Citation: 9C_790/2016 E. 4.2

4.2. In der Beschwerde wird vorgebracht, bei der Auszahlung der Freizügigkeitsleistung habe die Beschwerdegegnerin gesetzliche und reglementarische Sorgfaltspflichten verletzt. Das Risiko des Blankettmissbrauchs könne nicht der Versicherten als geschäftlich und rechtlich völlig unerfahrener italienischer Arbeiterin auferlegt werden. Hinzu komme, dass sie von den genannten Vorgängen nichts habe wissen können, weil E.________ genau während der kritischen Periode der Kapitalauszahlung vom 6. bis 13. Juli 2004 bei der Post einen Nachsendeauftrag veranlasst habe, womit sämtliche Korrespondenz ihm statt der Beschwerdeführerin zugestellt worden sei. Auch dazu äussere sich der vorinstanzliche Entscheid nicht. Gemäss Art. 7 Abs. 4 und Art. 12 des beschwerdegegnerischen Reglements habe ohnehin nicht sie als Versicherte, sondern die Freizügigkeitseinrichtung das Risiko des Blankettmissbrauchs zu tragen. Diese habe die nach den Umständen gebotene Aufmerksamkeit vermissen lassen. Aus diesem Grund könne sie sich auch nicht auf den guten Glauben berufen. Für ausschlaggebend hält die Beschwerdeführerin aber letztlich, wie sie bereits im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels vor der Vorinstanz unter Hinweis auf das Urteil 9C_464/2014 vom 24. Februar 2015 geltend gemacht hatte, dass auf dem Auszahlungsbegehren die reglementarisch (Art. 12 Ziff. 4 des beschwerdegegnerischen Reglements) vorgeschriebene öffentliche Beglaubigung der Unterschriften der Ehegatten durch einen Notar oder die zuständige Amtsperson in der Gemeinde gefehlt habe, was ein offensichtlicher Mangel sei, den die Beschwerdegegnerin hätte erkennen müssen. Der angefochtene Entscheid, welcher sich mit diesem Argument überhaupt nicht befasse, würde darauf hinauslaufen, dass sich die Beschwerdegegnerin trotz Verstosses gegen eigene reglementarische Vorschriften der Verantwortung entziehen könnte.