Citation: 4A_355/2023 E. A

Die C.________ AG (Nebenintervenientin) beauftragte - in ihrer Funktion als Totalunternehmerin - die D.________ AG als ihre Subtotalunternehmerin. Die D.________ AG schloss in dieser Funktion am 3./10. Mai 2017 mit der B.________ AG (Beklagte, Beschwerdegegnerin) den Werkvertrag "Nr. 2011 betreffend PKP Nr. 201.1 (Baugrubenaushub) " ab. Die Nebenintervenientin trat in der Folge als Bestellerin anstelle der D.________ AG in diesen Werkvertrag ein. Gemäss Nachtrag Nr. 5 zum Werkvertrag Nr. 2011 verpflichtete sich die Beklagte gegenüber der Nebenintervenientin zum Anbringen und Verlegen von Kabelschutzrohren. Mit diesen Arbeiten beauftragte die Beklagte ihrerseits die A.________ AG (Klägerin, Beschwerdeführerin). Die Klägerin war damit im Verhältnis zur Nebenintervenientin Subunternehmerin. Die Klägerin sollte für die Kanalisationsleitungen Kabelschutzrohre liefern, verlegen und verschweissen. Nach Abschluss der Arbeiten durch die Klägerin wurde festgestellt, dass die Kabelschutzrohre nicht dicht waren. Diese hatten sich verformt und die Schweissnähte waren stellenweise gerissen, was Wasser und Erdreich in die Kabelzugschächte eintreten liess. Die Beklagte kontaktierte deswegen im August 2018 die Klägerin telefonisch und per E-Mail. Der Inhalt des Telefongesprächs sowie allfällige zwischen den Parteien getroffene Abmachungen sind umstritten. Unbestritten ist hingegen, dass in der Folge die Klägerin die E.________ AG (nachfolgend: E.________) mit der Sanierung der Kabelschutzrohre beauftragt hatte. Die E.________ stellte der Klägerin für ihre Sanierungsarbeiten insgesamt Fr. 98'302.40 in Rechnung. Die Klägerin bezahlte diesen Betrag am 14. Juni 2019.