Citation: C 37/03 12.02.2004 E. 4

4.1 Mit dem Eventualbegehren bringt das AWA vor, es sei nicht nachzuvollziehen, weshalb von der Arbeitslosenversicherung die Hälfte der Kurskosten zu übernehmen sei. Die Beschwerdegegnerin sei lediglich im Umfang eines Teilzeitpensums von 30 % arbeitslos. Daher seien ihr nur die Kosten im entsprechenden Umfang zu überbinden, beschränkt auf die Dauer der Rahmenfrist für den Leistungsbezug. 4.2 Gemäss Art. 9 Abs. 1 AVIG gelten für den Leistungsbezug zweijährige Rahmenfristen, soweit das Gesetz nichts anderes vorsieht. Für den Anspruch auf Teilnahme an einem Kurs zur Umschulung, Weiterbildung oder Eingliederung (Art. 60 AVIG) ist keine Ausnahme vorgesehen. Daher ist der Leistungsanspruch der Beschwerdegegnerin antragsgemäss auf die Dauer der laufenden Rahmenfrist zum Leistungsbezug zu beschränken. Sodann ist die vorinstanzliche Ermessensentscheidung hinsichtlich der von der Arbeitslosenversicherung zu übernehmenden Kosten den tatsächlichen Verhältnissen nicht angepasst. Die Beschwerdegegnerin unterrichtete bei Einreichung ihres Gesuchs um arbeitsmarktliche Massnahmen seit über 10 Jahren zu je 30 % an zwei verschiedenen Musikschulen und erteilte daneben Privatstunden. Es bestanden keine Anhaltspunkte, dass eine Auflösung der Arbeitsverhältnisse an den Musikschulen X.________ und Z.________ drohte. Daher ist ihr zuzumuten, einen erheblichen Teil der Weiterbildungskosten aus eigenen Mitteln zu bestreiten. Angesichts dieser Umstände ist mit dem AWA die Beteiligung an den Kosten des Ausbildungslehrganges an der Musikschule W.________ auf 30 % festzusetzen.