Citation: 1C_678/2013 E. 2.4

2.4. Die Beschwerdeführer rügen, das Verwaltungsgericht habe § 22 aKBV willkürlich angewendet. Gemäss den Skizzen zu den Abbildungen 3 und 4 des Anhangs II mache die Rückversetzung im Vergleich zu den unterliegenden Geschossen jeweils einen Drittel der gesamten Gebäudelänge aus. Ein Anwendungsbeispiel für einen auf der Schmalseite höhenmässig gestaffelten Gebäudekörper fehle im Anhang II. Daraus werde erkennbar, dass der Grenzabstand um so grösser sein soll, je höher ein Gebäudekörper auf der Fassadenseite in Erscheinung trete. Dieser Zwecksetzung widerspreche es, wenn ein nach Geschossen gestaffelter Baukörper bzw. eine stufenpyramidenartige Bauweise zugelassen würde. Diesfalls müsste bei einer Gebäudelänge von weniger als zwölf Meter das Erdgeschoss einen Grenzabstand von zwei und das erste Obergeschoss einen solchen Abstand von drei Metern wahren. Dies könne nicht dem Sinn der Grenzabstandsregelung in § 22 aKBV in Verbindung mit dem Anhang II entsprechen, weil die Rückversetzung um nur einen Meter optisch nicht auffalle und diese auch hinsichtlich des Schattenwurfs und der Beeinträchtigung der Sicht die Auswirkungen auf das Nachbargrundstück kaum verringere. Daran vermöge der vorinstanzliche Hinweis auf die angeblich langjährige Praxis nichts zu ändern, weil die angegebenen Belegstellen einzig § 22 aKBV und die dazugehörigen Skizzen im Anhang II anführten, ohne weitere konkrete Anwendungsbeispiele zu nennen.