Citation: 1P.391/2002 17.09.2002 E. 6

Nach Art. 30 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK hat der Einzelne Anspruch darauf, dass seine Sache von einem unparteiischen, unvoreingenommenen und unbefangenen Richter ohne Einwirken sachfremder Umstände entschieden wird. Liegen bei objektiver Betrachtungsweise Gegebenheiten vor, die den Anschein der Befangenheit und die Gefahr der Voreingenommenheit zu begründen vermögen, so ist die Garantie verletzt (BGE 125 I 119 E. 3a; 120 Ia 184 E. 2b). Verfahrens- oder andere Rechtsfehler, die einem Richter unterlaufen, können nach der Rechtsprechung den Anschein der Befangenheit nur begründen, wenn sie wiederholt begangen wurden oder so schwer wiegen, dass sie Amtspflichtverletzungen darstellen (BGE 116 Ia 135 E. 3a). Mit seiner hauptsächlich appellatorischen Kritik legt der Beschwerdeführer nicht rechtsgenüglich dar, inwiefern das Verwaltungsgericht sein Ablehnungsgesuch in verfassungswidriger Weise abgewiesen haben sollte. Im Übrigen ist auch aus den vorliegenden Eingaben nicht ersichtlich, inwiefern gegen den abgelehnten Verwaltungsrichter ein Befangenheitsgrund im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung vorliegen sollte, zumal die vom Beschwerdeführer beanstandete prozessleitende Verfügung den Anschein der Befangenheit nicht ansatzweise zu begründen vermag.