Citation: 4A_583/2021 E. 8.3.2

8.3.2. Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass die Beschwerdegegnerin eine andere Summe (rund AED 58 Mio.) als die AED 60 Mio., welche sie (die Beschwerdeführerin) zunächst angegeben habe, als unbestritten bezeichne, belege gerade, dass es die eigene Darstellung aus Sicht der Beschwerdegegnerin sei, die im Schreiben wiedergegeben werde. Die vorinstanzliche Interpretation, wonach im Schreiben nicht die eigene Darstellung der Mittelflüsse aus Sicht der Beschwerdegegnerin dargestellt werde, vermöge nicht zu erklären, warum der Leiter Finanzen der Beschwerdegegnerin gegenüber seinem Geschäftsführer, die Positionen der Beschwerdeführerin präsentieren sollte, ohne jede Anmerkung, was korrekt sei und was nicht.Mit diesen Ausführungen übergeht die Beschwerdeführerin, dass die Vorinstanz in ihrer Auslegung erwog, für den Standpunkt, wonach das Schreiben eine interne Zusammenfassung der Mittelflüsse gemäss Darstellung der Beschwerdeführerin enthalte, spreche namentlich die einleitende Bezugnahme auf die "Rechnungssituation", die im Schreiben dargestellt werde. Der erste Abschnitt des Schreibens lautet wie folgt: "Bezug nehmend auf die persönlichen Verhandlungen hinsichtlich des letzten Forderungsstands gegenüber der Gesellschaft C.________ [Beschwerdeführerin] wird im Folgenden eine ausführliche Darstellung der Rechnungssituation zur Kenntnis vorgelegt. Die Gesellschaft C.________ macht geltend, dass mit der Rechtsberatungsgesellschaft G.________ ein Vertrag über 32'527'363 Dirham zur Abwicklung der Angelegenheiten mit der X.________gesellschaft [...] geschlossen wurde und dass die Hälfte des Betrag, 16'263'681 Dirham bereits bezahlt wurde." Es verletzt kein Bundesrecht, wenn die Vorinstanz daraus ableitet, dieser einleitende Abschnitt spreche dafür, dass in der nachfolgenden Aufstellung die Rechnungssituation bzw. die Geldflüsse aus Sicht der Beschwerdeführerin dargestellt werden. Soll im Schreiben aber (bloss) die Rechnungssituation aus Sicht der Beschwerdeführerin dargestellt werden, wäre es auch folgerichtig, dass es an Anmerkungen hinsichtlich der Korrektheit der Positionen aus Sicht der Beschwerdegegnerin fehlt. Dass der Leiter Finanzen der Beschwerdegegnerin, der offenbar die persönlichen Verhandlungen führte, seinem Geschäftsführer die Mittelflüsse aus Sicht der Beschwerdeführerin und damit deren Verhandlungsposition darlegt, ist keinesfalls abwegig. Daraus, dass interne Bemerkungen dazu fehlten, was korrekt sei und was nicht, ist jedenfalls nicht zwingend abzuleiten, dass in der nachfolgenden Aufstellung im Schreiben die Mittelflüsse aus Sicht der Beschwerdegegnerin dargelegt werden. Nichts ändert auch der Einwand der Beschwerdeführerin, dass sie selbst zuerst von anderen Zahlen ausgegangen sei. Sie vermag mit ihren Einwänden insgesamt nicht darzutun, dass das Schreiben zwingend so zu verstehen wäre, dass darin die Rechnungssituation aus Sicht der Beschwerdegegnerin dargestellt wird. Es verletzt daher kein Bundesrecht, wenn die Vorinstanz erwog, aus dem Schreiben vom 24. Dezember 2013 ergebe sich nicht mit hinreichender Klarheit, dass die Rechnungssituation aus Sicht der Beschwerdegegnerin dargelegt werde. Erst recht tut sie nicht dar, dass die Vorinstanz in Willkür verfallen wäre (vgl. hiervor E. 3), indem sie zum Ergebnis gelangte, dieses Schreiben vermöge die Höhe der Mittelflüsse nicht rechtsgenüglich zu belegen.