Citation: 4C.137/2006 17.01.2008 E. 4

Die Kläger berufen sich - wenn auch unter dem Titel Schadensminderung - auf die in BGE 111 II 164 veröffentlichte Rechtsprechung und machen geltend, sie hätten den Beklagten die Abtretung der Ansprüche gegen die F.________ Inc. und die L.________ offeriert. Demnach müssten die Beklagten ihnen den ungekürzten Ersatz des Schadens leisten. Auch damit vermögen sie nicht durchzudringen. Zunächst findet ihre Behauptung, den Beklagten die Abtretung der Forderungen gegen die F.________ Inc. und die L.________ angeboten zu haben, in den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen keine Stütze. Da die Kläger auch dazu keine Sachverhaltsrüge im Sinne von Art. 63 Abs. 2 und Art. 64 OG erheben, sind sie damit nicht zu hören. Ebensowenig haben sie etwa vor der Vorinstanz auf Bezahlung des verlangten Betrages gegen Abtretung der Ansprüche gegen die beiden Schuldnergesellschaften geklagt. Unabhängig davon ist die vorliegende Konstellation hinsichtlich der Bekanntheit des Schadens ohnehin nicht mit derjenigen vergleichbar, die dem Urteil BGE 111 II 164 zugrunde lag. Gegenstand jenes Entscheids war eine Verantwortlichkeitsklage einer Personalfürsorgestiftung gegen den Verwaltungsrat einer in Konkurs geratenen Gesellschaft. Das Bundesgericht folgte damals grundsätzlich dem Vorschlag der Klägerin, der Beklagte solle ihr sofort den ganzen Betrag, welcher der jetzt konkursiten Gesellschaft aus ihren Mitteln zur Verfügung gestellt worden sei, ersetzen, und sie trete ihm dafür die Konkursdividende ab. Dieser Fall unterscheidet sich vom vorliegenden insoweit grundlegend, als das Bundesgericht den Einwand des Beklagten, es könne nicht gesagt werden, ob der Klägerin ein Schaden entstanden sei, vorgängig als unbegründet abgewiesen hatte, da derjenige der durch einen Konkurs einen Verlust erleide, mit der Auflegung des Kollokationsplanes Kenntnis vom Schaden erlange (vgl. zum Ganzen BGE 111 II 164 E. 1a/b S. 167). Vorliegend haben die Kläger den behaupteten Schaden dagegen nicht in einem vergleichbaren Masse dargetan und ist nicht bekannt, in welchem Umfang sie überhaupt einen Schaden erleiden werden. Nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz ist weitgehend offen, zu welchem Ergebnis ein Vorgehen gegen die Schuldnergesellschaften F.________ Inc. und L.________ führen wird.