Citation: 6P.123/2006 08.09.2006 E. 1

Der Beschwerdeführer rügt, der psychiatrische Gutachter habe auf eine leicht bis mittelgradige Verminderung der Zurechnungsfähigkeit erkannt, weshalb es willkürlich sei, wenn das Kantonsgericht nur eine leichte Verminderung annehme (Beschwerde, S. 5 ff.). Der Beschwerdeführer hat seine Rüge vor Kantonsgericht weder ausdrücklich noch sinngemäss vorgebracht, obschon bereits das Kreisgericht Rorschach eine (nur) leichte Verminderung der Zurechnungsfähigkeit berücksichtigt hatte. Bei Willkürrügen verlangt das Eintretenserfordernis der Letztinstanzlichkeit des angefochtenen Urteils (Art. 86 Abs. 1 OG) in Konstellationen wie hier, dass die erhobenen Rügen auch inhaltlich den Instanzenzug durchlaufen haben (vgl. nur BGE 119 Ia 88 E. 1a mit Hinweisen). Auf die Rüge des Beschwerdeführers ist somit mangels Ausschöpfung des kantonalen Instanzenzugs nicht einzutreten. Im Übrigen ist anzumerken, dass es eine vom Richter zu beurteilende Rechtsfrage ist, ob und inwieweit ein gutachterlicher Befund (eine ärztliche Tatsachenfeststellung und Diagnose) eine verminderte Zurechnungsfähigkeit im Rechtssinne darstellt und welche Rechtsfolge diesem Befund zu geben ist.