Citation: 6B_1115/2023 E. 2.3.3

2.3.3. Den Erwägungen der Vorinstanz ist alsdann zu entnehmen, dass sie mit Blick auf die Verhältnismässigkeit (implizit) davon ausgeht, die Einziehung der Mobiltelefone zur Vernichtung bzw. zur Verwertung, eventualiter Vernichtung, sei geeignet und erforderlich, um die von ihnen in den Händen des Beschwerdeführers ausgehende Gefahr zu bannen, und dieser Eingriff stehe in einem angemessenen Verhältnis zum Sicherungszweck (vgl. angefochtenes Urteil E. III.AB.a.1.2 S. 50 i.V.m. E. III.AB.b.iii.1 f. S. 60 f.). Der Beschwerdeführer vermag dem ebenfalls nichts entgegen zu setzen: Mit seinem alleinigen Hinweis darauf, bei den Mobiltelefonen handle es sich um problemlos wiederbeschaffbare Gegenstände des täglichen Gebrauchs, kann er deren Einziehung nicht die Zweckmässigkeit absprechen, genügt nach der Rechtsprechung doch für die Bejahung der Zweckmässigkeit je nach den konkreten Umständen, wenn die Einziehung zumindest eine Verzögerung oder Erschwerung weiterer Delikte des Täters zur Folge hat (vgl. BGE 140 IV 133 E. 4.4.3; 137 IV 249 E. 4.5.2; Urteile 1B_254/2021 vom 26. Mai 2021 E. 2; 1B_556/2017 vom 5. Juni 2018 E. 4.2). Das trifft hinsichtlich der zur Diskussion stehenden Mobiltelefone zu. Die durch die Einziehung geschaffene Hürde ist zwar wegen der relativ einfachen Substituierbarkeit der Telefone eher gering; dies lässt die Einziehung aber jedenfalls angesichts des altersbedingt kaum noch grossen Werts der Geräte und des deshalb ebenfalls als gering zu bewertenden Eingriffs in das Eigentum des Beschwerdeführers noch nicht als unverhältnismässig erscheinen. Unter dem Gesichtspunkt der Erforderlichkeit und Zweck-Mittel-Relation ist mit Bezug auf die Rügen des Beschwerdeführers weiter festzuhalten, dass es sich bei den Mobiltelefonen zumindest teilweise um nicht in seinem persönlichen Gebrauch stehende, ausrangierte Geräte handelt (vgl. angefochtenes Urteil E. III.AB.b.ii.α.1 S. 51). Allenfalls gleichwohl noch auf den Geräten vorhandene persönliche Daten könnten vorab mittels Kopie gesichert werden, weshalb solche Daten einer Einziehung ebenfalls nicht entgegenstehen. Dass die Vorinstanz die Einziehung der Mobiltelefone ohne vorherige Möglichkeit für eine entsprechende Datensicherung angeordnet hat, ist ihr nicht vorzuwerfen. Der Beschwerdeführer macht nicht geltend und es ist nicht ersichtlich, dass er im Untersuchungsverfahren und/oder in den kantonalen Gerichtsverfahren das Vorhandensein persönlicher Daten auf den Mobiltelefonen je vorgebracht hätte. Er weist vielmehr erstmals vor Bundesgericht darauf hin. Nach dem Grundsatz von Treu und Glauben und dem Verbot des Rechtsmissbrauchs (Art. 5 Abs. 3 BV) ist es jedoch nicht zulässig, formelle Rügen, die in einem früheren Prozessstadium hätten geltend gemacht werden können, bei ungünstigem Ausgang später noch vorzubringen (BGE 143 V 66 E. 4.3; 135 III 334 E. 2.2). Solche Rügen können nicht für das Rechtsmittelverfahren "aufgespart" werden, sondern der Beschuldigte oder sein Anwalt muss zur Wahrnehmung der Verteidigungsrechte rechtzeitig und in angemessener Weise aktiv werden. Wenn eine entsprechend zumutbare Intervention unterbleibt, kann nach Treu und Glauben sowie von Grundrechts wegen kein Tätigwerden der Strafjustizbehörden erwartet werden (vgl. Urteile 6B_978/2023 vom 11. März 2024 E. 2.2.2; 6B_1149/2020 vom 17. April 2023 E. 2.2.3.2; je mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer hätte, sofern sich denn tatsächlich von ihm als schutzwürdig erachtete persönliche Daten auf den Mobiltelefonen befinden sollten, Anlass gehabt, darauf bereits im Untersuchungsverfahren und jedenfalls in den kantonalen Gerichtsverfahren hinzuweisen. Indem er das unterlassen hat, obwohl er die Einziehung immerhin beanstandet hat, und erst vor Bundesgericht erstmals die Existenz solcher Daten anführt, handelt er verspätet und verdient sein Vorbringen keinen Rechtsschutz. Im Übrigen substanziiert er seinen Einwand betreffend das Vorhandensein persönlicher Daten nicht hinreichend und legt er nicht dar, weshalb ihm das unmöglich wäre. Sein Einwand genügt damit zudem den formellen Anforderungen an die Beschwerdebegründung nicht (vgl. Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 148 IV 205 E. 2.6). Auf seine Kritik ist insoweit nicht einzutreten. Die vorinstanzlichen Erwägungen betreffend die Verwertung bzw. Vernichtung der Objekte bemängelt der Beschwerdeführer ferner nicht, weshalb darauf nicht einzugehen ist.