Citation: C 84/00 07.11.2001 E. 3

3.- Streitig ist die Vermittlungsfähigkeit ab 1. Oktober 1998. a) Der Begriff der Vermittlungsfähigkeit (Art. 15 Abs. 1 AVIG) stellt schwergewichtig auf subjektive Eigenschaften des Versicherten ab. Mit anderen Worten ist die Vermittlungsfähigkeit von der objektiven arbeitsmarktabhängigen Vermittelbarkeit zu trennen. Für die Beurteilung der Vermittlungsfähigkeit von teilweise Arbeitslosen (Art. 10 Abs. 2 AVIG) ist daher in zeitlicher Hinsicht massgebend, ob sie bereit und in der Lage sind, eine zumutbare Arbeit im Umfang des geltend gemachten Arbeitsausfalles, der mindestens 20 % einer Vollerwerbstätigkeit betragen muss, anzunehmen (BGE 120 V 390 Erw. 4c/aa mit zahlreichen Hinweisen). Nach der Rechtsprechung kann allerdings die Beschränkung der Arbeitsbemühungen auf einen bestimmten beruflichen Bereich zusammen mit zeitlichen Arbeitseinschränkungen zur Verneinung der Vermittlungsfähigkeit führen (BGE 120 V 388 Erw. 3a mit Hinweisen). b) Die zeitliche Disponibilität der Beschwerdegegnerin schränkt ihre Vermittlungsfähigkeit für das gewünschte Pensum auf dem freien Arbeitsmarkt derart massiv ein, dass sie nicht mehr vermittlungsfähig ist. Entgegen den Ausführungen im vorinstanzlichen Entscheid steht sie grundsätzlich nämlich nur für zwei, nicht für drei Nachmittage zur Verfügung. Der vorliegende Fall unterscheidet sich zudem in einem wesentlichen Punkt von jenem, der im nicht publizierten - vom kantonalen Gericht angerufenen - Urteil L. vom 9. Juli 1998 (C 127/98) zu beurteilen war. Während dort die Versicherte an allen Werktagen jeweils morgens für vier Arbeitsstunden zur Verfügung stand, möchte die Beschwerdegegnerin nur an zwei Nachmittagen arbeiten. Entscheidend ins Gewicht fällt, dass diese beiden Nachmittage nicht beliebig sind, sondern nur bestimmte Kombinationen (Dienstag und Donnerstag oder Montag und Donnerstag oder dann Montag und Dienstag) in Frage kommen. Damit ist die Verfügbarkeit in einem Ausmasse eingeschränkt, dass die Vermittlungsfähigkeit auch auf einem weiten Arbeitsmarkt nicht mehr bejaht werden kann. c) Daraus folgt, dass die Beschwerdegegnerin ab 1. Oktober 1998 nicht mehr vermittlungsfähig ist.