Citation: 8C_656/2018 E. 3.1

3.1. Das kantonale Gericht erwog, die Beschwerdeführerin habe seit Juni 2015 in der Gemeinde Berlingen Wohnsitz im Sinne von § 4 SHG, weshalb gemäss Art. 26 Abs. 1 ZUG für die Rückerstattung das Recht des Kantons Thurgau und damit § 19 Abs. 2 SHG massgebend sei. Art. 26 Abs. 1 ZUG sei im Rahmen der Revision des ZUG im Jahre 2012 (Inkrafttreten am 8. April 2017) nicht aufgehoben oder abgeändert worden und gelte auch dann, wenn der Heimatkanton die vom Unterstützten oder von seinen Erben zurückzuerstattenden Leistungen gemäss Art. 16 ZUG dem Wohnkanton vergütet habe. Damit sei die Berechtigung der Beschwerdegegnerin zur Rückforderung der von ihr im Zeitraum vom 1. Juni 2015 bis 30. Juni 2017 an die Beschwerdeführerin ausgerichteten Leistungen gegeben, insbesondere auch hinsichtlich der von ihrem Heimatkanton resp. der Heimatgemeinde gestützt auf aArt. 16 ZUG resp. Art. 37a ZUG entrichteten Beiträge von insgesamt Fr. 59'613.15. Unmassgeblich sei, dass aArt. 16 sowie aArt. 26 Abs. 2 und 4 ZUG mit der per 8. April 2017 wirksam gewordenen Revision des ZUG aufgehoben worden seien. Insbesondere habe aArt. 26 Abs. 4 ZUG, wonach der Wohnkanton den entsprechenden Anteil aus den eingenommenen Beiträgen dem Heimatkanton überweisen musste, wenn sich letzterer an den Unterstütztungskosten beteiligt hatte, lediglich das "Innenverhältnis" zwischen Heimat- und Wohnkanton geregelt. Für die Geltendmachung der Rückerstattungsforderung gegenüber der unterstützten Person, mithin für das "Aussenverhältnis", sei diese Bestimmung indessen nicht massgebend gewesen. Somit habe die Aufhebung von aArt. 26 Abs. 4 ZUG nichts an der Zuständigkeit und der Berechtigung der Beschwerdegegnerin zur Geltendmachung der von ihr an die Beschwerdeführerin ausbezahlten Leistungen im streitbetroffenen Zeitraum geändert. Die Vorinstanz erachtete es sodann als unmassgeblich, dass bezüglich aArt. 26 Abs. 4 ZUG keine Übergangsbestimmung statuiert worden sei. Diese Rechtsfolge lasse sich implizit aus der Übergangsregelung von Art. 37a ZUG ableiten und erweise sich als systemkonform.