Citation: 6B_149/2017 E. 7.3

7.3. Der Schuldspruch der Verletzung der Fürsorge- oder Erziehungspflichten verletzt kein Bundesrecht (vgl. indes E. 4.5.2 betreffend Verletzung des Anklageprinzips). Zu Recht erwägt die Vorinstanz, dass der Beschwerdeführer als Vater die Pflicht hat, seine Kinder in ihrer körperlichen, geistigen und sittlichen Entfaltung zu fördern und zu schützen. Er hat sowohl für ihre Erziehung als auch für ihre Fürsorge besorgt zu sein. Statt seinen Pflichten nachzukommen, setzte der Beschwerdeführer seine Kinder zu Hause während Jahren einem Klima aus, in dem Angst und Gewalt herrschte. Ein solches Klima gefährdet die ungestörte seelische und körperliche Entwicklung von Kindern. Der Einwand des Beschwerdeführers, er habe seine Kinder mit seinen Schlägen züchtigen wollen und auch ein Überschreiten seines väterlichen Züchtigungsrechts stelle keine Verletzung der Fürsorge- oder Erziehungspflichten (Art. 219 StGB) dar (Beschwerde S. 30 Ziff. 41), ist geradezu abwegig. Die Tathandlungen des Beschwerdeführers gehen offensichtlich weit über das hinaus, was im Rahmen eines allfälligen elterlichen Züchtigungsrechts noch gerechtfertigt sein könnte (vgl. BGE 141 IV 10 E. 4.5.5 mit Hinweis auf BGE 129 IV 216 E. 2).