Citation: U 133/00 06.06.2002 E. 3

3.- Begründet ist indes der geltend gemachte Zinsanspruch, dies jedoch nicht unter dem Rechtstitel des Verzuges sondern jenem der Vergütung (was mit Blick auf Art. 132 lit. c OG prozessual zulässig ist). Besteht nämlich im Rahmen von Art. 24 Abs. 2 UVG rechtsprechungsgemäss (BGE 113 V 48) Anspruch auf Ausgleichszins, wenn die Integritätsentschädigung ausnahmsweise erst später zugesprochen werden kann - weil sich die Anspruchsvoraussetzungen im Zeitpunkt der Rentenverfügung noch nicht zuverlässig beurteilen lassen -, so ist - a fortiori - ein solcher Ausgleichszins dann zuzusprechen, wenn ein Versicherter seit dem Unfall an einem Integritätsschaden leidet, welcher aber vorerst unentdeckt bleibt und dessen Unfallbedingtheit sich erst im Verlaufe der medizinischen Abklärungen ergibt. Diese Voraussetzungen treffen hier zu. Der Beschwerdeführer hat Anspruch auf einen Ausgleichszins von 5 % auf Fr. 16'320.-, abzüglich der vorher ausbezahlten 10 %igen Integritätsentschädigung, für die Zeit vom 13. Januar 1992 bis 17. Februar 1998, als er den Integritätsschaden schon aufwies, aber noch nicht im Genusse der Entschädigung stand.