Citation: 6B_1062/2021 E. 5.4.3

5.4.3. Der Beschwerdeführerin ist darin beizustimmen, dass die Vorinstanz nicht plausibel darlegt, wer in der Zeit von Samstag, 16.15 Uhr bis Sonntag, 07.00 Uhr wie an ihrem Fall gearbeitet hat und - falls der Fall nicht bearbeitet wurde - aus welchen Gründen. Unklar ist etwa, weshalb die Staatsanwaltschaft davon ausging, die Beschwerdegegnerinnen 2 und 4 hätten den Fall am Samstag an E.________ übergeben, wenn diese den Fall formal erst am Sonntag um 07.00 Uhr übernommen haben soll. Die Erwägung der Vorinstanz, es sei nicht ausgeschlossen, dass die notwendigen Abklärungen bereits vor 07.00 Uhr (von wem?) gemacht worden seien, ist Spekulation. Es wäre zwar denkbar, dass E.________ - als Verantwortliche der Haftleitstelle - den Fall nach der Übergabe am Samstag zur weiteren Bearbeitung weitergegeben und diesen dann am Sonntag um 07.00 Uhr übernommen hat, doch ist dies unbelegt. Unter diesen Umständen kann keinesfalls davon gesprochen werden, es liege ein klarer Sachverhalt vor, der eine Einstellung der Strafverfahren gegen die Beschwerdegegnerinnen 2 und 4 nach sich zieht (vgl. E. 5.1 hiervor). Folglich ist die Rüge der offensichtlich unrichtigen, da unvollständigen, Sachverhaltsfeststellung in diesem Punkt gutzuheissen. Es wäre der Staatsanwaltschaft ein Leichtes gewesen, E.________ zum Geschehen zu befragen und damit die Sachverhaltslücken zu schliessen.