Citation: 8C_145/2010 31.05.2010 E. 3

Streitig und zu prüfen ist die Bemessung des versicherten Verdienstes für Taggeldleistungen, wobei sich die Parteien einzig uneinig darüber sind, ob vom bei der Skischule X.________ erzielten Bruttolohn pauschal ein Unkostenersatz im Umfang von 20 % in Abzug zu bringen ist, wovon Vorinstanz und Hotela ausgehen. 3.1 Der Beschwerdeführer wendet dagegen ein, er habe, wie aus dem Arbeitsvertrag mit der Skischule X.________ vom 31. Oktober 2006 klar hervorgehe, einen Bruttostundenlohn in der Höhe von Fr. 24.50 (Kollektiv- und Familienkurse, Privatstunden und weitere Arbeiten) und Fr. 38.- (Privatstunden am Wochenende) einschliesslich 8,33 % Ferienentschädigung mit der Arbeitgeberin vereinbart. Ein Pauschalabzug im Umfang von 20 % für Spesen, wie dies die Skischule X.________ gemäss den Lohnabrechnungen vorgenommenen habe, sei in keiner Weise arbeitsvertraglich vereinbart worden. Sämtliche Abzüge vom Bruttoeinkommen seien im Arbeitsvertrag abschliessend aufgezählt, weshalb ein solcher Spesenabzug unstatthaft sei. Er sei überdies für sämtliche Auslagen (u.a. Mietkosten, Skiausrüstung [ohne Skianzug], Essen, sowie Ski-Abonnementskosten) selber aufgekommen. 3.2 Das kantonale Gericht führte bereits aus, dass Unkostenentschädigungen nicht zum massgebenden Lohn gemäss Art. 5 Abs. 2 AHVG zählen, worunter Auslagen zu verstehen sind, die dem Arbeitnehmer bei der Ausführung seiner Arbeiten entstehen (Art. 7 Ingress und Art. 9 Abs. 1 AHVV). Diese dürfen, wie die Vorinstanz ebenfalls korrekt erwog, dann in Abzug gebracht werden, wenn sie mindestens 10 % des ausbezahlten Lohnes betragen. Wie sich aus den Akten ergibt und unbestritten ist, zog die Skischule X.________ bei der Lohnabrechnung jeweils einen Unkostenersatz in der Höhe von 20 % vom Bruttolohn ab (vgl. Lohnabrechnung Januar 2007), was einer generellen Mitteilung der Ausgleichskasse Hotela an die ihr angeschlossenen Ski- und Snowboardschulen entspricht. Der Beschwerdeführer gibt sodann an, er sei jeweils für die Unkosten für Miete, Skiausrüstung, Essen, Skilift-Abonnemente selber aufgekommen, sodass diese Spesen auch tatsächlich angefallen sind. Dass der 20%ige Pauschalbetrag seine tatsächlichen Unkosten überstiegen hätte, wird nicht geltend gemacht, weshalb auch die massliche Festsetzung der Unkostenpauschale, die sich an der für Musiker, Künstler und Artisten getroffenen Regelung orientiert, wonach bis zu 20 % des Entgelts als Unkostenersatz angesehen werden können (Rz. 4067 f. der Wegleitung des BSV über den massgebenden Lohn in der AHV, IV und EO [WML]; Stand Januar 2007), zu keinen Beanstandungen Anlass gibt. Ebensowenig wird eingewendet, die Arbeitgeberin hätte Unkosten getrennt vom Lohn vergütet. Wenn die Hotela Ausgleichskasse demnach die ihr angeschlossenen Ski- und Snowboardschulen anwies, da die Ermittlung der effektiv anfallenden Spesen jeden einzelnen Arbeitnehmers, die oft nur kurz im Einsatz sind, zu aufwändig wäre, die Berufsauslagen pauschal auf 20 % festzusetzen, ist dies nicht zu bemängeln. Daran ändert auch nichts, dass im Arbeitsvertrag (vom 31. Oktober bzw. 3. November 2006) einzig die einzelnen Sozialversicherungsabzüge aufgeführt wurden und über eine Spesenentschädigung keine ausdrückliche Regelung enthalten ist, zumal der Beschwerdeführer, wie seinen Einwendungen zu entnehmen ist, nie davon ausgegangen war, zusätzlich zum vereinbarten Lohn eine Spesenentschädigung von der Arbeitgeberin zu erhalten. Damit bestand Einigkeit darin, dass er die mit seiner Eigenschaft als Snowboardlehrer anfallenden Unkosten mit einem Teil seines vereinbarten Lohnes zu begleichen hatte, was den Lohnabrechnungen der Schule entspricht. Nach dem Gesagten ist der angefochtene Entscheid rechtens.