Citation: 8C_204/2008 26.02.2009 E. 4

Der Beschwerdeführerin wurde mit rechtskräftiger Verfügung vom 26. Oktober 1993 eine gemäss Art. 36 Abs. 2 UVG um 50 % gekürzte Invalidenrente durch die Beschwerdegegnerin zugesprochen. Die Rente wurde als ordentliche und nicht als Komplementärrente ausgerichtet. Dieses Vorgehen der Beschwerdegegnerin war korrekt, da die Beschwerdeführerin zuvor eine krankheitsbedingte Rente der Invalidenversicherung bezog und diese Rente wegen des Unfalles nicht erhöht wurde. Wie aus der Verfügung der Ausgleichskasse vom 3. September 1993 hervorgeht, wurde damals lediglich der Invaliditätsgrad erhöht. Da die Versicherte als Witwe gestützt auf Art. 43 Abs. 1 IVG bereits Anspruch auf eine ganze Rente hatte, blieb für die Beschwerdegegnerin angesichts dieser Situation kein Raum zum Erlass einer Komplementärrentenverfügung im damaligen Zeitpunkt. Auch gemäss Art. 32 UVV (in der bis 31. Dezember 1996 gültigen Fassung) war keine Komplementärrente im Zeitpunkt des Rentenanspruches am 26. Oktober 1993 festzulegen. Somit erweist sich die Berufung der Beschwerdeführerin darauf, dass jener Entscheid der Beschwerdegegnerin vom 26. Oktober 1993 unrichtig gewesen sei, als unzutreffend. Eine allfällige nachträgliche Berichtigung der rechtskräftigen Verfügung, wie geltend gemacht wird, steht mithin ausser Frage. Der von der Beschwerdeführerin diesbezüglich angerufene Entscheid (Urteil U 3/00 vom 31. August 2001 E. 4b) ist somit - da am 26. Oktober 1993 zu Recht keine Komplementärrente verfügt wurde - nicht anwendbar.