Citation: I 162/05 17.08.2005 E. 2

2.1 Die IV-Stelle verneinte den Anspruch auf ein Wartetaggeld im Wesentlichen mit der Begründung, der Beschwerdeführer sei als Carrosserie-Spengler wohl mindestens 50% arbeitsunfähig, hingegen sei die Voraussetzung des Wartens auf den Beginn bevorstehender Eingliederungsmassnahmen nicht erfüllt gewesen. Zu keiner Zeit sei die Rede davon gewesen, es seien Eingliederungs- oder auch nur Abklärungsmassnahmen erforderlich. Ebenso wenig seien solche für angezeigt gehalten, in Aussicht genommen oder gar in die Wege geleitet worden. Vielmehr habe es der Beschwerdeführer selber in die Hand genommen, sich um eine neue Lehrstelle zu kümmern, und habe vor Beginn der neuen Lehre verschiedene Arbeitsstellen inne gehabt. 2.2 Die Vorinstanz bestätigte diese Auffassung. Der Versicherte habe sich selber um eine neue Lehrstelle kümmern wollen und sei - wie seine passive Haltung gegenüber der IV-Stelle zeige - an einer Unterstützung durch die Invalidenversicherung nicht interessiert gewesen. Gemäss eigenen Angaben habe er zur Überbrückung das zehnte Schuljahr und in diesem Rahmen ein begleitendes Praktikum absolviert, worüber die IV-Stelle nicht informiert worden sei. Auch für die Lehre als Autolackierer habe er sich entschieden, ohne die IV-Stelle vorgängig in Kenntnis zu setzen. Der Vater des Beschwerdeführers habe dies nach Lehrantritt mitgeteilt. Es könne daher nicht die Rede davon sein, dass auf Seiten der Invalidenversicherung in objektiver und subjektiver Hinsicht Eingliederungsmassnahmen angezeigt gewesen wären. 2.3 Der Beschwerdeführer demgegenüber macht geltend, er habe im Juli/August 2000 bei der Berufsberatung der Invalidenversicherung vorgesprochen und den Berufsberater darauf aufmerksam gemacht, dass er sich mangels Lehrstelle per August 2000 dazu entschlossen habe, die Schule für Brückenangebote für das zehnte Schuljahr zu absolvieren. Die IV-Stelle habe ihm nie eine gezielte und planmässige Vermittlung einer neuen Lehrstelle angeboten. Vielmehr sei er davon ausgegangen, dass er selber eine geeignete Lehrstelle oder Arbeitsstelle als ungelernter Arbeiter suchen müsse. Durch dieses Verhalten der IV-Stelle werde der allfällige Vorwurf der Verletzung von Mitwirkungspflichten durch Passivität gemildert.