Citation: 9C_706/2023 E. 5.4

5.4. In Bezug auf das Invalideneinkommen ist weder (substanziiert) bestritten noch zu beanstanden, dass das kantonale Gericht auf Tabellenlöhne abstellte. Dasselbe gilt für den gewählten Wirtschaftszweig (64-66 [Finanz- und Versicherungsdienstleistungen]) und die angenommene Arbeitsfähigkeit von (mindestens) 80 %. Nicht gefolgt werden kann der Vorinstanz indessen insoweit, als sie lediglich auf das Kompetenzniveau 3 (komplexe praktische Tätigkeiten) abstellte und so das Invalideneinkommen basierend auf einem monatlichen Bruttolohn von lediglich Fr. 6'948.- (für ein Pensum von 100 %) berechnete. Wie die IV-Stelle vernehmlassend richtig einwendet, sind der Beschwerdeführerin weiterhin Tätigkeiten als Diplombetriebswirtin und Diplomkauffrau in einem normalen oder auch leicht gehobenen Stresslevel zumutbar und lediglich die - nach dem zuvor in E. 5.3.2 und 5.3.3 Dargelegten entsprechend grosszügig entlöhnten - von ihr seinerzeit ausgeübten Tätigkeiten im High-End-Bereich mit Arbeitszeiten von bis zu 70 Stunden pro Wochen und zahlreichen internationalen Reisen nicht mehr zumutbar. Mit Blick darauf rechtfertigt sich davon auszugehen, dass der Beschwerdeführerin die im Vergleich zu ihren früheren Tätigkeiten deutlich weniger gut bezahlten Tätigkeiten im Kompetenzniveau 4 (Tätigkeiten mit komplexer Problemlösung und Entscheidfindung) des Wirtschaftszweigs 64-66 (Finanz- und Versicherungsdienstleistungen) gemäss LSE nach wie vor zumutbar sind. Gestützt auf dieses Ergebnis ist basierend auf einem monatlichen Bruttolohn von Fr. 8'651.- (für ein Pensum von 100 %) unter Berücksichtigung einer betriebsüblichen Arbeitszeit von 41.4 Stunden im Jahre 2014 von einem Invalideneinkommen von Fr. 85'956.- (für ein 80 % Pensum) auszugehen. Aus der Gegenüberstellung von Validen- und Invalideneinkommen resultiert somit ein Invaliditätsgrad von (gerundet) 59 % und damit ein Anspruch auf eine halbe Rente der Invalidenversicherung.