Citation: 6B_137/2023 E. C

Das Kantonsgericht Luzern sprach A.________ auf deren Berufung hin mit Urteil vom 21. Dezember 2022 des mehrfachen Durchführens einer verbotenen Veranstaltung nach Art. 13 lit. d i.V.m. Art. 6 aCovid-19-Verordnung besondere Lage (Stand am 23. Januar 2021 und am 8. Februar 2021), begangen am 23. Januar 2021 und am 27. Februar 2021, und des Nichttragens der Gesichtsmaske nach Art. 83 Abs. 1 lit. j EpG i.V.m. Art. 3b Abs. 1 aCovid-19-Verordnung besondere Lage (Stand am 23. Januar 2021) schuldig und bestrafte sie mit einer Busse von Fr. 600.--. Dem Urteil liegt folgender Sachverhalt zugrunde: A.________ führte am 23. Januar 2021 in ihrer Praxis für Energiemedizin (Aurapraxis) in einer 41/2-Zimmer-Wohnung in U.________ einen kostenlosen Informationsanlass zum Thema Mensch/Person durch, an welchem 31 Personen (inkl. A.________) teilnahmen. Sämtliche anwesenden Personen befanden sich im rund 6 m x 4,5 m grossen Wohnbereich der 41/2-Zimmer-Wohnung, ohne dabei eine Gesichtsmaske zu tragen. Eine Präsenzliste führte A.________ nicht. Für den 27. und 28. Februar 2021, jeweils 10 bis 17 Uhr, war auf der Webseite von A.________ ein Kurs zum Preis von Fr. 650.-- ausgeschrieben. Anlässlich der Kontrolle durch die Polizei vom 27. Februar 2021, um 10.40 Uhr, befanden sich mindestens drei Personen in der Praxis für Energiemedizin von A.________ in U.________. Das Kantonsgericht wirft A.________ vor, sie habe auch am 27. Februar 2021 eine verbotene Veranstaltung durchgeführt.