Citation: 6B_419/2023 E. 1.5.5

1.5.5. Der Beschwerdeführer trägt vor, die Resozialisierungschancen im Heimatland Kosovo seien beinahe inexistent. Er könne kein richtiges Albanisch, höchstens ein sogenanntes "Bauernalbanisch". Das Alphabet sei ihm komplett fremd und er könne auf Albanisch weder lesen noch schreiben. Er habe keine Familie und keine Unterkunft dort. Die Vorinstanz gelangt zur nachvollziehbaren Erkenntnis, eine Wiedereingliederung des Beschwerdeführers in seinem Heimatstaat sei ohne Weiteres möglich und zumutbar. Sie stellt verbindlich fest, dass der Beschwerdeführer dank der Hilfe seiner Familie und seines Umfelds über einen Mietvertrag für eine Wohnung in Pristina verfüge, weshalb es sich erübrigt, auf den diesbezüglichen Einwand des Beschwerdeführers einzugehen. Ebenfalls mit Hilfe seiner Familie und seines Umfelds habe er einen Arbeitsvertrag als Telefonleitungsmanager/Telefonverkäufer unterschrieben. Auch würde seine Freundin ihn in den Kosovo begleiten. Die Tatsache, dass er schon lange nicht mehr in seinem Heimatland gewesen sei, vermöge nichts an seiner intakten Resozialisierungschance im Kosovo zu ändern. Mit diesen vorinstanzlichen Ausführungen setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander. Die Vorinstanz berücksichtigt auch, dass der Beschwerdeführer Albanisch spreche. Dies bestreitet er nicht. Ob er dabei lediglich die Bauernsprache beherrsche und auf Albanisch weder lesen noch schreiben könne, kann dahingestellt bleiben, legt er doch nicht dar, inwiefern dies für ihn ein Resozialisierungshindernis darstellt. Dasselbe gilt, wenn er ausführt, er habe keine Familie dort.