Citation: 8C_554/2020 E. 3

Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, Grundlage der leistungszusprechenden Verfügung der Suva vom 22. Oktober 2013 sei die Beurteilung der Kreisärztin Dr. med. E.________, Spezialärztin Orthopädische Chirurgie FMH, vom 8. Mai 2013 gewesen. Demnach sei der Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit im Tunnelbau nicht mehr, in einer leidensangepassten Tätigkeit hingegen zu 100 % arbeitsfähig gewesen. Bei der Schätzung des Integritätsschadens habe Dr. med. E.________ gestützt auf die Suva-Tabelle 1, Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten, den Wert von 25 % für eine schwere Form einer Periarthrosis humeroscapularis eingesetzt. Zur Begründung einer Verschlechterung berufe sich der Beschwerdeführer auf das polydisziplinäre Gutachten der medaffairs vom 26. April 2016, wonach gestützt auf die Beurteilung des orthopädischen Teilgutachters Prof. Dr. med. Dr. phil. F.________ auch in einer leichten angepassten Tätigkeit nur noch eine um 35 % eingeschränkte Arbeitsfähigkeit bestehe. In diesem Gutachten sei eine Verschlechterung jedoch nicht hinreichend begründet worden, weshalb die Suva zu Recht das Gutachten des Dr. med. D.________ vom 5. Mai 2018 eingeholt habe. Dieser habe nachvollziehbar dargelegt, dass die von Prof. Dr. med. Dr. phil. F.________ angeführte Lähmung distal des Ellbogens rechts nicht vorliege. Dr. med. D.________ sei auch in den übrigen Punkten konsistent und plausibel zum Ergebnis gelangt, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers bezogen auf die rechte obere Extremität und die daraus folgenden Einschränkungen seit Mai 2013 nicht erheblich verändert hätten. Die Beurteilung des Dr. med. D.________ erfülle die Anforderungen an einen beweiskräftigen medizinischen Bericht, weshalb darauf abgestellt werden könne. Soweit sich der Beschwerdeführer zusätzlich gestützt auf Art. 28 Abs. 4 UVV auf sein fortgeschrittenes Alter zur Begründung einer leistungsrelevanten Veränderung berufe, diene diese Regelung gerade nicht der Berücksichtigung des Alters als anspruchsbegründender Faktor. Mit dieser Norm solle umgekehrt gerade verhindert werden, dass bei älteren Versicherten zu hohe Invaliditätsgrade resultierten. Zusammenfassend seien die Voraussetzungen nach Art. 17 Abs. 1 ATSG und Art. 36 Abs. 4 UVV für eine Erhöhung der Invalidenrente und der Integritätsentschädigung nicht erfüllt.