Citation: 2C_1055/2019 E. 3.3.3

3.3.3. Ein solcher könnte sich allerdings in Zukunft ergeben, dann nämlich, wenn die Übernehmerin - und nicht die Erbengemeinschaft - bei der Veräusserung die aufgeschobene Grundstückgewinnsteuer zu entrichten hätte (vorne E. 3.2.5), obwohl die Vertragsparteien bei der Ausarbeitung des Erbteilungsvertrags vom 22. November 2015 vom Gegenteil ausgegangen wären und dies bei der Preisfestsetzung entsprechend berücksichtigt hätten. Wie es sich damit verhält, ist vorinstanzlich nicht festgestellt und wäre gegebenenfalls Sache der Zivilgerichte (Art. 23 OR). Sollten die Parteien die Steuerfolgen tatsächlich zur Grundlage der Preisfestsetzung gemacht haben, liesse sich die nachteilige Disposition entsprechend rückgängig machen. Ist eine solche Absprache hingegen unterblieben, kann der Preis zivilrechtlich zwar nicht angepasst werden, es fehlen diesfalls aber auch Dispositionen, die im Vertrauen auf die Auskunft der Gemeinde getroffen wurden.