Citation: 4A_506/2024 E. B

B.a. Mit Klage vom 15. Januar 2022 beantragte der Kläger beim Kantonsgericht V.________, der Beklagte sei zu verpflichten, ihm (unter Nachklagevorbehalt) Fr. 203'569.05 nebst Zins zu bezahlen. Zur Begründung der Klage führte er im Wesentlichen aus, der Beklagte sei seinen Bauleitungsaufgaben nicht nachgekommen. Da es sich bei der D.________ AG um ein "eigentümergeführtes Unternehmen" gehandelt habe und der Beklagte die Funktion des Verwaltungsrats und des Geschäftsführers innegehabt habe, hätte er im Rahmen seiner organschaftlichen Funktion sicherstellen müssen, dass alle vertraglichen Verbindlichkeiten sorgfältig erfüllt würden. Mit Urteil vom 24. August 2023 wies das Kantonsgericht Zug die Klage ab (Dispositiv-Ziff. 1). Die Gerichtskosten von Fr. 10'000.-- auferlegte es dem Kläger und verpflichtete diesen, dem Beklagten eine Parteientschädigung von Fr. 21'573.65 zu bezahlen (Dispositiv-Ziff. 2-3). Das Kantonsgericht erwog, der Kläger habe eine Sorgfaltspflichtverletzung des Beklagten im Rahmen dessen Funktion als Organ der D.________ AG weder substanziiert behauptet noch nachgewiesen. Auch die klägerischen Ausführungen zum Kausalzusammenhang seien nicht substanziiert. B.b. Eine dagegen gerichtete Berufung des Klägers hiess das Obergericht des Kantons Zug mit Urteil vom 22. August 2024 teilweise gut. Es änderte die Dispositiv-Ziff. 1 des kantonsgerichtlichen Entscheids wie folgt: "1.1 Der Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger Fr. 196'692.15 (Forderungen) und Fr. 6'875.15 (Verzugszinsen) sowie 5 % Zins auf dem Betrag von Fr. 196'692.15 seit dem 17. Januar 2022 zu bezahlen. 1.2 Im Übrigen wird die Klage abgewiesen." (Dispositiv-Ziff. 1.1). Im Übrigen wies es die Berufung ab (Dispositiv-Ziff. 1.2). Die Gerichtskosten von Fr. 10'000.-- auferlegte es dem Beklagten und verpflichtete diesen, den Kläger für das Berufungsverfahren mit Fr. 11'850.-- zu entschädigen (Dispositiv-Ziff. 2-3). Das Obergericht erwog, die Voraussetzungen einer Haftung des Beklagten aus aktienrechtlicher Verantwortlichkeit seien erfüllt. Die D.________ AG wäre nicht zur Zahlung von Schadenersatz verpflichtet worden, wenn sie sich gegen die beim Handelsgericht Zürich angehobene Klage zur Wehr gesetzt hätte. Einzig hinsichtlich der geltend gemachten Verzugszinsen könne die Klage nicht vollumfänglich gutgeheissen werden. Der Kläger nehme zur erstinstanzlichen Kostenverlegung keine Stellung, weshalb darüber nicht neu befunden werden könne.