Citation: 4A_525/2018 E. A

Die A.________ mbH (Steuerberaterin, Beklagte, Beschwerdeführerin) wurde von der B.________ AG (Klägerin, Beschwerdegegnerin) beauftragt, die Steuersituation von C.________ sowie dessen Tante und Mutter zu optimieren. Auf Vorschlag von D.________, der namens der Steuerberaterin handelte, schenkte die Tante von C.________ mit der Absicht, Schenkungssteuern zu minimieren, ihre Anteile an Liegenschaften und weiteren Vermögenswerten ihrer Schwester bzw. der Mutter von C.________, welche diese an ihn weiter verschenkte. Die im Rahmen dieser Schenkungen von seiner Mutter erhaltenen Aktien der B.________ AG verkaufte C.________ mit von D.________ vorbereitetem Kaufvertrag vom 17. Dezember 2011 an eine zehn Tage vorher gegründete und im Alleineigentum von C.________ stehende Gesellschaft. Von D.________ wurde in Aussicht gestellt, bei der Festsetzung des Übertragungswertes mit " Steuerwert vor 20 Jahren -1.-- Fr. " würden keinerlei Handänderungs- und Grundstückgewinnsteuern anfallen respektive es handle sich insoweit um einen " reinen Asset-Deal ohne Steuerfolgen ". Die zuständige Steuerbehörde qualifizierte die Transaktionen als Kettenschenkungen und erhob überdies Handänderungs- und Grundstückgewinnsteuern und forderte gesamthaft Steuerzahlungen von nahezu einer Million Franken.