Citation: 1C_646/2019 E. 5.3

5.3. Der Gemeinderat als Bewilligungsbehörde hat nach dem Ausgeführten vor der Erteilung der Baubewilligung zu prüfen, ob bestehende Abwasserleitungen so nahe an das Baugrundstück heranführen, dass ein Anschluss ohne erheblichen Aufwand möglich ist. Ohne der Beurteilung der materiellen Rügen der Beschwerdeführer vorzugreifen, kann unter Hinweis auf Art. 105 Abs. 2 BGG festgehalten werden, dass der von der Vorinstanz im angefochtenen Urteil festgestellte Sachverhalt und die in den Akten liegenden Unterlagen eine Beurteilung der von den Beschwerdeführern aufgeworfenen Rechtsfrage, ob das Bauvorhaben hinsichtlich der Abwasserleitungen genügend erschlossen sei, nicht zulassen würden. Dies zumal aus den von der Bauherrschaft mit dem Baugesuch eingereichten Plänen, dem angefochtenen Urteil und den von der Vorinstanz eingereichten Akten nicht ausreichend ersichtlich ist, wie das Bauvorhaben entwässert werden soll und wo sich die bestehenden öffentlichen und privaten Leitungen befinden, über welche das Bauvorhaben entwässert werden soll. Letzteres dürfte aus dem Generellen Entwässerungsplan der Gemeinde ersichtlich sein, der allerdings nicht in den Akten liegt. In diesem Sinne beruht die vorinstanzliche Beurteilung, wonach das Baugrundstück in öffentlich-rechtlicher Hinsicht als erschlossen gelten könne, auf einem offensichtlich unvollständigen Sachverhalt.