Citation: 6B_641/2021 E. 2.2.3

2.2.3. In seinem Gutachten vom 8. September 2019 führt med. pract. C.________ aus, beim Beschwerdeführer sei eine schwerwiegende Störung der charakterlichen Konstitution und des Verhaltens nachweisbar, die sich in seinen Erlebens-, Verarbeitungs- und Reaktionsbereitschaften zeige, seine zwischenmenschlichen Beziehungen betreffe und schon über viele Jahre eine weitgehende Konstanz aufweise (Untersuchungsakten act. 6/5 S. 45). "Aktuell und für den Tatzeitpunkt" diagnostiziert er eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit emotional-instabilen, dissozialen und narzisstischen sowie histrionischen Anteilen. Dadurch sei der Beschwerdeführer in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Die kombinierte Persönlichkeitsstörung stehe mit den vorgeworfenen Taten in einem kausalen Zusammenhang und sie belaste die Legalprognose. Sie sei in vielen Bereichen seiner Lebensvollzüge derart schwerwiegend, dass sie dem diagnostischen Eingangskriterium von Art. 59 StGB zugeordnet werden könne (Untersuchungsakten act. 6/5 S. 60, 63 und 66).