Citation: 2C_84/2024 E. 5.4

5.4. Gleiches gilt für ihre Rügen hinsichtlich des Willkürverbots und der Rechtsgleichheit: So erscheint Art. 6 Abs. 2 AVOT weder unsachlich noch sinn- und zwecklos. Insbesondere scheint es sachgerecht, dass die Steuerungsgruppe, welche den Zulassungsentscheid fällt (Art. 9 Abs. 2 lit. d AVOT), grundsätzlich auf die Beurteilung des BSV abstellt, welcher den Kandidatinnen und Kandidaten am nächsten steht und über die nötigen Fachkenntnisse verfügt. Ebenso wenig erscheint es willkürlich, die Zulassung zur Aufnahmeprüfung zu begrenzen. Nicht alle talentierten Kandidatinnen und Kandidaten können und sollen aufgenommen werden, sondern nur jene, welche überdurchschnittlich viel bzw. am meisten Talent mitbringen. Folgerichtig ist es sinnvoll, unterdurchschnittlich talentierte Kandidatinnen und Kandidaten, welche sich für eine Talentschule im Vornherein nicht eignen, gar nicht erst zur Aufnahmeprüfung zuzulassen. Dieses Selektionsverfahren erscheint denn auch fair, insbesondere zumal die Talenteinschätzung bei allen Kindern - ob zur Aufnahmeprüfung zugelassen oder nicht - auf der PISTE beruht (vgl. Art. 12 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 14 und Art. 6 Abs. 2 lit. e AVOT).