Citation: C 57/02 06.08.2002 E. 2

2.1 Besteht für das kantonale Beschwerdeverfahren ein bundesrechtlicher Anspruch auf Parteientschädigung (so beispielsweise nach Art. 85 Abs. 2 lit. f AHVG, Art. 87 lit. g KVG und Art. 108 Abs. 1 lit. g UVG) und obsiegt die Partei vor dem Eidgenössischen Versicherungsgericht teilweise oder vollständig, ist die Vorinstanz anzuweisen, über die Entschädigung für das kantonale Verfahren (neu) zu befinden. In den Verfahren ohne bundesrechtlichen Anspruch auf Parteientschädigung entfällt eine solche Anordnung. Praxisgemäss wird die beschwerdeführende Partei bei einem im Vergleich zum vorinstanzlichen Verfahrensausgang wesentlichen Erfolg jedoch auf die Möglichkeit hingewiesen, bei der Vorinstanz eine Neuverlegung der Parteientschädigung zu beantragen (Urteile B. vom 14. August 2000 [C 28/00] und C. vom 12. Februar 2001 [B 43/00]). Zu einem solchen Hinweis bestand für das Eidgenössische Versicherungsgericht im Urteil vom 27. März 2001 kein Anlass, nachdem der Beschwerdeführer in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den kantonalen Entscheid vom 14. Juli 2000 bereits einen entsprechenden Antrag gestellt hatte. Nach Art. 32 Abs. 4 und 5 OG (vgl. auch Art. 8 Abs. 1 VwVG) war die Vorinstanz jedoch einzuladen, über den in ihren Zuständigkeitsbereich fallenden Antrag zu entscheiden, was mit Erw. 4 des letztinstanzlichen Urteils vom 27. März 2001 geschehen ist. 2.2 Der Umstand, dass kein bundesrechtlicher Anspruch auf Parteientschädigung besteht, führte entgegen der Auffassung der Vorinstanz nicht dazu, dass der kantonale Entscheid in diesem Punkt in formelle Rechtskraft erwachsen ist und nurmehr auf dem Wege der Revision abgeändert werden kann. Gemäss § 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich vom 7. März 1993 (Zürcher Gesetzessammlung 212.81) haben die Parteien auf Antrag nach Massgabe ihres Obsiegens Anspruch auf einen vom Gericht festzusetzenden Ersatz der Parteikosten. Nach dem anwendbaren kantonalen Recht war die Vorinstanz daher gehalten, die dem Beschwerdeführer zustehende Parteientschädigung nach Massgabe des Obsiegens im letztinstanzlichen Verfahren neu festzusetzen. Eines neuen Antrags bedurfte es hiezu nicht, nachdem der Beschwerdeführer mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid vom 14. Juli 2000 bereits einen entsprechenden Antrag gestellt hatte, von welchem das kantonale Gericht spätestens mit der Zustellung des letztinstanzlichen Urteils vom 27. März 2001 Kenntnis erhalten hat. 2.3 Im Übrigen wäre die Verwaltungsgerichtsbeschwerde selbst dann gutzuheissen, wenn mit der Vorinstanz angenommen würde, der kantonale Entscheid vom 14. Juli 2000 sei bezüglich der Parteientschädigung in Rechtskraft erwachsen und es könne darauf nur zurückgekommen werden, wenn die Voraussetzungen einer prozessualen Revision gegeben wären. Mit dem Urteil vom 27. März 2001 hat das Eidgenössische Versicherungsgericht die Sache an die Arbeitslosenkasse zurückgewiesen, damit sie die Arbeitslosenentschädigung im Sinne der letztinstanzlichen Erwägungen neu festsetze. Bis dies geschehen war, blieb offen, inwieweit der Beschwerdeführer gegenüber dem kantonalen Entscheid vom 14. Juli 2000 letztlich obsiegen würde. Es darf ihm daher nicht zum Nachteil gereichen, dass er den Antrag auf Zusprechung einer höheren Parteientschädigung für das kantonale Verfahren erst nach der Mitteilung der Arbeitslosenkasse vom 2. Juli 2001 stellte, mit welcher er über die nunmehr feststehende Nachzahlung von Arbeitslosenentschädigungen orientiert worden war. Er gelangte mit seinem Rechtsbegehren am 23. August 2001 (Datum Poststempel) an das kantonale Gericht und damit innerhalb der vorinstanzlich als anwendbar erachteten Revisionsfrist von 90 Tagen.