Citation: 6B_1193/2021 E. 5.4.2

5.4.2. Der Beschwerdeführer rügt mit dem Vorhalt, die Vorinstanz habe den Unrechtsgehalt, welcher mit der Verwendung des Messers einhergehe, mehrmals zu seinem Nachteil ausgelegt, eine Verletzung des Doppelverwertungsverbots. Dieses besagt, dass Umstände, die zur Anwendung eines höheren oder tieferen Strafrahmens (z.B. eines qualifizierten oder privilegierten Tatbestandes) führen, innerhalb des geänderten Strafrahmens nicht noch einmal als Straferhöhungs- oder Strafminderungsgrund berücksichtigt werden dürfen, weil dem Täter sonst der gleiche Umstand zweimal zur Last gelegt oder zugute gehalten würde (BGE 142 IV 14 E. 5.4; BGE 141 IV 61 E. 6.1.3; Urteil 6B_676/2022 vom 27. Dezember 2022 E. 2.4; je mit Hinweisen). Grundsätzlich ist es folglich auch im Lichte des Doppelverwertungsverbots nicht untersagt, denselben Sachumstand bei der Beurteilung des Tatverschuldens dreier unterschiedlicher Delikte zu berücksichtigen. Dass die Verwendung des Messers bei der Festlegung der Strafe für die Drohung, die qualifizierte einfache Körperverletzung und die Vergewaltigung eine Rolle gespielt hat, führt für sich genommen noch zu keiner Verletzung von Bundesrecht.