Citation: 4C.82/2003 25.11.2003 E. 6

Zusammenfassend ergibt sich, dass der Klägerin zusätzlich zum bereits zugesprochenen Betrag von Fr. 13'050.35 eine Forderung gegen die Beklagte in der Höhe von Fr. 10'117.-- (Fr. 7'711.25 plus Fr. 1'909.-- plus Fr. 496.75) zusteht. Da sich die Forderung aus Lohnbestandteilen zusammensetzt, auf denen Sozialversicherungsbeiträge abzurechnen sind (vgl. Wyler, a.a.O., S. 126; Streiff/von Kaenel, Leitfaden zum Arbeitsvertragsrecht, 5. Aufl., N 14 zu Art. 322), ist die Forderung brutto zuzusprechen, das heisst, dass die auf die Arbeitnehmerin entfallenden Sozialversicherungsbeiträge in Abzug zu bringen sind. Bei arbeitsrechtlichen Streitigkeiten wird den Parteien nur dann keine Gerichtsgebühr auferlegt, wenn der Streitwert unter Fr. 30'000.-- liegt (Art. 343 Abs. 3 OR). Der Streitwert bemisst sich nach der eingeklagten Forderung (Art. 343 Abs. 2 OR), wobei darunter der vor erster Instanz gestellte Anspruch zu verstehen ist. Auch von den Rechtsmittelinstanzen ist die in Art. 343 Abs. 2 und 3 OR vorgesehene Kostenbefreiung nur dann einzuhalten, wenn die ursprünglich eingeklagte Forderung die Streitwertgrenze nicht übersteigt (BGE 115 II 30 E. 5b S. 4, mit Hinweisen). Da vorliegend der Streitwert ursprünglich Fr. 35'008.35 betrug, ist das Verfahren vor Bundesgericht nicht kostenlos. Die Gerichtsgebühr ist im Verhältnis von Obsiegen und Unterliegen zu verteilen (Art. 156 Abs. 3 OG). Die Klägerin obsiegt vor Bundesgericht mit Fr. 10'117.--, d.h. mit knapp der Hälfte der zur Beurteilung stehenden Fr. 21'958.-- (Fr. 35'008.35 minus Fr. 13'050.35). Die Gerichtsgebühr ist den Parteien deshalb je zur Hälfte aufzuerlegen. Die Parteientschädigungen sind wettzuschlagen (Art. 159 Abs. 3 OG).