Citation: 5P.196/2005 24.10.2005 E. 4

4.1 Streitig bleibt nur noch der Einwand, die erste und die zweite kantonale Instanz hätten den unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt, dass es in der Schweiz keine abstrakte Schuldanerkennung mit materieller Rechtswirkung gebe, weil die Theorie "la créance peut naître sans cause" sich hier nicht habe durchsetzen können. Es gebe keine abstrakte Schuldanerkennung dergestalt, dass die Urkunde selbst eine Schuld zu begründen vermöge. Zur Erhärtung seines Gedankenganges verweist er nochmals auf BGE 105 II 187 und auf die Lehre. Seiner Meinung nach hat nun das Obergericht diesen Grundsatz verkannt: indem es sich begnügt habe, die Identität des Betreibenden und des im Dokument bezeichneten Gläubigers einerseits und des Betriebenen und im Dokument bezeichneten Schuldners andererseits festzustellen; und ferner, indem es angenommen habe, dass der Gläubiger auf Grund der Vereinbarung darauf habe vertrauen dürfen, der Schuldner werde die Schuld anerkennen, womit die Rechtsöffnungsinstanz im Rahmen des Rechtsöffnungsverfahrens in freier Beweiswürdigung lediglich zu prüfen gehabt habe, ob die gegen die Vereinbarung vom 2. November 2003 geltend gemachte fehlende Sachlegitimation dargetan worden sei, was die erste Instanz auch verneint habe. An der Argumentation des Obergerichtes missbilligt der Beschwerdeführer insbesondere das Abstellen auf den Grundsatz der Identität: Wenn die kantonalen Instanzen vom behaupteten Grundsatz ausgegangen wären, dass es keine abstrakt-materiellrechtliche Schuldanerkennung gebe, wären sie zum Schluss gekommen, dass der Beschwerdegegner nicht Träger der materiellrechtlichen Rechte sei. 4.2 Diese Begründung unterscheidet sich kaum von derjenigen der kantonalrechtlichen Beschwerde, die eigentlich nochmals vorgetragen wird. Zum Nachweis von Willkür in der Rechtsanwendung seitens des Obergerichtes genügt im Sinne von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG indessen nicht, zu bemängeln, dass die beiden kantonalen Instanzen die Aktivlegitimation intensiver hätten prüfen müssen. Insofern ist auf die vorliegende Beschwerde mangels zureichender Begründung gar nicht einzutreten. Es bleibt allein zu klären, ob der Rechtsöffnungsrichter (und dann das Obergericht) die Sachlegitimation aus dem (behaupteten) Grundverhältnis in Betracht ziehen mussten.