Citation: 1C_106/2023 E. 4.7

4.7. Das Bundesgericht hatte im Urteil 1C_347/2017 vom 23. März 2018 ebenfalls über die Zonenkonformität eines Pferdepensions- und Reitsportbetriebs im Lichte von Art. 16a bis RPG zu befinden. Es kam zum Schluss, dass die damalige Beschwerdeführerin keine landwirtschaftliche Tätigkeit ausübte, sondern sich gemäss den willkürfreien vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen auf die Pferdepension und den Reitsport beschränkte. Damit sei die Grundvoraussetzung gemäss Art. 16a bis RPG nicht erfüllt. Eine objektivierte Betrachtung, wie sie Rechtsprechung und Lehre zu Art. 7 BGBB vornehmen, wurde in diesem Urteil nicht verlangt. Ausschlaggebend war vielmehr die tatsächliche Nutzung (a.a.O., E. 3.3 f.). Im späteren (auf die Beschwerde derselben Person hin ergangenen) Urteil 1C_185/2019 vom 12. November 2019 bestätigte das Bundesgericht diesen Ansatz. Es erwog, die Beschwerdeführerin, die mittlerweile ein neues Baugesuch eingereicht hatte, habe die Anerkennung eines landwirtschaftlichen Betriebs durch den Kanton nur deshalb erhalten, weil dabei die unzulässige Haltung von mehr als vier Pferden berücksichtigt worden sei. Mit den vier zulässig gehaltenen Pferden werde jedoch die erforderliche SAK-Schwelle nicht erreicht (a.a.O, E. 4.4 f.). Auch in diesem Urteil nahm das Bundesgericht keine objektivierte Betrachtung vor.