Citation: K 86/00 27.09.2000 E. 1

1.- a) Der angefochtene Entscheid geht richtig davon aus, dass eine Kostenübernahmepflicht für den Aufenthalt in der Höhenklinik X.________ vom 8. bis 29. Juni 1999 im Rahmen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung eine Krankheit voraussetzt, die eine Akutbehandlung oder medizinische Rehabilitation unter Spitalbedingungen erforderlich macht. Spitalbedürftigkeit in diesem Sinne ist einerseits gegeben, wenn die notwendigen diagnostischen und therapeutischen Massnahmen nur in einem Spital zweckmässig durchgeführt werden können, andererseits aber auch, wenn die Möglichkeiten ambulanter Behandlung erschöpft sind und nur noch im Rahmen eines Spitalaufenthaltes Aussicht auf einen Behandlungserfolg besteht. Dabei kann eine Leistungspflicht für den Spitalaufenthalt auch bestehen, wenn der Krankheitszustand einen solchen nicht unbedingt erforderlich macht, die medizinische Behandlung jedoch wegen besonderer persönlicher Lebensumstände nicht anders als im Spital durchgeführt werden kann (RKUV 1998 Nr. KV 34 S. 289 Erw. 1, 1994 Nr. K 942 S. 185 f. Erw. 5a, je mit Hinweisen; vgl. auch BGE 124 V 362; ferner Eugster, Krankenversicherung, in: Schweizerisches Sozialversicherungsrecht [SBVR]/ Soziale Sicherheit, S. 69 ff. Rz 136 ff.). b) Im Lichte dieser Grundsätze ist mit dem vorinstanzlichen Richter aufgrund des Gesundheitszustandes gemäss Einweisungszeugnis vom 26. April 1999 und Bericht der Höhenklinik vom 7. Juli 1999 sowie der darin erwähnten, im Einzelnen durchgeführten Therapien und Untersuchungen eine Spitalbedürftigkeit zu verneinen. Daran vermögen die Ausführungen der Hausärztin im Bericht vom 29. Mai 2000 nichts zu ändern, zumal auch sie nicht geltend macht, die Verbesserung der Medikation und die Evaluation der Gesamtsituation seien nur unter Spitalbedingungen möglich gewesen. Wenn schliesslich Frau Dr. med. S.________ ausführt, die Versicherte sei alleinstehend und aufgrund ihres Alters und der verschiedenen Leiden oft der täglichen Belastung nicht gewachsen, ist zu beachten, dass von zugelassenen Organisationen der Krankenpflege und Hilfe zu Hause durchgeführte Massnahmen der Abklärung und Beratung, Untersuchung und Behandlung sowie der Grundpflege (Spitex-Leistungen) in bestimmtem Umfang durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung übernommen werden (vgl. Art. 7 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 KLV, Art. 51 KVV in Verbindung mit Art. 38 und Art. 35 Abs. 2 lit. e KVG).