Citation: 2C_511/2019 E. 2.4

2.4. Die Beschwerdeführerin bringt vor, bezüglich der Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib beim Sohn anstatt beim Ehemann finde sich nichts in den Akten, obwohl hierzu ein Verfahren mit Verfügung und Gewährung des rechtlichen Gehörs hätte stattfinden müssen. Falls solche Akten existierten, liege eine schwere Gehörsverletzung vor, da diese nicht einsehbar seien. Diese Ausführungen sind unzutreffend: In den Akten des Migrationsamts befindet sich ein an die Beschwerdeführerin adressiertes Schreiben vom 22. September 2016 mit dem Titel "Erteilung Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib beim Schweizer Kind nach räumlicher Trennung vom Ehegatten", worin der Beschwerdeführerin mitgeteilt wurde, dass keine wichtigen Gründe für das Getrenntleben vorhanden seien und dass das Migrationsamt beabsichtige, ihr eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib beim Schweizer Kind zu erteilen, wozu ihr mit dem genannten Schreiben das rechtliche Gehör gewährt werde. Weiter findet sich in den Akten das von der Beschwerdeführerin unterzeichnete Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung vom 7. November 2016, in welchem als Aufenthaltszweck "Hausfrau mit Kind (CH-Bürger) " vermerkt ist. Die genannten Dokumente befinden sich bei den ordentlich paginierten Akten des Migrationsamts, in welche die Beschwerdeführerin letztmals im Rahmen des vorinstanzlichen Verfahrens vollumfänglich Einsicht erhalten hat. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt nicht vor.