Citation: 6B_303/2024 E. 2.3.2

2.3.2. Zu den privaten Interessen am Verbleib in der Schweiz erwägt die Vorinstanz, der Beschwerdeführer sei mit 15 Jahren in die Schweiz gekommen und lebe seit rund 20 Jahren hier. Er sei somit nicht in der Schweiz geboren oder aufgewachsen (vgl. Art. 66a Abs. 2 Satz 2 StGB). Die prägenden Jugendjahre habe er in der Türkei verbracht. Er spreche Deutsch mit starkem Akzent. Eine Lehre oder Berufsausbildung habe er nicht absolviert, sei aber jahrelang berufstätig gewesen. Seine 40 %-Stelle beim Kanton habe er nach dem erstinstanzlichen Urteil verloren. Heute beziehe er eine IV-Rente von 40 % und arbeite zu 20 %. Bei einer Landesverweisung würde er somit bloss eine marginale berufliche Existenz einbüssen. Was die IV-Rente betreffe, könne er gestützt auf das Abkommen zwischen der Schweiz und der Republik Türkei über soziale Sicherheit vom 1. Mai 1969 (SR 0.831.109.763.1) auch in seiner Heimat entsprechende Leistungen erhalten. Er verfüge per 18. August 2020 über Schulden von Fr. 41'423.55. Das über ihn am 2. Dezember 2020 eröffnete Konkursverfahren sei am 12. Januar 2021 mangels Aktiven eingestellt worden. Aus alledem zieht die Vorinstanz den zutreffenden Schluss, es könne nicht von einer erfolgreichen wirtschaftlichen Integration des Beschwerdeführers in der Schweiz gesprochen werden.