Citation: 2C_684/2023 E. 5.5

5.5. Schliesslich ist die Massnahme auch zumutbar. Die Regeln über das Geldspiel dienen keinem Selbstzweck, sondern sollen Menschen davor schützen, Spielsucht zu entwickeln, mit der oft gravierende wirtschaftliche und gesundheitliche Folgen einhergehen können. Diese setzen Menschen mit Spielsucht in erhöhtem Mass der Gefahr von Suizid und Arbeitslosigkeit aus. Angesichts des hohen Gefährdungspotenzials, das mit Geldspielen einhergeht, besteht ein gewichtiges öffentliches Interesse daran, Geldspiel nur in bewilligten Lokalitäten und unter staatlicher Aufsicht durchzuführen. Dass die Behörden die Massnahme nicht umgehend ergriffen haben, mildert das öffentliche Interesse nicht. Im Gegensatz dazu wiegen die finanziellen Interessen des Beschwerdeführers, seinen Betrieb ohne Unterbruch geöffnet zu haben und Einnahmen zu generieren, weniger schwer. Dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Schliessung mit vier Wochen nicht übermässig lang ist, sich im unteren Drittel der möglichen dreimonatigen Schliessungsdauer befindet und die lange Verfahrensdauer angemessen berücksichtigt. Es kann keine Willkür darin erblickt werden, dass die Vorinstanz die Massnahme als zumutbar erachtet hat (angefochtener Entscheid E. 5.4).