Citation: 9C_112/2024 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer beanstandet diese Sachverhaltsfeststellung als willkürlich. Die Veranstaltungsgebühren stünden entgegen der Vorinstanz nicht dem Veranstalter zu, sondern würden von ihm, dem Beschwerdeführer, selbst in eigenem Namen bzw. im Namen und auf Rechnung der Regionalverbände erhoben. Der Pferdesport sei so organisiert, dass die Pferdesporttreibenden an ihre lokalen oder regionalen Vereine angeschlossen seien. Anstatt die Förderbeiträge für die Finanzierung der Grund- und Basisausbildung (Basisfranken) sowie die Finanzierung des Elitesports und der Offiziellen (Sportfranken) in einer Kaskadenform über Mitgliederbeiträge von den lokalen Vereinen über die Regional- und Fachverbände an den Beschwerdeführer (Sportfranken) bzw. die Regionalverbände (Basisfranken) zu entrichten, hätten sich die Pferdesporttreibenden für eine Finanzierung anhand der Anzahl von Starts an Pferdesportveranstaltungen entschieden. Gemäss Statuten und den reglementarischen Bestimmungen seien die Pferdesporttreibenden Schuldner des Basis- und des Sportfrankens. Den entsprechenden Vorschriften stimmten die Pferdesporttreibenden mit der Anmeldung an eine Pferdesportveranstaltung und der Zahlung des gesamten Nenngelds konkludent zu und würden sie damit ausdrücklich anerkennen. Die Pferdesporttreibenden seien sich somit darüber im Klaren, dass es sich beim Basis- und Sportfranken nicht um einen Teil der dem Veranstalter geschuldeten Gebühren (Nenngeld min. und Veranstalterfranken) handle, sondern Basis- und Sportfranken den Regionalverbänden bzw. dem Beschwerdeführer zustünden. Den Pferdesporttreibenden sei somit der Charakter der Veranstaltungsgebühren als Beiträge zur Sportförderung durch den Beschwerdeführer und die Regionalverbände bekannt. Die Struktur des organisierten Pferdesports bringe es mit sich, dass die Beiträge für die Umsetzung des Zwecks des Beschwerdeführers aus verschiedenen Quellen stammten, weshalb Teilnahmegebühren auf verschiedenen Stufen anfallen könnten. Am Charakter der Veranstaltungsgebühren als dem Beschwerdeführer geschuldeten Teilnahmegebühren ändere nichts, dass diese nicht separat ausgewiesen würden, da sowohl die detaillierte Aufschlüsselung als auch die Zweckbestimmung der einzelnen Teile des Nenngelds den Statuten und Reglementen des Beschwerdeführers entnommen werden könnten.