Citation: 6B_881/2024 E. 5.4

5.4. Weiter schliesst die Beschwerdeführerin aus dem Umstand, dass die Vorinstanz Berichte von Ärzten zitiere, welche auf Unstimmigkeiten zwischen den geklagten Schmerzen und dem beobachteten klinischen Zustand hingewiesen hätten, dass diese Ärzte keiner Täuschung unterlegen seien und der Beschwerdeführerin gar kein vorsätzliches Handeln vorgeworfen werden könne. Die Vorinstanz hält bei der Prüfung des subjektiven Tatbestandes fest, dass sich in den medizinischen Akten an diversen Stellen Hinweise ergäben, welche auf kaum erklärbare Inkongruenzen und Diskrepanzen zwischen der ärztlich erhobenen Befundlage und den Beschwerdeschilderungen der Beschwerdeführerin schliessen liessen und zitiert dabei aus mehreren Arztberichten (angefochtenes Urteil E. 6.1). Die von der Vorinstanz in E. 6.1 erwähnten Arztberichte beziehen sich nur teilweise auf ärztliche Untersuchungen, welche die Anklageschrift in Ziff. 3.1 unter dem Vorwurf "Falschangaben gegenüber behandelnden Ärzten" aufführt. Die Beschwerdeführerin scheint zu übersehen, dass sie tatsächlich von verschiedenen Ärzten zu verschiedenen Zeiten zu 50 - 100 % arbeitsunfähig geschrieben worden ist, ansonsten ihr keine Versicherungsleistungen ausbezahlt worden wären. Die von einzelnen Ärzten erkannten Inkongruenzen und Diskrepanzen schliessen somit täuschendes Verhalten der Beschwerdeführerin gegenüber den in der Anklageschrift erwähnten Ärzten nicht aus. Wesentlich ist schliesslich, dass letztendlich bei den in der Anklageschrift genannten Versicherungen ein Irrtum über die Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin bewirkt wurde. Dass dieser Irrtum infolge der teilweise geschilderten Inkongruenzen vermeidbar gewesen wäre und deswegen die Arglist zu verneinen wäre, bringt die Beschwerdeführerin nicht rechtsgenüglich vor.