Citation: 6B_1054/2023 E. 4.4.1

4.4.1. Nach dem zum Sachverhalt Gesagten verletzt die Vorinstanz kein Bundesrecht, wenn sie das Verhalten der beiden Beschuldigten als mittäterschaftliches Vorgehen beurteilt. Ihr ist zuzustimmen, dass beide um die Handlungen des jeweils anderen wissen mussten und diese billigten. Dies genügt zum Nachweis von Mittäterschaft sowie zur rechtlichen Zurechnung der Tatbeiträge des jeweils anderen Beschuldigten. Einer besonderen Absprache bedarf es nicht (oben E. 4.1.1). Auch entlastet es den Beschwerdeführer nicht, dass und soweit er anlässlich der Misshandlungen und des Einsperrens der Kinder durch die Beschwerdegegnerin 4 nicht anwesend war und insoweit keine Tatherrschaft hatte. Diese Taten sind ihm gleichwohl als eigene zuzurechnen, zumal er darum, wie dargestellt, wusste bzw. wissen musste und sie billigte. Eines eigenen Tatbeitrags resp. Ausführungshandlungen des Beschwerdeführers bedarf es nicht. Mittäterschaft erfordert nicht, dass der Mittäter an der eigentlichen Tatausführung beteiligt ist oder sie zu beeinflussen vermag (vgl. BGE 143 IV 361 E. 4.10; 135 IV 152 E. 2.3.1; Urteil 6B_712/2017 vom 23. Mai 2018 E. 2.3.2, nicht publ. in BGE 144 IV 198; je mit Hinweisen; Urteil 6B_688/2019 vom 26. September 2019 E. 3.2). Die theoretischen Ausführungen des Beschwerdeführers zum "komplizierten" Konstrukt der Mittäterschaft gehen sodann an der Sache vorbei. Entgegen seiner Auffassung schadet es nicht, dass die Vorinstanz lediglich auf einer Seite die bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Mittäterschaft zusammenfasst. Damit verletzt sie weder ihre Begründungspflicht noch das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers. Dies gilt ebenso für seine Rüge, die rechtliche Würdigung umfasse bloss 12 Seiten und seine Auffassung werde lediglich in einem Absatz und damit extrem verkürzt wiedergegeben. Damit zeigt der Beschwerdeführer nicht auf, dass die vorinstanzliche Begründung ungenügend wäre oder nicht mindestens die wesentlichen Argumente enthielte (vgl. zur Begründungspflicht und zu deren Umfang BGE 143 III 65 E. 5.2; 141 III 28 E. 3.2.4; Urteil 6B_225/2022 vom 30. Mai 2022 E. 4.2; je mit Hinweisen).