Citation: 1C_620/2023 E. 7.3

7.3. Die Beschwerdeführenden bringen vor, dass sich weder im kantonalen noch im kommunalen Recht eine Bestimmung finde, welche Terrassenhäuser von der Einhaltung der Regelung zur Festlegung der Erdgeschossfussbodenhöhe gemäss § 14 aV PBG/ZG befreien würde. Die Rechtsauffassung der Vorinstanz, wonach das übergeordnete kantonale Recht durch die kommunale Bestimmung verdrängt werde, sei willkürlich. § 14 aV PBG/ZG und § 34 BO Walchwil könnten problemlos gemeinsam angewendet werden. Anders als bei § 12 und § 13 aV PBG/ZG sei der Gehalt von § 14 aV PBG/ZG nicht auf die Höhenentwicklung gerichtet, sondern betreffe in erster Linie nachbarschützende und gestalterische Aspekte. Es sei sodann nicht ersichtlich, inwiefern das Erdgeschoss eines Terrassenhauses bei der Festsetzung im Terrain anders behandelt werden müsste als das Erdgeschoss einer gewöhnlichen Baute. Eine Ungleichbehandlung dieser zwei Bautypen ergebe allenfalls bei der Geschosszahl und der Höhenentwicklung, nicht aber bei der Festsetzung des Erdgeschossfussbodens ins gewachsene Terrain Sinn. Nicht umsonst könne denn auch dem "Schema Terrassenhäuser" in der BO Walchwil entnommen werden, dass der Erdgeschossfussboden maximal 3,00 m über dem Terrain liegen dürfe. Dieser Hinweis lasse darauf schliessen, dass § 14 Abs. 1 aV PBG/ZG auch nach kommunalem Recht und bei Terrassenhäusern einzuhalten sei. Was die Eventualbegründungen der Vorinstanz anbelangt, erachten die Beschwerdeführenden diese als unbehelflich. Zum einen schreibe das übergeordnete kantonale Recht explizit vor, dass der fragliche Höhenunterschied längs der Gebäudefassade und nicht nur in der Gebäudeachse einzuhalten sei. Zum anderen sei die Konsequenz einer Verletzung von § 14 Abs. 1 aV PBG/ZG nicht irrelevant. Bei richtiger Anwendung sei vielmehr davon auszugehen, dass virtuell von zwei übereinander angeordneten Vollgeschossen auszugehen sei, was bei Terrassenhäusern nicht zulässig sei.