Citation: 4A_83/2024 E. B

Nachdem sich die Parteien nicht einigen konnten, erhob die Beschwerdeführerin am 7. Juli 2016 beim Handelsgericht des Kantons St. Gallen Klage und beantragte, die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihr Fr. 828'062.45 nebst Zins zu 5% auf Fr. 78'062.45 seit 12. Juni 2009, auf Fr. 500'000.-- seit 14. August 2009 und auf Fr. 250'000.-- seit 25. März 2010 zu bezahlen (RB 1). Ausserdem sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerdeführerin Fr. 9'045.90 nebst Zins zu 5% seit 7. Juli 2016 zu bezahlen (RB 2). Die Gerichtskosten und Parteientschädigung im vorsorglichen Beweisverfahren seien entsprechend dem Ausgang des vorliegenden Verfahrens neu zu verlegen (RB 3). Die Beschwerdeführerin machte im Wesentlichen geltend, die Natursteinfassade sei nicht plangemäss erstellt worden. Aufgrund der Unterschreitung der Sollmasse bei bestimmten Fassadenstürzen würden sich die Lamellenstoren nicht richtig senken und heben. Zudem gebe es Verfärbungen an den Natursteinfassadenelementen. Die Kosten für die Sanierung der Fassade bei 75 Fenstern sowie eine Reinigung der Fassade zur Beseitigung der immer wieder auftretenden Verfärbungen alle zwei Jahre während 30 Jahren beliefen sich auf insgesamt Fr. 978'062.45. Abzüglich des Rückbehaltes von Fr. 150'000.00 mache sie daher einen Minderungsbetrag von Fr. 828'062.45 geltend. Das Handelsgericht wies die Klage am 26. Oktober 2023 ab, wobei es mit Bezug auf die Natursteinfassade eine Haftung der Beschwerdegegnerin ablehnte.