Citation: 8C_604/2019 E. 5.3

5.3. Im Fall der Beschwerdeführerin wurde die Sendung mit dem Einsprachentscheid am Samstag, 20. Oktober 2018 ins Postfach des Rechtsvertreters gelegt. Dieses bescheinigte Zustelldatum ist mit der Vorinstanz als Eröffnungszeitpunkt für den Einspracheentscheid vom 18. Oktober 2018 zu sehen, da - im Unterschied zum von der Beschwerdeführerin angeführten Verfahren gemäss Art. 85 Abs. 2 StPO - hier für die korrekte Zustellung des Entscheids keine Empfangsbestätigung erforderlich ist (E. 5.2 hievor). Die Frist beginnt mit der ordnungsgemässen Zustellung und nicht erst bei tatsächlicher Kenntnisnahme durch den Adressaten zu laufen. Keine Rolle spielt daher, dass die Kanzlei des Rechtsvertreters am Samstag und Sonntag geschlossen war und er erst am darauffolgenden Montag tatsächlich Kenntnis vom Sendungsinhalt nahm. Das kantonale Gericht sah damit den Entscheid korrekterweise am 20. Oktober 2018 als eröffnet an, weshalb die 30-tägige Beschwerdefrist folglich am 21. Oktober 2018 zu laufen begann. Demnach ist der angefochtene Entscheid nicht willkürlich oder rechtsungleich noch verletzt er andere verfassungsmässige Rechte der Beschwerdeführerin wie insbesondere der von ihr ebenfalls angerufene Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 9 BV) oder den Anspruch auf ein faires Verfahren gemäss Art. 29 BV. Ebenso wenig verstösst er gegen die Waffengleichheit im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 EMRK. Die Beschwerde ist unbegründet.