Citation: 5A_513/2021 E. 6.1.1

6.1.1. Auf der Rückseite der Schlussrechnung vom 21. Juni 2016, die Teil des zusammengesetzten Titels bilde, finde sich unter der Rubrik "Zahlungsvorschriften" der folgende Hinweis: "Bei verspäteter Bezahlung der Schlussrechnung sind Verzugszinsen zu berechnen, auch wenn das Steueramt Stundung gewährt oder Ratenzahlungen bewilligt hat. Der Verzugszins beträgt 4,5 %". Damit sei - so die Vorinstanz - die Zinspflicht und der Zinsfuss in liquider Weise im Rechtsöffnungstitel ausgewiesen und der Beginn der Verzugszinspflicht ergebe sich aus § 51 der Verordnung zum Steuergesetz (StV/ZH). Ob die Zinspflicht zu Recht in die Schlussrechnung aufgenommen worden sei, beschlage eine materielle Rechtsfrage, welche der Rechtsöffnungsrichter nicht zu prüfen habe. Die gesetzliche Grundlage für die Regelung der Zinsen auf Verordnungsstufe sei gegeben (§ 174 Abs. 2 StG/ZH). Bereits für den vorliegend massgeblichen Zeitraum sei bei verspäteter Zahlung die Erhebung von Zinsen vorgesehen gewesen.