Citation: 5A_474/2023 E. 3.5.2

3.5.2. Anders als der Beschwerdeführer meint, ergibt sich aus dem Gutachten nicht mit hinreichender Klarheit, dass die beiden älteren Kinder der Beschwerdegegnerin in der Vergangenheit bei Gewaltausbrüchen zugegen gewesen wären. Demgegenüber ist dem Beschwerdeführer darin zuzustimmen, dass die Vorinstanz mit Bezug auf die Kinder D.________ und E.________ vertiefte Abklärungen hätte vornehmen müssen angesichts der Tatsache, dass für sämtliche Kinder der Beschwerdegegnerin die Kindesschutzbehörden involviert werden mussten, sie die Obhut über ihre zwei ältesten Kinder nicht bzw. nicht dauernd innehatte und sie offenbar auch heute noch auf eine engmaschige Begleitung bzw. Entlastung angewiesen ist. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz sowie der Beschwerdegegnerin drängte sich der vom Beschwerdeführer beantragte Beizug der KESB-Akten betreffend D.________ und E.________ gerade auf, um festzustellen, mit welchen Problemen sich die Beschwerdegegnerin in der Vergangenheit konfrontiert sah, und für den Vergleich, ob sie diese heute zu bewältigen vermag. Auch ist die Frage berechtigt, ob die beiden älteren Kinder in der Vergangenheit Handgreiflichkeiten oder Wutausbrüche miterlebt haben, worüber die KESB-Akten möglicherweise Aufschluss geben könnten.