Citation: 4A_6/2020 E. 3

Das Bezirksgericht hatte den vom Beschwerdeführer geltend gemachten Anspruch auf zusätzliche Provisionszahlungen verneint und die Klage in diesem Punkt abgewiesen. Dagegen hatte es dem Beschwerdeführer den Nettolohn von insgesamt Fr. 5'285.25 (bei Fr. 5'700.-- brutto) für die Monate April und Mai 2015 zugesprochen. Weiter hatte es einen Spesenanspruch des Beschwerdeführers von Fr. 7'230.-- berechnet und davon den mit Widerklage geltend gemachten Anspruch von Fr. 3'520.-- für die private Nutzung des Dienstfahrzeuges in Abzug gebracht. Das Obergericht folgte der Auffassung des Bezirksgerichts insoweit, als es den Anspruch des Beschwerdeführers auf weitere Provisionszahlungen ebenfalls verneinte. Es erwog, im Gegenteil habe die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer in den Monaten September und Oktober 2014 unter Berücksichtigung der nachträglich dahingefallenen Verträge gemäss Art. 322b Abs. 3 OR insgesamt Fr. 6'000.-- zu viel an Provisionen bezahlt. Anders als die Erstinstanz gelangte es jedoch zum Schluss, dass die Beschwerdegegnerin diesen Betrag mit den Lohnforderungen des Beschwerdeführers für die Monate April und Mai 2015 (gültig) zur Verrechnung gebracht habe, und hiess die Berufung der Beschwerdegegnerin in diesem Punkt gut. Was den Auslagenersatz betrifft, schützte es die Verurteilung der Beschwerdegegnerin zur Zahlung von Fr. 3'710.--.