Citation: 5P.300/2000 13.10.2000 E. 2

2.- a) Das Kassationsgericht hat die Rüge des Beschwerdeführers, das Obergericht habe die Dispositionsmaxime verletzt, weil die Beschwerdegegnerin die Verurteilung zur Zahlung von US$ 8'277'277.-- sowie 11 Mio. Franken je zuzüglich Zins anbegehrt hatte, er indessen zur Zahlung von 8 Mio. US-Dollar zuzüglich Zins und Verzugsfolgen Zug um Zug gegen die Aushändigung gewisser Aktien verpflichtet worden sei, als unbegründet erachtet. Nach Auffassung des Kassationsgerichts hat das Obergericht, indem es eine niedrigere als die eingeklagte Summe zugesprochen und die Verurteilung von der gleichzeitigen Herausgabe eines Pfandes abhängig gemacht habe, kein aliud, sondern einfach weniger als eingeklagt zuerkannt; aus welchem Grund eine Leistung zugesprochen werde, sei keine Frage der Dispositionsmaxime, sondern der Rechtsanwendung, die der Richter von Amtes wegen vorzunehmen habe. b) Der Beschwerdeführer hält diese Schlussfolgerung für verfassungswidrig und wirft dem Kassationsgericht insbesondere eine unhaltbare Anwendung von § 54 Abs. 2 ZPO/ZH (Dispositionsmaxime) und § 57 ZPO/ZH (Rechtsanwendung von Amtes wegen) vor. aa) Soweit der Beschwerdeführer vorweg eine unvollständige, mangelhafte Entscheidbegründung beanstandet, geht seine Rüge fehl. Nach der Praxis zu Art. 4 aBV bzw. Art. 29 Abs. 2 BV genügt, wenn die Behörde kurz die wesentlichen Überlegungen nennt, von denen sie sich leiten liess und auf welche sie ihren Entscheid stützt; ein Anspruch auf eine ausführliche schriftliche Begründung besteht nicht (BGE 126 I 97 E. 2b S. 102, 125 II 369 E. 2c S. 372, 124 II 146 E. 2a S. 149, je m.H.). Die Begründung des kassationsgerichtlichen Beschlusses wird den vom Beschwerdeführer vorgebrachten Argumenten - wie das Zufügen einer Bedingung zum klägerischen Rechtsbegehren - hinreichend gerecht und geht auf diese, soweit sie entscheiderheblich sind, denn auch ein; der angefochtene Beschluss ist so abgefasst, dass ihn der Beschwerdeführer, wie seine Beschwerde zeigt, ohne weiteres sachgerecht anzufechten vermochte. Im Weiteren beruft sich der Beschwerdeführer vergeblich auf die Rechtsprechung, nach welcher bei einer sich aus verschiedenen Teilbeträgen zusammensetzenden Gesamtforderung im Rahmen eines Totalbetrages eine andere als die eingeklagte Aufteilung vorgenommen werden könne. Da er nicht in einer den Anforderungen gemäss Art. 90 Abs. 1 lit. b OG genügenden Weise darlegt, inwiefern aus jener Praxis hinsichtlich seiner Verurteilung Zug um Zug etwas zu seinen Gunsten abzuleiten ist, kann auf diese Vorbringen nicht eingetreten werden (BGE 122 I 70 E. 1c S. 73). Soweit der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang das Urteil des Obergerichts kritisiert, kann er ebenfalls nicht gehört werden, da mit staatsrechtlicher Beschwerde, von hier nicht in Betracht fallenden Ausnahmen abgesehen, nur der letztinstanzliche kantonale Entscheid anfechtbar ist (Art. 86 Abs. 1 OG). bb) Das Gericht darf einer Partei weder mehr noch anderes zusprechen, als sie selbst verlangt hat (§ 54 Abs. 2 ZPO/ZH); ergibt sich aus dem materiellen Recht (Art. 82 OR), dass eine an sich geschuldete Leistung nur Zug um Zug zu erbringen ist, so ist - an Stelle der Abweisung der Klage zur Zeit - die Verpflichtung des Beklagten von der Erbringung der Gegenleistung abhängig zu erklären, falls die Gegenleistung weder erbracht noch sichergestellt wurde (Frank/Sträuli/ Messmer, Kommentar zur zürcherischen Zivilprozessordnung,