Citation: 2C_14/2024 E. 9

Der Beschwerdeführer macht schliesslich geltend, das Amt für Migration und Integration habe sich widersprüchlich verhalten, indem es ihn im Juli 2019 darüber informierte, dass seine Integration beurteilt werde, im August 2020 die Kontrollfrist seiner Niederlassungsbewilligung bis Ende Mai 2024 verlängerte und dann im Mai 2022 das Rückstufungsverfahren einleitete. Angesichts dieses Verhaltens der Migrationsbehörde habe die Vorinstanz sein Vertrauen darauf, die Niederlassungsbewilligung auch nach der Kontrollfristverlängerung vom August 2020 behalten zu dürfen, zu Unrecht nicht geschützt. Die Rüge des Beschwerdeführers betreffend Vertrauensschutz geht ins Leere: Wie die Vorinstanz zutreffend erwog, handelt es sich beim Bezug von Sozialhilfe um einen Dauersachverhalt und steht es den Behörden grundsätzlich frei, die Situation jederzeit erneut zu prüfen (vgl. E. 5.3.3.1 [S. 16] des angefochtenen Urteils; vgl. auch Urteil 2C_389/2022 vom 23. September 2022 E. 6.3). Zwischen der letztmaligen Verlängerung der Kontrollfrist der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers im August 2020 und der Einleitung des Rückstufungsverfahrens im Mai 2022 lag ein Zeitraum von ca. einem Jahr und neun Monaten. Innerhalb dieses Zeitraums hatte sich der Gesamtbetrag der vom Beschwerdeführer und seiner Familie bezogenen Sozialhilfegelder noch einmal deutlich erhöht. Vor diesem Hintergrund ist es nicht zu beanstanden, dass sich das Amt für Migration und Integration im Frühjahr 2022 dazu entschloss, ein Rückstufungsverfahren an die Hand zu nehmen. Daraus, dass seine Sozialhilfeabhängigkeit bis im Mai 2022 toleriert wurde, kann der Beschwerdeführer - mangels Vorliegens einer Vertrauensgrundlage - nichts zu seinen Gunsten ableiten (vgl. Urteil 2C_389/2022 vom 23. September 2022 E. 6.4).