Citation: 8C_586/2022 E. 5.1.1

5.1.1. Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, Dr. med. H.________ habe im Gutachten vom 15. Juli 2016 u.a. eine einlässliche und überzeugende Konsistenz- und Ressourcenprüfung vorgenommen und dabei insbesondere das Observationsmaterial miteinbezogen. Seine eingehend und schlüssig begründete Einschätzung, dass der Beschwerdeführer psychischerseits zu 100 % arbeitsfähig sei, leuchte ein. Dr. med. F.________ habe in der Stellungnahme vom 17. März 2017 die Einschätzung des Dr. med. H.________ als überzeugend angesehen. Laut dem einleuchtenden medexperts-Gutachten vom 31. August 2020 lägen keine psychiatrischen Diagnosen (mehr) vor, welche die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers einschränkten. Eine Persönlichkeitsstörung sei hierin verneint worden. Der psychiatrische medexperts-Gutachter Dr. med. univ. G.________ habe zwar eine stationäre Begutachtung des Beschwerdeführers empfohlen. Dies sei aber allein aufgrund einer einzigen fremdaggressiven Äusserung erfolgt, wonach er auch die Leute von der IV-Stelle habe erwürgen wollen. Die stationäre Begutachtung sei offenbar vorgeschlagen worden, weil der Beschwerdeführer diese Aussage etwas überraschend anlässlich der gutachterlichen Nachfrage nach einer Suizidalität gemacht habe und der Gutachter - mit dem hier nicht relevanten - Beweismass der an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit eine für die Arbeitsfähigkeit relevante Persönlichkeitsstörung habe ausschliessen wollen. Diese Würdigung der Abklärungsempfehlung habe Dr. med. F.________ in der Stellungnahme vom 10. September 2020 bestätigt. Von Bedeutung sei in diesem Zusammenhang, dass sich aus den übrigen medizinischen Akten keine Hinweise auf eine Persönlichkeitsstörung ergäben, wie Dr. med. univ. G.________ festgehalten habe. Hinzu komme, dass der Beschwerdeführer "einmalig" lauter geworden sei, als es um die misslichen finanziellen Umstände und die Leidtragenden, wie die Ehefrau und seine Familie, gegangen sei. Ansonsten habe er sich bei der psychiatrischen Begutachtung kooperativ und freundlich verhalten. Damit sei davon auszugehen, dass das fremdaggressive Verhalten primär eine unmittelbare Folge des Unmuts des Beschwerdeführers über seine schwierige psychosoziale Situation und nur in diesem Kontext aufgetreten sei. Das fremdaggressive Gefährdungspotenzial scheine damit einerseits nicht auf einem Gesundheitsschaden zu beruhen und anderseits nicht im Zusammenhang mit der Ausübung einer Erwerbstätigkeit zu stehen. Entsprechende Abklärungen beträfen somit keine invalidenversicherungsrechtliche Problematik. Aus dem Bericht des Dr. med. E.________ vom 26. Juli 2019 könne der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten, da er keine objektive Ressourcen- und Konsistenzprüfung enthalte. Somit sei der Beschwerdeführer gestützt auf das medexperts-Gutachten vom 31. August 2020 in der angestammten und in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 70 % arbeitsfähig, wobei die Einschränkung einzig somatisch bedingt sei.