Citation: 1P.180/2003 18.07.2003 E. 6

Nachdem die von der Gemeinde Flims durchgeführte Rohbaukontrolle ergab, dass der Autounterstand/Vorbau eine Höhe von 2,94 m habe, was der Beschwerdeführerin am 5. März 2002 schriftlich mitgeteilt wurde, erwog sie im Entscheid über die Bewilligung der Planabweichungen, diese Mehrhöhe von 19 cm bewege sich im Rahmen der nach Art. 59 des kommunalen Baugesetzes zulässigen Höhe für Nebenbauten von 3,50 m und sei daher bewilligungsfähig. Das Verwaltungsgericht hat im angefochtenen Entscheid ausgeführt, dies treffe selbst dann zu, wenn die Mehrhöhe gegenüber den ursprünglichen Plänen nicht 19 cm, sondern wie die Beschwerdeführerin behaupte, 35,8 cm betrage, weshalb die Planabweichung in jedem Fall bewilligungsfähig sei. Die Beschwerdeführerin rügt, dies sei willkürlich. Für den umstrittenen Vorbau gelte eine Gebäudehöhe von 3,5 m ab dem gewachsenen, nicht dem veränderten Terrain. Bereits den bewilligten und in Rechtskraft erwachsenen Plänen sei zu entnehmen, dass die Gebäudehöhe - richtig gemessen - rund 4,6 m betrage; mit den zusätzlich bewilligten 35,8 cm erreiche der Vorbau eine Höhe von rund 5 m, was sie sich nicht gefallen lassen müsse. Diese Rüge scheitert indessen am in der staatsrechtlichen Beschwerde geltenden Novenverbot, kritisierte doch die Beschwerdeführerin in ihrem Rekurs die von der Gemeinde angewandte Messweise für die Bestimmung der zulässigen Höhe des umstrittenen Vorbaus nicht. Darauf ist nicht einzutreten. Die Höhe des Vorbaus wurde im Übrigen auch in der ursprünglichen Baubewilligung ab dem veränderten Terrain bestimmt. Es wäre wohl auch mit deren Rechtskraft kaum vereinbar, für die Beurteilung der Planabweichungen eine andere, für die Bauherrin wesentlich ungünstigere Messweise zu verwenden, welche zudem die Gesetzmässigkeit der ursprünglichen Baubewilligung in Frage stellen würde.