Citation: 7B_687/2024 E. 5.2

5.2. Angesichts der bereits sichergestellten hohen mutmasslichen Deliktssumme und des Schadenspotenzials des Phänomens der "Falschen-Polizei-Betrügen" besteht zudem ein gewichtiges öffentliches Interesse an der ungestörten Sachverhaltsermittlung. Wie die Vorinstanz richtig ausführt, überwiegt dieses gewichtige öffentliche Interesse zum aktuell noch sehr frühen Verfahrenszeitpunkt die privaten Interessen der Beschwerdeführerin, insbesondere ihr Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens gemäss Art. 13 BV bzw. Art. 8 Ziff. 1 EMRK. Als unbegründet erweisen sich in diesem Zusammenhang die Rügen der Beschwerdeführerin, die Vorinstanz habe ihre privaten Interessen, namentlich ihre Sorgen um das Wohl ihrer beiden betreuungsbedürftigen Kinder, nicht bzw. zu wenig stark berücksichtigt und die unvollständige Interessenabwägung stelle zudem eine Verletzung der gerichtlichen Begründungspflicht (Art. 29 Abs. 2 BV) dar. Aus dem angefochtenen Entscheid ergibt sich insoweit, dass die Vorinstanz eine für ein Haftverfahren äusserst detaillierte Interessenabwägung vorgenommen hat und dabei namentlich die Betreuungssituation der beiden Kinder einlässlich gewürdigt hat. Die entsprechenden Erwägungen sind bundesrechtlich nicht zu beanstanden und es kann darauf verwiesen werden (siehe angefochtener Beschluss E. 7). Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführerin grundsätzlich die Möglichkeit offensteht, ein Gesuch um Haftbesuche durch ihre beiden betreuungsbedürftigen sieben- und neunjährigen Kinder zu stellen.