Citation: 8C_467/2008 04.11.2008 E. 5.2.2

5.2.2.1 Dr. med. L.________ hielt in seinem kreisärztlichen Untersuchungsbericht vom 5. November 2004 fest, dass sich zwischenzeitlich am organisch gesamthaft guten Zustand der Versicherten ausser der aktuellen Schwangerschaft nichts geändert habe. Neben den belastungsabhängigen Kopfschmerzen leide sie primär an einer funktionellen Schmerzhaftigkeit im Bereich des cervico-thoracalen Übergangs; es bestünden weiterhin myofasziale Druckschmerzhaftigkeiten. Der Arzt empfahl zur muskulären Stärkung der betroffenen Körperteile ein tägliches Training des Schultergürtels und des Rückens. Im Frühjahr oder Frühsommer 2005, nach der Geburt des Kindes, sei eine neue Standortbestimmung angezeigt, welche vermutlich den Fallabschluss indizieren werde. Anlässlich der im April 2005 durchgeführten Untersuchung stellte Dr. med. L.________ weitgehend unveränderte gesundheitliche Verhältnisse fest, wobei die Einnahme von Medikamenten verneint wurde. Er betonte wiederum die Notwendigkeit der Stärkung von Schultergürtel und Rumpf durch ein leicht belastendes Fitnesstraining unter physiotherapeutischer Kontrolle sowie Schwimmen. Ferner gab er an, dass die Versicherte möglicherweise auch nach Fallabschluss Wiederholungsserien von Feldenkrais-Instruktion/ Therapie benötigen werde. Diese Beurteilung wurde seitens des Kreisarztes mit Stellungnahme vom 31. Mai 2005 bestätigt. Der aus neurologischer Sicht beigezogene Dr. med. O.________ verneinte am 24. Mai 2005 die Erforderlichkeit weiterer diagnostischer oder therapeutischer Massnahmen; aktuell wünsche die Patientin ausserdem keine zusätzliche medikamentöse Behandlung. Die bisherige Bürotätigkeit wurde als prinzipiell zumutbar eingestuft. 5.2.2.2 Daraus ergibt sich, dass, soweit für notwendig erachtet, die von den Fachärzten empfohlenen therapeutischen Vorkehren in erster Linie dazu dienen sollten, die Schmerzen zu lindern und eine Stabilisierung des Erreichten zu bewirken. Eine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes konnte davon aber, jedenfalls ab dem hier massgeblichen Zeitpunkt, übereinstimmend nicht mehr erwartet werden. Etwas Gegenteiliges ergibt sich im Übrigen weder aus dem vorinstanzlich beigebrachten Bericht des Dr. med. M.________ vom 4. September 2006 noch aus der von der Beschwerdeführerin anfangs 2007 angefertigten "Zusammenstellung Therapien seit Unfall 2003". Wie Letzterer entnommen werden kann, bezweckten die zuletzt absolvierten Therapien - seit Oktober 2006 Osteopathie - hauptsächlich die Lockerung bzw. das Lösen von Blockaden im Wirbelsäulenbereich. Der Umstand, dass der SUVA-Berater Unfallbereich, E.________, in seinem Bericht vom 5. Oktober 2005 das Vorhandensein von Restbeschwerden sowie den Hinweis "Die med. Behandlung ist noch nicht abgeschlossen" vermerkte, führt sodann entgegen der Betrachtungsweise der Beschwerdeführerin zu keinem anderen Ergebnis. Der Abschluss des Falles durch den Unfallversicherer bedingt lediglich, dass von weiteren medizinischen Massnahmen keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann, nicht aber, dass eine ärztliche Behandlung nicht länger erforderlich ist. Einer näheren Prüfung der Voraussetzungen des Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG, wonach u.a. Pflegeleistungen auch nach Festsetzung der Rente gewährt werden können, wenn die versicherte Person zur Erhaltung der verbleibenden Erwerbsfähigkeit dauernde Pflege und Behandlung benötigt (vgl. auch BGE 134 V 109 E. 4.2 S. 114 f.), bedarf es schliesslich, wie die nachstehenden Erwägungen zeigen, nicht.