Citation: 4A_574/2013 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz kam zum Schluss, dass eine (schriftliche) Vereinbarung, wonach die Beschwerdeführerin zu 50 % am Geschäftsgewinn der Beschwerdegegnerin beteiligt sein solle, nicht vorliege. Die Austrittsvereinbarung, in welcher eine 50%-Beteiligung vorgesehen war, sei mangels Konsenses nicht zustande gekommen. Auch mit den übrigen vor erster Instanz eingereichten Unterlagen Iasse sich der Nachweis für eine Gewinnbeteiligung nicht erbringen. Der Umstand, dass die Beschwerdeführerin der Beschwerdegegnerin den Vorschlag einer hälftigen Gewinnbeteiligung in der von ihr verfassten Austrittsvereinbarung unterbreitete, lasse es zwar als möglich erscheinen, dass bereits vorher eine mündliche Abrede bestanden habe. Den vorliegend erforderlichen Beweis könne die Beschwerdeführerin damit aber nicht erbringen. Es lägen denn auch keine Belege vor, die beispielsweise aufzeigen würden, dass die Beschwerdeführerin je in irgendeiner Form einen Anteil am Gewinn der Beschwerdegegnerin erhalten hatte. Die Beschwerdegegnerin habe der Beschwerdeführerin zwar Spesen vergütet und es sei die E-Mail-Korrespondenz der Beschwerdeführerin teilweise über das E-Mail-Konto der Beschwerdegegnerin geführt worden. Auch habe ein Kontokorrentguthaben zu Gunsten der Beschwerdeführerin in der Höhe von Fr. 311.30 Eingang in die Bilanz der Beschwerdegegnerin per 31. Mai 2008 gefunden. All dies sei zwar Ausdruck der Zusammenarbeit zwischen den Parteien, jedoch lasse sich daraus keine Abrede einer hälftigen Gewinnbeteiligung ableiten.