Citation: 4C.19/2001 25.05.2001 E. 3

3.- Der Beklagte macht geltend, die Zessionen von der ursprünglichen Gläubigerin X.________ AG an die E.________ AG, von dieser an die V.________ GmbH und schliesslich an die Klägerin seien fiduziarische Rechtsgeschäfte. Hinter den vorgeschobenen Zessionarinnen stehe in Wirklichkeit die X.________ AG. Diese aber habe sich mit dem Beklagten im Vergleich vom 3. März 1995 als per Saldo aller Ansprüche auseinandergesetzt erklärt. Im Lichte dieser Saldoklausel sei es offensichtlich rechtsmissbräuchlich, wenn die X.________ AG über die Klägerin als vorgeschobene Mittelsfirma die angeblich abgetretenen Teilforderungen geltend mache. Es rechtfertige sich daher, von der juristischen Selbständigkeit der Klägerin abzusehen und "einen Durchgriff bis auf die X.________ AG vorzunehmen". Die Vorinstanz stellte fest, dass dem Beklagten vor Unterzeichnung des Vergleichs mit der X.________ AG am 3. März 1995 bewusst war, dass die X.________ AG eine Forderung gegen die Y.________ & Cie. von gesamthaft Fr. 960'000.-- an die E.________ AG abgetreten hatte. Daraus schloss das Handelsgericht, dass der Beklagte wusste, dass er sich durch den mit der X.________ AG abgeschlossenen Vergleich von seiner Schuldpflicht gegenüber der E.________ AG bzw. gegenüber späteren Zessionarinnen nicht befreien konnte. Diese Erwägungen basieren auf einer Würdigung der Beweise und sind für das Bundesgericht verbindlich (vgl. oben E. 1). Ist im Berufungsverfahren somit davon auszugehen, dass die strittigen Forderungen vom Vergleich vom 3. März 1995 nicht erfasst wurden, kann in deren Geltendmachung durch die Klägerin kein Rechtsmissbrauch erblickt werden. Die Rüge des Beklagten erweist sich daher als unbegründet.