Citation: 5A_672/2023 E. 5.2

5.2. Diese Vorbringen sind, wie sich den Akten entnehmen lässt (Art. 105 Abs. 2 BGG), offensichtlich unbegründet: Aus dem Abklärungsbericht der RSD vom 29. August 2018 ergibt sich, dass die Eltern dannzumal den Kontakt und das Besuchsrecht aufgenommen hatten, was sich in der Vereinbarung vom 24. August 2018 niederschlug. An der Anhörung vom 23. August 2022 gab der Beschwerdegegner an, er habe ein zweistündiges Besuchsrecht mit Blick auf das junge Alter des Kindes seit 2018 akzeptiert. Nachdem der Sohn nunmehr älter sei und er mehr mit ihm unternehmen könne, würden zwei Stunden nicht mehr ausreichen. Es sei seltsam, dass er mit diesem kein Eis essen oder den Zoo besuchen könne. Das Kind habe auch lange keinen Bezug zur Familie väterlicherseits gehabt. Die Mutter sei nicht mehr damit einverstanden, dass seine Eltern ihn bei den Besuchen begleiten. Beim Beschwerdegegner sei immer ein Zimmer für den Sohn bereit, falls nötig könne das Kind zum Übernachten aber auch zur Mutter gebracht werden. Der Beschwerdegegner erklärte sich auch mit einen stufenweisen Aufbau des Kontakts einverstanden. Die Beschwerdeführerin gab zu Protokoll, sie habe mit dem Beschwerdegegner nach der Geburt des Kindes eine On-Off-Beziehung geführt, wobei die Eltern auch in Gegenwart des Sohnes viel gestritten hätten. Die vereinbarte Regelung habe nur im Konfliktfall zum Tragen kommen sollen. Die Eltern des Beschwerdegegners hätten die Besuche begleitet. Man habe es gut gehabt. Im Jahre 2021 sei der Brief des Anwalts des Beschwerdegegners sehr überraschend gekommen. Die Beschwerdeführerin habe die Kontakte mit dem Vater dem Kind zuliebe aufrecht erhalten, dabei aber auf die Minimalregelung abgestellt. Einmal sei sie mit zum Vater nach Hause gegangen und ein andermal hätte sie sich mit ihm in der Badeanstalt getroffen. Die Eltern des Beschwerdegegners seien bei den Treffen immer pünktlich gewesen, während er zu spät gekommen sei. Die zwei vorgesehenen Besuchsstunden habe der Beschwerdegegner selten bis nie ausgeschöpft und er habe auch Termine abgesagt. Während den Besuchen sei er wohl anwesend gewesen, habe aber am Tisch gesessen und geraucht oder sei mit dem Mobiltelefon beschäftigt gewesen. Diesen Ausführungen lässt sich unabhängig von den Angaben der Beiständin entnehmen, dass die Besuche des Beschwerdegegners beim Sohn bis zur anwaltlichen Korrespondenz im Jahre 2021 regelmässig stattgefunden haben. Hieran ändert nichts, wenn Termine teilweise abgesagt und die zwei Stunden nicht immer voll genutzt worden sind. Damit konnte das Obergericht ohne Willkür von einem regelmässigen Kontakt zwischen Vater und Sohn ausgehen. Unter diesen Umständen erübrigten sich auch mit Blick auf die strenge Untersuchungsmaxime (Art. 314 Abs. 1 i.V.m. Art. 446 Abs. 1 ZGB) weitere Abklärungen zur Besuchssituation. Da das Obergericht unabhängig von den Angaben der Beiständin zu diesem Ergebnis gelangen konnte, ist es sodann nicht notwendig, auf das von der Beschwerdeführerin gegen diese angehobene Beschwerdeverfahren einzugehen und der entsprechende Beweisantrag wird, soweit er überhaupt zulässig wäre (Art. 99 Abs. 1 BGG), abgewiesen.