Citation: 6B_1029/2016 E. 3.2.4

3.2.4. Es ist nicht ersichtlich, was aus den zwei der Beschwerde beigelegten (oben E. 3.1.1; betr. "unechte Noven" Urteil 6B_1313/2015 vom 29. November 2016 E. 2.3.2) Zulassungszertifikaten aus den Jahren 2006 (betr. Lasergeschwindigkeitssystem Riegl FG21-P bestehend aus Geschwindigkeitsmesssystem Riegl FG21-P und Digitalkamera Sony) und 2008 (betr. Videorekorder Sony GV-HD700 [die keine Nacheichung bedingt] zu Laser-Geschwindigkeitssystem Riegl FG21-P) für die vorliegende Fragestellung der gültigen Eichung des eingesetzten Messmittels abzuleiten wäre. Die Zulassungszertifikate belegen, dass diese Systeme ("die folgende Bauart") "zur Eichung zugelassen" sind. Auf S. 10 des Gutachtens wird ausgeführt, dass Videokamera und Bildverarbeitungseinheit keine Originalbestandteile dieses Lasergeschwindigkeitsmessgeräts sind, sondern erst für die Verwendung in der Schweiz ergänzend zugebaut wurden (Urteil 6B_20/2014 vom 14. November 2014 E. 6.4). Dass für die in casu relevante Digitalkamera ein spezifisches Eichzertifikat in den Akten liegen müsste (Beschwerde S. 13), wird mit diesen Einwänden nicht stichhaltig begründet. Allerdings werden auf S. 2 der "Beilage zu Zulassungszertifikat" (2006) das Geschwindigkeitsmesssystem Riegl FG21-P und die Digitalkamera Sony als "eichtechnisch relevant" bezeichnet. Am Ende dieser Beilage (S. 5) wird unter Ziff. 3.4 "Kennzeichnung" festgehalten, das "Geschwindigkeitsmesssystem Riegl FG21-P" sei mit einem Bezeichnungsschild zu versehen. Das Messmittel wird hier als "Geschwindigkeitsmesssystem" und im erwähnten Art. 3 Abs. 1 lit. a Geschwindigkeitsmessmittel-Verordnung als "Messsystem" bezeichnet. Das massgebende Eichzertifikat enthält für das in casu verwendete Messsystem die "Kennzeichnung": "Eichmarke METAS 02/15". Die Parteibehauptung hindert nicht anzunehmen, dass der Gutachter als zuständiger Bereichsleiter METAS das Gutachten in Kenntnis der Zertifizierungspraxis erstellte.