Citation: 7B_174/2025 E. 3.5

3.5. Die Vorinstanz weist darauf hin, dass das Vollgutachten gemäss Staatsanwaltschaft drei Monate in Anspruch nehmen soll und sich "mutmasslich u.a. mit der persönlichen Legalprognose und Risikomanagement sowie einer abzuklärenden Alkoholabhängigkeit befassen wird". Spätestens bei Vorliegen des Vollgutachtens wird die Geeignetheit von Ersatzmassnahmen daher erneut eingehend zu prüfen sein. Dabei wird insbesondere auch der Frage zentrale Bedeutung zukommen, ob lediglich mittelfristig (d.h. bei gemeinsamer Wohnsituation) oder auch kurzfristig (d.h. bei zufälligem oder auch geplantem Aufeinandertreffen) ein hohes Rückfallrisiko für schwere Gewaltverbrechen vorliegt und ob dieses Risiko mit den verschiedenen zur Verfügung stehenden Ersatzmassnahmen und Überwachungsmöglichkeiten auf ein hinnehmbares Mass reduziert werden kann.