Citation: 5A_366/2022 E. 2.2.2

2.2.2. Die Vorinstanz führte aus, die Kosten des (unentgeltlichen) Rechtsvertreters gingen zulasten der Beschwerdeführer, weil der Vorinstanz weder ein grober Verfahrensfehler noch offenbare Rechtsverletzungen vorzuwerfen seien. Zuvor hatte sie ausgeführt, sie habe bereits in der Verfügung vom 1. März 2022 (betr. Entzug der aufschiebenden Wirkung) festgestellt, dass es aus Sicht des Kindeswohls keinen zwingenden Grund gegeben habe, das Kind superprovisorisch im Kinderheim zu platzieren und keine unmittelbare Gefährdung des Kindeswohls ersichtlich gewesen sei, auch nicht aus der Gefährdungsmeldung der Beiständin. Eine akute Kindeswohlgefährdung, welche eine Fremdplatzierung notwendig gemacht hätte, sei somit nicht erstellt. In der Verfügung vom 1. März 2022 führte die Vorinstanz zudem aus, allein erwartete Schwierigkeiten beim allfälligen Vollzug einer Fremdplatzierung berechtigten grundsätzlich nicht dazu, den Eltern die Parteirechte zu nehmen.