Citation: 8C_773/2016 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz hat sich mit den Polizeiberichten, den Aussagen der befragten Personen sowie den medizinischen Berichten eingehend auseinandergesetzt und diese zutreffend wiedergegeben, weshalb darauf verwiesen werden kann. Sie gelangte gestützt auf die den Vorfall vom 24. März 2015 betreffenden Umstände zum Schluss, dass der Versicherte sich den tödlichen Messerstich in den linken Oberschenkel absichtlich zugefügt hatte. Sie erwog insbesondere, aufgrund des Verletzungsbildes mit einer Wundtiefe von 6 cm sei davon auszugehen, dass das Messer mit erheblicher Gewalt in die linke Leiste gestossen worden sei. Der Messerstich sei durch die Anzugshose hindurch erfolgt. Nach Feststellung des Bezirksarztes müsse der Versicherte sich die Stichverletzung wahrscheinlich im Stehen zugefügt haben. Eine mit dem Küchenmesser ausgeführte Reparaturhandlung in stehender Position, die zu einem unbeabsichtigten Messerstich in die linke Leistengegend geführt hätte, sei mit allergrösster Wahrscheinlichkeit auszuschliessen. Selbst wenn davon ausgegangen werde, dass der Versicherte versucht habe, mit dem Messer die Hülle des Mobiltelefons zu lösen oder das Gerät zu öffnen, sei auszuschliessen, dass in stehender Position ein Abrutschen oder eine andere unbeabsichtigte Bewegung zum 6 cm tiefen Messerstich geführt habe. Es lägen keine Hinweise auf irgendwelche Reparaturhandlungen, wie etwa Kratzspuren am Mobiltelefon oder an der Hülle, vor. Aufgrund des Verletzungsbildes sei deshalb ein nicht beabsichtigter Messerstich auszuschliessen. Auch sei nicht erklärbar, weshalb der Versicherte die Reparaturhandlung mit dem Küchenmesser nicht gleich in der Küche vorgenommen, sondern sich dazu in die Garage begeben habe. Ebenfalls für einen beabsichtigten Messerstich spreche die Tatsache, dass gemäss Gutachten des Instituts D.________ vom 4. Juni 2015 keine Hinweise für aktive Körperbewegungen nach der Verletzung vorlägen. Es sei davon auszugehen, dass der Verstorbene nach einem versehentlichen Messerstich versucht hätte, die Blutung zu stoppen, sich ins Freie zu begeben, um sich bemerkbar zu machen, oder mit dem eingeschalteten Mobiltelefon in der rechten Hand über einen Notruf Hilfe anzufordern.