Citation: 5A_637/2018 E. 6.4

6.4. Wohnkosten sind Bestandteil des (Bar-) Bedarfs des Kindes und bei diesem zu berücksichtigen (vgl. Urteil 5A_583/2018 vom 18. Januar 2019 E. 5.1). Damit reduziert sich rechnerisch der Bedarf des jeweiligen Elternteils um den entsprechenden Betrag. Weil die Beistandspflicht des Ehegatten gegenüber einem vorehelich geborenen Kind des anderen Ehegatten mit der Scheidung erlischt (E. 5.5.1 oben), ist es grundsätzlich unzulässig, im Rahmen der Berechnung des Betreuungsunterhalts, der auf die Zeit nach der Scheidung entfällt, Aufwendungen zu berücksichtigen, die auf ein voreheliches Kind des betreuenden Elternteils zurückzuführen sind. In diesem Punkt erweist sich die Beschwerde als begründet. Das vom Kantonsgericht gewählte Vorgehen wäre nur dann statthaft, wenn die Wohnkosten der Mutter auch ohne E.________ den gleichen Betrag ausmachen würden, bspw. weil dieser kein eigenes Zimmer zur Verfügung steht. Dazu fehlen indes sachdienliche Feststellungen. Das Kantonsgericht wird die entsprechenden Abklärungen zu treffen haben.