Citation: 1P.85/2001 24.08.2001 E. 4

4.- Sodann rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV. Er wirft dem Obergericht vor, es sei auf Argumente, die er in der Berufungsschrift vorgebracht habe, nicht eingegangen und habe sich mit der von ihm vorgelegten Expertise H.________ nicht auseinander gesetzt. a) Soweit sich der Beschwerdeführer auch auf den Gehörsanspruch gemäss Art. 6 Ziff. 1 EMRK zu stützen scheint, kommt der Berufung auf diese Vorschrift neben der Rüge der Verletzung des verfassungsmässigen Anspruchs auf rechtliches Gehör keine selbständige Bedeutung zu. b) Die aus Art. 29 Abs. 2 BV folgende Pflicht zur Begründung der Entscheide bedeutet nicht, dass sich die urteilende Instanz mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinander setzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Sie kann sich auf die für ihren Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Es genügt, wenn sich der Betroffene über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinn müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid stützt (BGE 126 I 97 E. 2b S. 102 f.; 124 V 180 E. 1a S. 181; 117 Ib 64 E. 4 S. 86, 481 E. 6b/bb S. 492, je mit Hinweisen). c) Der hier angefochtene Entscheid des Aargauer Obergerichts genügt diesen Anforderungen. Das Obergericht legte dar, aus welchen Überlegungen es die Einwendungen, welche der Beschwerdeführer gegen das Urteil des Bezirksgerichts erhoben hatte, als nicht stichhaltig erachtete. Es hat sich dabei in hinreichender Weise mit den wesentlichen Vorbringen des Beschwerdeführers und der von diesem eingereichten Expertise H.________ befasst. Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör bzw. der Begründungspflicht liegt nicht vor. Verhält es sich so, dann geht auch der Vorwurf des Beschwerdeführers fehl, die kantonale Instanz habe dadurch, dass sie ihm das rechtliche Gehör verweigert habe, zudem gegen die §§ 26, 108, 114, 156 und 220 der Strafprozessordnung des Kantons Aargau (StPO/AG) verstossen.