Citation: 1P.447/2005 16.08.2005 E. 5

Der Beschwerdeführer rügt, die Justizkommission habe Art. 29 BV verletzt, indem sie ihm die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung verweigert habe. 5.1 Die Inspektionskommission hat dazu im angefochtenen Entscheid ausgeführt, dem Beschwerdeführer sei am 14. September 2004 in der Person von RA Y.________ ein amtlicher Verteidiger bestellt worden. Bei ausgewiesener Mittellosigkeit des Beschwerdeführers könnte daher diesem - und nur diesem - Unentgeltlichkeit zugebilligt werden. Wenn der Beschwerdeführer für das vorliegende Haftprüfungsverfahren zusätzlich einen privaten Verteidiger bestellt habe, sei dies zwar sein gutes Recht, er könne für diesen aber nicht Unentgeltlichkeit verlangen. Daran ändere sich auch nichts, wenn er diesen mit der Führung des Strafverfahrens insgesamt betraut habe, und der amtliche Verteidiger unter dem Vorbehalt der Wiedereinsetzung für den Fall, dass der Beschwerdeführer keinen privaten Verteidiger mehr hätte, entlassen worden sei. RA Suter sei auf diese Rechtslage ausdrücklich hingewiesen worden, weshalb es unverständlich sei, dass er unbekümmert darum ersuche, ihn als unentgeltlichen Verteidiger einzusetzen. Beizufügen sei auch, dass die Mittellosigkeit des Beschwerdeführers keineswegs erstellt sei, habe er doch selber angegeben, über ein Vermögen von Fr. 11'000.-- zu verfügen; nach der Aussage seiner Ehefrau verfüge er zudem über ein Grundstück im Kosovo. 5.2 Dem Beschwerdeführer war für das gegen ihn laufende Strafverfahren ein amtlicher Verteidiger bestellt worden, für dessen Kosten bei nachgewiesener Mittellosigkeit der Kanton Zug aufgekommen wäre. Damit hat dieser seine in Art. 29 Abs. 3 BV verankerte Verpflichtung dem Beschwerdeführer gegenüber erfüllt, und die Justizkommission hat auch deutlich gemacht, dass RA Y.________ erneut mit der Verteidigung des Beschwerdeführers mandatiert würde, sofern dieser nicht mehr privat verteidigt werde. Der Beschwerdeführer behauptet weder, dass der amtliche Verteidiger sein Mandat nicht pflichtgemäss wahrgenommen habe, noch dass die weitere Zusammenarbeit mit ihm aus anderen Gründen unzumutbar wäre. Die Justizkommission war unter diesen Umständen verfassungsrechtlich keineswegs verpflichtet, RA Suter als unentgeltlichen (amtlichen) Verteidiger einzusetzen, die Rüge ist offensichtlich unbegründet.