Citation: 5A_486/2022 E. 4.2

4.2. Ausgewiesen sei auch der stationäre Fürsorgebedarf des nicht hinreichend krankheits- und behandlungseinsichtigen Beschwerdeführers. Die externe Gutachterin führe dazu aus, der Beschwerdeführer könnte bei selbständigem Wohnen nicht für sich selber sorgen, einen Haushalt erledigen, einkaufen, kochen und für seine Hygiene sorgen. Ohne stationäre Behandlung und Betreuung müsse vor allem damit gerechnet werden, dass er die neuroleptische Medikation absetzen würde, was rasch zu einer Zustandsverschlechterung mit Verstärkung des Wahnerlebens und wahrscheinlich florider psychotischer Symptomatik führen würde. Insofern bestünde rasch Selbstgefährdung. In der Führung des Haushaltes und des Alltags sei aufgrund von Antriebslosigkeit, Minussymptomatik und Falscheinschätzung seiner Fähigkeiten rasch mit Verwahrlosung zu rechnen. Der Beschwerdeführer sei auch mit ambulanten Unterstützungsangeboten alleine nicht wohnfähig. Es müsste mit der ausgeführten Verschlechterung seines psychischen Befindens gerechnet werden sowie mit Verwahrlosung und Vereinsamung. Diese Einschätzung des stationären Unterstützungsbedarfs decke sich mit den Schilderungen der Fachpersonen des Pflegezentrums.