Citation: 1B_437/2018 E. 2.4

2.4. Die Beschwerdeführerin macht geltend, "als Inhaberin der edierten und versiegelten Unterlagen" sei sie "zur Anfechtung des Entsiegelungsbeschlusses legitimiert" (Beschwerdeschrift, S. 6 Rz. 10). Zum angestrebten Geheimnisschutz bringt sie noch beiläufig vor, es drohe ihr ein Eingriff in ihre "Privatsphäre" (Beschwerdeschrift, S. 5, unterster Absatz) und die versiegelten Unterlagen enthielten "unter anderem vertrauliche Informationen" zu ihrer Organisation bzw. bankinternen Prozessen (Beschwerdeschrift, S. 6 Rz. 11). Diese Vorbringen genügen den gesetzlichen Anforderungen an die Substanziierung der Beschwerdelegitimation (Art. 81 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 42 Abs. 1-2 BGG) nicht. Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, welche konkreten rechtlich geschützten Privatgeheimnisse hier einer Entsiegelung entgegenstehen könnten. Wie das Bundesgericht schon im seinem (ebenfalls die Beschwerdeführerin betreffenden) konnexen Urteil 1B_433/2017 vom 21. März 2018 dargelegt hat, sehen die gesetzlichen Vorschriften für Strafverfahren im Zusammenhang mit der Geldwäschereiabwehr eine Aus kunfts- und Dokumentationspflicht der betroffenen Banken gegenüber den zuständigen Strafbehörden vor, welche sich auch auf Fragen der Organisation und auf bankinterne operative Abläufe erstreckt (vgl. Urteil 1B_433/2017 E. 4.4-4.11; s.a. BGE 142 IV 207 E. 7.1.1-7.1.5 S. 209-211, E. 7.2.2 S. 212 f.; Urteil 1B_85/2016 vom 20. September 2016 = Pra 2017 Nr. 24 S. 215 ff. E. 6.2-6.5). Die vorliegende Strafuntersuchung richtet sich denn auch gegen die eigenen Organe der Beschwerdeführerin. Förmlich beschuldigt ist ein ehemaliges hohes Kadermitglied der Bank. Daran ändert der pauschale Hinweis der Beschwerdeführerin nichts, sie sei Inhaberin der edierten Unterlagen und es drohe ihr ein Eingriff in ihre Privatsphäre. Jede durch einen richterlichen Entsiegelungsentscheid bewilligte Durchsuchung von privaten Schriftstücken, Aufzeichnungen und Datenträgern tangiert den betroffenen Inhaber oder die Inhaberin zwangsläufig in deren Grundrechten, etwa dem Anspruch auf Privatsphäre. Ein gesetzliches Entsiegelungshindernis (und ein entsprechendes Rechtsschutzinteresse) kommt nach den oben dargelegten Vorschriften aber nur in Frage, wenn ein gesetzliches Aussageverweigerungsrecht oder andere rechtlich geschützte Geheimnisinteressen (wie z.B. das Anwaltsgeheimnis oder konkrete private Geschäftsgeheimnisse) der Durchsuchung entgegenstehen. Nach der Praxis des Bundesgerichtes sind solche Geheimnisrechte bei Beschwerden gegen Entsiegelungsentscheide daher wenigstens knapp und kursorisch zu substanziieren.