Citation: 8C_269/2017 E. 6.2

6.2. Den Akten der Kantonspolizei H.________ zum Verkehrsunfall vom 22. Juni 2015 lässt sich entnehmen, dass gemäss Angaben des Notfallarztes unter anderem Schürfungen am Knie links vorgelegen haben. Sowohl gegenüber Dr. med. G.________ als auch bei der Befragung durch den Aussendienst am 10. November 2015 gab der Beschwerdeführer zudem an, dass er seit dem Unfall an Kniebeschwerden leide, bzw. er habe schon bei der Fahrt mit der Ambulanz ins Spital C.________ unter anderem, neben den Schmerzen am ganzen Körper, die vom Aufprall auf das entgegenkommende Auto herrührten, auch Schmerzen in seinem linken Knie verspürt. Dr. med. E.________ versteht die Knieverletzung als dashboard injury, bei der es typischerweise zu einer Ruptur des hinteren Kreuzbandes kommen könne. Sowohl der Unfallmechanismus wie auch die Intensität des Motorradunfalles sind nach seiner Auffassung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ursächlich für die entsprechende Kreuzbandruptur. Mit dieser Einschätzung hat sich der Kreisarzt lediglich unter seinem Eindruck einer uneingeschränkten Funktionsfähigkeit nach dem Unfall (inklusive 100%igem Arbeitspensum und intensivem Betreiben von Fitness und Hip Hop-Tanz) auseinandergesetzt. Der Versicherte hatte zu keinem Zeitpunkt Gelegenheit, die bestehenden Diskrepanzen mit dem Kreisarzt - welcher reine Aktenbeurteilungen vorgenommen hatte - zu klären.