Citation: 8C_87/2024 E. 4.1.1

4.1.1. Die Vorinstanz hat erwogen, in medizinischer Hinsicht könne auf das psychiatrische Gutachten von Dr. med. B.________ vom 23. Dezember 2022 abgestellt werden. Darin seien eine kombinierte Persönlichkeitsstörung, ängstlich-vermeidend, emotional instabil, Borderline (ICD-10 F61.0), ein ADHS (ICD-10 F90.0) und eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte depressive Restsymptomatik (ICD-10 F33.0), festgestellt worden. In einer angepassten, gut strukturierten Tätigkeit mit nicht allzu komplexen, aber klaren Aufgaben, mit wenig Druck, unterdurchschnittlichen Anforderungen an die Interaktionsfähigkeit und in einem generell wohlwollenden (Arbeits-) Klima bestehe beim Beschwerdeführer seit Abschluss der Schule unter Bedingungen des ersten Arbeitsmarktes eine 20%ige Arbeitsfähigkeit. In Nischenarbeitsplätzen dürfte eine etwas höhere Arbeitsfähigkeit vorhanden sei. Die von Dr. med. B.________ geschätzte Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit überzeuge angesichts der erhobenen Befunde und der daraus resultierenden funktionellen Defizite - auch vor dem Hintergrund der weiteren aktenkundigen medizinischen Berichte - ohne Weiteres. Seit Abschluss der Schule bestehe demnach eine 20%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit.