Citation: 6B_112/2016 E. 1.2

1.2. Der Beschwerdeführer rügt, dass er angesichts der erkennbaren Polizeipatrouille nicht rechts überholt hätte, wenn er sich der Widerrechtlichkeit seines Verhaltens bewusst gewesen wäre. Das Fahrzeug, welches er überholt haben soll, sei auch nach Beendigung der Sicherheitslinie im Bereich der Zusammenführung der Autobahnen A14 und A4 konstant auf der mittleren Spur weitergefahren. Auch nachdem es vom Polizeiauto überholt worden sei, habe dessen Lenker keine Anstalten gemacht, auf die rechte Spur zu wechseln. Der Beschwerdeführer macht geltend, er sei durch diese Fahrweise geradezu aufgefordert worden, den Anhängerzug rechts zu überholen. Von einer besonderen Rücksichtslosigkeit könne bei diesem Manöver keine Rede sein. Zudem seien auf dem Autobahnabschnitt regelmässig Automobilisten anzutreffen, welche konstant den mittleren Fahrstreifen beibehalten, weil sie bei der Verzweigung Blegi geradeaus Richtung Zürich weiterfahren wollen. Der Beschwerdeführer bringt ausserdem vor, dass die Autobahn nach der Einfahrt Rotkreuz in Richtung Zürich auf einer Distanz von rund zwei Kilometern schnurgerade verlaufe und äusserst übersichtlich sei. Der Verkehr sei gering gewesen und der Anhängerzug hätte nach den Aussagen einer der Polizeibeamten problemlos auch auf der linken Seite überholt werden können. Bereits vor der ersten Instanz habe er erklärt, dass er gemütlich zur Arbeit habe fahren wollen und keine Eile gehabt habe. Auch unter diesem Gesichtspunkt könne ihm keine Rücksichtslosigkeit vorgeworfen werden. Ausserdem habe es ihm nicht an der gebotenen Aufmerksamkeit gefehlt.