Citation: 1C_103/2014 E. 3.5.2

3.5.2. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist für die Beurteilung, ob eine Ufervegetation i.S.v. Art. 21 Abs. 1 NHG vorliegt, massgebend, ob die Pflanzen im Uferbereich, d.h. im Übergangsbereich zwischen Wasser und Erde, wachsen. Es ist darauf abzustellen, ob sich die Pflanzen im Schwankungsbereich des Spiegels eines stehenden oder fliessenden Gewässers befinden. Dabei dürfen auch hohe Wasserstände berücksichtigt werden, wie sie in gewissen Abständen vorkommen; hingegen sind aussergewöhnliche, nur ganz selten vorkommende Hochwasserstände, ausser Acht zu lassen (Urteil 1C_378/2009 vom 14. Januar 2010 E. 3.2 mit Verweis auf BGE 110 lb 117 E. 3a; vgl. auch Barbara Leuthold / Stephan Lussi / Frank Klötzli, Ufervegetation und Uferbereich nach NHG, Begriffserklärung, BUWAL 1997, S. 15 ff. und 20 ff.). Das BAFU hat, wie dargelegt, gestützt auf die Akten offen gelassen, ob sich die fraglichen Pflanzen im Schwankungsbereich des Wasserspiegels befinden und es sich somit um eine Ufervegetation i.S.v. Art. 21 Abs. 1 NHG handelt. Das AWEL/ZH und die Vorinstanz haben diese Frage verneint und dementsprechend geschlossen, es sei keine Ausnahmebewilligung nach Art. 22 Abs. 2 NHG erforderlich. Die Beschwerdeführer halten in ihrer Beschwerde ausdrücklich fest, es sei unbestritten, dass es sich bei der fraglichen Bestockung nicht um Pflanzen im Schwankungsbereich des Wasserspiegels handle. Damit aber liegt auch aus Sicht der Beschwerdeführer keine Ufervegetation im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu Art. 21 Abs. 1 NHG vor, weshalb die Beseitigung der Pflanzen auch keiner Ausnahmebewilligung nach Art. 22 Abs. 2 NHG bedarf und von den Vorinstanzen denn auch zu Recht keine solche erteilt worden ist. Die Rüge der Beschwerdeführer, es sei zu Unrecht eine Ausnahmebewilligung für die Abholzung der Uferbestockung gewährt worden, geht damit an der Sache vorbei.