Citation: 9C_314/2018 E. 4.2.3

4.2.3. Hinzu kommt, dass das kantonale Versicherungsgericht vom Fehlen einer schweren Ausprägung der Störung ausging, ohne diese Feststellung auf objektive Befunde abzustützen. Vielmehr kam es einzig aufgrund der Angaben der Beschwerdeführerin zu ihrer Alltagsgestaltung zu diesem Schluss, welche es darüber hinaus noch einseitig würdigte (vgl. E. 4.2.1). Auch hier findet keine Auseinandersetzung mit der gutachterlichen Beurteilung statt, wonach eine "erhebliche Störung der Affektivität" vorliege und es sich in der Kategorie funktioneller Schweregrad um eine "über längere Zeit mittelschwere bis schwere funktionale Störung" handle.