Citation: 2C_534/2022 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung von Art. 8 EMRK in Bezug auf das Familienleben mit seiner Ehegattin. Er bringt im Wesentlichen vor, seine fast 60-jährige Ehegattin sei gesundheitlich angeschlagen und habe keine Beziehung mehr zu ihrem Geburtsland Kongo, weshalb es ihr nicht zumutbar sei, mit ihm in den Kongo auszureisen. Er werde seine Ehegattin aufgrund seiner prekären finanziellen Verhältnisse und seines schlechten Gesundheitszustandes vom Kongo aus nicht mehr in der Schweiz besuchen können. Seine Wegweisung würde deshalb faktisch das Ende seiner intakten Ehe bedeuten. Bezüglich seines strafrechtlichen Leumundes sei zu berücksichtigen, dass sechs von neun Verurteilungen dermassen weit zurück lägen, dass sie nicht mehr im Strafregister eingetragen seien, während die letzten drei Delikte nicht schwerwiegender Natur seien. Insgesamt überwögen deshalb seine privaten Interessen bzw. diejenigen seiner Ehefrau an seinem Verbleib in der Schweiz das öffentliche Interesse an der Beendigung seines Aufenthalts.