Citation: 2C_3/2021 E. 4

Die Beschwerdeführerin stach am 26. Oktober 2010 mit einem Brotmesser mit einer Klingenlänge von 134 mm mehrfach in den Oberkörper (Bach-/Brustbereich) ihrer Partnerin B.________; sie fügte ihr dabei mehrere, teilweise lebensbedrohende Schnitt- und Stichverletzungen zu. Da die Beschwerdeführerin aufgrund dieser Tat wegen versuchter vorsätzlicher Tötung zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt worden ist, ist ein Widerrufsgrund im Sinne von Art. 63 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 62 Abs. 1 lit. b AIG gegeben. Die ihr zur Last gelegte Tat beging die Beschwerdeführerin vor dem 1. Oktober 2016, weshalb dafür von vornherein keine Landesverweisung ausgesprochen werden konnte. Ein Bewilligungswiderruf wegen Straffälligkeit kommt damit grundsätzlich in Betracht (vgl. E. 5.3.3 hiervor).