Citation: 5A_355/2007 03.10.2007 E. 4

Was die Rüge einer Verweigerung von Auskünften und Akteneinsicht anbelangt, so hat die obere Aufsichtsbehörde ausgeführt, dass der Beschwerdeführer 1 die - angeblich nie erhaltenen - Abrechnungen des Betreibungsamtes über die Bewirtschaftung der Liegenschaften (Schreiben des Betreibungsamtes vom 28. November 2001) mit Beschwerde vom 10. Dezember 2001 angefochten habe. Mit Bezug auf weitere Fragen zu den Einnahmen und Ausgaben habe das Betreibungsamt am 9. März 2007 geantwortet, bereits Rechtsanwalt R.________, dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 1, Auskunft gegeben zu haben. Das Akteneinsichtsrecht beinhalte keinen Anspruch auf Aufarbeitung behördlicher Akten. 4.1 Die Beschwerdeführer bringen vor, dass die Abrechnung des Betreibungsamtes vom 28. November 2001 erstellt worden sei, um "Amtspflichtsverletzungen zu kaschieren", und zudem inhaltlich unzutreffend sei. Sie könnten nicht nachvollziehen, weshalb der Beschwerdeführer 1 mehrere Zehntausend Franken pro Jahr aus den Mietzinseinnahmen erhalten haben soll. Sodann habe die Beschwerdeführerin 2 keine Kenntnis von den Abrechnungen. Rechtsanwalt R.________ habe am 14. März 2007 mitgeteilt, dass die Auskünfte nicht zufriedenstellend seien, und im Beschwerdeverfahren vor der unteren Aufsichtsbehörde sei festgehalten worden, dass die Abrechnungen ungenügend seien, zumal es gar keine Belege gebe, wohin das Geld aus den Mietzinseinnahmen geflossen sei. 4.2 Die Ausführungen der Beschwerdeführer, ob und in welchem Umfang dem Beschwerdeführer 1 aus den eingegangenen Mietzinsen Beiträge an dessen Unterhalt zu Recht ausgerichtet wurden oder werden durften, gehen an der Sache vorbei. Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens sind nicht Verfügungen des Betreibungsamtes über die Ausrichtung allfälliger Beiträge aus den eingegangenen Erträgnissen an den Schuldner und seine Familie (vgl. Art. 22 Abs. 1 sowie - bei Zinsensperre - Art. 94 VZG). 4.3 Was die Beschwerdeführer unter dem Titel "Verweigerung von Auskünften und Akteneinsicht" vorbringen, erschöpft sich im Wesentlichen in der Kritik an den Abrechnungen und Auskünften des Betreibungsamtes vom 28. November 2001 und 9. März 2007. Sie behaupten im Zusammenhang mit der Verwaltung der Liegenschaft Amtspflichtsverletzungen von Seiten des Betreibungsamtes, für welche der Kanton haftbar sei, wobei sie sich auf die angeblich unzureichenden und lückenhaften Abrechnungen und Auskünfte des Betreibungsamtes stützen. Ihre Vorbringen laufen auf den Antrag hinaus, es sei festzustellen, dass gestützt auf die Auskünfte und Abrechnungen ein Fehlverhalten des Betreibungsamtes in Bezug auf die Zwangsverwaltung der Liegenschaft vorliege. Damit können sie jedoch im vorliegenden Verfahren nicht gehört werden. Die blosse Feststellung eines Umstandes, namentlich der Pflichtwidrigkeit einer Handlung oder Unterlassung eines Betreibungsorgans, kann nicht Gegenstand der betreibungsrechtlichen Beschwerde sein (BGE 120 III 107 E. 2 S. 108; Amonn/Walther, Grundriss des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, 7. Aufl. 2003, § 6 Rz. 2). Insoweit kann auf die vorliegende Beschwerde, mit welcher nur Beschwerdeentscheide der kantonalen Aufsichtsbehörden über Verfügungen des Betreibungs- und Konkursamtes gemäss Art. 17 SchKG angefochten werden können, nicht eingetreten werden.