Citation: 1B_85/2023 E. 4.1

4.1. Nach der Vorinstanz geht vom Beschwerdeführer insbesondere Fluchtgefahr aus. Sie erwägt im angefochtenen Entscheid, ihm drohe eine mehrjährige Haftstrafe, wodurch ein erheblicher Fluchtanreiz bestehe. Da dem Beschwerdeführer das Ausmass der gegen ihn laufenden Ermittlungen erst seit seiner Festnahme bekannt sei, werde die Fluchtgefahr auch nicht dadurch relativiert, dass er vor seiner Verhaftung keine Anstalten zur Flucht getroffen habe. Weiter möge es wohl teilweise zutreffen, dass sich der familiäre und soziale Mittelpunkt des Beschwerdeführers in der Schweiz befinde. Angesichts seiner Verurteilung wegen mehrfacher Vernachlässigung von Unterhaltspflichten und des Kontaktabbruchs zu seinem ältesten Sohn erscheine jedoch fraglich, inwiefern familiäre Bindungen wirklich bestünden oder nach seiner Haftentlassung noch bestehen würden. Zudem verfüge der Beschwerdeführer seit 2014 über einen ausländischen Wohnsitz in Frankreich, wo er ebenfalls ein soziales Umfeld habe und sich im Falle einer Flucht zurechtfinden dürfte. Der Beschwerdeführer beherrsche nach eigenen Angaben mehrere Sprachen, darunter auch Französisch. Auch seine desolate finanzielle Situation schaffe einen Anreiz zur Flucht vor Gläubigern. Es sei nicht davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer nach seiner Haftentlassung tatsächlich bei einem Bekannten zur Untermiete wohnen und als kaufmännischer Angestellter arbeiten wolle. Bei den diesbezüglichen von ihm beigebrachten Verträgen handle es sich vermutlich um reine "Gefälligkeitsbestätigungen". Schliesslich spreche auch ein Schreiben des Beschwerdeführers, wonach er das Vertrauen in das Rechtssystem der Schweiz verloren habe, für Fluchtgefahr.