Citation: 5A_54/2020 E. 2

Der angefochtene Entscheid ist ein Zwischenentscheid nach Art. 93 BGG. Bei Zwischenentscheiden folgt der Rechtsweg jenem der Hauptsache (BGE 137 III 380 E. 1.1 S. 382). In der Hauptsache geht es um die Anordnung eines Güterverzeichnisses (Art. 162 SchKG) und um vorsorgliche Anordnungen nach Art. 170 SchKG. Beides sind vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG (zum Güterverzeichnis BGE 137 III 143 E. 1.3 S. 144; zu den Anordnungen nach Art. 170 SchKG - deren Rechtsnatur bereits aus ihrer Bezeichnung als "vorsorgliche" folgt - vgl. PHILIPPE NORDMANN, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs II, 2. Aufl. 2010, N. 12 zu Art. 170 SchKG). Auch beim Entscheid über die unentgeltliche Rechtspflege im Zusammenhang mit vorsorglichen Massnahmen handelt es sich demnach um einen Entscheid nach Art. 98 BGG (Urteil 5A_633/2019 vom 22. August 2019 E. 2 mit Hinweisen). Der angefochtene Entscheid ist der Beschwerdeführerin am 3. Dezember 2019 zugestellt worden. Sie geht davon aus, es gelte der Fristenstillstand gemäss Art. 46 Abs. 1 lit. c BGG. Dies trifft nicht zu. Der Fristenstillstand gilt nicht bei vorsorglichen Massnahmen (Art. 46 Abs. 2 BGG). Der Begriff der vorsorglichen Massnahme im Sinne von Art. 46 Abs. 2 BGG ist identisch mit demjenigen in Art. 98 BGG (Urteil 5A_169/2007 vom 21. Juni 2007 E. 3 mit Hinweis). Die dreissigtägige Beschwerdefrist (Art. 100 Abs. 1 BGG) begann demnach am 4. Dezember 2019 zu laufen und lief am Donnerstag, 2. Januar 2020 ab, zumal es sich beim 2. Januar im Kanton St. Gallen nicht um einen gesetzlichen Feiertag handelt. Die am 20. Januar 2020 der Post übergebene Beschwerde ist verspätet. Die Beschwerde ist damit offensichtlich unzulässig. Auf sie ist im vereinfachten Verfahren durch das präsidierende Mitglied der Abteilung nicht einzutreten (Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG). Der Beschwerde ist superprovisorisch die aufschiebende Wirkung zuerkannt worden. Mit dem vorliegenden Entscheid wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos. Entgegen dem Antrag der Beschwerdeführerin für den Fall ihres Unterliegens im vorliegenden Verfahren liegt es nicht am Bundesgericht, die Frist zur Zahlung des Kostenvorschusses vor Kantonsgericht neu anzusetzen. Vielmehr hat das Kantonsgericht darüber zu befinden.