Citation: 5A_980/2016 E. 3

Dass nach der Rechtsmittelbelehrung des erstinstanzlichen Entscheides und der Ansicht des Kantonsgerichtes die 10-tägige Beschwerdefrist von Art. 321 Abs. 2 ZPO zum Tragen kam, stellt der Beschwerdeführer nicht in Frage; entsprechend ist darauf nicht einzugehen (Art. 42 Abs. 2 BGG; BGE 140 III 115 E. 2 S. 116 m.w.H.). Der Beschwerdeführer beruft sich auf den Grundsatz von Treu und Glauben und das Rechtsmissbrauchsverbot. Er habe davon ausgehen dürfen, dass eine am 30. September 2016 bei der Deutschen Post aufgegebene eingeschriebene Sendung spätestens am 3. Oktober 2016 bei der Schweizerischen Post angelange. Er habe im Übrigen nicht gewusst, dass er die Beschwerde bis zu diesem Datum der Schweizerischen Post oder einem Schweizer Konsulat hätte übergeben werden müssen, da er nicht mehr anwaltlich vertreten gewesen und als Folge nicht aufgeklärt worden sei. Bei Art. 321 ZPO handelt es sich um gesetzliche Fristen, mithin um sog. Fatalfristen, welche nicht erstreckt werden können (Art. 144 Abs. 1ZPO). Der Beschwerdeführer kann sich mithin nicht auf die von ihm geltend gemachten Grundsätze berufen. Ohnehin wurde der erstinstanzliche Entscheid seinem damaligen schweizerischen Rechtsvertreter zugestellt, welcher über die Beschwerdefrist und die Modalitäten der Beschwerdeerhebung Bescheid wissen und seinen Mandanten entsprechend instruieren musste.