Citation: C 214/99 03.01.2000 E. 1

1.- a) Die Vorinstanz hat die massgeblichen Bestimmungen über die Vermittlungsfähigkeit, insbesondere von Behinderten (Art. 8 Abs. 1 lit. f, Art. 15 Abs. 1 und 2 AVIG; Art. 15 Abs. 3 Satz 1 AVIV), den versicherten Verdienst (Art. 23 Abs. 1 AVIG; Art. 37-40b AVIV) sowie die Rückforderung von unrechtmässig bezogenen Leistungen der Arbeitslosenversicherung (Art. 95 Abs. 1 AVIG) und deren Verrechnung mit Leistungen anderer Sozialversicherungen (Art. 124 AVIV) zutreffend dargelegt. Darauf kann verwiesen werden. Zu ergänzen ist, dass die Anspruchsvoraussetzung der Vermittlungsfähigkeit entweder gegeben ist oder nicht; das Gesetz kennt keine prozentualen Abstufungen (nicht veröffentlichtes Urteil M. vom 7. März 1996, C 22/96). b) Ferner ist darauf hinzuweisen, dass eine auf Grund einer formell rechtskräftigen Verfügung ausgerichtete Leistung in der Sozialversicherung nur zurückzuerstatten ist, wenn entweder die für die Wiedererwägung oder die prozessuale Revision erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 110 V 179 Erw. 2a in fine). Diese Grundsätze finden auch dann Anwendung, wenn die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen formlos verfügt worden sind (BGE 111 V 332 Erw. 1). Nach ständiger Rechtsprechung gilt im Sozialversicherungsrecht der allgemeine Grundsatz, dass die Verwaltung eine formell rechtskräftige Verfügung, die nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet hat, in Wiedererwägung ziehen kann, wenn sie zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (BGE 122 V 21 Erw. 3a, 121 V 4 Erw. 6, 119 V 183 Erw. 3a, 477 Erw. 1, je mit Hinweisen). Demgegenüber ist der Sozialversicherungsträger verpflichtet, mittels sogenannter prozessualer Revision auf eine formell rechtskräftige Verfügung zurückzukommen, wenn neue Tatsachen oder neue Beweismittel entdeckt werden, die geeignet sind, zu einer andern rechtlichen Beurteilung zu führen (BGE 122 V 21 Erw. 3a, 121 V 4 Erw. 6). Erheblich können nur Tatsachen sein, die zur Zeit der Erstbeurteilung bereits bestanden, jedoch unverschuldeterweise unbekannt waren oder unbewiesen blieben (BGE 119 V 184 Erw. 3a, 477 Erw. 1a, je mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung gilt der von der Invalidenversicherung (oder der SUVA) ermittelte Invaliditätsgrad als erhebliche neu entdeckte Tatsache, deren Unkenntnis die Arbeitslosenkasse nicht zu vertreten hat (ARV 1998 Nr. 15 S. 81 Erw. 5a, 1996/1997 Nr. 43 S. 238 Erw. 5a, je mit Hinweisen). c) Bei der Prüfung der Erwerbsfähigkeit Behinderter sind die Organe der Arbeitslosenversicherung nicht an die Beurteilung der Invalidenversicherung (oder der SUVA) gebunden (ARV 1998 Nr. 5 S. 34 Erw. 5c mit Hinweisen, Nr. 15 S. 82 Erw. 5b mit Hinweis; nicht veröffentlichtes Urteil G. vom 27. Februar 1991, C 60/90).