Citation: 6S.264/2004 27.09.2004 E. 3

Schliesslich bringt der Beschwerdeführer vor, das Obergericht hätte unter Berücksichtigung der Folgen, die ein Strafvollzug für sein Arbeitsverhältnis und seine Familie hätte, ein Strafmass festsetzen müssen, das die Gewährung des bedingten Vollzugs erlaube. Nach der Rechtsprechung hat der Richter, der ein Strafmass von nicht erheblich mehr als 18 Monaten in Betracht zieht, zu prüfen, ob nicht eine Strafe verhängt werden soll, welche bei gegebenen Voraussetzungen die Gewährung des bedingten Strafvollzugs erlaubt (BGE 127 IV 97 E. 3; 118 IV 337 E. 2c). Eine Freiheitsstrafe, die 21 Monate übersteigt, liegt dabei nicht mehr so nah an der Grenze von 18 Monaten, dass die Möglichkeit des bedingten Strafvollzugs bei der Strafzumessung zu berücksichtigen wäre (BGE 127 IV 97 E. 3). Nachdem die Vorinstanz vorliegend eine Strafe von 2 1/4 Jahren ausgefällt hat, ohne hierbei die Strafzumessungsregeln zu verletzen, fällt eine Reduktion der Strafe auf 18 Monate somit von vornherein ausser Betracht.