Citation: 5A_939/2018 E. 3

Der Beschwerdeführer bestritt und bestreitet weiterhin, im Kanton Bern bzw. in U.________ Wohnsitz zu haben bzw. je gehabt zu haben. Gegenüber dem Ober- und dem Bundesgericht verwendet er eine Adresse in Basel. Das Obergericht hat dazu erwogen, das Betreibungsamt dürfe sich grundsätzlich an die Angaben des Gläubigers halten und sei nicht verpflichtet, vertiefte Abklärungen dazu zu treffen. Dennoch habe es Abklärungen getroffen (insbesondere sei es einem Hinweis auf einen allfälligen Wohnsitz oder Aufenthalt im Kanton Wallis nachgegangen), die jedoch zu keinem Ergebnis geführt hätten. Den Unterlagen sei zu entnehmen, dass das Betreibungsamt des Kantons Basel-Stadt ein Fortsetzungsbegehren zurückgewiesen habe, da der Beschwerdeführer nicht an der von ihm angegebenen Adresse wohne. Den Akten sei sodann zu entnehmen, dass ein Post-Nachsendeauftrag von Basel nach V.________ (U.________) bestehe. Der Beschwerdeführer habe sich nicht im Kanton Bern angemeldet bzw. nach kurzfristiger Wohnsitznahme in W.________ (U.________) wieder abgemeldet. Der Einwand des Beschwerdeführers, er habe im Kanton Bern noch nie Abstimmungsunterlagen erhalten, bedeute vor diesem Hintergrund nichts, zumal es sich bei der Ausübung des Stimmrechts nur um ein Indiz handle. Das Hauptgewicht bei der Wohnsitzbestimmung läge auf den Beziehungen des häuslichen Lebens und der familiären und gesellschaftlichen Bande. Der Schuldner, der einen von den Angaben des Gläubigers abweichenden Wohnsitz behaupte, sei beweispflichtig. Der Beschwerdeführer bringe keine Umstände vor, die für einen Wohnsitz in Basel oder andernorts ausserhalb des Kantons Bern sprächen. Somit lägen hinreichende Gründe für einen Betreibungsort in U.________ vor und es sei nicht zu beanstanden, dass sich das Betreibungsamt als zuständig erachtet habe. Im Übrigen wäre der Einwand verspätet, da die Verletzung einer Vorschrift über die örtliche Zuständigkeit rechtzeitig zu rügen sei und der Beschwerdeführer nicht erst mit der Pfändungsankündigung, sondern mit Zustellung der Zahlungsbefehle von der Betreibung erfahren habe. Das Obergericht hat schliesslich kein Disziplinarverfahren gegen die Mitarbeiter des Betreibungsamts eröffnet, da nicht nachvollziehbar sei, inwiefern sie Pflichten verletzt haben sollen, und es ist auf das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege nicht eingetreten, da im Beschwerdeverfahren keine Gebühren erhoben würden und der Beschwerdeführer angebe, keinen Anwalt zu brauchen.