Citation: 5A_644/2013 E. 2.3

2.3. In Ausführung der Regelung in Art. 32 IPRG bestimmt Art. 15a Abs. 2 ZStV, dass eine ausländische Person, deren Daten im System nicht abrufbar sind, spätestens dann in das Personenstandsregister aufgenommen wird, wenn sie von einem in der Schweiz zu beurkundenden Zivilstandsereignis betroffen ist. Bezugspunkt ist damit das in der Schweiz zu beurkundende Zivilstandsereignis. Näher umschrieben wird die zivilstandswesentliche Beziehung zur Schweiz sodann in Art. 23 Abs. 2 ZStV, der eine Reihenfolge der Zuständigkeit für die Beurkundung ausländischer Entscheidungen und Urkunden über den Zivilstand ausländischer Personen festlegt. Danach besteht eine Zuständigkeit in der Schweiz, wenn die Beurkundung familienrechtliche Wirkungen für eine Person mit Schweizer Bürgerrecht hat, im Heimatkanton dieser Person (lit. a), wenn die Daten der Person im System abrufbar sind und eine Zuständigkeit nach Buchstabe a entfällt, im Wohnsitzkanton oder im Kanton, in dem anschliessend eine weitere Amtshandlung vorzunehmen ist (lit. b), und wenn eine Zuständigkeit nach Buchstabe a oder b entfällt, im Geburtskanton (lit. c).