Citation: 4A_122/2021 E. 3.3

3.3. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs fällt nur bei für den Prozessausgang wesentlichen Tatsachen in Betracht (Urteil des Bundesgerichts 4A_453/2016 vom 16. Februar 2017 E. 4.2.4). Auch aus einer allfälligen Verletzung der Verhandlungsmaxime könnte der Beschwerdeführer nur unter dieser Voraussetzung etwas zu seinen Gunsten ableiten, da die Beschwerde sonst auf einen Streit über die Entscheidgründe hinausliefe, woran kein Rechtschutzinteresse besteht (vgl. Urteile des Bundesgerichts 4A_223/2012 vom 20. August 2012 E. 2.4; 4A_157/2009 vom 22. Juni 2009 E. 2). Er behauptet denn auch, die zu Unrecht beigezogenen Tatsachenbehauptungen und Akten seien wesentlich für den Entscheid der Vorinstanz. Sie habe damit zwei wesentliche Auslegungselemente, deren Nichtberücksichtigung er in der Berufung gerügt habe, zu entkräften versucht. Einerseits habe sie damit sein Argument entkräften wollen, die schriftlichen Äusserungen des Beschwerdegegners nach dem Vertragsschluss deuteten darauf hin, dass dieser ebenfalls davon ausgegangen sei, es sei ein perfekt funktionierendes Astrolabium geschuldet. Andererseits habe sie damit sein Argument widerlegen wollen, wonach der hohe Werklohn ebenfalls für diese, von ihm vertretene Auslegung spreche. Er ist der Auffassung, hätte die Vorinstanz die zu Unrecht beigezogenen Tatsachen und Akten nicht berücksichtigt oder ihm dazu das rechtliche Gehör gewährt, hätte die Vertragsauslegung anders ausfallen müssen, nämlich dass sich der Beschwerdegegner verpflichtet habe, alle fünf Werke/ Mechanismen des Astrolabiums so herzustellen, dass sie korrekt funktionieren, d.h. die korrekten Zeiten/Positionen/Werte anzeigten. Dieser Ansicht kann indessen nicht gefolgt werden.