Citation: 6B_1108/2023 E. 1.6.4

1.6.4. Der qualifizierte Drogenhandel aus rein pekuniären Motiven - wie vorliegend - gilt als schwere Straftat, von welcher eine erhebliche Gefahr für die öffentliche Ordnung ausgeht. Das Inverkehrbringen von harten Drogen (wie Kokain) gefährdet die Gesundheit einer Vielzahl von Menschen und befördert die mit dem Betäubungsmittelhandel verknüpfte Kriminalität (Urteil 6B_861/2019 vom 23. April 2020 E. 3.7.4 mit Hinweisen). Das öffentliche Fernhalteinteresse muss daher als gewichtig bezeichnet werden. Die Dauer des vorliegend zu beurteilenden kriminellen Verhaltens und das damit zusammenhängende Quantum des Kokainhandels sind unstrittig als schwerer Fall im Sinn von Art. 19 Abs. 2 BetmG zu qualifizieren, womit per se eine erhebliche Gefährdung der öffentlichen Gesundheit einhergeht (vgl. BGE 145 IV 312 E. 2.1).