Citation: 4A_204/2018 E. 2.2

2.2. Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, dass bei Abschluss des Vertrages keine Überschussbeteiligung garantiert worden ist. Sie macht aber geltend, durch die jahrelang erbrachten und gleich hohen Leistungen der Beschwerdegegnerin sei eine "gefestigte und daher geschützte Situation" für sie entstanden. Die Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung sei daher, ob "für den Fall, dass eine solche vertragsähnliche Schutzstellung entstanden ist, die bisher leistende Versicherung nach Art. 8 ZGB dafür beweispflichtig ist, dass die Leistungsgrundlagen entfallen sind". Eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung liegt nicht vor. Die entscheidrelevante Frage ist, ob ein Garantieanspruch entstanden ist - sei es bei Vertragsschluss oder durch späteres (konkludentes) Verhalten. Daran ändern die langen Ausführungen der Beschwerdeführerin zur Differenzierung der Beweislast bei verschiedenen Versicherungsarten nichts. Dass für diese Anspruchsentstehung sie selber beweispflichtig ist, bestreitet auch die Beschwerdeführerin nicht. Für das Erlöschen eines Anspruchs ist nach den allgemeinen Beweislastregeln der Verpflichtete beweisbelastet. Somit würde es sich bei der von der Beschwerdeführerin aufgeworfenen Frage - so sie sich denn überhaupt stellen würde - lediglich um die Anwendung von Grundsätzen der Rechtsprechung auf einen konkreten Fall handeln, was keine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung begründet (BGE 135 III 1 E. 1.3 S. 4 mit Hinweisen). Im Übrigen würde sich die Frage gemäss der eigenen Formulierung der Beschwerdeführerin nur stellen " für den Fall dass [...]". Es ist jedoch nicht Aufgabe des Bundesgerichts, abstrakte Rechtsfragen zu beantworten, die nicht entscheidrelevant sind; das gilt grundsätzlich, nicht nur im Hinblick auf die ausnahmsweise Zulässigkeit der Beschwerde in Zivilsachen nach Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG (Urteil 4A_462/2017 vom 12. März 2018 E. 6.1; 4A_125/2017 vom 20. November 2017 E. 6, nicht publ. in: BGE 143 III 545; 4C.45/2006 vom 26. April 2007 E. 5, nicht publ. in: BGE 133 III 453). Auf die Beschwerde in Zivilsachen ist somit nicht einzutreten.