Citation: K 6/00 11.04.2000 E. 2

2.- a) Nach Art. 136 lit. d in Verbindung mit Art. 135 OG ist die Revision eines Urteils des Eidgenössischen Ver- sicherungsgerichts u.a. zulässig, wenn das Gericht in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht be- rücksichtigt hat. Versehentliche Nichtberücksichtigung liegt vor, wenn der Richter oder die Richterin ein bestimm- tes Aktenstück übersehen oder eine bestimmte wesentliche Aktenstelle unrichtig, insbesondere nicht mit ihrem wirk- lichen Wortlaut oder in ihrer tatsächlichen Tragweite wahr- genommen hat. Kein Revisionsgrund ist dagegen die recht- liche Würdigung der an sich richtig aufgefassten Tatsachen, auch wenn diese Würdigung irrtümlich oder unrichtig sein sollte; zur rechtlichen Würdigung gehört auch die Ent- scheidung der Frage, ob eine Tatsache rechtserheblich sei oder nicht (RSKV 1982 Nr. 479 S. 60 Erw. 2a und 1975 Nr. 210 S. 29 Erw. 1; vgl. auch BGE 122 II 18 Erw. 3, 115 II 399, 101 Ib 222, 96 I 280). b) Die Gesuchstellerin macht vorab geltend, sie verfü- ge entgegen dem Wortlaut des beanstandeten Urteils über keine Zusatzversicherungen bei der Innova. Da Streitgegenstand des Hauptverfahrens einzig Prä- mienausstände sowie damit zusammenhängende Verzugszinsen und Mahngebühren im Rahmen der obligatorischen Krankenpfle- geversicherung bilden, ist der Umstand, ob und wenn ja, wieviele Zusatzversicherungen überdies bestanden, nicht ge- eignet, eine andere, für die Gesuchstellerin günstigere Entscheidung zu bewirken (vgl. BGE 122 II 18 f.). Da es sich mithin um eine unerhebliche Tatsache handelt, fällt eine Urteilsrevision gestützt auf Art. 136 lit. d OG nicht in Betracht. c) Des Weitern bringt die Gesuchstellerin vor, das Schreiben des Vereins Pro Life vom 3. Dezember 1996, worin dieser seine Mitglieder aufforderte, die Einzelkündigungen bis spätestens am 13. Dezember 1996 an die Innova zu sen- den, nicht erhalten zu haben. Diesem Einwand ist entgegenzuhalten, dass die Instruk- tionsrichterin der Gesuchstellerin mit Schreiben vom 30. September 1999 unter Beilage der Mitteilung vom 3. De- zember 1996 Gelegenheit gab, sich dazu zu äussern. In ihrer Eingabe vom 10. Oktober 1999 erwähnte die Gesuchstellerin indes mit keinem Wort, das besagte Schreiben nicht erhalten zu haben, sondern führte vielmehr aus, der "Brief der Pro Life vom 3. Dezember 1996 an ihre Mitglieder war eine vor- sorgliche Massnahme,...". Hieraus durfte ohne weiteres geschlossen werden, dass die Gesuchstellerin als Mitglied des Vereins Kenntnis von der betreffenden Mitteilung hatte. Es kann mithin nicht davon gesprochen werden, dass das Ge- richt ein bestimmtes Aktenstück übersehen oder eine be- stimmte wesentliche Aktenstelle unrichtig wahrgenommen habe, weshalb auch in diesem Punkt ein versehentliches Nichtberücksichtigen von erheblichen Tatsachen verneint werden muss. d) Schliesslich wird im Revisionsgesuch die Verlegung der Gerichtskosten im Hauptverfahren beanstandet. Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat die Kosten nach Massgabe von Art. 156 Abs. 3 OG verhältnismässig, d.h. nach Ausgang des Verfahrens, der im Wesentlichen - insbe- sondere im Punkt der Prämienausstände - unterliegenden Ge- suchstellerin zu drei Vierteln auferlegt. Da revisionsweise weder geltend gemacht wird, hiebei seien wesentliche Tatsa- chen versehentlich nicht berücksichtigt worden, noch neue Tatsachen oder Beweismittel vorgebracht werden, welche die tatbeständliche Grundlage der Kostenauflage im zur Revision verlangten Urteil als objektiv mangelhaft erscheinen lies- sen, fehlt es an einem Revisionsgrund im Sinne von Art. 136 lit. d OG. Namentlich vermag die Gesuchstellerin mit dem Argument, im Parallelverfahren seien die Gerichtskosten hälftig auferlegt worden, nichts zu ihren Gunsten abzulei- ten, obsiegte der Beschwerdeführer im betreffenden Prozess doch teilweise auch im Hinblick auf die Prämienausstände.