Citation: 2C_585/2024 E. A

Mit Entscheid vom 2. Juni 2010 trat das damalige Bundesamt für Migration (BFM; heute: Staatssekretariat für Migration [SEM]) auf ein Asylgesuch des marokkanischen Staatsangehörigen A.________ (geb. 1981) nicht ein und wies ihn aus der Schweiz weg. Am 8. Juli 2010 heiratete A.________ eine Schweizerin und erhielt gestützt auf diese Ehe eine Aufenthaltsbewilligung. Am 10. Oktober 2011 kam der gemeinsame Sohn (geb. 2011) zur Welt. Mit Verfügung vom 31. März 2014 verweigerte das Amt für Migration und Personenstand des Kantons Bern (heute: Amt für Bevölkerungsdienste [ABEV], Migrationsdienst [MIDI]) die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung von A.________ und wies ihn aus der Schweiz weg. Der Entscheid ist rechtskräftig. Am 3. Mai 2014 wurde A.________ wegen Verdachts auf mehrfache Vergewaltigung, versuchte Vergewaltigung, Drohung sowie Nötigung festgenommen und in Untersuchungs- bzw. später in Sicherheitshaft versetzt; vom 31. März 2016 bis 30. November 2016 befand er sich im vorzeitigen Massnahmenvollzug. Am Tag seiner Entlassung aus dem Massnahmenvollzug wurde er bis zum 1. Februar 2017 in Ausschaffungshaft und anschliessend in Sicherheitshaft versetzt. Am 28. November 2017 verurteilte das Obergericht des Kantons Bern A.________ in zweiter Instanz rechtskräftig wegen Vergewaltigung seiner Ex-Ehefrau, mehrfach begangen, und versuchter Vergewaltigung einer anderen Frau zu einer Freiheitsstrafe von 44 Monaten. Der Vollzug der Strafe wurde zugunsten einer stationären Massnahme nach Art. 59 StGB (SR 311.0) aufgeschoben. A.________ befand sich vom 31. März 2018 bis am 7. Juni 2024 im Massnahmenvollzug bzw. in Sicherheitshaft. Am 7. Juni 2024 bestätigte die Sicherheitsdirektion des Kantons Bern eine Verfügung des Amts für Justizvollzug (Bewährungs- und Vollzugsdienste [BVD]) insofern, als sie die stationäre Massnahme aufhob und anordnete, A.________ sei zuhanden der Migrationsbehörden des Kantons Bern zu entlassen. Am 11. Juni 2024 ordnete das Amt für Bevölkerungsdienste (ABEV), Migrationsdienst (MIDI), für die Dauer von vier Monaten die Ausschaffungshaft an. Hiergegen setzte sich A.________ erfolglos zur Wehr (Entscheid des kantonalen Zwangsmassnahmengerichts vom 14. Juni 2024; Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, vom 5. Juli 2024; Urteil des Bundesgerichts 2C_376/2024 vom 21. August 2024). Am 31. Juli 2024 trat das Amt für Bevölkerungsdienste (ABEV), Migrationsdienst (MIDI), auf ein Wiedererwägungs- bzw. Härtefallgesuch von A.________ vom 18. Juni 2024 nicht ein. Dagegen erhob A.________ Beschwerde bei der Sicherheitsdirektion des Kantons Bern (SID).