Citation: 2C_238/2015 E. 3.5

3.5. Der Beschwerdeführer wurde am 14. Oktober 2013 wegen Drohung und mehrfacher Tätlichkeiten gegenüber seiner Ehefrau bzw. gegenüber seiner Ehefrau und seinem Kind zu einer bedingten Geldstrafe von 45 Tagessätzen zu Fr. 50.-- und einer Busse von Fr. 500.-- verurteilt. Dieses Urteil erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Auch wenn dem Urteil keine Begründung zu entnehmen ist, ergibt sich aus der Anklageschrift und den Akten, dass der Beschwerdeführer wiederholt häusliche Gewalt gegenüber seiner Familie ausgeübt hat. Zwar handelt es sich um die einzige strafrechtliche Verurteilung des Beschwerdeführers; jedoch kann nicht von einer einmaligen Verfehlung gesprochen werden, da er die Gewalt regelmässig und über einen längeren Zeitraum hinweg ausübte. Den Akten lässt sich entnehmen, dass sich die ersten Vorfälle bereits 2010 ereigneten und die Gewaltausübung erst mit der definitiven Trennung der Eheleute im Jahr 2013 ein Ende nahm. Zudem wurde ein im April 2013 gegen den Beschwerdeführer angeordnetes Kontakt- und Rayonverbot gegenüber seiner Ehefrau und dem gemeinsamen Sohn bis Dezember 2013 verlängert. Gemäss Rechtsprechung handelt es sich bei häuslicher Gewalt um systematische Misshandlung mit dem Ziel, Macht und Kontrolle auszuüben; jede Form ehelicher bzw. häuslicher Gewalt ist ernst zu nehmen (vgl. BGE 138 II 229 E. 3.2.1 S. 232 f.). Mit seinem Verhalten hat der Beschwerdeführer über Jahre hinweg die hiesigen Gepflogenheiten im Umgang mit Ehepartnern und Kindern missachtet und somit eine nicht zu unterschätzende Gleichgültigkeit gegenüber der hier geltenden Rechts- und Werteordnung demonstriert, was auf keine erfolgreiche Integration schliessen lässt (vgl. Urteil 2C_789/2011 vom 22. August 2012 E. 2.2). Der Umstand, dass der Beschwerdeführer heute ein herzliches Verhältnis zu seinem Sohn haben soll, vermag diese Einschätzung nicht zu erschüttern. Ebenso wenig dringt der Beschwerdeführer durch, wenn er seine strafrechtliche Verurteilung in Frage stellt. Wie die Vorinstanz zu Recht erwägt, bleibt im ausländerrechtlichen Verfahren kein Raum, die Beurteilung des Strafrichters in Bezug auf das Verschulden zu relativieren (Urteil 2C_84/2014 vom 8. Januar 2015 E. 4.3.1), zumal der Beschwerdeführer das erstinstanzliche Strafurteil nicht angefochten hat (vgl. Urteil 2A.373/2006 vom 15. September 2006 E. 3.1).