Citation: 5A_511/2020 E. 4.2.3

4.2.3. Die Beschwerdeführerin moniert auch, die Vorinstanz habe in willkürlicher Weise eine Gehörsverletzung verneint. Sie, die Beschwerdeführerin, habe keine Möglichkeit gehabt, Anträge zum Unterhalt zu stellen. Voraussetzung dafür wäre gewesen, die wirtschaftlichen Verhältnisse des Beschwerdegegners zu kennen. Diese seien aber unklar gewesen, was sich aus S. 26 des Protokolls der Verhandlung vom 17. September 2019 ergebe. Sie habe folglich keinen Anlass gehabt, ihre Anträge anzupassen. Wie die Vorinstanz willkürfrei feststellt, hatte die Beschwerdeführerin bereits im Zeitpunkt der Verhandlung die wesentlichen Unterlagen zum Bedarf und zum Erwerbseinkommen des Beschwerdegegners erhalten. Unklar war nur, ob auch noch Einkünfte aus den Liegenschaften zur Verfügung standen und ob der Beschwerdegegner für die Prozesskosten auf die Vermögenssubstanz hätte zurückgreifen können. Einen Tag nach der Verhandlung lieferte der Beschwerdegegner die entsprechenden Unterlagen nach. Von daher waren genügend Unterlagen vorhanden, um entsprechende Anträge zu stellen. Die Beschwerdeführerin macht denn auch nicht geltend, sie hätte weitere Beweisanträge gestellt, denen das Gerichtspräsidium nicht entsprochen hätte. Ihre Rüge ist folglich unbegründet. Entsprechend ist entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin auch nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz festhält, dass die Beschwerdeführerin es sich selber zuzuschreiben hat, wenn sie keine entsprechenden Anträge stellte.