Citation: I 691/04 01.04.2005 E. 3

Umstritten ist vorab, ob die Versicherte ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen - wie von ihr geltend gemacht - einer vollzeitlichen Erwerbstätigkeit nachginge oder aber - wie von Verwaltung und Vorinstanz angenommen - nur im Umfang von 40 % erwerblich und daneben im Haushalt tätig wäre. 3.1 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist - was je zur Anwendung einer andern Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, gemischte Methode, Betätigungsvergleich) führt -, ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Diese Frage beurteilt sich - nachdem auch im Bereich der Invalidenversicherung das Einspracheverfahren eingeführt worden ist (Art. 52 ATSG) - praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass des Einspracheentscheides entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 125 V 150 Erw. 2c, 117 V 194 Erw. 3b, je mit Hinweisen). 3.2 Gegenüber der Abklärungsperson Haushalt gab die Versicherte an, sie "würde bei guter Gesundheit eine Arbeit im Gastgewerbe zu 40 % suchen" (Bericht vom 6. Januar 2003). Diese Aussage ist im Wortlaut klar und kann entgegen der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vertretenen Auffassung nicht so interpretiert werden, dass damit auf die tatsächlich gegebene Situation mit den gesundheitlichen Beeinträchtigungen Bezug genommen wurde. Anhaltspunkte dafür, dass die Fragestellung missverstanden wurde, bestehen nicht. Es ist auch gesamthaft davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin als erwachsene Person mit abgeschlossener Berufsausbildung in der Lage war, die ihr gestellten Fragen selbstständig zu verstehen und zu beantworten. Weshalb die Haushaltabklärung nur im Beisein einer Vertrauensperson hätte erfolgen dürfen, wie geltend gemacht wird, ist daher nicht ersichtlich. Hieran ändern die Ergebnisse der neuropsychologischen Untersuchung nichts, wurden doch insgesamt nur minime bis leichte Beeinträchtigungen festgestellt. Dass die erwähnte Aussage bei der Haushaltabklärung die tatsächlichen Absichten der Versicherten wiedergibt, wird wesentlich gestützt durch den Umstand, dass ihr mit der Geburt des Sohnes im Februar 2001 auch Betreuungs- und Erziehungsaufgaben erwuchsen. Zwar wird geltend gemacht, Ehemann und Mutter wären hiebei behilflich gewesen. Der Annahme einer wesentlichen Unterstützung, welche der Versicherten die Aufnahme einer dauerhaften vollzeitlichen Arbeit ausser Hause gestattet hätte, stehen aber die eigene Erwerbstätigkeit des Gatten ab November 2000 sowie namentlich die bereits im Jahr 2002 erfolgte Trennung der Eheleute und der Umstand, dass die Mutter der Versicherten gemäss deren Angabe selber vollzeitlich erwerbstätig ist (Abklärungsbericht vom 6. Januar 2003), entgegen. Die Versicherte verweist weiter auf ihre Aussage gemäss Bericht des Spitals X.________ vom 21. August 2001, wonach sie auf 1. August 2001 eine neue Stelle in Aussicht gehabt hätte. Dies stützt aber die Annahme einer vollen Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfalle ebenfalls nicht, zumal zum Umfang einer solchen Tätigkeit nichts vermerkt wurde. Die Beschwerdeführerin sah sich im Übrigen ausserstande, auf entsprechende Aufforderung der Vorinstanz hin weitere - gegebenenfalls zu anderen Folgerungen führende - Angaben über die ab 1. August 2001 geplante Erwerbstätigkeit zu machen und Unterlagen hiefür aufzulegen. Schliesslich ist zwar unstreitig von beengten finanziellen Verhältnissen auszugehen, welche auch die Inanspruchnahme von Sozialhilfe nach sich zogen. Ausschlaggebende Bedeutung für die streitige Statusfrage kann diesem Umstand aber nicht beigemessen werden. 3.3 Wenn Verwaltung und Vorinstanz von einer nur teilweisen Erwerbstätigkeit der Versicherten im Gesundheitsfalle ausgegangen sind und entsprechend die Invalidität nach der gemischten Methode bemessen haben, ist dies nach dem Gesagten nicht zu beanstanden. Gleiches gilt für die angenommene Aufteilung von 60 % Haushalts- und 40 % Erwerbstätigkeit.