Citation: 5C.128/2000 25.07.2000 E. 1

1.-a) Der letztinstanzliche kantonale Entscheid betreffend Entmündigung kann mit Berufung an das Bundesgericht weitergezogen werden (Art. 44 lit. e i.V.m. Art. 48 Abs. 1 OG). Im angefochtenen Entscheid des Obergerichts wurde die örtliche Zuständigkeit des Gemeinderates von P.________ zur Entmündigung des Berufungsklägers kantonal letztinstanzlich bejaht. Dabei handelt es sich um einen selbstständigen Zwischenentscheid über die Zuständigkeit. Der Berufungskläger rügt eine Verletzung einer eidgenössischen Vorschrift über die örtliche Zuständigkeit (Art. 376 Abs. 1 ZGB); die Berufung erweist sich demnach als zulässig (Art. 49 Abs. 1 OG). b) Während der Berufungskläger vor den kantonalen Instanzen um Aufhebung der Dispositiv-Ziffern 3-7 der Verfügung des Gemeinderates von P._________ vom 3. Dezember 1999 verlangt hatte, schliesst er in seiner Eingabe an das Bundesgericht nebst dem Antrag um Aufhebung des angefochtenen Entscheides dahin, es sei festzustellen, dass der Gemeinderat von P.________ mangels Zuständigkeit nicht befugt gewesen sei, ein Bevormundungsverfahren einzuleiten "bzw. dessen Entmündigung anzuordnen". Aus Antrag und Begründung ergibt sich indessen, dass er die Massnahme des Gemeinderates als unzulässig erachtet und sie deshalb im Ergebnis aufgehoben wissen will. In diesem Sinne ist der Feststellungsantrag der Berufung zu behandeln. Ein blosses Feststellungsbegehren würde der Angelegenheit denn auch nicht gerecht, zumal ein Entscheid einer örtlich unzuständigen Behörde solange verbindlich bleibt, bis er aufgehoben wird (Schnyder/Murer, Berner Kommentar, N. 10 zu Art. 376 ZGB). Die Auslegung des Rechtsbegehrens drängt sich auch deshalb auf, weil das Verfahren bei Verneinung der örtlichen Zuständigkeit ohne Prüfung der Voraussetzungen der Entmündigung abgeschlossen ist.