Citation: 9C_651/2017 E. 4.2.4

4.2.4. Im Rahmen der Konsistenzprüfung (BGE 141 V 281 E. 4.4 S. 303 f.) erkannte die Vorinstanz, der begutachtende Psychiater habe einen nicht erheblichen Widerspruch zwischen dem Ausmass der geschilderten Beschwerden und der Intensität der bisherigen Inanspruchnahme therapeutischer Hilfe festgestellt. Die Blutspiegelkonzentrationen der verordneten Medikamente seien etwas auffällig. Einerseits sei das Saroten retard nicht mehr nachweisbar gewesen. Andererseits hätten die Werte des Lyrica unter der Norm gelegen. Dies weise auf eine teilweise medikamentöse Incompliance hin. Die Versicherte bringt vor, die Vorinstanz habe fälschlicherweise behauptet, es würden Inkonsistenzen bestehen. Soweit sie diese Rüge mit einem Zitat aus dem Gutachten begründet, vermag sie nicht darzutun, inwiefern die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen diesbezüglich offensichtlich unrichtig sein sollen (E. 1 hiervor). Es bleibt darauf hinzuweisen, dass die Inkonsistenzen zwischen dem geltend gemachten hohen Leidensdruck und der mangelnden Bereitschaft, sich auf alternative Arbeitstätigkeiten einzulassen (vgl. E. 4.2.1 hiervor), als Indiz dafür zu werten sind, dass die Beeinträchtigungen anders zu begründen sind als durch eine versicherte Gesundheitsschädigung.