Citation: 6B_1255/2017 E. 1.5

1.5. Die vom Beschwerdeführer vorgebrachte Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs ist unbegründet. Es ist weder ersichtlich noch dargelegt, inwiefern der Beschwerdeführer den vorinstanzlichen Entscheid nicht sachgerecht hätte anfechten können. Die Vorinstanz gibt die Einwände des Beschwerdeführers wieder und befasst sich, wie gesehen, mit dem Bericht des UTD bzw. dem Expertengutachten. Aus den vorinstanzlichen Erwägungen geht hervor, dass weder im Bericht des UTD noch im DTC-Gutachten über den Kollisionspunkt spekuliert wird. Vielmehr gelangte die DTC anhand der Flüssigkeitsspur vorbehaltslos zum Resultat, dass der Kollisionspunkt auf der temporären, orange-markierten Fahrbahn der Beschwerdegegnerin 2 lag. Der UTD gelangte zum selben Schluss. Gemäss dessen Bericht befand sich ein Teil des Fahrzeugs des Beschwerdeführers auf der Fahrspur der Beschwerdegegnerin 2. Weder der UTD noch die DTC erwähnen diesbezügliche Unsicherheiten. Die entsprechenden Passagen werden im vorinstanzlichen Urteil wiedergegeben (vgl. E. 1.3). Nicht stichhaltig ist der Einwand des Beschwerdeführers, im DTC-Gutachten werde die Frage, ob er die temporäre Sicherheitslinie überfahren hat, nicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit beantwortet. Der Beschwerdeführer verkennt, dass Indizien für sich allein betrachtet nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf eine bestimmte Tatsache oder Täterschaft hindeuten und insofern Zweifel offen lassen, auf den vollen rechtsgenügenden Beweis von Tat oder Täter zu schliessen. Der Indizienprozess als solcher verletzt weder die Unschuldsvermutung noch die aus ihr abgeleiteten Teilrechte. Der Grundsatz "in dubio pro reo" findet auf das einzelne Indiz keine Anwendung (Urteil 6B_885/2017 vom 20. Dezember 2017 E. 3.2 mit Hinweisen). Vielmehr ist die Beweiswürdigung als Ganzes zu betrachten. Der Einwand des Beschwerdeführers, die Staatsanwaltschaft selber habe den Bericht des UTD als nicht schlüssig erachtet, relativiert sich, wenn die vom Beschwerdeführer genannte Äusserung der Staatsanwaltschaft in den zeitlichen Kontext gesetzt wird. Im Schreiben vom 29. Dezember 2014 an die DTC führte die Staatsanwaltschaft aus, zurzeit sei noch unklar, wer von den beiden Unfallbeteiligten für den Unfall verantwortlich sei. Die erwähnte Äusserung erfolgte sowohl vor Erlass des Strafbefehls als auch vor dem Verfassen des Berichts des UTD im Februar bzw. Mai 2015. Die Behauptung, die Staatsanwaltschaft erachte den Bericht des UTD nicht als schlüssig, erweist sich damit als unzutreffend, denn im Zeitpunkt des Schreibens an die DTC lag der Bericht des UTD noch nicht vor. Auch der Einwand des Beschwerdeführers, mit der von der Gutachterin verwendeten Simulationssoftware habe der Unfallablauf nicht zuverlässig rekonstruiert werden können, verfängt nicht. An der vom Beschwerdeführer genannten Stelle im Gutachten wird lediglich ausgeführt, dass sich das Fahrzeug der Beschwerdegegnerin 2 nach "Befahren" der Baustellenabschrankung nicht erwartungsgemäss verhielt. Dennoch werden im Gutachten keine Zweifel bezüglich des tatsächlichen Unfallverlaufs und insbesondere bezüglich des Kollisionspunktes erwähnt. Inwiefern die Vorinstanz nicht auf das Gutachten hätte abstellen dürfen, ist nicht ersichtlich. Für die vom Beschwerdeführer geschilderten alternativen Varianten des Unfallhergangs gibt es keinerlei objektive Beweismittel. Er belässt es damit, seine eigene Version der Geschehnisse darzulegen, die von den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz abweicht. Der Be-schwerdeführer müsste vielmehr im Einzelnen aufzeigen, inwiefern die Beweiswürdigung der Vorinstanz auch im Ergebnis offensichtlich unhaltbar ist. Diesen Anforderungen genügen die Ausführungen des Beschwerdeführers nicht, weshalb darauf nicht eingetreten werden kann. Dem Beschwerdeführer gelingt es somit nicht, aufzuzeigen, dass die Vorinstanz die Beweise willkürlich gewürdigt oder den Grundsatz "in dubio pro reo" verletzt hat. Die Vorinstanz durfte daher gestützt auf die vorhandenen Beweismittel bzw. Indizien den Sachverhalt als erstellt erachten, ohne Bundesrecht zu verletzen.