Citation: 2C_247/2019 E. 1.2

1.2. Noch während des hängigen bundesgerichtlichen Verfahrens ersuchte die Steuerpflichtige die Belegenheitsgemeinde erneut um Erlass der offenen Gemeindesteuerforderungen, Kosten und Zinsen im Gesamtbetrag von Fr. 738.90, nunmehr die Steuerperioden 2013 bis 2016 umfassend. Das örtliche Steueramt wies das Gesuch mit Entscheid vom 14. September 2018 ab, was das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden, 4. Kammer, mit einzelrichterlichem Entscheid A 18 50 vom 23. Januar 2019 bestätigte. Das Verwaltungsgericht erwog, dass es sich erübrige, zu prüfen, ob eine Notlage oder eine grosse Härte im steuerrechtlichen Sinne vorliege, da die Steuerpflichtige ohnehin nicht nachgewiesen habe, dass die privaten Gläubiger im entsprechenden Mass auf ihre Forderungen verzichtet hätten. Das unerlässliche Element der Opfersymmetrie fehle mithin.