Citation: 6B_660/2021 E. 4.3

4.3. Aus der vorinstanzlichen Begründung lässt sich die Höhe des geltend gemachten Aufwandes zur Ausarbeitung der beiden Rechtsschriften und die entsprechende Kürzung herleiten. Der Gesamtaufwand der Beschwerdeführerin betrug 60,35 Stunden für zwei Rechtsschriften, wobei 28,5 Stunden auf die Berufungsantwort entfielen. Demzufolge beträgt der Stundenaufwand für die Berufungsbegründung 31,85 Stunden. Für die Berufungsantwort geht die Vorinstanz von einem angemessenen Aufwand von 10 Stunden aus. Daraus folgt, dass sie den angemessenen Aufwand für die Berufungsbegründung mit 29,54 statt den geltend gemachten 31,85 Stunden veranschlagt (Pauschalentschädigung von Fr. 11'000.-- minus Mehrwertsteuer von Fr. 847.-- minus Fr. 2'500.-- als Honorar für die Berufungsantwort; Ergebnis geteilt durch den Stundenansatz von Fr. 250.--). Aus dieser Begründung lässt sich jedoch nicht schliessen, welche der in der Honorarnote detailliert aufgeführten Positionen die Vorinstanz warum nicht als angemessen erachtet; vielmehr begnügt sie sich mit dem pauschalen Hinweis auf die Unangemessenheit. Da die Vorinstanz indes die Verteidigungsaufwendungen in nicht unerheblichem Umfang als unangemessen bezeichnet, muss sie ihren Entscheid hinreichend begründen. Ansonsten ist es weder der Beschwerdeführerin möglich, im Rahmen ihrer Beschwerde aufzuzeigen, dass beziehungsweise inwiefern die Vorinstanz ihr Ermessen überschreitet, noch kann das Bundesgericht die Ermessensausübung der Vorinstanz überprüfen (Urteil 6B_363/2017 vom 21. März 2018 E. 3.4). Diese wird ihren Entscheid ausführlicher begründen müssen. Es erübrigt sich daher, auf die Rüge einzugehen, die Vorinstanz überschreite bei der Festsetzung der Entschädigungshöhe ihr Ermessen.