Citation: 6B_92/2021 E. 1.4.6

1.4.6. Die Rüge, die Vorinstanz verletze ihre Begründungspflicht, da sie bei der Beurteilung des Verhaltens nach der Tat und im Strafverfahren nicht ausführe, in welchem Punkt sie der Würdigung der ersten Instanz nicht folge bzw. weshalb sie eine geringere Strafreduktion aufgrund des Geständnisses vornehme, ist unbegründet. Der Beschwerdeführer scheint zu verkennen, dass das Berufungsgericht grundsätzlich eine eigene Strafzumessung vornimmt (vgl. Urteile 6B_1245/2020 vom 1. April 2021 E. 1.2; 6B_848/2020 vom 3. Dezember 2020 E. 2.1 f.; 6B_798/2020 vom 16. September 2020 E. 2.2; je mit Hinweisen), in die das Bundesgericht nur bei klaren Verstössen gegen Bundesrecht eingreift (vgl. E. 1.3). Dass dies vorliegend der Fall wäre, zeigt der Beschwerdeführer nicht auf und ist nicht ersichtlich. Die Vorinstanz begründet nachvollziehbar, weshalb sie dessen unbeständigen Ausführungen als eine Art Teilgeständnis wertet und nicht davon ausgeht, dass er besondere Einsicht oder Reue zeigt oder das Verfahren wesentlich erleichtert hätte. Sie hält zutreffend fest, dass er die Sachverhalte hätte vorbehaltslos eingestehen müssen, um einen substanziellen Geständnisrabatt zu erhalten. Schliesslich berücksichtigt sie auch die zuletzt erfolgten Schritte des Beschwerdeführers zur Wiedergutmachung strafmindernd (vgl. Urteil S. 24). Die Strafminderung von 10 Monaten für das Verhalten nach der Tat und im Strafverfahren mag zwar aufgrund der konkreten Umstände eher tief erscheinen, liegt jedoch innerhalb des sachrichterlichen Ermessens.