Citation: 5P.74/2006 19.05.2006 E. 2

Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Gerichtspräsidentin habe in ihrer Eingabe vom 12. Dezember 2005 keinen Antrag auf Abweisung der Nichtigkeitsklage gestellt, und beanstandet, dass das Obergericht willkürlich einen solchen hineininterpretiert habe. Die Gerichtspräsidentin sei vielmehr der Auffassung gewesen, dass über das Honorar unter Berücksichtigung des im Parallelverfahren geforderten Honorars neu entschieden werden müsse. Dies lasse vermuten, dass der Gerichtspräsidentin die Kostennote im Zeitpunkt der Festsetzung der Entschädigung nicht vorgelegen habe. Ob der Schluss des Obergerichts, die Gerichtspräsidentin schliesse (sinngemäss) auf Abweisung, haltbar oder willkürlich ist, braucht nicht beantwortet zu werden. Ein Entscheid ist nur dann wegen Verletzung von Art. 9 BV aufzuheben, wenn er sich auch im Ergebnis als willkürlich erweist (BGE 128 I 81 E. 2 S. 86). Dies ist offensichtlich nicht der Fall, hätte doch ein Antrag der Gerichtspräsidentin auf Gutheissung einer Abweisung der Nichtigkeitsklage durch den Appellationshof nicht entgegengestanden. Der Willkürvorwurf erweist sich als unbegründet.