Citation: U 16/00 13.10.2000 E. 3

3.- Prof. Dr. med. M.________ hat in seiner ausführlichen Stellungnahme vom 31. Juli 1999 zuhanden des kantonalen Gerichts die Unfallkausalität der unbestrittenen ophthalmischen Migräne im Sinne überwiegender Wahrscheinlichkeit bejaht. Der neurologische Experte führt zur Begründung im Wesentlichen an, die ersten typischen Migräne-Attacken seien anamnestisch zwar erst mit einer Latenz von wohl mehr als einem halben Jahr nach dem Unfall vom 21. März 1994 aufgetreten. Dies sei mit Blick auf die Fachliteratur, wo in diesem Zusammenhang immer wieder von Stunden bis wenigen Tagen die Rede sei, unüblich. Für Fälle wie den vorliegenden existierten in der Literatur nur unbefriedigende Angaben. Indessen dürfe auch bei einem längeren Zeitintervall zwischen Trauma und erstmaligem Auftreten der typischen Migräne-Symptomatologie unter bestimmten, im konkreten Fall gegebenen Voraussetzungen von einer posttraumatischen Ursache der Migräne ausgegangen werden, nämlich: «1. Vor dem Trauma darf keine Migräne (...) vorhanden gewesen sein.