Citation: 7B_14/2021 E. 3.2.1

3.2.1. Die Vorinstanz erachtet als erstellt, dass sich der Beschwerdeführer am 12. April 2015 anlässlich einer Busfahrt gegenüber einer Billetkontrolleurin mit der Kopie eines Versicherungsausweises AHV/IV als C.________ auswies. Gegen diesen erliess die Staatsanwaltschaft gestützt auf die Anzeige des Busbetriebs am 14. Juli 2015 einen Strafbefehl und schrieb ihn im Ripol aus. In seiner Befragung gab C.________ an, er wisse nicht, wie der Beschwerdeführer in den Besitz seines Ausweises gekommen sei. Es sei möglich, dass er ihn verloren habe. Die Vorinstanz führt für die Täterschaft des Beschwerdeführers an, dass er gegenüber der Billetkontrolleurin dieselbe, nicht C.________ zuzuordnende Wohnadresse angegeben habe wie beim späteren Vorfall vom 3. Mai 2016. Damals habe er sich gegenüber der Polizei ebenfalls mit einer verfälschten Kopie des Versicherungsausweises von C.________ ausgewiesen, nachdem er wegen Verdachts des Ladendiebstahls angehalten worden war. Zudem habe er in derselben Weise, lediglich mit den Initialen C.C., unterschrieben, wie die Person, die am 12. April 2015 im Bus kontrolliert wurde. Das Schriftbild der Grossbuchstaben stimme überein. Es stehe daher zweifelsfrei fest, dass es der Beschwerdeführer gewesen sei, der am 12. April 2015 ohne gültigen Fahrausweis unterwegs gewesen sei und dass er sich bei der Kontrolle mit dem auf C.________ lautenden Versicherungsausweis ausgewiesen habe. Die Annahme, eine andere Person habe den auf dieselbe Weise verfälschten Versicherungsausweis benutzt, um ihre Identität zu verschleiern und dabei zufälligerweise die gleiche Wohnadresse angegeben, liege ausserhalb einer vernünftigen Betrachtungsweise. Ein graphologisches Gutachten sei nicht nötig. Auch eine erneute Einvernahme der Billetkontrolleurin könne unterbleiben, da auf ihre Aussage, der Beschwerdeführer komme ihr bekannt vor, nicht abgestellt werde. Dessen Aussage, wonach er die verwendete Adresse direkt nach Auffinden des Ausweises im Internet gesucht habe, was der mutmassliche Täter wohl auch gemacht habe, sei als Schutzbehauptung zu werten. Immerhin enttarne es die Behauptung des Beschwerdeführers, dass er den Ausweis erst am 3. Mai 2016 gefunden habe, als Lüge. Die Tatsache, dass er zweimal in gleicher Weise vorgegangen sei, lasse nur den Schluss zu, dass er den fremden Ausweis gerade zum Zweck mit sich geführt habe, sich vor strafrechtlichen Folgen zu schützen, wenn er bei der Begehung von Straftaten erwischt würde.