Citation: 2C_533/2021 E. 9.4.1

9.4.1. Dabei wies es zunächst darauf hin, dass sich die Regeln über die zeitliche Bemessung bei Heirat, Scheidung und Trennung (Art. 42 Abs. 1 und 2 DBG) je nach Trennungszeitpunkt zugunsten oder zulasten der betroffenen Person auswirken können. Da es bei den Tatbeständen von Art. 42 Abs. 1 und 2 DBG immer um die Begründung oder Aufhebung der gemeinsamen Besteuerung geht, ist nicht nur auf die Belastung des Steuerpflichtigen abzustellen, sondern muss auch die Situation des Ehegatten berücksichtigt werden. Im konkreten Fall hatte sich die Regelung für die Ehefrau vorteilhaft ausgewirkt, da sie im Trennungsjahr kein Familieneinkommen, sondern nur die Unterhaltsbeiträge der Monate Oktober bis Dezember zu versteuern hatte. Der beschwerdeführende Ehemann hatte jedoch nicht dargelegt, inwiefern die Ehegatten unter diesem Blickwinkel nicht entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit besteuert wurden, weswegen das Bundesgericht auf diesen Punkt unter Hinweis auf Art. 106 Abs. 2 BGG nicht näher einging (Urteil 2C_1145/2013 / 2C_1146/2013 vom 20. September 2014 E. 5.2.1, in: StE 2015 B 29.3 Nr. 49, StR 70/2015 S. 162).