Citation: 1P.579/2005 25.01.2006 E. 1

Die Beschwerdeführer fechten mit ihrer Beschwerde sowohl das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 14. Juli 2005 wie auch die Zwischenverfügung der Einzelrichterin vom 14. März 2005 an. Mit der selbständig eröffneten Zwischenverfügung ist den Beschwerdeführern die unentgeltliche Rechtspflege verweigert worden. Diese hätte nach Art. 87 Abs. 2 OG selbständig angefochten werden können (vgl. BGE 129 I 129 E. 1.1 S. 131, 129 I 281 E. 1.1 S. 283). Gemäss Art. 87 Abs. 3 OG kann dagegen auch im Rahmen der Anfechtung des Endurteils Beschwerde erhoben werden. Die Beschwerde erweist sich unter dem Gesichtswinkel von Art. 86 und 87 OG als zulässig. Die staatsrechtliche Beschwerde ist grundsätzlich kassatorischer Natur; mit ihr kann lediglich die Aufhebung des angefochtenen Entscheides verlangt werden (vgl. BGE 129 I 129 E. 1.1 S. 131). Soweit die Beschwerdeführer mit ihrem Antrag Ziff. 3 mehr als die Aufhebung und eine eigentliche Anordnung durch das Bundesgericht verlangen, kann auf ihre Beschwerde nicht eingetreten werden. Mit Antrag Ziff. 4 verlangen die Beschwerdeführer u.a., dass sie in den Verfahren vor der Direktion und vor dem Regierungsstatthalter von Kosten befreit und voll entschädigt werden. Das Verwaltungsgericht ist mangels hinreichender Begründung in diesem Punkte auf die Beschwerde nicht eingetreten (E. 5.1). Vor Bundesgericht machen die Beschwerdeführer insoweit keine formelle Rechtsverweigerung geltend. Sie legen nicht dar, dass das Verwaltungsgericht damit gegen Verfahrensrechte verstossen habe (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Deshalb kann auf Antrag Ziff. 4 nicht eingetreten werden. Die Beschwerdeführer sind von den umstrittenen Wegweisungsverfügungen persönlich betroffen. Da die Wegweisungsverfügungen vollzogen sind, besteht kein aktuelles Interesse an der Anfechtung des Entscheides des Verwaltungsgerichts. Das Bundesgericht sieht indes vom Erfordernis des aktuellen Interesses im Sinne von Art. 88 OG ab, wenn sich die mit der Beschwerde aufgeworfene Frage jederzeit und unter gleichen oder ähnlichen Umständen wieder stellen könnte, an ihrer Beantwortung wegen ihrer grundsätzlichen Bedeutung ein hinreichendes öffentliches Interesse besteht und eine rechtzeitige verfassungsgerichtliche Überprüfung im Einzelfall kaum je möglich wäre (vgl. BGE 127 I 164 E. 1a S. 166, 131 II 670 E. 1.2 S. 674). Diese Voraussetzungen sind im vorliegenden Fall gegeben. Es ist im entsprechenden Sachzusammenhang zu prüfen, ob die Beschwerde den Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG genügt. Demnach ist unter den genannten Vorbehalten auf die Beschwerde einzutreten.