Citation: U 209/02 10.09.2003 E. 3

Die Beurteilung des kantonalen Gerichts, von den unter - zutreffender - Annahme eines mittelschweren Unfalles heranzuziehenden Kriterien gemäss BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa liege weder ein einzelnes in besonders ausgeprägtem Masse vor, noch seien deren mehrere in gehäufter Weise gegeben, ist zutreffend. Was das Kriterium von Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit angeht, ist einzuräumen, dass den Akten nicht mit hinreichender Klarheit eine lediglich sieben Monate andauernde Arbeitsunfähigkeit entnommen werden kann. Aus dem ab Ende September 1997 angeordneten Arbeitsversuch kann mit Blick auf dessen therapeutische Natur - dem Versicherten sollte mit dieser Vorkehr eine geordnete Tagesstruktur verschafft werden, um die spätere Rückkehr in das Erwerbsleben zu erleichtern - nicht ohne weiteres abgeleitet werden, aus somatischer Sicht sei zu diesem Zeitpunkt die Arbeitsfähigkeit für leichtere Arbeiten wiederhergestellt gewesen. Dieses Kriterium ist indes jedenfalls nicht in derart ausgeprägter Weise erfüllt, dass es für sich allein den adäquaten Kausalzusammenhang zu begründen vermöchte. Grundsätzlich ist die Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess frühstmöglich einzuleiten, um einer Verfestigung des Leidens entgegenzuwirken. Der Beschwerdeführer macht in diesem Zusammenhang geltend, die forcierte Weise, mit welcher die Wiederaufnahme der Tätigkeit im angestammten Betrieb umgesetzt worden sei, habe zur Chronifizierung der Beschwerden und damit massgeblich zur Erfüllung des Adäquanzkriteriums eines schwierigen Heilungsverlaufes und erheblicher Komplikationen beigetragen. Nach fachärztlicher Beurteilung war die Heilungs- und Rehabilitationsphase nach dem Unfall in der Tat durch eine Vielzahl von Kränkungen geprägt; in diesem Zusammenhang habe der Versicherte unter ängstlich-depressiven Symptomen gelitten, die als Chronifizierungsfaktoren wirksam geworden seien (Bericht des Dr. S.________ vom 15. Mai 2001). Selbst wenn sich die psychische Komponente der gesundheitlichen Beeinträchtigung durch diesen Verlauf des Geschehens verstärkt hat, ändert dies nichts an der mangelnden Adäquanz zwischen dem Unfall und den psychischen Folgen: Die betreffenden Schwierigkeiten bei der beruflichen Rehabilitation waren bereits durch die Verarbeitungsstörung vor dem Hintergrund einer wenig durchsetzungsfähigen, selbstunsicheren Persönlichkeit überlagert und können daher nicht in die Beurteilung einbezogen werden (vgl. BGE 117 V 367 Erw. 6a in fine; SVR 2001 UV Nr. 13 S. 49 Erw. 4). Der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem psychischen Leiden ist mithin nicht gegeben. Die Bemessung der Arbeitsunfähigkeit erfolgt allein auf Grund der organisch objektivierbaren Befunde im Bereich des linken Handgelenks.