Citation: 2C_1040/2022 E. 3.2.4

3.2.4. Aus dem Gesagten ergibt sich, dass sich die Beschwerdeführerin über einen langen Zeitraum vor dem 1. Januar 2019 nicht um die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit gekümmert hat. Auch danach und selbst nach der Ermahnung vom August 2019 war keine wesentliche Verhaltensänderung erkennbar und der Sozialhilfebezug wurde über Jahre fortgesetzt. Eine schwere oder lang andauernde Krankheit im Sinne von Art. 77f lit. b VZAE, welche ein Abweichen vom Integrationskriterium der Teilnahme am Wirtschaftsleben (Art. 58a Abs. 1 lit. d AIG) ermöglichen würde, liegt aufgrund der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung nicht vor. Damit ist die Nichterfüllung dieses Integrationskriteriums respektive der Sozialhilfebezug auf das Verschulden der Beschwerdeführerin zurückzuführen.