Citation: 1C_188/2024 E. 6.2

6.2. Die Beschwerdeführerin ist dagegen der Auffassung, es bestehe keinerlei Dringlichkeit. Polizeigüter seien durch den bereits seit 20 Jahren bestehenden Betrieb nie gefährdet worden. Die Abfallstoffe würden korrekt gelagert und entsorgt. Selbst wenn eine Gefährdung von Polizeigütern ersichtlich wäre, sei es unverhältnismässig, das Verbot auch auf nicht gefährliche Stoffe zu erstrecken. Die Sammelstelle sei ein wesentliches Standbein ihres Betriebs. Sie beschäftige dort 30 Personen. Die Schliessung würde zum wirtschaftlichen Ruin zumindest von Teilen dieses Betriebs führen. Zudem habe sie zunächst ein Baugesuch, dann ein Einzonungsgesuch und schliesslich wiederum ein Baugesuch gestellt. Sie sei während all dieser Zeit im Gespräch mit der Gemeinde gewesen und habe einen Alternativstandort sowohl in Bassersdorf als auch in Embrach gesucht. Ein Baugesuch für einen Standort innerhalb der Bauzone sei eingereicht worden, jedoch noch nicht bewilligt. Weiter habe sie auch von Januar 2020 bis September 2022 Kontakt mit der Baudirektion gehabt und die geforderten Unterlagen immer zeitnah geliefert. Unzutreffend sei, dass sie schon seit fünf Jahren wisse, dass der Betrieb am Standort Bärwis nicht bewilligt werden könne. Dies sei ihr erstmals im Verfügungsentwurf vom 1. Dezember 2021 mitgeteilt worden. Schliesslich bestehe nicht nur ein privates, sondern auch ein öffentliches Interesse an einer vorläufigen Aufrechterhaltung an diesem Standort. Die zweite Sammelstelle in Bassersdorf sei zu klein und die nächste Wertstoffsammelstelle sei für die Bevölkerung zu weit entfernt. Aus diesen Gründen sei der vorinstanzliche Entscheid willkürlich.