Citation: 1C_495/2020 E. 9.4

9.4. Vorliegend setzte ein Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht voraus, dass die Gemeinde praxisgemäss im Bereich des Gebiets des Gestaltungsplans Riedgutsch Lukarnen bewilligt, die bis zur Giebelfassade reichen und die in Art. 9 Abs. 2 SVG vorgeschriebene Neigung des Daches der Hauptbaute nicht mehr erkennen lassen. Die Vorinstanz durfte willkürfrei eine solche Praxis verneinen, weil der Beschwerdeführer nicht bestreitet, dass die von ihm im kantonalen Verfahren eingereichten Fotografien keine bis an die Giebelfassade gebauten Lukarnen zeigen. Die von ihm nach dem Erlass des angefochtenen Endentscheids aufgenommenen Fotos des Nachbarhauses sind als echte Noven gemäss Art. 99 Abs. 1 BGG grundsätzlich unbeachtlich (BGE 133 IV 342 E. 2.1 S. 344; 139 III 120 E. 3.1.2 S. 123; vgl. auch BGE 143 V 19 E. 1.2 mit Hinweisen). Im Übrigen zeigen sie einen bis zur Giebelfassade reichenden Dacheinschnitt, der das dahinter liegende Dach des Hauptgebäudes auch von der Seite her betrachtet weiterhin erkennen lässt, weshalb ohnehin keine vergleichbare Situation vorliegt. Die Vorinstanz verstiess damit nicht gegen den Grundsatz der Rechtsgleichheit gemäss Art. 8 Abs. 1 BV, wenn sie bezüglich der Missachtung der erkennbaren Dachneigung gemäss Art. 9 Abs. 2 SBV die Voraussetzungen einer Gleichbehandlung im Unrecht verneinte.