Citation: 6B_900/2024 E. 1.4.2

1.4.2. Die Vorinstanz erwägt, die Sexualdelikte zum Nachteil von D.________ wiegten schwer, weshalb Opferschutzmassnahmen angezeigt gewesen seien. An sämtlichen Opfereinvernahmen habe der Beschwerdeführer über seine Verteidigung Ergänzungsfragen stellen können. Erst- und vorinstanzlich hätten die Opfereinvernahmen im Beisein der Verteidigung stattgefunden. Anschliessend sei dem Beschwerdeführer bzw. seiner Verteidigung Gelegenheit gegeben worden, das Einvernahmeprotokoll zu sichten und Ergänzungsfragen zu stellen. Sodann habe die Staatsanwaltschaft des Kantons Tessin D.________ mit dem Beschwerdeführer konfrontiert. Aus dem Protokoll der Konfrontationseinvernahme gehe hervor, dass der Beschwerdeführer zu den Aussagen von D.________ jeweils sogleich habe Stellung nehmen können. D.________ habe vor erster Instanz angegeben, es habe (damals) eine Videoübertragung stattgefunden. Der Beschwerdeführer habe demnach ausreichend Gelegenheit gehabt, die Glaubhaftigkeit der Opferaussagen in Frage zu stellen und dazu Stellung zu nehmen. Inwiefern hierfür während der vorinstanzlichen Einvernahme die Wahrnehmung der Körpersprache oder der Akustik unabdingbar gewesen wäre, mache der Beschwerdeführer nicht geltend und sei auch nicht ersichtlich (Urteil, E. II.10.3 S. 25 f.).