Citation: 2C_497/2017 E. 3.3

3.3. Streitgegenstand ist die Eingrenzung als solche. Die Frage, auf welchen Rechtsgrund sie sich stützt (lit. a, b oder c von Art. 74 Abs. 1 AuG), ist nicht eine Frage des Streitgegenstands, sondern der rechtlichen Begründung (vgl. in Bezug auf die ausländerrechtlichen Bewilligungen Urteil 2C_1140/2015 vom 7. Juni 2016 E. 2.2.1). Da die Behörden, namentlich auch die letzte kantonale Instanz (Art. 110 BGG), das Recht von Amtes wegen anzuwenden haben, ist es ihnen - unter Vorbehalt der nachstehenden Ausführungen zum Anspruch auf rechtliches Gehör - nicht verwehrt, die Eingrenzung mit einer anderen rechtlichen Begründung zu stützen als dies die unteren Instanzen getan haben. Ebenso kann auch das Bundesgericht im Rahmen der Rechtsanwendung von Amtes wegen (Art. 106 Abs. 1 BGG) den angefochtenen Entscheid mit einer substituierten Begründung bestätigen (BGE 142 II 293 E. 1.3 S. 296 f.). Dies gilt auch hier, zumal das Gesetz - anders als etwa bei den beiden Haftarten Ausschaffungshaft (Art. 76 AuG) und Durchsetzungshaft (Art. 78 AuG), welche auf ganz unterschiedlichen Motiven beruhen - im Falle der Eingrenzung nach Art. 74 lit. a oder b AuG nicht unterschiedliche Strategien bereithält, die eine substituierte Begründung verunmöglichen könnten (vgl. Urteil 2C_538/2010 vom 19. Juli 2010 E. 4.3.2).