Citation: 6B_500/2023 E. B

Mit Entscheid vom 13. Dezember 2022 sprach das Obergericht des Kantons Thurgau A.________ der fahrlässigen Tötung zum Nachteil von D.B.________ im Sinne von Art. 117 StGB, der fahrlässigen Körperverletzung zum Nachteil von E.________im Sinne von Art. 125 Abs. 1 StGB, der qualifiziert groben Verletzung von Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 3 SVG, des Führens eines Motorfahrzeuges in fahrunfähigem Zustand im Sinne von Art. 91 Abs. 2 lit. b SVG sowie der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG schuldig. Es bestrafte ihn mit einer Freiheitsstrafe von 40 Monaten, einer bedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu Fr. 30.-- bei einer Probezeit von zwei Jahren und einer Busse von Fr. 300.--. Sodann verwies es A.________ für sieben Jahre des Landes und ordnete die Ausschreibung im Schengener Informationssystem an. Weiter stellte es fest, dass A.________ gegenüber E.________dem Grundsatz nach schadenersatz- und genugtuungspflichtig sei; im Übrigen verwies es die Zivilklage auf den Zivilweg. Die Zivilklage von C.B.________ sowie B.B.________ hiess es teilweise gut und verpflichtete A.________ zur Bezahlung einer Genugtuung von je Fr. 20'000.--. Darüber hinaus stellte es die Schadenersatzpflicht von A.________ dem Grundsatz nach fest und verwies die Zivilklage im Übrigen auf den Zivilweg. Dem Urteil liegt folgender Sachverhalt zugrunde: A.________ fuhr am 23. September 2021 gegen 17.00 Uhr auf der Weinfelderstrasse von Märwil kommend in Richtung Oberbussnang. Vor ihm fuhr F.________. Unmittelbar vor einer unübersichtlichen Rechtskurve bemerkte sie die ihr am rechten Strassenrand entgegenkommenden Fussgänger D.B.________ und E.________. Gleichzeitig kam ihr G.________ mit dem Lieferwagen entgegen. Deshalb verlangsamte F.________ ihre Fahrt. A.________ beschleunigte sein Fahrzeug und überholte den Personenwagen von F.________. Dabei kam es auf der Gegenfahrbahn zu einer Streifkollision mit dem Lieferwagen von G.________. A.________ bog vor dem Personenwagen von F.________ wieder ein und kollidierte frontal mit den Fussgängern D.B.________ und E.________. D.B.________ erlag am 25. September 2021 ihren schweren, unfallbedingten Verletzungen. E.________zog sich ein leichtes Schädel-Hirn-Trauma mit einer Rissquetschwunde oberhalb des linken Auges sowie eine Prellung am linken Knie zu.