Citation: I 784/02 26.06.2003 E. 4

4.1 Die Beschwerdegegnerin war von Mitte 1974 bis Ende 1990 als Büglerin bei der Textilfirma F.________ AG (vormals G.________ AG) tätig gewesen. Diese Beschäftigung musste sie, nachdem sie während Jahren vollzeitlich gearbeitet hatte, nach eigenen Angaben 1984/1985 auf Grund gesundheitlicher Beschwerden auf 50 % reduzieren. Ab 1987 bis 1998 hatte sie zudem Reinigungsarbeiten in einem Ausmass von 5,5 Stunden pro Woche (13 %-Pensum) bei der Primarschulgemeinde U.________ erledigt und war von 1991 bis 1998 zu knapp 55 % als Hausdienstangestellte im Regionalen Alters- und Pflegeheim D.________ in N.________ beschäftigt gewesen. Seit Ende 1998 geht sie keiner ausserhäuslichen Tätigkeit mehr nach. Im Verfügungszeitpunkt (21. Juni 2001) war die Versicherte 51-jährig und lebte mit ihrem erwerbstätigen Ehemann in einer 3 ½-Zimmerwohnung. Der damals 22-jährige Sohn hatte 1999 seine Ausbildung als Automechaniker abgeschlossen und während des ganzen Jahres 2000 seinen obligatorischen Militärdienst in Kroatien geleistet. Gegenüber der Person, welche am 8. Februar 2000 zuhanden der IV-Stelle Haushaltsabklärungen vornahm, erklärte die Versicherte gemäss Bericht vom 24. März 2000, dass sie ihre Erwerbstätigkeit bereits 1985 gesundheitsbedingt reduziert und 1998 gänzlich niedergelegt habe. Die Frage, ob sie im aktuellen Zeitpunkt ohne Behinderung einer erwerblichen Beschäftigung nachgehen würde, bejahte sie klar, ohne jedoch eine Aussage zum zeitlichen Ausmass dieser Arbeit machen zu können. Wie der Stellungnahme der Abklärungsperson insbesondere zu den Angaben der Versicherten zu entnehmen ist, zeigte sich diese "in keiner Weise berechnend, konnte keine klaren Angaben über ihre heute auszuübende zeitliche Erwerbstätigkeit angeben, wenn sie gesund wäre". Was die ökonomischen Verhältnisse anbelangt, wurde dem Ehemann der Beschwerdegegnerin an seinem bisherigen Arbeitsplatz eine neue Arbeitsstelle zugewiesen, wodurch sich einerseits der Lohn reduziert habe und anderseits die Schichtzulage weggefallen sei. Er verdiene heute mit ca. Fr. 4300.- monatlich rund Fr. 1000.- weniger als zuvor. Das 13 %-Arbeitspensum bei der Primarschulgemeinde U.________ wird nun offenbar grösstenteils durch den Ehegatten wahrgenommen (Abklärungsbericht Haushalt vom 24. März 2000).