Citation: 8C_120/2022 E. 4

Das kantonale Gericht stellte nach einlässlicher Würdigung der medizinischen Akten fest, dass namentlich gestützt auf die zuverlässigen Stellungnahmen der Kreisärztin med. pract. C.________, Fachärztin für Chirurgie, die Kniebeschwerden nicht überwiegend wahrscheinlich auf den Unfall vom 28. Mai 2018 zurückzuführen seien. Sie habe schlüssig und widerspruchsfrei aufgezeigt, dass Echtzeitdokumente fehlten, keine relevanten Brückensymptome vorlägen und degenerative Veränderungen im Bereich des Meniskushinterhorns nachgewiesen worden seien. Der Beschwerdeführer habe erst rund zwei Wochen nach dem Unfall, am 13. Juli 2018, einen Arzt aufgesucht. Dabei habe ihm der Allgemeinmediziner Dr. med. D.________ im Arztzeugnis vom 10. August 2018 lediglich eine kurzzeitige Arbeitsunfähigkeit von insgesamt zwei Wochen attestiert. Sodann habe der behandelnde Chirurg Dr. med. E.________ mit Sprechstundenbericht vom 27. August 2018 bei konservativer Behandlung im Spontanverlauf eine leichte Besserung beschrieben. Der Beschwerdeführer habe daraufhin zugewartet und sei erst wieder im Juni 2020 bei einem Arzt vorstellig geworden. Der Unfallhergang erscheine in biomechanischer Hinsicht für eine Meniskusläsion eher unpassend. Der radiologische Befund vom 20. Juli 2018 habe einen Horizontalriss am Hinterhorn des medialen Meniskus mit Kontakt zur Unterfläche sowie die Existenz einer kleinen Bakerzyste, aber keine Frakturen oder ein Knochenmarksödem gezeigt. Die Meniskusverletzung habe sich seither nicht wesentlich verändert, einzig das mediale Ganglion sei deutlich grösser geworden. Somit sei nicht nachgewiesen, dass die geltend gemachten Beschwerden am rechten Knie überwiegend wahrscheinlich auf den Unfall vom Mai 2018 zurückzuführen seien. Für die Anerkennung eines Rückfalls fehle es am natürlichen Kausalzusammenhang.