Citation: 6B_520/2020 E. 3.2

3.2. Im Sachverhaltskomplex "Y.________ Immobilien AG" beanstandet der Beschwerdeführer den Schuldspruch der Misswirtschaft. Die Anklage wirft ihm in diesem Punkt vor, er habe als geschäftsführender Verwaltungsrat der Y.________ Immobilien AG seine Sorgfaltspflichten verletzt, indem er weder im Zeitpunkt des Kapitalverlustes der Gesellschaft noch im Zeitpunkt der begründeten Besorgnis einer Überschuldung eine Generalversammlung einberufen und Sanierungsmassnahmen beantragt habe. Er habe auch, nachdem die Überschuldung festgestanden habe, den Richter nicht benachrichtigt. Im Jahr 2003 habe die Gesellschaft einen Gewinn von Fr. 113'627.95 ausgewiesen. Dieser habe sich allein daraus ergeben, dass die Beteiligung an der E.________.ch AG mit Fr. 170'000.-- bilanziert worden sei. Die E.________.ch AG, welche sich im fraglichen Zeitpunkt im Besitz der L.________ AG befunden habe, deren alleiniger Verwaltungsrat der Beschwerdeführer gewesen sei, sei jedoch lediglich ein substanzloser Aktienmantel gewesen (angefochtenes Urteil S. 50, 52 f.; erstinstanzliches Urteil S. 50 f.).