Citation: 2A.146/2002 13.02.2003 E. 4

Die Beschwerdeführer machen geltend, im Falle einer Einkommenssteuerpflicht der fingierten Gutschriften sei davon auszugehen, dass die Einkünfte gewerbsmässig erzielt worden seien. Wie das Bundesgericht im bereits mehrfach erwähnten Entscheid vom 21. Oktober 1996 (E. 2c, S. 381) ausgeführt hat, stellen die Einlagen in die K.________ Establishment Privatvermögen und nicht Geschäftsvermögen dar. Auch im vorliegenden Fall sind die Beschwerdeführer nicht selber durch gewerbsmässigen Wertschriftenhandel im Sinne einer Erwerbstätigkeit nach Art. 21 Abs. 1 lit. a BdBSt tätig geworden. Vielmehr haben sie für die Verwaltung eines Teils des Privatvermögens die K.________ Establishment beigezogen. Diese ist wie eine Bank oder ein Anlagefonds für sie selbständig vermögensverwaltend tätig geworden. Die von der Gesellschaft getätigten Transaktionen sind aufgrund des praktizierten Schneeballsystems nicht im Einzelnen nachzuvollziehen und auch nicht einzelnen Anlegern konkret zuzurechnen. Es kann deshalb nicht von einem gewerbsmässigen Wertschriftenhandel gesprochen werden.