Citation: 4P.172/1999 17.02.2000 E. 3.-

Als weitere formelle Rüge macht die Beschwerdefüh- rerin sinngemäss geltend, das Schiedsgericht habe ihren An- spruch auf rechtliches Gehör bzw. die daraus abgeleitete Be- gründungspflicht verletzt. Der angefochtene Entscheid be- gründe nicht, weshalb der Anspruch der Beschwerdegegnerin gutgeheissen worden sei. Es fehle jeder Hinweis auf die tat- sächlichen und rechtlichen Anspruchsgrundlagen. Das Gericht führe lediglich aus, weshalb seiner Ansicht nach die Argu- mente der Beschwerdeführerin nicht zutreffen würden. Die Beschwerdeführerin lässt dabei ausser Acht, dass der Gehörsanspruch gemäss Art. 190 Abs. 2 lit. d IPRG die Begründungspflicht nicht einschliesst (BGE 116 II 373, E. 7). Im Übrigen hat das Schiedsgericht seinen Entscheid durchaus begründet. Das Schiedsgericht gab als Anspruchs- grundlage an, dass die Beschwerdeführerin einen Vertrags- bruch begangen habe, indem sie den "Lozol"-Vertrag vorzeitig gekündigt habe (Final Award, E. R). Zudem setzte sich das Schiedsgericht mit den Argumenten der Beschwerdeführerin auseinander, mit denen sie den gültigen Bestand des "Lozol"- Vertrages in Frage stellte und die Berechtigung der Beendi- gung geltend machte (Final Award, E. M - Q). Diese eingehen- de Auseinandersetzung mit den Vorbringen der Beschwerdefüh- rerin kann - entgegen ihrer Auffassung - nicht als Verlet- zung des Gleichbehandlungsgrundsatzes gewertet werden, weil das Gericht - soweit es seinen Entscheid begründet - bei Gutheissung einer Klage angeben muss, weshalb es die Einwän- de der beklagten Partei als nicht stichhaltig erachtet.