Citation: I 543/02 07.03.2003 E. 3

Im angefochtenen Entscheid wird von einer durch die physischen und psychischen Leiden um 50 % eingeschränkten Arbeitsfähigkeit der Versicherten ausgegangen. Diese Einschätzung ist für die Zeit bis 31. Dezember 2000 nach Lage der Akten, insbesondere des fachchirurgisch-orthopädischen Gutachtens des Dr. med. L.________, Leitender Oberarzt der Abteilung für Unfall- und Wiederherstellungsmedizin, Städtisches Krankenhaus Y.________, vom 13. April 1999, des orthopädischen Gutachtens des Dr. med. Z.________, Facharzt für Orthopädie, Facharzt für physikalische und rehabilitative Medizin, vom 18. August 1997 und des psychiatrisch-psychotherapeutischen Fachgutachtens der Frau Dr. med. V.________, Psychiatrie-Psychotherapie, vom 5. Juli 1999 nicht zu beanstanden und wird von der Beschwerdeführerin nicht bestritten. Frau Dr. med. X.________ spricht zwar in dem im vorinstanzlichen Entscheid noch nicht berücksichtigten Gutachten vom 6. Juni 2002 von einer Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes ab Dezember 2000, bestätigt aber eine wesentliche solche Entwicklung erst ab Januar 2001. Unbestritten ist sodann die Feststellung der Verwaltung, wonach die erwerblichen Auswirkungen der beschriebenen gesundheitsbedingten Beeinträchtigung einem Invaliditätsgrad von 50 % entsprechen, was Anrecht auf eine halbe Invalidenrente gibt. Die Einschätzung der Frau Dr. med. X.________, wonach die Beschwerdeführerin aufgrund einer Verschlimmerung des psychischen Leidensbildes nicht mehr arbeitsfähig ist, wird überzeugend begründet und auch von IV-Arzt Dr. med. A.________ in seiner Stellungnahme vom 26. September 2002 geteilt. Es kann darauf abgestellt und, da damit keine Erwerbsfähigkeit mehr besteht, von einer anspruchsbeeinflussenden Änderung ausgegangen werden, welche die revisionsweise Rentenerhöhung im Sinne von Art. 41 IVG rechtfertigt. Wie erwähnt ist die gesundheitliche Verschlimmerung nach Frau Dr. med. X.________ ab 1. Januar 2001 als wesentlich zu betrachten. Dies wird im Gutachten vom 6. Juni 2002 ebenfalls schlüssig erklärt. Soweit der IV-Arzt den Eintritt der anspruchsbeeinflussenden Änderung erst auf den 1. April 2001 ansetzen will, kann ihm nicht gefolgt werden. Ist diese Änderung demnach am 1. Januar 2001 eingetreten, gilt es sie nach Art. 88a Abs. 2 IVV ab 1. April 2001 zu berücksichtigen. Die Beschwerdeführerin hat somit ab diesem Zeitpunkt Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung.