Citation: I 448/06 19.07.2007 E. 3

Streitig ist zunächst die Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit der Versicherten und ob dabei auf das Gutachten der Klinik Y.________ vom 13. Juni 2003, wonach in der bisherigen Tätigkeit eine uneingeschränkte Leistungsfähigkeit besteht, und auf das psychiatrische Gutachten des Dr. med. I.________ vom 9. Juli 2004, in dem aus psychischen Gründen eine Arbeitsunfähigkeit von 20 bis 25 % angegeben wird, abgestellt werden kann. Entgegen den Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, wonach auf das psychiatrische Gutachten nicht abgestellt werden könne, da Verständigungschwierigkeiten es der Beschwerdeführerin nicht ermöglicht hätten, ihre Leiden mitzuteilen, ist der kantonale Beschwerdeentscheid hinsichtlich des Beweiswertes des Gutachtens zu bestätigen. Das psychiatrische Gutachten vom 9. Juli 2004 hat den Gesundheitszustand umfassend aufgearbeitet. Darin ist sodann vermerkt, das Gespräch habe am Anfang in Deutsch stattgefunden und sei dann auf Serbisch weitergeführt worden, wobei der Facharzt feststellte, die Beschwerdeführerin drücke sich präzise aus. Im Lichte der Unterlagen findet die geltend gemachte Sprachbarriere ebenfalls keine Stütze. Erst anlässlich des zweiten Schriftenwechsels hält die Versicherte mit Schreiben vom 25. Juli 2006 fest, das Gutachten der Klinik St. Katharinenthal sei gestützt auf das Gutachten des Dr. med. S.________, Institut Z.________, vom 21. Juli 2006, widersprüchlich und nicht nachvollziehbar. Dabei hält Dr. med. S.________ ausdrücklich fest, seine Diagnose divergiere nicht von derjenigen der Ärzte der Klinik Y.________. Der einzige Unterschied besteht darin, dass Dr. med. S.________ auf Grund der Befunde von einer eingeschränkten Arbeitsunfähigkeit von 30 % bis 40 % ausgeht, während die Ärzte der Klinik Y.________ eine Einschränkung in der Leistungsfähigkeit ausschliessen. Entgegen der Kritik der Beschwerdeführerin dokumentiert das Gutachten der Klinik Y.________ die Beschwerden schlüssig, beruht auf eigenen Untersuchungen der jeweiligen Ärzte, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und leuchtet in seinen Schlussfolgerungen ein, so dass dem Gutachten voller Beweiswert zukommt (BGE 125 V 351 E. 3b/aa - ee S. 352 f.). Dr. med. S.________ geht gestützt auf den Befund, ohne dabei die körperliche Einschränkung darzulegen oder in Bezug zu möglichen Tätigkeiten zu stellen, von einer eingeschränkten Arbeitsfähigkeit aus. Die somatische Arbeitsunfähigkeit schätzt er ohne Begründung auf 30 bis 40 % und die psychische Arbeitsunfähigkeit auf 20 bis 30 %, die sich mit derjenigen des Psychiaters I.________ deckt. Dr. med. S.________ veranschlagt aber zusammenfassend die Arbeitsunfähigkeit auf insgesamt 30 bis 40 %. Während die Ärzte der Klinik Y.________, entgegen den Ausführungen im Gutachten S.________, klar erläutert haben, weshalb sie von einer uneingeschränkten Arbeitsunfähigkeit ausgehen, entbehrt die Einschätzung des Dr. S.________ einer Begründung, weshalb auf dieses Gutachten nicht abzustellen ist. Von weiteren medizinischen Abklärungen kann in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2005 MV Nr. 1 S. 2 E. 2.3 mit Hinweisen) abgesehen werden, so dass mit der Vorinstanz von einer schmerzbedingten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20 % bis 30 % auszugehen ist, wobei mit Verwaltung und Vorinstanz bei der Invaliditätsbemessung eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von 25 % als massgebend zu erachten ist.