Citation: H 60/99 06.09.2000 E. 3

3.- a) Es steht fest und ist im Übrigen unbestritten, dass die Verfügung der Steuerverwaltung des Kantons Luzern vom 3. April 1997, mit welcher auf einem Lidlohn von Fr. 63'600. - eine Sondersteuer veranlagt worden war, unangefochten in Rechtskraft erwuchs. Während T.________ im vorinstanzlichen Verfahren gleichwohl geltend machte, die Sondersteuer sei zu Unrecht erhoben wurde, tut dies der Beschwerdeführer erstmals letztinstanzlich. Zur Bestätigung legt er eine Erklärung des Gemeindeschreibers von Willisau- Land vom 12. Februar 1999 auf. Danach ist die Meldung der Steuerbehörde an die -verwaltung über Lidlohn im Betrag von Fr. 63'600. - irrtümlich erfolgt, da nicht von Lidlohn, sondern von einer ausstehenden Lohnforderung auszugehen sei und die Löhne jeweils korrekt abgerechnet worden seien. b) Art. 39 AHVV regelt die Nachzahlung geschuldeter Beiträge. Art. 23 AHVV normiert das Zusammenwirken der Steuerbehörde und der Ausgleichskasse bei der Festsetzung der Beiträge von Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit. Die Angaben der kantonalen Steuerbehörden über das massgebende Einkommen und das betriebliche Eigenkapital gemäss Art. 23 Abs. 1 AHVV sind für die Ausgleichskassen absolut (Art. 23 Abs. 4 AHVV) und für das Sozialversicherungsgericht rechtsprechungsgemäss insoweit relativ verbindlich, als nur unter bestimmten Voraussetzungen davon abgewichen werden darf. Diese Bindung betrifft indes namentlich nicht die beitragsrechtliche Qualifikation eines von der Steuerbehörde gemeldeten Einkommens. Die Ausgleichskassen haben vielmehr ohne Bindung an die Steuermeldung auf Grund des AHV-Rechts zu beurteilen, wer für das gemeldete Einkommen beitragspflichtig ist (BGE 121 V 83 Erw. 2c, 114 V 75 Erw. 2, 110 V 86 Erw. 4 und 370 Erw. 2a, 102 V 30 Erw. 3b mit Hinweisen). Letzteres gilt insoweit auch für die beitragsrechtliche Qualifikation eines von der kantonalen Steuerbehörde gemeldeten Lidlohns, als Ausgleichskasse wie Sozialversicherungsgericht einzig nach Massgabe des AHV-Rechts zu beurteilen haben, ob hiefür Beiträge geschuldet sind oder eine allfällige Beitragsschuld bereits getilgt wurde. Ob die unangefochten in Rechtskraft erwachsene Verfügung der sachlich und örtlich zuständigen kantonalen Steuerverwaltung vom 3. April 1997 (betreffend Sondersteuer auf Lidlohn) zu Recht erfolgte und inwieweit die Bescheinigung des Gemeindeschreibers (vom 12. Februar 1999) geeignet ist, Gegenteiliges zu belegen, kann demnach ebenso offen bleiben, wie die Frage, ob das entsprechende Vorbringen des Beschwerdeführers und die zum Zwecke des Beweises eingereichte Bescheinigung des Gemeindeschreibers prozessual zulässig sind (vgl. Erw. 1 hievor).