Citation: 2C_213/2020 E. B

Das Ehepaar trennte sich am 4. Februar 2018, wobei der Ehemann gleichentags die eheliche Wohnung verliess und sich A.A.________ am 5. Februar 2018 ins Frauenhaus U.________ begab. Am 23. Februar 2018 stellte A.A.________ einen Strafantrag gegen ihren Ehemann sowie ihren Schwiegervater wegen häuslicher Gewalt. Aufgrund der Auflösung der Ehegemeinschaft teilte das Amt für Migration und Integration des Kantons Aargau (MIKA) A.A.________ mit Schreiben vom 4. April 2018 mit, dass der Widerruf ihrer Aufenthaltsbewilligung und die Wegweisung aus der Schweiz in Erwägung gezogen werden. A.A.________ beantragte daraufhin mit Schreiben vom 9. Mai 2018 die Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung, eventualiter die Sistierung ihres Verfahrens bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Strafurteils gegen ihren Ehemann und ihren Schwiegervater, worauf das MIKA das Verfahren formlos sistierte. Am 21. November 2018 stellte die Staatsanwaltschaft Brugg Zurzach das Strafverfahren gegen den Ehemann und dessen Vater ein. Daraufhin nahm das MIKA das ausländerrechtliche Verfahren wieder auf und verfügte am 8. Februar 2019 die Nichtverlängerung der inzwischen abgelaufenen Aufenthaltsbewilligung von A.A.________ und wies sie aus der Schweiz weg. Die von A.A.________ dagegen erhobenen Rechtsmittel blieben ohne Erfolg (Entscheid des Rechtsdienstes des MIKA vom 10. Juli 2019 und Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau vom 22. Januar 2020).