Citation: 7B_9/2021 E. 4.3

4.3. Wie im angefochtenen Urteil willkürfrei erkannt wurde, sind entgegen den Vorbringen in der Beschwerde keine Handlungen des fallführenden Assistenzstaatsanwalts auszumachen, die ausserhalb seines Kompetenzbereichs gelegen hätten. So wurden beispielsweise der Erlass des Strafbefehls und die Anklageerhebung durch eine kompetenzberechtigte Person getätigt, indem jeweils der stellvertretende leitende Staatsanwalt die entsprechenden Rechtsakte visiert hat. Der Umstand, dass der Assistenzstaatsanwalt Michael Tanner die betreffenden Unterlagen vermutungsweise zuhanden des stellvertretenden leitenden Staatsanwaltes vorbereitet hat und deshalb ebenfalls namentlich aufgeführt ist, ändert daran nichts. Auch vermag der offensichtlich auf einem Tippfehler beruhende Verschrieb bezüglich des Vornamens des stellvertretenden leitenden Staatsanwalts ("E." statt "R." [Roger] Egli) auf der Anklageschrift keine Umgehung der in § 102 Abs. 2 lit. c und Abs. 3 GOG/ZH vorgegebenen Kompetenzordnung und damit keine funktionelle Unzuständigkeit der involvierten Strafverfolgungsbehörde aufzuzeigen.