Citation: 4A_72/2021 E. 7.3.3

7.3.3. Aus den von der Beschwerdeführerin zitierten Stellen ihrer Berufungssschrift ergibt sich nicht, dass sie sich hinreichend mit den erstinstanzlichen Feststellungen auseinandergesetzt und begründet hätte, dass zwischen den erbrachten Dienstleistungen und den US Klagen - entgegen der Erstinstanz - ein Konnex besteht. Dies gilt auch für die Hinweise auf ihre Berufungsreplik. Diese gehen nicht (entscheidend) über das von der Vorinstanz zitierte pauschale Vorbingen hinaus, welches die Vorinstanz zu Recht als nicht hinreichende Begründung der Berufung qualifiziert hat. Die Vorinstanz durfte somit ohne Verletzung von Bundesrecht davon ausgehen, die Beschwerdeführerin habe hinsichtlich des erforderlichen Konnexes ihre Berufung nicht hinreichend begründet. Aus den von der Beschwerdeführerin zitierten Stellen ihrer Replik ergibt sich im Übrigen auch nicht, dass sie den erforderlichen Konnex zwischen den erbrachten Dienstleistungen und den US-Klagen im erstinstanzlichen Verfahren hinreichend substanziiert behauptet hätte. Denn Tatsachenbehauptungen müssen so konkret formuliert sein, dass ein substanziiertes Bestreiten möglich ist oder der Gegenbeweis angetreten werden kann. Bestreitet der Prozessgegner das an sich schlüssige Vorbringen der behauptungsbelasteten Partei, sind die Vorbringen nicht nur in den Grundzügen, sondern in Einzeltatsachen zergliedert so umfassend und klar darzulegen, dass darüber Beweis abgenommen werden kann (BGE 127 III 365 E. 2b, Urteil 4A_443/2017 vom 30. April 2018 E. 2.1). Die angegebenen Stellen in der Replik genügen diesen Anforderungen nicht. Soweit sie sodann auf ihre Berufungsschriften verweist, müsste sie in ihrer Beschwerde darlegen, dass sie die entsprechenden Tatsachen auch bereits vor der Erstinstanz geltend gemacht hat bzw. die Voraussetzungen von Art. 317 ZPO erfüllt waren. Dies tut sie nicht hinreichend. Die Vorinstanz durfte somit ohne Verletzung von Bundesrecht davon ausgehen, es bleibe - mangels hinreichender Substanziierung - offen, weshalb und inwieweit die von A.________ Inc. erbrachten Dienstleistungen zu den US-Klagen geführt hätten. Die Beschwerde gegen einen Entscheid, der auf mehreren selbstständigen Begründungen beruht, ist abzuweisen, sobald sich erweist, dass eine davon den dagegen vorgebrachten Rügen standhält. Daher braucht nicht mehr geprüft zu werden, ob die Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen ist, die Berufung erweise sich letztlich auch materiell als unbegründet.