Citation: 4A_48/2019 E. 4.3.1

4.3.1. Damit habe das Bundesgericht verbindlich entschieden, dass diese zusätzlichen Leistungen mit dem ursprünglich vereinbarten Honorarzuschlag von 4 % nicht abgegolten seien. Die Aufgabe der Vorinstanz habe darin bestanden, die Höhe des zwingend vorzunehmenden Honorarzuschlags mittels Vertrags-Lückenfüllung nach dem Vertrauensprinzip zu beziffern. Dabei handle es sich um eine Rechtsfrage die nicht an den Gutachter delegiert werden könne. Das beantragte Gutachten hätte lediglich einen tatsächlichen Anhaltspunkt für eine allfällige Verkehrsübung liefern sollen, wie hoch ein praxisüblicher TU-Honorarzuschlag unter den veränderten Bedingungen gewesen wäre. Nur soweit eine einschlägige Verkehrsübung bestehe und mit dem übrigen Vertragsinhalt harmoniere, spreche eine Vermutung dafür, diese Übung entspreche dem hypothetischen Parteiwillen am besten.