Citation: 9C_335/2014 E. 4.2.1

4.2.1. Das am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) hat unter anderem zum Zweck, das Sozialversicherungsrecht des Bundes zu koordinieren, indem es ein einheitliches Sozialversicherungsverfahren festlegt und die Rechtspflege regelt (Art. 1 lit. b ATSG). Mit den Bestimmungen der Art. 56-61 ATSG wurden die gerichtlichen kantonalen Verfahren auf den Gebieten des Bundessozialversicherungsrechts (mit Ausnahme der beruflichen Vorsorge) weitgehend vereinheitlicht und umfassend normiert (Ulrich Meyer-Blaser, Die Rechtspflegebestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG], in: HAVE 2002 326 ff., 328). Gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG ist die Beschwerde innerhalb von 30 Tagen nach der Eröffnung des Einspracheentscheids oder der Verfügung, gegen welche eine Einsprache ausgeschlossen ist, einzureichen. Für abweichende kantonale Bestimmungen besteht damit kein Raum. Diese 30-tägige Beschwerdefrist nach Art. 60 Abs. 1 ATSG gilt nicht nur für die Anfechtung von Endverfügungen, sondern auch für diejenige von prozess- und verfahrensleitenden Verfügungen (Zwischenverfügungen), die gemäss Art. 52 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 56 Abs. 1 ATSG direkt beim Gericht anfechtbar sind (BGE 132 V 418 E. 2.3.2-2.3.6 S. 420 ff.; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. 2009, N. 4 zu Art. 60 ATSG; Thomas Locher, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Aufl. 2003, S. 479 Rz. 7).