Citation: C 219/04 16.02.2005 E. 2

2.1 Die Arbeitslosenkasse stellte den Beschwerdeführer mit Verfügung vom 22. Januar 2004 für die Dauer von 32 Tagen ab 23. September 2003 in der Bezugsberechtigung ein. Trotz Hinweis in der Rechtsmittelbelehrung auf die Möglichkeit der Einspracheerhebung bei der verfügenden Stelle reichte der Versicherte am 2. Februar 2004 (Postaufgabe) beim Sozialversicherungsgericht Basel-Stadt - unter Bezugnahme auf den "negativen Einspracheentscheid der Arbeitslosenkasse GBI vom 22.1.2004 betreffend Einstelltage wegen angeblicher selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit" - "Einsprache" (vom 29. Januar 2004) ein. 2.2 Obgleich kein Ausnahmetatbestand vorliegt - namentlich stellt die Einstellungsverfügung vom 22. Januar 2004 keinen prozess- oder verfahrensleitenden Verwaltungsakt im Sinne des Art. 52 Abs. 1 zweiter Teilsatz ATSG dar, gegen welchen keine Einsprache zulässig wäre (vgl. Erw. 1.1.2 hievor) -, ist die Vorinstanz auf die Eingabe vom 29. Januar 2004 eingetreten und hat die Sache in materieller Hinsicht geprüft. Die in den Sachverhaltsausführungen des angefochtenen Entscheides erwähnte Verfügung vom 23. November 2003 betrifft nicht den hier zu beurteilenden Prozess sondern das Verfahren des Bruders des Beschwerdeführers, welches ebenfalls vor dem Eidgenössischen Versicherungsgericht hängig ist (C 212/04), und beim gleichenorts genannten "Einspracheentscheid vom 22. Januar 2004" handelt es sich wohl um die Kassenverfügung vom 22. Januar 2004. Das kantonale Gericht hätte demnach mangels Anfechtungsgegenstandes nicht auf die als "Einsprache" betitelte Beschwerde gegen die Verfügung vom 22. Januar 2004 eintreten und über die Einstellung in der Anspruchsberechtigung entscheiden dürfen (BGE 125 V 414 Erw. 1a mit Hinweisen). Da die unzuständige Behörde eine an sie adressierte Eingabe unverzüglich an die zuständige Amtsstelle weiterzuleiten hat (BGE 114 V 149 Erw. 3c, 102 V 74 f. Erw. 1; vgl. auch Kieser, a.a.O., S. 350 Rz 14 zu Art. 30 und S. 601 Rz 5 zu Art. 61), wäre die Rechtsvorkehr vom 29. Januar 2004 zur Behandlung als Einsprache an die Arbeitslosenkasse zu überweisen gewesen. Dieses Versäumnis ist vom Eidgenössischen Versicherungsgericht nachzuholen (in ZBJV 140/2004 S. 750 zusammengefasstes Urteil M. vom 18. Dezember 2003, C 221/03, Erw. 4.2 in fine mit Hinweis; Urteil G. vom 25. November 2004, H 53/04, Erw. 1.4 mit Hinweis).