Citation: 2C_223/2022 E. 5.1.1

5.1.1. Die Beschwerdeführerin ist am 2. März 2017 wegen gewerbsmässigen Betrugs, mehrfachen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage und mehrfacher Urkundenfälschung zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 20 Monaten verurteilt worden, womit sie den Widerrufsgrund von Art. 62 Abs. 1 lit. b AIG (längerfristige Gefängnisstrafe) erfüllt (vgl. BGE 135 II 377 E. 4.2). Ihr ausländerrechtliches Verschulden ist von Gewicht: Die Beschwerdeführerin richtete sich bis zu ihrer Verhaftung am 5. Juni 2015 darauf ein, mittels unrechtmässigen Einsatzes von Kundenkarten und durch Täuschung des Verkaufspersonals über ihre Identität regelmässige Einnahmen zu erzielen; diese machten einen wesentlichen Teil ihres Lebensunterhalts aus. Es entstand dadurch ein Schaden von insgesamt Fr. 99'271.--.