Citation: 5D_12/2009 11.03.2009 E. 4

Schliesslich rügt die Beschwerdeführerin letztlich Willkür, indem die Vorinstanz überspritzt formalistisch gehandelt habe, weil sie entgegen Art. 66 Abs. 2 [recte: Abs. 3] ZPO/VS ihre offensichtlich an Mängeln leidende Klage nicht zur Verbesserung zurückgewiesen oder entsprechende Fragen gestellt habe. Was die Beschwerdeführerin hier in Art. 66 Abs. 3 ZPO/VS hinein interpretiert, würde weitgehend darauf hinaus laufen, die in Art. 66 Abs. 1 ZPO/VS statuierte Verhandlungsmaxime auszuhebeln und durch die Hintertüre ein Offizialverfahren einzuführen. Es ist in der Tat nicht einzusehen und wird von der Beschwerdeführerin nicht näher begründet, weshalb der Richter aufgrund von Art. 66 Abs. 3 ZPO/VS verpflichtet sein soll, allfällige Lücken in der Argumentation oder Beweisführung einer Partei von Amtes wegen zu identifizieren, diese darauf aufmerksam zu machen und Gelegenheit zur Verbesserung einzuräumen, zumal die Beschwerdeführerin anwaltlich vertreten war. Vielmehr geht es dort um die Beseitigung von formellen Mängeln (MICHEL DUCROT, Le droit judiciaire privé valaisan, S. 230 ff.). Die Rüge der willkürlichen Anwendung kantonalen Rechts ist demnach unbegründet.