Citation: 2A.153/2004 24.03.2004 E. 2.3

2.3.1 Die kantonalen Behörden stützen die Haft auf den Haftgrund von Art. 13b Abs. 1 lit. c ANAG. Danach kann der Ausländer in Ausschaffungshaft genommen werden, wenn konkrete Anzeichen befürchten lassen, dass er sich der Ausschaffung entziehen will, insbesondere weil sein bisheriges Verhalten darauf schliessen lässt, dass er sich behördlichen Anordnungen widersetzt (Haftgrund der "Untertauchensgefahr", Kriterien zusammengefasst in BGE 122 II 49 E. 2a S. 50 f.; s. auch BGE 129 I 139 E. 4.2 S. 146 ff.; 125 II 369 E. 3b/aa S. 375). Der Beschwerdeführer ist illegal in die Schweiz eingereist. Er und seine Begleiter haben sofort nach der Einreise einen Personenwagen entwendet, was zeigt, dass ihnen jedes Mittel recht ist, um sich ihr Fortkommen in der Schweiz zu erleichtern. Im Übrigen hat der Beschwerdeführer unmissverständlich seinen Willen zum Ausdruck gebracht, in der Schweiz oder sonst wo in Westeuropa zu Geld zu kommen. Seine bisherigen Äusserungen den Behörden gegenüber sowie die Ausführungen in der Beschwerdeschrift lassen klar erkennen, dass er eine Rückkehr in sein Heimatland in jedem Fall ausschliesst, unabhängig vom Bestehen allfälliger Asylgründe (s. vorstehend E. 2.2). Unter diesen Umständen ist seine Weigerung, in sein Heimatland zurückzukehren, nicht asylrechtlich begründet, und sie muss als Anzeichen dafür gewertet werden, dass er sich den Behörden für die Organisation und den Vollzug der Wegweisung nach einem für ihn negativen Abschluss des Asylverfahrens nicht zur Verfügung halten würde. Der Haftgrund von Art. 13b Abs. 1 lit. c ANAG ist erfüllt. 2.3.2 Die Behörden haben sich bisher kontinuierlich bemüht, die für den Wegweisungsvollzug erforderlichen Abklärungen zu treffen (s. Sachverhaltsteil der angefochtenen Verfügung lit. B). Demgegenüber lässt der Beschwerdeführer jede Bereitschaft vermissen, an der Vorbereitung der Rückreise mitzuwirken. Obwohl mithin dem Beschleunigungsgebot nachgelebt wurde, konnte die Ausschaffung noch nicht organisiert werden. Damit stehen dem Wegweisungsvollzug besondere Hindernisse entgegen, weshalb eine Haftverlängerung zulässig ist, sofern die Ausschaffung nicht als undurchführbar gelten muss, wovon vorliegend nicht auszugehen ist: Die Haft ist gestützt auf Art. 13c Abs. 5 lit. a ANAG nur dann zu beenden, wenn für die Undurchführbarkeit des Vollzugs der Wegweisung triftige Gründe sprechen oder praktisch feststeht, dass sich die Ausschaffung innert der gesetzlichen Höchstdauer der Haft kaum wird realisieren lassen (BGE 127 II 168 E. 2c S. 172; 125 II 217 E. 2 S. 220). Die Vorgehensweise der Schweizer Behörden sowie die Reaktion der moldawischen Botschaft lassen erkennen, dass die Identitätsabklärungen auf gutem Weg sind, und es ist nicht ersichtlich, warum die notwendigen Reisepapiere innert absehbarer Frist nicht sollten erhältlich gemacht werden können. Wohl wird durch das nunmehr eingeleitete Asylverfahren eine gewisse Verzögerung eintreten. Abgesehen davon, dass das nachträgliche Asylgesuch die zuvor ausgesprochene Wegweisung und damit die Möglichkeit der Ausschaffungshaft nicht dahinfallen lässt (BGE 125 II 377 E. 2b S. 380 mit Hinweis), darf unter den vorliegenden Umständen (s. vorstehend E. 2.2) davon ausgegangen werden, dass über das prioritär an die Hand zu nehmende Asylgesuch (vgl. Art. 13c Abs. 6 ANAG) rasch entschieden werden kann. 2.4 Nach dem Gesagten sind alle gesetzlichen Voraussetzungen für eine Haftverlängerung erfüllt. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist abzuweisen. 2.5 Entsprechend dem Verfahrensausgang wird der Beschwerdeführer grundsätzlich kostenpflichtig (Art. 156 Abs. 1 OG). In Fällen der vorliegenden Art rechtfertigt es sich jedoch, von der Erhebung einer Gerichtsgebühr abzusehen (Art. 154 und 153a Abs. 1 OG). 2.6 Das Kantonale Amt für Ausländerfragen Zug wird ersucht, dafür besorgt zu sein, dass das vorliegende Urteil dem Beschwerdeführer korrekt eröffnet und nötigenfalls verständlich gemacht wird. 2.7 Im Hinblick auf das Asylverfahren ist dem Bundesamt für Flüchtlinge eine Kopie der Verwaltungsgerichtsbeschwerde (einschliesslich Übersetzung) zur Kenntnis zu bringen.