Citation: 2C_851/2017 E. A

A.a. B.________ (geb. 1966) ist kolumbianischer Staatsangehöriger. Er heiratete am 10. Juni 1999 die Schweizer Bürgerin A.________ (geb. 1966), worauf ihm eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei dieser erteilt wurde. Ab dem 23. Juni 2004 verfügte B.________ im Kanton Aargau über eine Niederlassungsbewilligung. Aus der Beziehung mit A.________ sind zwei gemeinsame Kinder hervorgegangen (geb. am 27. Dezember 1999 und 12. Juli 2001). A.b. Am 18. Februar 2009 verhafteten die polnischen Sicherheitsbehörden B.________ im Zusammenhang mit einem internationalen Drogenhandel. Das Bezirksgericht Warschau verurteilte ihn am 18. Juli 2011 in einem abgekürzten Verfahren wegen des versuchten Inverkehrbringens von knapp einer Tonne Kokain zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren sowie einer Geldstrafe von 360 Tagessätzen zu je Zloty 300.00. Die Geldstrafe wurde in eine zusätzliche Freiheitsstrafe von sechs Monaten umgewandelt. Am 17. August 2014 ist B.________ aus dem Strafvollzug in die Auslieferungshaft versetzt worden. Nachdem die amerikanischen Behörden ihr Auslieferungsgesuch ihm gegenüber bereits am 7. Juli 2014 zurückgezogen hatten, wurde er Ende August 2014 aus der Haft entlassen. A.c. Das Auslieferungsbegehren gegen die Mitangeklagten zogen die amerikanischen Behörden am 29. Dezember 2014 zurück. Die anderen an der Tat angeblich beteiligten Personen befinden sich seit dem 26. Januar 2015 wieder auf freiem Fuss. Am 14. April 2015 reichte B.________ in Polen ein Revisions- bzw. Wiederaufnahmegesuch ein, da sich ergeben habe, dass er Opfer eines "Agent provocateurs" der amerikanischen "Drug Enforcement Administration" (DEA) geworden sei. Am 12. November 2015 lehnten die amerikanischen Behörden es ab, einem polnischen Rechtshilfebegehren zu entsprechen. Die polnischen Behörden ersuchten am 2. Februar bzw. 16. August 2016 die amerikanischen Instanzen darum, das Hauptverfahren zu übernehmen, wozu diese jedoch (offenbar) nicht Hand boten.