Citation: 2C_412/2023 E. 4.2

4.2. Ausgabenseitig ist mit der Vorinstanz - deren diesbezügliche Erwägungen der Beschwerdeführer nicht bestreitet - von einem leicht reduzierten monatlichen Grundbetrag von Fr. 1'100.-- auszugehen, weil der Beschwerdeführer verschiedene normalerweise zum Grundbetrag zugehörige Ausgabenposten in Folge seiner Halbgefangenschaft einsparen kann. Sodann sind den Ausgaben des Beschwerdeführers monatliche Mietkosten (Fr. 1'340.--), Prämien für die obligatorische Krankenversicherung (Fr. 326.55), monatliche Unterhaltszahlungen für die beiden gemeinsamen Kinder (Fr. 350.-- an die getrennt lebende Ehefrau), eine monatliche Verrechnung für die Halbgefangenschaft (Fr. 800.--), eine Parkplatzmiete für das benötigte Fahrzeug (Fr. 66.--), sowie eine anteilige Steuerbelastung (Fr. 542.--) anzurechnen; daraus resultiert eine Belastung von Fr. 4'524.55 pro Monat. Nicht zu berücksichtigen sind die geltend gemachten Schuldabzahlungen (Raten von Fr. 500.-- und Fr. 400.-- betreffend Schulden wegen den strafrechtlichen Verfahrenskosten). Öffentliche Schulden können bei der Berechnung der prozessualen Bedürftigkeit unter Umständen berücksichtigt werden, wenn sich der gesuchstellende Schuldner auch tatsächlich bemüht, sie zu bedienen (und dies auch nachweisen kann; vgl. zu Steuerschulden: BGE 135 I 221 E. 5.2.1; anders private Schulden: vgl. das Urteil 5C.256/2006 vom 21. Juni 2007 E. 6.1.1, nicht publ. in: BGE 133 III 620; Urteile 6B_977/2018 vom 10. Oktober 2018 E. 4; 6B_1318/2016 vom 19. Januar 2017 E. 2.2; 8C_909/2014 vom 6. Mai 2015 E. 3.3). Der Beschwerdeführer hat keine Nachweise ins Recht gelegt, wonach er die Ratenzahlungen tatsächlich leistet respektive leisten würde, obwohl ihn die Vorinstanz mit Schreiben vom 24. Mai 2023 ausdrücklich dazu aufforderte. Zudem hat er erklärt, momentan nicht in der Lage zu sein, die "durch das Strafverfahren entstandenen Schulden" abzuzahlen. Unter diesen Umständen durfte die Vorinstanz darauf verzichten, die geltend gemachten Ratenzahlungen an die Ausgaben des Beschwerdeführers anzurechnen.