Citation: 5A_346/2024 E. 4.3.1

4.3.1. Unter dem Stichwort "Sachverhaltskomplex 2: Non-Compliance mit der Medikamenteneinnahme" rügt der Beschwerdeführer die Feststellung des Obergerichts als willkürlich, im Falle seiner Entlassung sei die zuverlässige Medikamenteneinnahme nicht gewährleistet. Zwar bestreite er die (gegen Aussen bestehende) Uneinsichtigkeit hinsichtlich des Krankheitsbilds und der notwendigen medizinischen Behandlungen nicht. Unhaltbar sei jedoch die Unterstellung, er zeige sich mit Bezug auf die Medikamenteneinnahme nicht kooperativ bzw. würde diese kategorisch verweigern. Mit zahlreichen Hinweisen auf die Akten versucht der Beschwerdeführer in der Folge aufzuzeigen, dass er die Notwendigkeit der Medikamenteneinnahme nicht zu verkennen "scheine" und diese nicht kategorisch ablehne. Vielmehr erkenne er selbst, dass sie sich positiv auf seinen Zustand auswirke. Er erkundige sich denn auch nach den Medikamenten. Dies zeige seinen Willen, die Medikamente auch nach der Entlassung nach Rücksprache mit dem Hausarzt einnehmen zu wollen. Es habe denn auch nie eine Zwangsmedikation verfügt werden müssen. Die Vorinstanz habe diese Vorbringen, die keinen Eingang in den angefochtenen Entscheid gefunden hätten, missachtet und sie verkenne die Sachlage grundlegend, wenn sie festhalte, der Beschwerdeführer zeige nur Bereitschaft zur Medikamenteneinnahme, weil er sich davon Vorteile verspreche. Die Kooperation solle zwar zur Entlassung aus der fürsorgerischen Unterbringung führen. Es sei jedoch willkürlich, ihm zu unterstellen, er verfolge den Plan, die Medikamente nach einer Entlassung absetzen.