Citation: 4A_524/2020 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz befand, der Beschwerdeführerin gelinge es nicht, einen vom objektivierten Auslegungsergebnis abweichenden tatsächlichen Konsens nachzuweisen. Dass in der Zusatzvereinbarung bloss kleinere Bauvorhaben genannt worden seien, vermöge keine abweichende tatsächliche Willensübereinkunft zu belegen, zumal die Bauten ausdrücklich als Beispiele genannt würden. Die Beschwerdeführerin habe keine Beweismittel - namentlich auch keine Zeugenaussagen von C.________ - offeriert, die belegen könnten, dass die streitgegenständliche Baute nicht von der vereinbarten Wiederherstellungspflicht umfasst werden sollte. Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz eine Verletzung ihres Beweisführungsanspruchs vor. In der Klageschrift, Rz. 4, habe sie die Befragung des damaligen Planers (Geschäftsführer der Firma D.________ AG) als Beweis offeriert. Da dieser bereits vor Vertragsabschluss beigezogen worden sei, hätte er zu den tatsächlichen Umständen Auskunft geben können, die möglicherweise auch Rückschlüsse auf den tatsächlichen Konsens erlaubt hätten. Die Vorinstanz hätte diesen Beweisantrag nicht übergehen dürfen. Ein Blick in die angerufene Randziffer 4 der Klageschrift widerlegt den Vorwurf. Dort wird zwar die Zeugenbefragung des Planers angeboten, indessen nicht für Behauptungen im Zusammenhang mit einem dahingehenden tatsächlichen Konsens, dass nach dem Willen der Vertragsparteien die Wiederherstellungspflicht die geplante Baute nicht umfassen sollte. Die dort aufgestellte Behauptung, die Firma D.________ AG sei mit der Planungsarbeit und der Baueingabe beauftragt worden und habe das entsprechende Baugesuch eingereicht, war unbestritten und bedurfte keiner Beweisabnahme. Die Vorinstanz verletzte jedenfalls den Beweisführungsanspruch der Beschwerdeführerin nicht, wenn sie festhielt, in Bezug auf die behauptete tatsächliche Willensübereinkunft fehle es an (tauglichen) Beweisofferten. Die Beschwerdeführerin vermag mithin auch den Schluss der Vorinstanz, sie habe keinen vom objektivierten Auslegungsergebnis abweichenden tatsächlichen Konsens nachgewiesen, nicht umzustossen.