Citation: 5P.139/2005 01.07.2005 E. 1

Die Abtrennung der güterrechtlichen Auseinandersetzung vom Hauptprozess darf das Gericht nach Ermessen anordnen, wenn bei komplizierten Verhältnissen eine raschere Beurteilung des Scheidungsanspruches erreicht werden kann. Obwohl diesfalls bei Abweisung einer Berufung noch kein Entscheid über die mit einer Scheidung verbundenen Nebenfolgen vorliegt und der Entscheid der letzten kantonalen Instanz somit als unvollständiges Endurteil zu qualifizieren ist, kann im Fall der Scheidung auch gegen ein solches Berufung erhoben werden (BGE 113 II 97; 127 III 433 E. 1b/aa). Umso mehr erweist sich bei einem solchen Urteil eine gegen den Kostenpunkt gerichtete staatsrechtliche Beschwerde als zulässig.