Citation: 8C_844/2019 E. 3.1.1

3.1.1. Die Vorinstanz hat erkannt, die Versicherte habe ausweislich der medizinischen Akten vor dem Unfall vom 14. August 2017 an einem behandlungsbedürftigen funktionellen Hemisyndrom links, einer muskulären Insuffizienz bei Dekonditionierung, einem psychogenen Symptomen-Komplex mit Überforderungszeichen und einem lumbospondylogenen Syndrom gelitten. Belegt sei auch, dass die bildgebenden Untersuchungen der HWS am Tag nach dem Unfall keine Frakturen und auch ansonst unauffällige Verhältnisse der Weichteile gezeigt hätten. Sodann seien bei der Beweglichkeitsprüfung der HWS keine Schmerzen bei Flexion und Extension und auch kein Stauchungsschmerz aufgetreten, hingegen seien ein Ruheschmerz und Schmerzen bei Rechts- und Linksdrehung sowie bei Seitenneigung angegeben worden. Weiter sei unbestritten, dass die in dem rund zwei Wochen nach dem Unfall am 29. August 2017 erstellten MRI (magnetic resonance imaging) auf Höhe der Halswirbelkörper C4 bis C7 gesehenen leichten Bandscheibenveränderungen mit kleinen nicht neurokompressiven Diskushernien als degenerative Erscheinungen einem Vorzustand und nicht dem Unfallereignis zuzuschreiben seien. Uneins seien sich die Ärzte, ob die im gleichen MRI dargestellte "frische Deckplattensinterungsfraktur von Th2 bei erhaltener Wirbelkörperhinterkante" kausal dem Unfall zugeordnet werden könne. Dies werde vom behandelnden Arzt (Dr. med. E.________) primär mit der zeitlichen Nähe der Fraktur zum Ereignis bejaht. Demgegenüber vertrete der beratende Arzt (pract. med. F.________) der ÖKK die Ansicht, ein Bezug dieser isolierten Fraktur zum Unfall sei aufgrund des Unfallmechanismus und des Fehlens von Begleitverletzungen anderer Strukturen ausgeschlossen. Dabei stehe fest, dass die Fraktur in einem früheren MRI vom 30. Dezember 2016 nicht habe dargestellt werden können. Weiter hat das kantonale Gericht erwogen, die medizinische Expertenstreitigkeit relativiere sich insoweit, als der Radiologe im MRI vom 22. Januar 2018 eine vollständige Restitutio der Deckplattenfraktur mit nur noch einer minimalen Wirbelsäulendeformität von 5 ° habe erkennen können. Zudem habe Dr. med. E.________ anlässlich der Untersuchung vom 5. März 2018 eine Verbesserung der klinischen Situation festzustellen vermocht, indem sich die wegen der Folgen des Unfalls initial ausgebaute Schmerzmedikation vollständig habe ausschleichen lassen. Damit sei ab diesem Zeitpunkt von einer folgenlosen Ausheilung der fraglichen Fraktur auszugehen.