Citation: 4A_614/2020 E. 5.2

5.2. Kein Anspruch auf Rechenschaftsablegung steht dem Beschwerdeführer demgegenüber betreffend jenen Teil der offenen Warenkontrakte von insgesamt 103'423.64 kg zu, die nicht mit der bestehenden Lagerware erfüllt werden konnten, sondern für welche nach dem 1. Januar 2016 Zukäufe hätten getätigt werden müssen. Zwar bestanden am 31. Dezember 2015 offenbar bereits Verträge über diese Zukäufe. Allerdings war die Ware zu diesem Zeitpunkt weder geliefert noch bezahlt. Daher bestand keine genügend gesicherte Rechtsposition im oben dargelegten Sinn. Der Beschwerdegegner weist darüber hinaus zu Recht darauf hin, dass er die Käufe nach dem 31. Dezember 2015 mit seinen Mitteln finanzieren musste; bereits aus der Gewinnbeteiligungsklausel des Partnership Agreements (Ziff. 3 lit. d), wonach die Gewinnverteilung entsprechend der Kapitalbeteiligung erfolgen sollte, ergibt sich aber, dass für nicht vom Beschwerdeführer mitfinanzierte Geschäfte kein Gewinnanspruch bestand. Demnach hat die Vorinstanz das Rechtsbegehren Ziffer 3 gemäss Duplik/Widerklagereplik, bzw. 3.2 gemäss Beschwerde, mit welchem Rechenschaft über die Einkaufspreise der zur Erfüllung diverser Verträge benötigten Ware verlangt wurde, zu Recht abgewiesen.