Citation: 8C_55/2007 20.11.2007 E. A

A.a Der 1969 geborene türkische Staatsangehörige G.________ erlitt am 15. Juni 1998 ein Verhebetrauma mit akutem Lumbovertebralsyndrom. Am 14. Oktober 2000 zog er sich bei einem Treppensturz rücklings eine Kontusion des Thorax und der Halswirbelsäule (HWS) zu. Nach kurz dauernder ärztlicher Behandlung bestand jeweils wieder volle Arbeitsfähigkeit. Gemäss Unfallmeldung an die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) vom 18. Juli 2001 schlug er sich am 27. Juni 2001 beim Ziehen von Harassen den Rücken an. Am 6. Juli 2001 suchte er Dr. med. S.________, Innere Medizin FMH, auf, welcher eine Diskushernie L5/S1 diagnostizierte. Wegen Lumboischialgien meldete er sich am 17. September 2001 zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung an. Am 18. Dezember 2001 erlitt G.________ einen Verkehrsunfall, als er mit seinem Personenwagen vor einer Strassenkreuzung anhalten musste, ein nachfolgendes Fahrzeug nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte und in das Heck des von ihm gelenkten Wagens stiess, welcher in das vor ihm stehende Fahrzeug geschoben wurde. Laut Bericht des Dr. med. M.________, Facharzt für Neurologie FMH, vom 12. März 2002 zog er sich dabei eine Abknickverletzung der HWS, eine milde traumatische Hirnverletzung sowie eine Retraumatisierung der Diskushernie lumbal zu. Die Rehaklinik E.________, wo sich der Versicherte im Auftrag der SUVA vom 4. März bis 12. April 2002 in stationärer Abklärung und Behandlung befand, gelangte im Austrittsbericht vom 2. Mai 2002 zum Schluss, dass der Unfall vom 18. Dezember 2001 nur zu einer vorübergehenden Traumatisierung des lumbalen Vorzustandes geführt habe und dem Versicherten leichte bis mittelschwere wechselbelastende Tätigkeiten ganztags zumutbar seien. Vom 18. bis 27. Februar 2003 hielt sich G.________ im Rehazentrum U.________ auf, wo ein chronisches zervikospondylogenes sowie ein lumbospondylogenes Schmerzsyndrom im Rahmen einer somatoformen Schmerzstörung diagnostiziert und eine Psychotherapie als dringend erforderlich bezeichnet wurden. Die IV-Stelle des Kantons Solothurn beauftragte die Medizinische Abklärungsstelle (MEDAS) mit einem Gutachten, welches am 30. Dezember 2003 erstattet wurde und worin die Diagnosen eines chronischen zervikozephalen und intermittierend zervikospondylogenen Syndroms, eines chronischen lumbospondylogenen Syndroms sowie einer depressiven Störung leichten Grades gestellt wurden. Ferner wurden eine nicht auszuschliessende undifferenzierte Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.1) sowie - anamnestisch - Hinweise auf eine milde traumatische Hirnverletzung (MTBI) mit chronisch-persistierenden Kopfschmerzen erwähnt. Zur Arbeitsfähigkeit wurde ausgeführt, diese betrage mindestens 50% in der bisherigen und 80% in einer angepassten leichten bis mittelschweren Tätigkeit. Mit Verfügung vom 6. April 2004 lehnte die IV-Stelle die Zusprechung einer Invalidenrente mit der Begründung ab, dass der Invaliditätsgrad lediglich 28% betrage. Daran hielt sie mit unangefochten gebliebenem Einspracheentscheid vom 17. Juni 2004 fest. A.b Mit Neuanmeldung vom 18. Oktober 2004 und einer weiteren Eingabe vom 22. März 2005 liess G.________ erneut um Zusprechung einer Invalidenrente sowie um Berufsberatung ersuchen. Mit Verfügung vom 26. April 2005 trat die IV-Stelle auf das Leistungsbegehren mangels neuer Tatsachen nicht ein. Die dagegen erhobene Einsprache wies sie mit Einspracheentscheid vom 24. August 2005 ab.