Citation: 8C_776/2017 E. 4.3

4.3. Aufgrund des - unbestrittenermassen als beweiskräftig geltenden - ORL Gutachtens steht hinsichtlich der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit fest, dass der Versicherte insbesondere angesichts des Anforderungsprofils bei seiner angestammten Tätigkeit in leitender Stellung täglich mehrmals während Sitzungen und Besprechungen auf ein funktionierendes Gehör angewiesen ist. Auch nach Einschätzung des ORL-Guachters ist der Beschwerdeführer unfallbedingt hinsichtlich des Konzentrationsvermögens, der Anpassungsfähigkeit und der Belastbarkeit ausdrücklich eingeschränkt (vgl. E. 2.2 hievor). Unter diesen Umständen verletzt die vorinstanzliche Beweiswürdigung Bundesrecht, indem Verwaltung und Vorinstanz der vom Versicherten mit Einsprache vom 20. Januar 2017 eingereichten Gesprächsnotiz betreffend Begründung der Reduktion des Arbeitspensums keinerlei Beachtung schenkten. Der Vergleich des Wortlautes dieser Gesprächsnotiz vom 23. Oktober 2015 mit dem ORL-Gutachten (S. 5) lässt vielmehr darauf schliessen, dass der ORL-Gutachter genau diese Einschränkungen, welche den Beschwerdeführer zur Pensumsreduktion von 100 auf 90% veranlassten, als unfallbedingte Limitierungen der Leistungsfähigkeit anerkannt hat.