Citation: 9C_473/2022 E. 4.2.3

4.2.3. Dass auf ein Gutachten aus medizinischer Sicht - insbesondere hinsichtlich der Diagnosestellung - abgestellt werden kann, bedeutet noch nicht, dass es auch betreffend die Festlegung der Arbeitsfähigkeit standhält. Diesbezüglich darf aus rechtlicher Sicht von einem im Grundsatz beweiskräftigen Gutachten abgewichen werden, ohne dass ein neues Gutachten in Auftrag gegeben werden müsste (vgl. BGE 148 V 49 E. 6.2.2). Eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes ist darin nicht zu erblicken. Dass Dr. med. B.________ die Diagnose schlüssig hergeleitet hat, ändert daher nichts daran, dass seiner Einschätzung hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit mit Blick auf die Erwägungen der Vorinstanz nicht gefolgt werden kann. Inwiefern das kantonale Gericht diesbezüglich in Willkür verfallen sein oder anderweitig Recht verletzt haben soll, wird nicht substanziiert. Der Beschwerdeführer beschränkt sich auf im Wesentlichen unzulässige, appellatorische Kritik (BGE 144 V 50 E. 4.2 mit Hinweisen), indem er sich auf das Gegenteil vom vorinstanzlich Erwogenen beruft. Damit kommt er seiner Begründungspflicht (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG) jedoch nicht genügend nach.