Citation: 4C.278/2003 05.11.2003 E. 1

Die Vorinstanz hat das Vertragsverhältnis der Parteien zutreffend den Regeln des Arbeitsvertrags im Sinne der Art. 319 ff. OR unterstellt. Der Beklagte erwähnt zwar in der Antwort, er habe sich stets auf ein Auftragsverhältnis berufen. Er behauptet jedoch zu Recht nicht, die Vorinstanz habe Bundesrechtsnormen verletzt, indem sie den Vertrag vom 18. November 2001 als Arbeitsvertrag qualifizierte. Nicht mehr umstritten ist zwischen den Parteien sodann, dass ein wichtiger Grund für die fristlose Kündigung des Vertrags nicht vorlag. Dagegen stellt sich der Kläger in der Berufung neu auf den Standpunkt, der Beklagte habe die Kündigung nicht gültig erklärt. Der Beklagte hat nach den Feststellungen im angefochtenen Urteil mit Schreiben vom 28. März 2002 gegenüber dem Kläger den "Widerruf/ Kündigung der Vereinbarung mit sofortiger Wirkung" erklärt. Daraus ergibt sich eindeutig der Wille des Beklagten, den Vertrag sofort zu beenden, was der Kläger denn auch nicht in Abrede stellt. Dass der Beklagte über die fristlose Kündigung hinaus die Anfechtung wegen Willensmangels in Aussicht stellte, ändert entgegen der Ansicht des Klägers an der Wirksamkeit der Kündigung nichts. Auch dass die Kündigung vom Beklagten nicht gleichzeitig schriftlich begründet wurde, macht sie nicht ungültig, denn die kündigende Partei muss die fristlose Vertragsauflösung nur auf Verlangen der Gegenpartei begründen (Art. 337 Abs. 1 OR; vgl. auch BGE 121 III 60 E. 3b und e zu Art. 335 OR). Es ist somit davon auszugehen, dass der Beklagte den Arbeitsvertrag mit dem Kläger ohne wichtigen Grund fristlos gekündigt hat und daher der Kläger Anspruch auf Ersatz dessen hat, was er verdient hätte, wenn das Arbeitsverhältnis unter Einhaltung der Kündigungsfrist beendigt worden wäre (Art. 337c Abs. 1 OR).