Citation: 1C_462/2022 E. 6.1

6.1. Gemäss Vorinstanz handelt es sich bei der Dottenbergstrasse nicht um eine Durchgangsstrasse; sie werde - abgesehen von unbedeutenden Ausnahmen - nur durch Anwohnerinnen und Anwohner sowie Mitglieder der Strassengenossenschaft befahren. In Bezug auf den Mehrverkehr durch den Betrieb des Pouletmaststalls stellte die Vorinstanz fest, dieser betrage insgesamt 630 Fahrten pro Jahr, was einer Zunahme des Verkehrs um durchschnittlich zwei Fahrten pro Tag entspreche. Die Dottenbergstrasse sei sowohl in der Geometrie, der Strassenbreite von 3 m und der Neigung von max. 12 % genügend ausgebaut, um den Verkehr aufzunehmen und mit Lastwagen befahren zu werden. Weiter stellte die Vorinstanz fest, dass die Verkehrsteilnehmer auf dem hier interessierenden Strassenabschnitt über eine gute Übersicht verfügten, so dass es ihnen möglich sei, ein allfälliges Kreuzen, gegebenenfalls Zug um Zug aneinander vorbei zu bewältigen. Daran ändere auch die von der Beschwerdeführerin zitierte VSS Norm SN 640 201 "Geometrisches Normalprofil" nichts, welche das Lichtraumprofil von Strassen für die verschiedenen Verkehrsteilnehmenden sowie die nötigen Zuschläge für deren Begegnungen festlege. Deren Anwendung setze eine Einzelfallbeurteilung nach Massgabe der konkreten örtlichen Verhältnisse voraus, welche vorliegend entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin erfolgt sei. Der hinreichenden verkehrsmässigen Erschliessung stehe auch nicht entgegen, dass die Dottenbergstrasse Teil des Wanderwegnetzes sei.