Citation: 5A_968/2021 E. 3

Umstritten ist vorab, ob der Erbverzichtsvertrag gültig zustande gekommen ist und die Beschwerdeführerin daher als Erbin ausser Betracht fällt (vgl. Art. 495 Abs. 2 ZGB; dazu hinten E. 4). Dabei prüfte die Vorinstanz in dem vorliegenden internationalen Verhältnis (Art. 1 Abs. 1 IPRG [SR 291]), ob der Vertrag nach Massgabe des schweizerischen Rechts formgültig ist. Die Anwendung dieses Rechts blieb unbestritten (vgl. auch Art. 96 Bst. a BGG) und ist mit Blick auf den letzten Wohnsitz der Erblasserin in V.________ (vgl. vorne Bst. A.a) auch nicht zu beanstanden (vgl. Art. 95 Abs. 4 und Art. 93 Abs. 2 IPRG i.V.m. Art. 1 Bst. c des Haager Übereinkommens vom 5. Oktober 1961 über das auf die Form letztwilliger Verfügungen anzuwendende Recht [HTestÜ; SR 0.211.312.1]). Im Ergebnis ebenfalls nichts anderes scheint die Beschwerdeführerin mit dem Vorbringen geltend zu machen, dem Vertrag sei die Anerkennung zu verweigern, weil er nicht in einem den Vorgaben des schweizerischen Rechts entsprechenden Beurkundungsverfahren ergangen sei. Auch bezüglich der weiter strittigen Fragen, ob die Beschwerdeführerin übervorteilt worden ist oder der Vertragsschluss mangelhaft war und ob eine im Vertrag enthaltene Bedingung eingetreten ist (dazu hinten E. 5 und 6), ist die Anwendung des schweizerischen Rechts nicht strittig oder zu beanstanden (Art. 90 Abs. 1 und Art. 95 Abs. 1 IPRG).