Citation: 4A_189/2018 E. 4.3.1

4.3.1. Die Vorinstanz erwog, der Sprung der Beschwerdegegnerin von höchstens einem halben Meter auf den unteren Gerüstgang sei bestimmungsgemäss gewesen. Gemäss den Erwägungen der Vorinstanz war es nachvollziehbar, dass die Beschwerdegegnerin mit der zusätzlichen Last des Eimers nicht wieder über das Dach stieg, woher sie kam, sondern wie beschrieben mit einem Sprung über die Distanz von höchstens einem halben Meter abstieg. Auf dieser Seite habe es mangels Treppe, Leiter oder dergleichen gar keine anderen Abstiegsmöglichkeiten gegeben. Ausserdem sei eine derartige Benutzung eines Baugerüsts gemäss Bundesrecht zulässig. So schreibe Art. 37 Abs. 2 lit. e der Verordnung über die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei Bauarbeiten vom 29. Juni 2005 (Bauarbeitenverordnung, BauAV; SR 832.311.141) vor, Gerüste müssten dynamischen Einwirkungen wie bei Sprüngen, Stürzen und Erschütterungen standhalten.