Citation: 4A_537/2019 E. C

Das Kantonsgericht von Graubünden schützte mit Urteil vom 26. September 2019 die von der Klägerin erhobene Berufung teilweise. Es wies die Klage ab, soweit darauf einzutreten und sie nicht gegenstandslos geworden war, und auferlegte die Kosten der Beschwerdeführerin. Es erwog, der Schenkungsvertrag vom 28. Dezember 2011 sei gleich auszulegen wie bereits im von B.A.________ gegen A.A.________ (und C.A.________) eingeleiteten und heute vom Bundesgericht ebenfalls beurteilten Verfahren (4A_535/2019) betreffend Feststellung. Demgemäss sei vertraglich ausgeschlossen, dass A.A.________ als Dritte gemäss Art. 827 ZGB bzw. Art. 110 Ziff. 1 OR eintrete und so den Übergang der Hypothekarforderungen gegenüber dem Beschwerdegegner 1 (Subrogation) bewirken könne. Dieser vertragliche Verzicht bedeute, dass die Klägerin kein "Ablösungsrecht" habe, weshalb eine Subrogation gar nicht eintreten könne. Insofern entfalte der vertraglich mit B.A.________ vereinbarte Subrogationsverzicht eine "beschränkte Drittwirkung". Die Berufungsanträge 3 und 4 seien aber auch deshalb abzuweisen, weil eine Subrogation als Rechtsfolge nur eintreten könne, wenn der Dritte die Schuld effektiv bezahlt bzw. hinterlegt habe, was hier gerade nicht der Fall sei. Schliesslich sei die Schuld weder zum Zeitpunkt der Klageeinleitung noch im Urteilszeitpunkt fällig geschweige denn erfüllbar gewesen, was dem Eintritt der Subrogation ebenfalls entgegen stehe. Seien die Subrogationswirkungen nicht eingetreten, erübrige sich eine Prüfung des geltend gemachten Schadenersatzes infolge Verzugs. Hinsichtlich des in Ziffer 1 der Klage formulierten Hauptbegehrens auf Auskunfterteilung sei erstellt, dass die geforderten Informationen bis zum Stichtag vom 1. Februar 2015 erteilt worden seien, weshalb diesbezüglich Ziffer 1 der Klage abzuschreiben sei. Das Berufungsbegehren Ziffer 2 (recte: Ziffer 1) enthalte darüber hinaus ein Eventualbegehren, mit welchem die Klägerin die Informationen per Urteilsdatum verlange. Darauf werde nicht eingetreten, denn als Eventualbegehren gälte es nur für den Fall, dass dem Hauptbegehren nicht entsprochen würde. Diesem sei aber wie soeben dargelegt entsprochen worden.