Citation: I 704/02 17.04.2003 E. 3

3.1 Die ursprüngliche Rentenverfügung vom 26. Januar 1995, welche von einem in der Folge revisionsweise mehrfach bestätigten Invaliditätsgrad von 50% ausging, beruhte auf verschiedenen Berichten des Dr. med. V.________, FMH für Psychiatrie, vom 24. Februar 1994 und 4. Juli 1994, worin dieser ein hypochondrisch-neurasthenisches, depressiv gefärbtes, jedoch hochgradig aggraviertes Zustandsbild diagnostizierte und bei einfachst-strukturierter Persönlichkeit die Arbeitsunfähigkeit seit 1. April 1993 auf 50% schätzte, dies auf der Grundlage einer seit langem bestehenden Rückenproblematik (chronisches Lumbovertebralsyndrom bei nachgewiesener dorso-medialer Diskushernie L4/L5 und zeitweise radikulärer Symptomatik ohne Paresen [Bericht des behandelnden Arztes Dr. med. C.________, Spezialarzt FMH für Innere Medizin, vom 10. Juni 1994]). Die Krankheitswertigkeit oder invalidisierende Wirkung dieses diagnostizierten Zustandsbildes wurde seitens der Verwaltung im Laufe der Zeit verschiedentlich in Frage gestellt, jedoch letztlich auf Grund von Rückfragen bei den Dres. med. V.________ und C.________ jeweils bestätigt (vgl. z.B. die Berichte des Dr. med. C.________ vom 21. April 1997 und 5. November 1995 sowie des Dr. med. V.________ vom 19. September 1995). Unter Hinweis auf den Verlauf der Arbeitsunfähigkeit machte Dr. med. C.________ mit Eingabe vom 24. April 2001, welche die IV-Stelle als Revisionsgesuch entgegen nahm, geltend, die "Polymorbidität" habe sich inzwischen "derart entwickelt, nicht zuletzt auch auf psychischem Gebiet, dass wir jetzt eine Arbeitsunfähigkeit bis auf weiteres von 75% annehmen dürfen". Der Eingabe des Dr. med. C.________ lag u.a. ein Austrittsbericht des Psychiatriezentrums Z.________ am Spital Y.________ vom 3. September 1999 bei, der sich auf eine - wegen depressiver Dekompensation mit Suizidalität bei Paarkonflikt - freiwillig erfolgte Hospitalisation vom 12. bis 19. August 1999 bezog. Die IV-Stelle ergänzte diese und weitere medizinische Unterlagen (Berichte des Dr. med. W.________, Orthopädische Chirurgie FMH, vom 25. Juli 2000, der Klinik X.________ vom 9. November 2000 und der Medizinischen Klinik des Spitals Y.________ vom 22. Dezember 2000) um ein psychiatrisches Konsilium, dessen Ergebnisse das Psychiatriezentrum Z.________ (Oberarzt Dr. med. F.________) der Verwaltung am 14. September 2001 unterbreitete. 3.2 Das kantonale Gericht würdigte die medizinische Aktenlage wie folgt (angefochtener Entscheid S. 5 f.): "Aus diesen Berichten schloss die IV-Stelle zu Recht, dass keine wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes eingetreten ist. Schon im Konsilium der Psychiatrischen Klinik Y.________ vom 2. Februar 1995 wurde ein depressives Zustandsbild mit multiplen sozialen Problemen festgestellt. Damals bestand deswegen sogar eine latente Suizidalität bei sozialer und Beziehungsproblematik (ICD-10 F 43.21). Im Übrigen ist die diagnostizierte Beurteilung von Dr. F.________ vom 14. September 2001 in wesentlicher Hinsicht in guter Uebereinstimmung mit jener vom 3. September 1999, da bereits damals eine Persönlichkeitsstörung diagnostiziert wurde. Da sich in erwerblicher Hinsicht ebenfalls nichts geändert hat, fehlt es an einem Revisionsgrund. Aus den Akten ist zudem ersichtlich, dass Dr. C.________ schon früher davon ausging, dass der Beschwerdeführerin eine Erwerbstätigkeit zuzumuten sei. Auch in seinem letzten Bericht sah er das Problem eher im psychischen Bereich. Wie festgestellt wurde, mutet auch Dr. F.________ der Beschwerdeführerin heute noch eine körperlich leichte Arbeit zu. Diesbezüglich ist auch auf die Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts hinzuweisen, wonach Beeinträchtigungen der Erwerbsfähigkeit nicht als Auswirkungen einer krankhaften seelischen Verfassung und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten, wenn die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, Arbeit in ausreichendem Masse zu verrichten, zu vermeiden vermöchte, wobei das Mass des Erforderlichen weitgehend objektiv bestimmt werden muss. Zur Annahme einer durch einen geistigen Gesundheitsschaden verursachten Erwerbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass eine versicherte Person nicht hinreichend erwerbstätig ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen sei, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder - als alternative Voraussetzung - sogar für die Gesellschaft untragbar (BGE 102 V 165). Nachdem ärztlicherseits festgestellt wurde, dass der Beschwerdeführerin eine leichte Arbeit halbtags durchaus zumutbar wäre, wird eine Erhöhung des Rentenanspruches zu Recht abgelehnt. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde erweist sich mithin als unbegründet und ist abzuweisen. Von der beantragten Expertise betreffend der körperlichen Beeinträchtigung der Beschwerdeführerin kann auf Grund der klaren Aktenlage abgesehen werden."