Citation: 4P.111/2003 14.10.2003 E. 4

4.1 Was die Behauptung der Beschwerdeführerin anbelangt, die Y.________ AG habe den Verkauf nachträglich genehmigt, hielt das Obergericht fest, die Y.________ AG habe der Beschwerdeführerin über K.________ mit Schreiben vom 20. April 1995 mitgeteilt, I.________ sei zur Vertretung der Gesellschaft nicht befugt und auch nicht speziell dazu ermächtigt worden. Die Y.________ AG genehmige den von I.________ unterzeichneten Gesellschaftsbeschluss vom 4. April 1995 "ausdrücklich nicht". Ferner trifft nach dem angefochtenen Urteil die Behauptung der Beschwerdeführerin nicht zu, dass der Verwaltungsrat der Y.________ AG vor dem 4. April 1995 über den Verkauf orientiert gewesen sei. Nach übereinstimmenden Aussagen der Verwaltungsräte der Y.________ AG habe man lediglich Investoren zur Behebung der finanziellen Schwierigkeiten gesucht, und nach eigenen, vom Obergericht als glaubwürdig taxierten Aussagen von I.________ sei auch dieser erst am 4. April 1995 mit den vorbereiteten Verträgen konfrontiert worden. 4.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Aussagen dieser Personen seien nicht vollständig gewürdigt worden. Sie zeigt indes auch nicht ansatzweise auf, inwiefern das Obergericht bei der Beweiswürdigung in Willkür verfallen sein könnte (zum Willkürbegriff BGE 129 I 49 E. 4 S. 58; 129 I 8 E. 2.1 S. 9, je mit Hinweisen). 4.3 In diesem Zusammenhang rügt die Beschwerdeführerin weiter, das Obergericht habe unter Verletzung ihres Gehörsanspruchs ihre alternative Behauptung übergangen, der Verwaltungsrat der Y.________ AG wäre verpflichtet gewesen, sich einlässlicher und zeitgerechter zu informieren, sofern er I.________ keine Handlungsvollmacht erteilt haben sollte. Diese Rüge beruht auf der Annahme, I.________ habe mit Anscheinsvollmacht gehandelt. Da die Vorinstanz dies aufgrund des festgestellten Sachverhalts verneinte, ist der Rüge der Boden entzogen. Überdies ersetzt die Beschwerdeführerin wiederum eine eingehende Erörterung der einschlägigen Erwägungen im angefochtenen Urteil auf unzulässige Weise durch Kopien ihrer breitschweifigen Ausführungen im kantonalen Verfahren, die teilweise auf einem Sachverhalt beruhen, der dem vom Obergericht ermittelten widerspricht. Namentlich bringt sie auch in diesem Zusammenhang vor, I.________ habe auch nach Aufgabe seiner Stellung als Verwaltungsrat bei der Y.________ AG das Sagen gehabt und sei daher bevollmächtigt gewesen, das Stimmrecht der Y.________ AG auszuüben. Auch diese Rüge ist daher, soweit zulässig erhoben, unbegründet.