Citation: 6S.281/2002 16.04.2003 E. 5

Der dritte Schuldspruch erfolgte wegen des Vorwurfs des Betruges, den der Beschwerdeführer gegen den Beschwerdegegner in einem Schreiben vom 23. August 1998 an dessen Ehefrau erhoben hatte. 5.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe das Schreiben nur an seine Schwester adressiert. Die nachträgliche Weitergabe an den Beschwerdegegner sei von seinem Vorsatz nicht gedeckt. Nach seinem Vorsatz hätte dieser vom Schreiben keine Kenntnis erhalten sollen. Hätte er aber nichts erfahren, hätte er ohne Kenntnis der Äusserung logischerweise keinen Strafantrag stellen können. Der Beschwerdeführer scheint damit die Auffassung zu vertreten, dass derjenige, der gegenüber Dritten ehrverletzende Äusserungen über eine Person macht, dabei aber nicht will, dass diese Person davon erfährt, nicht wegen Ehrverletzung verfolgt werden könne. Dass dem nicht so ist, bedarf keiner Erörterung. 5.2 Der Beschwerdeführer behauptet, mit dem Begriff Betrug habe er nicht einen Betrug im strafrechtlichen Sinn gemeint. Massgebend ist jedoch allein, wie ein unbefangener Leser die Äusserung nach den Umständen verstehen musste. Nachdem der Beschwerdeführer im vorliegenden Zusammenhang von einem rechtswidrigen Verhalten des Beschwerdegegners anlässlich der Generalversammlung schrieb, ist offensichtlich, dass nur Betrug im strafrechtlichen Sinn gemeint sein konnte. Auch hier kann auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden. 5.3 Der Beschwerdeführer widerspricht der Feststellung, der Vorwurf des Betruges habe sich gegen den Beschwerdegegner gerichtet. Damit wendet er sich unzulässigerweise gegen eine tatsächliche Feststellung der Vorinstanz (Art. 273 Abs. 1 lit. b BStP). 5.4 Der Beschwerdeführer wendet ein, er habe den Wahrheitsbeweis erbracht und seine Schwägerin sei keine Drittperson. Auch hierzu kann auf die vorangehenden Erwägungen verwiesen werden.