Citation: 1C_326/2021 E. 3.9

3.9. Unter diesen Umständen hätte der Beschwerdeführer bei gebotener Sorgfalt wissen müssen, dass ihm zum Zeitpunkt des Vorfalls vom 30. August 2020 der Führerausweis der Kategorien C/CE und C1/C1E entzogen war. Der sinngemäss geltend gemachte Sachverhaltsirrtum (Art. 13 Abs. 1 und 2 StGB; vgl. dazu BGE 129 IV 238 E. 3.1) kommt deshalb nicht zum Tragen. Vielmehr liegt bei diesem Ergebnis keine unzulässige Abweichung vom Strafbefehl vor, mit dem der Beschwerdeführer unter anderem wegen fahrlässigen Fahrens trotz fehlender Berechtigung im Sinne von Art. 95 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 100 Ziff. 1 SVG verurteilt wurde. Die Vorinstanz hat Art. 16b Abs. 1 lit. c SVG nicht verletzt, wenn sie zum Schluss gekommen ist, der Beschwerdeführer habe beim Vorfall vom 30. August 2020 diesen Tatbestand objektiv und subjektiv erfüllt.