Citation: 2C_562/2022 E. 4.1.1

4.1.1. Die Vorinstanz erwägt, im Kanton Graubünden hätten der Kanton und die Gemeinden dafür zu sorgen, dass Kinder und Jugendliche einen ihren Fähigkeiten entsprechenden Grundschulunterricht erhielten. Mit dieser in Art. 89 der Verfassung des Kantons Graubünden vom 18. Mai 2003 / 14. September 2003 (KV/GR; SR 131.226) verankerten Regelung werde das soziale Grundrecht von Art. 19 BV und die Verpflichtung von Art. 62 Abs. 1 und Abs. 2 BV aufgegriffen. Umgesetzt werde diese Bestimmung im Gesetz des Kantons Graubünden vom 21. März 2012 über die Volksschule (Schulgesetz, SchulG/GR; RB 421.000) und den zugehörigen Verordnungen (vgl. E. 3.4 des angefochtenen Urteils). Nach Art. 6 Abs. 1 SchulG/GR, so die Vorinstanz weiter, bestehe die Volksschule aus der Kindergartenstufe, der Primarstufe und der Sekundarstufe I. Der Schulbesuch sei auf der Primarstufe und auf der Sekundarstufe I obligatorisch (vgl. Art. 10 Abs. 2 SchulG/GR). Der Besuch des zwei Jahre dauernden Kindergartens sei freiwillig (vgl. Art. 7 Abs. 1 und Abs. 2 SchulG/GR). Die Schulträgerschaft könne den zweijährigen Kindergartenbesuch allerdings für fremdsprachige Kinder für obligatorisch erklären (vgl. Art. 7 Abs. 3 SchulG/GR), um deren (sprachliche) Integration zu fördern (vgl. E. 3.4 des angefochtenen Urteils).