Citation: 6B_538/2024 E. 6.3

6.3. Der Beschwerdeführer macht nicht geltend, es liege eine überlange Verfahrensdauer vor. Er beschränkt sich wie erwähnt einzig darauf vorzubringen, die Frist von 90 Tagen sei um mehr als das Doppelte überschritten. Damit legt er nicht rechtsgenüglich dar, was er aus seiner Rüge mit Blick auf das angefochtene Urteil ableitet. Selbst wenn die Beschwerde in diesem Punkt hinreichend begründet wäre, ist eine Verletzung des Beschleunigungsgebotes nicht ersichtlich. Das angefochtene Urteil erging am 16. November 2023. Es wurde am 28. Mai 2024 ausgefertigt und dem Beschwerdeführer am 3. Juni 2024 und damit etwas mehr als sechs Monate nach der Hauptverhandlung zugestellt. Mit dem dargelegten Zeitraum zwischen der Hauptverhandlung und der Zustellung des begründeten Entscheides erging zwar wesentlich mehr Zeit, als von den Ordnungsfristen in Art. 84 Abs. 4 StPO vorgesehen. Angesichts des Umfangs des angefochtenen Urteils von 125 Seiten, mit welchem zahlreiche Tatvorwürfe, die Schuldfähigkeit und die Anordnung einer Verwahrung sowie einer Landesverweisung zu beurteilen waren, ist die beanstandete Dauer zwischen Hauptverhandlung und Ausfertigung bzw. Zustellung der Urteilsbegründung jedoch nicht ausreichend, um eine Verletzung des Beschleunigungsgebotes zu begründen. Die vom Beschwerdeführer erhobene Rüge erweist sich als unbegründet, soweit auf sie einzugehen ist.