Citation: 1P.44/2000 24.11.2000 E. A

A.- Der schweizerische Staatsangehörige X.________ wurde in den USA am 31. Januar 1997 wegen "conspiracy to commit money laundering" zu einer Freiheitsstrafe (imprisonment) von 78 Monaten und einer Geldstrafe von US$ 100'000.-- verurteilt. Am 1. Juni 1999 wurde er aufgrund des Übereinkommens über die Überstellung verurteilter Personen vom 21. März 1983 (SR 0.343; im Folgenden: das Übereinkommen) in die Schweiz überstellt, wo er zur Fortsetzung des Strafvollzugs in eine Strafanstalt verbracht wurde. Mit Eingabe vom 28. Juni 1999 stellte er beim Bezirksgericht Steckborn das Begehren, die vom amerikanischen Gericht gegen ihn ausgefällte Freiheitsstrafe von 78 Monaten sei gestützt auf Art. 10 Ziff. 2 des Übereinkommens an das schweizerische Recht anzupassen und auf maximal 18 Monate zu reduzieren; eventuell sei für den Fall, dass ein höheres als das beantragte Strafmass festgelegt werde, seine bedingte Entlassung gemäss Art. 38 Ziff. 1 StGB anzuordnen. Mit Beschluss vom 16. September 1999 nahm die Bezirksgerichtliche Kommission Steckborn eine Anpassung des Urteils vor und setzte die vom amerikanischen Gericht ausgesprochene Freiheitsstrafe auf 5 Jahre Zuchthaus herab. Auf das Eventualbegehren um bedingte Entlassung trat sie mangels Zuständigkeit nicht ein. Die Rekurskommission des Obergerichts des Kantons Thurgau wies die gegen den Entscheid der Bezirksgerichtlichen Kommission erhobene Beschwerde am 25. Oktober 1999 ab. Am 13. Dezember 1999 wurde X.________ bedingt aus dem Strafvollzug entlassen.