Citation: U 409/04 30.08.2005 E. 4

4.1 Für die richterliche Beurteilung eines Falles sind grundsätzlich die tatsächlichen Verhältnisse zur Zeit des Erlasses der angefochtenen Verwaltungsverfügung massgebend (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen), wobei seit dem In-Kraft-Treten des ATSG der Einspracheentscheid an die Stelle der Verfügung tritt (vgl. Art. 52 ATSG). Tatsachen, die sich erst später verwirklichen, sind jedoch insoweit zu berücksichtigen, als sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Verfügungserlasses zu beeinflussen (BGE 99 V 102 mit Hinweisen). 4.2 Dem Bericht über die kreisärztliche Untersuchung des Dr. med. W.________ vom 28. Mai 2004 lässt sich entnehmen, dass die somatischen Residuen sämtlicher Traumen bis Ende Juni 2004 zu terminieren seien und keine erheblichen Restfolgen vorlägen. Ab Juli 2004 sei der Versicherte für eine leichte bis mittelschwere Arbeit unter möglichst wechselbelastenden Bedingungen und bei einem Traglimit von sporadisch 20 kg oder repetitiv 10 kg ganztägig einsatzfähig. Die Arbeitsfähigkeit liege im Rahmen des Zumutbaren. Dazu gilt es zu bemerken, dass der Beschwerdegegner am 3. Oktober 2003 auf das Gesäss stürzte und anschliessend Rückenbeschwerden geltend machte, wobei dieses Ereignis nicht die SUVA betrifft. Am 30. April 2004 erlitt er zudem eine Auffahrkollision mit anschliessenden Beschwerden im linken Knie, im Kreuz und im Nacken, welcher Unfall, obwohl bei der SUVA versichert, nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet. 4.3 Der Rheumatologe Dr. med. N.________ gibt im Bericht vom 9. September 2004 an, der Versicherte sehe sich nicht in der Lage, die Arbeit wieder aufzunehmen, obwohl er vom Kreisarzt der SUVA und von ihm selber sei dem 1. Juli 2004 als 100% arbeitsfähig für die bisherige, relativ leichte Tätigkeit als Chauffeur mit Lieferwagen eingestuft worden sei. Aufgrund der divergierenden Beurteilungen empfahl er die Begutachtung durch eine neutrale Stelle.