Citation: 1C_467/2022 E. 1

A.________ stellte am 12. November 2019 ein Baugesuch für einen Ersatzneubau in Engelberg. Die Einwohnergemeinde Engelberg hiess mit Beschluss vom 25. Januar 2021 die eingegangene Einsprache von C.________ teilweise gut und bewilligte den geplanten Autoabstellplatz nicht; im Übrigen wies sie die Einsprache ab. Mittels separatem Beschluss vom gleichen Tag erteilte die Gemeinde Engelberg die Baubewilligung unter Auflagen. Dagegen erhoben C.________ und B.________ Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Obwalden, welcher mit Entscheid vom 30. November 2021 die Beschwerden guthiess und die Baubewilligung aufhob. A.________ erhob am 8. Januar 2022 gegen den regierungsrätlichen Entscheid Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Obwalden. Mit Entscheid vom 23. August 2022 wies das Verwaltungsgericht die Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat. Zur Begründung führte es zusammenfassend aus, ein Ersatzneubau sei nach Art. 54 Abs. 2 BauG zulässig, wenn keine ungünstigen Verhältnisse entstünden oder bestehen blieben und keine überwiegenden öffentlichen Interessen entgegenstünden. Das Bauprojekt sei aufgrund der zusätzlichen Unterschreitung des Gebäude- und Grenzabstands sowie der geplanten Gebäudeerhöhung nicht bewilligungsfähig. Auch könne sich die Baugesuchstellerin nicht auf Art. 24c Abs. 2 und 4 RPG sowie Art. 42 RPV berufen, da sich ihr Bauvorhaben in der Bauzone befinde. Durch die Verweigerung der Baubewilligung werde nicht in das Eigentum der Beschwerdeführerin eingegriffen, da sie ihre Liegenschaft weiterhin im bisherigen Umfang nutzen könne. Somit könne offen bleiben, ob sich die Beschwerdeführerin überhaupt auf ein ehehaftes Bestandesrecht berufen könne.