Citation: 1C_823/2013 E. 1

X.________ reichte am 24. Juli 2013 Strafanzeige gegen die Verantwortlichen des Geothermie-Projektes der Stadt St. Gallen ein. Die Anzeige steht im Zusammenhang mit dem Erdbeben vom 20. Juli 2013. Der Anzeiger macht geltend, obwohl er das Erdbeben bereits 14 Tage vor dem Vorfall vorhergesagt habe, hätten die Verantwortlichen des Projekts mutwillig nichts unternommen. Mit Entscheid vom 18. September 2013 erteilte die Anklagekammer des Kantons St. Gallen die Ermächtigung zur Eröffnung eines Strafverfahrens nicht. Zur Begründung führte sie zusammenfassend aus, es würden keine Anhaltspunkte angeführt oder belegt, die konkret auf ein strafrechtlich relevantes Verhalten der Verantwortlichen des Geothermie-Projekts schliessen liessen. So sei in keiner Weise ersichtlich, wie der Anzeiger dieses Beben tatsächlich hätte prognostizieren können. Auch hätten sich die Angezeigten, soweit im Rahmen solcher Projekte möglich, auch hinreichend um die Erdbebensicherheit gekümmert. Der Schweizer Erdbebendienst habe ein Alarmierungssystem für Erdbeben im Umkreis des Projektes eingerichtet und es bestehe ein Erdbebensicherheitsdispositiv. Den Ausführungen des Anzeigers sei denn auch in keiner Weise zu entnehmen, inwiefern die Verantwortlichen diesbezüglich ihre Pflichten in strafrechtlich relevanter Weise verletzt oder vernachlässigt hätten.