Citation: 5A_278/2024 E. 3.3.1

3.3.1. Gestützt auf den Lohnausweis des Jahres 2019 geht die Vorinstanz für das aktuelle 70 %-Pensum der Beschwerdegegnerin von einem monatlichen Nettoeinkommen von Fr. 4'051.-- aus. Es sei nicht auszuschliessen, dass der aktuelle Nettolohn der Beschwerdegegnerin höher sei als derjenige, der im Lohnausweis des Jahres 2019 ausgewiesen sei. Im Berufungsverfahren seien jedoch keine Editionsanträge betreffend aktuellere Einkommensnachweise der Beschwerdegegnerin gestellt worden. Zum hypothetischen Einkommen der Beschwerdegegnerin hält sie zusammengefasst fest, dass eine Arbeit im Vollzeitpensum möglich und zumutbar sei. Eine Aufstockung der bisherigen 70 %-Stelle sei aber ausgeschlossen und eine Kündigung ihrer langjährigen Stelle könne der Beschwerdegegnerin nicht zugemutet werden. Hingegen sei die Aufnahme einer zusätzlichen Teilzeitstelle zumutbar. Zwei Teilzeitstellen würden jedoch in aller Regel bzw. notorischerweise weniger hoch entlöhnt als eine 100 %-Stelle. Zudem sei es anstrengender, zwei Teilzeitstellen auszuüben als eine Vollzeitstelle. Um diesen Umständen hinreichend Rechnung zu tragen, sei für ein Vollzeitpensum von einem Lohn von Fr. 5'400.-- auszugehen, obwohl eine schematische Hochrechnung ein Einkommen von rund Fr. 5'800.-- ergäbe. Mit der Berücksichtigung eines (hypothetischen) monatlichen Nettoeinkommens von Fr. 5'400.-- könne gewährleistet werden, dass die Erzielung des angerechneten Lohns der Beschwerdegegnerin auch tatsächlich möglich und zumutbar sei.