Citation: 6B_902/2019 E. 2.4.10

2.4.10. Insgesamt verletzt die Schlussfolgerung der Vorinstanz aus sämtlichen erstellten Indizien, dass der Beschwerdeführer in der Nacht vom 27. auf den 28. Januar 2015 versuchte, seine Frau zu töten, indem er sie ersticken wollte, kein Bundesrecht. Überzeugend legt sie dar, dass sich die einzelnen Indizien, die für den angeklagten Handlungsablauf sprechen, derart verdichten, dass bei einer Gesamtbetrachtung keine ernst zu nehmenden Zweifel mehr daran bestehen, dass sich das Geschehen und die zur Tat führenden Umstände (namentlich die von der Beschwerdegegnerin 2 entdeckte Beziehung des Beschwerdeführers zu D.________ und die Scheidungsabsicht der Beschwerdegegnerin 2) wie in der Anklageschrift festgehalten, ereigneten. Die Vorinstanz überprüft zudem im Hinblick auf die Unschuldsvermutung methodisch korrekt die erstellten Indizien jeweils daraufhin, ob sie ausschliesslich für den angeklagten Lebenssachverhalt sprechen oder ob sie die vom Beschwerdeführer und der Erstinstanz vertretene Alternative einer Falschbeschuldigung durch die Beschwerdegegnerin 2 stützen. Dabei setzt sich die Vorinstanz auch mit den Vorbehalten und Zweifeln der Erstinstanz auseinander, verwirft diese jedoch einzeln und im Gesamten mit überzeugender Argumentation und gestützt auf teilweise (bezüglich der Trimipraminkonzentration) ergänzte Beweise (Urteil S. 30 ff., 49 ff., 57 ff., 73 ff., 78 ff.). Es ist nicht ersichtlich, dass sie sich dabei von unmassgeblichen Gesichtspunkten leiten lässt. Im Gegenteil verknüpft sie die einzelnen Indizien willkürfrei und mit eingehender Begründung zu einer schlüssigen Indizienkette. Sie prüft gewissenhaft die Sachverhaltsvariante der Falschbeschuldigung, verwirft diese jedoch aufgrund der erstellten Indizien mit widerspruchsfreier, nachvollziehbarer Begründung. So zeigt die Vorinstanz immer wieder im Hinblick auf die Hypothese der Falschbeschuldigung auf, inwiefern die einzelnen Indizien welche Sachverhaltsvariante stützen. Bei objektiver Würdigung des ganzen Beweisergebnisses und in Gesamtbetrachtung aller Indizien ergibt sich trotz einzelner ambivalenter Umstände, namentlich der etappenweisen Beibringung wesentlicher Beweismittel durch die Beschwerdegegnerin 2, ein derart schlüssiges und in sich stimmiges Bild, dass keine ernst zu nehmenden Zweifel an der Täterschaft des Beschwerdeführers verbleiben. Eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" ist vorliegend nicht gegeben. Die Beschwerde ist in diesem Punkt unbegründet.