Citation: 2C_63/2023 E. A

A.________ (geb. 1984), Staatsangehöriger von Bosnien und Herzegowina, heiratete am 23. Oktober 2014 in seinem Heimatland die damals in der Schweiz niedergelassene Landsfrau B.________ (geb. 1962). Am 6. August 2015 reiste er in die Schweiz ein und erhielt am 11. August 2015 eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Ehefrau. Am 17. Mai 2019 teilte die Einwohnergemeinde U.________ dem Migrationsamt des Kantons Solothurn mit, dass sich die Ehefrau per 30. Juni 2019 nach Bosnien und Herzegowina abgemeldet habe. Die Einwohnergemeinde V.________ meldete eine Woche später den Zuzug von A.________ und teilte mit, die Ehegatten hätten nun separate Wohnsitze. Am 27. Mai 2019 ersuchte A.________ um Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung und gab an, er und seine Ehefrau hätten getrennte Wohnsitze. Am 20. Juni 2019 wurde A.________ aufgefordert, Fragen im Zusammenhang mit der Trennung von seiner Ehefrau zu beantworten. Dazu führte er am 23. Juni 2019 aus, er und seine Ehefrau seien nicht getrennt, sie würden sich lieben und respektieren und hätten täglich Kontakt. Die Ehefrau habe sich aus gesundheitlichen Gründen frühpensionieren lassen und wolle versuchen, in Bosnien und Herzegowina zu leben. Er selbst wolle in der Schweiz bleiben. Am 1. Oktober 2019 und am 9. März 2020 bestätigte er telefonisch, dass die Ehegemeinschaft mit seiner Frau weiterbestehe. Am 27. April 2021 beantragte A.________ die Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung. Am 23. Juni 2021 reichte er eine von ihm und seiner Ehefrau unterzeichnete und notariell beglaubigte Erklärung vom 3. Mai 2021 ein, wonach er und seine Frau weiterhin in einer Ehegemeinschaft leben würden. Darin führte die Ehefrau zudem aus, seit Juli 2019 aus gesundheitlichen Gründen in Bosnien und Herzegowina zu leben. Mit Verfügung vom 25. Januar 2022 verlängerte das Migrationsamt des Kantons Solothurn, namens des Departements des Innern, die im Familiennachzug erteilte Aufenthaltsbewilligung von A.________ nicht und erteilte ihm auch keine Aufenthaltsbewilligung gestützt auf einen anderen Aufenthaltszweck. Es wies ihn per 30. April 2022 aus der Schweiz weg.