Citation: 2P.180/2001 25.02.2002 E. 6

6.- Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie habe bereits im Verfahren vor dem kantonalen Steueramt bestritten, dass neue Tatsachen nach § 102 aStG für die Einleitung eines Nachsteuerverfahrens vorlägen. Sie habe ihre Vermögensanlage bei der B.________ Portfolio Management deklariert (steuerbarer Ertrag Fr. 0). Entgegen den unzutreffenden Tatsachenbehauptungen des Verwaltungsgerichts seien den Steuerbehörden Anlageformen, wie sie hier in Frage stünden, bereits bekannt gewesen, als die streitigen Veranlagungen vorgenommen wurden. Eine allfällige Unterbesteuerung sei daher allein durch die Steuerbehörden zu vertreten. Die Beschwerdeführerin verweist (u.a.) auch auf ein Urteil vom 11. Dezember 1997, in welchem sich die Steuer-Rekurskommission III des Kantons Zürich mit der Frage befasste, ob es bei den Gutschriften der B.________ Portfolio Management um Vermögensertrag gehe. Diese Rüge dringt nicht durch. Die Frage, ob neue Tatsachen oder Beweismittel für die Durchführung eines Nachsteuerverfahrens vorliegen (§ 102 aStG), ist im Lichte der von der Steuerpflichtigen gemachten Angaben und dem Wissen der Veranlagungsbehörde zu entscheiden. Es ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin in den Wertschriftenverzeichnissen den steuerbaren Ertrag aus ihren Vermögensanlagen bei B.________ mit dem Wert 0 angegeben hat. Es ist nicht nachgewiesen, dass der Steuerbeamte bei der Veranlagung der Beschwerdeführerin vom Vorgehen des B.________ Kenntnis hatte, auch wenn einzelne Behörden im Kanton Zürich sich bereits mit Fällen von Vermögensanlagen bei B.________ zu befassen hatten. Vielmehr stellte er auf die von der Beschwerdeführerin eingereichten Steuererklärungen ab, was zulässig war. Das tatsächliche Vorgehen von B.________ war für die Veranlagungsbehörde somit neu. Inwiefern das Verwaltungsgericht aktenwidrige Feststellungen getroffen oder § 102 aStG willkürlich angewendet haben soll, indem es neue Tatsachen als Voraussetzung für die Einleitung eines Nachsteuerverfahrens bejahte, ist unter diesen Umständen nicht ersichtlich und wird von der Beschwerdeführerin nicht dargelegt. Die Rüge ist unbegründet, soweit sie nach Art. 90 OG genügend begründet ist.