Citation: 2A.609/2002 17.04.2003 E. A

Der türkische Staatsangehörige A.________ (geb. **. ** 1961) heiratete 1983 in der Türkei seine Landsfrau B.________. Diese gebar ihm am **. ** 1985 den Sohn C.________. Am 8. September 1987 reiste A.________ in die Schweiz, stellte ein Asylgesuch und erklärte den Behörden, er "möchte nicht in die Türkei zurück". Zu seinen Familienverhältnissen befragt, gab er die Personalien seiner Ehefrau und seines Sohnes an, bezeichnete sich jedoch als ledig, da es ihm vor der Abreise nicht mehr möglich gewesen sei, den Zivilstand zu ändern. Als ledig bezeichnete sich A.________ auch in den Gesuchen um Bewilligung zur Beschäftigung einer ausländischen Arbeitskraft, welche seine Arbeitgeber am 11. November 1988 und am 22. Januar 1990 bei der Fremdenpolizei des Kantons Basel-Stadt eingereicht hatten. Diesen Gesuchen war auch nichts über seine Nachkommen zu entnehmen, obwohl ausdrücklich danach gefragt worden war. A. und B.________ hatten inzwischen einen zweiten Sohn bekommen (D.________, geb. **. ** 1988). Am 15. November 1991 wurde das Asylgesuch von A.________ abgewiesen. Nachdem er hiergegen erfolglos Beschwerde geführt hatte, kehrte er am 21. März 1992 in die Türkei zurück und liess sich dort drei Monate später einvernehmlich ("durch ihre freien Willenserklärungen", vgl. Übersetzung des Urteils vom 25. Juni 1992) von seiner Ehefrau scheiden. Einen weiteren Monat später heiratete er in der Türkei die Schweizerin E.________ (geb. 1949). Am 31. Oktober 1992 reiste er wieder in die Schweiz, wo er bei E.________ in X.________ (Kanton Basel-Landschaft) Wohnsitz nahm und die Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Ehefrau erhielt. Nach fünfjähriger Ehedauer wurde ihm am 31. Dezember 1997 im Kanton Basel-Landschaft die Niederlassungsbewilligung erteilt. Während der Ehe mit E.________ - am 20. Januar 1993 - gebar die geschiedene Ehefrau von A.________, B.________, den Sohn F.________.