Citation: 8C_170/2015 E. 5.5

5.5. Für die Beurteilung von Fallabschluss und Adäquanz liegt zudem kein den Anforderungen der Rechtsprechung genügendes externes polydisziplinäres Gutachten vor: Die PVA-Gutachten wurden jeweils von Allgemeinmedizinern erstellt, so dass sie den beweisrechtlichen Anforderungen an eine umfassende Beurteilung durch Fachpersonen nicht zu genügen vermögen. Analoges gilt auch für die in Österreich eingeholten Fachgutachten, da jeweils keine interdisziplinäre Diskussion und Beurteilung stattfand. Die Vorinstanz stützt sich bei ihrem Entscheid vornehmlich auf die Einschätzung der Ärzte der Rehaklinik E.________, des Kreisarzt-Stellvertreters sowie der beiden SUVA-Gutachter S.________ und R.________ (Austrittsbericht der Rehaklinik E.________ vom 19. April 2009, Bericht des Kreisarzt-Stellvertreters vom 7. Januar 2011, Gutachten des Dr. med. R.________ vom 20. Dezember 2012, sowie Gutachten des Dr. med. S.________ vom 1. März 2013). Dabei handelt es sich ausschliesslich um versicherungsinterne ärztliche Stellungnahmen. Insgesamt sind die Feststellungen der verwaltungsexternen behandelnden Ärzte jedoch geeignet, zumindest geringe Zweifel an den Schlussfolgerungen und Beurteilungen der SUVA-Ärzte zu begründen. Die Sache ist demnach an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie ein polydisziplinäres versicherungsexternes Gerichtsgutachten einhole und hernach über den Leistungsanspruch nach dem 30. November 2013 (einschliesslich der Integritätsentschädigung) neu entscheide. Die Gutachter werden dabei nicht nur die Frage, ob der Versicherte sich anlässlich des Unfalls vom 18. Juni 2008 ein Schädelhirntrauma oder eine vergleichbare Verletzung zugezogen hat, sowie den aktuellen Gesundheitszustand und die - unter alleiniger Berücksichtigung der unfallkausalen Beschwerden - noch zumutbare Arbeitsfähigkeit zu beurteilen haben, sondern sie werden auch zu prüfen haben, ob der Fallabschluss per 30. November 2013 gestützt auf die damals vorhandenen medizinischen Akten korrekt war. Weiter sind für die Leistungsfestsetzung - sofern sich die geklagten Beschwerden als natürlich und adäquat kausal erweisen - die Vorgaben nach BGE 141 V 281, welche bei Vorliegen der entsprechenden Beschwerdebilder auch im Bereich der Unfallversicherung gelten (vgl. in der Amtlichen Sammlung noch nicht publiziertes Urteil 8C_10/2015 vom 5. September 2015 E. 5.2), zu beachten.