Citation: 6B_1050/2022 E. 1.5.3

1.5.3. Die Vorinstanz hält fest, die Sprachkompetenz des Beschwerdeführers spreche für ihn. Sie attestiert ihm eine gelungene sprachliche Integration, weshalb der Beschwerdeführer aus seinen Vorbringen nicht viel für sich ableiten kann. Dennoch ist ihm beizupflichten, dass die Vorinstanz seine Sprachkenntnisse zu Unrecht relativiert, wenn sie erwägt, angesichts der verbrachten Schulzeit in der Schweiz erstaune nicht, dass der Beschwerdeführer Schweizerdeutsch spreche und verstehe. Es geht nicht an, einerseits jemandem eine Integration aufgrund mangelhafter sprachlicher Kompetenzen abzusprechen und andererseits eine gelungene sprachliche Integration aufgrund eines Schulbesuchs in der Schweiz zu relativieren bzw. als selbstverständlich anzusehen. Dem Umstand, dass der Beschwerdeführer einwandfrei Deutsch und Schweizerdeutsch spricht, kommt in der Härtefallprüfung durchaus ein grosses Gewicht zu.