Citation: 6B_1047/2015 E. 7.4.1

7.4.1. Das angefochtene Urteil hält auch im Strafpunkt vor Bundesrecht stand. Die Vorinstanz setzt sich in ihren Erwägungen zur Strafzumessung mit den wesentlichen schuldrelevanten Komponenten auseinander und würdigt sämtliche Zumessungsgründe zutreffend. Dass sie sich dabei von rechtlich nicht massgebenden Gesichtspunkten hätte leiten lassen oder wesentliche Gesichtspunkte nicht berücksichtigt hätte, ist nicht ersichtlich. Dies gilt zunächst, soweit die Vorinstanz für die schwerste Tat der qualifizierten Veruntreuung ausgehend von einem mittelschweren Verschulden des Beschwerdeführers eine Einsatzstrafe von 16 Monaten festsetzt. Dabei ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz nicht strafmindernd berücksichtigt hat, dass der Beschwerdeführer den objektiven Tathergang und seine Tatbeteiligung im Wesentlichen eingestanden hat. Nach der Rechtsprechung kann zwar ein Geständnis bei der Beurteilung des Nachtatverhaltens im Rahmen der Strafzumessung zugunsten des Täters berücksichtigt werden. Doch gilt dies nur, wenn dieses Ausdruck von Einsicht in das begangene Unrecht oder von Reue ist oder der Täter dadurch zur Tataufdeckung beiträgt (vgl. BGE 121 IV 202 E. 2d/cc). Dass dies hier der Fall wäre, hat die Vorinstanz mit zureichenden Gründen verneint. Inwiefern seine Einlassungen des Beschwerdeführers zur Vereinfachung und Verkürzung des Verfahrens sowie zur Wahrheitsfindung beigetragen hätten, legt der Beschwerdeführer nicht substantiiert dar und ist auch nicht ersichtlich (vgl. Urteile 6B_785/2015 vom 18. November 2015 E. 3; 6B_582/2013 vom 20. Februar 2014 E. 3.4). Die Vorinstanz führt im Gegenteil aus, der Beschwerdeführer habe die Tatvorwürfe während des gesamten Verfahrens bestritten und die Verantwortung der Delikte auf den Mitangeklagten X.________ abgeschoben. Dieser Schluss der Vorinstanz ist jedenfalls nicht schlechterdings unhaltbar. Dass sie diesen Umstand zusammen mit der Vorstrafe und der Straffälligkeit während der Probezeit als in geringem Ausmass straferhöhend wertet, verletzt kein Bundesrecht. Unbegründet ist die Beschwerde auch, soweit der Beschwerdeführer die Annahme der Vorinstanz als willkürlich rügt, er habe von den Veruntreuungshandlungen auch persönlich profitiert. Zwar trifft zu, dass die von der Vorinstanz genannten Darlehen (angefochtenes Urteil S. 109, 25 [Anklageziff. 1.1.1.7]) nicht dem Beschwerdeführer, sondern dem Mitangeklagten Z.________ gewährt wurden. Doch hat der Beschwerdeführer sowohl durch Barbezüge von USD 1'850.-- und CHF 10'000.-- zu Lasten des Bank H.________-Kundenkontos als auch dadurch von den Veruntreuungshandlungen direkt persönlich profitiert, dass er mit dem Mitangeklagten Z.________ am 10. Juli 2008 Kundengelder in der Höhe von CHF 96'270.-- und EUR 40'000.-- abgehoben und für private Zwecke verwendet hat (angefochtenes Urteil S. 31, 35 f.). Keine Verletzung von Bundesrecht liegt auch darin, dass die Vorinstanz die Strafe wegen der langen Verfahrensdauer nicht herabgesetzt hat. Es trifft zu, dass die Dauer des Verfahrens, auch wenn weder eine Verletzung des Beschleunigungsgebots vorliegt noch der Strafmilderungsgrund der seit der Tat verstrichenen Zeit gemäss Art. 48 lit. e StGB erfüllt ist, im Rahmen von Art. 47 StGB strafmindernd berücksichtigt werden kann. Doch besteht hiefür angesichts der Komplexität des Verfahrens und des notwendigen Aufwands im vorliegenden Fall kein Anlass (angefochtenes Urteil S. 109). Nicht zu beanstanden ist auch die Schärfung der Einsatzstrafe aufgrund der Tatmehrheit auf 36 Monate. Dies ergibt sich einerseits aus der Vielzahl zum schwersten Delikt hinzu getretener Veruntreuungshandlungen einerseits und den weiteren Delikte, namentlich der Misswirtschaft, der mehrfachen Geldwäscherei und dem Lagern falschen Geldes andererseits. Dabei ist auch nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz dem verschuldeten Schaden wesentliche Bedeutung beimisst. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist nicht ersichtlich, dass die Vorinstanz die Misswirtschaft für sich allein als stark straferhöhend gewichtet hat. Sie würdigt die Schuldsprüche wegen mehrfacher qualifizierter Veruntreuung und Misswirtschaft vielmehr in ihrer Gesamtheit wegen des bewirkten Schadens als pflichtwidriges Globalverhalten und berücksichtigt sie insofern als stark straferhöhend (angefochtenes Urteil S. 109 f.). Dabei übersieht die Vorinstanz nicht, dass sich die Tatbestände der Veruntreuung und der Misswirtschaft im vorliegenden Fall in ihrem Unrechtsgehalt weitgehend decken (Beschwerde S. 31). Indes begründet sie die stark straferhöhende Wirkung nicht mit der Konkurrenz der beiden Tatbestände, sondern mit der Mehrzahl der Einzelhandlungen. Im Übrigen berücksichtigt die Vorinstanz durchaus, dass der Beschwerdeführer nicht eine grosse kriminelle Energie bewiesen hat und zunächst durchaus nicht die Absicht hatte, sich auf Kosten der Investoren zu bereichern, sondern erst im Verlauf der zahlreichen Fehlinvestitionen und ständig wachsenden Zinsverpflichtungen in verwerflicher Weise seine Treuepflichten gegenüber den Anlegern verletzt hat (angefochtenes Urteil S. 107). Schliesslich ist nicht ersichtlich, inwiefern die Vorinstanz das Doppelverwertungsverbot verletzt haben sollte, wenn sie dem Beschwerdeführer vorwirft, er habe durch unrechtmässige Barbezüge persönlich profitiert (Beschwerde S. 31). Die Vorinstanz berücksichtigt bei der Asperation nicht bloss die Bezüge vom Konto der O.________ AG bei der Bank H.________ gemäss Anklageziffer 1.1.1.16, sondern auch weitere Bezüge (angefochtenes Urteil S. 107, 109). Insgesamt erscheinen die Erwägungen der Vorinstanz ohne weiteres als plausibel und sind die daraus gezogenen Schlüsse einleuchtend. Im Übrigen könnte das Bundesgericht das angefochtene Urteil, wo sich die Strafe unter Beachtung aller relevanten Faktoren wie hier offensichtlich im Rahmen des dem Sachgericht zustehenden Ermessens hält, auch bestätigen, wenn dieses in Bezug auf die Erwägungen zum Strafmass einzelne Unklarheiten und Unvollkommenheiten enthielte. Die Vorinstanz hat somit jedenfalls ihr Ermessen in der Strafzumessung nicht überschritten.