Citation: 5A_175/2019 E. 4.1

4.1. Gemäss Art. 649 ZGB werden die Verwaltungskosten, Steuern und anderen Lasten, die aus dem Miteigentum erwachsen oder auf der gemeinschaftlichen Sache ruhen, von den Miteigentümern, wo es nicht anders bestimmt ist, im Verhältnis ihrer Anteile getragen (Abs. 1). Hat ein Miteigentümer solche Ausgaben über diesen Anteil hinaus getragen, so kann er von den anderen nach dem gleichen Verhältnis Ersatz verlangen (Abs. 2). Unter den zu entschädigenden Verwaltungskosten sind dabei Auslagen zu verstehen, die dem einzelnen Miteigentümer bei der Ausübung der ihm nach den Art. 647 bis 647e ZGB oder nach besonderer Vereinbarung zustehenden Verwaltungsbefugnisse erwachsen. Das Gesetz begründet damit eine Realobligation zu Lasten der jeweiligen Miteigentümer und zu Gunsten desjenigen Miteigentümers, der im Rahmen seiner Befugnisse gehandelt und hierfür Ausgaben über seinen Anteil hinaus getätigt hat (BGE 119 II 330 E. 7a, S. 404 E. 4; Urteil 5A_197/2016 vom 14. Dezember 2016 E. 3.3.2). Ein Entschädigungsanspruch des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 649 Abs. 2 ZGB besteht folglich dann, wenn er im Rahmen der massgebenden Verwaltungsordnung gehandelt hat. Diesbezüglich ergibt sich, was folgt: