Citation: 2C_423/2020 E. 4.2.2

4.2.2. Mittlerweile sind seitens der Beschwerdeführerin verstärkte Bemühungen zur Integration in den Arbeitsmarkt feststellbar, es ist jedoch nicht zu übersehen, dass sie erst im Zusammenhang mit der Androhung ernster ausländerrechtlicher Konsequenzen zusätzliche Anstrengungen unternahm. Obschon sie bereits im Dezember 2016 verwarnt wurde, war sie zwischen Mai 2016 und November 2017 gar nicht erwerbstätig, anschliessend hatte sie für mehr als eineinhalb Jahre eine Beschäftigung ohne Entlöhnung im zweiten Arbeitsmarkt. Es bedurfte der drohenden Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und es dauerte bis zum Frühjahr 2019, bevor sie Bewerbungen auf verschiedene Stellen tätigte. Aktuell ist sie nur mit einem geringen Pensum im ersten Arbeitsmarkt tätig, obwohl ihr Sohn zuerst einen Kinderhort und mittlerweile einen Kindergarten besucht und ihr dadurch eine Berufstätigkeit in einem grösseren Umfang möglich wäre. Zumindest seit ihr aufgrund des Alters ihres Sohnes eine Beschäftigung zumutbar war, ist die Sozialhilfeabhängigkeit grundsätzlich selbst verschuldet.