Citation: 1B_495/2020 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer stellt in erster Linie die grundsätzliche Zulässigkeit der Durchsuchung seines Mobiltelefons in Frage und verlangt eine Aussonderung bestimmter Aufzeichnungen lediglich im Subeventualpunkt. In ersterem Zusammenhang rügt er zunächst, anlässlich seiner Verhaftung bei sich zuhause hätten die beteiligten Polizisten das Mobiltelefon ohne erforderliche Autorisierung und somit rechtswidrig behändigt und sichergestellt. Ihr Verhalten sei als Sachentziehung im Sinne von Art. 141 StGB zu qualifizieren und erfülle gleichzeitig den Straftatbestand des Amtsmissbrauchs gemäss Art. 312 StGB. Damit sei das Gerät kein verwertbares Beweismittel, gehe es in der gegen ihn geführten Strafuntersuchung doch nicht um schwere Straftaten im Sinne von Art. 141 Abs. 2 StPO. Dem Entsiegelungsgesuch könne bereits deshalb nicht stattgegeben werden.