Citation: 2C_536/2020 E. 3.3

3.3. Die weiteren Ausführungen im angefochtenen Urteil können nichts am hier gezogenen Schluss ändern: Die Vorinstanz führte zwar auch aus, eine Wertberichtigung auf der Forderung im Jahr 2013 hätte als geschäftsmässig nicht begründet qualifiziert werden müssen, weil ein unabhängiger Dritter der D.________ zu den vorliegenden Konditionen keine Mittel zur Verfügung gestellt hätte und nicht die Beschwerdeführerin, sondern die C.________ AG als Muttergesellschaft die D.________ mit genügenden Eigenmitteln hätte ausstatten müssen (E. 3 des angefochtenen Urteils). Selbst wenn es sich so verhalten hätte und obschon davon auszugehen ist, dass die zum Nominalwert der Forderung aktivierte Beteiligung an die Stelle der Forderung getreten ist, folgt daraus aber entgegen dem angefochtenen Urteil nicht, dass für die vorliegend tatsächlich vorgenommene Wertberichtigung auf der Beteiligung das Gleiche zu gelten hat wie für eine hypothetische Wertberichtigung auf der Forderung im Jahr 2013. Die Frage des Verkehrswertes der Beteiligung per Ende 2013 lässt sich nicht gleichsetzen mit der Frage nach der Werthaltigkeit der zur Liberierung verwendeten Forderung. Da - soweit hier interessierend - die Forderung und die Beteiligung auseinanderzuhalten sind, lässt sich anders als nach Auffassung der Vorinstanz auch nicht argumentieren, der streitbetroffenen Wertberichtigung in der Steuerperiode 2014 stehe zusätzlich das Periodizitätsprinzip entgegen, weil der Verlust des ursprünglichen Werts der Forderung schon zuvor (spätestens in der Steuerperiode 2013) eingetreten sei und es an einem hinreichenden Zusammenhang zwischen diesem Wertverlust und der Wertberichtigung auf der Beteiligung fehle (vgl. dazu E. 4 des angefochtenen Urteils). Soweit die Vorinstanz im Übrigen geltend macht, die Beschwerdeführerin hätte spätestens in der Steuerperiode 2013 mindestens einen Teil der Forderung gegenüber der D.________ wertberichtigen müssen, ist ihr zudem entgegenzuhalten, dass trotz des Periodizitätsprinzips aufgrund des Grundsatzes der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (Art. 127 Abs. 2 BV) eine ausserordentliche Wertberichtigung nicht allein deshalb unbeachtlich ist, weil es die Steuerpflichtige (allenfalls) unterliess, eine Wertberichtigung schon im Zeitpunkt vorzunehmen, als die Einbringlichkeit der Forderung erst zweifelhaft erschien (in diesem Sinne zu ausserordentlichen Abschreibungen BGE 137 II 353 E. 6.4.5 und E. 6.4.6).