Citation: 5A_44/2020 E. 8.2

8.2. Die Beschwerdeführerin wehrt sich dagegen, dass der Mutter ab ihrem Kindergarteneintritt keine Kosten für ein Auto und einen Einstellplatz, sondern nur noch Kosten für den öffentlichen Verkehr angerechnet werden. Sie macht geltend, dies sei ein Verstoss gegen die Rechtsprechung des Bundesgerichts in BGE 144 III 377 E. 7, wonach bei der Bemessung des Betreuungsunterhalts des Kindes die Lebenshaltungskosten-Methode zur Anwendung gelange und hierfür im Grundsatz auf das familienrechtliche Existenzminimum abzustellen sei. Weiter stehe die Feststellung des Kantonsgerichts, mit dem Kindergarteneintritt würden einzelne Transporte der Beschwerdeführerin wegfallen, im klaren Widerspruch zur tatsächlichen Alltagssituation einer alleinerziehenden Mutter. Es treffe zwar zu, dass die Tochter nicht mehr die Kita und die Spielgruppe besuche, indessen dürfe als allgemein bekannt vorausgesetzt werden, dass die Notwendigkeit zur Begleitung eines Kindergarten- und Primarschulkindes bei anderen Aktivitäten wie bspw. Turn-, Musik-, oder Schwimmunterricht nach Kindergarteneintritt nicht ab-, sondern zunehme. Die Mutter sei also auch nach Kindergarteneintritt der Tochter darauf angewiesen, innert kurzer Frist - ohne lange Wartezeiten an Haltestellen oder komplizierte Busverbindungen - am Arbeitsplatz bzw. bei ihrer Tochter zu sein, unabhängig davon, ob diese nach ihrer Arbeit im Hort oder von einer anderen Aktivität abgeholt werde oder ob die Mutter einfach rechtzeitig zu Hause sein müsse, damit ihre Tochter nicht vor verschlossener Türe stehe. Vor diesem Hintergrund sei es offensichtlich unhaltbar, der Mutter bloss bis zum Kindergarteneintritt die Auto- und Einstellplatzkosten anzurechnen. Diese Kosten seien vielmehr bis zum Übergang in die Oberstufe zu berücksichtigen.