Citation: 1C_451/2017 E. 3.3

3.3. Was die tatsächliche Grundlage des angefochtenen Entscheids betrifft, prüft das Bundesgericht diese nur auf offensichtliche Unrichtigkeit, d.h. im Wesentlichen auf Willkür, hin (vgl. vorne E. 1.5). Das Kantonsgericht stützt sich insofern auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung. Danach gilt es als gerichtsnotorisch, dass der Anblick von Mobilfunkanlagen - zu Recht oder zu Unrecht - bei Anwohnern als Bedrohung bzw. als Beeinträchtigung der Wohnqualität empfunden wird, weshalb die Errichtung solcher Anlagen in einer Wohnzone die Attraktivität des Gebiets zum Wohnen beeinträchtigen, sich unter Umständen mindernd auf Kaufpreise oder Mietzinse für Liegenschaften auswirken und viele baurechtliche Einsprachen auslösen kann (vgl. insbesondere BGE 133 II 321 E. 4.3.4 S. 328). Die Beschwerdeführerinnen erachten diese Einschätzung zwar als überholt. Die Errichtung von Mobilfunkanlagen führt jedoch noch immer zu vielen Einspracheverfahren und Streitfällen, obwohl die Nutzung des Mobilfunkes in der Bevölkerung inzwischen ein flächendeckendes Ausmass angenommen hat. Offensichtlich wird die Notwendigkeit von Anlagen in der Nähe des eigenen Wohnraumes oft nicht mit dem entsprechenden Bedarf an Nutzungsmöglichkeiten in Beziehung gesetzt. Das mag erstaunen und es ist nicht auszuschliessen, dass sich die entsprechenden Empfindlichkeiten mit der Zeit verringern oder sogar ganz verschwinden werden. Die Beschwerdeführerinnen vermögen jedoch nicht zu belegen oder auch nur glaubhaft zu machen, dass die Annahme des Kantonsgerichts, die Erstellung von Mobilfunkanlagen sei weiterhin mit ideellen Immissionen verbunden, zurzeit offensichtlich falsch oder sonstwie willkürlich wäre. Die tatsächliche Grundlage der Annahme ideeller Immissionen steht damit weiterhin ausser Frage. Unter diesen Umständen besteht gegenwärtig auch kein Anlass für die Einholung eines entsprechenden Fachgutachtens. Die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz sind damit nicht zu beanstanden, und sie hat insofern auch nicht den Anspruch der Beschwerdeführerinnen auf rechtliches Gehör verletzt.