Citation: 8C_330/2024 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, er leide an einem organisch bedingten neuropathischen Schmerzsyndrom, weshalb die adäquate Unfallkausalität des Leidens nicht nach den Kriterien für psychische Unfallfolgeschäden zu beurteilen sei. Selbst bei Prüfung der adäquaten Kausalität nach den in BGE 115 V 133 formulierten Kriterien seien diese mehrheitlich erfüllt. Er sei als Jugendlicher bzw. Lernender noch nie mit Unfallereignissen konfrontiert gewesen, weshalb das An- und Überfahrenwerden durch einen Bagger mit einer besonderen Eindrücklichkeit verbunden gewesen sei. Das neuropathische Schmerzsyndrom sei erfahrungsgemäss geeignet, psychische Fehlentwicklungen auszulösen. Die ärztliche Behandlung dauere seit dem Unfall (April 2019) an. Die bisher angewandten Schmerztherapien hätten keinen durchschlagenden Erfolg gehabt. Er leide seit mehr als fünf Jahren an Dauerschmerzen. Die Physiotherapiesitzungen habe er einzig deshalb unentschuldigt nicht besucht, weil diese keinen positiven Einfluss auf den Schmerz gehabt hätten. Entgegen der Vorinstanz ändere dies nichts an der Intensität der Schmerzproblematik. Ein schwieriger Heilungsverlauf sei offensichtlich. Die erlittenen Unfallverletzungen hätten zudem zu einer dauernden Arbeitsunfähigkeit in Bezug auf die angestrebte berufliche Ausbildung geführt. Er befinde sich immer noch in der beruflichen Eingliederung, weshalb sich im jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehen lasse, in welchem Ausmass er rentenbegründend arbeitsunfähig in Bezug auf eine Verweisungstätigkeit sei. Er sei durch den Unfall in einem erheblichen Ausmass somatisch bedingt arbeitsunfähig.