Citation: 6B_265/2021 E. 6.2

6.2. Die Vorinstanz erwägt in Bezug auf die Strafreduktion, es sei mit der Staatsanwaltschaft davon auszugehen, dass auf Grund der konkreten Gegebenheiten, insbesondere angesichts der zahlreichen Delikte, der umfangreichen Strafuntersuchung, der Komplexität des Falls und der Delinquenz des Beschuldigten während laufender Strafuntersuchung, keine Verletzung des Beschleunigungsgebots vorliege. Jedoch sei zu beachten, dass seit der Anklageerhebung im März 2018 bis zum zweitinstanzlichen Urteil beinahe zweieinhalb Jahre vergangen seien und die Strafuntersuchung, auch wenn der Beschuldigte hierzu seinen Beitrag geleistet habe, indem er 2014 erneut straffällig geworden sei, über sechs Jahre gedauert habe. Bereits die Strafuntersuchung habe gravierende Auswirkungen auf den Beschuldigten gehabt, nachdem er - wohl infolge der hängigen Strafuntersuchung - seine gut bezahlte Anstellung verloren habe. Es rechtfertige sich daher eine leichte Reduktion der Strafe. Die Freiheitsstrafe sei deshalb von 36 auf 32 Monate und die Geldstrafe von 190 auf 170 Tagessätze festzusetzen.