Citation: 6B_1384/2017 E. 1.4

1.4. Die Beschwerdeführerin rügt, aus dem angefochtenen Entscheid ergebe sich nicht, worauf die Vorinstanz ihren Entscheid stütze. Es lägen keine Indizien oder Beweise vor, die auf ein strafbares Verhalten der Beschwerdeführerin schliessen liessen. In Anwendung des Grundsatzes "in dubio pro reo" hätte die Vorinstanz den erstinstanzlichen Freispruch bestätigen müssen. Die Vorinstanz legt eingehend und schlüssig dar, weshalb sie eine Tatbeteiligung der Beschwerdeführerin an den Diebstählen in den Boutiquen in Luzern, Gstaad und St. Moritz für erstellt hält. Ihre Begründung ist schlüssig und nachvollziehbar. Die dagegen gerichteten Vorbringen der Beschwerdeführerin sind unbehelflich. Dass diese den Vorfall am Genfer Zoll detailreich geschildert hat und ihre diesbezüglichen Aussagen von Y.________ bestätigt wurden sowie dass sie bezüglich des Diebstahls in St. Moritz Nebensächliches - nämlich dass Y.________ nach dem Boutiquebesuch zur Parkuhr gegangen sei, um Geld einzuwerfen - berichtet hat, vermag die eingehende und schlüssige Beweiswürdigung der Vorinstanz nicht zu erschüttern. Diese gibt den Inhalt der Videoaufnahme in der Boutique in Gstaad wieder und stellt fest, dass daraus zweifelsfrei hervorgeht, dass die Beschwerdeführerin und Y.________ beim ganzen Vorgang miteinander kommunizierten und beim Entwenden des Pelzmantels zusammenwirkten. Dieser Feststellung hält die Beschwerdeführerin nichts Relevantes entgegen. Ihr Einwand, die Filmsequenz gebe den Vorgang nur während 5 Minuten wieder, ändert nichts an der Tatsache, dass dies eben die entscheidenden Minuten (in denen der Diebstahl ausgeführt wurde) sind. Der Rüge, die Vorinstanz berücksichtige die Naivität der Beschwerdeführerin nicht gebührend, denn die Naivität sei dadurch belegt, dass sie nicht wisse, wer der Vater ihres Kindes sei, ist entgegenzuhalten, dass die Beschwerdeführerin als erste Antwort auf die Frage, wer der Kindsvater sei, zu Protokoll gab, sie wolle nicht sagen, wer der Vater sei. Die Vorinstanz ist sehr wohl auf den Einwand der Beschwerdeführerin, sie sei naiv und eine schlechte Schülerin gewesen, eingegangen. Mit der diesbezüglichen Begründung setzt sich die Beschwerdeführerin nicht auseinander.