Citation: 6B_151/2009 01.05.2009 E. A

X.________ verlangte mit Strafklage vom 14. Mai 2008, Y.________ wegen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB zu verfolgen. Sie warf ihm vor, am 26. April 2008 zwei Kinder veranlasst zu haben, in den umfriedeten Garten ihrer Liegenschaft A.________ einzudringen, obwohl er nicht berechtigt gewesen sei, diesen Garten zu betreten. Das Amtsstatthalteramt Luzern stellte die Strafuntersuchung gegen Y.________ am 12. September 2008 ein. Die Kriminal- und Anklagekommission des Luzerner Obergerichts wies den Rekurs von X.________ gegen die Verfahrenseinstellung am 6. Januar 2009 ab. Sie erwog, es sei nicht rechtsgenüglich erstellt, dass der wie X.________ in der Liegenschaft A.________ wohnhafte Y.________ keinerlei Berechtigung gehabt habe, die fragliche Wiese zu betreten. Auch wenn er keine allgemeine Zutrittsberechtigung gehabt habe, so sei trotz des zwischen X.________ und Y.________ bestehenden "persönlichen und mietrechtlichen Streits" jedenfalls kein ausdrückliches Betretungsverbot ausgesprochen worden. Nach der Aktenlage müsse davon ausgegangen werden, dass Y.________ aus nachbarlicher Sorge die Kinder angehalten habe, die von ihnen auf die Wiese geworfenen Steine wieder einzusammeln. Für diese Aktion habe er von der mutmasslichen Einwilligung der Eigentümerin ausgehen dürfen.