Citation: 7B_1124/2024 E. 3.1

3.1. Für das Vorliegen von einfacher Wiederholungsgefahr im Sinne von Art. 221 Abs. 1 lit. c StPO sind drei Elemente konstitutiv: Erstens muss das Vortatenerfordernis erfüllt sein und es müssen schwere Vergehen oder Verbrechen drohen. Zweitens muss die Tatwiederholung ernsthaft zu befürchten sein, was anhand einer Rückfallprognose zu beurteilen ist. Hierdurch muss drittens die Sicherheit anderer unmittelbar erheblich gefährdet sein (BGE 146 IV 136 E. 2.2; 143 IV 9 E. 2.5). An diesen drei Grundvoraussetzungen wird im Grundsatz auch nach der per 1. Januar 2024 in Kraft getretenen Revision der präventiven Haftbestimmungen festgehalten (zum Ganzen: Urteil 7B_843/2024 vom 4. September 2024 E. 3.1 mit Hinweisen). Es wird nachfolgend näher darauf einzugehen sein, inwiefern die Revision bei der Prüfung der einzelnen Punkte einen anderen Massstab nahelegt.