Citation: I 491/01 26.11.2002 E. 2.3

2.3.1 Bei der Ermittlung des für die Bestimmung des Invaliditätsgrades massgebenden hypothetischen Einkommens ohne Gesundheitsschaden (Valideneinkommen) ist entscheidend, was der Versicherte im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunder tatsächlich verdienen würde (BGE 96 V 29, ZAK 1985 S. 635 Erw. 3a sowie RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 f. Erw. 3b). Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen, weshalb in der Regel vom letzten Lohn, den der Versicherte vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielt hat, auszugehen ist (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 101 Erw. 3b in fine; vgl. auch ZAK 1990 S. 519 Erw. 3c). Lediglich wenn sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern lässt, ist ausnahmsweise auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss Tabellenlöhnen abzustellen (AHI 1999 S. 240 Erw. 3b). Sie dürfen im Rahmen der Invaliditätsbemessung indessen nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren beigezogen werden (Urteile D. vom 30. Oktober 2002 [I 517/02] Erw. 1.2 und S. vom 29. August 2002 [I 97/00]). 2.3.2 Gemäss Bescheinigung des letzten Arbeitgebers erzielte der Beschwerdeführer vor Eintritt des Gesundheitsschadens im Jahre 1996 als Gartenbauarbeiter bei einer Arbeitszeit von 43 Stunden/Woche einen Monatslohn von Fr. 3535.- (exklusiv 13. Monatslohn, Kinderzulagen). Dementsprechend resultiert unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung im Gartenbau bis 1998 ein hypothetisches Jahreseinkommen von Fr. 46'921.80 ([3535.- + 67.165 [=1,9 %] + 7.204 [= 0,2 %] = 3609.369] x 13). Entgegen den Erwägungen der Vorinstanz besteht im Lichte der unter Erw. 2.3.1 hievor dargelegten Rechtsprechung, namentlich angesichts der konkreten Angaben zum tatsächlich erzielten Einkommen, fehlender Anhaltspunkte für einen Wechsel des Berufszweigs im Gesundheitsfall sowie der im Bereich des Branchenüblichen (3527.- [LSE 1996/TA 1Kat 1/Männer/Anforderungsniveau 4] x 43,4/40 [betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit im Gartenbau; vgl. Tabelle B9.2, in: Die Volkswirtschaft, Heft 8/2002, S. 92] x 12 = 45'921.60; Nominallohnentwicklung bis 1998: 46'887.99) liegenden Höhe des effektiv erzielten Lohnes kein Anlass, bei der Ermittlung des Valideneinkommens auf LSE-Tabellenlöhne abzustellen. Die Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen ergibt einen Invaliditätsgrad von 48,5 %, womit weder ein Anspruch auf eine ganze Rente noch ein solcher auf eine ordentliche halbe Rente gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG besteht.