Citation: 2C_337/2020 E. 4.3.3

4.3.3. Nicht hinreichend belegt sind sodann die Behauptungen des Beschwerdeführers, wonach es nach dem Auszug der Ex-Ehefrau aus der gemeinsamen Wohnung zu Wiederannäherungsversuchen zwischen ihnen gekommen sei. Zwar trifft es zu, dass die Ex-Eheleute mit Schreiben vom 10. April 2017 dem Migrationsamt mitgeteilt hatten, dass sie die Scheidung widerrufen und wieder zusammen leben wollten. Aus den Akten ergibt sich jedoch, wie die Vorinstanz feststellt, dass es zu keiner Wiederaufnahme des Zusammenwohnens mehr gekommen ist. So gab die Ex-Ehefrau auf Anfrage des Migrationsamtes am 6. Juni 2017 an, eine neue Arbeitsstelle zu haben, weshalb sie nach wie vor bei ihren Eltern lebe. Auch der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers bestätigte mit Schreiben vom 25. August 2017, dass die Ex-Ehegatten getrennt lebten. Wichtige Gründe für getrennte Wohnorte gemäss Art. 49 AIG (vgl. E. 3.3 hiervor) werden nicht substanziiert geltend gemacht. Wie das Verwaltungsgericht zudem zutreffend ausführt, gab der Beschwerdeführer anlässlich einer polizeilichen Befragung vom 30. November 2018 an, seit seine Ex-Ehefrau ausgezogen sei, hätten sie - wenn überhaupt - nur sporadisch Kontakt gehabt (vgl. E. 4.2.1 hiervor). Auch hätten sie keine gemeinsamen Freizeitaktivitäten unternommen. Rein freundschaftliche Kontakte von getrennt lebenden Ehepartnern ohne konkretisierte anderweitige Hinweise reichen jedoch nicht aus, um annehmen zu können, der gegenseitige Ehewille und die Gemeinschaft der Gatten bestehe im Sinne der gesetzlichen Nachzugsbestimmungen fort (vgl. Urteile 2C_596/2013 vom 18. Juli 2013 E. 3.1; 2C_278/2008 vom 18. Juni 2008 E. 4.2 u. 4.3; 2C_285/2009 vom 4. Februar 2010 E. 2.2). Vor diesem Hintergrund erweisen sich die Behauptungen des Beschwerdeführers, wonach seine Ex-Ehefrau im November 2016 nur temporär aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen sei, retrospektiv betrachtet als unzutreffend, zumal die eheliche Gemeinschaft unbestrittenermassen nicht mehr wieder aufgenommen wurde.