Citation: 2C_247/2009 03.08.2009 E. 3

3.1 Gemäss den Feststellungen der Vorinstanz ist die Ehe des Beschwerdeführers definitiv gescheitert. Die Eheleute haben nur kurze Zeit zusammen gelebt. Bereits im Juli 2006 hatte sich der Beschwerdeführer bei einem Kollegen in Zürich häuslich eingerichtet. Die Ehefrau zog in der Folge auch nach Zürich, meldete sich dort aber bereits im Januar 2007 wieder nach Winterthur ab. Seit 1. November 2007 wohnt und arbeitet die Ehefrau in Aarau. Es ist zwar denkbar, dass für im Gastgewerbe tätige Eheleute getrennte Wohnsitze beruflich bedingt sein können. Vorliegend hat die Ehefrau allerdings den Wohnort mehrmals gewechselt. Dass sich die Eheleute erfolglos bemüht hätten, eine Anstellung zu finden, die ihnen ein eheliches Zusammenleben ermöglicht hätte, ist jedoch weder dargetan noch ersichtlich. Dazu kommt, dass die Ehefrau zumindest am Anfang der Ehe eine Beziehung zu einem andern Mann pflegte. Sie hatte auch zu Protokoll gegeben, sie sei mit dem Beschwerdeführer eine Scheinehe eingegangen, wobei sie diese Aussage nachträglich wiederrufen und dann am 25. April 2006 erneut bestätigt hat. Es bestehen somit gewichtige Hinweise dafür, dass die Ehe nur formell besteht. Der Beschwerdeführer bringt nichts vor, was diese Würdigung zu erschüttern vermöchte und trotz getrennter Wohnsitze der Ehegatten auf eine gelebte eheliche Beziehung schliessen liesse. Bezeichnenderweise wurde die Beschwerde gegen die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung sodann allein vom Beschwerdeführer erhoben und nicht auch im Namen der Ehefrau, wie dies bei einer intakten Beziehung an sich zu erwarten wäre. 3.2 Der Beschwerdeführer beanstandet, dass seit Februar 2007 keine neuen behördlichen Abklärungen vorgenommen wurden. Insbesondere erblickt er eine Verletzung des rechtlichen Gehörs gemäss Art. 29 Abs. 2 BV darin, dass die Absicht der Eheleute betreffend Weiterführung der Ehe nicht durch deren aktuelle persönliche Befragung festgestellt wurde. 3.2.1 Zum Anspruch auf rechtliches Gehör gehört das Recht auf Abnahme der rechtzeitig und formrichtig angebotenen rechtserheblichen Beweismittel. Indessen räumt Art. 29 Abs. 2 BV keinen Anspruch auf mündliche Anhörung ein. Zudem kann das Gericht auf die Abnahme von Beweisen verzichten, wenn es aufgrund bereits abgenommener Beweise seine Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür annehmen kann, seine Beurteilung werde durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert (vgl. BGE 134 I 140 E. 5.3 S. 148 mit Hinweisen). 3.2.2 Wie dargelegt, bestehen vorliegend zahlreiche Indizien, die klar auf eine nur formell bestehende Ehe hindeuten. Seit November 2007 wohnen die Ehegatten unbestrittenermassen getrennt. Zu einer Wiederaufnahme des ehelichen Zusammenlebens kam es seither nicht. Unter diesen Umständen oblag es dem Beschwerdeführer aufgrund seiner Mitwirkungspflicht, in überzeugender Weise zu belegen, dass die eheliche Beziehung gelebt wird und berechtigte Hoffnung auf Wiederaufnahme des ehelichen Zusammenlebens besteht. Dies ist hier nicht geschehen. Mangels konkreter Anhaltspunkte für eine derartige Entwicklung der ehelichen Beziehung ist nicht ersichtlich, inwiefern die persönliche Befragung der Eheleute neue Erkenntnisse hätte liefern können, umso weniger als blosse Behauptungen die Würdigung der vorliegenden Sachlage zum Vornherein nicht zu ändern vermöchten. Es ist somit nicht zu beanstanden, dass das Verwaltungsgericht in vorweggenommener Beweiswürdigung darauf verzichtet hat, die Eheleute persönlich anzuhören. 3.3 Bei gesamter Betrachtung aller Indizien musste sich der Schluss aufdrängen, dass keine Aussichten auf Wiederaufnahme einer echten ehelichen Gemeinschaft im Sinne von Art. 7 ANAG bestehen und die Ehe definitiv gescheitert ist. Dass bis anhin kein Eheschutz- bzw. Scheidungsverfahren eingeleitet wurde, ändert daran nichts. Wenn sich der Beschwerdeführer unter den dargelegten Umständen dennoch auf die Ehe beruft, um eine Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung zu erwirken, handelt er rechtsmissbräuchlich. Die Verweigerung der beantragten Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung verstösst somit nicht gegen Bundesrecht. Weitere Ausführungen erübrigen sich. Es genügt, ergänzend auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid zu verweisen (Art. 109 Abs. 3 BGG).