Citation: 6B_466/2019 E. A

A.a. Am 20. September 2016 erhob die Staatsanwaltschaft des Kantons Schaffhausen Anklage gegen X.________. Sie wirft ihm häusliche Gewalt zum Nachteil seiner Ehefrau A.________ vor. Konkret ergibt sich aus der Anklageschrift folgender Sachverhalt: A.________ sei am 20. Februar 2016 wegen ewiger Streitereien mit X.________ in der Küche vor dem Lavabo zu Boden gesunken. X.________ sei neben ihr gestanden und habe aus der Schublade ein ca. 15 cm langes Rüstmesser mit schwarzem Griff und gerader Klinge genommen. Er habe sich zu ihr hinuntergebückt und ihr durch eine Überwurfdecke, die sie sich um die Beine gewickelt hatte, oberhalb der Kniekehle in den linken Oberschenkel gestochen. Das Messer habe er sogleich wieder herausgezogen. A.________ habe an der genannten Stelle eine rund 0.5 cm lang Stichwunde erlitten. X.________ habe zu ihr gesagt, er hätte es nicht absichtlich getan und ihr gedroht, beim nächsten Mal würde er dies am Hals machen (Anklageziffer 1.3.1). Weiter habe sich X.________ am 22. Februar 2016, während A.________ rücklings auf dem Ehebett gelegen sei, auf sie gekniet und ihr derart fest ins Gesicht geschlagen, dass Blut aus ihrem Mund an die Wand und an den Vorhang gespritzt sei. Nachdem sich A.________ kurz von X.________ lösen und das Bett habe verlassen können, habe er sie an den Armen zurück ins Bett gerissen. Er habe ihr gedroht, sie umzubringen und mit beiden Händen am Hals gewürgt, bis ihr schwarz vor Augen geworden sei. Bei A.________ hätten am 22. Februar 2016 unter anderem blaue, kreisrunde Hämatome auf beiden Brüsten, Kratzspuren auf der rechten Gesichtsseite, ein Hämatom am linken Auge, kreisrunde Hämatome am linken Hals, leichte Schürfwunden und eine Beule am Oberkopf festgestellt werden können (Anklageziffer 1.3.3). Schliesslich wird X.________ vorgeworfen, er habe A.________ am 22. Juli 2016 ein Schreiben aus seinem Zellenfenster des Kantonalen Gefängnisses Schaffhausen zugeworfen und sie damit unter Druck setzen und sie zu einer Falschaussage nötigen wollen, indem er geschrieben habe: "Du bist eigentlich der Grund. Warum ich hier bin. Vergiss das nicht... Du hast Dich nicht genug bemüht, um es raus zu finden, was mit mir geschieht... Du kannst sagen, dass es mir nicht gut gegangen ist und deswegen ich nicht bestraft werden sollte, mach das, schau und tue und lasse es nicht zu spät sein, sonst ist es sehr schlecht. Für Dich wäre es besser gewesen, hättest Du schon am Anfang gesagt, dass Du gelogen hast... dann hättest du eine Geldstrafe bekommen, jetzt steht es viel schlechter... sag denen bitte so schnell wie möglich... Bis 2 Jahre hast Du eine Frist, wo Du nicht mehr lügen darfst, aber solange ich lebe, wird das hier das letzte Mal sein, dass Du mich so verletzt hast. Lebend kannst Du mich nie mehr ins Gefängnis stecken oder mich so verletzen. Wir reden darüber, wenn ich draussen bin... Ich denke, dass Du entweder mit Geld oder einer anderen Möglichkeit wirst draussen bleiben können. Um es nicht noch in die Länge zu treiben, mach alles möglich, lass es nicht länger dauern, tue etwas, geh zur Polizei, sag denen, dass du einen Fehler gemacht hast und dass Du falsch gedacht hast, dass dies das erste Mal sei und Du gedacht hättest, dass ich Dich betrüge... Rede mit den Anwälten... ich kann das hier nicht mehr aushalten, mach Deine Augen auf" (Anklageziffer 1.4). A.b. Das Kantonsgericht Schaffhausen sprach X.________ am 10. November 2016 der mehrfachen einfachen Körperverletzung zum Nachteil des Ehegatten während der Ehe, teilweise mit einem gefährlichen Gegenstand, sowie der versuchten Nötigung schuldig. Vom Vorwurf der Gefährdung des Lebens, der mehrfachen Tätlichkeiten und der mehrfachen Drohung sprach es ihn frei. Es verurteilte X.________ zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 16 Monaten, unter Anrechnung der erstandenen Haft. Weiter entschied es über die Herausgabe der beschlagnahmten Gegenstände.