Citation: I 411/02 05.02.2003 E. 3

Streitig ist die Bemessung des Invaliditätsgrades und dabei die Festsetzung der für den Einkommensvergleich nach Art. 28 Abs. 2 IVG massgebenden hypothetischen Einkommen, während hinsichtlich der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auf Grund der ärztlichen Stellungnahmen übereinstimmend davon ausgegangen wird, dass eine leidensangepasste leichte wechselbelastende Tätigkeit zu 50 % zumutbar ist. 3.1 Hinsichtlich des hypothetischen Einkommens ohne Gesundheitsschaden (Valideneinkommen) ging das kantonale Gericht vom durchschnittlichen Lohn des Beschwerdeführers der Jahre 1994 bis 1997 aus und ermittelte ein durchschnittliches Monatseinkommen von Fr. 3'697.- bei einer durchschnittlichen Saisondauer von 6,75 Monaten und ein entsprechend der Nominallohnentwicklung bis 2001 erhöhtes Valideneinkommen von Fr. 27'113.- pro Jahr. Dabei hielt die Vorinstanz es mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für erstellt, dass der Beschwerdeführer weiterhin als Saisonangestellter tätig gewesen wäre. 3.2 Der Beschwerdeführer vertritt demgegenüber den Standpunkt, dass er nach dem 1. Juni 2002 gestützt auf Art. 10 Abs. 5 des Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten anderseits über die Freizügigkeit (APF) einen unbedingten Anspruch auf Verlängerung seiner Aufenthaltserlaubnis gehabt und spätestens nach Ablauf der Saison 2002 ohne Unterbruch in der Schweiz hätte weiter arbeiten können. Es sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass er als Gesunder ununterbrochen in der Schweiz erwerbstätig gewesen wäre. Die Verbesserung des Aufenthaltsstatus sei beim Erwerbsvergleich durch eine Erhöhung des hypothetischen Valideneinkommens zu berücksichtigen. Die frühere Arbeitgeberin habe bestätigt, dass der Beschwerdeführer dort nun auf Grund einer mehrjährigen Anstellungsdauer, des neuen Aufenthaltsstatus und der APF-bedingten Besserstellung im Arbeitsmarkt einen höheren Lohn beanspruchen könnte, welcher auf Fr. 59'811.- (bei 2'112 Stunden) zu beziffern sei. 3.3 Auf Grund der zur Verfügung stehenden Angaben ist nicht eindeutig festzustellen, ob der Beschwerdeführer nach dem Wegfall des Saisonnierstatus neu als Kurzaufenthalter oder aber als Jahresaufenthalter weiterbeschäftigt gewesen wäre. Bei der im psychiatrischen Gutachten dokumentierten Lebensgeschichte liegt jedoch der Schluss nahe, dass der allein stehende Beschwerdeführer bei den Familien seiner in Z.________ und in O.________ lebenden Schwestern geblieben wäre und sich auch aus ökonomischen Gründen für einen Jahres- und gegen einen Kurzaufenthalt entschieden hätte. Dies kann indes auf Grund der nachstehenden Erwägungen offen bleiben.