Citation: 8C_244/2023 E. 3

Die Vorinstanz erwog, der Radiologe Dr. med. G.________ habe mittels Magnetresonanztomographie (MRT) der HWS vom 6. Oktober 2020 eine rechts-links-konvexe Skoliosefehlhaltung, eine tendenzielle Streckhaltung der HWS, keine Signalalterationen des zervikalen Myelons und einen diskoradikulären Konflikt mit Nervenwurzelkompression C7 links festgestellt. Weiter bestehe bei C5/C6 eine breitbasige Diskusprotrusion mit Akzentuierung paramedian rechts, eine minimale Imprimierung der ventralen Myelonsilhouette paramedian rechts, kein Myelopathiesignal sowie bei C6/C7 eine voluminöse links-foraminale Diskushernie mit diskaler Neuroforamen-Stenose mit Nervenwurzelkompression der C7-Wurzel links. Laut Operationsbericht vom 20. November 2020 liege ein exazerbiertes zervikobrachialgieformes Schmerzsyndrom links nach Sturzereignis am 20. September 2020 vor. Die Vorinstanz erachtete die Aktenbeurteilung des die Beschwerdegegnerin beratenden Dr. med. H.________, Facharzt für Chirurgie und Spez. Allgemeinchirurgie und Traumatologie FMH, Zertifizierter medizinischer Gutachter SIM, vom 19. März 2021 (samt ergänzender Stellungnahme vom 23. November 2021) als beweiskräftig. Danach seien mit den ausgeprägten degenerativen Veränderungen der HWS unfallfremde Faktoren gegeben. Traumata oder traumatisch bedingte strukturelle Veränderungen im engeren Sinne seien bildgebend nicht erfasst und auch intraoperativ keine unfallbedingten Verletzungen der WS festgestellt worden. Gestützt hierauf schloss die Vorinstanz einen natürlichen Kausalzusammenhang zwischen den bestehenden Beschwerden und dem gemeldeten Sturz aus, weshalb sie eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin verneinte.