Citation: 6B_487/2021 E. 5.7.6

5.7.6. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, die Anordnung einer Landesverweisung gegen ihn habe rein pönalen Charakter und sei absolut unzulässig, da von ihm keine erhebliche Gefährdung für die Schweizer Bevölkerung ausgehe (Beschwerde S. 19 f.), kann ihm nicht zugestimmt werden. Die Landesverweisung nach Art. 66a ff. StGB ist systematisch unter dem Zweiten Kapitel "Massnahmen" im Zweiten Abschnitt "Andere Massnahmen" eingeordnet. Damit ist sie als Institut des Strafrechts und nach der Intention des Gesetzgebers ("Ausschaffungsinitiative") primär als sichernde Massnahme zu verstehen. Im Vordergrund steht weiterhin nicht der Straf- sondern vielmehr der Massnahmecharakter (BGE 146 IV 311 E. 3.7 S. 319 mit Hinweisen). Dass die Vorinstanz im vorliegenden Fall das Vorliegen einer gegenwärtigen Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit ohne Verletzung von Konventions- oder Bundesrecht bejahen konnte, wird im Folgenden zu zeigen sein (vgl. unten E. 5.8.3).