Citation: 4A_419/2023 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer bringt zu Unrecht vor, die Vorinstanz hätte das im erstinstanzlichen Verfahren erstellte Gerichtsgutachten zwingend ergänzen oder ein Obergutachten einholen müssen, nachdem Zweifel an bestimmten Aussagen des gerichtlich bestellten Gutachters aufgekommen waren. Die Vorinstanz hat sich eingehend mit dem tiermedizinischen Gutachten von PD Dr. med. vet. F.________ auseinandergesetzt und hat nachvollziehbar begründet, weshalb sie nicht unbesehen darauf abstellte. Sie hat zudem dargelegt, weshalb sie die Einholung eines Obergutachtens für nicht notwendig erachtete. Entgegen der in der Beschwerde vertretenen Ansicht hat die Vorinstanz das Gerichtsgutachten nicht etwa durch eigenes Fachwissen ersetzt, sondern insbesondere auf die im Gutachten erwähnten Studien und Lehrmeinungen abgestellt. Der Beschwerdeführer räumt in der Folge selber ein, dass sie ihre Erwägung zur Tiermedizin auf die in den Akten liegenden, vom Gerichtsgutachter und dem Privatgutachter erörterten Auszüge aus Fachzeitschriften stützte. Inwiefern die Vorinstanz gestützt darauf nicht hätte beurteilen können, welche in der Tiermedizin allgemein anerkannten Regeln hinsichtlich der Vornahme von Röntgenuntersuchungen im Zusammenhang mit Fissuren bestehen, leuchtet anhand der Vorbringen in der Beschwerde nicht ein. Der Beschwerdeführer weist zudem selber darauf hin, dass bei fehlender Schlüssigkeit des Gerichtsgutachtens nicht in jedem Fall, sondern nur "nötigenfalls" ergänzende Beweise zu erheben sind. Dass er im vorinstanzlichen Verfahren solche beantragt hätte, zeigt er im Übrigen nicht auf. Eine Verletzung von Art. 188 Abs. 2 ZPO ist nicht ersichtlich.