Citation: 2C_121/2023 E. 7.2.6

7.2.6. Auch wenn davon ausgegangen wird, die Variante Kombilager sei im EP 16 entgegen der Vorinstanz nicht nur am Rande behandelt worden und zusätzlich in Erwägung gezogen wird, dass das ENSI bereits in seinem Bericht zur KS 16 vom 31. Juli 2017 von der grundsätzlichen Gleichwertigkeit der Variante Kombilager mit jener von zwei Einzelllagern ausging, durfte und musste die VK STENFO somit davon ausgehen, dass mit Blick auf diese Variante die mit der Verwirklichung einer solchen verbundenen Sicherheitsrisiken noch nicht abgeklärt waren und ein entsprechender Auftrag des Bundesrats vorlag, d.h. die Variante Kombilager unter diesem Vorbehalt stand. Spätere Entwicklungen, wie insbesondere die am 12. September 2022, d.h. rund eineinhalb Jahre nach dem Entscheid der VK STENFO, erfolgte Mitteilung der Nagra, dass sie das geplante geologische Tiefenlager als Kombilager für HAA und SMA im Standortgebiet Nördlich Lägern (Kantone Aargau und Zürich) erstellen wolle, durfte und musste die VK STENFO bei ihrem Entscheid nicht berücksichtigen. Entgegen der Beschwerdeführerin hat die Vorinstanz damit die Sachverhaltsfeststellung durch die VK STENFO im Ergebnis zu Recht als vertretbar betrachtet.