Citation: 6B_120/2024 E. 2.4.2

2.4.2. Im Weiteren ignoriert der Beschwerdeführer mit seiner Argumentation, dass die Vorinstanz die B.________ betreffenden Umstände "lediglich" erschwerend berücksichtigt und aus diesen geschlossen hat, dass sich ihm anhand derselben die Möglichkeit einer Tötung nochmals verstärkt [keine Hervorhebung im Originaltext] aufgedrängt habe (vgl. erstinstanzliches Urteil S. 161). Wiederum mit Verweis auf die erstinstanzlichen Erwägungen (angefochtenes Urteil S. 23 Ziff. 4.1 [mit Verweis auf S. 143 bis 173 des erstinstanzlichen Urteils]; Art. 82 Abs. 4 StPO) legt die Vorinstanz einlässlich dar, weshalb sie unabhängig von diesen erschwerenden Umständen in tatsächlicher Hinsicht davon ausgeht, dass der Beschwerdeführer die ernsthafte und naheliegende Möglichkeit des Todes von sich auf dem Trottoir befindenden oder dorthin begebenden Polizisten und nicht bloss deren abstrakte Gefährdung als Folge seines Handelns erkannt hat. Mithin erwägt sie, der Beschwerdeführer habe beim Heranfahren an die Fahrzeugkolonne vor ihm erkannt, dass eine polizeiliche Strassensperre errichtet worden war und sich zwischen bzw. hinter den beiden stillstehenden zivilen Fahrzeugen mehrere Polizisten aufgehalten hätten. Damit habe ihm ohne Weiteres klar sein müssen, dass die Polizisten nicht notwendigerweise an Ort und Stelle stehen bleiben würden, sondern sich insbesondere auch auf das Trottoir begeben könn-ten. Dies gelte umso mehr, als der Beschwerdeführer noch vor seinem Beschleunigungsmanöver erkannt habe, dass der Polizist E.________ mit gezogener Waffe auf ihn zugerannt sei und die Strassensperre ihm gegolten habe. Entsprechend habe es ihm bewusst sein müssen, dass es sich um eine relativ dynamische Situation gehandelt habe, bei der sich durchaus noch weitere Polizisten auf ihn hätten zubewegen können. Damit könne nicht in Frage stehen, dass der Beschwerdeführer die Möglichkeit erkannt habe, dass es zu einer Kollision zwischen seinem Fahrzeug und einem Polizisten kommen könnte, würde er sein Fahrzeug mit voller Beschleunigung auf das Trottoir lenken. Dass eine Kollision zwischen einem Menschen und einem leistungsstarken "voll durchbeschleunigenden" Fahrzeug zu schweren Verletzungen wie bei C.________ oder noch gravierenderen führen könnte und so eine ernstliche Gefahr für die betroffene Person entstehe, an den Folgen solcher Verletzungen zu sterben, stelle elementarstes Allgemeinwissen dar. Dass der Beschwerdeführer im Tatzeitpunkt über dieses verfügt habe, könne nicht in Abrede gestellt werden. In der Hafteinvernahme habe er denn auch eingeräumt, sein Verhalten sei schon gefährlich gewesen, weil es "recht viele Leute" vor ihm gehabt habe. Es könne "ganz viel passieren", wenn ein Fussgänger in der Art angefahren werde, wie er es getan habe. Es sei "alles möglich"; ob auch jemand sterben könne, wolle er gar nicht wissen (vgl. erstinstanzliches Urteil S. 160 f. mit dem Verweis auf die Ausführungen zu C.________ auf den Seiten 145 ff. und dort insbes. S. 151 - 153). Mit diesen, sowohl C.________ als auch B.________ betreffende Wissenskomponenten, setzt sich der Beschwerdeführer nicht ansatzweise auseinander. Entsprechend vermag er nicht aufzuzeigen, inwiefern die Vorinstanz in Willkür verfällt, wenn sie darauf schliesst, der Beschwerdeführer habe um die ernsthafte und naheliegende Möglichkeit des Todes eines Polizisten als Folge seines Handelns gewusst. Ob dies auch für andere Passanten der Fall war, kann insoweit offen bleiben.