Citation: 1C_257/2022 E. 9.1

9.1. Wie bereits oben ausgeführt, ist unbestritten, dass sich die Beschwerdeführerin auf die Medienfreiheit gemäss Art. 17 BV und Art. 10 EMRK berufen kann und dass die Zugangsverweigerung einen Eingriff in dieses Grundrecht bedeutet. Ob vorliegend überdies die Informationsfreiheit nach Art. 16 Abs. 3 BV betroffen ist, kann dahingestellt bleiben, da die Voraussetzungen für deren Einschränkung nach Art. 36 BV dieselben sind wie bei der Medienfreiheit (BGE 141 I 211 E. 3.1; 137 I 209 E. 4.2; 137 I 8 E. 2.7). Einschränkungen bedürfen demnach einer gesetzlichen Grundlage, müssen durch ein öffentliches Interesse oder durch den Schutz von Grundrechten Dritter gerechtfertigt sein und sich als verhältnismässig erweisen.