Citation: 1P.117/2003 14.04.2003 E. 3

Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung von Art. 6 Ziff. 3 lit. c EMRK, da ihm - obschon Jurist - ein amtlicher Verteidiger gegen seinen Willen bestellt worden sei. Nach Art. 6 Ziff. 3 lit. c EMRK hat jeder Angeklagte das Recht, sich selbst zu verteidigen, sich durch einen Vertreter seiner Wahl verteidigen zu lassen oder, falls ihm die Mittel zur Bezahlung fehlen, unentgeltlich den Beistand eines Verteidigers zu erhalten, wenn dies im Interesse der Rechtspflege erforderlich ist. Das Recht, sich selbst zu verteidigen, ist kein absolutes, und im Falle der notwendigen Verteidigung muss sich der Angeklagte damit abfinden, dass ein Anwalt die Verteidigung übernimmt (vgl. Haefliger/Schürmann, Die Europäische Menschenrechtskonvention und die Schweiz, 2. Aufl., Bern 1999, S. 226; Frowein/Peukert, EMRK-Kommentar, 2. Aufl. 1996, Rz. 188 zu Art. 6). Gemäss § 18 Abs. 2 lit. a der Strafprozessordnung des Kantons Schwyz ist dem Angeschuldigten, der nicht selber einen Verteidiger bestellt, in allen Fällen, die durch das kantonale Strafgericht beurteilt werden, ein amtlicher Verteidiger beizugeben. Der Beschwerdeführer ist kantonal erstinstanzlich vom kantonalen Strafgericht beurteilt worden. Nach der kantonalen Strafprozessordnung handelte es sich somit um einen Fall der notwendigen Verteidigung. Es ist deshalb im Lichte von Art. 6 Ziff. 3 lit. c EMRK nicht zu beanstanden, dass dem Beschwerdeführer ein amtlicher Verteidiger beigegeben worden ist.