Citation: 8C_861/2018 E. 5.2.2

5.2.2. Das kantonale Gericht macht - abstellend auf die vom Kreisarzt der Suva angeführte Literatur - Ausführungen darüber, dass eine isolierte Verletzung der Rotatorenmanschette eine Ausnahme darstelle. Von einem zur Schädigung geeigneten Verletzungsmechanismus werde dann ausgegangen, wenn das Schultergelenk unmittelbar vor der Einwirkung muskulär fixiert gewesen sei und plötzlich eine passive Bewegung, die überfallartig eine Dehnungsbelastung bewirken könne, hinzugekommen sei. Die Vorinstanz hält weitergehende medizinische Abklärungen nicht für nötig, weil sie den dem Unfallereignis vom 8. Juli 2015 zugrunde liegenden Verletzungsmechanismus für nicht geeignet erachtet, einen Supraspinatussehnenriss auszulösen. Sie stellt damit eigene medizinische Überlegungen an. Es ist indessen nicht Aufgabe des Gerichts, fachfremde Schlussfolgerungen zu ziehen. Vielmehr hat es darzustellen, weshalb eine bestimmte ärztliche Stellungnahme überzeugender ist als eine andere und Feststellungen darüber zu treffen, ob es aufgrund dessen eine bestimmte Sachverhaltsdarstellung als überwiegend wahrscheinlich erachtet oder nicht. Dabei gilt das in Erwägung 2.2 Dargelegte.