Citation: 1C_508/2023 E. 4.4

4.4. Hinsichtlich der Erforderlichkeit des Wiederherstellungsbefehls bringen die Beschwerdeführenden erstmals vor Bundesgericht vor, ihnen hätte als mildere Massnahme das Halten von vier anstatt nur drei Hunden erlaubt werden müssen, zumal sich das Verwaltungsgericht im nachträglichen Baubewilligungsverfahren auf die sog. "Berner Praxis" gestützt habe, wonach das Halten von drei bis vier ausgewachsenen Hunden zonenkonform sei. Dabei lassen die Beschwerdeführenden ausser Acht, dass im nachträglichen Baubewilligungsverfahren der Betrieb einer Hundezucht als solcher in der betreffenden Wohnzone als nicht zonenkonform qualifiziert wurde und nicht nur die Anzahl der gehaltenen Hunde. Dass sie nebst dem eigenen Hund die bisherigen zur Zucht gehaltenen Hunde ebenfalls zu privaten Zwecken halten möchten, machen die Beschwerdeführenden nicht geltend. Vielmehr kritisieren sie, ein Hundezuchtbetrieb lasse sich mit bloss zwei Zuchthunden nicht fortführen. Zur gewerblichen Zucht dürften die Hunde gemäss dem nachträglichen Baubewilligungsverfahren aber ohnehin nicht genutzt werden. Weshalb sie auch ohne Hundezuchtbetrieb ein Interesse am Halten von mehr als drei Hunden hätten, legen sie nicht näher dar. Insofern ist nicht zu beanstanden, wenn der Bauausschuss im Rahmen seines Ermessensspielraums im Wiederherstellungsbefehl auf die tiefere der maximal zulässigen Anzahl Hunde abgestellt hat. Soweit die Beschwerdeführenden vorbringen, die Vorinstanz hätte die Tauglichkeit eines im nachträglichen Baubewilligungsverfahren vorgelegten Betriebskonzeptes als mildere Massnahme prüfen müssen, kann ihnen nicht gefolgt werden. Wie die Vorinstanz überzeugend darlegt, fällt eine Massnahme, die den rechtmässigen Zustand nicht wiederherzustellen vermag, als mildere Massnahme von Vornherein ausser Betracht. Da im nachträglichen Baubewilligungsverfahren festgestellt wurde, dass durch das eingereichte Betriebskonzept eine zonenkonforme Nutzung nicht erreicht werden kann, taugt das geltend gemachte Betriebskonzept als mildere Massnahme nicht. Dementsprechend liegt keine Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) vor, wenn die Vorinstanz darauf verzichtete, die Tauglichkeit des Betriebskonzept im Rahmen des Wiederherstellungsverfahrens erneut zu prüfen. Es ist auch nicht ersichtlich, inwieweit eine der weiteren von den Beschwerdeführenden in diesem Zusammenhang geltend gemachten, jedoch nicht näher substanziierten Rechtsverletzungen gegeben sein sollte.