Citation: 1B_235/2015 E. 4.6

4.6. Schliesslich fällt auch noch ins Gewicht, dass aufgrund der bisherigen Untersuchungsergebnisse (Ausschreibung von Interpol Spanien) auch in Spanien gegen den privaten Beschwerdegegner (anscheinend wegen Internetkriminalität) ermittelt wurde, dass bei ihm (in einer Krawatte versteckt) ein illegales Aufnahmegerät sichergestellt wurde und dass er über offenbar gefälschte Personalausweise verfügt bzw. unter mehreren Alias-Identitäten auftrat. Sein Vorbringen, bei einem der Familiennamen handle es sich um seinen "ledigen Namen", überzeugt nicht. Zum einen legt er nicht dar, weshalb durch Heirat auch noch seine Staatsangehörigkeit (automatisch) gewechselt hätte. Zum anderen sind bei einer der Alias-Identitäten nicht nur der Nachname und die Staatsangehörigkeit geändert worden, sondern auch noch der Vorname. Wie es sich damit genau verhält, braucht nicht weiter vertieft zu werden. Bei den genannten Umständen handelt es sich jedenfalls um belastende Indizien, die auf eine gewisse Neigung des Beschwerdegegners zu illegalem Geschäftsgebaren schliessen lassen. Zu erwähnen ist auch, dass gefälschte Ausweise und falsche Identitäten es gerade den (mutmasslichen) Teilnehmern an grenzüberschreitender Cyberkriminalität erleichtern können, sich zu tarnen und zu organisieren. Die Ansicht der Vorinstanz, es sei insofern keinerlei Bezug zu den untersuchten Internetdelikten ersichtlich, verkennt diese Zusammenhänge.