Citation: I 393/04 07.12.2004 E. A

Die 1952 geborene R.________ meldete sich am 26. Oktober 1999 zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung an. Nach Abklärungen in medizinischer und erwerblicher Hinsicht sprach ihr die IV-Stelle des Kantons Solothurn ab 1. Oktober 1999 eine ganze Rente zu (Verfügung vom 26. Mai 2000). Die Verwaltung stützte sich dabei auf den Bericht des Dr. med. M.________, Spezialarzt FMH für Innere Medizin, speziell Rheumaerkrankungen, vom 16. Januar 2000, gemäss welchem aufgrund eines chronisch-rezidivierenden, myofaszialen Panvertebralsyndroms mit einer im Vordergrund stehenden cervicospondylogenen/lumbospondylogenen Komponente beidseits und eines sekundären Fibromyalgiesyndroms, bezüglich der letzten Tätigkeit als Beschichterin in einer Lampenfabrik, wie auch hinsichtlich jeglicher ausserhäuslichen Tätigkeit, eine vollständige Arbeitsunfähigkeit besteht. Anlässlich einer Geschäftsprüfung bemängelte das Bundesamt für Sozialversicherung den Entscheid der IV-Stelle in materieller Hinsicht, da sich diese beim Verfügungserlass auf widersprüchliche Angaben des behandelnden Arztes gestützt habe. Im Rahmen eines daraufhin vorgezogenen Revisionsverfahrens im April 2001 beauftragte die IV-Stelle die Medizinische Abklärungsstelle (MEDAS) mit einer interdisziplinären Begutachtung. Die Ärzte der MEDAS diagnostizierten vor allem ein chronisches Panvertebralsyndrom, ein multilokuläres Schmerzsyndrom sowie eine leichtgradige, depressive Episode (Gutachten vom 27. März 2002). Sie schätzten die Versicherte - unter Berücksichtigung der psychiatrischen und rheumathologischen Konsilien vom 5. und 6. November 2001 - für eine leidensangepasste Tätigkeit (leichte Tätigkeit, unter Vermeidung von stereotypen Bewegungsmustern, Zwangshaltungen sowie Heben von Lasten über 10 kg und Überkopfarbeiten bei rückengerechter Arbeitsplatzsituation und Möglichkeit der freien Zeiteinteilung und Einlegen entsprechender Erholungspausen) zu rund 70 % arbeitsfähig, wovon ausgehend die IV-Stelle neu einen Invaliditätsgrad von 35 % ermittelte. In der Folge teilte sie R.________ mit Verfügung vom 9. Oktober 2002 wiedererwägungsweise mit, sie habe ab 1. Dezember 2002 bei einem Invaliditätsgrad von 35 % keinen Anspruch mehr auf eine Invalidenrente und entzog einem allfällig dagegen erhobenen Rechtsmittel die aufschiebende Wirkung.