Citation: 4A_132/2016 E. 3.1

3.1. Das Schiedsgericht hielt fest, der Beschwerdeführer habe das Arbeitsverhältnis mit dem Beschwerdegegner mit Schreiben vom 25. Januar 2013 einseitig fristlos aufgelöst. Es prüfte, ob diese Vertragsauflösung nach Art. 14 des FIFA-Reglements bezüglich Status und Transfer von Spielern zulässigerweise erfolgte. Die Bestimmung lautet wie folgt: "A contract may be terminated by either party without consequences of any kind (either payment of compensation or imposition of sporting sanctions) where there is just cause." Das Schiedsgericht erwog, im Zeitpunkt der Vertragsauflösung vom 25. Januar 2013 habe keine hinreichend schwere Vertragsverletzung seitens des Beschwerdegegners vorgelegen, die eine fristlose Vertragsauflösung gerechtfertigt hätte. Unter Berücksichtigung der vom Beschwerdeführer ausgestellten Empfangsbestätigung wie auch seines nachträglichen Verhaltens hielt es zunächst dafür, die vom Beschwerdegegner am 28. September 2012 geleistete Zahlung von EUR 28'075.-- habe in dem Sinne befreiend gewirkt, dass für die Zeitdauer bis 30. September 2012 keine weiteren Leistungen geschuldet seien. Der Arbeitsvertrag vom 22. Juni 2011 und die Zusatzvereinbarung vom 23. Juni 2011 seien zudem dahingehend auszulegen, dass die monatlichen Lohnzahlungen zwar jeweils am letzten Tag jeden Monats zur Zahlung fällig werden, dass jedoch eine spätere Zahlung keine Vertragsverletzung darstelle, sofern sie innerhalb der vertraglich vorgesehenen Schonfrist ( "grace period") von 90 Tagen erfolge. Das Ausbleiben der Lohnzahlung für die Monate Oktober, November und Dezember 2012 habe daher im massgebenden Zeitpunkt vom 25. Januar 2013 noch keine Vertragsverletzung dargestellt, die eine fristlose Kündigung aus wichtigem Grund gerechtfertigt hätte. Zudem rechtfertigten die ausstehenden Entschädigungen für Wohnungs- und Automiete sowie Flugtickets für die Monate Oktober, November und Dezember 2012, die geringfügig gewesen seien, keine fristlose Kündigung. Weitere Gründe für die fristlose Kündigung habe der Beschwerdeführer nicht vorgebracht. Entsprechend stehe ihm, der das Arbeitsverhältnis ohne wichtigen Grund aufgelöst habe, kein Schadenersatzanspruch für entgangene Lohnzahlungen für die Monate Februar bis Mai 2013 zu. Demgegenüber sei für die Zeitdauer vom 1. Oktober 2012 bis zur Kündigung vom 25. Januar 2013 der Lohn von EUR 49'483.-- und eine Spesenentschädigung von EUR 5'270.-- geschuldet, womit dem Beschwerdeführer ein Gesamtbetrag von EUR 54'753.-- zuzüglich Zins zustehe.