Citation: 1B_193/2014 E. 2.3.2

2.3.2. Wie oben in E. 2.1 dargelegt, sind die Fragen zur Problematik einer allfälligen Einziehung nicht abschliessend zu klären; das wird Sache des Strafrichters sein, dem das Bundesgericht vorliegend nicht vorzugreifen hat. Aus den vorstehenden Ausführungen ergibt sich für die hier allein zu beurteilende Zulässigkeit der Beschlagnahme Folgendes: Nach dem in diesem Verfahrensstadium massgebenden Tatverdacht hat der Beschuldigte, um sich der polizeilichen Anhaltung zu entziehen und damit den Konsequenzen für sein verkehrswidriges Verhalten zu entgehen, mithin aus krass egoistischen Motiven, innerorts, im überbauten Gebiet und zu einer Tageszeit, zu der er mit anderen Verkehrsteilnehmern rechnen musste (Freitagabend nach 17:30 Uhr), auf bis zu 130 km/h beschleunigt. Es bedarf keiner weiteren Ausführungen, dass der Beschuldigte dadurch die Verkehrssicherheit objektiv hochgradig gefährdete und subjektiv, schon im Hinblick auf seine Motivation, skrupellos gehandelt hat. Die Einziehungsvoraussetzungen von Art. 90a Abs. 1 lit. a SVG sind klarerweise erfüllt.