Citation: 6B_468/2024 E. 8.2

8.2. Soweit der Beschwerdeführer sich mit einem Verweis auf die erstinstanzliche Urteilsbegründung begnügt, ist er nicht zu hören. Die Vorinstanz hat ausführlich und überzeugend dargelegt, weshalb sie den rechtlichen Erwägungen der ersten Instanz nicht folgt und die Tat entgegen Letzterer als Mord qualifiziert. Der Beschwerdeführer nimmt darauf keinen hinreichenden Bezug. Ebenso geht es an der Sache vorbei, wenn der Beschwerdeführer das Fehlen eines besonders grausamen Tatvorgehens rügt. So ging die Vorinstanz nicht davon, sondern vielmehr von besonderer Heimtücke und besonders verwerflichen Beweggründen aus. Zum Tatbestandselement der Heimtücke äusserst sich der Beschwerdeführer nicht. Die Vorinstanz erachtet es mit nachvollziehbarer Begründung als erwiesen, dass in der eskalierenden Phase, die im Angriff auf die Beschwerdegegnerin 2 mündete, als Beweggrund die Eliminierung der Beschwerdegegnerin 2 zwecks Trennung von Mutter und Kind im Vordergrund stand. Indessen sei es der Vorinstanz zufolge nicht einzusehen, weshalb zusätzliche mögliche Beweggründe (Eifersucht, Wut auf die Beschwerdegegnerin 2, da sie den Besuchsrechtsplan wiederholt geändert und ihm den gemeinsamen Sohn vorenthalten habe) diese Verwerflichkeit relativieren sollten. Diese weiteren Beweggründe seien insgesamt ebenso verwerflich wie die Erzwingung des Heimaufenthalts des gemeinsamen Sohnes. Zudem stehe das gewählte Mittel - die Tötung der Mutter des eigenen Kindes - in einem genauso krassen Missverhältnis zu diesen. Der Beschwerdeführer habe gewusst, dass die Beschwerdegegnerin 2 die Hauptbezugsperson seines Sohnes sei. Die Bereitschaft zur Beseitigung dieser Hauptbezugsperson mittels Tötung aus rein egoistischen Gründen sowie die Inkaufnahme einer daraus folgenden schweren Krise seines Kindes, zeuge von besonderer Skrupellosigkeit. Dass der Beschwerdeführer noch weitere denkbare Motive gehabt habe, (Eifersucht in Bezug auf mögliche neue Partner, die Idee, seine Ex-Frau trotz Scheidung für sich zu "pachten" und damit seine Probleme mit dem Besuchsrecht zu lösen), verstärke dieses Missverhältnis nur noch zusätzlich. Was er dagegen vorbringt, vermag nicht zu überzeugen. Einmal mehr beschränkt er sich im Wesentlichen darauf, bereits von der Vorinstanz gewürdigte allfällige weitere Motive aufzuzählen. Seinem Versuch, die von der Vorinstanz - in nachvollziehbarer Weise - als egoistisch qualifizierten Motive ins altruistische zu verkehren (namentlich indem er geltend macht, es sei ihm darum gegangen, ein besseres Leben für sein Kind zu erreichen), ist ebenfalls kein Erfolg beschieden. Inwiefern sich das Leben des gemeinsamen Sohnes durch die Tötung seiner Mutter (und die damit einhergehende langjährige Inhaftierung seines Vaters) verbessern sollte, ist völlig rätselhaft. Die egoistische Sichtweise des Beschwerdeführers geht im Übrigen auch aus der (von der Vorinstanz zutreffend wiedergegebenen) Vorgeschichte - u.a. eigenmächtige Beschneidung von C.________ im Juli 2020 und eine sich ab Herbst 2020 einstellende Nachlässigkeit in der Kindesbetreuung - hervor. Die Erwägungen der Vorinstanz zur Qualifikation als (versuchter) Mord verletzen kein Bundesrecht. Die Beschwerde ist diesbezüglich abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.