Citation: 6B_600/2017 E. 2.1

2.1. Im Zusammenhang mit der Berufungserklärung und der Beschränkung der Berufung kritisiert die Beschwerdeführerin, ihr früherer Verteidiger habe gegen ihren Willen die Berufung beschränkt. Sie sei deshalb nicht wirksam verteidigt worden. Die Vorinstanz hätte der Verteidigung die Möglichkeit einräumen müssen, zum Willensmangel Stellung zu nehmen. Eine Verletzung der richterlichen Fürsorgepflicht, des Untersuchungsgrundsatzes, des Fairnessgebots, von Treu und Glauben sowie des rechtlichen Gehörs liege vor, weil die Vorinstanz zu Beginn der Berufungsverhandlung nicht über die Beschränkung der Berufung orientiert habe. Selbst wenn die Beschränkung gültig zustande gekommen wäre, wäre sie aufgrund des Vertrauensschutzes unbeachtlich gewesen, nachdem der Vorsitzende der Vorinstanz zu Beginn der Berufungsverhandlung lediglich die erstinstanzliche Festsetzung der Gebühren (sowie zwei Ziffern im Nachtragsurteil) als rechtskräftig eingestuft habe (vgl. etwa Beschwerde S. 4 f. und 22 - 37).