Citation: 9C_62/2021 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer nennt als neue Beweismittel für das von ihm tatsächlich erzielte Einkommen die Lohnausweise der B.________ AG für die Jahre 2010 bis 2012 (beigelegt wurde allerdings nur der Lohnauweis für das Jahr 2011). Seiner Auffassung nach bestand erst aufgrund des angefochtenen Entscheides Anlass zu deren Einreichung, indem die Vorinstanz darin erstmals und offensichtlich unrichtig festgestellt habe, die Angaben der Arbeitgeberin seien nicht gänzlich konsistent und wichen von den effektiv verabgabten Einkommen ab, welcher Schluss nicht absehbar gewesen sei. Mit ihrer Ermittlung des Valideneinkommens anhand von Tabellenlöhnen habe die Vorinstanz Bundesrecht verletzt. Richtigerweise sei auf die konkreten Lohnangaben abzustellen, insbesondere nachdem von keiner Seite geltend gemacht werde und auch Anhaltspunkte dafür fehlten, dass der Beschwerdeführer ohne Gesundheitsschaden heute nicht mehr bei der B.________ AG arbeiten würde. Die Feststellung, wonach in den Jahren 2010 bis 2012 schwankende Einkommen vorgelegen hätten, sei offensichtlich unrichtig. Der IK-Auszug enthalte für das Jahr 2010 einen erklärungsbedürftigen Ausreisser. Die Angaben der Arbeitgeberin im Schreiben vom 16. März 2018 und in den Arbeitgeberfragebogen seien konsistent. Wenn man dem Valideneinkommen das zuletzt in den Jahren 2010 bis 2012 erzielte und auf das Jahr 2019 hochgerechnete Einkommen von Fr. 78'355.- oder den von der B.________ AG für das Jahr 2018 angegebenen Lohn von Fr. 81'180.- zugrunde lege, werde der Invaliditätsgrad von 40 % ohne weiteres erreicht. Die Wiedererwägung halte damit nicht stand. Sollten die Lohnausweise wider Erwarten als unzulässige Noven qualifiziert werden, sei der Vorinstanz eine Verletzung von Art. 43 ATSG vorzuwerfen, indem sie trotz der Diskrepanz zwischen dem Lohn im IK-Auszug und den Angaben der Arbeitgeberin weitere Abklärungen (insbesondere eine Rückfrage bei der B.________ AG) unterlassen habe.