Citation: 6B_610/2024 E. 1.2.3

1.2.3. Bezüglich der objektiven Tatschwere der mehrfachen sexuellen Handlungen mit einem Kind sei, wie bereits bei der mehrfachen sexuellen Nötigung, zu berücksichtigen, dass schwerere Übergriffe als die vorliegend zu beurteilenden vorstellbar seien. Allerdings falle ins Gewicht, dass der Geschädigte zum Zeitpunkt der ersten Tathandlungen noch sehr weit vom Erreichen des jugendlichen Schutzalters entfernt gewesen sei und dass sich der Tatzeitraum über einen erheblichen Teil seiner Vorpubertät und Pubertät erstreckt habe. In subjektiver Hinsicht sei wiederum Direktvorsatz anzunehmen und sei es dem Beschwerdeführer einzig um die Befriedigung seiner sexuellen Bedürfnisse gegangen. Auch diesbezüglich wiege sein Verschulden folglich mittelschwer und würde isoliert betrachtet eine Freiheitsstrafe von 2 Jahren rechtfertigen. Im Rahmen der gebotenen Asperation sei der sachliche, zeitliche und personelle Zusammenhang mit der mehrfachen sexuellen Nötigung zu berücksichtigen. Mit Blick auf die Tatkomponente sei eine Erhöhung der Einsatzstrafe aufgrund des zusätzlichen Unrechtsgehalts im Rahmen von Art. 187 StGB um ein Jahr auf 6 Jahre angemessen.