Citation: 8C_114/2015 E. 4.2.1

4.2.1. Nach Feststellung des kantonalen Gerichts beruhte die ursprüngliche Rentenverfügung vom 3. Mai 2000 in medizinischer Hinsicht auf Zeugnissen des behandelnden Rheumatologen, Dr. med. C.________, und der Ärzte des Spitals D.________ aus dem Jahre 1999. Diese waren sich einig, dass die schwere körperliche Tätigkeit als Carrosserie-Spengler nicht mehr zumutbar sei. Hingegen geht aus dem Bericht vom 7. Januar 1999 der Dres. med. E.________, F.________ und G.________ vom Spital D.________ eindeutig hervor, dass dem Beschwerdeführer damals aus medizinischer Sicht eine leichte Tätigkeit ganztags zumutbar war, soweit diese wechselnd stehend, gehend und sitzend ausgeführt werden konnte. Indem die IV-Stelle damals den Invaliditätsgrad einzig mittels eines Betätigungsvergleichs für die im eigenen Betrieb anfallenden Arbeiten festgesetzt hatte, ohne zu prüfen, ob es dem Versicherten zumutbar wäre eine angepasste Tätigkeit in einem Anstellungsverhältnis aufzunehmen, hat es Bundesrecht verletzt. Bereits nach der im Verfügungszeitpunkt (Mai 2000) geltenden Praxis verletzte das ausschliessliche Abstellen auf das Ergebnis eines Betätigungsvergleichs bei Erwerbstätigen den Grundsatz, wonach bei dieser Kategorie von Versicherten die Invalidität nach Massgabe der Erwerbsunfähigkeit zu bestimmen ist (BGE 128 V 29 E. 1 S. 31 mit Hinweisen). Wie bereits in der in BGE 135 I 1 nicht publizierten Erwägung 5.3 des Urteils 9C_342/2008 vom 20. November 2008 entschieden wurde, liegt eine offensichtliche Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung vor, wenn bis zum damaligen Verfügungszeitpunkt keine Einschätzung der Leistungsfähigkeit in einer zumutbaren Verweistätigkeit vorlag und der Invaliditätsgrad alleine nach Massgabe der Arbeitsfähigkeit festgelegt, bei der erstmaligen Anspruchsprüfung also die Invalidität der Arbeitsunfähigkeit gleichgestellt und damit von einem rechtlich falschen Invaliditätsbegriff ausgegangen wurde, und wenn gestützt auf eine rechtlich korrekte Invaliditätsbemessung ohne Zweifel eine tiefere Rente zugesprochen worden wäre.