Citation: U 15/02 31.10.2003 E. 4.2

4.2.1 Im Lichte dieser Rechtsprechung genügt die Anzahl der in den Akten liegenden DAP-Blätter. Hingegen fehlt es an den Angaben über die Gesamtzahl der aufgrund der Behinderung in Frage kommenen dokumentieren Arbeitsplätze. Gleiches gilt für den Höchst- und den Tiefstlohn sowie für den Durchschnittswert der entsprechenden Gruppe. Die DAP der SUVA können demnach für die Ermittlung des Invalideneinkommens nicht herangezogen werden. 4.2.2 Rechtsprechungsgemäss sind deshalb Tabellenlöhne heranzuziehen. Wird auf die LSE abgestellt, ist jeweils vom Zentralwert (Median) der standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) auszugehen (BGE 126 V 76 Erw. 3b/bb). Zum Ausgleich lohnmindernder Faktoren kann vom Tabellenlohn ein Abzug vorgenommen werden, welcher unter Berücksichtigung sämtlicher persönlicher und beruflicher Umstände (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) nach pflichtgemässem Ermessen zu schätzen ist, wobei der Abzug höchstens 25 % beträgt (BGE 126 V 79 Erw. 5b/aa-cc). 4.2.3 Im vorliegenden Fall ist vom monatlichen Bruttolohn von Arbeitnehmern im privaten Sektor für Tätigkeiten im Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) von Fr. 4437.- (LSE 2000, S. 31, Tabelle TA1) auszugehen. Umgerechnet auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit im Jahre 2000 von 41.8 Stunden (Die Volkswirtschaft 1/2003, S. 94 Tabelle B 9.2) ergibt sich ein Jahreseinkommen von Fr. 55'640.-. Verglichen mit dem Valideneinkommen von Fr. 72'150.20 ergäbe sich rein rechnerisch ein Invaliditätsgrad von 22,88 %. Weil der Beschwerdeführer auch im Rahmen einer leichteren Tätigkeit eingeschränkt ist und zusätzlich Pausen einzulegen sind, was sich erfahrungsgemäss lohnmindernd auswirken kann, ist zusätzlich vom Tabellenlohn ein leidensbedingter Abzug vorzunehmen. Ebenso kann berücksichtigt werden, dass sich der Versicherte in der Landessprache seiner Wohnregion nur ungenügend verständigen kann und zudem Analphabet ist. Bei einem solchen zwischen 15 und 20 % lässt sich die vorinstanzliche Ermittlung eines Invaliditätsgrades von 37 % im Lichte statistischer Lohnangaben nicht beanstanden.