Citation: 2C_860/2019 E. 3.7.3

3.7.3. Der Ansatz von Fr. 5.80 pro Übernachtung, den die Gemeinde in Art. 5 Abs. 1 lit. b des Kurtaxenreglements für Ferienwohnungen festgesetzt hat, übersteigt den Ansatz für Hotelübernachtungen (Fr. 4.--) um 45 %. Der Unterschied zwischen den beiden Ansätzen fällt also ausgesprochen gross aus. Die Gemeinde bewegt sich damit zweifellos am oberen Rand des Zulässigen. Angesichts der erwähnten sachlichen Gründe für eine Differenzierung zwischen Hotelgästen und Ferienwohnungseigentümern einerseits und des insgesamt noch vertretbaren Betrags der Pauschale von maximal rund Fr. 1'080.-- pro Jahr andererseits erscheint die getroffene Lösung dennoch zumindest im Vergleich mit den Hotelgästen gerade noch als verfassungskonform. Eine verfassungswidrige Benachteiligung der Ferienwohnungseigentümer gegenüber den Einwohnern der Gemeinde, die sich gerade aus den angefochtenen Bestimmungen ergeben (vgl. oben E. 1.4) und praxisgemäss besonders kritisch geprüft werden müsste (vgl. oben E. 3.4), machen die Beschwerdeführer nicht substanziiert geltend.