Citation: 2C_502/2017 E. 4.2.5

4.2.5. Zusammenfassend ist Folgendes festzuhalten: Angesichts der Arbeitswilligkeit und den bisherigen Bemühungen des Ehemanns der Beschwerdeführerin, sich in der Schweiz zu integrieren, darf davon ausgegangen werden, dass er in Zukunft einen genügend hohen Verdienst erzielen wird, um die Familie autonom zu unterhalten. In jedem Fall ist aber davon auszugehen, dass damit die bestehende Fürsorgeabhängigkeit der Beschwerdeführerin mindestens vermindert wird (BGE 122 II 1 E. 3e S. 11). Die Gefahr, dass die öffentliche Fürsorge durch den strittigen Familiennachzug zusätzlich belastet würde, ist somit weder in zeitlicher noch in umfangmässiger Hinsicht als erheblich zu qualifizieren, weshalb sich eine Verunmöglichung des Familienlebens des hier anerkannten Flüchtlings mit Asyl nicht rechtfertigt (BGE 139 I 330 E. 4.2 S. 341).