Citation: 5A_624/2017 E. 4.4.1

4.4.1. Die Argumentation des Beschwerdeführers basiert hauptsächlich auf dem Verständnis, die Vorinstanz habe angenommen, die Pflegetochter sei für ihn zum Kind im Sinne von Art. 276 und Art. 277 ZGB sowie von Art. 6 Abs. 3 PAVO geworden, und habe ihn zur Bezahlung von Kindesunterhalt verpflichtet. Damit täuscht er sich. Vorliegend steht nicht ein Unterhaltsanspruch des Pflegekindes in Frage, sondern ein Anspruch der Beschwerdegegnerin, welcher sich aus der ehelichen Beistandspflicht des Beschwerdeführers ihr gegenüber ableitet. Die Vorinstanz hat diese Beistandspflicht - wie schon das Kreisgericht - aus Art. 159 Abs. 3 ZGB abgeleitet und den Analogieschluss zu Art. 278 Abs. 2 ZGB gezogen. Die in Art. 159 Abs. 3 ZGB verankerte, allgemeine Beistandspflicht erlaubt es denn auch, einen Ehegatten zu Leistungen zu verpflichten, welche über den in Art. 163 ZGB umschriebenen Familienunterhalt hinausgehen (Urteil 5A_572/2008 vom 6. Februar 2009 E. 3.1; Botschaft vom 11. Juli 1979 über die Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Wirkungen der Ehe im allgemeinen, Ehegüterrecht und Erbrecht], BBl 1979 II 1254 Ziff. 214.131). Der Beschwerdeführer zeigt nicht auf, warum unter diesen Voraussetzungen eine Beistandspflicht in seinem Fall geradezu zwingend ausgeschlossen sein soll. Er begnügt sich damit, in allgemeiner Weise die Rechtslage aus seiner Sicht zu schildern und das Vorliegen einer Unterhaltspflicht gegenüber dem Pflegekind zu verneinen. Seine Ausführungen gehen an der Sache vorbei.