Citation: 1P.415/2001 20.08.2001 E. A

A.- X.________ wird vorgeworfen, am 25. April 2000 in Bremgarten einen Personenwagen gelenkt zu haben, obwohl ihr mit Verfügung des Strassenverkehrsamts des Kantons Aargau vom 8. April 1998 der Führerausweis mit Wirkung ab 14. April 1997 auf unbestimmte Zeit entzogen worden war. Der Verdacht ergab sich aufgrund eines Hinweises ihrer Nachbarin A.________, welche sich an besagtem Tag telefonisch auf dem Polizeiposten Bremgarten erkundigte, ob X.________ wieder ein Fahrzeug lenken dürfe, und dabei ausführte, wie sie diese von ihrem Garten aus in einem roten BMW herannahen und vor die Garage fahren gesehen habe. Nach einer polizeilichen Befragung von A.________ und X.________ wurde diese mit Strafbefehl des Bezirksamts Bremgarten vom 5. Juli 2000 gestützt auf Art. 10 Abs. 2 und Art. 95 Ziff. 1 SVG wegen Führens eines Motorfahrzeugs trotz Entzugs des Führerausweises zu einer Haftstrafe von 10 Tagen und zur Bezahlung einer Busse von Fr. 100.-- verurteilt. Auf Einsprache hin führte das Bezirksgericht Bremgarten am 31. August 2000 eine Verhandlung durch und befragte X.________ und A.________. Gleichentags sprach es X.________ des Fahrens ohne Führerausweis nach Art. 10 Abs. 2 i.V.m. Art. 95 Ziff. 2 SVG für schuldig und bestrafte sie mit einem Monat Haft, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von einem Jahr, und einer Busse von Fr. 500.--. Gegen dieses Urteil erhob X.________ Berufung und beantragte, von Schuld und Strafe freigesprochen zu werden. Die 3. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Aargau wies die Berufung ab.