Citation: 6B_130/2022 E. 3.4.4

3.4.4. Sodann setzt sich die Vorinstanz hinreichend mit dem Umstand auseinander, dass der Beschwerdegegner 2 einerseits gemäss Polizeirapport vom 1. Februar 2018 am 3. Januar 2018 angegeben habe, er und seine Ehefrau hätten den Vorfall von ihrem Schlafzimmer aus beobachtet, welche Aussage die Ehefrau bestätigt habe, andererseits beide Eheleute an ihrer jeweiligen Einvernahme vom 14. September 2018 aussagten, sie hätten das Geschehen vom Zimmer ihrer Tochter aus gesehen (kantonale Akten, pag. 99 ff., 134, 139). Die Vorinstanz führt überzeugend aus, dass es sich bei den im Polizeirapport vom 1. Februar 2018 wiedergegebenen Angaben der Beteiligten lediglich um Zusammenfassungen und nicht wörtlich protokollierte Aussagen handle, die folglich auch nicht unterschriftlich bestätigt worden seien (Urteil S. 6, 8; erstinstanzliches Urteil S. 21). Diese Einschätzung ist nicht zu beanstanden. Im Polizeibericht wurden die wesentlichen Aussagen der Beteiligten rudimentär zusammengefasst. Dabei hatten die Beteiligten keine Möglichkeit, die Zusammenfassung zu prüfen und diese zu korrigieren bzw. sie zu bestätigen. Folglich ist es nicht willkürlich, wenn die Vorinstanz sinngemäss davon ausgeht, dass es sich nicht um einen eigentlichen Widerspruch in den Aussagen des Beschwerdegegners 2 und seiner Ehefrau handelt, sondern deren Aussagen im Polizeirapport falsch bzw. ungenau zusammengefasst worden sein könnten. Damit setzt sich die Vorinstanz im Rahmen der freien Beweiswürdigung hinreichend mit den vermeintlich unterschiedlichen Aussagen auseinander, wie sie dies in ihrer Verfügung vom 30. März 2021 ankündigte (vgl. kantonale Akten, pag. 431 ff.). Indem sich der Beschwerdeführer darauf beschränkt, repetitiv geltend zu machen, die Aussagen des Beschwerdegegners 2 und dessen Ehefrau seien widersprüchlich, ohne sich mit der obgenannten Begründung der Vorinstanz auseinanderzusetzen, vermag er keine Willkür in der vorinstanzlichen Würdigung aufzuzeigen, soweit seine diesbezüglichen Ausführungen überhaupt den qualifizierten Begründungsanforderungen genügen (vgl. Art. 106 Abs. 2 BGG). Es ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz in diesem Punkt auf die Aussagen des Beschwerdegegners 2 sowie dessen Ehefrau vom 14. September 2018 abstellt und davon ausgeht, diese hätten den Vorfall vom Zimmer ihrer Tochter aus beobachtet. Damit braucht auf die in diesem Zusammenhang erhobene weitere Kritik des Beschwerdeführers nicht eingegangen zu werden. Folglich erweist sich auch die Rüge des Beschwerdeführers als unbegründet, die Vorinstanz nehme eine unzulässige, willkürliche antizipierte Beweiswürdigung vor, indem sie seinen Beweisantrag abweist, es sei bei der Polizei ein Bericht darüber einzuholen, ob sein angeblicher Standort beim Wurf der Steine vom Schlafzimmer der Eheleute aus zu sehen sei. Da die Vorinstanz willkürfrei davon ausgeht, der Beschwerdegegner 2 und dessen Ehefrau hätten den Vorfall vom Zimmer ihrer Tochter aus gesehen, erübrigen sich Beweiserhebungen zu der Frage, ob sie diesen auch von ihrem Schlafzimmer aus hätten beobachten können.