Citation: 9C_86/2021 E. 6.3

6.3. Sowohl die Anfrage vom 2. Februar 2016 als auch die Antwort vom 29. Februar 2016 betrafen ausschliesslich die Frage der Beitragspflicht für Einkommen aus Mitarbeiterbeteiligungen. Von den Parteien damals nicht thematisiert wurde die Frage der Beitragspflicht für die noch im Jahre 2014 erfolgte Bonuszahlung, so dass entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführerin betreffend dieser im Vorneherein nichts aus der Antwortmail vom 29. Februar 2016 abgeleitet werden kann. Ob die Beschwerdeführerin demgegenüber betreffend den Mitarbeiterbeteiligungen gestützt auf diese E-Mail sich darauf verlassen durfte, dass keine Beitragspflicht besteht bzw. ob sie die Unrichtigkeit einer solchen Auskunft nicht ohne weiteres hätte erkennen müssen, erscheint zweifelhaft: Wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat, muss man bei einer Anwendung der in dieser E-Mail erwähnten Regelung betreffend Mitarbeiterobligationen mit internationalen Bezug auf den konkreten Arbeitnehmer unweigerlich zum Ergebnis gelangen, das entsprechende Einkommen sei in der Schweiz mindestens teilweise beitragspflichtig. Wie es sich damit aber letztlich verhält, braucht nicht abschliessend geprüft zu werden. Gemäss den grundsätzlich verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz hat die Beschwerdeführerin im Vertrauen auf diese E-Mail keine Dispositionen getroffen, welche nicht ohne Nachteil rückgängig zu machen wären. Zum Zeitpunkt der Mail, mithin am 29. Februar 2016, hatte sie ihrem Arbeitnehmer die entsprechenden Mitarbeiteroptionen längst eingeräumt; dieser hatte sie mit Ausnahme der letzten, kleinsten Tranche, damals bereits ausgeübt gehabt. Es erscheint wenig wahrscheinlich, dass der ehemalige Arbeitnehmer in Kenntnis der Beitragspflicht auf die Ausübung der letzten Tranche der Optionen verzichtet hätte. Die Beschwerdeführerin macht zwar weiter geltend, aufgrund dieser E-Mail zu hohe Beitragsforderungen der US-amerikanischen Sozialversicherungsbehörden akzeptiert zu haben, ohne diese Behauptung jedoch näher zu substanziieren und die entsprechenden Zahlungen zu belegen. Damit hat die Vorinstanz kein Bundesrecht verletzt, als sie das Festhalten der Beschwerdegegnerin an der Beitragspflicht nicht als treuwidrig qualifizierte. Die Beschwerde ist demnach im Hauptpunkt abzuweisen.