Citation: U 611/06 12.03.2007 E. 3.2

3.2.1 Die Vorinstanz hat im Wesentlichen erwogen, es sei unklar, ob der Versicherte die Zerrung im Rahmen eines Stolpertraumas beim Einspielen oder einer Schussabgabe während des Spiels erlitten habe. Da die Schmerzen unmittelbar nach der Schussabgabe beim Fussballspielen aufgetreten seien, habe der Versicherte eine plötzliche, unfreiwillige und auf einen äusseren Faktor zurückzuführende Gesundheitsschädigung erlitten. Die unfallähnliche Körperschädigung müsse nicht von einen ungewöhnlichen (äusseren) Faktor herrühren, weshalb die Vaudoise leistungspflichtig sei. 3.2.2 Die Vaudoise macht geltend, der Versicherte habe am 26. April 2005 schriftlich festgehalten, er habe sich die Muskelzerrung beim Fussballspielen bei einer Schussabgabe zugezogen. Eine allgemein gesteigerte Gefahrenlage habe nicht bestanden. Der Versicherte habe bestätigt, dass es sich um eine für ihn gewohnte Tätigkeit gehandelt habe und alles unter normalen Bedingungen abgelaufen sei; etwas Besonderes sei nicht passiert. Von einem Fehltritt oder einem erhöhten Kraftaufwand sei nirgends die Rede. Soweit der Versicherte vorinstanzlich geltend gemacht habe, die Schussabgabe sei "mit voller Wucht" erfolgt, könne dem nicht gefolgt werden. Eine mehr als physiologisch normale und psychologisch beherrschte Beanspruchung des Körpers liege somit nicht vor, weshalb sie nicht leistungspflichtig sei.