Citation: 6B_81/2021 E. 8.6.1

8.6.1. Die Vorinstanz würdigt die privaten Interessen des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz und hebt dabei insbesondere hervor, dass er im Alter von 2 Jahren in die Schweiz eingereist ist, 24 Jahre alt und hier aufgewachsen ist, Dialekt spricht und ein familiäres Umfeld hat. Sie führt aus, er sei insgesamt auf vielen Ebenen erfolgreich integriert, relativiert jedoch die soziale und wirtschaftliche Integration in gewissen Bereichen. Beispielsweise sei es ihm bisher nicht gelungen, in der Arbeitswelt nachhaltig Fuss zu fassen, was bereits mehrfach zu einer sozialhilferechtlichen Unterstützung geführt habe (vgl. Urteil S. 32). Dadurch, dass der Beschwerdeführer jung sei, Albanisch spreche und durch seine Eltern mit der Kultur seines Heimatlandes verbunden sei, erscheine eine Wiedereingliederung im Kosovo als möglich (vgl. Urteil S. 31). Bei ihrer Gewichtung der öffentlichen Interessen stützt sich die Vorinstanz insbesondere auf die vom Beschwerdeführer begangenen Katalogtaten und seine delinquente Vergangenheit. Das absolute Verschulden wertet sie als vergleichsweise hoch, wodurch auf eine erhebliche Störung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit zu schliessen sei. Sie berücksichtigt unter anderem auch den Vorfall vom Mai 2019, bei welchem der Beschwerdeführer mit einem Hammer mehrmals auf einen ehemaligen Kollegen eingeschlagen und es damit nicht mehr bei der blossen Androhung von Gewalt habe bewenden lassen. Es sei nicht mehr von jugendlichem Leichtsinn zu sprechen. Insgesamt gewichtet die Vorinstanz die öffentlichen Interessen an einer Landesverweisung höher als die privaten Interessen des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz.