Citation: 1P.83/2003 10.06.2003 E. A

X.________ ist Eigentümer der mit einem Chalet überbauten Parzelle Nr. 5012 im Gebiet A.________ in Varen. Am 20. Juli 2000 erliess die Baukommission Varen eine Baueinstellungsverfügung, nachdem sie festgestellt hatte, dass X.________ auf dem Grundstück mit bewilligungspflichtigen Bauarbeiten begonnen habe, ohne ein Baugesuch eingereicht zu haben. Am 21. August 2000 reichte X.________ ein Baugesuch für "Mauern zur Geländestützung, Terrassierung und Einfriedung sowie Treppe" ein. Die Gemeinde ergänzte den Gesuchsgegenstand mit "Erstellung eines Abstellplatzes", veröffentlichte es im kantonalen Amtsblatt und bewilligte es, nachdem keine Einsprachen eingegangen waren, am 15. November 2000 (Genehmigungsstempel der Pläne: 7. November 2000) mit der Auflage, dass die bestehende Zufahrt zur westlich angrenzenden Nachbarparzelle Nr. 5006 im heutigen Zustand zu jeder Zeit gewährleistet sein müsse. Am 10. September 2001 führte die Baukommission der Gemeinde Varen eine Baukontrolle durch und stellte fest, dass X.________ die Mauer auf der Westseite nicht nach Plan erstellt, die Böschung für eine Garage oder einen Raum unterhöhlt und auf der Ostseite ein nicht bewilligtes Fenster erstellt habe. Zudem habe er auf der Strassenböschung bzw. der Waldstrasse Aushubmaterial deponiert, welches zu entfernen sei. Gestützt auf diese Feststellungen erliess die Gemeinde am 13. September 2001 eine Wiederherstellungsverfügung und verhängte eine Baubusse von 5'000 Franken gegen X.________. Am 18. September 2001 erhob X.________ Einsprache, in welcher er im Wesentlichen geltend machte, bei der beanstandeten Baute handle es sich nicht um einen Raum im baurechtlichen Sinne, worunter ein allseitig dauernd geschlossener Bereich zu verstehen sei, sondern um eine Art offene Nische; die Bauarbeiten seien im Übrigen noch nicht beendet und würden der Baubewilligung entsprechen. Am 4. Oktober 2001 nahm die Baukommission einen Augenschein auf der Baustelle und stellte dabei u.a. fest, dass X.________ eine 1,5 m hohe Mauer erstellt habe, welche die Zufahrt zur Parzelle Nr. 5006 versperre. Der beanstandete "Raum" sei bereits so weit ausgehöhlt, dass ein kleiner Pneulader darin habe untergebracht werden können. Am 26. Oktober 2001 teilte die Gemeinde X.________ mit, für die Beurteilung der Einsprache gegen die Wiederherstellungsverfügung sei der Staatsrat zuständig und wies die Einsprache gegen die Baubusse ab. X.________ focht diese Bussenverfügung am 19. November 2001 beim Kantonsgericht an, im Wesentlichen mit der Begründung, die erstellten Bauteile hätten, soweit sie überhaupt bewilligungspflichtig seien, der erteilten Bewilligung entsprochen.