Citation: 1C_675/2017 E. 1

A._________ erstattete am 22. Juli 2017 Strafanzeige gegen die Zürcher Stadtpolizisten B._________ und C._________ wegen Amtsmissbrauch, begangen durch "Rufmord". Die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich überwies die Strafanzeige am 26. Juli 2017 an die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich zur Prüfung und weiteren Veranlassung. Mit Verfügung vom 2. August 2017 überwies die Staatsanwaltschaft I die Akten an die III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich zum Entscheid über die Erteilung bzw. Nichterteilung der Ermächtigung zur Durchführung einer Strafuntersuchung. Die III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich erteilte mit Beschluss vom 26. Oktober 2017 die Ermächtigung zur Strafverfolgung nicht. Zur Begründung führte die Strafkammer zusammenfassend aus, dass am 23. Januar 2015 vor dem Bezirksgericht Zürich die Hauptverhandlung im Strafverfahren gegen die beiden vorliegend angezeigten Stadtpolizisten stattgefunden habe. Diese seien vollumfänglich freigesprochen worden. A._________ habe dagegen Berufung erhoben, worauf das Obergericht die beiden Polizisten mit Urteil vom 22. August 2016 wiederum von allen Vorwürfen freigesprochen habe. Im Hinblick auf den Termin der Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Zürich habe die Stadtpolizei Zürich eine Weisung erlassen, wonach A._________ im Anschluss an die Gerichtsverhandlung der Zutritt zu den Dienststellen der Stadtpolizei zu verweigern sei. Eine ähnliche Weisung sei auch im Hinblick auf den 15. August 2016 ergangen. Diese zweite Anordnung habe indessen auf einem Irrtum beruht, da die Eröffnung des Berufungsentscheids nicht für den 15., sondern für den 22. August 2016 vorgesehen war. Aus den Akten ergebe sich nicht, wer diese Anordnungen verfasst habe. Es sei indessen sinnvoll gewesen, einem Zusammentreffen zwischen A._________ und Beamten der Stadtpolizei an den Tagen der Gerichtsverhandlungen soweit wie möglich und verhältnismässig vorzubeugen, indem ihr der Zutritt zu den Polizeidienststellen verweigert worden sei. Die polizeiinternen Anweisungen seien zurückhaltend formuliert worden und hätte A._________ nicht gegenüber Aussenstehenden blossgestellt. Im Übrigen habe A._________ ihren Konflikt mit der Stadtpolizei selbst im Internet dargelegt. Aus den fraglichen Anordnungen würden sich keine Anhaltspunkte für einen Amtsmissbrauch oder für eine andere strafbare Handlung ergeben, weshalb die Ermächtigung nicht zu erteilen sei.