Citation: 4A_496/2019 E. 3.4.1

3.4.1. Das Bundesgericht hat die mit Klage vom 23. September 2008 geltend gemachten Ansprüche aufgrund einer finalen Betrachtungsweise den Bestimmungen nach aArt. 166 ff. IPRG unterstellt. Ausschlaggebend war, dass mit der getroffenen Vereinbarung die Verwertung von Schuldnervermögen bezweckt worden sei, und nicht, in welche Form die betreffende Verwertungshandlung gekleidet war. Dass der Insolvenzverwalter einen privatrechtlichen Vergleich abgeschlossen habe, ändere somit nichts in Bezug auf die Anerkennungsbedürftigkeit des Konkursdekrets mit Blick auf die Liegenschaft in St. Moritz. Da der Insolvenzverwalter nicht um eine Anerkennung nachgesucht habe, sei er nicht befugt, in der Schweiz einen Prozess zu führen, mit dem er Rechte verfolge, die er aus den zur Verwertung eines Anfechtungsanspruchs abgeschlossenen Vereinbarungen betreffend das in der Schweiz liegende Grundstück ableite (BGE 137 III 631 E. 2.5 S. 636). Da es sich indessen bei den getroffenen Vereinbarungen um eine Gesamtlösung handelte, sind von ihnen nicht nur Vermögenswerte in der Schweiz betroffen. Nur diesbezüglich greifen aber aufgrund der finalen Betrachtungsweise die Sondervorschriften von aArt. 166 ff. IPRG. Die Klage des Insolvenzverwalters ist unzulässig, weil damit im Zusammenhang mit insolvenzrechtlichen Anfechtungsansprüchen ein Vermögenswert in der Schweiz erhältlich gemacht werden soll, was nur im Rahmen eines Hilfskonkurses möglich ist.