Citation: 6B_907/2023 E. 1.2.2

1.2.2. Der Sinneswandel der Geschädigten erscheine vor dem Hintergrund des gesamtem Falles absolut unglaubhaft. Bisher habe kein einziger von ihnen selber einen Schritt unternommen, der die Darstellung des Beschwerdeführers stützen würde. Es sei zwar nachvollziehbar, das dies aufgrund der Rechtspflegedelikte schwierig wäre. Nicht nachvollziehbar sei jedoch, weshalb die betreffende Äusserung gegenüber dem Anwalt des Beschwerdeführens erfolgt sei, gegenüber den Behörden jedoch nicht. Die Geschädigten hätten im Rahmen des Strafverfahrens einschneidende Massnahmen in Kauf genommen, welche durch ihre Aussagen nötig geworden seien. Sie seien ins Zeugenschutzprogramm aufgenommen worden und hätten ihr Geschäft aufgeben müssen. All dies, sowie die Belastung des langwierigen Strafverfahrens, spreche gegen eine seinerzeitige Falschbehauptung. Dies zumal die Geschädigten keinerlei Vorteile aus der Verurteilung des Beschwerdeführers gezogen und sich nicht einmal als Privatkläger konstituiert hätten. Es sei unklar, wie der Beschwerdeführer zu den Zeugenbestätigungen der Geschädigten gekommen sei. Aufgrund der Vorgeschichte sei es aber keineswegs abwegig, dass er auf sie eingewirkt habe. Seltsam scheine auch, dass die Geschädigten nunmehr nicht vor dem Beschwerdeführer sondern vor dessen Schwiegersohn Angst hätten. Im Verfahren sei dies genau umgekehrt geschildert worden. Es scheine, als wolle der Beschwerdeführer dem mittlerweile verhassten Schwiegersohn schaden und ihm die Schuld zuschieben. Anlässlich der Berufungsverhandlung sei sogar ein spezielles Sicherheitsdispositiv angewendet worden, da es zwischen dem Beschwerdeführer und seinem Schwiegersohn zu massiven Konflikten gekommen sei. Aus den Äusserungen zur Ehe der Tochter des Beschwerdeführers gehe hervor, dass ein heftiger Familienstreit im Gange sei, die Tochter des Beschwerdeführers wieder bei ihm wohne und er sich auf ihre Seite gestellt habe. Entgegen der Eingabe vom 17. Mai 2023 sei im Revisionsgesuch noch die Rede davon gewesen, dass beide Beschuldigten (der Beschwerdeführer und sein Schwiegersohn) entlastet werden sollten. Plötzlich solle nun Letzterer alleine Schuld gewesen sein. Das Revisionsgesuch sei aus diesen Gründen offensichtlich unbegründet und es sei darauf nicht einzutreten.