Citation: 1C_450/2021 E. 5.7.3

5.7.3. Die Konzession wird für die Personenbeförderung auf bestimmten Linien erteilt (Art. 9 Abs. 1 VPB). Es ist denkbar, dass für die gleiche Strecke verschiedene Konzessionensarten (z.B. für den Regionalverkehr und den Personenfernverkehr) verliehen werden (Botschaft des Bundesrates zur Bahnreform vom 13. November 1996, BBl 1997 I 931 Ziff. 123.63). Die von den Eisenbahnfahrzeugen erzeugten Emissionen haben ihre Hauptursache in der Benützung der entsprechenden Eisenbahninfrastruktur, zumal auf derselben Bahnanlage verschiedene Nutzungsarten gleichzeitig zulässig sind (Güterverkehr, Personenbeförderung je im Fern- und Regionalverkehr, Pauschalreisen, Rund-, Lern- und Wartungsfahrten etc.). Die Vorinstanz ist zu Recht davon ausgegangen, dass die von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Rügen der Infrastruktur zuzurechnen sind. Daran ändert auch der Umstand nichts, das die streitbetroffene Strecke von anderen Eisenbahnverkehrsunternehmen (derzeit) kaum befahren wird. Massgebend ist, dass auf der betreffenden Strecke - nebst der konzessionierten Personenbeförderung - auch nicht konzessionierte Fahrten sowie der Güterverkehr zulässig sind. In die Beurteilung der Umweltauswirkungen müssen jeweils sämtliche auf der Verkehrsanlage erfolgten Nutzungsarten bzw. der davon ausgehenden Immissionen miteinbezogen werden. Für die Begrenzung von Immissionen, die von der Bahnanlage ausgehen, ist nicht der private Beschwerdegegner als Eisenbahnverkehrsunternehmen, sondern die Infrastrukturbetreiberin (B.________ AG) zuständig. Die Anordnung einer Nutzungsbeschränkung der Bahnanlage kann folglich auch nicht Gegenstand einer Personenbeförderungskonzession sein, welche dem Eisenbahnverkehrsunternehmen erteilt wird. Analoges gilt auch im Strassenverkehr, wo grundsätzlich die Strasseneigentümerin als Anlageinhaberin - und nicht die Verkehrsunternehmen und übrigen Verkehrsteilnehmer - verpflichtet ist, die Immissionen nach Massgabe der behördlichen Anordnungen zu begrenzen (vgl. SCHRADE/LORETAN, in: USG Kommentar, N. 10 zu Art. 11 USG).