Citation: 6B_558/2017 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer macht eine Verletzung von Art. 90 Abs. 2 SVG geltend. Das Rechtsüberholen bestreitet der Beschwerdeführer nicht. Es könne jedoch aufgrund des objektiv erfüllten Tatbestandes des Rechtsüberholens nicht auf den subjektiven Tatbestand geschlossen und ihm ohne weiteres grobfahrlässiges Verhalten angelastet werden. Pflichtwidrige Unachtsamkeit, also Fahrlässigkeit, sei nicht automatisch mit grober Fahrlässigkeit im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG gleichzusetzen. Sein Verhalten müsse unter Würdigung der gesamten Umstände beurteilt werden.