Citation: C 47/02 10.07.2002 E. 3

3.- Die Vorinstanz hat weiter geprüft, ob sich der Beschwerdeführer wegen falsch erteilter Auskunft auf den Vertrauensgrundsatz berufen könne. Der in Art. 9 BV verankerte Grundsatz von Treu und Glauben schützt den Bürger und die Bürgerin in ihrem berechtigten Vertrauen auf behördliches Verhalten und bedeutet, dass falsche Auskünfte von Verwaltungsbehörden unter bestimmten Voraussetzungen eine vom materiellen Recht abweichende Behandlung der Rechtsuchenden gebieten. Gemäss Rechtsprechung und Doktrin ist eine falsche Auskunft unter anderem nur dann bindend, wenn die Behörde für die Erteilung der betreffenden Auskunft zuständig war oder wenn die rechtsuchende Person die Behörde aus zureichenden Gründen als zuständig betrachten durfte (BGE 127 I 36 Erw. 3a, 126 II 387 Erw. 3a; RKUV 2000 Nr. KV 126 S. 223, Nr. KV 133 S. 291 Erw. 2a, Nr. KV 171 S. 281 Erw. 3b; zu Art. 4 Abs. 1 aBV ergangene, weiterhin geltende Rechtsprechung: BGE 121 V 66 Erw. 2a mit Hinweisen). Dieses Erfordernis ist im vorliegenden Fall nicht erfüllt. Wie die Vorinstanz zutreffend dargelegt hat, ist es nicht Sache des RAV, das AHV-rechtliche Beitragsstatut festzusetzen, so dass der betreffende RAV-Mitarbeiter für eine diesbezügliche Beratung unzuständig war. Die Auskunft hätte vom Versicherten überdies als unrichtig erkannt werden können, weshalb ihr keine Bindungswirkung zukommt.