Citation: 1B_554/2021 E. 4.2

4.2. Die angezeigten Delikte der Veruntreuung von Vermögenswerten (Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB), des Betrugs (Art. 146 StGB) und der ungetreuen Geschäftsbesorgung (Art. 158 StGB) schützen den Wert des Vermögens als Ganzes. Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, gilt bei Straftaten gegen das Vermögen der Träger des geschädigten Vermögens als geschädigte Person. Bei Vermögensdelikten zum Nachteil einer Aktiengesellschaft sind weder die Aktionäre noch die Gesellschaftsgläubiger unmittelbar verletzt (BGE 141 IV 380 E. 2.3.3; 140 IV 155 E. 3.3.1; Urteil des Bundesgerichts 6B_562/2021 vom 7. April 2022 E. 3.3.1, zur Publikation bestimmt; je mit Hinweisen). Gleiches muss bei einer Stiftung auch für Stiftungsräte gelten. Eine allfällige persönliche Garantenstellung verbunden mit einer allfälligen Schadenersatzpflicht der Stiftungsräte vermag nichts daran zu ändern, dass sie durch Straftaten gegen das Vermögen der Stiftung nur mittelbar betroffen sind.