Citation: 7B_272/2022 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz legt in ihrem Entscheid anhand einer Gesamtbetrachtung dar, weshalb sie die Widerstandsunfähigkeit im Sinne von Art. 191 StGB als gegeben erachtet. Bei der Beweiswürdigung befasst sie sich nachvollziehbar mit den Aussagen der damals anwesenden Personen und von Zeugen sowie dem Verhalten der Beschwerdegegnerin 2 vor und nach besagtem Vorfall. Indem die Vorinstanz hierbei die Müdigkeit als Folge des Alkoholkonsums miteinbezieht und einen Drogenkonsum nicht gänzlich ausschliesst, setzt sie sich eingehend mit dem damaligen Zustand der Beschwerdegegnerin 2 auseinander, welcher in der Anklageschrift als "komaähnlich" beschrieben wurde. Bei den vorinstanzlichen Erwägungen handelt es sich lediglich um eine ausführlichere Beschreibung der dem Beschwerdeführer konkret vorgeworfenen Tathandlung resp. des Ausnutzens fehlender Widerstandsfähigkeit und nicht um einen anderen Tatvorwurf. Der Beschwerdeführer wusste mithin, welcher Sachverhalt ihm vorgeworfen wird und er war in der Lage, sich gegen den in der Anklageschrift vorgebrachten Vorwurf der Schändung ausreichend zu verteidigen. Mit den für das Bundesgericht verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen (vgl. Art. 105 Abs. 1 BGG) geht die Vorinstanz nicht über den in der Anklage umschriebenen Sachverhalt hinaus. Das Anklageprinzip ist nicht verletzt.