Citation: 8C_744/2009 08.01.2010 E. 4

4.1 Dr. med. F.________ diagnostizierte im orthopädischen Gutachten zuhanden der Zürich vom 9. Februar 2007 eine Schultergelenksdestruktion bei posttraumatischer Humeruskopf-Nekrose links bei Status nach Humeruskopf-Luxationsfraktur links am 22. Februar 2003, Status nach offener Reposition und Platten-Osteosynthese Spital X.________ am 22. Februar 2003, Osteosynthese-Materialentfernung und arthroskopischer Arthrolyse Klinik Y.________ am 29. Januar 2004. In seinem bisherigen Beruf als Allrounder im Betrieb E.________ seien für den Versicherten nicht mehr ausführbar sämtliche Tätigkeiten oberhalb der Horizontalen und sämtliche Tätigkeiten unterhalb der Horizontalen mit Heben von Lasten über 5 kg. Zu meiden seien repetitives Anheben von Gegenständen, Schlag- und Vibrationsbelastungen sowie regelmässige Zwangsbewegungen und Zwangshandlungen. Es müsse die Möglichkeit gegeben werden für regelmässige Lagewechsel und Ruhepausen sowie für eine Wechselbelastung bzw. Wechselbewegungen der linken oberen Extremität; in dieser Tätigkeit betrage die Beeinträchtigung 50 %. In seiner zweiten Tätigkeit als Berater im IT-Bereich sei der Versicherte durch seine Konzentrationsstörungen, durch die Verlangsamung der intellektuellen Leistungen und durch seine Reizbarkeit ebenfalls eingeschränkt, sodass nicht eine volle Arbeitsfähigkeit bestehe auch für körperlich nicht belastende Tätigkeiten. Diese Einschränkung schätze er auf 25 %, wobei hier zur genauen Definition eine psychologisch/psychiatrische Abklärung notwendig sei. Nichtoperativ könne keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden. Nichtsdestotrotz könne eine begleitende Physiotherapie ca. zweimal pro Monat empfohlen werden, da damit der jetzige ordentlich kompensierte Zustand erhalten werden und einer weiteren Verschlechterung so gut als möglich entgegengewirkt werden könne. Da der Versicherte im täglichen Leben jedoch schmerzarm sei und mit der Funktion sich im Moment gut arrangiert habe, bestehe kein akuter Handlungszwang für eine Operation. Die Prothese könne dann eingesetzt werden, wenn entsprechende Beschwerden aufträten. Auf der Basis der SUVA-Tabelle 5, Integritätsentschädigung bei Arthrosen, werde der Integritätsschaden gemäss einer schweren Omarthrose mit 25 % festgelegt. 4.2 Die Zürich holte einen Bericht des Psychiaters Dr. med. A.________ vom 14. Juni 2007 ein. Dieser diagnostizierte den Verdacht auf depressive Entwicklung, DD: neurologische Ätiologie; Humerusnekrose links nach Skiunfall im Februar 2003. Er beziehe sich nur auf die beschriebenen psychischen Symptome wie Schlafstörungen, Gereiztheit, Ungeduld, Unruhe, Nervosität, innere Spannung, Verlust der inneren Ruhe, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen, Gefühl der inneren Blockade etc., wobei eine scharfe Abtrennung gegenüber der Neurologie natürlich nicht möglich sei. Die Frage, ob die beschriebene psychische Symptomatik ursächlich mit dem Unfall im Zusammenhang stehe, sei schwer zu beurteilen und weitgehend spekulativ. Er fürchte jedoch, dass sich auch nach Vorliegen der Resultate der neurologischen Abklärung an diesem Umstand wahrscheinlich nichts ändern werde, ausser es könne eine klare neurologische Läsion oder Veränderungen nachgewiesen werden. Aus heutiger Sicht halte er es am wahrscheinlichsten, dass nicht der Unfall selbst, sondern die daraus folgenden gesundheitlichen Komplikationen zu einer depressiven Entwicklung geführt hätten. 4.3 Die Zürich zog einen zuhanden des Dr. med. A.________ (E. 4.2 hievor) erstatteten Bericht des PD Dr. med. J.________, Oberarzt, und des Dr. med. D.________, Assistenzarzt, Neurologische Klinik und Poliklinik, Spital Q._________, vom 23. Juli 2007 bei. Diese stellten folgende Hauptdiagnose: Verdacht auf depressive Entwicklung, keine Hinweise für eine demenzielle Störung. Die Arbeitsfähigkeit betrage 100 %. Die Anamnese und die klinischen Befunde passten gut zu einer depressiven Verstimmung. Hinweise für eine demenzielle Entwicklung oder eine Insomnie/Parasomnie fänden sich nicht. Weitere Abklärungen seien diesbezüglich aktuell nicht indiziert. Empfohlen werde eine Therapie mit Remeron. Im von der Zürich eingeholten Bericht vom 8. August 2007 ergänzten PD Dr. med. J.________ und Dr. D.________, beim Versicherten bestehe eine Antriebsschwäche. Ihres Erachtens nach seien die in der Konsultation vom 23. Juli 2007 behandelten Beschwerden nicht Folgen des Unfalls. Empfohlen werde eine medikamentöse Therapie mit dem Hausarzt. 4.4 Das Gutachten des Dr. med. F.________ sowie die Berichte des Dr. med. A.________ und des Spitals Q.________ (E. 4.1-4.3 hievor) wurden im Rahmen des invalidenversicherungsrechtlichen Urteils 8C_508/2007 vom 16. Mai 2008 noch nicht berücksichtigt.