Citation: 4A_536/2021 E. 2.5

2.5. Die Beschwerdeführerin moniert, das Kantonsgericht habe bei der Prüfung, ob der Kausalzusammenhang durch Selbstverschulden des Beschwerdegegners unterbrochen worden sei, mehrere Teilursachen gebildet, die für den Sturz in die Arbeitsgrube mitursächlich gewesen seien: 1. Arbeitsgrube an sich, 2. Freilegen der Arbeitsgrube, 3. fehlende Sicherung der Grube, 4. Unvorsicht des Beschwerdegegners bei der Kontrolle. Anschliessend habe es das Verschulden der Parteien für die einzelnen Teilursachen gewichtet und sei dabei zum Schluss gekommen, das Selbstverschulden des Beschwerdegegners vermöge den Kausalverlauf nicht zu durchbrechen. Damit werde ihr die ungesicherte Arbeitsgrube mehrfach zum Vorwurf gemacht. Die Teilursachen 1-3 seien nämlich bereits im Tatbestandselement des Werkmangels verwirklicht. Dieses Element sei als Ganzes dem Selbstverschulden des Beschwerdegegners gegenüberzustellen. Mit diesem Vorgehen weiche das Kantonsgericht von der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichts ab und verletzte das Willkürverbot. Da es die Abweichung von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht begründet habe, habe es überdies ihren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt.