Citation: 2P.109/2003 15.08.2003 E. 2.2

2.2.1 Der Beschwerdeführer war am 24. Oktober 2001 wegen einer Grippe bei Frau Dr. med. G.________ in ärztlicher Behandlung, was von ihr ohne Angaben zu seiner Arbeitsunfähigkeit bestätigt wird. Wegen einer Depression begab sich der Beschwerdeführer überdies zu Dr. med. E.________, der die Behandlung mit der Diagnose "Depression" am 29. Oktober 2001 begann und gleichentags den Beschwerdeführer ab 24. Oktober 2001 arbeitsunfähig erklärte. Nach Ansicht des Beschwerdeführers handelte es sich um zwei sich ablösende Krankheiten, die jede für sich eine Schutzfrist gemäss Art. 336c Abs. 1 lit. b OG auslöste, was zur Folge habe, dass die Kündigung während der (zweiten) Schutzfrist erfolgt und deshalb nichtig sei. Das Verwaltungsgericht geht hingegen von zwei sich überlagernden Krankheiten mit Beginn am 24. Oktober 2001 aus. Die Kündigung sei daher mit Ablauf der 30-tägigen Schutzfrist ausgesprochen worden. 2.2.2 Unter den vorliegenden Umständen durfte das Verwaltungsgericht in zulässiger antizipierter Beweiswürdigung auf die beantragte Zeugenbefragung verzichten. Es durfte ohne Willkür davon ausgehen, dass seine Überzeugung durch die Zeugenaussagen nicht geändert würde. Die vom Verwaltungsgericht vorgenommene Beweiswürdigung bezüglich des Beginns der beiden Krankheiten ist ebenfalls keineswegs willkürlich. Nachdem der Arzt, der den Beschwerdeführer ab 29. Oktober 2001 wegen Depression behandelte, diesen ab 24. Oktober 2001 arbeitsunfähig erklärt hatte, durfte das Verwaltungsgericht ohne Willkür annehmen, dass die diagnostizierte Depression bereits am 24. Oktober 2001 bestand. Dies umso mehr als nicht geltend gemacht wird, dieses Arztzeugnis sei nach Rücksprache mit der Ärztin, die den Beschwerdeführer wegen Grippe behandelt hatte, erstellt worden. Das Verwaltungsgericht ging daher willkürfrei davon aus, dass der am 29. Oktober 2001 konsultierte Arzt die Arbeitsunfähigkeit ab 24. Oktober 2001 nicht aufgrund des schon nicht mehr feststellbaren grippalen Infekts, sondern gestützt auf die durch die Ereignisse vor dem 24. Oktober 2001 ausgelöste Depression bescheinigt hatte. Damit geht die Argumentation fehl, wonach die Kündigung zur Unzeit erfolgt sei.