Citation: 2C_380/2017 E. 3.4.1

3.4.1. Der Beschwerdeführer kam im Alter von dreieinhalb Jahren in die Schweiz. Daraus ergibt sich eine sehr lange Aufenthaltsdauer von über 20 Jahren bis zum angefochtenen Urteil. Das Interesse an einem Verbleib in der Schweiz ist dementsprechend anerkennenswert, zumal der Beschwerdeführer eine erfolgreiche wirtschaftliche Integration aufweisen kann. Er war stets erwerbstätig und hat nie Sozialhilfe bezogen. Hinweise auf Schulden oder Betreibungen liegen keine vor. Abgesehen von der langen Aufenthaltsdauer und Sozialisation in der Schweiz sind aber keine weiteren Elemente ersichtlich, welche das private Interesse erhöhen würden. Der Beschwerdeführer lebt hier bei seinen Eltern und seinen beiden Brüdern. Auch viele weitere Familienangehörige leben in der Schweiz. Ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis zu seiner Familie, welches seine Anwesenheit in der Schweiz erforderlich machen würde, ist jedoch weder dargetan noch ersichtlich (vgl. BGE 137 I 154 E. 3.4.2 S. 159). Den Kontakt zu seinem Heimatland hat der Beschwerdeführer nicht abgebrochen. Er kennt das Land von Ferienaufenthalten und hat dort noch Verwandte (u.a. die Grosseltern väterlicherseits). Er ist jung und fähig, im Kosovo eine neue berufliche Existenz aufzubauen, wobei ihm seine Ausbildung und Berufserfahrung als Heizungsinstallateur behilflich sein werden. Mit der Ausreise ist zweifellos eine gewisse Härte verbunden; insgesamt ist dem heute 27-jährigen und kinderlosen Beschwerdeführer aber ein Neuanfang im Kosovo zuzumuten.