Citation: 6B_912/2018 E. 3.3.2

3.3.2. Fehl geht sodann sein Einwand, die Vorinstanz liesse ein gewisses Mitverschulden des Geschädigten unbeachtet. Die Vorinstanz hält im angefochtenen Urteil ausdrücklich fest, dass die aufgeheizte Stimmung und der Umstand, dass der Geschädigte den Beschwerdeführer zuvor verbal massiv beschimpft habe oder gar tätlich gegen ihn geworden sei, zugunsten des Beschwerdeführers zu berücksichtigen ist (vgl. angefochtenes Urteil Ziff. 3.1.1 S. 34). Dass sie dessen Mitverschulden weniger stark gewichtet, als es der Beschwerdeführer offenbar für richtig hält, stellt für sich allein keine Verletzung von Bundesrecht dar. Im Übrigen ist der Vorinstanz zuzustimmen, dass kein vernünftiger Anlass für die Tat bestand, mithin diese aus nichtigem Grund erfolgt ist. Wenngleich der Beschwerdeführer durch die vorgängigen Geschehnisse und die Beschimpfungen aufgewühlt gewesen sein mag, ist sein Verhalten unverständlich. Dies umso mehr, als er der Auseinandersetzung einfach hätte entgehen können, indem er den Platz mit M.________ verlassen hätte, wozu diese ihn sogar explizit aufgefordert hatte. Der Beschwerdeführer hat sich klar für die Konfrontation entschieden und hierfür die Bierflasche zerbrochen, um diese dann gezielt gegen den Oberkörper und Kopf des Geschädigten einzusetzen. Wenn die Vorinstanz sein Vorgehen als rücksichtslos, verwerflich und hinterrücks qualifiziert, ist dies durchaus nachvollziehbar. Dass die Vorinstanz von einem nicht mehr leichten Verschulden des Beschwerdeführers ausgeht und die hypothetische Einsatzstrafe auf 8 Jahre festsetzt, ist angesichts des ordentlichen Strafrahmens von 5 bis 20 Jahren Freiheitsstrafe nicht zu beanstanden.