Citation: 5A_984/2023 E. 4.4.2

4.4.2. Dem Beschwerdeführer ist sodann zwar darin zuzustimmen, dass dem offenbar durch die Mutter beeinflussten Willen der Tochter allein kein entscheidendes Gewicht beigemessen werden kann (vgl. E. 4.2.2 hiervor). Dies hat indes auch das Obergericht nicht verkannt, weshalb es die auch vom Beschwerdeführer gewünschte Regelung umsetzen will. Indessen hat die Vorinstanz es aufgrund der bestehenden Konfliktsituation als dem Kindeswohl besser entsprechend erachtet, die von der Erstinstanz in Aussicht genommene Regelung nicht sofort, sondern über eine längere Dauer zu implementieren. Dies kann mit Blick auf den gescheiterten Vollstreckungsversuch und unter Berücksichtigung des Umstands, dass die Durchsetzung einer Regelung gegen den starken Widerstand des Kindes ebenfalls nicht unproblematisch ist (vgl. FASSBIND/SCHREINER/SCHWEIGHAUSER, Kontaktverweigerung, Kontaktabbruch und Kontaktanbahnung bei hochkonflikthaften Trennungen und Scheidungen sowie Elternbeziehungen, FamPra.ch 2021, S. 675 ff., 679 f.), in einer Gesamtbetrachtung jedenfalls nicht als willkürlich angesehen werden. Dies gilt auch unter Berücksichtigung des Verhaltens der Beschwerdegegnerin und der bei dieser gemäss dem Zwischenbericht des Spitals D.________ offenbar vorhandenen Defizite im Bereich der Bindungsfähigkeit. Der Hinweis des Beschwerdeführers auf die fehlende Erziehungsfähigkeit der Mutter, die er vorab mit der fehlenden Bindungsfähigkeit begründet, vermag daher ebenfalls keine Willkür aufzuzeigen.