Citation: 5A_629/2015 E. 9.2

9.2. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung von Art. 629 Abs. 1 ZGB und in diesem Zusammenhang eine willkürliche Beweiswürdigung (Art. 9 BV). Dass seine Berufung auf Art. 629 Abs. 1 ZGB ein unzulässiges Novum darstelle, sei schon deshalb verfehlt, weil das Recht von Amtes wegen anzuwenden ist. Ihm könne auch nicht entgegen gehalten werden, er habe stets bestritten, Schenkungen bzw. ausgleichungspflichtige Zuwendungen erhalten zu haben, weshalb eine Berufung auf Art. 629 Abs. 1 ZGB ebenfalls nicht möglich sei. Damit verletze das Kantonsgericht Art. 629 Abs. 1 ZGB und verfalle in Willkür. Wenn das Kantonsgericht das Vorliegen einer ausgleichungspflichtigen Zuwendung bejahe, müsse es ihm, dem Beschwerdeführer, in diesem Fall "selbstverständlich" möglich sein, auf die von Amtes wegen anzuwendende Ausgleichungsbestimmung des Art. 629 Abs. 1 ZGB hinzuweisen; entsprechend habe das Gericht die Ausgleichungspflicht auch unter diesem Gesichtspunkt zu beurteilen. Entgegen der Vorinstanz gehe es nicht um neue Tatsachenbehauptungen.