Citation: 2C_219/2021 E. B

A.B.________ hatte seit der Gründung der Steuerpflichtigen im Jahr 1990 als deren Alleinaktionär, Präsident des Verwaltungsrats und Geschäftsführer gewirkt. Seit dem 20. Mai 1990 unterhielten A.B.________ (als Franchisegeber) und die Steuerpflichtige (als Franchisenehmerin) zudem einen Franchisevertrag. Per Ende 2009 legte A.B.________ seine Funktionen nieder und übertrug er die Aktien an seinen Sohn B.B.________, der ihm auch in die Geschäftsführung nachfolgte. Für seine Tätigkeit im operativen Bereich bezog A.B.________ von der Steuerpflichtigen im Jahr 2009 Fr. 68'400.-- und für Januar bis und mit Mai 2010 noch Fr. 28'500.--. Mit Blick darauf, dass A.B.________ zu dieser Zeit in Spanien ansässig war, erfasste die Steuerpflichtige diese Einkünfte aus unselbständiger Erwerbstätigkeit mit der Quellensteuer. Darüber hinaus stellte A.B.________ der Steuerpflichtigen für den Zeitraum von Januar 2009 bis und mit Mai 2010 erstmals Franchisegebühren in Rechnung. Diese erreichten Fr. 50'000.-- (für 2009) bzw. Fr. 156'970.-- (für 2010). Auf den entrichteten Franchisegebühren, welche die Steuerpflichtige als Betriebsaufwand verbuchte, erhob sie keine Quellensteuer.