Citation: 4A_87/2018 E. 4.2.2

4.2.2. Im Rahmen der Beweiswürdigung blendet die Vorinstanz nicht nur die vom Experten bevorzugte Bewertung zu Liquidationswerten aus, sondern korrigiert auch den im Gutachten ermittelten Fortführungswert. Sie kritisiert insbesondere den vom Gutachter vorgenommenen Abzug von 50% des Nettosubstanzwerts mit dem Hinweis, ein solcher Abzug lasse sich im konkreten Fall nicht rechtfertigen. Dieser Abzug erscheine als zu hoch, weil der Gutachter die Kosten für die Reorganisation der Garage bereits berücksichtigte. Weiter handle es sich beim Betrieb nicht um ein zu liquidierendes Unternehmen, sondern um eine funktionierende Garage. Zudem sei der Goodwill bei der Ermittlung der Höhe des vorzunehmenden Abzuges zu berücksichtigen. In der Folge legt die Vorinstanz den vom Nettosubstanzwert abzuziehenden Wert ohne nähere Begründung auf eine Bandbreite von 20% bis 50% fest. Für die Aussage der Vorinstanz, die vom Experten angenommene Hälfte des Nettosubstanzwertes sei als Untergrenze einer Spanne zu verstehen, bestehen im Gutachten keine Anhaltspunkte.