Citation: 5A_204/2019 E. 4.6

4.6. Indessen gilt es festzuhalten (Art. 106 Abs. 1 BGG), dass die Beschwerdegegnerin in ihrer Berufung die Höhe der erstinstanzlich zugesprochenen Entschädigung nicht beanstandete. Erst nachdem der Beschwerdeführer in seiner Anschlussberufung deren Reduktion verlangte, beantragte sie deren Erhöhung. Damit ist die Beschwerdegegnerin über ein blosses Begehren auf Abweisung der Anschlussberufung hinausgegangen und hat nach Ablauf der Berufungsfrist ihre Berufungsbegehren erweitert. Indem die Vorinstanz ihrem Antrag stattgab, hat sie im Ergebnis eine verpönte Anschlussberufung auf eine Anschlussberufung zugelassen (BGE 141 III 302 E. 2.4 S. 310 mit Hinweis), denn im Berufungsverfahren gilt die Offizialmaxime für den Vorsorgeausgleich nicht (Urteile 5A_631/2018 vom 15. Februar 2019 E. 3.2.2 mit Hinweisen; 5A_862/2012 vom 30. Mai 2013 E. 5.3.3, in: SJ 2014 I S. 77 f.; 5A_796/2011 vom 5. April 2012 E. 5.3 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 129 III 481 E. 3.3 S. 487), sodass das Verschlechterungsverbot greift (Urteil 5A_478/2016 vom 10. März 2017 E. 10.1 in fine mit Hinweisen). Die Vorinstanz hätte die Entschädigung unter diesen Umständen nicht höher als wie im bezirksgerichtlichen Urteil festgesetzt bemessen dürfen, weshalb die Beschwerde in diesem Punkt dennoch teilweise gutzuheissen ist.