Citation: 8C_130/2016 E. 4.2

4.2. Die Versicherte macht zunächst unter Hinweis auf das Urteil I 694/05 des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 15. Dezember 2006 E. 5 geltend, die IV-Stelle sei aufgrund des Rückweisungsentscheides des kantonalen Gerichts vom 12. Mai 2011 verpflichtet gewesen, ein versicherungsexternes Gutachten im Verfahren nach Art. 44 ATSG einzuholen und hätte sich nicht mit einem Bericht des RAD begnügen dürfen. In der Tat hat gemäss dem erwähnten Urteil I 694/05 ein Versicherungsträger, an welchen eine Streitsache von einem Gericht zum Einholen eines Gutachtens zurückgewiesen wird, eine versicherungsexterne Expertise zu veranlassen. Im nämlichen Urteil wurde indessen auch ausgeführt, dass das kantonale Gericht frei ist, vom Versicherungsträger lediglich ergänzende Abklärungen zu verlangen und damit die Art der Abklärung in dessen pflichtgemässes Ermessen zu stellen. Diesen Weg hat das kantonale Gericht in seinem Entscheid vom 12. Mai 2011 beschritten, womit das Abstellen der Vorinstanz auf den Bericht der RAD-Ärztin nicht bereits aus diesem Grund bundesrechtswidrig ist. Dass dieser Bericht auf französisch abgefasst ist, stellt ebenfalls keinen Grund dar, ihn nicht zu beachten, zumal der Rechtsvertreter der Versicherten gemäss den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz dieser Sprache genügend mächtig ist und die Akten eine Übersetzung der wichtigsten Passagen des Berichts enthalten. Auf den Bericht der RAD-Ärztin kann somit rechtsprechungsgemäss abgestellt werden, soweit auch keine geringen Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit ihrer Feststellungen bestehen (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.6 S. 471).