Citation: 2C_611/2013 E. 2.1

2.1. Die Niederlassungsbewilligung kann widerrufen werden, wenn der Ausländer zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe, d.h. zu einer solchen von mehr als einem Jahr (BGE 139 I 145 E. 2.1 S. 147), verurteilt worden ist oder wenn er in schwerwiegender Weise gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung verstossen hat oder diese gefährdet (Art. 63 Abs. 1 lit. a [i.V.m. Art. 62 lit. b] und lit. b AuG [SR 142.20]; BGE 137 II 297 E. 2 S. 299 ff.; 135 II 377 E. 4.2 S. 381). Diese Widerrufsgründe kommen auch bei ausländischen Personen, die sich seit mehr als 15 Jahren ununterbrochen und ordnungsgemäss in der Schweiz aufhalten, zur Anwendung (Art. 63 Abs. 2 AuG). Entgegen den Ausführungen in der Beschwerdeschrift ist jedoch nicht erforderlich, dass diese Widerrufsgründe kumulativ erfüllt sind. Es genügt, wenn ein Widerrufsgrund (längerfristige Freiheitsstrafe nach Art. 62 lit. b AuG oder schwerwiegender Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung nach Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG) besteht. Dies ist hier offensichtlich der Fall, nachdem der Beschwerdeführer mit Urteil vom 10. September 2010 zu einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten und damit zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt worden ist. Unter diesen Umständen kann offen bleiben, ob auch der Widerrufsgrund nach Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG gegeben ist (vgl. Urteil 2C_718/2013 vom 27. Februar 2014 E. 2.2). Der Beschwerdeführer ist der Auffassung, der Widerruf sei unverhältnismässig und verletze Art. 96 AuG, Art. 5 Anhang I FZA sowie Art. 8 EMRK.