Citation: 2C_620/2021 E. 3.3.2

3.3.2. Wenn die Vorinstanz davon ausgegangen ist, dass die Haftbegründung "vorliegend einmal mehr eher knapp ausgefallen" sei (vgl. E. 3.4 des angefochtenen Entscheids), aber den Minimalanforderungen (gerade) noch genüge, ist dies im Hinblick darauf, dass der Beschwerdeführer bereits einmal in einem Dublin-Verfahren inhaftiert und dort rechtskundig beraten und vertreten war, mit den verfahrensrechtlichen Vorgaben vereinbar. Sowohl aus dem Haftbefehl für die Vorbereitungshaft als auch jenem für die Ausschaffungshaft ergibt sich, dass das Amt für Migration und Bürgerrecht davon ausgegangen ist, dass eine erhebliche Untertauchensgefahr bestand (Art. 76a Abs. 1 lit. a AIG) bzw. das Verhalten des Beschwerdeführers auf eine "Widersetzung gegen behördliche Anordnungen" schliessen liess (Art. 76a Abs. 1 lit. b AIG); die entsprechenden Punkte begründete es mit der "illegalen Einreise in die Schweiz am 1. August 2021" und der "Missachtung des Einreiseverbots am 1. August 2021" (vgl. Art. 76a Abs. 2 lit. e AIG) bzw. zusätzlich mit der "Wegweisungsverfügung SEM vom 3.8.2021 nach Rückübernahmebestätigung Oesterreich". Vor dem Hintergrund des früheren Dublin-Verfahrens genügte diese Begründung im konkreten Fall den verfassungsrechtlichen Vorgaben gerade noch; ohne das durch den Beschwerdeführer bereits kurz zuvor durchlaufene Dublin-Haftverfahren könnte jedoch wohl kaum hiervon ausgegangen werden.