Citation: 4A_412/2019 E. 3.2.1

3.2.1. Die Vorinstanz erwog, die Beschwerdeführerin sei Teil der A.________-Gruppe, die vor deren Markteintritt in der Schweiz bereits über 7000 Filialen in Europa habe erstellen lassen. Beim Aufbau der Geschäftstätigkeit habe insbesondere auf das in Deutschland angewachsene Fachwissen zurückgegriffen werden können. Im Bereich der Neubauten habe es innerhalb der Gruppe eine gewisse Zusammenarbeit gegeben und die Leitdetails für den Bau habe die Beschwerdeführerin von A.________ Deutschland erhalten. Im Übrigen könne bereits daraus, dass in deren Bauabteilung zumindest teilweise fachkundige Personen angestellt worden seien, abgeleitet werden, dass die Beschwerdeführerin über Fachwissen verfüge, das ihr anzurechnen sei. Dies spiele dort eine Rolle, wo seitens der Klägerin verbindliche Vorgaben gemacht worden seien. Inwiefern die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin auf Fehler in den eigenen Vorgaben aufmerksam machen müsse, sei bei der Prüfung der einzelnen geltend gemachten Mängel von den Fachkenntnissen der Beschwerdeführerin abhängig zu machen. Die Vorinstanz stellte fest, dass die jeweils aktuellen Baubeschreibungen A.________ Schweiz samt Leitdetails als Bestandteil der Verträge für sämtliche Filialen vereinbart worden seien. Verlangt sei von der Beschwerdeführerin der Bau bzw. die Planung entlang ihrer Leitdetails. Abweichungen von den Baubeschreibungen seien nur zur Einhaltung von Auflagen und mit der schriftlichen Zustimmung der Gegenseite zulässig. Daraus lasse sich jedoch entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin nicht eine Verpflichtung der Beschwerdegegnerin zur detaillierten Überprüfung der Pläne herleiten. Es sei insbesondere zu berücksichtigen, dass die von der Beschwerdegegnerin gewährte Reduktion des Honorars sich nur durch eine tatsächliche Verringerung des Aufwandes des Planers rechtfertigen lasse, und dass die detaillierten Pläne weitgehend von einer fachverständigen Bauherrin zur Verfügung gestellt worden seien. Die Beschwerdegegnerin habe folglich auf die bestehenden Pläne abstellen und davon ausgehen dürfen, dass diese korrekt seien. Sie sei insbesondere auch berechtigt, die Leitdetails direkt und ohne Änderungen in die eigenen zu erstellenden Pläne zu übernehmen sofern dies für eine bestimmte Filiale zweckmässig gewesen sei. Durch eine entsprechende Übernahme habe sie jedoch nicht die volle Verantwortung für die vorbestehende Planung übernommen; vielmehr habe die Beschwerdeführerin selbst für die von ihr gelieferten Grundlagen einzustehen.