Citation: 4P.199/2003 24.02.2004 E. 2

2.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, der angefochtene Entscheid verletze Art. 29 BV. 2.2 Der Gehörsanspruch gemäss Art. 29 Abs. 2 BV gibt dem Betroffenen als persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht einen Anspruch darauf, sich vor Erlass eines in seine Rechtsstellung eingreifenden Entscheides zu äussern und Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen. Dem Mitwirkungsrecht entspricht die Pflicht der Gerichte, die Argumente und Verfahrensanträge der Partei entgegenzunehmen und zu prüfen sowie die ihr rechtzeitig und formrichtig angebotenen erheblichen Beweismittel abzunehmen (BGE 124 I 241 E. 2 mit Hinweisen). Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör wird auch die Pflicht der Gerichte abgeleitet, ihre Entscheide zu begründen. Die Begründung muss kurz die wesentlichen Überlegungen nennen, von denen sich das Gericht hat leiten lassen und auf die sich sein Entscheid stützt (BGE 121 I 54 E. 2c S. 57 mit Hinweisen). Nicht erforderlich ist hingegen, dass sich der Entscheid mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinander setzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Es genügt, wenn der Entscheid sachgerecht angefochten werden kann (BGE 126 I 97 E. 2b; 125 II 369 E. 2c). 2.3 Im Einzelnen rügt die Beschwerdeführerin unter Verweis auf die kantonalen Akten, das Kantonsgericht habe sich mit dem in der Berufungsreplik gestellten Beweisantrag auf Durchführung eines Augenscheins bezüglich der Frage, ob die Fassade nach der Sanierung ziemlich genau gleich ausgesehen habe wie zuvor, nicht auseinander gesetzt. Damit macht die Beschwerdeführerin eine Verletzung der Begründungspflicht geltend. 2.4 Es trifft zwar zu, dass sich das Kantonsgericht nicht ausdrücklich zu dem in der Berufungsreplik gestellten Beweisantrag des Augenscheins äusserte. Indem es diesem Antrag keine Folge leistete, hat es jedoch zum Ausdruck gebracht, dass es diesen ablehnte. Die fehlende explizite Begründung der Ablehnung stellt keine Verletzung der Begründungspflicht dar, da für die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin ohne weiteres erkennbar war, dass der Beweisantrag nicht zugelassen wurde, weil er offensichtlich verspätet gestellt wurde. Dies hat das Kantonsgericht in seiner Vernehmlassung ausdrücklich bestätigt. So können gemäss dem beschränkten Novenrecht gemäss § 198 ZPO/SZ neue Beweismittel nur bezeichnet werden, wenn die Voraussetzungen gemäss § 104 Ziff. 2-5 ZPO/SZ vorliegen. Dass diese Voraussetzungen gegeben seien, ist nicht ersichtlich und wird von der Beschwerdeführerin auch nicht geltend gemacht. 2.5 Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, das Kantonsgericht habe ihren Anspruch auf rechtliches Gehör und ein faires Verfahren verletzt, da es - unter Berufung auf das vermeintliche Schiedsgutachten - ihre Einwendungen gegen die Mangelhaftigkeit des Werkes und die erhobene Mängelrüge nicht beachtet habe. Diese Rüge ist unbegründet, da das Kantonsgericht das Gutachten der EMPA willkürfrei als Schiedsgutachten qualifizieren durfte, welches bezüglich der festgestellten Mängel verbindlich war (vgl. E. 4.3 hienach). Zudem hat sich das Kantonsgericht entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin mit der Frage der Mängelrüge auseinander gesetzt, weshalb insoweit eine Verletzung des rechtlichen Gehörs und des Anspruchs auf ein faires Verfahren zu verneinen ist. 2.6 Alsdann bringt die Beschwerdeführerin vor, ihr Anspruch auf rechtliches Gehör sei bei der Erstellung des Gutachtens der EMPA verletzt worden. Da die Beschwerdeführerin nicht darlegt, inwiefern insoweit eine Gehörsverletzung vorliegen soll, ist auf die Rüge mangels einer rechtsgenüglichen Begründung nicht einzutreten (vgl. E. 1.2 hievor).