Citation: 2C_216/2019 E. 2

Kollektive Kapitalanlagen mit direktem Grundbesitz nach Art. 58 des Bundesgesetzes vom 23. Juni 2006 über die kollektiven Kapitalanlagen (Kollektivanlagegesetz; KAG; SR 951.31) sind wie juristische Personen zu besteuern, die keine Kapitalgesellschaften, Genossenschaften, Vereine oder Stiftungen bilden (Art. 20 Abs. 1 Satz 2 StHG bzw. Art. 75 Abs. 2 Satz 1 des Steuergesetzes [des Kantons Bern] vom 21. Mai 2000 [StG/BE; BELEX 661.11]). Von der Gewinnsteuerpflicht befreit sind indessen kollektive Kapitalanlagen mit direktem Grundbesitz, deren Anleger ausschliesslich steuerbefreite Einrichtungen der beruflichen Vorsorge im Sinne von Art. 23 Abs. 1 lit. d StHG bzw. Art. 83 Abs. 1 lit. e StG/BE oder steuerbefreite inländische Sozialversicherungs- und Ausgleichskassen nach Art. 23 Abs. 1 lit. e StHG bzw. Art. 83 Abs. 1 lit. n StG/BE sind (Art. 23 Abs. 1 lit. i StHG bzw. Art. 83 Abs. 1 lit. n StG/BE. Für die direkte Bundessteuer statuiert Art. 56 lit. j des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11] einen entsprechenden Befreiungstatbestand). Diese kollektiven Kapitalanlagen unterliegen aber gemäss Art. 23 Abs. 4 Satz 1 StHG in jedem Fall der Grundstückgewinnsteuer (vgl. auch Art. 75 Abs. 2 Satz 1 i.V.m. Art. 126 Abs. 3 StG/BE). Der Begriff der Grundstückgewinnsteuer im Sinne von Art. 23 Abs. 4 Satz 1 StHG deckt sich dabei mit demjenigen in Art. 12 StHG (Entscheid des Steuerrekursgerichtes des Kantons Zürich 2 GR.2013.20 vom 29. April 2014 E. 3d, mit Hinweis; vgl. auch GRETER/GRETER, in: Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden, 3. Aufl. 2017, N. 46 zu Art. 23 StHG; zu Art. 12 StHG siehe sogleich E. 3).