Citation: I 132/06 05.09.2006 E. 5

5.1 Was die Einschränkung im Haushalt anbelangt, haben Vorinstanz und IV-Stelle diese, gestützt auf die Ergebnisse des Abklärungsberichts Haushalt vom 5. Dezember 2003, mit 26,75 % veranschlagt. Die Beschwerdeführerin hält dem entgegen, dass auf Grund der ergänzenden Angaben der ABI-Gutachter vom 30. September 2005 von einer vollständigen Leistungsunfähigkeit bezüglich der häuslichen Verrichtungen auszugehen sei; zufolge der zwischen den Aufgabenbereichen bestehenden Wechselwirkungen verbleibe bei voller Ausschöpfung der noch zumutbaren Arbeitsfähigkeit in der Erwerbstätigkeit von 40 % keine Kraft mehr für die Besorgung des Haushalts. 5.2 Den in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobenen Einwänden ist insofern beizupflichten, als die im Abklärungsbericht Haushalt vom 5. Dezember 2003 festgehaltene Beeinträchtigung von 26,75 % im Vergleich zu der für den erwerblichen Bereich im faktisch gleichen Tätigkeitsgebiet (Hauspflege, Haushalthilfe) unbestrittenermassen auf 60 % bezifferten Einschränkung (vgl. Erw. 4.1 hievor) doch eher gering erscheint, zumal im Rahmen der 1998 und 2002 durchgeführten Erhebungen vor Ort noch Einschränkungen in Höhe von 50,2 % und 46,85 % konstatiert worden waren (Abklärungsberichte Haushalt vom 1. Juni 1998 und 27. März 2002). Eine derartige Steigerung des Leistungsvermögens nur eineinhalb Jahre nach der letzten Untersuchung der Haushaltsverhältnisse ohne vergleichbare Entwicklung hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit im Erwerbsbereich lässt sich, entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin, nicht allein mit der in Bezug auf die Haushaltstätigkeit in verstärktem Masse geltenden Schadenminderungspflicht im Sinne der Mithilfe der Familienangehörigen (BGE 130 V 101 Erw. 3.3.3 mit Hinweisen; in BGE 130 V 396 nicht publizierte Erw. 8 des Urteils B. vom 18. Mai 2004, I 457/02, mit weiteren Hinweisen [SVR 2005 IV Nr. 6 S. 21]; Urteile J. vom 20. Januar 2006, I 725/04, Erw. 3.2, und S. vom 16. Februar 2005, I 568/04, Erw. 4.2.2 mit Hinweisen) rechtfertigen. Insbesondere das Argument der Verwaltung, es sei dem - im vorliegend relevanten Revisionszeitpunkt erst 13-jährigen - Sohn zumutbar, seine Mutter in der Haushaltsführung "massgebend" zu unterstützen (vgl. letztinstanzliche Vernehmlassung vom 16. März 2006, S. 5), scheint denn angesichts der gerade in diesem Lebensabschnitt vorhandenen schulischen Belastungen sowie anstehenden beruflichen Weichenstellungen doch eher fraglich. Wie weit die familiäre Mithilfe, in erster Linie des schichtarbeitenden Ehemannes, im vorliegenden Fall zumutbarerweise zu gehen hat, braucht indessen nicht abschliessend beurteilt zu werden. In Anbetracht einer gewichteten Behinderung im Erwerbsbereich von 22,92 % resultierte selbst unter Annahme einer Leistungsverminderung im Haushalt von ebenfalls 60 %, wodurch jedoch weder der Unterstützungspflicht der Familienangehörigen noch dem Umstand in irgendeiner Weise Rechnung getragen würde, dass bei der Besorgung des Haushalts in der Regel mehr Spielraum für die Einteilung der Arbeit und deren Ausführung besteht (Urteil E. vom 13. Dezember 2005, I 156/04, Erw. 6.2), kein eine Dreiviertel- oder gar eine ganze Rente begründender Invaliditätsgrad. Für eine höhere haushaltliche Beeinträchtigung sind alsdann keine Anhaltspunkte ersichtlich. Das im ergänzenden Bericht des ABI vom 30. September 2005 aufgezeigte drastische Ergebnis, wonach die - grundsätzlich zulässige (vgl. Urteil E. vom 13. Dezember 2005, I 156/04, Erw. 6.2) - Berücksichtigung allfälliger Wechselwirkungen zwischen den beiden Aufgabenbereichen im vorliegenden Fall bei Ausschöpfung der erwerblich zumutbaren Arbeitsfähigkeit zu einer Einbusse jeglichen Leistungsvermögens im Haushalt führe, findet vor dem Hintergrund des konkreten Krankheitsbildes, namentlich der spezifischen pneumologischen Einschränkungen sowie der Dissimulationstendenz in Form der Selbstverharmlosung der Atemprobleme, keine Stütze und lässt insbesondere auch schadenmindernde Vorkehren völlig ausser Acht.