Citation: I 259/02 05.06.2003 E. 3.2

3.2.1 Soweit in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend gemacht wird, eine Verwertung der verbliebenen Restarbeitsfähigkeit sei unrealistisch, ist der gegenteiligen Auffassung des kantonalen Gerichts, wonach auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt für ungelernte Hilfsarbeiter genügend Stellen mit leichten, wechselbelastenden Tätigkeiten zur Verfügung stehen, beizupflichten. An dieser Betrachtungsweise ändert nichts, dass die begutachtenden Ärzte der MEDAS der Möglichkeit einer beruflichen Reintegration eher skeptisch gegenüberstehen. Bei der Invaliditätsbemessung ist nicht darauf abzustellen, ob ein Versicherter unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig darauf, ob er die ihm verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (AHI 1998 S. 291 Erw. 3b mit Hinweisen). Der so verstandene Arbeitsmarkt bietet auch Personen mit Behinderungen, wie sie der Beschwerdeführer aufweist, ein ausreichend weites Betätigungsfeld, etwa im gewerblichen oder im industriellen Bereich, wo sich die verbliebene Restarbeitsfähigkeit wirtschaftlich verwerten lässt. 3.2.2 Da der Beschwerdeführer keine Erwerbstätigkeit mehr aufgenommen hat, welche zuverlässige Schlüsse auf die aktuellen Verdienstmöglichkeiten erlauben würde, haben Vorinstanz und Verwaltung für die Bestimmung der trotz Gesundheitsschädigung hypothetisch erreichbaren Einkünfte (Invalideneinkommen) zu Recht die vom Bundesamt für Statistik im Rahmen der periodisch durchgeführten Lohnstrukturerhebung (LSE) ermittelten Tabellenlöhne beigezogen. Ausgehend vom Durchschnittslohn sämtlicher Wirtschaftszweige im privaten Sektor für Männer mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) im Jahre 1998 von Fr. 4268.- bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden (LSE 1998 S. 25) errechnete die Vorinstanz für das Jahr 2001 bei 41,9 Wochenstunden ein mutmassliches Jahreseinkommen von Fr. 54'828.40. Diesen Betrag reduzierte sie, da schon der als Gesunder in der Firma T.________ AG erzielte Lohn um 13,7 % unter den Durchschnittslöhnen gemäss LSE lag, um den nämlichen Prozentsatz auf Fr. 47'316.90, womit sich für ein 50%iges Pensum ein Jahreseinkommen von Fr. 23'658.45 ergab. Bis zu diesem Punkt ist die vorinstanzliche Berechnung auch vom Beschwerdeführer nicht in Frage gestellt worden. Unklar ist einzig, weshalb die Vorinstanz ihrer Berechnung - wie zuvor auch schon die Verwaltung - eine wöchentliche Arbeitszeit von 41,9 Stunden zu Grunde gelegt hat. Geht man von der für das Jahr 2001 massgebenden durchschnittlichen Arbeitszeit von 41,8 Wochenstunden aus (Die Volkswirtschaft 2002/7 S. 88), würde bei der vorinstanzlichen Berechnungsweise ein Jahreslohn von Fr. 23'602.- resultieren. 3.2.3 Hinsichtlich des Einkommensvergleichs bemängelt wird in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde einzig, dass Vorinstanz und Verwaltung vom so errechneten Einkommen einen leidensbedingten Abzug lediglich noch im Umfang von 15 % zugelassen haben, während dieser anlässlich der der erstmaligen Rentenzusprache zu Grunde liegenden Invaliditätsbemessung noch 25 % betrug. Zu beachten ist zwar, dass die Rechtsprechung mit BGE 126 V 75 insofern eine Änderung erfahren hat, als ein so genannter leidensbedingter Abzug, wie er von auf Tabellenlöhnen beruhenden Einkommenswerten vorgenommen wird, weil gesundheitlich beeinträchtigte Personen die für Gesunde geltenden Lohnansätze in der Regel nicht erreichen, neu maximal noch 25 % betragen darf. Aus diesem Grund können Versicherte in einem Rentenrevisionsverfahren nicht ohne weiteres erwarten, dass der anlässlich früherer Invaliditätsbemessungen zugelassene leidensbedingte Abzug erneut vollumfänglich zum Tragen kommt. Angesichts der Behinderungen des Beschwerdeführers, namentlich auch der weiter reduzierten psychischen Belastbarkeit, kann vorliegend indessen davon ausgegangen werden, dass sich die Annahme einer gegenüber statistisch ermittelten Durchschnittslöhnen um 25 % tiefer liegenden Entlöhnung nach wie vor rechtfertigt. Entgegen der Auffassung von Vorinstanz und Verwaltung ist deshalb entsprechend der Argumentation in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ein 25%iger Abzug zuzulassen, womit sich ein Invalideneinkommen von Fr. 17'743.80 resp. - bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 41,8 Stunden - Fr. 17'701.50 ergibt. 3.3 Verglichen mit dem Valideneinkommen von Fr. 45'860.- resultiert damit ein Invaliditätsgrad von knapp 62 %, womit die Voraussetzungen für die Gewährung einer ganzen Invalidenrente nicht erfüllt sind. Dies auch nicht, wenn mit der im Jahr 2001 üblichen Arbeitszeit von 41,8 - statt wie Vorinstanz und Verwaltung von 41,9 - Wochenstunden gerechnet wird.