Citation: 4A_478/2024 E. 4.4

4.4. Die Vorinstanz stützt die Beweislosigkeit darauf, dass die eingereichten Arztzeugnisse als Parteibehauptungen die Arbeitsunfähigkeit nicht beweisen würden. Der Antrag auf Einvernahme der behandelnden Ärztin wies die Vorinstanz in antizipierender Beweiswürdigung ab, da es sich um ein untaugliches Beweismittel handle. Die Vorinstanz würdigte die Artzeugnisse inhaltlich als mögliche Indizien zur Annahme einer Arbeitsunfähigkeit und erwog, diese hielten ohne Begründung eine Arbeitsunfähigkeit fest, womit ihnen keine hohe Aussagekraft zukomme. Dem Erstbericht der behandelnden Ärztin vom 8. Februar 2022 lasse sich auch keine Trennung zwischen subjektiven Schilderungen des Beschwerdeführers und objektiven Befunden entnehmen. Die Berichte vom 22. November 2022 und 29. November 2022 seien mehrere Monate nach dem Ende der relevanten Zeitspanne und erst auf Initiative der Rechtsschutzversicherung des Beschwerdeführers erfolgt. Die Vorinstanz würdigte zudem, dass der behandelnden Ärztin die fachärztliche (psychiatrische) Qualifikation fehle, was auch vom Beschwerdeführer nicht bestritten worden sei. Weitere Indizien, welche die ärztlichen Berichte und Arztzeugnisse zu stützen vermöchten, seien gemäss Vorinstanz nicht ersichtlich. So bilde der blosse Umstand, dass der Beschwerdeführer bei seiner Arbeitgeberin eine Schlüsselposition einnehme, er diese Unternehmung aufgebaut habe und sie sein Lebenswerk sei, kein gewichtiges Indiz für das tatsächliche Bestehen der behaupteten Arbeitsunfähigkeit.