Citation: 1C_199/2024 E. 3.4

3.4. Obwohl die Beschwerdeführenden im vorinstanzlichen Verfahren 100.2022.187 obsiegten und sie in ihrer Beschwerdeantwort die Einreichung einer Honorarnote auf Ansuchen anboten, hat die Vorinstanz ihnen keine entsprechende Aufforderung zukommen lassen (vgl. zur Wahrung des rechtlichen Gehörs: Urteil 9C_307/2014 vom 15. Juli 2014 E. 3). Demnach wurde die nachträgliche Einreichung der Honorarnote durch den Entscheid der Vorinstanz veranlasst, weshalb diese Note gemäss Art. 99 Abs. 1 BGG zugelassen werden kann. Gemäss der zutreffenden Annahme der Vorinstanz ist davon auszugehen, die Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden hätten im Beschwerdeverfahren bei der BVD von den Verfahrensakten Kenntnis genommen. Dies wird dadurch bestätigt, dass die BVD diesen Rechtsvertretern mit Verfügung vom 21. Juli 2021 namentlich die Baugesuchsakten der Gemeinde Sigriswil und Archivakten des Rechtsamtes der BVE (S. 1-273) zur Einsichtnahme zustellte. Zudem musste die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführenden bei der Verfassung der Beschwerde im Verfahren 100.2022.181 die Verfahrensakten kennen, weshalb bei der späteren Stellungnahme zur Beschwerde im Verfahren 100.2022.187 betreffend das gleiche Bauprojekt ein besonderer Aufwand für das Aktenstudium nicht gerechtfertigt erscheint. Sodann gehen die Beschwerdeführenden gemäss ihren Angaben zur Ausschöpfung des Tarifrahmens selber davon aus, der gebotene Zeitaufwand, die Bedeutung der Sache und die Schwierigkeit seien unterdurchschnittlich gewesen, da die Beschwerde (des Bauherrn) kurz gewesen sei, sie nur Gutachterkosten betroffen habe und die rechtliche Ausgangslage klar gewesen sei.