Citation: 2C_437/2020 E. A

Die Eheleute A.A.________ (geboren 1939) und B.A.________ (geboren 1942) schlossen im November 1999 bzw. April 2000 mit der C.________ Lebensversicherungs-Gesellschaft AG nachfolgend C.________) eine Rentenversicherung mit Beginn 1. Dezember 1999 ab. Der Versicherungspolice ist zu entnehmen, dass die Eheleute (Ehemann im Zeitpunkt des Vertragsschlusses 60 Jahre alt, Ehefrau 57 Jahre alt) zunächst während 15 Jahren jährlich eine Prämie von Fr. 30'000.-- einzuzahlen hatten, erstmals am 1. Dezember 1999. Weiter wurde vereinbart, dass die C.________ ab 1. Dezember 2014 eine monatliche Rente von Fr. 3'063.75 entrichtet, solange beide oder einer der beiden Ehegatten noch am Leben ist. Für den Fall, dass beide Ehegatten verstorben sein sollten, verpflichtete sich die C.________, die einbezahlten Prämien - abzüglich der bereits bezogenen Renten und ohne Zins - den Erben zukommen zu lassen (Rückgewähr). Schliesslich vereinbarten die Vertragsparteien eine nicht näher definierte und bezifferte "Überschussbeteiligung". Ab 1. Dezember 2014 entrichtete die C.________ vereinbarungsgemäss die vereinbarten Rentenzahlungen. Neben der ersten Rentenzahlung erhielten die Eheleute A.________ am 26. November 2014 eine als "Überschuss" bezeichnete Leistung von Fr. 15'318.75, d.h. insgesamt Fr. 18'382.50. Nachdem die Eheleute A.________ in der Steuererklärung für die Steuerperiode 2014 10 Prozent des Auszahlungsbetrags (Fr. 1'838.--) als Einkommen deklariert hatten, wurden im Einschätzungsentscheid für die Staats- und Gemeindesteuern 2014 bzw. in der Veranlagungsverfügung für die direkte Bundessteuer 2014, je vom 12. Januar 2017, die Einkünfte gemäss dem Vertrag mit der C.________ mit 40 Prozent, d.h. Fr. 7'353.-- erfasst.