Citation: 6B_976/2015 E. 10.3.3

10.3.3. Bei der Gewerbsmässigkeit im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. c BetmG handelt es sich um ein persönliches Merkmal im Sinne von Art. 27 StGB (vgl. bereits BGE 70 IV 125 sowie Urteile 6B_207/2013 vom 10. September 2013 E. 1.3.2 mit Hinweisen; 6P.65/2004 vom 3. Juli 2004 E. 7.1; PETER ALBRECHT, Die Strafbestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes [Art. 19-28 BetmG], 3. Aufl. 2016, N. 260 zu Art. 19 BetmG; GUSTAV HUG-BEELI, Kommentar zum Betäubungsmittelgesetz [BetmG], 2016, N. 1111 zu Art. 19 BetmG; HANS MAURER, in: Andreas Donatsch [Hrsg.], StGB Kommentar, 19. Aufl. 2013, N. 47 zu Art. 19 BetmG; FINGERHUTH/TSCHURR, Kommentar zum Betäubungsmittelgesetz, 3. Aufl. 2016, N. 221 zu Art. 19 BetmG). Die Vorinstanz erwägt, es sei irrelevant, dass der Beschwerdeführer den aus dem Marihuana-Handel stammenden Umsatz nicht für sich persönlich behalten, sondern weitergeleitet habe. Dem kann nach dem Vorstehenden nicht gefolgt werden. Vielmehr ergibt sich aus den vorinstanzlichen Feststellungen gerade, dass der Beschwerdeführer persönlich das Merkmal des grossen Umsatzes nicht erfüllt, da er das Drogengeld nur entgegen genommen, anschliessend jedoch weitergegeben hat. Aus den Erwägungen der Vorinstanz geht nicht klar hervor, ob sie zusätzlich davon ausgeht, der Beschwerdeführer habe einen erheblichen Gewinn erwirtschaftet. Soweit sie in diesem Zusammenhang auf die von ihm abgezweigten Fr. 5'000.-- und die zusätzlich in Aussicht gestellten Fr. 5'000.-- verweist, ergibt sich indes auch daraus keine Gewerbsmässigkeit. Denn die Qualifikation nach Art. 19 Abs. 2 lit. c BetmG setzt nach dem klaren Wortlaut des Gesetzes in objektiver Hinsicht voraus, dass ein erheblicher Gewinn effektiv erzielt worden ist (vgl. in Bezug auf den grossen Umsatz BGE 129 IV 188 E. 3.3 S. 196). Daran fehlt es vorliegend.