Citation: 5C.322/2001 09.07.2002 E. 8

8.- Der Richter kann die Rente frühestens mit Wirkung ab dem Datum der Klageeinleitung abändern. Aus wirtschaftlichen Gründen darf er aber auch einen späteren Zeitpunkt wählen (BGE 117 II 368 E. 4c/bb S. 371; 115 II 309 E. 3b S. 315; vgl. BGE 127 III 503 E. 3b/aa S. 505). Dabei entscheidet er nach Ermessen (BGE 5C.59/1996 vom 20. Mai 1996, E. 4). a) Den Antrag, eine allfällige Reduktion der Frauenrente erst auf den Zeitpunkt der Rechtskraft der bundesgerichtlichen Entscheidung über die Rentenregelung vorzunehmen, begründet die Beklagte mehrfach. Zum einen sei diesbezüglich gleich wie im Urteil des Obergerichts vom 16. Mai 1995 zu verfahren. Zum anderen habe sich der Kläger während des Verfahrens an die geltende Regelung zu halten, und sie sei auf die ungeschmälerte Rente angewiesen. Der Kläger verlangt, es sei auf den 1. Juli 1999 abzustellen, weil der Zeitpunkt der Einreichung der Klage massgebend sei. b) Inwiefern das Obergericht seinen grossen Ermessensspielraum unter Verletzung von Bundesrecht (z.B. BGE 126 III 223 E. 4a S. 227 f.) genutzt hat, wird von den Parteien weder begründet (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG) noch ist es ersichtlich: Die Vorinstanz hat die Reduktion der Rentenpflicht ab dem 1. Mai 2001 nämlich damit begründet, ausschlaggebend für die Verminderung des klägerischen Einkommens sei gewesen, dass die von der Versicherung Y.________ ausgerichtete Rente in der Höhe von Fr. 19'200.-- im Jahr per 31. April 2001 weggefallen sei (E. 3b und 4 S. 12 Abs. 2 und S. 13).