Citation: U 355/00 16.02.2001 E. 3

3.- a) Während die SUVA bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades von einem ohne Invalidität erzielbaren Einkommen (Valideneinkommen) von Fr. 66'000.- ausging, korrigierte die Vorinstanz dieses auf Fr. 76'000.-. Zur Begründung führte sie aus, gemäss den Akten der Invalidenversicherung und der vom Gericht eingeholten schriftlichen Beweisauskunft der Firma X.________ AG vom 30. Mai 2000 wäre dem Versicherten zusätzlich zu seinem Lohn von rund Fr. 66'000.- jährlich eine Erfolgsbeteiligung ("Gratifikation") von Fr. 10'000.- ausbezahlt worden, was die SUVA zu Unrecht unberücksichtigt gelassen habe. Dagegen wendet die Beschwerdeführerin ein, die ehemalige Arbeitgeberfirma X.________ AG habe sowohl ihr gegenüber als auch in der vom kantonalen Gericht eingeholten schriftlichen Beweisauskunft vom 14. April 2000 bestätigt, dass sie das Arbeitsverhältnis mit dem Versicherten im Jahre 1993 nicht aufgrund seiner gesundheitlichen Beeinträchtigung, sondern ausschliesslich aus wirtschaftlichen Gründen gekündigt hat. Es sei daher überwiegend wahrscheinlich, dass der Versicherte auch ohne Invalidität nicht mehr bei der Firma X.________ AG arbeiten würde, weshalb deren Lohnangaben und namentlich die zugesprochene Erfolgsbeteiligung von rund Fr. 10'000.- jährlich nicht massgebend sein könnten. Ausgehend vom durchschnittlichen Lohnniveau in der betreffenden Branche und in der konkreten beruflichen Situation liege das von der SUVA geschätzte Valideneinkommen von Fr. 66'000.- an der obersten Grenze. b) Aufgrund der Aktenlage ist beweismässig erstellt, dass der Versicherte auch ohne Gesundheitsschädigung nicht mehr bei der Firma X.________ AG arbeiten würde, weshalb nach der zutreffenden Feststellung der SUVA bei der Bestimmung des ohne Invalidität hypothetisch erzielbaren Einkommens nicht von jenem Lohn (einschliesslich der ausbezahlten Gewinnbeteiligung) ausgegangen werden kann, den er in Fortführung seiner Tätigkeit bei seiner bisherigen Arbeitgeberfirma tatsächlich verdient hätte. Der Einwand des Versicherten, er hätte sich nach Ende der wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Firma X.________ AG, wo er sieben Jahre zur Zufriedenheit des Arbeitgebers tätig war, wieder dort bewerben können, was angesichts der überaus guten Verdienstmöglichkeiten sehr wahrscheinlich gewesen wäre, vermag nicht zu überzeugen. Selbst bei positiver Entwicklung der wirtschaftlichen Verhältnisse kann nicht als überwiegend wahrscheinlich gelten, dass die ehemalige Arbeitgeberfirma den Versicherten denn auch tatsächlich wieder eingestellt hätte. Anstelle des von der Firma X.________ AG auf rund Fr. 76'000.- (Fr. 65'845.00.- plus Fr. 10'000.- Erfolgsbeteiligung) geschätzten Einkommens, das der Versicherte ohne Invalidität als Hilfsschlosser in diesem Betrieb erzielen könnte, ist daher vom durchschnittlichen Einkommen in der betreffenden Branche auszugehen. Im Rahmen der Lohnerhebungen der SUVA haben die Auskunftspersonen von vier regional ansässigen Firmen schriftlich bestätigt, dass ein rund 40jähriger Hilfsschlosser mit mehrjähriger Berufserfahrung im massgebenden Jahr 1997 ein maximales Brutto-Einkommen zwischen Fr. 58'500.- (Fr. 4500.- x 13) und Fr. 66'300.- (Fr. 5100.- x 13) hätte erzielen können; Gewinnbeteiligungen würden nicht gewährt und bildeten auch keinen branchenüblichen Lohnbestandteil. Gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebungen (LSE) betrug das monatliche Durchschnittseinkommen in der Kategorie 3 (Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt) des metallbe- und verarbeitenden Gewerbes (TA1: Sektor Produktion, Positionen 27/28) Fr. 5118.- monatlich bzw. Fr. 61'416.- jährlich. Angepasst an die übliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,9 Stunden und die Nominallohnentwicklung ergibt sich für das Jahr 1997 ein durchschnittliches Einkommen von rund Fr. 64'581.- (61'416 x 41.9/40 = 64'333.-; 64'333 x 104.4/104 = 64'580.70). Vor diesem Hintergrund ist das von der SUVA im Einspracheentscheid der Invaliditätsbemessung zugrunde gelegte Valideneinkommen von Fr. 66'000.- als realistische, eher grosszügige Schätzung zu beurteilen, und es bestand für die Vorinstanz nach dem Gesagten kein begründeter Anlass, dieses um Fr. 10'000.- (Einbezug einer Gewinnbeteiligung) zu erhöhen.