Citation: 6B_913/2008 21.08.2009 E. 2

2.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, ihm trotz Freispruchs Verfahrenskosten von Fr. 19'773.90 aufzuerlegen und keine Entschädigung auszurichten, verstosse gegen die Art. 172 Abs. 1, Art. 173 Abs. 2, Art. 176 und Art. 122 BStP. Einem Freigesprochenen Kosten zu überbinden, falle ausser Betracht, wenn andere beschuldigte Personen verurteilt würden. Die Vorinstanz hätte daher richtigerweise T.________, W.________ und V.________ anteilsmässig zur Bezahlung der gesamten Verfahrenskosten verpflichten müssen. Ihm gleich dem verurteilten V.________ 10% der Verfahrenskosten aufzuerlegen, sei willkürlich. Entgegen den Ausführungen im angefochtenen Urteil habe er sich nicht zivilrechtlich vorwerfbar verhalten, weshalb er die gegen ihn eingeleitete Strafuntersuchung auch nicht durch schuldhaftes Benehmen verursacht habe. Folgerichtig sei ihm daher gestützt auf Art. 176 i.V.m. Art. 122 BStP eine Entschädigung in der Höhe von insgesamt Fr. 138'183.80 auszurichten (Fr. 81'394.80 Anwaltskosten, Fr. 50'000.-- Genugtuung für die ungerechtfertigte Untersuchungshaft von 18 Tagen und die Vorverurteilung in den Medien sowie Fr. 6'789.-- als Einkommenseinbusse). 2.2 Die Vorinstanz hat erwogen, bei der Festlegung des Gebührenanteils gelte es, den Tatbeitrag der Beschuldigten im Kontext der Gesamtuntersuchung in Sachen Liegenschaftsverkäufe der SUVA zu würdigen. W.________ und T.________ seien in sämtliche Liegenschaftstransaktionen involviert gewesen. Ein Anteil in der Höhe von je 35% der Gesamtgebühren erscheine daher deren Tatbeitrag angemessen. V.________ sei ein strafbares Verhalten hinsichtlich zweier Liegenschaftstransaktionen nachgewiesen worden. Seinem Tatbeitrag entsprechend seien ihm 10% der Gesamtgebühren zuzuordnen. Gleiches gelte für den Beschwerdeführer, welcher für sechs der acht Liegenschaften Verkehrswertschätzungen erstellt habe. Den beiden weiteren beteiligten Personen seien schliesslich ihren Tatbeiträgen entsprechend je 5% der Gesamtgebühren zuzuweisen (angefochtenes Urteil S. 86). Anders als W.________, T.________ und V.________ sei der Beschwerdeführer (wie auch die beiden weiteren angeklagten Personen) zwar freigesprochen worden. Der freigesprochene Beschuldigte könne jedoch zur Tragung der Kosten verurteilt werden, wenn er in zivilrechtlich vorwerfbarer Weise gegen eine geschriebene oder ungeschriebene Verhaltensnorm klar verstossen habe. Der Beschwerdeführer sei Mitglied des Schweizerischen Verbands der Immobilienwirtschaft (SVIT). In Art. 2 der Standesregeln verpflichteten sich die SVIT-Mitglieder, die Rechtsordnung einzuhalten und von sittenwidrigen und unlauteren Verhaltensweisen Abstand zu nehmen. Der Beschwerdeführer habe gegen Entgelt und in Missachtung seiner zivilrechtlichen Berufspflichten worst-case-Schätzungen als Verkehrswertgutachten deklariert. Dieses Verhalten sei kausal gewesen für die Eröffnung des gegen ihn geführten Strafverfahrens, weshalb eine Auflage von 10% der gesamten Kosten trotz Freispruchs gerechtfertigt erscheine (angefochtenes Urteil S. 88 f.). 2.3 Der freigesprochene Angeklagte kann zur Tragung von Kosten verurteilt werden, wenn er die Einleitung der Untersuchung durch schuldhaftes Benehmen verursacht oder das Verfahren durch trölerisches Verhalten wesentlich erschwert hat (Art. 173 Abs. 2 BStP). Im Falle der Freisprechung hat das Gericht über die Entschädigung an den freigesprochenen Angeklagten gemäss den Grundsätzen des Art. 122 Abs. 1 zu entscheiden (Art. 176 BStP). Die Entschädigung kann verweigert werden, wenn der Beschuldigte die Untersuchungshandlungen durch ein verwerfliches oder leichtfertiges Benehmen verschuldet oder erschwert hat (Art. 122 Abs. 1 Satz 2 BStP). Diese Bestimmungen finden auch im Verfahren vor dem Bundesstrafgericht Anwendung, was sich aus Art. 30 des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 2002 über das Bundesstrafgericht (SGG; SR 173.71) ergibt.