Citation: 1C_342/2014 E. 5.3

5.3. Die Beschwerdeführerin macht geltend, das Verwaltungsgericht habe bei der Prüfung der Verhältnismässigkeit keine Abwägung zwischen privaten und öffentlichen Interessen vorgenommen. Dass am Abbruch der Sichtschutzwände kein öffentliches Interesse bestehe, ergebe sich daraus, dass der Gemeinderat Lachen dagegen bis im Jahr 2013 nichts eingewendet und er in den Jahren 1998 und 2010 schriftlich ausgeführt habe, ein behördliches Einschreiten sei nicht notwendig. Dies werde durch das Gutachten der kantonalen Denkmalpflege vom 21. August 2012 bestätigt. Sollten die kommunalen Gestaltungsvorschriften am Abbruch der Sichtschutzwände dennoch ein öffentliches Interesse begründen, sei dieses als geringer einzustufen, als die privaten Interessen der Beschwerdeführerin. Ihr sei der Abbruch der Sichtschutzwände nicht zuzumuten, weil sie diese im Jahr 1988 gutgläubig nach vorgängiger Bewilligung durch den damaligen Bauverwalter errichtet und der Gemeinderat dagegen über zwanzig Jahre keine Einwendungen erhoben habe. Der Abriss der Sichtschutzwände hätte zur Folge, dass die zu ihrer Errichtung erforderliche Investition von ca. Fr. 10'000.-- vernichtet würde und die Beschwerdeführerin beim Sitzen auf der Terrasse den Blicken von Nachbarn preisgegeben wäre. Die Preisgabe ihrer Privatsphäre und der Verlust von Fr. 10'000.-- sei der Beschwerdeführerin nicht zumutbar. Demnach überwiege ihr Interesse am Fortbestand ihrer Sichtschutzwände gegenüber dem öffentlichen Interesse an der nachträglichen Durchsetzung von Gestaltungsvorschriften. Der Entscheid des Verwaltungsgerichts verletze somit den Grundsatz der Verhältnismässigkeit und die Eigentumsgarantie.