Citation: 1C_277/2015 E. 4.2.1

4.2.1. Vor dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit hält ein Grundrechtseingriff stand, wenn er zur Erreichung des angestrebten Ziels geeignet ist (vgl. BGE 131 I 223 E. 4.3 S. 232; 128 I 3 E. 3e/cc S. 15; je mit Hinweisen). Zwar trifft es zu, dass sich lediglich durch den in Ziff. 3.4.3 BZO vorgesehenen Ausschluss der Wohnnutzung die Ansiedlung anderer nicht publikumsorientierter Betriebe, wie Büros, nicht zuverlässig vermeiden lässt. Eine planerische Massnahme ist indes nicht erst dann geeignet, wenn sie die Erreichung des angestrebten Ziels garantiert; es genügt, wenn sie dies erleichtert. Der geplante Ausschluss der Wohnnutzung bedeutet nicht, dass sich ausschliesslich nicht publikumsorientierte Unternehmungen im Zentrumsgebiet niederlassen werden. Im Gegenteil, die Bestimmung lässt Raum für verschiedene Geschäfte, womit sich eine attraktive Nutzungsdurchmischung mit Einkaufsläden, Fachmärkten, Restaurants und anderen Dienstleistungsbetrieben bilden kann, die das bereits bestehende Angebot in der Nähe des Bahnhofs ergänzen. Wie die Gemeinde in ihrer Vernehmlassung ausführt, bringt der Verzicht auf einen positiv formulierten Nutzungskatalog mit den zulässigen Betriebsarten zudem den Vorteil, dass sich diejenigen Geschäfte ansiedeln, für die eine Nachfrage besteht. Damit können unnötige Leerstände vermieden werden, was der Belebung des Zentrumsgebiets zuträglich ist. Schliesslich führt der erläuternde Bericht zur Teilrevision der BZO mit Blick auf Büros aus, dass hierfür das Gebiet südlich der Bahnlinie vorgesehen ist, in dem bereits besondere Umstrukturierungsmassnahmen getroffen worden sind (vgl. S. 6). Dadurch dürfte die Niederlassung solcher nicht publikumsorientierter Betriebe im Bereich der Schwarzackerstrasse zumindest zu einem gewissen Grad ausbleiben. Insoweit ist der Ausschluss der Wohnnutzung in einer Raumtiefe im Eingangsgeschoss geeignet, das angestrebte Ziel der Belebung des Zentrumsgebiets mittels publikumsorientierter Betriebe zu erreichen.