Citation: 1B_273/2022 E. 6.3

6.3. Es wird Sache des Strafgerichts sein, eine umfassende Abwägung der belastenden und entlastenden Beweise vorzunehmen und in diesem Rahmen insbesondere auch die erwähnten Einwände der Beschwerdeführerin vertieft zu prüfen. Gestützt auf die vorläufigen Ermittlungsergebnisse durfte die Vorinstanz im Entsiegelungsverfahren das Bestehen eines hinreichenden Tatverdachts jedenfalls mit vertretbaren Gründen bejahen. Es liegen nämlich genügend konkrete Anhaltspunkte dafür vor, dass der Beschwerdeführerin bewusst gewesen sein könnte, dass die Verbringung von D.B.________ nach Deutschland unrechtmässig war und dass die Beschwerdeführerin aktiv am Tatgeschehen mitgewirkt haben könnte. Dass - wie die Beschwerdeführerin vorbringt - ihr Bruder am 6. Oktober 2021 ebenfalls an der Fahrt nach Deutschland beteiligt gewesen sein mag und dass die Rufnummer des von der Beschwerdeführerin zeitweise benutzten Mobiltelefons nicht auf sie, sondern auf ihre Mutter registriert ist (vgl. E. 4.3 hiervor) ändert daran nichts. Soweit die Beschwerdeführerin eine Verletzung von Art. 197 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 246 StPO in genügender Weise rügt, dringt sie damit ebenfalls nicht durch.