Citation: 7B_1327/2024 E. 3.1

3.1. Er gibt zu, B.________ am 4. Oktober 2000 im Rahmen einer Drogenübergabe mit einer Schusswaffe erschossen zu haben. Er macht jedoch geltend, die Schussabgabe sei "ohne Absicht [...] in Folge eines missglückten Raubes" erfolgt. Folglich handle es sich - entgegen der Auffassung der Vorinstanz - nicht um Mord. Dieser Verdacht gründe einzig auf seinen eigenen Aussagen. Er habe diese aber unter dem Vorbehalt gemacht, dass sie "sehr unvollständig" und "teils falsch" sein könnten, da er bei seiner Einvernahme an (offenbar chronischem) Schlafmangel und Konzentrationsstörungen gelitten habe. Er sehe die Verwendung seiner Aussagen unter diesen Umständen als widerrechtlich an. Auch die Auswertung der daktyloskopischen Spuren werfe Fragen auf, namentlich, weshalb solche Spuren erst nach 23 Jahren beachtet würden. Zu den ihm vorgeworfenen verwerflichen Beweggründen bringt der Beschwerdeführer vor, die "beschriebene Bereichungsabsicht" sei "ein Merkmal jeden Raubes" und kein "alleiniges Mordmerkmal". Schliesslich moniert er, die Straftat sei - selbst wenn es sich um Mord gehandelt hätte - bereits verjährt. Das Bundesgericht habe zwar im Urteil 7B_915/2024 vom 1. Oktober 2024 festgehalten, dass die altrechtliche 20-jährige Verjährungsfrist für die Verfolgung der Straftat am 14. Juli 2004 durch eine Editionsverfügung der Staatsanwaltschaft unterbrochen worden sei (und von neuem zu laufen begonnen habe). Das Bundesgericht habe dabei aber nicht geprüft, ob die fragliche Verfügung rechtmässig erlassen worden sei. Mittlerweile habe sich herausgestellt, dass dies nicht der Fall sei, denn die Staatsanwaltschaft habe damals keinen hinreichenden Verdacht für den Erlass einer solchen Verfügung gehabt. Da die Verfügung nicht rechtmässig erlassen worden sei, habe diese auch den Lauf der Verjährungsfrist nicht unterbrochen. Deshalb sei die Straftat längst verjährt.