Citation: 5A_739/2022 E. 8.2.1

8.2.1. Das Bundesgericht behandelt den Tatbestand der Vertragseinmischung als Einmischung eines Dritten in die Durchführung eines Vertrags (BGE 147 III 107 E. 3.3.1; 145 III 199 E. 2.4). Dafür ist erforderlich, dass die Drittpartei im Rahmen der Vollziehung des Vertrags in ständiger und wiederholter Weise interveniert (vgl. BGE 129 III 727 E. 5.3.2; Urteil 4P.48/2005 vom 20. September 2005 E. 3.4.1). Der Dritte muss durch sein Verhalten zudem den Anschein erwecken bzw. den Willen erkennen lassen, anstelle oder neben einem Vertragspartner Partei des Hauptvertrags zu sein, so dass die Gegenpartei nach Treu und Glauben annehmen durfte und musste, der Dritte habe der Schiedsklausel durch konkludentes Handeln zugestimmt (BGE 134 III 565 E. 3.2; Urteil 4A_473/2018 vom 5. Juni 2019 E. 5.1.2 mit Hinweisen).