Citation: U 392/05 16.12.2005 E. A

Der 1960 geborene S.________ stürzte am 19. April 2002 bei der Ausübung seiner Tätigkeit als Eisenleger von einem Baugerüst mehrere Meter in die Tiefe und schlug auf dem rohen Betonboden auf. Er erlitt eine superiore Berstungsfraktur BWK12 ohne neurologische Ausfälle sowie eine kleine Schürfwunde am Kopf. Gleichentags erfolgte eine Operation in der Orthopädischen Poliklinik des Spitals X.________. Drei Tage nach dem Unfall konnte er ins Regionalspital Y.________ verlegt werden. Vom 13. Mai bis 26. Juni 2002 hielt sich S.________ in der Rehabilitationsklinik Z.________ auf, wo die behandelnden Ärzte ein ängstlich-depressives Mischbild im Rahmen einer gemischten Anpassungsstörung feststellten. Der die Verlaufskontrolle im Spital X.________ (Universitätsklinik für Orthopädische Chirurgie) durchführende Arzt Dr. med. H.________ hielt fest, dass das konventionelle Röntgenbild regelrechte Verhältnisse bei Zustand nach Fixation Th11-L1 zeige und sich die von S.________ geklagten Beschwerden - auch mittels veranlasstem MRI - somatisch nicht erklären liessen; gleichzeitig äusserte er den Verdacht auf eine sich anbahnende chronische Schmerzproblematik (Berichte des Dr. med. H.________ vom 27. Juni und 2. Juli 2002). Als sich S.________ vom 7. August bis 18. September 2002 erneut in der Rehabilitationsklinik Z.________ aufhielt, diagnostizierten die Ärzte eine psychiatrische Problematik mit einer Anpassungsstörung (ICD-10 F43.22), eine leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0) und ein maladaptives Überzeugungs- und Bewältigungsmuster mit histrionischem und regressivem Verhalten. Sie erachteten die Aufnahme einer leichten wechselbelastenden Arbeit ohne längerdauernde Tätigkeiten in Zwangsposition oder auf Leitern, vorläufig halbtags (unter zusätzlicher Berücksichtigung der psychiatrischen Problematik), als zumutbar (Austrittsbericht der Rehabilitationsklinik Z.________ vom 16. Oktober 2002). Einer Erwerbstätigkeit ist S.________ indessen seit dem Unfall nicht mehr nachgegangen. Die Schweizerische Unfallversicherungsgesellschaft (SUVA), bei welcher S.________ obligatorisch versichert war, erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Nach Einholung eines Berichtes über die kreisärztliche Abschlussuntersuchung vom 15. Juli 2003, eines Berichtes der Dr. med. I.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, bei welcher der Versicherte ab Oktober 2002 psychiatrisch ambulant betreut wurde, vom 11. August 2003, sowie einer kreisärztlichen Schätzung des Integritätsschadens vom 19. Januar 2004 und nach Beizug der Akten der Invalidenversicherung stellte die SUVA ihre Taggeldleistungen mit Wirkung auf den 31. Mai 2004 ein und sprach dem Versicherten mit Verfügung vom 13. Mai 2004 bei einer Erwerbsunfähigkeit von 16 % ab 1. Juni 2004 eine monatliche Rente von Fr. 574.- sowie eine Integritätsentschädigung von Fr. 10'680.- (entsprechend einer Integritätseinbusse von 10 %) zu. Gleichzeitig führte sie aus, dass die psychogenen Störungen mangels Adäquanz des Kausalzusammenhanges nicht berücksichtigt werden könnten. Daran hielt die SUVA auf Einsprache des Versicherten hin fest (Entscheid vom 20. August 2004).