Citation: 1P.464/2001 02.08.2001 E. 3

3.-Gemäss Zürcher Strafprozessrecht darf Untersuchungshaft nur angeordnet werden, wenn der Angeschuldigte eines Verbrechens oder Vergehens dringend verdächtigt wird und ausserdem aufgrund bestimmter Anhaltspunkte u.a. ernsthaft befürchtet werden muss, dass er sich der Strafverfolgung durch Flucht entziehe und damit der besonderer Haftgrund der Fluchtgefahr vorliegt (§ 58 Abs. 1 StPO/ZH). Die Beschwerdeführerin bestreitet den dringenden Tatverdacht nicht. Sie wendet sich jedoch gegen die Annahme eines besonderen Haftgrundes, insbesondere von Fluchtgefahr. Zwar leide sie stark unter der "sehr lange dauernden U-Haft". Sie habe jedoch "niemals behauptet, sie halte es generell im Gefängnis nicht aus". "Wenn die Beschwerdeführerin einmal für den Mitangeschuldigten Y.________, der nota bene deutscher Staatsangehöriger" sei, "'Fluchtvorbereitungen' getroffen" habe, so sei das "etwas völlig anderes". Sie sei "in der Schweiz verwurzelt" und habe "ihre Familie hier". Ausserdem hätten die Angeschuldigten ausgesagt, sie hätten es bemerkt, als sie "von der Polizei observiert" worden seien; "hätten ernsthafte und konkrete Fluchtabsichten bestanden, wäre dies der Zeitpunkt gewesen, um abzuhauen". Dass sie "in der Schweiz und an ihrem Wohnort verblieben, bis sie von der Polizei verhaftet wurden", spreche "klar gegen Fluchtgefahr". Die Annahme der kantonalen Behörden, wonach "die Kontakte im Ausland", welche für ihren Freund, den Hauptangeschuldigten Y.________, "geknüpft" worden seien, "auch für" die Beschwerdeführerin "bestehen würden", sei "völlig falsch, aus der Luft gegriffen" und finde in den Akten keine Stütze. "Aktenwidrig" sei auch die Behauptung, die Beschwerdeführerin sei "sozial eher schlecht eingebunden". Sie könne "nach der Haftentlassung zu ihrer Mutter nach Hause und dort wohnen".