Citation: 2C_718/2019 E. 3.1

3.1. Ob die Ehegemeinschaft drei Jahre Bestand hatte, ist eine Sachverhaltsfrage (Urteile 2C_1016/2017 vom 6. Februar 2019 E. 3.2; 2C_54/2019 vom 22. Januar 2019 E. 5.3), die das Bundesgericht nur auf offensichtliche Unrichtigkeit oder Rechtsverletzung hin überprüft (Art. 97 Abs. 1 BGG und Art. 105 Abs. 2 BGG; vorne E. 1.3.). In die vorinstanzliche Beweiswürdigung greift es dabei nur ein, wenn diese willkürlich ist (BGE 144 IV 35 E. 2.3.3 S. 42 f.; Urteil 2C_403/2018 vom 19. Februar 2019 E. 3). Frei zu prüfen ist dagegen, ob die festgestellten Tatsachen (Indizien) darauf schliessen lassen, die Berufung auf die Fortdauer der ehelichen Gemeinschaft bis zum 3. Januar 2018 bzw. mindestens bis zum 31. Dezember 2017 sei rechtsmissbräuchlich oder bezwecke die Umgehung ausländerrechtlichen Vorschriften. Rechtsfrage ist mithin, ob die festgestellten Indizien die Schlussfolgerung zulassen, dass der Wille zur Führung einer Ehegemeinschaft seitens des Beschwerdeführers und seiner Ex-Ehefrau aufgegeben wurde, nachdem diese im Herbst 2017 eine aussereheliche Parallelbeziehung eingegangen ist. Ebenfalls Rechtsfrage ist in diesem Zusammenhang, welche Bedeutung dem tatsächliche Auszug des Beschwerdeführers aus der ehelichen Wohnung in einer solchen Sachverhaltssituation noch beizumessen ist (vgl. BGE 128 II 145 E. 2.3 S. 152, Urteile 2C_1049/2018 vom 21. März 2019 E. 2.2; 2C_334/2017 vom 9. April 2018 E. 2.3).