Citation: 8C_119/2007 10.03.2008 E. 6

6.1 Bei der Festsetzung Valideneinkommen hat die Vorinstanz auf den laut Arbeitgeberbericht des Hotels S.________ vom 5. Dezember 2003 erzielten letzten Lohn aus dem Jahre 2000 abgestellt, was einem Jahreseinkommen von Fr. 65'000.- (13 x Fr. 5'000.-) entspricht. Angepasst an den Nominallohnindex für Frauen hat sie für das Jahr 2002 (Rentenbeginn) ein Valideneinkommen von Fr. 68'146.10 ermittelt und dieses "zu Gunsten der Beschwerdeführerin" auf Fr. 70'000.- aufgerundet. Zur Begründung hat sie ausgeführt, es seien keine Anzeichen für eine weitergehende Lohnentwicklung vorhanden. Insbesondere sei nicht davon auszugehen, dass sich der Lohn innerhalb dieser zwei Jahre sprunghaft nach oben entwickelt hätte. Aus dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin von ihrem Arbeitgeber in den Jahren 1999 und 2000 eine etwas über dem Durchschnitt liegende Lohnerhöhung gewährt bekommen habe, könne nicht geschlossen werden, dass dies weiterhin so gewesen wäre. Demgegenüber macht die Beschwerdeführerin u.a. geltend, die von der Vorinstanz vorgenommene Schätzung des Valideneinkommens sei falsch. Der Lohn habe sich in den Jahren 1998 bis 2000 in weitaus grösserem Masse entwickelt, als es die Nominallohnerhöhung habe erwarten lassen. Diese habe im Jahr 1999 ganze 0,3 % betragen, der Lohn sei aber um 5 % gestiegen. Im Jahre 2000 seien die Nominallöhne um 1,3 % gestiegen, der Lohn aber wiederum um 5 %. Das Gehalt sei somit auch während der Rezession stetig und zwar um 5 % gewachsen. In den folgenden Jahren habe sich die Wirtschaft langsam wieder erholt. Die Nominallöhne hätten nun statt 0,3 bzw. 1,3 % neu 2,5 % und 1,8 % betragen. Insgesamt sei der Qualifikation und dem Lebenslauf der Beschwerdeführerin zu wenig Beachtung geschenkt worden. Für eine 45-jährige, bestens qualifizierte Direktionsassistentin eines Viersternhotels mit einer Berufserfahrung von rund zwei Jahrzehnten erscheine ein Valideneinkommen von mindestens Fr. 75'000.-- als angemessen. 6.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Person im massgebenden Zeitpunkt des Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen. Da nach empirischer Feststellung in der Regel die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des Valideneinkommens grundsätzlich der letzte vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielte, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepasste Verdienst (BGE 129 V 224 Erw. 4.3.1 mit Hinweis; RKUV 2006 Nr. U 568 S. 66 E. 2). 6.3 Indem die Vorinstanz ohne nähere Abklärungen, insbesondere ohne Rückfrage bei der früheren Arbeitgeberin (Hotel S.________) hinsichtlich einer allfälligen Gehaltsentwicklung, vom letzten Lohn (2000) ausging, diesen der Teuerung (2001/2002) anpasste und ohne nachvollziehbare Begründung einfach "zu Gunsten der Beschwerdeführerin" auf Fr. 70'000.- also um rund 2,7 % erhöhte, hat sie den rechtserheblichen Sachverhalt offensichtlich unrichtig, unvollständig und damit rechtsfehlerhaft im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG festgestellt. Dass die Behebung des dem angefochtenen kantonalen Entscheid anhaftenden Mangels für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG), steht ausser Frage. Mithin ist die Sache an die Verwaltung zurückzuweisen, damit diese nach entsprechenden Abklärungen in Bezug auf das Valideneinkommen und unter Berücksichtigung des vorstehend festgestellten Invalideneinkommens über den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin neu befinde (Art. 105 Abs. 2 und Art. 107 Abs. 2 BGG; Seiler/von Werdt/Güngerich, a.a.O., Rz 4 zu Art. 105 und Rz 10 zu Art. 107).