Citation: 4A_498/2023 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz prüfte zunächst ausführlich, ob die Parteien - wie von den Beschwerdeführerinnen geltend gemacht - eine von den allgemeinen Versicherungsbedingungen abweichende Individualabrede im Sinne einer "eigentlichen Epidemieversicherung" getroffen haben. Dies verneinte sie. Sie erwog zusammengefasst, dass sich weder aus den im Recht liegenden Sachausschreibungen noch aus der E-Mail- Korrespondenz das von den Beschwerdeführerinnen behauptete Verständnis herauslesen lasse. Ein tatsächlicher Konsens über die Vereinbarung einer umfassenden Epidemienversicherung sei nicht erstellt, zumal für die Beschwerdegegnerin nicht erkennbar gewesen sei, dass die Beschwerdeführerinnen die gleiche Versicherung wie vormals angeblich bei der F.________ Versicherung hätten abschliessen wollen. Auch aus der Verwendung der Begriffe "Epidemie" und "Epi-Deckung" könne weder ein tatsächlicher noch ein normativer Konsens über eine umfassende Epidemienversicherung abgeleitet werden. Es sei daher nicht von einer Abänderung der Allgemeinen Versicherungsbedingungen der Hygieneversicherung auszugehen.