Citation: 8C_819/2019 E. 6.1

6.1. Laut angefochtenem Entscheid wurde diese Operation gemäss Bericht vom 17. Oktober 2018 basierend auf den eben erwähnten Diagnosen infolge "rezidivierender Schmerzen [an der] linken Schulter [...] zur Schmerzlinderung und Verbesserung der Schulterfunktion" durchgeführt. Gestützt auf die notfallmässige röntgenologische Untersuchung der linken Schulter, der linken Hand und des linken Handgelenks am Tag nach dem geltend gemachten Verletzungsmechanismus schloss der Radiologe Dr. med. G.________ am 27. September 2017 frische ossäre Läsionen ebenso aus wie Hinweise auf eine Läsion der Rotatorenmanschette. Dennoch diagnostizierte der ebenfalls am 27. September 2017 erstbehandelnde Dr. med. C.________ basierend auf denselben bildgebenden Untersuchungsergebnissen einen Verdacht auf eine Rotatorenmanschettenläsion an der linken Schulter. Gleichzeitig verwies er in seinem Bericht vom 4. Oktober 2017 darauf, dass er die Erstbehandlung vertretungsweise für seinen Praxiskollegen Dr. med. H.________ übernommen habe, bei welchem die Versicherte seit längerer Zeit wegen rechtsseitiger Schulterbeschwerden in Behandlung stehe. Am 12. Oktober 2017 sei an der rechten Schulter eine weitere Reoperation geplant. Dr. med. C.________ hielt in seinem Bericht vom 4. Oktober 2017 abschliessend fest, dass eine MRI-Untersuchung im Sommer 2017 eine vorbestehende Partialruptur der Supraspinatussehne an der linken Schulter gezeigt habe. Trotzdem riet er nicht zu einer Kontroll-MRI-Untersuchung, sondern verordnete primär einmal eine physiotherapeutische und schmerzmedikamentöse Behandlung. Auch stand nach dem Vorfall vom 26. September 2017 - trotz der bereits auf den 12. Oktober 2017 terminierten Reoperation an der rechten Schulter - offensichtlich nicht zur Diskussion, die operative Sanierung der linken Supraspinatussehne anstelle der rechtsseitigen Reoperation vorzuziehen.