Citation: I 688/05 02.03.2006 E. 3

3.1 Das kantonale Gericht vertrat im angefochtenen Entscheid die Auffassung, als unentgeltlicher Beistand komme im Einspracheverfahren praxisgemäss nur ein eingetragener Rechtsanwalt in Frage. An dieser Voraussetzung fehle es, weil der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers kein im Anwaltsregister eingetragener Rechtsanwalt sei. Demnach habe der Versicherte keinen Anspruch auf unentgeltliche Verbeiständung durch den von ihm bevollmächtigten und beauftragen Rechtsvertreter. Folglich komme für das Einspracheverfahren auch keine ordentliche Parteientschädigung in Frage. 3.2 Demgegenüber macht der Beschwerdeführer geltend, allein die Tatsache, dass der von ihm gewählte Vertreter kein eingetragener Rechtsanwalt sei, schliesse diesen nicht von der Zulassung als unentgeltlicher Rechtsbeistand im Einspracheverfahren aus. Das Eidgenössische Versicherungsgericht habe im Urteil W. vom 12. Oktober 2004, I 386/04, nicht entschieden, dass im Einspracheverfahren nur eingetragene Rechtsanwälte als unentgeltliche Beistände in Frage kämen. Gemäss Rz 2058 des Kreisschreibens des BSV über die Rechtspflege in der AHV, der IV, der EO und bei den EL in der seit 1. Januar 2003 gültigen Fassung (KSRP) seien im Rahmen von Art. 37 Abs. 4 ATSG sogar Nicht-Juristen zur unentgeltlichen Verbeiständung zugelassen. In den Kantonen Zürich, Bern, Aargau und Schaffhausen akzeptierten jedenfalls die IV-Stellen den über profunde Kenntnisse des Sozialversicherungsrechts verfügenden Rechtsvertreter des Versicherten erfahrungsgemäss als unentgeltlichen Rechtsbeistand.