Citation: 6B_880/2009 30.03.2010 E. 8

8.1 Die Vorinstanz stellt fest, die Dauer des Verfahrens sei insgesamt zu lang gewesen. Dies führe zu einer leichten Strafminderung (angefochtenes Urteil E. 4.4 S. 15). Ein Umgangnehmen von einer Strafe oder eine Einstellung des Verfahrens komme nur in Extremfällen als ultima ratio in Betracht. Es lägen keine überlangen Bearbeitungslücken vor, die eine schwere Verletzung des Beschleunigungsgebots darstellen würden. Aus früheren gegen ihn geführten Strafverfahren könne der Beschwerdeführer nichts für sich ableiten (angefochtenes Urteil E. 2.1.1 S. 5 ff.). 8.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, ein Freispruch sei aufgrund der langen Verfahrensdauer gerechtfertigt. Zumindest sei eine deutliche Reduktion der Strafe angezeigt (Beschwerde S. 34 f.). 8.3 Nach Art. 29 Abs. 1 BV hat jede Person Anspruch auf Beurteilung innert angemessener Frist. Der Beschuldigte soll nicht länger als nötig über die gegen ihn erhobenen Vorwürfe im Ungewissen gelassen werden. Bei festgestellter Verletzung des Beschleunigungsgebots reichen die Sanktionen von der Berücksichtigung der Verfahrensverzögerung bei der Strafzumessung über die Schuldigsprechung unter gleichzeitigem Strafverzicht bis zur Verfahrenseinstellung (BGE 133 IV 158 E. 8 S. 170; 130 IV 54 E. 3 S. 54 ff.). Die Vorinstanz nahm aufgrund der zu langen Dauer des Verfahrens eine leichte Strafminderung vor. Der Beschwerdeführer macht zwar geltend, es habe aufgrund der langen Verfahrensdauer eine deutliche Reduktion des Strafmasses zu erfolgen. Er führt aber nicht aus, weshalb die lange Verfahrensdauer stärker hätte berücksichtigt oder welche Reduktion der Strafe seiner Ansicht nach aufgrund der Verletzung des Beschleunigungsgebots hätte vorgenommen werden müssen bzw. weshalb eine bloss leichte Strafminderung Bundesrecht verletze. Wie im angefochtenen Urteil zu Recht ausgeführt wird, ist die lange Dauer eines anderen Verfahrens, in welches der Beschwerdeführer involviert war, im Hinblick auf die Beurteilung der Dauer des vorliegenden Verfahrens und deren allfällige Auswirkungen auf das Strafmass irrelevant. Den bundes- und völkerrechtlichen Anforderungen an eine Berücksichtigung von Verfahrensverzögerungen wurde mit einer leichten Strafminderung ausreichend Genüge getan.