Citation: 8C_527/2024 E. 6.3.4

6.3.4. Aus dem Gesagten erhellt, dass die vorinstanzliche Feststellung, wonach die Stiftung C.________ die Wohnung an die Mutter des Beschwerdegegners vermiete, offensichtlich unrichtig und für das Bundesgericht daher nicht verbindlich ist (vgl. E. 1.2 hiervor). Wären die Akten liquid, könnte das Bundesgericht den Sachverhalt selber ergänzen (vgl. BGE 149 V 218 E. 4.2 mit Hinweisen). Das ist vorliegend jedoch nicht der Fall. So lässt sich anhand der Akten nicht feststellen, wie die Mietverhältnisse des Beschwerdegegners und seiner Mitbewohner ausgestaltet sind. Der bereits erwähnte Untermietvertrag zwischen dem Beschwerdegegner und seiner Mutter vom 1. Januar 2017 ist insofern widersprüchlich, als letztere darin gleichzeitig als Vermieterin und Hauptmieterin erscheint. Da sie Eigentümerin der Liegenschaft ist, kann sie aber nicht gleichzeitig Hauptmieterin sein. Denkbar wäre hingegen, dass die Mutter des Beschwerdegegners die betreffende Wohnung der Stiftung C.________ vermietet und diese die Wohnung den einzelnen Bewohnern, darunter der Beschwerdegegner, jeweils untervermietet. Damit im Einklang stünde Ziffer 4.3 des Zusammenarbeitsvertrags, wonach die Wohnungen im Haus "Burgstrasse" ausdrücklich für Klientinnen und Klienten der Wohnbegleitung reserviert sind und die Auflösung des Vertrags betreffend Wohnbegleitung die Kündigung des Mietvertrags zur Folge hat. Eine solche Klausel ergäbe nur dann Sinn, wenn die Stiftung C.________ überhaupt in der Lage wäre, die Kündigung des (Unter-) Mietvertrags zu erwirken. Anhand der Akten lässt sich aber nicht ersehen, ob zwischen der Mutter des Beschwerdegegners und der Stiftung ein Hauptmietvertrag resp. zwischen der Stiftung und dem Beschwerdegegner ein Untermietvertrag besteht oder ob die Mutter ihrem Sohn ein Zimmer allenfalls direkt vermietet. Ebenso wenig erhellt aus den Unterlagen, wie die im Zusammenarbeitsvertrag erwähnte Reservation der Wohnungen für die Klientinnen und Klienten der Stiftung C.________ ausgestaltet ist resp. ob es hierfür eine vertragliche Grundlage zwischen der Mutter des Beschwerdegegners als Eigentümerin der fraglichen Wohnung und der Stiftung gibt.