Citation: 6B_595/2021 E. 5.4.4

5.4.4. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das aussagepsychologische Gutachten insofern mangelhaft bzw. unvollständig ist, als die Geschädigte im Beisein der Sachverständigen nicht noch einmal zur Sache befragt wurde, um so eine Konstanzanalyse zu ermöglichen. Die weitere Kritik des Beschwerdeführers am aussagepsychologischen Gutachten erweist sich als nicht hinreichend begründet. Es liegt folglich im Ermessen der Vorinstanz, ob sie das bestehende Gutachten ergänzen lassen oder ein neues Gutachten einholen will. In jedem Fall ist das Verfahren in Nachachtung des Beschleunigungsgebots zeitnah abzuschliessen. Damit erweist sich die Rüge des Beschwerdeführers, die Vorinstanz verletze seinen Anspruch auf rechtliches Gehör, indem sie seinen Antrag auf Einholung eines Obergutachtens abweist, als unbegründet. Die Vorinstanz wird die Geschädigte in Anwesenheit der Sachverständigen sowie der Parteien zur Sache befragen (lassen), das Gutachten ergänzen bzw. ein neues Gutachten einholen und in der Folge die Beweise abschliessend würdigen müssen. Damit braucht auf die weitere Kritik an der vorinstanzlichen Beweiswürdigung (vgl. Beschwerde S. 52 ff.) und die Rügen hinsichtlich der Strafzumessung (vgl. Beschwerde S. 58 f.) nicht eingegangen zu werden.