Citation: 5C.56/2002 18.02.2003 E. 2

Beide kantonalen Instanzen sind davon ausgegangen, dass in Bezug auf die internationale Zuständigkeit für den eingeleiteten Prozess einzig der Wohnsitz des Beklagten (Art. 66 IPRG) in Frage kommt. Das Bezirksgericht nahm an, dass der Beklagte während des Verfahrens seinen Wohnsitz nach Italien verlegt hat, und verneinte seine internationale Zuständigkeit, weil der Grundsatz der perpetuatio fori im hängigen Prozess zur Feststellung des Kindesverhältnisses nicht gelte. Das Obergericht entschied hingegen, im massgeblichen Zeitpunkt der Anhängigmachung der Statusklage mit Einleitung des Sühneverfahrens am 8. Juni 2000 sei der Lebensmittelpunkt des Beklagten in Zürich zu lokalisieren gewesen. Diese zu Beginn des Prozesses begründete Zuständigkeit der Zürcher Gerichte bleibe erhalten mit der Folge, dass auf die Klage einzutreten sei, selbst wenn der Beklagte inzwischen nach Italien gezogen sei.