Citation: 2A.373/2006 15.09.2006 E. 6.1

6.1.1 In diesem Zusammenhang rügt der Beschwerdeführer zunächst, sein Anspruch auf rechtliches Gehör sei verletzt, weil die Vorinstanz ihm am Freitagnachmittag, 16.35 Uhr lediglich eine Frist bis Dienstagmorgen, 8.00 Uhr, zu einer Stellungnahme zur Aktennotiz des Ausländeramtes vom 28. April 2006 über eine Reise des Beschwerdeführers in dessen Heimat eingeräumt hatte. 6.1.2 Der in Art. 29 Abs. 2 BV gewährleistete Anspruch auf rechtliches Gehör dient der Sachaufklärung und garantiert dem Betroffenen ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht im Verfahren (BGE 126 I 15 E. 2a/aa S. 16, je mit Hinweisen). Nachdem die Gerichtssitzung bereits angesetzt war und es auch im Interesse des Beschwerdeführers lag, die Sache möglichst beförderlich zu behandeln, war es vertretbar, dem Beschwerdeführer lediglich eine Frist von Freitagabend bis Dienstagmorgen einzuräumen, um sich zur Eingabe des Ausländeramtes zu äussern. Soweit der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers vorbringt, es sei ihm unmöglich gewesen, innert der ihm angesetzten Frist mit seinem Mandanten in Kontakt zu treten, ist ihm entgegenzuhalten, dass er zumindest genügend Zeit gehabt hätte, eine Fristverlängerung oder eine Vertagung der Entscheidfällung zu beantragen, denn nach eigenen Angaben stand ihm dafür ein ganzer Arbeitstag, nämlich der Montag, zur Verfügung. Von einer Verletzung des rechtlichen Gehörs kann somit nicht die Rede sein.