Citation: 8C_844/2019 E. 3.1.2

3.1.2. Im Ergebnis ist das kantonale Gericht unter Hinweis auf die Rechtsprechung zum Schluss gelangt, die im Zeitpunkt des Unfalls 37 Jahre alt gewesene Versicherte habe an einem von der altersüblichen Progression erheblich abweichenden degenerativen und behandlungsbedürftigen Vorzustand an der Wirbelsäule gelitten. Die ÖKK habe grundsätzlich während eines Zeitraumes von sechs bis maximal zwölf Monaten Heilbehandlung und Taggeld zu erbringen. Gründe, von diesem unfallmedizinisch allgemein anerkannten Verlauf abzuweichen, liessen sich den Akten, insbesondere der Beurteilung des pract. med. F.________, nicht entnehmen. Eine weitgehende Bestätigung des unfallmedizinisch allgemein anerkannten Verlaufs bei degenerativen Vorzuständen an der Wirbelsäule ergebe sich aus den von Dr. med. E.________ erhobenen Befunden, der die Versicherte im Zusammenhang mit dem Rückenleiden bereits vor dem Unfall behandelt habe. Er habe am 5. März 2018, knapp sieben Monate nach dem Unfall vom 14. August 2017, festgestellt, dass die unfallbedingt notwendig gewordene Schmerzmedikation vollständig habe abgesetzt werden können. Gestützt darauf und mit Blick auf den in der Rechtsprechung dargelegten medizinischen Wissensstand, wonach bei einer unfallbedingt vorübergehenden Verschlimmerung einer vorgeschädigten Wirbelsäule angenommen werde, diese klinge in der Regel nach sechs bis neun Monaten und bei Vorliegen eines erheblichen degenerativen Vorzustands spätestens nach einem Jahr ab, sei der Status quo sine am 5. März 2018 als erreicht zu betrachten.