Citation: U 250/02 10.03.2003 E. 3

Streitig ist der Invaliditätsgrad und in diesem Zusammenhang die Frage der Arbeitsfähigkeit. 3.1 Die Vorinstanz hat auf die Einschätzung des SUVA-Arztes Dr. med. G.________ sowie auf die von der SUVA vorgenommenen Abklärungen am Arbeitsplatz abgestellt und eine vollständige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit angenommen. Die Beschwerdeführerin ist demgegenüber der Auffassung, dass der rechtserhebliche Sachverhalt nicht genügend abgeklärt worden sei, da Widersprüche zwischen den medizinischen Berichten des SUVA-Arztes Dr. med. G.________ und denjenigen des Dr. med. J.________ vorlägen; zudem habe der SUVA-Arzt die Entzündungen im Schulterbereich nicht berücksichtigt. Im Übrigen habe das kantonale Gericht durch Verzicht auf ein Parteiverhör und einen Augenschein das rechtliche Gehör der Versicherten verletzt. 3.2 Der SUVA-Arzt Dr. med. G.________ hat die Beschwerdeführerin am 4. April 2001 untersucht und am 4. Juli 2001 - nach Eingang des Inspektorenberichts über den Arbeitsplatz sowie eines Schreibens des Dr. med. J.________ vom 15. Juni 2001 - aufgrund der Akten eine weitere ärztliche Beurteilung vorgenommen; in diesen beiden Berichten kommt der Arzt klar zum Ergebnis, dass ein ganztägiger Einsatz als Buffetmitarbeiterin zumutbar ist. Diese Berichte sind für die streitigen Belange umfassend, beruhen auf allseitigen Untersuchungen (wobei am 4. April 2001 insbesondere die rechte Schulter genau untersucht worden ist), berücksichtigen die geklagten Beschwerden und sind in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden; zudem sind die Ausführungen in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation einleuchtend und beinhalten begründete Schlussfolgerungen (BGE 125 V 352 Erw. 3a). Die Berichte des Dr. med. J.________ sind weder geeignet, zu einer anderen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zu führen, noch vermögen sie Zweifel an der Zuverlässigkeit der Ausführungen des SUVA-Arztes Dr. med. G.________ zu wecken (vgl. BGE 125 V 353 Erw. 3b/ee), beruhen sie doch auf einer nicht ganz korrekten Einschätzung des Arbeitsplatzes der Beschwerdeführerin: So geht Dr. med. J.________ davon aus, dass die Versicherte während der Tätigkeit als Kassiererin Tablette entgegennehmen müsse, was jedoch in Anbetracht des Selbstbedienungsbetriebes nicht der Fall ist. Im Übrigen ist zu berücksichtigen, dass auch Dr. med. J.________ die konkret ausgeübte Stelle nicht an sich, sondern einzig im zeitlichen Rahmen als unzumutbar erachtet. Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erwähnten Entzündungen sowie das Verbot des Dr. med. J.________, die Arbeit zu mehr als 50 % auszuüben, finden keinerlei Anhaltspunkte in den jeweiligen Berichten und insbesondere auch nicht im Schreiben vom 15. Juni 2001, in welchem Dr. med. J.________ die (ganztägige) Zumutbarkeit der ausgeübten Tätigkeit in Frage stellt. Damit sind die geltend gemachten Entzündungen allenfalls erst nach dem praxisgemäss massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheides (RKUV 2001 Nr. U 419 S. 101 Erw. 2) aufgetreten; diese mögliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes kann unter Umständen im Rahmen eines zeitlich nach dem Einspracheentscheid eingetretenen Rückfalls resp. einer Spätfolge (dazu RKUV 1997 Nr. U 275 S. 191 Erw. 1c mit Hinweisen) geltend gemacht werden. 3.3 Damit ist davon auszugehen, dass der Versicherten die Tätigkeit als Buffetmitarbeiterin ganztägig zumutbar wäre und in der Folge keine rentenbegründende Invalidität vorliegt. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern ein Parteiverhör oder ein Augenschein an diesem Ergebnis etwas ändern sollten (antizipierte Beweiswürdigung, BGE 124 V 94 Erw. 4b); im Übrigen konnte die Beschwerdeführerin ihren Standpunkt ausführlich schriftlich darlegen und es liegt eine ausführliche Beschreibung des Arbeitsplatzes vor.