Citation: U 151/01 14.10.2004 E. 2

2.1 Sowohl der erstbehandelnde Arzt Dr. med. L.________ (Berichte vom 14. März und 16. Mai 1990), als auch das Spital X.________ (Berichte vom 19. und 27. März sowie 23. April 1990) gingen davon aus, dass die Beschwerdeführerin beim Unfall vom 15. Dezember 1989 ein Schleudertrauma der HWS erlitten hat. Im polydisziplinären psychosomatischen Gutachten des Spitals Y.________ vom 30. Dezember 1992 wird die Diagnose eines Distorsionstraumas der HWS gestellt und als Differenzialdiagnose ein Schleudertrauma erwähnt. Ob die Beschwerdeführerin beim Ereignis vom 15. Dezember 1989 ein eigentliches Schleudertrauma (Peitschenhiebverletzung) erlitten hat, ist aufgrund des Unfallverlaufs und des initial nicht näher beschriebenen Beschwerdebildes fraglich. Wie es sich damit verhält, kann indessen dahingestellt bleiben, weil jedenfalls eine schleudertraumaähnliche Verletzung der HWS ausgewiesen ist und die Kausalitätsbeurteilung für solche Verletzungen praxisgemäss nach den gleichen Regeln zu erfolgen hat, wie sie für Schleudertraumen Geltung haben (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 Erw. 2). 2.2 Mit der ersten Rückfallmeldung vom 22. April 1993 hat die Beschwerdeführerin akute HWS- und Kopfschmerzen geltend gemacht, deren Behandlung noch vor Ende 1993 abgeschlossen werden konnte (Berichte des Dr. med. P.________ vom 9. November 1993 und des Dr. med. J.________ vom 13. April 1994). Die zweite Rückfallmedlung vom 15. Mai 1997 erfolgte wegen Kieferbeschwerden. Später wurden auch Kniegelenksbeschwerden sowie ab August 1998 wiederum Kopf- und Nackenbeschwerden angegeben; zudem kam es erneut zu behandlungsbedürftigen psychischen Störungen. Aufgrund der Berichte des SUVA-Kreisarztes Dr. G.________ (vom 4. Dezember 1998 und 26. März 1999) kann als erstellt gelten, dass seitens der Kniegelenke in dem für die Beurteilung massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheides (BGE 116 V 248 Erw. 1a) keine wesentlichen Beschwerden mehr vorlagen. Aus organischer Sicht stand das Cervicalsyndrom mit Kopf- und Nackenschmerzen im Vordergrund; ferner bestanden noch leichte Beschwerden in den Kiefergelenken. Während das Cervicalsyndrom zum typischen Beschwerdebild einer HWS-Distorsion gehört, kann dies für die Kieferbeschwerden nicht angenommen werden. Wie es sich hinsichtlich der Unfallkausalität dieser Beschwerden verhält, ist daher selbstständig zu prüfen.