Citation: 1C_529/2014 E. A

Die mit dem Wohnhaus "C.________" (Vers.-Nr. 139) und einem angebauten Stallgebäude (Vers.-Nr. 139A) überbaute Parzelle Nr. 16 des Grundbuchs der Gemeinde Ardez (heute: Gemeinde Scuol; nachstehend: Gemeinde) stand im Eigentum von D.________ und E.________. Diese gründeten zum Zweck des Um- und Ausbaus der genannten Gebäude die einfache Gesellschaft C.________. Diese reichte am 7. Mai 2008 bei der Gemeinde ein entsprechendes Baugesuch ein, das im ehemaligen Stallgebäude die Errichtung von Wohnungen vorsah. Nachdem die Gebäudeversicherung des Kantons Graubünden (GVG) am 22. Mai 2008 das Bauvorhaben aus brandschutzrechtlicher Sicht unter bestimmten Auflagen bewilligt hatte, erteilte die Gemeinde am 8. Juli 2008 dafür die Baubewilligung unter Aufnahme dieser Auflagen. Am 30. April 2009 liessen die Gesellschafter der einfachen Gesellschaft C.________ von ihrer Parzelle Nr. 16 den Stallteil abparzellieren und als neues Grundstück unter der Nr. 3388 ins Grundbuch eintragen. Gleichentags verkauften sie die verbleibende Parzelle Nr. 16 mit dem vorbestehenden Wohnhaus an die Eheleute A.________ und B.________ zu Miteigentum je zur Hälfte. Am 16. Juni 2009 reichte die einfache Gesellschaft C.________ bezüglich des Wohnhauses auf der Parzelle Nr. 16 und des vormaligen Stallgebäudes auf der Parzelle Nr. 3388 ein neues Baugesuch ein, das die Gemeinde mit Verfügung vom 18. Juli 2008 bewilligte. In der Folge begründeten die Gesellschafter der einfachen Gesellschaft C.________ an der Parzelle Nr. 3388 Stockwerkeigentum und übertrugen die Stockwerkeigentumseinheiten an E.________ sowie F.________. Am 31. März 2010 stellte die Gemeinde anlässlich der Baukontrolle fest, dass in Abweichung von den erteilten Baubewilligungen im vorbestehenden Wohnhaus Fenster und auf dem Dach dieses Hauses anstelle der bewilligten Lukarnen sogenannte Ochsenaugen eingebaut worden waren. Ausserdem waren an der Ostfassade des ehemaligen Stallgebäudes auf der Parzelle Nr. 3388 nicht bewilligte Fenster eingebaut worden. Nach mehrmaliger Aufforderung der Gemeinde reichte die einfache Gesellschaft C.________ am 30. Januar 2012 entsprechend angepasste Baupläne und am 19. März 2012 den vervollständigten Ausführungsplan des an der Ostfassade des vormaligen Stallgebäudes realisierten Dachstocks mit den dort eingebauten Fenstern ein. Am 12. April 2012 führte die GVG in den beiden Häusern die Brandschutzkontrolle durch. Mit Verfügung vom 30. April 2012 genehmigte die Gemeinde die fraglichen Änderungen im Meldeverfahren. Mit Schreiben vom 3. Juli 2012 teilte die GVG A.________ und B.________ mit, ihr Wohnhaus auf der Parzelle Nr. 16 entspreche den feuerpolizeilichen Vorschriften und könne betrieben werden. Am selben Tag sandte die GVG bezüglich des Mehrfamilienhauses auf der Parzelle Nr. 3388 der Gemeinschaft der Stockwerkeigentümer ein gleichlautendes Schreiben.