Citation: 4A_43/2021 E. 7.4.2

7.4.2. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin hat die Vorinstanz ihre Vorbringen, wonach die Beschwerdegegnerin eine Kampagne führe, um der Beschwerdeführerin und deren Organe "maximale Kosten und administrativen Aufwand zu verursachen", nicht übersehen. Vielmehr gab die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid diese Vorbringen ausdrücklich wieder (angefochtener Entscheid E. I.6.1 S. 12 f.). Sie verwarf aber das Argument der Beschwerdeführerin und erwog, dass das wertpapiermässige Verbriefen der Mitgliedschaft der Beschwerdeführerin nur einen sehr geringfügigen Aufwand verursachen würde. Das vermag die Beschwerdeführerin nicht als bundesrechtswidrig auszuweisen, indem sie bloss ohne Weiteres behauptet, dass ihr durch die Verletzung des Aktionärsbindungsvertrages und die Hinterlegung der Titel "Kosten" entstehen würden, ohne aber weiter darzulegen (Erwägung 2), worin diese Kosten bestünden und inwiefern gestützt auf diese Umstände die Klageeinleitung rechtsmissbräuchlich wäre. Ebenso unbehelflich ist es, wenn die Beschwerdeführerin hinsichtlich der Kosten über zukünftige Verfahren und den diesbezüglich zu erwartenden Kosten spekuliert. Die Rechtsmissbräuchlichkeit beurteilt sich aufgrund der konkret bestehenden Umstände des Einzelfalls, und nicht aufgrund von allenfalls möglichen Szenarien in der Zukunft.