Citation: 9C_700/2022 E. 3.3

3.3. Unabhängig von allfällig veränderten Verhältnissen hat das Verwaltungsgericht weiter geprüft, ob anzunehmen sei, dass die technisch-wirtschaftliche Funktion der Stammanteile während der Steuerperiode 2016 darin bestünde, dem Landwirtschaftsbetrieb der Beschwerdeführer zu dienen, was dann dazu führen müsse, die besagten Anteile als Geschäftsvermögen zu qualifizieren. Davon ist es mit ausführlicher Begründung ausgegangen (vgl. dazu E. 4.3 u. 4.4 S. 11-14 des angefochtenen Entscheids), wobei es sich aber in beträchtlichem Ausmass auf die Verhältnisse abgestützt hat, wie sie schon in der Zeit vor 2016 gegolten hätten. Dem halten die Beschwerdeführer mit ebenso ausführlicher Begründung entgegen (vgl. Rz 24 S. 11 u. Rz 40-46 S. 19-22 der Beschwerdeschrift), ihre Beteiligungen hätten 2016 - wie schon in den ganzen Jahren seit 2003 - nicht die technisch-wirtschaftliche Funktion gehabt, ihrem Landwirtschaftsbetrieb zu dienen. Unter den gegebenen Umständen erweist sich die durch das Verwaltungsgericht vorgenommene, von der Qualifizierung der Vorperioden (vermeintlich) unabhängige, sich in Wirklichkeit aber auf eine Neu-Qualifizierung der Verhältnisse in den Vorperioden erstreckende Beurteilung als bundesrechtswidrig. Eine solche Art der Prüfung hätte sich nur dann rechtfertigen können, wenn sie sich auf einen Fall bezogen hätte, in dem die vergangenen Veranlagungen ausschliesslich auf den unüberprüft gebliebenen Angaben der Pflichtigen beruht hätten, und in dem sich im Nachhinein unwidersprochen herausgestellt hätte, dass die Veranlagungsbehörde sich nicht auf diese Angaben hätte abstützen dürfen. Dann wäre es statthaft gewesen, zumindest für 2016 eine berichtigte Beurteilung vorzunehmen. Ein solcher Fall ist hier aber nicht gegeben. Während nicht weniger als 13 Steuerperioden wurde eine gegenteilige Qualifizierung vorgenommen, woran die Behörden umso mehr gebunden waren, als sie die konkreten Verhältnisse jeweils durchaus einer konkreten Prüfung unterzogen hatten. Unter solchen Umständen bedurfte es massgeblich veränderter Verhältnisse, um eine Umqualifizierung zu rechtfertigen. Eine derartige Veränderung hat die Vorinstanz nicht darzutun vermocht, auch nicht mit ihren Ausführungen zur technisch-wirtschaftlichen Funktion in der Steuerperiode 2016.