Citation: 6B_1028/2023 E. 3.6.2

3.6.2. Auch in diesem Punkt ist die vorinstanzliche Beurteilung nicht zu beanstanden. Zunächst ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer bei seinen Ausführungen davon ausgeht, der Geschädigte habe die fragliche Rechnung tatsächlich durch die Erbengemeinschaft bezahlen lassen, während die Vorinstanz Entsprechendes nicht feststellt. Vielmehr spricht diese vom Vorhaben des Geschädigten, die Rechnung zu bezahlen. Weder belegt der Beschwerdeführer, dass der Geschädigte die Rechnung auch tatsächlich über das Konto der Erbengemeinschaft bezahlen liess, noch ergibt sich dies aus den Akten. Diesen ist gegenteilig zu entnehmen, dass der Geschädigte den Zahlungsauftrag aufgrund der Reaktion des Beschwerdeführers stornierte (kantonale Akten, act. 28 und Protokoll der erstinstanzlichen Verhandlung S. 26). Soweit die Kritik des Beschwerdeführers auf einem von den verbindlichen vorinstanzlichen Feststellungen abweichenden Sachverhalt fusst, ist darauf nicht einzugehen (vgl. Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG). Angesichts des Umstands, dass der Geschädigte den Beschwerdeführer trotz ihrer belasteten Beziehung über sein Vorhaben informierte und auch darlegte, dass das Geld nur vorübergehend durch die Erbengemeinschaft vorgestreckt werden soll, ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz zum Schluss gelangt, der Beschwerdeführer habe keinen Anlass gehabt, seine Behauptung, der Geschädigte habe eine ungetreue Geschäftsbesorgung begangen, in guten Treuen für wahr zu halten. Ebenso wenig liegen mit der Vorinstanz Hinweise dafür vor, dass der Geschädigte vor hatte, eine Fehlbuchung vorzunehmen, bzw. der Beschwerdeführer hiervon in guten Treuen ausging. Soweit der Beschwerdeführer argumentiert, er sei gestützt auf das italienische Strafrecht davon ausgegangen, der Geschädigte mache sich strafbar, ist ihm entgegen zu halten, dass er gemäss der Rechtsprechung hätte nachweisen müssen, dass er alle nach den Umständen und seinen persönlichen Verhältnissen zumutbaren Schritte unternommen habe, um die Richtigkeit seiner Äusserung zu überprüfen und sie für gegeben zu erachten, um den Gutglaubensbeweis zu erbringen. Folglich hätte der Beschwerdeführer sich informieren müssen, ob das fragliche Verhalten des Geschädigten nach Schweizer Recht strafbar ist. Auf die Ausführungen des Beschwerdeführers zum italienischen Recht ist daher nicht weiter einzugehen. Es wäre dem Beschwerdeführer zumutbar gewesen, seinen Verdacht zu überprüfen und abzuklären, ob die Bezahlung der Rechnung tatsächlich über das Konto der Erbengemeinschaft erfolgte sowie falsch verbucht wurde, und ob dies gegebenenfalls eine strafbare Handlung seitens des Geschädigten darstellt. Insgesamt geht die Vorintanz zutreffend davon aus, dass dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, ernsthafte Gründe dafür aufzuzeigen, die ihm Anlass gegeben hätten, seine Behauptungen in guten Treuen für wahr zu halten. Weder verfällt die Vorinstanz in Willkür noch verletzt sie Bundesrecht, indem sie zum Schluss gelangt, der Beschwerdeführer habe den Gutglaubensbeweis nicht erbracht. Dass es sich um einen rein innerfamiliären E-Mail-Austausch handeln soll, ändert daran nichts. Auch ist keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör ersichtlich. Die Vorinstanz begründet ihr Urteil zwar kurz, setzt sich jedoch hinreichend mit den relevanten Vorbringen auseinander und zeigt die wesentlichen Überlegungen auf, von denen sie sich leiten lässt und auf die sie ihren Entscheid stützt. Demgegenüber ist sie - wie im Übrigen auch das Bundesgericht - nicht verpflichtet, sich ausdrücklich mit jeder tatsächlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinanderzusetzen (vgl. BGE 147 IV 409 E. 5.3.4; 146 IV 297 E. 2.2.7; je mit Hinweisen).