Citation: 6S.252/2006 17.08.2006 E. 4

Der Beschwerdeführer wendet sich gegen die Höhe der Busse. Er macht geltend, diese sei im Vergleich zur Busse gegen A.________ ohne stichhaltige Begründung auffallend hoch. Die Vorinstanz legt dar, dass die Busse nach Massgabe der Richtlinien des Verbandes Bernischer Richter und Richterinnen (VBR) erfolgte und insbesondere unter Berücksichtigung des schwer getrübten fahrerischen Leumunds des Beschwerdeführers angemessen sei (angefochtenes Urteil, S. 20). Die Begründung ist ohne weiteres nachvollziehbar. Die Busse erscheint für sich genommen nicht als unhaltbar hart und bewegt sich im Rahmen des der Vorinstanz zustehenden Ermessens. Aus der Begründung im angefochtenen Urteil zu den Verfahrenskosten geht hervor, dass die Vorinstanz das Verschulden des Beschwerdeführers als deutlich höher als jenes der Unfallbeteiligten einstuft. Auch das ist bundesrechtlich nicht zu beanstanden. Der Beschwerdeführer hat das Vortrittsrecht der Unfallbeteiligten verletzt und dabei die erforderliche Sorgfalt bei einer unklaren Verkehrslage nicht aufgebracht. Sein Verhalten begründete eine erhöhte abstrakte Gefährdung von Motorfahrzeuglenkern, die an der fraglichen Stelle unmittelbar vor seiner Ausfahrt korrekt, d.h. ohne Überschreitung der Sicherheitslinie, zum Überholen auf die Gegenfahrspur hätten ausscheren können. Demgegenüber überfuhr A.________ die Sicherheitslinie an einer für sie übersichtlichen Stelle nur um wenige Meter. Damit erscheint die Busse gegen den Beschwerdeführer auch im Vergleich zu der gegen A.________ ausgesprochenen Strafe nicht als unangemessen.