Citation: 1C_84/2023 E. 4.2

4.2. Soweit die Beschwerdeführenden beanstanden, das kommunale Bau- und Zonenreglement bzw. Anhang 6 des BZR sei nicht mit dem übergeordneten kantonalen Recht (§ 75 Abs. 1 PBG/LU) vereinbar und damit die Rechtskonformität der Grundnutzungsordnung in Frage stellen, sind ihre Einwände nicht zu hören. Die Grundnutzungsordnung inklusive die in Anhang 6 des BZR aufgestellten Regelungen für die einzelnen Gebiete mit Gestaltungsplanpflicht sind bestandskräftig und in Rechtskraft erwachsen. Dass vorliegend die Voraussetzungen für eine akzessorische Überprüfung der Grundnutzungsordnung im Rahmen der Beurteilung des neuen Gestaltungsplans erfüllt sein sollen, ist auch nicht dargetan. Auch die Vorinstanz geht davon aus, dass die Voraussetzungen für eine akzessorische Überprüfung nicht erfüllt seien, was von den Beschwerdeführenden nicht bestritten wird. Dennoch prüft sie, ob Art. 26 Abs. 3 i.V.m. Anhang 6 des BZR auch ohne ergänzende Vorschriften im Sinne von § 75 Abs. 1 PBG/LU gesetzeskonform sei. Mit Blick auf die Rügen der Beschwerdeführenden ist vorliegend nicht (abschliessend) zu beurteilen, ob die Vorinstanz willkürfrei davon ausgehen durfte, weder aus dem Wortlaut von § 75 Abs. 1 PBG/LU noch aus den entsprechenden Ausführungen des Regierungsrates in der Botschaft zu § 75 Abs. 1 PBG/LU könne ein zwingendes Erfordernis zum Erlass von ergänzenden Vorschriften im BZR abgeleitet werden. Die Beschwerdeführenden hätten zumindest aufzeigen müssen, inwiefern sich das Fehlen ergänzender Vorschriften im BZR - abgesehen von der vorgebrachten ungenügenden Berücksichtigung der ISOS-Schutzinteressen (vgl. dazu E. 4.3 hiernach) - konkret auf den zu beurteilenden neuen Gestaltungsplan auswirkt und dazu führt, dass dieser nicht vor (Bundes-) Recht standhalten soll.