Citation: 6B_714/2022 E. 1.5

1.5. Was der Beschwerdeführer gegen diese Erwägungen vorbringt, verkennt über weite Strecken die Sachverhaltsbindung des Bundesgerichts (Art. 105 Abs. 1 BGG). So stützt sich der Beschwerdeführer vorab auf sachverhaltliche Details, die vorinstanzlich so nicht festgestellt worden sind, bzw. auf Sachverhaltselemente, die neu und damit im bundesgerichtlichen Verfahren unbeachtlich sind (vgl. Art. 99 Abs. 1 BGG). Eine Ausnahme von der bundesgerichtlichen Sachverhaltsbindung macht er nicht bzw. jedenfalls nicht hinreichend begründet geltend (vgl. Art. 106 Abs. 2 BGG). Die Vorinstanz gelangt in Übereinstimmung mit dem Bundesrecht zum Schluss, die langjährige Aufenthaltsdauer des Beschwerdeführers in der Schweiz und sein Integrationsgrad reichen nicht aus, um einen schweren persönlichen Härtefall zu begründen. Soweit der Beschwerdeführer der Vorinstanz vorwirft, diese relativiere seinen schweren persönlichen Härtefall mit der Person seiner Ehefrau, die aus dem Kosovo stamme und seit dem Jahr 2018 in der Schweiz lebe, ist seine Kritik unbegründet. Die Vorinstanz prüft zu Recht, ob und inwieweit es für die Ehefrau des Beschwerdeführers als dessen engste Bezugsperson zumutbar ist, ihn während der Dauer seiner Landesverweisung in den Kosovo zu begleiten. Denn ist dies für seine Ehefrau zumutbar, mildert es reflexweise die Härte, die für den Beschwerdeführer mit der Landesverweisung verbunden ist. Auch mit der Rüge, die Vorinstanz hätte den Härtefall gestützt auf Art. 13 BV und Art. 8 EMRK bejahen müssen, dringt der Beschwerdeführer nicht durch. Das Recht auf Achtung des Familienlebens ist gemäss der angeführten, ständigen Rechtsprechung erst dann tangiert, wenn eine staatliche Entfernungs- oder Fernhaltemassnahme eine nahe, echte und tatsächlich gelebte familiäre Beziehung einer in der Schweiz gefestigt anwesenheitsberechtigten Person beeinträchtigt, ohne dass es dieser möglich bzw. zumutbar wäre, das Familienleben andernorts zu pflegen. Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, ist es der im Kosovo aufgewachsenen Ehefrau, die über kein gefestigtes Anwesenheitsrecht verfügt, möglich und zuzumuten, ihr Familienleben im Kosovo zu pflegen. Gleiches gilt mit Blick auf das gemeinsame Kind, dem der Umzug mit seinen Eltern in das Heimatland ebenfalls zumutbar ist.