Citation: 6B_609/2018 E. B

Das Kreisgericht See-Gaster verurteilte X.________ am 21. Februar 2017 wegen Veruntreuung zu einer bedingten Geldstrafe von 320 Tagessätzen zu Fr. 130.--. Es hiess die Zivilforderung seiner Eltern als Privatkläger im Betrag von Fr. 100'000.-- nebst Zins seit 31. Dezember 2015 gut. Das Kreisgericht kam zum Ergebnis, dass sämtliche als Auskunftspersonen befragten Angehörigen übereinstimmend ausgesagt hätten, weder von den Auswanderungsplänen der Eltern nach Thailand noch vom Kontoübertrag bzw. Bezug von Fr. 160'000.-- gewusst zu haben. Seine Darstellung sei nicht glaubhaft. Bereits im März 2015 habe der Hausarzt bei A.A.________ eine beginnende dementielle Entwicklung mittleren Grades festgestellt. Die KESB habe mit Beschlüssen vom 22. März 2016 wegen der festgestellten Demenz für beide Eltern eine Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung errichtet (oben Sachverhalt A.a). Es sei nicht ersichtlich wie die Eltern X.________ mit der Beschaffung von Bargeld hätten beauftragen sollen. Der Vater habe kurz vor und nach dem 28. Dezember 2015 selber Bargeldbeträge von Fr. 500.-- abgehoben. Trotz polizeilicher Untersuchung sei das Geld in der Wohnung der Eltern nicht gefunden worden. Der Verbleib von Fr. 70'000.-- sei ungeklärt. Es blieben keine Zweifel am Anklagesachverhalt.