Citation: 6B_536/2021 E. 3.4.2

3.4.2. Die Beschwerdeführerin führt nicht aus, weshalb entgegen der Erwägungen der Vorinstanz auf die erste Empfehlung des Sachverständigen abgestellt werden soll, womit sie den Begründungsanforderungen nicht nachkommt (vgl. Art. 42 Abs. 2 BGG). Nicht zu hören ist ihr Vorbringen, das Anlassdelikt legitimiere keine stationäre therapeutische Massnahme. Die Vorinstanz erkennt zutreffend namentlich auf versuchte vorsätzliche Tötung (siehe E. 1 oben), womit ohne Weiteres eine hinreichend schwere Anlasstat vorliegt. Soweit die Beschwerdeführerin aus der angeblich unzureichenden negativen Legalprognose ableiten will, eine ambulante Massnahme sei sachgerecht und auszusprechen, kann ihr ebenfalls nicht gefolgt werden. Sie kommt auch diesbezüglich den Begründungsanforderungen nicht nach. Anders als die Beschwerdeführerin impliziert, kann überdies aus dem Umstand, dass sie den Tatbestand der versuchten vorsätzlichen Tötung im Zustand der nicht selbstverschuldeten Schuldunfähigkeit begangen hat, nichts zu ihren Gunsten abgeleitet werden. Die Schuldunfähigkeit steht der Anordnung einer stationären Massnahme nicht entgegen (Art. 19 Abs. 3 StGB i.V.m. Art. 59 StGB; vgl. Urteil 6B_321/2021 vom 27. Juli 2022 E. 3.4.3 in fine). Die Beschwerdeführerin geht schliesslich ebenso fehl, wenn sie fordert, der Gutachter müsse präziser darlegen, welche Delikte mit welcher Wahrscheinlichkeit zu befürchten seien. Es ist im vorliegenden Kontext, bei welchem die Anlasstat in einer versuchten vorsätzlichen Tötung, begangen im Zustand der nicht selbstverschuldeten Schuldunfähigkeit, besteht, nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz auf die Einschätzung des Sachverständigen, es bestehe eine "relativ hohe Wahrscheinlichkeit für erneute Gewaltdelikte (aufgrund zunehmender Wahnsymptomatik mit Realitätsverkennungen und Verwirrtheitszuständen) bis hin zu Tötungsdelikten", abstellt.