Citation: 6P.163/2006 01.03.2007 E. 3

3.1 Beide Beschwerdeführer rügen eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. Sie beanstanden zusammenfassend, es seien keine Beweise über den Wert der CTS-Software erhoben worden. Der Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV umfasst das Recht, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 127 I 54 E. 2b; 126 I 15 E. 2a/aa). 3.2 Nach kantonsgerichtlicher Feststellung brachten die Beschwerdeführer Anleger unter Ausnutzung vorbestehender Geschäftsbeziehungen und deren finanzieller Notlage mittels gezielter Falschinformationen durch Telefonverkäufer zum Abschluss irreführender und nicht zutreffender Verträge. Gemäss dem Gesellschaftsvertrag sollte die B.________ Management AG das Börsen- und Analyseprogramm CTS mit finanzieller Unterstützung der Anleger ("stillen Gesellschafter") kaufen und anschliessend am Finanzmarkt einsetzen mit entsprechender Gewinnbeteiligung der Gesellschafter. Das Obergericht kommt jedoch zum Schluss, dass die Beschwerdeführer das einbezahlte Kapital weder zum Kauf der CTS Aktien noch zur Verbesserung des Computerprogramms CTS, sondern vielmehr umgehend für eigene Zwecke verwendeten. Dass die CTS-Aktien an bereits vorhandene Käufer hätten veräussert werden sollen, wurde als eindeutige Ausrede eingestuft. Unter diesen Umständen ist nicht ersichtlich, welche entlastenden Erkenntnisse von einer Wertbestimmung des Systems zu erwarten sein sollen.