Citation: I 773/02 12.12.2003 E. 2

Wie die Vorinstanz im ausführlich begründeten Entscheid nach zutreffender Würdigung der Aktenlage zu Recht erwogen hat, kann die geltend gemachte Sprachtherapie unter keinem der vom Beschwerdeführer angeführten Rechtstitel bewilligt werden. 2.1 Als Massnahme der Sonderschulung im Sinne von Art. 19 IVG in Verbindung mit Art. 8 und 9 IVV kann für die beantragte logopädische Therapie nicht aufgekommen werden, da der Versicherte dieser Sprachheilbehandlung zum Besuch der Volksschule nie bedurfte, hat er diese doch gerade ohne den Sprachheilunterricht erfolgreich absolviert. Die Gewährung der Massnahme ist auf den Volksschulunterricht begrenzt. Mit der Vorinstanz fällt zumindest die gymnasiale Oberstufe - die der Beschwerdeführer im Gymnasium X.________ altersgemäss besucht - nicht mehr unter den Begriff der Volksschule im Sinne von Art. 8 Abs. 3 IVV. So gilt als Volksschule entsprechend dieser Verordnungsbestimmung der auf der Kindergarten-, der Primar- sowie Sekundarstufe I vermittelte Unterricht in Regel-, Hilfs- und Förderklassen und andern diesen gleichwertigen Schulungsformen sowie der nach der Schulpflicht auf der Sekundarstufe II fortgesetzte Unterricht, welcher die Schliessung von Schullücken oder der Vorbereitung auf die Berufsausbildung dient. 2.2 Eine Übernahme der Sprachheilbehandlungskosten gestützt auf Art. 5 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 12 IVG (vgl. Kreisschreiben Rz 16 f.) entfällt, weil eine Sprachheilbehandlung im Sinne einer (IV-relevanten) pädagogisch-therapeutischen Massnahme während des Volksschulunterrichtes nicht eingeleitet worden ist. Es trifft zwar zu, dass sich der Versicherte einiger Therapien unterzogen hat. Dabei handelt es sich aber gerade nicht um Massnahmen gemäss Art. 19 IVG in Verbindung mit Art. 8 und 9 IVV. Zudem kann auch nicht gesagt werden, das Leiden des Versicherten habe wahrscheinlich eine Erwerbsunfähigkeit zur Folge, stehen diesem doch angesichts seiner ausgewiesenen intellektuellen Fähigkeiten nach Abschluss des Gymnasiums zahlreiche Berufe und nicht nur der von ihm angestrebte als Militärpilot offen. 2.3 Schliesslich scheitert der Anspruch auf medizinische Massnahmen, soweit er direkt aus Art. 12 IVG abgeleitet werden will, bereits daran, dass kein relativ stabilisierter Defektzustand vorliegt: Bereits aus den eigenen Darlegungen des Versicherten ergibt sich, dass sein Stottern mit Unterbrüchen aufgetreten ist und durch die verfolgten Therapien vorübergehend beeinflussbar war. Aufgrund der Akten kann höchstens von einem stationären, nicht aber stabilen Zustand ausgegangen werden und die Prognose erscheint ungewiss. Daran vermag weder der im vorliegenden Verfahren nachgereichte Situationsbericht des Logopäden M.________ vom 13. Dezember 2002 etwas zu ändern, noch sind von weiteren Abklärungen, wie vom Beschwerdeführer beantragt, neue Erkenntnisse zu erwarten, weshalb sich diese erübrigen (antizipierte Beweiswürdigung; 124 V 94 Erw. 4b; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 4b).