Citation: 2D_28/2023 E. 4.6

4.6. Ohnehin halten die vorinstanzlichen Schlussfolgerungen einer Willkürprüfung stand (vgl. E. 4.1 hiervor). So erscheint zunächst nicht als offensichtlich unhaltbar, wenn das Kantonsgericht die Beschränkung der Prüfung der Steuerschulden auf die Mehrwertsteuer (noch) als sachgerecht erachtet hat, zumal es sich dabei um eine mit der unternehmerischen Tätigkeit im Zusammenhang stehenden Steuer handelt und sich weder das Taxireglement noch die Taxiverordnung dazu äussern, welche Steuerschulden konkret zu berücksichtigen seien. Der Umstand, dass die Prüfung anderer Steuerschulden, so namentlich von Gewinn- und Kapitalsteuern, infrage käme oder sich sogar als zweckmässiger erweisen könnte, lässt das vorinstanzliche Ergebnis nicht als willkürlich erscheinen. Zudem behauptet die Beschwerdeführerin nicht, dass sie selber nicht mehrwertsteuerpflichtig wäre, sodass ihr aus der Beschränkung auf die Prüfung der Mehrwertsteuerschulden ein Nachteil entstanden sein könnte. Sodann hat die Vorinstanz jedenfalls im Ergebnis nicht willkürlich entschieden, wenn sie - unter Berücksichtigung des Ermessensspielraums der Stadt Luzern - von einer Aufhebung des Vergabeverfahrens abgesehen hat. So wiegen die festgestellten Mängel, namentlich die rechtswidrige Nichtberücksichtigung eines Vergabekriteriums, der Umstand, dass das Verfahren der Selbstdeklaration sich teilweise als unbefriedigend erweisen kann und dass gewisse im Vergabekriterienkatalog bepunktete Aspekte als vernachlässigbar erscheinen könnten, nicht derart schwer, dass sie den Verzicht auf die Wiederholung der Ausschreibung als offensichtlich unhaltbar erscheinen liessen. Schliesslich wird von der Beschwerdeführerin nicht substanziiert infrage gestellt, dass die festgestellten Defizite zu keiner Ungleichbehandlung zwischen den Bewerbern geführt haben.