Citation: 6B_538/2024 E. 7.2

7.2. Der Beschwerdeführer bringt vor, I.________ sei zuvor in eine andere Auseinandersetzung verwickelt gewesen, bei der er sich die Messerverletzung zugezogen habe und sei erst nach einem Kleiderwechsel mit dem Beschwerdeführer aneinandergeraten. Dies ergebe sich insbesondere daraus, dass die Polizei im Rahmen der von ihr beobachteten Auseinandersetzung keinen Messerstich gesehen habe. Damit legt der Beschwerdeführer seine Sicht der Dinge dar, ohne sich hinreichend mit den vorinstanzlichen Erwägungen auseinanderzusetzen. So hat die Vorinstanz insbesondere aufgezeigt, dass die anwesenden Polizisten, welche die Schlägerei aus 35 bis 40 Meter beobachtet haben, den Einsatz des Messers sowie den Wechsel des T-Shirts nicht erkannt haben, da ihre Anwesenheit in erster Linie der Räumung der Soundanlage gedient habe und ihre Aufmerksamkeit nicht ausschliesslich der Auseinandersetzung gewidmet worden sei. Weswegen diese Erwägung geradezu unhaltbar wäre, ist nicht ersichtlich. Dasselbe gilt hinsichtlich der vorinstanzlichen Würdigung der den Beschwerdeführer belastenden Aussagen von I.________. Der Beschwerdeführer plädiert diesbezüglich frei wie in einem Berufungsverfahren und verkennt damit die Kognition des Bundesgerichts, weswegen auf seine Ausführungen nicht einzugehen ist. Ferner bringt der Beschwerdeführer vor, die Vorinstanz habe die Unschuldsvermutung verletzt, indem sie auf ein weiteres gegen ihn geführtes Verfahren Bezug genommen habe, das erst nach dem vorinstanzlichen Urteil vom 1. November 2022 eröffnet worden sei und in dem er die gegen ihn erhobenen Vorwürfe bestreite. Die Vorinstanz hat diesbezüglich den gegen den Beschwerdeführer erhobenen Vorwurf aufgeführt sowie seine zu Protokoll gegebenen Aussagen zusammengefasst. Dass der Beschwerdeführer die Vorwürfe bestreitet und das Verfahren nicht rechtskräftig abgeschlossen ist, geht daraus ohne Weiteres hervor. Im Rahmen der Beweiswürdigung hat die Vorinstanz im Übrigen nicht auf das vom Beschwerdeführer vorgebrachte Verfahren abgestellt. Inwiefern die Vorinstanz damit den Grundsatz "in dubio pro reo", dem im Verfahren vor Bundesgericht als Beweiswürdigungsregel keine über das Willkürverbot hinausgehende Bedeutung zukommt (vgl. BGE 148 IV 409 E. 2.2 mit Hinweisen), verletzt haben soll, ist nicht ersichtlich. Die Vorinstanz ging angesichts der Beweislage, insbesondere der Aussagen von I.________ sowie der Polizei, willkürfrei davon aus, dass keine erheblichen Zweifel an der Täterschaft des Beschwerdeführers bestehen. Entsprechend durfte sie auf die Abnahme weiterer Beweise, insbesondere die vom Beschwerdeführer beantragte Einvernahme von J.________, verzichten. Schliesslich ist der Einwand des Beschwerdeführers, er habe mangels Schulbildung keine Kenntnis des mit dem Messerstich eingegangenen Risikos gehabt, unbehelflich. Unter Berücksichtigung des dargelegten Tatgeschehens konnte die Vorinstanz willkürfrei davon ausgehen, dass der Beschwerdeführer Kenntnis des damit eingegangenen Risikos lebensbedrohlicher bzw. dauerhaft schädigenden Verletzungen hatte. Auf die zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Urteil kann verwiesen werden (Urteil S. 29-41; Art. 109 Abs. 3 BGG). Insgesamt plädiert der Beschwerdeführer wie dargelegt frei wie in einem Berufungsverfahren, wobei seine Ausführungen nicht über appellatorische Kritik hinausgehen. Seine Vorbringen gegen die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung und Beweiswürdigung erweisen sich als unbegründet, soweit sie den qualifizierten Begründungsanforderungen genügen.