Citation: U 96/00 12.10.2000 E. 3

3.- Streitig ist des Weiteren der für den Rentenanspruch massgebende Invaliditätsgrad. a) Laut Gutachten der Rheuma- und Rehabilitationsklinik Y.________ vom 27. Oktober 1998 ist die Beschwerdeführerin aus rheumatologischer, neurologischer und neuropsychologischer Sicht ganztags einsatzfähig. Ausgeschlossen sind repetitive und stereotype Bewegungsabläufe, Arbeiten über Kopf sowie Tätigkeiten, welche mit langdauernden Zwangspositionen verbunden sind, ferner Tätigkeiten mit häufigen Rotationsbewegungen. Ideal sind Tätigkeiten, bei denen oft die Körperposition gewechselt werden kann und stündliche Pausen eingelegt werden können. Der Beschwerdeführerin kann auch das Heben und Ziehen von Lasten von maximal fünf bis zehn Kilo zugemutet werden, wobei auch diese Tätigkeiten weder repetitiv noch stereotyp oder über Kopf verrichtet werden dürfen. In einer ergänzenden Stellungnahme zuhanden der IV-Stelle vom 23. Dezember 1998 bestätigte die Klinik, dass die Versicherte aus rheumatologischer, neurologischer und neuropsychologischer Sicht mit den genannten Einschränkungen für leichtere Tätigkeiten ganztags einsatzfähig sei. Ferner wurde daran festgehalten, dass am bestehenden Beschwerdebild unfallfremde Faktoren mitbeteiligt seien, wobei deren Anteil auf 50 % zu schätzen sei. In einer weiteren Stellungnahme zuhanden des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin vom 11. August 1999 werden diese Angaben nochmals bestätigt. Es besteht kein Grund, von dieser auf eingehenden fachärztlichen Untersuchungen beruhenden medizinischen Beurteilung abzugehen. Entgegen den Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vermag nach dem Gesagten auch die bestehende psychische Beeinträchtigung nichts daran zu ändern, dass die Beschwerdeführerin unter den massgebenden unfallversicherungsrechtlichen Gesichtspunkten für eine geeignete leichtere Tätigkeit als voll arbeitsfähig zu gelten hat. b) Das für die Invaliditätsbemessung nach der Methode des Einkommensvergleichs massgebende Invalideneinkommen ist von der SUVA anhand der internen Arbeitsplatz-Dokumentation (DAP-Lohnangaben) festgesetzt worden, was nach der Rechtsprechung als zulässig zu betrachten ist (RKUV 1999 Nr. U 343 S. 412). Der Vorinstanz ist darin beizupflichten, dass die von der SUVA aufgelegten DAP-Erfassungsblätter eine hinreichende Grundlage für die Festsetzung des von der Beschwerdeführerin trotz der Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch zu erzielenden Einkommens bilden. Die dokumentierten fünf Arbeitsplätze tragen allesamt den bestehenden unfallbedingten Beeinträchtigungen Rechnung und entsprechen dem medizinischen Anforderungsprofil (wechselbelastende Tätigkeit, keine schweren Lasten und Arbeiten über Schulterhöhe, Einschalten von Pausen). Es handelt sich um körperlich leichte Tätigkeiten (Elektromontage, Hilfsarbeiten in Handel und Industrie), die keine besondere Ausbildung voraussetzen. Wird auf das Mittel der in den aufgelegten DAP-Erfassungsblättern angegebenen Minimal- und Maximallöhne abgestellt, so ergibt sich ein Lohn von Fr. 41'780.-. Die SUVA hat auf den Durchschnitt der in den DAP-Erfassungsblättern angegebenen Mindestlöhne von Fr. 37'700.- abgestellt und damit dem Umstand Rechnung getragen, dass Versicherte, welche eine bestimmte Tätigkeit zwar auszuüben vermögen, in der Leistungsfähigkeit aber eingeschränkt sind, sich in der Regel mit einem niedrigeren Lohn zu begnügen haben (noch nicht veröffentlichtes Urteil A. vom 9. Mai 2000, I 482/99; BGE 124 V 323 Erw. 3b/bb mit Hinweisen). Ein sog. leidensbedingter Abzug fällt vorab bei der Invaliditätsbemessung aufgrund von Tabellenlöhnen in Betracht, kann unter bestimmten Voraussetzungen aber auch bei der Festsetzung des Invalideneinkommens aufgrund von DAP-Zahlen zur Anwendung gelangen (RKUV 1998 Nr. U 304 S. 372). Im vorliegenden Fall besteht kein Anlass zu einem solchen Abzug, nachdem die SUVA auf die Mindest- und nicht auf die Durchschnittslöhne abgestellt und damit bereits eine Reduktion von rund 10 % vorgenommen hat. c) Die Beschwerdeführerin hat als Mitarbeiterin des Personalrestaurants der Firma A.________ AG vor dem Unfall bei einem Arbeitspensum von 50 % einen Monatslohn von Fr. 1'810.-, nebst einer Zulage für das Mittagessen von Fr. 180.-, bezogen. Umgerechnet auf eine volle Erwerbstätigkeit ergibt sich daraus ein Einkommen von Fr. 49'220.- (Fr. 1'810.- x 2 x 13 + Fr. 180.- x 12) im Jahr. Nach den Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin wurde das Personalrestaurant ab dem 1. Januar 1997 nicht mehr direkt von der A.________ AG, sondern durch die Firma E.________ geführt, welche die Angestellten zwar übernahm, ihnen jedoch etwas tiefere Löhne ausbezahlte; anderseits wurden bei der A.________ AG in den Jahren 1997 und 1998 generell keine Lohnerhöhungen gewährt. Es besteht daher kein Anlass, das für die Invaliditätsbemessung massgebende Valideneinkommen für die Zeit vor dem Rentenbeginn (1. Januar 1999) höher anzusetzen. Bei einem Valideneinkommen von Fr. 49'220.- und einem Invalideneinkommen von Fr. 37'700.- ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 23,4 %. Es ist somit nicht zu beanstanden, wenn die SUVA der Beschwerdeführerin eine Invalidenrente von 25 % zugesprochen hat. Dass die Invalidität nach ärztlicher Auffassung lediglich zu 50 % unfallbedingt ist, führt zu keiner Kürzung der Rente, weil der unfallfremde Vorzustand vor dem Unfall zu keiner Verminderung der Erwerbsfähigkeit geführt hat (Art. 36 Abs. 2 Satz 2 UVG).