Citation: 5A_256/2021 E. 5

Anlass zur Beschwerde gibt auch der vorinstanzliche Entscheid über die erstinstanzlichen Kosten. Das Obergericht hält fest, dass das Ausstandsgesuch entgegen der Beurteilung des Regionalgerichts nicht als mutwillig bezeichnet werden könne, da in gewissem Masse nachvollziehbar sei, dass die Beschwerdeführerin nach Erhalt der rechtsfehlerhaften Abschreibungsverfügungen vom 2. Juni 2020 (vgl. E. 3.2.1) erneut ein Ausstandsbegehren gegen den Beschwerdegegner stellte. Dies allein mache die Auferlegung der auf Fr. 500.-- bestimmten erstinstanzlichen Kosten an die Beschwerdeführerin jedoch nicht rechtswidrig. Auch wenn das Regionalgericht in Ausstandsverfahren abgesehen von Fällen der Bös- oder Mutwilligkeit praxisgemäss keine Gerichtskosten erhebe, sei das Zwischenverfahren über den Ausstand grundsätzlich kostenpflichtig, weshalb der Beschwerdeführerin die erstinstanzlichen Kosten zu Recht auferlegt worden seien. Die Beschwerdeführerin wirft dem Obergericht vor, ihr einerseits Verständnis für das Ausstandsbegehren entgegenzubringen und anderseits dem Regionalgericht beizupflichten, dem zufolge sie zur Begründung ihres Gesuchs keine wesentlichen bzw. neuen Argumente eingebracht habe. Gestützt auf zahlreiche Gesetzes- und Verfassungsnormen argumentiert sie, durch Verkennung der Begründetheit des Ausstandsgesuchs habe das Obergericht das Bundes- und Konventionsrecht verletzt. Sie behauptet aber nicht, dass der erstinstanzliche Kostenentscheid auch dann nicht rechtens sei, wenn es - wie dies nun zutrifft - in der Sache mit dem angefochtenen Entscheid sein Bewenden hat.