Citation: 5P.426/2000 06.03.2001 E. 2

2.- Der von den Beschwerdeführern angerufene Art. 29 Abs. 3 BV verschafft einer bedürftigen Partei Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege und, falls zur gehörigen Wahrung ihrer Interessen erforderlich, auf Ernennung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes, sofern das Verfahren nicht aussichtslos ist (BGE 124 I 1 E. 2a S. 2 und 304 E. 2a S. 306). Ob dieser Anspruch missachtet worden ist, prüft das Bundesgericht in rechtlicher Hinsicht frei; die tatsächlichen Feststellungen werden dagegen nur auf Willkür hin überprüft (BGE 124 I 304 E. 2c S. 306 f.). Dasselbe gilt, soweit es um die Anwendung kantonalen (Prozess-)Rechts geht. Als aussichtslos sind Prozessbegehren anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen könnte. Wer einen Prozess auf eigene Rechnung nicht führen würde, soll ihn nicht deshalb führen können, weil er ihn nichts kostet (BGE 124 I 304 E. 2c S. 306).