Citation: 5P.347/2004 11.01.2005 E. A

Am 15. Oktober 1974 schloss E.________, Jahrgang 1905, mit seiner zweiten Ehefrau einen öffentlich beurkundeten Ehevertrag. Darin sahen die Ehegatten unter anderem vor, "dass bei Auflösung der Ehe durch den Tod eines Ehegatten ... dem überlebenden Ehemann kein Anteil am Vorschlag zufallen" soll. Am 12. Juni 1990 starb die Ehefrau von E.________. Testamentarisch hatte sie ihren Nachlass ihrem Sohn B.________ zu Eigentum und ihrem Ehemann zur Nutzniessung vermacht. Vater und Sohn schlossen am 6. Februar 1991 einen "Vertrag über die güterrechtliche Auseinandersetzung und Erbteilung". Am 12. November 1995 starb E.________. Seine gesetzlichen Erben sind der Sohn aus zweiter Ehe, B.________, sowie die Tochter aus erster geschiedener Ehe, K.________. Letztwillig hatte E.________ seine Tochter K.________ auf den Pflichtteil gesetzt.