Citation: 1B_411/2020 E. A

Die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich führt gegen A. B.________ und weitere Personen ein Strafverfahren wegen des Verdachts der mehrfachen versuchten schweren Körperverletzung bzw. versuchten Tötung zum Nachteil der Brüder C. und D. E.________, begangen in der Nacht auf den 11. Oktober 2019 in Urdorf. A. B.________ wurde am 13. Oktober 2019 festgenommen. Das Zwangsmassnahmengericht des Bezirks Dietikon versetzte ihn am 16. Oktober 2019in Untersuchungshaft. Das Zwangsmassnahmengericht Zürich verlängerte in der Folge die Untersuchungshaft und wies die dagegen gerichteten Haftentlassungsgesuche von A. B.________ ab. Mit Verfügung vom 13. März 2020 wies es ein erneutes Haftentlassungsgesuch abermals ab und verlängerte die Untersuchungshaft bis zum 13. Juni 2020. Dabei ging es sowohl von Kollusions- als auch von Wiederholungsgefahr aus. Eine von A. B.________ dagegen erhobene Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Zürich mit Beschluss vom 29. April 2020 ab. Es bejahte die Wiederholungsgefahr und liess offen, ob darüber hinaus auch Kollusionsgefahr bestehe. Daraufhin gelangte A. B.________ ans Bundesgericht, das seine Beschwerde mit Urteil 1B_269/2020 vom 25. Juni 2020 guthiess, soweit es darauf eintrat, und die Sache zur neuen Beurteilung ans Obergericht zurückwies. Zur Begründung hielt das Bundesgericht fest, das Obergericht habe zu Unrecht Wiederholungsgefahr angenommen. Bereits einige Tage vor dem bundesgerichtlichen Urteil, am 18. Juni 2020, hatte das Zwangsmassnahmengericht Zürich die Untersuchungshaft bis zum 18. September 2020 verlängert. Dagegen erhob A. B.________ am 2. Juli 2020 erneut Beschwerde ans Obergericht. Mit Beschluss vom 20. Juli 2020 erklärte das Obergericht das vom Bundesgericht zurückgewiesene Verfahren als gegenstandslos und wies die Beschwerde vom 2. Juli 2020 ab. Es hatte nun die zuvor unbeantwortet gelassene Frage nach der Kollusionsgefahr geprüft und sie bejaht.