Citation: 9C_413/2022 E. A

A.a. Der 2001 geborene A.________ bezog bereits ab dem Kindesalter Leistungen der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV; heilpädagogische Früherziehung vom 12. November 2004 bis 30. September 2007, Sonderschulmassnahme vom 1. August 2006 bis 31. Juli 2008, Hilfsmittel in Form eines elektronischen Kommunikationsgeräts). A.b. Nach einer Anmeldung zum Leistungsbezug im Januar 2016 gewährte die IV-Stelle des Kantons Thurgau dem Versicherten am 14. April 2016 Berufsberatung und Abklärung der beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten. Ein durch die IV-Stelle durchgeführter Intelligenztest vom 28. März 2016 hatte eine sehr niedrige Gesamtintelligenz mit einem Intelligenzquotienten (IQ) von 63 ergeben. Im November 2017 absolvierte der Versicherte in der Bildungsstätte B.________ eine Schnupperlehre als Praktiker PrA Gärtnerei und Praktiker PrA Industrie. Einer für den Zeitraum vom 1. August 2018 bis 31. Juli 2020 zugesprochenen beruflichen Erstausbildung als Praktiker PrA Industrie in der Bildungsstätte B.________ blieb der Versicherte ab 23. November 2018 unentschuldigt fern. Nach durchgeführtem Mahn- und Bedenkzeitverfahren und erneutem Fernbleiben des Versicherten an der Ausbildungsstätte wies die IV-Stelle seinen Anspruch auf Leistungen der IV mit Verfügung vom 26. Februar 2019 ab. Die hiergegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau mit Entscheid vom 21. August 2019 ab. Dieser erwuchs unangefochten in Rechtskraft. A.c. Am 29. Juli 2020 meldete sich der Versicherte erneut bei der IV zum Leistungsbezug an. Eine am 10. März 2020 bei den Psychiatrischen Diensten U.________ durchgeführte neuropsychologische Abklärung hatte einen Gesamt-IQ von 64 ergeben. Von einer in der Folge für September 2020 vorgesehenen Schnupperwoche als Praktiker PrA Betriebsunterhalt in der Ausbildungsstätte C.________ meldete sich der Versicherte ab. Daraufhin wurde für November 2020 eine weitere Schnupperlehre (im Betriebsunterhalt) im C.________ organisiert und ein erneutes Mahn- und Bedenkzeitverfahren eingeleitet. Am 20. Oktober 2020 wurde dem Versicherten seitens der D.________ AG, Externe Psychiatrische Dienste U.________ (nachfolgend: D.________), vom 14. bis 31. Oktober 2020 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Am 10. und 11. November 2020 äusserte sich die behandelnde Psychologin gegenüber der IV-Stelle. Am 17. November 2020 teilte die Ausbildungsstätte der IV-Stelle mit, dass der Versicherte nicht zur Schnupperlehre erschienen sei und sich nicht abgemeldet habe. Daraufhin wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren hinsichtlich beruflicher Massnahmen und Invalidenrente nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren mit Verfügung vom 13. Oktober 2021 ab.