Citation: 9C_440/2017 E. 9.2

9.2. Namentlich können Ausführungen zur Frage unterbleiben, ob die Vorinstanz sich, indem sie die Klage vom 24. Dezember 2014 zunächst - ohne ersichtliche Prüfung auf Formmängel hin - entgegengenommen, die Beklagten mit Verfügung vom 22. Januar 2015 entsprechend in Kenntnis gesetzt und diesen am 4. Februar 2015 Gelegenheit zur Einreichung allfälliger Klageantworten eröffnet hat, um, noch während laufender Klageantwortfrist aber auf diesbezüglich lautende "Anträge" der Beklagten hin, am 15. Juni 2015 den Beschluss zu fällen, die Klage wegen Weitschweifigkeit aus dem Recht zu weisen und eine Frist zur Verbesserung anzusetzen, widersprüchlich und damit treuwidrig verhalten hat. Staehelin (a.a.O., Rz. 4 f. zu Art. 132 ZPO) führt in diesem Zusammenhang etwa aus, dass mangelhafte Eingaben vom Gericht vorerst nicht weiter behandelt und beispielsweise nicht der Gegenpartei zugestellt werden dürften. Grundsätzlich - so der Autor weiter - sei das Gericht verpflichtet, zur Behebung mangelhafter Eingaben von deren Zustellung an die Gegenpartei abzusehen und eine Nachfrist anzusetzen. Reiche die betroffene Partei innerhalb der Nachfrist ihre verbesserte Eingabe ein, so werde der Mangel geheilt, und zwar rückwirkend auf den Zeitpunkt der Einreichung der mangelhaften Eingabe. Ebenso wenig drängen sich Erörterungen dazu auf, ob dadurch, dass das kantonale Gericht den Beklagten auf "verbesserte" Klage vom 22. Dezember 2015 hin ebenfalls die Möglichkeit von je 50-seitigen Klageantworten gewährt hat, das Gebot der Waffengleichheit verletzt wurde.