Citation: 8C_679/2022 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin erneuert ihren Standpunkt, dass gemäss der einschlägigen Fachliteratur, auf die sich der Vertrauensarzt stützte, eine Rissbildung bei Sehnen unter physiologischen Bedingungen - wozu das Tragen von Skiern gehöre - auszuschliessen sei. Ein Vorbehalt sei lediglich anzubringen bei Vorschädigungen durch Tumore oder Entzündungen, was hier jedoch nicht geltend gemacht worden sei. Das hier vorliegende initiale, harmlose Ereignis vermöge als Ursache für die Listenverletzung nicht zu genügen. Die Vorinstanz habe die vertrauensärztlichen Berichte zu Unrecht als untauglich für den Entlastungsbeweis qualifiziert. Der von der Beschwerdegegnerin ins Feld geführte Begriff eines "minor trauma" sei in der Fachliteratur nicht gebräuchlich. Im Übrigen anerkenne die Vorinstanz, dass degenerative Veränderungen alleine zu einem Sehnenriss führen könnten, sodass wiederum nicht nachvollziehbar sei, weshalb gemäss kantonalem Gericht bereits ein "minor trauma" beziehungsweise eine Bagatellverletzung genüge für die Annahme, die Schädigung sei nicht überwiegend degenerativ bedingt.