Citation: 2C_620/2024 E. 6.2.3

6.2.3. Soweit für das vorliegende Verfahren von Relevanz sprach das Strafgericht Basel-Landschaft die Beschwerdeführerin von mehreren Vorwürfen frei, weil es von einer Verletzung des Anklagegrundsatzes ausging (Urteil des Strafgerichtspräsidiums Basel-Landschaft vom 20. Oktober 2023, S.10 f.). Weiter verwarf das Strafgericht den Vorwurf, die Beschwerdeführerin habe es pflichtwidrig unterlassen, die medizinische Notversorgung der Kuh "D.________" sicherzustellen. Sie habe spätestens am 20. Juli 2021 den kantonalen Veterinärdienst kontaktiert, am 22. Juli 2021 sei der Tierarzt erschienen. Bis heute sei zudem unklar, was die Todesursache der Kuh gewesen sei (Urteil des Strafgerichtspräsidiums Basel-Landschaft vom 20. Oktober 2023, S. 12 f.). Bezüglich des Vorwurfs der Vernachlässigung und der nicht tierschutzkonformen Haltungsbedingungen kam das Strafgericht zum Ergebnis, am fraglichen Tag (22. Juli 2021) sei aufgrund der Foto- und Videodokumente lediglich ein Teilbereich der Weide morastig gewesen. Aufgrund der äusseren Umstände sowie gestützt auf die Aussagen der vor Ort anwesenden Personen sei davon auszugehen, dass die Weide um die Kuh "D.________" einzig aufgrund der Wasserkühlung durch die Beschwerdeführerin aufgeweicht gewesen sei (Urteil des Strafgerichtspräsidiums Basel-Landschaft vom 20. Oktober 2023, S.14).