Citation: 6B_1249/2023 E. 1.5

1.5. Wie die Vorinstanz erwog, brachte die Erstinstanz die Rückzugsfiktion sodann zu Recht zur Anwendung: Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer der Hauptverhandlung vom 31. Januar 2023 fernblieb, obwohl er ordnungsgemäss vorgeladen und darauf hingewiesen worden war, dass seine Einsprache als zurückgezogen gilt, wenn er nicht erscheint. Der Anwendung der Rückzugsfiktion steht entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht entgegen, dass er sich gegen den Strafbefehl wehrte bzw. sein Interesse an einer gerichtlichen Beurteilung verschiedentlich zum Ausdruck brachte. Massgebend ist, ob er erkennbar die Bereitschaft zeigte, das von ihm mit Einsprache angestrengte Ziel im Einklang mit dem Strafprozessrecht zu erreichen (Urteil 6B_63/2023 vom 10. März 2023 E. 1.6). Dies hat die Vorinstanz zu Recht verneint: Der Beschwerdeführer hat sich gegen die Bemühungen der Erstinstanz zur Wehr gesetzt, eine Hauptverhandlung durchzuführen, und ist im Wissen um seine persönliche Erscheinungspflicht der Hauptverhandlung unentschuldigt ferngeblieben, zumal er nicht von der Gutheissung seines kurzfristig gestellten Dispensationsgesuchs bzw. der Absage der Hauptverhandlung ausgehen durfte (dazu E. 1.3). Er tat dies, obwohl er umfassend über die Folgen des unentschuldigten Fernbleibens orientiert war. Wenn er nun geltend macht, dass ihm die angedrohte Rechtsfolge nicht entgegen gehalten werden dürfe, verhält er sich treuwidrig. Dieses Verhalten ist nicht schützenswert.