Citation: 6B_460/2020 E. 8.2

8.2. Die Vorinstanz geht bei der Bestimmung der Einsatzstrafe von der falschen Anschuldigung als schwerster Straftat mit einem Strafrahmen von zwischen 3 Tagessätzen Geldstrafe und 20 Jahren Freiheitsstrafe aus. Sie nimmt an, das Verschulden des Beschwerdeführers wiege in diesem Punkt nicht besonders schwer. Er habe aber immerhin durch die Formulierung der Strafklagen etwas mehr als der Mitangeklagte B.________ zur Tat beigetragen. Die Vorinstanz setzt die Einsatzstrafe daher auf 3 Monaten Freiheitsstrafe fest. Für die in den weiteren Sachverhaltskomplexen angeklagten Straftaten, für welche die Vorinstanz den Beschwerdeführer als Mittäter des Mitangeklagten B.________ einstuft, erhöht die Vorinstanz diese Einsatzstrafe um jeweils 1 bis 5 Monate (angefochtenes Urteil S. 259 ff.) und erachtet nach Würdigung sämtlicher Tatkomponenten eine Freiheitsstrafe von 57 Monaten als angemessen (angefochtenes Urteil S. 268). Die Vorinstanz wertet sodann die Täterkomponenten insgesamt als neutral, so dass es insgesamt bei einer asperierten Freiheitsstrafe von 57 Monaten bleibt (angefochtenes Urteil S. 269 f.). Unter Berücksichtigung der Verletzung des Beschleunigungsgebots im Untersuchungsverfahren und der Gesamtlänge des Strafverfahrens bis zum angefochtenen Entscheid von insgesamt 13 Jahren sowie unter Würdigung des Umstands, dass bei den meisten Delikten mehr als 2/3 der Frist für die Verjährung der Strafverfolgung verstrichen waren bzw. dass gewisse angeklagte Handlungen kurz vor der Verjährung standen, setzt sie die Freiheitsstrafe um 18 Monate herab und erachtet insgesamt eine Freiheitsstrafe von 39 Monaten als angemessen (angefochtenes Urteil S. 270).