Citation: 9C_532/2023 E. 7.1.5

7.1.5. Limitierungen zum Zweck der Wirtschaftlichkeitskontrolle, wie sie im vorliegenden Zusammenhang interessieren, legen die Vergütungsvoraussetzungen fest, die zu einem angemessenen Kosten-Nutzen-Verhältnis führen, indem beispielsweise ein (den Kosten angemessener) bestimmter Schweregrad einer Krankheit vorausgesetzt wird (PICECCHI, S. 163 Rz. 390). Sie können mithin insbesondere dann eingeführt werden, wenn ein Arzneimittel das Kriterium der Wirtschaftlichkeit nicht generell, sondern nur teilweise (z.B. für bestimmte Anwendungen) erfüllt, und stellen sicher, dass die Krankenkassen das entsprechende Arzneimittel nur vergüten müssen, soweit es als wirtschaftlich bezeichnet werden kann (KERSTIN NOËLLE VOKINGER/NOAH ROHNER, Preismodelle für Arzneimittel im Lichte rechtsstaatlicher und krankenversicherungsrechtlicher Prinzipien, in: recht 2024 S. 1 ff., 5 f.; BERNHARD RÜTSCHE/ANDREAS WILDI, Limitierung von Arzneimitteln im Krankenversicherungsrecht: Wo wird die Grenze zur Rationierung überschritten?, in: recht 2016 S. 199 ff., 206).