Citation: 2C_640/2014 E. A

A.B.________ (geb. 1983) ist bulgarische Staatsangehörige. Am 4. August 2005 reiste sie zum ersten Mal in die Schweiz ein. Am 9. Dezember 2005 wurde sie wegen Widerhandlung gegen das damals geltende Ausländergesetz zu einer bedingten Gefängnisstrafe von 60 Tagen verurteilt. Das Migrationsamt des Kantons Zürich verfügte daraufhin ihre Wegweisung. Das Bundesamt für Migration (seit dem 1. Januar 2015: Staatssekretariat für Migration SEM) belegte sie mit einer bis zum 12. Dezember 2008 gültigen Einreisesperre. Am 14. September 2006 wies das Migrationsamt ein Gesuch von A.B.________ um eine Aufenthaltsbewilligung als Opfer von Menschenhandel ab. Sie wurde jedoch auf Zusehen hier geduldet. Im September 2007 brachte A.B.________ in Zürich ihre Tochter E.B.________ zur Welt. Nach der Anerkennung des Kindes durch den Schweizer Bürger F.________ erhielt A.B.________ eine Aufenthaltsbewilligung aufgrund eines schwerwiegenden persönlichen Härtefalls, die zuletzt bis 15. November 2010 verlängert wurde. Nach Ablauf der Gültigkeitsdauer kehrte A.B.________ freiwillig mit ihrer Tochter nach Bulgarien zurück. Im November 2010 gebar A.B.________ in Bulgarien die Zwillinge C.B.________ und D.B.________, deren Vater der mazedonische Staatsbürger G.________ ist. Im Oktober 2011 reiste A.B.________ mit ihrer Tochter, die das Schweizer Bürgerrecht besitzt, und ihren zwei Söhnen erneut in die Schweiz ein und ersuchte am 8. Dezember 2011 um eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA zur Stellensuche bzw. für die beiden Söhne zum Verbleib bei der Mutter.