Citation: 2C_119/2017 E. 3.4.2

3.4.2. Die Ausführungen der Beschwerdeführerin legen nicht dar, inwiefern das Ferienhaus für geschäftliche (z.B. Repräsentation) statt für private Zwecke des Hauptaktionärs verwendet wurde. Der Verweis auf die Geldanlage ist unbehelflich. Jede Investition in einen Wertgegenstand kann auch als Geldanlage betrachtet werden. Nicht nur das frühere Ferienhaus, sondern auch Fahrzeuge oder Flugzeuge können durchaus mit Gewinn verkauft werden. Trotzdem geht die bundesgerichtliche Rechtsprechung bei einer (fast) ausschliesslichen Verwendung dieser Wertgegenstände durch den wirtschaftlich Berechtigten der Gesellschaft davon aus, dass es sich um eine private und nicht um eine geschäftliche Verwendung handelt. Dass eine Dauermiete über das ganze Jahr hinweg an eine Person bei Ferienwohnungen üblich sein soll, belegt die Beschwerdeführerin nicht weiter. Solches lässt sich insbesondere nicht aus Ziff. 7.2.1 MBI 17 ableiten. Die verwendete Formulierung zur Berechnung des Marktmietwerts bei der Überlassung an eng verbundene Personen (keine "Vermietung" an unabhängige Dritte in der entsprechenden Saison) weist vielmehr auf einen temporären Gebrauch als übliche Verwendung hin, wie bereits die Vorinstanz ausführte und als notorisch gelten kann. Nur weil der Beschwerdeführerin bei der ausschliesslichen Vermietung an ihren Hauptaktionär, den sie offensichtlich gut kennt, weitere Umstände erspart bleiben, kann nicht geschlossen werden, dass wirtschaftliche Gründe für ein solches Vorgehen sprechen. Andernfalls wäre die Vermietung an den eigenen Hauptaktionär immer wirtschaftlich sinnvoll. Auch trifft es nicht zu, dass Fahrzeuge anders als Ferienwohnungen behandelt werden. Die rein private Verwendung von Fahrzeugen durch den wirtschaftlich Berechtigten einer Gesellschaft wurde erst kürzlich ebenfalls als Steuerumgehung gewertet (vgl. Urteil 2C_487/2011 vom 13. Februar 2013).