Citation: 2C_417/2018 E. 3.4

3.4. Aus dem angefochtenen Urteil ergibt sich folglich, dass das Verwaltungsgericht die Ablehnung der Beweisofferte des Beschwerdeführers hauptsächlich mit der fehlenden Relevanz für den Ausgang des Verfahrens begründet hat ("unechte" antizipierte Beweiswürdigung; vgl. Urteil 2C_733/2012 vom 24. Januar 2013 E. 3.2.3 mit Hinweisen auf die Lehre). Diese Argumentation ist nicht zu beanstanden: Wie die Vorinstanz zu Recht ausgeführt hat, kommt der Rückfallgefahr bzw. der Wahrscheinlichkeit eines künftigen Wohlverhaltens ausserhalb des Anwendungsbereichs des FZA nach der Rechtsprechung keine zentrale Bedeutung zu (vgl. Urteile 2C_733/2012 vom 24. Januar 2013 E. 3.2.4; 2C_331/2010 vom 16. September 2010 E. 3.3). Die Legalprognose wird zwar auch in Fällen von Drittstaatsangehörigen im Rahmen der Interessenabwägung mitberücksichtigt, ist aber nicht allein ausschlaggebend (vgl. Urteil 2C_296/2011 vom 25. August 2011 E. 3.3). Für den Beschwerdeführer könnte eine gute Legalprognose aufgrund der gesamten Umstände keine entscheidende Bedeutung haben. Im Vordergrund steht vielmehr sein ausländerrechtliches Verschulden und das erhebliche öffentliche Interesse an seiner Wegweisung. Angesichts des schweren Verschuldens des Beschwerdeführers (vgl. E. 6.3 hiernach) hätte auch eine günstige Legalprognose nur geringe Auswirkungen auf die Interessenabwägung, zumal im Zusammenhang mit Gewaltdelikten selbst ein relativ geringes Restrisiko nicht hingenommen werden muss (vgl. BGE 139 I 16 E. 2.2.1 S. 20; Urteile 2C_516/2014 vom 24. März 2015 E. 4.3.2; 2C_282/2012 vom 31. Juli 2012 E. 2.5). Die Legalprognose ist daher vorliegend nicht in dem Sinn als rechtserheblich zu werten, dass dafür ein neuer Bericht der Psychiatrischen Universitätsklinik notwendig wäre.