Citation: 4C.367/2006 24.01.2007 E. 3

3.1 Im Berufungsverfahren ist das Bundesgericht an die tatsächlichen Feststellungen der letzten kantonalen Instanz gebunden, wenn sie nicht offensichtlich auf Versehen beruhen, unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zustande gekommen (Art. 63 Abs. 2 OG) oder im Hinblick auf den Tatbestand einer anwendbaren Sachnorm ergänzungsbedürftig sind (Art. 64 OG). Werden solche Ausnahmen geltend gemacht, so hat die Partei, welche den Sachverhalt berichtigt oder ergänzt wissen will, darüber genaue Angaben mit Aktenhinweisen zu machen (Art. 55 Abs. 1 lit. c und d OG; BGE 130 III 102 E. 2.2 S. 106 mit Hinweisen). Blosse Kritik an der vorinstanzlichen Beweiswürdigung ist im Berufungsverfahren - auch unter dem Titel einer Verletzung von Art. 8 ZGB - unzulässig (BGE 127 III 73 E. 6a; 126 III 10 E. 2b S. 13; 120 II 97 E. 2b S. 99; 119 II 84 E. 3, je mit Hinweisen). 3.2 Was der Kläger in tatsächlicher Hinsicht in seiner Berufungsschrift vorbringt, verstösst gegen den angeführten Grundsatz der Bindung des Bundesgerichts an die tatsächlichen Feststellungen der letzten kantonalen Instanz. Nach dem angefochtenen Urteil ist in tatsächlicher Hinsicht davon auszugehen, dass der Kläger im kantonalen Verfahren mangels genügender Substanziierung seiner Sachbehauptungen nicht beweisen konnte, dass A.________ ein Churning betrieben und die Beklagte dabei mitgewirkt hat. Auf diese tatsächliche Grundlage hat das Bundesgericht bei der Beurteilung der Berufung aber abzustellen. Der Kläger ist deshalb nicht zu hören, wenn er aus bestimmten Feststellungen im angefochtenen Urteil quasi aufgrund eigener, an der Stelle des Obergerichts vorgenommener Beweiswürdigung den Schluss ziehen will, dass die Merkmale des Churning im vorliegenden Fall in tatsächlicher Hinsicht gegeben sind. Die Vorinstanz hat einen solchen Schluss im angefochtenen Urteil ausdrücklich abgelehnt. Zulässig wäre in diesem Zusammenhang im Berufungsverfahren einzig die Rüge, die Vorinstanz habe den bundesrechtlichen Begriff der Substanziierung verkannt, indem sie übertriebene Anforderungen an die Substanziierung der vom Kläger vorgebrachten Sachbehauptungen gestellt habe (BGE 108 II 337 E. 2 und 3; 98 II 113 E. 4a S. 116 f.; vgl. dazu C. Jürgen Brönnimann, Die Behauptungs- und Substanzierungslast im schweizerischen Zivilprozessrecht, Diss. Bern 1989, S. 203 ff.). Diese Rüge wird indessen - wie bereits erwähnt - nicht erhoben, weder ausdrücklich noch sinngemäss. Die Frage braucht deshalb vom Bundesgericht nicht geprüft zu werden (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 116 II 745 E. 3 mit Hinweisen). Selbst wenn die Frage vom Bundesgericht aber zu prüfen wäre, müsste eine Verletzung von Bundesrecht verneint werden, da nicht ersichtlich ist, inwiefern die Vorinstanz unter bundesrechtlichen Gesichtspunkten übertriebene Anforderungen an die Substanziierung der vom Kläger vorgebrachten Sachbehauptungen gestellt hat. 3.3 Was mit der Berufung schliesslich in rechtlicher Hinsicht gegen das Urteil der Vorinstanz eingewendet wird - angebliche Verletzung einer der Beklagten gegenüber dem Kläger obliegenden Nebenpflicht -, beruht wiederum auf der unzutreffenden Annahme des Klägers, dass das Vorliegen eines vom externen Vermögensverwalter praktizierten Churnings in tatsächlicher Hinsicht für das Bundesgericht verbindlich festgestellt worden ist. Auf diese unzulässige Rüge des Klägers ist nicht einzutreten.