Citation: 6B_1280/2022 E. 6.3.1

6.3.1. Soweit der Beschwerdeführer einwendet, richtigerweise sei von einer Schuldunfähigkeit auszugehen, bringt er nichts vor, was Anlass böte, vom vorinstanzlich herangezogenen forensischen Gutachten abzuweichen. Das Bundesgericht prüft diese Rüge nur auf Willkür (vgl. dazu Urteil 6B_521/2022 vom 7. November 2022 E. 2.1.3 mit Hinweisen), was der Beschwerdeführer nicht aufzeigt. Entgegen seiner Auffassung spricht namentlich nicht gegen die Schlüssigkeit des Gutachtens, dass es lediglich auf Akten beruht. Wie die Vorinstanz zudem zutreffend erwägt, hat sich der Beschwerdeführer diesen Umstand selbst zuzuschreiben, da er eine persönliche Exploration verweigerte. Er kann daher daraus nichts für sich ableiten. Nicht zu beanstanden ist sodann, dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer mit Bezug auf das schwerste Delikt eine nicht unerhebliche kriminelle Energie attestiert. Im Übrigen lässt er mit seiner Kritik ausser Acht, dass die Vorinstanz gleichwohl von einem leichten Verschulden ausgeht und die Abhängigkeitsproblematik berücksichtigt. Wenn sie für die qualifizierte Widerhandlung gegen das BetmG eine hypothetische Einsatzstrafe von 16 Monaten ansetzt, liegt sie ohne Weiteres innerhalb des gesetzlichen Strafrahmens und ihres Ermessens bei Annahme eines leichten Verschuldens. Die Vorinstanz verfällt weder in Willkür noch verletzt sie Bundesrecht, indem sie kein sehr leichtes Verschulden annimmt und die Einsatzstrafe nicht tiefer ansetzt. Gleiches gilt, wenn sie eine eigentliche finanzielle Notlage verneint, obwohl der Beschwerdeführer von der Sozialhilfe lebte. Sie weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass er dennoch seinen Hobbies wie Skifahren, Snow- und Wakeboarden nachgehen konnte. Mit Bezug auf die Strafzumessung der weiteren Delikte wirft der Beschwerdeführer der Vorinstanz wiederholt Willkür vor, begründet dies aber nicht. Darauf ist nicht einzugehen (Art. 42 und Art. 106 Abs. 2 BGG; oben E. 4.1.2). Dies gilt auch für weitere unsubstanziierte Rügen, wie die Verletzung der Begründungspflicht, das Verneinen einer besonderen Strafempfindlichkeit oder einer grossen seelischen Belastung. Es kann auf die vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen werden. Auch ein Ermessensmissbrauch ist insoweit nicht ersichtlich. Ebenso wenig liegt eine Verletzung des Beschleunigungsgebots vor. Der Beschwerdeführer lässt unberücksichtigt, dass die Vorinstanz im Anschluss an die Berufungsverhandlung von Juni 2021 ein Gutachten zu seinem geistigen Zustand, seiner Schuldfähigkeit und zur Zweckmässigkeit von Massnahmen einholte. Dieses Gutachten wurde erst am 31. März 2022 erstattet und den Parteien zur Stellungnahme vorgelegt. Die Verfahrensverzögerung von rund einem Jahr zwischen Berufungsverhandlung und Urteilseröffnung ist daher ohne Weiteres erklärbar.