Citation: 6B_103/2023 E. 6.2.2

6.2.2. Die Zeugin P.________ wurde gemäss dem angefochtenen Entscheid rechtshilfeweise durch die serbischen Behörden einvernommen. Dem Beschwerdeführer wurde vorgängig die Möglichkeit eingeräumt, Ergänzungsfragen an die Zeugin zu stellen und solche wurden auch eingereicht. In der Folge konnte er zudem zum Einvernahmeprotokoll Stellung nehmen (angefochtenes Urteil E. 2.4.3.2 S. 62). Damit wurde der in Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK verankerte Konfrontationsanspruch des Beschwerdeführers in angemessener Weise gewahrt. Die Vorinstanz weist zutreffend darauf hin, dass bei rechtshilfeweisen Einvernahmen gemäss Art. 148 Abs. 1 StPO kein Anspruch auf persönliche Teilnahme an der Einvernahme besteht. Dass er keine Möglichkeit gehabt hätte, nach Einsicht in das Einvernahmeprotokoll Ergänzungsfragen zu stellen, legt der Beschwerdeführer nicht bzw. zumindest nicht rechtsgenügend dar. Weder dargetan noch ersichtlich ist weiter, weshalb in Bezug auf die Zeugin P.________ ein Anwendungsfall von Art. 343 Abs. 3 StPO vorliegen könnte und sich eine gerichtliche Befragung in Anwendung des Unmittelbarkeitsprinzips daher aufgedrängt hätte. P.________ ist die ehemalige Freundin des Beschwerdeführers. Sie wurde einvernommen, weil der Beschwerdeführer geltend machte, ihm seien im Februar 2010 in einem Nachtclub in Zürich der Pass und der am Tatort aufgefundene Schal gestohlen worden, wovon P.________ jedoch keine Kenntnis hatte, obschon sie den erwähnten Abend mit dem Beschwerdeführer verbracht haben soll (angefochtenes Urteil E. 2.4.3.3 S. 62). Bei P.________ handelt es sich daher nicht um eine Belastungszeugin im engeren Sinne. Die Vorinstanz führt im angefochtenen Entscheid zudem verschiedene weitere Gründe an, die gegen den vom Beschwerdeführer behaupteten Diebstahl des Schals sprechen (vgl. angefochtenes Urteil E. 2.4.3.3 bis 2.4.3.5 S. 62 ff.).