Citation: 2C_794/2018 E. 2.2

2.2. Der Beschwerdeführer ist sowohl als Jugendlicher wie auch als Erwachsener wiederholt straffällig geworden und hat sich weder von strafrechtlichen Verurteilungen noch von ausländerrechtlichen Verwarnungen beeindrucken lassen. Er ist mehrfach wegen Gewaltdelikten (Raub bzw. versuchter Raub) und zuletzt auch wegen qualifizierten Betäubungsmitteldelikten verurteilt worden und hat damit Straftaten nach Art. 121 Abs. 3 BV begangen, wobei die jüngste Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten auf ein sehr schweres Verschulden schliessen lässt. Die Vorinstanz hat deshalb zu Recht erwogen, dass ein erhebliches öffentliches Interesse an der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung besteht, worauf vollumfänglich verwiesen werden kann (vgl. E. 4 des angefochtenen Urteils). Beim privaten Interesse des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz hat die Vorinstanz zutreffend berücksichtigt, dass sich der Beschwerdeführer bereits seit über zwanzig Jahren in der Schweiz aufhält und sprachlich integriert ist, er hier aber weder beruflich noch wirtschaftlich Fuss gefasst hat. Er ist zwar seit seiner Einreise in die Schweiz nicht mehr im Herkunftsstaat gewesen, doch beherrscht er die dortige Sprache zumindest mündlich, verfügt mit seiner Grossmutter über eine Verwandte und dürfte angesichts seines Alters und seiner angefangenen Ausbildung als Koch die Wiedereingliederung bewältigen. Soweit sich der Beschwerdeführer auf die Beziehung zu seinen Kindern beruft, ist festzuhalten, dass sie bei der von ihm getrennt lebenden Kindesmutter wohnen, die auch über die elterliche Sorge verfügt. Damit kann der Beschwerdeführer seine Kinder von vornherein nur im Rahmen seines Besuchsrechts sehen, weshalb der dauerhafte Aufenthalt für die Kontaktpflege in der Schweiz nicht erforderlich ist (BGE 144 I 91 E. 5.1 S. 96 f.; 139 I 315 E. 2.2 S. 319) und bei schwerer Straffälligkeit regelmässig nicht in Betracht fällt. Ein erschwerter Kontakt zu den Kindern bzw. die unbestrittene Beeinträchtigung des Kindeswohls durch die Wegweisung des Beschwerdeführers ist dabei hinzunehmen. Die Vorinstanz hat deshalb zu Recht erwogen, dass das öffentliche Interesse an der Wegweisung das private Interesse am Verbleib in der Schweiz überwiegt, worauf verwiesen wird (vgl. E. 5 und 6 des angefochtenen Entscheids). Daran ändert auch der Hinweis des Beschwerdeführers auf das Urteil des EGMR Udeh gegen die Schweiz vom 16. April 2013 (Nr. 12020/09) nichts, weil diesem Entscheid angesichts der dortigen besonderen prozessrechtlichen Konstellation keine grundlegende Bedeutung zukommt (vgl. BGE 139 I 325 E. 2.4 S. 327 ff.; 141 II 169 E. 5.1 S. 179). Der Beschwerdeführer kann angesichts der konkreten Umstände, die sich in verschiedener Hinsicht von denjenigen im Fall Udeh unterscheiden (z.B. Dauer der Delinquenz), aus diesem Urteil nichts zu seinen Gunsten ableiten. Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung erweist sich folglich als verhältnismässig.