Citation: 6B_328/2009 06.08.2009 E. 3

3.1 Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des Tierschutzgesetzes, da die Vorinstanz in Übereinstimmung mit dem erstinstanzlichen Urteil ohne rechtliche Grundlage davon ausgegangen sei, auch ein krankes Kalb dürfe nicht in einer Einzelbox gehalten, sondern müsse in einer Kälberbucht untergebracht werden. Selbst wenn hierfür eine Rechtsgrundlage bestehen sollte, käme - so betont der Beschwerdeführer - jedenfalls Art. 1 Abs. 4 aTSchV zur Anwendung, gestatte es diese Bestimmung doch von den Tierhaltungsvorschriften ausnahmsweise abzuweichen, sofern dies erforderlich sei, um Krankheiten zu verhüten oder zu heilen. Zur raschen Heilung des kranken Kalbs sei vorliegend der Einsatz einer Wärmelampe notwendig gewesen. In einer grossen Kälberbucht aber hätte diese Lampe nicht direkt über dem Tier installiert werden können. 3.2 Die Vorinstanz hat demgegenüber festgehalten, Kälber im Alter von über zwei Wochen dürften nicht in Kälberboxen gehalten werden. Dies gelte selbst dann, wenn ein Kalb infolge Krankheit isoliert werden müsse. 3.3 Gemäss Art. 16a aTSchV ist die Anbindehaltung für Kälber bis zum Alter von vier Monaten verboten, ausgenommen kurzfristig bei Aufzuchtkälbern und beim Tränken (Abs. 1). Kälber im Alter von über zwei Wochen bis zu vier Monaten müssen in Gruppenhaltungssystemen gehalten werden. Ausgenommen sind einzig Kälber, die in Hütten mit dauerndem Zugang zu einem Gehege im Freien gehalten werden (Abs. 2). Einzeln gehaltene Kälber müssen Sichtkontakt zu Artgenossen haben (Abs. 3). 3.4 Wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat, lässt sich aus dieser Bestimmung ableiten, dass Kälber, selbst wenn sie im Fall einer Krankheit isoliert werden, in Gruppenhaltungssystemen (Kälberbuchten) oder in Hütten mit dauerndem Zugang zu einem Gehege im Freien gehalten werden müssen. Medizinische Gründe, die es im Sinne von Art. 1 Abs. 4 aTSchV zwingend erforderlich gemacht hätten, das gemäss den Angaben des Beschwerdeführers unter Husten und Durchfall leidende Kalb in einer Kälberbox (mit installierter Wärmelampe), statt in einer Kälberbucht oder Hütte zu isolieren, sind vorliegend nicht ersichtlich.