Citation: 7B_206/2022 E. 2.3.3

2.3.3. Die Vorinstanz erachtet eine nicht sehr heftige Gewaltanwendung gegen den Hals der Beschwerdegegnerin 2 sowie das Abdecken von Mund und Nase während des Geschlechtsverkehrs als erstellt, dies aufgrund der im medizinischen Gutachten festgehaltenen Verletzungen und der diesbezüglich im Grundsatz (wenn auch nicht bezüglich der Intensität) übereinstimmenden Aussagen des Beschwerdeführers und der Beschwerdegegnerin 2. Aus dem rechtsmedizinischen Gutachten gingen gemäss Vorinstanz zahlreiche kleinere Verletzungen der Beschwerdegegnerin 2 am ganzen Körper hervor, während der Beschwerdeführer unverletzt geblieben sei. So hätten anlässlich der rechtsmediznischen Untersuchung mehrere teils petechienartige Hauteinblutungen am Hals rechts und daneben eine fast horizontale linienförmige Hautrötung festgestellt werden können. An der linken Schulter sei eine halbkreisförmige Hautrötung, am Rücken mehrere linienförmige Hautrötungen und am Gesäss eine linienförmige Hautabschürfung und eine gelbliche Hautverfärbung ersichtlich. Am rechten Unterarm habe die Beschwerdegegnerin 2 mehrere Hautrötungen und drei kleine linienförmige oberflächliche Hautverletzungen aufgewiesen. Am rechten Ringfingergrundgelenk innen habe sich eine fast horizontale Hautdurchtrennung gezeigt und am linken Oberarm und an der Schulter seien mehrere Hautrötungen ersichtlich gewesen. Diese Verletzungen stehen gemäss der zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen in Einklang mit einer gewissen Gewaltanwendung, welche sowohl mit einer Vergewaltigung als auch mit härteren Sexualpraktiken vereinbar sind.