Citation: C 182/05 16.03.2006 E. 2

2.1 Arbeitslosenkasse und kantonales Gericht setzten den versicherten Verdienst auf Fr. 4277.- im Monat fest, indem sie die im Zeitraum vom 1. April 2003 bis 31. März 2004 beim Beschwerdeführer eingegangenen Zahlungen in der Höhe von Fr. 45'000.- (9 x Fr. 5000.-) auf einen Bruttolohn von Fr. 51'318.- umrechneten. Dividiert durch zwölf Beitragsmonate ergab sich der erwähnte Verdienst. Der Beschwerdeführer macht, wie bereits im kantonalen Verfahren, geltend, es sei zusätzlich eine Überweisung von Fr. 18'128.45 in die Berechung miteinzubeziehen, die unter Umgehung der Arbeitgeberin direkt an ihn erfolgt sei. 2.2 Am 12. November 2002 schlossen die Firma Y.________ AG und die Firma X.________ GmbH, D.________, Freelancer genannt, eine Vereinbarung, wonach der Freelancer Firma Y.________ in Projekten unterstützt oder diese im Auftrag der Firma Y.________ selbstständig abwickelt. Im kantonalen Beschwerdeverfahren bestätigte die Firma Y.________ AG am 4. März 2005, dass der Versicherte gestützt auf diese Vereinbarung von ihr - punktuell und nur als Verstärkung ihres Teams von festangestellten Mitarbeitern - als Freelancer eingesetzt worden sei. Die Vergütung über Fr. 18'128.45 vom 17. Februar 2004 an die Firma X.________ GmbH stelle die Entschädigung für einen solchen Einsatz bei einem ihrer Kunden im Januar 2004 dar. Der von der Firma Y.________ AG überwiesene Betrag von Fr. 18'128.45 wurde am 17. Februar 2004 auf dem Mitglieder-Sparkonto des Beschwerdeführers bei der Bank Q.________ gutgeschrieben. Der Rechnung der Firma X.________ GmbH vom 30. Januar 2004 an die Firma Y.________ AG ist zu entnehmen, dass es sich um das Entgelt für die vom Beschwerdeführer im Januar 2004 bei einem Kunden der Firma Y.________ AG geleisteten 162 Arbeitsstunden handelt. Nun trifft es entsprechend den Erwägungen im angefochtenen Entscheid zu, dass eine Anweisung der Firma X.________ GmbH an die Firma Y.________ AG, den geschuldeten Betrag auf Rechnung der Arbeitgeberin an den Beschwerdeführer zwecks Tilgung seiner Lohnforderung zu leisten, aktenmässig nicht erstellt ist. Indessen sprechen verschiedene Indizien für diese vom Versicherten vertretene Version. So hatte er auf Grund des Arbeitsvertrages bis zum Ablauf der Kündigungsfrist Ende März 2004 Anspruch auf den Lohn, und anderweitige Lohnzahlungen seitens der Firma X.________ GmbH sind nicht ersichtlich. Des Weiteren erscheint es nicht unüblich, dass die Zahlung von Fr. 18'128.45 unter Umgehung der Arbeitgeberin und auf deren Anweisung direkt an den Beschwerdeführer geleistet wurde, da die Firma X.________ GmbH offensichtlich finanzielle Schwierigkeiten hatte, wurde doch die am 28. November 2003 ausgesprochene Kündigung des Anstellungsverhältnisses mit der schlechten Wirtschaftslage begründet; durch die Zahlung an den Beschwerdeführer liess sich ein allfälliger Zugriff der Bank auf den in Frage stehenden Betrag vermeiden. Sodann findet sich der Betrag von Fr. 18'128.- auch im Lohnausweis 2004 (Beschäftigungsdauer Januar bis März 2004) für die Staats-, Gemeinde- und direkte Bundessteuer, den die Firma X.________ GmbH am 12. März 2004 ausgestellt hat. Schliesslich erklärte die Firma Y.________ AG in der Auskunft vom 4. März 2005 auf die Frage der Vorinstanz, aus welchem Grund am 17. Februar 2004 eine Überweisung von Fr. 18'128.45 auf das Konto des Beschwerdeführers erfolgt sei, es handle sich um eine Vergütung an die Firma X.________ GmbH und die Zahlung sei gestützt auf die Vereinbarung mit der Firma X.________ GmbH geleistet worden. Diese Angaben und die Auszahlung des Betrages an den Beschwerdeführer lassen es zusammen mit den übrigen Indizien als naheliegend erscheinen, dass die Gläubigerin (Firma X.________ GmbH) der Firma Y.________ AG eine entsprechende Anweisung gegeben hat. Der Darstellung des Beschwerdeführers ist daher zu folgen. 2.3 Auf Grund der vorstehenden Erwägungen ist davon auszugehen, dass es sich bei der Zahlung von Fr. 18'128.45 grundsätzlich um Entschädigung für vom Beschwerdeführer in unselbstständiger Stellung im Rahmen des Arbeitsverhältnisses mit der Firma X.________ GmbH geleistete Arbeit, somit um massgebenden Lohn, handelt, der als versicherter Verdienst der Taggeldbemessung zugrunde zu legen ist. Indessen kann nur ein Nettomonatslohn von Fr. 5000.- als versicherter Verdienst anerkannt werden, da kein Grund ersichtlich ist, weshalb der Beschwerdeführer in den letzten drei Monaten seines Anstellungsverhältnisses (Januar bis März 2004) mit der Firma X.________ GmbH ein höheres Einkommen erzielt haben sollte als im vorangegangenen Zeitraum. Im Übrigen hätte der Versicherte wahrscheinlich ebenfalls nur den Lohn in bisheriger Höhe erhalten, wenn die Entschädigung von Fr. 18'128.45 an die Gesellschaft geflossen wäre, und die Differenz wäre in der Firma X.________ GmbH verblieben. Ausgehend von einem Nettolohn von Fr. 5000.- resultiert für drei Monate ein Bruttolohn von Fr. 17'106.-, der zusätzlich in die Berechnung miteinzubeziehen ist. Für zwölf Monate ist somit auf einen Lohn von Fr. 68'424.- (Fr. 51'318.- + Fr. 17'106.-) abzustellen, woraus sich ein versicherter Verdienst von Fr. 5702.- im Monat ergibt.