Citation: 4A_287/2020 E. 3.6.1

3.6.1. Zwar anerkannte das Appellationsgericht im Editionsurteil das Interesse der Beschwerdeführerin an der Rechenschaftsablegung darüber, welche Werte wie berechnet worden seien. Es hielt aber fest, dem diene primär das Klagebegehren Ziff. 2 (die Gutheissung 4 betreffend die Margennachforderungen). Die Beschwerdegegnerin müsse aber nicht dokumentieren, welche Werte intern von verschiedenen ihrer Organe genannt worden seien. Nur soweit sich die Beschwerdegegnerin im Verkehr mit der Beschwerdeführerin auf solche internen Quellen bezogen und entsprechende Kennzahlen (Exposure und Net Present Value) übermittelt habe, sei dies der das Auftragsverhältnis betreffenden Korrespondenz gleichzustellen, über deren Inhalt grundsätzlich bedingungslos Rechenschaft abzulegen sei und die auch der Herausgabepflicht unterliege.