Citation: 1C_579/2022 E. 4.4

4.4. Die Vorinstanz hat sich im angefochtenen Urteil hinsichtlich der Frage der Gefährdung den Erwägungen der Sicherheitsdirektion angeschlossen. Diese hatte in ihrem Rechtsmittelentscheid festgehalten, zum einen habe sich die vom Beschwerdeführer bewirkte Gefährdung durch die Kollision verwirklicht, womit von einer nur abstrakten Gefährdung keine Rede sein könne. Zum anderen sei die Gefährdung als erheblich zu bezeichnen, habe die Kollision doch insbesondere am Fahrzeug des Beschwerdeführers zu einem grossen Sachschaden geführt und seien beide Fahrzeuge nach der Kollision fahruntüchtig gewesen. Die Vorinstanz hat weiter ausgeführt, dem Beschwerdeführer sei zwar insoweit zuzustimmen, als der hohe Sachschaden an seinem Fahrzeug massgeblich auf dessen Modell zurückzuführen sei. Nichtsdestotrotz zeigten sich im entstandenen Sachschaden bzw. in der fehlenden Fahrtauglichkeit der unfallbeteiligten Fahrzeuge die möglichen Folgen der geschaffenen erhöhten Gefahr. Aus dem Umstand, dass bei der Kollision kein Personenschaden entstanden sei, könne sodann nicht auf eine nur geringe Gefährdung der Sicherheit Dritter geschlossen werden. Die Geschwindigkeit des herannahenden Fahrzeugs von ca. 60 km/h, welche sich auf das Ausmass des Schadens erhöhend ausgewirkt habe, könne ebenfalls nicht relativierend herangezogen werden, sondern zeige vielmehr die Gefährlichkeit der geschaffenen Situation auf einer Strecke mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Aufgrund der geschaffenen grossen konkreten Gefährdung seien das Strassenverkehrsamt und die Sicherheitsdirektion zu Recht, unabhängig davon, ob den Beschwerdeführer mehr als ein leichtes Verschulden getroffen habe, von einer mittelschweren Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz ausgegangen.