Citation: 5A_783/2023 E. 3.3.2

3.3.2. Der Beschwerdeführer hält dafür, beim vorinstanzlich festgestellten Kindeswillen handle es sich nicht um den freien Willen der Tochter, sondern um Vorkehrungen der Beschwerdegegnerin, um ihn bei den Behörden zu verunglimpfen. Hinzu komme, dass sich die Tochter im pubertierenden Alter befinde, was aufgrund etwa von neuen Verknüpfungen von Nervenzellen im Gehirn und Einfluss von Hormonen zu entsprechenden Stimmungswechseln führe. Bei einer erneuten Kindesanhörung hätte dem Beschwerdeführer das Fragerecht zugestanden (Art. 173 ZPO), dessen gezielte Ausübung es der Vorinstanz erlaubt hätte, sich selbst einen Eindruck davon zu verschaffen, ob die Tochter ihren freien Willen zu Protokoll gebe oder ob ihre Antworten an die KESB auf Suggestivfragen beruhten und der nicht unterzeichnete Brief der Tochter bzw. Mutter durch Manipulation entstanden sei. Als Zeugin wäre die Tochter ferner zur wahrheitsgetreuen Aussage verpflichtet gewesen (Art. 171 Abs. 1 ZPO). Die Vorinstanz habe mithin seinen Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) verletzt und den Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt (Art. 97 Abs. 1 BGG), sodass gar keine gesetzliche Grundlage für die Neuregelung des persönlichen Verkehrs bestehe.