Citation: 8C_602/2019 E. 5.1

5.1. Das kantonale Gericht stellte für die Ermittlung des medizinisch rechtserheblichen Sachverhalts im hier massgebenden Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung vom 13. Juni 2018 (vgl. BGE 131 V 242 E. 2.1 S. 243 mit Hinweis) auf das ABI-Gutachten vom 20. November 2017 ab. Danach leidet die Beschwerdeführerin unter einer klinisch weitgehend in Remission stehenden Dermatomyositis (ICD-10 M33; ED 04/2016), einem chronischen panvertebralen Schmerzsyndrom (ICD-10 M53.8) sowie einer Kardiopathie (DD: rhythmogene Kardiopathie bei gesteigerter ventrikulärer Extrasystolie [ICD-10 I42.9]). Keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätten unter anderem eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41), eine leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0), eine substituierte Hypothyreose (ICD-10 E03.9) sowie (anamnestisch) Restbeschwerden nach verschiedenen Unterleibsoperationen. Die Gutachter attestierten eine vollständige Arbeitsunfähigkeit für körperlich mittelschwer und schwer belastende Tätigkeiten. Für körperlich leichte, adaptierte Tätigkeiten (Wechselbelastung; Vermeidung von stereotypen Rotationsbewegungen am Achsenskelett und von Arbeiten in anhaltender Oberkörpervorneigeposition sowie von Tätigkeiten mit Sonnenexposition oder mit starker mechanischer Belastung der Haut) bestehe hingegen eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80 %, welche vollschichtig umsetzbar sei bei vermehrtem Pausenbedarf.