Citation: U 40/00 08.02.2001 E. 2

2.- a) Während ausser Frage steht, dass die zum Zeitpunkt des Einspracheentscheides im Ellenbogen, Schienbein und Knie geklagten Schmerzen sowie die Schallleitungsschwerhörigkeit rechts nicht (mehr) auf den Unfall zurückzuführen sind, herrscht unter den Parteien Uneinigkeit, wie es sich diesbezüglich mit den weiteren der geklagten Leiden verhält. Dabei dreht sich der Streit um drei Beschwerdekomplexe. Da sind die lumbal bestehenden Schmerzen (Lumbovertebralsyndrom) zu nennen. Darüber hinaus klagt der Versicherte über Schwindel, Kopfschmerzen, die sich in Form von Nadelstichen äussern sollen, und permanente Nackenbeschwerden. Die Ärzte sprechen in diesem Zusammenhang von CervicoCephalgien (MEDAS im Gutachten vom 13. September 1999) oder chronischem cervicocephalem Schmerzsyndrom (Frau Dr. P.________ in der Expertise vom 28. Juni 1998). Endlich ist der vorbestehende Tinnitus seit dem Unfall verstärkt aufgetreten. b) Die Vorinstanz hat einen Zusammenhang zwischen dem Unfall und den fraglichen Beschwerden in Anlehnung an das Gutachten des IMB vom 21. März 1997 verneint, weil sich für diese kein organisches Korrelat finden würde und mangels einer auf den Unfall zurückzuführenden Schleuderverletzung der HWS, einer äquivalenten Verletzung oder eines SchädelHirntraumas die Angaben zur Schmerzproblematik auch nicht als stringent betrachtet werden könnten. Eine die beschriebenen Beschwerden auslösende und erklärende pathologische (Fehl-)Verarbeitung des Unfalles mit posttraumatischer psychischer Schmerzstörung verneinte das kantonale Gericht in Anwendung der in BGE 115 V 138 Erw. 6 entwickelten und seither ständig angewandten Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts zur Frage der Adäquanz psychischer Beschwerden. Ob die somatoforme Schmerzstörung in einem natürlich kausalen Zusammenhang zum Unfall steht, liess das kantonale Gericht offen. Die Beschwerdeführer erachten dagegen die lumbal auftretenden Schmerzen sowie den rechtsseitigen Tinnitus als organisch nachweislich unfallkausal. Zur näheren Begründung berufen sie sich auf das letztinstanzlich eingereichte Gutachten der MEDAS vom 13. September 1999 sowie die Expertise des Neurologen Dr. W.________ vom 24. Mai 1995. Dass die Beschwerden im Bereich Nacken und Kopf nicht auf klare pathologische Befunde zurückgeführt werden können, wird dagegen (zu Recht) nicht in Frage gestellt. Indessen behaupten die Beschwerdeführer das Vorliegen eines HWS-Distorsionstraumas oder eines SchädelHirntraumas. Gegebenenfalls hätte dies zur Folge, dass die Frage der Adäquanz zwischen dem Unfall und den unstreitigen Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit zeigenden anhaltenden somatoformen Beschwerden anhand der Kriterien zu beurteilen wäre, wie sie für Schleudertraumen der HWS ohne organisch nachweisbare Funktionsausfälle entwickelt wurden (BGE 117 V 359, insbesondere S. 367 Erw. 6a) und nicht, wie von der Vorinstanz getan, nach jenen zu den psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 138 Erw. 6). Der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden sei aber so oder anders zu bejahen. Endlich monieren die Beschwerdeführer, das vor Erlass der Verfügung eingeholte Gutachten des IMB vom 21. März 1997 dürfe keine Beachtung finden, weil bei der Bestellung der Experten und der Fragestellung der Anspruch des Versicherten auf rechtliches Gehör verletzt worden sei.