Citation: 9C_747/2018 E. 3.5

3.5. Die Ausdehnung des Anfechtungsgegenstandes auf eine ausserhalb des durch die Verfügung bestimmten Rechtsverhältnisses (hier: Rückerstattungspflicht) liegende Frage (hier: Erlass der Rückerstattung) ist unter der dreifachen Voraussetzung zulässig, dass sie (1.) spruchreif ist, (2.) mit dem bisherigen Streitgegenstand so eng zusammenhängt, dass von einer Tatbestandsgesamtheit gesprochen werden kann, und dass dazu (3.) das rechtliche Gehör gewährt worden ist (BGE 130 V 138 E. 2.1 S. 140 f., 501 E. 1.2 S. 503; Urteil 9C_594/2015 vom 29. April 2016 mit weiteren Hinweisen). Das kantonale Gericht hat verfrüht über den Erlass entschieden (E. 1.2), diesbezüglich war die Sache nicht spruchreif. Das Dispositiv des angefochtenen Entscheids enthält jedoch ohnehin keine Anordnung über den von der Versicherten bisher nicht beantragten Erlass. Nachdem die Rückerstattungsforderung erst mit diesem Urteil definitiv feststeht, ist es der Beschwerdeführerin unbenommen, bei der Ausgleichskasse um Erlass der verbleibenden Rückerstattung von Fr. 5'204.- (E. 3.4) zu ersuchen (vgl. E. 1.2; vgl. auch Urteil 9C_638/2014 vom 13. August 2015 E. 6).