Citation: 8C_385/2021 E. 4.2.1

4.2.1. Die Beschwerdeführerin bringt dagegen zunächst vor, die psychischen Beschwerden hätten zugenommen. Im ZMB-Gutachten würden nun nebst dem organischen Psychosyndrom psychiatrische Befunde (verminderte psychische Belastbarkeit, immer wieder auftretende depressive Episoden) erhoben und eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht attestiert. Dem ist entgegenzuhalten, dass die ZMB-Gutachter explizit festhielten, es seien seit der letzten Begutachtung vom 5. Mai 2011 keine neuen gesundheitlichen Beeinträchtigungen hinzugekommen. Das Beschwerdebild werde seit jener Begutachtung bis heute durch die Symptomatik von Seiten des organischen Psychosyndroms bestimmt. Weiter führten die ZMB-Gutachter aus, die neue Diagnose einer "sonstigen organischen Persönlichkeits- und Verhaltensstörung aufgrund einer Schädigung des Gehirns nach Unfall", welche anlässlich der Begutachtung von 2011 noch nicht gestellt worden sei, könne nicht als eigentliche Veränderung des Gesundheitszustandes bezeichnet werden. Diese Problematik habe auch damals bestanden, sei aber nicht als Diagnose formuliert worden. Die ZMB-Gutachter erachteten die im Gutachten vom 5. Mai 2011 attestierte Arbeitsfähigkeit von 80 % für adaptierte Tätigkeiten als zu optimistisch und bescheinigten eine maximale Arbeitsfähigkeit von 50 %. Mit Blick auf diese gutachterlichen Ausführungen ist in keiner Art und Weise zu beanstanden, dass die Vorinstanz eine tatsächliche gesundheitliche Verschlechterung verneint hat. Wie das kantonale Gericht auch zutreffend aufzeigte, bestand bereits bei der ersten Begutachtung eine depressive Verstimmung (leicht mit maximal mässig), die sich gemäss der aktuellen Expertise des ZMB zurückgebildet hat. Das Gutachten des ZMB enthält somit eine andere Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes, was - wie vorinstanzlich ebenfalls zu Recht erkannt - keinen Revisionsgrund darstellt.