Citation: 5A_656/2024 E. 4.2

4.2. Die Ausführungen der Beschwerdeführerin überzeugen nicht: Sie macht zwar mit der Berufung auf Art. 9 BV einen zulässigen Rügegrund geltend (oben E. 2). Welche Bestimmung des Bundesrechts die Vorinstanz konkret willkürlich angewendet haben soll, erläutert sie jedoch nicht. Bereits deshalb kann sie mit ihrer Rüge nicht durchdringen. Ohnehin wäre ihre Rüge inhaltlich unbegründet: Zutreffend ist, dass die prozessuale Bedürftigkeit einer Person sich nach deren gesamten wirtschaftlichen Situation beurteilt. Dazu gehören einerseits sämtliche finanziellen Verpflichtungen, andererseits die Einkommens- und Vermögensverhältnisse (BGE 135 I 221 E. 5.1). Dabei darf nicht schematisch auf das betreibungsrechtliche Existenzminimum abgestellt werden (BGE 135 I 91 E. 2.4.3; 124 I 1 E. 2a). Das hat die Vorinstanz aber nicht getan, sondern hat im Gegenteil diverse Positionen des erweiterten Bedarfs der Beschwerdeführerin berücksichtigt (Kosten für die Zusatzversicherung der Krankenkasse, Kommunikationskosten, Serafe-Gebühr, Steuern). Dass die Vorinstanz tatsächlich bestehende finanzielle Verpflichtungen der Beschwerdeführerin nicht berücksichtigt hätte, macht sie nicht geltend. Zu Recht behauptet sie auch nicht, es bestehe ein eigentlicher verfassungsmässiger Anspruch auf einen prozentmässigen Zuschlag zum Grundbedarf. Der vorinstanzliche Entscheid hält diesbezüglich folglich vor der Verfassung stand, auch wenn er eher streng erscheinen mag.