Citation: 8C_125/2018 E. 3.3.1

3.3.1. Dem Vorbringen des Beschwerdeführers ist, soweit es sich auf die vorinstanzliche Feststellung des psychischen Gesundheitszustandes und dessen Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit bezieht, beizupflichten. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass der Arzt des RAD seine Stellungnahme vom 22. Juli 2014, es liege entgegen dem Gutachten des ZMB vom 18. Juni 2014 keine psychiatrisch relevante Erkrankung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vor, nicht auf eigene Untersuchungen abstützte. Sodann setzte er sich nicht mit der sich aufdrängenden, der von ihm selbst in einer früheren Stellungnahme aufgeworfenen Frage auseinander, weshalb der Versicherte vor allem wegen der seit längerer Zeit bestehenden, die Arbeitsfähigkeit erheblich beeinträchtigenden Zwangsstörung im Medizinischen Zentrum B.________ ambulant psychiatrisch und psychologisch behandelt werden musste (vgl. Berichte vom 10. Juni und 27. Juli 2013). Die psychiatrische Sachverständige des ZMB hat in der Erläuterung vom 17. Juli 2014 einlässlich dargelegt, dass anamnestisch aufgrund der von mehreren Personen fachärztlicher und psychologischer Fachrichtung erhobenen Befunde von einer seit Jahren bestehenden, die Arbeitsfähigkeit erheblich einschränkenden Zwangsstörung auszugehen sei, auch wenn sie deren schwerwiegende Auswirkungen hinsichtlich des Alltags- und Berufslebens in der Untersuchungssituation nicht habe objektivieren können. Der Versicherte sei seit dem Jahre 2008 nie mehr vollständig arbeitsfähig gewesen, das Durchhaltevermögen sei mittelgradig bis schwer beeinträchtigt. Um die vom RAD aufgeworfenen Fragen zur Konzentrations- und Aufmerksamkeitsfähigkeit noch genauer abzuklären, müsste eine neuropsychologische Testung in der Muttersprache des Versicherten durchgeführt werden.