Citation: 9C_293/2019 E. 4.1

4.1. Der einlässlich begründeten Auffassung des kantonalen Gerichts zum Status des Beschwerdegegners ist beizupflichten. Dass die Vorinstanz den rechtserheblichen Sachverhalt willkürlich ermittelt habe, behauptet die IV-Stelle zu Unrecht. Die Feststellung, der Versicherte wäre im Gesundheitsfall als voll Erwerbstätiger zu betrachten, ist nicht willkürlich, sondern vielmehr folgerichtig, wenn auf die Abmachung der Eheleute abgestellt und kein Aufgabenbereich (Führung des Haushalts) angerechnet wird. Inwiefern der angefochtene Entscheid anderweitig Bundesrecht verletzen soll, zeigt die Beschwerde nicht auf. Im vorliegenden Fall geht es um eine Neuanmeldung vom 4. Juli 2017 nach einer vorgängigen Nichteintretensverfügung vom 30. Juni 2016. Im Februar 2017 hatte sich der Beschwerdegegner einer dreifachen aorto-coronaren Bypassoperation mit konsekutiver kardialer Rehabilitation unterziehen müssen. Nach diesem Eingriff trat ein Ulcus cruris links auf, der zwei Hospitalisationen erforderlich machte. Weiter persistierten psychische Beschwerden. Die IV-Stelle erachtete eine Verschlechterung der gesundheitlichen Situation als glaubhaft gemacht, trat auf das neue Leistungsgesuch ein und nahm weitere Abklärungen vor. Da sich der Gesundheitszustand des Beschwerdegegners im Prüfungszeitraum seit der letzten materiellen Abklärung des Rentengesuchs (Verfügung vom 30. Juni 2011) bis zur Ablehnungsverfügung vom 23. Oktober 2018 (BGE 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; SVR 2010 IV Nr. 54 S. 167 E. 2.1, 9C_899/2009) erheblich verschlechtert hatte, geht der Einwand, es habe an einer relevanten gesundheitlichen Einschränkung gefehlt, an der Sache vorbei.