Citation: 6B_460/2020 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz nimmt an, das von der Staatsanwaltschaft eingeholte Gutachten von M.________ (nachfolgend: Gutachten M.________) sei nicht mangelhaft und die Einholung eines Obergutachtens entbehrlich. Es lägen nicht nur zwei Gutachten bei den Akten, sondern es sei zusätzlich ein methodenkritisches Gutachten eingeholt worden, mit dem die beiden vorhandenen Gutachten bewertet würden. Die vorhandenen Gutachten, insbesondere das methodenkritische Gutachten K.________ seien als vollauf genügend einzustufen, um die inkriminierten Sachverhalte mit dem im Strafrecht notwendigen Beweismass beurteilen zu können (angefochtenes Urteil S. 31 f.). Die Vorinstanz führt in Bezug auf die im Berufungsverfahren gegen das methodenkritische Gutachten K.________ vorgetragene Kritik aus, der Beschwerdeführer und der Mitangeklagte B.________ hätten die Funktion eines methodenkritischen Gutachtens verkannt. Dieses habe weder die Funktion, als zusätzliches Gutachten neben die beiden bestehenden Gutachten zu treten, noch in Form eines Obergutachtens zwischen zwei widersprechenden Gutachten eine Priorisierung herbeizuführen. Dementsprechend komme dem methodenkritischen Gutachten K.________ nicht die vom Beschwerdeführer zugeschriebene Wirkung einer Widerlegung des Gutachtens M.________ zu (angefochtenes Urteil S. 19 f.).