Citation: 5D_201/2013 E. 4.3.2

4.3.2. Angesichts des beschriebenen Prozessthemas im Verfahren der definitiven Rechtsöffnung ist dem Obergericht auch zu widersprechen, wenn es die Tauglichkeit des vorgelegten Titels davon abhängig machen will, ob das Erkenntnisverfahren betreffend den Erlass vorsorglicher Massnahmen (s. Sachverhalt Bst. A) der Untersuchungs- und Offizialmaxime unterstand. Darauf kann es bei der Prüfung, ob eine Urkunde ein definitiver Rechtsöffnungstitel sei, von vornherein nicht ankommen. Angesichts dessen kann im Rechtsöffnungsprozess auch offenbleiben, ob der Sachrichter im Unterhaltsprozess gestützt auf Art. 296 ZPO aus eigenem Antrieb nach allfälligen Leistungen des Beschwerdegegners zu forschen hat, die sich auf die rückwirkend geschuldeten Kinderalimente anrechnen liessen.