Citation: 4P.252/2006 25.01.2007 E. B

Mit Klage vom 15. April 2005 beantragte die Beschwerdeführerin dem Handelsgericht des Kantons Bern, die Beschwerdegegnerin sei im Sinn einer Teilklage zu verpflichten, einen Betrag von minimal Fr. 2'650'766.50 zuzüglich Zins zu bezahlen (Ziff. 1); ferner sei die Beschwerdegegnerin zur Bezahlung von nicht gerechtfertigten Skontoabzügen von Fr. 207'958.34 zuzüglich Zins zu verpflichten (Ziff. 2); schliesslich sei die Beschwerdegegnerin zur Entschädigung der vorprozessualen Anwaltskosten von Fr. 60'313.55 und Fr. 22'580.95 zuzüglich Zins zu verurteilen (Ziff. 3). Mit ihrer Klage macht die Beschwerdeführerin die Abgeltung der von ihr bis zur Arbeitsniederlegung am 20. Januar 2005 erbrachten Leistungen zu den nach ihrer Auffassung massgebenden Preisen geltend. Die Beschwerdegegnerin beantragte am 16. August 2005, die Klage sei abzuweisen. Gleichzeitig erhob sie Widerklage mit dem Antrag, die Beschwerdeführerin sei zu verpflichten, ihr unter Vorbehalt der Nachklage Fr. 2'928'274.-- zuzüglich Zins zu bezahlen. Mit der Widerklage fordert die Beschwerdegegnerin von der Beschwerdeführerin zurück, was sie nach ihrer Auffassung der ARGE B.________ zuviel bezahlt habe. Am 12. April 2006 verfügte der Präsident des Handelsgerichts als Instruktionsrichter die Beschränkung des Verfahrens auf die Frage der Aktivlegitimation der Beschwerdeführerin. Anlässlich der Hauptverhandlung vom 12. Mai 2006 ergänzte die Beschwerdeführerin ihre Anträge insoweit, als die Beschwerdegegnerin eventualiter zu verpflichten sei, die verlangten Zahlungen gemäss Ziffer 1 bis 3 an die ARGE B.________ zu leisten. Mit Urteil vom 12. Mai 2006 (ausgefertigt am 30. August 2006) wies das Handelsgericht des Kantons Bern die (Haupt-)Klage wegen fehlender Aktivlegitimation der Beschwerdeführerin ab. Über die Widerklage entschied das Handelsgericht nicht.