Citation: U 368/04 28.12.2004 E. 2

Die Vorinstanz hat sich bei der Ermittlung des noch strittigen Invalideneinkommens auf Tabelle TA1 der LSE 1998 gestützt. Wie das Eidgenössische Versicherungsgericht in dem in RKUV 2001 Nr. U 439 S. 347 publizierten Urteil erkannt hat, ist bei Versicherten, die nach Eintritt des Gesundheitsschadens lediglich noch leichte und intellektuell nicht anspruchsvolle Arbeiten verrichten können, vom durchschnittlichen monatlichen Bruttolohn ("Total") für Männer oder Frauen bei einfachen und repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes 4) auszugehen. In dem in RKUV 2000 Nr. U 405 S. 399 veröffentlichten Urteil hatte es erkannt, es könne sich durchaus rechtfertigen, statt auf den Durchschnittslohn innerhalb eines bestimmten Wirtschaftszweiges oder eines Teils hievon (Tabelle TA1) auf denjenigen für eine bestimmte Tätigkeit (Tabelle TA7) abzustellen, wenn dies eine genauere Festsetzung des Invalideneinkommens erlaube. Ein solcher Fall liegt hier nicht vor. Zunächst erfasst Tabelle TA7 entgegen den Einwendungen der Beschwerdeführerin zwar neben dem privaten auch den öffentlichen Sektor, allerdings nur den Bund. Darauf kann nicht abgestellt werden, weil die Versicherte bei der kantonalen Verwaltung tätig war. Des Weiteren können aber auch nicht die Durchschnittslöhne in einer oder verschiedenen in Tabelle TA7 ausgewiesenen bestimmten Tätigkeiten herangezogen werden, weil dies keine genauere Festsetzung des Invalideneinkommens erlauben würde. Zu Unrecht macht die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang unter Verweis auf ihren Einspracheentscheid insbesondere geltend, der Versicherten seien Sekretariats- und Kanzleiarbeiten oder andere kaufmännisch-administrative Tätigkeiten zumutbar, hat sie doch nie solche ausgeübt. Wie sich aus den Akten ergibt, war die Versicherte nach ihrem Schulabschluss als angelernte Hundecoiffeuse, nach ihrer Heirat und der Geburt ihrer vier Kinder in Heimarbeit für eine Strumpffabrik und als Raumpflegerin tätig. Ab 1985 war sie bei der Verwaltung X.________ als Hauswartin angestellt und kümmerte sich um 40 Wohnungen und 200 Autoeinstellplätze sowie die Rasenpflege. Demgegenüber ist eine produktionsnahe oder eine Tätigkeit im Verkauf von Konsumgütern und Dienstleistungen dem Leiden der Versicherten nicht angepasst. Die Gutachter, welche die Versicherte nach dem Rückfall untersucht haben, empfehlen eine vorwiegend sitzende Tätigkeit (Expertisen des Dr. med. M.________, Chirurgie FMH, vom 3. August 2000, und des Dr. med. P.________, Orthopädische Chirurgie FMH, vom 8. Januar 2002). Damit fallen nicht nur die von der Beschwerdeführerin vorgeschlagenen Tätigkeiten ausser Betracht; es gibt angesichts der unterschiedlichen Berufe, welche die Versicherte bisher ausgeübt hat, auch keinen Grund, auf den Durchschnittslohn für eine bestimmte Tätigkeit gemäss Tabelle TA7 abzustellen. Damit bleibt bei der Ermittlung des Invalideneinkommens Tabelle TA1 der LSE 1998 massgebend. Der vom kantonalen Gericht vorgenommene Abzug vom Tabellenlohn von 10 % ist im Rahmen der Angemessenheitskontrolle und mit Blick auf vergleichbare Fälle nicht zu beanstanden (Art. 132 lit. a OG; BGE 126 V 81 Erw. 5 und 6 mit Hinweisen).