Citation: 5A_824/2023 E. 4

Das Kantonsgericht hält dafür, aufgrund der gültig bestehenden Grunddiensbarkeit (vgl. zu dieser vorne Bst. A.a) müssten die Pflanzungen des Beschwerdeführers entlang der Grundstücksgrenze die Mindestabstände und Höhenbeschränkungen nicht einhalten und hätten die Beschwerdegegner überragende Äste und Wurzeln zu dulden. Die Dienstbarkeit bezwecke die Schaffung eines Sichtschutzes für das Grundstück des Beschwerdeführers. Der Beschwerdeführer übe die Dienstbarkeit indes nicht schonend aus: Ein Sichtschutz werde auch bei einer Beschränkung der Baumhöhe auf die Giebelhöhe des Hauses des Beschwerdeführers sowie mit einer Pflanzenbreite von 2 Metern erreicht. Ein unbegrenztes Wachsen der Pflanzen sei nicht notwendig, würde aber die Interessen der Beschwerdegegner massiv beeinträchtigen. Diesbezüglich verweist das Kantonsgericht namentlich auf grenzüberragende Äste mit einem Überhang bis zu 5,35 Metern, die teilweise bis auf den Balkon der Beschwerdegegner reichen, das grenzüberragende Wurzelwerk mit einer horizontalen Ausdehnung von bis zu 4,5 Metern sowie die Belastung durch Laub und den ausgedehnten Schattenwurf. Keinen Einfluss hat nach Ansicht des Kantonsgerichts der frühere Prozess zwischen den Parteien (vgl. vorne Bst. A.a), da die Verhältnisse sich wesentlich verändert hätten und der Beschwerdeführer nichts aus der früheren Ausübung der Dienstbarkeit für sich ableiten könne. Zu berücksichtigen sei aber allenfalls Art. 39 der Bauordnung vom 29. August 2000 der Stadt V.________ (SRS 731.1). Da die Einwirkungen auf das Grundstück der Beschwerdegegner nicht mit Art. 737 Abs. 2 ZGB in Einklang stünden, hätten diese einen Beseitigungs- und Unterlassungsanspruch. Die gegen diesen Standpunkt - er wurde breits von der ersten Instanz vertreten - gerichteten Vorbringen des Beschwerdeführers stufte das Kantonsgericht zum Grossteil als nicht rechtzeitig oder nicht hinreichend begründet ein. Weitergehend erachtete es sie als in der Sache unbegründet. Insbesondere sei die in Aussicht genommene Rückschneidung der Bäume auch dann nicht unverhältnismässig, wenn diese dadurch in ihrem Bestand gefährdet würden. Aus dem Umstand, dass gemäss der Dienstbarkeit eine "beliebige" Bepflanzung entlang der Grenze möglich sei, könne sodann nicht abgeleitet werden, der Beschwerdeführer müsse die Dienstbarkeit nicht schonend ausüben.