Citation: U 182/03 16.08.2004 E. A

Der 1958 geborene S.________ führte seit August 1990 das Restaurant Q.________ und ab 1991 einen weiteren Gastwirtschaftbetrieb. Er war als Selbstständigerwerbender freiwillig bei der Northern Assurance, Zürich, gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 16. Dezember 1991 erlitt er als Mitfahrer in einem Personenwagen einen Unfall, bei dem er sich einen Milzriss, ein Thoraxtrauma links mit Hämatothorax und Rippenserienfrakturen, eine mediale Claviculafraktur links, eine Commotio cerebri, eine Augenbulbus-Kontusion links sowie Schnittwunden zuzog. Nach komplikationsloser Unfallbehandlung im Spital X.________ konnte er am 25. Dezember 1991 zur Nachbehandlung durch den Hausarzt entlassen werden. Am 24. Februar 1992 nahm er die Arbeit als Wirt zu 50 % und am 18. Mai 1992 wieder zu 100 % auf. Wegen andauernder Kopf- und Rückenbeschwerden, verminderter Sehkraft des linken Auges und einer depressiven Entwicklung wurden in den Jahren 1993 bis 1995 weitere Abklärungen und Behandlungen durchgeführt. Im Januar 1996 beauftragte die Northern Assurance die Rehaklinik Y.________ mit einer gutachtlichen Beurteilung der Unfallfolgen. In dem am 16. Juli 1997 erstatteten Bericht gelangten die untersuchenden Ärzte zum Schluss, dass im Vordergrund des aktuellen Beschwerdebildes Kopfschmerzen und depressive Beschwerden stünden. Während bezüglich der Kopfschmerzen eine (post)traumatische Genese als wahrscheinlich erachtet wurde, bezeichneten die Gutachter eine Unfallkausalität der depressiven Entwicklung, welche am ehesten als psychische Anpassungsstörung zu betrachten sei, als lediglich möglich. Die Arbeitsunfähigkeit bemassen sie mit 50 %, wovon die Hälfte unfallbedingt sei. Gestützt hierauf sprach die Northern Assurance dem Versicherten mit Verfügung vom 25. August 1999 eine Rente auf Grund eines Invaliditätsgrades von 25 % zu, woran sie mit Einspracheentscheid vom 26. Januar 2000 festhielt. Auf die hiegegen erhobene Beschwerde, mit welcher S.________ die Zusprechung einer Rente von 50 % beantragte, verneinte das Versicherungsgericht des Kantons Aargau die Unfallkausalität der psychischen Beeinträchtigungen und wies die Sache an die Verwaltung zurück, damit sie auf der Basis einer unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit von 25 % einen Einkommensvergleich vornehme und über den Rentenanspruch neu verfüge (Entscheid vom 20. September 2000). In der Folge kam es zwischen den Parteien zu Vergleichsverhandlungen, welche am 6. März 2001 zu einer Verfügung führten, mit der die Northern Assurance S.________ mit Wirkung ab 1. Februar 1998 eine monatliche Rente von Fr. 1700.- zusprach; ferner gewährte sie wegen einer posttraumatischen Hirnfunktionsstörung (POS) eine zusätzliche Integritätsentschädigung von 15 %. Am 9. April 2001 ersuchte der Versicherte um Rentenrevision wegen erheblicher Verschlechterung des Gesundheitszustandes. Dr. med. M.________, Spezialarzt für Psychiatrie und Psychotherapie, bestätigte eine volle Arbeitsunfähigkeit ab 22. Februar 2001. Dementsprechend erhöhte die Invalidenversicherung die bisher ausgerichtete halbe Invalidenrente mit Wirkung ab 1. Mai 2001 auf eine ganze Rente. Die Northern Assurance lehnte am 7. Juni 2002 eine Rentenrevision mit der Begründung ab, dass die Verschlechterung des Gesundheitszustands krankheitsbedingt sei, die Unfallkausalität der psychischen Beschwerden rechtskräftig verneint worden sei und die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung oder prozessuale Revision der Verfügung vom 6. März 2001 nicht erfüllt seien. Mit Einspracheentscheid vom 31. Juli 2002 bestätigte die AXA Versicherungen, Zürich, als Rechtsnachfolgerin der Northern Assurance diese Verfügung.