Citation: 5A_514/2018 E. 4.3

4.3. In rechtlicher Hinsicht rügt die Beschwerdeführerin sinngemäss eine willkürliche Anwendung von Art. 273 ZGB. Sie zitiert Ingeborg Schwenzer/Michelle Cottier, in: Basler Kommentar, 6. Aufl., N. 15 zu Art. 273 ZGB), wonach die Praxis in der Deutschschweiz davon ausgehe, dass im Streit bei Kleinkindern das Besuchsrecht zwei halbe Tage pro Monat betrage. Vorliegend sei das vom Besuchsrecht betroffene Kind erst zwei Jahre alt. Angesichts der Streitigkeiten zwischen den Kindseltern und den Zweifeln an der Erziehungsfähigkeit des Beschwerdegegners sei es zum Schutz des Kindeswohls geboten, dessen Besuchsrecht schrittweise und zunächst einmal auch nur überwacht einzuräumen. Sollte sich zeigen, dass es zu keinen Schwierigkeiten bei einem solchen Besuchsrecht komme, so könne dieses später immer noch ohne Begleitung eines Dritten eingeräumt werden. Die Vorinstanz begründe mit keinem Wort, weshalb sie über das Gerichtsübliche hinausgehe. Ebensowenig habe die Vorinstanz - obwohl von ihr beantragt - ein begleitetes Besuchsrecht erwogen. Damit sei ihr das rechtliche Gehör verweigert und willkürlich entschieden worden und die Vorinstanz habe ihren Anspruch auf gleiche und gerechte Behandlung (Art. 29 Abs. 1 BV) verletzt.