Citation: I 137/02 26.07.2002 E. 2.3

Im Bericht des Berufsberaters der IV-Stelle vom 8. April 1999 wird ausgeführt, dass der Beschwerdeführer auf eine Tätigkeit angewiesen ist, die er auch bei Leistungsschwankungen und zeitweiliger vollständiger Arbeitsunfähigkeit behalten kann und die sich zudem aus kurzen Arbeitseinheiten zusammensetzt, die auch repetitiven Charakter haben können. Ausserdem sollte der Versicherte kurzfristig durch eine andere Person ersetzt werden können. Nach Ansicht des Berufsberaters entspricht die in Aussicht genommene Tätigkeit als Ergotherapeut diesen Anforderungen, welche Einschätzung von Dr. med. K.________ bestätigt wird. Es besteht kein Anlass, von diesen Beurteilungen abzugehen und die Eignung der beantragten Eingliederungsmassnahme in Frage zu stellen. Entgegen der Auffassung des BSV besteht auch kein Grund, die Gleichwertigkeit und damit die Verhältnismässigkeit der Massnahme zu verneinen. Zwar ist die Arbeit eines Ergotherapeuten verglichen mit derjenigen eines Hilfspflegers höherwertig, indessen kann darauf nach dem Gesagten nicht abgestellt werden. Vielmehr ist zu berücksichtigen, dass gegenüber dem Ausbildungsniveau des Beschwerdeführers (abgeschlossene Schreinerlehre sowie abgeschlossenes Studium der Theologie) und den voraussichtlichen Verdienstmöglichkeiten die angestrebte Tätigkeit als Ergotherapeut qualitativ annähernd gleichwertig ist. Zusammengefasst ist die beantragte Umschulung notwendig und geeignet, dem Versicherten eine gleichwertige Erwerbsmöglichkeit zu vermitteln, weshalb er grundsätzlich Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen gemäss Art. 17 Abs. 1 IVG hat. Im Übrigen bliebe er nach dem in Erw. 2.1 Gesagten selbst dann anspruchsberechtigt, wenn die Massnahme nicht gleichwertig wäre (vgl. AHI 2002 S. 105 ff.). Ein Anwendungsfall der Austauschbefugnis liegt jedoch nicht vor.