Citation: 4D_75/2020 E. 5

In der Sache halten die Beschwerdeführerinnen die ergangenen Entscheide jedenfalls für willkürlich (Art. 9 BV). Sie beharren auf ihrem Standpunkt, der Beschwerdegegner habe seine anwaltliche Sorgfaltspflicht mehrfach schuldhaft verletzt, weshalb sie berechtigt seien, die Honorarforderung mit Schadenersatzansprüchen zu verrechnen. Sie verweisen auf ein anderes Urteil der I. Zivilkammer des Obergerichts vom 9. April 2015 des Kantons Zürich, das einen sehr ähnlich gelagerten Fall betreffe und in dem das Obergericht anders entschieden habe. Das Bezirksgericht habe sich dazu in Widerspruch gesetzt. Die Vorinstanz hörte die Beschwerdeführerinnen mit diesen Ausführungen nicht, da sie nicht hinlänglich begründet seien. Das wird von den Beschwerdeführerinnen zwar gerügt, aber nicht als verfassungswidrig ausgewiesen. Auch im Weiteren vermögen sie das Bundesgericht nicht zu überzeugen, dass die Vorinstanz widersprüchlich oder offensichtlich haltlos und damit willkürlich entschieden hätte. Es bleibt somit auch beim materiellen Entscheid betreffend die Klage (weitgehende Gutheissung).