Citation: 6B_460/2020 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz nimmt an, die Frage der Mittäterschaft stelle sich in den Sachverhaltskomplexen "E.________ Holding AG", "F.________ AG", "G.________ Swiss AG" und "H.________ AG" sowie "I.I.________ und J.I.________" in gleichem Masse. Sie erwägt, der Beschwerdeführer habe bereits aufgrund seiner Organstellung, insbesondere als Verwaltungsratspräsident, unentziehbare Aufsichtspflichten gehabt. Ohne sein Einverständnis wären die inkriminierten Tathandlungen nicht oder nicht in dieser Form durchführbar gewesen. Selbst ein stillschweigendes Einverständnis in Form der Unterlassung der Ausübung der Aufsichtspflicht, stelle in dieser Position einen entscheidenden Tatbeitrag dar. Die gesetzlichen Pflichten eines Verwaltungsrates, insbesondere des Verwaltungsratspräsidenten, umfassten die entsprechenden Kontrollfunktionen, welche eine aktive Tätigkeit verlangten. Sein Einwand, er verstehe von Zahlen nichts und habe mit dem Rechnungswesen nichts zu tun gehabt, vermöge daran nichts zu ändern. Abgesehen davon wirkten diese Beteuerungen angesichts seiner aktiven Mitarbeit in den einzelnen Sachverhaltskomplexen als wenig glaubhaft. Schliesslich habe er anlässlich der Berufungsverhandlung selber eingeräumt, dass er die Rolle des Verwaltungsratspräsidenten innerhalb der Unternehmungen übernommen habe, um den präsidialen Stichentscheid zu haben, falls es mit dem Mitangeklagten B.________ hätte Schwierigkeiten geben sollen. Damit habe er bestätigt, dass er sich seiner Verantwortung als Verwaltungsratspräsident bewusst gewesen sei und die Handlungen des Mitangeklagten B.________ mitgetragen habe (angefochtenes Urteil S. 25 f.).