Citation: 1C_505/2020 E. 7.3

7.3. Im Übrigen würde sich nichts ändern, wenn man statt von einer Zweckentfremdung (nach § 58 Abs. 1 lit. b AbtrG) von einer Nichtnutzung der abgetretenen Fläche i.S.v. § 58 Abs. 1 lit. a AbtrG ausginge. Diesfalls entsteht der Rückforderungsanspruch und beginnt somit auch die Verjährung zwei Jahre nach der Abtretung, sofern kein "hinreichender Grund" für den Aufschub bestand. Die Beschwerdeführenden machen zwar geltend, die Verjährungsfrist habe erst mit der Festsetzung des Quartierplans zu laufen begonnen, weil bis dahin hinreichende Gründe bestanden hätten, die Fahrbahn nicht zu verbreitern. Sie legen aber nicht dar, welche hinreichenden Gründe einen Aufschub der Erschliessung des Gebiets von fast 60 Jahren rechtfertigen könnten; erst recht fehlt es an einer diesbezüglichen Willkürrüge. Damit erweist sich die Hilfsbegründung des Verwaltungsgerichts, wonach die Verjährungsfrist abgelaufen sei, nicht als willkürlich.