Citation: 5A_319/2021 E. 4.5

4.5. Der Beschwerdeführer bestreitet zwar, dass die vom Obergericht angeführten Gesichtspunkte je einzeln und in ihrer Gesamtschau geeignet seien, die Verwirklichung einer Erdsondenbohrung nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge in absehbarer Zukunft als wahrscheinlich erscheinen zu lassen. Um die Beweiswürdigung im angefochtenen Entscheid als willkürlich auszuweisen, genügt es jedoch nicht, die vorinstanzlichen Feststellungen als "offensichtlich unrichtig" zu bezeichnen oder einzelne Beweise anzuführen, die anders als im angefochtenen Entscheid gewichtet werden sollen, und dem Bundesgericht in der Folge die eigene Auffassung zu unterbreiten, als ob diesem freie Sachverhaltsprüfung zukäme (Urteil 4A_199/2019 vom 12. August 2019 E. 2.3 mit Hinweisen; s. auch E. 2.2). Genau dies tut der Beschwerdeführer aber mit seinen oben resümierten Vorbringen (E. 4.3); letztlich legt er bloss seine Sicht der Dinge dar und tadelt die gegenteilige Sicht der Vorinstanz als offensichtlich unhaltbar. Allein mit diesem Vorgehen genügt er den Begründungsanforderungen nicht, weshalb darauf nicht einzutreten ist. Soweit sich der Beschwerdeführer an der vorinstanzlichen Unterscheidung zwischen der konkreten und der grundsätzlichen Absicht der Beschwerdegegner zur Erstellung einer Erdsondenheizung stört, tut er nicht dar, inwiefern das Obergericht entscheidwesentlich allein auf die grundsätzliche Absicht abstellt. Der pauschale Einwand, die Absichten der Beschwerdegegner in jeder Hinsicht bestritten zu haben, hilft ihm nicht weiter. Unbehelflich ist auch sein Hinweis auf die Daten des Bundesamtes für Statistik. Daraus kann für den allein massgeblichen Einzelfall nichts Konkretes abgeleitet werden. Auch aus BGE 132 III 353 vermag der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten abzuleiten, und zwar erst recht nicht, wenn er daraus singulär die Passage herauspflückt, wonach das Bundesgericht der dortigen, die Beseitigung von Erdankern fordernden Klägerin entgegen halte, dass "aucun projet de construction actuel, concret ou précis n'existe dans ce sens" (BGE a.a.O. E. 4). Der Beschwerdeführer übergeht, dass das Bundesgericht in jenem Fall auch die Natur des klägerischen Gebäudes als Baudenkmal, seine Nutzung als privaten Klub, die öffentlich-rechtlichen Bau- und Umweltvorschriften und die kommunalen Richtlinien betreffend Parkplätze berücksichtigte und insgesamt zum Schluss kam, dass der behauptete Bau einer unterirdischen Parkgarage nicht vernünftig ("pas raisonnable") sei oder wenig realistisch ("peu réaliste") erscheine (BGE a.a.O.). Aus dem zitierten Entscheid kann daher nicht gefolgert werden, dass auf die Wahrscheinlichkeit einer zukünftigen Nutzung des Untergrunds nur dann geschlossen werden könne, wenn ein "aktuelles, konkretes oder präzises Projekt" bestehe. Einfach zu behaupten, "genau diese Situation [sei] auch im vorliegenden Fall gegeben", genügt nicht. Falsch liegt der Beschwerdeführer sodann mit seiner Lesart des Schreibens der D.________ AG vom 22. Dezember 2016. Seine Befürchtung, dass die Vorinstanz den Inhalt dieses Schreibens nicht zutreffend wiedergebe, ist unbegründet. Im fraglichen Schreiben ist ausdrücklich davon die Rede, dass "der Hergang für die Erdsondenbohrung dadurch [sc. die Erdnägel] massiv beeinträchtigt wird". Weshalb mit dieser Aussage nicht wenigstens eine erhebliche Erschwerung der Bohrung prognostiziert wird, mag der Beschwerdeführer nicht erklären, noch nennt er die angeblichen Vorbehalte, an welche die D.________ AG ihre Einschätzung knüpft. Sodann setzt der Abwehranspruch nach Art. 641 Abs. 2 ZGB entgegen der Meinung des Beschwerdeführers auch nicht voraus, dass der Einlass von Erdsonden im Grundstück der Beschwerdegegner durch die dort befindlichen fremden Erdnägel geradezu verunmöglicht wird. Für die Abwehr eines Eingriffs in das Grundeigentum genügt eine Erschwerung der Ausübung der Eigentümerinteressen. Alsdann versucht der Beschwerdeführer, die vorinstanzliche Interpretation des besagten Schreibens und damit die Erschwerung der Ausübung der Eigentümerinteresse zu relativieren. Mit den vorinstanzlichen Erkenntnissen aus den Plänen in der Klagebeilage 14, wonach die Erdnägel aufgrund ihrer Lage und Länge allfällige Erdsondenbohrungen mit erhöhter Wahrscheinlichkeit erschweren würden, setzt er sich jedoch nicht auseinander. Um die vorinstanzliche Beweiswürdigung als im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG offensichtlich unrichtig auszuweisen, genügt es jedoch nicht, einzelne Elemente des angefochtenen Entscheids herauszugreifen und andere Punkte unangefochten stehen zu lassen. Dass das Obergericht bei der gegebenen Ausgangslage auf eine Störung des Ausübungsinteresses der Beschwerdegegner schliesst, ist nicht zu beanstanden. Im Ergebnis ist die Beschwerde im Umfang des Hauptbegehrens deshalb abzuweisen.