Citation: 7B_925/2024 E. 4

Die Beschwerdeführerin setzt sich mit den Voraussetzungen für die Anfechtung von Zwischenentscheiden nicht rechtsgenüglich auseinander. Hinsichtlich des abgewiesenen Gesuchs um Dispensation von der Berufungsverhandlung scheint sie sinngemäss den nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG darin zu sehen, dass es unzulässig sei, sie im Ausland mittels Verfügung für die Berufungsverhandlung vorzuladen. Dies stelle ein im Ausland unzulässiges Zwangsmittel dar. Dem kann nicht gefolgt werden. Als beschuldigte Person hat die Beschwerdeführerin die mit jedem Strafverfahren einhergehenden Prozesshandlungen, wie namentlich die Durchführung einer Berufungsverhandlung, zu erdulden. Sodann ist es bundesrechtlich auch zulässig, eine sich im Ausland befindliche beschuldigte Person für eine Prozesshandlung in der Schweiz vorzuladen. Die Vorladung ist insoweit als Einladung zum persönlichen Erscheinen zu verstehen. Unzulässig ist es allerdings, wenn an eine allfällige Nichtbefolgung der Vorladung rechtliche oder tatsächliche Nachteile geknüpft werden oder wenn mit der Vorladung Zwangsandrohungen verknüpft werden (BGE 140 IV 86 E. 2). Derartige negative Konsequenzen sind aufgrund der Vorbringen der Beschwerdeführerin aktuell keine ersichtlich. Sollte die Vorinstanz die Berufung der Beschwerdeführerin im Falle ihres Nichterscheinens gestützt auf die Rückzugsfiktion gemäss Art. 407 Abs. 1 lit. a StPO tatsächlich als zurückgezogen erachten, wie dies die Beschwerdeführerin zu befürchten scheint, wird sie sich zu diesem Zeitpunkt dagegen mittels Beschreitung des Rechtsmittelwegs wehren können. Ein nicht wieder gutzumachender Nachteil gemäss Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG liegt damit offensichtlich nicht vor, weshalb auf die Beschwerde insoweit nicht einzutreten ist.