Citation: 4C.266/2003 16.12.2003 E. 2

Im Berufungsverfahren hat das Bundesgericht seiner Entscheidung die Feststellungen der letzten kantonalen Instanz über die tatsächlichen Verhältnisse zugrunde zu legen, es wäre denn, sie beruhten auf einem offensichtlichen Versehen, seien unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zustande gekommen oder bedürften der Ergänzung, weil das kantonale Gericht in fehlerhafter Rechtsanwendung einen gesetzlichen Tatbestand nicht oder nicht hinreichend klärte, obgleich ihm entscheidwesentliche Behauptungen und Beweisanträge rechtzeitig und in der vorgeschriebenen Form unterbreitet worden sind (Art. 63 und 64 OG; BGE 127 III 248 E. 2c; 125 III 193 E. 1e S. 205, 368 E. 3 S. 372; 123 III 110 E. 2; 115 II 484 E. 2a). 2.1 Blosse Kritik an der Beweiswürdigung des kantonalen Gerichts kann mit der Berufung nicht vorgebracht werden (BGE 127 III 73 E. 6a). Die Klägerin beanstandet die Beweiswürdigung der Vorinstanz jedoch sogar ausdrücklich, wenn sie deren Schlüsse aus den Zeugenaussagen U.________ und V.________ kritisiert. Darauf ist nicht einzutreten. 2.2 Die Klägerin verkennt im Übrigen die Tragweite von Art. 8 ZGB. Diese Norm regelt die Folgen und Voraussetzungen der Beweislosigkeit und gewährleistet der beweisbelasteten Partei das Recht, zum ihr obliegenden Beweis rechtserheblicher Tatsachen zugelassen zu werden, sofern sie im kantonalen Verfahren form- und fristgerecht entsprechende Beweisanträge gestellt hat. Art. 8 ZGB schreibt jedoch dem Sachgericht nicht vor, wie die Beweise zu würdigen sind und schliesst ein Nichteintreten auf prozessual nicht gehörig gestellte Beweisanträge nicht aus (BGE 122 III 219 E. 3c S. 223 mit Hinweisen). 2.3 Zulässig wäre im vorliegenden Verfahren die Rüge, die Vorinstanz habe Art. 8 ZGB verletzt, indem sie Beweislosigkeit für erhebliche Tatsachenbehauptungen angenommen habe, obwohl taugliche und formgerecht gestellte Beweisanträge noch offen waren. Soweit die Vorinstanz freilich Beweisanträge als unerheblich qualifiziert hat, fehlt in der Berufung jegliche rechtliche Begründung dafür, inwiefern sie damit Bundesrechtsnormen verletzt haben soll (Art. 55 Abs. 1 lit. b OG).