Citation: 8C_14/2020 E. 4.5.2

4.5.2. Die Vorinstanz verneinte in subjektiver Vertragsauslegung den Willen zum Vertragsabschluss der beiden Gesellschafter und Geschäftsführer der B.________ GmbH. Der Beschwerdeführer dringt nicht durch, wenn er (sinngemäss) rügt, die Vorinstanz habe dem nachträglichen Parteiverhalten bundesrechtsverletzend einen unzulässigen Stellenwert beigemessen und nicht auf den Willen der Parteien beim Vertragsabschluss abgestellt. Entgegen seiner Annahme durfte die Vorinstanz im Rahmen ihrer subjektiven Vertragsauslegung auch unter Berücksichtigung des nachträglichen Parteiverhaltens beweiswürdigend auf den tatsächlichen Willen der Parteien schliessen und davon ausgehen, dass zu keinem Zeitpunkt ein Konsens hinsichtlich einer Arbeitnehmerleistung gegen Lohn bestanden habe (vgl. E. 4.4 hievor). Das kantonale Gericht stellte willkürfrei fest, dass die zwei Gesellschafter und Geschäftsführer der Unternehmung den Beschwerdeführer nicht als Arbeitnehmer anstellen wollten, solange kein neues Kapital zur Verhinderung des drohenden Konkurses in die Firma eingeflossen war. Gemäss den Darlegungen im angefochtenen Entscheid hielt C.________ bereits am 1. Mai 2018 gegenüber den Geldgebern unmissverständlich fest, dass er nicht bereit sei, einen Arbeitsvertrag mit dem Beschwerdeführer einzugehen, solange die finanzielle Situation nicht geregelt werden könne. Nachdem die Suche nach neuen Investoren unbestrittenermassen erfolglos verlief, verwirklichte sich die Bedingung für einen Vertragsabschluss nicht. Dass es unzulässig gewesen sei, die Begründung eines Arbeitsverhältnisses hiervon abhängig zu machen, wird in der Beschwerde zu Recht nicht geltend gemacht. Die Illiquidität der Gesellschaft kam ferner in Anwesenheit des Beschwerdeführers an der ausserordentlichen Gesellschaftsversammlung vom 7. Mai 2018 zur Sprache, insbesondere auch die fehlenden Mittel zur Begleichung der Lohnforderungen der Angestellten, ohne dass der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang genannt worden wäre. Wie die Vorinstanz in sachverhaltlicher Hinsicht weiter feststellte, sahen die Geschäftsführer und Gesellschafter den Beschwerdeführer vielmehr als - von den Investoren vorgeschlagenen - möglichen Nachfolger von D.________ an, welcher im Auftrag derselben im Rahmen der Sanierungsbemühungen der GmbH auftrat. Damit übereinstimmend wurde der Beschwerdeführer in den Protokollen der ausserordentlichen Gesellschafterversammlungen vom 7. und 18. Mai 2018, wie ausgeführt, jeweils als "von den Kapitalgebern E.________ und F.________ vorgeschlagener künftiger Geschäftsführer" betitelt. Dieser Funktionsbezeichnung widersprach der Beschwerdeführer zu keinem Zeitpunkt, zumal beide bisherigen Geschäftsführer weiterhin tätig blieben. Im Hinblick auf eine neue Gesellschaftsstruktur wurde dem Beschwerdeführer sodann auf Vorschlag von F.________ ein Verkaufsangebot aller 40 Stammanteile der Gesellschaft unterbreitet, um dadurch allenfalls die GmbH mittels neue Investitionen retten zu können. Das Angebot lehnte der Beschwerdeführer laut E-Mail von C.________ vom 15. Mai 2018 indessen ab.