Citation: 5C.249/2006 08.12.2006 E. 2

2.1 Das Bundesgericht ist im Berufungsverfahren an die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz gebunden, sofern sie nicht offensichtlich auf einem Versehen beruhen, unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zustande gekommen sind (Art. 63 Abs. 2 OG) oder zu ergänzen sind (Art. 64 OG). Ansonsten gelten Vorbringen, die über die tatsächlichen Feststellungen im angefochtenen Urteil hinausgehen, als unzulässig (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 115 II 484 E. 2a S. 485; 126 III 187 E. 2a S. 188). 2.1.1 Von vornherein unzulässig sind somit die Vorbringen, zwischen Vater und Sohn sei ein gutes Verhältnis nicht mehr wieder herzustellen, wobei der Beklagte die Entwicklung der Beziehung aus seiner Sicht darlegt. Auf diese Darstellung kann nicht eingetreten werden, soweit sich diese nicht aus dem angefochtenen Urteil ergibt. 2.1.2 Was die (angeblich vergessene bzw. nicht berücksichtigte) Rückerstattung der Krankenkasse anbelangt, wird nicht dargetan, dass der Sachverhalt diesbezüglich lückenhaft festgestellt wurde (Art. 64 Abs. 1 OG). Eine Berücksichtigung dieser Tatsachen würde voraussetzen, dass entsprechende Behauptungen und Beweismittel im kantonalen Verfahren vorgebracht worden sind. Da dies vom Beklagten jedoch nicht dargelegt wird, gelten diese Vorbringen als neu und sind damit unzulässig (BGE 130 III 102 E. 2.2). Dasselbe gilt für die Position Kinderzulagen. 2.1.3 Ebenfalls nicht eingetreten werden kann auf die Einwände, Kinder, welche hart gegen ihre Eltern vorgingen, sollten nicht vom Staat bzw. von der Justiz geschützt werden. Da er die Familie verlassen habe, habe der Kläger die Hemmschwelle gegenüber seinem Vater verloren. Da diese und die weiteren in diesem Zusammenhang gemachten allgemeinen Vorbringen mit dem angefochtenen Urteil nichts zu tun haben, kann darauf nicht eingetreten werden. 2.1.4 Sodann rügt der Beklagte, es treffe nicht zu, dass er in der Berufungseingabe vom 29. November 2005 von dem in der Berufungserklärung vom 4. Oktober 2005 gestellten Antrag, es sei festzustellen, dass er gegenüber seinen anderen Kindern nach Abschluss ihrer Lehre von jeglichen Unterhaltsverpflichtungen befreit sei, abgewichen sei. Abgesehen davon, dass die angeblich falsche Feststellung mit staatsrechtlicher Beschwerde hätte bemängelt werden müssen (BGE 129 III 750 E. 2.2), ist nicht ersichtlich, inwieweit die beklagtische Darstellung, sollte sie zutreffen, auf den Ausgang des Verfahrens hätte Einfluss haben können. Auch darauf kann nicht eingetreten werden. 2.1.5 Nicht zu hören ist im Berufungsverfahren zudem die Rüge, das Obergericht sei nicht auf das Plädoyer des Beklagten eingegangen, sondern habe sich vollumfänglich auf das Urteil der Bezirksgerichtlichen Kommission Arbon abgestützt. Dieser Vorwurf könnte die Frage des rechtlichen Gehörs beschlagen (Art. 29 Abs. 2 BV), was ebenfalls nur im Rahmen einer staatsrechtlichen Beschwerde hätte vorgebracht werden können.