Citation: 4A_254/2020 E. A

A.________ (Verkäuferin, Klägerin, Beschwerdeführerin) räumte B.________ (Käufer, Beklagter, Beschwerdegegner) am 11. Februar 2017 am landwirtschaftlichen Betrieb U.________, umfassend die Grundstücke Nrn. uuu, vvv, www, xxx, yyy und zzz, alle Grundbuch W.________, ein befristetes, übertragbares und vererbliches Kaufsrecht ein. Gemäss den Vertragsbestimmungen beginnt das Kaufsrecht mit Unterzeichnung des Kaufsrechtsvertrages zu laufen und dauert bis 31. Dezember 2023. Die Parteien vereinbarten, für die Einräumung des Kaufsrechts sei keine Entschädigung geschuldet. Der Kaufpreis für sämtliche Grundstücke wurde auf Fr. 213'000.-- festgelegt. Der Kaufpreis sollte per Ausübung des Kaufsrechts durch Übernahme der auf dem Kaufobjekt eingetragenen Grundpfandrechte zugrunde liegenden Schuld- und Zinspflichten zu bezahlen sein, welche sich auf den Betrag von Fr. 213'000.-- beliefen. Weiter verpflichtete sich der Käufer, der Verkäuferin ein unentgeltliches und lebenslängliches Wohnrecht im Zeitpunkt der Anmeldung der Ausübung des Kaufsrechts einzuräumen, wobei sich das Wohnrecht auf die 4 ½ -Zimmerwohnung im 1. Stock des Wohnhauses Nr. ttt (U.________), auf die gemeinschaftlichen Räume und den Umschwung des Gebäudes, insbesondere den Garten, erstreckte. Betreffend Fahrhabe und Inventar legten die Parteien im Kaufsrechtsvertrag vom 11. Februar 2017 fest, dass diesbezüglich ein separater Kaufvertrag abgeschlossen werde. In einem separaten Kaufvertrag, datierend vom 1. Februar 2017, vereinbarten die Parteien, dass der Beklagte von der Klägerin das komplette lebende und tote Inventar auf der Liegenschaft übernehme und der Kaufpreis dafür im Betrag des Kaufsrechtsvertrages vom 11. Februar 2017 mit enthalten sei. Am 3. April 2017 übernahm der Käufer die Grundpfandschulden. Gleichentags wurde von der Verkäuferin die Sicherungsvereinbarung für das Drittpfand der Liegenschaft unterzeichnet. Die Parteien schlossen am 11. April 2017 eine Vereinbarung, worin die Verkäuferin bestätigte, dass der vereinbarte Kaufpreis durch die Schuldübernahme des Käufers vollumfänglich getilgt sei.