Citation: 2C_689/2022 E. 7.7

7.7. An Gesagtem vermag schliesslich der von den Beschwerdeführern vorgebrachte Entscheid der ehemaligen Eidgenössischen Rekurskommission für Heilmittel vom 2. Juni 2005 nichts zu ändern (VPB 2006 Nr. 21 S. 347 ff.). In diesem Entscheid ging es um eine staatliche Empfehlung durch eine Medienmitteilung von Swissmedic, die den Eindruck erweckte, einzelne Marktteilnehmer dürften vorübergehend von einer gesetzeswidrigen behördlichen Praxis profitieren. Die Rekurskommission hielt fest, dass andere, konkurrenzierende Marktteilnehmer ein schützenswertes Interesse an einer materiellen Beurteilung der Zulässigkeit der Empfehlung hätten, da die Mitteilung geeignet gewesen sei, Folgehandlungen der Informationsadressaten auszulösen, die mit dem Gebot der Gleichbehandlung der Konkurrenten nicht vereinbar wären. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer ist dieser Fall bereits deshalb nicht mit der vorliegenden Konstellation vergleichbar, weil die Beschwerdeführer den (potentiellen) Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit nicht unter dem Gesichtspunkt einer Ungleichbehandlung direkter Konkurrenten begründen.