Citation: 8C_350/2023 E. 6.3

6.3. Dass die Vorinstanz zur Einschätzung gelangte, es lägen keine Gründe vor, die das von der IV-Stelle eingeholte Gutachten als unzuverlässig beziehungsweise weitere Abklärungen als angezeigt erscheinen liessen, ist damit insgesamt nicht zu beanstanden. Zu Unrecht macht die Beschwerdeführerin geltend, dass die vom kantonalen Gericht angewendete, oben (E. 4 a.E.) dargelegte Rechtsprechung nur für Hausärzte und nicht für die behandelnden Spezialärzte gelte, betrifft diese doch gerade die unterschiedliche Natur des Behandlungsauftrags der therapeutisch tätigen (Fach-) Person einerseits und des Begutachtungsauftrags des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits. Mit Blick darauf vermag die Beschwerdeführerin insbesondere auch mit ihrem Einwand nicht durchzudringen, dass die vom Gutachter erkannte Aggravation nicht nachvollziehbar sei, weil die behandelnden Ärzte die geklagten neurologischen Ausfälle und neuropsychologischen Defizite als authentisch erachtet hätten.