Citation: 9C_438/2022 E. 3.3

3.3. Dem Bericht der Dr. med. E.________ lässt sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer seit dem 30. Juli 2019 bei den psychiatrischen Diensten G._______ behandelt wird und sie ihn dort im Januar 2021 "übernahm". Dabei berichtete er ihr zwar, dass sich sein Zustand "seit einiger Zeit" verschlechtert habe. Indessen hielt die Ärztin klar fest, dass "das Zustandsbild des Patienten objektiv seit Anfang 2021 konstant mittelgradig ausgeprägt depressiv, vorwiegend geprägt von Konzentrationsstörungen, Unruhe, Antriebsminderung sowie Freud- und Interesseverlust" war. Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer bereits gegenüber Dr. med. B.________ u.a. Müdigkeit, Nervosität, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, eine traurige und hoffnungslose Grundstimmung, innere Unruhe und Energielosigkeit erwähnte. Die Umstellung der Medikation und die - vom Beschwerdeführer abgelehnte - Empfehlung einer (teil-) stationären Behandlung allein lassen nicht auf einen veränderten Gesundheitszustand schliessen. Der Bericht der Dr. med. E.________ und die anderen aktenkundigen Unterlagen enthalten keinen konkreten Anhaltspunkt für eine nach dem (unbestritten) massgeblichen Zeitpunkt, d.h. nach dem 22. März 2021 eingetretene Verschlechterung des Gesundheitszustandes resp. der Arbeitsfähigkeit. Bei der hier gegebenen Aktenlage - die sich wesentlich von jener unterscheidet, die dem vom Beschwerdeführer angerufenen Urteil 8C_207/2019 vom 3. Juli 2019 E. 5 zugrunde lag - kann von überspannten Anforderungen an die Glaubhaftmachung einer erheblichen gesundheitlichen Veränderung keine Rede sein.