Citation: 5A_672/2023 E. 6.1

6.1. Die Beschwerdeführerin rügt sodann eine Verletzung von Art. 307 Abs. 3 ZGB und des Verhältnismässigkeitsprinzips. Insoweit macht sie geltend, dass kein Grund zum Erlass einer Weisung an sie bestehe. Es sei verhältnismässig und rechtens, dem Beschwerdegegner die Weisung zu erteilen, die vereinbarten Besuchsdaten regelmässig und pünktlich wahrzunehmen. Dies hätte zu einer Beruhigung der Situation geführt und die offene Diskussion über die zukünftige Regelung der Besuche ermöglicht. Dagegen gehe es fehl, in einer nicht funktionierenden Kontaktsituation die Kontakte gegen den Willen der kooperativen und verlässlichen Mutter zu Gunsten des unzuverlässigen Vaters auszuweiten und der Mutter Weisungen zu erteilen. Das entspreche nicht dem Kindeswohl.