Citation: 1C_286/2021 E. 4.1

4.1. Art. 16c bis SVG setzt für den Entzug des Führerausweises (wie dargelegt) eine Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften im Ausland voraus (vgl. vorne E. 2.1). Aus dem in dieser Bestimmung enthaltenen gesetzlichen Verweis auf Art. 16b und Art. 16c SVG sowie dem Hinweis, dass die gesetzlichen Mindestdauern unterschritten werden dürfen, ergibt sich, dass grundsätzlich die für Inlandtaten geltenden Vorschriften anzuwenden sind, sofern sich aus Art. 16c bis SVG nichts anderes ergibt (Urteil 1C_47/2012 vom 17. April 2012 E. 2.2 mit Hinweisen). Zu prüfen ist demnach bei einer Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften im Ausland, ob die Widerhandlung, wenn sie in der Schweiz begangen worden und nach schweizerischem Recht zu beurteilen wäre, im Sinne von Art. 16b und Art. 16c SVG als mittelschwer oder schwer zu qualifizieren ist (vgl. Art. 16c bis Abs. 1 lit. b SVG; siehe dazu auch Botschaft vom 28. September 2007 zur Änderung des Strassenverkehrsgesetzes, in BBl 2007 7622 Ziff. 2). Anders als der Beschwerdeführer vorbringt, besteht keine Bindung an die rechtliche Würdigung der ausländischen Strafbehörde, welche dieser Prüfung entgegenstehen würde. Der Beschwerdeführer erklärt zwar zutreffend, die von der Vorinstanz herangezogenen Ausführungen in BGE 124 II 103 E. 1c/bb seien vorliegend nicht einschlägig, da sie einzig die Bindung schweizerischer Verwaltungsbehörden an die rechtliche Qualifikation des Sachverhalts in einem schweizerischen Strafurteil betreffen würden. Dies kann aber am genannten Ergebnis nichts ändern.