Citation: I 616/00 14.09.2001 E. 2

2.- Der Beschwerdeführer macht des Weitern einen Anspruch auf Parteientschädigung für das vorinstanzliche Verfahren geltend, da ihm die IV-Stelle mit Rentenbeschluss vom 3. Mai 1999 entsprechend seinem Eventualantrag wiedererwägungsweise eine ordentliche halbe Invalidenrente anstelle einer Härtefallrente zugesprochen und er insoweit obsiegt habe. a) Einer Beschwerde im Sozialversicherungsbereich kommt von Bundesrechts wegen Devolutiveffekt zu, was bedeutet, dass die Verwaltung die Verfügungsgewalt über den Streitgegenstand verliert, sobald er beim kantonalen Gericht rechtshängig geworden ist. Art. 58 Abs. 1 VwVG (vgl. die dazu ergangene Rechtsprechung in SVR 1996 IV Nr. 93 S. 283 Erw. 4b/aa; ZAK 1992 S. 117 Erw. 5a mit Hinweisen; zur Anwendbarkeit von Art. 58 VwVG auf das Verfahren letzter kantonaler Instanzen vgl. BGE 103 V 109 Erw. 2a), wonach die Verwaltung die angefochtene Verfügung bis zu ihrer Vernehmlassung an die Beschwerdeinstanz in Wiedererwägung ziehen kann, durchbricht die absolute Geltung dieses Grundsatzes in dem Sinne, als die Devolutivwirkung bis zur Einreichung der vorinstanzlichen Vernehmlassung hinausgeschoben wird (Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl. , Bern 1983, S. 189 f.). Verfügungen, die erst nach Einreichung der Vernehmlassung lite pendente erlassen werden, kommt bloss der Charakter eines Antrages an das Gericht zu; sie werden von der Rechtsprechung als nichtige Verfügungen betrachtet (RKUV 1989 Nr. U 80 S. 379 Erw. 1; vgl. auch BGE 109 V 236 Erw. 2). b) Die IV-Stelle hat bis zum Zeitpunkt der Einreichung ihrer vorinstanzlichen Vernehmlassung keine anfechtbare Verfügung betreffend den Anspruch auf eine ordentliche halbe Invalidenrente erlassen. Die dem kantonalen Gericht zur Kenntnis gebrachte Mitteilung des Rentenbeschlusses vom 3. Mai 1999 stellt mithin bloss einen Antrag an das Gericht dar, an welchen die Beschwerdeinstanz nicht gebunden ist (Art. 85 Abs. 2 lit. d AHVG in Verbindung mit Art. 69 IVG). Nachdem die vorinstanzliche Prüfung des Anspruchs auf ein ganze Invalidenrente ergab, dass es aufgrund des ermittelten Invaliditätsgrades von weniger als 50 % beim Anspruch auf eine Härtefallrente bleiben musste und die Beschwerde dementsprechend abzuweisen war, wurde dem in allen Punkten unterliegenden Beschwerdeführer zu Recht keine Parteientschädigung zugesprochen.