Citation: 5A_586/2007 20.11.2007 E. 3

Die Beschwerdeführerin rügt eine unrichtige Sachverhaltsfeststellung durch das Obergericht gemäss Art. 97 Abs. 1 BGG. 3.1 Zunächst macht die Beschwerdeführerin geltend, sie habe bereits im September 2006 eine Ausdehnung des Besuchsrechts beantragt. Dies sei von der Beiständin jedoch nicht bewilligt worden. Ausserdem habe sie ihr Besuchsrecht immer wahrgenommen. Die obergerichtliche Feststellung, sie habe durch ihr eigenes Verhalten den Aufbau einer engeren Bindung verhindert, stelle daher eine unrichtige Sachverhaltsfeststellung dar. Was die Häufigkeit ihrer Besuche betrifft, wendet die Beschwerdeführerin sodann ein, sie habe die betreffende Frage anlässlich der Anhörung vom 24. August 2007 aufgrund ihrer mangelnden Deutschkenntnisse missverstanden; entgegen der Darstellung des Obergerichts besuche sie ihre Tochter unter der Woche ein Mal. Wohl könnte sie dies auch mehrmals unter der Woche tun; sie sei aber als Sozialhilfeempfängerin nicht in der Lage, die Billettkosten für mehrmaliges Reisen von ihrem Wohnort zur Pflegefamilie zu bezahlen. Allgemein macht die Beschwerdeführerin geltend, die Aussagen des Obergerichts betreffend Besuchsquantität und -qualität stellten eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts dar. Im Zusammenhang mit den obergerichtlichen Ausführungen dazu, dass sie nach Wahrnehmung des Beschwerdegegners in Bezug auf Betreuung und Erziehung überfordert sei, weist die Beschwerdeführerin schliesslich darauf hin, dass der Beschwerdegegner seit mehr als zwei Jahren keinen Kontakt mehr mit ihr habe. Er sei daher nicht in der Lage, ihre Betreuungs- und Erziehungsfähigkeit zu beurteilen. Damit sei eine willkürliche Beweiswürdigung vorgenommen worden. Die übrigen Sachverhaltsrügen der Beschwerdeführerin ergeben sich sinngemäss aus der Beschwerdeschrift, so insbesondere ihr Hinweis darauf, sie habe seit mehr als zwei Jahren keine Depression mehr gehabt und es bestünden keine Anhaltspunkte dafür, dass die Klinikaufenthalte jemals eine Gefährdung der Tochter dargestellt hätten. 3.2 Soweit sich die Beschwerdeführerin gegen die Sachverhaltsfeststellungen des Obergerichts wendet und es sich dabei nicht um neue - und damit gemäss Art. 99 Abs. 1 BGG unzulässige - Vorbringen handelt, legt sie nicht dar, inwieweit die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen offensichtlich unrichtig sein oder auf einer Rechtsverletzung beruhen sollen und inwiefern die Behebung des Mangels für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein soll. Vielmehr beschränkt sie sich diesbezüglich durchwegs auf rein appellatorische und damit unzulässige Kritik am festgestellten Sachverhalt (BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 254 f.). So ist nicht ersichtlich, inwieweit dem Obergericht in Bezug auf seine Aussagen betreffend Besuchsquantität und -qualität eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung vorzuwerfen wäre, etwa wenn es ausführt, die Beschwerdeführerin habe durch ihr eigenes Verhalten den Aufbau einer engeren Bindung zu ihrer Tochter verhindert. Vielmehr hat sich das Obergericht mit dem Umstand auseinandergesetzt, dass sich der Anfahrtsweg der Beschwerdeführerin zu A.________ verlängert habe sowie dass sie keiner Arbeit nachgehe und vom Sozialamt Leistungen beziehe. Auch in den übrigen Punkten legt die Beschwerdeführerin lediglich ihre eigene Sicht des Sachverhalts dar, vermag jedoch den Vorwurf einer offensichtlich unrichtigen Sachverhaltsfeststellung durch das Obergericht nicht substanziiert zu begründen.