Citation: 1C_646/2022 E. 2

2. Der Staatsratsentscheid vom 12. Mai 2010 wird wie folgt abgeändert: Die der A.a.________ AG erteilte Bewilligung, mit der zeitlich befristeten Bauinstallation A9 Susten im Bereich des Rottens von Pfyn gemäss den Richtlinien des Staatsrats vom 16. Dezember 2009 sowie den jährlich vom ANSB übergebenen Programmen und Vorgaben Kies aus dem Rotten zu entnehmen, wird befristet bis zur Beendigung der Kieslieferungen für die Tunnelröhren der Teilstrecke Visp West - Visp Ost, längstens jedoch bis zum 31. Dezember 2024. Die mit Staatsratsentscheid vom 12. Mai 2010 bewilligten temporären Bauinstallationen (der neue östlich, obere Standort) sind anschliessend bis spätestens am 31. Dezember 2025 vollständig zurückzubauen. -..] Am 10. Januar 2022 wies das Kantonsgericht eine gegen den Entscheid vom 23. Dezember 2020 erhobene Beschwerde ab. Die C.________ AG, die A.a.________ AG und die A.b.________ AG gelangten in der Folge ans Bundesgericht, das ihre Beschwerde mit Urteil 1C_128/2022 vom 19. Januar 2023 abwies, soweit es darauf eintrat. In seiner Begründung hielt es unter anderem fest, dass die Beschwerdeführerinnen nicht darlegten, weshalb gestützt auf die Plangenehmigung 1997 eine Beendigung der Bewilligung zur Kiesentnahme an den beiden streitbetroffenen Standorten nur unter der Bedingung zulässig sein sollte, dass die kantonalen Behörden für die Verschiebung der Anlagen sorgen bzw. entsprechende Schritte zur Änderung der Zonenplanung unternehmen (a. a. O., E. 4.2). A.b. Das bereits genehmigte und teilweise umgesetzte Ausführungsprojekt zur Nationalstrasse A9 war in den Jahren davor aus mehreren Gründen nochmals umfassend überarbeitet worden. Daraus resultierte das neue generelle Projekt Sierre Est - Leuk/Susten Ost, das der Bundesrat am 8. Oktober 2014 genehmigte. Am 30. Mai 2017 reichte der Kanton Wallis beim UVEK das Plangenehmigungsgesuch für ein neues Ausführungsprojekt zusammen mit einem vom 26. April 2017 datierten UVB ein (Projektteil A). Im Laufe des Verfahrens vereinigte das UVEK den Projektteil A mit weiteren Projektteilen. Mit Plangenehmigungsverfügung vom 26. März 2021 genehmigte es das Ausführungsprojekt inkl. den weiteren Projektteilen (B bis H) unter Auflagen. Zum Projektteil D (Errichtung einer Passerelle über den Rotten) erliess es u. a. folgende zwei Auflagen (Dispositiv Ziff. 4.1.4) : (9neu) Im Rahmen des Detailprojektes ist ein Gesamtschutzkonzept für das BLN-Gebiet Nr. 1716/1714 zu erarbeiten, insbesondere für den Auenbereich rund um den Standort der Passerelle. Zentral ist die Einhaltung eines Abstandes für die Besucher*innen zu den Brutplätzen des Flussuferläufers von mindestens 75 m. Das Gesamtschutzkonzept wird vom ANSB [Amt·für Nationalstrassenbau] in enger Zusammenarbeit mit dem BAFU ([Bundesamt für Umwelt] Beratung), dem ASTRA ([Bundesamt für Strassen] Verantwortung, Federführung), den entsprechenden kantonalen Dienststellen, den kantonalen Sektionen Pro Natura und WWF, mit dem Schweizer Landschaftsschutz sowie dem Verein "Naturpark Pfyn-Finges" erarbeitet. Die Parkgemeinden sind anzuhören. Das ASTRA unterbreitet das Gesamtschutzkonzept vor dessen Genehmigung dem BAFU zur Stellungnahme. (10neu) Der Kanton ist verpflichtet, - den rechtzeitigen Abbau der Kieswerke zu koordinieren und zu kontrollieren; - im Falle einer Verweigerung des Abbaus seitens der Kieswerkunternehmen entsprechende Anordnungen zu treffen und - falls notwendig, den Abbau kostenpflichtig für die Kieswerkunternehmen vornehmen zu lassen. Gleichzeitig behandelte das UVEK die erhobenen Einsprachen. Auf die hier interessierende Einsprache der A.a.________ AG (Einsprache Nr. 87) trat es nicht ein. Gegen die Plangenehmigungsverfügung vom 26. März 2021 erhoben die A.a.________ AG und die C.________ AG gemeinsam Beschwerde ans Bundesverwaltungsgericht. Mit Urteil vom 26. Oktober 2022 wies dieses die Beschwerde im Sinne der Erwägungen ab, soweit es darauf eintrat. In den Erwägungen hielt es unter anderem fest, dass sowohl die A.a.________ AG als auch die C.________ AG Partei seien und das Versehen des UVEK betreffend die Parteibezeichnung im Rahmen des Beschwerdeverfahrens korrigiert werden könne.