Citation: 1A.118/2002 28.06.2002 E. 1

1.1 Auslieferungsfragen sind in erster Linie aufgrund der massgebenden Staatsverträge zu entscheiden. Im vorliegenden Fall gilt das Europäische Auslieferungsübereinkommen vom 13. Dezember 1957 (EAUe; SR 0.353.1) samt Zweitem Zusatzprotokoll vom 17. März 1978 (SR 0.353.12), dem sowohl die Schweiz als auch Deutschland beigetreten sind, ferner der ergänzende Vertrag zwischen diesen beiden Staaten vom 13. November 1969 (Zusatzvertrag, ZV; SR 0.353.913.61). Das Bundesgesetz vom 20. März 1981 über internationale Rechtshilfe in Strafsachen (IRSG; SR 351.1) und seine Verordnung vom 24. Februar 1982 (IRSV; SR 351.11) kommen nur zur Anwendung, wenn eine staatsvertragliche Regelung fehlt oder die Voraussetzungen und Bedingungen der Auslieferung nicht abschliessend regelt, oder wenn das innerstaatliche Recht das für die Auslieferung günstigere Recht darstellt (BGE 122 II 140 E. 2 S. 141 f., 373 E. 1a S. 375). 1.2 Gegen den Auslieferungsentscheid des Bundesamtes ist unmittelbar die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht zulässig (Art. 55 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 IRSG). Auf die rechtzeitig erhobene Beschwerde des legitimierten Beschwerdeführers ist einzutreten.