Citation: 1C_170/2022 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin hält auch vor Bundesgericht dafür, die Vorinstanz habe Art. 14 Abs. 3 BZO willkürlich ausgelegt, indem sie gestützt auf a§ 260 Abs. 3 PBG/ZH den Erker als abstandsprivilegierenden Vorsprung bei der Berechnung des Gebäudeabstands nicht mitberücksichtigt habe. Gemäss Auffassung der Beschwerdeführerin hätte zufolge der Ausgestaltung von Haus A mit dem sich über drei Vollgeschosse erstreckenden Erker vor der südöstlichen, dem Haus B zugewandten Fassade eine Zusammenrechnung der beiden projektierten Gebäude im Sinne von Art. 14 Abs. 3 BZO erfolgen müssen. Vorliegend würden sich zwei Fassaden von Gebäudeteilen, welche gemäss a§ 27 Abs. 1 ABV/ZH an die Fassadenlänge anrechenbar seien, in einem Abstand von weniger als 7 m gegenüberstehen. Dies hätte zur Folge, dass infolge der Anwendung des Mehrlängenzuschlag nach Art. 14 Abs. 1 BZO der Grenzabstand des Neubaus gegenüber den Nachbargrundstücken Spyristrasse 36 und 38 verletzt sei.