Citation: 2C_739/2022 E. 4.4

4.4. Ebensowenig ist die vorinstanzliche Würdigung des Nachtatverhaltens zu beanstanden: Nach dem verfahrensauslösenden Delikt wurde der Beschwerdeführer erneut straffällig (Verurteilung vom 6. Juni 2018 wegen einer am 27. März 2018 begangenen groben Verkehrsregelverletzung). Der Beschwerdeführer befand sich bis zu seiner Entlassung per 22. November 2017 im Haft- bzw. Strafvollzug. Bis zur Rechtskraft des obergerichtlichen Strafurteils vom 6. Februar 2019 stand er unter dem Druck des hängigen Strafverfahrens und ab dem 23. Januar 2020 unter jenem des migrationsrechtlichen Widerrufsverfahrens. Zudem war der Beschwerdeführer bis Mitte 2020 auf Bewährung. Von einem massgeblichen "langjährigen Wohlverhalten" kann unter diesen Umständen nicht gesprochen werden (vgl. BGE 139 II 121 E. 5.5.2; Urteile 2C_4/2022 vom 11. August 2022 E. 6.3; 2C_514/2020 vom 20. November 2020 E. 3.3.2).