Citation: 5D_103/2016 E. 3.2

3.2. Auf die Auslegungsgrundsätze hat das Kantonsgericht abgestellt (E. 2b S. 9 ff.). Es ist unangefochten davon ausgegangen, dem Grundbucheintrag "Fuss- und Fahrwegrecht" liessen sich keine Einzelheiten zum Inhalt und Umfang des Wegrechts entnehmen (E. 2c/aa S. 11). Es hat deshalb auf den Erwerbsgrund abgestellt und ist in dessen Auslegung zu einem klaren Ergebnis gelangt, welches die Bedürfnisse des berechtigten Grundstücks sind, die den Inhalt und den Umfang des Wegrechts bestimmen (E. 2c/bb S. 11 ff. des angefochtenen Urteils). Soweit die Auslegung des Erwerbsgrundes der Verfassungsprüfung standhält (E. 4 unten), durfte das Kantonsgericht ohne Willkür die langandauernde Ausübung des Wegrechts als rechtlich unerheblich betrachten. Denn es bleibt kein Raum dafür, auch noch die Art zu berücksichtigen, wie das Wegrecht während längerer Zeit unangefochten und in gutem Glauben ausgeübt worden ist, wenn schon der Erwerbsgrund ergeben hat, was Inhalt und Umfang der Dienstbarkeit ist (Urteil 5A_657/2014 vom 27. April 2015 E. 7, in: ZBGR 97/2016 S. 352 f., mit Hinweisen).