Citation: 5A_1031/2021 E. 2.5

2.5. In der Sache wirft der Beschwerdeführer der Vorinstanz vor, sich bei der Beurteilung, ob das Konkursbegehren des Beschwerdegegners rechtsmissbräuchlich erfolgt war, einzig auf die Einhaltung der gesetzlichen Fristen gestützt zu haben. Diese rein formelle Sichtweise greife zu kurz und führe dazu, dass ein solches Gesuch nie rechtsmissbräuchlich sein könne. Zudem habe der Beschwerdegegner nicht unter Zeitdruck gestanden, hätte er als Gläubiger doch 15 Monate nach Zustellung des Zahlungsbefehls Zeit gehabt, um das Konkursbegehren zu stellen. Die entsprechende Frist sei im vorliegenden Fall noch lange nicht ausgeschöpft gewesen. Dieser Umstand zeige ausdrücklich, dass es dem Beschwerdegegner nur darum gegangen sei, den Konkurs dann eröffnen zu lassen, solange er als Schuldner aufgrund der strafprozessualen und zivilrechtlichen Beschlagnahme keine Verfügungsmacht über seine Vermögenswerte hatte und damit seinen Verpflichtungen nicht nachkommen konnte. Der Beschwerdegegner habe diese Situation ausgenützt, um zusammen mit seinen Offshore-Vehikeln gegen ihn und die ihm nahe stehende C.________ AG vorzugehen und auf diese Weise an ihm nicht zustehende Vermögenswerte zu gelangen. Das Verhalten des Beschwerdegegners erweise sich als widersprüchlich und rechtsmissbräuchlich, da er eine Forderung geltend mache und gleichzeitig dafür sorge, dass diese nicht beglichen werden könne. Die Vorinstanz habe diese Umstände nicht berücksichtigt und damit Bundesrecht verletzt.