Citation: U 357/04 22.09.2005 E. 3

3.1 Die natürliche und adäquate Kausalität zwischen dem Unfall vom 11. Oktober 1992 und den Beschwerden der rechten Schulter ist nicht strittig. Streitig ist vielmehr, in welchem Ausmass der Beschwerdeführer durch die Folgen des Unfalls in seiner Arbeits- und Erwerbsfähigkeit eingeschränkt ist. In Fällen, wo ausser invalidisierenden Unfallfolgen noch eine oder mehrere andere, nicht unfallbedingte Gesundheitsschädigungen vorliegen, ist vorweg der allein auf das Unfallereignis zurückzuführende Invaliditätsgrad zu ermitteln (BGE 122 V 360 Erw. 5c/aa). 3.2 Kreisarzt Dr. med. B.________ nennt bei der ärztlichen Abschlussuntersuchung vom 28. August 2001 als verbleibende Unfallfolgen eine Beweglichkeitseinschränkung über der Horizontalen vor allem bei Abduktion. Eingeschränkt sei die rohe Kraft im Schultergürtelbereich rechts. Zur Zumutbarkeit weiterer Arbeitsleistungen gibt er an, Tätigkeiten mit Schlägen und Vibrationen auf die rechte Schulter seien nicht mehr zumutbar, ebenso Tätigkeiten mit Überkopfcharakter, ausser bei ganz günstigen Hebelpositionen. Problematisch sei vor allem die Abduktion. Hingegen sei das Tragen von Lasten bis zur Horizontalen unbeschränkt möglich, darüber höchstens 5 bis 7 kg. Rein repetitive Tätigkeiten seien nur zumutbar, wenn die Hebelarme stimmten und die Arbeitshöhe unter der Horizontalen liege. Dr. med. E.________ hält im Bericht vom 12. März 2002 dazu fest, das Resultat nach der Rotatorenmanschettenoperation sei zwar von der Funktion her gut, doch sei die Schulter nicht in dem Masse belastbar, wie in der kreisärztlichen Untersuchung festgestellt. Vorgängig hatte Dr. med. E.________ am 23. April 2001 festgehalten, eine Hauswartfunktion sei wahrscheinlich nicht realistisch. Arbeiten wie Staubsaugen, Fensterputzen und Heckenschneiden seien sehr ungünstig. Hingegen müsste eine Tätigkeit als Chauffeur für Personaltransporte oder eine andere nicht schulterbelastende Tätigkeit möglich sein. Am 19. Juni 2001 führte er aus, die Kraft in der Schulter habe sich etwas verbessert, sodass der Versicherte in der Lage sei, mit 4 kg Hanteln zu trainieren. Schmerzen verursache einzig die belastende Abduktion mit gestrecktem Arm. Bisher habe der Versicherte jedoch keine Beschäftigung finden können, da er als Stoma-Träger keine belastenden Arbeiten ausführen könne. Bezüglich der Schulter attestierte der Arzt ab 19. Juni 2001 volle Arbeitsfähigkeit. Im Bericht vom 20. Juni 2001 gab Dr. med. E.________ an, die Schulterfunktion rechts habe soweit hergestellt werden können, dass leichte schulterbelastende Arbeiten ganztägig ausführbar seien. Schwere Belastungen der rechten Schulter würden nicht mehr möglich sein. 3.3 Die Vorinstanz ist in Würdigung der medizinischen Unterlagen von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit für leichte, dem Schulterleiden angepasste Tätigkeiten ausgegangen, welche keine Überkopfarbeiten und lediglich limitiertes Gewichteheben beinhalten. Dies wird vom Beschwerdeführer grundsätzlich nicht in Frage gestellt.