Citation: 8C_717/2020 E. 5.2

5.2. Dass das kantonale Gericht bei der Würdigung der medizinischen Berichte und der Beurteilung des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und der am 15. Oktober 2018 operierten Meniskusschädigung unrichtige Sachverhaltsfeststellungen getroffen oder die zu beachtenden Beweisregeln verletzt haben sollte, lässt sich nicht ersehen. Dies gilt zunächst insbesondere insoweit, als die Vorinstanz gestützt auf die Angaben des behandelnden Arztes im Operationsbericht von einer vorbestehenden chronischen Meniskusläsion mit grosser Lappenschädigung im Hinterhornbereich ausging. Nach dem kantonalen Gericht konnte daran nichts ändern, dass Prof. Dr. med. E.________ die entsprechende Beschreibung des Operateurs als unstimmig erachtet habe. Soweit der Beschwerdeführer letztinstanzlich geltend macht, PD Dr. med. F.________ habe gestützt auf die Bildgebung keine degenerativen Veränderungen erkennen können, ist festzustellen, dass dieser Arzt hinsichtlich des erwähnten, erst anlässlich der Operation erhobenen Befundes nicht dokumentiert war. Insoweit erweist sich die Beweiskraft seiner Einschätzung daher als geschmälert. Nicht zu beanstanden ist sodann die vorinstanzliche Schlussfolgerung, dass die beim Sturz erlittene Kontusion lediglich eine vorübergehende, nicht aber richtunggebende Verschlimmerung dieses Vorzustandes habe bewirken können, beziehungsweise der erwähnte Sturz nicht geeignet gewesen sei, die intraoperativ beschriebene Meniskusschädigung zu verursachen. Das kantonale Gericht stützte sich dabei einerseits auf die vom behandelnden Arzt anlässlich der Erstkonsultation vom 25. Juni 2018, fünf Tage nach dem Unfall, erhobenen Befunde, namentlich das Fehlen einer Schwellung oder Funktionseinschränkung des Knies. Anderseits zog es in Betracht, dass es sich bei den von den Privatgutachtern genannten Ödemen und Bandlaxität lediglich um Hinweise für eine traumatische Verursachung der am 15. Oktober 2018 operierten Meniskusschädigung handelte, was für den Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs mit dem Unfall vom 20. Juni 2018 jedoch nicht genügt. Inwieweit die Vorinstanz damit unzutreffende Sachverhaltsfeststellungen getroffen hätte, wird beschwerdeweise nicht dargetan. Dass das kantonale Gericht aus diesem Grund in den Privatgutachten keine auch nur geringen Zweifel zu erkennen vermochte, die gegen die versicherungsinternen Beurteilungen sprechen, ist nicht zu beanstanden. Das kantonale Gericht durfte daher gestützt auf die Letzteren davon ausgehen, der Sturz auf das Kniegelenk mit Kontusion sei nicht geeignet gewesen, die am 15. Oktober 2018 operierte Meniskusschädigung zu verursachen. Dass sich die Vorinstanz mit den Stellungnahmen der Privatgutachter nur in unzulänglicher Weise befasst haben sollte, ist nicht erkennbar, ist sie doch auf die von ihnen ins Feld geführten Aspekte im Einzelnen eingegangen.