Citation: 1C_28/2021 E. 5.1

5.1. Die Vorinstanz zog für die Auslegung des Begriffes des "niedriger gelegenen Terrains" von § 19 Abs. 1 lit. a ABauV/AG die Bestimmung von § 13 ABauV/AG heran. Letztere lautet wie folgt: " 1 Das gewachsene Terrain ist der bei Einreichung des Baugesuches bestehende Verlauf des Bodens. Kleine Geländeunebenheiten innerhalb des Gebäudegrundrisses werden vernachlässigt. 2 Auf frühere Verhältnisse ist zurückzugreifen, wenn das Terrain im Hinblick auf das Bauvorhaben verändert worden ist." Die Vorinstanz leitete aus § 13 Abs. 1 ABauV/AG ab, dass grundsätzlich der tatsächliche Terrainverlauf bei Einreichung des Baugesuches massgebend sei. Im Fall eines nachträglichen Baugesuches sei aufgrund dieser Vorschrift prinzipiell auf den tatsächlichen Terrainverlauf im Zeitpunkt der Errichtung der Baute oder Anlage abzustellen. Die Vorinstanz erklärte sodann, zwar habe man auf der Parzelle Nr. 2227 das Terrain aufgeschüttet und die Aufschüttung mit der Erhöhung der damaligen Quadersteinreihe auf der Parzelle Nr. 2306 um zwei weitere Quadersteinreihen abgesichert. Diese Terrainaufschüttung sei aber keine Terrainveränderung, die mit Blick auf die Errichtung der oberen Stützmauer erfolgt sei, da sie mindestens vier Jahre vor der Errichtung der (oberen) Stützmauer vorgenommen worden sei. Infolgedessen sei § 13 Abs. 2 ABauV/AG nicht anwendbar. Der frühere (natürliche oder gewachsene) Terrainverlauf spiele somit keine Rolle.