Citation: 2C_305/2022 E. B

B.a. Am 21. Juli 2021 erhob der Grundeigentümer beim Obergericht des Kantons Appenzell Ausserrhoden eine negative Feststellungsklage (Art. 85a des Bundesgesetzes vom 11. April 1889 über Schuldbetreibung und Konkurs [SchKG; SR 281.1]). Er beantragte zweierlei, nämlich zum einen die Feststellung, dass die von der Belegenheitsgemeinde in Betreibung gesetzte Forderungen nicht bestünden, und zum andern die Aufhebung der Betreibung. B.b. Mit einzelrichterlichem Urteil ERV 21 53 vom 5. April 2022 wies das Obergericht die Klage ab, soweit es darauf eintrat. Es erwog, für die materiellrechtliche Frage nach dem Bestand der Forderung seien die Verwaltungsbehörden, für die betreibungsrechtlichen Wirkungen ( Aufhebung der Betreibung) hingegen die Zivilgerichte zuständig. Im vorliegenden Verfahren könne daher lediglich der Bestand der in Betreibung gesetzten Forderung (und die Rückerstattung von bisherigen Verfahrenskosten) streitig sein. B.c. Soweit der Grundeigentümer die Aufhebung der Betreibung verlange, fuhr das Obergericht fort, sei auf die Klage mangels sachlicher Zuständigkeit nicht einzutreten. Diesbezüglich verhalte es sich vielmehr so, dass der Grundeigentümer, sollte er mit dem Antrag auf Feststellung des Nichtbestands der Forderungen durchdringen, beim Zivilgericht die Aufhebung der Betreibung verlangen könne. Dies könne im summarischen Verfahren geschehen (Art. 85 SchKG). B.d. Was hingegen den bestrittenen Bestand der Forderung angehe, erwog das Obergericht abschliessend, dass hierzu auf die öffentlich-rechtliche Vereinbarung vom 13. Dezember 2018 abzustellen sei, welche der Grundeigentümer, dessen Tochter, das Departement für Gesundheit und Soziales des Kantons Appenzell Ausserrhoden und die Belegenheitsgemeinde abgeschlossen hätten, um damit verschiedene hängige Verfahren zu erledigen. Die objektive Auslegung der Vereinbarung verdeutliche, dass die in den Abgabeperioden 2015 bis 2018 angefallenen Wassergebühren von der Vereinbarung nicht erfasst würden. Weder handle es sich bei den Wassergebühren um Ansprüche um Sozialhilfe noch um die damit zusammenhängenden Verfahren betreffend Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung (was einzig Gegenstand der Vereinbarung gewesen sei). Dementsprechend sei diesbezüglich auf die Klage nicht einzutreten.