Citation: U 181/06 21.06.2007 E. 4

4.1 Das Aktengutachten von Dr. med. M.________ beruht auf sämtlichen medizinischen Vorakten und es sind keinerlei Anhaltspunkte ersichtlich, die gegen dessen Richtigkeit sprechen würden. Dr. med. M.________ stützt sich denn auch bei seiner medizinischen Beurteilung auf die in den Akten wiedergegebenen und unbestritten gebliebenen Befunde und begründet seine von Dr. med. F.________ abweichende Einschätzung nachvollziehbar und überzeugend. Dasselbe gilt auch für die auf Nachfrage hin gemachte Ergänzung vom 4. November 2004, in welcher er seine Aussagen vom 7. Juli 2004 verdeutlicht. Somit kommt dem Aktengutachten vom 7. Juli 2004 sowie der Ergänzung vom 4. November 2004 voller Beweiswert zu. Demgegenüber ist bei den Berichten von Dr. med. F.________ in Betracht zu ziehen, dass sich Hausärzte auf Grund des Vertrauensverhältnisses im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten äussern (BGE 125 V 351 E. 3b/cc S. 353 mit Hinweis). Dies zeigt sich im hier zu beurteilenden Fall schon darin, dass sich Dr. med. F.________ am 20. August 2004 gegen die Verfügung der Schweizerischen Mobiliar wandte und Einsprache erhob. Auch nach Erlass des Einspracheentscheids richtete er eine Eingabe direkt an die Schweizerische Mobiliar (Bericht vom 21. Oktober 2005). Sein Engangement für die Versicherte reicht somit weit über die eigentliche Behandlung seiner Patientin hinaus. Seine Einschätzungen sind nachfolgend unter Berücksichtigung dieses Umstandes zu würdigen. 4.2 Wie Dr. med. M.________ zutreffend festhält, kann mangels vorbestehender Röntgenbefunde nicht nachgewiesen werden, dass die Rhizarthrose vorbestehend ist. Es ist ihm aber auch zuzustimmen, dass es für die Zeit unmittelbar nach dem Vorfall keine Röntgenbilder gibt, welche eine Fraktur oder Luxation zu belegen vermöchten. Der Gutachter legt überzeugend dar, dass für die Entstehung einer traumatischen Rhizarthrose der geschilderte Vorfall nicht ausreicht bzw. ein schwererer Unfall sich hätte ereignen müssen. Diesfalls wären die Schmerzen schon bei Eintritt des Ereignisses so stark gewesen, dass die Versicherte sich sofort und nicht erst anderthalb Jahre später in Erstbehandlung begeben hätte. Diese Einschätzung des Dr. med. M.________ wird dadurch bestätigt, dass das Spital X.________ in keinem seiner Berichte, selbst in der Indikation zur ersten Operation nicht, davon ausging, das beschriebene Ereignis von Ende Juni 2001 bzw. eine Fraktur oder Luxation sei Ursache der Schmerzen. Am 14. März 2004 gab die Versicherte gegenüber der Invalidenversicherung denn auch an, die Schmerzen seien am Anfang nicht gross gewesen. Der Schlussfolgerung von Dr. med. M.________, wonach die noch bestehenden Beschwerden nicht mehr auf den Vorfall zurückgeführt werden könnten, da dieser nur eine vorübergehende Verschlimmerung verursacht habe, ist nach dem Gesagten beizupflichten. Somit ist es nicht zu beanstanden, dass die Schweizerische Mobiliar ihre Leistungen per 31. August 2004 einstellte. Daran ändern auch die übrigen Einwände der Versicherten nichts. So listet Dr. med. M.________ entgegen ihrer Behauptung jeden ihm zur Verfügung gestandenen Bericht in seinem Gutachten einzeln auf. Auch hat Dr. med. M.________ sich zu Recht nicht zur Frage der Leistungseinstellung geäussert; denn dabei handelt es sich um eine Rechtsfrage, deren Beantwortung der Verwaltung und im Streitfalle dem Gericht, nicht aber den medizinischen Sachverständigen obliegt. Schliesslich trifft es nicht zu, dass Dr. med. M.________ weitere Abklärungen empfohlen habe; vielmehr hatte er dagegen bloss keine Einwände.