Citation: 6B_1051/2015 E. 3.1

3.1. Hinsichtlich des ersten Tatkomplexes erachtet die Vorinstanz den angeklagten Sachverhalt gestützt auf die glaubhaften Schilderungen des Beschwerdegegners als erstellt. Dieser habe sowohl bei der Erstbefragung am 19. März 2013 als auch anlässlich der Einvernahmen vom 20. März und 30. September 2013 klar sowie nachvollziehbar ausgesagt. Seine anschaulichen und detailreichen Schilderungen sprächen für Erlebtes. Auch stimmten seine späteren Aussagen in sehr vielen Punkten mit jenen an der Erstbefragung überein; offensichtliche Widersprüche seien nicht erkennbar. Es sei kaum vorstellbar, dass der Beschwerdegegner eine solche Geschichte, die derart viele Details und auch Nebensächlichkeiten aufweise, erfunden habe. Es bestehe auch kein Indiz dafür, dass er seinen Neffen zu Unrecht als Täter belastet habe, zumal beide angäben, ein gutes Verhältnis gehabt zu haben. Hinzu komme, dass der Beschwerdegegner den Beschwerdeführer zunächst aus Angst gar nicht habe belasten wollen. Gegenüber dem Arzt habe er angegeben, er sei gestürzt bzw. die Treppe hinuntergefallen, was dieser aufgrund des Verletzungsbilds jedoch nicht geglaubt habe. Zudem habe nicht der Beschwerdegegner, sondern sein Nachbar die Polizei verständigt. Demgegenüber erscheine die Darstellung des Beschwerdeführers unstimmig, insgesamt ausgedacht und somit unglaubhaft. Nicht einsichtig sei, weshalb der Beschwerdegegner seinem Neffen noch mehr Münzen hätte aufdrängen sollen, wenn er doch wütend gewesen sei, weil er ihm diese habe mitgeben müssen. Zudem habe der Beschwerdeführer finanzielle Schwierigkeiten und damit ein klares Motiv gehabt. Ferner sei die vom Beschwerdegegner erwähnte Pistole samt Magazin und Patronen in seinem Personenwagen, mit welchem der Beschwerdeführer fortgefahren sei, sichergestellt worden. Die Annahme des Beschwerdeführers, sein Onkel habe von der Pistole im Fahrzeug gewusst und ihm so viele Münzen mitgegeben, damit er dieses habe benutzen müssen, sei schlicht lebensfremd sowie zu weit hergeholt, um glaubhaft zu sein. Schliesslich vermöchten die Angaben des Beschwerdeführers die Verletzungen an der Stirn seines Onkels nicht überzeugend zu erklären (Urteil S. 8 ff.).