Citation: 9C_66/2009 19.08.2009 E. 2.2

2.2.1 Die tatsächlichen Feststellungen des kantonalen Gerichts zur zumutbaren Arbeitsfähigkeit sind weder mangelhaft im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG, noch liegt eine unhaltbare, vom Bundesgericht nach Art. 105 Abs. 2 BGG zu korrigierende Beweiswürdigung vor. Im Gutachten des Instituts B.________ vom 26. September 2007 kommen die begutachtenden Ärzte zum Schluss, der Beschwerdeführer sei seit über 10 Jahren für die ursprünglich ausgeübte schwere Tätigkeit auf dem Bau zu 100 % arbeitsunfähig. Für die derzeit ausgeübte Tätigkeit, welche er nach einer durch die IV unterstützten beruflichen Umstellung ausübe, bestehe keine Arbeits- und Leistungseinschränkung. Aus medizinischer Sicht sei daher dem Versicherten das von der IV berechnete Arbeitspensum von 85 % sicher zumutbar. Aus medizinischer Sicht müsse nicht mit einer raschen Veränderung der derzeit vorhandenen Befunde gerechnet werden, so dass die Arbeitsfähigkeit, falls nicht ein neues Leiden auftrete, über längere Zeit im bestehenden Ausmass erhalten bleiben sollte. Das Abstellen auf diese Beurteilung und die daraus vom kantonalen Gericht gezogenen Schlussfolgerungen lassen sich nicht beanstanden. Entgegen den Einwendungen in der Beschwerde wird einer Einbusse von 15 % in einer leidensangepassten Tätigkeit oder im Beruf als Immobilien-Schätzer in willkürfreier Weise den Therapien und dem stündlich notwendigen Bewegungsprogramm von durchschnittlich 10 Minuten für Muskulatur und Gelenke genügend Rechnung getragen. Auch der Einwand, das Gutachten gehe davon aus, der Beschwerdeführer müsse sich nur während 20 bis 30 % der Arbeitszeit vor Ort auf Baustellen und Immobilien aufhalten, während 70 bis 80 % aus Büroarbeiten bestehe, ist unbehelflich. Im Gutachten des Instituts B.________ wird für körperlich leichte bis gelegentlich mittelschwere Tätigkeiten, wie sie der Beschwerdeführer mit seiner Beratungstätigkeit ausübe, keine Einschränkung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit bescheinigt. Der Beschwerdeführer benötige zwar regelmässige Pausen, um Lockerungsübungen durchzuführen, bei freier Zeiteinteilung als selbstständig Erwerbender entstünden dadurch aber keine Leistungseinbussen. 2.2.2 Bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades beanstandet der Beschwerdeführer zunächst die Anwendung der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs. Die Invalidität sei aufgrund der ausserordentlichen Methode des Betätigungsvergleichs zu ermitteln. Abgesehen davon, dass das kantonale Gericht im unangefochten in Rechtskraft erwachsenen Rückweisungsentscheid vom 3. Mai 2006 die IV-Stelle verbindlich anwies, das Valideneinkommen aufgrund der Gewerbestatistik zu ermitteln, verletzte das kantonale Gericht mit der Anwendung der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs kein Bundesrecht. Nach dem Gutachten des Instituts B.________ vom 26. September 2007 ist der Beschwerdeführer für die ursprünglich ausgeübte schwere Tätigkeit auf dem Bau zu 100 % arbeitsunfähig. Angesichts der noch verbleibenden beruflichen Aktivitätsperiode und der von der IV übernommenen Umschulung ist für die Invaliditätsbemessung nicht mehr von der Tätigkeit als Geschäftsführer der eigenen Firma auszugehen, sondern vom Beschwerdeführer im Rahmen der Pflicht zur Selbsteingliederung die Aufgabe der angestammten Tätigkeit und die hauptberufliche Ausübung der leidensangepassten erwerblichen Beschäftigung als Immobilienschätzer zuzumuten (vgl. auch Urteil 9C_111/2009 vom 21. Juli 2009, E. 2.2.2). Das Valideneinkommen hat das kantonale Gericht gestützt auf die Gewerbestatistik ermittelt, unter der Annahme, der Beschwerdeführer würde bei guter Gesundheit als diplomierter Baumeister einen kleineren Betrieb leiten. Stellt man mit dem Beschwerdeführer auf die LSE ab, so ergibt sich kein höheres hypothetisches Einkommen. Gemäss der vom Beschwerdeführer erwähnten Tabelle TA1_b_s, Männer, Anforderungsniveau 1, betrug der monatliche Bruttolohn im Baugewerbe im Jahre 2004 Fr. 7'619.-. Die seinerzeit als Geschäftsführer der eigenen Firma in den Jahren vor Eintritt des Gesundheitsschadens verabgabten Erwerbseinkommen und die Jahresabschlüsse der Firma verbieten den Schluss, das kantonale Gericht habe mit der Festsetzung des Valideneinkommens auf Fr. 105'700.- Bundesrecht verletzt. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers geht es sodann nicht an, bereits dem Validenlohn den entsprechenden LSE-Wert im Bereich Immobilienwesen (Ziff. 70, 71) von monatlich Fr. 10'771 zugrunde zu legen. Auch die Ermittlung des Invalideneinkommens ist nicht bundesrechtswidrig. Aufgrund der verschiedenen beruflichen Abschlüsse, der langjährigen beruflichen Erfahrung, und der absolvierten Ausbildung als Immobilien-Schätzer lässt sich der Schluss des kantonalen Gerichts, der Beschwerdeführer sei in der Lage, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen von mindestens Fr. 68'000.- erzielen, nicht beanstanden, zumal in diesem Punkt der allgemeine ausgeglichene Arbeitsmarkt massgebend ist. Daran ändert auch nichts, dass der Beschwerdeführer die Ausbildung zum Immobilien-Schätzer nicht mit einem Diplom abgeschlossen hat. Gemäss Schlussbericht der Abteilung berufliche Eingliederung der Beschwerdegegnerin vom 27. September 2001 hat der Beschwerdeführer auch ohne eidgenössischen Ausweis das theoretische Wissen, um als Immobilienschätzer tätig zu sein. Es habe sich erst um die zweite eidgenössische Prüfung gehandelt. Von den zur Zeit etwa 5000 tätigen Immobilienschätzer verfügten die wenigsten über ein entsprechendes Diplom. Schliesslich ist auch die Kritik am fehlenden Abzug vom Tabellenlohn unbegründet. Da mit der Leistungseinbusse von 15 % bereits den gesundheitlichen Beeinträchtigungen und den damit verbundenen Therapien und Pausen Rechnung getragen ist, ist ein Abzug vom Tabellenlohn nicht gerechtfertigt (Urteile I 708/06 vom 23. November 2006 und U 454/05 vom 6. September 2006). 2.2.3 Der vorinstanzliche Entscheid ist damit sowohl in tatsächlicher als auch rechtlicher Hinsicht rechtmässig.