Citation: 8C_660/2020 E. 4.3

4.3. Nach dem in E. 4.2.3-4.2.5 Gesagten bestanden Widersprüche nicht nur zwischen den Arztberichten untereinander, sondern auch zwischen diversen Arztberichten und den Ergebnissen der beruflichen Abklärungen. Beizupflichten ist der Vorinstanz auch, dass sich die Dres. med. B.________ und C.________ im Bericht vom 19. April 1996 nicht zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer angepassten Tätigkeit ausserhalb des angestammten Berufs als Autolackierer äusserten. Die kurze Aktenstellungnahme des Ärztlichen Dienstes der IV-Stelle vom 19. August 1997 vermochte die bestehenden Widersprüche nicht aufzulösen, wie die Vorinstanz richtig erkannt hat (vgl. E. 3 hiervor). Zusammenfassend ist ihr Schluss, der Sachverhalt sei im Rahmen der Rentenzusprache vom 8. Dezember 1997 unvollständig abgeklärt worden, jedenfalls nicht bundesrechtswidrig. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers war bereits im Zeitpunkt der Rentenzusprache vom 8. Dezember 1997 rechtsprechungsgemäss im Lichte der auch schon damals geltenden Untersuchungsmaxime bei unklaren Verhältnissen bzw. sich widersprechenden ärztlichen Berichten grundsätzlich nicht allein gestützt auf die Berichte der behandelnden Ärzte bzw. Hausärzte zu entscheiden, sondern als objektive Beurteilungsgrundlage in der Regel ein medizinisches Gutachten einzuholen (vgl. BGE 122 V 157 E. 1a S. 258 und E. 1c S. 160; RKUV 1991 Nr. U 133 S. 312 E. 2b; Urteile I 229/96 vom 17. Oktober 1996 E. 2b, I 200/94 vom 21. November 1994 E. 2b, I 214/93 vom 15. Oktober 1993 E. 2b und I 169/92 vom 29. Dezember 1992 E. 3c [publ. in Plädoyer 1994/6 S. 67]). Insgesamt ändern die Einwände des Beschwerdeführers nichts daran, dass die Rentenzusprache vom 8. Dezember 1997 auf einer klar unvollständigen Sachverhaltsabklärung bzw. Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes beruhte und damit zweifellos unrichtig war (vgl. E. 2.2 hiervor).