Citation: 9C_461/2020 E. 2.1

2.1. Zu beurteilen ist eine Streitigkeit aus überobligatorischer beruflicher Vorsorge (Säule 2b). Letztinstanzlich nicht (mehr) bestritten ist, dass eine Anzeigepflichtverletzung vorliegt. Zwischen den Parteien herrscht überdies zu Recht Einigkeit darüber, dass sich deren Folgen nach Art. 6 VVG (in der seit 1. Januar 2006 geltenden Fassung) analog richten, da das massgebliche Reglement der Agrisano betreffend die freiwillige berufliche Vorsorge hierzu keine Regelung enthält (vgl. zur analogen Geltung der Bestimmungen des VVG BGE 130 V 9 E. 2.1 S. 11 f. mit Hinweisen). U neinigkeit besteht hinsichtlich der Rechtzeitigkeit der Kündigung des Vorsorgevertrags durch die Beschwerdegegnerin (Art. 6 Abs. 2 VVG: Kündigung innert vier Wochen nach Kenntnis der Anzeigepflichtverletzung). Zu prüfen ist, ob die Vorinstanz Bundesrecht verletzte, indem sie die Vertragsauflösung durch die Beschwerdegegnerin als rechtzeitig erfolgt geschützt hat.