Citation: 9C_591/2016 E. 6.1.1

6.1.1. Unbestrittenermassen kann in Anbetracht des Dargelegten bezogen auf die Liegenschaften des Beschwerdeführers nicht von einer kurzen Besitzesdauer gesprochen werden. Vielmehr hat er diese über einen Zeitraum von mehr als zwanzig Jahren grösstenteils im Rahmen von familiären Erbgängen erworben und hernach behalten. Eine Verkaufs- und eine damit verbundene Gewinnabsicht sind ihm daher abzusprechen. Eine lange Haltedauer allein mag zwar nicht in jedem Fall für private Vermögensverwaltung sprechen. So kann etwa eine frühere, professionell ausgeübte Tätigkeit im Liegenschaftenhandel, in deren Folge bloss die spätere - günstige (re) - Marktentwicklung für eine Veräusserung abgewartet wurde, durchaus auf unternehmerische Interessen hindeuten (vgl. Urteile 2C_1048/2013 vom 25. August 2014 E. 2.3.3 und 3.4, in: StR 69/2014 S. 790, und 2C_948/2010 vom 31. Oktober 2011 E. 4.2.1 mit Hinweisen, in: StE 2012 B 23.2 Nr. 40). Derartige Umstände sind hier jedoch nicht erkennbar.