Citation: 6B_280/2018 E. 3.6

3.6. Der Beschwerdeführer hatte Y.________ nicht entsprechend informiert, sondern den Geschädigten angewiesen, diesem den korrekten Weg zu zeigen. Zu Recht stuft die Vorinstanz eine solche Delegation von sicherheitsrelevanten Fragen an den sicherheitstechnisch nicht geschulten Temporärarbeiter als von vornherein nicht zulässig ein und erkennt darin eine Sorgfaltswidrigkeit. Der Beschwerdeführer hatte pflichtwidrig nicht von Anfang an geprüft, ob das zu betretende Dach durchbruchsicher war, und er hatte nicht für entsprechende Massnahmen zum Schutz der Arbeiter gesorgt (Urteil S. 23 f.). Auch hatte sich die Baustelle am 6. Mai 2011 anders präsentiert, weil durch das neu erstellte Gerüst auf der Südseite des Gebäudes ein Zugang zu den Dächern geschaffen worden war, welcher bei der ursprünglichen Begehung noch nicht existierte. Die Vorinstanz nimmt an, es sei daher fraglos damit zu rechnen gewesen, dass ein Arbeiter diesen Weg wählen könnte. Es seien keine Umstände zu erkennen, aufgrund derer das Verhalten des Geschädigten den adäquaten Kausalzusammenhang hätte unterbrechen können, insbesondere auch nicht aufgrund der Tatsache, dass dieser im Zeitpunkt des Unfalls unter der Wirkung von THC gestanden hatte. Der Beschwerdeführer hätte dafür sorgen müssen, dass sich der Geschädigte nicht im Gefahrenbereich aufhält, bzw. hätte er den Gefahrenbereich mittels geeigneter Massnahmen entschärfen müssen (Urteil S. 24, 25). Zur Vorhersehbarkeit führt die Vorinstanz aus, es gebe keine Hinweise, dass Y.________ Weisungen missachtet hätte. Bei pflichtgemässem Alternativverhalten des Beschwerdeführers, insbesondere der Absicherung des Gefahrenbereichs, wäre es nicht zu dem Unfall gekommen (Urteil S. 25-27). Die Kritik des Beschwerdeführers hinsichtlich des Verhaltens von Y.________ geht an der Sache vorbei. Dieser wurde denn auch wegen Pflichtwidrigkeit seinerseits wie der Beschwerdeführer für schuldig befunden.