Citation: 1P.316/2002 01.10.2002 E. 3

Weiter rügt der Beschwerdeführer den Umstand als verfassungswidrig, dass das Obergericht ihm die Erhebung beantragter Beweisanträge verweigert habe. Er beanstandet darin namentlich einen Verstoss gegen das rechtliche Gehör. 3.1 Nach ständiger Praxis des Bundesgerichtes setzt die Geltendmachung prozessualer Verfahrensrechte im Strafprozess voraus, dass der Angeschuldigte entsprechende Verfahrensanträge frist- und formgerecht stellt. Zum einen verlangt Art. 86 Abs. 1 OG als Zulässigkeitsvoraussetzung der staatsrechtlichen Beschwerde, dass die erhobenen Rügen den kantonalen Instanzenzug durchlaufen haben. Zum anderen widerspricht es dem Grundsatz von Treu und Glauben, wenn ein Prozessbeteiligter zumutbare Beweisanträge im kantonalen Verfahren nicht rechtzeitig stellt und erst nachträglich, im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren, eine Verletzung von Parteirechten beanstandet (BGE 125 I 127 E. 6c/bb S. 134; 120 Ia 48 E. 2e/bb S. 55; 118 Ia 462 E. 2b/bb S. 466 f., E. 5b S. 470 f., je mit Hinweisen). 3.2 Der Beschwerdeführer macht nicht geltend, er habe vor dem erkennenden Strafgericht beantragt, es sei ein Augenschein (zur Frage der Lichtverhältnisse auf dem Parkplatz) vorzunehmen und es sei eine "Fahrzeugfahndungsliste" zu erstellen (bzw. eine Liste der Fahrzeuge mit Nidwaldner Kennzeichen, die dasselbe Fahrzeugmodell und eine ähnliche Farbe bzw. ein ähnliches Kennzeichen aufweisen wie das Auto des Beschwerdeführers). Entsprechendes ist auch aus den vorliegenden Akten nicht ersichtlich. Das Obergericht hat die vom Beschwerdeführer vorgelegte "Fahrzeugfahndungsliste" denn auch ausdrücklich als "neu eingereichtes Beweismittel" aus dem Recht gewiesen. Wenn der Beschwerdeführer es versäumt hat, vor Amtsgericht rechtzeitig entsprechende Beweisanträge zu stellen, dann kann er nicht dem Obergericht, das lediglich als Kassationsinstanz über das Vorliegen von Nichtigkeitsgründen zu urteilen hatte, vorwerfen, es habe keine neuen Beweisanträge zugelassen bzw. keine zusätzlichen Beweiserhebungen angeordnet. Soweit der Beschwerdeführer neue Beweisanträge stellt und begründet, stellen seine Vorbringen unzulässige Noven dar (Art. 86 Abs. 1 OG).