Citation: 6B_129/2024 E. 2.4.3

2.4.3. Die Vorinstanz pflichtet dem Beschwerdeführer insofern bei, als sich seine Täterschaft nur gestützt auf die Radarfotos nicht mit Sicherheit beweisen lasse, weil das Gesicht des Lenkers nicht eindeutig erkennbar sei. Allerdings lasse ein Radarfoto erkennen, dass der Maserati mit grösster Wahrscheinlichkeit von einem Mann gelenkt worden sei. Zudem geht die Vorinstanz unter Würdigung der Radarfotos und der Vergleichsbilder davon aus, dass die Ehefrau des Beschwerdeführers auf dem Beifahrersitz sass. Damit könne die Ehefrau als Lenkerin ausgeschlossen werden. Die Geschwindigkeitsüberschreitung sei am Samstag, 4. Juni 2022, um 16:55 Uhr in Kandergrund erfolgt. Damit sei eine Geschäftsfahrt eines Angestellten der B.A.________ AG mit Sitz in Biel unwahrscheinlich. Vielmehr sei aufgrund der konkreten Umstände von einem Wochenendausflug des Beschwerdeführers mit seiner Ehefrau auszugehen. Die Vorinstanz hält es für unglaubhaft, dass der Beschwerdeführer den Maserati mit einen Zeitwert von mindestens Fr. 68'000.-- seinen Angestellten oder anderen Familienmitgliedern als seiner Ehefrau beliebig für Wochenendausflüge zur Verfügung stellt. Daraus schliesst sie, dass neben dem Halterindiz diverse Hinweise für die Täterschaft des Beschwerdeführers sprechen. Die Vorinstanz nimmt angesichts dieser Umstände zutreffend an, dass eine Erklärung zu erwarten gewesen wäre, wer zum Tatzeitpunkt gefahren sein solle.