Citation: 6B_765/2015 E. 4

Der Beschwerdeführer ist der Meinung, die Vorinstanz müsse unter Berücksichtigung der rechtlichen Beurteilung im bundesgerichtlichen Rückweisungsentscheid eine vollständige Neubeurteilung der Strafsache vornehmen. Das Berufungsurteil vom 12. Juli 2013 sei vollständig aufgehoben worden. Mit der Rückweisung bestehe "überhaupt keine Entscheidung über die mit Anklageschrift vom 8. November 2010 erhobenen Vorwürfe und die dort beschuldigte Person mehr [...]" (Beschwerde S. 16). Die in der Folge erhobenen Rügen (Beschwerde S. 16 - 60) und die entsprechende Argumentation gehen von dieser Prämisse aus. Sie ist unzutreffend. Die V orinstanz durfte sich von Bundesrechts wegen nur noch mit jenen Punkten befassen, die das Bundesgericht kassierte. Die anderen Teile des Urteils vom 12. Juli 2013 hatten Bestand und waren in das neue Urteil zu übernehmen. Irrelevant ist, dass mit dem bundesgerichtlichen Rückweisungsentscheid formell das ganze erste Urteil der Vorinstanz aufgehoben wurde. Entscheidend ist nicht das Dispositiv, sondern die materielle Tragweite des bundesgerichtlichen Urteils (Urteil 6B_372/2011 vom 12. Juli 2011 E. 1.3.2 mit Hinweisen). Aus der Begründung des Bundesgerichtsentscheids vom 18. Dezember 2014 ergibt sich, dass die Vorinstanz den Anklagevorwurf in Ziffer 3.1 in Verletzung des Anklagegrundsatzes als versuchte Vergewaltigung zum Nachteil der Beschwerdegegnerin 3 qualifiziert und einzig den entsprechenden Anklagesachverhalt neu zu beurteilen hatte. Diese Neubeurteilung tangiert nicht die objektive Sachverhaltsermittlung in Bezug auf den Vorfall vom 22. Oktober 2005 geschweige denn die Übergriffe zum Nachteil von C.________ und E.________. Der Beschwerdeführer verkennt die aufgeführten Grundsätze (vgl. auch E. 2) und damit den Prozessgegenstand in verschiedener Hinsicht.