Citation: 5A_892/2021 E. 3

Die Schuldnerin hat sich im kantonalen Verfahren unter anderem auf den Standpunkt gestellt, dass der als Rechtsöffnungstitel eingereichte Vergleich nicht rechtsgültig zu Stande gekommen sei, weil er seitens der tarifsuisse AG einerseits von einer Person (B.________) unterzeichnet worden sei, welche keine Zeichnungsberechtigung besessen habe, und andererseits vom Geschäftsführer (C.________), der gemäss Handelsregister nur kollektivzeichnungsberechtigt gewesen sei. Die Vorinstanz hat der Beschwerdeführerin insoweit beigepflichtet, dass es entgegen der Auffassung der Erstinstanz grundsätzlich sehr wohl eine Rolle spiele, ob die Personen, die den Vergleich für die tarifsuisse AG unterzeichnet haben, zu deren Vertretung ermächtigt waren. Die Vorinstanz ist jedoch in der Folge zum Schluss gelangt, dass der Vergleich nachträglich genehmigt worden ist, so dass er jedenfalls aus diesem Grund gültig und verbindlich sei, und als Rechtsöffnungstitel anerkannt werden könne.