Citation: 6B_611/2022 E. 2.4.1

2.4.1. Die Vorinstanz fällt als Berufungsgericht mit umfassender Kognition ein neues Urteil, welches das erstinstanzliche Urteil ersetzt (vgl. Art. 398 Abs. 2 und Art. 408 StPO). Damit einher geht auch eine von der Erstinstanz abweichende Würdigung des Sachverhalts. Insofern der Beschwerdeführer der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung lediglich seine Sicht der Dinge gegenüberstellt bzw. eine von der Erstinstanz abweichende Würdigung moniert, ist er nicht zu hören. Nicht zuzustimmen ist dem Beschwerdeführer, wonach sich aus der Aussage der Zeugin B.________ keine Anzeichen für eine (sich anbahnende) Fahrunfähigkeit des Beschwerdeführers ableiten liesse. Er selbst führt aus, die Zeugin B.________ habe angegeben, der Beschwerdeführer sei immer wieder nach rechts gegen den Rand gefahren. Die Zeugin B.________ sagte dies nicht nur gegenüber der Polizei, sondern auch in ihrer Befragung in der erstinstanzlichen Hauptverhandlung aus, wobei sie anlässlich Letzterer zudem aussagte, er sei ihr deshalb aufgefallen. Weiter führte sie aus, er sei innerhalb von Sekunden pfeifengeradeaus in die Wiese hinaus und in den Pfosten hinein gefahren. Er sei eher langsamer gefahren als erlaubt. Auf Nachfrage hin gab sie an, seit sie ihn vor sich registriert habe, sei er sicher immer zu fest rechts gefahren, bevor er in die Wiese gefahren sei. Das mit dem zu fest nach rechts ziehen und direkt in die Wiese raus sei sehr schnell gegangen. Sodann berücksichtigt die Vorinstanz die Aussagen der beiden Fahrzeuginsassinnen und stellt gestützt darauf keine Anzeichen, die Anlass und Grund für das Fahrverhalten des Beschwerdeführers hätten ergeben können, fest. Des Weiteren dringt der Beschwerdeführer mit seinem Vorbringen nicht durch, der von der Vorinstanz festgestellte Sekundenschlaf infolge einer Übermüdung sei ausgeschlossen. Weder die Tageszeit noch die Länge der zurückgelegten Strecke schliessen im Einzeln von vornherein aus, dass es beim Beschwerdeführer zu einem Sekundenschlaf infolge einer Übermüdung kam. Ebenso wenig ist dies der Fall beim vom Beschwerdeführer geltend gemachten Umstand, er sei weder beim Verlassen der Strasse noch bei der Kollision seines Fahrzeuges mit dem Verkehrsschild erwacht, sondern erst, nachdem die Airbags in seinem Fahrzeug ausgelöst worden seien. Alsdann berücksichtigt die Vorinstanz zu Recht die Schlafgewohnheiten des Beschwerdeführers. Nachvollziehbar schlussfolgert die Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe in der Nacht vor dem Unfall ausserordentlich wenig geschlafen. Sodann schliesst sie, ohne in Willkür zu verfallen, auf eine Übermüdung. Unter Berücksichtigung der gesamten Umstände durfte die Vorinstanz den Unfall einem Sekundenschlaf des Beschwerdeführers zuschreiben. Insgesamt vermag der Beschwerdeführer keine willkürliche Sachverhaltsfeststellung darzutun.