Citation: M 6/99 21.09.2000 E. 5

5.- Gemäss Art. 48 Abs. 2 MVG ist die Integritätsschadenrente von dem Zeitpunkt an geschuldet, in dem die ärztliche Behandlung abgeschlossen ist oder von ihrer Fortsetzung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes des Versicherten mehr erwartet werden kann. Die Voraussetzungen für den Anspruchsbeginn sind gegeben, wenn sich der Gesundheitszustand so weit stabilisiert hat, dass eine zuverlässige Prognose hinsichtlich Dauerhaftigkeit und Ausmass der Beeinträchtigung möglich ist (BGE 117 V 86 Erw. 4b; Maeschi, Kommentar zum Bundesgesetz über die Militärversicherung vom 19. Juni 1992, S. 371, N 23 zu Art. 48). Der Versicherte wurde am 11. Oktober 1988 von Dr. med. D.________, Universitätsspital Y.________, bei der Militärversicherung angemeldet. In der Folge wurden umfangreiche medizinische Abklärungen und Behandlungsversuche durchgeführt. Am 30. November 1990 fand eine letzte Kontrolluntersuchung am Kantonsspital A.________ statt, welche die bekannten Befunde bestätigte. Therapievorschläge wurden dem Versicherten nicht unterbreitet. Nach Lage der medizinischen Akten erscheint es gerechtfertigt, dass die Militärversicherung die Voraussetzungen für die Festsetzung des Rentenbeginns auf den 1. November 1990 als erfüllt erachtete, da sich das Leiden zu jenem Zeitpunkt stabilisiert hatte. Der Versicherte wendet nichts ein, was zu einem abweichenden Ergebnis zu führen vermöchte.