Citation: 6B_706/2016 E. 1.2.1

1.2.1. Die Vorinstanz erwägt, hinsichtlich des Vorwurfs des Missachtens des Vortrittsrechts sei auf die übereinstimmenden und glaubhaften Aussagen der Zeugen und des Traktorfahrers abzustellen. Die behaupteten Widersprüche, insbesondere bezüglich Geschwindigkeit und Distanz, beträfen blosse Schätzungen, welche naturgemäss nicht präzise seien. Im Übrigen sei nicht entscheidend, ob der Abstand des Traktors beim Einmünden des Beschwerdeführers in die Hauptstrasse grösser gewesen sei als die von den Zeugen geschätzten zehn bis fünfzehn Meter. Entscheidend sei die Bestätigung der Zeugen, dass der Traktorfahrer aufgrund des Einbiegemanövers des Beschwerdeführers stark habe bremsen müssen und in der Folge die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren habe. Dessen privates Gutachten vermöge diese Tatsache nicht in Zweifel zu ziehen. Es gebe keine Anzeichen für Absprachen unter den Zeugen oder mit dem unfallbeteiligten Traktorfahrer. Ebensowenig sei ein entsprechendes Interesse erkennbar. Demgegenüber seien die Aussagen des Beschwerdeführers teilweise widersprüchlich. So habe er sich zunächst nicht an einen Traktor erinnern können, später aber ausgesagt, dieser sei bei seinem Manöver mindestens 80 Meter entfernt gewesen. Widersprüchlich seien auch seine Angaben zum Alkoholkonsum. Da die Notwendigkeit eines brüsken Bremsmanövers des Traktorfahrers aufgrund der Fahrweise des Beschwerdeführers erstellt sei, habe auf ein verkehrstechnischen Gutachten zur Plausibilität des Unfallhergangs verzichtet werden können.