Citation: 8C_427/2020 E. 4

Die Beschwerdeführerinnen wenden dagegen ein, sie seien klar davon überzeugt, dass die Stadt Uster nicht berechtigt sei, die Gemeindezuschüsse aus dem Nachlass ihrer Mutter ohne jegliche Gewährung eines Freibetrags zurückzufordern, obwohl das kantonale wie das Bundesrecht einen solchen vorsehe. Art. 10 lit. d GV enthalte keine zum ZLG abweichende Vorschrift und regle die Frage des Freibetrags nicht. Damit komme § 19 Abs. 1 lit. b ZLG zur Anwendung, sodass ein Freibetrag von Fr. 25'000.- anzurechnen sei. Selbst wenn angenommen würde, die Gemeinde habe eine anderslautende Regelung getroffen, verstosse dies gegen kantonales Recht, da § 19 Abs. 1 lit. b ZLG unterlaufen würde. Beispielsweise habe die Gemeinde Opfikon in ihrer Verordnung über die Gemeindezuschüsse einen Freibetrag explizit ausgenommen, was die Gemeinde Uster in willkürlicher und gegen den Grundsatz von Treu und Glauben verstossender Weise unterlassen habe. Diese Lücke sei durch kantonales Recht zu füllen.