Citation: U 11/07 27.02.2008 E. 7

Umstritten und zu prüfen ist die Arbeits(un)fähigkeit des Beschwerdeführers aus somatischer Sicht. Er geht von 50%iger, die Vorinstanz von 100%iger Arbeitsfähigkeit in leidensangepasster Arbeit aus. 7.1 Gemäss dem Gutachten der Orthopädischen Uniklinik Y.________ vom 19. Mai 1999 (Untersuchung vom 22. Januar 1999) war der Versicherte als Lagerist mit kurzen Gehstrecken, regelmässiger Möglichkeit zum Sitzen zu 50 % (halbtags) arbeitsfähig; für sitzende Tätigkeiten bestand keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Die Klinik S.________ legte im Gutachten vom 19. Dezember 2003 dar (Untersuchungen vom 20. August und 20. November 2003), aus somatischer Sicht sei dem Versicherten eine vorwiegend sitzende, körperlich leichte Tätigkeit mit der Möglichkeit von Wechselbelastung ganztags (8,5 Stunden) möglich. Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine verminderte Leistungsfähigkeit von 50 %. Im Gutachten vom 1. November 2004 (Untersuchung vom 17. September 2004) stellte die Orthopädische Uniklinik Y.________ fest, in der bisherigen Tätigkeit des Versicherten bestehe 100%ige Arbeitsunfähigkeit; für Arbeiten, die vor allem im Sitzen durchgeführt würden und kurze Gehstrecken sowie kurze Stehpausen beinhalteten, bestehe 50%ige Arbeitsfähigkeit. 7.2 Der Versicherte stellt sich auf den Standpunkt, die von der orthopädischen Abteilung der Uniklinik Y.________ am 1. November 2004 angegebene 50%ige Arbeitsfähigkeit beziehe sich einzig auf die somatische Problematik, da davon auszugehen sei, dass sich die Gutachter auf ihr Fachgebiet beschränkt hätten. Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Gemäss der orthopädischen Expertise der Uniklinik Y.________ vom 1. November 2004 ist es seit der Begutachtung vom 19. Mai 1999 (100%ige Arbeitsfähigkeit für sitzende Tätigkeiten) vor allem zur weiteren Zunahme der chronischen Schmerzproblematik mit vor allem zusätzlichen ausgeprägten depressiven Episoden gekommen. Es bestehe eine deutliche somatoforme Schmerzverarbeitungsstörung. Radiologisch sei es zu keiner Änderung der bereits 1999 beschriebenen beginnenden posttraumatischen degenerativen Veränderungen im Bereich der Lisfranc-Gelenke gekommen; diese Veränderungen könnten daher auch nur einen Teil der vom Versicherten geäusserten Beschwerden erklären. Auf Grund dieser Angaben ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer aus somatischer Sicht in leidensangepasster Arbeit zu 100 % arbeitsfähig ist, wie dies bereits in den Gutachten der Uniklinik Y.________ vom 19. Mai 1999 und der Klinik S.________ vom 23. Dezember 2003 festgestellt (E. 7.1 hievor) und vom Kreisarzt Dr. med. C.________ in der Stellungnahme vom 9. Dezember 2004 bestätigt wurde.