Citation: 6B_97/2019 E. 5.4

5.4. Im zu beurteilenden Fall steht ausser Frage, dass der Beschwerdeführer in Ausübung seiner beruflichen Tätigkeit als Treuhänder Beihilfe zu Straftaten im Rahmen eines Schneeballsystems geleistet hat. Es trifft auch zu, dass der Beschwerdeführer ab dem Jahr 2007 in Deutschland in ein Schneeballsystem involviert war. Doch wird ihm in beiden Fällen attestiert, er sei sich erst im Laufe der Zeit darüber klar geworden, dass es sich bei den Konstrukten um betrügerische Systeme gehandelt und er mithin erst ab einem bestimmten Zeitpunkt vorsätzlich gehandelt hat (angefochtenes Urteil S. 54 f., 118 ff.; erstinstanzliches Urteil S. 73 ff.; vgl. auch Vernehmlassung der Oberstaatsanwaltschaft S. 5). Der Beschwerdeführer hat demnach in beiden Fällen seine Stellung nicht von Beginn weg bewusst missbraucht, von seiner unterstützenden Tätigkeit indes auch nicht abgelassen, nachdem sich ihm der wahre Charakter der jeweiligen Geschäftstätigkeit offenbart hat. Der Beschwerdeführer ist allerdings im kantonalen Verfahren nicht nur wegen seiner Hilfeleistungen für das Betrugskonstrukt von B.________, sondern auch bezüglich anderer Taten schuldig erklärt worden, die er im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit als Finanzintermediär und Treuhnänder begangen hat, so namentlich der Falschbeurkundung durch Falschangaben auf den Formularen A bei Kontoeröffnungen im Zusammenhang mit dem gewerbsmässigen Betrug von B.________ (angefochtenes Urteil S. 127 ff.), der Misswirtschaft im Kontext mit seinem Mandat als Verwaltungsrat bei der L.________ AG (angefochtenes Urteil S. 143 ff.) und der mehrfachen qualifizierten Veruntreuung (erstinstanzliches Urteil S. 116 ff.). Bei einer Gesamtbetrachtung dieser strafbaren Handlungen ist nicht ersichtlich, inwiefern die Vorinstanz mit der Aussprechung eines auf die Vermögensverwaltung beschränkten Berufsverbots ihr Ermessen verletzt haben sollte. Daran ändert nichts, dass der Beschwerdeführer nach den vorinstanzlichen Feststellungen im Rahmen seiner derzeitigen Berufstätigkeit seit bald sieben Jahren zu keinen weiteren Beschwerden Anlass gibt (angefochtenes Urteil S. 180). Wie die erste Instanz zutreffend erwägt, kann der Beschwerdeführer, sofern er sich weiterhin bewähren sollte, nach Ablauf von zwei Jahren des Vollzugs um eine inhaltliche oder zeitliche Einschränkung bzw. um die Aufhebung des Verbots ersuchen können (aArt. 67a Abs. 4 StGB; nunmehr Art. 67c Abs. 5 lit. a StGB; erstinstanzliches Urteil S. 157). Die Beschwerde erweist sich auch in diesem Punkt als unbegründet.