Citation: U 279/06 08.03.2007 E. 4

4.1 Die Vorinstanz hat die Bestimmungen über den Anspruch auf Heilbehandlung (Art. 10 Abs. 1 UVG), Taggelder (Art. 16 Abs. 1 und 2 UVG) und Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG) sowie die Rechtsprechung zu dem für die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) zutreffend dargelegt (BGE 119 V 335 E. 1 S. 337). Entsprechendes gilt für die von der Judikatur entwickelten Grundsätze zum Erfordernis des adäquaten Kausalzusammenhanges im Allgemeinen (BGE 125 V 456 E. 5a S. 461) und zum Beweiswert medizinischer Berichte und Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3 S. 352 ff. mit Hinweisen). Darauf wird verwiesen. 4.2 Streitig und zu prüfen ist zunächst, ob die Schmerzen in der rechten Schulter unfallbedingt und in natürlicher kausaler Weise auf den versicherten Unfall vom 19. August 2002 zurückzuführen sind. 4.2.1 Laut angefochtenem Entscheid standen nach dem Unfall vom 19. August 2002 die Ellbogenbeschwerden im Vordergrund. Die Vorinstanz geht deshalb mit der SUVA einig, dass die Schulterbeschwerden rechts nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit unfallbedingt sind. Selbst bei Bejahung der Unfallkausalität könne keine erhebliche Beeinträchtigung angenommen werden, weshalb bei der Invaliditätsbemessung und Festlegung der Integritätsentschädigung allein die linksseitigen Schulterbeschwerden zu berücksichtigen seien. 4.2.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, dass Dr. B.________ des Universitätsspitals X.________ und zuständiger Orthopäde des Versicherten, ihm telefonisch mitgeteilt habe, es mache zumindest den Anschein, dass die Schmerzen in der rechten Schulter beziehungsweise am rechten Arm unfallbedingt seien. Auch die Ausführungen im Bericht des Universitätsspitals X.________ vom 23. Februar 2005 würden diesen Eindruck erwecken. Ferner hätte die Vorinstanz die ärztlichen Berichte, welche nach dem Einspracheentscheid ergangen seien, falsch interpretiert, weshalb die Schlussfolgerung, es würden keine funktionellen Einbussen ins Gewicht fallen, unhaltbar und willkürlich sei. Die Schulterbeschwerden wie auch die daraus resultierenden Einschränkungen seien unfallbedingt. 4.2.3 Die Vorbringen des Beschwerdeführers stützen sich auf neuere Berichte und lassen ausser Acht, dass in denjenigen nach dem Unfall vom 19. August 2002 keine Hinweise auf Beschwerden in der rechten Schulter enthalten sind. Entsprechend lautete die am 3. September 2002 am Spital Y.________ erstellte Diagnose: "Status nach Kontusion Ellbogen rechts mit Verdacht auf Läsion der Kollateralbänder medial und lateral und Status nach traumatischer Schultersubluxation links mit Läsion des Musculus subscapularis und transmuraler Supraspinatussehnen-Läsion sowie SLAP-Läsion 12/01." Anlässlich der Verlaufskontrolle am Spital Y.________ vom 18. September 2002 berichtete der Beschwerdeführer drei Wochen nach dem Unfall von einem Beschwerderückgang. In der Folge bestätigte Dr. med. W.________ bei der kreisärztlichen Untersuchung in seinem Bericht vom 11. November 2002 die obigen Befunde und führte bezüglich der Schulter rechts den Verdacht auf eine insuffiziente Rotatorenmanschette unklaren Ursprungs aus, weshalb die Behandlung der rechten Schulter weiterhin durch die Krankenkasse erfolge. Der Einwand des Beschwerdeführers, es sei hauptsächlich auf die Berichte des Kantonsspitals A.________ vom 23. Februar 2005 abzustellen, da sich ausschliesslich diese Ärzte mit der Behandlung der rechten Schulter befasst hätten, dringt nicht durch, macht jedoch deutlich, dass eine Behandlung der rechten Schulter unmittelbar nach dem Unfall vom 19. August 2002 offensichtlich nicht notwendig war. Sodann behauptete der Beschwerdeführer erstmals mit Einspracheeingabe vom 30. März 2004, dass die Beschwerden in der rechten Schulter auf den Unfall vom 19. August 2002 zurückzuführen seien. In der Einsprachebegründung vom 19. Mai 2004 wird diese Argumentation aber nicht weiter verfolgt. Im Gegenteil führte der Beschwerdeführer dort aus, ausschliesslich der rechte Ellenbogen sei anlässlich des Unfalls vom 19. August 2002 verletzt worden. Erst in der Rückfallschadenmeldung vom 14. März 2005 - fast ein Jahr später - erwähnte er neben der Verletzung am Ellbogen auch wieder die Schulter. Obwohl im Bericht der M.________ vom 11. Februar 2005 eine AC-Gelenkarthrose diagnostiziert wurde, sind darin keine Angaben über die Unfallkausalität enthalten. Vor diesem Hintergrund ist auch die nach zweieinhalb Jahren vom Universitätsspital X.________ getroffene Feststellung, es sei beim Sturz vom 19. August 2002 zu Schmerzen in der Schulter gekommen (Bericht vom 17. Februar 2005), nicht überzeugend. Die Aussage im Bericht des Kantonsspitals A.________ vom 23. Februar 2005, es könnte sich bei jener Verletzung auch um eine Schulterluxation oder Subluxation gehandelt haben, begründet keine überwiegende Wahrscheinlichkeit und äussert sich zudem auch nicht dazu, dass die Leistungseinschränkungen auf diese allfällige Luxation zurückzuführen seien. Erwiesen ist umgekehrt eine Sklerose des Schultergelenks, welche die Einschränkungen erklärt, die aber auf Grund der medizinischen Unterlagen nicht unfallkausal ist. Mit der Vorinstanz steht fest, dass auch die anderen geklagten Beschwerden krankheitsbedingt sind. Insgesamt ist somit die vorinstanzliche Beurteilung zutreffend, dass einzig die Beeinträchtigung der linken Schulter unfallkausal ist. 4.3 Streitig ist weiter der Invaliditätsgrad in Folge der unbestritten unfallbedingten Beeinträchtigung der linken Schulter. 4.3.1 Gestützt auf die Beurteilung des Kreisarztes Dr. med. W.________ vom 4. August 2003, dass dem Versicherten trotz den linksseitigen Schulterbeschwerden eine ganztägige leichte abwechslungsreiche Tätigkeit bei einem Traglimit von ca. 10 kg möglich sei, gingen Vorinstanz und Beschwerdegegnerin von einer uneingeschränkten Leistungsfähigkeit aus. 4.3.2 Der Beschwerdeführer führt aus, dass bereits die Beschwerden in der linken Schulter eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit nach sich zögen; dabei stützt er sich auf die IV-Akten und einen von der Verwaltung ermittelten Invaliditätsgrad von 75 %. 4.3.3 Richtig ist, dass die IV-Stelle Basel-Stadt gemäss Verfügung vom 11. Februar 2003 dem Beschwerdeführer eine ganze Rente ab 1. Januar 2002 bei einem Invaliditätsgrad von 75 % zusprach. Gemäss IV-Akten war der Beschwerdeführer aber schon vor dem Unfall vom 14. Dezember 2001 wegen einem Knieleiden in der bisherigen körperlichen Arbeit als Maler nur zu 50 % arbeitsfähig. Unbestritten hat er nach dem Unfall vom 14. Dezember 2001 bis zum Unfall vom 18. März 2002 in einem 50 % Pensum gearbeitet. Erst nach dem Unfall vom 18. März 2002, als der Versicherte erneut auf die Knie fiel, bestand eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Dies wird auch in den SUVA-Akten bestätigt. Zwar wird im Bericht des Spitals Y.________ vom 30. Dezember 2002 festgehalten: "Die Arbeitsunfähigkeit bleibt daher unverändert mit 100 % für die linke Schulter und 50 % für den rechten Ellenbogen", während im Bericht vom 25. April 2002 die Diagnose gestellt wurde, dass wegen der Schulter links und des Knies insgesamt eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit 18. März 2002 bis zur Sanierung der Schulterproblematik bestehe. Im Bericht vom 19. Juni 2002 halten die Ärzte des Spitals Y.________ schliesslich eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit fest und verweisen dabei nur auf die Schulterverletzung links, die am 14. Dezember 2001 stattgefunden hat, bestätigen aber eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit erst seit 18. März 2002, somit ab dem zweiten Unfall, der ausschliesslich eine weitere Knieverletzung verursachte. Insgesamt geben die Berichte des Spitals Y.________ keine schlüssigen Angaben für die zur Arbeitsunfähigkeit führenden Ursachen, weshalb nicht auf sie abgestellt werden kann. Hingegen sind die Ausführungen des Kreisarztes Dr. med. W.________ vom 4. August 2003, dass der Versicherte trotz den linksseitigen Schulterbeschwerden eine ganztägige leichte abwechslungsreiche Tätigkeit bei einem Traglimit von ca. 10 kg möglich sei, überzeugend und begründet, weshalb mit der Vorinstanz von einer 100%igen Leistungsfähigkeit auszugehen ist.