Citation: I 543/04 26.01.2005 E. 3.3

3.3.1 Nach Art. 26 Abs. 1 IVV entspricht bei versicherten Personen, die wegen der Invalidität keine zureichenden beruflichen Kenntnisse erwerben konnten, das Erwerbseinkommen, das sie als Nichtinvalide erzielen könnten, nach Vollendung von 30 Altersjahren 100 Prozent des jährlich aktualisierten Medianwertes gemäss der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung. Nach der Rechtsprechung schliesst diese Verordnungsbestimmung nicht aus, dass zur Berechnung des Valideneinkommens auf das Einkommen eines bestimmten Berufs abgestellt wird. Voraussetzung sind eindeutige Anhaltspunkte dafür, dass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung den betreffenden Beruf erlernt hätte (Urteil D. vom 10. Februar 2003 [I 472/02] Erw. 1.2; vgl. auch ZAK 1973 S. 581 Erw. 1, 1969 S. 261 Erw. 1, 1963 S. 239 Erw. 3b und 510 Erw. 3b). Aufgrund der Akten bestand die Beschwerdeführerin die obligatorische Schulzeit mit guten Noten. Sie konnte nach dem 9. Schuljahr sogar die Weiterbildungsklasse besuchen. Zweck dieses freiwilligen Jahreskurses war die Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten, die eine berufliche Ausbildung mit erhöhten Ansprüchen ermöglichen. Es ist schon von daher nicht einsehbar, weshalb eine zweijährige Bürolehre möglich und zumutbar war, eine dreijährige KV-Lehre hingegen aus gesundheitlichen Gründen nicht in Betracht fiel. Allein die um ein Jahr längere Dauer und eine höhere Anzahl Schulstunden pro Woche überzeugen als Erklärung nicht. Es kommt dazu, dass Bürolehre und KV-Lehre im praktischen Teil sehr ähnliche Tätigkeiten darstellen. Dies betrifft insbesondere die in Bezug auf das Asthmaleiden bedeutsamen hygienischen Verhältnisse am Arbeitsplatz. Unter diesen Umständen kann die Beschwerdeführerin nicht als Frühinvalide im Sinne von Art. 26 IVV betrachtet werden. 3.3.2 Im Weitern kann das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erzielbare Einkommen nicht dem auf ein volles Arbeitspensum umgerechneten Verdienst bei der Bank X.________ gleichgesetzt werden. Die Beschwerdeführerin arbeitete zum einen in verschiedenen Abteilungen und auch der Beschäftigungsgrad variierte. Die Gründe hiefür sind unklar. Zum andern stellt die Tätigkeit bei der Bank X.________ nicht die letzte vor dem 9. Dezember 2002 ausgeübte Erwerbstätigkeit dar. Es kommt dazu, dass die Umstände der Auflösung des Arbeitsverhältnisses nicht bekannt sind. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde werden hiefür und auch für die Wechsel innerhalb der Bank gesundheitliche Gründe genannt. Ab 10. Juni 2002 arbeitete die Beschwerdeführerin als medizinische Sekretärin an der Augenpoliklinik des Spitals Y.________. Bei dieser Sachlage kann für die Bestimmung des Valideneinkommens nicht von dem bei der Bank X.________ erzielten Verdienst ausgegangen werden. Wird auf die «Salärempfehlungen 2004» des Kaufmännischen Verbandes Schweiz abgestellt und berücksichtigt, dass die Beschwerdeführerin gute Noten in der Schule und bei Abschluss der Bürolehre hatte, ergibt sich ein ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erzielbares Einkommen von Fr. 65'120.-. Dieser Betrag entspricht dem Durchschnitt aus dem mittleren Jahressalär von Fr. 60'576.- und dem Maximum von Fr. 69'663.- bei 35jährigen kaufmännischen Angestellten mit einer Büro-Lehre. 3.3.3 Beim Invalideneinkommen sodann kann nicht auf das als medizinische Sekretärin erzielte Einkommen abgestellt werden. Die Beschwerdeführerin hatte diese Stelle erst ein halbes Jahr vor der Verfügung vom 9. Dezember 2002 angetreten. Aufgrund der Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde (vgl. Erw. 3.2) ist zudem fraglich, ob es sich dabei um ein stabiles Arbeitsverhältnis handelte, ob sie die verbliebene Arbeitsfähigkeit voll ausschöpfte und ob der Lohn leistungsgerecht war (vgl. BGE 126 V 76 Erw. 3b/aa). Das Invalideneinkommen ist daher ebenfalls auf der Grundlage der «Salärempfehlungen 2004» zu ermitteln. Dabei ist dem Asthmaleiden insoweit in Form eines leidensbedingten Abzugs Rechnung zu tragen, als vom mittleren Jahressalär kaufmännischer Angestellter mit einer Büro-Lehre von Fr. 60'576.- auszugehen ist. Unter Berücksichtigung einer Arbeitsfähigkeit von 66,66 % ergibt sich ein Invalideneinkommen von Fr. 40'384.-. 3.3.4 Werden Valideneinkommen (Fr. 65'120.-) und Invalideneinkommen (Fr. 40'384.-) einander gegenübergestellt, resultiert ein Invaliditätsgrad von 38 %. Zum selben Ergebnis führt, wenn die beiden Einkommensgrössen unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung für 2002 berechnet werden (BGE 129 V 222). 3.4 Der angefochtene Entscheid ist somit im Ergebnis rechtens.