Citation: 9C_538/2019 E. 2.1

2.1. Die Vorinstanz erwog, die Höhe der Schadenersatzforderung sei aufgrund der Akten der Ausgleichskasse, insbesondere der Beitragsübersicht und des Kontoauszugs vom 23. November 2017, substanziiert dargelegt. Eine doppelte Abrechnung der Beiträge durch die B.________ AG und Franchisenehmer könne ausgeschlossen werden und die der Schadenersatzforderung zugrunde liegenden Lohnabrechnungen der B.________ AG enthielten auch keine fingierten Lohnauszahlungen an fiktive Arbeitnehmer. Der angefochtene Entscheid stellte weiter verschiedene Pflichtverletzungen der B.________ AG fest. Diese habe zwar in den Jahren 2009 bis August 2011 Löhne von Fr. 15'367'723.60 ausbezahlt, sei jedoch Sozialversicherungsbeiträge schuldig geblieben. Zudem seien die Lohndeklarationen 2009, 2010 und 2011 verspätet erfolgt und die B.________ AG habe auch wesentliche Änderungen der Lohnsummen 2010 und 2011 verspätet gemeldet. An den Verletzungen der Meldepflicht treffe den Beschwerdeführer ein Verschulden, habe er die massive Lohnsummenerhöhung nicht gekannt und für deren fristgerechte und vollständige Abrechnung nicht gesorgt, womit er seinen Kontrollpflichten zu wenig nachgekommen sei. Weiter habe sich der Beschwerdeführer angesichts der Überschuldung und Illiquidität der Gesellschaft sowie der ihm bekannten hohen Beitragsausstände nicht über deren korrekte Erfüllung informiert und die nötigen Massnahmen zu ihrer Begleichung getroffen. Es sei, abgesehen von kurzfristigen Ausständen, grob fahrlässig, Löhne zu bezahlen, wenn die darauf geschuldeten AHV-Beiträge nicht gedeckt seien. Dies ziehe eine volle Schadenersatzpflicht nach sich, sofern die übrigen Haftungsvoraussetzungen erfüllt seien. Ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem Verhalten des Beschwerdeführers und dem der Ausgleichskasse entstandenen Schaden sei zu bejahen, denn wäre die B.________ AG unter der Mitverantwortung des Beschwerdeführers ihren Arbeitgeberpflichten nachgekommen und wären Löhne nur soweit ausbezahlt worden, als die darauf geschuldeten Abgaben bei Fälligkeit hätten beglichen werden können, wäre der Schaden nicht eingetreten.