Citation: 8C_285/2024 E. 7.2

7.2. Zum Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder besonderen Eindrücklichkeit hielt die Vorinstanz fest, der Beschwerdeführer sei auf einem Fussgängerstreifen von einem Auto erfasst worden, gegen die Windschutzscheibe geprallt und danach nach vorne geschleudert worden und auf dem Asphalt rund drei Meter vom Aufprallort entfernt zu liegen gekommen. Es sei von einer Geschwindigkeit des unfallverursachenden Autos von höchstens 50 km/h, bei Kolonnenverkehr eher tiefer, auszugehen. Eine gewisse Eindrücklichkeit sei diesem Ereignis nicht abzusprechen. Sie sei aber nicht besonders ausgeprägt. Es seien keine Umstände mit besonderer Dramatik ersichtlich, die geeignet seien, beim Beschwerdeführer psychische Abläufe in Bewegung zu setzen, die eine anhaltende psychische Fehlentwicklung nachvollziehbar machen würden. Nach Aktenlage habe keine akute Lebensgefahr bestanden und der Beschwerdeführer könne sich nur noch sehr vage an das Unfallgeschehen nach dem Zusammenprall mit dem Fahrzeug erinnern. Das Kriterium sei nicht erfüllt. Die vorinstanzliche Beurteilung steht im Einklang mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung. So wurde das Kriterium in vergleichbaren Fällen ebenfalls verneint (vgl. Urteile 8C_236/2016 vom 11. August 2016 E. 6.2.1.2; 8C_990/2008 vom 6. März 2009 E. 6.1; U 129/04 vom 25. Oktober 2004 E. 2.2; U 53/03 vom 9. Februar 2004 E. 4.2 und 4.5; U 40/00 vom 8. Februar 2001 E. 8c; U 65/96 vom 25. Oktober 1996 E. 3), wobei zumindest im ersten zitierten Urteil auch die getrübte Erinnerung an den Unfallhergang eine entscheidende Rolle spielte. Entgegen dem Beschwerdeführer widerspricht es der objektiven Adäquanzprüfung nicht, das subjektive Erinnerungsvermögen des Verunfallten zu berücksichtigen (Urteil 8C_236/2016 vom 11. August 2016 E. 6.2.1.2).