Citation: 1B_200/2010 15.10.2010 E. 1

Angefochten ist ein Entscheid über die Gewährung von Einsicht in Strafakten ausserhalb eines Strafverfahrens, wogegen nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten offen steht (BGE 136 I 80 E. 1.1 mit Hinweisen). Die Oberstaatsanwaltschaft ist allerdings keine richterliche Behörde und damit kein oberes kantonales Gericht im Sinne von Art. 86 Abs. 2 BGG. Ihr Entscheid erging nach Ablauf der den Kantonen in Art. 130 Abs. 3 BGG für die Anpassung ihrer Gerichtsorganisation an die Erfordernisse dieser Bestimmung eingeräumten Frist. Die Oberstaatsanwaltschaft ist somit im vorliegenden Verfahren keine taugliche Vorinstanz, weshalb auf die Beschwerde mangels Letztinstanzlichkeit nicht einzutreten ist (BGE 136 I 80 E. 3). Im Kanton Zürich war zunächst unklar, ob gegen eine derartige Verfügung der Oberstaatsanwaltschaft ein innerkantonales Rechtsmittel gegeben war, und falls ja, welches. Das Bundesgericht hat diese Ungewissheit in BGE 136 I 80 E. 2 beseitigt und bestimmt, dass die Beschwerde ans Verwaltungsgericht offen steht. Dieses Urteil erging zwar bereits am 14. Januar 2010, wurde indessen in der Amtlichen Sammlung erst im 2. Heft vom 10. Mai 2010 veröffentlicht, welches nach Auskunft des Publikationsdienstes des Bundesgerichts am 19. Mai 2010 versandt wurde. Das erklärt sowohl, weshalb der angefochtene Entscheid von ebendiesem Datum eine falsche Rechtsmittelbelehrung enthielt, als auch, weshalb sie der Anwalt der Beschwerdeführer befolgte. Es rechtfertigt sich daher, die Sache dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich zu überweisen.