Citation: 5A_677/2021 E. 3.4.2

3.4.2. Zu prüfen gilt nach dem Gesagten, ob den Beschwerdeführer ein Verschulden an der Säumnis trifft. Dabei hat er sich selbstredend das Verhalten seines Rechtsvertreters anrechnen zu lassen. Der Beschwerdeführer begründet seinen Standpunkt des gänzlich fehlenden Verschuldens einzig mit dem Hinweis darauf, dass die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen beim fraglichen ärztlichen Standardeingriff bei zwei Prozent liege. Sinngemäss macht er damit geltend, dass bei dieser Wahrscheinlichkeit sein Rechtsvertreter nicht gehalten war, für diese Eventualität Vorsorge zu treffen. Auch darin ist dem Beschwerdeführer nicht zu folgen. So ist vorweg festzustellen, dass sich die Vorinstanz nicht dazu äussert, wie hoch die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen im konkreten Fall war. Mithin stützt sich die Beschwerdebegründung auf einen Sachverhalt, der so von der Vorinstanz nicht festgestellt worden ist. Diesbezüglich trägt der Beschwerdeführer im bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahren keine relevanten Sachverhaltsrügen vor. Es bleibt damit bei der Feststellung der Vorinstanz, wonach bei jedem ärztlichen Eingriff mit Komplikationen zu rechnen ist, auf die sich der Beschwerdeführer bzw. sein Rechtsvertreter einzustellen hat. Tut er dies nicht und verpasst er deswegen eine Frist, so muss er sich seine Säumnis im Sinne eines Verschuldens entgegenhalten lassen. Wie häufig die Komplikationen bei einem bestimmten Eingriff sind, könnte allenfalls bei der Beurteilung eine Rolle spielen, ob die säumige Partei ein leichtes oder ein schweres Verschulden trifft. Darum geht es im vorliegenden Fall aber nicht, nachdem feststeht, dass die Wiederherstellung der Frist nach Massgabe von Art. 33 Abs. 4 SchKG bei jedem Verschulden der säumigen Partei ausscheidet (E. 3.4.1).