Citation: 4A_196/2021 E. 3.1.2

3.1.2. Dies gelte zudem, selbst wenn die Säumnis mit der Klageantwort zu einer Beschränkung des Äusserungsrechts in der Hauptverhandlung führen würde. Die Beschwerdeführerin habe in der Klage keine detaillierten Tatsachenbehauptungen aufgestellt, sondern weitgehend auf die Entscheide im Verfahren 2008 verwiesen und im Übrigen die Grundlagen ihrer Ansprüche unter "Rechtliches" erörtert. Dies entspreche nicht der Vorgabe von Art. 221 Abs. 1 Bst. d und e ZPO. Nur dieser Vorgabe entsprechende Tatsachenbehauptungen könnten jedoch allenfalls als nicht bestritten und damit anerkannt angesehen werden. Die detaillierten Sachverhaltsbehauptungen habe die Beschwerdeführerin erst im schriftlichen ersten Parteivortrag aufgestellt, und auf diese habe die Beschwerdegegnerin unbestrittenermassen mit eigenen Behauptungen und Beweismitteln dazu reagieren können.