Citation: 4A_355/2023 E. B

Mit Klage vom 18. November 2020 beantragte die Klägerin beim Handelsgericht des Kantons Zürich, die Beklagte sei zu verpflichten, ihr Fr. 98'302.40 nebst 5 % Zins seit 14. Juni 2019 zu bezahlen. Mit Eingabe vom 16. Februar 2021 verkündete die Beklagte der Nebenintervenientin den Streit. Die Streitverkündung wurde mit Verfügung vom 17. Februar 2021 vorgemerkt und der Nebenintervenientin mitgeteilt. Am 3. März 2021 reichte die Beklagte die Klageantwort ein. Auch die Nebenintervenientin reichte gleichentags eine Klageantwort ein und stellte den Antrag, als Nebenintervenientin zu Gunsten der Beklagten zugelassen zu werden. Mit Verfügung vom 18. März 2021 wurde die Nebenintervenientin antragsgemäss im Rubrum aufgenommen. Mit Urteil vom 30. Mai 2023 wies das Handelsgericht die Klage ab. Es erwog, die Klägerin mache geltend, die Beklagte habe ihr einen Auftrag zur Organisation der Sanierung der Kabelschutzrohre erteilt, und es habe eine Abmachung dahingehend bestanden, dass man die Kosten nach dem " Gutachten Dr. F.________ " verteile. Die Beklagte bestreite dies und mache geltend, die Klägerin sei vielmehr ihren Mängelbehebungspflichten im Rahmen des zwischen den Parteien bestehenden Werkvertrags nachgekommen. Es sei nicht erstellt, dass die Beklagte der Klägerin den Auftrag erteilt habe, die Sanierung der Kabelschutzrohre durch die E.________ zu organisieren. Ebenso wenig sei eine dahingehende Vereinbarung erstellt, dass die Beklagte die Klägerin schadlos halte, wenn ein einzuholendes Gutachten diese entlaste. Schliesslich verneinte das Handelsgericht einen Anspruch der Klägerin aus Treu und Glauben, aus Werkvertrag (Regressanspruch) und aus ungerechtfertigter Bereicherung. Die Klägerin offeriere für ihre Behauptung, die Risse in den Kabelschutzrohren seien durch den Magerbeton entstanden, abgesehen vom Privatgutachten, keine Beweismittel, womit nicht erstellt werden könne, dass dieser ursächlich für die Risse gewesen sei.