Citation: 9C_204/2023 E. 3.2.2

3.2.2. Gegen diese zweite Begründung des Verwaltungsgerichts bringt der Beschwerdeführer zahlreiche Einwendungen vor und macht geltend, der vorinstanzliche Entscheid führe zu einem krassen Verstoss gegen die Steuergerechtigkeit (bzw. sinngemäss gegen den Grundsatz der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit gemäss Art. 127 Abs. 2 BV) und erweise sich deshalb als willkürlich. Mit all seinen Argumenten vermag der Beschwerdeführer aber die auf ihm lastende qualifizierte Rügepflicht (Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. dazu oben E. 1.2) nicht zu erfüllen, was eine nähere Prüfung durch das Bundesgericht ausschliesst. Es genügt festzuhalten, dass die vorinstanzliche Auslegung von Art. 48 Abs. 1 lit. a al. 2 Satz 1 StG/SG mit der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichts zu Art. 35 Abs. 1 lit. a Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11) übereinstimmt. Gemäss dieser Praxis dürfen - im Einklang mit dem klaren Wortlaut dieser Bestimmung und dem Willen des Gesetzgebers - getrennt besteuerte Eltern für dasselbe Kind den Kinderabzug nach Art. 35 Abs. 1 lit. a DBG und den Abzug von Alimentenzahlungen nach Art. 33 Abs. 1 lit. c DBG nicht kumulieren (vgl. BGE 133 II 305 E. 6.5 u. 6.8; Urteile 2C_533/2021 vom 23. Juni 2022 E. 6.3.1 u. 6.4 ff; 2C_380/2020 vom 19. November 2020 E. 4.3.3: 2C_905/2017 vom 11. März 2019 E. 2.1.2). Das Kumulationsverbot gilt selbst dann, wenn die Kinder sich in alternierender Obhut der beiden Elternteile befinden (vgl. dazu schon die Botschaft zum Bundesgesetz über die steuerliche Entlastung von Familien mit Kindern vom 20. Mai 2009, BBI 2009 4729, 4757 und 4766; BGE 141 II 338 5.1 u. 5.2; 133 II 305 E. 6.5 u. 6.8; Urteile 2C_533/2021 vom 23. Juni 2022 E. 6.3.1 u. 6.4 ff., 2C_380/2020 vom 19. November 2020 E. 4.3.3; 2C_905/2017 vom 11. März 2019 E. 2.1.2). Angesichts dieser Übereinstimmung mit dem eindeutigen Wortlaut von Art. 35 Abs. 1 lit. a DBG und der dazu ergangenen Rechtsprechung ist nicht ersichtlich, wie die vorinstanzliche Verweigerung der beanspruchten Abzüge sowie des Elterntarifs willkürlich sein oder gegen Art. 127 Abs. 2 BV verstossen könnte.