Citation: 1C_99/2023 E. 4.1

4.1. Die WOV wurde im kantonalen Bewilligungsverfahren lärmschutzrechtlich als neue Anlage im Sinne von Art. 25 USG qualifiziert, welche nicht nur das Vorsorgeprinzip zu beachten, sondern grundsätzlich auch die Planungswerte einzuhalten hat. Der Halbanschluss "Altdorf Süd" wurde vom UVEK in der Plangenehmigungsverfügung vom 31. März 2021 und der Vorinstanz im angefochtenen Urteil lärmschutzrechtlich als eigenständige Anlage betrachtet. Während das UVEK das Ausführungsprojekt als unwesentliche Änderung einer bestehenden Anlage qualifizierte, hielt die Vorinstanz dafür, es müsse zwischen dem Halbanschluss und der Stammachse der Nationalstrasse N02 unterschieden werden. Beim Halbanschluss handle es sich lärmschutzrechtlich um eine neue Anlage. Hingegen sei die Stammachse der Nationalstrasse lärmschutzrechtlich eine vor dem Inkrafttreten des USG erbaute Altanlage, welche unwesentlich geändert werde. Die Beschwerdeführerin bringt vor, das umstrittene Ausführungsprojekt "N02 Halbanschluss Altdorf" müsse zusammen mit dem kantonalen Strassenbauprojekt WOV lärmschutzrechtlich als übergewichtige Erweiterung einer Anlage im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. E. 3.2.3 hiervor) und damit als neue Anlage im Sinne von Art. 25 USG und Art. 7 LSV eingestuft werden.