Citation: 2C_564/2019 E. 5.5

5.5. Aufgrund seines langjährigen Aufenthalts in der Schweiz hat der Beschwerdeführer ein grosses Interesse, in diesem Land zu bleiben. Dies wird verstärkt durch seine Beziehung zum hier lebenden Sohn. Ausserdem berücksichtigte die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid die Beziehung des Beschwerdeführers zu weiteren in der Schweiz lebenden Verwandten ausserhalb seiner Kernfamilie. Die Trennung des Beschwerdeführers von seinem Sohn ist zwar von einer gewissen Härte, sie verstösst aber nicht gegen übergeordnetes Recht (vgl. E. 3 hiervor). Es ist davon auszugehen, dass sie den Kontakt über moderne Kommunikationsmittel und mit wechselseitigen Besuchen werden aufrecht erhalten können. Aufgrund seiner Delinquenz hat es der Beschwerdeführer zu verantworten, dass die Beziehung zu seinem Sohn nun nicht mehr in derselben Form weitergeführt werden kann. Im Weiteren ist seine soziale Integration gemessen am langen Aufenthalt in der Schweiz sehr bescheiden, pflegt er doch gemäss eigenen Angaben keine nennenswerten sozialen Kontakte ausserhalb seiner Familie. Nach einem längeren Unterbruch infolge Krankheit ist der Beschwerdeführer seit einiger Zeit wieder in einer Teilzeitanstellung berufstätig und offenbar um eine Erhöhung seines Pensums bemüht. Sprachlich ist er gemäss den vorinstanzlichen Feststellungen nur ungenügend integriert, hingegen beteuert er, er sei hier stark verwurzelt und spreche hinreichend gut Deutsch. Wenngleich beruflich und sprachlich zweifellos eine gewisse Integration stattgefunden hat, ist in Übereinstimmung mit der Vorinstanz festzuhalten, dass sie den zu erwartenden Grad wohl nicht erreicht und diesen jedenfalls nicht übersteigt, sodass sich daraus im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung nichts zugunsten des Beschwerdeführers ableiten lässt. Schliesslich steht auch seine Ehe einer Rückkehr in den Kosovo nicht entgegen: Der Beschwerdeführerin und Ehefrau des Beschwerdeführers, die ebenfalls aus dem Kosovo stammt und mit den dortigen Verhältnissen vertraut ist, ist eine Rückkehr in die Heimat grundsätzlich zumutbar. Sollte sie ihrem Ehemann nicht ins Heimatland folgen, könnten sie den Kontakt auch auf Distanz aufrechterhalten. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in sein Heimatland scheint sodann zumutbar: Gemäss den vorinstanzlichen Ausführungen ist er mit den kulturellen und gesellschaftlichen Verhältnissen in seinem Heimatland ebenso vertraut wie mit der albanischen Sprache und hat dort nach wie vor Verwandte und Bekannte. Die berufliche Integration dürfte angesichts der wirtschaftlichen Lage zwar schwieriger sein als in der Schweiz, es kann aber angenommen werden, dass es dem Beschwerdeführer dank seiner Arbeitserfahrung möglich sein wird, im Kosovo auch wirtschaftlich Fuss zu fassen. Es sind keine unüberwindbare Hindernisse ersichtlich, die die Rückkehr in sein Heimatland unzumutbar erscheinen liessen.