Citation: 1P.570/2001 28.01.2002 E. 5

Die Beschwerdeführer machen geltend, das Verwaltungsgericht sei in willkürlicher Weise nicht auf ihre Rüge eingetreten, wonach die streitbetroffene Baute den minimalen Grenzabstand zu ihrer Parzelle nicht einhalte. Der heutige Grenzabstand des Abstellraumes von 2.50 m sei nach Art. 40 in Verbindung mit Art. 59 BG lediglich für die bestehende Nutzung zulässig. Weil das als Geräte- und Abstellraum bestimmte Gebäude einer völlig neuen Nutzung zugeführt werden solle, müsse es den gesetzlichen Grenzabstand von 5.00 m nach Art. 40 BG einhalten. Dies habe das Verwaltungsgericht willkürlich missachtet. Das Verwaltungsgericht erwog, Rekursthema sei einzig die Umnutzung des Abstell- und Geräteraumes in einen Abstellraum mit Pferdebox. Durch die Umnutzung werde der bestehende Abstellraum nach aussen nicht raumwirksam verändert. Es bestehe daher kein Anlass, auf die Prüfung der Einhaltung des Grenzabstandes zurückzukommen. Nach Art. 40 BG gilt in der für den Bau von freistehenden Ein- und Mehrfamilienhäusern bestimmten Bauzone A ein Grenzabstand von 5.00 m. Für Einstellboxen, angebaute eingeschossige Nebenbauten ohne Wohn- und Schlafräume und Bauten mit ausschliesslich gewerblicher Zweckbestimmung von höchstens 3.50 m Gebäudehöhe darf der Grenzabstand nach Art. 59 Abs. 1 BG auf 2.50 m verkürzt werden. Die Gemeinde Flims hatte schon im verwaltungsgerichtlichen Verfahren bestätigt, dass sie in seit Jahren feststehender Praxis alle Nutzungen unter die Kategorie "ausschliesslich gewerbliche Zweckbestimmung" subsumiere, die nichts mit Wohnen und Schlafen zu tun haben, aber zusammen mit dem Wohnen ausgeübt werden, namentlich auch solche für sportliche Hobbys. Die Beschwerdeführer legen nicht dar, weshalb es angesichts dieser unbestrittenen Praxis unhaltbar sein soll, die hier beabsichtigte Nutzung als solche mit "ausschliesslich gewerblicher Zweckbestimmung" im Sinne von Art. 59 BG zu qualifizieren. Sie bringen auch nichts vor, was den Schluss des Verwaltungsgerichts, die Nutzung des Raumes werde demnach nicht in einer für den Grenzabstand relevanten Weise verändert, als willkürlich erscheinen liesse. Die Beschwerde erweist sich auch in diesem Punkt als unbegründet, soweit angesichts der Begründungsanforderungen an eine staatsrechtliche Beschwerde darauf eingetreten werden kann.