Citation: 2C_431/2019 E. 2.3.3

2.3.3. Die im erwähnten Urteil des EGMR genannte Ausnahmesituation, welche entsprechende positive Verpflichtungen des Staates auslösen könnten, trifft auf den vorliegenden Sachverhalt nicht zu: Hintergrund des erwähnten Falles bildet der Umstand, dass Frau Rodrigues, brasilianische Staatsangehörige, mit ihrem ehemaligen niederländischen Konkubinatspartner ein Kind, welches die niederländische Staatsangehörigkeit erhielt, gezeugt hatte und die Betreuung des Kindes durch die Grosseltern des ehemalige Partners während der Woche und durch Frau Rodrigues während des Wochenendes erfolgte. Insgesamt kommt die Situation einem umgekehrten Familiennachzug gleich. Im vorliegenden Fall trifft dies nicht zu: Der Vater der drei Kinder der Beschwerdeführerin 1 aus der zweiten Beziehung befand sich selbst illegal in der Schweiz, was auch auf die drei Kinder zutrifft, welche ebenfalls eine mazedonische Staatsangehörigkeit innehaben. Die Beschwerdeführerinnen fallen deshalb auch nicht unter Berücksichtigung des von ihnen genannten Entscheids des EGMR in den Geltungsbereich von Art. 8 Abs. 1 EMRK.