Citation: 4A_226/2019 E. 7.7.3

7.7.3. Die Beschwerdeführerin beanstandet sodann, dass die Vorinstanz von einem Fahrzeug gemäss Zustand 3 der Marktpreis-Richtwerte nach Classic-Data ausgegangen sei. Dies entspreche einem Fahrzeug in einem voll gebrauchsfähigen Zustand, jedoch mit kleineren Mängeln. Sie wirft der Vorinstanz diesbezüglich eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung und eine Verletzung von Art. 8 ZGB vor. Die Annahmen würden nicht auf einen tatsächlich festgestellten Zustand des betreffenden Fahrzeugs beruhen. Zudem verkenne die Vorinstanz, dass sie einen Veteranenwagen habe erwerben wollen, was voraussetze, dass dieser optisch und technisch in einwandfreiem Zustand sei. Deshalb könne nicht von einem Fahrzeug gemäss Zustand 3 der Marktpreis-Richtwerte nach Classic-Data ausgegangen werden. Vielmehr entspreche der Zustand des Fahrzeugs dem Zustand 2 der Marktpreis-Richtwerten nach Classic-Data, sodass für 2014 von einem relevanten Marktpreis von EUR 80'000.-- auszugehen wäre. Die Beschwerdeführerin beanstandet in ihrer Beschwerde nicht, dass sich die Vorinstanz auf die Richtwerte nach Classic-Data abgestützt hat. Sie erachtet aber als willkürlich, dass die Vorinstanz von einem Fahrzeug des Zustands 3 statt 2 ausgegangen ist. Sie legt aber mit ihren Ausführungen nicht hinreichend dar (vgl. hiervor E. 4) - und es ist auch nicht ersichtlich - inwiefern die Sachverhaltsfestellung der Vorinstanz willkürlich sein soll. Allein der Umstand, dass die Beschwerdeführerin einen Veteranenwagen hat erwerben wollen, belegt jedenfalls nicht, dass es sich beim besagten Fahrzeug auch tatsächlich um einen solchen handelt. Auch eine Verletzung von Art. 8 ZGB (vgl. hiervor E. 5) ve rmag die Beschwerdeführerin diesbezüglich nicht darzutun, zumal sie auch nicht hinreichend aufzeigt, dass sie in den vorinstanzlichen Verfahren Beweise zum Zustand des grünen Fahrzeuges beantragt hätte. Es ist zudem nicht ersichtlich - und die Beschwerdeführerin legt auch nicht dar -, weshalb die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin einen Wagen mit einem damaligen Marktwert von EUR 80'000.-- für Fr. 65'000.-- hätte verkaufen sollen. Die Feststellung der Vorinstanz, Fr. 50'000.-- entsprächen dem bestmöglichen Preis, ist somit jedenfalls im Ergebnis nicht willkürlich.