Citation: 9C_588/2019 E. 4.1

4.1. Das kantonale Gericht prüfte die Gutgläubigkeit des Beschwerdeführers je gesondert für den Zeitraum, in welchem dieser (unter anderem für die Einkommens- und Vermögensverwaltung) verbeiständet war, und für die Zeit danach. In Bezug auf die erste Periode hielt es fest, der Beistand habe durch die unterbliebene Meldung der Arbeitsaufnahme der Ehefrau des Beschwerdeführers nicht das den Umständen entsprechende Mindestmass an Aufmerksamkeit aufgewendet, das von einem Berufsbeistand zu erwarten sei. Diese Meldepflichtverletzung könne nicht als bloss leicht fahrlässig qualifiziert werden, womit der gute Glaube des Beistands entfalle; dies sei dem Beschwerdeführer anzurechnen. Die Vorinstanz verneinte dessen Gutgläubigkeit auch bezüglich des zweiten Zeitraums. Das Vorliegen einer grossen Härte liess sie offen, weil die Erlassvoraussetzungen kumulativ erfüllt sein müssen.