Citation: 2C_148/2022 E. 4.5

4.5. Nach dem Dargelegten steht ein grosses öffentliches Interesse an der aufenthaltsbeendenden Massnahme dem sehr grossen privaten Interesse des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz gegenüber. Die Interessenabwägung ist von den besonderen Umständen des Einzelfalls geprägt: Beim Beschwerdeführer handelt es sich um eine ausländische Person der "Zweiten Generation", er leidet an einer paranoiden Schizophrenie in schwerem Ausmass und ist trotz Volljährigkeit von seinen Eltern und seinem Bruder, die in der Schweiz leben, abhängig. Es besteht eine niedrige Rückfallwahrscheinlichkeit und der Beschwerdeführer hat keine Bezugspunkte zu Sri Lanka. Im Lichte der Abwägung der Interessen erweist sich die aufenthaltsbeendende Massnahme als unverhältnismässig. Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung verletzt Art. 5 Abs. 2 BV, Art. 96 Abs. 1 AIG, Art. 13 Abs. 1 BV und Art. 8 EMRK.