Citation: 8C_131/2007 03.01.2008 E. 4

4.1 Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, sie habe in der Stellungnahme vom 20. Februar 2006 zum Gutachten der Medas vom 5. Januar 2006 Ergänzungsfragen unterbreitet, welche in der Folge den Gutachtern nicht weitergeleitet worden seien. Die Beantwortung der Zusatzfragen wäre nach Ansicht der Versicherten zur Klärung ihres Gesundheitszustandes notwendig gewesen. Des Weitern wird gerügt, dass weder im Einspracheentscheid der SUVA noch im kantonalen Gerichtsentscheid auf diesen Punkt Bezug genommen worden sei. Darin liege eine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV begründet. Zur Frage der Organizität der Beschwerden müsse ein neues Gutachten eingeholt werden. 4.2 Die SUVA hielt im Einspracheentscheid vom 6. März 2006 fest, es bestehe keine Veranlassung, der Medas die vom Rechtsvertreter der Versicherten in der Stellungnahme vom 20. Februar 2006 formulierten Zusatzfragen zu unterbreiten, da diese nicht auf die Frage der Organizität der von ihr geklagten Beschwerden abzielen würden. Das kantonale Gericht hat im Rahmen der Beweiswürdigung festgehalten, den Beschwerden könne kein unfallbedingtes organisches Substrat zugeordnet werden, worüber die Akten umfassend und zuverlässig Aufschluss geben würden. Zum Einwand, das Gutachten sei lediglich zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit erstellt worden und bezüglich der Unfallkausalität daher nicht aussagekräftig, hat die Vorinstanz ausgeführt, die Gutachter hätten den Fragenkatalog der SUVA ausführlich beantwortet, organische Verletzungen verneint und die Beschwerden mit neuropsychologischen Funktionsstörungen und psychischen Leiden begründet. Von medizinischen Beweisergänzungen sah das kantonale Gericht in antizipierter Beweiswürdigung ab. Weder der SUVA noch der Vorinstanz kann daher zum Vorwurf gemacht werden, sie seien in Verletzung des rechtlichen Gehörs auf die Einwände der Versicherten nicht eingegangen. 4.3 Eine Rückweisung der Sache zur Beantwortung der von der Beschwerdeführerin unterbreiteten Ergänzungsfragen durch die Fachärzte drängt sich nur dann auf, wenn diese nicht ohnehin bereits im Medas-Gutachten vom 5. Januar 2006 beantwortet worden sind und überdies nicht allein vom Gericht zu beantwortende Rechtsfragen betreffen. Was die in der Stellungnahme vom 20. Februar 2006 unter 3.3.1 und 3.3.2 Seite 2 aufgeführten Fragen zur Ursache der neuropsychologischen Funktionsstörungen betrifft, gilt es zunächst festzuhalten, dass allein massgebend ist, ob unfallbedingte Ursachen für den Gesundheitsschaden gegeben sind. Das Fehlen des natürlichen Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen erbracht werden. Es ist daher nicht Aufgabe der Mediziner, zu möglichen unfallfremden Erklärungen für das Beschwerdebild Stellung zu nehmen (Urteil U 147/05 vom 8. Juni 2006). Zudem ergibt sich aus dem Gutachten folgende Antwort: "Die neuropsychologisch gemessenen Funktionsstörungen sind nicht typisch für Funktionsstörungen im Rahmen eines chronischen Beschwerdebildes nach craniocervikalem Beschleunigungstrauma. Insbesondere kann die sekundäre Verschlechterung des neuropsychologischen Befundes nicht unfallbedingt hirnorganisch, sondern im Rahmen der psychischen Problematik erklärt werden" (vgl. S. 24 Ziff. 3.1). Damit sind auch die Fragen 3.4.1 bis 3.4.4 Seite 5 der erwähnten Stellungnahme zur fehlenden Erklärbarkeit der neuropsychologischen Störungen im Rahmen eines HWS-Traumas beantwortet. Die Fragen 2.2.1 bis 2.2.3 auf Seite 6 der Stellungnahme bezüglich der psychotherapeutischen Behandlung beschlagen nicht die Unfallkausalität und sind daher irrelevant. Dasselbe gilt für die Fragen 3.5.1 und 3.5.2 auf Seite 8 der Stellungnahme zum typischen Beschwerdebild nach Schleudertrauma. Da in der Regel bei einem diagnostizierten Schleudertrauma der HWS eine Häufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. gemäss BGE 117 V 359 E. 4b S. 360 genügt, um den natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit anzunehmen und diese Kriterien gemäss Medas-Gutachten weitgehend erfüllt sind (cerviko-cephale Schmerzen, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, rasche Ermüdbarkeit, depressive Symptomatik, Kopfschmerzen, Schwindel gemäss Antwort 2.1 Seite 24 des Gutachtens), erübrigen sich diesbezüglich ergänzende Abklärungen. Auf die Fragen Ziff. 4.3.1 und 4.3.2 Seite 9 der Stellungnahme zum gesundheitlichen Vorzustand ergibt sich die Antwort aus Seite 24 Ziff. 4 und 5 des Gutachtens. Dort wird auf eine akzentuierte Persönlichkeit mit perfektionistischen Zügen hingewiesen. Zur Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit haben sich die Gutachter auf Seite 26 Ziff. 9.2 geäussert und damit auch die Fragen der Versicherten auf Seite 10 Ziff. 6.3.1 bis 6.3.3 der Stellungnahme vom 20. Februar 2006 beantwortet. Zusammenfassend besteht daher kein Anlass zur Durchführung ergänzender medizinischer Abklärungen.