Citation: I 86/06 03.07.2006 E. 5

In prozessualer Hinsicht bringt die Beschwerdeführerin vor, sowohl die in ihrem Schreiben vom 18. Dezember 2004 an die IV-Stelle wie auch die im Abklärungsbericht Haushalt vom 15. Februar 2005 enthaltenen Angaben seien nicht verwertbar, da die damit in Zusammenhang stehende Korrespondenz nicht über ihren Rechtsvertreter erfolgt sei. 5.1 Im Sozialversicherungsrecht des Bundes gilt der allgemeine Grundsatz, dass Mitteilungen von Behörden an die Vertretung einer Partei zu richten sind, solange die Partei ihre Vollmacht nicht widerruft. Dieser - nunmehr in Art. 37 Abs. 3 ATSG ausdrücklich verankerte - Grundsatz dient - im Interesse der Rechtssicherheit - dazu, allfällige Zweifel darüber zum Vornherein zu beseitigen, ob die Mitteilungen an die Partei selber oder an ihre Vertretung zu erfolgen haben, sowie um klarzustellen, welches die für einen Fristenlauf massgebenden Mitteilungen sein sollen (RKUV 1997 Nr. U 288 S. 444 Erw. 2b mit Hinweisen; ZAK 1991 S. 377 Erw. 2a). Der Begriff der Mitteilungen ist weit zu fassen und umfasst insbesondere auch Aufforderungen zur Mitwirkung und zur Wahrnehmung des rechtlichen Gehörs oder Einladungen zu Abklärungsmassnahmen (Kieser, ATSG-Kommentar, N 11 zu Art. 37). 5.2 Die Beschwerdeführerin verfügt bezüglich des auf den am 30. September 1999 erlittenen Gesundheitsschaden zurückzuführenden invalidenversicherungsrechtlichen Verfahrens seit 17. November 2000 über einen Rechtsvertreter. Unbestrittenermassen eröffnete die Beschwerdegegnerin die Fragen zur Statussituation (vom 10. November 2004) wie auch die Einladung zu den Abklärungen vor Ort einzig der Versicherten, obgleich die Vertretungsvollmacht zu keinem Zeitpunkt widerrufen worden war. Aus diesem Umstand allein ergibt sich indessen nicht ohne weiteres, dass die entsprechenden Abklärungsergebnisse als unverwertbar zu gelten haben. Es darf der betroffenen Partei aus einer mangelnden bzw. fehlenden Eröffnung lediglich kein Nachteil erwachsen (Urteil W. vom 23. August 2002, I 227/02, Erw. 2.2 mit Hinweisen). Da, wie sich aus dem hievor Dargelegten ergibt, ein Anspruch auf Weiterbestehen der Rente selbst gestützt auf die von der Beschwerdeführerin vor- und letztinstanzlich gemachten - nicht dem Schreiben vom 18. Dezember 2004 und dem Abklärungsbericht Haushalt vom 15. Februar 2005 entsprechenden - Angaben (Aufteilung der Aufgabenbereiche Erwerbstätigkeit/Haushalt von je 50 %; Einschränkung im Haushalt von 30 %) nicht ausgewiesen ist, erleidet sie aus dem Umstand, dass die diesbezügliche Korrespondenz ihrem Vertreter nicht eröffnet worden ist, keinen Nachteil. Was die für den Gesundheitsfall behauptete Kinderlosigkeit anbelangt, wären für den entsprechenden Beweis geeignete, "objektive" Umstände (vgl. Erw. 3.2.2 hievor) auch noch im Nachgang zu den Statuserhebungen aufführbar gewesen. Dass darauf verzichtet wurde, lässt auf deren Nichtexistenz schliessen. Daran hätte aber auch ein frühzeitiger Miteinbezug des Rechtsvertreters nichts zu ändern vermocht. Weitere Abklärungen, wie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt, sind vor diesem Hintergrund mangels daraus resultierender neuer wesentlicher Erkenntnisse nicht erforderlich (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 94 4b; RKUV 2003 Nr. U 473 S. 50 Erw. 3.4 mit Hinweisen [Urteil R. vom 6. November 2002, U 131/02]). Es hat damit beim vorinstanzlichen Entscheid sein Bewenden.