Citation: 1C_326/2021 E. 3.7

3.7. Vorliegend wurde dem Beschwerdeführer am 13. Februar 2020 mit A-Post Plus die Einräumung einer Nachfrist von 10 Tagen für die medizinische Kontrolluntersuchung mitgeteilt. Dieses Schreiben wurde am 14. Februar 2020 in seinen Briefkasten abgelegt. Die Vorinstanz hat für alle erwähnten Schreiben des SVSA an ihn (vgl. oben E. 3.5) erwogen, es lägen keine Hinweise für Zustellfehler vor und solche würden auch nicht geltend gemacht. Der Beschwerdeführer behauptet vor Bundesgericht insoweit nichts Abweichendes. Weiter tut er nicht substanziiert dar, inwiefern es nach den Vorschriften von Art. 16 und 44 VRPG unhaltbar sein soll, mindestens das Schreiben vom 13. Februar 2020 als Begründung eines Prozessrechtsverhältnisses zu betrachten (vgl. oben E. 1.2). Es hilft ihm daher nicht weiter, wenn er sich pauschal gegen eine Begründung des Prozessrechtsverhältnisses durch Schreiben wehrt, die mit A-Post oder A-Post Plus versandt werden. Er führt zwar den Grundsatz ins Feld, wonach eine polizeiliche Einvernahme eines Unfallbeteiligten kein (Straf-) Prozessrechtsverhältnis begründe (BGE 116 Ia 90 E. 2c/aa). Im Übrigen behauptet er unter Hinweis auf BGE 138 III 225 E. 3.2, ein Prozessverhältnis beginne erst mit dem Konkursbegehren und noch nicht mit der Konkursandrohung. Auf diese Einwände braucht nicht näher eingegangen zu werden, weil der vorliegende Verfahrensablauf damit nicht vergleichbar ist. Angesichts der Rügen des Beschwerdeführers erweist es sich nicht als willkürlich, wenn die Vorinstanz aufgrund der ordnungsgemässen Zustellung des SVSA-Schreibens vom 13. Februar 2020 davon ausging, dass der Beschwerdeführer davon habe Kenntnis nehmen können. Eine tatsächliche Kenntnisnahme jenes Schreibens war dabei nicht nötig (vgl. Urteil 1C_532/2018 vom 25. März 2019 E. 5.3).