Citation: 6B_1093/2021 E. A

A.a. Das Bezirksgericht Horgen verurteilte den mehrfach einschlägig vorbestraften A.________ am 5. Mai 1999 wegen mehrfacher, teilweise versuchter sexuellen Handlungen mit Kindern sowie der mehrfachen, teilweise versuchten Schändung zu einer Zuchthausstrafe von fünf Jahren. Der Vollzug der Strafe wurde aufgeschoben und eine Verwahrung i.S.v. Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 aStGB angeordnet. Mit Beschluss vom 30. Juli 2008 hob das Bezirksgericht Horgen die Verwahrung auf und ordnete eine stationäre therapeutische Massnahme gemäss Art. 59 StGB an, welche es mit Beschluss vom 2. Juli 2013 um fünf Jahre verlängerte. A.b. Nach vorgängigen Lockerungsschritten wurde A.________ am 21. April 2017 der Übertritt in die Progressionsstufe C (Übernachtungsurlaube) gemäss Stufenkonzept der JVA St. Johannsen sowie seine Versetzung in das Haus Lägern der JVA Pöschwies in die Vollzugsstufe des Arbeitsexternats (AEX) bewilligt. Am 1. Juni 2017 erfolgte der Eintritt in das Haus Lägern. Per 28. August 2017 verfügten die Bewährungs- und Vollzugsdienste des Kantons Zürich (BVD) rückwirkend per 25. August 2017 die Rückversetzung von A.________ in den geschlossenen Massnahmenvollzug der JVA Pöschwies. Den hiergegen erhobenen Rekurs wies die Direktion der Justiz und des Innern mit Verfügung vom 12. Januar 2018 ab. Am 20. April 2018 hoben die BVD die als aussichtslos beurteilte stationäre Massnahme auf (Art. 62 Abs. 1 lit. a StGB) und leiteten ein Nachverfahren betreffend nachträglicher Verwahrung ein. Die von A.________ gegen die Aufhebung der stationären therapeutischen Massnahme ergriffenen verwaltungsrechtlichen Rechtsmittel wurden mit Verfügung der Direktion der Jusitz und des Innern vom 25. Juli 2018 und mit Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom 31. Oktober 2018 abgewiesen. Seit dem Ablauf der stationären Massnahmedauer und damit seit dem 2. Juli 2018 befindet sich A.________ in Sicherheitshaft. Der Rückversetzung liegen folgende Vorkommnisse zugrunde: A.________ besuchte am 19. August 2017 das Stadtfest Badenfahrt in Baden/AG. Dort begab er sich zu einem D.________-Zelt bzw. einem D.________-Stand, wo sich viele Kinder und deren Eltern aufhielten. Im Folgenden kam es zu einer Kollision mit einem auf einem Trottinett fahrenden, ca. 12-14 Jahre alten Mädchen, bei welcher sein Mobiltelefon (mutmasslich) Schaden nahm. A.________ verlangte die Bezahlung des Schadens und die Bekanntgabe der Telefonnummer des Vaters. Als das Mädchen zu weinen begann, tröstete er es und nahm die Telefonnummer von dessen Mutter entgegen. Im Nachgang stellte er die Funktionstüchtigkeit des Mobiltelefons fest und warf die Telefonnummer weg. Schliesslich wurde anlässlich der Überführung von A.________ vom Haus Lägern in die JVA Pöschwies am 25. August 2017 in dessen Hosentasche eine in einem Plastikbeutel verpackte ca. 20 cm lange blonde Haarsträhne sichergestellt. Gemäss den Angaben von A.________ hatte er diese vor rund zwei Monaten einer vor ihm im Tram sitzenden jungen Frau im Alter von ca. 18 bis 20 Jahren abgeschnitten und alsdann zur Selbstbefriedigung benützt. A.c. Das Bezirksgericht Horgen ordnete am 14. September 2020 die nachträgliche Verwahrung von A.________ an und beschloss die Fortdauer der Sicherheitshaft bis zur Rechtskraft des Sachentscheides betreffend die Verwahrung, längstens aber bis am 30. Dezember 2020. Gegen den ihm am 21. September 2020 zugegangenen Entscheid reichte A.________ Beschwerde beim Obergericht des Kantons Zürich ein.