Citation: 2C_234/2023 E. 4.2.1

4.2.1. Der Begriff der "Gefahr missbräuchlicher Verwendung" ist weit zu verstehen: darunter fallen auch Hinderungsgründe, die dem Recht auf Waffenerwerb und -besitz noch mehrere Jahre entgegenstehen (Urteile 2C_235/2021 vom 3. September 2021 E. 5.4.2; 2C_1271/2012 vom 6. Mai 2013 E. 3.5 mit Hinweisen). Das ist beim Strafregistereintrag des Beschwerdeführers der Fall. Beim Beschwerdeführer kommt Erhebliches hinzu: er hat bereits mehrfach - und auch an öffentlich zugänglichen Orten - teilweise unter (wissentlich unzulässiger) zusätzlicher Verwendung von verbotenem Zubehör (Schalldämpfer) Schüsse abgegeben, so vor einem Einkaufsladen. Ebenfalls hat er in der Vergangenheit eine geladene Feuerwaffe auf dem Beifahrersitz seines Fahrzeugs mitgeführt. Dass andere Personen durch sein Verhalten nicht verletzt worden oder zu Tode gekommen sind, ändert daran entgegen den Beschwerdevorbringen nichts: Vom - nicht bewilligten - Mitführen geladener Schusswaffen und von deren Abfeuern an öffentlich zugänglichen Orten aus einem Fahrzeug heraus geht eine konkrete Gefährdung der Öffentlichkeit aus. Bereits deshalb ist die Prognose der Gefahr (zukünftiger) missbräuchlicher Verwendung beim Beschwerdeführer als hoch einzuschätzen.