Citation: C 17/07 22.02.2007 E. 3.1

3.1.1 Auf Grund der Angaben von Frau W.________ und des Versicherten selbst steht fest, dass am 21. Juli 2005 ein Vorstellungsgespräch betreffend eine weitere Anstellung bei der Firma Y.________ ab 1. September 2005 stattgefunden hat. Weiter ist gestützt hierauf davon auszugehen, dass die Firma Y.________ dem Beschwerdeführer im Rahmen dieses Vorstellungsgesprächs einen monatlichen Lohn von Fr. 4500.- (x 13, exkl. Schichtzulagen) angeboten, während er einen Monatslohn von Fr. 5000.- gefordert hat. Der Versicherte hat mithin beim Vorstellungsgespräch keine klare und vorbehaltlose Bereitschaft zum Abschluss einer weiteren Anstellung ab 1. September 2005 bekundet. Mit seiner Lohnforderung nahm er in Kauf, dass die Stelle anderweitig besetzt würde, und vereitelte damit die Möglichkeit der Erzielung eines zumutbaren (Zwischen-)Verdienstes (vgl. Erw. 3.2.2 hienach). Sein Verhalten muss unter den gegebenen Umständen als mitursächlich für seine Nichtanstellung gewertet werden. Hierin liegt sein Verschulden an der Fortdauer der Arbeitslosigkeit. Der Einstellungstatbestand der Nichtannahme zumutbarer Arbeit ist mithin erfüllt, auch wenn der Beschwerdeführer die Stelle nicht ausdrücklich abgelehnt hat (vgl. auch erwähnte Urteile C 65/06, E. 3.6, und C 300/05, E. 3.2). 3.1.2 Sämtliche Einwendungen des Beschwerdeführers vermögen an diesem Ergebnis nichts zu ändern. Soweit er in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde bestreitet, dass am 21. Juli 2005 ein eigentliches Vorstellungsgespräch geführt worden sei, kann dem nicht gefolgt werden. Weiter macht er insbesondere geltend, seine Lohnvorstellung sei nicht zu hoch gewesen, weshalb die Stellenabsage nicht ihm angelastet werden könne. Bei den Fr. 4500.- handle es sich um einen Richtwert, wie hoch die Mindestlöhne gemäss dem Gesamtarbeitsvertrag der grafischen Branche seien. In der Realität lägen die Löhne weitaus höher, gerade in der Region Zürich seien sie einiges höher als Fr. 5000.-. Dieses Vorbringen ist unbehelflich. Beim letzten Arbeitgeber vor der Arbeitslosigkeit (Firma X.________ bis 13. Januar 2005) verdiente der Versicherte monatlich Fr. 4969.-. Sein versicherter Verdienst beträgt Fr. 7496.-. Auch wenn der von der Firma Y.________ angebotene Lohn von 4500.- (x 13, exkl. Schichtzulagen) 70 % des versicherten Verdienstes unterschritten hätte, wäre die Arbeit nicht unzumutbar gewesen. Denn eine Arbeit, die der versicherten Person einen Lohn einbringt, der geringer ist als 70 % des versicherten Verdienstes, kann nur dann aus diesem Grunde unzumutbar und dadurch von der Annahmepflicht ausgenommen sein, wenn die betroffene Person keine Kompensationsleistungen nach Art. 24 AVIG (Zwischenverdienst) erhielte (Art. 16 Abs. 2 lit. i AVIG). Wie das AWA in der Verfügung vom 4. Oktober 2005 ausgeführt hat, hätte die Arbeit des Versicherten bei der Firma Y.________ im Zwischenverdienst abgerechnet werden können. Er hätte damit Anspruch auf Ersatz von 70 % des Verdienstausfalls (Differenz zwischen Zwischenverdienst und versichertem Verdienst) gehabt ("Differenzausgleich" oder "Kompensationszahlungen"; Art. 24 in Verbindung mit Art. 22 Abs. 2 AVIG; Art. 41a AVIV; SVR 2006 ALV Nr. 24 S. 82 E. 4.3, C 290/03; erwähntes Urteil C 65/06, E. 3.4). Da kein anderer Unzumutbarkeitsgrund gemäss Art. 16 Abs. 2 AVIG ersichtlich ist, handelte es sich um eine zumutbare Arbeit, für die zur Schadenminderung eine Annahmepflicht bestand (Art. 16 Abs. 1 AVIG). 3.2 Weiter wird dem Versicherten vorgeworfen, er habe einen weiteren vorübergehenden Einsatz bei der Firma Y.________ vom 15./16. (eventuell bis 23.) September 2005 zu Unrecht abgelehnt. Der Beschwerdeführer bringt hiegegen einzig vor, er sei vom 14. bis 16. September 2005 wegen Krankheit nicht einsatzfähig gewesen. Er legt diesbezüglich ein Zeugnis des Dr. med. H.________, Allg. Medizin FMH, vom 21. September 2005 auf. Dieser führt aus, der Versicherte sei bei ihm seit 21. September 2005 in Behandlung und habe angegeben, er sei vom 14. bis 16. September 2005 wegen Krankheit arbeitsunfähig gewesen. Da die attestierte Arbeitsunfähigkeit bloss auf fünf Tage später gemachten Angaben des Versicherten gründet, ist sie und damit auch die Unzumutbarkeit des vorübergehenden Arbeitseinsatzes bei der Firma Y.________ im September 2005 nicht rechtsgenüglich erstellt.