Citation: 4A_353/2020 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz hielt fest, die Beschwerdegegnerin habe bei der Klageeinleitung die Passivlegitimation zu wenig genau geprüft, den Beschwerdeführer nicht darüber aufgeklärt und die falsche Partei eingeklagt, doch führe diese Pflichtverletzung weder zur kompletten noch zur teilweisen Rückerstattung des Honorars, da die von der Beschwerdegegnerin in Rechnung gestellten Aufwände nicht nutzlos gewesen seien. Es sei offensichtlich, dass die neuen Anwälte des Beschwerdeführers im Folgeprozess gegen die richtige Partei auf die Argumente im Erstprozess hätten zurückgreifen können. Sie seien dadurch bereits in der ersten Rechtsschrift in der Lage gewesen, Argumente und Gegenargumente aufzuführen, welche im Erstprozess erst aufgrund der Klageantwort provoziert worden seien. Bei der Ausarbeitung der Klage und der Replik im Erstprozess sei die Frage der Passivlegitimation noch kein Thema gewesen, weshalb dem Beschwerdeführer auch kein entsprechender Aufwand verrechnet worden sei. Was die weiteren Aufwendungen betreffe, welche angefallen seien, nachdem die D.E.________ AG den Einwand der fehlenden Passivlegitimation (erstmals) in der Duplik vorgebracht habe, seien diese ebenfalls geschuldet. Der Beschwerdeführer habe sich in Kenntnis der Kosten- und Prozessrisiken entschieden, das Verfahren trotz dieses Einwands fortzusetzen; überdies hätten die Ausführungen in der Triplik teilweise ebenfalls im Folgeprozess verwendet werden können.