Citation: 9C_55/2007 18.10.2007 E. 5

5.1 Das kantonale Gericht hat festgestellt, aufgrund der Gutachten der BEFAS vom 5. Mai 1998 und des Prof. Dr. med. G.________ vom 23. Dezember 2003 sei von einer Arbeitsfähigkeit von 70 % auszugehen, dies für eine Tätigkeit in einem industriellen Betrieb mit unbelastetem Einsatz des rechten Armes und ohne belasteten Einsatz des linken Armes. Derartige Tätigkeiten liessen sich finden. Im BEFAS-Gutachten würden dem Versicherten vier mögliche Arbeitsplätze genannt, die überdies seinen Neigungen entsprächen. Bei der Frage der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn hat die Vorinstanz unter Hinweis auf die Ergebnisse der BEFAS-Abklärung festgehalten, der Versicherte könne seine Arbeitsfähigkeit von 70 % nur dann praktisch verwerten, wenn die Arbeitsbedingungen in besonders hohem Masse an seine Behinderungen angepasst seien. Dies bedürfe eines grossen Entgegenkommens und einer grossen Rücksichtnahme seitens des Arbeitgebers, welche insbesondere in einer behinderungsbedingten Anpassung von Maschinen oder aber in der Inkaufnahme eines deutlich verlangsamten Arbeitstempos bestehen müsste, was auf dem Arbeitsmarkt erfahrungsgemäss mit einer einschneidenden Lohneinbusse kompensiert werde. Insgesamt sei davon auszugehen, dass der Versicherte seine Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit ausserordentlich unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten könne. Dies rechtfertige einen entsprechend hohen Abzug vom aufgrund von Tabellenlöhnen bestimmten Invalideneinkommen. Zu beachten sei auch, dass diese Löhne für zweiarmige Personen oder allenfalls für solche, welche den verletzten Arm noch als Hilfshand einsetzen könnten, ermittelt würden. Eine (funktionelle) Einarmigkeit, welche vorliegend durch die starke Einschränkung des «gesunden» Armes sogar noch verstärkt werde, werde darin jedenfalls nicht abgebildet. Die besonderen Umstände des vorliegenden Falles rechtfertigten einen erhöhten - über die nach der Rechtsprechung maximal zulässigen 25 % hinausgehenden - Leidensabzug beim Invalideneinkommen von 30 %. 5.2 Nach den insoweit nicht offensichtlich unrichtigen (vgl. E. 2) Feststellungen des kantonalen Gerichts kommt dem BEFAS-Gutachten vom 5. Mai 1998 voller Beweiswert zu (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352), dies jedenfalls bis zum Auftreten von Beschwerden an der rechten Schulter. Die Vorbringen der Versicherten und die vorinstanzlichen Erwägungen zum Abzug vom Tabellenlohn betreffen die gesundheitliche Situation unter Berücksichtigung dieser Beschwerden (E. 5.1). Bis zu diesem Zeitpunkt stimmen die Invaliditätsbemessung von Vorinstanz und IV-Stelle auf der Grundlage des BEFAS-Gutachtens überein; insoweit ist von einem Invaliditätsgrad von 44 % auszugehen.