Citation: 4P.244/2000 21.12.2000 E. 4

4.- Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie habe die Beschwerdegegnerin von Anfang an vergeblich gebeten, ihr das rechtliche Gehör zu gewähren. Dieses sei ihr auch im Verfahren vor dem Schiedsgericht verweigert worden. Von der Klage habe sie erst durch ein Schreiben vom 11. Januar 1999 erfahren, in dem sie aufgefordert worden sei, innert 20 Tagen zur Klage der Beschwerdegegnerin Stellung zu nehmen unter der Androhung, dass sonst aufgrund der Akten entschieden werde. Die Klageschrift sei indes gar nicht beigelegen, sondern lediglich ein vom 13. Januar 1999 datiertes Schreiben, das unter einem falschen Betreffnis im Widerspruch zum Schreiben vom 11. Januar 1999 die Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung angekündigt habe. Angesichts der unklaren Formulierung und der Tatsache, dass sich die Beschwerdeführerin bei der Beschwerdegegnerin immer wieder für eine Anhörung eingesetzt habe, könne ihr nicht zum Nachteil gereichen, dass sie auf die Fristansetzung des Schiedsgerichts nicht reagiert habe. Indem dieses ohne vorherige Verhandlung entschied, habe es den Anspruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör verletzt.