Citation: C 374/99 10.02.2000 E. 2

2.- Es steht fest und ist unbestritten, dass der Be- schwerdeführer keine arbeitsvertraglichen Pflichten ver- letzt hat, weshalb sich einzig die Frage stellt, ob er dem Theater X.________ durch sein sonstiges Verhalten Anlass zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses gegeben hat. a) Die Arbeitslosenkasse begründete die Einstellung in der Bezugsberechtigung damit, dass der Versicherte die unregelmässigen Arbeitszeiten nicht mehr habe akzeptieren wollen und damit die Arbeitslosigkeit selbst verschuldet habe. Die Vorinstanz führte zusätzlich aus, der Beschwerde- führer habe bereits bei Vertragsabschluss von den Arbeits- bedingungen eines Tontechnikers Kenntnis gehabt und sei während Jahren damit einverstanden gewesen. Erst als sich die familiären Umstände geändert hätten, sei er nicht mehr bereit gewesen, unregelmässige Arbeitszeiten in Kauf zu nehmen. Trotz dieser Probleme habe er das Gespräch mit sei- nem Vorgesetzten nicht gesucht. Überdies wäre es ihm zuzu- muten gewesen, bis zum Auffinden einer neuen Stelle an sei- nem Arbeitsplatz zu bleiben. b) Der Auffassung von Arbeitslosenkasse und Vorinstanz kann nicht beigepflichtet werden. Ein Verschulden im vor- stehend (Erw. 1 hievor) umschriebenen Sinn, das dem Be- schwerdeführer in Bezug auf den Eintritt der Arbeitslosig- keit zur Last zu legen wäre, ist nicht gegeben. Dass er im Hinblick auf die bevorstehende Geburt seines Kindes an regelmässigen Arbeitszeiten interessiert war und diesbezüg- lich bei den Verantwortlichen des Theaters X.________ vor- stellig wurde, kann ihm nicht zum Vorwurf gereichen, da jedenfalls nicht ersichtlich ist, weshalb bei grundsätzlich vorhandener, während Jahren bewiesener Arbeitsbereitschaft Vorgesetzte nicht auf Änderungswünsche hinsichtlich der Modalitäten des Anstellungsverhältnisses angesprochen wer- den dürften. Die Tatsache, dass der Beschwerdeführer die Arbeitsbedingungen, namentlich die unregelmässigen Einsät- ze, kannte, ändert hieran nichts. Wenn im Kündigungsschrei- ben vom 11. Dezember 1998 festgehalten wurde, dass das Theater X.________ die Erwartungen bezüglich einer gere- gelten Arbeitszeit nicht erfüllen könne, ist in dieser Begründung ebenfalls kein Fehlverhalten des Versicherten zu erkennen, zumal Beanstandungen in persönlicher oder charak- terlicher Hinsicht nicht zum Ausdruck kommen und von einer Weigerung des entlassenen Arbeitnehmers, zumindest auf Zusehen hin zu den bisherigen Bedingungen weiterzuarbeiten, nirgends die Rede ist. Vielmehr ist die Beendigung des Arbeitsverhältnisses unter den dargelegten Umständen objek- tiven Faktoren - der unregelmässigen Arbeitszeit einerseits und der Unmöglichkeit, einen Arbeitsvertrag mit geregeltem Einsatz anzubieten andererseits - zuzuschreiben. Die Be- hauptung der Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe trotz der bekannten Probleme das Gespräch mit seinem Vorgesetzten nicht gesucht, ist durch nichts belegt. Der von ihr am 23. August 1999 als Zeuge befragte G.________, stellvertre- tender Verwaltungsdirektor des Theaters X.________, erklär- te dazu vielmehr, der Versicherte habe mit der gesamten Führungsspitze des Theaters über seine Schwierigkeiten gesprochen. Das letztgenannte Argument der kantonalen Schiedskommission ist schliesslich schon deshalb nicht stichhaltig, weil der Beschwerdeführer entgegen der miss- verständlichen Formulierung im Kündigungsschreiben ("sind wir in gegenseitigem Einvernehmen übereingekommen, das Arbeitsverhältnis aufzulösen") den Arbeitsvertrag nicht selbst gekündigt hat. Wie die Einvernahme von G.________ und die Befragung des Versicherten (vom 26. August 1999) ergeben haben, wurde dieser vom Theater X.________ entlas- sen. c) Da den Beschwerdeführer auf Grund der gesamten Umstände kein Verschulden an der Beendigung des Anstel- lungsverhältnisses und damit an der in der Folge eingetre- tenen Arbeitslosigkeit trifft, erfolgte die Einstellung in der Anspruchsberechtigung zu Unrecht.