Citation: 2A.447/2003 30.09.2003 E. 3

Inwiefern diese Begründung willkürlich oder sonst wie verfassungswidrig sein könnte, ist nicht ersichtlich. Angefochten ist nicht die Ersatzbefreiung an sich, sondern einzig der Entscheid über die Kosten- und Entschädigungsfolge. Nachdem der Beschwerdeführer seinen Mitwirkungspflichten nicht nachgekommen und insbesondere den Fragebogen nicht eingereicht hat, nahm die Vorinstanz ihrerseits Abklärungen vor. Sie kam aufgrund der von Amtes wegen beigezogenen Einschätzungsakten zum Schluss, dass der Beschwerdeführer gestützt auf Art. 4 Abs. 1 lit. a WPEG auch für das Ersatzjahr 2001 vom Wehrpflichtersatz zu befreien sei. Zum gleichen Ergebnis wäre indes mit grösster Wahrscheinlichkeit bereits die kantonale Wehrpflichtersatzverwaltung gelangt, wenn der Beschwerdeführer den ausgefüllten Fragebogen eingereicht hätte. Das Verfahren vor der Rekurskommission hätte sich damit erübrigt. Wenn daher die Vorinstanz dem Beschwerdeführer die Kosten des Rechtsmittelverfahrens auferlegte und ihm keine Parteientschädigung zusprach, so verfiel sie damit nicht in Willkür. Diese Rechtsfolgen beruhen vielmehr auf einer haltbaren Auslegung und Anwendung von § 13 bzw. 17 VRG. Der Beschwerdeführer wendet ein, dass bereits die Wehrpflichtersatzverwaltung die Einschätzungsakten hätte einfordern können. Das mag zutreffen, doch hätte ebenso gut der Beschwerdeführer seinen Verfahrenspflichten nachkommen können. Aus der Verletzung der Verfahrenspflichten durch den Bürger ergibt sich nicht automatisch eine Pflicht der Verwaltung, an seiner Stelle tätig zu werden. Mit der Verpflichtung zur Einreichung des Fragebogens wurde dem Beschwerdeführer auch nicht der - negative - Beweis auferlegt, dass er keine anderen Einkünfte als Taggelder der Versicherung erhalten habe. Vielmehr wurde von ihm nur verlangt, über seine finanziellen Verhältnisse offen und rückhaltlos Auskunft zu geben, damit diese geprüft werden konnten. Dass der Ersatzbefreiungsgrund von Art. 4 Abs. 1 lit. a WPEG (auch) erfüllt ist, wurde im Übrigen auch vom Beschwerdeführer nie bestritten. Es ist daher völlig abwegig, wenn er nunmehr behauptet, die Wehrpflichtersatzbehörde hätte ihn aufgrund von Art. 4 Abs. 1 lit. abis WPEG befreien müssen, womit er von der Pflicht zur Einreichung des Fragebogen entbunden gewesen wäre. Diese Argumentation dient nur der nachträglichen Rechtfertigung des Verhaltens des Beschwerdeführers, sie ändert aber nichts daran, dass bei pflichtgemässem Verhalten des Beschwerdeführers das Verfahren vor der Rekurskommission unnötig gewesen wäre.