Citation: 4A_2/2020 E. 3.4.1

3.4.1. Die Beschwerdeführer rügen, mit ihrer Einschätzung der Prozessaussichten weiche die Vorinstanz von der ausführlich begründeten Einschätzung der Erstinstanz ab, ohne ihr Abweichen hinreichend zu begründen. Sie begnüge sich mit der Feststellung, die Barauszahlung sei vor der BSV Mitteilung Nr. 51 ergangen und der Ehemann sei den Beratern der Vorsorgeeinrichtung persönlich bekannt gewesen. Sie setze sich aber mit keinem Wort mit den konkreten Umständen des Einzelfalls auseinander, namentlich mit dem Umstand, dass die Barauszahlung der Pensionskassengelder per Check erfolgt sei. Damit habe sie die aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) fliessende Begründungspflicht verletzt. Der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) verlangt insbesondere, dass die Gerichte die rechtserheblichen Vorbringen der Parteien anhören und bei der Entscheidfindung berücksichtigen (BGE 136 I 184 E. 2.2.1 S. 188; 134 I 83 E. 4.1 S. 88). Damit sich die Parteien ein Bild über die Erwägungen des Gerichts machen können, ist sein Entscheid zu begründen. Die Begründung muss kurz die Überlegungen nennen, von denen sich das Gericht hat leiten lassen und auf die sich sein Entscheid stützt (BGE 142 III 433 E. 4.3.2 S. 436; 136 I 184 E. 2.2.1 S. 188). Nicht erforderlich ist hingegen, dass sich der Entscheid mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Es genügt, wenn der Entscheid gegebenenfalls sachgerecht angefochten werden kann (BGE 142 III 433 E. 4.3.2 S. 436; 141 III 28 E. 3.2.4 S. 41; je mit Hinweisen). Aus der Begründung der Vorinstanz ergibt sich ohne Weiteres, dass sie gestützt auf BGE 130 V 103 bei der Beurteilung der Prozesschancen als massgeblich erachtet hat, dass die Auszahlung vor der BSV Mitteilung Nr. 51 erfolgt ist und zudem der Ehemann als Inhaber des I.________, Vertragspartner der Sammelstiftung J.________ (eine Sammelstiftung der Vorsorgeeinrichtung G.________), den Beratern der Vorsorgeeinrichtung zumindest persönlich bekannt gewesen ist. Aus der Begründung der Vorinstanz ergibt sich mit hinreichender Klarheit, weshalb sie die Prozessaussichten anders als die Erstinstanz einschätzt. Aus dem Umstand, dass die Vorinstanz die Auszahlung per Check bei den Umständen der Barauszahlung erwähnte (wie die Beschwerdeführer selber geltend machen) aber bei der Einschätzung der Prozessaussichten nicht (erneut) thematisierte, ergibt sich sodann, dass sie diesem Kriterium keine entscheidende Bedeutung zumass. Eine sachgerechte Anfechtung war somit möglich. Die Rüge der Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV ist unbegründet.