Citation: 1P.317/2004 06.08.2004 E. 4

Seine konkreten Vorwürfe gegen die obergerichtliche Beweiswürdigung zielen darauf ab, diese als willkürlich darzustellen. 4.1 Ein Gericht verletzt das Willkürverbot von Art. 9 BV, wenn es seinem Entscheid Tatsachenfeststellungen zugrunde legt, die mit den Akten in klarem Widerspruch stehen. Im Bereich der Beweiswürdigung besitzt der Richter einen weiten Ermessensspielraum. Das Bundesgericht greift im Rahmen einer staatsrechtlichen Beschwerde nur ein, wenn die Beweiswürdigung offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht oder auf einem offenkundigen Versehen beruht (BGE 124 I 208 E. 4a; 117 Ia 13 E. 2c; 18 E. 3c je mit Hinweisen). 4.2 Wie bereits vor Obergericht stellt der Beschwerdeführer die Darstellung der beiden Polizeibeamten als unzuverlässig und widersprüchlich dar. Dazu führt er etwa an, dass im ersten Polizeirapport eine falsche Ortsangabe aufgeführt wird. Dies hat das Obergericht indessen zu Recht als Verschrieb gewertet, bestehen doch keinerlei Zweifel, wo die Kontrolle des Beschwerdeführers stattfand; auch dieser bestreitet nicht, dass dies in Grosswangen war. Weiter bringt er vor, die beiden Beamten hätten bei ihm eine "geistige Müdigkeit" festgestellt, während dem Arzt, der die Blutentnahme durchgeführt habe, nichts Derartiges aufgefallen sei. Solch subjektive Wertungen können naturgemäss auseinander fallen, dies entwertet weder die Einschätzungen der Polizeibeamten noch diejenige des Arztes. Es ist nach dem Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin normal, dass ein alkoholisierter Fahrer, der bei seiner Anhaltung müde wirkt, durch die mit der Anhaltung verbundene Aufregung "geweckt" wird und 20 Minuten später keine Müdigkeitssymptome mehr aufweist. Vor allem aber geht solche Kritik an Nebensächlichkeiten - mit welcher sich im Übrigen das Obergericht bereits grösstenteils befasste und sie (zu Recht) zurückwies, ohne dass dies den Beschwerdeführer veranlasst hätte, sich damit in der staatsrechtlichen Beschwerde auseinanderzusetzen - weitgehend an der Sache vorbei. Der entscheidwesentliche Kerngehalt des Rapportes und der Aussagen der Polizeibeamten, auf den sich die Verurteilung des Beschwerdeführers stützt, lässt sich wie folgt zusammenfassen: Die beiden Polizeibeamten identifizierten ein Schlangenlinien fahrendes Fahrzeug, fuhren ihm nach, schlossen durch Überholen zu ihm auf, vergewisserten sich nochmals dessen schwankender Fahrweise, stoppten es und kontrollierten den Beschwerdeführer. Die weitscheifigen Ausführungen des Beschwerdeführers, wie sie oben beispielhaft abgehandelt werden, sind nicht geeignet, die Darstellung der Polizeibeamten im Kern in Frage zu stellen und erschöpfen sich damit in appellatorischer, in einer staatsrechtlichen Beschwerde unzulässiger Kritik. Darauf ist nicht einzutreten.