Citation: 8C_542/2020 E. 5.2

5.2. Organisch objektiv ausgewiesene Unfallfolgen setzen Untersuchungsergebnisse voraus, die reproduzierbar und von der Person des Untersuchenden und den Angaben der versicherten Person unabhängig sind. Unfallfolgen werden somit nur dann als organisch objektiv ausgewiesen anerkannt, wenn die erhobenen Befunde durch apparative/bildgebende Abklärungen bestätigt wurden und die hierbei angewendeten Untersuchungsmethoden wissenschaftlich anerkannt sind (BGE 138 V 248 E. 5.1 S. 251 mit Hinweisen). Diese Anforderungen sind bei einer unspezifischen Schmerzproblematik offensichtlich nicht erfüllt, da bei diesem Leiden wesentlich auf die Angaben der versicherten Person abgestellt werden muss. Dies genügt nach der Rechtsprechung nicht für eine objektiv ausgewiesene organische Ursache, bei der sich in der Regel der natürliche mit dem adäquaten Kausalzusammenhang deckt. Somit hat in diesen Fällen eine besondere Prüfung der Adäquanz zu erfolgen (vgl. dazu etwa Urteil 8C_424/2020 vom 24. September 2020 E. 5.1). Im hier zu beurteilenden Fall kann die Schmerzproblematik von den Ärzten keiner bestimmten Genese zugeordnet werden (vgl. dazu den Bericht der Universitätsklinik E.________ vom 20. September 2017, wonach ein Teil der Beschwerden auf die Re-Ruptur der Supraspinatussehne zurückgeführt werden könne, aber auch klar eine veränderte Schmerzverarbeitung vorliege). Da in Zusammenhang mit den Unfällen vom 1. Dezember 2008 und vom 26. März 2009 weder ein Schleudertrauma, ein Schädelhirntrauma noch ein Schreckereignis gegeben ist, kommt die Adäquanzpraxis nach BGE 115 V 133 zur Anwendung (vgl. dazu das bereits erwähnte Urteil 8C_424/2020 vom 24. September 2020 E. 5.1).