Citation: 1C_351/2019 E. 3.3

3.3. Diese Erwägungen der Vorinstanz sind nicht zu beanstanden. Die dem Vollstreckungsentscheid zugrunde liegende Sachverfügung vom 1. Oktober 2010 hielt unter dem Titel "Auflagen" in Ziffer 4 ausdrücklich fest, das bestehende Wohnhaus, LB-Nr. 1276, sei innerhalb einer Frist von fünf Jahren nach Fertigstellung des neuen Wohnhauses bzw. bis zum 31. Dezember 2017 abzubrechen. Dem Beschwerdeführer war somit, wie von der Vorinstanz zutreffend festgehalten, seit mehr als neun Jahren bekannt, dass er das Wohnhaus abzubrechen hat. Soweit er nunmehr vorbringt, der Abbruch innerhalb eines Jahres sei nicht verhältnismässig und er sich einen grösseren zeitlichen Spielraum dafür erbittet, da seine Eltern noch im Haus wohnen würden, ist er demnach nicht zu hören. Daran ändert auch sein grundsätzlich nachvollziehbarer Wunsch nichts, die Bewirtschaftung des landwirtschaftlichen Betriebs mit familiären Ressourcen sicherzustellen. Der Beschwerdeführer hat mehrere Jahre von der rechtswidrigen Situation profitiert, indem seine Eltern immer noch im abzubrechenden Wohnhaus lebten und auf dem Hof und bei der Kinderbetreuung mithelfen konnten, obschon das Haus längstens hätte abgerissen werden müssen. Er hat mithin keinen weiteren Anspruch darauf, diesen rechtswidrigen Zustand auch in Zukunft fortzusetzen. Im Übrigen würde die von ihm beantragte Fristerstreckung bis zum altersbedingten Auszug seiner 72- bzw. 74-jährigen Eltern aus dem Haus, eine Erstreckung auf unbestimmte Zeit, namentlich abhängig von diversen in der Zukunft liegenden Faktoren, bedeuten. Es wäre dem Beschwerdeführer vielmehr zumutbar gewesen, während der lang bemessenen Frist von fünf Jahren seit Fertigstellung des Neubaus bzw. bis zum 31. Dezember 2017 die Wohnsitzfrage seiner Eltern zu klären. Die Vollstreckungsfrist trifft ihn, wie erwähnt, nicht unvorbereitet. Die Frist zum Abbruch des Wohnhauses wurde nicht erst mit der angefochtenen Vollstreckungsverfügung vom 7. Februar 2018, sondern bereits mit der zugrunde liegenden Baubewilligung vom 1. Oktober 2010 angesetzt. Der Beschwerdeführer muss sich, wie dies die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat, anrechnen lassen, dass er bereits seit deren Erlass, d.h. seit mehr als neun Jahren, Kenntnis von der Frist für den Abbruch hatte. Die aus dem Abbruch resultierende Wohnsitzfrage seiner Eltern bzw. Umstrukturierung bei der Hilfe auf dem Hof und der Kinderbetreuung war bzw. musste ihm bekannt sein. Der Beschwerdeführer hatte folglich genügend Zeit, sich in den letzten Jahren mit diesen Fragen auseinandersetzen, sich um alternative Lösungen zu bemühen und den Abbruch vorzubereiten und zu vollziehen. Im Übrigen hätte der Beschwerdeführer damals die Baubewilligung anfechten und sich gegen die angesetzte Frist wehren können. Dies hat er jedoch unterlassen. Unzutreffend ist sodann auch der Einwand des Beschwerdeführers, es mache aus raumplanerischer Sicht keinen Unterschied, ob das abzubrechende Haus noch einige Jahre länger stehe. Werden unzulässige, dem RPG widersprechende Bauten nicht beseitigt, sondern auf unabsehbare Zeit geduldet, so wird der Grundsatz der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet in Frage gestellt und rechtswidriges Verhalten belohnt (vgl. BGE 136 II 359 E. 6 S. 364). Diesbezüglich gilt es insbesondere zu beachten, dass die Bewilligung für den Neubau der Betriebsleiterwohnung am geplanten Standort als nicht zonenkonform hätte abgelehnt werden müssen und der Neubau im Rahmen der eigentumsrechtlichen Besitzstandsgarantie nur als zonenkonform beurteilt wurde, weil die Auflage angeordnet wurde, das bestehende Wohnhaus mit einer angemessenen Übergangsfrist abzubrechen. Dessen war bzw. ist sich der Beschwerdeführer bewusst. Sein Vorbringen, wonach er damals auch den Bau eines Stöcklis für seine Eltern hätte beantragen können, welcher wahrscheinlich bewilligt worden wäre, ist ebenfalls nicht geeignet, die Zumutbarkeit der angeordneten Frist in Frage zu stellen.