Citation: 4A_298/2017 E. 5.1

5.1. Für den - von ihr bestrittenen - Fall eines Vertragsrücktritts wäre es gemäss Beschwerdeführerin an der Beschwerdegegnerin gewesen, die einzelnen Leistungen zu behaupten und zu substanziieren, sofern dies überhaupt erforderlich sein sollte. Es wäre nämlich an dieser gewesen, die erhaltenen Leistungen realiter zurückzugeben. Da die Beschwerdegegnerin dies nicht mehr habe tun können, sei es auch an dieser gewesen, den Wert des Rückgabesurrogats zu bestimmen. Gemäss Art. 8 ZGB hat derjenige das Vorhandensein einer Tatsache zu beweisen, der aus ihr Rechte ableitet. Wer die Beweislast trägt, hat die entsprechenden Tatsachen auch zu behaupten und bei Bestreitung zu substanziieren. Vorab ist festzustellen, dass sich die Beschwerdeführerin damit nicht zum von ihr im Hauptstandpunkt vertretenen Fall des Fortbestands des Vertrags äussert. Es ist aber ohnehin nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz entsprechende Behauptungen und Substanziierungen von ihr verlangte. Da die Beschwerdeführerin eine Entschädigung für die von ihr im Konkurszeitpunkt angeblich bereits erbrachten Leistungen verlangt, für die sie nach eigenen Angaben vorleistungspflichtig war, hat sie diese Leistungen auch nachzuweisen. Würde sie im Falle eines Vertragsrücktritts die von ihr erbrachten Leistungen zurückfordern, hätte wiederum sie die von ihr zurückgeforderten Leistungen zu beweisen. Und auch wenn an deren Stelle ein Rückgabesurrogat tritt, das die Beschwerdeführerin verlangt, liegt dieser Nachweis bei ihr.