Citation: 8C_156/2023 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz würdigte die medizinische Aktenlage einlässlich, sorgfältig sowie pflichtgemäss und zeigte willkürfrei auf, dass das Gutachten der IME vom 16. Juli 2021 die Anforderungen an eine beweistaugliche Entscheidungsgrundlage erfüllt. Im Wesentlichen stellte das kantonale Gericht fest, dass die IME-Gutachter umfassend und nachvollziehbar dargelegt hätten, weshalb beim Beschwerdeführer keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in quantitativer Hinsicht vorliege. So seien aufgrund der im Rahmen der Beschwerdevalidierungstests erzielten Leistungen eine zuverlässige Interpretation der Resultate nicht möglich und daher keine Befunde objektivier- und reproduzierbar gewesen, die eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit valide begründen könnten. Die Leistung habe bei allen Beschwerdevalidierungsaufgaben bei kritischen Parametern in einem Bereich gelegen, der klar auf suboptimales Leistungsverhalten hinweise, und der Beschwerdeführer habe bei zwei Testdurchgängen Leistungen gezeigt, die weit unter dem Durchschnitt einer Referenzpopulation von Menschen mit fortgeschrittener Demenz gelegen hätten. Eine entsprechende Störung scheine beim Beschwerdeführer jedoch nicht plausibel und es hätten sich in der Untersuchung keine Hinweise auf Beschwerden gezeigt, welche die beschriebenen Auffälligkeiten hätten erklären können. Das kantonale Gericht zeigte sodann auf, dass bereits anlässlich der Begutachtung durch die PMEDA (Gutachten vom 13. Juli 2018) Hinweise auf ein verfälschtes Antwortverhalten und typische Zeichen einer Aggravation festgestellt worden seien. Zudem habe auch der RAD-Arzt med. pract. B.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH sowie Praktischer Arzt FMH, im Rahmen seiner Stellungnahme vom 30. April 2022 das Zustandsbild einer fortgeschrittenen Demenz mit globalen kognitiven Defiziten festgehalten und dargelegt, dass sich weder somatisch noch psychiatrisch effektive Hinweise auf eine solche Erkrankung ergeben hätten. Schliesslich erwog die Vorinstanz, der neurologische und psychiatrische IME-Gutachter habe sich mit der in der Vorakten gestellten Verdachtsdiagnose einer organisch wahnhaften Störung auseinandergesetzt. Seine diesbezügliche Einschätzung, die "prospektierte" psychiatrische Diagnose, die trotz fehlender Symptomvalidierung und trotz fehlenden Beizugs eines Dolmetschers aufgrund der Ergebnisse der neuropsychologischen Tests gestellt worden sei, und die infarktbedingte organische Läsion stünden in keiner anatomisch begründbaren Korrelation, leuchte ein. Zudem vermöchten Verdachtsdiagnosen, worauf der Gutachter zu Recht hingewiesen habe, keine anhaltenden Funktionsstörungen zu begründen, da sie dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht genügten. Dies gelte ebenfalls für die im Bericht des Dr. med. C.________, Leitender Oberarzt der Psychiatrischen Dienste D.________ AG, PDAG, vom 30. August 2021 erwähnte Differentialdiagnose einer organisch wahnhaften Störung. Diesbezüglich habe denn auch der neuropsychologische IME-Gutachter auf eine nicht authentische Beschwerdeschilderung und auf widersprüchliche Angaben zu den Symptomen hingewiesen.