Citation: 7B_59/2025 E. 3.4.3

3.4.3. Der Beschwerdeführer wendet ein, es bestünden "keine Anhaltspunkte" dafür, dass die Gruppe ausserhalb der Städte C.________ und D.________ relevante Anknüpfungspunkte im Kanton Zürich aufweise. Die Vorinstanz stellt für das Bundesgericht verbindlich fest (Art. 105 Abs. 1 BGG), dass die Organisation, auch in G.________, E.________ und F.________ und damit verteilt über den ganzen Kanton Zürich über zahlreiche Mitglieder verfügt. Auch die Kollusionsgefahr erstreckt sich laut der Vorinstanz angesichts des verzweigten Netzes der Organisation "B.________" und der nachweislichen Kontakte zwischen den örtlichen Gruppen nicht nur auf die Städte C.________ und D.________ und dort wohnhafte mutmassliche Mitglieder bzw. Geschädigte. Zwar können Rayonverbote bzw. Ausgrenzungen (neben der Fluchtgefahr) auch bei Wiederholungsgefahr als geeignete und ausreichende Massnahmen zum Einsatz gelangen. Voraussetzung dafür wäre allerdings, dass die befürchteten Delikte einen klaren Ortsbezug aufweisen oder in einem bestimmten kriminogenen Milieu stattfinden (vgl. SCHMID/JOSITSCH, Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 4. Aufl 2023, N. 8 zu Art. 237 StPO). Anders als bei einem Rayonverbot, das z.B. wegen befürchteter (häuslicher) Gewalt gegen ganz bestimmte Personen oder mit Blick auf einzelne Veranstaltungen (z.B. Demonstrationen oder Sportveranstaltungen) erlassen wird, scheint es vorliegend letztlich zufällig, dass der Schwerpunkt der deliktischen Handlungen der Organisation "B.________" sowie möglicher Kollusionshandlungen an verschiedenen Orten im Kanton Zürich liegt. Das erkennt die Vorinstanz zutreffend und erwägt, dass sich die Organisation personell und örtlich neu formiert haben könnte. Ein Rayonverbot für den Kanton Zürich kommt als geeignete Ersatzmassnahme auch deshalb nicht in Betracht.