Citation: 6B_1201/2016 E. 2.4.2

2.4.2. Bereits diese Ausführungen des Beschwerdeführers sprechen entgegen seiner Intention für die vorinstanzliche Entscheidung. Die nicht zu bestreitende Gefährlichkeit der Drohung mit dem Messer gegenüber einer "neutralen" Drittperson, nämlich in einer objektiv emotional nicht aufgeladenen Situation, steht im unmittelbaren Zusammenhang seiner schweren psychischen Störung und kann zweifelsfrei zu Worst-Case-Szenarien führen. Die blosse Befolgung der ärztlichen Dispensation (Methadon-Reduktion) durch die Apothekerin löste beim Beschwerdeführer einen psychotischen Schub mit schwer eingeschränkter Steuerungsfähigkeit aus (oben E. 1.3). Eine "zuverlässige Behandlung" (oben E. 2.4.1) erscheint unter diesen Umständen ausserhalb eines stationären Settings als höchst zweifelhaft. Wie er selber einräumt, mag aus psychiatrischer Sicht eine bloss ambulante Massnahme "zwar nicht den Plan A darstellen" und leuchtet ein, dass bei einer stationären Therapie ein hochwertiges und langfristiges Setting möglich wäre (Beschwerde S. 19).