Citation: C 4/01 06.08.2002 E. 2.2

Es ist unbestritten und aufgrund der Akten erstellt, dass der Insolvenzentschädigungstatbestand des Art. 51 Abs. 1 lit. c AVIG vorliegt. Ferner steht fest, dass A.________ dem Beschwerdeführer für die Zeit von Januar bis Ende Juni 1997 Gehaltszahlungen geleistet hat. Die in den Akten in Fotokopie befindlichen Quittungen ergeben für diese Zeitspanne ein monatliches Entgelt von Fr. 8000.- netto. Für die Folgezeit hat A.________ keine Zahlungen mehr erbracht, hingegen in der Schuldanerkennung vom 6. Februar 1998 für die im vorliegenden Fall entschädigungsberechtigte Zeit vom 1. August 1997 bis 31. Januar 1998 eine Lohnzahlungspflicht von Fr. 48'000.- und somit von Fr. 8000.- pro Monat anerkannt. Da nach Gesetz und Rechtsprechung bei der Ermittlung des versicherten Verdienstes grundsätzlich von den tatsächlichen Lohnbezügen auszugehen ist (BGE 123 V 72 Erw. 3 mit Hinweis; noch nicht in der Amtlichen Sammlung veröffentlichtes Urteil W. vom 5. Juni 2002, C 180/01; Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR] Bd. Soziale Sicherheit, S. 115 f. Rz 302), ist auf die tatsächlich ausgerichteten Löhne abzustellen, und nicht auf den im Vertrag vom 30. April 1997 vereinbarten Lohn von Fr. 6000.-. Für die Berechnung der Insolvenzentschädigung wird daher von einem monatlichen Nettoverdienst von Fr. 8000.- auszugehen sein, wobei ein Anspruch auf einen 13. Monatslohn namentlich auch aufgrund der Schuldanerkennung vom 6. Februar 1998 nicht ausgewiesen ist. Es wird Sache der Arbeitslosenkasse sein, die dem Beschwerdeführer auszurichtende und rechtzeitig geltend gemachte Insolvenzentschädigung (Art. 53 Abs. 2 AVIG; BGE 114 V 60 und ARV 1999 Nr. 24 S. 140) zu berechnen.