Citation: 6B_1070/2018 E. 1.5

1.5. Beim Escher-Wyss-Platz in Zürich handelt es sich nicht um einen beliebigen Ort, sondern um einen Ort, wo die Wahrscheinlichkeit von Betäubungsmitteldelikten klar erhöht ist, wo Betäubungsmitteldelikte regelmässig vorkommen und von der Polizei gezielt geahndet werden (angefochtenes Urteil S. 8). Der Beschwerdeführer wurde demnach aufgrund seiner Anwesenheit an einem Drogenumschlagplatz, d.h. an einem Tatort für Betäubungsmitteldelikte, einer Personenkontrolle unterzogen. Aus dem Verhaftungsrapport vom 2. Mai 2017 geht hervor, dass die Polizei den Beschwerdeführer als Betäubungsmittelhändler "erkannte" und arretierte (kant. Akten, Urk. 19/1). Die Polizei hegte gegenüber dem Beschwerdeführer wegen seiner Anwesenheit am besagten Ort einen Verdacht auf Betäubungsmitteldelikte. Die Personenkontrolle beruhte daher auf sachlichen Gründen und erfolgte nicht ohne Anlass. Da der Beschwerdeführer der Aufforderung der Polizei anlässlich seiner Anhaltung, die Droge in seinem Besitz herauszugeben, nicht nachkam, war auch die Personendurchsuchung gerechtfertigt. Für eine Personendurchsuchung durch Abtasten über den Kleidern ohne Zwang zur weitgehenden Entkleidung, wovon vorliegend auszugehen ist, genügt ein vager Verdacht. Nachdem die Polizeibeamten beim Beschwerdeführer auf Betäubungsmittel stiessen, kann ausgeschlossen werden, dass die Personenkontrolle und die anschliessende Personendurchsuchung ohne einen entsprechenden Tatverdacht, sondern aus bloss vorgeschobenen Gründen, persönlicher Neugierde oder andern nichtigen Motiven erfolgte. Die Durchsuchung der Kleider des Beschwerdeführers war angesichts des Drogenfunds gerechtfertigt im Sinne von Art. 249 StPO (vgl. BGE 143 IV 339 E. 3.3 S. 345). Die Erkenntnisse aus der Personenkontrolle vom 2. März 2017 sind ohne Weiteres verwertbar.