Citation: 2C_221/2023 E. 7.6.3

7.6.3. Während dem Beschwerdeführer zugutezuhalten ist, dass er eine enge affektive Beziehung zur Tochter hat (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.3.3.3 S. 21), liegt keine besonders enge wirtschaftliche Beziehung vor. Eine solche setzt voraus, dass die gerichtlich angeordneten Unterhaltszahlungen im Rahmen des Möglichen und Zumutbaren entrichtet werden. Werden Naturalleistungen (in Form von Betreuungsleistungen) erbracht, die einer alternierenden Obhut gleichkommen, kann ebenfalls auf eine enge wirtschaftliche Verbundenheit geschlossen werden (BGE 144 I 91 E. 5.2.2; Urteile 2C_856/2022 vom 3. Juli 2023 E. 4.5.1; 2C_994/2022 vom 22. Juni 2023 E. 6.3). Dies ist vorliegend nicht der Fall: Der Beschwerdeführer leistet weder Natural- noch Geldunterhalt für die Tochter. Vielmehr übernimmt die Mutter den Grossteil der Betreuung und das Alimenteninkasso den Kindesunterhalt. Da der Beschwerdeführer grundsätzlich in der Lage wäre, ein Einkommen zu erzielen, ist ihm dies direkt vorwerfbar. Dem setzt der Beschwerdeführer nichts Substanzielles entgegen, wenn er nur dafürhält, sein privates Interesse wiege aufgrund der engen Beziehung zur Tochter schwer.