Citation: 5A.1/2001 19.04.2001 E. 5

5.- Die Beschwerdeführer machen sinngemäss geltend, es stehe ihnen ein Recht auf Bewilligung zu, weil sie aufgrund der früheren, das Mädchen S.E.________ betreffenden Aufnahmebewilligung als geeignet zur Aufnahme von Pflegekindern erachtet worden seien. Diese Beurteilung habe auch für weitere Verfahren zu gelten, ausser eine grosse Zahl von Kindern würde zu einer Überbelastung führen, was hier aber nicht der Fall sei, oder es zeige sich eine bei ihnen nicht zutreffende Änderung hinsichtlich der finanziellen oder gesundheitlichen Verhältnisse der Pflegeeltern. Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Insbesondere kann allein aus der Tatsache, dass das Kantonale Jugendamt den Beschwerdeführern seinerzeit die Aufnahmebewilligung für das Mädchen S.E.________ erteilte, nicht geschlossen werden, bei den für die Verweigerung der Bewilligung für R.E._________ angeführten Gründen handle es sich um Scheinargumente. Wenn auch im Allgemeinen eher zu vermuten wäre, dass die Geeignetheit von Pflegeeltern in zeitlich kurzem Abstand nicht unterschiedlich beurteilt wird, sind die Behörden ermächtigt und verpflichtet, die Geeignetheit von Pflegeeltern für jedes Verfahren gesondert und erneut zu prüfen. Massgebend für den Bestand der angefochtenen Verfügung ist, ob die Beurteilung nach den zutreffenden rechtlichen Kriterien erfolgte und ob sie sich im Rahmen des gesetzlich eingeräumten Ermessens bewegt, und nicht, ob sie von einer früheren Beurteilung abweicht. Frühere Bewilligungen zeitigen hinsichtlich späterer keine präjudizielle Wirkung.