Citation: 5A_13/2018 E. 3.4.2

3.4.2. Weiter hat das Obergericht zur Klageabweisung festgehalten, das Betreibungsverfahren Nr. xxx sei "offensichtlich schon lange nicht mehr pendent". Soweit die Vorinstanz damit gemeint hat, dass der definitive Verlustschein Nr. yyy - als förmlicher Abschluss der Betreibung Nr. xxx - nicht genüge, um die Anfechtungsklage zu erheben, sondern der Beschwerdeführer gestützt darauf (nach Art. 149 Abs. 3 SchKG) innert sechs Monaten die Fortsetzung der Betreibung hätte verlangen müssen, trifft dies nicht zu. Ein Anfechtungskläger ist - im Falle der Gutheissung seiner Klage - ohne weiteres ermächtigt, zur Rückgewähr die Vermögensbestandteile mit Beschlag belegen und amtlich verwerten zu lassen (BGE 141 III 185 E. 4.1 a.E.; AMONN/ WALTHER, a.a.O., § 52 Rz. 45; BAUER, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 2. Aufl. 2010, N. 10, 14 zu Art. 291). Die (allfällige) Gutheissung der Anfechtungsklage stellt - was der Beschwerdeführer im Kern zu Recht betont - das vollstreckungsrechtliche Beschlagsrecht an den seinerzeit entäusserten Vermögensteilen und das Vollstreckungssubstrat wieder her, so wie es sich ohne die angefochtene Rechtshandlung dargeboten hätte (AMONN/ WALTHER, a.a.O., § 52 Rz. 40; BOVEY, a.a.O., S. 72). Auf Art. 149 Abs. 3 SchKG braucht nicht zurückgegriffen zu werden (FRITZSCHE/WALDER, Schuldbetreibung und Konkurs, Bd. II, 1993, § 68 Rz. 9). Vom Beschwerdeführer kann deshalb nicht etwa verlangt werden, dass er eine nach Art. 149 Abs. 3 SchKG "fortgesetzte" Betreibung - d.h. eine neue, selbständige Betreibung (BGE 98 III 12 E. 1; 130 III 676 E. 3.3; AMONN/WALTHER, a.a.O., § 31 Rz. 19; STOFFEL/CHABLOZ, a.a.O., § 5 Rz. 205) - vorweist, um Anfechtungsklage erheben zu können.