Citation: 2C_724/2013 E. 2.2

2.2. Die Beschwerdeführerin will einen Bewilligungsanspruch aus dem Recht auf Achtung des Familienlebens im Sinne von Art. 8 EMRK ableiten; sie beruft sich dazu auf die Beziehung, die sie und ihr Sohn zu ihren Eltern haben. Wie sie selber weiss, lässt sich aus Beziehungen zwischen volljährigen Kindern und ihren Eltern oder zwischen minderjährigen Kindern, die mit ihren Eltern zusammenleben, und den Grosseltern, die zwar als solche in den Schutzbereich von Art. 8 EMRK fallen, regelmässig kein Anspruch auf Erteilung einer ausländerrechtlichen Bewilligung ableiten. Dies ist nur bei Vorliegen besonderer Umstände der Fall, wenn geradezu ein Abhängigkeitsverhältnis unter diesen Verwandten besteht (BGE 115 Ib 1 E. 2 S. 4 ff.; 120 Ib 257 E. 1d und e S. 260 ff.; 129 II 11 E. 2 S. 14), welches über die normalen affektiven Beziehungen hinausgeht (BGE 137 I 154 E. 3.4.2). Erforderlich dazu wäre eine eigentliche Pflege- und Betreuungsbedürftigkeit oder eine schwerwiegende Krankheit (Urteile 2C_760/2012 vom 16. August 2012 E. 2.2 und 2C_651/2011 vom 12. September 2011 E. 2.3, mit Hinweisen). Derartige Umstände sind hier nicht ersichtlich und werden nicht dargetan: Die heute 43 Jahre alte Beschwerdeführerin war ab 1998 zweimal verheiratet und lebt spätestens seit rund 15 Jahren durchgehend in einem eigenen, von demjenigen der Eltern getrennten Haushalt und fernab von ihnen, seit über zehn Jahren weitgehend ohne Unterbruch in den USA. Ihren Schilderungen lässt sich zwar entnehmen, dass die seinerzeitigen schwierigen Umstände (Wegzug aus dem revolutionären Iran) ein besonders enges Verhältnis zwischen ihr und ihren Eltern entstehen liessen. Weder der erwähnte Hang zur Depression noch die von der Beschwerdeführerin insgesamt als schwierig empfundene Situation (auch in wirtschaftlicher Hinsicht) in den USA lassen aber den Schluss auf das behauptete Abhängigkeitsverhältnis zu. Was namentlich die finanziellen Verhältnisse betrifft, können die Eltern Unterstützung auch ins Ausland leisten, was sie gemäss Darstellung in der Beschwerdeschrift denn auch tun. Der Hinweis auf das vermutliche Wegfallen der väterlichen Alimentenzahlungen an den Sohn auf den Zeitpunkt, da dieser 18 Jahre alt sein wird, d.h. 2018, ist offensichtlich irrelevant. Die Kontaktpflege zwischen der Beschwerdeführerin und ihrem (ausschliesslich in den USA sozialisierten) Sohn zu den Eltern bzw. zu den Grosseltern ist auch heute möglich, indem die Schweizer Verwandten "oft" versuchen, sie in den USA zu besuchen; zudem wird mehrmals wöchentlich telefoniert. Die Beschwerdeführerin vermag zwar glaubhaft zu machen, dass sie sich nach ihrer heutigen Einschätzung in der Schweiz, in der Nähe ihrer Eltern wohnend, erheblich wohler fühlen würde, als sie dies in den USA für möglich hält. Sie befindet sich aber nicht in einer signifikant anderen Lage als zahlreiche andere Ausländer, die ein Leben in der Schweiz, wo ihre ursprüngliche Stammfamilie lebt, demjenigen in ihrem Heimatstaat (mit häufig im Vergleich zu den USA prekäreren Verhältnissen) vorziehen würden. Die Voraussetzungen für eine Anspruch auf Aufenthaltsbewilligung begründende Berufung auf Art. 8 EMRK sind offensichtlich nicht erfüllt. Eine andere Anspruchsnorm ist nicht ersichtlich. Als Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist das eingereichte Rechtsmittel gemäss Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG offensichtlich unzulässig.