Citation: C 261/04 25.07.2005 E. 5

5.1 Auf Grund der vorhandenen Unterlagen und der vorinstanzlich durchgeführten Partei- und Zeugenbefragung ergibt sich, dass der Versicherte bei der Y.________ AG keine arbeitgeberähnliche Stellung inne hatte. Damit steht fest, dass der Beschwerdegegner nicht schon auf Grund seiner Funktion bei der ehemaligen Arbeitgeberin von der Berechtigung zum Bezug von Insolvenzentschädigung ausgeschlossen ist. Die Arbeitslosenkasse bringt diesbezüglich letztinstanzlich keine konkreten Beanstandungen mehr vor, wendet aber zu Recht ein, dass damit noch nicht beantwortet sei, ob die weiteren Anspruchsvoraussetzungen ebenfalls vorliegen würden. Es ist der Beschwerdeführerin beizupflichten, dass diese Prüfung vor Erlass einer allfälligen Leistungsverfügung noch zu erfolgen hat. Der kantonale Gerichtsentscheid, mit welchem die Sache an die Arbeitslosenkasse zurückgewiesen wird, damit sie in masslicher Hinsicht verfüge, beschneidet die Verwaltung in ihrer Pflicht, alle Anspruchsvoraussetzungen zu prüfen und ist daher aufzuheben. 5.2 Soll der grundsätzlich garantierte Instanzenzug (BGE 128 V 321 Erw. 1e/bb) nicht vereitelt werden, kann es unter den vorliegenden Umständen nicht Aufgabe des Eidgenössischen Versicherungsgerichts sein, erstinstanzlich zu entscheiden, ob die restlichen Voraussetzungen für eine Insolvenzentschädigung erfüllt sind. Aus diesem Grund geht die Sache an die Arbeitslosenkasse zurück, damit sie - nach allfälligen ergänzenden Abklärungen und nachdem sie dem Versicherten Gelegenheit gegeben hat, sich zu äussern - die übrigen Anspruchsvoraussetzungen prüfe und erneut verfüge.