Citation: 6B_19/2024 E. A

A.________ wird von der Staatsanwaltschaft Kreuzlingen im Wesentlichen zur Last gelegt, er habe am 17. Mai 2019 für das Abladen von mit Stahlrohlingen und weiterem Material beladenen Europaletten trotz fehlender Staplerprüfung einen Gabelstapler benutzt. Noch bevor die letzte Zurrgurte vollständig entfernt gewesen sei, habe er die Gabelzinken des Staplers vollständig unter eine der Europaletten geführt. Er sei, ohne dies zu bemerken, mit einem Rad des Gabelstaplers auf die (über der Ladung) von der Ladebrücke hängende und auf dem Boden aufliegende Zurrgurte gefahren, deren eines Ende nach wie vor befestigt (eingehakt) gewesen sei. In der Folge habe er, obschon sich der Lastwagenchauffeur B.________ im Gefahrenbereich auf der Ladebrücke aufgehalten und das Kommando zum Abladen noch nicht erteilt habe, die Gabeln des Staplers angehoben. Beim Anheben sei durch die Zurrgurte bei der abzuladenden Palette eine einseitige Spannung nach unten entstanden. Hierauf sei die Europalette gebrochen und ein unbekannter Gegenstand habe den Lastwagenchauffeur an der linken Gesichtshälfte getroffen, sodass dieser rückwärts gefallen und mit schweren Verletzungen (u.a. Schädelhirntrauma) auf der Ladebrücke liegen geblieben sei. A.________ habe sich mit seinem sorgfaltswidrigen Verhalten der fahrlässigen schweren Körperverletzung schuldig gemacht.