Citation: 5A_809/2022 E. 3.4.1

3.4.1. Es mag zutreffend erscheinen, dass, wie die Beschwerdeführerin ausführt, die von ihr im vorinstanzlichen Verfahren angeführte russische Gesetzesgrundlage aus rechtsvergleichender Sicht funktionale Ähnlichkeiten mit Art. 6 OR aufweist. Auf diese behauptete Vergleichbarkeit sowie auf die Frage des Novenverbots muss indessen nicht weiter eingegangen werden, da die Beschwerdeführerin daraus im vorliegenden Fall nichts zu ihren Gunsten ableiten kann. Dem Vorhalt der Vorinstanz, die Beschwerdeführerin habe sich weder hinreichend mit der erstinstanzlichen Begründung auseinandergesetzt noch eine Stundungserklärung der Beschwerdegegnerin urkundlich bewiesen, hält die Beschwerdeführerin auch vor Bundesgericht nichts Substanzielles entgegen. Unabhängig davon, ob auf das Zustandekommen der Stundung nun schweizerisches oder russisches Recht anwendbar ist, richten sich die Anforderungen an deren Beweis durch Urkunde nach lex fori (vgl. BGE 145 III 213 E. 6.1.1; 140 III 456 E. 2.2.1). Zum Urkundenbeweis behauptet die Beschwerdeführerin jedoch einzig pauschal, dass die Umstände, die eine stillschweigende Stundungserklärung begründen, urkundlich belegt seien. Die Beschwerdeführerin zeigt dabei weder auf, auf welche konkreten Urkunden nach den Grundsätzen gemäss E. 3.1 hievor sie sich dabei bezieht, noch, dass sie diese im Rechtsöffnungsverfahren zusammen mit der Einwendung eingebracht hat. Auf diesen pauschalen Einwand ist mangels hinreichender Begründung nicht einzutreten.