Citation: 8C_538/2019 E. 7.2

7.2. Die Vorinstanz gelangte nach Würdigung dieser Umstände zum Beweisergebnis, eine "entlöhnte Tätigkeit" des Beschwerdeführers sei nicht überprüfbar. Deshalb habe mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine Versicherungsdeckung für das Ereignis vom 29. Februar 2016 bestanden. Hierzu ist zunächst festzuhalten, dass nach dem bisher Gesagten eine tatsächlich getätigte Lohnzahlung nicht entscheidend ist (vgl. E. 2.3 und E. 3.2 hiervor). Massgebend bleibt vielmehr, ob geleistete Arbeit, ein Unterordnungsverhältnis und die Vereinbarung eines Lohnanspruchs in irgendeiner Form vorliegen. Soweit die Vorinstanz bereits aus der fehlenden Überprüfbarkeit einer Lohnzahlung schloss, es liege keine Versicherungsdeckung vor, verletzte sie damit nach dem Gesagten Bundesrecht. Sodann bestehen mit Blick auf die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz mehrere Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer im massgeblichen Zeitraum bei der B.________ GmbH angestellt war. Hielt das kantonale Gericht die Arbeitnehmereigenschaft trotz dieser Hinweise für nicht ausgewiesen, so wäre sie in Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes verpflichtet gewesen, weitere Beweise in Form von Zeugenbefragungen zu erheben. Es begründete den Verzicht auf die beantragte Zeugenbefragung denn auch nicht damit, dass diese am bisherigen Beweisergebnis nichts zu ändern vermöchte, sondern allein damit, dass der Beschwerdeführer "nicht einmal den Namen seines Vorgesetzten gekannt" habe. Diese Begründung ist unhaltbar. Selbst wenn der Beschwerdeführer anlässlich der Besprechung mit dem Aussendienstmitarbeiter der Suva am 27. Juni 2016 den Namen seiner vorgesetzten Person nicht gekannt haben sollte, bedeutet dies nicht, dass die offerierten Zeugen keinen Aufschluss über den Bestand des Arbeitsverhältnisses geben könnten. Der Beschwerdeführer rügt (sinngemäss) zu Recht eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Berechtigt ist auch sein Einwand, wonach verschiedene Personen seine Arbeitstätigkeit für die B.________ GmbH im massgebenden Zeitraum schriftlich bestätigt hätten. Es handelt sich dabei um den Inhaber der Gesellschaft, die Personalverantwortliche der B.________ GmbH, drei weitere Mitarbeiter sowie zwei Personen, die für andere Unternehmen tätig waren und angeben, mit dem Beschwerdeführer auf der gleichen Baustelle gearbeitet zu haben. Diesen Beweismitteln sprach die Vorinstanz die Beweiseignung in Bezug auf den Nachweis einer Arbeitnehmereigenschaft sowie eines tatsächlich bezahlten Lohnes ab, weil damit bestenfalls nachgewiesen werden könne, dass sich der Verfasser der Urkunde im Sinne dieser Urkunde geäussert habe. Auch diese Begründung ist unhaltbar. Abgesehen davon, dass nicht entscheidend ist, ob tatsächlich Lohn ausbezahlt wurde oder nicht (vgl. E. 2.3 und E. 3.2 hiervor), bestätigten vorliegend mehrere Personen, dass der Beschwerdeführer im massgeblichen Zeitraum für die B.________ GmbH gearbeitet habe. Das kantonale Gericht wäre deshalb im Rahmen der freien Beweiswürdigung (vgl. E. 2.5 hiervor) gehalten gewesen, sich mit diesen Beweismitteln auseinanderzusetzen und darzulegen, weshalb darauf allenfalls nicht abgestellt werden kann.