Citation: 6B_775/2020 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz verneinte das Vorliegen eines Prozesshindernisses zusammengefasst mit der Begründung, es seien mehrere Lebensvorgänge zu beurteilen, die einer separaten Erledigung zugänglich seien, nämlich einerseits betrügerische und betrugsähnliche Handlungen zum Nachteil diverser Privatkläger und andererseits davon abzugrenzende Handlungen zum primären Nachteil der B.________ AG. Bei einer natürlichen Betrachtungsweise liege hier - unabhängig davon, ob es schlussendlich zum Konkurs der B.________ AG gekommen sei - kein einheitliches Geschehen vor. In Bezug auf den vorliegend zu beurteilenden Vorwurf der Misswirtschaft handle es sich nicht um den gleichen oder im Wesentlichen gleichen Sachverhalt, der in der Teileinstellungsverfügung vom 26. April 2017 bereits rechtskräftig beurteilt worden sei. Es handle sich damit nicht um denselben Lebenssachverhalt und es liege keine Tatidentität vor.