Citation: 6B_702/2009 08.01.2010 E. 2.4

2.4.1 In der Befragung als Zeuge vom 2. Dezember 2008 durch die Staatsanwaltschaft sagte der Geschädigte A.________ aus, er glaube schon, dass er in der Einvernahme durch die Polizei vom 15. Januar 2005 richtig ausgesagt habe, es wisse es aber nicht mehr genau. Er glaube, er habe den Beschwerdeführer im Dezember 2003 kennengelernt. Er sei damals 15 ½ Jahre alt gewesen. Er habe es vielleicht drei Mal zugelassen, dass der Beschwerdeführer seinen Penis frottiert habe (Akten des Obergerichts act. 94/6). 2.4.2 Das angefochtene Urteil verletzt kein Bundesrecht. Der Geschädigte A.________ ist nach Rückweisung der Sache zur Ergänzung der Untersuchung von der Staatsanwaltschaft unter Hinweis auf die Wahrheitspflicht als Zeuge vernommen worden. Dabei hat er seine früheren als Auskunftsperson abgegebenen Erklärungen im Wesentlichen als richtig bestätigt. Dies gilt namentlich für den Zeitpunkt, in welchem er den Beschwerdeführer kennengelernt hat und in welchem die sexuellen Übergriffe stattgefunden haben. Dabei kann offen bleiben, ob die Vorinstanz zu Recht auch auf diejenigen Aussagen in der polizeilichen Einvernahme abgestellt hat, für welche das Bezirksgericht ein Aussageverweigerungsrecht anerkannt hatte, zumal der Geschädigte A.________ in der formellen Befragung als Zeuge klar genug ausgesagt und bestätigt hat, dass er bei den sexuellen Handlungen noch nicht 16 Jahre alt gewesen war. Nicht zu beanstanden ist, dass die Vorinstanz die Aussagen des Geschädigten B.________ berücksichtigt, obwohl die Staatsanwaltschaft diesen entgegen der Weisung des Obergerichts nicht noch einmal befragt hat (vgl. Zirkulationsbeschluss vom 9.7.2008, Akten des Obergerichts, act. 84c S. 16). Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, hat das Obergericht in seinem Zirkulationsbeschluss die erneute Einvernahme B.________s angeordnet, weil die Zeitangaben in ihren Aussagen im Untersuchungsverfahren differierten. Aufgrund der neuen Aussage des Geschädigten A.________ als Zeuge hätten sich die Ungereimtheiten in Bezug auf die Zeitangaben nunmehr geklärt. Ausserdem sei der Geschädigte B.________ im Untersuchungsverfahren formell als Zeuge einvernommen worden, so dass insofern ohne weiteres auf seine Aussagen abgestellt werden könne (angefochtenes Urteil S. 36 f.). Insgesamt ist die Annahme, der Anklagesachverhalt sei in diesem Punkt nachgewiesen, nicht zu beanstanden. Jedenfalls ist das angefochtene Urteil nicht schlechterdings unhaltbar.