Citation: I 142/06 25.10.2006 E. A

Der 1943 geborene G.________ arbeitete nach eigenen Angaben (Anmeldung zum Leistungsbezug) seit 1968, gemäss Auszug aus dem Individuellen Konto der AHV seit 1975, als selbständigerwerbender Schuhmacher. Am 22. Januar 1999 meldete er sich unter Hinweis auf eine Diskushernie bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle des Kantons Thurgau setzte den Invaliditätsgrad mit Verfügung vom 27. Juni 2000 bei 0 % fest, da das angerechnete zumutbare Einkommen mit Behinderung dasjenige ohne Behinderung übersteige, und lehnte das Rentenbegehren demgemäss ab. Die Rekurskommission des Kantons Thurgau trat auf die Beschwerde des G.________ vom 27./29. Juli 2000 mangels Antrages und Begründung nicht ein (Entscheid vom 21. September 2000). Am 27. Oktober 2003 meldete sich der Versicherte erneut zum Leistungsbezug an. Er machte geltend, er habe 2001 die selbständige Erwerbstätigkeit weitgehend aufgegeben und eine Teilzeitarbeitsstelle angenommen. Um ergänzende Angaben ersucht, teilte G.________ am 28. November 2003 mit, dass er seit dem 5. November 2001 mit einem Pensum von 30 % als Mitarbeiter Logistik/Dienste bei der Firma X.________ und "aktuell" zu 50 % bei der Firma Y.________ arbeite. Aufgrund dieser Änderung sei er im Zusammenhang mit der Invaliditätsbemessung nicht mehr als Selbständigerwerbender zu qualifizieren. Sein Gesundheitszustand habe sich nicht verändert. Die IV-Stelle trat mit Verfügung vom 19. Oktober 2004 auf das Gesuch nicht ein, weil sich die tatsächlichen Verhältnisse seit Erlass der Verfügung vom 27. Juni 2000 nicht in anspruchserheblicher Weise verändert hätten. Die IV-Stelle wies die dagegen gerichtete Einsprache ab (Entscheid vom 17. Mai 2005).