Citation: 2C_390/2020 E. 2.3.6

2.3.6. Im vorliegenden Fall ist nicht etwa die kurze Haltedauer als solche ausschlaggebend. Entscheidend ist vielmehr, dass alle Indizien auf den vorbestehenden Willen schliessen lassen, das Objekt umgehend zu veräussern. Die Vorinstanz hat die Beweise dahingehend gewürdigt, dass der Verkauf von langer Hand geplant worden sei. Die Steuerpflichtigen hätten einen Mäkler beigezogen, dem sie ein Honorar von Fr. 40'000.-- zu bezahlen gehabt hätten. Die Renovation des Hauses sei - bereits - im November 2012 zum Abschluss gekommen, also kurz nach Veräusserung der drei Hausparzellen im August 2012. Mithin zeige sich, dass die Steuerpflichtigen jedenfalls im November 2011 nicht mehr beabsichtigt hätten, die drei Grundstücke längerfristig zu halten. Die Kritikpunkte, welche die Steuerpflichtigen dieser Einschätzung entgegensetzen, sind appellatorischer Natur und vermögen nicht aufzuzeigen, dass und weshalb die vorinstanzliche Beweiswürdigung verfassungsrechtlich unhaltbar sei (vorne E. 1.3). Dies wäre aber erforderlich gewesen, nachdem es ansonsten bei den vorinstanzlichen Feststellungen zu bleiben hat (vorne E. 1.4 und insbesondere E. 2.2.3.2). Der Überführungswille (subjektives Element) ist damit nicht nachgewiesen, was es trotz unstreitiger Verbuchung (objektives Element) ausschliesst, von einer Privatentnahme auszugehen. Die bislang präponderante Widmung für die Zwecke der selbständigen Erwerbstätigkeit (vorne E. 2.3.3) ist erst mit der Veräusserung im August 2012 entfallen. Damit wurde die Liquidation abgeschlossen. Entsprechend kann auch nicht davon gesprochen werden, der Steuerpflichtige sei in diesem Zeitraum nur noch einer "geringfügigen selbständigen Erwerbstätigkeit" nachgegangen (vorne E. 2.2.7).