Citation: 5P.338/2003 15.10.2003 E. 2

2.1 Das Obergericht hat dafürgehalten, durch das Scheidungsurteil seien die Kinder des Beschwerdeführers der elterlichen Sorge der Kindsmutter unterstellt und dieser gleichzeitig die elterliche Obhut entzogen worden. Die Kinder lebten auch heute noch im Jugendheim A.________ und ihre Lebenshaltung sei somit seit rund vier Jahren dieselbe. Nach einer summarischen Prüfung der Prozessstandpunkte des Beschwerdeführers und der Aktenlage könne daher nicht gesagt werden, dass heute veränderte Verhältnisse vorlägen, welche mit Blick auf das Kindeswohl eine Neuregelung der elterlichen Sorge erheischten. Es fehle mithin an einer notwendigen gesetzlichen Voraussetzung für eine entsprechende Änderung (Art. 134 Abs. 1 ZGB), weshalb sich das Rechtsbegehren des Beschwerdeführers als aussichtslos erweise. Daran vermöchten auch die Ausführungen des Beschwerdeführers nichts zu ändern. Dieser bringe zwar vor, in der Schweiz seien die Eltern für Obhut und Sorge der Kinder zuständig; gleichzeitig gebe er aber zu, dass das Kindeswohl durch die geltende Lösung (Trennung von elterlicher Sorge und Obhut) nicht gefährdet sei. Soweit er im Weiteren vorbringe, dass die Kindsmutter seit Rechtskraft des Scheidungsurteils ignoriert werde, zeige er auch damit keine Gefährdung des Kindeswohls auf, welche zum heutigen Zeitpunkt eine Neuregelung der Kinderzuteilung erfordere. 2.2 Der Beschwerdeführer begnügt sich über weite Strecken mit Zitaten aus der Literatur, ohne sich indes mit den einzelnen Argumenten des angefochtenen Entscheids auseinanderzusetzen. Zudem behauptet er, die Vormundschaftsbehörde habe der Kindsmutter faktisch bzw. rechtlich die elterliche Sorge entzogen, wozu sich freilich dem angefochtenen Entscheid keinerlei Ausführungen tatsächlicher Art entnehmen lassen. Sodann verweist er in unzulässiger Weise auf Rechtsschriften des kantonalen Verfahrens. In Bezug auf die bisherige Argumentation erweist sich die Beschwerde als nicht den Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG entsprechend begründet. Das trifft aber auch zu, soweit der Beschwerdeführer schliesslich ausführen lässt, die Materialien zum neuen Recht verlangten nicht, dass eine Neuzuteilung der elterlichen Sorge erst zulässig sei, wenn dies das Kindeswohl zwingend fordere; sie könne vielmehr auch dann angezeigt sein, wenn sich das Gericht bei seiner Entscheidung von einer Prognose habe leiten lassen, die sich im Nachhinein als falsch erwiesen habe, obwohl sich die Verhältnisse streng genommen nicht geändert hätten. In diesem Zusammenhang zeigt er nämlich nicht auf, aufgrund welcher konkreten Umstände das Kantonsgericht im Scheidungsurteil bei der Kinderzuteilung von einer Prognose ausgegangen ist, die sich im Nachhinein als falsch erwiesen hat und nunmehr Anlass zur Änderung der Kinderzuteilung geben könnte, und dass das Obergericht diese offensichtlichen Umstände nicht in seine summarische Prüfung mit einbezogen hat. Der Beschwerdeführer beschränkt sich vielmehr im Wesentlichen auf die Behauptung, dass die elterliche Sorge der Vormundschaft vorgehe. Dass dem angefochtenen Entscheid der vom Beschwerdeführer angesprochene faktische Entzug der elterlichen Sorge nicht entnommen werden kann und der Beschwerdeführer somit von einem neuen und folglich unzulässigen Sachverhalt ausgeht, ist bereits dargelegt worden.