Citation: 6B_1193/2021 E. 2.4

2.4. Der Beschwerdeführer vermag mit seinen im Zusammenhang mit dem Schuldspruch der Vergewaltigung vorgebrachten Rügen nicht durchzudringen. Dass aus dem angefochtenen Urteil nicht hervorgeht, ob vom Vorliegen einer Nötigungshandlung ausgegangen werde, stimmt nicht. So hält die Vorinstanz fest, dass der Beschwerdeführer durch physische Gewalt und die Todesdrohung erheblichen psychischen Druck auf die körperlich unterlegene Privatklägerin erzeugt habe. Mit seinem Vorgehen habe er auch in Bezug auf den danach erfolgten Geschlechtsakt eine Zwangslage geschaffen, welche die von der Rechtsprechung geforderte Intensität ohne Weiteres erreiche und die Privatklägerin in eine ausweglose Situation brachte, sodass ihr eine körperliche Gegenwehr nicht zumutbar gewesen sei. Die Privatklägerin habe den Geschlechtsverkehr nicht freiwillig, sondern unter dem Eindruck massiver Gewalt vollzogen. Die Vorinstanz hat die Tatbestandsvariante des Unter-Druck-Setzens und folglich das Vorliegen einer Nötigungshandlung mit diesen Ausführungen klar bejaht. Inwiefern die Annahme einer Nötigungshandlung willkürlich sein oder sonstwie gegen Bundesrecht verstossen sollte, ist des Weiteren nicht ersichtlich. Aus dem Umstand, dass der Beschwerdeführer vor dem 19. Oktober 2019 keine Nötigungshandlungen anwenden musste, um den Geschlechtsverkehr an der Privatklägerin zu vollziehen, lässt sich nichts für den dem Schuldspruch der Vergewaltigung zugrunde liegenden Sachverhalt ableiten. Willkür in der Beweiswürdigung ist nicht auszumachen und wird vom Beschwerdeführer in seiner Beschwerde an das Bundesgericht mit der pauschalen Behauptung, gestützt auf die vagen und widersprüchlichen Aussagen der Privatklägerin liesse sich keine Nötigungshandlung beweisen, denn auch nicht in einer den Begründungsanforderungen der Willkürrüge genügenden Weise aufgezeigt. Ob er die einzelnen Widersprüchlichkeiten vor der ersten Instanz und der Vorinstanz dargelegt hat, spielt dabei keine Rolle, zumal die Begründung in der bundesgerichtlichen Beschwerdeschrift selbst zu erfolgen hat (Art. 42 Abs. 1 BGG) und der blosse Verweis auf Ausführungen in anderen Rechtsschriften oder auf die Akten nicht ausreicht (BGE 143 IV 122 E. 3.3; 141 V 416 E. 4; je mit Hinweisen). Der im angefochtenen Urteil dargelegte äussere Geschehensablauf ist unbestritten. Folglich ist erstellt, dass der Beschwerdeführer am 19. Oktober 2019 gegenüber der Privatklägerin gewalttätig wurde, sie bedrohte und ihr mit einem Messer Verletzungen zufügte, bevor es zum Beischlaf kam. Unbestritten und erwiesen ist auch, dass die Privatklägerin mit dem Geschlechtsverkehr nicht einverstanden war und mehrfach "nein" dazu sagte. Der vorinstanzliche Schluss, die Privatklägerin habe nicht freiwillig mit dem Beschwerdeführer Geschlechtsverkehr gehabt, sondern diesen aufgrund der zuvor erfahrenen Gewalt bzw. unter dem Eindruck der von ihm geschaffenen Drohkulisse ohne körperliche Gegenwehr gewähren lassen, erscheint als nachvollziehbar und überzeugend. Durch sein Vorgehen machte der Beschwerdeführer die Privatklägerin folglich gefügig und nötigte sie hierdurch zum Geschlechtsverkehr. Damit hat er den objektiven Tatbestand der Vergewaltigung ohne Weiteres erfüllt. Die subjektiven Tatbestandsvoraussetzungen von Art. 190 Abs. 1 StGB geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Der vorinstanzliche Schuldspruch wegen Vergewaltigung ist bundesrechtskonform.