Citation: 2A.688/2004 27.04.2005 E. B

Mit Verfügung vom 2. November 2001 verwarnte das Ausländeramt des Kantons Schaffhausen die Eheleute X.________ wegen ihres bisherigen Verhaltens und wies sie an, sich künftig klaglos zu verhalten und behördlichen Aufforderungen nachzukommen, ansonsten sie damit zu rechnen hätten, dass ihre Aufenthaltsbewilligungen nicht mehr verlängert würden. Zusätzlich wurde den Eheleuten die Auflage gemacht, den nächsten Verlängerungsgesuchen für die Aufenthaltsbewilligung je einen Auszug aus dem Zentralstrafregister und aus dem Betreibungsregister beizulegen. Am 19. August 2002 und am 20. Februar 2003 wurde AX.________ erneut wegen Betreibungsdelikten (Nichtbefolgen der Aufgebote des Betreibungsamtes zur Anwesenheit bei der Vornahme von Pfändungen) mit je fünf Tagen Haft bestraft. Nachdem AX.________ und BX.________ in der Folge den Auflagen des Ausländeramts trotz erneuter Ermahnung nicht nachgekommen und mit weiteren Betreibungen konfrontiert worden waren, wies das Ausländeramt mit Verfügung vom 22. Juli 2003 die Gesuche der Familie X.________ um Verlängerung der am 11. Juni 2003 abgelaufenen Aufenthaltsbewilligungen ab und wies sie an, den Kanton Schaffhausen bis zum 31. August 2003 zu verlassen. Das Ausländeramt erwog im Wesentlichen, im aktuellen Betreibungsregisterauszug von AX.________ seien 40 Betreibungen über die Gesamtsumme von fast Fr. 100'000.-- sowie 60 Verlustscheine über Fr. 103'500.-- verzeichnet. Die Familie sei hoch verschuldet, und die Gesamtsumme der Schulden sei in den letzten Jahren stetig gestiegen. Eine Verwarnung habe offensichtlich keinen Eindruck gemacht. AX.________ gehe seit längerer Zeit nicht mehr einem geregelten Vollerwerb nach und seine Ehefrau sei ebenfalls nicht erwerbstätig. Die Betroffenen seien nicht in der Lage, sich genügend zu integrieren und sich den Verhältnissen im Gastland anzupassen, weshalb ihre Aufenthaltsbewilligungen nicht mehr verlängert würden.