Citation: 1F_17/2020 E. 3.3

3.3. Das Kantonsgericht Luzern trat auf den Antrag der Gesuchstellerin, die Kanalisation in ihrem Grundstück sei von der Gemeinde zu gegebener Zeit in die Strasse zu verlegen, nicht ein, weil es annahm, die vor knapp 20 Jahren erstellte Kanalisation bilde nicht Streitgegenstand des vorliegenden Baubewilligungsverfahrens (Urteil des Kantonsgerichts Luzern vom 17. Mai 2019 E. 7 S. 18). Die Gesuchstellerin erhob gegen diese Erwägung in ihrer Beschwerde vom 26. Juni 2019 keine Einwände und wendet erst in ihrem Revisionsgesuch ein, ohne die von ihr verlangte Verlegung der Kanalisation dürfe das Baugrundstück nicht als erschlossen gelten. Damit rügt sie sinngemäss, das Kantonsgericht sei zu Unrecht davon ausgegangen, die verlangte Verlegung der Kanalisation bilde nicht Streitgegenstand des Baubewilligungsverfahrens. Auf diese Rüge ist nicht einzutreten, da das Revisionsgesuch nicht dazu dienen kann, die Beschwerdeschrift nachträglich durch neue rechtliche Rügen zu ergänzen und die unzutreffende Rechtsanwendung ohnehin keinen Revisionsgrund darstellt (vgl. Urteil 1F_37/2016 vom 14. November 2016 E. 4 mit Hinweis). Im Übrigen wäre die Rüge unbegründet, da die von der Gesuchstellerin verlangte Verschiebung der Kanalisation ausserhalb des Bereichs ihres Grundstücks nichts daran ändern würde, dass gemäss Art. 19 Abs. 1 RPG die zur Erschliessung erforderlichen Abwasserleitungen so nahe an das Baugrundstück heranführen, dass ein Anschluss ohne erheblichen Aufwand möglich ist. Das geltend gemachte nachträgliche Auffinden eines Beweisdokuments bezüglich des ursprünglichen Baus der Kanalisation ist daher nicht entscheidrelevant und kann keinen Revisionsgrund bilden.