Citation: U 522/06 12.10.2007 E. 5.3

5.3.1 Dr. med. G.________ vertrat die Auffassung, die zunehmenden Rückenbeschwerden des Versicherten seien durch die Beinverkürzung und die Fehlhaltung, welche durch die Minderbelastung des rechten Fusses erfolge, bedingt (E. 4.2.3 hievor). Demgegenüber erachtete Kreisarzt Dr. med. B.________ im Bericht vom 30. Juni 2004 die Rückenbeschwerden als unfallfremd (E. 4.2.4 hievor). Entgegen der vorinstanzlichen Auffassung sind keine Gründe ersichtlich, der Einschätzung des Dr. med. B.________ einen höheren Beweiswert zuzumessen. Denn auch dieser ging von einem leichten rechtsseitigen Hinken und in zugerichteten Künzli-Schuhen von einem leicht veränderten Bewegungsablauf im rechten OSG mit minimaler Innenrotation und Schwingen des Unterschenkels mit leicht nach aussen gerichteter Drehbewegung aus. Weiter sprach er von einer erheblichen Belastungsintoleranz im rechten OSG und begründete den veränderten Bewegungablauf mit der Valgus-Rückfussfehlstellung. Zudem stellte er fest, dass die Arbeits- und die Strassenschuhe des Versicherten rechtsseitig vermehrt abgelaufen seien. Zur Frage, ob diese Problematik einen kausalen Einfluss auf die Rückenbeschwerden hat, nahm er in keiner Weise Stellung. Vielmehr sprach er ohne nähere Begründung vom unfallfremden thorakolumbovertebralen Syndrom. Widersprüchlich sind weiter die Angaben zur Beinlängendifferenz. Der Kreisarzt Dr. med. T.________ äusserte sich zu dieser Frage im Bericht vom 7. Juli 1998 nicht; im Bericht vom 22. November 2001 verneinte er eine messbare Beinlängendifferenz. Demgegenüber bejahte Dr. med. G.________ eine solche in den Berichten vom 2. Dezember 2003 und 27. Oktober 2006. Der Kreisarzt Dr. med. B.________ gab im Bericht vom 30. Juni 2004 lediglich an, das Becken sei waagrecht; zur Frage der Beinverkürzung bezog er keine Position. Nach dem Gesagten erlauben diese ärztlichen Unterlagen nicht, über die Frage des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen der Rückenproblematik und den Fussbeschwerden ohne zusätzliche medizinische Abklärungen zu befinden. 5.3.2 Zu keinem anderen Ergebnis führt auch der Bericht des Prof. Dr. med. A.________ vom 27. Februar 2007, der nur im Rahmen von Art. 137 lit. b OG berücksichtigt werden kann (E. 3 hievor). Zwar stellte er einen Beckentiefstand rechts von 10 mm fest und ging davon aus, dass die progredienten posttraumatischen degenerativen Veränderungen im Bereich des rechten USG in Kombination mit denen des OSG mit Hinkgang überwiegend wahrscheinlich "zu einer Beeinträchtigung von Rückenschmerzen" führten. Zudem gab er an, in Frage komme auch eine bisher nicht diagnostizierte BWK 9-Fraktur als Folge des Unfalls vom 3. Mai 1996. Gleichzeitig legte er aber auch dar, es bestünden genügend radiologische Veränderungen im Bereich BWS, HWS und LWS, mit denen die immer wieder auftretenden Rückenschmerzen hinreichend ohne Heranziehung anderer Ursachen erklärt werden könnten. Weiter erachtete er zusätzliche Abklärungen, auch zum Ausmass der Beeinträchtigung, als angezeigt (vgl. E. 4.2.5 hievor). Dieser Bericht erlaubt es mithin nicht, ohne weitere medizinische Untersuchungen eine Rentenerhöhung zu bejahen, weshalb er nicht geeignet ist, eine Revision des Gerichtsurteils zu rechtfertigen. Gleiches gilt für die übrigen vom Versicherten am 10. Juli 2007 eingereichten ärztlichen Berichte. 5.3.3 Nach dem Gesagten ist die Sache an die SUVA zurückzuweisen, damit sie eine orthopädische und rheumatologische Begutachtung zur Klärung der Unfallkausalität der Rückenbeschwerden sowie der dadurch bedingten Arbeitsunfähigkeit anordne und hernach über den Leistungsanspruch neu verfüge (vgl. auch erwähntes Urteil U 246/06, E. 4.3).