Citation: 8C_92/2018 E. 5.2.2

5.2.2. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz vermag der Bericht des Dr. med. H.________ auch inhaltlich nicht ganz zu überzeugen. Zwar sind seine Ausführungen, wonach eine mehrjährige asymmetrische Belastung durch ein schmerzbedingtes Hinken durchaus zu degenerativen Veränderungen der Lendenwirbelsäule führen kann, nachvollziehbar. Im vorliegenden Fall verneinte er eine solche lange dauernde Belastung, da die Rückenbeschwerden bereits 1 3/4 Jahre und das Schonhinken erst nach 2 1/2 Jahren nach dem Unfall erstmals dokumentiert worden seien. Allerdings nahm er dabei keine Stellung zum Umstand, dass der Beschwerdeführer rund ein Jahr nach dem Unfall eine körperlich schwere Arbeit aufgenommen hatte, bei der er täglich insgesamt 300 - 400 kg Reinigungs- und Spülmittel (in Bidons zu 12 bzw. 25 kg) ein- und ausladen sowie mit dem "Sackrolli" Treppen steigen musste. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass sich dies, in Verbindung mit den Beschwerden im Knie, negativ auf die Rückenbeschwerden ausgewirkt hat. Die Einschätzung der behandelnden Ärztin Dr. med. N.________, dass die Rückenschmerzen durch das (unfallbedingte) Schonhinken des linken Beins entstanden und durch den schweren, körperlich belastenden Beruf sowie das weitere Hinken aufrecht erhalten würden (weil bis dahin noch keine Revision des Meniskusschadens stattgefunden hatte), ist unter diesen Umständen durchaus geeignet, mindestens geringe Zweifel an der versicherungsmedizinischen Beurteilung zu wecken.