Citation: 9C_786/2014 E. 5.1

5.1. Die Gutachter der MEDAS wiesen aus bidisziplinärer Sicht (orthopädisch und psychiatrisch) darauf hin, dass die damaligen psychiatrischen Einschätzungen aus den Jahren 1995 und 1998 nicht nachvollzogen werden können. Damit lässt die Expertise der MEDAS den der ursprünglichen Rentenzusprache zu Grunde gelegenen medizinischen Sachverhalt und dessen Interpretation - insbesondere die aus psychiatrischer Sicht damals gestellten Diagnosen einer posttraumatischen Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0) sowie einer narzisstisch kränkbaren Persönlichkeit (diagnostiziert als sonstige spezifische Persönlichkeitsstörung; ICD-10 F60.8) - aus heutiger Sicht als diskutabel erscheinen. Trotz dieser Zweifel erwog die Vorinstanz zu Recht, es liege keine zweifellose Unrichtigkeit bei der früheren Leistungszusprache im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG vor. Weder das Gutachten der MEDAS noch jenes des Instituts B.________ lassen den Schluss zu, die ursprüngliche Rentenzusprache sei im damaligen Zeitpunkt zweifellos unrichtig gewesen.