Citation: 6P.181/1999 07.03.2000 E. 6

6.- a) Der Beschwerdeführer rügt ein offensichtliches Versehen der Vorinstanz. Diese sei davon ausgegangen, der Unfall habe sich im Aufwindschlauch beim Spitzhorn ereignet, wo sich zahlreiche Segelflugzeuge befunden hätten. In Wahrheit habe die Kollision knapp zwei Kilometer weiter südlich, nämlich im Aufwindschlauch beim Schafhorn, stattgefunden. Dort habe sich aber neben dem Beschwerdeführer und dem Verunfallten nur noch das Flugzeug des Zeugen O.________ befunden. Der Irrtum sei daher wesentlich. Er habe zu seiner Verurteilung geführt (Beschwerde, S. 7 letzter Absatz sowie S. 8 unten - S. 10). b) In der staatsrechtlichen Beschwerde wurde aufgezeigt, dass die Vorinstanz in verschiedenen Erwägungen die beiden Aufwindschläuche beim Spitzhorn und beim Schafhorn verwechselt hat. Darin liegt eine offensichtlich auf Versehen beruhende tatsächliche Feststellung des Sachrichters, welche der Kassationshof gemäss Art. 277bis Abs. 1 BStP von Amtes wegen berichtigt. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers hat dieses Versehen keine Auswirkungen auf den Ausgang des Verfahrens. Abgesehen davon, dass die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid ausdrücklich auf die vom Beschwerdeführer anerkannte Darstellung des Sachverhaltes durch den Gerichtspräsidenten 1 des Gerichtskreises XIII Obersimmental-Saanen verweist (Urteil OG, S. 4 Ziff. 1; staatsrechtliche Beschwerde S. 6 ff. Ziff. 6), wurde der Beschwerdeführer wegen fahrlässiger Tötung, begangen durch die Verletzung verschiedener Vorschriften der Verordnung über die Verkehrsregeln für Luftfahrzeuge (VVR; SR 748. 121.11) verurteilt (Urteil OG, S. 17 ff. Ziff. 2 - 7). Diese Regeln haben unabhängig von der richtigen Benennung des Aufwindschlauches Geltung. Die zu beachtenden Sorgfaltspflichten waren mit andern Worten in beiden Aufwindschläuchen die gleichen. Dabei ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer als unterstes Flugzeug in den Aufwindschlauch eintrat und mit dem zweituntersten Segelflugzeug, der Libelle des Verunfallten, kollidierte. Für das Verhalten der Libelle ist es unbeachtlich, ob oberhalb Letzterer nur ein oder mehrere Flugzeuge kreisten. Zu Recht macht die Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung geltend, die Abweichung in der Rechtsauffassung zwischen Beschwerdeführer und Vorinstanz ergebe sich nicht aus dem Standort des Schlauches, sondern aus der Interpretation der Verhaltens- und Vortrittsregeln im Zusammenhang mit dem Einfliegen in einen Thermikschlauch (Vernehmlassung, S. 4 Abs. 1; vgl. ferner Vernehmlassung der stv. Generalprokuratorin, S. 2 Abs. 2).