Citation: 8C_723/2019 E. A

A.a. A.________, geboren 1982, ist Bauschreiner und Schuhmacher jeweils mit Fähigkeitsausweis. Er erlitt seit dem Teenager-Alter wiederholt Knochenbrüche, welche verschiedene Ärzte in einen Zusammenhang mit der Verdachtsdiagnose einer Osteogenesis imperfecta (umgangssprachlich: Glasknochenkrankheit) stellten. Am 1. Juli 2003 zog er sich eine Patellaquerfraktur links mit kompliziertem Verlauf zu, für deren Folgen die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt die gesetzlichen Leistungen erbringt. Seit September 2006 arbeitete A.________ als Schuhmacher im Betrieb seines Vaters. In dieser Eigenschaft war er bei der Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend: Allianz oder Beschwerdeführerin) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 13. August 2008 kam es zu einer Patellaquerfraktur am rechten Knie und - nach der operativen Osteosynthesematerialentfernung (OSME) vom 26. Januar 2009 - am 13. April 2009 zu einer Refraktur derselben Patella. Die Allianz erbrachte für beide Knochenbrüche die gesetzlichen Leistungen nach UVG. Mit - zufolge Einspracherückzugs in Rechtskraft erwachsener - Verfügung vom 3. März 2010 verneinte die Allianz in Bezug auf die über den 31. Dezember 2009 hinaus geklagten Beschwerden einen weitergehenden Anspruch auf Unfallversicherungsleistungen. A.b. Auf das Gesuch des A.________ um Wiedererwägung der Verfügung vom 3. März 2010 trat die Allianz laut Schreiben vom 28. Juni 2012 nicht ein. Gleichzeitig anerkannte sie jedoch ihre Leistungspflicht in Bezug auf die damals bevorstehende OSME am rechten Knie und die Patella-Trimmung mit hierfür prognostisch befristeter Arbeitsunfähigkeit. Nach der OSME vom 3. Dezember 2012 verzögerte sich die Wiedererlangung der (vollen) Arbeitsfähigkeit, weshalb die Allianz zu Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit weitere Abklärungen veranlasste. Die Invalidenversicherung sprach A.________ basierend auf einem ermittelten Invaliditätsgrad von 50 % für die befristete Dauer vom 1. Juli 2010 bis 31. Mai 2013 eine halbe Invalidenrente zu (Verfügung vom 15. Januar 2014). Das Swiss Medical Assessment- and Business-Center (SMAB) in Bern erstattete das von der Allianz in Auftrag gegebene orthopädische Gutachten am 28. Oktober 2015 (nachfolgend: SMAB-Gutachten). Nachdem die Allianz die Heilbehandlung übernommen und bis Ende 2013 ein Taggeld ausbezahlt hatte, verneinte sie hinsichtlich der Folgen der beiden Ereignisse vom 13. August 2008 und 13. April 2009 ohne Bezugnahme auf das SMAB-Gutachten jegliche Leistungspflicht nach UVG unter Verzicht auf eine Rückforderung der bereits erbrachten Heilbehandlungskosten und Taggelder (Verfügung vom 26. Oktober 2016). Auf Einsprache hin hielt die Allianz an dieser Verfügung fest (Einspracheentscheid vom 28. Juli 2017).