Citation: 1B_282/2015 E. 2

Fällt während des bundesgerichtlichen Verfahrens das aktuelle Rechtsschutzinteresse der Beschwerdeführerin an der Beurteilung ihrer Beschwerde dahin, entscheidet das Bundesgericht mit summarischer Begründung über die Prozesskosten auf Grund der ursprünglichen Sachlage (Art. 71 BGG i.V.m. Art. 72 BZP). Für die Kosten- und Nebenfolgen ist auf den mutmasslichen Ausgang des Verfahrens abzustellen (BGE 125 V 373 E. 2a; Urteil 2C_201/2008 vom 14. Juli 2008 E. 2.3). In die vorinstanzliche Kosten- und Entschädigungsregelung kann das Bundesgericht hingegen nicht eingreifen, da es den angefochtenen Entscheid nicht abändert (Art. 67 BGG e contrario und Art. 68 Abs. 5 BGG; Urteile 5A_608/2010 vom 6. April 2011 E. 5; 1C_130/2008 vom 30. Mai 2008 E. 3). Die Beschwerdeführerin bzw. ihr Anwalt haben prima vista keinen Anspruch darauf, dass bereits zu Beginn des polizeilichen Vorermittlungsverfahrens über die amtliche Verbeiständung entschieden wird. Rechtsanwalt Malovini war als Fachmann in der Lage abzuschätzen, ob die Voraussetzungen für eine amtliche Verteidigung gegeben waren, und er hatte die Freiheit, das Mandat anzunehmen oder nicht. Es war sein unternehmerischer Entscheid, das Mandat anzunehmen und das (überschaubare) Risiko auf sich zu nehmen, die bis zur Beurteilung des Gesuchs um seine (auf den Zeitpunkt der Gesuchseinreichung rückwirkende) Einsetzung als amtlicher Verteidiger zu Beginn des Untersuchungsverfahrens entstehenden Aufwendungen allenfalls selber tragen zu müssen. Damit würde die Beschwerdeführerin an sich kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Sie hat zwar ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung gestellt, welches abzuweisen ist, da die Beschwerde aussichtslos war (Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG). Hingegen rechtfertigt sich unter den vorliegenden Umständen, auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten.