Citation: I 765/03 03.03.2004 E. 4.1

4.1.1 Bei der Bemessung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Person im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde (BGE 129 V 224 Erw. 4.3.1 mit Hinweis). Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen, wes-halb in der Regel vom letzten Lohn auszugehen ist, den die versicherte Person vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielt hat (ZAK 1980 S. 593 mit Hinweisen; Urteil R. vom 15. Juli 2003, I 793/02, Erw. 4.1 mit Hinweisen). 4.1.2 Während Vorinstanz und Verwaltung zur Ermittlung des Valideneinkommens den monatlichen Durchschnittslohn bei der letzten Ar-beitgeberin, der Confeserie S.________, heranzogen, welcher sich gemäss Bericht vom 12. Oktober 2000, unter Zugrundelegung eines Stundenansatzes von Fr. 20.-, auf Fr. 1723.- monatlich belief, erweist sich gemäss Auffassung der Beschwerdeführerin einzig das Abstellen auf den zuletzt im Reinigungs- und Hauswartsdienst beim Postcheckamt O.________ erzielten Lohn als sachgerecht. Entgegen der Betrachtungsweise der Versicherten kann der bis Ende Juli 1996 beim Postcheckamt O.________ erarbeitete Verdienst nicht als massgeblich erachtet werden. Wie insbesondere der Arbeitgeberbescheinigung vom 24. Mai 1996 zu entnehmen ist, erfolgte die dortige Arbeitsbeendigung infolge der Aufhebung des Postamtes im Rahmen von Rationalisierungsmassnahmen im Postzahlungsverkehr, sodass die Beschwerdeführerin - auch bei voller Gesundheit - nicht länger an dieser Stelle verblieben wäre, zumal die gesundheitliche Beeinträchtigung erst ab September 1999 eintrat. Im "Fragebogen zur Ermittlung der Erwerbstätigkeit bzw. Statusfrage" vom 13. Oktober 2000 gab die Versicherte überdies an, ohne Behinderung vermutlich noch immer bei der Confiserie S.________ tätig zu sein. Mit dem kantonalen Gericht ist somit grundsätzlich auf die Einkommensverhältnisse laut Arbeitgeberbericht der Confiserie S.________ abzustellen, dessen mit Fr. 20.- bezifferter Stundenlohn dem tatsächlichen Validenverdienst zu entsprechen scheint, wurde der mit der Arbeitsleistung ab 1. Juni 2000 effektiv korrespondierende Stundenlohn doch mit lediglich Fr. 18.- angegeben. Da die Versicherte indes nur 86 Stunden pro Monat bei der Confiserie S.________ gearbeitet hatte, was bei einer durchschnittlichen betrieblichen Arbeitszeit von 42 Stunden in der Woche oder rund 168 Stunden monatlich einen Beschäftigungsgrad von ca. 51 % ergibt, ist der Verdienst von Fr. 1723.- auf ein Pensum von 60 % aufzurechnen. Nach dem in Erw. 3.2 hievor Dargelegten ist nämlich davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin im relevanten Vergleichsjahr 2000 als Gesunde etwa in diesem Umfang erwerbstätig gewesen wäre. Das Valideneinkommen beläuft sich demnach auf Fr. 2027.- monatlich oder - ein 13. Monatslohn wurde gemäss Arbeitgeberbericht vom 12. Oktober 2000 nicht ausgerichtet - Fr. 24'324.- jährlich. 4.2 Zur Bestimmung des trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) hat die Vorinstanz zu Recht auf die statistischen Angaben laut der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) abgestellt (vgl. BGE 126 V 76 f. Erw. 3b/bb). Da der Versicherten verschiedene Hilfsarbeiterstellen offen stehen, ist der Zentralwert und nicht eine branchenspezifische Zahl massgeblich. Gemäss Tabelle TA1 der LSE 2000 beträgt dieser für im privaten Sektor einfache und repetitive Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) verrichtende Frauen bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden Fr. 3658.- monatlich oder Fr. 43'896.- jährlich. Aufgerechnet auf die im Jahre 2000 betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41,8 Stunden (Die Volkswirtschaft, 1/2004, S. 94 Tabelle B9.2) resultiert daraus ein Einkommen von Fr. 45'871.- bzw. in Berücksichtigung der um 50 % reduzierten Arbeitsfähigkeit in körperlich leichten Tätigkeiten (vgl. Erw. 2 hievor) Fr. 22'935.50. In Nachachtung des vom kantonalen Gerichts auf 25 % veranschlagten leidensbedingten Abzugs vom Tabellenlohn, welcher allen einkommensbeeinflussenden Merkmalen - insbesondere dem Umstand, dass nach Aussage der MEDAS-Gutachter aus rheumatologischer Sicht Einschränkungen im Heben und Tragen von schweren Lasten, für Arbeiten in Zwangspositionen sowie in länger dauernden, rein stehend, vornübergebeugt oder mit erhobenen Armen durchzuführenden Tätigkeiten bestehen - in grosszügiger Weise Rechnung trägt (vgl. BGE 126 V 78 ff. Erw. 5a und b), beläuft sich das Invalideneinkommen auf Fr. 17'202.-. Aus der Gegenüberstellung von Validen- (Fr. 24'324.-) und Invalideneinkommen (Fr. 17'202.-) ergibt sich eine - ungewichtete - Invalidität im erwerblichen Bereich von 29 % (zur Rundung vgl. das noch nicht in der Amtlichen Sammlung publizierte Urteil R. vom 19. Dezember 2003, U 27/02). Unter Annahme einer Erwerbstätigkeit der Beschwerdefüh-rerin bei der Confiserie S.________ im Jahre 2000 als Valide von 70 % (vgl. 3.2 und 4.1.2 in fine hievor; Valideneinkommen: Fr. 28'379.-) beliefe sich die Invalidität auf 39 %.