Citation: 5A_208/2024 E. 11.1

11.1. Zusätzlich zur Beurteilung der einzelnen Zuteilungskriterien stellte die Vorinstanz fest, dass sich der Elternkonflikt verschärft habe, der Loyalitätskonflikt beim Sohn grösser geworden sei und es diesem insgesamt nicht gut gehe. Die aktuelle Situation sei für den Sohn nicht mehr tragbar. Dessen Verhalten gebe heute zu berechtigten Sorgen Anlass und seine gesunde Entwicklung und sein Wohl erschienen unter den aktuellen Verhältnissen erheblich gefährdet. Infolge der Kindswohlgefährdung erweise sich eine Änderung der Obhutszuteilung als dringend und unumgänglich, zumal auch die Erwägungen zur Bindungstoleranz für die Zuteilung der Obhut an die Beschwerdegegnerin sprächen. In Anbetracht der Gesamtumstände sei die Obhut für die weitere Dauer des Verfahrens der Beschwerdegegnerin zuzuweisen.