Citation: 9C_598/2017 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz hat aufgrund des Gutachtens der Medas Ostschweiz (vom 2. April 2014) und der ergänzenden Stellungnahme der medexperts ag vom 20. Mai 2016 festgestellt, dass sich aufgrund einer Prüfung anhand der massgebenden Indikatoren gemäss BGE 141 V 281 keine IV-rechtlich erhebliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ergebe. In der Tat halten die Ärzte in der Ergänzung des Gutachtens vom 20. Mai 2016 nochmals fest, bei der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung und der reaktiven Depression auf Belastungs- und Anpassungsstörung handle es sich um keine psychische Störung mit andauernder Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit. An gleicher Stelle haben die Ärzte auch den sozialen Kontext geprüft. Dabei haben sie erklärt, die soziofamiliären Verhältnisse des Versicherten seien intakt. Er habe gute Freunde, einen guten Kontakt zum Schwager und begleite die Söhne zum Fussballtraining. Einschränkungen, die auf ein psychisches Leiden zurückzuführen sind, bestünden nicht. Diese Darlegungen zeigen, dass kein Rückzug vorliegt, der Versicherte vielmehr aus seinem sozialen Umfeld und den entsprechenden Aktivitäten Ressourcen gewinnen kann. Geäussert haben sich die Experten in der zusätzlichen Stellungnahme sodann auch zu den Fragen nach Behandlung und Eingliederung sowie zum Indikator Konsistenz. Auch aus diesen Darlegungen kann nicht auf das Vorliegen einer rechtlich bedeutsamen Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit geschlossen werden: Die Fortsetzung der Psychotherapie wird empfohlen, wenn der Beschwerdeführer aktiv mitwirke und seine Ressourcen dazu benutze, adäquate Bewältigungsstrategien seines syndromalen Leidens zu erarbeiten. Unter Ausblendung einer Selbstlimitierung sei der Versicherte aus psychiatrischer Sicht eingliederungsfähig. Zum Aspekt der Konsistenz führen die Gutachter aus, es bestünden erhebliche Diskrepanzen zwischen der Selbsteinschätzung des Versicherten mit Selbstlimitierung und den objektivierbaren Befunden. Ebenso liege eine Diskrepanz zwischen der Selbsteinschätzung hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit und dem Verhalten bei der Freizeitgestaltung und den sozialen Aktivitäten vor.