Citation: I 267/03 31.10.2003 E. 4

Streitig und zu prüfen ist die Höhe des Invaliditätsgrades und der entsprechende Umfang des Rentenanspruches. 4.1 Die Vorinstanz hat das ohne Gesundheitsschaden erzielbare Valideneinkommen nach Massgabe der Tabelle TA1 (privater Sektor) der schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2000 ermittelt. Es hat dabei den monatlichen Bruttolohn (Zentralwert) von Fr. 4727.- für Männer an Arbeitsplätzen mit dem Anforderungsniveau 3 im Wirtschaftszweig "Handel, Reparatur Automobile" herangezogen. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird gerügt, die Vorinstanz habe damit auf ein seinen beruflichen Qualifikationen nicht adäquates, zu tiefes Anforderungsprofil abgestellt. 4.2 Der Beschwerdeführer hat im Jahre 1978 eine Berufslehre als Automechaniker abgeschlossen, in der Folge auf diesem Beruf auch als Werkstattchef-Stellvertreter gearbeitet und 1983 die Fachprüfung als Motorradmechaniker abgelegt. Aus den Akten ist nicht ersichtlich, ob er in den Jahren 1983-1992 ausschliesslich in der Motorradbranche oder weiterhin im Autogewerbe tätig gewesen ist. Vom 1. Oktober 1992 bis zum 31. Dezember 1999 war er als Werkstattchef in der Firma M.________, angestellt und erledigte als solcher - mit Ausnahme der Buchhaltung - alle im Motorradgewerbe anfallenden Arbeiten, namentlich Reparaturen und Revisionen sowie den Verkauf von Motorrädern. Diese berufliche Stellung beinhaltet auch die Verrichtung selbstständiger und qualifizierter Arbeiten entsprechend dem Anforderungsniveau 2 der Lohnstrukturerhebung. Blosse Berufs- und Fachkenntnisse, wie sie das Anforderungsniveau 3 voraussetzt und über die auch ein bloss angelernter Berufsmann mit langjähriger Erfahrung verfügen kann, sind für die Funktion eines Werkstattchefs, der Mitarbeiter anzuweisen, zu überwachen und anzuleiten hat sowie in der Lage sein muss, auch organisatorische und administrative Aufgaben zu erfüllen und Kundenkontakte zu pflegen, nicht mehr ausreichend. Geht man davon aus, dass der Beschwerdeführer als Gesunder im Automobil- und/oder Motorradgewerbe weiterhin an einem Arbeitsplatz mit dem Anforderungsniveau 2 tätig geblieben wäre, hätte er bei einer Wochenarbeitszeit von 40 Stunden einen standardisierten Bruttolohn von Fr. 5972.- monatlich inkl. 1/12 des 13. Monatslohnes erzielen können (LSE 2000 a.a.O.). Angepasst an die betriebsübliche Arbeitszeit von 42,1 Stunden und die Nominallohnentwicklung in den Jahren 2001 und 2002 (2,5 % und 1,7 % [Die Volkswirtschaft 11-2002 S.89 Tabelle 10.2]) resultiert ein Valideneinkommen von Fr. 6552.- monatlich (5972.- : 40 x 42,1 : 100 x 102,5 : 100 x 101,7) oder von Fr. 78'626.- jährlich. Dieser statistische Lohn liegt etwas höher als die vom Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfahren beigebrachten Lohnbestätigungen. 4.3 Zur Festlegung des Einkommens, das nach Eintritt des Gesundheitsschadens noch erzielt werden könnte, stützte sich die Vorinstanz korrekterweise wiederum auf die Ergebnisse der LSE 2000. Im Hinblick auf die medizinischen Einschränkungen kommen nur noch Tätigkeiten mit dem Anspruchsniveau 4 in Frage. Der entsprechende Tabellenlohn beläuft sich auf Fr. 4437.-. Angepasst an die in der Schweiz übliche Arbeitszeit (41,7 Stunden) und die Nominallohnentwicklung in den Jahren 2001 und 2002 ergibt sich ein Invalideneinkommen von Fr. 4821.80 monatlich oder von Fr. 57'862.- jährlich. Unter Berücksichtigung des zumutbaren Pensums von 50 % beträgt das Invalideneinkommen somit Fr. 28'931.-, wie die Vorinstanz zutreffend feststellte. Nicht zu beanstanden ist, dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer unter Berücksichtigung seiner Leiden und der daraus resultierenden Benachteiligung auf dem Arbeitsmarkt einen sog. Behindertenabzug von 10 % gewährte und das massgebliche Invalideneinkommen auf Fr. 26'038.- festlegte. 4.4 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 78'626.- und einem Invalideneinkommen von Fr. 26'038.- resultiert eine Einkommenseinbusse von Fr. 52'588.-, was einem Invaliditätsgrad von 66,9 % entspricht. Der Beschwerdeführer hat somit Anspruch auf eine ganze Invalidenrente.