Citation: 1C_89/2024 E. 2.6.2

2.6.2. Die Beschwerdeführerin bestreitet diese sachverhaltlichen Feststellungen der Vorinstanz nicht substanziiert. Insbesondere vermag sie keine unrichtige Sachverhaltsfeststellung darzutun, indem sie lediglich die gegenteilige Auffassung vertritt und vorbringt, gestützt auf das revidierte PBG/LU und die IVHB sei bekannt gewesen, welche Änderungen in der kommunalen Ortsplanung umzusetzen gewesen seien. Sie hält denn auch selber fest, dass damit lediglich die Art und Weise der Festlegung der zulässigen Gebäudehöhen und der Berechnung der Überbauungsziffer definiert worden seien. Die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen sind für das Bundesgericht mithin verbindlich (Art. 105 BGG). Gemäss den Vorbringen der Beschwerdeführerin hatte die Beschwerdegegnerin Kenntnis vom im Jahr 2021 durchgeführten Mitwirkungsverfahren und wurde sie von der städtischen Baudirektion am 3. August 2022 darauf hingewiesen, dass im Fall einer Beschwerde das Kantonsgericht das Baugesuch ab öffentlicher Auflage der neuen BZR sowohl nach dem geltenden als auch nach dem künftigen Recht beurteilen werde. Wie die Vorinstanz willkürfrei erwog, war weder beim im Rahmen des Mitwirkungsverfahrens publizierten BZR noch beim während der Rechtsmittelfrist des angefochtenen Baubewilligungsentscheids öffentlich aufgelegten BZR klar, dass die aufgelegten Bestimmungen effektiv in dieser Form in Kraft treten würden. Zu berücksichtigen ist weiter, dass das Baubewilligungsverfahren rund zwei Jahre gedauert hat, die letzte Planänderung rund zehn Monate vor der öffentlichen Auflage der revidierten Ortsplanung eingereicht wurde und während der ganzen Verfahrensdauer das alte Recht in Kraft stand; die Planungszone entfaltete erst nach Erlass des Baubewilligungsentscheids Geltung. Der Beschwerdegegnerin kommt unter diesen Umständen ein erhebliches privates Interesse an der Baurealisierung zu. Aus ihrem Vorbringen, wonach die Beschwerdegegnerin mit der mangelhaften Planung Verzögerungen riskiert habe, so dass das Bauvorhaben nicht mehr nach altem Recht bewilligt werden könne, und sie den Vertrauensschutz nicht beanspruchen könne, wenn sie die überlange Verfahrensdauer selber zu verantworten habe, kann die Beschwerdeführerin nichts zu ihren Gunsten ableiten. Es trifft sodann nicht zu, dass die Vorinstanz erwogen hat, die Dauer des Bewilligungsverfahrens sei zu Gunsten der Beschwerdegegnerin in die Interessenabwägung einzubeziehen, unabhängig davon, wer für die Verfahrensverzögerung verantwortlich sei.