Citation: 1C_271/2023 E. 6

Vorliegend ist unstreitig, dass ein Grossteil der Bevölkerung Opfikons von starken Fluglärmimmissionen betroffen ist. Die Stadt Opfikon wurde daher stets als befugt erachtet, sich für Lärm- und Schallschutzmassnahmen zugunsten ihrer Bevölkerung einzusetzen und wurde sowohl zur Beschwerde gegen das vorläufige Betriebsreglement des Flughafens Zürich (Urteil 1C_58/2010 vom 22. Dezember 2010) als auch gegen das Schallschutzkonzept Süd (Erste Phase) zugelassen (vgl. Urteil des BVGer A-391/2014 vom 14. Oktober 2015 E. 1.2). Sie erhob auch Einsprache gegen die erste Fassung des Schutzkonzepts Süd (Phase 2), u.a. um eine Ausweitung des Schallschutzperimeters zu erreichen. Anders als im zitierten Urteil 1C_30/2018 (Gemeinde Neerach) ergibt sich der Perimeter des (speziell auf morgendliche Südanflüge ausgerichteten) Schutzkonzepts Süd Phase 2 nicht bereits aus der vorangehenden Festlegung der zulässigen Lärmimmissionen, sondern erst aus dem Schutzkonzept selbst (vgl. angefochtenen Entscheid, E. 2.2.3 S. 19 unten). Nachdem der Perimeter im überarbeiteten Gesuch vom 5. September 2019 im Sinne der Einsprechenden angepasst worden war, beschränkte sich der Streitgegenstand vor Bundesverwaltungsgericht auf die einschränkenden Voraussetzungen des Schutzkonzepts.