Citation: U 369/05 23.11.2006 E. 7.2

7.2.1 Auf Grund dieser Ausführungen zum Unfallhergang und der erlittenen Verletzungen haben Zürich und Vorinstanz den Unfall insgesamt zu Recht als mittelschweres, im Grenzbereich zu den leichten Unfällen liegendes Ereignis qualifiziert. Dies gilt selbst dann, wenn den Angaben der Versicherten zum Unfallablauf gefolgt wird. Damit die Adäquanz des Kausalzusammenhangs bejaht werden kann, muss ein einzelnes der in die Beurteilung einzubeziehenden sieben Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sein oder die zu berücksichtigenden Kriterien müssen in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sein (BGE 117 V 367 f. Erw. 6b). 7.2.2 Die Einwendungen der Versicherten vermögen an dieser Einschätzung nichts zu ändern. Sie verlangt insbesondere die Durchführung einer biomechanischen Begutachtung und macht in diesem Zusammenhang geltend, die Einwirkungen auf ihren Körper seien stärker gewesen als solche bei einem gewöhnlichen Heckaufprall eines Personenwagen. Sie habe nicht nur einen Sturz aus eigener Körperbewegung aufzufangen gehabt, sondern es sei die massive Fremdeinwirkung durch den mit voller Geschwindigkeit daher brausenden Snowboarder gekommen. Zudem sei durch den Aufprall und die Fremdeinwirkung eine weit geringere Stosszeit zu Grund zu legen, was nochmals zur Erhöhung der kinetischen Energie beitrage. Auf Grund dieser Vorgaben sei von Delta-v-Werten von weit über 20 km/h auszugehen. Schon Gleichbehandlungsgründe verlangten daher nach einer anderen Einordnung in den bundesgerichtlichen Raster als bei "gewöhnlichen" Aufprallunfällen. Eine unfallanalytische oder biomechanische Analyse vermag allenfalls gewichtige Anhaltspunkte zur - einzig mit Blick auf die Adäquanzprüfung relevanten - Schwere des Unfallereignisses zu liefern; sie bildet jedoch für sich allein in keinem Fall eine hinreichende Grundlage für die Kausalitätsbeurteilung (RKUV 2003 Nr. U 489 S. 359 mit Hinweisen [Urteil A. vom 24. Juni 2003, U 193/01]; Urteil O. vom 14. Dezember 2005 Erw. 3.1, U 341/04). Vorliegend fehlen Unfallspuren, wie sie z.B. bei Auto-Auffahrunfällen an den beteiligten Fahrzeugen in Form von Beschädigungen vorliegen, auf Grund derer eruierbar wäre, mit welcher Geschwindigkeit der Snowboarder in die Versicherte geprallt war. Von einem biomechanischen Gutachten sind mithin keine relevanten Erkenntnisse zur Beurteilung der Unfallschwere zu erwarten, weshalb von dessen Durchführung abzusehen ist.