Citation: 5A_350/2023 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführerin rügt zunächst eine Verletzung von Treu und Glauben (Art. 9 BV). Den Vorhalt des Obergerichts, dass sie im kantonalen Beschwerdeverfahren keine Wiederholung der Prozesshandlungen der abgelehnten Richterin beantragt habe, lässt sie nicht gelten. Sie beruft sich auf ihren in erster Instanz gestellten Antrag, der abgelehnten Richterin im Sinne einer vorsorglichen Massnahme zu untersagen, bis zum Entscheid über das Ausstandsgesuch weitere Verfahrensschritte zu tätigen (s. Sachverhalt Bst. B.a). Die Gerichtsleitung des Bezirksgerichts habe diesen Antrag nicht behandelt und die Richterin gewähren sowie die Hauptverhandlung durchführen lassen (s. Sachverhalt Bst. B.b). In dieser Situation habe sie in ihrer Beschwerde neben der Aufhebung des Ausstandsentscheids vom 3. März 2023 (s. Sachverhalt Bst. B.c) nicht auch noch die Wiederholung vergangener Prozesshandlungen verlangen müssen. Die Gutheissung der Beschwerde hätte dazu geführt, dass die zwischenzeitlich vorgenommenen Prozesshandlungen aufgehoben werden müssen. Die Beschwerdeführerin beteuert, dass sie auf die Verfahrensleitung keinen Einfluss habe. Wenn die Verfahrensleitung antragswidrig die Hauptverhandlung durchführe, dürfe ihr, der Beschwerdeführerin, im anschliessenden Rechtsmittelverfahren nicht vorgeworfen werden, die Aufhebung dieser Handlungen nicht beantragt zu haben, denn die Gutheissung der Beschwerde inkludiere die Aufhebung dieser Handlungen als zwingende Folge. Damit sei das Vertrauen in den Rechtsstaat verletzt. Weiter wirft die Beschwerdeführerin dem Obergericht vor, mit ihrem Nichteintretensentscheid "einen weltfremden überspitzten Formalismus" zu betreiben und ihr ein gerechtes Verfahren zu verweigern. Das ordnungsgemäss eingereichte Begehren sei nicht regelgemäss geprüft worden. Eine formelle Rechtsverweigerung im Sinne von Art. 29 BV liege ausdrücklich vor, wenn eine Behörde auf eine Eingabe fälschlicherweise nicht eintritt, obwohl sie dazu verpflichtet wäre. Nach Meinung der Beschwerdeführerin beging die Gerichtsleitung des Bezirksgerichts einen "fatalen Fehler", indem sie den Verfahrensantrag betreffend die Untersagung weiterer Prozesshandlungen nicht behandelte. Offensichtlich habe man damit "faktische Verhältnisse" schaffen wollen, in der Hoffnung, dass die Ausstandsfrage dann obsolet wird. Allein damit lasse sich ein an wesentlichen Mängeln leidendes Verfahren aber nicht heilen, noch die Mängel aus der Welt schaffen.