Citation: 4A_367/2022 E. 4.2

4.2. Indes - so führte die Vorinstanz weiter aus - dürfe auch im Verfahren nach Art. 257 ZPO nicht einfach auf einen unbestrittenen Sachverhalt abgestellt werden, wenn daran erhebliche Zweifel im Sinne von Art. 153 Abs. 2 ZPO bestünden. Dies sei hier der Fall. Es ist richtig, dass auch im Verfahren um Rechtsschutz in klaren Fällen die Regel von Art. 153 Abs. 2 ZPO grundsätzlich zu beachten ist (BGE 144 III 462 E. 3.2.1; Urteil 4A_376/2021 vom 7. Januar 2022 E. 4.2.1). Wie sich die Art. 257 Abs. 1 lit. a ZPO ("Sachverhalt unbestritten") und Art. 153 Abs. 2 ZPO ("erhebliche Zweifel an der Richtigkeit einer nicht streitigen Tatsache") im Einzelnen zueinander verhalten, kann vorliegend aber offenbleiben. Denn die Zweifel, welche die Vorinstanz hinsichtlich der gesuchstellerischen Sachverhaltsdarstellung äussert, sind unberechtigt oder jedenfalls nicht "erheblich" im Sinne von Art. 153 Abs. 2 ZPO: