Citation: 6B_728/2017 E. 4

Was an dieser Auffassung gegen das Recht im Sinne von Art. 95 BGG verstossen könnte, lässt sich der Beschwerde nicht entnehmen und ist auch nicht ersichtlich. Namentlich durfte das Obergericht ohne Willkür entgegen der insoweit unbegründeten Auffassung der Beschwerdeführerin aufgrund der bescheinigten Arbeitsfähigkeit von 50% und dem Umstand, dass es jener möglich gewesen war, eine Beschwerdeschrift innert Frist selber auszuarbeiten, darauf verzichten, eine Nachfrist zur Substantiierung ihrer Erkrankung anzusetzen. Diese Beurteilung des Obergerichts ist auch unter Berücksichtigung des von der Beschwerdeführerin vor Bundesgericht ins Recht gelegten Arztzeugnisses vom 20. Juni 2017 nicht zu beanstanden. Denn die ärztlich bescheinigte Erkrankung einer mittelschweren depressiven Episode mit 50%-iger Arbeitsunfähigkeit hat offensichtlich nicht jegliches auf Fristwahrung gerichtetes Handeln verunmöglicht, zumal die Beschwerdeführerin im Stande war, persönlich innert Frist eine mehrere Seiten umfassende Beschwerdeschrift auszuarbeiten. Der Schluss des Obergerichts, es sei nicht ersichtlich, inwiefern die geltend gemachte Krankheit die Beschwerdeführerin daran gehindert haben soll, die fristgerecht verfasste Rechtsschrift auch innert der 10-tägigen Beschwerdefrist einzureichen bzw. zumindest durch eine Drittperson einreichen zu lassen, verletzt folglich weder Verfassungs- noch Bundesrecht. Das zeigt sich ebenfalls daran, dass die Beschwerdeführerin trotz offensichtlich anhaltender Krankheit (vgl. Arztzeugnis vom 20. Juni 2017) auch in der Lage war, rechtzeitig Beschwerde beim Bundesgericht einzureichen.