Citation: 6B_603/2024 E. 1.3.3

1.3.3. Der Beschwerdeführer bringt auch nichts vor, was die vorinstanzlichen Erwägungen zu einer möglichen und zumutbaren Integration in Kosovo als bundes- oder konventionswidrig ausweisen würde. Dies gilt ebenso für seine Ehefrau und die minderjährigen Kinder, welche alle unbestrittenermassen das kosovarische Bürgerrecht besitzen und die dortige Sprache sprechen. Es leuchtet nicht ein, weshalb das Wohl der Kinder im Kosovo gefährdet sein soll. Die Vorinstanz stellt zu Recht fest, dass sie noch sehr jung und anpassungsfähig sind, womit ihnen ein Umzug nach der Rechtsprechung grundsätzlich zumutbar ist (oben E. 1.1.3). Der Beschwerdeführer legt nicht dar, weshalb dies vorliegend anders sein soll. Dass das fünfjährige Kind in den Kindergarten geht und eine "Peer-Gruppe" hat, begründet eine Unzumutbarkeit klarerweise nicht. Gleiches gilt für die Tatsache, dass die Kinder bis dato keinen konkreten Bezug zum Kosovo haben. Weiterer diesbezüglicher Abklärungen bedurfte es nicht. Auch eine vorübergehende Trennung vom Beschwerdeführer aufgrund von dessen Landesverweisung begründet keine deren Anordnung entgegenstehende Gefährdung des Kindeswohls, zumal die Vorinstanz zutreffend darauf hinweist, dass die familiäre Beziehung infolge der Strafverbüssung ohnehin erschwert sein wird. Daran ändert auch nichts, dass eine bis anhin effektiv gelebte Beziehung betroffen ist und der Beschwerdeführer ein engagierter Vater sein mag. Abgesehen davon kann der Kontakt mit modernen Kommunikationsmitteln und im Rahmen von Familienbesuchen im Kosovo aufrechterhalten werden. Auch darauf weist die Vorinstanz zutreffend hin. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, etwa dass der Kontakt aufgrund der finanziellen Verhältnisse der Familie erschwert ist, ändert nichts. Es ist unbestritten, dass das Aufrechterhalten der familiären Beziehung mit einer gewissen Härte verbunden sein wird. Dies hat sich der Beschwerdeführer indes selbst zuzuschreiben und ist hinzunehmen. Sein Hinweis auf eine möglicherweise unterschiedliche Beurteilung des Kindeswohls in einem Scheidungsverfahren oder die Notwendigkeit der Anwesenheit der beschuldigten Person im Strafverfahren führt zu keinem anderen Ergebnis. Der Beschwerdeführer bringt schliesslich nicht vor, was seiner eigenen Integration im Kosovo entgegenstünde. Dies lediglich zu behaupten, genügt nicht. Er spricht die Sprache, ist noch jung, gesund und verfügt über eine Aus- und Weiterbildung als Boden- und Parkettleger. Er führte zeitweilig gar ein eigenes Geschäft. Es leuchtet nicht ein, weshalb eine Integration im Kosovo vor diesem Hintergrund unzumutbar oder gar unmöglich sein soll, zumal unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer über Verwandte - Angehörige seiner Ehefrau - im Kosovo verfügt. Dass die wirtschaftlichen Aussichten im Heimatstaat eventuell getrübter sind als in der Schweiz, begründet solches praxisgemäss ebenso wenig wie die Tatsache, dass der Beschwerdeführer bisher noch nie in Kosovo gearbeitet hat. Die Vorinstanz war auch in diesem Zusammenhang nicht gehalten, weitere Abklärungen vorzunehmen. Nichts ableiten kann der Beschwerdeführer daraus, dass das Bezirksgericht Zurzach in seinem Urteil vom 31. Januar 2024 das Interesse an einem Verbleib in der Schweiz als überwiegend beurteilte und die Staatsanwaltschaft dies nicht anfocht. Dies bindet weder die Vorinstanz noch das Bundesgericht.