Citation: 5A_53/2020 E. 3.8.2

3.8.2. Bei dieser Sichtweise werden die Rechtsbeziehungen zwischen der Beschwerdeführerin und der schweizerischen Steuerverwaltung in erster Linie von der Vollstreckung des schweizerischen Steuerrechts erfasst. Geht man davon aus, dass ein öffentlichrechtlicher Streitgegenstand nicht ohne Weiteres in das Zivilrecht mutiert, weil die Vorfrage zivilrechtlicher Natur ist (vgl. GEIMER/SCHÜTZE, Europäisches Zivilverfahrensrecht, 4. Aufl. 2020, N. 1a zu Art. 1 EuGVVO), erscheint das vorliegende Widerspruchsverfahren nicht als "Zivil- und Handelssache" im Sinne des LugÜ, sondern vielmehr als Verfahren zur Vollstreckung eines Anspruchs, der ohnehin ausserhalb des sachlichen Anwendungsbereichs des LugÜ liegt.