Citation: I 607/05 09.06.2006 E. 2

Das kantonale Gericht hat den für den Rentenanspruch entscheidenden Invaliditätsgrad (Art. 28 Abs. 1 IVG) in Anwendung der gemischten Methode gemäss der geltenden Gerichts- und Verwaltungspraxis bemessen (vgl. BGE 125 V 148 f. Erw. 2a-c sowie BGE 130 V 393 und Urteil E. vom 13. Dezember 2005 [I 156/04]). Die Anteile Erwerbstätigkeit und Haushalt setzte es für die Zeit von 1993 bis 1997 auf 0,3/0,7 und ab 1. Januar 1998 auf 0,6/0,4 fest. Die Behinderung im Haushalt bezifferte die Vorinstanz entsprechend der Verfügung der IV-Stelle vom 29. Juni 2004 auf 18 %. Den Invaliditätsgrad im erwerblichen Bereich ermittelte das kantonale Gericht für die Zeit bis Ende 1997 mit der Begründung nicht, dass erst bei einer Erwerbsunfähigkeit von 91,3 % die anspruchserhebliche Schwelle von 40 % erreicht würde, was unrealistisch sei. Für die Zeit ab 1. Januar 1998 führte es einen Einkommensvergleich durch. Das Valideneinkommen setzte es dem Lohn gleich, den eine Primarlehrerin mit 25-jähriger Praxiserfahrung 2004 erzielen könnte. Dies entsprach bei einem Arbeitspensum von 60 % Fr. 62'533.-. Bei der Bestimmung des Invalideneinkommens ist die Vorinstanz vom Bruttolohn von Frauen für Tätigkeiten im privaten Sektor, welche Berufs- und Fachkenntnisse voraussetzen (Anforderungsniveau 3), von monatlich Fr. 4743.- gemäss Tabelle TA1 der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 2002 des Bundesamtes für Statistik (LSE 2002 S. 43) ausgegangen. Bei einer betriebsüblichen durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 41,7 Stunden, einer zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 8 bis 9 Stunden pro Tag bei einer Leistungseinbusse von max. 20 % in den Leiden angepassten Tätigkeiten, einem hypothetischen Arbeitspensum von 60 % und einem leidensbedingten Abzug vom Tabellenlohn von 15 % im Sinne von BGE 126 V 75 ergab sich für 2004 aufgerechnet ein Invalideneinkommen von Fr. 36'532.- (vgl. BGE 126 V 77 Erw. 3b/bb, 124 V 321). Daraus resultierte eine Invalidität im erwerblichen Bereich von rund 50,3 %. Insgesamt ergab sich ein Invaliditätsgrad von 37,4 % (0,6 x 53,3 % + 0,4 x 18 %), was ebenfalls unter den anspruchsbegründenden 40 % lag. Demzufolge bestätigte die Vorinstanz den angefochtenen Einspracheentscheid und wies die Beschwerde ab.