Citation: 5A_324/2013 E. A

Am 9. Februar 2007 starb E.________, Jahrgang 1916 (Erblasser). Seine beiden Töchter X.________ (Beschwerdeführerin) und Y.________ (Beschwerdegegnerin) sind die einzigen Erben. In der Erbteilung war die Ausgleichungspflicht von Geldzuwendungen und namentlich im Zusammenhang mit Liegenschaften streitig, die der Erblasser am 8. Mai 1980 der Beschwerdeführerin und deren Ehemann verkauft hatte (Grundstück Nr. 53, GB A.________) und am 1. April 1992 an beide Töchter zu je hälftigem Miteigentum übertragen hatte (Grundstücke Nrn. 24 und 28, GB B.________). In Ziff. 5 des Kaufvertrags vom 1. April 1992 heisst es, was folgt: "X.________ konnte im Jahre 1980 vom heutigen Verkäufer ihr heute bewohntes Wohnhaus in W.________ zu einem sehr günstigen Preis übernehmen. Als Ausgleich dafür wünscht der heutige Verkäufer, dass bei seinem Ableben die Grundstücke Nr. 28 und 24, B.________, von Y.________ zu einem Vorzugspreis übernommen werden können. Die beiden Käuferinnen vereinbaren dazu ein Kaufrecht an den Parzellen Nr. 28 und 24, B.________, zugunsten Y.________. Dieses Kaufrecht dauert fünf Jahre über das Ableben des heutigen Verkäufers hinaus und kann ab dem Zeitpunkt des Ablebens von E.________ zum Preise von Fr. 150'000.-- von Y.________ durch schriftliche Mitteilung an X.________ und an das Grundbuchamt W.________ ausgeübt werden, wozu X.________ ausdrücklich ihre Zustimmung erteilt. Der Preis von Fr. 150'000.-- versteht sich zum Lebenskostenindex von 132.7 Punkten per Ende Februar 1992. Der Kaufpreis ist somit der Veränderung des Lebenskostenindexes anzupassen. Im Grundbuch ist daher zugunsten von Y.________ auf den Grundstücken Nr. 28 und 24, B.________, ein Kaufsrecht gemäss Vertrag einzutragen. Das Kaufsrecht ist für zehn Jahre vorzumerken, beginnend ab dem Datum der Eintragung dieses Vertrages im Grundbuch." Die Parteien vereinbarten weiter, dass das im Kaufvertrag vom 8. Mai 1980 betreffend das Wohnhaus in W.________ (Grundstück Nr. 53, GB A.________) vorgesehene Gewinnanteilsrecht unter anderem zugunsten der Beschwerdegegnerin aufzuheben und im Grundbuch zu löschen sei (Ziff. 8 des Kaufvertrags vom 1. April 1992).