Citation: 1C_28/2021 E. 6.2.3

6.2.3. Zu prüfen ist nach dem Gesagten, ob die Vorinstanz - wie es nach ihrer eigenen, insoweit bundesrechtskonformen Darstellung geboten ist - vorliegend tatsächlich auf den Terrainverlauf im Zeitpunkt der Erstellung der oberen Stützmauer abgestellt hat (vgl. vorne E. 6.1 Abs. 2). Trotz der fehlenden Anwendbarkeit von § 13 Abs. 2 ABauV/AG verortete die Vorinstanz das "niedriger gelegene Terrain" am Fuss der ehemaligen unteren Stützmauer oder am Fuss der von der Beschwerdeführerin auf der Parzelle Nr. 2306 errichteten, inzwischen nicht mehr bestehenden zwei Quadersteinreihen. Damit hat die Vorinstanz (auch wenn sie dies in ihrer Vernehmlassung bestreitet) im Ergebnis auf "frühere Verhältnisse" im Sinne von § 13 Abs. 2 ABauV/AG abstellt, ohne dass die frühere Terrainveränderung (Errichtung bzw. Erhöhung der unteren Stützmauer) - wie gemäss dieser Bestimmung vorausgesetzt - in Hinblick auf das Bauvorhaben bzw. die Erstellung der oberen Stützmauer vorgenommen worden wäre. Die Vorinstanz hat mit anderen Worten gerade nicht auf den Terrainverlauf abgestellt, wie er bei Errichtung der oberen Stützmauer vorgelegen hatte. Vielmehr stellte die Vorinstanz faktisch auf frühere Verhältnisse ab. Dies steht im Widerspruch zu § 13 Abs. 2 ABauV/AG, welcher nur in einer hier nicht gegebenen Sonderkonstellation ein Abstellen auf die früheren Verhältnisse vorsieht.