Citation: 5P.300/2003 11.11.2003 E. 2

Die instruktionsrichterliche Erläuterung hat den Massnahmenentscheid in sein Gegenteil verkehrt. Sind die Unterhaltsbeiträge vor der Erläuterung "zusätzlich" zu den bezogenen Versicherungsleistungen geschuldet gewesen, sollen nach dem erläuterten Massnahmenentscheid die bezogenen Versicherungsleistungen an die Unterhaltszahlungen "anrechenbar" sein. Die Beschwerdeführerin erblickt darin eine Verletzung von Art. 9 BV. Zum einen sei ein Rechtsspruch, der Unterhaltsbeiträge klar und deutlich als "zusätzlich" geschuldet bezeichne, gar nicht erläuterungsfähig (E. 3 hiernach). Zum anderen seien die Erläuterungsvoraussetzungen nicht erfüllt (E. 4 hiernach). Willkür in der Rechtsanwendung setzt voraus, dass die massgebende Norm qualifiziert unrichtig angewendet worden ist (BGE 110 Ia 1 E. 2a S. 3; allgemein zum Begriff: BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9). Willkür müsste namentlich bejaht werden, wenn die kantonale Instanz von Lehre und/oder Rechtsprechung abweicht, ohne sich dafür auf haltbare Gründe stützen zu können (BGE 128 III 4 E. 4b S. 7; 117 III 76 E. 7c S. 83 und 113 III 94 E. 10c S. 101/102).