Citation: 2C_465/2021 E. 7.1

7.1. Im Hinblick auf die Staatssteuer ist festzuhalten, dass das Reineinkommen harmonisierungsrechtlich im Wesentlichen gleich ermittelt wird wie im Rahmen der direkten Bundessteuer, indem Abzüge für Kosten und allgemeine Abzüge vorgenommen werden können (vgl. Art. 9 StHG). In Bezug auf Liegenschaften im Privatvermögen können neben weiteren, hier nicht interessierenden Kosten, Unterhaltskosten abgezogen werden. Andere Abzüge sind nicht zulässig (Art. 9 Abs. 3 Satz 1, Art. 9 Abs. 4 StHG). Das Harmonisierungsrecht lässt demnach den Kantonen bezüglich des Begriffs der Unterhaltskosten und betreffend die Anschaffungskosten für Vermögensgegenstände keinen Spielraum und es ist vom selben Verständnis auszugehen wie bei der direkten Bundessteuer (vgl. Art. 32 Abs. 2 und Art. 34 lit. d DBG; vgl. Urteile 2C_242/2020 vom 23. September 2020 E. 2.1 f.; 2C_1003/2017 vom 21. Juni 2018 E. 6; 2C_384/2013, 385/2013 vom 25. Oktober 2013 E. 3.1). Der Wortlaut der einschlägigen Bestimmungen des StG/SO entspricht denn auch dem vorgegebenen Rahmen: Gemäss § 39 Abs. 3 StG/SO können bezüglich Liegenschaften des Privatvermögens (neben weiteren, hier nicht relevante Kosten) die Unterhaltskosten abgezogen werden. Laut § 41 (Titel: "Allgemeine Abzüge") Abs. 4 StG/SO sind dagegen nicht abziehbar die übrigen Kosten und Aufwendungen, insbesondere "die Aufwendungen für die Anschaffung [...] von Vermögensgegenständen."