Citation: 9C_11/2019 E. 6.2

6.2. Beschwerdegegnerin und kantonales Gericht gehen davon aus, dass keine relevante Beeinträchtigung der Beschwerdeführerin im Aufgabenbereich Haushalt besteht. Aus der Beurteilung im Gutachten der estimed AG ergäben sich dafür keine Anzeichen. Soweit - vor allem im neuropsychologischen Bereich - Einschränkungen vorhanden seien, könnten diese durch die der versicherten Person obliegende Schadenminderungspflicht ausgeglichen werden. Eine im Haushalt tätige Person habe ihre Arbeit entsprechend einzuteilen und die Mithilfe von Angehörigen in Anspruch zu nehmen. Die Verrichtungen im Haushalt seien in der Regel als leicht bis gelegentlich mittelschwer einzustufen, könnten in Wechselbelastung und mit Ruhepausen dazwischen ausgeführt werden und entsprächen somit dem Tätigkeitsprofil der Beschwerdeführerin. Vor diesem Hintergrund sei eine Haushaltsabklärung entbehrlich. Dem entgegnet die Beschwerdeführerin, dass eine Abklärung vor Ort und eine ärztliche Einschätzung der Einschränkung im Haushalt zwingend erforderlich seien. Es gehe nicht an, einen grossen Teil der Hausarbeit gleichsam auf den voll erwerbstätigen Ehemann abzuschieben. Die vorhandenen gesundheitlichen Defizite bewirkten insgesamt eine massgebliche Reduktion ihrer Leistungsfähigkeit im Haushalt.