Citation: 1P.248/2000 26.02.2001 E. 4

4.- Im Weiteren beklagt sich der Beschwerdeführer über eine Verletzung von Art. 32 Abs. 3 BV. Nach dieser Vorschrift hat jede verurteilte Person das Recht, das Urteil von einem höheren Gericht überprüfen zu lassen. Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, diese Vorschrift sei deshalb verletzt worden, weil das Urteil des Geschworenengerichts weder auf kantonaler Ebene noch auf Bundesebene durch eine höhere Gerichtsinstanz überprüft werden könne, welcher eine uneingeschränkte Kognitionsbefugnis zustehe. Die Rechtsmittelgarantie in dem von Art. 32 Abs. 3 BV gewährleisteten Umfang ergab sich vor Inkrafttreten der neuen Bundesverfassung aus Art. 2 Abs. 1 des 7. Zusatzprotokolls zur EMRK (SR 0.101. 07) und aus Art. 14 Abs. 5 des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte (UNO-Pakt II, SR 0.103. 2). Nach diesen Vorschriften hat jeder, der wegen einer strafbaren Handlung verurteilt worden ist, das Recht, das Urteil durch ein höheres Gericht nachprüfen zu lassen. Art. 2 Abs. 1 Prot. Nr. 7 EMRK und Art. 14 Abs. 5 UNO-Pakt II verlangen nicht, dass ein solches Gericht volle Prüfungsbefugnis in Tat- und Rechtsfragen hat (BGE 124 I 92 E. 2). Das Kassationsgericht des Kantons Zürich stellt somit ein zweitinstanzliches Gericht im Sinne dieser Bestimmungen dar, obgleich die kantonale Nichtigkeitsbeschwerde nur für Rechtsfragen eine umfassende Prüfungsbefugnis vorsieht - soweit nicht ohnehin die eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde gegeben ist - , mit Bezug auf Sachverhaltsfeststellung und Beweiswürdigung hingegen nur eine auf Willkür beschränkte Kognition zulässt (vgl. BGE 124 I 92 E. 2). Art. 32 Abs. 3 BV stellt keine weitergehenden Anforderungen als die erwähnten internationalen Bestimmungen, weshalb sich die Rüge der Verletzung dieser Verfassungsvorschrift als unbegründet erweist.