Citation: 6B_1260/2019 E. 3.3

3.3. Bezüglich der sexuellen Nötigung erwägt die Vorinstanz, der Kläger habe damit begonnen, die Privatklägerin zu betasten, sie zu küssen, gegen die Wand zu drücken und sie auszuziehen. Schliesslich habe er ihren Kopf an den Haaren nach unten zu seinem Penis gedrückt, so dass sie diesen in den Mund habe nehmen müssen. Die Privatklägerin habe sich sowohl physisch als auch verbal dagegen gewehrt. Der Beschwerdeführer habe zur Überwindung ihrer Gegenwehr einiges an Kraft aufwenden müssen. Aufgrund der ungleichen Kräfteverhältnisse und der Alkoholisierung der Privatklägerin habe es aber keiner rohen Gewalt bedurft, um ihren Widerstand zu brechen. Der Beschwerdeführer habe auch zum Ausdruck gebracht, dass er die Privatklägerin nicht ernst nahm. Die Vorinstanz bezeichnet das Vorgehen als perfid. Nach anfänglich eher harmloseren Übergriffen habe der Beschwerdeführer der Privatklägerin mit dem Oralverkehr eine sexuelle Handlung abgenötigt, die beischlafsähnlicher Natur sei. Die Strafe dürfe in einem solchen Fall nicht wesentlich tiefer ausfallen als die Strafe, die unter denselben Umständen für eine Vergewaltigung auszufällen wäre. Durch das hartnäckige und steigernde Tatvorgehen des Beschwerdeführers, das im erzwungenen Oralverkehr gegipfelt und womit er eine hohe kriminelle Energie offenbart habe, sei die sexuelle Integrität der Privatklägerin massiv beeinträchtigt worden. Sie habe im Nachgang berufliche Einbrüche, Angstzustände und psychische Beeinträchtigung erlitten, weshalb sie sich in psychiatrische Behandlung habe begeben müssen. Der Beschwerdeführer habe mit direktem Vorsatz gehandelt. Die Einsatzstrafe sei daher um 12 Monate auf 42 Monate zu erhöhen. Die Täterkomponenten wertet die Vorinstanz im Ergebnis neutral, weshalb es bei einer Strafe von 42 Monaten bleibt.