Citation: 7B.17/2007 06.06.2007 E. 3

Die obere Aufsichtsbehörde hat zunächst festgehalten, dass die Erstinstanz die Frage, ob die Beschwerde gegen die Pfändungsurkunden rechtzeitig - d.h. innert 10 Tagen seit Kenntnisnahme (Art. 17 Abs. 2 SchKG) - erhoben worden sei, offen gelassen habe. Die Frage könne dahin gestellt bleiben, da die Vorbringen des Beschwerdeführers unbehelflich seien. Die Zustellung der Abschrift der Pfändungsurkunde hat nach Art. 34 SchKG, d.h. durch eingeschriebenen Brief oder gegen Empfangsbescheinigung zu erfolgen, andernfalls das Betreibungsamt die Beweislast für die erfolgte Zustellung trägt (BGE 54 III 246 E. 1 S. 248). Die Beschwerdefrist hinsichtlich der Pfändung beginnt erst mit der Zustellung der Pfändungsurkunde zu laufen (BGE 70 III 43 E. 1 S. 45; Jent-Sørensen, in: Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, N. 18 f. zu Art. 112). Die kantonalen Aufsichtsbehörden haben das Datum der Zustellung und die Frage der Rechtzeitigkeit der Beschwerde gegen die leeren Pfändungsurkunden bzw. Verlustscheine offen gelassen, obwohl es sich um von Amtes wegen zu treffende Feststellungen handelt (vgl. Lorandi, Betreibungsrechtliche Beschwerde und Nichtigkeit, N. 93 zu Art. 18). Von der Rückweisung der Sache zur Feststellung durch die kantonalen Behörden kann abgesehen werden, da - wie im Folgenden darzulegen ist - der Beschwerde ohnehin kein Erfolg beschieden ist.