Citation: 6B_936/2019 E. 2.4.2

2.4.2. Das angefochtene Urteil verletzt auch in der Sache kein Bundesrecht. Nach den tatsächlichen Feststellungen der kantonalen Instanzen hat die Beschwerdeführerin im zu beurteilenden Fall mit Kundengeldern nicht autorisierte, hoch riskante Fremdwährungsoptionsgeschäfte abgeschlossen und die Transaktionen den Kunden gegenüber entweder gänzlich verschwiegen oder deren Risiko mittels irreführender und teilweise falscher Angaben massiv verharmlost (angefochtenes Urteil S. 78; erstinstanzliches Urteil S. 167 f.). Dabei ist zunächst unbestritten, dass die Beschwerdeführerin als Geschäftsführerin hinsichtlich der von ihr verwalteten Vermögen die Pflicht getroffen hat, die Vermögensinteressen der Kunden umfassend zu wahren und alles zu unterlassen, was ihnen hätte Schaden zufügen können. Dazu haben namentlich die umfassende Fürsorge für das anvertraute Vermögen und die Pflicht gehört, die Vermögen der Kunden im Hinblick auf das vereinbarte Anlageziel und das Risikoprofil dauernd zu überwachen sowie die Kunden über sämtliche für sie bedeutsamen Umstände zu beraten und zu informieren (Urteil 6B_447/2011 vom 27. Juli 2012 E. 3.1 mit Hinweisen). Die Stellung der Beschwerdeführerin als Geschäftsführerin im Sinne des Treubruchtatbestandes und die Pflichtverletzung werden von der Vorinstanz zu Recht bejaht (angefochtenes Urteil S. 75 ff.). Insoweit erhebt die Beschwerdeführerin keine Einwendungen. Sie wendet sich indes gegen die Annahme eines Vermögensschadens. Das angefochtene Urteil verletzt indes insofern kein Bundesrecht. Es steht ausser Frage, dass die Kunden durch die unautorisierten Optionsgeschäfte der Beschwerdeführerin letztlich zu Schaden gekommen sind. Dies ergibt sich, wie die Vorinstanz zu Recht festhält (angefochtenes Urteil S. 28), schon daraus, dass die Beschwerdeführerin die Fremdwährungsoptionsgeschäfte den Kunden gegenüber nicht korrekt ausgewiesen hat, wodurch die Geltendmachung der Forderungen faktisch erschwert worden ist (Urteile 6B_199/2011 vom 10. April 2012 E. 5.3.5.3; 6B_853/2013 vom 20. November 2014 E. 2.4.2). Bei dieser Sachlage kann offenbleiben, ob der Vermögensschaden auch darin begründet ist, dass die Beschwerdeführerin durch das Eingehen der Geschäfte und deren Aufrechterhalten durch Verlängerung der Laufzeiten höhere Risiken als vereinbart eingegangen ist, welche aufgrund des mit ihnen verbundenen erhöhten Ausmasses an Ungewissheit im Sinne eines personalen Einschlages als Schaden zu würdigen wären (vgl. Urteil 6B_85/2017 vom 16. Oktober 2017 E. 4.4; 6B_96/2017 vom 16. Oktober 2017 E. 5.3; Gunther Arzt, in: Basler Kommentar, Strafrecht II, 3. Aufl. 2013, N. 169 zu Art. 146 [ablehnend neuerdings Maeder/Niggli, in: Basler Kommentar, Strafrecht II, 4. Aufl. 2019, N. 246 zu Art. 146 mit Verweisung auf Uwe Hellmann, Risikogeschäfte und Untreuestrafbarkeit, ZIS 2011 [rechte: 11/2007] S. 439]; ferner Frank Saliger, in: Kommentar Wirtschaftsstrafrecht, hrsg. von Esser et al., Köln 2017, § 263 N 230).