Citation: 6B_977/2023 E. 1.5.5

1.5.5. Die Vorinstanz prüft denn auch die Wiedereingliederungschancen des Beschwerdeführers im Kosovo. Sie erwägt, es würden ihn keine unzumutbaren Schwierigkeiten erwarten. Angesichts des Aufwachsens im heutigen Kosovo, des regelmässigen Besuchs albanischer Klubs sowie der in der Regel mindestens einmal pro Jahr mit seiner Frau erfolgten Ferienbesuchen im Kosovo sei er mit der dortigen Kultur und den Gepflogenheiten vertraut. Dagegen gilt es nichts einzuwenden; was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, verfängt nicht. Inwieweit die von ihm geltend gemachten Veränderungen in seinem Heimatland einen konkreten Einfluss auf seine Reintegrationschancen haben sollen, ist weder ersichtlich noch begründet dargetan. Die Vorinstanz berücksichtigt in diesem Zusammenhang ebenso nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer über die notwendigen Sprachkenntnisse verfügt und er in seiner beruflichen Situation im Kosovo keinesfalls schlechter gestellt wäre als in der Schweiz. Ein allenfalls günstigeres wirtschaftliches Fortkommen in der Schweiz vermag einen Verbleib in der Schweiz überdies nicht zu begründen (vgl. Urteil 6B_943/2023 vom 22. November 2023 E. 1.5.5 mit Hinweisen). Ebenso führt die Vorinstanz mit Bezug auf den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers schlüssig aus, eine lebensbedrohliche Krankheit oder eine zu befürchtende dramatische Verschlechterung seines Gesundheitszustands infolge der Rückkehr in sein Heimatland liege bei den Knie- sowie Rückenschmerzen nicht vor; erst recht nicht bei der von ihm vorgetäuschten schweren Depression, die den Schuldspruch im vorliegenden Strafverfahren zur Folge hatte. Zu Recht geht sie davon aus, das Gesundheitswesen im Kosovo biete eine genügende medizinische Betreuung. Der Beschwerdeführer macht diesbezüglich bloss geltend, er sei auf die regelmässige Therapie mit Humira angewiesen und behauptet, diese Therapierung sei im Falle einer Landesverweisung nicht mehr gewährleistet. Mit seinen Ausführungen genügt er den Begründungsanforderungen nicht. Damit steht auch der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers einer Landesverweisung nicht entgegen.