Citation: 8C_452/2014 E. 3

Bei der ursprünglichen Rentenverfügung hatte die IV-Stelle den Verdienst, den die Beschwerdeführerin als Gesunde hätte erzielen können (Valideneinkommen), auf 100'000 Franken festgesetzt. Sie hatte sich dabei auf die damaligen Angaben der Beschwerdeführerin und auf die Eintragungen in ihrem individuellen Konto (IK) gestützt. Die Beschwerdeführerin hatte damals zusammen mit ihrem Ehemann ein Reinigungsunternehmen geführt. Nachdem die Versicherte sich bei der Vorinstanz gegen die Rentenaufhebung beschwert hatte, bemerkte die IV-Stelle, dass die gegenüber der Ausgleichskasse deklarierten Beträge nie abgerechnet worden seien. Das kantonale Gericht stellte die folgenden Unstimmigkeiten fest: Die Beschwerdeführerin hatte bei der ursprünglichen Rentenzusprechung im Vorbescheidverfahren geltend gemacht, dass seit der Gründung der Reinigungsfirma im Jahr 1991 zwei Aufbaujahre und anschliessend, bis zum Unfall, drei sehr erfolgreiche Jahre zu verzeichnen gewesen seien. Im IK-Auszug der Beschwerdeführerin aufgeführt waren denn auch Einkommen von 44'550 Franken im Jahr 1991, 59'200 Franken im Jahr 1992, 119'200 Franken im Jahr 1993, 99'400 Franken im Jahr 1994 und 109'200 Franken im Jahr 1995. Diese Beträge wichen jedoch beträchtlich ab von den Gewinnen, wie sie sich aus den Jahresabschlüssen des Unternehmens ergaben. Diese zeigten ein erfolgreiches drittes Geschäftsjahr 1993/1994 mit einem Gewinn von 180'781 Franken, dann jedoch einen drastischen Rückgang mit Gewinnen von 81'381 Franken im Geschäftsjahr 1994/1995 und 26'652 Franken im Jahr vor dem Unfall (1995/1996). Diese Gewinne standen der Beschwerdeführerin und ihrem Ehegatten (lediglich) je hälftig zu. Die Vorinstanz erachtete es daher als erstellt, dass die Beschwerdeführerin jedenfalls in den letzten beiden Jahren vor dem Unfall beträchtlich weniger als 100'000 Franken verdient hatte. Wäre der Durchschnitt der Betriebsgewinne in den letzten drei Jahren vor dem Unfall berücksichtigt und das Valideneinkommen entsprechend dem hälftigen Anspruch der Beschwerdeführerin auf 48'136 Franken festgesetzt worden, hätte sich bei einem Invalidenlohn von 32'619 Franken ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 32 % ergeben. Die angefochtene Rentenaufhebung war daher nach Auffassung des kantonalen Gerichts im Ergebnis zu schützen.