Citation: H 262/02 23.04.2003 E. 3

Die Vorinstanz sprach dem Rechtsvertreter des Beschwerdegegners eine Parteientschädigung von Fr. 4000.- zu, ohne ihn vorgängig zur Einreichung einer Kostennote aufgefordert zu haben, und ohne dass dieser selbst eine solche beigebracht hätte. Eine nähere Begründung für die Festsetzung des erwähnten Betrages lässt sich dem kantonalen Entscheid nicht entnehmen. 3.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, der Rechtsanwalt habe gleichzeitig den Beschwerdegegner wie auch dessen ebenfalls mit einer Schadenersatzklage belangten Vater vertreten. Demnach habe er für zwei Verfahren auf ein und die selben Recherchen zurückgreifen können, was seinen Arbeitsaufwand pro Fall erheblich reduziert habe. Der Vater des Beschwerdegegners sei vollumfänglich unterlegen; hätte er jedoch ebenfalls gewonnen, wären dem Anwalt somit zweimal Fr. 4000.- zugesprochen worden, was nicht zu rechtfertigen gewesen wäre. Angesichts der gefestigten Rechtsprechung zur Haftung von Gesellschaftern einer GmbH habe der vorliegende Fall des Beschwerdegegners sodann keine besonderen rechtlichen Probleme aufgeworfen. 3.2 Hiegegen wendet der Rechtsverteter ein, die Stellung des Beschwerdegegners und diejenige des Vaters innerhalb der GmbH seien gerade im Hinblick auf die Haftung nach Art. 52 AHVG unterschiedlich gewesen. Daher habe er die entsprechenden Differenzen in den jeweiligen Rechtsschriften detailliert herausarbeiten müssen und nicht einfach im einen Prozess die Ausführungen aus dem andern Verfahren unbesehen übernehmen können. Ferner reicht der Anwalt eine Aufstellung ein, laut welcher er für den kantonalen Prozess des Beschwerdegegners allein insgesamt 21 Stunden 30 Minuten aufgewendet habe. 3.3 Im vorinstanzlichen Verfahren ging es um einen relativ hohen Streitwert von rund Fr. 129'500.-. Dabei hatte der Rechtsvertreter die Unterlagen der konkursiten Firma zu analysieren, eine Klageantwort und eine Duplik zu verfassen. Die ihm zugesprochene Parteientschädigung entspricht bei der vom Eidgenössischen Versicherungsgericht als zulässig erachteten Bandbreite des Stundenhonorars von Fr. 160.- bis Fr. 320.- (Erw. 2.3 hievor) einem Stundenaufwand von zwischen 12,5 (Honorar Fr. 320.-) und 25 Stunden (Honorar Fr. 160.-). Die zugesprochene Entschädigung von Fr. 4000.- kann angesichts der gesamten Umstände nicht als schlechterdings unhaltbar, sonstwie willkürlich oder ermessensmissbräuchlich (Erw. 1) bezeichnet werden.