Citation: 9C_419/2018 E. 6.2.1

6.2.1. Die Regelung für die Aufteilung der Verfahrenskosten im kantonalen Beschwerdeverfahren (vgl. Art. 69 Abs. 1bis IVG) richtet sich in erster Linie nach kantonalem Recht (Art. 61 Ingress ATSG; Urteil 8C_304/2018 vom 6. Juli 2018 E. 4.2.1 mit Hinweisen). Das Gesetz über das Sozialversicherungsgericht vom 7. März 1993 (GSVGer; LS 212.81; vgl. § 33 GSVGer) sowie die Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht vom 12. April 2011 (GebV SVGer; LS 212.812) enthalten keine Regelung für die Kostenverlegung. Gemäss § 28 lit. a GSVGer finden jedoch ergänzend unter anderem Art. 104 ff. ZPO sinngemäss Anwendung. Nach Art. 106 ZPO werden die Prozesskosten der unterliegenden Partei auferlegt (Abs. 1). Hat eine Partei vollständig obsiegt, so werden die Prozesskosten nach dem Ausgang des Verfahrens verteilt (Abs. 2). Das Gericht kann laut Art. 107 Abs. 1 ZPO davon abweichen und die Prozesskosten nach Ermessen verteilen, wenn besondere Umstände vorliegen, die eine Verteilung nach dem Ausgang des Verfahrens als unbillig erscheinen lassen. Das Bundesgericht darf die Verlegung der Gerichtskosten in Anwendung der einschlägigen kantonalen Bestimmungen (Kraft kantonalem Verweis gelten die zitierten ZPO-Bestimmungen als kantonales Recht) nur daraufhin überprüfen, ob deren Ausgestaltung oder aufgrund des Ergebnisses im konkreten Fall, zu einer Verletzung von Bundesrecht geführt hat (Art. 95 lit. a BGG). Dabei fällt praktisch nur das Willkürverbot (Art. 9 BV) in Betracht (Urteil 8C_393/2008 vom 24. September 2008 E. 4.3 mit Hinweisen).