Citation: 1B_93/2010 15.04.2010 E. 4

Im angefochtenen Entscheid wird erwogen, das Präsidium des Bezirksgerichtes Uster habe am 25. November 2009 ein Gesuch des amtlichen Verteidigers vom 13. November 2009 um Entlassung aus dem Offizialmandat abgewiesen. Dagegen habe der Beschwerdeführer erfolglos Rechtsmittel beim Obergericht des Kantons Zürich und beim Bundesgericht eingereicht. Nach Ansicht des Haftrichters sei der Beschwerdeführer deswegen vom 13. November 2009 bis zum betreffenden Urteil des Bundesgerichtes vom 24. Februar 2010 "zwar rechtlich, nicht aber faktisch ausreichend verteidigt" gewesen. Der Beschwerdeführer habe am 13. November 2009 die Zusammenarbeit mit seinem amtlichen Verteidiger verweigert und dadurch die gleichentags vorgesehene Einvernahme verunmöglicht. Aus diesem Grund hätten die nötigen Befragungen zwar vorbereitet, bis heute aber nicht durchgeführt werden können. Die Staatsanwaltschaft habe dargelegt, dass der erste Teil der geplanten mehrteiligen Schlusseinvernahme wegen der genannten Beschwerdeverfahren "erst (aber immerhin) auf den 30. März 2010" habe terminiert werden können. Sie habe ausserdem in Aussicht gestellt, dass während der Dauer der von ihr beantragten dreimonatigen Haftverlängerung "die Untersuchung tatsächlich zum Abschluss kommen sollte". Unter diesen Umständen sei hier ein besonders schwerer Verstoss gegen das Beschleunigungsgebot (welcher eine Haftentlassung rechtfertigen könnte) nicht zu erkennen. Unter Mitberücksichtigung der bereits im Kanton Basel-Landschaft absolvierten Haft befinde sich der Beschwerdeführer schon seit bald 10 Monaten in Untersuchungshaft. Es sei angebracht, die Haftverlängerung bis zum 30. April 2010 zu begrenzen. Die Strafuntersuchung sei beförderlich durchzuführen, und der Beschwerdeführer sei jederzeit berechtigt, ein Haftentlassungsgesuch zu stellen.