Citation: 2C_542/2014 E. 3.2.3

3.2.3. Dem öffentlichen Interesse an der Aufenthaltsbeendigung sind die persönlichen Verhältnisse beim Beschwerdeführer gegenüberzustellen. Dieser hält sich seit seiner Kindheit in der Schweiz auf, hat die Schulen hier besucht und während des Massnahmenvollzugs eine Berufslehre absolviert. Er kann, da er seit November 2013 auf Stellensuche war und nunmehr einen Arbeitsplatz "in Aussicht" hat bzw. temporär arbeiten soll (Beschwerde S. 6), entgegen den vor-instanzlichen Ausführungen nicht als beruflich integriert gelten (vgl. etwa Urteil 2C_185/2011 vom 24. November 2011 E. 3.2.1). Zweifelsohne ist sein Interesse an einem weiteren Verbleib in der Schweiz jedoch bereits aufgrund der langjährigen Anwesenheit erheblich. Der Beschwerdeführer ist sodann Vater eines im Jahr 2011 geborenen Kindes. Das Kind und die Mutter lebten teilweise mit dem Beschwerdeführer bei den Eltern der Kindsmutter, teilweise beim Beschwerdeführer und dessen Mutter. Der Beschwerdeführer hat kein Sorgerecht, dennoch ist seine Beziehung sowohl zu seinem Kind als auch zu seiner Partnerin nach den vorinstanzlichen Feststellungen intakt und insofern als erhebliches privates Interesse zu gewichten (vgl. BGE 139 I 330 E. 2.1 S. 336 mit zahlreichen Hinweisen). Ob die Beziehung damit ein Konkubinat im Sinne der Rechtsprechung darstellt, durfte die Vorinstanz gestützt auf die Sachverhaltsfeststellungen offenlassen (BGE 135 I 143 E. 1.3.2 und 3.1 S. 146 und 148). Das Kind wurde sodann zu einem Zeitpunkt geboren, in dem sich der Beschwerdeführer im Massnahmenvollzug befand. Seine Partnerin musste nach den verübten Gewalttaten damit rechnen, die Beziehung zum Beschwerdeführer allenfalls nicht weiter in der Schweiz leben zu können (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.4 S. 149; Urteil 2C_318/2014 vom 27. November 2014 E. 3.2.4). Auch ist das Vorbringen, wonach die Partnerin im Falle seiner Wegweisung nunmehr von der Sozialhilfe unterstützt werden müsste, insoweit zu relativieren, als das Sozialamt bereits zuvor Leistungen für sie erbrachte. Die Vorinstanz durfte angesichts der Schwere der Delikte davon ausgehen, dass die familiären Beziehungen dem Beschwerdeführer auch unter dem Gewichtswinkel von Art. 8 EMRK kein Anwesenheitsrecht verschaffen könnten (vgl. hierzu BGE 139 I 315 E. 2.4 ff. S. 320 ff. mit zahlreichen Hinweisen).