Citation: 8C_199/2019 E. 9.2.3

9.2.3. Was sodann die Argumentation bezüglich des sogenannten "second stroke" anbelangt, in welcher Hinsicht Gutachter und Vorinstanz von einer falschen Zurechnung ausgegangen seien, dringt die Beschwerdeführerin ebenfalls nicht durch. Dr. med. F.________ brachte damit zum Ausdruck, dass bei den hier gegebenen Verletzungen ein späteres Ereignis mit ähnlichem Mechanismus ungleich schwerere Folgen auslösen kann. Selbstredend steht damit (auch) der Folgeversicherer in der Pflicht; dabei ist der Beschwerdeführerin grundsätzlich darin beizupflichten, dass zu dessen Lasten einer besonderen Vulnerabilität rechtsprechungsgemäss im Rahmen der Adäquanzprüfung beim Folgeunfall Rechnung getragen wird (Urteil 8C_456/2011 vom 11. Juli 2011 E. 6.2 mit weiteren Hinweisen). Dass dies in den Fällen gemäss Art. 100 Abs. 2 UVV, mithin bei einem Folgeunfall vor verfügtem Abschluss des Vorunfalls gleichermassen gelten und dort zu einer Entlastung des Vorversicherers führen müsste, trifft mit Blick auf das dort verankerte Verursacherprinzip und das zuvor Erwogene gerade nicht zu.