Citation: 6B_612/2020 E. 5.4

5.4. Die Vorinstanz verletzt kein Bundesrecht, wenn sie auf Grundlage ihres Beweisergebnisses den Tatbestand des Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB bejaht. Der Beschwerdeführer hat die Beschwerdegegnerin 2 am linken Oberarm gepackt, sie gegen die Wand gedrückt und sich des in ihrer Jackentasche befindlichen iPhones 6s plus behändigt. Nach den willkürfreien, für das Bundesgericht verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz hat er kräftemässig die Oberhand gehabt. Entsprechend sei es der Beschwerdegegnerin 2 selbst mit Hilfe ihrer Schwester nicht möglich gewesen, sich gegen die Wegnahme zu wehren. Die Vorinstanz geht zutreffend davon aus, dass der Beschwerdeführer durch die beschriebene Vorgehensweise das Tatbestandsmerkmal der Gewaltanwendung erfüllt hat. Nach den willkürfreien, für das Bundesgericht verbindlichen, vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen wusste er, dass ihm das iPhone 6s plus nicht gehörte. Durch seine Vorgehensweise wollte er die Beschwerdegegnerin 2 an der Gegenwehr hindern und ihr das Mobiltelefon entwenden. Damit ist mit der Vorinstanz sowohl der objektive als auch der subjektive Tatbestand des Raubes erfüllt.