Citation: 1B_65/2015 E. 3.3

3.3. Die Beweiswürdigung des Obergerichts, die zum Schuldspruch führte, gründet für beide Vorfälle auf einer Reihe von Indizien. Bezüglich des Vorfalls vom 4. Januar 2010 stellte das Obergericht in erster Linie auf die Aussagen von B.________ ab, der gesehen haben will, wie X.________ auf ihn schoss, und der kurz nach der Tat die Polizei kontaktierte und die Ereignisse schilderte. Ergänzend zog sie die Aussagen von mehreren Auskunftspersonen gegenüber der Polizei heran. Als weiteres Indiz wertete sie eine DNA-Spur, die gemäss den Akten auf der am Tatort aufgefundenen Patronenhülse sichergestellt worden war und X.________ zuzuordnen ist. Bezüglich des Vorfalls vom 12. November 2010 wurde Y.________ als Schütze identifiziert. Dessen Verurteilung durch das Landgericht Uri wegen versuchten Mordes ist rechtskräftig. Das Obergericht berücksichtigte, dass die gleiche Waffe verwendet worden war wie für den Schuss auf B.________ am 4. Januar 2010. Es stellte zudem auf die Aussagen von Y.________ und D.________ ab. Zusätzlich würdigte es die Kontakte zwischen X.________ und Y.________ vor der Tat sowie den Umstand, dass Y.________ X.________ nach der Tat aufsuchte und dieser ihn nach Hause chauffieren liess. Schliesslich erkannte es bezüglich X.________ verschiedene Tatmotive (zum Ganzen: Urteil 6B_529/2014 vom 10. Dezember 2014 E. 3, nicht publ. in: BGE 140 IV 196).