Citation: 8C_336/2021 E. 5.1

5.1. Das kantonale Gericht legte nach eingehender Würdigung der medizinischen Aktenlage nachvollziehbar und überzeugend dar, weshalb eine revisionsrechtlich relevante Sachverhaltsänderung seit Erlass der rentenaufhebenden Verfügung vom 22. Februar 2017 nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt ist. Eine seitherige von der Beschwerdeführerin behauptete Verschlechterung des Gesundheitszustandes würde sich namentlich weder aus dem von ihr im Zusammenhang mit der Neuanmeldung vom 31. Oktober 2019 eingereichten Bericht des Spitals E.________ vom 2. April 2019 noch aus der Stellungnahme des behandelnden Dr. med. F.________ vom 23. Juli 2019 ergeben. Der RAD-Arzt Dipl. med. H.________ habe am 5. Dezember 2019 darauf hingewiesen, dass die vom Spital E.________ und Dr. med. F.________ im Rahmen des Neuanmeldungsverfahrens gestellten Diagnosen - namentlich diejenige der chronifizierten Depression mit schwerer Antriebsstörung und ausgeprägter Fatigue - bereits seit vielen Jahren bzw. schon seit der letztmaligen Begutachtung durch die SMAB im Mai 2015 bekannt seien. Eine revisionsbegründende Änderung des Gesundheitszustandes könne zwar auch dann gegeben sein, wenn sich ein Leiden bei gleicher Diagnose in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert habe. Dr. med. F.________ äussere in seinem Bericht vom 23. Juli 2019, dass sich die depressive Symptomatik seit dem Verlust der Rente eher verstärkt habe. Er nenne jedoch keine konkreten Anhaltspunkte für eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes oder der Arbeitsfähigkeit. Die deutliche Herabsetzung der emotionalen Belastbarkeit mit anhaltenden Konzentrationsdefiziten, die erhöhte Ermüdbarkeit, die Erschöpfung, die durchgängige Antriebsschwäche, die kognitive und mnestische Leistungseinschränkung mit Aufmerksamkeitsstörungen, die Vergesslichkeit und Defizite im Durchhaltevermögen seien bereits bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im psychiatrischen Teilgutachten der SMAB vom 28. Mai 2015 berücksichtigt worden. Ebenso ergebe sich ein im Wesentlichen unverändertes Beschwerdebild, wenn man das neuropsychologische SMAB-Teilgutachten mit den Untersuchungsergebnissen des Spitals E.________ vergleiche. Sowohl im Rahmen der Exploration im Mai 2015 als auch bei der Untersuchung im Spital E.________ am 2. April 2019 hätten sich schwergradige kognitive Beeinträchtigungen gezeigt. Infolge eines Symptomvalidierungsverfahrens seien die Ergebnisse von den SMAB-Gutachtern jedoch anders interpretiert und als nicht authentische kognitive Funktionsstörungen beurteilt worden. Die Einschätzung der Neuropsychologin des Spitals E.________ sei hingegen lediglich aufgrund klinischer Beobachtungen erfolgt und sei nicht evidenzbasiert. Die vom Spital E.________ bescheinigte Arbeitsunfähigkeit von 70 bis 90 % aufgrund einer mittelgradigen bis schweren neuropsychologischen Störung beruhe auf einer unterschiedlichen Beurteilung eines im Grunde gleichen Sachverhalts. Seit der Rentenaufhebung im Jahr 2017 sei dementsprechend keine invalidenversicherungsrechtlich relevante Verschlechterung des Gesundheitszustandes eingetreten. Die einen Leistungsanspruch verneinende Verfügung vom 17. April 2020 bestehe damit zu Recht.