Citation: 5C.300/2006 18.09.2007 E.

Gegen diesen Entscheid führen die Beklagten 2, 3, 6 und 7 (fortan: Beklagten) eidgenössische Berufung an das Bundesgericht. Sie beantragen, das obergerichtliche Urteil insoweit aufzuheben, als die im Nachlass befindlichen (landwirtschaftlichen) Grundstücke zur wertmässigen Bestimmung desselben zum Verkehrswert einzusetzen und unter den Erben real zu teilen seien. Der Kläger schliesst in seiner Berufungsantwort auf Bestätigung des obergerichtlichen Urteils und damit auf Abweisung der Berufung. Gleichzeitig erhebt er Anschlussberufung mit dem Begehren, den erstinstanzlichen Entscheid zu bestätigen, d. h. auf Zuweisung der beiden landwirtschaftlichen Parzellen zum (einfachen) Ertragswert. Der Beklagte 1 beantragt in seiner als Berufungsantwort bezeichneten Eingabe neben der Abweisung der Berufung der Beklagten (eigentliche Berufungsantwort) ebenfalls, die Anschlussberufung des Klägers gutzuheissen. Die Beklagte 4 hat sich nicht vernehmen lassen. Das Obergericht hat auf Gegenbemerkungen verzichtet. Da im vorliegenden Fall die Auslegung einer zentralen Bestimmung des bäuerlichen Erb- und Bodenrechts im Zentrum steht, ist auch das Bundesamt für Justiz zur Berufungsantwort (Vernehmlassung, Stellungnahme) eingeladen worden, obwohl diesem ein Beschwerderecht nur in öffentlichrechtlichen Angelegenheiten zusteht (Art. 89 des Bundesgesetzes über das bäuerliche Bodenrecht vom 4. Oktober 1991 [BGBB, SR 211.412.11] i.V.m. Art. 103 lit. b OG). Das Bundesamt schliesst in seiner Vernehmlassung auf Gutheissung der Berufung, da der Zuweisungsanspruch des Klägers gestützt auf Art. 21 Abs. 1 BGBB im vorliegenden Fall entfalle, weil dieser über kein landwirtschaftliches Gewerbe im Sinne des Gesetzes verfüge. Der Kläger hat zu dieser Vernehmlassung des Bundesamtes für Justiz seinerseits eine Stellungnahme eingereicht, in welcher er im Wesentlichen Bezug nimmt auf eine zur nämlichen Vernehmlassung verfassten Stellungnahme von R.________, dem ehemaligen Vorsteher des Bundesamtes für Grundbuch- und Bodenrecht. Er schliesst auf Abweisung der Berufung. Im Wesentlichen bringt er vor, bei einem Zuweisungsanspruch gemäss BGBB sei bloss erforderlich, dass der Ansprecher Eigentümer des Gewerbekerns (Wohn- und Ökonomiegebäude mit Umschwung) sei und demnach nicht über das sachenrechtliche Eigentum am ganzen Gewerbe verfügen müsse. Die Beklagten haben sowohl zur Vernehmlassung des Bundesamtes für Justiz als auch zur Stellungnahme des Klägers ihrerseits eine Stellungnahme eingereicht, in welcher sie die Vernehmlassung des Bundesamtes als klar und zutreffend, die Stellungnahme des Klägers, die eine Praxisänderung des Bundesgerichts bedingte, jedoch als verfehlt qualifizieren.