Citation: 8C_151/2024 E. 6.2

6.2. Wenn die Vorinstanz feststellte, die Platzierung von A.________ im Kinderheim D.________ habe den ersten Schritt zur langfristigen Unterbringung dargestellt, lässt sich dies nicht beanstanden, zumal der Vorfall vom 15. Dezember 2000 zum sofortigen Ausschluss aus der Sprachheilschule C.________ führte und die Behörden zu einem ausserplanmässigen Handeln zwang, wie der Beschwerdegegner zutreffend einwendet. Entgegen der Rüge in der Beschwerde ist auch die Feststellung der Vorinstanz zum Abklärungsbedarf bei Eintritt ins Kinderheim D.________ widerspruchsfrei und haltbar. Sie hielt fest, es seien noch nicht alle Faktoren hinsichtlich Ort und Ausgestaltung der Platzierung geklärt gewesen, weitere Abklärungen vor der Platzierung im Schul- und Wohnzentrum E.________ seien aber nicht aktenkundig. Hieraus konnte die Vorinstanz willkürfrei schliessen, dass die Suche nach der geeigneten Institution zwar noch nicht abgeschlossen war - dementsprechend wurde im Bericht des SPD vom 21. Dezember 2021 auch vermerkt, dass die Situation von A.________ eine "Sonderschulung im Sinne einer Institution für verhaltensschwierige Kinder verlangt (ggf. Vollinternat) " -, jedoch bereits feststand, welche Institutionen als geeignet angesehen wurden. Dies gilt umso mehr, als im Schreiben der Einwohnergemeinde M.________/UR vom 26. Januar 2001 an die Schulpflege N.________/LU als geeignete Unterbringungs- und Betreuungsorte R.________/LU oder S.________/LU genannt wurden. Weitere (gutachtliche) Abklärungen, ob beispielsweise eine dauerhafte Fremdplatzierung indiziert war oder ob A.________ im bisherigen familiären Umfeld leben könnte (vgl. Urteil 8C_701/2013 vom 14. März 2014 E. 4.2 f.; RUTH SCHNYDER/PETER MÖSCH PAYOT, Der Unterstützungswohnsitz nach ZUG von der Geburt bis zur Volljährigkeit, in: Jusletter vom 14. November 2016, S. 12), standen jedoch nicht an, nachdem auch eine Überforderung der Mutter offensichtlich war. Ebenso wenig diente der Aufenthalt im Heim vorübergehenden therapeutischen Zwecken. Es ging demnach einzig noch um die Suche nach einer geeigneten Institution, die A.________ dauerhaft aufnehmen konnte (Schreiben des SPD vom 21. Dezember 2000, S. 4 und Schreiben der Einwohnergemeinde M.________/UR vom 26. Januar 2001.