Citation: 1P.431/2005 15.03.2006 E. B

Auf Ersuchen der Familie Y.________ forderte die Gemeindeverwaltung Heiden X.________ im Mai 1999 auf, die Bäume zurückzuschneiden, welche die Aussicht auf den Bodensee verdeckten. Daraufhin liess X.________ am südlichen Rand ihrer beiden Grundstücke einige Bäume fällen. Nach Ansicht der Gemeindeverwaltung genügte diese Massnahme nicht, um die Seesicht wiederherzustellen. Am 6. Juli 2000 traf die Baubewilligungskommission der Gemeinde Heiden gegenüber X.________ folgende Verfügung: Die Bepflanzung auf ihren Grundstücken, die sich nördlich des Höhenwegs befindet, dürfe die Höhenkote von 790 Metern über Meer (m.ü.M.) nicht überschreiten; die entsprechenden Bäume und Sträucher seien bis 31. August 2000 zurückzuschneiden oder zu fällen. Ausgenommen von der Verfügung seien Bäume und Sträucher, die vor dem 2. Februar 1977 angepflanzt wurden. Der Gemeinderat von Heiden wies den von X.________ erhobenen Rekurs am 19. Juni 2001 ab. Er entschied, die zu hohen Bäume und Sträucher seien bis zum 28. Februar 2002 zu fällen.