Citation: 4C.53/2003 25.06.2003 E. 2

Die Berufungsschrift muss die genaue Angabe darüber enthalten, welche Punkte des Entscheides angefochten und welche Abänderungen beantragt werden (Art. 55 Abs. 1 lit. b OG). Dabei verlangt das Bundesgericht in ständiger Praxis die Bezifferung der Geldsumme, zu deren Zahlung die Gegenpartei verpflichtet werden soll (BGE 125 III 412 E. 1b S. 414 mit Hinweisen). Der Antrag der Klägerin, die Beklagten zu verurteilen, ihr unter solidarischer Haftbarkeit einen aufgrund des Beweisergebnisses gemäss Art. 759 Abs. 2 OR gerichtlich zu bestimmenden Betrag, mindestens Fr. 3,5 Mio., zu bezahlen, genügt diesen Anforderungen nur soweit, als sie mindestens Fr. 3,5 Mio. verlangt. Was sie darüber hinaus ohne Bezifferung beantragt, ist von vornherein unbeachtlich (BGE 119 II 333 E. 3; 105 II 308 E. 6). Die Zulässigkeit eines solchen Antrags im Berufungsverfahren lässt sich insbesondere nicht aus Art. 759 Abs. 2 OR ableiten. Diese Bestimmung entbindet selbst im kantonalen Verfahren nicht von der genauen Substanziierung des Gesamtschadens, sondern räumt dem Kläger bloss das Recht ein, zu verlangen, dass der Richter im gleichen Verfahren die Ersatzpflicht jedes einzelnen Beklagten im Aussenverhältnis festsetzt (vgl. Widmer/Banz, Basler Kommentar, N. 7 zu Art. 759 OR; Böckli, Schweizer Aktienrecht, 2. Aufl., Zürich 1996, Rz. 2028 f.). Die Klägerin stellt allerdings auch den Eventualantrag auf Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur Schadensbestimmung. Dieser Antrag ist vorliegend zulässig: Die Vorinstanz hat keine Feststellungen zur Schadenshöhe und zum individuellen Verschulden der Beklagten getroffen, da es die Haftbarkeit der Beklagten im Grundsatz verneinte. Kommt das Bundesgericht zu einem anderen Schluss, kann es den Anspruch nicht abschliessend beurteilen und somit kein Endurteil fällen, sondern muss die Sache zu weiteren Abklärungen an die Vorinstanz zurückweisen (vgl. dazu BGE 125 III 412 E. 1b S. 414 mit Hinweisen).