Citation: 8C_547/2022 E. 6.2.1

6.2.1. Die Beschwerdeführerin wendet im Wesentlichen ein, die vorinstanzliche Auffassung, ihr sei aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitstätigkeit von 80 bis 100 % zumutbar, treffe augenfällig nicht zu. Die Haushaltsabklärung müsse durch die IV-Stelle erfolgen. Die Vorinstanz habe unhaltbare Schlüsse gezogen, indem sie die Einschätzung der psychiatrischen MEDAS-Gutachterin "von 40 % Verantwortung in der Familie und im Haushalt" als Erwerb missdeutet habe. Es sei offensichtlich falsch, wenn IV-Stelle und Vorinstanz bei einer Vermischung von Status und Arbeitsfähigkeit eine Addition vorgenommen und damit von einer gesamthaften Arbeitsfähigkeit von 80 bis 100 % ausgegangen seien.