Citation: 5A_63/2009 20.08.2009 E. 5

Die seitenlangen Vorbringen und chronologischen Darstellungen der Beschwerdeführerin sind teilweise unverständlich. Soweit ihre Ausführungen den kantonalen Prozessablauf, die Beziehung zur Tochter sowie zu A.________ und die angebliche Verstossung betreffen, geht aus der Beschwerde nicht hervor, was die Beschwerdeführerin daraus herleiten möchte. Zudem handelt es sich hierbei weitgehend um neue, und damit vor Bundesgericht unzulässige Vorbringen (Art. 99 Abs. 1 BGG, vgl. E. 1.2). Im Weiteren verkennt die Beschwerdeführerin, dass ihre Ausführungen, anstatt auf eine Verletzung von Art. 139 Abs. 1 ZGB, auf die Rüge der Verletzung von Art. 8 ZGB hinzielen. Art. 139 Abs. 1 ZGB besagt, dass der Richter nach seiner frei gebildeten Überzeugung zu befinden hat, ohne Bindung an Beweisregeln. Inwiefern das Obergericht diesen Grundsatz der freien Beweiswürdigung missachtet haben soll, ist nicht ersichtlich. Vielmehr ist den Vorbringen der Beschwerdeführerin zu entnehmen, dass diese sich daran stösst, dass das Obergericht die Behauptungen weitgehend als zu wenig substantiiert wertet und es deshalb unterlassen hat, Sachverhaltsfeststellungen zu treffen bzw. eine Beweiswürdigung vorzunehmen. Dabei handelt es sich jedoch um eine Frage der Verletzung des Beweisrechts, die durch Art. 8 ZGB geregelt wird (BGE 123 III 35 E. 2b S. 40; 114 II 289 E. 2a S. 291). Da das Bundesgericht das Recht von Amtes wegen anzuwenden hat (E. 1.2), können die Rügen der Beschwerdeführerin - trotz falscher Bezeichnung der Rechtsgrundlage - vorliegend unter dem Blickwinkel von Art. 8 ZGB geprüft werden.