Citation: BGE 150 II 547 E. 5.2

Im vom Bundesrat am 30. November 2018 genehmigten generellen Projekt "Nationalstrasse N02, Halbanschluss Altdorf" war noch der Versatz der bestehenden Lärmschutzwand zwischen der Autobahn und dem Gemeindegebiet der Beschwerdeführerin bzw. die Erhöhung der Lärmschutzwand von 2,3 auf 2,6 m auf einer Länge von 317 m vorgesehen, wobei die genaue Berechnung und Dimensionierung der Lärmschutzwand im Ausführungsprojekt vorbehalten blieb. Im Ausführungsprojekt "N02 Halbanschluss Altdorf" ist nur noch vorgesehen, dass die bestehende Lärmschutzwand zwischen der Autobahn und dem Gemeindegebiet der Beschwerdeführerin auf einer Länge von 270 m versetzt und von 2,3 auf 2,6 m erhöht wird. Hingegen müssten die ersten 47 m der bestehenden Lärmschutzwand nicht ersetzt bzw. nicht erhöht werden (vgl. z.B. den Situationsplan 120012-b2 vom 17. Mai 2019 und den Technischen Bericht zum Ausführungsprojekt vom 17. Mai 2019, S. 22). Letzteres begründete das UVEK damit, dass die Lärmschutzwand nur dort ersetzt werden müsse, wo es aufgrund des Zustandes und der vorgesehenen Änderungen notwendig sei, und dass eine Anpassung der ersten 47 m der bestehenden Lärmschutzwand in der vorliegenden Situation als unverhältnismässig beurteilt werden müsse. Zu den Kosten, welche ein Ersatz bzw. eine Erhöhung der Lärmschutzwand auf den ersten 47 m verursachen würde, äusserte sich das UVEK nicht. Die Vorinstanz führte im angefochtenen Urteil an, die geforderte Verlängerung bzw. Erhöhung der Lärmschutzwand wäre mit nicht unerheblichen Mehrkosten verbunden und das BAFU als Fachbehörde zweifle aufgrund der räumlichen Gegebenheiten an, dass damit eine wesentlich verbesserte Lärmschutzwirkung im gewünschten Umfang tatsächlich erreicht werden könnte. Bei dieser Ausgangslage seien weitergehende verhältnismässige BGE 150 II 547 S. 564 Lärmschutzmassnahmen nicht ersichtlich und eine Verletzung des Vorsorgeprinzips zu verneinen.