Citation: 2C_691/2019 E. 4.7

4.7. Die Beschwerdeführerin macht wie schon vor der Vorinstanz geltend, die Besonderheiten ihres Standortes seien bei der Ermessenseinschätzung nicht hinreichend berücksichtigt worden. Zwar enthält die Beschwerde diesbezüglich einzelne neue Ausführungen, namentlich zur Bedeutung der Grenznähe und zur Lage auf dem Land bzw. zu Unterschieden zwischen Standorten im Kanton Basel-Landschaft und solchen im Kanton Basel-Stadt (vgl. Beschwerde, S. 18). Damit gelingt es der Beschwerdeführerin aber ebenfalls nicht nachzuweisen, dass die Ermessensveranlagung offensichtlich falsch ist: Wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat, hat die ESTV die Grenznähe des Standortes des streitbetroffenen Restaurants berücksichtigt, indem sie die damit zusammenhängende Tiefpreisstrategie anerkannt und zugunsten der Beschwerdeführerin um 3 % von der durchschnittlichen Bruttogewinnmarge abgewichen ist (E. 3.4.3.3 des angefochtenen Urteils). Die Beschwerdeführerin hat nicht substantiiert dargetan, geschweige denn belegt, dass die Grenznähe eine weitergehende Reduktion der Bruttogewinnmarge erfordern würde. Nicht als massgebend erscheinen sodann auch die Unterschiede zwischen den Kantonen Basel-Landschaft und Basel-Stadt, welche nach Meinung der Beschwerdeführerin im vorliegenden Fall für eine tiefe Bruttogewinnmarge sprechen sollen (namentlich angeblich grössere Zahl an Konsumationen in der Stadt aufgrund von Touristen und Arbeitstätigen, stärkere Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel in der Stadt sowie geringerer Bedarf an Restaurants infolge der Existenz von Betriebskantinen grösserer Arbeitgeber auf dem Land). Dies gilt schon deshalb, weil nicht substantiiert dargetan ist, dass der Datensatz von 102 Betrieben der Deutschschweiz keine hinreichende Zahl an Restaurants enthält, die ihren Standort an vergleichbarer ländlicher Lage wie das streitbetroffene Restaurant haben. Der in diesem Zusammenhang von der Beschwerdeführerin ins Recht gelegte Artikel der Zeitung C.________ zum "Beizensterben" kann im vorliegenden Verfahren schon deshalb nicht berücksichtigt werden, weil nicht dargetan ist, dass dieser Artikel bereits in den vorangegangenen Verfahren auf prozesskonforme Weise eingebracht wurde oder das angefochtene Urteil erstmals Anlass zur Berufung auf diesen Artikel gab (vgl. E. 3). In der Beschwerde wird zwar sinngemäss behauptet, die ganz spezifische Lage eines Restaurants - sei es an einem sog. "hot spot" oder gegenteilig in einem Aussenquartier - sei von massgeblicher Relevanz für die jeweilige Bruttogewinnmarge. Freilich sind die entsprechenden Ausführungen nicht näher substantiiert und führt die Beschwerdeführerin insbesondere nicht aus, wie es sich diesbezüglich mit ihrem Restaurant verhalten soll. Wie das Bundesverwaltungsgericht im Übrigen festgehalten hat, wurde die unmittelbare Nähe des Restaurants zu Sportanlagen, Eventhallen und Kulturanlagen mit eigener Gastronomieinfrastruktur seitens der ESTV jedenfalls nicht zu Ungunsten der Beschwerdeführerin berücksichtigt, indem davon ausgegangen wurde, dass das Restaurant in jenem Umfang besucht wurde, wie sie es selbst behauptet hat (vgl. E. 3.4.3.3 des angefochtenen Urteils in fine). Aus diesem Grund lässt sich nichts aus dem Vorbringen in der Beschwerde ableiten, wonach sich jemand, der sich in einer Eventhalle (wie der Halle D.________) oder einem Shopping-Center aufhalte, in der Regel dort verpflege und Shopping-Center besonders viele günstige Verpflegungsmöglichkeiten bieten würden.