Citation: 6B_217/2020 E. 4.4.2

4.4.2. Auch die vorinstanzlichen Erwägungen zur Vorhersehbarkeit bzw. Adäquanz und zur Vermeidbarkeit sind zutreffend. Der Beschwerdeführer setzt bei seiner Kritik voraus, dass kein Übernahmeverschulden vorliegt und er zudem eine Zwischenanamnese vorgenommen hat. Wie bereits ausgeführt, ist dies nicht zutreffend. Es kann im Grunde auf die zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen werden. Es ist nicht willkürlich, davon auszugehen, dass die Thromboembolie durch die Manipulation des Beschwerdeführers an der Halswirbelsäule der Beschwerdegegnerin 2 hervorgerufen wurde. Der Eintritt des tatbestandsmässigen Erfolgs war im Sinne der Adäquanz vorhersehbar. Aufgrund der von der Beschwerdegegnerin 2 geschilderten Verschlechterung der Symptome wäre eine Zwischenanamnese entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers angezeigt gewesen und der Erfolg wäre höchstwahrscheinlich auch vermeidbar gewesen, wenn gestützt auf eine Zwischenanamnese weitere Abklärungen und eine korrekte Behandlung eingeleitet worden wären. Im Erfolg hat sich die Gefahr verwirklicht, welche der Beschwerdeführer entweder durch sein eigenes sorgfaltswidriges Verhalten oder durch die Übernahme der Therapie trotz mangelhaftem Fachwissen geschaffen bzw. begünstigt hat.