Citation: 6B_173/2019 E. 2.3

2.3. Die frühere amtliche Verteidigerin des Beschwerdeführers war an allen Einvernahmen anwesend (Strafakten, Bd. I act. 247, 254, 261, 267, 274). Die Abwesenheit des Beschwerdeführers wurde von seiner Verteidigerin nicht beanstandet; sie beantragte auch nicht die Teilnahme desselben. Auch die späteren drei amtlichen Verteidiger des Beschwerdeführers beanstandeten keine Verweigerung des Konfrontationsrechts. Der Beschwerdeführer bringt vor, er habe vor der Hauptverhandlung vor erster Instanz ausgesagt, er kenne den ganzen Sachverhalt erst seit sechs Tagen und sei nie zu den Vorwürfen durch die Staatsanwaltschaft befragt worden. Er kenne den Vorwurf mit den Videos und den Anzeigen erst seit letzten Freitag. Daraus kann auch unter Berücksichtigung des nichtjuristischen Hintergrunds des Beschwerdeführers keine Rüge der Verletzung des Konfrontationsrechts abgeleitet werden, zumal die Hauptaussage des Beschwerdeführers, er selbst sei nicht zu dem ihm gemachten Vorwurf angehört worden, eindeutig aktenwidrig ist. Die Rüge der Verletzung der Teilnahmerechte des Beschwerdeführers erfolgte somit erst durch den für das Berufungsverfahren neu eingesetzten amtlichen Verteidiger. Sie verletzt damit den Grundsatz von Treu und Glauben. Dem Beschwerdeführer ist das Verhalten seiner früheren Verteidiger anzurechnen (BGE 143 IV 397 E. 3.4.2). Hiervon ist analog der Situation bei notwendiger Verteidigung nur bei schwerwiegenden Pflichtverletzungen der Verteidigung abzuweichen (BGE 143 I 284 E. 1.3). Für eine solche sind abgesen von den unbelegten Vorbringen des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 8 f.) in den Akten keine Hinweise ersichtlich. Die Vorinstanz durfte aufgrund dieser Sachlage davon ausgehen, dass der Beschwerdeführer auf sein Teilnahmerecht an den Einvernahmen verzichtet hat. Es liegt keine Verletzung der Teilnahmerechte des Beschwerdeführers vor.