Citation: 5P.39/2004 06.10.2004 E. 8

Aus den dargelegten Gründen müssen die staatsrechtlichen Beschwerden abgewiesen werden. Das kantonsgerichtliche Beweisergebnis ist weder in Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör zustande gekommen (E. 3 und 4 hiervor) noch liegt ihm eine willkürliche Beweiswürdigung zugrunde (E. 5-7 hiervor). Es ist wie folgt zusammenzufassen: Die Erblasserin hat ab Mitte Juli 1988 bis Ende September 1988 (Beurteilungszeitraum) und damit auch am 28. September 1988 (Tag der Testamentserrichtung) an einem altersbedingten organischen Psychosyndrom (Demenz) gelitten mit der Wirkung, dass die Besinnungsfähigkeit bzw. die psychologische Urteilsfähigkeit deutlich eingeschränkt gewesen ist, d.h. dass die Erblasserin in der Erfassung der eigenen Lebenssituation und der äusseren Umstände sowie in der selbstständigen Meisterung der Lebensvollzüge schwer wiegend beeinträchtigt gewesen ist. Die geistige Störung muss dabei als erheblich schwer bezeichnet werden. Ein luzides Intervall für den Tag der Testamentserrichtung ist nicht erstellt.