Citation: 6B_199/2022 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz stellt fest, in den beschlagnahmten Koffern habe sich Kokaingemisch im Umfang von 2'784,3 Gramm, 4'621,52 Gramm und 2'864,24 Gramm befunden. Der letzte Koffer habe ursprünglich deutlich mehr Kokaingemisch enthalten, denn daraus seien bis zu seiner Beschlagnahmung bereits 189 Fingerlinge zu je zehn Gramm verkauft worden. Entsprechend sei hier von mindestens 4'400 Gramm Kokaingemisch auszugehen. Im Durchschnitt habe sich in den drei Koffern somit fast 4'000 Gramm Kokaingemisch befunden. Die Vorinstanz berücksichtigt, dass im ersten Koffer unüblicherweise auch ungefähr 995 Gramm Ecstasy war, was Platz für weiteres Kokaingemisch weggenommen habe. Daraus schliesst die Vorinstanz, dass die von der Staatsanwaltschaft angeklagte Mindestmenge von rund 2'000 Gramm Kokaingemisch pro Koffer zu tief angesetzt sei. Dennoch geht die Vorinstanz in Anwendung des Grundsatzes "in dubio pro reo" davon aus, dass pro Koffer 2'000 Gramm Kokaingemisch im Umlauf waren. 43 Koffer seien aus U.________ geliefert worden und 3 Koffer aus V.________. 2 Koffer seien am Wohnort der Beschwerdeführerin aufbewahrt worden. Zusätzlich sei ein Koffer an ihrem Wohnort sichergestellt worden. Daher sei von rund 100 Kilogramm Kokaingemisch auszugehen. Davon habe die Beschwerdeführerin mindestens 92 Kilogramm transportiert und mindestens 6'784,3 Gramm aufbewahrt. Die Vorinstanz unterstellt einen Reinheitsgrad von 46.4 %, womit die Beschwerdeführerin mindestens 42'688 Gramm reines Kokain transportiert und rund 3'148 Gramm reines Kokain an ihrem Wohnort aufbewahrt habe. Gemäss Vorinstanz musste die Beschwerdeführerin wissen, dass sie mit jedem einzelnen Koffer im Kilobereich operierte und jeweils eine mengenmässig qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz beging. Für die 43 Koffer aus U.________ habe die Beschwerdeführerin je Fr. 1'000.-- erhalten und für die 3 Koffer aus V.________ je Fr. 500.--. Hinzu seien je Fr. 1'000.-- für die Aufbewahrung von zwei Koffern an ihrem Wohnort gekommen, während sie für den dritten Koffer nichts mehr erhalten habe, weil dieser beschlagnahmt worden sei. Schliesslich gelangt die Vorinstanz zu einem Nettoerlös der Beschwerdeführerin von Fr. 46'500.--.