Citation: I 258/02 02.05.2003 E. 3

3.1 Ändert sich der Grad der Invalidität eines Rentenbezügers in einer für den Anspruch erheblichen Weise, so ist gemäss Art. 41 IVG die Rente für die Zukunft entsprechend zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist somit nicht nur bei wesentlicher Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitsschadens erheblich verändert haben; auch die Wandlung des Aufgabenbereichs kann einen Revisionsgrund darstellen (BGE 105 V 30). Die Frage, ob eine solche Änderung eingetreten ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung (BGE 125 V 369 Erw. 2 mit Hinweis; siehe auch BGE 112 V 372 Erw. 2b und 390 Erw. 1b). Eine Revisionsverfügung bestimmt die zeitliche Vergleichsbasis allerdings nur dann, wenn sie die ursprüngliche Rentenverfügung nicht bloss bestätigt, sondern die laufende Rente auf Grund eines neu festgesetzten Invaliditätsgrades geändert hat (BGE 109 V 265 Erw. 4a). Ein Revisionsverfahren wird unter anderem dann von Amtes wegen durchgeführt, wenn Tatsachen bekannt werden, die eine erhebliche Änderung des Grades der Invalidität als möglich erscheinen lassen (Art. 87 Abs. 2 IVV). Gestützt auf Hinweise, dass sich die betrieblichen und gesundheitlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers seit Erlass der Rentenverfügung vom 5. März 1996 wesentlich verändert haben könnten, sah sich die Verwaltung veranlasst, die laufende halbe Rente auf das Weiterbestehen ihrer Anspruchsvoraussetzungen hin zu überprüfen. 3.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, die ursprüngliche Rentenverfügung vom 5. März 1996 dürfe nicht als zeitliche Vergleichsbasis herangezogen werden, da die jetzt als revisionsbegründend betrachteten Tatsachen - im Wesentlichen die betriebliche Umstellung von Milchproduktion auf Mutterkuhhaltung sowie familiär bedingte Änderungen im Erwerbsstatus - bereits in früheren Verfügungen (vom 21. März und 20. Oktober 1997 sowie vom 4. Oktober bzw. 3. Dezember 1999) berücksichtigt worden seien. Er setzt damit sinngemäss voraus, dass diese Verfügungen eine neue Vergleichsgrundlage begründeten, weil der Invaliditätsgrad bzw. die laufende halbe Rente nicht wegen unveränderter Umstände bestätigt worden sei (vgl. oben Erw. 3.1), sondern insofern eine materielle Neubeurteilung stattgefunden habe, als die Verwaltung trotz veränderter anspruchswesentlicher Tatsachen zu einem gleichbleibenden Ergebnis gelangt sei. Diesem Einwand kann nicht gefolgt werden. Keiner der vorgenannten Verfügungen liegt eine abschliessende Prüfung der fraglichen materiellen Punkte zu Grunde. Es handelte sich dabei materiell denn auch nicht um Revisionsentscheide, sondern um Verfügungen ohne Bezug zur Invaliditätsbemessung: So erfolgte mit der Verfügung vom 21. März 1997 eine blosse Korrektur der Umrechnung der Doppelkinderrenten, während den Verfügungen vom 20. Oktober 1997 sowie vom 4. Oktober und 3. Dezember 1999 eine Gesetzesrevision (10. AHV-Revision) zu Grunde lag (Anspruch auf Witwerrente bzw. Wegfall derselben nach der Heirat; neue Zusatzrente für die Ehefrau). Für alle diese Verfügungen galt denn auch weiterhin der Invaliditätsgrad von 50 % gemäss der ursprünglichen Rentenverfügung vom 5. März 1996, weshalb ihnen im Revisionsverfahren keine rechtserhebliche Bedeutung zukommt; als zeitliche Vergleichsbasis ist vielmehr die Verfügung vom 5. März 1996 heranzuziehen. Daran vermag der Umstand nichts zu ändern, dass bereits vor Erlass der erwähnten Anpassungsverfügungen eine Überprüfung der Rente angekündigt worden war.