Citation: 2C_306/2021 E. 2.3.2

2.3.2. Die Vorinstanz hat den Nichtverlängerungsgrund von Art. 62 Abs. 1 lit. c AuG bereits aufgrund der mutwilligen Schuldenwirtschaft der Beschwerdeführerin als erfüllt erachtet. Als erschwerend hat sie zusätzlich erwogen, dass die Betroffene wiederholt und in nicht leichtfertiger Weise gegen die Rechtsordnung verstiess. Zwischen dem 14. März 2005 und dem 25. November 2014 ergingen insgesamt sieben Strafbefehle gegen sie (Fahren in angetrunkenem Zustand, mehrfache grobe Verletzung der Verkehrsregeln, Nötigung, Fahren ohne Führerausweis, Täuschung der Behörden, Nichtabgabe von Ausweisen und Kontrollschildern). Bei fünf der sieben Strafbefehle wurde eine (bedingte) Geldstrafe ausgesprochen. Besonders ins Gewicht fällt, dass weder die bereits ergangenen Strafbefehle noch die ausländerrechtlichen Verwarnungen die Beschwerdeführerin davon abhalten konnten, erneut strafrechtlich in Erscheinung zu treten. Selbst nach dreimaliger ausländerrechtlicher Verwarnung und sogar nach dem Unfall vom 25. Januar 2013 kamen noch weitere strafrechtliche Verurteilungen hinzu. Wie das Kantonsgericht erwogen hat, rechtfertigen die einzelnen strafbaren Handlungen für sich allein betrachtet zwar noch keinen Widerruf; deren wiederholte Begehung weist aber darauf hin, dass die Betroffene nicht bereit ist, sich an die in der Schweiz gültige Rechtsordnung zu halten, was eine gewisse Unbelehrbarkeit und Gleichgültigkeit gegenüber den Erfordernissen des gesellschaftlichen Zusammenlebens aufzeigt und als Defizit sozialer Integration zu gewichten ist.