Citation: 5A_326/2016 E. 4.1.2

4.1.2. Die gesetzlichen Erben sind gegenseitig verpflichtet, alles zur Ausgleichung zu bringen, was ihnen der Erblasser bei Lebzeiten auf Anrechnung an ihren Erbanteil zugewendet hat (Art. 626 Abs. 1 ZGB). Was der Erblasser seinen Nachkommen als Heiratsgut, Ausstattung oder durch Vermögensabtretung, Schulderlass und dergleichen zugewendet hat, steht unter der Ausgleichungspflicht. Vorbehalten bleiben gegenteilige Anordnungen des Erblassers (Art. 626 Abs. 2 ZGB) und die Bestimmungen über die Herabsetzung (Art. 527 Ziff. 1 ZGB). Die Ausgleichung dient der Gleichbehandlung der Erben, die Herabsetzung dem Schutz der pflichtteilsgeschützten Erben. Massgebend ist der Verkehrswert des Grundstücks im Zeitpunkt der (vorzeitigen) Veräusserung, wenn ein Grundstück mittels Erbvorbezug übertragen und anschliessend vom vorempfangenden Erben parzelliert, überbaut und verkauft wird (BGE 133 III 416 E. 6.3 S. 417 ff.). Zu prüfen bleibt, wie zu verfahren ist, wenn der Erblasser bei lebzeitiger Weiterveräusserung darauf verzichtet, seinen ihm zustehenden Gewinnanspruch geltend zu machen (s. Sachverhalt Bst. B.d).