Citation: 1B_606/2020 E. 4.4

4.4. In Bezug auf den Vorwurf der Drohungen vom 22. August 2020 bringt der Beschwerdeführer ebenfalls vor, es könne nicht von einer - für die Annahme eines dringenden Tatverdachts - ausreichenden Verurteilungswahrscheinlichkeit ausgegangen werden. Er bestreite die ihm vorgeworfenen Drohungen und gestehe lediglich ein, dass er gegenüber seinem Sohn B.________ sinngemäss erklärt habe, er bekomme, was das "Karma" vorgebe. Ein rechtsgenüglicher Nachweis der ihm vorgeworfenen Drohungen sei insbesondere auch in Ermangelung objektiver Beweismittel nicht zu erwarten. Dem kann nicht gefolgt werden. Die Vorinstanz hat gestützt auf eine vertretbare summarische Beweiswürdigung die Aussagen der weiteren Beteiligten als glaubhafter beurteilt als jene des Beschwerdeführers. Sie durfte zudem, ohne Bundesrecht zu verletzen, gestützt auf ihre summarische Beweiswürdigung implizit eine Verurteilung des Beschwerdeführers wegen Drohungen im Sinne von Art. 180 Abs. 1 StGB - einem Vergehen - als wahrscheinlich erachten, und zwar namentlich deshalb, weil sich die mutmasslichen Drohungen gegen Minderjährige richteten. Dies gilt auch, soweit es sich bei diesen Drohungen um Vier-Augen-Delikte handelte und diesbezüglich eine Aussage-gegen-Aussage-Konstellation vorliegt (vgl. vorne E. 4.3.3). Dass die Vorinstanz von einem dringenden Tatverdacht auf Drohungen ausgegangen ist, ist bundesrechtlich daher ebenfalls nicht zu beanstanden. Dasselbe gilt für die gleichlautende Beurteilung des Zwangsmassnahmengerichts im Haftverlängerungsentscheid.