Citation: 4A_446/2020 E. 6.2

6.2. Nur soweit der Beschwerdeführer diesen Substanziierungsanforderungen nachgekommen ist, stellt sich die Frage, inwieweit sich der behauptete Aufwand nachweisen lässt und war das Gericht gehalten, das Honorar festzusetzen. Der vom Beschwerdeführer aufgeworfenen Frage, ob die SIA-Ordnung 102 eine taugliche Grundlage für die Festsetzung einer Entschädigung bilden könnte, auch wenn die Parteien deren Geltung nicht vereinbart haben, und ob seine diesbezüglichen Vorbringen in prozessualer Hinsicht zu berücksichtigen sind, kommt nur Bedeutung zu, wenn der Beschwerdeführer seiner Behauptungslast hinreichend nachgekommen ist. Selbst wenn das Gericht ohne nähere Angaben des Beschwerdeführers in der Lage wäre, die Höhe der Entschädigung irgendwie abzuschätzen, war es dazu nicht gehalten, sofern der insoweit behauptungsbelastete Beschwerdeführer seinen diesbezüglichen Substanziierungsobliegenheiten nicht nachgekommen ist. Diese haben nicht nur die Beweisabnahme zu ermöglichen. Sie dienen auch der Gegenpartei als Grundlage für eine spezifische Bestreitung (vgl. zit. Urteil 4A_291/2007 E. 3.4). Erst dadurch wird festgesetzt, was überhaupt umstritten und damit beweisbedürftig ist (vgl. E. 2.3 hiervor).