Citation: 8C_62/2019 E. 6.2.2

6.2.2. Mit Blick hierauf hält die vorinstanzliche Beurteilung vor Bundesrecht nicht stand. Ins Auge springt zunächst der im angefochtenen Gerichtsentscheid festgestellte Wortlaut des Schreibens der Beschwerdegegnerin vom 5. März 2018 (vgl. E. 6.1.1). Dieser belässt, gerade auch mit Blick auf den explizit angesprochenen Adressaten, kaum ernsthafte Zweifel, dass die Beschwerdegegnerin direkten (telefonischen) Kontakt mit Dr. med. B.________ persönlich hatte. Zudem drängt sich aufgrund der Wortwahl die Annahme geradezu auf, dass bei dieser Gelegenheit nicht nur organisatorische Aspekte, sondern auch Fragen bezüglich des materiellen Gehalts des Gutachtens zur Sprache gelangten. Dieser Eindruck wird zusätzlich dadurch unterlegt, dass der betreffende Brief seitens der Beschwerdegegnerin durch zwei Kadermitarbeiter unterzeichnet worden war. Bei dieser Sachlage durfte es die Vorinstanz - angesichts der besonderen Stellung des Sachverständigen und seiner nach einem strengen Massstab zu beurteilenden Unbefangenheit, namentlich mit Blick auf die hier beschlagene Frage der Ungleichbehandlung der Beteiligten - nicht ohne ergänzende Abklärungen bei der gegenteiligen Darstellung der Beschwerdegegnerin bewenden lassen. Vielmehr wäre sie gehalten gewesen, in erster Linie den im Schreiben direkt angesprochenen Dr. med. B.________ mit den Beteuerungen der Beschwerdegegnerin zu konfrontieren. Dass der Beschwerdeführer bereits im Vorfeld den Beweiswert von Dr. med. B.________s Einschätzung in Zweifel gezogen hatte, steht dem nicht entgegen. Zudem wäre für die gebotenen Weiterungen auch kein aufwändiges Beweisverfahren nötig gewesen, sondern eine einfache schriftliche Auskunft, allenfalls unter Einbezug der Mitarbeitenden des Sekretariats, hätte genügt. Indem das kantonale Gericht der Darstellung der Beschwerdegegnerin ohne Weiteres Glauben schenkte und von jeder weiteren Abklärung absah, hat es den entscheidwesentlichen Sachverhalt offensichtlich unrichtig oder doch zumindest in Verkennung des gebotenen Beweismasses, mithin in bundesrechtswidriger Weise erhoben.