Citation: 2A.322/2005 20.05.2005 E. 2

Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde erweist sich gestützt auf die eingeholten Akten als offensichtlich unbegründet und kann ohne Weiterungen im vereinfachten Verfahren nach Art. 36a OG erledigt werden: 2.1 Der Beschwerdeführer ist im Mai 2004 über einen Schlepper illegal in die Schweiz eingereist und will sich seither hier bei Freunden und Kollegen aufgehalten haben. Er ist am 2. Februar 2005 bei einer Kontrolle in einem Bieler Restaurant angehalten worden, wo er schwarz arbeitete. Dabei hat er sich als Z.________ (geb. 1980) ausgegeben (Einvernahme vom 4. Februar 2005: "Ich habe meinen Schulfreund gebeten, mir seine Ausweise zu hinterlassen, um seinen Fahrausweis und sein Bankkonto benutzen zu können"). Zu seinem Reiseweg und zu seinem bisherigen Aufenthalt machte er widersprüchliche bzw. unvollständige Angaben. Gestützt hierauf besteht bei ihm Untertauchensgefahr im Sinne der Rechtsprechung zu Art. 13b Abs. 1 lit. c ANAG (SR 142.20; in der Fassung des Bundesgesetzes vom 19. Dezember 2003 über das Entlastungsprogramm 2003 [AS 2004 S. 1633 ff.]; vgl. BGE 130 II 377 E. 3.3.3, 56 E. 3.1 S. 58; 128 II 241 E. 2.1 S. 243) und durfte er deshalb zur Sicherung seiner formlosen Wegweisung in Ausschaffungshaft genommen werden (Art. 12 ANAG i.V.m. Art. 17 ANAV [SR 142.201]; BGE 130 II 56 E. 2 S. 58). 2.2 Zwar hat der Beschwerdeführer (nach eigener Aussage) inzwischen seine richtige Identität preisgegeben und will er jetzt auch so rasch wie möglich in seine Heimat zurückkehren, doch lässt dies die Untertauchensgefahr nicht dahinfallen oder die Haftverlängerung unverhältnismässig erscheinen: 2.2.1 Der Beschwerdeführer hat sich während Monaten illegal in der Schweiz aufgehalten und hier schwarz gearbeitet; zudem hat er die Behörden mit der Verwendung von auf eine andere Person lautenden Papieren zu täuschen versucht. Erste Abklärungen bei den chinesischen Behörden haben ergeben, dass er in seiner (angeblichen) Heimat unter der neuen Identität weder im Pass- noch im Zivilregister eingetragen ist. Unter diesen Umständen bietet er trotz der unter dem Eindruck der Haft erfolgten Kooperation keine Gewähr dafür, dass er sich für den Vollzug der Wegweisung auch ohne Haft zur Verfügung halten wird. 2.2.2 Hieran ändert nichts, dass der in Genf wohnhafte Restaurateur Y.________ sich bereit erklärt hat, ihn bis zum Abschluss des Verfahrens zu beherbergen und seine Identität zu bestätigen. Der Beschwerdeführer hat den betreffenden Landsmann nach eigenen Angaben erst in der Schweiz kennen gelernt ("Ich kenne ihn seit ca. einem halben Jahr. Wir haben uns in Genf kennen gelernt in einer Gruppe von Landsleuten"), so dass dieser nichts Genaueres zu dessen Personalien oder der Herkunft erklären kann; auf seine Anhörung durfte deshalb in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden (vgl. hierzu BGE BGE 130 III 734 E. 2.2.3 S. 735; 124 I 208 E. 4a S. 211 mit Hinweisen); auch eine Befragung im vorliegenden Verfahren erübrigt sich. 2.2.3 Der vorgeschlagene Aufenthalt des Beschwerdeführers in Genf komplizierte die Papierbeschaffung durch die Berner Behörden und vermöchte den Vollzug der Wegweisung nicht hinreichend sicherzustellen, nachdem der Beschwerdeführer sich bereits während mehrerer Monate illegal bei Freunden und Kollegen aufgehalten hat, die jeweils für seinen Unterhalt bzw. seine illegale Beschäftigung gesorgt haben. Praxisgemäss ist eine Ausschaffungshaft nur dann wegen des (zwischenzeitlichen) Bestehens eines festen Aufenthaltsorts unverhältnismässig, wenn sich gerade dessen bisheriges Fehlen für die Annahme der Untertauchensgefahr als ausschlaggebend erwies (vgl. das Urteil 2A.177/004 vom 1. April 2004, E. 2.2 mit Hinweisen; Hugi Yar, Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht, in: Uebersax/Münch/Geiser/ Arnold, Ausländerrecht, Basel/Genf/München 2002, Rz. 7.86); dies ist hier nicht der Fall.