Citation: 4A_612/2015 E. 3.4.1

3.4.1. Die Vorinstanz erachtete für den Verkehrswert der Liegenschaft deren Realwert als entscheidend. Sie hat mithin den Verkehrswert nach der Realwertmethode ermittelt. Ob die Vorinstanz eine zulässige und nachvollziehbare Bewertungsmethode herangezogen hat, prüft das Bundesgericht als Rechtsfrage. Da die Beschwerdeführerin die Liegenschaft nicht als Renditeobjekt nutzt und sie selbst vorbringt, es sei nicht auf statistische Vergleichswerte abzustellen, durfte die Vorinstanz die Realwertmethode anwenden. Wie und in welchem Umfang der Umstand, dass keine Abstellmöglichkeit für ein Fahrzeug auf dem Grundstück besteht, im Rahmen dieser Realwertmethode zu berücksichtigen ist, ist demgegenüber eine Frage der Wertermittlung und damit - wie die Beschwerdeführerin zu Recht geltend macht und entgegen der Ansicht der Vorinstanz - Tatfrage. Die Vorinstanz stellte für die konkrete Wertermittlung auf das Gerichtsgutachten ab, wonach der Minderwertabzug nach Ermessen festzulegen sei und dabei die Kosten für die Beschaffung eines Abstellplatzes in der näheren Umgebung herangezogen werden könnten; die im Gutachten noch erwogene Möglichkeit der Erstellung eines Abstellplatzes auf dem Grundstück schloss die Vorinstanz aus. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin hat die Vorinstanz damit nicht die Kosten für den Kauf eines Abstellplatzes mit dem Minderwert der Liegenschaft gleichgesetzt, sondern hat diese Kosten lediglich für die ermessensweise Festsetzung des Minderwertabzuges beigezogen. Ob in der Stellungnahme der F.________ AG auch der Beizug der Kosten für einen externen Parkplatz vorgeschlagen wurde, wie die Vorinstanz feststellte und die Beschwerdeführerin bestreitet, ist irrelevant. Denn die Vorinstanz erwähnte diesen Umstand lediglich als zusätzliches Argument, womit nichts ändern würde, wenn sie diese Art der Wertermittlung lediglich dem Gerichtsgutachten entnommen hätte. Die Beschwerdeführerin weist jedenfalls nicht nach und es ist auch nicht ersichtlich, dass das Gerichtsgutachten in diesem Punkt nicht schlüssig wäre und die Vorinstanz daher willkürlich darauf abgestellt hätte.