Citation: U 133/00 06.06.2002 E. 2

2.- a) Soweit der Beschwerdeführer die vorinstanzlich angenommene vollständige Arbeitsfähigkeit für leichtere Tätigkeiten ohne Heben von Lasten über 15 kg in Frage stellt, kann ihm nicht gefolgt werden. Wie das kantonale Gericht im Einzelnen dargelegt hat, weisen die medizinischen Akten ganz überwiegend ein solches Leistungsvermögen aus. Dies geht nicht nur aus den - durch den Beschwerdeführer in besonderer Weise in Frage gestellten - Angaben des Dr. med. E.________, Spezialarzt für Chirurgie FMH (Administrativgutachten vom 8. August 1991 mit Nachtrag vom 30. August 1991) hervor, sondern auch aus dem Bericht des Dr. med. U.________, FMH Innere Medizin, speziell Rheumatologie, physikalische Therapie, vom 4. Oktober 1991 und des Spitals X.________, Rheumaklinik und Institut für Physikalische Therapie, vom 18. Oktober 1993. b) Ebenfalls nicht beigepflichtet werden kann den Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde bezüglich des adäquaten Kausalzusammenhanges zwischen dem versicherten Unfall vom 22. März 1990 und der psychogenen Entwicklung, um derentwillen (vgl. Bericht des Dr. med. M.________, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 15. Februar 1996) - die Eidgenössische Invalidenversicherung eine ganze Invalidenrente zusprach. Letztlich hat der Beschwerdeführer beim Unfall keine anderen Verletzungen erlitten als eine folgenlos abgeheilte Clavicula-Fraktur und eine Fraktur des Brustwirbelkörpers 8, welche erst sechs Monate später diagnostiziert wurde. Die Behauptung in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, ein Wirbelbruch sei doch «in jedem Fall lebensbedrohend, ob dieser nun sofort oder erst später erkannt werde», widerspricht der im ergänzenden Bericht vom 30. August 1991 durch Dr. med. E.________ dargelegten medizinischen Erfahrungstatsache, dass es immer wieder Patienten gibt, die eine Brustwirbelkörper-Fraktur durchmachen, ohne etwas davon zu wissen, die Arbeit nie unterbrechen, wobei der Befund dann häufig erst Jahre später anlässlich eines Wirbelsäulenröntgens festgestellt wird (S. 2). Es lässt sich daher, auch unter dem Gesichtspunkt der erlittenen Brustwirbelkörper-Fraktur, im Rahmen der Ermessenskontrolle bzw. der Konkretisierung der Fallgruppeneinteilung nach BGE 115 V 133 (vgl. Art. 132 lit. a OG) nicht beanstanden, wenn die Vorinstanz einen im Grenzbereich zu den leichten Ereignissen liegenden mittelschweren Unfall angenommen hat. Das diesfalls zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges vorausgesetzte Erfordernis, dass die massgeblichen Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sein müssen, ist in Übereinstimmung mit der vorinstanzlichen Beurteilung nicht gegeben. Sämtliche Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vermögen hieran nichts zu ändern.