Citation: 2C_261/2020 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz erwog im angefochtenen Urteil, der vorliegende Bewilligungswiderruf sei rechtmässig, weil verschiedene Indizien darauf hindeuten würden, dass der Beschwerdeführer eine Scheinehe führe. Sie stellte insbesondere fest und wertete als solches Indiz, dass es wenig wahrscheinlich sei, dass die heutige Ehefrau des Beschwerdeführers, die nach Angaben des Ehepaares schon längere Zeit vor dem Eheschluss in D.________ (Serbien) Kontakt mit dem Beschwerdeführer gehabt habe, entsprechend ihren Aussagen anlässlich einer Befragung nicht gewusst haben soll, dass der Beschwerdeführer kurz vor ihrer Abreise in die Schweiz den als Vater ihres neuen Schwiegersohnes bekannten Freund E.________ im März 2017 in der Schweiz besuchen würde. Ebenso wenig wahrscheinlich sei, dass die Ehegatten - wie vom Beschwerdeführer angegeben - anfangs 2017 den Entschluss zur Eingehung der Ehe gefasst haben sollen. Überzeugend erscheine auch nicht die Darstellung der Ehefrau, wonach die beiden erst später, während ihres Aufenthalts in der Schweiz, ein Paar geworden seien. Nach Auffassung der Vorinstanz kommt nebst den erwähnten Ungereimtheiten resp. wenig plausiblen Angaben der Beschwerdeführer als Indiz für eine Scheinehe hinzu, dass es keine Fotos von gemeinsamen Unternehmungen der Eheleute gibt. Die Befragung des Beschwerdeführers zur Beziehung zur Tochter seiner Ehefrau würde zudem einen anderen Eindruck hinterlassen, als in der Beschwerde an die Vorinstanz geltend gemacht worden sei. Als Indiz für eine Scheinehe zu werten sei auch der Umstand, dass die Ehefrau des Beschwerdeführers ihre Aussagen zur Häufigkeit der Telefonate mit dem Beschwerdeführer geändert habe, nachdem sich gezeigt habe, dass auf der Anrufliste ihres Mobiltelefons sehr selten Anrufe verzeichnet gewesen seien. In der Wohnung der Ehefrau, wo der Beschwerdeführer (abgesehen von gelegentlichen Übernachtungen bei einem Freund in der Zeit zwischen Juni und September 2018) gelebt haben wolle, hätten Gegenstände, welche Männer für den täglichen Gebrauch benötigen (wie ein Rasierer, ein Aftershave oder ein spezifisches Deodorant), und persönliche, dem Beschwerdeführer zuzuordnende Gegenstände gefehlt. Dies bestärke die Vermutung, dass sich der Beschwerdeführer kaum in dieser Wohnung aufgehalten habe (E. 4.1 des angefochtenen Urteils).