Citation: 1B_627/2022 E. 2.2

2.2. Zur Frage der Untersuchungsrelevanz aller gesiegelten und der Triage unterworfenen Dateien verweist die Vorinstanz auf ihre konnexe Verfügung vom 14. Juni 2021. Dort wird insbesondere Folgendes dargelegt: Da die Staatsanwaltschaft die gesiegelten Aufzeichnungen noch nicht habe durchsuchen können, sei es ihr faktisch nicht möglich, einen Zusammenhang zwischen dem untersuchten Sachverhalt und den einzelnen Dateien bereits konkret aufzuzeigen. Die Staatsanwaltschaft habe den hinreichenden Tatverdacht von Wirtschaftsdelikten des Beschuldigten dargelegt. Zur Beweiseignung der gesiegelten Aufzeichnungen habe sie ausgeführt, dass diese einen Zusammenhang zur Geschäftstätigkeit der mutmasslich geschädigten Gesellschaft und zur Verbindung zwischen dieser und der Beschwerdeführerin aufwiesen. Nach den bisherigen Ermittlungen bestehe eine enge Verbindung zwischen den beiden Firmen. Gemäss den Aussagen des Beschuldigten habe die Beschwerdeführerin die Buchhaltung der geschädigten Gesellschaft geführt, deren Organ mit Einzelunterschrift er gewesen sei. Eine der Angestellten bzw. Organe der Beschwerdeführerin, deren E-Mail-Verkehr gesichert worden sei, sei als "Weisungsgeberin" gegenüber der geschädigten Gesellschaft aufgetreten. Unter den beim Beschuldigten erhobenen E-Mails sei im Rahmen von Kontrollsuchläufen umfangreiche Korrespondenz zwischen ihm und dieser Angestellten der Beschwerdeführerin gefunden worden. Der untersuchungsrelevante Zeitraum gehe zurück bis zum 1. Januar 2010. Bei der Beschwerdeführerin erhoben worden seien E-Mails der genannten Angestellten und einer weiteren Person, bei der es sich um ein ehemaliges Verwaltungsratsmitglied der Beschwerdeführerin handle. Diese Person habe deren Verwaltungsrat mehrfach präsidiert und sei auch aktuell immer noch für die Unternehmensgruppe tätig, der die Beschwerdeführerin angehöre. Die betreffenden Aufzeichnungen bezögen sich auf die Geschäftstätigkeit der geschädigten Gesellschaft und ihre Verbindung mit der Beschwerdeführerin. Es sei davon auszugehen, dass die gesiegelten und zu triagierenden Dateien sachrelevante Informationen zu den Geschäftsvorgängen bei der geschädigten Gesellschaft enthielten. Die Vorbringen der Beschwerdeführerin, unter den Dateien befänden sich private (oder die mutmasslich geschädigte Gesellschaft nicht betreffende) Informationen, vermöchten diese Vermutung nicht umzustossen. Ziel der Untersuchung sei es, die tatsächliche Rolle der Unternehmensgruppe der Beschwerdeführerin beim Konkurs der geschädigten Gesellschaft zu klären. Aus diesem Grund seien unter anderem auch die E-Mails der beiden für die Beschwerdeführerin tätigen Personen erhoben worden. Soweit die Beschwerdeführerin auch noch nachträglich, nach erfolgter Triagierung, eine fehlende Deliktskonnexität von gesiegelten Aufzeichnungen geltend gemacht habe, seien ihre Vorbringen verspätet und zudem unsubstanziiert.