Citation: 6S.166/2005 03.07.2005 E. 2

Der Beschwerdeführer macht geltend, dass er und seine Ehefrau mit den schweizerischen Lebensgewohnheiten vertraut seien und der Vollzug der Landesverweisung zum endgültigen Abbruch der Verbindung zu seiner Ehefrau und seinem Kind führen würde, wodurch die gesamte Familie bestraft würde. Damit würde sein Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens gemäss Art. 13 BV und Art. 8 EMRK verletzt. Es falle insbesondere auf, dass die Vorinstanz die vom Gesetz und von der Rechtsprechung verlangte Abwägung zwischen dem Interesse des Staates einerseits und dem Interesse des Verurteilten und dessen Familie andererseits überhaupt nicht vorgenommen habe. Sie habe die Verweigerung des bedingten Vollzuges der Landesverweisung einzig unter Hinweis auf seine Äusserung verneint, dass die Prostituierten ihm "keinen guten Sex" geboten hätten. Diese Äusserung sei zwar völlig deplatziert, habe aber die Vorinstanz nicht von der eingehenden Prüfung der Frage dispensiert, ob ein erhebliches Risiko eines Rückfalls bestehe oder nicht. Die Vorinstanz habe von dieser Prüfung abgesehen und übersehen, dass nicht jede noch so entfernte Möglichkeit eines Rückfalls für die Aussprechung einer unbedingt vollziehbaren Landesverweisung genüge (Beschwerdeschrift S. 4/5).