Citation: 9C_124/2015 E. 4.4

4.4. Nach dem Gesagten scheidet im konkreten Fall eine retrospektive Fälligkeit der Austrittsleistung mangels eines Barauszahlungsgrundes aus. Anders als in der mit Urteil 9C_65/2008 beurteilten Konstellation verblieb das Freizügigkeitsguthaben somit im Vorsorgekreislauf. Mit Eintritt des Vorsorgefalles im September 2012 erwarb die Beschwerdegegnerin nach den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz einen originären Anspruch auf die Freizügigkeitsleistung (Art. 15 Abs. 1 lit. b Ziff. 1 FZV), woran die erbrechtliche Ausschlagung nichts ändert (vgl. BGE 129 III 305 E. 3.5 S. 314). Das kantonale Gericht hat daher zu Recht einen (grundsätzlichen) Anspruch der Beschwerdegegnerin auf die Freizügigkeitsleistung ihres verstorbenen Ehemannes bejaht.