Citation: 4A_35/2021 E. 6.18.1

6.18.1. Die Beschwerdeführerin beanstandet bei den Kosten der XY1________ AG betreffend Schreiner- und Demontagearbeiten, die reinen Spesen hätten mehr als die Hälfte der gesamten Herstellungskosten ausgemacht. Die Vorinstanz hätte das Missverhältnis bei der Prüfung der Angemessenheit der für die Schreinerarbeit verrechneten Preise in Betracht ziehen müssen. Die Vorinstanz hielt fest, die Klägerin habe gewusst, dass vornehmlich nicht englische Unternehmungen beigezogen werden würden, und sie habe dagegen nicht opponiert. Ihr Einwand, auch Unternehmungen in London seien in der Lage, Leistungen in höchster Qualität zu erbringen und ein konkreter Wunsch, nur Schweizer Unternehmungen einzusetzen, sei nicht bewiesen, greift vor diesem Hintergrund zu kurz: Die Klägern kann nach Treu und Glauben nicht bewusst Leistungen annehmen, die Spesen generieren werden, und erst im Nachhinein darauf verweisen, die Leistungen wären auch ohne Spesen zu erbringen gewesen, zumal sie von Anfang an auf der Vergabe an lokale Unternehmen hätte bestehen können. Dasselbe gilt auch für die Hotelrechnungen (XY86________, XY87________, XY88________ und XY89________) und die Kosten von XY90________, XY91________, XY92________, XY93________, XY94________, XY95________, XY96________ und XY97________. Die Vorinstanz hielt fest, die Klägerin habe gewusst, dass vornehmlich nicht englische Unternehmungen beigezogen worden seien, dagegen aber nicht opponiert, weil ihr beste Qualität und der höchste Baustandard wichtiger gewesen seien. Dabei ist entgegen der Beschwerdeführerin nicht entscheidend, ob der Wunsch nach bester Qualität und höchstem Baustandard auch mit lokalen Unternehmen hätte erfüllt werden können, sondern vielmehr, dass die Klägerin um die Vergabe an Schweizer Unternehmen wusste und nicht dagegen opponierte. Die Beschwerdeführerin setzt sich nicht mit der Feststellung auseinander, bereits in der Projektpräsentation 1 vom 27. April 2003 finde sich eine Unternehmerliste, womit sie praktisch von Anfang an gewusst habe, dass kaum englische Unternehmungen an den Bauarbeiten beteiligt sein würden.