Citation: 8C_127/2018 E. 5.2.1

5.2.1. Entgegen der Ansicht der Versicherten spielte das Burnout - soweit darin überhaupt ein invalidisierender Gesundheitsschaden erblickt werden kann (verneinend vgl. SVR 2012 IV Nr. 22 S. 95, 8C_302/2011) - bei der Beurteilung ihres Rentenanspruchs keine entscheidende Rolle. Vielmehr erachtete der psychiatrische Experte des asim auch nicht alleine die Depression als Ursache der psychischen Arbeitsunfähigkeit, sondern die Kombination von rezidivierender depressiver Störung, aktuell remittiert bei Verdacht auf fortbestehende neurotisch neurasthene Anteile (ICD-10: F 33.4), und kombinierter Persönlichkeitsstörung mit emotional instabilen, abhängigen und ängstlich vermeidenden Anteilen (ICD-10: F61.0) sowie Verdacht auf eine somatoforme Störung mit somatischen und psychischen Anteilen (ICD-10: F 45.41). Im Rahmen der per 1. November 2011 zugesprochenen ganzen Rente der Invalidenversicherung bei einem Invaliditätsgrad von 100 % stützte sich die IV-Stelle auf die ärztlichen Berichte der behandelnden Ärzte und Kliniken vor dem Unfall, demnach auf die die Arbeitsfähigkeit einschränkende Diagnose einer schweren depressiven Störung (ICD-10: F 32.2; Bericht des Externen psychiatrischen Dienstes E.________ vom 6. Oktober 2011) bzw. einer bipolaren affektiven Störung, gegenwärtig schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10: F 31.4; Austrittsbericht der Klinik C.________ vom 1. Juli 2011) oder einer bipolaren affektiven Störung, gegenwärtig schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10: F 31.4) mit Verdacht auf eine Konversionsstörung (ICD-10: F 44.9; Austrittsbericht der Klinik C.________ vom 22. Dezember 2010). Angesichts dieser Diagnosen ist nicht von einem blossen Erschöpfungszutand vor dem Unfall auszugehen.