Citation: 8C_217/2024 E. 5.3.1

5.3.1. Zwar trifft mit dem kantonalen Gericht zu, dass die IV-Stellen und die Unfallversicherer die Invaliditätsbemessung in jedem einzelnen Fall selbstständig vorzunehmen haben und sich nicht ohne eigene Prüfung mit der blossen Übernahme des Invaliditätsgrades des Unfallversicherers oder der IV-Stelle begnügen dürfen (Urteil 8C_224/2019 vom 18. September 2019 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil 8C_259/2013 vom 4. Juni 2013 E. 2.2). Doch soll die Invaliditätsbemessung bei gleichem Gesundheitsschaden in der Invalidenversicherung, der obligatorischen Unfallversicherung und in der Militärversicherung denselben Invaliditätsgrad ergeben (BGE 133 V 549 E. 6.1 mit Hinweis). Die daraus abgeleitete Koordination der Invaliditätsbemessung in diesen Sozialversicherungszweigen verfolgt das Ziel, unterschiedliche Festlegungen des Invaliditätsgrades zu vermeiden, was der Rechtssicherheit dient und damit sowohl im Interesse der Versicherer als auch der betroffenen Bürger liegt (BGE 131 V 120 E. 3.3.3; Urteil 8C_517/2007 vom 16. September 2008 E. 4.1).