Citation: 5A_157/2021 E. 3.1.1

3.1.1. Ändern sich die Verhältnisse, so passt das Gericht auf Begehren eines Ehegatten die Massnahmen an oder hebt sie auf, wenn ihr Grund weggefallen ist. Die Bestimmungen über die Änderung der Verhältnisse bei Scheidung gelten sinngemäss (Art. 179 Abs. 1 ZGB). Eine Abänderung von Eheschutzmassnahmen setzt voraus, dass seit der Rechtskraft des Urteils eine wesentliche und dauerhafte Veränderung eingetreten ist. Ein Abänderungsgrund liegt auch dann vor, wenn die tatsächlichen Feststellungen, die dem Massnahmenentscheid zugrunde lagen, sich nachträglich als unrichtig erweisen oder nicht wie vorhergesehen verwirklichen. Schliesslich kann ein Ehegatte die Änderung verlangen, wenn sich der ursprüngliche Entscheid als nicht gerechtfertigt erweist, weil dem Massnahmengericht wesentliche Tatsachen nicht bekannt waren (BGE 143 III 617 E. 3.1 mit Hinweisen). Soweit der Beschwerdeführer in der Abänderung des Entscheids vom 19. April 2018 (Sachverhalt Bst. A.a) eine Verletzung des Grundsatzes der res iudicata (Ziff. III/C/3.2 S. 44 der Beschwerde) zu erkennen meint, liegt er falsch, denn Art. 179 ZGB setzt eine Veränderung der Verhältnisse voraus, so dass auf der Basis eines neuen Tatsachenfundaments entschieden wird, das vom Grundsatz der abgeurteilten Sache nicht erfasst wird (vgl. BGE 142 III 210 E. 2; 139 III 126 E. 3.2.3).