Citation: 2C_202/2020 E. 4.3

4.3. Unbestritten ist, dass die Ehefrau des Beschwerdeführers bereits Anfang Juli 2014 und damit etwas mehr als zwei Jahre nach der Heirat den ehelichen Haushalt wieder verlassen hat. Der Beschwerdeführer bringt vor, für den Auszug der Ehefrau hätten wichtige Gründe nach Art. 49 AuG bestanden. Solche sind indessen nicht ersichtlich. Die Behauptung, die Ehefrau sei wegen ihrer beruflichen Situation ausgezogen, wird nicht näher substanziiert und ist angesichts der kurzen Distanz zwischen den Wohnorten unglaubwürdig. Soweit die Auflösung des gemeinsamen Haushalts mit erheblichen familiären Problemen begründet wird, ist darauf hinzuweisen, dass die Ehefrau eine neue Partnerschaft begründet hat, was der Beschwerdeführer nicht bestreitet (vgl. vorne E. 3.2). Dabei spielt es keine entscheidende Rolle, wann die neue Beziehung der Ehefrau begonnen bzw. der Beschwerdeführer davon erfahren hat. Der Schluss der Vorinstanz, wonach die eheliche Gemeinschaft nach dem Auszug der Ehefrau nicht fortbestanden hat, ist nicht zu beanstanden. Die eheliche Gemeinschaft hat folglich deutlich weniger als drei Jahre gedauert. Damit kann offengelassen werden, ob der Beschwerdeführer trotz seiner Straffälligkeit und Schulden erfolgreich integriert ist. Die Voraussetzungen von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG liegen nicht vor.