Citation: I 787/03 13.09.2004 E. 4

Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 125 V 369 Erw. 2 mit Hinweis, 112 V 372 Erw. 2b und 390 Erw. 1b). Rechtsprechungsgemäss ist die Invalidenrente nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 113 V 275 Erw. 1a mit Hinweis). Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt (BGE 117 V 199 Erw. 3b mit Hinweis) oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (vgl. noch nicht in der Amtlichen Sammlung veröffentlichtes Urteil A. vom 30. April 2004, I 626/03; BGE 117 V 199 Erw. 3b mit Hinweisen). 4.1 Die Vorinstanz geht in ihren Erwägungen unter Hinweis auf ZAK 1982 S. 499 davon aus, dass für eine im Betrieb ihres Ehemannes mitarbeitende Versicherte, die keinen Barlohn bezieht, der Invaliditätsgrad an sich nach der Methode des Betätigungsvergleichs ermittelt werden müsste. Zulässig sei aber auch, in bestimmten Fällen von der ärztlich festgestellten Arbeitsunfähigkeit auf die massgebende Invalidität bzw. Arbeitunfähigkeit zu schliessen, was die IV-Stelle in den vergangenen Revisionsverfahren zutreffend getan habe. Sie verweist dabei auf ZAK 1962 S. 478. Die Beschwerdeführerin stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt, diese Urteile seien längstens überholt. Die Rentenberechnung sei auch revisionsweise nach den Vorgaben des Gesetzes (Art. 16 ATSG), der Verordnung (Art. 25 Abs. 2 IVV) und nach der Verfassung (Art. 8 Abs. 2 BV) vorzunehmen. Nicht nur das Invalideneinkommen, sondern auch das Valideneinkommen sei nicht nach den gesetzlichen Bestimmungen ermittelt worden. Die Beschwerdeführerin sei zudem nicht als Arbeitnehmerin ihres Ehemannes zu qualifizieren, sondern als Selbstständigerwerbende. Ihr Valideneinkommen habe weit mehr als Fr. 15'132.- jährlich betragen.