Citation: 9C_455/2020 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, mit dem bidisziplinären Gutachten der Dres. med. D.________ und C.________ vom 13. Oktober 2014 habe eine beweiskräftige medizinische Entscheidgrundlage vorgelegen, aus der seine volle Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht hervorgehe. Bei der neuerlichen psychiatrischen Begutachtung durch Dr. med. E.________ vom 10. September 2015 habe es sich um eine unzulässige Zweitmeinung ("second opinion") gehandelt. Das kantonale Gericht erwog im Wesentlichen, die psychiatrische Expertise des Dr. med. D.________ vom 13. Oktober 2014 habe aufgrund mangelnder Auseinandersetzung mit den zahlreichen Inkonsistenzen keine genügende Beurteilungsgrundlage dargestellt. Dem widerspricht der Beschwerdeführer insbesondere mit Verweis auf eine erste, äusserst knapp gehaltene Einschätzung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), wonach das psychiatrische Gutachten "umfassend und schlüssig" sei. Für unerklärlich erachtet er, dass der RAD noch am selben Tag in einer ausführlichen, ergänzenden Stellungnahme die Expertise als nicht nachvollziehbar beurteilt habe mit der Begründung, es sei ein relevanter Gesundheitsschaden nicht ersichtlich, sondern (nur) ein reaktives Geschehen und ein Überwiegen von invaliditätsfremden, psychosozialen finanziellen Anreiz- und Belastungsfaktoren (in der Folge: selbständigerwerbend - Konkurs - Arbeitslosigkeit - wieder selbständigerwerbend). Damit dringt der Versicherte nicht durch. Der psychiatrische Experte hat sich weder mit den psychosozialen Belastungsfaktoren noch mit den vorhandenen Inkonsistenzen auseinandergesetzt oder diese überhaupt exploriert, obwohl ihr Vorhandensein aus dem rheumatologischen Gutachten - das er auch als Grundlage seiner Begutachtung bezeichnete - ohne Weiteres ersichtlich war. Soweit er ohne weitere Ausführungen lediglich festhielt, es bestünden "keine Hinweise auf eine schwerwiegend belastende psychosoziale Situation", lässt sich dies nicht nachvollziehen. Sodann verletzte die Verwaltung - entgegen dem Beschwerdeführer - nicht den Untersuchungsgrundsatz, indem sie dem psychiatrischen Gutachter vor Einholen einer neuen Expertise keine Gelegenheit zum Nachholen des Versäumten einräumte. Demnach ist der Schluss der Vorinstanz, es habe sich beim alsdann eingeholten Zweitgutachten des Dr. med. E.________ um keine unzulässige Zweitmeinung (second opinion, vgl. etwa Urteil 8C_776/2018 vom 9. Mai 2019 E. 5.1) gehandelt, bundesrechtskonform.