Citation: 1C_671/2024 E. 6.1

6.1. Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, sie sei durch die Sanierungsarbeiten einem erhöhten Risiko schädlicher Auswirkungen auf den Blausee und ihre Fischzuchtanlage ausgesetzt und deshalb zur Beschwerde gegen die Plangenehmigungsverfügung berechtigt. Sie wirft der Vorinstanz vor, den diesbezüglichen Sachverhalt offensichtlich ungenügend abgeklärt zu haben. Diese habe, trotz entsprechender Vorbringen der Beschwerdeführerin, keine Feststellungen zu den Gefährdungen gemacht, die von der Sanierung des Dienststollens Kandertal und des Zugangsstollens Mitholz für den Blausee und ihre Fischzuchtanlage ausgingen, insbesondere durch den Umgang mit wassergefährdenden Stoffen und belastetem Material. Allein für die Gewölbesanierung des Zugangsstollens Mitholz würden rund 470 m3 Spritzbeton, einem wassergefährdenden Stoff, benötigt; zudem müssten für die Sanierungen alte Fahrbahnplatten und Rohrleitungen, d.h. belastetes Material, entfernt, zerkleinert und abtransportiert werden, und zwar überwiegend über das Portal Mitholz. Der Blausee und die Fischzuchtanlage, die beide durch Grundwasser gespeist würden, befänden sich unweit dieses Portals. Zwischen diesem und den Blausee-Quellen bestünden sogenannte "Pisten-Flows", d.h. schnellfliessende unterirdische Bäche. Zudem infiltriere die Kander oberhalb des Blausees in den Grundwasserleiter. Gift- und Schadstoffe, die bei einem Störfall in die Kander oder auf andere Weise in das Grundwasser gelangen könnten, würden somit innerhalb weniger Stunden in die Quelle der Beschwerdeführerin gelangen und zu einem massiven Fischsterben führen. Schon 2018 und 2020 sei es in der Fischzuchtanlage und im Blausee zu massiven Trübungen und einem aussergewöhnlichen Fischsterben gekommen. Die Beschwerdeführerin vermutet, dass diese Vorfälle auf die unsachgemässe Ablagerung von Abfällen und Altschotter aus Sanierungsprojekten der BLS zurückzuführen seien und hat in diesem Zusammenhang Strafanzeige erstattet. Auch dies sei von der Vorinstanz mit keinem Wort erwähnt worden, was eine Verletzung des rechtlichen Gehörs darstelle.