Citation: 2C_219/2018 E. 2.2.1

2.2.1. Das Gewicht des öffentlichen Interesses ist anhand der Schwere des Verschuldens des Betroffenen zu bestimmen. Dabei ist von der Beurteilung des Strafrichters in Bezug auf das strafrechtliche Verschulden auszugehen (vgl. Urteil 2C_890/2017 vom 10. September 2018 E. 4). Der Beschwerdeführer ist mit Urteil des Bezirksgerichts vom 4. November 2013 u.a. wegen qualifizierter Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz zu 40 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden. Der Strafrichter hat in Rechnung gestellt, dass es sich um rund 500 g reines Heroin - einer harten Droge mit hohem Abhängigkeitspotential - gehandelt, die umgesetzte Menge die vom Bundesgericht festgesetzte Schwelle für einen schweren Fall im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG überschritten, der Beschwerdeführer eine nicht unbeachtlichen Menge von Drogen mit unzähligen einzelnen Handlungen umgesetzt und damit eine erhebliche kriminelle Energie bewiesen habe. Es habe sich um systematischen Drogenhandel auf internationaler Ebene gehandelt. Der Beschwerdeführer habe sodann eine nicht unbedeutende Stellung in der Hierarchiestufe (eigenes Mass an Entscheidungsfreiheit) eingenommen, sei zudem sehr konspirativ gewesen, indem er u.a. regelmässig seine Telefonnummern gewechselt habe. Er sei nicht drogenabhängig gewesen, sei einer geregelten Arbeit nachgegangen und habe damit nicht aus Geldnot gehandelt. Insgesamt sei das Tatverschulden als nicht leicht zu qualifizieren. Aus ausländerrechtlicher Sicht gehören Drogendelikte aus rein finanziellen Motiven, was vorliegend zutrifft, zu schweren Straftaten. Zum Schutz der Öffentlichkeit muss deshalb selbst ein geringes Restrisiko weiterer Beeinträchtigungen wesentlicher Rechtsgüter nicht in Kauf genommen werden (BGE 139 I 16 E. 2.2.1 S. 20). Im vorliegenden Fall kommt erschwerend hinzu, dass sich nach den ausländerrechtlichen Verwarnungen die Schwere und Intensität seiner Vergehen (43 Anklagepunkte) erhöht haben, der Beschwerdeführer damit also zum Ausdruck gebracht hat, dass ihm die Rechtsordnung nicht viel bedeutet. In dieses Bild passt, auch wenn es sich nicht um eine schwere Straftat handelt, der Umstand, dass der Beschwerdeführer ein Jahr nach dem Strafurteil die Stütz- und Deichsellast beim Mitführen eines Zentralachsenanhängers überschritten hat und dafür mit Fr. 1'000.-- gebüsst wurde. Mit dem Beschwerdeführer ist indes einig zu gehen, dass Elemente, welche in die Strafzumessung des Strafurteils eingeflossen sind, nicht ein zweites Mal in die Waagschale des öffentlichen Interesses gelegt werden können. Allerdings vermag dies nichts am schweren Gewicht des öffentlichen Interesses, was sich im Übrigen auch in den 40 Monaten Freiheitsstrafe manifestiert, ändern. Der Beschwerdeführer führt sodann an, dass er einen fundamentalen Sinneswandel durchgemacht habe. Beleg dafür sei, dass er sich seit beinahe vier Jahren wohl verhalten habe. Wie die Vorinstanz zu Recht ausgeführt hat, kann aufgrund der kurzen Zeitspanne seit seiner bedingten Entlassung noch nicht beurteilt werden, ob sich der Sinneswandel auch in seinen Taten zeigt.