Citation: 2A.362/2006 14.07.2006 E. 1

1.1 Anfechtungsobjekt ist der Beschluss des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich, mit dem dieses auf die bei ihm eingereichte Beschwerde nicht eingetreten ist. Auf dem Gebiet der Fremdenpolizei macht der Kanton Zürich die Zulässigkeit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht von der Zulässigkeit der eidgenössischen Verwaltungsgerichtsbeschwerde, d.h. vom Bestehen eines Rechtsanspruchs auf die streitige Bewilligung abhängig (§ 43 Abs. 1 lit. h in Verbindung mit Abs. 2 des Gesetzes vom 24. Mai 1959 über den Rechtsschutz in Verwaltungssachen, VRG). Tritt die nach Art. 98a OG zuständige kantonale Gerichtsinstanz - aufgrund einer zu Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG analogen Zugangsregelung - auf das bei ihr eingereichte Rechtsmittel wie hier einzig deshalb nicht ein, weil sie einen Rechtsanspruch auf die Bewilligung verneint, kann der Rechtsuchende die Verneinung des Rechtsanspruches beim Bundesgericht mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde anfechten und damit auch allfällige Verfahrensrügen erheben, soweit sie sich auf Bundesrecht stützen (vgl. BGE 127 II 161 E. 3a S. 167 mit Hinweisen). Die Zulässigkeit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde setzt gemäss Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG allerdings voraus, dass der behauptete (grundsätzliche) Rechtsanspruch tatsächlich besteht, was vom Bundesgericht als Eintretensvoraussetzung geprüft wird. 1.2 Der schweizerische Ehegatte der Beschwerdeführerin 1 ist knapp ein Jahr nach der Heirat gestorben, weshalb sie sich nicht mehr auf Art. 7 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAG; SR 142.20) berufen kann, um die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligungen für sich und ihren Sohn zu erwirken. Auch Art. 8 EMRK fällt als Anspruchsgrundlage ausser Betracht. Der Schutz des Familienlebens von Mutter und Sohn gemäss Art. 8 EMRK ist schon deshalb nicht verletzt, weil die Aufenthaltsbewilligungen für beide nicht erneuert worden sind und die fremdenpolizeiliche Massnahme insofern nicht zu einer Trennung der Kernfamilie führt (vgl. BGE 127 II 60 E 1d/aa S. 64 f. mit Hinweisen). Eine besondere Abhängigkeit der Beschwerdeführer von hier lebenden Verwandten, die einen Anspruch auf Aufenthalt in der Schweiz vermitteln könnten, besteht nicht (vgl. BGE 120 I 257 E. 1e S. 261). Die Verwandten können die Kontakte zu den Beschwerdeführern auch pflegen und sie unterstützen, wenn diese in der Türkei leben. Ebenso wenig kann von einem langjährigen Aufenthalt und einer besonders starken Verwurzelung und Integration in der Schweiz gesprochen werden, woraus sich gestützt auf Art. 8 EMRK unter ganz besonderen Umständen ein Anspruch auf Verbleib ableiten liesse (vgl. BGE 126 II 377 E. 2c S. 384 ff. mit Hinweisen; 120 Ib 16 E. 3b S. 22). Besteht somit auch nach dieser Konventionsgarantie keine Anspruchsgrundlage, brauchten weder eine Interessenabwägung vorgenommen noch diesbezügliche Beweismassnahmen getroffen zu werden. Indem das Verwaltungsgericht in willkürfreier, antizipierter Beweiswürdigung darauf verzichtet hat, hat es keine Gehörsverweigerung begangen. 1.3 Wie die Vorinstanz in ihrem Beschluss zutreffend ausführt, fehlt es vorliegend an einer anspruchsbegründenden bundesrechtlichen oder staatsvertraglichen Grundlage. Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist somit nicht einzutreten.