Citation: 5A_112/2015 E. 2.1

2.1. Das Verfahren vor der (ersten) gerichtlichen Beschwerdeinstanz richtet sich im Erwachsenenschutz vorab nach den Art. 450 ff. ZGB. Es steht den Kantonen frei, ein zweistufiges gerichtliches Beschwerdeverfahren einzuführen (Botschaft zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, BBl. 2006 7001, S. 7074). Die in den Art. 450 bis Art. 450e ZGB enthaltenen Verfahrensvorschriften kommen auf das Verfahren vor der zweiten kantonalen Beschwerdeinstanz nicht (automatisch) zur Anwendung. Vielmehr untersteht dieses mangels ausdrücklicher bundesrechtlicher Regelung dem kantonalen Recht (Art. 450f ZGB; Urteil 5A_327/2013 vom 17. Juli 2013 E. 3.2, bestätigt in: 5A_478/2014 vom 15. Juli 2014 E. 2.2). Der Kanton Zürich hat für Beschwerden gegen Entscheide der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde ein zweistufiges Beschwerdeverfahren eingeführt (vgl. § 62 ff. des Einführungsgesetzes zum Kindes- und Erwachsenenschutzrecht [EG KESR] vom 25. Juni 2012, LS 232.3). Gemäss § 40 Abs. 1 EG KESR richtet sich das Verfahren vor der KESB und den gerichtlichen Beschwerdeinstanzen primär nach den Bestimmungen des ZGB und des EG KESR. Enthalten diese Gesetze keine Bestimmungen, gelten für die Verfahren vor den gerichtlichen Beschwerdeinstanzen die Bestimmungen des Gesetzes über die Gerichts- und Behördenorganisation im Zivil- und Strafprozess vom 10. Mai 2010 (GOG; § 40 Abs. 2 EG KESR) und subsidiär die Bestimmungen der ZPO sinngemäss (§ 40 Abs. 3 EG KESR). Da § 40 Abs. 1 EG KESR für das Verfahren beider Beschwerdeinstanzen auf die Bestimmungen des ZGB verweist, und das EG KESR für das Beschwerdeverfahren vor der zweiten Instanz (dem Obergericht, vgl. § 64 EG KESR) keine von Art. 450 ZGB abweichenden Legitimationsbestimmungen aufgestellt hat, richtet sich die Legitimation vor zweiter Instanz ebenfalls nach den Regelungen des ZGB, das heisst nach Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 - 3 ZGB. Aus dem angefochtenen Entscheid geht nicht hervor, ob die Vorinstanz die Legitimation des Beschwerdeführers zur Beschwerdeerhebung an den Bezirksrat überprüfte, oder aber aufgrund derselben Bestimmung (Art. 450 Abs. 2 ZGB) die Beschwerdelegitimation vor der Vorinstanz verneinte. Der Nichteintretensentscheid deutet auf letzteres hin. Obwohl grundsätzlich ein schutzwürdiges Interesse an der Prüfung der Frage besteht, ob eine Rechtsmittelinstanz zu Recht nicht auf ein Rechtsmittel eingetreten ist, kann die Frage vorliegend offen bleiben, da auch diesfalls die Legitimation des Beschwerdeführers nach derselben Bestimmung zu prüfen war. Ein schutzwürdiges Interesse, einen Nichteintretensentscheid durch einen (teilweisen) Abweisungsentscheid zu ersetzen, besteht jedenfalls nicht.