Citation: 5A_155/2023 E. 4

Im Kontext mit der erstinstanzlich vorgenommenen hälftigen Teilung des Vorsorgeguthabens ging das Obergericht davon aus, dass sich der Beschwerdeführer mutmasslich auf Art. 124b Abs. 2 ZGB berufe, wenn er ein "treuloses Verhalten" der Beschwerdegegnerin behaupte. Indes würden sich seine Ausführungen fast wortwörtlich mit denjenigen in der Klageschrift decken und er setze sich mit den Erwägungen des erstinstanzlichen Entscheides nicht auseinander. Der emphatische Ausruf, das (nicht näher ausgeführte) Verhalten der Beschwerdegegnerin dürfe keine Früchte tragen, sei jedenfalls nicht geeignet, Gründe im Sinn von Art. 124b ZGB aufzuzeigen, und ebenso wenig das Argument, bei einer Teilung würden nicht unerhebliche Vermögenswerte ins Ausland abfliessen. Mit seinen vagen Beschwerdevorbringen - er habe sich nicht nur mutmasslich, sondern tatsächlich auf Art. 124b Abs. 2 ZGB berufen; es möge sein, dass sich Klageschrift, mündliche Replik und Berufungsschrift ähnlich seien; allerdings sei der Sachverhalt grossenteils unbestritten und es gehe primär um Rechtsfragen; nach wie vor stehe im Raum, wie es sich mit dem Gesundheitszustand der Beschwerdegegnerin längerfristig verhalte; eine Kurzehe als lebensprägend anzusehen, stehe in diametralem Widerspruch zu BGE 147 III 249; die Beschwerdegegnerin habe sich ab der Einreise in die Schweiz hängen lassen; es sei unbillig, wenn diese mit der Teilung der Vorsorgeguthaben bei einem Verlassen des Landes in den Genuss von Bargeld komme, wo es sich doch um Alterssparguthaben handle; es sei somit von entscheidender Bedeutung, ob ihr der Aufenthaltsstatus entzogen werde; er selbst werde dereinst nicht über ein hohes Altersguthaben verfügen, weil er schon wegen einer früherer Ehe seine Guthaben aus den Jahren 1997 bis 2005 habe teilen müssen; es sei nötig, dass sich ein Gutachten über den Gesundheitszustand der Beschwerdegegnerin und die Möglichkeit eines Verbleibs in der Schweiz und damit über die Eigenversorgungsmöglichkeit ausspreche - vermag der Beschwerdeführer nicht darzulegen, inwiefern er im Berufungsverfahren eine Verletzung von Art. 124b ZGB dargelegt hätte. Mangelt es nach dem Gesagten an einer sachgerichteten Beschwerdebegründung, kann offen bleiben, ob überhaupt von einem hinreichenden Rechtsbegehren ausgegangen werden könnte, indem aus dem kassatorischen Begehren ein sinngemässer Antrag auf vollständiges Absehen von einer Teilung der angesparten Altersguthaben (und nicht bloss auf Anwendung eines von der hälftigen Teilung abweichenden Verteilschlüssels) gelesen würde.