Citation: 1B_416/2016 E. 2.3.2

2.3.2. Der Beschwerdeführer arbeitet nach den unwidersprochenen Erwägungen des Obergerichts (E. 4.2 b) S. 17 f.) für ein internationales Unternehmen mit Stammsitz in den USA und Filialen in Europa und Asien. Seine Aussagen zu seinem Tätigkeitsfeld sind widersprüchlich: anlässlich seiner Haftanhörung gab er an, er sei beruflich ausschliesslich in der Schweiz tätig und gehe nur zu Ausbildungszwecken ab und zu ins Ausland. Gegen die Verlängerung der Ersatzmassnahmen argumentierte er dann gegenteilig, als IT-Manager sei er eine Art Aussendienstmitarbeiter und müsse als solcher seine Kunden persönlich besuchen können. 99 % der Arbeitgeber und Auftraggeber in seinem Bereich seien nicht in der Schweiz ansässig und fast alle Produkte, mit denen er sich beruflich beschäftige, seien ausländisch. Es kann damit davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer seine berufliche Tätigkeit auch im Ausland ausüben könnte und er seine beruflichen Kontakte überwiegend im Ausland hat. Unbestritten ist jedenfalls, dass er anfangs 2015 für drei Monate mit seinem Sohn in Australien lebte und arbeitete. Der welt- und sprachgewandte (französisch, englisch) Beschwerdeführer verfügt zudem über nicht unerhebliche Mittel, die ihm nach der plausiblen Einschätzung des Obergerichts ein zeitweiliges Untertauchen im Ausland ermöglichen würden. Über engere soziale Kontakte, die ihn von einer Flucht abhalten könnten, verfügt der Beschwerdeführer nach den Akten nicht. So nahm nach der Aussage seiner Schwägerin niemand aus seinem Verwandten- oder Bekanntenkreis an der Beerdigung seiner Ex-Frau teil, und nach der Einschätzung der KESB Meilen führt er mit seinem Sohn ein eher isoliertes Leben.