Citation: 8C_526/2020 E. 4.3.2

4.3.2. Die Beschwerdeführerin zeigt nicht auf, inwiefern die Beweiswürdigung und Sachverhaltsfeststellung gemäss angefochtenem Entscheid mit Blick auf die Beantwortung der Statusfrage nicht nur in der Begründung, sondern auch im Ergebnis offensichtlich unhaltbar ist (vgl. E. 1.2 hievor). In eingehender Würdigung der Biographie der Beschwerdeführerin hat das kantonale Gericht nachvollziehbar und schlüssig dargelegt, dass sie nach ihrer Einreise in die Schweiz nie vollzeitlich erwerbstätig war, sondern die Familie mehrheitlich vom Verdienst des Ehemannes lebte. Nach dessen Unfall im Jahre 2000 bezog er seit 2002 eine Teil-Rente der Invalidenversicherung, weshalb er die Kinderbetreuung hätte übernehmen können. Doch abgesehen von einem viermonatigen Teilzeit-Einsatz als Aushilfe im Bahnhofbuffet von Dezember 2002 bis März 2003 habe die Beschwerdeführerin danach - jedenfalls bis im Oktober 2010 - keine Arbeit mehr gesucht. Dies, obwohl sie das Alter der jüngsten Kinder damals - insbesondere unter Berücksichtigung der Betreuungsmöglichkeit des Vaters - nicht mehr an der Aufnahme einer ausserhäuslichen Beschäftigung gehindert hätte, und obwohl sie 1997, als das jüngste Kind erst zwei Jahre alt war, bereits teilerwerbstätig gewesen sei. Trotz der gegenteiligen Angaben anlässlich der Haushaltabklärung vom 28. August 2019 sei angesichts des tatsächlichen Verzichts auf die dauerhafte Ausübung einer namhaften Erwerbstätigkeit seit der Einreise in die Schweiz unter Mitberücksichtigung ihres Alters und ihrer Kinder, der fehlenden Berufsausbildung und der geringen Deutschkenntnisse nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit darauf zu schliessen, dass die Beschwerdeführerin im hypothetischen Gesundheitsfall nach dem langjährigen Verzicht auf die Ausübung jeglicher Erwerbstätigkeit bei Neuanmeldung zum Rentenbezug im November 2018 vollzeitlich erwerbstätig gewesen wäre. Daran ändert auch die Berücksichtigung der zahlreichen Blindbewerbungen zwischen November 2010 und Juni 2012 nichts. Was die Beschwerdeführerin im Übrigen gegen die vorinstanzliche Beantwortung der Tatfrage nach dem hypothetischen Umfang der Erwerbstätigkeit vorbringt, lässt den angefochtenen Entscheid weder in der Begründung noch im Ergebnis als offensichtlich unhaltbar oder sonstwie willkürlich erscheinen. Insbesondere erhebt sie zu Recht keine Einwände gegen den Beweiswert des Haushaltabklärungsberichts (vgl. dazu SVR 2008 IV Nr. 34 S. 111, I 246/05 E. 5.2.1, und Urteil 8C_169/2008 vom 8. August 2008 E. 5.2.2.2, je mit Hinweisen).