Citation: 2C_936/2016 E. 3.1

3.1. Das Verwaltungsgericht hat im angefochtenen Entscheid ausgeführt, zahlreiche Hinweise würden darauf schliessen lassen, dass es sich bei der unterdessen aufgelösten Ehe der Beschwerdeführerin mit ihrem Neffen um eine Scheinehe gehandelt habe. So habe die Beschwerdeführerin erst durch die Heirat ein Bleiberecht in der Schweiz erhalten, und ihr Ehemann sei damals erst zwanzig Jahre alt gewesen. Weiter seien das Verwandtschaftsverhältnis zwischen den Eheleuten sowie das Verschweigen desselben starke Indizien für eine Umgehungsehe. Der Ehemann selbst habe ausgesagt, er sei von seiner Mutter zur Eheschliessung gedrängt worden, und die Beschwerdeführerin bestreite nicht, dass es sich für ihn um eine Scheinehe gehandelt habe. Dass die Beschwerdeführerin selbst eine echte Lebensgemeinschaft habe eingehen wollen, sei zu bezweifeln. Die von ihr genannten Gründe für die Eheschliessung würden vielmehr darauf hinweisen, dass es ihr um das Profitieren von den besseren Lebensbedingungen in der Schweiz gegangen sei. Die Ehegatten hätten denn auch in separaten Zimmern gelebt und nie intimen Kontakt gehabt. Die Beschwerdeführerin zeige nicht auf, in welcher Form sie mit dem Ehemann eine eheliche Beziehung geführt habe. Eine reine Wohngemeinschaft mache noch keine Ehe aus, und dass sie einige Fragen über den Ehemann habe beantworten können, erstaune angesichts des jahrelangen Zusammenlebens und des Verwandtschaftsverhältnisses nicht. Der Ehemann habe dagegen wesentliche Fragen nach dem Hochzeitsdatum und dem Geburtsdatum der Beschwerdeführerin nicht beantworten können. Es gebe nach dem Gesagten keine Zweifel daran, dass die Ehe ausschliesslich ausländerrechtliche Zwecke verfolgt habe und niemals tatsächlich gelebt worden sei.