Citation: 5A_346/2015 E. 5.2

5.2. Das Kantonsgericht erklärt, die Zulässigkeit der Geltendmachung von Wertveränderungen nach dem Urteilszeitpunkt beurteile sich gestützt auf das Novenrecht. Es sei daher Sache der Parteien, diesen Umstand rechtzeitig zu behaupten und zum Beweis zu verstellen. Im konkreten Fall habe die Beschwerdegegnerin in der Berufungsschrift vorgebracht, dass ihr die Liegenschaft "kürzlich" zu einem Preis von Fr. 2'400'000.-- angeboten worden und daher auf den Zeitpunkt des zweitinstanzlichen Urteils neu zu schätzen sei. Das Kantonsgericht lässt offen, ob die Beschwerdegegnerin damit die erstinstanzliche Bewertung als unzutreffend bemängle oder eine Wertsteigerung nach Erlass des erstinstanzlichen Entscheids geltend mache. Es kommt zum Schluss, auch wenn das Vorbringen als neue Tatsache zu werten sei, habe die Beschwerdegegnerin diese Tatsache mit der Geltendmachung in der Berufungsschrift rechtzeitig vorgebracht und zum Beweis verstellt. Eine Aktualisierung der Schätzung rechtfertige sich im Übrigen auch deshalb, weil der erstinstanzliche Entscheid im Wesentlichen auf einer Schätzung der H.________ AG aus dem Jahr 2007 beruhe und auf den Bewertungsstichtag des 30. Juni 2010 keine eigentliche Neubewertung vorgenommen worden sei.