Citation: 5A_793/2022 E. 2.2

2.2. Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz vor, verkannt zu haben, dass es sich bei der Frage, ob das Schreiben vom 3. September 2021 eine Schuldanerkennung der Beschwerdeführerin enthalte, nicht um eine Tat-, sondern um eine Rechtsfrage handle. Diese Rechtsfrage habe die Vorinstanz sodann falsch beantwortet. Wenn jemand "als Inhaber" einer Gesellschaft eine Erklärung abgebe, dann tue er das in eigenem Namen und nicht für die Gesellschaft. Ausserdem habe die Vorinstanz selbst festgehalten, dass in der Unterschriftenzeile dieses Schreibens einzig D.________ genannt werde, die Geschäftsadresse der Beschwerdeführerin im Schreiben nicht aufgeführt worden sei und das Schreiben auch keinen Firmenstempel der Beschwerdeführerin trage. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz könne es nicht angehen, bei Zweifeln am Vorliegen eines Rechtsöffnungstitels ausserhalb des Titels liegende Umstände heranzuziehen. Stattdessen hätte die Vorinstanz zum Schluss kommen müssen, dass weder das Schreiben vom 3. September 2021 noch das Schreiben vom 6. Dezember 2021 eine hinreichend klare Willenserklärung der Beschwerdeführerin enthalte, eine bestimmte Geldsumme anzuerkennen und zu bezahlen. Wie die Beschwerdeführerin bereits in ihrer Gesuchsantwort festgehalten habe, würden die Spezifikationsverträge diverse Verpflichtungen der Beschwerdegegnerin enthalten, welche erfüllt sein müssten, bevor die Beschwerdeführerin zahlungspflichtig werde. Die Beschwerdegegnerin habe weder behauptet noch belegt, dass sie diese Pflichten erfüllt habe.