Citation: 6B_889/2024 E. 1.2.3

1.2.3. Im Sinne einer Eventualerwägung nimmt die Vorinstanz schliesslich eine Interessenabwägung vor, wobei sie den öffentlichen Interessen an einer Landesverweisung den Vorzug gibt. Sie verweist auf die Verurteilung zu 7 Jahren Freiheitsstrafe wegen eines Kapitalverbrechens im vorliegenden Verfahren, eine Vorstrafe wegen eines Gewaltdelikts, den fehlenden sozialen Empfangsraum, die geringen Resozialisierungschancen und eine gewisse Rückfallgefahr. Insgesamt bestehe ein ganz erhebliches Interesse der Allgemeinheit am Schutz vor weiteren (Gewalt-) Delikten des Beschwerdeführers. Ausserdem sei er massiv verschuldet und viele Jahre von Sozialhilfe abhängig gewesen. Die Landesverweisung sei auch im Lichte der gesundheitlichen Situation des Beschwerdeführers verhältnismässig. Der Landesverweisung stünden keine völkerrechtlichen Vorgaben entgegen.