Citation: U 131/06 19.05.2006 E. 2

2.1 In der Verfügung vom 31. Januar 2006 wird die Ablehnung des Gesuchs um unentgeltliche Verbeiständung wie folgt begründet: "Dem mit Eingabe vom 5.4.2004 gestellten Begehren um unentgeltliche Verbeiständung kann angesichts der Aktenlage nicht entsprochen werden, da die Gewinnaussichten des Prozesses von vornherein beträchtlich geringer erscheinen als die Verlustgefahren, womit Aussichtslosigkeit gegeben ist (§ 106 Abs. 2 ZPO; BGE 122 I 271 E. 2b mit Hinweisen). Dies gilt im vorliegenden Fall insbesondere angesichts der in Aussicht gestellten reformatio in peius. Es kann u.a. auch auf die nachvollziehbaren Ausführungen der Suva in deren Beschwerdeantwort vom 11.6.2004 (insb. A.S. 23-25) verwiesen werden." 2.2 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird vorgebracht, ob der Prozess genügende Erfolgsaussichten habe, beurteile sich nach den Verhältnissen im Zeitpunkt der Einreichung des Armenrechtsgesuchs. Es sei unzulässig, diesen Entscheid bis zu den gerichtlichen Beweiserhebungen (oder gar bis zum Endentscheid) hinauszuschieben und bei allenfalls nachträglich zu Tage tretender Aussichtslosigkeit des Prozesses das Armenrecht für das gesamte Verfahren zu verweigern (vgl. BGE 101 Ia S. 34 ff. Erw. 2). Sinngemäss hätte das kantonale Gericht ohne Berücksichtigung der Vernehmlassung der SUVA, in welcher die Beweggründe ihres Rechtsvertreters in Bezug auf eine mögliche reformatio in peius erwähnt würden, über das Armenrechtsgesuch entscheiden müssen. Der Inhalt des ungewöhnlich umfangreichen Einspracheentscheides habe keine Hinweise für eine Aussichtslosigkeit einer allfälligen Beschwerde erkennen lassen. Ebenfalls sei in diesem Entscheid das Armenrecht für das Einspracheverfahren ausdrücklich bewilligt worden. 2.3 Das kantonale Gericht hält in seiner Vernehmlassung fest, im Zeitpunkt der (ersten) Verfügung vom 3. August 2004 seien die Ausführungen zu einer allfälligen Reformatio in peius gemäss Beschwerdeantwort vom 11. Juni 2004 bekannt gewesen. Diese hätten auch bereits zum Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege in der Beschwerde vom 5. April 2004 ihre Gültigkeit gehabt.