Citation: 8C_401/2023 E. 3

Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, die Beschwerdeführerin sei gemäss Angaben in der Unfallmeldung vom 18. Januar 2021 und im Fragebogen vom 17. August 2021 gestolpert und auf die Schulter gestürzt, was heftige Schmerzen ausgelöst habe. Vorinstanzlich habe sie geltend gemacht, sie habe ihren Arm angespannt, da sie ihren Computer in der Schultertasche habe schützen wollen. Praxisgemäss sei indessen auf die sog. spontanen "Aussagen der ersten Stunde" abzustellen. Der ursprünglich geschilderte Unfallhergang sei grundsätzlich nicht geeignet, eine Rotatorenmanschettenruptur zu verursachen. Allerdings komme bei der Beurteilung der Unfallkausalität dem Unfallmechanismus keine übergeordnete Bedeutung mehr zu. Die Aktenbeurteilung des Dr. med. G.________ vom 20. August 2022 beruhe auf fundierter Aktenkenntnis. Insbesondere hätten ihm die Bildgebung und die Berichte der behandelnden Ärzte vorgelegen. Seine Darlegung der medizinischen Zusammenhänge sei schlüssig und die Beurteilung der medizinischen Situation leuchte ein. Gestützt auf seine Beurteilung sei davon auszugehen, dass der Unfall vom 15. Januar 2021 zu keinen zusätzlichen strukturellen Läsionen in der rechten Schulter geführt habe, sondern lediglich zu einer vorübergehenden Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustandes. Entsprechend den Ausführungen des Dr. med. G.________ sei gestützt auf das MRT vom 3. März 2021 von einem bereits am 3. März 2021 vorliegenden Status quo sine auszugehen und die darüber hinaus anhaltenden Beschwerden seien in der Rotatorenmanschettenruptur bzw. dem degenerativen Vorzustand zu sehen. Weiter begründete die Vorinstanz, weshalb die Einwände der Beschwerdeführerin bzw. die anderslautenden Arztberichte an diesen Ergebnis nichts zu ändern vermöchten. Somit habe die Visana die Leistungen zu Recht per 14. März 2021 eingestellt.