Citation: 6B_1114/2023 E. 1.4.2

1.4.2. Was der Beschwerdeführer gegen die vorinstanzlichen Erwägungen vorbringt, verfängt nicht. Bei den von ihm begangenen Delikten handelt es sich zwar unstrittig nicht um solche gegen Leib und Leben. Die Vorinstanz legt jedoch entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers im Einzelnen und nachvollziehbar dar, dass und weshalb es sich bei den von ihm begangenen Taten in der Kumulation um schwerwiegende Delikte und damit einhergehend um eine schwere Störung der öffentlichen Ordnung handelt. Darauf kann zur Vermeidung von Wiederholungen verwiesen werden (oben E. 1.3 bzw. angefochtenes Urteil E. 3.4.1 S. 17 ff.). Namentlich erwähnt die Vorinstanz in diesem Zusammenhang zu Recht, dass der Beschwerdeführer nach den Diebstählen im März und April 2019 während nur gerade eines Jahres an insgesamt 40 weiteren Diebstählen mitgewirkt hat, davon vier Mal in Kombination mit Hausfriedensbruch. Überdies verweist sie zutreffend auf die weiteren, vom Beschwerdeführer begangenen Delikte, namentlich den versuchten Betrug und die Irreführung der Rechtspflege. Dass die Vorinstanz bei dieser Ausgangslage zum Schluss gelangt, es lägen in ihrer Kumulation schwerwiegende Delikte und damit einhergehend eine schwere Störung der öffentlichen Ordnung vor, ist bundesrechtlich nicht zu beanstanden (vgl. hierzu Urteil 6B_883/2021 vom 4. November 2022 E. 1.5.1 und 1.5.3). Diese Schwere findet entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (auch) in der erstinstanzlich ausgefällten und von ihm unangefochten gebliebenen Sanktion von 32 Monaten Freiheitsstrafe (zuzüglich einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu Fr. 120.--) ihren Ausdruck. Dass die erste Instanz in ihren Erwägungen zur Strafzumessung von einem noch leichten und hinsichtlich einzelner Delikte von einem leichten oder gar sehr leichten Verschulden oder von einem im unteren Bereich angesiedelten Verschulden ausgegangen ist, wie der Beschwerdeführer geltend macht (Beschwerde S. 11), tut dem keinen Abbruch. Vielmehr beziehen sich die entsprechenden Ausführungen (vgl. erstinstanzliches Urteil E. IV.D.2.1 S. 114) auf die Verortung des Verschuldens innerhalb des sehr weiten Strafrahmens, der bei gewerbs- und teilweise bandenmässigem Diebstahls (Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 2 und Ziff. 3 Abs. 1 aStGB) bis zehn Jahre Freiheitsstrafe reicht, respektive auf das Verschulden bezüglich einzelner Delikte. Dass die erste Instanz das Verschulden in der Strafzumessung als "noch leicht" bezeichnet (erstinstanzliches Urteil a.a.O.), ist der Rechtsprechung geschuldet, wonach die Verschuldensformulierung im begrifflichen Einklang mit dem im unteren Strafrahmen situierten Strafmass stehen muss (vgl. hierzu BGE 136 IV 55 E. 5.9). Dies schliesst gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung allerdings eine andere (gewichtigere) Bewertung des Verschuldens bei der Prüfung der Landesverweisung nicht aus (vgl. Urteile 6B_1384/2021 vom 29. August 2023 E. 1.5.3; 6B_1044/2019 vom 17. Februar 2020 E. 2.6; je mit Hinweisen). Die vor- bzw. erstinstanzlichen Erwägungen ändern in diesem Sinne nichts daran, dass die gesamthaft ausgesprochene Sanktion von 32 Monaten Freiheitsstrafe für die vom Beschwerdeführer begangenen Taten ebenfalls Ausdruck seiner erheblichen Delinquenz respektive in der Kumulation einer schweren Störung der öffentlichen Ordnung ist. Im Übrigen anerkennt der Beschwerdeführer selbst, dass er "angesichts der Deliktssumme und der Anzahl Delikte" Vermögensrechte einer "Vielzahl von Personen angegriffen hat und dabei situativ teils auch deren Hausrecht verletzt hat" (so ausdrücklich Beschwerde S. 9). Um annehmen zu dürfen, dass die öffentliche Ordnung weiterhin gefährdet bleibt, genügt vor dem Hintergrund des Gesagten und im Lichte der vorerwähnten ständigen Rechtsprechung für die Anordnung einer aufenthaltsbeendenden Massnahme im Sinne von Art. 5 Abs. 1 Anhang I FZA auch ein geringes, aber tatsächlich vorhandenes Rückfallrisiko. Bei der dargelegten Ausgangslage bestehen keine allzu hohen Anforderungen an die Wahrscheinlichkeit einer künftigen Straffälligkeit (vgl. oben E. 1.2 sowie Urteile 6B_134/2021 vom 20. Juni 2022 E. 5.6; 6B_149/2021 vom 3. Februar 2022 E. 2.7.2; 2C_529/2019 vom 31. Oktober 2019 E. 5.2.2). Diese sind, wie die Vorinstanz zutreffend erkennt, vorliegend erfüllt. Auch darauf kann verwiesen werden (oben E. 1.3 bzw. angefochtenes Urteil E. 3.4.1 S. 17 ff.). Zu Recht berücksichtigt die Vorinstanz in diesem Zusammenhang nicht nur die Bereitschaft bzw. Neigung des Beschwerdeführers zu breit gefächerter Delinquenz, sondern auch den Umstand, dass er die Taten trotz gut bezahlter Anstellungen als Kranführer und entsprechend jederzeit gesicherter finanzieller Verhältnisse begangen hat. Angesichts dessen ändert an der Einschätzung des Rückfallrisikos auch nichts, dass der Beschwerdeführer nach der Entlassung aus der Untersuchungshaft sofort wieder eine Anstellung als Kranführer gefunden hat und "über ein gesichertes und gutes Einkommen" (Beschwerde S. 12) verfügt. Gleiches gilt für den Umstand, dass er - wie bereits zur Tatzeit - mit seiner Partnerin bzw. Ehefrau und deren minderjährigen Sohn aus einer früheren Beziehung zusammenlebt. Beides hielt ihn in der Vergangenheit nicht von einschlägiger und hartnäckiger Delinquenz ab. Insgesamt ist aufgrund des Gesagten mit der Vorinstanz (zumindest) ein geringes, aber tatsächlich vorhandenes Rückfallrisiko zu bejahen.