Citation: 5A_96/2018 E. 2.2.2

2.2.2. Die Beschwerdeführerin kritisiert hierzu zusammengefasst, sie habe der Scheidungskonvention übereilt zugestimmt, ohne sich bei der Unterzeichnung deren Tragweite bewusst gewesen zu sein. Die Unterzeichnung sei gegen Mittag unter Zeitdruck erfolgt, als sie mental mit der Rückkehr der Kinder aus der Schule beschäftigt gewesen sei und raschmöglichst nach Hause habe gehen wollen. Die 30 Minuten Anwaltsgespräch hätten nicht ausgereicht, um die Zahlen der Unterhaltsberechnung nachzuvollziehen. Dies insbesondere, da kaum Anträge von ihr übernommen worden seien, sondern nur von der Gegenseite, womit jeder Punkt habe besprochen werden müssen. Die Unterhaltsberechnung sei vom Einzelrichter nicht schriftlich vorgelegt, sondern nur mündlich vorgetragen worden. Es habe daher an der vom Gesetz verlangten "reiflichen Überlegung" gefehlt. Das Bezirksgericht habe es unterlassen zu prüfen, ob die Konvention auf ihrer reiflichen Überlegung beruht habe. Wann sie ihre Zustimmung zurückgezogen habe sei vor diesem Hintergrund nicht relevant. Die Genehmigung der Konvention entfalle und das Verfahren sei streitig weiterzuführen.