Citation: 8C_760/2023 E. 5.3.1

5.3.1. Es steht fest, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Unfalls im Rahmen eines Projektes des Vereins B.________ für stellenlose Schulabgänger als Praktikant im Unternehmen C.________ tätig gewesen war. Die Teilnahme an diesem Angebot zur Arbeitsmarktintegration junger Schulabgänger ohne Lehrstelle bzw. ohne Anschlusslösung genügt nicht für die Annahme, der Beschwerdeführer hätte nach Abschluss des Praktikums eine Lehre als Koch erfolgreich absolviert oder eine andere Lehrstelle angetreten. Die Vorinstanz wies überdies darauf hin, dass das bis 31. Juli 2011 befristet gewesene Praktikum beim Unternehmen C.________ nach der Genesung hätte wiederholt werden können (Schadeninspektoren-Bericht vom 25. Januar 2011 und Gesprächsnotiz der Beschwerdegegnerin vom 27. Juli 2011 mit dem Arbeitgeber). Der Beschwerdeführer habe jedoch die Ansicht vertreten, diese Tätigkeit sei für ihn nicht mehr geeignet und sein Interesse daran sei verhalten gewesen. Der Beschwerdeführer wendet hierzu ein, die Tätigkeit als Koch sei ihm medizinisch nicht mehr zumutbar gewesen. Dass ihm aus ärztlicher Sicht von einer Wiederholung des Praktikums abgeraten worden wäre, macht er nicht geltend. Dr. med. E.________ erachtete ferner die Tätigkeit als Koch ausdrücklich als zumutbar. Dr. med. J.________ und Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, schlossen einzig rein stehende oder gehende Tätigkeiten und schweres Heben aus; (hauptsächlich) wechselbelastende Tätigkeiten bezeichneten sie als leidensadaptiert (Berichte vom 13. August und 22. Dezember 2021 sowie vom 22. Februar 2023). Es lässt sich zwar fragen, ob eine hauptsächlich wechselbelastende Tätigkeit mit dem Arbeitsprofil eines Kochs vereinbar wäre. Mit Blick auf die zu beurteilenden Frage des Valideneinkommens können jedoch Weiterungen hierzu unterbleiben. Eine unrichtige Sachverhaltsfeststellung ist der Vorinstanz im Zusammenhang mit der Beurteilung der Validenkarriere des Beschwerdeführers jedenfalls nicht vorzuwerfen.