Citation: 2C_929/2015 E. 2.3

2.3. Ein Anspruch auf Schutz des Privatlebens bedarf nach der Rechtsprechung besonders intensiver, über eine normale Integration hinausgehender privater Bindungen gesellschaftlicher oder beruflicher Natur bzw. entsprechender vertiefter sozialer Beziehungen zum ausserfamiliären bzw. ausserhäuslichen Bereich. Eine lange Anwesenheit und die damit verbundene normale Integration genügen in der Regel nicht (vgl. BGE 130 II 281 E. 3.2.1 S. 286; siehe Andreas Zünd/Thomas Hugi Yar, Aufenthaltsbeendende Massnahmen im schweizerischen Ausländerrecht, insbesondere unter dem Aspekt des Privat- und Familienlebens, EuGRZ 2013, S. 1 ff., 11 [Rz. 35]). Zwar hat der Beschwerdeführer dreieinhalb Jahre in der Schweiz gelebt, damals die Schule besucht und auch Deutsch gelernt sowie spielt er heute in einem Fussballclub und bereitet sich auf eine Aufnahmeprüfung für die ETH Zürich vor, doch ist dies insgesamt zu wenig gewichtig, damit aus dem Anspruch auf Schutz des Privatlebens ein Anspruch auf Aufenthaltsbewilligung resultieren könnte. Dasselbe gilt auch im Vergleich mit der bisherigen Rechtsprechung im kombinierten Schutzbereich von Privat- und Familienleben (siehe dazu BGE 130 II 281 ff.; Zünd/Hugi Yar, a.a.O., 11 f.).