Citation: 4A_24/2020 E. 4.2.2

4.2.2. Bereits das offensichtliche Eigeninteresse des Beschwerdeführers am Abschluss des Aktienkaufvertrages mit den verschiedenen darin enthaltenen Leistungen des Beschwerdegegners würde aufgrund der obigen Ausführungen genügen, um eine Bürgschaft auszuschliessen. Vor allem aber weist der Beschwerdegegner zutreffend darauf hin, dass die Bürgschaft eine bestehende Forderung voraussetzt; er aber keine solche gegen die Gesellschaft besass, da eine Dividendengarantie durch die Gesellschaft selber gemäss Art. 675 OR nichtig gewesen wäre (KURER/KURER, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht, Bd. II, 5. Aufl. 2016, N. 9 zu Art. 675 OR). Entsprechend hat auch das Bundesgericht in einem schon älteren Entscheid eine Qualifikation der Dividendengarantie als Bürgschaft abgelehnt (BGE 46 II 157 E. 1 und E. 2. S. 159 f.). Was der Beschwerdeführer für das Vorliegen einer Bürgschaft vorbringt, ist offensichtlich unbehelflich. Namentlich kann er nichts daraus ableiten, dass die Garantie keinen Verzicht auf Einreden und Einwendungen enthält, denn ein solcher ist nicht begriffsnotwendig (Urteil 4A_530/2008 vom 29. Januar 2009 E. 5.1.1).