Citation: 4C.460/2004 24.06.2005 E. 5

Damit ist im Ergebnis die Berufung abzuweisen, und es erweist sich die Anschlussberufung im Wesentlichen als begründet und der Beklagte ist zur Herausgabe des Schuldbriefes zu verpflichten. Der vom Kläger auch vor Bundesgericht beantragten Erkennung auf Abgabe einer Willenserklärung zur Übertragung des Schuldbriefes gemäss Art. 407 ZPO/BE steht allerdings der Wertpapiercharakter des Schuldbriefes und damit Bundesrecht entgegen (Kummer, Die Klage auf Verurteilung zur Abgabe einer Willenserklärung, in ZSR 73/1994 I S. 163 ff. S. 192; Peter Messerli, Die Vollstreckung des Urteils auf Abgabe einer Willenserklärung nach Art. 407/408 der Bernischen Zivilprozessordnung, Diss. Bern 1983, S. 89 f.). Insoweit ist die Anschlussberufung abzuweisen und das angefochtene Urteil zu bestätigen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird der Beklagte für das bundesgerichtliche Verfahren kosten- und entschädigungspflichtig. In Bezug auf die Kosten und die Parteientschädigung für das kantonale Verfahren ist die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen.