Citation: 8C_331/2013 E. 2.3

2.3. Die Vorbringen der Beschwerdeführerin sind nicht stichhaltig. Sie verkennt, dass der Beweiswert von medizinischen Gutachten, die mit der vor BGE 137 V 210 (Urteil 9C_243/2010 vom 28. Juni 2011) geltenden Rechtslage in Einklang standen (Art. 44 ATSG; BGE 133 V 446), nicht per se geschmälert wird. Das Bundesgericht weist in BGE 137 V 210 E. 1.3.4 S. 227 vielmehr darauf hin, dass seit jeher sämtliche im Verwaltungsverfahren eingeholten medizinischen Berichte und Gutachten der freien richterlichen Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) unterliegen und im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den erhobenen Rügen zu entscheiden ist, ob das abschliessende Abstellen auf die vorhandenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält (E. 6 S. 266). Das kantonale Gericht hat sich detailliert mit den letztinstanzlich erneuerten Vorbringen der Beschwerdeführerin auseinander gesetzt. Seinen Erwägungen, auf die verwiesen wird, ist beizufügen, dass bei der Beurteilung von somatoformen Schmerzstörungen (und anderen pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Krankheitsbildern; vgl. BGE 137 V 64 E. 4.2 S. 68) eine gesamthafte Prüfung der Sachlage nach den in BGE 130 V 352 formulierten Kriterien vorzunehmen ist (BGE 131 V 49); die ärztlichen Stellungnahmen zum psychischen Gesundheitszustand und zu dem aus medizinischer Sicht (objektiv) vorhandenen Leistungspotential bilden unabdingbare Grundlage für die Beurteilung der Rechtsfrage, ob und gegebenenfalls inwieweit einer versicherten Person unter Aufbringung allen guten Willens die Überwindung ihrer Schmerzen und die Verwertung ihrer verbliebenen Arbeitskraft zumutbar ist (BGE 130 V 352 E. 2.2.5 S. 356). Auch unter diesem Gesichtspunkt betrachtet, lässt sich das psychiatrische Konsilium des Dr. med. W.________ vom 13. November 2009, wie den weiteren Erwägungen des kantonalen Gerichts jedenfalls implizit zu entnehmen ist, nicht beanstanden. Schliesslich ist dessen Entscheid dahin gehend zu ergänzen, dass viele den psychischen Gesundheitszustand betreffende Aktenstücke deutlich im Vordergrund stehende psychosoziale Belastungen erwähnten; so ist z.B. dem Konsilium der Psychiatrischen Klinik X.________ vom 17. Juli 2009 und dem Bericht des Spitals Y.________, Flawil, vom 10. August 2009 zu entnehmen, dass bei der diagnostizierten Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10: F43.21) vor allem der Arbeitsunfall (trotz fachärztlich mehrfach ausgewiesenem günstigem Resultat des dabei erlittenen Unterschenkelbruchs), die Migration, die Arbeitslosigkeit sowie die angespannte finanzielle Problematik im Vordergrund standen, mithin die rein psychopathologischen Befunde, soweit sie überhaupt abgrenzbar waren, eine untergeordnete Rolle spielten. Psychosoziale Belastungsfaktoren sprechen indessen nach der Rechtsprechung gegen die Leistungspflicht der Invalidenversicherung (vgl. dazu BGE 127 V 294 E. 5a S. 299 f.; SVR 2008 IV Nr. 62 S. 203, 9C_830/2007 E. 4.2).