Citation: 2C_132/2024 E. 5.3

5.3. Die Beschwerdeführerin ist alters- und gesundheitsbedingt auf Pflege angewiesen. Entgegen den Ausführungen in der Beschwerdeschrift kann jedoch nicht von einer personenbezogenen Pflegebedürftigkeit gesprochen werden, die zu einem besonderen Abhängigkeitsverhältnis führt. Zum einen hätte die Pflege in der Schweiz nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz vorwiegend durch Drittpersonen erfolgen sollen (E. 4.2 hiervor). Zum anderen führen eine Herz- und eine altersbedingte Demenzerkrankung nach ausländerrechtlichen Massstäben in der Regel nicht dazu, dass die Betreuung unabdingbar durch Familienangehörige erbracht werden muss (vgl. Urteil 2C_5/2017 vom 23. Juni 2017 E. 3.4). Auch die Vorteile, die sich aus einer innerfamiliären Betreuung ergeben, berechtigen für sich genommen nicht zum Familiennachzug (Urteil 2C_779/2021 vom 9. Mai 2022 E. 6.3). Einzig sehr spezifische Betreuungsbedürfnisse, die sich z.B. aus der Kombination von mehreren stark einschränkenden Beeinträchtigungen ergeben können, vermögen einen Aufenthaltsanspruch in der Schweiz zu begründen (Urteil 2C_598/2023 vom 2. Juli 2024 E. 5.4; vgl. 2C_779/2021 vom 9. Mai 2022 E. 6.5 [Kombination von Paraplegie und Depression]; ferner 2C_978/2021 vom 11. August 2022 E. 4.3.2). Hinzu kommt, dass im Kosovo hinreichende Dienstleistungsangebote bestehen, um die nicht personenbezogene Pflegebedürftigkeit der Beschwerdeführerin aufzufangen (E. 4.3 hiervor). Mit der Vorinstanz darf weiter davon ausgegangen werden, die Beschwerdeführerin werde finanziell durch ihre Kinder unterstützt. Wie die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht selbst darlegt, erzielen die in der Schweiz wohnhaften Kinder überdurchschnittliche Einkommen und sind in der Lage, sie zu unterstützen (Beschwerdeschrift, Rz. 33).