Citation: 7B_8/2021 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer beanstandet wiederholt seinen Gehörsanspruch, das prozessuale Fairnessgebot sowie sein Recht auf ein kontradiktorisches Verfahren als verletzt, da die Vorinstanz anstelle der Staatsanwaltschaft, des erstinstanzlichen Gerichts und der Privatklägerseite sämtliche Entscheidbegründungen selbst geliefert habe, ohne ihn zuvor dazu anzuhören. Er habe sich vorgängig weder zur im Urteil vom 12. Februar 2020 erstmals erwähnten Argumentation des Rechtsmissbrauchs noch zu der im angefochtenen Urteil vom 24. Juni 2021 in Bezug auf die Frage der entschuldbaren Säumnis vorgenommenen Beweiswürdigung und Sachverhaltsfeststellung äussern können. Die vorinstanzliche Argumentation sei jeweils neu gewesen, weshalb ihm zuerst Gelegenheit zur Stellungnahme hätte eingeräumt werden müssen (vgl. etwa Beschwerde Ziff. 3.2.5.2 S. 25, Ziff. 3.4.1.3 S. 37 f. und Ziff. 4 S. 55-57). Im Weiteren verletze die Vorinstanz mit ihrem Vorgehen auch den Grundsatz der Waffengleichheit, zumal sie den Verfahrensparteien nicht im gleichen Umfang die Gelegenheit zur Stellungnahme betreffend die sie belastenden Punkte eingeräumt habe und die Privatklägerschaft in dieser Hinsicht bevorteile. So hätten die Privatkläger am 8. August 2019 eine Kopie seiner Beschwerde vom 1. Juli 2019, worin er unter anderem die Führung des Verfahrens in deutscher Sprache beantragt habe, erhalten. Ebenso sei ihnen eine Kopie seiner ergänzenden Beschwerde vom 11. Juli 2019 zugestellt worden. Die Strafkläger hätten darauf jedoch nicht reagiert und insofern konkludent auf eine Stellungnahme verzichtet. Nichtsdestotrotz seien sie von der Vorinstanz am 13. November 2019 eingeladen worden, betreffend die Verfahrenssprache Stellung zu nehmen, bzw. hätten am 20. Januar 2020 die Gelegenheit erhalten, sich zu seiner ergänzenden Beschwerde vom 11. Juli 2019 zu äussern. Er selbst habe demgegenüber keine gleichwertige Möglichkeit gehabt, sich vorgängig zur Argumentation der Vorinstanz betreffend Rechtsmissbrauch und zu ihrer Beweiswürdigung bzw. Sachverhaltsfeststellung im Zusammenhang mit der Frage der entschuldbaren Säumnis vorgängig zu äussern (vgl. Beschwerde Ziff. 4 S. 57-59).