Citation: 2C_658/2023 E. 4.7.4

4.7.4. An dieser Schlussfolgerung vermögen auch die Einwände der Beschwerdeführerinnen nichts zu ändern: Sie bringen vor, als anerkannter Flüchtling, welcher in der Türkei Verfolgungshandlungen ausgesetzt wäre, könne der Vater seine Tochter nie in der Türkei besuchen; Besuchsaufenthalte der Tochter in der Schweiz seien aus finanziellen Gründen nicht möglich. Dem ist entgegenzuhalten, dass die Türkei nicht allzu weit entfernt liegt von der Schweiz (etwa im Gegensatz zu Mexiko, vgl. BGE 139 I 315 E. 3.1; vgl. auch BGE 144 I 91 E. 5.2.3). Nicht zuletzt dank günstigen Flügen dürfte es der neunjährigen Beschwerdeführerin 2 somit trotz knapper finanzieller Mittel möglich sein, ihren Vater gelegentlich (z.B. im Rahmen von Ferienaufenthalten) in der Schweiz zu besuchen. Überdies besteht stets auch die Möglichkeit, den Kontakt über die modernen Kommunikationsmittel auszuüben, womit sie die Beziehung zum Vater - wenn auch nicht in der bisherigen Qualität - aufrechterhalten kann (vgl. E. 4.3 hiervor). Inwiefern die Beschwerdeführerin 2 aufgrund von traumatisierenden Erlebnissen auf einen darüber hinausgehenden physischen Kontakt zum Vater angewiesen sein soll, ist nicht ersichtlich und ergibt sich auch nicht aus dem Schreiben der Psychologin, auf welches die Beschwerdeführerinnen verweisen.