Citation: 2C_304/2022 E. 4.3.2

4.3.2. Daran vermag nichts zu ändern, dass die Beschwerdeführer vorliegend gleichzeitig für die Steuerperioden 2015-2018 nach pflichtgemässem Ermessen veranlagt wurden und die Erkenntnisse aus den Steuererklärungen 2015 und 2016 keinen Eingang in die Ermessensveranlagungen für die Steuerperioden 2017 und 2018 fanden. Die Beschwerdeführer hätten im Rahmen des Einspracheverfahrens entweder aufzeigen müssen, von welchem Sachverhalt die Veranlagungsbehörde effektiv ausgehen muss oder sie hätten nachweisen müssen, dass die von der Veranlagungsbehörde vorgenommenen Schätzungen offensichtlich unrichtig sind. Beides ist mit der Einreichung einer Steuererklärung aus einer anderen Steuerperiode grundsätzlich nicht möglich. Dies muss insbesondere gelten, wenn die steuerpflichtige Person - wie vorliegend die Beschwerdeführer - nicht gleichzeitig hinreichend nachweist, dass sich die tatsächlichen Verhältnisse in der zu beurteilenden Steuerperiode im Vergleich zur vorangehenden Steuerperiode in keiner Weise verändert hat.