Citation: B 59/01 24.10.2003 E. 5

Pensionskasse und Vorinstanz stellen sich ferner auf den Standpunkt, dass die Unrichtigkeit der im Antwortschreiben sowie in der dazugehörigen Austrittsabrechnung vom 6. Januar 1999 enthaltenen Angaben für die Beschwerdeführerin ohne weiteres erkennbar war. Unter diesem Gesichtspunkt wird der Versicherten namentlich vorgeworfen, sie hätte auf Grund der Tatsache, dass die Aargauische Beamtenpensionskasse anlässlich des auf den 1. Januar 1996 erfolgten Übertritts in die LPVK eine Austrittsleistung von Fr. 149'195.65 überwiesen und die neue Vorsorgeeinrichtung - bei einem Jahreslohn von rund Fr. 50'000.-- - am 9. April sowie am 21. Oktober 1997 je ein Leistungsblatt zugestellt habe, worin die Austrittsleistung bereits mit Fr. 254'983.-- bzw. Fr. 266'220.15 angegeben worden sei, "stutzig" werden (S. 12 des angefochtenen Entscheids) und "erkennen müssen, dass mit dem fälschlicherweise angegebenen Auszahlungsbetrag irgend etwas nicht stimmen kann" (S. 7 der letztinstanzlichen Beschwerdeantwort). Bei solcher Betrachtungsweise würden indessen die der Beschwerdeführerin zumutbare Aufmerksamkeit und die berechtigten Erwartungen in ihre berufsvorsorgerechtlichen Kenntnisse deutlich überspannt, zumal gerade ein Kassenwechsel die Übersicht über die eigene Versicherungssituation in der Regel nicht erleichtert. Jedenfalls kann hier nicht gesagt werden, die Versicherte habe die ihr obliegende Sorgfaltspflicht verletzt, so dass ihr aus diesem Grunde der gute Glaube abgesprochen werden müsse. Von einer versicherten Person kann weder eine höhere Aufmerksamkeit noch eine umfassendere Kenntnis der Berechnungsgrundlagen von Freizügigkeitsleistungen erwartet werden als von einem Pensionskassenmitarbeiter, dem im vorliegenden Fall wiederholt falsche Angaben über die Höhe der Austrittsleistung unterliefen (vgl. BGE 106 V 146 Erw. 4c). Gemäss vorstehenden Erwägungen ist auch das letzte von der Rechtsprechung für eine vom materiellen Recht abweichende Behandlung der Rechtsuchenden verlangte Erfordernis der Nichterkennbarkeit der falschen behördlichen Auskunft (Erw. 2 hievor) erfüllt.