Citation: 2C_468/2020 E. 7.2.1

7.2.1. Zwar hat die Ehefrau des Beschwerdeführers ein Interesse an seinem Verbleib in der Schweiz, zumal ihr eine Übersiedlung nach Griechenland nicht ohne Weiteres zumutbar ist. Zu berücksichtigen ist aber, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Heirat bereits - wenn auch noch nicht rechtskräftig - weggewiesen war und seine Ehefrau folglich (jedenfalls bei Eingehen der Ehe) damit rechnen musste, dass die Ehe allenfalls nicht in der Schweiz würde gelebt werden können. Dem Umstand, dass die beiden schon längere Zeit vor der Eheschliessung ein Paar gewesen sein sollen, kann entgegen der Beschwerde kein entscheidendes Gewicht zukommen. Dies gilt schon deshalb, weil der Beschwerdeführer im Jahr, in welchem die beiden zusammenfanden (2014), erstmals straffällig geworden ist und spätestens mit der Verurteilung vom 17. März 2017 denkbar erscheinen musste, dass dem Beschwerdeführer die Niederlassungsbewilligung widerrufen werden könnte.