Citation: K 150/99 30.04.2001 E. 2

2.- a) Während der Dauer des Arbeitsverhältnisses bei der Firma C.________ SA bestand das Versicherungsverhältnis zwischen Beschwerdeführer und Beschwerdegegnerin auf Grund des Kollektivvertrags. Nach dem Auslaufen des Saisonarbeitsvertrags am 30. November 1997 konnte der Beschwerdeführer gestützt auf sein rechtzeitig gestelltes Gesuch mit Wirkung per 1. Dezember 1997 in die Einzelversicherung übertreten (Art. 71 KVG; RKUV 2000 Nr. KV 111 S. 115). b) Gemäss Ziffer 2.7.1. lit. b des Reglementes "Taggeld" der Beschwerdegegnerin erlischt die Versicherung durch Wegzug ins Ausland. Eine Ausnahme gilt einzig bei Verlegung des Wohnsitzes in das Grenzgebiet zur Schweiz (Ziffer 2.5.3.). Der Beschwerdeführer bestreitet die Rechtsgültigkeit dieser Regelung. c) Die Rechtsprechung hat, ausgehend von der grundsätzlichen Weitergeltung des unter der Herrschaft des bis 31. Dezember 1995 gültig gewesenen Bundesgesetzes über die Kranken- und Unfallversicherung vom 13. Juni 1911 (KUVG) anerkannten (BGE 118 V 50 Erw. 1 mit Hinweis) Territorialitätsprinzips, die Gültigkeit einer Reglementsbestimmung, welche das Erlöschen des Versicherungsverhältnisses bei Verlegung des Wohnsitzes von der Schweiz ins Ausland vorsah, bejaht (RKUV 2000 Nr. KV 101 S. 13 Erw. 2a). Dem Wohnsitz als persönlicher Anspruchsvoraussetzung entspricht bei Personen, welche sich auf Grund einer Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz aufhalten, ohne zivilrechtlichen Wohnsitz zu begründen, der bewilligte Aufenthalt in der Schweiz. Der Gesetzgeber hat denn auch für diesen Personenkreis - analog zum Erfordernis des Wohnsitzes bei den übrigen Versicherten (Art. 5 Abs. 3 KVG in Verbindung mit Art. 3 Abs. 1 KVG) - die Versicherungspflicht und damit das Versicherungsverhältnis in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung an den Aufenthalt geknüpft (Art. 5 Abs. 3 KVG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 2 KVV und Art. 3 Abs. 3 lit. a KVG). Dementsprechend ist eine reglementarische Bestimmung, welche das Versicherungsverhältnis in der Taggeldversicherung vom Aufenthalt in der Schweiz abhängig macht, ebenso als zulässig zu beurteilen wie die Anknüpfung an den Wohnsitz. Ziffer 2.7.1. lit. b des Reglementes "Taggeld" der Beschwerdegegnerin ist daher mit dem geltenden Recht vereinbar. Der unter dem KUVG anerkannten Ausweitung der territorialen Anspruchsvoraussetzung auf das grenznahe Ausland (BGE 105 V 280 Erw. 2, 103 V 73 f. Erw. 4b; RKUV 1996 Nr. K 977 S. 107, 1987 Nr. K 741 S. 268 Erw. 2; nicht veröffentlichtes Urteil S. vom 28. Januar 2000, K 132/98), der durch Ziffer 2.5.3. des Reglementes Rechnung getragen wird, kommt im vorliegenden Fall keine Bedeutung zu. Das Versicherungsverhältnis endete somit mit der Ausreise in das (entfernte) Ausland am 30. April 1998.