Citation: 5C.217/2006 19.02.2007 E. 3

Mit der ersten Instanz geht das Obergericht davon aus, dass der Kläger und die Zweitbeklagte sich medizinischen Abklärungen unterzogen hätten, da diese trotz Kinderwunsch nicht schwanger geworden sei. Die Untersuchungen hätten ergeben, dass die Fertilität des Klägers schwer gestört sei; allerdings stehe in den Arztberichten nichts von einer Zeugungsunfähigkeit. Sodann wird auf die Aussagen der Zeugen R.________ und S.________ hingewiesen, wonach der Bruder der Zweitbeklagten anlässlich der Kommunion des Erstbeklagten im April 2003 in Anwesenheit des Klägers geäussert habe, dass zwischen dem Erstbeklagten und T.________ eine grosse Ähnlichkeit bestehe. Der Kläger habe diese Äusserung gemäss eigener Zugabe gehört; er habe die Ähnlichkeit auch selbst erkannt und eine leichte Vermutung gehabt. Unbestritten sei, dass die Zweitbeklagte dem Kläger erstmals mit E-Mail vom 30. November 2003 mitgeteilt habe, dass nicht er, sondern T.________ der leibliche Vater des Erstbeklagten sei. In seiner an den Erstbeklagten gerichteten E-Mail vom 24. Dezember 2003 habe der Kläger erklärt, als er ihn, den Erstbeklagten, neben seinem Götti (T.________) habe stehen sehen, sei ihm zum ersten Mal die Ähnlichkeit aufgefallen. Schliesslich wird im angefochtenen Entscheid festgehalten, die Zweitbeklagte habe eingeräumt, vor der E-Mail vom 30. November 2003 dem Kläger nie klar kommuniziert zu haben, dass nicht er, sondern T.________ der leibliche Vater des Erstbeklagten sei; vorher hätten sie miteinander nicht darüber gesprochen. Auch der als Zeuge befragte T.________ habe gemäss eigener Angabe den Kläger nie darüber aufgeklärt, dass er der biologische Vater des Erstbeklagten sei. Von dritter Seite sei der Kläger ebenfalls unbestrittenermassen nie über die Unehelichkeit des Erstbeklagten in Kenntnis gesetzt worden. Diese Feststellungen tatsächlicher Natur sind für das Bundesgericht verbindlich, zumal der Kläger nicht geltend macht, sie seien unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zustande gekommen, und nichts auf ein offensichtliches Versehen hindeutet (vgl. Art. 63 Abs. 2 OG).