Citation: 9C_810/2018 E. 4.1

4.1. Der Verein kritisiert, das kantonale Gericht habe für die Verschuldensfrage einzig auf die bei den Akten befindlichen Dokumente abgestellt und in antizipierter Beweiswürdigung auf die Abnahme weiterer Beweise verzichtet. Dies sei willkürlich und verletze seinen Anspruch auf rechtliches Gehör. Die Vorinstanz wolle nicht zur Kenntnis nehmen, dass sich das Verfahren der Kündigung bei einem privatrechtlichen Verein nicht nach dem öffentlich-rechtlichen Personalgesetz, sondern nach den arbeitsrechtlichen Bestimmungen des Obligationenrechts richte, gemäss welchen bei einer Kündigung im Zusammenhang mit der Leistung oder mit dem Verhalten des Arbeitnehmers das Verschulden nicht zwingend durch formelle Dokumente zu belegen sei und es auch keine Abmahnung oder anderweitige Mitarbeiterqualifikationen brauche. In einem privatrechtlichen Arbeitsverhältnis wie dem hier zu beurteilenden könne das Verschulden anderweitig - beispielsweise durch die im kantonalen Verfahren offerierten Partei- oder Zeugenbefragungen - nachgewiesen werden. Es gehe nicht an, die entsprechenden Beweismittel als von vornherein untauglich zu betrachten.