Citation: 1C_460/2012 E. 4.5

4.5. Schliesslich beruft sich der Beschwerdeführer auf die 1980 erteilte Baubewilligung für den Weidstall, in dem der Wald und der Waldabstand nicht thematisiert worden sei. Er verweist auf einen Situationsplan 1:2000 vom 26. April 1979, der angeblich Teil der Baubewilligungsakten von 1979 war. Darin sei überhaupt kein Waldgebiet in der näheren Umgebung des Weidstalls eingezeichnet, sondern lediglich ein kleines Waldgebiet nordwestlich des Weidstalls. Die Erwägung des Verwaltungsgerichts, wonach der fragliche Weidstall auch im Unterabstand zur südöstlichen Bestockung stehe, die unbestritten Wald darstelle (E. 5.5.5 S. 16 des angefochtenen Entscheids), sei daher offensichtlich unrichtig. Das gesamte Gebiet südöstlich und südwestlich stelle Einwuchs auf Weidegebiet dar. Diese Behauptung ist jedoch neu. Sie widerspricht auch dem Antrag des Beschwerdeführers im Waldfeststellungsverfahren, die Waldgrenze entlang der im Gutachten der A.________ AG ermittelten Stockgrenze für die Jahre 1980 bzw. 1990 festzulegen, d.h. östlich dieser Linie Wald anzunehmen. Wie sich aus den Luftaufnahmen bzw. Fotos vom Augenschein klar ergibt, betrafen die Ausholzungsaktionen 1980, 1990 und 2007/2008 immer nur das unmittelbar südlich des Weidstalls gelegene Gebiet; für das östlich angrenzende grosse Waldgebiet sind weder vor 1980 noch danach Ausholzungen dokumentiert. Unter diesen Umständen durfte das Verwaltungsgericht davon ausgehen, dass das Bestehen von Wald südöstlich des Weidstalls unstreitig sei. Dieses südöstliche Waldgebiet fehlt jedoch auf dem Situationsplan 1:2'000 vollständig, weshalb dieser Plan - aus welchem Grund auch immer - die Verhältnisse von 1979 nicht zutreffend wiedergibt. Dies erklärt möglicherweise auch, weshalb die (im Situationsplan nicht erkennbare) Nähe des Weidstalls zum Wald im Baubewilligungsverfahren nicht thematisiert worden ist.