Citation: 5A_720/2022 E. 5.1.2

5.1.2. Mit all diesen Beanstandungen will die Beschwerdeführerin belegen, dass das Lugano-Übereinkommen für das Vereinigte Königreich schon am 20. November 2020 nicht mehr galt, als der EWHC das zur Vollstreckbarerklärung gebrachte Urteil erliess (s. Sachverhalt Bst. B). Damit ist die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht nicht zu hören. Entscheidet die letzte kantonale Instanz - wie hier (E. 1.1) - entsprechend dem Grundsatz von Art. 75 Abs. 1 BGG als Rechtsmittelinstanz, so ist die Ausschöpfung des Instanzenzugs unerlässliche Voraussetzung für die Zulässigkeit der Beschwerde an das Bundesgericht (s. BGE 141 III 188 E. 4.1 mit Hinweisen). Letztinstanzlichkeit gemäss Art. 75 Abs. 1 BGG bedeutet, dass der kantonale Instanzenzug nicht nur formell durchlaufen, sondern auch materiell ausgeschöpft werden soll (BGE 143 III 290 E. 1.1 mit Hinweisen; Urteil 4A_32/2018 vom 11. Juli 2018 E. 5.2.1). Die rechtsuchende Partei darf die ihr bekannten rechtserheblichen Einwände der Vorinstanz nicht vorenthalten, um sie erst nach dem Ergehen eines ungünstigen Entscheides im anschliessenden Rechtsmittelverfahren zu erheben. Sie muss sich in der Beschwerde an das Bundesgericht mit den Erwägungen der letzten kantonalen Instanz zu Rügen auseinandersetzen, die sie bereits vor dieser letzten kantonalen Instanz erhoben hat (BGE 146 III 203 E. 3.3.4). Im konkreten Fall geht aus dem angefochtenen Entscheid nicht hervor und wird von der Beschwerdeführerin auch nicht behauptet, dass der fragliche Standpunkt und die diesbezüglichen Argumente (wenigstens sinngemäss) bereits vor der Vorinstanz ein Thema gewesen wären. Wie die kantonalen Akten zeigen (Art. 105 Abs. 2 BGG), fand schon das Kantonsgericht, dass das Urteil des EWHC nach Massgabe des Lugano-Übereinkommens vollstreckbar zu erklären sei, weil es vor Ablauf des Übergangszeitraums gefällt wurde. In der Folge begnügte sich die Beschwerdeführerin in ihrer kantonalen Beschwerde - im Rahmen der Begründung ihres Sistierungsgesuchs (s. Sachverhalt Bst. C.b) - mit dem Einwand, dass es für die Anwendbarkeit des Lugano-Übereinkommens auf den 1. Februar 2022, also auf den Zeitpunkt ankomme, in dem die Beschwerdegegnerin das Kantonsgericht um die Vollstreckbarerklärung des Urteils des EWHC ersuchte. Hingegen ist dort nirgends davon die Rede, dass das Lugano-Übereinkommen für das Vereinigte Königreich seit dem 1. Februar 2020 nicht mehr gegolten hätte.