Citation: 5D_185/2023 E. 2

Das Obergericht hat seinen Nichteintretensentscheid damit begründet, dass nach Erlass des Rechtsöffnungsentscheides und entsprechendem Abschluss des erstinstanzlichen Verfahrens kein aktuelles und praktisches Interesse mehr bestehe und dieses bereits im Zeitpunkt der Einreichung der Beschwerde gefehlt habe. Im Zusammenhang mit seinem Eventualbegehren übersehe der Beschwerdeführer sodann, dass mit einer Rechtsverzögerungs- bzw. Rechtsverweigerungsbeschwerde keine allgemeinen Verstösse des formellen oder materiellen Rechts, sondern ausschliesslich das unrechtmässige Verweigern oder Verzögern eines anfechtbaren Entscheides gerügt werden könne. Dies sei aber vorliegend nicht gegeben, weil mit mehreren prozessleitenden Verfügungen die Frist zur Einreichung einer Vernehmlassung verlängert worden sei, letztmals mit derjenigen vom 16. Mai 2023.