Citation: 9C_42/2023 E. 4.2.2

4.2.2. Die Berufung der Beschwerdeführerin auf notwendige Arbeitsunterbrechungen, welchem Punkt die Vorinstanz in keiner Weise Rechnung getragen hat, ist stichhaltig. Es ist nicht zu erwarten, dass eine Angestellte im Reinigungsdienst eines Hotels oder in einem Reinigungsunternehmen nach Belieben "längere Pausen" einlegen kann. Der erhöhte Pausenbedarf der Beschwerdeführerin schliesst eine Verwertbarkeit ihrer Restarbeitsfähigkeit im Reinigungsbereich aus. Überdies sind der Beschwerdeführerin Beschäftigungen mit spezifischer Belastung der Hals- und Lendenwirbelsäule (d.h. wiederholte Bück- oder Torsionsbewegungen) und "schwerpunktmässiger" repetitiver grob- und feinmanueller Beanspruchung sowie solche auf oder über der Schulterhorizontalen bezüglich des dominanten rechten Armes nicht zumutbar (vgl. E. 2.3 hiervor). Die von der Beschwerdeführerin exemplarisch aufgeführten Reinigungstätigkeiten lassen sich nicht mit dem vom BEGAZ definierten Zumutbarkeitsprofil vereinbaren, was das kantonale Gericht verkannt hat. Jedenfalls geht der von der Vorinstanz sinngemäss angedeutete Vergleich zwischen Reinigungstätigkeiten im eigenen Haushalt und denjenigen im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses fehl. Vielmehr gilt es zu beachten, dass bei der Bewältigung des eigenen Haushalts in der Regel mehr Spielraum und Flexibilität für die Einteilung sowie die Ausführung der Arbeit besteht als im Rahmen eines Anstellungsverhältnisses (vgl. Urteil 8C_748/2019 vom 7. Januar 2020 E. 6.2.1 mit Hinweisen).