Citation: 8C_628/2022 E. 4.2.1

4.2.1. Zunächst macht sie geltend, bei der Diagnose "Schizoaffektive Störung" sei eine Verbesserung des Gesundheitszustands innert nicht einmal vier Monaten, wie von med. pract. E.________ beschrieben, "wohl kaum" möglich. Tatsache sei, dass es ihr nicht besser gehe. Sie leide an einer Schubkrankheit, was med. pract. E.________ zu diskutieren unterlassen habe. Mit diesen Vorbringen legt die Beschwerdeführerin lediglich ihre eigene Sichtweise dar, was nicht genügt, um eine willkürliche Beweiswürdigung der Vorinstanz aufzuzeigen. Zwar handelt es sich bei den Schizoaffektiven Störungen gemäss ICD-10 F25 um episodische Störungen. Inwiefern dieser Umstand eine gesundheitliche Verbesserung innert knapp vier Monaten ausschliessen soll, zeigt die Beschwerdeführerin aber nicht auf. Ein Vergleich der von med. pract. E.________ erhobenen Befunde gemäss Bericht vom 18. April und vom 4. September 2021 macht eine gesundheitliche Verbesserung im Übrigen insoweit deutlich, als sich zuletzt ein praktisch unauffälliger Befund zeigte. Entsprechend wies die behandelnde Psychiaterin im neueren Bericht darauf hin, dass die frühere akute depressive Episode mit psychotischen Symptomen im August 2019 inzwischen komplett rückläufig sei. Dazu passt, dass die Behandlung zuletzt nur noch einmal alle vier bis sechs Wochen stattfand.