Citation: 2C_15/2017 E. 2.4

2.4. Die strittige Niederlassungsbewilligung wurde dem Beschwerdeführer 1 am 16. November 2011 erst nach Durchführung von polizeilichen Ermittlungen wegen Verdachts auf Scheinehe mit seiner schweizerischen Ehefrau und auf Führen einer Parallelbeziehung mit (seiner jetzigen Ehefrau) B.A.________ ausgestellt. Im Verfahren auf Erteilung der Niederlassungsbewilligung hatten der Beschwerdeführer und seine vormalige Ehefrau schweizerischer Staatsangehörigkeit, D.________, am 17. Oktober 2011 eine Erklärung betreffend ehelicher Gemeinschaft unterzeichnet und ausdrücklich erklärt, in einer intakten ehelichen Gemeinschaft zu leben und weder Trennungs- noch Scheidungsabsichten zu pflegen. Nach der Auflösung der ersten Ehe und Eheschluss mit der Beschwerdeführerin 2 getätigte polizeiliche Ermittlungen ergaben, dass die erste Ehefrau schweizerischer Staatsangehörigkeit seit dem 1. Januar 2011 in einer 2-Zimmerwohnung an der U.________ in W.________ gewohnt und den betreffenden Mietvertrag alleine unterzeichnet hatte, die verschiedenen Hausbewohner dieser Liegenschaft den Beschwerdeführer 1 anhand von Fotos nicht erkannten und gemäss deren Aussagen der Beschwerdeführer 1 mit Sicherheit diese Wohnung nicht bewohnt hatte. Gestützt auf diese Aussagen ging die Vorinstanz (in Bestätigung des unterinstanzlichen Entscheids) davon aus, dass der Beschwerdeführer 1 im Bewilligungsverfahren unzutreffende Angaben über eine unter dem Gesichtspunkt von Art. 43 AuG rechtserhebliche Tatsache getätigt hatte, weshalb seine Niederlassungsbewilligung zu widerrufen sein. Diese vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung, auf welcher die rechtliche Begründung massgeblich beruht, erweist sich entgegen der Beschwerdeschrift nicht als willkürlich (Art. 9 BV) und ohne Gehörsverletzung (Art. 29 Abs. 2 BV) erstellt. Der Beschwerdeführer 1 hatte im Verfahren vor der kantonalen Justiz- und Sicherheitsdirektion zwecks Antritts des Gegenbeweises zum Rapport der Luzerner Polizei vom 23. Juni 2014 als Beweis nur diverse (undatierte) Fotos der Liegenschaft inkl. Tiefgarage an der U.________, W.________, sowie einen Augenschein der Liegenschaft inklusive Tiefgarage, eine Zeugenaussage seiner ersten Ehefrau und eine Parteibefragung (seiner eigenen Person) und einen (nicht nachweislich in der betreffenden Liegenschaft zugestellten) Zahlungsbefehl vom 22. November 2012 angeboten (Verwaltungsbeschwerde der Beschwerdeführer vom 20. November 2014, NN. 55-59). Indem die Vorinstanz im vorinstanzlichen Verfahren in zulässiger antizipierter Beweiswürdigung (Urteile 2C_445/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 2.7; 2C_733/2012 vom 24. Januar 2013 E. 3.2.3) davon ausging, sie habe sich ihre Überzeugung anhand des zitierten Polizeirapports gebildet und diese Überzeugung würde durch die Abnahme der angebotenen Beweise nicht erschüttert, ist keine Willkür (Art. 9 BV) und keine Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) zu erblicken. Dem vorliegenden Beschwerdeverfahren ist somit ebenfalls sachverhaltsmässig zu Grunde zu legen, dass der Beschwerdeführer 1 spätestens ab dem 1. Januar 2011 nicht mehr mit seiner ersten Ehefrau D.________ zusammengewohnt hat und somit die im Bewilligungsverfahren abgegebene Erklärung betreffend ehelicher Gemeinschaft vom 17. Oktober 2011 als falsche Angabe im Sinne von Art. 63 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 62 lit. a AuG zu werten ist. Damit hat der Beschwerdeführerin 1 diesen Widerrufsgrund gesetzt, woran die übrigen, in der Beschwerdeschrift vorgetragenen Sachverhaltsrügen nichts zu ändern vermögen. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.