Citation: 1C_113/2021 E. 4.3.4

4.3.4. Für die Erhöhung der Anzahl bewilligter Abstellflächen im Vergleich zum Normbedarf auf insgesamt 49 Parkplätze stützte sich der Gemeinderat in der Baubewilligung auf Art. 7 Abs. 5 Parkplatzreglement 1988. Er begründete die Abweichung vom Normbedarf an Abstellflächen zunächst damit, dass die sieben projektierten Mehrfamilienhäuser jeweils ein Untergeschoss aufweisen würden, welche im Umfang von 157.25 m² bis 204.00 m² als Wohnungen genutzt, aber gemäss § A1-10 PBV/LU i.V.m. § A1-138 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes des Kantons Luzern vom 7. März 1989 (PBG/LU; SRL 735) nicht zur anrechenbaren Geschossfläche zählen und damit bei der Berechnung des Normbedarfs nicht berücksichtigt würden. Hinzu komme, dass die geplante Überbauung sich ausserhalb des Zentrums von Horw auf der Horwer Halbinsel in peripherer Lage befände, grosszügige Wohnungen mit gehobenem Ausbaustandard vorsehe und erschliessungsmässig gut auf das übergeordnete Verkehrsnetz abgestimmt sei. Unter den gegebenen Umständen rechtfertige es sich, pro Wohnung 2 Parkplätze (plus insgesamt 7 Gästeparkplätze) zu bewilligen. Die Vorinstanz kam im angefochtenen Urteil zum Schluss, aufgrund der besonderen Umstände sei gestützt auf Art. 7 Abs. 5 Parkplatzreglement 1988 zwar eine Erhöhung von 28 Parkplätzen auf maximal 35 Parkplätze möglich. Eine Erhöhung auf 49 Parkplätze sei mit dieser Bestimmung jedoch nicht vereinbar, weil sich unmittelbar neben den Baugrundstücken eine Bushaltestelle befinde, die Qualität der Erschliessung durch den öffentlichen Verkehr nicht gering sei und die vom Gemeinderat beschriebenen Gegebenheiten auf zahlreiche Grundstücke in der Gemeinde zuträfen. Die Beschwerdeführer machen geltend, die Vorinstanz habe die Autonomie der Gemeinde verletzt, indem sie entschieden habe, der Gemeinderat habe Art. 7 Abs. 5 Parkplatzreglement 1988 im genannten Zusammenhang unzulässig ausgelegt.