Citation: 8C_99/2010 03.05.2010 E. 4

Es steht aufgrund der medizinischen Akten fest und ist unbestritten, dass an beiden Schultern (zumindest teilweise) unfallbedingte Restfolgen persistieren. Uneinigkeit besteht bezüglich der Ursache der Nackenbeschwerden und deren allfällige zusätzliche Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. 4.1 Vorinstanz und Verwaltung nehmen gestützt auf den Abschlussbericht des SUVA-Kreisarztes Dr. med. C.________, Facharzt für Allgemeine Medizin FMH, vom 8. Oktober 2007 an, dem Versicherten sei unfallbedingt ein volles Pensum in einer leidensangepassten Beschäftigung zumutbar. Gemäss kreisärztlicher Einschätzung sei davon auszugehen, dass Tätigkeiten, welche mit Lastenheben von 10 kg oder mehr über Arbeitshöhe rechts, mit Bewegungen über Schulterniveau ohne Gewicht rechts, mit Lastenheben über Brustniveau links sowie mit Lastenheben von mehr als 10 kg über Schulterniveau beidseitig verbunden seien, nicht mehr möglich seien. Links könnten Lasten bis Brustniveau gehoben werden. Für die rechte Schulter nicht zumutbar seien Extrempositionen sowie ruckartige Bewegungen mit Schlägen und Vibrationen. Bewegungen über Schulterniveau ohne Gewichtheben könnten rechts nicht und links nur vereinzelt ausgeführt werden. Nach Ansicht des kantonalen Gerichts wird diese Einschätzung weder durch den Kreisarztbericht vom 15. Juli 2008, welcher bezüglich der linken Schulter zwar leicht schlechtere Werte angebe, noch durch die abweichenden Angaben der behandelnden Ärzte in Zweifel gestellt. Deshalb bilde das kreisärztliche Zumutbarkeitsprofil zu Recht Basis des vom Unfallversicherer aufgrund von DAP (Dokumentation von Arbeitsplätzen der SUVA) -Zahlen ermittelten Invalideneinkommens. 4.2 Der Beschwerdeführer wendet ein, die Ergebnisse der Untersuchungen des Kreisarztes vom 8. Oktober 2007 und vom 15. Juli 2008 würden offensichtlich in wesentlichen Punkten nicht übereinstimmen. Am 8. Oktober 2007 habe die 5 kg schwere Hantel rechts mühelos bis Bauchniveau und die 10 kg schwere Hantel knapp bis Arbeitshöhe gehoben werden können. Auf der linken Seite habe die 5 kg schwere Hantel auf Schulterhöhe und die 10 kg schwere Hantel auf Thoraxhöhe gehoben werden können. Anlässlich der Untersuchung vom 15. Juli 2008 seien niedrigere Belastungsgrenzen festgestellt worden. Die Angaben des Kreisarztes seien einerseits in sich selbst widersprüchlich und anderseits nicht in Einklang mit seinen Untersuchungsergebnissen zu bringen. Daher könne auf seine Einschätzung nicht abgestellt werden. Im Übrigen sei zu berücksichtigen, dass ein einmaliges Anheben von Gewichten nicht mit einer dauernden Arbeitstätigkeit gleichgesetzt werden könne. Wenn der Beschwerdeführer die 10 kg schwere Hantel linksseitig bis Bauchniveau heben könne, heisse dies noch lange nicht, dass er in der Lage sei, eine Tätigkeit, welche derartiges Heben häufig verlange, auszuüben. Dies habe die berufliche Abklärung in der Genossenschaft O.________, Eingliederungsstätte für Behinderte, eindrücklich aufgezeigt. Schliesslich würden die kreisärztlichen Feststellungen auch von den Angaben der behandelnden Ärzte abweichen. Der Beschwerdeführer sei in seiner Arbeitsfähigkeit äusserst eingeschränkt und könne selbst viele der so genannten einfachen und repetitiven Tätigkeiten nicht mehr ausüben, weshalb auf die von der SUVA herangezogenen DAP-Zahlen nicht abgestellt werden könne, sondern der Berechnung des Invalideneinkommens die Tabellenlöhne gemäss der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) zugrunde gelegt werden müssten. 4.3 Die SUVA weist darauf hin, dass der Beschwerdeführer seine behauptete Einschränkung in einer optimal der Behinderung angepassten bzw. dem Zumutbarkeitsprofil des Kreisarztes entsprechenden Tätigkeit nicht mit objektivierbaren Befunden, sondern mit Schmerzen begründe. Es stehe aber fest, dass die erhobenen Diagnosen zu keiner Einbusse in einer leidensangepassten Beschäftigung führten. Daran vermöge weder die Abklärung der Genossenschaft O.________, an welcher keine medizinische Fachperson beteiligt gewesen sei, noch die dürftig begründete Stellungnahme des Dr. med. B.________ vom 25. September 2008 etwas zu ändern.