Citation: 4C.363/1999 08.12.2000 E. 7

7.- Der Beklagte berief sich vor der Vorinstanz auf die "clausula rebus sic stantibus". Darunter versteht man die Möglichkeit einer richterlichen Vertragsanpassung im Falle unvorhersehbarer und wesentlicher Veränderungen der Umstände, welche das Verhältnis der Leistungen im zweiseitigen Vertrag so sehr verschiebt, dass die vertragsgemässe Leistung der einen Partei vernünftigerweise nicht mehr als Entgelt für die ihm gebührende Gegenleistung betrachtet werden kann und das Beharren des Gläubigers auf jener als rechtsmissbräuchlich erscheint (BGE 122 III 97 ff. mit Hinweisen). Die Vorinstanz nahm zu Recht an, ein solcher Fall liege hier nicht vor, hätten sich doch die Immobilienpreise nicht in unvorhersehbarem Rahmen entwickelt und sei überdies die entsprechende Veränderung nicht erheblich genug. Dem Beklagten ist nicht zu folgen, wenn er diese Überlegungen als falsch rügt, weil sie davon ausgingen, dass die Kläger die Verzögerung nicht zu verantworten hätten. Letztere Auffassung ist nicht zu beanstanden (vgl. E. 4); da die Voraussetzungen einer Vertragsanpassung im Sinne der "clausula rebus sic stantibus" ohnehin nicht gegeben sind, erübrigt sich die Frage, wer für die Verzögerung verantwortlich sei, in diesem Zusammenhang.