Citation: 6P.105/2006 02.11.2006 E. 5

5.1 Die Vorinstanz hat in ihrem ersten Urteil vom 10. März 2005 in Übereinstimmung mit der ersten Instanz von der Anordnung einer ambulanten Massnahme abgesehen mit der Begründung, dass eine allenfalls erforderliche Psychotherapie zur ordentlichen Betreuung im Strafvollzug gehöre. Der Kassationshof hat im Urteil vom 16. November 2005 diese Auffassung als bundesrechtswidrig erachtet und die Nichtigkeitsbeschwerde in diesem Punkt gutgeheissen. Die Vorinstanz werde sich im neuen Verfahren dazu äussern müssen, ob eine ambulante Massnahme im Sinne von Art. 43 Ziff. 1 Abs. 1 StGB anzuordnen ist. Dabei werde sie sich vom Gutachten der Psychiatrischen Dienste des Kantons Aargau vom 2. August 2002 leiten lassen müssen, das eine weitere ambulante psychiatrische Behandlung des Beschwerdeführers inklusive die Verordnung von Medikamenten als unabdingbar und zweckmässig im Sinne einer Massnahme nach Art. 43 StGB erachtet. Da die Frage, ob eine ambulante Behandlung gemäss Art. 43 Ziff. 1 Abs. 1 StGB anzuordnen ist, von der Vorinstanz nicht behandelt worden war, konnte der Kassationshof nicht prüfen, ob der Verzicht auf den Aufschub des Strafvollzugs zugunsten der ambulanten Massnahme vor Bundesrecht standhält (Urteil des Kassationshofes vom 16. November 2005 E. 9.4). 5.2 Die Vorinstanz hat im vorliegend angefochtenen Entscheid eine ambulante Massnahme im Sinne von Art. 43 Ziff. 1 Abs. 1 StGB angeordnet (angefochtenes Urteil S. 18/19). Sie hat aber den Aufschub des Strafvollzugs zugunsten dieser ambulanten Massnahme abgelehnt. Der Beschwerdeführer macht geltend, dies verstosse gegen Bundesrecht.