Citation: 4A_579/2018 E. 5

Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung ihres rechtlichen Gehörs im Sinne von Art. 29 Abs. 2 BV und des Rechts auf ein faires Verfahren gemäss Art. 29 Abs. 1 BV und Art. 30 Abs. 1 BV, weil sie vor dem Bezirksgericht Leuk nicht persönlich angehört worden sei. Die Beschwerdeführerin richtet sich hiermit gegen das Verfahren vor erster Instanz, wie sie selbst einzugestehen scheint. Anfechtungsobjekt der vorliegenden Beschwerde in Zivilsachen ist hingegen einzig der Entscheid der Vorinstanz als letzte kantonale Instanz im Sinne von Art. 75 Abs. 1 BGG (vgl. auch vorstehend E. 1). Da sich die Rüge gegen einen angeblichen Verfahrensfehler vor erster Instanz richtet, kann darauf nicht eingetreten werden. Klar zu stellen bleibt, dass der ersten Instanz kaum eine Bundesrechtsverletzung vorzuwerfen gewesen wäre, wenn sie der Beschwerdeführerin, deren gesundheitliche Situation eine mündliche Anhörung offenbar nicht erlaubte, eine Frist zur schriftlichen Stellungnahme ansetzte, um dem Beschleunigungsgebot gerecht zu werden. Mithin trieb das Gericht das dazumals bereits seit zwei Jahren hängige Verfahren zu Recht voran, anstatt eine allfällige Besserung der gesundheitlichen Situation der Beschwerdeführerin abzuwarten, um sie persönlich anhören zu können. Da die Verfahrenssistierung im gerichtlichen Ermessen liegt (Art. 126 Abs. 1 ZPO), hat das Bezirksgericht jedenfalls kein Bundesrecht verletzt, wenn es das Verfahren trotz Antrags der Beschwerdeführerin nicht (noch) länger sistierte; zumal weder dargetan noch ersichtlich ist, inwiefern die Beschwerdeführerin ihre Verfahrensrechte schriftlich nicht hinreichend hätte ausüben können.