Citation: 5A_325/2023 E. 4.1

4.1. Das Obergericht verneinte das Vorliegen eines Abänderungsgrunds und verwarf das Argument des Beschwerdeführers, der Beschwerdegegnerin könne neu ein (hypothetisches) Einkommen angerechnet werden. Zwar habe das Bundesgericht seine Rechtsprechung im Unterhaltsbereich in verschiedenen Punkten geändert (Schulstufenmodell, Aufgabe der sog. "45er-Regel", Berechnungsmethode). In dieser Rechtsprechungsänderung liege jedoch kein Grund zur Abänderung des Eheschutzurteils. Ohnehin sei die Altersentwicklung der Kinder voraussehbar gewesen. Dennoch hätten die Parteien diese bei Abschluss der Trennungsvereinbarung (vgl. vorne Bst. A.b) nicht berücksichtigt. Grundlage des Unterhaltsanspruchs während Fortbestehen der Ehe bleibe sodann Art. 163 ZGB, woran auch die Einreichung der Scheidungsklage nichts ändere.