Citation: 6B_553/2022 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz stellt hinsichtlich des geltend gemachten Verdachts auf Betrug zunächst fest, die Investoren schienen nach den Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft ihre Anlageentscheidungen vor allem auf die Angaben über Schürfprojekte gestützt zu haben. Es sei in der Untersuchung nicht gelungen, die objektive Falschheit auch nur einer dieser Behauptungen nachzuweisen (Beschluss S. 28). Die Vorinstanz kommt zum Ergebnis, gestützt auf die Aussagen von G.F.________ und E.________, die sich nicht widerlegen liessen, müsse davon ausgegangen werden, dass hinter der H.________ (und J.________) eine Personengruppe um L.________ gestanden sei. Diese solle nach kommerziell verwertbaren Abbaurechten in Nordamerika für Edelmetalle und Uran gesucht haben. Seien solche Abbaurechte, die durch Zahlungen hätten gesichert werden müssen, gefunden worden, seien sie in einer neu gegründeten Gesellschaft wie der J.________ oder der H.________ zusammengefasst und entwickelt worden. Es scheine zuzutreffen, dass G.F.________ und E.________ keine Organstellung innegehabt hätten. Nachdem rechtshilfeweise weder die Buchhaltung noch detaillierte Bankbelege hätten erhältlich gemacht werden können, liessen sich die Zahlungsflüsse und Zahlungsgründe, respektive dass die Zahlungen betrieblich nicht angebracht gewesen wären, nicht nachweisen. Den Beschwerdeführern sei bekannt gewesen (oder hätte dies sein müssen), dass die H.________ im Zeitpunkt der Aktienkäufe noch keine Minen betrieben habe, sondern erst darum bemüht gewesen sei, entsprechende Schürfrechte zu erhalten, respektive lukrative Gebiete ausfindig zu machen. Die Beschwerdeführer stellten nicht in Frage, dass die H.________ tatsächlich gegründet worden sei. Auch wenn verschiedene von den Beschwerdeführern vorgebrachte Umstände Indizien dafür sein könnten, dass die H.________ nicht ordnungsgemäss geführt worden sei, lasse sich damit nicht anklagegenügend nachweisen, dass es sich um eine Scheingesellschaft gehandelt habe. Das lasse sich auch nicht aus den Kontounterlagen nachweisen. Es treffe nicht zu, dass jegliche Hinweise darauf fehlten, dass Rechnungen für die H.________ bezahlt worden seien, die auf operative Tätigkeiten schliessen liessen (Kommunikation über Minenprojekte, Korrespondenz mit und Zahlungen an Geologen, Lizenzzahlungen, "Crash Budget" und "Betriebs Budget" für Juni - Dezember 2009, "Drafts Budgets" für 2010, Bemühungen um ein transparentes Liquiditätsmanagement und eine ordentliche Buchhaltung). Die Beschwerdeführer stellten nicht in Frage, dass die Schürfprojekte erst in der Anlaufphase des Start-up-Unternehmens gewesen seien (Beschluss S. 31-35). Zusammenfassend hält die Vorinstanz fest, es lasse sich nicht mit grosser Wahrscheinlichkeit, die eine Anklage rechtfertigen würde, nachweisen, dass mit der H.________ eine Scheingesellschaft aufgebaut worden wäre, die gar keine Geschäftstätigkeit habe aufnehmen wollen. Weitere Beweismittel zur diesbezüglichen Klärung seien nicht ersichtlich. Von Befragungen der teilweise bereits einlässlich befragten Beschuldigen seien keine weiteren Erkenntnisse zu erwarten, die eine Verurteilung wegen Betrugs wahrscheinlich erscheinen liessen, insbesondere weil beweiskräftige Unterlagen fehlten und nicht hätten erhältlich gemacht werden können und die vorliegenden Kontoauszüge zu wenig Informationen für konkrete Vorhalte enthielten. Es sei nicht an den Beschwerdeführern nachzuweisen, dass es sich nicht um eine Scheingesellschaft gehandelt habe, sondern die Anklagebehörde hätte nachzuweisen, dass es sich um eine Scheingesellschaft gehandelt habe. Welche weiteren Beweiserhebungen erfolgversprechend sein könnten, sei nicht ersichtlich. Eine arglistige Täuschung der Beschwerdeführer beim Verkauf der Aktien lasse sich damit nicht anklagegenügend erstellen. Die Einstellung sei zu Recht erfolgt (Beschluss S. 35 f.).