Citation: 4C.308/2000 12.08.2002 E. A

A.________ (Beklagter) war am 4. Februar 1991 Mitglied und Sprecher des Vorstandes der X.________ AG (Klägerin), als diese der Y.________ AG ein ungesichertes Time-Deposit/Darlehen im Betrag von DM 15 Mio gewährte. B.________ beherrschte die Y.________ AG, diese die Z.________ AG, welche ihrerseits die Klägerin beherrschte, deren Aufsichtsrat wiederum von B.________ präsidiert wurde, dem auch C.________, gleichzeitig Verwaltungsrat der Y.________ AG, angehörte. Zusammen mit dem Beklagten gehörte auch D.________, Generaldirektor der Y.________ AG, dem Vorstand der Klägerin an. Bereits am 27. Februar 1991 wurde der Handel mit Y.________ AG-Aktien eingestellt. Am 6. März 1991 hat die Y.________ AG ein Gesuch um Nachlassstundung eingereicht und am 7. März 1991 hat der Vorstand der Klägerin das der Y.________ AG gewährte Time-Deposit/Darlehen gekündigt. Im Nachlassverfahren der Klägerin ist bestenfalls mit einer Dividende von 16% zu rechnen. Das Landgericht Dortmund hiess eine Klage aus Verantwortlichkeit, welche die Klägerin gegen deren Vorstandsmitglieder D.________, E.________ und den Beklagten erhoben hatte, mit Urteil vom 2. Dezember 1993 gut und verpflichtete alle drei Beklagten zur Bezahlung von je DM 1,5 Mio. Mit Urteil vom 10. Mai 1995 bestätigte das Oberlandesgericht Hamm diesen Entscheid mit Ausnahme einer kleinen Differenz beim Zinsenlauf. Dieses Urteil ist in Rechtskraft erwachsen.