Citation: 2P.94/2000 13.06.2000 E. 3

3.-a) Auf dem Gebiete der Fremdenpolizei ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gemäss Art. 100 Abs. 1 lit. b OG unzulässig gegen die Erteilung oder Verweigerung von Bewilligungen, auf die das Bundesrecht keinen Anspruch einräumt (Ziff. 3), sowie gegen die Wegweisung (Ziff. 4). Nach dem Grundsatz der Einheit des Verfahrens, welcher Art. 101 OG zugrunde liegt, ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde auch unzulässig gegen Nichteintretensentscheide, wenn sie gegen den Sachentscheid unzulässig wäre (vgl. BGE 111 Ib 73; 119 Ib 412 E. 2a S. 414). Materieller Hintergrund des angefochtenen Entscheids bildet die Frage der fremdenpolizeilichen Bewilligung bzw. der Wegweisung des Beschwerdeführers. Entgegen seinem mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde gestellten Antrag auf eine gegenteilige Feststellung (Rechtsbegehren 2.10, S. 4) hat er weder gestützt auf Gesetzesrecht des Bundes noch gestützt auf Völkerrecht einen Anspruch auf Erteilung einer fremdenpolizeilichen Bewilligung. Damit erweist sich die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Nichteintretensentscheid des Rekursgerichts gemäss Art. 101 in Verbindung mit Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 und 4 OG als unzulässig. b/aa) Der Nichteintretensentscheid des Rekursgerichts kann hingegen grundsätzlich mit staatsrechtlicher Beschwerde angefochten werden. In der Beschwerdeschrift müsste indessen aufgezeigt werden, dass und inwiefern das Rekursgericht dadurch verfassungsmässige Rechte verletzt habe, dass es auf die bei ihm anhängig gemachte Beschwerde nicht eintrat (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Dies setzt eine konkrete Auseinandersetzung mit Inhalt und Begründung des angefochtenen Entscheids voraus. Ist ein Nichteintretensentscheid angefochten, muss sich die Beschwerdebegründung auf die Eintretensproblematik beziehen. bb) Das Rekursgericht erachtet sich bloss als zuständig zur Beurteilung von Einspracheentscheiden der kantonalen Fremdenpolizei, dies entsprechend der einschlägigen kantonalen Gesetzgebung (§ 9 Abs. 1 des aargauischen Einführungsgesetzes vom 14. Januar 1997 zum Ausländerrecht). Da nach seiner Einschätzung mit der Beschwerde vom 21./23. März 2000 zahlreiche, verschiedene Behörden betreffende Rechtsbegehren gestellt worden waren und kein konkreter Einspracheentscheid der Fremdenpolizei beigelegt war, forderte es den Beschwerdeführer auf, die Beschwerde entsprechend zu konkretisieren bzw. zu verbessern und insbesondere den anzufechtenden Einspracheentscheid einzureichen. Die in der Folge vom Beschwerdeführer vorgelegten Schreiben der Fremdenpolizei vom 15. Februar und 15. März 2000 wertete das Rekursgericht nicht als Einspracheentscheide; es trat auf die Beschwerde aus diesem Grunde sowie darum nicht ein, weil keine Beschwerdeverbesserung beigebracht worden war; dabei stützte es sich auf § 39 des aargauischen Gesetzes vom 9. Juli 1968 über die Verwaltungsrechtspflege. Der Beschwerdeführer äussert sich vorwiegend zur Frage der Bewilligungserteilung und Wegweisung; damit ist er angesichts der einzig sich stellenden verfahrensrechtlichen Frage nicht zu hören. Erst in Ziff. 3.7 der Beschwerdeschrift befasst er sich mit dieser Problematik. Er zeigt jedoch nicht auf, inwiefern die für sich allein das Nichteintreten rechtfertigende Auffassung des Rekursgerichts, es habe nur Beschwerden gegen Einspracheentscheide zu behandeln und die beiden nachträglich eingereichten Schreiben der Fremdenpolizei könnten nicht als Einspracheentscheide betrachtet werden, willkürlich sei oder sonst gegen verfassungsmässige Rechte verstosse. Es fehlt damit an einer den Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG genügenden Begründung, weshalb auf die staatsrechtliche Beschwerde nicht eingetreten werden kann. Es ist im Übrigen nicht erkennbar, in welcher Hinsicht erfolgreich Rügen gegen den schlüssig erscheinenden Nichteintretensentscheid erhoben werden könnten. c) Damit ist auf beide Beschwerden im vereinfachten Verfahren (Art. 36a OG) ohne weitere Instruktionsmassnahmen (Schriftenwechsel) nicht einzutreten. Das Gesuch um vorsorgliche Massnahmen für die Dauer des bundesgerichtlichen Verfahrens wird mit dem vorliegenden Endentscheid gegenstandslos. d) Entsprechend dem Verfahrensausgang sind die bundesgerichtlichen Kosten dem Beschwerdeführer aufzuer- legen (Art. 156 OG). Bei der Bemessung der Gerichtsgebühr (Art. 153 OG) ist insbesondere die Art der Prozessführung des Beschwerdeführers, welchem das Verhalten der ihn offenbar beratenden Person anzurechnen ist, zu berücksichtigen (Art. 153a OG).