Citation: 1B_569/2018 E. 2.3

2.3. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers haben die kantonalen Gerichte auch dem Beschleunigungsgebot in Haftsachen (Art. 5 Abs. 2 StPO bzw. Art. 31 Abs. 4 BV und Art. 5 Ziff. 4 EMRK) ausreichend Rechnung getragen: Im Gegensatz zu den Haftfällen des Hauptverfahrens gemäss Art. 224 i.V.m. Art. 229 Abs. 2 StPO (erstmalige Anordnung von Haft) hatte sich der Beschwerdeführer nicht in Freiheit befunden, bevor gegen ihn strafprozessuale Haft angeordnet wurde. Vielmehr wurde der vorbestehende freiheitsentziehende Sanktionsvollzug in Sicherheitshaft umgewandelt. Insofern hielte es vor dem Bundesrecht stand, falls die kantonalen Instanzen die verkürzten Antrags- und Entscheidfristen der (erstmaligen) Anordnung von Untersuchungshaft (Art. 224-226 StPO) hier nicht direkt angewendet hätten. Im übrigen würde es sich dabei ohnehin um Ordnungsfristen handeln, von denen auch bei erstmaliger Anordnung von strafprozessualer Haft in begründeten Fällen abgewichen werden könnte. Die zuständige Verfahrensleitung des Strafgerichtes stellte ihren Haftantrag beim ZMG am 2. Oktober 2018, somit zwei Arbeitstage nach der mündlichen Anhörung. Am 8. Oktober 2018 liess sich der Beschwerdeführer vernehmen. Am 10./11. Oktober 2018 erging bereits der begründete Haftanordnungsentscheid des ZMG. Das prozessuale Vorgehen der kantonalen Gerichte ist bundesrechtskonform. Eine Verletzung des Beschleunigungsgebotes ist nicht ersichtlich, zumal es sich hier - wie der Beschwerdeführer verkennt - um einen anspruchsvollen und komplexen Haftfall mit umfangreichen Straf- und Vollzugsakten handelt, der von den kantonalen Instanzen sorgfältig zu prüfen war. Willkürliche Tatsachenfeststellungen des Obergerichtes sind in diesem Zusammenhang nicht ersichtlich.