Citation: 1C_444/2024 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz hat sich im angefochtenen Entscheid zu den Voraussetzungen für die Erteilung der Ermächtigung sowie zum Straftatbestand der üblen Nachrede (Art. 173 StGB) geäussert. In der Folge hat sie einlässlich dargelegt, weshalb keine Anhaltspunkte für ein strafbares Verhalten des Beschwerdegegners vorliegen. Sie erachtete die Aussagen des Angezeigten als detailreich und in sich stimmig; dieser habe der Leitstelle gefunkt und die Polizei beigezogen, die bestätigt habe, dass der - zum Tatzeitpunkt mit einem Atemalkoholwert von 0.96 mg/l stark angetrunkene - Beschwerdeführer sich nicht habe beruhigen lassen. Es sei daher davon auszugehen, dass die Schilderungen des Angezeigten zutreffen würden, weshalb ihm der Wahrheitsbeweis gelinge. Selbst wenn dies aber nicht der Fall wäre, so habe er zumindest ernsthafte Gründe gehabt, seine Behauptung in guten Treuen für wahr zu halten (Art. 173 Ziff. 2 StGB). Schliesslich sei es dem Angezeigten auch nicht darum gegangen, den Anzeiger des Exhibitionismus (Art. 194 StGB) und damit eines ehrverletztenden Verhaltens zu bezichtigen, sondern diesem wie auch den beigezogenen Polizeibeamten darzulegen, weshalb er ihn nicht im Bus habe mitfahren lassen. Damit fehle es auch am vorsätzlichen Verhalten.