Citation: 6B_1464/2019 E. A

Die Staatsanwaltschaft wirft A.________ mit Anklageschrift vom 27. November 2017 zusammengefasst vor, er habe am 12. November 2015 seine auf dem Fahrersitz eines Personenwagens sitzende Ehefrau mit dem Tod bedroht und zum Anhalten aufgefordert. Anschliessend habe er ihr auf einem Garagenvorplatz im Fahrzeug mit einem Schweizer Taschenmesser 38 Stich- und Schnittverletzungen zugefügt, verteilt auf Kopf, Hals, rechtsseitigen Oberkörper im Brust- sowie Bauchbereich, Arme und rechten Oberschenkel/Knie. Zudem habe er sie mindestens dreimal in den rechten Unterarm gebissen. Durch Ziehen an ihrem Halstuch habe er verhindert, dass sie aus dem Fahrzeug habe fliehen können. Erst durch physisches Eingreifen eines Passanten habe A.________ von einer Tötung abgehalten werden können. Überdies habe A.________ seiner im Bett liegenden Ehefrau Mitte September 2015 ein Küchenmesser an den Hals gehalten, nachdem sie nach einem Streit keinen Geschlechtsverkehr mit ihm gewollt habe. Sie habe geschrien, worauf er ihr zweimal in den linken Oberarm gestochen, und sie geweint habe. Der Aufforderung, ihn oral zu befriedigen, sei sie nach der Drohung, ihr ansonsten den Hals abzuschneiden, nachgekommen. Nachdem er das Messer in der Küche weggeräumt habe, habe sich A.________ ins Bett gelegt und sei mit seinem Penis vaginal in die weinende sowie infolge der Nachwirkung der Todesdrohung zum Widerstand unfähige Ehefrau eingedrungen.