Citation: 5P.126/2003 09.05.2003 E. 2

Der Beschwerdeführer wirft dem Obergericht willkürliche und damit verfassungswidrige (Art. 9 BV) Anwendung des kantonalen Prozessrechts vor, was mit mangelhafter Substantiierung des Gesuchs um Anordnung der Hinterlegung begründet wird. Das Luzerner Prozessrecht (§ 239 in Verbindung mit § 230 Abs. 1 und § 70 Abs. 1 lit. c ZPO) verlange, dass ein Begehren kurz begründet werde, wofür nicht ausreichend sei, wenn für die Frage, ob die eingereichte Klage Aussicht auf Erfolg habe, auf die dem Gesuch um Anordnung der Hinterlegung beigelegte Klage verwiesen werde; dem Gesuchsgegner sei nämlich nicht zuzumuten, den Prozessstoff aus Akten, die ein anderes Verfahren beschlagen, zusammentragen zu müssen. Diese Rüge des Beschwerdeführers ist haltlos. Eher wäre dem Obergericht Willkür vorzuwerfen, wenn es verlangt hätte, dass der Inhalt der Klage, für welche die Hinterlegung verlangt wird, im Gesuch wiederholt werden müsste. Der Verweis auf die beigelegte Klageschrift ist zweifellos ausreichend, und es kann nicht die Rede davon sein, dass dem Beschwerdeführer damit zugemutet würde, in Akten eines anderen Verfahrens zu forschen