Citation: 5D_191/2021 E. 5.2

5.2. Lediglich der guten Ordnung halber sei Folgendes ausgeführt: Art. 112 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21), auf den die KESB verwiesen hat und sich die Beschwerdeführerin bezieht, verweist mit Bezug auf die Entschädigung amtlich beigeordneter Anwältinnen und Anwälte auf die "besonderen Bestimmungen der Anwaltsgesetzgebung". Die Anwaltsgesetzgebung wiederum besteht soweit für den vorliegenden Sachzusammenhang relevant aus dem Kantonalen Anwaltsgesetz (KAG; BSG 168.11), der Parteikostenverordnung (PKV; vgl. den Verweis auf Art. 41 KAG im Ingress) und der Verordnung über die Entschädigung der amtlichen Anwältinnen und Anwälte (EAV; vgl. den Verweis auf Art. 42 Abs. 4 KAG im Ingress). Art. 42 Abs. 1 KAG verpflichtet den Kanton, "den amtlich bestellten Anwältinnen und Anwälten eine angemessene Entschädigung [zu bezahlen], die sich nach dem gebotenen Zeitaufwand bemisst". Gemäss Art. 42 Abs. 4 KAG regelt der Regierungsrat den Stundenansatz durch Verordnung, und gemäss Art. 1 EAV beträgt dieser Fr. 200.--. Für die Bestimmung des sog. vollen Honorars ("Normalgebühr"), das nach kantonalbernischer Praxis zu bestimmen ist, um den sog. nachforderbaren Betrag daraus abzuleiten, ist offensichtlich auf die PKV abzustellen.