Citation: 6B_261/2024 E. 6

Die Berufungskammer erwägt, der Beschwerdeführer sei, nachdem er mit E-Mail vom 21. Dezember 2023 sinngemäss Berufung bei der Strafkammer des Bundesstrafgerichts angemeldet habe, mit Einschreiben vom 16. Januar 2024 auf das Formerfordernis einer rechtsgültigen Unterschrift hingewiesen und unter Ansetzung einer siebentägigen Nachfrist dazu aufgefordert worden, eine Berufungsanmeldung einzureichen, die eine formgültige, eigenhändige Unterschrift bzw. - für den Fall einer elektronischen Eingabe - eine qualifizierte elektronische Signatur enthalte. Der Beschwerdeführer habe das fragliche Einschreiben bei der Post nicht abgeholt; nach unbenutzter Abholfrist sei es an die Strafkammer retourniert worden. Der Beschwerdeführer habe der Strafkammer weder eine Abwesenheit mitgeteilt noch eine Stellvertretung bezeichnet. Da er mit seiner E-Mail vom 21. Dezember 2023 grundsätzlich seinen Willen kundgetan habe, gegen das Urteil Berufung einlegen zu wollen, habe er mit weiteren Zustellungen im betreffenden Verfahren rechnen müssen. Die per Einschreiben versandte Mitteilung, innert Nachfrist eine Berufungsanmeldung mit rechtsgültiger Unterschrift bzw. qualifizierter elektronischer Signatur einzureichen, gelte daher im Sinne von Art. 85 Abs. 4 lit. a StPO als zugestellt. Aufgrund der dem Beschwerdeführer übermittelten Schreiben des Einzelrichters der Strafkammer vom 29. Januar 2024 und der Berufungskammer vom 31. Januar 2024 sei ausserdem davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer wisse bzw. habe wissen können, über was vorliegend befunden werde. Destotrotz habe er nicht um Wiederherstellung der Frist ersucht. In Würdigung aller Umstände sei festzustellen, dass mangels gültiger Berufungsanmeldung auf die Berufung nicht einzutreten sei.