Citation: 1B_427/2021 E. 4.6

4.6. Zur Begründung des hinreichenden Tatverdachts weiterer strafbarer Handlungen gegen die sexuelle Integrität von Kindern verwies die Vorinstanz auf die insoweit einschlägige Vorstrafe des Beschwerdeführers sowie auf die ihres Erachtens glaubhaften Aussagen des Geschädigten, wonach der Beschwerdeführer die ihm vorgeworfenen Berührungen im oder nahe am Genitalbereich "schon sehr oft gemacht" habe. Nachdem der Beschwerdeführer diese vorinstanzlichen Erwägungen nicht bestreitet und sie auch nicht offensichtlich unrichtig sind (vgl. vorne E. 1.3), kann im aktuellen Verfahrenszeitpunkt nicht gesagt werden, der Deliktszeitraum sei einzig auf die beiden genannten Vorfälle im September 2020 begrenzt. Wie die Vorinstanz zutreffend erwog, besteht vielmehr gerade der hinreichende Verdacht, dass es bereits früher zu vergleichbaren Delikten gegen die sexuelle Integrität des Geschädigten gekommen sein könnte. Bestätigt wird dies zusätzlich durch die Aussagen des Vaters des Geschädigten, wonach der Beschwerdeführer seine Familie in der Vergangenheit auf Ausflügen begleitete und dabei auch mehrmals während einigen Momenten Zeit alleine mit dem Geschädigten verbrachte. Der Geschädigte und sein Vater führten anlässlich ihrer Ersteinvernahmen weiter aus, der Beschwerdeführer habe mit dem Geschädigten auch gechattet und zusätzlich sei er während mehrerer Jahre der IT-Supporter der Familie gewesen. Nach den Aussagen des Vaters habe er in dieser Funktion nahezu unbegrenzten Zugang zu den EDV-Geräten inkl. der darauf gespeicherten Daten gehabt. Angesichts dieser Sachumstände erweist es sich als bundesrechtlich vertretbar, wenn die Vorinstanz davon ausging, es lägen genügend konkrete Anhaltspunkte vor, dass es sich bei den zwei Vorkommnissen im September 2020 nicht um isolierte Einzelfälle handle und sie deshalb auf die Möglichkeit weiterer Delikte gleicher oder ähnlicher Art schloss (vgl. Urteile 1B_193/2021 vom 6. Dezember 2021 E. 5.3; 1B_78/2020 vom 17. Februar 2021 E. 3.3 f.; 1B_193/2017 vom 24. August 2017 E. 3.3). Aufgrund der einschlägigen Vorstrafe des Beschwerdeführers wegen mehrfacher Verbreitung von Pornografie an eine unter 16-jährige Person, seines langjährigen Zugangs zu den gespeicherten Familienaufzeichnungen und der Tatsache, dass er mit dem Geschädigten auch über die elektronischen Kanäle kommunizierte, durfte die Vorinstanz einen die Entsiegelung rechtfertigenden hinreichenden Tatverdacht namentlich auch hinsichtlich des Vorwurfs der Pornographie mit vertretbaren Gründen bejahen. Der Beschwerdeführer kann die Beweiserhebung schliesslich auch nicht unterbinden, indem er den hinreichenden Tatverdacht betreffend die beiden Vorfälle im September 2020 anerkennt und dadurch sämtliche darauf aufbauenden sachkonnexen Untersuchungshandlungen als unzulässige Beweisausforschungen bezeichnet (vgl. Urteil 1B_78/2020 vom 17. Februar 2021 E. 3.4).