Citation: I 149/03 21.04.2004 E. A

Der 1955 geborene, im Baugewerbe erwerbstätig gewesene R.________ leidet seit Jahren an Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in das linke Bein. Am 25. August 1989 unterzog er sich einer in der Neurochirurgischen Klinik des Spitals X.________ durchgeführten Operation einer lumbosakralen Diskushernie links (Diskusenukleation L5/S1 sowie Foraminotomie S1 links). Eine von der Invalidenversicherung zugesprochene Umschulung in industrieller Elektronik mit begleitendem Deutschkurs schloss der Versicherte Ende Februar 1992 erfolgreich ab. Seit 5. Oktober 1992 war er als Betriebsmitarbeiter bei der Q.________ AG angestellt (Fragebogen für den Arbeitgeber vom 22. Oktober 1996). Wegen einer am 15. Februar 1996 akut aufgetretenen Lumboischialgie links begab sich R.________ zu Dr. med. H.________, Physikalische Medizin und Rehabilitation, speziell Rheumaerkrankungen FMH, in Behandlung. Nachdem die ambulante Physiotherapie und eine lokale Infiltration lumbal keine Besserung der Beschwerden bewirkten (Bericht des Dr. med. H.________ vom 22. März 1996), hielt sich der Versicherte vom 12. April bis 14. Mai 1996 in der Rheumatologischen Klinik Y.________ auf, wo ein chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom links (im aktuellen MRI kein Nachweis eines Diskushernienrezidivs; im EMG vom 7. Mai 1996 myographisch kein Denervationsprozess nachweisbar im Myotom L4 bis S1 links; Status nach periradikulärer Infiltration S1 links vom 29. April 1996 ohne Schmerzlinderung; Verdacht auf Schmerzgeneralisierung panvertebral), bekannter Nikotinabusus und chronische Cephalgie occipito-parietal beidseits diagnostiziert wurde (Bericht vom 28. Mai 1996). R.________ war ab 15. Februar 1996 nicht mehr erwerbstätig. Mit Gesuch vom 13. September 1996 meldete er sich zum Bezug einer Rente der Invalidenversicherung an. Die IV-Stelle Basel-Stadt holte zusätzliche Berichte des Dr. med. H.________ vom 20. September und 30. Oktober 1996 (mit beigelegten weiteren medizinischen Berichten, unter anderen des PD Dr. med. E.________, Neurochirurgie FMH, vom 25. März 1996) sowie des den Versicherten als Hausarzt betreuenden Dr. med. K.________, Spezialarzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 9. Dezember 1996, ein. Sie veranlasste danach eine psychiatrische (Gutachten des Dr. med. W.________, Spezialarzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 2. April 1997) sowie eine psychosomatische Begutachtung (Expertise des Spitals X.________ vom 20. Oktober 1997) und verlangte die im Auftrag der Krankentaggeldversicherung verfassten Gutachten des Dr. med. S.________, Innere Medizin spez. Rheumatologie FMH, vom 14. Januar und 16. Mai 1997, ein. Im folgenden Vorbescheidverfahren reichte R.________ einen weiteren Bericht des Dr. med. H.________ vom 3. Juni 1997 ein. Die danach erlassene Verfügung vom 13. März 1998 hob die Kantonale Rekurskommission für die Ausgleichskassen und IV-Stellen Basel-Stadt auf Beschwerde hin auf unter Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren medizinischen Abklärung (Entscheid vom 24. November 1998). Die IV-Stelle beauftragte daraufhin Dr. med. C.________, Chefarzt der Klinik für Rheumatologie und Rehabilitation am Spital Z.________, eine Expertise (vom 29. November 1999) zu erstellen. Der Gutachter kam gestützt auf die Akten der Invalidenversicherung, ein neu erstelltes Computertomogramm vom 4. Juni 1999, eine zusätzliche psychiatrische Exploration des Dr. med. W.________ (Bericht vom 21. September 1999) sowie eine eigene Untersuchung zum Schluss, es bestehe (1) ein Status nach Diskushernien-Operation L5/S1 links 1989 mit lumbalen Restbeschwerden und pseudoradiculären Beinschmerzen links, leichte Chondrose und Spondylarthrose rechts L3/L4, Chondrose L4/L5 und Verdacht auf kleine umschriebene paramediane Rezidivhernie L5/S1 links, Verziehung des epiduralen Narbengewebes im recessus lateralis links L5/S1, sowie (2) psychiatrisch eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) mit sekundärer Verhaltensauffälligkeit im Sinne der Regression, Fixierung und Chronifizierung auf die Beschwerden. Der Versicherte vermöge Tätigkeiten, die er während der Umschulung erlernt habe, im Umfang von 4 bis 5 Stunden täglich zu verrichten, unter der Voraussetzung einer den körperlichen Beeinträchtigungen angepassten Arbeitsplatzgestaltung (vorwiegend sitzend zu verrichtende Hantierungen, Gewichtshebelimite von 10 kg). Aus psychiatrischer Sicht sei ebenfalls eine Arbeitsleistung von bis zu fünf Stunden am Tag zumutbar. Die gegen die im Folgenden erlassene Verfügung vom 15. September 2000 eingereichte Beschwerde hiess die Kantonale Rekurskommission für die Ausgleichskassen und die IV-Stellen Basel-Stadt laut Erwägungen insoweit teilweise gut, dass sie die Sache an die IV-Stelle zur Einholung einer ergänzenden Stellungnahme des Dr. med. C.________ und anschliessender neuer Entscheidung zurückwies (Entscheid vom 11. Mai 2001). Dr. med. C.________ gab im Zusatzbericht vom 11. Dezember 2002 zu den Fragen Auskunft, weshalb auf eine diagnostische periradikuläre Infiltration der Wurzel L5/S1 links zu verzichten sei und wie sich die rheumatologischen und psychiatrischen Befunde hinsichtlich der Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zueinander verhielten. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren sprach die IV-Stelle dem Versicherten bei einem nach der Methode des Einkommensvergleichs ermittelten Invaliditätsgrad von 56 % eine halbe Invalidenrente (nebst Zusatzrente für die Ehefrau und Kinderrenten) mit Beginn ab 1. Februar 1997 zu (Verfügung vom 22. März 2002).