Citation: 5A_599/2018 E. 1

Der angefochtene Entscheid wurde am 4. Juni 2018 versandt und der Beschwerdeführerin ging am 5. Juni 2018 die Abholungseinladung mit Abholungsfrist bis 12. Juni 2018 zu. Nachdem sie die Sendung nicht abgeholt hatte und diese an das Obergericht zurückgegangen war, sandte jenes den Entscheid am 21. Juni 2018 orientierungshalber erneut und die Beschwerdeführerin nahm ihn am 22. Juni 2018 in Empfang. Massgeblich für die Zustellung des angefochtenen Entscheides war nicht etwa die zur blossen Orientierung dienende zweite, sondern die erste Sendung (vgl. BGE 120 III 3; FREI, Berner Kommentar, N. 19 zu Art. 138 ZPO; WEBER, Kurzkommentar ZPO, N. 7 zu Art. 138 ZPO), für welche die Beschwerdeführerin am 5. Juni 2018 eine Abholungseinladung erhielt. Die siebentägige Abholungsfrist lief somit am 12. Juni 2018 ab und der angefochtene Entscheid gilt an diesem Tag als zugestellt, weil sich die Beschwerdeführerin in einem Prozessrechtsverhältnis befand und deshalb mit der Zustellung des Beschwerdeentscheides rechnen musste (Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO; Art. 44 Abs. 2 BGG). Erfolgte die für die Auslösung der 30-tägigen Beschwerdefrist (Art. 100 Abs. 1 BGG) relevante Zustellung am 12. Juni 2018, so begann diese am 13. Juni 2018 zu laufen und endete am Donnerstag, 12. Juli 2018 (Art. 44 Abs. 1 BGG). Die erst am 17. Juli 2018 der Post übergebene Beschwerde ist somit verspätet.