Citation: 2C_940/2020 E. 7.5

7.5. Seine gesundheitlichen Probleme kann er auch in Bosnien und Herzegowina weiter therapieren. Gemäss dem massgebenden Fachbericht SEM (vorne E. 3.3) sind sowohl die psychischen Beschwerden als auch die Suchtproblematik des Beschwerdeführers in Bosnien und Herzegowina behandelbar und der Zugang steht auch bedürftigen Personen offen (vorne E. 3.4), falls die Angehörigen die anfallenden Kosten nicht übernehmen. Der blosse Umstand, dass das Gesundheits- oder Sozialversicherungswesen in einem anderen Staat mit demjenigen in der Schweiz nicht vergleichbar ist und die hiesige medizinische Betreuung einem höheren Standard entspricht, hat nicht die Unzumutbarkeit der Rückreise zur Folge (BGE 139 II 393 E. 6 S. 403; 128 II 200 E. 5.3 S. 209 f.). Wie bereits gesehen (vorne E. 3.5), besteht keine ungenügende Möglichkeit der Weiterbehandlung, welche eine ernsthafte, rapide und irreversible Verschlechterung seines Gesundheitszustandes nach sich ziehen würde, womit eine Wegweisung nicht als unmenschliche Behandlung im Sinne von Art. 3 EMRK erscheint und eine Rückkehr auch unter diesem Aspekt zumutbar ist.