Citation: 1B_389/2021 E. 2.1.5

2.1.5. Zum zweiten untersuchten Sachverhaltskomplex, "Vortat S/T", führte die Staatsanwaltschaft Folgendes aus: Im Jahr 2012 habe die Gesellschaft S.________ der C.________ ein "Darlehen" in der Höhe von VES 17,4 Mrd. (offizieller Kurswert ca. USD 72,5 Mio.) gegeben und dieses an die Firma T.________ zediert. Kurz darauf habe die C.________ dieses angebliche Darlehen an die Fa. T.________ zurückgezahlt, und zwar in US-Dollar. Die C.________ habe die Summe von ca. USD 4,5 Mrd. an die Fa. T.________ überwiesen. T.________ habe u.a. ein Konto in der Schweiz gehalten. Der modus operandi entspreche demjenigen der vorgehend beschriebenen "Vortat F/G". Die Geldwechsel sollen dabei von U.________, dem damaligen Direktor der C.________, veranlasst und von seinem Vorgesetzten, V.________, autorisiert worden sein. Von den deliktisch erlangten Geldern seien ca. USD 3,5 Mrd. vom Konto der Fa. T.________ auf Konten in der Westschweiz geflossen. Von diesen Konten seien die Gelder an ein weiteres Schweizer Bankkonto transferiert worden. Ein anderer Teil (ca. USD 1 Mrd.) sei auf einem anderen Schweizer Konto gelandet. U.________ habe Bestechungsgeld in der Höhe von USD 10 Mio. für die Genehmigung des Darlehensvertrages zwischen S.________ und C.________ erhalten. Dieses Geld sei ihm auf ein Konto überwiesen worden. Er habe am 8. Januar 2020 als Auskunftsperson ausgesagt, dass der Beschwerdegegner in den "T-Deal" verwickelt gewesen sei. Dies habe auch der Zeuge P.________ in seiner (ebenfalls rechtshilfeweise erfolgten) Einvernahme vom 7. Januar 2020 bestätigt. In welchem Umfang der Beschwerdegegner bei dieser Vortat involviert gewesen sei, bilde noch Gegenstand von Ermittlungen.