Citation: 8C_285/2021 E. A

A.a. A.________, geboren 1956, arbeitete als Post- bzw. Paketbote seit 1972 in der schweizerischen Post (Arbeitgeberin). Am 9. März 2005 meldete er sich erstmals bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an, indem er auf unfallbedingte, seit Januar 2004 anhaltende Kopf-, Halswirbelsäulen- und Rückenbeschwerden verwies. Nach dem Beizug der Akten der für die Folgen verschiedener Unfallereignisse zuständigen Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) verneinte die IV-Stelle Bern (nachfolgend: IV-Stelle oder Beschwerdegegnerin) einen Anspruch auf eine Invalidenrente (unangefochten in Rechtskraft erwachsene Verfügung vom 4. November 2005). A.b. Am 24. Januar 2013 reichte A.________ ein neues Leistungsgesuch ein wegen anhaltender Beschwerden seit einem Skiunfall (Sturz auf die rechte Schulter) vom 10. März 2012. Die Arbeitgeberin löste das Arbeitsverhältnis wegen lang andauernder Arbeitsunfähigkeit im November 2014 per 31. März 2015 auf. Aufgrund des verbleibenden Gesundheitsschadens an der rechten Schulter bezieht A.________ von der Suva seit 1. Oktober 2014 eine Invalidenrente basierend auf einer unfallbedingten Erwerbseinbusse von 24% (Verfügung der Suva vom 9. September 2014, bestätigt mit Einspracheentscheid vom 14. November 2014). Gemäss Empfehlung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) der Invalidenversicherung veranlasste die IV-Stelle eine umfassende Begutachtung. Die Medas Ostschweiz erstattete das polydisziplinäre Gutachten am 21. November 2014 (nachfolgend: Medas-Gutachten). Gestützt darauf sprach die IV-Stelle A.________ mit Verfügung vom 10. März 2016 rückwirkend eine abgestufte Invalidenrente wie folgt zu: ab 1. Juli 2013 eine ganze Rente (Invaliditätsgrad 70%), ab 1. Oktober 2014 eine Viertelsrente (Invaliditätsgrad 48%), ab 1. Mai 2015 eine ganze Rente (Invaliditätsgrad 100%) und ab 1. Dezember 2015 eine Viertelsrente (Invaliditätsgrad 48%). A.c. Hiegegen beantragte A.________ beschwerdeweise zur Hauptsache, ihm sei ab 1. Juli 2013 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Daraufhin hob die IV-Stelle die Verfügung vom 10. März 2016 noch vor Einreichung ihrer Beschwerdeantwort (lite pendente) wiedererwägungsweise auf mit der Begründung, es bedürfe weiterer Abklärungen. In der Folge schrieb das Verwaltungsgericht des Kantons Bern das Beschwerdeverfahren wegen Gegenstandslosigkeit ab (Urteil vom 20. Juni 2016). Der Neuropsychologe lic. phil. B.________ erstellte sein Gutachten am 3. Januar 2017 (nachfolgend: neuropsychologisches Gutachten) und diagnostizierte einzig Aggravation bzw. Simulation. Nach einer weiteren umfassenden polydisziplinären Expertise erstattete das Universitätsspital C.________ das Gutachten am 9. November 2018 (nachfolgend: Asim-Gutachten). Anschliessend stellte die Invalidenversicherung die bis dahin ausgerichtete Viertelsrente per 31. Mai 2019 ein. Nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens verfügte die IV-Stelle über den Rentenanspruch am 4. Juni 2020 wie folgt: ab 1. Juli 2013 eine ganze Rente (Invaliditätsgrad 70%), ab 1. Februar 2015 eine Viertelsrente (Invaliditätsgrad 48%) und vom 1. Mai 2015 bis zum 30. November 2015 eine ganze Rente (Invaliditätsgrad 100%). Ab 1. Dezember 2015 verneinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch bei einer Arbeitsfähigkeit von 100% in einer leidensangepassten Tätigkeit und einem Invaliditätsgrad von 25%. Gleichzeitig machte die IV-Stelle eine Rückforderung von zu Unrecht ausgerichteten Rentenleistungen im Gesamtumfang von Fr. 16'969.- geltend.