Citation: 2A.570/2004 19.01.2005 E. 2

2.1 Gemäss Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG kann ein Ausländer aus der Schweiz ausgewiesen werden, wenn er wegen eines Verbrechens oder Vergehens gerichtlich bestraft wurde. Der Beschwerdeführer wurde mehrmals zu Gefängnis- und Zuchthausstrafen verurteilt, zuletzt durch Urteil des Bezirksgerichtes E.________ vom 7. Januar 2004 zu 24 Monaten Zuchthaus wegen verschiedener Delikte, die überwiegend als Verbrechen oder Vergehen zu klassifizieren sind (vgl. Art. 9 StGB), sowie durch Strafbefehl des Bezirksamtes G.________ vom 9. August 2004 (als Zusatzstrafe zum Urteil des Bezirksgerichtes E.________ vom 7. Januar 2004) zu 14 Tagen Gefängnis wegen Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Damit ist der Ausweisungsgrund von Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG offensichtlich erfüllt (vgl. BGE 125 II 521 E. 3 S. 524 ff.). Verübt ein Ausländer ein Verbrechen oder Vergehen, so hat bereits der Strafrichter die Möglichkeit, die strafrechtliche Landesverweisung anzuordnen (Art. 55 StGB). Sieht er - wie hier - davon ab oder wird die Landesverweisung probeweise aufgeschoben, steht dies der fremdenpolizeilichen Ausweisung nach Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG nicht entgegen (BGE 129 II 215 E. 3.2 S. 216; 125 II 105 E. 2b S. 107 f., mit Hinweisen).