Citation: 8C_150/2024 E. 5.3.3

5.3.3. Am 14. Mai 2021 berichtete Dr. med. G.________, Oberarzt Manuelle Medizin, Klinik H.________ über die Konsultation vom 5. Mai 2021. Er diagnostizierte eine posttraumatische, muskuloskelettale Omalgie mit Skapuladyskinesie und Zervikobrachialgie nach Auffahrunfall mit Heckkollision vom 17. Juli 2020. In seiner Anamnese hielt er fest, es bestünden seit dem Unfall Schulterschmerzen rechts mit Ausstrahlung in den rechten Arm. Es bestehe eine deutliche myofasziale Schmerzkomponente. Dr. med. G.________ nahm im Weiteren zu mehreren Fragen der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers Stellung. Er gab an, die Argumentation des Dr. med. C.________ hinsichtlich des fehlenden Hinweises auf unfallbedingte Verletzungen in der MRT und der daraus gezogene Schluss der fehlenden Unfallkausalität seien aus medizinisch-wissenschaftlicher Sicht falsch. Aus einer fehlenden Darstellbarkeit der Pathologie in der MRT könne nicht geschlossen werden, es habe keine Verletzung stattgefunden. So könnten etwa in der MRT nicht erkennbare Triggerpunkte massive Schmerzen verursachen. Die Krafteinwirkung durch die Heckkollision mit Übertragung der Kraft vom Fahrersitz über den Arm ans Lenkrad (und das aktive Anspannen/Entgegenhalten der Muskulatur dabei) seien eine plausible Erklärung für Schulterverletzungen (Überlastung der Muskulatur, dabei Formierung von aktiven Triggerpunkten). Auch die zeitliche Koinzidenz zwischen Unfall und Schmerzbeginn sei ein klarer Hinweis für einen kausalen Zusammenhang zwischen dem Unfall und den Schulterschmerzen. Die Frage, ob medizinisch erklärt werden könne, weshalb die Beschwerden erst "mit Verlauf der Zeit" heftiger geworden seien, bejahte er. Er begründete dies wie folgt: Wenn die Muskulatur mit aktiven Triggerpunkten durchsetzt sei und der Arm weiter belastet werde (der Beschwerdeführer habe initial zu 100 % weiter als Pizzaiolo gearbeitet), ohne dass die Triggerpunkte behandelt würden, so formierten sich mehr Triggerpunkte. Dadurch würden die Schmerzen weiter zunehmen. Am 30. Mai 2022 gab Dr. med. G.________ an, es fänden sich klinisch myofasziale Triggerpunkte als erklärende Schmerzursache. Initial hätten Hinweise für eine radikuläre Schmerzkomponente bestanden, was sich im weiteren Verlauf aber nicht bestätigt habe.