Citation: 8C_101/2015 E. 3.3

3.3. Dennoch wurde die CAP von der IV-Stelle über längere Zeit hinweg wie eine ordnungsgemäss bestellte Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers behandelt und damit auch anerkannt. So wickelte sich die gesamte Korrespondenz über die CAP und nicht über den Beschwerdeführer ab, der CAP wurden auf entsprechendes Verlangen hin die den Beschwerdeführer betreffenden Verfahrensakten problemlos zugestellt und schliesslich wurde auch ihr Schreiben vom 15. September 2014 als Begehren um Erlass einer - anfechtbaren - Verfügung entgegengenommen. Damit, dass die Verfügung vom 14. Oktober 2014 mangels Vertretungsvollmacht dem Beschwerdeführer persönlich eröffnet würde, war angesichts dieses vorangegangenen Verhaltens der IV-Stelle nicht zu rechnen. Dies wird in der Beschwerdeschrift denn auch zu Recht als überspitzt formalistisch beanstandet und verstösst gegen Treu und Glauben. Hätte die IV-Stelle auf dem erneuten Einreichen einer rechtsgenüglichen Vollmacht beharren wollen, hätte sie den Beschwerdeführer oder seine Rechtsvertretung dazu auffordern und für den Unterlassungsfall allenfalls drohende Nachteile anzeigen müssen. Da dies nicht geschehen ist, kann erst der Zustellung einer Kopie der Verfügung vom 14. Oktober 2014 an die CAP am 17. Oktober 2014 fristauslösende Wirkung zukommen. Die am 17. November 2014 der Post übergebene Beschwerde ist damit rechtzeitig innert der massgebenden 30-tägigen Frist erhoben worden.