Citation: 6B_213/2023 E. A

Die Staatsanwaltschaft Kreuzlingen wirft A.A.________ vor, sich nach dem Entzug der Niederlassungsbewilligung am 23. Juli 2014 durch das Migrationsamt Zürich und nach Abweisung seiner Beschwerde durch das Bundesgericht am 5. Oktober 2015 (Urteil 2C_183/2015) bis zu seiner Festnahme am 9. Oktober 2020 mehr als drei Monate jährlich bei seiner Lebenspartnerin und späteren Ehefrau, B.A.________, aufgehalten und dort seinen Lebensmittelpunkt verbracht zu haben, obwohl er gewusst habe, dass er die Schweiz hätte verlassen müssen, nachdem er sich am 1. November 2015 bei der Einwohnerkontrolle der Gemeinde U.________ ins Ausland abgemeldet habe. Zudem habe er im selben Zeitraum in den Bordellbetrieben von B.A.________ beziehungsweise der C.________ GmbH bei der Verrichtung verschiedener Tätigkeiten ausgeholfen, ohne über eine entsprechende Arbeitsbewilligung zu verfügen. Ferner habe er im Oktober 2017 bei einem Unbekannten eine Pistole der Marke SIG Sauer P232 inklusive einer unbekannten Menge dazugehörender Munition erworben, ohne im Besitz eines entsprechenden Waffenerwerbsscheins gewesen zu sein, und habe die Waffe und Munition in seiner Wohnung aufbewahrt. Ausserdem legt die Staatsanwaltschaft Kreuzlingen A.A.________ zur Last, seit Mai 2020 bis zu seiner Festnahme von einem unbekannten Mann namens "D.________" im Kanton Luzern 300 Schachteln mit je 7 Konsumeinheiten (Trinkgel) des in der Schweiz nicht zugelassenen Arzneimittels "Kamagra" zu einem Preis von Fr. 10.-- pro Schachtel, somit insgesamt Fr. 3'000.--, gekauft zu haben, wovon er 285 Schachteln mit je 7 Trinkgels in den Erotikbetrieben seiner Partnerin sowie an weiteren Örtlichkeiten an Drittpersonen zum Preis von Fr. 30.-- pro Konsumeinheit und damit für gesamthaft Fr. 59'850.-- verkauft bzw. einen Gewinn von Fr. 56'850.-- erzielt habe. Schliesslich habe A.A.________ im August 2020 von einem unbekannten Mann namens "E.________" in Frauenfeld 150 Gramm Kokaingemisch im Wert von Fr. 6'000.-- erhalten, welches er nach Kreuzlingen verbracht, in unterschiedliche Grösseneinheiten portioniert und in Portionen zu 50 Gramm, zwei Gramm und einem Gramm an drei unbekannte Abnehmer aus Konstanz zu einem Preis von gesamthaft Fr. 8'200.-- verkauft habe, wodurch er einen Gewinn von Fr. 2'200.-- erzielt habe.