Citation: 6B_1168/2020 E. 2.2.2

2.2.2. Die Kritik des Beschwerdeführers ist unberechtigt. Entgegen seiner Behauptung beschreibt die Vorinstanz keine abstrakte Gefährdungslage. Vielmehr bejaht sie - mehrfach - ein unmittelbares Risiko eines Unfalls mit Schwerverletzten oder Todesopfern. Sie geht denn auch nicht (durchwegs) von einem "geringen" Verkehrsaufkommen aus (vgl. Urteil S. 33 ff.). Wenn sie das konkrete Verkehrsaufkommen nicht strafmindernd berücksichtigt, ist dies nicht zu beanstanden. Im Übrigen erachtet die Vorinstanz die rücksichtslose Fahrweise und die Geschwindigkeit als tatbestandsimmanente Faktoren, deren Vorliegen sich nicht verschuldenserhöhend auswirkt. Zu Recht hält sie fest, diese Umstände seien bei der Strafzumessung nicht gesondert zu berücksichtigen. Soweit die Vorinstanz in der Folge das Verschulden als "schwer" einstuft, nachdem sie die (objektive) Tatschwere angesichts der Dauer der Fahrt und gefahrenen Strecke "deutlich über der 'Grundqualifikation' von Art. 90 Abs. 3 SVG" verortet hat, und die Einsatzstrafe - im Ergebnis gleich der Erstinstanz - auf 30 Monate festsetzt, ist ihre Strafzumessung nachvollziehbar und jedenfalls unter dem Gesichtspunkt ihres Ermessensspielraums nicht zu bemängeln.