Citation: 4P.62/2005 02.06.2005 E. 5

Schliesslich werfen die Beschwerdeführer dem Kantonsgericht eine Verletzung des rechtlichen Gehörs nach Art. 8 BV (recte Art. 29 Abs. 2 BV) vor, weil es sich mit einzelnen Ausführungen in den erstinstanzlichen Rechtsschriften bzw. im Plädoyer vor dem Kantonsgericht nicht auseinandergesetzt habe. Das rechtliche Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV umfasst nach ständiger Rechtsprechung insbesondere den Anspruch auf Begründung eines Entscheides. Das bedeutet jedoch nicht, dass sich das Gericht ausdrücklich mit jeder tatsächlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann es sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken, wobei es diejenigen Argumente aufzuführen hat, die tatsächlich seinem Entscheid zugrunde liegen (BGE 129 I 232 E. 3.2; 126 I 97 E. 2b S. 102 f., je mit Hinweisen). Die Beschwerdeführer legen nicht dar, inwiefern die von ihnen zitierten Passagen wesentliche Aspekte betreffen, deren Berücksichtigung den Entscheid massgebend beeinflusst hätte. Solches ist auch nicht ersichtlich. Dem Kantonsgericht kann daher nicht eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör vorgeworfen werden, nur weil es sich nicht explizit zu diesen Ausführungen - zumal zu jenen in den erstinstanzlichen Rechtsschriften - äusserte.