Citation: 2C_1024/2020 E. 5.3.4

5.3.4. Im Weiteren ist es nicht offensichtlich falsch, wenn sich die Vorinstanz darauf stützt, dass die Anklageschrift von einer nicht unerheblichen Rückfallgefahr ausgeht, und dem Umstand, dass ein überwiegender Teil der Strafe gegen den Beschwerdeführer bedingt ausgesprochen wurde, hingegen ein untergeordnetes Gewicht beimisst (vgl. Urteile 2C_699/2020 vom 25. November 2020 E. 5.1.2; 2C_564/2019 vom 6. Februar 2020 E. 5.3 f.; 2C_114/2019 vom 11. November 2019 E. 5.1.1; 2C_64/2016 vom 2. August 2016 E. 2.4.1). Dasselbe gilt für die Gewährung des Vollzugs des unbedingten Teils seiner Freiheitsstrafe in Halbgefangenschaft (Art. 77b StGB), welche u.a. an das Fehlen eines rechtserheblichen Rückfallrisikos anknüpft (Art. 77b Abs. 1 lit. a StGB; Urteil 2C_71/2020 vom 28. April 2020 E. 5.2.2). Auch in dieser Hinsicht ist die Vorinstanz nicht an die Einschätzung der Strafbehörden gebunden. Seine Kooperationsbereitschaft mit den Strafverfolgungsbehörden wiederum wurde - wie sämtliche mildernden Umstände - bereits bei der Festsetzung des Strafmasses mitberücksichtigt, womit im ausländerrechtlichen Verfahren kein Raum bleibt, die Beurteilung des Strafgerichts hinsichtlich des Verschuldens zu relativieren (Urteile 2C_679/2015 vom 19. Februar 2016 E. 6.2.2; 2C_129/2015 vom 1. September 2015 E. 4.2.2; 2C_103/2014 vom 13. Januar 2015 E. 4.1 mit Hinweisen; vgl. auch vorne E. 5.1).