Citation: 6B_1027/2021 E. 2.5.1

2.5.1. Mangels Vorliegen eines besonders leichten Falles erübrigt sich eine Prüfung, ob das lebenslängliche Tätigkeitsverbot geeignet und erforderlich ist, den Beschwerdeführer von weiteren Straftaten abzuhalten, wie sie Anlass für das Verbot sind. Der Gesetzgeber hat die Prüfung der Verhältnismässigkeit vorweggenommen. Zwar ist dem Beschwerdeführer zuzustimmen, dass ein lebenslängliches Tätigkeitsverbot ihn objektiv nicht davon abhalten kann, in Zukunft weiterhin Kinderpornografie zu konsumieren. Das Tätigkeitsverbot nach Art. 67 Abs. 3 StGB bezweckt jedoch allgemein den Schutz von Minderjährigen vor Sexualstraftätern sowie vor den in Art. 67 Abs. 3 StGB aufgeführten Straftaten (BBl 2016 6158 Ziff. 2.1). Ein Tätigkeitsverbot ist grundsätzlich dazu geeignet ist, Sexualstraftaten zulasten von Minderjährigen zu verhindern bzw. zu erschweren. An die Eignung zur Verhinderung weiterer Sexualdelikte sind im Übrigen keine allzu hohen Anforderungen zu stellen. So schützt das Tätigkeitsverbot Minderjährige auch nur vor blossen Übertretungen in Form von sexueller Belästigung nach Art. 198 StGB.