Citation: 4P.331/2005 01.03.2006 E. 6

Das Obergericht verweigerte die Anerkennung und Vollstreckbarerklärung des am 15. Dezember 2004 erlassenen Befehls aus drei Gründen: - Der Befehl sei nicht in einem kontradiktorischen Verfahren ergangen (Anerkennungshindernis nach Art. 27 Ziff. 2 LugÜ); - Der Befehl sei mit in der Schweiz zwischen den Parteien ergangenen Massnahmeentscheiden unvereinbar (Anerkennungshindernis nach Art. 27 Ziff. 3 LugÜ); - Die Anerkennung bzw. Vollstreckung komme einem Sucharrest gleich und widerspreche daher dem Ordre public (Anerkennungs- hindernis nach Art. 27 Ziff. 1 LugÜ). Die Beschwerdeführer rügen alle drei Begründungen als unzutreffend und machen eine Verletzung von Art. 27 Ziff. 1-3 LugÜ geltend.