Citation: 9C_397/2016 E. 5.2

5.2. Die rentenablehnende Verfügung im Rahmen der Neuanmeldung stützte sich namentlich auf das Gutachten der MEDAS Zentralschweiz vom 26. Oktober 2012. In somatischer Hinsicht tat dies auf Beschwerde hin auch das kantonale Gericht und bejahte eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes am Bewegungsapparat, insbesondere an der rechten Schulter, weshalb die Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit auf 80 % reduziert sei. In psychiatrischer Hinsicht verneinte die Vorinstanz eine Verschlechterung des Gesundheitszustands, stützte diesen Schluss indessen - anders als zuvor die Verwaltung - nicht auf die psychiatrische Expertise des Gutachtens der MEDAS Zentralschweiz vom 26. Oktober 2012 (Teilgutachten des Dr. med. E.________, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 11. Juni 2012), sondern auf das Gutachten des Dr. med. C.________ vom 24. November 2015. Dieses hatte die Vorinstanz veranlasst, weil ihrer Auffassung nach die psychiatrische Expertise des Verwaltungsgutachtens für eine rechtskonforme Beurteilung des strittigen Anspruchs nicht genügte. Der Gerichtsgutachter diagnostizierte eine andauernde Persönlichkeitsänderung nach psychischer Erkrankung (ICD-10 Ziff. F62.1), eine atypisch und chronifiziert verlaufende depressive Episode (ICD-10 Ziff. F32.8), eine Sozialphobie (ICD-10 Ziff. F40.1), eine Panikstörung (ICD-10 Ziff. 41.0), eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 Ziff. F45.3) sowie akzentuierte Wesenszüge mit ängstlich-unsicheren und vermeidenden Zügen (ICD-10 Ziff. Z73.1). Er attestierte dem Versicherten eine seit ungefähr 2005 bestehende volle Arbeitsunfähigkeit in angestammter wie angepasster Tätigkeit, wobei eine vorübergehende Verschlechterung nach der rentenaufhebenden Verfügung normalpsychologisch und nachvollziehbar anzunehmen sei. Über einen längeren Zeitraum betrachtet sei der psychische Gesundheitszustand indessen innerhalb der krankheitsimmanenten Schwankungen stabil. Zusammenfassend kam das kantonale Gericht zum Schluss, alleine die Verschlechterung der Situation am Bewegungsapparat und die damit einhergehende Verringerung der Arbeitsfähigkeit von 100 % auf 80 % stelle - bei unverändertem Gesundheitszustand aus psychiatrischer Sicht - keine wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen dar, die geeignet sei, den Rentenanspruch zu beeinflussen.