Citation: 9C_760/2023 E. A

A.a. Nach einem Reitunfall meldete sich die 1982 geborene A.________ im Juni 2015 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle des Kantons Thurgau zog die Akten der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) bei und holte weitere Berichte ein. Mit Verfügung vom 15. April 2019 und Einspracheentscheid vom 7. Juli 2020 sprach die Suva A.________ eine Invalidenrente von 80 % und eine Integritätsentschädigung für eine Integritätseinbusse von 35 % zu. Das Obergericht des Kantons Appenzell Ausserrhoden erhöhte den massgebenden Invaliditätsgrad mit Urteil vom 11. Juni 2021 auf 81 %. A.b. Nachdem die Versicherte mit Schreiben vom 24. Dezember 2019 über ihre Brustkrebserkrankung informiert hatte, holte die IV-Stelle weitere medizinische Berichte ein und veranlasste eine polydisziplinäre Begutachtung bei der ABI Ärztliches Begutachtungsinstitut GmbH (Expertise vom 3. Januar 2022). Am 8. Dezember 2022 erliess die IV-Stelle zwei Vorbescheide, mit welchen sie der Beschwerdeführerin die Zusprache einer ganzen Invalidenrente vom 1. März 2016 bis 31. Dezember 2021 und ab dem 1. Januar 2022 die Zusprache einer Invalidenrente von 66 % sowie die Ablehnung von beruflichen Massnahmen in Aussicht stellte. Gegen den Vorbescheid betreffend Invalidenrente erhob die Versicherte Einwand. Mit Verfügung vom 27. Februar 2023 sprach die IV-Stelle der Versicherten vom 1. März 2016 bis 31. Dezember 2021 bei einem Invaliditätsgrad von 100 % eine ganze Rente und ab 1. Januar 2022 eine Invalidenrente von 69 % zu. Mit Verfügung vom 28. Februar 2023 verneinte die IV-Stelle einen Anspruch auf berufliche Massnahmen.