Citation: I 149/99 16.03.2000 E. 2

2.- a) Unbestritten ist der Anspruch des Versicherten auf eine ganze Invalidenrente. Streitig ist hingegen die Frage, ob die ganze Invalidenrente rückwirkend - wie ver- fügt - zufolge verspäteter Anmeldung erst ab Oktober 1992 oder bereits früher zuzusprechen ist. b) Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid er- wogen, dass der Versicherte in der Zeit von 1985 bis 1994 wegen seiner Alkoholprobleme bei Dr. med. O.________ in Behandlung war und er während dieser Zeitspanne kein Leistungsbegehren bei der Invalidenversicherung gestellt habe, obschon er von seinem Gesundheitsschaden Kenntnis gehabt haben müsse und er seit dem 31. August 1990 krank- heitshalber zu 100 % arbeitsunfähig gewesen sei. Ein Leis- tungsbegehren sei erstmals am 7. Oktober 1993, und zwar durch den Rechtsvertreter seiner Ehefrau, gestellt worden. Der anspruchsbegründende Sachverhalt, nämlich die Tatsache, dass der Versicherte wegen seines Alkoholismus seine letzte Stelle verloren habe, sei also vor 1990 spätestens aber seit 31. August 1990 objektiv feststellbar gewesen, sodass das am 7. Oktober 1993 eingereichte Leistungsbegehren zu spät erfolgt sei. Die Beschwerdeführer wenden ein, dass der Versicherte den anspruchsbegründenden Sachverhalt nach objektiven Gesichtspunkten zwar hätte kennen müssen, so sei er sogar oft darauf hingewiesen worden, ihm jedoch wegen seiner Krankheit die Einsicht in den objektiven Sachverhalt nicht etwa nur zeitlich begrenzt, sondern auf lange, sogar defi- nitive Dauer verwehrt geblieben sei. Er habe wegen seiner krankhaften subjektiven Wahrnehmungs- und Interpretations- störungen gar keine Einsicht in sein Schicksal mehr gehabt, weshalb er die zwölfmonatige Frist zur Anmeldung des Ren- tenanspruchs gar nicht habe wahrnehmen können. Luzide Intervalle, in denen der Anspruchsberechtigte hätte zur Raison bewegt werden können, seien selten gewesen und, wenn überhaupt, habe dieser mit abweisendem, arrogantem und renitentem Verhalten reagiert.