Citation: 5A_443/2024 E. 1.1.1

1.1.1. Die Vorinstanz bezifferte den Streitwert auf Fr. 15'000.--. Der Beschwerdeführer bringt vor, das Bundesgericht sei nicht an die Schätzung des Obergerichts gebunden. Der Streitwert bemesse sich nach dem Wert, um den das von Immissionen betroffene Grundstück zunehme oder um den das Immissionen verursachende Grundstück abnehme, wenn die Pflanze beseitigt werde. Massgebend sei dabei der höhere Betrag. Der genaue Marktwert der Liegenschaft sei ihm, dem Beschwerdeführer, aus offensichtlichen Gründen nicht bekannt. Einer Online-Schätzung auf Comparis sei zu entnehmen, dass die Liegenschaft der Beschwerdegegner einen Wert von ungefähr Fr. 1'276'200.-- habe. Bei einem derart hohen Wert der Liegenschaft mit einer ungefähren Fläche von 574 m2, die durch die Schwarzföhre tangiert werde, sei von einer Wertverminderung durch den Baum von mindestens Fr. 30'000.-- auszugehen. Lautet - wie vorliegend - ein Begehren nicht auf Bezahlung einer bestimmten Geldsumme, so setzt das Bundesgericht den Streitwert nach Ermessen fest (Art. 51 Abs. 2 BGG). Wie der Beschwerdeführer zutreffend vorträgt, ist für die Berechnung des Streitwerts nicht auf die Beseitigungskosten abzustellen. Zu schätzen ist der Wert, um den das von den Immissionen betroffene Grundstück zunimmt oder um den das die Immissionen verursachende Grundstück abnimmt, wenn die Pflanze beseitigt wird, wobei der höhere Betrag streitwertbestimmend ist (Urteile 5A_85/2016 vom 23. August 2016 E. 1.2.4; 5A_749/2007 vom 2. Juni 2008 E. 1.2; 5C.200/2005 vom 21. Oktober 2005 E. 1.2, nicht publ. in: BGE 132 III 6). Allerdings ist es nicht Aufgabe des Bundesgerichts, eigene Abklärungen anzustellen, wenn der Streitwert nicht ohne Weiteres aus den Feststellungen im angefochtenen Entscheid oder aus den Verfahrensakten hervorgeht. Der Beschwerdeführer hat nähere Angaben zu machen, die den Streitwert einfach zu schätzen gestatten. Das Bundesgericht ist dabei weder an die Schätzung des Beschwerdeführers noch an übereinstimmende Angaben der Parteien noch an eine offensichtlich unrichtige Schätzung des Obergerichts gebunden (BGE 140 III 571 E. 1.2; 136 III 60 E. 1.1.1). Der Beschwerdeführer beschränkt sich auf Vorbringen zum Wert der Liegenschaft der Beschwerdegegner und zur vom Baum "tangierten" Fläche. Diese Angaben gestatten es nicht, den Streitwert einfach zu schätzen. Inwieweit der Wert des Grundstücks der Beschwerdegegner bei einer Beseitigung des Baums zunimmt, hängt insbesondere auch davon ab, wie sich der Baum auf das Grundstück auswirkt. Hierzu macht der Beschwerdeführer keine Angaben. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Urteil keine Feststellungen zu diesen Auswirkungen getroffen. In der Berufung hatte der Beschwerdeführer ausgeführt, der Nadelfall und der Harzfluss seiner Schwarzföhre seien nicht als übermässige Immissionen zu qualifizieren. Beim betroffenen Wohnquartier handle es sich um ein Gartenquartier mit alten Baumbeständen, in dem es üblich sei, dass Sträucher und Bäume im Unterabstand und in Überhöhe wüchsen sowie Nadelfall und Harzfluss erwartbar, üblich und entsprechend hinzunehmen seien. Damit fehlen Hinweise darauf, dass der Streitwert tatsächlich die gesetzliche Grenze von Fr. 30'000.-- erreicht.