Citation: 2C_976/2020 E. 5.4.1

5.4.1. Dem angefochtenen Urteil kann entnommen werden, dass der Beschwerdeführer aus rein finanziellen Gründen während drei Jahren mit Heroin gehandelt hat. Die Vorinstanz hielt diesbezüglich fest, mit der reinen Wirkstoffmenge von rund 120 Gramm Heroin Hydrochlorid habe er zehn Mal den schweren Fall erfüllt, was aus Sicht des Obergerichts ein hohes Gefährdungspotenzial darstelle. Zudem habe er die Drogen nicht in Kleinstmengen bzw. Konsumeinheiten, sondern in grösseren Mengen von 25 Gramm oder Mehrfaches davon an Drogenkonsumenten veräussert, die sich zugleich als Wiederverkäufer betätigt hätten. Nach den Erkenntnissen des Obergerichts sei er professionell und gut organisiert vorgegangen und habe damit eine nicht unwesentliche kriminelle Energie an den Tag gelegt. Damit habe er in Kauf genommen, die Gesundheit einer unbestimmten Anzahl von Personen zu gefährden (vgl. E. 5.1.2 des angefochtenen Urteils). Wie die Vorinstanz zu Recht festhält, wiegen aus finanziellen Motiven begangene Betäubungsmitteldelikte nach der bundesgerichtlichen Praxis besonders schwer (BGE 139 I 31 E. 2.3.2; Urteil 2C_997/2020 vom 23. April 2021 E. 4.2.1). Zudem gehören qualifizierte Drogendelikte zu den Anlasstaten, die seit dem 1. Oktober 2016 eine obligatorische Landesverweisung nach sich ziehen (Art. 121 Abs. 3 lit. a BV; Art. 66a Abs. 1 lit. o StGB). Auch wenn diese Regelung nicht rückwirkend Anwendung auf den Beschwerdeführer findet, darf bei einer Interessenabwägung berücksichtigt werden, dass der Verfassungs- und Gesetzgeber qualifizierte Betäubungsmitteldelikte als besonders verwerflich erachtet (vgl. Urteil 2C_488/2019 vom 4. Februar 2020 E. 5.4.2 mit Hinweisen).