Citation: 2C_800/2015 E. 2.3

2.3. Der Beschwerdeführer rügt, Art. 745 Abs. 3 OR, der auch die Entlastung eines Liquidators insbesondere von Haftungen wie § 60 StG/SZ bezwecke, wäre toter Buchstabe, wenn der Prüfbericht des Revisionsexperten nicht die Konsequenz hätte, dem Liquidator zu ermöglichen, ohne Risiko einer späteren Haftung eine frühzeitige Auszahlung des Liquidationsergebnisses vorzunehmen; bei einer solchen Auslegung des Gesetzes könnte sich der Liquidator bzw. könnten sich die Aktionäre die Prüfkosten ersparen. Damit macht er eine sinn- und zweckwidrige Gesetzesauslegung geltend, die nicht nur in der Begründung, sondern auch im Ergebnis unhaltbar sei. Dieser Rechtsauffassung kann nicht gefolgt werden. Die Voraussetzungen an den Entlastungsbeweis (vgl. Urteile 2C_472/2015, 2C_473/2015 vom 14. September 2016 E. 3.4 und E. 4) brauchen an dieser Stelle nicht abschliessend beurteilt zu werden. Die Vorinstanz konnte in willkürfreier Auslegung von § 60 Abs. 3 StG/SZ davon ausgehen, der in dieser Bestimmung stipulierte Entlastungsgrund hätte angesichts von Art. 742 Abs. 2 OR eine individuelle Mitteilung des Eintritts in Liquidation der X.________ AG durch den Liquidator an das für die Erhebung der Grundstückgewinnsteuer zuständige Steueramt des Kantons Schwyz vorausgesetzt, die unbestrittenermassen unterblieben sei. Eine willkürliche Anwendung und Auslegung des Entlastungsgrundes gemäss § 60 Abs. 3 StG/SZ ist nicht ersichtlich, weshalb sich die Beschwerde als unbegründet erweist. Die Voraussetzungen von § 60 Abs. 1 und 2 StG/SZ waren im vorinstanzlichen Verfahren nicht umstritten; allfällige diesbezügliche Mängel der Haftungsverfügung können im bundesgerichtlichen Verfahren wegen fehlender Rügen (vgl. oben, E. 1.2.2, 2.2) nicht überprüft werden. Die Beschwerde ist abzuweisen.