Citation: 4A_475/2022 E. 4.4

4.4. Die Beschwerdeführerin richtet sich weiter gegen die vorinstanzliche Erwägung, es könne viele Gründe haben, weshalb eine Schenkung von Barmitteln vor einem Forderungserlass gemacht werde, da eine Schenkung nicht die gleichen finanziellen Bedürfnisse decke. Sie macht geltend, dies sei völlig willkürlich. Es sei nicht ersichtlich, von welchen finanziellen Bedürfnissen die Vorinstanz genau spreche und welche Bedürfnisse sie mit einem Darlehen und welche mit einer Schenkung in Verbindung bringe. Entgegen der Beschwerdeführerin sind vorliegend nicht eine Schenkung von Barmitteln einerseits und ein Darlehen andererseits einander gegenüberzustellen, sondern vielmehr - wie sich aus den vorinstanzlichen Erwägungen ergibt - eine Schenkung von Barmitteln und ein Darlehenserlass. Durch die Schenkung erhält die Beschenkte im Zeitpunkt des Schenkungsvollzugs zusätzliche liquide Mittel, was hingegen bei einem Darlehenserlass grundsätzlich nicht der Fall ist. Die Vorinstanz verfällt jedenfalls nicht in Willkür, wenn sie ausführt, es könne viele Gründe haben, warum eine Schenkung von Barmitteln vor einem Darlehenserlass gemacht werde.