Citation: 6B_210/2022 E. 1.3.4

1.3.4. Unbegründet ist schliesslich die Rüge des Beschwerdeführers, er habe nicht eingestanden, dass er sich nach der digital-rektalen Untersuchung gegenüber der Beschwerdegegnerin 2 übergriffig verhalten habe (Beschwerde S. 16 ff. Ziff. 19 ff.). Die Vorinstanz hält hierzu fest, die im Personaldossier des Beschwerdeführers enthaltenen Unterlagen im Nachgang zum Vorfall wiesen darauf hin, dass er im internen Verhältnis ein Fehlverhalten - digitale Untersuchung der Vagina und das Berühren der Klitoris - anlässlich der Konsultation der Beschwerdegegnerin 2 eingestanden sowie die Verantwortung dafür übernommen habe (Urteil S. 19 E. 4.3). Insbesondere die E-Mail vom 4. Oktober 2019 von Dr. med. C.________, dem damaligen Leiter des Ärztezentrums, an die Gesamtleiterin des Zentrums sei von Bedeutung. Gemäss dieser E-Mail habe der Beschwerdeführer die Untersuchung der Vagina und das Berühren der Klitoris im Gespräch mit Dr. med. C.________ selbst als medizinisch nicht indiziert und als Vertrauensmissbrauch eingestuft (Urteil S. 16 f. E. 4.1). In einer E-Mail vom 8. Oktober 2019 führe Dr. med. C.________ erneut aus, der Beschwerdeführer habe sein Fehlverhalten geschildert und selbst als Übergriff bezeichnet (Urteil S. 17 E. 4.1). Angesichts dieser klaren Feststellungen könne ausgeschlossen werden, dass der Leiter des Ärztezentrums den Beschwerdeführer missverstanden habe. Gegen ein allfälliges Missverständnis sprächen auch die Aussagen von Ersterem anlässlich seiner Zeugeneinvernahme. Er habe erklärt, er sei zunächst davon ausgegangen, dass es sich um eine medizinische Untersuchung gehandelt habe. Entsprechend sei er sehr überrascht gewesen, als der Beschwerdeführer ihm am Telefon von sich aus gesagt habe, dass es sich um einen sexuellen Übergriff gehandelt habe und er die ganze Schuld auf sich nehme (Urteil S. 17 E. 4.1; kantonale Akten act. 6/1 S. 3 f.). Was der Beschwerdeführer gegen diese Feststellungen vorträgt, ist nicht geeignet eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz aufzuzeigen. So etwa, wenn er behauptet, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass Dr. med. C.________ ihn missverstanden bzw. dieser eigenmächtig den Pfad der Reue eingeschlagen habe, um mit der Beschwerdegegnerin 2 eine gütliche Einigung zu erzielen und so die Praxis zu schützen (Beschwerde S. 18 f. Ziff. 22).