Citation: 4C.310/2004 07.12.2004 E. 1

1.1 Der angefochtene Endentscheid ist berufungsfähig, da er eine Zivilrechtsstreitigkeit mit einem Streitwert von über Fr. 8'000.-- betrifft und er mit keinem ordentlichen kantonalen Rechtsmittel angefochten werden kann (Art. 46 und Art. 48 Abs. 1 OG). Auf die form- und fristgerechte Berufung ist daher grundsätzlich einzutreten. 1.2 Im Berufungsverfahren ist das Bundesgericht an die tatsächlichen Feststellungen der letzten kantonalen Instanz gebunden, sofern sie nicht offensichtlich auf Versehen beruhen, unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zu Stande gekommen oder wegen fehlerhafter Rechtsanwendung im kantonalen Verfahren zu ergänzen sind (Art. 63 Abs. 2 und 64 Abs. 2 OG). Die Partei, welche den vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt berichtigt oder ergänzt wissen will, hat darüber genaue Angaben mit Aktenhinweisen zu machen (Art. 55 Abs. 1 lit c OG). Für eine blosse Kritik an der Beweiswürdigung der Vorinstanz ist die Berufung nicht gegeben (BGE 127 III 248 E. 2c; 115 II 484 E. 2a S. 486). 1.3 Das Obergericht nahm an, die Klägerin habe nicht mit angeblich gegen sie oder ihren Ehemann gerichteten Beweisen betreffend die anonymen Schreiben getäuscht werden können, da für die Klägerin nach ihren eigenen Angaben völlig klar war, dass weder sie noch ihr Ehemann die anonymen Schreiben zu verantworten hatten. Damit ist das Obergericht in tatsächlicher Hinsicht davon ausgegangen, die Klägerin habe der Aussage der Beklagten, ein Gutachten würde ihr Umfeld belasten, keinen Glauben geschenkt. Abweichend von diesen Feststellungen gibt die Klägerin in ihrer Berufung dem Sinne nach an, sie habe den Aussagen der hochrangigen Vertreter der Beklagten geglaubt und sei deshalb irrtümlich davon ausgegangen, das Gutachten würde ihren Ehemann oder ihr "Umfeld" belasten. Da die Klägerin insoweit keine der genannten Ausnahmen von der Bindung des Bundesgerichts an die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz geltend macht, übt sie mit diesen Angaben unzulässige Kritik an der Beweiswürdigung der Vorinstanz.