Citation: 5A_221/2021 E. 5.1

5.1. Weitergehend bleibt vor Bundesgericht unbestritten, dass der Beschwerdeführer hilfsbedürftig und auf Unterstützung angewiesen ist. Die Beschwerdeführer werfen dem Obergericht aber vor, die Maximen der Subsidiarität und Verhältnismässigkeit nicht beachtet zu haben. Nach der gesetzlichen Regelung sind alle behördlichen Massnahmen des Erwachsenenschutzes den beiden Maximen der Subsidiarität und der Verhältnismässigkeit unterstellt. Subsidiarität (Art. 389 Abs. 1 ZGB) heisst, dass behördliche Massnahmen nur dann anzuordnen sind, wenn die Betreuung der hilfsbedürftigen Person auf andere Weise nicht angemessen sichergestellt ist. Ist die gebotene Unterstützung der hilfsbedürftigen Person auf andere Art - durch die Familie, andere nahestehende Personen (vgl. dazu Urteile 5A_919/2017 vom 4. Juli 2018 E. 2.1 und 6; 5A_663/2013 vom 5. November 2013 E. 3) oder private oder öffentliche Dienste - schon gewährleistet, ordnet die Erwachsenenschutzbehörde keine Massnahme an (Art. 389 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB). Kommt die Erwachsenenschutzbehörde demgegenüber zum Schluss, die vorhandene Unterstützung der hilfsbedürftigen Person sei nicht ausreichend oder von vornherein ungenügend, so muss ihre behördliche Massnahme verhältnismässig, das heisst erforderlich und geeignet sein (Art. 389 Abs. 2 ZGB; BGE 140 III 49 E. 4.3.1).