Citation: 8C_848/2013 E. 2

Das kantonale Gericht stellte für die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit auf die von der IV-Stelle extern in Auftrag gegebene interdisziplinäre Beurteilung durch die Dres. med. B.________ und C.________ ab, wonach der Versicherte in einer körperlich leichten bis mittelschweren und rückenadaptierten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 80 % aufweise, wobei es günstig wäre, wenn diese weitgehend alleine, ohne sich vor einer Gruppe exponieren zu müssen, ausgeübt werden könne. Die prozentuale Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit begründeten diese Ärzte allein mit den psychiatrischen Diagnosen einer sozialen Phobie mit Panikstörung nach ICD-10 F 40.1 und einer rezidivierenden depressiven Störung mit gegenwärtig leichtgradiger Episode nach ICD-10 F 33.0. Sodann hielt der Psychiater Dr. med. B.________ zur Frage, seit wann eine medizinisch begründete (psychische) Arbeitsunfähigkeit bestünde, fest, seit Mitte 2004, wobei er indessen keine zuverlässige Aussagen über deren Umfang für die Zeit vor seiner Untersuchung vom 1. Februar 2010 machen könne; seine Einschätzung gelte daher ab 1. Februar 2010. Das kantonale Gericht dehnte alsdann diese Einschätzung auf die davor liegende Zeit aus. Zur Begründung verwies es (einzig) auf die sekundäre Natur der bis Mai 2007 bestandenen Cannabissucht, mit welcher der Beschwerdeführer dazumal versucht habe, seine Schlafstörung und Ängste zu bewältigen. Die vom Beschwerdegegner angerufenen Berichte der behandelnden Psychiaterin D.________ und der behandelnden Psychologin E.________ vom 10. Mai 2010, worin die Einschätzung von Dr. med. B.________ in erster Linie dahingehend beanstandet wird, als darin keine sich zusätzlich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkende Diagnose einer Persönlichkeitsstörung gestellt worden sei, entkräftete das Gericht, indem es auf die dazu verfasste Stellungnahme von Dr. med. B.________ vom 25. Juni 2010 verwies, in welcher, wie bereits im Gutachten vom 15. Februar 2010, der Experte nachvollziehbar und schlüssig dargelegt habe, aus welchen Gründen keine Persönlichkeitsstörung, sondern vielmehr bloss akzentuierte Persönlichkeitszüge diagnostiziert werden könnten. Bezogen auf das vom Beschwerdeführer eingereichte Privatgutachten von Dr. med. F.________ vom 22. September 2011 hielt das kantonale Gericht fest, darin werde das Vorliegen einer primären Persönlichkeitsstörung oder einer Persönlichkeitsveränderung nach ICD-10 F 62.1 (ebenfalls) ausdrücklich verneint, indessen bei der Diagnose einer sozialen Phobie nach ICD-10 F 40.1 das Gewicht etwas anders gelegt, indem ergänzend festgehalten werde, die Phobie sei nicht eine isolierte Angst, sondern bestimme vorliegend weitgehend Denken, Fühlen und Verhalten im Ausmass einer Persönlichkeitsstörung; soweit Dr. med. F.________ damit letztlich seine von Dr. med. B.________ abweichende Einschätzung der Auswirkung des psychischen Zustandsbilds auf die Restarbeitsfähigkeit zu begründen versuche, sei dies nicht hinreichend geeignet, die Schlussfolgerungen des verwaltungsexternen Gutachters Dr. med. B.________ zu erschüttern, zumal einerseits eben keine Persönlichkeitsstörung nach ICD-10 vorliege und darüber hinaus Dr. med. F.________ die rezidivierende depressive Störung bei der Festlegung der Restarbeitsfähigkeit mit berücksichtigt habe, die indessen nur leicht ausgeprägt und damit nicht invalidisierend sei.