Citation: 6B_416/2013 E. 5.2

5.2. Die Medizinische Begutachtungsstelle B.________ erstattete das interdisziplinäre medizinische Gutachten am 19. Dezember 2007 (vgl. Untersuchungsakten act. 2/1). Es umfasst die Befunde des Beschwerdegegners sowie die Teilgutachten der beigezogenen neurologischen und psychiatrischen Fachärzte. Die Beurteilungen der neurologischen Untersuchungsbefunde von Dr. D.________ sowie der Bericht der psychiatrischen Untersuchungsbefunde durch Dr. C.________ werden im Gutachten vollständig und im Wortlaut wiedergegeben (Gutachten S. 20-28). Der neurologische Teilgutachter verweist in der Anamnese auf eine neuropsychologische Untersuchung vom Dezember 2004 durch Dr. phil. E.________ , Neuropsychologin, welche bei der Beschwerdeführerin 1 eine leichte kognitive Funktionsstörung feststellte (Gutachten S. 21; vgl. auch S. 30 f.; Bericht des Neuropsychologischen Ambulatoriums, Dr. phil. E.________ vom 24.1.2005, in: Untersuchungsakten act. 8/6 [Akten Unfall vom 26.1.2004]). Unter dem Titel neurologische Befunde hält Dr. D.________ fest, die Patientin sei psychisch und neuropsychologisch unauffällig gewesen (Gutachten S. 21). Bei den neurologischen Diagnosen attestierte er ihr leichte neuropsychologische Defizite (Konzentrationsstörungen, Störung der geteilten Aufmerksamkeit, verlangsamtes Arbeitstempo, schwergewichtig für räumlich-figurale Aufgaben (Gutachten S. 23). Im Rahmen der Beurteilung führt er aus, aus neurologischer Sicht seien die motorischen, sensiblen, koordinativen und vestibulären Funktionen der Beschwerdeführerin 1 intakt. Störungen in diesem Zusammenhang seien mit einer gewissen vegetativen Dystonie vergesellschaftet. Die allgemeinen Beschwerden seien insgesamt eher leichtgradig ausgeprägt. Der Hauptteil der Beschwerden liege im neuropsychologischen Bereich. Zwar liege auch hier nur eine leichte kognitive Störung vor. Diese sei jedoch bei qualifizierten Berufen doch erheblich und stark einschränkend. Selbst wenn der Versicherten eine gut strukturierte und einfache Arbeit in ihrem angestammten Arbeitsbereich zugewiesen werden könnte, bedeute dies doch eine Verlangsamung der Arbeitsgeschwindigkeit ein erhebliches Handicap und wirke sich negativ auf die Arbeitsfähigkeit aus (Gutachten S. 24). Abschliessend führt der Subgutachter aus, er möchte die psychische Situation der Beschwerdeführerin 1 unter den gegebenen Umständen mit neurovegetativen Beschwerden und neuropsychologischen Defiziten nicht beurteilen und dies dem psychiatrischen Teilgutachten überlassen. Zusammenfassend gelangt er zum Schluss, "dass im neurologischen Status resp. in der neurologischen Untersuchung keine pathologischen Befunde vorhanden sind, welche die Beschwerden der Versicherten und die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit erklären könnten. Die Erklärung liegt in neurovegetativen Beschwerden und den neuropsychologischen Defiziten, welche zwar beide leicht sind, aber, dies gilt vor allem für die neuropsychologischen Defizite, bzgl. einer Berufsausübung doch erheblich einschränkend sind. Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit hat im Gesamtzusammenhang zu geschehen und wird vom Hauptgutachter bestimmt" (Gutachten S. 25). Der Beschwerdegegner führte in der Zusammenfassung und Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin 1 aus, bei der internistischen Untersuchung hätten sich keine pathologischen Befunde ergeben, welche die diversen neurovegetativen Beschwerden erklären könnten, so dass diese eher funktioneller Natur erschienen (Gutachten S. 31). Aus neurologischer Sicht könne festgehalten werden, dass die motorischen, sensiblen, koordinativen und vestibulären Funktionen der Beschwerdeführerin 1 intakt seien. Es fänden sich in der neurologischen Untersuchung keine pathologischen Befunde, welche die Beschwerden erklären und die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit erklären könnten. Der Hauptteil der Beschwerden liege im neuropsychologischen Bereich, wobei auch hier nur leichte kognitive Defizite berichtet würden (Gutachten S. 31 f.). Im Rahmen der psychiatrischen Exploration hätten keinerlei kognitiven Einschränkungen objektiviert werden können (Gutachten S. 32). Abschliessend gelangt der Beschwerdegegner zum Schluss: "Zusammenfassend und unter Berücksichtigung aller Gegebenheiten und Befunde ist die Beschwerdeführerin 1 weder aus internistischer, neurologischer noch aus psychiatrischer Sicht in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt" (Gutachten S. 32, vgl. auch S. 34).