Citation: 1C_687/2020 E. 4.4

4.4. Verschiedene weitere von der Beschwerdeführerin vorgetragene Kritikpunkte schliessen, für sich betrachtet, die Festsetzung des Standorts Hatwil/Hubletzen ebenfalls nicht von vornherein aus. Nicht ersichtlich ist, weshalb eine allenfalls notwendige Umrüstung des benachbarten Kies- und Betonwerks dem Richtplaneintrag entgegenstehen sollte. Dass diese jetzt schon gesichert ist, kann nicht vorausgesetzt werden. Auch die von der Beschwerdeführerin als zu tief erachtete Bodennutzungseffizienz ist als Teil der Interessenabwägung vom Bundesgericht nicht auf der Stufe der Richtplanung zu prüfen. Gleich verhält es sich mit dem aus ihrer Sicht zu wenig stark gewichteten Interesse am Schutz des Gebiets zur Erholung für die Bevölkerung sowie am Schutz des Waldes und des Wildtierkorridors. Im raumplanerischen Bericht wird dazu festgehalten, dass das Hatwilerholz mit einer Grösse von 7 ha gerodet werden muss und dass das kantonale Amt für Wald und Wild eine temporäre Rodung dieses Waldes für den Kiesabbau als grundsätzlich bewilligungsfähig erachtet. Der Richtplantext sieht als Auflage, die in den nachfolgenden Planungen zu berücksichtigen ist, ausdrücklich vor, dass als Überbrückung bis zur Wiederbewaldung ein Funktionsersatz geschaffen werden muss. Auch das Aufrechterhalten der regionalen Bewegungsachse für Wildtiere und der bestehenden Wanderwegbeziehungen während des Betriebs stellen solche Auflagen dar. Weiter ist die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission in einem Gutachten vom 17. Mai 2018 zum Schluss gekommen, dass das Vorhaben eine höchstens leichte Beeinträchtigung des BLN-Objekts Nr. 1305 "Reusslandschaft" darstelle. Dass die in diesem Gutachten formulierten Voraussetzungen für den Eingriff nicht erfüllt werden könnten, behauptet die Beschwerdeführerin nicht. Auch legt sie nicht dar, inwiefern aus anderen, im Natur- und Heimatschutzrecht verankerten Gründen der Standort Hatwil/Hubletzen von vornherein nicht in Betracht fallen sollte. Im raumplanerischen Bericht wird schliesslich auch in einleuchtender Weise dargelegt, dass der vorübergehende Verlust an Fruchtfolgeflächen nicht zu einer Unterschreitung des kantonalen Kontingents führt und dass allenfalls erforderliche ökologische Ausgleichsmassnahmen im Rahmen der nachfolgenden Planung sicherzustellen seien.