Citation: 2C_108/2025 E. 4.4.2

4.4.2. Nach den Grundsätzen des Bundesverwaltungsverfahrensrechts stellt eine formlos eingeholte und in einer Aktennotiz festgehaltene mündliche bzw. telefonische Auskunft nur insoweit ein zulässiges und taugliches Beweismittel dar, als damit bloss Nebenpunkte, namentlich Indizien oder Hilfstatsachen festgestellt werden. Sind hingegen von Drittpersonen Auskünfte zu wesentlichen Punkten des rechtserheblichen Sachverhaltes einzuholen, fällt grundsätzlich nur die Form der schriftlichen Anfrage und Auskunft in Betracht. Werden Auskunftspersonen zu wichtigen tatbeständlichen Fragen dennoch mündlich befragt, ist eine Einvernahme durchzuführen und darüber ein Protokoll aufzunehmen (vgl. BGE 130 II 473 E. 4.2; 117 V 282 E. 4c; vgl. Urteile 1C_562/2023 vom 9. Juli 2024 E. 2.2; 8C_177/2020 vom 22. Dezember 2020 E. 5.3.4; 2C_70/2016 vom 5. September 2016 E. 3.4).