Citation: U 140/03 05.12.2003 E. 2

Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die Wahrscheinlichste würdigt (BGE 121 V 47 Erw. 2a mit Hinweis). Für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs einer möglichen Ursache genügt es jedoch nicht, dass die andern in Betracht fallenden Ursachen als weniger wahrscheinlich erscheinen, sondern es ist auch bezüglich der am ehesten möglichen Ursache näher abzuklären, welche konkreten Gründe für die Kausalität zwischen dieser Ursache und dem Krankheitsbild sprechen. Die Beweisfrage ist für die Beurteilung des vorliegenden Falles entscheidend, weil von Seiten der Gutachter des Spitals X.________ unbestritten ist, dass der Beschwerdegegner Kontakt mit Borrelien hatte, da positive Serologien im Blut dies belegen. Es handelt sich dabei um einen konkreten Anhaltspunkt für eine mögliche ursächliche Beteiligung von Zeckenbissen an den gesundheitlichen Störungen.