Citation: I 762/04 24.05.2005 E. 4

Im angefochtenen Entscheid wird für den hier interessierenden Zeitraum vom September 2001 bis zum Einspracheentscheid vom 2. Oktober 2003 davon ausgegangen, dass der Versicherte aus somatischer Sicht in rückenadaptierten Tätigkeiten noch zu 50 % arbeitsfähig ist, während aus psychiatrischer Sicht keine relevante Einschränkung besteht. Das kantonale Gericht stützt sich dabei auf die Gutachten des Dr. med. J.________, Facharzt FMH für Rheumatologie, Manuelle Medizin SMM, vom 26. April 2004 und des Dr. med. B.________, Spezialarzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 27. April 2004. Demgegenüber macht der Versicherte geltend, seit September 2001 in jeder Tätigkeit voll arbeitsunfähig zu sein. 4.1 Laut rheumatologischem Gutachten vom 26. April 2004 ist die Arbeitsfähigkeit eingeschränkt durch ein chronisches lumbospondylogenes Syndrom beidseits, rechtsbetont mit/bei Spinalkanalstenose L4/5 durch schwere Osteochondrose, Spondylarthrose und zusätzlich Diskopathie. Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sind ein weiter diagnostiziertes chronisches cervicospondylogenes Syndrom beidseits, rechtsbetont bei Osteochrondrose C4/5, C5/6 und C6/7 sowie eine somatoforme Schmerzstörung mit klarer Tendenz zum Panalgie-Syndrom. Als Bauarbeiter ist der Explorand aufgrund der lumbalen Diskopathie nicht mehr arbeitsfähig. Für die bisherige Tätigkeit eines Vorarbeiters mit in erster Linie Überwachungsfunktionen und für jede wechselseitige Arbeit, bei welcher der Versicherte nicht dauernd und nicht repetitiv über 10 kg heben und sich nicht dauernd bücken muss, besteht eine halbtägige Arbeitsfähigkeit. Gemäss psychiatrischer Expertise vom 27. April 2004 besteht ein leicht bis mittelgradig ausgeprägtes depressives Syndrom. Dabei handelt es sich am ehesten um eine mässig ausgeprägte Dysthymia (ICD-10 F34.1) im Sinne einer chronischen Depressivität. Hinzu kommt eine bereits vom rheumatologischen Gutachter erwähnte leichte somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4). Beide psychischen Störungen sind nicht geeignet, die Arbeitsfähigkeit nennenswert einzuschränken. Aus psychiatrischer Sicht liegt keine ernsthafte Erkrankung vor und ist dem Exploranden eine volle Erwerbstätigkeit, uneingeschränkt und ohne dass Folgen im psychischen Bereich zu befürchten wären, zuzumuten. Zudem ist der Versicherte als Persönlichkeit einem üblichen Arbeitsumfeld uneingeschränkt zuzumuten, da keine unzumutbaren psychischen Störungen vorliegen. 4.2 Die Stellungnahmen der beiden Experten zu Gesundheitszustand und funktioneller Leistungsfähigkeit beruhen auf umfassenden eigenen Untersuchungen des Versicherten sowie der Kenntnis und Berücksichtigung der medizinischen Vorakten. Die Aussagen sind klar, werden in den Gutachten einlässlich begründet und überzeugen auch in den interdisziplinären Zusammenhängen, weshalb das kantonale Gericht zu Recht darauf abgestellt und von weiteren Beweiserhebungen abgesehen hat (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. 1d mit Hinweis; SVR 2003 IV Nr. 1 S. 1 Erw. 2). Widersprüche in den fachärztlichen Ausführungen sind entgegen der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vertretenen Auffassung nicht auszumachen. Namentlich schliesst die Feststellung des Dr. med. B.________, wonach die somatoforme Schmerzstörung die heutige Schmerzsymptomatik wahrscheinlich entscheidend mitbestimmt, nicht aus, dass dadurch die Arbeitsfähigkeit unbeeinflusst bleibt, wie dies beide Experten übereinstimmend festhalten (zu Invaliditätsbegriff und somatoformer Schmerzstörung vgl. auch BGE 130 V 352). Dass der Hausarzt, wie weiter geltend gemacht wird, am 28. Juni 2002 eine volle Arbeitsunfähigkeit auch für die Tätigkeit eines Vorarbeiters bestätigt hat, rechtfertigt keine andere Betrachtungsweise (zur zurückhaltenden Würdigung hausärztlicher Berichte vgl. BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc). Nichts anderes ergibt sich auch aus dem letztinstanzlich aufgelegten Kurzbericht der Rehaklinik X.________ vom 17. November 2004, worin lediglich bestätigt wird, dass sich während eines stationären Rehabilitationsaufenthaltes vom 28. Oktober bis 18. November 2004 an der Arbeitsfähigkeit nichts geändert habe.