Citation: 5A_534/2021 E. 9.2

9.2. In Bezug auf den Hauptpunkt erweist sich die Beschwerde demgegenüber als unbegründet. Zufolge seines Unterliegens im Hauptpunkt hat der Beschwerdeführer drei Viertel der Gerichtsgebühr zu tragen. Dem Kanton Zürich werden keine Kosten auferlegt (Art. 66 Abs. 4 BGG). Hingegen hat er dem Beschwerdeführer für das Obsiegen im Nebenpunkt betreffend unentgeltliche Rechtspflege eine reduzierte Parteientschädigung auszurichten, wobei die Entschädigung praxisgemäss direkt an den Anwalt des Beschwerdeführers zu leisten ist. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeiständung für das Verfahren vor Bundesgericht wird in diesem Umfang gegenstandslos. Im Übrigen ist das Gesuch abzuweisen, da die entsprechenden Voraussetzungen nicht erfüllt sind. Der Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege ist gegenüber dem materiell-rechtlichen Anspruch auf Bevorschussung der Prozesskosten subsidiär (BGE 142 III 36 E. 2.3). Einem bedürftigen Ehegatten kann die unentgeltliche Rechtspflege nur bewilligt werden, wenn der andere Ehegatte nicht in der Lage ist, einen Prozesskostenvorschuss (provisio ad litem) zu bezahlen. Dies gilt auch dann, wenn - wie hier - zwar der Scheidungspunkt rechtskräftig ist, das Scheidungsverfahren jedoch in anderen Punkten weitergeht (Urteil 5A_97/2017 und 5A_114/2017 vom 23. August 2017 E. 12.1; LEUBA/MEIER/PAPAUX VAN DELDEN, Droit du divorce, 2021, S. 860 Rz. 2247; WEINGART, provisio ad litem - Der Prozesskostenvorschuss für eherechtliche Verfahren, in: Zivilprozess und Vollstreckung national und international - Schnittstellen und Vergleiche, Festschrift für Jolanta Kren Kostkiewicz, 2018, S. 688). Zu beachten ist, dass ein solches Gesuch keine vorsorgliche Massnahme im Sinne von Art. 104 BGG beschlägt, sondern einen materiellrechtlichen Anspruch, der in der familienrechtlichen Unterstützungspflicht gründet. Entsprechend ist der Prozesskostenvorschuss vor dem zuständigen Sachgericht im kantonalen Verfahren einzufordern (BGE 143 III 617 E. 7; Urteile 5A_716/2021 vom 7. März 2022 E. 1.3; 5A_841/2018 vom 12. Februar 2020 E. 2.3.2; 5A_239/2017 vom 14. September 2017 E. 3.2). Obschon die Beschwerdegegnerin vermögend ist und der Beschwerdeführer die Zusprechung eines Prozesskostenvorschusses für das kantonale Verfahren schon mehrfach erfolgreich beantragt hat, hat es der Beschwerdeführer vorliegend unterlassen, ein Gesuch um Bevorschussung der Prozesskosten für das bundesgerichtliche Verfahren zu stellen. Daher kann seinem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege nicht entsprochen werden (Art. 64 Abs. 1 BGG; BGE 143 III 617 E. 7 mit Hinweisen). Aufgrund seines Unterliegens im Hauptpunkt hat der Beschwerdeführer die Beschwerdegegnerin für das bundesgerichtliche Verfahren angemessen zu entschädigen (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG).