Citation: U 233/03 25.03.2004 E. 3

Der Beschwerdeführer macht in formeller Hinsicht geltend, das kantonale Gericht sei der Pflicht zur Begründung der reformatio in peius nicht rechtsgenüglich nachgekommen. Dieser Auffassung kann nicht beigepflichtet werden. Der Beschluss vom 12. Mai 2003 enthält eine kurze materielle Begründung für die beabsichtigte Erledigung, indem der als massgebend erachtete Bezugszeitpunkt beim Einkommensvergleich erwähnt wird, was genügt. Die Androhung der Abänderung des angefochtenen Rechtsakts zu Ungunsten des Beschwerdeführers muss keine vertiefte materielle Auseinandersetzung mit dem Fall enthalten; sie darf summarisch und ergebnisbezogen abgefasst sein. Ist - wie vorliegend - darüber hinaus auf die beabsichtigte reformatio hingewiesen und dem Versicherten die Gelegenheit geboten, sich zu äussern, und die Rückzugsmöglichkeit erwähnt, ist damit den Anforderungen an das rechtliche Gehör Genüge getan (Urteile S. vom 18. Juni 2003, H 248/02, und R. vom 17. Juni 2003, H 313/01, je mit Hinweis auf das nicht veröffentlichte Urteil D. vom 5. August 1999, C 445/98; vgl. auch Urteil M. vom 16. Dezember 2002, U 8/02).