Citation: 8C_774/2023 E. 3.1

3.1. Das kantonale Gericht stützte sich zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im Wesentlichen auf das polydisziplinäre ABI-Gutachten vom 4. Januar 2022, dem es Beweiskraft zumass. Dieses attestiert der Beschwerdeführerin eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Pflegehilfe. Ebenso sei sie ab der ersten Ellbogenoperation im März 2019 bis postoperativ sechs Monate nach dem dritten Eingriff am rechten Ellbogen, das heisst bis Ende September 2020, für die Ausübung sämtlicher Tätigkeiten arbeitsunfähig gewesen. Für die darauf folgende Zeit mutet ihr das Gutachten die Ausübung einer angepassten Tätigkeit im Umfang von 100 % wieder zu. Gestützt auf eine Einschätzung des Regionalen Ärztlichen Diensts (RAD) vom 16. Februar 2023 hielt das kantonale Gericht zudem fest, die Beschwerdegegnerin habe einer zwischen Begutachtungszeitpunkt und Erlass der angefochtenen Verfügung eingetretenen Verschlechterung am linken Ellbogen durch die Anpassung des Leistungsprofils und der um 20 % eingeschränkten Leistungsperformance hinreichend Rechnung getragen. Die Beschwerdeführerin wirft dem kantonalen Gericht vor, es habe, Bundesrecht verletzt, indem es das polydisziplinäre Gutachten der ABI als beweiskräftig erachtete. So seien weder das neurologische noch das orthopädische Teilgutachten für die streitigen Belange umfassend; sie seien nicht in Kenntnis aller wesentlichen Vorakten erfolgt und setzten sich nicht genügend mit den abweichenden Auffassungen der behandelnden Spezialisten auseinander. Zudem habe die Vorinstanz die Beweiskraft der Stellungnahme des RAD vom 16. Februar 2023 zu Unrecht bejaht.