Citation: 4A_287/2022 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdeführerinnen verkennen teilweise die eingeschränkte Tragweite des Beschwerdegrunds gemäss Art. 393 lit. e ZPO: So kritisieren sie etwa die Feststellung des Schiedsgerichts, dass das Amendment 2 zum SAPA nach der Finalisierung der Lizenzverträge (Anfang Juli 2013) abgeschlossen wurde und behaupten, im damaligen Zeitpunkt habe es keine finale Einigung über den Inhalt der Lizenzverträge gegeben, vermögen jedoch nicht aufzuzeigen, dass sich das Schiedsgericht infolge Versehens mit den Akten in Widerspruch gesetzt hätte. Auch hinsichtlich des Wortlauts von Artikel 3.4 der Lizenzverträge bzw. Artikel 8.4 (b) SAPA zeigen die Beschwerdeführerinnen keine Aktenwidrigkeit auf, sondern kritisieren in unzulässiger Weise die schiedsgerichtliche Vertragsauslegung, nach der den beiden Vertragsbestimmungen - trotz des unterschiedlichen Wortlauts - nach dem mutmasslichen Parteiwillen dieselbe Bedeutung zukomme. Inwiefern diese Vertragsauslegung willkürlich sein soll, zeigen die Beschwerdeführerinnen nicht auf. Der Vorwurf, das Schiedsgericht habe "den von den Parteien klar vereinbarten Vorrang des SAPA vor den Bestimmungen der Lizenzverträge gemäss Artikel 2.8.2 des Amendments Nr. 2 zum SAPA [missachtet]", verfängt daher nicht.