Citation: 5A_219/2017 E. 4.4

4.4. Strittig ist schliesslich die Verlegung der erstinstanzlichen Prozesskosten. Das Obergericht hat erwogen, der Beschwerdeführer habe diesbezüglich vor Bundesgericht keinen Fehler gerügt und auch in seiner Stellungnahme vom 14. November 2016 nur die Kostenliquidation im obergerichtlichen, nicht aber im erstinstanzlichen Verfahren beanstandet. Die erstinstanzlichen Gerichtskosten seien den Parteien - wie bereits im Entscheid vom 28. April 2015 - deshalb zur Hälfte aufzuerlegen und die Parteikosten wettzuschlagen (Art. 58 des zum damaligen Zeitpunkt geltenden bernischen Gesetzes vom 7. Juli 1918 über die Zivilprozessordnung, ZPO; ehedem BSG 271.1). Der Beschwerdeführer kritisiert, das Obergericht habe die Verteilung der erstinstanzlichen Prozesskosten zu Unrecht mit dem Argument begründet, er habe vor Bundesgericht keinen Fehler gerügt. Er habe die erstinstanzliche Kostenverteilung angefochten. Der Beschwerdeführer missversteht mit diesem Einwand die obergerichtlichen Erwägungen. Das Obergericht hat nicht festgehalten, der Beschwerdeführer habe die erstinstanzliche Kostenverlegung überhaupt nicht angefochten, d.h. den allgemein üblichen Antrag auf Kostenverlegung entsprechend dem Prozessausgang nicht gestellt. Das Obergericht hat vielmehr festgehalten, er habe diesbezüglich keinen Fehler gerügt. Mit anderen Worten bedeutet dies, dass der Beschwerdeführer die erstinstanzliche Kostenverteilung nicht unabhängig vom Prozessausgang angefochten hat. Dass er Letzteres getan hätte, behauptet der Beschwerdeführer nicht. Da der angefochtene Entscheid des Obergerichts in der Sache gleich ausfällt wie der erste obergerichtliche Endentscheid vom 28. April 2015, ist nicht ersichtlich, weshalb das Obergericht die erstinstanzlichen Kosten nicht nochmals gleich hätte verteilen dürfen. Der Beschwerdeführer ficht im Übrigen auch vor Bundesgericht die erstinstanzlichen Prozesskosten (anders als die obergerichtlichen) nicht unabhängig vom Prozessausgang an, denn er legt nicht dar, wie diese - beim gegebenen Prozessausgang - anders verteilt werden sollten.