Citation: 1C_490/2017 E. 10.1

10.1. Das Kantonsgericht führte aus, Sanierungsmassnamen nach Art. 80 GSchG und solche nach Art. 39a bzw. 43a GSchG (betreffend Schwall/Sunk bzw. Geschiebehaushalt) müssten nicht zwingend zusammen angeordnet werden, was sich bereits aus den unterschiedlichen Sanierungsfristen ergebe (Art. 81 bzw. Art. 83a GSchG); sie könnten jedoch koordiniert und gemeinsam verfügt werden, wo dies sinnvoll erscheine oder zur Vermeidung entschädigungspflichtiger Eingriffe nötig sei. Dies entspricht der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 138 II 28 E. 2.7.3 S. 36) und der Literatur (ANNE-CHRISTINE FAVRE, in: Kommentar GSchG/WBG, N. 23 zu Art. 83a GSchG). Unter diesem Blickwinkel ist die kantonale Regelung mit unterschiedlichen Zuständigkeiten für die Restwassersanierung und die übrigen Sanierungen (vgl. Art. 38 und Abs. 1 von Art. 43 und 44 kGSchG) und einer Koordination durch den Staatsrat auf Stufe Sanierungsplanung (Abs. 2 von Art. 43 und 44 kGSchG) nicht grundsätzlich zu beanstanden.