Citation: 8C_428/2023 E. 11.1

11.1. Die Beschwerdeführerin wendet im Wesentlichen ein, Dr. med. I.________ habe mit Dr. J.________ am 19. Mai 2021 das Konsensgespräch durchgeführt. Im entsprechenden Bericht habe Dr. med. I.________ u.a. eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit als direkte Folge der neurologischen Pathologie der linken unteren Extremität, eine 33 % Leistungsminderung bei einer Aussendiensttätigkeit und eine vorübergehende Arbeitsunfähigkeit von 30 % festgehalten. Da die Vaudoise mit dieser Einschätzung nicht einverstanden gewesen sei, habe sie Dr. med. I.________ auf deren Geheiss vom 23. August 2021 hin mit Bericht vom 25. August 2021 im Sinne des Gutachtens der Klinik G.________ vom 17. Dezember 2019 abgeändert. Seiner Begründung, bei der Protokollierung des Konsensgesprächs vom 19. Mai 201 seien ihm Fehler unterlaufen, könne nicht gefolgt werden, da sich Dr. med. J.________ dazu nicht geäussert habe. Diese habe im Bericht vom 25. Februar 2019 eine hochgradige Neuropathie des N. ischiadicus links festgestellt. Dr. med. L.________, Leitender Arzt Neurologie, Klinik K.________, habe im Bericht vom 15. September 2020 ein schwergradiges Ausfallsyndrom der peronealen Fasern bei Neuropathie des N. ischiadicus links festgehalten. Dem Gutachten der Klinik G.________ sei nicht zu entnehmen, weshalb das Schmerzsyndrom nur leicht sein solle. Die Gutachter hätten sich mit den anderslautenden neurologischen Akten, insbesondere der Klinik K.________, nicht auseinandergesetzt. In neuropsychologischer Hinsicht wendet die Beschwerdeführerin im Wesentlichen ein, die diesbezügliche Gutachterin der Klinik G.________ habe angegeben, die unterdurchschnittlichen Ergebnisse in den Testungen seien am ehesten wegen motivationalen Faktoren zustande gekommen. Dies sei nicht nachvollziehbar, auch wenn die Gutachterin beschrieben habe, dass sie ein bisschen gereizt gewesen sei und in ihrer Stimmung geschwankt habe. Denn eine Stimmungsschwankung und Gereiztheit seien aufgrund der belastenden Begutachtungssituation nachvollziehbar. Daraus eine absichtliche Verfälschung der Ergebnisse abzuleiten, entbehre jeglicher Grundlage und sei zumindest nicht plausibel begründet. Worin motivationale Faktoren gesehen worden seien, sei dem neuropsychologischen Bericht nicht zu entnehmen.