Citation: 5A_345/2022 E. 2.4

2.4. Das Obergericht hat auf die Eingabe vom 7. April 2022 mit Schreiben vom 14. April 2022 geantwortet. Das Schreiben vom 14. April 2022 stellt keinen anfechtbaren Entscheid dar. Gegen das unrechtmässige Verweigern eines anfechtbaren Entscheids kann allerdings Rechtsverweigerungsbeschwerde an das Bundesgericht erhoben werden (Art. 94 BGG). Es stellt sich mithin die Frage, ob das Obergericht gestützt auf die Eingabe vom 7. April 2022 hätte ein Verfahren eröffnen und einen anfechtbaren Entscheid fällen müssen. Die Beschwerdeführerin legt vor Bundesgericht jedoch nicht dar, was für einen Entscheid sie vom Obergericht wünscht. Der blosse Wunsch, dass ihre Eingabe vom 7. April 2022 nochmals gelesen werde, zielt noch nicht auf die Eröffnung und den Abschluss eines formellen Verfahrens. Zwar bittet die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe vom 7. April 2022 das Obergericht um eine Untersuchung ihres Falles, doch äussert sie sich dazu vor Bundesgericht nicht. Zudem macht die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht erneut geltend, dass sie Rechtsanwältin B.________ nicht mehr wolle, und sie erhebt Vorwürfe gegen sie. Davon hat das Obergericht in seinem Schreiben vom 14. April 2022 jedoch bereits Kenntnis genommen. Die Beschwerdeführerin macht nicht geltend, dass sie diesbezüglich vom Obergericht konkrete Verfahrenshandlungen oder einen Entscheid fordern würde. Es ist demnach weder hinreichend dargetan noch ersichtlich (zum Inhalt des Schreibens vom 7. April 2022 oben E. 2.3), dass das Obergericht gestützt auf das Schreiben vom 7. April 2022 ein eigenes, formelles Verfahren hätte eröffnen und einen Entscheid fällen müssen.