Citation: 6B_1024/2022 E. 3.2.1

3.2.1. Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer auch nach Inkrafttreten der obligatorischen Landesverweisung per 1. Oktober 2016 eine Katalogtat gemäss Art. 66a Abs. 1 lit. o StGB begangen hat, indem er zwischen Mai und Dezember 2017 bandenmässig 100 Gramm Kokaingemisch resp. 74 Gramm reines Kokain an diverse Abnehmer verkaufte. Diese Tat zieht grundsätzlich unabhängig von den weiteren Vorwürfen die Landesverweisung nach sich. Das Bundesgericht hat sich bei Straftaten gegen das BetmG hinsichtlich der Ausweisung zwecks Verhinderung neuer Straftaten zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit stets besonders streng gezeigt; diese Strenge bekräftigte der Gesetzgeber mit Art. 66a Abs. 1 lit. o StGB. "Drogenhandel" führt von Verfassungs wegen in der Regel zur Landesverweisung (Art. 121 Abs. 3 lit. a BV; Urteil 6B_994/2020 vom 11. Januar 2021 E. 2.1.1 mit Hinweisen). Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers schadet es daher nicht, dass die Vorinstanz mit Bezug auf den Cannabisverkauf ab 1. Oktober 2016 eine Schematisierung vornimmt und die bis Ende Oktober 2017 verkaufte Menge nicht exakt eruiert.