Citation: 2C_1050/2016 E. 6.6

6.6. Der Beschwerdeführer hält sich zwar seit rund 16 Jahren in der Schweiz auf, doch ist ihm eine Rückkehr nach Brasilien zumutbar, nachdem er sich gemäss dem verbindlich festgestellten Sachverhalt hier weder sozial noch wirtschaftlich in einer der Länge seines Aufenthalts entsprechenden Weise zu integrieren vermochte. Der Beschwerdeführer ist erst mit 23 Jahren in die Schweiz gekommen und wurde somit in seiner Heimat sozialisiert. Dass er mit den dortigen sprachlichen und kulturellen Verhältnissen nicht mehr vertraut wäre, tut er nicht dar und ist auch nicht ersichtlich. Eine Wiedereingliederung in seiner Heimat dürfte ihm aufgrund seiner hier gemachten beruflichen Erfahrungen als Fenster- und Fassadenmonteur, Logistikmitarbeiter, Bauarbeiter und Lagerist sowie den in der Schweiz erworbenen Sprachkenntnissen möglich sein. Dass der Arbeitsmarkt in Brasilien generell weniger günstig erscheint als der hiesige, ist nicht entscheidend, nachdem der Beschwerdeführer auch hier wiederholt arbeitslos war, von entsprechenden Versicherungsleistungen bzw. der Sozialhilfe leben musste und lediglich punktuell einer seinen Lebensunterhalt finanzierenden Arbeit nachgehen konnte. Sein Hinweis darauf, dass sich seine Situation stabilisiert habe, was nach der Rechtsprechung zu Art. 50 AuG mitzuberücksichtigen sei, überzeugt nicht: Der von ihm in diesem Zusammenhang zitierte Fall lag insofern anders, als der betroffene Ausländer dort als umgehende Reaktion auf eine Verwarnung hin sich noch während der Gültigkeit seiner aus der Ehe abgeleiteten Aufenthaltsbewilligung von der Sozialhilfe lösen und seinen Lebensunterhalt selbständig bestreiten konnte (Urteil 2C_175/2015 vom 30. Oktober 2015 E. 3.2.3).