Citation: 5A_819/2023 E. 3.1

3.1. Das Obergericht hat zunächst nach den allgemeinen Regeln untersucht, ob die Beschwerdeführerin die behaupteten revisionsbegründenden Noven bei gebotener objektiver Sorgfalt nicht bereits "im früheren Verfahren" hätte vorbringen können. Der Anerkennungsentscheid vom 18. November 2020 sei am 20. November 2020 im SHAB und kantonalen Amtsblatt publiziert worden. Mit Blick darauf, dass die Beschwerdeführerin bereits erfolgreich Vermögenswerte der Beschwerdegegnerin verarrestiert hatte, hätte sie - als Arrest- und Prosequierungsgläubigerin - die amtlichen Publikationen über ihre Schuldnerin (Beschwerdegegnerin) bei zumutbarer Sorgfalt zur Kenntnis nehmen können und müssen. Nach dem Obergericht hätte die Beschwerdeführerin daher die behaupteten Noven bereits in einer Beschwerde (nach ZPO) gegen den Anerkennungsentscheid vorbringen können, weshalb die Revision nach Art. 328 Abs. 1 lit. a ZPO nicht mehr zulässig sei.