Citation: 4A_580/2013 E. 4.2

4.2. Dagegen wendet der Beschwerdeführer ein, dass Vertretungswirkungen von Organen für die dahinterstehende juristische Person im schweizerischen Recht den Vertreter gerade nicht von seiner eigenen, persönlichen Haftung befreien. So sei das Organ gemäss Art. 55 Abs. 3 ZGB für sein Verschulden ausserdem persönlich verantwortlich. Es solle sich nicht hinter der juristischen Person verschanzen können. Massgebend sei, ob in der konkreten Situation eine Verantwortung des Organs zu erkennen ist, wobei bereits ein Fehlverhalten ohne persönliches Verschulden ausreiche. Aus Sicht des Geschädigten seien die juristische Person und das Organ solidarisch haftbar. Der Beklagte 2 könne demnach durchaus zusätzlich zur und unabhängig von der Beklagten 1 für Ansprüche aus Persönlichkeitsverletzung zur Verantwortung gezogen werden. Solche persönlichkeitsrechtlichen Ansprüche seien denn auch vorhanden und würden von Art. 328 OR nicht konsumiert, zumal zwischen dem Kläger und dem Beklagten 2 gar kein Arbeitsvertrag geschlossen worden und Art. 328 OR im Verhältnis zwischen diesen Parteien folglich nicht anwendbar sei. Im vorliegenden Fall könne daher die Zuständigkeit des Landgerichts Uri für die Beurteilung der Klage gegen den Beklagten 2 nicht ohne vorherige Beurteilung seines Fehlverhaltens i.S.v. Art. 28 ff. i.V.m. Art. 55 Abs. 3 ZGB verneint werden. Die Vorinstanz sowie die erste Instanz hätten diese Bestimmungen bzw. die vorstehenden Überlegungen in Verletzung von Art. 57 ZPO bzw. Art. 55 Abs. 3 ZGB i.V.m Art. 28 ff. ZGB und damit in Verletzung von schweizerischem Recht unbeachtet gelassen.