Citation: 5A_515/2023 E. 4.2.1

4.2.1. Was die vertraglichen Grundlagen des Bankkundenverhältnisses angeht, erklärt das Obergericht, dass den Anforderungen an die Substanziierung Genüge getan und die (grundsätzliche) Verbindlichkeit der entsprechenden Vertragsbestimmungen unbestritten sei. Zur Arrestforderung, welche die Beschwerdeführerin auf diese Vereinbarungen abstützt, ist dem angefochtenen Entscheid zu entnehmen, dass es sich um einen Saldo im Sinne des Ergebnisses einer Abrechnung handele, die sich aus verschiedenen Positionen ergebe: dem Kredit, der dem Beschwerdegegner und seiner Ehefrau gewährt wurde, der Unterdeckung des Kredits infolge Wertverlusts der gestellten Sicherheiten, dem Liquidationserlös der OTC-Transaktionen und den weiteren Guthaben des Beschwerdegegners und seiner Ehefrau bei der Beschwerdeführerin. In einem solchen Fall - so die Erwägungen des Obergerichts - könne die Arrestgläubigerin sich nicht darauf beschränken, den Totalbetrag der Abrechnung zu behaupten. Ein rechtsgenügendes Substanziieren der Forderung verlange vielmehr, dass die Berechnung mit den einzelnen darin enthaltenen Positionen zumindest in den Grundzügen aufgezeigt wird. Nur so sei es der Gegenpartei möglich, sich nicht nur zum Totalbetrag, sondern zur Entstehung und Zusammensetzung der Forderung im Einzelnen zu äussern und anzugeben, welche Positionen sie bestreitet. Auf eine Abrechnung dürfte nur verwiesen werden, wenn das fragliche Beweisstück selbsterklärend sei und kein Interpretationsspielraum verbleibe.