Citation: 7B_800/2024 E. 4.1

4.1. Die kantonale Beschwerdeschrift des Beschwerdeführers enthielt keine Begründung; er beantragte, es sei ihm wegen eines bevorstehenden Spitaleingriffs zu gestatten, seine Beschwerdebegründung bis Ende Mai 2024 nachzureichen. Am 26. März 2024 teilte die Verfahrensleitung der Vorinstanz dem Beschwerdeführer mit, dass Beschwerden grundsätzlich innert der zehntägigen Beschwerdefrist einzureichen seien und dass die Beschwerdefrist nicht erstreckt werden könne. Zudem wurde er über die Voraussetzungen einer Wiederherstellung der Frist gemäss Art. 94 Abs. 1 und 2 StPO orientiert. Mit Eingabe vom 24. April 2024 reichte der Beschwerdeführer bei der Vorinstanz eine begründete Beschwerdeschrift ein, worin er sinngemäss das Gesuch um Wiederherstellung der Beschwerdefrist stellte. Dem Schreiben lag ein Arztzeugnis bei, wonach der Beschwerdeführer vom Ablauf einer "10-tägigen Schriftsatzfrist" berichtet habe, die für ihn aufgrund seiner Schwerstbehinderung nebst Spitalaufenthalt nicht einzuhalten gewesen sei. Beides werde bestätigt. Die Vorinstanz hält im angefochtenen Beschluss fest, damit eine Fristversäumnis als unverschuldet gelten könne, müsse eine Erkrankung die rechtsuchende Person davon abhalten, selbst innert Frist zu handeln oder eine Drittperson mit der Vornahme der Prozesshandlung zu betrauen. Dass dem so sei, müsse mit Arztzeugnissen belegt werden, wobei die blosse Bestätigung eines Krankheitszustands zur Anerkennung eines Hindernisses nicht genüge. Das im vorliegenden Fall eingereichte Arztzeugnis treffe keine Aussage zur Frage, ob es dem Beschwerdeführer möglich gewesen wäre, eine Drittperson mit der Einreichung einer begründeten Beschwerde zu beauftragen. In Frage käme etwa die Ehefrau des Beschwerdeführers, die beim Vorfall, der Anlass für die vom Beschwerdeführer eingereichte Strafanzeige gebildet habe, zugegen gewesen sei. Vielmehr deute der Umstand, dass es dem Beschwerdeführer trotz Schwerstbehinderung möglich gewesen sei, das allem Anschein nach selbständig formulierte Schreiben vom 14. März 2024 einzureichen, darauf hin, dass es ihm auch möglich gewesen wäre, eine Drittperson mit der Ausarbeitung einer zumindest die wesentlichen Argumente enthaltenden Beschwerdeschrift zu beauftragen. Angesichts dessen sei nicht glaubhaft gemacht, dass den Beschwerdeführer an der versäumten Einreichung einer Beschwerdebegründung kein Verschulden im Sinne von Art. 94 Abs. 1 StPO treffe, weshalb auf die Beschwerde infolge Verspätung nicht einzutreten sei.