Citation: 8C_63/2023 E. 4.2

4.2. Wie der Beschwerdegegner bereits im Einspracheverfahren geltend machte und gemäss Einspracheentscheid unbestritten blieb, reichte er der Beschwerdeführerin die nachträglich eingeforderten Unterlagen im September 2021 vollumfänglich ein. Laut vorinstanzlicher Sachverhaltsfeststellung weisen die eingereichten Lohnabrechnungen für die ersten Monate nach der Firmengründung von Juni bis Dezember 2020 einen konstanten Monatsnettolohn von jeweils Fr. 10'006.65 und von Januar bis April 2021 einen solchen von jeweils Fr. 10'000.- aus. Sämtliche Lohnabrechnungen von Juni 2020 bis April 2021 basieren jedoch auf ein und demselben Monatsbruttolohn von Fr. 11'211.95, welcher praktisch dem in der Unfallmeldung deklarierten Monatsbruttolohn von Fr. 11'215.- entspricht. Die vom Beschwerdegegner gleichzeitig aufgelegten Auszüge zu den Zahlungseingängen auf seinem Privatkonto bei der Zürcher Kantonalbank zeigen demgegenüber, dass der Lohn gemäss angefochtenem Urteil offensichtlich nicht regelmässig, sondern nur mit starken und unregelmässigen Schwankungen überwiesen wurde. So waren zwischen Juni 2020 und April 2021 in den Monaten Oktober, Dezember und Februar überhaupt keine Lohneingänge zu verzeichnen, während allein im November Lohnzahlungen von insgesamt Fr. 24'400.- belegt sind. Daraus zogen die Beschwerdeführerin und die Vorinstanz übereinstimmend die zutreffende Schlussfolgerung, dass der für die Bemessung des Taggeldes massgebende versicherte Verdienst gemäss Art. 15 Abs. 2 UVG hier nach der Ausnahmeregelung für Sonderfälle im Sinne von Art. 23 Abs. 3 UVV zu ermitteln war.