Citation: 6A.71/2002 05.12.2002 E. 4

4.1 Der Beschwerdeführer beanstandet die Abweisung seiner Anträge auf Einholung eines Sachverständigengutachtens zum toten Winkel und eines fotogrammetrischen Unfallplanes sowie auf Auswertung der Tachoscheibe des Lastwagens durch die Vorinstanz. 4.2 Der Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV verleiht dem Betroffenen u.a. das Recht, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden (BGE 126 I 15 E. 2a/aa mit Hinweisen). Der Richter hat somit grundsätzlich rechtzeitig und formrichtig angebotene erhebliche Beweismittel abzunehmen (BGE 122 I 53 E. 4a mit Hinweisen). Wenn er indes in willkürfreier Würdigung der bereits abgenommenen Beweise zur Überzeugung gelangt, der rechtlich erhebliche Sachverhalt sei genügend abgeklärt, und er überdies in willkürfreier antizipierter Würdigung der zusätzlich beantragten Beweise zum Schluss kommt, weitere Beweisvorkehren würden an der Würdigung der bereits erhobenen Beweise voraussichtlich nichts mehr ändern, darf er einen Beweisantrag ablehnen (BGE 124 I 208 E. 4a; 122 II 464 E. 4a je mit Hinweisen). 4.3 Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör ist nicht ersichtlich. Die Vorinstanz hält fest, dass weder Unfallfotos noch ein fotogrammetrischer Plan hätten erhältlich gemacht werden können, da die Unfallstelle nicht vermessen und der Kollisionspunkt nicht feststellbar gewesen sei. Aus diesem Grund sei auch die Einholung eines unfalldynamischen Gutachtens nicht möglich. Dem ist nichts beizufügen. Nicht zu beanstanden ist im Weiteren die Abweisung des Antrags auf Auswertung der Originaltachoscheibe, da die vom Beschwerdeführer gefahrene Geschwindigkeit anhand der in den Akten liegenden Kopie der Tachoscheibe hinreichend genau abgelesen werden kann. Schliesslich verletzt auch der Verzicht auf die Einholung einer Expertise über den sichttoten Bereich des Lastwagens des Beschwerdeführers den Anspruch auf rechtliches Gehör nicht. Dass sich das Fahrzeug der Unfallgegnerin im sichttoten Winkel befand, stellt die Vorinstanz nicht Frage. Wie weit sich der sichttote Bereich konkret erstreckt, ist daher für die Beurteilung der wesentlichen Fragen ohne Bedeutung. Im Übrigen ist die Kenntnis des genauen Bereichs der Sichtbehinderung nur von beschränkter Aussagekraft, wenn weder die Geschwindigkeit der beiden Fahrzeuge und der genaue Unfallablauf im Einzelnen bekannt sind. Die Beschwerde ist in diesem Punkt unbegründet, soweit auf sie überhaupt eingetreten werden kann.