Citation: 2D_5/2019 E. 4.2.1

4.2.1. Die Vorinstanz stellte im angefochtenen Urteil sodann fest, dass die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt des im Jahr 2014 durchlaufenen Qualifikationsverfahrens wegen einer Angststörung in psychiatrischer Behandlung war. Der behandelnde Psychiater sei der Auffassung gewesen, dass die Prüfungsleistung mit den Auswirkungen dieser psychischen Störung zu erklären sei. In tatsächlicher Hinsicht stellte die Vorinstanz überdies fest, dass die Beschwerdeführerin nicht rechtsgenüglich über die Möglichkeit eines Nachteilsausgleiches informiert worden ist und deshalb nicht rechtzeitig ein Nachteilsausgleichsgesuch hat stellen können (E. 3.2.4 des angefochtenen Urteils). Die Vorinstanz sah in rechtlicher Hinsicht im Umstand, dass die Beschwerdeführerin nicht über die Möglichkeit eines Nachteilsausgleiches informiert worden ist, einen Verfahrensfehler, der nicht dazu führen könne, dass nachträglich geprüft werde, ob ein Anspruch auf Nachteilsausgleich bestanden hätte, und gegebenenfalls ein Bonus auf die vorhandenen Prüfungsresultate geschlagen werde. Der Verfahrensfehler müsse stattdessen dazu führen, dass die Möglichkeit einzuräumen sei, den nicht bestandenen Prüfungsteil "Praktische Arbeit" - allenfalls (bei gegebenen Voraussetzungen) mit einem Nachteilsausgleich, um welchen die Beschwerdeführerin vorgängig ersuchen können müsse - zu wiederholen (E. 3.2.4 des angefochtenen Urteils).