Citation: 1C_562/2014 E. 4.2.1

4.2.1. Damit stellen die Beschwerdeführer jedoch lediglich ihre eigene ästhetische Würdigung an die Stelle derjenigen der kommunalen und kantonalen Behörden, ohne sich mit den Erwägungen des Verwaltungsgerichts zum umgebenden Quartiercharakter auseinanderzusetzen. Dieses hielt - indem es sich auf Fotos des vorinstanzlichen Referentenaugenscheins abstützte - dazu fest, dass die meisten Häuser in der Umgebung Steildächer mit verschiedenen Firstrichtungen aufweisen. Vereinzelt seien auch Flachdachbauten anzutreffen und auf mindestens einem Mehrfamilienhaus stehe eine grosse Sonnenkollektorenanlage. Vorliegend besteht demnach der Unterschied zum geplanten Zweifamilienhaus hauptsächlich darin, dass dieses anstatt eines Schrägdachs ein gestaffeltes Attikageschoss aufweist. Die Auffassung der Vorinstanz ist daher nicht unhaltbar, wenn sie davon ausgeht, dieser Unterschied führe nicht zu einer ungenügenden Einordnung, zumal nicht ersichtlich ist, inwiefern dadurch unter den vorliegenden Gegebenheiten eine schützenswerte landschaftliche oder bauliche Umgebung gefährdet werden könnte. Dass ein moderner Baustil in einer Wohnzone, in welcher Bauten aus verschiedenen Epochen stehen, seine Berechtigung hat, ist sachlich vertretbar. Bei einer Gesamtbetrachtung durfte die Vorinstanz demnach willkürfrei eine befriedigende Gesamtwirkung des Bauprojekts im Sinne von § 238 Abs. 1 PBG und eine gute Einordnung nach Art. 9 BZO annehmen.