Citation: 9C_874/2014 E. 3.2

3.2. Was das Invalideneinkommen betrifft, ist der Beschwerdeführer der Ansicht, dieses sei nicht anhand der LSE zu ermitteln, sondern es sei auf den bei der C._________ erzielten Verdienst von jährlich Fr. 78'559.- (Basis 2013 bei einem Vollpensum) abzustellen. Dieses Salär entspreche einem marktkonformen ersten Lohn für Sozialarbeitende nach höherer Ausbildung. Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung die LSE herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301). Nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz wurde das besagte Arbeitsverhältnis noch während der (verlängerten) Probezeit am 20. Dezember 2013 aufgelös t (vgl. auch Sachverhalt lit. A hievor). Mit anderen Worten bestand das - lediglich knapp fünf Monate dauernde - Arbeitsverhältnis im Verfügungszeitpunkt seit über einem halben Jahr nicht mehr. Damit gebricht es an einem besonders stabilen Arbeitsverhältnis, womit der entsprechende Verdienst nicht als Invalidenlohn gelten kann. Daran ändert nichts, dass die Verwaltung im Vorbescheid vom 20. Dezember 2013 das bei der C._________ erzielte Einkommen als Invalideneinkommen herangezogen hatte, während sie in den angefochtenen Verfügungen auf einen (höheren) Tabellenlohn abstellte. Einem Vorbescheid kommt nicht die verfahrensmässige Wirkung einer Verfügung zu, weshalb er ohne die Voraussetzungen einer prozessualen Revision oder Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 1-2 ATSG) abgeändert werden kann. Wird in der Verfügung zu Ungunsten des Versicherten von dem abgewichen, was vorbescheidweise in Aussicht gestellt wurde, verletzt dies grundsätzlich auch Treu und Glauben nicht ( MEYER/REICHMUTH, a.a.O, N. 3 zu Art. 57a IVG mit Hinweis auf Urteil 9C_115/2007 vom 22. Januar 2008 E. 4-5, in: SVR 2008 IV Nr. 43 S. 145). Ob die Vorinstanz zu Recht auf die Tabelle TA1 (Privater Sektor) abgestellt hat, oder ob - mit Blick auf die erste Arbeitsstelle des Beschwerdeführers (im öffentlichen Sektor) - auf die Tabelle TA3 (Privater Sektor und öffentlicher Sektor [Bund] zusammen) abzustellen wäre, kann offen bleiben, da der entsprechende Bruttolohn identisch ist und die Wahl der Tabelle keinen Einfluss auf den Abzug vom Tabellenlohn zeitigt (E. 3.3.2 hiernach).