Citation: 4A_55/2014 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz hielt fest, die Zeugen hätten übereinstimmend ausgesagt, zwischen den Parteien sei eine mündliche Vereinbarung geschlossen worden, gemäss welcher die Beschwerdeführerin sämtliche von der C.________ AG erhaltenen Abschlagszahlungen gemessen an der Gesamtforderung in gleichem Verhältnis an die Beschwerdegegnerin weiterzuleiten hatte. Die Beschwerdegegnerin habe im Gegenzug versprochen, ihre Guthaben vorläufig "auf Eis zu legen", bis die definitiven Zahlungen der C.________ AG feststehen würden. Die Parteien seien somit übereingekommen, dass eine Einforderung der Restschuld unterbleibe, bis das Ergebnis der Nachlassstundung feststehen würde. Das Ergebnis des Nachlassverfahrens der C.________ AG sei demnach für das Schicksal der verbleibenden Restschuld massgeblich gewesen. Denn wären die Parteien tatsächlich übereingekommen, die nach Überweisung der Abschlagszahlungen verbleibende Restschuld - ohne deren Höhe zu kennen - zu erlassen, wäre dies unabhängig vom Ausgang des Nachlassverfahrens erfolgt.