Citation: 1P.718/1999 23.02.2000 E. 2

2.- a) Die Beschwerdeführerinnen weisen zunächst darauf hin, sie hätten am 10. September 1996 zwar eine Vernehmlassung eingereicht und geltend gemacht, das rechtliche Gehör sei voraussetzungslos zu gewähren. Sie hätten in ihrer Vernehmlassung aber ausdrücklich festgehalten, sie würden sich nicht förmlich am verwaltungsgerichtlichen Verfahren beteiligen und seien nicht bereit, das erhebliche Kostenrisiko zu übernehmen. Eine Beteiligung an den Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens oder eine Verpflichtung zur Bezahlung von Parteientschädigungen bleibe ausgeschlossen. Sie machen geltend, das Verwaltungsgericht habe sich widersprüchlich und deshalb willkürlich verhalten, weil ihnen mit Verfügung vom 23. Juni 1997 Gelegenheit gegeben worden sei, auf die Beteiligung am Verfahren zu verzichten, aber im angefochtenen Zwischenentscheid vom 9. September 1997 unter Widerruf des Rechts auf Verzichterklärung festgestellt worden sei, sie müssten sich am Verfahren beteiligen. b) Es trifft zu, dass der Kammerpräsident am Verwaltungsgericht den Beschwerdeführerinnen (und einigen weiteren betroffenen Grundeigentümern) mit Verfügung vom 23. Juni 1997 nochmals Gelegenheit gab, zu erklären, ob sie sich am Verfahren förmlich beteiligen wollen. Die Beschwerdeführerinnen hatten jedoch bereits am 10. September 1996 eine Vernehmlassung erstattet. Der Kammerpräsident hatte ihnen bereits in seiner Verfügung vom 5. August 1996 mitgeteilt, die Einreichung einer Vernehmlassung bedeute, dass sie sich am Verfahren förmlich beteiligen und ein Kostenrisiko übernehmen. Hätten die Beschwerdeführerinnen auf eine förmliche Beteiligung am Verfahren verzichten wollen, hätten sie ihre bereits eingereichte Vernehmlassung ausdrücklich zurückziehen müssen (bis zum 14. Juli 1997). Es mag zutreffen, dass es die Beschwerdeführerinnen hingenommen hätten, wenn das Verwaltungsgericht ihre Vernehmlassung aus dem Recht gewiesen hätte. Das Verwaltungsgericht hätte aber die einmal eingereichte Vernehmlassung nur dann aus dem Recht weisen dürfen, wenn dies die Beschwerdeführerinnen ausdrücklich verlangt hätten. Das haben sie nicht getan. Deshalb liegt in Ziff. 2 des angefochtenen Zwischenentscheids vom 9. September 1997, in welcher festgestellt wird, dass die Beschwerdeführerinnen am Verfahren als Partei beteiligt sind, kein Widerspruch zur Verfügung vom 23. Juni 1997. Damit fehlt es an einem willkürlichen Handeln des Verwaltungsgerichts, und die staatsrechtliche Beschwerde erweist sich insoweit als offensichtlich unbegründet.