Citation: 5A_785/2023 E. 2

Das Obergericht hat die Beschwerde als aussichtslos beurteilt. Die Begehren stützten sich teils auf eine rechtlich unhaltbare Gesetzesauslegung und seien teils verwirkt. Gemäss den obergerichtlichen Feststellungen haben die Beschwerdeführer in Bezug auf den Ausstand in der Beschwerde ausgeführt, dass Bezirksrichter Roth mit dem strafrechtlichen Urteil S5.2022.3 vom 7. Juni 2023 den Strafbefehl der Oberstaatsanwaltschaft Thurgau vom 21. November 2021 bestätigt habe und dass dieses Urteil die strafrechtlichen Vorwürfe im Zusammenhang mit dem Eintrag der D.________ AG als Schuldnerin der Bank E.________ ins Lastenverzeichnis betreffe, womit der Bezirksrichter über dieselben Vorwürfe im Zivilprozess K.2020.3 kein Urteil mehr fällen könne. Das Obergericht hat dazu erwogen, den Beschwerdeführern sei die Mitwirkung von Bezirksrichter Roth im Strafverfahren S5.2022.3 nicht erst ab dem Endentscheid bekannt gewesen. Das Aberkennungsverfahren sei seit dem 28. August 2020 hängig. Es könne nicht angehen, mit dem Ausstandsgesuch im Aberkennungsverfahren zuzuwarten, bis der Entscheid im Strafverfahren vorliege und dann zu entscheiden, ein Ausstandsgesuch zu stellen. Dies scheine den Grundsatz von Treu und Glauben zu verletzen und die Anforderungen an die Unverzüglichkeit des Ausstandsgesuchs nicht zu erfüllen. Die Gewinnaussichten würden nicht dadurch gesteigert, dass der verfahrensleitende Bezirksrichter selber über das Ausstandsgesuch gegen ihn entschieden habe, denn es fehle an nachvollziehbaren Motiven und an der Unverzüglichkeit. Gemäss den obergerichtlichen Feststellungen haben die Beschwerdeführer hinsichtlich der Sistierung in der Beschwerde sodann vorgebracht, sie hätten nicht die Sistierung des Verfahrens beantragt, sondern, dass das im Zwischenentscheid vom 23. März 2023 abgelehnte Sistierungsgesuch nach Bekanntgabe des Ausstandsgrunds nach Art. 51 Abs. 3 ZPO mittels Revision von einem unabhängigen Gericht neu beurteilt werde. Das Obergericht hat dazu erwogen, das vorinstanzliche Verfahren sei noch nicht abgeschlossen, was Art. 51 Abs. 3 ZPO jedoch voraussetze. Zudem scheine der Anspruch, eine Wiederholung der Amtshandlung zu verlangen, verwirkt zu sein.