Citation: 5A_729/2020 E. 3.3.3

3.3.3. Anstoss findet die Beschwerdeführerin sodann an der Vorgehensweise des Kindesvertreters bzw. der Berücksichtigung seiner Berichte durch die Vorinstanz. 3.3.3.1. Der an die Vorinstanz gerichtete Vorwurf der Willkür bzw. Gehörsverletzung, welchen die Beschwerdeführerin damit begründet, die Vorinstanz sei nicht auf ihre Rügen im Zusammenhang mit der Kindesvertretung eingegangen, ist offensichtlich unbegründet. Im angefochtenen Entscheid setzte sich die Vorinstanz eingehend mit den Einwänden der Beschwerdeführerin auseinander. Einzelne dieser Erwägungen gibt die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerdeschrift selbst wieder, ohne indessen konkret darauf einzugehen. 3.3.3.2. Die Vorinstanz liess in ihre Entscheidfindung einfliessen, dass die Tochter der Parteien anlässlich eines Treffens mit dem Kindesvertreter dessen Frage bejahte, ob sie sich eine Rückkehr in die Schweiz und ein Leben bei ihrem Vater vorstellen könnte. Die Beschwerdeführerin bemängelt, es sei offensichtlich unzulässig, einem sechs- bzw. siebenjährigen Kind solche Fragen zu stellen und, schlimmer noch, sie für die Begründung der Anträge [ recte wohl: des Urteils] zu verwenden. Ihre Tochter sei offensichtlich nicht in der Lage, sich bezüglich Obhut und elterlicher Sorge einen eigenen Willen zu bilden, und sie sei zu jung, um an einer nicht von einer psychologischen Fachperson geleiteten Befragung teilzunehmen. Eine Nicht-Fachperson sei nicht in der Lage, den Willen der jungen Tochter zu ermitteln. Die Kritik der Beschwerdeführerin beschlägt somit die vorinstanzliche Beweiswürdigung des Berichts des Kindesvertreters. Willkür macht sie hier indessen nicht geltend und sie rügt auch nicht konkret eine andere Rechtsverletzung. Zudem tut sie nicht dar, inwiefern der angefochtene Entscheid anders ausgefallen wäre, wenn die Antwort der Tochter auf die Frage des Kindesvertreters nicht zu berücksichtigen wäre, zumal die Vorinstanz für ihren Entscheid nicht ausschliesslich darauf abgestellt hat. Damit kommt die Beschwerdeführerin ihrer Rügepflicht nicht nach (vgl. vorne E. 2.3).