Citation: 9C_706/2023 E. 4.1

4.1. Insofern die Beschwerdeführerin im Rahmen ihrer Begründung den Eventualantrag stellt, es seien ihr die Leistungen jedenfalls bis und mit 2016 zu gewähren, weil davor mit Sicherheit noch keine Besserung festgestanden habe, kann ihr nicht gefolgt werden. So fehlt eine substanziierte Auseinandersetzung mit den massgebenden, insbesondere gestützt auf die psychiatrische Expertise von Prof. Dr. med. D.________ getroffenen vorinstanzlichen Feststellungen zum Verlauf der Arbeitsfähigkeit in E. 6.4 des angefochtenen Entscheids. Sofern die Beschwerdeführerin pauschal auf Unsicherheiten in der retrospektiven Einschätzung verweist, kann sie daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten. Diese betreffen v.a. den Zeitraum der beiden neuropsychologischen Untersuchungen in den Jahren 2006 und 2007. Bereits in Bezug auf diese Zeitpunkte kam Prof. Dr. med. D.________ zum Schluss, dass überwiegend wahrscheinlich keine deutlich über 20 % hinausgehende Arbeitsunfähigkeit (für angepasste Tätigkeiten) vorgelegen habe. Bezüglich der Zeitpunkte Juli 2014 und Mai 2018 führte der Gutachter darüber hinaus explizit aus, es ergebe sich ein vergleichsweise klares Bild und schloss, es habe bereits damals überwiegend wahrscheinlich eine ähnliche Arbeits- und Leistungsfähigkeit wie heute bestanden. Mit Blick auf diese Ausführungen kann keine Rede davon sein, es seien Unsicherheiten zu Lasten der Beschwerdeführerin ausgelegt worden. Im Gegenteil blieb zu deren Gunsten komplett unberücksichtigt, dass es Dr. med. D.________ trotz diesbezüglich eingeräumter Unklarheiten letztlich für überwiegend wahrscheinlich hielt, dass bereits ab 2006 keine deutlich über 20 % hinausgehende Arbeitsunfähigkeit mehr bestanden habe.