Citation: 1P.474/2003 27.11.2003 E. 3

Zusammenfassend erweist sich die Rüge, der Anspruch auf rechtliches Gehör sei verletzt, als begründet. Da sich die Sachverhaltsdarstellungen der Verfahrensbeteiligten bisher nicht decken, verbietet sich die Heilung durch das Bundesgericht, das den angefochtenen Entscheid im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde insoweit nur auf Willkür hin überprüfen kann (vgl. demgegenüber zur Rüge der Befangenheit selbst BGE 125 I 68 E. 2 S. 71 ff.). Damit ist der angefochtene Entscheid aufzuheben. Aus prozessökonomischen Gründen mag sich der Hinweis rechtfertigen, dass die Inspektionskommission in ihrem neuen Entscheid wohl kaum darum herum kommen wird, sich eingehender namentlich zu den beiden Befangenheitsgründen "Durchsuchung nach Waffen" und "Beziehung der Klägerin zur Familie Z.________ in Verbindung mit der Beziehung des Gerichtspräsidenten zur Familie Z.________" zu äussern. Dies könnte durchaus auch unter Zuzug und Würdigung der Scheidungsakten geschehen. Tunlich erschienen allenfalls auch ergänzende Ausführungen zum Rechtsstandpunkt, wonach das Ausstandsbegehren teilweise verspätet sein soll.