Citation: 6B_595/2020 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz nimmt für die bis zur Einreichung der Strafanzeige am 15. September 2010 abgeschlossenen sowie für die übrigen, nicht vollumfänglich erledigten Liegenschaftsgeschäfte einen Schaden von gesamthaft rund CHF 4,9 Mio. an, der sich bei vollständiger Abwicklung noch in der Grössenordnung von mindestens CHF 1,5 Mio. erhöht hätte. Die Anklageschrift ist von einem Schaden in der Höhe von CHF 10'919'000.-- ausgegangen (angefochtenes Urteil S. 78, 169 f.). Bei der Beurteilung des Vermögensschadens stellt die Vorinstanz für jedes einzelne Geschäft die von der Beschwerdegegnerin 2 effektiv geleisteten Zahlungen den Vermögenswerten gegenüber, die sie von der F.________ Hausbau AG gesamthaft als Gegenleistung erlangt hat. Dabei stellt sie im Wesentlichen auf den Verkehrswert der Liegenschaften im Zeitpunkt des Übergangs von Nutzen und Gefahr ab. Für die Berechnung dieses Verkehrswerts stützt sie sich auf die verschiedenen von der Staatsanwaltschaft für sämtliche Liegenschaften eingeholten Gutachten. Dabei räumt sie ein, dass es sich bei den gutachterlich ermittelten Zahlen um Schätzungen handelt, sodass zwar nicht der exakte Verkehrswert, aber immerhin eine (sehr) konkrete Grössenordnung desselben bekannt sei. Die Vorinstanz nimmt an, es habe in allen Fällen ein Verkehrswert resultiert, der deutlich unter dem jeweils vereinbarten Kaufpreis gelegen und diesen auch unter Berücksichtigung der weiteren Leistungen der F.________ Hausbau AG nicht zu rechtfertigen vermocht habe. Dabei hat die Vorinstanz bei der Schadensberechnung auch die Verzinsung der von der Beschwerdegegnerin 2 geleisteten Anzahlung auf den Kaufpreis und die Mietzinsgarantie im Umfang der Differenz zwischen dem Nennwert der Garantie und den tatsächlich erzielten Mietzinsen miteinbezogen. Im Einzelnen erachtet die Vorinstanz die Verzinsung von 5% im Umfang der Hälfte als durch die erfolgte Anzahlung abgegolten; im Umfang der anderen Hälfte würdigt sie die Verzinsung als vermögenswerten Vorteil der Beschwerdegegnerin 2, den sie bei der Berechnung des Schadens in Abzug bringt. Zusammenfassend gelangt die Vorinstanz zum Schluss, dass die Beschwerdegegnerin 2 für alle fünfzehn Liegenschaftsgeschäfte deutlich zu viel bezahlt habe bzw., soweit diese nicht vollständig abgewickelt wurden, deutlich zu viel bezahlt hätte. Die jeweils vereinbarten Kaufpreise seien mithin bei Vertragsschluss übersetzt gewesen und hätten meist gar in einem eklatanten Missverhältnis zu den vertraglichen Leistungen der F.________ Hausbau AG gestanden. Diese Berechnungen würden durch die im Zusammenhang mit den Kaufgeschäften verdeckt und schwarz an den Mitangeklagten C.________ bezahlten Provisionen bestätigt (angefochtenes Urteil S. 78 ff.). In rechtlicher Hinsicht nimmt die Vorinstanz an, der Anlageausschuss habe den Mitangeklagten C.________ jeweils bevollmächtigt, die Kaufverträge mit Wirkung für die Beschwerdegegnerin 2 zu unterzeichnen und diese damit zu verpflichten, durch die Kaufpreiszahlungen die entsprechenden Vermögensverfügungen vorzunehmen. Damit hätten die getäuschten Mitglieder des Anlageausschusses selbst die Beschwerdegegnerin 2 an ihrem Vermögen geschädigt, bzw. hätten die notwendigen Ursachen gesetzt, damit die Vermögensverfügungen durch die entsprechenden Vorgänge innerhalb der Beschwerdegegnerin 2 hätten ausgelöst werden können. Dabei sei von einem Eingehungsbetrug auszugehen, bei welchem die beiden Täter die übrigen Mitglieder des Anlageausschusses bereits beim Abschluss des jeweiligen Kaufvertrags getäuscht hätten, wobei der Vermögensschaden erst durch die auf dem fortwirkenden Irrtum beruhende Erfüllung des Vertrages, mithin dem tatsächlichen Vermögensabfluss, eingetreten sei (angefochtenes Urteil S. 166 ff.).