Citation: 1C_249/2018 E. 2.2

2.2. Das Verwaltungsgericht führte dazu aus, bei Gegenstandlosigkeit gelte als unterlegener Beteiligter, wer die Gegenstandslosigkeit verursacht habe. Grundsätzlich werde bei Widerruf oder Wiedererwägung das Gemeinwesen kostenpflichtig. Das gelte aber nicht immer, sondern es könne sich rechtfertigen, die Kosten aufgrund der konkreten Umstände nach Ermessen zu verteilen, was auch Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO vorsehe. Für die Kostenverlegung sei daher je nach Lage des Einzelfalles zu berücksichtigen, wer Anlass zur Beschwerde gegeben habe, welches der mutmassliche Prozessausgang gewesen wäre, bei wem die Gründe für die Gegenstandslosigkeit eingetreten seien und welche Partei unnötigerweise Kosten verursacht habe. Für die Anordnung eines vorsorglichen Entzugs des Führerausweises sei der strikte Beweis für die Fahreignung ausschliessende Umstände nicht erforderlich, ansonsten direkt der Sicherungsentzug verfügt werden müsste. Bei der Polizeikontrolle habe der Beschwerdeführer einen schläfrigen Eindruck hinterlassen und seine Pupillen hätten kaum reagiert. Es habe daher Verdacht auf Drogenkonsum bestanden. Drogenschnelltests schlössen zwar falsche Resultate nicht aus; ein zuverlässiges Ergebnis könne aber erst ein chromatographisches Verfahren bringen. Solange ein solches ausstehe, müsse ein vorsorglicher Führerausweisentzug möglich sein. Der Beschwerdeführer bestreite im Übrigen nicht, Cannabis zu konsumieren, und habe dies zugegebenermassen zwei Tage vor der Polizeikontrolle getan. Zudem sei er bereits im Jahr 2011 unter Cannabiseinfluss angetroffen worden, und zwar mit einer THC-Konzentration im Blut von 7,4 µ g/l, was deutlich über dem Grenzwert von 1,5 µ g/l liege, bei dem Fahrunfähigkeit als erwiesen gelte. Aufgrund des damals bekannten Sachverhalts und bei summarischer Beurteilung, wie sie für eine vorsorgliche Massnahme massgeblich sei, erweise sich der am 27. April 2015 angeordnete vorsorgliche Führerausweisentzug nicht als widerrechtlich. Dass dem Beschwerdeführer im Strafverfahren keine Kosten auferlegt worden seien, sei im Administrativverfahren nicht entscheidend, insbesondere weil in diesem die Unschuldsvermutung nicht gelte.