Citation: 6B_654/2019 E. 3.2.2

3.2.2. Die Vorinstanz weist zunächst darauf hin, dass der Beschwerdeführer ab der Belehrung am Ende der polizeilichen Einvernahme inhaltlich ausreichend über den Tatvorwurf aufgeklärt worden sei. Somit seien seine Aussagen bei der Staatsanwaltschaft in Kenntnis der gegen ihn erhobenen Vorwürfe erfolgt. Dies gelte umso mehr, als dass er anlässlich der ersten staatsanwaltschaftlichen Befragung korrekt belehrt und umfassend über die Vorwürfe informiert worden sei. Sie erwägt weiter, der Tatvorwurf beruhe nicht (einzig) auf der unverwertbaren polizeilichen Einvernahme, sondern habe sich nach Ansicht der Polizei insbesondere auch aufgrund der Situation auf dem Parkplatz und dem Spuren- sowie Schadensbild am Fahrzeug des Beschwerdeführers ergeben. All dies sei von der Polizei fotodokumentiert worden. Der Tatvorwurf beruhe damit nicht notwendigerweise im Sinne einer "conditio sine qua non" auf unverwertbaren Aussagen des Beschwerdeführers. Somit spreche nichts gegen die Verwertbarkeit der späteren Einvernahmen. Sie gelangt zum Schluss, dass die polizeiliche Einvernahme absolut unverwertbar sei, die weiteren im Recht liegenden Beweismittel indes uneingeschränkt verwertbar seien (Urteil S. 18 f.).