Citation: 6B_535/2019 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer rügt, es liege keine Fahrlässigkeit vor. Die Vorinstanz erwägt hierzu, dass der Beschwerdeführer eine Zigarette geraucht habe und diese in einem Aschenbecher, sei dieser mit ein wenig Wasser gefüllt gewesen oder nicht, nur ungenügend gelöscht habe. Daraufhin habe er den Inhalt des Aschenbechers im Müllsack entsorgt, womit er einen Brand ausgelöst habe. Es sei unerheblich, ob der Beschwerdeführer die Zigarette "einfach blindlings" in den Abfalleimer geworfen habe oder nicht, zumal es für Fahrlässigkeit genüge, wenn er beim Entsorgen der Zigarette nicht diejenige Sorgfalt hat walten lassen, die Aufgrund der Umstände sowie seiner Kenntnisse und Fähigkeiten geboten gewesen wäre, um den voraussehbaren Erfolg zu verhindern. Diese Sorgfalt hätte beispielsweise bedeutet, die Glut mit genügend Wasser zuverlässig zu löschen oder den Zigarettenstummel im Aschenbecher zu lassen, bis dieser vollständig ausgekühlt war. Darüber hinaus habe der Beschwerdeführer die Gefahr eines Brandes voraussehen können. Es sei dem Beschwerdeführer zu glauben, dass er sich darauf verlassen habe, dass die von ihm entsorgte Zigarette keinen Brand auslösen würde. Wäre es anders, würde der Tatvorwurf nicht auf fahrlässige, sondern auf eventualvorsätzliche Tatbegehung lauten. Es sei indessen gerade das Wesen der Fahrlässigkeit, dass man eine Gefährdung (pflichtwidrig) nicht bedenke oder (pflichtwidrig) darauf vertraue, es würden keine Rechtsgüter verletzt. Massgebend sei damit die Erkennbarkeit einer Gefahr, was bei dem zur Diskussion stehenden Vorgang - Entsorgen einer noch glimmenden Zigarette im Abfallsack - zu bejahen sei. Es dürfe als allgemein bekannt vorausgesetzt werden, dass man in keinem Fall noch glimmende Gegenstände in Berührung mit brennbarem Material bringen dürfe, weil dies einen Brand verursachen könne. Rauchern sei diese Problematik erst recht bewusst. Zudem sei der Beschwerdeführer in seiner Denk- und Wahrnehmungsfähigkeit nicht beeinträchtigt gewesen, womit er die von Glut ausgehende Gefahr habe erkennen können. Dies gelte durchaus auch unter Anwendung eines individuell-konkreten Massstabs. Dass bei früherer Gelegenheit nichts geschehen sei, ändere nichts daran und könne nicht dazu führen, dass der Beschwerdeführer sich darauf verlassen durfte, sein gefährliches Vorgehen sei korrekt. Schliesslich sei es dem Beschwerdeführer ohne Weiteres möglich und zumutbar gewesen, sich pflichtgemäss zu verhalten und die Zigarette fachgerecht zu entsorgen.