Citation: 2C_205/2009 28.07.2009 E. 3

3.1 Die Beschwerdeführer machen im Wesentlichen geltend, die vom Kantonsgericht mit Einschreiben vom 3. Februar 2009 angesetzte und bis zum 10. Februar 2009 laufende Frist sei zu kurz gewesen: Es widerspreche dem Grundsatz von Treu und Glauben, dass eine richterlich angesetzte Frist noch während der postalischen Abholfrist (5. bis 11. Februar 2009) verstreichen könne. 3.2 Die erhobene Rüge geht ins Leere: Zwar erscheint die fragliche Frist tatsächlich als überaus knapp bemessen und es erhellt ohne weiteres, dass einem Rechtsuchenden grundsätzlich auch dann eine zumutbare Reaktionszeit zustehen muss, wenn er eine Sendung - zulässigerweise - erst am letzten Tag der postalischen Abholfrist entgegennimmt. Die Beschwerdeführer vermögen aus diesem Umstand jedoch nichts zu ihren Gunsten abzuleiten, da sie das Einschreiben des Kantonsgerichts vom 3. Februar 2009 überhaupt nicht abgeholt haben und daher auch vom Inhalt der Sendung bzw. von den ihnen darin auferlegten Handlungen keine Kenntnis haben konnten. Selbst wenn das Kantonsgericht für die Einreichung eines ärztlichen Zeugnisses bzw. der Kopien der angefochtenen Entscheide sowie für die Leistung der Kostenvorschüsse eine längere Frist angesetzt hätte, wären die Möglichkeiten der Beschwerdeführer, die angedrohte Abschreibung der Verfahren noch zu verhindern, dadurch nicht positiv beeinflusst worden. Zwischen der behaupteten Rechtsverletzung und dem von den Beschwerdeführern erlittenen Nachteil besteht daher keine Kausalität. 3.3 Wie das Kantonsgericht zutreffend festgehalten hat, stellt das Nichtabholen des Einschreibens vom 3. Februar 2009 eine Verletzung von prozessualen Obliegenheiten dar, zumal die Beschwerdeführer aufgrund des bestehenden Prozessrechtsverhältnisses mit der Zustellung eines behördlichen Aktes rechnen mussten und sich deshalb so hätten organisieren müssen, dass dessen Abholung möglich gewesen wäre. Dieses Versäumnis führt zum einen dazu, dass die Beschwerdeführer die ihnen angesetzte Frist trotz faktischer Unkenntnis derselben gegen sich gelten lassen müssen (sog. "Zustellungsfiktion"; vgl. BGE 127 I 31 E. 2a S. 34; 123 III 492 E. 1 S. 493; 119 V 89 E. 4b S. 94, jeweils mit Hinweisen). Zum anderen folgt aus dem Nichtabholen der betreffenden Sendung aber auch, dass die Beschwerdeführer ihrerseits gegen das Gebot von Treu und Glauben verstossen, wenn sie die zu kurze Dauer der darin angesetzten Fristen beanstanden: Hätten sie die Sendung abgeholt, hätten sie nämlich noch genügend Zeit gehabt, beim Kantonsgericht diesbezüglich zu intervenieren; die postalische Abholfrist endete am 11. Februar 2009, die angefochtenen Abschreibungsverfügungen ergingen jedoch erst am 20. Februar 2009. Die von den Beschwerdeführern erhobene Rüge greift daher auch aus diesem Grund nicht.