Citation: 5A_670/2023 E. 5.4.2

5.4.2. Der Beschwerdeführer trägt weiter vor, das vorliegende Verfahren dauere nun bereits eineinhalb Jahre und es dürften "selbstredend" keine neu entstandenen Tatsachen dazu dienen, den ursprünglichen Entscheid zu begründen. Damit verkennt er die Tragweite des nach Art. 314 Abs. 1 i.V.m. 446 Abs. 1 ZGB anwendbaren uneingeschränkten Untersuchungsgrundsatzes. Demnach hat die Behörde in ihrem Entscheid auf die aktuellen Verhältnisse abzustellen (Urteile 5A_984/2020 vom 16. März 2021 E. 3.3; 5A_955/2015 vom 29. August 2016 E. 3). Dies gilt auch für die Rechtsmittelinstanz (Urteil 5A_352/2021 vom 15. Dezember 2021 E. 2.3 [zu Art. 296 Abs. 1 ZPO]). Während des Verfahrens eingetretene neue Tatsachen sind daher grundsätzlich zu berücksichtigen (BGE 144 III 349 E. 4.2.1 [zu Art. 296 Abs. 1 ZPO]). Es gereicht der Vorinstanz folglich nicht zum Vorwurf, dass sie nicht auf die Verhältnisse, insbesondere aber das Alter der Kinder, im Zeitpunkt der Verfahrenseinleitung abgestellt hat.