Citation: 5A_672/2023 E. 5.1

5.1. Die Beschwerdeführerin macht sodann die willkürliche Feststellung des Sachverhalts geltend (Art. 9 BV; vgl. dazu BGE 142 II 433 E. 4.4). Dabei kritisiert sie die Berücksichtigung der Ausführungen der Beiständin an der Anhörung vom 3. April 2023 durch die Vorinstanz (vgl. vorne E. 4.1). Ein regelmässiger Kontakt des Beschwerdegegners mit dem Kind sei nicht aktenkundig, zumal das Verfahren vor der KESB erst im Jahr 2022 eröffnet worden sei und keine Unterlagen für die Zeit davor vorhanden seien. Die Beiständin habe unzutreffenderweise geschildert, dass der Beschwerdegegner sein Besuchsrecht regelmässig ausgeübt und ein grosses Interesse an seinem Sohn gezeigt habe. Entsprechendes sei nicht durch Akten belegt. Vielmehr sei es so, dass der Beschwerdegegner bis heute nicht in der Lage sei, die Besuche regelmässig und pünktlich wahrzunehmen. Dies habe die Beschwerdeführerin immer wieder dargelegt, auch an der Anhörung vom 23. August 2022. Es dürfe nicht einseitig auf die Angabe der Beiständin abgestellt werden. Gegen diese sei am 5. Dezember 2022 eine Beschwerde anhängig gemacht worden, was ihr am 20. Januar 2023 mitgeteilt worden sei, worauf sie ein Instruktionsgespräch und in Überschreitung ihrer Kompetenzen die Ausweitung des persönlichen Verkehrs beantragt habe. Die Abklärung der gelebten Besuchssituation hätte durch unbefangene Dritte erfolgen müssen. Es sei seitens des Obergerichts willkürlich, einen regelmässigen, konstanten Kontakt und darauf basierend eine gute Beziehung des Beschwerdegegners zum Kind anzunehmen.