Citation: U 197/06 02.10.2006 E. 2

Streitig ist zunächst, ob die SUVA ab 2. Februar 2004 weiterhin Leistungen zu erbringen hat. Dabei geht es um die Frage, ob die psychischen Leiden natürlich und adäquat unfallkausal sind. Die Vorinstanz hat entgegen den Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde richtig erwogen, dass es sich beim Ereignis vom 8. Februar 2002 um einen mittelschweren Unfall gehandelt hat. Demnach war, nachdem der natürliche Kausalzusammenhang allenfalls bejaht werden könnte, der adäquate Kausalzusammenhang im Lichte der Kriterien gemäss BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa zu prüfen. Dabei ist das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder der besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls entgegen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu verneinen. Die Art der erlittenen Verletzung (kraniale inkomplette Berstungsfraktur LWK 1, Bericht des Spitals X.________ vom 20. Februar 2002) ist nicht derart schwer oder erfahrungsgemäss geeignet, psychische Fehlentwicklungen auszulösen. Ärztliche Fehlbehandlungen, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hätten, kamen nicht vor. Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit waren nicht übermässig, schlug doch das Spital X.________ im Bericht vom 15. Mai 2002 bereits ab dem 1. Juni 2002 einen Arbeitsversuch vor. Auch wenn dieser nicht gelang, schrieb das erwähnte Spital im Bericht vom 18. Dezember 2002, dem Versicherten gehe es gut, er sei inzwischen völlig beschwerdefrei und nehme keinerlei Schmerzmittel mehr, arbeite im Verkauf in einer Autogarage, und radiologisch sei die Fraktur geheilt. Damit ist das Kriterium der körperlichen Dauerschmerzen nicht erfüllt, selbst wenn in der Folgezeit wieder Schmerzschübe aufgetreten sind. Somit ist der adäquate Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und den psychischen Leiden zu verneinen. Daran vermöchten zusätzliche psychiatrische Abklärungen nichts zu ändern, handelt es sich doch bei der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs nicht um eine Tat-, sondern um eine Rechtsfrage (BGE 123 V 105 Erw. 3f in fine). Dem zutreffenden kantonalen Entscheid ist nichts beizufügen.