Citation: 5A_894/2017 E. 1.2.1

1.2.1. Der Beklagte bestreitet das Erreichen der Streitwertgrenze. Unter Hinweis auf das Verbot der Schlechterstellung im Rechtsmittelverfahren vor Bundesgericht macht er geltend, die Klägerin habe gegen das Urteil des Kantonsgerichts vom 16. Februar 2016 keine Beschwerde an das Bundesgericht erhoben. Sie habe vielmehr das Urteil und damit den ihr zugesprochenen Pflichtteil von Fr. 98'692.45 anerkannt, womit der Streitwert für allfällige zukünftige Begehren der Klägerin nach oben fixiert gewesen sei. Aufgrund dessen, dass er kein Rechtsmittel gegen das Urteil des Kantonsgerichts vom 26. September 2017 ergriffen habe, habe er den darin der Klägerin zugesprochenen Pflichtteil von Fr. 85'470.75 anerkannt, womit der Streitwert für allfällige zukünftige Begehren seinerseits nach unten fixiert sei. Streitig könne heute somit nur noch das dazwischen befindliche Delta von Fr. 13'221.70 sein. Dieses Delta erfülle die Streitwertgrenze von Fr. 30'000.-- für die Erhebung der Beschwerde nicht, womit auf die Beschwerde nicht einzutreten sei (S. 3 ad Bst. A/3 der Beschwerdeantwort). Die Klägerin entgegnet, sie mache einen Pflichtteil von Fr. 133'191.05 geltend. Das Kantonsgericht habe einen Pflichtteil von Fr. 85'470.75 zugesprochen. Diese Anträge seien für die Bemessung des Streitwerts massgebend, weshalb der Streitwert von Fr. 30'000.-- erreicht sei. Dazu komme, dass die Streitsache vor Kantonsgericht durch die Rückweisung durch das Bundesgericht wieder im Rahmen der vor Kantonsgericht im Berufungsverfahren gestellten Anträge offen gewesen sei. Sie habe in ihrer Anschlussberufung beantragt, ihr Pflichtteil sei auf Fr. 146'414.40 festzulegen. Ihr Antrag vor Bundesgericht von Fr. 133'191.05 sei also tiefer, weshalb von einer Verletzung des Verschlechterungsverbots keine Rede sein könne (S. 2 f. zu ad 3 und 6 der Replik).