Citation: 7B_269/2022 E. A

Am 26. November 2017 schlossen A.________ und die C.________ AG, vertreten durch B.________, einen mündlichen Miet- bzw. Pachtvertrag über das Hotel Restaurant D.________ in U.________ mit Vertragsbeginn am 1. Dezember 2017 ab. Für den Monat Dezember bezahlte A.________ für die Nutzung des Objekts einen Betrag von Fr. 2'000.--. Ein schriftlicher Vertrag kam in der Folge nicht zustande. Aufgrund einer entsprechenden Mitteilung von B.________ entzog die Bezirkskanzlei Gersau A.________ deshalb mit Schreiben vom 11. Dezember 2017 die zuvor mündlich erteilte Gastgewerbebewilligung. Mindestens am 9. und 10. Dezember 2017 betrat B.________ das Hotel Restaurant D.________, obwohl ihm A.________ am 5. Dezember 2017 ein entsprechendes Verbot erteilt hatte. Im gleichen Zeitraum öffnete er mehrere an das Hotel Restaurant D.________ adressierte verschlossene Briefe. Daraufhin versendete er am 17. Dezember 2017 namens der C.________ AG einen Brief an mehrere Lieferanten von A.________ mit folgendem Inhalt: "RETTEN SIE WAS ZU RETTEN IST! Sehr geehrte Damen und Herren, Wir sind Hausbesitzer, in dessen Räumlichkeiten Frau A.________ wirten wollte. Während 14 Tagen weigerte sie sich, einen Mietvertrag zu unterzeichnen, worauf wir die Notbremse gezogen haben (Beilage 1). Auch die Gemeinde hat ihr die Erlaubnis entzogen (Beilage 2). Jetzt ist alles publik (Beilage 3). Zudem kennen wir jetzt aufgrund des Betreibungsauszuges (Beilage 4), die Geschichte des Geschädigten E.________, der Frau A.________ ebenfalls eine Liegenschaft vermietet hatte und am Schluss auf einem Schaden von Fr. 40'000.- sitzen geblieben ist. Damit das Ihnen nicht auch so geht, schreiben wir Ihnen. Wenn Sie Ihre Ware oder Geräte wieder haben wollen, rufen Sie uns an, wir öffnen Ihnen den Zugang zu den Restaurations-Räumen. Leider mussten wir Ihre Post öffnen, um Ihre Anschrift in Erfahrung zu bringen. Senden Sie Ihre Rechnung bitte direkt an Frau A.________, (...), weil sie ihre Post hier eh nicht mehr abholt. Besser noch, betreiben Sie sie gleich, dann haben Sie schon einen Fuss drin. (...) " Ab dem 11. Dezember 2017 verwehrte B.________ A.________ den Zugang zum Restaurant. Nachdem zuvor mehrere von der C.________ AG für die Räumung angesetzte Termine unbenutzt verstrichen waren, begab sich A.________ am 21. Dezember 2017 gegen 14.00 Uhr zum Restaurant. Als sie die Räumlichkeiten betreten wollte, um ihre Sachen abzuholen, verweigerte ihr B.________ den Zutritt, indem er die Türe abschloss und den Schlüssel von innen stecken liess. Er teilte ihr mit, dass sie ihre Sachen erst mitnehmen könne, wenn sie ihm den Schlüssel zum Restaurant abgebe und die fälligen Nebenkosten von Fr. 780.-- bezahlen würde. Während der verbalen Auseinandersetzung auf dem Vorplatz bezeichnete B.________ A.________ als Schlampe, blöde Kuh, Mistpack und Betrügerin. Erst als Beamte der Kantonspolizei Schwyz um ca. 16.30 Uhr vor Ort kamen, konnte A.________ das Restaurant betreten und ihre Waren und Materialien behändigen.