Citation: C 70/02 12.12.2003 E. 4

4.1 Das kantonale Gericht geht im angefochtenen Entscheid weiter davon aus, der Beschwerdeführer hätte sich auch während der kontrollfreien Tage um die Stelle bei den Y.________ Versicherungen bewerben müssen, weil er dies aus eigenem Verschulden vor den "Stempelferien" unterlassen habe, zumal das RAV bei der Feriengewährung äusserst grosszügig gewesen sei. Demgegenüber bringt der Versicherte vor, die Aufforderungen vom 1. und 14. Mai 2001 zur Stellenbewerbung bei der Y.________ Versicherung seien in die kontrollfreien Bezugstage gefallen, weshalb er nicht verpflichtet gewesen sei, sich zu melden. Er habe am 26. April 2001 mit der Personalberaterin vom RAV X.________, Frau A.________, vereinbart, vom 28. April bis 27. Mai 2001 20 kontrollfreie Tage zu beziehen. Dies sei ihm am 30. April 2001 nochmals bestätigt worden. Gleichwohl habe Herr B.________ vom RAV Hergiswil ohne Rücksprache mit ihm am 3. Mai 2001 den Beginn der kontrollfreien Tage um eine Woche verschoben und auf die Kalenderwochen 19 bis 22 (5. Mai bis 3. Juni 2001) festgesetzt. 4.2 Nach Art. 27 AVIV in der seit 1. Januar 2000 gültigen Fassung hat der Versicherte nach 60 Tagen kontrollierter Arbeitslosigkeit innerhalb der Rahmenfrist Anspruch auf fünf aufeinanderfolgende kontrollfreie Tage, die er frei wählen kann. Während dieser Zeit muss er nicht vermittlungsfähig sein und sich nicht um Arbeit bemühen (Thomas Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Soziale Sicherheit, Rz 262 mit Hinweis). Gemäss Art. 27 Abs. 3 AVIV hat der Versicherte den Bezug seiner kontrollfreien Tage spätestens 14 Tage im Voraus zu melden. Vorliegend ist aufgrund der Akten davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer, entgegen seinen Ausführungen, nicht am 26. April 2001, sondern erst am 30. April 2001 um Bezug kontrollfreier Tage nachgesucht hat (vgl. Schreiben des RAV an den Versicherten vom 30. April 2001); dieser wurde ihm sodann mit Verfügung vom 3. Mai 2001 ab 7. Mai bis zum 1. Juni 2001 bewilligt. Angesichts der klaren Ausführungen des RAV ist von weiteren Beweiserhebungen abzusehen, weil hievon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 4b mit Hinweis auf BGE 124 V 94 Erw. 4b und 122 V 162 Erw. 1d). Auch der Einwand, die vorinstanzliche Beweiswürdigung sei willkürlich, ist nicht stichhaltig. Dass das kantonale Gericht hinsichtlich des Beginns der kontrollfreien Tage auf die Verfügung vom 3. Mai 2001 abgestellt hat und nicht auf eine vom Versicherten behauptete Vereinbarung mit der Personalberaterin des RAV - für welche sich in den Akten keinerlei Hinweis findet - ist nicht zu beanstanden. Die Zuweisung der Stelle bei der Y.________ Versicherung erfolgte somit noch vor Beginn der sogenannten Stempelferien, was dem Beschwerdeführer ohne weiteres ermöglicht hätte, sich zu bewerben. Da er dies unterliess, nahm er eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung (Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG) in Kauf. Daran ändert nichts, dass er mit Schreiben an das RAV vom 3. Mai 2001 sein Befremden über die zugewiesene Stelle bekundete und um "umgehende schriftliche Stellungnahme" ersuchte, zumal er nicht davon ausgehen konnte, dass die anbegehrte Äusserung des RAV noch vor Beginn seiner kontrollfreien Tage bei ihm eintreffen würde. Vor diesem Hintergrund ist die vorinstanzliche Auffassung, wonach eine Bewerbung unter Würdigung aller Umstände auch während der Stempelferien zumutbar gewesen wäre, nicht zu beanstanden. Eine andere Beurteilung würde Sinn und Zweck von Art. 27 AVIV widersprechen und es ins Belieben des Versicherten stellen, den Beginn der kontrollfreien Tage abzuwarten um sich dann auf den Standpunkt zu stellen, er sei zu einer Bewerbung nicht verpflichtet gewesen. Zusammenfassend ist daher festzuhalten, dass der Beschwerdeführer zu Recht in der Anspruchsberechtigung eingestellt wurde.