Citation: 4C.135/2004 02.06.2004 E. 2

Im Verfahren vor Bundesgericht ist nicht mehr streitig, dass die von der Beklagten gegenüber dem Kläger ausgesprochene Kündigung missbräuchlich im Sinne von Art. 336 Abs. 1 lit. d OR war. Entgegen ihrer anfänglichen Absicht hat die Beklagte die Weigerung des Klägers, am Ostermontag eine Nachtschicht zu leisten, nicht zum Anlass für eine Kündigung genommen, sondern auf diese verzichtet und stattdessen sich für den unzulässigen und später rückgängig gemachten Lohnabzug in Verbindung mit einer Verwarnung entschieden. Die später dann doch noch ausgesprochene Kündigung vom 7. Juni 2002 war eine Reaktion auf das Schreiben des Klägers vom 11. Mai 2002, in welchem der Kläger die Rückerstattung des unzulässigen - und später von der Beklagten auch rückgängig gemachten - Lohnabzugs gefordert hatte. Die Vorinstanz ist daher zutreffend und unangefochten davon ausgegangen, dass es sich bei der Kündigung vom 7. Juni 2002 um eine missbräuchliche Kündigung im Sinn von Art. 336 Abs. 1 lit. d OR handelte.