Citation: 9C_289/2022 E. 5.3.2

5.3.2. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass es invalidenversicherungsrechtlich grundsätzlich nicht auf die Diagnose, sondern einzig darauf ankommt, welche Auswirkungen eine Erkrankung auf die Arbeitsfähigkeit hat (BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 281; Urteil 8C_112/2018 vom 24. April 2018 E. 4.3). Rechtsprechungsgemäss ist die Arbeitsfähigkeit primär gestützt auf ärztliche Befunde zu den gesundheitlichen Beeinträchtigungen und den daraus folgenden körperlich-funktionellen Belastbarkeitsgrenzen festzulegen (BGE 107 V 17 E. 2b S. 20; Urteile 9C_187/2018 vom 18. Mai 2018 E. 3.2 und 8C_817/2012 vom 21. Februar 2013 E. 3.2). Die Experten haben dem Umstand, dass das Zeigefingerendglied der rechten Hand amputiert ist, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit offenbar keine (nennenswerte) Bedeutung beigemessen, wenn sie diesbezüglich keine Ausführungen zu möglichen Einschränkungen gemacht haben. Auch der Versicherte - welcher gemäss Angaben in der Expertise Linkshänder ist - führt nicht aus, inwiefern ihn dieser Umstand einschränkt; weder macht er gegenüber der Expertin im Rahmen der orthopädisch-traumatologischen Untersuchung Ausführungen dazu (vgl. Gutachten S. 69 f.), noch ergibt sich solches aus seiner Beschwerdeschrift.