Citation: 7B_704/2023 E. 2.3.2

2.3.2. Nichts zu seinen Gunsten abzuleiten vermag der Beschwerdeführer angesichts der sorgfältigen vorinstanzlichen Beweiswürdigung aus seiner Behauptung, es sei nicht zu weiteren Messerstössen gekommen. Wenn der Beschwerdeführer seine Bewegungen als Schlag- statt als Stichbewegung (en) gewürdigt haben will, so übt er appellatorische Kritik am angefochtenen Urteil. Der Beschwerdeführer legt seinen Ausführungen sodann die Hypothese zugrunde, er habe bloss eine einzige halbkreisförmige Bewegung gegen den Kopf- und Halsbereich ausgeführt und hätte Gesicht und Hals nicht verletzen können. Nach den willkürfreien vorinstanzlichen Erwägungen liegen aber mehrfache Stichbewegungen vor und hat der Beschwerdeführer mehrfach versucht, das Messer gegen den Kopf und die Halsgegend des Privatklägers einzusetzen. Dabei hat er einmal die genannte halbkreisförmige Stichbewegung vollzogen. Dass der Helm auch den Halsbereich geschützt hätte, trifft angesichts der vorhandenen Bilder nicht zu. Vielmehr war dieser schutzlos, wie die Vorinstanz richtig ausführt. Insoweit ändern seine Ausführungen, wonach er das Gesicht bei der halbkreisförmigen Stichbewegung nicht hätte treffen können, nichts am Ergebnis der vorinstanzlichen Würdigung und vermögen im Ergebnis keine Willkür aufzuzeigen. Abgesehen davon ist das in der Beschwerde eingefügte Standbild von schlechter Qualität und aufgrund der Perspektive ist die Position des Visiers (offen oder geschlossen) nicht eindeutig zu erkennen. Damit vermag der Beschwerdeführer keine Willkür am vorinstanzlichen Urteil zu begründen. Vielmehr durfte die Vorinstanz auf das von ihr genannte Bildmaterial, welches die Tat in mehreren Videos aus verschiedenen Perspektiven zeigt, und auf die Standbilder, welche die Detailszenen genauer zeigen, abstützen. Die Ausf ührungen des Beschwerdeführers zur vorinstanzlichen Feststellung der Stichric htung bzw. der Ausrichtung des Messers bei der halbkreisförmigen Bewegung, welche sich aus dem Videomaterial ergibt, erschöpfen sich ebenfalls in appellatorischer Kritik. Den Behauptungen des Beschwerdeführers, entgegen der Vorinstanz sei das Risiko einer tödlichen Verletzung nicht sehr hoch gewesen, ist, soweit diese überhaupt den Sachverhalt beschlagen, nicht beizupflichten. So lässt sich aus dem Umstand, dass sich weder Zwerchfell noch Herz in der Nähe der verletzten Körperstelle befinden, nicht auf ein fehlendes tödliches Risiko schliessen. Vielmehr ergibt sich aus dem Gutachten des IRM, auf welches die Vorinstanz willkürfrei abstützt, dass in der Nähe des Stichkanals diverse sensible innere Organe liegen, wie Milz, Niere und Darm sowie grössere Blutgefässe, die bei anderer Stichführung hätten beeinträchtigt werden können. Sodann führte der Beschwerdeführer teils mit grosser Wucht bei einer von ihm in dieser Phase unbestrittenen dynamischen Geschehen weitere Messerstösse in Richtung von Kopf und Hals, die ihr Ziel verfehlten. Wenn der Beschwerdeführer vor diesem Hintergrund behauptet, sein Handeln sei kontrolliert gewesen und habe den Privatkläger nicht dem Risiko einer Tötung ausgesetzt, so ist ihm nicht beizupflichten. Soweit diese Erwägungen die rechtliche Qualifikation beschlagen, ist auf E. 3 nachfolgend zu verweisen.