Citation: 7B_136/2025 E. 2.5

2.5. Im vorliegend zu beurteilenden Fall ist die Beschwerdeführerin geständig, 750 Gramm reines Kokain besessen und rund 30 Gramm davon an mehrere Personen aus ihrem Umfeld weiterverkauft oder verschenkt zu haben. Die Vorinstanz erwägt dazu, aufgrund ihrer eigenen Angaben sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin das sichergestellte Kokain - unabhängig vom geltend gemachten Eigenkonsum - hauptsächlich zu Verkaufszwecken besessen habe. Die Legalprognose sei zudem als sehr ungünstig zu werten, sodass ernsthaft davon auszugehen sei, dass die Beschwerdeführerin im Falle einer Haftentlassung erneut und intensiv dem Betäubungsmittelhandel nachgehen werde. Die der Beschwerdeführerin angelasteten und von ihr weiter zu befürchtenden Betäubungsmitteldelikte beschränken sich somit auf die Aufbewahrung und Weitergabe von Kokain in nach Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG qualifiziertem Umfang. Dass durch ihre Handlungen Leib oder Leben einer bestimmten Person beeinträchtigt worden wären bzw. dass eine solche Beeinträchtigung unmittelbar und ernsthaft droht, ergibt sich aus den vorinstanzlichen Ausführungen nicht und ist auch nicht ersichtlich. Folglich können die der Beschwerdeführerin vorgeworfenen Widerhandlungen nicht zur Begründung qualifizierter Wiederholungsgefahr herangezogen werden.