Citation: 8C_150/2024 E. 6.1

6.1. Es fällt auf, dass der beratende Arzt bei seiner Kausalitätsbeurteilung lediglich die strukturellen Veränderungen der rechten Schulter im Auge hatte. Die behandelnden Ärzte führten die Schulterbeschwerden aber nicht - jedenfalls nicht allein - auf diese Veränderungen zurück. Dr. med. D.________ diagnostizierte eine posttraumatische Zervikobrachialgie mit mässigem subacromialem Impingement bei Bursitis subacromial rechts und erheblichen muskulären Verspannungen bei St. n. Auffahrunfall am 17. Juli 2020. Er verordnete Physiotherapie aufgrund einer Zervikobrachialgie nach Schleudertrauma. Die Schulterspezialisten der Klinik H.________ diagnostizierten eine posttraumatische muskuloskelettale Omalgie mit Skapuladyskinesie und Zervikobrachialgie nach Auffahrunfall. Dr. med. G.________ übernahm diese Diagnose in der Folge und führte die Schulterbeschwerden des Versicherten auf myofasziale Triggerpunkte zurück. Diese wiederum seien Folge der Krafteinwirkung durch die Heckkollision am 17. Juli 2020, wo es zur Überlastung der Muskulatur und zur Formierung von aktiven Triggerpunkten gekommen sei. Dr. med. G.________ wies dabei auch darauf hin, dass es aufgrund der zunächst während Monaten weiterhin ausgeübten Tätigkeit als Pizzaiolo zu einer Verstärkung der Schmerzen gekommen sei.