Citation: U 288/05 14.12.2005 E. 3

3.1 In Änderung der bis dahin geltenden Rechtsprechung hat das Eidgenössische Versicherungsgericht in BGE 129 V 110 erkannt, dass nach Ablauf einer Zeitspanne, die der Rechtsmittelfrist bei formellen Verfügungen entspricht, die Verwaltung in einer unbeanstandet gebliebenen faktischen Verfügung zugesprochene Versicherungsleistungen nur unter den Voraussetzungen der Wiedererwägung oder der prozessualen Revision zurückfordern kann. Vorliegend hat die Beschwerde führende Unfallversicherung ihre Leistungspflicht mit Schreiben vom 17. September 2002 formell anerkannt. Darüber hinaus hat sie auch durch die Bezahlung der nunmehr zurückgeforderten Fr. 11'772.55 als Taggeldleistungen faktische Leistungsverfügungen erlassen. Die Vorinstanz hat daher in Anwendung der zitierten Rechtsprechung zu Recht erkannt, dass es für die Rückforderung eines Rückkommenstitels bedarf. 3.2 Die Beschwerdeführerin liess den Unfall nach der anfänglichen Anerkennung des Leistungsanspruchs durch die Firma S.________ AG näher abklären. Dabei wurden der Versicherte, sein Arbeitgeber und verschiedene Mitarbeiter über den Unfallhergang befragt. Der Beschwerdegegner gab dabei zu Protokoll, er sei am 27. August 2002 um ca. 21.30 Uhr nach dem Reinigen der Abzugshaube mit dem Ärmel an einem Haken hängen geblieben und habe dabei das Gleichgewicht verloren und sein linkes Knie am Kochherd angeschlagen. Er erinnerte sich am 14. November 2002 anlässlich der Befragung nicht mehr genau, wie er auf den Boden gestürzt, insbesondere, ob er auf die Seite oder direkt auf den Rücken gefallen sei und wie er sich seinen linken Knöchel verletzt habe. Am Folgetag habe er vorerst wieder die Arbeit aufgenommen, wegen anhaltenden Schmerzen habe er aber um ca. 14.00 Uhr die Notfallstation des Tiefenauspitals aufgesucht. Keine der weiteren befragten Personen gaben an, das Ereignis direkt mitverfolgt zu haben oder konnten dazu nähere Angaben machen.