Citation: 5A_562/2022 E. 2.2.1

2.2.1. Der Beschwerdeführer wirft der Vorinstanz in erster Linie Willkür im Sinn von Art. 9 BV in der Anwendung kantonalen Rechts vor. Zur Begründung bringt er vor, die KESB - sofern sie ihre Entscheide per A-Post Plus versenden könne - sei gegenüber Gerichten, die sich an die ZPO halten müssten, ohne sachlichen Grund besser gestellt und die durch einen Entscheid der KESB betroffenen Parteien würden benachteiligt. Inwiefern die KESB mit einer A-Post Plus-Sendung besser gestellt sei, und inwiefern die betroffenen Parteien benachteiligt würden, legt der Beschwerdeführer nicht dar. Er zeigt auch nicht auf, inwiefern die A-Post Plus-Sendung geradezu unhaltbar wäre. Allein die Tatsache, dass die Zustellung mit eingeschriebener Post oder auf andere Weise gegen Empfangsbestätigung dem Adressaten und im Übrigen auch dem Ersteller gewisse Vorteile bietet, macht die Versandmethode A-Post Plus nicht verfassungswidrig (vgl. BGE 142 III 599 E. 2.5). Aus dem Urteil 5A_44/2021 vom 23. August 2021, auf das sich der Beschwerdeführer bezieht, kann er nichts zu seinen Gunsten ableiten, ging es dort um ein konkursrechtliches Verfahren, dessen Regelung dem Bundesrecht vorbehalten ist, weshalb Art. 138 ZPO zur Anwendung gelangte. Vorliegend jedoch geht es um eine Angelegenheit des Kindesschutzes, dessen Verfahren - abgesehen von hier nicht relevanten Vorschriften des ZGB - durch kantonales Recht geregelt ist (vgl. hinten E. 2.4). Soweit die Willkürrüge betreffend, genügt somit die Beschwerde den Anforderungen an die strenge Rügepflicht nicht. Es ist insofern darauf nicht einzutreten.