Citation: 2A.237/2002 28.05.2002 E. 6

Wie aus der Vernehmlassung des Bundesamtes für Flüchtlinge zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde hervorgeht, hat mittlerweile das Innenministerium von Jugoslawien mitgeteilt, dass die Archive in I.________ zerstört worden seien und es daher unmöglich sei, die Nationalität des Beschwerdeführers nachzuweisen. Unterdessen habe das Verbindungsbüro in Pristina mit einer Nichtregierungsorganisation Kontakt aufgenommen; eine Lösung für die Rückschaffung des Beschwerdeführers erscheine "prima facie" möglich. Diese Tatsachen waren dem Haftrichter noch nicht bekannt, als er das Haftentlassungsgesuch am 2. Mai 2002 abwies; sie können daher im vorliegenden Verfahren nicht berücksichtigt werden (vgl. Art. 105 Abs. 2 OG; BGE 122 II 299 E. 5d S. 310). Indessen läuft die verlängerte Haft ohnehin am 2. Juni 2002 ab. Der Haftrichter wird in einer allfälligen Haftverlängerungsverhandlung zu prüfen haben, ob der Vollzug der Wegweisung angesichts der momentanen Situation innerhalb der zwei Monate, die bis zum Ablauf der maximalen Haftdauer noch fehlen, als möglich erscheint.