Citation: U 417/04 22.04.2005 E. A

Der 1967 geborene S.________ arbeitete seit dem 8. Juni 1999 als Programmierer in der Firma K.________ GmbH und war damit obligatorisch bei der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft (nachfolgend: Mobiliar) versichert. Am 2. Januar 2000 zog er sich anlässlich eines Sturzes beim Skifahren eine Beckenringfraktur zu. Nach der Erstversorgung im Spital X.________ wurde er gleichentags ins Spital Z.________ in Y.________ überführt, wo die Ärzte eine instabile Beckenring-C-Fraktur und eine extraperitoneale Harnblasenruptur diagnostizierten. Es wurde notfallmässig eine Stabilisierung der Beckenringfraktur und Naht der Harnblase durchgeführt. Ein weiterer Eingriff wurde am 5. Januar 2000 notwendig. Am 12. Januar 2000 wurde der Versicherte zur Weiterbehandlung ins Spital B.________ verlegt (Bericht des Spitals Z.________ vom 14. Januar 2000). Vom 9. bis 30. März 2000 weilte er alsdann in der Rheuma- und Rehabilitationsklinik A.________. Wegen des eher schleppenden Heilungsverlaufs veranlasste die behandelnde Hausärztin Dr. med. H.________ in der Folge eine Abklärung in der Klinik C.________ (Bericht vom 30. Juni 2000). Am 22. August 2000 erfolgte eine neurologische Beurteilung durch Prof. Dr. med. D.________, welcher wegen der geklagten Parästhesien und elektrischen Sensationen entlang des Ischiadicus eine MR-Untersuchung empfahl. Aufgrund der bildgebenden Untersuchung konnte eine Discushernie ausgeschlossen werden. Zudem zeigten die Befunde, abgesehen von einer mässiggradigen Arthrose der Intervertebralgelenke, im Lendenwirbelsäulenbereich reguläre Resultate. Im Bereich des Beckens ergab sich keine Pathologie, welche den nervus ischiadicus beeinträchtigen könnte. Da der Versicherte weiterhin über ischialgieforme Schmerzen klagte, wurde nach weiteren Abklärungen auf dessen Wunsch am 12. Dezember 2001 im Spital W.________ die Metallentfernung durchgeführt. Dabei kam es zu einer iatrogenen Läsion der Blasenwand, welche ebenfalls versorgt werden musste. Am 22. Januar 2002 wurde zudem eine Meatusplastik vorgenommen. Da diese zu keinem befriedigenden Ergebnis führte, erfolgte am 13. Juni 2002 eine Reoperation in der Klinik I.________. Die Mobiliar anerkannte ihre Haftung für diesen Unfall, kam für die Heilungskosten auf und richtete Taggelder aus. Im Rahmen ihrer Abklärungen holte sie mehrere medizinische Berichte und Atteste ein und ordnete eine Begutachtung durch PD Dr. med. E.________, Spezialarzt für Chirurgie, an, welche am 25. Februar 2003 erging. Mit Verfügung vom 2. April 2003 teilte sie dem Versicherten mit, dass es ihm zumutbar sei, in einer vorwiegend intellektuellen Tätigkeit in zum Teil sitzender und zum Teil stehender Position im Rahmen eines Vollpensums ganztags erwerbstätig zu sein. Die Taggeldzahlungen würden daher ab 31. März 2003 eingestellt. Die Physiotherapie sei in der zweiten Hälfte des Jahres 2002 sistiert worden, da nicht mit einer weiteren Besserung des Heilergebnisses zu rechnen sei. Da hausärztliche Kontrollen in drei bis viermonatlichen Abständen notwendig seien, würden deren Kosten - sofern im Zusammenhang mit dem Unfall stehend - weiterhin übernommen. Als S.________ damit nicht einverstanden war und einspracheweise die Weiterausrichtung der Taggelder über den 1. April 2003 hinaus für die Dauer von zwei Jahren und anschliessender Neubeurteilung und Prüfung der Frage der Integritätsentschädigung sowie die Fortsetzung und fallspezifische und heilungsbezogene Intensivierung der medizinischen Leistungen beantragen liess, hielt sie mit Einspracheentscheid vom 7. Oktober 2003 an ihrer Verfügung fest. Da die Frage der Integritätsentschädigung nicht Gegenstand der Verfügung gebildet habe, werde auf diesen Punkt nicht eingetreten. Auf Nichteintreten schloss sie - mangels Begründung und Beschwer - auch bezüglich des Begehrens um weitergehende Ausrichtung von Heilungskosten.