Citation: 2A.761/2005 20.01.2006 E. 1

Die Eheleute A. und B.________ reichten für das Jahr 2001 keine Steuererklärung ein. Sie wurden nach Ermessen mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 103'500.-- veranlagt, welches im Einspracheverfahren auf Fr. 97'600.-- herabgesetzt wurde. Streitig ist die der Veranlagung zugrundeliegende ermessensweise Schätzung des Einkommens aus Landwirtschaft auf Fr. 31'000.--, welches die Steuerpflichtigen auf Fr. 10'000.-- herabgesetzt haben möchten. A. und B.________ erhoben gegen den Einspracheentscheid erfolglos Rekurs an die Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen. Das Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen wies die gegen den Rekursentscheid erhobene Beschwerde mit Urteil vom 15. November 2005 ab. Massgeblich war für das Verwaltungsgericht, dass eine offensichtliche Unrichtigkeit der Ermessensveranlagung nicht nachgewiesen worden sei; ferner sei die Behauptung nicht bewiesen, dass der Steuerkommissär davon abgeraten habe, eine Steuererklärung einzureichen. Mit Eingabe an das Bundesgericht vom 14. Dezember (Postaufgabe 15. Dezember) 2005 erklärten A. und B.________, gegen das verwaltungsgerichtliche Urteil Beschwerde erheben zu wollen. Sie führten aus, die Einschätzung des landwirtschaftlichen Einkommens sei angesichts der betrieblichen Gegebenheiten, welche trotz ihrer Interventionen nicht berücksichtigt worden seien, zu hoch; zudem sei ihnen von der Einreichung einer Steuererklärung abgeraten worden. Unter Hinweis darauf, dass sie sich zum Beizug einer Fachperson entschieden hätten, um für 2001 eine Steuererklärung beizubringen, ersuchten sie darum, es sei ihnen eine Frist bis 15. Januar 2006 einzuräumen, um das Versäumte nachzuholen. Mit Schreiben vom 16. Dezember 2005 erläuterte der Abteilungspräsident den Beschwerdeführern, dass eine Erstreckung der Beschwerdefrist ausser Betracht falle und mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vor Bundesgericht nicht nachgeholt werden könne, was im kantonalen Verfahren versäumt worden sei. Er räumte ihnen Frist bis zum 6. Januar 2006 ein, um sich einen allfälligen Beschwerderückzug zu überlegen, was eine kostenlose Verfahrensabschreibung ermöglichen würde. Das vorerst eingeschrieben zur Post gegebene Schreiben gelangte mit dem Vermerk "nicht abgeholt" versehen ans Bundesgericht zurück; es wurde am 29. Dezember 2005 mit A-Post nochmals versandt. Die Beschwerdeführer beantworteten es am 4. Januar (Postaufgabe 5. Januar) 2006. Sie erklärten, nicht um Fristerstreckung ersuchen zu wollen, sondern baten darum, ihnen zu ermöglichen, die zu 70 % bereits erstellte Steuererklärung dem Kantonalen Steueramt St. Gallen nachliefern zu können; die Beschwerde zogen sie nicht zurück. Mit Schreiben vom 6. Januar 2006 setzte der Abteilungspräsident ihnen eine letzte kurze Nachfrist bis zum 13. Januar 2006 an, um von der Möglichkeit eines kostenlosen Rückzugs der Beschwerde Gebrauch zu machen. Das als Einschreibesendung zur Post gegebene Schreiben wurde von den Beschwerdeführern nicht abgeholt und gelangte am 18. Januar 2006 ans Bundesgericht zurück.