Citation: BGE 150 II 547 E. 2.3

Das vom Regierungsrat des Kantons Uri am 18. Dezember 2018 genehmigte Strassenbauprojekt WOV und das vom UVEK am 31. März 2021 genehmigte Ausführungsprojekt "N02 Halbanschluss Altdorf" liegen räumlich nahe beieinander. Es besteht eine gemeinsame Planung, zumal beide Projekte Bestandteil des regionalen Gesamtverkehrskonzepts "Unteres Reusstal" bilden. Die beiden Projekte haben sodann einen besonders engen funktionalen Zusammenhang. Der Halbanschluss "Altdorf Süd" wird nur realisiert, wenn auch die WOV erstellt wird. Die beiden Projekte bilden eine betriebliche Einheit und ermöglichen nur zusammen ein neues Verkehrssystem zur rückwärtigen Erschliessung verschiedener Siedlungsgebiete mit dem Ziel der Entlastung des Zentrums von Altdorf. Die erwünschte Entlastung des Zentrums von Altdorf ist unmittelbar mit einer Verkehrszunahme von 10-20 % auf der Nationalstrasse im Bereich des neuen Halbanschlusses verbunden. Die beiden Teilprojekte WOV und "N02 Halbanschluss Altdorf" sind somit Bestandteil eines Gesamtprojekts. Sie hängen räumlich, zeitlich und funktional so eng zusammen, dass die umweltrelevanten Aspekte und insbesondere die Emissionsbegrenzung in Anwendung von Art. 8 USG zwingend gesamthaft beurteilt werden müssen. In die Gesamtbeurteilung miteinzubeziehen ist auch der mit den beiden Teilprojekten unmittelbar verknüpfte Mehrverkehr auf der bestehenden Autobahn im Bereich des neuen Halbanschlusses. Eine solche gesamthafte Beurteilung fand anlässlich der Umweltverträglichkeitsprüfung der