Citation: C 313/00 07.03.2002 E. 3

3.- Der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vertretenen Auffassung ist beizupflichten. Zwar wäre der Beschwerdeführer als Verwaltungsrat der Firma X.________ AG von Gesetzes wegen vom Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung ausgeschlossen. Von einer rechtsmissbräuchlichen Gesetzesumgehung, welche anzunehmen ist, wenn zwar der Wortlaut einer Norm beachtet, ihr Sinn dagegen missachtet wird (BGE 123 V 238), kann unter den gegebenen Umständen, die sich vom Sachverhalt, welcher BGE 123 V 234 zugrunde lag, in wesentlichen Punkten unterscheiden, nicht gesprochen werden. Namentlich verfügte der Beschwerdeführer trotz beibehaltener Stellung als Verwaltungsrat der Firma X.________ AG nicht über die Macht, sich nach Beendigung der Anstellung als Geschäftsführer des Restaurant Y.________ als Arbeitnehmer der Gesellschaft einzustellen oder einen neuen Betrieb für die Firma X.________ AG zu eröffnen. In der Lage, solche Entscheide zu treffen, war einzig der Mehrheitsaktionär D.________, der denn auch die vom Beschwerdeführer ab April 2000 in Aussicht genommene Tätigkeit als Geschäftsführer des T.________ verhinderte. Diesem und nicht dem Beschwerdeführer stand die unternehmerische Dispositionsfreiheit zu. Mit der Kündigung des Arbeitsverhältnisses als Geschäftsführer des Restaurant Y.________ war nicht ein bloss vorübergehendes Ausscheiden aus den Diensten der Firma X.________ AG verbunden, wie gerade die nachfolgende Entwicklung mit der Intervention des Eigentümers der Gesellschaft zeigt. Verwaltung und Vorinstanz haben den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung somit zu Unrecht mit der Begründung verneint, es liege eine Umgehung der Vorschriften über die Kurzarbeitsentschädigung vor. Ob der Beschwerdeführer die Anspruchsvoraussetzungen nach Art. 8 ff. AVIG erfüllt, wird die Arbeitslosenkasse, an welche die Sache zurückzuweisen ist, prüfen und hernach über die Taggeldberechtigung ab 15. November 1999 neu befinden.