Citation: 2C_836/2021 E. 6.3.2

6.3.2. Das öffentliche Interesse am Widerruf seiner Niederlassungsbewlligung EU/EFTA erweist sich folglich entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers als gewichtig. Überwiegende private Interessen sind dabei nicht ersichtlich: Der Beschwerdeführer hält sich seit knapp 20 Jahren in der Schweiz auf; entsprechend hat er ein grosses privates Interesse am weiteren Verbleib hier. Gemäss den vorinstanzlichen Feststellungen entspricht seine soziale Integration dem, was nach einer solchen Aufenthaltsdauer erwartet werden kann. Im Rahmen einer Gesamtbetrachtung kann indes nicht von einer erfolgreichen Integration gesprochen werden: Der Beschwerdeführer wurde über die gesamte Anwesenheitsdauer immer wieder straffällig und in wirtschaftlicher Hinsicht hat er sich erheblich verschuldet. Insofern ist auch nicht nachvollziehbar, wenn der Beschwerdeführer seine Bedeutung für den Wirtschaftsplatz Schweiz hervorheben will. In familiärer Hinsicht kann die Aufenthaltsbeendigung zu einer unter Art. 8 EMRK relevanten Trennung der Mitglieder der Kernfamilie führen, wobei dies insbesondere dem Interesse des Sohnes widerspricht, mit beiden Elternteilen aufwachsen zu können. Wie die Vorinstanz jedoch richtig festhält, ist es im Verhältnis zu Deutschland vergleichsweise gut möglich, die familiären Beziehungen durch gegenseitige Besuche aufrechtzuerhalten. Zusätzlich bieten elektronische Kommunikationsmittel dem Beschwerdeführer die Möglichkeit, den Kontakt zu seinem Sohn und seiner Ehefrau von Deutschland aus zu pflegen (vgl. Urteile 2C_410/2021 vom 4. November 2021 E. 4.5.2; 2C_818/2018 vom 25. November 2019 E. 4.4-4.7). Eine gelebte Beziehung zu seinen zwei weiteren in der Schweiz wohnhaften Kindern aus seiner früheren Ehe stellte die Vorinstanz nicht fest. Schliesslich sind auch keine Umstände ersichtlich, die eine Wiedereingliederung in Deutschland für den Beschwerdeführer als unzumutbar erscheinen lassen würden.