Citation: 1P.498/2004 03.11.2004 E. 3

3.1 Nach der übereinstimmenden Darstellung von A.________ und seiner Ehefrau B.________ hat die Beschwerdeführerin ihren Bruder in der fraglichen Nacht über 30-mal angerufen und ihn und seine Familie beschimpft und bedroht. Der Bruder habe jeweils die Lauthörtaste betätigt, sodass seine Ehefrau alles mithören konnte. Die Beschwerdeführerin sagte dagegen aus, sie habe an jenem Abend festgestellt, dass das Auto ihres Sohnes zerkratzt worden sei, und im Sohn ihres Bruders den Täter vermutet. Sie habe ihren Bruder daher einige Male angerufen, um ihn deswegen zur Rede zu stellen, dabei aber weder Drohungen noch Beschimpfungen ausgestossen. Sie habe dazu gar keine Gelegenheit gehabt, da ihr Bruder jeweils sofort aufgehängt habe. Ihr Sohn C.________ bestätigte, dass seine Mutter ihrem Bruder telefoniert habe, bestritt jedoch, dass sie dabei Drohungen und Beschimpfungen ausstiess. Das Obergericht kam nach eingehender Würdigung dieser Aussagen und der weiteren Umstände, unter denen sich das Geschehen abspielte, zum Schluss, die Aussagen der Eheleute A.________ und B.________ seien glaubhaft. Die entgegenstehende Darstellung der Beschwerdeführerin und ihres Sohnes überzeugten es dagegen nicht. 3.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, B.________ und C.________ seien wegen ihrer verwandtschaftlichen Beziehungen untereinander sowie zum Strafantragsteller und zur Beschuldigten in gleicher Weise befangen. Es stünde daher die Zeugenaussage von B.________ gegen jene von C.________, welche beide mit Vorsicht gewürdigt werden müssten; der Sachverhalt sei daher zumindest zweifelhaft und damit nicht bewiesen. Es sei willkürlich, auf die Zeugenaussage von B.________ abzustellen und diejenige von C.________ quasi zu ignorieren. Sie hätte daher nach dem Grundsatz "im Zweifel für den Angeklagten" freigesprochen werden müssen. 3.3 Die Beschwerdeführerin verkennt, dass es bei der Beweiswür-digung nicht auf die Zahl der Zeugen ankommt, sondern auf ihre Glaubwürdigkeit und die Qualität ihrer Aussagen. Das Obergericht hat im angefochtenen Entscheid (S. 4 ff.) die Aussagen sorgfältig gewürdigt und in nachvollziehbarer Weise dargelegt, weshalb es diejenigen von A.________ und seiner Ehefrau überzeugten und diejenigen der Beschwerdeführerin und ihres Sohnes nicht. Die Beschwerdeführerin legt nicht in einer den gesetzlichen Anforderungen genügenden Weise dar (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG), inwiefern diese Beweiswürdigung unhaltbar sein soll, und das ist auch nicht ersichtlich. Die Rüge ist offensichtlich unbegründet.