Citation: U 372/02 05.06.2003 E. 3

Die Gesuchstellerin beruft sich als Erstes auf den Bericht der Frau Dr. med. E.________ vom 2. Oktober 2002, worin auf Grund der MRI-Untersuchung vom 1. Oktober 2002 Folgendes festgestellt wurde: Streckhaltung der HWS ohne Stufenbildung im hinteren Alignement. Spondylose und Osteochondrose auf dem Niveau C5/C6 mit zirkulärer Bandscheibenprotrusion, medialbetont im Sinne einer kleinen, breitbasigen Diskushernie. Der Wirbelkanal werde dadurch im Sagittaldurchmesser leicht vsuchung vom 1. Oktober 2002 veranlasst worden. Diesem Befund komme keine grosse Bedeutung zu. Einzig von Bedeutung erscheine der Nachweis einer leichten Osteochondrose auf dem betroffenen Segment, die früher beim initialen Röntgenbild am Tag des Unfalls nicht nachweisbar gewesen sei. Indirekt könnte somit die unfallbedingte Bandscheibenschädigung diese vielleicht erst später entstandene Diskusprotrusion bis Herniation verursacht haben. Dr. med. F.________ legte im Bericht vom 29. April 2003 dar, die MRI der HWS vom 1. Oktober 2002 habe eine degenerative Läsion unisegmental auf dem Niveau C5/C6 gezeigt. Nach seiner persönlichen Erfahrung und manchen Meinungen in der Literatur spreche ein unisegmentaler Befall im Zusammenhang mit einem Unfall höchstwahrscheinlich für eine traumatische und nicht rein degenerative Ätiologie. Es sei ihm zur Zeit unmöglich, einen Literaturnachweis beizubringen. medizinischen Erfahrungstatsache im Bereich des Unfallversicherungsrechts, dass praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen degenerativer Bandscheibenveränderungen entstehen. Ein Unfallereignis fällt nur ausnahmsweise als eigentliche Ursache einer Diskushernie in Betracht, nämlich wenn es von besonderer Schwere und geeignet ist, eine Schädigung der Bandscheibe herbeizuführen, und wenn die Symptome der Diskushernie (vertebrales oder radikuläres Syndrom) unverzüglich auftreten und eine sofortige Arbeitsunfähigkeit zur Folge haben; in den übri