Citation: 9C_364/2008 15.09.2008 E. 3.2

3.2.1 Dagegen wendet die Beschwerdeführerin ein, die Vorinstanz habe eine rechtsfehlerhafte, willkürliche Beweiswürdigung vorgenommen, indem sie die Stellungnahmen der behandelnden Ärzte Dres. med. A.________, B.________ und C.________, welche übereinstimmend auf eine durch die psychische Erkrankung bedingte Leistungseinschränkung von 50% geschlossen hätten, ungenügend gewürdigt habe. Diese weitgehend appellatorische und damit unzulässige Kritik beschränkt sich im Wesentlichen darauf, dem Gutachten vom 3. Mai 2006 Arztberichte mit abweichenden Einschätzungen gegenüberzustellen; sie ist daher nicht zu hören (Urteil 9C_830/2007 vom 29. Juli 2008 E. 3 mit Hinweis). 3.2.2 Die Versicherte bemängelt weiter die vorinstanzliche Beweiswürdigung mit der Rüge, der psychiatrische Gutachter des ABI, Dr. med. D.________, habe seine Beurteilung massgeblich darauf abgestellt, dass sie in den vergangenen Jahren gearbeitet und der letzten Tätigkeit während zwei Jahren nachgegangen sei. Indes habe sie diese Beschäftigung bloss in einem Pensum von 50% ausgeübt, was von Dr. med. D.________ nicht beachtet worden sei. Aus der zweijährigen Dauer der letztmals verrichteten Tätigkeit hat der Gutachter - entgegen der offenbaren Annahme der Beschwerdeführerin - nicht den Umfang einer den Leiden angepassten Verweistätigkeit hergeleitet (70%), sondern die Frage beantwortet, ob mit Blick auf die Persönlichkeitsstörung der als zumutbar erachtete (reduzierte) Arbeitseinsatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt umgesetzt werden könne. Hiebei war nicht von Belang, in welchem zeitlichen Ausmass die Rechtsuchende in der letzten Tätigkeit beschäftigt war, weshalb der Experte darauf keinen Bezug genommen hat. Zur Festlegung der Höhe eines dem Leiden angepassten Arbeitseinsatzes sind die Gutachter des ABI gemäss angefochtenem Entscheid von den medizinischen Verhältnissen ausgegangen. Die Beschwerdeführerin stellt sich nicht auf den Standpunkt, das kantonale Gericht habe die Feststellung, ihr sei die Verwertung der Resterwerbsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zuzumuten, offensichtlich unrichtig getroffen (Art. 97 Abs. 1 BGG), weshalb diese das Bundesgericht bindet (Art. 105 Abs. 1 BGG). Aus der Bezugnahme des Dr. med. D.________ auf die Dauer der letztmaligen Beschäftigung kann nicht auf eine bundesrechtswidrige Beweiswürdigung durch die Vorinstanz geschlossen werden (Art. 95 lit. a BGG). 3.2.3 Nichts anderes ergibt sich in Bezug auf den Einwand, das Gutachten des ABI setze sich im Gegensatz zu Dr. med. B.________ nicht mit der somatoformen Schmerzstörung auseinander und die Experten hätten nicht geprüft, ob die Versicherte über die zur Schmerzüberwindung nötigen Ressourcen verfüge. Dr. med. B.________ bescheinigt zwar eine bloss 50%-ige Arbeitsfähigkeit in einer körperlich leichten und abwechslungsreichen Arbeit, begründet dies aber - wie auch Dr. med. A.________ - hauptsächlich mit der Arbeitsanamnese, wobei erschwerend hinzu komme, dass aufgrund der somatoformen Schmerzstörung eine körperlich belastende Tätigkeit über mehrere Stunden nicht möglich sei: Den vorinstanzlichen Feststellungen lässt sich nicht entnehmen, dass die Gutachter des ABI eine körperlich anstrengende Beschäftigung zumuten würden. Dementsprechend war für das kantonale Gericht allein die Einschätzung der Leistungsfähigkeit in einer körperlich leichten Beschäftigung ausschlaggebend. Der vom kantonalen Gericht gezogene Schluss der kohärenten Begründung des ABI-Gutachten ist rechtlich auch unter diesem Gesichtswinkel nicht zu beanstanden. Die vorinstanzliche Sichtweise, wonach die behandelnden Ärzte ihre Zumutbarkeitsschätzung - im Gegensatz zu den Ärzten des ABI - nicht hinreichend klar begründen, ist nicht rechtsfehlerhaft (Art. 95 lit. a BGG). Gegen den seitens der behandelnden Ärzte vertretenen invalidisierenden Charakter der diagnostizierten Persönlichkeitsstörung spricht klar die im ABI-Gutachten dokumentierte umfangreiche und vielfältige Arbeitsanamnese, welche zum Beispiel eine selbstständige Erwerbstätigkeit mit einem Reinigungsunternehmen von 1985 bis 1987 ausweist. Nach dem Gesagten ist das kantonale Gericht im Rahmen einer bundesrechtskonformen Beweiswürdigung der ABI-Expertise vom 3. Mai 2006 und der darin enthaltenen Leistungsfähigkeitsschätzung gefolgt.