Citation: 6B_1215/2013 E. 2.1

2.1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, es liege kein Verstoss gegen Art. 3 lit. b i.V.m. Art. 23 Abs. 1 UWG vor. Ihre Schreiben seien nicht irreführend gestaltet und genügten den Anforderungen der Rechtsprechung des Bundesgerichts gemäss Urteil 6B_272/2008 vom 8. Oktober 2008. Aus ihnen ergebe sich klar, dass es sich um Offerten für den Eintrag in ein Register und nicht um Rechnungen handle. So stehe an prominenter Stelle in grossen und fetten Buchstaben "Eintragungsofferte Firmendatenspeicherung" (Besc hwerde S. 4-6 Ziff. 1 und 2.1). Die Rüge ist unbegründet. Die Vorinstanz erwägt zutreffend, die Zuschriften der Beschwerdeführerin wiesen insgesamt auf eine Rechnung für eine bestehende Geschäftsbeziehung hin. Dies gelte namentlich für deren optische Gestaltung mit dem abtrennbaren Einzahlungsschein, den [weiss hinterlegten] Hinweis [auf der Seitenmitte] auf die "Kosten der Veränderungsbenachrichtigung" oder "Neueintragungs-Benachrichtigungskosten", die Zahlungsaufforderung resp. -frist von 10 Tagen und den Hinweis auf die erfolgte Handelsregistereintragung oder -mutation. Ein besonderer Grund, weshalb es geboten war, die Offerten wie Rechnungen zu gestalten, sei nicht ersichtlich. Dass auf den Schriftstücken [in fetten Grossbuchstaben] "Eintragungsofferten" stehe, ändere nichts daran, dass sie eine bestehende Geschäftsbeziehung suggerierten (Urteil S. 7 E. 3.2.1; Urteile 6B_230/2011 vom 11. August 2011 E. 9.4 und 6B_272/2008 vom 8. Oktober 2008 E. 4; je mit Hinweisen). Weder können die i m rechten oberen Bereich des Blattes stehenden Worte "EINTRAGUNGSOFFERTE FIRMENDATENSPEICHERUNG" oder "EINTRAGUNGSOFFERTE FIRMENEINTRAGUNG" als Überschrift, noch ihre Lage auf dem Dokument als prominent bezeichnet werden. Angesichts des Erscheinungsbildes der Zuschriften tritt diese Angabe in den Hintergrund und kann leicht übersehen werden, insbesondere da oben links auf der Seite in ungefähr gleicher Schriftgrösse und ebenfalls in fetter Sc hrift "Handelsregister-Neueintragung" oder "Mutation Ihrer Handelsregister-Eintragung" steht (vgl. kantonale Akten act. 266 f.). Im Übrige n scheint selbst die Beschwerdeführerin nicht davon auszugehen, dass der Offertcharakter ihrer Schreiben sofort ohne weiteres erkennbar ist, wenn sie ausführt, 20-30 Sekunden genügten einem durchschnittlichen Leser, um festzustellen, dass es sich um eine Offerte handle (Beschwerde S. 6 Ziff. 2.2 N. 15). Ihre Rüge, sie sei einem Sachverhaltsirrtum erlegen (Beschwerde S. 9 Ziff. 2.3), erweist sich insofern als unbegründet.