Citation: 9C_527/2024 E. 5.3

5.3. Im angefochtenen Urteil wurde die Überbindung der Kosten des Gerichtsgutachtens an die IV-Stelle damit begründet, dass der Sachverhalt im Verwaltungsverfahren unzureichend abgeklärt worden sei. Dabei ging das kantonale Gericht zu Recht von einer entsprechenden, der IV-Stelle anzulastenden Abklärungslücke aus, denn da die von ihr getätigten Sachverhaltsermittlungen, wie in E. 4.3 dargelegt, eine Beurteilung des streitigen Anspruchs noch nicht zuliessen, wäre (auch) sie aufgrund des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) zu weiteren Vorkehren verpflichtet gewesen. Soweit die Beschwerdeführerin darauf hinweist, dass Kosten von Gerichtsgutachten, welche eine unzulässige und überflüssige Zweitmeinung darstellen, nicht zu ihren Lasten gehen dürfen, ist ihr entgegenzuhalten, dass eine solche Konstellation hier nicht vorlag. Die Höhe der überbundenen Kosten wurde in der Beschwerde im Übrigen nicht beanstandet.