Citation: 4A_178/2023 E. 6.4.2

6.4.2. Diese Kritik verfängt nicht: Massgebend ist, welches der sich dem schweizerischen Publikum aufdrängende Sinngehalt ist und ob dieses das Zeichen ohne gedankliche Zwischenschritte als beschreibend (mithin nicht als betrieblichen Herkunftshinweis) wahrnimmt. Dass dies bei jenen beanspruchten Waren der Fall ist, bei denen es entscheidend um die bildliche Wiedergabe, die Bildqualität sowie visuelle Gestaltungsarten und -mittel geht, hat die Vorinstanz unter Hinweis auf die Deutung als "Tiefenschärfe der bildlichen Wiedergabe" nachvollziehbar dargelegt. Dies gilt namentlich für Kameras aller Art, aber auch für die erwähnten Virtual-Reality-Brillen und 3D-Brillen; ferner für "Tablet-Computer", "Smartwatches", "Smartbrillen", "tragbare Lesegeräte für elektronisch gespeicherte Buchinhalte", "Computerspielesoftware", "herunterladbare aufgezeichnete Video- und Multimediainhalte", "Monitore, Bildschirme, am Kopf befestigte Displays", "'Virtual Reality und Augmented Reality'-Displays und -Headsets", "Augmented-Reality-Brillen", "Fernseher", "Fernsehempfänger und Fernsehmonitore" sowie "interaktive Touchscreens". Das strittige Zeichen beschreibt unmittelbar und - zumindest für den mit elektronischen Geräten und insbesondere mit Kameras sowie Bildschirmen vertrauten Abnehmer - leicht verständlich eine Eigenschaft dieser Produkte. Das Bundesverwaltungsgericht hat diesbezüglich zutreffend darauf hingewiesen, dass das Adjektiv "true" eine qualitative, anpreisende - beinahe reklamehafte - Aussage vermittelt, welche den beschreibenden Charakter des Zeichens in Bezug auf diese Waren in besonderer Weise verstärkt. Ob die Kombination der beiden Begriffe "true" und "depth" in dieser Form aus einer Perspektive der englischen Sprache Sinn ergibt respektive den Regeln der englischen Sprache entspricht, ist im Übrigen nicht entscheidend (vgl. Urteil 4A_500/2022 vom 28. März 2023 E. 6.3 mit Hinweis).