Citation: U 41/07 03.01.2008 E. 5

5.1 Für die Adäquanzbeurteilung ist an das (objektiv erfassbare) Unfallereignis anzuknüpfen (BGE 117 V 359 E. 6a S. 366 f.). Die Unfälle vom 19. April und Mai/Juni 1999 sind aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufes (höchstens) im mittelschweren Bereich an der Grenze zu den leichten Unfällen einzuordnen. 5.2 Von den weiteren, objektiv fassbaren und unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehenden oder als Folge davon erscheinenden Umständen, welche als massgebende Kriterien in die Gesamtwürdigung einzubeziehen sind (BGE 117 V 359 E. 6a S. 367), müssten demnach für eine Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges entweder ein einzelnes in besonders ausgeprägter Weise oder aber mehrere in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sein (BGE 117 V 359 E. 6b S. 367 f.). Während Unfallversicherer und Vorinstanz keines der adäquanzrelevanten Kriterien als erfüllt erachten, sind nach Auffassung des Versicherten deren fünf, nachfolgend im Einzelnen behandelte, in ausgeprägter und in gehäufter Weise gegeben. Weitere Adäquanzkriterien werden zu Recht nicht zur Diskussion gestellt. Als schwer oder besonderer Art sind die erlittenen Verletzungen nicht zu betrachten. Dies gilt selbst unter Berücksichtigung des Umstandes, dass der Versicherte bei der Kollision vom 19. April 1999 nach vorne gebeugt war und mit dem Kopf an die Sonnenblende stiess, wie er dies nach dem Unfall beschrieben hat. Weder war der Heilungsverlauf schwierig noch traten erhebliche Komplikationen auf. Das Andauern von Beschwerden trotz Behandlungsmassnahmen genügt nicht zur Bejahung des Kriteriums. Der Versicherte war nach dem Unfall vom 19. April 1999 während knapp eines Monates hälftig arbeitsunfähig. Danach bestand während fast zwei Jahren keine ärztlich bestätigte Einschränkung des Leistungsvermögens. Erst ab Mai 2001 wurde wieder eine teilweise Arbeitsunfähigkeit im Umfang von 75 % attestiert. Das Kriterium von Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit ist damit nicht erfüllt. Hieran ändert entgegen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nichts, wenn die Invalidenversicherung (IV) ab 1. Mai 2002 eine ganze Invalidenrente zugesprochen hat, ist doch für die IV als finale Versicherung, anders als für die Unfallversicherung, nicht entscheidend, worauf eine die Arbeits- (und Erwerbs-)fähigkeit einschränkende Gesundheitsschädigung zurückzuführen ist (vgl. BGE 124 V 174 E. 3b S. 178 mit Hinweisen). Ob die beiden in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde überdies geltend gemachten Kriterien der Dauerbeschwerden sowie der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung bejaht werden könnten, erscheint mit Blick auf die sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte, namentlich auch die erheblichen zeitlichen Intervalle ohne relevante Beschwerden, eher fraglich, muss aber nicht abschliessend beantwortet werden. In besonders ausgeprägter Weise wäre jedenfalls keines dieser Kriterien erfüllt. 5.3 Es ist demnach weder ein einzelnes Kriterium in besonders ausgeprägter Weise gegeben noch liegen mehrere Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise vor. Damit fehlt es am adäquaten Kausalzusammenhang zwischen den Unfällen vom 19. April sowie Mai/Juni 1999 und den nach dem 30. September 1999 gemeldeten Beschwerden, weshalb die Vorinstanz eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin hiefür zu Recht verneint hat.