Citation: 7B.191/2005 14.12.2005 E. 2

Unter Hinweis auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts erklärt das Obergericht, der Schuldner, dessen Gläubiger mangels anderer pfändbarer Vermögenswerte seine Einkünfte pfänden lassen müsse, habe seine Wohnkosten so tief wie möglich zu halten; wohne er zur Zeit der ersten Pfändung in einer überdurchschnittlich teuren Wohnung, sei ihm die Möglichkeit zu geben, seine Wohnkosten innert angemessener Frist den für die Berechnung des Notbedarfs massgebenden Verhältnissen anzupassen. Alsdann hat die Vorinstanz festgehalten, der Beschwerdeführer bewohne als Alleinstehender das während der Ehe gekaufte Einfamilienhaus. Wohnkosten von Fr. 2'100.-- im Monat seien sowohl aufgrund der persönlichen Verhältnisse als auch aus der Sicht des Wohnungsmarktes im Lebensraum des Beschwerdeführers übersetzt. Im Internet fänden sich in C.________ und im Umkreis von zehn Kilometern 85 Mietobjekte zum Preis von unter Fr. 1'000.--, darunter etwelche 3½-Zimmer-, vereinzelt sogar 4-Zimmer-Wohnungen. Dem Beschwerdeführer sei der Umzug in eine solche Wohnung, in der er das ihm zustehende Besuchsrecht mit den Kindern angemessen ausüben könne, ohne weiteres zuzumuten. Sodann könne der Beschwerdeführer das Einfamilienhaus verkaufen oder auch vermieten, wobei eine Vermietung auf den ortsüblichen Kündigungstermin vom 30. September 2005 als erfolgsversprechendster Weg erscheine, die Mietkosten kurzfristig zu senken.