Citation: 8C_350/2018 E. 4.4

4.4. Da es an einer polydisziplinären Gesamtbeurteilung im Gutachten des Dr. med. B.________ fehlte, forderte die Suva eine solche bei der MEDAS nach. Am 28. Mai 2014 nahmen Dres. med. C.________ und D.________, beide Fachärzte FMH für Rheumatologie, zu den neuen Erkenntnissen Stellung. Sie hielten einleitend fest, dass eine nachträgliche integrative Gesamtbeurteilung nur beschränkt möglich sei, da zwischen dem MEDAS-Gutachten vom 27. Dezember 2012 und der Beurteilung des Dr. med. B.________ 15 Monate lägen und der damals federführende Gutachter, Dr. med. E.________, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, inzwischen verstorben sei. Aus ihrer anschliessenden Beurteilung ergibt sich, dass die Experten von einer Verbesserung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers ausgingen. So hätten sich die Weichteilbefunde verbessert, der Versicherte benötige deutlich weniger Schmerzmittel und die von Dr. med. D.________ am 17. Oktober 2012 erhobenen Zweifel am Durchbau der Fraktur und an der korrekten Lage der Schraube seien inzwischen ausgeräumt worden. Die Kombination dieser Faktoren rechtfertige die jetzt höhere Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im Vergleich zur MEDAS-Expertise vom 27. Dezember 2012. Die Unterzeichnenden wiesen darauf hin, dass sie die Situation nochmals mit Dr. med. B.________ besprochen hätten. Sie verwiesen auf eine präzisierte Fassung seines Gutachtens (Seiten 5 und 6). Aus neurologischer und psychiatrischer Sicht ergäben sich alsdann keine neuen Gesichtspunkte im Vergleich zur letzten Beurteilung im Jahr 2012. Den Integritätsschaden schätzten die Sachverständigen auf 7,5 % (St. n. Fraktur, geringe Dauerschmerzen, bei Belastung verstärkt). Die BWK-Frakturen, die Sternumfraktur und die Kopfschmerzen würden keine zusätzliche Integritätseinbusse bewirken. Schliesslich wiesen die Experten darauf hin, dass gemäss Dr. med. B.________ das lumbale Schmerzsyndrom und das Ohrenpfeifen nicht unfallbedingt seien. Diese beiden Faktoren würden sich auch nicht in relevantem Ausmass auf die Arbeitsfähigkeit auswirken. Bei den psychiatrischen Diagnosen könne lediglich die chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren als teilweise unfallkausal angesehen werden. In seiner präzisierten Fassung des Gutachtens hält Dr. med. B.________ fest, die Arbeitsfähigkeit betrage in einer leidensangepassten Tätigkeit 100 %. Er empfehle einen Einstieg mit 50 % und eine sukzessive Steigerung innerhalb von drei bis vier Monaten auf 100 %.