Citation: 8C_620/2017 E. 5.4

5.4. Auch der Einwand der zeitlichen Unvereinbarkeit der bidisziplinären Schlussfolgerungen mit der chirurgischen Beurteilung ist unbehelflich: Die chirurgische Beurteilung vom 23. Februar 2016 wurde von Frau Dr. med. G.________ am 23. Februar 2016 um 14:01 signiert, die neurologische Beurteilung vom 24. Februar 2016 von Dr. med. F.________ am 24. Februar 2016 um 10:04 und von Dr. med. M.________ am 24. Februar 2016 um 15:07, die bisdizsplinären Schlussfolgerungen vom 23. Februar 2016 von Dr. med. F.________ am 23. Februar 2016 um 15:32 und von Frau Dr. med. G.________ am 23. Februar 2016 um 13:57. Entgegen der Ansicht des Versicherten kann daraus jedoch nicht der Schluss gezogen werden, die beteiligten Experten hätten ihre Beurteilung nicht interdisziplinär besprochen. So sind die Folgerungen aus der Teilbeurteilung der Neurologen zum Teil wörtlich in den Bericht mit den bidisziplinären Schlussfolgerungen eingeflossen. Deshalb und auf Grund des engen zeitlichen Zusammenhangs aller drei einzelnen Berichte ist davon auszugehen, dass den beteiligten Ärzten die Berichte im Rahmen der interdisziplinären Besprechung vorlagen und nachträglich im Rahmen der Ausfertigung und elektronischen Signierung unterschiedlich datiert wurden. Wie es sich damit verhält, kann letztlich jedoch offen bleiben, da die Schlussfolgerungen der Suva Ärzte durch das versicherungsexterne polydisziplinäre MEDAS-Gutachten vom 5. Dezember 2016 umfassend bestätigt werden.