Citation: 2A.247/2003 22.12.2003 E.

Die Rekurskommission EVD sieht von einer Stellungnahme ab. Die Beschwerdegegnerin hat sich nicht vernehmen lassen. Die Eidgenössische Steuerverwaltung beantragt, die Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde und die Aufhebung des Beschwerdeentscheides der Rekurskommission EVD. Die Verfügungskompetenz des seco zur Beurteilung der berechtigten Bildung von Arbeitsbeschaffungsreserven sei im Bundesgesetz vom 20. Dezember 1985 über die Bildung steuerbegünstigter Arbeitsbeschaffungsreserven (ABRG; SR 823.33) nicht ausdrücklich geregelt. Nach Ziff. 2 des Kreisschreibens Nr. 6 der Eidgenössischen Steuerverwaltung vom 26. Mai 1989 betreffend Neukonzeption der Arbeitsbeschaffungsreserven (publiziert in ASA 58 S. 31 ff.; nachfolgend: Kreisschreiben Nr. 6) würden alle bei der Bildungsphase von Arbeitsbeschaffungsreserven entstehenden Fragen in den Kompetenzbereich des seco fallen, insbesondere die Abklärung, ob ein Unternehmen berechtigt sei, Arbeitsbeschaffungsreserven zu bilden. Die zuständigen Steuerbehörden hätten lediglich eine Mitwirkungsmöglichkeit. Die Genehmigung der Anlagen durch das seco sei eine notwendige Bedingung für die steuerliche Anerkennung und die entsprechende Abzugsfähigkeit der jährlichen Einlagen in die Arbeitsbeschaffungsreserven. Die Verfügungskompetenz im Rahmen der Bildung der Arbeitsbeschaffungsreserven liege nach Ansicht der Eidgenössischen Steuerverwaltung beim seco.