Citation: 6B_1115/2022 E. 1.1

1.1. Er kritisiert, die Beweiswürdigung der Vorinstanz lasse die für eine korrekte Beurteilung erforderliche Genauigkeit vermissen. Wohl habe er das ihm vorgeworfene Verhalten gestanden; er habe sich aber - zur Tatzeit stark alkoholisiert und mit Kokain aufgeputscht - nur aufgrund von Videoaufnahmen an seine eigenen Handlungen erinnern können. Wesentlich sei daher, die einschlägige Videoaufnahme als einziges Beweismittel sorgfältig, d.h. Bild für Bild bzw. langsam, zu betrachten, um die objektive Tathandlung genau beschreiben zu können. Eine solche Betrachtung hätten die kantonalen Behörden unterlassen und zeige, dass der weisse rechte Rand der Sohle seines dunklen rechten Schuhs im Moment des Auftreffens auf Widerstand am Körper des Opfers nicht mehr zu sehen sei, weil die Sohle nach rechts schräg wegkippe. Das sei nur damit erklärbar, dass der Schuh auf die Schulter des in Seitenlage liegenden Opfers auftreffe. Insbesondere sei im Moment dieses Effekts nämlich der ganze, nicht gänzlich ungeschützte, sondern mit einer Kapuze bekleidete Kopf sichtbar. Klar erkennbar sei auch, dass der ohne Körperspannung auf dem Boden liegende Kopf wegen der vom Tritt ausgelösten Bewegung des Schultergürtels - und nicht umgekehrt der Körper wegen eines Tritts gegen den Kopf - mitbewegt werde. Anhand der Videoaufnahme lasse sich folglich (nur) zweifelsfrei erstellen, dass er beim Abstoppen aus seinem Lauf einen Tritt von schräg oben gegen die Schulter des auf der Seite liegenden bewusstlosen FC C.________-Fans und danach eine wesentlich leichtere Bewegung mit dem Schuh in dieselbe Richtung ausgeführt habe. Dieses Verhalten sei mit seiner Erklärung vereinbar, es sei ihm darum gegangen, unmittelbar nach dem Zubodengehen des in vollem Lauf herangestürmten FC C.________-Fans sicherzustellen, dass dieser nicht sogleich aufspringe und weiter - aus der FC B.________-Perspektive - angreife. Dass der Kopf und das Gesicht getroffen worden wären, sei hingegen nicht erstellt. Indem die Vorinstanz dies gleichwohl annehme, stelle sie den Sachverhalt qualifiziert falsch und damit willkürlich fest, weshalb ihr Urteil aufzuheben sei.