Citation: 6S.894/1999 26.05.2000 E. 1

1.- a) Die Vorinstanz legt dar, der Beschwerdeführer anerkenne den äusseren eingeklagten Sachverhalt, nämlich dass er den Darlehensvertrag unterzeichnet, den Darlehensbetrag in Empfang genommen, diesen nicht wie im Vertrag vermerkt verwendet und ihn erst verspätet zurückbezahlt habe. Die Vorinstanz kommt zum Schluss, dass der im Darlehensvertrag festgehaltene Verwendungszweck entgegen der Bestreitung des Beschwerdeführers dem übereinstimmenden Willen der Vertragsparteien entsprach. Die Vorinstanz verweist auf die Erwägungen der ersten Instanz zur Beweiswürdigung. Der erstinstanzliche Richter führt aus, es stehe fest, dass der Beschwerdeführer dem B.________ vor Vertragsunterzeichnung einen vorbereiteten und vom Beschwerdeführer bereits unterzeichneten Verkaufsvertrag betreffend das Grundstück in C.________ über eine Verkaufssumme von Fr. 3,1 Mio. vorgelegt habe. Die Aussage von B.________, der Beschwerdeführer habe ihm dabei erklärt, dass dieser Vertragsabschluss nur noch die Bezahlung der Baubewilligung voraussetze, erscheine als glaubwürdig. Sie passe insbesondere zur kurzfristigen Laufzeit des Darlehens von 3 Monaten und zur Verpflichtung des Beschwerdeführers, allfällige An- und Teilzahlungen beim Verkauf des Grundstücks zuerst und ausschliesslich zur Rückzahlung des Darlehens zu verwenden. Der Darlehensvertrag beruhe auf der Überzeugung des Beschwerdeführers und der Geschädigten, dass die zweckentsprechende Verwendung des Darlehens die Realisierbarkeit des Bauvorhabens in C.________ fördern und die Chancen des Verkaufs der Aktien der M.________ AG, namentlich mit Blick auf den beabsichtigten Verkauf an die Herren X.________ und Y.________, erhöhen würde. Die Geschädigte und der Beschwerdeführer hätten damit gerechnet, dass dies dem Beschwerdeführer die Mittel für die fristgerechte Rückzahlung des Darlehens in die Hand geben würde. Mit dem vereinbarten Darlehenszweck habe die Geschädigte versucht, ihr Verlustrisiko zu verringern. Die Vereinbarung des Darlehenszweckes stelle nebst dem Pfand eine zusätzliche Sicherheit für die Rückzahlung dar. Die kantonalen Instanzen bejahen die Werterhaltungspflicht des Beschwerdeführers. Der Tatbestand der Veruntreuung sei erfüllt. b) Der Beschwerdeführer macht geltend, der Wert des Darlehens samt Zins, Prämien und Kosten sei immer erhalten geblieben. Das gewährte Darlehen sei durch die verpfändeten Aktien mehr als gedeckt gewesen. Es habe somit für die U.________ AG kein Verlustrisiko bestanden. Die kantonalen Instanzen hätten den Begriff der Werterhaltung falsch ausgelegt und damit Bundesrecht verletzt.