Citation: I 558/99 31.10.2000 E. 2

2.- a) Im kantonalen Beschwerdeverfahren reichte der Versicherte das Gutachten des Dr. med. W.________ vom 21. April 1999 ein. Dieser attestierte ihm für körperlich anstrengende Tätigkeiten eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % sowie für Arbeiten, bei denen Gewichte von weniger als 15 bis 20 kg gehoben werden müssen, von 50 %. Ferner hielt er ausdrücklich fest, das aktuell vorhandene Leistungsvermögen stelle das Maximum des noch zu Realisierenden dar, wobei eine rasche Beratung oder ein Arbeitstraining notwendig sei, um diesen Rest an Arbeitsfähigkeit zu erhalten. Die IV-Stelle sah sich hierdurch veranlasst, ihre interne Berufsberatungsstelle am 6. Mai 1999 mit der Abklärung allfälliger beruflicher Massnahmen zu beauftragen. Nachdem sich die Berufsberaterin mit Bericht vom 4. Juni 1999 für weitergehende Vorkehren ausgesprochen hatte, hielt sich der Versicherte vom 28. Juni bis 23. Juli 1999 in der Abklärungs- und Ausbildungsstätte Z.________ auf (Schlussbericht vom 26. August 1999). b) Die anlässlich der BEFAS-Abklärung beigezogenen Fachpersonen gelangten im Schlussbericht vom 26. August 1999 zum Ergebnis, dass der Beschwerdeführer aus medizinischer sowie berufsberaterischer Sicht für körperlich stark belastende Tätigkeiten - so auch in seiner angestammten Beschäftigung als Metzger - vollständig arbeitsunfähig sei. Unter Berücksichtigung der diagnostizierten invalidisierenden Leiden - einem cervicocephalen und rezidivierend cervicobrachialen Schmerzsyndrom links, einer reaktiven Depression sowie multifaktoriellen Konzentrationsstörungen - könne er nur mehr bei intellektuell und körperlich wenig anspruchsvollen, wechselbelastenden und leidensangepassten Arbeiten eingesetzt werden. Bei einer künftigen Tätigkeit müsse zwecks Vermeidung von somatischen und/oder psychischen Überforderungen die Möglichkeit eines etwas verlangsamten Arbeitstempos und allfälliger kurzer Entlastungspausen bestehen. Im heutigen Zeitpunkt könne von einer ganztägig verwertbaren Arbeitsfähigkeit von 50 % bei behinderungsgerechten Tätigkeiten ausgegangen werden, wobei der Beschwerdeführer auf Grund seines momentanen Gesundheitszustandes keinen Arbeitgeber finden würde, so dass lediglich ein Einsatz in einer geschützten Werkstätte in Frage käme. Aus dieser Beurteilung ist zu schliessen, dass der Versicherte nur noch über eine geringe Restarbeitsfähigkeit verfügt, die auf dem in Frage kommenden allgemeinen ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise wirtschaftlich schwer zu verwerten ist (erzielbarer Lohn gemäss Schlussbericht: Fr. 600. - bis Fr. 1'000 monatlich). Da das Beschwerdebild nach den gutachtlichen Ausführungen des Dr. med. W.________ vom 21. April 1999 in Art und Ausmass persistierte, ist davon auszugehen, dass die im BEFAS-Schlussbericht beschriebenen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchtigungen auf die Arbeitsfähigkeit des Versicherten bereits im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung der IV-Stelle vom 17. September 1998 bestanden haben und deshalb die damalige Rentenzusprechung zu beeinflussen vermögen. Zum gleichen Resultat gelangte auch die IV-Berufsberaterin in ihrem Schlussbericht vom 9. September 1999, worin sie um eine erneute Prüfung der Rentenfrage ersuchte, da der anlässlich der BEFAS-Abklärung erzielte Verdienst von Fr. 600. - bis Fr. 1'000. - der tatsächlichen Leistungsfähigkeit des Versicherten entspreche. Allfälligen Tatsachenänderungen durch eine künftige revisionsweise Anpassung der Rentenleistung Rechnung zu tragen, wie dies die Vorinstanz erwogen hat, behält im Sinne eines allgemeinen Grundsatzes seine Gültigkeit, wird aber den konkreten Verhältnissen des vorliegenden Falles nicht gerecht. Die Sache ist daher an die Verwaltung zurückzuweisen, welche eine neuerliche Prüfung der Rentenfrage - nach den im angefochtenen Entscheid korrekt wiedergegebenen massgeblichen Bestimmungen und Grundsätzen (Art. 28 Abs. 1, 1bis und 2 IVG [Bemessung der Rente]; BGE 115 V 134 Erw. 2, 105 V 158 Erw. 1 [Bedeutung ärztlicher Auskünfte für die Invaliditätsschätzung]) - sowie möglicher beruflicher Massnahmen im Lichte der ergänzten Aktenlage vornehmen wird.