Citation: 6B_1416/2016 E. 1.3.2

1.3.2. Im Übrigen legt die Vorinstanz überzeugend dar, weshalb sie als erwiesen erachtet, dass der Beschwerdeführer - entgegen seiner Behauptung - rechtzeitig und ohne Gefahr für sich oder andere hätte bremsen können und, dass er das Fahrzeug vor sich bewusst überholt hat, um nicht anhalten zu müssen bzw. um sich der die Baustelle befahrenden Kolonne noch anschliessen zu können. Sie folgert dies nachvollziehbar aus seinen eigenen Aussagen. Demnach gab er an, er sei nicht zu nahe aufgefahren und hätte noch anhalten können. Er sei bei Erblicken des Gelbsignals über das Bremsmanöver des Vordermanns erstaunt gewesen, da er gedacht habe, "hey, geh doch noch". Der Beschwerdeführer beurteilte dessen Bremsmanöver offensichtlich als unnötig. Es ist daher plausibel, wenn die Vorinstanz annimmt, er habe sich deswegen, nicht wegen der behaupteten Unfallgefahr und somit trotz der Möglichkeit zu bremsen bewusst für ein Überholen entschieden. Aus seiner Aussage ergibt sich nicht, dass der Beschwerdeführer, welcher den Vordermann im Blick hatte, in jenem Moment überhaupt an eine mögliche Kollision gedacht hätte. Auch eine Kollisionsgefahr mit dem hinteren Fahrzeug verneint die Vorinstanz schlüssig. Sie erwägt, dessen Fahrer, welcher sich, wiederum gemäss Aussagen des Beschwerdeführers, beim Losfahren der Kolonne bei Grün an der achten bis dreizehnten Position befunden habe, habe noch mehr als dieser mit einem (erneuten) Wechsel des Lichtsignals auf Orange rechnen müssen. Wenn sie daraus schliesst, das nachfolgende Fahrzeug sei kaum so schnell gefahren, dass es nicht mehr hätte bremsen können, ist dies nicht zu beanstanden. Dies gilt umso mehr, als der Beschwerdeführer selber von einer Geschwindigkeit der Kolonne von ca. 30 km/h spricht. Es ist nicht nachvollziehbar, dass ein gefahrloses Bremsen bei diesem Tempo nicht möglich gewesen sein soll, wie er nun behauptet. Die Vorinstanz qualifiziert seinen Einwand daher zu Recht als Schutzbehauptung. Auch leuchtet nicht ein, weshalb das für die übrigen Verkehrsteilnehmer nicht vorhersehbare Überholmanöver weniger gefährlich gewesen sein soll, als ein Abbremsen bei 30 km/h.