Citation: 1P.574/2006 08.02.2007 E. 8

8.1 Das Kassationsgericht erwägt, die Argumentation des Beschwerdeführers, gestützt auf das kinderpsychiatrische Gutachten werde der Stellenwert einer Identifikation durch eine (kurze) Bewusstlosigkeit der Geschädigten beeinträchtigt, erweise sich nach dem oben Gesagten als nicht stichhaltig. Bei dieser Sachlage erübrige sich eine Prüfung der im Zusammenhang mit der Frage des Vorliegens einer Bewusstlosigkeit stehenden Rügen. Selbst wenn das Obergericht zu Unrecht davon ausgegangen sei, eine Bewusstlosigkeit sei zu verneinen, vermöchte sich dies nicht massgeblich zum Nachteil des Beschwerdeführers auf den Entscheid auszuwirken. Der Beschwerdeführer macht geltend, diese Auffassung sei willkürlich. 8.2 Das Kassationsgericht geht nach dem Gesagten willkürfrei davon aus, dass nach der dargelegten Passage im Gutachten die Möglichkeit einer unbewussten Verwechslung durch die Geschädigte dann nicht gegeben ist, wenn sie den Täter bereits vor dem Würgen erkannt hat. Dass letzteres der Fall ist, nimmt das Kassationsgericht ebenfalls willkürfrei an. Ob eine Bewusstlosigkeit eintrat oder nicht, spielt damit im Ergebnis keine Rolle. Selbst wenn das der Fall gewesen sein sollte, würde das den Beschwerdeführer nicht entlasten. Bei dieser Sachlage ist es nicht willkürlich, wenn das Kassationsgericht die Frage der Bewusstlosigkeit offen gelassen hat. Im Gegensatz zum Kassationsgericht hat das Obergericht die Frage entschieden und eine Bewusstlosigkeit verneint. Anzufügen ist, dass die entsprechenden Erwägungen des Obergerichtes (S. 52 ff.) jedenfalls nicht offensichtlich unhaltbar wären.