Citation: 6B_1258/2020 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer wendet sich (eventualiter) gegen die gestützt auf Art. 66a StGB angeordnete Landesverweisung. Er rügt, die Vorinstanz verneine zu Unrecht einen Härtefall bzw. komme fälschlicherweise zum Schluss, das öffentliche Interesse an der Landesverweisung überwiege sein privates Interesse am Verbleib in der Schweiz. Er pflege insbesondere zu seinem Sohn, aber auch zu seinen Eltern und seinen Geschwistern einen engen Kontakt. Die Möglichkeit des persönlichen Kontakts zum Vater sei für seinen Sohn und dessen positive Entwicklung von grosser Bedeutung. Er habe viele Freunde, die ihn auch im Gefängnis hätten besuchen wollen. Entsprechend sei sein Interesse an einem Verbleib in der Schweiz als besonders gross einzustufen, was denn auch die Vorinstanz so festgehalten habe. In Bezug auf die Gefährdung der öffentlichen Sicherheit gewichte die Vorinstanz seine Vorstrafen und auch die Rückfallgefahr zu stark. Er befinde sich derzeit in ambulanter Behandlung, in deren Rahmen er intensiv an seiner Aggressionsproblematik arbeite. Er entwickle Strategien, mit deren Hilfe er in Zukunft straffrei bleiben könne und sei bereit, die Therapie auch nach Beendigung des Vollzuges weiterzuführen (Beschwerde S. 8 [Rz. 17]).