Citation: 1A.230/2000 28.08.2001 E. 1

1.- a) Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist unter Vorbehalt der (hier nicht zutreffenden) Ausnahmen gemäss Art. 99 - 102 OG zulässig gegen Verfügungen, die sich auf öffentliches Recht des Bundes stützen oder richtigerweise stützen sollten (Art. 97 OG in Verbindung mit Art. 5 VwVG). Dasselbe gilt, wenn sich der Entscheid auf eine kantonale Ausführungsvorschrift zu Bundesrecht stützt, dieser kantonalen Norm aber keine selbständige Bedeutung zukommt, oder wenn die auf kantonalem Recht beruhenden Anordnungen einen hinreichend engen Sachzusammenhang mit einer Frage des Bundesverwaltungsrechts aufweisen. Stützt sich ein Entscheid sowohl auf Bundesrecht als auch auf selbständiges kantonales Recht, so ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde insoweit zulässig, als die Verletzung von direkt anwendbarem Bundesrecht auf dem Spiel steht. Soweit hingegen dem angefochtenen Entscheid selbständiges kantonales Recht ohne den geforderten Sachzusammenhang mit dem Bundesverwaltungsrecht zugrunde liegt, steht ausschliesslich die staatsrechtliche Beschwerde zur Verfügung (BGE 124 II 409 E. 1d/dd S. 414, mit Hinweisen). Im vorliegenden Fall angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid, der sich grossenteils auf öffentliches Recht des Bundes stützt, indem das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau in Bezug auf die umstrittene Bootssteganlage die raumplanungsrechtlichen Voraussetzungen für eine Ausnahmebewilligung (nach Art. 24 aRPG) und dabei insbesondere auch die Erfordernisse nach den massgebenden NHG-Bestimmungen als erfüllt erachtete. Die diesbezügliche Bewilligungserteilung betrifft eine Bundesaufgabe (Art. 2 NHG) und stellt eine Verfügung im Sinne von Art. 5 VwVG dar, gegen welche die Verwaltungsgerichtsbeschwerde zulässig ist (s. etwa BGE 126 II 283 E. 1, 123 II 5 E. 2c, 88 E. 1a und 289 E. 1e, ferner 120 Ib 233 E. 1c, 119 Ib 254 E. 1c, 115 Ib 472 ff.). Dasselbe betrifft die Frage des zusätzlichen Erfordernisses einer Bewilligung nach Art. 8 des Bundesgesetzes vom 21. Juni 1991 über die Fischerei (BGF, SR 923. 0). Soweit der angefochtene Entscheid auch in Anwendung kantonaler Normen ergangen ist, handelt es sich hierbei, soweit dies hier allenfalls von Bedeutung sein kann, um ausführende bzw. ergänzende Bestimmungen zum in Frage stehenden eidgenössischen Recht, die jedenfalls einen engen Zusammenhang mit den im nunmehrigen Verfahren zu beurteilenden Streitpunkten des Bundesverwaltungsrechts aufweisen (so z.B. § 21 der vom 12. Dezember 1977 datierten Verordnung des Regierungsrates des Kantons Thurgau über die Fischerei [FiV], der die Bewilligungspflicht nach Art. 8 BGF wiederholt und sodann das diesbezüglich im Kanton massgebende Verfahren näher regelt). Die betreffenden Vorbringen können damit ebenfalls im Rahmen der vorliegenden Verwaltungsgerichtsbeschwerde behandelt werden (vgl. BGE 125 II 591 E. 6c, 123 II 256 E. 6 sowie 359 E. 1a/aa). Soweit sich der vorinstanzliche Entscheid - namentlich die Konzessionserteilung selber - auf das kantonale Gesetz vom 21. Mai 1895 über die Rechte an öffentlichen Gewässern stützt (gemäss Art. 2 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 3. Oktober 1975 über die Binnenschifffahrt, BSG, SR 747. 201, bedürfen Sondernutzung und gesteigerter Gemeingebrauch an Gewässern einer Bewilligung des Kantons), handelt es sich gemäss bundesgerichtlicher Praxis der Sache nach um selbständiges kantonales Recht (das Bundesgesetz vom 22. Dezember 1916 über die Nutzbarmachung der Wasserkräfte, WRG, SR 721. 80, ist insoweit nicht einschlägig, da es nur die Inanspruchnahme von Gewässern zur Erzeugung nutzbarer Kraft regelt und nicht andere Benutzungsarten wie den hier vorgesehenen Gebrauch als Bootsliegeplatz). Darauf bezogen stünde - wie ausgeführt - nicht die Verwaltungsgerichts-, sondern nur die staatsrechtliche Beschwerde zur Verfügung (s. nicht publ. BGE vom 21. November 1995 i.S. U. gegen Regierungsrat des Kantons Thurgau). Doch ist dies hier ohne weitere Bedeutung, zumal die gerügten Rechtsverletzungen einzig die erwähnten Bestimmungen des Bundesverwaltungsrechts (BGF, NHG), nicht aber die nebstdem massgebenden konzessionsrechtlichen Bestimmungen betreffen. Die projektierte Steganlage soll rund 50 Meter vor der dem Beschwerdeführer gehörenden Liegenschaft realisiert werden. Durch diese enge nachbarliche Beziehung zum Vorhaben ist er somit zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde legitimiert (Art. 103 lit. aOG). Auf die rechtzeitig erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist daher einzutreten. b) Unter den gegebenen Umständen konnte auf den vom Beschwerdeführer und von der Gemeinde beantragten Augenschein verzichtet werden.