Citation: 8C_608/2023 E. 5.1.2

5.1.2. Das kantonale Gericht würdigte die medizinische Aktenlage einlässlich, sorgfältig und pflichtgemäss und legte überzeugend dar, dass die beiden bidisziplinären Gutachten die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine beweistaugliche Entscheidungsgrundlage erfüllen. Es zeigte auf, dass bis Ende Juli 2018 von einer 100%igen Einschränkung im Bereich Erwerbstätigkeit und ab 1. August 2018 von einer Arbeitsfähigkeit von 64 % auszugehen sei. Soweit die Beschwerdeführerin erneut das Fehlen einer gemeinsamen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch die beiden Gutachterstellen rügt, zeigte das kantonale Gericht zutreffend auf, dass die Gutachter der ABI eine angepasste Tätigkeit als ganzzeitig zumutbar erachteten unter einem vermehrten Pausenbedarf von 10 %, während die Gutachter der B.________ GmbH aufgrund eines vermehrten Pausenbedarfs von einer Präsenzzeit von 80 % und einer zusätzlichen Einschränkung der Leistungsfähigkeit aus psychiatrischer und neuropsychologischer Sicht von 20 % ausgingen. Es erwog daher willkürfrei, dass die reduzierte Leistungsfähigkeit von 10 % gemäss ABI-Gutachten nicht zu der um 36 % reduzierten Arbeits- und Leistungsfähigkeit gemäss dem Gutachten der B.________ GmbH zu addieren sei, dies, weil sich die jeweils attestierten Reduktionen der Leistungsfähigkeit in einem vermehrten Pausenbedarf überschneiden.