Citation: 2C_17/2018 E. 2.1

2.1. Die Niederlassungsbewilligung kann, auch nach einem Aufenthalt von über 15 Jahren, insbesondere widerrufen werden, wenn die ausländische Person zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt worden ist (Art. 63 Abs. 2 und Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 62 lit. b des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer vom 16. Dezember 2005 [AuG; SR 142.20] in der ursprünglichen, in AS 2007 5455 f. publizierten Fassung). Als längerfristig gilt nach der gefestigten Rechtsprechung eine Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr (BGE 135 II 377 E. 4.2 S. 379 ff.). Mit ihrer rechtskräftigen strafrechtlichen Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von 21 Monaten wegen Betrugs zum Nachteil einer Sozialversicherungsanstalt sowie Versuchs dazu hat die Beschwerdeführerin diesen Widerrufsgrund gesetzt. Der Umstand, dass die strafrechtliche Verurteilung im abgekürzten Verfahren erfolgte, vermag nichts an deren Qualifikation als Widerrufsgrund im Sinne von Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG in Verbindung mit Art. 62 lit. b AuG zu ändern. Erging die strafrechtliche Verurteilung im abgekürzten Strafverfahren, führt dies lediglich dazu, dass für das Verständnis der Tatumstände und die Frage des migrationsrechtlichen Verschuldens auf die zum Urteil erhobene Anklageschrift abgestellt werden kann (Urteil 2C_126/2017 vom 7. September 2017 E. 6.2, mit zahlreichen Hinweisen).