Citation: 5A_685/2016 E. 6.5

6.5. Die obergerichtliche Auslegung des Vergleichs kann aus den dargelegten Gründen nicht beanstandet werden. Sie entspricht der tatsächlichen Prozesslage und vor allem den Interessen der Beklagten, zu deren Sicherheit der Kaufpreis bis zum Abschluss des hängigen Verfahrens hinterlegt worden war. Die Beklagten sind heute vor gleichlautenden Forderungsbegehren der Kläger betreffend Liegenschaftsabrechnung geschützt, und entgegen ihrer Darstellung bleibt es ihnen unbenommen, ihre im hängigen Verfahren zur Verrechnung gestellten, aber nicht beurteilten Gegenforderungen in einem erneuten Prozess geltend zu machen (vgl. CHRISTOPH ZIMMERLI, Die Verrechnung im Zivilprozess und in der Schiedsgerichtsbarkeit, 2003, S. 123). Auf alle weiteren Einwände der Beklagten ist bei diesem Ergebnis nicht mehr einzugehen. Zur Beantwortung bloss theoretischer Fragen ist die Beschwerde nicht gegeben (Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG; BGE 135 III 513 E. 7.2 S. 525; 142 III 557 E. 8.3 S. 561). Ohne Verletzung von Bundesrecht durften die kantonalen Gerichte das Vollstreckungsgesuch der Kläger gutheissen.