Citation: 6B_607/2021 E. 1.4.1

1.4.1. Der Beschwerdeführer vermag mit seinen Vorbringen gegen die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung keine Willkür darzutun. Die Vorinstanz setzt sich sowohl mit dem Aussageverhalten der Beschwerdegegnerin 2 als auch mit jenem des Beschwerdeführers ausreichend auseinander. Sie hält willkürfrei fest, dass die Beschwerdegegnerin 2 das Geschehen stets kongruent geschildert hat. Entgegen der Rüge des Beschwerdeführers wiederholte die Beschwerdegegnerin 2 ihre Aussagen nicht bloss pauschal, ohne Details des Vorfalls zu nennen. So schilderte sie anlässlich der polizeilichen Einvernahme am Tattag, der Konfrontationseinvernahme und der Befragungen vor der Erst- und Zweitinstanz den Geschehensablauf nicht nur übereinstimmend, sondern auch relativ detailliert. Sie führte konstant aus, der Beschwerdeführer sei in Rage gekommen, nachdem der verbale Streit zwischen ihnen eskaliert sei. Er habe sich am Fahrzeugfenster abgestützt, sodass sie dieses nicht habe schliessen können. Er habe ihr dann die Brille weggerissen, ins Gesicht gespuckt und sie am Schluss an den Haaren gerissen. Die Beschwerdegegnerin 2 schilderte zudem auch Eigenheiten, wenn sie an der Konfrontationseinvernahme und vor der Vorinstanz etwa ausführte, der Beschwerdeführer habe sich zunächst selber an den Kopf geschlagen, bevor er "ausgetickt" sei, was er früher schon immer gemacht habe (vgl. Untersuchungsakten pag. C1.021 Frage 8, C1.083 Frage 16; Akten Bezirksgericht pag. 37; vorinstanzliche Akten pag. 94 ff.). Weil der Beschwerdeführer geltend machte, er sei beim Streit laut geworden und ihm sei dabei unabsichtlich Speichel aus dem Mund getropft, wurde die Beschwerdegegnerin 2 anlässlich der Berufungsverhandlung hierzu detailliert einvernommen. Sie wurde gefragt, ob ihr der Beschwerdeführer bewusst ins Gesicht gespuckt habe und ob und weshalb sie sicher sei, dass er dies bewusst gemacht habe. Die Beschwerdegegnerin 2 bejahte ein eindeutiges bewusstes Anspucken und führte aus, der Beschwerdeführer habe sie richtig angespuckt, er habe auf sie gespuckt. Er habe sie auch früher, als sie noch zusammengelebt hätten, immer wieder angespuckt (vgl. vorinstanzliche Akten pag. 96 f.). Die Beschwerdegegnerin 2 beschrieb im Weiteren jeweils ebenso, wo er sie mit seiner Spuke getroffen habe, nämlich in ihrem Gesicht. Dass die Beschwerdegegnerin 2 dies nicht noch weiter präzisierte und keine Äusserungen zu einem von ihr empfundenen Ekel sowie zum Wegwischen der Spucke machte, musste die Vorinstanz nicht als fehlende Realitätsmerkmale werten und sie zur Annahme einer eingeschränkten Glaubwürdigkeit der Beschwerdegegnerin 2 bzw. Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen bewegen. Denn nicht nur bestand neben den gemachten Schilderungen für weitergehende (präzisierende) Ausführungen kein Anlass. Auch beschrieb die Beschwerdegegnerin 2 mit dem von ihr geschilderten Abdrehen ihres Körpers, in welchem Zug sie ihr Handy ergriffen habe, immerhin eine nachvollziehbare Reaktion auf das Anspucken (vgl. angefochtener Entscheid E. 4.3.2 S. 14). Die Vorinstanz hatte nach dem Gesagten keinen Grund, die Schilderungen der Beschwerdegegnerin 2 mangels Details bzw. wegen fehlender Realitätsmerkmale in Zweifel zu ziehen. Ebenfalls kann ihr nicht eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung vorgeworfen werden, weil sie es unterlassen habe, der Beschwerdegegnerin 2 die notwendigen Fragen zu stellen.