Citation: 2A.215/2006 29.05.2007 E. 7

Im Unterschied zu Art. 20a DBG tritt der gleich lautende Art. 7a StHG erst auf den 1. Januar 2008 in Kraft (AS 2006 4885). Damit ist für die kantonalen Steuern hier noch die einschlägige Bestimmung des thurgauischen Gesetzes vom 14. September 1992 über die Staats- und Gemeindesteuern (StG/TG) massgebend. 7.1 Gemäss § 22 Ziff. 4 StG/TG sind die Erträge aus beweglichem Vermögen steuerbar, insbesondere Dividenden, Gewinnanteile, Liquidationsüberschüsse und geldwerte Vorteile aus Beteiligungen aller Art einschliesslich Gratisaktien, Gratisnennwerterhöhungen und dergleichen. Diese Norm stimmt damit wörtlich mit Art. 20 Abs. 1 lit. c DBG überein, der die gesetzliche Grundlage für die Praxis des Bundesgerichts zur sog. indirekten Teilliquidation bildet (vgl. ASA 73, 402 E. 4 S. 408 ff., mit Hinweisen). Die Vorinstanz hat zutreffend erkannt, dass die bundesgerichtliche Praxis auch für das kantonale Recht massgebend ist (angefochtenes Urteil, S. 8 f. E. 3a und 3b, je in fine); dies im Interesse einer vertikalen Steuerharmonisierung (vgl. ASA 75, 488 E. 3.3 S. 493 f., mit Hinweis). 7.2 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung müssen drei Voraussetzungen kumulativ erfüllt sein, damit Einkommen aus einer indirekten Teilliquidation der Besteuerung unterliegt: