Citation: C 127/01 08.11.2001 E. 3

3.- a) Es darf als allgemein bekannt vorausgesetzt werden, dass Arbeitslosigkeit zu empfindlichen finanziellen Einbussen führt. Wie die Vorinstanz festhält, erzielte die Beschwerdeführerin ab Juni 1993 bis April 1994 mit der verbleibenden 50 %-Anstellung und der Arbeitslosenunterstützung ein Einkommen, das deutlich über demjenigen lag, welches sie zuvor bei 100 %iger Erwerbstätigkeit erreichte. Bei pflichtgemässer Aufmerksamkeit hätte ihr bewusst sein müssen, dass sie mehr ausbezahlt bekommen hat, als ihr zustehen konnte. Sie hat die ausbezahlten Gelder angenommen, ohne die Arbeitslosenkasse auf die Unstimmigkeit aufmerksam zu machen. Gestützt darauf hat die Vorinstanz erkannt, dass sich die Beschwerdeführerin bei der Entgegennahme der zu viel ausgerichteten Arbeitslosenentschädigungen nicht in gutem Glauben befand und die Verwaltung das Erlassbegehren deshalb zu Recht abgelehnt hat. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern der kantonale Entscheid auf einer im Sinne von Art. 105 Abs. 2 OG mangelhaften Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes beruhen oder Bundesrecht verletzen sollte. b) In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird nichts vorgebracht, was zu einer anderen Beurteilung führen könnte. Insbesondere trifft nicht zu, dass für die Beschwerdeführerin kein Anlass bestanden habe, an der Richtigkeit der Zahlungen zu zweifeln. Nach dem Auszug aus dem individuellen Konto der AHV-Ausgleichskasse Coiffeure vom 31. August 1994 erzielte die Beschwerdeführerin in den Jahren 1982 bis 1993 einen monatlichen Durchschnittsverdienst von Fr. 2134.-; im Jahr mit dem höchsten Verdienst (1991) betrug er Fr. 2695.-. Die Summe aus Teilerwerbseinkommen und Arbeitslosenentschädigung lag deutlich über diesem Betrag, sodass die Versicherte bei der Anwendung des ihr nach Fähigkeit und Bildungsgrad zumutbaren Mindestmasses an Sorgfalt den Irrtum hätte bemerken müssen.