Citation: 8C_633/2015 E. 4.2

4.2. Gegen die im Abklärungsbericht Haushalt vom 11. April 2014 festgestellten Einschränkungen bei der Haushaltsführung erhebt die Versicherte keine Einwände. Sie ist jedoch der Ansicht, für den Gesundheitsfall sei von einer 80%igen Erwerbstätigkeit auszugehen. Dies begründet sie mit einer in der Vergangenheit neben der Tätigkeit als Krankenpflegerin im Alters- und Pflegeheim zusätzlich ausgeübten Beschäftigung bei der Genossenschaft H.________ nach der Trennung von ihrem Ehemann. Dabei handelte es sich aber gemäss IK-Auszug und Arbeitszeugnis der Genossenschaft H.________ vom 3. Februar 2009 um eine von vornherein befristete Anstellung als Ferienaushilfe vom 3. November 2008 bis 3. Februar 2009. Im Rahmen der Haushaltsabklärung gab die Versicherte zudem ausdrücklich an, dass sie ohne Gesundheitseinschränkungen weiterhin ihr Pensum von 60 % im Alters- und Pflegeheim ausgeübt hätte; sie habe die Arbeit sehr gerne gemacht und auch finanziell habe es ihr gereicht. Da die Beschwerdeführerin, abgesehen von einer dreimonatigen Ferienaushilfe, nach der Scheidung im Jahr 2009 und vor Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigungen keine Anstalten mehr unternommen hatte, ihr Pensum beim Alters- und Pflegeheim zu erhöhen oder eine zusätzliche Erwerbstätigkeit aufzunehmen, kann keine 80%ige Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall angenommen werden.