Citation: 6B_980/2014 E. 1.4

1.4. Zwischen März 2005 und Juli 2006 war der Beschwerdeführer mit mehreren Mittätern jeweils in unterschiedlicher Zusammensetzung am Diebstahl von 600 Mobiltelefonen, 200 Camcorders, 231 Laptops, 1531 Kameras/Filmkameras und einer Fernsehkamera beteiligt (Anklageziffern 1.3. - 1.16.). Die Vorinstanz (wie bereits die Erstinstanz) hat diese Delikte zulasten der I.________ AG als gewerbs- und bandenmässig im Sinne von Art. 139 Ziff. 2 und Ziff. 3 Abs. 2 StGB qualifiziert, was unangefochten blieb. Während die erste Instanz die Frage nach dem Kopf der Bande eingehend prüfte und den Beschwerdeführer (und nicht B.________) als Chef der Bande bezeichnete, geht aus den vorinstanzlichen Urteilen der genaue Kreis der übrigen Bandenmitglieder nicht hervor. Dies ist hier nicht weiter relevant. Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer die bandenmässigen Diebstähle gemäss Anklageziffern 1.3. - 1.16. unter wechselnder Mitbeteiligung von B.________, Y.________, C.________, D.________, E.________, F.________ und G.________ beging. Gleichartige Delikte verübte der Beschwerdeführer mit A.________, als er im März 2005 insgesamt 314 Mobiltelefone der I.________ AG entwendete. Diesbezüglich unterstreicht die Vorinstanz zutreffend, dass der Qualifikationsgrund der Bandenmässigkeit als persönliches Merkmal im Sinne von Art. 27 StGB gilt (Urteil 6B_207/2013 vom 10. September 2013 E. 1.3.2 mit Hinweisen; Michel Dupuis et al. [Hrsg.], Code pénal CP, Petit commentaire, 2012, N. 7 zu Art. 27 und N. 28 zu Art. 139 StGB; Schubarth/Albrecht, in: Kommentar zum Schweizerischen Strafrecht, 1990, N. 135 zu Art. 137 StGB; Trechsel/Crameri, a.a.O., N. 16 zu Art. 139 StGB). Dieser Hinweis der Vorinstanz impliziert, dass A.________ nicht zur Bande gehörte, was sich auch klarerweise aus dessen zweitinstanzlichen Verurteilung wegen mehrfachen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB ergibt. Da auch derjenige Täter bandenmässig handeln kann, der einen Diebstahl oder Raub allein ausführt, vermag der Beschwerdeführer entgegen dessen Dafürhalten allein aus der fehlenden Qualifikation bei A.________ nichts für seinen Standpunkt abzuleiten. Hingegen müssen nicht sämtliche Delikte eines Bandenmitglieds auch in dieser Eigenschaft erfolgen. Vielmehr hat sich aus der Vorbereitung respektive Ausführung der Tat zu ergeben, dass der Täter den Diebstahl in Erfüllung einer ihm von der Bande übertragenen Aufgabe begangen hat. Handelt das Bandenmitglied aber auf eigene Faust oder in Mittäterschaft mit einem Aussenstehenden, steht das Delikt ausserhalb der Bandenabrede und ist die Voraussetzung der Bandenmässigkeit nicht gegeben. Inwiefern der Beschwerdeführer bei den Diebstählen mit A.________ als Mitglied einer Bande, das heisst in der Erfüllung der ihm in der Bande zustehenden Aufgabe, gehandelt haben soll, geht aus dem angefochtenen Entscheid nicht hervor. Daran ändert nichts, dass sich sämtliche Delikte gegen die I.________ AG richteten. Es ist weder erkennbar noch im angefochtenen Urteil aufgezeigt, dass die ersten Diebstähle mit A.________ Ziel der Bandentätigkeit waren und der Beschwerdeführer von den anderen Mitgliedern der Bande vor, bei oder nach der Tat unterstützt wurde. Mangels gegenteiliger Anhaltspunkte ist deshalb davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer die fraglichen Delikte der ersten Stunde ohne Zutun der übrigen Bandenmitglieder und in diesem Sinne (zusammen mit A.________) im Alleingang ausführte.