Citation: 5A_106/2014 E. 8.1

8.1. Hinsichtlich der Geldbeträge für den Grafikdruck-Auftrag und für die Werksverkäufe, die in der Zeit nach dem Tod des Erblassers bis spätestens November 2009 zustande gekommen sind, argumentieren die Beschwerdeführer zusammengefasst, die Honorierungsregeln gemäss Ziffer 3.2 des Testaments seien nicht anwendbar, weshalb die Beschwerdegegnerin über die bereits anerkannten Ansprüche bzw. schon geleisteten Zahlungen hinaus nichts mehr fordern könne. Wie die Ausführungen in Erwägung 7 zeigen, geht dieser Schluss fehl. Ob es sich bei den fraglichen Geschäften um Direktverkäufe (Ziffer 3.2, erste Variante) oder um Verkäufe durch Dritte (Ziffer 3.2, zweite Variante) handelt, macht keinen Unterschied. Entweder steht der Beschwerdegegnerin der prozentuale Anteil am Umsatz als "Provision" für ihre Bemühungen bei der Werksbetreuung bis zur vollständigen Beendigung der Zusammenarbeit im November 2009 zu. Oder der Anteil entspricht der Vermächtnisforderung, die nach Eintritt der Bedingung - dem Zustandekommen des Kaufgeschäfts - wirksam geworden ist. Die Beschwerde erweist sich insofern als unbegründet, zumal die Beschwerdeführer die von der Vorinstanz ermittelten Beträge in kalkulatorischer Hinsicht nicht in Frage stellen.