Citation: 8C_74/2024 E. A

A.________, geboren 1970, arbeitet seit 2002 bei der Behörde B.________ (fortan: Arbeitgeberin) und ist in dieser Eigenschaft bei der Visana Versicherungen AG (fortan: Visana oder Beschwerdegegnerin) gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 22. Juni 2019 rutschte er auf dem feuchten Küchenboden aus und stürzte auf die rechte Körperseite bzw. das Gesäss. Bei anhaltenden rechtsseitigen Schmerzen im Gesäss zeigte eine MRT-Untersuchung des Beckens vom 31. Juli 2019 keine strukturellen posttraumatischen Veränderungen. Laut Bericht zur MRT-Untersuchung der Lendenwirbelsäule (LWS) vom 29. August 2019 stellte Dr. med. C.________ insbesondere eine Chondrose L4/5 ohne Nervenwurzelkompression und eine mediolateral rechtsseitige Diskushernie auf Höhe L5/S1 fest. Mit Bagatellunfallmeldung UVG vom 11. Februar 2021 liess A.________ der Visana mitteilen, er sei am 9. Januar 2021 während einer Fahrt auf einer markierten Schlittelpiste von einem Davoser-Schlitten auf sein Gesäss gefallen. Die Visana anerkannte nach beiden Unfällen zunächst ihre Leistungspflicht. Anlässlich der konsiliarischen Untersuchung vom 27. September 2021 im Universitätsspital Basel stellte der Neurochirurg Dr. med. D.________ "nun neu [...] eine L5 typische Klinik" fest, weshalb er zur operativen Sanierung des L5-Reizsyndroms rechts bei medio-lateraler Diskushernie L4/5 rechts am 11. Oktober 2021 riet. Nach umgehend eingeleiteten weiteren medizinischen Abklärungen verneinte die Visana am 15. November 2021 rückwirkend die Unfallkausalität der ab 10. April 2021 anhaltend geklagten Beschwerden. Mit Verfügung vom 11. Januar 2022, bestätigt durch Einspracheentscheid vom 5. Januar 2023, stellte die Visana sämtliche Leistungen per 9. April 2021 ein und verzichtete auf eine Rückforderung der darüber hinaus erbrachten Leistungen.