Citation: I 863/02 18.08.2003 E. 3

3.1 Der Beschwerdeführer war unbestreitbar seit dem 6. Oktober 1998 wegen erheblichen Rückenbeschwerden vollständig arbeitsunfähig. Arbeitsunfähigkeit im Rahmen von Art. 29 IVG bedeutet die durch den Gesundheitsschaden bedingte Einbusse im funktionellen Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich, währenddem die finanziellen Konsequenzen einer solchen Einbusse für deren Beurteilung während der Wartezeit grundsätzlich unerheblich sind (BGE 105 V 159 Erw. 2a, zitiert in Meyer-Blaser, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, Zürich 1997 S. 233 f.; vgl. auch Boltshauser, Invaliditätsbemessung bis zur feststehenden Dauerinvalidität, in: Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialversicherung, [Hrsg.] Schaffhauser/Schlauri, Luzern 1999, S. 128). Mit Verwaltung und Vorinstanz steht damit fest, dass ab Oktober 1999 die Wartezeit von einem Jahr absolviert war (Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG), da der Beschwerdeführer in seinem Beruf als Lüftungsmonteur nicht mehr eingesetzt werden konnte. 3.2 Die Höhe der Rente bestimmt sich nach dem Invaliditätsgrad im Zeitpunkt des Rentenbeginns (vgl. Erwägung 1.2 hievor; BGE 128 V 174). Im Oktober 1999 bestanden weder in gesundheitlicher noch in erwerblicher Hinsicht stabile Verhältnisse. So musste sich der Beschwerdeführer im Februar 2000 ein drittes Mal am Rücken operieren lassen (Spondylodese). Gleichzeitig war noch eine berufliche Abklärung im Gange. In der Anmeldung zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung wurde denn auch primär eine Umschulung und nicht eine Rente beantragt. Der zuständige Berufsberater sah sich indessen ausserstande, entsprechende Vorschläge zu machen, solange aus medizinischer Sicht nicht klar festgestellt worden war, welche Tätigkeiten in welchem zeitlichen Umfang dem Beschwerdeführer überhaupt noch zumutbar waren. Entsprechend hat er den Abklärungs- und Beratungsauftrag im Juli 2000 "zurückgegeben". Der Beschwerdeführer wusste im Oktober 1999 nicht, ob er - nach der dritten Rückenoperation - eventuell wieder in seinem angestammten Beruf würde arbeiten können, oder wenn nicht, welche andere Tätigkeit für ihn überhaupt noch in Frage kommen könnte. Angesichts dieser Unsicherheit war es ihm zu jenem Zeitpunkt nicht zumutbar, aus Gründen der Schadenminderungspflicht irgendeine Arbeit zu suchen. (RKUV 2000 U 366 Erw. 4 S. 92; vgl. auch Kieser, Der praktische Nachweis des rechtserheblichen Invalideneinkommens, in: Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialversicherung, [Hrsg.] Schaffhauser/Schlauri, Luzern 1999, S. 59). Damit steht aber ohne weitere Abklärung fest, dass der Beschwerdeführer nach Ablauf der Wartezeit gemäss Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG vollständig erwerbsunfähig war und damit Anspruch auf eine volle Invalidenrente hatte.