Citation: I 510/03 16.03.2004 E. 3

3.1 Mit Verfügung vom 25. Oktober 1995 setzte die IV-Stelle das Taggeld des Versicherten auf Grund eines durchschnittlichen Einkommens von Fr. 67.50 fest. Die hiegegen erhobene Beschwerde hiess die Vorinstanz mit Entscheid vom 19. Februar 1997 gut und wies die Sache an die IV-Stelle zurück, damit diese das Einkommen, welches der Versicherte ohne gesundheitliche Beeinträchtigung unmittelbar vor der Eingliederung erzielt hätte, abkläre. Die IV-Stelle legte das Taggeld wiederum gestützt auf ein durchschnittliches Einkommen von Fr. 67.50 fest und sprach dem Versicherten zusätzlich eine Betriebszulage zu (Verfügung vom 23. September 1997). Der Versicherte erhob erneut Beschwerde, welche das kantonale Gericht am 8. September 1998 guthiess und festhielt, dass sich die IV-Stelle entgegen den Anweisungen im Entscheid vom 19. Februar 1997 bei der Taggeldberechnung wiederum auf dieselben Zahlen zur Einkommensermittlung abstützte. In der Folge holte die IV-Stelle das von der Vorinstanz angeordnete Gutachten ein und nahm gestützt darauf am 9. Juni 2000 die Schlusszahlung für die Taggelder von 4. Juli 1995 bis 30. September 1998 über den Betrag von Fr. 124'814.50 vor. Mit Urteil vom 27. Dezember 2002 (I 273/02) verpflichtete das Eidgenössische Versicherungsgericht den Versicherten, der IV-Stelle Fr. 48'775.80 für zu Unrecht bezogene Betriebszulagen in der Zeit von 1. Januar 1997 bis 6. Juli 1999 zurückzuerstatten. 3.2 Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass eine Zahlungsverzögerung infolge eines Rechtsmittelverfahrens an sich keine Pflicht zur Leistung von Verzugszinsen auszulösen vermag. Dem kantonalen Gericht ist auch darin zuzustimmen, dass das Verhalten der IV-Stelle im Nachgang zum Entscheid vom 19. Februar 1997 als "besondere Umstände" im Sinne der Rechtsprechung zur Frage von Verzugszinsen zu betrachten ist: Indem sich die IV-Stelle bei der Verfügung vom 23. September 1997 bezüglich der Ermittlung des durchschnittlichen Einkommens auf dieselben Zahlen wie in der Verfügung vom 25. Oktober 1995 stützte, welche vom kantonalen Gericht ausdrücklich beanstandet wurden und die Sache gerade zur erneuten Abklärung des durchschnittlichen Einkommens an die Verwaltung zurückgewiesen wurde, unterliess die IV-Stelle wiederum die Anwendung von Art. 21 Abs. 2 IVV und setzte sich über die klaren Anweisungen der Vorinstanz hinweg; damit war jedoch der Anlass für ein zweites Beschwerdeverfahren und eine ungerechtfertigte weitere Verzögerung der Auszahlung gegeben. Nach dem Gesagten hat die Vorinstanz die Pflicht der Verwaltung zur Zahlung von Verzugszinsen zu Recht bejaht.