Citation: 2C_885/2022 E. 7.2

7.2. Dass die Vorinstanz den Lebensmittelpunkt und damit den Hauptwohnsitz der Beschwerdeführerin in der Gemeinde Q.________ /TG verortet hat, ist nicht zu beanstanden. Als verheiratete Person hat die Beschwerdeführerin ihren Lebensmittelpunkt vermutungsweise dort, wo ihr Familienleben hauptsächlich stattfindet. Da sie fünf Mal pro Woche in dem mit ihrem Ehemann gemeinsam bewohnten Haus übernachtet und der Ehemann ihre wichtigste Bezugsperson ist, liegt ihr Lebensmittelpunkt in der Gemeinde Q.________ /TG, wo sich das gemeinsame Haus befindet. Diese Vermutung vermag die Beschwerdeführerin nicht umzustossen. Sie hält sich nicht nur berufsbedingt unter der Woche in Q.________ /TG auf, sondern pflegt auch ihr Familienleben hauptsächlich dort. Die Behauptung, sie habe mit ihrem Ehemann keinen gemeinsamen Wohnsitz und sei in Q.________ /TG nur Wochenaufenthalterin, trifft somit nicht zu. Angesichts ihres wöchentlich fünftägigen Aufenthalts und ihrer vollzeitigen Anstellung pflegt die Beschwerdeführerin sowohl das Familien- als auch das Berufsleben schwerpunktmässig im Kanton Thurgau. Dass sie im Kanton Bern an den Wochenenden weiterhin Liegenschaften verwaltet, persönliche Beziehungen pflegt und Freizeitaktivitäten ausübt, genügt nicht, um einen Verbleib des Lebensmittelpunkts im Kanton Bern zu begründen. Die Vorinstanz hat deshalb mit der Feststellung, dass die Beschwerdeführerin ihren Hauptwohnsitz in der Gemeinde Q.________ /TG hat, kein Bundesrecht verletzt.