Citation: 2C_545/2020 E. 1.2

1.2. Vorliegend hat das Justiz- und Sicherheitsdepartement in seinem Entscheid vom 10. Dezember 2018 angeordnet, dass "im Sinne der unentgeltlichen Rechtspflege" keine amtlichen Kosten erhoben werden. Das Justiz- und Sicherheitsdepartement bestellte ferner Rechtsanwältin Elena Lanfranconi Jung als unentgeltliche Rechtsbeiständin und sprach dieser Anwältin für das Verwaltungsverfahren unter Vorbehalt einer Nachzahlungspflicht von A.________ im Sinne von § 204 Abs. 4 VRG/LU eine Entschädigung zu (vgl. Beschwerdebeilage 8; zur Möglichkeit der diesbezüglichen Sachverhaltsergänzung Art. 105 Abs. 2 BGG sowie sogleich E. 2.2). Die Beschwerdeführerin verlangt mit ihrem Antrag, es sei ihr zulasten des Kantons Luzern für das kantonale Verwaltungsbeschwerdeverfahren eine Parteienschädigung von pauschal Fr. 1'800.-- (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuerzuschlag) zuzusprechen, sinngemäss, das angefochtene Urteil sei dahingehend abzuändern, dass ihr für das Verwaltungsbeschwerdeverfahren (ohne Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und ohne Nachzahlungspflicht) keine amtlichen Kosten auferlegt werden und ihr für dieses Verfahren eine Parteientschädigung zugesprochen wird. Dieser Antrag ist zulässig: Zwar hat die Vorinstanz im Dispositiv des angefochtenen Urteils nicht ausdrücklich über die Nebenfolgen des Verwaltungsbeschwerdeverfahrens vor dem Justiz- und Sicherheitsdepartement befunden. Indessen kann dieses Dispositiv unter Berücksichtigung der Ausführungen im Urteil, wonach die Kosten der Verfahren vor den Vorinstanzen des Kantonsgerichts nicht festgelegt würden (vgl. E. 2.2 des angefochtenen Urteils), nach Treu und Glauben nur so verstanden werden, dass die Vorinstanz damit sinngemäss die mit der Eingabe vom 13. März 2020 gestellten, das Verwaltungsbeschwerdeverfahren betreffenden und mit den vorliegenden Begehren zu den Nebenfolgen dieses Verfahrens identischen Anträge der Beschwerdeführerin abgewiesen hat (vgl. BGE 121 III 474 E. 4a S. 478 und Urteil 1C_192/2018 vom 19. Februar 2019 E. 3.3, wonach die Bedeutung eines Dispositivs stets im Lichte der Entscheidbegründung zu ermitteln ist). Demzufolge bildeten die von der Beschwerdeführerin beantragten Nebenfolgen des Verwaltungsbeschwerdeverfahrens Gegenstand des angefochtenen Urteils und können sie demzufolge auch Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens sein.