Citation: 6B_502/2024 E. 5.2

5.2. Hinsichtlich der Aufenthaltsdauer hält die Vorinstanz fest, dass der Beschwerdeführer erst 2017 im Alter von 17 Jahren in die Schweiz gekommen sei, er hielt sich also zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils vom 2. Juni 2023 seit sechs Jahren in der Schweiz auf. Die Vorinstanz hält weiter fest, dass das Gesuch um Asyl am 26. Juni 2017 abgewiesen wurde. Da das Staatssekretariat für Migration (SEM) eine Rückkehr nach Syrien zu diesem Zeitpunkt als nicht zumutbar erachtete, verfügte es eine vorläufige Aufnahme. Der Beschwerdeführer betont, er habe die prägende Adoleszenz in der Schweiz verbracht - was umso höher zu werten sei, als dass er zuvor einer Kindheit beraubt worden sei, weil er in Dubai Kinderarbeit habe leisten müssen. Ob dies vorliegend zu einer stärkeren Verwurzelung geführt hat, kann indes offen gelassen werden, da hier in jedem Fall keine Aufenthaltsdauer vorliegt, die klar für einen Härtefall spricht, denn grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass die in der Schweiz verbrachte Zeit umso weniger prägend war, je kürzer der Aufenthalt und die in der Schweiz absolvierte Schulzeit waren, weshalb auch das private Interesse an einem Verbleib in der Schweiz weniger stark zu gewichten ist (vgl. BGE 146 IV 105 E. 3.4.4; 144 IV 332 E. 3.3.3).