Citation: 5A_128/2021 E. 2

Das Verwaltungsgericht erwog, aufgrund der Berichte des Pflegezentrums U.________ vom 8. Juni 2020 und 23. November 2020, des nach wie vor aktuellen Berichts der Psychiatrischen Universitätsklinik X.________ vom 31. Januar 2020, der glaubhaften Aussagen des zuständigen Betreuungspersonals des Pflegezentrums U.________ und des anlässlich der Instruktionsverhandlung gewonnenen Eindrucks des Gerichts lägen beim Beschwerdeführer eine psychische Störung in Form eines Abhängigkeitssyndroms von diversen Substanzen sowie kognitive Störungen und eine Vielzahl an körperlichen Beschwerden vor. Weiter bestehe eine deutliche Verwahrlosungstendenz. Dies sei ein Schwächezustand im Sinn von Art. 426 Abs. 1 ZGB. Aufgrund der Ausführungen der involvierten Fachpersonen stehe fest, dass der Beschwerdeführer in erster Linie aufgrund seiner Suchtproblematik nach wie vor dauerhaft der Behandlung bzw. Betreuung in einem stationären Setting bedürfe. Er benötige eine gewisse Tagesstruktur und sei auch aufgrund der somatischen Diagnosen auf Hilfe und Unterstützung im Alltag angewiesen. Der Beschwerdeführer wünsche, selbständig zu wohnen, und reiche eine Bestätigung seines ehemaligen Vermieters ein, wonach er in seine alte Wohnung zurückkehren könne. Der psychisch als auch gesundheitlich angeschlagene Beschwerdeführer verkenne, dass er in seinem Zustand vorderhand nicht in der Lage sei, in einer Wohnung alleine zu leben und für sich selbst zu sorgen. Wenn er das Pflegeheim verlasse, drohe die Gefahr einer schweren Verwahrlosung. Es könne auf die nach wie vor zutreffende E. 4.2 des Urteils VWBES.2020.204 vom 12. Juni 2020 (vgl. vorne Sachverhalt lit. A.c) verwiesen werden. Der Beschwerdeführer behaupte sodann, in W.________ ein bestehendes Beziehungsnetz aus Kollegen zu haben. Es erscheine allerdings höchst fraglich, ob dieses Umfeld den Beschwerdeführer von der Befriedigung seiner Suchtbedürfnisse abhalten könnte. Der Beschwerdeführer würde bei einem Austritt aus dem Pflegeheim mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit sofort wieder Kontakt mit Personen haben, die Alkohol und Drogen konsumieren; dadurch würde er sich selbst lebensbedrohlich gefährden. Eine sinnvolle Freizeitgestaltung wäre ausserhalb des geschützten Rahmens zweifelhaft. Es seien zwar schrittweise Lockerungen des Settings möglich, welche es dem Beschwerdeführer ermöglichen, sich zunehmend in der Aussenwelt zu bewegen. Die Behandlung und Betreuung des Beschwerdeführers könne aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht auf andere Weise als durch den Verbleib im schützenden Rahmen des Pflegezentrums U.________ erfolgen. Ein Fürsorgebedarf im Sinn von Art. 426 Abs. 1 ZGB sei gegeben. Das Pflegezentrum U.________ sei eine geeignete Einrichtung und die Massnahme verhältnismässig.