Citation: 1C_183/2017 E. 3

Die Beschwerdeführerinnen rügen zunächst, aus den öffentlich aufgelegten Projektunterlagen ergebe sich nicht, ob und inwieweit ihre Baurechtsparzellen in Baltschieder und ihre Parzelle Nr. 1753 in Eggerberg vom Projekt in Anspruch genommen würden und welche Anlagenteile gegebenenfalls entfernt werden müssten. Die gegenteilige Feststellung des Kantonsgerichts sei offensichtlich unrichtig. Dies verletze Art. 24 der kantonalen Verordnung über den Wasserbau vom 5. Dezember 2007 (kWBV, SRW 721.100) und Art. 20 des kantonalen Enteignungsgesetzes vom 8. Mai 2008 (kEntG; SRW 710.1), wonach die Auflageakten einen Enteignungsplan enthalten müssten und in der Enteignungsliste alle vom Ausführungsprojekt betroffenen Parzellen, ihre Eigentümer, ihre Flächen vor der Enteignung und die Grösse der zu enteignenden Flächen anzuführen seien. Sie rügen überdies eine Verletzung der Eigentumsgarantie (Art. 26 BV) und des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV). Die Mängel seien durch die am 20. Juni 2014 zugestellte korrigierte Landwerbsliste nicht geheilt worden. Diese sei nicht öffentlich aufgelegt worden, entgegen Art. 27 des Gesetzes über den Wasserlauf des Kantons Wallis vom 15. März 2007 (kWBG, SRW 721.1). In der korrigierten Liste würden die Baurechtsparzellen Nrn. 892 und 894 zwar in einer Fussnote erwähnt, jedoch ergebe sich daraus nicht die Grösse der zu enteignenden Flächen. Überdies sei die Liste unvollständig (es fehle das Baurecht Nr. 893) und fehlerhaft: Die Parzelle Nr. 1311 gehöre nicht der Beschwerdeführerin 1 und das Baurecht Nr. 894 befinde sich nicht auf dieser Parzelle, sondern auf der Grundparzelle Nr. 346. Falsch sei auch die Bezeichnung der Parzelle Nr. 1753 als "Wiese"; es sei unklar, ob und wenn ja welche darauf befindlichen Anlagenteile betroffen seien.