Citation: 8C_626/2009 09.11.2009 E. 4.2

4.2.1 Auf Grund des Unfallgeschehens sowie der am Fahrzeug der Beschwerdeführerin festgestellten, zwar nicht unerheblichen, aber auch nicht als gravierend zu bezeichnenden Beschädigungen (beide Fahrzeugtüren an der rechten Seite eingedrückt [vgl. die aktenkundigen Photos des Unfallwagens], woraus Reparaturkosten in Höhe von Fr. 5719.70 resultierten) - immerhin war die Versicherte in der Lage, die Fahrt nach dem Unfall mit ihrem Personenwagen fortzusetzen - ist als erstellt anzusehen, dass die Wucht des seitlich/frontalen Aufpralls, von dem die Beschwerdeführerin durch den entgegenkommenden Lieferwagen beifahrerseitig erfasst wurde, nicht sehr stark war. Diese Annahme wird bestätigt durch die Schlussfolgerungen der technischen Unfallanalyse des Ing. HTL I.________ vom 30. Juni 2003, welcher die kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung (Delta-v) des Fahrzeugs der Versicherten auf 2 bis 5 km/h schätzte, der von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebenen "Biomechanischen Kurzbeurteilung" der Arbeitsgruppe für Unfallmechanik vom 4. November 2003, wonach ein Delta-v von ca. 2 bis 5 km/h anzunehmen sei, sowie des durch die Firma Dr. L.________ AG, Institut für Unfallrekonstruktion, zuhanden der Beschwerdeführerin erstellten Gutachtens vom 29. Dezember 2003, welches das Delta-v auf 4,5 bis 7,2 bzw. - innerhalb der Auswertetoleranzen - 4 bis 8 km/h veranschlagte (zur ausschliesslichen Relevanz des augenfälligen Geschehensablaufs, namentlich des objektiv erfassbaren Unfallhergangs, bei der Prüfung der Unfallschwere: BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126; Urteile U 2/07 vom 19. November 2007 E. 5.3.1, in: SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26, und [des Eidg. Versicherungsgerichts] U 503/05 vom 17. August 2006, zusammengefasst wiedergegeben in: SZS 2008 S. 183, U 343/04 vom 10. August 2005 E. 2.2.2 sowie U 290/02 vom 7. August 2003 E. 4.2-4.4.3, je mit Hinweisen). Vor diesem Hintergrund stufte das kantonale Gericht den Unfall vom 14. Januar 2003 innerhalb der Kategorisierung, wie sie gemäss BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 125 im Rahmen der Adäquanzbeurteilung vorzunehmen ist, als leichtes bzw. bagatelläres Ereignis ein, wohingegen die Beschwerdeführerin den Vorfall im mittelschweren Bereich ansiedelt. 4.2.2 Auffahrkollisionen vor einem Fussgängerstreifen oder einem Lichtsignal werden rechtsprechungsgemäss regelmässig als mittelschweres, im Grenzbereich zu den leichten Unfällen liegendes Ereignis qualifiziert (Urteil [des Eidg. Versicherungsgerichts] U 193/01 vom 24. Juni 2003 E. 4.2 mit diversen Hinweisen, in: RKUV 2003 Nr. U 489 S. 357). In einzelnen Fällen hat das höchste Gericht demgegenüber einen leichten Unfall angenommen, so insbesondere bei einer niedrigen kollisionsbedingten Geschwindigkeitsveränderung (Delta-v unter 10 [bis 15] km/h) und - zusätzlich - weitgehendem Fehlen von unmittelbar im Anschluss an den Unfall auftretenden Beschwerden (Urteile U 402/05 vom 23. August 2007 E. 6.1 [Delta-v von maximal 4,5 km/h] und [des Eidg. Versicherungsgerichts] U 158/05 vom 8. August 2005 E. 3.2 [Delta-v von 0,5 bis 2,5 km/h], U 174/03 vom 10. November 2004 E. 5.2 [Delta-v von 4 bis maximal 7 km/h], U 22/01 vom 29. Oktober 2002 E. 7.1 [Delta-v von 6 bis 9 km/h] sowie U 33/01 vom 7. August 2001 E. 3a [Delta von 5 bis 9 km/h]; offen gelassen bei einem Delta-v von unter- oder knapp innerhalb eines Bereiches von 10 bis 15 km/h: Urteil 8C_824/2008 vom 30. Januar 2009 E. 4.2). Im vorliegenden Fall ist die Auffahrkollision vom 14. Januar 2003 auf Grund der Gegebenheiten mit der Vorinstanz wohl eher den leichten Ereignissen zuzuordnen, zumal die gesundheitlichen Komplikationen im Nachgang, welche (in Form von Schwindel sowie zunehmenden Kopf- und Nackenschmerzen frontal/parietal bzw. links) vorerst sehr moderat aufgetreten waren und insbesondere keine Arbeitsunfähigkeit bewirkt hatten, sich erst einige Zeit später akzentuierten. Die Frage kann jedoch letztlich - auch mit dem Hinweis darauf, dass es die aktuellere Rechtsprechung infolge der stets mit unsicheren Faktoren behafteten Ermittlung der tatsächlichen Geschwindigkeitsveränderung ablehnt, einen Grenzwert für die Bejahung der Adäquanz einzuführen (BGE 134 V 109 E. 8.3 S. 121; Urteil 8C_138/2009 vom 23. Juni 2009 E. 4.3.10) - offen bleiben, da die Adäquanz des Kausalzusammenhangs selbst dann zu verneinen ist, wenn von einem mittelschweren Unfall (im Grenzbereich zu den leichten Ereignissen) ausgegangen wird, wie sich aus dem Folgenden anhand der Beurteilung der relevanten Adäquanzkriterien ergibt. 4.3 Unbestrittenermassen kann weder von besonders dramatischen Begleitumständen noch von einer besonderen Eindrücklichkeit des Unfallereignisses gesprochen werden. Ebenso wenig ist im Lichte der medizinischen Akten eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert, ausgewiesen. Für das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzungen bestehen alsdann ebenfalls keine Anzeichen. Das Bundesgericht hat in E. 10.2.2 des Urteils BGE 134 V 109 (S. 127 f. mit diversen Hinweisen) präzisiert, dass die Diagnose eines Schleudertraumas der HWS dieses für sich allein nicht zu begründen vermag. Es bedarf hiezu einer besonderen Schwere der für das Verletzungsbild typischen Beschwerden oder besonderer Umstände, die das Beschwerdebild beeinflussen können. Es kann sich dabei beispielsweise um eine beim Unfall eingenommene - hier indessen nicht ausgewiesene - spezielle Körperhaltung und die dadurch bewirkten Komplikationen handeln; ferner sind in diesem Zusammenhang erhebliche Verletzungen bedeutsam, welche sich die versicherte Person neben dem Schleudertrauma beim Unfall zugezogen hat (BGE 134 V 109 E. 10.2.2 S. 128 mit Hinweisen). Auch für Letzteres lassen sich aus den vorhandenen Unterlagen keine Rückschlüsse ziehen. Was das Merkmal der fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen Behandlung anbelangt, hat die Beschwerdegegnerin im Rahmen ihrer letztinstanzlichen Vernehmlassung zutreffend ausgeführt, dass - bis zum relevanten Zeitpunkt des Fallabschlusses auf Ende September 2006 (vgl. BGE 134 V 109 E. 10.2.3 S. 128) - neben hausärztlichen Kontrollen physiotherapeutische und komplementärmedizinische Massnahmen (Akupunktur) im Vordergrund standen. Da blossen ärztlichen Verlaufskontrollen und Abklärungsmassnahmen nicht die Qualität einer regelmässigen, zielgerichteten Heilmethodik zukommt (Urteile 8C_359/2008 vom 18. Dezember 2008 E. 6.3 in fine mit Hinweis und U 328/06 vom 25. Juli 2007 E. 11.3.2 in fine mit Hinweis, in: SVR 2008 UV Nr. 2 S. 3) und manualtherapeutische Vorkehren in Form von Physiotherapie sowie Akupunktur keine spezifische, die Beschwerdeführerin speziell belastende ärztliche Behandlung im Sinne dieses Kriteriums darstellt (Urteil 8C_500/2007 vom 16. Mai 2008 E. 5.4 mit Hinweis), kann nicht von einer ununterbrochenen, bis zur Leistungseinstellung konsequent fortgeführten Behandlungsfolge ausgegangen werden. Im Rahmen einer Gesamtbetrachtung ist namentlich keine erhebliche, sich allein aus dem Umstand der ärztlichen Massnahmen ergebende zusätzliche Mehrbelastung erkennbar. Bezüglich des weiteren Kriteriums des schwierigen Heilungsverlaufs und der erheblichen Komplikationen gilt es schliesslich zu beachten, dass die beiden Teilaspekte nicht kumulativ erfüllt sein müssen (BGE 117 V 359 E. 7b S. 369). Aus der ärztlichen Behandlung und den erheblichen Beschwerden, welche bei der Beurteilung der spezifischen Adäquanzkriterien zu berücksichtigen sind, darf aber entgegen der Betrachtungsweise der Beschwerdeführerin nicht bereits auf einen schwierigen Heilungsverlauf und/oder erhebliche Komplikationen geschlossen werden. Es bedarf hiezu besonderer Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt haben. Nicht darunter zu zählen sind etwa die Einnahme vieler Medikamente und die Durchführung verschiedener Therapien wie auch die Tatsache, dass trotz regelmässiger Therapien weder eine Beschwerdefreiheit noch eine (vollständige) Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit erreicht werden konnten (Urteil 8C_870/2008 vom 24. März 2009 E. 5.2.3 mit Hinweisen). Im Vergleich mit anderen Fällen von HWS-Distorsionstraumen und äquivalenten Verletzungen sind in casu keine Anhaltspunkte für bis zum Fallabschluss eingetretene erhebliche Komplikationen ersichtlich; auch kann nicht von einem schwierigen Heilungsverlauf gesprochen werden. Selbst für den Fall, dass die Kriterien der erheblichen Beschwerden und der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen (zur Begrifflichkeit: BGE 134 V 109 E. 10.2.4 S. 128 und E. 10.2.7 S. 129 f. mit Hinweisen) als erfüllt zu betrachten wären, wenn auch nicht in besonders ausgeprägter oder auffallender Weise bzw. nur teilweise (vgl. dazu Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 1. Juni 2007, E. 2.3, sowie deren letztinstanzliche Vernehmlassung vom 5. Oktober 2009, S. 10 ff.), reichte dies - stets unter der Annahme des Vorliegens der übrigen Voraussetzungen (vgl. E. 4.1 und 4.2.2 in fine hievor) - zur Adäquanzbejahung praxisgemäss nicht aus (Urteil 8C_89/2008 vom 3. Oktober 2008 E. 9 mit Hinweis). Es hat damit im Ergebnis beim angefochtenen Entscheid sein Bewenden.