Citation: 1C_68/2018 E. A

Der Gemeinderat Hergiswil bewilligte mit Entscheid vom 3. Oktober 2011 der B.________ das Strassenprojekt für die Erneuerung und Änderung der Hofzufahrt U.________. Dieser Entscheid wurde den Parteien zusammen mit dem Gesamtentscheid der kantonalen Dienststelle Raum und Wirtschaft vom 28. September 2011 eröffnet und blieb unangefochten. A.________, Eigentümerin des Grundstücks GB-Nr. xxx, stellte nach Ausführung der Arbeiten Abweichungen gegenüber dem bewilligten Strassenprojekt fest, insbesondere in Bezug auf die Strassenentwässerung und die Strassenbankette. Diese Abweichungen zeigte sie am 25. März und am 22. Mai 2015 dem Gemeinderat an und beantragte, die B.________ sei zur Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustands zu verpflichten. Der Gemeinderat wies die baupolizeiliche Anzeige mit Entscheid vom 7. Juli 2015 ab, soweit er darauf eintrat. Er begründete seinen Entscheid damit, dass es sich um geringfügige und somit zulässige Abweichungen handle. Dagegen erhob A.________ am 4. August 2015 Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Kantonsgericht Luzern. Das Kantonsgericht überwies die Sache am 13. August 2015 zuständigkeitshalber dem Regierungsrat des Kantons Luzern, da unter anderem die Frage der Notwendigkeit eines Projektänderungs-/Baubewilligungsverfahrens und die Ausweitung des Enteignungsrechts gemäss § 71c des Strassengesetzes des Kantons Luzern vom 21. März 1995 (StrG; SRL 755) zur Diskussion stehe. Dadurch werde auch in einem Verfahren, in welchem es um die Wiederherstellung eines gesetzmässigen Zustands im Kontext des Strassenbaurechts gemäss § 101 StrG gehe, die sachliche Zuständigkeit des Regierungsrats begründet. Der Regierungsrat wies die Beschwerde mit Entscheid vom 25. August 2017 ab. Am 18. September 2017 reichte A.________ dagegen Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Kantonsgericht Luzern ein. Dieses gab der Beschwerdeführerin am 26. September 2017 Gelegenheit, sich zur Rechtzeitigkeit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu äussern. A.________ nahm mit Schreiben vom 14. November 2017 dazu Stellung. Mit Urteil vom 14. Dezember 2017 trat das Kantonsgericht auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde aufgrund verpasster Frist nicht ein. Zur Begründung führte es aus, die Frist betrage gemäss § 98 Abs. 2 StrG 20 Tage. A.________ könne nicht gefolgt werden, sofern sie vorbringe, die dreissigtägige Rechtsmittelfrist nach § 86 des Enteignungsgesetzes des Kantons Luzern vom 29. Juni 1970 (EntG; SRL 730) i.V.m. § 130 des Gesetzes des Kantons Luzern über die Verwaltungsrechtspflege vom 3. Juli 1972 (VRG; SRL 40) gelange vorliegend zur Anwendung.