Citation: 9C_623/2013 E. 3.2

3.2. Es steht ausser Frage, dass der Beschwerdeführer in Zusammenhang mit der 2007 diagnostizierten Krebserkrankung seiner zwischenzeitlich verstorbenen Ehefrau grossen seelischen Belastungen ausgesetzt war. Während dieser Zeit kümmerte er sich aktenkundig sehr um seine Söhne, holte sie möglichst viel zu sich und war unter den schwierigen Bedingungen stets für sie da; auch besuchte er seine Frau im Spital, so oft es ihm möglich war (Bericht der Physiotherapeutin S.________ vom 18. Dezember 2012). Dass die Krankheit der Ehefrau und die nach ihrem Versterben ihm allein obliegende Verantwortung für das Gedeihen der Söhne (welche beim Tod der Mutter 23- bzw. 16- und 15-jährig gewesen waren) den Beschwerdeführer bis an seine Grenzen forderte, ist ohne weiteres nachvollziehbar. Er verhielt sich indes auch unter grössten Belastungen keineswegs passiv, sondern kümmerte sich wie dargelegt nach Kräften um seine Söhne. Bei einer mittelgradigen bis schweren depressiven Störung (ICD-10 F33.11), wie sie Dr. med. F.________ am 21. Mai 2002 diagnostiziert hatte, wäre ihm ein solcher Einsatz zweifellos gänzlich unmöglich gewesen. Zwar führte der behandelnde Psychiater Dr. med. D.________ am 4. September 2012 aus, die chronische therapieresistente Depression erlaube es dem Versicherten nicht einmal, den Haushalt zu erledigen, die Hausarbeiten würden "seit jeher" grösstenteils von den Söhnen erledigt, doch sind diese - im Übrigen bereits nach der vorbescheidweise in Aussicht gestellte Rentenherabsetzung datierenden (Vorbescheid vom 3. August 2012) - Angaben nicht zuletzt mit Blick auf das besondere Vertrauensverhältnis zwischen dem Arzt und dem Beschwerdeführer praxisgemäss besonders sorgfältig zu würdigen. Es ist insbesondere dem Umstand Rechnung zu tragen, dass sich die Angaben des Versicherten gegenüber Dr. med. F.________ (vom 12. November 2010) und gegenüber der Physiotherapeutin Sorg (Patientenbericht vom 18. Dezember 2012) bezüglich seines Alltages grösstenteils decken und die berichteten Aktivitäten eine wesentliche Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes gegenüber der im Jahr 2002 geschilderten weitestgehenden Passivität zumindest überwiegend wahrscheinlich machen. Vor diesem Hintergrund hat die Vorinstanz kein Bundesrecht verletzt, wenn sie basierend auf dem Gutachten F.________ vom 15. November 2010 eine anspruchsrelevante gesundheitliche Verbesserung bejahte. Die angefochtene Rentenherabsetzung ist bundesrechtskonform.