Citation: 1A.65/2002 30.07.2002 E. 6

6.1 Der Beschwerdeführer beantragt, es sei festzustellen, die Zusicherung der Bundessubvention für das Projekt Flurstrasse "Brunnenmatte-Leh" und Bewässerung "Waldachra" durch das Bundesamt, sei zu Unrecht erfolgt. Damit ficht er die Subventionsverfügung vom 21. Juli 2000 an. 6.2 Das Bundesamt, sicherte dem Kanton Wallis den Bundesbeitrag für das umstrittene Projekt am 21. Juli 2000 zu. Gemäss Art. 35 des Bundesgesetzes vom 5. Oktober 1990 über Finanzhilfen und Abgeltungen (Subventionsgesetz, SuG; SR 616.1) und Art. 27 der Verordnung vom 7. Dezember 1998 über die Strukturverbesserungen in der Landwirtschaft (Strukturverbesserungsverordnung, SVV; SR 913.1) erfolgte die Zusicherung in Form einer anfechtbaren Verfügung. Diese Verfügung wurde dem Landwirtschaftszentrum Visp, Meliorationsamt, eröffnet. Am 25. August 2000 erhoben die Eheleute X.________ kantonale Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Kantonsgericht. Das Finanz- und Volkswirtschaftsdepartement des Kantons Wallis (FVD) hat zusammen mit der Beschwerdeantwort vom 30. September 2000 die amtlichen Akten im Original (1 Auflagedossier und 4 Schnellhefter) beim Kantonsgericht eingereicht, wobei die angefochtene Subventionsverfügung vom 21. Juli 2000 im Schnellhefter Nr. 6120.2 enthalten ist. Zwar war der Beschwerdeführer nicht Verfügungsadressat, dennoch hatte er vom Subventionsverfahren und insbesondere von der angefochtenen Verfügung Kenntnis. So war die Bundessubvention bereits an der Urversammlung vom 12. April 2000 ein Thema, und der Staatsrat führte im Entscheid vom 3. Juli 2000 aus, der Bund befürworte das Projekt und werde einen Beitrag sprechen. In der Beschwerde vom 25. August 2000 an das Kantonsgericht des Kantons Wallis haben die damaligen Beschwerdeführer die Rechtmässigkeit der in Aussicht gestellten Subvention nicht in Frage gestellt. An der Ortsschau vom 10. November 2000 scheint der Bundesbeitrag ebenfalls ein Thema gewesen zu sein. Jedenfalls wurde gemäss dem Protokoll erklärt, die Fachleute des Bundes hätten das Vorhaben positiv beurteilt. Schliesslich hat der Beschwerdeführer in der Stellungnahme vom 23. November 2001 zum Gutachten vom 22. Oktober 2001 die Verfügung ausdrücklich erwähnt und ausgeführt, "[e]in Hauptargument des Gutachters für die Nützlichkeit des Projektes [sei] der positive Vorbescheid des Bundesamtes für Landwirtschaft sowie die Zusicherung des Bundesbeitrages." 6.3 Obwohl der Beschwerdeführer vor der Stellungnahme vom 23. November 2001 zum Gutachten vom Oktober 2001 und vor dem Urteil des Kantonsgerichts vom 1. Februar 2002 von der Subventionsverfügung Kenntnis hatte, hat er es unterlassen, diese entweder im kantonalen Verfahren förmlich zum Thema zu machen oder sie in einem selbständigen Beschwerdeverfahren anzufechten. Es ist ihm somit verwehrt, die Subventionsverfügung vom 21. Juli 2000 erstmals vor Bundesgericht anzufechten (Art. 97 Abs. 1 OG e contrario). Auf dieses Vorbringen ist nicht einzutreten.