Citation: 6B_235/2020 E. 2.2

2.2. Die Beschwerdeführer rügen eine Verletzung der Ausstandsvorschriften von Art. 183 Abs. 3 StPO i.V.m. Art. 56 lit. a StPO. Konkret wird in der Beschwerde geltend gemacht, die Vorinstanz stütze ihren Entscheid praktisch ausschliesslich auf den kurzen Expertenbericht vom 15. Dezember 2017 sowie auf den Bericht des AWN vom 19. Januar 2018 und gelange zum Schluss, der Bergsturz vom 23. August 2017 sei nicht vorhersehbar gewesen. Sowohl der Beschwerdegegner 4 als auch der Beschwerdegegner 6 seien Mitarbeiter des AWN und massgeblich am Entscheid beteiligt gewesen, die Wanderwege nach dem 10. August 2017 nicht zu sperren. Sie hätten demzufolge ein gewichtiges persönliches Interesse gehabt, den Sachverhalt so darzustellen und zu beurteilen, dass ihnen möglichst kein strafrechtlich relevantes Verhalten nachgewiesen werden könne. Dennoch hätten sie als Mitverfasser an der Erstellung des Berichts des AWN mitgewirkt. Auf den Bericht des AWN dürfe aufgrund der aufgezeigten Eigeninteressen der Verfasser nicht abgestellt werden. Dasselbe gelte für den Expertenbericht, bei dem das AWN ebenfalls federführend gewesen sei. Auch der Beschwerdegegner 3 sei wesentlich in den Entscheid involviert gewesen, ob der Wanderweg gesperrt werden soll. Gleichzeitig habe er sowohl am Bericht des AWN als auch in der Expertengruppe mitgewirkt. Somit fehle es an einem unabhängigen Gutachten. Der Bericht des AWN sowie der Expertenbericht stellten blosse Parteibehauptungen dar, die nicht unkritisch übernommen werden dürften. Der Verstoss gegen die Ausstandsvorschriften sei offensichtlich, weshalb der vorinstanzliche Entscheid aufzuheben sei. Der Verzicht auf die Einholung eines unabhängigen Gutachtens und die fehlende Rechts- und Sachverhaltsprüfung stellten zudem eine Rechtsverweigerung sowie eine Gehörsverletzung dar. Soweit die Beschwerdeführer eine Verletzung der Ausstandsvorschriften und des rechtlichen Gehörs sowie Rechtsverweigerung geltend machen, ist auf die Beschwerde einzutreten.