Citation: 4A_360/2020 E. 5.3.2

5.3.2. Des Weiteren macht die Beschwerdeführerin geltend, "dass im Stellvertretungsrecht kein Vertragsverhältnis angenommen wird, wenn es dem anderen Vertragspartner gleichgültig ist, mit wem er den Vertrag abschliesst". Es ist unerfindlich, wie die Beschwerdeführerin zu dieser Rechtsauffassung gelangt. Denn gemäss Art. 32 Abs. 2 OR entsteht selbst dann ein Vertrag zwischen dem Vertretenen und der Drittperson, wenn der Vertreter sich nicht als solcher zu erkennen gegeben hat, wenn die Drittperson aus den Umständen auf das Vertretungsverhältnis schliessen musste, oder wenn es ihr gleichgültig war, mit wem sie den Vertrag schliesse. Ebenso unerfindlich bleibt, weshalb die Beschwerdegegnerin hätte bösgläubig sein sollen, wenn es ihr gleichgültig gewesen sein sollte, mit wem sie den Vertrag schliesst.