Citation: 1P.357/2001 19.07.2001 E. 3

3.- Der angefochtene Nichteintretensentscheid wird einzig mit der Nichtbezahlung des Gerichtskostenvorschusses innerhalb der angesetzten Frist begründet. Diese Annahme ist aufgrund der Akten offensichtlich unzutreffend. Die Gerichtskasse des Kantons Luzern hat am 21. Mai 2001 schriftlich bestätigt, dass der von der Beschwerdeführerin verlangte Gerichtskostenvorschuss von Fr. 500.-- am 5. April 2001 bei ihr eingegangen, anschliessend jedoch auf ein falsches Konto verbucht worden sei. Das Obergericht des Kantons Luzern hat diesen Sachverhalt in seiner Vernehmlassung ausdrücklich anerkannt. Damit ist ohne weiteres erstellt, dass die Beschwerdeführerin den Gerichtskostenvorschuss fristgerecht und vollumfänglich bezahlt hat. Das Obergericht ist in seinem Nichteintretensentscheid den gegenteiligen Angaben der Staatsanwaltschaft gefolgt; damit hat es den Sachverhalt in offenkundigem Widerspruch zu den tatsächlichen Gegebenheiten festgestellt und ist dadurch in Willkür verfallen. Der angefochtene Entscheid ist aufzuheben.