Citation: 5A_974/2022 E. 2.3

2.3. Vorliegend ist vor Kantonsgericht das Hauptsacheverfahren hängig. Das während der Rechtshängigkeit desselben eingeleitete Verfahren um Erlass einer vorsorglichen Massnahme hemmt den Fortgang des Hauptsacheverfahrens nicht. Der Beschwerdeführer behauptet auch nicht, dieses sei seither oder aber für die Dauer des Rechtsmittelverfahrens stillgestanden. Wie ausgeführt, droht dem Beschwerdeführer aus dem Umstand, dass er während der Dauer des Hauptsacheverfahrens von der Ausübung seiner Rechte als Mitglied des Vereins ausgeschlossen ist, kein nicht wieder gutzumachender Nachteil. Mithin kann bei objektiver Betrachtung nicht gesagt werden, der Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens sei von besonderer Bedeutung für den Beschwerdeführer. Die Sache kann auch nicht als besonders dringlich eingestuft werden. Deshalb war das Obergericht nicht gehalten, das Dossier ausserhalb der Reihe zu bearbeiten. Ausserdem müssen sich die Richterinnen und Richter, die - wie hier - als Spruchkörper mitwirken, nicht nur in Bezug auf das Ergebnis (d.h. das Dispositiv), sondern auch hinsichtlich der Begründung einigen, was erfahrungsgemäss wiederum einige Zeit in Anspruch nehmen kann. In Anbetracht sämtlicher Umstände kann nicht gesagt werden, das Obergericht habe ungebührlich lange gebraucht, um die Begründung seines Entscheids vom 21. Juli 2022 abzufassen. Die Rüge der Rechtsverzögerung ist unbegründet.