Citation: 1C_522/2022 E. 5.2

5.2. Die vorinstanzliche Auslegung von § 25 Abs. 1 BauG hält einer Willkürprüfung stand. Zwar kann es sich als sinnvoll erweisen, wenn dem Einwohnerrat nicht nur die Anpassungen des Planentwurfs im Einzelnen dargelegt werden, sondern auch die nicht berücksichtigten Einwendungen. Immerhin erfuhren jedoch der Einwohnerrat bzw. seine Mitglieder von den erhobenen Einwendungen und hatten auch die Möglichkeit, diese zu konsultieren. Hinweise auf die Existenz von Dokumenten verbunden mit der Möglichkeit der Kenntnisnahme erfüllen auch in anderen Bereichen des öffentlichen Rechts die rechtlichen Publizitätsanforderungen, so etwa bei der Publikation von Baugesuchen im amtlichen Publikationsorgan bei gleichzeitiger öffentlicher Auflage der vollständigen Baugesuchsunterlagen. Da § 25 Abs. 1 BauG die Form, in welcher die Einwendungsentscheide dem zuständigen Organ bekannt zu geben sind, nicht konkretisiert, ist jedenfalls nicht offensichtlich falsch, wenn das Verwaltungsgericht das Vorgehen des Stadtrats Brugg als zulässig erachtete.