Citation: 1C_282/2021 E. 9.3

9.3. Nach Meinung der Beschwerdeführer hätten viel grössere jährliche Zuliefermengen angenommen werden müssen. Diese Rüge geht, wie dargelegt, fehl (vgl. oben E. 8.5). Soweit die Beschwerdeführer die Rechtmässigkeit der übrigen Annahmen zu den Lärmemissionen der Anlageteile allgemein in Frage stellen, ist auch dieser Kritik kein Erfolg beschieden. Das BAFU hat in der Vernehmlassung ans Bundesgericht dargelegt, die Lärmprognose beruhe auf konservativen Annahmen und nachvollziehbaren Berechnungen. In der Lärmprognose werde insgesamt schlüssig dargelegt, dass der massgebende Planungswert gemäss Anhang 6 LSV an sämtlichen Empfangspunkten eingehalten sei, sofern die angeordneten Auflagen erfüllt würden. Das Bundesgericht hat keinen Anlass, von dieser fachkundigen Beurteilung des BAFU abzuweichen. Ferner ist dem Verwaltungsgericht ebenfalls zuzustimmen, dass die auflageweise für Kettendozer und Raupenbagger festgelegten Mindestabstände zu lärmempfindlichen Liegenschaften in der Umgebung und Einsatzzeiten genügend kontrollierbar sind. Die Tauglichkeit dieser Auflagen ist im konkreten Fall gegeben. Insgesamt hat die Vorinstanz die Einhaltung des Planungswerts beim Industrie- und Gewerbelärm der Deponie ohne Bundesrechtsverletzung bejaht. Im Bereich des Lärmschutzes gelten die Voraussetzungen der Einhaltung der Planungswerte (Art. 25 USG) und der vorsorglichen Emissionsbegrenzung (Art. 11 Abs. 2 USG) kumulativ. Bei Anlagen, welche die lärmschutzrechtlichen Planungswerte einhalten, kommen zusätzliche Massnahmen zum Lärmschutz im Sinne der Vorsorge jedoch nur in Betracht, wenn sich dadurch mit relativ geringem Aufwand eine wesentliche zusätzliche Reduktion der Emissionen erreichen lässt (vgl. BGE 127 II 306 E. 8; Urteil 1C_603/2018 vom 13. Januar 2020 E. 3.2). Die Beschwerdeführer rügen vor Bundesgericht nicht konkret die Verletzung des Vorsorgeprinzips gemäss Art. 11 Abs. 2 USG. Darauf ist demnach nicht weiter einzugehen.