Citation: 9C_378/2020 E. 5.2

5.2. Nach den im Lichte der Akten zu Recht unbestrittenen und daher für das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz kann von folgender Sachlage ausgegangen werden: Die Beschwerdeführerin 2 reiste am 26. Dezember 2015 in die Schweiz ein. Auf Grund der am 1. Februar 2016 erfolgten Heirat mit dem Beschwerdeführer 1, türkischer Staatsangehöriger mit Niederlassungsbewilligung in der Schweiz, erhielt sie eine Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des Familiennachzugs. Als Folge der Heirat wurden die dem Beschwerdeführer 1 zu seiner AHV-Altersrente ausgerichteten Ergänzungsleistungen unter Einbezug der Beschwerdeführerin 2 neu berechnet. Im Nachgang zu den auf Anfang 2019 geänderten Anspruchserfordernissen gemäss Art. 43 Abs. 1 AIG, namentlich dessen lit. e, verfügte das MIP am 25. Juli 2019 den Widerruf der der Beschwerdeführerin 2 gewährten Aufenthaltsbewilligung und die Wegweisung aus der Schweiz bis zum 25. Oktober 2019. Dagegen erhoben die Beschwerdeführer ein Rechtsmittel, welches zur Zeit noch hängig ist. Mit Bestätigungen vom 6. Januar und 29. April 2020 bekräftigte der Migrationsdienst, dass die Beschwerdeführerin 2 den bisherigen Aufenthaltsstatus während des laufenden Verlängerungsverfahrens, jedenfalls aber längstens bis zum 28. Juli 2020, beibehalte. Vor diesem Hintergrund berechnete die Beschwerdegegnerin zunächst die dem Beschwerdeführer 1 zustehende Ergänzungsleistung, unter Ausklammerung der Beschwerdeführerin 2, neu (Verfügung vom 20. Dezember 2019) und sistierte, nachdem dagegen Einsprache erhoben worden war, das Verfahren bis zum Vorliegen des rechtskräftigen ausländerrechtlichen Entscheids (Verfügung vom 24. Februar 2020).