Citation: 2C_1066/2014 E. 4.3.1

4.3.1. Die Vorinstanz hat sich in ihrem Entscheid mit den Vorkommnissen im November 2011 und April 2012 auseinandergesetzt. Am 15. November 2011 wurde die Beschwerdeführerin offenbar erstmals von ihrem damaligen Ehemann tätlich angegangen, wobei dieser sie heftig gestossen haben soll. Den Tätlichkeiten vorausgegangen war eine verbale Auseinandersetzung, in deren Verlauf der Ehemann sie (gegen Bezahlung) zum Verlassen der Schweiz und zum Suizid aufgefordert haben soll. Die Auseinandersetzung entstand offenbar nachdem der Ehemann tags zuvor eine Klage auf Eheungültigkeit eingereicht hatte. Dieser macht seinerseits geltend, die Beschwerdeführerin habe einen kleinen Tisch nach ihm geworfen und ihn bedroht. Weiter soll sie mit Selbstmord gedroht und einen solchen auch vorgespielt haben. Bei der weiteren dokumentierten Auseinandersetzung vom 18. April 2012 hielt die Beschwerdeführerin ihrem Ehemann ein Brotmesser in die Nähe des Halses und stiess (Todes-) Drohungen aus, worauf ihr gegenüber am 20. April 2012 ein Kontakt- und Rayonverbot ausgesprochen wurde. Aufgrund dieser Vorfälle wurde sie mit (mündlich begründetem) Urteil vom 28. Januar 2013 rechtskräftig wegen versuchter Drohung und Tätlichkeiten schuldig gesprochen; in weiteren Anklagepunkten erfolgte ein Freispruch. Am 4. Mai 2012 stellte die Beschwerdeführerin ihrerseitseinen Strafantrag, nachdem ihr Ehemann sie offenbar mit einem nicht geöffneten Taschenmesser bedroht und ohne ihr Wissen und ihr Einverständnis im Internet Anzeigen aufgegeben habe, wonach sie ihre Dienste als Prostituierte anbiete.