Citation: 2C_421/2022 E. 5.4

5.4. Soweit der Beschwerdeführer ferner vorbringt, es bestehe mit dem superprovisorisch verfügten Vollzugsstopp vom 3. Mai 2022 ein rechtliches Vollzugshindernis im Sinne von Art. 80a Abs. 7 lit. a AIG, ist ihm nicht zu folgen. Er legt nicht dar, weshalb der Vollzug der Wegweisung vor Bekanntwerden der neuen Umstände, die zur Haftentlassung am 15. Juni 2022 führten, in absehbarer Zeit undurchführbar gewesen wäre. Mit Urteil vom 23. Mai 2022 wies das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde gegen die Wegweisungsverfügung vom 11. April 2022 im Übrigen ab (vgl. Art. 105 Abs. 2 BGG; vgl. auch E. 4.4 hiervor; Art. 99 Abs. 1 BGG). Der Vollzug der Wegweisung war bis zum Eintritt der neuen Umstände, die zur Entlassung des Beschwerdeführers aus der Haft am 15. Juni 2022 führten, somit absehbar.