Citation: 6B_961/2016 E. 6.2

6.2. Die kantonalen Instanzen erachtet in Bezug auf die Urkundenfälschung den Sachverhalt gestützt auf die Aussagen der Mitarbeiter der die Bücher führenden Gesellschaft und des Beschwerdeführer als erstellt. Der Beschwerdeführer sei als einziger Verwaltungsrat für die Buchführung der A.________AG und die Erstellung des Geschäftsberichts verantwortlich gewesen. Er habe indes der Buchhaltungsstelle nicht alle buchungsrelevanten Belege übergeben und ihr auch nicht korrekt Auskunft erteilt. Er habe mithin massgeblich auf die Erstellung der Buchhaltung bzw. auf die Darstellung der wiedergegebenen wirtschaftlichen Sachverhalte eingewirkt. Insgesamt habe er vorsätzlich und in der Absicht, sich bzw. der A.________AG einen unrechtmässigen Vorteil zu verschaffen, eine unrichtige Urkunde erstellt (angefochtenes Urteil S. 42 mit Verweisung auf erstinstanzliches Urteil S. 72 f.). In Bezug auf die Misswirtschaft kommt die Vorinstanz zum Schluss, der Beschwerdeführer habe es trotz der spätestens Ende 2005 bestehenden Überschuldung der A.________AG unterlassen, das Gericht von der Überschuldung zu benachrichtigen. Darin liege eine nachlässige Berufsausübung bzw. eine Verletzung der Sorgfaltspflichten gemäss Art. 717 OR. Dieses pflichtwidrige Verhalten habe eine Verschleppung des Konkurses bewirkt und aufgrund der laufenden Kosten und des zusätzlich aufgenommenen Fremdkapitals zu einer Verschlimmerung der Vermögenslage der A.________AG geführt. Die Überschuldung wäre auch nicht beseitigt worden, wenn im Jahre 2007 und damit viel später höhere Erträge erwirtschaftet worden wären. Von einer Aussicht auf Sanierung könne daher keine Rede sein. Der Beschwerdeführer habe ferner aufgrund der Orientierung durch den Mitarbeiter der Buchhaltungsstelle gewusst, dass die Gesellschaft überschuldet gewesen sei. Er habe daher die Überschuldungsanzeige bewusst und gewollt unterlassen und damit vorsätzlich eine nachlässige Berufsausübung begangen (angefochtenes Urteil S. 43 ff).