Citation: 2C_216/2020 E. 2.4.6

2.4.6. Nichts Anderes ergibt sich daraus, dass die Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern im Bereich der Sozialhilfe eine andere Sichtweise vertreten soll, wie die Steuerpflichtige im bundesgerichtlichen Verfahren vorträgt. Der Bundesgesetzgeber ist, soweit er wie hier zur Rechtsetzung berechtigt ist (Art. 42 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 128 BV), in keiner Weise an anders lautendes kantonales öffentliches Recht gebunden. Bei der direkten Bundessteuer handelt es sich zudem um einen Anwendungsfall der (bundesrechtlichen) Eingriffsverwaltung, während die Sozialhilfe der (kantonalrechtlichen) Leistungsverwaltung zuzurechnen ist. Ein Bedürfnis zur Harmonisierung der beiden Sachgebiete ist - entgegen der Auffassung der Steuerpflichtigen - nicht ersichtlich.