Citation: 6P.12/2006 29.03.2006 E. 5

Das Obergericht stützt sich bei seiner Anordnung der Verwahrung im Sinne von Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 StGB insbesondere auf das psychiatrische Gutachten der Klinik Königsfelden vom 7. Juni 2004 (UA act. 118 ff.). Der Beschwerdeführer rügt, das Obergericht habe verschiedene Mängel und Widersprüche des Gutachtens ausser Acht gelassen und damit Beweismittel willkürlich zu seinen Lasten berücksichtigt. Das Gericht würdigt die Gutachten grundsätzlich frei (Art. 249 BStP). Allerdings kann das Abstellen auf ein nichtschlüssiges Gutachten bzw. der Verzicht auf die gebotenen zusätzlichen Beweiserhebungen gegen das Willkürverbot gemäss Art. 9 BV verstossen (BGE 118 Ia 144 E. 1c). Auch in diesem Punkt vermag der Beschwerdeführer keine Willkür darzulegen. Im Rahmen einer psychiatrischen Begutachtung kann die Tatsache, dass der Beschwerdeführer eine Prostituierte geohrfeigt hatte, entgegen seiner Auffassung sehr wohl berücksichtigt werden, auch wenn dieses Verfahren schliesslich eingestellt wurde [Beschwerdeschrift, S. 20 unten]. Ebenso konnte auch die willkürfrei feststehende Freierwarnung berücksichtigt werden. Im Gutachten ist von zunehmender Gewalttätigkeit des Beschwerdeführers die Rede. Dieser Befund wurde klar begründet und auf die sexuellen Neigungen des Beschwerdeführers hingewiesen, die sich immer mehr in Richtung eines Macht-Ohnmacht-Verhältnisses entwickeln [Gutachten, S. 36, UA act. 153]. Von einer Aktenwidrigkeit kann nicht die Rede sein. Entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers sind die Kriterien zur Bejahung der Frage einer Verwahrung klar dargelegt, und auch die Gefährdung Dritter wird aufgezeigt [Gutachten, S. 42, UA act. 159]. Zusammenfassend ist das Obergericht weder in Willkür verfallen noch hat es das Gebot der Unschuldsvermutung verletzt, als es zur Begründung der Verwahrung auf das Gutachten der psychiatrischen Klinik Königsfelden abstellte. Die Beschwerde ist insoweit abzuweisen.