Citation: 1C_645/2019 E. 6.2

6.2. Darin ist als "Planungsgrundsatz" für den Langsamverkehr vorgesehen, dass dieser durch die Netzplanung, die Erhaltung, den Bau sowie den Ausbau bestehender Strassen- und Weginfrastrukturanlagen so zu fördern ist, dass möglichst attraktive, direkte, sichere und zusammenhängende Langsamverkehrsnetze entstehen. Schwach- und Gefahrenstellen sind zu eliminieren, kantonale Quellen und Ziele zu erschliessen, Zentrumsgebiete und Ortsteile anzubinden und Erholungsgebiete zugänglich zu machen. Prioritär sind, unter Prüfung von Alternativen, Massnahmen zur Sicherheit auf Schulwegen und auf Wegen zu öffentlichen Institutionen zu ergreifen. Radwege sollen, soweit sinnvoll und möglich, über verkehrsarme oder -freie Strassen und Wege mit Hartbelag führen, die Hauptsiedlungsgebiete möglichst direkt verbinden, das übergeordnete Strassennetz so wenig wie möglich kreuzen und einen optimalen Grad an Sicherheit bieten. Diesen Vorgaben des kantonalen Rechts steht die Grundsatzgesetzgebungskompetenz des Bundes gemäss Art. 88 Abs. 1 BV nicht entgegen. Die im Richtplan enthaltene Übersichtskarte "Radwegnetz Alltagsverkehr" zeigt nach den entsprechenden Erläuterungen nur die zu gewährleistenden Verbindungen und nicht die genaue örtliche Lage der Radwege. Diese ist vielmehr im Rahmen der Einzelprojektierung festzulegen, wobei im Sinne einer Kosten-Nutzen-Wirksamkeit Alternativen zu prüfen sind. Beim Umsetzungsentscheid verfügen die Planungsbehörden über ein gewisses Ermessen, das sich vor allem auf die lokalen und technischen Verhältnisse bezieht (vgl. das Urteil des Bundesgerichts 1C_582/2013 vom 25. September 2014 E. 4.4).