Citation: 6B_79/2023 E. 1.5.2

1.5.2. Der Beschwerdeführer machte im Berufungsverfahren geltend, dass im Vorverfahren der Untersuchungsgrundsatz verletzt worden sei, weil nur die ihn belastenden Umstände untersucht worden seien. Die Vorinstanz verwirft diese Behauptung willkürfrei. Sie legt dar, dass die Akten neben den WhatsApp-Chatverläufen auch Befragungen diverser Familienangehöriger enthielten. Der Beschwerdeführer habe behauptet, seine Ehefrau und seine Schwägerin hätten ihn angegriffen, weil sie der Überzeugung gewesen seien, dass die Schwägerin am 6. Januar 2018 wegen eines Hinweises des Beschwerdeführers polizeilich kontrolliert worden sei. In diesem Zusammenhang seien keine vertieften Abklärungen zur Verbindung der Schwägerin zu Italien und Nizza, zu ihrem Beruf oder ihrem Ausgehverhalten notwendig gewesen. Entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers sei ein polizeilicher Wahrnehmungsbericht zur Kontrolle vom 6. Januar 2018 bei den Akten. Daraus folge, dass eine Kontrolle durchgeführt worden sei, weil den Polizeibeamten zwei Fahrzeuge auf dem Parkplatz eines Einkaufscenters und die darin befindliche Personen aufgefallen seien. Die Vorinstanz hält fest, auf ein Motiv für einen Angriff der Schwägerin auf den Beschwerdeführer sei ohnehin nicht näher einzugehen, denn es stehe fest, dass der Beschwerdeführer weder von seiner Ehefrau noch von seiner Schwägerin angegriffen worden sei. Die Vorinstanz zeigt sorgfältig auf, dass sich das vom Beschwerdeführer geschilderte Geschehen mit den Blutspuren auf den Messern nicht in Einklang bringen lässt. Auch aus den rechtsmedizinischen Gutachten schliesst die Vorinstanz überzeugend, dass kein Angriff der Frauen auf den Beschwerdeführer stattgefunden hat. Schliesslich verweist die Vorinstanz auf dessen teilweise lebensfremden Ausführungen zum Tatvorgang. Die Vorinstanz setzt sich auch mit dem Vorbringen des Beschwerdeführers auseinander, wonach er unter dem Einfluss enormer seelischer Belastung gehandelt habe. Sie hält fest, gemäss Gutachten lasse sich keine tiefe Erschütterung erkennen und es gebe auch keine Hinweise auf eine besondere Zuspitzung der affektiven Erregung vor der Tat.