Citation: 8C_388/2024 E. 1.3

1.3. Die Vorinstanz wies die Sache zur Fortsetzung des Verwaltungsverfahrens im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdeführerin zurück. Sie verlangte in E. 4.2, "Der psychiatrische Sachverständige muss aufgefordert werden, sein Gutachten um eine nachvollziehbare und überzeugende Begründung für sein Arbeitsunfähigkeitsattest zu ergänzen". Sie erwog weiter, die Frage nach einer allfälligen Veränderung des Sachverhalts seit September 2016 sei irrelevant. Da somit das Dispositiv des Rückweisungsurteils ausdrücklich auf die Erwägungen verweist, werden diese zu dessen Bestandteil und haben, soweit sie - wie hier - zum Streitgegenstand gehören, an der formellen Rechtskraft teil (Urteil 8C_272/2011 vom 11. November 2011 E. 1.3, nicht publ. in: BGE 137 I 327, aber in: SVR 2012 IV Nr. 26 S. 107; Urteile 9C_308/2024 vom 4. Dezember 2024 E. 3.2.2; 8C_106/2023 vom 20. Oktober 2023 E. 1.2.1). Mit der vorinstanzlichen Anweisung an die IV-Stelle, bei der vorliegenden Neuanmeldung nach den weiteren Abklärungen in medizinischen Hinsicht nicht analog der Revisionsregeln gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen, weshalb die Frage nach einer gesundheitlichen Veränderung seit September 2016 irrelevant sei, werden verbindliche materiell-rechtliche Vorgaben zur Ermittlung des rechtsrelevanten Sachverhalts gemacht, die den Entscheidungsspielraum der IV-Stelle wesentlich einschränken. Diese wäre dadurch unter Umständen gezwungen, eine ihres Erachtens rechtswidrige Verfügung zu erlassen (vgl. E. 2 hinten), womit ihr durch den angefochtenen Entscheid diesbezüglich ein nicht wiedergutzumachender Nachteil im Sinne der Rechtsprechung droht. Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.