Citation: 5A_115/2021 E. 3.1.3

3.1.3. Es sei zwar grundsätzlich zulässig, dass erst das Abänderungsgericht einem Ehegatten im Rahmen der Aktualisierung ein hypothetisches Einkommen anrechne. Dies setze allerdings voraus, dass die Anrechnung eines hypothetischen Einkommens aufgrund der Veränderung der Verhältnisse in einem anderen Punkt als angemessen erscheine. Vorliegend wirke sich bei der Neubeurteilung der Umstand, dass die Beschwerdegegnerin - entgegen der Annahme im Eheschutzverfahren - auch ab dem vom Beschwerdeführer eingeklagten Abänderungszeitpunkt mit der Tochter C.________ in Hausgemeinschaft lebe, bezüglich des Unterhaltsgesuchs zu ihren Ungunsten aus (vgl. hinten E. 4.1). Im Weiteren liege selbst nach der Berechnung des Gerichtspräsidiums (Fr. 2'660.50, Fr. 2'882.-- [falls ein 13. Monatslohn ausbezahlt werde] bzw. Fr. 3'101.50 [falls Pauschalspesen ausbezahlt und nicht gebraucht würden]) das aktuelle effektive Einkommen der Beschwerdegegnerin in einer vergleichbaren Höhe wie das der vergleichsweisen Festlegung des Ehegattenunterhalts zugrunde gelegte. Insgesamt lägen damit keine (zu Ungunsten des Beschwerdeführers) veränderten Punkte vor, die es als angemessen erscheinen lassen würden, der Beschwerdegegnerin im Abänderungsverfahren ein hypothetisches Einkommen anzurechnen.