Citation: 1B_646/2012 E. 4.3.2

4.3.2. Der Unfall ereignete sich in der Kurve einer zweispurigen, nicht richtungsgetrennten Hauptstrasse. Für den Beschwerdegegner beschrieb diese eine Linksbiegung. Seine Fahrbahn war schmal. Er blieb mit der ganzen Länge des Sattelschleppers rechts der Sicherheitslinie. Der vordere Bereich des Lastwagens, wo der Personenwagen aufprallte, bewegte sich in der Mitte der Spur. Dort hielt der Beschwerdegegner zur Fahrbahnbegrenzung einen beidseitigen Abstand von rund 0,4 m (vgl. act. 38, 228 und 241). Dass er zum rechten Strassenrand eine Entfernung von 1,5 m offen gelassen hätte, wie es der Beschwerdeführer behauptet, widerspricht den Akten. In Würdigung dieser Verhältnisse hat der Beschwerdegegner das Rechtsfahrgebot beachtet. Zudem hat er die zulässige Höchstgeschwindigkeit eingehalten (vgl. E. 2.2.3 oben). Ihm ist keine Verletzung der Verkehrsregeln vorzuwerfen. Der Unfall war nicht Folge seiner pflichtwidrigen Unvorsichtigkeit. Der Beschwerdegegner macht sich der fahrlässigen Tötung daher nicht schuldig. Die Vorinstanz überschreitet ihren Beurteilungsspielraum demnach nicht, wenn sie darauf schliesst, die Staatsanwaltschaft habe das Verfahren zu Recht eingestellt.