Citation: I 683/05 21.03.2006 E. 3

3.1 Das Verfahren ist kostenlos (Art. 134 OG). Die Voraussetzungen für die unentgeltliche Verbeiständung sind nach Gesetz (Art. 152 in Verbindung mit Art. 135 OG) und Praxis in der Regel erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos erscheint, die Partei bedürftig und die Verbeiständung durch einen Anwalt notwendig oder doch geboten ist (BGE 125 V 202 Erw. 4a und 372 Erw. 5b, je mit Hinweisen). 3.2 Bedürftig im Sinne von Art. 152 Abs. 1 OG ist eine Person, wenn sie ohne Beeinträchtigung des für sie und ihre Familie nötigen Lebensunterhaltes nicht in der Lage ist, die Prozesskosten zu bestreiten (BGE 128 I 232 Erw. 2.5.1, 127 I 205 Erw. 3b, 125 IV 164 Erw. 4a). Massgebend sind die wirtschaftlichen Verhältnisse im Zeitpunkt der Entscheidung über das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (BGE 108 V 269 Erw. 4). Auf der Einnahmenseite ist das Einkommen der Beschwerdeführerin zu berücksichtigen. Gemäss "Lohnblatt September 2005" beträgt der monatliche Nettolohn Fr. 3206.20.- und unter anteilsmässiger Anrechnung des 13. Monatslohnes (Fr. 3206.20.- : 12 = Fr. 267.20) Fr. 3473.40. Auf der Ausgabenseite ist zunächst der Grundbedarf gemäss Richtlinien der Konferenz der Betreibungs- und Konkursbeamten vom 24. November 2000 in Höhe von Fr. 1100.- für eine alleinstehende Person anzurechnen. Hinzu kommen (ausgewiesene) Wohnkosten von Fr. 750.-, Krankenkassenprämien von Fr. 300.- und Fr. 170.- für Steuern. Nicht berücksichtigt werden können hingegen die geltend gemachten, aber nicht belegten Berufsauslagen von Fr. 500.- (BGE 125 IV 164 Erw. 4a mit Hinweisen), was insgesamt einen finanziellen Bedarf von Fr. 2320.- im Monat ergibt. Aus der Gegenüberstellung mit den Einnahmen von Fr. 3473.40.- resultiert ein Mehrbetrag von Fr. 1153.40.-. Dieser genügt zur Deckung der Anwaltskosten in diesem Verfahren. Dies gilt umso mehr, als die Beschwerdeführerin ein Barvermögen von rund Fr. 30'000.- im Juni 2005 auswies. Ob allenfalls ein Zuschlag zum betreibungsrechtlichen Notbedarf miteinzubeziehen wäre (vgl. Urteil H. vom 4. Oktober 2005, 5P.295/2005, Erw. 2.3.2), kann offen bleiben, da selbst bei dessen Berücksichtigung in der Höhe von praxisgemäss 25 % (RKUV 2000 Nr. KV 119 S. 156 Erw. 3a; Urteil T. vom 22. August 2005, I 102/05, Erw. 6.2) ein Überschuss von Fr. 878.40 resultiert, womit die Bedürftigkeit und demzufolge auch der Anspruch auf unentgeltliche Verbeiständung zu verneinen sind.