Citation: 4A_297/2019 E. B

B.a. Mit Klage vom 31. Mai 2017 beim Handelsgericht des Kantons Zürich beantragte die Klägerin im Wesentlichen, die Beklagte sei kostenfällig zu verpflichten, ihr den Betrag von EUR 1'007'242.51 nebst Zins zu 5 % seit 1. Januar 2012 - eventualiter EUR 887'593.29 nebst Zins zu 5 % seit 2. Mai 2011 sowie EUR 3'772.-- zu bezahlen, Zug um Zug gegen die Ausbuchung der unter der Kundennummer xxx bei der Beklagten verbuchten 898.2 Fondsanteile des X.________ Fund. Mit der Replik verlangte die Klägerin, subeventualiter sei festzustellen, dass die Beklagte schadenersatzpflichtig sei im Umfang der Differenz zwischen dem Betrag von EUR 887'593.29 nebst Zins zu 5 % seit 2. Mai 2011 zuzüglich des Betrages von EUR 3'772.-- und dem Anteil am Liquidationserlös des X.________ Fund, der auf die unter der Kundennummer xxx bei der Beklagten verbuchten 898.2 Fondsanteile entfalle. B.b. Mit Urteil vom 7. Mai 2019 wies das Handelsgericht die Klage ab. Es qualifizierte den Vertrag zwischen den Parteien hinsichtlich des Erwerbs der Anteile des X.________-Fonds gestützt auf das Vertrauensprinzip als Kaufvertrag; die Bank habe der Anlegerin die Anteile aus ihrem eigenen Bestand zum Kauf angeboten und diese habe mit ihrer Gestattung der "Umbuchung" am 3. Mai 2011 das Angebot angenommen. Eventuell, selbst wenn von einem Auftragsverhältnis auszugehen wäre, wäre aufgrund des Selbsteintritts der Beklagten (teilweise) Kaufrecht anwendbar. Daneben habe gemäss dem tatsächlichen Willen der Parteien ein punktueller (gemeint: bezogen auf den Erwerb der Fonds-Anteile) Anlageberatungsvertrag bestanden, sowie ein Kontovertrag, da die Anlegerin für den Erwerb der Fondsanteile ein Konto bei der Bank eröffnet habe. Das Handelsgericht verneinte sodann den von der Klägerin geltend gemachten Erfüllungsanspruch auf Rückzahlung der restlichen 90 % ihrer Investition, den diese aus einer entsprechenden Zusicherung der Beklagten ableitete. Weiter bejahte es eine absichtliche Täuschung durch die Beklagte hinsichtlich des Anlagerisikos. Die Klägerin könne sich aber aus prozessualen Gründen und weil sie die Täuschung verspätet im Sinn von Art. 31 Abs. 1 OR geltend gemacht habe, nicht auf die Ungültigkeit des Kaufvertrages berufen. Da die Beklagte täuschende Angaben gemacht habe - so das Handelsgericht weiter - habe sie auch ihre Beratungs- und Aufklärungspflichten gemäss Art. 398 Abs. 2 OR verletzt. Die Klägerin habe aber nicht nachweisen können, dass ihr durch die Pflichtverletzung der Beklagten der von ihr geltend gemachte Schaden von EUR 887'593.29 entstanden sei. Schliesslich erachtete das Handelsgericht die Voraussetzungen für das klägerische Feststellungsbegehren als nicht gegeben.