Citation: 2C_711/2020 E. 4.5

4.5. Dem Umstand, dass sich der Beschwerdeführer nun seit einiger Zeit wohl verhalten habe, kann keine ausschlaggebende Bedeutung zugemessen werden. Der Beschwerdeführer befand sich vom 31. Oktober 2013 bis 11. Juni 2014 während 223 Tagen in Untersuchungs- und Sicherheitshaft und stand unter dem Druck der strafrechtlichen Probezeit sowie des ausländerrechtlichen Verfahrens. Die von ihm vorgebrachte straffreie Zeit ist daher zu relativieren. Zudem war der Beschwerdeführer bezüglich der Haupttat auch nicht geständig und zeigt denn auch nach wie vor wenig Einsicht in das Unrecht der Tat. Selbst wenn unberücksichtigt bleibt, dass der Beschwerdeführer am 5. Februar 2020 insbesondere wegen angeblichen Todesdrohungen gegenüber seiner heutigen Ehegattin erneut festgenommen wurde, kann nach den bisherigen Vorkommnissen ein Rückfallrisiko nicht ausgeschlossen werden. Zudem sind die Einwendungen des Beschwerdeführers unbehelflich, mit denen er die Beurteilung der Rückfallgefahr zu relativieren versucht, da mangels Anwendbarkeit des FZA auch generalpräventive Gesichtspunkte berücksichtigt werden können (Urteil 2C_945/2019 vom 15. Januar 2020 E. 3.3.2).