Citation: 1P.19/2000 23.03.2000 E. 2

2.- a) Der Beschwerdeführer rügt sinngemäss eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung und Beweiswürdigung, indem das Verwaltungsgericht ungeprüft unzutreffende Behauptungen der Bildungsdirektion übernommen habe. Ferner rügt er sinngemäss eine Verweigerung des rechtlichen Gehörs, weil das Verwaltungsgericht auf seine Ausführungen und Argumente nicht eingegangen sei und keinen zweiten Schriftenwechsel durchgeführt habe, obwohl die Bildungsdirektion in ihrer Vernehmlassung vom 14. Oktober 1999 neue Argumente und Beweise vorgebracht habe. Da alle diese Rügen eng miteinander vermengt sind, empfiehlt es sich, sie zusammen zu behandeln. b) Im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde kann das Bundesgericht die Sachverhaltsfeststellung und Beweiswürdigung kantonaler Instanzen nur daraufhin überprüfen, ob sie willkürlich sind (vgl. Walter Kälin, Das Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde, 2. Auflage, Bern 1994, S. 77 f. mit Hinweisen). Willkürlich ist ein Entscheid nicht schon dann, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre, sondern erst dann, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, zur tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Willkür liegt sodann nur vor, wenn nicht bloss die Begründung eines Entscheides, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (vgl. BGE 125 I 166 E. 2a S. 168; 123 I 1 E. 4a S. 5, je mit Hinweisen). c) Der Anspruch auf rechtliches Gehör floss bisher aus Art. 4 aBV und ist jetzt in Art. 29 Abs. 2 der am 1. Januar 2000 in Kraft getretenen neuen Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) ausdrücklich gewährleistet. Er gebietet, dass die Behörde alle rechtlich erheblichen Vorbringen einer Partei tatsächlich hört, sorgfältig und ernsthaft prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt (BGE 112 Ia 109 E. 2b mit Hinweisen; vgl. auch 124 II 146 E. 2a S. 149 mit Hinweisen und Georg Müller, Kommentar BV, Art. 4, Rz. 112 f.). Das bedeutet jedoch nicht, dass im Entscheid alle Äusserungen und Überlegungen, die irgendwie im Zusammenhang damit angestellt worden sind, wiedergegeben werden müssen. Die Begründung kann sich auf die wesentlichen Gesichtspunkte beschränken; dem Betroffenen soll die Möglichkeit gegeben werden, sich über die Tragweite eines Entscheides Rechenschaft zu geben und allenfalls in voller Kenntnis der Gründe ein Rechtsmittel zu ergreifen (BGE 124 II 146 E. 2a S. 149; 121 I 54 E. 2c S. 57; 119 Ia 264 E. 4d S. 269, je mit Hinweisen; Müller, a.a.O., Rz. 114; René A. Rhinow/Beat Krähenmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, Ergänzungsband, Basel 1990, S. 286 f. mit Hinweisen). d) Im Verfahren vor Verwaltungsgericht ist ein einmaliger Schriftenwechsel die Regel. Nach zürcherischem Verwaltungsverfahrensrecht wie auch unmittelbar auf Grund der Bundesverfassung (Art. 4 Abs. 1 aBV bzw. Art. 29 Abs. 2 BV) besteht ein Anspruch auf einen zweiten Schriftenwechsel, wenn in der Rechtsmittelantwort neue, nicht ohne weiteres aktenkundige Tatsachen vorgebracht werden, die für den Entscheid erheblich sind und zu denen der Beschwerdeführer noch nicht Stellung nehmen konnte (BGE 119 V 317 E. 1 S. 323; 114 Ia 307 E. 4b S. 314; 111 Ia 2 E. 3 S. 3; Alfred Kölz/Isabelle Häner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Auflage, Zürich 1998, S. 239 Rz. 672; Alfred Kölz/Jürg Bosshart/Martin Röhl, Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 2. Auflage, Zürich 1999, N 28 zu § 8 S. 164 und N 32 f. zu § 58 S. 487). e) Sowohl für die Prüfungs- und Begründungspflicht als auch für die allfällige Pflicht, einen zweiten Schriftenwechsel anzuordnen, sind nur die rechtserheblichen Argumente und Tatsachen von Bedeutung, auf die sich der Entscheid des Verwaltungsgerichts stützt. Das Verwaltungsgericht brauchte sich nicht mit Argumenten auseinander zu setzen, die für seinen Entscheid auf Grund seiner rechtlichen Beurteilung gar nicht erheblich waren. Soweit sich die Vernehmlassung der Bildungsdirektion und die von ihr eingereichten Unterlagen auf Aspekte bezogen, die das Verwaltungsgericht für seine Beurteilung als unerheblich beurteilte, brauchte es dem Beschwerdeführer auch keine Gelegenheit zu einem zweiten Schriftenwechsel zu geben. Zu prüfen ist daher zunächst, welche Sachverhaltselemente überhaupt rechtserheblich sind.