Citation: 8C_349/2021 E. 5.2.3

5.2.3. Was der Beschwerdeführer hiegegen vorbringt, ist unbegründet. Insbesondere legt er nicht dar, inwiefern die Vorinstanz bei der konkreten Beweiswürdigung das Willkürverbot verletzt haben soll (vgl. E. 5.1 hievor). 5.2.3.1. Zwar nahm Dr. med. B.________ im Medexperts-Gutachten Bezug auf die vom kantonalen Gericht bereits mit Rückweisungsurteil vom 18. September 2018 gestützt auf die medizinische Literatur vertretene Auffassung (vgl. E. 5.2.1 hievor). Diesbezüglich verwies Dr. med. B.________ zur Begründung der von ihr diagnostizierten kombinierten Persönlichkeitsstörung auf die am 9. Mai 2016 telefonisch erteilten Auskünfte der erstmals ab Frühjahr 2014 behandelnden Psychiaterin Dr. med. C.________. Laut angefochtenem Urteil sind jedoch weder den Angaben der behandelnden Psychiaterin noch dem Medexperts-Gutachten noch anderen psychiatrischen Expertisen und Berichten Hinweise darauf zu entnehmen, dass beim Beschwerdeführer bereits in der Jugend und im frühen Erwachsenenalter dauerhaft anhaltende Verhaltensauffälligkeiten eingesetzt hätten. Entsprechendes macht der Beschwerdeführer auch nicht geltend. Vielmehr stellte das kantonale Gericht zutreffend fest, gemäss Arbeitszeugnis vom 31. August 2018 sei der Beschwerdeführer während 28 Jahren bei der gleichen Arbeitgeberin tätig gewesen. Letztere habe nicht nur seine Kritikfähigkeit, sondern auch die hohe fachliche Kompetenz, das sehr gute Verhandlungsgeschick und seine kommunikativen Fähigkeiten gelobt. Zudem sei die Arbeitgeberin dem Beschwerdeführer auch nach Arbeitsausfällen mit attestierter (Teil-) Arbeitsunfähigkeit entgegenkommen und habe ihn weiter beschäftigen wollen. Davon wäre bei einem bekanntermassen schwierigen Arbeitnehmer nicht auszugehen gewesen. Aus der bisherigen Erwerbsbiographie ergäben sich keine Anhaltspunkte für die von Dr. med. B.________ vermuteten interaktionellen Schwierigkeiten. Mit Blick auf diese jahrelange und erfolgreiche erwerbliche Karriere sei nicht ersichtlich, inwiefern die dafür erforderlichen interaktionellen Fähigkeiten durch eine tiefgreifende, seit der Jugend anhaltende Störung mit unpassenden Verhaltensmustern in vielen persönlichen und sozialen Situationen beeinträchtigt gewesen wären. Das Arbeitszeugnis lasse im Gegenteil nicht auf solche Beeinträchtigungen schliessen, welche nach den klinisch-diagnostischen Leitlinien zu Persönlichkeitsstörungen für diese Gesundheitsstörungen definitionsgemäss vorausgesetzt seien. 5.2.3.2. Soweit der Beschwerdeführer hiegegen erstmals vor Bundesgericht neu geltend macht (vgl. zum grundsätzlichen Verbot neuer Vorbringen Art. 99 BGG), die erwerbliche Karriere und das Verständnis für seine Persönlichkeitsstörung seien der Tatsache zu verdanken, dass sein Vater zusammen mit zwei weiteren Aktionären Inhaber der Arbeitgeberfirma gewesen sei, handelt es sich um ein vor Bundesgericht grundsätzlich unzulässiges unechtes Novum (vgl. dazu BGE 143 V 19 E. 1.2 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer legt auch nicht ansatzweise dar, inwiefern erst das angefochtene Urteil zu diesen Vorbringen Anlass gab. Die Beschwerdegegnerin wies denn auch bereits mit Vorbescheid vom 26. Mai 2020 und Verfügung vom 8. Juli 2020 auf die Diskrepanz hin zwischen der langjährigen erfolgreichen Erwerbsbiographie einerseits und einer - definitionsgemäss seit dem jungen Erwachsenenalter anhaltenden - erheblichen Persönlichkeitsstörung andererseits (vgl. E. 5.2.3.1 hievor). Darauf ist folglich nicht weiter einzugehen. 5.2.3.3. Der Beschwerdeführer beruft sich abschliessend auf die Einschätzung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) der Beschwerdegegnerin, wonach auf die plausiblen Schlussfolgerungen des Medexperts-Gutachtens abzustellen sei. Diese Einschätzung verfasste med. pract. D.________, RAD-Fachärztin für orthopädische Chirurgie und Traumatologie am 21. Februar 2020. Unerwähnt lässt der Beschwerdeführer jedoch die ergänzende Stellungnahme vom 6. Mai 2020 des med. pract. E.________, RAD-Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, zum psychiatrischen Teil des Medexperts-Gutachtens. Nach Überzeugung des RAD-Psychiaters hätte sich die angebliche kombinierte Persönlichkeitsstörung gemäss Medexperts-Gutachten bei dem 1959 geborenen Beschwerdeführer schon vor vierzig Jahren auf die Arbeitsfähigkeit auswirken müssen. Diese fachärztlich-psychiatrische Einschätzung des RAD stützt somit die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung. Denn nach der nicht als bundesrechtswidrig zu beanstandenden Würdigung der konkreten Verhältnisse des Beschwerdeführers - insbesondere der langjährigen erfolgreichen Erwerbsbiographie - sowie unter Mitberücksichtigung der einschlägigen klinisch-diagnostischen Leitlinien erkannte die Vorinstanz zutreffend, dass nicht mit dem erforderlichen Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf eine Persönlichkeitsstörung oder eine andere relevante psychiatrische Diagnose zu schliessen ist. Weshalb nach mehrfachen Begutachtungen von einer weiteren psychiatrischen Expertise entscheidrelevante neue Erkenntnisse zu erwarten wären, legt der Beschwerdeführer nicht dar und ist nicht ersichtlich. 5.2.3.4. Im Übrigen ist auf die appellatorische Kritik des Beschwerdeführers an der konkreten Beweiswürdigung des kantonalen Gerichts (vgl. hievor E. 5.1 i.f.) nicht weiter einzugehen. Denn es reicht nicht aus, in allgemeiner Form Kritik zu üben, einen von den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz abweichenden Sachverhalt zu behaupten oder seine eigene Beweiswürdigung zu erläutern (E. 1.2 hievor und BGE 141 V 416 E. 4 mit Hinweisen).