Citation: 6B_557/2021 E. 2.4.3

2.4.3. Unzutreffend ist die Rüge, die Vorinstanz gehe von einer Suchtmittelabhängigkeit bzw. einer Neigung zum Suchtmittelmissbrauch des Beschwerdeführers aus. Stattdessen bezieht die Vorinstanz die von ihm geltend gemachte Drogenabstinenz in ihre Beurteilung der Legalprognose ein und hält zutreffend fest, diese sei bei ihm mit seinen problematischen Persönlichkeitsmerkmalen, die durch den Reifungsprozess nur teilweise hätten entschärft werden können, kein Garant für eine massgebliche Senkung der Rückfallwahrscheinlichkeit, zumal noch nicht einmal klar sei, welche Rolle der Substanzkonsum bei der Anlasstat überhaupt gespielt habe. Auch habe der Beschwerdeführer keine seriösen und langfristig wirksamen Strategien zur Erreichung einer Totalabstinenz entwickelt. Es ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz zu bedenken gibt, der Besitz einer nicht unerheblichen Menge Cannabis im September 2020 und der Umstand, dass er am 19. April 2018 positiv auf Cannabis getestet worden sei, ritze am Bild der nachhaltigen Veränderung hinsichtlich des Drogenkonsums (Urteil S. 18). Damit setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander und zeigt nicht auf, dass die Feststellung offensichtlich unrichtig ist. Auch belegt er sein Vorbringen, aus dem Gutachten ergebe sich, dass ohne Suchtmittelmissbrauch keine Rückfallgefahr bestehe, nicht, weshalb darauf nicht weiter einzugehen ist.