Citation: 1C_559/2013 E. 3

Die Vorinstanz gelangt zum Schluss, die nachträgliche Baubewilligung des Gemeinderates für die auf dem Grundstück der Bauherrschaft, am westlich hinter ihrem bestehenden Gebäude liegenden Hang erstellte zweistufige Terrassenkonstruktion, welche direkt an die Nachbarparzelle des Beschwerdeführers grenzt, sei rechtens. Es sei nicht ersichtlich, inwiefern die Terrassenkonstruktion am vorgesehenen Standort den Zweck der Dorfzone nicht wahren sollte, zumal in der Dorfzone sowohl die offene als auch die geschlossene Bauweise zulässig sei. Die Parzelle sei lediglich elf Meter breit und die Geländesituation hinter dem Haus sei steil, womit eine sinnvolle Bebauung des streitbetroffenen Gebiets unter Einhaltung des als Richtwert geltenden Grenzabstands von vier Metern kaum möglich wäre. Lasse der Gemeinderat in einer solchen Konstellation Abweichungen vom Richtwert zu, so erscheine dies sachlich durchaus begründet, zumal die Bauordnung dafür Raum lasse. Es sei jedoch nicht zu verhehlen, dass der bewilligte Nullabstand grosszügig sei und im konkreten Fall auch eine etwas zurückhaltendere Abweichung vom Richtwert möglich gewesen wäre. Unter Beachtung der Gemeindeautonomie sei die Beurteilung des Gemeinderates allerdings rechtlich vertretbar, weshalb das Verwaltungsgericht gehalten sei, den gemeinderätlichen Entscheid zu respektieren.