Citation: 1C_68/2022 E. 2.2

2.2. Dass diese allgemeinen rechtlichen Erwägungen der Vorinstanz bundesrechtswidrig sein sollen, macht die Beschwerdeführerin nicht geltend und ist auch nicht ersichtlich. So ist nach der Rechtsprechung die fehlende oder mangelhafte Profilierung eines Bauvorhabens nach Treu und Glauben unverzüglich geltend zu machen, sobald dieser formelle Mangel von der betroffenen Person erkannt werden konnte (Urteil 1A.114/2001 vom 14. März 2002 E. 4.1 mit Hinweis). Zudem erachtete das Bundesgericht es als zulässig, dass im Fall der "hinkenden Rechtskraft" einer bereits erteilten Baubewilligung grundsätzlich nicht die Neueröffnung des Einspracheverfahrens durch nachträgliche Publikation des Baugesuchs verlangt werden kann, sondern Beschwerde gegen die Baubewilligung geführt werden muss (Urteil 1C_217/2010 vom 3. Februar 2011 E. 2.3.2 mit Hinweis).