Citation: 7B_269/2022 E. 2.4.1

2.4.1. Zum Gutglaubensbeweis ist dem angefochtenen Urteil zu entnehmen, dass der Beschwerdegegner 2 am 15. Dezember 2017 einen Betreibungsregisterauszug der Beschwerdeführerin eingeholt hat. Darin seien Betreibungen über Fr. 23'800.-- vermerkt gewesen. Insbesondere hätten Eintragungen zugunsten von E.________ über Fr. 15'000.-- und zweimal Fr. 4'400.-- bestanden. Am 16. Dezember 2017 habe der Beschwerdegegner 2 mit E.________ telefoniert. Dieser habe ihm erzählt, dass sein Schaden mindestens Fr. 40'000.-- betrage. Die Beschwerdeführerin habe von ihm, E.________, eine Liegenschaft gemietet, einen Mietzins bezahlt, "danach nichts mehr" und zum Schluss eine "riesen Sauerei" hinterlassen, ganz nach dem Motto "Mietnomadin". Die Aussage des Beschwerdegegners 2, E.________ habe mehr als den Schaden erlitten, für den er die Beschwerdeführerin betrieben habe, sei, so die Vorinstanz, vor diesem Hintergrund glaubhaft. Demnach habe der Beschwerdegegner 2 nebst der im Schreiben vom 17. Dezember 2017 verbreiteten wahren Tatsache, dass der Beschwerdeführerin die Gastgewerbebewilligung entzogen worden ist, auch die Behauptung, E.________ habe einen Schaden von Fr. 40'000.-- erlitten, in guten Treuen für wahr halten dürfen. Mit der kostenpflichtigen Einholung des Betreibungsregisterauszugs und dem darauffolgenden Telefonat mit dem Gläubiger habe der Beschwerdegegner 2 ausserdem alle ihm zumutbaren Schritte unternommen, um die Tatsachen, die er im streitigen Schreiben verbreitete, zu prüfen. Der Gutglaubensbeweis sei gelungen.