Citation: 1C_690/2021 E. 7

Nach dem Gesagten ist der angefochtene Entscheid hinsichtlich der Ausnahmebewilligung gemäss Anhang 4 Ziff. 211 Abs. 2 GSchV bundesrechtswidrig, wobei der Mangel, d.h. die unvollständige Prüfung der Voraussetzungen für die Erteilung dieser Bewilligung bzw. die unterlassene Interessenabwägung im dargelegten Sinn, nicht im vorliegenden Beschwerdeverfahren behoben werden kann. Die Beschwerde ist deshalb gutzuheissen, der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Angelegenheit an den Einwohnergemeinderat zurückzuweisen. Dieser wird nach Nachholung der erforderlichen Interessenabwägung und neuem Entscheid über die Ausnahmebewilligung durch die zuständige erstinstanzliche Behörde neu in der Sache zu entscheiden haben. Die Vorinstanz wird über die Kosten- und Entschädigungsfolgen des kantonalen Verfahrens neu zu befinden haben (Art. 67 und Art. 68 Abs. 5 BGG). Bei diesem Verfahrensausgang (Rückweisung an die erste Instanz mit noch offenem Ausgang) gelten die Beschwerdeführenden als obsiegend (vgl. BGE 141 V 281 E. 11.1 mit Hinweis; Urteil 1C_460/2020 vom 30. März 2021 E. 5). Die Gerichtskosten sind daher der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Die nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführenden haben keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung für das bundesgerichtliche Verfahren (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG; Art. 1 ff. des Reglements vom 31. März 2006 über die Parteientschädigung und die Entschädigung für die amtliche Vertretung im Verfahren vor dem Bundesgericht [SR 173.110.210.3]).