Citation: 5A_801/2018 E. 9.2

9.2. Die Beschwerdeführerin rügt die Beurteilung als bundesrechtswidrig (S. 19 ff. Rz. 27-58). Sie macht Willkür und darüber hinaus eine Verletzung von Art. 28 ZGB, Art. 16 f. BV und Art. 10 EMRK geltend (Rz. 39, 43, 46 und 51). Eine willkürliche Feststellung zu ihren Vorbringen erblickt die Beschwerdeführerin darin, dass sie im Wesentlichen auf eine Verurteilung des Beschwerdegegners 2 wegen Rassendiskriminierung aus dem Jahr 2000 hingewiesen habe (Rz. 27-30). Die Zitate und die Tatsache, dass der Beschwerdegegner 2 den antisemitischen Charakter der Zitate leugne, belegten, dass ihr Vorwurf des Rassismus und Antisemitismus vertretbar gewesen sei (Rz. 31-39). Entscheidend sei auch nicht, dass der Beschwerdegegner 2 vor Jahren wegen Rassendiskriminierung verurteilt worden sei, entscheidend sei vielmehr, dass Staatsanwaltschaft und Gerichte den Beschwerdegegner 2 von 1997-2010 wegen antisemitischer und rassistischer Äusserungen strafrechtlich verfolgt hätten, was ihren Vorwurf als vertretbar erscheinen lasse (Rz. 40-43). Als Indizien gewürdigt, aber unrichtig gewichtet habe das Obergericht die Urteile des Bundesgerichts, es dürfe geschrieben werden, der Beschwerdegegner 2 habe nachweislich Kontakte zur Neonaziszene unterhalten (Rz. 44-46 mit Hinweis auf BGE 129 III 49) oder verwende ständig Begriffe wie Nazi-Ideologie, mache Hitler-Vergleiche und verharmlose den Holocaust (Rz. 47-49 mit Hinweis auf das Urteil 5A_207/2015 vom 3. August 2015). Weiteres Indiz für die antisemitische Haltung des Beschwerdegegners 2 sei dessen Hass auf Juden, die Tiere schächten und die der Beschwerdegegner 2 als "Schächt-Juden" bezeichne (Rz. 50-51). Zu wenig gewichtet habe das Obergericht schliesslich die öffentliche Hetze des Beschwerdegegners 2 gegen angebliche "Linksextreme/ jüdische Hetzkampagnen" (Rz. 52-53) und dessen Solidarisierung mit Brigitte Bardot, die wiederholt wegen Rassendiskriminierung verurteilt worden sei (Rz. 54-58).