Citation: 5A_511/2020 E. 5.1

5.1. In erster Instanz wurde der Beschwerdegegner verpflichtet, der Beschwerdeführerin für das erstinstanzliche Verfahren einen Prozesskostenvorschuss von Fr. 3'000.-- zu bezahlen, wie sie dies beantragt hatte. Vor Vorinstanz verlangte die Beschwerdeführerin, diesen Betrag auf Fr. 4'200.-- zu erhöhen. Die Vorinstanz trat darauf nicht ein, zumal es an einer Begründung fehle, durch welche neuen Tatsachen und Beweismittel diese Klageänderung begründet sei. Die Beschwerdeführerin verweist darauf, sie habe in ihrer Berufungsschrift ausgeführt, dass sich ihr Prozesskostenvorschussgesuch offensichtlich nur auf die Anwaltskosten bezogen und die Auferlegung von Gerichtskosten unerwartet erfolgt sei. Eine einschlägige Aktenstelle bezeichnet sie indes nicht, sodass sie ihrer Rügepflicht nicht nachkommt (vgl. vorne E. 2.1 und 4.2.1). Im Übrigen sei darauf hingewiesen, dass die Prozesskosten sowohl die Gerichts- als auch die Parteikosten umfassen (Art. 95 Abs. 1 ZPO) und in familienrechtlichen Verfahren ermessensweise auch in Abweichung vom Unterliegerprinzip verteilt werden können (Art. 107 Abs. 1 Bst. c ZPO), sodass Willkür im Ergebnis ohnehin nicht dargetan wäre.