Citation: I 455/00 16.03.2001 E. 1

1.- a) Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die IV-Stelle, da diese den Inhalt der angefochtenen Verfügung vom 23. Mai 2000 vorgängig nicht mit ihm besprochen habe. b) Gemäss Art. 73bis Abs. 1 IVV hat die IV-Stelle dem Versicherten oder seinem Vertreter Gelegenheit zu geben, sich mündlich oder schriftlich zur geplanten Erledigung zu äussern und die Akten seines Falles einzusehen, bevor sie über die Ablehnung eines Leistungsbegehrens oder über den Entzug oder die Herabsetzung einer bisherigen Leistung beschliesst. Dieses Vorbescheidverfahren bezweckt, dem Versicherten den Anspruch auf rechtliches Gehör zu gewährleisten (BGE 124 V 182 Erw. 1c mit Hinweisen). c) Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe seinen Antrag auf Leistungen der Invalidenversicherung mit Schreiben vom 15. April 2000 zurückgezogen und erhebe demnach weder Anspruch auf Massnahmen zur beruflichen Wiedereingliederung noch Anspruch auf eine Invalidenrente. Die IV-Stelle habe auch mit Verfügung vom 23. November 1999 in diesem Sinne entschieden. Bezüglich der angefochtenen Verfügung vom 23. Mai 2000 sei er jedoch nie vorgängig angehört worden. Dieser Vorwurf ist unbegründet. Aus den Akten geht hervor, dass zwar kein Vorbescheidverfahren im Sinne von Art. 73bis Abs. 1 IVV durchgeführt wurde, dieses aber auch nicht durchgeführt werden musste, da die IV-Stelle einen Rentenanspruch vollumfänglich bejahte und nicht ein Leistungsgesuch ablehnte oder bisherige Leistungen entzog oder herabsetzte, so dass kein Entscheid, welcher den Versicherten im Sinne von Art. 73bis Abs. 1 IVV beschwert, vorliegt.