Citation: 5C.241/2006 16.02.2007 E. 6

Schliesslich beanstandet der Berufungskläger, die Vorinstanz habe seine von allem Anfang an gezeigte entschiedene Ablehnung der Vormundschaft ausser Acht gelassen. Ferner habe sie übersehen, dass er unter anderem mit seinen Eltern und seinen Geschwistern ein ganz intaktes Umfeld habe. Zu den Beziehungen des Berufungsklägers zu Eltern und Geschwister finden sich im angefochtenen Urteil keine Feststellungen. Insoweit erscheinen seine (tatsächlichen) Vorbringen als neu, und sind diese deshalb nicht zu hören (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). Sodann hat das Obergericht nicht übersehen, dass auch eine Bevormundung die Gefahr eines Rückfalls in die Sucht nicht gänzlich zu bannen vermag. Die von der Vorinstanz angeordnete Massnahme erscheint indessen deswegen nicht schon als unverhältnismässig. Eine Vormundschaft ist im Übrigen auch bei einer Person, die selbst willens ist, gegen die Gefahren eines Rückfalls in die Alkoholabhängigkeit anzukämpfen, nicht zwangsläufig kontraproduktiv; gelingt es, zwischen Vormund und Mündel eine Vertrauensbasis zu schaffen, kann sie durchaus hilfreich sein.