Citation: 1C_213/2017 E. 7.2

7.2. Können die Stimmberechtigten - wie bei der Schwyzer Kantonsratswahl - ihre Stimme grundsätzlich nur für Personen abgeben, die in ihrer Gemeinde gültig zur Wahl vorgeschlagen worden sind (§ 11 Abs. 2 KRWG; vgl. E. 4.2 hiervor), ist dies mit einem Eingriff in die Wahlfreiheit der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger verbunden. Ein solches Anmelde- bzw. Vorschlagsverfahren ist aber - was von den Beschwerdeführern nicht bestritten wird - in einem Proporzwahlverfahren wie dem Verfahren für die Wahl des Schwyzer Kantonsrats grundsätzlich mit Art. 34 Abs. 2 BV vereinbar, zumal aus den Wahlvorschlägen die für den Wahlvorgang erforderlichen Listen gebildet werden (vgl. § 9 KRWG) und das Anmelde- bzw. Vorschlagsverfahren somit systembedingt ist (zum Wahlvorschlagsverfahren im Rahmen einer Majorzwahl vgl. Urteil 1C_217/2008 vom 3. Dezember 2008 E. 2, in: ZBl 111/2010 S. 162). Eine Verletzung der Wahlfreiheit erblicken die Beschwerdeführer indessen in der gemäss § 5 Abs. 1 KRWG für einen gültigen Wahlvorschlag in den Gemeinden mit weniger als 1000 Einwohnern und namentlich in der Gemeinde Riemenstalden verlangten, ihrer Ansicht nach zu hohen Anzahl erforderlicher Unterschriften von fünf Stimmberechtigten aus der Gemeinde.