Citation: U 275/99 17.04.2000 E. 3

3.- Streitig ist des Weiteren die für den Rentenanspruch massgebende Invaliditätsbemessung. a) SUVA und Vorinstanz gehen davon aus, dass der Beschwerdeführer ohne die Invalidität ein Jahreseinkommen von Fr. 52'130.-(13 x 4010.-) zu erzielen vermöchte und sich das zumutbare Invalideneinkommen auf Fr. 44'200.- (13 x 3400.-) im Jahr belaufe. Der Beschwerdeführer hält dem entgegen, die Annahme eines Invalideneinkommens von Fr. 3400.- im Monat (x 13) sei realitätsfremd und lasse unberücksichtigt, dass er keine schweren Arbeiten mehr zu verrichten vermöge, was praxisgemäss mit einem Abzug vom Invalideneinkommen zu berücksichtigen sei. Ferner sei zu prüfen, ob ein Abzug auch deshalb vorzunehmen sei, weil mögliche Arbeitgeber im Gesundheitsschaden eine schwerer wiegende Beeinträchtigung erblickten als dieser tatsächlich bedeute. b) Nach den ärztlichen Feststellungen sind dem Beschwerdeführer aus somatischer Sicht sämtliche leichten bis mittelschweren wechselbelastenden Arbeiten in Industrie, Gewerbe und Administration bei einem Traglimit von 20 kg vollzeitlich zumutbar (Bericht des Kreisarztes Dr. I.________ vom 21. Dezember 1995). Soweit der Beschwerdeführer darüber hinaus arbeitsunfähig ist, sind dafür die bestehenden psychischen Störungen ausschlaggebend, was nach dem Gesagten unberücksichtigt zu bleiben hat. Der Beschwerdeführer bestreitet die ärztlich bestätigte körperliche Restarbeitsfähigkeit nicht ausdrücklich, macht jedoch geltend, dem angegebenen Zumutbarkeitsprofil entsprächen keine effektiv existierenden Arbeitsplätze. Soweit damit gesagt werden soll, dass in Industrie, Gewerbe und im Dienstleistungsbereich keine leichteren Tätigkeiten für ungelernte Arbeitskräfte, die keine schwere körperliche Arbeit mehr verrichten können, angeboten werden, so trifft dies offensichtlich nicht zu. In der Verfügung vom 19. Februar 1996 hat die SUVA konkrete Einsatzmöglichkeiten (beispielsweise Kontroll-, Sortier-, Überwachungs- oder leichte Produktionsarbeiten) angegeben und hiefür Beispiele aus der von ihr geführten Dokumentation über Arbeitsplätze (DAP) erwähnt. Anhand dieser Verweisungstätigkeiten haben SUVA und Vorinstanz abgeleitet, dass der Beschwerdeführer mit einer geeigneten leichteren Tätigkeit ein jährliches Einkommen von mindestens Fr. 44'200.- zu erzielen vermöchte. c) Dass diese Annahme durchaus realistisch ist, zeigt ein Blick auf den statistischen Durchschnittslohn eines männlichen Arbeitnehmers im Produktionssektor für einfache und repetitive Tätigkeiten im Jahr 1996 von monatlich Fr. 4503.- brutto (Tabelle TA 1 der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebung [LSE] 1996; Zentralwert). Der statistische Wert beruht auf einer standardisierten Arbeitszeit von 4 1/3 Wochen à 40 Arbeitsstunden und ist entsprechend der betriebsüblichen Arbeitszeit von 41,9 Stunden umzurechnen (BGE 124 V 323), was einen Durchschnittslohn von monatlich Fr. 4717.- ergibt. Dieser Betrag umschliesst bereits Bruttozahlungen für den 13. (allenfalls auch 14.) Monatslohn, Erschwerniszulagen und Sonderzahlungen (LSE 1994 S. 30), weshalb zur Ermittlung des Jahreslohnes der Faktor 12 zu verwenden ist. Der derart errechnete Verdienst liegt bei Fr. 56'604.- im Jahr. Nach der Rechtsprechung können die statistischen Löhne um bis zu 25 % gekürzt werden, um damit dem Umstand Rechnung zu tragen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen bei einer Hilfstätigkeit mit einem geringeren Lohn rechnen müssen (SVR 1999 IV Nr. 6 S. 15) und Teilzeitbeschäftigte über den reduzierten Beschäftigungsgrad hinausgehende Lohneinbussen hinzunehmen haben (AHI 1998 S. 175 = SVR 1998 IV Nr. 15 S. 53). Diese Voraussetzungen sind im vorliegenden Fall lediglich teilweise gegeben. Selbst wenn aber von einem unter den gegebenen Umständen als grosszügig zu bezeichnenden Abzug von 20 % ausgegangen würde, so beliefe sich das Invalideneinkommen auf jährlich Fr. 45'283.-, sodass kein Anlass besteht, von dem von SUVA und Vorinstanz der Invaliditätsbemessung zu Grunde gelegten Verdienst von Fr. 44'200.- abzugehen. d) Zu Recht unbestritten geblieben ist das auf Grund der Angaben des Arbeitgebers ermittelte Einkommen ohne die Invalidität von Fr. 52'130.-, sodass sich der Invaliditätsgrad auf rund 15 % beläuft.