Citation: 2C_488/2019 E. 6.4.1

6.4.1. Gemäss Art. 3 EMRK bzw. bzw. Art. 25 Abs. 3 BV sind Wegweisungen unzulässig, wenn nachweisbar ernsthafte Gründe dafür sprechen, dass die betroffene Person im Falle der Wegweisung bzw. von deren Vollzug tatsächlich Gefahr läuft, sich im Aufnahmeland Folter oder einer anderen Art grausamer und unmenschlicher Behandlung oder Bestrafung ausgesetzt zu sehen. Wurde ein solches Risiko mit stichhaltigen Gründen konkret und ernsthaft glaubhaft gemacht ("real risk"), ist die Wegweisung bzw. ihr Vollzug völker- und verfassungsrechtlich unzulässig und kann sich die aufenthaltsbeendende Massnahme selber als unverhältnismässig erweisen (vgl. BGE 111 Ib 68 ff.; Urteile 2C_868/2016 vom 23. Juni 2016 E. 5.2.2 mit Hinweisen; 2C_136/2017 vom 20. November 2017 E. 6.2.1).