Citation: 6B_97/2022 E. 1.1

1.1. Die Vorinstanz erwog, beim angeklagten Verhalten handle es sich um eine über einen längeren Zeitraum erstreckende Tathandlung, bei welcher der Schaden seitens der Sozialregion Thal-Gäu erstmals am 4. Juli 2016 mit der ersten Auszahlung der Sozialhilfe eingetreten sei. Danach sei der Schaden mit jeder weiteren Zahlung angewachsen. Die letzte davon sei am 27. Dezember 2016 erfolgt. Zwar hätten sich die betrügerischen Tathandlungen des Beschwerdeführers im Wesentlichen vor dem 1. Oktober 2016 ereignet. Allerdings lägen mehrere Mails des Beschwerdeführers an die Sozialregion in den Akten, mit denen er auch nach dem 1. Oktober 2016 mehrfach auf die Auszahlung der Sozialhilfe gedrängt habe. Der Beschwerdeführer sei denn auch nach dem 1. Oktober 2016 verpflichtet gewesen, seine Einkommen zu deklarieren. In den Mails nach dem 1. Oktober 2016 habe er aber lediglich Lohnabrechnungen und entsprechende Kontoauszüge seiner Ehefrau eingereicht, sein eigenes Einkommen aber nie erwähnt. Es liege mithin eine einem Dauerdelikt ähnliche Situation vor, die im Hinblick auf die Landesverweisung so zu lösen sei, dass hierfür im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung nur der nach dem 1. Oktober 2016 entstandene Schaden von konkret Fr. 8'498.95 massgebend sei.