Citation: 8C_123/2018 E. 5.2.2

5.2.2. Im Einzelnen ist zu den von der Vorinstanz bejahten Kriterien Folgendes festzuhalten: 5.2.2.1. Bezüglich des Kriteriums der körperlichen Dauerschmerzen ist massgebend, ob über den gesamten Zeitraum andauernden Beschwerden vorlagen (Urteile 8C_803/2017 vom 14. Juni 2018 E. 3.5.1; 8C_372/2013 vom 28. Oktober 2013 E. 9; U 380/04 vom 15. März 2005 E. 5.2.6, in: RKUV 2005 U Nr. 549 S. 241). Solche körperlichen Dauerschmerzen sind hier bereits, wie gezeigt, mangels eines organisch ausgewiesenen Substrats zu verneinen (Urteil 8C_89/2012 vom 10. Mai 2012 E. 6.2.5). Hinzu kommt, dass zwischen 2004 und 2010 keine Arztkonsultationen aktenkundig sind. Dies spricht ebenfalls gegen das Vorliegen von ständigen Schmerzen, woran auch der vom Versicherten geltend gemachte Konsum von Schmerzmitteln und Diazepam nichts ändert (vgl. auch E. 4.3.3). 5.2.2.2. Aus der blossen Dauer der ärztlichen Behandlung und der geklagten Beschwerden darf nicht schon auf einen schwierigen Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen geschlossen werden. Es bedarf dazu besonderer Gründe, welche die Genesung beeinträchtigt oder verzögert haben (Urteile 8C_803/2017 vom 14. Juni 2018 E. 3.6; U 479/05 vom 6. Februar 2007 E. 8.5 in: SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81). Vorliegend sind - entgegen der Vorinstanz - keine besonderen Gründe ersichtlich, die die Genesung beeinträchtigt hätten, berichtete der operierende Arzt, Dr. med. D.________, doch über einen unkomplizierten postoperativen Verlauf und war die Fraktur im Dezember 2002 konsolidiert. Dass auch mit der Metallentfernung und Narbenexzision am 14. August 2003 keine Beschwerdefreiheit erreicht werden konnte, genügt nach der Rechtsprechung ebenfalls nicht (Urteile 8C_803/2017 vom 14. Juni 2018 E. 3.6; 8C_15/2013 vom 24. Mai 2013 E. 10 und 8C_729/2012 vom 4. April 2013 E. 8.6). 5.2.2.3. Das Kriterium des Grads und der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit bezieht sich nicht allein auf das Leistungsvermögen im angestammten Beruf (Urteile 8C_488/2017 vom 27. November 2017 E. 6.9; 8C_435/2011 vom 13. Februar 2012 E. 4.2.6, in: SVR 2012 UV Nr. 23 S. 83; U 56/00 vom 30. August 2001 E. 3d/aa, in: RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544; 8C_15/2013 vom 24. Mai 2013 E. 11). Der Versicherte arbeitete ab 18. September 2002 halbtags und war nach dem Eingriff vom 14. August 2003 ab 6. Oktober 2003 wieder zu 100 % arbeitsfähig. Mit der Beschwerdeführerin kann das Kriterium des Grads und der Dauer der Arbeitsunfähigkeit somit, wenn überhaupt, als knapp erfüllt angesehen werden.