Citation: 1P.817/2006 01.06.2007 E. 4.1

4.1. Das Gutachten ist nach Ansicht des Kantonsgerichts unvollständig, aber nicht nichtig. Im Vergleich zu den übrigen Quellen (Untersuchungsakten, forensisch-psychiatrische Untersuchung mit labordiagnostischer Abklärung) würden die telefonischen Auskünfte nur am Rande erwähnt. Das kantonale Recht sehe eine Belehrungspflicht über das Zeugnisverweigerungsrecht vor, wenn der Sachverständige eigene Ermittlungen vornehme (Art. 102 Abs. 2 i.V.m. Art. 84 Abs. 1 lit. a und b StPO/SG). In den Akten fehle aber ein Hinweis auf eine Belehrung.