Citation: 5C.27/2005 23.11.2005 E. A

X.________, von V.________, Jahrgang 1955, und Y.________, französische Staatsangehörige, Jahrgang 1953, heirateten nach kurzer Bekanntschaftszeit von rund einem Jahr am xxxx 1985 in H.________. Sie nahmen ab Oktober 1987 gemeinsam Wohnsitz in Zürich und wurden Eltern des Sohnes S.________, geboren am xxxx 1987, und der Tochter T.________, geboren am xxxx 1990. Beide Ehegatten sind ausgebildete Konservatoren/Restauratoren. Der Ehemann ist beim K.________ angestellt, wird aber ab 2006 eine selbstständige Erwerbstätigkeit aufnehmen. Zur Zeit bildet er sich in einem Nachdiplomstudium "Denkmalpflege und Umnutzung" an der Fachhochschule Bern weiter. Die Ehefrau war zusätzlich zur Familienarbeit stets in ihrem Beruf tätig und führt bis heute als Selbstständigerwerbende Restaurationsaufträge aus. Sie arbeitet daneben an verschiedenen Schulen als Französischlehrerin und absolviert an der Universität Zürich eine Zusatzausbildung zum Höheren Lehramt. Seit 1. Mai 1997 leben die Ehegatten getrennt. Im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit lernte der Ehemann 1989 seine heutige Lebenspartnerin L.________, Jahrgang 1952, kennen, die als Restauratorin in I.________ tätig ist. Im April/Juni 1997 klagte der Ehemann auf Scheidung. Die Ehefrau verlangte widerklageweise die Trennung. Am 30. Mai 2000 beantragten die Ehegatten gemeinsam die Trennung ihrer Ehe und schlossen eine Teilvereinbarung über die Kinderbelange. Der Einzelrichter am Bezirksgericht Zürich (4. Abteilung) trennte die Ehe. Er unterstellte die beiden Kinder der elterlichen Sorge ihrer Mutter und genehmigte die Teilvereinbarung über den persönlichen Verkehr zwischen den Kindern und ihrem Vater. Er verpflichtete den Ehemann, monatlich für die Kinder je Fr. 900.-- (zuzüglich Zulagen) und für die Ehefrau Fr. 2'140.-- zu bezahlen. Die Ehegatten wurden güterrechtlich auseinandergesetzt (Urteil vom 29. September 2000). Am 12. April 2001 stellten die Ehegatten ihr gemeinsames Begehren auf Scheidung. Der Einzelrichter schied die Ehe, beliess die beiden Kinder unter der elterlichen Sorge ihrer Mutter und regelte den persönlichen Verkehr zwischen den Kindern und ihrem Vater. Sein Urteil vom 26. September 2003 wurde in diesen Punkten am 14. April 2004 rechtskräftig. Strittig blieb der vom Ehemann zu leistende Kindes- und Ehegattenunterhalt. Auf Berufung der Ehefrau hin bestätigte das Obergericht (I. Zivilkammer) des Kantons Zürich die erstinstanzlich festgesetzten Unterhaltsbeiträge für die Kinder von monatlich je Fr. 1'100.-- (zuzüglich allfälliger gesetzlicher oder vertraglicher Kinderzulagen) und für die Ehefrau von monatlich Fr. 1'400.-- ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis Ende Juli 2006 und danach von monatlich Fr. 950.-- bis Ende Dezember 2008. Das Obergericht stellte die massgebenden Einkommens- und Vermögensverhältnisse der Ehegatten teilweise neu fest und bestimmte den Betrag des hälftig zu teilenden Guthabens aus der beruflichen Vorsorge des Ehemannes im Zeitpunkt der Scheidung neu (Urteil vom 22. November 2004).