Citation: I 633/03 09.06.2004 E. 3

3.1 Der ursprünglichen Rentenverfügung vom 16. November 1999 lag das Gutachten der Klinik X.________ vom 22. Dezember 1998 zugrunde, in welchem ein chronisches Schmerzsyndrom des linken Vorfusses mit Chronifizierung und Symptomausweitung im Sinne einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung schweren Grades (ICD-10 F45.4), eine depressive Entwicklung (ICD-10 F34.1), Atopie, Ulcuskrankheit und Übergewicht diagnostiziert wurden. In den vorangegangenen Jahren sei es zu einer sukzessiven Verschlechterung des Zustandsbildes mit einer Zunahme der Schmerzen und einer depressiven Symptomatik gekommen. Die Beschwerden hätten sich mittlerweile auf die ganze linke Körperseite ausgedehnt und so zu einer weiteren Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit geführt. Durch die verschiedenen chirurgischen Eingriffe sei es vermutlich zu einer zusätzlichen Fixierung gekommen. Die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit wurde als vollständig eingeschränkt bezeichnet, während sie in einer sitzenden Tätigkeit auf 50 % geschätzt wurde. Die Gutachter befürchteten allerdings, dass der Versicherte diese Arbeitsfähigkeit wegen des ausgeprägten Krankheitsgefühls kaum werde verwerten können. Dr. med. B.________, welcher den Beschwerdeführer ab Januar 2000 psychiatrisch behandelte, stellte im vom Versicherten aufgelegten Bericht vom 9. Mai 2000 die Diagnose einer schweren und anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) und einer mittelgradigen depressiven Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11). Aus psychiatrischer Sicht schätzte er die Arbeitsunfähigkeit auf mindestens 80 %, wobei die Verschlechterung bereits vor Behandlungsbeginn eingetreten sei. Mittelfristig sei eine Tagesstruktur mit einer Tätigkeit in einem geschützten Rahmen sinnvoll. Im von der IV-Stelle einverlangten Arztbericht vom 25. Juli 2001 bezeichnete Dr. med. B.________ den Gesundheitszustand als stationär. Der Versicherte sehe sich jedoch ohnmächtig seinem Schicksal ausgeliefert. Aufgrund des depressiv fixierten Erlebens der für ihn ausweglosen gesundheitlichen Situation sei es diesem nicht mehr möglich, sich in Richtung Veränderung oder gar beruflicher Eingliederung zu bewegen. Im Schreiben vom 4. Oktober 2001 postuliert der behandelnde Psychiater eine Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit seit dem Jahre 1999 im Sinne einer Fixierung, Chronifizierung und Verkomplizierung durch neu hinzugetretene rezidivierende Angstzustände. Dr. med. O.________ diagnostizierte im vom Versicherten eingeholten Gutachten vom 20. Juni 2002 eine schwere anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) und eine chronische schwere depressive Episode mit somatischen Symptomen und Fixierung (ICD-10 F32.2). Das klinische Bild zeige einen therapieresistenten depressiven Zustand und eine seit der Begutachtung in der Klinik X.________ bestehende Fixierung. Trotz medikamentöser Behandlung und Psychotherapien seien die Beschwerden geblieben und hätten sich verschlechtert. 3.2 Das kantonale Gericht hat erwogen, dem Arztbericht des Dr. med. B.________ vom 25. Juli 2001 lasse sich im Vergleich mit dem Gutachten der Klinik X.________ vom 22. Dezember 1998 keine erhebliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes entnehmen. Die gestellten Diagnosen seien im Wesentlichen identisch und liessen nicht auf eine erhebliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes schliessen. Auch die objektivierbaren Befunde seien im Wesentlichen unverändert geblieben, worauf der ärztliche Dienst der IV-Stelle zu Recht hingewiesen habe. Unterschiedlich sei einzig die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit. Die von Dr. med. B.________ angeführte Suizidalität und die Angstzustände seien bereits im Gutachten der Klinik X.________ erwähnt, aber nicht als drohend eingeschätzt worden. Auch wenn sich der Beschwerdeführer selber als schwer krank fühle und keine Möglichkeit sehe, einer Arbeit nachzugehen, könne insgesamt nicht auf eine gesundheitliche Verschlechterung im Sinne einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit geschlossen werden. Die im Privatgutachten des Dr. med. O.________ diagnostizierte chronische schwere depressive Episode mit somatischen Symptomen und Fixierung könne nicht als erhebliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit Erlass der Verfügung vom 16. November 1999 interpretiert werden. Eine solche sei auch unter Berücksichtigung der Ausführungen über die medizinische Beurteilung nicht nachvollziehbar. Nachdem bereits das Gutachten der Klinik Barmeldweid von einer Fixierung des Beschwerdebildes ausgegangen sei, könne in der nunmehr erwähnten Chronifizierung keine rentenbeeinflussende Verschlechterung des Gesundheitszustandes erblickt werden. 3.3 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird geltend gemacht, den Berichten des Dr. med. B.________ lasse sich sehr wohl eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes entnehmen. Selbst wenn diese noch Fragen offen lassen sollten, sei eine Verschlechterung damit zumindest glaubhaft gemacht worden, weshalb eine höhere Invalidenrente nicht ohne ergänzende Abklärungen abgelehnt werden dürfe. Dasselbe gelte mit Bezug auf die unabhängige Beurteilung des Dr. med. O.________, welcher neu eine chronifizierte schwere depressive Episode mit somatischen Symptomen und Fixierung diagnostiziert habe.