Citation: 2A.478/1999 25.02.2000 E. 2

2.- a) Nach Art. 13 lit. f BVO sind Ausländer von den Höchstzahlen der Begrenzungsverordnung ausgenommen, wenn ein schwerwiegender persönlicher Härtefall vorliegt. Die Ausnahme von der zahlenmässigen Beschränkung nach Art. 13 lit. f BVO hat zum Ziel, Ausländern die Anwesenheit in der Schweiz erleichtert zu ermöglichen, bei denen sich die Unterstellung unter die Höchstzahlen als schwerwiegende Härte auswirken würde. Aus dem Verordnungstext sowie aus dem Ausnahmecharakter der Bestimmung geht hervor, dass die Voraussetzungen für die Anerkennung eines Härtefalles grundsätzlich restriktiv zu handhaben sind. Ein Härtefall setzt daher nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung voraus, dass sich der betreffende Ausländer in einer persönlichen Notlage befindet (grundsätzlich: BGE 117 Ib 317 E. 4 S. 321 ff.; 119 Ib 33 E. 4 S. 42 ff.). Das bedeutet, dass seine Lebens- und Daseinsbedingungen gemessen am durchschnittlichen Schicksal von Ausländern in gesteigertem Masse in Frage gestellt sein müssen beziehungsweise die Verweigerung von der Ausnahme der zahlenmässigen Beschränkung für den Betroffenen schwere Nachteile zur Folge hätte. Bei der Beurteilung des Härtefalles sind alle Gesichtspunkte und Besonderheiten des Einzelfalles zu berücksichtigen ( BGE 124 II 110 E. 2 S. 112; 123 II 125 E. 2 S. 126/127; 119 Ib 33 E. 4c S. 43; Alain Wurzburger, La jurisprudence récente du Tribunal fédéral en matière de police des étrangers, in: RDAF 53/1997 S. 291). b) Die bisherige Anwesenheit begründet für sich allein keinen Härtefall. Bei der Beurteilung des konkreten Einzelfalls ist jedoch zu berücksichtigen, dass sich die persönlichen Verhältnisse eines Ausländers, etwa als Folge eines langjährigen Aufenthalts, nachhaltig verändern können. Von Bedeutung kann insbesondere sein, ob Kinder des Gesuchstellers hier in Schule und Ausbildung derart integriert sind, dass ein Verlassen der Schweiz für diese eine neue Entwurzelung bewirken und ihre Entwicklung gefährden würde. Generell ist der Umstand mitzuberücksichtigen, wieweit es dem Ausländer zumutbar ist, sich in einem andern Land, namentlich in seiner Heimat aufzuhalten oder sich dorthin zu begeben (BGE 123 II 125 E. 2 S. 127 mit Hinweisen).