Citation: 1C_152/2021 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer hat in der gemäss Art. 16b Abs. 2 lit. e SVG massgebenden Zeitperiode nicht nur erhebliche Geschwindigkeitsübertretungen begangen, sondern einerseits Unaufmerksamkeit beim Fahren bei gleichzeitigem Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung gezeigt und anderseits die Ladung auf der Ladebrücke ungenügend gesichert. Ein solches Verhalten kann gerade auch beim Führen von Fahrzeugen, zu welchen die Kategorien G und M berechtigen, zu einer erheblichen Gefährdung der anderen Verkehrsteilnehmer führen. Dies ist insbesondere bei einer Berechtigung gemäss Art. 4 Abs. 3 VZV zum Führen von Traktoren bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h, mit welchen laut Art. 68 Abs. 3 der Verkehrsregelnverordnung vom 13. November 1962 (VRV; SR 741.11) auch noch zwei Anhänger gezogen werden können, gegeben. An einem Motorfahrrad darf nur, aber immerhin ein Anhänger mitgeführt werden (vgl. Art. 68 Abs. 1 i.V.m. Art. 42 Abs. 4 VRV). Deshalb stellt es auch im Vergleich mit dem Sachverhalt im von der Vorinstanz angeführten Urteil 1C_6/2019 vom 23. April 2019 keine Bundesrechtsverletzung dar, wenn die Vorinstanz die Ausdehnung des Führerausweisentzugs auf alle Spezialkategorien bestätigt hat. Dabei wird kein unzulässiger Eingriff in die persönliche Freiheit des Beschwerdeführers vorgenommen. Es besteht eine gesetzliche Grundlage für diesen Grundrechtseingriff, ein öffentliches Interesse an der angeordneten Massnahme liegt wegen der Gewährleistung der Sicherheit für die anderen Verkehrsteilnehmer vor, und bei der konkreten Anwendung der Gesetzesbestimmung wurde das Verhältnismässigkeitsprinzip eingehalten. Eine Verletzung verfassungsmässiger Rechte ist daher nicht gegeben (vgl. Urteil 1C_312/2018 vom 30. Oktober 2018 E. 4).