Citation: 4P.28/2007 15.05.2007 E. 4

4.1 Im kantonalen Verfahren hat der Beschwerdeführer bestritten, mit der Mietzinszahlung in Rückstand geraten zu sein. Er machte geltend, die Parteien seien anlässlich einer persönlichen Besprechung vom 28. Oktober 2005 in einem Restaurant in Flims mündlich übereingekommen, den Mietzinsausstand wegen gravierender Mängel der Mietsache auf Fr. 2'100.-- zu reduzieren. Diesen Betrag habe der Beschwerdeführer sogleich bar bezahlt, wobei ihm eine spätere Quittung versprochen, jedoch nicht ausgestellt worden sei. Zum Nachweis der Besprechung und der Zahlung reichte der Beschwerdeführer eine schriftliche Bestätigung von C.________ ein. Zudem beantragte er, sie als Zeugin und den Beschwerdegegner als Partei zu befragen. 4.2 Das Kreisgericht kam zum Ergebnis, der Kläger habe weder die von ihm behauptete Abänderungsvereinbarung noch die Zahlung beweisen können und lehnte seine Begehren auf Zeugen- und Parteibefragung ab. Zur Begründung führte das Kreisgericht zusammengefasst aus, zum Zeitpunkt der behaupteten Abrede sei die Raiffeisenbank Quarten mit der Verwaltung der Liegenschaft durch den Beschwerdegegner beauftragt gewesen. Mit diesem und der Verwalterin habe der Beschwerdeführer am 10./15. Juni 2005 eine Vereinbarung geschlossen, in welcher der Mietzins bis Ende Dezember 2005 verbindlich festgelegt wurde. Am 25. November 2005 habe der Beschwerdegegner der Verwalterin mitgeteilt, dass der Beschwerdeführer seit Oktober 2005 keine Mietzinse mehr bezahlt habe, was der Beschwerdegegner am 27. November 2005 erneut festgehalten habe. Vor diesem Hintergrund erscheine unwahrscheinlich, dass der Beschwerdegegner am 28. Oktober 2005 ohne Rücksprache mit der Verwalterin eine von der schriftlichen Vereinbarung vom 10./15. Juni 2005 abweichende mündliche Abrede getroffen habe, ohne diese schriftlich festzuhalten. Zudem sei unglaubwürdig, dass der Beschwerdeführer dem Beschwerdegegner beim ohnehin schon problematischen Mietverhältnis einen Betrag von immerhin Fr. 2'100.-- ohne Quittung übergeben haben. Die Angabe des Beschwerdeführers, er habe diesen Barbetrag rein vorsorglich zum vereinbarten Essen mitgebracht, sei lebensfremd. Sollte die behauptete Abrede tatsächlich getroffen worden sein, hätte der Beschwerdeführer das Geld wohl eher im Nachhinein von seinem Konto abgehoben und dem Beschwerdegegner übergeben. Diesfalls hätte sich die Kontobewegung nachweisen und damit die Zahlung zumindest indizieren lassen. 4.3 Diese Erwägungen bezüglich der Beweiswürdigung machte sich das Kantonsgericht durch Verweis zu eigen. Weiter führte es aus, die Befragung von C.________ käme nicht in Frage, da sie sich mit ihrer zu Prozesszwecken verfassten - gemäss Art. 111 Abs. 1 ZPO/SG - nicht verwertbaren schriftlichen Bestätigung vom 6. Mai 2006 bereits festgelegt habe. Als entbehrlich erscheine auch die Befragung des Beschwerdegegners, von dem nicht zu erwarten sei, dass er die Version des Beschwerdeführers bestätigen würde, nachdem er das Ausweisungsverfahren angestrengt habe. 4.4 Der Beschwerdeführer rügt sinngemäss, entgegen der Annahme des Kantonsgerichts könne die Zeugenbefragung von C.________ nicht mit der Begründung abgelehnt werden, dass sie sich bereits festgelegt habe. Zwar könnten gemäss der St. Galler ZPO zu Prozesszwecken erteilte schriftliche Auskünfte von Personen, die als Zeugen befragt werden können, nicht berücksichtig werden. Dies stehe jedoch einer Befragung von C.________ nicht entgegen, da trotz ihren schriftlichen Angaben nicht vorweggenommen werden könne, was sie anlässlich einer richterlichen Befragung aussagen würde. Zudem dürfte ein erfahrener Richter die Befragung so zu gestalten wissen, dass er erkennen könne, ob die Befragte die Wahrheit sage oder nicht. Wenngleich das Kantonsgericht davon ausgegangen sei, die Sachverhaltsdarstellung des Beschwerdeführers sei unglaubwürdig, könne es daraus nicht schliessen, die Zeugenaussage von C.________ würde an der Sache nichts mehr ändern. Die entsprechende antizipierte Beweiswürdigung sei damit willkürlich. 4.4.1 Mit diesen Ausführungen vermag der Beschwerdeführer nicht zu erklären, weshalb er seinem Vermieter, mit dem er nicht in bestem Einvernehmen stand, Fr. 2'100.-- in bar und ohne Quittung übergeben haben sollte und weshalb er die behauptete Vereinbarung nicht zumindest nachträglich schriftlich bestätigt hat. Auch erklärt er nicht, weshalb die behauptete Vereinbarung unter Umgehung der mit der Verwaltung beauftragten Bank abgeschlossen worden sein soll. Das Kantonsgericht ist daher nicht in Willkür verfallen, wenn es sinngemäss davon ausging, in Anbetracht dieser Ungereimtheiten sei die Sachverhaltsdarstellung des Beschwerdeführers auch dann nicht glaubhaft, wenn C.________ ihre schriftlichen Angaben als Zeugin bestätigen würde. Damit ist insoweit eine willkürliche antizipierte Beweiswürdigung zu verneinen. 4.4.2 Alsdann macht der Beschwerdeführer geltend, die Annahme des Kantonsgerichts, es sei nicht zu erwarten, dass der Beschwerdegegner anlässlich einer Befragung die Version des Beschwerdeführers bestätigen werde, sei willkürlich. Zur Begründung führt er im Wesentlichen an, der Beschwerdegegner habe hohe Schulden bei der Raiffeisenbank Quarten gehabt, weshalb diese ihn als Gläubigerin unter Druck gesetzt habe. Diese und weitere vom Beschwerdeführer angeführte Umstände finden jedoch im angefochtenen Urteil keine Stütze, weshalb darauf nicht abgestellt werden kann (vgl. E. 3.2 hiervor). Die Willkürrüge erweist sich damit als nicht rechtsgenüglich begründet.