Citation: 6B_149/2017 E. 3.5

3.5. Der Schuldspruch der versuchten eventualvorsätzlichen Tötung verstösst nicht gegen Bundesrecht. Der Einwand des Beschwerdeführers, er habe seinen Sohn nicht töten, sondern lediglich verletzen wollen, ist unbehelflich. Ihm wird kein direkter Tötungsvorsatz zur Last gelegt, sondern Eventualvorsatz. Der Beschwerdeführer schlug mit Wucht mit einem Trottinett auf den Kopf seines vor ihm knienden, wehrlosen Sohnes. Aufgrund des schwer zu behändigenden Tatobjekts und der Intensität des Schlags konnte er die konkrete Gewalteinwirkung auf den Kopf, dem wohl empfindlichsten Körperbereich eines Menschen, nicht kontrollieren. In Anbetracht dieser Tatumstände drängte sich dem Beschwerdeführer eine tödliche Verletzung seines Sohnes als so wahrscheinlich auf, dass sein Verhalten nur als Billigung des Todes gewertet werden kann. Er konnte nicht darauf vertrauen, sein Kind nicht tödlich zu verletzen (Beschwerde S. 14 f. Ziff. 13). Der Umstand, dass für dieses zu keinem Zeitpunkt eine akute Lebensgefahr vorlag (Beschwerde S. 13 f. Ziff. 12 und S. 15 f. Ziff. 14), vermag an der Annahme, dass der Beschwerdeführer den Tod billigend in Kauf nahm, nichts zu ändern. Dieser weist zwar zutreffend darauf hin, dass das Urteil 6B_695/2011 vom 15. März 2012 in Bezug auf das verwendete Tatobjekt - einem Rollbrett - vergleichbar ist (Beschwerde S. 15 f. Ziff. 14). Allerdings lässt sich hinsichtlich der rechtlichen Qualifikation des Schlags auf den Kopf als eventualvorsätzliche Tötung bereits deshalb nichts für den vorliegenden Fall ableiten, weil sich das Bundesgericht in jenem Fall dazu nicht äusserte.