Citation: 2C_662/2016 E. 2.4.1

2.4.1. Entgegen der Kritik des Beschwerdeführers verstösst das vorinstanzliche Urteil auch nicht gegen den Verhältnismässigkeitsgrundsatz: Das Bundesgericht geht davon aus, dass bei ausländischen Personen, die mit einem Schweizer Bürger verheiratet sind und (wie der Beschwerdeführer) erstmals um die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung ersuchen, diese - als Richtlinie - bei einer Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verweigert werden darf, selbst wenn dem schweizerischen Partner nicht oder nur schwer zugemutet werden kann, das Land zu verlassen ("Reneja"-Praxis; BGE 135 II 377 E. 4.4; 110 Ib 201 ff.). Der Beschwerdeführer ist wegen eines schweren Delikts zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Er hat bei seiner Tat Leib und Leben eines Dritten beeinträchtigt, wobei das Risiko eines Rückfalls im Hinblick auf die Bedeutung des durch ihn potentiell bedrohten Rechtsguts ausländerrechtlich nicht hingenommen werden muss. Der Beschwerdeführer ist erst am 1. Januar 2015 aus dem Strafvollzug entlassen worden, worauf er am 9. Januar 2015 seine Schweizer Gattin heiratete und hernach in die Schweiz einreiste. Ob und wieweit er sich im Strafvollzug wohlverhalten hat, kann nicht beurteilt werden, da dieser nicht in der Schweiz erfolgt ist. Eine gute Führung im Strafvollzug darf im Übrigen praxisgemäss aber vorausgesetzt werden und lässt angesichts der dort bestehenden, verhältnismässig engmaschigen Beaufsichtigung keine verlässlichen Rückschlüsse auf das künftige Verhalten in Freiheit zu (vgl. BGE 139 II 121 E. 5.5.2; Urteil 2C_360/2013 E. 2.3).