Citation: 1A.65/2006 18.05.2007 E. D

Die Planteam AG legte am 26. Februar 2004 ein Lärmgutachten mit Sanierungskonzept für sämtliche Schiessanlagen im Hüslenmoos vor. Danach könnten mit baulichen und betrieblichen Massnahmen die IGW für das zivile Schiessen eingehalten werden. Für die militärischen Schiessübungen werde aber wegen der NGST‑Anlage der lGW bei der Liegenschaft X.________ links der 300m-Schusslinie überschritten, weshalb voraussichtlich Erleichterungen beantragt werden müssten. Am 27. August 2004 vereinbarten die Vollzugsbehörden des Kantons und des Bundes, dass die Lärmsanierung sämtlicher Anlagen im Hüslenmoos (zivile und militärische Schiessen) dem militärischen Plangenehmigungsverfahren als Leitverfahren unterstellt werde, weil es sich beim Hüslenmoos um Areal des Waffenplatzes Emmen handle (vgl. Sachplan Waffen‑ und Schiessplatze vom 19. August 1998, Objektblatt Nr. 03.11) und der militärische Anteil am Schiessbetrieb und an den gesamten Lärmimmissionen deutlich überwiege. Das definitive Sanierungsprojekt für die Schiessanlagen im Hüslenmoos reichten die Gesuchsteller am 19. Oktober 2004 dem VBS zur Genehmigung ein. Es basierte auf dem Lärmgutachten der Planteam AG vom 30. September 2004 und sah im Wesentlichen folgende Massnahmen vor: Betriebliche Massnahmen: - Maximal 60 Schiesshalbtage für die zivile Nutzung der Gemeinde- und der Militäranlage - Maximal 140 Schiesshalbtage für die militärische Nutzung der Militär- und der NGST-Anlage - Koordinierter Betrieb der Schiessübungen mit Grosskalibermunition (auf allen Anlagen) Bauliche Massnahmen: - Erstellen der Deponie rechts der Gemeindeanlage - Lärmschutzwand links der Militäranlage (Länge: 80m, OK: 455.4m) - Lärmschutzwand zwischen Gemeinde- und Militäranlage (Länge: 108m, OK: 455.4m) - Lärmschutzwand rechts der Gemeindeanlage (Länge: 12m, OK: 452.4m) - Erweiterung der NGST-Anlage (Einbau von zwei zusätzlichen Boxen à fünf Scheiben in die bestehende Anlage) - Lärmschutzwand um die NGST-Anlage (W/N/E-Seite, Länge: 296m, Höhe: 7m) - Verlegung der 100m-Anlage nach links zur neuen Lärmschutzwand - Einbau von Lägerblenden bei den 300m-Schiessanlagen und der 100m-Anlage Nach dem Sanierungsprojekt sollten mit Ausnahme der Liegenschaft X.________ im gesamten schiesslärmbelasteten Gebiet die massgebenden IGW eingehalten werden. Bei der Liegenschaft X.________ verbleibe jedoch eine IGW-Überschreitung von 7 dB(A), wofür die armasuisse Immobilien und die Luftwaffe Erleichterungen im Sinne von Art. 14 LSV beantragten. Die Kosten des Sanierungsprojekts sollten Fr. 2,75 Mio. für die Massnahmen bei der Gemeinde- und der Militäranlage (Kostenverteiler: VBS: 35%, Gemeinde: 65%) betragen und Fr. 1,5 Mio. für die Massnahmen bei der NGST-Anlage ausmachen.