Citation: 8C_549/2023 E. 5.2.2

5.2.2. Gleiches gilt hinsichtlich ihres Einwands der Unzuverlässigkeit des Gutachtens beziehungsweise zusätzlich einer Voreingenommenheit des Experten wegen seiner Erwägungen zum Medikamentenspiegel. Der Gutachter gab zu bedenken, es sei mangels der vorab erbetenen umfassenden Laborkontrolle (einschliesslich eines Tests von Abbauprodukten) nicht zu beurteilen, ob die Beschwerdeführerin die verordneten Medikamente über einen längeren Zeitraum eingenommen habe oder nur kurz vor der Blutabnahme. Dass die Vorinstanz diesbezüglich offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellungen getroffen haben sollte, zeigt die Beschwerdeführerin nicht auf. Gemäss kantonalem Gericht bildete diese Frage ebenso wie diejenige nach nicht getesteten Suchtsubstanzen (welche sich auf die psychische Befindlichkeit auswirken könnten) nur einen Aspekt der Befunderhebung und der Beurteilung, ob allenfalls ein psychisches Leiden mit der erforderlichen Schwere die Annahme einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu begründen vermöge.