Citation: 7B_1289/2024 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz ist der Ansicht, dass vorliegend von einer erheblichen Kollusionsgefahr auszugehen sei und bei Gewährung des vorzeitigen Strafantritts der Haftzweck und die Ziele des Strafverfahrens gefährdet wären. Konkret führt sie aus, zwar sei seitens des Beschwerdeführers und des Mitbeschuldigten C.________ unbestritten, dass eine vom Beschwerdeführer angeworbene Drittperson (mutmasslich der flüchtige D.________) den Brand im Restaurant von C.________ legte, damit dieser Versicherungsleistungen erhalte und würden auch objektive Beweismittel vorliegen, anhand derer sich teilweise rekonstruieren lasse, dass sich die Beschuldigten wiederholt trafen und wo sie sich in der Zeit vor und nach der Tat aufhielten. Für die rechtliche Qualifikation der jeweiligen Tatbeiträge und für die Strafzumessung werde aber von entscheidender Bedeutung sein, wer welchen Anteil an der Planung hatte, von wem die Initiative einer Brandlegung mit Treibstoff ausging und wer wovon wusste und was in Kauf nahm. Hinsichtlich dieser Punkte würden die bisherigen Aussagen des Beschwerdeführers und des Mitbeschuldigten C.________ wesentlich auseinandergehen, wobei Letzterer den Beschwerdeführer weit mehr belaste, als dieser anerkenne. Der Befragung des Beschwerdeführers und des Mitbeschuldigten C.________ komme damit grosse Bedeutung zu. Ersterer habe ein erhebliches Interesse an allenfalls auch nur geringfügig geänderten Aussagen von C.________ zu seinen Gunsten. Insofern sei von einer kollusionsanfälligen Ausgangslage auszugehen. Zudem drohe dem Beschwerdeführer eine langjährige Freiheitsstrafe, deren konkrete Höhe davon abhängig sein werde, welchen Anteil an der Planung und Organisation und welches Wissen über die konkrete Tatumsetzung ihm zugerechnet werden kann. In dieser Hinsicht seien die Aussagen von C.________ beweisrelevant. Beim Beschwerdeführer bestehe damit ein konkretes und erhebliches Interesse an einer Einflussnahme auf das Aussageverhalten von C.________. Zwar befinde sich dieser ebenfalls in Untersuchungshaft. Dies schliesse jedoch eine Absprache bzw. eine Beeinflussung im Rahmen des Haftregimes des vorzeitigen Strafvollzugs nicht aus. Der ausgeprägten und konkreten Kollusionsgefahr zum Mitbeschuldigten C.________ könne im Regime des (vorzeitigen) Strafvollzugs nicht hinreichend begegnet werden.