Citation: U 396/06 16.01.2007 E. 3.2

3.2.1 Gemäss Art. 36 Abs. 2 UVG werden unter anderem Invalidenrenten und Integritätsentschädigungen angemessen gekürzt, wenn die Gesundheitsschädigung oder der Tod nur teilweise die Folge eines Unfalles ist (Satz 1). Gesundheitsschädigungen vor dem Unfall, die zu keiner Verminderung der Erwerbsfähigkeit geführt haben, werden dabei nicht berücksichtigt (Satz 2). Die Anwendung dieser Kürzungsvorschrift setzt voraus, dass der Unfall und ein nicht versichertes Ereignis einen bestimmten Gesundheitsschaden gemeinsam verursacht haben. Die Leistungskürzung setzt mithin natürliche und adäquate Unfallkausalität der fraglichen Gesundheitsschädigung zumindest im Sinne einer Teilursache voraus (BGE 126 V 117 Erw. 3b, 121 V 329 Erw. 2a, 115 V 415 Erw. 12c/bb). Dagegen kommt Art. 36 Abs. 2 UVG, und zwar auch dessen zweiter Satz, nicht zum Zuge, wenn die beiden Einwirkungen einander nicht beeinflussende, namentlich verschiedene Körperteile betreffende Schäden verursacht haben, die Krankheitsbilder sich somit nicht überschneiden. Diesfalls sind die Folgen des versicherten Unfalles für sich allein zu bewerten (BGE 126 V 117 Erw. 3a, 121 V 333 Erw. 3c, 113 V 58 Erw. 2 mit Hinweisen). 3.2.2 Im vorliegenden Fall findet die Kürzungsbestimmung von Art. 36 Abs. 2 UVG keine Anwendung. Der lumbale Gesundheitsschaden des Beschwerdeführers lässt sich klar trennen von den Restfolgen im Bereich der Halswirbelsäule (zervikospondylogenes Schmerzsyndrom), die auf die beim Unfall vom 21. April 2003 erlittene Luxationsfraktur C6/7 zurückzuführen sind. Der Unfall hat mit überwiegender Wahrscheinlichkeit (vgl. Erw. 2.1 hievor) nicht auf ein allenfalls vorbestehendes lumbales Schmerzsyndrom eingewirkt, namentlich nicht im Sinne einer richtunggebenden und über den Zeitpunkt der Berentung (1. November 2004) hinaus anhaltenden Verschlimmerung. Vielmehr ist mit der Vorinstanz darauf abzustellen, dass der Beschwerdeführer erst rund ein halbes Jahr nach dem Unfall (auch) über Beschwerden im Bereich der Lendenwirbelsäule klagte, nämlich anlässlich der Verlaufskontrolle vom 12. Dezember 2003 in der Klinik für Unfallchirurgie des Universitätsspitals Y.________. Die hierauf veranlasste Abklärung im Institut für Neuroradiologie des Universitätsspitals Y.________ vom 3. Februar 2004 ergab ausschliesslich vorbestandene degenerative und damit unfallfremde Veränderungen im Bereich der Lendenwirbelsäule. SUVA und Vorinstanz haben das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem lumbalen Schmerzsyndrom des Beschwerdeführers und dem Unfall vom 21. April 2003 sowie eine diesbezügliche rentenbegründende Haftung daher zu Recht verneint.