Citation: 2C_202/2020 E. 3.2

3.2. Wie sich aus den für das Bundesgericht verbindlichen vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen (Art. 105 Abs. 1 BGG) ergibt, hat sich die Ehefrau des Beschwerdeführers am 2. Juli 2014 in eine andere bernische Gemeinde abgemeldet und ist dort in die Wohnung ihres Chefs eingezogen. Am 1. Dezember 2016 ist sie sodann zusammen mit ihrem Chef in eine neue Wohnung umgezogen (vgl. E. 2.3 des angefochtenen Urteils). Der Beschwerdeführer räumt ein, dass aus der "anfänglichen Wohngemeinschaft" seiner Ehefrau mit deren Chef eine Beziehung entstanden sei (vgl. S. 9 Ziff. 8 der Beschwerde) und die Ehe "fürs erste scheiterte" (vgl. S. 10 Ziff. 10 der Beschwerde). Gemäss seinen Ausführungen im vorinstanzlichen Verfahren sei ab Frühjahr 2016 "von einem endgültigen Scheitern der Ehe auszugehen" und "ein Berufen auf die bestehende Ehe mit einer slowakischen Staatsbürgerin unzulässig geworden" (vgl. S. 5 der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 17. April 2019). Vor diesem Hintergrund ist die Rüge unbegründet, seine Ehe sei nicht inhaltsleer. Ebenso ist nicht ersichtlich, inwieweit die Vorinstanz den Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt hat. Die Ausführungen des Beschwerdeführers zur Scheinehe sind unbehelflich, weil es keine Rolle spielt, ob die Ehe von Anfang an inhaltsleer gewesen ist. Auch aus dem Umstand, dass bis heute weder ein Eheschutzgesuch noch ein Scheidungsverfahren anhängig gemacht wurde, kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten. Dasselbe gilt für die theoretische Möglichkeit, dass die eheliche Gemeinschaft wieder aufgenommen werden könnte. Der Beschwerdeführer kann keinen Aufenthaltsanspruch aus seiner nur noch formell bestehenden Ehe ableiten. Dies gilt auch, soweit er geltend macht, seine Ehefrau besitze mittlerweile die Niederlassungsbewilligung, weil der Anspruch nach Art. 43 Abs. 1 AuG ebenfalls eine tatsächlich gelebte Ehe bzw. ein Zusammenwohnen voraussetzt.