Citation: 6B_195/2018 E. 1.4

1.4. Im Einklang mit den vorinstanzlichen Erwägungen ist dem Bericht des Kriminaltechnischen Dienstes vom 21. Juli 2015 (kant. Akten, act. S/5) sowie dem Forensischen Untersuchungsbericht zur Brandursachenermittlung vom 31. Juli 2015 (kant. Akten, act. B/11) der Kantonspolizei St. Gallen zu entnehmen, der Brand sei im Dachgeschoss oberhalb des Eingangsbereichs WC/Dusche ausgebrochen. Im Brandschutt unter diesem Bereich konnten offenbar ein Halogenspot und ein Transformator gefunden werden. Nach dem von der Kantonspolizei aufgrund der vorgefundenen und analysierten Spuren sowie eines anschaulichen Modellversuchs als plausibel bezeichneten Szenario hätten Flocken des Typs "Isofloc", welche die Deckenhalogenleuchten berührten, sich nach deren Einschalten erhitzt und zu glimmen begonnen. Die Glut habe sich bis zu den Holzbalken und zu einer Stelle durchgefressen, wo genügend Luft vorhanden gewesen sei. Daraufhin habe sich das Holz entzündet. Indem sich die Vorinstanz bei ihrer Feststellung, der Brand sei auf Isolationsmaterial "Isofloc" zurückzuführen, auf die schlüssigen Erkenntnisse der Kantonspolizei stützt, verfällt sie nicht in Willkür. Der Bericht des Kriminaltechnischen Dienstes weist auf ein zur Untersuchung durchgeführtes Eliminationsverfahren hin. Dem Forensischen Untersuchungsbericht zufolge seien in der Brandentstehungszone die Spuren, die etwas mit der Brandursache zu tun haben könnten, gesichert worden. Der Transformator sei ungleichmässig geschwärzt worden und als Brandursache auszuschliessen, da sich die Hitze in einem solchen gleichmässig verteile, wenn er von innen heraus heiss werde. Die Vorinstanz weist zutreffend darauf hin, dass die Elektrokabel laut Aussage des Beschwerdeführers ordnungsgemäss am Boden verlegt und laut Aussage des Bauleiters resp. Architekten zum Brandzeitpunkt keine Elektroinstallationen vorgenommen worden seien (angefochtener Entscheid, E. III. 2c/cc S. 9). Dass der Beschwerdeführer ein Kabel unbeabsichtigt beschädigt haben oder das ursprünglich für die Isolation verwendete Material den Brand verursacht haben könnte, drängt sich nicht geradezu auf. Entgegen seiner entsprechenden Kritik liess die Vorinstanz folglich nicht offensichtlich erhebliche Beweise ausser Acht und schloss andere Brandursachen willkürfrei aus. Die vorinstanzliche Feststellung, der Beschwerdeführer habe die Deckenhalogenleuchten beim Augenschein gesehen, ist entgegen dessen Vorbringen ebenso wenig haltlos. Die Vorinstanz begründet dies nachvollziehbar mit Widersprüchen in seinen Aussagen. Weiter begründet sie ihre Schlussfolgerung sachlich damit, dass an diversen Stellen in der Dachwohnungsdecke Halogenspots installiert waren und bei einem Augenschein, der sich offensichtlich schwergewichtig auf die Decke fokussierte - gerade für den Beschwerdeführer als gelernten Zimmermann - nicht zu übersehen waren (vgl. Fotodossier des Kriminaltechnischen Dienstes vom 21. Juli 2015, kant. Akten, act. S/6). Im Übrigen ist auch das vom Beschwerdeführer vor Bundesgericht vorgebrachte Argument, der Augenschein habe in nur einem Zimmer stattgefunden, widersprüchlich und nicht überzeugend. Auch diesbezüglich sagte er anlässlich seiner ersten Einvernahme noch davon abweichend aus, der Augenschein habe in mehreren Räumen stattgefunden, er könne aber nicht mehr sagen, in welchen (vgl. kant. Akten, act. E/6 Frage 17). Im Weiteren vermag der Beschwerdeführer mit seinen Ausführungen zur vorinstanzlichen Beschreibung der Zeitdauer zwischen Augenschein, Beauftragung und Beginn der Isolationsarbeiten keine Willkür in der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung darzulegen. Die Vorinstanz führt zwar aus, diese Arbeitsschritte hätten "Tage auseinander" gelegen (angefochtener Entscheid, E. III. 3. f/bb S. 19). Von der eigenen diesbezüglich bestätigenden Aussage des Beschwerdeführers an der Einvernahme vom 1. September 2015 abgesehen, wonach man "eine Woche vorher" einen Augenschein genommen habe (kant. Akten, act. E/7 Frage 20), erscheint einzig die vorinstanzliche Feststellung einer "ausreichenden" Vorlaufzeit zur Erfüllung seiner Kontrollpflichten entscheidend. Dass der Beschwerdeführer trotz der von ihm behaupteten Bereitstellung von Material und der Organisation eines Mitarbeiters dazu nicht auch innert den von ihm mit "anderthalb" bezeichneten Tagen imstande gewesen sein soll, ist zumindest nicht offensichtlich. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Deckenhalogenleuchten laut der unbestrittenen und für das Bundesgericht verbindlichen vorinstanzlichen Feststellung ohne Weiteres ersichtlich und leicht zu entfernen waren. Im Übrigen erschliesst sich auch nicht, weshalb selbst nach Durchführung der Arbeiten keine pflichtgemässe Kontrolle mehr hätte möglich sein sollen. Rückschlüsse auf mögliche Gefahren ergeben sich aus der bemängelten Umschreibung der Zeitdauer ebenfalls keine.