Citation: 1C_691/2023 E. 4.2.2

4.2.2. Zwar nahm das SVSA in seiner Massnahmeverfügung im Rahmen der Festlegung der Entzugsdauer nicht explizit auf das Verschulden des Beschwerdeführers Bezug, sondern erwähnte lediglich die aufgrund der gemessenen Geschwindigkeitsüberschreitung als speziell hoch einzustufende Gefährdung als erhöhenden Faktor sowie die langjährige klaglose Fahrpraxis und die berufliche Angewiesenheit des Beschwerdeführers auf das Führen eines Motorfahrzeuges als mildernde Faktoren. Es nahm jedoch auf die strafgerichtliche Schlussfolgerung Bezug, wonach sein Verschulden als nicht hoch einzustufen sei. Dementsprechend geht aus der Vernehmlassung des SVSA im vorinstanzlichen Verfahren hervor, dass es mit dem Beschwerdeführer lediglich von einem leichten Verschulden ausging. Nichtsdestotrotz beschränkte es aufgrund der als speziell hoch erachteten, der konkreten Geschwindigkeitsüberschreitung inhärenten abstrakten Gefährdung der Verkehrssicherheit die Entzugsdauer nicht auf das gesetzliche Minimum. Im angefochtenen Urteil erwähnt die Vorinstanz bei der Überprüfung der Entzugsdauer das Verschulden bei der Geschwindigkeitsübertretung vom 12. Oktober 2020. Sie stuft es entgegen der Ansicht der Verfahrensbeteiligten als mittelschwer ein und erachtet es deshalb weder für eine Erhöhung noch für eine Verminderung der Entzugsdauer sprechend. Dieser Schluss ist nachvollziehbar. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ist das Verschulden demnach bei der Festsetzung der Entzugsdauer nicht in Verletzung von Art. 16 Abs. 3 SVG unberücksichtigt geblieben, sondern wurde aufgrund der erhöhten Gefährdungssituation vom SVSA bzw. der von derjenigen des Beschwerdeführers abweichenden Einstufung der Vorinstanz als diesbezüglich nicht ins Gewicht fallend qualifiziert, was mit Blick auf den Ermessensspielraum der kantonalen Behörden nicht zu beanstanden ist.