Citation: 9C_581/2015 E. 3

3.1 Laut Art. 10 Abs. 3 lit. d ELG wird bei der Berechnung der Ergänzungsleistung bei den Ausgaben u. a. ein jährlicher Pauschalbetrag für die obligatorische Krankenpflegeversicherung anerkannt, welcher der kantonalen bzw. regionalen Durchschnittsprämie für die obligatorische Krankenpflegeversicherung (inkl. Unfalldeckung) zu entsprechen hat. Gemäss Art. 21a ELG ist dieser jährliche Pauschalbetrag in Abweichung von Art. 20 ATSG direkt dem Krankenversicherer auszuzahlen. Art. 54a ELV regelt die Koordination der Ergänzungsleistungen mit der Prämienverbilligung in der Krankenversicherung. Laut Abs. 6 dieser Verordnungsbestimmung in der seit 1. Januar 2013 geltenden Fassung sind die Art. 106b - 106e KVV sinngemäss anwendbar. Art. 106c Abs. 5 lit. b KVV bestimmt, dass der Versicherer der versicherten Person die Differenz innerhalb von 60 Tagen ausbezahlt, wenn seine restlichen Prämienforderungen für das laufende Kalenderjahr und seine anderen fälligen Forderungen aus der obligatorischen Krankenpflegeversicherung, für die kein Verlustschein vorliegt, kleiner sind als der vom Kanton gewährte Pauschalbeitrag für die obligatorische Krankenpflegeversicherung nach Art. 10 Abs. 3 lit. d ELG. 3.2 Somit hat der Verordnungsgeber eine Lösung für den Fall getroffen, dass der jährliche Pauschalbetrag gemäss Art. 10 Abs. 3 lit. d ELG die tatsächlich geschuldete Prämie übersteigt, wie die Beschwerdeführerin zu Recht geltend macht. Der Versicherer hat diesfalls der versicherten Person die Differenz auszubezahlen, wenn die Prämienforderungen kleiner sind als der nach kantonalem Recht gewährte Pauschalbetrag. Die Vorinstanz hat diese Verordnungsregelung nach eigenem Bekunden übersehen und aus diesem Grund eine Lösung für die erwähnte Konstellation vorgeschlagen, die sich aufgrund der zitierten Bestimmungen erübrigt. Damit hat das kantonale Gericht, das sich ebenfalls mit dem Antrag auf Gutheissung der Beschwerde vernehmen lässt, Bundesrecht verletzt (E. 1 hievor).