Citation: 4C.158/2006 10.11.2006 E. 8

8. Die X.________ AG haftet nur für grobfahrlässige Auswahl der Anlagen sowie für Missachtung schriftlich vereinbarter Richtlinien und spezieller Weisungen des Kunden. ...." In den ebenfalls von den Parteien unterschriebenen "Anlage-Richtlinien" wird sodann festgehalten: "In Ergänzung zu Punkt 2 des Verwaltungs-Auftrags erlässt der Kunde gegenüber der X.________ AG bis auf Widerruf folgende Richtlinien bezüglich der von ihm gewünschten Anlagestrategie: Maximalanteil Optionen in %: 50 Als Basis gilt das Depot bewertet zu Marktpreisen. Sollte der Optionsanteil diesen Richtwert überschreiten, wird der Kundenberater den Optionsanteil entsprechend reduzieren." A.________ übergab der X.________ AG eine Million Franken zur Anlage an der Börse. Nachdem sich der Wert des angelegten Vermögens bedeutend vermindert hatte, erklärte er mit Schreiben vom 16. Dezember 2002, den Vertrag mit sofortiger Wirkung zu kündigen, wobei er der Vermögensverwalterin eine grobe Verletzung der Sorgfaltspflicht vorwarf. Die am gleichen Tag von der X.________ AG vorgenommene Auflösung seines Depots ergab ein Guthaben zu seinen Gunsten von Fr. 715'708.20.