Citation: U 56/01 18.07.2003 E. A

Die 1949 geborene D.________ arbeitete im Betrieb der Y.________ AG und war dadurch gegen die Folgen von Unfällen bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch verichert. Am 13. Juni 1997 unterzog sie sich einer von Dr. med. L.________, Frauenarzt FMH, ausgeführten vaginalen totalen Hysterektomie (Entfernung der Gebärmutter) und vorderen Kolporrhaphie. Fünf Tage nach der Operation versuchte Dr. med. L.________ wegen einer akuten Harnverhaltung erfolglos, einen Blasenkatheter (Cystofix) durch die Bauchdecke einzulegen, was am folgenden Tag dem beigezogenen Urologen gelang. Nachdem Dr. med. L.________ den Blasenkatheter während einer ambulanten Kontrolle wieder entfernt hatte, entwickelte sich eine rezidivierende Makrohämaturie (Ausscheidung von roten Blutkörperchen im Harn), weswegen D.________ am 16. September 1997 den Urologen Dr. med. E.________ konsultierte, der bei der Zystoskopie (Blasenspiegelung) intravesikal einen Fremdkörper entdeckte, den er mit einer Zange ohne Komplikation entfernen und als 19 cm langes Teilstück eines Cystofix identifizieren konnte (Bericht vom 16. September 1997). Nach diesem Eingriff heilte die Hämaturie vollständig ab. Seit der Hysterektomie litt D.________ an akuten lumbalen Rückenschmerzen mit Ausstrahlungen in das linke Bein und ging keiner Erwerbstätigkeit mehr nach. Der Hausarzt wies sie zur stationären Rehabilitation ins Spital X.________ ein, wo sie sich vom 2. Oktober bis 1. November 1997 aufhielt (Bericht vom 3. November 1997). Nach erfolgloser Rehabilitation untersuchte am 11. und 18. Dezember 1997 Dr. med. M._________, Spezialarzt FMH für Rheumatologie, die Versicherte und verabreichte ihr eine Injektion in die Lendenwirbelsäule, die zu keiner Verbesserung des Gesundheitszustandes führte (Bericht vom 2. Januar 1998). Auch der danach konsultierte Neurologe, Dr. med. S.________, Neurologie FMH, konnte keine Therapie vorschlagen, die zu einer Verbesserung hätte führen können (Bericht vom 14. April 1998). Die IV-Stelle Basel-Landschaft, bei welcher sich D.________ am 26. Januar 1998 zum Leistungsbezug angemeldet hatte, sprach mit Verfügung vom 23. September 1998 eine ganze Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 75% zu. Mit Schreiben vom 9. März 1999 liess D.________ die Ereignisse im Zusammenhang mit dem Cystofix bei der SUVA anmelden. Nachdem die SUVA die erwähnten ärztlichen Berichte eingeholt hatte, lehnte sie - gestützt auf eine Beurteilung der medizinischen Akten durch Dr. med. G.________, FMH für Chirurgie, Mitglied des Ärzteteams Unfallmedizin, vom 3. September 1999 - ihre Leistungspflicht ab, mit der Begründung, dass kein Unfall im Rechtssinne vorliege (Verfügung vom 4. Oktober 1999). An dieser Auffassung hielt sie im Einspracheentscheid vom 16. Dezember 1999 fest mit der Präzisierung, es fehle am Merkmal der Ungewöhnlichkeit.