Citation: 9C_915/2013 E. 4.1

4.1. Nach unbestrittener Feststellung der Vorinstanz existieren keine echtzeitlichen Dokumente zum Gesundheitszustand des Verstorbenen zwischen seiner letzten Konsultation beim Hausarzt Dr. med. H.________, Allgemeine Medizin und Sportmedizin, welcher in einem Schreiben vom 10. Dezember 2010 bestätigt hatte, den Verstorbenen "im April 2008 wegen drohendem 'burnout' und wegen dringendem Verdacht auf eine depressive Entwicklung während insgesamt vier Monaten mit Antidepressiva behandelt" zu haben, und dem Todestag am 30. November 2010. Das kantonale Gericht erwog, es könne zwar als typisches Merkmal eines schweren depressiven Verlaufs bei der Prüfung des erforderlichen engen zeitlichen Zusammenhangs berücksichtigt werden, dass der Verstorbene keine (fach-) ärztliche Behandlung in Anspruch genommen habe. Indes müssten auch für diesen Zeitraum erhebliche Beeinträchtigungen der Arbeitsfähigkeit (von mindestens 20 %) nachgewiesen sein, was nicht zutreffe. Die zeitliche und auch die sachliche Konnexität sei mit Blick auf die beinahe zweijährige Dokumentationslücke zu verneinen, woran das von den Beschwerdeführerinnen veranlasste, retrospektiv erstellte Gutachten des Dr. med. S.________, Arzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, vom 8. Februar 2012, nichts zu ändern vermöge. Die Akten zeichneten zwar ein eindrückliches Bild der Monate vor dem Tod. Die von Dr. med. S.________ rückwirkend festgelegte medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit basiere aber primär auf den Aussagen der Angehörigen, was für eine beweiskräftige Beurteilung nicht ausreiche. Von weiteren Beweismassnahmen seien keine entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten, weshalb davon abgesehen werden könne (antizipierte Beweiswürdigung). Eine dauerhafte Leistungseinschränkung ab April 2008 scheine zwar möglich, sei aber nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. Die Folgen dieser Beweislosigkeit hätten die Beschwerdeführerinnen zu tragen, was zur Abweisung der Klage führe.