Citation: 6B_923/2022 E. 2.3

2.3. Die Rüge des Beschwerdeführers ist unbegründet. Wie bereits die Vorinstanz zutreffend ausführt, besteht zwischen den Tatbeständen des Raufhandels und den Körperverletzungsdelikten echte Konkurrenz, weil beim Raufhandel nicht nur die verletzte Person, sondern alle Beteiligten und auch Drittpersonen zumindest abstrakt gefährdet werden (Urteil 6B_555/2018 vom 11. September 2018 E. 2.2.1 mit Hinweisen). Raufhandel gemäss Art. 133 StGB steht in Idealkonkurrenz zum Verletzungsdelikt. Der Vorsatz richtet sich bei Art. 133 StGB lediglich auf die Beteiligung am Raufhandel, nicht aber auf die Todes- oder Verletzungsfolge. Ist die vorsätzliche oder fahrlässige Tötung oder Körperverletzung eines Teilnehmers durch einen bestimmten Beteiligten an der tätlichen Auseinandersetzung nachgewiesen, ist dieser neben Art. 133 StGB auch nach Art. 111 ff. StGB oder Art. 122 ff. StGB zu verurteilen (BGE 139 IV 168 E. 1.1.4; 118 IV 227 E. 5b). Entgegen dem Beschwerdeführer gilt dies freilich unabhängig davon, ob wie im Urteil 6B_555/2018 vom 11. September 2018 eine einfache Körperverletzung mit Waffe gemäss Art. 123 Ziff. 2 StPO zur Diskussion steht oder wie hier eine einfache Körperverletzung nach Art. 123 Ziff. 1 StPO.