Citation: 5P.390/2000 14.11.2000 E. 2

2.- Die Beschwerdeführerin erblickt darin einen Verstoss gegen Art. 8 Abs. 1 und 3 BV, dass das Kantonsgericht die Praxis geändert und das Existenzminimum des Beschwerdegegners abweichend von den bisher massgebenden SchKG-Richtlinien berechnet habe. Bei Anwendung der früheren Berechnungsmethode läge dessen Leistungsfähigkeit um monatlich Fr. 300.-- höher. Auf ihrer, der Beschwerdeführerin, Seite bestehe ein erhebliches Unterhaltsmanko. Da nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung die Erweiterung des betreibungsrechtlichen Minimalbedarfs durch Pauschalzuschläge in Mangellagen unzulässig sei, werde sie durch die neue Berechnungsweise in allgemeiner Weise und auch geschlechtsspezifisch diskriminiert. Der Vorwurf der Diskriminierung ist unbegründet: Das Kantonsgericht hat nicht nur den Existenzbedarf des Beschwerdegegners, sondern auch denjenigen der Beschwerdeführerin nach einer gegenüber den Betreibungsansätzen etwas grosszügigeren Berechnungsweise festgelegt. Ein Unterschied besteht einzig bei den Rubriken Krankenkasse und öffentliche Verkehrsmittel, wo für den Beschwerdegegner krankheitsbedingte Mehraufwendungen eingestellt wurden. Inwiefern diese Aufrechnungen ungerechtfertigt sein und auf willkürlicher Beweiswürdigung beruhen sollten, legt die Beschwerdeführerin nicht dar. Sind aber die Bedürfnisse beider Parteien nach den selben Grundsätzen ermittelt worden, ist weder das allgemeine Rechtsgleichheitsgebot noch das Verbot der geschlechtsspezifischen Schlechterstellung verletzt. Tiefere Ansätze für den Beschwerdegegner beim Grundbetrag und bei "Telefon, Radio und Fernsehen" müssten auch für die Beschwerdeführerin Anwendung finden und würden deren (durch den Unterhaltsbeitrag zu deckendes) Manko von Fr. 300.-- noch verringern. Bei dieser Sachlage erübrigt es sich, näher auszuleuchten, inwiefern der Diskriminierungsvorwurf überhaupt die Feststellung von Tatsachen, und nicht die Anwendung von Bundesrecht (Art. 125 f. ZGB), betrifft und inwiefern demnach die staatsrechtliche Beschwerde in diesem Punkt überhaupt zulässig ist (vgl. Poudret/Sandoz-Monod, Commentaire de la loi fédérale d'organisation judiciaire, II. Bd., N 1.6.3 zu Art. 43).