Citation: 5A_17/2013 E. 6.1

6.1. So rügen die Beschwerdeführer, es fehle an einer Gesetzesgrundlage für die Beurteilung ihrer Kostenbeschwerde. Als sie ihre Rechtsmittel eingereicht hätten, habe das kantonale Gesetz über die Kosten im Verfahren vor den Gerichtsbehörden vom 8. März 1966 (aKoG) noch gegolten. Nach dessen § 5 Abs. 1 und 2 sei gegen die Höhe und Verlegung der Gerichts- und Anwaltskosten die Beschwerde ans Obergericht zulässig gewesen. Per 31. Dezember 2010 sei dieses Gesetz aber "ersatzlos aufgehoben" worden; am 2. November 2012, dem Datum des angefochtenen Urteils, sei es nicht mehr in Kraft gewesen. Die Rüge ist unbegründet. Nach Art. 405 Abs. 1 ZPO gilt für die Rechtsmittel das Recht, das bei der Eröffnung des Entscheids in Kraft ist. Das Urteil des Amtsgerichts Luzern-Stadt wurde den Beschwerdeführern im Herbst 2010 eröffnet. Für den Weiterzug an das Obergericht galt demnach das bisherige Recht, also auch das erwähnte Gerichtskostengesetz. Auch das Obergericht verweist auf Art. 405 Abs. 1 ZPO. Es trifft daher nicht zu, dass es die Frage des anwendbaren Rechts nicht beantwortet hätte. Auch dem Vorwurf der Gehörsverletzung ist damit der Boden entzogen.