Citation: 8C_125/2009 27.04.2009 E. 4.2

4.2.1 Umstritten bleibt hingegen die Höhe des Einkommens, welches der Beschwerdeführer ohne Behinderung in seinem früheren Beruf als Vorarbeiter erzielen würde. Die Vorinstanz bezifferte das Valideneinkommen bezogen auf das Jahr 2005 auf Fr. 68'705.-. Diesen Betrag leitete sie aus den Angaben der Arbeitgeberin vom 14. April 2007 ab. Danach hätte der Versicherte ohne Gesundheitsschaden im Jahr 2005 Fr. 5285.- im Monat verdient. Aufgrund der Sachverhaltsbehauptung in der Beschwerdeschrift ergäbe sich für das Jahr 2005 ein Valideneinkommen von Fr. 82'660.- oder allenfalls von Fr. 71'512.-. 4.2.2 Aufgrund der im vorinstanzlichen Verfahren vorgebrachten beschwerdeführerischen Einwände nahm das kantonale Gericht anhand der Einträge im individuellen Konto des Versicherten für die Jahre 1993 bis 2001 eine Überprüfung der Angaben der Arbeitgeberin vor. Dabei stellte es fest, dass das Einkommen in den erfassten Jahren erheblichen Schwankungen unterlag, jedoch - ausser in den Spitzenjahren 2000 (Fr. 74'890.-) und 2001 (Fr. 69'749.-) - den Betrag von Fr. 67'285.- nie überschritt und im Durchschnitt bei Fr. 61'815.- lag. Bei stark schwankenden Einkommensverhältnissen kann in diesem Sinne vorgegangen und, unter Ausklammerung von Höchst- und Tiefstwerten, auf den während einer längeren Zeitspanne erzielten Durchschnittsverdienst abgestellt werden (vgl. PETER OMLIN, Die Invalidität in der obligatorischen Unfallversicherung, 2. Aufl. 1999, S. 181). Das kantonale Gericht liess es jedoch nicht dabei bewenden, sondern zog als weitere Vergleichsbasis die Lohnabrechnungen der Arbeitgeberin der Jahre 1993 bis 2001 heran. Diese zeigten von 1993 bis 1998 einen gleichmässigen Lohnanstieg von Fr. 55'797.- (1993) bis auf Fr. 61'585.- (1998), während in den Jahren 1999 bis 2001 eine überdurchschnittliche Erhöhung von Fr. 70'592.- (1999) auf Fr. 82'141.- (2001) zu verzeichnen war. Zusatzleistungen kamen lediglich in den Jahren 2000 und 2001 regelmässig zur Auszahlung (Fr. 17'119.- im Jahre 2000 und Fr. 16'020.75 im Jahre 2001), während in den Jahren 1992 bis 1999 nur unregelmässig Überstunden- und ähnliche Entschädigungen von durchschnittlich Fr. 3630.- im Jahr ausgerichtet wurden. Die Diskrepanz der Angaben in den Lohnabrechnungen mit den Eintragungen im individuellen Konto sowie den Zahlen im Arbeitgeberfragebogen vom 15. Oktober 2002 lässt sich nicht erklären. Damit erweisen sich die Lohnabrechnungen als wenig zuverlässig, weshalb nicht unbesehen auf sie abgestellt werden kann. Zudem ist nicht anzunehmen, dass der Beschwerdeführer über längere Zeit hinweg ein Gehalt erzielt hätte, das erheblich über dem der Vorjahre und überdies auch weit über den von der Vorinstanz ebenfalls herangezogenen statistischen Durchschnittswerten für das Jahr 2005 von Fr. 60'917.- (LSE, Tabelle TA1, verarbeitendes Gewerbe, Industrie, Anforderungsniveau 4) und Fr. 67'949.- (Anforderungsniveau 3) liegt. Dies müsste auch deshalb als unrealistisch bezeichnet werden, weil es laut Auskunft der Arbeitgeberin vom 12. April 2007 die vom Beschwerdeführer innegehabte Stelle in der damaligen Form nicht mehr gibt und er nunmehr im normalen Monatslohn ohne Bonus und Überstundenzuschlag arbeiten würde. Laut den Unfallmeldungen vom 21. April 1993 und 11. November 2003 betrug das Einkommen im Jahr 1993 Fr. 4250.- und im Jahr 2003 Fr. 5085.- im Monat, entsprechend Fr. 62'985.- oder Fr. 67'346.- im Jahr 2005. Das von der Vorinstanz ermittelte Valideneinkommen von Fr. 68'705.- stellt somit einen für den vorliegenden Fall repräsentativen Wert dar, welcher den konkreten Umständen angemessen Rechnung trägt. 4.3 Der unter Beizug der DAP-Blätter ermittelte, trotz der unfallbedingten Beeinträchtigung des Leistungsvermögens zumutbarerweise noch realisierbare Lohn (Invalideneinkommen) von Fr. 47'603.- ist beschwerdeweise nicht beanstandet worden, sodass darauf nicht weiter einzugehen ist. Damit bleibt es bei der aufgrund des Vergleichs mit dem Valideneinkommen von Fr. 68'705.- ermittelten Einkommenseinbusse von Fr. 21'102.- und dem vorinstanzlich bestätigten Invaliditätsgrad von gerundet 31 Prozent.