Citation: 8C_292/2007 03.01.2008 E. 4

4.1 Die Unfallversicherung und das kantonale Gericht stützen sich bei der Verneinung des natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfall vom 24. August 2000 und den nach dem 30. April 2003 anhaltenden Beschwerden primär auf das Gutachen des medizinischen Zentrums Y.________ vom 4. November 2004. Zusammenfassend kamen die Experten des Begutachtungsinstitutes zur Erkenntnis, es läge kein organisches anatomisch-strukturelles Korrelat zu den geklagten Schmerzen vor. Gestützt auf diese rheumatische Beurteilung stellte der psychiatrische Experte seinerseits die Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung, die ihrerseits als "andauernder, schwerer und quälender Schmerz, der durch einen physiologischen Prozess oder eine körperliche Störung nicht vollständig erklärt werden kann" (ICD-10 F45.4) definiert wird. Die psychiatrische hängt also entscheidend von der rheumatologischen Diagnose ab. Die Vorinstanz attestiert dem genannten Gutachten Schlüssigkeit und damit volle Beweiskraft, weshalb sie darauf abstellt. Dem ist entgegenzuhalten, dass PD Dr. med. N.________, Chefarzt der orthopädischen Klinik Z.________, speziell Becken/Hüfte, Endoprothetik, in seinem Untersuchungsbericht vom 24. Juni 2005 die fachärztliche Überzeugung vertritt, die Beschwerden der Versicherten seien seines Erachtens sehr wohl somatisch erklärbar, wobei nach jahrelangen Leiden auch eine chronifizierende Komponente hinzukomme. Auch nach der ersten chirurgischen Hüftluxation im Januar 2002 persistiere eine Labrumruptur rechts. Er empfiehlt dringend eine Reoperation. 4.2 Folgt man dieser fachärztlichen Beurteilung, die nicht von einem behandelnden Arzt stammt und die in den Erwägungen des angefochtenen Entscheids keine Beachtung findet, sind die Schlussfolgerungen im Gutachten des medizinischen Zentrums Y.________ nicht mehr gleichermassen überzeugend. Es stehen sich vielmehr zwei diametral abweichende medizinische Fachmeinungen über die Fragen gegenüber, ob die Beschwerdeführerin nur an psychosomatischen Problemen oder an einem verifizierbaren organischen Zustand leidet, welcher die geklagten Schmerzen mindestens zum Teil erklärt, und wenn ja, ob ein solcher somatischer Befund in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Treppensturz vom 24. August 2000 steht. Dieser Widerspruch ist nur durch ein orthopädisches Obergutachten zu lösen. Die Sache wird daher an die Visana zurückgewiesen, damit sie ein entsprechendes Gutachten veranlasse und danach erneut über den Anspruch auf Versicherungsleistungen entscheide.