Citation: 6B_699/2018 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz nimmt an, der Beschwerdeführer habe durch das Einschlagen von Scheiben an den Geschäften in der Freien Strasse/ Streitgasse fremde Sachen zerstört und dadurch den objektiven Tatbestand von Art. 144 Abs. 1 StGB erfüllt. Von den Demonstrationsteilnehmern welche sich in der Streitgasse vermummt hätten und anschliessend randalierend durch die Freie Strasse gezogen seien, sei eine bedrohliche Grundstimmung ausgegangen, die sich in flächendeckenden Zerstörungen manifestiert habe. Durch ihre Kleidung und ihr zeitlich und räumlich koordiniertes Auftreten sei die Gruppe als vereinte Macht erschienen. Dieser Gruppe habe sich der Beschwerdeführer angeschlossen. Damit sei von einer öffentlichen Zusammenrottung im Sinne von Art. 144 Abs. 2 StGB auszugehen. Der gesamte, bei den Ausschreitungen entstandene Schaden habe sich auf CHF 261'121.60 und EUR 9'706.97 belaufen, womit ein grosser Schaden im Sinne von Art. 144 Abs. 3 StGB vorliege. In subjektiver Hinsicht kommt die Vorinstanz aufgrund der Tatumstände zum Schluss, der Vorsatz des Beschwerdeführers habe sich darauf gerichtet, zwischen dem Erreichen der Einkaufsmeile und dem Eintreffen der Polizei gemeinsam mit den übrigen Teilnehmern der Aktion auf einem grösstmöglichen Abschnitt möglichst flächendeckend Gewaltakte zu begehen. Sein Vorsatz habe sämtliche im Rahmen der Ausschreitungen vom 21. Mai 2010 begangenen Sachbeschädigungen umfasst, weshalb ihm diese als Mittäter anzurechnen seien. Dadurch habe er den subjektiven Tatbestand sowohl des Grundtatbestandes von Art. 144 Abs. 1 StGB, als auch der qualifizierten Begehungsformen nach Art. 144 Abs. 2 und Abs. 3 StGB erfüllt (angefochtenes Urteil S. 16 ff.).