Citation: 8C_607/2018 E. 2.3

2.3. Den Vorbringen der Suva ist beizupflichten. Gemäss den Urteilen 8C_141/2016 und 8C_142/2016 vom 17. Mai 2016 E. 5.2.2 kann das Valideneinkommen eines Bau-Hilfsarbeiters, das dem Mindestlohn gemäss GAV-LMV entspricht, nicht als unterdurchschnittlich bezeichnet werden, auch wenn es erheblich unter dem LSE-Lohnniveau (Kompetenzniveau 1, Männer) im Baugewerbe liegt, weshalb für eine Parallelisierung der Vergleichseinkommen kein Anlass besteht (vgl. auch Urteil 8C_537/2016 vom 11. April 2017 E. 6.2, publiziert in SVR 2017 UV Nr. 32 S. 105). Angesichts der nur kurzen Beschäftigungsdauer des Beschwerdegegners im Baugewerbe ist auch mit Blick auf das in Urteil 8C_759/2017 vom 8. Mai 2017 (publiziert in SVR 2018 UV Nr. 33 S. 115) am Ende von E. 3.2.2 Erwogene nichts anderes anzunehmen. Im Übrigen wird der von der Suva anhand des GAV-LMV ermittelte, zum Vergleich herangezogene Validenlohn (Fr. 57'369.-) nicht bestritten, weshalb mit dem von der Vorinstanz festgestellten hypothetischen Verdienst bei der B.________ GmbH bezogen auf das Jahr 2016 (Fr. 60'173.-) von keinem unterdurchschnittlichen Salär auszugehen ist. Dabei muss die Frage, ob die Parallelisierung angesichts des Umstands, dass die Suva die vorübergehenden Leistungen erst per Ende 2017 eingestellt hatte, nicht bezogen auf das Jahr 2018 (frühest möglicher Rentenbeginn; vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG) hätte beurteilt werden müssen, offen bleiben. So oder anders lässt sich gemäss GAV-LMV kein unter dem Mindestlohn für Bauarbeiter ohne Fachkenntnisse liegender Verdienst ermitteln. Die Beschwerde ist gutzuheissen.