Citation: 2C_608/2021 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführerin bringt vor, sie habe bereits im vorinstanzlichen Verfahren geltend gemacht, die Beschwerdegegnerin, die den Zuschlag erhalten habe, hätte vom Verfahren ausgeschlossen werden müssen, weil ein Mitglied der Arbeitsgemeinschaft die Arbeitsbedingungen nicht einhalte. Gegen die D.________ AG, welche Mitglied der Beschwerdegegnerin (ARGE B.________) sei, sei vor der Paritätischen Landeskommission der Schweizerischen Elektrobranche ein Verfahren betreffend Lohnbuchkontrolle hängig. Die D.________ AG habe in mindestens zwei Fällen im Jahr 2019 nachweislich die Mindestlohnvorschriften gemäss dem für sie geltenden Gesamtarbeitsvertrag der Schweizerischen Elektrobranche missachtet. Die Beschwerdeführerin habe die Vorinstanz auf das hängige Verfahren vor der Paritätischen Landeskommission der Schweizerischen Elektrobranche in der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde hingewiesen. Die Vorinstanz habe es aber unterlassen, die Paritätische Landeskommission der Schweizerischen Elektrobranche unter anderem anzufragen, ob gegen die D.________ AG ein Verfahren betreffend Lohnbuchkontrolle eingeleitet worden sei, ob dieses Verfahren noch hängig sei oder ob es mit oder ohne Sanktionen beendet worden sei. Alsdann habe die Vorinstanz auch versäumt, die Akten dieses Verfahrens beizuziehen, um sich ein konkretes Bild in der Sache zu machen. Sie, die Beschwerdeführerin, habe die entsprechenden Verfahrensanträge im vorinstanzlichen Verfahren gestellt. Trotz dieser hängigen Lohnbuchkontrolle und trotz Nachweis der Verletzung der Arbeitsbedingungen bezüglich mindestens zwei Arbeitnehmenden im Jahr 2019, so die Beschwerdeführerin weiter, habe die Vorinstanz die Beschwerdegegnerin nicht vom Vergabeverfahren ausgeschlossen und die Zuschlagsverfügung vom 4. Februar 2021 zugunsten der Beschwerdegegnerin nicht aufgehoben. Nach Auffassung der Beschwerdeführerin hat die Vorinstanz ihrem Urteil mit diesem Vorgehen einen unvollständigen Sachverhalt zugrunde gelegt und entscheidrelevante Beweismittel nicht berücksichtigt. Aufgrund dieser formellen Fehler habe die Vorinstanz dem allgemeinen Grundsatz von Art. 11 lit. e IVöB, wonach die Arbeitsschutzbestimmungen und Arbeitsbedingungen bei der Vergabe von Aufträgen zu beachten sind, nicht ausreichend Nachachtung verschafft.