Citation: 1B_453/2018 E. 8

Die übrigen Vorbringen der Beschwerdeführerin haben - soweit sie sich auf den Gegenstand des zurückgewiesenen Entsiegelungsverfahrens beziehen - keine über das bereits Dargelegte hinausgehende selbstständige Bedeutung. Dies gilt namentlich für die Rüge, der angefochtene Entscheid verletze ihre eigenen "Verteidigungsrechte". Wie sich aus den Akten ergibt, ist die Beschwerdeführerin im vorliegenden Verwaltungsstrafverfahren nicht selbst beschuldigt. Sie ist als (juristische) Drittperson und Inhaberin der fraglichen Unterlagen vom Entsiegelungsentscheid betroffen. Rechtmässige Beweiserhebungen (etwa Editionen und Entsiegelungen) würden im Übrigen auch die Verteidigungsrechte von beschuldigten Personen nicht verletzen. Nicht einzutreten ist auf das beiläufig erhobene Vorbringen, die internen Berichte dürften im Verwaltungsstrafverfahren "nicht verwertet" werden, da den Bankmitarbeitern bei den internen Befragungen (durch die Anwälte der Beschwerdeführerin) "nicht die strafverfahrensrechtlichen Garantien" zugestanden worden seien. Der Grundsatz "nemo tenetur" stellt in der vorliegenden Konstellation kein Entsiegelungshindernis dar (vgl. Art. 113 Abs. 1 Satz 3 StPO; BGE 142 IV 207 E. 8-9 S. 213-227). Die Beurteilung, ob in diesem Zusammenhang ein Beweisverwertungsverbot vorliegen könnte, ist dem erkennenden Sachrichter vorzubehalten.