Citation: 2C_67/2015 E. 3.5

3.5. Eine - wie vorliegend strittige - als Gebühr ausgestaltete, einmalige Anschlussabgabe stellt das öffentlich-rechtliche Entgelt für den Anschluss an die vom Gemeinwesen erstellte und betriebene öffentliche Abwasserversorgung dar (Urteil 2C_722/2009 vom 8. November 2010 E. 3.2). Das Verursacherprinzip kommt für diese Art von Abgabe weniger zum Tragen als bei den periodisch zu erhebenden Benutzungsgebühren; nach der Rechtsprechung kann denn auch bei der Bemessung dieser Gebühr auf andere kausalabgaberechtliche Kriterien abgestellt werden (Urteil 2C_1054/2013 vom 20. September 2014 E. 5.1). In Anwendung des verfassungsrechtlichen Äquivalenzprinzips als Ausprägung des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes von Art. 5 Abs. 2 BV und des Willkürverbots gemäss Art. 9 BV darf die Gebühr hingegen nicht in einem offensichtlichen Missverhältnis zum objektiven Wert der Leistung des Gemeinwesens stehen und hat sich in vernünftigen Grenzen zu bewegen (BGE 138 II 70 E. 7.2 S. 76; 130 III 225 E. 2.3 S. 228). Der abzugeltende objektive Wert der Leistung ist dabei nicht in jedem Einzelfall zu ermitteln, sondern es darf auf schematische Kriterien, insbesondere auf die Bruttogeschossfläche, abgestellt werden (für als Verwaltungsgebühren ausgestaltete Anschlussbeiträge ausdrücklich Urteile 2C_1054/2013 vom 20. September 2014 E. 5.2, E. 6.2; 2C_722/2009 vom 8. November 2010 E. 3.2), die regelmässig einen auch unter dem Gesichtspunkt des Verursacherprinzips genügenden Bezug zur produzierten Abwassermenge aufweist. Für die Anschlussgebühr muss demnach nicht primär auf die effektiv produzierte Abwassermenge abgestellt werden, sondern auf die Kapazität, die für die potenzielle Menge ausreicht (Urteil 2C_1054/2013 vom 20. September 2014 E. 6.3). Angesichts dieser Bemessungsgrundsätze ist das in Art. 22 verankerte Bemessungskriterium der gesamten Bruttogeschossfläche bei nicht landwirtschaftlich genutzten Grundstücken bzw. die Berücksichtigung nur der zum Wohnteil zählenden Flächen bei ausschliesslich landwirtschaftlicher Nutzung in rechtsgleicher Hinsicht (Art. 8 Abs. 1 BV) nicht zu beanstanden, wird doch in beiden Konstellationen nur die zum Wohnen erstellte Fläche berücksichtigt. Inwiefern eine solche Abgabenbemessung nicht mit der verfassungsrechtlich garantierten Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 BV) vereinbart werden kann, ist weder dargetan noch ersichtlich, weshalb auf diese Rüge nicht weiter einzugehen ist (Art. 106 Abs. 2 BGG).