Citation: 6B_202/2024 E. 2.6.2

2.6.2. Soweit der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz verletze seinen Anspruch auf rechtliches Gehör und ihre Begründungspflicht, indem sie nicht auf seinen erstmals im Berufungsverfahren vorgebrachten Einwand eingehe, trifft dies zu. Der Beschwerdeführer hat bereits im vorinstanzlichen Verfahren - wie auch vor Bundesgericht - bemängelt, dass ihm in Ziff. 1.4 der Anklageschrift zwar einleitend die Veräusserung von mindestens ca. 19.55 kg Kokaingemisch vorgeworfen werde, in den Unterziffern jedoch nur konkrete Veräusserungshandlungen von rund 7.5 kg umschrieben seien. Damit sei die Anklage mangelhaft und es bestehe darin keine Grundlage für eine Verurteilung für Veräusserungen von 19.55 kg bzw. 17.55 kg Kokaingemisch. Die erste Instanz (bzw. vor Bundesgericht die Vorinstanz) gehe über den angeklagten Sachverhalt hinaus, indem sie bei der Sachverhaltsfeststellung, der rechtlichen Würdigung und der Strafzumessung von einer Veräusserung von 17.55 kg ausgehe (Akten Vorinstanz, pag. 95 f.). Weder dem vorinstanzlichen noch dem erstinstanzlichen Urteil sind Ausführungen zu dieser Rüge zu entnehmen. Da die Vorinstanz festhält, das Argumentativ des Beschwerdeführers decke sich vollständig mit den erstinstanzlichen Vorbringen und zur Begründung auf die Ausführungen der ersten Instanz verweist, die sich zum entsprechenden Vorbringen nicht äussert, verletzt sie den Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör.