Citation: 6B_772/2022 E. A

A.a. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis verurteilte A.________ mit Strafbefehl vom 5. Januar 2021 wegen Fahrens ohne Berechtigung zu einer unbedingten Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu je Fr. 85.-- und den Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 500.--. A.________ erhob gegen den Strafbefehl Einsprache. Die Staatsanwaltschaft nahm weitere Beweise ab und erhob Anklage beim Bezirksgericht Visp. A.b. Die Staatsanwaltschaft hält in der Anklageschrift vom 15. Juni 2021 fest, die Dienststelle für Strassenverkehr und Schifffahrt des Kantons Wallis (nachfolgend DSUS) habe am 22. November 2016 für den Zeitraum vom 22. Mai 2017 bis und mit am 21. August 2017 gegen A.________ einen Führerausweisentzug verfügt. Folglich habe A.________ während dieser Zeit in der Schweiz keine Motorfahrzeuge lenken dürfen, auch wenn er den Schweizer Führerausweis im April 2017 in Deutschland gegen einen deutschen Führerausweis eingetauscht hatte. Anlässlich der Einvernahme vom 19. August 2017 habe A.________ zu Protokoll gegeben, er sei sich über den Führerausweisentzug für diese Zeitspanne bewusst gewesen und der Entzug sei ihm auch entsprechend eröffnet worden. Trotzdem sei er mit einem Fahrzeug am 18. Juli 2017 zur DSUS in Visp gefahren um mitzuteilen, dass er mit dem Führerausweisentzug vom 22. November 2016 nicht einverstanden sei. Der Schalterbeamte B.________ habe den für das Dossier zuständigen C.________ in Sitten angerufen, welcher A.________ am Telefon explizit darauf hingewiesen habe, dass der Führerausweisentzug auch die Aberkennung ausländischer Führerausweise zur Folge habe. Damit sei A.________ nicht einverstanden gewesen. Er habe gegenüber B.________ erklärt, er sei mit dem Fahrzeug gekommen und werde mit diesem wieder wegfahren. B.________ habe A.________ erneut erklärt, dass er dies nicht dürfe. Trotzdem sei A.________ in sein Auto gestiegen und sei davongefahren.