Citation: 8C_632/2018 E. 10.1

10.1. Das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung somatischer Beschwerden ist nicht allein nach einem zeitlichen Massstab zu beurteilen. Von Bedeutung sind vielmehr auch Art und Intensität der Behandlung sowie der Umstand, inwieweit noch eine Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten ist. Es muss, gesamthaft betrachtet, eine kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässigkeit auf die Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichtete ärztliche Behandlung von ungewöhnlich langer Dauer gegeben sein (Urteil 8C_860/2015 vom 30. Juni 2016 E. 4.4). Vom 3. bis 5. Oktober 2007 war der Beschwerdegegner im Spital C.________ hospitalisiert, wo er abgeklärt, medikamentös behandelt und seine Rissquetschwunde am Kopf genäht wurde. Vom 1. Mai bis 10. Juni 2008 erfolgte eine Hospitalisation in der Klinik F.________, wo er sich einem multimodalen Therapieprogramm unterzog (Physio- und Ergotherapie, Werkstattgruppe, Massagen, medizinische Trainingstherapie [MTT], Selbst- und Terraintraining, Ergometertraining, Psychotherapie, medikamentöse Behandlung; Austrittsbericht vom 17. Juni 2008). Insgesamt ist das Kriterium nicht erfüllt, zumal die bis zum Fallabschluss erfolgten medikamentösen und manualtherapeutischen Behandlungen sowie die ärztlichen Kontrolluntersuchungen nicht berücksichtigt werden können (vgl. Urteil 8C_123/2018 vom 18. September 2018 E. 5.2.3).