Citation: 8C_132/2018 E. A

A.a. Die 1976 geborene A.________ erlernte den Beruf einer Reprografin. Am 3. Juni 1999 zog sie sich bei einem Unfall mit dem Fahrrad eine okzipitale Schädelkalotten-Fraktur, frontale und temporale Hirnkontusionen sowie einen Abriss der Fila olfactoria zu. Die Zürich-Versicherungs-Gesellschaft gewährte Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung. Am 17. Dezember 2002 verunfallte A.________ erneut mit dem Fahrrad. Es wurden eine Commotio cerebri, eine laterale Claviculafraktur links, eine nicht dislozierte Basisfraktur des Metacarpale des rechten Daumens und eine HWS-Distorsion diagnostiziert. Die zu jenem Zeitpunkt zuständige Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend: Allianz) gewährte Heilbehandlung und richtete Taggelder der obligatorischen Unfallversicherung aus. A.________ meldete sich am 7. Juli 2003 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle des Kantons Thurgau zog die Akten der beiden Unfallversicherungen bei, holte ein polydisziplinäres Gutachten der Ärztliches Begutachtungsinstitut GmbH, Basel, (ABI) vom 4. Juli 2005 ein und gewährte berufliche Massnahmen in Form von Berufsberatung sowie einer vom 11. September 2007 bis 14. Dezember 2007 dauernden beruflichen Abklärung am Zentrum für berufliche Abklärung für Menschen mit Hirnschädigung (ZBA), Luzern. Mit Verfügungen vom 17. Dezember 2008 sprach die IV-Stelle A.________ ab 1. Juni 2003 eine Viertelsrente und ab 1. September 2003 eine ganze Rente zu. Diese erwuchsen in Rechtskraft. Mit Verfügung vom 20. Januar 2009 gewährte auch die Allianz der Versicherten nebst einer Integritätsentschädigung eine Invalidenrente auf Grund eines Invaliditätsgrades von 89 % ab dem 1. Februar 2008. A.b. Am 19. März 2009 wurde die IV-Stelle von anonymer Seite darüber informiert, dass A.________ eine erfolgreiche Marathonläuferin sei. Die Allianz traf in der Folge weitere Abklärungen in medizinischer Hinsicht und holte unter anderem ein interdisziplinäres Gutachten der Firma IB-Bern Interdisziplinäre Begutachtungen B.________ vom 15. März 2012 ein. Mit Verfügung vom 14. Juni 2012 zog die Unfallversicherung ihre Rentenverfügung vom 20. Januar 2009 in pozessuale Revision, da neue erhebliche Tatsachen entdeckt worden seien. Gestützt auf das Gutachten der IB-Bern sei es der Versicherten zumutbar, in ihrer angestammten und vergleichbaren Tätigkeit eine Leistung von 80 % zu erbringen. Der Unfallversicherung folgend zog auch die IV-Stelle ihre Verfügung vom 17. Dezember 2008 in prozessuale Revision, hob sie diese auf und sprach der Versicherten vom 1. Juni 2003 bis zum 31. August 2003 wiederum eine Viertelsrente und vom 1. September 2003 bis 30. September 2004 eine ganze Rente zu. Ab 1. Oktober 2004 bis zum 30. April 2008 habe sie noch Anspruch auf eine halbe Rente (Verfügung vom 19. Februar 2013). Mit mehreren Verfügungen vom 17. Mai 2013 modifizierte die IV-Stelle ihre Verfügung vom 19. Februar 2013 insofern, als sie festhielt, dass die Versicherte in den Monaten Oktober und November 2007 anstelle des verfügten Anspruchs auf eine halbe Rente einen solchen auf Taggeld hatte. Am 4. Juni 2013 erliess die IV-Stelle eine Rückerstattungsverfügung über zu Unrecht ausgerichtete Rentenleistungen im Betrag von Fr. 177'195.-. Schliesslich verneinte die IV-Stelle mit einer weiteren Verfügung vom 24. Juni 2013 den Anspruch der A.________ auf berufliche Massnahmen.