Citation: 2C_944/2020 E. 3

Im vorinstanzlichen und bundesgerichtlichen Verfahren unbestritten ist der Umstand, dass der Widerrufsgrund von Art. 62 Abs. 1 lit. b AIG erfüllt ist. Die Vorinstanz erwägt, der beschwerdeführende Ehemann sei mit Urteil des Obergerichts des Kantons Solothurn vom 28. März 2018 zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 30 Monaten und damit zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe im Sinne von Art. 62 Abs. 1 lit. b AIG verurteilt worden (vgl. E. 3.1 f. des angefochtenen Urteils). Das vorinstanzliche Urteil ist diesbezüglich nicht zu beanstanden (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.1; 135 II 377 E. 4.5). Die aufenthaltsbeendende Massnahme steht auch nicht mit der strafrechtlichen Landesverweisung im Sinne von Art. 66a StGB (SR 311.0) in Konkurrenz, da die Straftaten, die am 28. März 2018 zur besagten Verurteilung führten, vor dem 1. Oktober 2016 begangen wurden (vgl. Bst. A.c hiervor; BGE 146 II 1 E. 2.1). Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist demnach die Frage, ob der Widerruf der Aufenthaltsbewilligung des beschwerdeführenden Ehemanns aufgrund seiner Straffälligkeit verhältnismässig ist (vgl. E. 4 hiernach). In einem zweiten Schritt ist zu beurteilen, ob die beschwerdeführende Ehefrau und die drei gemeinsamen Kinder einen eigenständigen Aufenthaltsanspruch haben (vgl. E. 5 hiernach).