Citation: 8C_492/2020 E. 12.1

12.1. Die Beschwerdeführerin bringt im Wesentlichen vor, die Vorinstanz habe fälschlicherweise festgehalten, dass die Post nicht vor 07.10 Uhr habe abgeholt werden können. Sie habe bei jeder Poststempelung vor 07.00 Uhr auch jedesmal die Post abgeholt. Die angebliche Stempeluhrmanipulation liege somit nicht vor. Der Beweis für die Möglichkeit der Postabholung vor 07.00 Uhr könne mit der von der Beschwerdegegnerin selbst in der Vernehmlassung vom 28. April 2017 offerierten Beweisauskunft der Kantonalen Poststelle belegt werden. Auch B.________, Leiter interner Postdienst, Kantonale Verwaltung, habe in der schriftlichen Aussage vom 2. Februar 2018 dargelegt, dass die Post durchaus vor 07.00 Uhr abgeholt werden könne. Die Vorinstanz habe der gegenteiligen Behauptung des Beschwerdegegners geglaubt ohne diese von der Beschwerdeführerin mit Replik vom 14. Juni 2017 bestrittene Aussage mit dem vom Beschwerdegegner selbst offerierten Beweis abzuklären. Dies obwohl der Beschwerdegegner hinsichtlich der behaupteten Stempeluhrmanipulation beweisbelastet gewesen sei. Die Vorinstanz habe auch keine Beweisverfügung erlassen. Damit habe sie den auch im öffentlichen Recht geltenden Art. 8 ZGB verletzt. Die Beschwerdeführerin habe darauf vertrauen dürfen, dass die Vorinstanz auch die von ihr offerierten Beweise abnehme. Hinzu komme, dass der vorinstanzliche Entscheid vom 12. Dezember 2017 auf dem neuen rechtlichen Grund der Stempeluhrmanipulation beruhe, der in der Kündigung vom 27. Februar 2017 nicht enthalten gewesen sei. Wenn aber der Entscheid auf neuen Tatsachen beruhe, mit dem die Parteien vorher nicht konfrontiert worden seien, seien vor Bundesgericht neue Tatsachenvorbringen zulässig. Weiter habe die Beschwerdeführerin nicht mit einer tatsachenwidrigen Aussage des Beschwerdegegners und damit einem Verstoss gegen Art. 9 BV rechnen müssen. Auch dies berechtige zur Vorbringung neuer Tatsachen. Insgesamt habe die Vorinstanz nicht alle relevanten Tatsachen festgestellt und die elementarsten Beweisregeln verletzt. Sie habe den Sachverhalt entgegen dem Untersuchungsgrundsatz offensichtlich unrichtig bzw. willkürlich festgestellt und gestützt darauf zu Unrecht eine materiell gerechtfertigte Kündigung bejaht.