Citation: 2C_940/2020 E. 7.6

7.6. Die privaten Interessen des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz sind wegen seiner langen Anwesenheit, seinen gesundheitlichen Problemen und im Hinblick auf seine hier lebende Familie insgesamt sehr bedeutend. Letztere hat ein grosses Interesse daran, in der Schweiz zu verweilen. Es ist jedoch sowohl der Ehefrau als Inhaberin einer Niederlassungsbewilligung als auch dem Sohn als Schweizer Bürger unbenommen, in der Schweiz zu bleiben. Damit kann insbesondere sichergestellt werden, dass der Sohn die notwendige Betreuung erhält. Die familiären Kontakte können durch gegenseitige Besuche bzw. mittels der heute zur Verfügung stehenden Kommunikationsmittel aufrechterhalten werden. Ohnehin sind es die Familienangehörigen des Beschwerdeführers gewohnt, getrennt von ihm zu leben. Auch wenn mittlerweile wieder von einer intakten Ehegemeinschaft auszugehen ist, die im Rahmen des Möglichen auch aus dem Strafvollzug gelebt wird, hat der Beschwerdeführer zuvor die Beziehungen zu seinen Angehörigen nicht immer gepflegt. So lebte er aufgrund seiner Drogenabhängigkeit von Herbst 2015 bis Juli 2018 getrennt von seiner Frau und der Kontakt zu seinem Sohn war zumindest während seinen früheren, wiederholten Inhaftierungen (von November 2014 bis Mai 2015 sowie von März 2016 bis Mai 2017) stark eingeschränkt, wodurch sich die Beziehung des Beschwerdeführers zu seinen Angehörigen ein Stück weit relativiert. Aufgrund der wiederholten Delinquenz und einer nicht unerheblichen Rückfallgefahr überwiegen somit die reduzierten privaten Interessen des Beschwerdeführers das sicherheitspolizeiliche Interesse nicht, seinen Aufenthalt zu beenden. Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung ist daher rechtmässig.