Citation: 4A_23/2018 E. 3.5

3.5. Auch soweit der Beschwerdeführer die Legitimation des Beschwerdegegners zur Kraftloserklärung bestreitet, erweist sich seine Beschwerde als nicht hinreichend begründet. Selbst wenn es zutreffen sollte (was nicht festgestellt ist), dass die Kraftloserklärung mangels Aktivlegitimation an sich nicht hätte erfolgen dürfen, äussert sich der Beschwerdeführer nichts rechtsgenüglich zur Frage, woraus sich ergeben sollte, dass die Kraftloserklärung diesfalls keine Wirkung entfaltet: Der Gesuchsteller hat den Besitz und Verlust der Urkunde lediglich glaubhaft zu machen (Art. 981 Abs. 3 OR). Der Gesetzgeber nimmt mithin in Kauf, dass eine Kraftloserklärung erfolgen kann, auch wenn tatsächlich kein Verlust stattgefunden hat. Nach erfolgter Kraftloserklärung muss sich ein besserberechtigter Dritter grundsätzlich an den Gesuchsteller halten (ROBERT FURTER, in: Basler Kommentar, Wertpapierrecht, 2012, N. 4 zu Art. 972 OR; PETER JÄGGI/JEAN NICOLAS DRUEY/CHRISTOPH VON GREYERZ, Wertpapierrecht, 1985, S. 77; vgl. auch PETER JÄGGI, Die Kraftloserklärung von Wertpapieren, in: Privatrecht und Staat, Peter Gauch/Bernhard Schnyder [Hrsg.], 1976, S. 437 ff. 452 f.). Auf diese Frage geht der Beschwerdeführer nicht rechtsgenüglich ein, von einer hinreichend begründeten Rüge der Verletzung eines verfassungsmässigen Rechts kann keine Rede sein. Und auch diesbezüglich könnte der Beschwerdeführer aus einer allfälligen Verletzung der Rechte des Klägers 1 nichts zu seinen Gunsten ableiten.