Citation: 4P.166/2004 04.10.2004 E. 2.2

2.2.1 Der Beschwerdeführer rügt, das Kantonsgericht sei mit der Feststellung, dass der Schaden nicht eingetreten wäre, wenn der Tierhalter sein Weideland gemäss den Empfehlungen der Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL) eingezäunt hätte, in Willkür verfallen. 2.2.2 Das Kantonsgericht hat ausgeführt, die Annahme, dass eine Umzäunung mit mehreren breiten Bändern oder Latten, wie sie die Beratungsstelle für Unfallverhütung empfehle, den Unfall verhindert hätte, erscheine nicht abwegig. Eine solche Umzäunung wäre vom fünfjährigen Beschwerdegegner sehr viel deutlicher als Absperrung wahrgenommen worden. Sie hätte ein Hindernis dargestellt, das nur durch Unterkriechen oder Überklettern aktiv hätte überwunden werden können. 2.2.3 Ausschliesslich aus der Lebenserfahrung gewonnene Erkenntnisse werden wegen ihrer über den Einzelfall hinausreichenden Tragweite Normen des Bundesrechts gleichgestellt. Sie sind deshalb in berufungsfähigen Streitigkeiten im Verfahren der staatsrechtlicher Beschwerde nicht überprüfbar (BGE 126 III 10 E. 2b; 117 II 256 E. 2b, je mit Hinweisen). Das Kantonsgericht hat über die konkrete Einsichtsfähigkeit des verletzten Kindes nichts ausgesagt, sondern allgemein auf sein Alter abgestellt. Die vom Beschwerdeführer beanstandete Beurteilung des Kantonsgerichts beruht somit nicht auf den konkreten Umständen und ist deshalb nicht als eine der Willkürrüge zugängliche Sachverhaltsfeststellung einzustufen. Die Rügen des Beschwerdeführers sind, soweit sie auch in der Berufungsschrift erhoben werden, im Urteil über die Berufung zu behandeln. Mit seiner weiteren Behauptung, der kindliche Erforschungsdrang und das innere Bedürfnis, Tiere zu berühren, führe nach allgemeiner Lebenserfahrung Kinder dazu, "auch noch besser sichtbare Absperrungen zu missachten, sie zu über- oder untersteigen, um ihren "Streicheldrang" zu befriedigen", setzt der Beschwerdeführer lediglich seine eigene Sicht der Dinge jener des Kantonsgerichts entgegen, womit er den Anforderungen an die Begründung einer staatsrechtlichen Beschwerde ohnehin nicht genügt. Zudem beruft er sich seinerseits ausschliesslich auf die allgemeine Lebenserfahrung. Schliesslich zeigt er auch nicht ansatzweise auf, inwiefern die Auffassung des Kantonsgerichts, die Anbringung der von der BUL empfohlenen Abschrankung wäre möglicherweise geeignet gewesen, den Beschwerdegegner von einem Unterschreiten des Zaunes abzuhalten, geradezu stossend, mithin willkürlich sein soll. Auf die staatsrechtliche Beschwerde ist insoweit nicht einzutreten.