Citation: 8C_125/2024 E. 4

Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt eines allfälligen Rentenbeginns am 1. Oktober 2021 "rund 60 Jahre alt" gewesen sei, weshalb Art. 28 Abs. 4 UVV grundsätzlich Anwendung finde. Dies gelte umso mehr, als der Beschwerdeführer selbst eine erschwerte Einsetzbarkeit wegen fortgeschrittenen Alters geltend gemacht habe. So habe er sich aus freien Stücken - überwiegend wahrscheinlich (auch) altershalber - dazu entschieden, die Erwerbstätigkeit nicht wieder aufzunehmen. Folglich seien diejenigen Erwerbseinkommen massgebend, die eine versicherte Person im mittleren Alter (bei etwa "42 Jahren" oder zwischen "40 und 45 Jahren") bei einer entsprechenden Gesundheitsschädigung erzielen könnte. Für die Berechnung des Invalideneinkommens stellte die Vorinstanz auf die vom Bundesamt für Statistik herausgegebene Lohnstrukturerhebung (LSE) ab und zog den monatlichen Durchschnittslohn für Männer heran, die mit einfachen Tätigkeiten körperlicher und handwerklicher Art beschäftigt sind (LSE 2018, Tabelle TA1, Total, Kompetenzniveau 1, Männer; Fr. 5417.-). Indexiert auf das Jahr 2021 und unter Berücksichtigung der durchschnittlichen betriebsüblichen Wochenarbeitszeit ergebe sich ein Jahresverdienst von gerundet Fr. 68'434.32. Ein leidensbedingter Abzug aufgrund des Alters falle im Anwendungsbereich von Art. 28 Abs. 4 UVV ausser Betracht. Überdies könne vorliegend von einer stark eingeschränkten Motorik und Kraft oder sogar von einer faktischen Einhändigkeit nicht die Rede sein. Zumutbar sei dem Beschwerdeführer eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit mit ganztägiger Arbeitsfähigkeit ohne repetitive und höchstens mit leichten Drehbewegungen des rechten Unterarms, keine Tätigkeiten, die mit Schlägen und/oder Vibrationen für die rechte obere Extremität verbunden seien. Ansonsten bestünden keine anderen Einschränkungen, insbesondere nicht zeitlicher Natur. Es gebe des Weiteren keine Hinweise auf einen erhöhten Pausenbedarf, eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit, feinmotorische Einschränkungen, einen Ausschluss bestimmter Tätigkeiten oder Einschränkungen hinsichtlich Wechselbelastung. Der Suva sei zuzustimmen, dass ein Tabellenlohnabzug nicht sachgerecht sei, da angepasste Tätigkeiten vollschichtig zumutbar seien. In Gegenüberstellung des ermittelten hypothetischen Valideneinkommens von Fr. 74'552.54 und des Invalideneinkommens von Fr. 68'434.32 resultiere ein Invaliditätsgrad von gerundet 8 %. Dem Beschwerdeführer sei folglich zu Recht keine Invalidenrente zugesprochen worden.