Citation: U 541/06 07.06.2007 E. 3.2

Der Beschwerdeführer behauptet, die bildgebenden Untersuchungen und die invasive Segmentdiagnostik hätten die unfallbedingte Ursache der geklagten Schmerzen im Bereich der LWS nicht erklären können, weshalb ein unfallanalytisches Gutachten beantragt werde. Sodann sei nicht erstellt, dass die Wirbelsäulenverkrümmung nicht lebenslang hätte unerkannt bleiben können, weshalb es keinen vernünftigen Grund gäbe, dass die aktuellen Beschwerden nicht auf den Unfall zurückzuführen seien. Insgesamt sei der Status quo sine am 31. Juli 2005 noch nicht erreicht worden. 3.3 Dr. med. N.________, Assistenzarzt, Kantonales Spital A.________ diagnostiziert am Tag des Auffahrunfalls ein HWS Distorsionstrauma ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Dr. T.________ stellt gleichentags keine Verletzung und als vorläufige Diagnose hält er ein Cervicalsyndrom und ein lumbovertebrales Syndrom fest bei einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit. Bei der kreisärztlichen Untersuchung vom 31. Januar 2005 beschreibt Dr. X.________ eine deutliche Skoliose und hält fest, Dr. T.________ habe bereits vor dem Unfall eine schiefe Wirbelsäule festgestellt. Im Schreiben vom 31. Januar 2005 schliesst der Kreisarzt, dass ein massiver Vorzustand an der Wirbelsäule in Form einer Kyphoskoliose bestanden habe, weshalb die Rückenschmerzen überhaupt durch diesen Unfall mit minimaler Gewalteinwirkung aufgetreten seien. Gestützt auf den radiologischen Untersuchungsbericht (MRI) vom 7. Juni 2005 bestätigt Dr. X.________, die ausgeprägte Spinalkanalstenose sei eindeutig keine Unfallfolge. Auch Dr. med. F.________, Spezialarzt FMH für Röntgendiagnostik, Röntgeninstitut, geht von einem chronischen Lumbovertebalsyndrom mit degenerativen Veränderungen aus. Selbst der behandelnde Hausarzt Dr. med. T.________ anerkennt eine schwere vorbestehende Torsionsskoliose, ohne welche sich die Schmerzen in diesem Ausmass nicht manifestiert hätten (Stellungnahme vom 20. September 2005). Auf Grund der Akten und den bildgebenden Dokumenten schliesst Dr. Y.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie FMH, Versicherungsmedizin, in seinem Bericht vom 30. November 2005 eine invalidisierende Auswirkung der Heckkollision aus. Die Tatsache, dass er den Patienten nicht direkt untersucht hat, ändert an seiner schlüssigen Analyse nichts, denn die geklagten Schmerzen werden anerkannt und auf Grund der medizinischen Unterlagen die Kausalität zwischen den Beschwerden und dem Unfall logisch ausgeschlossen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb S. 353). Insgesamt geben die medizinischen Unterlagen ein einheitliches Bild, das von Dr. med. Y.________ in der ärztlichen Beurteilung vom 30. November 2005 zusammengefasst wurde. Mit der Vorinstanz ist deshalb auf die medizinische Beurteilung abzustellen, wonach der Auffahrunfall eine traumatische Verschlimmerung des bereits vor dem Ereignis schweren degenerativen Zustandes auslöste, jedoch bezüglich der lumbalen Beschwerden spätestens nach einem halben Jahr (am 31. Juli 2005) der Status quo sine erreicht war. Demnach ist überwiegend wahrscheinlich, dass gesamthaft die degenerativen Vorzustände durch den Unfall zwar vorübergehend traumatisch verschlimmert wurden, dieser sich aber nicht auf die bereits bestehende Instabilität richtungsweisend ausgewirkt hat, weshalb ab 31. Juli 2005 von einem Status quo sine auszugehen ist. Von weiteren medizinischen Abklärungen kann deshalb in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 122 V 162 E. 1d S. 162) abgesehen werden. Die - vorinstanzlich bestätigte - Leistungseinstellung auf den 31. Juli 2005 erfolgte demnach zu Recht.