Citation: 7B_73/2022 E. A

Die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland wirft dem kroatischen Staatsangehörigen A.________ gemäss Anklage vom 30. März 2020 den folgenden Sachverhalt vor: A.________ betrat am 29. Mai 2019 um ca. 20.45 Uhr zusammen mit B.________ das Vereinslokal "C.________" in D.________. Nach einer zunächst verbalen Auseinandersetzung schlug A.________ mit der Faust ca. 50 bis 80 Mal gegen den Kopf und den Oberkörper des Privatklägers E.________, traktierte ihn darüber hinaus mit Beinschlägen und machte ihn so widerstandsunfähig. Währenddessen verlangte er von ihm, alles aus seinen Hosentaschen zu nehmen (Geld, Mobiltelefone und Wertsachen) sowie das Passwort des Tresors bekanntzugeben. Auch B.________ schlug den Privatkläger in der Folge ca. zwei bis drei Mal. Entgegen der Aufforderung von A.________ und B.________ weigerte sich der Privatkläger, seine Hosentaschen zu leeren und deren Inhalt herauszugeben. Daraufhin führte A.________ mit einem ausgefahrenen Klappmesser mit automatischer Öffnung, das ihm von B.________ während dem Vorfall auf Nachfrage übergeben worden war, in der Luft Stichbewegungen in Richtung des Oberkörpers und der Beine des Privatklägers aus und drohte dabei, er werde ihn aufschlitzen, abschlachten bzw. ihm die Kehle durchschneiden. Dies führte dazu, dass der Privatkläger den Inhalt seiner Hosentaschen auf den vor ihm stehenden Salontisch legte bzw. A.________ übergab, nämlich Bargeld in der Höhe von Fr. 5'360.-- und EUR 145.--, zwei Mobiltelefone der Marke Samsung sowie einen Fahrzeugschlüssel eines "Renault Scenic". Nachdem es A.________ und B.________ gelungen war, dem Privatkläger das genannte Deliktsgut zu entwenden und an sich zu nehmen, verliessen sie fluchtartig das Lokal. Bei ihrem Tun wussten die beiden jederzeit, dass sie das Deliktsgut gewaltsam an sich nahmen und ihnen dieses nicht zustand, wobei sie jedoch genau das beabsichtigten und sich daran in entsprechendem Umfang bereichern wollten.