Citation: 9C_471/2023 E. 5.1.2

5.1.2. Es ist weder offensichtlich unrichtig noch sonst wie bundesrechtswidrig, dass die Vorinstanz aus diesen Umständen schloss, die Verfügung vom 6. August 2010 falle als Vergleichsgrundlage ausser Betracht, weil ihr (wenn überhaupt) nur ein geringer Abklärungsaufwand der Verwaltung vorausgegangen sei und die IV-Stelle darin keine materielle Prüfung vorgenommen habe. Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, die Verfügung könne nur so verstanden werden, dass die IV-Stelle die medizinischen Akten geprüft habe und zum Schluss gelangt sei, eine wesentliche Änderung sei nicht belegt, übt er unzulässige appellatorische Kritik. Seine weitere Behauptung, die Unterlagen für eine revisionsrechtliche Beurteilung hätten damals bereits vorgelegen, ist zudem unzutreffend: Nach Erhalt des bundesgerichtlichen Urteils, gemäss dessen E. 4.2 die Aktenlage keine hinreichende Aussage zur gesundheitlichen Entwicklung und damit auch keine schlüssige Beantwortung der Frage nach der Zulässigkeit einer revisionsweisen Rentenherabsetzung erlaubte, entschied sich die IV-Stelle, vorerst auf weitere Abklärungen (wie sie für eine Revision unabdingbar gewesen wären) zu verzichten. In der Folge blieb ihr nichts anderes übrig, als die bisherige Rente vorläufig weiter auszurichten. Der dies anordnenden Verfügung vom 6. August 2010 lag mithin keine materielle Anspruchsprüfung zugrunde. Erst im März 2011 leitete die Verwaltung eine solche in die Wege, zu welchem Zweck sie die ihr vom Bundesgericht für den Fall einer Rentenrevision aufgetragenen ergänzenden Abklärungen veranlasste.