Citation: 2C_106/2022 E. 4.6

4.6. Von den gleichen sachlichen Überlegungen durfte sich der Regierungsrat beim Erlass von § 3 Abs. 5 V Covid-19 Bildungsbereich/ZH leiten lassen. Auch diesbezüglich galt, dass von einer geimpften Person (mit einer ärztlich bescheinigten Maskentragdispens) ein geringeres Ansteckungsrisiko ausging (vgl. E. 4.5.3 hiervor). Ungeimpften Personen war es aufgrund der Maskentragdispens nicht möglich, das Ansteckungsrisiko durch das Tragen einer Maske zu mildern. § 3 Abs. 5 V Covid-19 Bildungsbereich/ZH sah für diese Personen kompensierend vor, dass sie verpflichtet waren, am wöchentlichen repetitiven Testen in der Schule teilzunehmen, wenn sie keinen Nachweis erbrachten, dass sie über ein gültiges Covid-19-Impfzertifikat oder ein gültiges Covid-19-Genesungszertifikat verfügten. Es ist unter den Verfahrensbeteiligten unbestritten, dass das wöchentliche repetitive Testen ein geeignetes Mittel darstellte, um Infektionen mit dem Virus baldmöglichst zu erkennen und dessen Verbreitung zu reduzieren (vgl. E. 5.1 des angefochtenen Urteils). Da es sich beim Testverfahren um einen sehr geringen Eingriff in die persönlich Freiheit handelt (vgl. E. 4.5.4 i.f. hiervor), lässt sich auch dieser Grundrechtseingriff rechtfertigen.