Citation: 9C_641/2019 E. 4.2.1

4.2.1. Vorab ist darauf hinzuweisen, dass Gutachten, die nach Art. 44 ATSG eingeholt wurden und welche die bundesgerichtlichen Anforderungen erfüllen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen ist, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4 S. 227). Die Vorinstanz hat ausgeführt, weshalb die nach der Begutachtung aufgelegten Berichte keine neuen Aspekte enthalten, welche das polydisziplinäre ABI-Gutachten vom 10. Juli 2017 in Zweifel ziehen könnten. Sie hat in Würdigung der medizinischen Akten einlässlich begründet, dass die Berichte der Dr. med. C.________ - deren neueste Stellungnahme vom 23. November 2019 ein unzulässiges echtes Novum darstellt, das im vorliegenden Verfahren unbeachtlich zu bleiben hat (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 140 V 543 E. 3.2.2.2 S. 548 mit Hinweis) - nicht geeignet sind, die psychiatrische ABI-Einschätzung zu entkräften. Was dem entgegenstehen soll, ist anhand der beschwerdeweise vorgebrachten Rügen nicht erkennbar. Dies gilt umso mehr, als mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst (nachfolgend: RAD; Stellungnahme vom 21. August 2017) davon auszugehen ist, dass im hier interessierenden Zusammenhang der besonderen Vertrauensstellung zwischen behandelndem Arzt und Patient Rechnung getragen werden muss (BGE 125 V 351 E. 3b/cc S. 353; Urteil 9C_561/2018 vom 8. Februar 2019 E. 5.3.2.2 mit Hinweisen).