Citation: 1C_139/2009 13.08.2009 E. 3.1

3.1.1 Gegenüber den von einem Vertrauensanwalt der Schweizerischen Botschaft Ankara im Heimatdorf des Beschwerdeführers durchgeführten Abklärungen, auf welche sich die Vorinstanz zu einem erheblichen Teil abstützt, bringt der Beschwerdeführer vor, diese hätten widersprüchliche Resultate ergeben. Gemäss diesen mündlich durchgeführten und daher nicht überprüfbaren Abklärungen habe er angeblich mit C.________ zwischen 1990 und 1991 bzw. zwischen 1991 und 1992 eine Imam-Ehe geschlossen. Zu diesem Zeitpunkt sei er jedoch bereits in der Schweiz gewesen; im Herbst 1990 habe er das Asylgesuch gestellt. Des Weitern bestreite E.________ den im Bericht des Vertrauensanwalts wiedergegebenen Inhalt seiner angeblichen Aussagen. Bei den Akten befinde sich ausserdem eine auf den 1. März 2007 datierte Rechnung des Vertrauensanwalts, die mit dem Betreff "X.________ ve Nebi Yilmaz Hakkinda" beschriftet sei. Dieser Betreff weise darauf hin, dass die Abklärungen des Vertrauensanwalts bezüglich falscher Personen durchgeführt worden seien. 3.1.2 Es trifft zwar zu, dass sich die Angaben der befragten Personen hinsichtlich des Zeitraums des Abschlusses einer Imam-Ehe zwischen dem Beschwerdeführer und C.________ nicht völlig decken, und dass sie sich teilweise auf einen Zeitraum beziehen, in welchem der Beschwerdeführer bereits in die Schweiz eingereist war. Da sich die betreffenden Aussagen im Zeitpunkt der Befragung jedoch auf einen über 15 Jahre zurückliegenden Vorgang beziehen, lassen diese eher geringfügigen zeitlichen Differenzen die Feststellung der Vorinstanz, dass der Beschwerdeführer im Jahr 1989 mit C.________ eine Imam-Ehe geschlossen habe, nicht als offensichtlich unrichtig erscheinen. Letzteres vermag der Beschwerdeführer auch nicht mit dem Hinweis auf den Betreff der Rechnung vom 1. März 2007 darzutun. Daraus geht nicht ohne Weiteres hervor, dass die Abklärungen des Vertrauensanwalts hinsichtlich falscher Personen durchgeführt worden wären. Ferner führt der Beschwerdeführer nicht näher aus, inwiefern E.________ seine im erwähnten Bericht wiedergegebene Aussage bestreite. Dieser Bericht stützt sich zudem nicht nur auf die Angaben E.________s ab, sondern auch auf die damit im Wesentlichen übereinstimmenden Aussagen der weiteren befragten Personen. Die Feststellung der Vorinstanz, dass der Beschwerdeführer im Jahr 1989 mit C.________ eine Imam-Ehe geschlossen habe, ist somit nicht offensichtlich unrichtig (Art. 97 Abs. 1 BGG).