Citation: K 192/00 02.03.2001 E. 2

2.- a) Es steht fest und ist zu Recht allseits unbestritten, dass Y.________ Zahnarzt und der in seiner Praxis am 9. November 1999 durchgeführte Eingriff am linken Zeigefinger seines Sohnes X.________ samt nachfolgender Wundbehandlung und -kontrolle keine zahnärztliche Behandlung im Sinne von Art. 31 KVG (vgl. auch Art. 33 KVG in Verbindung mit Art. 17 - 19 KLV) ist. Eine Leistungspflicht nach KVG entfällt insoweit. b) Soweit der Beschwerdeführer einen Notfall behauptet, vermag dies zu keinem anderen Ergebnis zu führen. Der im Bereich der Kostenübernahme massgebende krankenversicherungsrechtliche Begriff des Notfalls knüpft - entsprechend dem allgemeinen Sprachverständnis - daran an, dass eine besondere Lage gegeben ist, welche die medizinische Behandlung als unaufschiebbar und - in örtlicher Hinsicht - die Rückreise in die Schweiz, die Wohn- oder Arbeitsregion oder in den Wohnkanton als nicht möglich oder angemessen erscheinen lässt (vgl. Erw. 1 hievor). Auf den vorliegenden Fall übertragen wirft der Beschwerdeführer die Frage auf, ob die tatsächlichen (notfallmässigen) Verhältnisse ausnahmsweise eine Leistungspflicht nach KVG für über den Rahmen von Art. 31 KVG hinaus erbrachte, nicht zahnärztliche Behandlungen zu begründen vermögen. Wie es sich damit verhält, kann indes offen bleiben. In casu liegt offenkundig keine besondere Situation vor, in welcher die medizinische Versorgung - anstelle der Behandlung durch den als Zahnarzt tätigen Vater des Beschwerdeführers - nicht ohne weiteres durch eine Ärztin oder einen Arzt oder in einem Spital möglich gewesen wäre. Nach den Akten ereignete sich der Unfall im Schulhaus Z.________. Die Mutter brachte Sohn X.________ in der Folge in die väterliche Zahnarztpraxis. Es wäre stattdessen, wenn nicht angemessen, so zumindest ohne weiteres möglich gewesen, den Beschwerdeführer zwecks Behandlung in die Notfallstation eines der nahe gelegenen örtlichen Spitäler zu überführen. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringen lässt, vermag unter dem einzig massgebenden rechtlichen Gesichtspunkt zu keiner anderen Beurteilung zu führen.