Citation: 2C_108/2018 E. 5.1

5.1. Der Beschwerdeführer beruft sich auf Art. 8 EMRK. Er wohne seit seinem 15. Altersjahr mit seiner Familie in der Schweiz und habe einen Rechtsanspruch darauf, von seiner Familie nicht getrennt zu werden. Weil er mittellos, suchtmittelabhängig sowie psychisch krank sei, habe er in der Südosttürkei ohne seine Familie keinerlei Chancen auf eine Reintegration in die Gesellschaft. Vor und nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis im November 2016 habe er bei seiner Familie gewohnt, was aufzeige, dass er mit seinen Eltern und Geschwistern eng verbunden sei. Die enge Verbindung zu seinen Geschwistern zeige sich unter anderem darin, dass seine Schwester monatlich Fr. 50.-- für ihn bezahle, damit er seine Schulden abbauen könne. Ferner macht er geltend, er habe seine Alkohol- und Drogensucht in einer Klinik behandeln lassen und wolle eine Ausbildung machen, damit er in der Schweiz berufliche Chancen habe. Zudem stellt er sich auf den Standpunkt, eine Ausweisung in die Türkei würde ihn einer unmittelbaren Gefahr einer Art. 3 EMRK verletzenden Behandlung aussetzen. Als anerkannter Flüchtling und Sohn eines anerkannten kurdischen Flüchtlings müsse er damit rechnen, in der Türkei verhaftet, bedroht, gefoltert und schikaniert zu werden. Zur Begründung verweist er insbesondere auf die allgemeine politische Lage an seinem Herkunftsort. Schliesslich würde ihm bei einer Wegweisung eine Verhaftung drohen, weil er nicht ins türkische Militär einrückte.