Citation: 8C_312/2023 E. 5.2.3

5.2.3. Ins Leere zielt schliesslich auch die Rüge, auf das Gutachten könne nicht abgestellt werden, weil es sich nicht an den Standardindikatoren im Sinne von BGE 141 V 281 orientiere und deshalb keine schlüssige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit erlaube. Die Vorinstanz gelangte mit eingehender und in allen Teilen überzeugender Begründung, auf die verwiesen werden kann, zum Ergebnis, dass das Gutachten hinreichend Aufschluss über die Standardindikatoren gibt. Wie die Beschwerdeführerin selbst einräumt, wurde die im Juni 2021 begonnene psychiatrische Behandlung wieder eingestellt. Inwiefern vor diesem Hintergrund die Auffassung von Prof. Dr. med. B.________, die ambulante Therapie sei nicht stringent, zielgerichtet und dauerhaft zuverlässig durchgeführt worden, unzutreffend sein soll, ist nicht ersichtlich. Gleiches gilt, soweit die Beschwerdeführerin der fachärztlich-psychiatrischen Einschätzung des Prof. Dr. med. B.________ ihre eigene laienhafte medizinische Einschätzung entgegenhält, wonach das Vorliegen einer Benzodiazepin-Abhängigkeit nur spekulativ diagnostiziert werden könne und eine Psychotherapie aufgrund der Psychose nicht geeignet sei, ihre Arbeitsfähigkeit zu steigern. Entgegen der Behauptung in der Beschwerde äusserte sich Prof. Dr. med. B.________ sodann auch zum Komplex "Sozialer Kontext". Dass die Beschwerdeführerin die gutachterlichen Ausführungen zu verschiedenen Standardindikatoren als "unscharf", "vage" und "knapp" erachtet, weckt ebenso wenig Zweifel am eingehend und schlüssig begründeten Gutachten, wie der Umstand, dass Prof. Dr. med. B.________ aufgrund der festgestellten Symptomverdeutlichung und Aggravation eine Wahrscheinlichkeitsannahme zur Arbeitsfähigkeit traf (zum Ermessensspielraum, welcher der Arbeitsfähigkeitsschätzung inhärent ist, vgl. Urteil 8C_107/2022 vom 31. März 2023 E. 8.2.3 mit Hinweis).