Citation: 7B_443/2023 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz hielt fest, der Beschwerdeführer habe sich am 22. Februar 2021 am Schalter des Roten Kreuzes in Biel befunden, wobei er sich trotz wiederholter Aufforderung weigerte, die Örtlichkeit zu verlassen, weshalb die Polizei aufgeboten worden sei. Er habe weiterhin jegliche Kooperation verweigert und habe schliesslich mit körperlicher Gewalt aus dem Gebäude gebracht werden müssen. Da er sich auch nicht zum Bahnhof Biel habe bringen lassen und er weiterhin passiven Widerstand geleistet habe, sei er zwecks polizeilicher Festnahme zu Boden geführt und gefesselt worden. Er habe sich in der Folge auch auf dem Polizeiposten den polizeilichen Massnahmen (erkennungsdienstliche Erfassung) widersetzt und sei erneut zu Boden geführt und gefesselt worden. Aus Gründen der Verhältnismässigkeit sei die erkennungsdienstliche Erfassung abgebrochen worden. Am Folgetag nach Beizug eines Anwalts habe er in die erkennungsdienstliche Erfassung und eine Befragung eingewilligt. Die vier Beschuldigten seien an diesem Einsatz vom 22./23. Februar 2021 involviert gewesen. Rund zwei Monate später habe sich der Beschwerdeführer erstmals bei der Polizei gemeldet und geltend gemacht, angegriffen und verletzt worden zu sein (Brustbein gebrochen). Sodann erwog die Vorinstanz - namentlich unter Bezugnahme auf die vom Beschwerdeführer eingereichten Arztberichte und dessen eigenen Angaben -, es würden keine konkreten Hinweise für einen im Rahmen von polizeilichen Gewaltanwendungen erfolgten Rippenbruch vorliegen. Auch würden die vom Beschwerdeführer im kantonalen Beschwerdeverfahren eingereichten Beweismittel nichts daran ändern. Diese seien für die Beurteilung der vorliegenden Sachverhaltsfragen irrelevant und würden teilweise gar keinen Bezug auf das polizeiliche Handeln nehmen. Schliesslich sei unbestritten, dass der Beschwerdeführer sich bei den Zwangsanwendungen durch die Polizei Kratzer und Schürfungen im Bereich des Ellenbogens zugezogen habe. Allerdings würden anhand der Akten keine Hinweise bestehen, dass die Anwendung von unmittelbarem Zwang zu irgendeinem Zeitpunkt nicht das erforderliche, geeignete oder zumutbare Mittel zur Durchsetzung des staatlichen Gewaltmonopols gewesen sei. Es würden auch keine Hinweise vorliegen, dass die Beschuldigten in Anbetracht des Verhaltens des Beschwerdeführers mehr Gewalt als notwendig angewendet hätten. Angesichts der Folgen des Einsatzes dieses unmittelbaren Zwanges gegenüber dem Beschwerdeführer (Kratzer/Schürfungen) könne nicht behauptet werden, dass diese in einem Missverhältnis zum angestrebten Zweck stünden.