Citation: 4A_197/2007 31.08.2007 E. 2

2.1 Die Beschwerdeführerin rügt in Bezug auf den von der Vorinstanz geschützten und vom Beschwerdegegner verrechnungsweise geltend gemachten Anspruch auf Spesenentschädigung zunächst eine Verletzung von Beweiserhebungsvorschriften, insbesondere von Art. 8 ZGB sowie der Verhandlungsmaxime. Sie bringt vor, der Beschwerdegegner habe seinen Anspruch auf Spesenentschädigung nicht näher substantiiert, insbesondere auch nicht angegeben, welchen Ursprungs die geltend gemachten Spesen seien. Die Beschwerdeführerin macht geltend, der Beschwerdegegner sei seiner Beweisführungspflicht betreffend Bestand und Höhe seiner verrechnungsweise erhobenen Spesenforderung weder im erstinstanzlichen Verfahren noch vor der Rechtsmittelinstanz nachgekommen. Insbesondere habe es der Beschwerdegegner versäumt, die Höhe seines Verrechnungsanspruchs mit geeigneten Beweismitteln (gefahrene Kilometer pro Monat, Kilometerstand, Kundenwege etc.) zu belegen und zu beweisen. Gemäss Vorinstanz hatte der Beschwerdegegner geltend gemacht, sein Privatfahrzeug zu beruflichen Zwecken benutzt zu haben. Die Vorinstanz hielt dafür, dass die Spesenhöhe bestimmt werden könne, obwohl der Beschwerdegegner keine Unterlagen vorgelegt habe, woraus die Anzahl der gefahrenen Kilometer ersichtlich wäre, und ging gestützt auf die aktenkundigen Angaben von Spesen in der Höhe von Fr. 59'076.90 aus. 2.2 Die Beschwerdeführerin vermag keine Verletzung von Art. 8 ZGB darzutun. Wohl gibt diese Bestimmung der beweisbelasteten Partei in allen bundesrechtlichen Zivilstreitigkeiten einen Anspruch darauf, für rechtserhebliche Sachvorbringen zum Beweis zugelassen zu werden (BGE 133 III 295 E. 7.1 S. 299; 132 III 222 E. 2.3 S. 226, 545 E. 3.3.2 S. 548; 130 III 591 E. 5.4 S. 601), wenn ihr Beweisantrag nach Form und Inhalt den Vorschriften des kantonalen Verfahrensrechts entspricht (BGE 129 III 18 E. 2.6 S. 24 f.; 114 II 289 E. 2a S. 290, je mit Hinweisen). Wo allerdings das Gericht in Würdigung von Beweisen zur Überzeugung gelangt, eine Tatsachenbehauptung sei bewiesen oder widerlegt, wird die Beweislastverteilung gegenstandslos. Diesfalls liegt freie Beweiswürdigung vor, die bundesrechtlich nicht geregelt ist, auch nicht durch Art. 8 ZGB. Diese Bestimmung schreibt dem Richter insbesondere nicht vor, mit welchen Mitteln der Sachverhalt abzuklären und wie das Ergebnis davon zu würdigen ist, und sie schliesst auch die vorweggenommene Beweiswürdigung nicht aus. Mithin steht Art. 8 ZGB einer bloss beschränkten Beweisabnahme nicht entgegen, wenn das Gericht schon nach deren Ergebnis von der Sachdarstellung einer Partei überzeugt ist oder dafür hält, die zusätzlich beantragten Beweise vermöchten zur Klärung des Sachverhalts nichts beizutragen (BGE 130 III 591 E. 5.4 S. 601 f.; 119 II 114 E. 4c S. 117; 115 II 305 f., je mit Hinweisen). Die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Verletzung von Art. 8 ZGB erweist sich als blosse Kritik an der Beweiswürdigung der Vorinstanz und geht somit fehl. Die vorgebrachte Rüge der willkürlichen Verletzung der Verhandlungsmaxime wird von der Beschwerdeführerin mit keinem Wort begründet, weshalb darauf nicht eingetreten werden kann (Art. 106 Abs. 2 BGG).