Citation: 5A_682/2022 E. 4

Die Vorinstanz erachtete die Voraussetzungen für die Anordnung einer Mitwirkungsbeistandschaft (siehe E. 3.1) als gegeben. Gestützt auf das Gutachten von Dr. med. D.________ vom 10. November 2020 sei davon auszugehen, dass beim Beschwerdeführer eine mittelschwere bis schwere emotionale Reifungsstörung gegeben sei, die sich in einem schweren Abhängigkeitsverhältnis zu seiner Ehefrau äussere. Was der Beschwerdeführer vorbringe, um den Beweiswert des Gutachtens zu erschüttern (insbesondere die beiden Privatgutachten), überzeuge nicht. Ob diese Reifungsstörung in Anbetracht des Vorbehalts des Gutachters in Bezug auf das Vorhandensein einer klassischen psychischen Erkrankung als psychische Störung im Sinn von Art. 390 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB zu qualifizieren sei, könne offenbleiben, da auch die vom Gutachter festgestellte, aus der Reifungsstörung resultierende, schwere emotionale Abhängigkeit des Beschwerdeführers von seiner Ehefrau als Schwächezustand im Sinne der genannten Bestimmung zu werten sei. Dem Beschwerdeführer fehle in Bezug auf seine Ehefrau die Fähigkeit, sich einen eigenen Willen zu bilden und gemäss diesem Willen zu handeln. Er sei einer (finanziellen) Ausbeutungsgefahr ausgesetzt und selber nicht in der Lage, sich davor zu schützen. Die notwendige Unterstützung könne auch nicht durch nahestehende Personen oder private oder öffentliche Dienste zugesichert und gewährleistet werden, weshalb der Subsidiaritätsgrundsatz gewahrt sei. Die konkrete Umschreibung der mitwirkungsbedürftigen Geschäfte korreliere mit dem Schutzbedürfnis des Beschwerdeführers und mildere Massnahmen seien nicht zielführend. Damit erweise sich die angeordnete Mitwirkungsbeistandschaft als erforderlich sowie geeignet.