Citation: 8C_541/2019 E. 1.3

1.3. Gemäss insoweit unbestrittenem angefochtenem Entscheid steht fest, dass es dem Versicherten im Neuanmeldungsverfahren nicht gelungen ist, anhand der medizinischen Akten glaubhaft zu machen, dass sich der Invaliditätsgrad seit der letzten Verneinung eines Rentenanspruchs aufgrund einer massgeblichen Verschlechterung des Gesundheitszustandes in einer anspruchserheblichen Weise verändert hat. Mit Blick auf die unbestrittene Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sieht sich die Beschwerdeführerin durch den angefochtenen Rückweisungsentscheid - bundesrechtswidrig - dazu verpflichtet, entgegen BGE 141 V 585 die Praxisänderung gemäss BGE 143 V 409 und 418 als Neuanmeldungs- bzw. Revisionsgrund zu prüfen und demzufolge auf das Neuanmeldungsgesuch vom 27. März 2018 materiell einzutreten. In der verbindlichen Vorgabe des angefochtenen Rückweisungsentscheides, trotz fehlender Änderung der tatsächlichen Verhältnisse auf das Neuanmeldungsgesuch materiell eintreten zu müssen, liegt der nicht wiedergutzumachende Nachteil. Die Verwaltung wäre gezwungen, eine ihres Erachtens rechtswidrige Verfügung zu erlassen, während sie sich ausserstande sähe, ihren eigenen Rechtsakt anzufechten (vgl. BGE 140 V 282 und SVR 2016 IV Nr. 4 S. 11, 9C_703/2015 E. 5.1).