Citation: 4P.253/1999 04.01.2000 E. 2.-

a) Die Beschwerdeführer machen geltend, die Reduk- tion der Parteientschädigung verletze in willkürlicher Art und Weise das in Art. 235 der Zivilprozessordnung des Kantons Graubünden vom 1. Dezember 1985 (nachfolgend ZPO) verankerte Rügeprinzip. Die Beschwerdegegnerin habe weder einen entsprechenden Antrag gestellt noch in der Begründung behauptet, die Beschwerdeführer hätten unnötige Kosten ver- ursacht. Zudem habe der Rechtsvertreter der Beschwerdeführer eine detaillierte Kostenabrechnung eingereicht. Gestützt da- rauf habe das Bezirksgericht die durch den Rechtsstreit ver- ursachten, notwendigen Kosten festgestellt. Diese tatsäch- liche Feststellung binde das Kantonsgericht. b) Gemäss Art. 235 ZPO überprüft das Kantonsgericht im Rahmen der Beschwerdeanträge, ob der angefochtene Ent- scheid für die Streitfrage wesentliche Gesetzesbestimmungen verletzt. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer wird da- durch kein Rügeprinzip verankert. Art. 235 ZPO versagt dem Kantonsgericht lediglich, über die gestellten Anträge der Parteien hinaus zu gehen. In der Beschwerde an das Kantons- gericht beantragte die Beschwerdegegnerin, sowohl die or- dentlichen als auch die ausserordentlichen Verfahrenskosten den Beschwerdeführern zu überbinden. Indem das Kantonsge- richt die Parteientschädigung an die Beschwerdeführer bloss reduzierte, blieb es hinter dem gestellten Antrag zurück. Die Beschwerdegegnerin wirft den Beschwerdeführern überdies ausdrücklich vor, sie hätten den Mangel schon an der Ver- mittlunsgverhandlung gekannt, weshalb ihr Verhalten rechts- missbräuchlich sei. Damit bringt sie zum Ausdruck, dass die Beschwerdeführer durch ihr Verhalten zum unnötigen Aufwand beigetragen haben. Die entsprechende Rüge der Beschwerde- führer ist unbegründet. Nicht zutreffend sind auch die Vor- bringen bezüglich der eingereichten Rechnung. Deren Höhe ist eine tatsächliche Feststellung. Ob der Aufwand, für den das Bezirksgericht die Entschädigung zusprach, dagegen notwendig war, ist keine tatsächliche Feststellung und konnte daher vom Kantonsgericht überprüft werden.