Citation: 7B_965/2024 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz hält fest, bei zusammenhängender Betrachtung der Aussagen des Beschwerdeführers ergebe sich das Bild, wonach er die fallführende Staatsanwältin bereits bei der letzten Einvernahme am liebsten abgestochen hätte und beim nächsten Aufeinandertreffen die direkte Konfrontation suchen möchte. Für das Vorliegen einer ernsthaften und unmittelbaren Gefahr hinsichtlich der Ausführung der geäusserten Drohungen spreche insbesondere der Umstand, dass er offenbar bereits ein Messer in die Nähe der Staatsanwältin gebracht sowie Vorbereitungshandlungen in Form von gezieltem Suchen nach privaten Informationen im Internet über sie getätigt habe. Mit diesem Verhalten habe der Beschwerdeführer die Schwelle von einer impulsiven, unangemessenen Äusserung zu einer ernsthaften und unmittelbaren Drohung deutlich überschritten und es seien keine Anzeichen ersichtlich, dass er zwischenzeitlich von diesen Drohungen Abstand genommen oder diese lediglich dahingesagt haben könnte. Hinsichtlich des bereits vorliegenden (in anderem Zusammenhang erstellten) Gutachtens zum Beschwerdeführer führt die Vorinstanz sodann insbesondere aus, bei dessen Erstellung hätten keine Vorbereitungshandlungen hinsichtlich der Wahrmachung von Drohungen beobachtet werden können. Sie geht deshalb davon aus, seit der Erstattung dieses Gutachtens im April 2024 sei aufgrund des gegen den Beschwerdeführer geführten Strafverfahrens eine neue Dynamik in Bezug auf die fallführende Staatsanwältin entstanden, die vom Gutachten in dieser Form nicht erfasst werde. Insofern das Gutachten über die aktuelle Situation überhaupt Auskunft geben könne, so würden die Ausführungen im Gutachten betreffend die Gefährdung von bekannten Personen näher am hier zu beurteilenden Sachverhalt liegen und damit ebenfalls für eine ungünstige Legalprognose sprechen. Diesbezüglich sei eine neue bzw. ergänzende Begutachtung des Beschwerdeführers unumgänglich. Bis dahin sei dem Beschwerdeführer aufgrund der dargelegten Aktenlage jedoch eine sehr ungünstige Legalprognose zu stellen, womit der Haftgrund der Ausführungsgefahr zu bejahen sei.