Citation: 8C_369/2007 06.05.2008 E. 2

2.1 Nach eingehender und umfassender Auseinandersetzung mit der medizinischen Aktenlage gelangte das kantonale Gericht zur Auffassung, die Versicherte habe am 20. November 2002 eine HWS-Distorsion erlitten und innerhalb der Latenzzeit von 24 bis 72 Stunden seien einige der zum typischen Beschwerdebild gehörenden Beeinträchtigungen aufgetreten. Trotz der in der Folge des Unfalles geklagten Befindlichkeitsstörungen hätten jedoch keine organisch objektiv ausgewiesene Beschwerden festgestellt werden können, welche mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen) in einem ursächlichen Zusammenhang mit dem Ereignis vom 20. November 2002 stünden. Die auf Höhe C5/6 nachgewiesene Diskushernie sei unfallfremd und zudem klinisch asymptomatisch. Obwohl Anzeichen für eine psychische Fehlentwicklung nach Unfall erkennbar seien, könne der Allianz nicht gefolgt werden, soweit diese behaupte, das psychische Beschwerdebild stehe eindeutig im Vordergrund und das diagnostizierte Cervicalsyndrom müsse als Ausdruck einer Schmerzfehlverarbeitung verstanden werden. In Übereinstimmung mit der Beschwerdeführerin sei die Adäquanz daher nach BGE 117 V 359 ff. zu prüfen. Obwohl die Beschwerdegegnerin in diesem Punkt dem vorinstanzlichen Entscheid nicht zu folgen vermochte, sondern die sogenannte Psycho-Praxis (BGE 115 V 133 ff.) zur Anwendung bringen wollte, stimmen die Allianz und das kantonale Gericht darin überein, dass die ab 1. September 2003 geklagten Beschwerden nicht in einem adäquaten Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 20. November 2002 stehen und der folgenlose Fallabschluss per 1. September 2003 somit nicht zu beanstanden ist. 2.2 Demgegenüber macht die Versicherte geltend, sämtliche Ärzte seien sich einig, dass sie über den 1. September 2003 hinaus an behandlungsbedürftigen Unfallfolgen leide und der Endzustand im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG damals noch nicht erreicht worden sei. Die Allianz habe den Nachweis zu erbringen, dass die Unfallfolgen mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit weggefallen seien. Selbst wenn die Adäquanzprüfung nach BGE 117 V 359 ff. bereits angezeigt wäre, müssten die entsprechenden Kriterien bejaht werden, weshalb die Versicherte über den 1. September 2003 hinaus weiterhin Anspruch auf die gesetzlichen Versicherungsleistungen aus dem Unfall vom 20. November 2002 habe.