Citation: U 411/05 11.05.2007 E. 4

4.1 Beim Snow-Tube handelt es sich um eine Art Gummi-Reifen, welcher zum Boden hin mit einer Plache bespannt ist. Damit gleitet jeweils eine Person über eine Schneepiste, welche im Tobogganing Park in X.________, wo sich der Vorfall ereignet hat, ähnlich wie eine Bob-Bahn vorbereitet ist und eine Länge von bis zu 250m aufweist. Gemäss den Sicherheitsvorschriften des Parks (www.tobogganing.ch) ist die "optimale Fahrposition: sitzend, Rücken und Oberschenkel auf den Snow-Tube-Rand gestützt, beide Beine angezogen. Das Gesäss soll den Snow-Tube-Boden nicht berühren. Sich am Handgriff gut festhalten. Den Snow-Tube nicht steuern und Bremsen mit Füssen oder Händen unbedingt unterlassen." 4.2 Nach Lage der Akten ist davon auszugehen, dass die Versicherte am 10. März 2003 im Tobogganing Park mehrere Abfahrten ohne weitere Schwierigkeiten absolviert hatte. Während der letzten Abfahrt, auf einer schwierigeren Piste, hatte sie zunächst wiederum wie zuvor die korrekte - gemäss Sicherheitsvorschriften vorgesehene - Position eingenommen, rutschte dann jedoch in den Snow-Tube hinein. Sie geriet deshalb ungewollt in Kontakt mit der vereisten Schneepiste. In der Folge schlug sie dort mehrmals mit dem Steissbein auf. Diese letzte Abfahrt mit dem Snow-Tube ist damit anders verlaufen als geplant. Das ungewollte Hineingleiten in den Snow-Tube ist mit der Vorinstanz als relevante Programmwidrigkeit im Ablauf der Körperbewegung der Versicherten zu qualifizieren. Das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit ist damit erfüllt, wobei im Übrigen auf die zutreffenden Erwägungen des kantonalen Gerichts verwiesen werden kann.