Citation: 1C_522/2023 E. 3.3.2

3.3.2. Hinsichtlich der Rüge der Verletzung des Willkürverbots ist auf die eingangs erwähnte Rechtsprechung hinzuweisen, wonach für die Annahme von Willkür nicht ausreicht, dass eine andere Lösung ebenfalls als vertretbar oder gar zutreffender erscheint (vgl. E. 2. hiervor). Die Beschwerdeführerin mag zu Recht einwenden, der Wortlaut von Art. 66 Abs. 2 lit. b BauG würde an sich auch die Interpretation zulassen, dass in der betreffenden Zone nebst Restaurationsbetrieben weitere Serviceangebote zur Verfügung gestellt werden dürfen. Die Vorinstanz hat indes überzeugend dargelegt, weshalb die Gemeinde die Auffassung vertreten durfte, dass die geplante Servicestation für Sportgeräte mit Vermietung und Verkauf von Ergänzungsprodukten nicht als eine zum Hotel gehörende Infrastruktur betrachtet werden kann, wenn die Dienstleistung nicht nur den Hotelgästen zur Verfügung gestellt wird. Die Gemeinde hat namentlich auf die speziell für die Erstellung des Hotels durchgeführte Nutzungsplanung hingewiesen, bei der einschränkend festgelegt wurde, dass im Hotelbereich keine Dienstleistungsbetriebe entstehen sollen. Anders als in der Touristikzone nach Art. 66 Abs. 1 BauG, wo Dienstleistungsbetriebe, die den Kernbetrieb des Hotels allenfalls ergänzen, zulässig sind, sollen in der Touristikzone A offensichtlich strengere Anforderungen gelten. Es ist nicht unhaltbar, wenn die Vorinstanzen davon ausgehen, die beantragte Nutzung würde einen solchen Dienstleistungsbetrieb darstellen und somit über die zulässige Nutzungsart in der Touristikzone A und im Baubereich Hotel hinausgehen. Nichts zu ihren Gunsten abzuleiten vermag die Beschwerdeführerin sodann aus dem von ihr erwähnten Urteil R 2004 84 des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden. Das zitierte kantonale Urteil beruht auf einer unterschiedlichen kommunalen Zonenvorschrift einer anderen Gemeinde und ist mit dem vorliegenden Fall von vornherein nicht vergleichbar. Demzufolge vermag die Beschwerdeführerin mit ihren Vorbringen keine Verletzung des Willkürverbots (Art. 9 BV) darzulegen.