Citation: 5P.266/2001 01.11.2001 E. 1

1.- X.________, Jahrgang 1965, und Y.________, Jahrgang 1964, heirateten am .. .... 1994 und wurden Eltern der Kinder A.________, geboren am .. .... 1995, und B.________, geboren am .. ... 1997. Ende August 1999 meldete Y.________ die Ehescheidungsklage an, der sich X.________ im Grundsatz nicht widersetzte. Im Rahmen vorsorglicher Massnahmen während des Scheidungsverfahrens ist der persönliche Verkehr von Y.________ mit den beiden Kindern strittig. Die Parteien einigten sich zunächst auf ein Besuchsrecht am ersten und dritten Samstag des Monats von 12.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Diese Regelung wurde gerichtlich in ein begleitetes Besuchsrecht an einem Sonntag im Monat von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr geändert, nachdem X.________ gegen Y.________ Strafanzeige wegen Verdachts sexueller Übergriffe auf die Tochter eingereicht hatte. Gestützt auf deren polizeiliche Befragung vom 30. März 2000 und das Gutachten des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes (KJPD) des Kantons Zürich vom 13. September 2000 änderte der Präsident des Bezirksgerichts Kulm den Massnahmenentscheid und berechtigte Y.________, die Kinder unbegleitet zu besuchen oder zu sich auf Besuch zu nehmen, und zwar am ersten Samstag im Monat von 09.00 Uhr bis 19.00 Uhr; ein weitergehendes Besuchsrecht wie auch das beantragte Ferienrecht von einem Monat im Jahr wurden abgelehnt (Dispositiv-Ziffer 1 des Urteils vom 23. November 2000). Die von X.________ dagegen erhobene Beschwerde, der sich Y.________ anschloss, wies das Obergericht (5. Zivilkammer) des Kantons Aargau ab (Urteil vom 2. Juli 2001). Mit staatsrechtlicher Beschwerde wegen Verletzung von Art. 9 (Schutz vor Willkür), Art. 10 Abs. 2 (Recht auf persönliche Freiheit) und Art. 11 BV (Schutz der Kinder und Jugendlichen) beantragt X.________ in der Sache die Aufhebung des obergerichtlichen Urteils und zum Verfahren die Erteilung der aufschiebenden Wirkung. Während das Obergericht auf eine Stellungnahme verzichtet hat, schliesst Y.________ auf Abweisung des Gesuchs um aufschiebende Wirkung und der Beschwerde, soweit auf diese einzutreten sei. Der staatsrechtlichen Beschwerde ist die aufschiebende Wirkung gewährt worden (Präsidialverfügung vom 3. September 2001). Mit Eingabe vom 12. September 2001 hat X.________ das - im Rahmen ihrer erneuten Strafanzeige gegen Y.________ aufgenommene - Protokoll der Befragung des Kindes A.________ vom 14. August 2001 nachgereicht.