Citation: 2C_711/2020 E. 5.5

5.5. Angesichts der konkreten Umstände drängt sich vorliegend der Schluss auf, dass die sprachliche und berufliche Integration des Beschwerdeführers - auch ohne die Berücksichtigung seiner neuen Arbeitsstelle seit dem 19. August 2020 (vgl. vorstehende E. 2.3) - zwar mit der Länge seiner Aufenthaltsdauer einhergehen mögen, indessen korrelieren weder seine soziale noch seine wirtschaftliche Integration damit. Bereits die von ihm verübten Straftaten zum Nachteil seiner ersten Ehegattin sprechen gegen eine gute soziale Integration. Im Weiteren hat der Beschwerdeführer Schulden. So liegen gegen ihn - wie die Vorinstanz festhält und der Beschwerdeführer nicht bestreitet - bei verschiedenen Betreibungsämtern 41 Verlustscheine im Gesamtbetrag von Fr. 125'980.40 vor. Darüber hinaus musste er zeitweise von der Sozialhilfe unterstützt werden, deren Fürsorgeleistung sich bis April 2017 auf Fr. 11'977.50 belief. Der Beschwerdeführer kann sich im Zusammenhang mit seiner Integration sodann nicht auf das Urteil 2C_532/2017 vom 26. März 2018 berufen, zumal er nicht aufzuzeigen vermag, dass er sich im Rahmen seiner Möglichkeiten darum bemüht, seine Schulden zu tilgen, wie dies in dem von ihm angeführten Urteil der Fall war. Die wirtschaftliche Integration kann mithin ebenfalls nicht als gelungen gelten. Auch zeugt das Vorbringen des Beschwerdeführers, sich in den letzten Jahren wohl verhalten zu haben, nicht von einer besonders vertieften Integration, zumal dies ohnehin vorausgesetzt werden darf.