Citation: 6B_1051/2015 E. A

Die Staatsanwaltschaft wirft X.________ vor, am Nachmittag des 18. März 2013 mit einer geladenen Selbstladepistole SIG und Packschnur zu seinem allein lebenden, über 80-jährigen Onkel A.________ gegangen zu sein. Dort habe er zunächst mit seinem Onkel gesprochen und ihm von seinen Problemen erzählt. In der Folge habe er mit der Pistole auf diesen gezielt und ihm gesagt, er werde ihn erschiessen, wenn er ihm kein Geld gebe. Daraufhin habe er ihn mehrfach, teilweise mit der Pistole geschlagen und seine Hände mit der Packschnur gefesselt. A.________ habe seinem Neffen schliesslich unter Todesangst sein Notengeld im Wert von ca. Fr. 5'000.-- und ca. 25 Schachteln Münzen mit einem Realwert von Fr. 30'000.-- gezeigt, die X.________ in das Fahrzeug seines Onkels gelegt habe. Nachdem er diesem mitgeteilt habe, er würde ihn auch noch in drei Jahren erschiessen, sollte er sich an die Polizei wenden und bereits während der nächsten drei Stunden einen Arzt aufsuchen, sei er mit dem Fahrzeug seines Onkels weggefahren. A.________ habe in der Folge seinen Nachbarn kontaktiert, der ihn in ein Spital gebracht habe. Dort habe er angegeben, er sei gestürzt. Gegenüber der Polizei habe er zunächst keine Angaben machen wollen. Das Auto von A.________ sei einige Tage später am Flughafen in Kloten aufgefunden worden. A.________ habe mehrere Verletzungen erlitten, wobei keine konkrete Lebensgefahr bestanden habe. Ferner wird X.________ zur Last gelegt, im Zeitraum vom 11. Mai 2011 bis 23. Februar 2012 als Mitarbeiter der B.________ AG insgesamt fünf Teppiche verkauft zu haben, ohne den Erlös an die B.________ AG weiterzuleiten.