Citation: U 145/02 02.12.2002 E. 3

3.1 Im vorinstanzlichen Entscheid wird zutreffend darauf hingewiesen, dass für die Leistungspflicht des Unfallversicherers ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammenhang vorausgesetzt sind (BGE 119 V 338 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, 125 V 461 Erw. 5a, je mit Hinweisen). Das kantonale Gericht führt sodann richtig aus, dass nach Art. 11 UVV Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt werden (BGE 118 V 296 Erw. 2c; siehe auch RKUV 1994 Nr. U 206 S. 327 Erw. 2). 3.2 Der Beschwerdeführer wurde umfassend medizinisch untersucht. Dabei zeigte sich, dass der Heilungsverlauf trotz reizloser Abheilung der Wunde sowie guter radiologischer Befunden schleppend verlief und die Rehabilitationsbemühungen nur bescheidene Erfolge zeitigten (Berichte des Kurhauses K.________ vom 10. März 1996, der Röntgendiagnostik am Spital F.________ vom 3. April 1996, 19. Juli 1996 und 4. April 1997 sowie Austrittsbericht der Klinik B.________ vom 9. Oktober 1996). Der Versicherte klagte fortgesetzt über Schmerzen und weigerte sich, ohne Stöcke zu gehen (Berichte des Hausarztes Dr. med. M.________ vom 23. Januar 1997 und 18. Mai 1997 sowie des SUVA-Kreisarztes Dr. med. J.________ vom 23. Juli 1996 und 14. Februar 1997). Die Klagen über diffuse Schmerzen verstärkten sich in der Folge sogar, wobei Kreisarzt Dr. med. Y.________ am 27. Mai 1997 den Verdacht äusserte, der Beschwerdeführer verdeutliche die geltend gemachten Schmerzen möglicherweise im Sinne eines Schutzmechanismus, was auf seine sozialen Probleme zurückgeführt werden könnte. Aus Sicht der organischen Unfallfolgen bestehe eine vollständige Arbeitsfähigkeit. Auch Kreisarzt Dr. med. J.________ kam in seiner medizinischen Beurteilung vom 3. Oktober 2000 zum Schluss, der Versicherte habe vor allem psychische Probleme. Das im IV-Verfahren erstellte psychiatrische Gutachten von Dr. med. H.________ vom 29. November 1997 ergab ebenfalls eine psychische Erkrankung im Sinne einer schweren chronischen Depression. Zusammenfassend ist daher festzuhalten, dass die beteiligten Ärzte den Heilungsverlauf aus somatischer Sicht einhellig als problemlos erachteten. Gestützt auf die medizinischen Unterlagen ist demzufolge anzunehmen, dass bis zum für die Beurteilung massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheids (BGE 116 V 248 Erw. 1a) keine erheblichen organischen Unfallfolgen mehr bestanden haben und die noch vorhandenen Beschwerden und Beeinträchtigungen im Wesentlichen psychisch bedingt sind. Nachdem schon Dr. med. M.________ in seinem Bericht vom 18. Mai 1997 kein somatisches Substrat der Beschwerden mehr feststellen konnte und sich ratlos über das weitere Vorgehen äusserte, gelangte Dr. med. H.________ am 29. November 1997 zum Schluss, dass beim aktuellen Beschwerdebild eine schwere chronische Depression im Vordergrund stehe. Demzufolge ist die Adäquanz des Kausalzusammenhangs nach den für psychische Unfallfolgen geltenden Kriterien zu prüfen (BGE 115 V 133). Soweit der Beschwerdeführer aus psychischen Gründen in der Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt ist und einer Behandlung bedarf, hat hiefür nicht der Unfallversicherer aufzukommen. Denn selbst wenn der natürliche Kausalzusammenhang zwischen den psychischen Beeinträchtigungen und dem Unfall im Sinne einer Teilursache zu bejahen wäre, ist jedenfalls die Adäquanz des Kausalzusammenhangs zu verneinen, weil der Unfall vom 9. Februar 1996 auf Grund des augenfälligen Ablaufs als leicht zu qualifizieren ist (BGE 115 V 138 Erw. 6). Bei leichten Unfällen kann der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychischen Gesundheitsstörungen in der Regel - so auch vorliegend - ohne weiteres verneint werden, weil auf Grund der allgemeinen Lebenserfahrung, aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen psychischen Gesundheitsschaden zu verursachen (BGE 115 V 139 Erw. 6a). Weiterer Abklärungen bedarf es daher nicht. Wie die Vorinstanz zutreffend erwog, kommt eine Leistungspflicht der SUVA weder aufgrund eines Rückfalls noch wegen Spätfolgen in Betracht. Diesen zutreffenden Erwägungen hat das Eidgenössische Versicherungsgericht nichts beizufügen, weshalb darauf verwiesen werden kann. Wenn das kantonale Gericht angesichts der ausführlichen medizinischen Akten davon abgesehen hat, ein orthopädisches sowie ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag zu geben, hat es nicht gegen das Gehörsrecht verstossen, weil hievon keine entscheidwesentlichen neuen Tatsachen zu erwarten gewesen wäre (Erw. 2). Es muss daher bei der Feststellung bleiben, dass die Parteirechte gewahrt wurden und die verfügte Einstellung der Leistungen zu Recht erfolgt ist.