Citation: U 96/03 07.07.2003 E. 3

Streitig ist, ob die Beschwerdeführerin hinsichtlich der rechtsseitigen Schulterbeschwerden die gesetzlichen Leistungen nach UVG zu erbringen hat. 3.1 Die Vorinstanz bejahte die Leistungspflicht der NATIONAL im Wesentlichen mit der Begründung, trotz unterschiedlicher Angaben zum Zeitpunkt und Hergang des ursächlichen Ereignisses sei mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die geklagten rechtsseitigen Schulterschmerzen erstmals im Frühjahr 1998 bei einem Handballtraining aufgetreten seien und zwar als Folge des von der Versicherten beschriebenen, während dem Training erlittenen Unfalles. Dies gehe unter anderem auch aus den nachvollziehbaren, schlüssigen und überzeugenden Ausführungen der Dres. med. K.________, FMH für Orthopädische Chirurgie, Sportmedizin SGSM, und W.________, Klinik für Orthopädische Chirurgie am Spital Y.________, hervor, wonach das Unfallereignis vom Februar 1998 die Ursache des Gesundheitsschadens sei. 3.2 Die Beschwerdeführerin macht demgegenüber geltend, ein Unfallereignis habe nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen werden können. Die in den Akten auffindbaren Angaben zum Zeitpunkt des Ereignisses wichen um Monate voneinander ab, weshalb nicht von einem glaubhaft dargelegten Unfallereignis auszugehen sei. Der erstbehandelnde Dr. med. E.________ habe die Kausalität nicht klar beurteilen können, weil die Versicherte ihm gegenüber kein "eigentliches Unfallereignis" genannt habe. Hinsichtlich der Ursache der Schmerzen sei er von einer vorübergehenden Überbelastung der rechten Schulter ausgegangen. Unter konservativer Therapie seien diese Beschwerden denn auch innert kurzer Zeit im August 1998 abgeheilt. Auf die Aussage des Dr. med. W.________, wonach der Gesundheitsschaden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit einzig auf den Unfall von Februar 1998 zurückzuführen sei, könne nicht abgestellt werden, da er seine Einschätzung nicht begründet habe. Gestützt auf medizinische Fachpublikationen könne aus den intraoperativ durch Dr. med. K.________ vorgefundenen Verhältnissen im rechten Schultergelenk nicht auf die Ursache des Labrumabrisses geschlossen werden. Basierend auf der Aktenbeurteilung des Administrativexperten Dr. med. V.________ sei davon auszugehen, dass der Schaden "durch Mikrotraumatas im Sinne einer Überbelastung" sukzessive entstanden sei. Eine Unfallkausalität der Schulterbeschwerden sei somit nicht rechtsgenüglich nachgewiesen.