Citation: 2C_462/2023 E. 3.2

3.2. Das angefochtene Urteil betrifft das Aufenthaltsrecht beider Beschwerdeführenden. Unter diesen Umständen ist eine persönliche Anhörung des minderjährigen Beschwerdeführers nicht unerlässlich. Sodann hat sich die Vorinstanz nicht nur eingehend mit der Beziehung zwischen der Beschwerdeführerin und ihrem Ex-Mann, sondern auch mit derjenigen zwischen Letzterem und dem jugendlichen Beschwerdeführer auseinandergesetzt. Dabei stützte sie sich auf die Aussagen der Beschwerdeführerin sowie von C._______ - die Vorinstanz befragte beide anlässlich der Verhandlung, wobei auch die Beziehung zum Jugendlichen thematisiert wurde - sowie auf verschiedene weitere Beweismittel, wie beispielsweise eine von den Beschwerdeführenden eingereichte Fotodokumentation. Aus den verschiedenen Sachverhaltselementen ergibt sich in Bezug auf den rechtserheblichen Sachverhalt ein ausreichend klares Bild, wobei es eine Frage der materiellen Beurteilung darstellt, ob die darauf beruhenden rechtlichen Schlüsse der Vorinstanz bundesrechtskonform sind (hinten E. 4 und 5). Insgesamt erscheint es jedenfalls nicht willkürlich, dass die Vorinstanz unter diesen Umständen darauf verzichtet hat, den Beschwerdeführer auch noch anzuhören.