Citation: 5A_144/2023 E. 4.6.1

4.6.1. Als verfassungswidrig erachtet der Beschwerdeführer ausserdem den ihm gegenüber erhobenen Vorwurf, er habe keine Sparquote geltend gemacht. Dies treffe zwar zu. Indes habe er die Leistung von Ehegattenunterhalt stets abgelehnt, weil die Beschwerdegegnerin die zuletzt gemeinsam gelebte Lebenshaltung nicht substanziiert habe, wozu sie nach Art. 272 ZPO aber verpflichtet gewesen sei. Die Frage nach einer Sparquote stelle sich erst, wenn der eheliche Standard bekannt sei. Das Obergericht habe daher die Beschwerdegegnerin in unzulässiger Weise von ihren Verfahrenspflichten entbunden und zu Unrecht bejaht, dass die erste Instanz ihrer Begründungspflicht nachgekommen sei.