Citation: 8C_329/2010 06.08.2010 E. 5.2

5.2.1 Der anlässlich des im April 2008 eingeleiteten Revisionsverfahrens eingeholte Bericht des Dr. med. F.________ vom 3. August 2008 bescheinigte eine weiterhin gleichbleibende Krankheitssituation. Die Gutachter der MEDAS gelangten ihrerseits, auf der Basis von pneumologischen, orthopädischen, elektroencephalographischen und psychiatrischen Konsiliarbegutachtungen, zusammenfassend zum Ergebnis, dass in Bezug auf das Schlafapnoe-Syndrom wie auch aus neurologischer Sicht keine Verbesserung eingetreten sei, sondern ein eher unveränderter Zustand vorliege. Damals wie heute sei keine adäquate Therapie zur Behandlung des Schlafapnoe-Syndroms ersichtlich. Zur Zeit stünden diesbezüglich indessen nur wenige aktuelle Daten zur Verfügung, zumal die letzte ausgedehnte schlafmedizinische Untersuchung nach Aktenlage im Jahre 2003 stattgefunden habe. Im Rahmen der MEDAS-Abklärung seien derartige ausführliche Massnahmen auch im Hinblick auf eine mögliche narkoleptische Schlafstörung jedoch nicht durchführbar. Gemäss pneumologischer Beurteilung könne die Arbeitsfähigkeit nur mit Unsicherheit beziffert werden, da die zweifellos vorhandene Schlafapnoe wegen Maskenintoleranz und fehlender Wirkung nicht zu therapieren sei. Momentan liege eine nur leichte Apnoeform vor bzw. seien einige der Beschwerden "apnoe-fremd", weshalb allein daraus eine Arbeitsunfähigkeit von 30 bis maximal 50 % resultiere. Demgegenüber habe sich das depressive Zustandsbild im Vergleichszeitraum gebessert und stehe nun nicht mehr im Vordergrund. Ab dem Zeitpunkt der gutachtlichen Abklärungen könne hinsichtlich der psychiatrischen Befunde lediglich noch eine Einschränkung des Leistungsvermögens von höchstens 50 % attestiert werden. Von orthopädischer Seite wurde ein vollschichtiger Einsatz, unter Berücksichtigung gewisser Einschränkungen, als zumutbar eingestuft. Polydisziplinär bejahten die involvierten Experten eine 50%ige Einsatzfähigkeit im Rahmen adaptierter Tätigkeiten (ganztags, halbe Leistung); inwieweit eine darüber hinausgehende Beeinträchtigung bestehe, wurde als fraglich bezeichnet. Eine massive Besserung des Gesundheitszustandes im Vergleich zu den Verhältnissen bei der Rentenzusprechung könne aber nicht objektiviert werden. 5.2.2 Wie den vorstehenden Ausführungen entnommen werden kann, schlossen die Gutachter eine erhebliche Verbesserung der gesundheitlichen Verhältnisse ausdrücklich aus und sprachen namentlich in Bezug auf das - das Krankheitsbild der Beschwerdeführerin prägende und nach übereinstimmender ärztlicher Einschätzung eine Erwerbstätigkeit bisher ausschliessende (vgl. etwa Berichte des Dr. med. F.________ vom 30. März 2003, des Dr. med. E.________ vom 16. Juni 2009, S. 2 unten f., sowie der Klinik X.________ vom 30. November und 17. Dezember 2009) - obstruktive Schlafapnoe-Syndrom von einer in den letzten Jahren unveränderten Situation. Dies wird denn auch vom kantonalen Gericht grundsätzlich anerkannt, welches jedenfalls für den Zeitraum bis zur Verfügung vom 25. Mai 2009 einzig eine seit der Rentenzusprechung eingetretene erneute Verschlechterung verneint. Die allein aus dem betreffenden Beschwerdebild resultierende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von lediglich 30 bis höchstens 50 %, worauf im angefochtenen Entscheid abgestellt wird, begründen die MEDAS-Gutachter - gestützt auf die durch den Pneumologen Dr. med. P.________ vorgenommene konsiliarische Teilbegutachtung vom 3. Februar 2009 - sodann jedoch zur Hauptsache mit dem Argument, es bestünde nur eine leichte Apnoeform. Bereits dieser Aspekt verdeutlicht einen widersprüchlichen Aussagegehalt innerhalb des Gutachtens bzw. lässt auf eine - revisionsrechtlich indessen grundsätzlich unbehelfliche (vgl. E. 2.1 in fine hievor) - abweichende Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts schliessen. Dr. med. P.________ gab zu Beginn seiner konsiliarischen Ausführungen denn auch noch vorbehaltlos an, die Versicherte leide zweifelsohne an einer polysomnographisch wiederholt dokumentierten mindestens mittelschweren Schlafapnoe, um in der Folge darzulegen, weshalb seines Erachtens das Vorliegen einer klinisch schweren Apnoeform ausgeschlossen werden könne. Im Rahmen der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung ist demgegenüber lediglich noch von einer leichten Apnoeform die Rede, da wiederholt eine gute Schlafqualität mit Tiefschlaf habe festgestellt werden können und Einiges an den Beschwerden als "apnoe-fremd" einzustufen sei. Die Schätzung des verbliebenen Leistungsvermögens wird infolge nicht vorhandener aktueller schlafmedizinischer Abklärungen und mangels adäquater Therapierbarkeit des Leidens schliesslich als ohnehin mit Unsicherheiten behaftet deklariert. Als ebenfalls nicht schlüssig hergeleitet ist ferner auch die gutachterliche Angabe zu werten, wonach polydisziplinär eine Arbeitsunfähigkeit von insgesamt 50 % bestehe, nachdem die allein aus dem Schlafapnoe-Syndrom resultierende Beeinträchtigung auf 30 bis 50 % und diejenige aus psychiatrischer Sicht auf ebenfalls 50 % geschätzt wurde. Selbst wenn eine blosse Kumulation der Werte nicht angezeigt erscheint - es dürfte auf Grund der Art der Beschwerdebilder eine "Schnittmenge" gegeben sein -, entbehrt vor diesem Hintergrund eine nach eigenen Aussagen ohnehin mit Vorbehalten versehene Bezifferung der Einschränkung des Leistungsvermögens auf lediglich noch 50 % einer nachvollziehbaren Begründung, zumal eine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes ausdrücklich ausgeschlossen worden war. Unter den gegebenen Umständen waren die Beschwerdegegnerin und das kantonale Gericht nach Massgabe von Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG (vgl. E. 1.2.2 hievor) in Bezug auf die tatsächlichen Erkenntnisse zum noch vorhandenen Leistungsvermögen der Versicherten im Zeitpunkt der Rentenaufhebung angesichts des diesbezüglich unvollständigen Sachverhalts zu weiteren Abklärungen, insbesondere mit Blick auf den Schweregrad des Schlafapnoe-Syndroms (und eine allenfalls zusätzlich vorhandene Narkolepsie), verpflichtet. 5.3 Verwaltung und Vorinstanz haben somit in Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes ohne rechtsgenügliche Sachverhaltsfeststellung darauf geschlossen, dass sich das Beschwerdebild der Versicherten seit der Rentenzusprechung bzw. der diese bestätigenden Mitteilung vom 18. Mai 2005 insofern verbessert habe, als ihr wiederum ein Arbeitseinsatz im Umfang von 50 % zumutbar sei. Abhängig vom Ergebnis der ergänzenden Tatsachenfeststellungen, in deren Rahmen es auch die Erläuterungen des Dr. med. E.________ vom 20. März 2010 und der Klinik X.________ vom 15. April 2010 zu würdigen gilt, wird die Beschwerdegegnerin darüber zu befinden haben, ob der Versicherten für die Zeit ab 1. Juli 2009 der Anspruch auf eine höhere als die ihr vorinstanzlich zugesprochene, rechtsbeständig gewordene Viertelsrente zusteht. Ob es sich bei den letztgenannten Berichten um im vorliegenden Verfahren zulässige, durch den vorinstanzlichen Entscheid veranlasste Noven im Sinne des Art. 99 Abs. 1 BGG handelt, kann in Anbetracht des Prozessausganges dahingestellt bleiben. Ebenso erübrigt sich eine Beurteilung der erwerblichen Auswirkungen. In Bezug auf die Vorgehensweise bei der Parallelisierung der Vergleichseinkommen bedarf es einzig der Präzisierung, dass bei der Prüfung der Durchschnittlichkeit des vor Eintritt des Versicherungsfalles erzielten Lohnes (Valideneinkommen) dieser mit gesamtschweizerisch erhobenen branchenüblichen Löhnen und nicht mit denjenigen in der jeweils in Betracht fallenden Grossregion zu vergleichen ist (Urteil 8C_683/2009 vom 26. Februar 2010 E. 4.1 mit Hinweisen).