Citation: 8C_331/2022 E. 6.8

6.8. Schliesslich berücksichtigte die Vorinstanz unter dem Gesichtspunkt des Leidensdruckes, dass sich die Beschwerdeführerin seit Mai 2017 in ambulanter psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung befindet. Allerdings hätten nur anfänglich wöchentliche und im Zeitpunkt der Begutachtung lediglich noch monatliche Sitzungen stattgefunden. Eine teilstationäre oder stationäre Behandlung habe die Beschwerdeführerin zudem wegen der Kinder abgelehnt. Betreffend den letzten Punkt ist darauf hinzuweisen, dass offenbar auch die psychiatrische Gutachterin eine ambulante Therapie als ausreichend erachtete. Insofern kann der Beschwerdeführerin die fehlende Inanspruchnahme einer (teil-) stationären Behandlung nicht im Sinne eines fehlenden Leidensdrucks entgegengehalten werden. Dennoch erscheint es ausgehend von der verbindlichen Feststellung der Vorinstanz, wonach zuletzt lediglich noch eine Sitzung pro Monat statt-fand, nicht offensichtlich unrichtig oder sonstwie bundesrechtswidrig, wenn die Vorinstanz einen erheblichen behandlungsanamnestisch ausgewiesenen Leidensdruck verneinte.