Citation: 1C_188/2020 E. 3.2.3

3.2.3. Die Beschwerdeführerin macht geltend, vorliegend gehe es um die Auslegung unbestimmter Rechtsbegriffe des kommunalen Rechts und sei die Gemeindeautonomie zu ihren Gunsten ausgeübt worden. Die Vorinstanz hätte daher nur dann in die Gemeindeautonomie eingreifen dürfen, wenn der Entscheid des Gemeinderats sachlich nicht mehr vertretbar, mithin willkürlich gewesen wäre und die Gemeinde die ihr zustehende Beurteilungsbefugnis missbraucht hätte. Dies sei jedoch nicht der Fall. Beim geplanten Betrieb handle es sich um ein Gewerbe im Sinne von Art. 43 Abs. 1 BauR, würden doch Pflegezimmer in Pflegewohngruppen angeboten mit auf den Einzelfall massgeschneiderten Pflegedienstleistungen sowie Seniorenwohnungen für das betreute Wohnen vermietet mit der Möglichkeit des Bezugs von individuell vereinbarten (Pflege-) Dienstleistungen. Weiter sei ein öffentliches Restaurant mit 160 Sitzplätzen geplant und werde damit gerechnet, dass ungefähr 70-80 Arbeitsstellen generiert werden könnten. Die allgemein gehaltenen Erwägungen der Vorinstanz betreffend das in der Gewerbezone Zulässige seien nicht geeignet, den Entscheid des Gemeinderats als willkürlich erscheinen zu lassen: "Die Gewerbezone" gebe es nicht; vielmehr sei die von der Gemeinde einer bestimmten Zone zugewiesene Nutzung anhand der kommunalen Gesetzgebung und Rechtsanwendung konkret zu ergründen. Dass das Bauvorhaben auch in anderen Zonen zonenkonform wäre, schliesse dessen Zonenkonformität in der Gewerbezone sodann nicht aus. Zudem entspreche das Immissionspotential in den gemäss vorinstanzlicher Auffassung geeigneten Zonen demjenigen in der Gewerbezone. Die Vorinstanz halte die betroffene Parzelle für den Bau eines Alters- und Pflegeheims denn auch grundsätzlich für geeignet.