Citation: 5A_288/2008 27.08.2008 E. 3

Der Beschwerdeführer rügt, das Obergericht habe in seinem monatlichen Bedarf die für seine Tochter bezahlten Unterhaltsbeiträge nur mit Fr. 500.-- statt im tatsächlich bezahlten Betrag von Fr. 1'200.-- berücksichtigt (S. 5 ff. Ziff. 12-17). Was seine Leistungsfähigkeit angeht, macht er gesundheitliche Schwierigkeiten geltend (S. 12 Ziff. 30-31 der Beschwerdeschrift). 3.1 Das Amtsgericht setzte im Notbedarf des Beschwerdeführers den Betrag von monatlich Fr. 500.-- unter der Bezeichnung "Alimente für die Tochter C.________" ein (E. 4.4 S. 5, mit Hinweis auf Amtl.Bel. 31). In seiner Appellationsschrift focht der Beschwerdeführer die Berechnung seines Notbedarfs an, aber nicht mit Bezug auf den Beitrag an die Tochter (S. 2 Ziff. 1a, Amtl.Bel. 9). Obwohl die Beschwerdegegnerin in ihrer Appellationsbegründung ausdrücklich auf den Beitrag von Fr. 500.-- einging und dessen Wegfall nach dem Lehrabschluss der Tochter berücksichtigt wissen wollte (S. 2 Ziff. 3, Amtl.Bel. 10), äusserte sich der Beschwerdeführer auch in der Appellationsantwort zur Höhe des Beitrags an seine Tochter nicht (S. 2 Ziff. 2, Amtl.Bel. 13). Er bestätigte schliesslich an der mündlichen Einvernahme vom 9. Juli 2007 auf Befragen ausdrücklich, er bezahle die Fr. 500.-- für die Tochter C.________ immer noch. Das heutige Vorbringen des Beschwerdeführers ist neu und gemäss Art. 99 Abs. 1 BGG unzulässig, weil mit Blick auf den geschilderten Verfahrensablauf nicht erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gegeben haben kann. Der Beschwerdeführer hatte vielmehr Grund und Gelegenheit, die vom Amtsgericht festgestellte Höhe des Unterhaltsbeitrags an seine Tochter vor Obergericht anzufechten und im hier angegebenen Betrag von monatlich Fr. 1'200.-- zu behaupten und zu belegen. Dazu ist es heute zu spät (vgl. BGE 134 V 223 E. 2.2.1 S. 226/227). 3.2 Vor Obergericht hat der Beschwerdeführer geltend gemacht, er müsse sich aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig pensionieren lassen. Nach den Feststellungen des Obergerichts hat er es aber versäumt, im Verlaufe des Appellationsverfahrens entsprechende Beweise zu offerieren (E. 3.4.1 S. 7 des angefochtenen Urteils). Gegen die Feststellung zum Beweisverfahren wendet der Beschwerdeführer nichts ein. Soweit er heute erstmals seine gesundheitlichen Schwierigkeiten beweisen will, ist es dazu vor Bundesgericht zu spät (Art. 99 Abs. 1 BGG). Davon abgesehen sind seine Beweisurkunden teilweise erst nach Erlass des angefochtenen Urteils erstellt worden. Sie wären insoweit auch als ausnahmsweise statthafte neue Vorbringen unzulässig (BGE 133 IV 342 E. 2 S. 343 f.; 134 IV 97 E. 5.1.3 S. 103). 3.3 Weitere Rügen gegen die Bestimmung seines Notbedarfs und seiner Leistungsfähigkeit erhebt der Beschwerdeführer nicht. Auslagen von Fr. 5'170.-- bzw. ab August 2010 von Fr. 4'670.-- steht ein Einkommen von Fr. 11'600.-- gegenüber. Der monatliche Überschuss beträgt damit Fr. 6'430.-- bzw. ab August 2010 Fr. 6'930.-- und nach der Pensionierung ab März 2013 Fr. 3'352.-- (E. 3.4.3 S. 8 des angefochtenen Urteils).