Citation: 6B_796/2023 E. 2.3.2

2.3.2. Mit Blick auf den subjektiven Tatbestand von Art. 148a Abs. 1 StGB in der Anklageziffer 1 erwägt die Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe aufgrund der Informationen durch die C.________ im Rahmen der Ausfüllung und Einreichung der "Application for social benefits" am 19. März 2014 gewusst, dass er seine Einkommens- und Vermögensverhältnisse offenlegen und jede Änderung derselben deklarieren müsse. Gleichwohl habe er gegenüber der C.________ verschwiegen, dass er mehrere tausend Franken besessen habe und habe auch sein mit den Läufen generiertes Einkommen nicht deklariert. Dadurch habe der Beschwerdeführer direktvorsätzlich und offensichtlich in Täuschungs- sowie unrechtmässiger Bereicherungsabsicht gehandelt. Bezüglich der Anklageziffer 2 führt die Vorinstanz aus, der Beschwerdeführer habe seit März 2014 um den Bestand und den Umfang der Meldepflicht gewusst. Weiter habe ihn die D.________ AG im Rahmen der Einreichung des "Antrags auf Nothilfe" am 21. April 2020 erneut darauf hingewiesen, er müsse seine wirtschaftlichen Verhältnisse offenlegen und jede Änderung derselben melden. Schliesslich habe der Beschwerdeführer aufgrund seiner im April 2020 relativ guten Deutschkenntnisse die Sätze "Ich befinde mich in einer finanziellen Notlage. Aus diesem Grund beantrage ich Nothilfe (...) " verstanden. Indem er die besagten Anträge mit den zitierten Sätzen trotz seines Wissens und des Umstands, dass er Fr. 49'800.-- Bargeld besessen habe, unterzeichnet und eingereicht habe, habe der Beschwerdeführer direktvorsätzlich sowie in Täuschungs- und unrechtmässiger Bereicherungsabsicht gehandelt.