Citation: 5P.274/2005 13.02.2006 E. 4

Unter Hinweis auf die Dauer des amtsgerichtlichen Verfahrens macht der Beschwerdeführer eine Verletzung des Anspruchs auf eine Beurteilung innert angemessener Frist (Art. 29 Abs. 1 BV) geltend. Auf diese Rüge ist von vornherein nicht einzutreten: Im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde kann der Entscheid einer unteren kantonalen Instanz nach der Rechtsprechung nur dann mit angefochten werden, wenn entweder der letzten kantonalen Instanz nicht sämtliche vor Bundesgericht erhobenen Rügen hatten unterbreitet werden können oder wenn solche Rügen von der letzten kantonalen Instanz zwar beurteilt wurden, jedoch mit einer engeren Prüfungsbefugnis, als sie dem Bundesgericht zusteht (BGE 128 I 46 E. 1c S. 51 mit Hinweisen). Eine Ausnahme der angeführten Art ist hier nicht dargetan. Was die an dieser Stelle aufgeworfene Frage der Rückwirkung der Pflicht zu Unterhaltszahlungen betrifft, unterlässt der Beschwerdeführer wiederum, sich mit dem vom Obergericht hierzu Ausgeführten auseinanderzusetzen. Auch in dieser Hinsicht ist auf die Beschwerde daher nicht einzutreten. In der Sache sei der Beschwerdeführer immerhin darauf hingewiesen, dass das Gesetz den möglichen Beginn der vorsorglich anzuordnenden Unterhaltspflicht noch erheblich weiter zurückreichen lässt, nämlich bis auf ein Jahr vor Einreichung des entsprechenden Begehrens (Art. 137 Abs. 2 letzter Satz ZGB).