Citation: 9C_615/2021 E. 5.1

5.1. Das kantonale Gericht hat erwogen, FFS-Operationen würden grundsätzlich und im Rahmen einer interdisziplinären Kooperation an den Kliniken E.________ und G.________ sowie an der von PD Dr. med. H.________ betriebenen Klinik I.________/J.________ durchgeführt. Dieses Angebot entspreche im Wesentlichen denjenigen Eingriffen, welchen sich die Beschwerdeführerin in Belgien unterzogen habe. Es könne demzufolge nicht davon ausgegangen werden, dass in der Schweiz überhaupt keine Behandlungsmöglichkeit im Bereich der Gesichtsfeminisierung existiere, welche mit den bei der Beschwerdeführerin vorgenommenen Massnahmen vergleichbar wäre. Die von der Beschwerdegegnerin eingeholten Akten liessen ausserdem den Schluss zu, dass ein gesichtsfeminisierender Eingriff in der Schweiz keine unzumutbaren Risiken mit sich gebracht hätte. Somit falle eine Ausnahme vom Territorialitätsprinzip ausser Betracht, sodass die Beschwerdegegnerin für die bei der Beschwerdeführerin durchgeführten operativen Behandlungen nicht leistungspflichtig sei. Gestützt auf diese Überlegungen sei auch ein Anspruch auf Rückerstattung der Abklärungskosten für den Bericht der Dr. med. C.________ vom 25. November 2020 (Fr. 23'800.-) zu verneinen.