Citation: 5P.115/2006 12.04.2006 E. 5

Die Beschwerdeführerin beantragt für das bundesgerichtliche Verfahren unentgeltliche Prozessführung und Rechtsverbeiständung. Sie beruft sich dabei auf Art. 22 und Art. 25 HEntfÜ. Einen selbstständigen Anspruch auf Unentgeltlichkeit des Verfahrens nach dem Haager Übereinkommen ergibt sich aber wenn schon aus Art. 26 HEntfÜ. Indes ist diese Bestimmung nach konstanter Rechtsprechung des Bundesgerichts für die staatsrechtliche Beschwerde als ausserordentliches Rechtsmittel nicht anwendbar (Urteil des Bundesgerichts 5P.71/2003 vom 27. März 2003, E. 5, publ. in: FamPra.ch 2003 S. 716). Die unentgeltliche Rechtspflege kann der Beschwerdeführerin damit nur unter den Voraussetzungen von Art. 152 OG gewährt werden: Demnach ist diese einer Partei zu bewilligen, die bedürftig und deren Sache nicht aussichtslos ist (Art. 152 Abs. 1 OG; BGE 125 II 265 E. 4b S. 275; 129 I 129 E. 2.3.1 S. 135 f.). Im vorliegenden Fall konnte auf die Beschwerde wegen ungenügender Begründung (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG) überhaupt nicht eingetreten werden. Damit haben die Verlustgefahren von vornherein überwogen, so dass das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit abzuweisen ist.