Citation: 4P.130/2003 29.10.2003 E. 2

Zunächst rügt der Beschwerdeführer das angefochtene Urteil als verfassungswidrig, weil das Obergericht unter anderem auch auf die Aussagen des Zeugen X.________ abgestellt habe. 2.1 Im Verfahren vor Amtsgericht widersetzte sich der Vertreter des Beschwerdeführers unter Hinweis auf das Bankgeheimnis einer Einvernahme von X.________ als Zeuge. X.________ wurde daher vom Gericht darauf hingewiesen, dass er zwar grundsätzlich verpflichtet sei, als Zeuge auszusagen, sich aber auf das Bankgeheimnis berufen könne. Darauf erkärte sich X.________ bereit, die Fragen des Gerichtes zu beantworten, weigerte sich aber, auf die Ergänzungsfragen des Vertreters einzugehen, weil er von diesem abgelehnt worden sei. Die Zeugenbefragung wurde daraufhin beendet. 2.2 Der Beschwerdeführer macht diesbezüglich geltend, dass durch die Weigerung des Zeugen, die Ergänzungsfragen zu beantworten, das rechtliche Gehör verletzt worden sei. Wie bereits das Obergericht zutreffend festgehalten hat, ist das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers dadurch verletzt worden, dass vor Amtsgericht keine Möglichkeit bestand, dem Zeugen X.________ Ergänzungsfragen zu stellen. Soweit der Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren die erwähnte Gehörsverletzung im Rahmen des Verfahrens vor Amtsgericht rügt, ist indessen auf die Beschwerde nicht einzutreten, weil grundsätzlich nur der letztinstanzliche kantonale Entscheid mit staatsrechtlicher Beschwerde angefochten werden kann (Art. 86 Abs. 1 OG). In Bezug auf das Urteil des Obergerichtes kann demgegenüber keine Rede von einer Verletzung des rechtlichen Gehörs sein. Vielmehr hat das Obergericht unangefochten und zutreffend festgehalten, dass im Appellationsverfahren weder die Aufhebung des erstinstanzlichen Urteils noch die erneute Einvernahme des Zeugen verlangt worden sei. Wenn aber unter diesen Umständen für das Obergericht kein Anlass zu einer erneuten Einvernahme von X.________ bestand, erweist sich der Vorwurf der Verletzung des rechtlichen Gehörs von Vornherein als unbegründet. 2.3 Weiter rügt der Beschwerdeführer, die Zeugenaussagen von X.________ hätten nicht verwertet werden dürfen, weil dieser seine Aussagen in Verletzung von Art. 47 BankG gemacht habe. Diesbezüglich hat das Obergericht unter Hinweis auf die Literatur ausgeführt, dass die Aussagen eines Zeugen, der sich trotz Bindung ans Berufsgeheimnis - z.B. Bankgeheimnis - bereit erkläre auszusagen, prozessual verwertbar seien. Damit setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander. Allein mit dem Hinweis, das Obergericht habe mit seinem Vorgehen den in Art. 29 Abs. 1 BV verankerten Anspruch auf ein faires Verfahren verletzt, ist nicht dargetan, inwiefern die durch eine Literaturstelle untermauerte Meinung des Obergerichtes verfassungswidrig sein soll (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). 2.4 Soweit die Würdigung der Aussagen des Zeugen X.________ als willkürlich kritisiert wird, ist auf die Beschwerde ebenfalls nicht einzutreten. Der Beschwerdeführer begründet mit keinem Wort, inwiefern die vorsichtige und differenzierte Würdigung der Zeugenaussage seitens des Obergerichtes willkürlich sein soll (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG).