Citation: 6B_91/2022 E. 3.3.2

3.3.2. Die Einsatzstrafe sei nunmehr für den betrügerischen Konkurs und Pfändungsbetrug, die Verfügungen über mit Beschlag belegte Vermögenswerte und die Unterlassung der Buchführung in Anwendung des Asperationsprinzips zu erhöhen. Der Beschwerdeführer habe als Dritter zum Schaden der Gläubiger des in Konkurs gefallenen Einzelunternehmens "D.________" bzw. von C.________ als dessen Inhaber das Ehepaar E.________ angewiesen, Fr. 150'000.-- auf sein Bankkonto zu überweisen. Dadurch habe er diesen Betrag für das Konkursamt Emmental-Oberaargau unerreichbar gemacht und die Zugriffsrechte der Gläubiger im Konkursverfahren gefährdet. Es handle sich dabei um einen erheblichen Betrag. Dementsprechend erscheine der monetäre Taterfolg als mittelschwer. Die Art und Weise bzw. die Verwerflichkeit der Tatbegehung sei nicht wesentlich über die blosse Erfüllung des Tatbestands hinausgegangen, was sich neutral auswirke. Der Beschwerdeführer habe hinsichtlich der Fr. 150'000.-- jedoch über ein sehr grosses Mass an Entscheidungsfreiheit verfügt, was sich verschuldenserhöhend auswirke. Insgesamt sei hinsichtlich des betrügerischen Konkurses und Pfändungsbetrugs von einem mittelschweren Verschulden auszugehen. Zwar handle es sich wie bei der Misswirtschaft um ein Konkursdelikt, aber im Übrigen bestehe kein enger Zusammenhang. Entsprechend hoch sei der Gesamtschuldbeitrag. Es rechtfertige sich, die Einsatzstrafe um 18 Monate auf 42 Monate zu erhöhen.