Citation: 6B_758/2018 E. 1.2.1

1.2.1. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ergeben sich aus den vorinstanzlich wiedergegebenen Aussagen des Beschwerdegegners 2 keine wesentlichen Widersprüche hinsichtlich des Tatgeschehens: Demnach sagte dieser gegenüber der Polizei aus, der Beschwerdeführer habe ihn nach einem verbalen Disput unvermittelt mit beiden Händen am Hals gepackt, ihn aus dem Gleichgewicht bringen können und seinen Hals ca. 20 bis 30 Sekunden fest umschlossen. Er (der Beschwerdegegner 2) sei rückwärts zu Boden gekommen; der ihn immer noch würgende Beschwerdeführer habe noch auf ihm knien wollen, was ihm aber nicht gelungen sei, da die Ehefrau resp. Mutter den Beschwerdeführer in den Korridor gezogen habe. Demgegenüber sagte der Beschwerdegegner 2 in einer späteren Einvernahme nach Bestätigung der ersten Aussage, der Beschwerdeführer sei aggressiv mit erhobenen Fäusten auf ihn zugekommen, worauf er ihn zur Abwehr an den Handgelenken gepackt habe. Aufgrund von dessen Versuch sich zu lösen sei der Beschwerdegegner 2 im Rückwärtsgehen gestolpert. In der Folge habe ihn der Beschwerdeführer am Hals gepackt und gegen die Gurgel gedrückt, bis ihm neblig und langsam schwarz vor Augen geworden sei. Der Beschwerdeführer sei am Boden gekniet, wobei er das rechte Knie auf der Brust des Beschwerdegegners 2 platziert habe. Zum Glück habe die Mutter jenen von ihm weggezogen, sodass er sich langsam wieder habe erheben können. Die Vorinstanz erwägt ohne Willkür, dass gewisse Ungenauigkeiten in den vorstehenden Schilderungen des Beschwerdegegners 2 - etwa ob sich ein Knie des Beschwerdeführers auf der Brust befand, oder ob er nur versuchte dieses zu platzieren - im Gefüge des gesamten Tatgeschehens von untergeordneter Bedeutung sind und jedenfalls nicht gegen die Glaubhaftigkeit der Aussagen sprechen. Sie geht zudem nachvollziehbar davon aus, dass die Würgeattacke nach der Darstellung des Beschwerdegegners 2 bereits im Stehen begonnen hat, wenngleich er dies später nicht mehr so deutlich zum Ausdruck gebracht habe. Die in diesem Zusammenhang erhobene, nicht weiter substanziierte Rüge einer Verletzung des Anklageprinzips durch die Vorinstanz (vgl. dazu Art. 350 Abs. 1 StPO; BGE 143 IV 63 E. 2.2; Urteil 6B_687/2018 vom 4. Juni 2019 E. 3.2; je mit Hinweisen) ist unbesehen des genauen Wortlauts der Anklageschrift unbegründet. Der Beschwerdeführer legt nicht dar und es ist nicht ersichtlich, inwiefern die Frage, wann genau das Würgen begann, für den Tatvorwurf relevant sein soll. Er behauptet auch nicht, er hätte sich gegen den Vorwurf nicht gebührend verteidigen können. Die Vorinstanz würdigt sodann zutreffend zugunsten des Beschwerdegegners 2, dass er den Beschwerdeführer nicht übermässig belastete. So hat er explizit eingestanden, nicht genau zu wissen, wie lange er gewürgt worden sei; dies könne aber nicht allzu lange gedauert haben, da die Mutter eingegriffen habe. Für tatsächlich Erlebtes spricht ferner, dass beim Beschwerdegegner 2 ein Urinabgang stattfand, was dieser aber nicht bemerkte. Insgesamt ist es deshalb nachvollziehbar, dass die Vorinstanz dessen Aussagen als glaubhaft beurteilt. Dies gilt umso mehr, als sie sich mit den tatnächsten Einlassungen der Ehefrau und Mutter im Wesentlichen decken. Demnach hat diese, vom Radau im unteren Geschoss alarmiert, den Beschwerdeführer auf dem Beschwerdegegner 2 knien sehen und ihn wegziehen wollen, worauf jener vom Beschwerdegegner 2 abgelassen habe. Soweit der Beschwerdeführer auch insoweit Widersprüche ausmachen will, geht sein Einwand ebenfalls nicht über appellatorische Kritik an der Vorinstanz hinaus. Sie betrachtet jedenfalls nachvollziehbar als erstellt, dass der Beschwerdeführer aufgrund der Intervention der Ehefrau vom Sohn abgelassen habe, wobei irrelevant sei, ob sie den Beschwerdeführer tatsächlich physisch weggezogen habe. Dem ist beizupflichten. Die späteren, von den Schilderungen des Beschwerdegegners 2 beeinflussten Aussagen der Ehefrau und Mutter berücksichtigt die Vorinstanz hingegen zu Recht nicht. Im Übrigen bringt der Beschwerdeführer nichts vor, was Anlass zu Annahme gäbe, dass ihn der Beschwerdegegner 2 oder seine Ehefrau zu Unrecht belasten würden.