Citation: 5A_471/2015 E. 3

Der Beschwerdeführer wirft dem Obergericht eine Verletzung von Art. 152 und 157 ZPO vor. Worin genau die Verletzung von Bundesrecht bestehen soll, tut der Beschwerdeführer aber nicht dar. Falsch ist die Behauptung des Beschwerdeführers, das Obergericht sei aufgrund von bundesgerichtlich frei überprüfbaren Erfahrungssätzen zum Schluss gekommen, die schenkungsweise Übergabe der Bilder sei der Wille von D.A.________ gewesen; vielmehr ist das Obergericht aufgrund einer Würdigung von Beweisen (Aussagen der Beschwerdegegner; Aussagen der Zeugin F.________ sowie der Zeugen G.________ und H.________; Legat im Testament vom 11. November 2011; keine Bemerkungen des Erblassers über ein Abhandenkommen, solange er im Haus lebte) zum Schluss gekommen, die Beschwerdegegner hätten den ihnen obliegenden Beweis für die tatsächlichen Voraussetzungen einer Handschenkung erbracht. Was der Erblasser schliesslich am 5. Januar 2012 testierte sowie die tatsächlichen Schlüsse in Bezug auf seinen früheren Schenkungswillen betreffen ebenfalls die Beweiswürdigung und nicht die Normen von Art. 152 und 157 ZPO als solche. Die Ausführungen des Beschwerdeführers, er habe bei der Besprechung bei Notar I.________ am 5. Januar 2012 in Anwesenheit von D.A.________ thematisiert, dass bereits Bilder weggekommen seien und man diese nun zurückholen müsse, und D.A.________ habe dieser Darstellung nicht widersprochen bzw. nicht gesagt, dass er die Bilder den Beschwerdegegnern geschenkt habe, begründen keine angebliche Verletzung von Bundesrecht. Vielmehr geht es dabei um die Frage, ob aus diesen Ausführungen tatsächliche Schlüsse in Bezug auf den seinerzeitigen Schenkungswillen von D.A.________ gezogen werden können. Dazu hat das Obergericht Stellung bezogen und diesbezüglich wäre eine willkürliche Beweiswürdigung zu rügen. Gleiches gilt für die Ausführungen der Beschwerdegegner in der Beschwerdeantwort, wonach D.A.________ gemäss Zeugin F.________ am Morgen des 5. Januar 2012 zusammengebrochen und dann aufgrund einer notfallmässigen Einweisung durch den Hausarzt hospitalisiert worden sei, so dass er an diesem Tag sicher nicht in der Lage gewesen sei, dem Druck des Beschwerdeführers, ein Testament zu seinen Gunsten zu verfassen, oder dessen Behauptung, es seien unrechtmässig Bilder abhanden gekommen, Widerstand zu leisten. Ebenso wenig betrifft die weitere Behauptung des Beschwerdeführers, wenn D.A.________ die Bilder vorher hätte schenken wollen, hätte ein Testament am 5. Januar 2012 gar keinen Sinn gemacht, nicht die Auslegung von Art. 152 oder 157 ZPO. Im Übrigen hat das Obergericht auch diesbezüglich Stellung genommen, nämlich dahingehend, dass spätere testamentarische Anordnungen nicht auf die frühere Vornahme oder Nichtvornahme von Schenkungen zurückschliessen lassen und vollzogene Schenkungen im Fall eines späteren Bereuens auch nicht rückgängig machen könnten. Ebenso wenig steht es in einem Zusammenhang mit Art. 152 oder 157 ZPO, sondern vielmehr in demjenigen der Beweiswürdigung, aus welchen Gründen und wie stark das Obergericht jeweils auf die einzelnen Zeugenaussagen abgestellt hat; auch dies hat es im Übrigen detailliert begründet. Die Schlussfolgerung des Beschwerdeführers, es bestünden ernsthafte Zweifel an einer Handschenkung, betrifft ebenfalls die Beweiswürdigung und nicht die Auslegung von Bundesrecht. Weder tut der Beschwerdeführer dar, dass angebotene Beweismittel verweigert worden wären (so dass eine Verletzung von Art. 152 ZPO zu diskutieren wäre) noch dass sich das Obergericht unzulässige Beweisrestriktionen auferlegt hätte oder von einem falschen Beweismass ausgegangen wäre (so dass Art. 157 ZPO verletzt sein könnte).