Citation: 1B_241/2019 E. 3.3

3.3. Die akustische technische Überwachung der Wohnung von Beschuldigten oder von Drittpersonen stellt einen Eingriff dar in das Recht auf persönliche Freiheit nach Artikel 10 Abs. 2 BV und den Anspruch auf Achtung des Privat- und Familienlebens sowie der Wohnung nach Artikel 13 Abs. 1 BV (BGE 143 I 292 E. 2.2 S. 296; 138 I 331 E. 5.1 S. 336 f.; je mit Hinweisen). Gemäss Artikel 36 BV bedürfen Einschränkungen von Grundrechten einer gesetzlichen Grundlage. Schwerwiegende Einschränkungen müssen im Gesetz selbst vorgesehen sein (Abs. 1). Grundrechtseingriffe müssen zudem verhältnismässig erscheinen (Abs. 3). Der Kerngehalt der Grundrechte ist unantastbar (Abs. 4). Die Überwachung führt ebenso zu einem Eingriff in das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens und der Wohnung gemäss Artikel 8 Ziff. 1 EMRK (BGE 143 I 292 E. 2.2 S. 296 mit Hinweisen). Eines besonders ausgeprägten Grundrechtsschutzes bedürfen vertrauliche Gespräche höchstpersönlichen Inhalts unter (nicht selber tatverdächtigen) engsten Familienangehörigen; solche Gespräche sind grundsätzlich dem Kernbereich privater Lebensgestaltung zuzurechnen (vgl. BGE 143 I 292 E. 2.4.3 S. 300 f.).