Citation: 2C_396/2023 E. 8.4.4

8.4.4. Das öffentliche Interesse an der Nichtverlängerung einer Aufenthaltsbewilligung kann nur durch gewichtige private Interessen aufgewogen werden, d.h. es müssen besonders schwerwiegende Umstände gegen die Aufenthaltsbeendigung sprechen (vgl. Urteil 2C_755/2021 vom 21. September 2022 E. 6.2 mit Hinweisen). Solche Umstände sind vorliegend nicht ersichtlich. Dass der Beschwerdeführer kaum schwere Straftaten verübt hat, vermag das öffentliche Interesse an seiner Entfernung und Fernhaltung nicht entscheidend zu relativieren (vgl. Urteil 2C_755/2021 vom 21. September 2022 E. 6.2). Auch eine Summierung strafbarer Handlungen, die für sich allein genommen noch keinen Bewilligungswiderruf rechtfertigen würden, kann Grund für die Nichtverlängerung einer Aufenthaltsbewilligung bilden (Urteil 2C_118/2023 vom 20. Februar 2024 E. 5.3.2 mit Hinweisen). Sodann fällt mit Blick auf die Schuldenwirtschaft des Beschwerdeführers erheblich ins Gewicht, dass er insbesondere trotz zweier ausländerrechtlicher Verwarnungen (in den Jahren 2011 und 2014) weiterhin mutwillig Schulden angehäuft, keine konstanten und effizienten Anstrengungen zur Sanierung seiner finanziellen Situation unternommen (vgl. Urteil 2C_118/2023 vom 20. Februar 2024 E. 5.3.3 mit Hinweisen) und sich - obschon sein weiterer Verbleib in der Schweiz an diese Bedingung geknüpft wurde - geweigert hat, die Dienste einer Schuldenberatungsstelle in Anspruch zu nehmen.