Citation: 8C_380/2020 E. 3.3.1

3.3.1. Zunächst ist mit Blick auf die Rechtsprechung festzuhalten, dass nicht zu beanstanden ist, wenn das kantonale Gericht der langen Aufenthaltsdauer in den USA während des fraglichen Zeitraumes und dem Umstand, dass er nicht regelmässig in die Schweiz zurückgekehrt war, bei der Beurteilung des Streitgegenstandes hohes Gewicht beigemessen hat. In dem von der Vorinstanz zitierten Urteil C 290/03 vom 6. März 2006 E. 6.6 (SVR 2006 ALV Nr. 24 S. 82) stellte das Eidgenössische Versicherungsgericht (heute: Schweizerisches Bundesgericht) fest, dass die Versicherte im Rahmen eines zunächst auf zwei Monate befristeten und später um wenige Wochen verlängerten Arbeitsverhältnisses als Schauspielerin für eine Film- und Fernsehproduktionsgesellschaft in Deutschland gearbeitet hatte. Im Hinblick darauf, dass sie während des vorübergehenden Auslandaufenthaltes weiterhin auch in der Schweiz nach einer Stelle gesucht hatte und in Ermangelung von Anhaltspunkten dafür, dass der Aufenthalt in Deutschland anderen Zwecken als der Erlangung eines Zwischenverdienstes gedient hatte, kam das Gericht zum Schluss, dass sie den Schwerpunkt der Lebensbeziehungen während des fraglichen Zeitraums in der Schweiz hatte, zumal sie an den Wochenenden jeweils an ihren schweizerischen Wohnort zurückgekehrt war. Daher war die Anspruchsvoraussetzung von Art. 8 Abs. 1 lit. c AVIG erfüllt. Im Urteil 8C_279/2007 vom 7. Dezember 2007 ging es um eine Versicherte, die während rund zwei Monaten einen Arbeitseinsatz in Kuba leistete. Es stand fest, dass sie am 13. Februar 2006 eine Stelle antreten konnte, für die sie sich am 12. Januar 2006 und damit noch während des Auslandaufenthaltes beworben hatte. Zudem stand fest, dass sie den Arbeitsvertrag ohne Konsequenzen auch vorzeitig hätte auflösen können. Anhaltspunkte dafür, dass der Aufenthalt in Kuba anderen Zwecken als der Erzielung eines Zwischenverdienstes diente, lagen auch in diesem Fall nicht vor. Die Versicherte hielt weiterhin eine enge Verbindung mit dem schweizerischen Arbeitsmarkt aufrecht. Daher führte der vorübergehende, rund zweimonatige Aufenthalt in Kuba zu keinem Unterbruch des gewöhnlichen Aufenthalts in der Schweiz, weshalb die Anspruchsvoraussetzung des Art. 8 Abs. 1 lit. c AVIG gegeben war.