Citation: 8C_300/2022 E. 6.1

6.1. Inwiefern die Vorinstanz zunächst die zu beachtenden Beweiswürdigungsregeln verletzt haben sollte, indem sie zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auf das IME-Gutachten abstellte, ist nicht erkennbar und wird beschwerdeweise auch nicht aufgezeigt. Es ist daher mit dem kantonalen Gericht von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit auszugehen. Gemäss orthopädischem Teilgutachten leidet die Beschwerdeführerin an einer Pangonarthrose an beiden Kniegelenken sowie an Arthrosen an allen Fingern, teilweise mit Einsteifung in Beugestellung (30° am rechten Ringfinger, 10° am Zeige-, Mittel- und Kleinfinger rechts sowie am Zeige- und Kleinfinger links), dies unter Ausschluss einer systemisch-rheumatischen Erkrankung, insbesondere auch ohne radiologischen Nachweis spezifischer arthritischer Manifestationen. Eine angemessene Behandlung habe bislang nie stattgefunden. Die Kniebeschwerden bedingen gemäss den Gutachtern eine überwiegend sitzende Tätigkeit; die Beschwerden an den Händen verunmöglichen insbesondere ein kraftvolles Beugen der Finger oder eine Haltekonstanz der gebeugten Finger sowie einen feinmotorischen Einsatz. Aus psychiatrischer Sicht fanden sich keine Einschränkungen.