Citation: 1P.349/2000 18.01.2001 E. A

A.- Der tschechische Staatsangehörige M.________, geb. 1929, erhob am 22./23. Juli 1997 beim Bezirksgericht Affoltern Anklage gegen verschiedene Behördemitglieder seiner Wohngemeinde Affoltern am Albis, so gegen B.________ (Gemeindepräsident), F.________ (Gemeindeschreiber), S.________ (Gemeinderat), T.________ (Gemeinderat), J.________ (Gemeinderat/Vizepräsident) und D.________ (Gemeinderat). Er beschuldigte sie der Verleumdung im Sinne von Art. 174 Ziff. 1 und 2 StGB, eventualiter der üblen Nachrede im Sinne von Art. 173 Ziff. 1 und 3 StGB. Im Wesentlichen warf er ihnen vor, sie hätten als Mitglieder der bürgerlichen Abteilung des Gemeinderates von Affoltern am Albis im Zusammenhang mit der Beurteilung eines von ihm, M.________, gestellten Einbürgerungsgesuchs in zwei Beschlüssen und einer Weisung an die Bürgergemeinde Affoltern am Albis verleumderische bzw. ehrverletzende Formulierungen verwendet. Die zwei Beschlüsse, die am 22. April und am 15. Juli 1997 anlässlich von Gemeinderatssitzungen gefasst wurden und sich auf das von M.________ gestellte Einbürgerungsgesuch bezogen, enthielten in ihrer gemeinsam formulierten Begründung die folgenden angeblich ehrverletzenden Äusserungen: "Gemäss § 6 der kantonalen Bürgerrechtsverordnung muss ein Gesuchsteller einen unbescholtenen Ruf haben, damit er eingebürgert werden kann. Bereits in der Weisung zum ersten Einbürgerungsgesuch wurde die Bürgerversammlung über die allgemeine Haltung des Gesuchstellers gegenüber schweizerischen Vorschriften, Amtsstellen und Gepflogenheiten informiert. An seiner Einstellung gegenüber Gemeindebehörden und -verwaltung hat sich seither nichts geändert.. " M.________ erblickte namentlich darin eine Ehrverletzung, dass in den betreffenden Beschlüssen auf die Weisung zu seinem ersten Einbürgerungsgesuch vom 16. Januar 1990 Bezug genommen wurde, welche damit integrierender Bestandteil der Begründung der Beschlüsse geworden sei. Die fragliche Weisung ihrerseits hatte folgenden Inhalt: "Beim Gesuchsteller handelt es sich um einen intelligenten Menschen, der aber durch Arroganz und ein Benehmen auffällt, das eine krasse Missachtung gegenüber schweizerischen Vorschriften, Amtsstellen und Gepflogenheiten zeigt.. " M.________ machte geltend, die erneute Verwendung dieser Formulierung sei wider besseren Wissens und in der Absicht erfolgt, seinen Ruf in der Dorfgemeinschaft zu schädigen.