Citation: 1C_457/2020 E. 3.2.3

3.2.3. Im Lichte dieser Rechtslage regelt der Entscheid vom 8. November 1996 entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer nicht bloss die erforderlichen Massnahmen zur Sanierung des Grundstücks Nr. 119 in Brig-Glis, sondern auch die entsprechende Kostenverteilung. Nach dem am 8. November 1996 geltenden Recht konnte der realleistungspflichtige Störer wie dargelegt zur Tragung der anfallenden Kosten verpflichtet werden. Dass mit dem Entscheid vom 8. November 1996 eine behördliche Ersatzvornahme angeordnet wurde, die gegebenenfalls eine Kostenaufteilung auf verschiedene Verursacher erlaubt hätte, wird von keiner Seite geltend gemacht und widerspräche auch dem Wortlaut des Entscheids vom 8. November 1996 (vgl. Dispositiv-Ziff. 1). Entsprechend war die zuständige Behörde nach damaligem Recht befugt, die Beschwerdeführer als Besitzer der sanierungsbedürftigen Parzelle zu verpflichten, die notwendigen Sanierungsarbeiten vorzunehmen und die anfallenden Kosten zu tragen. In Dispositiv-Ziff. 3 des Entscheids vom 8. November 1996 hat das Departement VBU von dieser Befugnis Gebrauch gemacht, indem es die Sanierungskosten ausdrücklich den Besitzern der Parzelle auferlegt hat. Aufgrund der damals noch fehlenden rechtlichen Grundlage, die Sanierungskosten neben dem realleistungspflichtigen Störer auf weitere Störer zu verlegen, bestand für die zuständige Behörde entgegen den Beschwerdeführern zudem keine Veranlassung, die Frage der Kostentragung zu einem späteren Zeitpunkt in einer weiteren Verfügung aufzugreifen. Damit steht fest, dass der Entscheid vom 8. November 1996 sowohl die Sanierung als auch die Kostentragung regelte. Der Entscheid vom 8. November 1996 blieb unangefochten und erwuchs noch vor dem Inkrafttreten der Änderungen zum Umweltschutzgesetz vom 21. Dezember 1995 in Rechtskraft. Mit der formellen Rechtskraft, die nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist eintrat, wurde diese Verfügung grundsätzlich unabänderlich (vgl. BGE 127 II 306 E. 7a S. 313 f.; Urteil 2C_339/2017 vom 24. Mai 2018 E. 2.1).