Citation: 5A_857/2024 E. 3.5.3

3.5.3. Weiter vertritt die Beschwerdeführerin den Standpunkt, die getroffene Massnahme erweise sich als nicht erforderlich bzw. bestünden mildere Mittel, insbesondere das angeblich bereits vor dem angefochtenen Entscheid gelebte Behandlungssetting mit täglicher (oraler) Medikamenteneinnahme. 3.5.3.1. Die Vorinstanz setzte sich mit dieser Möglichkeit auseinander, hielt sie allerdings angesichts der jüngsten Erfahrungen für nicht erfolgversprechend. Die Beschwerdeführerin habe sich der täglichen oralen Medikation wiederholt entzogen, so dass sich weniger einschneidende Massnahmen als eine Depotmedikation bisher als nicht ausreichend erwiesen hätten. Es sei davon auszugehen, dass nur durch eine Depotmedikation gemäss Behandlungsplan eine weitere Remission der psychotischen Symptomatik und damit eine deutliche Verminderung des Leidensdrucks erreicht werden könne. 3.5.3.2 Mit diesen Erwägungen setzt sich die Beschwerdeführerin nicht hinreichend auseinander. Sie ist zwar der Meinung, die Erfahrung im Sommer 2024 dürfe nicht zur Begründung herangezogen werden, weil damals auf die Anordnung ambulanter Massnahmen verzichtet worden sei. Allerdings übergeht sie damit ihre langjährige Krankheitsgeschichte, wobei sich gezeigt hat, dass sie sich der täglichen Medikamenteneinnahme wiederholt entzogen hat. Schliesslich führt sie selbst aus, bei der Beschwerdeführerin sei es stets "so gehandhabt worden", und meint damit den regelmässigen Spitexeinsatz und Home Treatment. Damit gibt sie selbst zu, dass die tägliche, orale Medikamenteneinnahme wiederholt nicht funktioniert hat. Wie es genau im Sommer 2024 zum Abbruch der Zusammenarbeit mit diesen Institutionen gekommen ist, ist überdies nicht relevant, nachdem jedenfalls feststeht, dass die Beschwerdeführerin bereits kurz nach Entlassung aus der fürsorgerischen Unterbringung ihre Medikamente nicht mehr einnahm. Von daher kann der Vorinstanz auch nicht vorgeworfen werden, diesbezüglich ihre Pflicht zur Erforschung des Sachverhalts verletzt zu haben, und der Schluss der Vorinstanz, wonach keine milderen Mittel als die Depotmedikation in Betracht kommen, hält vor Bundesrecht stand.