Citation: 1C_169/2015 E. 2.3

2.3. Gemäss Art. 51 Abs. 2 DSchG sind beim Inkrafttreten dieses Gesetzes hängige Verfahren nach neuem Recht zu entscheiden. Diese übergangsrechtliche Regelung bezieht sich gemäss ihrem Wortlaut auf das Inkrafttreten des Denkmalschutzgesetzes. Ob sie (analog) auch auf spätere Änderungen dieses Gesetzes angewendet werden könnte, kann offen bleiben, weil diese Regelung mangels der Erwähnung von Beschwerdeverfahren in vertretbarer Weise so ausgelegt werden kann, dass sie sich auf bei der Baubehörde hängige Baubewilligungsverfahren bezieht und dem allgemeinen Grundsatz entspricht, dass diese Behörde die Rechtmässigkeit eines Bauvorhabens nach dem Recht beurteilt, das im Zeitpunkt des Entscheids über das Baugesuch gilt (BGE 139 II 263 E. 6 S. 267 f.). Daran vermag nichts zu ändern, dass andere Übergangsbestimmungen, wie zum Beispiel Art. 52a der Raumplanungsverordnung (vgl. dazu Urteil 1C_612/2014 vom 26. August 2015 E. 2), sich ausdrücklich auf Beschwerdeverfahren beziehen. Demnach hat die Vorinstanz Art. 51 Abs. 2 DSchG nicht willkürlich angewendet, wenn sie auf die Rechtslage im Zeitpunkt der Erteilung der Baubewilligung am 14. Januar 2013 abstellte und die erst während des Rechtsmittelverfahrens in Kraft getretene Regelung in Art. 8 Abs. 3 DSchG nicht anwendete. Die Vorinstanz durfte daher willkürfrei davon ausgehen, der Gemeinderat sei als Baubehörde nicht verpflichtet gewesen, bei der Denkmalpflegekommission eine formelle bzw. schriftliche Stellungnahme einzuholen.