Citation: 5A_838/2019 E. 4.2.1

4.2.1. So sei es falsch, dass sich aus der Formulierung des Anpassungsmechanismus nicht eindeutig erschliessen lasse, ob das Grundstück im bebauten oder im unbebauten Zustand zu schätzen sei. Aus dem Wortlaut von Ziff. 5 Abs. 2 des Baurechtsvertrags ergebe sich nämlich klar, dass das Grundstück im unbelasteten und unbebauten Zustand zu schätzen sei. Das Grundstück sei im Zeitpunkt des Vertragsschlusses unbestritten unbebaut und frei von Dienstbarkeiten, mithin frei von tatsächlichen als auch von rechtlichen Lasten gewesen. Mit der Formulierung von Ziff. 5 Abs. 2 des Baurechtsvertrags, dass der Basislandwert des in diesem Zeitpunkt unbelasteten Grundstücks mit dem jeweiligen Verkehrswert des unbelasteten Grundstücks in Einklang gebracht werden müsse, hätten die Parteien somit klar zum Ausdruck gebracht, dass das Grundstück jeweils in seinem ursprünglichen Zustand - unbebaut und frei von Dienstbarkeiten - geschätzt werden müsse. Daran vermöge auch der Umstand nichts zu ändern, dass das Wort "unbebaut" im Vertragstext nicht vorkomme.