Citation: 8C_43/2009 15.04.2009 E. 3

3.1 Der Beschwerdeführer leidet seit dem Ereignis vom 4. Mai 1997 unbestrittenermassen an einer mit diesem in natürlichem und adäquatem Kausalzusammenhang stehenden muskulären Dysbalance im Bereich der rechten Schulter und damit verbundenen belastungsabhängigen Verkrampfungen und Schmerzen im rechten Oberarm. Für die Beurteilung der unfallbedingt noch in Betracht fallenden erwerblichen Tätigkeiten ist die Vorinstanz von der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Kreisarztes Dr. med. C.________ vom 29. September 2006 ausgegangen. Danach kann der Versicherte die typischen Schlosserarbeiten nicht mehr ausführen. Hingegen sind ihm leichte Tätigkeiten, welche keine Monotonie beinhalten und ungefähr auf Tischhöhe und darunter ausgeführt werden können, zumutbar. Ungünstig sind schlagende und monotone Belastungen (z.B. Sägen). Zudem müssen mit dem rechten dominanten Arm Gewichtslimiten von 1-2 kg eingehalten werden. Das Bedienen einer Computertastatur würde wegen der Monotonie zu Schmerzen führen, während allgemeine Bürotätigkeiten möglich bleiben. Überdies ist der Beschwerdeführer eher grobmotorisch veranlagt. Bei Einhaltung der Schonkriterien kann laut Kreisarzt eine Ganztagsarbeit verrichtet werden, wobei, je nach Schmerzzustand, allenfalls verlängerte Pausen von durchschnittlich 5 Minuten jede Stunde eingeschaltet werden müssen. Die Vorinstanz ging daher davon aus, dass dem Beschwerdeführer eine leidensangepasste Tätigkeit mit einer 5 prozentigen Einschränkung aufgrund vermehrter Pausen ganztags möglich sei. PD Dr. med. S.________ äusserte sich im Gutachten vom 14. April 2006 lediglich zur Arbeitsunfähigkeit als Schlosser auf dem Bau, welche er auf 50 Prozent einschätzte und in einer Bürotätigkeit, welche maximal 20 Prozent betrage, während er hinsichtlich der Frage einer leidensangepassten Tätigkeit keine Angaben machte. 3.2 Der Beschwerdeführer rügt, Kreisarzt Dr. med. C.________ habe aufgrund seiner Ausbildung als praktischer Arzt lediglich eine klinisch funktionale Prüfung der Schulter vorgenommen, weshalb angesichts der komplexen neurologischen Beschwerden nicht auf seine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit, sondern auf jene des PD Dr. med. S.________ abzustellen sei. Wie dem Untersuchungsbericht des Dr. med. C.________ zu entnehmen ist, stützte sich dieser bezüglich des neurologischen Befundes auf das Gutachten von PD Dr. med. S.________ vom 14. April 2006, in welchem der Neurologe wegen der verlängerten Potentialdauer auf eine neurogene Schädigung hinwies. Im Rahmen der Zumutbarkeitsbeurteilung hielt Dr. med. C.________ ausdrücklich fest, dass aufgrund des aktuellen Eindrucks des Versicherten und der neurophysiologischen Untersuchungen am Vorliegen eines neuropathischen Schmerzsyndroms der oberen Extremität nicht zu zweifeln sei. Die Schmerzen würden plausibel angegeben, der Arm weise einen gewissen Ruheschaden auf, die Muskelatrophie sei messbar und die Aufwendungen zur Schmerzreduktion offensichtlich. Die Belastbarkeit des rechten Armes sei schmerzbedingt deutlich reduziert, so dass damit nur noch leichte Tätigkeiten ausgeführt werden könnten. Damit hat der Kreisarzt die unfallkausalen Beschwerden umfassend berücksichtigt, weshalb selbst mit Blick auf den vom Beschwerdeführer erwähnten, bezüglich der Zuverlässigkeit und Unparteilichkeit von kreisärztlichen Untersuchungsberichten anzuwendenden strengen Massstab (BGE 122 V 157 E. 1c S. 161) nicht ersichtlich ist, weshalb die Vorinstanz nicht hätte darauf abstellen dürfen. Wenn der Beschwerdeführer sodann, ausgehend von der Beurteilung des PD Dr. med. S.________ einer 20 prozentigen Arbeitsunfähigkeit in einer leichten Bürotätigkeit und einer 50 prozentigen Arbeitsunfähigkeit in der grobmotorischen Tätigkeit als Schlosser auf eine Arbeitsunfähigkeit in einer anderen zumutbaren Tätigkeit von mindestens 35 Prozent (20 + 50 : 2) schliesst, findet diese Auffassung in den medizinischen Unterlagen keine Stütze. Wie bereits erwähnt, äussert sich der Neurologe nicht zur Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit. Die Zumutbarkeitsbeurteilung des Dr. med. C.________ berücksichtigt die durch die Schulterproblematik verursachten Beeinträchtigungen und begründet die Einschränkungen bei der Ausübung einer leidensangepassten Tätigkeit nachvollziehbar. Nicht zu beanstanden ist daher, dass sich das kantonale Gericht von dessen Betrachtungsweise überzeugen liess. Der Beschwerdeführer vermag nicht darzutun, inwiefern es zu Unrecht dieser schlüssigen und mit Blick auf die medizinischen Unterlagen einleuchtenden Beurteilung gefolgt ist.