Citation: 6S.365/2003 19.12.2003 E. 3.1

Die Vorinstanz stellt in tatsächlicher Hinsicht für den Kassationshof verbindlich fest (Art. 277bis Abs. 1 BStP), dem Selbstunfall sei bereits anlässlich des gemeinsamen Ausgangs der Parteien ein heftiger Streit vorausgegangen, welcher sich während der Autofahrt fortgesetzt habe. Der Beschwerdegegner habe stets geltend gemacht, die Beschwerdeführerin habe ihm während der Fahrt ins Steuer gegriffen und den Wagen nach rechts gelenkt. Er habe in der Folge das Lenkrad zurückdrehen wollen und Gegensteuer nach links gegeben, worauf es zum Zusammenstoss gegen die Mittelleitplanke gekommen sei. Die Vorinstanz erachtet diese Darstellung nicht als völlig abwegig (anders noch das erstinstanzliche Urteil). Sie nimmt an, der Griff ins Steuer des Beschwerdegegners habe die unmittelbarste Ursache für das gesetzeswidrige Fahrmanöver und den Unfall dargestellt, weshalb sie den Beschwerdeführer in Anwendung des verfassungsmässigen Grundsatzes "in dubio pro reo" von den Vorwürfen der fahrlässigen schweren Körperverletzung sowie der damit in Zusammenhang stehenden Verletzung von Verkehrsregeln freisprach. 3.2 Die Beschwerde richtet sich im Strafpunkt gegen den Freispruch des Beschwerdegegners von der Anklage der fahrlässigen schweren Körperverletzung. Dabei macht die Beschwerdeführerin eine Verletzung des verfassungsmässigen Grundsatzes "in dubio pro reo" durch die Vorinstanz geltend. Die eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde kann gemäss Art. 269 Abs. 1 BStP nur damit begründet werden, dass die angefochtene Entscheidung eidgenössisches Recht verletze. Die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte ist der staatsrechtlichen Beschwerde vorbehalten (Art. 269 Abs. 2 BStP). Die Nichtigkeitsbeschwerde steht somit für die Rüge der willkürlichen Beweiswürdigung und der Verletzung des verfassungsmässigen Grundsatzes "in dubio pro reo" nicht zur Verfügung. Auf die Beschwerde kann in diesem Punkt nicht eingetreten werden. Nicht mehr Erfolg beschieden wäre der Beschwerde auch, wenn man sie in eine staatsrechtliche Beschwerde umdeuten wollte (vgl. hiezu aber BGE 120 II 270 E. 2). Soweit die Beschwerdeführerin Willkür geltend machen will, genügt ihre Beschwerde den Begründungsanforderungen gemäss Art. 90 Abs. 1 lit. b OG nicht. Die Beschwerdeführerin beschränkt sich lediglich darauf, ihre Sicht der Dinge darzulegen und ihren Standpunkt zu bekräftigen. Dass das angefochtene Urteil mit der Darstellung der Beschwerdeführerin nicht übereinstimmt oder eine andere Lösung oder Würdigung vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre, genügt praxisgemäss für die Begründung von Willkür nicht (BGE 127 I 54 E. 2b mit Hinweisen). Auf eine blosse Behauptung von Willkür mit pauschalen Vorbringen tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 125 I 492 E. 1b mit Hinweisen).