Citation: 6B_141/2022 E. 2.1

2.1. Hinsichtlich des Schuldspruchs wegen Vergewaltigung rügt der Beschwerdeführer eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung, die Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" und des Untersuchungsgrundsatzes. Im Wesentlichen bringt er vor, der Vorwurf basiere einzig auf den Aussagen der Beschwerdegegnerin 2, welche sich immer weiter in Widersprüche verwickelt habe. Die Feststellung der Vorinstanz, wonach es sich um "einzelne", "kleine" und "nebensächliche" Abweichungen handle, sei willkürlich, da es vielmehr zahlreiche, zentrale und massive Abweichungen seien. Die Beschwerdegegnerin 2 habe, auf Widersprüche in ihrem Aussageverhalten angesprochen, keine schlüssige Antwort zu liefern vermocht. Sie habe sich betreffend Kerngeschehen immer weiter von ihrer ursprünglichen Version entfernt und könne den Zeitraum überhaupt nicht eingrenzen, spreche einmal von Frühling 2014 und ein anderes Mal von Herbst 2015. Entgegen der Feststellung der Vorinstanz habe die Beschwerdegegnerin 2 ihre Motivation für die Anzeige des Beschwerdeführers, ihn vom gemeinsamen Sohn zu trennen, in aller Deutlichkeit angegeben. Indem es die Vorinstanz unterlasse, bezüglich der verzerrten Wahrnehmung der Beschwerdegegnerin 2 sachdienliche Beweise abzunehmen und Akten beizuziehen, verletze sie Art. 6 StPO. Im Gegensatz zu den widersprüchlichen Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 habe er den Sachverhalt konsequent bestritten. Die Vorinstanz komme in willkürlicher Weise zum Schluss, dass sich der Vergewaltigungsvorwurf gemäss Anklage zugetragen habe. Auch sei die Unschuldsvermutung verletzt, da wegen den vielen Widersprüchen in den Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 und deren deutlichen Motivation erhebliche Zweifel hinsichtlich der Erfüllung der objektiven und subjektiven Tatbestandsmerkmale bestünden, sodass er freizusprechen sei (Beschwerde S. 5 ff.).