Citation: 4A_338/2021 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz wies das für das Berufungsverfahren gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ab, weil der Beschwerdeführer unter Verletzung seiner Mitwirkungspflicht bei der Feststellung seiner Bedürftigkeit sein Gesuch nicht begründet und dazu auch keine Belege eingereicht habe. Dies obwohl Art. 119 Abs. 4 ZPO vorsehe, dass die unentgeltliche Rechtspflege im Rechtsmittelverfahren neu zu beantragen sei und er bereits vom Bezirksgericht als auch vom Obergericht auf seine Mitwirkungspflicht im Rahmen der unentgeltlichen Rechtspflege hingewiesen worden sei, ihm mithin bekannt sei, dass er seine finanziellen Verhältnisse umfassend offenlegen sowie belegen muss und welche Angaben das Gericht zur Behandlung des Gesuchs benötige; er sei insoweit kein unbeholfener Laie und eine Nachfrage bzw. Fristansetzung zur Begründung des Gesuchs und Einreichung von Unterlagen könne daher unterbleiben. Der Beschwerdeführer bestreitet die vorinstanzliche Feststellung, wonach ihm bekannt ist, dass er in einem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege seine finanziellen Verhältnisse umfassend offenlegen und belegen muss, nicht mit einer substanziierten Sachverhaltsrüge im vorstehend umschriebenen Sinne. Wenn er bloss geltend macht, es sei ihm de fakto bis heute nicht ersichtlich, weshalb ihm in diesem Verfahren die Rechtspflege verweigert, in anderen aber zugebilligt worden sei, jeweils bei gleicher Information und Mitwirkung, und er sei nach wie vor juristischer Laie und fühle sich der Willkür des Gerichts ausgesetzt, liegt darin keine rechtsgenügende Bestreitung dieser tatsächlichen Feststellung. Er legt sodann nicht hinreichend dar, welche Rechte die Vorinstanz inwiefern verletzt haben soll, wenn sie auf dieser tatsächlichen Grundlage schloss, dass er insoweit kein unbeholfener Laie sei und eine Nachfrage bzw. Fristansetzung zur Begründung des Gesuchs und Einreichung von Unterlagen unterbleiben könne.