Citation: 7B_448/2023 E. 3.5.9

3.5.9. Entgegen der Beschwerde (S. 7 f.) führt der Gutachter nicht aus, dass "erst" nach Absetzen der notwendigen Medikamente erneute Krankheitsepisoden zu erwarten wären. Gemäss dem Gutachter ist "vor allem" in unterbehandeltem oder unbehandeltem Zustand sicher von erneuten Krankheitsepisoden des Beschwerdeführers auszugehen, wahrscheinlich bereits innerhalb des ersten Jahres nach einem allfälligen Absetzen der notwendigen Medikamente (Gutachten S. 49). Diese gutachterlichen Ausführungen machen deutlich, dass im Falle des Absetzens der notwendigen Medikation die Wahrscheinlichkeit erneuter Krankheitsepisoden höher wäre. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass bei Abgabe der Medikamente solche Episoden beim Beschwerdeführer gar nicht zu erwarten wären. Dies gilt umso weniger, wenn man berücksichtigt, dass es sich gemäss dem Gutachter bei der beim Beschwerdeführer diagnostizierten Schizophrenie um eine chronische Erkrankung handelt, die in ihrer Aktivität zwar schwankt, aber grundsätzlich bestehen bleiben wird. Nach den gutachterlichen Feststellungen zeigen zudem die Verhaltensauffälligkeiten und die Delikte des Beschwerdeführers einen "längeren Verlauf" (a.a.O. S. 48).