Citation: 1C_392/2013 E. 3.1

3.1. Das kantonale Gericht stellte in tatsächlicher Hinsicht fest, der Beschwerdeführer habe mit Schreiben vom 20. September 2011 «Einsprache (Vorstellung) » erhoben, dies gemäss eigener Darstellung in der Annahme, dieses Rechtsmittel richte sich sowohl gegen den Bescheid des Verkehrsamtes als auch gegen das Straferkenntnis des Strafamtes der Bundespolizeidirektion Villach. Dieses Rechtsmittel sei jedoch in der Folge durch die Behörde nicht als Berufung gegen das Straferkenntnis vom 7. September 2011 qualifiziert worden; vielmehr sei dieses am 22. September 2011 in Rechtskraft erwachsen. Der österreichische Rechtsvertreter des Beschwerdeführers habe daraufhin beim Strafamt der Bundespolizeidirektion Villach mit Schreiben vom 18. November 2011 eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand des Verfahrens beantragt und gleichzeitig Einspruch gegen das Straferkenntnis vom 7. September 2011 erhoben. Nachdem die Bundespolizeidirektion Villach am 14. Dezember 2011 den Antrag des Beschwerdeführers auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumung der Berufungsfrist gegen das Straferkenntnis vom 7. September 2011 abgewiesen hatte, habe auch der Unabhängige Verwaltungssenat für Kärnten in Klagenfurt die dagegen erhobene Berufung des Beschwerdeführers nach Durchführung einer öffentlichen Verhandlung am 7. Februar 2012 mit Bescheid vom 14. Februar 2012 als unbegründet abgewiesen. Weiter stellte das kantonale Gericht fest, es sei eine mündliche Strafverhandlung durchgeführt worden, bevor das Straferkenntnis vom 7. September 2011 über eine Geldstrafe in Gesamthöhe EUR 1'760.00 ergangen sei. Noch vor Abschluss der Strafverhandlung sei der Beschwerdeführer vom Verhandlungsleiter ausdrücklich über die Möglichkeit der Erhebung eines Rechtsmittels gegen das Straferkenntnis informiert worden. Insbesondere sei ihm mitgeteilt worden, dass er gegen das Straferkenntnis innerhalb von zwei Wochen das Rechtsmittel in Form der Berufung erheben könne. Später sei er dann in die Büroräumlichkeiten des Verkehrsamtes geführt und es sei ihm dabei mitgeteilt worden, dass nunmehr von Seiten des Leiters des Verkehrsamtes ein weiteres Verfahren betreffend Lenkverbot geführt werde. Die Bundespolizeidirektion Villach habe in diesem Zusammenhang festgestellt, es sei für den Beschwerdeführer wie auch für jede sonstige Person ersichtlich gewesen, dass es sich bei den beiden Verfahren (Strafverfahren und Verfahren betreffend Entzug/Aberkennung der Lenkberechtigung) um zwei selbständige Verfahren gehandelt habe und gegen jede der beiden Entscheidungen ein Rechtsmittel hätte ergriffen werden können. Bezüglich der verpassten Einsprachefrist gegen das Straferkenntnis habe eine eingehende Auseinandersetzung durch den Unabhängigen Verwaltungssenat für Kärnten stattgefunden. Auch vor dieser Behörde habe eine öffentliche Verhandlung stattgefunden, anlässlich welcher neben dem österreichischen Rechtsvertreter des Beschwerdeführers auch der Verhandlungsleiter als Zeuge angehört worden sei. Es seien folglich diesbezüglich im Strafverfahren durchaus Beweise abgenommen worden. Der Bescheid des Unabhängigen Verwaltungssenats für Kärnten vom 14. Februar 2012 sei unangefochten in Rechtskraft erwachsen. Ferner hielt das kantonale Gericht fest, wenn der Beschwerdeführer wirklich hätte beweisen wollen, «dass man ihn hereingelegt hatte», hätte er das Rechtsmittel ergreifen müssen. Dies habe er unterlassen. Die Rügen könne er nun nicht mehr im vorliegenden Administrativverfahren vorbringen. Sie seien verspätet.