Citation: 8C_563/2019 E. 5.3

5.3. Schliesslich rügt die Versicherte, die Vorinstanz habe Bundesrecht verletzt, indem sie eine "Altersinvalidität" verneint habe. Soweit die Versicherte den massgeblichen Zeitpunkt für die Beurteilung der Zumutbarkeit der Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit beanstandet und geltend macht, es sei - sofern nicht auf die Berichte der behandelnden Ärzte abgestellt werde - der aktuelle Gesundheitszustand massgebend, kann ihr nicht gefolgt werden. Mit der Vorinstanz ist gestützt auf die Rechtsprechung (BGE 138 V 457 E. 3.3 S. 462) auf den Zeitpunkt der Erstattung des ABI-Gutachtens vom 13. März 2017 abzustellen. Damit ist von einer verbleibenden Aktivitätsdauer von 3 Jahren und 8 Monaten auszugehen. Dies stellt nach der Rechtsprechung (vgl. dazu die von der Vorinstanz zitierten Urteile) eine Zeitspanne dar, während welcher von der versicherten Person die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt erwartet werden darf. Auch stehen der Versicherten - wie das kantonale Gericht zu Recht darlegt - gemäss dem zumutbaren Tätigkeitsprofil noch eine grosse Anzahl von Stellen zur Verfügung, zumal diese Hilfsarbeiten weder eine Ausbildung noch besondere Sprachkenntnisse verlangen. Insbesondere stellt der Umstand, dass die Versicherte seit Jahren keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgegangen ist, keinen entlastenden Moment dar; denn das Fernbleiben vom Arbeitsmarkt war nicht gesundheitlich bedingt. Es ist demnach nicht bundesrechtswidrig, dass die Vorinstanz gestützt auf das Alter der Versicherten die Zumutbarkeit der Verwertung der Restarbeitsfähigkeit bejaht hat.