Citation: 4A_426/2013 E. 4.2.2

4.2.2. Fehl geht auch die Berufung auf eine Gehörsverletzung durch ungenügende Begründung. Eine solche erblickt der Beschwerdeführer darin, dass die Vorinstanz seine Ausführungen in der Berufungsschrift und der Stellungnahme zur Berufungsantwort zu entscheidrelevanten Tatsachen nicht berücksichtigte. So habe er dargelegt, dass der Beschwerdegegner eine äusserst geschäftserfahrene Person sei und es daher nicht glaubhaft erscheine, dass dieser den Darlehensvertrag vom 25. Februar 2009 unterzeichnet habe, obwohl ihm der Beschwerdeführer angeblich kein Darlehen gewährt haben soll. Ebenso wesentlich sei die fehlende Berücksichtigung der von ihm vorinstanzlich dargelegten Umstände der Unterzeichnung. Gleichzeitig sei nämlich ein weiterer Darlehensvertrag unterzeichnet worden, wo der Beschwerdegegner sehr genaue Angaben sowohl zum Beginn des Darlehens wie einer zwischenzeitlichen Rückzahlung angebracht habe. Dies belege, dass der Beschwerdegegner bei der Unterzeichnung seine Buchhaltungsunterlagen zur Hand gehabt und die Richtigkeit der Darlehensverträge überprüft habe bzw. sich auch deshalb nicht geirrt haben könne. Wie bereits dargelegt, ist die Begründungspflicht nicht verletzt, wenn sich ein Gericht nicht mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt (vorn E. 3.3). Im Übrigen handelt es sich bei der behaupteten Geschäftserfahrenheit um eine Tatsache. Der Beschwerdeführer legt nicht dar, dass er diese Tatsachenbehauptung bereits im erstinstanzlichen Verfahren vorgebracht hat bzw. dass die Voraussetzungen für eine ausnahmsweise Berücksichtigung als Novum im zweitinstanzlichen Verfahren (Art. 317 ZPO) vorgelegen hätten. Und was die Hinweise auf den zweiten am gleichen Tag unterzeichneten Darlehensvertrag anbelangt, so liesse sich daraus ebenso gut ein Argument gegen die Beweiskraft des streitgegenständlichen Vertrages ableiten. In diesem zweiten Vertrag haben die Parteien nämlich sehr genaue Angaben (z.B. bezüglich Datum der Darlehenshingabe, genaue Kontobezeichnung, zwischenzeitliche Rückzahlung) gemacht und es stellt sich daher die Frage, warum sie solche nicht auch vorliegend machen konnten, wenn denn der streitgegenständliche Vertrag einen realen Hintergrund hatte.