Citation: 8C_219/2022 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer bringt vor, Dr. med. univ. C.________ habe nur einen Titel - offensichtlich aus Österreich - als Allgemeinpraktiker. Es sei völlig unklar, ob diese Ausbildung mit derjenigen in der Schweiz vergleichbar sei und demselben Niveau entspreche. Zudem sei nicht geprüft worden, wie lange Dr. med. univ. C.________ bei der Suva als Kreisarzt tätig sei. In einem solch langjährigen und komplexen Fall sei die versicherungsinterne Abklärung durch einen spezialisierten Facharzt in Orthopädie absolut nötig. Somit liege eine Verletzung des Grundsatzes des fairen Verfahrens nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK und Art. 29 Abs. 2 BV (rechtliches Gehör) vor. Wie die Vorinstanz richtig erkannt hat, ist dieser Einwand unbehelflich. Denn praxisgemäss sind die Kreisärzte nach ihrer Funktion und beruflichen Stellung Fachärzte im Bereich der Unfallmedizin. Da sie ausschliesslich Unfallpatienten, Körperschädigungen im Sinne des Art. 6 Abs. 2 UVG (früher: unfallähnliche Körperschädigungen gemäss Art. 9 Abs. 2 aUVV) und Berufskrankheiten diagnostisch beurteilen und therapeutisch begleiten, verfügen sie über besonders ausgeprägte traumatologische Kenntnisse und Erfahrungen. Dies gilt unabhängig von ihrem ursprünglich erworbenen Facharzttitel (Urteile 8C_480/2021 vom 6. Dezember 2021 E. 4.2.1 und 8C_316/2019 vom 24. Oktober 2019 E. 5.4, je mit Hinweisen). Umstände, wonach dies bei Dr. med. univ. C.________ nicht zuträfe, zeigt der Beschwerdeführer nicht substanziiert auf und sind auch nicht ersichtlich.