Citation: 8C_778/2015 E. 4.1

4.1. Das MEDAS-Gutachten vom 11. Dezember 2014 stellt kein neues Beweismittel im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG dar. Denn Grund für die zuvor erfolgte Verneinung des Anspruchs war nicht die Unmöglichkeit des Nachweises einer Arbeitsunfähigkeit oder des Ausmasses der gesundheitlichen Einschränkungen, sondern die Verneinung der Versicherungsklausel, d.h. der erfüllten einjährigen Beitragspflicht bei Eintritt des Versicherungsfalls. Das MEDAS-Gutachten ist aber nicht geeignet, den Nachweis der erfüllten Beitragspflicht bei Eintritt des Versicherungsfalls zu erbringen. Es dient lediglich dazu, die gesundheitlichen Einschränkungen in ihrem aktuellen Ausmass festzustellen; denn dass eine allenfalls leistungsbegründende gesundheitliche Einschränkung vorliegt, war bereits aus den damaligen ärztlichen Berichten ersichtlich (vgl. die Berichte der Höhenklinik D.________ vom 5. April 2000, der neurologischen Klinik, Spital E.________, vom 2. Dezember 1999, sowie des Spitals F.________ vom 5. Mai 2000, 31. Mai 2000 und 11. August 2000; vgl. dazu auch den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts vom 2. Mai 2012 E. 4.2 und 4.3). Somit liegt keine prozessuale Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG vor, sondern eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG (so bereits Entscheid des Sozialversicherungsgerichts vom 2. Mai 2012 E. 3.4 und 3.5).