Citation: 1D_6/2017 E. 3.2

3.2. Das Verwaltungsgericht führte aus, eine stabile Berufssituation und eine finanzielle Unabhängigkeit seien nicht gegeben. Trotz mehrfacher Aufforderung seitens der Gemeinde seien kaum sachdienliche Unterlagen zur beruflichen Situation des Beschwerdeführers und gar keine betreffend seine genaue Tätigkeit (einschliesslich Verdienst und berufliche Perspektiven) beigebracht worden. Beim Einbürgerungsgespräch habe er erklärt, bei der X.________ in Ausbildung zu sein, einen Lehrvertrag bei der Y.________ zu haben und den Lohn von der Z.________ GmbH zu beziehen. In seiner Verwaltungsgerichtsbeschwerde werde erwähnt, dass er die Lehre in Italien und in der Schweiz machen könne, ohne dass dafür jedoch Belege vorlägen. Die Aussagen seien unvollständig und widersprüchlich, ein Lehrvertrag sowie Lohnausweise oder sonstige Angaben zum Lohn fehlten. Auch sozial sei er ungenügend integriert. Er gestalte seine Freizeit ausserhalb seiner Wohngemeinde, kenne zwar den Jugendverein, doch sei keine Vereinsmitgliedschaft bekannt. Er habe erwähnt, dass er verschiedene Freunde in Gampel, Brig und St. Gallen habe und seine Familie auch über Kontakte im Tessin verfüge. Spontan habe er jedoch keine Person aus seinem Freundeskreis nennen können. Eine aktive Teilhabe am kulturellen und gesellschaftlichen Leben in der Gemeinde finde praktisch nicht statt. Auch sei zu beachten, dass er nach Ansicht seines Lehrers "überhaupt keine Motivation zeige, die deutsche Sprache zu erlernen". Aus dem Protokoll zum Einbürgerungsgespräch ergebe sich weiter, dass er eine Vielzahl von Fragen nicht oder nicht richtig habe beantworten können, so zu Anlässen im Dorf, zum Rütli, zu geschichtlichen Ereignissen, zu aktuellen Themen, zur Staatsform und zu den drei politischen Ebenen und den drei Gewalten, zum Unterschied zwischen National- und Ständerat, zu Abstimmungsthemen, zur Schweizerhymne, zur Bedeutung der Sterne im Walliser Wappen, zur Anzahl Kantone, zur AHV, zu den Namen der Bundesräte und zum Sitz des Bundesgerichts. Dagegen habe er Antworten geben können zur Gründung der Schweiz, zudem habe er einige Berge, jedoch nur zwei Nachbargemeinden gekannt, habe zumindest eine Bundesratspartei nennen und das Wappen der Gemeinde und des Kantons beschreiben können. Das Verwaltungsgericht erachtete die Einbürgerungsvoraussetzungen insgesamt wegen ungenügender Integration und mangelhaften staatsbürgerlichen Kenntnissen als nicht erfüllt. Es liess offen, ob darüber hinaus auch die sprachlichen Kenntnisse ungenügend seien.