Citation: 2A.134/2000 24.05.2000 E. 2

2.- Die Ehefrau des Beschwerdeführers hat noch vor dem Entscheid des kantonalen Verwaltungsgerichts die schweizerische Staatsangehörigkeit erworben. Die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde richtet sich daher nach Art. 7 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAG; SR 142. 20), wonach der ausländische Ehegatte eines Schweizer Bürgers grundsätzlich Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung hat. Der Anspruch erlischt aber, wenn ein Ausweisungsgrund vorliegt. Ein solcher ist hier gegeben, da der Beschwerdeführer zuletzt zu einer Zuchthausstrafe von drei Jahren verurteilt werden musste. Die Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung ist allerdings nicht schon dann zulässig, wenn eine Verurteilung wegen eines Verbrechens oder Vergehens vorliegt (Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG), sondern erst, wenn auch die erforderliche Interessenabwägung (Art. 11 Abs. 3 ANAG in Verbindung mit Art. 16 Abs. 3 der Vollziehungsverordnung vom 1. März 1949 zum Bundesgesetz über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer [ANAV; SR 142. 201]) die Massnahme als verhältnismässig erscheinen lässt (BGE 120 Ib 6 E. 4a S. 12 f.). Bei einem mit einer Schweizerin verheirateten Ausländer, der erstmals um eine Bewilligung ersucht oder nach bloss kurzer Aufenthaltsdauer die Bewilligung erneuern lassen will, geht die Rechtsprechung davon aus, dass die Grenze, von der an in der Regel auch dann keine Bewilligung mehr erteilt wird, wenn der Ehefrau die Ausreise aus der Schweiz unzumutbar oder nur schwer zumutbar ist, bei zwei Jahren Freiheitsstrafe liegt (BGE 120 Ib 6 E. 4b S. 14). Der Beschwerdeführer musste zweimal verurteilt werden, zunächst zu einer Gefängnisstrafe von 12 Monaten und später zu einer Zuchthausstrafe von drei Jahren. Er liess sich weder von der bedingt ausgesprochenen ersten Freiheitsstrafe beeindrucken noch von der fremdenpolizeilichen Verwarnung. Der Ehefrau ist es nicht völlig unzumutbar, ihrem Mann nach Italien, ihrer ursprünglichen Heimat, zu folgen, zumal sie die italienische Sprache spricht und die dortigen Verhältnisse jenen in der Schweiz ähnlich sind. Die Interessenabwägung der kantonalen Behörden lässt sich angesichts der schwerwiegenden Straftaten, die der Beschwerdeführer verübt hatte, nicht beanstanden. Was der Beschwerdeführer hiergegen vorbringt, ist nicht stichhaltig: Wohl war die Ehefrau noch nicht Schweizer Bürgerin, als Polizeidirektion und Regierungsrat ihren Entscheid getroffen hatten. In einem Grenzfall könnte eine Beurteilung unter dem Gesichtspunkt von Art. 17 Abs. 2 ANAG (Ehegatte eines Ausländers mit Niederlassungsbewilligung) zu einer unterschiedlichen Interessenabwägung führen. Hier aber liegt kein Grenzfall vor, wie das Verwaltungsgericht zu Recht festgehalten hat. Im Übrigen hat der Regierungsrat in seiner Vernehmlassung an das Verwaltungsgericht erklärt, dass er an seinem Entscheid auch unter Berücksichtigung der erfolgten Einbürgerung der Ehefrau des Beschwerdeführers festhält, so dass die Rüge, dieser Aspekt sei bei der Interessenabwägung unbeachtet geblieben, nicht zutrifft. Richtig ist sodann zwar, dass bei Anordnung einer Einreisesperre der Beschwerdeführer bei jedem Besuch um eine Ermächtigung zum Grenzübertritt (Art. 13 Abs. 1 ANAG) nachsuchen müsste. Doch ist hierüber nicht im vorliegenden Verfahren zu entscheiden, und der Entscheid der Bundesbehörden in dieser Frage wirkt sich auch nicht darauf aus, ob die Aufenthaltsbewilligung zu erteilen ist oder nicht. Schliesslich ist wohl zutreffend, dass für das ältere der beiden Kinder eine Übersiedlung nach Italien mit Schwierigkeiten verbunden wäre. Doch reicht dies in der Interessenabwägung nicht aus, das gewichtige öffentliche Interesse an der Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung zu überwiegen.