Citation: 1C_590/2020 E. 5.1

5.1. Sie bringt vor, Art. 96 Abs. 2 KRG/GR stelle - sowohl in der alten wie auch in der ab 1. April 2019 geltenden Fassung - keine gesetzliche Grundlage für die Zusprechung einer Parteientschädigung an einen Baueinsprecher dar. Nach ständiger Praxis der Vorinstanz stünden Baueinsprechern im Baueinspracheverfahren keine ausseramtliche Entschädigung zu. Die Vorinstanz sei in diesem Punkt zuungunsten von ihr von ihrer ständigen Praxis abgewichen. Art. 96 Abs. 2 KRG/GR stelle eine unmittelbar anwendbare Bestimmung des formellen Baurechts dar und gehe abweichenden kommunalen Bestimmungen vor. Allerdings sehe selbst Art. 9 Abs. 3 GebG Flims vor, dass in Baubewilligungsverfahren in der Regel keine Parteientschädigungen zugesprochen würden.