Citation: I 598/03 28.05.2004 E. 3

3.1 Die Beschwerdeführerin leidet - mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit - an einem chronischen lumbovertebralen Schmerzsyndrom bei muskulärer Dysbalance/Dekonditionierung, Überlastung des ilio-sakralen-lumbalen Bandapparates sowie Spondylarthrosen der unte-ren LWS, an einem Verdacht auf eine retropatelläre Arthrose beidseits und einem Verdacht auf eine koronare Herzkrankheit. Was das noch verbliebene Leistungsvermögen anbelangt, ergibt sich auf Grund der medizinischen Aktenlage folgendes Bild: 3.1.1 Der Hausarzt Dr. med. K.________ bezifferte die Arbeitsunfähigkeit der Versicherten als kaufmännische Angestellte in seinem Bericht vom 16. März 2002 auf 100 % vom 31. August bis 19. September 2001 sowie auf 50 % ab 20. September 2001. Hinsichtlich der Zumutbarkeit einer leidensangepassten Tätigkeit äusserte er sich nicht bzw. verwies auf die noch vorzunehmende rheumatologische Untersuchung. 3.1.2 In seinem Bericht vom 20. März 2002 schätzte Dr. med. V.________ die Beschwerdeführerin in ihrer bisherigen Tätigkeit als Sekretärin seit 15. August 2001 ebenfalls zu 50 % arbeitsunfähig ein, da sich zufolge der Rücken- und Knieschmerzen nach einer sitzend verbrachten Stunde Beschwerden einstellten und wegen der Diabetes ein grösserer Zeitbedarf notwendig sei. Die Zumutbarkeit anderer Tätigkeiten verneinte er. 3.1.3 Anlässlich der rheumatologischen Abklärungen im Spital X.________ stellten die Ärzte gemäss Bericht vom 4. April 2002 fest, dass die Versicherte seit August 2001 zu 50 % in ihrer Arbeit als Sekretärin eingeschränkt sei, empfahlen indessen ausdrücklich eine stationäre Therapie zur Rehabilitation. 3.1.4 Nach einem mehrwöchigen Aufenthalt vom 17. Juni bis 6. Juli 2002 in der Klinik Y.________ attestierten die dortigen Ärzte ebenfalls eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit im angestammten Bereich, bescheinigten der Beschwerdeführerin indessen ein unvermindertes Leistungsvermögen an einem ergonomisch eingerichteten Bü-roarbeitsplatz (Austrittsbericht vom 12. Juli 2002). 3.1.5 In ihrem Bericht vom 26. November 2002 ergänzten die Ärzte der Klinik Y.________ ihre Beurteilung in der Weise, als sie eine leichte Arbeit an einem ergonomisch eingerichteten Büroarbeitsplatz mit der Möglichkeit zu Wechselbelastung während 8,5 Stunden täglich für zumutbar erachteten. Die Frage, ob in diesem zeitlichen Rahmen eine verminderte Leistungsfähigkeit bestehe, beantworteten sie mit "ev. Ja". 3.1.6 Dr. med. S.________ führte in seinem Bericht vom 7. März 2003 aus, es liege eine Beeinträchtigung durch das chronische lumboverte-brale Schmerzsyndrom vor, welches längeres Sitzen oder Stehen er-schwere. Wechselnde Bewegungen würden demgegenüber besser ertragen. Die Rehabilitation vom Juni 2002 habe zwar eine Besserung gebracht, doch könne die Versicherte nach wie vor keine körperlich belastenden Tätigkeiten ausüben, wie Lasten hochheben, tragen und verschieben oder längere Zeit in gleicher Position verharren. Eine berufliche Tätigkeit müsse einen häufigen Positionswechsel ermöglichen, so beispielsweise erlauben, abwechselnd am Schreibtisch zu sitzen, am Stehpult zu stehen und herumzugehen. Die bisherige Tätigkeit nur am Schreibtisch oder Computer könne lediglich noch zu 50 % ausgeübt werden. Sofern die Versicherte jedoch eine adaptierte Beschäftigung finde, bei welcher sie keine schweren Lasten zu tragen habe, wie etwa als Vertreterin für Kosmetika, Nahrungsmittel oder Versicherun-gen oder als Lieferantin leichter Waren, könne die Arbeitsleistung auf 100 % gesteigert werden. 3.1.7 Die Rheumatologen des Spital Z.________ kamen in ihrem Bericht vom 14. April 2003 - wenn auch unter Diagnostizierung eines erweiterten Beschwerdebildes (vgl. dazu Erw. 3.2 hiernach) - zum Schluss, dass die Versicherte seit Januar 2002 bis jedenfalls 30. Mai 2003 zu 50 % arbeitsunfähig sei. 3.2 Im Lichte dieser Aussagen kann als erstellt gelten, dass die Beschwerdeführerin ihren bisherigen Beruf als Sekretärin - zumindest ohne entsprechende ergonomische Anpassungen des Arbeitsplatzes - aus gesundheitlichen Gründen nurmehr zu 50 % zu verrichten in der Lage ist. Wie indessen den Berichten der Ärzte der Klinik Y.________ (vom 12. Juli und 26. November 2002) sowie des Dr. med. S.________ (vom 7. März 2003) entnommen werden kann, wird ihr für körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten eine unverminderte Arbeitsfähigkeit bescheinigt, wobei dies insbesondere auch für Beschäftigungen im Bürobereich gilt, sofern ergonomische Einrichtungen eine für die Versicherte arbeitstaugliche Umgebung gewährleisten. Darauf ist - mit Vorinstanz und Verwaltung - abzustellen, lassen die übrigen medizinischen Unterlagen doch keinen anderen, mit dem im Sozialversicherungsrecht erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. BGE 129 V 153 Erw. 2.1 mit Hinweisen) ausgewiesenen Schluss zu. Was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgebracht wird, ändert daran nichts. Namentlich enthält der Bericht des Dr. med. K.________ (vom 16. März 2002) überhaupt keine Angaben zu noch möglichen Verweisungstätigkeiten und verzichten auch die Rheumatologen des Spitals X.________ in ihrem Bericht (vom 4. April 2002) im Hinblick auf die empfohlene stationäre Rehabilitation auf eine abschliessende Stel-lungnahme zum noch vorhandenen Leistungsvermögen. Aus den Äus-serungen der Ärzte des Spitals Z.________ zur Arbeitsfähigkeit (vom 14. April 2003) wird sodann nicht klar, ob sich diese allgemein auf alle Tätigkeiten oder bloss auf die bisherige Beschäftigung als Sekretärin beziehen. Der letztgenannten Beurteilung, welche auf einer Untersu-chung vom 19. März 2003 fusst, liegt im Übrigen ein erweitertes Be-schwerdebild zu Grunde, werden als Diagnosen doch zusätzlich eine beginnende Polyneuropathie der unteren Extremitäten bei Diabetes mellitus Typ II, ein chronisches spondylogenes Cervicocephalsyndrom bei panvertebraler Ausstrahlung sowie eine reaktive Depression bei Kontextfaktoren (familiär, Arbeitsplatzverlust, finanzielle Situation) aufgeführt. Da indes - seit Einführung des Einspracheverfahrens durch das ATSG auch im Invalidenversicherungsbereich (Art. 52 ATSG) - der Erlass des Einspracheentscheides (hier vom 24. April 2003) grundsätzlich die zeitliche Grenze der richterlichen Beurteilung bildet (vgl. Erw. 1.1 hievor), könnte eine sich seit März 2003 abzeichnende Verschlechterung des Gesundheitszustandes im vorliegenden Verfah-ren ohnehin nicht berücksichtigt werden, wäre aber allenfalls - bei Dauerhaftigkeit - als anspruchsbeeinflussende Änderung im Sinne von Art. 88a Abs. 2 IVV beachtlich (BGE 121 V 366 Erw. 1b in fine mit Hin-weis). Was sodann die Einschätzung durch Dr. med. V.________ (vom 20. März 2002) betrifft, wonach der Versicherten keine anderen Tätigkeiten zumutbar seien, erfolgte diese über ein Jahr vor dem massgeblichen Beurteilungszeitpunkt und ohne nähere Begründung, sodass darauf, insbesondere vor dem Hintergrund der zeitlich später ergangenen, gegenteiligen Angaben der anderen Ärzte, nicht vorbehaltlos abgestellt werden kann, zumal ihm - wie bereits die Vorinstanz zutreffend erkannt hat - eine hausarztähnliche Stellung zukommt und seine Auskünfte in beweisrechtlicher Hinsicht deshalb nicht im selben Masse aussagekräftig sind (vgl. BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc mit Hinweisen). Entgegen dem Einwand der Beschwerdeführerin ist der Hinweis des Dr. med. S.________ auf die noch zumutbare 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit ferner auch nicht als blosse Zukunftsprognose zu interpretieren. Vielmehr hielt der Arzt ausdrücklich fest, dass, sofern die Versicherte eine entsprechende Arbeitsstelle zu finden in der Lage sei, wovon vorliegend auszugehen ist (vgl. zum Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarktes: BGE 110 V 276 Erw. 4b; ZAK 1991 S. 320 Erw. 3b), die Arbeitsleistung auf 100 % gesteigert werden könnte. Von einer bloss "eventuellen" Steigerung, wie dies die Beschwerdeführerin formuliert, kann nicht die Rede sein.