Citation: 2C_139/2018 E. 2.3.2

2.3.2. Der Strafrichter hat im Urteil von 2016 in Bezug auf das Verschulden folgendes festgehalten: beim Diebstahl stellte das Strafurteil leichtes Verschulden, bei der Nötigung erhebliches und beim Raufhandel nicht mehr leichtes Verschulden fest. Die Ausführungen des Strafurteils zum Raufhandel bestätigen, was bereits das Urteil von 2014 konstatierte: Hier wie damals ist eine besondere kriminelle Energie des Beschwerdeführers auszumachen. So hat er beim Raufhandel seine Uhr als Schlagring und eine Krücke einer Drittperson als Schlaginstrument benutzt, mit welcher er so intensiv auf den Kopf des Opfers einschlug, dass sich die Aluminiumrohre verbogen hatten; Ziel seiner Schläge war der Kopf des Opfers. Auch wenn die strafbare Handlung im Jahre 2016 wegen der fehlenden rechtlichen Möglichkeit, Eigentum zu begründen, nicht zu einer Veurteilung wegen Raubes führte, bleibt der Unrechtsgehalt bestehen - wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat. Im Urteil von 2014 hat der Strafrichter beim Hausfriedensbruch, den der Beschwerdeführer als Erwachsener verübt hatte und welcher für das Strafmass primär ausschlaggebend gewesen war, das Verschulden als sehr leicht beurteilt. Die Gesamtstrafe von einem Jahr resultierte unter Berücksichtigung weiterer strafbarer Handlungen schliesslich wegen der Verletzung von hochwertigen Rechtsgütern (Eigentum, körperliche Integrität, Hausrecht, öffentliche Gewalt), seiner tragenden Rolle bei den Ausführungen, der wiederholten Begehung, der Gewaltanwendung und der unzähligen nicht zu verharmlosenden Sachbeschädigungen. Der Strafrichter konstatierte eine erhebliche kriminelle Energie und eine erschreckende Gleichgültigkeit gegenüber der Rechtsordnung. Strafmildernd wurden die Äusserungen des jugendlichen Beschwerdeführers gewertet, dass er in Zukunft ein deliktfreies Leben zu führen gedenke. Kaum ein Jahr später hat er - als Erwachsener - wieder delinquiert. Er hat sich somit weder von den strafrechtlichen Verurteilungen noch von der ausländerrechtlichen Verwarnung beeindrucken und abhalten lassen. Insofern ist von einem eher schweren Verschulden des Beschwerdeführers auszugehen. Erschwerend ist besonders der Umstand, dass der Beschwerdeführer gegenüber Personen zu besonderer Gewaltanwendung neigt. Das öffentliche Interesse an der Fernhaltung des Beschwerdeführers ist somit gewichtig.