Citation: 2D_5/2021 E. 6.2

6.2. Gemäss den unbestrittenen vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen betrafen die geltend gemachten Ausstandsgründe (Vorfälle, die eine Feindschaft zwischen der Französischlehrerin und der Beschwerdeführerin belegen sollen) das Verhalten der Lehrperson vor der Prüfung bzw. während des Unterrichts, sodass diese vor der Prüfung hätten geltend gemacht werden können. Ein allfälliges Ausstandsbegehren gegen die prüfende Lehrperson sei gemäss den vorinstanzlichen Erwägungen indessen nicht aktenkundig (vgl. E. 2.6 des angefochtenen Urteils). Die Beschwerdeführerin bestreitet dies im Grundsatz nicht und behauptet auch nicht, dass sie vor der Prüfung (formell) ein solches Begehren gestellt hätte. Wie die Vorinstanz zu Recht festhält, kann der Umstand, dass die Beschwerdeführerin bestimmte Vorkommnisse dem Lehrgangsleiter vor der Prüfung gemeldet haben mag, nicht als förmliches Ausstandsgesuch in Bezug auf die hier strittige Prüfung betrachtet werden. Inwiefern eine Befragung des Lehrgangsleiters, wie von der Beschwerdeführerin verlangt, etwas an dieser Einschätzung geändert hätte, ist nicht ersichtlich, sodass die Vorinstanz, ohne in Willkür zu verfallen, den entsprechenden Beweisantrag der Beschwerdeführerin ablehnen durfte (vgl. E. 4.1 hiervor). Es ist folglich nicht zu beanstanden, dass das Verwaltungsgericht die Befangenheitsrüge als verspätet erachtete.