Citation: 6B_520/2020 E. 9.3

9.3. Die Vorinstanz nimmt zunächst an, die Marke "H.________" sei im Markenregister nicht eingetragen worden. Die Marke habe daher im markenrechtlichen Sinn nicht existiert. Abgesehen davon sei sie als blosse Defensivmarke nichtig gewesen. Vor diesem Hintergrund sei der Markenkaufvertrag im Sinne von Art. 20 OR unmöglich, weil der Beschwerdeführer und der Mitangeklagte A.________ die - nicht existierende - Marke gar nicht hätten verkaufen können. Mangels gültigen Markenkaufvertrages habe keine Verrechnungsposition zwischen der E.________ Holding AG und der H.________ AG bestanden. Infolge Nichtigkeit sei die Marke nicht aktivierbar gewesen, weshalb es an deren Bilanzierbarkeit gefehlt habe. Da die Marke gleichwohl bilanziert worden sei, habe der Beschwerdeführer den Tatbestand der Urkundenfälschung erfüllt (angefochtenes Urteil S. 193 ff.). In Bezug auf die Zahlungen der H.________ AG an die E.________ Holding AG, an die O.________ Holding AG und die Rechtsberatung A.________ AG in den Jahren 2006-2010 nimmt die Vorinstanz an, angesichts der Nichtigkeit der Marke "H.________" und der dadurch bedingten fehlenden Rechtsgültigkeit der Übertragung derselben an die H.________ AG habe es an einer rechtlichen oder vertraglichen Grundlage für die Zahlungen gefehlt. Da die Vermögensdispositionen des Beschwerdeführers nicht im Rahmen der Organtätigkeit bzw. bei Ausübung der Geschäftstätigkeit erfolgt seien, sei der Sachverhalt nicht im Lichte des Tatbestandes der ungetreuen Geschäftsbesorgung zu würdigen, sondern komme der Tatbestand der Veruntreuung zur Anwendung (angefochtenes Urteil S. 201).