Citation: 8C_257/2010 01.06.2010 E. 3

3.1 Im angefochtenen Beschluss vom 4. März 2010 hat die Vorinstanz erwogen, aus den Bilanzen per 31. Dezember 2008 der Firmen F.________, C.________, P.________, S.________, X.________, T.________, und W.________ AG sowie der Bilanz per 30. Juni 2009 der Firma B.________ GmbH gehe hervor, dass sich alle diese Firmen gegenseitig wie auch gegenüber dem Beschwerdeführer bzw. seiner Ehefrau Kontokorrentkredite und Darlehen einräumten. Innerhalb dieses Geflechts von Firmen und Privathaushalt würden sich die gegenseitigen Schulden und Kredite somit aufheben. Die geltend gemachte Neuverschuldung 2008 sei, soweit ersichtlich, nicht durch Aufnahme eines Fremd-, sondern durch Erhöhung des Privatkredites gegenüber den eigenen Firmen erfolgt. Bei verschiedenen Positionen in den Ertragsrechnungen sei nicht ersichtlich, ob echter Aufwand verbucht oder lediglich interne Verrechnungen mit anderen Firmen vorgenommen worden seien. Als Beispiel könne die Firma W.________ AG genannt werden, wo für das Jahr 2008 Erträge von Fr. 224'040.40 verbucht seien. Anderseits erschienen als Aufwand Fremdhonorare, pendente Lohnzuweisungen und Abschreibungen von total rund Fr. 180'000.-. Wofür Fremdhonorare bzw. Löhne verrechnet oder Abschreibungen im Umfang von 60 % der Aktiven (Abschreibungen Fr. 43'300.-; Aktiven Fr. 71'543.57) getätigt worden seien, bleibe unklar. Es sei nicht Aufgabe des Gerichts, das komplexe Firmengeflecht des Beschwerdeführers und die gegenseitigen finanziellen Abhängigkeiten zu analysieren, um seine finanzielle Leistungsfähigkeit festzustellen. Offensichtlich sei es ihm aber möglich, den deklarierten monatlichen Aufwand von rund Fr. 10'000.-, soweit nicht über eigenes Einkommen gedeckt, über Kredite bei den eigenen Firmen bzw. denjenigen seiner Ehefrau zu finanzieren. Somit sei davon auszugehen, dass die Firmensubstanz noch ausreiche, um zum Lebensunterhalt des Beschwerdeführers und seiner Familie - der nach seinen Angaben jährlich Fr. 122'579.36 betrage - wozu auch die Prozesskosten gehörten, beitragen zu können. Die finanziellen Verhältnisse seien nach wie vor nicht nachvollziehbar und überprüfbar, weshalb die Bedürftigkeit nicht ausgewiesen sei. 3.2 Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, sein Haushaltsbudget müsse für fünf Erwachsene ausreichen, da drei Kinder noch in Ausbildung an der Universität Zürich seien. Falsch sei die vorinstanzliche Argumentation, er könne sich zwecks Bestreitung seines Lebensunterhalts am Firmenvermögen "bedienen". Erstens dürfe man nicht nehmen, was einem nicht gehöre. Zweitens sei kein Nettovermögen vorhanden, d.h die Schulden seien grösser als das Vermögen. Drittens würde dies sofort zu einer Aufrechnung als Einkommensbestandteil durch die Steuerbehörde führen. Offenbar bezweifle die Vorinstanz generell die Korrektheit seiner Akten und Steuerdaten und unterstelle ihm damit faktisch Falschbeurkundungen. Nach der Untersuchungsmaxime sei sie aber verpflichtet, den rechtserheblichen Sacherhalt zu ermitteln, auch wenn er - wie behauptet - komplex sei.