Citation: U 384/00 12.10.2001 E. 6

6.- Die SUVA beanstandet die im vorinstanzlichen Gerichtsentscheid vorgenommene Festsetzung des versicherten Verdienstes auf Fr. 56'972.80. a) Im Hinblick darauf, dass der Versicherte im Zeitpunkt des Unfalls arbeitslos war und lediglich einen Temporäreinsatz als Hilfsmonteur wahrgenommen hatte, ging das kantonale Gericht sowohl bei der Berechnung des versicherten Verdienstes als auch bei der Festsetzung des Valideneinkommens zutreffend vom Lohn aus, den er in seiner über elf Jahre dauernden Tätigkeit als Hilfskoch im Kantonsspital X.________ erzielt hatte. Nach den Angaben der Personalabteilung des Kantonsspitals X.________ vom 24. November 1998 betrug das Einkommen im Jahr 1991 Fr. 46'241.- (Fr. 3557.- x 13). Der ehemalige Angestellte sei in der höchstmöglichen Erfahrungsstufe und im Leistungsmaximum "gut" eingestuft gewesen. Somit wäre sein Gehalt bei einer Fortführung des Anstellungsverhältnisses in den Jahren 1996 bis 1998 unverändert geblieben. Der Versicherte stützte sich im vorinstanzlichen Prozess auf eine Aktennotiz der IV-Stelle des Kantons Thurgau vom 24. September 1998, wonach das Einkommen laut einer telefonisch beim Lohnbüro des Kantonsspitals X.________ eingeholten Auskunft im Jahr 1998 Fr. 52'858.- (Fr. 4066.- x 13) betragen hätte. Auf Grund dieser widersprüchlichen Angaben der Personalabteilung und des Lohnbüros des Kantonsspitals X.________ wandte sich das kantonale Gericht an das Personalamt des Kantons A.________, welches am 15. Juni 2000 telefonisch mitteilte (und am 19. Juni 2000 unterschriftlich bestätigte), der Versicherte hätte bei gleichbleibender Qualifizierung im Jahr 1996 Fr. 51'931.75 und 1997 sowie 1998 je Fr. 52'293.80 eingenommen. In den Prozessakten des Invalidenversicherungsbereichs (I 547/99) findet sich ein Auszug aus dem individuellen Konto des Versicherten, welches als Einkommen aus der Tätigkeit beim Kantonsspital X.________ für das Jahr 1991 Fr. 51'345.- und für das Jahr 1992 Fr. 51'831.- aufführt. Dabei handelt es sich jeweils um Bruttoeinkommen ohne Kinderzulagen, da die letzteren gemäss Art. 4 Abs. 1 AHVG in Verbindung mit Art. 6 Abs. 2 lit. f AHVV nicht zum massgebenden Lohn gehören. Diese Einträge im individuellen Konto erwecken erhebliche Zweifel an der Richtigkeit der Angaben der Personalabteilung vom 24. November 1998. Mit Blick darauf, dass für die Angestellten des Kantonsspitals X.________ die kantonale Besoldungsordnung zur Anwendung gelangt und das Personalamt des Kantons A.________ bei seiner Auskunft von der gleichen Einstufung des Versicherten ausging wie die Personalabteilung des Kantonsspitals, ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz der Bemessung von versichertem Verdienst und Valideneinkommen die vom Personalamt angegebenen Jahreslöhne von Fr. 51'931.75 für das Jahr 1996 und je Fr. 52'293.80 für die Jahre 1997 und 1998 zu Grunde gelegt hat. Daran ändert nichts, dass das kantonale Personalamt seine Aussagen lediglich mit Stempel und Unterschrift bestätigt hat, wie die SUVA bemängelt. b) Nach Art. 15 Abs. 2 UVG gilt als versicherter Verdienst für die Bemessung der Renten der innerhalb eines Jahres vor dem Unfall bezogene Lohn. Hat der Versicherte im Jahr vor dem Unfall wegen Militärdienst, Zivildienst, Zivilschutzdienst, Unfall, Krankheit, Mutterschaft, Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit einen verminderten Lohn bezogen, so wird der versicherte Verdienst nach dem Lohn festgesetzt, den er ohne den lohnvermindernden Umstand erzielt hätte (Art. 24 Abs. 1 UVV). Weil der Versicherte vor dem Unfall vom 20. Juni 1997 arbeitslos war und deshalb einen verminderten Lohn im Sinne von Art. 24 Abs. 1 UVV bezogen hatte, ging die Vorinstanz zu Recht vom Durchschnittslohn der Jahre 1996 und 1997 aus (Fr. 52'112.80), addierte die jährlichen Kinderzulagen in der Höhe von Fr. 4860.- und gelangte so zu einem versicherten Verdienst von Fr. 56'972.80.