Citation: 4A_415/2022 E. 3.3.4

3.3.4. Die Beschwerdeführerin moniert, dass das Obergericht das Problem der Untermiete und jenes der Schlüsselhinterlegung getrennt behandelt habe: Diese zwei Punkte seien eng miteinander verbunden. Ob dies zutrifft, braucht vorliegend nicht geklärt zu werden. Jedenfalls fehlt es nach den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen an jedweder schriftlichen Mahnung, womit Art. 257f Abs. 3OR von vornherein nicht greift. Dass die Kombination dieser beiden angeblichen Verfehlungen (Untermiete und Schlüsselhinterlegung) eine schwere Schädigung der Mietsache im Sinne von Art. 257f Abs. 4OR darstellt - was ohne Verwarnung zur fristlosen Kündigung berechtigen würde -, legt die Beschwerdeführerin nicht hinreichend dar.