Citation: 9C_858/2014 E. 3.2

3.2. Der Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV räumt dem Betroffenen das persönlichkeitsbezogene Mitwirkungsrecht ein, erhebliche Beweise beizubringen, mit solchen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise mitzuwirken. Dem Mitwirkungsrecht entspricht die Pflicht der Behörden, die Argumente und Verfahrensanträge der Parteien entgegenzunehmen und zu prüfen, sowie die ihr rechtzeitig und formrichtig angebotenen Beweismittel abzunehmen (BGE 138 V 125 E. 2.1 S. 127 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 133 III 295 E. 7.1 S. 299 zu Art. 8 ZGB). Diese Grundsätze sind insofern nicht verletzt, als unbestrittenermassen der Rechtsdienst der Beschwerdegegnerin zum Parteigutachten vom 9. Juli 2013 Stellung nahm und dessen Würdigung in die Begründung der angefochtenen Verfügung einfloss. Es kann sich einzig fragen, ob die Expertise zwingend dem RAD hätte vorgelegt werden müssen bzw. ob der Beschwerdeführer gestützt auf Art. 42 ATSG einen solchen Anspruch hat.