Citation: 5A_835/2012 E. 4.3

4.3. Das Obergericht des Kantons Zürich ist zum gegenteiligen Ergebnis gelangt. In prozessualer Hinsicht hat es zunächst darauf hingewiesen, dass die Parteien im Berufungsverfahren zahlreiche Noven eingebracht hätten, ohne sich überhaupt mit der Frage deren Zulässigkeit gemäss Art. 317 Abs. 1 ZPO auseinander zu setzen. Alle ihre neuen Vorbringen seien deshalb grundsätzlich unbeachtlich. Das Obergericht hat die (neuen und grundsätzlich unzulässigen) Einwendungen des Beschwerdegegners gegen das Rechtsöffnungsverfahren aber trotzdem geprüft und für "rechtlich unerheblich" befunden; dasselbe Schicksal ist der neuen Behauptung des Beschwerdegegners widerfahren, die inzwischen verkaufte Parzelle Nr. dddd sei mittlerweile mit einem anderen Grundstück vereinigt worden und existiere nicht mehr, weshalb auch keine Forderung gemäss Art. 288 SchKG mehr vorliege. Mit Bezug auf die - entscheidende - Frage, ob für den Beschwerdegegner erkennbar war, dass der Schuldner (sein Vater) seine Gläubiger zu benachteiligen beabsichtigte, hat das Obergericht dem Beschwerdeführer vorgeworfen, sich auf Behauptungen allgemeiner Natur beschränkt, und dem Bezirksgericht, sich damit begnügt zu haben. Weiter sei das Bezirksgericht in Verletzung der Verhandlungsmaxime über die Sachdarstellung des Beschwerdeführers hinausgegangen, indem es darauf abgestellt habe, dass der Beschwerdegegner beim Vater keine Erkundigungen über dessen finanzielle Situation eingeholt habe. Nachdem der Beschwerdeführer Derartiges nie behauptet habe, sei die Wertung des Bezirksgerichts mit der Sachdarstellung des Beschwerdeführers nicht vereinbar. Das Obergericht hat daher ein Beweisverfahren durchgeführt, beschränkt jedoch auf die Tatsachenbehauptungen des Beschwerdeführers, die dieser ausdrücklich vor Bezirksgericht gemacht hatte. In Würdigung der entsprechenden Behauptungen hat das Obergericht zunächst ausgeschlossen, dass der Beschwerdegegner um die wirtschaftlichen bzw. finanziellen Verhältnisse seines Vaters bis zum Vertragsabschluss am 19. September 2003 gewusst habe. Sodann reicht die Ausbildung des Beschwerdegegners als Wirtschaftsinformatiker nach Meinung der Oberrichter nicht so weit wie jene eines Ökonomen, und dass er bis zum September 2003 auf der Lenzerheide Immobilienhandel betrieben hätte, habe ihm nicht nachgewiesen werden können. Entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers könne daher nicht gesagt werden, der Beschwerdegegner sei mit den Verhältnissen auf der Lenzerheide vertraut gewesen, und folglich auch nicht, dass er die dortigen Marktpreise gekannt habe. Die Oberrichter haben schliesslich ausgeschlossen, dass der Beschwerdegegner gewusst habe, dass der Schuldner (sein Vater) mit dem Kaufvertrag vom 19. September 2003 nur das Ziel verfolgt habe, Vermögenswerte dem Zugriff der Gläubiger zu entziehen: Weder habe eine direkte Kenntnis bewiesen werden können, noch, dass es gar nicht anders habe sein können. Als Ergebnis hat das Obergericht festgehalten, alle dem Beschwerdeführer obliegenden Beweise seien gescheitert, und ist zum Schluss gekommen, es gebreche an der Voraussetzung der Erkennbarkeit der Schädigungsabsicht des Schuldners gemäss Art. 288 SchKG. Folglich hat das Obergericht die Klage in Gutheissung der Berufung abgewiesen.