Citation: 1C_23/2020 E. 1.5

1.5. Abgesehen von hier nicht betroffenen Ausnahmen ist die Beschwerde an das Bundesgericht gegen einen Zwischenentscheid nur zulässig, wenn dieser einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Diese Voraussetzungen sollen zur Entlastung des Bundesgerichts führen; es soll sich möglichst nur einmal mit einer Sache befassen müssen (BGE 141 III 80 E. 1.2 S. 81; 135 II 30 E. 1.3.2 S. 34 f.). Nach der Rechtsprechung obliegt es der beschwerdeführenden Partei darzutun, inwiefern die Voraussetzungen nach Art. 93 Abs. 1 BGG erfüllt sind, soweit deren Vorliegen nicht offensichtlich ist (vgl. Art. 42 Abs. 2 BGG; BGE 138 III 46 E. 1.2 S. 47; 137 III 324 E. 1.1 S. 329). Ein nicht wieder gutzumachender Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG muss grundsätzlich rechtlicher Natur sein, was voraussetzt, dass er durch einen späteren günstigen Entscheid nicht oder nicht mehr vollständig behoben werden kann. Die blosse Verzögerung oder Verteuerung des Verfahrens stellt keinen nicht wieder gutzumachen Nachteil dar, sofern das Verfahren insgesamt den Vorgaben von Art. 29 Abs. 1 BV genügt (vgl. BGE 142 II 20 E. 1.4 S. 24 f.; Urteil 1C_636/2017 vom 22. Mai 2018 E. 3.4). Im Übrigen tritt das Bundesgericht bei Rechtsmittelentscheiden über das im Baurecht zahlreicher Kantone enthaltene Institut des baurechtlichen Vorentscheids unter Umständen gestützt auf Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG direkt auf dagegen gerichtete Beschwerden ein (vgl. BGE 135 II 30 E. 1.3.5 S. 37 f.). Die Anwendung von Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG setzt voraus, dass das Bundesgericht einen Endentscheid fällen könnte und dass sich das dadurch zu vermeidende Beweisverfahren hinsichtlich Dauer und Kosten deutlich von gewöhnlichen Verfahren abhebt (vgl. Urteile 1C_77/2019 vom 11. Februar 2019 E. 2.2; 1C_88/2015 vom 28. April 2015 E. 3.1; je mit Hinweisen). Im Hinblick auf den Aufwand für die Einleitung und Durchführung eines Baubewilligungsverfahrens hat das Bundesgericht einen Anwendungsfall von Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG je nach den konkreten Gegebenheiten teils bejaht (vgl. Urteile 1C_136/2007 vom 24. September 2007 E. 1.2, in: ZBl 109/2008 S. 439; 1C_379/2016 vom 13. Juni 2017 E. 1.1), teils verneint (vgl. Urteile 1C_54/2011 vom 19. April 2011 E. 1.2.3, in: RtiD 2011 II 145; 1C_457/2012 vom 18. Februar 2013 E. 1.2; 1C_527/2012 vom 17. Oktober 2013 E. 2.2; 1C_386/2013 vom 28. Februar 2014 E. 1.2; 1C_399/2015 vom 24. August 2015 E. 1.6). Mitunter wurde offengelassen, ob Art. 93 Abs. 1 BGG erfüllt war (vgl. Urteile 1C_267/2017 vom 7. August 2017 E. 1.4; 1C_166/2019 vom 17. Juli 2019 E. 1.3).