Citation: 4D_70/2016 E. 3

Die Erstinstanz kam zum Schluss, die C.________ GmbH habe als Käuferin des Occasionspferdetransporters zu gelten, weshalb die Beschwerdeführerin für die vorliegende Klage nicht aktivlegitimiert sei. Die Beschwerdeführerin machte dagegen vor der Vorinstanz als Hauptstandpunkt geltend, dass sie persönlich und nicht die C.________ GmbH den Vertrag über den Pferdetransporter mit der Beschwerdegegnerin abgeschlossen habe. Die Vorinstanz teilte diese Auffassung nicht und kam mit der Erstinstanz zusammenfassend zum Schluss, die Beschwerdegegnerin habe aus den von der Beschwerdeführerin übermittelten Angaben nach Treu und Glauben schliessen dürfen und müssen, dass diese den Kaufvertrag nicht im eigenen, sondern im Namen der C.________ GmbH abschliessen wollte. Als Eventualstandpunkt argumentierte die Beschwerdeführerin, dass selbst wenn von einem Vertragsschluss zwischen der Beschwerdegegnerin und der C.________ GmbH ausgegangen werden würde, ergebe sich aus der Sachlage, dass der Pferdetransporter für den persönlichen Gebrauch der Beschwerdeführerin gedacht gewesen und die hälftige Anzahlung des Kaufpreises auch durch sie selbst getätigt worden sei, zwingend, dass die C.________ GmbH mit den ihr zurechenbaren (Rechts-) Handlungen lediglich vertretungshalber für sie gehandelt habe. Die Behauptung, so die Vorinstanz, die C.________ GmbH habe den Kaufvertrag mit der Beschwerdegegnerin als Vertreterin der Beschwerdeführerin in deren Namen abgeschlossen, habe die Beschwerdeführerin erstmals in der Berufung vorgebracht. Es handle sich dabei um ein unzulässiges neues Vorbringen, das im Berufungsverfahren nicht mehr gehört werden könne. Damit erübrige sich aber auch eine Auseinandersetzung mit der - ebenfalls neuen und damit unzulässigen - Sachdarstellung der Beschwerdeführerin, wonach sie der Beschwerdegegnerin offenbar nicht klar kommuniziert habe, dass die C.________ GmbH den Kaufvertrag als ihre Vertreterin abgeschlossen habe, weshalb der Vertrag gemäss Art. 32 Abs. 2 OR mit ihr, der Beschwerdeführerin, zustande gekommen sei, da es der Beschwerdegegnerin gleichgültig gewesen sei, mit wem sie den Vertrag schliesse. Anzumerken bleibe, dass vorliegend offensichtlich nicht von einer Gleichgültigkeit der Beschwerdegegnerin in Bezug auf ihren Vertragspartner ausgegangen werden könne, nachdem sie die Beschwerdeführerin mit E-Mail vom 1. April 2014 implizit um dessen Bezeichnung ersucht und den Kaufvertrag entsprechend den von der Beschwerdeführerin erhaltenen Angaben angepasst habe. Zusammenfassend sei festzuhalten, dass der Beschwerdeführerin der ihr obliegende Nachweis misslungen sei, dass es sich beim Kaufvertrag mit der Beschwerdegegnerin um ein Eigengeschäft gehandelt habe. Die Erstinstanz habe es vielmehr zutreffend als erwiesen erachtet, dass die Beschwerdeführerin beim Vertragsschluss als Vertreterin der C.________ GmbH gehandelt habe. Die Erstinstanz habe damit die Klage der Beschwerdeführerin mangels Aktivlegitimation zu Recht abgewiesen.