Citation: 1P.473/2001 28.11.2001 E. 3

Der Beschwerdeführer macht geltend, die Beweiswürdigung der kantonalen Instanzen zum Anklagepunkt des Anstaltentreffens zum Verkauf von 250 g Heroingemisch am 15. Februar 1999 sei "nachweislich falsch". Weder aus den Telefonabhörungsprotokollen noch aus den Aussagen der Mitangeschuldigten lasse sich ableiten, dass der Beschwerdeführer konkrete Anstalten zum Drogenverkauf getroffen hätte. Aus dem blossen Umstand, dass C.________ und B.________ für ihr eigenes Verhalten wegen Anstaltentreffens zum Drogenkauf verurteilt worden seien, folge noch kein Schuldnachweis zum Nachteil des Beschwerdeführers. Was den Geldwäschereivorwurf betrifft, hätten die kantonalen Instanzen "höchst unklare und in sich widersprüchliche Aussagen" des Mitangeschuldigten B.________ "als im Kerngehalt klar, wiederholt und detailliert" bezeichnet. Allein aus dem Inhalt der abgehörten Telefongespräche ergebe sich "kein Hinweis darauf, ob tatsächlich Fr. 20'000.-- ausser Landes gebracht worden sind und woher dieser Betrag allenfalls stammt". Der Umstand, dass Telefongespräche verschlüsselt geführt worden seien, dürfe, sofern keine konkreten Hinweise vorliegen, nicht als Beweis dafür herangezogen werden, dass sich die Gesprächspartner über kriminelle Geschäfte unterhielten. Das Obergericht habe sich trotz erheblichen und nicht zu unterdrückenden Zweifeln von der Existenz eines für den Beschwerdeführer ungünstigen Sachverhalts überzeugt erklärt. Die beiden fraglichen Vorfälle vom 15. und 19. Februar 1999 könnten sich genauso gut anders abgespielt haben als von den kantonalen Instanzen angenommen, "und zwar derart anders, dass die Erfüllung eines Straftatbestandes durch den Beschwerdeführer ausser Betracht fallen würde". "Einem Verstoss gegen die Beweislastregel der Unschuldsvermutung nahe" komme die wiederholte Forderung des Obergerichtes, dass der Beschwerdeführer "eine Alternative für sein schuldloses Verhalten aufzeigen soll". Das Obergericht habe einen Schuldnachweis im blossen Umstand erkannt, dass der Beschwerdeführer (nach anfänglicher vollständiger Bestreitung der Anklagepunkte) nur teilweise Appellation gegen das Strafurteil erhob.