Citation: 4A_471/2021 E. A

A.________ (Klägerin, Beschwerdeführerin) ist eine diplomierte Pflegefachfrau. Sie ist in dieser Funktion im Spital B.________ tätig, das von der Stiftung C.________ (Beklagte, Beschwerdegegnerin) betrieben wird. Mit Arbeitsvertrag vom 9. bzw. 20. August 2012 wurde die Klägerin bei der Beklagten ab dem 1. Dezember 2012 als diplomierte Pflegefachfrau in einem Beschäftigungsumfang von 100% angestellt, wobei der Monatsbruttolohn Fr. 6'643.45 betrug. Ein zweiter identischer Arbeitsvertrag wurde von der Klägerin am 29. August 2012 unterzeichnet. Mit Änderung des Arbeitsvertrags vom 17. bzw. 24. April 2013 reduzierten die Parteien das Pensum der Klägerin per 1. Juni 2013 auf 80% und es wurde ein Bruttomonatslohn von Fr. 5'314.75 vereinbart. In der Folge variierte das Pensum zwischen 80% und 100%, wobei das 80%-Pensum jeweils nachträglich erhöht wurde, wenn die Klägerin zu viele Überstunden angesammelt hatte. Im Rahmen ihrer Arbeitstätigkeit leistet die Klägerin regelmässig spezielle Dienste an Samstagen, Sonntagen, Feiertagen sowie am Abend und in der Nacht, für die sie gemäss Ziffer 10.6 Abs. 5 des Personalreglements der Beklagten Lohnzuschläge erhält. Diese Zuschläge, von den Parteien als "Inkonvenienzentschädigungen/-zulagen" bezeichnet, werden nur für effektive Dienste, nicht jedoch während Ferien, bezahltem Urlaub, Mutterschaftsurlaub, in den ersten 60 Tagen bei Unfall und Krankheit sowie allen anderen bezahlten Absenzen ausgerichtet. Gemäss Arbeitsvertrag sowie Art. 10.3 des Personalreglements der Beklagten hat die Klägerin Anspruch auf eine Jahresendzulage in der Höhe eines Monatslohnes. Für die Bemessung gilt der normale Monatslohn ohne jegliche Zuschläge für spezielle Dienste (Abend-, Nacht- und Sonntagsarbeit etc.). Mit dieser Jahresendzulage sollen zudem die durchschnittlichen Zulagen eines Kalenderjahres für alle speziellen Dienste während des Bezugs der Ferien abgegolten werden. Die Auszahlung der Jahresendzulage erfolgt durch halbjährliche Teilzahlungen im Juni und im Dezember zusammen mit dem Lohn für diese Monate. In der Folge forderte die Klägerin die Zuschläge betreffend spezielle Dienste während der Ferien bzw. den auf diese entfallenden Teil des Ferienlohns rückwirkend seit Stellenantritt, soweit nicht verjährt. Die Beklagte widersetzte sich der Forderung.