Citation: I 272/02 06.02.2003 E. 2

Im vorliegenden Fall ist insbesondere streitig, nach welcher Methode die Invaliditätsbemessung vorzunehmen ist. Während Verwaltung und Vorinstanz die Beschwerdeführerin als teilerwerbstätige Hausfrau mit einem ausserhäuslichen Tätigkeitsanteil von 35 % eingestuft und demgemäss die Invaliditätsbemessung nach der gemischten Methode vorgenommen haben, stellt sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, sie sei nach wie vor als voll erwerbstätig zu qualifizieren, und die Invalidität sei nach der Einkommensvergleichsmethode festzusetzen. 2.1 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder teilzeitlich erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, - was je zu einer andern Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, spezifische Methode, gemischte Methode) führt -, ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 125 V 150 Erw. 2c mit Hinweisen). 2.2 Die angefochtene Verfügung vom 1. Juni 2001 und der Entscheid vom 8. Februar 2002 stützen sich insbesondere auf die im Rahmen der Haushaltsabklärung vom 18. Januar 2001 gemachten Aussage der Beschwerdeführerin, im jetzigen Zeitpunkt (mit A.________) könnte und möchte sie nicht mehr als 2 bis 3 Stunden am Tag arbeiten. Es sei auch in Zukunft nicht vorgesehen, A.________ in ein Heim oder eine andere Betreuung zu geben. Die Vorinstanz hat zu Recht festgestellt, dass sich die Beschwerdeführerin mehrfach geäussert hat, nur noch ihren schwer behinderten Sohn betreuen zu wollen. Eine ganztägige Erwerbstätigkeit ausser Haus könne sie sich nicht vorstellen. Aus dem psychiatrischen Gutachten vom 28. August 2000 (Dr. med. W.________) ergibt sich denn auch, dass die Versicherte zu ihrem schwer behinderten Sohn eine sehr gute Beziehung hat und dass sie mit der Betreuung zurechtkommt. Insofern hat sich die Situation gegenüber derjenigen der ursprünglichen Rentenzusprechung geändert, als man davon ausging, dass A.________ nur auf Zusehen hin von seiner Mutter betreut werde, weil diese hiezu gar nicht in der Lage sei. In beweisrechtlicher Hinsicht ist auch zu vermerken, dass die Beschwerdeführerin den Haushaltsbericht am 18. Januar 2001 eigenhändig unterzeichnet und die Richtigkeit der darin angeführten Angaben bestätigt hat. Wenn sie später, nunmehr in Kenntnis der Konsequenzen ihrer Aussagen für die Rentenberechtigung, diese zu relativieren versucht, ist dies entsprechend zu würdigen. Die Annahme der Vorinstanz, die Beschwerdeführerin hätte sich auch im Gesundheitsfalle in erster Linie der Betreuung ihres Sohnes gewidmet, ist daher nicht zu beanstanden. 2.3 Daran vermag der Umstand, dass die Beschwerdeführerin auf ein Erwerbseinkommen angewiesen ist, nichts zu ändern. Ginge sie einem vollen ausserhäuslichen Erwerb als Hilfsarbeiterin nach, würde sie ein - allerdings tiefes - Einkommen erzielen. Auf der andern Seite müsste sie, um die Betreuung ihres schwer behinderten Sohnes sicherzustellen, eine Drittperson oder eine Institution mit dieser Aufgabe beauftragen. Daraus erwüchsen ihr Kosten, welche ihr als Hilfsarbeiterin erzielbares Einkommen übersteigen dürften. Es kann daher nicht gesagt werden, die Beschwerdeführerin würde sich im Gesundheitsfalle aus sozialen Gründen gezwungen sehen, einer ausserhäuslichen vollen Erwerbstätigkeit nachzugehen, da sie daraus - im Ergebnis - keinen wirtschaftlichen Nutzen ziehen könnte. Auch die Aufnahme einer Teilerwerbstätigkeit als Raumpflegerin bei der Basellandschaftlichen Kantonalbank kann zu keiner anderen Erkenntnis führen, übt sie diese doch genau während der Abendstunden aus, während welchen die erwachsene Tochter bei ihrem behinderten Bruder bleiben kann.