Citation: 8C_139/2022 E. 4.1

4.1. Gemäss den vorinstanzlichen Feststellungen hatte die Beschwerdeführerin anlässlich ihrer Anmeldung zum Bezug von Arbeitslosenversicherung eine Kündigung ihrer Arbeitgeberin, der (damaligen) Betreiberin des Restaurants B.________, per 31. Dezember 2018 vorgewiesen, was mit deren Bescheinigung vom 17. Dezember 2018 übereingestimmt habe. Am 6. Februar 2020 sei die Beschwerdegegnerin, so das kantonale Gericht weiter, vom Arbeitsinspektorat darüber in Kenntnis gesetzt worden, dass die Beschwerdeführerin anlässlich einer Kontrolle in jenem Restaurant angetroffen worden sei. Sie habe unterschriftlich bestätigt, seit zwei bis drei Jahren dort beschäftigt zu sein und keine Arbeitslosenversicherung zu beziehen. Die Beschwerdeführerin habe in der Folge geltend gemacht, sie habe die Fragen wegen mangelhafter Deutschkenntnisse falsch verstanden. Indessen lebe sie seit 2016 in der Schweiz, habe anlässlich ihrer Anmeldung bei der Arbeitslosenversicherung angegeben, über gute mündliche und schriftliche Deutschkenntnisse zu verfügen, und ein Einstufungstest habe ein Sprachniveau B2 fürs Sprechen und B1 fürs Hören ergeben. Sie habe im Übrigen gemäss Protokolleintrag des Arbeitsinspektors versichert, alle Fragen verstanden und wahrheitsgetreue Angaben gemacht zu haben. Zudem habe sie es anlässlich dieser Kontrolle unterlassen darauf hinzuweisen, dass sie erst wieder seit zwei Tagen, nach mehr als einem Jahr Arbeitslosigkeit, am gleichen Ort wie früher, nunmehr beim neuen Besitzer, tätig sei, wie sie später geltend gemacht habe. Das Arbeitsinspektorat habe im Restaurant B.________ im Januar 2020 dreimal einen Augenschein vorgenommen und die Beschwerdeführerin jedes Mal dort angetroffen, wobei nicht der Eindruck entstanden sei, dass sie, wie später behauptet, lediglich geschnuppert habe. Die Angaben in einem auf den 1. Februar 2020 datierten Arbeitsvertrag, den die Beschwerdeführerin am 7. Februar 2020 eingereicht habe, stimmten hinsichtlich des Lohns nicht überein mit den auf dem Formular zuhanden des Arbeitsinspektorats eingetragenen. Es seien zudem auch weitere Falschangaben gegenüber der Arbeitslosenkasse ausgewiesen. Schliesslich könne nicht nur für Januar 2020, sondern bereits für das Jahr 2019 nicht von einer Arbeitslosigkeit ausgegangen werden. Das kantonale Gericht zog in diesem Zusammenhang neben der bereits erwähnten Angabe der Beschäftigung seit zwei bis drei Jahren in Betracht, dass sich die Beschwerdeführerin nach einer ersten Aufforderung zu einem zwölfwöchigen (OKP-) Kurs im Frühjahr 2019 kurzfristig krank gemeldet und nach einer neuerlichen Einladung am Tag des Kursbeginns im Juli 2019 mitgeteilt habe, am Vorabend einen Unfall erlitten zu haben. Beide Kursanweisungen seien in der Folge aufgehoben worden.