Citation: 9C_659/2017 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz erkannte, die Umstände, dass alle Verfahren zur Symptomvalidierung der neuropsychologischen Tests auffällig gewesen seien und auch der von den begutachtenden Psychiatern durchgeführte "Coin-in-the-Hand"-Test Hinweise für ein suboptimales Leistungsverhalten geliefert habe, liessen erhebliche Zweifel am aktuell geklagten und dargestellten Gesundheitszustand des Versicherten aufkommen. Er habe sich den Gutachtern fast demenziell präsentiert, was wiederum in Widerspruch zu seinen teilweise detaillierten Schilderungen anlässlich der neuropsychologischen Expertise stehe. Diskrepant habe er gegenüber dem begutachtenden Orthopäden berichtet, er verlasse die Wohnung eigentlich nicht, während er dem Neurologen gegenüber geschildert habe, täglich etwas spazieren zu gehen. Durch die Einnahme von Temesta während den Untersuchungen habe der Versicherte den Gutachtern den Eindruck vermitteln wollen, er würde Temesta übermässig konsumieren. Eine Blutanalyse vom 16. Juni 2011 habe jedoch einen Medikamentenspiegel weit unterhalb des therapeutischen Bereichs ergeben. Das Verhalten des Versicherten weise somit in Übereinstimmung mit den Experten auf eine Aggravation hin.