Citation: U 439/00 10.08.2001 E. 3

3.- a) Es steht nicht in Frage, dass der Beschwerdeführer zufolge der beim Unfall vom 20. November 1996 erlittenen Fraktur des Pilon tibial rechts im angestammten Beruf als Schweisser nicht mehr arbeitsfähig ist. In Würdigung der medizinischen Aktenlage, insbesondere gestützt auf den Abschlussbericht des Kreisarztes Dr. med. W.________ vom 2. März 1998, sind Vorinstanz und Beschwerdegegnerin jedoch zum Schluss gelangt, dass ihm die Ausübung einer körperlich leichten und wechselbelastenden Tätigkeit ganztags zumutbar sei. Dem stehe nicht entgegen, dass im Bericht des behandelnden Arztes Dr. med. M.________, Oberarzt an der Orthopädischen Klinik des Spitals, vom 13. Februar 1998 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % attestiert werde, beziehe sich doch diese Einschätzung lediglich auf die angestammte Tätigkeit und nicht auf die Verwertbarkeit der verbleibenden Arbeitskraft auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Ausgehend von einer vollen Arbeitsfähigkeit bei leidensangepasster Beschäftigung ermittelten Vorinstanz und Beschwerdegegnerin gestützt auf die in der SUVA-internen Arbeitsplatz-Dokumentation (DAP) angeführten Lohnangaben ein trotz Gesundheitsbeeinträchtigung zumutbarerweise noch realisierbares Einkommen (Invalideneinkommen) von durchschnittlich Fr. 43'500.-. Aus dem Vergleich mit dem ohne Gesundheitsschaden hypothetisch erzielbaren Einkommen (Valideneinkommen) von Fr. 54'340.-, welches nicht bestritten wird, resultierte ein Invaliditätsgrad von rund 20 %. b) Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers besteht kein Anlass, die Einschätzung der verwertbaren Restarbeitsfähigkeit im Abschlussbericht des Kreisarztes Dr. med. W.________ vom 2. März 1998 in Zweifel zu ziehen, zumal der entsprechende Bericht in beweisrechtlicher Hinsicht den Anforderungen der Rechtsprechung (vgl. Erw. 1 hievor) vollumfänglich genügt. Namentlich bringt der Beschwerdeführer keine stichhaltigen Gründe vor, welche den Vorwurf mangelnder Objektivität des Kreisarztes zu begründen vermöchten. Sodann bezieht sich die im Bericht des Dr. med. M.________ vom 13. Februar 1998 bescheinigte volle Arbeitsunfähigkeit nach den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz, worauf verwiesen wird, auf den angestammten Beruf. Hätte sich die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. med. M.________ entgegen der üblichen Verwendung des Begriffs (vgl. Meyer-Blaser, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, Zürich 1997, S. 8 f.) auch auf leidensangepasste Tätigkeiten bezogen, wäre dies ausdrücklich zu erkennen gegeben worden. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers beziehen sich auch die Angaben des Dr. med. S.________ vom 15. Dezember 1999 gegenüber der Arbeitslosenkasse auf die angestammte Tätigkeit als Schweisser. Der Hausarzt lässt die von der Arbeitslosenkasse gestellte Frage, ob die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auch andere als die bisherige Stelle erfasse, offensichtlich unbeantwortet, indem er lediglich vermerkt, er stehe für weitere Fragen zur Verfügung. Schliesslich vermag auch das letztinstanzlich ins Recht gelegte ärztliche Attest des Dr. med. S.________ vom 28. Oktober 2000, wonach der Beschwerdeführer nicht nur bei stehender, sondern auch bei sitzender Tätigkeit Schmerzen verspüre, die Beurteilung im Bericht des Dr. med. W.________ nicht umzustossen. Abgesehen davon, dass der Hausarzt keine näheren - insbesondere auch keine der Einschätzung des Dr. med. W.________ widersprechenden - Angaben zum Grad der körperlichen Leistungsfähigkeit bei leidensangepasster Tätigkeit macht, ist nicht ersichtlich, ob seine Aussagen lediglich den aktuellen Gesundheitszustand betreffen, oder ob sie auch mit Bezug auf den allein massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheids (BGE 116 V 248 Erw. 1a) am 29. Januar 1999 Geltung beanspruchen. Auf das ärztliche Attest ist daher nicht abzustellen. c) Dass die Beschwerdegegnerin bei der Ermittlung des hypothetischen Invalideneinkommens gestützt auf die DAP-Erfassungsblätter der SUVA einen statistischen Durchschnittswert herangezogen hat, ist grundsätzlich nicht zu beanstanden. Ob die konkret beigezogenen DAP-Lohnangaben angesichts des Umstands, dass vier der sieben in den Akten dokumentierten Verweisungstätigkeiten ausschliesslich sitzend auszuführen sind, dem Beschwerdeführer aber im wesentlichen nur wechselbelastende Tätigkeiten zuzumuten sind, eine hinreichende Grundlage für die Ermittlung des Invalideneinkommens darstellen, kann offenbleiben. Denn selbst wenn nicht auf die herangezogenen DAP-Erfassungsblätter, sondern auf die Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) des Jahres 1998 abgestellt wird, resultiert - unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 15 % (vgl. BGE 126 V 78 ff. Erw. 5) - kein höherer Invaliditätsgrad (TA1/Total/Anforderungsniveau 4: 4'268.- x 41.9/40 [übliche wöchentliche Arbeitszeit] x 12 = 53'648.76; 53'648.76 - 8047.32 (= 15 %) = 45'601.45; 45'601.45 : 54'340 (= nicht bestrittenes Valideneinkommen) x 100 = 83.2; Invaliditätsgrad => 16.8 %). Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers rechtfertigt es sich bei gesamthafter Würdigung der in Betracht fallenden beruflichen und persönlichen Umstände des Beschwerdeführers (leidensbedingte Einschränkung, Nationalität/Aufenthaltskategorie) nicht, einen Abzug von mehr als 15 % vorzunehmen.