Citation: 1B_127/2021 E. A

In einer von der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich geführten Strafuntersuchung fand am 19. Dezember 2019 eine Konfrontationseinvernahme der beiden Beschuldigten statt. In deren Verlauf drohte der untersuchungsführende Staatsanwalt A. Kaegi, dem Verteidiger einer der beiden Beschuldigten, Rechtsanwalt A.________, die Disziplinierung mit einer Ordnungsbusse (Art. 64 StPO) an. Gleichentags stellte Rechtsanwalt A.________ namens seiner Mandantin schriftlich ein Ausstandsgesuch gegen Staatsanwalt Kaegi. Mit Eingabe vom 20. Dezember 2019 teilte Rechtsanwalt Gubler der Staatsanwaltschaft mit, betreffend die angedrohte Disziplinierung die Interessen des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt A.________, zu vertreten. Er ersuchte um Einräumung einer Frist von 20 Tagen zur Stellungnahme. Da sein Gesuch unbeantwortet geblieben sei, reichte er der Staatsanwaltschaft am 7. Januar 2020 eine Stellungnahme ein. Am 21. Januar 2020 bat er die Staatsanwaltschaft um eine Stellungnahme zu seiner Eingabe vom 7. Januar 2020 innert zehn Tagen. Am 28. Januar 2020 teilte Staatsanwalt Kaegi dem Beschwerdeführer mit, dass das Verfahren betreffend Disziplinarmassnahmen/Ordnungsbusse gegen ihn einstweilen sistiert werde, bis ein Entscheid des Obergerichts des Kantons Zürich über das Ausstandsgesuch vorliege. Mit Beschluss der Kammer vom 27. März 2020 hiess dieses das betreffende Ausstandsgesuch gegen Staatsanwalt Kaegi gut. Mit Schreiben vom 4. Mai 2020 teilte Staatsanwalt Wyss dem Beschwerdeführer mit, er habe die Strafuntersuchung von Staatsanwalt Kaegi übernommen und sehe hinsichtlich der angedrohten Disziplinarmassnahmen keine weiteren Schritte vor. Am 5. Mai 2020 liess Rechtsanwalt Gubler der Staatsanwaltschaft eine Honorarrechnung über insgesamt 3'432.20 Franken für seine anwaltlichen Bemühungen zukommen. Mit Schreiben vom 12. Mai 2020 lehnte die Staatsanwaltschaft die Entschädigung der geltend gemachten Aufwendungen ab.