Citation: I 120/02 28.11.2002 E. 3

Hinsichtlich der erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitsschadens sind die Ermittlung des Invaliditätsgrades nach der Methode des Einkommensvergleichs und die Bestimmung des Valideneinkommens nicht bestritten. Zu prüfen ist einzig die Festlegung des Invalideneinkommens. 3.1 Das kantonale Gericht hat gestützt auf die statistischen Werte der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 1998 (LSE 1998) des Bundesamtes für Statistik (Tabelle TA1, Privater Sektor, Anforderungsniveau 4, Frauen), in Berücksichtigung der psychisch bedingt um 20 % reduzierten Arbeitsfähigkeit, einen monatlichen Bruttolohn von Fr. 2998.30 bei einer betriebsüblichen Wochenarbeitszeit von 41,9 Stunden ermittelt. Davon hat sie, in Bestätigung der Verwaltungsverfügung, einen leidensbedingten Abzug von 10 % vorgenommen, der Erfahrungstatsache Rechnung tragend, dass teilzeitlich arbeitende und gesundheitlich beeinträchtigte Personen in der Regel schlechter entlöhnt werden. Bei einem Valideneinkommen von jährlich Fr. 46'072.20 legte sie den Invaliditätsgrad auf 29,7 % fest. Die Beschwerdeführerin macht dagegen geltend, es sei der praxisgemäss maximale Abzug von 25 % vom Tabellenlohn zu gewähren. Die Vorinstanz habe übersehen, dass die zuletzt ausgeübte Tätigkeit für eine Frau als schwere Arbeit einzustufen sei. Unberücksichtigt geblieben sei, dass Teilzeitbeschäftigte in der Regel proportional weniger Einkommen erzielen würden als vollzeitlich Angestellte und dass die Versicherte fehlende Dienstjahre aufweise. 3.2 Nach der Rechtsprechung hängt die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), welche nach pflichtgemässem Ermessen zu schätzen sind. Dabei erlaubt ein Abzug vom statistischen Lohn von insgesamt höchstens 25 % den verschiedenen Merkmalen, die das Erwerbseinkommen zu beeinflussen vermögen, Rechnung zu tragen (BGE 126 V 75; AHI 1999 S. 180 Erw. 3b; Urteil W. vom 9. Mai 2001, I 575/00). Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin kann in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Wagenaufbereiterin keine schwere Arbeit erblickt werden. Die Versicherte hatte ausschliesslich Reinigungsarbeiten im Wageninnern der auszuliefernden Fahrzeuge auszuführen, wie Staubsaugen, Reinigen der Scheiben und Ähnlichem, wobei einzig das Herausheben und Hineinhieven des Reserverades in den Kofferrraum als schwere Arbeit zu bezeichnen ist. Weiter wirkt sich eine Teilzeitbeschäftigung bei Frauen bei einem Pensum insbesondere zwischen 50 % und 89 % gemäss der Tabelle 6*, Seite 20, der LSE 1998, proportional berechnet zu einer Vollzeitbeschäftigung, lohnerhöhend aus, eine Tatsache, die durch die Ergebnisse der im Laufe des Jahres 2002 veröffentlichten, neuen Lohnstrukturerhebung des Jahres 2000 bestätigt wird (LSE 2000 des Bundesamtes für Statistik, Tabelle 9, Seite 24). Sodann ist der Einwand, die Versicherte vermöge wegen fehlender Dienstjahre kein durchschnittliches Einkommen zu erzielen, nicht stichhaltig, zumal die Beschwerdeführerin gerade in den Verweisungstätigkeiten langjährige berufliche Erfahrung besitzt. Ob die Vorinstanz das aufgrund des temporären Einsatzes erzielte und zum Stundensatz entlöhnte Valideneinkommen zu Recht auf eine wöchentliche Arbeitszeit von 40 statt auf die statistisch betriebsübliche Stundenzahl von 41,9 berechnet hat, kann offen bleiben, nachdem der Vergleich der beiden auf der Basis einer 40 Stunden-Woche ermittelten Einkommen zu keinem den Anspruch ändernden Ergebnis führt.