Citation: 8C_101/2024 E. 5.2.2

5.2.2. Um die Unfallschwere zu eruieren, möchte der Beschwerdeführer sein Fahrrad als E-Bike oder Motorfahrrad einstufen und er zieht darüber hinaus auch Vergleiche mit verunfallten Motorradfahrern. Unfälle, bei denen Velofahrer von einem Auto angefahren wurden, werden häufig als mittelschwere Ereignisse im Grenzbereich zu den leichten Unfällen, bisweilen aber auch als mittelschwer im mittleren Bereich taxiert (vgl. Urteil 8C_344/2021 vom 7. Dezember 2021 E. 9.2.2 mit Hinweisen). Kollisionen zwischen Motorrädern und Personenwagen gelten in der Regel als mittelschwere Unfälle im engeren Sinne, soweit nicht zusätzliche erschwerende Umstände wie beispielsweise die Beteiligung einer mitfahrenden Person, das Wegschleudern über mehrere Meter, die Grösse des Kollisionsfahrzeuges oder hohe Geschwindigkeiten in Betracht zu ziehen sind (SVR 2023 UV Nr. 37 S. 131, 8C_698/2022 E. 5.2). Es kann offen bleiben, ob das Fahrrad hier (es handelt sich um ein selbst gebautes E-Bike, das nach den Angaben des Beschwerdeführers gegenüber der Polizei zum Zeitpunkt des Unfalls auf 25 km/h gedrosselt war) einem Motorfahrrad oder gar Motorrad gleichgesetzt werden kann. Die Vorinstanz ist in Abweichung der Regel bereits von einem mittelschweren Unfall im engeren Sinn ausgegangen und erschwerende Umstände, die eine Einordnung als mittelschwerer Unfall im Grenzbereich zu den schweren zuliessen, sind hier nicht gegeben. So ist der vorliegende Sachverhalt in Bezug auf die Unfallschwere entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers insbesondere nicht mit demjenigen vergleichbar, der dem in der Beschwerde als Beispiel angeführten Urteil 8C_698/2022 vom 3. Mai 2023 (SVR 2023 UV Nr. 37 S. 131) zugrunde liegt. Dort kollidierte ein Motorradfahrer auf einer Schnellstrasse frontal mit einem rückwärts aus dem Pannenstreifen herausfahrenden Personenwagen, flog in die Luft, überschlug sich dreimal und prallte auf die Strasse, wobei sein Helm gespalten wurde (SVR 2023 UV Nr. 37 S. 131, 8C_698/2022 E. 6.3.1). Die vom Motorradlenker gefahrene Geschwindigkeit lag - von den Parteien geschätzt - zwischen 80 und 110 km/h, war also markant höher als die vorliegend gefahrenen 25 km/h. Aufgrund des aufgetretenen Risses im Helm des Beschwerdeführers kann jedenfalls keineswegs schon davon ausgegangen werden, dass die bei den beiden Unfällen einwirkenden Kräfte gleichzusetzen wären.