Citation: 5A_975/2022 E. 2.2

2.2. Der Beschwerdeführer wendet ein, das Kantonsgericht habe auf ein Gutachten abgestellt, das im Jahr 2019 entstanden sei und erst noch zu einer Zeit, als er während sechs Monaten keinen Kontakt zu seiner Tochter gehabt habe. Deren Aussagen könnten nicht mehr auf dem aktuellen Stand sein. Es sei auch kaum vorstellbar, dass sich die Meinung der Tochter während dieser Zeit nicht geändert habe. Entgegen der Auffassung des Kantonsgerichts habe sich die Situation erheblich verändert, namentlich weil eine alternierende Obhut gelebt worden sei und er demzufolge viel Kontakt zu seiner Tochter gehabt habe. Eine Anhörung der Tochter wäre entscheidwesentlich gewesen. Mit der Feststellung, die Verhältnisse hätten sich seit der Begutachtung im Jahr 2019 nicht geändert, habe das Kantonsgericht den Sachverhalt "nicht korrekt" festgestellt und mit dem Verzicht auf die - entscheidwesentliche - Anhörung der Tochter den Untersuchungsgrundsatz verletzt.