Citation: 9C_700/2022 E. 3.2.1

3.2.1. Das Verwaltungsgericht hat diesbezüglich erwogen, die früheren Veranlagungen vermöchten als solche keine Vertrauensgrundlage zu begründen, sondern würden nur für die jeweilige Steuerperiode gelten. Zwar stelle sich die Frage, ob aufgrund der bisherigen gleichbleibenden Veranlagung eine hinreichende Vertrauensgrundlage bestanden habe und das Steueramt an eine über längere Zeit akzeptierte Qualifikation gebunden gewesen sei. Wohl sei die Zuteilung der Stammanteile zum Privatvermögen der Beschwerdeführer langjährig toleriert worden. Jedoch sei diese Qualifikation in all diesen Jahren nie einlässlich über- oder geprüft worden. Vielmehr habe das Steueramt über Jahre hinweg - mutmasslich gestützt auf die entsprechende Deklaration der Beschwerdeführer - die Zuordnung zum Privatvermögen toleriert und einzig den Steuerwert der Stammanteile jeweils neu beurteilt. Eine so schwache Vertrauensgrundlage vermöge das öffentliche Interesse an der Durchsetzung des objektiven Rechts nicht zu überwiegen, zumal es die Beschwerdeführer selbst gewesen seien, die in der hier massgeblichen Steuerperiode 2016 mit der geplanten, teilweisen Übertragung auf den gemeinsamen Sohn eine Veränderung der Beteiligungsverhältnisse und eine Änderung der Sachlage angestossen hätten, was eine genauere Überprüfung des Sachverhalts und der Qualifikation der Beteiligungen gerechtfertigt habe (vgl. zum Ganzen E. 3.3 des angefochtenen Entscheids).