Citation: 1C_348/2022 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz erwog, dass der Begriff der An- und Kleinbauten nach § 2a Abs. 2 ABV/ZH an die Stelle der bisherigen "Besonderen Gebäude" i.S.v. a§ 273 PBG/ZH trete und stellte auf die dazu entwickelte Rechtsprechung ab. Sie qualifizierte die westliche Einzelgarage der Liegenschaft U.________ zzz als Besonderes Gebäude bzw. als Anbaute; ihr komme eine gewisse architektonische und konstruktive Selbständigkeit zu. So verfüge sie über ein weitgehend eigenständiges Mauerwerk und werde lediglich im nördlichen Bereich geringfügig durch das Obergeschoss überlappt. In optischer Hinsicht grenze sich die Garage neben der deutlich geringen Höhe durch die dunkle Garagenfront und das Betonmauerwerk vom weiss verputzten Hauptgebäude ab. Eine funktionale Selbständigkeit der Anbaute bzw. des Besonderen Gebäudes werde nicht verlangt. Ein Besonderes Gebäude dürfe demzufolge auch der Wohn- oder Arbeitsnutzung des Hauptgebäudes dienen, sofern es selber nicht zu solchen Zwecken genutzt werden könne. Dass der westseitig vorspringende Garagenteil als Terrasse der anstossenden Wohnräume genutzt werde, stehe der Qualifikation der Garage als Besonderes Gebäude bzw. Anbaute daher nicht entgegen. Die Garage des Nachbargebäudes werde daher aufgrund der Qualifikation als Besonderes Gebäude bzw. Anbaute bei der Bestimmung des Gebäudeabstands nicht berücksichtigt. Da das Hauptgebäude U.________ zzz seinerseits einen Grenzabstand von 3,5 m zum Baugrundstück einhalte und der geplante Neubau einen Abstand von 2,7 m zur gemeinsamen Grundstücksgrenze nicht überschreite, ergebe sich zwischen den massgeblichen Gebäudeteilen ein Gebäudeabstand von mehr als 5 m. Die Gebäudelängen seien daher nicht gestützt auf Art. 31 Abs. 2 BZO 2020 zusammenzurechnen.