Citation: 2C_1022/2020 E. 6.1

6.1. Die Beschwerdeführer machen im Wesentlichen geltend, die Steuerfaktoren gemäss Veranlagung der Zuger Steuerbehörden wiesen erhebliche Schwankungen auf. Angesichts dessen hätte das kantonale Steueramt gar nicht auf dieser Basis eine Ermessensveranlagung vornehmen dürfen, sondern weitere Abklärungen vornehmen müssen. Die Ermessensveranlagung sei nicht genügend wirklichkeitsnah. Sie erblicken darin eine Verletzung von Art. 130 Abs. 2 DBG. Es handle sich um einen schweren, offensichtlichen und willkürlichen Verfahrensfehler, welcher zur Nichtigkeit der Ermessensveranlagung führe. Ausserdem sei im Rahmen der Ermessensveranlagung die falsche Methodik angewendet worden. Es dürfe nicht vom satzbestimmenden Mittelwert des Einkommens von Fr. 816'067.-- auf ein steuerbares Einkommen von Fr. 500'000.-- respektive ein satzbestimmendes Einkommen von Fr. 1'000'000.-- geschlossen werden. Damit liege nicht nur eine willkürliche Einschätzung, sondern auch ein schwerer, inhaltlicher Mangel vor, welcher ebenfalls zur Nichtigkeit der Ermessensveranlagung führe. Im Weiteren hätte das kantonale Steueramt nach Auffassung der Beschwerdeführer die nachträglich eingereichte Steuererklärung 2010 berücksichtigen und entsprechend neu veranlagen müssen. Diesbezüglich rügen die Beschwerdeführer eine krasse Verletzung von Verfahrens- bzw. Untersuchungspflichten gemäss Art. 132 Abs. 3 Satz 1 DBG (wonach der Steuerpflichtige eine Ermessensveranlagung nur wegen offensichtlicher Unrichtigkeit anfechten kann), welche auch zur Nichtigkeit der Ermessensveranlagung führe.