Citation: 2C_333/2015 E. 6.3

6.3. Der Beschwerdeführer macht schliesslich geltend, er sei mit hoher Wahrscheinlichkeit an Multipler Sklerose erkrankt. Bei einer plötzlichen und drastischen Gesundheitsverschlechterung wäre er auf ärztliche und medikamentöse Behandlung angewiesen, die er sich im Kosovo nicht leisten könnte. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass es sich - wie von der Vorinstanz festgestellt - in seinem Fall um eine Verdachtsdiagnose handelt. Er macht auch nicht geltend, dass er aufgrund seines aktuellen Gesundheitszustandes arbeitsunfähig wäre, dauernder Pflege bedürfe oder auf eine Behandlung angewiesen wäre, die im Kosovo nicht erhältlich ist. Dass die Vorinstanz unter diesen Umständen den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers als so stabil bezeichnete, dass bei einer Rückkehr in den Kosovo nicht mit einer raschen und lebensgefährdenden Beeinträchtigung der Gesundheit zu rechnen sei, und folglich die Unzumutbarkeit der Rückkehr des Beschwerdeführers aus medizinischen Gründen verneint hat, ist nicht zu beanstanden. Es kann somit davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer in seinem Heimatland wieder Fuss fassen kann, in welchem er aufgewachsen und mit dessen sprachlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Gegebenheiten er nach wie vor vertraut ist, zumal er dorthin regelmässig zurückgekehrt ist. Soweit der Beschwerdeführer rügt, dass gegen ihn keine ausländerrechtliche Verwarnung ausgesprochen wurde, verkennt er, dass eine Verwarnung einem Bewilligungswiderruf nicht zwingend vorangehen muss. Vorliegend wurde in Anbetracht aller Umstände das migrationsrechtliche Verschulden des Beschwerdeführers als schwer eingestuft. Folglich ist es mit dem Verhältnismässigkeitsprinzip vereinbar, dass die kantonalen Behörden den Widerruf verfügten, ohne den Beschwerdeführer vorgängig zu verwarnen. Der entsprechende Eventualantrag des Beschwerdeführers ist deshalb abzuweisen.