Citation: 5A_278/2024 E. 3.2.1

3.2.1. Die Vorinstanz stellt in Bezug auf den ehelichen Lebensstandard auf die der Trennungsvereinbarung der Parteien zugrundeliegende Unterhaltsberechnung ab, da diese lediglich fünf Monate nach der Trennung der Parteien und mithin genügend nahe am Trennungszeitpunkt datiere. Das Regionalgericht habe die in der Unterhaltsberechnung enthaltenen Positionen (insbesondere den Grundbetrag und die Wohnkosten) zu Recht angepasst, um den Lebensstandard vor der Trennung zu ermitteln. Es sei zudem unstrittig, dass vorliegend die zweistufige Methode zur Anwendung komme. Bei der zweistufigen Methode sei im Grundsatz davon auszugehen, dass die vorhandenen Mittel der Ehegatten während der Dauer der Ehe für den laufenden Lebensunterhalt verwendet wurden. Wenn der zuletzt gemeinsam gelebte Standard nicht mehr zuverlässig ermittelt werden könne respektive keine Sparquote nachgewiesen sei, werde der Überschuss hälftig geteilt. Unter diesen Umständen sei im Abstellen auf die sich in den Akten befindliche Unterhaltsberechnung per 23. Februar 2018 zwecks Ermittlung des Bedarfs während der Ehe und folglich des verbleibenden Überschusses (vor Berücksichtigung einer allfälligen Sparquote) keine Verletzung des Verhandlungsgrundsatzes zu erblicken. Dementsprechend sei an dem vom Regionalgericht korrekt ermittelten ehelichen Standard festzuhalten und von dem erstinstanzlich errechneten Überschuss während der Ehe von insgesamt Fr. 6'495.-- bzw. dem hälftigen Überschussanteil der Ehefrau von Fr. 3'247.50 auszugehen.