Citation: U 105/04 18.04.2006 E. 3

In formeller Hinsicht macht die Beschwerdeführerin eine Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die Vorinstanz geltend, weil sich diese mit den Einwänden zur beantragten Praxisänderung (vgl. Erw. 1.1 Satz 1 hievor) nicht auseinander gesetzt habe. Das kantonale Gericht hat in Erw. 2.2 seines Entscheids in konzentrierter Form dargelegt, weshalb an der geltenden Rechtsprechung festzuhalten ist. Richtig mag zwar sein, dass sie nicht ausführlich auf alle Einwände der Beschwerdeführerin eingegangen ist. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass sich eine kantonale Beschwerdeinstanz nicht leichthin über eine höchstrichterliche Rechtsprechung hinwegsetzen kann. Sie genügt daher in der Regel ihrer Begründungspflicht, wenn sie auf die geltende Rechtsprechung verweist. Selbst wenn aber zufolge mangelnder Begründungsdichte zumindest teilweise eine Verletzung des rechtlichen Gehörs angenommen werden müsste (vgl. BGE 129 II 504 Erw. 2.2, 127 I 56 Erw. 2b, 127 III 578 Erw. 2c, 126 V 131 Erw. 2b sowie die zu Art. 4 Abs. 1 aBV ergangene, weiterhin geltende Rechtsprechung in BGE 126 I 16 Erw. 2a/aa, 124 V 181 Erw. 1a, 375 Erw. 3b, je mit Hinweisen), wäre der Mangel nicht derart schwer, dass der kantonale Entscheid aufzuheben wäre. Eine Heilung ist möglich, kann doch das Eidgenössische Versicherungsgericht den vorinstanzlichen Entscheid - soweit es um Versicherungsleistungen geht - mit voller Kognition überprüfen (Art. 132 OG; BGE 127 V 437 Erw. 3d/aa, 126 I 72, 126 V 132 Erw. 2b, je mit Hinweisen).