Citation: 6B_500/2015 E. 1.4.5

1.4.5. Soweit der Beschwerdeführer schliesslich einwendet, die Vorinstanz habe sich mit seinem Vorbringen nicht auseinandergesetzt, er hätte genügend Zeit und Platz gehabt, um sich rechts in die Fahrzeugkolonne einzufügen, verkennt er, dass sie sich nicht mit jedem einzelnen Parteistandpunkt auseinandersetzen muss. Indem sie festhält, die Aussagen der Polizeibeamten seien glaubhaft, womit erstellt sei, dass der Beschwerdeführer nicht wiedereingebogen sei, verwirft sie implizit dessen Einwand. Zudem ergibt sich entgegen seiner Argumentation aus dem Urteil nicht, dass die Vorinstanz davon ausgeht, er habe den Gegenverkehr frühzeitig resp. aus 400 Meter Entfernung wahrgenommen. Ferner lässt sich der Einwand des Beschwerdeführers weder mit den Distanzverhältnissen gemäss Fotoblatt noch mit den Aussagen des Zeugen C.________ vereinbaren. Dieser erblickte den Beschwerdeführer, als dieser ca. 170 Meter von ihm entfernt und gerade im Begriff war, das erste Fahrzeug zu erholen. Der Beschwerdeführer fuhr in der Folge am Zeugen vorbei und kreuzte den entgegenkommenden Personenwagen ca. 45 Meter vom Zeugen entfernt (Akten Staatsanwaltschaft, act. 3.3, act. 3.9 S. 2 f.). Da er 215 Meter vor dem Kreuzen erst das erste Fahrzeug passierte, hätte der Beschwerdeführer in 9.68 Sekunden (215 Meter bei 80 km/h) noch zwei weitere Personenwagen überholen müssen, um vor dem dritten Fahrzeug wiedereinbiegen zu können. Dies widerspricht seinem Argument, als er auf der Höhe des dritten von ihm überholten Fahrzeugs gewesen sei, habe er noch mindestens neun Sekunden Zeit gehabt, um das Überholmanöver abzuschliessen und vor dem dritten Fahrzeug einzuschwenken.