Citation: 1B_389/2021 E. 4.4

4.4. Nach dem Gesagten erscheint es im gegenwärtigen Verfahrensstadium nicht ausgeschlossen, dass die zuständige Strafbehörde im ausstehenden Endentscheid eine allfällige Ausgleichseinziehung anordnen bzw. eine staatliche Ersatzforderung zusprechen könnte. Ebenso wenig erscheint der Umfang der gesperrten Vermögenswerte derzeit unverhältnismässig. Was die privaten Beschwerdegegner - über das bereits Erörterte hinaus - dagegen einwenden, lässt weder den hinreichenden Tatverdacht der Geldwäscherei noch die Möglichkeit einer richterlichen Ausgleichs-einziehung im jetzigen Verfahrensstadium dahinfallen. Dies gilt insbesondere für ihre Vorbringen, die Vorinstanz habe die Anforderungen an den hinreichenden Tatverdacht nicht überspannt; ihr Entscheid stehe im Einklang mit der bundesgerichtlichen Praxis; es bestünden keine Anhaltspunkte dafür bzw. es erscheine die These "geradezu abenteuerlich", dass die angeblichen Vortaten der untersuchten Geldwäscherei, etwa ungetreue Geschäftsbesorgung oder Korruption, in Venezuela strafbar wären; seit den Beschlagnahmeverfügungen sei mehr als ein Jahr vergangen, seither habe sich der Tatverdacht nicht verdichtet; oder der Entscheid der Vorinstanz sei nicht willkürlich.