Citation: 2C_461/2016 E. 2.1

2.1. Anfechtungsobjekt des erstinstanzlichen Rechtsmittelverfahrens vor dem kantonalen Regierungsrat war nicht die Verfügung vom 30. März 2011, mit welcher das Staatssekretariat für Migration die Einbürgerung des Beschwerdeführers für nichtig erklärt hatte, sondern die Verfügung vom 19. Dezember 2014 des kantonalen Migrationsamts betreffend Wegweisung und Ablehnung Neurteilung einer Aufenthaltsbewilligung. Streitgegenstand des bundesgerichtlichen Verfahrens - der sich im Laufe des Verfahrens grundsätzlich nur verengen, aber nicht erweitern kann (BGE 136 II 165 E. 5 S. 174; Urteile 2C_961/2013 vom 29. April 2014 E. 3.3; 2C_930/2012 vom 10. Januar 2013 E. 1.1) - ist somit nicht die Nichtigerklärung des Schweizer Bürgerrechts, sondern die Erteilung eines neuen Aufenthaltstitels. Aufgrund welcher Rechtsgrundlagen sich ein allfälliger Bewilligungsanspruch ergibt, ist nicht Frage des Streitgegenstandes, sondern der Begründung (Urteile 2C_1140/2015 vom 7. Juni 2016 E. 2.2.1; 2C_961/2013 vom 29. April 2014 E. 3.4). Mit der Nichtigerklärung des Schweizer Bürgerrechts wird die ausländische Person in den Zustand zurückversetzt, in welchen sie sich vor der Einbürgerung befand (BGE 135 II 1 E. 3.4 S. 7). Grundsätzlich würde die parallele Beziehung, die der Beschwerdeführer neben seiner Ehe mit einer Schweizer Bürgerin mit einer weiteren Frau in der Dominikanischen Republik geführt und den Behörden verschwiegen hat, auch den Widerruf einer (wiederauflebenden) Niederlassungsbewilligung (Art. 63 AuG) oder einer Aufenthaltsbewilligung (Art. 62 AuG) rechtfertigen (BGE 142 II 265 E. 3.2 S. 267). Vorliegend stützte der Beschwerdeführer seinen Bewilligungsanspruch im vorinstanzlichen Verfahren jedoch nicht (mehr) auf seine mittlerweile geschiedene Ehe mit einer schweizerischen Staatsbürgerin, sondern auf seine Beziehung zu seinem in der Schweiz lebenden minderjährigen Sohn mit Schweizer Bürgerrecht. Dabei handelt es sich um einen im vorinstanzlichen Verfahren zulässigerweise vorgebrachten neuen sachverhaltlichen Umstand (vgl. Urteil 2C_1140/2015 vom 7. Juni 2016 E. 2.2.1), gestützt auf welchen die Vorinstanz die Erteilung eines neuen Aufenthaltstitels geprüft und verworfen hat. In den unten stehenden Erwägungen ist rügegemäss zu prüfen, ob die Vorinstanz das anwendbare Recht zutreffend angewandt und den im Lichte der einschlägigen rechtlichen Bestimmungen erheblichen Sachverhalt offensichtlich unrichtig erhoben hat.