Citation: 4A_579/2019 E. A

A.________ (Patientin, Beschwerdeführerin) meldete sich am Abend des 1. August 2013 wegen rezidivierend auftretenden kolikartigen Unterbauchschmerzen in der Notfallstation in einem Krankenhaus, das der B.________ AG (Spital, Beschwerdegegnerin) angehört. Diagnostiziert wurde Urolithiasis links (4x2 mm grosser Stein im linken Harnleiter) mit der Nebendiagnose Nephrolithiasis links (ca. 6 mm grosser Stein in der linken Niere). Der Patientin wurden diverse Medikamente verschrieben sowie Urinsiebe abgegeben und sie wurde gebeten, sich bei Zunahme der Beschwerden, Fieber oder ausbleibender Besserung wieder auf der Notfallstation zu melden. Am 2. August 2013 um 2.09 Uhr meldete sich die Patientin erneut auf der Notfallstation. Sie wurde im Spital stationär aufgenommen und gleichentags in das Kantonsspital Olten verlegt, wo sie um 14.20 Uhr operiert werden sollte. Noch vor der Narkoseeinleitung wurde sie kreislaufinstabil und musste auf der Intensivstation betreut werden. Nachdem sich ihr Kreislauf stabilisiert hatte, wurden bei ihr eine retrograde Ureteropyelographie (Kontrastmittel-Röntgendarstellung) und eine Doppel-J-Einlage (Harnleiterschienung) durchgeführt. Nach der Operation erlitt die Patientin ein Multiorganversagen, weshalb sie vom 3. bis 15. August 2013 mechanisch beatmet wurde. Am 16. August 2013 konnte sie auf die urologische Abteilung zurückverlegt werden, wo man ihr eine Perm-Cath-Einlage (Katheter zur Dialyse) einsetzte. Am 3. September 2013 wurde sie aus dem Kantonsspital Olten entlassen. Der Katheter wurde am 13. September 2013 und der 4 mm grosse Stein am 24. Oktober 2013 operativ entfernt.