Citation: 4P.224/2002 08.07.2003 E. 3

Gemäss Art. 59 Abs. 1 SVG wird der Halter von der Haftpflicht befreit, wenn er beweist, dass der Unfall durch grobes Verschulden eines Dritten verursacht wurde, ohne dass ihn selbst oder Personen für die er verantwortlich ist, ein Verschulden trifft und ohne dass fehlerhafte Beschaffenheit des Fahrzeugs zum Unfall beigetragen hat. Zwischen den kantonalen Gerichten besteht insoweit Übereinstimmung, als sie eine fehlerhafte Beschaffenheit des Fahrzeugs als Unfallursache ausschliessen. Zu unterschiedlichen Ergebnissen sind sie dagegen in Bezug auf die Frage des groben Verschuldens des unbekannt gebliebenen Autofahrers und des Verschuldens des Fahrers des Unfallfahrzeuges gelangt. Während das Bezirksgericht annimmt, als Unfallursache sei ausschliesslich das fehlerhafte Verhalten des unbekannten Autofahrers zu betrachten, ist das Kantonsgericht zum Ergebnis gekommen, der Beweis des fehlenden Verschuldens des Lenkers sei nicht erbracht worden. Das Bundesgericht kann sich darauf beschränken, diese letztere Frage zu prüfen, und braucht sich zur Frage des groben Drittverschuldens nicht zu äussern, wie im Entscheid über die Berufung aufgezeigt wird (vgl. dortige E. 4.2).