Citation: I 940/06 19.11.2007 E. 5

Die Festlegung der gesundheitsbedingten Erwerbseinbusse ist, unter der Annahme einer 80%igen Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall, nach dem Gesagten nicht zu beanstanden. Gleiches gilt, unter der Annahme, die Versicherte wäre im Gesundheitsfall nebst der erwerblichen Arbeit im Aufgabenbereich tätig, für die vorinstanzliche Anordnung einer Abklärung an Ort und Stelle. Näherer Betrachtung bedarf hingegen die Frage, ob die Invaliditätsbemessung tatsächlich nach der gemischten Methode vorzunehmen ist, und bejahendenfalls, ob die von der Vorinstanz angenommene Aufteilung in 80 % Erwerbstätigkeit und 20 % Aufgabenbereicht zutrifft. 5.1 Nach der gemischten Methode ist die Invalidität zu bestimmen, wenn die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung teils erwerblich (resp. unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin) und teils im Aufgabenbereich tätig wäre (Art. 28 Abs. 2ter IVG). Ist hingegen anzunehmen, dass die versicherte Person nebst einem Teilerwerbspensum (resp. einer unentgeltlichen Arbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin) nicht in einem nichterwerblichen Aufgabenbereich tätig wäre, hat die Invaliditätsbemessung ausschliesslich nach den Grundsätzen für Erwerbstätige (Art. 16 ATSG) zu erfolgen. Die gemischte Methode gelangt hier ebenso wenig zur Anwendung wie bei ohne Gesundheitsschaden voll Erwerbstätigen (BGE 131 V 51 E. 5.1.2 S. 53; vgl. auch BGE 130 V 393). 5.2 Die Erkenntnis der Vorinstanz, wonach die Versicherte im Gesundheitsfall zu 80 % erwerblich und zu 20 % im Aufgabenbereich tätig wäre, stützt sich namentlich auch auf die Annahme, dass die Beschwerdeführerin weiterhin Betreuungsaufgaben für ihre pflegebedürftige Mutter ausüben werde. Aus dem Gutachten des Begutachtungsinstituts X.________ vom 21. September 2004 ergibt sich indessen, dass die Mutter im Januar 2004 verstorben ist. Damit sind die Betreuungsaufgaben dahingefallen, und zwar bereits vor dem - die richterliche Überprüfung zeitlich begrenzenden (BGE 131 V 9 E. 1 S. 11, 129 V 1 E. 1.2 S. 4 mit Hinweis) - Erlass des Einspracheentscheides vom 6. Oktober 2005. Ob die Beschwerdeführerin trotz dieser Entwicklung weiterhin auch im Aufgabenbereich tätig wäre, wurde bislang nicht geprüft. Gleiches gilt für die Frage, ob sich entsprechend etwas am Erwerbspensum geändert hätte. Der vorinstanzliche Entscheid beruht mithin auf einem unvollständig festgestellten Sachverhalt. 5.3 Dies hat zur Folge, dass die Verwaltung, an welche das kantonale Gericht die Sache - grundsätzlich richtig - zurückgewiesen hat, zunächst zu prüfen haben wird, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang, bezogen auf die Gesamttätigkeit, die Versicherte im Gesundheitsfall überhaupt noch im Aufgabenbereich tätig wäre. 5.3.1 Ist von einer Tätigkeit im Aufgabenbereich im bisherigen Umfang auszugehen, wird - wie vom kantonalen Gericht entschieden - die hiebei bestehende gesundheitliche Beeinträchtigung mittels einer Abklärung an Ort und Stelle zu bestimmen und dann über den Rentenanspruch neu zu befinden sein. 5.3.2 Ergibt sich hingegen, dass die Beschwerdeführerin nicht mehr oder nur mehr in geringerem Umfang im Aufgabenbereich tätig wäre, ist zunächst zu prüfen, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang sie die Erwerbstätigkeit über das bisherige Pensum von 80 % hinaus erhöht hätte. Abhängig vom Ergebnis wird die Invaliditätsbemessung neu vorzunehmen sein. Ist noch eine mutmassliche Tätigkeit im Aufgabenbereich anzunehmen, bleibt es hiefür bei der Anordnung einer Abklärung an Ort und Stelle und bei der Anwendbarkeit der gemischten Methode der Invaliditätsbemessung, welche sich nach den resultierenden Anteilen der Tätigkeiten im Erwerblichen und im Aufgabenbereich richtet. Sollte hingegen keine mutmassliche Tätigkeit im Aufgabenbereich mehr vorliegen, ist nach dem zuvor Gesagten (E. 5.1) die gemischte Methode nicht anwendbar und wird die Invalidität alleine nach der gesundheitsbedingten Einschränkung im Erwerbsbereich zu bestimmen sein.