Citation: 5A_398/2019 E. 8.1

8.1. Zuletzt will die Beschwerdeführerin auch noch eine formelle Rechtsverweigerung ausgemacht haben. Die Verletzung von Art. 29 Abs. 1 BV erblickt sie zum einen darin, dass das Obergericht ihre Legitimation sowohl zur Akteneinsicht als auch zur Arresteinsprache zu Unrecht ablehne. Sie beruft sich auf die Rechtsprechung, wonach mit der Rüge der formellen Rechtsverweigerung beanstandet werden kann, dass auf eine formgerecht eingereichte Eingabe nicht eingetreten worden sei (Urteil 1P.338/2006 und 1P.582/2006 vom 12. Februar 2007 E. 3.2, in: ZBl 108/2007 S. 316). Mit dieser Rüge ist die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht mangels materieller Erschöpfung des Instanzenzugs nicht zu hören. Zur Diskussion steht nicht die Zulässigkeit des kantonalen Rechtsmittels (auf das die Vorinstanz eintrat), sondern die Frage, ob das Bezirksgericht der Beschwerdeführerin zu Recht die Legitimation absprach und deswegen nicht auf ihre Einsprache eintrat (s. Sachverhalt Bst. B und C). Dementsprechend beschlägt auch der Vorwurf der formellen Rechtsverweigerung nicht das vorinstanzliche, sondern das erstinstanzliche Verfahren. Dass sie die besagte Rüge auch vor der Vorinstanz erhoben hätte, geht aus dem angefochtenen Entscheid nicht hervor und wird von der Beschwerdeführerin auch nicht behauptet. Entscheidet die letzte kantonale Instanz - wie hier (E. 1) - entsprechend dem Grundsatz von Art. 75 Abs. 1 BGG als Rechtsmittelinstanz, so ist die Ausschöpfung des Instanzenzugs unerlässliche Voraussetzung für die Zulässigkeit der Beschwerde an das Bundesgericht (s. BGE 141 III 188 E. 4.1 S. 190 mit Hinweisen). Letztinstanzlichkeit gemäss Art. 75 Abs. 1 BGG bedeutet, dass der kantonale Instanzenzug nicht nur formell durchlaufen, sondern auch materiell ausgeschöpft werden soll (BGE 143 III 290 E. 1.1 S. 292 f. mit Hinweisen; Urteil 4A_32/2018 vom 11. Juli 2018 E. 5.2.1). Die rechtsuchende Partei darf die ihr bekannten rechtserheblichen Einwände der Vorinstanz nicht vorenthalten, um sie erst nach dem Ergehen eines ungünstigen Entscheides im anschliessenden Rechtsmittelverfahren zu erheben. Sie muss sich in der Beschwerde an das Bundesgericht mit den Erwägungen der letzten kantonalen Instanz zu Rügen auseinandersetzen, die sie bereits vor dieser letzten kantonalen Instanz erhoben hat.