Citation: 6B_107/2009 17.06.2009 E. 1

Die Vorinstanz hat erwogen, die Kostenauflage dürfe sich in tatsächlicher Hinsicht nur auf unbestrittene oder bereits klar nachgewiesene Umstände stützen. Vorliegend sei aufgrund der vom Beschwerdeführer eingestandenen Handlungen von einem widerrechtlichen, schuldhaften und für die Einleitung des Verfahrens kausalen und damit verwerflichen bzw. leichtfertigen Benehmen im Sinne des kantonalen Strafprozessrechts auszugehen. So habe der Beschwerdeführer eingeräumt, dass er Schülerinnen und Schüler, um sie aufzumuntern, über die Schultern bzw. über den Rücken gestreichelt habe. Auch habe er ausgesagt, regelmässig Schülerinnen und Schüler mit dem Zeigefinger die Haare aus dem Gesicht gestrichen zu haben. Weiter habe er nicht bestritten, dass er - bei kalter Witterung - Schülerinnen, die "bauchfrei" herumgelaufen seien, das T-Shirt ein wenig heruntergezogen habe. Ferner habe er angegeben, A.________ gefragt zu haben, ob sie schockiert wäre, wenn sie von ihm einen Kuss erhielte. Sodann habe er eingestanden, einer Schülerin gesagt zu haben, sie könne doch ihre Narbe im Bauch- und Hüftbereich zeigen. Zwar - so betont die Vorinstanz - möge diskutabel sein, ob die geschilderten Vorgänge für sich genommen persönlichkeitsverletzend seien oder nicht. Jedenfalls aber habe der Beschwerdeführer mit seinem für einen Lehrer inakzeptabel distanzlosen Verhalten wiederholt den aus der kantonalen Gesetzgebung für Lehrpersonen resultierenden Verpflichtungen zuwider gehandelt (§ 82 der damals geltenden Volksschulverordnung [aVSV]/ZH, welcher dem heutigen § 55 VSV/ZH [LS 412.101] entspricht, und § 18 Abs. 1 des Lehrpersonalgesetzes [LPG]/ZH [LS 412.31]). Sein unter zivilrechtlichen Aspekten widerrechtliches und schuldhaftes Verhalten sei geeignet gewesen, den Verdacht zu erwecken, er habe eine strafbare Handlung gegen die sexuelle Integrität begangen, weshalb er das eingeleitete Strafverfahren adäquat kausal verursacht habe (angefochtener Beschluss S. 11 ff.).