Citation: 1P.425/2005 13.12.2005 E. 3

Der Beschwerdeführer rügt sodann eine Verletzung seiner Parteirechte bzw. des rechtlichen Gehörs, da die DJI seinen Beweisantrag auf Einholung eines "unabhängigen Gutachtens" zu Unrecht abgelehnt habe. 3.1 Gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichtes zum Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) hat der Betroffene das Recht, sich vor Erlass eines in seine Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden, und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 126 I 7 E. 2b S. 10 f., 97 E. 2 S. 102 f.; 118 Ia 17 E. 1c S. 19, je mit Hinweisen). Nach ständiger Praxis kann jedoch das Beweisverfahren geschlossen werden, wenn die gestellten Beweisanträge eine nicht erhebliche Tatsache betreffen oder offensichtlich untauglich sind, oder wenn die Behörde, ohne dabei geradezu in Willkür zu verfallen, annehmen darf, die verlangten zusätzlichen Beweisvorkehren würden am relevanten Beweisergebnis voraussichtlich nichts mehr ändern (sogenannte "antizipierte" Beweiswürdigung, vgl. BGE 125 I 127 E. 6c/cc S. 135; 124 I 208 E. 4a S. 211; 121 I 306 E. 1b S. 308 f.; 119 Ib 492 E. 5b/bb S. 505 f., je mit Hinweisen). 3.2 In den Berichten des Arztdienstes der Strafanstalt Pöschwies und des PPD werden die im Bundesgerichtsurteil vom 5. August 2004 aufgeworfenen medizinisch-psychiatrischen Fragen zur Hafterstehungsfähigkeit des Beschwerdeführers (bei disziplinarisch angeordneter verschärfter Einzelhaft) sachdienlich und nachvollziehbar beantwortet. Die genannten behördlichen Stellen verfügen in diesem Zusammenhang über eine ausreichende medizinische Fachkompetenz, strafvollzugsrechtliche Sachnähe und fachliche Unabhängigkeit. Nach dem Gesagten verletzt es die prozessualen Grundrechte des Beschwerdeführers nicht, wenn die DJI dessen Antrag auf Einholung eines "Zweitgutachtens" mangels Sachrelevanz bzw. in willkürfreier antizipierter Beweiswürdigung abgelehnt hat. Analoges gilt für weitere Beweisanträge des Beschwerdeführers (etwa für "Abklärungen zum unterschiedlichen Vollzug der strikten Einzelhaft"), deren Abweisung in der Beschwerdeergänzung vom 5. August 2005 als verfassungswidrig kritisiert wird.