Citation: 9C_154/2007 21.08.2007 E. 3

Die Vorinstanz hat in pflichtgemässer Würdigung der gesamten Aktenlage - namentlich gestützt auf die Berichte der Höhenklinik X._______ vom 7. März 2002 sowie des Internisten Dr. med. K.________ vom 4. August 2003 - erkannt, dass die Beschwerdegegnerin insbesondere an einer Fibromyalgie und einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) leidet. Des Weiteren wurden im Wesentlichen eine Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion gemischt (ICD-10 F43.22; vgl. Bericht des Dr. med. K.________ vom 4. August 2003), depressive Verstimmungen (vgl. Bericht des Prof. Dr. med. S.________, Physikalische Medizin, vom 27. September 2004) sowie eine chronifizierte Lumbalgie (vgl. Bericht des Kantonsspitals Y.________ vom 22. April 2003) diagnostiziert. Die Fibromyalgie sowie die anhaltende somatoforme Schmerzstörung wirken grundsätzlich nicht invalidisierend (BGE 132 V 65, 131 V 49, 130 V 352 und 396). Die Beurteilung, ob die Morbiditätskriterien erfüllt sind - etwa eine mitwirkende, psychisch ausgewiesene Komorbidität von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprägung und Dauer vorliegt - und damit (ausnahmsweise) eine willentliche Schmerzüberwindung und ein Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar ist, erfordert nach Auffassung des kantonalen Gerichts eine polydisziplinäre Begutachtung der Beschwerdegegnerin. Dieser Betrachtungsweise hält die Verwaltung insbesondere entgegen, die Vorinstanz habe fälschlicherweise nicht auf den Protokolleintrag eines (namentlich nicht genannten) Arztes ihres Regionalärztlichen Dienstes (RAD) vom 21. März 2005 abgestellt, wonach "der Versicherten eine Willensanstrengung zur Verwertung der Arbeitsfähigkeit zumutbar" sei. Damit wendet sich die Beschwerdeführerin gegen die Beweiswürdigung des kantonalen Gerichts, wobei es sich um eine Tatsachenfrage handelt, deren vorinstanzliche Beantwortung das Bundesgericht bindet (E. 1), zumal dem Verlaufsprotokoll des RAD der Beweiswert mit einleuchtender Begründung und unter Berücksichtigung der Vorgaben gemäss BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 abgesprochen wird. Die Rückweisung an die Beschwerdegegnerin zwecks Durchführung medizinischer Weiterungen ist im Übrigen bereits deshalb nicht zu beanstanden, weil neben den psychogenen Schmerzsyndromen eine Anpassungsstörung (mit Angst und depressiver Reaktion gemischt) sowie depressive Verstimmungen diagnostiziert wurden, ohne dass den Arztberichten abschliessend zu entnehmen ist, ob es sich dabei um rechtsprechungsgemässe psychische Komorbiditäten handelt, die eine willentliche Überwindung der festgestellten anhaltenden somatoformen Schmerzstörung und Fibromyalgie unzumutbar machen würden. Daran vermögen auch die aktuellsten Berichte des Prof. Dr. med. S.________ vom 14. August 2006 sowie des Chirurgen Dr. med. H.________ vom 27. November 2006 nichts zu ändern, zumal auch sie den Sachverhalt nicht in erforderlichem Masse ergänzen.