Citation: 6B_601/2019 E. 3.4

3.4. Der vom Beschwerdeführer geltend gemachte Art. 430 Abs. 1 lit. a StPO ist als Kann-Bestimmung ausgestaltet. Dies bedeutet, dass es im Ermessen der Vorinstanz liegt, bei Vorliegen der Voraussetzungen von Art. 430 Abs. 1 lit. a StPO die Entschädigung oder Genugtuung der beschuldigten Person herabzusetzen oder zu verweigern, ohne dass sie dazu verpflichtet wäre. Insofern ist auf die Vorbringen des Beschwerdeführers bezüglich einer durch B.________ allfällig rechtswidrig und schuldhaft verursachten Verfahrenseinleitung oder -durchführung nicht einzugehen. Im Übrigen erschliesst sich nicht, inwiefern sich der Beschwerdeführer als Privatkläger in Bezug auf Art. 430 Abs. 1 lit. a StPO auf ein schützenswertes Interesse berufen kann. Diese Bestimmung regelt die Frage, ob die Entschädigung oder Genugtuung der beschuldigten Person herabgesetzt oder verweigert werden kann, ohne dass die Privatklägerschaft davon tangiert wäre. Die Voraussetzungen, nach welchen die beschuldigte Person gegenüber der Privatklägerschaft Ansprüche wegen ihrer Aufwendungen für die angemessene Ausübung der Verfahrensrechte geltend machen kann, sind in Art. 432 StPO geregelt.