Citation: 1C_626/2022 E. 3.2

3.2. In der vorliegend strittigen Baubewilligung hielt die Bau- und Werkkommission Biberist fest, dass sich das Bauvorhaben innerhalb der Bauzone befinde. Dabei verwies die Baubewilligungsbehörde auf eine Verfügung des Bau- und Justizdepartements des Kantons Solothurn vom 14. Januar 2009, in der sich dieses bereits im Rahmen der Bewilligung des Neubaus der vorliegend zum Umbau geplanten Mobilfunkantenne mit der Zuordnung des betreffenden Grundstücks zum Bau- bzw. Nichtbaugebiet auseinandergesetzt hat. Das kantonale Departement gelangte damals in Anwendung der oben dargelegten Rechtsprechung (vgl. E. 3.1) zum Schluss, das als weisse Fläche dargestellte Bahnareal sei bereits baulich genutzt worden und werde zudem mehrheitlich von der Wohnzone umgeben, weshalb das Projekt als Bauvorhaben innerhalb der Bauzone zu betrachten sei. Der Entscheid blieb unangefochten. Inwiefern die in diesem Entscheid gemachten Ausführungen zur Zugehörigkeit der Bauparzelle zum Baugebiet überholt wären bzw. Gründe für ein Abweichen von dieser Beurteilung vorliegen sollten, legen die Beschwerdeführenden nicht dar. Sie setzen vielmehr als gegeben voraus, dass sich das Grundstück ausserhalb der Bauzone befinde, ohne sich nur ansatzweise mit der Nutzungszuordnung der Bauparzelle und dem Entscheid des Bau- und Justizdepartements vom 14. Januar 2009 auseinanderzusetzen. Unter diesen Umständen besteht kein Anlass, die Feststellungen im unangefochten gebliebenen Entscheid vom 14. Januar 2009 des Bau- und Justizdepartements in Zweifel zu ziehen; die Bauparzelle ist unverändert als zum Baugebiet zugehörig zu betrachten. Eine Ausnahmebewilligung im Sinne von Art. 24 RPG ist angesichts dessen nicht erforderlich.