Citation: 5A_304/2018 E. 3.1.1

3.1.1. Die Konkursverwaltung erstellt innert 60 Tagen nach Ablauf der Eingabefrist den Plan für die Rangordnung der Gläubiger (Art. 247 Abs. 1 SchKG). Der rechtskräftige Kollokationsplan bildet die Grundlage für die Verteilung. Er legt einzig fest, in welchem Verhältnis die Gläubiger Anspruch auf den Erlös aus der Liquidation der Aktiven des Gemeinschuldners haben, hingegen stellt er keine rechtskräftige Beurteilung einer Forderung dar (BGE 103 III 46 E. 1a; 141 III 382 E. 3.5.1). Die Konkursverwaltung hat sich im Kollokationsplan klar über die Anerkennung oder Ablehnung der angemeldeten Forderungen auszusprechen (BGE 96 III 35 E. 2). Bedingte Zulassungen oder Abweisungen sind grundsätzlich nicht statthaft (Art. 59 Abs. 2 KOV). Erweist sich der Kollokationsplan als unklar, so schafft er Unsicherheit darüber, wer allenfalls eine Kollokationsklage einzuleiten hat (HIERHOLZER, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 2. Aufl. 2010, N. 6 zu Art. 247).