Citation: C 58/06 31.05.2006 E. 2

Letztinstanzlich kann als unter sämtlichen Verfahrensbeteiligten unbestritten gelten, dass die als Tierpflegerin angestellte Beschwerdeführerin eine Drittperson als Käuferin vorschob, um einen im Heim ihres Arbeitgebers untergebrachten Hundewelpen zu sich zu nehmen. Dies, weil ihr der Leiter des Tierheims zuvor mündlich und schriftlich zu verstehen gegeben hatte, dass ein Verkauf des Hundes an ihre Person nicht in Frage komme. Wie Arbeitslosenkasse und kantonales Gericht zutreffend feststellen, hat die Versicherte mit diesem Verhalten dem Arbeitgeber hinreichend Anlass zur daraufhin ausgesprochenen Kündigung gegeben. Sie ist deshalb wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit im Sinne von Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV in Verbindung mit Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG in der Anspruchsberechtigung auf Taggelder einzustellen, was denn auch in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu Recht nicht mehr beanstandet wird. Hingegen wendet sich die Beschwerdeführerin gegen den Vorwurf eines schweren Verschuldens. In der Tat haben Verwaltung und Vorinstanz dem Umstand zu wenig Rechnung getragen, dass es der Versicherten in erster Linie darum ging, dem Hund einen guten Betreuungsplatz zu bieten. Unter Berücksichtigung sämtlicher objektiver und subjektiver Aspekte ist anstelle eines schweren ein (bloss) mittleres Verschulden anzunehmen und innerhalb des diesbezüglichen, von 16-30 Einstellungstagen reichenden Rahmens (Art. 45 Abs. 2 lit. b AVIV in Verbindung mit Art. 30 Abs. 3 AVIG) eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung von 25 Tagen angemessen (Art. 132 OG; BGE 123 V 152 Erw. 2 mit Hinweisen).