Citation: 8C_188/2024 E. 5.3.2

5.3.2. Ebenso ins Leere zielt der Einwand, es fehle an einem revisionsrechtlichen Bezugspunkt. Vorab ist zu wiederholen, dass es bei der Beurteilung, ob eine relevante Veränderung des Gesundheitszustands vorliegt, nicht auf die subjektiven Angaben der versicherten Person, sondern auf die (objektive) Befundlage ankommt (vgl. E. 2.2 hiervor). Wohl wurden, wie in der Beschwerde gerügt, bei der Begutachtung in der Klinik B.________ vom 10. April 2006 keine (neuen) neuropsychologischen Tests durchgeführt. Indessen begründeten die medizinischen Sachverständigen dies nachvollziehbar damit, dass es im klinischen Gespräch mit der Beschwerdeführerin an Hinweisen auf eine Anstrengung gefehlt habe; deren Angaben seien weitgehend deckungsgleich mit denjenigen bei der Vorbegutachtung durch die Klinik B.________ vom 10. August 1998. Diese beruhte denn auch auf Gedächtnis- und Konzentrationstests, welche im Auftrag der Klinik B.________ am Spital I.________, Neurologische Klinik, durchgeführt wurden (vgl. neuropsychologisches Teilgutachten vom 19. November 1997). Die damit objektivierten leichten Lern- und Gedächtsnisstörungen sowie die deutlich zu Tage getretene Konzentrationsschwäche erachteten die Gutachter im Jahr 2006 als unfallkausal und seither unverändert (vgl. Gutachten vom 10. April 2006, S. 32). Folgerichtig stimmt die gutachterliche Diagnose "Residuelle belastungsabhängige Konzentrationsstörungen bei neuropsychologisch nachgewiesenen posttraumatischen Defiziten" weitgehend mit derjenigen aus dem Jahr 1998 überein (Diagnose: "Schädel-Hirntrauma mit neuropsychologisch nachgewiesenem Defizit"; vgl. Gutachten vom 10. August 1998). Die medizinischen Sachverständigen stellten sowohl 1998 als auch 2006 fest, die Beschwerdeführerin sei neuropsychologisch (im Schulbetrieb [vgl. E. 5.1 hiervor] bzw. in einem "intellektuell anspruchsvollen Beruf") nicht voll leistungsfähig. Mit anderen Worten ist der vorinstanzliche Schluss, es bestehe kein Anhaltspunkt dafür, dass sich die bereits im Rahmen der Begutachtung der Klinik B.________ vom 10. August 1998 festgestellten Beschwerden (Lärmempfindlichkeit, rasche intellektuelle Ermüdbarkeit, Konzentrationsschwierigkeiten) bis zum Gutachtenszeitpunkt im Jahr 2006 wesentlich verändert hätten, nicht zu beanstanden. Auch anhand der sonstigen Rügen ist nicht zu ersehen, inwieweit die Vorinstanz die auf die kognitiven Einschränkungen bezogenen Ausführungen der Klinik B.________ unzutreffend oder verzerrt wiedergegeben haben soll. Demnach lag im Jahr 2006 durchaus ein für die neuropsychologischen Belange massgeblicher Vergleichs- bzw. Bezugspunkt vor, um eine Verbesserung der kognitiven Defizite annehmen zu können. Eine Beweislosigkeit, wie von der Beschwerdeführerin behauptet, ist nicht gegeben.