Citation: 8C_535/2022 E. 4.2.3

4.2.3. Wie die Vorinstanz feststellte, fand die Abklärung vor Ort mittels standardisiertem Fragebogen statt und dauerte laut Vermerk der Abklärungsperson 60 Minuten. Soweit die Beschwerdeführerin unter Hinweis auf die ihrer Ansicht nach bloss 40-minütige Abklärung deren fehlende Abklärungstiefe moniert, zeigt sie nicht stichhaltig auf, welche relevanten Punkte offen geblieben sein sollen. Nicht übersehen wurden namentlich die motorischen Einschränkungen der Beschwerdeführerin, die im Bericht unter Ziff. 1.1.6 "Fortbewegung" abgehandelt wurden. Die Abklärungsperson erfasste dabei die Gleichgewichts-Problematik und wies auch auf die Sturzgefahr hin. Sie hielt fest, dass die Beschwerdeführerin bei steilen, unebenen Wegen und Treppen gehalten werden müsse. Konkrete Aspekte, die hinsichtlich des motorischen Entwicklungsrückstands unberücksichtigt geblieben sein sollen, legt die Beschwerdeführerin nicht dar. Die Beschwerdeführerin vermag sodann keinen Grund zu nennen, der Anlass gäbe, an der Kompetenz der mit der Beschwerdeführerin befassten Abklärungsperson zu zweifeln. Hinweise, dass sie den zeitlichen Mehrbedarf oder die komplexe medizinische Situation unterschätzte, liegen nicht vor, auch wenn sie fälschlicherweise annahm, dass die Beschwerdeführerin bisher keinen Intensivpflegezuschlag erhalten hatte. Dass sich dieser Umstand in irgendeiner Form zuungunsten der Beschwerdeführerin ausgewirkt hätte, ergibt sich nicht. Unberücksichtigte medizinische Aspekte oder Unklarheiten, die ein Nachfragen bei einer medizinischen Fachperson notwendig gemacht hätten, sind mit Blick auf die aktenkundigen medizinischen Einschätzungen der Hilflosigkeit der Beschwerdeführerin nicht erkennbar. Dies gilt auch im Zusammenhang mit dem angerufenen Bericht von Frau Dr. med. D.________ vom 11. Februar 2021, den die Vorinstanz willkürfrei würdigte. Es wird in der Beschwerde insgesamt nicht stichhaltig dargelegt und ergibt sich nicht aus den Akten, inwiefern der Abklärungsbericht vom 28. September 2020( samt ergänzender Stellungnahme vom 18. März 2021) den in E. 4.2.1 umschriebenen Erfordernissen bezüglich Plausibilität, Begründetheit und Detailliertheit nicht zu genügen vermöchte. Die Vorinstanz durfte diesem in grundsätzlicher Hinsicht Beweiswert zuerkennen. Ohnehin beschränkt sich die Beschwerdeführerin auf weiten Strecken darauf, in appellatorischer Weise die vorinstanzliche Beweiswürdigung zu kritisieren resp. dem von der Abklärungsperson ermessensweise zugestandenen Hilfebedarf ihre eigene Auffassung entgegenzustellen, was nicht genügt (BGE 148 V 366 E.3.3; Urteile 9C_494/2016 vom 19. Dezember 2016 E. 3.5; 9C_794/2012 vom 4. März 2013 E. 4.1; 9C_65/2012 vom 28. Februar 2012 E. 4.3 mit Hinweisen).