Citation: 8C_689/2019 E. 4.1

4.1. Der erstmals im kantonalen Beschwerdeverfahren angefragte beratende Arzt der AXA, Dr. med. G.________, verneint einen natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 11. April 2014 und der Schädigung der Rotatorenmanschette (vgl. Aktenbeurteilung vom 14. Juni 2018). Er begründet dies damit, dass es sich beim Ereignis vom 11. April 2014 um eine akute konzentrische Überbelastung der linken Schulter gehandelt habe, was das Zustandekommen einer relevanten Rotatorenmanschettenruptur nicht plausibel mache. Er hält dafür, es gebe keine Hinweise auf eine heftige exzentrische Schulterbelastung oder eine Schulterluxation, die allenfalls aus versicherungsmedizinischer und traumabiologischer Perspektive eine frische Rotatorenmanschettenschädigung in der Alterskategorie des Versicherten verständlich machen würden. Es müsse sich überwiegend wahrscheinlich um eine vorbestehende degenerative Schädigung handeln. Zudem spreche das Fehlen jeglicher osteochondraler Kontusionszeichen und von Bandläsionen gegen eine hohe Traumaenergie und gegen eine heftige exzentrische Krafteinwirkung. Schliesslich bestehe eine erhebliche Diskrepanz zwischen den dokumentierbaren Schädigungsmerkmalen an der linken Schulter und dem Schweregrad der Invalidisierung der funktionellen Gebrauchsfähigkeit der linken Schulter.