Citation: 4C.451/1999 06.03.2000 E. 5

5.- Die Berufung erweist sich damit als begründet und das angefochtene Urteil ist aufzuheben. Die übrigen Vorbringen des Klägers sind somit gegenstandslos. Der dem Kläger von der Vorinstanz zugesprochene Schadenersatz ist vor Bundesgericht nicht streitig. Ebenso unbestritten ist die Höhe der dem Beklagten zuviel ausbezahlten Akontozahlungen. Das Bundesgericht kann deshalb in der Sache selbst entscheiden (Art. 64 Abs. 2 OG). Die vorinstanzliche Zinsberechnung, welche im Grundsatz dem Arbeitsgericht folgt, wurde nicht bestritten. Die Forderung des Klägers gegen den Beklagten setzt sich damit zusammen aus den zuviel bezahlten Akontozahlungen von Fr. 30'200.-- nebst Zins zu 5% vom 2. Juni bis am 1. Juli 1996, ausmachend Fr. 119.65, sowie der Schadenersatzforderung von 5'709.25, was einen Gesamtbetrag von Fr. 36'028.90 ergibt. Für die Berechnung des Verzugszinses ist von diesem Betrag die zinsfreie Verlustscheinforderung von Fr. 5'273.60 und, um die Zusprechung von Zinseszins zu verhindern, die Zinsforderung von Fr. 119.65 abzuziehen, was einen ab dem 2. Juli 1996 zu verzinsenden Betrag von Fr. 30'635.65 ergibt. Weil das Bundesgericht nicht über die Anträge der Parteien hinausgehen darf (Art. 63 Abs. 1 OG), kann offen bleiben, ob auf die hier in Frage stehende Konstellation die Zinsfreiheit der Verlustscheinforderung überhaupt anwendbar ist. Nachdem der Streitwert Fr. 20'000.-- übersteigt (vgl. Art. 343 Abs. 2 und 3 OR), wird der Beklagte bei diesem Verfahrensausgang kosten- und entschädigungspflichtig (Art. 156 Abs. 1 und Art. 159 Abs. 2 OG).