Citation: U 242/05 31.05.2007 E. 5

5.1 Nach Lage der medizinischen Akten (insbesondere Berichte Dr. med. S.________, Spezialarzt FMH für Neurochirurgie, Spital F.________, vom 27. Februar 1996, Dr. med. K.________, Innere Medizin FMH, vom 2. April 1996 mit Zusatzfragebogen für HWS-Verletzungen vom 6. Mai 1996, PD Dr. med. A.________, Spezialarzt für Chirurgie FMH, vom 5. Januar 1998, Dr. med. C.________, Neurologie FMH, vom 29. August 2003, sowie Aktennotizen über Telefonate mit Dr. med. H.________, Innere Medizin FMH, vom 16. Januar und 6. Februar 2004) litt die Versicherte schon vor dem Unfall vom 7. Januar 2003 wiederholt an Beschwerden in Form eines Cervicalsyndroms. Dieses wurde, nachdem auch ein möglicher Einfluss eines im Jahr 1994 erlittenen - nicht bei der Beschwerdegegnerin versicherten - Autounfalles diskutiert worden war, mit einem Cervicalsyndrom bei mehretageren degenerativen Veränderungen (unter anderem Diskushernien Segmente C5/6 und C6/7) erklärt. Es bestand deswegen mehrmals eine volle Arbeitsunfähigkeit. Nach dem Sturz vom 7. Januar 2003 wurden zunächst lediglich die Schnittverletzungen über einer Augenbraue und an einer Hand beschrieben und behandelt. Auch eine Arbeitsunfähigkeit wurde einzig aufgrund der Handverletzung und später unter Hinweis auf die - unfallfremde - Schilddrüsenerkrankung bestätigt. Von Beschwerden im HWS- oder Rückenbereich war keine Rede. Noch am 6. Juni 2003 erwähnte die Versicherte gegenüber der Beschwerdegegnerin nebst unfallfremden Leiden (Schilddrüsenproblematik; Verdacht auf Gehirntumor) lediglich Schmerzen an der linken Hand. Gemäss hausärztlichem Bericht des Dr. med. H.________ vom 17. Juli 2004 klagte die Versicherte dann ab September 2003 wieder über vermehrte Nackenbeschwerden. Es wurde deswegen ab 17. September 2003 eine Arbeitsunfähigkeit bestätigt, eine teilstationäre Rehabilitation im Rehazentrum B.________ vom 17. September bis 3. Oktober 2003 veranlasst, am 29. Dezember 2003 eine Facetteninfiltration C5/C6 beidseits vorgenommen und - gemäss Angabe des Hausarztes - am 9. März 2004 eine Spondylodese an der HWS durchgeführt. Zu beachten ist sodann, dass Dr. med. C.________ im Bericht vom 29. August 2003 ausführt, die Versicherte beklage wie schon in früheren Jahren nebst einem Cervicalsyndrom ein lästiges Gramseln und brennende Schmerzen in beiden Händen aufsteigend bis über den volaren Vorderarm, so dass einmal mehr ein mögliches Carpaltunnelsyndrom (CTS) zur Diskussion stehe. Im Weiteren hält Dr. med. H.________ im Bericht vom 26. September 2003 fest, die Versicherte berichte über wieder aufgetretene neue Beschwerden in der HWS und in den Schultern, wie sie seit einem Unfall vor Jahren wiederholt bestanden hätten. Gleich äusserte sich der Hausarzt am 16. Januar 2004 gegenüber der Beschwerdegegnerin, indem er ausführte, die Versicherte sei bereits in den Jahren 1996, 1998 sowie 1999 wegen Rücken- und HWS-Beschwerden behandelt worden, und die aktuellen Befunde entsprächen denjenigen von 1999. 5.2 Aus dem Gesagten erhellt zunächst, dass nach dem Unfall vom 7. Januar 2003 während mehrerer Monate keine Beschwerden im Bereich der HWS auftraten, welche eine ärztliche Behandlung erfordert und/oder eigenständig eine Arbeitsunfähigkeit zu begründen vermocht hätten. Dies gilt selbst dann, wenn abweichend von der Angabe des Hausarztes gestützt auf den Bericht des Dr. med. C.________ vom 29. August 2003 davon ausgegangen wird, dass die HWS-Beschwerden bereits früher im Sommer 2003 auftraten. Weiter zu beachten ist, dass die ab diesem Zeitpunkt geklagten Beschwerden denjenigen entsprachen, welche bereits vor dem Unfall vom 7. Januar 2003 wiederholt bestanden hatten. Daraus ergibt sich zum einen, dass dieses jüngste Unfallereignis die Gesundheitsschädigung, welche zu den in der Folge aufgetretenen Beschwerden im Bereich der HWS geführt hat, nicht verursacht hat. Das ist insoweit auch nicht umstritten. Zum anderen ist schon mit Blick auf das erhebliche Zeitintervall zwischen dem Unfall und dem erneuten Auftreten von nennenswerten HWS-Beschwerden, aber auch aufgrund deren Vergleichbarkeit mit der bereits früher gezeigten Symptomatik, nicht wahrscheinlich, dass der Sturz vom 7. Januar 2003 eine - vorübergehende oder richtunggebende - Verschlimmerung der vorbestandenen Problematik ausgelöst hat. Wenn im hausärztlichen Bericht vom 15. August 2005 eine beim Unfall vom 7. Januar 2003 erlittene HWS-Distorsion erwähnt wird, vermag dies kein anderes Ergebnis zu rechtfertigen. Dass der Sturz tatsächlich zu einer relevanten Krafteinwirkung auf die HWS geführt hat, ist unwahrscheinlich, zumal Entsprechendes in keinem anderen Aktenstück, namentlich auch in keinem Arztbericht aus der Zeit kurz nach dem Unfall, erwähnt wird und überdies in den Monaten nach dem 7. Januar 2003 keine nennenswerten Beschwerden im HWS-Bereich aufgetreten sind. Im Weiteren kann aufgrund des bis zum Auftreten nennenswerter Beschwerden verstrichenen Zeitraumes auch dem Bericht der Rehaklinik B.________ vom 13. Februar 2004 nicht gefolgt werden, soweit darin postuliert wird, der Unfall vom 7. Januar 2003 habe die vorbestandene HWS-Problematik reaktiviert.