Citation: 1C_372/2019 E. A

A.C.________ und B.C.________ sowie D.F.________ und E.F.________ sind Eigentümer direkt benachbarter Grundstücke in der Gemeinde Gurmels. A.a. Auf dem Grundstück von A.C.________ und B.C.________ befindet sich entlang der gemeinsamen Grundstücksgrenze eine Steinkorbmauer und dahinter (d.h. weiter von der Grundstücksgrenze zurückversetzt) ein höherer Drahtgitter-Zaun. Diese Einfriedung hat die Gemeinde Gurmels am 21. Juli 2008 bewilligt. Da während der Ausführung Änderungen erfolgten, ordnete das Oberamt des Seebezirks die Einreichung eines neuen Baugesuchs an. Die Gemeinde bewilligte die Änderung der Einfriedung am 29. Dezember 2008. A.b. D.F.________ und E.F.________ erstellten ihrerseits, gestützt auf die Baubewilligung des Oberamts vom 9. April 2014 (unter anderem) einen Doppelstabmattenzaun entlang der gemeinsamen Grundstücksgrenze, wobei in den bewilligten Plänen ein Grenzabstand von 20 cm und eine Höhe von 120 cm ausgewiesen war. Aufgrund eines Hinweises von A.C.________ und B.C.________ vermass die Gemeinde Gurmels die Einfriedung von D.F.________ und E.F.________ am 13. Juni 2017. Dabei wurde ein Grenzabstand von rund 8 cm und eine Höhe der Zaunpfosten von bis zu 143 cm gemessen. Daraufhin forderte die Gemeinde D.F.________ und E.F.________ mit Schreiben vom 13. Juli 2017 auf, entweder den Zaun an die bewilligten Pläne anzupassen oder den Grenzabstand zu belassen, die maximale Zaunhöhe zu reduzieren und diese Einfriedung bewilligen zu lassen oder mit A.C.________ und B.C.________ ein Näherbaurecht zu vereinbaren. Nachdem letztere dem Oberamt des Seebezirks am 3. Januar 2018 angezeigt haben, dass der Zaun nicht angepasst worden sei, forderte das Oberamt die Parteien zu einer einvernehmlichen Einigung auf, da beide Einfriedungen nicht den bewilligten Plänen entsprächen. Eine Einigung misslang jedoch. In der Folge entschied das Oberamt des Seebezirks am 25. Februar 2019, auf die Anordnung einer bewilligungskonformen Änderung bzw. eines Abbruchs des Zauns von D.F.________ und E.F.________ sowie der Steinkorbmauer von A.C.________ und B.C.________ zu verzichten. Diesen Entscheid begründete das Oberamt im Wesentlichen damit, dass sowohl der Zaun als auch die Steinkorbmauer bezüglich Grenzabstand und Höhe geringfügig von den jeweils bewilligten Plänen abwichen. Zwar weise der Zaun insgesamt höhere Abweichungen auf als die Steinkorbmauer, jedoch seien die Abweichungen in beiden Fällen im tiefen Zentimeterbereich und damit insgesamt vernachlässigbar. Überdies springe der Zaun aufgrund seiner leichteren Bauweise und der geländeangepassten Farbe optisch weniger störend ins Auge als die massive Steinkorbmauer. A.c. Die gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde von A.C.________ und B.C.________ wies das Kantonsgericht des Kantons Freiburg, II. Verwaltungsgerichtshof, mit Urteil vom 3. Juni 2019 ab, soweit darauf einzutreten war. Das Kantonsgericht erwog, der Zaun überschreite die maximale Höhe um wenige Zentimeter bzw. um höchstens 15 cm (an einer Stelle). Die Abweichung vom Erlaubten sei unbedeutend, das öffentliche Interesse an einer Wiederherstellung sei nicht von grossem Gewicht und die Fortsetzung des rechtswidrigen Zustands widerspreche keinen schwerwiegenden öffentlichen Interessen. Die Anordnung der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands wäre unverhältnismässig.