Citation: 7B_5/2021 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz kommt zum Schluss, dass die Beschwerdeführerinnen nicht Träger des durch die geltend gemachte Urkundenfälschung im engeren Sinn geschützten oder zumindest mitgeschützten Rechtsgutes und entsprechend nicht geschädigt im Sinne von Art. 115 StPO seien. Ihnen fehle damit die Beschwerdelegitimation. Gegenstand der geltend gemachten Urkundenfälschung bildeten die von F.________ und G.________ namens der Beschwerdeführerinnen ohne Vertretungsmacht abgegebenen und von der Urkundsperson D._________ öffentlich beurkundeten Erklärungen, die fraglichen Grundstücke an I.________ zu verkaufen. Die Beschwerdeführerinnen fielen nicht unter den Schutz des Urkundenstrafrechts. Denn die beanstandeten Erklärungen von F.________ und G.________ hätten sich nicht an die Beschwerdeführerinnen gerichtet. Letztere seien damit keine Teilnehmerinnen am Rechtsverkehr gewesen, denen gegenüber die angeblich falsche oder unwahre Urkunde verwendet worden sei. Die Beschwerdeführerinnen seien demgemäss nicht durch Scheinerklärungen oder qualifiziert unrichtige Erklärungen getäuscht und dadurch zu nachteiligen rechtserheblichen Dispositionen veranlasst worden. Eine Legitimation ergebe sich auch nicht aus der gerügten Verletzung der Zuständigkeitsregelung, weil der Kaufvertrag nicht von der Beschuldigten, sondern von D._________ beurkundet worden sei. Ein Ausstandsgrund habe ebenfalls nicht bestanden. Auch diesbezüglich seien die Beschwerdeführerinnen nämlich nicht durch die von F.________ und G.________ in ihrem Namen abgegebenen Verkaufserklärungen getäuscht und dadurch zu nachteiligen rechtserheblichen Dispositionen veranlasst worden. Die gerügte Verletzung der Zuständigkeitsregelung erscheine im Übrigen ebenso wenig als blosse Vorbereitungshandlung zu einem schädigenden Vermögensdelikt.