Citation: 1C_183/2014 E. A

Am 14. November 2011 reichte die B.________ AG bei der Gemeinde Glarus Nord ein Baugesuch für eine Holzextraktionsanlage auf dem Grundstück von A.________ (Parzelle Nr. 904) in der Industriezone von Bilten ein. Gemäss Umweltverträglichkeitsbericht (UVB) sollen jährlich aus 90'000 t ostsibirischem Nadelholz 60'000 t Rohstoff für die Extraktion gewonnen werden; daraus sollen ca. 10'000 t Grundstoffe für die Lebensmittel- und die Kosmetikindustrie sowie (aus dem Holzrest) 35'000 t Pellets hergestellt werden. Die Extraktion und die Rückgewinnung des Lösungsmittels benötigen grosse Mengen Energie in Form von Wärme (30 MW Gesamtleistung). Pro Jahr werden 37'000 t Ethanol verbraucht. Die Ver- und Entsorgung der Anlage erfordert pro Jahr rund 11'000 Lastwagentransporte (ca. 60 pro Tag). Gegen das am 1. Dezember 2011 publizierte Bauvorhaben gingen verschiedene Einsprachen ein. Mit Beschluss vom 21. Dezember 2011 erliess die Gemeinde Glarus Nord eine zweijährige Planungszone für die Parzelle Nr. 904 und sistierte die Behandlung des Bauvorhabens der B.________ AG bis auf weiteres. Mit Einspracheentscheid vom 14. Mai 2012 hielt die Gemeinde Glarus Nord am Erlass der Planungszone und an der Sistierung des Bauvorhabens fest. Die von A.________ und der B.________ AG am 14. Juni 2012 dagegen erhobene Beschwerde wies das Departement Bau und Umwelt des Kantons Glarus (DBU) am 10. September 2013 ab. Dagegen gelangten A.________ und die B.________ AG am 14. Oktober 2013 mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Glarus.