Citation: 6B_1250/2013 E. 3.3

3.3. Soweit die Vorinstanz einen Tötungsvorsatz mit lebensgefährlichen oder tödlichen Verletzungen innerer Organe infolge von Tritten gegen den Oberkörper begründet, weicht sie von ihren eigenen, durch die Videoaufzeichnung und die übereinstimmenden Aussagen der Beteiligten bestätigten Sachverhaltsfeststellungen ab, wonach der Beschwerdeführer ausschliesslich in Richtung und gegen den geschützten Kopf des Beschwerdegegners 2 trat. Dass der Beschwerdeführer und die beiden Mitbeschudigten den Beschwerdegegner 2 liegen liessen, ohne sich um diesen zu kümmern, vermag keinen Tötungsvorsatz zu begründen. Die Vorinstanz setzt sich in Widerspruch zu ihren eigenen Feststellungen, dass die Beschuldigten Angst gehabt hätten, die Beschwerdegegner 2 und 3 würden die Polizei benachrichtigen. Dies spricht gegen die Annahme, die Beschuldigten seien davon ausgegangen oder hätten gewusst, dass der Beschwerdegegner 2 noch längere Zeit unentdeckt und ohne medizinische Hilfe bleiben könne, zumal der Beschwerdegegner 3 auch noch am Tatort war. Zudem ist eine vorsätzliche Tötung durch Unterlassen nicht angeklagt und käme nur in Betracht, wenn der Beschwerdeführer und die beiden Mitbeschuldigten davon ausgegangen wären, dass der Beschwerdegegner 2 nach dem Angriff noch lebte, mithin ihre Körperverletzungshandlungen nicht für (unmittelbar) tödlich gehalten hätten. Auffällig ist, dass die Vorinstanz diesen Umstand nur beim Beschwerdeführer als Hinweis für einen Tötungsvorsatz wertet, nicht jedoch bei Y.________.