Citation: 2C_392/2020 E. 2.5.1

2.5.1. Was sodann die AHV-Beiträge betrifft, wird die Ausgleichskasse darüber eine Verfügung zu erlassen haben. Diese steht ausserhalb des harmonisierten Steuerrechts von Bund, Kantonen und Gemeinden, beruht inhaltlich aber auf der Veranlagungsverfügung zur direkten Bundessteuer (Art. 9 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVG; SR 831.10]). Entsprechend bestimmt Art. 23 Abs. 4 der Verordnung vom 31. Oktober 1947 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV; SR 831.101), dass die Angaben der kantonalen Steuerbehörden für die Ausgleichskassen verbindlich seien. Die Praxis hat dies dahingehend verdeutlich, dass die AHV-rechtliche Qualifikation durch die kantonale Veranlagungsverfügung nicht uneingeschränkt präjudiziert werde ("absolute Verbindlichkeit der Angaben der Veranlagungsbehörden, aber relative Bindung der Ausgleichskassen"; BGE 110 V 369 E. 2a S. 371).