Citation: 8C_572/2022 E. A

A.a. A.________ kam 2013 mit Herz- und Gefässmissbildungen, unter anderem mit einer mittelschweren pulmonalarteriellen Hypertonie und einer Lungenfunktionsstörung mit primärem Atemnotsyndrom, bei Wachstumsretardierung, zur Welt. Gemäss Bericht des Spitals D.________ vom 8. Juni 2015 befand sich der Patient mit ausgeprägtem Entwicklungsrückstand auf der Intensivstation, war tracheotomiert und wurde rund um die Uhr künstlich beatmet. Die IV-Stelle des Kantons St. Gallen übernahm die zur Behandlung der Geburtsgebrechen Ziff. 247, 313, 395, 494, 495, 251, 280, 303, 387, 390, 462, 463 (Verordnung über Geburtsgebrechen [GgV; SR 831.232.21]) notwendigen medizinischen Massnahmen. A.b. Mit Verfügung vom 28. Juli 2016 sprach die Verwaltung dem inzwischen bei den Eltern wohnenden Versicherten eine Entschädigung wegen Hilflosigkeit schweren Grades und einen Intensivpflegezuschlag für einen Betreuungsaufwand von mindestens vier Stunden pro Tag zu. Die hiegegen eingereichte Beschwerde hiess das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit rechtskräftig gewordenem Entscheid vom 29. Oktober 2018 gut und sprach A.________ einen Intensivpflegezuschlag bei einem Betreuungsmehraufwand von mindestens sechs Stunden pro Tag zu. A.c. Unter anderem gestützt auf den von den Eltern ausgefüllten "Fragebogen: Revision der Hilflosenentschädigung" vom 21. Oktober 2019 und die am 19. Dezember 2019 durchgeführte Abklärung im Haushalt eröffnete die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 6. Mai 2020, ab 1. Oktober 2019 bis 30. September 2020 (Revision) stehe ihm weiterhin eine Entschädigung wegen Hilflosigkeit schweren Grades zu. Sie übernehme - unter Berücksichtigung der unverändert gebliebenen Überwachungspauschale von vier Stunden pro Tag - ab 1. Oktober 2019 einen Intensivpflegezuschlag infolge zusätzlicher Betreuung der beeinträchtigten Gesundheit von mindestens acht Stunden pro Tag. A.d. Im Herbst 2020 leitete die IV-Stelle ein weiteres Revisionsverfahren ein (vgl. "Fragebogen: Revision der Hilflosenentschädigung" vom 9. November 2020 und Abklärungsbericht für eine Hilflosenentschädigung für Minderjährige [inkl. Intensivpflegezuschlag] vom 11. Februar 2021). Die Trachealkanüle konnte im Juni 2020 entfernt und der Luftröhrenschnitt im Dezember 2020 verschlossen werden. Mit Vorbescheid vom 7. April 2021 teilte die Verwaltung den Eltern mit, dass die Hilflosigkeit nur noch als mittelschwer einzustufen sei und A.________ nur noch eine intensive Betreuung während mehr als vier aber weniger als sechs Stunden benötige. Dazu liessen sich die Eltern am 7. Mai 2021 und der Kinderarzt am 2. September 2021 vernehmen. Laut einer Stellungnahme einer verwaltungsinternen Fachberaterin vom 22./30. September 2021 war eine Hilflosigkeit schweren Grades nach wie vor ausgewiesen. Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) kam am 14. Oktober 2021 zum Schluss, aus versicherungsmedizinischer Sicht sei A.________ trotz der zwischenzeitlich durchgeführten Dekanülierung und Verschluss des Tracheostomas sowie der Fortschritte in der Ergotherapie weiterhin gesundheitlich relevant eingeschränkt mit der Notwendigkeit einer regelmässigen Dritthilfe bei allen Lebensverrichtungen. Der damit verbundene Mehraufwand sei jedoch nun insgesamt geringer geworden. Der zeitliche Aufwand für pflegerische Massnahmen habe sich seit der Dekanülierung deutlich verringert. Die sozialpraktischen Aspekte der Abklärung inkl. der dort erhobenen anamnestischen Angaben stünden in Einklang mit dem aktenkundigen medizinischen Sachverhalt. Mit Vorbescheid vom 27. Oktober 2021, welcher denjenigen vom 7. April 2021 ersetzte, teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, er habe weiterhin Anspruch auf eine Entschädigung wegen schwerer Hilflosigkeit, indessen benötige er infolge der beeinträchtigten Gesundheit nur noch eine Mehrbetreuung von mindestens vier Stunden pro Tag. Dazu liessen die Eltern am 18. November 2021 einwenden, aus rechtlicher Sicht bestehe für den Zeitraum seit Erlass der Verfügung vom 6. Mai 2020 kein Revisionsgrund. Die vom Versicherten benötigte Betreuung habe sich trotz der verbesserten Pflegesituation nicht verringert, sie habe sich gegenteils im Vergleich zu nicht behinderten Gleichaltrigen intensiviert. Am 16. Dezember 2021 verfügte die IV-Stelle im angekündigten Sinne.