Citation: 5A_109/2018 E. 8.1

8.1. Nachdem das Obergericht den Begriff "praktizierender Landwirt" bundesrechtskonform im Sinne eines Selbstbewirtschafters ausgelegt hatte (E. 7 oben), prüfte es, ob der Kläger im Zeitpunkt der Ausübung des Kaufsrechts die Kriterien des Selbstbewirtschafters erfüllte. Es verneinte dies mit der Begründung, der Kläger habe die wirtschaftliche Grundlage seiner Existenz nicht mit seiner landwirtschaftlichen Tätigkeit im Betrieb G.________ erarbeitet. Dabei stützte sich das Obergericht auf die auszugsweise in den Akten liegende Steuererklärung des Klägers für das Jahr 2009, aus welcher sich ergibt, dass er in jenem Jahr mit seiner landwirtschaftlichen Tätigkeit einen Verlust erwirtschaftet hatte. Ausserdem habe er schon damals unbestrittenermassen keine Direktzahlungen erhalten, sämtliche Produktionsstätten seines Betriebes vermietet, den grössten Teil der Arbeiten durch Lohnunternehmer ausführen lassen und eine wesentliche Mitarbeit im Betrieb sei nicht erkennbar. All dies spreche ebenfalls dagegen, den Kläger als "praktizierenden Landwirt" bzw. als Selbstbewirtschafter zu qualifizieren (E. 7.6 des angefochtenen Entscheids).