Citation: 8C_129/2019 E. 3

Das kantonale Gericht hat die zu beachtenden Grundsätze zur Ermittlung des Invaliditätsgrades nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG) zutreffend dargelegt. Es wird darauf verwiesen. Hervorzuheben ist die Sonderregel zur Aufwertung des Valideneinkommens bei Versicherten, die invalditätsbedingt keine zureichenden beruflichen Kenntnisse erwerben konnten. Es ist gemäss Art. 26 Abs. 1 IVV festzulegen in Anlehnung an die statistischen Durchschnittslöhne gemäss Lohnstrukturerhebung des Bundesamts für Statistik (LSE; jeweils aktualisierter Medianwert), prozentual abgestuft je nach Alter. Die Beträge werden vom Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) mitgeteilt (zuletzt IV-Rundschreiben Nr. 378 vom 31. Oktober 2018, Nr. 369 vom 19. Dezember 2017, Nr. 354 vom 7. Oktober 2016 und Nr. 329 vom 18. Dezember 2014). Eine sogenannte Geburts- beziehungsweise Frühinvalidität liegt gemäss Ziffer 3035 des Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung (KSIH) des BSV dann vor, wenn eine versicherte Person infolge ihrer Invalidität überhaupt keine Berufsausbildung absolvieren kann oder wenn sie zwar eine Berufsausbildung beginnt und allenfalls auch abschliesst, zu Beginn der Ausbildung jedoch bereits invalid ist und mit dieser Ausbildung nicht dieselben Verdienstmöglichkeiten realisieren kann wie eine nichtbehinderte Person mit derselben Ausbildung (vgl. auch Urteil 9C_611/2014 vom 19. Februar 2015 E. 3.2, 4.3 und 5.1).