Citation: 9C_242/2024 E. 5.3

5.3. Vorliegend hat die Vorinstanz - nicht offensichtlich unrichtig und damit für das Bundesgericht verbindlich (vgl. E. 1 hiervor) - festgestellt, dass die Versicherte und der Beschwerdegegner zum Zeitpunkt des Todes der Versicherten seit über fünf Jahren in einem gemeinsamen Haushalt lebten und eine gültige Begünstigtenerklärung vorlag, was von den Parteien auch nicht bestritten wird. Wie das Sozialversicherungsgericht korrekt festhält, enthält das Vorsorgereglement in Bezug auf die Ausnahmebestimmung in Art. 7.4.1 keine weiteren Voraussetzungen zur ausnahmsweisen Zusprache des Todesfallkapitals bei einer versicherten Person, welche vor dem Tod invalide geworden ist. Der Schluss der Vorinstanz, der Stiftungsrat habe offensichtlich keine zusätzlichen Voraussetzungen gewollt, weshalb das Todesfallkapital immer dann (und damit auch vorliegend) auszuzahlen sei, wenn die im Vorsorgereglement festgehaltenen Anspruchsvoraussetzungen erfüllt seien, ist jedoch offensichtlich unrichtig und damit willkürlich. Wie die Beschwerdeführerin zu Recht darlegt, würde eine solche Schlussfolgerung den Begriff "ausnahmsweise" ad absurdum führen, da dies dazu führen würde, dass jede Person, welche Anspruch auf das Todesfallkapital einer aktiv versicherten Person hätte, diesen auch im Falle der Invalidität der versicherten Person nicht verlieren könnte. Die Ausrichtung des Todesfallkapitals beim Tod einer zuvor invaliden versicherten Person wäre demnach nicht mehr eine Ausnahme, sondern würde sich nicht mehr von der Ausrichtung des Todesfallkapitals einer aktiv versicherten Person unterscheiden.