Citation: 6B_1047/2015 E. 4.4

4.4. Dem Beschwerdeführer wird im Anklagepunkt der Misswirtschaft die leichtsinnige Gewährung von Darlehen an die Mitangeklagten Z.________ und X.________, an K.________ sowie an die O.________ AG und die S.________ AG vorgeworfen. Soweit der Beschwerdeführer einwendet (Beschwerde S. 22), das angefochtene Urteil sei widersprüchlich, weil die Vorinstanz einerseits seine Schuldnereigenschaft nur für Tathandlungen nach seinem Eintrag als Organ der A.________ Ltd. im Handelsregister vom 21. September 2008 bejahe, ihm andererseits im Rahmen der Strafzumessung aber die Gewährung der gesamten Kredite, also auch der vor seiner Eintragung als Organ gewährten Darlehen vorwerfe, ist auf die Beschwerde in diesem Kontext nicht einzutreten. Denn der relevante Deliktszeitraum ist in Bezug auf den Tatbestand der Misswirtschaft jedenfalls nicht zu beanstanden. Eine Verletzung von Bundesrecht ist nicht ersichtlich. Die Vorinstanz würdigt die Gewährung der Darlehen an die verschiedenen Borger zu Recht als leichtsinnig. Hiefür spricht der Verzicht auf reelle Sicherheiten einerseits und die offensichtlich zweifelhafte Bonität der Schuldner andererseits. Was der Beschwerdeführer hiegegen einwendet, geht nicht über eine appellatorische Kritik am angefochtenen Urteil hinaus. Dass das dem Mitangeklagten Z.________ gewährte Darlehen wegen seiner Geringfügigkeit für sich allein für den Konkurs der A.________ Ltd. nicht kausal war, mag zutreffen. Doch führt dies zu keinem anderen Ergebnis, zumal es für den Tatbestand der Misswirtschaft auf die Kreditgewährungen in ihrer Gesamtheit ankommt. Hinsichtlich der Darlehen an K.________ und den Mitangeklagten X.________ kann auf die Erwägungen zum Schuldspruch wegen Veruntreuung verwiesen werden. Ohne Bedeutung ist in diesem Kontext, dass mit den vereinbarten Zinsen versucht worden sein soll, die mit den Anlegern vereinbarten Renditen zu erzielen. Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Situation der A.________ Ltd. war die Vergabe von Krediten an Borger ohne hinreichende Bonität und ohne genügende Sicherheiten offensichtlich leichtsinnig. Dasselbe gilt für das Darlehen an die S.________ AG, über welche am 12. September 2011 der Konkurs eröffnet wurde. Es mag zutreffen, dass ein Teil dieses Darlehens in bar an den Beschwerdeführer zurückgelangt ist (angefochtenes Urteil S. 60; Beschwerde S. 25 f.), doch ist das Geld hernach nicht an die A.________ Ltd. oder an deren Kunden zurückgeflossen, sondern für Zahlungen in weitere Projekte verwendet worden. In diesem Licht und vor dem Hintergrund ihrer wirtschaftlichen Situation erscheint auch die Kreditgewährung an die S.________ AG insgesamt als leichtsinnig. Die Beschwerde ist auch in diesem Punkt unbegründet.