Citation: 1C_490/2021 E. 2.2

2.2. Wie bereits im vom Bundesgericht mit Urteil 1C_146/2021 vom 15. April 2021 beurteilten Ermächtigungsverfahren beziehen sich die Vorwürfe gegen den Beschwerdegegner 1 auf angeblich rechtswidrige Zustellungen bzw. Zustellungsversuche von insgesamt 39 Betreibungsbegehren mit einer Gesamtsumme von über einer halben Million Franken an seinem Arbeitsplatz ("...") und am Wohnsitz seiner Kinder ("...") in der Stadt Zürich. Gegen die Zustellversuche erhob der Beschwerdeführer bei der unteren kantonalen Aufsichtsbehörde über die Betreibungsämter am Bezirksgericht Zürich Beschwerde nach Art. 17 SchKG. Im Rahmen dieses Beschwerdeverfahrens reichte der Beschwerdegegner 1 der unteren kantonalen Aufsichtsbehörde resp. dem Beschwerdegegner 2 eine Stellungnahme und einen Teil der Betreibungsakten ein, darunter einen Hypothekarvertrag zwischen dem Beschwerdeführer und seiner Ehefrau als Darlehensnehmer und der Bank X.________ in Heerbrugg als Darlehensgeberin. Der Beschwerdegegner 2 stellte den Hypothekarvertrag mit weiteren Akten den Parteien zur Kenntnisnahme bzw. allfälliger Stellungsnahme zu. Nach der Auffassung des Beschwerdeführers hat sich der Beschwerdegegner 1 durch die Einreichung des Hypothekarvertrags an den Beschwerdegegner 2 und dieser durch dessen Zustellung an die Parteien des Beschwerdeverfahrens der Amtsgeheimnisverletzung schuldig gemacht. Das Obergericht (E. 5 S. 5 ff.) hat erwogen, der Hypothekarvertrag betreffend die Liegenschaft "...", bei welcher Zustellversuche vorgenommen worden seien, könne sich für das Beschwerdeverfahren als relevant erweisen. Es sei somit nicht zu beanstanden bzw. von der Amtspflicht gedeckt, dass der Beschwerdegegner 1 das Dokument als Bestandteil der Akten des Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdegegner 2 überwiesen habe und dieser es dann im Rahmen der Gewährung des rechtlichen Gehörs den Parteien zur Stellungnahme zugänglich gemacht habe.