Citation: C 65/05 18.05.2005 E. 2

Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdegegner Anspruch auf den Besuch von zwei Modulen des von der Schule X.________ durchgeführten Nachdiplomkurses "Facility Management" hat. 2.1 Das kantonale Gericht hat festgestellt, dass der Beschwerdegegner im erlernten Beruf als Elektroingenieur/Programmierer trotz unzähliger (seit 1. August 2003 nachweisbar über 150) Stellenbewerbungen arbeitslos geblieben ist. Seine Chancen im Bereich des zuletzt ausgeübten Berufes als Programmierer erachtete es ebenfalls als äusserst gering. Die Vorinstanz gelangte hauptsächlich zum Schluss, dass die arbeitsmarktliche Indikation sowohl unter objektiven als auch unter subjektiven Gesichtspunkten zu bejahen sei. Zudem befand sie, es sei anzunehmen, dass der Versicherte die streitige Ausbildung nicht angetreten hätte, wenn er nicht arbeitslos geworden wäre. 2.2 Demgegenüber macht das beschwerdeführende KIGA geltend, die Stellensuche sei nicht nur auf dem erlernten Beruf des Beschwerdegegners, sondern auch in der von ihm gewünschten Branche "Immobilienverwaltungssektor" erschwert, sodass seine Vermittlungsfähigkeit durch den Kursbesuch nicht verbessert werden könne. Der Versicherte habe sich zudem bei der Stellensuche ausschliesslich als Elektroingenieur und Programmierer/Informatiker beworben, weshalb entgegen der Ansicht des Verwaltungsgerichts nicht gesagt werden könne, dass die arbeitsmarktliche Indikation sowohl unter objektiven als auch unter subjektiven Gesichtspunkten zu bejahen sei. Ausschlaggebend für eine Stellenzusage sei, dass ein Stellensuchender praktische Erfahrungen vorweisen kann. Durch den Besuch der anbegehrten Kurse könne der Beschwerdegegner aber nicht direkt in eine neue Branche einsteigen, da ihm dafür der Praxisbezug fehle. Zur Zeit gebe es 16 offene Elektroingenieurstellen und 214 Stellensuchende sowie 3 offene Stellen als Programmierer und 67 entsprechende Stellensuchende. Auch in der vom Versicherten gewünschten Branche des Immobilienverwaltungssektors gebe es lediglich 4 offene Stellen bei 40 Stellensuchenden. Ein bloss theoretisch möglicher Vorteil hinsichtlich der Vermittlungsfähigkeit genüge allerdings nicht, sondern es müsse die Wahrscheinlichkeit dargetan sein, dass die Vermittlungsfähigkeit durch die absolvierte Weiterbildung tatsächlich und in erheblichem Masse gefördert werde. Der persönliche Nutzen und das Interesse des Beschwerdegegners an den anbegehrten Kursen würden damit eindeutig überwiegen. 2.3 Unter den Umständen des vorliegenden Falles waren die Kurse im Hinblick auf die Verbesserung der Einsatzmöglichkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt geeignet und notwendig, um die Vermittelbarkeit des Versicherten zu fördern. Es kann diesbezüglich auf die zutreffenden Erwägungen des vorinstanzlichen Entscheides verwiesen werden. Beizufügen ist im Sinne der Ausführungen des Beschwerdegegners in seiner Vernehmlassung, dass sich die Kurse nicht auf den Bereich der Immobilienverwaltung beschränken, sondern einem Lehrgang entsprechen, der auf eine bestehende höhere technische Ausbildung aufbaut, sodass die Aussichten auf eine Stelle offensichtlich verbessert werden. Der Beschwerdegegner, welcher im erlernten Beruf kaum Anstellungsaussichten besass, beanstandet sodann zu Recht den Einwand, er habe sich zu wenig breit beworben, und führt hinsichtlich eines fehlenden Praxisbezugs zutreffend aus, die Praxis nach der Ausbildung könne nicht als Voraussetzung für die Ausbildung selbst gelten. Die Vorinstanz hat schliesslich zutreffend erkannt, dass sich die Dauer des Kurses im zeitlichen Rahmen hält (BGE 111 V 276) und dass nicht anzunehmen ist, der Beschwerdegegner hätte sich, wäre er nicht arbeitslos geworden, unter Aufgabe seiner Erwerbstätigkeit zu einem solchen Lehrgang entschlossen. Die Schlussfolgerung des kantonalen Gerichts, es könne davon ausgegangen werden, dass die Absolvierung des anbegehrten Lehrganges angesichts der Vorkenntnisse zweckmässig und geeignet war, dem Beschwerdegegner konkrete neue Einsatzmöglichkeiten zu eröffnen, ist demzufolge rechtens.