Citation: 6B_1051/2015 E. 3.2.2

3.2.2. Unbegründet ist der Einwand, die vorinstanzliche Feststellung, das Verletzungsbild seines Onkels passe zu einem Schlag mit der beschlagnahmten Pistole (Urteil S. 12), sei aktenwidrig. Das rechtsmedizinische Gutachten vom 10. September 2013 gelangt zum Schluss, dass die Verletzungen an der Stirn des Beschwerdegegners grundsätzlich durch die Einwirkung der vorgelegten, mutmasslichen Tatwaffe entstanden sein können (kantonale Akten, act. S3/17 S. 2). Zwar werden weitere Analysen empfohlen, da auch jeder gleichartig geformte Gegenstand zu entsprechenden Verletzungen führen könnte, jedoch führt dies nicht zur Aktenwidrigkeit der vorinstanzlichen Feststellung. Das Vorbringen, die angebliche Apnoe des Beschwerdegegners sei die Ursache für dessen unkontrollierten Stürze und das Motiv für die Falschbelastung, verwirft die Vorinstanz willkürfrei (Urteil S. 11). Zwar gab C.________ an, der Beschwerdegegner leide unter Apnoe und müsse nachts eine Maske tragen (kantonale Akten, act. D/9 S. 3). Jedoch ergibt sich aus dem vom Beschwerdegegner eingereichten Arztbericht vom 19. Januar 2014, dass er vor dem fraglichen Ereignis weder an Schwindel oder Gleichgewichtsstörungen noch an Bluthochdruck, Kreislaufkollaps oder dergleichen gelitten habe (Akten erste Instanz, act. 16). Selbst wenn der Beschwerdegegner an einer Krankheit leiden würde, die zu unkontrollierten Stürzen führen könnte, wären seine Schilderungen des Tathergangs nicht zwangsläufig unglaubhaft. Jedenfalls vermag der Beschwerdeführer mit seinem Einwand, der Beschwerdegegner habe den Vorfall erfunden, um seine Krankheit, die seine Fahreignung in Frage stellen würde, zu verheimlichen, keine Willkür in der vorinstanzlichen Aussagewürdigung aufzuzeigen. Hinzu kommt, dass auch der Beschwerdeführer nicht einen plötzlichen unkontrollierten Sturz seines Onkels schilderte, sondern angab, dieser habe das Gleichgewicht verloren, als die Fahrzeugtüre, an der er gerüttelt hatte, aufgegangen sei (kantonale Akten, act. E/1 S. 3, E/3 S. 5; Akten erste Instanz, act. 33 S. 12 f.; Akten Vorinstanz, act. B/91 S. 6). Demnach war die Vorinstanz nicht verpflichtet, sich ausführlicher mit einer angeblichen Krankheit des Beschwerdegegners zu befassen. Fehl geht das Argument des Beschwerdeführers, der Umstand, dass auf der angeblichen Tatwaffe keine Spuren von ihm gefunden worden seien, führe zu erheblichen Zweifeln an dem von seinem Onkel geschilderten Tatgeschehen. Einerseits ist sein Vorbringen unzutreffend, die vorinstanzliche Annahme, bei der im Fahrzeug seines Onkels sichergestellten Pistole handle es sich um die Tatwaffe, widerspreche dem DNA-Gutachten. Aus dem Untersuchungsbericht des Instituts für Rechtsmedizin vom 21. August 2013 ergibt sich nicht, dass keine DNA-Spuren von ihm gefunden wurden. Vielmehr wurde auf der Tatwaffe an mehreren Stellen DNA sichergestellt, woraus jedoch jeweils nur ein inkomplettes (Misch-) Profil, erstellt werden konnte, das nicht interpretierbar war (kantonale Akten, act. S3/16). Demnach geht aus dem Untersuchungsbericht einzig hervor, dass die DNA auf der mutmasslichen Tatwaffe dem Beschwerdeführer nicht zugeordnet werden konnte, was nicht mit dem Fehlen seiner DNA auf der Pistole gleichbedeutend ist. Andererseits schliesst der fehlende Nachweis seiner DNA auf der Pistole nicht aus, dass es sich dabei um die Tatwaffe handelt und sich der Vorfall so zutrug, wie vom Beschwerdegegner geschildert. Während DNA-Spuren des Beschwerdeführers auf der Pistole ein eindeutiger Beweis für einen Kontakt gewesen wären, beweist der fehlende Nachweis solcher Spuren nicht das Gegenteil. Demnach verfällt die Vorinstanz nicht in Willkür, wenn sie trotz fehlendem Nachweis einer DNA-Spur des Beschwerdeführers auf der Pistole die Aussagen des Beschwerdegegners als glaubhaft erachtet und darauf abstellt.