Citation: 8C_12/2022 E. 3.1.2

3.1.2. Weiter hat die Vorinstanz festgestellt, es sei unbestritten, dass der Beschwerdeführer im Jahre 2018 bei B.________, Holzbau einen Jahreslohn von 81'900.- erzielt hätte. Indessen habe er ausweislich der Akten zugleich noch als Nachtwache in einer Asylunterkunft (Arbeitgeber: Personalamt Graubünden) und als Türsteher für die C.________ GmbH gearbeitet. Gemäss Auszug aus dem Individuellen Konto habe er den Nebenerwerb als Nachtwache im März 2012 und denjenigen als Türsteher Ende 2013 aufgegeben. Hinsichtlich der Einwände des Beschwerdeführers sei zwar nachvollziehbar, dass die versicherte Person eine Nebentätigkeit nach einem Unfall nicht allzu schnell aufgebe, sondern versuche, diese weiterhin auszuüben. Eine solche Versuchsphase dauere aber in der Regel höchstens ein paar Monate und nicht eineinviertel bzw. knapp zwei Jahre. Den Vorbringen des Beschwerdeführers könne nicht beigepflichtet werden. Wären die genannten Nebenerwerbstätigkeiten tatsächlich nicht mit der Handverletzung vereinbar gewesen, wäre zu erwarten gewesen, dass er sie früher und gleichzeitig aufgegeben hätte. Hinzu komme, dass er im November 2013 eine vergleichbare Tätigkeit bei der D.________ GmbH als Sicherheitswächter aufgenommen habe. Insgesamt sei überwiegend wahrscheinlich davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer die erwähnten Nebenerwerbstätigkeiten nicht wegen der Folgen des Unfalles vom 26. Januar 2011, sondern freiwillig aufgegeben habe. Demnach sei nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin bei der Bestimmung des Valideneinkommens allein den beim Holzbauer B.________ hypothetisch erzielbaren Lohn berücksichtigt habe.