Citation: 6B_1069/2016 E. A

Die Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern führte gegen X.________ eine Strafuntersuchung u.a wegen versuchter vorsätzlicher Tötung, eventualiter schwerer Körperverletzung infolge einer tätlichen Auseinandersetzung in der Ausschaffungs-Abteilung des Regionalgefängnisses Burgdorf. Im Rahmen der zunächst verbalen Auseinandersetzung habe X.________ seinen Zellengenossen A.________ mit der rechten Faust gegen die Stirn geschlagen, aufs Bett geworfen und gesagt, dieser werde hier sterben. Er habe A.________ in den Unterarmwürgegriff (Schwitzkasten) genommen und in der Absicht, ihn zu töten, ca. ein bis zwei Minuten so stark zugedrückt, dass A.________ nicht mehr habe atmen können, und diesem zweimal mit der linken Faust in den Bauch geschlagen. Zur Hilfe eilenden Mitgefangenen sei es erst zu viert gelungen, A.________ aus dem Würgegriff von X.________ zu befreien. Das Regionalgericht Emmental-Oberaargau verurteilte X.________ aufgrund dieses Vorfalls wegen versuchter vorsätzlicher Tötung, Drohung und Tätlichkeit (sowie weiterer Delikte) zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und neun Monaten. Auf die hiergegen erhobene Berufung von X.________ sprach das Obergericht des Kantons Bern ihn am 19. April 2016 vom Vorwurf der Drohung aus rechtlichen Gründen (Konkurrenz) frei und verurteilte ihn in Bestätigung der weiteren Schuldsprüche zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und neun Monaten.