Citation: 2C_748/2014 E. 3.4

3.4. Mit diesem Schluss hat die Vorinstanz den Beurteilungsspielraum, welcher ihr bei der Auslegung des unbestimmten Rechtsbegriffs der erfolgreichen Integration zukommt, überschritten. Der Beschwerdeführer ist strafrechtlich nicht in Erscheinung getreten. Er hat seit seiner Einreise in die Schweiz gearbeitet und sich stets um Arbeit bemüht; der Bezug von Arbeitslosenentschädigung während einer Dauer von elf Monaten steht seiner beruflichen Integration nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht entgegen. Seine Sprachkenntnisse entsprechen seinem sozioprofessionellen Umfeld. Der Umstand, dass der Beschwerdeführer mit einem Ägypter zusammenwohnt, lässt für sich genommen den Schluss nicht zu, er verkehre ausschliesslich im Kreis seiner Landsleute, wurden doch im vorinstanzlichen Verfahren zahlreiche Schreiben ins Recht gelegt, welche dem Beschwerdeführer eine gute Integration attestierten. Indem die Vorinstanz an eine erfolgreiche Integration höhere Anforderungen stellte als dies nach der Rechtsprechung erforderlich ist, und für die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung vorauszusetzen scheint, dass ein Gesuchsteller einer besonders qualifizierten Arbeit nachzugehen hätte, hat sie diesen unbestimmten Rechtsbegriffunzutreffend ausgelegt (Urteil 2C_839/2010 vom 25. Februar 2011 E. 7.1.2). Der Beschwerdeführer hat gestützt auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG einen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung. Die Beschwerde erweist sich als teilweise begründet.