Citation: 6B_326/2015 E. 1.3.2

1.3.2. A.________ hielt vor Vorinstanz fest, er habe bei der Beschwerdeführerin weder Kokain gekauft, noch habe er von ihr Kokain als Gegenleistung für Wein erhalten. Als Grund für die früheren Belastungen gab A.________ an, er habe die Beschwerdeführerin verwechselt, was auf seinen damaligen hohen Kokainkonsum zurückzuführen sei. Die Vorinstanz beleuchtet diese Erklärung im Detail. Sie unterstreicht, dass A.________ am 16. Mai 2012 verhaftet wurde und sich ab 13. August 2012 im vorzeitigen Strafvollzug befand. A.________ habe deshalb im Zeitraum der fraglichen Einvernahmen (Juli 2012 bis Juni 2013) nicht unter dem Einfluss von Kokain gestanden. Dass die Wirkung des Kokains wie behauptet erst seit ca. August 2014 (mithin über zwei Jahre nach der Inhaftierung und im Zeitpunkt der Entlassung aus dem Strafvollzug) nachgelassen hätte und er erst seit diesem Zeitpunkt wieder klarer sehe, sei unglaubhaft. Zudem stehe dies im Widerspruch zu seiner Erklärung, sich bereits im Dezember 2013 respektive am Ostermontag 2014 bei der Beschwerdeführerin für seine angeblichen Falschbelastungen entschuldigt zu haben. Mit Blick auf dessen detaillierten Schilderungen bestünden im Übrigen keine Hinweise dafür, dass seine Wahrnehmungsfähigkeit getrübt gewesen sei. Die Vorinstanz betont weiter, A.________ habe bereits in der polizeilichen Einvernahme vom 20. Juli 2012 die Beschwerdeführerin spontan belastet und auf einem Fotobogen identifiziert. Gründe für eine Verwechslung seien ebenso wenig erkennbar wie Anhaltspunkte für eine bewusst falsche Belastung. A.________ und die Beschwerdeführerin würden sich seit 2007 kennen und hätten ein gutes kollegiales Verhältnis zueinander. Diese sorgfältigen und differenzierten Erwägungen der Vorinstanz sind überzeugend und nicht zu kritisieren. Soweit sich die Beschwerdeführerin überhaupt damit auseinandersetzt, dringt ihre Argumentation nicht durch. Wohl kann theoretisch nicht ausgeschlossen werden, dass sich A.________ im Zeitpunkt des Drogenhandels und der Einvernahmen in der Person der Drogenlieferantin täuschte (selbst wenn er auch noch als Zeuge die Beschwerdeführerin als zur Familie gehörend und als sehr gute Kollegin bezeichnete). Ebenso ist es grundsätzlich denkbar, dass ihm erst während des mehrjährigen Strafvollzugs bewusst wurde, die Beschwerdeführerin in den früheren Einvernahmen zu Unrecht belastet zu haben. Hingegen belässt es die Beschwerdeführerin dabei, dieselben Hypothesen in den Raum zu stellen, welche die Vorinstanz eingehend geprüft und verworfen hat. Ein solches Vorbringen vermag das vorinstanzliche Beweisergebnis nicht in Frage zu stellen, geschweige denn zu erschüttern.