Citation: 8C_89/2024 E. 4.1

4.1. Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Die Revisionsverfügung ist reformatorischer Natur und ersetzt den ursprünglichen Entscheid (dazu und zum Folgenden: Urteil 8C_38/2022 vom 13. Juli 2022 E. 3.1 mit Hinweisen). Die Neubeurteilung wirkt zurück (ex tunc) und beinhaltet eine rückwirkende Korrektur der Anspruchsbeurteilung für den durch die revidierte Verfügung geregelten Zeitraum.