Citation: 6B_1451/2022 E. 2.4

2.4. Diese Erwägungen sind nicht zu beanstanden. Denn nicht jede psychische Störung ist geeignet, Zweifel an der Aussageehrlichkeit der betroffenen Person zu wecken (Urteil 6B_173/2021 vom 14. Juli 2021 E. 1.1.4). Der Beschwerdeführer legt nicht dar, dass die Privatklägerin in ihrer Wahrnehmungs-, Erinnerungs- oder Wiedergabefähigkeit beeinträchtigt und zur wahrheitsgemässen Aussage nicht fähig oder nicht willens gewesen wäre. Die Vorinstanz führt überzeugend aus, dass sie durchaus in der Lage war, die Aussagen zu würdigen, welche die Privatklägerin bei ihrer eingehenden Befragung gemacht hatte. Der Verzicht auf ein aussagepsychologisches Gutachten ist rechtens.