Citation: 4A_553/2021 E. 4.1.2

4.1.2. Die Beschwerdeführerinnen sind der Auffassung, die Vorinstanz sei in Willkür verfallen, wenn sie aus den Aussagen von H.________, der nach den Feststellungen der Vorinstanz bei der einfachen Gesellschaft (eG) A.________ die Federführung innehatte, folgere, er habe gewusst, dass sämtliche Nachtragsforderungen vom Staatsrat genehmigt würden. Wenn H.________ von einer "definitiven Genehmigung durch den Staatsrat" gesprochen habe, sei damit selbstredend lediglich die interne Befugnis des ANSB zur Zahlungsauslösung gemeint gewesen. Dass aber der vom Beschwerdegegner abgeschlossene und teilweise bezahlte Nachtrag nicht verbindlich oder gültig sein sollte, sei damit nicht gemeint gewesen, was sich ausdrücklich aus der Antwort ergebe, wonach die Beschwerdeführerinnen nicht davon ausgegangen seien, die Finanzkontrolle des Kantons Wallis müsse die getroffenen Vereinbarungen betreffend NF 28 und NF 64 genehmigen. Es habe unzählige Nachträge gegeben, bei denen es keine weiteren Rückmeldungen als diejenige des Amtschefs gegeben habe. Die Vorinstanz habe sich mit diesen Argumenten nicht auseinandergesetzt und so das rechtliche Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) verletzt. Auch habe sie sich nicht damit auseinandergesetzt, ob die Zustimmung des ASTRA zu den NF 28 und NF 64 nicht vorgelegen haben müsse, nachdem Zahlungen mit Bundesgeldern in Millionenhöhe geleistet worden seien. Allfällige Vorbehalte hätten sich nur auf das Ausmass bezogen, das nicht angezweifelt worden sei. Zudem sei eine Zustimmung des ASTRA gar nicht erforderlich.