Citation: 6B_405/2019 E. 1.2.2

1.2.2. Die Vorinstanz stellt auf das Gutachten und das Ergänzungsgutachten von Dr. med. C.________ vom 29. Dezember 2017 bzw. 26. November 2018 ab, welches auf einem kurzen sowie einem über vierstündigen Explorationsgespräch, auf telefonisch fremdanamnestischen Angaben der Mutter des Beschwerdeführers und vorbestehenden medizinischen Akten basiert. Der Gutachter diagnostiziert eine paranoide Schizophrenie (ICD 10: F20.0) und den schädlichen Gebrauch von Cannabinoiden (ICD 10: F12.1). Diese Diagnose erachtet die Vorinstanz aufgrund der Erläuterungen im Gutachten und Ergänzungsgutachten, der geprüften Differentialdiagnosen und der Auseinandersetzung mit den vorbestehenden medizinischen Akten als schlüssig und nachvollziehbar. Die Vorinstanz erwägt, soweit die von Dr. phil. D.________ beim Beschwerdeführer festgestellten Auffälligkeiten den anerkannten Diagnose-Manualen psychischer Störungen entsprächen, schliesse der Gutachter die betreffenden Störungen aus. Insbesondere habe er sich im Ergänzungsgutachten ausführlich zum Asperger-Syndrom und zur Autismus-Spektrum-Störung geäussert. Er widerlege auch die These einer paranoiden Reaktion ohne Schizophrenie gemäss ICD 10: F 23.3. Eine allfällige "Asperger-Persönlichkeit", bei der es sich auch gemäss den Ausführungen von Dr. phil. D.________ nicht um eine psychische Erkrankung handle, widerlege die Diagnose der paranoiden Schizophrenie gemäss dem Gutachter nicht. Weder aus den Argumenten der Verteidigung noch aus dem Bericht von Dr. phil. D.________ liessen sich ernsthafte Einwände gegen die Korrektheit der gutachterlichen Darlegungen und insbesondere die darin enthaltenen Diagnosen ableiten. Es sei nicht ersichtlich, dass der Gutachter sein Gutachten ohne die erforderliche Fachkenntnis erstellt hätte. Namentlich stütze er sich auf die Fachliteratur und die anerkannten Diagnose-Manuale ab (angefochtenes Urteil S. 14 ff. und S. 19 ff.). Insgesamt folgt die Vorinstanz vorbehaltlos dem Gutachten und Ergänzungsgutachten von Dr. med. C.________. Sie bejaht den Zusammenhang zwischen den dem Beschwerdeführer vorgeworfenen Taten vom 16. August 2017 und der vom Gutachter diagnostizierten schweren psychischen Störung (paranoide Schizophrenie und schädlicher Gebrauch von Cannabinoiden), die Behandlungsbedürftigkeit und das Erfordernis einer stationären Massnahme nach Art. 59 StGB. Dabei folgt sie der Einschätzung des Gutachters, wonach ein deutliches bis sehr hohes Risiko für die Begehung von weiteren schweren Gewaltstraftaten und ein sehr hohes Rückfallrisiko für die Begehung von Drohungen, leichten Gewaltstraftaten und Cannabiskonsum besteht, dies hauptsächlich aufgrund der festgestellten anhaltenden paranoiden Schizophrenie, wohingegen den Persönlichkeitsmerkmalen, den Tatumständen oder den gesamten Lebensumständen keine hohe Deliktsrelevanz zuzuschreiben sei. Der Gutachter stützt sich bei der Einschätzung des Rückfallrisikos auf die Prognoseinstrumente Revidierte Psychopathie-Checkliste nach Hare (PCL-R), Violence Risk Appraisal Guide (VRAG) und Forensisches Operationalisiertes Therapie-Risiko-Evaluations-System (Fotres). Er führt aus, die Behandlung, durch welche sich der Gefahr neuer Straftaten begegnen lasse, bestehe im Wesentlichen aus einer kontinuierlichen antipsychotischen Medikation und einer begleitenden störungsspezifischen, deliktsorientierten Psychotherapie. Der Beschwerdeführer verfüge weder über ein Krankheitsgefühl noch Krankheitseinsicht und sei nicht bereit, sich der Behandlung zu unterziehen, weshalb das erste Behandlungsziel in der Herstellung der Behandlungsmotivation bestehe. Nach der Vorinstanz überzeugen diese gutachterlichen Ausführungen, weshalb sie der Empfehlung des Gutachters auf Anordnung einer stationären Massnahme folgt (angefochtenes Urteil S. 23 ff.).