Citation: 5A_584/2007 13.02.2008 E. 4

Eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör im Beweisverfahren erblickt die Beschwerdeführerin darin, dass das Obergericht den von ihr angebotenen Zeugenbeweis nicht abgenommen habe. Die Aussage des Autoverkäufers hätte beweisen sollen, dass sie das Fahrzeug testgefahren, ausgewählt und abgeholt habe und dass folglich sie selber Käuferin des Fahrzeugs gewesen und damit dessen Eigentümerin geworden sei (S. 5 Ziff. 15 der Beschwerdeschrift). Massgebend ist nicht der verfassungsmässige Beweisführungsanspruch (Art. 29 Abs. 2 BV), sondern der aus Art. 8 ZGB abgeleitete Anspruch darauf, für rechtserhebliche Vorbringen zum Beweis zugelassen zu werden, wenn der Beweisantrag nach Form und Inhalt den Vorschriften des kantonalen Rechts entspricht (BGE 133 III 189 E. 5.2.2 S. 195 und 295 E. 7.1 S. 299). Eine Verletzung dieses Anspruchs vermag die Beschwerdeführerin nicht darzutun. Zum einen sind neue Beweismittel vor Obergericht zulässig, es sei denn, dass sie infolge groben Verschuldens vor der ersten Instanz nicht vorgebracht wurden (Art. 267 Abs. 1 ZPO/OW). Inwiefern sie die Einvernahme des Zeugen bereits vor Kantonsgericht beantragt hat oder aus zureichenden Gründen erst vor Obergericht hat beantragen dürfen, führt die Beschwerdeführerin nicht aus. Zum anderen hat das Obergericht angenommen, wenn die Beschwerdeführerin das Fahrzeug ebenfalls besichtigt und zur Probe gefahren haben wolle, so habe sie dies einzig für den Schuldner getan, denn dieser sei ja seit dem Kauf der ausschliessliche Benützer des Fahrzeugs gewesen (E. 3b S. 10 des angefochtenen Urteils). Das Obergericht ist damit unter der Annahme, die Sachdarstellung der Beschwerdeführerin sei erwiesen, zu keinem anderen Beweisergebnis gelangt, als dem aus den bereits abgenommenen Beweisen gewonnenen. Darin liegt vorweggenommene Beweiswürdigung, die Art. 8 ZGB nicht ausschliesst (BGE 129 III 18 E. 2.6 S. 24/25). Eine Verletzung des Beweisführungsanspruchs ist insgesamt weder ersichtlich noch dargetan.