Citation: 4A_265/2023 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz bejahte eine Anzeigepflichtverletzung und wies die Klage ab. Sie erwog, dass die Beschwerdegegnerin gemäss den anwendbaren Versicherungsbedingungen der Zusatzversicherung den Vertrag habe kündigen können, wenn erhebliche Gefahrstatsachen verschwiegen oder unrichtig mitgeteilt worden wären. Gestützt auf die eingereichten Beweise und die Aussagen der Parteien gelangte die Vorinstanz sodann zum Schluss, die Beschwerdeführerin habe bereits vor Abschluss der Versicherung von den Zahn- bzw. Kieferbeschwerden Kenntnis haben müssen. Dennoch habe sie in der am 12. August 2019 unterzeichneten Gesundheitserklärung zum Versicherungsantrag verneint, dass Anzeichen für eine Fehlstellung der Zähne bzw. des Kiefers bestehen würden und deshalb eine Behandlung, Kontrolle oder Abklärung zumindest empfohlen worden sei. Die Beschwerdeführerin habe somit erhebliche Gefahrstatsachen, die sie kannte oder hätte kennen müssen, unrichtig mitgeteilt oder verschwiegen, womit eine Anzeigepflichtverletzung im Sinne von Art. 4 VVG vorliege. Die Vorinstanz setzte sich in ihrem Entscheid auch eingehend mit den verschiedenen Einwänden der Beschwerdeführerin zur inhaltlichen Übereinstimmung der im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten Kopie des Versicherungsantrags (insbesondere der Gesundheitsdeklaration) und mit dem Original auseinander. Gleichzeitig legte sie auch ausführlich dar, weshalb sie von einer eigenhändigen Unterschrift der Beschwerdeführerin ausging. Das Urteil war somit ohne Weiteres sachgerecht anfechtbar, weshalb keine Verletzung der Begründungspflicht ersichtlich ist. Insgesamt erweist sich diese Rüge als unbegründet.