Citation: 8C_547/2014 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer kritisiert die in Art. 86 Abs. 1 lit. b VUV enthaltene Regelung, wonach der Versicherte vor Erlass der Nichteignungsverfügung bei einem Arbeitgeber mindestens 300 Tage lang die gefährdende Arbeit ausgeübt haben muss. Seiner Ansicht nach widerspreche eine solche Regelung Sinn und Zweck von Art. 84 Abs. 2 Satz 2 UVG und sei somit gesetzeswidrig. Es sei nicht nachvollziehbar, warum Versicherte, deren Expositionsdauer geringer als 300 Tage sei, schlechtergestellt würden, obwohl unbestrittenermassen eine Berufskrankheit vorliege. Es könne ihm nicht zum Vorwurf gemacht werden, dass die Berufskrankheit vor der 300-Tages-Frist eingetreten sei und er deshalb keine Übergangsentschädigung erhalten solle. Weiter könne er nicht nachvollziehen, warum er während vier Monaten die Übergangstaggelder erhalten habe, nun aber keine Übergangsentschädigung beziehen könne. Der Beschwerdeführer ist weiter der Ansicht, vorliegend sei Art. 86 Abs. 3 VUV anwendbar. Diesbezüglich führt er aus, im Vorentscheid werde einfach behauptet, dass die Umschreibung "die Art der Arbeit" nicht gleichzusetzen sei mit dem Begriff "gefährdende Arbeit". Unter "Art der Arbeit" sei auch jene Arbeit zu verstehen, welche zur Arbeitsunfähigkeit geführt habe. Die B.________ AG habe das Arbeitsverhältnis einzig aufgrund der allergischen Reaktion des Beschwerdeführers aufgelöst, da bei der C.________ in D.________ keine Umplatzierungsmöglichkeiten vorhanden gewesen seien. Es habe somit keine andere Art der Arbeit im Sinne von Art. 86 Abs. 3 VUV gegeben. Der Beschwerdeführer wendet schliesslich ein, die Erwägung der Vorinstanz, wonach Art. 86 Abs. 3 VUV nur auf saisonale Tätigkeiten anwendbar sei, gehe fehl. Folge man dieser Überlegung, würden saisonal angestellte Arbeitnehmer besser geschützt als unbefristet angestellte Mitarbeiter, bei denen die Berufskrankheit vor der 300-tägigen Expositionsfrist ausgebrochen sei. Dies sei stossend und stelle eine krasse Verletzung des Willkürverbots dar.