Citation: 7B_71/2022 E. 3.5

3.5. Auch in diesem Zusammenhang ist keine Verletzung von Art. 197 Abs. 1 lit. c i.V.m. Abs. 2 StPO bzw. des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes dargetan. Wie die Vorinstanz nachvollziehbar darlegt, sind hier nicht pauschal alle Dateien des Mobiltelefons, die vor dem 1. Mai 2021 (bzw. 1. Januar 2021) erstellt wurden, offensichtlich nicht untersuchungsrelevant. Dass keine Aufzeichnungen durchsucht werden, die erst nach dem 28. Februar 2022 (Sicherstellung und Siegelung des Gerätes) entstanden sein könnten, wird bereits durch die Anordnung der Vorinstanz gewährleistet, wonach die Staatsanwaltschaft "bei der Durchsuchung und Auswertung des Mobiltelefons sicherzustellen hat, dass das Gerät keine Verbindung zum Internet herstellen kann". Mildere Massnahmen zur Klärung der noch offenen untersuchungsrelevanten Fragen sind weder dargetan noch ersichtlich. Von der Entsiegelung betroffen ist hier im Übrigen die beschuldigte Person, weshalb kein besonders ho-her Massstab an die Verhältnismässigkeit der Zwangsmassnahme anzulegen ist (vgl. Art. 197 Abs. 2 StPO).