Citation: 6B_249/2020 E. 5.1

5.1. Die Vorinstanz legt dar, der aus Taiwan stammende Beschwerdeführer sei im Alter von drei Jahren in die Schweiz eingereist, habe hier die Schulen besucht und gearbeitet. Er spreche perfekt Schweizerdeutsch. Kinder oder in der Schweiz lebende Verwandte habe er jedoch keine. Hingegen lebten Verwandte von ihm, namentlich seine Mutter, in Taiwan und er sei (zumindest mündlich) mit der chinesischen Sprache und auch mit der chinesischen Kultur vertraut. Sein Vater sei verstorben und er habe keine Geschwister. Er sei mit einer chinesischen Staatsbürgerin verheiratet. Über einen Freundeskreis in der Schweiz oder eine Beteiligung am hiesigen Kultur- oder Vereinsleben sei nichts bekannt. Seine berufliche Integration in der Schweiz sei alles andere als mustergültig und er weise erhebliche Schulden von mehreren zehntausend Franken auf. Nach einer abgebrochenen Lehre als Elektromonteur habe er an verschiedenen Orten gearbeitet, bis er im Jahr 2012 oder 2013, nachdem er gemäss eigenen Angaben ein Burnout erlitten habe, entlassen worden sei. Danach habe er zwei Jahre lang Arbeitslosengelder bezogen und sei schliesslich ausgesteuert worden. Der anschliessende Einstieg ins selbstständige Import-/Export-Geschäft sei mit bescheidenem Erfolg einhergegangen, habe er sich doch immer wieder veranlasst gefühlt, in wesentlichem Umfang Einkommen mittels Betäubungsmittelhandel zu generieren. Bei einer Gesamtbetrachtung spreche nur gerade die lange Aufenthaltsdauer des Beschwerdeführers für einen Verbleib in der Schweiz, weshalb das Vorliegen eines persönlichen Härtefalls zu verneinen sei. Im Übrigen, so die Vorinstanz weiter, sei ohnehin das öffentliche Interesse an einer Landesverweisung angesichts der vielen Vorstrafen, der Schwere der Anlasstat und des mit dieser manifestierten kriminellen Willens als hoch zu werten. Auf der anderen Seite stünden zwar nicht unerhebliche, aber doch geringere private Interessen des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz. Diese würden die öffentlichen Interessen nicht überwiegen und stünden einer Landesverweisung somit nicht entgegen.