Citation: 6B_1231/2022 E. 2.2.3

2.2.3. Die Vorinstanz erachtet die amtliche Entschädigung als unbillig hoch. Sie lasse sich "nicht mehr mit dem Ermessensspielraum rechtfertigen". Konkret beanstandet die Vorinstanz die Telefongespräche der Beschwerdeführerin mit der Ehefrau des Beschuldigten und kürzt diese Position um 5 Stunden. Eine weitere Kürzung um 1.5 Stunden nimmt sie vor, weil klassische Kanzleiarbeiten verrechnet worden seien, die bereits im Stundensatz einer Rechtsanwältin enthalten seien. Zudem erachtet die Vorinstanz den Aufwand von 8 Stunden für die Replik vor dem Zwangsmassnahmengericht als übersetzt und nimmt eine Kürzung um 4 Stunden vor. Schliesslich kürzt sie den Aufwand für Besprechungen mit dem Beschuldigten um 6 Stunden. Eine weitergehende Kürzung unterlässt die Vorinstanz, weil die amtliche Entschädigung nicht angefochten worden sei und die weiteren Positionen innerhalb des erstinstanzlichen Ermessensspielraums liegen würden.