Citation: 4A_616/2021 E. B

Am 14. April 2020 erklärte B.________ beim Tribunal Arbitral du Sport (TAS) Berufung gegen diesen Entscheid. Mit Schiedsentscheid vom 10. November 2021 hob das TAS den Entscheid der FIFA-Disziplinarkommission vom 12. Februar 2020 auf (Ziffer 1 und 2). Es stellte fest, dass der neue A.________ als "sporting successor" des früheren A.________ der Entscheidung der FIFA DRC vom 21. Mai 2015 (Bezahlung von EUR 51'566.-- und EUR 355'730.--, je nebst Zins) nicht nachgekommen sei (Ziffer 2.1). Der neue A.________ werde daher verurteilt, der FIFA eine Busse von Fr. 15'000.-- zu entrichten (Ziffer 2.2). Ausserdem werde ihm eine letzte Frist von 30 Tagen angesetzt, um die Schuld als "sporting successor" gegenüber B.________ zu tilgen (Ziffer 2.3). Für den Fall der Nichtbezahlung innert dieser Frist sprach das TAS eine Transfersperre für die zwei folgenden Transferfenster aus (Ziffer 2.4). Sodann hielt das TAS fest, dass B.________ weitere Disziplinarmassnahmen verlangen könne, sollte der neue A.________ die Zahlungen auch nach Ablauf der Transfersperre schuldig bleiben (Ziffer 2.5). Zur Begründung führte das TAS was folgt aus: Die FIFA-Disziplinarkommission habe zu Recht geschlossen, dass der neue A.________ "sporting successor" des früheren A.________ sei. So habe der neue A.________ einen praktisch identischen Namen, die gleichen Symbole und Vereinsfarben sowie das gleiche Stadion wie der frühere A.________. Auf der Webseite würden die Vereinsgeschichte, die Trophäen und die sportlichen Erfolge des früheren A.________ dargestellt, womit beim Publikum der Eindruck einer Kontinuität geschaffen werde. Als "sporting successor" des früheren - konkursiten - A.________ gelte der neue A.________ in Bezug auf die Entscheidung der FIFA DRC vom 21. Mai 2015 als säumig und sei er disziplinarrechtlich zu sanktionieren. Nur so könne die Entscheidung der FIFA DRC abgesichert und durchgesetzt werden. Das TAS hielt ferner fest, es sei ausgeschlossen, dass B.________ den in der Entscheidung vom 21. Mai 2015 zugesprochenen Schadenersatz im Konkursverfahren von V.________ gegen den früheren A.________ hätte erhältlich machen können. Entgegen der Auffassung der FIFA-Disziplinarkommission schade ihm daher nicht, dass er seine Ansprüche im Konkursverfahren nicht durchgesetzt habe.