Citation: 6B_811/2007 25.02.2008 E. 3

Der Beschwerdeführer wendet sich vorab gegen seine Verurteilung wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz. 3.1 Der Beschwerdeführer wirft der Vorinstanz insoweit eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung und Beweiswürdigung vor. Die Vorinstanz hat erwogen, die Belastungszeugen A.________ und B.________ hätten den Beschwerdeführer ausdrücklich als ihren Kokainverkäufer identifiziert. Ihre Aussagen, mit welchen sie sich selbst massiv belastet hätten, seien glaubhaft. Insbesondere sei auch kein Grund ersichtlich, weshalb sie den Beschwerdeführer zu Unrecht des Drogenhandels hätten bezichtigen sollen (angefochtenes Urteil S. 9 - 12; S. 15). Zudem seien bei der polizeilichen Durchsuchung der Wohnung des Beschwerdeführers in den Lichtkanälen der Beleuchtung Rückstände von Kokain gefunden worden (angefochtenes Urteil S. 13 f.). Aus der Tatsache, dass in der Wohnung demgegenüber keine Drogenwaage, Streckmittel oder Verpackungsmaterial vorhanden gewesen seien, könne der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten. So sei nämlich doch davon auszugehen, dass er über die Verhaftung von A.________ am 16. Juli 2005 und B.________ am 21. Juli 2005 informiert gewesen sei und daher bis zu seiner Festnahme am 3. August 2005 ausreichend Zeit gehabt habe, solche Drogenutensilien zu beseitigen (angefochtenes Urteil S. 15 f.). Ferner sei das Verhältnis zwischen den Lebenshaltungskosten des Beschwerdeführers von monatlich Fr. 6'000.-- bis Fr. 7'000.-- und seinem nachgewiesenen Einkommen von Fr. 5'600.-- pro Monat (Krankentaggeld von Fr. 3'400.-- und Mietzinseinnahmen aus der Türkei von Fr. 1'200.--) ein Indiz für zusätzliche Einkünfte aus Drogengeschäften (angefochtenes Urteil S. 14 f.). Schliesslich untermauerten auch die häufigen telefonischen Verbindungen bzw. Verbindungsversuche zwischen dem Beschwerdeführer und A.________ respektive B.________ deren Schilderungen. So habe der Beschwerdeführer zwischen dem 11. Februar 2005 und dem 3. August 2005 mehr als 13'000 Verbindungen hergestellt bzw. Verbindungsversuche unternommen, wovon insgesamt 1'390 (bzw. 8 pro Tag) auf die Mobiltelefonnummern von A.________ und B.________ entfallen seien (angefochtenes Urteil S. 17 f.). Zusammenfassend sei der Sachverhalt damit als erstellt anzusehen. 3.2 Willkür im Sinne von Art. 9 BV liegt nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung einzig vor, wenn der angefochtene Entscheid auf einer schlechterdings unhaltbaren oder widersprüchlichen Beweiswürdigung beruht bzw. im Ergebnis offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 129 I 173 E. 3.1 mit Hinweisen). Dass das angefochtene Urteil mit der Darstellung des Beschwerdeführers nicht übereinstimmt oder eine andere Lösung oder Würdigung vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre, genügt praxisgemäss für die Begründung von Willkür nicht (BGE 131 IV 100 nicht publ. E. 4.1; 127 I 54 E. 2b mit Hinweisen). 3.3 Was der Beschwerdeführer gegen die Beweiswürdigung der Vorinstanz vorbringt, ist nicht geeignet, Willkür darzutun. Er wiederholt über weite Strecken einzig seine bereits im kantonalen Verfahren erhobenen Tatsachenbehauptungen und stellt der vorinstanzlichen Begründung lediglich seine eigene Sicht der Dinge gegenüber, ohne näher zu substantiieren, inwiefern der Entscheid (auch) im Ergebnis schlechterdings unhaltbar sein sollte. Seine Vorbringen erschöpfen sich mithin insoweit in einer unzulässigen appellatorischen Kritik am angefochtenen Urteil und genügen den Begründungsanforderungen gemäss Art. 106 Abs. 2 BGG nicht (vgl. E. 1.2 hiervor). Soweit auf seine Rügen überhaupt eingetreten werden kann, sind diese nicht stichhaltig. Dies gilt insbesondere für seine pauschale Kritik an der Glaubwürdigkeit der beiden Belastungszeugen A.________ und B.________ und an der Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen. Die Vorinstanz hat explizit auf punktuelle Widersprüche in den Aussagen von A.________ hingewiesen, sie konnte jedoch willkürfrei folgern, dessen Schilderungen seien ebenso wie jene von B.________ im Kernbereich konstant und glaubhaft. Weshalb schliesslich, wie vom Beschwerdeführer behauptet, die Schlüsse der Vorinstanz, die beiden Belastungszeugen hätten sich selbst - insbesondere auch betreffend der erworbenen Drogenmenge - massiv belastet und der Beschwerdeführer habe über ausreichend Zeit verfügt, um die Drogenutensilien aus seiner Wohnung zu entfernen, unhaltbar sein sollten, ist nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer auch nicht näher substantiiert. 3.4 Der Beschwerdeführer macht weiter eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör geltend. Die Vorinstanz habe es einerseits unterlassen, Akten beizuziehen, aus welchen sich ergebe, dass er im Jahr 2004 über genügend finanzielle Mittel verfügt habe, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Andererseits habe sie seinen Antrag auf Befragung weiterer Zeugen zu Unrecht abgelehnt. So hätten sein Vater und seine Lebenspartnerin verifizieren können, dass er aus dem Verkauf eines Imbissstandes Einnahmen erzielt habe, mit welchen er seinen Lebensstandard habe finanzieren können. Die angerufenen Zeugen hätten zudem bestätigen können, dass er zwar Drogen konsumiert, jedoch keine verkauft habe. 3.5 Art. 29 Abs. 2 BV gewährleistet den Anspruch auf rechtliches Gehör. Daraus ergibt sich der Anspruch der Parteien, mit rechtzeitig und formgültig angebotenen Beweisanträgen und Vorbringen gehört zu werden, soweit diese erhebliche Tatsachen betreffen und nicht offensichtlich beweisuntauglich sind (BGE 129 II 396 E. 2.1; 120 Ib 379 E. 3b, je mit Hinweisen). Keine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt vor, wenn ein Gericht darauf verzichtet, beantragte Beweise abzunehmen, weil es auf Grund der bereits abgenommenen Beweise seine Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür in vorweggenommener Beweiswürdigung annehmen kann, seine Überzeugung würde durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert (BGE 129 II 396 E. 2.1; 124 I 49 E. 3a, 241 E. 2, je mit Hinweisen). 3.6 Die Vorinstanz hat alle für den Entscheid wesentlichen Beweismittel einbezogen. Sie hat, wie dargelegt, die Aussagen der beiden Belastungszeugen eingehend gewürdigt. Des Weiteren hat sie willkürfrei die Ergebnisse aus der Hausdurchsuchung - sprich die Kokainspuren in den Beleuchtungskörpern - und der Telefonkontrolle in ihre Beweiswürdigung einfliessen lassen. Zudem hat sie ausdrücklich erwogen, wie es sich mit allfälligen Einnahmen des Beschwerdeführers aus dem Verkauf des Imbissstandes verhalte, könne offen gelassen werden, genügten doch die vorhandenen Indizien ohne weiteres um seine Kokainverkäufe zu belegen (vgl. angefochtenes Urteil S. 15). Vor diesem Hintergrund konnte die Vorinstanz ohne Verstoss gegen Art. 29 Abs. 2 BV in antizipierter Beweiswürdigung auf den ersuchten Beizug weiterer Akten und die beantragten Zeugeneinvernahmen verzichten, da solche keinen wesentlichen Erkenntnisgewinn versprochen hätten. 3.7 Soweit der Beschwerdeführer daher den Schuldspruch wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz anficht, ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.