Citation: 5C.110/2001 15.10.2001 E. A

A.- A.________, B.________ und C.________ sind durch Erbgang Gesamteigentümer der 3 1/2 Zimmer-Wohnung (Stockwerkeigentumseinheit Nr. 8002) mit der Wertquote von 79/1000 am Grundstück GB-Nr. 431 in W.________ geworden. Zur Stockwerkeigentümergemeinschaft X.________ gehören unter anderen auch die Eheleute D.________, in deren Eigentum die benachbarte 4 1/2 Zimmer-Wohnung (Stockwerkeigentumseinheit Nr. 8001) mit der Wertquote von 86/1000 steht. Die Eheleute D.________ beabsichtigten, den ihnen zur besonderen Nutzung zugewiesenen Gartensitzplatz um etwas über einen halben Meter auf das Niveau des in ihrem Sonderrecht stehenden Balkons anzuheben und diesen dadurch um eine vorgelagerte Terrasse zu erweitern. Der Gemeinderat W.________ erteilte für dieses Bauvorhaben am 17. November 1997 eine Baubewilligung. Diese wurde aufgrund einer Verwaltungsgerichtsbeschwerde des Rechtsvorgängers von A.________, B.________ und C.________ durch das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern mit Urteil vom 22. Juni 1998 aufgehoben mit der Begründung, die Stockwerkeigentümergemeinschaft X.________ habe dem Bauvorhaben weder einstimmig noch mit Mehrheitsbeschluss zugestimmt. An der ausserordentlichen Stockwerkeigentümerversammlung vom 28. Juli 1998 stimmten die Eigner von acht der zwölf Stockwerkeigentumseinheiten (Art. 712o Abs. 1 ZGB) mit einer Wertquote von insgesamt 664/1000 dem Bauvorhaben zu.