Citation: 4C.101/2002 08.08.2002 E. A

A.________ (Kläger) ist Mitglied der Baugenossenschaft X.________ (Beklagte). Diese wurde am 26. Februar 1947 mit dem statutarischen Zweck gegründet, ihren Mitgliedern gesunde und billige Wohnungen zu beschaffen (Art. 2 Gründungsstatuten). Nach Art. 3 der revidierten Statuten vom 25. August 1971 (Statuten 1971) steht die Mitgliedschaft in der Genossenschaft jeder mündigen Person offen. Der Eintritt ist an ein Eintrittsgeld geknüpft. Für den Entscheid über die Aufnahme ist der Vorstand zuständig. Dieser hielt seit der Genossenschaftsgründung die Praxis aufrecht, pro Wohnung nur einen Genossenschafter aufzunehmen und jeweils ein Pflichtdarlehen von Fr. 5'000.-- zu verlangen. An der Generalversammlung vom 1. März 2000 beschloss die Genossenschaft über eine Revision der Statuten. In Art. 6 Ziff. 1 Statuten wurde unter dem Titel "Mitgliedschaft" neu festgehalten, dass jede natürliche Person Mitglied werden kann, die mindestens einen Anteilschein in der Höhe von Fr. 1'000.-- erwirbt. Nach Art. 6 Ziff. 4 setzt das Mieten einer Genossenschaftswohnung den Beitritt von Mieterin und/oder Mieter zur Genossenschaft voraus. In diesem Zusammenhang legte der Vorstand der Generalversammlung am 3. Mai 2000 unter dem Titel "Konsultativabstimmung" die folgende Frage vor: "Wollt ihr, dass der Vorstand max. 2 Mieter/innen pro Wohnung auf deren Antrag hin als Genossenschafter/innen aufnimmt?" Ausser dem Kläger haben alle Genossenschafter der entsprechenden Praxisänderung zugestimmt.