Citation: 6B_989/2021 E. 2.3.2

2.3.2. Gleichermassen als unverfänglich erweist sich im Weiteren, wenn der Beschwerdeführer - losgelöst von seiner Argumentation einer wahrheitswidrigen Beschuldigung - eine aktenwidrige Sachverhaltsfeststellung und einen unauflösbaren Widerspruch im Zusammenhang mit der Frage geltend macht, ob (überhaupt) gefälschte Urkunden wie Lohnabrechnungen zur Täuschung verwendet, d.h. der jeweiligen Bank vorgelegt wurden: Nach dem vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt fehlt es an einem direkten Beweis für die Vorlage gefälschter Lohnabrechnungen im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses. In den zwei Fällen betreffend die Kredite des Beschwerdeführers und von I.I.________ hält die Vorinstanz das Vorlegen gefälschter Lohnabrechnungen gleichwohl für erstellt. Sie leitet dies daraus ab, dass jeweils im Antragsgesuch der B.________ GmbH der (falsche) Lohn auf hundert Franken gerundet angegeben worden sei und in den anschliessend von der Bank zur Unterzeichnung erstellten Dokumenten (beim Kredit des Beschwerdeführers: Kreditantrag und Budgetberechnung; beim Kredit von I.I.________: Budgetberechnung) der Lohn hingegen in der genauen Höhe gemäss den gefälschten Lohnabrechnungen aufgeführt gewesen sei. Die in den Bankdokumenten aufgeführten genauen Lohnbeträge seien nicht anders zu erklären, als dass die jeweilige Bank zumindest über eine der gefälschten Lohnabrechnungen des Beschwerdeführers bzw. von I.I.________ verfügt haben müsse (angefochtenes Urteil E. 2.3.7 S. 14, E. 2.4.9 S. 26). Den vom Beschwerdeführer gegen diese Folgerung erhobenen Einwand, der Kreditantrag (betreffend seinen eigenen Kredit) sei von ihm bzw. den Mitbeschuldigten via Onlinetool der Bank ausgefüllt worden und der genaue Lohnbetrag in der Budgetberechnung (betreffend den Kredit von I.I.________) sei der Bank durch mündliche Mitteilung zugekommen, unterlegt er mit keinen stichhaltigen Gründen. Solche sind auch nicht offensichtlich; vielmehr sprechen die Tatsachen, dass im Zusammenhang mit seinem Kredit erstmals mit dem der B.________ GmbH eigenen Kreditgesuch vom 10. Mai 2013 um Kredit ersucht worden war und der Kreditantrag vom 13. Mai 2013 das gleiche Datum wie die unbestrittenermassen von der Bank erstellten weiteren Dokumente (Kreditvertrag und Budgetberechnung) trägt (vgl. angefochtenes Urteil E. 2.3.7 S. 14), gegen das vom Beschwerdeführer geltend gemachte eigene Ausfüllen des Antrags. Der von ihm hervorgehobene Umstand, dass im Nachgang an die jeweiligen Vertragsabschlüsse vom 13. Mai und 18. November 2013 mehrere gefälschte Lohnabrechnungen noch der jeweiligen Bank zugegangen seien (vgl. angefochtenes Urteil E. 2.3.7 S. 16, E. 2.4.9 S. 26 f.), schliesst die vorinstanzliche Folgerung zudem nicht aus. Der Verweis des Beschwerdeführers auf die Situation beim Kredit von G.________ hilft ihm schliesslich ebenfalls nicht weiter. Gemäss der unangefochtenen vorinstanzlichen Feststellung wurde dort laut Angabe der Bank der Vertrag ohne Vorlage einer Lohnabrechnung "eröffnet" und war in der diesbezüglichen Budgetberechnung der Bank trotzdem der genaue (falsche) Lohnbetrag bereits aufgeführt (vgl. angefochtenes Urteil E. 2.4.8 S. 25). Daraus folgt zwar, dass bezüglich dieses Kredits der genaue (falsche) Lohnbetrag auf andere Weise als mittels Lohnabrechnung übermittelt worden sein musste. Auch dies lässt ein Abstellen auf den im Kreditantrag bzw. der Budgetberechnung aufgeführten genauen Lohnbetrag als Nachweis für die Vorlage mindestens jeweils einer der gefälschten Lohnabrechnungen in den anderen Fällen aber nicht als willkürlich erscheinen. Bei den drei Krediten handelt es sich um separate Fälle mit je verschiedenen Banken und daher grundsätzlich nicht zwingend gleichen Abläufen, weshalb nicht ohne Weiteres von den Gegebenheiten eines Falls auf jene eines anderen geschlossen werden kann. Die Kreditfähigkeitsprüfung ist durch die Kreditgeberin ausserdem vor Vertragsabschluss vorzunehmen (vgl. Art. 27a KKG). Vor diesem Hintergrund ist es nicht geradezu haltlos anzunehmen, bei den zwei Krediten des Beschwerdeführers und von I.I.________ habe sich die Antragstellung anders ereignet als beim Kredit G.________ und es habe jeweils schon bei Vertragserstellung mindestens eine gefälschte Lohnabrechnung vorgelegen, auch wenn sich das aus den Akten nicht unmittelbar ergibt.