Citation: 4A_131/2024 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwog, die Erstinstanz habe in tatsächlicher Hinsicht zutreffend festgestellt, dass die Parteien am 21. April 2006 einen Basisvertrag und am 15./17. Mai 2006 den Kreditvertrag abgeschlossen hätten. Die Beschwerdeführerin habe im Basisvertrag und im Kreditvertrag unterschriftlich bestätigt, im Besitz der AGB und des Depotreglements zu sein. Die Beschwerdegegnerin habe vor Erstinstanz schlüssig vorgetragen, dass sie zur Beschwerdeführerin eine Beziehung unterhalten habe, die auf dem Basisvertrag und dem Kreditvertrag beruht habe. Dieser Beziehung seien die AGB und das Depotreglement der Beschwerdegegnerin zugrunde gelegen. Die Vorinstanz erwog zutreffend, dass diese Darstellung den vertragsrechtlichen Usanzen im Bankwesen entspricht. So ist es nicht unüblich, dass mit einem Rahmenvertrag die Grundlage für eine künftige Geschäftsverbindung geschaffen wird, worauf für die einzelnen Geschäfte gesonderte Verträge abgeschlossen werden (vgl. dazu CORINNE ZELLWEGER-GUTKNECHT, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht, Bd. I, 7. Auflage 2020, N. 40 zu den Vorbemerkungen zu Art. 1-40f OR). Ein solches Vorgehen sei gemäss Vorinstanz auch hier gewählt worden. Die Geltung von AGB oder Depotreglementen setze keine separate Unterzeichnung voraus. Es genüge, wenn sie ausdrücklich oder konkludent übernommen würden. Vorliegend seien die AGB und das Depotreglement der Beschwerdegegnerin ausdrücklich übernommen worden, indem die Beschwerdeführerin bei beiden Vertragsabschlüssen unterschriftlich deren Vorliegen bestätigt habe. Insofern gebe die Würdigung der Erstinstanz zu keinen Beanstandungen Anlass.