Citation: 1A.21/2001 11.04.2001 E. 2

2.- Es fragt sich, ob die Verwaltungsgerichtsbeschwerde als staatsrechtliche Beschwerde entgegengenommen werden kann, soweit sie die für dieses Rechtsmittel geltenden formellen Anforderungen erfüllt (Art. 90 OG; BGE 124 I 223 E. 1a S. 224 mit Hinweis). Es ist zu prüfen, ob der Entscheid der Präsidentin des Verfahrensgerichts in Strafsachen mit staatsrechtlicher Beschwerde anfechtbar ist. a) Nach den Erwägungen dieses Entscheids wurde, wie erwähnt, eine Verfügung des Statthalteramtes bestätigt, mit der das Begehren der Beschwerdeführerin um Einsicht in die Akten des hängigen Strafverfahrens betreffend die Tötung von A.________ abgewiesen worden war. Die Beschwerdeführerin hatte um Akteneinsicht ersucht, weil sie in diesem Strafverfahren adhäsionsweise eine Genugtuungs- eventuell auch Schadenersatzforderung geltend machen wolle. Mit dem angefochtenen Entscheid wurde sie nicht endgültig von einer Einsichtnahme in die Akten des genannten Strafverfahrens ausgeschlossen, denn sie hat die Möglichkeit, eine Zivilforderung einzureichen, und in der Folge erneut Einsicht in die Akten des Strafverfahrens zu verlangen. Die Präsidentin des Verfahrensgerichts führte in ihrer dem Bundesgericht eingereichten Vernehmlassung vom 15. Februar 2001 aus, die Beschwerdeführerin habe nicht behauptet, dass sie eine Zivilforderung erhoben habe, weshalb das Verfahrensgericht "die Frage der Parteistellung als Zivilpartei nicht weiter geprüft" habe. Der angefochtene Entscheid stellt daher keinen End-, sondern einen Zwischenentscheid dar. b) Nach Art. 87 OG in der am 1. März 2000 in Kraft getretenen Fassung vom 8. Oktober 1999 ist gegen selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren die staatsrechtliche Beschwerde zulässig (Abs. 1). Gegen andere selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide ist die staatsrechtliche Beschwerde nur zulässig, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Abs. 2). Auf den hier in Frage stehenden Entscheid kommt, da er weder die Zuständigkeit noch ein Ausstandsbegehren betrifft, Art. 87 Abs. 2 OG zur Anwendung, d.h. er ist nur dann mit staatsrechtlicher Beschwerde anfechtbar, wenn er einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann. Nach der Rechtsprechung zu Art. 87 aOG, die grundsätzlich in gleicher Weise auch bei der Anwendung des neuen Art. 87 Abs. 2 OG gilt, muss es sich um einen Nachteil rechtlicher Natur handeln, der auch mit einem späteren günstigen Endentscheid nicht gänzlich behoben werden kann (BGE 126 I 207 E. 2 S. 210 mit Hinweisen). In der Verweigerung des allgemeinen Akteneinsichtsrechts im Strafverfahren wird nach der Praxis des Bundesgerichts grundsätzlich kein solcher Nachteil erblickt. Dies trifft auch hier zu. Die Beschwerdeführerin verlangte Einsicht in die Akten des Strafverfahrens betreffend das Tötungsdelikt vom 4. Oktober 2000, weil sie gegen den Täter adhäsionsweise Zivilansprüche geltend machen wolle. Durch die Verweigerung der Akteneinsicht wird ihr nicht verunmöglicht, im genannten Strafverfahren Zivilansprüche geltend zu machen. Es steht ihr frei, eine Zivilforderung zu erheben. Demnach hat der angefochtene Zwischenentscheid, soweit er die Akteneinsicht betrifft, für die Beschwerdeführerin keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 87 Abs. 2 OG zur Folge. Das Gleiche gilt insoweit, als der Beschwerdeführerin im Zwischenentscheid eine Gerichtsgebühr auferlegt wurde. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts hat die in einem Zwischenentscheid erfolgte Kostenauflage keinen irreparablen Nachteil zur Folge, da der Betroffene gegen die Kostenregelung des Zwischenentscheids auch dann im Anschluss an den kantonalen Endentscheid staatsrechtliche Beschwerde führen kann, wenn ihm die Legitimation zur Anfechtung des Endentscheids in der Sache selbst fehlt (BGE 117 Ia 251 E. 1b S. 253 ff.). Es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern die Kostenauflage von Fr. 100.-- für die Beschwerdeführerin einen Nachteil zur Folge haben könnte, der nicht wieder behebbar wäre. Der hier in Frage stehende Zwischenentscheid ist daher in keinem Punkt mit staatsrechtlicher Beschwerde anfechtbar. Demzufolge entfällt eine Entgegennahme der Verwaltungsgerichtsbeschwerde als staatsrechtliche Beschwerde.