Citation: 5A_359/2008 25.08.2008 E. 1

1.1 Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid in Zivilsachen, welcher einen Endentscheid darstellt (Art. 72 Abs. 1, Art. 75 Abs. 1 und Art. 90 BGG). Beim Streit um die Beeinträchtigung des Eigentums von Miteigentümern handelt es sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit, welche der Beschwerde in Zivilsachen unterliegt, wenn der Streitwert wenigstens Fr. 30'000.-- beträgt (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG). Der Streitwert beträgt unbestrittenermassen Fr. 4'500.--, so dass die Beschwerde in Zivilsachen unzulässig ist. 1.2 Die Beschwerdeführer sind indes der Meinung, es stelle sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung nach Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG (dazu: BGE 134 III 267 E. 1.2 mit Hinweisen). Sie bestreiten in der Beschwerde in Zivilsachen die Aktivlegitimation der Beschwerdegegner mit der Begründung, es müssten sämtliche Miteigentümer des Stockwerkeigentümeranteils auf der Klägerseite stehen. Es sei erstellt, dass lediglich 4 von 18 Miteigentümern des STWE-Anteils Nr. 1 in A.________ Klage eingereicht hätten. In der Klageantwort hatten die Beschwerdeführer die Aktivlegitimation der Klägerschaft bestritten (pag. S. 125), der Gemeinderichter hat sie jedoch bejaht (pag. S. 309). Da das Bezirksgericht (als Rechtsmittelinstanz) die Rechtsanwendung nur auf Willkür überprüft (Art. 229 Abs. 2 lit. b und c ZPO/VS), ist es auf die Rüge der willkürlichen Bejahung der Aktivlegitimation mangels Substantiierung nicht eingetreten. Die Beschwerdeführer rügen vorweg mit Beschwerde in Zivilsachen eine Verletzung von Bundes(gesetzes)recht und erblicken in der (von der ersten Instanz bejahten) Frage der Aktivlegitimation eine frei zu prüfende Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung, welche die Beschwerde zulasse. Nach der für die staatsrechtliche Beschwerde geltenden Rechtsprechung konnte der Entscheid einer unteren Instanz mitangefochten werden, wenn entweder der letzten kantonalen Instanz nicht sämtliche vor Bundesgericht erhobene Rügen unterbreitet werden konnten, oder wenn solche Rügen zwar von der letzten kantonalen Instanz zu beurteilen waren, jedoch mit einer engeren Prüfungsbefugnis, als sie dem Bundesgericht zusteht (sog. Dorénaz-Praxis, vgl. BGE 114 Ia 307 E. 3a S. 311). Im vorliegenden Fall, wo die kantonale Rechtsmittelinstanz nicht die Verletzung des Bundes(gesetzes)rechts, sondern nur des Willkürverbots prüft, bedeutet das, dass der Beschwerdeführer, wenn er unter Berufung auf die Ausnahmeklausel von Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG freie Überprüfung von Bundes(gesetzes)rechts durch das Bundesgericht und damit die Beschwerde in Zivilsachen beansprucht, den erstinstanzlichen Entscheid mitanfechten kann, aber auch muss (dazu: BGE 134 III 141 E. 2 S. 144, mit Hinweisen zur Entwicklung der Dorénaz-Praxis). Die Beschwerdeführer haben dies unterlassen. Weder aus dem Antrag noch aus der Begründung ergibt sich die Anfechtung des erstinstanzlichen Entscheides bzw. eine Auseinandersetzung mit dessen Erwägungen. Schon aus diesem Grund ist eine freie Prüfung der Rechtsfrage bzw. die Anrufung von Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG ausgeschlossen, die Beschwerde in Zivilsachen unzulässig und darauf nicht einzutreten.