Citation: 8C_251/2022 E. 4.1

4.1. Im angefochtenen Urteil wird nach eingehender Würdigung der medizinischen Aktenlage festgestellt, die Ausführungen des Dr. med. B.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), vom 19. Oktober 2020 und 31. Mai 2021 seien überzeugend. Er habe schlüssig dargelegt, dass die bisherige Tätigkeit aufgrund der oft gebückten oder verdrehten Rumpf- und Kopfhaltung nur noch zwei Stunden täglich zumutbar sei, während eine körperlich ausschliesslich leichte, rückenschonende und vorwiegend im Sitzen zu verrichtende Tätigkeit jedoch zu 80 % möglich sei. Diese Einschätzung stehe im Einklang mit der Beurteilung des behandelnden Dr. med. C.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, wonach die angestammte Tätigkeit körperlich streng sei und Bewegungen der Halswirbelsäule - der Kopf müsse bei der Arbeit sehr weit rekliniert und inkliniert werden - zu Schmerzen führen würden. Deshalb habe Dr. med. C.________ einen Berufswechsel zu leichten Tätigkeiten empfohlen. Nicht nachvollziehbar sei hingegen, aus welchem Grund der behandelnde Arzt davon ausgehe, dass Tätigkeiten im Sitzen die Nackenbeschwerden deutlich verstärken würden. Im Übrigen stehe diese Aussage im Widerspruch zu seinen früheren Berichten, worin er angegeben habe, dass die Arbeitsunfähigkeit im angestammten Bereich auf die schwere körperliche Betätigung zurückzuführen sei. Eine Begründung, weshalb sich Nackenbeschwerden in einer Tätigkeit, die den Nacken nicht belaste, verstärken sollten, fehle. Der auf der Basis einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Verweistätigkeit vorgenommene Einkommensvergleich ergebe einen Invaliditätsgrad von 20 %, weshalb die IV-Stelle einen Rentenanspruch zu Recht verneint habe.