Citation: 7B_182/2022 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe beantragt, die Einvernahmen von C.B.________ (nachfolgend Beschwerdegegnerin 2) und G.________ je vom 24. Februar 2017, von Dr. med. H.________ vom 15. Mai 2017 und die Einvernahmen von D.B.________, E.B.________ und F.B.________ (nachfolgend Beschwerdegegner 3-5) vom 15. bzw. 28. März 2017 seien als unverwertbar aus den Akten zu weisen. Indem die Vorinstanz dennoch darauf abgestellt habe, verletze sie Art. 142, 143 und 177 StPO sowie den Untersuchungsgrundsatz nach Art. 6 und Art. 3 Abs. 2 lit c StPO. In diesem Zusammenhang verletze es namentlich auch Bundesrecht, wenn ihm die Vorinstanz vorhalte, er hätte die entsprechenden Rügen der Unverwertbarkeit nicht erst vor dem Berufungsgericht, sondern bereits im erstinstanzlichen Verfahren vorbringen müsse. Vielmehr wäre die Vorinstanz aufgrund ihrer vollen Beurteilungskognition (Art. 398 Abs. 3 StPO) gehalten gewesen, die Unverwertbarkeit der genannten Personalbeweise von Amtes wegen festzustellen und die entsprechenden Beweismittel aus den Akten zu weisen. Indem sie ihre Beurteilungskognition nicht ausgeschöpft habe, habe sie daher auch seinen Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) verletzt. So sei die Beschwerdegegnerin 2 am genannten Datum zu Unrecht als Auskunftsperson statt als Zeugin befragt und nicht auf Art. 177 StPO bzw. die Straffolgen eines falschen Zeugnisses nach Art. 307 StGB hingewiesen worden. Zudem seien ihr in Verletzung von Art. 143 StPO mehrheitlich geschlossene Fragen gestellt worden. Ebenso hätten G.________ am 24. Februar 2017 und Dr. med. H.________ am 15. Mai 2017 als Zeugen befragt werden müssen, da sie keine der Eigenschaften einer Auskunftsperson erfüllen würden. Sie seien indessen nicht als Zeugen nach Art. 177 StPO belehrt worden, weshalb ihre Aussagen unverwertbar seien. Im Übrigen sei eine Entbindung von der ärztlichen Schweigepflicht von Dr. med. H.________ weder aus den Akten noch aus dem Einvernahmeprotokoll ersichtlich. Schliesslich hätten die Beschwerdegegner 3-5 wiederholt verbal und nonverbal zu verstehen gegeben, dass sie nicht aussagen möchten. Dennoch seien sie zu Aussagen gedrängt worden.