Citation: 9C_572/2023 E. 4.5.1

4.5.1. Zu fragen ist nach dem Dargelegten jeweils, ob die Beeinträchtigungen in der gutachterlich attestierten Arbeitsunfähigkeit vollständig abgebildet werden und darüber hinaus keine erheblichen Auswirkungen auf den erzielbaren Lohn zu gewärtigen sind. Im Sinne der vorstehend zitierten Rechtsprechung relevante Auswirkungen bestehen bei der Beschwerdeführerin in mehrerer Hinsicht: Gemäss dem von den Gutachtern der medexperts AG definierten Belastungsprofil ist die Beschwerdeführerin auch bei Ausübung körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeiten eingeschränkt. So sind ihr, wie hiervor beschrieben (vgl. E. 3.1), selbst leichte bis mittelschwere Verrichtungen nurmehr wechselbelastend, primär sitzend, ohne ausschliessliches Stehen oder Gehen, ohne repetitive Überkopfarbeiten und ohne Wirbelsäulenzwangshaltungen zumutbar; zudem sollten die betreffenden Tätigkeiten idealerweise kurze, selbstständig einteilbare Arbeitszeiten sowie eine Flexibilität der Belastung je nach Gesundheitszustand erlauben. Daraus ergeben sich Nachteile, die sich - anders als von der Beschwerdegegnerin angenommen - selbst im Rahmen eines gesundheitlich bedingt bereits reduzierten Pensums bemerkbar machen, zumal das Arbeitsumfeld und die betrieblichen Abläufe den besonderen Anforderungen Rechnung zu tragen haben. Eine Berücksichtigung all dieser Faktoren in Form einer Korrektur des Tabellenlohns bedeutet mithin keine doppelte (und damit ungerechtfertigte) Anrechnung im Sinne von BGE 148 V 174 E. 6.3. Vielmehr fängt eine Reduktion des zumutbaren Pensums (entsprechend der attestierten Arbeitsunfähigkeit in leidensangepassten Tätigkeiten) die erwähnten Einschränkungen in ihrer Gesamtheit nicht vollständig auf, sodass sich diese auch unter Beachtung der quantitativen und qualitativen Vorgaben weiterhin nachteilig manifestieren. In arbeitsmarktlicher Hinsicht sind entsprechende Auswirkungen beim erzielbaren Lohn zu gewärtigen.