Citation: 1A.131/2005 09.11.2005 E. 2

Art. 33 Abs. 3 lit. a RPG schreibt für das Nutzungsplanverfahren vor, das kantonale Recht habe die Legitimation mindestens im gleichen Umfang wie für die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht zu gewährleisten. Nach Art. 103 lit. a OG ist zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde berechtigt, wer durch die angefochtene Verfügung berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat. Das setzt voraus, dass der Beschwerdeführer durch den angefochtenen Entscheid oder Plan stärker als jedermann betroffen ist und in einer besonderen, beachtenswerten und nahen Beziehung zur Streitsache steht. Die Legitimation zur Anfechtung eines Bauprojekts ist zu bejahen, wenn der Bau oder der Betrieb der projektierten Anlage mit Sicherheit oder grosser Wahrscheinlichkeit zu Immissionen führt, die auf dem Grundstück des Beschwerdeführers aufgrund ihrer Art und Intensität deutlich wahrnehmbar sind (vgl. BGE 120 Ib 379 E. 4c S. 387 mit Hinweisen). Das Verwaltungsgericht geht von einer Verkehrszunahme um 10% als Richtwert für die Bejahung der Legitimation aus. Das BUWAL schliesst sich in seiner Vernehmlassung dieser Meinung aus luftreinhalterischer Sicht an; für den Strassenlärm müsse dagegen die Erhöhung des Beurteilungsdezibels mindestens ein Dezibel betragen, um noch wahrgenommen zu werden; dies entspreche einer Steigerung des durchschnittlichen täglichen Verkehrs (DTV) um 25%.