Citation: 6B_321/2021 E. 3.2.2

3.2.2. Die Vorinstanz setzt sich alsdann ausführlich mit den vom Beschwerdeführer eingereichten Verlaufsberichten von Dr. med. H.________ und dem Privatgutachten von med. pract. E.________ auseinander. Motiviert durch das Privatgutachten von med. pract. E.________ gab die Vorinstanz eine Ergänzung des amtlichen Gutachtens in Auftrag. Nachdem sich die Situation des Beschwerdeführers im Herbst 2020 deutlich verschlechtert hatte und es namentlich zu mehreren Vorfällen kam, in welchen dieser wahnhaftes Verhalten gegenüber der Privatklägerin 1, weiteren Personen und Institutionen zeigte, zog die Vorinstanz den Auftrag zur Ergänzungsbegutachtung zurück (siehe Sachverhalt lit. B.c oben). Weder eine Stabilisierung des Zustands noch das Einhalten des Kontaktverbots hätten mit dem rund dreimonatigen stationären Aufenthalt im Sommer/Herbst 2020 erzielt werden können. Bereits im Frühjahr/Sommer 2020 sei es nach einem zunächst erfreulichen Verlauf zu einer Verschlechterung des Zustands des Beschwerdeführers gekommen, der in einem fürsorgerischen Freiheitsentzug mündete. Im Mai 2020 und im Juni 2020 habe der Beschwerdeführer eine Steigerung der empfohlenen Medikamentation und eine freiwillige Hospitalisation abgelehnt. Die Vorfälle im Herbst 2020 bestätigten die Einschätzung des amtlichen Gutachters. Die Feststellungen des Privatgutachters, der für die 12 Monate vor seiner Gutachtenserstattung eine reduzierte Beschäftigung mit Wahninhalten, das Ausbleiben einer Wahndynamik sowie den Verzicht einer Kontaktaufnahme mit den Opfern festgestellt hatte, seien nicht mehr zutreffend. Auch dem Verlaufsbericht von Dr. med. H.________ könne nichts entnommen werden, was das amtliche Gutachten in Frage zu stellen vermöge. Im Gegenteil habe auch dieser festgehalten, dass sich beim Beschwerdeführer seit April 2020 eine zunehmende Instabilität zeige. Zusammenfassend vermöchten weder das Privatgutachten von med. pract. E.________ noch die Berichte von Dr. med. H.________ die schlüssigen und nachvollziehbaren Schlussfolgerungen im amtlichen Gutachten in Frage zu stellen. Namentlich an den sich wiederholenden Vorfällen zeige sich, dass es dem Beschwerdeführer nach wie vor an der erforderlichen Stabilisierung fehle. Zudem sei anzumerken, dass Dr. med. H.________ das amtliche Gutachten als grundsätzlich gut nachvollziehbar bezeichnet habe. Soweit dieser festhalte, die Situation würde sich seit April 2019 anders darstellen, seien dabei die Vorfälle im Herbst 2020 noch nicht berücksichtigt.