Citation: 8C_2/2014 E. 3.2.2

3.2.2. Die Beschwerdeführerin erachtet das MEDAS-Gutachten vom 29. August 2008 für die Belange der Invalidenversicherung als nicht relevant, weil die Beschwerdegegnerin daran nicht beteiligt gewesen sei und es nach Ansicht der Versicherten bei der Begutachtung lediglich darum gegangen sei, UVG-relevante Fragen zu beantworten. Der Umstand, dass die Unfallversicherung und nicht die Invalidenversicherung den Auftrag zur gutachterlichen Beurteilung erteilt hat, kann nicht dazu führen, dass diese nicht berücksichtigt werden kann. Es gilt das Prinzip der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352). Entgegen der Darstellung in der Beschwerde äussern sich die MEDAS-Gutachter auch hinsichtlich der zumutbaren Arbeitsfähigkeit als Hebamme. Sie attestieren in diesem Beruf keine invaliditätsrelevante dauernde berufliche Einschränkung, abgesehen von der Notwendigkeit, gelegentlich absitzen zu können (Gutachten S. 34).