Citation: 9C_780/2019 E. 5.2.4

5.2.4. In Bezug auf die Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen (BGE 141 V 281 E. 4.4.1 S. 303) erkannte die Vorinstanz, dass sich keine Inkonsistenzen ergeben hätten. Ein Leidensdruck werde vom Gutachter aufgrund der Abhängigkeit vom Sozialamt und der fehlenden Erwerbstätigkeit zwar bejaht. Das Fehlen einer fachärztlichen Behandlung spreche jedoch gegen einen anamnestisch ausgewiesenen Leidensdruck. Der Beschwerdeführer berichtete im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung, dass er seit 2015 unter andauernden Schmerzen leide. Gemäss Angaben des Dr. med. B.________ habe der Versicherte jedoch nie eine psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung aufgenommen. Eine diesbezügliche Empfehlung eines behandelnden Arztes oder des Gutachters liege denn auch nicht vor, wie der Beschwerdeführer vorbringt. Mit Blick auf das Gesagte ist das kantonale Gericht nicht offensichtlich unrichtig (E. 1) davon ausgegangen, dass kein hoher Leidensdruck auszumachen ist. Vielmehr lassen die fehlenden ärztlichen Empfehlungen für eine fachärztliche Behandlung einen Schluss auf lediglich leichte Funktionseinschränkungen durchaus zu. Mit dem Versicherten kann festgehalten werden, dass das Mini-ICF-APP Rating eine mässige Einschränkung in der Widerstands- und Durchhaltefähigkeit ergab. Das kantonale Gericht erkannte jedoch verbindlich (E. 1), dass sich daraus auch ein erhebliches Ressourcen- und Fähigkeitspotenzial ableiten lässt.