Citation: 7B_981/2024 E. 1.4.7

1.4.7. Im Übrigen gilt es festzuhalten, dass selbst wenn vorliegend eine Beschwerdemöglichkeit gegen den Vollzug der im Vereinigten Königreich angeordneten Auslieferung bestünde, sich die Beschwerde als offensichtlich unbegründet erweisen würde. Die Rügen mit der ihm angeblich drohenden Staatenlosigkeit stützt der Beschwerdeführer auf die gleiche Argumentation, wie er sie bereits vor den britischen Behörden und dem EGMR erfolglos vorgetragen hat. Die vom Beschwerdeführer ins Recht gelegte übersetzte türkische Rechtsschrift belegt zudem, dass betreffend den Entzug seiner Staatsbürgerschaft noch kein rechtskräftiges Urteil vorliegt, sondern er insoweit den Rechtsmittelweg zu beschreiten gedenkt. Die geltend gemachte Staatenlosigkeit steht damit noch nicht fest und im Übrigen ist auch nicht klar, ob er sich im Falle des Verlusts seiner türkischen Staatsbürgerschaft nicht wieder auf die Staatsbürgerschaft seines Geburtslandes Indien berufen könnte. Wenn die Vorinstanz die kantonale Beschwerde bei dieser Sachlage im Rahmen einer summarischen Prüfung mit Blick auf eine allfällige Verletzung von Art. 8 EMRK als aussichtslos qualifiziert, verletzt dies von vornherein kein Bundesrecht. Namentlich ist es nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz die im Sinne einer vorsorglichen Massnahme beantragte Aussetzung bzw. Sistierung des Auslieferungsverfahrens mit dem Hinweis auf die Schwere der Tatvorwürfe und dem unmittelbar drohenden Eintritt der Verfolgungsverjährung abweist.