Citation: 8C_202/2024 E. 4.2.2

4.2.2. Weiter zeigte die Vorinstanz ohne Bundesrecht zu verletzen auf, dass der Versicherte vor dem ersten Unfall vom 2. August 2018 stark schwankende Einkommen aufwies (E. 3.2.2 vorne), weshalb sie zu Recht nicht bloss auf den Verdienst des Monats Juli 2018 oder auf die drei dem Unfall vorangehenden Monaten abstellte, wie in der Beschwerde verlangt wird. Ebenso wenig ist der Vorinstanz bei der Bestimmung der dem Unfall vom 29. November 2018 vorangehenden Monatsverdienste eine Bundesrechtsverletzung vorzuwerfen. Dass die im Lohnblatt 2018 ersichtlichen Lohnunterschiede vernachlässigbar klein sein sollen, wie behauptet wird, ergibt sich mit Blick auf das Lohnblatt 2018 gerade nicht. So erzielte der Versicherte im einzigen Monat mit voller Arbeitsfähigkeit seit dem Unfall vom 2. August 2018 einen Bruttolohn von Fr. 3'700.-, was einem 65 %-Pensum entsprach (E. 3.2.3 vorne). Wie bereits die Vorinstanz zutreffend darlegte, schwanken die Einkommen, die bei voller Arbeitsfähigkeit zwischen Dezember 2017 und November 2018 erzielt wurden, erheblich. So wurde in den Monaten Februar bis April 2018 kein Einkommen generiert. Im Januar 2018 wurde im Lohnblatt 2018 eine Summe von Fr. 3'310.85 deklariert, während die Lohnabrechnung zuhanden des Versicherten einen Verdienst von nur Fr. 1'800.- ausweist. An dieser schwankenden Einkommenslage ändert der Umstand nichts, dass die Parteien mehrere inhaltlich gleiche (grundsätzlich befristete) Arbeitsverträge aneinandergereiht haben, weshalb es fehl geht, nur die Monate Mai bis Oktober 2018 des damals geltenden Arbeitsvertrags zu vergleichen, wie es die Beschwerdeführerin geltend macht. Dass die Vorinstanz auch bezüglich des zweiten Unfallereignisses in bundesrechtskonformer Beweiswürdigung von stark schwankenden tatsächlichen Lohnzahlungen ausging, ist nicht zu beanstanden. Sie durfte daher den für die Taggeldbemessung ausschlaggebenden versicherten Verdienst in Anwendung von Art. 23 Abs. 3 UVV aufgrund eines Durchschnittswertes unter Zugrundelegung eines Zeitraums von zwölf Monaten berechnen (vgl. BGE 139 V 464 E. 2.7 mit Hinweisen).