Citation: 8C_14/2020 E. 4.5.3

4.5.3. Es lässt sich nicht beanstanden, wenn das kantonale Gericht angesichts dieser Gegebenheiten zum Schluss gelangte, dass weder die aktenkundigen Bemühungen des Beschwerdeführers im Namen der Gesellschaft Investoren zu finden, noch der Umstand, dass er sich in deren Räumlichkeiten aufhielt und u.a. über einen Fahrzeugschlüssel, einen Laptop und ein Smartphone der B.________ GmbH verfügte, auf ein Anstellungsverhältnis schliessen liessen. Der Beschwerdeführer zeigt insgesamt nicht auf, inwiefern die Feststellung der Vorinstanz, wonach kein übereinstimmender tatsächlicher Wille zur Begründung eines Arbeitsverhältnisses mit dem Beschwerdeführer und der B.________ GmbH feststellbar sei, weshalb dieser keine Arbeitgeberstellung zukomme, offensichtlich unhaltbar sein soll. Eine einseitige oder willkürliche Beweiswürdigung lässt sich mit den Vorbringen in der Beschwerde nicht begründen. Soweit der Beschwerdeführer einwendet, es lägen wesentliche Elemente eines Arbeitsvertrags vor, verkennt er den Unterschied zwischen Zustandekommen und Auslegung eines Vertrags einerseits und der Qualifikation des mit einem bestimmten Inhalt zustande gekommenen Vertrags andererseits. Die von der Vorinstanz im Entscheid verwendete Terminologie zeigt sodann, dass sie Feststellungen zum tatsächlichen Willen der Parteien im Rahmen einer Beweiswürdigung traf und einen natürlichen Konsens derselben verneinte. Einen nach dem Vertrauensprinzip zugerechneten normativen Konsens prüfte sie, entgegen dem, was der Beschwerdeführer anzunehmen scheint, nicht. Indessen führt auch die Auslegung nach dem Vertrauensprinzip zu keinem anderen Ergebnis. Bereits durch den Umstand, dass die Gesellschafter und Geschäftsführer zu einer Vertragsunterzeichnung und Einstellung des Beschwerdeführers als Geschäftsleiter zum damaligen Zeitpunkt aufgrund der finanziellen Lage offenkundig nicht bereit waren und sie den Beschwerdeführer bloss als möglichen zukünftigen Geschäftsführer ansahen, dem als Massnahme zur Rettung der Gesellschaft sämtliche Stammanteile zum Kauf angeboten wurden, durfte der Beschwerdeführer nach Treu und Glauben nicht davon ausgehen, er sei von diesen als Arbeitnehmer eingestellt worden. Liegt kein Arbeitsverhältnis mit der B.________ GmbH vor, sind keine Lohnforderungen glaubhaft gemacht, die einen Anspruch auf Insolvenzentschädigung begründen könnten.