Citation: 1P.371/2003 10.07.2003 E. 4

Der Beschwerdeführer rügt, dadurch, dass der Haftrichter die dürftige Begründung des Untersuchungsrichters zu seiner eigenen gemacht habe, habe er auch den Anspruch des Beschwerdeführers auf einen unabhängigen und unparteiischen Richter nach Art. 30 Abs. 1 BV verletzt. Es kann offen bleiben, ob die Rüge den Begründungsanforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG genügt. Sie ist jedenfalls unbegründet. Wie gesagt, ist es unter dem Gesichtswinkel des rechtlichen Gehörs nicht zu beanstanden, wenn der Haftrichter auf die summarische Begründung des Untersuchungsrichters in dessen Haftantrag verwiesen hat. Bei dieser Sachlage ist nicht ersichtlich, inwiefern der Anspruch des Beschwerdeführers auf einen unabhängigen und unparteiischen Richter verletzt sein sollte. Der Umstand, dass der Haftrichter die Untersuchungshaft angeordnet und damit zum Nachteil des Beschwerdeführers entschieden hat, begründet keinen Anschein der Befangenheit.