Citation: 8C_185/2024 E. 5.5

5.5. In Betracht fällt schliesslich, dass mit der seit 2017 geltenden Neuregelung der unfallähnlichen Körperschädigung lediglich eine Beweiserleichterung zugunsten der Versicherten gewollt war, was nicht ohne Weiteres auch eine Ausdehnung des Versicherungsschutzes bedeutet (vgl. dazu im Einzelnen BGE 146 V 51 E. 8). Bei der Beurteilung der einzelnen Indizien im Rahmen des Ursachenspektrums soll denn auch berücksichtigt werden, wenn es sich beim erinnerlichen initialen Vorfall um ein harmloses Ereignis handelte (BGE 146 V 51 E. 8.6). Insoweit kann nicht ausser Acht bleiben, dass nach der noch zu der früheren Regelung der unfallähnlichen Körperschädigung in Art. 9 Abs. 2 UVV ergangenen Rechtsprechung blosse Lebensverrichtungen wie insbesondere auch das Aufstehen aus der Hocke nicht als unfallähnliche Körperschädigung galten (vgl. Sachverhalt und E. 5 des Urteils U 17/03 vom 20. August 2003, in BGE 129 V 466 nicht publiziert; SVR 2017 UV Nr. 35 S. 119, 8C_155/2017 E. 4.2; Urteil 8C_723/2019 vom 10. März 2020 E. 4.3.2).