Citation: 4A_338/2018 E. 5.2

5.2. Einigermassen substanziiert ist einzig die Gehörsrüge betreffend die Anwendung von Art. 38 OR durch das Gericht. Die Beschwerdeführerin sieht ihren Anspruch auf rechtliches Gehör deshalb als verletzt, weil das Schiedsgericht seinem Entscheid eine von der Auffassung der Parteien abweichende rechtliche Beurteilung zugrunde legte, ohne dass den Parteien Gelegenheit gegeben wurde, sich zu dieser Frage zu äussern. Im Schiedsverfahren habe weder sie noch die Beschwerdegegnerin behauptet, eine Genehmigung im Sinne von Art. 38 OR liege vor. Wie die Beschwerdeführerin selber erkennt, wird auch im Schiedswesen das Recht von Amtes wegen angewendet ( iura novit arbiter; BGE 120 II 172 E. 3a; Urteil 4A_56/2017 vom 11. Januar 2018 E. 3.3.2). Ein Anspruch der Parteien, zur rechtlichen Würdigung angehört zu werden, wird von der Rechtsprechung ausnahmsweise bejaht, wenn die fraglichen Rechtsgrundlagen im Verfahren nicht zur Sprache gekommen sind, wenn sich keine Partei darauf berufen hat und deren Erheblichkeit die Parteien im konkreten Fall auch nicht voraussehen konnten (vgl. zum Ganzen BGE 130 III 35 E. 5). Die Beschwerdeführerin kritisiert die Anwendung von Art. 38 OR durch das Schiedsgericht. Weshalb jedoch die Erheblichkeit dieser Bestimmung nicht voraussehbar war, legt sie hingegen nicht dar. Das wäre jedoch ihre Aufgabe gewesen, dies nicht zuletzt vor dem Hintergrund der sehr restriktiven Praxis des Bundesgerichts (vgl. Urteil 4A_525/2017 vom 9. August 2018 E. 3.1, mit Hinweisen). Auf diese Rüge kann folglich auch nicht eingetreten werden.