Citation: 6B_681/2024 E. 2.3.1

2.3.1. Die Vorinstanz beurteilt die sexuelle Nötigung gegenüber D.________ im Wesentlichen gleich wie diejenigen gegenüber den beiden anderen, namentlich genannten Opfern. Dies betrifft insbesondere das Alter des Opfers, das Tatvorgehen des Beschwerdegegners, dessen Motive und Verschulden sowie die Schwere der Nötigung. In allen Fällen hat der Beschwerdegegner damit gedroht, zuvor erhaltene intime Fotos und Videos der Opfer öffentlich und/oder gegenüber Klassenkameraden zu verbreiten und das Opfer damit erheblich öffentlich blosszustellen. Einziger Unterschied bildet soweit ersichtlich die Tatsache, dass sich D.________ nicht wie in den anderen Fällen an der Vagina, sondern an der nackten Brust stimulieren und - darüber hinaus - den Griff einer Haarbürste in den Mund schieben und hinein und hinaus bewegen sollte. Weshalb es sich dabei um einen weniger schweren Eingriff in die sexuelle Integrität des Opfers handeln soll, begründet die Vorinstanz nicht und leuchtet nicht ein. Zudem ist allen Taten gemein, dass das Opfer die Handlungen in Abwesenheit des Beschwerdegegners an sich selbst vornehmen musste. Die Vorinstanz begründet auch nicht, weshalb die Tat gegenüber D.________ insbesondere "aufgrund des Verschuldens" bei im Übrigen gleichem Tatvorgehen des Beschwerdegegners und einem als leicht beurteilten Verschulden von den Taten gegenüber den ersten beiden Opfern in einer Weise abweichen soll, welche - im Unterschied zu den Erstbeurteilten - eine Geldstrafe als angemessen rechtfertigen würde. Dies gilt umso weniger, als die Vorinstanz die maximal mögliche Geldstrafe ausspricht. Indem sie hier nicht ebenfalls auf eine Freiheitsstrafe erkennt, verletzt sie das ihr zustehende Ermessen. Es kann offen bleiben, ob sie zu Recht annimmt, dass sich der nicht vorbestrafte Beschwerdegegner nach eigenen Aussagen von der angedrohten Geldstrafe genügend beeindrucken lässt (oben E. 1.2.3). Immerhin weist aber die Beschwerdeführerin zutreffend darauf hin, dass die Geldstrafe angesichts des Tagessatzes von Fr. 10.-- äusserst gering ausfällt, sodass eine präventive Wirkung fraglich erscheint.