Citation: 8C_365/2010 23.08.2010 E. 3

Streitig und zu prüfen ist im vorliegenden Verfahren die Höhe des Rentenanspruchs und in diesem Zusammenhang die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit. Unbestritten blieb die Festlegung der Integritätsentschädigung. 3.1 Nach Würdigung der medizinischen Aktenlage gelangte die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid zum Schluss, dass als unfallkausale Restfolge des Ereignisses vom 12. Oktober 2004 in somatischer Hinsicht einzig eine vollständige distale Radialparese an der rechten Hand bestehe. In Bezug auf die dem Versicherten in diesem Zustand noch zumutbaren Tätigkeiten und deren Umfang ging sie insbesondere unter Verweis auf den Bericht des Kreisarztes Dr. med. H.________ vom 3. Oktober 2008, dem sie zu Recht vollen Beweiswert zumass (BGE 125 V 351 E. 3 S. 352 ff. mit Hinweisen) davon aus, dass die rechte Hand noch als Zudien-/Hilfshand einsetzbar ist, wobei Gewichte bis zumindest 1,5 kg bis zum Arbeitsniveau gehoben und solche bis 10 kg geschoben werden können, und der Versicherte in einer entsprechend leidensangepassten Erwerbstätigkeit ganztägig arbeitsfähig ist. Der stark verminderte Einsatz des rechten Armes und die damit verbundene funktionelle Parese wurde als psychischer Genese beurteilt. Was diese organisch nicht erklärbaren Beschwerden angeht, verneinte die Vorinstanz, ohne vorgängige Prüfung des natürlichen Kausalzusammenhanges (zur Zulässigkeit dieses Vorgehens vgl. BGE 135 V 465 E. 5.1 S. 472) in Anwendung der rechtsprechungsgemässen Kriterien (BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140) die Adäquanz eines Kausalzusammenhangs zum Unfallereignis vom 12. Oktober 2004, nachdem im Rahmen der Würdigung bei diesem zu Recht als mittelschwer qualifizierten Unfall weder einem einzelnen Kriterium eine besondere Bedeutung zukam, noch mehrere Kriterien als erfüllt zu betrachten waren. Ausser dem Kriterium der besonderen Eindrücklichkeit und/oder dramatischen Begleitumstände (Tod des im gleichen Auto mitfahrenden Vaters des Beschwerdeführers) sah sie zu Recht höchstens das Kriterium des schwierigen Heilungsverlaufs allenfalls als gegeben, was rechtsprechungsgemäss nicht ausreicht. Den zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid, worauf verwiesen wird, kann vollumfänglich beigepflichtet werden. 3.2 Die Vorbringen des Beschwerdeführers vermögen an diesem Ergebnis nichts zu ändern. Insbesondere ist nicht ersichtlich und wird auch nicht näher begründet, inwiefern die kreisärztliche Einschätzung der verbliebenen Arbeitsfähigkeit nicht schlüssig sein soll. Der Umstand allein, dass der behandelnde Arzt und die Arbeitgeberin eine Arbeitsfähigkeit von höchstens 25 % festhielten, wie geltend gemacht wird, ändert nichts: Bei der Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit spielt auch eine psychische Komponente mit, deren adäquate Kausalität von der Vorinstanz zu Recht verneint wurde. Bei dieser Ausgangslage sind von den beantragten ergänzenden medizinisch-psychologischen Abklärungen, insbesondere einer versicherungsexternen medizinischen Zumutbarkeitsbeurteilung keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb davon abzusehen ist (antizipierte Beweiswürdigung, dazu BGE 131 I 153 E. 3 S. 157; 124 V 90 E. 4b S. 94) 3.3 Die vom kantonalen Gericht berichtigte Invaliditätsbemessung selber wurde vom Versicherten zu Recht nicht gerügt. Damit hat es beim im angefochtenen Entscheid auf 23 % festgesetzten Invaliditätsgrad sein Bewenden.