Citation: I 429/05 06.03.2006 E. 6

6.1 Gemäss dem Urteil I 73/00 war bei der Bestimmung des Invaliditätsgrades zu prüfen, ob sich in Anbetracht der den medizinischen Akten zu entnehmenden Informationen über eine Veränderung oder ein Gleichbleiben des Gesundheitszustandes aus dem in einzelnen Jahren erzielten Einkommen Rückschlüsse auf auch in anderen Jahren zumutbarerweise erzielbares Einkommen ziehen lassen (Erw. 4d/dd). Dass Verwaltung und Vorinstanz für dieses Invalideneinkommen trotzdem den Jahresdurchschnittslohn des gesamten hier zu betrachtenden Zeitraums angenommen haben, ist nicht grundsätzlich abzulehnen. Ein solches Durchschnittseinkommen ist nur problematisch und nicht im Einklang mit den Vorgaben im Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts, wenn erhebliche Einkommensschwankungen und mögliche andere erklärbare Faktoren mit Einfluss auf den Invalidenlohn auftraten, die bei Verwendung eines Durchschnittswertes nicht oder nur verzerrt berücksichtigt werden. So hat das Einkommen des Beschwerdeführers ab 1995 gegenüber den Vorjahren auffällig und markant zugenommen. Es ist zu vermuten, dass dies durch vermehrte Mitarbeit von F.________ und die Anschaffung des Transporters ab Januar 1995 zu erklären wäre, weil dies darauf schliessen lässt, dass der Betrieb des Beschwerdeführers ab 1995 intensiviert wurde. Deshalb ist es gerechtfertigt, hier die Jahre 1991-1994 und ab 1995 je separat zu betrachten. Innerhalb dieser Zeitepochen kann auf Durchschnittswerte abgestellt werden, da auf Grund der Akten davon auszugehen ist, dass Einkommensschwankungen primär konjunkturell bedingt sind und nicht durch gesundheitliche Veränderungen. 6.2 Für die Jahre 1991-1994 betrug das vom Beschwerdeführer in der Befragung vor Vorinstanz zu Protokoll gegebene und nicht bestrittene durchschnittliche Invalideneinkommen Fr. 36'326.-. Dass das kantonale Gericht Gewinnungskosten in der Höhe von 15 % berücksichtigte, ist angemessen, da der Beschwerdeführer selber angibt, keine Verwaltungskosten gehabt zu haben. Bei einem durchschnittlichen auf ein Jahr umgerechneten Valideneinkommen von Fr. 67'492.- für die Jahre 1991-1992 sowie einem durchschnittlichen Invalideneinkommen von Fr. 36'326.- für die Jahre 1991-1994 und einem Einkommensabzug für Gewinnungskosten von 15 % errechnet sich ein Invaliditätsgrad von 54 % für die Jahre 1991-1994. Deshalb behält der Beschwerdeführer ab 1. Juli 1991 bis 31. Dezember 1994 den Anspruch auf eine halbe Invalidenrente. 6.3 Die Anschaffung des Transporters im Januar 1995 und der dadurch bedingte erhöhte Abschreibungsbedarf rechtfertigen es, für die Jahre 1995-1998 höhere Gewinnungskosten von 20 % zu berücksichtigen. Die Beschwerdegegnerin hat zutreffend begründet, warum hier nicht ein vom Beschwerdeführer für das Transportgewerbe geltend gemachter Wert berücksichtigt werden könnte. So hat der Beschwerdeführer auch Hauswart-, Reinigungs- und Umgebungsarbeiten ausgeführt und seine beiden Fahrzeuge privat benutzt, ohne das Ausmass dieser Verwendung aufzuzeichnen. Entgegen der vorinstanzlichen Würdigung ist aber die Mitarbeit von F.________ für die Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers nicht als weitgehend unbedeutend einzuschätzen, erfolgte sie doch während eines halben Jahres an fünf Tagen pro Woche. Der Beschwerdeführer übernahm während dieser Zeit Kosten für Wohnen (Fr. 4'200.-), Lebenshaltung (Fr. 6'000.-) und Taschengeld (Fr. 3'000.- bis 4'000.-). Darum sind vom Invalideneinkommen des Jahres 1995 rund Fr. 13'000.- als Anteil F.________ abzuziehen. Allerdings erzielte der Beschwerdeführer auch 1996, als F.________ nicht mehr intensiv mithalf, immer noch ein beinahe doppelt so hohes Einkommen wie das Durchschnittseinkommen der Jahre 1991-1994. Die Mitarbeit von F.________ fiel beim Einkommen also nicht entscheidend ist Gewicht. Auch bei deren Berücksichtigung (nur 1995) und trotz Anschaffung des Transporters liegt damit der Invaliditätsgrad ab 1995 bei Anrechnung der vom Beschwerdeführer in der Befragung vor Vorinstanz nicht bestrittenen Einkommen jeweils deutlich unter der Anspruchsgrenze von 40 % (1995: 27 %; 1996: 26 %; 1997 [Invalideneinkommen aufgerechnet auf das ganze Jahr]: 18 %). Dies ist auch unter der Annahme von Gewinnungskosten im Umfang von 25 % der Fall. Aus diesem Grunde fällt der Anspruch auf eine Invalidenrente ab dem 1. Januar 1995 für den vorliegend zu beurteilenden Zeitraum (revisionsweise Aufhebung per 31. Mai 1998 gemäss Verfügung Nr. 9389 der IV-Stelle Nidwalden vom 24. April 1998; vgl. oben Erw. 1) dahin.