Citation: 8C_255/2022 E. 5.4

5.4. An den adäquaten Kausalzusammenhang bei Schreckereignissen werden praxisgemäss hohe Anforderungen gestellt (SVR 2019 UV Nr. 20 S. 71, 8C_609/2018 E. 2.2; SVR 2019 UV Nr. 19 S. 67, 8C_847/2017 E. 2.3; SVR 2017 UV Nr. 11 S. 39, 8C_298/2016 E. 4.5; SVR 2016 UV Nr. 11 S. 33, 8C_412/2015 E. 2.1). Das kantonale Gericht zeigte dem Beschwerdeführer unbestritten auf, dass der Vorfall von kurzer Dauer und der Täter nicht maskiert war. Die Waffe setzte letzterer zwecks Angsteinflössung ein, gab aber beispielsweise keinen (Warn-) Schuss damit ab. Es kam zu keiner körperlichen Gewalt und der Täter floh sofort nach Aushändigung des Geldes. Zudem litt der Versicherte an keiner psychischen Vorerkrankung (vgl. E. 4 hiervor). Damit ist der hier zu beurteilende Vorfall nicht vergleichbar mit den seltenen Fällen, in denen das Bundesgericht den adäquaten Kausalzusammenhang selbst nach mehreren Jahren noch als gegeben erachtete (vgl. etwa SVR 2019 UV Nr. 19 S. 67, 8C_847/2017 E. 5.2; SVR 2016 UV Nr. 11 S. 33, 8C_412/2015 E. 6.3; SVR 2014 UV Nr. 27 S. 90, 8C_480/2013 E. 6.4). Angesichts dessen sowie der dem Beschwerdeführer zugestandenen Erholungsdauer von rund 13,5 Monaten nach dem Schreckereignis ist die vorinstanzliche Verneinung der Fortdauer eines Leistungsanspruchs über den 28. März 2021 hinaus nicht zu beanstanden. Dies gilt umso mehr, als er die Erwägungen im angefochtenen Urteil zur Adäquanz nicht substanziiert (vgl. BGE 144 V 50 E. 4.1 f.) bestreitet.