Citation: 8C_155/2024 E. 6.2.3

6.2.3. Nach der Neuanmeldung im Juli 2020 wurde im Gutachten der Gutachterstelle F.________ vom 2. Juli 2020 erstmals eine PTBS diagnostiziert und unter anderem von stark reduziertem Antrieb, starkem Vermeidungsverhalten, Ein- und Durchschlafstörungen sowie einer starken Erschöpfung, die ganztags spürbar sei, berichtet. Zur Entwicklung wurde angegeben, dass sich in den vergangenen fünf Jahren keine Verbesserung der gesundheitlichen Situation eingestellt habe. Schon im Jahr 2015 habe weit überwiegend wahrscheinlich eine Krankheit von erheblicher Dauer und Schwere mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestanden. Seit 29. Dezember 2013 bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Gemäss Bericht der Dr. med. C.________ vom 3. April 2021 ergab sich das gleiche Bild wie bei Behandlungsbeginn im Jahr 2014. Bei unverändert 100%iger Arbeitsunfähigkeit diagnostizierte sie nun im Nachgang zum Gutachten der Gutachterstelle F.________ zwar ebenfalls eine PTBS bzw. eine komplexe PTBS und zudem eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode, sowie eine Agoraphobie mit Panikstörung. Sie wies jedoch ausdrücklich darauf hin, dass das komplexe psychiatrische Krankheitsbild "mit geringfügigen Schwankungen der Symptomausprägung" während des gesamten Behandlungszeitraums bei ihr seit Januar 2014 bestehe. Auch die Kriterien für die psychiatrischen Diagnosen seien seit Januar 2014 erfüllt. Prof. Dr. med. G.________ bestätigte am 8. Juni 2022 gleichermassen, dass die Symptomatik seit 2014 im Wesentlichen unverändert sei und stellte namentlich ein deutlich ausgeprägtes depressiv-ängstliches Syndrom mit sozialem Rückzug, Niedergeschlagenheit, Antriebsarmut, Interessenverlust und latenter Suizidalität, erhöhte Schreckhaftigkeit und ein Vermeidungsverhalten fest.