Citation: 5A_849/2019 E. 4.3

4.3. Die Beschwerdeführerin beklagt sich ausserdem über Willkür bei der Anwendung des schottischen Gesellschaftsrechts. Das Obergericht komme zutreffend zum Schluss, dass sie als Komplementärin der C.________ & Co nur hafte, wenn die Schuld gegenüber dieser Gesellschaft konstituiert wurde. Die Beschwerdegegnerin habe vor der Vorinstanz indes nur bestritten, dass es zur Begründung des Haftungsanspruchs überhaupt einer vorgängigen Konstituierung bedarf. Dass die Forderung (wie auch immer) konstituiert wurde, habe die Beschwerdegegnerin nicht behauptet. Indem die Vorinstanz die Beschwerde trotzdem abweise, unterstelle sie eine Konstituierung bzw. halte sie eine solche für glaubhaft. Um das schottische Recht willkürfrei anzuwenden, hätte sie im Rahmen der Rechtsanwendung von Amtes wegen klären müssen, auf welche Weise die Schuld zu konstituieren gewesen wäre, und die Parteien hätten dazu ein Tatsachenfundament liefern müssen, anhand dessen die kantonalen Instanzen hätten beurteilen können, ob die Schuld der C.________ & Co konstituiert wurde. Nachdem die Erstinstanz mit Blick auf diese "Belangbarkeitsvoraussetzung" keine Sachverhaltsfeststellungen getroffen habe, hätte das Obergericht die Sache an jenes Gericht zurückweisen müssen. Indem es die Beschwerde "trotz offensichtlich fehlender Glaubhaftmachung der Belangbarkeitsvoraussetzungen" abweise, verletze es das Willkürverbot. Die Beschwerdeführerin wirft die Frage auf, ob sich die Vorinstanz in der gegebenen Situation auf die Prüfung des Vorwurfs beschränken durfte, dass das Bezirksgericht keine Konstituierung der Schuld mittels eines vorgängigen Urteils oder Dekrets verlangte, oder ob sie die Sache angesichts ihrer Erkenntnis, dass das Erfordernis einer Konstituierung glaubhaft gemacht wurde, zur weiteren Behandlung an das Bezirksgericht hätte zurückweisen müssen bzw. die Beschwerde jedenfalls nicht hätte abweisen dürfen. Entgegen dem, was die Beschwerdeführerin geltend macht, betrifft diese (prozessuale) Frage nicht unmittelbar die Anwendung des schottischen Rechts, sondern die Handhabung der Schweizerischen Zivilprozessordnung, der das Verfahren der Beschwerde gegen die Arresteinsprache untersteht (Art. 278 Abs. 3 Satz 1 SchKG). Die Beschwerde nennt keine konkrete Norm der ZPO, die das Obergericht willkürlich oder auf andere Weise verfassungswidrig angewendet oder übersehen hätte. Daran ändert auch der (sinngemässe) Vorwurf nichts, dass die Vorinstanz "die Verhandlungsmaxime" verletze, weil sie eine Konstituierung ohne entsprechende Behauptungen der Beschwerdegegnerin einfach für glaubhaft halte. Der Verhandlungsgrundsatz besagt, dass es unter Vorbehalt von gesetzlichen Ausnahmen Sache der Parteien ist, dem Gericht die Tatsachen, auf die sie ihre Begehren stützen, darzulegen und die Beweismittel anzugeben (Art. 55 Abs. 1 ZPO). Dass die Vorinstanz den Verhandlungsgrundsatz geradezu willkürlich (vgl. E. 2) handhabe, behauptet die Beschwerdeführerin nicht. Insofern ist die Beschwerde auch in diesem Punkt unbegründet.