Citation: U 458/05 08.05.2006 E. 2

Streitig und zu prüfen ist vorab, ob der medizinische Sachverhalt ausreichend abgeklärt ist. 2.1 Die Vorinstanz stellte auf den Bericht der Klinik A.________ vom 21. Mai 2003 und den Bericht des SUVA-Kreisarztes Dr. med. B.________, FMH Chirurgie, vom 1. September 2003 ab. Demnach sei der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit ohne Überkopfkomponenten, Zwangshaltungen, ungünstigen Hebeln und Tragen von Lasten von mehr als 20 kg Gewicht wieder voll arbeitsfähig. Gleichzeitig verwarf das kantonale Gericht die Einschätzung des Hausarztes Dr. med. L.________, Allgemeine Medizin FMH, Manuelle Medizin (SAMM), und diejenige des Dr. med. P.________, Allgemeine Medizin FMH, die in den Berichten vom 23. August 2004 bzw. 8. September 2004 auf eine Arbeitsfähigkeit von lediglich 50% schlossen. Zudem erachtete die Vorinstanz den natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 1. Mai 2002 und den Nackenschmerzen als nicht erfüllt und verneinte das Vorliegen psychischer Leiden, bei welchen überdies, selbst wenn sie vorhanden sein sollten, der adäquate Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 1. Mai 2002 jedenfalls fehlen würde. 2.2 Demgegenüber macht der Beschwerdeführer geltend, die Angaben des Dr. med. L.________ seien massgebend. Dass Dr. med. B.________ das Tragen von Lasten bis zu 20 kg für zumutbar halte, sei angesichts der Schulterprobleme nicht nachvollziehbar. Ausserdem ergebe sich aus den Akten der Invalidenversicherung, dass die Restarbeitsfähigkeit deutlich stärker eingeschränkt sei, als dies von der SUVA zugestanden werde. 2.3 Dr. P.________ führt im Bericht vom 8. September 2004 einleitend aus, dass er den Beschwerdeführer nur wegen internmedizinischer Probleme (Hypertonie ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit) behandle, während die Betreuung wegen des Unfalls ausschliesslich durch Dr. L.________ erfolge. Anschliessend gibt Dr. P.________ im wesentlichen nur Aussagen des Versicherten wieder. Eigene Untersuchungen oder eine Auseinandersetzung mit den medizinischen Akten des Unfalls fehlen. Auf diesen Bericht kann daher nicht abgestellt werden. 2.4 Auch Dr. L.________ setzt sich im Bericht vom 23. August 2004 nicht näher mit den Unfallakten auseinander. Er begründet nicht, weshalb die Nackenschmerzen entgegen anders lautenden Berichten doch auf den Unfall zurückzuführen seien, sondern begnügt sich mit entsprechenden Behauptungen. Dies vermag nicht zu überzeugen, nachdem Dr. L.________ im Bericht vom 11. Juli 2003 an die IV-Stelle noch von einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ausgegangen war und gegen den Bericht über die von ihm selbst veranlasste Untersuchung durch Kreisarzt Dr. B.________ vom 1. September 2003 keine Einwendungen erhoben hatte. Im Bericht vom 15. Januar 2004 verweist Dr. L.________ auf seinen Bericht vom 11. Juli 2003 und auf denjenigen der kreisärztlichen Untersuchung und fügt bei, dass zusätzlich eine Hypertonie hinzugekommen sei. Diese aber wirkt sich gemäss dem erwähnten Bericht von Dr. med. P.________ nicht auf die Arbeitsfähigkeit aus. Soweit sich Dr. L.________ am 15. Januar 2004 zur Arbeitsfähigkeit äussert, bezieht er sich ausschliesslich auf den bisherigen Beruf als Bauhandlanger; Bemerkungen zu einer allfälligen Einschränkung in Verweisungstätigkeiten finden sich keine. 2.5 Nach dem Gesagten sind weder die Berichte des Dr. L.________ noch des Dr. P.________ geeignet, die übereinstimmende Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch die Klinik A.________ und Dr. B.________ in einer Verweisungstätigkeit in Frage zu stellen. Hiezu kann auf die sorgfältige und umfassende Begründung der Vorinstanz verwiesen werden. Anlass zu weiteren medizinischen Abklärungen besteht nicht. Sodann ist angesichts des Berichts des Dr. med. S.________, SUVA-Facharzt FMH für Chirurgie, vom 28. Oktober 2004 ebenfalls in Übereinstimmung mit dem kantonalen Gericht nicht davon auszugehen, dass die Nackenschmerzen natürlich unfallkausal sind. Auch diesbezüglich bedarf es keiner weiteren Untersuchungen. Zudem hat Dr. B.________ das unregelmässige Wachstum der Fingernägel und die gelegentlichen Schwellungen der Hand berücksichtigt. Selbst Dr. L.________ führt im Bericht vom 23. August 2004 aus, dass die Hand nicht andauernd, sondern zeitweise geschwollen sei und keine starke Behinderung bei der Arbeit darstelle. 2.6 Kann somit auf die Berichte der Klinik A.________ und des Dr. B.________ abgestellt werden, erweist sich die Ermittlung des Invaliditätsgrades als korrekt. Sodann besteht auf Grund der Angaben des Dr. B.________ kein Anlass, die Integritätsentschädigung um 10% zu erhöhen, wie die Vorinstanz ausführlich dargelegt hat. 2.7 Das verspätet (vgl. dazu BGE 127 V 353) eingereichte rheumatologische Konsilium der Klinik H.________ vom 24. Februar 2006 befasst sich mit dem Gesundheitszustand im Februar 2006. Dies liegt über ein Jahr nach dem Datum des Einspracheentscheides vom 12. November 2004, welches nach konstanter Rechtsprechung die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis bildet (BGE 129 V 169 Erw. 1). Darauf kann nicht abgestellt werden.