Citation: 4A_277/2023 E. 5.3.4

5.3.4. Ergänzend kommt hinzu, dass die Vorinstanz selbst festhielt, inhaltlich sei zur Parteibefragung von F.________ festzuhalten, dass dessen Antworten anlässlich der Befragung wiederholt etwas eigentümlich oder gar widersprüchlich ausgefallen seien und er die gestellten Fragen oft gar nicht beantwortet habe. Meist habe der Referent nachfassen müsse, um eine Aussage zu erhalten, welche die Frage einigermassen beantwortet habe. Konkret könne festgehalten werden, dass F.________ mehrfach ausgesagt habe, Ziff. 8 des AKV 2018 sei für ihn nur eine Möglichkeit zum Kauf weiterer Aktien gewesen und keine Verpflichtung. Dies habe er zum Teil auch gesagt, ohne danach gefragt worden zu sein bzw. obwohl damit die gestellte Frage eigentlich nicht beantwortet worden sei. Die Vorinstanz erklärt dieses Aussageverhalten einzig mit sprachlichen Verständnisschwierigkeiten und will ihm bei der Würdigung damit Rechnung tragen, dass die Aussagen von F.________ "nicht allzu wörtlich genommen werden können". Es kann offenbleiben, ob dieses Aussageverhalten an sich bereits Zweifel an der Glaubhaftigkeit der Aussage von F.________ hätte wecken sollen, jedenfalls vor dem Hintergrund seines nachvertraglichen Verhaltens hätte die Vorinstanz nicht unbesehen auf die Aussage von F.________ abstellen und diese als massgebend erachten dürfen.