Citation: 1B_84/2021 E. 3

Bei Entfallen des Rechtsschutzinteresses bzw. Gegenstandslosigkeit des Verfahrens entscheidet das Bundesgericht mit summarischer Begründung über die Prozesskosten aufgrund der Sachlage vor Eintritt des Erledigungsgrundes (Art. 71 BGG in Verbindung mit Art. 72 BZP). Bei der Beurteilung der Kosten- und Entschädigungsfolgen ist somit in erster Linie auf den mutmasslichen Ausgang des Prozesses abzustellen (vgl. BGE 125 V 373 E. 2a S. 374 zur Praxis zu Art. 135 des früheren Bundesgesetzes vom 16. Dezember 1943 über die Organisation der Bundesrechtspflege [OG] in Verbindung mit Art. 40 OG und Art. 72 BZP). Dabei wird in erster Linie jene Partei kosten- und entschädigungspflichtig, die das gegenstandslos gewordene Verfahren veranlasst oder bei der die Gründe eingetreten sind, die zur Gegenstandslosigkeit des Verfahrens geführt haben (Urteil des Bundesgerichts 2C_201/2008 vom 14. Juli 2008 E. 2.3 mit Hinweisen). Das Verfahren OG 2012.00022/23 betraf nach dem Urteil des Bundesgerichts 6B_712/2018 einzig noch die Neuregelung der Nebenfolgen; dessen Erledigung bot somit keine besonderen Schwierigkeiten und verursachte einen überschaubaren Aufwand. Es war nach der Feststellung der Obergerichtsvizepräsidentin am 4. Februar 2020 entscheidungsreif. Vor allem unter Berücksichtigung der langen Dauer des vorgängigen Strafverfahrens gegen den Beschwerdeführer - das erstinstanzliche Urteil erging bereits am 25. Mai 2011 - erscheint der Zeitbedarf für die Neuverlegung der Nebenfolgen von deutlich über einem Jahr prima vista als übermässig. Die Beschwerde wäre bei summarischer Prüfung daher wohl gutzuheissen gewesen. Damit sind keine Kosten zu erheben (Art. 66 Abs. 4 BGG). Hingegen hat der Kanton Glarus den Beschwerdeführer für das bundesgerichtliche Verfahren angemessen zu entschädigen (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG).