Citation: 6B_56/2020 E. 3.4

3.4. Die Vorinstanz setzt sich in ihren Erwägungen zur Strafzumessung mit den wesentlichen schuldrelevanten Komponenten auseinander und würdigt sämtliche Zumessungsgründe zutreffend. Dass sie sich dabei von rechtlich nicht massgeblichen Gesichtspunkten hätte leiten lassen, ist nicht ersichtlich. Die Vorinstanz geht zutreffend von einer Mehrheit von Straftaten aus. Dabei nimmt sie zu Recht an, angesichts der Strafdrohungen für den Tatbestand des Angriffs (Freiheitsstrafe bis 5 Jahre oder Geldstrafe) sowie für die Widerhandlungen gegen das Waffen- und Strassenverkehrsgesetz (Freiheitsstrafe bis 3 Jahre oder Geldstrafe) sei die Einsatzstrafe für den Angriff als abstrakt schwerste Straftat festzusetzen. Dass sie in diesem Zusammenhang annimmt, die angemessene Erhöhung der Strafe gemäss Art. 49 Abs. 1 StGB dürfe für den Beschwerdeführer das Höchstmass von 7 1/2 Jahren nicht überschreiten (angefochtenes Urteil S. 76, vgl. auch S. 67), ist nicht zu beanstanden (vgl. BGE 144 IV 217 E. 3.5.1 mit Hinweisen). Daran ändert nichts, dass im zu beurteilenden Fall für eine Schärfung der Freiheitsstrafe im Sinne von Art. 49 Abs. 1 StGB gar kein Raum blieb, weil die Vorinstanz für die Widerhandlungen gegen das Waffen- und Strassenverkehrsgesetz lediglich Geldstrafen und eine Busse ausgesprochen hat. Ebenfalls nicht zu beanstanden ist angesichts des Umstands, dass der Beschwerdeführer sich für einen erlittenen Faustschlag, den er im Rahmen einer sich rund eine Stunde zuvor zugetragenen, abgeschlossenen Auseinandersetzung abbekommen hatte, bewusst und unter Begleitung seiner beiden Mittäter rächen wollte, die Würdigung des Verschuldens als mittelschwer an der Grenze zu schwer. Dies gilt umso mehr, als er mitbekommen hat, dass seine Begleiter mit Pfefferspray, einem Hammer sowie mit Messern bewaffnet waren, worauf er sich mit einem Strassenpfosten ausrüsten wollte, mit dem er auf die Angegriffenen einschlagen wollte. Dass der Beschwerdeführer die Mitbeschuldigten aufgefordert haben soll, keine Waffen mitzunehmen, erachtet die Vorinstanz nicht als nachgewiesen (angefochtenes Urteil S. 51). Sie verweist lediglich im Rahmen der rechtlichen Würdigung des Sachverhalts als Angriff auf die entsprechende Behauptung des Beschwerdeführers und leitet daraus ab, dass ihm habe bewusst sein müssen, dass der Angriff allen vier Brasilianern gegolten habe (angefochtenes Urteil S. 62 f.). Dass der Beschwerdeführer beim Angriff nicht mit dem Tod des Opfers rechnen musste, führt zu keiner anderen Beurteilung. Schliesslich würdigt die Vorinstanz auch zutreffend die Kooperation des Beschwerdeführers im Verfahren, sein jugendliches Alter im Tatzeitpunkt und seine persönlichen Verhältnisse sowie die lange Verfahrensdauer. Insgesamt erscheinen die Erwägungen der Vorinstanz ohne weiteres nachvollziehbar und die daraus gezogenen Schlüsse einleuchtend. Im Übrigen könnte das Bundesgericht das angefochtene Urteil, wo sich die Strafe unter Beachtung aller relevanten Faktoren wie hier offensichtlich im Rahmen des dem Sachrichter zustehenden Ermessens hält, auch bestätigen, wenn dieses in Bezug auf die Erwägungen zum Strafmass einzelne Unklarheiten und Unvollkommenheiten enthielte. Die Vorinstanz hat somit jedenfalls ihr Ermessen in der Strafzumessung nicht überschritten.