Citation: 1C_51/2023 E. 4.3.3

4.3.3. Der Beschwerdeführer moniert, es sei willkürlich, wenn die Vorinstanz auf den Bestandesschutz abstelle. Eine massvolle Erweiterung nach § 178 Abs. 2 PBG/LU sei - folgte man der Argumentation der Vorinstanz im angefochtenen Urteil - ausgeschlossen, weil bei einer Erweiterung der bestehenden Wohnbaute die Rechtswidrigkeit verstärkt würde bzw. überwiegende Interessen entgegenstehen würden. Dem ist zu entgegnen, dass gestützt auf § 178 Abs. 1 PBG/LU zumindest der Bestandesschutz und eine zeitgemässe Erneuerung auch unabhängig von den genannten Voraussetzungen möglich sind. Die bestehende Wohnnutzung ist demnach garantiert. Zudem wäre anhand eines konkreten Projekts zu beurteilen, ob die Voraussetzungen nach § 178 Abs. 2 PBG/LU gegeben sind. Aus dem Umstand, dass für das vorliegende Projekt die Interessenabwägung zuungunsten des geplanten Projektes ausgefallen ist, kann nicht geschlossen werden, dass eine angemessene Erweiterung der bestehenden Baute und der Erschliessung gestützt auf § 178 Abs. 2 PBG/LU ausgeschlossen ist. Die Interessenlage ist eine andere, wenn für die Erweiterung des Gebäudes lediglich eine Unterschreitung des Waldabstands in Frage steht oder allenfalls für den Zugangsweg eine weit geringfügigere Waldfläche gerodet werden soll. Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die Standortgebundenheit des geplanten Wohngebäudes verneinte.