Citation: 2A.373/1998 21.01.2000 E. D

D.- Am 21. April 1999 wies der Instruktionsrichter ein Gesuch der Eidgenossenschaft um Sistierung des Verfahrens ab, nachdem der Kläger erklärt hatte, sich an den in den Vereinigten Staaten von Amerika hängigen "Class-Action"- Verfahren nicht zu beteiligen. Am 28. Mai 1999 teilte die Eidgenossenschaft auf Anfrage des Gerichts mit, dass sie Vergleichsverhandlungen unter der Leitung einer gerichtlichen Delegation ablehne, da sich Rechtsfragen stellten, deren höchstrichterlicher Beur- teilung "Grundsatzcharakter" zukomme. An der Instruktions- verhandlung vom 8. Juni 1999 wurde deshalb von entsprechen- den Gesprächen abgesehen. Am 21. Juli 1999 wies der Instruktionsrichter ein Gesuch der Beklagten ab, das Verfahren auf die Frage der Verwirkung zu beschränken, da die entsprechende Problematik mit den weiteren haftungsrechtlichen Voraussetzungen "derart eng verknüpft" sei, dass eine sinnvolle Abgrenzung nicht möglich erscheine. Gleichzeitig erklärte er das Vorberei- tungsverfahren für geschlossen. Nachdem die Parteien am 29. September 1999 im Hin- blick auf ihre Parteivorträge über das Sitzungsdatum infor- miert worden waren, wies der Kläger am 10. Januar 2000 "der guten Ordnung halber" darauf hin, dass er sich zur Begrün- dung seiner Eingabe auch auf den im Dezember 1999 erschiene- nen Bericht "Die Schweiz und die Flüchtlinge zur Zeit des Nationalsozialismus" der Unabhängigen Expertenkommission Schweiz - Zweiter Weltkrieg ("Bergier"-Kommission) stützen werde. Die Beklagte opponierte nicht. Verfahrensweiterungen erübrigten sich, da das Gericht den Bericht unmittelbar nach seinem Erscheinen von Amtes wegen beigezogen und zur Kennt- nis genommen hatte. An der heutigen Sitzung hielten die Parteien in ih- ren mündlichen Vorträgen an den im Schriftenwechsel gestell- ten Anträgen fest, wobei sie ihre Ausführungen - soweit schriftlich vorliegend - zu den Akten gaben.