Citation: 4A_583/2024 E. 2.5

2.5. Zwar können die Parteien von Art. 1.4.4 SIA-Norm 102 (2003) abweichen und anstelle von Akontozahlungen definitive Rechnungsstellungen und Zahlungen vereinbaren. Indessen deutet vorliegend nichts auf eine solche Individualabrede hin. Soweit die Beschwerdeführerin rügt, die Beschwerdegegner hätten im vorinstanzlichen Verfahren das Vorliegen von definitiven Abrechnungen überhaupt nicht bestritten und damit im Ergebnis anerkannt, kann ihr nicht gefolgt werden: Wie die Vorinstanz festgehalten hat, haben sich die Beschwerdegegner vor der Erstinstanz auf Akontorechnungen berufen. Die Beschwerdeführerin geht auf diese Erwägung nicht ein und vermag sie damit auch nicht zu widerlegen. Folglich war die rechtliche Qualifikation dieser Rechnungen schon erstinstanzlich strittig. Die Beschwerdeführerin hätte bei dieser Ausgangslage die von ihr behauptete Vereinbarung schrittweiser und definitiver Abrechnung nachweisen müssen. Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz somit zu Unrecht vor, sie habe ihr in Verletzung des Verhandlungsgrundsatzes (Art. 55 Abs. 1 ZPO) die Beweislast für eine unbestrittene Tatsache auferlegt. Die Beschwerde ist in diesem Punkt unbegründet.