Citation: 2C_865/2015 E. 1

A.A.________ (Serbe; 1965) reiste am 31. Januar 1992 in die Schweiz ein, wo er am 1. Mai 1992 G.________ heiratete und eine Aufenthaltsbewilligung erhielt. Die kinderlose Ehe wurde am 23. März 2001 geschieden. Am 10. Dezember 2001 erhielt A.A.________ die Niederlassungsbewilligung. B.A.________ (Mazedonierin, 1978) reiste am 1. April 2000 in die Schweiz ein und heiratete am 16. Oktober 2001 A.A.________; in der Folge erhielt sie eine Aufenthaltsbewilligung. Die beiden haben zusammen vier Kinder (geb. 2002, 2005, 2007, 2010). Während seines Aufenthalts in der Schweiz wurde A.A.________ mehrmals strafrechtlich verurteilt (2000: 7 Tage Freiheitsstrafe sowie Busse von Fr. 200.00 wegen Erleichterns des rechtswidrigen Aufenthalts; 2004: Busse von Fr. 300.00 mangels Ablieferung der Lohndeklaration; 2005: 18 Monate Freiheitsstrafe, bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von drei Jahren wegen Veruntreuung, gewerbsmässigen Betrugs und Urkundenfälschung; 2006: 10 Tage Freiheitsstrafe wegen Übertretung des AHVG und Unterlassung der Buchführung; 2002, 2003, 2006, 2008, 2009, 2012: Bussen von insgesamt Fr. 2'910.00 wegen Widerhandlungen gegen das SVG; 2013: Busse von Fr. 600.00 wegen Widerhandlung gegen das Sozialgesetz). Er wurde 2003 und 2005 wegen seiner Straftaten ausländerrechtlich verwarnt. B.A.________ erhielt 2000 eine Busse wegen illegalen Aufenthalts (Fr. 500.--); ihr wurde 2007 zudem die Niederlassungsbewilligung wegen ehelichen Schulden und des Fürsorgerisikos nicht erteilt. Am 27. Februar 2008 stellte die Migrationsbehörde fest, dass sich die ehelichen Schulden massiv erhöht hätten; gleichzeitig wurde ihnen eine letzte Chance eingeräumt, die finanzielle Situation zu verbessern. Am 20. Oktober 2011 wurden A.A.________ der Widerruf der Niederlassungsbewilligung, B.A.________ die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und der ganzen Familie die Wegweisung angedroht, sofern sie sich nicht von der Sozialhilfe ablösten, keine Schulden mehr anhäuften und A.A.________ nicht mehr straffällig werde. Die Schulden beliefen sich damals auf insgesamt Fr. 391'299.80 und Sozialhilfebezüge auf Fr. 145'851.75. Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs widerrief das Migrationsamt des Kantons Solothurn am 7. Juli 2015 die Niederlassungsbewilligung von A.A.________, verlängerte die Aufenthaltsbewilligung von B.A.________ nicht mehr und wies die Familie aus der Schweiz weg. Im Mai 2015 belief sich die Gesamtunterstützung durch die Sozialhilfe auf Fr. 313'317.30, gegen A.A.________ lagen 72 offene Verlustscheine im Betrag von Fr. 394'317.30 und gegen B.A.________ 18 offene Verlustscheine im Betrag von Fr. 17'196.-- vor. Die Beschwerde an das Verwaltungsgericht war erfolglos (17. August 2015).