Citation: 9C_154/2023 E. 3.3.3

3.3.3. Streitig ist und zu prüfen damit, stets in Bezug auf die Beraterin 1, die mehrwertsteuerrechtliche Behandlung der Erfolgsprämie. Die Vorinstanz übersieht nicht, dass in Ziff. 3.2 des Mandatsvertrags vom 12. Juni 2014 ein Erfolgshonorar vereinbart wurde, sie ist vertragsauslegend aber der Ansicht, dass das "Erfolgshonorar in den Nachträgen zum Mandatsvertrag ohnehin in ein pauschales Honorar abgeändert" worden sei. Das Bundesverwaltungsgericht scheint damit, was nicht restlos klar wird, ausdrücken zu wollen, dass die ursprünglich vorgesehene Erfolgsabhängigkeit später einem festen Anspruch gewichen sei. Zur Auslegung eines zivilrechtlichen Vertrags ist hauptsächlich auf den übereinstimmenden wirklichen Willen der Parteien abzustellen (empirische oder subjektive Vertragsauslegung gemäss Art. 18 Abs. 1 OR; natürlicher Konsens). Was die Parteien beim Vertragsabschluss gewusst, gewollt oder tatsächlich verstanden haben, ist eine Tatfrage (BGE 147 III 153 E. 5.1; 144 III 93 E. 5.2.1 und 5.2.2).