Citation: H 181/02 10.03.2003 E. 3

Zu prüfen ist die Rechtmässigkeit der Nachzahlungsverfügung vom 19. Dezember 2001. Dabei ist zwischen den Parteien insbesondere streitig, ob die Ausgleichskasse die unter dem Titel "Reisewegvergütung" in der Höhe von Fr. 12'000.- für das Jahr 1996 an B.________ sel. ausgerichtete Entschädigung zu Recht als beitragspflichtiges Einkommen aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit qualifiziert hat. 3.1 Das kantonale Gericht hat ausgeführt, zur Beurteilung der sich vorliegend stellenden Rechtsfrage sei entscheidend, dass B.________ sel. von der Beschwerdeführerin ein Geschäftsauto zur Verfügung gestellt worden ist. Es sei daher nicht ersichtlich, inwiefern diesem monatlich zusätzliche Aufwendungen für Reisen entstanden seien, die mit Fr. 1'000.- hätten abgegolten werden müssen. Den unter dem Titel "Reisewegvergütung" im 1996 ausbezahlten Entschädigungen in diesem Betrag falle daher nicht unter den Begriff der Unkostenentschädigung im Sinne von Art. 7 und 9 AHVV, sondern gehöre zum massgebenden Lohn und unterliege damit der Beitragspflicht. 3.2 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird geltend gemacht, die Bezeichnung "Reisewegvergütung" sei ein von der Revisionsstelle der Ausgleichskasse "kreierter" Begriff und umschreibe in keiner Weise die tatsächliche Natur der zur Frage stehenden Unkostenentschädigung. B.________ sel. sei während des ganzen Jahres für seinen Betrieb unterwegs gewesen und habe die guten Beziehungen zu potentiellen Auftraggebern gepflegt. Damit verbunden seien grössere finanzielle Umtriebe mit Einladungen in teure Restaurants sowie private Bewirtung, Geschenke, grössere Trinkgelder auf Baustellen und sonstige Repräsentationsverpflichtungen wie auch Barkäufe, Parkgebühren, Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln etc. gewesen. Dafür habe der ehemalige Geschäftsführer Fr. 16'000.- Pauschalspesen bezogen, wovon die Ausgleichskasse aber nur deren Fr. 4'000.- anerkannt habe.