Citation: 8C_351/2009 11.11.2009 E. 3

3.1 Die für die Bestimmung des streitigen Invaliditätsgrades erforderlichen gesetzlichen und von der Rechtsprechung weiter konkretisierten Grundlagen sind, soweit hier von Belang, im angefochtenen Entscheid wie auch im Einspracheentscheid der IV-Stelle vom 16. Juni 2008 richtig dargelegt worden. Darauf kann verwiesen werden. 3.2 In Würdigung der medizinischen Dokumentation ist das kantonale Gericht zum Schluss gelangt, dass es der Beschwerdeführerin trotz ihrer Behinderung zumutbar wäre, einer leidensangepassten ausserhäuslichen Tätigkeit nachzugehen. Die dabei bestehende gesundheitsbedingte Einschränkung des Leistungsvermögens veranschlagte es auf 70 %. 3.3 Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, war in seiner Stellungnahme gegenüber dem früheren Arbeitgeber vom 11. November 2004 der Ansicht, es sollte der Beschwerdeführerin, nachdem bezüglich der ursprünglich vorhanden gewesenen Anpassungsstörung eine erhebliche Verbesserung des Zustandsbildes zu beobachten sei, unter Beachtung gewisser einschränkender Arbeitsbedingungen wieder möglich und zumutbar sein, einer ähnlichen Tätigkeit wie der bisherigen bei der Firma X.________ ganztags nachzugehen oder aber eine vergleichbare Alternativbeschäftigung anzunehmen. Der die Beschwerdeführerin seit 2005 behandelnde Psychiater Dr. med. W.________ bescheinigte demgegenüber in seinem Bericht vom 20. Januar 2006 eine seit März 2003 bestehende Arbeitsunfähigkeit von 70 bis 80 % etwa für Sortierarbeiten oder körperlich leichte, anspruchslose Bürotätigkeiten. Erst auf eine auf Anregung des Vertreters der Beschwerdeführerin erfolgte ausdrückliche Rückfrage der IV-Stelle hin erklärte Dr. med. W.________ am 24. Februar 2006, dass "die Versicherte, so wie sie sich heute präsentiert, einem Arbeitgeber in der freien Marktwirtschaft, welcher sich an einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt orientiert, kaum zumutbar" sei. Dies bestätigte er in einem am 30. Oktober 2007 ausgefüllten Fragebogen, wobei er die Arbeitsunfähigkeit nunmehr mit 70 % bezifferte. Der von der IV-Stelle beauftragte Dr. med. F.________ schloss sich in seinem Bericht vom 28. Januar 2008 schliesslich der Ansicht des Dr. med. W.________ an, wonach die Beschwerdeführerin einem potentiellen Arbeitgeber nicht mehr zumutbar sei. In diesem Sinne korrigierte er seine Einschätzung vom 11. November 2004 ausdrücklich und hielt nunmehr mit Dr. med. W.________ ebenfalls dafür, dass von einer mindestens 70%igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit seit März 2003 auszugehen sei. 3.4 Der IV-Stelle und der Vorinstanz standen damit Berichte zweier voneinander unabhängiger Psychiater zur Verfügung, welche sich zur verbliebenen Arbeitsfähigkeit je insofern widersprüchlich oder zumindest unklar äusserten, als sie zwar eine 30%ige Restarbeitsfähigkeit attestierten, gleichzeitig aber auch die Zumutbarkeit einer Arbeitsleistung der Beschwerdeführerin für einen potentiellen neuen Arbeitgeber in der bisherigen und in jeglicher anderen Tätigkeit verneinten, was sich miteinander nicht vereinbaren lässt. Auf dieser Grundlage ist eine schlüssige und abschliessende Beurteilung des Leistungsvermögens, das die Beschwerdeführerin auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zumutbarerweise noch zu verwerten vermöchte, im Rahmen einer - der bundesgerichtlichen Überprüfungsbefugnis grundsätzlich entzogenen (E. 1 hievor) - Beweiswürdigung nicht möglich. Weil die Angaben der involvierten Psychiater nicht erkennen lassen, ob überhaupt und gegebenenfalls in welchem Ausmass die Beschwerdeführerin ihrer Meinung nach noch einsatzfähig wäre, beruht die Annahme einer 30%igen Restarbeitsfähigkeit durch die Vorinstanz (oder sogar 40%igen Restarbeitsfähigkeit durch die Verwaltung) auf einer ungenügenden sachverhaltlichen Abklärung und muss deshalb als bundesrechtswidrig bezeichnet werden (E. 1 hievor). Daran ändern auch die Erklärungsversuche des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), welche sich die IV-Stelle in ihrer Verfügung vom 4. April 2006 und im Einspracheentscheid vom 16. Juni 2008 offenbar zu eigen gemacht und welchen sich auch das kantonale Gericht angeschlossen hat, nichts. Weder die der Beschwerdeführerin vor allem im familiären Bereich noch möglichen Aktivitäten noch die kaum eingeschränkte Bewältigung von Alltagssituationen vermag die bestehenden Ungereimtheiten in den zur Diskussion stehenden psychiatrischen Stellungnahmen auszuräumen. Da die den mit der Durchführung des Invalidenversicherungsrechts betrauten Behörden obliegende Untersuchungspflicht (vgl. Art. 43 f. und Art. 61 lit. c ATSG) verletzt worden ist, wird die IV-Stelle, an welche die Sache zu diesem Zweck - unter Aufhebung des angefochtenen Entscheids - zurückzuweisen ist, durch geeignete Rückfragen bei den Psychiatern Dr. med. W.________ und F.________ zu klären haben, wie deren in sich widersprüchlichen Aussagen zur verbliebenen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin zu verstehen sind.