Citation: 2C_650/2020 E. 1.2

1.2. Departemente des Bundes sind gestützt auf Art. 89 Abs. 2 lit. a BGG zur Beschwerde berechtigt, wenn der angefochtene Akt die Bundesgesetzgebung in ihrem Aufgabenbereich verletzen kann. Das Beschwerderecht der Bundesbehörden dient dazu, den Vollzug des Bundesrechts zu überwachen und dessen richtige und einheitliche Anwendung - wenn nötig letztinstanzlich durch das Bundesgericht - sicherzustellen (BGE 142 II 324 E. 1.3.1; 143 II 425, nicht publ. E. 1.2). Die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs gemäss Art. 269 StPO (SR 312.0) fällt in den Aufgabenbereich des Dienstes ÜPF, welcher dem EJPD administrativ unterstellt ist (vgl. Art. 3 Abs. 1 und 2 BÜPF). Das EJPD ist berechtigt, für die korrekte Anwendung des Bundesrechts zu sorgen, und somit zur Erhebung der vorliegenden Beschwerde legitimiert (vgl. auch Urteil 2C_274/2018 vom 12. Mai 2020 E. 1.1 mit Bezug auf das Bundesgesetz betreffend die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs vom 6. Oktober 2000 [AS 2001 3096; nachfolgend: aBÜPF], dessen Art. 2 im Wesentlichen dem geltenden Art. 3 BÜPF entspricht; vgl. Botschaft vom 27. Februar 2013 zum Bundesgesetz betreffend die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs [BÜPF], BBl 2013 2683, S. 2709; nachfolgend: Botschaft BÜPF).