Citation: U 295/01 24.12.2002 E. 6

6.1 Davon abgesehen, dass die Verwaltungsgerichtsbeschwerde der Versicherten den gebotenen Anstand vermissen lässt (Art. 31 OG), ist sie offensichtlich aussichtslos: Die Beschwerdeführerin verkennt bei ihren Forderungen auf volles Taggeld und Invalidenrente, dass sie aus ganz anderen Gründen als den Beschwerden im Kiefer- und Zahnbereich von der eidgenössischen Invalidenversicherung als voll erwerbsunfähig betrachtet wurde (chronisches Cervicalsyndrom nach Distorsionen der Halswirbelsäule, lumbale Diskushernie, Status nach Guillain-Barré-Syndrom 1991, Dubin-Johnson-Syndrom, ventrikuläre Extrasystolie; vgl. den Bericht des Dr. med. T.________ vom 26. Juli 1999). Es ist bewiesen, dass bei dieser Invalidisierung die Kiefer- und Zahnbeschwerden keine Rolle spielten. Es ist daher eine für die Versicherte vorteilhafte, aber nach Lage der Akten nicht zu beanstandende Ermessensausübung darin zu erblicken, dass die Vorinstanz, in Übereinstimmung mit dem Einspracheentscheid, jedoch entgegen den Bestreitungen der Winterthur im Prozess, dafür gehalten hat, im gesamten Beschwerdebild wirke sich der Zustand im Kiefer- und Zahnbereich zu rund 10 % invalidisierend aus und diese Invalidität sei eingetreten, bevor die Versicherte von der eidgenössischen Invalidenversicherung als voll invalid betrachtet wurde. Die Auffassung des behandelnden Zahnarztes Dr. med. dent. N.________, der Patientin könne wegen ihrer Zahn- und Kieferbeschwerden keinerlei Erwerbstätigkeit zugemutet werden, überzeugt nicht. Auch die sonst in den Akten liegenden für sie positiv lautenden gutachtlichen Berichte zeigen klar, dass das Beschwerdebild im Kiefer- und Zahnbereich mit den übrigen invalidisierenden Befunden, für welche die Winterthur nicht aufzukommen hat, vergesellschaftet ist, insbesondere auch mit der psychischen Entwicklung, hinsichtlich derer das kantonale Gericht nach dem Gesagten zu Recht ergänzende Abklärungen angeordnet hat. 6.2 Bei der von der Versicherten beanstandeten Berechnung des versicherten Verdienstes (Art. 15 UVG) hat sich die Winterthur auf die Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin Bank V.________ AG vom 14. März 2000 zur Lohnentwicklung gestützt. Die Vorinstanz hat diese zu Recht bestätigt; es kann vollumfänglich auf ihre diesbezüglichen Erwägungen verwiesen werden. 6.3 Die Versicherte beantragt die "Übernahme der vollen Honorarforderung" von Fr. 27'968.50 ihres früheren Rechtsvertreters. Der vom Anwalt zurückbehaltene Betrag in dieser Höhe war nicht Gegenstand des vorinstanzlichen Entscheides; das kantonale Gericht hatte nicht zu klären, ob und allenfalls wie viel davon Entgelt für das Mandat im Verfahren vor seinen Schranken war, und es hat der Versicherten eine rechtskonforme Parteientschädigung für das gerichtliche Verfahren (Fr. 2'500.-) zugesprochen, was sie im Übrigen auch nicht bestreitet. Das Eidgenössische Versicherungsgericht ist zur Beurteilung der Honorarforderung nicht zuständig (Art. 128 OG). 6.4 Die Vorinstanz hat der Versicherten wegen unhaltbaren und ungebührlichen Äusserungen einen Verweis erteilt. Dabei hat sie sich auf kantonales Recht gestützt, mit dem sich das Eidgenössische Versicherungsgericht grundsätzlich nicht zu befassen hat (Art. 128 in Verbindung mit Art. 97 Abs. 1 OG und Art. 5 Abs. 1 VwVG). Es hat nur zu prüfen, ob die Anwendung der einschlägigen kantonalen Bestimmungen durch das kantonale Gericht zu einer Verletzung von Bundesrecht (Art. 104 lit. a OG), insbesondere des Willkürverbots oder des Verbots des überspitzten Formalismus, geführt hat. Eine derartige Bundesrechtsverletzung ist indessen angesichts des Verhaltens der Versicherten im Prozess nicht erkennbar.