Citation: 4A_384/2024 E. 4.4.2

4.4.2. Soweit sich die Beschwerdeführer auf die Geheimhaltungsinteressen und den Persönlichkeitsschutz der D.________ Gruppe berufen, machen sie geltend, dies beurteile sich nach deutschem Recht und der Persönlichkeitsschutz bedinge grundsätzlich, dass eine Partei unbeteiligten Dritten keine Einsicht in die von ihr geschlossenen Verträge gewähren müsse. Ferner verweisen sie auf die Vertraulichkeitsklausel gemäss § 9 der Vergleichsvereinbarung. Die Parteien der "Vergleichsvereinbarung" hätten ohne konkrete Geheimhaltungsgründe keine derartige Klausel vereinbart. Sie zeigen aber nicht hinreichend auf, dass der Beschwerdegegner als Darlehensgeber und am Ergebnis des Prozesses zu Beteiligender aus Sicht der D.________ Gruppe als unbeteiligter Dritter und nicht als auf Seiten der Beschwerdeführerin Beteiligter angesehen wird. Vor diesem Hintergrund ist auch der Einwand, die Vorinstanz hätte den Vorschlag der Beschwerdeführerin als ausreichend taxieren müssen, dem Gerichtsvorsitzenden oder einer vertrauenswürdigen Drittperson das Protokoll der Sitzung des Landgerichts München zur Einsichtnahme vorzulegen, nicht stichhaltig. Die Beschwerdeführer zeigen nicht auf, dass sie ein allfälliges Geheimhaltungsinteresse hinreichend dargetan hätten.