Citation: I 133/06 15.03.2007 E. 7.2

7.2.1 Obwohl die Beschwerdegegnerin auf eine Abklärung der Eingliederungswirksamkeit eines elektrischen Türöffnungsantriebs an Ort und Stelle verzichtete, steht bei gegebener Aktenlage fest, dass der Beschwerdeführer angesichts seines fortschreitenden Leidens und einer anerkannten Hilflosigkeit mittleren Grades nicht nur beim An- und Auskleiden, beim Aufstehen, Absitzen und Abliegen sowie bei der Verrichtung der Notdurft, sondern auch bei der Fortbewegung in der Wohnung, im Freien und zur Pflege gesellschaftlicher Kontakte regelmässiger Hilfe Dritter bedarf (Beiblatt zur Verfügung vom 7. Dezember 2001 betreffend Hilflosenentschädigung). In der Einsprache vom 30. November 2003 machte der Versicherte geltend, er sei "lange regelmässigen Tätigkeiten im Aufgabenbereich Haushalt" (Einkaufen, Ehrenamtliches, Therapien etc.) nachgegangen. Dank seines elektrischen Rollstuhles sei es ihm mit Hilfe des beantragten elektrischen Türöffnungsantriebes möglich, selbstständig aus dem Haus zu gehen und wieder etwas für sich selber zu unternehmen. Gleichzeitig wies er jedoch darauf hin, dass es im Jahre 2003 trotz Therapien zu einer Verschlechterung der Muskelkraft und zu einer zunehmenden Tonuserhöhung in den Beinen gekommen sei, welche wieder zu vermehrten Schwierigkeiten beim Sitzen, Stehen und Gehen sowie zu einer ausgeprägten Myoklonien-Problematik geführt habe. Es sei ihm nicht mehr möglich gewesen, selbstständig aus dem Haus zu gehen, weil die Unfallgefahr zu gross geworden sei. Mit Schreiben vom 1. Mai 2004 teilte er der IV-Stelle unter anderem mit, dass ein spontanes Verlassen des Hauses "ungewöhnlich" geworden sei. Dazu sei er auf ein Auto angewiesen wegen seiner momentanen Spastik und Myoklonien. 7.2.2 Das kantonale Gericht legte im angefochtenen Entscheid korrekt dar, dass eine Tätigkeit im Aufgabenbereich nur dann anzunehmen sei, wenn die versicherte Person für regelmässige Verrichtungen im Aufgabenbereich verantwortlich ist (vgl. Ziff. 1018 KHMI), was mit Blick auf den Beschwerdeführer unter den konkreten Umständen seiner gesundheitlichen Einschränkungen fraglich bleibe. Die gelegentliche Mithilfe im Haushalt des vor dem Invaliditätseintritt vollzeitlich erwerbstätig gewesenen Versicherten genüge nicht für die Anwendung von Ziff. 13.05* HVI-Anhang. Aus den Angaben in der Einsprache vom 30. November 2003 sei zu schliessen, dass er zu einem früheren Zeitpunkt (vor Eintritt der Hilflosigkeit mittleren Grades) einzelne Arbeiten im Haushalt erledigt habe. Selbst wenn angenommen würde, dass er trotz seiner Beschwerden im Aufgabenbereich Haushalt tätig sei bzw. tätig sein könnte, vermittle Ziff. 13.05* HVI-Anhang keinen Anspruch auf Übernahme des elektrischen Haustürenantriebs. Denn die Erledigung der Einkäufe und weiterer Besorgungen (Post, Versicherungen, Amtsstellen) sei im Rahmen der gesamthaften Haushaltsführung in der Regel höchstens mit fünf bis zehn Prozent zu gewichten (vgl. Ziff. 3095 des Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH]). Unter Berücksichtigung der verschiedenen Tätigkeiten im Aufgabenbereich des Haushalts sowie des gewichteten Anteils der vom Beschwerdeführer angesichts seiner Behinderung ausführbaren Verrichtungen vermöge das beantragte Hilfsmittel nicht den Richtwert der vorausgesetzten beachtlichen Leistungssteigerung im gesamten Haushaltsbereich von total 10 % (vgl. Ziff. 1019 KHMI) zu erfüllen. 7.2.3 Den zutreffenden Erwägungen des kantonalen Gerichts ist beizupflichten. Für ein Abweichen von diesem Richtmass sind keine Gründe ersichtlich. Was der Versicherte hiegegen vorbringt, ist unbegründet. Demnach hat die IV-Stelle unter den gegebenen Umständen zu Recht einen Anspruch auf Übernahme des beantragten elektrischen Türöffnungsantriebes gestützt auf Ziff. 13.05* HVI-Anhang verneint.