Citation: 5A_393/2022 E. 2.3.2

2.3.2. Bejaht hingegen die Beschwerdeinstanz die örtliche Zuständigkeit der ihr die Zuständigkeitsfrage unterbreitenden Behörde, liegt kein interkantonaler Zuständigkeitskonflikt mehr vor und ist die erstinstanzliche Behörde, wie bei innerkantonalen Zuständigkeitskonflikten, an den Entscheid der kantonalen Beschwerdeinstanz gebunden (zur Bindung im innerkantonalen Verhältnis: MARANTA/AUER/MARTI, in: Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch, 6. Aufl. 2018, N. 15 zu Art. 444 ZGB). Damit hat das Hauptsacheverfahren grundsätzlich seinen Fortgang zu nehmen. Die Sache ist so zu halten, wie wenn die gerichtliche Beschwerdeinstanz den die örtliche Zuständigkeit verneinenden Entscheid der Erwachsenenschutzbehörde aufgehoben und die Angelegenheit zu neuem Entscheid in der Sache zurückgewiesen hätte. In diesem Sinn hat die KESB Glarus die Stellung einer verfügenden Behörde.