Citation: 5A_288/2021 E. 3.3.4

3.3.4. Berechtigt ist die Rüge indes hinsichtlich des vom Beschwerdeführer in seiner Stellungnahme vom 18. August 2020 geltend gemachten Zuschlags von 15 % für die zweite Rechtsschrift. Gemäss § 6 Abs. 1 AnwT sind durch die Grundentschädigung Instruktion, Aktenstudium, rechtliche Abklärungen, Korrespondenz und Telefongespräche sowie eine Rechtsschrift und die Teilnahme an einer behördlichen Verhandlung abgegolten. Für zusätzliche Rechtsschriften und Verhandlungen erhöht sich die Grundentschädigung um je 5-30 %. Überflüssige Eingaben fallen nicht in Betracht (§ 6 Abs. 3 AnwT). Zu Recht verweist der Beschwerdeführer auf die in seiner Eingabe vom 18. August 2020 enthaltene Passage, wonach "sich für die vorliegende Rechts[s]chrift, welche der [Beschwerdegegner] inizi[i]erte, ein Zuschlag von 15 % auf das Grundhonorar" rechtfertige. Damit brachte er zum Ausdruck, dass er die Voraussetzungen für einen Zuschlag nach § 6 Abs. 3 AnwT als erfüllt und namentlich seine Eingabe vom 18. August 2020 als notwendig erachtete. Unter diesen Umständen wäre die Vorinstanz gehalten gewesen zu begründen, weshalb sie einen Zuschlag nicht für angezeigt hielt. Eine solche Begründung fehlt im angefochtenen Entscheid. In ihrer Vernehmlassung ergänzt die Vorinstanz zwar, weitere Zuschläge auf die Grundentschädigung erschienen wegen der nicht zwingenden Notwendigkeit der weiteren Eingaben (§ 6 Abs. 3 AnwT) nicht gerechtfertigt. Aus welchen Gründen sie die zweite Rechtsschrift des Beschwerdeführers für überflüssig hielt und weshalb namentlich für die Beurteilung der Notwendigkeit der Eingabe nicht von Belang sein sollte, dass diese als Reaktion auf eine vom Beschwerdegegner eingereichte weitere Eingabe erfolgt sei, erläutert sie indessen nicht. Die Sache ist deshalb an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie ihre Entscheidbegründung diesbezüglich ergänze (Art. 112 Abs. 1 lit. a und Abs. 3 BGG).