Citation: 2C_284/2023 E. 5.4.1

5.4.1. Massgebend für die Beurteilung des privaten Interesses der Beschwerdeführerin ist ihr Gesundheitszustand und damit auch die Klärung der Frage nach dem Verschulden an der Sozialhilfeabhängigkeit. Die Vorinstanz stellt unbestrittenermassen fest (vgl. Art. 105 Abs. 1 BGG), dass die kantonale IV-Stelle mit Verfügung vom 18. Juni 2004 festgehalten habe, dass sich anhand der medizinischen Unterlagen, der darin beschriebenen klinischen und radiologischen Befunde und des medizinischen Verlaufs der somatischen Leiden weder aus rheumatologischer, neurologischer noch aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit für eine angepasste wechselbelastende Tätigkeit begründen lasse. Sodann berücksichtigt die Vorinstanz, dass die Beschwerdeführerin laut den ärztlichen Zeugnissen ihrer Hausärztin vom 21. Januar 2022 bis 2. März 2023 arbeitsunfähig gewesen sei. Gemäss dem Bericht der Hausärztin vom 6. Mai 2022 seien bestehende Schmerzen, eine Schmerzsymptomatik, welche auch zu depressiven Zustanden führe, Schlaflosigkeit und Konzentrationsstörungen die Hauptbeschwerden der Beschwerdeführerin. Nach der Beurteilung im radiologischen Befund des Spitals B.________ vom 11. Oktober 2022 bestehe eine Raumforderung in der linken Nebenniere, was am ehesten mit einem lipidreichen Adenom vereinbar sei. Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, so die Vorinstanz, werde indes nicht erwähnt. Aus dem Bericht des Kantonsspitals C.________ vom 1. November 2022 gehe hervor, dass die 54-jährige Beschwerdeführerin in ordentlichem Allgemeinzustand sei und eine hormonelle Abklärung wegen Verdachts auf Nebennierenadenom sowie eine Kontrolle der Schilddrüsenwerte geplant seien. Auch diesem Bericht, so die Vorinstanz weiter, liessen sich keine Hinweise zu einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit entnehmen (vgl. E. II.5.3.3.1 des angefochtenen Urteils).