Citation: 2C_114/2020 E. 5.3

5.3. Die Bestimmung der zu ergreifenden Disziplinarmassnahme ist vorab Sache der zuständigen Aufsichtsbehörde. Das Bundesgericht auferlegt sich Zurückhaltung, soweit es um die auszufällende Massnahme geht und greift nur ein, wenn die angefochtene Disziplinarsanktion den Rahmen des pflichtgemässen Ermessens sprengt und damit als klar unverhältnismässig und geradezu willkürlich erscheint (vgl. Urteile 2C_933/2018 vom 25. März 2019 E. 6; 2C_907/2017 vom 13. März 2018 E. 5.4). Wie die Vorinstanz zu Recht festhielt, können die Verstösse gegen Art. 512 i.V.m. Art. 499-504 ZGB nicht als leicht bezeichnet werden. Zu berücksichtigen ist in diesem Zusammenhang auch der Umstand, dass Erbverträge ihre Wirkungen nach dem Tod zumindest eines der Betroffenen entfalten und somit zu einem Zeitpunkt, als dessen tatsächlicher Wille nicht mehr unmittelbar ermittelt werden kann. Vor diesem Hintergrund kommt der Beachtung des Klarheitsgebots bei der Beurkundung von Erbverträgen besonderes Gewicht zu. Zudem handelt es sich bei der strittigen Sanktion bereits um die zweite Disziplinierung des Beschwerdeführers innert kurzer Zeit. Aufgrund der konkreten Umstände sprengt die ihm auferlegte Busse von Fr. 1'500.--, die ohnehin im unteren Bereich der vom kantonalen Recht festgesetzten Bandbreite liegt (vgl. E. 5.1 hiervor), den Rahmen des pflichtgemässen Ermessen der Notariatskommission nicht und erscheint weder als klar unverhältnismässig noch als willkürlich. Im Übrigen legt der Beschwerdeführer nicht substanziiert dar, weshalb die ihm auferlegte Busse unverhältnismässig sein soll. Dass die disziplinarische Verfolgung hinsichtlich des Vertrags Y - entgegen seinen Behauptungen - nicht verjährt war, wurde bereits dargelegt (vgl. E. 2.4 hiervor).