Citation: 5A_304/2015 E. 7.2

7.2. Entgegen der Darstellung des Beklagten hat das Obergericht somit das Handeln der Willensvollstreckerin und deren Schreiben vom 20. Juli 2009 nicht ausser Acht gelassen (S. 12 Rz. 16 der Beschwerdeschrift). Darauf kommt der Beklagte heute nicht zurück. Der Beklagte wendet sich gegen die obergerichtliche Annahme, die Parteien hätten das zu Lebzeiten der Erblasserin begonnene Projekt nach dem Tod der Erblasserin einfach weitergeführt. Er macht geltend, seiner Ansicht nach habe die aktive Bewirtschaftung der Liegenschaft mit der Einreichung des Baugesuchs am 3. Februar 2009 begonnen (S. 10 f. Rz. 14). Die Realisation des 2009 bewilligten Umbauprojekts, das massiv in die Bausubstanz der Liegenschaft eingegriffen habe, könne nicht mehr als blosses Halten eines Nachlassobjektes qualifiziert werden, sondern manifestiere, dass die Parteien aus dem Provisorium der Passivität in eine dauernde und aktivere Zweckverfolgung hinübergetreten seien. Eine auf Liquidation gerichtete Rechtsgemeinschaft nehme auch keinen Kredit von 5 Mio. Fr. auf, wenn für die Erhaltung des Nachlassobjektes nur rund 3 Mio. Fr. nötig seien. Kein Mitglied der Erbengemeinschaft sei verpflichtet, mehr in ein Nachlassobjekt zu investieren, als es zum Erhalt zwecks Teilung nötig sei. Tue ein Erbe dies gleichwohl, gebe er eine andere Absicht als die des Erhalts und der Teilung kund. Die Parteien hätten mit dem im Jahr 2009 begonnenen und im Februar 2012 kurz vor Abschluss gestandenen Projekt ihre erbrechtliche Berechtigung am Eigentumsviertel der Erblasserin in die vertragliche Berechtigung der einfachen Gesellschaft umgewandelt (S. 12 f. Rz. 17 der Beschwerdeschrift). Der Beklagte erachtet die obergerichtliche Auslegung des Erbteilungsvertrags als nicht sehr schlüssig, stimmt dem Ergebnis aber zu, dass sich die Parteien mit der Vereinbarung vom 13. Februar 2012 betreffend die Liegenschaft D.________strasse xxx gleichzeitig über die aus dem Nachlass des Vaters stammenden Eigentumsquoten und über die aus dem Nachlass der Tante stammenden Quoten auseinandergesetzt hätten. Unter der Annahme, die Parteien hätten sich mit dem Umbau zu einer einfachen Gesellschaft zusammengeschlossen, sei die Auseinandersetzung über die Liegenschaft nicht erbrechtlicher, sondern gesellschaftsrechtlicher Natur. Dass die Parteien dem Notar vom Gesellschaftsverhältnis keine Mitteilung gemacht hätten, stehe dem nicht entgegen, und dass die Vereinbarung als Erbteilung im Nachlass C.________ bezeichnet worden sei, könne genauso gut als Simulation betrachtet werden (S. 13 f. Rz. 18 der Beschwerdeschrift).