Citation: 2C_338/2021 E. 8.3.6

8.3.6. Der Einwand der Beschwerdeführerin, dass im Rahmen von Art. 87 BGS ("Eröffnung und Einspracheverfahren") kein genügender Rechtsschutz bestehe und sie sich über jede Aufdatierung der Sperrliste informieren müsse, um ihren Anspruch auf rechtliches Gehör überhaupt wahrnehmen zu können, überzeugt nicht: Sie wurde mit Schreiben vom 29. Mai 2019 und E-Mail vom 31. Mai 2019 über die neue Rechtslage in der Schweiz ab dem 1. Juli 2019 (Inkrafttreten der Regeln über die Zugangssperre) informiert und darauf hingewiesen, dass sie sich bei Fragen an die Comlot wenden könne. Sie hatte somit Kenntnis von der geänderten Gesetzeslage und die Möglichkeit, sich bei allfälligen Problemen oder Unklarheiten an die interkantonale Aufsichtsbehörde zu wenden. Sie musste damit rechnen, dass ihr Sportwettenangebot als unbewilligt eingestuft werden könnte. Ändert sie ihre Domain oder bietet sie anderweitig in der Schweiz nicht bewilligte Geldspiele online an, muss sie damit rechnen - sollte sie nicht eigene geeignete technische Massnahmen ergreifen (Art. 87 Abs. 2 BGS) -, dass auch diese Websites auf die Sperrliste gesetzt und gesperrt werden. Es ist ihr als Geldspielanbieterin zumutbar, sich über allfällige Veröffentlichungen im Bundesblatt bzw. die jeweiligen Websites der schweizerischen Aufsichtsbehörden zu informieren. Die Internet-Sperre untersteht nach dem Einspracheverfahren einer doppelten richterlichen Kontrolle (Interkantonales Geldspielgericht, Bundesgericht), weshalb es nicht an einem wirksamen Rechtsschutz fehlt.