Citation: 6B_803/2020 E. 1.3.2

1.3.2. Das E.________ 2010 habe sich infolge eines Unwetters und der dadurch verursachten erheblichen Zusatzkosten zu einem finanziellen Desaster entwickelt, wobei die genauen Ausmasse im Frühling 2011 infolge der fehlenden Rechnungsabschlüsse noch nicht einmal bekannt gewesen seien. Dem Beschwerdeführer und G.________ sei bekannt gewesen, dass die D.________ GmbH wirtschaftlich nicht in der Lage gewesen sei, das E.________ 2011 durchführen zu können. Allen bezüglich der "Rettung" des Festivals Beteiligten, darunter H.________, F.________ AG und die Privatklägerin, sei bewusst gewesen, dass es zu einem wirtschaftlichen Verlust kommen werde. Man habe selbst im Optimalfall nach der Einschätzung der Branchenkenner nicht davon ausgehen können, dass die D.________ GmbH mit dem E.________ 2011 überhaupt einen Gewinn erzielen könne, geschweige denn einen Reingewinn im Bereich von mehreren Hunderttausend Franken, der jedoch erforderlich gewesen wäre, damit die D.________ GmbH den B.________-Gesellschaften das ihr gewährte Darlehen sofort hätte zurückbezahlen und diesen Gesellschaften ihre Liquidität wieder hätte zurückgeben können. Erwiesen sei zudem, dass auf den Beschwerdeführer und G.________ vonseiten des direkten Konkurrenten H.________ und dessen Aktionären sowie der F.________ AG und der Privatklägerin dahingehend eingewirkt worden sei, eine Absage des E.________ 2011 mit allen Mitteln zu verhindern, um einen gefürchteten Imageschaden von der Branche abzuwenden. Aufgrund des Beweisergebnisses dränge sich schliesslich der Schluss auf, der Beschwerdeführer selbst habe das finanzielle Desaster für die D.________ GmbH vorausgesehen, nachdem sowohl der Konkurs der D.________ GmbH als auch ein möglicher Konkurs der B.________-Gesellschaften thematisiert worden sei, er selbst eine persönliche Bürgschaft abgelehnt habe und vonseiten der H.________ und ihrer Geschäftspartner trotz grossen Interesses am Kauf der B.________-Gesellschaften nach einer eingehenden Prüfung der finanziellen Situation davon Abstand genommen worden sei. Die Durchführung des E.________ 2011 habe unter den gegebenen Umständen keine Sanierungsmassnahme dargestellt und die bloss vage "Hoffnung" des Beschwerdeführers, mit der Durchführung könne der Konkurs der D.________ GmbH gerade noch abgewendet werden, sei nicht als ausreichend erfolgversprechend zu beurteilen, zumal dafür keinerlei objektive Anhaltspunkte vorgelegen hätten. Insoweit und insofern der Beschwerdeführer erneut geltend mache, es habe die berechtigte Hoffnung bestanden, dass der D.________ GmbH mit der Durchführung des E.________ 2011 Liquidität zufliessen werde bzw. dass die Überlebenschance der D.________ GmbH selbst mit der Durchführung eines schliesslich defizitären Festivals 2011 durch die Einnahmen klar verbessert würde, sei dies vor dem Gesagten als reine Schutzbehauptung zu qualifizieren, welche die gesamte Lage der D.________ GmbH mit den bereits bestehenden immensen Schulden und der Rückzahlungsverpflichtung der von der F.________ AG vorgeschossenen rund Fr. 2 Mio. komplett ausblende (angefochtenes Urteil E. 3.6.2 S. 24 ff.).