Citation: U 134/06 03.05.2007 E. 2.2

2.2.1 Aufgrund der Akten steht fest, dass die Beschwerdeführerin seit dem Auffahrunfall vom 15. Juni 2001 jedenfalls teilweise an Symptomen leidet, die typischerweise nach einer HWS-Distorsion auftreten. Die Vorinstanz bejahte den natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den geklagten Beeinträchtigungen. Sie liess die Frage offen, ob die laut MEDAS-Gutachten vom 16. September 2003 im Vordergrund stehenden, als Anpassungsstörung mit gemischter Störung von Stimmungs- und Sozialverhalten nach ICD-10 F43.23 diagnostizierten psychiatrischen Befunde Folge eines Schleudertraumas sind, weil der adäquate Kausalzusammenhang selbst nach den gemäss BGE 117 V 359 geltenden Grundsätzen verneint werden müsse. 2.2.2 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird wie schon im vorinstanzlichen Verfahren im Wesentlichen vorgebracht, die Adäquanzprüfung sei zu früh erfolgt. Die ärztliche Behandlung sei am 1. Februar 2004 noch nicht abgeschlossen gewesen. Die SWICA und das kantonale Gericht hätten den medizinischen Sachverhalt zu Unrecht gestützt auf das MEDAS-Gutachten beurteilt, welches auf unvollständigen und nicht schlüssigen neurologischen und rheumatologischen Untersuchungen beruhe und deswegen hinsichtlich der Ergebnisse nicht überzeuge. Es seien allenfalls zur Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs weitere Abklärungen erforderlich. 2.3 Der Einwand in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die SWICA Versicherungen AG habe die Adäquanzprüfung zu früh vorgenommen, ist unbehelflich. Zu fragen ist vielmehr, ob im massgeblichen Zeitpunkt des Einspracheentscheides die Voraussetzungen für den Fallabschluss vorgelegen haben. Diese sind gegeben, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 Satz 1 UVG). Im Übrigen erlischt der Taggeldanspruch unter anderem mit der vollen Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit (Art. 16 Abs. 2 Satz 2 UVG).