Citation: 6B_256/2024 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer rügt eine willkürliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts. Die Vorinstanz habe aktenwidrig und somit willkürlich festgehalten, die zu beurteilende Fahrt habe weder im dichten Stadtverkehr noch in einem Bereich stattgefunden, in welchem reduzierte Geschwindigkeiten gefahren würden. Der Unfall habe sich "auf dem rechten Fahrstreifen der A1L Richtung St. Gallen, also beim Schöneichtunnel" ereignet. Bei Letzterem handle es sich zwar um einen Autobahnzubringer, er befinde sich jedoch in der Zone der Stadt Zürich, womit sich der Unfall im Stadtverkehr ereignet habe. Wegen einer Baustelle sei der Verkehr einspurig mit Gegenverkehr geführt worden und die Geschwindigkeit sei auf 60 km/h beschränkt gewesen. Es habe starkes Verkehrsaufkommen mit stockendem Pendlerverkehr geherrscht und es sei mit reduzierter Geschwindigkeit gefahren worden. Die Vorinstanz unterlasse es, die rechtserheblichen Umstände, insbesondere die Beschaffenheit der beteiligten Fahrzeuge sowie den konkreten Unfallhergang, festzustellen. Sie erwähne das Fahrzeug des Beschwerdeführers mit keinem Wort, obwohl sich in den Akten ein Bild seines Peugeots befinde und aus dem Schadensbild ersichtlich sei, dass der Beschwerdeführer den vorausfahrenden Lieferwagen nur ganz leicht berührt habe. Die Vorinstanz ignoriere, dass der vorausfahrende Lieferwagen einen längeren Bremsweg als der Peugeot des Beschwerdeführers gehabt habe. Der Beschwerdeführer habe stets ausgesagt, dass er eine verzögerte Vollbremsung zur Verhinderung einer nachfolgenden Massenkarambolage vorgenommen habe. Bei einer sofortigen Vollbremsung wäre es nicht zur Kollision gekommen. Schliesslich lasse die Vorinstanz unberücksichtigt, dass der vor dem Beschwerdeführer fahrende Lieferwagen mit dem vor ihm fahrenden Auto kollidiert habe. Dies sei relevant, weil sich durch den Aufprall der Bremsweg des Lieferwagens verkürzt habe. Hätte der Lieferwagen keinen Aufprall gehabt, hätte ihn der Beschwerdeführer beim exakt gleichen Bremsmanöver nicht touchiert.