Citation: I 682/00 27.11.2001 E. 2

2.- Gemäss Art. 19 Abs. 1 IVG werden Beiträge an die Sonderschulung bildungsfähiger Versicherter gewährt, die das 20. Altersjahr noch nicht vollendet haben und denen infolge Invalidität der Besuch der Volksschule nicht möglich oder nicht zumutbar ist. Zur Sonderschulung gehört die eigentliche Schulausbildung sowie, falls ein Unterricht in den Elementarfächern nicht oder nur beschränkt möglich ist, die Förderung in manuellen Belangen, in den Verrichtungen des täglichen Lebens und der Fähigkeit des Kontaktes mit der Umwelt. Nach Abs. 3 Satz 1 der selben Bestimmung bezeichnet der Bundesrat im Einzelnen die gemäss Abs. 1 erforderlichen Voraussetzungen für die Gewährung von Beiträgen und setzt deren Höhe fest. Nach Satz 2 des genannten Absatzes erlässt er Vorschriften über die Gewährung entsprechender Beiträge an Massnahmen für invalide Kinder im vorschulpflichtigen Alter, insbesondere zur Vorbereitung auf die Sonderschulung, sowie an Massnahmen für invalide Kinder, die die Volksschule besuchen. Gestützt auf diese Delegationsnormen hat der Bundesrat in Art. 8 Abs. 1 IVV bestimmt, dass die Invalidenversicherung einen Schulgeldbeitrag leistet, wenn Versicherte infolge eines Gesundheitsschadens den Anforderungen der Volksschule nicht zu genügen vermögen und deshalb auf einen regelmässigen, dem Gesundheitsschaden angepassten Sonderschulunterricht angewiesen sind. Gemäss Abs. 2 der selben Vorschrift beginnt der Sonderschulunterricht mit der Kindergartenstufe und kann, sofern notwendig, über das ordentliche Schulalter hinaus bis längstens zur Vollendung des 20. Altersjahres fortgesetzt werden.