Citation: 8C_765/2021 E. 4.2.2

4.2.2. Darüber hinaus werteten die Suva-Ärzte und die behandelnden Fachärzte der Klinik F.________ die aktenkundigen Bildgebungen (MRI vom 20. November 2019 und Röntgenbilder vom 3. März 2020) ungleich aus und kamen entsprechend in Bezug auf den Vorzustand des linken Knies des Beschwerdeführers zu unterschiedlichen Ergebnissen. Mit Blick auf das Gesagte gehen insbesondere die Aussagen zur Existenz resp. zur Sichtbarkeit des vorderen Kreuzbandes weit auseinander. Die Suva weist zu Recht darauf hin, dass nebst den Kreisärzten auch die Radiologin, die die bildgebende Untersuchung vom 20. November 2019 durchgeführt habe, einen Verdacht auf eine alte Ruptur des vorderen Kreuzbandes geäussert habe. Nichtsdestotrotz sind die behandelnden Ärzte der Klinik F.________, die das vordere Kreuzband ausmachen konnten, Spezialisten auf diesem Gebiet. Mithin stehen auf beiden Seiten qualifizierte Ärzte, die die medizinischen Unterlagen unterschiedlich interpretierten und entsprechend auch die Frage anders beantworteten, ob das Unfallereignis vom 8. November 2019 Ursache des Gesundheitsschadens, wie er sich am 29. Februar 2020 präsentiert hatte, darstellt oder nicht. Wenn das kantonale Gericht bei dieser medizinischen Aktenlage geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der kreisärztlichen Aktenbeurtei-lung (vgl. E. 2.3 oben) verneinte, kann ihm nicht gefolgt werden.