Citation: 1B_414/2022 E. 2.5

2.5. Soweit die weitschweifige und teilweise nur schwer nachvollziehbare Beschwerdeschrift den Begründungsanforderungen nach Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG (vgl. BGE 136 I 49 E. 1.4.1) überhaupt genügt, sind die Vorbringen des Beschwerdeführers nicht geeignet, die angefochtene Verfügung als bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen. Angesichts des erwähnten Schreibens des Beschuldigten vom 10. Februar 2021 ist es ohne Weiteres nachvollziehbar, wenn die Vorinstanz zum vorläufigen Schluss kam, mit dem Ausdruck "Drangsalieren" habe der Beschuldigte einzig seine eigene Gefühlslage aufgrund des Verhaltens des Beschwerdeführers beschrieben. Wenn sie die Aussage bei summarischer Prüfung der Sachlage deshalb als nicht ehrverletzend wertete, ist dies bundesrechtlich nicht zu beanstanden. Die Vorinstanz weist sodann zu Recht darauf hin, dass Genugtuungsansprüche nach Art. 49 Abs. 1 OR rechtsprechungsgemäss nur bei aussergewöhnlich schweren Persönlichkeitsverletzungen bestehen, die in ihren Auswirkungen das Mass einer Aufregung oder einer alltäglichen Sorge klar übersteigen müssen (Urteile 6B_736/2020 vom 28. Mai 2021 E. 1.2; 6B_195/2021 vom 21. April 2021 E. 3). Inwiefern diese Voraussetzungen vorliegend erfüllt sein sollen, legt der Beschwerdeführer, wie bereits im vorinstanzlichen Verfahren, nicht dar und ist auch nicht ersichtlich. Die vorläufige Schlussfolgerung der Vorinstanz, wonach das geltend gemachte Genugtuungsbegehren aussichtslos sei, ist daher nicht zu beanstanden. Hinsichtlich der weiteren Vorwürfe legt der Beschwerdeführer bloss seine Sichtweise der Sach- und Rechtslage dar und verliert sich in allgemeinen Ausführungen, die ausserhalb des vorliegenden Streitgegenstands liegen. Mit einer solchen appellatorischen Kritik vermag er von vornherein nicht darzutun, dass die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft rechtswidrig und seine Beschwerde ans Obergericht dementsprechend erfolgsversprechend wäre. Zusammengefasst hält es deshalb vor Bundesrecht stand, wenn die Vorinstanz das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege mangels ausreichender Erfolgsaussichten der Zivilklage bzw. der Beschwerde abwies.