Citation: 6P.12/2006 29.03.2006 E. 2

Der Beschwerdeführer macht geltend, durch die Ablehnung eines psychiatrischen Glaubhaftigkeitsgutachtens über das Opfer, B.________, sei sein Anspruch auf rechtliches Gehör im Sinne von Art. 29 Abs. 2 BV verletzt worden. Die Anklage gegen ihn stehe und falle mit der Glaubwürdigkeit dieser Belastungszeugin. Es müsse ihm zu seiner wirkungsvollen Verteidigung möglich sein, diese gutachterlich prüfen zu lassen [Beschwerdeschrift S. 7/8]. Das Obergericht wies den Antrag auf ein Glaubwürdigkeitsgutachten ab. Der geschilderte Sachverhalt sei über weite Teile erstellt und unbestritten, und lediglich ein Urteilspunkt sei streitig. Deshalb sei ein derartiges Gutachten nicht geeignet, weitere Aufschlüsse zu bringen [angefochtenes Urteil, S. 15/16]. Die Prüfung der Gutglaubhaftigkeit von Aussagen ist primär Sache der Gerichte. Auf Gutachten ist nur bei Vorliegen besonderer Umstände zurückzugreifen (BGE 129 I 49 E. 4). Das Obergericht erläutert ausführlich, weshalb und inwiefern es die Aussagen des Opfers für glaubhaft hält. Der Beschwerdeführer zeigt nicht auf, worin die besonderen Umstände zur Gutachtensanordnung liegen könnten und inwieweit die Auffassung des Obergerichtes willkürlich sein sollte. Die staatsrechtliche Beschwerde ist somit auch in diesem Punkt abzuweisen.