Citation: 4A_545/2022 E. B

Die Gesuchsgegnerin erhob beim Kantonsgericht Schwyz Berufung gegen die Verfügung vom 8. Februar 2022 und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und auf das Gesuch vom 30. April 2021 sei nicht einzutreten. Die Gesuchsteller verlangten die Abweisung der Berufung. Die Gesuchsgegnerin reichte dem Kantonsgericht eine Replik ein, zu der sich die Gesuchsteller nicht mehr äusserten. Mit Verfügung vom 23. November 2022 trat das Kantonsgericht Schwyz auf die Berufung nicht ein, wobei es darauf hinwies, dass die Gesuchsgegnerin damit verpflichtet sei, die ausserordentliche Gesellschafterversammlung innert fünf Tagen nach Zustellung der Nichteintretensverfügung im Sinne von Dispositiv-Ziffer 1 der angefochtenen Verfügung einzuberufen. Das Kantonsgericht führte zur Begründung aus, die Gesuchsgegnerin halte im Berufungsverfahren dafür, die Erstinstanz hätte prüfen müssen, ob der Anspruch der Gesuchsgegner auf Einberufung einer Gesellschafterversammlung nicht ruhe, weil sie die Meldepflichten gemäss Art. 790a OR verletzt hätten. Sie weise jedoch nicht explizit darauf hin, dass sie zur Begründung ihrer Bestreitung der Aktivlegitimation der Gesuchsteller bereits erstinstanzlich konkret deren (angebliche) Verstösse gegen die Meldepflicht in einem tatsächlichen, für das Verlangen im Sinne von Art. 805 Abs. 5 Ziff. 2 i.V.m. Art. 699 Abs. 3 und 4 OR vorausgesetzten Umfang behauptet hätte oder solche aktenkundig gewesen wären. In der Berufung räume sie abgesehen davon ein, bloss vermutet zu haben, der Gesuchsteller 1 habe sein Stammkapital auf Dritte übertragen. Soweit sie in der Replik einwende, dass sich diese Vermutung aufgrund der Eingabe der Gesuchsteller vom 13. Juli 2021 in gesichertes Wissen verwandelt hätte, sei diese Behauptung verspätet, weil Noven gemäss Art. 317 Abs. 1 lit. a ZPO ohne Verzug vorzubringen seien. Damit scheitere die Gesuchstellerin mit ihren Vorbringen an der Novenschranke von Art. 317 ZPO und auf ihre Berufung sei nicht einzutreten.