Citation: 6B_1390/2021 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz erwägt, das Erfordernis einer rechtswidrigen Anlasstat und des Konnexes zwischen den verübten Taten sowie der schweren psychischen Erkrankung des Beschwerdeführers seien ebenso klar gegeben, wie dessen Behandlungsbedürftigkeit. Gestützt auf das psychiatrische Gutachten vom 20. Dezember 2018 sei festzustellen, dass der Beschwerdeführer an einer forensisch relevant ausgeprägten Persönlichkeitsstörung leide und diese eine massgebliche Rolle bei den begangenen Delikten gespielt habe. Zudem sei die im Gutachten angedeutete, aber (noch) nicht nachgewiesene Suchterkrankung des Beschwerdeführers inzwischen erstellt. Gemäss Einschätzung des Gutachters bestehe ohne begleitende Massnahmen zudem eine erhöhte Rückfallgefahr für weitere ähnliche Delikte, was sich in der Zwischenzeit bewahrheitet habe. Ausgehend von der grundsätzlichen Behandelbarkeit des Beschwerdeführers werde im Gutachten zur Vermeidung weiterer Straftaten eine psychiatrische Behandlung im ambulanten Rahmen empfohlen, wobei auch auf die Problematik des Konsums psychotroper Substanzen zu achten sei, was nunmehr erst recht Geltung habe. Die Aussagen des Beschwerdeführers anlässlich der Berufungsverhandlung liessen auch auf seinen grundsätzlichen Behandlungswillen schliessen. Seiner Angabe, er sei auf einen geschlossenen Rahmen angewiesen, in dem er "zu etwas gezwungen werde", werde mit der stationären Einleitung der ambulanten Behandlung hinreichend Rechnung getragen. Demgegenüber sei eine stationäre Massnahme weder gutachterlich indiziert noch würde deren Anordnung einer Verhältnismässigkeitsprüfung standhalten (Urteil S. 36).