Citation: 8C_128/2019 E. 4.2

4.2. Verwaltung und Vorinstanz stellten faktisch auf das asim-Gutachten ab. Auch Dr. med. C.________ vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) der IV-Stelle des Kantons Zürich erhob keine Einwände gegen die diagnostizierten Gesundheitsschäden und die interdisziplinäre Beurteilung der Arbeitsfähigkeit laut asim-Gutachten. Das kantonale Gericht äusserte sich zwar nicht ausdrücklich zur Beweiskraft des asim-Gutachtens. Es führte jedoch aus, das rheumatologische und das neurologische asim-Teilgutachten würden die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an beweistaugliche Entscheidgrundlagen erfüllen, weshalb darauf abzustellen sei. Mit Blick auf das psychiatrische asim-Teilgutachten liess es die Frage nach der Beweistauglichkeit jedoch ausdrücklich offen. Insbesondere beanstandete es das Fehlen einer Auseinandersetzung mit den widersprüchlichen Aussagen der Versicherten. Zudem fehlten zu einzelnen Diagnosen die entsprechenden Befunderhebungen. Hiegegen beanstandet die Beschwerdeführerin, praxisgemäss sei bei der Anspruchsprüfung von der medizinischen Befundlage auszugehen (BGE 141 281 E. 2.1 S. 285 mit Hinweis). Die Vorinstanz hätte die Frage nach dem Beweiswert des asim-Gutachtens nicht offen lassen dürfen. Die Indikatorenprüfung könne nicht an die Stelle eines beweiskräftigen Gutachtens treten. Ohne eine den rechtsprechungsgemässen Anforderungen (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232 mit Hinweis) genügende medizinische Expertise mit einer lege artis gestellten Diagnose könne der Komplex des funktionellen Schweregrades der Gesundheitsschädigung (vgl. BGE 141 V 281 E. 4.3 S. 298) nicht beurteilt werden.