Citation: 1C_561/2020 E. 4

Die Beschwerdeführerin beanstandet, dass sie das Augenscheinsprotokoll des BRG nicht erhalten habe, was eine Verweigerung des rechtlichen Gehörs darstelle (Art. 29 Abs. 2 BV). Sie führt jedoch selber aus, dass sie davon mit der Präsidialverfügung vom 25. April 2019 Kenntnis erlangt habe. Den Parteien muss vor Entscheidfällung die Möglichkeit gegeben werden, vom Protokoll eines Augenscheins Kenntnis zu nehmen, sich dazu zu äussern und insbesondere allfällige Berichtigungen zu verlangen. Das Bundesgericht leitet aus dem Gehörsanspruch allerdings nicht die Verpflichtung der Behörden ab, den Parteien das Augenscheinsprotokoll von Amtes wegen zuzustellen, auch wenn dies allgemein üblich ist (BGE 142 I 86 E. 2). Die Beschwerdeführerin macht nicht geltend, dass sie nach Kenntnisnahme der Präsidialverfügung das Protokoll angefordert habe. Daher liegt keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor.