Citation: 2C_295/2024 E. B

B.a. Mit Entscheid vom 28. Juni 2022 verweigerte das Migrationsamt A.________ die Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung und wies ihn an, die Schweiz innert 30 Tagen nach Rechtskraft des Entscheids zu verlassen. Den gegen diese Verfügung erhobenen Rekurs - sowie das diesbezüglich gestellte Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Bewilligung von Rechtsanwalt Pierre André Rosselet als unentgeltlicher Anwalt - wies das Departement für Justiz und Sicherheit des Kantons Thurgau mit Entscheid vom 22. Februar 2023 ab. Hiergegen gelangte A.________ mit Beschwerde vom 27. März 2023 an das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau, wo er am 4. Mai 2023 wiederum um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um Bewilligung eines unentgeltlichen Anwalts ersuchte. B.b. Mit Schreiben vom 23. Mai 2023 forderte die Vorinstanz den Beschwerdeführer auf, zu verschiedenen Ein- und Ausgabeposten Stellung zu nehmen und gegebenenfalls Belege einzureichen. Mit Eingabe vom 19. Juni 2023 nahm A.________ Stellung. B.c. Mit Entscheid vom 19. Juli 2023 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um Bewilligung von Rechtsanwalt Pierre André Rosselet als unentgeltlicher Anwalt ab, und forderte den Beschwerdeführer auf, innert 20-tägiger Frist ab Rechtskraft des Entscheids einen Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- zu bezahlen, andernfalls auf die Beschwerde nicht eingetreten werde. B.d. Am 11. September 2023 teilte A.________ dem Verwaltungsgericht Thurgau mit, dass er den Zwischenentscheid vom 19. Juli 2023 anfechten werde; das verwaltungsgerichtliche Verfahren sei bis zum Entscheid des Bundesgerichts zu sistieren. Am 13. September 2023 wies das Verwaltungsgericht Thurgau A.________ den Sistierungsantrag vom 11. September 2023 ab. Das Verwaltungsgericht begründete dies einerseits damit, dass die Frist von 20 Tagen zur Leistung des Kostenvorschusses von Fr. 2'000.-- erst ab Rechtskraft des Zwischenentscheids laufe; in diesem Zusammenhang sei kein schützenswertes Interesse des Beschwerdeführers an der Sistierung des Verfahrens auszumachen (Ziff. 1). Andererseits nahm es A.________ die bereits angesetzten Fristen zur Erstattung der Replik respektive zur Stellungnahme zu einer nachträglichen Eingabe des verfahrensbeteiligten Amtes ab und teilte ihm mit, dass diese Fristen nach Eingang des Urteils des Bundesgerichts über den Zwischenentscheid vom 19. Juli 2023 neu angesetzt würden; auch diesbezüglich sei somit kein schützenswertes Interesse an der Sistierung des Verfahrens ersichtlich (Ziff. 2). B.e. Eine gegen den Zwischenentscheid vom 19. Juli 2023 erhobene Beschwerde wies das Bundesgericht mit Urteil 2C_486/2023 vom 12. Dezember 2023 ab. B.f. Mit Schreiben vom 5. Januar 2024 gewährte das Verwaltungsgericht Thurgau A.________ die Möglichkeit zur Einreichung einer Replik bis 18. Januar 2024; diese Frist wurde auf entsprechenden Antrag hin bis zum 7. Februar 2024 verlängert. B.g. Mit Schreiben vom 8. Februar 2024 wies das Verwaltungsgericht den Beschwerdeführer darauf hin, dass der Zwischenentscheid vom 19. Juli 2023 aufgrund des Urteils des Bundesgerichts vom 12. Dezember 2023 in Rechtskraft erwachsen sei, dass bisher beim Verwaltungsgericht der Eingang des Kostenvorschusses von Fr. 2'000.-- nicht habe verzeichnet werden können, und dass daher beabsichtigt werde, auf die Beschwerde vom 27. März 2023 nicht einzutreten. A.________ wurde Gelegenheit gegeben, hierzu innert nicht erstreckbarer Frist bis zum 27. Februar 2024 Stellung zu nehmen. B.h. Mit Eingabe vom 27. Februar 2024 beantragte der Beschwerdeführer, es sei trotz des nicht bezahlten Kostenvorschusses auf die Beschwerde einzutreten beziehungsweise sei die "Kostenvorschuss-Verfügung" in Wiedererwägung zu ziehen und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten. Aufgrund neuer Entwicklungen - insbesondere einer Heiratsabsicht mit einer italienischen Staatsangehörigen, die von ihm ein Kind erwarte - sei die Beschwerde nicht mehr aussichtslos. Die veränderten Verhältnisse seien im Sinne eines Novums im gegenwärtigen Verfahren mitzuberücksichtigen und es sei im Sinne der Prozessökonomie und unter Berücksichtigung der speziellen Umstände auf die Beschwerde einzutreten. Sollte wider Erwarten auf der Erhebung eines Kostenvorschusses bestanden werden, werde um Erstreckung der Zahlungsfrist um 30 Tage ersucht, subeventualiter um Ansetzung einer Notfrist. B.i. Mit Entscheid vom 27. März 2024 (Versand: 26. April 2024) wies das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau das Wiedererwägungsgesuch vom 27. Februar 2024 betreffend den Zwischenentscheid vom 19. Juli 2023 ab, soweit darauf überhaupt einzutreten sei (Dispositivziffer 1). Das Gesuch vom 27. Februar 2024 um Fristerstreckung zur Leistung des Kostenvorschusses von Fr. 2'000.-- bzw. das sinngemässe Gesuch um Wiederherstellung der Frist wurde ebenfalls abgewiesen (Dispositivziffer 2). Auf die Beschwerde vom 27. März 2023 trat das Verwaltungsgericht nicht ein (Dispositivziffer 3).