Citation: 4A_482/2013 E. 3.2.4

3.2.4. Im Übrigen lässt sich aus den von der Beschwerdeführerin als Drehbücher für die beiden Basel Tattoos 2007 und 2009 bezeichneten Dokumenten (Beilage 8) weder ein Urheberrecht an der jeweiligen Gesamtveranstaltung noch an der Regieleistung der dafür verantwortlichen Person herleiten. Wie die Beschwerdegegnerin in ihrer Antwort zutreffend einwendet, enthalten die ein- bzw. fünfseitigen Dokumente jeweils eine Tabelle, die überwiegend logistische Anweisungen für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung aufführt (genauer Zeitplan, Namen der Gruppen und der verantwortlichen Personen, Titel der gespielten Musik, Ort der Ankunft bzw. des Abzugs, Anweisungen für das Bereitstellen von Material usw.). Abgesehen davon, dass der Regisseur eines Bühnenwerks - wie die Vorinstanz unter Hinweis auf Art. 34 Abs. 3 URG zutreffend ausführte - grundsätzlich als Interpret anzusehen ist, dem zwar ein verwandtes Schutzrecht, nicht jedoch ein eigentliches Urheberrecht zusteht, kann daher von einem urheberrechtlich geschützten Regiekonzept keine Rede sein (zur Rechtsstellung des Regisseurs etwa PETER MOSIMANN, in: Mosimann und andere [Hrsg.], Kultur, Kunst, Recht, 2009, § 4 Rz. 78 ff. S. 661 ff.).