Citation: 5A_70/2017 E. B

B.a. Am 1. Juni 2016 wurde die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (im Folgenden: KESB) U.________ darüber informiert, dass es wegen häuslicher Gewalt an B.________ einen Polizeieinsatz gegeben habe und der Vater für vierzehn Tage polizeilich weggewiesen worden sei. B.b. Am 3. Juni 2016 verfügte die KESB U.________ superprovisorisch, das Aufenthaltsbestimmungsrecht der Eltern über die Tochter B.________ werde aufgehoben und B.________ werde einstweilen in der Klinik für Kinder und Jugendliche in W.________ (im Folgenden: Klinik) untergebracht. B.c. Im Rahmen von vorsorglichen Massnahmen bestätigte die KESB U.________ am 10. Juni 2016 den superprovisorischen Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts der Eltern über B.________ und verfügte die "Weiterführung des Entzugs bis frühestens Mittwoch, 15. Juni 2015" [recte wohl 2016]. Weiter bestimmte die Behörde, dass B.________ in der Klinik untergebracht bleibe. Die Mutter habe das Recht, ihre Tochter anzurufen und sie nach Absprache zu besuchen. Den Eltern wurde ferner die Weisung erteilt, mit den Fachpersonen der Multisystemischen Therapie (MST) des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes (im Folgenden: KJPD) X.________ zusammenzuarbeiten. B.d. Mit Teilentscheid vom 14. Juni 2016 errichtete die KESB U.________ für B.________ eine Erziehungsbeistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB und ernannte E.________ zur Beiständin. Diese wurde beauftragt, die Eltern in ihrer Sorge um B.________ mit Rat und Tat zu unterstützen, die notwendigen Therapien zu koordinieren, die Betreuung, Erziehung sowie die schulische und berufliche Entwicklung von B.________ zu überwachen und ihre diesbezüglichen Interessen zu vertreten. Weiter hatte die Beiständin sicherzustellen, dass die notwendige Kostengutsprache der Sozialen Dienste der Gemeinde V.________ für die Finanzierung der Unterbringung in der Klinik vorliege, und spätestens am 30. Juni 2017 einen Rechenschaftsbericht abzuliefern. B.e. Am 6. Juli 2016 verfügte die KESB U.________ die Aufhebung des vorsorglichen Entzugs des Aufenthaltsbestimmungsrechts. Weiter hob die Behörde auch die Weisung an die Eltern auf, mit den Fachpersonen der MST des KJPD X.________ konstruktiv zusammenzuarbeiten. Neu wurde den Eltern die verbindliche Weisung erteilt, mit der F.________ GmbH, sozialpädagogische Familienbegleitung, konstruktiv zusammenzuarbeiten. Die Beiständin wurde beauftragt, für B.________ die notwendige therapeutische Unterstützung aufzugleisen, mit der F.________ GmbH zusammenzuarbeiten, die Arbeit von G.________ von der F.________ GmbH zu koordinieren, das Helfernetz zu koordinieren und sicherzustellen, dass für die Finanzierung der sozialpädagogischen Familienbegleitung die notwendige Kostengutsprache der Sozialen Dienste der Gemeinde V.________ vorliege. B.f. Am 30. August 2016 informierte die Beiständin die KESB U.________, dass sich die Eltern und B.________ weigern würden, weitere Begleittermine mit der F.________ GmbH zu vereinbaren. B.g. Am 11. Oktober 2016 hörte die KESB die Eltern und B.________ an. B.h. Mit Entscheid vom 18. Oktober 2016 erteilte die KESB U.________ B.________ gestützt auf Art. 307 Abs. 3 ZGB die verbindliche Weisung, mit der F.________ GmbH, sozialpädagogische Familienbegleitung, konstruktiv zusammenzuarbeiten. Die Behörde wies darauf hin, dass diese Weisung sowie die Weisung an die Eltern aus dem Beschluss vom 6. Juli 2016 (Bst. B.e) unter der Androhung der Ungehorsamsstrafe nach Art. 292 StGB durchgesetzt würden. Einer allfälligen Beschwerde entzog die KESB U.________ die aufschiebende Wirkung.