Citation: 1C_115/2017 E. 3.5

3.5. Das von den Beschwerdeführern genannte Urteil des Bundesgerichts betraf den Inhalt eines Wegrechts bezüglich eines drei Meter breiten Geh- und Fahrwegs, der daher ein Kreuzen von zwei Autos nicht erlaubte (vgl. Urteil 5C.199/2002 vom 17. Dezember 2002 Sachverhalt lit. A). Damit besteht insoweit kein Unterschied zum vorliegenden Fall. Bei diesem ist jedoch zu beachten, dass ein auf den Lift wartender Lenker sein Fahrzeug vorübergehend vor oder auf dem Besucherparkplatz im Bereich der Bauparzelle abstellen könnte, womit einem nachfolgenden Fahrzeug die Zufahrt zum Haus der Beschwerdeführer ermöglicht würde (vgl. die grafischen Darstellungen in Rz. 8 und Rz. 38 der Beschwerde). Unabhängig davon würde das Warten auf den Lift gemäss den vorinstanzlichen Feststelllungen lediglich zwei bis drei Minuten dauern. Weshalb die Vorinstanz insoweit nicht mehr von einem zulässigen kurzen unfreiwilligen Anhalten, sondern von einer unzulässigen Benutzung der Wegrechtsfläche als Park- bzw. Standplatz hätte ausgehen müssen, ist nicht ersichtlich, zumal das Abwarten des Liftes mit dem Warten vor einer auf Rot geschalteten Ampel vergleichbar ist, das nicht als Parkieren qualifiziert wird. Gleiches gilt auch bezüglich des Abstellens von Fahrzeugen, das dem Ein- und Aussteigenlassen von Personen oder dem Güterumschlag dient, obwohl diese Vorgänge namentlich bei älteren Personen mehrere Minuten in Anspruch nehmen können (vgl. Art. 30 der Signalisationsverordnung vom 5. September 1979, SR 741.21). Nach dem Gesagten durfte die Vorinstanz willkürfrei davon ausgehen, das Anhalten eines Fahrzeugs zum Abwarten des Eintreffens des Lifts stelle kein Parkieren des Fahrzeugs dar und verstosse daher nicht gegen den Sinn und Zweck des uneingeschränkten Fahrwegrechts. Da dieses Resultat als unzweifelhaft qualifiziert werden kann, verfiel die Vorinstanz entgegen der Meinung der Beschwerdeführer auch nicht in Willkür, wenn sie davon ausging, die Verwaltungsbehörden hätten vorfrageweise über die zivilrechtlichen Dienstbarkeitsrechte entscheiden dürfen (vgl. Urteil 1C_246/2015 vom 4. März 2016 E. 2.4).