Citation: 8C_120/2022 E. 5.1.2

5.1.2. Das kantonale Gericht erkannte zutreffend, die Kernaussage dieser divergierenden Angaben bestehe darin, der Beschwerdeführer sei gestolpert, gestützt und mit dem Knie aufgeschlagen. Ein Verdrehen des Knies oder ein Sturz auf eine scharfe Kante seien angesichts der Schilderungen zwar möglich, sie bildeten mit Blick auf die Schadenmeldung UVG vom 16. Juli 2018 aber keinen wesentlichen Bestandteil des Unfallmechanismus. Gemäss der Beweismaxime erscheinen "Aussagen der ersten Stunde" zuverlässiger als spätere Schilderungen, die bewusst oder unbewusst von Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können, weshalb ersteren höherer Beweiswert zuerkannt werden darf (vgl. BGE 143 V 168 E. 5.2.2; 121 V 45 E. 2a; SVR 2021 IV Nr. 75 S. 253, 9C_608/2020 E. 3.3; SVR, 2018 UV Nr. 23 S. 81, 8C_388/2017 E. 4.2). Ein Aufprall auf einem scharfkantigen Gegenstand ist nirgends dokumentiert. Hinzu kommt, dass dem Aspekt einer Distorsion mit Blick auf die übrigen medizinischen Akten - insbesondere der Bildgebung - kein massgebliches Gewicht zukommt. Die Vorinstanz durfte bei dieser Ausgangslage in zulässiger antizipierter Beweiswürdigung von weiterführenden Abklärungen zum Unfallhergang absehen, weil hiervon keine entscheidrelevanten neuen Erkenntnisse zu erwarten waren (vgl. BGE 144 V 361 E. 6.5; 136 I 229 E. 5.3; SVR 2016 IV Nr. 33 S. 102, 8C_590/2015 E. 6, nicht publ. in: BGE 141 V 585).