Citation: 1C_281/2016 E. 4.2

4.2. Was das Kantonsgericht zur Verbindlichkeit der Quartierplanung ausführt, ist schlüssig und wird von der Beschwerdeführerin auch nicht explizit als willkürlich bestritten. Entgegen ihrer Auffassung ist es für ein auf den Quartierplan gestütztes Bauprojekt sehr wohl von Bedeutung, ob planerische Inhalte oder Festlegungen verbindlich, von erläuterndem Charakter oder richtungsweisend sind. Offensichtlich zutreffend ist nach dem klaren Wortlaut von Art. 7 Abs. 1 QPR, dass die Bauten zwar innerhalb der ausgeschiedenen Baubereiche erstellt werden, nicht aber deren trapezförmige Grundrisse übernehmen müssen. Die Argumentation der Beschwerdeführerin, im Quartierplan seien trapezförmige Grundrisse vorgeschrieben und damit auch geneigte Dachfirsten, weil trapezförmige Grundrisse zwingend solche erforderten, geht daher schon im Ansatz fehl. Es mag zwar zutreffen, dass die Beschwerdeführerin schon bei der Quartierplanung davon ausging, trapezförmige Gebäude mit geneigten Firsten zu erstellen und die Baubehörden dies auch wussten oder hätten wissen müssen; auf dem 3D-Modell im Planungsbericht (S. 7) ist diese Gestaltung der Bauten entgegen der Darstellung des Kantonsgerichts jedenfalls bei einigen der Gebäudekörper erkennbar. Das ändert indessen nichts daran, dass damit weder die trapezförmigen Grundrisse noch die geneigten Dachfirste bereits im Quartierplan für das folgende Baubewilligungsverfahren verbindlich festgelegt worden wären. Die Baubehörden mussten sich unter diesen Umständen vor dem Baubewilligungsverfahren zur Frage der Bewilligungsfähigkeit der geneigten Dachfirste nicht äussern und sich schon gar nicht verbindlich festlegen. Aus dem Umstand, dass sie dies unterliessen, kann die Beschwerdeführerin daher nicht in guten Treuen ableiten, dass mit dem Quartierplan die grundsätzliche Bewilligungsfähigkeit geneigter Dachfirste im Sinne eines Vorentscheids bejaht worden wäre. Dies war erst im Baubewilligungsverfahren abschliessend zu klären.