Citation: 6B_782/2018 E. 2

Schliesslich macht der Beschwerdeführer geltend, die Vorinstanz habe den Sachverhaltsirrtum sowie die Notstandssituation zu Unrecht verneint. Handelt der Täter in einer irrigen Vorstellung über den Sachverhalt, so beurteilt das Gericht die Tat zu Gunsten des Täters nach dem Sachverhalt, den sich der Täter vorgestellt hat (Art. 13 Abs. 1 StGB). Einem Sachverhaltsirrtum unterliegt demnach, wer von einem Merkmal eines Straftatbestands keine oder eine falsche Vorstellung hat. In diesem Fall fehlt dem Irrenden der Vorsatz zur Erfüllung der fraglichen Strafnorm (BGE 129 IV 238 E. 3.1 S. 240). Die Vorinstanz gelangt willkürfrei zum Schluss, dass der Beschwerdeführer keine konkreten Anzeichen eines Angriffs geschildert und somit im Grunde die Situation selber nicht als Angriff wahrgenommen hat. Vielmehr habe er eine friedliche Kontaktaufnahme für möglich gehalten, sich jedoch dafür entschieden, mit dem Einsatz des Pfeffersprays "auf Nummer sicher" zu gehen. Die Vorinstanz geht zu Recht davon aus, dass sich der Beschwerdeführer unter diesen Umständen nicht auf einen Sachverhaltsirrtum berufen kann. Es erübrigt sich daher, auf seine übrigen Vorbringen in diesem Zusammenhang einzugehen. Mangels bevorstehenden Angriffs durfte die Vorinstanz ohne Weiteres auch die Notstandssituation verneinen.