Citation: 8C_374/2021 E. 6.2

6.2. Die Beschwerdeführerin macht demgegenüber einen Abzug von 15 % geltend. Häufige Pausen seien bei der Arbeit ineffizient, was in Form eines Abzugs zu berücksichtigen sei. Soweit sie sich dabei auf das Urteil des Bundesgerichts 9C_765/2019 vom 11. Mai 2020 beruft, kann ihr nicht gefolgt werden, wurde doch auch im dort beurteilten Fall - gleich wie hier - dem erhöhten Pausenbedarf bereits im Rahmen der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit hinreichend Rechnung getragen. Sodann hielt die Vorinstanz zwar gestützt auf den Bericht der Rehaklinik C.________ vom 9. Juli 2019 fest, die Beschwerdeführerin benötige täglich insgesamt mindestens 2 Stunden Pause. Daraus kann die Beschwerdeführerin aber nicht ableiten, der zusätzliche Pausenbedarf sei im Durchschnitt höher als 2 Stunden, zumal im Bericht der Rehaklinik unter dem Titel Schlussfolgerungen und Empfehlungen von zusätzlichen Pausen, insgesamt zirka - und nicht mindestens - 2 Stunden pro Tag, die Rede ist. Weiter erblickt die Beschwerdeführerin im Umstand, dass ihr nur noch sehr leichte Tätigkeiten mit weiteren Einschränkungen zumutbar seien, einen Grund für einen erhöhten Abzug. Unter sehr leichten Tätigkeiten, vorwiegend sitzend ausgeübt, sind Arbeiten zu verstehen, bei denen Lasten von maximal 5 kg zu hantieren sind (vgl. Bericht der Rehaklinik C.________ zur Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit vom 9. Juli 2019). Dass die Beschwerdeführerin bei einer solchen Tätigkeit nur bei Inkaufnahme einer Lohneinbusse reale Chancen für eine Anstellung haben soll, ist nicht nachvollziehbar, dürfte das Kompetenzniveau 2 doch eine Vielzahl sitzender Tätigkeiten beinhalten, bei denen Lasten unter 5 kg zu hantieren sind. In Bezug auf die übrigen Einschränkungen (vgl. E. 5.2 hiervor) hat die Vorinstanz richtig erkannt, dass trotz dieser Beeinträchtigungen von einem genügend breiten Spektrum an zumutbaren Verweistätigkeiten auszugehen ist. Ebenso wenig fällt der Aspekt der fehlenden Dienstjahre ins Gewicht, zumal die Beschwerdeführerin mit Blick auf ihre früheren Tätigkeiten als Filialleiterin über Berufserfahrung im Administrativbereich verfügt (vgl. Arbeitszeugnis vom 30. November 2001; vgl. Urteil 9C_422/2017 vom 18. Mai 2018 E. 4.5.2).