Citation: 1P.485/2003 30.10.2003 E. 3

3.1 Am 3. Dezember 2001 wurde der Polizei um 00.26 Uhr ein Verkehrsunfall gemeldet, der sich rund 10 Minuten vorher ereignet hatte. Der Lenker eines Personenwagens war einem anderen Auto ins Heck geprallt und hatte die Fahrt dessen ungeachtet fortgesetzt. Als Halter des unfallverursachenden Personenwagens konnte die Firma des Beschwerdeführers ermittelt werden. Als die Polizei am Wohnort des Beschwerdeführers ankam, wies sie C.________ darauf hin, er habe beobachtet, wie der Beschwerdeführer betrunken nach Hause gekommen sei. Da der Beschwerdeführer auf das Klingeln der Polizei nicht reagierte, öffnete diese gewaltsam die Türe. Die Polizei fand den Beschwerdeführer schlafend vor. Da er stark nach Alkohol roch, wurde ein Alcotest und darauf eine Blutentnahme durchgeführt. Den Polizeibeamten gab der Beschwerdeführer an, zu Hause noch etwa 40 Flaschen Bier getrunken zu haben. Nach Abschluss der polizeilichen Befragung und Abnahme des Führerausweises brachte ihn die Polizei wieder nach Hause. Dort forderte sie ihn auf, die leeren Flaschen auszuhändigen. Der Beschwerdeführer übergab der Polizei darauf zwei leere 0,5-Liter-Bierdosen und eine leere 0,5-Liter-Bierflasche. Die leeren Gebinde standen hinter anderen abgestellten Sachen auf der Küchenablage. Die Bierflasche war ausgetrocknet; ob in den Büchsen noch Flüssigkeitsreste vorhanden waren, war nicht erkennbar. Der Beschwerdeführer gab auch zu diesem Vorfall vom 3. Dezember 2001 - nach zunächst anders lautenden Aussagen - an, sein Fahrzeug nicht selbst gelenkt zu haben. Eine Thailänderin namens D.________ habe ihn nach Hause gefahren. Die kantonalen Gerichte beurteilten auch dies als Schutzbehauptung. 3.2 Den Beschwerdeführer belasten folgende Umstände: Er gab in der verhörrichterlichen Einvernahme vom 6. Dezember 2001 an, 3 Tage zuvor von Mannheim her kommend selber nach Hause gefahren zu sein. Seine Aussagen dazu sind detailiert. So gestand er ein, er sei wahrscheinlich etwas zu schnell gefahren, denn er habe ein Auto und ein Bord gestreift. Von einer Thailänderin namens D.________ sagte er in der verhörrichterlichen Einvernahme nichts. Die Version, D.________ habe ihn nach Hause gefahren, brachte er erst in der kantonsgerichtlichen Verhandlung vor. Dort hatte er jedoch offensichtlich keine zuverlässige Erinnerung mehr daran, was er am 2./3. Dezember 2001 gemacht hatte. So konnte er nicht mehr angeben, ob er an jenem Wochenende in Mannheim war oder nicht. Gleichwohl behauptete er, noch genau zu wissen, dass nicht er gefahren sei, sondern D.________. Da dies nicht überzeugte, kamen die kantonalen Gerichte zum Schluss, dass die Aussage des Beschwerdeführers in der verhörrichterlichen Einvernahme zutraf und er sein Fahrzeug am 3. Dezember 2001 ebenfalls selber gelenkt hatte. Auch insoweit sind die kantonalen Gerichte nicht in Willkür verfallen. Hatte der Beschwerdeführer wenige Tage nach dem Vorfall zugegeben, selber gefahren zu sein, und überzeugten seine Angaben in der kantonsgerichtlichen Verhandlung - wo er das Gegenteil behauptete - mangels hinreichender Erinnerungsfähigkeit nicht, ist es nicht schlechthin unhaltbar, wenn die kantonalen Gerichte angenommen haben, der Beschwerdeführer sei selber gefahren. In der verhörrichterlichen Einvernahme behauptete der Beschwerdeführer noch, er habe erst zu Hause Alkohol getrunken. In der kantonsgerichtlichen Verhandlung gab er jedoch zu, bereits am Vorabend mit Kollegen alkoholische Getränke konsumiert zu haben. Aufgrund der Ermittlungen der Polizei steht zudem fest, dass er zu Hause nicht so viel getrunken haben konnte, wie er zunächst angab. Die Polizei konnte in der Wohnung des Beschwerdeführers - wie gesagt - lediglich eine leere Bierflasche und zwei leere Büchsen von je 0,5 Liter Inhalt sicherstellen; die Bierflasche war zudem ausgetrocknet. Mit Blick darauf ist die Annahme, dass der Beschwerdeführer am 3. Dezember 2001 sein Fahrzeug in alkoholisiertem Zustand gelenkt hat, ebenfalls nicht willkürlich. Selbst wenn der Beschwerdeführer zu Hause noch einen Liter Bier getrunken haben sollte, hätte er bei der Fahrt eine Blutalkoholkonzentration von weit über 0,8 Gewichtspromille aufgewiesen. Die kantonalen Gerichte legen das zutreffend dar.