Citation: 8C_584/2019 E. 6

Die Vorinstanz stützte sich bei ihrem materiellen Entscheid auf das polydisziplinäre Gutachten der MEDAS vom 22. März 2018, gemäss welchem der Versicherten der angestammte Beruf als Postbotin nicht mehr, eine wechselbelastende, leichte bis mittelschwere Tätigkeit ohne besondere Konzentrationsanforderungen, ohne Stress oder anspruchsvollen Kundenkontakt und ohne störende Licht- oder Lärmverhältnisse sowie ohne häufiges Stehen, Knien oder Treppensteigen hingegen vollzeitlich zumutbar sei, wobei die rechte Hand nur als Hilfshand eingesetzt werden könne und infolge vermehrtem Pausenbedarf und verlangsamtem Arbeitstempo eine um 20 % reduzierte Leistungsfähigkeit bestehe. Zudem beruft sich die Vorinstanz auf die Stellungnahme von Frau Dr. med. D.________, Fachärztin für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), vom 18. April 2018 und vom 16. August 2018. Der undatierte Bericht der behandelnden Frau Dr. med. E.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vermöge keine Zweifel daran zu wecken, da sich der psychiatrische Teilgutachter damit auseinandersetzt habe. Zum nach Erstattung des Gutachtens verfassten und nicht bei den Akten befindlichen Bericht der Frau Dr. med. E.________ vom 17. April 2018 hätten die MEDAS-Experten offensichtlich nicht Stellung nehmen können. Auch mit den in den Berichten des Dr. med. F.________, Facharzt für Chirurgie, vom 9. Mai 2018 und vom 3. Juli 2018 festgehaltenen Diagnosen hätten sich die MEDAS-Experten befasst. Zudem seien diesen nach Erstattung des MEDAS-Gutachtens vom 22. März 2018 verfassten Berichten keine wichtigen Befunde oder Aspekte zu entnehmen, die den MEDAS-Experten nicht bekannt gewesen seien. Weiter lege die Versicherte nicht dar, weshalb ein Verlaufsbericht bei Dr. med. G.________, Facharzt für Orthopädie, einzuholen sei. Die CRPS Diagnose sei im MEDAS-Gutachten vom 22. März 2018 berücksichtigt. Den Einwand, es sei noch nicht der Endzustand erreicht, weshalb nicht willkürfrei von einer Restarbeitsfähigkeit ausgegangen werden könne, lehnte die Vorinstanz ab. Schliesslich verneinte sie die Notwendigkeit einer Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit, da die MEDAS-Experten in der Lage gewesen seien, die zumutbare Leistungsfähigkeit zu beurteilen. In der Folge bestätigte sie das von der IV-Stelle ermittelte Invalideneinkommen und legte dar, es sei kein leidensbedingter Abzug gerechtfertigt, da die IV-Stelle sich auf einen nur für Frauen geltenden statistischen Wert gestützt habe, die gesundheitlichen Einschränkungen bereits bei der Formulierung der zumutbaren Tätigkeit berücksichtigt worden seien und bei Fällen, in denen die versicherte Person zwar ganztags arbeitsfähig, aber nur reduziert leistungsfähig sei, rechtsprechungsgemäss kein zusätzlicher Abzug angebracht sei.