Citation: 2D_40/2016 E. 2.2.4

2.2.4. Schliesslich rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung seines rechtlichen Gehörs gemäss Art. 29 Abs. 2 BV. Die Veranlagung sei erst Jahre nach dem Tod des Erblassers erfolgt, der Einspracheentscheid dann noch einmal mehr als zwei Jahre später. Eine verfassungswidrige Verfahrensverschleppung liege im konkreten Fall umso mehr vor, als sie direkte und schwerwiegende Folgen gehabt habe: Inzwischen habe der Beschwerdeführer einen Schlaganfall erlitten, sei zu 100% invalid geworden und nicht mehr in der Lage, sich an die damaligen Vorgänge zu erinnern. Zudem sei dessen Mutter altersdement geworden und habe sich auch nicht mehr zu den hier massgeblichen Ereignissen äussern können, bevor sie im September 2016 gestorben sei. Die behauptete verfassungswidrige Verschleppung ist nicht ersichtlich. Es muss auch nicht weiter geprüft werden, worauf die Verfahrensdauer zurückzuführen war. Jedenfalls ist die Rüge unberechtigt, diese Dauer habe zur Folge gehabt, dass sich der massgebliche Sachverhalt nicht mehr ermitteln lasse. Vielmehr durften die Behörden ihre Beurteilung auf eine undatierte Schenkungsvereinbarung zwischen Mutter und Sohn stützen, bzw. auf die im Rahmen der Veranlagung für 2008 gemachten detaillierten Angaben betreffend die gegenüber dem Beschwerdeführer getätigten Zuwendungen. Daraus ergab sich verbindlich und ohne irgendwelche Zweifel, dass diese Zuwendungen kurz nach der Ausschlagung erfolgten und sich gesamthaft auf Fr. 723'613.-- beliefen. Es besteht keinerlei Anlass, davon abzuweichen (vgl. dazu schon oben E. 2.2.3).