Citation: 1C_650/2021 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer anerkennt, dass die Erstinstanz seinen Führerausweis auf Probe für die Kategorie B wegen der Widerhandlung vom 23. Mai 2020 (vgl. vorne Sachverhalt Bst. B) gestützt auf Art. 15a Abs. 4 SVG zu Recht annulliert hat. Er räumt weiter ein, dass er nach der Annullierung dieses Ausweises und dem vollumfänglichen Entzug der Fahrberechtigung mit Verfügung der Erstinstanz vom 29. Juni 2020 ein Motorrad führte. Mit Blick darauf erhebt er keine Einwände dagegen, dass die Erstinstanz mit dem Einspracheentscheid vom 11. Dezember 2020 die - von ihr und der Vorinstanz als "Wartefrist" bezeichnete - Sperrfrist gemäss Art. 15a Abs. 5 SVG für die Erteilung eines neuen Lernfahrausweises in Anwendung von Satz 2 dieser Bestimmung auf 24 Monate verlängert hat. Er rügt jedoch, die von der Erstinstanz mit dem Einspracheentscheid in analoger Anwendung von Art. 16 Abs. 3 SVG verfügte und von der Vorinstanz geschützte zusätzliche "Sperrfrist" von 48 Monaten sei bundesrechtswidrig. Zur Begründung bringt er im Wesentlichen vor, die Regelung von Art. 15a Abs. 5 SVG sei eine lex specialis, welche die Dauer der Sperrfrist abschliessend regle. Für eine auf eine analoge Anwendung von Art. 16 Abs. 3 SVG gestützte zusätzliche "Sperrfrist" bestehe daher kein Raum bzw. mangle es an einer gesetzlichen Grundlage.