Citation: 2C_57/2021 E. 5.2

5.2. Das Kantonsgericht hat erwogen, die streitige Busse betreffe den versäumten Schulbesuch vom 18. September bis 2. Dezember 2019, weshalb spätere Ereignisse wie die Einreichung des Gesuchs auf Schulkreiswechsel, die Covid-bedingte Schulschliessung im Frühjahr 2020 oder das Wiedererwägungsgesuch nicht relevant seien (vgl. E. 5.4 des angefochtenen Urteils). Für die Tochter habe im fraglichen Zeitraum unbestrittenermassen eine Pflicht zum Schulbesuch bestanden (vgl. E. 5.5.1 des angefochtenen Urteils). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung komme eigenmächtiges Handeln der Eltern in Bezug auf den Schulbesuch nur dann ausnahmsweise infrage, wenn der weitere Besuch des Unterrichts eine Gefährdung des Kindeswohls zur Folge hätte und ein Zuwarten dem Kind aufgrund der akuten Gefährdung und der länger anhaltenden pflichtwidrigen Untätigkeit der Schulbehörde nicht zugemutet werden könne (vgl. E. 5.5.2 des angefochtenen Urteils). Eine solche Situation liege im vorliegenden Fall nicht vor. Zwar sei die Begrüssung am ersten Schultag nicht optimal verlaufen und sei es am 6. September 2019 zu einem Ausgrenzungsvorfall gekommen. Weitere konkrete Ereignisse, welche auf eine Ausgrenzung oder gezieltes Mobbing hinweisen würden, seien aber weder substanziiert vorgebracht worden noch aktenkundig. Die Integration der Tochter sei nicht störungsfrei verlaufen und bis zum Abbruch des Schulbesuchs ein Thema geblieben. Auch wenn dieser Umstand belastend gewesen sei, sei eine noch nicht befriedigende Integration nach achtwöchigem Schulbesuch nichts Ungewöhnliches. Auch könne den Schulverantwortlichen nicht vorgeworfen werden, sie hätten weggeschaut oder seien pflichtwidrig untätig geblieben. Deshalb könne von einer Notstandssituation, die eine eigenmächtige Abmeldung vom Schulbesuch gerechtfertigt hätte, keine Rede sein (vgl. E. 5.5.3 und 5.5.4 des angefochtenen Urteils). Zur Verhältnismässigkeit der Busse äussere sich die Mutter nicht substanziiert; mit den ausführlichen Erwägungen der Bildungsdirektion setze sie sich mit keinem Wort auseinander (vgl. E. 5.6 des angefochtenen Urteils).