Citation: I 463/03 08.10.2003 E. 2

Letztinstanzlich streitig ist allein der Beginn des Rentenlaufes resp. des Wartejahres gemäss Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG. Über den Invaliditätsgrad kann - entgegen dem Antrag der Versicherten auf Zusprechung einer ganzen Invalidenrente - jedoch nicht entschieden werden, da diese Frage vom Resultat diverser, durch die Vorinstanz veranlasster (und hier nicht angefochtener) Abklärungen abhängt; insoweit ist auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht einzutreten. 2.1 Das kantonale Gericht stellt auf die Angaben der MEDAS ab, wonach die festgestellte Arbeitsunfähigkeit ab dem Jahr 1999 bestehe, und schützt in der Folge den von der IV-Stelle auf August 1999 gelegten Beginn des Wartejahres. Die Beschwerdeführerin ist demgegenüber der Auffassung, dass sie bereits lange vor August 1999 arbeitsunfähig gewesen sei und reicht in dieser Hinsicht diverse Arztberichte ein, die - zum Teil über Jahre rückwirkend - von einer Arbeitsunfähigkeit ausgehen. 2.2 Die MEDAS nimmt in ihrem Gutachten vom 20. März 2001 eine Arbeitsfähigkeit von 40 % an und schätzt, dass diese Einschränkung im Jahr 1999 begonnen habe, da ein Arbeitseinsatz im Rahmen der Arbeitslosenversicherung Anfang Januar 2000 gescheitert sei; jedoch dürfte "in den zwei bis drei Jahren zuvor ... eine eingeschränkte Arbeitsfähigkeit bestanden haben (zirka 2/3 bis 3/4)." Die MEDAS stützte sich für diese Beurteilung auf den von der IV-Stelle eingeholten Bericht des Dr. med. W.________ vom 29. Mai 2000 sowie auf ihre eigenen Befragungen und Untersuchungen. Die vor dem Eidgenössischen Versicherungsgericht neu eingereichten Arztberichte enthalten jedoch konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Angaben der MEDAS betreffend Eintritt der Arbeitsunfähigkeit (vgl. BGE 125 V 353 Erw. 3b/bb): Auch wenn es sich dabei um kaum oder gar nicht begründete und zum Teil über Jahre rückwirkend vorgenommene Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit in den Jahren 1997 bis 1999 handelt und mit dem Vorliegen eines Gesundheitsschadens nicht auch bereits das Bestehen einer Arbeitsunfähigkeit anzunehmen ist, bestärken diese neuen Akten doch den Verdacht der MEDAS, dass schon vor 1999 eine für die Anwendung des Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG massgebende Arbeitsunfähigkeit bestanden haben könnte. Die IV-Stelle wird deshalb bei den Dres. H.________, A.________ und R.________ kurze Berichte einholen und diese anschliessend - soweit es notwendig erscheint - der MEDAS vorlegen, damit sie - in Kenntnis aller Vorakten - den Beginn der Arbeitsunfähigkeit neu beurteile. Anschliessend wird die Verwaltung - nach Vornahme der von der Vorinstanz angeordneten weiteren Abklärungen - neu verfügen.