Citation: 8C_190/2022 E. 6.2.3

6.2.3. Auch aus dem ins Feld geführten Bericht des Dr. med. D.________ vom 2. April 2019 vermag der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Zu diesem Bericht nahm die ZVMB am 27. September 2019 ausführlich Stellung Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-) Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4) lässt es nicht zu, ein Administrativgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn behandelnde Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil diese wichtige Aspekte benennen, die bei der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. nicht publ. E. 6.2 des Urteils BGE 142 V 342, veröffentlicht in SVR 2016 IV Nr. 41 S. 131; Urteil 8C_134/2022 vom 3. Juni 2022 E. 5.1). Solche Aspekte sind in Bezug auf den Bericht des Dr. med. D.________ vom 2. April 2019 nicht ersichtlich. Davon abgesehen wurde im ZVMB-Gutachten vom 11. Dezember 2017 in psychischer Hinsicht eine Indikatorenprüfung nach BGE 141 V 181 durchgeführt und - wie die Vorinstanz zutreffend erkannt hat - eine überzeugende Konsistenz- und Ressourcenprüfung vorgenommen, die eine schlüssige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers erlaubt.