Citation: 8C_871/2018 E. 4.4

4.4. Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-) Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4 S. 175) lässt es nicht zu, ein Administrativgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn behandelnde Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil diese wichtige Aspekte benennen, die bei der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteile 8C_733/2017 vom 29. März 2018 E. 4.3.3; 8C_362/2017 vom 30. Oktober 2017 E. 4). Solche Aspekte sind hinsichtlich des Gutachtens der PMEDA nicht auszumachen. Zusammenfassend liegen keine konkrete Indizien vor, die gegen die Zuverlässigkeit des Gutachtens der PMEDA vom 14. Mai 2018 sprechen (zum Beweiswert von Administrativgutachten hiervor E. 3.2). Die vorinstanzliche Beurteilung erweist sich im Ergebnis weder in tatsächlicher Hinsicht als offensichtlich unrichtig oder unvollständig noch anderweitig als bundesrechtswidrig (vgl. nicht publ. E. 6.3 des Urteils BGE 141 V 25, veröffentlicht in: SVR 2015 KV Nr. 8 S. 29, 9C_535/2014; Urteil 8C_765/2017 vom 28. Februar 2018 E. 9). Insbesondere liegt auch keine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes vor. Dementsprechend besteht kein Anlass für die zur Hauptsache beantragten weiteren Abklärungen.