Citation: 1C_5/2018 E. A

Die ukrainische Staatsangehörige A.________ (Jahrgang 1972) hielt sich in den Jahren 2005 bis 2007 aufgrund von Kurzaufenthaltsbewilligungen für Cabaret-Tänzerinnen wiederholt in der Schweiz auf. Über eine solche achtmonatige Bewilligung verfügte sie auch anfangs 2007, als sie in einer Kontaktbar ihren künftigen Ehemann B.________ (Jahrgang 1963) kennen lernte. Am 28. Januar 2008 heirateten die beiden, worauf A.________ im Kanton Schwyz eine Aufenthaltsbewilligung erhielt. Ihre Tochter C.________, geboren 1995, folgte ihr im Familiennachzug am 6. September 2008. Am 4. Juli 2013 ersuchte A.________ um erleichterte Einbürgerung. Die beiden Ehegatten unterzeichneten am 7. Januar 2014 die gemeinsame Erklärung, in einer intakten Ehe zu leben und keine Trennungs- oder Scheidungsabsichten zu haben. Mit Verfügung vom 23. Januar 2014 wurde A.________ eingebürgert. Nachdem A.________ am 10. April 2014 ein Anwaltsbüro mit ihrer "Ehesache" bevollmächtigt hatte, stellte sie am 26. August 2014 ein Scheidungsgesuch. Mit Urteil vom 17. Oktober 2014 wurde die Ehe geschieden. Aufgrund eines Schreibens des Zivilstandsamts Innerschwyz eröffnete das Staatssekretariat für Migration (SEM) ein Verfahren zur Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung, welches am 23. Oktober 2015 zur Nichtigerklärung der Einbürgerung von A.________ führte.