Citation: 8C_857/2015 E. 2.3

2.3. Insbesondere trifft es nicht - wie vom Beschwerdeführer geltend gemacht - zu, dass Frau Dr. med. D.________ ihre Einschätzung des verbliebenen Leistungsvermögens resp. die Beschreibung des auf den Beschwerdeführer zutreffenden Zumutbarkeitsprofils nicht hinreichend begründet hätte. Die Begründung ergibt sich vielmehr direkt aus den zuvor erhobenen Befunden sowie den persönlich festgestellten und konkret umschriebenen körperlichen Beeinträchtigungen. Mehr ist von einer untersuchenden Arztperson nicht zu verlangen. Dass die Kreisärztin das Ausmass des ihrer Ansicht nach verbliebenen Leistungsvermögens prozentual nicht beziffert, sondern lediglich in zeitlicher Hinsicht (ganztags) bestimmt hat, schadet nichts. Wenn sie eine ganztägige Einsatzmöglichkeit bescheinigt, ohne - abgesehen von einzelnen funktionellen Einschränkungen - eine konkrete Leistungsverminderung anzugeben, ist daraus mit SUVA und Vorinstanz zu schliessen, dass bei einer auf das Leiden abgestimmten Betätigung eine uneingeschränkte Leistungserbringung zu erwarten ist. Ebenso wenig erscheint der Einwand als gerechtfertigt, die Vorinstanz hätte einzig das Gutachten des Dr. med. B.________ zum Gegenstand ihrer Beweiswürdigung gemacht. Die Auseinandersetzung mit dessen Expertise erfolgte stets vor dem Hintergrund und im Vergleich mit der teils abweichenden Betrachtungsweise der Frau Dr. med. D.________. Entgegen der Argumentation in der Beschwerdeschrift ergibt sich auch aus der im arbeitsmedizinischen Zentrum C.________ durchgeführten Evaluation der arbeitsbezogenen funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) nicht, dass die von der SUVA für die Bestimmung des Invalideneinkommens aufgelegten fünf Beispiele aus ihrer Arbeitsplatzdokumentation (DAP-Blätter) für den Beschwerdeführer nicht geeignete Stellen beschreiben würden, sodass für die Zwecke der Invaliditätsbemessung auf die Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik gegriffen werden müsste. Hier ist - wie das kantonale Gericht richtig erkannt hat - zu beachten, dass sich Dr. med. B.________ mit der Leistungsfähigkeit vorwiegend bei mittelschweren Tätigkeiten befasst, während Frau Dr. med. D.________ ihre Beurteilung auf angepasste leichte bis mittelschwere manuelle Arbeiten unter ausdrücklicher Berücksichtigung der gegebenen behinderungsbedingten Einschränkungen bezieht. In ihrem Abschlussbericht vom 26. August 2013 hält sie denn auch fest, dass das dem Beschwerdeführer zumutbare Tätigkeitsprofil keine Überkopfarbeiten, kein Hantieren mit Gewichten über 10 kg und auch nicht körperferne Bewegungen, sondern leichte Tätigkeiten bis zur Horizontalen beinhaltet. Die im arbeitsmedizinischen Zentrum C.________ durchgeführten Testungen betreffen demgegenüber vorwiegend Aktivitäten in Positionen, die laut Kreisärztin Frau Dr. med. D.________ zu vermeiden wären und deshalb für die erwerbliche Verwertung der noch vorhandenen Arbeitsfähigkeit ausser Betracht fallen. Wie das kantonale Gericht zutreffend festgestellt hat, tragen die von der SUVA vorgelegten fünf DAP-Blätter den laut Frau Dr. med. D.________ für den Beschwerdeführer ungünstigen Arbeitsabläufen wie auch den zu bevorzugenden Körperstellungen Rechnung (keine Arbeiten über Kopfhöhe, kein Heben über Brusthöhe, leichte Gewichtsbelastung bis maximal 10 kg nicht über Lendenhöhe), was von den im arbeitsmedizinischen Zentrum C.________ getesteten Betätigungen nicht gesagt werden kann. Was die Notwendigkeit angeblich einzuhaltender vermehrter Pausen anbelangt, werden diese laut Dr. med B.________ bei Beschäftigungen benötigt, welche statisches oder dynamisches körperfernes Manipulieren mit der rechten Hand erfordern. Gerade solche aber werden bei den aus der DAP ausgewählten fünf Beispielen nicht verlangt. Über die behauptete Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung am 23. August 2013 schliesslich lässt die Expertise des arbeitsmedizinischen Zentrums C.________ vom 24. September 2014 keine zuverlässigen Schlüsse zu, sodass diese nicht als ausgewiesen gelten kann. Dr. med. B.________ hat den Beschwerdeführer früher jedenfalls nie persönlich untersucht, was einen direkten Vergleich der von ihm als objektiv feststellbar angeführten Aspekte, die sich nunmehr gravierender auswirken sollen, mit dem Zustand, der sich seinerzeit der Kreisärztin Frau Dr. med. D.________ präsentierte, zumindest als fragwürdig erscheinen lässt, wenn nicht gar verunmöglicht. Die geltend gemachte Verschlechterung beschlägt überdies primär die Hebefunktion des rechten Armes, welcher bei den noch in Betracht fallenden Arbeiten in eher tiefgehaltener Armposition ohnehin keine erhebliche Bedeutung mehr zukommt. Wie die SUVA in ihrer der Vorinstanz eingereichten Beschwerdeantwort vom 8. Januar 2015 festgehalten hat, bestätigt im Übrigen selbst das Gutachten des arbeitsmedizinischen Zentrums C.________ vom 24. September 2014 für eine leidensangepasste Tätigkeit eine vollständige (100%ige) Arbeitsfähigkeit.