Citation: 6B_1255/2023 E. 1.4.2

1.4.2. Die Vorinstanz erwägt, die Zeugin H.________ habe den anlässlich der Berufungsverhandlung anwesenden Beschwerdeführer zu 90 % als denjenigen Täter erkannt, der einen Polizeianzug getragen habe. Er habe damals eine andere Brille gehabt und - gemeint im Kontext mit der Aussage zu den Covid-Masken wohl: teilweise - keine Maske angehabt. Weiter führt die Vorinstanz aus, dass es in den Aussagen von H.________ zu gewissen Abweichungen gekommen sei (beispielsweise dass nicht nur einer sondern alle eine Waffe getragen hätten), lasse sich ohne Weiteres mit dem Zeitablauf erklären bzw. seien solche sogar zu erwarten. In ihrer vorsichtigen Äusserung, sie sei sich zu 90 % sicher, könne deshalb nicht eine mit grosser Unsicherheit behaftete Einschätzung erkannt werden, zumal auch die Signalemente passen würden. Der Beschwerdeführer kritisiert, die Vorinstanz behandle Schwächen in der Aussage der Zeugin unterschiedlich. Einerseits erkläre sie Widersprüche in der Aussage mit dem Zeitablauf. Andererseits nehme sie den Umstand des plötzlichen Erkennens der Täterschaft drei Jahre nach der Tat vorbehaltlos als glaubhaft entgegen. Die Qualität einer Aussage nehme mit dem Zeitablauf ab und nicht zu. Wenn die Vorinstanz eine derart wichtige Zeugenaussage derart undifferenziert entgegennehme und in ihrer Würdigung nur diejenigen Punkte heranziehe, die eine Täterschaft stütze, verfalle sie in Willkür. Damit vermag er nicht zu überzeugen. Selbst wenn zutrifft, dass in der Regel die Qualität einer Aussage bzw. die Erinnerung an Erlebtes mit der Zeit abnimmt, so qualifiziert dies die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung dadurch nicht als offensichtlich falsch. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ist nicht ersichtlich und begründet er nicht überzeugend, weshalb die Vorinstanz hätte Zweifel an der Glaubhaftigkeit der Aussagen der Zeugin hegen müssen bzw. nicht hätte auf diese Aussagen abstellen dürfen. Demnach geht auch das Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach keiner der Zeugen ihn als Täter erkannt habe, an der Sache vorbei bzw. begründet keine Willkür. Soweit er überdies argumentiert, die Täterschaft sei teilweise sogar unmaskiert bei den Zeugen als Polizei aufgetreten, weshalb mindestens anzunehmen wäre, dass der Zeuge E.________ den Beschwerdeführer erkannt hätte, vermag er nicht aufzuzeigen, inwieweit die Vorinstanz bei der Feststellung seiner Täterschaft auch im Ergebnis in Willkür verfallen sein sollte.