Citation: 1C_170/2023 E. 6.1.3

6.1.3. Das Bundesgericht hat seither wiederholt entschieden, dass die gesetzliche Mindestentzugsdauer nicht unterschritten werden darf; weder bei einem besonders leichten Fall des Führens eines Motorfahrzeugs trotz Ausweisentzugs (Urteile 1C_372/2022 vom 26. Januar 2023 E. 3.5; 1C_52/2022 vom 8. Juni 2022 E. 2.5; 1C_102/2016 vom 20. Dezember 2016 E. 2.5; je mit Hinweisen) noch bei einer Verletzung des Anspruchs auf Beurteilung innert angemessener Frist (BGE 135 II 334 E. 2.2; Urteile 1C_157/2023 vom 23. Februar 2024 E. 4.1; 1C_190/2018 vom 21. August 2018 E. 4; 1C_542/2016 vom 15. März 2017 E. 2.6; 1C_602/2013 vom 11. Dezember 2013 E. 2.3; 1C_591/2012 vom 28. Juni 2013 E. 4.2; je mit Hinweisen). Offengelassen hat das Bundesgericht, ob bei einer schweren Verletzung des Anspruchs auf Beurteilung innert angemessener Frist, der nicht in anderer Weise Rechnung getragen werden kann, ausnahmsweise gänzlich auf eine Massnahme verzichtet werden darf. Bislang hat das Bundesgericht eine derartige Verletzung jeweils verneint (BGE 135 II 334 E. 2.3; Urteil 1C_157/2023 vom 23. Februar 2024 E. 4 mit Hinweisen). Aus dem Urteil 1C_263/2019 vom 25. Februar 2020 E. 3.3, in dem offengelassen wurde, ob und gegebenenfalls unter welchen Voraussetzungen es zulässig wäre, die Mindestentzugsdauer zu unterschreiten, kann der Beschwerdeführer vorliegend nichts zu seinen Gunsten ableiten.