Citation: 9C_551/2024 E. 4.1

4.1. Das Bundesgericht änderte ab 2015 seine Rechtsprechung bezüglich der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Störungen. So gab es mit BGE 141 V 281 die Überwindbarkeitsvermutung in Bezug auf somatoforme und vergleichbare psychosomatische Störungen auf und ersetzte das bisherige Regel/Ausnahme-Modell durch einen strukturierten normativen Prüfungsraster. Diese Rechtsprechung weitete das Bundesgericht in der Folge vorerst auch auf depressive Störungen (BGE 143 V 209) und schliesslich auf sämtliche psychischen Erkrankungen aus (BGE 143 V 418).