwerdeführer im Rahmen pauschaler Vorbringen einfach behauptet, der angefochtene Entscheid sei verfassungswidrig, und seine Sicht der Dinge derjenigen der letzten kantonalen Instanz gegenüberstellt; vielmehr muss in Auseinandersetzung mit der Begründung des angefochtenen Entscheids dargetan werden, inwiefern dieser nicht nur in der Begründung sondern auch im Ergebnis gegen ein konkretes verfassungsmässiges Recht verstossen soll (grundlegend: BGE 110 Ia 1 E. 2a; 125 I 492 E. 1b S. 495, mit Hinweisen; vgl. ferner BGE 127 I 38 E. 3c und 4 S. 43 mit weiteren Hinweisen). Gemäss Art. 9 BV hat jede Person Anspruch darauf, von den staatlichen Organen ohne Willkür behandelt zu werden. Willkürlich ist ein Entscheid nicht schon, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre, sondern erst, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, zur tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Willkür liegt nur vor, wenn nicht bloss die Begründung eines Entscheides, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (BGE 127 I 54 E. 2b S. 56; 123 I 1 E. 4a S. 5, je mit Hinweisen). Als Beweiswürdigungsregel besagt der in Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK verankerte Grundsatz "in dubio pro reo", dass sich der Sachrichter nicht von der Existenz eines für den Angeklagten ungünstigen Sachverhalts überzeugt erklären darf, wenn bei objektiver Betrachtung erhebliche und nicht zu unterdrückende Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt so verwirklicht hat. Inwiefern dieser Grundsatz verletzt ist, prüft das Bundesgericht unter dem Gesichtspunkt der Willkür, d.h. es greift nur ein, wenn der Sachrichter den Angeklagten verurteilte, obgleich bei objektiver Würdigung des Beweisergebnisses offensichtlich erhebliche bzw. schlechterdings nicht zu unterdrückende Zweifel an dessen Schuld fortbestanden (BGE 127 I 38 E. 2 und 4 mit Hinweisen). 1.2 Das Kantonsgericht listet im angefochtenen Urteil die von X.________ in den genannten Jahren bezogenen Entschädigungen auf. Der Beschwerdeführer zieht diese Berechnung nicht in Zweifel. Es ist auf sie abzustellen. 1.3 Ob die Verwaltungsräte der Alpentherme und der HBG die Jahresrechnungen genehmigten, aber über die Höhe der Bezüge von X.________ getäuscht wurden, sind Tatfragen, die im Rahmen der staatsrechtlichen Beschwerde dem Bundesgericht zur Prüfung vorgelegt werden können. Rechtsfrage und damit der Nichtigkeitsbeschwerde vorbehalten ist hingegen, ob die formell erfolgten Genehmigungen der Jahresrechnungen rechtsgültig waren. Sofern sich der Beschwerdeführer dagegen wenden wollte, wäre auf die Beschwerde nicht einzutreten. 1.4 Soweit der Beschwerdeführer einwendet, das Kantonsgericht habe zu Unrecht eine Schädigung der Alpentherme (bzw. der HBG) durch die überhöhten Bezüge X.________s bejaht (Beschwerde, S.10,15), legt er nicht dar, inwiefern das Kantonsgericht eine Verfassungsnorm verletzt habe. Ob die Gesellschaften einen Vermögensschaden im Sinne von Art. 159 StGB a.F. bzw. Art. 158 StGB erlitten, ist im Übrigen eine Rechtsfrage, die im Rahmen der staatsrechtlichen Beschwerde nicht aufgeworfen werden kann. Auf die Rüge ist nicht einzutreten.