Citation: U 124/02 27.01.2003 E. 3

Streitig und zu prüfen ist zunächst, ob zusätzlich berufskrankheitsbedingte psychische Beeinträchtigungen bestehen. Zu dieser Frage lässt sich dem Bericht des Dr. med. Y.________, Facharzt für Innere Medizin FMH, vom 9. Januar 2000 entnehmen, dass die Versicherte zufolge ihres Leidens in den psychosozialen Kontakten beeinträchtigt ist und phasenweise depressive Züge erkennbar waren. Sie wurde deshalb psychologisch und alternativ-medizinisch betreut; eine psychiatrische Untersuchung und Behandlung erfolgte bisher - wegen sprachlicher Hindernisse - nicht (Schreiben des Dr. med. Y.________ vom 17. April 2002), dagegen wurde die Versicherte auf den 29. Mai 2001 zu einer Untersuchung im Schlaflabor des Spitals X.________ aufgeboten. Ob in dem für die Beurteilung massgebenden Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheids vom 28. Februar 2001 (BGE 116 V 248 Erw. 1a; RKUV 2001 Nr. U 419 S. 101) ein psychisches Leiden mit Krankheitswert bestanden hat und ob es gegebenenfalls in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit der Berufskrankheit stand (dazu BGE 119 V 337 Erw. 1 mit Hinweis), ist auf Grund der Akten fraglich. Weiterer Abklärungen, wie sie die Beschwerdeführerin mit dem Begehren um Anordnung einer psychiatrisch-psychosomatischen Begutachtung verlangt, bedarf es jedoch nicht, weil jedenfalls die Adäquanz des Kausalzusammenhangs zu verneinen ist. Zwar mag es zutreffen, dass die bestehenden Leiden die Beschwerdeführerin in den sozialen Kontakten beeinträchtigen, was sich ungünstig auf die Psyche auswirken kann. Gemäss den in den Akten enthaltenen Arztberichten ist das Asthma bronchiale jedoch leichten Grades und lässt sich die Rhinitis bei geeigneter medikamentöser Therapie unter Kontrolle halten. Nach einer Modifikation der Therapie erklärte sich die Versicherte am 27. Januar 2000 denn auch als vollständig beschwerdefrei (Schreiben des Dr. med. F.________ vom 29. Mai 2000 und vom 13. November 2001). Dass in der Folge vermehrt Beschwerden auftraten, führt der Lungenspezialist in der Beweisauskunft an die Vorinstanz vom 13. November 2001 auf eine zu wenig konsequente Durchführung der angeordneten Therapie zurück. Gesamthaft betrachtet erweisen sich die mit der Berufskrankheit verbundenen Beschwerden jedenfalls nicht als derart gravierend, dass sie nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet sind, zu psychischen Störungen zu führen, weshalb die Adäquanz des Kausalzusammenhangs zu verneinen ist (vgl. BGE 125 V 464 Erw. 5e).