Citation: 2C_717/2018 E. 6.1

6.1. Gemäss den für das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz (Art. 105 Abs. 1 BGG; E. 1.4 hiervor) hat die Beschwerdeführerin der G.________ AG oder F.________ vom Juli 2010 bis Ende Mai 2012 ein Nutzungsrecht an einer Wohnung im 3. Obergeschoss der Liegenschaft an der Strasse D.________ in C.________ eingeräumt, ohne dass dafür ein Entgelt bezahlt worden wäre. F.________ war im fraglichen Zeitraum sowohl bei der Beschwerdeführerin, als auch bei der G.________ AG Delegierter des Verwaltungsrates mit Einzelunterschrift. Es ist unbestritten, dass vorliegend mit der Einräumung des erwähnten Nutzungsrechts eine Leistung an einen Aktionär der Beschwerdeführerin oder eine solche an eine einem Aktionär der Beschwerdeführerin nahestehende Person erbracht wurde. Die Vorinstanz bejahte vor diesem Hintergrund das Vorliegen einer verdeckten Gewinnausschüttung in Form der Einräumung eines unentgeltlichen Nutzungsrechts. Sie erklärte, die Beschwerdeführerin mache zwar geltend, die Einräumung des Nutzungsrechts sei geschäftsmässig begründet gewesen, weil sie als Gegenleistung Aufsichtsarbeiten der G.________ AG bzw. F.________s zur Verhinderung von Gebäudeschäden und Unfällen erhalten habe, die G.________ AG für diese Aufsichtsarbeiten kein Honorar geltend gemacht habe und die Beschwerdeführerin im Gegenzug auf eine Raummiete verzichtet habe. Die angeblichen Aufsichtsarbeiten zur Vermeidung unkontrollierter Wassereintritte infolge eines undichten Daches seien aber nicht nachgewiesen. Insbesondere seien solche Aufsichtstätigkeiten nicht in der gebotenen Weise in der Erfolgsrechnung ausgewiesen. Eine Verletzung der Untersuchungspflicht könne dem Beschwerdegegner in diesem Kontext nicht vorgeworfen werden. Vielmehr sei die Beschwerdeführerin ihrer Mitwirkungspflicht nicht nachgekommen, indem sie es unterlassen habe, weitere Unterlagen einzureichen, um die Werthaltigkeit der angeblichen Aufsichtstätigkeiten darzulegen. Vor dem Bundesgericht wendet die Beschwerdeführerin ein, der Beschwerdegegner sei seiner Untersuchungspflicht nicht nachgekommen. Eine Verletzung dieser Pflicht sei umso mehr anzunehmen, als sich der Beschwerdegegner über Jahre hinweg weitgehend passiv verhalten und das Verfahren nicht vorangetrieben habe. Demgegenüber könne man der Beschwerdeführerin keine Missachtung der Mitwirkungspflicht vorwerfen. Abgesehen davon, dass sie bis am 29. September 2015 in gutem Glauben habe damit rechnen dürfen, dass ihrerseits keine weitere Mitwirkung erforderlich sei, habe sie verschiedene Beweismittel offeriert, auf deren Abnahme namentlich die Vorinstanz in gehörsverletzender Weise verzichtet habe. Was die Gewichtung der Mitwirkungspflicht betreffe, müsse zu Gunsten der Beschwerdeführerin berücksichtigt werden, dass sie seit einer am 30. April 2014 erfolgten Beschlagnahme ihrer Akten durch die ASU auf keine Unterlagen mehr zurückgreifen könne.