Citation: U 131/01 04.10.2001 E. A

A.- Die 1955 geborene D.________ war seit Mai 1992 zu 50 % als Krankenschwester in der Klinik X.________ tätig und bei der Winterthur-Versicherungen (nachfolgend: Winterthur) für die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Seit Frühjahr 1993 litt sie an einem neurologischen Beschwerdebild mit Gehstörungen, Dys- und Parästhesien an den unteren und oberen Extremitäten. Ferner klagte sie über Konzentrationsstörungen, rasche Ermüdbarkeit und allgemeine Unsicherheit. Nach einem stationären Aufenthalt am 8./9. Dezember 1993 in der Medizinischen Klinik des Spitals Y.________ wurde ein leichtgradiges Myopathiesyndrom unklarer Ätiologie bei Verdacht auf Entzugssymptomatik bei wahrscheinlichem Drogenkonsum diagnostiziert (Bericht vom 23. Dezember 1993). Wegen Verdachts auf Neuroborreliose wurde im Februar 1994 eine Rocephin-Therapie durchgeführt, welche eine teilweise Besserung der Beschwerden brachte. Nach einer ambulanten Abklärung bei Dr. med. S.________, damals Leitender Arzt Innere Medizin an der Klinik Y.________, am 13. Juni 1994 reichte D.________ der Winterthur am 19. Juni 1994 eine Unfallmeldung ein, wobei sie eine Borreliose als Folge eines Zeckenbisses geltend machte. Während Frau Dr. med. B.________ im Arztzeugnis UVG vom 20. Juni 1994 die Verdachtsdiagnose einer Myasthenia gravis äusserte, bezeichnete Dr. med. M.________, Leitender Arzt Neurologie und klinische Neurophysiologie am Spital Z.________, eine Borreliose am 1. September 1994 als möglich. Dr. med. S.________ stellte einen Status nach einer unklaren neurologischen Affektion fest, welche am ehesten einer Meningoenzephalitis oder Meningomyelitis entspreche. Trotz eingehender laborchemischer Untersuchungen ergaben sich keine klaren Hinweise auf die Ätiologie des Leidens, insbesondere liess sich eine Lyme-Borreliose nicht eindeutig feststellen (Bericht vom 2. September 1994). Dennoch gelangte Dr. med. S.________ am 1. November 1994 zur Diagnose einer Lyme-Borreliose Stadium II mit Status nach Acrodermatitis und Beteiligung des Bewegungsapparates sowie des Zentralnervensystems. In weiteren Berichten vom 30. Juli 1995, 18. November 1995 und 1. Februar 1996 gab er einen Status nach Meningoenzephalitis und Meningomyelitis bei Lyme-Neuroborreliose an. Die Winterthur beauftragte die Rehabilitationsklinik A.________ mit einer stationären Untersuchung von D.________, welche vom 17. Juni bis 12. Juli 1996 stattfand und neurologisch keinen eindeutigen pathologischen Befund ergab. Nach Auffassung des Gutachters Dr. med. G.________ stand ein psychisches Beschwerdebild im Vordergrund, welches - unter der Voraussetzung, dass eine Borrelien-Infektion stattgefunden hat und jetzt ausgeheilt ist - zu einem kleinen Teil, grösstenteils aber nicht auf das Unfallereignis zurückzuführen ist. In einer Stellungnahme vom 21. Juli 1997 stellte der beratende Psychiater der Winterthur, Dr. med. C.________, fest, das heutige Beschwerdebild sei mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht auf eine Borreliose zurückzuführen, sondern Ausdruck eines psychosozial bedingten andauernden Erschöpfungszustandes. Mit Verfügung vom 12. Dezember 1997 stellte die Winterthur ihre Leistungen rückwirkend per 31. Mai 1997 ein und verneinte einen Anspruch auf eine Invalidenrente sowie eine Integritätsentschädigung, dies mit der Begründung, dass eine Borreliose nicht habe nachgewiesen werden können. An ihrem Standpunkt hielt sie mit Einspracheentscheid vom 4. Dezember 1998 fest.