Citation: 5A_525/2022 E. 4

Wiederholt wird mit pauschalen und somit den Begründungsanforderungen nicht genügenden Ausführungen sinngemäss eine mögliche Beeinträchtigung der Erziehungsfähigkeit in Abrede gestellt. Daran schliesst der (ferner mit einer Gehörsrüge verbundene) Hauptvorwurf, die KESB habe entgegen ihrer Verpflichtung keine weiteren Abklärungen getroffen mit der Folge, dass die als möglich angesehene Kindeswohlgefährdung objektiv gar nicht greifbar sei und keine Anhaltspunkte für die angebliche Notwendigkeit eines Gutachtens vorlägen. Statt weniger eingreifende Massnahmen wie Einholen von Berichten oder Hausbesuche habe die KESB sogleich die Erstellung eines Gutachtens angeordnet und damit auch das Prinzip der Subsidiarität verletzt. Insgesamt habe sie auf für den vorliegenden Fall irrelevante Tatsachen abgestellt, statt die entscheidrelevanten Umstände zu berücksichtigen. Wenigstens anerkenne das Obergericht, dass die Aussagen von E.________ keine Bedeutung haben könnten. Im Übrigen nehme sie nur ganz sporadisch Drogen, und zwar medizinisch indiziert zum Spannungsabbau; als Lastwagenfahrerin wäre angesichts der Nulltoleranz auch gar nichts anderes möglich. Vor diesem Hintergrund sei das Obergericht mit der Anordnung eines Gutachtens grundlos von in der Lehre und Rechtsprechung anerkannten Grundsätzen abgerückt, die Eingriffsschwelle für die Anordnung eines Gutachtens sei klarerweise nicht erreicht.