Citation: 8C_592/2023 E. 10.1.2

10.1.2. Der Beschwerdeführer bringt vor, der Verlust eines Auges mit zusätzlichen Schnittverletzungen im Gesicht erfülle das Kriterium besonders ausgeprägt. Einerseits sei natürlich bereits die Verletzung am rechten Auge als schwer zu bezeichnen. Andererseits stelle der Verlust des Sehvermögens auf einem Auge an sich schon eine schwerwiegende Beeinträchtigung dar, zumal ein stereoskopes Sehen verunmöglicht und die Gefahr einer vollständigen Erblindung erhöht werde. Darin liege das erfahrungsgemässe psychogene Schädigungspotenzial eines einseitigen Augenverlusts, habe doch der Betroffene verständlicherweise Angst davor, auch das zweite gesunde Auge zu verlieren. Neben der Schwere sei daher auch die besondere Art der erlittenen Verletzung zu bejahen. Im Urteil U 84/04 vom 9. Dezember 2004 sei die Adäquanz infolge der Augenverletzung bejaht worden, obwohl nur ein leichter Unfall vorgelegen habe. Zu verweisen sei auch auf das Urteil 8C_965/2008 vom 5. Mai 2009.