Citation: 6B_632/2018 E. 1.3

1.3. Im Übrigen begründet die Vorinstanz überzeugend, weshalb sie den unbestrittenen Sachverhalt gemäss Anklagepunkt 2.1, 2. Absatz, unter den Tatbestand des Anstaltentreffens zum Erwerb und späteren Verkauf von Kokain subsummiert. Sie erwägt, der Beschwerdeführer habe eingeräumt, sich mit einem mutmasslichen Lieferanten per SMS über den Erwerb von 200 Gramm, später gar von 300 Gramm Kokaingemisch unterhalten zu haben. Es sei zudem ersichtlich, dass es nicht nur um die Art und Menge der Drogen gegangen sei, sondern auch um den Preis sowie die Entnahme von Proben zu Testzwecken. Die Vorinstanz verfällt nicht in Willkür, wenn sie den Einwand des Beschwerdeführers, dies sei alles nur Geschwätz gewesen und er habe nie vorgehabt, die Betäubungsmittel zu erwerben und weiter zu verkaufen, angesichts des Detaillierungsgrades der Unterhaltung sowie des Umfelds der Gesprächspartner im Drogenmilieu als Schutzbehauptung qualifiziert. Ihr ist zuzustimmen, dass das dargestellte Verhalten seinem äusseren Erscheinungsbild nach die deliktische Bestimmung klar erkennen lässt. Sie verletzt daher kein Bundesrecht, wenn sie erwägt, der objektive Tatbestand von Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG sei erfüllt. Gleiches gilt in subjektiver Hinsicht, zumal der Beschwerdeführer, wie die Vorinstanz willkürfrei und somit für das Bundesgericht verbindlich feststellt, gegenüber der Staatsanwaltschaft ausgesagt hat, er hätte die 300 Gramm Kokain "gern in Geld umgewandelt". Dass die Unterhaltung vom mutmasslichen Verkäufer initiiert wurde, ändert an der Tatbestandsmässigkeit nichts. Ebenso wenig der Umstand, dass der Beschwerdeführer angeblich nicht über genügend Geld zum Erwerb verfügte. Wie die Vorinstanz zutreffend darlegt, war auch eine Teil- oder Drittfinanzierung denkbar. Von einer blossen Träumerei oder Gedankenspielen kann angesichts der detaillierten Konversation mit einem mutmasslichen Betäubungsmittelhändler keine Rede sein. Ebenso wenig handelt es sich um eine absurd hohe, schlechterdings nicht absetzbare Menge Kokain, zumal der Beschwerdeführer unbestrittenermassen innert maximal drei Monaten bereits 70 Gramm veräussert hatte. Der Beschwerdeführer beschränkt sich im Wesentlichen darauf, seinen bereits dargelegten Standpunkt zu wiederholen, was insbesondere mit Bezug auf den strittigen subjektiven Tatbestand nicht geeignet ist, die Annahme eines Tatwillens als unhaltbar erscheinen zu lassen. Dies namentlich, wenn er wiederum vorbringt, das Gespräch sei nicht ernst gemeint gewesen. Vor dem Hintergrund, dass die Initiative zum Erwerb von Betäubungsmitteln vom mutmasslichen Verkäufer ausgegangen sein soll, ist zudem unerfindlich, inwiefern die Hypothese, auch dieser sei im Drogenmilieu tätig gewesen, willkürlich sein soll. Mit seinem Einwand, wonach es an strafrechtlich relevantem Handeln zur tatsächlichen Umsetzung der gedanklichen Pläne fehle, verkennt der Beschwerdeführer ferner, dass das Betäubungsmittelgesetz bereits Handlungen, die im allgemeinen Strafrecht nicht über das Versuchsstadium oder qualifizierte Vorbereitungshandlungen hinaus gehen, selbständig unter Strafe stellt (Urteil 6B_708/2017 vom 13. November 2017 E. 3.3.1 mit Hinweisen; GUSTAV HUG-BEELI, Kommentar zum Betäubungsmittelgesetz, 2016, N. 784 ff. zu Art. 19 BetmG). Die unbestrittene SMS-Konversation lässt ihrem äusseren Erscheinungsbild nach die deliktische Bestimmung klar erkennen und stellt ein tatbestandsmässiges Handeln im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG dar (dazu auch GUSTAV HUG-BEELI, a.a.O., N. 796 zu Art. 19 BetmG). Der Beschwerdeführer zeigt nicht auf, welchem gesetzmässigen Zweck sein Verhalten ebenso hätte dienen können und was, wenn nicht die Vorbereitung des Erwerbs von Betäubungsmitteln, er mit Taktik meint. Es ist daher ohne Belang, ob er anschliessend weitere konkrete Handlungen zum Erwerb von Betäubungsmitteln unternommen hat. Die vorinstanzliche Berechnung des Reinheitsgrades der 300 Gramm Kokaingemisch sowie die Feststellung, es handle sich um 93 Gramm reines Kokain, bestreitet er nicht mehr.