Citation: 8C_235/2022 E. 4

Die Vorinstanz stellte für die Berechnung des Fristenlaufs auf die E-mail vom 8. Juli 2018 ab, mit welcher die Beiständin von A.C.________, einer Tochter des verstorbenen Versicherten, der Mobiliar den Umstand der Auszahlung respektive die Einstellung der Hinterlassenenrente der AHV mitgeteilt habe. Damit habe sich die Beiständin bei der Mobiliar informieren wollen, ob auch die von ihr ausgerichtete Waisenrente eingestellt werde. Am Folgetag, so das kantonale Gericht, habe die Mobiliar geantwortet, die UV-Rente sei infolge Lehrabbruchs ebenfalls eingestellt worden. Erst am 12. Februar 2019 habe sich die Beschwerdeführerin dann bei der Ausgleichskasse Zug nach den Verfügungen betreffend die Hinterlassenenrenten der AHV erkundigt, die ihr gleichentags zugesandt worden seien. Bei grosszügiger Hinzurechnung einer Abklärungsfrist von drei Wochen, innert der die Mobiliar den Rückforderungsanspruch nach Auffassung der Vorinstanz hätte genauer prüfen müssen, habe die relative einjährige Verwirkungsfrist am 1. August 2018 zu laufen begonnen und am 31. Juli 2019 geendet. Da die Mobiliar die Rückerstattung in der hierfür nach Art. 3 Abs. 1 ATSV ordnungsgemäss vorgesehenen Form erst am 16. August 2019 verfügt habe, sei die Frist nicht eingehalten worden und ihr Anspruch verwirkt.