Citation: 9C_571/2007 16.10.2007 E. 3

In welchem zeitlichen Umfang eine versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, ist eine Tatfrage, soweit es um die Würdigung konkreter Umstände und nicht ausschliesslich um die Anwendung allgemeiner Lebenserfahrungssätze geht. Diesbezügliche Feststellungen des kantonalen Gerichts sind somit für das Bundesgericht verbindlich, soweit sie nicht offensichtlich unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG; Urteil 9C_301/2007 vom 28. September 2007 E. 3.1 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399). 3.1 Die Vorinstanz hat erwogen, die Beschwerdeführerin habe im Abklärungsbericht Haushalt vom 10. November 2004, den sie am 16. Dezember 2004 als richtig bestätigt habe, angegeben, ohne Behinderung würde sie heute nach wie vor beim Ehemann zu 50 % als Büroangestellte und daneben zu 20 % als selbständig erwerbende Schneiderin tätig sein. Diese 70 % seien neben dem Haushalt machbar gewesen, zumal sie keine Kinder hätten. Es entspreche, so das kantonale Gericht, einer Erfahrungstatsache und sei mithin auch im Falle der Beschwerdeführerin nachvollziehbar, dass eine Ehefrau unter gebotener Mithilfe des Ehemannes den gemeinsamen kinderlosen Haushalt mit einem Aufwand von ca. 30 % ihrer Gesamtaktivität erledigen könne. Da sie für die Mitarbeit im Geschäft des Ehemannes nur 50 % ihrer verfügten Zeit und Arbeitskraft einzusetzen gehabt habe, sei plausibel und nachvollziehbar, dass sie sich im Gesundheitsfall zusätzlich zu 20 % als selbständig erwerbende Schneiderin betätigen würde. Diese zusätzliche Nebenerwerbstätigkeit würde ihren Fähigkeiten und Neigungen entsprechen und zu einem willkommenen eigenen Zusatzverdienst verhelfen. Es rechtfertige sich daher, die Gesamtaktivität im Gesundheitsfall in angemessener Weise im Hinblick auf die Invaliditätsschätzung in 50 % unselbständige Erwerbstätigkeit als Büroangestellte im Betrieb des Ehemannes, 20 % selbständige Erwerbstätigkeit als Schneiderin und 30 % Aufgabenbereich als Hausfrau aufzuteilen.