Citation: 4A_230/2022 E. B

B.a. Mit Klage vom 20. Dezember 2010 verlangte die Klägerin beim Bezirksgericht Zürich, die Beklagte sei zu verpflichten, ihr Fr. 9'870'140.-- zuzüglich Zins zu 5 % auf Fr. 5'030'140.-- seit dem 24. August 2009 sowie auf Fr. 4'840'000.-- seit dem 9. September 2009 zu bezahlen, unter Vorbehalt der Nachklage und der Neuumrechnung des Forderungsbetrages auf den Urteilszeitpunkt. Eventualiter sei die Beklagte zu verpflichten, ihr EUR 6'507'633.-- nebst Zins zu bezahlen. Die Klägerin macht einen ausservertraglichen Haftungsanspruch geltend. Der geltend gemachte Schaden sei im Herbst 2009 im Zuge der Finanzierung zweier Geschäfte entstanden, die sich nachträglich als rein fiktiv herausgestellt hätten. B.b. Mit Urteil vom 3. Oktober 2013 hiess das Bezirksgericht die Klage im Umfang von Fr. 6'580'093.35 nebst Zins gut. Im Übrigen wies es die Klage ab. Eine dagegen gerichtete Berufung der Beklagten hiess das Obergericht des Kantons Zürich mit Beschluss vom 24. Juni 2014 gut und hob das Urteil des Bezirksgerichts im Umfang der Gutheissung der Klage auf. Es wies das Verfahren zur Durchführung eines Beweisverfahrens und zu neuem Entscheid an das Bezirksgericht zurück. Beweismässig zu klären war durch das Bezirksgericht namentlich die Rolle der Beklagten innerhalb der E.________ AG, die Frage, ob die Geschäfte fiktiv waren, sowie ob die Klägerin getäuscht wurde. B.c. Das Bezirksgericht führte das Verfahren fort. Es gewährte der Beklagten die unentgeltliche Rechtspflege und führte ein Beweisverfahren durch. Mit Urteil vom 5. Februar 2021 hiess es die Klage (erneut) im Umfang von Fr. 6'580'093.35 nebst Zins gut. B.d. Eine dagegen gerichtete Berufung der Beklagten wies das Obergericht mit Beschluss und Urteil vom 7. April 2022 ab, soweit es darauf eintrat. Das Gesuch der Beklagten um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeiständung für das Berufungsverfahren wies es ab. Es hielt fest, die Erstinstanz habe die Voraussetzungen des Anspruchs der Klägerin auf der Basis des beweisrechtlich erstellten Sachverhalts zu Recht bejaht und den Schadenersatz aufgrund deren Selbstverschuldens um einen Drittel reduziert. Der Zeitpunkt des Schadenszinses für die beiden Teilforderungen sowie die Umrechnung des Eurobetrags in Schweizer Franken würden von der Beklagten nicht beanstandet, womit darauf nicht weiter einzugehen sei. Die Beklagte habe ihre Mittellosigkeit im Sinne von Art. 117 lit. a ZPO zwar mit aktuellen Belegen zu ihren finanziellen Verhältnissen dokumentiert, allerdings seien die Erfolgschancen ihrer Berufung von Anfang an als derart gering einzustufen gewesen, dass sie als geradezu aussichtslos erscheine.