Citation: 1C_325/2018 E. 8.6

8.6. Gemäss Art. 16b RPG dürfen Bauten, die nicht mehr zonenkonform verwendet werden und für die eine Nutzung im Sinne der Art. 24-24e RPG nicht zulässig ist, nicht mehr benutzt werden. Dieses Verbot entfällt, sobald sie wieder zonenkonform genutzt werden können (Abs. 1). Wurde die Bewilligung befristet oder mit einer auflösenden Bedingung erteilt, sind die Bauten bei Wegfall der Bewilligung zu beseitigen, und der frühere Zustand ist wiederherzustellen (Abs. 2). Art. 16b RPG gilt für Bauten, deren zonenkonformer Verwendungszweck oder auf Zonenkonformität gestützte Bewilligung weggefallen ist. Auf Bauten, die in der Landwirtschaftszone nie zonenkonform gewesen oder mittels Ausnahmebewilligung als nichtzonenkonform bewilligt worden sind, kommt er hingegen nicht zur Anwendung (vgl. WALDMANN/HÄNNI, Handkommentar Raumplanungsgesetz, 2006, Art. 16b RPG N. 1; RUDOLF MUGGLI, in: Aemisegger/Moor/Ruch/ Tschannen, Praxiskommentar RPG: Bauen ausserhalb der Bauzone, 2017, Art. 16b N. 2). Er gilt somit nicht für das Wohnhaus im heutigen Zustand, wurden die vom Beschwerdeführer eigenmächtig veranlassten Baumassnahmen doch nicht bewilligt und ist das nachträgliche Baugesuch nicht bewilligungsfähig. Eine Pflicht der Baubehörde, anstelle der Abbruchanordnung ein Nutzungsverbot zu verfügen und dem Beschwerdeführer zunächst Frist zum Verkauf des Wohnhauses anzusetzen, folgt aus Art. 16b RPG demnach nicht. Eine solche Pflicht ergibt sich auch nicht aus dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit. Da davon auszugehen ist, das Wohnhaus sei für die künftige landwirtschaftliche Nutzung entbehrlich, wäre mit einem Zuwarten nichts gewonnen; der gegenwärtige rechtswidrige Zustand bliebe lediglich über Jahre hinweg bestehen. Die vom Beschwerdeführer beantragte mildere Massnahme ist mithin im Unterschied zum angeordneten Abbruch nicht geeignet, den bestehenden rechtswidrigen Zustand zu beseitigen, und kommt daher nicht in Frage.