Citation: 4D_59/2016 E. 4.3

4.3. Die Beschwerdeführerin bringt weiter vor, selbst diesfalls hätte die Vorinstanz die Versicherungspolice als Beweismittel für die Prüfung der Versicherungsdeckung berücksichtigen müssen. Sie habe deren Edition im Rahmen ihrer mündlichen Klage nämlich in engem Zusammenhang mit ihrer impliziten Behauptung der gegebenen Deckung durch die C.________ verlangt. Die Vorinstanz verletze ihr rechtliches Gehör und handle willkürlich, wenn sie die zur impliziten Behauptung gestellten Beweisanträge nicht beachte. Die Vorinstanz halte (allerdings bezüglich eines anderen Beweisantrags) fest, Beweisanträge seien nur dann zu berücksichtigen, wenn sie in unmittelbarem Anschluss an die Tatsachenbehauptungen aufgeführt würden, die damit bewiesen werden sollten. Es sei nicht Sache des Gerichts, die Beweismittel danach zu durchforschen, ob sich aus ihnen etwas zu Gunsten der Parteien ableiten lasse. Und, so die Vorinstanz weiter, die Beschwerdeführerin habe die im Zusammenhang mit dem Forderungsbetrag angebotenen Beweismittel nicht als Beweis für die Versicherungsdeckung angeboten. Mit dieser Ansicht verhalte sich die Vorinstanz überspitzt formalistisch. Die Gutheissung der Klage hänge davon ab, ob sie gegenüber der Beschwerdegegnerin einen Anspruch auf Erklärungsabgabe gegenüber der C.________ habe. Dafür sei primär die Versicherungspolice massgebend und dazu habe sie sämtliche notwendigen Beweisofferten abgegeben. Die Prüfung des Kausalzusammenhangs beinhalte u.a. die Prüfung der Versicherungsdeckung und diese hänge wiederum von der Versicherungspolice ab. Dazu seien die notwendigen Beweismittel am richtigen Ort angeboten worden. Wie die Vorinstanz zu Recht festhielt, sind Beweismittel nur dann formgerecht angeboten und daher auch abzunehmen, wenn sich die Beweisofferte eindeutig der damit zu beweisenden Tatsachenbehauptung zuordnen lässt (Urteil 4A_262/2016 vom 10. Oktober 2016 E. 4.1 mit Hinweisen). Indem die Vorinstanz zum Beweis der Versicherungsdeckung nur Beweismittel abzunehmen gewillt war, die bezüglich dieser Tatsachenbehauptung angeboten wurden, handelte sie nicht überspitzt formalistisch. Zu prüfen bleibt, ob sie willkürlich davon ausging, es fehle an einer eindeutigen Zuordnung der Beweisanträge. In der Klage behauptete die Beschwerdeführerin die Versicherungsdeckung gemäss (unbestrittener) Feststellung der Vorinstanz nur implizit, indem sie die Vertragsverletzung als schadensbegründende Ursache angab. Sie scheint nun der Ansicht zu sein, alle von ihr im Zusammenhang mit diesen ausdrücklichen Behauptungen offerierten Beweismittel müssten auch als bezüglich der implizit geltend gemachten Versicherungsdeckung angeboten erachtet werden. Demgegenüber war die Vorinstanz im Ergebnis der Ansicht, die Beweisanträge, welche die Beschwerdeführerin zu ihren ausdrücklichen Behauptungen aufstellte, liessen sich nicht eindeutig auch der bloss implizit behaupteten Tatsache der Versicherungsdeckung zuordnen. Die bloss implizite Behauptung der Versicherungsdeckung lässt sich in der Klage nur schwer an einer bestimmten Stelle lokalisieren. Die Vorinstanz versuchte es gar nicht erst, worauf die Beschwerdeführerin nicht weiter eingeht. Sie selbst gibt in ihrer Beschwerde ebenfalls nicht eine präzise Fundstelle an, sondern führt vielmehr etliche Randziffern auf, teilweise pauschal mit "ff.". Wenn die Vorinstanz in Anbetracht dessen davon ausging, Beweismittel seien dieser angeblichen impliziten Behauptung nicht eindeutig zugeordnet, so ist dies jedenfalls nicht willkürlich.