Citation: 1C_509/2022 E. 3.2.1

3.2.1. Der Gemeinderat erklärte in Dispositiv-Ziffer 5 der Baubewilligung vom 8. Juli 2021 zehn von den Baugesuchstellern eingereichte Pläne für verbindlich. Weiter hielt er fest: "Folgender Plan ist gemäss den Bedingungen und Auflagen in einzelnen Teilen noch zu überarbeiten und vor Baubeginn zur Genehmigung einzureichen: Umgebung 1:200, Plan-Nr. 411-02 vom 3. Februar 2021" Gemäss § 55 Abs. 2 der Planungs- und Bauverordnung des Kantons Luzern vom 29. Oktober 2012 (PBV/LU; SRL Nr. 736) sind mit dem Baugesuch die für eine umfassende und abschliessende Prüfung und Beurteilung des Bauvorhabens notwendigen Unterlagen einzureichen. Zu den einzureichenden Unterlagen gehört unter anderem ein Plan über die Umgebungsgestaltung, in dem namentlich die Abstellflächen für Fahrzeuge, die interne Erschliessung, die vorhandenen und geplanten Leitungen und die Spielplätze und Freizeitanlagen eingezeichnet und vermasst sind (§ 55 Abs. 2 lit. c PBV/LU). Der Beschwerdeführer kritisierte im vorinstanzlichen Verfahren die Verschiebung der Genehmigung des Umgebungsplans in ein separates Verfahren. Er machte geltend, das Bauvorhaben könne ohne Mit-berücksichtigung des Umgebungsplans nicht abschliessend geprüft und beurteilt werden. Der Gemeinderat nahm hierzu im vorinstanzlichen Verfahren Stellung und erklärte, die Baugesuchsteller hätten zur gegebenen Zeit einen überarbeiteten Umgebungsplan einzureichen, welcher im Rahmen eines noch durchzuführenden Baubewilligungsverfahrens zu beurteilen und zu genehmigen sei. Erst im Rahmen dieses Baubewilligungsverfahrens werde es unter anderem auch darum gehen, die vom Beschwerdeführer gemachten Vorbringen, insbesondere betreffend Aufschüttungen, behindertengerechtem (Aussen-) Parkplatz und Bepflanzung zu beurteilen, jedenfalls sofern diese Vorbringen mit Einreichung des Umgebungsplans nicht gegenstandslos würden. Weiter führte der Gemeinderat aus, es handle sich bei der angefochtenen Baubewilligung somit um einen Zwischenentscheid im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, weshalb die Baubewilligung erst rechtskräftig werde, wenn auch der vorbehaltene Umgebungsplan rechtskräftig genehmigt worden sei.