Citation: 2D_14/2018 E. 5.1

5.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, ihm drohe bei einem Vollzug der Wegweisung in den Kosovo eine erhebliche Verschlimmerung seines Gesundheitszustands und im ungünstigsten Fall der Tod. Dies sei mit Art. 3 EMRK (bzw. Art. 10 Abs. 3 und Art. 25 Abs. 3 BV) unvereinbar. Ohne angemessene Behandlung, wie er sie in der Schweiz stationär wie ambulant erhalte, werde sich sein Gesundheitszustand "schnell und erheblich" verschlechtern, nachdem er im Kosovo auf sich alleine gestellt wäre und er sich die teuren Behandlungen nicht leisten könnte. Er leide unter anderem an einer rezidivierenden depressiven Beeinträchtigung mit gegenwärtig schwerer Episode sowie an einer schizoaffektiven Störung (ICD-10 F25.1). Nach dem Austrittsbericht der Psychiatrischen Klinik vom 28. November 2017 habe er bei der Aufnahme in die Klinik "unter schwerem Stimmenhören (fremde männliche Stimme, sehr abwertend, beleidigend, imperativ zum Suizid auffordernd), ausgeprägten Ängsten, paranoidem Erleben" und "Schlafstörungen mit häufigen Albträumen" und schwerer Niedergeschlagenheit gelitten. Gestützt auf sein Krankheitsbild habe er sich bereits sechs Mal in stationärer Behandlung in einer psychiatrischen Klinik befunden. Im Übrigen leide er an akuter Suizidalität, so sei es am 31. März 2017 und zuvor im Jahr 2012 zu Selbsttötungsversuchen gekommen. Auch sei bei ihm eine Posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) diagnostiziert worden. Neben den psychischen Beschwerden leide er an Nephropathie sowie an Arteriolohyalinose; eine Dialyse-Behandlung werde "demnächst wohl angeordnet", allenfalls sei auch eine Nierentransplantation nötig; schliesslich plagten ihn erhebliche Kniebeschwerden, die eine umfassende Schmerztherapie nötig machten. Die verschiedenen Krankheiten könnten im Kosovo nicht adäquat behandelt werden.