Citation: 5A_304/2024 E. 5.3.1

5.3.1. Für den - nun eingetretenen (E. 5.2.1) - Fall, dass es mit der vorinstanzlichen Beurteilung der Zulässigkeit des gegnerischen Beweisantrags vom 6. April 2018 sein Bewenden hat, hält der Beschwerdeführer daran fest, dass der Marktwert der Liegenschaft mit bloss Fr. 965'000.-- in materieller Hinsicht offensichtlich unrichtig, da augenscheinlich wesentlich zu tief geschätzt wurde. Er beklagt sich vorab über eine Verletzung der Begründungspflicht und damit seines verfassungsmässigen Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV). Die Vorinstanz befasse sich mit der Methodik der Begutachtung und der Frage der Hauptnutzfläche der Liegenschaft, äussere sich jedoch mit keiner Silbe zu seinem zentralen Vorbringen, wonach weder ersichtlich noch durch das Gutachten erklärt sei, wieso dieses von einer Wertverminderung ausgehe. Die Vorinstanz lasse die ursprüngliche Schätzung "völlig aussen vor" und setze das neue Gutachten H.________ nicht in Relation zum bereits vorhandenen. Die Frage, warum die Liegenschaft weniger wert sein soll, bleibe schlicht unbehandelt. Die "bare Ausklammerung" von beweis- und entscheidwesentlichen Vorbringen stellt in den Augen des Beschwerdeführers überdies eine völlig einseitige, mithin willkürliche Beweiswürdigung dar und soll damit den in Art. 157 ZPO verankerten Grundsatz der freien Beweiswürdigung verletzen. Der Beschwerdeführer wiederholt in der Folge die in der Berufung vorgetragenen Argumente, aus denen sich die offensichtliche Unrichtigkeit der gutachterlichen Schätzung ergibt. So verweist er auf den "Wohnimmobilien Marktbericht Schweiz 2022" von J.________, auf die Internet-Vergleichsplattform K.________, auf eine Studie des Immobilienberatungsunternehmens L.________ und auf Medienberichte. Daraus ergebe sich, dass die Immobilienpreise im Kanton Schwyz zwischen 2007 und 2018 stark gestiegen seien und U.________ (SZ) zu den gefragtesten und teuersten Schwyzer Gemeinden gehöre. Der Quadratmeterpreis in U.________ (SZ) betrage Fr. 13'940.--, womit selbst bei einer Grundstücksfläche von lediglich 102.6 m2 von einem Marktwert von Fr. 1'430'244.-- auszugehen wäre. Die hedonische Bewertung, die er bei der Firma I.________ habe erstellen lassen, habe einen Marktwert von Fr. 1'580'000.-- ergeben; der vormalige Mieter habe zwei verbindliche Kaufangebote zu Fr. 1,4 Mio. und Fr. 1,5 Mio. unterbreitet und hätte die Liegenschaft sogar für Fr. 1,6 Mio. gekauft. Herr M.________ von der Firma N.________ AG in U.________ (SZ), der die Liegenschaft im Jahr 2006 auf Fr. 930'000.-- geschätzt habe, schätze den Marktwert im Jahr 2020 auf Fr. 1,4 bis Fr. 1,7 Mio. Für den Beschwerdeführer steht damit fest, dass alle Experten, welche die örtlichen Marktverhältnisse kennen, von einem Marktwert von über Fr. 1,4 Mio. ausgehen. Auch die Beschwerdegegnerin habe im Jahr 2011 verlauten lassen, dass sie die Liegenschaft keinesfalls unter Fr. 1,5 Mio. zu verkaufen bereit sei. Sie habe die Liegenschaft seit dem Auszug des letzten Mieters unbewohnt gelassen, weshalb es auch nicht erstaune, dass die Liegenschaft derzeit im Aussenbereich einen eher ungepflegten Eindruck erweckt. Es mache den Anschein, dass die Beschwerdegegnerin darauf aus ist, einen möglichst tiefen Schätzwert zu erreichen. Zusätzlich zu diesen Argumenten bemängelt der Beschwerdeführer, dass das Gutachten H.________ schon an sich in unzulässiger Weise erfolgt sei. In ihrer Eingabe vom 6. April 2018 habe die Beschwerdegegnerin explizit eine Aktualisierung des Gutachtens beantragt und mit Verfügung vom 5. Dezember 2018 habe das Bezirksgericht auch explizit eine Aktualisierung des Gutachtens vom 7. Mai 2010 in Auftrag gegeben. Das nun vorliegende Gutachten H.________ führe aus, es werde nicht nur keine Aktualisierung vorgenommen, sondern es würden die Ergebnisse des Vorgutachtens schlicht nicht weiter kommentiert. Der Beschwerdeführer folgert daraus, dass das Gutachten H.________ schlicht nicht auftrags- bzw. antragsgemäss erfolgt und deshalb auch nicht massgeblich bzw. "derart ergänzungsbedürftig" sei, dass nicht allein darauf abgestellt werden könne.