Citation: 1C_175/2023 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer ist dagegen der Auffassung, es handle sich um ein prägendes Bauvorhaben. Er rügt eine willkürliche Anwendung von Art. 10 Abs. 2 BauG und eine Verletzung des Rechtsgleichheitsgebots. Dazu verweist er auf die mit seiner Einsprache vom 3. Mai 2018 eingereichten Fotos. Der Auffassung der Vorinstanzen sei insofern zu folgen, als sich die terrassierte Sitzplatzanlage in dem am weitesten vom öffentlichen Raum entfernten Teil der Parzelle befinde. Allerdings sei diesbezüglich zu berücksichtigen, dass es sich um ein massives Bollwerk mit einer Grundfläche von rund 47 m2 handle, das unmittelbar an das Schutzgebiet und die Grenze seines eigenen Grundstücks gebaut worden sei. Die nachträgliche Anpassung des Grenzabstandes zum Schutzgebiet um einen halben Meter vermöge daran nichts zu ändern. Zudem sei die Sitzplatzanlage auf Höhe des Attikageschosses gebaut und entsprechend vom öffentlichen Raum ohne Weiteres gut einsehbar. Aufgrund ihrer Grösse und der exponierten Lage falle sie besonders störend auf. Dies sei aus den Akten ohne Weiteres erkennbar. Weiter habe die Baubewilligungsbehörde keine Interessenabwägung vorgenommen. Die gegenteilige Behauptung der Vorinstanz sei aktenwidrig. Der Bericht der kommunalen Fachberatung Baugestaltung könne die Beurteilung durch die OLK schliesslich nicht ersetzen. Darüber hinaus liege diesem Bericht ein willkürlich festgestellter Sachverhalt zu Grunde.