Citation: 1C_551/2022 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz ist zum Schluss gekommen, dass auf das zu beurteilende Baugesuch das bisherige Recht zur Anwendung komme. Sie begründet dies damit, die Bauherrschaft habe aus eigenem Willen, ohne dazu gezwungen gewesen zu sein, am 7. Oktober 2019 ein neues Baugesuch eingereicht und damit auch ein zweites Verfahren ausgelöst, nachdem der Gemeinderat Oberägeri das erste, am 22. Dezember 2017 eingereichte Baugesuch lediglich bezüglich der Frage des Gebäudeabstands geprüft hatte. Der klare Wortlaut der Übergangsbestimmungen im Zuger Baurecht (§ 71a Abs. 1 lit. b nPBG/ZG und § 74 Abs. 1 nV PBG/ZG) lasse nichts anders zu, als das zweite Baugesuch ausschliesslich nach bisherigem Recht zu beurteilen.