Citation: 8C_35/2021 E. 6

Es trifft zu, dass dem von der SWICA als Taggeldversicherung veranlassten psychiatrischen Gutachten des Dr. med. E.________ praxisgemäss lediglich der Beweiswert einer versicherungsinternen ärztlichen Stellungnahme zukommt, da es nicht nach den speziellen Bestimmungen des Art. 44 ATSG eingeholt wurde (Urteile 9C_634/2019 vom 12. November 2019 E. 4.3; 8C_71/2016 vom 1. Juli 2016 E. 5.2). Inwiefern die Vorinstanz mit der Annahme von dessen voller Beweiskraft auch in Anbetracht der vom Beschwerdeführer ins Feld geführten Arztberichte offensichtlich unrichtige Feststellungen getroffen oder Bundesrecht verletzt hätte, lässt sich jedoch nicht erkennen. So erachtete sie den Beschwerdeführer gestützt auf das Gutachten des Dr. med. E.________ für den Zeitpunkt von dessen Untersuchung am 3. Juli 2018 als voll arbeitsfähig. Daran vermochte ihrer Auffassung nach nichts zu ändern, dass sich gemäss Bericht des behandelnden Psychiaters vom 27. August 2018 seit seiner ersten Konsultation vom 17. Mai 2018 keine Verbesserung der Symptomatik eingestellt habe. Das kantonale Gericht erkannte diesbezüglich insbesondere, dass sich der Gutachter zum hohen Leidensdruck des Beschwerdeführers, den der behandelnde Psychiater zu bedenken gegeben hatte, in seiner ergänzenden Stellungnahme vom 10. September 2018 noch einmal ausführlich geäussert, eine dadurch bedingte affektive Störung mit Begründung einer andauernden Arbeitsunfähigkeit jedoch erneut ausdrücklich verworfen habe. Inwiefern das kantonale Gericht damit die zu beachtenden Beweiswürdigungsregeln verletzt haben sollte, lässt sich nicht ersehen. Gleiches gilt hinsichtlich der Stellungnahme des Hausarztes Dr. med. F.________, der am 15. Mai 2020 berichtete, entgegen seiner im Februar 2018 gestellten günstigen Prognose sei eine Verbesserung nicht absehbar. Inwiefern es dem Gutachten schliesslich an Begründungstiefe hinsichtlich der normativen Vorgaben an psychiatrische Gutachten gefehlt haben sollte beziehungsweise das kantonale Gericht insoweit darauf nicht hätte abstellen dürfen, wird in der Beschwerde nicht substanziiert dargetan. Unter der nicht zu beanstandenden Annahme ihrer vollen Beweiskraft durfte die Vorinstanz ohne weitere Beweiserhebungen auf die vom Krankentaggeldversicherer eingeholte Beurteilung abstellen, ohne Bundesrecht, namentlich auch die beschwerdeweise geltend gemachten Prinzipien der antizipierten Beweiswürdigung, zu verletzen. Damit steht für das Bundesgericht verbindlich fest, dass der Beschwerdeführer im Juli 2018 wiederum eine 100%ige Arbeitsfähigkeit erlangte. Dadurch wurde die im November 2017 eröffnete einjährige Wartezeit unterbrochen. Unbestritten geblieben ist, dass diese Voraussetzung für den Rentenanspruch auch mit der erneuten, unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit vom 27. November 2018 bis 11. Juni 2019 nicht erfüllt wurde. Die vorinstanzliche Bestätigung der Ablehnung eines Rentenanspruchs durch die IV-Stelle mit Verfügung vom 21. April 2020 ist damit auch insgesamt nicht zu beanstanden.