Citation: 8C_147/2014 E. 3.5

3.5. Ähnlich verhält es sich im vorliegenden Fall. Beim kontrollierten Rückwärtsgehen mit Abstellen des Fusses auf den Boden dürfte es sich zwar in der Tat um einen normalen, wenn auch nicht ganz üblichen Bewegungsablauf handeln. Im Rahmen eines Selbstverteidigungstrainings erfolgt diese Bewegung jedoch nicht für sich allein, sondern mehrfach und in rascher Folge; auch die Zürich vergleicht den Ablauf mit "kleinen tanzenden Schritten". Mit dieser Übung dürfte bezweckt werden, den Körper stets in Bewegung zu halten, um zu erlernen, dem gegnerischen Angriff jederzeit reaktionsschnell ausweichen zu können. Dieser Bewegungsablauf als Ganzes ist mit einer gewissen Kraftanstrengung und ständigen Belastungswechseln in kurzer Abfolge verbunden. Er steht in einer Relation zu den Bewegungen des Trainingspartners. Ihm wohnt daher nicht ein gewöhnliches Gefährdungspotenzial, wie es etwa beim Joggen angenommen wird, inne. Es ist vielmehr, analog zum Squat-Jump, von einer erhöhten Verletzungsgefahr auszugehen.