Citation: 2C_848/2022 E. B

B.a. Am 14. Mai 2021 schrieb die EG Thun auf SIMAP einen Auftrag für die Beschaffung einer "eStrassenreinigungsmaschine LKW 6m3" im offenen Verfahren aus; daraufhin gingen zwei Offerten ein: Eine der B.________ AG sowie eine der A.________ AG. Am 25. Mai 2021 erhob die B.________ AG beim Regierungsstatthalteramt Thun Beschwerde gegen diese Ausschreibung; dieses wies ein Gesuch um aufschiebende Wirkung mit Zwischenverfügung vom 8. Juni 2021 ab. Mit Verfügung vom 3. September 2021 schloss die EG Thun die A.________ AG aus dem Vergabeverfahren aus. Diese erhob dagegen am 15. September 2021 Beschwerde beim Regierungsstatthalteramt Thun; Anträge auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung und ein Verbot der Zuschlagserteilung wies das Regierungsstatthalteramt mit Zwischenverfügung vom 4. Oktober 2021 ab. B.b. Mit Verfügung vom 20. Oktober 2021 erteilte die EG Thun der B.________ AG den Zuschlag; am 2. November 2021 schlossen sie den Vertrag. Gegen den Zuschlag gelangte die A.________ AG am 11. November 2021 mit Beschwerde an das Regierungsstatthalteramt; dieses trat darauf mit der Begründung fehlender Beschwerdelegitimation nicht ein. Eine gegen diesen Nichteintretensentscheid gerichtete Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Urteil vom 30. März 2022 gut, soweit es darauf eintrat, und wies die Sache zur Fortsetzung des Verfahrens betreffend den Zuschlag an das Regierungsstatthalteramt zurück (Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. März 2022, Nr. 100.2021.357U). Mit Urteil gleichen Datums hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Bern auch eine Beschwerde gegen den Nichteintretensentscheid des Regierungsstatthalters Thun betreffend das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen im Zuschlagsverfahren gut; gleichzeitig hiess das Gericht auch das Gesuch um vorsorgliche Massnahmen gut, und untersagte der EG Thun und der B.________ AG die Abwicklung des (am 2. November 2021 geschlossenen) Vertrags für die Dauer der Hängigkeit des Verfahrens betreffend den Zuschlag (Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. März 2022, Nr. 100.2021.333U). B.c. Mit Entscheiden vom 9. November 2021 vereinigte der Regierungsstatthalter Thun das Verfahren betreffend den Ausschluss mit demjenigen betreffend die Ausschreibung (vorne B.a) und wies beide Beschwerden ab. Dagegen erhob die A.________ AG am 22. November 2021 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern. Dieses hiess die Beschwerde mit Urteil vom 14. September 2022 (Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. September 2022, Nr. 100.2021.339U) gut, soweit es darauf eintrat, hob die Entscheide des Regierungsstatthalters Thun vom 9. November 2021 auf, und wies die Angelegenheit zur Fortsetzung des hängigen Rechtsmittelverfahrens betreffend den Zuschlag an den Regierungsstatthalter zurück. In Bezug auf die Ausschreibung - die vom Regierungsstatthalteramt Thun noch gestützt worden war - begründete das Verwaltungsgericht seinen Entscheid damit, dass die Anforderung des Mindestgewichts der Elektro-Strassenreinigungsmaschine in allen Eignungskriterien diskriminierend sei. Sodann erachtete das Verwaltungsgericht zwei Eignungskriterien (Nachweis Praxiserfahrung betreffend Wartung, Nachweis erfolgreicher Auslieferung zweier vergleichbarer Fahrzeuge) als unzulässig, weil diese (auch über den Aspekt des Mindestgewichts hinaus) nicht mit dem Diskriminierungsverbot respektive Transparenzgebot vereinbar seien. Ein weiteres Eignungskriterium (Vorhandensein einer gut erreichbaren Werkstatt mit fachlich ausgebildetem Personal) sei teilweise diskriminierend. Das Verwaltungsgericht kam zum Schluss, dass der Vergabeprozess weitergeführt werden könne, dass aber die ersten beiden Eignungskriterien keine Anwendung fänden, und das dritte nur in angepasster Form (ohne das Mindestgewicht). In Bezug auf den Ausschluss der A.________ AG aus dem Vergabeverfahren - der vom Regierungsstatthalteramt Thun ebenfalls gestützt worden war - schloss das Verwaltungsgericht, dass dieser sich nicht mit den diskriminierenden Eignungskriterien begründen lasse, und dass die A.________ AG das dritte Eignungskriterium erfülle, soweit sich dieses nicht als diskriminierend erweise. Zudem rechtfertigten auch die von der Vergabebehörde geltend gemachten Abweichungen von den Ausschreibungsunterlagen inkl. Leistungsverzeichnis (namentlich betreffend Vorbehalt Liefertermin; Motorenleistung; Art der Federung; Leistung der Hochdruckwaschanlage) weder je für sich betrachtet noch in ihrer Gesamtheit den Ausschluss der Beschwerdeführerin. Das Verwaltungsgericht hiess die Beschwerde der A.________ AG auch in diesem Punkt gut, und ordnete die Fortsetzung des Vergabeverfahrens unter Einschluss derselben an.