Citation: 2P.101/2002 16.08.2002 E. 4

Die Beschwerdeführerin rügt schliesslich, das Verwaltungsgericht habe das rechtliche Gehör der übrigen Grundeigentümer verletzt, indem es den Beitrag für die streitgegenständliche Parzelle bereits definitiv festgelegt habe. Das Verwaltungsgericht habe übersehen, dass dadurch "die Beiträge der übrigen Grundeigentümer automatisch höher ausfallen, ohne dass sich diese dazu äussern konnten". Wegen der verbindlichen Festlegung durch das Verwaltungsgericht könne im neu durchzuführenden Perimeterverfahren auch nicht auf allfällige Einwendungen der anderen Grundeigentümer betreffend die Parzelle Nr. 1 eingegangen werden. Das Verwaltungsgericht hätte die übrigen beteiligten Grundeigentümer im Rahmen des Rekursverfahrens zur Vernehmlassung auffordern müssen. Zwar können Gemeinden auch die Verletzung des rechtlichen Gehörs rügen, sofern dies mit der behaupteten Verletzung der Autonomie in engem Zusammenhang steht (BGE 128 I 3 E. 2b S. 9). Vorliegend macht die Beschwerdeführerin aber bloss einen Verstoss gegen das rechtliche Gehör Dritter geltend, wozu sie nicht befugt ist. Wenn sie in diesem Zusammenhang behauptet, sie werde gezwungen, nochmals ein teures Perimeterverfahren durchzuführen, das möglicherweise wieder zu weiteren Gerichtsverfahren führen könnte, handelt es sich nur um Reflexwirkungen, die nicht geeignet sind, die ihr insoweit fehlende Beschwerdebefugnis zu begründen. Im Übrigen hätte die Beschwerdeführerin gemäss Art. 35 des Gesetzes vom 9. April 1967 über die Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton Graubünden (VGG) beim Verwaltungsgericht selber den Antrag stellen können, dass die anderen betroffenen Grundeigentümer zur Teilnahme am Verfahren beigeladen werden. Dass das Verwaltungsgericht diese Bestimmung unter Verletzung der Gemeindeautonomie falsch angewendet hätte, hat die Beschwerdeführerin ausserdem nicht behauptet. Auf die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs ist demnach nicht einzutreten.