Citation: 2C_73/2024 E. 5.3

5.3. Soweit der Beschwerdeführer sich mit Verweis auf den vermeintlich eindeutigen Wortlaut von Art. 2b Abs. 2 lit. b LFV (vgl. E. 4.5 hiervor) auf den Standpunkt stellt, es bestehe kein Raum für eine teleologische, systematische und historische Auslegung, ist ihm nicht zu folgen. Die Gesetzesinterpretation kann ergeben, dass ein (scheinbar) klarer Wortlaut zu weit gefasst und auf einen an sich davon erfassten Sachverhalt nicht anzuwenden ist (teleologische Reduktion; BGE 145 III 109 E. 5.1; BGE 143 II 268 E. 4.3.1; 140 I 305 E. 6.2; Urteil 8C_83/2024 vom 27. November 2024 E. 7.1 [zur Publikation vorgesehen]). Hinzu kommt, dass der Wortlaut von Art. 2b LFV nicht ohne Weiteres eindeutig erscheint: Art. 2b LFV regelt das Betriebs verbot gewisser Luftfahrzeuge sowie die Ausnahmen davon. Art. 2b Abs. 2 lit. b LFV lässt sich entsprechend entnehmen, dass der Betrieb von aerodynamisch gesteuerte Flugzeuge mit Verbrennungsmotor im schweizerischen Luftraum nicht verboten ist, was jedoch nicht bedeutet, dass der Betrieb dieser Flugzeuge im schweizerischen Luftraum in jedem Fall bewilligungsfrei möglich sein muss. Die Norm befasst sich insbesondere nicht explizit mit im Ausland immatrikulierten Flugzeugen. Die Rüge des Beschwerdeführers, der klare Wortlaut der Bestimmungen lasse keinen Raum für Auslegung, geht damit fehl.