Citation: 1C_502/2022 E. 3.5

3.5. Mit der Erteilung der Baubewilligung vom 28. Juni 2022 zum Neubau einer Werk-/Lagerhalle ist die Umhausung von lärmintensiven Arbeiten auf der Parzelle Nr. 4658 zwar bewilligt. Reduziert wird die Lärmbelastung durch den Werkhof dadurch aber nicht. In ihrer Beschwerde an das Verwaltungsgericht wehren sich die Beschwerdeführenden nur noch gegen die Zuständigkeit des Gemeinderats zum Erlass von Lärmschutzmassnahmen und die unterinstanzliche Beweiswürdigung. Indessen scheint festzustehen, dass die massgebenden Planungswerte durch den Betrieb des Werkhofes überschritten werden (vgl. E. 3.3 hiervor). Der Werkhof dürfte damit den Vorschriften der Umweltgesetzgebung nicht genügen und weitere Lärmschutzmassnahmen nötig sein (vgl. E. 3.4 hiervor). Vor diesem Hintergrund kann nicht gesagt werden, nachdem der Gemeinderat die Baubewilligung für den Neubau einer Werk-/Lagerhalle auf der Parzelle Nr. 4658 erteilt habe, sei das schutzwürdige Interesse der Beschwerdeführenden insbesondere an der Beurteilung der Frage, welche Behörde zum Erlass von Lärmschutzmassnahmen zuständig sei, entfallen. Der angefochtene Abschreibungsbeschluss stellt somit eine formelle Rechtsverweigerung dar.