Citation: I 287/03 09.01.2004 E. 5

5.1 Ändert sich der Grad der Invalidität eines Rentenbezügers in einer für den Anspruch erheblichen Weise, so ist gemäss Art. 41 IVG die Rente für die Zukunft entsprechend zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Ob eine solche Änderung eingetreten ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung (BGE 125 V 369 Erw. 2 mit Hinweis; siehe auch BGE 112 V 372 Erw. 2b und 390 Erw. 1b). 5.2 Das kantonale Gericht - welches im angefochtenen Entscheid davon ausging, dass dem Beschwerdeführer ab Januar 1999 eine ganze Rente auszurichten sei - stützte sich auf den Bericht der Klinik Y.________ vom 15. Januar 1999, wonach dem Versicherten körperlich leichte Tätigkeiten zu 100 % zumutbar seien. Gemäss Vorinstanz galt diese Einschätzung bis Ende 1998. Andererseits sei ab jenem Zeitpunkt auf die Beurteilungen der Dres. H.________ (Bericht vom 3. Juli 2001) und G.________ (Bericht vom 12. September 2001) abzustellen. Demnach konnte der Beschwerdeführer auch leichte repetitive Tätigkeiten nicht mehr ausführen. Er sei in allen Bereichen nur noch zu 20 % arbeitsfähig, was offenkundig Anspruch auf eine ganze Invalidenrente auslöse. 5.3 Die Schlussfolgerungen der Vorinstanz sind nicht in allen Teilen nachvollziehbar. Aufgrund der vorhandenen Akten steht fest, dass dem Beschwerdeführer spätestens ab Sommer 2001 (Berichte von Dr. H.________ und von Dr. G.________) kaum mehr eine lukrative Tätigkeit zumutbar war. Für eine Arbeitsfähigkeit von lediglich 20 % in einer angepassten Stelle steht kein Arbeitsmarkt offen. Davon geht auch der Berufsberater der IV-Stelle in seinem Bericht vom 25. September 2001 aus. Damit hatte der Beschwerdeführer spätestens ab diesem Zeitpunkt Anspruch auf eine ganze Invalidenrente. Hingegen ist nicht einsichtig, inwiefern sich per 1. Januar 1999 die gesundheitlichen Verhältnisse des Versicherten so verändert hatten, dass sie Anlass zu einer Rentenrevision gegeben hätten, wovon das kantonale Gericht offenbar ausgeht. Vielmehr ist die Entwicklung seines Gesundheitszustandes zwischen der Untersuchung an der Klinik Y.________ vom 11. August 1997 (Bericht vom 15. Januar 1999) und den erwähnten Arztberichten im Sommer 2001 aus den Akten nicht ersichtlich. Hingegen erwähnt Dr. G.________ in seinem Bericht vom 12. September 2001 zu den orthopädischen Problemen in den Handgelenken weiter hinzugekommene gesundheitliche Schwierigkeiten, zu denen er sich nicht äussern könne, welche die Reintegration in einen Arbeitsprozess jedoch verhinderten. Es ist nicht bekannt, um welche Gesundheitsschäden es sich dabei handelte, sowie inwiefern und ab welchem Zeitpunkt diese die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers beeinflussten. Die Sache ist demnach an die IV-Stelle zurückzuweisen. Diese wird bei den behandelnden Ärzten abzuklären haben, ab welchem Zeitpunkt sich der gesamte Gesundheitszustand des Beschwerdeführers so sehr verschlechterte, dass er auch bei einer leichten Tätigkeit in seiner Leistungsfähigkeit so eingeschränkt war, dass auch dort nicht mehr von einer vollen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden konnte. Alsdann wird sie darüber zu verfügen haben, ab welchem Zeitpunkt der Beschwerdeführer Anspruch auf eine höhere Invalidenrente hatte.