Citation: 2C_396/2023 E. 6.5.1

6.5.1. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist bei der Prüfung der Integration einer ausländischen Person eine Gesamtbeurteilung der Umstände des Einzelfalls vorzunehmen (Urteil 2C_884/2022 vom 16. Januar 2024 E. 5.2 mit Hinweisen). Eine erfolgreiche Integration hat das Bundesgericht bisher beispielsweise in einem Fall verneint, in dem der Beschwerdeführer - obwohl sprachlich und sozial integriert sowie erwerbstätig - strafrechtlich in Erscheinung getreten (Verkehrsdelikte, Ausübung einer Erwerbstätigkeit ohne Bewilligung, illegale Einreise und illegaler Aufenthalt in der Schweiz) und hoch verschuldet war (offene Betreibungen von mehr als Fr. 100'000.-- und Verlustscheine über Fr. 23'000.--) und dessen Bemühungen zum Abbau der Schulden nicht erfolgreich und nachhaltig waren (Urteil 2C_145/2022 vom 6. April 2022 E. 6.4). Eine erfolgreiche Integration wurde ebenso verneint bei einem erwerbstätigen Beschwerdeführer mit offenen Betreibungen von über Fr. 10'000.--, drei Verurteilungen (Verkehrsdelikte, Beschäftigen von Ausländern ohne Bewilligung) und mangelhaften Deutschkenntnissen, der sich von der Sozialhilfe hatte ablösen und den Grossteil seiner Schulden hatte abbezahlen können (Urteil 2C_834/2022 vom 1. Juni 2023 E. 4.4).