Citation: 6B_191/2009 23.06.2009 E. 1

1.1 Der Beschwerdeführer erhebt die Rüge der unrichtigen Sachverhaltsfeststellung nach Art. 97 BGG. Er macht geltend, es sei willkürlich, dass die Vorinstanz die Aussagen des Zeugen A.________ deshalb als glaubhaft erachte, weil er mit seinen Angaben auch sich selbst belaste. 1.2 Die Vorinstanz hält die Aussagen des Zeugen A.________ unter anderem für glaubhaft, weil sich dieser selbst bezichtigt hat, er habe vom Beschwerdeführer 500 Gramm Heroingemisch gekauft und ihm deshalb Geld geschuldet. Damit habe er eine auch gegen ihn gerichtete Strafverfolgung in Kauf genommen. Weitere Hinweise für die Wahrheit der Zeugenaussage erblickt die Vorinstanz im Detailreichtum der Aussagen, in der zeitlichen Einordnung, den im Kern gleichbleibenden Aussagen bei mehreren Befragungen, der gegen den Zeugen ausgesprochenen Drohung durch den Beschwerdeführer, der Bestätigung der Aussagen des Zeugen A.________ durch den Zeugen C.________ sowie im Handschriftengutachten, welches die Urheberschaft des Beschwerdeführers in Bezug auf das Drohschreiben gegen den Zeugen A.________ bestätigt. Die Vorinstanz geht davon aus, dass der Beschwerdeführer dem Zeugen A.________ im Zeitraum von Ende September 2004 bis am 14. November 2004 insgesamt mindestens 200 Gramm Heroingemisch zu einem Reinheitsgrad von 13% verkauft hat. 1.3 Nach der bundesgerichtlichen Praxis liegt Willkür in der Beweiswürdigung nach Art. 9 BV vor, wenn der angefochtene Entscheid auf einer schlechterdings unhaltbaren oder widersprüchlichen Beweiswürdigung beruht bzw. im Ergebnis offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Das Bundesgericht hebt einen Entscheid nur auf, wenn nicht bloss die Begründung, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist. Für die Annahme von Willkür genügt es nicht, wenn eine andere Lösung auch als vertretbar oder sogar zutreffender erscheint (BGE 132 I 175 E. 1.2 S. 177; 131 I 467 E. 3.1 S. 473 f., je mit Hinweisen). 1.4 Dass die Vorinstanz die Aussagen des Zeugen A.________ unter anderem deshalb für glaubhaft hält, weil er sich selbst schwer belastet, ist nachvollziehbar. Gestützt auf seine eigene Aussage ist der Zeuge A.________ für den Kauf von 500 Gramm Heroingemisch bestraft worden. Dabei hat die Vorinstanz die Zeugenaussagen zu Recht nicht isoliert, sondern im Gesamtzusammenhang der Aussagen des Beschwerdeführers, des Zeugen C.________ und des Handschriftengutachtens des kriminaltechnischen Dienstes gewürdigt. Aufgrund der Aussage des Zeugen C.________ und des Handschriftengutachtens erachtet es die Vorinstanz als erwiesen, dass der Beschwerdeführer den Zeugen A.________ schriftlich und mündlich bedroht hat, er schneide ihm einen Finger ab, wenn er das Geld nicht bezahle. Hingegen erachtet die Vorinstanz die Aussagen des Beschwerdeführers, wonach die Schulden des Zeugen A.________ nicht aus dem Drogenhandel, sondern vielmehr aus der Gewährung eines Darlehens von Fr. 900.-- herrühren, als widersprüchlich. Es sei nicht nachvollziehbar, wie der Beschwerdeführer dem Zeugen A.________, welchen er lediglich aus 12 Tagen gemeinsamer Untersuchungshaft kenne, einen solchen Betrag hätte leihen sollen. Er selbst habe auch kein Geld gehabt und angeblich den Betrag bei seinem Bruder borgen müssen. Im Lichte dieser Feststellungen durfte die Vorinstanz davon ausgehen, dass die Selbstbelastung ein Indiz für die Glaubhaftigkeit der Aussagen des Zeugen A.________ bildet. Die Beschwerde erweist sich insoweit als unbegründet.