Citation: 1C_267/2022 E. 7.4

7.4. Mit diesen Ausführungen widerlegt die Beschwerdeführerin nicht, dass die Ansetzung einer Frist gemäss § 201 Abs. 1 lit. b PBG die Nachbarn und die Öffentlichkeit vor dem übermässig langen Anblick einer Baustelle und der damit verbundenen potentiellen Gefahren schützen soll. Diesem Ziel kann durchaus entsprechen, dass namentlich bei Ersatzbauten nicht nur bezüglich der Vollendung aller Bauarbeiten, sondern zusätzlich auch für den Abbruch von Gebäuden bzw. Gebäudeteilen und die Vornahme der für die Erstellung des Schnurgerüsts erforderlichen Aushubarbeiten eine Frist zu setzen, um das längere Bestehen einer nicht beendeten Baugrube zu verhindern. Die Vorinstanz verfiel demnach nicht in Willkür, wenn sie eine solche Fristsetzung als zulässig ansah. Dies wird dadurch bestätigt, dass die Beschwerdeführerin in ihrem Hauptantrag die Ansetzung einer neuen angemessenen Frist für die Einreichung der Meldekarte "Erstellung Schnurgerüst" verlangt, womit sie von der Zulässigkeit einer solchen Fristsetzung ausgeht (vgl. auch Urteil 1C_669/2020 vom 1. Juni 2021 E. 4).