Citation: 6P.17/2005 18.05.2005 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt, das Obergericht habe im Rahmen der Aussagenwürdigung, insbesondere bei der Würdigung der Aussagen der Beschwerdegegnerin, den Grundsatz "in dubio pro reo" verletzt. Was er in diesem Zusammenhang vorbringt, erschöpft sich in einer blossen appellatorischen Kritik am angefochtenen Urteil. Er beschränkt sich im Wesentlichen darauf, den Nachweis des Sachverhalts zu bestreiten und auszugsweise aus den Untersuchungsakten zu zitieren. Die blosse Darlegung der eigenen Sichtweise des Geschehens ist jedoch nicht geeignet, offensichtlich erhebliche und schlechterdings nicht zu unterdrückende Zweifel daran darzutun, dass sich der Anklagesachverhalt verwirklicht hat. Denn für die Begründung von Willkür, unter welchem Gesichtspunkt das Bundesgericht prüft, ob der Grundsatz "in dubio pro reo" als Beweiswürdigungsregel verletzt ist, genügt praxisgemäss nicht, dass das angefochtene Urteil mit der Darstellung des Beschwerdeführers nicht übereinstimmt oder eine andere Lösung oder Würdigung auch vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre (BGE 127 I 54 E. 2b mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer hätte darlegen müssen, inwiefern die Feststellungen des Obergerichts schlechterdings unhaltbar sind oder mit der tat-sächlichen Situation in klarem Widerspruch stehen und die vorhan-denen Beweise andere Schlussfolgerungen geradezu aufdrängen. Dass die Beweiswürdigung offensichtlich unhaltbar ist, legt der Beschwerdeführer indessen nicht dar und ist auch nicht ersichtlich. Zwar weicht etwa die Aussage der Beschwerdegegnerin, der Be-schwerdeführer habe sie vor B.________ ins Gesicht geschlagen, von der Aussage des B.________ ab, der lediglich bezeugt hat, der Beschwerdeführer habe die Beschwerdegegnerin aus dem Geschäft ins Auto geschleppt, wobei es so ausgesehen habe, als ob diese nicht mehr bei Bewusstsein gewesen sei; diese Abweichung vermag indessen die Glaubwürdigkeit der Beschwerdegegnerin nicht zu erschüttern. Zu Recht hat das Obergericht aus der Tatsache, dass die Beschwerdegegnerin ihrem Gynäkologen vor der Anzeigenerstattung nichts von den Vergewaltigungen erzählt hatte, nicht auf deren Unglaubwürdigkeit geschlossen (angefochtenes Urteil S. 17 unten). Auch insoweit vermag der Beschwerdeführer in keiner Weise Willkür darzulegen, da er lediglich seine Sicht der Dinge derjenigen der Vorinstanz gegenüberstellt (Beschwerdeschrift S. 6/7). Auch im Zu-sammenhang mit dem Zeitrahmen, in welchem sich die Vergewal-tigungen ereignet haben, ist entgegen den Einwänden in der Be-schwerdeschrift (S. 7) kein Widerspruch in den Aussagen der Beschwerdegegnerin auszumachen. Vielmehr hat die Beschwerde-gegnerin die Drucksituation in den Monaten November und Dezember 2003 ähnlich empfunden wie in den nachfolgenden Monaten, was nachvollziehbar ist und jedenfalls ihre Aussagen nicht als wider-sprüchlich erscheinen lässt. Schliesslich hat das Obergericht aus-führlich dargelegt, warum kein Motiv der Beschwerdegegnerin ersichtlich ist, den Beschwerdeführer zu Unrecht zu belasten (ange-fochtenes Urteil S. 14/15). Der Beschwerdeführer vermag auch hier keine Willkür darzulegen, wenn er ausführt, alleine der Hinweis, die Beschwerdegegnerin würde ihren Ehemann lieber wieder in Bosnien sehen, liesse auch "andere Schlüsse" zu. Auf die staatsrechtliche Beschwerde ist demnach nicht einzutreten.