Citation: 2C_29/2024 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz wies im angefochtenen Urteil auf einige Sachverhaltselemente hin, die darauf hindeuten, dass sich der Beschwerdeführer 2013 für seinen weiteren Aufenthalt auf eine Ehe berufen hat, die vor Erreichen dreier in ehelicher Gemeinschaft gelebter Jahre inhaltsleer war. Sie liess die Frage nach einer Scheinehe jedoch letztlich offen, da sie den Widerrufsgrund des Verschweigens wesentlicher Tatsachen als gegeben erachtete. In diesem Zusammenhang berücksichtigte sie im Rahmen ihrer Beweiswürdigung, dass im April 2013 die mit der jetzigen Ehefrau ausserehelich gezeugte Tochter zur Welt gekommen ist. Nach Auflösung der ersten Ehe habe der Beschwerdeführer am 18. Oktober 2018 seine jetzige Ehefrau geheiratet. Sowohl der Beschwerdeführer als auch seine jetzige Ehefrau, so die Vorinstanz weiter, hätten bei der Befragung am 16. August 2018 übereinstimmend angegeben, sie seien seit Juli 2012 ein Liebespaar. Diese Umstände seien gewichtige Indizien für eine Parallelbeziehung, die spätestens ab dem Jahr 2012 Bestand gehabt habe. Die gegenteiligen, nachträglich erfolgten und unbelegt gebliebenen Beteuerungen des Beschwerdeführers, wonach der Geschlechtsverkehr im Jahr 2012 einmalig gewesen sei und sich die Liebesbeziehung zu seiner jetzigen Ehefrau erst nach der Geburt der gemeinsamen Tochter und nach Beendigung der Beziehung zu seiner vormaligen Ehefrau entwickelt habe, stufte die Vorinstanz als nicht glaubhaft bzw. als nicht geeignet ein, die vorgenannten gewichtigen Indizien zu entkräften.