Citation: 1P.83/2007 26.03.2007 E. A

Der Untersuchungsrichter 1 des Untersuchungsrichteramts II Emmental-Oberaargau und die Staatsanwaltschaft II Emmental-Oberaargau hoben mit Beschluss vom 13./18. September 2006 die Voruntersuchung gegen sechs Personen wegen arglistiger bzw. boshafter Vermögensschädigung, ungetreuer Geschäftsbesorgung, Nötigung, Urkundenfälschung, Amtsmissbrauchs usw. entschädigungslos auf. Der Privatklägerin X.________ wurde ein Anteil von Fr. 6'000.-- der Verfahrenskosten auferlegt. Das Strafverfahren steht im Zusammenhang mit dem Verkauf der Aktien der Y.________ AG. Nach Auffassung der Privatklägerin sei sie zum Verkauf der Aktien weit unter ihrem Verkehrswert veranlasst worden und anschliessend durch Vorkehrungen im Zusammenhang mit der Neubesetzung des Verwaltungsrats und der entsprechenden Handelsregistereinträge daran gehindert worden, ihre Ansprüche durchzusetzen. Gegen den Aufhebungsbeschluss vom 13./18. September 2006 erhob X.________ Rekurs. Die Anklagekammer des Obergerichts des Kan-tons Bern hiess den Rekurs mit Beschluss vom 28. Dezember 2006 im Kostenpunkt gut und auferlegte die gesamten Verfahrenskosten der Voruntersuchung dem Staat; im Übrigen wurde der Rekurs abgewiesen.