Citation: 2C_944/2020 E. 4.3.2

4.3.2. Das Bundesgericht geht ab einem Schwellenwert von 18 g Kokain und 12 g Heroin von einer Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen aus (vgl. BGE 145 IV 312 E. 2.1). Die vom beschwerdeführenden Ehemann gesamthaft gehandelte Menge entspricht damit nahezu dem 7-fachen der Menge Heroin und über dem 4-fachen der Menge Kokain, ab der das Bundesgericht von einer Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen ausgeht. Folglich gefährdete der beschwerdeführende Ehemann die öffentliche Gesundheit als hochwertiges Rechtsgut mehrfach und in schwerwiegender Weise (vgl. Urteil 2C_487/2020 vom 17. August 2020 E. 5.1). Im Lichte des betroffenen hochwertigen Rechtsguts sind die Anforderungen an die Wahrscheinlichkeit für einen Rückfall gering (vgl. E. 4.2.2 i.f. hiervor). Umstände, aufgrund derer ein bestehendes Restrisiko ausgeschlossen werden könnte, liegen nicht vor. Der beschwerdeführende Ehemann war nicht drogenabhängig, sondern im Drogenhandel tätig, um Geld zu verdienen. Er liess sich auch vom Umstand, dass er bereits damals Vater zweier Kinder war, nicht von straffälligem Verhalten abhalten. Dass er seit seiner letzten Straftat mittlerweile fünf Jahre straffrei blieb, ist sodann im Lichte des straf- und migrationsrechtlichen Verfahrens zu relativieren (vgl. Urteile 2C_852/2020 vom 14. Januar 2021 E. 3.1; 2C_655/2014 vom 10. November 2014 E. 3.2). Im Lichte des Gesagten besteht ein grosses öffentliches Interesse an der aufenthaltsbeendenden Massnahme.