Citation: I 500/04 06.12.2004 E. 4

4.1 Die Gutachter der MEDAS attestierten der Beschwerdeführerin eine Arbeitsfähigkeit von 80 % in der bisherigen Tätigkeit als Monteurin. Sie stützten sich dabei auf den Bericht über die im Rahmen eines psychiatrischen Konsiliums am 19. März 2003 durchgeführte Untersuchung durch Dr. med. L.________, Spezialarzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Nach dessen Aussagen sollen die bei der Versicherten bestehenden diffusen, schwer fassbaren und wahrscheinlich nicht objektivierbaren Beschwerden den Verdacht auf eine undifferenzierte Somatisierungsstörung nahe legen, aber eher zum Bild ihrer zu Grunde liegenden histrionischen Persönlichkeitsstörung passen. Aus internistisch-rheumatologischer Sicht bezeichneten die MEDAS-Gutachter die Beschwerdeführerin für leichte bis höchstens mittelschwere körperliche Tätigkeiten unter Vermeidung repetitiven Hebens von Lasten über 12,5 Kilogramm als voll arbeitsfähig. Gesamthaft schätzten sie darum die Arbeitsfähigkeit für leichte bis höchstens mittelschwere frauenspezifische Tätigkeiten auf 80 %. 4.2 Ab dem 16. Oktober 2003 und somit nach Erstellung des MEDAS-Gutachtens begab sich die Beschwerdeführerin zu Dr. med. S.________, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, in Behandlung. Dieser erklärte in einem Schreiben vom 19. April 2004 an ihren Rechtsvertreter, er halte die Patientin durch ihre psychischen Beschwerden zumindest zu 60 % arbeitsunfähig. In Bezug auf die Fibromyalgie sei die Arbeitsunfähigkeit noch höher. Zu dem im MEDAS-Gutachten geäusserten Verdacht auf das Vorliegen einer undifferenzierten Somatisierungsstörung gab er an, er glaube nicht, dass nur eine solche vorliege, sondern, dass die Patientin unter einer Depression leide. Er diagnostizierte eine depressive Störung (zur Zeit mittelgradige depressive Episode auf dem Boden einer kombinierten Persönlichkeitsstörung [ängstliche und histrionische Persönlichkeit]) und eine generalisierte Angststörung (Fibromyalgie) mit Niedergeschlagenheit, intensiven Ängsten, starken Schmerzen, Schlaflosigkeit und Müdigkeit, Schuld- und Versagensgefühlen. 4.3 Der Rheumatologe Dr. med. A.________ gab in einem Bericht an den Hausarzt vom 9. September 2003 an, die Arbeitsunfähigkeitschätzung der MEDAS sei ihm kaum nachvollziehbar. Die Beschwerdeführerin sei auch für eine optimal adaptierte Tätigkeit zu mindestens 80 % arbeitsunfähig.