Citation: 2P.113/2006 29.08.2006 E. 7

7.1 Schliesslich macht der Beschwerdeführer 1 eine Verletzung der Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 BV) geltend, weil er ohne Eintrag ins Anwaltsverzeichnis nicht bzw. nicht "sinngemäss" (vgl. § 14 AnwG/ZH) den Berufsregeln des eidgenössischen Anwaltsgesetzes - insbesondere nicht dem Berufsgeheimnis (vgl. Art. 13 BGFA) - unterstehe. Dieser Umstand führe zu einer Erschwerung seines wirtschaftlichen Fortkommens. 7.2 Aus den Ausführungen des Beschwerdeführers 1 wird nicht klar, was er meint, wenn er einwendet, der Arbeitgeber eines Unternehmensjuristen müsse gegebenenfalls externe Rechtsanwälte beiziehen, um vom Anwaltsgeheimnis "profitieren" zu können. Gänzlich schuldig bleibt der Beschwerdeführer 1 dabei eine Erklärung dafür, wie der Umstand, dass seine Arbeitgeberin gelegentlich auch freie Rechtsanwälte beauftragen könnte, seine eigene Stellung im Unternehmen schwächen sollte. Seine dahingehenden Vorbringen sind bloss allgemeiner Natur: Die Nichteintragung in das Anwaltsverzeichnis führe für ihn zu einer "empfindlichen Beschränkung seiner beruflichen Entfaltungsmöglichkeiten" sowohl beim jetzigen "als auch bei potentiellen neuen Arbeitgebern". Allein mit dieser nicht näher substantiierten Behauptung ist ein unzulässiger Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit nicht dargetan. 7.3 Das Verwaltungsgericht hat nicht zum Vornherein ausgeschlossen, dass sich der Beschwerdeführer 1 in seiner jetzigen Stellung auf das Berufsgeheimnis berufen könnte. Wie es sich damit verhält, braucht hier nicht weiter untersucht zu werden. Soweit dem Beschwerdeführer 1 oder seiner Arbeitgeberin (der Beschwerdeführerin 2) in diesem Zusammenhang gewisse berufliche oder wirtschaftliche Nachteile erwachsen sollten, wären sie durch das öffentliche Interesse an einer praktikablen Ordnung im betreffenden Wirtschaftszweig gedeckt.