Citation: 1B_442/2022 E. 6.3

6.3. Die Vorinstanz hat bereits im Beschluss vom 5. Mai 2022 festgehalten, dass ein Hausarrest bei den Eltern der Beschwerdeführerin von vornherein ungeeignet sei, um die Kollusionsgefahr zu bannen; die befürchtete Kontaktaufnahme, insbesondere zu E.________ oder dessen Umfeld, könnte erst im Nachhinein und damit zu spät festgestellt werden. Im angefochtenen Beschluss hielt die Vorinstanz zudem fest, eine Kontaktaufnahme liesse sich angesichts der Vielzahl an diesbezüglichen Möglichkeiten nicht mit Sicherheit ausschliessen. Ein Hausarrest beim Bruder der Beschwerdeführerin, welcher in einen Loyalitätskonflikt geraten könnte, sei ebenfalls ungeeignet, um Kollusionshandlungen zu verhindern.