Citation: 7B_783/2023 E. 8.6

8.6. Zu guter Letzt beruft sich die Beschwerdeführerin auf Art. 71 Abs. 2 StGB. Eine Anwendung dieser Bestimmung ist etwa dann gerechtfertigt, wenn die Betroffene vermögenslos oder gar überschuldet ist und ihr Einkommen sowie ihre übrige persönliche Situation nicht erwarten lassen, dass Zwangsvollstreckungsmassnahmen in absehbarer Zeit Erfolg versprechen (Urteile 7B_135/2022 vom 9. Januar 2024 E. 4.2.2; 6B_97/2019 vom 6. November 2019 E. 4.2.4; je mit Hinweisen). Solches ist vorliegend nicht ersichtlich. Zwar geht die Vorinstanz bei der Festsetzung der Tagessatzhöhe der Geldstrafe von einer "eher schlechten aktuellen Finanzsituation" der Beschwerdeführerin aus, da diese nach eigenen Angaben kein eigenes Einkommen habe. Die Beschwerdeführerin übergeht jedoch den Umstand, dass mit ihrem Miteigentumsanteil an der Liegenschaft U.________-strasse xxx in V.________ ein Vermögenswert vorhanden ist, der einer ausnahmsweisen Reduktion der Ersatzforderung (oder gar einem Verzicht darauf) entgegensteht. Es ist ausserdem darauf hinzuweisen, dass die Frage der Reduktion später im Vollzugsverfahren, wenn die Verhältnisse besser beurteilt werden können, erneut geprüft und nötigenfalls im Sinne eines weiteren Entgegenkommens entschieden werden kann (Urteil 6B_989/2023 vom 22. April 2024 E. 4.3 mit Hinweisen).