Citation: 5A_237/2020 E. 5.3

5.3. Oberrichter C.________ war während des Scheidungsverfahrens, das Gegenstand des zu revidierenden Entscheids war, zumindest vorübergehend als Anwalt der Beschwerdeführerin tätig (E. 2 oben). Einerseits besteht ein Sachzusammenhang zwischen dem anwaltlichen Mandat und dem zu beurteilenden Streitgegenstand und andererseits liegt die anwaltliche Tätigkeit zeitlich nicht derart weit zurück, dass sie bei objektiver Betrachtung keine Rolle spielen würde. Mithin liegen Umstände vor, die den Anschein der Befangenheit und Voreingenommenheit hervorrufen.