Citation: 9C_505/2019 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz stellte fest, gemäss medexperts-Gutachten sei der Versicherte nach dem Unfall vom 4. Oktober 2013 bis zum 9. März 2015 aus somatischer Sicht vollständig arbeitsunfähig gewesen. Seit letzterem Zeitpunkt verfüge er aus somatischer Sicht über eine volle Arbeitsfähigkeit für leichte Tätigkeiten ohne repetitiven Armeinsatz rechts, ohne ständigen Krafteinsatz des rechten Armes, ohne Druckbelastung, ohne regelhafte Tätigkeiten über Kopf- bzw. Schulterhöhe und ohne schweres Heben und Tragen von Lasten über zehn Kilogramm. Aus psychiatrischer Sicht hätten die Gutachter ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) im Erwachsenenalter (ICD-10 F98.8), eine Störung der Persönlichkeitsentwicklung mit emotional instabilen und unreifen Anteilen (ICD-10 F61.0) und differentialdiagnostisch eine psychische Verhaltensstörung durch psychotrope Substanzen (ICD-10 F19), aktuell durch Kokain (ICD-10 F14.1), schädlicher Gebrauch, diagnostiziert. Aufgrunddessen hätten sie eine im Begutachtungszeitpunkt aufgehobene, durch geeignete psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung aber besserungsfähige Arbeitsfähigkeit attestiert, weshalb die Arbeitsfähigkeit nach Abschluss einer erfolgreichen Behandlung neu evaluiert werden sollte. Nach Abschluss der stationären Behandlung in der Psychiatrischen Klinik D.________ sei der Versicherte durch Dr. med. G.________ erneut psychiatrisch begutachtet worden. Dieser habe mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ICD-10 F90.0) sowie eine rezidivierende depressive Störung, im Explorationszeitpunkt leichte Episode (ICD-10 F 33.0), diagnostiziert. Gestützt darauf habe er eine höchstens 30 %ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit begründen können.