Citation: 6B_70/2023 E. 6.4.2

6.4.2. Der Zeuge H.________ sagte zum Fall W.________ u.a. aus, F.________ habe ihm einige Tage nach dem Vorfall erzählt, er habe die Sache organisiert; er sei mit "A.________ und G.________" in die Nähe des Hauses des Opfers gefahren; "A.________ und G.________" hätten dann den Raub gemacht, während er (F.________) draussen gewartet habe; das Opfer sei verletzt worden und habe stark geblutet; jemand habe ihm (F.________) gesagt, im Haus des Opfers befinde sich viel Bargeld; dieses Geld hätten sie jedoch nicht gefunden. H.________ gab weiter an, er kenne F.________ seit rund zwanzig Jahren und er habe diesen damals (im Zeitpunkt der Gespräche zum Fall W.________) regelmässig gesehen. F.________ habe ihm vertraut. Dieser habe Angst gehabt, dass sich DNA am Schal befinden könnte, den die Täter am Tatort zurückgelassen hätten. Der Beschwerdeführer sei ein Sohn seines Freundes aus dem Militär. Er kenne ihn als gutes Kind und seit etwa zwanzig Jahren. G.________ kenne er glaublich durch den Beschwerdeführer. Er glaube, der Beschwerdeführer und G.________ seien gute Kollegen gewesen. Er habe mit den beiden keine Probleme gehabt, ausser dass ihm der Beschwerdeführer noch einen Teil des Kaufpreises für ein Auto schulde, das er ihm vor rund elf Jahren verkauft habe. Er habe später auch den Beschwerdeführer und G.________ auf die Tat von W.________ angesprochen. Der Beschwerdeführer habe kein Wort gesagt. G.________ habe gesagt, sie hätten eine grosse Dummheit gemacht. Zum Fall Wettingen gab H.________ an, er habe den Beschwerdeführer vor der Tat ein paar Mal dorthin gefahren. Er selbst sei nie in diesem Laden gewesen. Der Beschwerdeführer habe in Wettingen eine Freundin gehabt. Er habe dem Beschwerdeführer und G.________ damals in Wettingen mit der Beute geholfen. Nach dem Raub habe ihn M.________ von der Garage aus angerufen. Er sei dorthin gegangen. Der Beschwerdeführer und G.________ seien in der Garage von M.________ gewesen. Einer von ihnen habe ihm die Tasche mit der Beute gegeben. Er habe die Tasche im grossen Parkhaus im Zentrum U.________ einem Mann gegeben. Er habe die Tasche einfach schnell wegbringen müssen. Er habe von der Beute sicher nichts erhalten. Ev. habe er später etwas dafür erhalten. Vom Diebstahl in Spreitenbach hat der Zeuge H.________ gemäss seinen Aussagen in der Garage von M.________ erfahren. Der Zeuge gab an, die Täter hätten für den Diebstahl in Spreitenbach seinen Renault Laguna benutzt, der in der Garage von M.________ in Reparatur gewesen sei. M.________ habe ihn deshalb an einem Morgen gleich nach seiner Ankunft aus Serbien angerufen, weil sein Fahrzeug auf der Flucht vor der Polizei beschädigt worden sei. Anfänglich seien M.________ und N.________ in der Garage gewesen, später seien der Beschwerdeführer und I.________ gekommen. Er habe gehört, sie hätten in Spreitenbach eine Bijouterie ausgeraubt. N.________ und I.________ seien mit dem Fahrzeug vor der Polizei geflüchtet und der Beschwerdeführer sei zurückgeblieben und zu Fuss praktisch bis nach Zürich gelaufen. Es habe in der Garage fast eine Schlägerei gegeben, weil sie den Beschwerdeführer zurückgelassen hätten. M.________ habe dann das Ganze beruhigt. Er habe von M.________ das Geld verlangt für den Laguna. I.________ sei auf der Flucht gefahren, der sei als sehr guter Fahrer bekannt gewesen, der praktisch immer vor der Polizei geflüchtet sei. Ob M.________ den Tätern den Wagen gegeben habe oder ob sie ihn einfach genommen hätten, wisse er nicht. Sie hätten gestohlene Kontrollschilder an das Fahrzeug getan. Jedenfalls hätten sie das Fahrzeug genommen, ohne ihn (H.________) zu fragen. Er glaube, sie hätten in Spreitenbach Beute gemacht. Er wisse aber nicht, was und wie viel. N.________, I.________ und der Beschwerdeführer hätten sich einen Fluchtweg organisiert gehabt. Jedenfalls sei jemand auf den Einbruch aufmerksam geworden, die Polizei sei gekommen und sie hätten flüchten müssen. I.________ habe mit laufendem Motor gewartet. N.________ habe sich knapp ins Fahrzeug retten können, die Türe sei noch offen gewesen, als sie losgefahren seien. Sie hätten aber den Beschwerdeführer einfach zurückgelassen an Ort und Stelle. I.________ habe schliesslich die Polizei abhängen können.