Citation: 8C_156/2023 E. 4.3.1

4.3.1. Soweit beschwerdeweise - wie bereits in den vorangegangenen Verfahren - geltend gemacht wird, es wäre zwingend eine Fremdanamnese einzuholen gewesen, ist mit der Vorinstanz darauf hinzuweisen, dass die Notwendigkeit einer solchen in erster Linie eine Frage innerhalb des medizinischen Kompetenzbereichs ist, wobei die ärztlichen Experten diesbezüglich über einen grossen Spielraum verfügen (SVR 2023 IV Nr. 17 S. 57, 8C_150/2022 E. 11.2.1; vgl. Urteil 9C_282/2023 vom 28. August 2023 E. 4.2.7). Aus dem Gutachten der IME vom 16. Juli 2021 geht hervor, dass den Sachverständigen zahlreiche Arztberichte ab dem Zeitpunkt des Hirninfarkts vom 6. Juni 2016 und auch ein Bericht über die im Zusammenhang mit einem Gesuch um Hilflosenentschädigung durchgeführte Abklärung an Ort und Stelle vom 12. Juni 2020 zur Verfügung standen. Unter diesen Umständen ist es im Rahmen einer gerichtlichen Überprüfung nicht zu beanstanden, dass die Gutachter keine fremd- oder familienanamnestischen Auskünfte einholten.