Citation: 8C_602/2019 E. 5.2.1

5.2.1. In Bezug auf das rheumatologische Teilgutachten macht sie im Wesentlichen geltend, Dr. med. C.________, Facharzt FMH für Rheumatologie, habe die im Zusammenhang mit der Dermatomyositis stehenden Beschwerden nicht hinreichend berücksichtigt. Das kantonale Gericht führte hierzu aus, die ABI-Gutachter hätten die von den behandelnden Ärzten beschriebenen Einschränkungen der Belastbarkeit des Bewegungs- und Stützapparats ebenfalls festgestellt und die Beschwerdeführerin für mittelschwere oder schwere körperliche Tätigkeiten als vollständig arbeitsunfähig betrachtet. Im Gutachten werde zudem eingehend und schlüssig begründet, weshalb in einer adaptierten Tätigkeit aktuell eine 80%ige Arbeits- und Leistungsfähigkeit bestehe. Der rheumatologische Gutachter habe überzeugend dargelegt, dass die Diagnose einer Dermatomyositis nicht automatisch eine lebenslängliche Arbeitsunfähigkeit bedeute, weshalb die Aussage des behandelnden Arztes, wonach die Beschwerdeführerin weder aktuell noch künftig je wieder eine körperlich leichte Tätigkeit werde ausüben können, jeglicher klinisch adäquaten Grundlage entbehre. Die gesamte jahrelange Schmerzpräsentation lasse den Schluss zu, dass primär ein chronisches multilokuläres Schmerzsyndrom respektive eine Fibromyalgie vorliege und dass die Beschwerdeführerin überlappend dazu eine Dermatomyositis erlitten habe, welche medikamentös adäquat behandelt worden sei und sich in Bezug auf die myopathischen Befunde weitgehend in klinischer Remission befinde. Die Vorinstanz erachtete diese gutachterliche Einschätzung als detailliert, sorgfältig begründet, schlüssig und nachvollziehbar. Dem ist beizupflichten, zumal auch der neurologische Gutachter Dr. med. D.________, Facharzt FMH für Neurologie, davon ausging, dass die Schmerzproblematik nicht mit der Dermatomyositis in Zusammenhang gebracht werden könne, da die Schmerzen viel zu einseitig lokalisiert seien und offenbar - im Gegensatz zu den Laborparametern - auch auf eine immunsuppressive Behandlung hin nicht gebessert hätten.