Citation: 8C_247/2023 E. 3.2

3.2. Auf eine Rückweisung der Sache zur Prüfung der Frage einer glaubhaft gemachten wesentlichen Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse kann vorliegend - anders als im Urteil 8C_661/2022 vom 26. Juni 2023 - verzichtet werden. Denn die Beschwerdegegnerin hat weder im Anschluss an das Schreiben der IV-Stelle vom 15. Juni 2022 (vgl. Sachverhalt A.b) noch im Vorbescheidverfahren Unterlagen eingereicht, welche eine solche Veränderung hätten glaubhaft machen können. Da für die beschwerdeweise Überprüfung einer Nichteintretensverfügung der Sachverhalt massgebend ist, wie er sich der Verwaltung im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung darstellte, kann der im kantonalen Beschwerdeverfahren eingereichte Bericht des Allgemeinmediziners Dipl. med. C.________ vom 28. Oktober 2022 für die Beurteilung der anspruchserheblichen Veränderung nicht berücksichtigt werden, wie auch die Vorinstanz zutreffend erkannt hat (BGE 130 V 64 E. 5.2.5; Urteil 8C_481/2020 vom 15. Dezember 2020 E. 4.1.3). Dasselbe gilt für die Stellungnahme desselben Arztes vom 30. Mai 2023 und den Bericht des Dr. med. D.________ vom 7. Juni 2023. Die beiden Beweismittel sind vorliegend auch deshalb nicht zu beachten, weil sie nach dem angefochtenen Entscheid entstanden sind (sog. echte Noven; vgl. Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 143 V 19 E. 1.2 mit Hinweisen).