Citation: 7B_287/2022 E. 1.3

1.3. Die Beschwerdeführerin hat im kantonalen Verfahren verschiedene Zivilansprüche geltend gemacht und führt im Rahmen der Beschwerde an das Bundesgericht insbesondere aus, sie fordere aufgrund eines als Folge der angezeigten Straftaten erlittenen Leistenbruchs eine Genugtuung. Weiter macht sie geltend, sie werde aufgrund der erlittenen rechtswidrigen Persönlichkeitsverletzung sowie Körperverletzung mit Folgen ihre Zivilansprüche "auf dem Zivilweg stellen". Das von der Beschwerdeführerin vor Vorinstanz gestellte Genugtuungsbegehren in der Höhe von Fr. 3'000.-- wurde abgewiesen. Hinsichtlich der vor Vorinstanz nachträglich gestellten Entschädigungsbegehren, worunter auch die Genugtuungsforderung wegen des Leistenbruchs zu fallen scheint, ist dem vorinstanzlichen Urteil zu entnehmen, dass darauf "mangels Zuständigkeit" nicht eingegangen wurde. Soweit die Beschwerdeführerin eine Genugtuung wegen des erlittenen Leistenbruchs fordert, ist im Lichte der vorinstanzlichen Erwägungen fraglich, ob sie sich diesbezüglich (rechtzeitig) als Zivilklägerin konstituiert hat. Beim Leistenbruch, den die Beschwerdeführerin aufgrund des unfreiwilligen Umzugs und der Trennung vom Beschwerdegegner 2 erlitten haben will, ist der gemäss soeben zitierter Rechtsprechung erforderliche unmittelbare Zusammenhang mit den behaupteten Straftaten nicht ohne Weiteres erkennbar. Ausserdem hat die Beschwerdeführerin zwar Zivilforderungen angemeldet, es ist aber von vornherein nicht ersichtlich, inwiefern sich aus dem behaupteten Sachverhalt, wobei die Beschwerdeführerin keine unmittelbaren körperlichen Verletzungen erlitten hat, Schadenersatzansprüche ableiten liessen. Auch Genugtuungsansprüche bestünden nur dann, wenn die erlittene seelische Unbill eine gewisse Schwere aufwiese (vgl. Urteile 7B_120/2022 vom 5. Oktober 2023 E. 1.3.1; 6B_1276/2020 vom 6. April 2021 E. 1.1; 6B_582/2020 vom 17. Dezember 2020 E. 1, nicht publ. in: BGE 147 IV 47). Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführerin ausführt, ihre weiteren Ansprüche nach erfolgter Verurteilung auf dem Zivilweg geltend zu machen. Damit ist davon auszugehen, dass sie die erhobenen Ansprüche nicht (mehr) adhäsionsweise im Strafverfahren geltend zu machen gedenkt. Dies wäre mit Blick auf die Beschwerdelegitimation aber erforderlich, denn das Strafverfahren dient nicht als blosses Vehikel zur Durchsetzung von Zivilforderungen in einem Zivilprozess, den das Opfer erst nach Abschluss des Strafprozesses, je nach dessen Ausgang, anzustrengen gedenkt. Vielmehr sollte das Opfer, soweit zumutbar, seine Zivilansprüche im Strafverfahren geltend machen (BGE 137 IV 246 E. 1.3.1 mit Hinweisen). Damit ist die Beschwerdelegitimation der Beschwerdeführerin im bundesgerichtlichen Verfahren zweifelhaft. Letztlich kann die Frage aber offenbleiben, da die Beschwerde ohnehin abzuweisen ist.