Citation: 2C_1007/2022 E. 6.2

6.2. Das beschwerdeführende Departement bestreitet demgegenüber im Wesentlichen, dass den Kunden und Kundinnen der Beschwerdegegnerin durch den Umstand, dass das EBG seine Kontrollen mit dem Logib-Tool durchführt, ein Mehraufwand entstehen könne. Es macht geltend, die Vorinstanz verkenne diesbezüglich die Mitwirkungspflichten, die in jedem Fall dieselben seien, unabhängig vom eingesetzten Lohngleichheitsanalyse-Tool der zu kontrollierenden Anbieterinnen. Fast alle der verlangten Daten, die die zu kontrollierenden Anbieterinnen anzugeben haben, müssten sämtliche Schweizer Unternehmen ohnehin im Rahmen ihrer obligatorischen Auskunftspflicht für die Schweizerische Lohnstrukturerhebung aufbereitet halten, welche das Bundesamt für Statistik alle zwei Jahre bei den Unternehmen durchführe. Eine Lohngleichheitsanalyse werde nicht verlangt, sondern es sei Aufgabe des EBG und gerade nicht einer Anbieterin, diese Angaben in das Lohngleichheitsanalyse-Tool zu speisen. Welches Tool das EBG dabei verwende, könne der Anbieterin gleichgültig sein. Die Richtlinie EBG habe damit auch keinen Einfluss auf den Wettbewerb zwischen Anbieterinnen von Methoden für Lohngleichheitsanalysen nach dem Gleichstellungsgesetz. Von dem gehe, anders als die Vorinstanz es darstelle, auch die WEKO aus.