Citation: 6B_134/2021 E. 5.5

5.5. Im Übrigen fiele die nach Art. 66a Abs. 2 StGB (zweite kumulative Voraussetzung) bzw. gemäss Art. 8 Ziff. 2 EMRK vorzunehmende Interessenabwägung nach den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz zu Ungunsten des Beschwerdeführers aus, selbst wenn ein Härtefall zu bejahen wäre. Das Bundesgericht zeigt sich bei der Würdigung von Betäubungsmitteldelikten mit Blick auf aufenthaltsbeendende Massnahmen "particulièrement rigoureux" (BGE 139 II 121 E. 5.3; vgl. Urteile 6B_149/2021 vom 3. Februar 2022 E. 2.5.2; 6B_1424/2019 vom 15. September 2020 E. 3.4.10; 6B_191/2020 vom 17. Juni 2020 E. 1.4; je mit Hinweisen). Das öffentliche Interesse an der Verhinderung von Betäubungsmitteldelikten ist damit als gross zu qualifizieren. Dem Beschwerdeführer ist insbesondere mit Blick auf die wirtschaftliche Integration und die Auswirkungen auf seine Kernfamilie ein gewisses privates Interesse an einem Verbleib in der Schweiz zuzubilligen. Mit Blick auf die obigen Ausführungen zur Verneinung eines Härtefalls (E. 5.4 oben) und in Würdigung der gesamten relevanten Umstände übt die Vorinstanz das ihr zustehende Ermessen jedoch nicht bundesrechtswidrig aus, wenn sie im Rahmen ihrer Eventualbegründung die öffentlichen Interessen an einer Landesverweisung höher gewichtet als das private Interesse des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz. Sie berücksichtigt dabei namentlich zutreffend die Schwere der vom Beschwerdeführer begangenen Straftat und dessen (teilweise) einschlägigen Vorstrafen, die gegen eine günstige Prognose sprechen. Die Landesverweisung des Beschwerdeführers erweist sich sowohl unter dem Blickwinkel von Art. 66a Abs. 2 StGB als auch unter Berücksichtigung der Anforderungen von Art. 8 Ziff. 2 EMRK als verhältnismässig und rechtskonform.