Citation: 6S.53/2001 21.02.2001 E. 2

2.- a) Die Beschwerdeführerin bringt am Rande vor, das angefochtene Urteil sei noch in einem weiteren Punkt, der die Mutter der in E. 1 erwähnten Geschädigten betreffe, wegen Verletzung von Art. 180 StGB (Drohung) mittels Nichtigkeitsbeschwerde anfechtbar (vgl. Beschwerde S. 5/6 Ziff. 7 und 8). b) Die Vorinstanz stellt dazu fest, gemäss den Aussagen der Geschädigten habe der Beschwerdegegner am Abend des 23. Oktober 1997 ihre Mutter angerufen und dieser gedroht, "sie werde sehen, was passiere, wenn sie ihm nicht Fr. 20'000.-- bezahle als Ausgleich für die gehabten Auslagen" (angefochtener Entscheid S. 4/5). Der Beschwerdegegner habe eingeräumt, dass er der Mutter "Angst habe machen wollen, doch habe er die Drohungen nicht ernst gemeint" (angefochtener Entscheid S. 5 oben). Gemäss Zusammenfassung durch die Vorinstanz führte die erste kantonale Instanz dazu aus, aufgrund der Aussagen der Mutter der Geschädigten sei davon auszugehen, dass der Beschwerdegegner sie am 23. September 1997 in einem Telefongespräch "bis zu einem gewissen Mass unter Druck zu setzen versuchte". Wie auch die Hauptverhandlung gezeigt habe, habe allerdings unter den Beteiligten "ein sehr rauher Umgangston" geherrscht. Der Ausspruch "ich mache dich fertig" könne unter den gegebenen Umständen kaum als schwere Drohung eingestuft werden, zumal die Mutter selbst davon ausgegangen sei, der Beschwerdegegner "habe mit dieser Aussage wohl gemeint, er wolle sie psychisch fertig machen" (angefochtener Entscheid S. 8/9). Wie auch die Beschwerdeführerin feststellt (Beschwerde S. 6 Mitte), hat die Vorinstanz in diesem Punkt die Begründung der ersten Instanz übernommen (vgl. angefochtener Entscheid S. 15 unten). c) Der Drohung macht sich schuldig, wer jemanden in Schrecken oder Angst versetzt (Art. 180 StGB). Diese Voraussetzung ist im vorliegenden Fall nicht erfüllt, denn gemäss den vollständigen Ausführungen der ersten kantonalen Instanz hat die Mutter angegeben, der Beschwerdegegner "habe mit seiner Aussage wohl angetönt, er wolle sie psychisch fertig machen, indem er sie überall beschimpfe und schlecht über sie reden würde" (Urteil Kantonsgericht vom 11. März 1999 S. 19). Eine solche Ankündigung ist von vornherein nicht geeignet, jemanden in Schrecken oder Angst zu versetzen.