Citation: 1C_339/2023 E. 5.2

5.2. Die Beschwerdeführerin bringt dagegen im Wesentlichen vor, der Umstand, dass sie gleichzeitig Zustands- und Verhaltensstörerin sei, spreche dafür, ihren Kostenanteil als Zustandsstörerin tief zu halten. Billigkeitserwägungen wie die Erlangung eines nicht unwesentlichen wirtschaftlichen Vorteils, wirtschaftlich einträglichere Nutzungsmöglichkeiten oder eine verbesserte Verkäuflichkeit des Grundstücks würden nur Sinn machen, wenn der Zustandsstörer davon profitiere, dass ein anderer Verhaltensstörer sein Grundstück saniere. Wenn dagegen der Verhaltensstörer selbst die Kosten einer Sanierung aufbringen müsse, weil er gleichzeitig Zustands- und Verhaltensstörer sei, ergebe sich für ihn kein besonderer Vorteil aus der Sanierung. Es sei vielmehr davon auszugehen, dass eine allfällige Verkehrswertsteigerung, die nach abgeschlossener Sanierung eventuell einmal eintreten werde, (maximal) dem Aufwand entspreche, der dem Grundstückeigentümer als Sanierer zuvor ohnehin schon tatsächlich entstanden sei. Ein Kostenanteil von 10 % unter dem Titel der Verantwortlichkeit als Zustandsstörerin trage der Tatsache Rechnung, dass es noch eine zweite Verhaltensstörerin gebe. Ein darüber hinausgehender Anteil lasse sich dagegen nicht begründen. Dies zeige sich auch darin, dass die kantonalen Instanzen den Kostenanteil von 30 % mit der wirtschaftlichen Tätigkeit der Beschwerdeführerin begründeten. Bei der Bemessung der Quote des Zustandsstörers sei aber nicht auf das Verhalten des Verhaltensstörers abzustellen.