Citation: I 953/06 05.04.2007 E. 3

Die Annahme eines erwerblichen Arbeitspensums ohne gesundheitliche Beeinträchtigung von 87 % ist weder offensichtlich unrichtig noch das Ergebnis der Beweiswürdigung eines unvollständig festgestellten Sachverhalts (E. 1.2). Sie beruht auf den im Zeitpunkt der Abklärung vor Ort vom 16. Dezember 2004 bestandenen Anstellungen und Engagements der Versicherten sowie ihren Angaben gegenüber der Abklärungsperson zu den im Gesundheitsfall zusätzlichen erwerblichen Betätigungen. In diesem Zusammenhang wird die vorinstanzliche Feststellung, ein Arbeitspensum von 100 % erscheine bereits aufgrund der (zeitlich und örtlich) recht zersplitterten hypothetischen Aktivitäten aus praktischen Gründen, wie z.B. wegen Terminkollisionen, im Vergleich mit einem Pensum von 87 % als nicht überwiegend wahrscheinlich, zu Recht nicht beanstandet. Im Übrigen wird eine Konzerttätigkeit im Rahmen von Musikprojekten als Erwerbstätigkeit anerkannt, allerdings lediglich im Umfang von 7 % und nicht wie beantragt 20 %. Schliesslich wird nicht verkannt, dass Musiker regelmässig, nicht selten sogar täglich üben, um sich auf Musikstunden vorzubereiten und das Niveau zu halten, wie die Beschwerdeführerin geltend macht. Wird diese Zeit ebenfalls als entlöhnte Arbeitszeit betrachtet und ergibt sich daraus ein Pensum von mehr als 41,7 Stunden in der Woche, ist von einem entsprechend höheren individuellen Normalarbeitspensum auszugehen. Folgerichtig kann in einem solchen Fall nicht gesagt werden, die betreffende Person sei zu mehr als 100 % erwerbststätig. Festzustellen bleibt, dass die 87 % erwerbliches Pensum im Gesundheitsfall als Durchschnittswert zu verstehen sind. Es ist davon auszugehen, dass es in der Regel an einer Musikschule kein festes und garantiertes Lehrpensum gibt. In diesem Sinne wies die Musikschule der Region Z.________ im Fragebogen Arbeitgeber vom 13. Februar 2004 darauf hin, das Pensum richte sich nach der Nachfrage und könne semesterweise wechseln.