Citation: 6S.885/2000 26.02.2002 E. 5

5. Aufl. , Zürich 2001, S. 405) nicht verletzt. Denn die Bezirksanwaltschaft war an die Rechtsauffassung des Einzelrichters am Bezirksgericht gebunden und deshalb materiell zur Anklageerhebung verpflichtet. Eine Anweisung im Dispositiv hätte diese Verpflichtung lediglich verstärkt und damit die Stellung des Opfers erhöht, was dem Sinn und Zweck des OHG entspricht (vgl. Weishaupt, a.a.O., S. 283). Für die Kompetenz der gerichtlichen Rekursinstanz, den Strafverfolgungsbehörden jedenfalls im Rahmen des jeweiligen kantonalen Rechts verbindliche Anordnungen zur Anklageerhebung zu erteilen, spricht sich auch die Lehre aus (Donatsch/Schmid, Kommentar zur Strafprozessordnung des Kantons Zürich, § 407 N 7; Schmid, Strafprozessrecht, 3. Aufl. , Zürich 1997, N 1016; Weishaupt, a.a.O., 281 ff.).