Citation: U 65/07 14.12.2007 E. A

A.________, geboren 1967, war seit dem 1. Oktober 1994 bei der K.________ AG, als Hochbauzeichner angestellt und damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 11. November 1994 wurde er in einen Auffahrunfall verwickelt, als er seinen Personenwagen auf nasser Fahrbahn stark bremsen musste, worauf es zu zwei Heckkollisionen kam, weil zwei nachfolgende Fahrzeugführer ihre Autos nicht rechtzeitig anhalten konnten (Unfallmeldung UVG vom 14. November 1994). Der erstbehandelnde Hausarzt Dr. med. S.________, Allgemeine Medizin FMH, diagnostizierte am Folgetag ein mittelschweres HWS-Schleudertrauma und stellte Schmerzen im Bereich der paravertebralen Muskulatur HWS sowie lokalen Druckschmerz über Dornfortsatz C7 ohne neurologische Ausfälle fest (Arztzeugnis vom 23. November 1994); eine Kernspintomographie der HWS am 15. Dezember 1994 ergab einen unfälligen Befund (Bericht Dr. med. M.________, Radiologisches Institut, vom 4. Januar 1995). Ab Unfalldatum bis Ende Januar 1995 bestand eine 100 %-ige Arbeitsunfähigkeit (ärztlicher Zwischenbericht des Dr. med. S.________ vom 17. Januar 1995). Das Arbeitsverhältnis des Versicherten bei der K.________ AG wurde im gegenseitigen Einvernehmen per Ende Januar 1995 aufgelöst. Anfangs Februar 1995 nahm der Versicherte eine selbständige Erwerbstätigkeit in einem eigenen Architekturbüro mit einem Angestellten auf. Mit Arztzeugnis vom 8. Januar 1996 teilte der behandelnde Arzt der SUVA mit, dass der Versicherte am 28. November 1995 wegen rezidivierenden Schmerzen im Schulter- und Nackenbereich wieder in ärztlicher Behandlung gewesen sei. In der Diagnose wird bei einem Status nach HWS-Schleudertrauma vom November 1994 ein rezidivierendes zervikales Schmerzsyndrom erwähnt; es bestand keine Arbeitsunfähigkeit. Am 26. März 1996 fand eine kreisärztliche Untersuchung statt (SUVA Kreisarzt Dr. med. J.________, Chirurg FMH). Am 29. Dezember 1998 meldete der behandelnde Arzt Dr. med. S.________ der SUVA einen Rückfall und diagnostizierte ein persistierendes zervikales Schmerzsyndrom nach Schleudertrauma; wiederum bestand keine Arbeitsunfähigkeit. Vom 27. Januar bis 24. Februar 1999 befand sich der Versicherte in einem stationären Rehabilitationsaufenthalt in der Klinik X.________, (Bericht vom 9. März 1999). Auf Initiative des Hausarztes erfolgten weitere neurologische, neuropsychologische, rheumatologische und audio-neurootologische Untersuchungen. Mit Verfügungen vom 7. und 15. Mai 2003 sprach die IV-Stelle des Kantons Thurgau dem Versicherten mit Wirkung ab 1. Januar 2000 eine halbe Rente der Invalidenversicherung bei einem Invaliditätsgrad von 60 % zu. Nach Einholung einer technischen Unfallanalyse sowie einer biomechanischen Beurteilung der Arbeitsgruppe für Unfallmechanik und einer neurologischen Beurteilung (Bericht Dr. med. H.________, SUVA Versicherungsmedizin, vom 28. April 2005) verneinte die SUVA mit Verfügung vom 1. Juli 2005 ihre Leistungspflicht. Die vom Versicherten erhobene Einsprache wies sie mit Entscheid vom 25. Oktober 2005 ab, nachdem die Supra Krankenkasse als Krankenversicherer die vorsorglich erhobene Einsprache zurückgezogen hatte.