Citation: 5A_615/2015 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz geht von einem hypothetischen Monatseinkommen von Fr. 2'500.-- aus und begründet dies wie folgt: Die Beschwerdeführerin sei, anders als vom Bezirksgericht angenommen, ab dem 15. Mai 2014 erwerbsfähig. Was das vor der Trennung bewältigte Pensum betrifft, stellt die Vorinstanz auf die Angaben der Beschwerdeführerin ab, weil der Beschwerdegegner den Nachweis eines Arbeitspensums von 50-60 % nicht zu erbringen vermocht habe. Demnach sei die Beschwerdeführerin lediglich einen Tag pro Woche mit der Laser-Haarentfernung und einige Stunden pro Woche mit dem Zahlungsverkehr der Arztpraxis des Beschwerdegegners beschäftigt gewesen, was einem Teilpensum von 35 % entsprochen habe. Eine Erhöhung des Arbeitspensums während der Trennungszeit sei der Berufungsklägerin nicht zuzumuten. Zudem würden die Überlegungen des Bezirksgerichts als sachgerecht erscheinen, wonach die Beschwerdeführerin monatlich nicht mehr als Fr. 2'500.-- verdienen könne. Es sei der Beschwerdeführerin mithin zuzumuten, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, sei dies etwa im Pflege- oder wie zuletzt im Verkaufsbereich. Dabei sei der Beschwerdeführerin unter den vorliegenden Umständen - Aufnahme einer Erwerbstätigkeit per 26. Mai 2014 - keine Übergangsfrist einzuräumen, um die rechtlichen Vorgaben in die Wirklichkeit umzusetzen.