Citation: U 470/06 27.04.2007 E. 4

Gerügt wird des Weiteren die Höhe der zugesprochenen Integritätsentschädigung. Deren Bemessung richtet sich laut Art. 25 Abs. 1 UVG nach der Schwere des Integritätsschadens. Gestützt auf Art. 25 Abs. 2 UVG hat der Bundesrat in Anhang 3 zur UVV Richtlinien für die Bemessung der Integritätsschäden aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, nicht abschliessenden Skala (BGE 124 V 29 E. 1b S. 32) häufig vorkommende und typische Schäden prozentual gewichtet. Bei Verlust einer Hand entspricht die Integritätsentschädigung nach dieser Skala 40 %, wobei gemäss Ziff. 2 die völlige Gebrauchsunfähigkeit eines Organs dem Verlust gleichgestellt wird. Wie bereits in Erwägung 3 ausgeführt, kann von einer völligen Gebrauchsunfähigkeit jedoch nicht die Rede sein. Dr. med. B.________ hat den Integritätsschaden am 13. April 2004 auf 20 % geschätzt mit der Begründung, dass die Hand in der Form noch vollständig vorhanden, die Funktion aber in allen Fingern deutlich eingeschränkt sei. Dies mache sich v.a. bei den Greiffunktionen bemerkbar. Damit könne maximal der halbe Wert eines Handverlustes angenommen werden, worin auch die Einschränkungen im Handgelenk sowie die Sensibilitätsveränderungen enthalten seien. Diese Einschätzung ist nicht zu beanstanden und auch in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird dagegen nichts Stichhaltiges vorgebracht. Das nachgereichte Gutachten des Handchirurgen Dr. med. N.________, welcher einen Integritätsschaden von 38,25 % annimmt, ist unbeachtlich. In BGE 127 V 353 wurde erkannt, dass es auch in Verfahren, in welchen es nicht an die vorinstanzliche Feststellung des Sachverhalts gebunden ist (Art. 132 lit. b OG; vgl. E. 1), im Lichte von Art. 108 Abs. 2 OG grundsätzlich unzulässig ist, nach Ablauf der Beschwerdefrist neue Beweismittel beizubringen, es sei denn, dass ausnahmsweise ein zweiter Schriftenwechsel (Art. 110 Abs. 4 OG) angeordnet wurde. Zu berücksichtigen sind in der Regel nur solche Eingaben, die dem Gericht innert der gesetzlichen Frist (Art. 106 Abs. 1 OG) vorliegen. Anders verhält es sich lediglich dann, wenn die nach Ablauf der Beschwerdefrist oder nach Abschluss des Schriftenwechsels unaufgefordert eingereichten Schriftstücke neue erhebliche Tatsachen oder schlüssige Beweismittel enthalten, welche eine Revision im Sinne von Art. 137 lit. b OG zu rechtfertigen vermöchten. Diese Voraussetzung ist hier nicht erfüllt. Rechtsprechungsgemäss genügt es nicht, dass ein neues Gutachten, wie hier, den Sachverhalt anders bewertet (BGE 108 V 170 E. 1 S. 172). Der nachgereichte Bericht kann daher nicht als neues Beweismittel qualifiziert werden, welches zu einer Revision führen müsste.