Citation: U 324/03 30.07.2004 E. 1

In formellrechtlicher Hinsicht rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung des rechtlichen Gehörs durch Missachtung der Parteirechte beim Beizug des von der Invalidenversicherung in Auftrag gegebenen Gutachtens des Dr. med. C.________ vom 6. Juni 2000. 1.1 Beim Beizug von Gutachten, die von dritter Seite in Auftrag gegeben wurden, sind die Parteirechte (Art. 96 UVG in Verbindung mit Art. 19 VwVG und Art. 57 ff. BZP) dadurch zu wahren, dass dem Betroffenen Gelegenheit gegeben wird, sich nachträglich zum Gutachten wie auch zur Person des Gutachters zu äussern und gegebenenfalls Ergänzungsfragen zu stellen. Im Rahmen der umfassenden, freien Beweiswürdigung ist sodann das Beweismittel zu gewichten, wobei dazu auch gehört, zu Zweifeln am materiellen Gehalt eines Gutachtens Stellung zu nehmen (BGE 125 V 337 Erw. 4b). Daraus folgt, dass die SUVA dem Beschwerdeführer vor der Verfügung vom 26. Juli 2001 die Möglichkeit hätte geben müssen, sich ihr gegenüber nachträglich zum Gutachten und zur Person des Gutachters zu äussern und allenfalls Ergänzungsfragen zu stellen (BGE 125 V 338 Erw. 4c). Die SUVA hat diesen Anforderungen nicht genügt und den Anspruch des Beschwerdeführers auf das rechtliche Gehör verletzt. 1.2 Aus der Einsprache vom 6. September 2001 gegen die Verfügung vom 26. Juli 2001 geht indessen hervor, dass der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers vom Gutachten des Dr. med. C.________ Kenntnis hatte. Er hat schon vor Erlass der Verfügung sowie erneut vor Einreichung der Einsprache die gesamten Akten einverlangt und in der Begründung der Einsprache ausdrücklich auf die gutachterlichen Ausführungen Bezug genommen. Er hat aber weder im Verfügungs- noch im Einspracheverfahren Einwendungen gegen die Person des Gutachters oder die Fragestellung vorgebracht. Es fragt sich daher, ob der Anspruch auf das rechtliche Gehör nicht als verwirkt zu gelten hat (vgl. BGE 119 II 388 Erw. 1a, 116 Ia 142 Erw. 4, 114 Ia 280 Erw. 3e mit weiteren Hinweisen). Jedenfalls liegen Umstände vor, welche ein ausnahmsweises Abweichen vom Grundsatz rechtfertigen, wonach in solchen Fällen ein schwerwiegender Mangel vorliegt, bei welchem eine Heilungsmöglichkeit entfällt (RKUV 1999 Nr. U 350 S. 480). Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz, welche über die uneingeschränkte Kognition in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht verfügt, die Verletzung des rechtlichen Gehörs als im Rahmen des Beschwerdeverfahrens geheilt betrachtet hat, nachdem sich der Beschwerdeführer in Kenntnis der vollständigen Akten frei und umfassend hatte äussern können (BGE 126 V 132 Erw. 2b, 125 V 371 Erw. 4c/aa, je mit Hinweis).