Citation: U 238/05 31.05.2006 E. 4.3

4.3.1 Die Vorinstanz hat den Unfall als leicht qualifiziert, wogegen die Beschwerdeführerin von einem Ereignis aus dem mittelschweren Bereich ausgeht. Für die Qualifikation eines Unfalles als schwer, mittelschwer oder leicht ist vom augenfälligen Geschehensablauf auszugehen (BGE 115 V 139 Erw. 6 Ingress). Mit Blick auf den Unfallhergang kann zwar von einem mittelschweren Unfall ausgegangen werden. Dieser bewegt sich jedenfalls aber im Grenzbereich zu den leichten Unfällen (vgl. Erw. 3.3 hievor). Daher kann die Adäquanz nur bejaht werden, sofern eines der einschlägigen Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist oder mehrere Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise zutreffen (BGE 115 V 141 Erw. 6c/bb). 4.3.2 Der Unfall stellte sich in seinem äusseren Ablauf nicht als besonders dramatisch dar. Auch erscheinen die Verletzungen nicht als - aufgrund ihrer Art und Schwere - geeignet, psychische Fehlentwicklungen auszulösen. Weiter bestand zwar eine langdauernde Arbeitsunfähigkeit, doch war diese nach absehbarer Zeit durch die überlagernde psychische Fehlentwicklung bestimmt, die hier nicht mehr berücksichtigt werden darf (vgl. in RKUV 2001 Nr. U 412 S. 79 nicht veröffentlichte Erw. 2c in fine des Urteils B. vom 12. Oktober 2000, U 96/00). Bezüglich der Dauer der ärztlichen Behandlung ist festzuhalten, dass eine Behandlungsbedürftigkeit (im Sinne medikamentöser Schmerz- und Physiotherapie) während zwei bis drei Jahren nach einem Schleudertrauma der Halswirbelsäule respektive äquivalenten Verletzungen durchaus üblich ist (RKUV 2005 Nr. U 549 S. 239 Erw. 5.2.4 in fine mit Hinweisen [U 380/04]). Danach kam die psychische Fehlentwicklung auch in diesem Zusammenhang zum Tragen. Entsprechendes gilt mit Bezug auf die Kriterien der Dauerbeschwerden sowie des schwierigen Heilungsverlaufs. 4.3.3 Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass weder ein einziges Kriterium in besonders ausgeprägter Weise gegeben ist noch die massgebenden Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sind. Der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem versicherten Unfall vom 14. April 1992 und den ab Oktober 2002 weiterbestehenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen ist daher mit dem kantonalen Gericht zu verneinen.