Citation: 8C_663/2022 E. 6.7

6.7. Soweit die Beschwerdegegner vorbringen, A.________ sel. habe ab Oktober 2016 nicht mehr als Musiklehrerin gearbeitet, weshalb jedenfalls ab 2016 kein effektiv erzieltes Einkommen mehr berücksichtigt werden dürfe und der Rentenanspruch entsprechend anzupassen sei, kann ihnen nicht gefolgt werden. Nach den zutreffenden Feststellungen der Vorinstanz war A.________ sel. ab dem 15. Oktober 2016 krankheitsbedingt vollständig arbeitsunfähig. Es kam zu einem Rezidiv des Mammakarzinoms (Operation, Bestrahlung und Chemotherapie) und zu einer erheblichen Verschlechterung der Sehbehinderung mit baldiger Blindheit. Nach längerer Arbeitsunfähigkeit löste die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis per 30. Oktober 2017 auf (vgl. Schreiben der Einwohnergemeinde U.________ vom 15. September 2020). Durch den Wegfall des tatsächlich erzielten Einkommens ab November 2017 haben sich die erwerblichen Verhältnisse und damit die Invaliditätsbemessung geändert, was in der Regel einen Revisionsgrund darstellt (vgl. Urteil 8C_728/2020 vom 23. Juni 2021 E. 3.2 mit Hinweisen). Vorliegend kam es jedoch nach dem Beginn der Rente der Unfallversicherung zu einer krankheitsbedingten vollständigen Erwerbsunfähigkeit, so dass für eine revisionsweise Erhöhung der Invalidenrente der Unfallversicherung kein Raum blieb (vgl. BGE 147 V 161 E. 5.2.5 und E. 5.3). Demnach zieht die krankheitsbedingte vollständige Erwerbsunfähigkeit ab 15. Oktober 2016 mit Auflösung des bisherigen Arbeitsverhältnisses per 30. Oktober 2017 - auch im Rahmen der hier betroffenen erstmaligen Rentenfestlegung - keine Rentenanpassung der Unfallversicherung nach sich.