Citation: 1P.371/2002 07.10.2002 E. 2

Der Beschwerdeführer wirft dem Kantonsgerichtsausschuss vor, "die Beweislage willkürlich gewürdigt und damit gegen die Unschuldsvermutung (Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK) sowie gegen das Verbot der willkürlichen Beweiswürdigung (Art. 9 BV) verstossen" zu haben, indem er die Aussage des Kindes nicht begutachten liess, obwohl er dies mehrfach beantragt habe. 2.1 Bei der Beweiswürdigung geht der Schutz der von Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK garantierten Rechtsregel "in dubio pro reo" nicht über das Willkürverbot von Art. 9 BV hinaus. Zu prüfen ist daher im Folgenden, ob der Kantonsgerichtsausschuss die Beweise willkürlich zu Lasten des Beschwerdeführers würdigte. 2.2 Willkürlich handelt ein Gericht, wenn es seinem Entscheid Tatsachenfeststellungen zugrunde legt, die mit den Akten in klarem Widerspruch stehen. Im Bereich der Beweiswürdigung besitzt der Richter einen weiten Ermessensspielraum. Das Bundesgericht greift im Rahmen einer staatsrechtlichen Beschwerde nur ein, wenn die Beweiswürdigung offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht oder auf einem offenkundigen Versehen beruht (BGE 124 I 208 E. 4a; 117 Ia 13 E. 2c; 18 E. 3c, je mit Hinweisen). 2.3 Der Beschwerdeführer beklagt sich zwar auch darüber, dass seine Anträge, über A.________ ein Glaubwürdigkeitsgutachten einzuholen, abgelehnt worden seien, erhebt indessen keine substanziierte Gehörsverweigerungsrüge. Im Folgenden ist daher einzig zu prüfen, ob ihn der Kantonsgerichtsausschuss auf Grund der erhobenen Beweise willkürfrei verurteilen konnte.