Citation: 1C_370/2016 E. A

A.B.________ und B.B.________ (Bauherrschaft 1) sind Eigentümer der Baurechtsparzelle 12468 und C.D.________ und D.D.________ (Bauherrschaft 2) sind Eigentümer der Baurechtsparzelle 12469 des Quartierplans Tellostrasse, der mit Beschluss vom 5. November 2013 vom Stadtrat Chur genehmigt wurde. Die Bauherrschaften ersuchten am 11. Juli 2014 bzw. am 15. August 2014 die Stadt Chur darum, auf ihren jeweiligen Baurechtsparzellen in der Wohnzone 1je die Errichtung eines Einfamilienhauses zu bewilligen. Der Stadtrat Chur erteilte den Bauherrschaften am 19. September 2014 bzw. am 7. Oktober 2014 die verlangten Baubewilligungen unter Bedingungen und Auflagen. Die bewilligten Baupläne sahen gemäss den zwingenden Bestimmungen des Quartierplans Tellostrasse vor, dass die nordseitigen Begrenzungsmauern, die Einfriedungen und die Umgebungsmauern sowie der Zugang und die Zufahrt im Erschliessungs- und Parkierbereich im Baulinienbereich erstellt werden. Zudem wurden in diesem Bereich auf dem Grundstück der Bauherrschaft 1 ein rollstuhlgängiger Weg und auf dem Grundstück der Bauherrschaft 2 Erdwärmesonden bewilligt. Die Bewilligungen für die Bauten im Baulinienbereich wurden nicht von der Unterzeichnung eines Reverses abhängig gemacht. Dennoch stellte die Stadt Chur den Bauherrschaften am 25. November 2014 je einen Entwurf eines Reverses zu, der im Wesentlichen vorsah, dass die vor der Baulinie der Tellostrasse errichteten Bauteile auf erstes Verlangen des Stadtrates ohne Entschädigungsanspruch zu entfernen, zu versetzen oder abzuändern seien, sofern sie einem weiteren Ausbau der Tellostrasse hinderlich seien. Mit Schreiben vom 20. April 2015 teilten die Bauherrschaften der Stadt Chur mit, sie würden die Reverse nicht unterzeichnen, weil ein Zurückkommen auf die ohne Revers erteilten Baubewilligungen unzulässig sei. Daraufhin verfügte der Stadtrat der Stadt Chur mit separaten Beschlüssen vom 28. April 2015 gegenüber den Bauherrschaften zu den jeweiligen Bauentscheiden Reverse, die im Wesentlichen bestimmten, dass vor der rechtsgültigen Baulinie Tellostrasse das Erstellen einer nordseitigen Begrenzungsmauer, eines rollstuhlgängigen Weges (nur Bauherrschaft 1) bzw. Erdwärmesonden (nur Bauherrschaft 2) sowie des Zugangs und der Zufahrt im Erschliessungs- und Parkierungsbereich nur unter der Bedingung gestattet werde, dass diese Bauten auf erstes Verlangen des Stadtrats zu entfernen, zu versetzen oder abzuändern seien, sofern sie einem weiteren Ausbau der Tellostasse hinderlich seien. In Gutheissung einer dagegen erhobenen Beschwerde der Bauherrschaften hob das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit Urteil vom 3. Mai 2016 die Beschlüsse des Stadtrats vom 28. April 2015 auf.