Citation: 9C_508/2014 E. 3

Die Beschwerdeführerin rügt, dass der Invaliditätsgrad nur dann durch Prozentvergleich zu ermitteln sei, wenn sich die Einkommen ohne und mit Behinderung nicht hinreichend genau oder nur mit unverhältnismässig grossem Aufwand bestimmen liessen und in letzterem Fall zudem angenommen werden könne, die Gegenüberstellung der nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände geschätzten, mit Prozentzahlen bewerteten hypothetischen Einkommen ergebe ein ausreichend zuverlässiges Resultat. Vor dem Hintergrund, dass ihre diagnostizierte Asozialität per se schon eine Unzumutbarkeit für jeden Arbeitgeber im angestammten Tätigkeitsbereich begründe, könne unter keinen Umständen angenommen werden, dass ein Prozentvergleich ein zuverlässiges Resultat mit sich bringe. Es müsse im Gegenteil ein Vergleich hypothetischer Einkommen vorgenommen werden. Dabei sei ein Valideneinkommen von Fr. 179'070.- anzurechnen, da eine progrediente Lohnentwicklung ausschlaggebend sei, und nicht das Durchschnittseinkommen mehrerer Jahre. Bei der Bestimmung des Invalideneinkommens sei zu berücksichtigen, dass nicht der Tabellenlohn für Finanz- und Versicherungsdienstleistungen beigezogen werden dürfe, weil die gesamte Branche Lese- und Schreibfähigkeiten voraussetze. Wenn auf die Werte der Finanz- und Versicherungsdienstleistungsbereiche abgestellt werde, sei nicht das Anforderungsniveau 1 heranzuziehen, denn die Gutachter hätten klar festgehalten, dass das Tätigkeitsprofil einfache, strukturierte, überschaubare und repetitive Aufgaben beinhalte. Deshalb komme, wenn überhaupt, das Anforderungsniveau 4 zur Anwendung.