Citation: 4A_11/2022 E. 7.2

7.2. Die Vorinstanz ging aufgrund der übereinstimmenden Parteivorbringen von einem Streitwert von Fr. 1 Mio. aus. Sie stützte sich für die Verteilung der Prozesskosten auf die Grundbestimmung von Art. 106 ZPO; Gründe für ein Abweichen von diesen Verteilungsgrundsätzen nach Art. 107 Abs. 1 ZPO zog sie nicht in Betracht. Sie erwog, es sei nicht zu übersehen, dass die Beschwerdegegnerin in der Hauptsache obsiege; sie erhalte den beantragten Unterlassungstitel im breitest beantragten Umfang. Das Nichteintreten auf den Auskunfts- und Rechnungslegungsanspruch falle angesichts der bisher geringen wirtschaftlichen Aktivität der Beschwerdeführerin in der Schweiz kaum ins Gewicht. Es rechtfertige sich daher, der Beschwerdeführerin 90 % und der Beschwerdegegnerin 10 % der Prozesskosten aufzuerlegen.