Citation: 9C_402/2022 E. 4.2.2

4.2.2. Der Kanton Aargau sieht gemäss § 58 Abs. 2 seines Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 4. Dezember 2007 (Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRPG/AG; SAR 271.200) hinsichtlich einer Beschwerde an das kantonale Versicherungsgericht vor, dass, wenn das Verfahren nicht bundesrechtlich geregelt ist, es sich nach den Art. 27-54 und 56-61 ATSG richtet, im Übrigen nach den Regeln über das verwaltungsgerichtliche Beschwerdeverfahren, d.h. nach den in §§ 7 ff. VRPG/AG enthaltenen Verfahrensvorschriften. § 31 Abs. 2 Satz 1 VRPG/AG hält hierbei fest, dass im Beschwerdeverfahren die Verfahrenskosten in der Regel nach Massgabe des Unterliegens und Obsiegens auf die Parteien verlegt werden. Wer sein Rechtsmittel zurückzieht oder auf andere Weise dafür sorgt, dass das Verfahren gegenstandslos wird, gilt - so Abs. 3 der Bestimmung - als unterliegende Partei. Wird ein Verfahren ohne Zutun einer Partei gegenstandslos, sind die Verfahrenskosten nach den abgeschätzten Prozessaussichten zu verlegen oder aus Billigkeitsgründen ganz oder teilweise dem Gemeinwesen zu belasten. In gleicher Weise ist in § 32 Abs. 2 VRPG/AG vermerkt, dass im Beschwerdeverfahren die Parteikosten in der Regel nach Massgabe des Unterliegens und Obsiegens auf die Parteien verlegt werden. Wer sein Rechtsmittel zurückzieht oder auf andere Weise dafür sorgt, dass das Verfahren gegenstandslos wird, gilt als unterliegende Partei. Wird ein Verfahren ohne Zutun einer Partei gegenstandslos, sind die Parteikosten nach den abgeschätzten Prozessaussichten zu verlegen oder aus Billigkeitsgründen ganz oder teilweise dem Gemeinwesen zu belasten (§ 32 Abs. 3 VRPG/AG).