Citation: 2C_538/2021 E. A

A.a. Die kosovarische Staatsbürgerin A.A.________ (geb. 1981) hielt sich 1999/2000 als Asylsuchende in der Schweiz auf. Anfangs 2002 erhielt sie ein Visum zum Besuch ihres in der Schweiz wohnhaften Bruders. Am 19. März 2004 heiratete sie im Kosovo den Schweizer Bürger C.________ (geb. 1952) und reiste am 25. August 2004 erneut in die Schweiz ein. In der Folge wurde ihr im Rahmen des Familiennachzuges eine Aufenthaltsbewilligung und am 17. August 2009 die Niederlassungsbewilligung erteilt. Am 2. Februar 2010 wurde die Ehe im Kosovo geschieden und am 18. September 2010 kam B.A.________ zur Welt. C.________ anerkannte diesen am 20. Oktober 2010 beim Zivilstandsamt U.________ als sein Kind; dadurch erhielt B.A.________ das Schweizer Bürgerrecht. A.b. Am 8. August 2011 widerrief das Migrationsamt die Niederlassungsbewilligung von A.A.________, da es davon ausging, dass A.A.________ die Ehe mit C.________ zum Schein eingegangen war. Die dagegen erhobenen kantonalen Rechtsmittel blieben erfolglos. Das Bundesgericht hiess die dagegen erhobene Beschwerde mit der Begründung gut, dass trotz der nachgewiesenen Scheinehe das schützenswerte Interesse des schweizerischen Kindes vorgehe, hier bleiben zu können. Es erwog, dass, ungeachtet der Zweifel an der biologischen Vaterschaft von C.________, solange von den zivilrechtlichen Vorgaben auszugehen sei, als diese nicht auf den entsprechenden Rechtswegen modifiziert worden sind (Urteil 2C_303/2013 vom 13. März 2014 E. 3.6). A.c. Am 22. August 2012 ersuchten A.A.________ und C.________ beim Zivilstandsamt um die Durchführung des Vorbereitungsverfahrens zu einer neuen Eheschliessung. Das Zivilstandsamt verweigerte jedoch seine Mitwirkung, da es als erwiesen ansah, dass A.A.________ offensichtlich (erneut) keine Lebensgemeinschaft begründen, sondern die Bestimmungen über Zulassung und Aufenthalt von Ausländerinnen und Ausländern umgehen wolle. Die dagegen erhobenen Rechtsmittel blieben ohne Erfolg (Urteil 5A_30/2014 vom 15. April 2014). A.d. Am 7. Oktober 2013 reichte das Gemeindeamt des Kantons Zürich in eigenem Namen sowie im Namen der Stadt U.________ und der Gemeinde V.________ (nachfolgend: die Kläger) Klage auf Anfechtung der Kindesanerkennung ein und verlangte, dass das Kindesverhältnis zwischen B.A.________ und C.________ aufgehoben werde. Am 7. Februar 2014 ordnete das Bezirksgericht U.________ an, dass ein DNA-Gutachten eingeholt und C.________ verpflichtet werde, sich einem Wangenhautabstrich zu unterziehen. Die dagegen erhobenen Rechtsmittel blieben ohne Erfolg (Urteil 5A_745/2014 vom 16. März 2015). A.e. C.________ verweigerte in der Folge weiterhin seine Mitwirkung am DNA-Gutachten und wurde mit Strafbefehl vom 27. Juli 2015 wegen Ungehorsam gegen eine amtliche Verfügung mit einer Busse von Fr. 200.-- bestraft. Das Bezirksgericht lehnte weitere Beweiserhebungen, insbesondere eine zwangsweise Vaterschaftsabklärung ab. Die Kläger gelangten schliesslich an das Bundesgericht, welches die Sache an das Bezirksgericht U.________ mit der Weisung zurückwies, ein DNA-Gutachten zwecks Abklärung des Kindesverhältnisses zwischen B.A.________ und C.________ unter Androhung der zwangsweisen Durchführung anzuordnen und im Weigerungsfall einen Wangenhautabstrich bei C.________ und B.A.________ durch die kantonalen Behörden vollziehen zu Iassen (Urteil 5A_590/2016 vom 12. Oktober 2017). A.f. Am 9. Februar 2018 stellte das Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich (IRMZ) fest, dass C.________ als Vater von B.A.________ mit Sicherheit ausgeschlossen werden könne. Am 30. August 2018 erklärte das Bezirksgericht U.________ die durch C.________ ausgesprochene Kindesanerkennung für ungültig, was zur Aberkennung des Schweizer Bürgerrechts von B.A.________ führte. Die dagegen erhobenen kantonalen Rechtsmittel sowie die Beschwerde an das Bundesgericht blieben ohne Erfolg (Urteil 5A_79/2019 vom 21. November 2019).