Citation: 5C.54/2002 02.05.2002 E. 1

Gemäss Art. 43 Abs. 1 OG kann mit Berufung geltend gemacht werden, der angefochtene Entscheid beruhe auf Verletzung des Bundesrechts mit Einschluss der durch den Bund abgeschlossenen völkerrechtlichen Verträge. Wegen Verletzung verfassungsmässiger Rechte der Bürger ist jedoch die staatsrechtliche Beschwerde vorbehalten. Die Rüge der Verletzung der Ausstandsvorschriften betrifft das kantonale Prozessrecht sowie das verfassungsmässige Recht auf Beurteilung durch ein unabhängiges und unparteiisches Gericht (Art. 30 Abs. 1 BV). Sie hätte mit staatsrechtlicher Beschwerde vorgebracht werden müssen. Zwar hat der Kläger diese Rüge mit einer separaten Eingabe erhoben, aber als Ergänzung zur Berufungsschrift, was aus dem Betreff "Berufung" und dem Hinweis auf die Einhaltung der "Berufungsfrist" hervorgeht, sowie daraus, dass der Kläger die Eingabe - wie für die Berufung zutreffend (Art. 54 Abs. 1 OG), nicht aber für die staatsrechtliche Beschwerde (Art. 89 Abs. 1 OG) - beim Obergericht (iudex a quo) einreichte. Es besteht daher kein Anlass, diese Eingabe als staatsrechtliche Beschwerde zu behandeln (BGE 120 II 270 E. 2 S. 272), zumal es ihr überdies an Antrag und einer den Substantiierungserfordernissen einer staatsrechtlichen Beschwerde genügenden Begründung mangelt (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; BGE 110 Ia 1 E. 2a S. 3).