Citation: 5A_31/2024 E. 4.4.1

4.4.1. Dem angefochtenen Entscheid zufolge beklagte sich die Beschwerdeführerin darüber, dass die Beschwerdegegnerin B.________ an der Verhandlung vom 20. Juni 2023 eine Frist zur schriftlichen Duplik ansetzte, obwohl sie, die Beschwerdeführerin, vor der Verhandlung vergeblich um einen zweiten Schriftenwechsel ersucht hatte. Sodann habe sie nur zwanzig Tage Zeit gehabt, um auf B.________s Stellungnahme zu antworten, während diesem für die Replik sechzig Tage zur Verfügung gestanden hätten. Laut der Beschwerdeführerin habe die Beschwerdegegnerin anlässlich der Verhandlung vom 20. Juni 2023 ein begleitetes Besuchsrecht zudem kategorisch abgelehnt und die Gewalthandlungen des Ehemannes gegen die Ehefrau mit Verweis auf das Strafverfahren als für das Eheschutzverfahren nicht interessierend bezeichnet. Das Kantonsgericht stellt fest, dass diese Vorfälle den Zeitraum vom 2. Mai bis 20. Juni 2023 betreffen. Angesichts dessen, dass weder das Telefonat der Beschwerdegegnerin mit Dr. med. E.________ vom 7. Juli 2023 noch dasjenige mit F.________ vom 30. Juni 2023 bei objektiver Betrachtung einen Anschein der Befangenheit zu erwecken vermöchten, sei das Ausstandssgesuch gestützt auf die früheren Vorfälle verspätet. Das Gesuch sei am 11. Juli 2023, mithin mehr als zwei Wochen nach Kenntnis der geltend gemachten Vorfälle eingereicht worden und der Anspruch damit verwirkt. In der Folge erläutert die Vorinstanz, weshalb "im Übrigen" auch in der Sache nicht zu beanstanden sei, dass die erste Instanz weder in der Ablehnung des Antrags auf einen zweiten Schriftenwechsel sowie im Festhalten am Verhandlungstermin noch in der Ansetzung einer Frist von zwanzig Tagen für die Duplik Umstände erkannte, die den Anschein der Befangenheit erwecken könnten, und auch die Äusserungen der Beschwerdegegnerin anlässlich der Verhandlung vom 20. Juni 2023 "objektiv und für sich betrachtet" nicht geeignet seien, den Anschein der Befangenheit zu erwecken.