Citation: 1C_300/2022 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführenden begründen ihren Anspruch auf Wiederherstellung der Rechtsmittelfrist einzig damit, dass ihr Rechtsvertreter mit einer Ansteckung mit dem Coronavirus und den damit einhergehenden starken Symptomen (Husten, Atemprobleme, grosse Mattigkeit) sowie der ihm vom Kantonsarzt mit Verfügung vom 24. März 2022 auferlegten häuslichen Isolation vom 22. bis 26. März 2022 nicht habe rechnen müssen. Da er die häusliche Isolation als Risikopatient (Herzoperation im Jahr 2020) strikt habe befolgen müssen und diese Massnahme und die Krankheitssymptome auf das Ende der Rechtsmittelfrist gefallen seien, sei es ihm angesichts der Komplexität der Streitsache nicht möglich gewesen, eine Stellvertretung zu organisieren und diese entsprechend zu instruieren. Zu berücksichtigen sei insbesondere auch, dass ihr Rechtsvertreter aufgrund der behördlich verfügten Isolation handlungsunfähig gewesen sei und er eine Einpersonen-Kanzlei führe, was die Organisation einer Stellvertretung zusätzlich erschwert habe. Die Vorinstanz verfalle daher in Willkür (Art. 9 BV), wenn sie ihrem Rechtsvertreter vorwerfe, seine Krankheit sei nicht derart schwerwiegend gewesen, dass ihm dadurch jegliches auf die Fristwahrung gerichtetes Handeln verunmöglicht gewesen sei.