Citation: 5P.295/2003 05.11.2003 E. 2

Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss die Eingabe die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Erlass oder Entscheid verletzt worden sein sollen. Bei der Willkürbeschwerde genügt es nicht, wenn der Beschwerdeführer bloss den angefochtenen Entscheid rügt, wie er dies in einem appellatorischen Verfahren tun könnte, bei dem die Rechtsmittelinstanz die Rechtsanwendung frei überprüfen kann (BGE 107 Ia 186; 109 Ia 217 E. 2b, S. 225 f.; 110 Ia 1 E. 2a S. 3; 128 I 295 E. 7a S. 312). Diesen Begründungsanforderungen vermag die staatsrechtliche Beschwerde nicht zu genügen. 2.1 Was die Beschwerdeführerin unter anderem an rechtspolitischen Überlegungen vorträgt, ist appellatorischer Natur. Damit setzt sie sich mit den Erwägungen namentlich zur Frage der bundesrechtlich geregelten Vollstreckung von Geldleistungen und zur Tragweite der kantonalen Vollzugsnormen (§ 221 ff ZPO/ZG) nicht auseinander. Überdies kann die Beschwerdeführerin aus BGE 61 I 271 E. 3 nichts zu ihren Gunsten ableiten, da diese Rechtsprechung nicht auf den vorliegenden Fall zugeschnitten ist. Zum einen handelt sie vom Betreibungs- bzw. Rechtsöffnungsverfahren und nicht von einem kantonalen Vollstreckungsverfahren; zum andern betrafen die allenfalls durchzuführenden Beweiserhebungen die staatsvertraglichen Vollstreckungsvoraussetzungen. 2.2 Mit dem Argument, die Rekurskommission habe kürzlich in einem Prozess "genau gegenteilig" entschieden, ist Willkür von vornherein nicht darzutun (vgl. dazu z.B. 120 Ia 369 E. 3b S. 374). Im Übrigen erörterte die Rekurskommission, dass der Fall nicht genau gleich lag, und äusserte überdies Zweifel an der Richtigkeit des damaligen Entscheides. 2.3 Unzulässig ist schliesslich die allgemeine Befürchtung der Beschwerdeführerin, mit dem Beschreiten des von der Rekurskommission aufgezeigten Weges, das Scheidungsurteil im strittigen Punkt in einem ordentlichen Zivilprozess ergänzen zu lassen, riskiere sie die Einrede der res iudicata; denn mit allgemein gehaltenen Ausführungen dieser Art vermag sie die behauptete Verletzung des rechtlichen Gehörs (formelle Rechtsverweigerung) nicht rechtsgenügend zu substanziieren.