Citation: 1B_529/2022 E. 2.3.2

2.3.2. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers führt die strittige Verfahrenstrennung auch zu keiner unzulässigen Verfahrensverzögerung oder übermässigen Erschwerung der Strafuntersuchung. Nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz (Art. 105 Abs. 1 BGG) betrifft ein Teilverfahren nach der Verfahrenstrennung ausschliesslich jene Deliktsvorwürfe, die verschiedene Vorfälle (u.a. Ehrverletzungsdelikte, Verletzung des Schriftgeheimnisses, Hausfriedensbuch) im familiären Umfeld zum Gegenstand haben und teilweise spätestens per 29. April 2023 zu verjähren drohen. Demgegenüber werden im zweiten Teilverfahren jene Strafvorwürfe untersucht, die im Zusammenhang mit der geschäftlichen Tätigkeit des Beschwerdeführers als Inhaber mehrerer Unternehmungen stehen. Wie die Vorinstanz überzeugend darlegt, stehen in den abgetrennten Verfahren somit Tatvorwürfe von unterschiedlicher Art und insbesondere mit einem gänzlich unterschiedlichen Kreis an geschädigten Personen bzw. Verfahrensbeteiligten zur Beurteilung. Die Verfahrenstrennung verunmöglicht eine parallele Weiterführung der beiden Teilverfahren somit nicht und es bestehen insoweit insbesondere keine Anhaltspunkte, welche die beschwerdeführerische Behauptung untermauern würden, wonach die Staatsanwaltschaft zunächst nur das Teilverfahren mit den zu verjähren drohenden Tatvorwürfen vorantreiben könnte. Vielmehr sehen sich die Staatsanwaltschaften in ihrer Tätigkeit regelmässig mit der Aufgabe konfrontiert, mehrere laufende Verfahren parallel und mit der jeweils gebotenen Effizienz zum Abschluss zu bringen. Anzeichen, warum dies vorliegend nicht der Fall sein sollte, nennt der Beschwerdeführer nicht und sind auch nicht ersichtlich. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers geht es sodann mit jeder Verfahrenstrennung zwangsläufig einher, dass die Strafverfolgungsbehörden und die Gerichte gewisse Verfahrensschritte unter Umständen doppelt durchführen müssen. Dies stellt für sich alleine jedoch keine unzulässige Verzögerung oder übermässige Erschwerung der Strafuntersuchung dar. Betreffen die beiden Teilverfahren voneinander unabhängige Sachverhalts- und Tatkomplexe mit jeweils unterschiedlichen Verfahrensbeteiligten, besteht sodann auch keine Gefahr sich widersprechender oder gegenseitig präjudizierender Urteile, weshalb dem Beschwerdeführer infolge der Verfahrenstrennung auch insoweit keine Nachteile drohen.