Citation: I 473/06 10.09.2007 E. 10

In medizinischer Hinsicht holte die IV-Stelle im Rahmen der revisionsweisen Überprüfung des Rentenanspruchs einen Bericht des behandelnden Psychiaters Dr. med. P.________ vom 31. März 2005 ein, der eine Borderline-Persönlichkeitsstörung mit stark dependenten Zügen bei sexueller Missbrauchsanamnese, eine Hörbehinderung sowie eine Adipositas per magna diagnostizierte. Weiter führte er unter anderem aus, nachdem der Versicherten das Alleinleben in früheren Jahren grosse Probleme gemacht habe (Chaos im Haushalt, Schulden und Zahlungsversäumnisse), funktioniere sie heute vor allem mit Hilfe einer ambulanten psychiatrischen Krankenpflege erstmals ohne grössere Probleme. Ohne diese unverzichtbare praktische Hilfe im Alltagsleben wäre ein Rückfall in die völlige psychosoziale Unselbstständigkeit zu befürchten. Diese Angaben sind nicht hinreichend, um zu beurteilen, inwiefern die Beschwerdeführerin durch ihre Krankheit im Hinblick auf die Frage der lebenspraktischen Begleitung in ihren psychischen oder geistigen Funktionen eingeschränkt ist. Insbesondere äusserte sich Dr. med. P.________ in keiner Weise zum Abklärungsbericht an Ort und Stelle vom 8. Februar 2005 und auch nicht zu den streitigen Fragen, inwieweit die Besuche der Versicherten bei ihrer Schwester und die Hilfeleistungen des Vereins T.________ bzw. dessen Präsidentin Frau I.________ zusätzlich zur Begleitung durch die gemeindepsychiatrische Krankenpflege (Frau R.________) notwendig sind (vgl. E. 6.1, 8.2 und 9.2 hievor). Keine Angaben hiezu enthalten auch die bei den Akten liegenden Berichte der Dres. med. A.________, Psychiatrie/ Psychotherapie vom 1. Februar 2002 und B.________, Facharzt Allgemeine Medizin FMH vom 16. Januar 2002. Weiter fehlt hinsichtlich des Abklärungsberichts an Ort und Stelle vom 8. Februar 2005 das erforderliche Visum bzw. eine Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD; vgl. Rz. 8144 KSIH und AHI 2003 S. 329).