Citation: 4A_588/2021 E. B

Am 24 Januar 2012 klagte die A.________ AG beim Regionalgericht Albula gegen B.________ aus aktienrechtlicher Verantwortlichkeit nach Art. 754 OR mit dem Rechtsbegehren, der Beklagte sei zu verpflichten, ihr Fr. 1'159'778.85 zu bezahlen nebst Zins zu 5% seit 12. Dezember 2011. Sie machte geltend, der Beklagte habe es als ihr Organ pflichtwidrig versäumt, bei der GVG eine (weitere) Fristverlängerung zu verlangen, habe die Rechtsmittelfrist gegen die Verfügung betreffend Feststellung der Verwirkung nicht gewahrt und dem Verwaltungsrat vorgetäuscht, es bestehe noch ein Versicherungsanspruch. Der Beklagte trug auf Abweisung der Klage an. Er wandte unter anderem ein, der streitige Anspruch sei in zwei Tranchen à je 50% abgetreten worden: Im April 2006 durch die E.________ SA an den Club G.________, dann im Oktober 2007 durch die D.________ AG an die Eheleute F.________. Die Klägerin habe daher durch sein Handeln oder Unterlassen gegenüber der GVG keinen Schaden erlitten. Am 26. Mai 2020 wies das Regionalgericht die Klage ab. Es verneinte die Aktivlegitimation der Beschwerdeführerin. Mit Urteil vom 5. Oktober 2021 wies das Kantonsgericht von Graubünden die Berufung der Klägerin ab und bestätigte das erstinstanzliche Urteil, allerdings unter Vornahme einer Substitution der Motive, wonach es am Schaden fehle.