Citation: 5A_994/2023 E. 12.3

12.3. In der Sache erachtet der Beschwerdeführer es als willkürlich (Art. 9 BV), dass die Gerichtskosten des erstinstanzlichen Verfahrens in Anwendung von Art. 107 Abs. 1 ZPO zur Gänze ihm auferlegt worden sind. Allein die familienrechtliche Natur des Verfahrens rechtfertige dieses Vorgehen nicht. Ebenso wenig bilde die finanzielle Situation der Partei ein Kriterium zum Abweichen von den allgemeinen Grundsätzen der Kostenverlegung, zumal dies im Familienrecht zu einem faktischen, nicht rückforderbaren Prozesskostenvorschuss führen würde. Auch sei die Beschwerdegegnerin aufgrund der ihr zugesprochenen Unterhaltsbeiträge längst finanzstark. Anfechtungsobjekt im Verfahren vor Bundesgericht ist wie soeben ausgeführt nicht der erstinstanzliche Entscheid, sondern der Entscheid der Berufungsinstanz. Das Kantonsgericht hat die Kostenverlegung durch das Bezirksgericht allein daraufhin überprüft, ob dieses den ihm diesbezüglich zukommenden weiten Ermessensspielraum fehlerhaft ausgeübt hat. Bei dieser Prüfung auferlegte das Kantonsgericht sich eine gewisse Zurückhaltung und hat allein sichergestellt, dass dem Bezirksgericht kein qualifizierter Fehler unterlief. Vor diesem Hintergrund vermag der Beschwerdeführer mit dem Vorbringen, die Kosten hätten nach den einschlägigen Bestimmungen anders verlegt werden müssen, den angefochtenen Entscheid von vornherein nicht als verfassungswidrig erscheinen zu lassen. Dazu hätte er aufzeigen müssen, dass die Berufungsinstanz ihre Kognition zu sehr eingeschränkt hat, was einer Rechtsverweigerung (Art. 29 Abs. 1 BV) gleichkäme (vgl. etwa Urteil 1C_760/2021 vom 24. Januar 2023 E. 4.2), oder dass ihr bei der vorgenommenen eingeschränkten Prüfung des erstinstanzlichen Entscheids ein qualifizierter Fehler unterlaufen und sie damit in Willkür verfallen ist. Hinsichtlich dieses letzten Punktes ist im Übrigen darauf zu verweisen, dass das Kantonsgericht den erstinstanzlichen Kostenentscheid insbesondere auch mit Blick auf Art. 108 ZPO und den erheblichen Anteil an Kosten bestätigte, die der Beschwerdeführer durch sein prozessuales Verhalten verursacht habe. Hierzu äussert der Beschwerdeführer sich nicht.