Citation: 8C_758/2009 12.02.2010 E. 2.1

2.1.1 Die Beschwerdeführerin rügt, das kantonale Gericht habe den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, weil es ihr keine Eingangsbestätigung ihrer Beschwerde habe zukommen lassen. Auch sonst sei sie über die weiteren Schritte nicht informiert worden. Erst ca. zwei Monate nach Beschwerdeeinreichung sei ihr am 6. März 2009 als erste Reaktion die Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin mit Aufforderung zur Einreichung einer Replik zugestellt worden. Die Beschwerdeschrift der aerosana sei ihr zudem nicht zugestellt worden. Erst auf telefonische Nachfrage sei dies am 12. März 2009 ohne Ansetzung einer neuen Frist für die Replik geschehen. Schliesslich habe das kantonale Gericht gegen die Begründungspflicht verstossen, da es nicht erläutert habe, wie es die IV-Akten würdige und warum es keine Verfahrenssistierung bis zum Vorliegen eines ABI-Gutachtens im IV-Verfahren vorgenommen habe. 2.1.2 Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung einer Person eingreift. Dazu gehört insbesondere das Recht, sich vor Erlass des in die Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 132 V 368 E. 3.1 S. 370 mit Hinweisen). Die fehlende Zustellung einer Eingangsbestätigung für sich verstösst daher nicht gegen den Anspruch auf rechtliches Gehör. Keine Verletzung dieses Rechts stellen sodann gewisse Missverständnisse während des Schriftenwechsels vor dem kantonalen Gericht dar. Diese wurden auf telefonische Nachfrage hin im Wesentlichen geklärt. Entscheidend ist, dass die Beschwerdeführerin die Möglichkeit hatte, sich im vorinstanzlichen Verfahren umfassend zur Sache zu äussern und zur Eingabe der Gegenpartei Stellung zu nehmen. Die Beschwerdeschrift der aerosana wurde der Beschwerdeführerin durch die Vorinstanz am 12. März 2009 zugestellt, nachdem bereits am 6. März 2009 eine Replikfrist von 20 Tagen angesetzt worden war. Die Beschwerdeführerin hätte ohne Weiteres eine Verlängerung der Replikfrist beantragen können. Im Übrigen datiert die Replik vom 19. März 2009, womit die Beschwerdeführerin die ihr eingeräumte Frist nicht voll ausgenutzt hat. Sie hätte somit genügend Zeit gehabt, auch zur Beschwerde der aerosana Stellung zu nehmen. Von einer Verweigerung des Äusserungsrechts zu eingegangenen Stellungnahmen oder Vernehmlassungen der Verfahrensparteien (BGE 132 I 42 E. 3.3.2 S. 46) und damit einer Verletzung des rechtlichen Gehörs kann unter diesen Voraussetzungen nicht gesprochen werden. Unbegründet ist schliesslich auch der Einwand, die Vorinstanz habe die Begründungspflicht verletzt. Das kantonale Gericht legte die für den Entscheid wesentlichen Argumente in seinem Entscheid umfassend dar. Eine Verfahrenssistierung machte die Beschwerdeführerin im vorinstanzlichen Verfahren nicht geltend.