Citation: 2D_30/2022 E. 1

A.________ (nachfolgend: der Steuerpflichtige) hat steuerrechtlichen Wohnsitz in U.________, Einwohnergemeinde V._______/BE. Zur Steuerperiode 2020 liegen rechtskräftige Veranlagungsverfügungen (Staats- und Gemeindesteuern des Kantons Bern sowie direkte Bundessteuer) vor. Wie aus den Umständen hervorgeht, ersuchte der Steuerpflichtige in der Folge um Erlass der offenen Steuern aus dieser Steuerperiode, was vor den Verwaltungsbehörden erfolglos blieb. Aus diesem Grund erhob der Steuerpflichtige Rechtsmittel an die Steuerrekurskommission des Kantons Bern, wobei er auch um die Erteilung des Rechts zur unentgeltlichen Rechtspflege ersuchte. Die Steuerrekurskommission wies das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege mit Verfügung vom 19. Juli 2022 ab, was sie damit begründete, dass der Steuerpflichtige "massiv verschuldet" sei. Die in der Hauptsache gestellten Begehren seien daher aussichtlos, sodass für die unentgeltliche Rechtspflege - ohne dass die Prozessarmut zu prüfen wäre - kein Raum bleibe. Dagegen gelangte der Steuerpflichtige an das Verwaltungsgericht des Kantons Bern, das auf die Beschwerde vom 21. August 2022 mit einzelrichterlichem Entscheid vom 30. August 2022 in der Sache 100.2022.271 / 100.2022.272 nicht eintrat. Das Verwaltungsgericht erwog, der Steuerpflichtige setze sich in seiner Eingabe nur kurz mit seinen finanziellen Verhältnissen auseinander. Auf die alleine streitige Frage, ob die in der Hauptsache gestellten Anträge aussichtsreich oder aussichtslos seien, gehe er mit keinem Wort ein. Die Beschwerde erweise sich als offensichtlich unzulässig, weshalb darauf nicht einzutreten sei.