Citation: 1C_102/2022 E. 8.5

8.5. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann die Notwendigkeit einer kantonalen Mitwirkung für die Bewilligung baulicher Massnahmen ausserhalb der Bauzone (Art. 25 Abs. 2 RPG) grundsätzlich als bekannt vorausgesetzt werden (Urteil 1C_572/2020 vom 30. November 2021 E. 9.3 mit Hinweis). Dieser Grundsatz hat auch in Bezug auf den Beschwerdeführer zu gelten, zumal er in der Baubewilligung des Gemeinderats Schönenberg vom 23. Juni 1992 betreffend den Anbau einer Doppelgarage darauf hingewiesen wurde, dass die Direktion der öffentlichen Bauten des Kantons Zürich für das in der Landwirtschaftszone zonenwidrige Bauvorhaben eine Ausnahmebewilligung im Sinne von Art. 24 Abs. 2 aRPG erteilte. Der Beschwerdeführer durfte daher bei der Erstellung der Remise im Jahr 2008 nicht davon ausgehen, diese dürfe ohne vorherige Bewilligung der zuständigen kantonalen Behörde erstellt werden. Gleiches hat bezüglich des Gartenhauses selbst dann zu gelten, wenn er ein solches erstmals im Jahr 1978 erstellt hätte. Da ihm dafür keine Baubewilligung erteilt wurde, durfte er daraus nicht ableiten, ein Ersatzbau sei zonenkonform und bedürfe keiner Baubewilligung. Dies wird dadurch bestätigt, dass das Baurekursgericht gestützt auf Luftbilder feststellte, an der Stelle des heutigen Gartenhauses habe im Jahr 1996 keine und in den Jahren 2005/2006 eine erheblich kleinere Baute bestanden.