Citation: 6B_1164/2023 E. 7.3.2

7.3.2. Hinsichtlich der Achtung des Privat- und Famlilienlebens nach Art. 8 EMRK erwägt die Vorinstanz, es stehe beim Beschwerdeführer keine Kernfamilie, d.h. eine Gemeinschaft der Ehegatten mit ihren minderjährigen Kindern, zur Diskussion. Den Beteiligten sei es zumutbar, die Beziehung zum Beschwerdeführer während der Dauer einer Fernhaltung auf telefonischem resp. elektronischem Weg aufrecht zu erhalten. Der Beschwerdeführer sei jung (Jahrgang 1998), gesund und arbeitsfähig. Zudem beherrsche er die albanische Landessprache. Aufgrund seiner Ausbildung und seinen bisherigen Tätigkeiten (Autobranche; Baubranche) sei davon auszugehen, dass er auch ohne Weiteres beruflich Fuss in seinem Heimatland fassen könne. Hinsichtlich des öffentlichen Interesses an der Landesverweisung verweist die Vorinstanz auf die Freiheitsstrafe von 30 Monaten, das erheblich wiegende Verschulden und die durch die qualifiziert groben Verletzungen der Verkehrsregeln geschaffene Gefahr der öffentlichen Sicherheit. Der Beschwerdeführer sei bereits einschlägig wegen Verkehrsdelikten vorbestraft und zudem wegen versuchter schwerer Körperverletzung und damit einer Katalogtat rechtskräftig verurteilt. Angesichts seiner Vorstrafen, seiner wiederholten Delinquenz, seiner Geringschätzung gegenüber der hiesigen Rechtsordnung und seines vorhandenen Hanges, sich mit Geschwindigkeitsüberschreitungen zu brüsten, sei auch künftig von einer bestehenden Gefahr für die öffentliche Sicherheit (Gefährdung der Verkehrssicherheit und damit einhergehend der körperlichen Integrität und des Lebens der anderen Verkehrsteilnehmer) auszugehen. Es bestehe ein erhebliches öffentliches Interesse an einer Wegweisung des Beschwerdeführers.