Citation: 2C_269/2023 E. 6.2.3

6.2.3. In die Interessenabwägung miteinzubeziehen sind auch die familiären Verhältnisse: Vorliegend ist die Beziehung mit C.A.________ kinderlos und dauert noch nicht allzu lange. Sofern das Paar bei einer Wegweisung des Beschwerdeführers nicht gemeinsam nach Österreich ziehen will, kann C.A.________ als Schweizerin ohne Weiteres in der Schweiz bleiben. Es besteht diesfalls die Möglichkeit, die Beziehung mithilfe der modernen Kommunikationsmittel und im Rahmen von gegenseitigen Besuchen - Österreich ist ein gut erreichbares Nachbarland - weiterzuführen (vgl. Urteile 2C_657/2021 vom 2. Februar 2022 E. 5.6.5; 2C_836/2021 vom 20. September 2023 E. 6.3.2 betreffend Deutschland). Ausserdem kann der Beschwerdeführer, wenn sich seine Straffreiheit bewährt und von keinem erheblichen Rückfallrisiko mehr auszugehen ist, erneut um eine Aufenthaltsbewilligung ersuchen (vgl. Urteil 2C_484/2020 vom 19. Januar 2021 E. 3.1 mit zahlreichen Hinweisen), womit die örtliche Trennung nicht zwingend dauerhafter Natur wäre. Selbst wenn man die (ansonsten im vorliegenden Verfahren unbeachtliche, vgl. E. 2.3 und 3.1) Heirat zu Gunsten des Beschwerdeführers berücksichtigen würde (etwa in Analogie zum Urteil 2C_768/2020 vom 21. Oktober 2020 E. 2.2, welches einen ausländerrechtlichen Haftfall betrifft), änderte dies die Interessenlage nicht entscheidwesentlich: So wurde die Ehe in einem Zeitpunkt geschlossen, als das ausländerrechtliche Verfahren bei der Vorinstanz bereits hängig war. Dem Paar war die drohende Wegweisung also bekannt, was die familiären Interessen relativiert (vgl. Urteil des EGMR Jeunesse gegen Niederlande vom 3. Oktober 2014 [Nr. 12738/10] § 108; Urteil 2C_644/2022 vom 18. Dezember 2023 E. 7.3.2).