Citation: 2A.11/2002 11.02.2002 E. 3

3.- Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, die Steuerbehörden hätten die neuen Tatsachen von Amtes wegen berücksichtigen und die Veranlagungen widerrufen müssen, ist die Beschwerde unbegründet. Wohl kann die Veranlagungsbehörde unter bestimmten Voraussetzungen auf eine Veranlagung zurückkommen, solange die Einsprachefrist läuft (BGE 121 II 273 E. 1). Indessen ist das nur der Fall bei unrichtiger Veranlagung. Diese Voraussetzung ist nicht erfüllt: Ein Ersatzbeschaffungstatbestand nach Art. 30 DBG liegt nicht vor. Die Übertragung des Liquidationsgewinnes auf ein anderes Unternehmen ist nicht möglich. Es wäre auch nicht ersichtlich, welches betriebsnotwendige Anlagevermögen (Art. 30 Abs. 1 DBG) ersetzt worden sein soll. Zudem wären die buchhalterischen Voraussetzungen für eine Rückstellung (vgl. Art. 30 Abs. 2 DBG) offensichtlich nicht gegeben.