Citation: 4P.235/2004 10.01.2005 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt als Gehörsverweigerung, das Kantonsgericht habe seine Tatsachenbehauptung kommentarlos übergangen, wonach er der Beschwerdegegnerin vor Abschluss des neuen Vertrages mitgeteilt habe, er wolle einen Arbeits- und keinen Beratungsvertrag abschliessen; er habe auch geltend gemacht, dass er im Mai 2002 willens gewesen sei, sich in ein arbeitsvertragliches Unterstellungsverhältnis zu begeben, was das Gericht nicht zur Kenntnis genommen habe. Soweit der Beschwerdeführer mit diesen Vorbringen sinngemäss eine Verletzung des - aus dem rechtlichen Gehör fliessenden - Anspruchs auf Begründung eines Entscheides geltend macht, übersieht er, dass dieser der entscheidenden Behörde nicht gebietet, sich ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinander zu setzen. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken, wobei sie diejenigen Argumente aufzuführen hat, die tatsächlich ihrem Entscheid zugrunde liegen (BGE 126 I 97 E. 2b S. 102 f., mit Verweisen). Dem angefochtenen Entscheid lässt sich entnehmen, aus welchen Gründen das Gericht nach eingehender Prüfung den Vertrag vom 23. Mai 2002 nicht als Arbeitsvertrag, sondern als Auftrag qualifiziert hat (unten E. 3.2). Insbesondere hat es berücksichtigt, dass erklärtes Ziel des Beschwerdeführers gewesen sei, diese Vereinbarung als Arbeitsvertrag zu bezeichnen, um eine jederzeitige Vertragsauflösung zu verhindern (vgl. E. III/1). Beim Vorwurf, das Kantonsgericht hätte gewisse Beweise abnehmen müssen, verkennt der Beschwerdeführer, dass dem Sachgericht in der Würdigung der Beweise ein weites Ermessen zusteht und das Bundesgericht auf staatsrechtliche Beschwerde hin nur eingreift, sofern diese sich als willkürlich erweist (unten E. 3.6). Dass dies vorliegend der Fall sein soll, weist der Beschwerdeführer nicht nach. Die Rüge ist unbegründet.