Citation: 5A_467/2020 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer wirft dem Obergericht vor, bei der Einkommensfestsetzung den Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) verletzt, den Sachverhalt willkürlich festgestellt (Art. 9 BV) und eine Rechtsverweigerung (Art. 29 Abs. 1 BV) begangen zu haben. Es habe nicht berücksichtigt, dass er, der Beschwerdeführer, sich in der Vergangenheit intensiv um eine besser bezahlte Anstellung bemüht, auf seine Bewerbungen jedoch stets Absagen erhalten habe. Ab Juni 2018 sei er bei der Regionalen Arbeitsvermittlung (RAV) gemeldet und verpflichtet gewesen, seine Arbeitsbemühungen regelmässig nachzuweisen, was er auch getan habe. Die dergestalt dokumentierten Suchbemühungen habe er im erstinstanzlichen Verfahren eingereicht. Teilweise sei er aufgrund der Zwischenverdienste von den Suchbemühungen auch dispensiert gewesen. Trotz des expliziten Hinweises auf die bei den Akten liegenden Belege in der Berufung habe das Obergericht diese nicht berücksichtigt. Der Hinweis, das Berufungsgericht müsse die Unterlagen nicht in den Akten suchen, sei willkürlich. Auch später habe der Beschwerdeführer seine Suchbemühungen fortgesetzt und auf Mai 2020 eine Anstellung zu einem Nettoentgelt von Fr. 3'849.75 gefunden. Es sei ihm daher nachweislich nicht möglich, ein Einkommen in der Höhe des angerechneten hypothetischen Einkommens zu erzielen, was die Vorinstanz hätte berücksichtigen müssen.