Citation: 5C.32/2006 28.02.2006 E. 4

Das Verwaltungsgericht hat in der Rechtsmittelbelehrung sowohl die Berufung als auch die staatsrechtliche Beschwerde erwähnt. Eine unrichtige Rechtsmittelbelehrung schafft keine nicht bestehenden Rechtsmittel (BGE 108 III 23 E. 3 S. 26; 119 IV 330 E. 1c S. 334). Indes darf einer Partei nach stehender Praxis aus einer falschen Rechtsmittelbelehrung grundsätzlich kein Nachteil erwachsen, wobei sich nicht auf die unzutreffenden Angaben berufen kann, wer deren Unrichtigkeit kennt oder bei gebührender Sorgfalt hätte erkennen müssen (BGE 121 II 72 E. 2a S. 78). Dies ist der Fall, wenn eine Partei anwaltlich vertreten ist und sich die (Un)zulässigkeit eines Rechtsmittels bereits aus den einschlägigen Gesetzesnormen ergibt (BGE 127 II 198 E. 2c S. 205). Vorliegend besteht zu diesen Fragen überdies eine reichhaltige publizierte Rechtsprechung des Bundesgerichts. Die Fehlerhaftigkeit der Rechtsmittelbelehrung war somit bei der für einen Anwalt gebotenen Aufmerksamkeit leicht erkennbar. Nach dem Gesagten ist dem anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer ungeachtet der kantonalen Rechtsmittelbelehrung die Gerichtsgebühr für den vorliegenden Nichteintretensentscheid aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 OG). Der Gegenpartei ist im bundesgerichtlichen Verfahren kein entschädigungspflichtiger Aufwand entstanden.