Citation: 6B_73/2015 E. 2.4.3

2.4.3. An der Sache vorbei geht der Einwand, die Voraussetzungen der Gesamtstrafenbildung im Sinne von Art. 49 Abs. 1 StGB seien nicht erfüllt. Der Beschwerdeführer entfernt sich erneut von den verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz, wonach zwischen Tötungsversuch und Freiheitsberaubung eine zeitliche Zäsur vorlag. Inwiefern die zeitlich nachfolgende Freiheitsberaubung "Durchgangsstadium" für den bereits beendeten Tötungsversuch sein kann, erschliesst sich nicht. Der Beschwerdeführer verkennt zudem, dass die Voraussetzungen von Art. 40 und 41 StGB nicht vorliegen. Die Vorinstanz erhöht die Einsatzstrafe in Anwendung des Asperationsprinzips um sechs Monate, woraus sich ergibt, dass sie isoliert eine höhere Strafe für die Freiheitsberaubung ausgesprochen hätte.