Citation: 6B_337/2023 E. B

B.a. In Bestätigung des Urteils des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 15. März 2022 stellte das Kantonsgericht Basel-Landschaft am 20. Oktober 2022 fest, dass A.________ mehrfach den Tatbestand der versuchten Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte erfüllt, indessen infolge Schuldunfähigkeit schuldlos gehandelt hatte. Es ordnete gegenüber A.________ eine stationäre psychiatrische Massnahme (Art. 59 StGB) an, unter Anrechnung von 500 Tagen ausgestandener Untersuchungs- und Sicherheitshaft. B.b. Das Kantonsgericht Basel-Landschaft erachtete es als erwiesen, dass A.________ folgende Handlungen im Zustand der Schuldunfähigkeit begangen hatte: A.________ suchte am 7. Juni 2021 unangemeldet B.________, den Präsidenten der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Olten-Gösgen, im Amtshaus Olten auf, um mit ihm über den Fall C.________ zu sprechen. Der KESB-Präsident verwies ihn an das Sekretariat, wo er sein Anliegen deponieren und sich einen Termin geben lassen könne. A.________, der auf einem direkten Gespräch bestand, vereinbarte keinen Gesprächstermin. Nachdem der KESB-Präsident ihm anlässlich einer anschliessenden Begegnung zu verstehen gab, dass er nicht mit ihm reden wolle und könne, liess er ihn stehen. Am 8. Juni 2021 erschien A.________ um ca. 11:30 Uhr am Schalter des Polizeipostens Olten und gab dort einen Brief ab, in dem er die sofortige Rückführung des Kindes D.C.________ und dessen Mutter an den Vater E.C.________ sowie die Übertragung des alleinigen Sorgerechts an den Vater verlangte. Ferner forderte er B.________ auf, noch am selben Tag eine Konfrontation mit ihm anzustreben. Anschliessend ging er wiederum ohne Termin zur KESB Olten-Gösgen und verlangte gegenüber der dort angetroffenen KESB-Vizepräsidentin F.________, den KESB-Präsidenten zu sprechen. Als er erfuhr, dass dieser nicht im Büro war und er sich vom Sekretariat einen Termin geben lassen solle, erklärte er, dass er nicht wisse, ob dieses Gebäude am nächsten Tag noch stehen werde. Damit verlangte er implizit, sofort einen Gesprächstermin zu erhalten. Zudem wusste er, dass diese Äusserung dem KESB-Präsidenten zugetragen werde. Auf Aufforderung hin entfernte sich A.________ zwar, suchte jedoch nach kurzer Zeit den Empfang der KESB Olten-Gösgen auf und verfasste dort einen Brief an den KESB-Präsidenten. Darin bezichtigte er diesen des Amtsmissbrauchs und führte unter anderem aus, der KESB-Präsident sei korrupt und bestochen und habe es sehr schwer, korrekte Entscheide zu treffen. Eine Konfrontation über die Akten D.C.________ sei notwendig, weil die nationale Sicherheit und das Leben von Millionen von Menschen davon abhänge. Der KESB-Präsident sei ein Landesverräter, der bekämpft werden müsse. Wenn er seine Arbeitsleistung nicht mit einem Geständnis korrigiere, habe er keine Überlebenschance. Als der KESB-Präsident kurz vor 12:00 Uhr ins Amtshaus zurück kam, forderte er A.________ auf, die Räumlichkeiten der KESB Olten-Gösgen unverzüglich zu verlassen, und benachrichtigte die Polizei. Während A.________ von einer Polizeipatrouille abgeholt wurde, übergaben die Sekretärinnen dem KESB-Präsidenten den bei ihnen deponierten Brief von A.________. A.________ erklärte gegenüber der Polizei, dass sich der KESB-Präsident habe bestechen lassen, um die Akten C.________ unsachgemäss abzuwickeln. Mit seinem Verhalten bringe er die ganze Schweiz in Gefahr. Wenn er nicht eingesperrt werde, müsse man ihn töten. Er [A.________] sei Grenadier und er müsse dies machen, weil ihm in den letzten Jahren niemand zugehört habe. Wenn unschuldiges Leben in Gefahr sei, habe er keine Probleme, jemanden zu töten. Ihm war bewusst, dass B.________ von seinen Äusserungen Kenntnis erhalten werde. Mit diesen Äusserungen wollte er nicht nur ein Gespräch mit dem KESB-Präsidenten erwirken, sondern er bezweckte auch die Umteilung der elterlichen Sorge über D.C.________ an E.C.________ sowie das Fallenlassen aller Strafverfahren gegen Letzteren.