Citation: I 722/02 18.03.2003 E. 3

Was zunächst die revisionsweise Herabsetzung der ganzen auf eine halbe IV-Rente anbelangt, hat die Vorinstanz nach sorgfältiger Würdigung der Aktenlage zutreffend erwogen, dass seit der Zusprechung einer ganzen Rente bzw. seit deren revisionsweisen Bestätigung weder in gesundheitlicher noch in erwerblicher Hinsicht eine wesentliche Änderung eingetreten ist. Richtig ist insbesondere auch die Feststellung, dass eine revisionsweise Änderung der zugesprochenen Leistungen trotz der Koordinationsregel, wonach für den gleichen Gesundheitsschaden in der Invalidenversicherung grundsätzlich derselbe Invaliditätsgrad resultiert wie in der Unfallversicherung, nicht allein deshalb angeordnet werden darf, weil die SUVA einen andern Invaliditätsgrad ermittelt hat als zuvor die IV-Stelle. Die Rechtsprechung gemäss BGE 126 V 288 gebietet nicht die Anpassung einer bereits zugesprochenen IV-Rente an eine UV-Rente. Ihr zufolge ist bei der Festsetzung des Invaliditätsgrades weder der Invalidenversicherung noch der Unfallversicherung eine Priorität zuzuerkennen. Aus den Erwägungen des erwähnten Urteils geht hervor, dass der Invaliditätsgrad übereinstimmen sollte, wobei dem Zeitpunkt, in welchem rechtskräftige Rentenverfügungen getroffen werden, erhebliche Bedeutung zukommt. Vorliegend war die rechtskräftige Verfügung der Invalidenversicherung vom 5. Juni 1998 gegeben. Bei Erlass ihrer Verfügung vom 12. Januar 2001 fühlte sich die SUVA dadurch offensichtlich nicht gebunden, sondern ermittelte gestützt auf die Angaben eines Mitglieds ihres Ärzteteams einen Invaliditätsgrad von 50 %. Keinesfalls kann es angehen, dass unter diesen Umständen die Invalidenversicherung durch revisionsweise Herabsetzung der zugesprochenen Rente nachzuziehen hat, obwohl keine Änderung der gesundheitlichen Verhältnisse oder der erwerblichen Auswirkungen festzustellen waren. Mit dem kantonalen Gericht ist somit das Vorliegen der Revisionsvoraussetzungen gemäss Art. 41 IVG zu verneinen.