Citation: 8C_175/2007 06.10.2008 E. 2

2.1 Die obligatorische Unfallversicherung erbringt Leistungen bei Unfällen und Berufskrankheiten (Art. 6 Abs. 1 UVG). Als Berufskrankheiten gelten unter anderem Krankheiten (Art. 3 ATSG), die bei der beruflichen Tätigkeit ausschliesslich oder vorwiegend durch schädigende Stoffe oder bestimmte Arbeiten verursacht worden sind. Der Bundesrat erstellt die Liste dieser Stoffe und Arbeiten sowie der arbeitsbedingten Erkrankungen (Art. 9 Abs. 1 UVG). Nach der Rechtsprechung ist eine vorwiegende Verursachung von Krankheiten durch schädigende Stoffe oder bestimmte Arbeiten gegeben, wenn diese mehr wiegen als alle anderen mitbeteiligten Ursachen, mithin im gesamten Ursachenspektrum mehr als 50 % ausmachen (BGE 119 V 200 E. 2a S. 200 f.). 2.2 Die schädigenden Stoffe und arbeitsbedingten Erkrankungen im Sinne von Art. 9 Abs. 1 UVG sind im Anhang 1 zur UVV aufgeführt (Art. 14 UVV). Zum in der entsprechenden Liste (Anhang 1 Ziff. 1) genannten Stoff Alkylamine zählt auch Metaxylendiamen (bzw. Metaxylylendiamin). 2.3 Soweit nichts anderes bestimmt ist, sind Berufskrankheiten von ihrem Ausbruch an einem Berufsunfall gleichgestellt. Sie gelten als ausgebrochen, sobald der Betroffene erstmals ärztliche Behandlung bedarf oder arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) ist (Art. 9 Abs. 3 UVG). Ab diesem Zeitpunkt besteht demnach unter denselben Voraussetzungen wie bei einem Berufsunfall Anspruch auf Versicherungsleistungen, insbesondere in Form von Heilbehandlung (Art. 10 UVG) und Taggeld (Art. 16 UVG). Diese Leistungen werden auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt (Art. 11 UVV). 2.4 Sind die tatsächlichen Voraussetzungen für die Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers einmal mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt und hat der Versicherer dies anerkannt, trägt er die Beweislast für den nachträglichen Wegfall der Kausalität (vgl. RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45 E. 2 S. 46, U 355/98, mit Hinweisen; Urteil U 455/05 vom 29. November 2006, E. 3.1 [nicht veröffentlicht in BGE 133 V 57]). 2.5 Für den Beweiswert eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; 122 V 157 E. 1c S. 160).