Citation: 7B_676/2024 E. 4.3.2

4.3.2. Hernach führt der Beschwerdeführer sein Alter, die lange Dauer des staatlichen Freiheitsentzugs und seine zunehmende Gebrechlichkeit ins Feld. In der Tat dauert die Verwahrung des heute 78-jährigen Beschwerdeführers bereits 19 Jahre an, davor verbüsste er seine Zuchthausstrafe. Die lange Dauer des Freiheitsentzugs gebietet eine besonders sorgfältige Verhältnismässigkeitsprüfung. Dass es ihm aufgrund seines Alters oder seines körperlichen Zustands nicht mehr möglich sein sollte, Sexualdelikte zum Nachteil von Kindern zu begehen, macht der Beschwerdeführer jedoch nicht geltend. Der Gutachter und die Vorinstanz legen zudem einlässlich und nachvollziehbar dar, dass das zunehmende Alter im vorliegenden Fall bis anhin nicht zu einer ausreichenden Senkung des Rückfallrisikos beigetragen hat. Laut Gutachten von Dr. med. B.________ leidet der Beschwerdeführer nebst dem zwar an gewissen "alters- und lebensstilbedingten" Einschränkungen und Erkrankungen, namentlich an Rückenschmerzen, einer Beeinträchtigung des Hörvermögens und an einer Gang- und Standunsicherheit, weshalb er zeitweise auf eine Gehhilfe angewiesen ist. Mit der Vorinstanz ist indessen nicht ersichtlich, inwiefern sich diese Beschwerden positiv auf die Legalprognose auswirken und damit die Erforderlichkeit der Verwahrung in Frage stellen sollen, gerade weil der Beschwerdeführer laut Gutachten weiterhin über eine starke Vitalität und Durchsetzungskraft verfügt. Das Gesagte gilt zudem umso mehr, als der Beschwerdeführer gemäss gutachterlichen Ausführungen in der Vergangenheit gewaltfrei agierte und seine Opfer stattdessen verführt oder bedrängt hat. Solches ist auch mit den beschriebenen körperlichen Einschränkungen (und in fortgeschrittenem Alter) möglich.