Citation: 1C_232/2017 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin kritisiert, die Vorinstanz habe bei ihrer Analyse die ausserordentliche Lage der ESchK10 ausgeblendet, die sich unerwartet und mit völlig unzureichenden personellen und administrativen Mitteln mit einer nicht zu bewältigenden Zahl von Beschwerdefällen konfrontiert gesehen habe. Die damals geltende KostenV 1968 sei auf diese Situation nicht zugeschnitten gewesen, wie das Bundesgericht in seinen Entscheiden 1C_224/2012 vom 6. September 2012 und 12T-3/2015 vom 2. Mai 2016 festgehalten habe. Das vorinstanzliche Urteil beruhe zentral auf der Auffassung, dass die Mitglieder der ESchK10 nur insoweit entschädigt würden, als - im externen Verhältnis - von den Parteien Zahlungen an die ESchK10 verlangt werden könnten. Diese Auffassung sei rechtswidrig: Die ESchK10 müsse als Justizorgan so ausgestattet werden, dass sie die auf ihr lastende Arbeitsfülle nach rechtsstaatlichen Grundsätzen auffangen könne; dazu gehöre die ausreichende Entschädigung der Mitglieder, auch wenn die dadurch entstehenden Kosten nicht den Parteien auferlegt werden könnten. Die KostenV 1968 habe in dieser speziellen Situation einzig gegenüber den Parteien ihre kostenbeschränkende Funktion behalten, nicht jedoch im Innenverhältnis. Die Beschwerdeführerin habe sich nur unter der Voraussetzung bereit erklärt, das Präsidium der ESchK10 auszuüben, wenn sie dafür hinreichend entschädigt würde. Es sei beim Anstellungsgespräch allen Beteiligten klar gewesen, dass sie das Präsidium hauptamtlich und ohne Nebenerwerb ausüben werde; dies ergebe sich auch klar aus ihrem Bewerbungsschreiben. Dabei sei ihr von der Vorinstanz als Anstellungsbehörde eindeutig zugesichert worden, sie könne das Taggeld als freierwerbende Anwältin beanspruchen. Im Vertrauen auf diese Zusicherung habe sie die Tätigkeit als Präsidentin der ESchK10 aufgenommen. Ihre Abrechnungen eines Taggelds von Fr. 800.-- bzw. eines Stundenansatzes von Fr. 200.-- seien bis zum Urteil vom 15. März 2012 denn auch nie beanstandet worden, weder von FZAG noch von der Aufsichtsdelegation. Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, weil die Vorinstanz den Antrag auf Einvernahme der Mitglieder der Aufsichtsdelegation, C.________ und D.________, sowie des Sekretärs E.________, mit denen sie im Herbst 2010 ein Vorstellungsgespräch geführt habe, in unzulässiger antizipierter Beweiswürdigung abgewiesen habe.