Citation: 1C_261/2022 E. 6.5.2

6.5.2. Das Bundesverwaltungsgericht ist der Auffassung, die geltend gemachte Arbeitsunfähigkeit könne nur in den Zeiträumen berücksichtigt werden, in denen die Beschwerdeführerin mindestens 70 bis 100 % arbeitsunfähig gewesen sei. Deshalb könne sie sich in den fünf Jahre vor Gesuchseinreichung nicht durchgehend auf eine Notlage berufen. Eine solche pauschale Sichtweise greift allerdings zu kurz. Es ist insbesondere auch miteinzubeziehen, wie sich die Erkrankung der Beschwerdeführerin auf ihre weiteren Lebensbereiche auswirkte und wie sich ihre Verdienstaussichten gestalteten.