Citation: 2A.59/2000 20.04.2000 E. 6

6.- Nach der Rechtsprechung und dem überwiegenden Teil der Lehre garantiert die Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (Europäische Menschenrechtskonvention, EMRK; SR 0.101) kein Recht auf Aufenthalt in einem Konventionsstaat. Staatliche Massnahmen der Einreise- oder Aufenthaltsbeschränkung müssen aber die Garantien der Menschenrechtskonvention beachten (BGE 122 II 433 E. 3b S. 439 mit Hinweisen auf Literatur und Praxis). Ob das Verhältnis des heute 24-jährigen Beschwerdeführers zu seiner Mutter und seinem Bekanntenkreis in der Schweiz eine im Sinne von Art. 8 EMRK geschützte private und familiäre Beziehung darstellt, kann offen gelassen werden. Im konkreten Fall wäre nämlich gestützt auf obige Ausführungen (E. 4/5) ein Eingriff gemäss Art. 8 Ziff. 2 EMRK in das durch Ziff. 1 dieser Bestimmung geschützte Rechtsgut gerechtfertigt (vgl. BGE 122 II 433 E.3 b/bb S. 442).