Citation: 1B_446/2019 E. 5.3

5.3. Demnach ist grundsätzlich davon auszugehen, dass der Rechtsschutz im Falle der Ausführung einer passiven Rechtshilfe in Italien gewährt wird. Die Beschwerdeführerin hätte daher gegen den ausführenden Beschlagnahmebefehl der italienischen Staatsanwaltschaft vom 1. April 2019 ein Rechtsmittel nach italienischem Recht ergreifen können und müssen. Daran ändert auch ihre Behauptung nichts, wonach ihr die italienischen Behörden einzig das Schreiben der Staatsanwaltschaft vom 4. März 2019 zugestellt hätten. Sie hat sich diesbezüglich entgegenzuhalten, dass sie nach Erhalt bzw. Kenntnisnahme des Schreibens gehalten gewesen wäre, Akteneinsicht zu verlangen bzw. sich bei Unklarheit zu erkundigen, wo sie ein Rechtsmittel einzulegen hat. Dies gilt im Übrigen umso mehr, als die Beschwerdeführerin anwaltlich vertreten war bzw. ist. Sodann zeigen ihre Ausführungen in der Beschwerde auf, dass sie sich durchaus bewusst war, dass der Vollzug der Grundbuchsperre nach italienischem Recht erfolgt war. Aus diesem Grund hätte sie ebenfalls davon ausgehen müssen, dass für die Erhebung eines Rechtsmittels nicht die Rechtsmittelbelehrung auf dem Schreiben der schweizerischen Staatsanwaltschaft vom 4. März 2019 entscheidend sein kann, sondern das italienische Recht. Um sich gegen die nach Auffassung der Beschwerdeführerin "rechtsfehlerhafte Vorgehensweise" zur Wehr setzen zu können, hätte sie demzufolge ein Rechtsmittel gemäss italienischem Recht ergreifen müssen.