Citation: 9C_41/2024 E. 4.1

4.1. Mit ihren Einspracheentscheiden verliess die ESTV den Rahmen, den sie mit den Verfügungen als Anfechtungsgegenstände gesetzt hatte. Dass dies zulässig war, ist indessen zumindest nicht von vornherein ausgeschlossen (vgl. die primär sozialversicherungsrechtliche Rechtsprechung, wonach eine Rechtsmittelbehörde unter bestimmten Voraussetzungen aus Gründen der Prozessökonomie ausnahmsweise den Streitgegenstand über den Verfügungsgegenstand ausweiten darf: BGE 130 V 501E. 1.2; 125 V 413 E. 2a; 122 V 34 E. 2a; 110 V 48 E. 3b; 98 V 33 E. 1a; Urteile 8C_736/2023 vom 2. Oktober 2024 E. 6.2.3; 9C_665/2019 vom 25. Juni 2020 E. 2.1; vgl. ferner auch BGE 150 II 244 E. 4.5). Die ESTV war also funktionell zumindest nicht offensichtlich unzuständig und ihre Einspracheentscheide demgemäss jedenfalls nicht (teil-) nichtig (vgl. dazu Urteil 9C_673/2023 vom 19. August 2024 E. 5.1 und 5.2 mit Hinweisen, zur Publikation vorgesehen; BGE 150 II 244 E. 4.2.2).