Citation: 6B_912/2015 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Angestellten der Beschwerdegegnerin hätten ihm die Gutschrift plausibel erklärt und ihn ermutigt, das erworbene Vermögen zu investieren. Damit hätten sie ihn ernsthaft in Versuchung geführt, was gemäss Art. 48 lit. b StGB strafmildernd zu berücksichtigen gewesen wäre. Art. 48 lit. b StGB setzt voraus, dass das Verhalten des Verletzten so provozierend war, dass selbst ein verantwortungsbewusster Mensch in der Situation des Täters Mühe gehabt hätte zu widerstehen (BGE 102 IV 273 E. 2c mit Hinweis). Eine derartige Provokation durch die Mitarbeiter der Beschwerdegegnerin liegt offensichtlich nicht vor. Da dem Beschwerdeführer bewusst war, dass diese sich in einem Irrtum befanden, kann er sich ohnehin nicht auf angeblich von ihnen erteilte Ratschläge berufen.