Citation: 2A.455/2004 13.12.2004 E. A

Die aus der Union Serbien und Montenegro stammenden Eheleute A. und B.________ verfügen seit September 1992 in der Schweiz über die Niederlassungsbewilligung. Zuvor hatten sie eine Aufenthaltsbewilligung, und zeitweise wohnten auch ihre Kinder C.________ (geb. 17.06.1989) und D.________ (geb. 16.06.1987) bei ihnen in der Schweiz. Die Kinder reisten indessen im Mai/Juni 1992 in ihre Heimat zurück, wo sie bei ihren Grosseltern lebten und die Schule besuchten. Am 3. März 2003 stellte A.________ beim Ausländeramt des Kantons St. Gallen das Gesuch um Familiennachzug für den Sohn D.________. Nachdem ihm eine Abweisung des Gesuchs in Aussicht gestellt worden war, weil nicht das Zusammenleben der Gesamtfamilie im Vordergrund stehe, ersuchte A.________ am 30. Mai 2003 auch um Nachzug der Tochter C.________. Das Ausländeramt lehnte die Gesuche am 6. Juni 2003 (für D.________) und am 18. November 2003 (für C.________) ab, weil damit in erster Linie die Umgehung der Kontingentierungsvorschriften und nicht die Zusammenführung der Gesamtfamilie angestrebt werde. Gegen diese Verfügungen erhobene Rekurse an das Justiz- und Polizeidepartement des Kantons St. Gallen blieben erfolglos. Mit Urteil vom 10. Juni 2004 wies das Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen die gegen den Rekursentscheid des Departements erhobene Beschwerde ab.