Citation: 6B_668/2022 E. 2.2.2

2.2.2. Sodann macht der Beschwerdeführer vergeblich geltend, die Vorinstanz räume der Drogenmenge einen zu hohen Stellenwert ein. Zwar trifft zu, dass die Drogenmenge nur ein Gesichtspunkt der Strafzumessung ist (BGE 118 IV 342 E. 2c; Urteil 6B_460/2013 vom 17. Dezember 2013 E. 3.2); der Drogenmenge kommt insoweit keine vorrangige Bedeutung zu, als die anderen Strafzumessungskriterien gemäss Art. 47 StGB ebenso zu berücksichtigen sind. Doch ist offensichtlich, dass das Ausmass der mengenmässig bewirkten Gesundheitsgefährdung zu gewichten ist. Der Beschwerdeführer legt nicht dar, dass die Vorinstanz die anderen Strafzumessungskriterien ungebührend gewichtet hätte. Ganz im Gegenteil überzeugt die Strafzumessung der Vorinstanz. Sie legt zunächst dar, dass die Handlungen des Beschwerdeführers in einem engen sachlichen Zusammenhang stehen, vom gleichen Tatentschluss erfasst sind und damit eine Tateinheit bilden. Sie verweist auf die Betäubungsmittelstatistik der Fachgruppe Forensische Chemie der Schweizerischen Gesellschaft für Rechtsmedizin und geht nachvollziehbar von einem durchschnittlichen Wirkstoffgehalt von 70 % aus. So gelangt sie bei 830 Gramm transportierten Kokaingemischs zu einer Menge von 580 Gramm reinen Kokains. Dafür entnimmt sie der Vergleichstabelle von FINGERHUTH/SCHLEGEL/JUCKER (Kommentar BetmG, 3. Auf. 2016 N. 45 zu Art. 47 StGB) als Anhaltspunkt eine Einsatzstrafe von 34 bis 35 Monaten. Die Vorinstanz betont, dass der Beschwerdeführer innert weniger Monate eine beträchtliche Menge Kokain innerhalb der Schweiz transportiert habe. Als reiner Inlandkurier sei er hierarchisch zwar am unteren Ende der Handelskette tätig gewesen. Doch zeigten die verschiedenen Transporte, dass er in die Organisation integriert gewesen sei und dort seine Interessen zu vertreten gewusst habe. Die Vorinstanz geht von einer beträchtlichen kriminellen Energie aus. Zwar berücksichtigt sie, dass der Beschwerdeführer zur Tatzeit arbeitslos und unter grossem Druck seiner Verwandten in Nigeria gestanden habe. Doch hält sie zutreffend fest, dass es nicht angehen kann, zur finanziellen Unterstützung von Angehörigen Delikte zu begehen, welche die Gesundheit vieler Menschen gefährden. Zudem sei keine finanzielle Notlage auszumachen. Denn der Beschwerdeführer habe zur Tatzeit Leistungen der Arbeitslosenversicherung bezogen und seine Ehefrau habe Einkommen erzielt. Daraus schliesst die Vorinstanz, dass das subjektive Tatverschulden nichts an der objektiven Tatschwere ändert. Sie qualifiziert das Verschulden des Beschwerdeführers aufgrund der Tatkomponenten als nicht mehr leicht und hält eine hypothetische Einsatzstrafe von 33 Monaten für angemessen. Was die persönlichen Verhältnisse und das Vorleben des Beschwerdeführers betrifft, macht sich die Vorinstanz, abgesehen von wenigen Ergänzungen, die erstinstanzlichen Erwägungen zu eigen. Sie gelangt zum überzeugenden Schluss, dass diese Faktoren keinen Anlass für eine Minderung oder Erhöhung der Strafe geben. Insbesondere wertet sie zwei Vorstrafen neutral, weil diese schon länger zurücklägen und nicht einschlägig seien. Das Geständnis des Beschwerdeführers wertet die Vorinstanz zu seinen Gunsten. Sie hebt aber hervor, dass er in allen Fällen erst nach Vorlage der Protokolle der Telefonabhörung gestanden habe. Zudem berücksichtigt die Vorinstanz zutreffend, dass der Beschwerdeführer das Ausmass seines deliktischen Verhaltens klein reden wollte, indem er die Menge des transportierten Kokaingemischs bestritten habe. Echte Einsicht und aufrichtige Reue erkennt die Vorinstanz nicht. Es liege kein besonders kooperatives Verhalten vor. Auch eine besondere Strafempfindlichkeit verneint die Vorinstanz. Entsprechend führt gemäss Vorinstanz beim Nachtatverhalten einzig das Teilgeständnis zu einer Reduktion der Einsatzstrafe um fünf Monate.