Citation: 6S.1/2007 24.04.2007 E. 3.8

3.8.1 Der Beschwerdeführer macht eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung geltend, weil das Kantonsgericht aktenwidrig davon ausgehe, der Rennläufer sei auf der Rennpiste mit dem Geschädigten zusammengestossen. Der Unfall habe sich aber gerade nicht auf der Rennpiste bzw. im Zielauslauf, sondern auf der öffentlichen Publikumspiste, ca. 150 Meter unterhalb der Zieldurchfahrt, ereignet. Zudem habe der Rennfahrer nie die Absicht gehabt, nach der Zieldurchfahrt anzuhalten, sondern er habe direkt wieder hangaufwärts fahren wollen, um im Zielbereich seine Startnummer abgeben zu können. Diese falschen Sachverhaltsfeststellungen seien für die Beurteilung der Vorhersehbarkeit wesentlich. Der Beschwerdeführer könne nicht für ein solches rennuntypisches Verhalten zur Verantwortung gezogen werden. 3.8.2 Es ist nicht entscheidend, wo genau sich der Kollisionsort befindet. Das Kantonsgericht hält im Zusammenhang mit der Voraussehbarkeit des Erfolgseintrittes fest, das Verhalten des Rennläufers sei nicht ungewöhnlich, zumal dieser wegen der fehlenden Absperrung und Abgrenzung nicht veranlasst worden sei, die Fahrt abzubremsen. Somit habe während der gesamten Dauer des Rennens die Gefahr eines Zusammenstosses bestanden. Diese Beurteilung ist durchaus vertretbar. Von einer falschen Sachverhaltsfeststellung, die für die rechtliche Beurteilung wesentlich ist, kann deshalb nicht gesprochen werden. Die Rüge ist unbegründet.