Citation: 2A.627/2005 10.03.2006 E. 3

3.1 Das Verwaltungsgericht hat vorliegend aufgrund tatsächlicher Feststellungen - an die das Bundesgericht nach Massgabe von Art. 105 Abs. 2 OG gebunden ist (E. 1.2) - erkannt, es lägen zahlreiche Indizien für eine Scheinehe vor: So stehe fest, dass der Beschwerdeführer als türkischer Staatsangehöriger ohne die Eheschliessung keine Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz erhalten hätte. Die Ehe sei nach einer Bekanntschaftszeit von wenigen Monaten geschlossen worden, wobei die Beschwerdeführer widersprüchliche Angaben über die Umstände des Kennenlernens und die Bekanntschaftszeit sowie zur Heirat selbst gemacht hätten. Über das Vorleben des Partners seien nur geringe Kenntnisse vorhanden gewesen (so auch etwa betreffend Jahrgang des Ehemannes). Die Hochzeit habe ohne Anwesenheit von Verwandten stattgefunden. Später, im zweiten Halbjahr 2002, habe der Ehemann nie in der von der Ehefrau gemieteten Wohnung angetroffen werden können; er sei auch nicht im Besitz eines eigenen Haus- oder Wohnungsschlüssels gewesen. In finanzieller Hinsicht bestehe ebenso wenig eine Gemeinschaftlichkeit: Der Beschwerdeführer arbeite in Basel, seine Ehefrau hingegen beziehe eine IV-Rente, wobei die Vormundschaftsbehörde festgehalten habe, die Ehefrau erhalte von ihrem Ehemann fast keine finanzielle Unterstützung. Einzelne Umstände, insbesondere der Kontakt zwischen dem Beschwerdeführer und den Eltern der Ehefrau, sprächen zwar für eine gewisse Verbindlichkeit der Beziehung; auf Grund der gesamten Indizien seien das Departement und das Ausländeramt aber jedenfalls zu Recht von einer Scheinehe ausgegangen. 3.2 Aufgrund der vorstehend wiedergegebenen tatsächlichen Feststellungen durfte das Verwaltungsgericht zulässigerweise annehmen, den Beschwerdeführern - oder zumindest dem Beschwerdeführer X.________ (was für die Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung genügt) - sei es mit der Heirat lediglich darum gegangen, fremdenpolizeiliche Vorschriften zu umgehen, d.h. im Sinne von Art. 7 ANAG eine Aufenthaltsbewilligung zu erwirken, ohne eine wirkliche Lebensgemeinschaft als Ehepaar führen zu wollen. Dass der Beschwerdeführer - insbesondere seit der Hängigkeit des fremdenpolizeilichen Verfahrens - die Ehefrau regelmässig besucht und sich in einem gewissen Masse offenbar um sie kümmert (vgl. S. 11 unten der Beschwerdeschrift), steht diesem Schluss nicht entgegen. Was die Beschwerdeführer sonst noch vorbringen, vermag die Bundesrechtskonformität des angefochtenen Urteils ebenfalls nicht in Frage zu stellen: Das Verwaltungsgericht hat sich mit den Vorbringen der Beschwerdeführer ausreichend auseinander gesetzt (vgl. zur Begründungspflicht ausführlich BGE 129 II 232 E. 3.2 S. 236), eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör liegt nicht vor. Ebenso wenig ersichtlich ist, inwiefern das Verwaltungsgericht den Sachverhalt im Sinne von Art. 105 Abs. 2 OG offensichtlich unrichtig bzw. unvollständig ermittelt haben könnte; was die Beschwerdeführer hierzu einwenden (etwa zur Bekanntschaftsdauer vor der Hochzeit, S. 8/9 der Beschwerdeschrift), betrifft nicht die Feststellung des Sachverhaltes, sondern dessen Würdigung. Schliesslich kann auch nicht gesagt werden, das Verwaltungsgericht habe den Indizien, die für eine vertiefte Beziehung zwischen den Beschwerdeführern sprächen, kaum Gewicht beigemessen (vgl. S. 9 des angefochtenen Entscheides). Jedenfalls hielt sich die kantonal letztinstanzliche richterliche Behörde an den Rahmen des ihr in solchen Fällen bei der Würdigung von Indizien zuzugestehenden Spielraums (vgl. Urteil 2A.250/1999 vom 27. August 1999, E. 2b).