Citation: I 614/06 03.10.2006 E. 3

3.1 Gestützt auf die medizinischen Akten (insbesondere die Berichte des SUVA-Kreisarztes vom 5. März 2003 und 15. März 2004 sowie die Austrittsberichte der Rehaklinik X.________ vom 19. Juni 2001 und 6. Juni 2003 sowie der Rehaklinik Y.________ vom 10. Februar 2004) gelangte die Vorinstanz zum Ergebnis, dass die Versicherte allein aus somatischer, nicht aber aus psychischer Sicht in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei. Bezüglich der geltend gemachten Schmerzsymptomatik fehle es an einer psychiatrischen Diagnose mit Krankheitswert; abgesehen davon vermöchte rechtsprechungsgemäss selbst eine diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung als solche in der Regel keine langdauernde, zu einer Invalidität führende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG zu begründen. Die psychosoziale Belastungssituation auf welche die psychischen Störungen (namentlich auch die geltend gemachte Verschlimmerung der Schmerzsymptomatik) zurückzuführen seien, habe als invaliditätsfremder Faktor ausser Betracht zu bleiben. Unter Berücksichtigung der festgestellten somatischen Einschränkungen (lumbospondylogenes Syndrom) sei der Versicherten die angestammte Tätigkeit als Kassiererin im Tankstellenshop nicht mehr zumutbar; hingegen wäre sie in der Lage, eine leidensangepasste, leichte wechselbelastende Tätigkeit ohne lange Gehstrecken ganztags auszuüben. 3.2 Die Beschwerdeführerin rügt, die vorinstanzlichen Feststellungen seien unter Verletzung ihres Anspruches auf rechtliches Gehör (Begründungspflicht) erfolgt. Gemäss Art. 29 Abs. 2 BV haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung einer Person eingreift. Dazu gehört insbesondere deren Recht, sich vor Erlass des in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 129 II 504 Erw. 2.2, 127 I 56 Erw. 2b, 127 III 578 Erw. 2c, 126 V 131 Erw. 2b; zu Art. 4 Abs. 1 aBV ergangene, weiterhin geltende Rechtsprechung: BGE 126 I 16 Erw. 2a/aa, 124 V 181 Erw. 1a, 375 Erw. 3b, je mit Hinweisen). Wesentlicher Bestandteil des verfassungsrechtlichen Gehörsanspruchs ist sodann die hier interessierende Begründungspflicht. Sie soll verhindern, dass sich die Behörde von unsachlichen Motiven leiten lässt, und es dem Betroffenen ermöglichen, die Verfügung gegebenenfalls sachgerecht anzufechten. Dies ist nur möglich, wenn sowohl er wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheides ein Bild machen können. In diesem Sinn müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf welche sich ihre Verfügung stützt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sie sich ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 124 V 181 Erw. 1a mit Hinweisen; Georg Müller, in Kommentar aBV, Art. 4 Rz 112 ff. mit Hinweisen). Diesen Anforderungen an die Begründungspflicht genügt der angefochtene Entscheid. Die Vorinstanz hat sich mit den medizinischen Berichten einlässlich auseinandergesetzt und die Gründe angegeben, weshalb sie weder den Einschätzungen des Hausarztes noch dem Bericht der orthopädischen Klinik Z.________ vom 7. Dezember 2001 gefolgt ist (in welchem der Beschwerdeführerin aus rein orthopädisch-chirurgischer Sicht eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert wird). Des Weitern hat sie ausführlich dargelegt, weshalb sie zum Ergebnis gelangt ist, invalidisierend seien im Falle der Beschwerdeführerin nur die somatischen, nicht aber auch die geltend gemachten psychischen Einschränkungen. 3.3 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird nichts vorgebracht, was die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung als offensichtlich unrichtig erscheinen liesse. Zwar widerspricht die Beurteilung durch die Rehaklinik X.________ vom 6. Juni 2003, auf welche die Vorinstanz abgestellt hat, derjenigen der Klinik Z.________ vom 7. Dezember 2001. Es ist indessen nicht offensichtlich unrichtig, dass die Vorinstanz unter den zwei sich widersprechenden Gutachten dasjenige der Rehaklinik X.________ vom 6. Juni 2003 für überzeugender gehalten hat, zumal der Bericht der Rehaklinik X.________ vom 6. Juni 2003 auf denjenigen der Klinik Z.________ vom 7. Dezember 2001 Bezug nimmt und im Übrigen auch dieser keinen objektivierbaren Befund für die geklagten Schmerzen nennt. Hinzu kommt, dass auch der Bericht der Rehaklinik Y.________ vom 10. Februar 2004, indem er davon ausgeht, das Schmerzsyndrom sei wesentlich durch die psychosoziale Situation bedingt, die Schlussfolgerungen im Bericht der Rehaklinik X.________ vom 6. Juni 2003 stützt. Ebenso wenig ist die Sachverhaltsfeststellung im angefochtenen Entscheid unvollständig. Namentlich geht aus den vorinstanzlichen Erwägungen deutlich hervor, dass der Gesundheitszustand der Versicherten sowohl in somatischer als auch in psychischer Sicht abgeklärt wurde und die entsprechenden Ergebnisse berücksichtigt worden sind. Zu Unrecht macht die Beschwerdeführerin geltend, der Sachverhalt sei insofern unvollständig festgestellt, als eine psychiatrische Untersuchung mit entsprechender Diagnose nicht aktenkundig sei. Denn in den Unterlagen liegt der Bericht vom 14. Mai 2003 des konsiliarisch beigezogenen Dr. med. K.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, Leitender Arzt an der Rehaklinik X.________, dessen Schlussfolgerungen Eingang in den Austrittsbericht der Rehaklinik X.________ vom 6. Juni 2003 fanden und im angefochtenen Entscheid ebenfalls erwähnt sind. 3.4 Des Weitern hat die Vorinstanz auf der Grundlage dieses Sachverhaltes zu Recht darauf hingewiesen, dass selbst eine diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung als solche (welche nach dem Gesagten im Falle der Beschwerdeführerin nicht vorliegt) in der Regel keine langdauernde, zu einer Invalidität führende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG zu bewirken vermöchte (BGE 130 V 352). Ebenso beizupflichten ist der vorinstanzlichen Würdigung, wonach die geltend gemachte psychogene Störung auf die familiäre Belastungssituation und damit auf invaliditätsfremde Gründe zurückzuführen ist, weshalb sie im Rahmen der Invaliditätsbemessung ausser Betracht zu bleiben hat (BGE 127 V 299 Erw. 5a; AHI 2000 S. 153 Erw. 3). Diesen zutreffenden Erwägungen hat das Eidgenössische Versicherungsgericht nichts beizufügen.