Citation: 2C_234/2024 E. A

A.a. A.________ (geb. xxx 1991), Staatsangehöriger von Kamerun, reiste am 17. März 2006 im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz ein und erhielt eine Aufenthaltsbewilligung. Die Bewilligung wurde letztmals bis zum 28. April 2016 verlängert. Im Jahr 2014 war A.________ wegen einfacher Körperverletzung, Raufhandels und Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes unter anderem mit einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen bestraft worden. Am 23. November 2015 hatte ihn das Obergericht des Kantons Bern wegen Raubes unter Offenbarung besonderer Gefährlichkeit (begangen am 31. Juli 2012) zu einer Freiheitsstrafe von 34 Monaten verurteilt. Im Jahr 2022 wurde er wegen rechtswidrigen Aufenthalts und rechtswidriger Einreise verurteilt. A.b. Mit Verfügung vom 13. April 2018 verweigerte das Amt für Migration und Personenstand des Kantons Bern (MIP; heute: Amt für Bevölkerungsdienste, ABEV) die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung von A.________ und wies ihn unter Ansetzung einer Ausreisefrist aus der Schweiz weg. Die dagegen erhobenen kantonalen Rechtsmittel blieben erfolglos (Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern [POM; heute: Sicherheitsdirektion, SID] vom 30. Juli 2018; Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juli 2019 [Verfahren 100.2018.290]). Das Verwaltungsgericht setzte eine Ausreisefrist bis 5. September 2019 an. Dieses Urteil ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen. A.c. Am 23. Oktober 2019 verfügte das Staatssekretariat für Migration (SEM) ein Einreiseverbot gegen A.________ gültig vom 1. November 2019 bis 31. Oktober 2027, das vom Bundesverwaltungsgericht mit Entscheid vom 3. Juni 2021 bestätigt wurde (Urteil F-6248/2019). A.d. A.________ kam seiner Ausreiseverpflichtung nicht nach. Am 7. Dezember 2021 wurde er polizeilich angehalten und angesichts seines rechtswidrigen Aufenthalts in Ausschaffungshaft versetzt. Am 4. April 2022 wurde er aus der Haft entlassen. A.e. A.________ hat keine Berufsbildung abgeschlossen, bezog Sozialhilfe von mehr als Fr. 200'000.-- (Ablösung von der Sozialhilfe seit 31. Mai 2018) und ist mit über Fr. 100'000.-- verschuldet. Seit 2014 ist er mit einer Schweizerin in einer Beziehung. Im Mai 2023 kam die gemeinsame Tochter zur Welt. Die Eltern verfügen über das gemeinsame Sorgerecht und leben als Familie zusammen.