Citation: 5A_93/2022 E. 6.3

6.3. Als unverhältnismässig erachtet die Beschwerdeführerin auch die Errichtung einer Beistandschaft über die Tochter. Indem die Behörden ihr, der Beschwerdeführerin, daneben auch noch Weisungen erteilt hätten (ausserfamiliäre Kinderbetreuung), verhielten diese sich widersprüchlich. Eine Kindeswohlgefährdung liege nicht vor und die Mutter sei bisher all ihren Verpflichtungen nachgekommen. Eine Beistandschaft könne nicht gleichsam auf Vorrat errichtet werden, ohne dass zuvor weniger einschneidende Massnahmen versucht worden seien. Die Beschwerde enthält auch mit Blick auf die Beistandschaft über die Tochter keine genügende Auseinandersetzung mit dem angefochtenen Entscheid: Zur Notwendigkeit der angeordneten Massnahme hat das Obergericht ausgeführt, es sei aktenkundig, dass C.A.________ altersgemäss entwickelt und von ausgeglichener Natur sei. Es sei aber auch so, dass die Tochter zur Emotionsregulation der Beschwerdeführerin beitrage und deren Symptomatik stabilisiere, womit es zu einer Rollenumkehr komme (Parentifizierung). Hierdurch werde die Tochter überfordert, womit eine ernsthafte körperliche und geistige Gefährdung ihres Wohls vorauszusehen sei. Weniger einschneidende Massnahmen seien nicht ersichtlich, da nur mittels der Beistandschaft die Entwicklung der Tochter überwacht und bei Verschlechterungen sofort reagiert werden könne. Mit diesen Ausführungen setzt die Beschwerdeführerin sich in keiner Weise auseinander, weshalb auf die Beschwerde auch insoweit nicht einzutreten ist (vgl. vorne E. 2.1).