Citation: 1P.115/2006 02.05.2006 E. 2

Die Beschwerdeführerin bringt vor, der angefochtene Entscheid sei überspitzt formalistisch, verletze das Willkürverbot und den Grundsatz von Treu und Glauben. 2.1 Gemäss Art. 9 BV hat jede Person Anspruch darauf, von den staatlichen Organen ohne Willkür und nach Treu und Glauben behandelt zu werden. Nach der Praxis des Bundesgerichts liegt Willkür in der Rechtsanwendung vor, wenn der angefochtene kantonale Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 131 I 467 E. 3.1). 2.2 Das Verbot des überspitzten Formalismus (Art. 29 Abs. 1 BV) wendet sich gegen prozessuale Formenstrenge, die als exzessiv erscheint, durch kein schutzwürdiges Interesse gerechtfertigt ist, zum blossen Selbstzweck wird und die Verwirklichung des materiellen Rechts in unhaltbarer Weise erschwert oder gar verhindert (BGE 130 V 177 E. 5.4.1 mit Hinweisen). Aus dem Verbot des überspitzten Formalismus und dem Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 BV) folgt unter Umständen eine Mitteilungspflicht der Behörde bei Verfahrensmängeln, die leicht erkennbar sind und rechtzeitig berichtigt werden können (BGE 125 I 166 E. 3a).