Citation: 1B_453/2018 E. 5.4

5.4. Der Hinweis der Beschwerdeführerin auf die Strafakten des separaten Hauptverfahrens (vor den Aargauer Strafgerichten) lässt die Untersuchungsrelevanz der vom EFD sichergestellten bankinternen Berichte (samt Beilagen) nicht dahinfallen. Im Hauptverfahren war zu prüfen, inwieweit den beschuldigten Verantwortlichen der B.________ AG Betrug und andere Wirtschaftsdelikte zum Nachteil ihrer Vermögensverwaltungskunden vorzuwerfen sind. Im vorliegenden Verwaltungsstrafverfahren geht es um einen anderen strafrechtlichen Vorwurf, nämlich um die Frage, ob die verantwortlichen Organe der Beschwerdeführerin die im GwG vorgeschriebene Verdachtsmeldung an die Meldestelle für Geldwäscherei pflichtwidrig unterliessen. Wie die Beschwerdeführerin zudem einräumt, sind die versiegelten internen Berichte nicht bereits Teil der Strafakten des Hauptverfahrens. Auch der Hinweis, die Untersuchung des EFD stütze sich unter anderem auf die aufsichtsrechtliche Verfügung der FINMA vom 23. März 2013, lässt die versiegelten Berichte für die Aufklärung der mutmasslichen Widerhandlung gegen das GwG nicht als offensichtlich untauglich erscheinen. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin verlangt die potenzielle Untersuchungsrelevanz (im Sinne der dargelegten einschlägigen Praxis) keinen Nachweis, dass die sichergestellten Unterlagen für eine Aufklärung unabdinglich bzw. "notwendig" erscheinen müssten. Da es sich bei der förmlich beschuldigten Person und bei den übrigen mutmasslichen Verantwortlichen allesamt um (damalige) Organe der Beschwerdeführerin handelt, ist an die Verhältnismässigkeit der angefochtenen Zwangsmassnahmen im übrigen auch kein besonders strenger Massstab anzulegen (vgl. Art. 197 Abs. 2 StPO).