Citation: 1P.668/2002 12.05.2003 E. 2

Gemäss § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann gemäss § 21 Abs. 1 VPO für den Beizug eines Anwalts bzw. einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der Gegenpartei zugesprochen werden. Die Beschwerdeführer legen dar, dass nach der basellandschaftlichen Verwaltungsprozessordnung Beschwerden ein Rechtsbegehren und eine Begründung, die den Sachverhalt darstellt und beweist, enthalten müssen (§ 5 Abs. 1 und 2 VPO) und dass das Kantonsgericht den Sachverhalt von Amtes wegen feststellt, das Recht von Amtes wegen anwendet und auch sämtliche mit dem Entscheid zusammenhängenden rechtlichen Vorfragen überprüfen muss (§ 12 Abs. 1 VPO, § 16 VPO und § 46 Abs. 1 VPO). Aufgrund dieser Bestimmungen hätte nach Ansicht der Beschwerdeführer das Kantonsgericht ihre kantonale Beschwerde aufgrund des von ihnen dargelegten Sachverhalts auch dann gutheissen müssen, wenn sie ganz auf rechtliche Erwägungen verzichtet hätten. Sie rügen es als willkürlich, einen Beschwerdeführer, der andere rechtliche Überlegungen anstellt als das Gericht, anders zu behandeln als einen Beschwerdeführer, der überhaupt keine rechtlichen Überlegungen anstellt. Dabei nehmen sie hieran umso mehr Anstoss, als das Kantonsgericht sich mit ihren rechtlichen Ausführungen nicht auseinandergesetzt, sondern diese ohne weitere Begründung als unzutreffend bezeichnet hat.