Citation: 6B_176/2017 E. 2.2

2.2. Wie der Beschwerdeführer zu Recht vorbringt, hat das erstinstanzliche Gericht die Frist für die schriftliche Urteilsbegründung gemäss Art. 84 Abs. 4 StPO nicht eingehalten. Die Hauptverhandlung fand am 16. September 2014 statt, das begründete Urteil ging dem Beschwerdeführer am 7. August 2015 zu. Die Dauer von 11 Monaten für die Urteilsbegründung ist nicht nachvollziehbar und eindeutig zu lang. Sie verstösst trotz der Mehrzahl von zu beurteilenden Delikten und unbesehen der allfällig erhöhten Geschäftslast des erstinstanzlichen Gerichts gegen das Beschleunigungsgebot, zumal die Sache nicht besonders komplex erscheint. Die Vorinstanz äussert sich hierzu nicht. Wenn der Beschwerdeführer indes beantragt, die Strafe sei um mindestens ein Jahr zu reduzieren, kann ihm nicht gefolgt werden. Die Verletzung des Beschleunigungsgebots wiegt im Lichte der gesamten Umstände nicht derart schwer, dass sie eine Strafreduktion rechtfertigen würde. Dies insbesondere deshalb nicht, weil das angefochtene Urteil dem Beschwerdeführer am 25. September 2014 im Dispositiv eröffnet wurde. Er war daher bis zur schriftlichen Urteilsbegründung über Schuldspruch und Strafmass nicht mehr im Ungewissen. Eine besondere Belastung ergibt sich deshalb aus der Verzögerung nicht. Angesichts der zahlreichen dem Beschwerdeführer zur Last gelegten Delikte - allein 67 Fälle von Diebstahl - erscheinen auch die Dauer der Strafuntersuchung von einem Jahr und die Gesamtverfahrensdauer von 3 ½ Jahren nicht übermässig lang. Soweit er vorbringt, er habe die wesentlichen Delikte eingestanden, ist ihm entgegen zu halten, dass dies nach unbestrittener Darstellung der Vorinstanz erst im Laufe des Verfahrens auf Vorhalt der Ermittlungsergebnisse und nur häppchenweise geschah. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz erwägt, die Geständnisse hätten das Strafverfahren nur mässig beschleunigt. Der Beschwerdeführer begründet ferner seine angeblich besondere konstitutionelle Disposition, weswegen die Strafuntersuchung und das Verfahren für ihn psychisch speziell belastend gewesen sein sollen, nicht. Dies ist auch nicht erkennbar. Namentlich befand er sich während der einjährigen Untersuchung "nur" an 91 Tagen, und damit nicht besonders lange, in Untersuchungshaft. Aussergewöhnliche Umstände, die eine Strafreduktion aufdrängen würden, sind nicht ersichtlich. Von einer doppelten Bestrafung, wie der Beschwerdeführer meint, kann keine Rede sein. Die über die gesamte Verfahrensdauer höchstens leichte Verletzung des Beschleunigungsgebots wirkt sich im Ergebnis nicht aus. Es kann bei der Feststellung einer Verletzung im Urteilsdispositiv sein Bewenden haben.