Citation: I 25/02 03.06.2003 E. 2

Mit der Vorinstanz steht fest und ist unbestritten, dass bezüglich der Diagnose und der Arbeitseinschränkungen der Beschwerdeführerin Einigkeit unter den Ärzten besteht. Unterschiede ergeben sich hingegen in der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit. Diesbezüglich hat die Vorinstanz in sorgfältiger Würdigung der umfassenden medizinischen Aktenlage zu Recht auf die überzeugende interdisziplinäre Begutachtung von Dr. med. L.________ (vom 6. Juni 2000) und Dr. med. H.________ (vom 15. Juni 2000) abgestellt, welche mangels eines psychischen Leidens aus somatischer Sicht von einer verbleibenden Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit von 75 % ausgehen. Als nicht mehr zumutbar erachten sie eine Tätigkeit mit Gewicht heben über 10 kg. Auch sollten nicht wiederholt kleinere Gewichte vom Boden aufgehoben werden müssen. Eine sitzende Arbeit sollte stündlich durch kurzes Herumgehen unterbrochen werden dürfen. Zudem wäre eine rein stehende Tätigkeit ohne gelegentliches Herumgehen zu vermeiden. Alle beruflichen Verrichtungen, die diesen Einschränkungen Rechnung trügen, bewerten sie als geeignet, so auch die früher ausgeführte Arbeit in der Uhrenbranche. Mit gelegentlichen Schmerzschüben im Sinne einer verstärkten Lumbalgie, die auch einmal zur Aussetzung der Arbeit während Tagen führen könnte, muss nach Auffassung der Gutachter gerechnet werden. Diese Absenzen würden jedoch der vorübergehenden Verschlechterung einer Krankheit entsprechen und sollten nicht als invalidisierendes Geschehen interpretiert werden. Dieses interdisziplinäre Gutachten erfüllt die nach der Rechtsprechung für den Beweiswert medizinischer Expertisen geltenden Anforderungen (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweisen) und ist in den Schlussfolgerungen überzeugend. Was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde dagegen vorgebracht wird, vermag zu keinem andern Ergebnis zu führen. So erweist sich insbesondere der Bericht von Dr. med. E.________ (vom 20. März 2000) als zumindest unklar. Zwar hält der Arzt fest, dass die Versicherte in der Lage sei, aus somatischer Sicht einer 50%igen Erwerbstätigkeit nachzugehen, die die entsprechenden Anforderungen erfülle. Im gleichen Bericht führt er aber aus, dass trotz der organischen Befunde seines Erachtens Schmerzverarbeitungsprobleme vorhanden seien, da es Patienten gäbe, die mit den gleichen Befunden zufrieden und arbeitsfähig seien. Auch aus dem Schlussbericht der IV-Stelle (vom 24. August 1999) lässt sich entgegen der Beschwerdeführerin nichts zu ihren Gunsten ableiten; so stützten sich die Eingliederungsfachleute bei der Annahme einer 50%igen Leistungsfähigkeit ausschliesslich auf die "bislang vorliegenden medizinischen Beurteilungen". Was schliesslich den ergänzenden Bericht des Hausarztes Dr. med. R.________ (vom 15. Dezember 2000) betrifft, vermag dieser am überzeugenden Gutachten ebenfalls keine Zweifel aufkommen zu lassen. Es ist nicht klar, ob bei der darin attestierten Arbeitsfähigkeit von 50 % die mögliche Exazerbation der Rückenbeschwerden, welche er denn als Hauptproblem bezeichnete, mitberücksichtigt worden ist. Die daraus resultierenden Absenzen entsprächen aber, wie Dr. med. L.________ zu Recht feststellte, einer vorübergehenden Verschlechterung einer Krankheit.