Citation: 1P.97/2000 06.07.2000 E. 2

2.- Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, er könne angesichts seiner Wahl für eine Amtsperiode nicht gemäss dem Angestelltenreglement während dieser Periode entlassen werden, rügt er entgegen der Auffassung der Gemeinde keine Sachverhaltsfeststellung, sondern eine willkürliche Auslegung von Rechtssätzen. Im Übrigen könnte die staatsrechtliche Beschwerde auch dazu dienen, geltend zu machen, in einem kantonalen Hoheitsakt sei der Sachverhalt willkürlich festgestellt worden. a) Willkürlich ist ein Entscheid nicht schon dann, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre, sondern erst dann, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, zur tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Willkür liegt sodann nur vor, wenn nicht bloss die Begründung eines Entscheides, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (vgl. BGE 125 I 166 E. 2a S. 168; 123 I 1 E. 4a S. 5, je mit Hinweisen). b) Dem Beschwerdeführer wurde mit Schreiben vom 12. Februar 1990 mitgeteilt, dass er "zu den Bedingungen des Reglements betreffend das Dienstverhältnis der Angestellten der Gemeinde Visp vom 4. Februar 1980" zum Finanzverwalter gewählt werde. Nach Art. 2 dieses Reglements werden Angestellte zunächst auf Probe, dann provisorisch und schliesslich "definitiv für die Dauer der laufenden Amtsperiode, die vier Jahre beträgt", gewählt. Der Beschwerdeführer wurde spätestens für die Amtsperiode 1997-2000 definitiv gewählt. Nach Art. 51 Abs. 2 des Reglements kann ein definitives Arbeitsverhältnis beiderseits jeweils auf Monatsende, jedoch unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von sechs Monaten aufgelöst werden. Am 28. Juli 1998 hat die Gemeinde dem Beschwerdeführer das Arbeitsverhältnis unter Einhaltung dieser Kündigungsfrist gekündigt. Was in der Beschwerde vorgebracht wird, ist nicht geeignet, die Auffassung des Kantonsgerichts willkürlich erscheinen zu lassen, die Kündigung entspreche angesichts des Vorstehenden dem kommunalen Recht. Der Beschwerdeführer wurde ausdrücklich gemäss dem Reglement angestellt, dieses sieht vor, dass auch definitiv für eine Amtsperiode angestellten Mitarbeitern während der Amtsperiode gekündigt werden kann. Es trifft zwar zu, dass damit die Wahl für eine Amtsperiode für die Kündigungsmöglichkeit keine Bedeutung hat. Auch besteht nach allgemeinem Sprachgebrauch ein gewisser Widerspruch zwischen einer Wahl für eine Periode und der Möglichkeit, das Arbeitsverhältnis schon vor Ende dieser Periode ordentlich kündigen zu können. Dies lässt es angesichts des klaren Wortlauts von Art. 51 Abs. 2 des Reglements nicht als offensichtlich unhaltbar erscheinen, einem Mitarbeiter ordentlich kündigen zu können, auch wenn er auf eine Amtsperiode gewählt wurde. Das Reglement sieht dies vielmehr offensichtlich ausdrücklich vor. Im Übrigen sieht zwar der zweite Satz von Art. 51 Abs. 2 des Reglements die Möglichkeit abweichender Vereinbarungen vor. Es ist jedoch, entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers, nicht willkürlich eine Wahl auf eine Amtsperiode nicht als abweichende Vereinbarung anzusehen. Eine solche Wahl für eine Amtsperiode (bzw. deren Rest) und die Möglichkeit einer Kündigung während einer solchen entsprechen dem Reglement. Dass der Beschwerdeführer von der Gemeinde verschiedentlich als Beamter bezeichnet wurde und entgegen anderen Gemeindeangestellten auf eine feste Amtsdauer gewählt wurde, macht ihn nicht zu einem Beamten mit entsprechendem Kündigungsschutz. Dieser Status ist im kommunalen Recht nicht vorgesehen. Auch der Staatsrat, der den Beschwerdeführer als Beamten ansah, erläutert nicht, welche Regel des kommunalen Rechts einen solchen Beamtenstatus vorsieht bzw. welche Regel des kantonalen Rechts ihn vorschreibt. Der Beschwerdeführer bringt zwar Argumente vor, die dafür sprechen, dass Kadermitarbeiter eines Gemeinwesens auf eine Amtsperiode fest und ohne ordentliche Kündigungsmöglichkeit angestellt werden sollten. Er macht jedoch nicht geltend, es bestehe eine entsprechende Norm des kantonalen oder kommunalen Rechts.