Citation: 6B_408/2024 E. 4.3

4.3. Das Verhalten des Beschwerdeführers, der trotz erhobener Einsprache gegen den Strafbefehl bewusst auf die Möglichkeit verzichtete, an der geplanten Einvernahme vom 24. August 2023 teilzunehmen, Akteneinsicht (wie ihm ausdrücklich in der Vorladung in Aussicht gestellt wurde) zu nehmen und seine Sicht in Bezug auf die ihm vorgeworfene Sache einzubringen, ist widersprüchlich. Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz in einer Gesamtwürdigung davon ausgeht, der Beschwerdeführer habe in Kenntnis der Säumnisfolgen mit seinem Verhalten in Kauf genommen, dass ihm ein Desinteresse am Verfahrensgang und am ihm zustehenden Rechtsschutz unterstellt werde. Ferner erweist sich das prozessuale Verhalten des Beschwerdeführers nicht als schützenswert, da es darauf zielt, die Instrumente des Rechtsschutzes zu verhindern, den er mit seiner Einsprache selbst verlangt hat. Dies ergibt sich auch aus seinen Beschwerden an die Vorinstanz und an das Bundesgericht, in welchen er seinen Unwillen, an der angesetzten Einvernahme erscheinen zu müssen, erneut deutlich macht. Folglich verletzt die Vorinstanz im Ergebnis kein Bundesrecht, wenn sie die Einsprache gestützt auf Art. 355 Abs. 2 StPO im vorliegenden Fall als zurückgezogen betrachtet. Selbst bei der erforderlichen restriktiven Anwendung dieser Bestimmung rechtfertigt sich die entsprechende Rechtsfolge im vorliegenden Fall. Es liegt keine Verletzung der Verfahrensrechte des Beschwerdeführers vor. Es kann insoweit auf die Erwägungen der angefochtenen Verfügung verwiesen werden (Art. 109 Abs. 3 BGG).