Citation: 8C_206/2022 E. 3

Die Vorinstanz kam nach Würdigung der vorhandenen medizinischen Berichte zum Schluss, dass der Unfall vom 24. April 2020 zu keiner richtungsgebenden Verschlimmerung geführt habe. Der Sturz sei für die eingetretenen Rupturen der Supraspinatus- und Bizepssehne nicht (teil-) ursächlich. Sie stützte sich dabei im Wesentlichen auf die Beurteilung des Kreisarztes Dr. med. D.________ vom 9. März 2021. Dieser bemerkte zunächst, dass sich im Bericht der erstbehandelnden Ärzte des Spitals C.________ vom 24. April 2020 keine Hinweise auf Prellmarken, Flüssigkeitskollektionen, Hautabschürfungen oder Ähnliches im Bereich des linken Schultergelenks fänden, die auf eine relevante Gewalteinwirkung hinweisen würden. Ein intraartikulärer Gelenkerguss oder andere Zeichen für eine relevante Traumatisierung hätten nicht vorgelegen. Weiter hätten bereits in der Bildgebung 2017 eine deutliche Einengung des subacromialen Raumes sowie eine Akromioklavikular- (AC) -Gelenksarthrose vorgelegen, welche als wichtige Faktoren für die Entstehung von degenerativ bedingten Rupturen zu betrachten seien. Eine Analyse der Bildgebung aus den Jahren 2017 und 2020 führe zum Schluss, dass nicht das Unfallereignis vom 24. April 2020 zu einer Ruptur der Rotatorenmanschette geführt habe. Diese sei vielmehr bereits so weit fortgeschritten degenerativ verändert gewesen, dass eine beliebige Tätigkeit zu einem beliebigen Zeitpunkt zu einer partiellen Ruptur hätte führen können. Die Unfallfolgen würden nach zwölf Wochen keine Rolle mehr spielen im streitbetroffenen Beschwerdebild. Gestützt auf diese Einschätzung bestätigte die Vorinstanz die Leistungseinstellung der Suva wegen Erreichens des Status quo sine betreffend die linke Schulter zwölf Wochen nach dem Unfallereignis vom 24. April 2020.