Citation: 6S.433/2003 27.05.2004 E. A

X.________ und Y.________ waren als Pflegeassistentin beziehungsweise Krankenschwester in der Psychiatrischen Klinik A.________ tätig. X.________ war eine Bezugsperson der Töchter von Y.________, die im Sommer 2000 von zu Hause ausrissen. Anlässlich eines Gesprächs mit der Stationsschwester und dem Pflegedienstleiter erzählte X.________ am 22. Juli 2000, dass sie von Y.________ massiv verbal bedroht worden sei, da diese das Gefühl habe, sie würde ihre Töchter manipulieren. Unter anderem habe Y.________ ihr gesagt, dass derjenige, der hinter diesem Komplott stecke, dies mit seinem Kopf bezahlen müsse, ohne dass ihre Hände dabei schmutzig würden. Zudem habe sie auch von Blutrache gesprochen. Auf Anraten ihrer Vorgesetzten wandte sich X.________ auch an die Kantonspolizei Graubünden.