Citation: 6B_1354/2021 E. 2.1

2.1. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer habe die neu zu beurteilenden Straftaten zwischen Februar 2006 und Mai 2014 und somit teilweise noch bevor er mit Urteil des Bezirksgerichts Baden vom 6. August 2013 wegen mehrfacher Veruntreuung zu einer Freiheitsstrafe von 20 Monaten verurteilt wurde, verübt. Hinsichtlich jener Taten, die er vor dem 6. August 2013 begangen habe, sei daher in Anwendung von Art. 49 Abs. 2 StGB eine Zusatzstrafe auszusprechen. Sowohl die rechtskräftig beurteilten Veruntreuungen als auch die neu zu beurteilenden Urkundenfälschungen und mehrfachen qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgungen sähen als Strafe eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren vor. Bei der Bildung der Zusatzstrafe sei daher auf die schwerste der Veruntreuungen gemäss Urteil des Bezirksgerichts Baden vom 6. August 2013 als konkret schwerste Straftat abzustellen. Auszugehen sei somit von einer rechtskräftigen Grundstrafe von 20 Monaten Freiheitsstrafe, welche aufgrund der neu zu beurteilenden Delikte (mehrfache qualifizierte ungetreue Geschäftsbesorgung, mehrfache Gläubigerschädigung und Misswirtschaft) angemessen zu erhöhen sei. Dies führt die Vorinstanz, unter Berücksichtigung des Asperationsprinzips, zu einer hypothetischen Gesamtstrafe von 74 Monaten. Diese wäre, so ihre weiteren Überlegungen, eigentlich um die Täterkomponente zu ergänzen und unter Abzug der rechtskräftigen Grundstrafe von 20 Monaten wäre die Zusatzstrafe auszufällen. Strafmindernd zu berücksichtigen wären sodann die seit den Taten verstrichene Zeit (Art. 48 lit. e StGB) und die Verletzung des Beschleunigungsgebots. In Anbetracht der Tatsache, dass sich die hypothetische Gesamtstrafe für die Delikte vor der Verurteilung vom 6. August 2013 bereits auf 74 Monate belaufe, was nach Abzug der rechtskräftigen Grundstrafe von 20 Monaten zu einer Strafe von 54 Monaten führe, sei jedoch augenscheinlich, dass die erstinstanzlich ausgesprochene Freiheitsstrafe von 28 Monaten eher mild ausgefallen sei. Sie könne selbst bei einer zusätzlichen Strafminderung gemäss Art. 48 lit. e StGB und wegen Verletzung des Beschleunigungsgebots unter keinem Titel reduziert werden. Andererseits sei aufgrund des Verschlechterungsverbots (Art. 391 Abs. 2 StPO) auch keine höhere Strafe möglich, weshalb es bei der erstinstanzlich festgesetzten Freiheitsstrafe von 28 Monaten sein Bewenden habe.