Citation: 1C_490/2023 E. 2.2

2.2. Da es sich beim Sitzplatz und Jacuzzi nicht um standortgebundene Bauten handelt, prüfte das Verwaltungsgericht, ob diese zonenkonformen Anlagen bewilligt werden können, weil sie sich im dicht überbauten Gebiet befinden und keine überwiegenden Interessen entgegenstehen. Dabei ging es davon aus, dass ein dicht überbautes Gebiet vorliege, was im kantonalen Verfahren von keiner Seite bestritten worden war. Hingegen kam es zum Schluss, der Landschaftsschutz überwiege das private Interesse der Beschwerdeführenden. Es erwog, die Freihaltung und naturnahe Gestaltung des Ufers des Zürichsees seien für das Landschaftsbild von erheblicher Bedeutung. Ein direkt am See anliegender Sitzplatz und Jacuzzi störten ein harmonisches Landschafts- und Uferbild. Dass das Landschaftsbild bereits durch andere Anlagen beeinträchtigt werde, vermöge das Interesse an der Verhinderung einer weiteren Beeinträchtigung nicht massgeblich zu schmälern. Die privaten Interessen der Beschwerdeführenden, einen Sitzplatz und einen Jacuzzi im Gewässerabstandsbereich zu bauen, würden lediglich sehr leicht wiegen. Das Grundstück verfüge bereits über einen Sitzplatz und auch für den Jacuzzi seien diverse andere Standorte denkbar. Die Nutzbarkeit des Grundstücks werde deshalb lediglich leicht beeinträchtigt. Hinzu komme, dass der eigentliche Sinn und Zweck der Ausnahmebestimmung darin bestehe, das Siedlungsgebiet zu verdichten und Baulücken zu nutzen, sofern das Interesse an der Nutzung überwiege. Diesem Sinn und Zweck entsprächen der Jacuzzi und der Sitzplatz jedoch nicht.