Citation: 5A_157/2021 E. 3.2.2

3.2.2. Das Kantonsgericht ging von folgenden Erkenntnissen aus: die Kinder hätten eine gute Bindung zu beiden Eltern; sie litten aber unter dem unvermindert andauernden Elternkonflikt; sie wünschten kein Hin und Her, sondern eine klare Lösung mit einer mütterlichen Obhut selbst bei einem Wohnortswechsel nach V.________; die Erziehungsfähigkeit beider Elternteile einschliesslich der Bindungstoleranz sei gegeben; dem Vater fehle teilweise das Einfühlungsvermögen für die Bedürfnisse der Kinder, namentlich auch in Bezug auf ihr Bedürfnis, nicht in den Elternkonflikt hineingezogen zu werden; mit Ausnahme des Aspekts der Bindungstoleranz, bezüglich welcher aufgrund der Entwicklung im Berufungsverfahren wohl von vergleichbaren Verhältnissen der Parteien auszugehen sei, und des Kriteriums der örtlichen Stabilität, welches neu für eine Obhutszuteilung an den Vater sprechen könnte, dem aber der noch deutlicher geäusserte Wunsch der Kinder, mit und bei der Mutter zu leben, gegenüberstehe, bestätigten sich mithin die Feststellungen im Entscheid des Kreisgerichts zum Abänderungstatbestand und zur Anpassung im Sinn der Alleinobhut der Mutter.