Citation: 2C_20/2022 E. 6.6

6.6. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, überzeugt nicht: Er macht es sich zu einfach, wenn er vorbringt, aufgrund seines tiefen Lohnes habe er nicht sämtliche Lebenshaltungskosten bezahlen können; ausserdem habe er zeitweise in Luzern gearbeitet und dort (neben seinem Wohnsitz in Bern) eine zusätzliche Wohnung mieten müssen. Es war und ist Sache des Beschwerdeführers, seine Ausgaben seinen Einkommensverhältnissen anzupassen. Zudem war der Beschwerdeführer nicht gezwungen, in Luzern zu arbeiten, sondern hätte seine Tätigkeit - welche praktisch durchwegs als Servicemitarbeiter im Gastrobereich stattfand - auch in Bern ausüben können; abgesehen davon wäre es ihm auch möglich gewesen, nach Luzern zu pendeln. Eine konkrete, den Beschwerdeführer belastende Lohnpfändung wird von Letzterem weder behauptet noch ist eine solche ersichtlich. Vielmehr kann bei einer Schuldentilgung von total bloss Fr. 700.-- von einem Schuldenabbau nicht die Rede sei. Letzterer fand trotz ausländerrechtlicher Verwarnung nicht statt, sondern die Schulden von zu diesem Zeitpunkt rund Fr. 44'000.-- haben sich in der Folge nochmals verdreifacht (vgl. Bst. A.b oben). Der Schuldenberg ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass der Beschwerdeführer konsequent einen Teil seiner Rechnungen über Jahre nicht bezahlt hat, was mindestens als qualifiziert fahrlässig zu gelten hat. In quantitativer Hinsicht liegt klarerweise eine mutwillige Verschuldung vor. Die Vorinstanz hat deshalb zu Recht erwogen, dass der Beschwerdeführer den Tatbestand der mutwilligen Verschuldung erfüllt und deshalb im Rahmen der Interessenabwägung gemäss Art. 8 EMRK ein erhebliches öffentliches Interesse an dessen Wegweisung besteht. Hinsichtlich seines privaten Interesses am Verbleib in der Schweiz ist nach dem Gesagten und auf der Basis der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung die Vorinstanz zu Recht von einer misslungenen wirtschaftlichen und sozialen Integration des Beschwerdeführers in der Schweiz ausgegangen. Auch der Einwand des Beschwerdeführers, wegen seiner Krankheit sei eine Rückkehr für ihn nach Pakistan nicht zumutbar, wurde von der Vorinstanz gestützt auf ein medizinisches Consulting des SEM bereits zutreffend widerlegt mit dem Hinweis, dass die vom Beschwerdeführer benötigte Therapie und die erforderlichen Medikamente grundsätzlich auch in Pakistan verfügbar seien (vgl. E. 5.6 angefochtenes Urteil; vgl. statt vieler Urteile 2C_306/2021 vom 20. September 2021 E. 2.4.4 und 2.5.3; 2C_940/2020 vom 9. August 2021 E. 3.3). Im Übrigen hat die Vorinstanz die Zumutbarkeit bzw. Verhältnismässigkeit der Wegweisung des Beschwerdeführers zutreffend beurteilt (vgl. E. 5.5 f. angefochtenes Urteil).