Citation: 2C_119/2023 E. 6.4.1

6.4.1. Zunächst ist der Gesundheitszustand der beiden Beschwerdeführer zu beurteilen. 6.4.1.1. Mit Blick auf den Beschwerdeführer stellt die Vorinstanz fest (vgl. Art. 105 Abs. 1 BGG), dass er gemäss dem Bericht des behandelnden Psychiaters vom 21. Mai 2012 an einer somatoformen Schmerzstörung leidet, eine Distorsion der Halswirbelsäule sowie eine Persönlichkeitsänderung bei chronischem Schmerzsyndrom vorliegt und er Probleme in Verbindung mit der Berufstätigkeit und der Arbeitslosigkeit hat. Aus einem weiteren Bericht vom 5. Februar 2019 ergebe sich, dass der Beschwerdeführer an einer depressiven Verstimmung infolge einer psychosozialen Belastungssituation leide. In den Austrittsberichten der Psychiatrie Baselland vom 27. Februar 2019 und 18. Mai 2020 würden unter anderem eine posttraumatische Belastungsstörung, eine mittelgradige depressive Episode mit psychotischen Symptomen, Anpassungsstörungen sowie eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren diagnostiziert (vgl. E. 6.3.4 des angefochtenen Urteils). 6.4.1.2. Trotz dieser Diagnosen ist, wie die Vorinstanz zutreffend anführt, allerdings zu beachten, dass die Sozialversicherungsanstalt mehrere IV-Gesuche des Beschwerdeführers abwies (vgl. auch Bst. A.a hiervor; Art. 105 Abs. 1 BGG). In der Verfügung vom 24. September 2019, mit der die Sozialversicherungsanstalt das IV-Gesuch des Beschwerdeführers vom 23. Januar 2019 ablehnte, stellte sie fest, dem Beschwerdeführer sei aus medizinischer Sicht die Ausübung einer angepassten Tätigkeit im Umfang von 100 % weiterhin zumutbar. Sodann wurde dem Beschwerdeführer mit Vorbescheid vom 6. April 2021 die Ablehnung seines IV-Gesuches vom 25. November 2019 in Aussicht gestellt, wobei die versicherungsmedizinischen Abklärungen ergeben hätten, dass die posttraumatische Belastungsstörung weder durch eine nachvollziehbare Anamnese noch durch nachvollziehbare Symptome belegt sei. Die übrigen psychiatrischen Diagnosen stünden im Zusammenhang mit der posttraumatischen Belastungsstörung, die diagnostisch ebenfalls nicht nachvollzogen werden könne. Die depressive Symptomatik habe in der stationären und tagesklinischen Behandlung überdies verbessert werden können (vgl. E. 6.3.5 des angefochtenen Urteils). 6.4.1.3. Mit Bezug auf die Beschwerdeführerin hält die Vorinstanz fest (vgl. Art. 105 Abs. 1 BGG), dass deren IV-Gesuche in den Jahren 2005 und 2007 abgelehnt worden seien. Seither sei die Beschwerdeführerin weder einer Erwerbstätigkeit nachgegangen noch seien etwaige Arbeitssuchbemühungen ersichtlich. Gegenwärtig würden ihre gesundheitlichen Beeinträchtigungen einzig mit dem Arztzeugnis vom 16. Januar 2019 dokumentiert, welches die Beschwerdeführerin dem kantonalen Amt wenige Tage, nachdem ihr das rechtliche Gehör zur Rückstufung gewährt worden sei, eingereicht habe. Dem Arztzeugnis zufolge leide die Beschwerdeführerin seit dem Jahr 1997 an chronischen Schmerzen, was mit einer depressiven Zustandsverschlechterung einhergegangen sei (vgl. E. 6.3.6 des angefochtenen Urteils). 6.4.1.4. Gestützt auf diese Feststellungen erwägt die Vorinstanz zutreffend, angesichts der verschiedenen aktenkundigen Arztzeugnisse und Arztberichte sei zwar davon auszugehen, dass die beiden Beschwerdeführer in ihrer Gesundheit tatsächlich in einem gewissen Mass eingeschränkt seien. Allerdings kommt die Vorinstanz gestützt auf die Beurteilung der Sozialversicherungsanstalt dennoch zum Schluss, dass es dem Beschwerdeführer möglich gewesen wäre, einer Erwerbstätigkeit im Rahmen einer angepassten Tätigkeit von 100 % nachzugehen. Sie stützt sich für diese Würdigung zu Recht auf die Beurteilung durch die Sozialversicherungsanstalt (vgl. Urteil 2C_1048/2017 vom 13. August 2018 E. 3.4). Bei der Beschwerdeführerin ist sodann weder aus den vorinstanzlichen Feststellungen noch aus ihren Vorbringen im bundesgerichtlichen Verfahren ersichtlich, dass gesundheitliche Beeinträchtigungen sie an der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit gehindert hätten. Es darf den Beschwerdeführern daher vorgeworfen werden, dass sie es trotz abgelehnten IV-Gesuchen während vieler Jahre unterlassen haben, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, die es ihnen erlaubt hätte, sich wirtschaftlich zu integrieren. Allein die Bemühungen des Beschwerdeführers um eine Arbeitsstelle können in Anbetracht der wenigen aktenkundigen Bewerbungen (Juli 2016 bis Oktober 2016 sowie Juli 2019 bis anfangs Oktober 2019) nicht als ernsthaft bezeichnet werden. Daran vermögen auch die gelegentlichen und äusserst kurzen Teilzeitarbeitseinsätze des Beschwerdeführers auf dem sekundären Arbeitsmarkt und im Rahmen von Beschäftigungsprogrammen nichts zu ändern.