Citation: 2C_617/2023 E. 2.2.1

2.2.1. Bei einem Editionsbegehren ist in der Tat eine Interessenabwägung vorzunehmen, wenn sich die herausgabepflichtige Partei auf Geheimhaltungsinteressen beruft (vgl. auch § 14 Abs. 2 VRG/TG). Diese hat jedoch hinreichend zu substanziieren, inwiefern solche geheimzuhaltenden Informationen vorliegen (vgl. statt vieler BGE 134 III 255 E. 2.5). Im vorinstanzlichen Verfahren hat der Beschwerdeführer lediglich pauschal sämtliche eingereichten Dokumente als vertraulich bezeichnet und in der Folge nur darum ersucht, vorgängig zum Entscheid diejenigen Dokumente der 30 Beilagen genannt zu erhalten, auf welche die Vorinstanz abstellen wolle, nicht jedoch, vor dem Entscheid über das Zugänglichmachen der strittigen Aktenstücke an die Gegenseite angehört zu werden und Gelegenheit zur Bezeichnung der geheimzuhaltenden Stellen zu erhalten. Er erwähnt vor Bundesgericht zwar in allgemeiner Hinsicht diverse Angaben in den strittigen Dokumenten, welche in seinen Privatbereich fallen und teilweise auch Geheimhaltungsinteressen Dritter tangieren wie Kontoauszüge, durch ihn eingeleitete Verfahren, vertragliche Vereinbarungen mit Dritten, bestehende Forderungen und Schulden, Korrespondenzen per E-Mail und WhatsApp. Er macht jedoch auch hier nicht konkret geltend, welche Daten in den Dokumenten zu schwärzen seien. Allfällige schützenswerte Geheimhaltungsinteressen wurden daher nicht genügend substanziiert dargelegt. Bei dieser Sachlage ist die vorinstanzliche Vorgehensweise nicht als gehörsverletzend oder als willkürliche Anwendung von § 14 Abs. 2 VRG/TG i.S.v. Art. 9 BV zu betrachten, selbst wenn die vorinstanzliche Begründung äusserst knapp gehalten ist bzw. sich die Vorinstanz mit den Hinweisen darauf, dass kein Geheimhaltungsanspruch ersichtlich und nicht erfindlich sei, weshalb das dem Amtsgeheimnis unterstehende Departement keine Akteneinsicht erhalten solle, begnügt hat.