Citation: 7B_780/2024 E. 5.1

5.1. Der Beschwerdeführer beanstandet eine willkürliche Beweiswürdigung und eine falsche Rechtsanwendung durch die Vorinstanz in Bezug auf Art. 56 StPO. Diese unterlasse es, eine Gesamtbetrachtung sämtlicher den Anschein der Befangenheit begründender Handlungen vorzunehmen. Im Einzelnen bringt der Beschwerdeführer vor, der Beschwerdegegner habe aufgrund der Anzeige, die dem Strafverfahren zugrunde liege, bereits als Mitglied des Familiengerichts mit den gleichen Parteien im Zusammenhang mit dem Besuchsrechtsentzug mitgewirkt und als Familienrichter eine Gefährdung des Straf- und Zivilklägers [C.________] aufgrund der zu behandelnden Anzeige bejaht. Zudem habe der Beschwerdegegner den Prozessbeistand des Straf- und Zivilklägers eingesetzt und als Richter den Vorsitz im Unterhaltsverfahren zwischen ihm (d.h. dem Beschwerdeführer) und der Zivilklägerin innegehabt. Weiter habe der Beschwerdegegner vor der Hauptverhandlung und vor der ersten parteiöffentlichen Befragung der Zivilklägerin festgehalten, dass die Beweise erhoben seien und "nur" noch die Hauptverhandlung durchgeführt werden müsse. In Bezug auf den Vorwurf der Widerhandlungen gegen das Waffengesetz habe der Beschwerdegegner den Sachverhalt vor Einvernahme des Beschwerdeführers aufgrund von Fotos als erstellt erachtet. Zudem habe der Beschwerdegegner eine Würdigung der Aussagen vorgenommen, ohne prozessuale Gründe die Hauptverhandlung bei Verhinderung der Verteidigung nicht verschoben, das Akteneinsichtsrecht eingeschränkt, Beweisanträge ohne Begründung abgewiesen und den Entscheid betreffend die Sistierung des Strafverfahrens dem Beschwerdeführer bzw. seinem Verteidiger nicht zugestellt.