Citation: 1B_71/2015 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz (angefochtener Entscheid S. 9) verweist auf die Erwägungen des Zwangsmassnahmengerichts. Danach hat der Beschwerdeführer bereits mehrfach Kollusionshandlungen begangen. In Untersuchungshaft brachte er Besucherinnen dazu, für ihn Briefe an die Opfer zu schreiben, um diese unter Druck zu setzen. Er liess keine Gelegenheit aus, direkt oder über eine ihm hörige "Schülerin" auf die Opfer Einfluss zu nehmen. Das Zwangsmassnahmengericht bezeichnet ihn als "Meister der Manipulation". Dafür, dass dies zutrifft, bestehen im Lichte der Taten, die zur rechtskräftigen Vorstrafe geführt haben und der neuen gleichartigen Tatvorwürfe erhebliche Anhaltspunkte. Bei einer neuerlichen Verurteilung muss der Beschwerdeführer mit einer empfindlichen Strafe rechnen; überdies mit dem Widerruf des vom Obergericht des Kantons Solothurn am 22. April 2009 bedingt ausgesprochenen Teils der Freiheitsstrafe, d.h. von 21 Monaten. Es steht für ihn somit viel auf dem Spiel. Entsprechend gross ist der Anreiz für ihn, auf die Opfer Einfluss zu nehmen, um diese zu einem Widerruf oder einer Abschwächung der belastenden Aussagen zu bewegen. Dass die Opfer für Beeinflussungsversuche empfänglich sein könnten, liegt auf der Hand, da sie den Beschwerdeführer als "Lehrer" verehrten und offenbar teilweise nach wie vor Mühe haben, sich von ihm zu distanzieren. Über zwei der Opfer wurde am 7. Oktober 2013 ein psychiatrisches Gutachten erstellt. Die Gutachter führen aus, dem einen Opfer sei es bisher nicht gelungen, sich vom Beschwerdeführer zu lösen. Es sei sich nach wie vor nicht sicher, ob und wieweit dieser über übernatürliche Kräfte verfüge und ob es vor ihm sicher sei. Es falle dem Opfer schwer, eigene Entscheidungen zu treffen (S. 75). Auch zum anderen Opfer führen die Gutachter aus, der psychische Ablöseprozess vom Beschwerdeführer sei noch nicht vollständig vollzogen (S. 79). Die Opfer hatten zum Teil zudem Angst vor ihm. Dass sich das inzwischen geändert haben könnte, ist nicht ersichtlich. Zwar ist die Strafuntersuchung nunmehr abgeschlossen. Der Beschwerdeführer bestreitet jedoch die Tatvorwürfe und es steht jeweils Aussage gegen Aussage. Damit kommt es wesentlich auf die Glaubwürdigkeit der Opfer und die Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen an. Unter diesen Umständen ist davon auszugehen, dass sich das Bezirksgericht einen unmittelbaren Eindruck von den Opfern machen will und diese persönlich anhören wird (Art. 343 Abs. 3 StPO). Der Beschwerdeführer räumt das ausdrücklich ein (Beschwerde S. 7 Ziff. 7). Damit besteht nach wie vor ein gewichtiges öffentliches Interesse, die Beeinflussung der Opfer durch den Beschwerdeführer zu verhindern. Würdigt man dies gesamthaft, verletzt es kein Bundesrecht, wenn die Vorinstanz Kollusionsgefahr auch im jetzigen Verfahrensstadium noch bejaht hat.