Citation: 8C_359/2021 E. 5.2.4

5.2.4. Insgesamt erscheint die im Wesentlichen gestützt auf die Fremdanamnese der Lebenspartnerin des Versicherten sowie aufgrund eines offenbar generell erhöhten Suizidrisikos bei an einer bipolaren affektiven Störung Erkrankten getroffene Einschätzung des Dr. med. F.________ hinsichtlich der Urteils (un) fähigkeit des Versicherten zum Zeitpunkt der suizidalen Handlung (vgl. E. 3.2 hiervor) eher spekulativ. Mit der Vorinstanz mag der Suizid des Versicherten zwar im Sinne der Ausführungen des Privatgutachters als impulsiv-krankheitsbedingtes Geschehen im Rahmen einer schweren manisch-depressiven Erkrankung zu interpretieren sein. Eine vollständig aufgehobene Urteilsfähigkeit ist aber nicht mit dem notwendigen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt. Zu dieser Erkenntnis gelangte die Vorinstanz somit - anders als der Beschwerdeführer glauben machen will - nicht allein aufgrund des kurzen Berichts des ehemals behandelnden Psychiaters, sondern in überzeugender Würdigung der vorhandenen Akten. Da von weiteren Abklärungen keine neuen entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten waren, hat die Vorinstanz in zulässiger antizipierter Beweiswürdigung (BGE 136 I 229 E. 5.3) auf weitere Beweismassnahmen verzichtet.