Citation: 6B_238/2011 E. 7.2

7.2. Die Vorinstanz hält fest, Tatsache sei, "dass der Vorfall vom 10. Oktober 2002 in Cham kein Zufall war, sondern eine konkret gegenüber der A.________ AG beschlossene und detailliert geplante Blockadeaktion darstellte" (angefochtenes Urteil S. 21). Die Vorinstanz stützt diese Feststellung auf eine Vielzahl von Umständen (angefochtenes Urteil S. 21 f.). Was die Beschwerdeführer dagegen vorbringen, erschöpft sich in appellatorischer Kritik an der Beweiswürdigung, die zur Begründung der Willkürrüge nicht genügt. Zwar trifft es zu, dass im Protokoll der ausserordentlichen Berufskonferenz der GBI vom 21. September 2002 (kant. Akten D 4.3.2) weder von der Privatklägerin noch überhaupt von irgendeinem konkreten Unternehmen, sondern allgemein unter anderem von Blockaden die Rede war. Dies ändert indessen offensichtlich nichts daran, dass die Aktion vom 10. Oktober 2002 gegen die Privatklägerin nicht spontan, sondern von der damaligen GBI geplant und organisiert war, was sich aus den übrigen im angefochtenen Entscheid genannten Umständen willkürfrei ergibt. Im Übrigen hielt auch die Unia in ihrem Schreiben vom 29. März 2006 an das Untersuchungsrichteramt fest, dass die Aktion vom 10. Oktober 2002 im Grundsatz den Beschlüssen der GBI entsprach und keine spontane Handlung einzelner Teilnehmer war (kant. Akten D 4.3.1). Die Vorinstanz durfte den Beweisantrag auf Befragung der Mitglieder des Nationalkomitees Bau und des Zentralvorstands in willkürfreier antizipierter Beweiswürdigung abweisen.