Citation: I 520/01 09.07.2002 E. 2

2.- Strittig ist der Invaliditätsgrad. a) Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 Erw. 4, 115 V 134 Erw. 2, 114 V 314 Erw. 3c, 105 V 158 Erw. 1). b) Im Gutachten der Medizinischen Universitäts-Poliklinik Y.________ wird explizit ein Untergutachten der Psychiatrischen Universitäts-Poliklinik erwähnt. Das entsprechende Untergutachten liegt nicht bei den Akten. Diese müssen daher in einem wesentlichen Punkt als unvollständig bezeichnet werden. In beweisrechtlicher Hinsicht gilt in Bezug auf alle Unterlagen der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Meyer-Blaser, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, Zürich 1997, S. 299). Eine freie Beweiswürdigung kann aber nicht vorgenommen werden, wenn wesentliche Aktenstücke zur Beurteilung der Angelegenheit nicht vorliegen. Die Beschwerdegegnerin, an welche die Sache auch aus anderen Gründen zu weiteren Abklärungen zurückzuweisen ist, wird diesbezüglich die Akten zu vervollständigen haben.