Citation: 1C_253/2022 E. 6.4.2

6.4.2. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Urteil eine umfassende Verhältnismässigkeitsprüfung vorgenommen und dabei sowohl den öffentlichen Interessen als auch den privaten Interessen der Beschwerdeführenden Rechnung getragen. Auch mit der Koordination zwischen den Wiederherstellungsmassnahmen und dem geplanten Hochwasserprojekt setzte sich die Vorinstanz auseinander. Sie wies darauf hin, dass der Zeitpunkt der konkreten Realisierung des Hochwasserschutzprojekts nicht feststehe und daher auch nicht gesagt werden könne, die Beschwerdeführenden müssten innerhalb von sechs Monaten etwas umgestalten, was der Kanton Luzern nach kurzer Zeit wieder ändern müsste. Sodann könne es nicht angehen, dass die Beseitigungskosten der widerrechtlich erstellten baulichen Massnahmen auf die Aufwendungen des Hochwasserschutzprojekts übertragen würden. Diesen Ausführungen der Vorinstanz ist zuzustimmen. Es ist nicht unverhältnismässig, wenn von den Beschwerdeführenden verlangt wird, den rechtmässigen Zustand wiederherzustellen, selbst wenn später im Rahmen des Hochwasserschutzprojekts erneut Änderungen am Gelände vorgenommen werden müssen. Vielmehr ist es für eine uneingeschränkte Umsetzung des Hochwasserschutzprojekts gerade erforderlich, dass die Beschwerdeführenden den rechtmässigen Zustand wiederherstellen und vermögen sie nicht darzulegen, inwieweit die Arbeiten koordiniert werden müssten. Dabei fällt zusätzlich negativ ins Gewicht, dass den Beschwerdeführenden seitens der kantonalen Dienststellen bereits im Rahmen der Umbauarbeiten im Jahr 2017 erklärt wurde, dass die Mauer entlang des Dorfbachs nicht bewilligungsfähig sei. Sie müssen sich deshalb anrechnen lassen, nicht gutgläubig gehandelt zu haben. Die Anordnung der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands entlang des Dorfbachs ist somit insgesamt als verhältnismässig zu qualifizieren.