Citation: I 462/04 15.02.2005 E. 4

Der Anspruch auf konkrete berufliche Massnahmen unterliegt den allgemeinen Anspruchsvoraussetzungen gemäss Art. 8 IVG, namentlich der Geeignetheit, Erforderlichkeit, und Eingliederungswirksamkeit. Diese unbestimmten Rechtsbegriffe können durch die Verwaltung durch Weisungen zwar konkretisiert werden. Solche sind für das Gericht indessen nicht verbindliche Auslegungshilfen und damit keine genügende Grundlage, um zusätzliche einschränkende materiellrechtliche Anspruchserfordernisse aufzustellen, die im Gesetz nicht enthalten sind (vgl. BGE 129 V 68 Erw. 1.1.1 mit Hinweisen). Folgte man der Argumentation des Beschwerdeführers, wäre für eine Ausbildung im Rahmen einer beruflichen Massnahme gemäss Art. 16 IVG in einer Institution wie der Abklärungs- und Ausbildungsstätte Y.________ immer vorausgesetzt, dass ein Gesundheitsschaden vorliegt, welcher eine Ausbildung in der freien Wirtschaft ausschliesst. Eine derartige Einschränkung lässt sich dem Gesetz hingegen nicht entnehmen. Vielmehr gilt es jeden Einzelfall ohne weitere Limitierungen zu prüfen und zu beurteilen.