Citation: 8C_292/2021 E. 7

Was den leidensbedingten Abzug betrifft, wird geltend gemacht, es sei gestützt auf das Rechtsgutachten des Büros für arbeits- und sozialpolitische Studien BASS (Nutzung Tabellenmedianlöhne LSE zur Bestimmung der Vergleichslöhne bei der IV-Rentenbemessung) vom 8. Januar 2021 statistisch belegt, dass lediglich gesunde Personen die in der LSE ausgewiesenen Löhne erreichen könnten, gesundheitlich Beeinträchtigte jedoch 10 bis 15 % weniger verdienten. Seine behinderungsbedingten Einschränkungen, so der Beschwerdeführer weiter, seien bei der Bemessung des Invalideneinkommens indessen ebenso unberücksichtigt geblieben wie sein fortgeschrittenes Alter, dass er sich unfallbedingt beruflich völlig neu orientieren müsse und dass er als Ausländer weniger verdiene als ein Schweizer. Mit Urteil 8C_256/2021 vom 9. März 2022, zur Publikation vorgesehen, hat das Bundesgericht unter anderem mit Bezugnahme auf das BASS-Gutachten entschieden, dass im heutigen Zeitpunkt kein ernsthafter sachlicher Grund für die Änderung der Rechtsprechung besteht, wonach Ausgangspunkt für die Bemessung des Invalideneinkommens anhand statistischer Werte grundsätzlich die Zentral- beziehungsweise Medianwerte der LSE darstellen (oben E. 3; Urteil 8C_250/2021 vom 31. März 2022 E. 4.2.2 a.E.). Der leidensbedingten Einschränkung des Beschwerdeführers wurde im Rahmen des zeitlichen Pensums (90 %) Rechnung getragen. Inwiefern sich die mit der Fussverletzung verbundenen, vor allem bei Belastung durch Gehen und Stehen auftretenden Beschwerden im Rahmen einer vorwiegend sitzenden Hilfsarbeitertätigkeit finanziell weitergehend in dem Sinne auswirken könnten, dass der Beschwerdeführer gegenüber einer gesunden Person mit der gleichen Tätigkeit von vornherein eine lohnmässige Diskrimierung zu gewärtigen hätte, ist nicht erkennbar. Dass die Vorinstanz diesen Aspekt nicht noch zusätzlich mit der Gewährung eines leidensbedingten Abzuges von dem statistisch in einer entsprechenden Tätigkeit zu erzielenden Lohn berücksichtigt hat, ist nicht zu beanstanden. Gleiches gilt insoweit, als die Vorinstanz das vom Beschwerdeführer ins Feld geführte Alter ausser Acht liess. Sofern dieses Merkmal in der obligatorischen Unfallversicherung grundsätzlich überhaupt einen Abzug vom Tabellenlohn rechtfertigen könnte, was das Bundesgericht bisher offen gelassen hat (SVR 2018 UV Nr. 15 S. 50, 8C_439/2017 E. 5.6.3 und 5.6.4; SVR 2016 UV Nr. 39 S. 131, 8C_754/2015 E. 4.3; Urteil 8C_878/2018 vom 21. August 2019 E. 5.3.1), bleibt zu beachten, dass gerade Hilfsarbeiten auf dem massgebenden ausgeglichenen Stellenmarkt altersunabhängig nachgefragt werden und dass sich das Alter bei Männern im Alterssegment von 50 bis 64/65 bei Stellen ohne Kaderfunktion gemäss den LSE-Erhebungen sogar eher lohnerhöhend auswirkt (BGE 146 V 16 E. 7.2.1 mit Hinweisen). Bei Heranziehen des statistischen Einkommens für Hilfsarbeitertätigkeiten ist praxisgemäss zudem auch der Faktor der fehlenden Dienstjahre zu vernachlässigen, sodass das Erfordernis der beruflichen Umstellung nicht ins Gewicht fällt (Urteile 8C_35/2019 vom 2. Juli 2019 E. 6.3; 8C_49/2018 vom 8. November 2018 E. 6.2.2.2; 8C_653/2016 vom 16. Januar 2017 E. 5.2). Was schliesslich den Einwand der von der Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid berücksichtigten ausländischen Herkunft betrifft, wird nicht dargetan und lässt sich nicht ersehen, inwiefern der seit über 40 Jahren in der Schweiz lebende Beschwerdeführer mit dem von der Vorinstanz für die Ermittlung des Invalideneinkommens herangezogenen Tabellenlohn von Fr. 5'340.- benachteiligt worden wäre (vgl. SVR 2017 IV Nr. 17 S. 45, 8C_482/2016 E. 5.4.3). Insgesamt ist damit nicht zu erkennen, dass die Vorinstanz Bundesrecht verletzt haben sollte, indem sie keinen leidensbedingten Abzug gewährte. Im Ergebnis hat es somit sein Bewenden mit dem vom kantonalen Gericht ermittelten Invaliditätsgrad von 4 %.