Citation: 4C.64/2002 02.05.2002 E. 6

6.- Der Kläger bestreitet in der Berufung, mit der Einreichung des Gesuchs vom 13. September 1996 eine Täuschungshandlung begangen zu haben, zumal sich die Beklagten noch im Oktober 1996 mit einem um weniger als 3 m reduzierten Waldabstand begnügt hätten. Auch in der unterlassenen Übermittlung der Auskunft vom Februar 1996 liege keine Täuschung. Die Beklagten hätten die gesetzlichen Vorschriften gekannt und gewusst, dass ihnen niemand garantieren konnte, dass die Reduktion des Waldabstandes um 3 m bewilligt würde. Diese Rechtslage sei im Vorvertrag korrekt wiedergegeben worden. Sie hätten daher insoweit keiner Aufklärung bedurft. Eine Auskunftspflicht habe umso weniger bestanden, als nicht der Gemeinderat X.________, sondern das Baudepartement des Kantons Aargau für die Erteilung einer Ausnahmebewilligung zuständig gewesen sei. Die Beklagten seien schliesslich nicht wegen der behaupteten Täuschung vom Vertrag zurückgetreten, sondern weil das Kostendach gesprengt worden sei.