Citation: 5A_357/2023 E. 5.6.2

5.6.2. Hier setzt jedoch die Beschwerdeführerin mit einer Sachverhaltsrüge ein und führt aus, der Beschwerdeführer sei explizit selbst der Auffassung gewesen, dass der Vergleich nur die damals störenden Pflanzen umfasst habe. Sie verweist hierbei auf die anlässlich der Hauptverhandlung vorgetragene Replik des Beschwerdeführers vom 28. November 2018 und wirft der Vorinstanz eine offensichtlich unrichtige bzw. unvollständige und damit willkürliche Sachverhaltsfeststellung vor. Der Beschwerdeführer führt hingegen aus, er habe mitnichten zugestanden, dass keine weiteren Verpflichtungen der Beschwerdeführerin vereinbart worden seien; es sei bei dem Vergleich ausschliesslich um die Aussicht gegangen. Dass zukünftige neu heranwachsende Pflanzen im Vergleich nicht explizit geregelt wurden, bedeute nicht, dass solche Pflanzen keiner Schnittpflicht unterlägen. Wäre dem so, würde der Sinn und Zweck des Vergleichs untergraben.