Citation: 6B_94/2024 E. 2.4.4

2.4.4. Der Beschwerdeführer bringt schliesslich vor, er habe vor Vorinstanz gestanden, C.________ verletzt zu haben und sich bei ihm entschuldigt. Sein Geständnis sei von Einsicht und Reue getragen, was die Vorinstanz strafmildernd hätte berücksichtigen müssen (Beschwerde Ziff. III.C.12.-15. S. 6 f.). Ein Geständnis kann gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung bei der Beurteilung des Nachtatverhaltens zugunsten des Täters berücksichtigt werden, soweit es auf Einsicht in das begangene Unrecht oder auf Reue schliessen lässt oder der Täter dadurch zur Tataufdeckung über den eigenen Tatanteil beiträgt (vgl. BGE 121 IV 202 E. 2d/cc). Hat ein Geständnis die Strafverfolgung nicht erleichtert oder ist die beschuldigte Person nur aufgrund einer erdrückenden Beweislage oder gar erst nach Ausfällung des erstinstanzlichen Urteils geständig geworden, ist eine Strafminderung nicht angebracht (Urteile 6B_799/2024 vom 2. Dezember 2024 E. 3.1; 6B_855/2023 vom 15. Juli 2024 E. 2.8.2; 6B_1066/2023 vom 16. November 2023 E. 4.3.4; je mit Hinweisen). Der Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer habe - wohl aufgrund der erdrückenden Beweislage - gestanden, auf C.________ eingestochen zu haben, wolle sich aber an die genauen Umstände nicht erinnern und habe bis zum Schluss tatrelevante Umstände nicht zugegeben. Sein (erst) vor Berufungsgericht abgelegtes Teilgeständnis sei nicht Ausdruck von aufrichtiger Reue oder Einsicht, stelle er sich selbst doch weiterhin als Opfer, C.________ demgegenüber als Provokateur dar. Auch schreibe er es dem Zufall zu, dass sich Letzterer und nicht er selbst verletzt habe. Seine gegenüber C.________ geäusserte Entschuldigung erscheine vor diesem Hintergrund geradezu als Kalkül (vgl. Urteil E. IV. Ziff. 41.2.2 S. 75). Mit diesen Erwägungen begründet die Vorinstanz überzeugend, weshalb das späte Teilgeständnis des Beschwerdeführers keine Strafreduktion rechtfertigt. Auch in diesem Punkt ist folglich der angefochtene Entscheid nicht zu beanstanden.