Citation: 2C_297/2018 E. 2.3.4

2.3.4. Zuhanden des Steuerpflichtigen ist immerhin festzuhalten, dass es selbst bei einer formgültigen Beschwerde zu keiner Gutheissung hätte kommen können. So hat die Vorinstanz die Beschwerde nicht etwa abgewiesen, weil kein Härtefall vorliege, sondern vielmehr mit Blick darauf, dass der Steuererlass nicht infrage kommt, wenn die steuerpflichtige Person überschuldet ist und die gleichrangigen Gläubiger nicht im selben Ausmass auf ihre Forderungen verzichten (Art. 240c Abs. 1 lit. c des Steuergesetzes [des Kantons Bern] vom 21. Mai 2000 [StG/BE; BSG 661.11], dieser in der Fassung vom 23. März 2010, in Kraft seit dem 1. Januar 2011 [BAG 10-113]). Die Überschuldung des Steuerpflichtigen ist offenkundig (vorne E. 1.1). Dass die anderen Gläubiger verzichtsbereit seien, macht der Steuerpflichtige nicht geltend, weshalb die Vorinstanz verfassungsrechtlich haltbar zum Ergebnis gelangen konnte, es greife der Ausschlussgrund der Überschuldung. Dasselbe gilt auf bundesrechtlicher Ebene, wo das "principe de la symétrie des sacrifices des créanciers" (dazu Pierre Curchod, in: Yves Noël/ Florence Aubry Girardin [Hrsg.], Commentaire romand zum LIFD, 2. Aufl. 2017, N. 14 zu Art. 167 DBG) allen übrigen Ausschluss- und Nichteintretensgründen vorangestellt ist (Art. 167 Abs. 2 Satz 2 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11] in der Fassung vom 20. Juni 2014, in Kraft seit 1. Januar 2016 [AS 2015 9]). Dabei kann offenbleiben, ob bundesrechtlich überhaupt ein Rechtsanspruch auf Erlass besteht, dessen Verletzung im Verfahren der subsidiären Verfassungsbeschwerde angerufen werden könnte (Urteile 2D_50/2017 vom 20. Dezember 2017 E. 3.3; 2D_46/2016 / 2D_47/2016 vom 22. November 2016 E. 2.2).