Citation: 9C_390/2017 E. 5.2

5.2. Weiter bringt die Beschwerdeführerin vor, bereits vor Verfügungserlass sei sie psychisch stark eingeschränkt gewesen, was sowohl die Vorinstanz als auch die IV-Stelle leicht hätten erkennen können und müssen. So sei bereits im Bericht der Dermatologischen Klinik des Spitals C.________ vom 18. September 2014 eine chronische Depression als Diagnose aufgeführt. Auch im Zeugnis des Hausarztes Dr. med. D.________ vom 25. Februar 2015 werde ausdrücklich betont, dass es ihr psychisch schlecht gehe; sie habe ein rezidivierendes cervicocephales Schmerzsyndrom entwickelt und sei zunehmend depressiv. Es habe eine Anmeldung bei einer Psychiaterin veranlasst werden müssen, und es seien Psychopharmaka eingesetzt worden. Mit Entscheid VV.2016.114/VV.2016.271 vom 12. April 2017 habe die Vorinstanz die unfallversicherungsrechtliche Streitigkeit denn auch an die Suva zurückgewiesen, da der psychische Gesundheitszustand unzureichend abgeklärt worden sei. Auch diese Vorbringen sind nicht stichhaltig: Wie bereits das kantonale Gericht sinngemäss ausführte, ist aus rechtlicher Sicht grundsätzlich der Sachverhalt bis zum Erlass der Verfügung (hier: 12. März 2015) massgebend (zum Beizug späterer ärztlicher Berichte vgl. Urteil 9C_48/2015 vom 1. Juli 2015 E. 3.2.1 mit weiteren Hinweisen). Praxisgemäss fallen leichte bis mittelgradige depressive Störungen rezidivierender oder episodischer Natur einzig dann als invalidisierende Krankheiten in Betracht, wenn sie erwiesenermassen therapieresistent sind (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2 S. 299 f. mit Hinweisen; 140 V 193 E. 3.3 S. 196 f.; Urteil 8C_5/2017 vom 11. April 2017 E. 4.2 und 5.2). Dies war jedenfalls im Verfügungszeitpunkt nicht der Fall. Aus den Akten ergibt sich, dass rezidivierende depressive Episoden bereits mindestens seit 2012 (damals durch die behandelnden Dermatologen am Spital E.________) diagnostiziert wurden. Erst kurz vor Erlass der Verfügungen vom 12. März 2015 scheint aber der Leidensdruck gross genug geworden zu sein, dass überhaupt eine (medikamentöse) Therapie begonnen wurde und eine Verweisung an eine Psychiaterin erfolgte. Unter diesen Umständen kann nicht von einer Therapieresistenz im Verfügungszeitpunkt ausgegangen werden, hatte die Behandlung doch gerade erst begonnen. An diesem Ergebnis hätten weitere medizinische Abklärungen nichts geändert, weshalb das kantonale Gericht in antizipierter Beweiswürdigung darauf verzichten durfte. Der vorinstanzliche Entscheid VV.2016.114/VV.2016.271 vom 12. April 2017 gibt nicht zu einer anderen Betrachtungsweise Anlass. Das kantonale Gericht begründete die Rückweisung damit, dass sich ohne weitere psychiatrische Abklärungen nicht beurteilen lasse, ob der Endzustand der Erkrankung bereits erreicht sei. Darüber hinaus sei die Frage nach dem Kausalzusammenhang zwischen den psychischen Beschwerden und der Berufskrankheit noch nicht hinreichend abgeklärt (VV.2016.114/VV.2016.271 vom 12. April 2017, E. 3.2.4 und 3.3). Beides ist für die Beurteilung des Anspruchs auf eine Rente der Invalidenversicherung unmassgeblich (vgl. zum Zeitpunkt des Einsetzens der Rente in der Unfallversicherung Art. 19 Abs. 1 UVG; Urteil 8C_43/2017 vom 1. Juni 2017 E. 2.3.1 mit Hinweisen).