Citation: 6B_1178/2018 E. 1.2

1.2. Die vorinstanzliche Feststellung des Sachverhalts fusst vorwiegend auf den Zeugenaussagen der beiden Polizisten, welche im zivilen Polizeifahrzeug auf der Gegenfahrbahn unterwegs waren. Die Vorinstanz erachtet diese Aussagen als glaubhaft. Sie erwägt, die Zeugen hätten übereinstimmend geschildert, wie der Beschwerdeführer einen Schwenker gemacht habe und ihnen auf ihrer eigenen Fahrbahnhälfte entgegen gefahren sei, sodass der Lenker des Polizeifahrzeugs abbremsen und auf das Trottoir habe ausweichen müssen, um eine Kollision zu verhindern. Auf dem fraglichen Strassenabschnitt sei keine Mittellinie eingezeichnet. Ob der Beschwerdeführer 1,5 Meter über die Strassenmitte geraten sei, wie ihm von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen wird, spiele letztlich keine bedeutende Rolle. Die Zeugen hätten zudem mehrfach ausgesagt, der Beschwerdeführer sei nach dem Ausweichmanöver weiter auf ihrer Strassenseite und nicht umgehend wieder auf der eigenen Fahrbahn gefahren. Dies spreche für eine gewisse Dauer der Unaufmerksamkeit des Beschwerdeführers (vgl. angefochtenes Urteil, S. 10 ff.). Die Abweisung des beschwerdeführerischen Beweisantrags zur Durchführung eines Augenscheins begründet die Vorinstanz damit, der ungefähre Ort der Kreuzung der beiden Fahrzeuge sei unbestritten und vom fraglichen Strassenabschnitt befänden sich Fotos in den Akten. Der Beschwerdeführer habe den eingezeichneten Kreuzungspunkt als richtig anerkannt. Zur Klärung der entscheidenden Frage, ob er auf die Gegenfahrbahn geraten sei und ob und wie weit das entgegenkommende Fahrzeug habe ausweichen müssen, sei der beantragte Augenschein ungeeignet (angefochtenes Urteil, S. 3).