Citation: 4C.305/2005 01.12.2005 E. 1

Im angefochtenen Urteil hat das Obergericht im Wesentlichen ausgeführt, dass das Wohn- und Geschäftshaus in E.________ in den Jahren 1996/97 gebaut worden sei. Planer sei der Architekt B.________ gewesen. Es sei unbestritten, dass der Kläger Bauleitungsarbeiten ausgeführt habe. Umstritten sei jedoch, ob die Beklagte den Kläger oder B.________ mit den Bauleitungsarbeiten betraut habe. Zu dieser Frage hat das Obergericht verschiedene Beweismittel - insbesondere Urkunden und Zeugenaussagen - gewürdigt und ist zum Schluss gekommen, dass der Kläger während der Bauleitung B.________ als seinen Vertragspartner betrachtet habe. Auch B.________ habe seine Subunternehmer als seine Beauftragten angesehen. Von der gleichen Auffassung sei auch die Beklagte als Bauherrin ausgegangen, da sie mit B.________ explizit einen Vertrag abgeschlossen habe, der die Bauleitung beinhaltet habe. Alle Beteiligten hätten demnach im Zeitpunkt der Bauausführung die gleiche Meinung gehabt. Die Beklagte habe nur einen Vertrag mit B.________ abgeschlossen, und dieser habe seinerseits Subunternehmer, u.a. den Kläger, beigezogen. Aus diesem Grund sei die Beklagte nicht passivlegitimiert, weshalb die Klage abzuweisen sei. Diese Begründung wird vom Klägerin in verschiedener Hinsicht kritisiert.