Citation: 4A_501/2021 E. 7.4

7.4. Die Beklagte rügt weiter eine willkürliche Beweiswürdigung. Sie macht geltend, die Vorinstanz gelange zum Ergebnis, die Fabrikhalle sei für die Produktion von Harzmatten gemietet worden. Sie erwäge, die klägerische Darstellung - Expansion in einen neuen Geschäftszweig - sei schlüssig und selbst wenn es sich nicht um einen gänzlich neuen Geschäftszweig handle, sei klar, dass der Betrieb einer Maschine dieser Grössenordnung auch den entsprechenden Platz benötige. Die Vorinstanz begründe aber nicht, was in diesem Zusammenhang der "Grössenordnung" oder dem "entsprechenden Platz" entspreche. Sie verweise stattdessen auf eine Reihe von undatierten Fotos (act. 64/246), welche die entsprechende Nutzung der Fabrikhalle belegen sollen. Damit verfalle sie in Willkür. Die auf den Fotos ersichtlichen hellblauen Formen seien Modelle für den nächsten Wertschöpfungsschritt, die Weiterverarbeitung von Harzmatten. Selbst wenn auf Bild 5 in der Ecke der Fabrikhalle eine Produktionsmaschine stehe, sei offensichtlich, dass diese nur einen kleinen Teil der Fabrikhalle einnehme. Diese werde zu 80 % nicht zur Produktion von Harzmatten, sondern zu deren Weiterverarbeitung bzw. zur Lagerung der hellblauen Modelle verwendet. Die Vorinstanz habe trotz Bestreitung lediglich auf die klägerischen Behauptungen abgestellt. Die Beklagte vermag keine willkürliche Beweiswürdigung darzutun (vgl. hiervor E. 3). Sie zeigt insbesondere nicht auf, dass sie bereits vor der Vorinstanz geltend gemacht hätte, die Fotos zeigten den nächsten Wertschöpfungsschritt (Weiterverarbeitung von Harzmatten). Damit ergänzt sie den Sachverhalt, ohne dass die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt wären (vgl. hiervor E. 2). Auch die Behauptung, aus den Fotos sei (teilweise) ersichtlich, dass die Maschine nicht den gesamten Bereich der Halle einnehme, vermag keine Willkür zu begründen. Die Grösse der Fabrikhalle musste jedenfalls so bemessen sein, dass darin vernünftig mit der Maschine produziert werden konnte. Entgegen der Behauptung der Beklagten, hat die Vorinstanz denn auch nicht allein auf die klägerischen Behauptungen abgestellt, sondern vielmehr Beweise (die Fotos) gewürdigt. Dass die Vorinstanz aufgrund der pauschalen Einwände der Beklagten, die Halle sei zu gross und der Stromverbrauch deute auf eine (andere) Nutzung hin, nicht geschlossen hat, die Fabrikhalle sei gar nicht im Hinblick auf den dahingefallenen Vertrag gemietet worden, begründet keine Willkür.