Citation: 2C_1004/2022 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwog vorliegend, dass bis auf die im Beschwerdeverfahren gemachte Angabe einer "c/o"-Adresse bei seiner Ehefrau eine Wiederaufnahme des Ehe- bzw. Familienlebens völlig undokumentiert geblieben sei, obwohl der rechtskundig vertretene Beschwerdeführer zur Belegung seiner Angaben mehrfach Anlass und Gelegenheit gehabt hätte. Im Verfahren vor den Unterinstanzen habe er noch angegeben, von seiner Ehefrau (faktisch) getrennt zu leben. Bereits in der Vergangenheit habe er zudem erfolglos versucht, sich gegen den Willen seiner Ehefrau an deren Wohnort anzumelden, um eine Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des Familiennachzugs zu erhalten. Bei früheren Verlängerungsgesuchen gab er an, mit seiner Ehefrau zusammenzuleben, obwohl diese zumindest in ihrer Stellungnahme vom 10. Juni 2021 festhielt, seit "ungefähr 2017" definitiv getrennt von ihrem Ehemann zu leben, keinen Kontakt zu diesem zu unterhalten und Scheidungsabsichten zu hegen. In einer weiteren Stellungnahme vom 6. Oktober 2021 deutete die Ehefrau an, dass der Beschwerdeführer in Angola eine andere Frau (traditionell) geheiratet habe. Zudem gab sie an, dass er seine Familie nie finanziell unterstützt habe und sich kaum um seinen minderjährigen Sohn kümmere (angefochtener Entscheid E. 4.2.4).