Citation: 4A_545/2019 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz erwog, eine "Haftung aus Delikt" - mithin eine Haftung aus unerlaubter Handlung im Sinne von Art. 41 ff. OR - setze nicht notwendigerweise ein strafbares Verhalten voraus. Ohnehin sei der Rechtsgrund der kollozierten Forderungen für die Verbindlichkeit des rechtskräftigen Kollokationsplans und der rechtskräftigen Abtretungsverfügung irrelevant. Das Gericht habe die Rechtmässigkeit der Abtretung nach Art. 260 SchKG unter Vorbehalt der Nichtigkeit nicht zu überprüfen, sondern - entsprechend der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 132 III 342 E. 2.2.1 und BGE 111 II 81 E. 3) - bloss festzustellen, ob sich die Legitimation des Klägers aus einer Abtretungsverfügung ergebe. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers führe diese Rechtsauffassung nicht dazu, dass "jedermann" in beliebigen Konkursverfahren (aus einer strafbaren Handlung hergeleitete) Forderungen anmelden und sich so Ansprüche abtreten lassen könne. Die Konkursverwaltung habe gemäss Art. 244 SchKG die eingegebenen Forderungen sorgfältig und fachkundig zu prüfen, die zu ihrer Erwahrung nötigen Erhebungen zu machen und so die Zulassung unbegründeter Forderungen zu verhindern. Würden unberechtigte Forderungen kolloziert, könnten die anderen zugelassenen Gläubiger deren Wegweisung mit einer Kollokationsklage (Art. 250 Abs. 2 SchKG) anstreben.