Citation: 1C_424/2022 E. 3.4.4

3.4.4. Unter Bezugnahme auf das Verbot der Rechtsverweigerung gemäss Art. 29 Abs. 1 BV erwog die Vorinstanz, der Beschwerdeführer mache keine Gründe namhaft, die den Entscheid vom 22. September 2020 als ursprünglich unrichtig erscheinen liessen. Ebenso wenig sei eine gesetzeswidrige Ermessensausübung des SVA ersichtlich, die gemäss § 116 VRG/LU zu einer "fakultativen" Wiedererwägung des Entscheids vom 22. September 2020 führen müsste. Diese Erwägungen der Vorinstanz sind grundsätzlich nicht zu beanstanden. Die im vorinstanzlichen Urteil dargelegten Vorbringen des Beschwerdeführers sind nicht geeignet, ihm unter dem Blickwinkel von Art. 29 Abs. 1 BV einen Anspruch auf Wiedererwägung bzw. Revision zu verschaffen. Dasselbe gilt bezüglich der im bundesgerichtlichen Verfahren (zusätzlich) vorgebrachten Argumente des Beschwerdeführers. Unter dem Vorbehalt, dass sie den Anforderungen gemäss Art. 106 Abs. 2 BGG überhaupt genügen, vermag der Beschwerdeführer nicht darzutun, dass ihm gestützt auf Art. 29 Abs. 1 BV ein Anspruch auf Wiedererwägung oder Revision zustehen könnte. Soweit sich seine Ausführungen auf eine angeblich ursprüngliche Fehlerhaftigkeit des Entscheids vom 22. September 2020 beziehen, ist weder dargetan noch ersichtlich, inwieweit diese nicht bereits anlässlich eines Rechtsmittels gegen den besagten Entscheid hätten vorgebracht werden können. Soweit sich die Ausführungen des Beschwerdeführers sodann auf eine nachträgliche Fehlerhaftigkeit des Entscheids vom 22. September 2020 beziehen, ist deren Rechtserheblichkeit im Sinne von Art. 29 Abs. 1 BV ebenfalls nicht erkennbar. Der Beschwerdeführer macht zwar unter anderem geltend, seit dem Entscheid vom 22. September 2020 zusätzliche Fahrklassen belegt und zahlreiche Übungskilometer zurückgelegt zu haben. Dies führt nach Massgabe von Art. 29 Abs. 1 BV indes nicht zu einem Anspruch auf Wiedererwägung des Entscheids vom 22. September 2020, zumal die strassenverkehrsrechtlichen Vorschriften für den Fall einer nicht bestandenen Kontrollfahrt von Inhabern ausländischer Führerausweise spezifische Voraussetzungen statuieren, damit die Fahrerlaubnis (wieder) erteilt werden kann. Namentlich können Inhaber eines ausländischen Führerausweises einen Lernfahrausweis beantragen (vgl. Art. 29 Abs. 2 lit. a VZV), der zusätzlich mit weiteren Voraussetzungen den späteren Erwerb eines schweizerischen Führerausweises ermöglicht (vgl. Anhang 12 lit. b VZV). Dass der Beschwerdeführer nach eigenem Bekunden "die Nase voll" hat und darauf besteht, "keine anderen praktischen Fahrprüfungen abzulegen, da er den gesamten Führerscheinausstellungsprozess und die Art und Weise, wie der Beklagte [gemeint wohl: das SVA] mit dem Führerscheinausstellungsprozess umgeht, satt hat", stellt keinen rechtserheblichen Grund dar, den Entscheid vom 22. September 2020 in Wiedererwägung zu ziehen.