Citation: 9C_551/2018 E. A

Der 2009 geborene A.________ bezieht mit Wirkung seit 17. Februar 2015 eine Entschädigung für Hilflosigkeit mittleren Grades der Invalidenversicherung (Verfügung der IV-Stelle des Kantons St. Gallen [fortan: IV-Stelle] vom 6. Juni 2016). Am 14. Januar 2016 wurde der Versicherte durch seine Eltern mit Verweis auf ein im November 2015 erstmals diagnostiziertes Geburtsgebrechen (Autismus-Spektrum-Störung gemäss Ziffer 405 des Anhangs zur Verordnung über Geburtsgebrechen vom 9. Dezember 1985 [GgV, SR 831.232.21]) zum Leistungsbezug für Minderjährige (medizinische Massnahmen) angemeldet. Die IV-Stelle traf medizinische Abklärungen und holte insbesondere einen Abklärungsbericht des Dr. med. D.________, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, und der lic. phil. E.________, Fachpsychologin für Psychotherapie FSP, ein. Dabei bestätigten die Gutachter die Diagnose einer autistischen Störung nicht (Expertise vom 4. Mai 2017). Mit zwei separaten Verfügungen vom 28. Juli 2017 lehnte die IV-Stelle eine Kostengutsprache sowohl für die Behandlung eines Geburtsgebrechens (Art. 13 IVG; fortan: Verfügung Art. 13 IVG) als auch für medizinische Massnahmen nach Art. 12 IVG (fortan: Verfügung Art. 12 IVG) ab.