Citation: C 234/03 08.07.2004 E. 3

3. Die Beschwerdegegnerin meldete sich am 1. August 2001 beim RAV zum Leistungsbezug an und stellte sich für ein Arbeitspensum von 100 % zur Verfügung. Ab 1. Oktober 2001 arbeitete sie zu 70 % am Spital X.________ und rechnete den dabei erzielten Lohn als Zwischenverdienst ab. Das RAV verneinte die Vermittlungsfähigkeit der Versicherten, da sie nur ungenügende Arbeitsbemühungen aufweise und nicht bereit sei, die Anstellung im Spital X.________ gegebenenfalls zu Gunsten einer Vollzeitstelle aufzugeben. Demgegenüber kam die Vorinstanz zum Schluss, die Vermittlungsfähigkeit lasse sich nicht verneinen. 3.1 Die Beschwerdegegnerin meldete sich am 1. August 2001 beim RAV zum Leistungsbezug an und stellte sich für ein Arbeitspensum von 100 % zur Verfügung. Ab 1. Oktober 2001 arbeitete sie zu 70 % am Spital X.________ und rechnete den dabei erzielten Lohn als Zwischenverdienst ab. Das RAV verneinte die Vermittlungsfähigkeit der Versicherten, da sie nur ungenügende Arbeitsbemühungen aufweise und nicht bereit sei, die Anstellung im Spital X.________ gegebenenfalls zu Gunsten einer Vollzeitstelle aufzugeben. Demgegenüber kam die Vorinstanz zum Schluss, die Vermittlungsfähigkeit lasse sich nicht verneinen. 3.2 Die Beschwerdegegnerin macht seit 1. Juli 2001 bis Februar 2003 praktisch nur telefonische Blindbewerbungen geltend. In einigen Fällen gibt sie an, persönlich im jeweiligen Betrieb vorgesprochen zu haben, legt dazu jedoch keine einzige Unterschrift oder einen Stempel der angeblich aufgesuchten Firmen vor. Damit ist keine einzige Bemühung nachgewiesen. Bei der grössten Mehrheit der Bewerbungen handelte es sich um Teilzeitstellen, wobei keinerlei Angaben über das jeweilige Pensum bestehen. Auf Inserate hat sich die Versicherte kein einziges Mal beworben. Die angefragten Firmen befinden sich sämtliche in Y.________ und bieten praktisch ausschliesslich Anstellungen im Bereich Küche an. Bewerbungen ausserhalb der genannten Stadt oder in andern Berufen fehlen gänzlich. Zudem hat die Beschwerdegegnerin viele der angeblich begrüssten Firmen mehrmals aufgeführt. Solche Arbeitsbemühungen sind fortlaufend qualifiziert ungenügend. Die Verwaltung hat die Versicherte mit Schreiben vom 13. November 2001 und 11. Juni 2002 darauf hingewiesen und ihr überdies am 22. August 2002 eine mündliche Verwarnung ausgesprochen. Dennoch hat sich die Qualität der Arbeitsbemühungen in keiner Weise verbessert, weshalb daraus zwingend der Schluss auf Vermittlungsunfähigkeit zu ziehen ist. Ein Wille der Beschwerdegegnerin, gegebenenfalls auf die Stelle am Spital X.________ zu Gunsten einer Vollzeitstelle zu verzichten, lässt sich nicht erkennen. 3.3 Es besteht entgegen dem Antrag des Amtes für Arbeit in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kein Anlass, die Vermittlungsfähigkeit im Umfang eines anrechenbaren Arbeitsausfalls von 30 % zu bejahen. Auch die Bewerbungen um entsprechende Teilzeitstellen müssten qualitativ zufrieden stellend sein, was nach dem Gesagten nicht der Fall ist. Die oben beschriebenen mangelhaften Bewerbungen betrafen vorwiegend Teilzeitstellen. Demnach ist auch in Bezug auf das Restpensum von 30 % wegen fortlaufend qualifiziert ungenügender Arbeitsbemühungen auf Vermittlungsunfähigkeit zu schliessen. Damit ist die Verfügung des RAV vom 30. Oktober 2002 zu Recht ergangen.