Citation: 6B_1294/2022 E. 4.5.3

4.5.3. Die Vorinstanz legt zutreffend dar, dass - insbesondere aufgrund der zahlreichen (teilweise einschlägigen) Vorstrafen - eine hohe Rückfallgefahr und damit eine negative Legalprognose bestehe. Die Beschwerdeführerin hat bereits mehrere Diebstähle begangen und sich mit der vorliegenden Verurteilung nun des gewerbsmässigen Diebstahls schuldig gemacht. Sie hat die schweizerische Rechtsordnung wiederholt und seit mehreren Jahren missachtet. Entsprechend mag es zwar zutreffen, dass der Deliktsbetrag vorliegend gering war und es sich bei den von der Beschwerdeführerin begangenen Delikten nicht um solche gegen Leib und Leben, sondern gegen das Rechtsgut Vermögen handelt. Dennoch sind die Voraussetzungen für eine aufenthaltsbeendende Massnahme im Sinne von Art. 5 Abs. 1 Anhang I FZA aufgrund der hohen Wahrscheinlichkeit einer künftigen Straffälligkeit vorliegend erfüllt. Überdies ist nicht zu vernachlässigen, dass die Beschwerdeführerin die Diebstähle gegenüber älteren Frauen ausgeübt hat, die ihr aufgrund ihrer Anstellung bei der Spitex Vertrauen entgegengebracht haben; zudem hatten die Schmuckstücke teilweise - wie auch die Beschwerdeführerin selbst mehrmals vorbringt - einen emotionalen Wert. Die Rügen der Beschwerdeführerin zielen ins Leere, zumal sie teilweise erneut lediglich ihre eigene Sicht der Dinge präsentiert, ohne sich dabei begründet mit dem vorinstanzlichen Entscheid auseinanderzusetzen (Art. 42 Abs. 2 BGG). Es ist nicht zu bemängeln, wenn die Vorinstanz eine Gefahr der öffentlichen Ordnung und Sicherheit bejaht. Mit der Vorinstanz erweist sich die Landesverweisung vorliegend auch unter Beachtung des FZA als verhältnismässig.