Citation: 8C_235/2022 E. 1.3

1.3. Soweit die Beschwerdeführerin ihreerst nach Ablauf der Beschwerdefrist erhobene Rüge der Verletzung des verfassungsmässigen Anspruchs auf ein korrekt besetztes Gericht (Art. 30 Abs. 1 BV) mit neuen Tatsachen und Beweismitteln begründet, ist darauf hinzuweisen, dass solche nach Art. 99 Abs. 1 BGG nur so weit vorgebracht werden dürfen, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt. Vorbehalten bleiben Nichtigkeitsgründe, die hier jedoch nicht gegeben sind (vgl. BGE 144 IV 35 E. 2.1; 140 II 141 E. 1.1; 136 I 207 E. 5.6; SVR 2019 IV Nr. 42 S. 136 E. 3.1; Urteil 4A_97/2011 vom 22. März 2011 E. 5.5). In der Beschwerde ist darzutun, inwiefern die Voraussetzung für die ausnahmsweise Zulässigkeit neuer Vorbringen gemäss Art. 99 Abs. 1 BGG erfüllt ist (BGE 143 V 19 E. 1.2 mit Hinweisen). Die Verletzung einer kantonalrechtlich statuierten Wohnsitzpflicht für Richterinnen und Richter prüft das Bundesgericht nicht von Amtes wegen (vgl. BGE 144 IV 35 E. 2.1; 140 II 141 E. 1.1). Vielmehr hat eine Verfahrenspartei, die vor Abschluss des bundesgerichtlichen Verfahrens einen Grund entdeckt, der ihres Erachtens die Revision des vorinstanzlichen Entscheids begründet, ein Revisionsgesuch bei der Vorinstanz und einen Sistierungsantrag beim Bundesgericht zu stellen (vgl. BGE 147 I 173 E. 4.1.2; 144 IV 35 E. 2.1). Da die Beschwerdeführerin ausdrücklich davon absieht, ist auf ihr diesbezügliches Vorbringen nicht einzugehen (vgl. BGE 138 II 386 E. 5-7; Urteile 1C_552/2020 vom 8. Februar 2022 E. 2.2; 9C_812/2018 vom 11. Juni 2019 E. 1.1.1; 9C_291/2017 vom 18. Dezember 2017 E. 3.1).