Citation: 8C_639/2014 E. 4.2

4.2. Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung standen im Zeitpunkt des Fallabschlusses nicht zur Diskussion. Die Rechtmässigkeit des Fallabschlusses beurteilt sich somit danach, ob von einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung über den 30. April 2010 hinaus noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden konnte, was die Vorinstanz unter ausführlicher Wiedergabe der sachbezüglichen medizinischen Aktenlage zu Recht verneinte. Die Vorbringen in der Beschwerde vermögen am Ergebnis nichts zu ändern. Unerheblich im hier zu beurteilenden Kontext ist insbesondere der Umstand, dass der Versicherte trotz vollständiger Leistungsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit eine Erwerbseinbusse erleidet. Das kantonale Gericht hat sodann überzeugend dargelegt, dass der Fall auch unter prospektiv beurteilter Arbeitsfähigkeit nicht verfrüht abgeschlossen wurde, da Dr. med. E.________, Assistenzarzt Orthopädie, Klinik C.________, am 1. April 2010 eine sitzende Tätigkeit als vollzeitlich zumutbar erachtete, der Kreisarzt Dr. med. D.________ eine ganztägige Arbeitsfähigkeit für leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten festhielt und die von der IV-Stelle des Kantons Zürich veranlasste polydisziplinäre Begutachtung durch die Medizinische Abklärungsstelle (MEDAS) eine volle Arbeitsfähigkeit als Chauffeur ab 7. April 2010 ergab, wenn auch mit einem auf eine wechselbelastende Tätigkeit mit einer Tragelimite von 15 kg eingeschränkten Zumutbarkeitsprofil (Gutachten vom 14. Oktober 2010). Dass darüber hinaus die muskuläre Dekompensierung am linken Knie noch durch Muskelaufbau mittels Physiotherapie behoben werden sollte, wozu es aufgrund der Schmerzangabe des Beschwerdeführers nicht kam (Bericht des Dr. med. F.________ vom 15. September 2010), ändert daran nichts. Es ist zu betonen, dass es nicht um einen Endzustand der medizinischen Behandlung, mithin um das Dahinfallen jeglichen Bedarfs an Heilbehandlung geht. Aufgrund der bereits ohne Kräftigung der Kniemuskulatur festgestellten vollständigen Arbeitsfähigkeit durfte das kantonale Gericht daher davon ausgehen, dass keine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustands mehr durch diese Kräftigungstherapie zu erreichen gewesen wäre, wobei das Gericht ebenso zutreffend ausführte, weshalb die im Bericht vom 16. Februar 2011 vertretene Auffassung des Dr. med. F.________, Assistenzarzt Orthopädie an der Klinik C.________, vom 16. Februar 2011, er reduziere die Arbeitsfähigkeit um 50 %, damit genügend Zeit für Physiotherapie bleibe, für die hier zu beurteilende Frage nicht massgebend sein kann. Der Fallabschluss ist rechtens.