Citation: 4A_235/2020 E. 7.2.2

7.2.2. Soweit die Beschwerdeführerin einmal mehr vorbringt, der Durchschnittsadressat erkenne nicht, dass er es mit einer Wiederverkaufsplattform zu tun habe, woraus sich eine Aufklärungspflicht ergebe, haben sich ihre Vorbringen bereits als unbehelflich erwiesen. Ihr Vergleich mit der Rechtsprechung zur Verletzung des Persönlichkeitsrechts durch eine sog. Host-Bloggerin und die Verantwortlichkeit der Plattformbetreiberin (Urteil 5A_792/2011 vom 14. Januar 2013) verfängt nicht, ist vorliegend doch keine Persönlichkeitsverletzung ersichtlich und legt die Beschwerdeführerin auch nicht dar, welcher konkrete Gesetzesverstoss dem Drittverkäufer vorzuwerfen wäre. Insofern ist auch nicht ersichtlich, zu welchem unlauteren Wettbewerbsverhalten ein Tatbeitrag der Beschwerdegegnerin erfolgt sein soll. Im Übrigen hält die Beschwerdeführerin der vorinstanzlichen Feststellung, wonach eine grosse Verbreitung solcher Vorfälle gemessen an der Anzahl gehandelter Fälle weder schlüssig noch substanziiert behauptet worden sei, lediglich in appellatorischer Weise ihre eigene Sicht der Dinge zu Art und Anzahl der fraglichen Vorfälle entgegen.