Citation: U 426/00 28.05.2001 E. 4

4.- a) Es kann nicht gesagt werden, die zum typischen Beschwerdebild eines Schleudertraumas der HWS gehörenden Beeinträchtigungen träten gegenüber der psychischen Problematik ganz in den Hintergrund. Die Adäquanz des Kausalzusammenhangs ist daher nicht nach der Rechtsprechung zu den psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 138 Erw. 6), sondern nach der nicht zwischen physischen und psychischen Aspekten unterscheidenden Rechtsprechung zu den Folgen eines Schleudertraumas der HWS (BGE 117 V 361 ff. Erw. 5 und 6) zu beurteilen (BGE 123 V 99 Erw. 2a). b) Der Unfall vom 3. März 1995 kann unter Berücksichtigung der geschätzten Auffahrgeschwindigkeit von 30 bis 40 km/h, der erlittenen Verletzungen und des relativ geringen Sachschadens durchaus mit einer Auffahrkollision vor einem Lichtsignal oder einem Fussgängerstreifen gleichgesetzt werden. Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat derartige Ereignisse im Rahmen der für die Beurteilung der Adäquanz des Kausalzusammenhangs vorzunehmenden Einteilung (BGE 117 V 366 Erw. 6a) wiederholt als mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten Fällen qualifiziert (nicht veröffentlichte Urteile E. vom 21. Juni 1999, U 128/98, K. vom 20. März 1998, U 262/97 und D. vom 6. Juni 1997, U 187/95). Die Adäquanz des Kausalzusammenhangs ist demnach zu bejahen, falls ein einzelnes der unfallbezogenen Kriterien (BGE 117 V 367 Erw. 6a) in besonders ausgeprägter Weise gegeben ist oder die zu berücksichtigenden Kriterien insgesamt in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sind (BGE 117 V 367 f. Erw. 6b). c) Die Vorinstanz hat mit zutreffender Begründung, auf welche vollumfänglich verwiesen werden kann, dargelegt, dass die Kriterien der (körperlichen) Dauerbeschwerden sowie der hinsichtlich Grad und Dauer erheblichen Arbeitsunfähigkeit erfüllt sind, dies jedoch nicht in besonders ausgeprägter Weise, während die übrigen Kriterien nicht gegeben sind. Dass die Beschwerdeführerin im Verlauf des Parkiermanövers den Kopf abgedreht und deshalb eine Verletzung besonderer Art erlitten hätte, findet in den Akten keine Stütze und kann deshalb nicht als mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt gelten. Die Adäquanz des Kausalzusammenhangs ist daher zu verneinen mit der Feststellung, dass dem Unfall keine massgebende Bedeutung für die über den 31. März 1997 hinaus andauernden Beschwerden mit Einschränkung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit zukommt. Die La Suisse hat ihre Leistungen somit zu Recht auf den 31. März 1997 eingestellt.