Citation: 1P.465/2003 27.08.2003 E. D

Mit Eingabe vom 14. Juli 2003 stellte der Angeschuldigte ein zweites Haftentlassungsgesuch. Inzwischen liege das psychiatrische Gutachten vor. Bei dieser Ausgangslage sei es höchstens noch vertretbar, dem theoretisch nie ganz auszuschliessenden Fluchtrisiko mit der Anordnung einer Pass- und Schriftensperre zu begegnen. Die Bezirksanwaltschaft beantragte gleichentags die Verlängerung der Untersuchungshaft um drei Monate. Der Geschädigte müsse nochmals einvernommen werden, woraus sich ein gewisses Kollusionsrisiko ergebe. Ausserdem sei der Haftgrund der Fluchtgefahr gegeben. Der Einzelrichter in Strafsachen des Bezirkes Uster wies mit Entscheid vom 17. Juli 2003 einerseits das Haftentlassungsgesuch ab, entsprach aber auch dem Verlängerungsantrag nicht vollumfänglich, sondern befristete die Untersuchungshaft bis am 30. September 2003. Kollusionsgefahr sei nicht mehr gegeben, wohl aber Fluchtgefahr. Die Bezirksanwaltschaft habe die notwendigen Untersuchungen beförderlich durchzuführen und abzuschliessen.