Citation: 1C_360/2017 E. 10.2

10.2. Sie sind auch aus bundesrechtlicher Sicht nicht zu beanstanden: Wie schon im Urteil 1C_185/2016 vom 6. Juli 2016 (E. 2.2.2, betr. Geschiebesammler in Büron) ausgeführt wurde, sind die Behörden bei Eingriffen in ein Gewässer verpflichtet, nach Möglichkeit bestehende Beeinträchtigungen zu beseitigen und zerstörte Lebensräume lokal wiederherzustellen (Art. 37 Abs. 2 lit. a GSchG und Art. 7 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 21. Juni 1991 über die Fischerei [BGF; SR 923.0]). Die Erteilung der fischereirechtlichen Bewilligung nach Art. 8 BGF setzt voraus, dass bereits im Rahmen der Projektierung des technischen Eingriffs Massnahmen vorgesehen werden, u.a. zur Sicherstellung der freien Fischwanderung (Art. 9 Abs. 1 lit. b und Abs. 3 BGF). Vorliegend dient der Fischpass im Bachdurchlass (zusammen mit weiteren - bereits erfolgten oder künftigen Sanierungen bachabwärts) der Verbesserung der Fischgängigkeit zwischen Suhre und Oberlauf des Dorfbachs, bis zu den bestehenden natürlichen Hindernissen im Tobelbach. Für die Erstellung des Fischpasses sind im Übrigen keine aufwändigen Massnahmen vorgesehen, sondern dieser ist Bestandteil der vorfabrizierten Betonelemente, die für den neuen Bachdurchlass eingesetzt werden sollen.