Citation: 6B_47/2021 E. 5.2.2

5.2.2. Die Vorinstanz erwägt, es stehe fest, dass F.________ zum Beschwerdegegner gegangen sei, eventuell zusammen mit G.________, und diesen gefragt habe, ob sie dem Maler helfen könnten, die Entladeklappe des Müllcontainers unter Zuhilfenahme des Palettenhubwagens ("Ameise") anzuheben. Der Beschwerdegegner habe hierzu ausgesagt, F.________ und G.________ hätten gefragt, ob sie C.________ helfen und den Palettenhubwagen einsetzen könnten, um den Deckel des Müllcontainers etwas zu heben. Sie hätten ihm nicht gesagt, wie genau sie das tun wollten und wie weit die Klappe geöffnet werden sollte. Er habe zugestimmt und gesagt, dass sie die Klappe dabei gut sichern sollten. Sie hätten dort diverse Kanthölzer gehabt. Er habe aber keine spezifische Anweisung erteilt, wie die Klappe zu sichern sei, sondern lediglich sichern gesagt. Er habe sich nicht vor Ort ein Bild gemacht, wie das möglich sei, denn sie hätten ja diese Arbeiten (einem anderen Unternehmen) in Auftrag gegeben, weil sie es nicht hätten selber machen können. Die Vorinstanz stellt zusammenfassend fest, der Beschwerdegegner habe seinen Mitarbeitern erlaubt, C.________ beim Anheben der Entladeklappe zu helfen. Er sei damit einverstanden gewesen, dass sie dabei die "Ameise" einsetzen würden. Der Beschwerdegegner habe offenbar auch erkannt, dass diese Arbeit mit Gefahren verbunden sein könnte, und habe verlangt, dass man die Klappe beim Anheben sichere. Er habe aber offen gelassen, wie dies geschehen sollte. F.________, G.________ und wohl auch C.________ hätten ihrerseits noch nicht gewusst, wie sie das bewerkstelligen wollten. Der Beschwerdegegner habe darauf verzichtet, sich persönlich ein Bild von der Sache zu machen, weil er die Situation nicht als sehr gefährlich eingeschätzt habe und der Meinung gewesen sei, dass Fachleute am Werk seien, die sich nicht selber in Gefahr bringen würden. Ohnehin sei er der Meinung gewesen, dass das Malerunternehmen mit diesen Arbeiten beauftragt worden und damit auch für deren sichere Ausführung verantwortlich sei (Urteil S. 11 ff. E. III.i). In tatsächlicher Hinsicht hält die Vorinstanz weiter fest, bei der "Ameise" handle es sich um einen Elektro-Deichsel-Niederhubwagen. Er wiege 350 kg und vermöge Lasten bis zu zwei Tonnen zu tragen (Urteil S. 15 E. III.k). Gemäss dem spurenkundlichen und unfalltechnischen Gutachten des FOR habe die Entleerungsklappe des Müllcontainers vor dem Unfall wohl nur auf der linken Gabel des Hubwagens direkt aufgelegen. An deren Oberseite seien Fremdlackpartikel gefunden worden, die sich nicht vom Farblack der Unterkante des Containerdeckels unterscheiden würden. Die Gutachter würden weiter ausführen, es sei möglich, dass die Entladeklappe auf der allseits abgerundeten Gabel zufolge einer Instabilität des Niederhubwagens unter der Belastung mit der ca. 220 kg schweren Klappe ohne Zutun einer der anwesenden Personen abgerutscht und dann zugefallen sei. Gutachterlich könne auch nicht ausgeschlossen werden, dass jemand den Niederhubwagen etwas bewegt und damit das Zufallen der Klappe ausgelöst habe (Urteil S. 15 E. III.l). Schliesslich würden die Gutachter feststellen, dass sich an der Kante und Dichtung der Containeröffnung auf einer Höhe von ca. 130 cm ab Boden anhaftendes Blut sowie frische und stark angepresste Haarfragmente befunden hätten. Daraus sei zu schliessen, dass der Kopf von C.________ bei gebückter Haltung von der zufallenden Entleerungsklappe eingeklemmt worden sei. Dies führe zum Schluss, dass der Verunfallte in diesem Moment an die Containeröffnung herangetreten sei und in den Container habe hineinschauen wollen (Urteil S. 16 E. III.m).