Citation: 5D_149/2021 E. 2.2.2

2.2.2. Ob die Vorinstanz daher die genannten Eingaben bzw. Tatsachenbehauptungen der Beschwerdeführerin unter Hinweis auf den grundsätzlichen Novenausschluss im Beschwerdeverfahren (Art. 326 Abs. 1 ZPO) zu Recht nicht berücksichtigt hat, bestimmt sich nicht nach den Bestimmungen zum rechtlichen Gehör. Vielmehr beschlägt dies die Frage der richtigen Rechtsanwendung, die das Bundesgericht hier nur auf die Verletzung verfassungsmässiger Rechte hin überprüft (siehe oben E. 1.3). Dass die Vorinstanz die gesetzlichen Vorgaben der Zivilprozessordnung im fraglichen Zusammenhang in verfassungswidriger, insbesondere willkürlicher Weise angewendet hätte, behauptet die Beschwerdeführerin nicht und ist auch nicht ersichtlich. Insbesondere gilt der Ausschluss von Noven auch in Verfahren betreffend die unentgeltliche Rechtspflege, wie dies das Bundesgericht bereits festgestellt hat (Urteil 5A_14/2015 vom 16. Juli 2015 E. 3.2). Die Ausführungen der Beschwerdeführerin, dass es sich zum einen um echte Noven handle bzw. dass gewisse Tatsachenbehauptungen gar keine Noven darstellten, sondern erst durch den Entscheid der Vorinstanz veranlasst wurden und zum anderen gewisse Beweismittel vorher nicht verfügbar waren, ändern an diesem Ergebnis nichts. Von Willkür kann keine Rede sein. Der Verweis der Beschwerdeführerin auf BGE 133 II 393 E. 3 ist ohnehin unbehelflich, da sich dieser auf das Beschwerdeverfahren vor dem Bundesgericht selbst bezieht, nicht aber auf das Beschwerdeverfahren nach der ZPO. Damit hat es bei den vorinstanzlichen Ausführungen zum Ausschluss neuer Anträge, Tatsachenbehauptungen und Beweismittel im Beschwerdeverfahren gemäss Art. 326 Abs. 1 ZPO sein Bewenden.