Citation: 4A_35/2021 E. 4.3.1

4.3.1. In ihrer Definition des Circa-Preises hält die Vorinstanz fest, der Besteller schulde nicht mehr und nicht weniger als eine Vergütung innerhalb der vereinbarten Grenzen, selbst wenn der Wert der Arbeit und Aufwendungen des Unternehmers grösser oder geringer seien. Wenn die Klägerin einen Circa-Preis behauptet und angibt, eine Leistung sei im Kostenvoranschlag der Komplettsanierung von Fr. 14 Mio. enthalten, dann macht sie damit geltend, dass sie für diese Leistung (zusammen mit den anderen von der Circa-Preisabrede erfassten) nicht mehr als Fr. 14 Mio. zu zahlen bereit ist und den darüberhinausgehenden Anspruch bestreitet. Eine Überschreitung des Kostenmaximums liesse sich nur rechtfertigen, wenn sie anerkennen würde, dass gewisse der erbrachten Leistungen nicht in der ursprünglich angebotenen Leistung enthalten waren und daher selbst dann zu entschädigen sind, wenn dadurch der Kostenrahmen gesprengt wird, wie dies die Vorinstanz für den Einbau der Parkettböden angenommen hat, weil die Klägerin dafür neben der Zahlung der Fr. 14 Mio. eine Rechnung über Fr. 300'000.-- beglichen hatte.