Citation: 1C_396/2021 E. 4.1

4.1. Gemäss Art. 51 Abs. 1 des Gesetzes über das Verwaltungsverfahren und die Verwaltungsrechtspflege vom 6. Oktober 1976 des Kantons Wallis (VVRG/VS; SGS 172.6) hat die Verwaltungsbe-schwerde (grundsätzlich) aufschiebende Wirkung. Dies gilt indessen nicht für Verwaltungsbeschwerden gegen Bauentscheide. Solche Beschwerden haben nach Art. 52 Abs. 2 Satz 1 des Baugesetzes vom 15. Dezember 2016 des Kantons Wallis (BauG/VS; SGS 705.1) vielmehr keine aufschiebende Wirkung. Diese kann jedoch von Amtes wegen oder auf Gesuch hin angeordnet werden (Art. 52 Abs. 2 Satz 2 BauG/VS). Ein entsprechendes Gesuch ist innert einer Frist von zehn Tagen zu stellen (Art. 52 Abs. 3 Satz 1 BauG/VS), mithin klar vor Ablauf der für die Beschwerde geltenden Rechtsmittelfrist von dreissig Tagen (vgl. Art. 52 Abs. 1 BauG/VS). Bis zur rechtskräftigen Erledigung des Gesuchs darf mit den Bauarbeiten nicht begonnen werden (Art. 52 Abs. 3 Satz 2 BauG/VS).