Citation: 6B_263/2022 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdeführer wirft der Vorinstanz Willkür vor. Er macht mit Verweis auf die "Geometrie der Kreuzung" und die "Betrachtung der Beschleunigung" geltend, der Vorgang könne sich nicht wie vom Beschwerdegegner 2 geschildert abgespielt haben. Dieser habe vielmehr den Vortritt erzwungen und Art. 13 Abs. 3 der Verkehrsregelnverodnung vom 13. November 1962 (VRV; SR 741.11) verletzt, indem er die Linksabbiegespur befahren habe. Der Beschwerdeführer verkennt mit seinen Ausführungen, dass es nach den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz letztlich keine Rolle spielt, ob der Beschwerdegegner 2 in regelwidriger Weise auf die Linksabbiegespur geraten ist. Entscheidend ist nämlich gemäss den vorinstanzlichen Erwägungen, dass er vortrittsbelastet war und losgefahren ist, obwohl er keine freie Sicht auf die Hauptstrasse hatte, weshalb er sich nicht auf den Vertrauensgrundsatz berufen kann (vgl. BGE 143 IV 500 E. 1.2.4; Urteil 6B_735/2020 vom 18. August 2021 E. 3.2.3 mit Hinweisen). Auf diese Überlegungen der Vorinstanz geht der Beschwerdeführer nicht ein, genauso wenig wie auf diejenigen zur Vorhersehbarkeit und Vermeidbarkeit der Kollision. Damit kommt er den Anforderungen, die an die Begründung einer Beschwerde vor Bundesgericht gestellt werden, nicht nach. Unbehelflich sind daher auch seine Berechnungen zur Breite der Fahrspur sowie zur Beschleunigung der Vespa des Beschwerdegegners 2 und sein Vorbringen, dass eine sachverständige Person mit der Begutachtung der Situation vor Ort hätte beauftragt werden müssen. Diese Vorbringen dienen letztlich ebenfalls nur dem (versuchten) Nachweis, dass der Beschwerdegegner 2 sich nicht regelkonform verhalten haben soll. Um darzulegen, inwiefern das angefochtene Urteil Recht im Sinne von Art. 95 BGG verletzen soll, sind sie nicht geeignet. Dem Willkürvorwurf fehlt es nach dem Gesagten an einer tauglichen Begründung, weshalb darauf nicht weiter einzugehen ist.