Citation: 6B_553/2022 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführer bringen zur geltend gemachten Verletzung von Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO vor, angesichts des von ihnen dargestellten Sachverhalts und der zahlreichen Verdachtsmomente liege ein dringender Tatverdacht namentlich bezüglich Betrug vor, weshalb die Untersuchung nicht eingestellt werden dürfe. Zumindest bestehe ein "Zweifelsfall" (BGE 137 IV 219 E. 7.1), weshalb nach der bundesgerichtlichen Praxis Anklage zu erheben sei (Beschwerde S. 35 f.). Die Beschwerdeführer tragen vor, die Staatsanwaltschaft habe im am 7. Juni 2010 zur Anzeige gebrachten Sachverhalt der H.________ erst 2018 ein Rechtshilfegesuch gestellt und die aufschlussreichen Daten dann nicht ausgewertet. Diese US-Bankunterlagen begründeten den dringenden Tatverdacht, dass die Beschuldigten die Aktien einer nicht operativen Scheingesellschaft verkauft hätten, um sich damit zu bereichern (Beschwerde S. 10). Sie (die Beschwerdeführer) hätten festgestellt, dass ab dem in den USA gebuchten Konto der H.________ bei der Bank K.________ regelmässig Barbezüge in der Schweiz stattfanden, die keinesfalls vom angeblichen Geschäftszweck gedeckt sein konnten, sowie zahlreiche Rück- und Weiter-Überweisungen ab diesem Konto an die Beschuldigten. Der Kontostand sei durch fortlaufend hohe, sachlich nicht gerechtfertigte Überweisungen ins Ausland auf tiefem Niveau gehalten worden (Beschwerde S. 13). Die Beschuldigte G.F.________ habe in der Schweiz Aktien der H.________ verkauft. Das von den Investoren überwiesene Geld sei vom Konto dann zurück in die Schweiz gezahlt worden, zur Bestreitung des persönlichen Unterhalts der Beschuldigten (Beschwerde S. 17, 19, 24). Damit sei der Gesellschaft das Betriebskapital entzogen worden. Von einer solchen Gesellschaft Aktien zu verkaufen und als lukratives Investment anzupreisen, sei offensichtlich betrügerisch (Beschwerde S. 27 f.). Die Beschwerdeführer machen gestützt auf ihre umfänglichen Tatsachenbehauptungen geltend, die fehlenden Zahlungen für operative Kosten belegten den dringenden Tatverdacht für mutmasslich systematischen, gewerbsmässigen Anlagebetrug. Trotz dringenden Tatverdachts seien keine weiteren Ermittlungen und keine Anklageerhebung erfolgt. Der Investor müsse bei Telefonverkäufen nicht damit rechnen, dass es gar keine Explorationsfirma sei, diese operativ gar nicht tätig sei, sie keine Generalversammlung durchführe, keine Geschäftszahlen publiziere, keine Buchhaltung habe und nur zum Schein bestehe, um Investoren zu täuschen und ihnen im grossen Stil Aktien anzudrehen. Hierin liege die mutmassliche Täuschung. Sie hätten durch die Analyse der Kontounterlagen des einzigen Kontos nachgewiesen, dass die H.________ keine nennenswerten operativen Tätigkeiten entfaltet habe. Der Verdacht einer Scheingesellschaft als Betrugsvehikel sei erstellt (Beschwerde S. 30 ff.).