Citation: 8C_951/2008 03.06.2009 E. 3.1

3.1.1 Sie macht zunächst geltend, das kantonale Gericht habe es, mit Ausnahme des Gutachtens der Academy B.________ des Spitals C.________ vom 9. Juli 2007, trotz gestelltem Antrag unterlassen, ihr die Akten der Invalidenversicherung zuzustellen. Die Vorinstanz räumt in ihrer Stellungnahme zur Beschwerde ein, aufgrund eines Versehens, den Parteien die von ihr beigezogenen Akten der Invalidenversicherung nicht zugestellt und dem Antrag auf Beizug der neueren IV-Akten keine Beachtung geschenkt zu haben. Da diese Aktenstücke nicht Grundlage der Entscheidfindung gebildet hätten, sei fraglich, ob überhaupt von einem Verfahrensmangel gesprochen werden könne. 3.1.2 Der verfassungsrechtlich garantierte Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst als Teilgehalt auch das Recht, Einsicht in alle Akten zu nehmen, die geeignet sind, Grundlage des späteren Entscheids zu bilden (BGE 132 II 485 E. 3 S. 494 f.). Das Akteneinsichtsrecht bezieht sich auf sämtliche verfahrensbezogenen Akten, die geeignet sind, Grundlage des Entscheids zu bilden. Die Akteneinsicht ist demnach auch zu gewähren, wenn die Ausübung des Akteneinsichtsrechts den Entscheid in der Sache nicht zu beeinflussen vermag (BGE 132 V 387 E. 3.2 S. 389). Die Vorinstanz beging daher eine Gehörsverletzung, indem sie der Beschwerdeführerin nicht sämtliche IV-Akten zugestellt hat. 3.1.3 Nach der Rechtsprechung kann eine nicht besonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs ausnahmsweise als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei überprüfen kann. Unter dieser Voraussetzung ist darüber hinaus - im Sinne einer Heilung des Mangels - selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des Gehörs von einer Rückweisung der Sache an die Vorinstanz abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 133 I 201 E. 2.2 S. 204, 132 V 387 E. 5.1 S. 390 mit Hinweis). 3.1.4 Das kantonale Gericht hat im Sachverhalt des angefochtenen Entscheids den Beizug von Akten der Invalidenversicherung nicht erwähnt und in den Erwägungen lediglich das von der IV-Stelle eingeholte Gutachten vom 9. Juli 2007, zu welchem sich die Beschwerdeführerin vorgängig äussern konnte, zusammengefasst wiedergegeben. Auf weitere Unterlagen aus den IV-Akten hat es sich in seinem Entscheid nicht gestützt. Wie die nachstehenden Erwägungen (vgl. E. 5 und E. 6 hienach) und insbesondere der Ausgang des Verfahrens zeigen, ist der Beschwerdeführerin, welche im letztinstanzlichen Verfahren nicht nur formelle Rügen erhoben, sondern sich auch materiell geäussert hat, aus der vorinstanzlichen Verweigerung des rechtlichen Gehörs, wenn überhaupt, so jedenfalls kein schwerwiegender Rechtsnachteil erwachsen, der die Heilbarkeit der Gehörsverletzung ausschliessen würde. Von der beantragten Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur Gewährung der Akteneinsicht ist daher abzusehen. 3.2 Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liege auch darin begründet, dass das kantonale Gericht in seinem Entscheid zum Antrag auf Einholung eines aktuellen gerichtlichen Gutachtens zum natürlichen Kausalzusammenhang oder einer eventuellen Rückweisung der Sache zu diesem Zweck nicht Stellung genommen habe. Das kantonale Gericht stellt sich in seiner Vernehmlassung zu Recht auf den Standpunkt, das Bundesgericht habe im in der gleichen Sache ergangenen Urteil vom 29. Mai 2007 entschieden, der natürliche Kausalzusammenhang könne aufgrund des MEDAS-Gutachtens vom 30. März 2004 beurteilt werden, ohne dass es weiterer medizinischer Abklärung bedürfe, weshalb der Antrag im angefochtenen Entscheid implizit habe abgelehnt werden können. Die Vorinstanz hat somit ihre Begründungspflicht und den Anspruch auf rechtliches Gehör nicht verletzt, wenn sie in ihrem Entscheid auf den Antrag auf erneute medizinische Begutachtung nicht mehr näher eingegangen ist und es stattdessen bei einem Hinweis auf das bundesgerichtliche Urteil bewenden liess. 3.3 Die Beschwerdeführerin erblickt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs auch darin, dass die Vorinstanz die Voraussetzungen für die Anwendung der sogenannten Schleudertrauma-Praxis bejaht habe, ohne zur wiederholt geltend gemachten Problematik der Anpassungsstörung und der somatoformen Schmerzstörung Stellung zu nehmen. Auch diese Rüge ist unerheblich. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass der Betroffene den Entscheid gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Sie muss kurz die wesentlichen Überlegungen nennen, von denen sich das Gericht hat leiten lassen und auf die sich sein Entscheid stützt. Nicht erforderlich ist hingegen, dass sich der Entscheid mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt (BGE 133 III 439 E. 3.3 S. 445 mit Hinweisen). Diesen Anforderungen genügt der angefochtene Entscheid, wenn dort ausgeführt wird, aufgrund des Gutachtens der MEDAS vom 30. März 2004 seien die gesundheitlichen Beeinträchtigungen im psychiatrischen, rheumatologischen, neurologischen und neuropsychologischen Fachgebiet mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf die beim Unfall vom 24. November 2000 erlittene HWS-Distorsion zurückzuführen, wobei sich auch die Anpassungsstörung, die eine depressive Reaktion beinhalte, als Teil des typischen Beschwerdebildes nach HWS-Distorsion zu betrachten sei.