Citation: 7B_783/2023 E. 6.3.3

6.3.3. Die Beschwerdeführerin war am 4. März 2014 vom Untersuchungsamt Altstätten wegen versuchten Betrugs und mehrfacher Urkundenfälschung zu einer bedingten Geldstrafe von 80 Tagessätzen verurteilt worden. Die Vorinstanz gewichtet dies als Vorstrafe im Umfang von einem Monat straferhöhend. Dabei stand es ihr frei, die Strafschärfung bei der Freiheits- und nicht bei der Geldstrafe vorzunehmen, denn es liegt auch bezüglich der Freiheitsstrafe eine einschlägige Vorstrafe - diejenige wegen versuchten Betrugs - vor. Die Erhöhung scheint zudem nicht unverhältnismässig hoch, zumal erneute Delinquenz auf dem gleichen Gebiet eine besondere Unbelehrbarkeit und Uneinsichtigkeit indiziert und grundsätzlich eine stärkere Gewichtung zu Ungunsten der Täterin zur Folge hat als nicht einschlägige Vorstrafen (vgl. Urteil 6B_690/2019 vom 4. Dezember 2019 E. 1.4.2 mit Hinweis, nicht publ. in: BGE 146 IV 105).