Citation: 9C_248/2017 E. 6.1

6.1. In Anlehnung an das ABI-Gutachten verneinte das kantonale Gericht einen Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung. Zur Lebensverrichtung An- und Auskleiden erkannte es, gestützt auf das rheumatologische Teilgutachten (vgl. Ausführungen in E. 5.2.2) könne bei der Beschwerdeführerin keine erhebliche Einschränkung angenommen werden. Die Beobachtungen der Rheumatologin, wonach das linke Schultergelenk völlig frei beweglich und das rechte nur leicht beeinträchtigt sei, würden mit den bildgebenden Untersuchungen korrelieren, die bis auf eine hoch aktive Spondylose unauffällig gewesen seien. Zur lebenspraktischen Begleitung führte die Vorinstanz aus, im psychiatrischen Teilgutachten der ABI GmbH sei lediglich eine Schmerzverarbeitungsstörung diagnostiziert worden. Eine depressive Störung habe der Experte ausgeschlossen. Die Versicherte werde denn auch entgegen ihren eigenen Angaben nicht medikamentös behandelt. Damit sei nicht ersichtlich, inwiefern die Beschwerdeführerin nicht in der Lage sein sollte, sich eine Tagesstruktur zu geben und die alltäglichen Belange selber zu besorgen.