Citation: 1C_447/2021 E. 2.2

2.2. Die vorliegende Beschwerdeschrift ist äusserst sarkastisch formuliert und gespickt mit ungebührlichen Inhalten. Beispielhaft kann auf die Ausführungen über die Funktion der staatlichen Gerichte als devot dem Herrschaftssystem dienende Instanzen verwiesen werden, von denen keine unabhängige Rechtsprechung zu erwarten sei. Diese Aussagen lassen nachdrücklich an der Ernsthaftigkeit der Beschwerde zweifeln. Weiter wird der Umgang in der Schweiz mit zwangspsychiatrisierten Personen als Genozid bezeichnet und mit den Vernichtungsmethoden des Nazi-Regimes im Zweiten Weltkrieg verglichen. Ohne die Problematik von psychiatrischen Zwangseinweisungen zu banalisieren, ist dieser Vergleich ungehörig. Der ersten Instanz im vorliegenden Fall wirft die Beschwerdeschrift Heimtücke, dem Kantonsgericht impertinente Anmassung vor. Zwar enthält die Beschwerdeschrift auch Aussagen zum angefochtenen Entscheid und zur behaupteten Verletzung der angerufenen Grund- und Menschenrechte. Diese Bemerkungen zur Sache sind im Text der Beschwerdeschrift verteilt und erschöpfen sich weitgehend in allgemeinen Erwägungen zur Situation der Zwangspsychiatrie in der Schweiz. Nur zu einem kleinen Teil liegen Ausführungen zur konkreten Rechtsfrage der Verteilung eines Massenversands an alle Insassen einer psychiatrischen Einrichtung vor. Diese gehen in den wiederholten Vorwürfen gegenüber den Behörden unter, die im Tonfall den gebotenen Anstand vermissen lassen und deutlich über das Mass zulässiger Kritik und Provokation hinausreichen.