Citation: U 196/99 19.09.2000 E. 2

2.- a) Streitig und zu prüfen sind die erwerblichen Auswirkungen der Handverletzung vom 14. September 1989 und der beim Unfall vom 12. März 1995 erlittenen Beinverletzung. Zu Recht nicht mehr geltend gemacht wird, dass der Beschwerdeführer beim zweiten Unfall ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule erlitten hat, wofür jegliche Anhaltspunkte fehlen. Soweit der Versicherte auch Nacken- und Kopfschmerzen beklagt, können diese nach den unbestritten gebliebenen Erwägungen der Vorinstanz nicht als unfallkausal betrachtet werden. b) Die Verfügung vom 22. September 1993, mit welcher dem Beschwerdeführer für die erwerblichen Folgen des ersten Unfalls vom 14. September 1989 eine Rente auf Grund eines Invaliditätsgrades von 25 % zugesprochen wurde, stützte sich im Wesentlichen auf den Bericht des Dr. med. H.________, Spezialarzt FMH für Chirurgie, speziell Handchirurgie, SUVA-Rehabilitationsklinik, vom 12. Juli 1993 und des Kreisarztes Dr. med. S.________ über die am 27. Juli 1993 durchgeführte Abschlussuntersuchung. Dr. med. H.________ stellte die Diagnose eines Restzustandes nach Sudeck'scher Algodystrophie mit Faustschlusseinschränkung (Sperrdistanz 1 cm), verminderter Faustschlusskraft und Dauerschmerzen mit belastungsabhängiger Verstärkung. Dr. med. S.________ fand eine Faustschlussstörung mit Verminderung der Kraft um etwa einen Drittel an der dominanten rechten Hand. Eine Ulnardeviation der Langfinger sei bedingt durch eine beginnende Dupuytren'sche Kontraktur. Der Versicherte sei beim Halten von schweren Gegenständen sowie bei Arbeiten in der Kälte behindert. Am 17. Januar 1997 konnte Kreisarzt Dr. med. L.________ eine weitgehende Restitution der Verhältnisse an der rechten Hand und insbesondere einen vollständigen Faustschluss feststellen. Bei der Abschlussuntersuchung vom 27. August 1997 bestand noch eine erhebliche Kraftminderung beim Faustschluss sowie eine Hypästhesie in der Medianusperipherie. In dem vom Beschwerdeführer eingeholten gutachtlichen Bericht der Klinik Z.________ vom 22. April 1998 werden Hypästhesien an den Fingerkuppen der rechten Hand angegeben; weitere Ausführungen zur Handverletzung und zu deren Folgen enthält der Bericht nicht. Es besteht daher kein Anlass, von der Feststellung im Einspracheentscheid vom 15. Mai 1998 abzugehen, wonach die Folgen der am 14. September 1989 erlittenen Fingerverletzung nicht mehr gravierend sind und den Beschwerdeführer in der Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit nurmehr so weit einschränken, als er keine kraftfordernden Arbeiten mehr auszuüben vermag. Anlässlich der Abschlussuntersuchung vom 27. August 1997 hat der Versicherte denn auch selber angegeben, dass er sich an den Zustand der rechten Hand gut gewöhnt habe, aber noch eine deutliche Kraftverminderung bestehe. Aus der Tatsache, dass laut einem Bericht des Spitals X.________ vom 23. Juni 1995 im Anschluss an den Unfall vom 12. März 1995 gelegentlich Kribbelparästhesien an der rechten Hand aufgetreten sind und auch die Ärzte der Klinik Z.________ vermehrte Hypästhesien an den Fingerkuppen der rechten Hand als Folge dieses Unfalls als denkbar erachten, lässt sich entgegen den Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht darauf schliessen, dass dem Beschwerdeführer jegliche feinmotorische Beschäftigung verwehrt ist. Ausgeschlossen sind allenfalls gewisse feinmechanische Tätigkeiten, nicht aber generell das Arbeiten mit Werkzeugen, wie es beispielsweise in der Metallverarbeitung üblich ist. Etwas anderes lässt sich auch dem Bericht der Klinik Z.________ vom 22. April 1998 nicht entnehmen. c) Bezüglich der beim Unfall vom 12. März 1995 erlittenen Beinverletzung gelangte Dr. med. L.________ am 27. August 1997 zum Schluss, die Frakturen seien nun ossär überbrückt; es bestehe eine mässige Aussenrotationsfehlstellung des rechten Beines; der Versicherte belaste das Bein weiterhin nur unvollständig und benütze einen linksgeführten Stock; bei zunehmender Belastung habe er vermehrte Schmerzen im Femurschaftbereich sowie leichte Anlaufschmerzen im Hüftgelenk. Nach Auffassung des Kreisarztes sind dem Beschwerdeführer sämtliche sitzend zu verrichtenden Arbeiten unbeschränkt zumutbar. Ungünstig seien Arbeiten, welche mit längerem Gehen oder Stehen verbunden seien. Nicht mehr zumutbar seien auch das Treppensteigen sowie das Tragen von Gewichten. Die Klinik Z.________ stellte in ihrem Gutachten vom 22. April 1998 fest, der Versicherte leide heute noch unfallbedingt an Schmerzen am rechten Oberschenkel lateral, welche ihn beim Liegen sowie beim Sitzen störten. Die Gehstrecke betrage 200 m stockfrei, bei grösseren Distanzen komme es zu Schmerzen im Oberschenkelbereich. Auf Grund der unfallbedingten Beeinträchtigung sei dem Beschwerdeführer eine leichte Tätigkeit in wechselnden Körperpositionen (Sitzen, Stehen) zumutbar. Die ärztlichen Beurteilungen der Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit stimmen zwar hinsichtlich der Zumutbarkeit einer ausschliesslich sitzend zu verrichtenden Tätigkeit nicht völlig überein. Es geht daraus jedoch klar hervor, dass dem Versicherten jedenfalls eine leichtere wechselbelastende Tätigkeit mit gewissen Einschränkungen (kein Treppensteigen und Tragen von Gewichten) ganztags zumutbar wäre.