Citation: 1C_317/2022 E. 5.4

5.4. In der Umweltnotiz wird anerkannt, dass ein Risiko des Ablaichens von Amphibien in der SABA besteht, welches nur durch ein Abzäunen der SABA völlig verhindert werden könne. Dies würde jedoch zum Verlust der SABA als Lebensraum führen und das Landschaftsbild beeinträchtigen. Mit der Gewährleistung eines schnellen Wasserabflusses/ Versickerung werde die Gefahr "minimiert". Wie hoch das verbleibende Risiko ist, und inwiefern dieses eine Beeinträchtigung des benachbarten Amphibienlaichgebiets von nationaler Bedeutung bzw. der darin beheimateten Gelbbauchunkenpopulation bedeutet, geht aus den Unterlagen nicht hervor. Auch das BAFU hat dazu keine Feststellungen getroffen, sondern bezieht sich einzig auf die Einschätzung des Amphibienspezialisten, der von der Abzäunung abgeraten habe. Dies bedeutet aber nur, dass die Abzäunung als grössere Beeinträchtigung des Lebensraums eingeschätzt wurde, nicht aber, dass die SABA keine Beeinträchtigung darstellt bzw. keine Ersatzmassnahmen vor Ort erforderlich sind. Das Bundesgericht hat daher ein Gutachten zu den Auswirkungen der geplanten SABA auf das Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung eingeholt.