Citation: 8C_242/2021 E. 5

Nach eigenen Beweiserhebungen stellte die Vorinstanz zunächst fest, dass die Beschwerdeführerin am 9. August 2019 einzig zwei über die Kindertagesstätte B.________ vermittelte Kinder betreut habe und daher die Branchen Versicherung zuständig sei, während eine Leistungspflicht der Visana als Unfallversicherer der Kindertagesstätte C.________ von vornherein ausser Betracht falle. Hinsichtlich des Geschehensablaufs sei entsprechend den Aussagen der ersten Stunde davon auszugehen, dass ein fünfjähriges Kind auf dem "Tripp-Trapp"-Stuhl ausgerutscht sei und dass die Beschwerdeführerin einen Sturz gerade noch habe verhindern können, indem sie es mit der rechten Hand festgehalten habe. Es seien keine Umstände geschildert worden, welche ausserhalb dessen liegen würden, was Eltern oder eine Tagesmutter im täglichen Leben mit kleinen Kindern anträfen. Der Unfallbegriff könne damit nicht als erfüllt gelten. Selbst bei gegenteiligem Ergebnis könnte der Vorfall indessen nicht als Ursache der TFCC-Läsion gelten. Zum Zeitpunkt des Ereignisses habe die Beschwerdeführerin bereits seit längerer Zeit in Behandlung gestanden wegen massiver Synovitis und Tenosynovitis am rechten Handgelenk. Am 26. Februar 2019 sei sie operiert worden (Entfernung eines Ganglions). Noch zwei Tage vor dem hier zur Frage stehenden Ereignis, am 7. August 2019, habe der behandelnde Arzt eine deutliche Bewegungseinschränkung festgestellt. Gemäss den Berichten des beratenden Arztes der Beschwerdegegnerin vom 24. Februar und 2. Juli 2020 seien gestützt auf die bildgebende Untersuchung vom 30. August 2019 keine strukturell objektivierbaren Unfallfolgen ausgewiesen. Die TFCC-Läsion sei überwiegend wahrscheinlich degenerativ bedingt. Soweit sich nach dem Ereignis vom 9. August 2019 eine Verschlimmerung der damit verbundenen Beschwerden eingestellt haben sollte, sei der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden habe (Status quo ante), spätestens nach vier Wochen wiederhergestellt gewesen.