Citation: U 215/06 30.06.2006 E. 2

2.1 Zur Begründung ihres Standpunktes beruft sich die Zürich - bestätigt durch das kantonale Gericht - im Wesentlichen auf die gutachterlichen Schlussfolgerungen des Prof. Dr. med. H.________ vom 10. Dezember 2004 und vom 25. Januar 2005. Darin kam dieser zum Ergebnis, dass der Beschwerdeführer am 30. April 1987 eine Prellung der Lendenwirbelsäule erlitten hatte. Die von Dr. med. S.________ diagnostizierte traumatisierte Diskushernie L5/S1 konnte er nicht bestätigen, da die damals erstellten Röntgenbilder einen normalen, nicht pathologischen Befund ergeben hätten. Der Unfallmechanismus (Ausrutschen beim Fussballspielen und rückwärts auf die Hände stürzen mit sofortigen Schmerzen im Rücken) sei nicht geeignet gewesen, einen traumatischen Bandscheibenvorfall zu verursachen, da hierzu eine extreme axiale aussergewöhnliche Belastung der Lendenwirbelsäule Voraussetzung sei, die nicht stattgefunden habe. Auch müsse für diese Diagnose ein sofortiger extrem heftiger radikulärer Schmerz in einem oder beiden Beinen eintreten, der in der Regel mit neurologischen Funktionsstörungen und mit Nachbarverletzungen der angrenzenden Wirbelkörpergrund- und Deckplatten verbunden sei. Auch spätere bildgebende Untersuchungsverfahren, so die Röntgenaufnahmen vom 4. September 2000 und die Kernspintomographie vom 14. April 1997 würden rein degenerative Veränderungen im Bereich der Bandscheibe zwischen dem 4. und 5. Lendenwirbelkörper zeigen. Hinweise für einen Bandscheibenvorfall oder irgendeine andere traumatische Einwirkung auf die Lendenwirbelsäule habe es nicht gegeben. Die Diagnose des Gutachters lautet auf chronisch rezidivierende Lumbago bei Osteochondrose und Spondylarthrose LWK 4/5. Da der Unfallmechanismus im Jahre 1987 nicht geeignet gewesen sei, derartige Befunde und Veränderungen an der Lendenwirbelsäule zu erzeugen, stünden sie in keinerlei Zusammenhang mit dem damaligen Ereignis. Die Verletzung durch den Unfall vom 30. April 1987 - Prellung der Lendenwirbelsäule - sei nach vier bis sechs Wochen vollständig ausgeheilt gewesen, was auch die tatsächliche Arbeitsaufnahme am 25. Juni 1987 belege. 2.2 Der Beschwerdeführer bringt insbesondere vor, das genannte Gutachten des Prof. H.________ sei mangelhaft. Dieser setze sich darin nicht mit den abweichenden Beurteilungen des Dr. med. S.________ auseinander. Indem die Vorinstanz nicht auf die schon im kantonalen Prozess vorgebrachten diesbezüglichen Rügen eingegangen sei, habe sie sein rechtliches Gehör verletzt.