Citation: 2C_676/2019 E. 4.1.2

4.1.2. Gemäss den vorinstanzlichen, von den Beschwerdeführerinnen nicht bestrittenen Feststellungen sind die Eintragungsverfügungen des Zivilstands- und Bürgerrechtsdienstes des Kantons Bern betreffend die Vaterschaftsanerkennung am 21. Juni 2012 ergangen (vgl. E. 3.3 des angefochtenen Urteils). Die Beschwerdeführerinnen sowie deren Ehemann bzw. Vater, die unbestrittenermassen sowohl im ersten Familiennachzugsverfahren als auch im Zusammenhang mit der Vaterschaftsanerkennung und der Beschaffung und Einreichung der Zivilstandsdokumente anwaltlich vertreten waren, hätten die Rechtsfolgen der Vaterschaftsanerkennung kennen müssen. Es ist somit der Vorinstanz zuzustimmen, dass die drei jüngeren Kinder der Beschwerdeführerin 1 das Schweizer Bürgerrecht und damit auch die Freiheit, sich in der Schweiz niederzulassen, bereits im Verlauf der ersten Familiennachzugsverfahrens erworben hatten. Es wäre an den damaligen Beschwerdeführenden gewesen, unter Wahrnehmung der ihnen obliegenden Mitwirkungspflichten (Art. 90 AIG; vgl. E. 3.2 hiervor), diesen Umstand im Rahmen des ersten Verfahrens einzubringen (vgl. auch Urteil 2C_1007/2011 vom 12. März 2012 E. 4.4). Folglich ist die Vorinstanz zu Recht zum Schluss gelangt, dass der Erwerb des Schweizer Bürgerrechts durch die drei anderen Kinder der Beschwerdeführerin 1 keinen neuen erheblichen Sachumstand darstellt, der ein Eintreten auf das neue Familiennachzugsgesuch gerechtfertigt hätte (vgl. E. 3.4 des angefochtenen Urteils).