Citation: 2C_789/2017 E. 1.2.1

1.2.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, dass ihm nach dem Tod seiner Gattin die Aufenthaltsbewilligung im Rahmen von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG ausgestellt worden sei. Danach besteht der Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung des Ehegatten nach Art. 43 AuG fort, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine erfolgreiche Integration dargetan ist. Es erscheint zweifelhaft, ob der Beschwerdeführer sich Jahre nach Erhalt der Bewilligung immer noch in vertretbarer Weise auf einen entsprechenden Rechtsanspruch berufen kann: Der Anspruch nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG steht im Zusammenhang mit der gescheiterten Ehe und verschafft in deren Folge bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen einen Anspruch darauf, im Land verbleiben zu dürfen, obwohl der Aufenthaltszweck des Familiennachzugs als erfüllt zu gelten hat (vgl. Art. 62 lit. d AuG). Im vorliegenden Fall verstarb die erste Gattin des Beschwerdeführers am 31. Juli 2007 und damit zu einem Zeitpunkt, in dem der Beschwerdeführer bereits im Hinblick auf seine finanzielle Situation und seine Straffälligkeit verwarnt und ihm die Niederlassungsbewilligung verweigert worden war (laufendes Strafverfahren, Verlustscheine in der Höhe von Fr. 52'000.--). Unter diesen Umständen konnte er bei der Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung kaum als "erfolgreich" integriert gelten, zumal seine Bewilligung über Jahre hinweg jeweils nur mit Auflagen verlängert wurde; schliesslich ist das Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer erst auf den 1. Januar 2008 in Kraft getreten. Die Frage, ob ein gesetzlicher Anspruch nach Art. 50 AuG auf die Bewilligung besteht, kann letztlich aber dahingestellt bleiben.