Citation: I 260/99 30.05.2000 E. 3

3.- a) Die Vorinstanz hat das für den Einkommensver- gleich nach Art. 28 Abs. 2 IVG massgebende Valideneinkommen auf Fr. 62'715.- festgesetzt, indem sie den im Fragebogen für den Arbeitgeber vom 11. Juli 1996 angegebenen Monats- lohn von Fr. 4510.- mit 13 multipliziert (= Fr. 58'630.-) und entsprechend der Entwicklung der Nominallöhne um 2,6 % für 1993, 2,1 % für 1994, je 1 % für 1995 und 1996 sowie 0,1 % für 1997 erhöht hat. Abgesehen davon, dass der Lohn- erhöhung für 1994 fälschlicherweise die Veränderung des No- minallohnindexes für weibliche Arbeitnehmer (Lohnentwick- lung 1995 des Bundesamtes für Statistik [BFS], Tabelle 1.3) von 2,1 % statt 1,7 % für männliche Arbeitnehmer zugrunde gelegt wurde, blieb damit unberücksichtigt, dass dem Be- schwerdeführer in erheblichem Umfang Lohnzulagen (Schmutz-, Schicht- und Sonderzulagen) ausgerichtet wurden, mit wel- chen insbesondere die körperliche Schwerarbeit abgegolten wurde. Nachdem er laut den Angaben des Arbeitgebers schon 1990 ein Jahreseinkommen von Fr. 74'570.- und 1991 ein sol- ches von Fr. 80'530.- bezogen hatte, belief sich der AHV- pflichtige Verdienst in der Zeit von Januar bis November auf Fr. 69'498.-, was umgerechnet auf 13 Monatslöhne ein Einkommen von Fr. 82'134.- ergibt. Es besteht kein Grund, von diesen mit den Eintragungen im individuellen Konto des Beschwerdeführers übereinstimmenden Angaben abzuweichen. Unter Berücksichtigung der Lohnentwicklung (1993: 2,6 %, 1994: 1,7 %, 1995 und 1996: je 1 %, 1997: 0,1 %) resultiert hieraus ein Valideneinkommen von Fr. 87'512.- im Jahr. Nicht gefolgt werden kann dem Beschwerdeführer, soweit er aus der Einkommensentwicklung in der Zeit von 1985 bis 1992 auf eine weitergehende Anpassung des Valideneinkommens für die Zeit bis 1997 schliesst. Dies liefe darauf hinaus, die in den Jahren 1985 bis 1992 erfolgte überdurchschnitt- liche Zunahme des Nominallohnindexes auf die Folgejahre mit erheblich geringerer Lohnentwicklung zu übertragen, was da- zu führen würde, dass die beiden Vergleichseinkommen nicht mehr auf gleichen wirtschaftlichen Verhältnissen beruhen würden. Fehl geht auch der Einwand, wonach das Validenein- kommen entsprechend dem von der SUVA festgestellten Invali- ditätsgrad von 20 % zu erhöhen sei. Der Beschwerdeführer hat bis zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses Ende Novem- ber 1992 vollzeitlich und ohne invaliditätsbedingte Er- werbseinbusse gearbeitet, weshalb vom effektiv erzielten Verdienst auszugehen ist. Zur Annahme eines höheren Vali- deneinkommens als Fr. 87'512.- besteht daher kein Anlass. b) Das massgebende Invalideneinkommen wird im ange- fochtenen Entscheid aufgrund der vom BFS herausgegebenen Lohnstrukturerhebung (LSE) 1994 (Tabelle A 3.3.1) auf Fr. 53'523.- festgesetzt. Die Vorinstanz ist dabei vom durchschnittlichen Bruttolohn (Zentralwert) männlicher Arbeitnehmer bei einfachen und repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsprofil 4) in der Produktion (Tätigkeit 10) sowie beim Einrichten, Bedienen und Unterhalten von Maschi- nen (Tätigkeit 12) von durchschnittlich Fr. 4368.- im Monat ausgegangen, welchen Betrag sie auf ein Jahr umgerechnet und entsprechend der Nominallohnentwicklung von je 1 % in den Jahren 1995 und 1996 sowie 0,1 % im Jahre 1997 erhöht hat. Der Beschwerdeführer wendet hiegegen ein, das kantona- le Gericht sei von einem unzutreffenden Tabellenlohn ausge- gangen, indem für die Tätigkeit 10 (Herstellen und Bearbei- ten von Produkten) ein Durchschnittslohn von Fr. 4215.- (und nicht Fr. 4295.-) genannt sei, womit sich ein durch- schnittliches Monatseinkommen von Fr. 4328.- (und nicht Fr. 4368.-) ergebe. Damit übersieht er, dass sich der mass- gebende Durchschnittswert im Tätigkeitsbereich 10 gemäss Tabelle A 3.3.1 der LSE 1994 auf Fr. 4295.- beläuft und sich der Durchschnittswert von Fr. 4215.- auf den gesamten Bereich der produktionsnahen Tätigkeiten (Tätigkeiten 10 bis 13) bezieht. Dass die Vorinstanz nicht auf den Gesamt- durchschnitt, sondern auf das Mittel aus den Tätigkeitsbe- reichen 10 und 12 abgestellt hat, ist nicht zu beanstanden. Zusätzlich zu berücksichtigen ist jedoch, dass die Tabel- lenlöhne auf einer Arbeitszeit von 40 Wochenstunden beru- hen, während die betriebsübliche durchschnittliche Arbeits- zeit im Jahre 1994 bei 41,9 Stunden lag (LSE 1994 S. 42). Das massgebende auf 1997 umgerechnete Invalideneinkommen ist damit auf Fr. 56'065.- festzusetzen. Entgegen den Ausführungen in der Verwaltungsgerichts- beschwerde besteht kein Anlass zu einem Abzug, wie er rechtsprechungsgemäss bei Versicherten vorzunehmen ist, die wegen der gesundheitlichen Beeinträchtigung keine schweren körperlichen Arbeiten mehr verrichten können (vgl. dazu BGE 124 V 323 Erw. 3b/bb; AHI 1998 S. 177 Erw. 3a, S. 291 f. Erw. 3b). Ein solcher Abzug ist nicht generell, sondern nur dann zu tätigen, wenn er nach den gesamten Umständen im konkreten Einzelfall als gerechtfertigt erscheint (AHI 1999 S. 181). Im vorliegenden Fall besteht für einen entspre- chenden Abzug schon deshalb kein Grund, weil die körperli- che Schwere der bisherigen Tätigkeit durch besondere Zula- gen zum Lohn abgegolten wurde. Würde unter diesen Umständen beim hypothetischen Invalideneinkommen ein zusätzlicher Ab- zug vorgenommen, so liefe dies auf eine ungerechtfertigte doppelte Berücksichtigung der aus der Arbeitsunfähigkeit für eine schwere körperliche Tätigkeit resultierenden Er- werbsunfähigkeit hinaus. Zu einem Abzug besteht hier umso weniger Anlass, als der zur Anwendung gelangende Tabellen- lohn bezüglich Dienst- und Lebensalter auf Durchschnitts- werten beruht, wogegen der Festsetzung des Valideneinkom- mens ein überdurchschnittliches Dienst- und Lebensalter zu- grunde liegt. c) Bei einem Valideneinkommen von Fr. 87'512.- und einem Invalideneinkommen von Fr. 56'065.- ergibt sich ein Invaliditätsgrad von rund 36 %, weshalb dem Beschwerdefüh- rer kein Anspruch auf eine Invalidenrente zusteht, wie dies Verwaltung und Vorinstanz im Ergebnis zu Recht festgestellt haben. Weiterer Abklärungen, wie sie der Beschwerdeführer eventualiter beantragt, bedarf es nicht.