Citation: C 52/00 12.04.2001 E. 4

4.- a) Das kantonale Gericht hat die arbeitsmarktliche Indikation für den Besuch des streitigen Lehrganges verneint. In der Tat verfügt der Beschwerdeführer über umfangreiche Berufskenntnisse und -erfahrungen. Er hat eine kaufmännische Lehre absolviert und sich anschliessend im Buchhaltungs-, EDV- und Managementbereich weitergebildet. Zudem kann er eine Zusatzausbildung in Betriebsökonomie vorweisen. Nach seinem Qualifikationsprofil verfügt er unter anderem über eine mehr als 20-jährige Organisations-, Projekt- und EDV-Erfahrung, breite Hard- und Softwarekenntnisse, eine Programmierer-Ausbildung, Erfahrung in Disaster Recovery und als Systemtest-Manager. Er ist zur Evaluation von Hard- und Software, zum Aufbau eines Informationszentrums, zur System-Migration und zum Ausbau eines Rechenzentrums sowie zur Evaluation und Implementierung eines Inhouse-Netzwerkes über mehrere Gebäude, zur Analyse von Benutzerbedürfnissen, zum Design von Applikationen, zu Projektleitungen bei nationalen und internationalen Systemen sowie zur Schulung der Anwender befähigt und versiert im Umgang mit Kunden und Lieferanten. Sodann kann er Revisionsaufgaben bei Unternehmen unterschiedlichster Branchen wahrnehmen, das Hauptbuchabschluss-System betreuen, Monatsbilanzen kommentieren, Kostenstellen-/Kostenträgerrechnungen aufbauen und integrieren, Konsignationslager führen, Versicherungsangelegenheiten abwickeln, sicherheitstechnische Aspekte der Geldbewirtschaftung und des Geldflusses konzipieren und überwachen, Gefahrenpotentiale analysieren, Kontrollinstrumente auf- und ausbauen, Risikoanalysen und Worst-Case-Szenarien erstellen, die Wirksamkeit und Einhaltung von Massnahmen im baulichen/technischen Bereich der EDV kontrollieren, Informations- und Personenschutz betreiben sowie interdisziplinäre Projekte leiten oder unterstützen. Ferner verfügt er über eine 15-jährige, breite Führungserfahrung mit unterschiedlichsten Gruppen von drei bis zehn Mitarbeitern. Vor Eintritt seiner Arbeitslosigkeit im Jahr 1997 war er unter anderem bei der T.________ (Wirtschaftsprüfer/Revisionsassistent), bei der I.________ (Marketing Assistant Field Administration, Manager Billing & Machine Inventories, Analytiker Finanzabteilung), bei der G.________ (Leiter Inspektorat), bei R.________ (Abteilungsleiter Shared Systems), und seit 1986 bei verschiedenen Banken (EDV-Analytiker, Leiter Information Center, EDP-Manager, Leiter Regionalteam 3/Europa/Sicherheitsdienst, Leiter Security Survey/Sicherheitsdienst) tätig. Insgesamt steht dem Versicherten bei diesem beruflichen Werdegang auf dem Arbeitsmarkt ein breites Angebot an Stellen zur Auswahl. Eine zusätzliche Weiterbildung zum MCSE drängt sich daher offensichtlich nicht auf. Die am 13. Mai 1998 verfügte Zustimmung zum Besuch des Lehrganges erweist sich somit als zweifellos unrichtig. Da die Berichtigung ausserdem von erheblicher Bedeutung ist, lässt sich die Aufhebung der Bewilligung zum Kursbesuch vom 29. Juli 1998 im Ergebnis nicht beanstanden (Wiedererwägung; vgl. Erw. 1 hievor). Wie die Vorinstanz zu Recht erwogen hat, kann unter diesen Umständen offen bleiben, ob der Arbeitsvertrag des Versicherten mit der B.________ AG im Zeitpunkt der Bewilligung des Kursbesuches (13. Mai 1998) tatsächlich als auf unbestimmte Zeit abgeschlossen zu qualifizieren ist (und deshalb auch ein revisionsweises Zurückkommen auf den Verwaltungsakt vom 13. Mai 1998 möglich gewesen wäre). b) Die Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vermögen zu keinem anderen Ergebnis zu führen. Im massgebenden Zeitraum (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen) war die Lage auf dem Arbeitsmarkt zwar unbestrittenermassen angespannt, was aber im vorliegenden Fall den Einsatz von arbeitsmarktlichen Massnahmen der Arbeitslosenversicherung nicht erforderlich machte. Denn der Beschwerdeführer ist auf Grund seiner Ausbildung und langjährigen Berufserfahrung auch ohne die gewünschte Weiterbildung in der Lage, eine zumutbare Arbeit in seinem angestammten oder in einem verwandten Tätigkeitsgebiet zu finden. Von stark erschwerter Vermittelbarkeit kann nicht die Rede sein. Entgegen der Ansicht des Versicherten durfte die Verwaltung bei dieser Sachlage von der Erstellung einer Statistik quantitativ und qualitativ hinreichender Stellenangebote absehen. Es ist dem Beschwerdeführer beizupflichten, dass auch gut ausgebildete Erwerbstätige von Arbeitslosigkeit bedroht und erschwert vermittelbar sein können. Dies ändert aber nichts am Umstand, dass der Versicherte mit Blick auf seinen beruflichen Werdegang und seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten nicht als schwer vermittelbar einzustufen ist. Die arbeitsmarktliche Indikation für den Lehrgang MCSE der M.________ AG ist sodann nicht schon gegeben, weil sich dieser an Stellenlose richtet und die Verwaltung - nach der Behauptung in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde - anderen arbeitslosen Personen den Kursbesuch bewilligt habe. Massgebend sind die Verhältnisse im Einzelfall. Personen, welche zwar über Grundkenntnisse im Informatikbereich, darüber hinaus jedoch nur über spärliche weitere berufliche Qualifikationen verfügen, können durchaus schwer vermittelbar sein, während dies für den Versicherten mit seiner grossen Berufserfahrung gerade nicht zutrifft. Aus den letztinstanzlich eingereichten Stelleninseraten, welche eine MCSE-Ausbildung voraussetzen, ergibt sich nichts anderes, weshalb offen bleiben kann, ob diese neuen Beweismittel überhaupt berücksichtigt werden können, nachdem sie nach Ablauf der Beschwerdefrist, und ohne dass ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet wurde, aufgelegt worden sind (BGE 109 Ib 249 Erw. 3c; ferner nicht veröffentlichtes Urteil des Bundesgerichts vom 10. Oktober 1997, 2A.616/1996). Eine arbeitsmarktliche Indikation lässt sich entgegen der Ansicht des Versicherten auch nicht aus der Tatsache ableiten, dass er fast ein Jahr keiner Erwerbstätigkeit nachgegangen war, bis er bei der B.________ AG eine (zumindest ursprünglich befristete) Anstellung fand. Im Gegensatz zum in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde angegebenen Fall eines Kochs, welcher einen Wirtekurs absolvieren wollte (ARV 1998 Nr. 39 S. 218), besass der Beschwerdeführer auch ohne Absolvierung des Lehrganges zum MCSE reelle Chancen, eine Arbeitsstelle in seinem angestammten oder in einem verwandten Tätigkeitsbereich zu finden.