Citation: 1B_461/2022 E. 2.6

2.6. Was die Entsiegelung der elektronischen Aufzeichnungen auf den sichergestellten zwei Mobiltelefonen und den zwei USB-Sticks betrifft (E-Mails samt Anhänge), verletzt der angefochtene Entscheid nach dem Gesagten Art. 264 Abs. 1 lit. a und lit. c i.V.m. Art. 248 Abs. 1 StPO sowie das Verbot des überspitzten Formalismus. Die Beschwerde ist insofern teilweise gutzuheissen. Bezüglich der sichergestellten physischen Unterlagen, darunter die Kontenauszüge, ist die Beschwerde abzuweisen. Das blosse pauschale Vorbringen im vorinstanzlichen Verfahren, es könne sich vom Anwaltsgeheimnis geschützte Korrespondenz theoretisch unter den sichergestellten Kontenauszügen befinden, genügte den Substanziierungsanforderungen im Entsiegelungsverfahren nicht. Ausserdem wird in der Beschwerdeschrift eingeräumt, dass sich in den Kontenauszügen keine berufsgeheimnisgeschützten Aufzeichnungen befänden, weshalb sich die Beschwerde "nicht mehr" gegen deren Entsiegelung richte.