Citation: 6B_205/2023 E. 1.4.2

1.4.2. Die Beschwerdeführerin rügt, obwohl die Vorinstanz anlässlich der Strafzumessung von eklatantem Unrechtbewusstsein und selten gesehener Skrupellosigkeit spreche, lege sie bei der Beurteilung einer möglichen Rückfallgefahr diese Hinweise auf ein skrupelloses, habgieriges und dreistes Vorgehen des Beschwerdegegners ohne ersichtlichen Grund anders, namentlich zu seinen Gunsten, aus. Sie erkenne lediglich noch gewisse Verdachtsmomente auf eine deliktsaffine Persönlichkeitsstruktur und betone, er sei mangels Vorstrafen kein Gewohnheitsverbrecher. Auch mit Bezug auf die Revokation der Schadensforderungen und die Rückerstattung gehe die Vorinstanz plötzlich von einem klaren Zeichen für eine risikoaverse Veranlagung und einem klaren Hinweis darauf aus, er werde auf keinen Fall eine Landesverweisung riskieren. Die Beschwerdeführerin vermag nicht aufzuzeigen und es ist auch nicht ersichtlich, inwieweit die vorinstanzlichen Erwägungen zur Strafzumessung mit denjenigen zur Rückfallgefahr in Widerspruch stehen und die Vorinstanz dadurch Recht verletzt. Vielmehr nimmt die Vorinstanz eine nachvollziehbare Beurteilung anhand der relevanten Kriterien vor.