Citation: 2C_292/2022 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführerin bringt vor, die Vorinstanz verkenne die Umstände des persönlichen Härtefalls. Ihr drohten bei einer Rückkehr Repressionen, da sie ihre Homosexualität durch die eingetragene Partnerschaft, die sie eingegangen sei, öffentlich gemacht habe. Die Behörden vor Ort in Bosnien und Herzegowina seien weder fähig noch gewillt, gegen Hasskriminalität vorzugehen und sie zu schützen. Indem sich die Vorinstanz für die Frage des Schutzes der Beschwerdeführerin vor Übergriffen auf einen mangelhaften Bericht des Staatssekretariats für Migration abstütze, verletze sie Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG.