Citation: 8C_599/2016 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz hat in Bestätigung der Verfügung vom 2. Oktober 2014 erwogen, gestützt auf die standardisierten Bruttolöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2010, Tabelle TA1, Rz. 21 (Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen), Anforderungsniveau 3 (Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt), Frauen, ergebe sich ein Valideneinkommen von Fr. 89'939.-. Entgegen der Auffassung der Versicherten gelange nach der Rechtsprechung bei einer abgeschlossenen Berufslehre das Anforderungsniveau 3 zur Anwendung. Auf ein höheres Anforderungsniveau sei nur abzustellen, wenn mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit angenommen werden könne, die versicherte Person hätte im Gesundheitsfall Weiterbildungen absolviert. Die Versicherte mache nicht geltend, sie habe sich als Chemielaborantin weiter gebildet, und es seien keine konkreten Anhaltspunkte dafür ersichtlich, dass sie dies beabsichtigt habe. Vielmehr sei sie sechs Jahre lang wegen der Geburt der Kinder nicht berufstätig gewesen und danach habe sie während weiterer sechs Jahren unqualifizierte Heimarbeit geleistet, weshalb insoweit die geltend gemachte Berufserfahrung zu relativieren sei. Schliesslich könne entgegen den Vorbringen der Versicherten nicht mit dem Durchschnitt von verschiedenen, tabellarisch ausgewiesenen Zentralwerten der LSE gerechnet werden, weil einem solchen Durchschnittswert statistisch keine zuverlässige Aussagekraft zukomme (vgl. SVR 2013 UV Nr. 32 S. 111, 8C_192/2013 E. 7.2).