Citation: 6B_1208/2020 E. 15.2

15.2. Die Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens im Umfang von CHF 9'816.50 und eine reduzierte Urteilsgebühr von CHF 20'000.-- sowie die Kosten des zweitinstanzlichen Verfahrens mit Einschluss einer reduzierten Urteilsgebühr von CHF 13'900.-- (inkl. Kanzleiauslagen) auferlegt. Dabei hat sie bei der Festsetzung der erst- und zweitinstanzlichen Urteilsgebühren die gegenüber dem Urteil des Strafgerichts stark abgemilderte Sanktion berücksichtigt. Ferner hat die Vorinstanz den Beschwerdeführer zur Rückzahlung der zweitinstanzlichen Verteidigungskosten im Umfang von 80 Prozent verpflichtet. Für den Aufwand seines notwendigen Verteidigers im Zusammenhang mit der ersten Berufungsverhandlung richtete es ihm eine Parteientschädigung von CHF 10'409.70 aus (angefochtenes Urteil S. 158 [Dispositiv]). Die Vorinstanz nimmt an, aufgrund des engen Zusammenhangs der Anklagepunkte sei die Sichtung sämtlicher Verfahrensakten unerlässlich gewesen, so dass grundsätzlich sämtliche erstinstanzlichen Kosten trotz der Freisprüche bzw. Verfahrenseinstellungen dem Beschwerdeführer und dem Mitangeklagten C.________ aufzuerlegen seien. Davon ausgenommen würden die Kosten von CHF 17'000.-- für den Revisionsbericht der Staatsanwaltschaft. Die im Vergleich zum Mitangeklagten C.________ höhere zweitinstanzliche Urteilsgebühr begründet die Vorinstanz mit dem von diesem mit seinen enorm zahlreichen und teilweise äusserst umfangreichen Eingaben und Anträgen verursachten grossen Zusatzaufwand (angefochtenes Urteil S. 153 ff.).