Citation: 4A_237/2023 E. B

Die Klägerin reichte am 11. März 2011 beim Handelsgericht des Kantons Zürich Klage ein. Sie beantragte, die Beklagte sei zur Zahlung von EUR 986'070.05 nebst Zins auf EUR 906'966.64 zu verpflichten. Die Klägerin machte ausstehende Kaufpreisforderungen für Medikamente von EUR 986'070.05 geltend. Die Beklagte anerkannte die Forderung in Höhe von EUR 984'881.--, machte aber ihrerseits verschiedene Verrechnungsforderungen geltend und beantragte die Klageabweisung. Mit Urteil vom 22. März 2023 hiess das Handelsgericht die Klage teilweise gut und verpflichtete die Beklagte dazu, der Klägerin EUR 984'881.02 nebst Zins auf EUR 905'964.22 zu bezahlen. Zur Begründung erwog es im Wesentlichen, die Beklagte anerkenne grundsätzlich die Kaufpreisforderung. Ausgenommen hiervon sei ein strittiger Betrag von EUR 1'002.42 samt entsprechendem Verzugszins. Mangels substantiierter Behauptungen sei die Klage im Umfang dieses strittigen Betrages abzuweisen. Bei den von der Beklagten verrechnungsweise geltend gemachten Forderungen seien zwar die formellen Voraussetzungen der Verrechnung nach Art. 120 OR erfüllt, die Forderungen seien jedoch materiell unbegründet.