Citation: 9C_512/2021 E. 6.1

6.1. Was sodann die Arbeitsfähigkeit aus somatischer Sicht betrifft, hat die Vorinstanz für die Zeit von April 2013 bis August 2015 erwogen, die ABI-Gutachter hätten nachvollziehbar ausgeführt, der Beschwerdeführerin sei seit April 2013 eine leidensangepasste Tätigkeit zu 100 % bei einer Leistungsminderung von 20 % zumutbar. Sie hat festgestellt, wohl sei im Dezember 2014 vor allem eine Diskushernie L5/S1 mit Kompression der Nervenwurzel diagnostiziert worden. Die Beschwerdeführerin habe aber schon dannzumal über eine seit einem Jahr bestehende Schmerzpersistenz berichtet. Eine effektive Verschlechterung des Gesundheitszustands sei somit trotz dieser Diagnose nicht eingetreten (vgl. vorinstanzliche Erwägung 4.2). Die Sichtweise des kantonalen Gerichts findet - anders als die Beschwerdeführerin geltend macht - in den echtzeitlichen Angaben eine Stütze. So wurde eine Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätigkeiten von der Klinik J.________ aus fachärztlicher Sicht durchwegs bejaht (Berichte vom 27. März 2013, 7. Januar 2014 und 2. November 2015). Ausserdem hat die Vorinstanz das Gutachten der MEDAS Bern einbezogen, woraus unmissverständlich hervorgeht, die Arbeitsfähigkeit für Verweistätigkeiten betrage ab Januar 2013 80 % bei ganztägiger Anwesenheit (Gutachten vom 20. Juni 2016, S. 28). Mithin hat das kantonale Gericht auf die Stellungnahmen des Dr. med. E.________, Facharzt FMH für Innere Medizin, verwiesen, welcher selbst als behandelnder (Haus-) Arzt eine sehr leichte körperliche Tätigkeit mit Wechselstellungen nicht gänzlich ausschloss. Dessen Bedenken hinsichtlich der praktischen Umsetzung gründeten denn auch nicht auf einem einschlägigen fachärztlichen Befund, sondern waren offenkundig durch die von der Beschwerdeführerin angegebenen Schmerzen beeinflusst, was nicht genügt (vgl. Bericht vom 12. Mai 2015). Von einer der vorinstanzlichen Beweiswürdigung eindeutig widersprechenden medizinischen Aktenlage (vgl. E. 3.3 hievor) kann demnach keine Rede sein. Die entsprechenden Feststellungen im angefochtenen Urteil bleiben rechtlich verbindlich.