Citation: 5A_670/2023 E. 5.1

5.1. Umstritten ist sodann die Regelung des persönliche Verkehrs zwischen dem Beschwerdeführer und seinen Kindern. Der Beschwerdeführer wirft der Vorinstanz diesbezüglich verschiedentlich vor, nicht dazulegen, inwieweit seit dem Scheidungsurteil neue Umstände eingetreten seien, die es erlauben würden, das dort vorgesehene Besuchsrecht zu sistieren bzw. neu zu regeln. Auch die kantonalen Behörden sprechen von der Sistierung der im Scheidungsurteil vorgesehenen Kontaktregelung. Indes lässt sich dem angefochtenen Entscheid entnehmen, dass das Zivilgericht den persönlichen Verkehr zwischen dem Beschwerdeführer und seinen Kindern allein für die Dauer von dessen Inhaftierung regelte. Der Beschwerdeführer ist Ende Dezember 2021 und damit bereits vor Ergehen des Entscheids der KESB vom 14. April 2022 aus dem Strafvollzug entlassen worden (vgl. zum Ganzen vorne Bst. A.b). Vorliegend stellt sich daher nicht die Frage nach einer Anpassung des Scheidungsurteils (vgl. Art. 134 Abs. 2 i.V.m. Art. 273 ff. ZGB), sondern nach der erstmaligen Regelung des persönlichen Verkehrs nach Beendigung des Strafvollzugs (vgl. Art. 275 Abs. 1 ZGB). Soweit der Beschwerdeführer geltend machen sollte, es seien die Voraussetzungen für eine Abänderung des Scheidungsurteils zu berücksichtigen, kann ihm daher nicht gefolgt werden.