Citation: 8C_476/2018 E. 4.2

4.2. Die nach einlässlicher Würdigung der Sachlage getroffene Feststellung des kantonalen Gerichts, der Versicherten werde zum einen die Verletzung der Offenbarungspflicht vor Konkurseröffnung vorgeworfen und zum andern insbesondere die Tatsache, dass sie sich weigerte, anlässlich des nach Bekanntwerden des Konkurses einberaumten Gesprächs Auskunft über ihre Insolvenz zu geben sowie Einsicht in das Betreibungsregister zu gewähren, ist weder offensichtlich unrichtig noch ist sie angesichts der gesetzlichen Regelung in Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG in Verbindung mit Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV als bundesrechtswidrig zu qualifizieren. Die Vorinstanz durfte willkürfrei annehmen, dass die KESB nicht bereits durch den Umstand des Privatkonkurses den unwiderruflichen Entschluss zu kündigen fasste. Die Beschwerdeführerin selbst führte mehrfach aus, sie habe noch auf eine Einzelfalllösung gehofft. Im Schreiben der KESB zur Gewährung des rechtlichen Gehörs vom 28. Februar 2017 begründete diese einen Verstoss gegen Treu und Glauben und eine tiefgreifende Erschütterung des Vertrauensverhältnisses denn auch mit der unterlassenen Information zur finanziellen Situation. Wenn das kantonale Gericht zum Schluss gelangte, die Versicherte habe eine ausserordentliche Weiterbeschäftigung spätestens mit ihrer Weigerungshaltung im Rahmen des Gesprächs mit der Personaldelegation vereitelt, lässt sich dies nicht beanstanden. Mit Blick auf das vorwerfbare Verhalten und die Erfüllung des Tatbestands der selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit ist ferner nicht entscheidend, ob das Verhalten anlässlich der Anhörung mit fehlender Kooperation oder die zuvor unterlassene Informationspflicht über ihre finanzielle Lage mit entsprechendem Vertrauensverlust seitens der Arbeitgeberin zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses führte.