Citation: 5A_26/2009 E. 2.1

2.1. Das Kantonsgericht erwog, dass die Beschwerdegegnerin in ihrer Berufung einen Bedarf von Fr. 9'834.80 geltend gemacht habe. Dagegen habe der Beschwerdeführer eingewendet, dieser Betrag sei um rund Fr. 1'500.-- höher als der im erstinstanzlichen Verfahren geltend gemachte Bedarf; ausserdem sei bei der Bedarfsberechnung der in der Ehe zuletzt gemeinsam gelebte Standard massgebend, sodass eine Erhöhung des Anspruchs gestützt auf die Zahlen des Jahres 2007 nicht zulässig sei, da die Parteien seit dem 23. Januar 2004 voneinander getrennt lebten. Das Kantonsgericht hielt diesen Einwänden entgegen, die von der Beschwerdegegnerin in der Berufung geforderten Unterhaltsbeiträge seien reduziert worden und es spiele keine Rolle, wenn die Beschwerdegegnerin eine neue rechtliche Argumentation vorbringe, zumal gemäss Art. 5d Abs. 2 des Einführungsgesetzes zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch vom 12. Juni 1994 (EGzZGB/GR; BR 210.100) in der oberen kantonalen Instanz selbst neue Anträge zulässig seien, wenn diese mit der Berufungserklärung bzw. innert der Frist für die Anschlussberufung gestellt würden.