Citation: 5A_290/2017 E. 3.1

3.1. Vor der Versteigerung ermittelt das Betreibungsamt die auf dem Grundstück ruhenden Lasten anhand der Eingaben der Berechtigten und eines Auszugs aus dem Grundbuch. Es stellt den Beteiligten das Verzeichnis der Lasten zu und setzt ihnen gleichzeitig eine Bestreitungsfrist von zehn Tagen (Art. 140 Abs. 1 und 2 SchKG, Art. 37 Abs. 2 VZG). Wer den Bestand, den Umfang oder den Rang einer Last bestreitet, hat die Lastenbereinigungsklage einzureichen (Art. 37 Abs. 2 VZG). Die Rollenverteilung in diesem Verfahren richtet sich nach dem Gewahrsam am Vermögenswert (Art. 107 und Art. 108 SchKG). Werden dem Betreibungsamt hingegen formelle Fehler bei der Erstellung des Lastenverzeichnisses vorgeworfen, so ist bei der Aufsichtsbehörde eine Beschwerde nach Art. 17 SchKG zu erheben (BGE 141 III 141 E. 4.2).