Citation: 5F_5/2022 E. A

A.________, ehemaliges Mitglied des Zuger Kantonsrats, und B.________, Journalistin für die Zeitung F.________ der G.________ AG, stehen sich in einem Streit um A.________s Persönlichkeitsrechte gegenüber. B.________ hat vor, eine grössere Recherche zu den Ereignissen an der Zuger Landammannfeier 2014 und deren medialen Folgen zu publizieren, A.________ will die Veröffentlichung bestimmter Inhalte verhindern. Am 20. Dezember 2014 hatte in U.________ (ZG) eine Feier zur Ernennung des damaligen Zuger Landammanns stattgefunden. Nach dem offiziellen Teil war es im Nebenraum eines Wirtshauses zwischen A.________ und C.________, einem anderen damaligen Kantonsratsmitglied, zu einem Sexualkontakt gekommen. Über die tatsächlichen Geschehnisse besteht auch nach mehreren, inzwischen abgeschlossenen zivil- und strafrechtlichen Verfahren keine Klarheit. In der gegen C.________ wegen Schändung eröffneten Strafuntersuchung hatten A.________ und C.________ von einem "Filmriss" gesprochen und sinngemäss erklärt, sich nur bruchstückhaft an die Vorkommnisse erinnern zu können. In der Folge waren sämtliche in diesem Zusammenhang gegen A.________ und/oder C.________ eingeleiteten Strafverfahren entweder nicht an die Hand genommen oder eingestellt worden; A.________ und C.________ hatten ihre Differenzen in einem Vergleich beigelegt.