Citation: 8C_128/2018 E. 6.3

6.3. Soweit der Beschwerdeführer gestützt auf die Berichte des Dr. med. D.________ geltend macht, der Bandscheibenvorfall sei auf das Ereignis vom 12. August 2015 zurückzuführen, ist im Übrigen auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Unfallkausalität von Diskushernien hinzuweisen: Danach besteht die Erfahrungstatsache, dass praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen degenerativer Bandscheibenveränderungen entstehen und ein Unfallereignis nur ausnahmsweise, unter besonderen Voraussetzungen, als deren eigentliche Ursache in Betracht fällt. Als unfallbedingt kann eine Diskushernie nach der Rechtsprechung regelmässig nur gelten, wenn das Unfallereignis von besonderer Schwere und überdies für eine Bandscheibenschädigung geeignet war. Zudem müssen die Symptome einer Diskushernie (vertebrales oder radikuläres Syndrom) unverzüglich und mit sofortiger Arbeitsunfähigkeit auftreten (Urteil 8C_819/2016 vom 4. August 2017 E. 4.2 mit Hinweisen). Dies ist vorliegend nicht der Fall. Das Ereignis vom 12. August 2015 war nicht von besonderer Schwere. Der Beschwerdeführer beklagte denn auch erst zwei Tage später zunehmende Rückenbeschwerden (vgl. Bericht des Dr. med. D.________ vom 14. Juni 2016 zu Handen der Krankentaggeldversicherung). Zudem schrieb ihn der behandelnde Orthopäde erst ab 16. Februar 2016, mithin sechs Monate nach dem Unfall, voll arbeitsunfähig. Auch vor diesem Hintergrund kann die Bandscheibenveränderung nicht als unfallbedingt angesehen werden. Dass das Unfallereignis vom 12. August 2015 als Auslöser einer vorbestandenen Diskushernie zu betrachten wäre, ist nach dem Gesagten ebenfalls nicht erstellt.