Citation: 5A_236/2023 E. 4.3.1

4.3.1. Die Beschwerde an das Bundesgericht ist ein reformatorisches Rechtsmittel (Art. 107 Abs. 2 BGG). Die Beschwerdeführerin muss deshalb grundsätzlich einen Antrag in der Sache stellen, das heisst angeben, welche Punkte des kantonalen Entscheids sie anficht und inwiefern das Bundesgericht den angefochtenen Entscheid abändern soll. Rechtsbegehren, die eine Geldsumme zum Gegenstand haben, sind daher zu beziffern (BGE 143 III 111 E. 1.2; 134 III 235 E. 2, Urteil 5A_346/2016 vom 29. Juni 2017 E. 2.1, nicht publ. in: BGE 143 III 361). Auch der Streit um die güterrechtliche Auseinandersetzung hat eine Geldforderung zum Gegenstand. Deshalb ist in Gestalt eines bezifferten Begehrens darzutun, wie die Ehegatten im Ergebnis güterrechtlich auseinanderzusetzen sind (Urteile 5A_477/2012 vom 11. Januar 2013 E. 4.1.1; 5A_234/2012 vom 28. September 2012 E. 1.2, nicht publ. in: BGE 138 III 689; s. auch Urteil 5A_253/2022 vom 27. September 2022 E. 1.2). Klare und präzise Rechtsbegehren sind ein wesentliches Element in einem gerichtlichen Verfahren, weshalb es sich rechtfertigt, diesbezüglich einen strengen Massstab anzulegen (Urteile 5A_950/2016 vom 5. April 2017 E. 1.2.1; 5A_64/2015 vom 2. April 2015 E. 1.2). Immerhin kann das Bundesgericht für die Auslegung der Rechtsbegehren die Begründung der Beschwerde heranziehen (BGE 136 V 131 E. 1.2). Auf formell mangelhafte Rechtsbegehren kann es ausnahmsweise eintreten, wenn sich aus der Beschwerdebegründung, allenfalls in Verbindung mit dem angefochtenen Entscheid, zweifelsfrei ergibt, was die rechtsuchende Partei in der Sache verlangt oder - im Falle zu beziffernder Rechtsbegehren - welche Summe Geldes zuzusprechen sei (BGE 134 III 235 E. 2). Ansonst reicht ein nicht bezifferter Antrag nur aus, wenn das Bundesgericht im Falle der Gutheissung der Beschwerde in der Sache naturgemäss nicht selbst entscheiden könnte und die Sache an die kantonale Instanz zurückweisen müsste (Urteil 5A_21/2018 vom 30. Juli 2018 E. 2.1). Dasselbe gilt für blosse Rückweisungsanträge (BGE 134 III 379 E. 1.3).