Citation: 1P.582/2004 07.12.2004 E. 2

Das Obergericht hat ausführlich dargelegt, weshalb es das Ablehnungsbegehren abgewiesen hat. Namentlich war es der Ansicht, der Gerichtspräsident habe die verlangte Ausdehnung nicht endgültig abgelehnt, sondern für später vorbehalten. Damit habe er im Rahmen seines verfahrensleitenden Ermessens gehandelt. Soweit sich die Beschwerdeführerin überhaupt mit dem Beschluss des Obergerichts hinreichend auseinander setzt (vgl. Art. 90 Abs. 1 lit. b OG), sind ihre Vorbringen nicht geeignet, diesen als verfassungswidrig erscheinen zu lassen. Bei objektiver Betrachtung stellt das Verhalten des Gerichtspräsidenten 4 nicht im Geringsten einen groben prozessualen Fehlentscheid dar, der den Anschein der Befangenheit oder Voreingenommenheit wecken könnte. Wie das Obergericht zutreffend erkannt hat, ist nicht ersichtlich, weshalb der Gerichtspräsident 4 allein aufgrund der Ablehnung der Ausdehnung befangen sein sollte. Nach dem Gesagten widerspricht die einlässlich begründete Kostenauflage gemäss Art. 37 Abs. 2 StrV/BE wegen Mutwilligkeit des Ablehnungsgesuchs, trotz ursprünglich gewährter unentgeltlicher Rechtspflege (vgl. Art. 53 Abs. 1 StrV/BE), weder dem Willkürverbot noch dem verfassungsrechtlichen Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege (Art. 9 und 29 Abs 3 BV).