Citation: 6B_1338/2019 E. 1.2.2

1.2.2. Die Ausführungen der Vorinstanz sind nachvollziehbar. Was der Beschwerdeführer vorbringt, begründet weder Willkür noch eine anderweitige Verletzung von Bundesrecht. Zunächst kann entgegen seiner Auffassung auch ein einzelner Schlag gegen den Kopf des Opfers bei diesem schwere Körperverletzungen verursachen (vgl. dazu ausdrücklich Urteil 6B_174/2018 vom 16. Oktober 2018). Es kann keine Rede davon sein, dass ein einzelner Schlag schlechterdings nicht geeignet wäre, einen Menschen schwer und dauerhaft zu verletzen und, dass damit nicht zu rechnen wäre, wie der Beschwerdeführer rügt. Auch der Einwand, er habe den Schlag dosieren können, geht nicht zuletzt angesichts der erheblichen Verletzungen des Geschädigten offensichtlich fehl. Als geradezu abwegig erweist sich die Behauptung des Beschwerdeführers, wonach er darauf vertraut habe, dass sein Schlag den Kopf des Angegriffenen nicht ungeschützt treffen würde, da dieser dannzumal eine Abwehrhaltung eingenommen haben würde. Solches würde dem Sinn des Angriffs offensichtlich widersprechen. Wenngleich dem Schlag des Beschwerdeführers eine mündliche und tätliche Auseinandersetzung mit dem Geschädigten vorausging, ist es schliesslich nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz erwägt, der Geschädigte habe keinerlei Abwehrchance gehabt und der Schlag habe ihn unvorbereitet getroffen. Wie der Beschwerdeführer selber ausführt, hatte sich der Geschädigte zuvor von ihm abgewandt. Er rechnete somit offensichtlich nicht mehr mit einer Fortsetzung der Auseinandersetzung. Mit Blick auf den objektiven Tatbestand der versuchten schweren Körperverletzung ist im Übrigen irrelevant, dass der tatbestandsmässige Erfolg - eine unmittelbare Lebensgefahr, bleibende Schädigung oder Verstümmelung - ausblieb. Dies ist vielmehr ein Wesensmerkmal des Versuchs, womit unerheblich ist, dass der Geschädigte tatsächlich keine schweren Körperverletzungen im Sinne von Art. 122 StGB erlitten hat.