Citation: 8C_475/2022 E. 4.3.1

4.3.1. Die Vorinstanz stellte zum SMAB-Gutachten vom 19. Oktober 2012 fest, der psychiatrische Teilgutachter habe auf die im Rahmen der Anamnese erhobenen subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin abgestellt und sei von einer leicht- bis mittelgradigen Ausprägung der depressiven Episode ausgegangen, obwohl die Beschwerdeführerin in der klinischen Untersuchung nur eine eher leicht depressiv getönte Stimmungslage gezeigt habe. Nachdem dem Experten aus den Akten bekannt gewesen sei, dass die Beschwerdeführerin Verdeutlichungstendenzen aufweise, hätte er die subjektiven Angaben kritisch würdigen und eine Symptomvalidierung vornehmen müssen, was er unterlassen habe. Die attestierte 50%-ige Arbeitsunfähigkeit habe er auf die affektive Störung zurückgeführt, ohne dies zu erläutern. Die Differenz zwischen der eher als leicht angegebenen Depression und der genannten Arbeitsunfähigkeit habe er nicht detailliert und überzeugend begründet. Indem die Vorinstanz gestützt hierauf erwog, die Beschwerdegegnerin habe aufgrund der Unverwertbarkeit dieses Gutachtens zu Recht ein weiteres in Auftrag gegeben, verletzte sie kein Bundesrecht. Anders als die Beschwerdeführerin meint, hat sie vielmehr nach dem Gesagten willkürfrei aufgezeigt, weshalb es dem psychiatrischen SMAB-Teilgutachten an Beweiskraft mangelt.