Citation: 6B_1423/2017 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwägt dazu, nicht die Art des bedienten Geräts sei ausschlaggebend, sondern die Auswirkungen der Bedienung des Geräts auf die Aufmerksamkeit des Fahrers. Es sei unbestritten, dass der Beschwerdeführer während rund drei Sekunden ein Lasermessgerät in seiner rechten Hand gehalten und bedient habe, als er auf der Autobahn fuhr. Er habe das Gerät gemäss seinen eigenen Angaben kurz aus der Halterung am Gürtel genommen, abgeschaltet und wieder in die Halterung gesteckt. Dem Überweisungsantrag vom 31. Mai 2015 sei zu entnehmen, dass drei Verkehrspolizisten auf Patrouille mit einem Zivilfahrzeug beobachtet hätten, dass der Beschwerdeführer an einem Mobiltelefon hantiert habe. Er habe dieses in seiner rechten Hand gehalten und seinen Blick während rund drei Sekunden darauf gerichtet und nicht auf den Strassenverkehr. Dies entspreche bei einer Geschwindigkeit von 60-70 km/h einer Strecke von 49,5 bis 57 Metern. Die Vorinstanz erwägt, es möge zutreffen, dass die Polizisten wegen der unterschiedlichen Höhe der Fahrzeuge keine freie Sicht auf die rechte Hand des Beschwerdeführers und den darin befindlichen Gegenstand gehabt hätten. Unbestritten sei jedoch, dass sie den Kopf des Beschwerdeführers hätten sehen können. Dabei hätten sie beobachtet, dass dessen Blick und Aufmerksamkeit nicht nach vorne auf den Verkehr, sondern nach unten gerichtet gewesen sei. Die Geschwindigkeit und das Verkehrsaufkommen auf dem fraglichen Autobahnstück habe grundsätzlich eine stete Aufmerksamkeit und eine erhöhte Bremsbereitschaft des Fahrzeuglenkers erfordert, weswegen die Reaktionszeit zwischen 0,6 und 0,7 Sekunden betragen habe. Die jedenfalls rund 3 Sekunden dauernde Unaufmerksamkeit des Beschwerdeführers bedeute einen Verstoss gegen Art. 31 Abs. 1 SVG und Art. 3 Abs. 1 VRV.