Citation: 1P.748/2000 08.03.2001 E. 2

2.- Die Umzonung der Parzelle Nr. 1699 von der Bau- in eine Nichtbauzone und des Ostteils der Parzelle Nr. 1694 von der Äusseren in die Innere Dorfzone unter Auferlegung von Baubeschränkungen belegen diese mit Eigentumsbeschränkungen. Die Beschwerdeführerin macht geltend, diese planerischen Festlegungen würden die Eigentumsgarantie von Art. 26 BV und das Rechtsgleichheitsgebot von Art. 8 Abs. 1 BV verletzen. a) Eigentumsbeschränkungen sind mit der Eigentumsgarantie von Art. 26 BV nur vereinbar, wenn sie auf einer gesetzlichen Grundlage beruhen, im überwiegenden öffentlichen Interesse liegen und verhältnismässig sind (BGE 118 Ib 485 E. 3b; 117 Ia 434 E. 3c). Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, dass der umstrittene Zonenplan auf einer gesetzlichen Grundlage beruht. Zu prüfen ist daher lediglich, ob die umstrittenen Eigentumsbeschränkungen durch öffentliche Interessen gedeckt werden, die die entgegenstehenden Privatinteressen überwiegen, und ob sie verhältnismässig sind. Diese Fragen prüft das Bundesgericht im Rahmen einer auf Art. 26 BV gestützten Beschwerde grundsätzlich frei, doch auferlegt es sich eine gewisse Zurückhaltung, soweit die Beurteilung von einer Würdigung der örtlichen Verhältnisse abhängt, welche die kantonalen Behörden besser überblicken, und soweit sich ausgesprochene Ermessensfragen stellen, deren Beantwortung primär den für die Ortsplanung verantwortlichen Behörden überlassen bleiben muss (Art. 2 Abs. 3 RPG), was für die Zoneneinteilung und -abgrenzung regelmässig zutrifft (BGE 126 I 219 E. 2c; 119 Ia 362 E. 3a; 117 Ia 437 E. 3c) b) Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts kommt dem Gleichheitsgebot bei Planungsmassnahmen nur eine abgeschwächte Bedeutung zu. Ein Grundeigentümer hat keinen aus Art. 8 Abs. 1 BV folgenden Anspruch darauf, im Zusammenhang mit dem Erlass einer Zonenordnung gleich behandelt zu werden wie alle übrigen Grundeigentümer, die von einer Raumplanungsmassnahme berührt werden. Es liegt im Wesen der Ortsplanung, dass Zonen gebildet und irgendwo abgegrenzt werden müssen und dass Grundstücke ähnlicher Lage und ähnlicher Art bau- und zonenrechtlich völlig verschieden behandelt werden können. In verfassungsrechtlicher Hinsicht genügt, dass die Planung sachlich vertretbar, d.h. nicht willkürlich ist. Das Gebot der Rechtsgleichheit fällt insoweit mit dem Willkürverbot zusammen (BGE 122 I 279 E. 5a S. 288; 118 Ia 151 E. 6c S. 162; 114 Ia 257 E. 4a). c) Willkürlich ist ein Entscheid, der mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Dabei genügt es nicht, dass die Begründung unhaltbar ist, der Entscheid muss sich vielmehr im Ergebnis als willkürlich erweisen (BGE 125 I 166 E. 2a; 125 II 10 E. 3a; 129 E. 5b; 122 I 61 E. 3a je mit Hinweisen). d) In formeller Hinsicht wirft die Beschwerdeführerin dem Verwaltungsgericht die Verletzung seiner Begründungspflicht vor, weil es auf ihre Einwände gegen die der Parzelle Nr. 1694 auferlegten Baubeschränkungen nicht eingegangen sei. Aus dem unverändert von Art. 4 aBV in Art. 29 Abs. 2 BV überführten Anspruch auf rechtliches Gehör ergibt sich für den Richter die Pflicht, seinen Entscheid zu begründen. Er muss wenigstens kurz die wesentlichen Überlegungen darlegen, von denen er sich dabei hat leiten lassen, sodass der Betroffene den Entscheid in voller Kenntnis der Sache anfechten kann. Dabei muss sich der Richter nicht mit allen tatsächlichen Behauptungen und rechtlichen Einwänden auseinandersetzen. Er kann sich vielmehr auf die für seinen Entscheid erheblichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 122 IV 8 E. 2c; 121 I 54 E. 2c je mit Hinweisen)