Citation: 4A_579/2018 E. 6.2

6.2. Nach Art. 280 SchKG fällt der Arrest unter anderem dahin, wenn der Gläubiger mit seiner Klage vom Gericht endgültig abgewiesen wird. Die Beschwerdeführerin schliesst hieraus, dass die Vorinstanz, die Arrestlegung über die ursprünglich eingeklagte und verarrestierte Forderung von Amtes wegen im Umfang der teilweisen Abweisung der Klage sowie Gutheissung ihrer Widerklage hätte aufheben müssen. Die Beschwerdeführerin übergeht hiermit, dass bei Urteilsfällung vor Vorinstanz nicht feststand, ob die teilweise unterlegenen Beschwerdegegnerinnen sich ebenfalls gegen das Urteil zur Wehr setzen würden, womit jedenfalls zu diesem Zeitpunkt keine Rede von einer endgültigen Teilabweisung sein konnte. Ferner kann entgegen der Auffassung der Beklagten aus Art. 280 SchKG nicht abgeleitet werden, dass der Arrestbeschlag im Umfang der teilweisen Abweisung ungeachtet der verbleibenden Deckung von Amtes wegen aufzuheben wäre. Zwar erweist sich der Arrest als unzulässig und entfällt, wenn eine Forderung vollständig abgewiesen wird. Bei nur teilweiser Abweisung bleiben die Rechte der Gläubigerinnen hingegen mindestens im Umfang der Gutheissung inklusive der ebenfalls gesicherten Zinsen bis zur Erledigung der Betreibung bestehen (vgl. zum Ganzen Urteil 4C.75/2006 vom 20. Juni 2006 E. 2.8 mit Hinweisen). Doch selbst wenn man mit der Beschwerdeführerin davon ausginge, eine Überdeckung der Arrestforderung sei bei teilweiser Abweisung der Prosequierungsklage von Amtes wegen zu berücksichtigen, sind einzig das Betreibungsamt sowie deren Beschwerdeinstanzen im Sinne von Art. 17-19 SchKG kompetent, um über eine allfällige Arrestfreigabe im Sinne von Art. 280 SchKG zu befinden (vgl. Urteil 4C.75/2006 vom 20. Juni 2006 E. 2.7). Die Beschwerdegegnerinnen weisen in ihrer Antwort zu Recht darauf hin, dass die Vorinstanz denn auch selbst festhielt, sie habe in diesem rein materiellrechtlichen Verfahren nicht die Gültigkeit der Verarrestierung zu kontrollieren, sondern einzig über den Bestand und Umfang der Forderung zu befinden. Damit ist die Dispositiv-Ziffer 5 im angefochtenen Urteil, wonach die Verfügungsbeschränkung im Umfang von Fr. 1'120'891.08 bestehen bleibe, mangels Kompetenz über die Gültigkeit des Arrests zu urteilen, nur als deklaratorische Aussage zu betrachten, an welche das Betreibungsamt ohnehin nicht gebunden ist. Da die Verfügungsbeschränkung des Arrests (vgl. Art. 101 SchKG i.V.m. Art. 960 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB und Art. 16 Abs. 1 der Verordnung vom 23. April 1920 des Bundesgerichts über die Zwangsverwertung von Grundstücken [VZG; SR 281.42] zur Verfügungssperre sowie Art. 96 Abs. 1 SchKG i.V.m. Art. 169 StGB zu den Straffolgen beim Verstoss gegen das Verfügungsverbot) das Grundstück als solches beschlägt und deshalb selbst bei einer Kürzung weiterhin bestehen bliebe (vgl. Urteil 5A_639/2012 vom 5. Dezember 2012 E. 4), ist es schliesslich auch fraglich, ob die Beschwerdeführerin überhaupt ein Rechtsschutzinteresse an einer Reduktion der Arrestforderung haben kann. Jedenfalls ist die Rüge der Beschwerdeführerin unbegründet, die Vorinstanz habe Art. 280 SchKG verkannt.