Citation: 2C_180/2008 16.02.2009 E. 6

6.1 Die Auslegung und Anwendung des kantonalen Steuergesetzes, die das Bundegericht nur unter dem beschränkten Blickwinkel des Willkürverbot überprüft (Art. 9 BV), stehen hier nicht in Frage. Der Beschwerdeführer erhebt keine diesbezügliche Verfassungsrüge (Art. 106 Abs. 2 BGG). Zu prüfen ist allein, ob die angefochtene Besteuerung den Vorgaben der Steuerharmonisierung widerspricht. 6.2 Gemäss Art. 7 Abs. 1 und 2 StHG sind die Einkünfte aus Leibrenten (und Verpfründung) zu 40 Prozent steuerbar. Steuerfrei ist der Vermögensanfall aus rückkaufsfähiger privater Kapitalversicherung (Art. 7 Abs. 4 lit. d StHG). Erträge aus rückkaufsfähigen Kapitalversicherungen mit Einmalprämie sind bei Rückkauf steuerbar, ausser wenn sie der Vorsorge dienen (Art. 7 Abs. 1ter StHG). Die Regelung ist mit derjenigen im DBG (Art. 22 Abs. 3, 24 lit. b, 20 Abs. 1 lit. a) vergleichbar. Art. 7 Abs. 1ter StHG umschreibt den Begriff der Vorsorge gleich wie Art. 20 Abs. 1 lit. a zweiter Satz DBG. Angesichts der übereinstimmenden Regelung im StHG und DBG ist die hier in Frage stehende Kapitalrückzahlung bei den kantonalen Steuern vom Einkommen gleich zu behandeln wie bei der direkten Bundessteuer. Eine andere Beurteilung liesse sich mit dem Gebot der vertikalen Harmonisierung nicht rechtfertigen. Die Beschwerde ist somit auch hinsichtlich der kantonalen Steuern begründet.