Citation: 6P.95/2003 14.08.2003 E. 8

Der Beschwerdeführer sieht eine Verletzung von Bundesrecht darin, dass er gemäss Art. 43 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in eine stationäre Therapie eingewiesen werde, in Wirklichkeit damit aber eine Verwahrung gemäss Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 StGB trotz Fehlens der diesbezüglichen Voraussetzungen vorgenommen werde. Ein Aufschub gemäss Art. 43 Ziff. 2 StGB sei in Anbetracht der Tatsache, dass die Strafe zum Urteilszeitpunkt schon fast vollständig verbüsst gewesen sei, gar nicht möglich. Es sei kein Mindestmass an Kooperation vorhanden, wie es das Bundesgericht verlange. Er lebe eingesperrt, obwohl die Voraussetzungen für eine Verwahrung offensichtlich nicht erfüllt seien. Seine derzeitige Lage sei hinsichtlich des Rechtsschutzes gar eingeschränkter als im Falle der Verwahrung. Der Beschwerdeführer sei vollumfänglich auf die Ärzte des Therapiezentrums angewiesen. Erst wenn diese zum Schluss kämen, es sei ein Therapieerfolg eingetreten, würden sie ihn entlassen, was Jahre dauern könne. Der Verwahrte habe demgegenüber Anspruch auf externe, unabhängige periodische Prüfung der Massnahme (Beschwerdeschrift S. 3). Dieser Zustand sei offensichtlich rechtswidrig und deswegen aufzuheben.