Citation: 1C_490/2017 E. 2.4

2.4. Der Beschwerdeführerin ist zuzustimmen, dass Art. 19 Abs. 2 VVRG von Wortlaut und Systematik her nur das rechtliche Gehör im erstinstanzlichen Verfahren (hier: Sanierungsverfahren vor dem Staatsrat bzw. der DVER) betrifft, weshalb es naheliegt, auch die dort vorgesehene Verwirkungsfolge auf das Recht zur Akteneinsicht und zur Stellungnahme vor Erlass der erstinstanzlichen Verfügung zu beschränken. Dagegen regelt Art. 44 VVRG generell die Beschwerdelegitimation. Diese wird in Abs. 2 ausgeschlossen, wenn Personen, die in erster Instanz hätten handeln können, von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch gemacht haben. Nach dem Wortlaut dieser Bestimmung gilt sie für alle Verfahrensarten (und nicht nur für formelle Einspracheverfahren). Wie es sich damit verhält und welche Anforderungen an die Verfahrensteilnahme zu stellen sind, kann jedoch offenbleiben: