Citation: 6B_923/2017 E. 2.4.2

2.4.2. Die Vorinstanz schreibt das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (Befreiung von den Verfahrenskosten) für das Verfahren BK 16 335 als gegenstandslos ab (Dispositiv-Ziffer 6). Der aus Art. 29 Abs. 3 BV abgeleitete Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege kann sich nur auf die (einstweilige) Befreiung von Kosten beziehen, welche den Zugang zum Verfahren beschränken oder erschweren. Dazu zählt in erster Linie die Verpflichtung zur Leistung von Kostenvorschüssen oder anderer Sicherheitsleistungen, die vom Gesetz im Hinblick auf die weitere Durchführung des Verfahrens vorgesehen sind (Urteil 6B_847/2017 vom 7. Februar 2018 E. 5). Schreibt die Vorinstanz das Gesuch nach durchgeführtem Verfahren als gegenstandslos ab, ist dies im Ergebnis nicht zu beanstanden. Schliesslich richtet die Vorinstanz dem Beschwerdeführer für das Verfahren BK 16 335 keine Entschädigung aus (Dispositiv-Ziffer 5). Damit verletzt sie kein Bundesrecht. Da die Kosten der amtlichen Verteidigung zu den Verfahrenskosten zählen und der Staat diese grundsätzlich trägt (Art. 426 Abs. 1 StPO), hat der im kantonalen Verfahren amtlich verteidigte Beschwerdeführer keinen Anspruch auf Entschädigung gestützt auf Art. 436 Abs. 2 respektive Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO (BGE 139 IV 261 E. 2.2.2 S. 263; 138 IV 205 E. 1 S. 206; Urteil 6B_59/2016 vom 13. April 2016 E. 2.1; je mit Hinweisen). Dies verkennt der Beschwerdeführer, indem er einen Widerspruch zur amtlichen Entschädigung zu erkennen meint (Dispositiv-Ziffer 8). Seine Behauptung, eine Begründung für die Abweisung der Entschädigung "sucht man im Anfechtungsobjekt vergebens", ist im Übrigen aktenwidrig (Entscheid S. 7) und trölerisch.