Citation: 5A_463/2022 E. 7.1

7.1. Bezüglich des Kindesunterhalts umstritten ist weiter die Berechnung des der Beschwerdegegnerin anzurechnenden Bedarfs. Das Obergericht berücksichtigte dabei einen Betrag von Fr. 400.-- im Monat für den Arbeitsweg, wobei es der Beschwerdegegnerin die Kosten für ein eigenes Auto anrechnete. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers habe die Beschwerdegegnerin nicht eingestanden, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benützen. Vielmehr habe sie angegeben, mit dem Auto jeweils zum Bahnhof zu fahren und dann auf den Zug umzusteigen bzw. im Auto nach U.________ zu reisen, wenn sie die Tochter in den Kindergarten bringen müsse. Der Leasingvertrag für das Auto laute sodann zwar auf den Vater der Beschwerdegegnerin, was allerdings mit einem Geldmangel im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses erklärt werden könne.