Citation: 4D_45/2014 E. 2.3.2

2.3.2. Wenn ein Vertragschliessender durch absichtliche Täuschung seitens des anderen zum Vertragsabschluss verleitet worden ist, so ist der Vertrag für den Getäuschten gemäss Art. 28 Abs. 1 OR auch dann nicht verbindlich, wenn der erregte Irrtum kein wesentlicher war (BGE 132 II 161 E. 4.1 S. 165). Wenn der durch Täuschung beeinflusste Teil binnen Jahresfrist weder dem anderen eröffnet, dass er den Vertrag nicht halte, noch eine schon erfolgte Leistung zurückfordert, gilt der Vertrag als genehmigt. Die Frist beginnt mit der Entdeckung der Täuschung (Art. 31 OR). Ob der Beschwerdeführer tatsächlich getäuscht wurde, ist nur prozessrelevant, wenn keine Genehmigung nach Art. 31 OR erfolgte, wenn also der Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin binnen Jahresfrist ab der von ihm behaupteten Entdeckung der Täuschung eröffnet hat, dass er den Vertrag nicht halte, oder eine schon erfolgte Leistung zurückgefordert hat. Da unter der ZPO grundsätzlich die Verhandlungsmaxime gilt (Art. 55 Abs. 1 ZPO), ist zudem nötig, dass der Beschwerdeführer die Anfechtung wegen Willensmangels prozesskonform behauptet hat.