Citation: 2C_880/2022 E. 3.2

3.2. Die Eheleute leben seit dem 30. Januar 2022 voneinander getrennt, weshalb der Beschwerdeführer sich zu Recht nicht auf Art. 42 Abs. 1 AIG beruft, um daraus ein Aufenthaltsrecht abzuleiten. Die Ehegemeinschaft hat vom 1. November 2019 bis zum 30. Januar 2022 und damit weniger als drei Jahre gedauert. Soweit sich der Beschwerdeführer auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG beruft, kann er aus dieser Bestimmung daher ebenfalls keine Rechte ableiten. Nicht massgebend ist, bis zu welchem Zeitpunkt die Ehe nach Beendigung des ehelichen Zusammenlebens formell noch weiter bestanden hat bzw. weiterbesteht (vgl. Urteile 2C_202/2018 vom 19. Juli 2019 E. 3.3; 2C_416/2009 vom 8. September 2009 E. 2.1.2. Eine (relevante) Ehegemeinschaft liegt vor, solange die eheliche Beziehung tatsächlich gelebt wird und ein gegenseitiger Ehewille besteht (BGE 138 II 229 E. 2). Dass die Ehe nach dem 30. Januar 2022 formell noch weiter bestanden hat, ändert daher nichts daran, dass der Beschwerdeführer kein Aufenthaltsrecht aus Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG ableiten kann.