Citation: 5A_28/2020 E. 3.2.5

3.2.5. Als Nächstes kommt der angefochtene Entscheid auf die Erziehungsfähigkeit der Beschwerdeführerin zu sprechen. So gebe es zumindest seit dem 26. Februar 2015 keinen Hinweis darauf, dass die Beschwerdeführerin Suizidabsichten geäussert hätte oder wegen psychischer Probleme in (fach-) ärztlicher Behandlung gewesen wäre. Zudem habe sie sich um regelmässigen Kontakt zu ihrer Tochter bemüht. Im Folgenden geht die Vorinstanz auf die Lebensumstände der Beschwerdeführerin in ihrem Heimatland bzw. auf die entsprechenden Einwände ein. Sie pflichtet dem Bezirksgericht darin bei, dass die aktuellen Ausführungen der Beschwerdeführerin zu ihren Lebensumständen in Mazedonien ihren früheren Ausführungen klar widersprechen. Warum sie ihr Heimatland anlässlich ihrer Befragung auf der schweizerischen Botschaft in Pristina am 18. Mai 2015 im Zusammenhang mit der Prüfung von C.________s Familiennachzug unvorteilhaft hätte darstellen müssen, sei nicht ersichtlich; es sei davon auszugehen, dass die damaligen Aussagen der Beschwerdeführerin den Tatsachen entsprachen. Die Ausführungen in den familienrechtlichen Verfahren stünden dazu unbestrittenermassen im Widerspruch, wofür es keine nachvollziehbare Erklärung gebe. Laut ihrer Eingabe vom 14. Juli 2019 habe die Beschwerdeführerin aber am 1. April 2019 in Y.________ eine unbefristete Anstellung angetreten, in der sie rund EUR 340.-- pro Monat verdiene.