Citation: 9C_463/2017 E. 3

Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, die Verfügung vom 26. Juni 2006 sei gestützt auf die Annahme erfolgt, die Versicherte sei in jedwelcher Tätigkeit vollständig arbeitsunfähig, weshalb denn auch als Invalideneinkommen der Verdienst am geschützten Arbeitsplatz berücksichtigt worden sei. Nach damaliger Aktenlage sei dies jedoch nicht zutreffend gewesen. So habe der Hausarzt in seinem Bericht vom 24. Februar 2006 angegeben, intellektuelle Bürotätigkeiten seien zu sechs Stunden täglich bei wahrscheinlich vermindertem Arbeitstempo zumutbar. Auch die in der Stiftung C.________ für berufliche Integration durchgeführten beruflichen Massnahmen hätten ein Leistungsvermögen von rund 30 % aufgezeigt. Dass dort eine Eingliederung "in die allgemeine Wirtschaft" als nicht möglich erachtet worden sei, ändere nichts, da für die Invaliditätsbemessung gemäss Art. 16 ATSG nicht der reale, sondern der ausgeglichene hypothetische Arbeitsmarkt massgebend sei. Indem die Verwaltung dies bei der Rentenzusprache nicht beachtete, habe sie Bundesrecht verletzt. Die rentenzusprechende Verfügung sei demnach als zweifellos unrichtig wiedererwägungsweise aufzuheben und der Rentenanspruch ex nunc et pro futuro frei zu überprüfen um erstmalig einen rechtskonformen Zustand herzustellen.