Citation: 4A_289/2021 E. A

A.A.________ und B.A.________ (Kläger, Beschwerdeführer) gelangten mit Gesuch vom 13. August 2020 an die Schlichtungsbehörde Miete und Pacht des Kantons Luzern. Sie fochten darin die von C.________ (Beklagte, Beschwerdegegnerin) ausgesprochene Mietvertragskündigung an und verlangten Erstreckung des Mietverhältnisses. Mit einem weiteren Gesuch an die Schlichtungsbehörde wurde Mängelbeseitigung und Mietzinsreduktion verlangt. Die Schlichtungsbehörde lud die Parteien am 21. September 2020 auf den 6. November 2020 zu zwei Verhandlungen zu den zwei separat eingereichten Gesuchen vor. Die Schlichtungsverhandlung betreffend Anfechtung/Erstreckung wurde auf 09:00 Uhr angesetzt, diejenige betreffend Mängelbeseitigung/Mietzinsreduktion auf 09:30 Uhr. Die Klägerin wurde in der Folge von der persönlichen Erscheinungspflicht dispensiert. Am 6. November 2020 wartete die Schlichtungsbehörde bis um 09:10 Uhr, bevor sie die Verhandlung bezüglich Anfechtung/Erstreckung des Mietverhältnisses eröffnete. Um 09:15 Uhr stellte sie das Säumnis des Klägers fest und schrieb das Verfahren gestützt auf Art. 206 Abs. 1 ZPO als gegenstandslos ab.