Citation: 5A_373/2021 E. 1.3

1.3. Sodann ist es an den festgestellten Sachverhalt grundsätzlich gebunden (Art. 105 Abs. 1 BGG). Zum vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt gehören nicht nur die Feststellungen über den Lebenssachverhalt, sondern auch jene über den Ablauf des kantonalen Verfahrens, also die Feststellungen über den Prozesssachverhalt (BGE 140 III 16 E. 1.3.1). Die Feststellung des Sachverhalts kann nur gerügt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinn von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Hierfür gilt das strenge Rügeprinzip (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 147 I 73 E. 2.2); danach prüft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und wenn möglich belegte Rügen, während es auf ungenügend substanziierte Vorbringen und appellatorische Kritik nicht eintritt (im Einzelnen: BGE 146 IV 88 E. 1.3.1; 144 V 50 E. 4.2; 141 IV 317 E. 5.4; 140 III 264 E. 2.3; 134 II 244 E. 2.2). Eine Sachverhaltsfeststellung bzw. Beweiswürdigung ist willkürlich, wenn das Gericht Sinn und Tragweite eines Beweismittels offensichtlich verkannt hat, wenn es ohne sachlichen Grund ein wichtiges und entscheidwesentliches Beweismittel unberücksichtigt gelassen oder wenn es auf der Grundlage der festgestellten Tatsachen unhaltbare Schlussfolgerungen gezogen hat (BGE 144 II 286 E. 3.6.2; 142 II 433 E. 4.4; 140 III 264 E. 2.3; 137 III 226 E. 4.2; 136 III 552 E. 4.2). Dass die von Sachgerichten gezogenen Schlüsse nicht mit der eigenen Darstellung der Beschwerdeführerin übereinstimmen, belegt keine Willkür (BGE 144 II 286 E. 3.6.2; 142 II 433 E. 4.4; 141 I 49 E. 3.4). Die Beschwerdeführerinnen behaupten mehrfach, das Obergericht habe den Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt (Rz 36: weil das Obergericht ein aktuelles Rechtsschutzinteresse der Beschwerdegegnerin an deren negativen Feststellungsklage annehme und die Fortdauer der Ungewissheit über den von den Beschwerdeführerinnen geltend gemachten Anspruch als unzumutbar erachte; Rz 48: das Obergericht habe das Vorliegen einer Art 'legalen' Schuldübernahme durch die Stockwerkeigentümergemeinschaft bejaht; Rz 56: das Obergericht habe zu Unrecht verneint, dass die Bank Y.________ und die Beschwerdegegnerin den Baurechtszins von den gemeinschaftlichen Kosten und Lasten ausgenommen hätten; Rz 85: gleicher Vorwurf wie in Rz 56; Rz 88: das Obergericht habe offensichtlich unrichtig festgestellt, dass die Beschwerdegegnerin nur für die hälftige Bezahlung des Baurechtszinses während der Zeit ihrer Mitgliedschaft in der Stockwerkeigentümergemeinschaft hafte; Rz 92: das Obergericht habe offensichtlich unrichtig festgestellt, dass sich die Rechtsstellung der Beschwerdeführerinnen gegenüber der Beschwerdegegnerin mit der Abtretung der Ansprüche der Bank Y.________ an sie nicht verbessert habe, dass die Beschwerdegegnerin nur für die hälftige Bezahlung des Baurechtszinses während der Zeit ihrer Mitgliedschaft in der Stockwerkeigentümergemeinschaft hafte und dass den Beschwerdeführerinnen als Rechtsnachfolgerinnen der Bank Y.________ nach dem Verkauf der Stockwerkeinheiten an die Z.________ AG keine Ansprüche gegen die Beschwerdegegnerin mehr zustehe; Rz 94: das Obergericht habe offensichtlich unrichtig übersehen, dass die Bank Y.________ ein vitales Interesse daran gehabt habe, dass ihr seitens der Beschwerdegegnerin nicht irgendwann ein insolventer Partner zur Seite gestellt werde; Rz 95: das Obergericht habe offensichtlich unrichtig festgestellt und zu Unrecht verneint, dass sich die Rechtsstellung der Beschwerdeführerinnen gegenüber der Beschwerdegegnerin mit der Abtretung der Ansprüche der Bank Y.________ an sie verbessert habe; Rz 96: das Obergericht habe offensichtlich unzutreffend verneint, dass sich die Beschwerdegegnerin mit dem Verkauf ihrer Stockwerkeinheiten an die Z.________ AG rechtsmissbräuchlich ihrer Zahlungspflicht entziehen wolle). Dabei handelt es sich indes weitestgehend um Rechtsrügen, weil die beanstandeten Erwägungen des Obergerichts im Rahmen der Vertragsauslegung nach dem Vertrauensprinzip erfolgten (vgl. E. 5.2.2), sodass diese als solche zu behandeln sind.