Citation: 1C_140/2022 E. 3.3.1

3.3.1. Die Vorinstanz hat vorliegend ausschliesslich aufgrund der Chronologie der Ereignisse nach der erleichterten Einbürgerung darauf geschlossen, dass die Ehe zum Zeitpunkt der Einbürgerung nicht mehr intakt gewesen sei, und die Aussagen der Eheleute pauschal als untauglich bezeichnet, die natürliche Vermutung zu erschüttern. Auch wenn die rasche zeitliche Abfolge der Ereignisse geeignet erscheint, die natürliche Vermutung zu begründen, befreit dies die Vorinstanz nicht davon, sich mit den Gegenargumenten des Beschwerdeführers 1 auseinanderzusetzen und konkret darzulegen, weshalb diese nicht plausibel erscheinen. Alles andere läuft - wie die Beschwerdeführenden zu Recht vorbringen - auf eine unzulässige Umkehr der Beweislast hinaus. Die mit den Aussagen der Ex-Ehefrau übereinstimmenden Ausführungen des Beschwerdeführers 1 werden pauschal als Schutzbehauptungen abgetan und als nicht geeignet erachtet, die natürliche Vermutung einer nicht mehr intakten Ehe zum Zeitpunkt der Einbürgerung umzustossen, ohne diese überhaupt zu würdigen bzw. zu begründen, weshalb diese unglaubwürdig und nicht plausibel sein sollen.