Citation: H 258/01 06.08.2002 E. 2

Soweit die Beschwerde Führenden behaupten, von der Erhebung der Schadenersatzklage vom 15. Juni 1999 vor der Zustellung des entsprechenden kantonalen Entscheids vom 10. Juli 2000 unverschuldet niemals Kenntnis erhalten zu haben, da ihnen das Recht zur Einreichung einer Klageantwort und damit das rechtliche Gehör mangels Zustellung des Schreibens vom 16. Juni 1999 sowie der Nachfristansetzung mit Androhung der Säumnisfolge vom 26. Juli 1999 niemals gewährt worden sei, machen sie sinngemäss einen Fristwiederherstellungsgrund geltend. 2.1 Die versäumte Frist kann wiederhergestellt werden, wenn der Gesuchsteller oder sein Vertreter durch ein unverschuldetes Hindernis abgehalten worden ist, innert der Frist zu handeln, und binnen zehn Tagen nach Wegfall des Hindernisses unter Angabe desselben die Wiederherstellung verlangt und die versäumte Rechtshandlung nachholt (Art. 35 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 135 OG; vgl. auch Art. 24 VwVG in Verbindung mit Art. 96 AHVG). 2.2 Mit Eingabe vom 26. Juni 2002 behaupten A.________ und B.________, da die genannten Schreiben vom 16. Juni und 26. Juli 1999 nicht als Gerichtsurkunden, sondern nur als gewöhnliche Einschreibesendungen zugestellt worden seien, bleibe unklar, wer diese Briefe am Ort der Adressaten in Empfang genommen habe, ob sie es selbst gewesen seien oder ob es eine andere, "autorisierte oder nicht autorisierte Person" gewesen sei. Demgegenüber hat das kantonale Gericht mit Vernehmlassung vom 28. August 2001 zutreffend dargelegt und ausreichend nachgewiesen, dass die erwähnten Schreiben mit eingeschriebener Postsendung zum genannten Zeitpunkt an die korrekte Zustelladresse (Erw. 1.1 hievor) versandt worden sind. Mangels einer Rücksendung dieser Briefe durch die Post mit einem Vermerk wie etwa "nicht abgeholt", "Annahme verweigert" oder "abgereist ohne Adressangabe" durfte das Gericht zu Recht davon ausgehen, dass die Sendungen am Zielort zugestellt worden waren. Auf weitere Beweismassnahmen hinsichtlich (der in Frage gestellten Berechtigung) des Postempfängers am Zustelldomizil durfte die Vorinstanz angesichts der widersprüchlichen Argumentation der Beschwerde Führenden (Erw. 1.1 hievor) und der feststehenden Tatsachen verzichten (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 94 Erw. 4b mit Hinweisen; RKUV 2001 Nr. U 447 S. 564 mit Hinweisen). Gründe für eine Fristwiederherstellung sind somit nicht ersichtlich. Am Rande sei mit Blick auf den Personenkreis der möglichen Postempfänger darauf hingewiesen, dass gemäss Handelsregisterauszug an der mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend gemachten, angeblich ab 1. März 1999 gültigen Wohnadresse von A.________ und B.________ - wie bereits erwähnt - u.a. auch die Firma H.________ Ltd domiziliert war, wobei A.________ als Mitglied mit Einzelunterschrift und B.________ sowie S.________ je mit Einzelprokura verzeichnet waren.