Citation: 1C_165/2016 E. 3.4.4

3.4.4. Das kantonale Amt für Landschaft und Natur hat mit Schreiben vom 25. Januar 2017 dargelegt, dass eine abgestufte Ausgestaltung aus Gründen der rationellen Bewirtschaftung und der vermehrten Unfallgefahr nur für kleinere Ställe in Betracht komme, nicht aber für ein Projekt von der Grösse des vorliegenden. Dies ist nachvollziehbar und steht mit den Erwägungen im Urteil 1C_565/2008 vom 19. Juni 2009, wo ein deutlich kleineres Projekt zu beurteilen war, nicht im Widerspruch. Hinsichtlich der Zufahrt hat die Kantonale Siedlungskommission in ihrer Projektbeurteilung vom 3. Oktober 2012 festgehalten, die Alternativstandorte müssten wegen den schwierigen Terrainverhältnissen und der steilen Zufahrt zum Stall verworfen werden. Diese Auffassung teilte auch das Baurekursgericht, das im Rahmen eines Augenscheins die örtlichen Verhältnisse prüfen konnte. Der angefochtene Entscheid lässt insofern keine Willkür erkennen (Art. 97 Abs. 1 BGG). Er ist auch hinreichend begründet, zumal auf der Hand liegt, dass das Manövrieren auf steilen Strassen schwieriger und auch gefährlicher ist, wobei insbesondere an Transporte mit Lastwagen zu denken ist. Bei der qualitativ guten Erschliessung, die für eine effiziente Bewirtschaftung erforderlich ist, handelt es sich um ein wichtiges Kriterium im Rahmen der Interessenabwägung (Urteil 1A.213/2005 vom 27. März 2006 E. 3.2). Nicht von entscheidender Bedeutung erscheint dagegen die in diesem Zusammenhang vom Amt für Landschaft und Natur sowie vom Beschwerdeführer diskutierte Frage, bis zu welcher Neigung gemäss der Richtlinie "Güterwege in der Landwirtschaft" von 2007 des Bundesamts für Landwirtschaft Subventionen gesprochen werden. Gemäss Art. 3 Abs. 2 lit. a RPG sollen der Landwirtschaft genügende Flächen geeigneten Kulturlands, insbesondere Fruchtfolgeflächen erhalten bleiben. In dieser Hinsicht ergibt sich aus den Akten, dass die Bodenqualität am Projektstandort (Nutzungseignungsklasse [NEK] 2) deutlich besser ist als jene an den Alternativstandorten b1 und b3 (NEK 5-7). Wie die Vorinstanz richtig erkannt hat, spricht dieser Umstand, dem im Rahmen der Interessenabwägung nach Art. 34 Abs. 4 lit. b RPV erhebliches Gewicht zukommt, für die Alternativstandorte. Auch unter dem Gesichtspunkt des Landschaftsschutzes erweisen sich die Standorte b1 und b3 vorteilhafter, zumal sich hier der geplante Stall kompakter an die bereits bestehende Siedlung anfügen liesse, als dies bei der Projektvariante der Fall ist. Das Verwaltungsgericht hat die genannten Kriterien bei seiner Interessenabwägung berücksichtigt. Im Ergebnis ist es zum Schluss gekommen, dass die schlechtere Bodenqualität und die leicht bessere Einordnung an den Standorten b1 und b3 nicht ausschlaggebend sind. Damit überschritt es den ihm zustehenden Ermessensspielraum nicht, zumal die Erschwernis in der Bewirtschaftung des Boxenlaufstalls, von welcher nach dem Ausgeführten an den Standorten b1 und b3 auszugehen wäre, deren Eignung als stark eingeschränkt erscheinen lässt. Die Kritik der Beschwerdeführer ist deshalb unbegründet.