Citation: 6B_606/2015 E. 1.1

1.1. Die Vorinstanz stellt in tatsächlicher Hinsicht fest, der Privatklägerin seien nach dem Verkauf einer geerbten Liegenschaft am 1. Juni 2007 erhebliche Barmittel zugeflossen. Nach Abzug eines ihrer Tochter als Erbvorbezug überlassenen Anteils sei ihr ein Betrag von rund Fr. 2 Mio. verblieben. In der Folge habe sich das Vermögen der Privatklägerin kontinuierlich vermindert bis es ca. Mitte 2011 vollständig aufgebraucht gewesen sei. In diesem Zeitraum habe die Privatklägerin im Umfang von Fr. 866'390.20 Rechnungen beglichen (u.a. für Arztkosten, Kuren, Steuern). Ferner seien Beträge im Umfang von ca. Fr. 1,6 Mio. in bar abgehoben worden. Davon habe sich die Privatklägerin insgesamt Fr. 913'700.-- (zumeist in Begleitung des Beschwerdeführers und in Einzelbezügen von mehreren tausend Franken, ab Herbst 2007 überwiegend im fünfstelligen Bereich bis hin zu Fr. 40'000.-- und Fr. 70'000.--) an Bankschaltern der Bank B.________ und der Bank C.________ auszahlen lassen. Ein Betrag von Fr. 518'800.-- sei in insgesamt 368 Einzelbezügen an Bancomaten bezogen worden. Anklagegegenstand bilden diese Bancomatbezüge. Der Deliktsbetrag ergibt sich daraus, dass die Anklage - ausgehend von einem jährlichen Bargeldbedarf der Privatklägerin von Fr. 44'000.-- - für die Jahre 2007 bis 2011 einen Betrag von Fr. 220'000.-- für deren Lebensunterhalt abzieht. Die Vorinstanz gelangt zum Schluss, der Beschwerdeführer habe diesen Betrag von Fr. 297'800.-- im anklagerelevanten Zeitraum unter Ausnützung des zwischen ihm und der Privatklägerin bestehenden Vertrauensverhältnisses erlangt und ohne deren Wissen und Einverständnis zu einem grossen Teil für eigene Zwecke verwendet (angefochtenes Urteil S. 10, 23). Im Einzelnen führt die Vorinstanz aus, nach den Aussagen der Privatklägerin habe abgesehen von ihr selbst einzig der Beschwerdeführer die Möglichkeit gehabt, mit ihrer Bankkarte an Bancomaten Geld zu beziehen (angefochtenes Urteil S. 12). Eine Drittperson, welche mit der Karte ebenfalls an Bancomaten hätte Geld abheben können, sei von niemandem genannt worden. Es bestünden auch keine Hinweise darauf, dass eine zweite Karte zum Konto der Privatklägerin existiert hätte (angefochtenes Urteil S. 13). Ferner falle auf, dass während der mindestens 16 Auslandaufenthalte des Beschwerdeführers im Anklagezeitraum nur gerade ein einziges Mal mit der Bankkarte der Privatklägerin an einem Bancomat Geld bezogen worden sei. Demgegenüber seien jeweils vor seiner Ausreise aus der bzw. Einreise in die Schweiz eine erhöhte Anzahl von Bezügen zu verzeichnen gewesen. Insbesondere sei es mehrfach vorgekommen, dass noch am Tag der Einreise des Beschwerdeführers in die Schweiz Geld abgehoben worden sei. Auffallend seien überdies die wiederholt festzustellenden Mehrfachbezüge, die teilweise im Minutentakt erfolgten. Die Vorinstanz gelangt bei dieser Sachlage zum Schluss, der Beschwerdeführer sei für insgesamt 367 Bezüge an Bancomaten verantwortlich. Er habe das bezogene Geld zumindest teilweise ohne Wissen und Einverständnis der Privatklägerin erlangt und im Umfang von jedenfalls Fr. 297'800.- unrechtmässig für sich verwendet. Dass am 30. April 2009 ein Bancomatbezug erfolgt sei, während er sich im Kosovo aufgehalten habe, ändere an diesem Beweisergebnis nichts (angefochtenes Urteil S. 14 f., 18 ff.).