Citation: U 447/05 25.07.2006 E. A

Die 1959 geborene G.________ war bis April 2003 Pächterin des Hotels X.________. Nachdem der Hotel- und Restaurationsbetrieb an eine neue Eigentümerschaft übergegangen war, arbeitete sie ab 26. Mai 2003 als Aushilfe Hotel/Restaurant im Betrieb und war beim Kranken- und Unfall-Versicherungsverein St. Moritz gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Bis 8. Juni 2003 war G.________ insgesamt 65 Stunden im Hotel tätig und erzielte dabei einen Stundenlohn von Fr. 22.60 brutto zuzüglich Familienzulagen von Fr. 2.40 pro Stunde. Am 9. Juni 2003 erlitt G.________ einen Sturz mit dem Fahrrad, bei dem sie sich diverse Verletzungen zuzog. Die Erstbehandlung erfolgte gemäss Unfallmeldung vom 19. August 2003 im Spital Y.________, die Nachbehandlung bei Frau Dr. med. C.________. Der Unfallversicherer erbrachte diverse Leistungen, wobei bezüglich Taggeldberechtigung ein umfangreicher Briefwechsel mit der Versicherten stattfand. Mit Verfügung vom 28. Juli 2004 schlug der Kranken- und Unfall-Versicherungsverein St. Moritz G.________ unter Hinweis auf die Überentschädigung gemäss Art. 23 UVV vor, das Unfalltaggeld gestützt auf den in der Zeit vom 26. Mai bis 8. Juni 2003 erzielten Lohn inkl. Ferienentschädigung auf Fr. 1624.70 festzusetzen. Gleichzeitig verlangte er nochmals Angaben über den Lohn in der Zeit vom 9. Juni 2002 bis 25. Mai 2003 mit der Begründung, das Durchschnittseinkommen sei alsdann gemäss Art. 23 UVV festzulegen. Im Einspracheentscheid vom 9. Dezember 2004 stellte der Unfallversicherer fest, dass kein Anspruch auf Taggelder aus UVG bestehe.