Citation: 2C_451/2017 E. 2.1

2.1. Die Erteilung des im Streit liegenden Patents zur Führung einer Diskothek oder eines Kabaretts setzt gemäss Art. 27 Abs. 1 lit. e des Gesetzes des Kantons Freiburg vom 24. September 1991 über die öffentlichen Gaststätten (ÖGG/FR; SGF 952.1) in persönlicher Hinsicht namentlich voraus, dass die ersuchende Person durch ihr Vorleben und ihr Verhalten die nötige Sicherheit dafür bietet, dass der Betrieb in Einhaltung der Bestimmungen dieses Gesetzes und der Vorschriften auf dem Gebiet der sozialen Sicherheit, des Arbeitsrechts und der Fremdenpolizei geführt wird. Gemäss Art. 36 Abs. 1 ÖGG/FR muss jeder Betrieb den in der Spezialgesetzgebung auf dem Gebiet der Bau- und Feuerpolizei sowie der Gesundheit vorgesehenen Anforderungen für Sicherheit, Sauberkeit und Hygiene genügen. Der Entzug eines erteilten Patentes wird in Art. 38 f. ÖGG/FR wie folgt geregelt: "Art. 38 Fakultativer Entzug 1 Das Patent kann entzogen werden, wenn der Betriebsführer die von diesem Gesetz, dessen Ausführungsreglement oder von der Spezialgesetzgebung, insbesondere der Gesetzgebung über die Lebensmittel, den Tourismus, die Sozialversicherungen, die Arbeit und die Ausländer, auferlegten Pflichten nicht erfüllt. 2 Es kann auch entzogen werden, wenn die Bedingungen und Auflagen, an welche die Erteilung geknüpft war, nicht eingehalten werden. Art. 39 Obligatorischer Entzug 1 Das Patent muss entzogen werden, wenn eine der Voraussetzungen für dessen Erteilung oder eine der Auflagen, an welche es geknüpft ist, dauerhaft oder wiederholt nicht eingehalten wird. 2 Es muss ferner demjenigen Betriebsführer entzogen werden: a) dessen Betrieb innert drei Jahren zum zweiten Mal vorläufig geschlossen werden musste; b) der innert fünf Jahren zweimal wegen grober Verletzung dieses Gesetzes verurteilt wurde; c) in dessen Betrieb schwer wiegende unordentliche Zustände herrschen oder gegen die guten Sitten verstossende Handlungen begangen worden sind; [...]"