Citation: 8C_346/2009 03.07.2009 E. 5

5.1 Für die Vorinstanz war vorerst von Bedeutung, dass der Beschwerdeführer in seiner Hergangsschilderung vom 24. September 2007, mithin rund einen Monat nach dem Ereignis vom 27. August 2007, auf nichts Ungewöhnliches hingewiesen hatte und erst später das "Hängenbleiben" mit dem linken Fuss am Elektronikwagen erwähnte. Dies kann indessen nicht ohne Weiteres als widersprüchliche Aussage des Beschwerdeführers qualifiziert werden, sondern stellte vielmehr eine spätere Präzisierung dar. Dass ein durchschnittlicher Versicherter bei der Frage des Versicherers im Rahmen der Hergangsschilderung, ob sich "im Bewegungsablauf ... etwas Ungewöhnliches zugetragen" habe, nicht merkt, dass es auf solche Einzelheiten ankommt, macht seine Angaben nicht per se unglaubwürdig. 5.2 Die Vorinstanz wies weiter darauf hin, auch in der von seiner Arbeitgeberin am 11. September 2007 ausgefüllten Unfallmeldung werde lediglich ausgeführt, der Versicherte habe beim Heben von schwerem Zubehör einen stechenden Schmerz im Knie gespürt. Diese vorinstanzliche Feststellung ist jedoch ungenau. Denn in dieser Unfallmeldung ist unter Ziff. 9. "Verletzung" in der Rubrik "Art der Schädigung" ausserdem von einer "Verdrehung" des linken Knies die Rede. Dies stimmt also überein mit der späteren detaillierten Schilderung des Versicherten in der Einsprache vom 14. Januar 2008, wonach er sich zufolge des Hängenbleibens mit dem linken Fuss am Elektronikwagen das Knie "verdrehte". 5.3 Schliesslich ist dem Beschwerdeführer beizupflichten, dass auch ein Zeuge vom Hörensagen, dem er nach dem Ereignis das Geschehene im Sinne einer "Aussage der ersten Stunde" schilderte, relevant sein kann (vgl. Urteil U 6/02 vom 18. Dezember 2002 E. 3.3). Die vom Beschwerdeführer einspracheweise und vorinstanzlich beantragten Zeugen sollen die Ereignisschilderung zum Teil noch am Tag selber oder wenig später gehört haben. Grundsätzlich können das somit relevante Zeugen sein. Sie sind daher in Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 61 lit. c ATSG) einzuvernehmen (allenfalls nicht alle), wobei ihre Glaubwürdigkeit und die Beweiskraft ihres Zeugnisses aufgrund der Einvernahmen zu beurteilen ist (vgl. auch Urteil 5P.161/2005 vom 6. Februar 2006 E. 6.3 mit Hinweisen). Es kann nicht im Sinne antizipierter Beweiswürdigung gesagt werden, dass von zusätzlichen Abklärungen keine verwertbaren entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten sind (vgl. auch SVR 2009 UV Nr. 3 S. 9 E. 8.3 mit Hinweis). Die Sache ist deshalb an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie die notwendigen Zeugeneinvernahmen durchführe. Je nach Ergebnis dieser Befragung wird das Gericht allenfalls weitere sich aufdrängende Abklärungen zu treffen und danach unter umfassender Würdigung des gesamten Beweismaterials neu über die Sache zu befinden haben.