Citation: 1A.282/1999 08.12.2000 E. 21

21.- Die genannten Beschwerdeführer bringen weiter vor, die im Umweltverträglichkeitsbericht ausgewiesene zukünftige Luftbelastung von 3'443 t NOx pro Jahr "heble das Zürcher Luftprogramm 1996 aus". Die lufthygienische Sanierung werde auf unabsehbare Zeit hinausgeschoben. Eine Trendwende sei in absehbarer Zeit ausgeschlossen. Ausgehebelt werde aber auch das Luftreinhaltekonzept des Bundes. Der Bundesrat habe in seinem Bericht über die lufthygienischen Massnahmen des Bundes und der Kantone vom 23. Juni 1999 (BBl 1999 S. 7735 ff.) den klaren Willen bekundet, insbesondere die übermässige NOx-Belastung zu senken. Dieser Wille komme selbst in der neuen Bundesverfassung verstärkt zum Ausdruck, werde doch die Eidgenossenschaft in Art. 2 BV zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung des Landes und zur dauerhaften Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen verpflichtet. Das prognostizierte Verkehrs- und Emissionswachstum sei zudem unvereinbar mit der völkerrechtlichen Verpflichtung der Schweiz, ihre CO2-Emissionen in den nächsten zehn Jahren gegenüber dem Stand von 1990 um 8 % zu senken. Obschon die internationale Luftfahrt gemäss Kyoto-Protokoll von den Reduktionszielen ausgenommen sei, dürfe die allgemeine CO2-Belastung nicht durch einen einzigen Emittenten um 95 % erhöht werden. Auch diese Kritik geht daran vorbei, dass das UVEK bei der Beurteilung der Umweltverträglichkeit des Projekts keineswegs zum Schluss gelangt ist, der prognostizierte Schadstoffanfall müsse in Kauf genommen werden. Die Konzessionsbehörde hat vielmehr die Überwachung und Begrenzung der schädlichen Auswirkungen verfügt. Die festgelegte Limite bezieht sich wie dargelegt auf den NOx-Ausstoss, doch werden die das Stickoxid reduzierenden Massnahmen zugleich zu einer Verminderung der übrigen Schadstoffe führen. Ob die Art und Höhe der Plafonierung mit dem Bundesrecht vereinbar seien, ist im Folgenden zu prüfen.