Citation: I 231/01 25.02.2002 E. 3

3.- Streitig und zu prüfen ist, welche Lohnhöhe aus dem letzten Arbeitsverhältnis mit R.________, Akkordunternehmung, bei welchem der Versicherte seit 1987 als Bauarbeiter tätig war, der Taggeldbemessung zu Grunde zu legen ist. Es stellt sich insbesondere die Frage, ob die ausbezahlten Spesen als verdeckter Lohnbestandteil in die Berechnung einzubeziehen sind. a) Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass Spesen sowohl anhand konkreter Aufwendungen als auch aufgrund eines Pauschalansatzes vergütet werden können, sofern sie den effektiven Unkosten zumindest insgesamt entsprechen, was mit dem vorliegenden Spesenansatz von Fr. 5.- pro Stunde im Jahre 1998 zu bejahen ist. Ebenso richtig ist die Feststellung, dass Einkommensbestandteile - wie Spesen -, die nicht zum AHV-pflichtigen Erwerbseinkommen gehören (AHI 1996 S. 248 Erw. 3a mit Hinweisen), nicht als Bemessungsgrundlage für das IV-Taggeld herangezogen werden. Wenn dass kantonale Gericht daraus den Schluss zieht, dass die Fr. 5.- pro Stunde als Spesen und nicht als Lohnbestandteil zu qualifizieren sind, lässt sich dies zum Entscheidzeitpunkt nicht beanstanden. Dies gilt insbesondere auch unter dem Gesichtspunkt, dass der Beschwerdeführer während der ganzen Dauer seines Arbeitsverhältnisses die von seinem Arbeitgeber praktizierte AHV-rechtliche Abrechnung nicht gerügt und sich somit jahrelang mit dieser Praxis einverstanden erklärt hat. b) Mit gerichtlichem Vergleich einigen sich die Parteien - hier im Rahmen eines Zivilprozesses - über den Streitgegenstand. Als Innominatkontrakt untersteht er dem Obligationenrecht. Das Gericht hat vom Vergleichsabschluss grundsätzlich nur Kenntnis zu nehmen und die Prozesserledigung festzustellen, nicht aber die Angemessenheit des Vereinbarten zu überprüfen, ausser dieses hält vor dem Recht nicht stand (BGE 124 II 12 Erw. 3b mit Hinweisen). Demgemäss hat ein im arbeitsgerichtlichen Verfahren oder im ordentlichen Zivilprozess geschlossener Vergleich die Vermutung für sich, dass er im Wesentlichen der tatsächlichen Rechts- und Sachlage entspricht (RKUV 1995 Nr. U 226 S. 187; nicht veröffentlichtes Urteil T. vom 7. Juli 1988, C 63/87, Erw. 2d). Anhand der Aktenlage bestehen keine Anhaltspunkte für die Annahme, dass der damalige Arbeitgeber ohne hinreichenden Grund in einen der Rechts- und Sachlage nicht entsprechenden Vergleich eingewilligt hätte, zumal sich Arbeitgeber- wie Arbeitnehmerseite damit auch zur Nachzahlung der sozialversicherungsrechtlichen Beiträge verpflichtet haben. Damit ist das Taggeld auf der Basis eines Stundenlohnes von Fr. 34.50 neu zu bemessen.