Citation: 5D_191/2021 E. 4.3.4

4.3.4. Der Grundsatz des Vertrauensschutzes und das Verbot widersprüchlichen Verhaltens beziehen sich - anders als der Grundsatz der Gleichbehandlung im Unrecht - stets und ausschliesslich auf ein bestimmtes Verfahren; d.h. die geforderte Vertrauensgrundlage muss sich aus dem Verfahren selbst ergeben. Daher kann die Beschwerdeführerin aus dem Umstand, dass die KESB ihr in anderen Verfahren, wie sie behauptet, die Teilnahme an Gesprächen im B.________ und an Standortgesprächen unter dem Titel der unentgeltlichen Rechtspflege entschädigt hat, nichts zu ihren Gunsten ableiten. Massgebend ist allein, ob dieser Aufwand erforderlich war, was das Obergericht willkürfrei verneinen durfte.