Citation: 1C_390/2022 E. 7

Schliesslich kritisieren die Beschwerdeführenden, die streitige Einzonung widerspreche den Vorgaben von Art. 3 Abs. 1 lit. a SFG, weil für das überbaute Gebiet im Uferschutzplan keine effektiven Baubeschränkungen vorgesehen seien. Art. 3 Abs. 2 ÜV USP verlange einzig, dass Terrainveränderungen möglichst naturnah zu gestalten seien; dies stelle offensichtlich keine Baubeschränkung im eigentlichen Sinne dar, mit welcher Gestaltung, Dimension oder Lage von Bauten und Anlagen eingeschränkt würden. Diese Kritik richtet sich gegen die Überbauungsvorschriften der Uferschutzplanung für den Sektor A. Diese wurden vom Verwaltungsgericht als ausreichend erachtet. Auch der SFG-Richtplan der Region Bern weist das hier interessierende Gebiet dem überbauten Gebiet "mit genügenden geltenden Bestimmungen" zu. Dies kann nicht als willkürlich erachtet werden: Art. 3 ÜV USP verweist auf die Vorgaben des Baureglements zur W1, die eine tiefe bauliche Ausnützung vorsehen und damit die Überbaubarkeit der Parzelle nicht unerheblich einschränken. Insofern kann offenbleiben, ob und inwiefern die Einzonung einer einzigen Parzelle die Überprüfung der geltenden Überbauungsvorschriften rechtfertigt.