Citation: 5A_185/2023 E. 3.3.2

3.3.2. Hinsichtlich der Schenkung des Fahrzeugs an den Beschwerdegegner beschränkt sich der Beschwerdeführer darauf, seine Würdigung an die Stelle der Würdigung durch das Kantonsgericht zu setzen. Inwieweit dieses dabei in Willkür verfallen sein soll, ist weder dargetan noch ersichtlich. Dass das Kantonsgericht die Aussagen der Zeugin nicht hätte berücksichtigen dürfen, behauptet der Beschwerdeführer zu Recht nicht. Er stellt auch nicht infrage, dass die Zeugin bloss über Tatsachen Zeugnis abgelegt hat, die sie unmittelbar wahrgenommen hat, und behauptet nicht, dass die Zeugin vor ihrer Einvernahme nicht zur Wahrheit ermahnt und auf die strafrechtlichen Folgen des falschen Zeugnisses hingewiesen wurde. Ebenso wenig hält er an der im kantonalen Verfahren noch vertretenen, vom Kantonsgericht verworfenen Auffassung fest, die Zeugin habe ein eigenes Interesse am Ausgang des Verfahrens. Vielmehr wirft der Beschwerdeführer dem Kantonsgericht vor, verkannt zu haben, "dass zwischen der Zeugin und dem Beschwerdegegner offensichtlich nach wie vor ein enormes Vertrauensverhältnis" bestehe. Es mag zwar sein, dass eine (fortbestehende) emotionale Verbundenheit und ein Vertrauensverhältnis den Beweiswert einer Zeugin, die mit einer Partei verheiratet war, zu mindern geeignet sind. Indes hat das Kantonsgericht weder eine emotionale Verbundenheit noch ein besonderes Vertrauensverhältnis zwischen dem Beschwerdegegner und seiner Ex-Frau festgestellt. Weshalb "offensichtlich nach wie vor ein enormes Vertrauensverhältnis" bestehen soll, erläutert der Beschwerdeführer denn auch nicht weiter; namentlich nennt er keine Umstände, aus welchen sich die von ihm behauptete Schlussfolgerung geradezu aufdrängen würde. Die Tatsache allein, dass ehemals verheiratete Personen zivilisiert miteinander umzugehen in der Lage sind, lässt die unterlassene Feststellung einer emotionalen Verbundenheit bzw. eines Vertrauensverhältnisses nicht offensichtlich unhaltbar erscheinen. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass die frühere Ehefrau des Beschwerdegegners anlässlich der Zeugenbefragung von ihrem "Mann" und nicht von ihrem "Ex-Mann" gesprochen hat. Weiter wendet der Beschwerdeführer ein, der Beschwerdegegner habe anlässlich seiner Einvernahme zugegeben, dass die Ex-Ehegatten vor der Befragung der Ex-Frau nicht nur zusammen telefoniert hätten, sondern er von ihrer Seite über die Befragung informiert worden sei. Der Beschwerdegegner habe ausgeführt: "Weiter haben wir nicht über den Fall gesprochen, dies war auch nicht nötig. Sie wusste, dass ich das Fahrzeug zurückhaben will." Im Rahmen der Befragung habe seine Ex-Frau sogar wortwörtlich ausgesagt: "Mein Mann hat mich nur kontaktiert und gesagt, ich solle bestätigen, dass ihm das Auto gehört, obwohl ich noch im Kfz-Schein stehe." Damit habe der Beschwerdegegner seiner Ex-Frau Anweisungen gegeben, wie sie auszusagen habe. Weshalb der Beweiswert der Aussage der Ex-Frau sinken soll, weil der Beschwerdegegner seitens der Ex-Frau über die (damals wohl noch bevorstehende) Befragung informiert worden ist (und nicht etwa umgekehrt), leuchtet von vornherein nicht ein. Die Aufforderung, die Ex-Frau solle bestätigen, dass das Auto ihm, dem Beschwerdegegner, gehöre, obwohl sie noch im Fahrzeugbrief stehe, geht zugestandenermassen in Richtung einer Anweisung. Indes behauptet der Beschwerdeführer nicht, der Beschwerdegegner habe seiner Ex-Frau auch vorgegeben, wie - nämlich durch Schenkung - er zum Eigentum am Fahrzeug gekommen sei. Diese Aussage hat die Ex-Frau von sich aus gemacht. Ausserdem hat das Kantonsgericht das Aussageverhalten der Zeugin insgesamt gewürdigt und daraus geschlossen, es gebe nichts, was gegen den Wahrheitsgehalt ihrer Aussagen spreche. Daher kann dem Kantonsgericht keine Willkür vorgeworfen werden, wenn es die Aussage der Zeugin, sie habe das Fahrzeug dem Beschwerdegegner geschenkt, für wahr gehalten hat. Sodann wirft der Beschwerdeführer dem Kantonsgericht vor, die "Interessenkonvergenz" und einen "Solidaritätsgeist" zwischen dem Beschwerdegegner und seiner Ex-Frau ausser Acht gelassen zu haben. Auch hier muss sich der Beschwerdeführer vorhalten lassen, nicht näher auszuführen, aufgrund welcher Tatsachen er seine Schlussfolgerungen zieht und das Kantonsgericht dieselben hätte ziehen müssen. Seine Einwendung, wonach die Tatsache, dass bis dato kein Kaufvertrag über den Lamborghini eingereicht worden sei, erheblich am Eigentum des Beschwerdegegners zweifeln lasse, läuft von vornherein ins Leere, zumal Beweisthema ist, ob das Eigentum durch Schenkung an diesen übergegangen ist. Mit Blick auf die sich hier stellende Frage nicht nachvollziehbar ist sodann die Bemerkung, es erscheine nicht glaubwürdig, dass der Beschwerdegegner einen nicht gerade preisgünstigen Lamborghini, welchem in der Regel erheblicher Liebhaberwert zukomme, über zehn Jahre für eine einfache Reparatur in der Schweiz habe stehen lassen und nicht einmal gewusst habe, ob die Ersatzteile geliefert worden seien und in welchem Zustand der Wagen überhaupt sei.