Citation: 4A_97/2013 E. 4.2.2

4.2.2. Sodann ist es auch falsch, dass weder die Beschwerdegegnerin je behauptet und bewiesen noch die Vorinstanz begründet hätten, aus welchen Gründen im Sommer 1993 eine Pflicht zur erneuten oder vertieften Überprüfung der Vertrauenswürdigkeit von F.________ bestanden haben sollte. Die Vorinstanz führte dazu folgendes aus: (...) selbst wenn im Zeitpunkt des ursprünglichen Einstiegs Abklärungen getroffen worden wären, hätte vor dem Erweiterungsentscheid der Hinweis in der Aktennotiz vom 18. August 1993 (act. 26/13) Anlass zu neuen oder vertieften Abklärungen geben müssen. Der Verdacht, dass beide Gesellschafter versucht hätten, sich persönlich zu bereichern und die dem Beklagten bekannten ganz erheblichen Verluste bei der S.________ in Kombination mit dem Protest des eigenen Managements - offenbar alles Branchenkenner, die F.________/G.________ in der Kategorie von Gaunern (mehrfache Konkursiten; Prot IV S. 107) eingereiht hatten - lassen die Förderung bzw. unterlassene Verhinderung des ungeprüften Ausbaus des Engagements und die Investition (...) als pflichtwidrig i.S.v. Art. 754 OR erscheinen." Die Vorinstanz stimmte damit mit detaillierter Begründung der Beschwerdegegnerin zu, die in der Berufungsantwort entsprechende Ausführungen gemacht hatte. Eine Gehörsverletzung ist nicht erkennbar. Der Beschwerdeführer macht in diesem Zusammenhang schliesslich zu Unrecht geltend, die Aktennotiz von Dr. H.________ vom 18. August 1993 (act. 26/13), die dem Obergericht Anlass für die Annahme einer Pflicht zur erneuten und vertieften Prüfung gebe, sei ein nicht verwertbarer Zufallsfund. So wurde d ie Aktennotiz vom Beschwerdeführer mit seiner erstinstanzlichen Duplik eingereicht, zur Untermauerung seiner Behauptung, für ihn wäre ein Ausstieg (aus dem "Deutschlandabenteuer") stets eine Option gewesen, weshalb er Dr. H.________ kontaktiert habe. Die Aktennotiz wurde sodann vom Bezirksgericht in seiner Urteilsbegründung (S. 78 E. bb) im Rahmen seiner Würdigung zur Frage, wann der Beschwerdeführer vom zweifelhaften Ruf von F.________ und G.________ erfahren habe, berücksichtigt. Vor allem aber, wurde die Aktennotiz, die der Beschwerdeführer auch als act. 75/43 ins erstinstanzliche Verfahren eingebracht hatte, von der Beschwerdegegnerin in ihrer Berufungsantwort an die Vorinstanz zur Stützung ihres Vorwurfs gegenüber dem Beschwerdeführer zitiert, die ihm bekannte fehlende Seriosität von F.________ und G.________ bei den Investitionsentscheiden nicht berücksichtigt zu haben. Es ist damit nicht nachvollziehbar, weshalb die Vorinstanz ihre Begründung nicht auf die Aktennotiz hätte stützen dürfen. Der Beschwerdeführer rügt weiter, es sei unhaltbar und gehörsverletzend, wenn das Obergericht schliesse, dass er für den Niedergang des Deutschlandprojekts die kriminellen Machenschaften von F.________ und G.________ verantwortlich mache, wobei dieses Verhalten genau dem entsprochen habe, was im Vorfeld der Investitionen bzw. der Erweiterung derselben habe erwartet werden müssen. Er legt aber nicht dar und es ist nach dem vorstehend Ausgeführten auch nicht ersichtlich, weshalb eine Korrektur dieser Feststellung für den Verfahrensausgang entscheidend sein soll, machte die Vorinstanz dem Beschwerdeführer doch nicht zum Vorwurf, die Investitionen getätigt bzw. zugelassen zu haben, obwohl er das kriminelle Verhalten im tatsächlich erfolgten Ausmass hätte erwarten müssen. Auf diese Rügen ist daher nicht einzutreten (Erwägung 1 vorne).