Citation: 8C_246/2020 E. 3.1

3.1. Im von der Invalidenversicherung in Auftrag gegebenen Gutachten der asim vom 20. Juli 2017 diagnostizierte der orthopädische Sachverständige, Prof. Dr. med. D.________, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, aufgrund der klinischen und radiologischen Befunde eine Gonarthrose links, chronische Lumbalgien bei tieflumbaler und lumbosakraler Facettengelenksarthrose und Iliosakralgelenksarthrose (ISG-Arthrose) beidseits im inferioren Anteil mit osteopenem Knochenaspekt sowie unklare Schmerzen in Schulter und Handgelenk links. In der Beurteilung führte er insbesondere aus, dass es beim Tragen einer Unterschenkelprothese zu einer unphysiologischen Druckbelastung des Weichteilstumpfs komme, daher sei die vom Exploranden beschriebene zunehmende, bei längerfristigem Tragen der Prothese sich entwickelnde Beschwerdesymptomatik vollumfänglich nachvollziehbar. So sei die Gonarthrose wohl als Zeichen der veränderten Biomechanik zu werten, würden sich Arthrosen doch häufig aufgrund von unphysiologischen Mehrbelastungen und/oder traumatisch veränderten Gelenken entwickeln. Auch führte Prof. Dr. med. D.________ die Beschwerden in der linken Schulter und Hand auf eine Mehrbelastung durch die initiale Benutzung eines Gehstocks auf der linken Seite zurück.