Citation: 8C_216/2018 E. 3.1

3.1. Unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin ab dem 1. Oktober 2015 Anspruch auf wirtschaftliche Sozialhilfe hat. Neben dem Grundbedarf umfasst diese auch die angemessenen Kosten für die Wohnungsmiete. Gemäss den anwendbaren Mietzinsrichtlinien des Kantons Obwalten, Gemeinde Sarnen, liegen die maximalen Wohnkosten für einen Zweipersonenhaushalt bei Fr. 1'200.-. Die von der Beschwerdeführerin mit Vertrag vom 17. Juli 2015 ab dem 1. September 2015 gemietete Wohnung kostet indessen Fr. 1'470.-. Wie das Verwaltungsgericht ausführt, hat die Sozialhilfebezügerin ihre bisherige Wohnung unfreiwillig verlassen und musste sich entsprechend eine neue geeignete Unterkunft suchen. Eine Gemeinde hat, so die Vorinstanz weiter, einen über den lokalen Mietzinsrichtlinien liegenden Mietzins diesfalls nicht zu übernehmen, wenn der Gesuch stellenden Person ein treuwidriges Verhalten vorgeworfen werden kann. Eine Treuwidrigkeit ist zu verneinen, wenn die betroffene Person sich in einer Notlage befindet, das heisst, sie quasi gezwungen war, die zu teure Wohnung zu mieten. Dies wäre beispielsweise der Fall, wenn es nicht möglich wäre, eine geeignete Wohnung für den genannten Zins zu mieten.