Citation: 8C_101/2007 17.08.2007 E. A

N.________, geboren 1956, war bei der Q.________ AG als Betriebsmitarbeiterin angestellt und bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) für die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert. Am 4. Dezember 2004 erlitt sie als Beifahrerin in dem von ihrem Ehemann gesteuerten Personenwagen einen Verkehrsunfall (frontale Kollision mit einem entgegenkommenden, auf die Gegenfahrbahn geratenen Personenwagen). Dabei zog sie sich laut Bericht des Spitals X.________ vom 17. Dezember 2004 eine Commotio cerebri, eine Thoraxkontusion, ein stumpfes Abdominaltrauma, eine Ober- und Unterschenkelkontusion rechts sowie ein Knalltrauma zu. Eine kraniale Computertomografie (CT) vom 5. Dezember 2004 und eine Magnetresonanztomografie (MRI) vom 14. Dezember 2004 zeigten keine unfallbedingten Läsionen. Am 20. Dezember 2004 konnte die Versicherte in gutem Allgemeinzustand nach Hause entlassen werden. Wegen fortbestehender Schwindelbeschwerden wurde sie durch Dr. med. P.________, Facharzt für Ohren-, Nasen-, Halskrankheiten, untersucht, welcher eine leichte Hochtonperzeptionsschwerhörigkeit beidseits, jedoch keine Vestibulopathie als Ursache der Beschwerden fand (Bericht vom 25. Januar 2005). SUVA-Kreisarzt Dr. med. R.________ erachtete es am 10. Februar 2005 als fraglich, ob die Versicherte beim Unfall vom 4. Dezember 2004 ein Schädel-Hirntrauma mit Commotio cerebri erlitten hatte, bejahte dagegen Hinweise auf eine HWS-Distorsion und empfahl eine stationäre Abklärung und Behandlung. Diese fand in der Zeit vom 2. - 30. März 2005 in der Rehaklinik Y.________ statt und führte zu den Diagnosen einer milden traumatischen Hirnschädigung (MTBI), möglicherweise kombiniert mit einem Distorsionstrauma der Halswirbelsäule (HWS), einer Thoraxkontusion und eines stumpfen Abdominaltraumas mit Herzkontusion, einer Ober- und Unterschenkelkontusion rechts sowie einer Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion gemischt bei Verdeutlichungstendenz und Opferrollenproblematik. Zur Arbeitsfähigkeit aus funktionell-somatischer Sicht führten die untersuchenden Ärzte aus, für die bisherige Tätigkeit als Betriebsmitarbeiterin sei die Versicherte ab 31. März 2005 zu 50 % und ab 1. Mai 2005 zu 100 % arbeitsfähig (Austrittsbericht vom 12. April 2005). Nach Anordnung einer erneuten ORL-Untersuchung durch Dr. med. G.________, welcher am 8. Juni 2005 Bericht erstattete, erliess die SUVA am 21. Juli 2005 eine Verfügung, mit welcher sie die Leistungen mangels Unfallkausalität der geklagten Beschwerden per 1. September 2005 einstellte. Die mit dem Begehren um Weiterausrichtung der gesetzlichen Leistungen eingereichte Einsprache hiess sie insoweit gut, als sie in Abänderung der Verfügung vom 21. Juli 2005 eine weitere Leistungspflicht für die Hörstörung anerkannte; im Übrigen wies sie die Einsprache ab (Einspracheentscheid vom 2. Februar 2006).