Citation: 8C_243/2023 E. 6.2

6.2. Gleiches gilt auch hinsichtlich der rückwirkenden Beurteilung der Arbeitsfähigkeit, wobei gemäss der vorinstanzlichen verbindlichen Feststellung ein Rentenbeginn frühestens im November 2014 in Betracht fällt. Die Vorinstanz ging gestützt auf die gutachtliche Einschätzung davon aus, dass nach der zweiwöchigen stationären Behandlung in der Klinik B.________ wegen der Schlafstörung im Juni 2014 erst wieder während der ab Januar 2015 geplanten, tatsächlich erst Mitte März begonnenen und bis Ende April 2015 dauernden tagesklinischen Betreuung durch die Psychiatrischen Dienste C.________ eine psychisch bedingte Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Dem trug das kantonale Gericht Rechnung mit der Zusprechung einer ganzen Invalidenrente vom 1. Januar bis 31. August 2015. Dass bereits ab dem frühestmöglichen Zeitpunkt des Rentenbeginns im November 2014, also zwei Monate zuvor, eine vollständige Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen bestanden hätte, kann nicht als erstellt gelten. Gemäss dem am 16. Januar 2015 bei der IV-Stelle eingegangenen Bericht der Psychiatrischen Dienste C.________ wurde der Beschwerdeführer dort seit September 2014 ausschliesslich zum Zweck der ADHS-Abklärung betreut. Daran ändert nichts, dass er auch medikamentös wegen der depressiven Symptomatik behandelt und zudem von den Ärzten der Psychiatrischen Dienste C.________ - nach der letzten temporären Beschäftigung im Bereich Recycling bis Anfang Juni 2014 - zum Aufbau einer Tagesstruktur, zu seiner Aktivierung und zur Verbesserung der Depression der anschliessend erfolgte tagesklinische Aufenthalt empfohlen wurde. Im weiteren Verlauf wurde von den Ärzten der Psychiatrischen Dienste C.________ denn auch keine Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht bescheinigt, sondern die berufliche Reintegration vielmehr allein unter den Vorbehalt der Klärung der somatischen Einschränkungen gestellt.