Citation: 8C_765/2021 E. 4.1.1

4.1.1. Der Kreisarzt Dr. med. E.________ berichtete am 28. April 2020, gemäss MRI vom 20. November 2019 sei das vordere Kreuzband quasi nicht mehr existent, was mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf eine alte Ruptur hinweise. Diese könne nicht mit dem Ereignis vom 8. November 2019 in Verbindung gebracht werden, sondern müsse deutlich älterer Natur sein. Ein vorderes Kreuzband resorbiere sich medizinisch und zellbiologisch nicht innerhalb von 12 Tagen bis hin zur Inexistenz. Das sei ein Vorgang, der mehrere Jahre benötige. Ferner spreche das Röntgenbild des linken Kniegelenkes vom 3. März 2020 für einen degenerativen Vorschaden. Er könne darauf eine deutliche mediale Gonarthrose mit vermehrter subchondraler Sklerosierung, eine Gelenkspaltverschmälerung sowie einen ausgeprägten kalkdichten Stieda-Pellegrini-Shatten entdecken, der ebenfalls auf eine alte Innenbandläsion hindeute. In ihrer Stellungnahme vom 8. Februar 2021 hielten die Suva-Ärzte PD Dr. med. C.________ und Prof. Dr. med. D.________ fest, das bildgebende Verfahren vom 20. November 2019 zeige degenerative Veränderungen im Sinne einer Horizontalläsion im medialen Meniskushinterhorn mit Ausläufer in die Wurzel, einer parameniscalen Zyste sowie einer Verkalkung im medialen Kollateralband (Stieda-Pellegrini-Köhler-Schatten). Dabei handle es sich um Hinweise auf eine alte Innenbandverletzung. Zusätzlich zeige das MRI eine alte Kreuzbandruptur mit nur noch vereinzelt dargestellten filigranen Fasern. Das bildgebend nachgewiesene Knochenmarködem könne akut traumatischer oder chronischer Natur sein, sei aber im Gesamtkontext überwiegend wahrscheinlich als chronisch zu werten, insbesondere, da eine subkortikale Sklerosierung und bereits erkennbare osteophytäre Anbauten auf eine beginnende mediale Gonarthrose hinweisen würden. Eine Gelenkspaltverschmälerung verneinten sie.