Citation: 5A_969/2023 E. 9.1.2

9.1.2. Die Beschwerdeführerin beanstandet zunächst die Festsetzung des Streitwerts, wobei sie sinngemäss ausführt, es seien noch weitere Auskunftsverfahren hängig, die alle der Bezifferung desselben Schadens dienten, weswegen es willkürlich sei, den Streitwert basierend auf dem gesamten Streitwert im Staatshaftungsklageverfahren zu berechnen. Vielmehr sei für die drei Auskunftsklagen gesamthaft von einem Streitwert von Fr. 105'000.-- auszugehen, womit für die vorliegende Angelegenheit ein solcher von Fr. 35'000.-- resultiere. Ohnehin verfüge sie bereits über viele massgebliche Unterlagen, weshalb die verlangten Auskünfte nur noch Kontrollfunktion hätten oder die Erhöhung der Übersichtlichkeit im Staatshaftungsklageverfahren bezweckten. 9.1.2.1. Zutreffend ging die Vorinstanz davon aus, bei Auskunftsbegehren wie dem vorliegenden sei für den Streitwert von einem Bruchteil des vermögenswerten Interesses des Klägers auszugehen (Urteil 5A_695/2013 vom 15. Juli 2014 E. 7.2). Dabei ging sie von einem Rahmen von 10 % bis 40 % aus. Der von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Streitwert von Fr. 35'000.-- mache weniger als 10 % des - von der Beschwerdeführerin genannten - potentiellen Leistungsanspruchs von Fr. 362'500.-- aus und erscheine mit Blick auf den Umfang der geltend gemachten Auskunftsansprüche eindeutig zu tief. Der von der Erstinstanz angenommene Bruchteil von 30 % komme noch unterhalb der vernünftigerweise anzuwendenden Rahmenobergrenze von maximal 40 % zu liegen. Die Erstinstanz habe somit das ihr in diesem Bereich zukommende Ermessen nicht rechtsfehlerhaft ausgeübt, woran separate Auskunftsverfahren gegen weitere Parteien nichts änderten. 9.1.2.2. Der Vorinstanz kam bei der Festlegung des Streitwerts Ermessen zu (Art. 4 ZGB und Art. 91 Abs. 2 ZPO; Urteil 5A_450/2022 vom 6. Juli 2022 E. 4). Die appellatorischen Ausführungen der Beschwerdeführerin, mit denen sie lediglich ihre Sicht der Dinge derjenigen der Vorinstanz gegenüberstellt, ohne sich mit den Erwägungen im Detail auseinanderzusetzen, sind nicht geeignet, Fehler in der Ermessensausübung der Vorinstanz aufzuzeigen. Insbesondere ist diese zur Festlegung des Streitwerts in Anwendung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zutreffend davon ausgegangen, dass dieser lediglich ein Bruchteil des vermögenswerten Interesses der Beschwerdeführerin beträgt. Damit hat es sein Bewenden.