Citation: 8C_792/2010 23.11.2010 E. 2

Das kantonale Gericht bestätigt die ablehnende Rentenverfügung im Wesentlichen gestützt auf die "echtzeitlichen" Akten des Unfallversicherers, wobei der letzte ärztliche Bericht (des Dr. med. R.________, Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH) vom 26. November 2002 datiert. Des Weiteren hat die Vorinstanz den einzigen von der IV-Stelle eingeholten Bericht des Dr. med. B.________ vom 27. Juli 2007, die Stellungnahmen des RAD sowie ein Arztzeugnis der Frau Dr. med. S.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 31. Januar 2008 zuhanden der Arbeitslosenkasse in ihre Würdigung einbezogen. Anhand der Berichte namentlich aus dem Jahr 2001 geht die Vorinstanz davon aus, dass das Beschwerdebild nach dem Unfall von offensichtlich im Vordergrund stehenden psychosozialen Umständen massgeblich mitbestimmt worden sei, wobei teilweise auch die Diagnosen einer somatoformen Schmerzstörung sowie einer Depression gestellt wurden. Das Verhalten der Versicherten, das zur Kündigung des Praktikumsverhältnisses und damit letztlich zum Abbruch der Umschulung zur Kauffrau geführt habe, sei jedoch nicht überwiegend wahrscheinlich auf eine Krankheit zurückzuführen. Eine entsprechende Diagnose sei damals, das heisst im Jahr 2001, nicht gestellt worden. In der Folge habe keine psychiatrische Behandlung mehr stattgefunden. Dem Zeugnis der Frau Dr. med. S.________ lasse sich weder eine psychiatrische Diagnosestellung noch eine Begründung der Arbeitsunfähigkeit entnehmen.