Citation: 6B_125/2024 E. 1.1

1.1. Die Beschwerdeführerin wendet sich gegen den Schuldspruch und macht insofern geltend, es fehle an der Erfüllung des subjektiven Tatbestands. Sie habe eine schwere Körperverletzung nicht in Kauf genommen und somit auch nicht eventualvorsätzlich gehandelt. Die Vorinstanz habe aufgrund der Wahrscheinlichkeit der Rechtsgutverletzung unzulässig von ihrem Wissen auf ihren Willen geschlossen. Sie liebe ihre Stieftochter; es könne folglich keine Rede davon sein, dass sie den Taterfolg in Kauf genommen habe. Sie sei wegen ihrer Verbrühungen sehr wütend gewesen und habe ihre Stieftochter erschrecken bzw. ihr eine Lektion erteilen wollen. Dabei habe sie höchstens leichte Verletzungen in Kauf genommen und ihre Stieftochter keinesfalls schwer verletzen wollen. Es sei von Fahrlässigkeit auszugehen, weil sie auf ein Ausbleiben des Erfolgs gehofft habe.