Citation: 6B_149/2022 E. 7.2

7.2. Die Vorinstanz stellt fest, die Menge des reinen Heroinwirkstoffs betrage knapp 800 Gramm, wobei ein Drittel lediglich angeboten worden sei. Massgebend sei hier weniger die Menge, als die Art wie der Beschwerdeführer den Drogenhandel betrieben habe, nämlich mit hoher krimineller Energie und in einer Stellung im mittleren bis oberen Bereich einer inländischen Drogenhierarchie mit intensiven Beziehungen zum Balkan. Er habe mit verschiedenen, auf verschiedene Namen registrierten Mobiltelefonen und mit codierter Sprache operiert, was auf einen nicht unerheblichen Organisationsgrad hinweise. Gestützt auf das bezirksgerichtliche Urteil unter Hinweis auf die Tabelle von FINGERHUTH/SCHLEGEL/JUCKER, Kommentar BetmG, 2016, S. 547 f., die in diesem Zusammenhang 45 Monate vorsehe, einem Zuschlag von 10 bis 20 % wegen der grossen Anzahl von Geschäften und einem Abzug von 30 % für das Drittel der Vorbereitungshandlungen kommt für die Vorinstanz eine Strafe im Bereich von 50 Monaten in Betracht, die sie wegen Professionalität auf 5 Jahre erhöht. Der in V.________ geborene Beschwerdeführer habe ab 2010 in einem Reisebüro und nach der Verhaftung von dessen Inhaber wegen Drogenhandels bei seinem Onkel B.A.________ im Autocenter sowie teils in dessen Garage gearbeitet. Er sei verheiratet. Seine Ehefrau erwarte im Zeitpunkt der Berufungsverhandlung ein zweites Kind. Er sei nicht vorbestraft und nicht geständig. Die Täterkomponenten wirkten neutral. Das Ermittlungs- und Untersuchungsverfahren habe lange gedauert. Seine Aussageverweigerung habe dazu beigetragen. Es sei ein bundesgerichtliches Verfahren durchgeführt worden, in dem er teilweise obsiegt habe. Das Berufungsverfahren erweise sich als überlang, was allerdings auch auf die schwierige Terminfindung mit allen Beteiligten zurückzuführen sei. Es sei eine Strafreduktion von 5 Monaten angemessen (Urteil S. 33). Die Vorinstanz erkennt auf 4 Jahre und 7 Monate Freiheitsstrafe.