Citation: 1C_678/2013 E. 3.1

3.1. Das Verwaltungsgericht führte aus, nach § 18 Abs. 2 aKBV werde die Gebäudehöhe vom gewachsenen oder tiefergelegten Terrain aus bis zum Schnittpunkt der Fassadenflucht mit der Oberkante der Dachfläche gemessen. Dachaufbauten, die sich im Inneren der Dachfläche befänden und nicht an der Fassade lägen, seien nicht an die Gebäudehöhe anzurechnen. Für die Bemessung der Gebäudehöhe komme es folglich darauf an, ob es sich bei der geplanten Lukarne um eine Verlängerung der Fassade oder eine Gestaltung der Dachfläche (Dachbaute) handle. § 64 KBV nenne Lukarnen als Beispiel für Dachaufbauten. Derartige Bauteile würden die Dachfläche nach oben durchbrechen und oberhalb der Dachhaut in Erscheinung treten. Im vorliegenden Fall erhöhe sich durch den geplanten Einbau der Lukarne in der vertikalen Fortsetzung der Fassade die gesetzlich zulässige und anzurechnende Gebäudehöhe nicht, sofern entsprechend den Bauplänen sowohl der Dachvorsprung wie der Ortgang vom bestehenden Dach aus weitergeführt werde. Dies werde zusätzlich mit der vom Bau- und Justizdepartement verfügten Auflage gesichert, dass zur klaren optischen Abgrenzung der Dachaufbaute gegenüber der Gebäudefassade das Vordach im Ausmass von mindestens zwei Ziegelreihen zu gestalten sei.