Citation: 7B_206/2022 E. 2.3.2

2.3.2. Dabei ist der vorinstanzlich festgestellte Sachverhalt im Ergebnis nicht zu beanstanden und verletzt den Grundsatz in dubio pro reo weder als Beweislast- noch als Beweiswürdigungsregel. Die Vorinstanz erwägt gestützt auf den Chat-Verkehr des Beschwerdeführers mit der Beschwerdegegnerin 2, diese hätten sich über eine Dating-Plattform kennen gelernt und anlässlich des zweiten, persönlichen Treffens in Berlin einvernehmlich Geschlechtsverkehr vollzogen. Der Beschwerdegegner habe die Beschwerdegegnerin 2 in der Folge nach Zermatt eingeladen und beide seien einer sexuellen Beziehung nicht abgeneigt, sondern damit einverstanden gewesen, als sie sich am Tattag getroffen hätten. Sie hätten einen Ausflug unternommen, anschliessend sei es zu mehrfachem Geschlechtsverkehr in der Wohnung des Beschwerdeführers gekommen, welcher Verfahrensgegenstand bilde. Die Vorinstanz gewinnt ihre Überzeugung, dass der Beschwerdeführer die Beschwerdegegnerin 2 anlässlich dieses Treffens an seinem Domizil zweimal vergewaltigt hat, aus verschiedenen Beweismitteln. Gemäss ihren Erwägungen variierten die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 zwar inhaltlich, namentlich hinsichtlich der Ereignisse auf der Aussichtsplattform. Dennoch liessen sich wesentliche Anhaltspunkte für eine Vergewaltigung ausmachen, die sich anhand der im rechtsmedizinischen Gutachten festgestellten Verletzungen, dem dokumentierten Notruf der Beschwerdegegnerin 2 bei der Polizei, übereinstimmender Aussagen der Parteien sowie damit in Einklang zu bringenden Aussagen von Nachbarn, die einen Streit wahrgenommen hätten, erhärten liessen.