Citation: U 49/07 17.08.2007 E. 3

Mit Blick auf die Aktenlage und die Parteivorbringen besteht kein Anlass, den vorinstanzlich in einlässlicher Würdigung der medizinischen Unterlagen bejahten (teilweisen) natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 8. September 2003 und dem über den 30. September 2005 hinaus fortdauernden, die Leistungsfähigkeit einschränkenden somatoformen Beschwerdebild des Versicherten letztinstanzlich erneut der richterlichen Überprüfung zu unterziehen (BGE 110 V 48 E. 4b S. 53). Zu beurteilen bleibt die - einzig - umstrittene Adäquanz des Kausalzusammenhangs. 3.1 Aus den Akten geht hervor, dass der Versicherte unmittelbar nach dem Unfall (Arztzeugnis UVG vom 25. September 2003/Rückfallmeldung vom 6. November 2003) eine Verstauchung der rechten Hand beklagte. Erst anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 5. Februar 2004 stellte der SUVA-Arzt, Dr. med. K.________, die Diagnose einer HWS-Distorsion, wobei er den Verdacht des Hausarztes auf eine chronische Schmerzkrankheit bekräftigte und auch eine posttraumatische Belastungsstörung mit pathologischer Schmerzverarbeitung in Betracht zog. Im Austrittsbericht der Rehaklinik Y._______ vom 28. April 2004 wurde die Diagnose der HWS-Distorsion bestätigt sowie ein zervikospondylogenes Schmerzsyndrom rechts und eine Anpassungsstörung mit gemischter Störung von Gefühlen und Sozialverhalten (ICD-10: F45.25) diagnostiziert. Die apparativen Untersuchungen (konventionell-radiologische Aufnahmen als auch MRI-Untersuchungen) ergaben keinen wesentlichen pathologischen Befund, welcher das Ausmass der subjektiv empfundenen Schmerzen erklären könnte. Das psychosomatische Konsilium vom 6. April 2004 schliesst eine posttraumatische Belastungsstörung und eine Depression mit Krankheitswert aus, weshalb die Ärzte Dres. O.________, Leitender Arzt FMH Psychiatrie und Psychotherapie, und S.________, Oberarzt Psychiater, aus psychischer Sicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ausschlossen. Im kreisärztlichen Bericht vom 19. Oktober 2004 wurde sodann eine erhebliche Diskrepanz zwischen den bildgebenden Untersuchungen (Klinik X.________ vom 14. April 2004) und den geklagten Beschwerden festgehalten, weshalb weitere Untersuchungen angeordnet wurden. Dr. med. G.________, Röntgeninstitut Z.________, hielt in seinem Befundbericht vom 2. November 2004 explizit fest, dass die Bilder altersentsprechend eine normale Darstellung der intracraniellen Strukturen ergaben, keine Raumforderung und keine Ischämie gegeben sei und keine alten posttraumatischen Veränderungen nachweisbar seien. Auch Dr. med. R.________, Neurochirurgie FMH, Klinik X.________, schliesst auf Aggravation, da alle klinischen, neurologischen und neuroradiologischen Befunde negativ waren. Gestützt auf die medizinischen Akten und den durchgeführten Untersuchungen gelangte schliesslich der SUVA-Arzt im Bericht vom 12. April 2005 zur Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10: F45.4). Bei dieser Sachlage ist davon auszugehen, dass die zum typischen Beschwerdebild nach Schleudertrauma der HWS auftretenden Beeinträchtigungen wenn überhaupt eine sehr untergeordnete Rolle gespielt haben und damit ganz in den Hintergrund getreten sind. Die Adäquanzbeurteilung hat daher nicht nach den für Schleudertrauma und schleudertraumaähnliche Verletzungen der HWS (BGE 117 V 359 ff: RKUV 2000 Nr. U 395 S. 317 E. 3: SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67), sondern nach den für psychische Unfallfolgen (BGE 115 V 133 ff.) geltenden Regeln zu erfolgen (BGE 123 V 99 E. 2a; RKUV 2002 Nr. U 465 S. 437). Daran vermögen auch die Ausführungen des Beschwerdeführers nichts zu ändern. Im Gegenteil wurden trotz mehreren klinischen und bildgebenden Untersuchungen keine physischen Befunde festgestellt, weshalb schliesslich in der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 12. April 2004 nur die Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung festgehalten wurde.