Citation: 1P.371/2003 10.07.2003 E. 3

Der Beschwerdeführer bringt vor, im Haftantrag des Untersuchungsrichters, worauf der Haftrichter zur Begründung seines Entscheids verweise, werde der dringende Tatverdacht unzureichend begründet. Dies verletze den Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV). 3.1 Haftentscheide haben wegen des Beschleunigungsgebots und weil sie gerade bei der Prüfung des dringenden Tatverdachts dem Entscheid des Sachrichters über Schuld oder Unschuld nicht vorgreifen dürfen, notwendig summarischen Charakter. Trotzdem gilt die Begründungspflicht auch für sie (Urteile 1P.255/2000 vom 22. Mai 2000 E. 3a; 1P.464/1999 vom 31. August 1999 E. 3b). Dabei genügt es, wenn die Begründung aus dem untersuchungsrichterlichen Haftantrag hervorgeht, auf den der Haftrichter verweist (BGE 123 I 31 E. 2). An die Begründung des Entscheids des Haftrichters hinsichtlich des Tatverdachts können nicht die gleichen Anforderungen gestellt werden wie etwa an eine Anklageschrift. Der Haftrichter hat sich aufgrund der im fraglichen Zeitpunkt der Untersuchung vorliegenden Akten und der Aussagen des Angeschuldigten davon zu überzeugen, ob ein dringender Tatverdacht bestehe oder nicht. Diese Überzeugung hat er in seinem Entscheid im Wesentlichen zu begründen, ohne dass von ihm in Einzelheiten gehende Darlegungen im Sinne einer Beweisführung verlangt werden könnten (Urteil 1P.332/1998 vom 16. Juli 1998 E. 3). 3.2 Der Haftrichter verweist zur Begründung seines Entscheids auf den Haftantrag des Untersuchungsrichters. Dort wird ausgeführt, der Beschwerdeführer werde aufgrund längerer Ermittlungen der Kantonspolizei dringend verdächtigt, in grösserem Umfang gegen das Betäubungsmittelgesetz verstossen zu haben. Anlässlich der koordinierten Anhaltungen und Hausdurchsuchungen vom 12. Juni 2003 habe denn auch eine grössere Menge Kokain sichergestellt werden können. Es ist einzuräumen, dass damit der Tatverdacht summarisch begründet wird. Dies ist jedoch nach dem Gesagten zulässig. Entscheidend ist, dass der Beschwerdeführer aufgrund der Ausführungen im Haftantrag wusste, weshalb gegen ihn ermittelt wird und er in Untersuchungshaft versetzt wurde. Er war, wie sich aus der Begründung der staatsrechtlichen Beschwerde ergibt, denn auch in der Lage, den Entscheid des Haftrichters sachgerecht anzufechten. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs ist unter diesen Umständen zu verneinen.