Citation: 6B_1416/2016 E. 1.4.4

1.4.4. Entgegen seiner Auffassung konnte der Beschwerdeführer auch nicht annehmen, die Lichtschaltung an der Baustelle sei so eingestellt, dass das Signal für die entgegenkommenden Autos erst dann auf Grün schalten würde, wenn alle Fahrzeuge aus seiner Kolonne die Baustelle passiert hätten. Dem widerspricht er im Übrigen gleich selbst, wenn er anschliessend auf den nach Sekunden funktionierenden Schaltplan von Lichtsignalen hinweist. Indessen braucht auch auf seine diesbezügliche Argumentation, wonach die Rotphase für den Gegenverkehr angesichts der Baustellenlänge mindestens 72 Sekunden betragen haben müsse, nicht eingegangen zu werden. Es ist erwiesen, dass der Beschwerdeführer gleichwohl in den Gegenverkehr geriet, was eine mindestens erhöht abstrakte Gefahr begründet. Seine Berechnung ist zudem nicht nachvollziehbar. So leuchtet nicht ein, weshalb ihm als Führer des hintersten Fahrzeugs der Kolonne die gesamte Rotphasendauer des Gegenverkehrs zur Verfügung gestanden haben soll. Es ist vielmehr anzunehmen, dass diese, unterstellt die Hypothese des Beschwerdeführers sei zutreffend, insgesamt 72 Sekunden gedauert hätte. Die Fehlerhaftigkeit seiner Annahme zeigt sich nicht zuletzt daran, dass gemäss seiner Berechnung das Signal für den Gegenverkehr erst 36 Sekunden nach der Durchfahrt des letzten Fahrzeugs aus seiner Kolonne auf Grün schalten würde. Dies ergibt ebenfalls keinen Sinn, würde doch dann der Verkehr während 36 Sekunden völlig still stehen. Die Auffassung des Beschwerdeführers findet ebenso in der Broschüre "Baustellensignalisation" der Dienststelle Verkehr und Infrastruktur des Kantons Luzern, welche er zum Nachweis der behaupteten Rotphasendauer einreicht, keine Stütze. Entgegen seiner Auffassung stellt diese im Übrigen ein Novum dar, handelt es sich doch um ein Beweismittel, dessen Einbringen im kantonalen Verfahren der Beschwerdeführer gar nicht behauptet. Es ist daher neu im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG. Dass er damals geltend gemacht hatte, das Lichtsignal für den Gegenverkehr könne nicht vor seiner Passage der Baustelle auf Grün schalten - was, wie dargelegt, ohnehin unzutreffend ist - ändert daran nichts. Die Argumentation des Beschwerdeführers ist auch deshalb nicht zu hören.