Citation: 6B_125/2024 E. A

Das Obergericht des Kantons Zürich sprach A.________ zweitinstanzlich mit Urteil vom 25. Oktober 2023 der versuchten schweren Körperverletzung schuldig. Es bestrafte sie mit einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 32 Monaten, erklärte die Freiheitsstrafe im Umfang von 10 Monaten als vollziehbar und stellte zugleich fest, dass A.________ den vollziehbaren Anteil der Strafe durch die verbüsste Haft bereits vollumfänglich erstanden habe. Das Obergericht ordnete zudem eine Landesverweisung für die Dauer von 6 Jahren und deren Ausschreibung im Schengener Informationssystem (SIS) an. Das Obergericht erachtete hinsichtlich des Schuldspruchs folgenden Sachverhalt als erstellt: Am 19. März 2022 kam es zwischen A.________ und B.________, ihrer damals 14-jährigen Stieftochter (geboren xx.), in der gemeinsamen Wohnung wegen eines Wasserkochers zum Streit, in dessen Verlauf B.________ den mit heissem Wasser gefüllten Wasserkocher in den Wohnungsgang warf und sich A.________, die diese Handlung auf sich bezog, dabei erheblich verbrühte. Darüber derart in Rage geraten, behändigte A.________ in der Küche ein Messer mit einer 8 cm langen, scharfen und spitzen Klinge. Sie versuchte, in das Zimmer von B.________ einzudringen, was ihr jedoch anfänglich misslang, weshalb sie unkontrolliert auf die von B.________ von innen zugehaltene Zimmertüre einstach. Als sie es schliesslich doch schaffte, das Zimmer zu betreten, ging A.________ mit dem Messer in der erhobenen Faust, aus welcher kleinfingerseitig die Klinge ragte, unvermittelt und zielgerichtet auf B.________ zu, welche ihre Arme spontan in Abwehr erhob, und stach von oben herab unkontrolliert auf diese ein. Es resultierte eine V-förmige, 1.5 cm lange Schnittverletzung am Kopf über dem linken Scheitelbein und eine ca. 3 cm lange tangentiale Stichverletzung an der linken Schulter mit einer darunterliegenden blutenden, angeschnittenen Muskulatur, die einer sofortigen operativen Behandlung bedurfte. Nach dem ersten Messerstich hob A.________ im dynamischen Tatgeschehen die Hand nochmals zu einem weiteren (unkontrollierten) Angriff an, ohne dass sich indessen hinreichend erstellen liess, dass sie erneut versuchte, gezielt von oben herab auf B.________ in Richtung Brustbereich einzustechen. A.________ wurde von ihrem Ehemann bzw. dem Vater von B.________ weggerissen und zu Boden gedrückt.