Citation: 5A_771/2021 E. 4.5.5

4.5.5. Mit seinen oberflächlichen Beanstandungen gelingt es dem Beschwerdeführer nicht aufzuzeigen, inwiefern die Vorinstanz in Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils ihr Ermessen bundesrechtswidrig ausgeübt haben soll. Im Rahmen der Ermessensausübung ist es nicht zu beanstanden, wenn das Kantonsgericht den Beschwerdegegner hinsichtlich der Sonnenschirme als im Grundsatz obsiegend betrachtete (vgl. vorne E. 4.5.1), obwohl er das Verbot für das gesamte Grundstück des Beschwerdeführers beantragt hatte, was das Kantonsgericht als zu weit gehend beurteilte. Dasselbe gilt mit Bezug auf die Lärmbelastung, bezüglich welcher der Beschwerdegegner ein Verbot von "Beschallung" verlangte, was das Kantonsgericht auf Musik und Lärm ab einer bestimmten Anzahl Dezibel beschränkte. Sodann ergibt sich aus den Klagebeilagen, auf welche im erstinstanzlichen Urteil hinsichtlich der Pflanzen verwiesen wird, dass die Sonnenschirme deutlich mehr Raum einnahmen als die zwei fraglichen mobilen Palmen. Der Lärm des Radios störte den Beschwerdegegner zudem auf dem gesamten Grundstück, zumal ihn auch andere Nachbarn wahrnahmen. Das Kantonsgericht (bzw. die Vorinstanz in Bestätigung von dessen Urteil) hat daher sein Ermessen nicht überschritten, wenn es bei dieser Sachlage die Beeinträchtigung durch die Sonnenschirme und das Radio schwerer gewichtete als die behauptete Störung durch die mobilen Palmen. Der angefochtene Entscheid hält auch in diesem Punkt vor Bundesrecht stand.