Citation: 4C.363/2006 13.03.2007 E. A

Die A.________ AG (Klägerin) ist in F.________/GR domiziliert und verfügt über ein Aktienkapital von Fr. 1'800'000.-- Sie ist Teil der weltweit tätigen A.________-Gruppe. Die Klägerin unterhielt seit 1979 regelmässige Geschäftsbeziehungen zu Gesellschaften der G.________-Gruppe. Dazu gehörten unter anderen die in Dänemark domizilierte Muttergesellschaft G.W.________ A/S (im Folgenden G.________ DK), die in Grossbritannien domizilierte G.X.________ Ltd. (im Folgenden G.________ UK) sowie die in der Schweiz domizilierte G.Y.________ AG (im Folgenden G.________ CH). B.________, C.________, D.________ und E.________ (Beklagte) waren Direktoren bzw. Verwaltungsräte der G.________ CH. A.a Die Klägerin stellte der G.________ CH für Warenlieferungen im Zeitraum vom 18. Februar bis 19. Mai 1988 Rechnungen über insgesamt Fr. 923'081.61, die unbezahlt blieben. Als die Klägerin im Mai 1988 erfuhr, dass die G.________-Gruppe in Italien ein Konkurrenzunternehmen (G.Z.________ s.r.l.; im Folgenden G.________ I) aufbaute, weigerte sie sich, Bestellungen für Lieferungen an die G.________ UK auszuführen, worauf die G.________ CH Ersatz für den ihr durch die verweigerte Lieferung entstandenen Schaden beanspruchte. A.b Am 26. Oktober 1988 forderte die Klägerin beim Bezirksgericht Val Müstair von der G.________ CH die Bezahlung der ausstehenden Rechnungsbeträge von Fr. 923'081.61. Die G.________ CH stellte Schadenersatzforderungen von über Fr. 4,8 Millionen zur Verrechnung. Mit Urteil vom 16. Dezember 1998 hiess das Bezirksgericht Müstair die Klage im Umfang von Fr. 717'489.61 gut. Das Gericht hielt die Klage grundsätzlich für berechtigt, schützte jedoch die Verrechnungsforderung im Umfang von Fr. 205'600.--. A.c Am 24. März 1999 wurde über die G.________ CH der Konkurs eröffnet. Die Klägerin meldete eine Forderung von insgesamt Fr. 1'187'447.40 (Kapital nebst Zinsen und Kosten) an, die kolloziert wurde. Nach Abzug einer Konkursdividende von Fr. 12'880.34 blieb ein Betrag von Fr. 1'174'567.-- ungedeckt, wofür der Klägerin am 21. Dezember 1999 ein Verlustschein ausgestellt wurde. A.d Am 8. November 1999 ermächtigte die Konkursverwaltung die Klägerin, die Verantwortlichkeitsansprüche gegen die Gründer und Organe der Konkursitin anstelle der Masse in eigenem Namen und auf eigene Rechnung und Gefahr geltend zu machen. Die Frist dafür wurde der Klägerin letztmals bis 7. September 2001 erstreckt.