Citation: 1B_240/2017 E. 3.3

3.3. Der Beschwerdeführer hat keinen festen Wohnsitz und ist arbeitslos. Wie er in seiner Beschwerde ausführt, wolle ihn seine Familie auch nicht mehr weiter unterstützen. Andere stabilisierende soziale Bindungen sind, soweit ersichtlich, nicht vorhanden. Er bestreitet seinen Lebensunterhalt mit Diebstählen. Gemäss Strafregisterauszug ist er deswegen bereits mehrfach vorbestraft. Zudem bestehen Vorstrafen wegen Gewaltdelikten (Raub, Erpressung, Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte). Hinzu kommt, dass ihm im vorliegenden Verfahren neben den anderen (von ihm teilweise eingestandenen) Delikten nun auch gewerbsmässiger Diebstahl (Art. 139 Ziff. 1 und 2 StGB) vorgeworfen wird. Angesichts seiner Vorstrafen hat er deshalb mit einer unbedingten und empfindlich hohen Freiheitsstrafe zu rechnen. Da er selber angibt, er brauche seinen freien Raum, die Strukturen in therapeutischen Massnahmezentren seien ihm zu engmaschig, sind Impulshandlungen oder unüberlegte Reaktionen wie Flucht wahrscheinlich, zumal er bereits in der Vergangenheit aus einer psychiatrischen Klinik geflohen ist (vgl. S. 7 der Beschwerde). Mit Blick auf die gesamten konkreten Verhältnisse besteht eine erhebliche Wahrscheinlichkeit, dass der Beschwerdeführer sich durch Untertauchen in der Schweiz der zu erwartenden Sanktion entziehen würde. Der besondere Haftgrund der Fluchtgefahr ist, wie die Vorinstanz zutreffend erkannt hat, zu bejahen. Bei diesem Ergebnis kann daher offen bleiben, ob auch Wiederholungsgefahr besteht.