Citation: 4C.281/2000 24.11.2000 E. 3

3.- Die Vorinstanz hat aufgrund der eingereichten Akten, des Verhaltens von Remo Karpf und weiterer Umstände geprüft, in welcher Absicht die Überweisungen des Klägers zugunsten des Sohnes des Beklagten erfolgten. Sie kam zum Schluss, es habe sich dabei um ein Darlehen und nicht um Anzahlungen für die Arbeiten am "Designer-Ei" gehandelt. Der gegen diese Beweiswürdigung erhobene Vorwurf der Verletzung von Art. 8 ZGB zufolge Nichtanhörung der angebotenen Zeugen ist unbeachtlich, denn diese Bestimmung schreibt dem Richter nicht vor, mit welchen Mitteln der Sachverhalt abzuklären und wie das Ergebnis zu würdigen ist. Entgegen der Auffassung des Beklagten ist auch eine antizipierte Beweiswürdigung bundesrechtlich nicht ausgeschlossen (BGE 122 III 219 E. 3c S. 223; 119 II 114 E. 4c S. 117; 114 II 289 E. 2a S. 290 f.).