Citation: 2C_403/2019 E. 3.1

3.1. Das Migrationsamt gab dem Beschwerdeführer Gelegenheit, sich zur beabsichtigten Nichtverlängerung seiner Bewilligung und der polizeilichen Einvernahme vom 24. Januar 2017 zu äussern. In dieser hatte er erstmals eingeräumt, bereits kurz nach der Scheidung im Kosovo wieder seine frühere Partnerin geheiratet und mit dieser drei "gemeinsame" Kinder zu haben. Am 5. Oktober 2018 forderte die Sicherheitsdirektion ihn auf, die Geburtsdaten der drei bisher verschwiegenen, im Kosovo lebenden Kinder offenzulegen. Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass der rechtskundig vertretene Beschwerdeführer gestützt hierauf Anlass gehabt hätte, sich zu seiner offenkundig bewilligungsrelevanten und erklärungsbedürftigen (Parallel-) Beziehung im Kosovo sowie zur Existenz der ausserehelichen Kinder zu äussern bzw. gegebenenfalls nachzufragen, warum deren Geburtsdaten eingeholt würden. Der Anspruch auf rechtliches Gehör wurde indessen nur knapp nicht verletzt; in der Regel sollte beim Abstellen auf einen zusätzlichen Widerrufsgrund dem Betroffenen von Amtes wegen Gelegenheit gegeben werden, sich auch zu diesem vor allen Instanzen äussern zu können. Da im vorliegenden Fall zwei Widerrufsgründe bestanden und das Vorliegen des einen von allen Instanzen bejaht wurde, konnte vorliegend darauf verzichtet werden, das rechtliche Gehör für den anderen noch ausdrücklich zu gewähren. Die Sicherheitsdirektion und das Verwaltungsgericht haben beide Widerrufsgründe als erfüllt erachtet (Mutwillige Veschuldung [Art. 62 Abs. 1 lit. c AIG i.V.m. Art. 77a Abs. 1 lit. b VZAE; SR 142.201; vormals Art. 80 Abs. 1 lit. b VZAE] und falsche bzw. täuschende Angaben [Art. 62 Abs. 1 lit. a AIG]), wobei die Frage nach der Parallelbeziehung für den Widerrufsgrund der mutwilligen Verschuldung nicht entscheidwesentlich war.