Citation: 4A_633/2016 E. 6.5.2

6.5.2. Wie die Beschwerdeführerin selbst erkennt, setzt die Anwendbarkeit des Gesetzes der grossen Zahlen voraus, dass die einzelnen Risiken von einander und (worauf die Beschwerdeführerin allerdings nicht hinweist) auch von jeder dritten gemeinsamen Ursache unabhängig sind (vgl. für das Versicherungsrecht, das auf dem Gesetz der grossen Zahlen aufbaut, schon: Botschaft vom 2. Februar 1904 zu dem Entwurfe eines Bundesgesetzes über den Versicherungsvertrag, BBl 1904 I 260 Ziff. C.3a). Die Beschwerdeführerin zeigt nicht auf, dass diese Voraussetzung gegeben ist, wenn es um die Frage geht, nach welcher Methode Immobilien bewertet werden müssen. Auch die Ausführungen, die Rechtsprechung des Bundesgerichts würde das Institut des Anlagefonds torpedieren und den Anleger mit seinem Schutzbedürfnis im Regen stehen lassen, geht an der Sache vorbei. Zwar nimmt der Gesetzgeber mit dem Abstellen auf eine Schätzung die Gefahr in Kauf, dass diese, obwohl sie korrekt durchgeführt wurde, zu Gunsten oder zu Ungunsten des ausscheidenden Anlegers vom tatsächlichen Wert abweicht - dieses Risiko ist mit Blick auf das System des Anlagefonds aber unvermeidlich, soweit es für Immobilien keinen objektiv präzis feststellbaren Verkehrswert gibt.