Citation: 9C_474/2023 E. 2.5.2

2.5.2. Ebenfalls überwiegen können die Indizien zugunsten des Wochenaufenthaltsortes, wenn der Steuerpflichtige sich dort während des überwiegenden Teils der Woche aufgehalten, gearbeitet und eine eigene, selber möblierte Wohnung angemietet hat (vgl. BGE 148 II 285 E. 3.3.3; Urteil 2C_247/2021 vom 27. Dezember 2021 E. 3.6). Beispielhaft ist die Situation, die dem Urteil 2C_994/2019 vom 8. Juni 2020 (vgl. dort insbesondere E. 7.2.1 u. 7.2.2) zugrunde lag: Der Pflichtige bewohnte an seinem Arbeitsort eine selber möblierte Mietwohnung mit einer Fläche von 59 m2, während er an seinem Wochenendort dagegen nur ein unentgeltliches Pied-à-terre in seinem früheren Zimmer in der 3-Zimmer-Wohnung seiner Eltern hatte (vgl. auch das Urteil 2C_762/2019 vom 18. November 2019 E. 3.3, wo es um eine Steuerpflichtige ging, die im Elternhaus lediglich noch über ihr einstiges Kinderzimmer verfügte). Ein für die Gewichtung des Lebensmittelpunktes massgeblicher Aufenthalt am Arbeitsort kann sich auch aus Strom- und Heizungskosten ergeben, u.a. wenn der dort dokumentierte Verbrauch nicht derart tief ist, als dass eine überwiegende Abwesenheit zu vermuten wäre (vgl. das Urteil 2C_296/2018 vom 6. Juni 2018 E. 2.3; siehe ausserdem das Urteil 2C_580/2017 vom 16. März 2018 E. 4.4).