Citation: 2A.84/2005 24.02.2005 E. 4

Da das Verwaltungsgericht über das notwendige medizinische Fachwissen nicht verfügt, hat es zu Recht darauf bestanden, dass der Beschwerdeführer die medizinische Notwendigkeit der selbst gewählten Therapie nachweisen müsse. Dieser Beweis kann dem Patienten durchaus zugemutet werden, da er allein Zugang zu seinen Ärzten hat, die zudem gegenüber den Behörden an das ärztliche Berufsgeheimnis gebunden sind. Es kann vom Beschwerdeführer auch verlangt werden, dass er entsprechende Unterlagen vorlegt, wenn eine Behandlung medizinisch notwendig ist und nur in einem entsprechenden Land durchgeführt werden kann. Es geht um den Beweis steuermindernder Tatsachen, der dem Steuerpflichtigen obliegt. Es ist nicht Sache des Gerichts oder des Steuerkommissärs, diesbezüglich selbst Ermittlungen durchzuführen. Nachdem der Beschwerdeführer diesbezüglich keine Arztzeugnisse vorgelegt hatte, musste das Verwaltungsgericht sich auf die Prüfung der vorhandenen Arztzeugnisse beschränken. Nach den Feststellungen des Verwaltungsgerichts befürworten diese Unterlagen (ärztliches Zeugnis Dr. med. Y.________ vom 7. Dezember 1999, Bericht der elektrodiagnostischen Untersuchung vom 12. August 1997) angemessene körperliche Aktivitäten und schreiben regelmässiges Krafttraining vor. In welcher Form das Therapieprogramm durchzuführen sei und ob hierfür Schwimmen, Sandlaufen und Aquajogging am Meer medizinisch notwendig sei, gehe aus diesen Dokumenten nicht hervor, wie das Verwaltungsgericht festhielt. Wenn es daher zum Schluss kam, die medizinische Notwendigkeit der vom Beschwerdeführer selbst gewählten Therapie sei nicht bewiesen, hat es den Sachverhalt nicht offensichtlich unrichtig festgestellt.