Citation: 2C_615/2015 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer hatte den Ausländerbehörden gegenüber erklärt, am 18. März 2013 den Strafvollzug antreten zu wollen; nachdem er dies nicht getan hatte, wurde er zur Anhaltung ausgeschrieben. Seine letzte festgestellte Anwesenheit in der Schweiz datiert vom 20. Februar 2013, als er an einer Tankstelle missbräuchlich Benzin bezog. Ohne weitere Angaben und Belege des Beschwerdeführers über seinen Verbleib danach durften die kantonalen Behörden davon ausgehen, dass er im März aus dem Land geflohen sein dürfte, musste er doch ab diesem Zeitpunkt damit rechnen, dass nach ihm gefahndet würde. Zudem hat der Beschwerdeführer ursprünglich selber erklärt, anfangs März ausgereist zu sein. Weshalb die von ihm nunmehr behauptete Ausreise zwischen Ende April und Ende Mai überzeugender bzw. weniger "lebensfremd und zufällig" erscheinen soll, ist nicht ersichtlich. Er begnügt sich damit, dies zu behaupten. Auch den Einwand, er habe sich vom 4. bis 6. Juni 2013 bei der Schwiegermutter in der Schweiz aufgehalten und damit seine sechsmonatige Landesabwesenheit unterbrochen, belegt er nicht. Es ist wenig wahrscheinlich, dass er für drei Tage in die Schweiz zurückgekommen sein soll, um seine Schwiegermutter zu besuchen, riskierte er dabei doch eine Anhaltung an den Schengen-Aussengrenzen bzw. im Landesinneren. Der Flucht des Beschwerdeführers wurde in Montenegro ein Ende gesetzt, bevor ihn die dortigen Behörden am 23. Oktober 2013 in die Schweiz auslieferten. Er hat damit länger als sechs Monate das Land verlassen, ohne um eine Verlängerung der Niederlassungsbewilligung nachgesucht zu haben; diese hat deshalb als erloschen zu gelten (Art. 61 Abs. 2 AuG).