Citation: 6B_335/2020 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer bestreitet die Verwertbarkeit der Beweise und rügt in diesem Zusammenhang punktuell die Verletzung des Willkürverbots und des Grundsatzes in dubio pro reo. Er geht davon aus, die Observation durch die Eidgenössische Zollverwaltung verstosse gegen das Gesetz. Die Folgebeweise seien ebenfalls rechtswidrig erlangt, und somit unverwertbar, so bezüglich der Auswertung des IMSI-Catchers, seiner Verhaftung, seiner in der Folge getätigten Aussagen, der Erkenntnisse aus der Hausdurchsuchung in U.________ sowie der Auswertung des USB-Stick. Im Einzelnen rügt der Beschwerdeführer, es habe kein genügender Tatverdacht hinsichtlich von Widerhandlungen nach Art. 22 Abs. 2 SpoFöG vorgelegen. Damit bringt er sinngemäss vor, die Beweise seien insgesamt, also auch im Verfahren betreffend das HMG unverwertbar. Er führt weiter aus, nichts in den Akten spreche dafür, dass die Produkte für Dopingzwecke verwendet worden seien, abgesehen davon, dass vor dem 1. Oktober 2012 gar keine Strafbarkeit bestanden habe (Beschwerde Ziff. 29 f.). Die Observation bilde einen schwerwiegenden Eingriff in die Privatsphäre. Sie habe zwar ausschliesslich im öffentlichen Raum stattgefunden. Es sei aber während 5,5 Tagen sein gesamter Tagesablauf minutiös observiert worden. Zum Einreisedatum sei den Akten nichts zu entnehmen. Die Widerhandlung gegen das SpoFöG sei keine "schwere" Straftat. Das setze (nach einer Lehrmeinung) voraus, dass einzig Freiheitsstrafe angedroht werde. Die Rolle der GPS-Ortung sei nicht bloss untergeordnet gewesen. Die EZV habe als Zulieferer von wichtigen Informationen an die Staatsanwaltschaft gedient, die nicht über genügende Informationen verfügt habe (Beschwerde Ziff. 43 f.). Vor der Observation durch die Zollverwaltung habe kein hinreichender Tatverdacht bestanden. Der Hinweis auf Informationen durch einen Vertrauensmann aus der Bodybuilderszene wirke nebulös. Das rechtfertige den Antrag auf Edition der Zollakten (Beschwerde Ziff. 54). Erst mit der Anzeige der EZV habe sich die dürftige Beweislage geändert. Die Vorinstanz gehe zu Unrecht von einem genügenden Tatverdacht hinsichtlich des HMG aus (Beschwerde Ziff. 58). Der Einsatz des IMSI-Catchers sei unzulässig gewesen (Beschwerde Ziff. 64 ff.). Einiges deute darauf hin, dass mittels Fernschaltung des Mobiltelefons Gespräche aufgenommen worden seien. Die Verhaftung bei seiner Einreise in die Schweiz sei unrechtmässig erfolgt. Indem die Vorinstanz offen lasse, wie die Staatsanwaltschaft zu den Erkenntnissen zu seiner Einreise gekommen sei, verletze sie den Anspruch auf ein faires Verfahren und sein Gehörsrecht (Beschwerde Ziff. 76 ff.). Das vorliegende Verfahren habe Widerhandlungen gegen das HMG zum Gegenstand. Die Vorinstanz bediene sich in ihren Erwägungen zur Abtrennung des vorliegenden Verfahrens (Beschwerde Ziff. 80 ff.) eines Kunstgriffs, indem sie die Verwertung für jede Beweismassnahme einzeln beurteile, den Konnex ausser Acht lasse und Beweisverwertungsverbote umgehe. Die hinsichtlich des SpoFöG rechtmässig erhobenen Beweise aus Überwachungsmassnahmen (Beschwerde Ziff. 86) hätten hinsichtlich des HMG als Nichtkatalogtat nicht angeordnet werden können. In der Konsequenz müssten diese Erkenntnisse bezüglich des HMG als unverwertbarer Primärbeweis behandelt werden, was die Unverwertbarkeit des Folgebeweises bewirke (Beschwerde Ziff. 83 f.). Zwar habe die Staatsanwaltschaft Verfahren wegen Widerhandlungen gegen das SpoFöG wie des HMG eröffnet, aber die Überwachungen seien bezüglich des SpoFöG angeordnet worden und die Erkenntnisse seien ungefiltert in das ungetrennte Verfahren geflossen. Das lasse keinen anderen Schluss als eine "fishing expediton" zu (Beschwerde Ziff. 100 f.). Die Erkenntnisse hinsichtlich der Widerhandlungen gegen das SpoFöG hätten auch nicht zur Begründung des Tatverdachts hinsichtlich von HMG-Widerhandlungen verwendet werden dürfen (Beschwerde Ziff. 83 f.). Die Hausdurchsuchung in U.________ dürfe nicht als eigenständige Zwangsmassnahme behandelt werden. Der Standort U.________ sei im Hinblick auf das HMG ein Zufallsfund (Art. 278 StPO) (Beschwerde Ziff. 95 f.). Im Urteil 6B_24/2019 vom 3. Oktober 2019 E. 2.3 habe sich die Frage nicht in derselben Dimension gezeigt (Beschwerde Ziff. 97). Die Einvernahmen seien nur aufgrund dieser Erkenntnisse möglich gewesen (Beschwerde Ziff. 104 f.). Das Geständnis stütze sich auf einen unverwertbaren Primärbeweis. Willkürlich verstehe die Vorinstanz die Verhaftung als einen neuen Lebenssachverhalt, welcher es erlaube, den USB-Stick als Zufallsfund im Zuge einer Durchsuchung i.S.v. Art. 243 StPO zu qualifizieren. Der Stick sei als Zufallsfund i.S.v. Art. 278 StPO zu behandeln (Beschwerde Ziff. 109 ff.).