Citation: 6B_976/2015 E. 8.2

8.2. Gemäss Art. 341 Abs. 3 StPO befragt die Verfahrensleitung zu Beginn des Beweisverfahrens die beschuldigte Person eingehend zu ihrer Person, zur Anklage und zu den Ergebnissen des Vorverfahrens. Anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung wurde der Beschwerdeführer zunächst zur Person und danach zur Sache befragt. Dabei bestätigte er, die Anklage bekommen zu haben und zu wissen, was ihm vorgeworfen wird. Die Frage, ob es noch Korrekturen oder Ergänzungen gebe zu seinen Aussagen in den verschiedenen Einvernahmen, insbesondere zu denjenigen in der Konfrontationseinvernahme mit E.________ und der Schlusseinvernahme, verneinte der Beschwerdeführer. Er bestätigte auf Nachfrage hin explizit, bei seinen Aussagen zu bleiben sowie dass die Anklage in sachverhaltlicher Hinsicht auf dem beruhe, was er bestätigt habe. Sodann wurden dem Beschwerdeführer die beiden Anklagesachverhalte nochmals kurz vorgehalten, welche er bestätigte. Auf eine Frage seines Verteidigers zum Vorwurf des Anstaltentreffens zur Veräusserung von 200 kg Marihuana wurde dieser Anklagesachverhalt anschliessend eingehender thematisiert. Weitere Anmerkungen oder Fragen hatten weder der Beschwerdeführer noch sein Verteidiger. Bei dieser Sachlage ist nicht ersichtlich, dass die Befragung nicht gesetzeskonform durchgeführt worden sein soll. Eine Verletzung der vorinstanzlichen Begründungspflicht liegt ebenfalls nicht vor. Nachdem der Beschwerdeführer die Verletzung von Art. 341 Abs. 3 StPO in seiner Berufungsschrift unter dem Titel "Folgen der Prozessrechtsverletzungen", wo es hauptsächlich um andere Rügen ging, lediglich noch in einem Satz anfügte, brauchte sich die Vorinstanz damit nicht explizit auseinanderzusetzen (vgl. oben E. 5.3).