Citation: 1C_393/2021 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer macht zusammengefasst geltend, zwar treffe zu, dass der genaue Verlauf und die Abmessungen dieses Rechts nicht verbindlich festgelegt worden seien. Die Amtsschreiberei Thal-Gäu habe in ihrer E-Mail vom 5. September 2019 jedoch einen Plan angehängt, dem zu entnehmen sei, dass im Zeitpunkt der Eintragung des Wegrechts das Baugrundstück nicht seiner heutigen Ausdehnung entsprochen habe, da damals zwischen diesem Grundstück und der Dorfstrasse die Parzelle Nr. 314 gelegen habe. Die Wegrechtsfläche müsse daher, wie der Stellvertreter der Amtsschreibers im Plan eingezeichnet habe, in südöstlicher Richtung entlang der Grenze der Parzelle Nr. 309 (über die Parzelle Nr. 308) zur Dorfstrasse verlaufen. Demnach liege das neue Gartentor rund 10 Meter vom Bereich des Wegrechts entfernt. Dies werde durch den Wortlaut der Dienstbarkeit und die ursprünglich befestigte Fläche bestätigt, die auf der als Beilage 5 zur kantonalen Beschwerde eingereichten Foto erkennbar sei. Die Vorinstanz verfalle in Willkür, wenn sie diesem einzig richtigen Wegrechtsverlauf einen möglichen Verlauf im Bereich des Tors zugrunde lege, ohne eine Auslegung der Wegdienstbarkeit vorzunehmen. Die heutige Einfriedung des Baugrundstücks lasse gemäss dem Plan zum Baugesuch und den als Beilage 7 zur Verwaltungsbeschwerde eingereichten Fotografien im Bereich der Wegrechtsfläche eine 4,5 Meter breite Durchfahrt offen, weshalb die Ausübung des Wegrechts nicht behindert werde. Die Baubewilligung hätte daher ohne Auflagen erteilt werden und die Beschwerdegegner hätten mit ihrem Einwand, das Gartentor liege im Bereich des Wegrechts und beeinträchtige dieses, an den Zivilrichter verwiesen werden müssen.