Citation: B 121/04 16.08.2005 E. 7

7.1 Nach der Rechtsprechung sind Vorsorgeeinrichtungen, die ausdrücklich oder unter Hinweis auf das Gesetz vom gleichen Invaliditätsbegriff wie die Invalidenversicherung ausgehen, an die Invaliditätsbemessung der IV-Stelle gebunden, wenn diese sich nicht als offensichtlich unhaltbar erweist (BGE 126 V 311 Erw. 1 mit Hinweisen). Die Verbindlichkeitswirkung hat zur Folge, dass eine versicherte Person, die eine IV-Invalidenrente erhält, grundsätzlich vom gleichen Zeitpunkt an auch Anspruch auf eine Rente nach der obligatorischen beruflichen Vorsorge hat (Art. 26 Abs. 1 BVG). Keine Verbindlichkeit besteht, wenn - wie vorliegend - das Reglement die Anforderungen an eine rentenbegründende Invalidität erleichtert und erweitert (SZS 1999 S. 136; Ulrich Meyer-Blaser, a.a.O., S. 302). Mit Bezug auf den streitigen Leistungsanspruch aus dem überobligatorischen Bereich besteht daher von vornherein keine Bindungswirkung an die Beurteilung der Invalidenversicherung. 7.2 Im Rahmen der weitergehenden Vorsorge ist die Vorsorgeeinrichtung befugt, eine revisionsweise Erhöhung der Leistungspflicht nach Beendigung des Vorsorgeverhältnisses durch Bezeichnung (und Umschreibung) der Erwerbsunfähigkeit als versichertes Risiko statutarisch auszuschliessen (SVR 1995 BVG Nr. 43 S. 127; Ulrich Meyer-Blaser, a.a.O., S. 301). Davon hat die Beschwerdeführerin in Art. 5 des Vorsorgereglements Gebrauch gemacht (vgl. auch Urteil V. vom 20. November 2001, B 72/00). Für die Frage der Versicherteneigenschaft ist mithin im überobligatorischen Bereich vom Begriff der Erwerbsunfähigkeit auszugehen, d.h. vom Unvermögen, auf dem gesamten für die Versicherte in Frage kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt die verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise wirtschaftlich zu verwerten (BGE 121 V 331 Erw. 3b mit Hinweisen). Nach den allgemeinen Prinzipien genügt es für die Erfüllung der Versicherteneigenschaft, dass sich das versicherte Risiko (Invalidität im Sinne des Reglementes in der für den jeweiligen Leistungsanspruch erforderlichen Höhe, Tod) vor dem Ende des Arbeitsverhältnisses (bzw. vor Ablauf der 30-tägigen Nachdeckungsfrist gemäss Art. 10 Abs. 3 BVG) verwirklicht.