Citation: 2P.239/2006 29.01.2007 E. 3.2

3.2.1 Mit diesen Überlegungen stehen die Ausführungen des Verwaltungsgerichts in Einklang. Art. 6 Abs. 2 ABzUG/GR verlangt denn auch ausdrücklich eine "ausgewiesene Bereitschaft" zur Teilnahme an Integrationsangeboten. Dass die blosse Anmeldung zum Bezug von Arbeitslosentaggeld, die Anmeldung bei der IV und das Gesuch um Gewährung von beruflichen Massnahmen nicht als genügender Ausweis für eine solche Bereitschaft anerkannt wurden, ist entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers keineswegs willkürlich (vgl. zum Willkürbegriff etwa BGE 132 I 13 E. 5.1 S. 17 f.); diese Bemühungen gehen in der Tat nicht über ein passives Hilfesuchen hinaus. 3.2.2 Dass Personen, die sich aktiv um eine Verbesserung ihrer Situation bemühen, anders behandelt werden als bloss passive Hilfesuchende, verstösst auch nicht gegen das Rechtsgleichheitsgebot (Art. 8 Abs. 1 BV), wonach Gleiches nach Massgabe seiner Gleichheit gleich, aufgrund des Differenzierungsgebots indes Ungleiches nach Massgabe seiner Ungleichheit ungleich zu behandeln ist (vgl. BGE 129 I 1 E. 3.2.4 S. 6). Ebenso wenig liegt im Vorgehen der kantonalen Behörden entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers eine Diskriminierung (Art. 8 Abs. 2 BV; vgl. BGE 130 I 352 E. 6.1.2 S. 357 f.) von nicht uneingeschränkt arbeitsfähigen gegenüber gesunden Sozialhilfebezügern. Art. 6 Abs. 2 ABzUG/GR soll es gerade ermöglichen, dass Personen, die aus gesundheitlichen Gründen bzw. infolge mangelnden Angebots nicht in der Lage sind, eine Integrationsleistung zu erbringen, dennoch eine minimale Integrationszulage ausgerichtet werden kann, sofern sie sich wenigstens aktiv um eine Integration bzw. Beschäftigung bemühen. Die gesunden Sozialhilfebezüger müssen im Übrigen immerhin eine Leistung erbringen, um Anspruch auf die Integrationszulage zu haben, während bei den beschränkt Erwerbsfähigen der gute Wille genügen kann. Damit wird deren Behinderung hinreichend Rechnung getragen.