Citation: 2P.184/2002 13.12.2002 E. 2

2.1 Für die Steuerperiode 1995/96 bemisst der Kanton Thurgau das steuerbare Einkommen nach dem durchschnittlichen Einkommen oder Ergebnis der beiden letzten der Steuerperiode vorangegangenen Kalender- bzw. Geschäftsjahre, hier also 1993/94 (vgl. § 58 des Thurgauer Gesetzes vom 14. September 1992 über die Staats- und Gemeindesteuern in der ursprünglichen Fassung, aStG/TG). Gemäss § 30 aStG/TG gehören bei selbständiger Erwerbstätigkeit Abschreibungen zum geschäftsmässig begründeten Aufwand, der von den steuerbaren Einkünften abgezogen werden kann (§ 28 aStG/TG). 2.2 Die Beschwerdeführer setzten in ihrer Eröffnungsbilanz per 1. Januar 1993 den Buchwert der Immobilien ihres landwirtschaftlichen Gewerbes, die unter anderem ein Einfamilienhaus mit einem auf Fr. 783'424.-- bezifferten Wert umfassen, mit insgesamt Fr. 1'605'915.-- ein und nahmen hievon ausgehend in den Geschäftsjahren 1993 und 1994 Abschreibungen von Fr. 75'915.-- und Fr. 16'576.-- vor. Die kantonale Steuerverwaltung akzeptierte den Buchwert von Fr. 1'605'915.-- aus der Eröffnungsbilanz in der Folge nicht und setzte ihn per 1. Januar 1993 auf Fr. 752'122.-- fest. Dies bestätigte letztinstanzlich und mit in Rechtskraft erwachsenem Entscheid vom 3. Mai 2000 das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau. Damit hätte sich nach Abzug des im Dezember 1994 zum nämlichen Buchwert von Fr. 783'424.-- ins Privatvermögen übertragenen Einfamilienhauses für die übrigen Immobilien, die nur aus Landwerten ohne Bauten bestehen, ein negativer Buchwert von Fr. 31'302.-- ergeben. Insoweit korrigierte die Kantonale Steuerverwaltung den Buchwert um die bis zum 31. Dezember 1992 kumulierten Abschreibungen von Fr. 38'447.--, woraus wieder ein positiver Buchwert von Fr. 7'145.-- für die verbleibenden Landwerte resultierte. Sodann rechneten die kantonalen Steuerbehörden die in den Geschäftsjahren 1993 und 1994 getätigten Aufwendungen zum deklarierten Einkommen auf.