Citation: 2C_972/2018 E. 10.3

10.3. Die Beschwerdeführerin bringt vor, es sei früher behördlicherseits nie beanstandet worden, dass die Debitorenforderungen gegen die C.________ S.A.S. ohne Wertberichtigungen oder Abschreibungen verbucht wurden. Die Veranlagungen vergangener Steuerperioden entfalten bei periodischen Steuern grundsätzlich keine Rechtskraft für spätere Veranlagungen. Vielmehr kann die Steuerbehörde im Rahmen jeder Neuveranlagung eines Steuerpflichtigen sowohl die tatsächliche als auch die rechtliche Ausgangslage vollumfänglich überprüfen und, soweit erforderlich, abweichend würdigen (vgl. BGE 140 I 114 E. 2.4.3 S. 120; Urteil 2C_495/2015 vom 13. April 2016 E. 5.4). Aus diesem Grund kann die Beschwerdeführerin aus dem behaupteten Umstand, dass die Steuerbehörden vor den Steuerperioden 2010 und 2011 weder Wertberichtigungen noch Abschreibungen gefordert haben, nichts zu ihren Gunsten ableiten. Insbesondere spielt damit keine Rolle, ob die Steuerbehörden anlässlich der im Jahr 2012 durchgeführten Revision im Wissen um die in den Jahren 2010 und 2011 vorgenommenen Abschreibungen darauf verzichtet haben, Abschreibungen in den Gegenstand der Revision bildenden Steuerperioden 2008 und 2009 zu verlangen (vgl. dazu Beschwerde, S. 16).