Citation: 1C_215/2022 E. 3.3

3.3. Nach der Darstellung des Kantonsgerichts wurden am 31. August und 1. September 2017 insgesamt ca. 550 m3 Aushubmaterial auf der Parzelle Nr. 2261 deponiert. Am 12. Oktober 2017 reichte die Beschwerdeführerin ein Baugesuch für die Wiederinstandstellung einer Alpwiese mit Tränke/Brunnen beziehungsweise von Weideland für Kühe und Schafe auf der Parzelle Nr. 2261 ein. Am 5. Juli 2018 verweigerte die KBK die entsprechende Baubewilligung. Dass sich die Vorinstanz zur Beurteilung der Bewilligungspflicht des Materialdepots unter anderem auf den Bedürfnisnachweis im genannten Baugesuch stützte, ist in Anbetracht der zeitlichen Abfolge der Geschehnisse (Ablagerung des Materials Ende August / Anfang September 2017 / Baugesuchseingabe im Oktober 2017) nicht offensichtlich falsch. Ob die mit dem Aushubmaterial verursachte Terrainveränderung tatsächlich eine Fläche von 500 Quadratmetern und/oder eine Höhe bzw. Tiefe von 1.5 Metern beansprucht, ist aber letztlich nicht ausschlaggebend, da die Vorinstanz die Baubewilligungspflicht mit der dauerhaften Lagerung des Aushubmaterials unter freiem Himmel begründete (Art. 16 Abs. 1 lit. c Ziff. 10 BauV/VS). Dazu äussert sich die Beschwerdeführerin nicht. Inwiefern die vorinstanzliche Erwägung gegen das Willkürverbot verstösst, zeigt sie damit nicht auf (E. 1.2). Das vorinstanzliche Ergebnis, das Deponieren des Aushubmaterials unterstehe der Baubewilligungspflicht, erweist sich als bundesrechtskonform.