Citation: 4A_544/2022 E. 3.6

3.6. Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz verkenne, dass die Frage, ob die Arbeitnehmer während der vereinbarten Dauer des Arbeitsvertrags anderweitig Verdienste erzielt hätten, nicht die Schadenminderungspflicht betreffe, sondern den von der Beschwerdegegnerin zu beweisenden Bestand des Schadens. Ein Schaden aus Personalkosten könne nur in der Höhe entstehen, wie tatsächlich Lohnforderungen entstanden seien. Dies hänge aber gemäss Art. 324 Abs. 2 OR davon ab, welchen Verdienst die Arbeitnehmer während des Annahmeverzugs anderweitig erworben hätten.