Citation: 5A_864/2013 E. 3.2

3.2. Im Widerspruchsverfahren hängt die Verteilung der Parteirollen davon ab, ob das Betreibungsamt die zur Pfändung in Aussicht genommene bewegliche Sache dem ausschliesslichen Gewahrsam des Schuldners zuteilt oder ob es zumindest vom Mitgewahrsam des Dritten ausgeht. Im ersteren Fall muss der Dritte auf Feststellung seines geltend gemachten Anspruchs an der Sache klagen (Art. 107 Abs. 5 SchKG). Befindet sich die Sache hingegen nicht im ausschliesslichen Gewahrsam des Schuldners, fällt die Klägerrolle dem Schuldner und dem Gläubiger zu (Art. 108 Abs. 1 und 2 SchKG). Bevor das Betreibungsamt dem Drittansprecher gemäss Art. 107 Abs. 5 Frist zur Klage ansetzt, klärt es in einem Vorverfahren ab, ob dessen Anspruch vom Schuldner oder vom Gläubiger überhaupt bestritten wird. Hierzu setzt es diesen gemäss Art. 107 Abs. 2 SchKG eine Frist von zehn Tagen an (s. Urteil 7B.270/2003 vom 27. Februar 2004 E. 2.1).