Citation: 1C_311/2022 E. 5.8

5.8. Die Ausführungen des BAFU sind überzeugend und es bestehen für das Bundesgericht vorliegend keine triftigen Gründe, um davon abzuweichen. Die dargelegte Handhabung der Vollzugsvorschriften ermöglicht eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der massgebenden Rechtssätze. Insbesondere aufgrund der verschiedenen Unwägbarkeiten bei der Berechnung der Feldstärke ist die einfach umsetzbare Messung von der Mastmitte aus nicht zu beanstanden. Der der Messung innewohnenden Ungenauigkeit wird dadurch Rechnung getragen, dass bereits bei 80 % der erlaubten Feldstärke eine Nachmessung angeordnet wird, womit die Einhaltung der Grenzwerte sichergestellt wird. Eine solche wurde in der Baubewilligung denn auch bereits angeordnet. Sollte sich herausstellen, dass die Grenzwerte überschritten werden, müsste die Sendeleistung reduziert werden. Die Vorinstanz verletzte demnach kein Bundesrecht, wenn sie gestützt auf die rechnerische Strahlungsprognose die Einhaltung des Anlagegrenzwertes bejahte.