Citation: I 3/03 23.09.2003 E. 3

Streitig ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf berufliche Massnahmen der Invalidenversicherung und die Höhe seines Invaliditätsgrades und damit seines Rentenanspruchs. Zu prüfen ist zunächst, ob die vorhandenen medizinischen Akten eine Beurteilung dieser Rechtsfragen zulassen oder ob es weiterer Abklärungen des rechtserheblichen Sachverhalts bedarf. 3.1 IV-Stelle und Vorinstanz stützen ihre Entscheidung auf das Gutachten der Neurochirurgin Dr. L.________ vom 19. April 2002. Demnach wird die bisherige Tätigkeit des Beschwerdeführers als Kellner wegen seiner ausgeprägten degenerativen Veränderungen im unteren Bereich der Lendenwirbelsäule, insbesondere der chronisch-erosiven Osteochondrose L4/5 und L5/S1, weitgehend verunmöglicht. Die Ärztin erachtet Arbeiten, bei welchen nur gelegentliches Heben oder Tragen von Gewichten bis 10 kg in gerader Rückenstellung und nur eine sehr kurze Stehdauer an Ort und Stelle verlangt wird, sowie das Sitzen jeweils nach einer Stunde unterbrochen werden kann, als während sechs Stunden am Tag für zumutbar. Unter Berücksichtigung von vermehrten Pausen schätzte sie die Arbeitsfähigkeit an einer solchermassen geeigneten Arbeitsstelle auf 60 %. 3.2 Es gibt keinerlei Anhaltspunkte oder der gutachterlichen Beurteilung widersprechende weitere Arztzeugnisse, welche an der Befunderhebung und den daraus gezogenen Schlussfolgerungen der Expertin Zweifel erwecken würden. Den in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen das Gutachten erhobenen Einwänden, insbesondere dem Argument, der Beschwerdeführer könne keinesfalls während sechs Stunden arbeiten, nachdem ihn die am bisherigen Arbeitsplatz erbrachten zwei Stunden schon bis an die Grenze belasten würden, ist entgegenzuhalten, dass auch Dr. med. L.________ davon ausgeht, die bisherige Tätigkeit sei ihm nicht mehr zumutbar. Die sich aus dem Gutachten ergebende Arbeitsfähigkeit von sechs Stunden täglich (minus 15 % für zusätzliche Pausen) bezieht sich ausschliesslich auf eine wechselbelastende Tätigkeit ohne Zwangshaltungen und gerade nicht auf die Arbeit eines Kellners oder Chefs de Service. Mit der Vorinstanz ist festzustellen, dass das strittige Gutachten die gemäss Rechtsprechung (BGE 125 V 352 Erw. 3a) notwendigen Kriterien für ein umfassendes ärztliches Zeugnis erfüllt, und dass die Schlussfolgerungen begründet und nachvollziehbar sind, sodass darauf abzustellen ist.