Citation: 6B_684/2010 15.11.2010 E. B

Das Obergericht des Kantons Zürich hält zusammengefasst folgenden Sachverhalt für erwiesen: X.________ bestätigte im Zeitraum vom 7. Juli 1993 bis 4. Dezember 2000 im Rahmen seiner Tätigkeit als Revisor der A.________SA (per 18. Februar 1999 in die A.________S.à.r.l. umgewandelt; nachfolgend A.________) in seinen jährlichen Revisionsberichten, dass die Buchführung der A.________Gesetz und Statuten entspreche. Diese Revisionsbestätigungen nahm er jeweils vor, obwohl er in Verletzung seiner Berufspflichten u.a. eine (Über-)Prüfung von Bestand und Bonität der (Haupt-)Debitoren bzw. Bestand der Kreditoren, insbesondere Abklärungen betreffend den Hauptdebitor B.________ und eine Kontrolle betreffend Vorliegen von Zessionserklärungen zwischen den involvierten Gesellschaften, unterliess und dadurch zumindest in Kauf nahm, dass nicht den Tatsachen entsprechende BiLanzen und Erfolgsrechnungen durch die Revisionsstelle als überprüft bezeichnet wurden. Dabei erfuhr C.________ als faktischer Beherrscher der A.________insofern eine Besserstellung, als er weder Rechtsfolgen gemäss Art. 729c OR [recte: Art. 729b aOR] (teilweise i.V.m. Art. 819 Abs. 2 aOR) noch in erheblichem Masse erklärungsbedürftige Vorbehalte in den jeweiligen Revisionsberichten zu gewärtigen hatte. X.________ handelte dabei unter Inkaufnahme der mit der Herstellung einer "Lugurkunde" für den Rechtsverkehr geschaffenen Täuschungsgefahr.