Citation: 1C_149/2024 E. A

Mit Urteil vom 3. September 2015 verurteilte das Landgericht Arad in Rumänien A.________ wegen Menschenhandel zu drei Jahren Freiheitsstrafe. Am 3. September 2023 wurde er in der Schweiz angehalten und aufgrund einer Ausschreibung im Schengener Informationssystem vom 4. November 2015 vom Bundesamt für Justiz (BJ) in Auslieferungshaft versetzt. Rumänien reichte der Schweiz am 6. September 2023 ein Auslieferungsersuchen ein. In der Folge ersuchte das BJ die rumänischen Behörden um Garantien in Bezug auf die Haftbedingungen. Die rumänischen Behörden kamen dem nach, indem sie unter anderem erklärten, dass die physische und psychische Integrität von A.________ gewahrt, seine Gesundheit sichergestellt und der Zugang zu genügender medizinischer Betreuung, insbesondere zu notwendigen Medikamenten, gewährleistet werde. Nachdem A.________ in seiner Stellungnahme zum Auslieferungsersuchen geltend gemacht hatte, er sei in Abwesenheit verurteilt und eine Wiederaufnahme seines Strafverfahrens sei abgelehnt worden, ersuchte das BJ die rumänischen Behörden zudem, ihr Auslieferungsersuchen um Angaben zur Vorladung zur Hauptverhandlung, zur Urteilszustellung und zum Kontakt mit der Pflichtverteidigung zu ergänzen. Rumänien reichte eine solche Ergänzung ein und A.________ erhielt Gelegenheit, dazu Stellung zu nehmen. Mit Auslieferungsentscheid vom 20. November 2023 bewilligte das BJ die Auslieferung für die dem Auslieferungsersuchen zugrunde liegenden Straftaten. Eine von A.________ dagegen erhobene Beschwerde wies das Bundesstrafgericht mit Entscheid vom 27. Februar 2024 ab. Zudem wies es ein akzessorisches Haftentlassungsgesuch ab und trat auf ein Begehren um Genugtuung nicht ein. Das Gesuch von A.________ um unentgeltliche Rechtspflege wies es ebenfalls ab, trug jedoch seiner womöglich schwierigen wirtschaftlichen Situation mit einer reduzierten Gerichtsgebühr Rechnung.