Citation: 2C_312/2018 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer stellt zu Recht nicht in Abrede, dass die entsprechenden Haftgründe gegeben sind: Er hat wiederholt und ausserhalb der Asylverfahren erklärt, nicht in seine Heimat zurückkehren zu wollen und sich dementsprechend geweigert, den für ihn auf seine Entlassung aus dem Strafvollzug hin organisierten begleiteten Rückflug anzutreten, womit nun ein Sonderflug zu planen ist, der im August/September 2018 stattfinden dürfte. Das Obergericht des Kantons Aargau hat den Beschwerdeführer am 25. Juni 2015 unter anderem wegen versuchter schwerer Körperverletzung, qualifizierter Körperverletzung, Drohung und mehrfacher Tätlichkeit und damit im Zusammenhang mit einem Verbrechen zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren und 2 Monaten sowie einer Busse von Fr. 300.-- verurteilt. Bei diesem Haftgrund ist keine Prognose darüber erforderlich, ob sich der Ausländer dem Vollzug der Wegweisung tatsächlich entziehen wird. Das Gesetz vermutet dies aufgrund der schweren Straffälligkeit: Wer die Rechtsordnung im Rahmen eines Verbrechens missachtet hat, ist nach der gesetzlichen Vorgabe auch bereit, sich behördlichen Anordnungen im Zusammenhang mit seiner Ausschaffung zu entziehen. Für die Zulässigkeit der Ausschaffungshaft genügt in diesem Fall, dass neben dem Haftgrund der Verurteilung wegen eines Verbrechens - wie hier - ein Aus- und Wegweisungsverfahren hängig ist (Urteile 2C_455/2009 vom 5. August 2009 E. 2.1 und 2A.480/2003 vom 26. August 2004 E. 3.3 u. 3.4 mit Hinweisen). Vom 27. November 2013 bis zum 26. Dezember 2014 hat der Beschwerdeführer sich im Übrigen dem Strafverfahren bzw. Strafvollzug entzogen, indem er sich in seine Heimat abgesetzt hatte. Er vereitelte damit bereits einmal einen behördlichen Zugriff.