Citation: 6B_820/2019 E. 2.1

2.1. Die Vorinstanz verweist auf Art. 425 StPO und Art. 10 Abs. 1 lit. a und b des Dekrets des Kantons Bern vom 24. März 2010 betreffend die Verfahrenskosten und die Verwaltungsgebühren der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (Verfahrenskostendekret, VKD; BSG 161.12). Sie erwägt, die Verfahrenskosten könnten ganz oder teilweise erlassen oder gestundet werden, namentlich wenn die Bezahlung für den Pflichtigen eine unzumutbare Härte darstelle. Wer eine unzumutbare Härte geltend mache, sei zur Mitwirkung verpflichtet und trage die Behauptungs- und Beweislast. Der Beschwerdeführer sei auf seine Obliegenheit hingewiesen worden, detaillierte Unterlagen zu den Einkommens- und Vermögensverhältnissen sowie zu den Ausgaben einzureichen. Gleichwohl habe der Beschwerdeführer seinem Gesuch einzig eine Verfügung der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) vom 5. April 2019 beigelegt, woraus eine ordentliche Altersrente ab 1. Mai 2019 hervorgehe. Angaben zu allfälligen weiteren Einkünften oder Vermögenswerten und zu seinen Lebenshaltungskosten habe der Beschwerdeführer nicht gemacht und keine entsprechenden Belege eingereicht. Deshalb sei das Gesuch um Kostenerlass abzuweisen (Entscheid S. 2 f.).