Citation: 1C_390/2020 E. 3.1

3.1. Dem vorinstanzlichen Entscheid ist diesbezüglich zu entnehmen, dass für die Beurteilung der Lärmbelastung (von derselben Gutachterin) drei Lärmgutachten eingeholt worden seien. Während im ersten Gutachten vom 8. Februar 2017 von der Massgeblichkeit der Immissionsgrenzwerte und des Schiessbetriebs in den vergangenen drei Jahren (2014 bis 2016) ausgegangen worden sei, sei in den danach erstellten Gutachten vom 19. Mai 2017 und vom 7. August 2017 ein Prognosezustand hinsichtlich des Schiessbetriebs bis zum Jahr 2027 berücksichtigt worden. Gemäss dem ersten Gutachten seien die massgeblichen Immissionsgrenzwerte eingehalten, während laut dem zweiten und dritten Gutachten die Immissionsgrenzwerte ohne Massnahmen nicht eingehalten werden könnten. Das Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Thurgau (AWA/TG) habe mit Schreiben vom 27. November 2017 festgehalten, dass die Immissionsgrenzwerte gemäss dem ersten Lärmgutachten vom 8. Februar 2017 in Bezug auf die aktuellen Schiesszahlen zwar eingehalten würden, vorliegend aber die Planungswerte massgebend seien und diese nicht eingehalten seien. Die Vorinstanz erachtete die Lärmsituation im Zeitpunkt des Entscheids über die Baubewilligung als relevant und den Schiessbetrieb der vergangenen drei Jahre (2014-2016) als taugliche Grundlage für die Begutachtung. Da es vorliegend um die Beurteilung eines Baugesuchs gehe, seien sodann nicht die Planungswerte, sondern die Immissionsgrenzwerte massgeblich. Dabei sei nicht relevant, ob ein einzelnes oder ob mehrere Gebäude erstellt werden sollten. Gestützt auf das erste Lärmgutachten vom 8. Februar 2017 kam die Vorinstanz daher zum Schluss, dass die massgeblichen Immissionsgrenzwerte eingehalten seien und sich die Beschwerde in dieser Hinsicht als unbegründet erweise.