Citation: 5A_968/2021 E. 6.4.2

6.4.2. Die Beschwerdeführerin rügt vorab, die Beschwerdegegnerinnen hätten nie die Behauptung aufgestellt, die Abfindungszahlung sei spesenfrei erfolgt und damit vertragsgemäss auf dem Empfängerkonto eingegangen. Entsprechendes habe auch die Vorinstanz nicht festgestellt. Da die Behauptungslast für die fragliche Tatasche bei der Beschwerdegegnerinnen liege, erweise sich das angefochtene Urteil bereits aus diesem Grund als rechtsfehlerhaft. Wie ausgeführt hat das Obergericht es als notorisch erachtet, dass der Beschwerdeführerin bei der Zahlung keine Spesen angefallen sind, was nicht zu beanstanden ist (vgl. dazu E. 6.4.4 hiernach). Notorische Tatsachen sind weder zu behaupten noch zu beweisen (Art. 151 ZPO; HURNI, in: Berner Kommentar, Zivilprozessordnung, 2012, N. 31 zu Art. 55 ZPO). Das Vorbringen der Beschwerdeführerin erweist sich daher als unbegründet.