Citation: 1C_546/2017 E. 2.1

2.1. Die Beschwerdeführer erheben verschiedene Rügen im Zusammenhang mit dem Ausstand des Gemeindepräsidenten Hasler. Das Verwaltungsgericht legt in dieser Hinsicht dar, die Beschwerdeführer hätten am 18. August 2015, das heisst zwei Tage vor dem Augenschein vom 20. August 2015, ein Ausstandsgesuch gestellt. Der Gemeindepräsident sei noch vor Fällung der Einspracheentscheide in den Ausstand getreten. Dies sei in den jeweiligen Entscheiden vermerkt und begründet worden. Trete ein Mitglied einer Gesamt- oder Kollegialbehörde von sich aus in den Ausstand, ohne dass dagegen Einwände erhoben werden, bedürfe es keines formellen Entscheids. Vorliegend sei der Gemeindepräsident auf das Ausstandsbegehren hin freiwillig in den Ausstand getreten, weshalb ein formeller Entscheid hinfällig gewesen sei. Zwar gelte im Übrigen der Grundsatz, dass eine befangene Amtsperson umgehend aus dem Verfahren auszuscheiden habe. Weil jedoch das Gesuch erst kurz vor dem Augenschein gestellt worden sei und dieser lediglich der Ermittlung des Sachverhalts gedient habe, sei die Teilnahme des mit der Sache vertrauten Gemeindepräsidenten zumindest nachvollziehbar. Eine Einflussnahme auf den Baubewilligungsentscheid sei nicht ersichtlich. Hinzu komme, dass kein persönliches Interesse, welches den Anschein der Befangenheit begründen würde, erkennbar sei. Auch andere Ausstandsgründe gemäss § 7 des Gesetzes des Kantons Thurgau vom 23. Februar 1981 über die Verwaltungsrechtspflege (RB 170.1) bestünden nicht.