Citation: 1C_635/2023 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt in formeller Hinsicht eine Verletzung des rechtlichen Gehörs sowie eine unzulässige Verkürzung des Instanzenzugs. Eine Gehörsverletzung im Sinne von Art. 29 Abs. 2 BV erblickt der Beschwerdeführer in der Nichtberücksichtigung des von ihm zitierten BGE 128 II 131 betreffend eine Geschwindigkeitsüberschreitung auf der Autobahnausfahrt in Pregny-Chambésy. Zudem habe die Vorinstanz die pandemiebedingte Verkehrsreduktion übergangen. Auch damit habe sie seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. Dem angefochtenen Entscheid ist mit hinreichender Klarheit zu entnehmen, weshalb die Vorinstanz im vorliegenden Fall eine schwere Widerhandlung im Sinne von Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG bejaht. Die sich aus Art. 29 Abs. 2 BV ergebende Begründungspflicht erstreckt sich nur auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte (vgl. BGE 142 II 49 E. 9.2; 137 II 266 E. 3.2; 136 I 184 E. 2.2). Entgegen dem Einwand des Beschwerdeführers ist es daher nicht zu beanstanden, dass sich die Vorinstanz nicht mit jedem einzelnen Vorbringen auseinandersetzt, zumal BGE 128 II 131 vorliegend auch gar nicht einschlägig ist und die Pandemie keinen erkennbaren Einfluss auf das verkehrsregelwidrige Verhalten des Beschwerdeführers hatte. Die Rüge der Gehörsverletzung verfängt daher nicht. Das Gesagte gilt auch für den Entscheid des Departements. Auch daraus geht ohne Weiteres hervor, weshalb der Ausweis des Beschwerdeführers für die Dauer von drei Monaten aberkannt werden soll. Wie die Vorinstanz zutreffend festhält, hat das Departement keine Gehörsverletzung begangen, indem es sich nicht mit dem vom Beschwerdeführer zitierten Urteil 6B_622/2009 auseinandergesetzt hatte. Das vorinstanzliche Vorgehen begründet keine unzulässige Verkürzung des Instanzenzugs.