Citation: I 504/01 24.05.2002 E. 3

3.- Zu prüfen bleibt, ab welchem Datum die ganze durch eine halbe Rente zu ersetzen ist. Die Beschwerdeführerin hat zwar diesen Punkt im vorliegenden Prozess nicht mehr aufgeworfen; doch das Eidgenössische Versicherungsgericht verfügt in Leistungsstreitigkeiten über eine volle Kognition, kann über die Begehren der Parteien zu deren Gunsten oder Ungunsten hinausgehen (Art. 132 OG) und untersucht daher diese im kantonalen Verfahren noch streitig gewesene Frage von Amtes wegen. a) Nach der Rechtsprechung müssen bei einer rückwirkend verfügten abgestuften und/oder befristeten Rente Revisionsgründe (Art. 41 IVG) vorliegen. Der Zeitpunkt des Wechsels für die Herauf-, Herabsetzung oder Aufhebung der Rente bestimmt sich nach Art. 88a IVV (BGE 125 V 417 f. Erw. 2d, 109 V 127). Nach Art. 88a Abs. 1 IVV ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Invalidenrente von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentlichen Unterbruch drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. b) Wegen des Hirninsults war die Beschwerdeführerin ab August 1998 zunächst zu 100 % arbeitsunfähig und bezog nach Ablauf der einjährigen Wartezeit nach Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG eine ganze Rente. Gemäss den ärztlichen Unterlagen bestand ab 20. Mai 1999 (Bericht Dr. med. B.________ vom 2. März 2000) eine Arbeitsunfähigkeit von noch 70 % bzw. 66 % (Bericht Dr. G.________, Allgemeine Medizin FMH, vom 4. August 1999). Als die Beschwerdeführerin am 1. Dezember 1999 ihre Stelle in der Pfarrei X.________ antrat, konnte unter solchen Umständen nicht von Anfang an davon ausgegangen werden, dass die Wiederaufnahme dieser Arbeitstätigkeit von dauerhaftem Erfolg sein werde. Der Beginn dieser Arbeit ist der erste objektiv fassbare Zeitpunkt, ab welchem eine Arbeitsfähigkeit von nur noch 50 % angenommen werden kann. Die Verbesserung der Erwerbsfähigkeit ist somit zu berücksichtigen, nachdem sie drei Monate ohne Unterbruch angedauert hat. Demzufolge ist die ganze Rente ab 1. März 2000 durch eine halbe zu ersetzen.