Citation: 1B_385/2013 E. 2.2.2

2.2.2. Der Einwand der formellen Rechtsverweigerung in der Form der Rechtsverzögerung erweist sich als nicht stichhaltig, soweit er überhaupt hinreichend substanziiert vorgebracht wird. Die Jugendanwaltschaft hat mit Verfügung vom 25. Oktober 2012 umgehend über die Gesuche der Beschwerdeführerinnen vom 23. September 2012 um Akteneinsicht und um Teilnahme an den Beweiserhebungen entschieden, und auch der Entscheid der Vorinstanz erging innert angemessener Frist. Eine Rechtsverzögerung liegt damit nicht vor. Nicht nachvollziehbar ist die Argumentation der Beschwerdeführerinnen, die Abweisung der Gesuche um Akteneinsicht und um Teilnahme an den Beweiserhebungen bedeute inhaltlich eine "Nichteröffnungsverfügung" und damit eine Rechtsverweigerung. Die Jugendanwaltschaft hat in der Zwischenzeit verschiedene Nichtanhandnahme- und Einstellungsverfügungen erlassen. Diese Verfügungen als solche bilden nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens, sondern sind mittels separater Beschwerde anzufechten. Inwiefern sich die Jugendanwaltschaft insoweit eine Rechtsverzögerung hat zu Schulden kommen lassen, ist aber jedenfalls nicht ersichtlich und wird von den Beschwerdeführerinnen mit ihren Ausführungen auch nicht substanziiert dargelegt.