Citation: 4A_338/2018 E. C

Mit Beschwerde in Zivilsachen beantragt die Beklagte, der Entscheid des Swiss Chambers' Arbitration Institution Schiedsgerichtes vom 2. Mai 2018 sei aufzuheben und zur erneuten Entscheidung zurückzuweisen. Die Beschwerdeführerin rügt - nach einer Darstellung des Sachverhalts aus ihrer Sicht (bis Seite 45!) - zahlreiche offensichtlich aktenwidrige tatsächliche Feststellungen und offensichtliche Verletzungen des Rechts (Art. 393 lit. e ZPO) sowie Verletzungen des Grundsatzes des rechtlichen Gehörs (Art. 393 lit. f ZPO). Diese Rügen werden in fünf Themenkomplexe eingeordnet, wobei die vier letzten eventualiter vorgebracht werden. Zunächst erhebt die Beschwerdeführerin mehrere Rügen in Zusammenhang mit der vom Schiedsgericht angenommenen nachträglichen Genehmigung (Art. 38 OR) der vollmachtlos abgegebenen Zusicherungen bzw. Garantien hinsichtlich der Lieferung von Tickets. Ein zweiter Rügenkomplex betrifft die eigentlichen Zusicherungen bzw. die Garantievereinbarung betreffend den Erhalt von Tickets, wobei die Beschwerdeführerin im Wesentlichen vorbringt, das Schiedsgericht habe willkürlich angenommen, solche Zusicherungen bzw. Garantien seien gegenüber der Beschwerdegegnerin abgegeben worden. Weitere von der Beschwerdeführerin vorgebrachte Rügen betreffen die Annahme des Schiedsgerichts, die Beschwerdeführerin habe eine Vertragsverletzung begangen. In einem vierten Rügenkomplex rügt die Beschwerdeführerin die schiedsgerichtliche Feststellung des Schadens. Zuletzt beanstandet sie die Kostenverteilung durch das Schiedsgericht. Die Beschwerdeführerin kritisiert durchwegs die fehlende Berücksichtigung bzw. das falsche Verständnis der Restrukturierung der Parteivereinbarung im Schiedsspruch. Nach dem Übergang von einer Einkaufs-/Wiederverkaufsstruktur zu einer Agentenstruktur sei die Beschwerdegegnerin nur noch Agentin der B.________ AG gewesen. Direkte Ansprüche gegen die Beschwerdeführerin auf Lieferung von Tickets für die Fussball-Weltmeisterschaften 2014 und 2018 würden keine bestehen. Die Beschwerdegegnerin beantragt die Abweisung der Beschwerde, eventualiter die Aufhebung von Ziff. 7 des Dispositivs des Schiedsentscheids betreffend ihre Parteientschädigung. Das Schiedsgericht hat auf eine Vernehmlassung verzichtet. Nachdem einem Gesuch der Beschwerdeführerin um Erteilung der aufschiebenden Wirkung zunächst superprovisorisch bezüglich der Ziffern 1, 4, 6 und 8 des angefochtenen Schiedsspruches entsprochen wurde, wurde mit Präsidialverfügung vom 11. September 2018 auf die Anordnung der aufschiebenden Wirkung verzichtet.