Citation: 4C.130/2004 18.06.2004 E. A

Die X.________ (Klägerin) ist eine GmbH tschechischen Rechts. Sie bezweckt den Kauf und Verkauf von Waren sowie den Bau von Maschinen mit mechanischem Antrieb. Gesellschafter sind A.________ und B.________. Die Geschäfte führt der Gesellschafter B.________. Die Y.________ AG (Beklagte) ist eine Aktiengesellschaft schweizerischen Rechts. Sie produziert Bagger. Am 14. März 1997 unterzeichneten die Parteien einen Vertriebsvertrag. Nach dessen Ziffer 1 übertrug die Beklagte der Klägerin die Marktbearbeitung (Verkauf und Service) für ihr Baumaschinenprogramm. Der Klägerin wurde für Tschechien in Ziffer 2 der exklusive Verkauf der Produkte zugesichert. Die Klägerin verpflichtete sich, den Verkauf aktiv zu fördern und die Produkte nur bei der Beklagten zu beziehen. Die Beklagte behielt sich das Recht vor, bei ungenügenden Aktivitäten und ausbleibendem Verkaufserfolg die Exklusivität fristlos aufzuheben, ohne dass der Vertriebsvertrag zu kündigen wäre. Die Kündigungsfrist wurde in Ziffer 11 auf sechs Monate festgesetzt. Nach mehrjährigen Auseinandersetzungen unter den Parteien über die erzielten (ungenügenden) Umsätze kündigte die Beklagte den Vertriebsvertrag am 21. März 2000 auf den 31. Dezember 2000. Die Klägerin bestritt die Gültigkeit der Kündigung nicht; sie verlangte jedoch von der Beklagten Schadenersatz wegen Verletzung des Alleinvertriebsrechts. Die Beklagte stellte sich dagegen auf den Standpunkt, die Exklusivität habe schon seit längerer Zeit nicht mehr bestanden und die Parteien seien auseinander gesetzt.