Citation: 1P.5/2005 24.02.2005 E. 1

Nach der Rechtsprechung zu Art. 88 OG verlangt das Bundesgericht, dass der Beschwerdeführer ein aktuelles praktisches Interesse an der Aufhebung des angefochtenen Entscheides hat. Dieses Erfordernis soll sicherstellen, dass das Gericht konkrete und nicht bloss theoretische Fragen entscheidet, und es dient damit der Prozessökonomie (BGE 127 III 41 E. 2b; 125 I 394 E. 4a mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung entfällt das aktuelle praktische Interesse an der Behandlung einer Haftbeschwerde, wenn der Beschwerdeführer während der Hängigkeit des bundesgerichtlichen Verfahrens aus der Haft entlassen wird (BGE 125 I 394 E. 4a; 110 Ia 140 E. 2a mit Hinweisen). Mit der Entlassung des Beschwerdeführers aus der Untersuchungshaft ist sein aktuelles praktisches Interesse an der Behandlung der Beschwerde weggefallen. Das Bundesgericht prüft ausnahmsweise Beschwerden trotz Wegfalls des aktuellen praktischen Interesses, wenn sich die aufgeworfenen Fragen jederzeit unter gleichen oder ähnlichen Umständen wieder stellen können und an deren Beantwortung wegen der grundsätzlichen Bedeutung ein hinreichendes öffentliches Interesse besteht und sofern diese im Einzelfall kaum je rechtzeitig verfassungsgerichtlich geprüft werden könnten (BGE 127 I 164 E. 1a mit Hinweisen). Im vorliegenden Fall geht es darum, ob Wiederholungsgefahr gemäss § 58 Abs. 1 Ziff. 3 StPO/ZH oder Ausführungsgefahr gemäss § 58 Abs. 2 StPO/ZH gegeben sei. Es kann offen bleiben, ob die aufgeworfenen Fragen von grundsätzlicher Bedeutung sind. Denn es sind ohne weiteres Fälle denkbar, in denen sich die Fragen in gleicher oder ähnlicher Weise stellen, der Betroffene sich aber noch in Untersuchungshaft befindet. Es kann deshalb nicht gesagt werden, das Bundesgericht werde im Einzelfall die sich stellenden Fragen kaum je rechtzeitig verfassungsrechtlich prüfen können. Es hat sich im Übrigen in einem mit dem vorliegenden weitgehend vergleichbaren Fall bereits zur Wiederholungs- und Ausführungsgefahr geäussert und dort die Untersuchungshaft als verfassungsmässig erachtet (Urteil 1P.30/2000 vom 11. Februar 2000 E. 5). Es besteht hier danach kein Anlass, die Beschwerde trotz Wegfalls des aktuellen praktischen Interesses zu behandeln. Der Beschwerdeführer macht dies auch nicht geltend.