Citation: U 169/02 03.12.2002 E. 2.1

Über den Hergang des Unfalls vom 1. Oktober 1998 ist den Akten zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer auf einer Baustelle Bodenarbeiten ausführte (Abtaloschieren einer Betonfläche). Gleichzeitig transportierte ein Bagger auf derselben Baustelle Kanthölzer, welche durch eine Gehängekette an der Baggerschaufel befestigt waren. Im Verlauf einer durch den Bagger vollführten Drehbewegung verrutschte die Gehängekette, worauf sich die Last aus ihrer horizontalen Lage neigte. Ein Teil der nicht mehr befestigten Kanthölzer rutschte aus der Baggerschaufel und fiel auf den Beschwerdeführer, der in kniender und von den herunterstürzenden Kanthölzern abgewendeter Haltung mit den erwähnten Arbeiten beschäftigt war. Der Beschwerdeführer zog sich dabei eine Mehrfragmentfemurfraktur rechts zu. Im Rahmen der für die Belange der Adäquanzbeurteilung vorzunehmenden Katalogisierung der Unfälle (BGE 115 V 138 Erw. 6) ist dieses Ereignis auf Grund des augenfälligen Geschehensablaufs und der erlittenen Verletzungen dem mittleren Bereich zuzuordnen. Die Adäquanz des Kausalzusammenhangs ist demzufolge zu bejahen, falls ein einzelnes der in die Beurteilung einzubeziehenden Kriterien (BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa) in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist oder die zu berücksichtigenden Kriterien insgesamt in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sind (BGE 115 V 140 Erw. 6c/bb).