Citation: 9C_441/2024 E. 5.3

5.3. Nicht gefolgt werden kann dem Einwand des Beschwerdeführers, die Versicherte sei im Zeitpunkt des Todes noch Mitarbeiterin und somit aktiv versicherte Person im Sinne des Reglements gewesen. Zwar trifft zu, dass sich das Reglement unter dem Titel "Ende der Versicherung" in Art. 5 Abs. 1 grundsätzlich nicht mit dem Ende des Arbeitsverhältnisses, sondern mit dem Ende des Versicherungsverhältnisses befasst. Der vorinstanzlichen Argumentation folgend lässt sich der Bestimmung aber entnehmen, dass das Arbeitsverhältnis (nicht aber das Versicherungsverhältnis) bei Invalidität, Altersrücktritt oder Tod aufgelöst wird. In Einklang mit dieser Reglementsbestimmung hält Art. 16 GAV u.a. fest, dass das Arbeitsverhältnis ohne Kündigung endet, wenn eine Teil- oder eine volle Invaliditätsrente zugesprochen wird (vgl. E. 2.3.5 hievor). Unabhängig von der Frage, welche Bedeutung den Bestimmungen des GAV und namentlich dessen Art. 16 für die vorliegende Streitigkeit zukommt, kann massgebend für die Frage, wann die Invalidität im Sinne von Art. 5 Abs. 1 des Reglements eingetreten ist bzw. wann eine Invalidenrente im Sinne von Art. 16 GAV zugesprochen wurde, einzig der Zeitpunkt der Entstehung des Anspruchs auf eine Rente der Invalidenversicherung, d.h. der Eintritt des Vorsorgefalls Invalidität sein. Es besteht kein Raum für die vom Beschwerdeführer ohne Begründung geäusserte abweichende Auffassung, der in Art. 16 GAV erwähnte Zeitpunkt der Rentenzusprache beziehe sich auf das Datum des Leistungsentscheids. So findet diese Sicht der Dinge weder in der Bestimmung selbst noch anderweitig im GAV oder im Reglement der Beschwerdegegnerin eine Stütze. Es erhellt denn auch nicht, weshalb anstelle des sachgerecht erscheinenden Zeitpunkts des Eintritts des Vorsorgefalls Invalidität auf das zufällige Datum des Leistungsentscheids im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren abgestellt werden sollte. Dies hätte zur Folge, dass einzig das Datum der Verfügung aus einem anderen Verfahren darüber entscheiden würde, ob der Berufsvorsorgeversicherer nur eine Invalidenrente oder aber zusätzlich zu Lasten des Versichertenkollektivs auch noch ein Todesfallkapital auszuzahlen hätte. Eine solche Regelung wäre offensichtlich nicht sachgerecht, weil willkürlich und für einen Berufsvorsorgeversicherer nicht sinnvoll kalkulierbar.