Citation: 4A_455/2022 E. 4.1.2

4.1.2. Zweitens: Die vom Beschwerdeführer angegriffenen Erwägungen des Obergerichts zur Pflichtverletzung beruhen im Wesentlichen auf einer Würdigung der im Recht liegenden Beweismittel. Diesbezüglich ist was folgt zu beachten: Das Bundesgericht greift in die vorinstanzliche Beweiswürdigung nur ein, wenn sie willkürlich ist. Willkür liegt nach der Rechtsprechung nicht schon dann vor, wenn eine andere Lösung ebenfalls in Betracht zu ziehen oder gar vorzuziehen wäre, sondern bloss, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 141 III 564 E. 4.1; 140 III 16 E. 2.1; je mit Hinweisen). Inwiefern die Beweiswürdigung willkürlich sein soll, ist in der Beschwerde klar und detailliert aufzuzeigen (BGE 134 II 244 E. 2.2). Namentlich genügt es nicht, einzelne Beweise anzuführen, die anders als im angefochtenen Entscheid gewichtet werden sollen, und dem Bundesgericht in appellatorischer Kritik die eigene Auffassung zu unterbreiten, als ob diesem freie Sachverhaltsprüfung zukäme (vgl. BGE 140 III 264 E. 2.3; 116 Ia 85 E. 2b). Diesen Vorgaben genügt die in der Beschwerde vorgebrachte Kritik über weite Strecken nicht. Der Beschwerdeführer übergeht, dass die Beweiswürdigung nicht schon dann willkürlich ist, wenn sie nicht mit seiner Darstellung übereinstimmt, sondern bloss, wenn sie offensichtlich unhaltbar ist (BGE 141 III 564 E. 4.1; 135 II 356 E. 4.2.1). Dass aber die Vorinstanz Sinn und Tragweite eines Beweismittels offensichtlich verkannt, ohne sachlichen Grund ein wichtiges und entscheidwesentliches Beweismittel unberücksichtigt gelassen oder auf der Grundlage der festgestellten Tatsachen unhaltbare Schlussfolgerungen gezogen hätte, legt er nicht nachvollziehbar dar. Dies gilt namentlich, soweit es um die Würdigung der bankinternen Kundenjournale ("CAWB-Aufzeichnungen") geht, welche der Beschwerdeführer in den Rz. 143-153 der Beschwerde als "unzuverlässig" beschreibt. Ebenso wenig dringt der Beschwerdeführer durch, wenn er die Glaubwürdigkeit der vor Bezirksgericht befragten Zeugen und die Glaubhaftigkeit derer Aussagen in freien Ausführungen (Rz. 154-166) anders einschätzt, als dies das Obergericht tat, und daraus etwa schliesst, bei der Beschwerdegegnerin habe am Transaktionstag eine "allgemeine Aufregung und Hektik" geherrscht.