Citation: 5A_763/2018 E. 6.3.3

6.3.3. Sodann wenden die Klägerinnen ein, einerseits habe das Obergericht das Recht der Klägerinnen auf Beweis verweigert, und andererseits weise es die Vorbringen der Klägerinnen mit der Begründung ab, ihre Behauptungen nicht bewiesen bzw. nicht ausreichend dargetan zu haben; mit anderen Worten fordere das Obergericht einen Beweis, ohne aber die Beweisofferten abzunehmen. Dies sei widersprüchlich, willkürlich und verletze ihren Beweisführungsanspruch. Solange ein Gericht nicht von der Wahrheit oder Unwahrheit einer behaupteten Tatsache überzeugt ist, mithin Beweislosigkeit vorliegt, darf es die Abnahme eines form- und fristgerecht beantragten und an sich tauglichen Beweises nicht verweigern (E. 2.1.1.2). Unter der Rügepflicht müssten die Klägerinnen detailliert darlegen, welchen Beweisantrag sie zu welchen Tatsachenbehauptungen innert den gesetzlichen Fristen gestellt haben und weshalb der beantragte Beweis tauglich sei, um auf die Wahrheit der behaupteten Tatsache zu schliessen (vgl. E. 2.1.1). Auch in diesem Punkt genügen die Ausführungen der Klägerinnen den Anforderungen an die Begründung nicht.