Citation: I 491/05 13.10.2005 E. 4.2

4.2.1 Anderseits gilt es zu berücksichtigen, dass der Abklärungsbericht seiner Natur nach in erster Linie auf die Ermittlung des Ausmasses physisch bedingter Beeinträchtigungen zugeschnitten ist. Seine grundsätzliche Massgeblichkeit erfährt daher praxisgemäss Einschränkungen, wenn die versicherte Person (zusätzlich) an psychischen Beschwerden leidet (AHI 2001 S. 162 Erw. 3d mit Hinweis; Urteil S. vom 16. Februar 2005, I 568/04, Erw. 4.2.1). Im - in AHI 2004 S. 137 publizierten - Urteil B. vom 22. Dezember 2003, I 311/03, hat das Eidgenössische Versicherungsgericht seine Rechtsprechung zur Bemessung der Invalidität ganz oder teilweise im Haushalt tätiger Personen, welche an einem psychischen Gesundheitsschaden leiden, präzisiert. Danach bildet die Abklärung im Haushalt auch hier grundsätzlich ein geeignetes Mittel der Invaliditätsbemessung im Aufgabenbereich. Im Falle eines Widerspruchs zwischen den Ergebnissen der Abklärung vor Ort und den fachmedizinischen Feststellungen zur Fähigkeit der versicherten Person, ihre gewohnten Aufgaben zu erfüllen, ist jedoch den ärztlichen Stellungnahmen in der Regel mehr Gewicht einzuräumen als dem Bericht über die Haushaltsabklärung. Diese prinzipielle Gewichtung hat ihren Grund darin, dass es für die Abklärungsperson regelmässig nur beschränkt möglich ist, das Ausmass des psychischen Leidens und der damit verbundenen Einschränkungen zu erkennen (Urteil P. vom 6. April 2004, I 733/03, Erw. 5.1.2 und 5.1.3 mit Hinweisen). 4.2.2 Ob dem namentlich im Bericht des Spitals Y.________(vom 3. Dezember 2003) genannten depressiven Stimmungsbild - es ist die Rede von einem immer noch bestehenden psychischen Leidensdruck, welcher durch die körperliche Behinderung auf der Patientin laste und durch die soziale Ausgrenzung (Sprachprobleme, "hausfrauliches" Dasein) zusätzlich unterstützt werde - überhaupt Krankheitswert beizumessen ist und, bejahendenfalls, dafür nicht nur psychosoziale und soziokulturelle Belastungsfaktoren - und damit invaliditätsfremde Gesichtspunkte (vgl. BGE 130 V 356 Erw. 2.2.5 in fine mit Hinweisen) - verantwortlich zeichnen, vermag einzig eine spezialärztliche Untersuchung zu beantworten. Die psychiatrische Fachperson wird sodann, wie zuvor dargelegt, ebenfalls einzuschätzen haben, inwiefern die Beschwerdeführerin dadurch im Rahmen ihrer Haushaltstätigkeit eingeschränkt ist.