Citation: 1C_441/2020 E. 2.4.1

2.4.1. Die von der Gutachterin festgestellten erheblichen kognitiven Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers betreffen gemäss den Ausführungen der Vorinstanz die Aufmerksamkeit, die Konzentration, die Aufnahmefähigkeit sowie das Erfassen und Verarbeiten von Sinneseindrücken innert nützlicher Frist. Das uneingeschränkte Vorhandensein dieser Elemente ist für das sichere Führen eines Motorfahrzeugs unabdingbar. Nach der Durchführung des ersten Teils des Tests betreffend die Überprüfung der Frontalhirn-Leistungsfunktion des Beschwerdeführers kam die Gutachterin zum Schluss, dass die genannten wichtigen kognitiven Voraussetzungen beim Beschwerdeführer nicht mehr bzw. nur noch eingeschränkt vorhanden sind. Dem Gutachten kann entnommen werden (Art. 105 Abs. 2 BGG), dass der Beschwerdeführer bereits bei den ersten Übungen deutlich überfordert war und plan- und konzeptlos wirkte. Die Gutachterin verzichtete deshalb auf die Durchführung des zweiten Teils, da sie eine ärztlich begleitete Kontrollfahrt nach den Resultaten des ersten Teils als nicht mehr vertretbar erachtete. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist es bei dieser Sachlage nicht zu beanstanden und somit nicht willkürlich, dass die Gutachterin den Test vorzeitig abgebrochen hat und sich die Vorinstanz darauf beschränkte, seine Fahruntauglichkeit aufgrund des geschilderten Verlusts wichtiger kognitiver Fähigkeiten zu beurteilen. Der Einwand, der Beschwerdeführer hätte seine Fahrtauglichkeit aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit in der Transportbranche sowie seines tadellosen automobilistischen Leumunds anlässlich der begleiteten Probefahrt im zweiten Testteil unter Beweis stellen können, spricht nicht gegen die vorinstanzliche Würdigung des Gutachtens, ist doch bereits eine uneingeschränkte kognitive Leistungsfähigkeit für die Teilnahme am motorisierten Strassenverkehr unverzichtbar. Das Gutachten ist auch nicht als unvollständig zu qualifizieren, weil die Gutachterin - deren Kompetenz der Beschwerdeführer nicht in Frage stellt - auf die Durchführung der Probefahrt verzichtete, stand doch die Fahruntauglichkeit aufgrund der offensichtlichen Überforderung des Beschwerdeführers im ersten Testteil aus verkehrsmedzinizischer Sicht bereits fest.