Citation: 6B_1440/2019 E. 5.4.2

5.4.2. Soweit der Beschwerdeführer sich auf die Gewährleistung des Familienlebens nach Art. 13 BV und Art. 8 EMRK beruft, ist ihm entgegen zu halten, dass die Landesverweisung keine nahe, echte und tatsächlich gelebte familiäre Beziehung beeinträchtigt. Wie die Vorinstanz willkürfrei ausführt, pflegt der Beschwerdeführer zu seinem Sohn, dem einzigen in der Schweiz lebenden Familienangehörigen, eine ausgesprochen lose Beziehung. Der Beschwerdeführer befindet sich gegenwärtig in einem betreuten Wohnen, während sein Sohn seit dem Tod der Mutter in einem Wohnheim untergebracht ist. Diese Platzierung des Sohnes erfolgte ohne Wissen und ohne Kontaktaufnahme mit dem Beschwerdeführer. Jedenfalls räumt der Beschwerdeführer ein (Beschwerde S. 12), er habe erst im Dezember 2018, d.h. seit etwas mehr als einem Jahr, wieder Kontakt zu seinem Sohn aufgenommen, nachdem zuvor während 10 Jahren, also während des die Persönlichkeit des Sohnes prägenden Lebenszeitraums von 5 bis fast 16 Jahren, gar kein Kontakt bestand. Auf die gegenteilige appellatorische Kritik des Beschwerdeführers am angefochtenen Urteil, wonach der Kontakt zum Sohn gut sei, ist nicht einzutreten (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 145 I 26 E. 1.3 S. 30; 145 IV 154 E. 1.1 S. 156). Die Vorinstanz geht gestützt auf ihre Feststellungen in zutreffender Weise davon aus, das keine intakte familiäre Beziehung zum Sohn besteht, weshalb der Schutzbereich von Art. 8 Ziff. 1 EMRK nicht berührt sei. Die fehlende Beziehung kann daher auch keinen schweren persönlichen Härtefall im Sinne von Art. 66a Abs. 2 StGB begründen. Es ist denn auch nicht ersichtlich, weshalb der eben erst angebahnte Kontakt zum bald volljährigen Sohn nicht in anderer Weise, etwa durch Kommunikationsmittel, angemessen aufrecht erhalten werden kann.