Citation: 2A.369/2001 04.09.2001 E. 2

2.-a) Die zuständige Behörde kann einen Ausländer in Ausschaffungshaft nehmen, sofern die Voraussetzungen von Art. 13b des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAG; SR 142. 20; in der Fassung des Bundesgesetzes vom 18. März 1994 über Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht [Zwangsmassnahmengesetz; AS 1995 146 ff.]) erfüllt sind. Danach ist erforderlich, dass ein erstinstanzlicher, nicht notwendigerweise auch rechtskräftiger Weg- oder Ausweisungsentscheid vorliegt (vgl. BGE 121 II 59 E. 2 S. 61; 125 II 369 E. 3a S. 374; 122 II 148 E. 1 S. 150), dessen Vollzug (z.B. wegen fehlender Reisepapiere) noch nicht möglich, jedoch absehbar ist (BGE 125 II 369 E. 3a S. 374, 377 E. 2a S. 379). Sodann muss einer der in Art. 13b Abs. 1 ANAG genannten Haftgründe bestehen (BGE 125 II 369 E. 3a S. 374, 377 E. 3a S. 381; 124 II 1 E. 1 S. 3) und die Ausschaffung rechtlich und tatsächlich möglich sein (vgl. Art. 13c Abs. 5 lit. a ANAG; dazu BGE 125 II 217 E. 2 S. 220, 377 E. 5 S. 384); zudem sind die für den Vollzug der Wegweisung notwendigen Vorkehrungen (wie Papierbeschaffung) umgehend zu treffen (Art. 13b Abs. 3 ANAG, Beschleunigungsgebot; vgl. BGE 124 II 49 ff.). Die Haft darf vorerst für höchstens drei Monate angeordnet werden (Art. 13b Abs. 2 ANAG). Die Haft (bzw. deren Dauer) muss verhältnismässig sein (BGE 125 II 377 E. 4 S. 383; 119 Ib 193 E. 2c S. 198; vgl. auch BGE 122 II 148 E. 3 S. 152 ff.). b) Der Beschwerdeführer ist erstinstanzlich aus der Schweiz weggewiesen worden. Die für den Vollzug der Wegweisung notwendigen Reisepapiere fehlen noch, wobei aber davon auszugehen ist, dass die Ausreise innert nützlicher Frist bewerkstelligt werden kann. Es bestehen keine Anzeichen dafür, dass die Behörden bisher nicht alle notwendigen Vorkehrungen mit der notwendigen Beschleunigung getroffen hätten. Die kantonalen Behörden machen sodann den Haftgrund von Art. 13b Abs. 1 lit. c ANAG geltend. Danach kann der Ausländer in Haft genommen werden, wenn konkrete Anzeichen befürchten lassen, dass er sich der Ausschaffung entziehen will, insbesondere weil sein bisheriges Verhalten darauf schliessen lässt, dass er sich behördlichen Anordnungen widersetzt. Nach den tatsächlichen Feststellungen der Haftrichterin, welche der Beschwerdeführer nicht bestreitet, vielmehr ausdrücklich weitgehend bestätigt, und welche unter den vorliegenden Umständen für das Bundesgericht verbindlich sind (Art. 105 Abs. 2 OG), hielt sich der Beschwerdeführer während längerer Zeit illegal in Italien auf, wo er schwarz arbeitete. Er trat unter verschiedenen Namen auf und verwendete falsche Identitätspapiere. Er will nicht in sein Heimatland zurückkehren, sondern nach Italien, wo er seinen Lebensunterhalt verdienen möchte, obwohl er dort offensichtlich keine Anwesenheitsberechtigung hat. Angesichts dieses Verhaltens besteht keine Gewähr, dass sich der Beschwerdeführer, sollte er aus der Haft entlassen werden, den Behörden für den Wegweisungsvollzug zur Verfügung halten würde, und der Haftgrund von Art. 13b Abs. 1 lit. c ANAG ist klarerweise erfüllt (vgl. BGE 122 II 49 E. 2a S. 50 f.). Die Möglichkeit einer anderen wirksamen Massnahme als der Inhaftierung, um den Wegweisungsvollzug sicherzustellen, besteht nicht. c) Die Anordnung von Ausschaffungshaft für die Dauer von drei Monaten ist nach dem Ausgeführten unter allen Gesichtspunkten zulässig. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist damit offensichtlich unbegründet und im vereinfachten Verfahren (Art. 36a OG), ohne Schriftenwechsel oder andere Weiterungen (Beizug weiterer Akten), abzuweisen. d) Entsprechend diesem Ausgang würde der Beschwerdeführer für das bundesgerichtliche Verfahren an sich kostenpflichtig (Art. 156 OG). In Fällen der vorliegenden Art (unter anderem scheinen dem Beschwerdeführer weitgehend die finanziellen Mittel zu fehlen) rechtfertigt es sich jedoch, von der Erhebung einer Gerichtsgebühr abzusehen (vgl. Art. 154 OG).