Citation: 1C_260/2016 E. 6.6

6.6. Im vorliegenden Fall hält der streitige Laufstall den Mindestabstand ein: Es ist auch weder ersichtlich noch dargetan, dass der FAT-Bericht für die Beurteilung des streitigen Stallungsystems überholt sei (oben E. 3.4). Unter diesen Umständen erweisen sich die Anträge der Beschwerdeführer auf Anordnung vorsorglicher Massnahmen als unbegründet, ohne dass deren Eignung, technische und betriebliche Möglichkeit und wirtschaftliche Tragbarkeit näher geprüft werden müssten. Dies gilt auch für die vom AWEL verfügten vorsorglichen Massnahmen zur Ammoniakreduktion an der Quelle. Es ist hier nicht darüber zu befinden, inwieweit solche Massnahmen nach dem oben (E. 6.4) Gesagten zur vorsorglichen Begrenzung der Stickstoffeinträge in der Region zulässig sein könnten. Jedenfalls rechtfertigt es die vorliegend streitige Geruchsbelastung der Beschwerdeführer nicht, auf die 2007 erteilte Baubewilligung bzw. die 2008 ohne entsprechende Auflagen erteilte luftreinhalterechtliche Bewilligung zurückzukommen und zusätzliche vorsorgliche Massnahmen zur Geruchsminderung anzuordnen. Es braucht daher nicht geprüft zu werden, ob die vom AWEL verfügten Massnahmen zur Ammoniakreduktion an der Quelle geeignet und für einen Kleinlandwirtschaftsbetrieb wirtschaftlich tragbar und verhältnismässig sind. Es kann somit auch offenbleiben, ob die vom AWEL erst in seiner Stellungnahme zur Vernehmlassung des BAFU (nach anfänglichem Vernehmlassungsverzicht) eingereichten Unterlagen noch berücksichtigt werden könnten.