Citation: 9C_116/2018 E. 3.2.2

3.2.2. In der Beschwerde wird ferner vorgebracht, entgegen der Darstellung im angefochtenen Entscheid werde das depressive Geschehen durch invaliditätsfremde psychosoziale Faktoren (Bewältigung der Kündigung, Migrationshintergrund, schlechte Deutschkenntnisse, gesundheitliche Situation von Ehefrau und Tochter) aufrechterhalten, welche eine Besserung der Symptomatik verhinderten. Ein davon unabhängiges, verselbstständigtes Leiden sei nicht ersichtlich. Dr. med. Dr. rer. nat. B.________ wies in seinem Gutachten vom 22. Mai 2014 auf mehrere prognostisch ungünstige Faktoren hin wie den mittlerweile chronifizierten Verlauf, familiäre Belastungen und den bildungsfernen Migrationshintergrund mit mässiger Beherrschung der deutschen Sprache. Er hielt im Weiteren fest, der aktuelle Gesundheitszustand des Versicherten und die sich daraus ergebende vollständige Arbeitsunfähigkeit seien gekennzeichnet durch eine gegenseitige Aufrechterhaltung und Verstärkung von psychischen und somatischen/somatoformen Symptomen, begünstigt durch die genannten psychosozialen Faktoren. Daraus lässt sich mit der Vorinstanz - in jedenfalls nicht offensichtlich unrichtiger Weise (vgl. E. 1.2 hiervor) - schliessen, dass zwar unbestrittenermassen psychosoziale Faktoren vorliegen (zu deren Bedeutung für die Invalidität, vgl. BGE 127 V 294 E. 5a S. 299 f.). Daneben besteht jedoch mit der schwergradigen depressiven Symptomatik auch eine die Arbeitsfähigkeit einschränkende, verselbstständigte psychische Störung. Diese psychische Erkrankung verliert nicht jegliche Relevanz im Sinne eines rein invaliditätsfremden Geschehens, nur weil sie auch auf psychosoziale Faktoren zurückgeführt werden kann.