Citation: 6B_707/2024 E. 2.2

2.2. Es ist unbestritten, dass im Juni 2019 bei der Bank C.________ ein SEPA-Überweisungsformular einging, das auf den 13. Juni 2019 datiert war. Demnach sollten EUR 85'743.20 vom Konto der Beschwerdegegnerin 2 an die D.________ AG überwiesen werden. Der Beschwerdeführer fungierte als Mitinhaber, Geschäftsführer und Verwaltungsratspräsident der D.________ AG. Gemäss Anklage war die Unterschrift des Geschäftsführers der Beschwerdegegnerin 2, E.________, gefälscht und die "Rechnungsnummer 2027323764" fiktiv. In der irrigen Annahme, es handle sich um ein echtes SEPA-Überweisungsformular mit echter Unterschrift des berechtigten Kontoinhabers, löste die Bank C.________ die Zahlung aus. Am 20. Juni 2019 um 07:43:09 Uhr wurden dem Konto der D.________ AG bei der Bank F.________ in Zürich EUR 85'743.20 gutgeschrieben. Unmittelbar danach habe der Beschwerdeführer über dieses Geld verfügt, indem er diverse Überweisungen getätigt habe. Innert weniger Tage sei das meiste Geld verbraucht gewesen. Der Beschwerdeführer habe gewusst oder zumindest in Kauf genommen, dass die Überweisung von EUR 85'743.20 auf keinem gültigen Rechtsgrund beruht habe, weshalb er zur Rückzahlung verpflichtet gewesen wäre. Trotzdem habe er in seinem eigenen und im Nutzen der D.________ AG darüber verfügt, statt das Geld auf dem Konto zu belassen und für eine Rückerstattung zur Verfügung zu halten. Die D.________ AG sei finanziell sehr schlecht dagestanden und habe über keine Mittel zur Erfüllung ihrer Verbindlichkeiten mehr verfügt, was schliesslich am 19. Mai 2020 zum Konkurs geführt habe.