Citation: 2P.110/2006 11.10.2006 E. 2

2.1 Eine Gemeinde ist in einem Sachbereich autonom, wenn das kantonale Recht diesen nicht abschliessend ordnet, sondern ihn ganz oder teilweise der Gemeinde zur Regelung überlässt und ihr dabei eine relativ erhebliche Entscheidungsfreiheit einräumt. Der Autonomiebereich kann sich auf die Befugnis zum Erlass oder Vollzug eigener kommunaler Vorschriften beziehen oder einen entsprechenden Spielraum bei der Anwendung kantonalen oder eidgenössischen Rechts betreffen (BGE 129 I 290 E. 2.1 S. 294, 410 E. 2.1 S. 413, je mit Hinweisen). 2.2 Nach § 35 Abs. 1 des zürcherischen Gesetzes vom 25. September 1994 über die Abfallwirtschaft (Abfallgesetz) obliegt es den Gemeinden, für Erstellung und Betrieb von Anlagen für die Behandlung von Siedlungsabfällen zu sorgen, wobei sie das Sammelwesen, die Behandlung der Siedlungsabfälle sowie die Gebühren in einer Abfallverordnung regeln, welche der Genehmigung durch die (kantonale) Baudirektion bedarf. In Bezug auf die Abfallrechnung und die Gebühren bestimmt § 37 in den Abs. 1 und 2: