Citation: 7B_704/2023 E. 3.2

3.2. Zu den Voraussetzungen für die Annahme von Eventualvorsatz kann auf die vorstehenden Ausführungen (vgl. E. 2.2.2-2.2.5 hiervor) verwiesen werden. Der Beschwerdeführer weicht bei seiner Rechtsrüge vom vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt ab und dringt insoweit mit seiner Rüge nicht durch. Wer wie der Beschwerdeführer im Rahmen einer dynamischen Auseinandersetzung mit grosser Wucht mit einem Messer mit einer Klingenlänge von ca. 8 cm auf den Körper eines Menschen im Bereich der linken Flanke ohne zu Zögern einsticht, dies im Wissen darum, dass sich dort grössere Blutgefässe und lebenswichtige Organe befinden, die verletzt werden könnten, handelt hinsichtlich einer möglichen Todesfolge zweifellos eventualvorsätzlich. Denn er überlässt es dem Zufall, ob der Tod eintritt. Dasselbe gilt für die weiteren Stiche in Richtung Hals und Oberkörper, welche ebenfalls im Rahmen einer dynamischen Auseinandersetzung erfolgten. Diesbezüglich kann auf die zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen werden.