Citation: 1P.534/2005 15.11.2005 E. 2

Der Beschwerdeführer wirft dem Obergericht eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör von Art. 29 Abs. 2 BV vor. Die Staatsanwaltschaft habe ihre verfassungsrechtliche Begründungspflicht verletzt, indem sie die Kostenauflage einzig mit einem Verweis auf die anwendbare Bestimmung - § 139 Abs. 3 StPO - begründet habe. Er habe dies in seiner Beschwerde ans Obergericht als Gehörsverweigerung gerügt und einen zweiten Schriftenwechsel beantragt, um der Staatsanwaltschaft die Möglichkeit zu geben, in der Beschwerdeantwort ihren Entscheid zu begründen. Auf diese Weise hätte er dann im zweiten Schriftenwechsel dazu Stellung nehmen können, wodurch die erstinstanzliche Gehörsverweigerung hätte geheilt werden können, wie dies in Bezug auf die Höhe und die Zusammensetzung der ihm auferlegten Kosten der Fall gewesen sei, die ihm von der Staatsanwaltschaft erst nach Erlass der Einstellungsverfügung, aber immerhin vor Ablauf seiner Beschwerdefrist bekannt gegeben worden seien. Die Beschwerdekammer führt dazu im angefochtenen Entscheid aus, die Staatsanwaltschaft habe ihren Entscheid mit dem Hinweis auf § 139 Abs. 3 StPO "nur sehr knapp" begründet. Es sei indessen "offensichtlich", dass dem Beschwerdeführer vorgeworfen werde, mit seinen Äusserungen gegenüber Dr. Z.________ verwerflich oder leichtfertig gehandelt und dadurch adäquat-kausal die Untersuchung und deren Kosten verursacht zu haben. Der Vorwurf der Verletzung der Begründungspflicht durch die Staatsanwaltschaft sei daher nicht gerechtfertigt, und auch der Eventualantrag auf Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels sei abzuweisen.