Citation: 8C_150/2019 E. 6.2.2

6.2.2. Im angefochtenen Entscheid wird die LSE 2014 (Tabelle TA1) als Grundlage beigezogen, da der Rentenbeginn auf 1. Oktober 2015 festgelegt wird. Ob dabei auf das Total der Tabelle TA1, auf den Sektor 3 "Dienstleistungen" oder - mit der Vorinstanz - auf den Bereich "Erbringung von sonstigen Dienstleistungen" abgestellt wird, ist für das Ergebnis nicht ausschlaggebend, so dass sich Weiterungen dazu erübrigen. Im Folgenden wird daher der Berechnung die für die Versicherte günstigste Variante, das Total der Tabelle TA1, zugrunde gelegt. Allerdings macht die Beschwerdeführerin zu Recht geltend, der Vorinstanz könne nicht gefolgt werden, soweit sie zur Festlegung des Invalideneinkommens den Mittelwert der beiden Kompetenzniveaus 3 und 4 berücksichtigt. Wie das Bundesgericht im Urteil 8C_192/2013 vom 16. August 2013 (SVR 2013 UV Nr. 32 S. 111 E. 7.2) erkannte, kommt einem solchen "Durchschnittswert" keine statistisch zuverlässige Aussagekraft zu, weshalb auf diese Vorgehensweise bei der Bestimmung des Invalideneinkommens zu verzichten ist (vgl. DIDIER FROIDEVEAUX, La mesure du revenu d'invalidité: une construction subjective basée sur des statistiques [ESS]?, in: Validen- und Invalideneinkommen, 2013, S. 79). Ein Abstellen auf das Kompetenzniveau 3 (komplexe praktische Tätigkeiten, welche ein grosses Wissen in einem Spezialgebiet voraussetzen) kann hingegen mit Blick auf die Ausbildung als Betriebsökonomin und die langjährige, erfolgreiche Tätigkeit als selbstständige Immobilienmaklerin nicht beanstandet werden, hat die Versicherte doch die Möglichkeit, die Erfahrungen daraus und auch aus der vorherigen Beschäftigung im elterlichen Betrieb in einer qualifizierten Anstellung einzubringen. Daraus resultiert bei einem Monatslohn für Frauen von Fr. 6'202.- (Tabelle TA1, Total, Frauen im Kompetenzniveau 3), umgerechnet auf eine betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41,7 Stunden und teuerungsbereinigt für das Jahr 2015, ein Jahreslohn von Fr. 77'961.45. Gründe für einen leidensbedingten Abzug ergeben sich in einer vollzeitlich zumutbaren Verweistätigkeit nicht, wovon im Ergebnis schon die Vorinstanz für die von ihr ermittelte "Zeit der 100%igen Arbeitsfähigkeit" (bis Juni 2015) ausgegangen ist. Es resultiert im Vergleich zum Valideneinkommen von Fr. 114'841.- ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 32%. Wird zur Prüfung eines Rentenanspruchs vor Juli 2015 von der LSE 2010, Tabelle TA1, Total, Frauen, und dort vom zahlenmässig nicht aufgeschlüsselten Anforderungsniveau 1 + 2 ausgegangen mit einem Ausgangslohn von Fr. 6'671.-, so ergibt sich im Vergleich mit dem Valideneinkommen offensichtlich ebenfalls kein Invaliditätsgrad, der Anspruch auf eine Rente eröffnen könnte.