Citation: 6B_765/2015 E. 6.3.5

6.3.5. Gemäss Art. 48 lit. e StGB mildert das Gericht die Strafe, wenn das Strafbedürfnis in Anbetracht der seit der Tat verstrichenen Zeit deutlich vermindert ist und der Täter sich in dieser Zeit wohl verhalten hat. Verhältnismässig lange Zeit verstrichen ist gemäss der Rechtsprechung, wenn zwei Drittel der Verjährungsfrist abgelaufen sind (BGE 140 IV 145 E. 3.1 S. 147 f. mit Hinweis). Diese beträgt hier 15 Jahre. Die Vorinstanz berücksichtigt, dass sich der Beschwerdeführer seit Oktober 2005 wohl verhalten hat und mithin im Urteilszeitpunkt 9 ½ Jahre verstrichen waren. Zudem trägt sie dem Umstand strafmindernd Rechnung, dass ab der letzten Strafanzeige 3 Jahre bis zur Anklageerhebung und weitere 2 ½ Jahre bis zur ersten Berufungsverhandlung vergingen. Damit bejaht sie sinngemäss und - insbesondere mit Blick auf die Zeitspanne bis zur Anklageerhebung und die gesamte Verfahrensdauer von rund 9 ½ Jahren - zu Recht eine Verletzung des Beschleunigungsgebots im Sinne von Art. 29 Abs. 1 BV, Art. 6 Ziff. 1 EMRK, Art. 14 Ziff. 3 lit. c UNO-Pakt II und Art. 5 StPO (vgl. dazu BGE 133 IV 158 E. 8 S. 170; 130 I 269 E. 3.1 S. 273; je mit Hinweisen). Mit ihren Erwägungen setzt sich der Beschwerdeführer inhaltlich nicht auseinander. Er zeigt nicht auf und es ist auch nicht erkennbar, inwiefern die Vorinstanz die genannten Strafzumessungsfaktoren in einem grösseren Masse hätte gewichten müssen.