Citation: 5C.53/2007 19.10.2007 E. 2

Anlass zur Berufung geben die Höhe und die Dauer des nachehelichen Unterhaltsanspruchs der Klägerin. Gemäss Art. 125 Abs. 1 ZGB besteht Anspruch auf einen angemessenen nachehelichen Unterhaltsbeitrag, wenn einem Ehegatten nicht zuzumuten ist, dass er für den ihm gebührenden Unterhalt unter Einschluss einer angemessenen Altersvorsorge selbst aufkommen kann. Strittig ist vor Bundesgericht neben den Kriterien der Unterhaltsberechnung (vgl. unten E. 3) und der sogenannten Eigenversorgungskapazität der Klägerin (vgl. unten E. 4) auch die Frage, inwiefern die Altersvorsorge der Klägerin bei der Bemessung des nachehelichen Unterhalts zu berücksichtigen ist (vgl. unten E. 5). 2.1 Der Beklagte äussert sich vorweg in bloss allgemeiner Weise zu verschiedenen Fragen des nachehelichen Unterhalts. Dabei fasst er die herrschende Lehre und Rechtsprechung zum Unterhaltsrecht zusammen. Diese Ausführungen lassen ihn sodann zum Schluss kommen, die Vorinstanz habe die herrschende Lehre sowie die Rechtsprechung, obwohl sie diese selbst zusammengefasst dargestellt habe, nur unterschwellig berücksichtigt. Eine Berufungsschrift muss die genaue Angabe enthalten, welche Punkte des Entscheides angefochten und welche Abänderungen beantragt werden. Dabei muss vom Berufungskläger dargelegt werden, welche Bundesrechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt sind (Art. 55 Abs. 1 lit. b und c OG). Das Bundesgericht nimmt in diesem Rahmen nur zu konkreten Fragen Stellung. Der Beklagte wirft jedoch, ohne auf die Begründung des angefochtenen Entscheides einzugehen, keine solchen Fragen auf, sondern begnügt sich mit einer rechtstheoretischen Abhandlung zum ehelichen Unterhaltsrecht. In diesem Umfang kann daher auf die Berufung nicht eingetreten werden (vgl. BGE 116 II 745 E. 3 S. 749).