Citation: 6B_907/2014 E. A

Das Obergericht des Kantons Zürich sprach X.________ am 16. Mai 2014 zweitinstanzlich des gewerbsmässigen Betrugs (Art. 146 Abs. 2 StGB), der qualifizierten Veruntreuung (Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 i.V.m. Ziff. 2 StGB) sowie der mehrfachen Urkundenfälschung (Art. 251 Ziff. 1 StGB) schuldig und verurteilte sie zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und vier Monaten. Das Obergericht hält folgende Sachverhalte für erwiesen: X.________ war als Anlage- und Kundenberaterin für die A.________-Bank tätig. Sie täuschte den im Backoffice tätigen Angestellten vor, von ihr betreute und vorwiegend im Ausland wohnhafte Kunden hätten bei ihr Bargeld bestellt. Dadurch erreichte sie, dass ihr anlässlich von 27 Gelegenheiten insgesamt CHF 763'700.--, USD 78'530.-- und EUR 12'050.-- ab den jeweiligen Kundenkonten ausgehändigt wurden. Das Bargeld brauchte sie für ihren eigenen Lebensunterhalt. Um ihr Verhalten zu verschleiern, fälschte sie auf den jeweiligen Belegen die Unterschrift der Kunden (Anklageziffer I.1.). Sie legte den Angestellten im Backoffice zudem gef älschte Formulare vor, woraufhin diese zu ihren (von X.________) Gunsten oder zugunsten von nicht berechtigten Dritten Überweisungen zulasten von Kundenkonten tätigten (Anklageziffer I.2.). Weiter beantragte sie bei der Kreditabteilung der A.________-Bank mit gefälschten Kreditantragsformularen Kredite für Bankkunden und nahm in der Folge ab den betroffenen Kundenkonten ohne Kenntnis der jeweiligen Kontoinhaber hochriskante Investitionen vor, wodurch sie in zahlreichen Fällen namhafte Verluste realisierte. Diese versuchte sie mit sog. Kompensationszahlungen zu vertuschen, wofür sie die Angestellten im Backoffice wiederum mit gefälschten Formularen täuschte (Anklageziffer I.3.). Überdies erhöhte sie die Kreditlimite auf den Verwaltungsvollmachtsmandaten ("Discretionary Management Mandates") zweier niederländischer Bankkunden vom 30. Mai 2007 von EUR 1 Mio. auf EUR 5 Mio., indem sie die 1 von Hand durch eine 5 ersetzte und daneben das Kürzel der Kunden setzte. Später eröffnete sie auf den Namen dieser Kunden Subkonten. Um den Anschein zu erwecken, die Konten seien im Auftrag der Kunden eröffnet worden und diese seien mit einer hochriskanten Investitionsstrategie einverstanden gewesen, machte sie selber von Hand auf den Mandaten das Kürzel und die Unterschrift der Kunden nach (Anklageziffer II.1.2. und II.1.4.). Schliesslich nahm sie am 29. Juni 2007 in den Büroräumlichkeiten der A.________-Bank in Zürich EUR 300'000.-- von einem Kunden entgegen, um diese auf dessen Kundenkonto einzuzahlen. Stattdessen brachte sie das Geld nach Hong Kong und übergab es dort ihrem Cousin (Anklageziffer II.2.).