Citation: 8C_937/2014 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwog, ärztlicherseits seien mehrere mögliche Ursachen der Nervenschädigung diskutiert worden: Das Anlegen einer Blutdruckmanschette, eine absichtliche Schädigung, ein Überbiegen oder Überstrecken des linken Knies oder eine Hyperflexion im Hüftbereich, ein Anschlagen des dorsalen Oberschenkels an einer harten Kante sowie ein Lagerungsschaden. Eine Blutdruckmanschette sei nicht angelegt worden, keinerlei Anhaltspunkte bestünden für eine Schädigung durch den verwendeten Kompressionsverband oder für eine absichtliche Schädigung. Ebenfalls sei nach übereinstimmender medizinischer Aktenlage eine Schädigung durch den operativen Eingriff als solchen auszuschliessen, da der Schaden des Ischiasnervs fern des Operationsfelds sei. Nachdem die involvierten Operateure und Pflegefachfrauen anlässlich einer Standortbestimmung am 6. Dezember 2012 versicherten, es habe unmöglicherweise eine Hyperflexion im Hüftbereich stattgefunden und Frau Dr. med. B.________ in ihrer Beurteilung vom 27. November 2012 eine Hyperflexion nur als möglich erachtet habe, scheide dies ebenso als überwiegend wahrscheinliche Schadensursache aus wie eine Überstreckung des Knies. Gemäss Aktenlage könne sodann auch nicht auf ein Aufschlagen des dorsalen Oberschenkels auf eine harte Kante geschlossen werden. Auch ein Lagerungsschaden sei nicht überwiegend wahrscheinlich ursächlich hierfür, zumal ärztlicherseits auch in diesem Zusammenhang auf die unklare Schadensursache hingewiesen worden sei. Da somit keine der möglichen Schädigungsursachen als überwiegend wahrscheinlich anzusehen sei und die Ätiologie der Ischiadicusparese unklar bleibe, trage die Beschwerdeführerin die Folgen der Beweislosigkeit. Ein unfallversicherungsrechtlich relevanter Behandlungsfehler liege ohnehin nicht vor und die Aussergewöhnlichkeit sei auch nach dem üblichen Unfallbegriff zu verneinen.