Citation: 5A_458/2023 E. 5.2

5.2. Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur, sodass seine Verletzung ungeachtet der materiellen Begründetheit des Rechtsmittels in der Regel zur Gutheissung der Beschwerde und zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids führt (BGE 142 II 218 E. 2.8.1). Dennoch stellt die Wahrung des rechtlichen Gehörs keinen Selbstzweck dar. Insbesondere kann trotz Vorliegens einer Gehörsverletzung von einer Aufhebung des angefochtenen Entscheids abgesehen werden, wenn nicht ersichtlich ist, inwiefern das verfassungskonform durchgeführte Verfahren zu einem anderen Ergebnis geführt hätte (BGE 143 IV 380 E. 1.4.1). Entsprechend wird für die erfolgreiche Rüge der Gehörsverletzung vorausgesetzt, dass in der Begründung des Rechtsmittels auf die Erheblichkeit der angeblichen Verfassungsverletzung eingegangen wird (ausführlich Urteil 4A_453/2016 vom 16. Februar 2017 E. 4.2.3 mit zahlreichen Hinweisen; vgl. weiter etwa Urteile 5A_85/2021 vom 26. März 2021 E. 6.2; 4A_241/2020 vom 9. September 2020 E. 3.6). Der Beschwerdeführer begnügt sich mit dem Hinweis auf die formelle Natur des Gehörsanspruchs und geht nicht darauf ein, inwieweit die seiner Ansicht nach korrekte Durchführung des Verfahrens sich im Ergebnis niedergeschlagen hätte. Dies ist denn auch nicht offensichtlich. Der Beschwerdeführer legt vor Bundesgericht ausführlich dar, inwieweit das Obergericht mit Blick auf die Vorladung der Beschwerdeführerin zum Scheidungsverfahren seiner Ansicht nach in Willkür verfallen ist (vgl. sogleich E. 6). Unter diesen Umständen bleibt unklar, weshalb eine ausführlichere Begründung des angefochtenen Urteils dem Beschwerdeführer hätte weiterhelfen können (zur Funktion der Begründungspflicht vgl. BGE 145 III 324 E. 6.1; 143 III 65 E. 5.2). Die Rüge der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör ist damit unzureichend begründet und auf die Beschwerde ist insoweit nicht einzutreten.