Citation: 1C_149/2023 E. B

Am 7. Juni 2021 präzisierte A.________ sein Gesuch um Zugang zu den abgeschlossenen Vergleichsvereinbarungen. Unter Hinweis auf die Verfügung der WEKO vom 19. August 2019 (vgl. Sachverhalt Lit. A.a) stellte er sich auf den Standpunkt, die abgeschlossenen Vergleiche würden auf einem anerkannten Sachverhalt und auf anerkannten Vorwürfen der WEKO beruhen. Folglich könnten keine konnexen Gerichtsverfahren laufen. Mit Verfügung vom 22. Oktober 2021 stellte das Departement für Infrastruktur, Energie und Mobilität Graubünden fest, die Verfügung der WEKO vom 19. August 2019 sei ans Bundesverwaltungsgericht weitergezogen worden und vor dem Verwaltungsgericht Graubünden sei ebenfalls ein Verfahren im Zusammenhang mit den festgestellten Wettbewerbsabreden hängig. Das Departement entschied Folgendes: "Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist abschliessend festzuhalten, dass die Vergleichsvereinbarungen nach Abschluss der konnexen Gerichtsverfahren in geschwärzter Form dem Gesuchsteller ausgehändigt werden." Gegen die Verfügung des Departements vom 22. Oktober 2021 erhob A.________ erneut Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Er stellte das Begehren, ihm sei unverzüglich Zugang zu den Vergleichsvereinbarungen zu gewähren, wobei jene Passagen, die Geschäftsgeheimnisse der betroffenen Bauunternehmen beinhalten würden, geschwärzt werden könnten. Das Verwaltungsgericht hiess diese Beschwerde am 7. Februar 2023 wiederum teilweise gut. Es erwog, es bestehe ein konkretes privates Interesse an der Verweigerung der Herausgabe der Vergleichsvereinbarungen, weil den Richterinnen und Richtern des Bundesverwaltungsgerichts andernfalls möglicherweise neue Informationen zum Fall zugänglich gemacht würden. Andererseits bestehe ein grosses Interesse der Bevölkerung an der Herausgabe der Dokumente. Es sei gerechtfertigt, die Herausgabe der ersuchten Dokumente bis zum Abschluss der erstinstanzlichen Gerichtsverfahren, aber nicht darüber hinaus, aufzuschieben. Das Verwaltungsgericht entschied, die Verfügung des Departements vom 22. Oktober 2021 wie folgt zu ändern: "Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist abschliessend festzuhalten, dass die Vergleichsvereinbarung[en] innert 20 Tagen nach Mitteilung des/r erstinstanzlichen Urteils/e in den Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht in geschwärzter Form dem Gesuchsteller ausgehändigt werden."