Citation: 6B_760/2022 E. 3.2.1

3.2.1. Der Beschwerdeführer vermag mit seiner Rüge, die Vorinstanz verletze ihre Begründungspflicht bzw. sein Anspruch auf rechtliches Gehör, indem sie seinen Beweisantrag betreffend die Einholung eines Gutachtens zur Ermittlung seiner Erektionsfähigkeit mit Verweis auf die erstinstanzliche Verfügung vom 28. August 2019 abgewiesen habe, ohne darzulegen, weshalb sie den erstinstanzlichen Ausführungen folge, nicht durchzudringen. Die Vorinstanz hält im angefochtenen Entscheid fest, die in der erstinstanzlichen Verfügung vom 28. August 2019 enthaltene Begründung sei zutreffend. Damit pflichtet die Vorinstanz der ersten Instanz bei. In der Folge verweist sie in nachvollziehbarer Weise auf die Begründung der ersten Instanz, weshalb der Beweisantrag abzuweisen sei, und macht diese damit zu ihrer eigenen Begründung, was nach Art. 82 Abs. 4 StPO zulässig ist. Es erschliesst sich nicht, inwiefern die Vorinstanz dazu verpflichtet wäre, darüber hinaus ihre Zustimmung zur erstinstanzlichen Begründung darzulegen, zumal sich die Begründung der ersten Instanz aus ihrer Verfügung ergibt und sich inhaltlich auf denselben Beweisantrag bezieht. Ferner führt die Vorinstanz weitere Gründe für die Abweisung seines Beweisantrags an. So erwägt sie etwa gestützt auf die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2, wonach sein Penis jedenfalls so stark erigiert gewesen sei, dass eine mehrfache orale Penetration habe erfolgen können, die Einholung eines Gutachtens zur Ermittlung seiner Erektionsfähigkeit nicht erforderlich sei. Es ist nicht ersichtlich, was der Beschwerdeführer für sich ableiten will, wenn er vorträgt, dass die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 von der ersten Instanz in ihrer Verfügung vom 28. August 2019 nicht thematisiert worden seien. Die Vorinstanz begründet demnach zwar kurz, aber hinreichend, weshalb sie kein Gutachten zu seiner Erektionsfähigkeit einholt.