Citation: 5P.128/2006 15.06.2006 E. 2

In ihrer staatsrechtlichen Beschwerde versuchen die Beschwerdeführer erneut, die angebliche Nichtigkeit des der betriebenen Kostenforderung zugrunde liegenden Ablehnungsverfahrens geltend zu machen. Entgegen ihrer aus Art. 90 Abs. 1 lit. b OG fliessenden Rügepflicht zeigen sie jedoch nicht in substanziierter Form auf, inwiefern das Obergericht mit seinen Erwägungen in Willkür verfallen sein soll: Wird die Verletzung des Willkürverbots gerügt, reicht es nicht aus, die Rechtslage aus Sicht der Beschwerdeführer darzulegen und den davon abweichenden angefochtenen Entscheid als willkürlich zu bezeichnen; vielmehr ist im Einzelnen aufzuzeigen, inwiefern das kantonale Gericht willkürlich entschieden haben soll und der angefochtene Entscheid deshalb an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (BGE 117 Ia 10 E. 4b S. 11 f.). Erfüllt eine Willkürrüge diese Anforderungen nicht und bleibt sie folglich unsubstanziiert, tritt das Bundesgericht darauf ebenso wenig ein wie auf blosse appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid (BGE 125 I 492 E. 1b S. 495; 130 I 258 E. 1.3 S. 262). Ohnehin könnte es sich beim angeblich fiktiven Ablehnungsverfahren von vornherein nicht um einen Mangel handeln, der zu einer im Verfahren der definitiven Rechtsöffnung beachtlichen Nichtigkeit führen würde. Ein Nichturteil ist nur ganz ausnahmsweise gegeben und liegt insbesondere vor, wenn der Entscheid den Parteien nicht mitgeteilt worden ist (BGE 122 I 97) sowie gegebenenfalls bei sachlicher Unzuständigkeit des Gerichts (Guldener, Schweizerisches Zivilprozessrecht, Zürich 1979, S. 78 Fn. 1; Vogel, Grundriss des Zivilprozessrechts, 7. Aufl., Bern 2001, Kap. 9 N. 25; vgl. auch BGE 63 III 57).