Citation: 4A_147/2022 E. 5.1.1

5.1.1. Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz habe bei der Abwägung der betroffenen Interessen zu Unrecht auf das Kriterium des "gesunden und funktionierenden Unternehmens" abgestellt und diesem ein grosses Gewicht beigemessen bzw. das Kriterium zu stark gewichtet. Die Vorinstanz verkenne, dass dieses Kriterium für die Wahl der Massnahme zur Behebung des Organisationsmangels keineswegs entscheidend sei. Ohnehin könne vorliegend nicht beurteilt werden, ob es sich bei der Beschwerdegegnerin um ein gesundes und funktionierendes Unternehmen handle. Die Vorinstanz hätte sodann für die Beurteilung, ob es sich bei der Beschwerdegegnerin um ein gesundes und funktionierendes Unternehmen handle nach weiteren Indizien forschen müssen, da nach herrschender Lehre im Organisationsmangelverfahren "zumindest" die eingeschränkte Untersuchungsmaxime herrsche. Die Vorinstanz habe diesbezüglich die Offizial- bzw. Untersuchungsmaxime sowie die Regeln der Beweislastverteilung falsch angewandt. Davon abgesehen habe die Beschwerdeführerin im Rahmen ihrer Möglichkeiten entgegen der Auffassung der Vorinstanz an der Feststellung des Sachverhalts mitgewirkt, was die Vorinstanz aber "schlicht nicht berücksichtigt" habe. Die Beschwerdeführerin wiederholt mit diesen Ausführungen im Wesentlichen ihre bereits vor der Vorinstanz vorgebrachten Standpunkte. Bereits die Vorinstanz setzte sich mit diesen Argumenten im Einzelnen auseinander und widerlegte sie alle mit einer ausführlichen und nachvollziehbaren Begründung. Mit den einzelnen Erwägungen der Vorinstanz setzt sich die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht nicht hinreichend auseinander. Ebensowenig zeigt sie rechtsgenüglich auf (Erwägung 2.1), inwiefern die Vorinstanz im jeweiligen Zusammenhang Bundesrecht verletzt haben soll, geschweige denn inwiefern die Vorinstanz den ihr zustehenden Ermessensspielraum im oben genannten Sinn überschritten hätte (Erwägung 3.3). Darauf ist nicht einzutreten.