Citation: 6B_932/2021 E. 1.5.2

1.5.2. Die Vorinstanz bezieht auch die berufliche und soziale Integration der Beschwerdeführerin in ihre Härtefallprüfung mit ein. Sie absolvierte in ihrem Heimatland Kamerun eine Lehre als Coiffeuse und war in der Folge auch als Coiffeuse und als Haushälterin dort tätig. Die Vorinstanz berücksichtigt zu Recht, dass die Beschwerdeführerin seit ihrer Einreise in die Schweiz im Jahr 2001 bis vor kurzem noch nie eine feste Anstellung hatte. Erst seit November 2020 ist sie als Kinderbetreuerin angestellt, wobei ihre Arbeitgeberin ihr ein sehr gutes Arbeitszeugnis ausgestellt hat. Entgegen dem Verständnis der Beschwerdeführerin würdigt die Vorinstanz den erfolgten Einstieg in das Erwerbsleben durchaus als positiv, lässt diesem Umstand jedoch nachvollziehbar nicht sehr viel Gewicht zukommen. Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, vermag nicht zu überzeugen und genügt teilweise den strengen Begründungsanforderungen vor Bundesgericht nicht (Art. 42 Abs. 2 BGG). Dies ist beispielsweise der Fall, wenn sie ausführt, sie sei erstmals richtig glücklich mit ihrer Tätigkeit und sie habe seit dem Zeitpunkt der ersten Verurteilung vom 26. August 2020 wahrlich grosse Fortschritte gemacht); aber auch, wenn sie vorbringt, es gehe ihr mit den Rechtsmittelverfahren vor allem darum, dass sie der erteilten Niederlassungsbewilligung nicht verlustig gehe, und eine Rückweisung an die Vorinstanz sei insbesondere deshalb angestrebt, weil nur so der Beweis angetreten werden könne, dass sich die Integration und Stabilisation der Beschwerdeführerin weiterhin verdichte und intensiviere. Mit Bezug auf ihre Sprachkenntnisse bringt die Beschwerdeführerin vor, es könne ihr nicht zum Vorwurf gemacht werden, sie sei der deutschen Sprache zu wenig mächtig. Zwar erlauben die Sprachkenntnisse einer ausländischen Person auch Rückschlüsse auf ihre Integration (vgl. Urteil 6B_1428/2020 vom 19. April 2021 E. 2.6.2 mit Hinweis). Obwohl die Beschwerdeführerin aber französischer Muttersprache ist und damit eine Landessprache fliessend spricht, bezieht sich die Vorinstanz einzig auf die deutsche Sprache und hält in diesem Zusammenhang fest, trotz einer Anwesenheitsdauer von beinahe 20 Jahren sei die Beschwerdeführerin anlässlich der Gerichtsverhandlungen jeweils auf eine Dolmetscherin angewiesen gewesen. Die Beschwerdeführerin zeigt jedoch auch in dieser Hinsicht nicht genügend auf und es ist nicht ersichtlich, inwieweit dieses Element in der vorinstanzlichen Härtefallprüfung überhöht gewichtet worden wäre.