Citation: 5A_992/2022 E. 1

A.________ und B.________ sind die Eltern von C.________ (geb. 2013). Im Rahmen des Scheidungsverfahrens schlossen sie am 21. Juni 2021 vor dem Regionalgericht Berner Jura-Seeland eine Scheidungsvereinbarung. Gestützt hierauf wurde C.________ im gleichentags ergangenen Scheidungsurteil unter die gemeinsame elterliche Sorge und alternierende Obhut mit Wohnsitz beim Vater gestellt; ferner errichtete das Regionalgericht eine Beistandschaft. Am 18. Mai 2022 verlangte die Mutter, dass C.________ in Abänderung des Scheidungsurteils unter ihre alleinige Obhut mit Wohnsitz bei ihr zu stellen sei und die Unterhaltsbeiträge neu zu bestimmen seien. Am 20. Juni 2022 ersuchte sie für das Abänderungsverfahren um unentgeltliche Rechtspflege; dieses Gesuch wurde am 30. August 2022 abgewiesen, ohne dass die Mutter dagegen ein Rechtsmittel ergriffen hätte. Das erneute Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege vom 25. Oktober 2022 wies das Regionalgericht mit Entscheid vom 26. Oktober 2022 mangels veränderter Verhältnisse ab. Die gegen den Entscheid vom 26. Oktober 2022 erhobene Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Bern mit Entscheid vom 24. November 2022 ab, soweit es darauf eintrat. Mit Beschwerde vom 23. Dezember 2022 wendet sich die Mutter an das Bundesgericht, wobei sie auf der ersten Seite ihrer Eingabe nebst der unentgeltlichen Rechtspflege die Alleinobhut verlangt und ab Seite 49 ihrer Eingabe eine Vielzahl von weiteren Rechtsbegehren stellt, welche sich primär um die Obhut drehen, teils aber auch andere Anliegen betreffen (Kindesunterhalt von Fr. 1'700.-- pro Monat; Anhörung des Kindes mit polnischer Übersetzung, u.a.m.). Ferner stellt sie zusätzlich noch ein separates Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege.