Citation: 1C_368/2019 E. 11.4

11.4. Wie bereits dargelegt, entspricht das streitbetroffene Doppelwohnhaus aufgrund seiner Grundstruktur einem für das 19. Jahrhundert typischen helvetischen Doppelwohnhaus (vgl. E. 9.5 hievor). Das Interesse an seiner Unterschutzstellung ist als gewichtig zu qualifizieren, da nicht nur die Struktur, sondern auch die doppelte Ausstattung des Hauses weitgehend noch vorhanden ist, und gemäss der Feststellung des Baurekursgerichts andere historische Doppelwohnhäuser in der weiteren Umgebung nicht in einem vergleichbar guten Zustand erhalten sind (vgl. Entscheid des Baurekursgerichts, E. 3.9 S. 18 f.). Die kantonalen Instanzen durften demnach die entgegenstehenden finanziellen Interessen der Beschwerdeführerin als weniger gewichtig qualifizieren, zumal die von dieser beabsichtigte Nutzung der Baute zu Wohnzwecken durch die Unterschutzstellung nicht verunmöglicht, sondern lediglich eingeschränkt wird und die erforderliche Sanierung gegenüber einem Ersatzbau keine unzumutbaren Mehrkosten verursacht. Dass einzelne nachträglich renovierte bzw. ersetzte Bauelemente der Innenausstattung als solche keinen bzw. höchstens einen geringen historischen Eigenwert haben, lässt ihre Erhaltung nicht als unverhältnismässig erscheinen, da ohne diese Elemente gemäss der nachvollziehbaren Einschätzung des Baurekursgerichts, das einen Augenschein vornahm, die Wohneinheiten in ihrer Wirkung als Gesamtanlage nicht vollständig zur Geltung kämen. Unter diesen Umständen ist das öffentliche Interesse an der Unterschutzstellung des streitbetroffenen Doppelwohnhauses gegenüber den privaten Interessen der Beschwerdeführerin als überwiegend zu gewichten. Demnach stellt die strittige Unterschutzstellung keinen unverhältnismässigen Eingriff in die Eigentumsgarantie der Beschwerdeführerin dar.