Citation: 1C_289/2017 E. 5.5

5.5. Gemäss dem Merkblatt des ARE und des BAFU können zwar auch Dorfzentren in ländlichen Gebieten als dicht überbautes Gebiet im Sinne von Art. 41a GschV gelten. Der Vorinstanz ist aber vorliegend beizupflichten, wenn sie festhält, die Beschwerdeführerin habe diesbezüglich nicht rechtsgenüglich aufgezeigt, inwiefern von einer dichten Überbauung ausgegangen werden müsse. Eine solche ist sodann auch nicht anhand der von der Beschwerdeführerin eingereichten Fotos und den aktenkundigen Plänen ersichtlich. Der Hinweis im Planungsbericht (Ziff. 13.7 des Planungsberichts, S. 58), es sei auf die Uferschutzzone im Ortskernbereich verzichtet worden, da dieser Bereich in Absprache mit dem Amt für Raumplanung als dicht bebaut zu bezeichnen sei, vermag den Anforderungen nicht zu genügen. Bei der Ausscheidung von Gewässerräumen sind nicht flächendeckende, sondern an die konkreten Verhältnisse angepasste Festlegungen vorzunehmen (vgl. FRITZSCHE, a.a.O., N. 34 zu Art. 36a GschG). Im Übrigen ist auch die Erwägung der Vorinstanz nicht zu beanstanden, wonach eine detaillierte, sich mit den einzelnen Parzellen befassende Begründung vorliegen muss, damit eine Ausnahme vom gesetzmässigen Uferschutz zugelassen werden kann. Die Beschwerdeführerin verweist diesbezüglich auf den Planungsbericht, in welchem unter Ziff. 5.9 dargelegt werde, weshalb u.a. im Bereich der Ergolz und des Eibachs die Mindestbreiten der Uferschutzzonen unterschritten worden seien. Die Begründung im Planungsbericht beschränkt sich jedoch betreffend die Ergolz auf die pauschale Bemerkung, diese sei meist stark kanalisiert (3m hohe Mauern), was für die ganze Länge ab Querung Ergolzstrasse im Gebiet Breiti bis Grenze Böckten gelte (vgl. Ziff. 5.9 des Planungsberichts, S. 24). Nach den willkürfreien verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz ist aber weder die Ergolz durchwegs stark kanalisiert noch ist das ganze Gebiet des Eibachs vom Rünenbergerbrüggli bis zur Einmündung in die Ergolz vom Hochwasserschutzprojekt betroffen und mit hohen Mauern versehen. Soweit die Beschwerdeführerin zudem im Gebiet des Frändletenbächli, Rorbächli und Chöpflibächli im "ganze[n] Bachlauf innerhalb Siedlungsgebiet" aufgrund "Parzellierung und baulicher Situation" keine Uferschutzzone festgelegt hat (vgl. Ziff. 13.7 des Planungsberichts, S. 59), vermag dies, wie die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat, als Begründung ebenfalls nicht zu genügen. Die Vorinstanz durfte unter diesen Umständen die pauschalen Bemerkungen der Beschwerdeführerin im Hinblick auf eine allfällige Ausnahme von den gesetzmässigen Uferschutzzonen als ungenügend bezeichnen, ohne dadurch gegen Bundesrecht zu verstossen. Der Einwand der Beschwerdeführerin, die Feststellungen der Vorinstanz würden aufgrund des abgelehnten Augenscheins nicht auf hinreichenden Abklärungen und sachrichtigen Beurteilungskriterien beruhen, überzeugt nicht (vgl. E. 2.3 hiervor). Die tatsächlichen Ausführungen der Vorinstanz sind mit Blick auf die aktenkundigen Pläne (insb. den neuen Zonenplan Siedlung sowie den Planungsbericht) nicht offensichtlich unrichtig.