Citation: 4A_27/2018 E. 2.2.3

2.2.3. Die ermessensweise Schadensschätzung nach Art. 42 Abs. 2 OR beruht auf Tatbestandsermessen. Sie gehört zur Feststellung des Sachverhalts (BGE 143 III 297 E. 8.2.5.2 S. 323; 128 III 271 E. 2b/aa S. 277; 122 III 219 E. 3b S. 222) und kann vom Bundesgericht nur nach Massgabe von Art. 97 und 105 Abs. 2 BGG überprüft werden. Im Rahmen seiner pflichtgemässen Ausübung dieses Ermessens ist es Aufgabe des Richters, sich Klarheit über die Entscheidungsfaktoren zu verschaffen, die er zu berücksichtigen gedenkt bzw. bezüglich derer er weitergehende Informationen benötigt. Die Befugnis des Richters, den Schaden aufgrund einer blossen Schätzung als ausgewiesen zu erachten, hat nicht zum Zweck, dem Kläger die Möglichkeit zu eröffnen, ohne nähere Angaben Schadenersatzforderungen in beliebiger Höhe zu stellen (BGE 143 III 297 E. 8.2.5.2 S. 323).