Citation: I 173/04 10.08.2005 E. 3

Wie die Vorinstanz richtig festgestellt hat, kann sich das Fürsorgeamt und nunmehr das Amt für Soziales bei der Geltendmachung des streitigen Drittauszahlungsanspruches auf Art. 22 Abs. 2 lit. a ATSG in Verbindung mit Art. 85bis Abs. 2 lit. b IVV stützen. Die gewährte Sozialhilfe stellt angesichts ihres subsidiären Charakters (Art. 9 des kantonal-bernischen Gesetzes vom 11. Juni 2001 über die öffentliche Sozialhilfe [Sozialhilfegesetz (SHG); BSG 860.1]) eine gesetzliche Vorschussleistung im Sinne von Art. 85bis Abs. 1 und 2 lit. b IVV dar und Art. 40 Abs. 3 SHG sieht ein eindeutiges Rückforderungsrecht gegenüber der Invalidenversicherung infolge der Rentennachzahlung vor. Die Voraussetzungen für die - in betraglicher Hinsicht nicht bestrittene - Drittauszahlung an das Fürsorgeamt oder nunmehr das Amt für Soziales sind damit erfüllt. Was dagegen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgebracht wird, ändert nichts. Weil lit. b und nicht lit. a von Art. 85bis Abs. 2 IVV zur Anwendung gelangt, spielt es auch keine Rolle, dass der Beschwerdeführer keine schriftliche Zustimmung zu einer Drittauszahlung erteilt hat.