Citation: 5A_558/2024 E. 5.3.2

5.3.2. 5.3.2.1. Die Beschwerdeführerin hatte dem Beschwerdegegner im kantonalen Verfahren vorgeworfen, einerseits Gewalt gegen das Kind auszuüben, andererseits dessen Entfaltung der Persönlichkeit zu unterdrücken, indem er es dem Sohn untersage, Mädchenkleidung zu tragen. Die Vorinstanz setzte sich mit den Vorwürfen der Beschwerdeführerin auseinander und kam zum Schluss, dass eine gewalttätige Beziehung oder negative Einflussnahme des Beschwerdegegners in den Akten keine Stütze finde. Sie berief sich dabei auf die in den Akten liegenden Berichte von Fachpersonen, den Abklärungsbericht der KESB, das widersprüchliche Aussageverhalten des Kindes vor dem Amtsgericht sowie dessen - mittlerweile nicht mehr gezeigten - Verhalten in der Tagesschule. Die behauptete Unterdrückung der Entfaltung der Persönlichkeit stelle sodann lediglich eine (bestrittene) Parteibehauptung dar, wobei die angebliche Unterdrückung von keiner der zahlreichen involvierten Fachpersonen beschrieben werde. 5.3.2.2. Die Vorinstanz ist folglich mindestens implizit und in Würdigung der Aktenlage zu einem positiven Beweisergebnis gelangt. Daher hätte die Beschwerdeführerin zunächst aufzuzeigen, dass dieser Beweiswürdigung der Vorwurf der Willkür anhaftet. Dies tut sie aber nicht: Weder erhebt sie explizit eine Willkürrüge, noch genügen ihre Ausführungen, mit denen sie die durchgeführten Abklärungen kritisiert und die sie teilweise auf Sachverhaltselemente basiert, die vom für das Bundesgericht massgebenden Sachverhalt abweichen (oben E. 2.2.2), den diesbezüglichen Anforderungen (oben E. 2.2.1).