Citation: 6B_888/2020 E. 1.4.2

1.4.2. Die Vorinstanz ging gestützt auf das kantonale Verwaltungsrechtspflegegesetz (§ 128 Abs. 2 und Abs. 3 lit. h) davon aus, dass gegen die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege ein Rechtsmittel ergriffen werden könne, wenn der Entscheid einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken würde. Sie legte die bundes- und kantonalrechtliche Rechtslage des Verfahrens der jährlichen Prüfung einer bedingten Entlassung aus der Verwahrung dar. Dieses Verfahren ohne Beistand zu führen, könne einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken. Es sei jedoch kein solches Verfahren eingeleitet gewesen, als das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung gestellt worden sei. Der VBD sei zu dessen Prüfung zwar grundsätzlich zuständig gewesen. Da aber kein solches Verfahren eingeleitet worden sei, sei fraglich, ob die Verwaltungsgerichtsbeschwerde zulässig sei. Sie prüfte das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und hielt fest, der weitere Antrag, wonach im Rahmen der unentgeltlichen Rechtspflege das Gesuch um kostenlose Zustellung der vollständigen und paginierten Vollzugsakten gutzuheissen und Ziff. 4 des Entscheids vom 6. März 2020 des VBD (der Rechtsvertreter werde gebeten, sich zwecks Klärung der Modalitäten betreffend Einsichtnahme in die Vollzugsakten beim VBD zu melden) aufzuheben sei, stehe im Zusammenhang mit der unentgeltlichen Rechtspflege und Rechtsverbeiständung (vgl. Dispositiv des VBD; oben im Sachverhalt unter B.c). Sie stellte damit klar, dass das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung der Finanzierung der Ausübung der Akteneinsicht dienen sollte. In der Folge der Abweisung dieses Gesuchs trat die Vorinstanz daher auf den Komplex der Akteneinsicht nicht ein (Urteil S. 10).