Citation: I 505/02 10.02.2003 E. 3

3.1 Die Vorinstanz gelangte zum Schluss, dass die medizinischen Unterlagen zu ergänzen seien, da Dr. S.________, der einzige Arzt, der sich zur Arbeitsfähigkeit im Haushaltbereich äussert, mit Rücksicht auf die Gesundheitsschäden der Beschwerdegegnerin im Bericht vom 7. September 2001 lediglich einen Einsatz von zwei bis drei Mal eine halbe Stunde im Tag für zumutbar halte. Es sei daher möglich, dass die im Abklärungsbericht der IV-Stelle enthaltenen Angaben der Versicherten, die zu einer Einschränkung von lediglich 27 % führten, zu optimistisch ausgefallen seien. Die IV-Stelle, unterstützt vom BSV, wendet ein, eine ärztliche Einschätzung der Einschränkungen im Haushaltbereich sei nur in Ausnahmefällen gerechtfertigt. Hier lägen indessen keine den medizinischen Berichten widersprechende Aussagen der Versicherten vor, weshalb von der Abklärung an Ort und Stelle auszugehen sei. 3.2 Nach der Rechtsprechung ist der Beizug eines Arztes, der sich zu den einzelnen Positionen des Betätigungsvergleichs unter dem Gesichtspunkt der Zumutbarkeit zu äussern hat, nur in Ausnahmefällen, insbesondere bei unglaubwürdigen Angaben der Versicherten, die in Widerspruch zu den ärztlichen Befunden stehen, geboten (AHI 2001 S. 161 Erw. 3c; unveröffentlichtes Urteil W. vom 17. Juli 1990, I 151/90). Im vorliegenden Fall erscheinen die Angaben der Versicherten zu den einzelnen Positionen des Betätigungsvergleichs zwar nicht unglaubhaft, erwecken jedoch den Eindruck, zu optimistisch ausgefallen zu sein, wenn sie mit dem Bericht des Hausarztes Dr. S.________ verglichen werden. Dieser hatte nebst einer gesamthaft massiv reduzierten Arbeitsfähigkeit bei der Besorgung des Haushalts namentlich auch festgehalten, dass die Versicherte verschiedene Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Wohnungsreinigung nicht verrichten dürfe. Da die Feststellungen der Abklärungsperson der IV-Stelle vom 18. September 2001, die auf Angaben der Beschwerdegegnerin beruhen, und des Dr. S.________ vom 7. September 2001, obwohl praktisch zeitgleich erhoben, augenfällige Differenzen aufweisen, die aufgrund der Aktenlage nicht zu erklären sind, liegt ein Ausnahmefall im Sinne der zitierten Gerichtspraxis vor, weshalb die Vorinstanz richtigerweise zusätzliche medizinische Abklärungen zum Gesundheitszustand der Beschwerdegegnerin und zur Zumutbarkeit der verschiedenen Haushaltarbeiten angeordnet hat. Das Ergebnis der Aktenergänzung wird es der Verwaltung erlauben, sich ein hinreichend klares Bild über die Einschränkungen der Versicherten bei der Haushaltführung zu machen und hernach über den Rentenanspruch neu zu verfügen.