Citation: 9C_125/2014 E. 4

Zu Recht erhebt die Beschwerdeführerin keine substanziierten Einwände gegen die Beweiskraft des Gutachtens vom 15. November 2011, welches nach den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz die beweisrechtlichen Anforderungen erfüllt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352). Nachdem die Experten ausgeführt hatten, ein organischer Kern der deutlich über die Versorgungsgebiete der im Februar 2006 koagulierten Nerven hinausgehenden Schmerzschilderungen sei nicht mehr sicher zuzuordnen, weshalb gegenüber dem Zustand im November 2007 von einer gesundheitlichen Verbesserung auszugehen sei (vorangehende E. 3.2), ist die Rüge unbegründet, das Gutachten enthalte weder Hinweise auf eine gesundheitliche Verbesserung noch einen Vergleich mit dem früheren Gesundheitszustand. Dass das kantonale Gericht die Symptomausweitung nicht als gesundheitliche Verschlechterung, sondern als Verbesserung qualifizierte, ist nicht widersprüchlich. Eine Schmerzfehlverarbeitung, zu der auch die Schmerzausweitung gehört, entspricht grundsätzlich keinem psychiatrischen Störungsbild mit Krankheitswert (vgl. Oliveri/Kopp/Stutz/Klipstein/Zollikofer, Grundsätze der ärztlichen Beurteilung der Zumutbarkeit und Arbeitsfähigkeit, Teil 2, in: Schweiz. Med. Forum 2006, S. 450). Wie andere unklare Beschwerdebilder auch ist sie jedenfalls so lange nicht invalidisierend, als die einschlägigen Kriterien (BGE 130 V 352 E. 2.2.3 S. 354 f.) nicht erfüllt sind. Diese verneinte die Vorinstanz korrekt und die Beschwerdeführerin hat zu Recht keine entsprechenden Rügen erhoben. Die vorinstanzliche Feststellung, der (somatische) Gesundheitszustand habe sich mit Bezug auf die neuropathische/neuralgiforme Schmerzsymptomatik im Versorgungsgebiet der Nervi ilioinguinalis und iliohypogastricus verbessert, ist nach dem Gesagten letztinstanzlich bindend (E. 1 hievor). Bereits vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, dass das kantonale Gericht die Rentenrevision schützte. Ob und allenfalls welche Rolle die Schmerzsymptomatik im linken Oberschenkel für die ursprüngliche Leistungszusprechung spielte, braucht daher nicht weiter geprüft zu werden. Was schliesslich den Einwand betrifft, die zweite psychiatrische Exploration sei lediglich eine andere Einschätzung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Gesundheitszustandes, fällt diese Rüge bereits deshalb ohne weiteres dahin, weil weder die erste noch die zweite Begutachtung des medizinischen Abklärungsinstituts D.________ eine psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ergeben hatten und die Vorinstanz zu Recht darauf hinwies, den übrigen Berichten lasse sich keine relevante psychiatrische Beeinträchtigung entnehmen (was die Beschwerdeführerin nicht bestritt). Von einer vorinstanzlichen Verletzung des Gehörsanspruchs oder der Begründungspflicht, geschweige denn von Willkür, kann keine Rede sein.