Citation: 1A.159/2002 18.09.2002 E. 7

Zusammenfassend ergibt sich, dass der Auslieferungsantrag des Bundesamtes für Justiz gutzuheissen ist. Der Verfolgte stellt das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Rechtsverbeiständung. Da die gesetzlichen Voraussetzungen von Art. 152 OG erfüllt erscheinen (und insbesondere die Bedürftigkeit des Verfolgten ausreichend dargelegt ist), kann dem Begehren entsprochen werden. Das zuzusprechende Honorar des unentgeltlichen Rechtsvertreters hat das gesamte Auslieferungsverfahren inklusive Haftprüfung zu umfassen. Die vom unentgeltlichen Rechtsvertreter eingereichte Honorarnote über Fr. 10'460.65 (inkl. MWSt) übersteigt allerdings (mit einem fakturierten Zeitaufwand von 47,40 Stunden) gesamthaft gesehen den für die vorliegende Streitsache gemäss dem anwendbaren Tarif im Rahmen eines Offizialmandates vertretbaren Aufwand (vgl. Art. 160 OG i.V.m. Art. 5 Abs. 2 und Art. 9 des Tarifes über die Entschädigungen an die Gegenpartei für das Verfahren vor Bundesgericht vom 9. November 1978, SR 173.119.1). Insbesondere erscheint der in Rechnung gestellte Zeitaufwand von 13 Stunden für das Aktenstudium als zu hoch, zumal teilweise das mehrmalige Studium derselben Akten fakturiert wird. Analoges gilt für die Dauer der Besprechung mit Rechtsanwalt Baccioli von fünf Stunden. Der Rechtsvertreter räumt denn auch selber ein, der Aufwand sei relativ hoch ausgefallen. Aufgrund der Wichtigkeit und der Schwierigkeit der Streitsache erscheint ein Honorar des amtlichen Rechtsvertreters von pauschal Fr. 7'000.-- als angemessen.