Citation: 1C_123/2023 E. 6.4.3

6.4.3. Weiter bringen die Beschwerdeführenden vor, sie hätten im vorinstanzlichen Verfahren keine Möglichkeit gehabt, sich zur Stellungnahme der Gemeinde Zermatt vom 12. Dezember 2022 zu äussern. Die Vorinstanz lud am 10. August 2022 den Staatsrat und die Einwohnergemeinden Zermatt und Täsch zur Stellungnahme zur Beschwerde der Beschwerdeführenden ein. Am 20. September 2022 sandte die Vorinstanz den Beschwerdeführenden die Vernehmlassung des Staatsrats zu. Sie setzte den Beschwerdeführenden eine Frist zur Einreichung einer Replik bis zum 6. Oktober 2022 und kündigte an, nach unbenutztem Ablauf der Frist aufgrund der Akten zu entscheiden. Gleichzeitig teilte die Vorinstanz den Beschwerdeführenden mit, dass die Einwohnergemeinden Täsch und Zermatt sich nicht haben vernehmen lassen. Nachdem die Vorinstanz ihnen zwei mal eine Fristerstreckung gewährt hatte, replizierten die Beschwerdeführenden am 17. November 2022. Die Vorinstanz stellte die Replik den Verfahrensbeteiligten mit Frist zur allfälligen Stellungnahme zu, woraufhin die Einwohnergemeinde Zermatt am 12. Dezember 2022 eine kurze Stellungnahme einreichte. Mit Eingabe 11. Januar 2023 nahm innert erstreckter Frist auch der Staatsrat noch einmal Stellung. Die beiden Stellungnahmen des Staatsrats und der Einwohnergemeinde Zermatt wurden den Beschwerdeführenden am 17. Januar 2023 zugestellt. Es ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführenden die Stellungnahmen am Folgetag zur Kenntnis genommen haben, zumal sie nichts anderes vorbringen. Die Vorinstanz fällte das angefochtene Urteil am 4. Februar 2023, ohne dass die Beschwerdeführenden zuvor angekündigt hätten, zu den Stellungnahmen des Staatsrats oder der Gemeinde Zermatt noch Stellung nehmen zu wollen. Unter den gegebenen Umständen mussten die anwaltlich vertretenen Beschwerdeführenden damit rechnen, dass die Vorinstanz nach dem 17. Januar 2023 zeitnah über ihre Beschwerde entscheiden wird. Die Wartezeit von ungefähr 17 Tagen zwischen der Kenntnisnahme der Stellungnahmen durch die Beschwerdeführenden und dem Urteil der Vorinstanz erweist sich als gerade noch ausreichend, sodass die Vorinstanz annehmen durfte, die Beschwerdeführenden hätten auf eine weitere Stellungnahme verzichtet. Die Beschwerdeführenden dringen mit der Rüge, die Vorinstanz habe in diesem Zusammenhang Art. 29 Abs. 2 BV verletzt, nicht durch.