Citation: 9C_466/2018 E. 4.2

4.2. Die Kritik, die Vorinstanz habe die falsche Vergleichsbasis beigezogen, stützt sich auf unrichtige Tatsachen und geht damit ins Leere. Denn anders als die Beschwerdeführerin darzustellen versucht, ging der Mitteilung vom 21. Mai 2010 eine umfassende materielle Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung im Sinne von BGE 133 V 108 E. 5 S. 110 ff. voraus: Die Verwaltung holte damals verschiedene Arztberichte zum aktuellen Gesundheitszustand der Versicherten ein (Berichte des Dr. med. D.________, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation und Facharzt für Rheumatologie, vom 4. September 2008, des Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, vom 9. Februar 2010 und der Dr. med. F.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 8. April 2010). Aus diesen Unterlagen ergab sich ohne weiteres, dass die Versicherte weiterhin zu 70 % arbeitsunfähig war. Unter diesen Umständen konnte die Verwaltung darauf verzichten, den RAD um eine Stellungnahme anzufragen, hat sie diesen doch nicht zwingend in jedem Fall beizuziehen (vgl. Art. 59 Abs. 2bis IVG). Die IV-Stelle nahm sodann auch eine rechtskonforme Invaliditätsbemessung nach der gemischten Methode vor, wobei sie von Einschränkungen von 20 % im (mit 80 % gewichteten) erwerblichen Bereich und von 19.75 % im (mit 20 % gewichteten) Haushaltbereich ausging. Auf diese Weise ermittelte sie einen (unveränderten) Invaliditätsgrad von (gerundet) 60 % (Feststellungsblatt für den Beschluss vom 21. Mai 2010).