Citation: 5C.128/2005 21.06.2005 E. 2

Die Berufungsklägerin verlangt die Rückübertragung der Obhut über die beiden im Waisenhaus W.________ platzierten Knaben A.________ und B.________ und stützt dieses Begehren auf Art. 313 ZGB, den sie durch den angefochtenen Entscheid als verletzt betrachtet. Nicht einzutreten ist auf die Berufung zunächst, soweit die Berufungsklägerin ihr Begehren mit einer - ohnehin nur vage angedeuteten (die Knaben fühlten sich im Waisenhaus nicht wohl und insbesondere der ältere sei reifer geworden) - Veränderung der Verhältnisse begründet. Diese sind als Tatfrage nicht berufungsfähig; vielmehr sind die Sachverhaltsfeststellungen der letzten kantonalen Instanz für das Bundesgericht im Berufungsverfahren verbindlich (vgl. Art. 63 Abs. 2 OG). Aus diesen ergibt sich nichts, was auf veränderte Verhältnisse hindeuten würde und damit allenfalls geeignet wäre, eine Verletzung von Art. 313 ZGB zu begründen. Allfällige Aktenwidrigkeiten sowie willkürliche oder unterlassene Sachverhaltsfeststellungen wären sodann mit staatsrechtlicher Beschwerde zu rügen.