Citation: 6B_1066/2023 E. 4.3.4

4.3.4. Ferner kritisiert der Beschwerdeführer, in Verletzung von Bundesrecht lasse die Vorinstanz sein Geständnis gänzlich ausser Acht (Beschwerde S. 15 f.). Ein Geständnis kann bei der Beurteilung des Nachtatverhaltens zugunsten des Täters berücksichtigt werden, wenn es auf Einsicht in das begangene Unrecht oder auf Reue schliessen lässt oder der Täter zur Tataufdeckung über seinen eigenen Tatanteil hinaus beiträgt (BGE 121 IV 202 E. 2d/cc). Hat ein Geständnis die Strafverfolgung nicht erleichtert oder ist die beschuldigte Person nur aufgrund einer erdrückenden Beweislage oder gar erst nach Ausfällung des erstinstanzlichen Urteils geständig geworden, ist eine Strafminderung nicht angebracht (Urteile 6B_156/2023 vom 3. April 2023 E. 1.3.1 nicht publ. in BGE 149 IV 161; 6B_1388/2021 vom 3. März 2022 E. 1.3.2; 6B_523/2018 vom 23. August 2018 E. 2.3.2; je mit Hinweisen). Die Vorinstanz verletzt das ihr bei der Strafzumessung zustehende Ermessen nicht, wenn sie das Aussageverhalten des Beschwerdeführers nicht strafmindernd einbezieht (Urteil S. 30 E. 2.2; erstinstanzliches Urteil S. 37 E. 5.4.3). Seine diesbezüglichen Vorbringen erschöpfen sich in appellatorischer Kritik. Dass die "Einlassungen" des Beschwerdeführers geeignet gewesen sein sollen, die Tätigkeit der Strafverfolgungsbehörden zu erleichtern, ist nicht erkennbar, insbesondere da er den Kern des Sachverhalts - das zweimalige Überrollen seines Widersachers mit seinem Personenwagen - auch im bundesgerichtlichen Verfahren weiterhin in Abrede stellt. Dass er im Laufe des Verfahrens einräumte, er habe sein Fahrzeug aufgesucht, sei damit in Richtung des Beschwerdegegners 2 gefahren und habe ihn damit getroffen, hat die Strafverfolgung daher auch nicht erheblich erleichtert und kann ebensowenig als Ausdruck einer aufrichtigen Reue oder Einsicht verstanden werden.