Citation: 6B_893/2016 E. 2.2

2.2. In rechtlicher Hinsicht macht der Beschwerdeführer geltend, er habe in keinem Auftrags- oder Mäkeleiverhältnis zu den Mitbeschuldigten X.________ und Z.________ gestanden. Er habe daher auch keine Verhaltensnorm verletzt, welche eine Kostenauflage gemäss Art. 426 Abs. 2 StPO begründen könnte. Bei den in Frage stehenden Transaktionen habe es sich um zwei hintereinander geschaltete Kaufverträge gehandelt. Die Stiftung E.________ resp. die Anstalt I.________ hätten die Wertschriften zunächst an den Anlagefonds D.________ verkauft und dieser habe sie hernach an den Endkunden weiterveräussert. Es habe keine Vermittlung des Kaufvertrages zwischen Stiftung E.________ und dem Endkunden gegeben. Die Annahme der Vorinstanz, die Bankinstitute hätten als unentgeltliche Mäkler gehandelt, widerspreche der Funktion der Banken im Effektenhandel. Banken handelten im Wertschriftenhandel nicht als Vermittler, sondern träten als Käufer in eigenem Namen auf fremde Rechnung auf. Im vorliegenden Fall hätten die Banken die Obligationen als Einkaufskommissionäre für ihre Kunden von der Depotbank des Anlagefonds D.________ gekauft. Die Anfrage an die Mitbeschuldigten X.________ und Z.________, ob ihre Bankinstitute Käufer für Anleihen hätten, sei als Einladung zur Offerte für den Abschluss eines Börsengeschäfts zu verstehen. Auf dieses Verhältnis sei nicht Auftragsrecht anwendbar. Zudem sei nicht nachvollziehbar, inwiefern er Art. 398 Abs. 2 OR verletzt haben solle. Diese Bestimmung richte sich an den Beauftragten. Die Vorinstanz unterstelle ihm aber, er sei Auftraggeber gewesen, so dass er Art. 398 Abs. 2 OR nicht verletzt haben könne (Beschwerde S. 15 ff.). Der Beschwerdeführer rügt weiter, Art. 11 Abs. 1 lit. c BEHG verpflichte nur Effektenhändler gegenüber ihren Kunden. Da er kein Effektenhändler sei, falle er nicht unter den Anwendungsbereich dieser Bestimmung. Auch die Bank A.________ AG, die Arbeitgeberin des Mitbeschuldigten X.________, habe bei der fraglichen Transaktion nicht dem BEHG unterstanden. Der Kauf der Obligation sei durch die Bank C.________ als Depotbank von Dr. B.________ erfolgt. Der Mitbeschuldigte X.________ habe lediglich die Kauforder von Dr. B.________ an die Depotbank übermittelt. Zudem sei es im Börsenhandel nicht üblich, der Gegenpartei den Namen des Kunden offenzulegen (Beschwerde S. 19 ff.). Der angefochtene Beschluss verletze sodann auch Bundesrecht, soweit die Vorinstanz die Kostenauflage mit einem gegen die guten Sitten gemäss Art. 41 Abs. 2 OR verstossenden Verhalten begründe. Einem nicht verurteilten Angeschuldigten dürften nicht wegen eines lediglich unter ethischen Gesichtspunkten vorwerfbaren Verhaltens Kosten überbunden werden. Die Vorinstanz lege zudem nicht dar, inwiefern sein Handeln sittenwidrig gewesen sein soll. Durch die Einladung zur Offerte für den Kauf der Obligationen ohne Nennung des dahinter stehenden Verkäufers habe er die Mitbeschuldigten X.________ und Z.________ oder deren Banken jedenfalls nicht zu einem Vertragsbruch verleitet (Beschwerde S. 19 ff.). Schliesslich sei auch die angebliche Verletzung von Art. 402 Abs. 2 OR weder nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge noch der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet gewesen, die Eröffnung des Strafverfahrens herbeizuführen. Insgesamt verletze die Vorinstanz mit der Kostenauflage die Unschuldsvermutung (Beschwerde S. 22 ff.).