Citation: 2C_188/2023 E. 1.2.3

1.2.3. Die Beschwerdeführer kritisieren, dass die Vorinstanz den Domizilcode als Anknüpfungspunkt genügen lasse. Der Domizilcode, so die Beschwerdeführer, stelle kein Indiz dar, dass sie ihre steuerlichen Pflichten verletzt hätten. Das Bundesgericht hat in seiner jüngsten Rechtsprechung immer wieder erwogen, dass der Domizilcode in Listen, die von der Informationsinhaberin geführt worden sind, einen hinreichenden Anknüpfungspunkt für eine potenzielle Steuerpflicht darstellt (vgl. BGE 146 II 150 E. 6.2.5 f.; zuletzt Urteile 2C_872/2022 vom 8. November 2022 E. 4.2.2; 2C_762/2022 vom 23. September 2022 E. 1.3; 2C_674/2022 vom 1. September 2022 E. 1.3.1; 2C_622/2022 vom 29. Juli 2022 E. 1.2.1). Unbehelflich ist in diesem Zusammenhang der Hinweis der Beschwerdeführer, wonach im ersuchenden Staat - im Gegensatz zu Frankreich - gegen die Informationsinhaberin kein strafrechtliches Ermittlungsverfahren hängig sei (vgl. auch Urteil 2C_872/2022 vom 8. November 2022 E. 4.2.2). Für die Anknüpfung anhand des Domizilcodes ist dieses Ermittlungsverfahren nicht relevant, sondern die in BGE 146 II 150 massgebenden Umstände (vgl. BGE 146 II 150 Bst. A.b.a und E. 6.2.5 f.). Auch die sinngemäss aufgeworfene Frage mit Blick auf den Domizilcode als Anknüpfungspunkt ist damit durch die Rechtsprechung hinreichend geklärt.