Citation: 6B_576/2024 E. 6.2

6.2. Auch hinsichtlich der von der Vorinstanz bejahten Massnahmefähigkeit und -willigkeit vermag der Beschwerdeführer keine Willkür aufzuzeigen. So lässt die Vorinstanz nicht ausser Acht, dass sich dieser bereits in den Jahren 2002 bis 2017 in einer stationären Massnahme befand, die wegen Aussichtslosigkeit aufgehoben werden musste. Ebenso ist der Vorinstanz nicht entgangen, dass sich der vorzeitige Massnahmenvollzug in der Klinik H.________ zu Beginn als schwierig und problembehaftet erwies. Zurecht durfte die Vorinstanz jedoch aufgrund des neuesten Berichtes vom 21. März 2024 von einem positiven Verlauf ausgehen. So hält dieser Bericht unter anderem fest, dass der Beschwerdeführer dank viel motivationaler Gesprächsführung Mitte April 2023 für die regelmässige Einnahme von Clozapin habe gewonnen und die Dosierung bis Oktober 2023 schrittweise auf 800 mg pro Tag habe erhöht werden können. Demzufolge habe sich die Psychopathologie stark gebessert und die Verhaltensauffälligkeiten hätten sich massiv reduziert. Die Schlussfolgerung der Vorinstanz, der Beschwerdeführer nehme die antipsychotischen Medikamente mittlerweile regelmässig und freiwillig ein, erweist sich daher entgegen seinen Vorbringen nicht als willkürlich. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass die Medikamenteneinnahme ursprünglich vor dem Hintergrund einer initialen Zwangsmedikation erfolgte. Ebenso vermag der Beschwerdeführer nicht darzutun, inwiefern der Schlussfolgerung von Dr. F.________, die Massnahme könne auch gegen den Willen des Beschwerdeführers durchgeführt werden, nicht gefolgt werden kann. Der Beschwerdeführer schreibt der Massnahmewilligkeit eine übersteigerte Bedeutung zu, welche ihr gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht zukommt (vgl. E. 5.3). Schliesslich kann ihm auch nicht gefolgt werden, wenn er rügt, das Gutachten von Dr. F.________ sei bezüglich der Erfolgsausssichten der Massnahme nicht schlüssig. So mag es zwar zutreffen, dass Dr. F.________ darauf hinwies, dass die bisherigen Bemühungen einer Stabilisierung des Beschwerdeführers gescheitert seien, und dieser auch dessen Massnahmewilligkeit tendenziell verneinte. Nichtsdestotrotz kam Dr. F.________ zum Schluss, es bestehe in einem konsequenten und Grenzen setzenden Rahmen bei verordneter und regelmässiger Medikation in ausreichender Dosierung durchaus die Chance, dass sich der Beschwerdeführer so weit stabilisieren werde, dass man ihn anschliessend in einer geeigneten Einrichtung mit Tagesstruktur platzieren könne. Eine erste Stabilisierung ist denn auch dem aktuellen Verlaufsbericht vom 21. März 2024 zu entnehmen. Dieser führt aus, die Intensität und Frequenz des impulsiven Verhaltens hätten im Verlauf der letzten Monate stark abgenommen und der Beschwerdeführer könne mittlerweile schnell die Kontrolle zurück gewinnen und sich strukturieren lassen. Inzwischen habe eine tragfähige therapeutische Beziehung hergestellt werden können. Auch wenn beim Beschwerdeführer noch keine Krankeneinsicht erreicht worden sei, habe immerhin das Bewusstsein generiert werden können, daran arbeiten zu müssen, wozu sich dieser auch bereit erklärt habe. Auch seine gemäss aktuellem Verlaufsbericht erzielte Kooperationsbereitschaft bewertet die Vorinstanz zu Recht positiv. So ist seine Bereitschaft, am Zusammenleben im Alltag und am Stationsprogramm teilzunehmen, entgegen den relativierenden Vorbringen in der Beschwerdeschrift, durchaus als Anzeichen für eine erfolgversprechende Weiterführung der Massnahme zu werten, auch wenn er selbst anlässlich der vorinstanzlichen Verhandlung vorbrachte, die Klinik H.________ am liebsten verlassen und an keinen Therapien mehr teilnehmen zu wollen. Die Schlussfolgerung der Vorinstanz, die im Verlaufsbericht der Klinik H.________ erwähnten Fortschritte sprächen eindeutig für die Anordnung einer stationären Massnahme und die vom Gutachter prognostizierte Verbesserung sei bis anhin eingetroffen, erweist sich nicht als unhaltbar. Als unzutreffend erweist sich auch die Rüge des Beschwerdeführers, die Vorinstanz setze sich nicht mit der Eignung einer stationären Massnahme auseinander. Diese bejaht die Erfolgsaussichten einer stationären Massnahme aufgrund der Ausführungen des Sachverständigen und der diese bestätigenden neusten Entwicklungen im vorzeitigen Massnahmenvollzug nachvollziehbar und überzeugend. Mit der positiven Entwicklung, welche im Rahmen des vorzeitigen Massnahmenvollzugs eingetreten ist, durfte die Vorinstanz die Eignung der stationären Massnahme zur Senkung des Rückfallrisikos willkürfrei und ohne Verletzung von Bundesrecht bejahen.