Citation: 9C_7/2020 E. 3.2

3.2. Die Neuropsychologin der SMAB AG sah sich nicht in der Lage dazu, die gezeigten kognitiven Minderleistungen des Beschwerdeführers ätiologisch zuzuordnen. Deren Plausibilität und die mögliche Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit könnten laut Gutachterin im vorliegenden Fall nur im interdisziplinären Rahmen beurteilt werden. Wie die Vorinstanz keinesfalls aktenwidrig erkannte, fand eine solche Gesamteinschätzung statt. Die Gutachter verwiesen auf den Aufenthalt des Beschwerdeführers in der Klinik D.________ und erläuterten, es sei bereits damals festgehalten worden, dass sich das Ausmass der vom Versicherten geschilderten Beschwerden nicht mit den Beobachtungen seines Verhaltens im klinischen Alltag gedeckt habe, weshalb eine bewusstseinsnahe Verdeutlichungstendenz nicht habe ausgeschlossen werden können. Die Experten der SMAB AG kamen zum Schluss, dass auch sie die kognitiven Minderleistungen nicht ätiologisch zuordnen und eine Aggravationstendenz nicht ausschliessen könnten. Ihnen waren im Rahmen der Gesamteinschätzung folglich die von der Neuropsychologin erhobenen kognitiven Defizite und das verlangsamte Arbeitstempo bekannt. Sie konstatierten jedoch, dass es diesen neuropsychologischen Befunden an einer Verwertbarkeit für die Arbeitsfähigkeitsschätzung fehle. Das Vorbringen des Versicherten, die kognitiven Defizite seien bei der Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht berücksichtigt worden, was den Untersuchungsgrundsatz verletze, verfängt im Lichte des Gesagten nicht.