Citation: 6B_1508/2021 E. 4.3

4.3. Weshalb dies vorliegend der Fall sein soll, vermag der Beschwerdeführer nicht aufzuzeigen. Das dem Beschwerdeführer von der Vorinstanz attestierte noch leichte Verschulden betrifft lediglich die Einordnung innerhalb des von 1 bis 20 Jahren Freiheitsstrafe reichenden Strafrahmens für qualifizierte Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, woraus der Beschwerdeführer für die Landesverweisung und deren Dauer nichts zu seinen Gunsten ableiten kann (vgl. Urteile 6B_399/2021 vom 13. Juli 2022 E. 2.3; 6B_249/2020 vom 27. Mai 2021 E. 5.4.2; je mit Hinweisen). Im Raum steht ein Verbrechen und damit eine schwere Straftat. Das öffentliche Interesse an der Verhinderung von Betäubungsmitteldelikten ist als gross zu qualifizieren (vgl. Urteil 6B_134/2021 vom 20. Juni 2022 E. 5.5 mit Hinweisen) und kann aufgrund einer schwerwiegenden Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung eine über die Mindestdauer von fünf Jahren hinausgehende Landesverweisung rechtfertigen (vgl. Urteil 6B_249/2020 vom 27. Mai 2021 E. 6). Vorliegend handelt es sich um Kokain. Zudem überschritt der Beschwerdeführer die Grenze des schweren Falles deutlich um ein Vielfaches. Angesichts der gesetzlichen Mindestdauer der Landesverweisung von 5 Jahren erweist sich der angeordnete Landesverweis von 6 Jahren unter Berücksichtigung der dargelegten Umstände als verhältnismässig. Eine Verletzung von Bundesrecht ist nicht ersichtlich.