Citation: 6B_900/2024 E. 4.4

4.4. Diese rechtliche Beurteilung ist nicht zu beanstanden. Die Vorinstanz zeigt überzeugend auf, dass allein die vom Beschwerdeführer erzeugten tatsituativen Zwangssituationen das Opfer kapitulieren liessen. Die eingesetzten Nötigungsmittel waren kausal für die sexuellen Handlungen von D.________ und der modus operandi des Beschwerdeführers zielte darauf ab, den freien Willen von D.________ in Bezug auf die sexuellen Handlungen zu brechen. Folglich erfasste sein Vorsatz auch den Kausalzusammenhang zwischen den Tatmitteln und den sexuellen Handlungen. Soweit der Beschwerdeführer gegen den Tatvorsatz im Weiteren vorbringt, D.________ habe ihren entgegenstehenden Willen nicht bzw. nicht hinreichend deutlich zu erkennen ergeben, hält auch dies einer Prüfung nicht stand. Die von der Rechtsprechung geforderte Gegenwehr des Opfers meint eine tatkräftige und manifeste Willensbezeugung, mit welcher dem Täter unmissverständlich klargemacht wird, mit sexuellen Handlungen nicht einverstanden zu sein (Urteile 6B_1061/2023 vom 23. Januar 2025 E. 1.3.4; 6B_1050/2023 vom 21. Dezember 2023 E. 3.3.3; 6B_388/2021 vom 7. Juni 2023 E. 1.2.3; je mit Hinweisen). Dieses Erfordernis ist vorliegend erfüllt. Gemäss den verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz gab D.________ im (unmittelbaren) Vorfeld der Taten dem Beschwerdeführer wiederholt mündlich und schriftlich (vgl. Chatnachrichten) unmissverständlich zu verstehen, dass sie sexuelle Handlungen mit fremden Männern kategorisch ablehne. Auch hinsichtlich der mit ihm selbst vollzogenen Sexualhandlungen brachte sie ihren entgegenstehenden Willen deutlich zum Ausdruck. Dass der Beschwerdeführer diese Zeichen nicht registrierte oder er es (im Sinne des Eventualvorsatzes) bloss für möglich hielt, D.________ sei mit den sexuellen Handlungen nicht einverstanden, kann ausgeschlossen werden. Dass sie sich nicht noch dezidierter zur Wehr setzte und anlässlich der sexuellen Treffen ihren entgegengesetzten Willen nicht erneut artikulierte, vermag daran nichts zu ändern. Zutreffend hält die Vorinstanz fest, dass ihr dies in Anbetracht ihrer aussichtslosen Situation nicht zumutbar war (vgl. E. IV.20.3 S. 110). Sie sendete keinerlei Signale aus, die den Beschwerdeführer zur Annahme berechtigt hätten, es habe bei ihr ein Meinungsumschwung stattgefunden. Der Beschwerdeführer kannte ihre ablehnende Haltung und setzte sich wissentlich und willentlich mit Zwang darüber hinweg.