Citation: 1B_678/2021 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz ging mit Blick auf die dem Beschwerdeführer vorgeworfene Tötung seiner Partnerin von einer "qualifizierten Wiederholungsgefahr" aus und sah vom Vortatenerfordernis ab. Weiter erwog sie, der Beschwerdeführer sei forensisch-psychiatrisch begutachtet worden, wobei der Gutachter eine Störung durch multiplen Substanzgebrauch und Konsum psychotroper Substanzen, ein Abhängigkeitssyndrom (Alkohol, Cannabis, Kokain, Benzodiazepine und Nikotin), gegenwärtig teilweise abstinent (Alkohol, Cannabis, Kokain) in geschützter Umgebung, sowie eine dissoziale Persönlichkeitsstörung mit psychopathischen Anteilen diagnostiziert habe. Zur Frage der Wahrscheinlichkeit zukünftiger strafbarer Handlungen könne dem Gutachten entnommen werden, dass aus der aktuarischen und dynamischen Risikobeurteilung ein erhöhtes Risiko resultiere, dass der Beschwerdeführer zukünftig erneut ähnliche Delikte begehen könnte. Es müsse auch zukünftig mit hoher Wahrscheinlichkeit damit gerechnet werden, dass der Beschwerdeführer sein Konsumverhalten fortsetze bzw. wieder aufnehme und nur unzureichend in der Lage sein werde, prosoziale Lösungsstrategien anzuwenden. Dadurch könnten erneut andere Personen psychisch belastet und eventuell sogar körperlich geschädigt werden. Konkret seien Straftaten zu erwarten, wie sie dem Beschwerdeführer aktuell zur Last gelegt würden, also Drohung und vorsätzliche Tötung.