Citation: 4A_553/2022 E. 6.3.1

6.3.1. Die Beschwerdeführerin genügt den Anforderungen an eine Willkürrüge (vgl. hiervor E. 3) über weite Strecken nicht, sondern übt appellatorische Kritik. Sie übergeht, dass es sehr wohl Anhaltspunkte dafür gab, dass die tiefen Blutzuckerwerte bereits seit der Kündigung des Arbeitsverhältnisses bestanden haben. Dr. med. D.________, dessen Zeugnisse verwertbar bleiben (vgl. hiervor E. 6.2), schrieb den Beschwerdegegner vom 28. August 2019 bis zum 22. Oktober 2019 krank. Zudem hat die Ehefrau des Beschwerdegegners ausgesagt, sie habe diesen mehrfach bewusstlos im Bett vorgefunden. Auch erwog bereits die Erstinstanz, auf welche die Vorinstanz Bezug nimmt, die Problematik der tiefen Blutzuckerwerte sei aufgrund der Auswertung der Insulinpumpe durch Dr. med. C.________ (immerhin) in den zwei bis vier Wochen vor der Konsultation am 22. Oktober 2019 bereits vorhanden gewesen. Schliesslich hat Dr. med. C.________ die Ergänzungsfrage der Beschwerdeführerin bejaht, ob es vorstellbar sei, dass ein unter Diabetes 1 leidender Patient für die Wiederherstellbarkeit der Arbeitsfähigkeit zehn Wochen benötige. Damit ist der Vorwurf unbegründet, die Vorinstanz habe die Blutzuckerwerte am 22. Oktober 2019 ohne jegliche Anhaltspunkte auf den Zeitpunkt der Kündigung zurückbezogen. Erst recht vermag die Beschwerdeführerin keine willkürliche Beweiswürdigung darzutun.