Citation: 4A_29/2024 E. 6

Die Beschwerdeführerin unterstellt einerseits, es sei fortlaufend und rechtzeitig gerügt worden, was sich auch aus dem Verhalten der Beschwerdegegnerin ergebe - sonst hätte sie sich nicht um die Beseitigung des Mangels bemühen können. Andererseits behauptet sie, die Parteien hätten eine Vereinbarung getroffen, die sie ihrer Rügeobliegenheit entledigt, womit die Voraussetzung für eine Beseitigung des Mangels für neue Schadensbilder nicht gegeben wäre. Insgesamt fällt auf, dass die Angaben der Beschwerdeführerin in Bezug auf das Schadensbild 1 (oder bis in die erste Jahreshälfte 2018) wesentlich detaillierter sind als in Bezug auf das Schadensbild 2 (oder ab Herbst 2018). Unabhängig von allfälligen Vereinbarungen betreffend das Schadensbild 1 hätte aber zumindest der erste Auftritt des Schadensbilds 2 umgehend gerügt werden müssen, insbesondere, soweit sich daraus ergab, dass den Bemühungen der Beschwerdegegnerin zur Problemlösung kein Erfolg beschieden war. Weshalb die Beschwerdeführerin diesbezüglich keine Angaben macht, wie ihr dies in Bezug auf das Schadensbild 1 möglich war, ist nicht nachvollziehbar. Wenn die Vorinstanz die Vorbringen der Beschwerdeführerin insoweit als ungenügend betrachtete, verletzt dies kein Bundesrecht.