Citation: 5A_457/2022 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdegegnerin schliesst sich der Einschätzung der Vorinstanz an. Dem Beschwerdeführer wirft sie vor, sich nicht mit den einschlägigen Erwägungen des Kantonsgerichts auseinandergesetzt zu haben, sondern im Wesentlichen seine Verunglimpfungen zu wiederholen, unzutreffende sowie unbelegte Unterstellungen vorzutragen und dabei vom durch die Vorinstanz verbindlich festgelegten Sachverhalt abzuweichen. "Entscheidend, korrekt und bindend" sei aber die vorinstanzliche Feststellung, wonach sich das Kind nach der Trennung der Parteien zuerst alleine und dann zu rund 80 % bei der Beschwerdegegnerin aufgehalten habe und die Beschwerdegegnerin deshalb das Verfahren in guten Treuen und mit guten Gründen geführt habe. Soweit der Beschwerdeführer etwas anderes behaupte, sei dies unbelegt und aktenwidrig. Ergänzend äussert sich die Beschwerdegegnerin zur Behauptung des Beschwerdeführers, wonach sie ihm die gemeinsame Tochter entzogen habe. Die Beschwerdeführerin hält in diesem Zusammenhang fest, dass sie sich an sämtliche gerichtlichen Anweisungen gehalten habe, namentlich auch an die am 29. August 2019 vorsorglich festgesetzte Betreuung. Ferner seien dem Beschwerdeführer für das von ihm in Deutschland angestrengte Rückführungsverfahren sämtliche Kosten auferlegt worden. Überdies habe der Beschwerdeführer die Beschwerdegegnerin in diesem Verfahren voll entschädigen müssen. Aus Sicht der deutschen Behörden sei der Beschwerdegegnerin daher nichts vorzuwerfen gewesen. Die Beschwerdegegnerin habe sich zu keinem Zeitpunkt einer Betreuung des gemeinsamen Kindes durch den Beschwerdeführer verweigert. Von einem Entziehen der Tochter könne daher keine Rede sein. Nicht zutreffend sei schliesslich die Behauptung des Beschwerdeführers, wonach sich die Beschwerdegegnerin einer gütlichen Lösung verschlossen habe. Es sei vielmehr der Beschwerdeführer gewesen, der jede Kompromissbereitschaft habe vermissen lassen.