Citation: 8C_89/2024 E. 5.4

5.4. Die Vorinstanz stellte fest, nach der mit Verfügung vom 19. November 2019 erfolgten Zusprache einer Hilflosenentschädigung für leichte Hilflosigkeit habe sich der Beschwerdeführer am 18. Februar 2021 für medizinische Massnahmen aufgrund einer neu aufgetretenen Epilepsie angemeldet. In diesem Zusammenhang seien diverse medizinische Berichte zu den ab Januar 2021 erstmals erlittenen epileptischen Anfällen sowie zur Autismusabklärung eingereicht worden. Aus diesen Berichten gehe nicht konkret hervor, dass aufgrund der beiden neu diagnostizierten Geburtsgebrechen mehr Dritthilfe - im Vergleich zur anerkannten leichten Hilflosigkeit - notwendig wäre. Erst mit dem Bericht der Schule für Sehbehinderte vom 1. Februar 2022, worin sich die zuständige Lehrperson detailliert zum Hilfebedarf des Beschwerdeführers geäussert habe, sei der Mangel resp. die zweifellose Unrichtigkeit der Verfügung vom 19. November 2019 zumindest als wahrscheinlich erschienen.