Citation: U 442/06 17.09.2007 E. 5

Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der somatischen Unfallfolgen. 5.1 Während SUVA und Vorinstanz davon ausgehen, es lägen keine somatischen Unfallfolgen vor, welche sich auf die Erwerbsfähigkeit auswirkten, macht der Beschwerdeführer geltend, die schwere Tätigkeit als Chemikant sei ihm aufgrund der organischen Unfallfolgen nicht mehr zumutbar, weshalb er eine unfallbedingte Einkommenseinbusse erleide. 5.2 Aus der medizinischen Aktenlage ergibt sich, dass dem Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit als Chemikant wegen organischer Unfallfolgen nicht mehr zumutbar ist. So attestierte die Rehaklinik Y.________ dem Versicherten am 3. Juli 2002 wegen HWS-Beschwerden eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % und empfahl den Wechsel des Arbeitsplatzes auf leichtere körperliche Tätigkeiten im Sinne einer Wechseltätigkeit stehend, gehend und sitzend ohne Zwangshaltungen. Am 26. Juli 2002 schlug auch der Kreisarzt die Abklärung eines Schonarbeitsplatzes mit wechselbelastenden Tätigkeiten ohne Zwangshaltung des Oberkörpers, ohne repetitive Überkopfarbeiten und mit einem Traglimit von 10-15 kg vor. Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 23. Juni 2004 hielt er dann fest, aufgrund der organischen Unfallrestfolgen wären dem Versicherten alle durchschnittlichen, wechselbelastenden Männerarbeiten mit Ausnahme von repetitiven Überkopfarbeiten sowie von repetitivem Heben oder Tragen von Lasten über 20 kg wieder zumutbar. 5.3 Ob aus dieser Einschränkung eine Erwerbseinbusse resultiert und bejahendenfalls wie hoch der Invaliditätsgrad ist, ergibt sich aus der Vornahme eines Einkommensvergleichs gemäss Art. 16 ATSG. Dabei ist das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung zu setzen zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Diese Abklärung hat die Unfallversicherung nicht vorgenommen. Ohne Angabe von in Anbetracht der ärztlich festgestellten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit noch zumutbaren Tätigkeiten und daraus erzielbarem Einkommen ist sie davon ausgegangen, die Erwerbsfähigkeit sei durch die somatischen Unfallrestfolgen nicht messbar beeinträchtigt. Dieses Vorgehen ist nicht angängig. Die Sache ist daher an die SUVA zurückzuweisen, damit sie anhand noch zumutbarer Tätigkeiten einen Einkommensvergleich mit dem Valideneinkommen vornimmt und anschliessend über einen allfälligen Rentenanspruch des Beschwerdeführers neu verfügt.