Citation: 6S.295/2005 22.12.2005 E. 1

Soweit die Beschwerdeführerin mehr verlangt als die Aufhebung des angefochtenen Entscheids, ist auf ihr Rechtsmittel nicht einzutreten (vgl. Art. 277ter BStP; BGE 129 IV 276 E. 1.2). Nach Auffassung der Beschwerdeführerin qualifiziert die Vorinstanz die dem Beschwerdegegner vorgeworfene Tat zu Unrecht als vorsätzliche Tötung (Art. 111 StGB). Sie stellt sich auf den Standpunkt, es hätte eine Verurteilung wegen Mordes (Art. 112 StGB) erfolgen müssen. Im angefochtenen Entscheid wird die bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Abgrenzung von vorsätzlicher Tötung und Mord zutreffend wiedergegeben. Es wird zu Recht auch darauf hingewiesen, dass eine Gesamtwürdigung der inneren und äusseren Umstände der Tat vorzunehmen ist. Dabei kann die für die Qualifikation als Mord erforderliche besondere Skrupellosigkeit entfallen, wenn das Tatmotiv einfühlbar und nicht krass egoistisch ist, etwa wenn die Tat durch eine schwere Konfliktsituation ausgelöst wurde. Typische Fälle von Mord stellen die Tötung eines Menschen zum Zweck eines Raubs, aus religiösem oder politischem Fanatismus oder aus Geringschätzung dar (BGE 127 IV 10 E. 1a).