Citation: 1P.611/2006 12.10.2006 E. 2

Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss eine staatsrechtliche Beschwerde die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. Im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren prüft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene Rügen. Auf bloss allgemein gehaltene, rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 130 I 258 E. 1.3). 2.1 Der Beschwerdeführer macht eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör geltend, weil der Strafvollzugsdienst "ohne jede vorgängige Anhörung des Beschwerdeführers" am 24. April 2006 die Strafverbüssung im Normalregime verfügt habe. Weiter beanstandet er, dass der Strafvollzugsdienst in seiner Verfügung einem allfälligen Rekurs die aufschiebende Wirkung entzogen und den Strafantritt mitten in die Rekursfrist angesetzt habe. Die Direktion der Justiz und des Innern hat diese Rügen in ihrer Verfügung vom 22. August 2006 behandelt. Mit der entsprechenden Begründung setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander und legt daher nicht dar, inwiefern diese verfassungs- oder konventionswidrig sein soll. Mangels einer genügenden Begründung kann somit insoweit auf die Beschwerde nicht eingetreten werden. 2.2 Der Beschwerdeführer ist der Auffassung, die Verfügung des Bezirksamtes March vom 22. Februar 2006, mit welcher ihm der Vollzug in Form der gemeinnützigen Arbeit gewährt wurde, sei weiterhin gültig. Dabei lässt er jedoch den konkreten Verfahrensablauf unerwähnt. So ist er sowohl vom Strafvollzugsdienst des Kantons Zürich als auch vom Bezirksamt March darauf hingewiesen worden, dass ein Nichtantreten der Strafe den Normalvollzug zur Folge habe. Weiter sei mit ihm noch am 15. März 2006 telefonisch vereinbart worden, dass er am 16. März 2006 die Halbgefangenschaft antreten und bei Bedarf vom Amtsarzt zur Frage der Hafterstehungsfähigkeit untersucht werde. Am 21. März 2006 retournierte das Bezirksamt March den Vollzug dem Kanton Zürich, da der Beschwerdeführer seine Strafe nicht angetreten hatte. Weshalb aufgrund der geschilderten Verhältnisse die am 22. Februar 2006 gewährte gemeinnützige Arbeit immer noch Gültigkeit haben sollte, ergibt sich aus der Beschwerde nicht rechtsgenüglich, weshalb auch in diesem Punkt auf die Beschwerde nicht einzutreten ist. 2.3 Die Direktion der Justiz und des Innern legte dem Beschwerdeführer in der angefochtenen Verfügung die Voraussetzungen für den Vollzug in Form der Halbgefangenschaft dar. Aufgrund der Vorkommnisse seit Februar 2005 sah sie davon ab, dem Beschwerdführer nochmals die Möglichkeit einzuräumen, die Strafe in Form der Halbgefangenschaft zu verbüssen, zumal weiterhin äusserst fraglich sei, ob einem erneuten Strafantrittstermin Folge geleistet würde. Ausserdem könne den gesundheitlichen Problemen des Beschwerdführers beim Normalvollzug in Realta - entgegen der Halbgefangenschaft - in adäquater Weise begegnet werden. Mit diesen Ausführungen setzt sich der Beschwerdeführer mit seiner meist appellatorischen Kritik zu wenig auseinander, weshalb auch insoweit mangels einer genügenden Begründung auf die Beschwerde nicht eingetreten werden kann.