Citation: 2A.47/2001 03.04.2001 E. 2

2.- a) Art. 100 lit. b Ziff. 3 OG schliesst die Verwaltungsgerichtsbeschwerde aus gegen die Erteilung oder Verweigerung von fremdenpolizeilichen Bewilligungen, auf die das Bundesrecht keinen Anspruch einräumt. Gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAG; SR 142. 20) entscheidet die zuständige Behörde, im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und der Verträge mit dem Ausland, nach freiem Ermessen über die Bewilligung von Aufenthalt und Niederlassung. Damit besteht grundsätzlich kein Anspruch auf Erteilung einer Bewilligung, es sei denn, der Ausländer oder seine in der Schweiz lebenden Angehörigen könnten sich hierfür auf eine Sondernorm des Bundesrechts oder eines Staatsvertrags berufen (BGE 127 II 60 E. 1a; 126 I 81 E. 1a S. 83, je mit Hinweisen). b) Nach Art. 17 Abs. 2 ANAG hat der ausländische Ehegatte eines niedergelassenen Ausländers Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, solange die Ehegatten zusammen wohnen. Die Beschwerdeführerin verfügt über eine Niederlassungsbewilligung und die Ehegatten wohnen seit der bedingten Entlassung des Ehemannes aus dem Strafvollzug zusammen. Die Beschwerdeführerin kann sich folglich für die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung auf Art. 17 Abs. 2 ANAG berufen. Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist daher einzutreten. Frage der materiellen Beurteilung ist es hingegen, ob unter den konkreten Umständen L.________ eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen bzw. diese zu verlängern ist. c) Da die Beschwerdeführerin aufgrund der Niederlassungsbewilligung über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht in der Schweiz verfügt und die geltend gemachte familiäre Beziehung zum Ehemann nach dessen bedingter Entlassung aus dem Strafvollzug gelebt wird und intakt scheint (BGE 124 II 361 E. 1b S. 364, mit Hinweisen), kann sich die Beschwerdeführerin zudem auf Art. 8 EMRK berufen.