Citation: 1P.335/2005 25.08.2005 E. 3

3.1 Der Beschwerdeführer rügt (S. 7), der angefochtene Entscheid verletze das Gebot der Rechtsgleichheit nach Art. 8 BV. Die persönlichen Lebensverhältnisse des Beschwerdeführers (illegaler Aufenthalt, keine Arbeit und keine gefestigte Beziehung in der Schweiz etc.) entsprächen denen der meisten übrigen Insassen der Anstalten Thorberg. Die persönlichen Verhältnisse würden im Falle des Beschwerdeführers als gewichtiges Indiz für eine erhöhte Fluchtgefahr und zur Begründung von besonderen Sicherheitsmassnahmen herangezogen. Die übrigen Insassen der Anstalten Thorberg, welche sich in derselben Situation befänden, seien jedoch im Normalvollzug. Wären die persönlichen Lebensverhältnisse ausreichend zur Begründung einer erhöhten Fluchtgefahr, wären die Voraussetzungen zur Anordnung von erhöhten Sicherheitsmassnahmen bei den meisten Insassen der Anstalten Thorberg erfüllt und müssten sich somit die meisten Insassen in der Sicherheitsabteilung II befinden. Allerdings sei diese einschneidende Massnahme nur in wenigen Fällen, unter anderem beim Beschwerdeführer, angeordnet worden. Obwohl seine Verhältnisse mit denen der übrigen Insassen übereinstimmten, werde er strenger behandelt. 3.2 Der Beschwerdeführer übergeht den Umstand, dass er der einzige Insasse in den Anstalten Thorberg ist, der wegen des Verdachts des Mordes an einen anderen Staat ausgeliefert werden wird. Das legen die Anstalten Thorberg in der Vernehmlassung dar und räumt der Beschwerdeführer in anderem Zusammenhang (Beschwerde S. 6 Ziff. 16) selber ein. Bei ihm liegen somit andere Umstände vor, weshalb eine unterschiedliche Behandlung nicht gegen das Gebot der Rechtsgleichheit verstösst. Aus diesem Gebot kann der Betroffene in Fällen wie hier ohnehin selten etwas für sich herleiten, da - wie der Regierungsrat (S. 8 E. 6.2) zutreffend darlegt - die Verhältnisse verschiedener Gefangener kaum je in jeder Hinsicht gleich liegen (so schon Urteil 1P.351/1993 vom 29. Juli 1993 E. 3c). Die Beschwerde ist auch im vorliegenden Punkt unbegründet.