Citation: 4A_347/2024 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz führte dazu aus, die Beschwerdegegnerin habe nicht substantiiert aufgezeigt, welcher Schaden ihr in der Schweiz durch die gegnerische Medienkampagne entstanden sei. Vielmehr behaupte sie bloss pauschal, sie habe für den schweizerischen Markt 7 % ihrer serbischen Marketingkosten aufgewandt und ihre Nutzer hätten hierzulande ebenfalls um 11 % abgenommen. Die Beschwerdeführerin mache damit weder geltend, dass ihr diese Kosten tatsächlich angefallen seien, noch dass ihre Nutzer effektiv im gleichen Umfang wie in Serbien abgenommen hätten. Mangels Substantiierung des Schadens äussere sie sich auch nicht zu ihrer Kenntnisnahme von diesem. Aufgrund fehlender Angaben sei für die Schadenskenntnis - gleich wie in Serbien - von Ende Juni 2020 auszugehen. Da auf allfällige Auswirkungen in der Schweiz ebenfalls serbisches Recht anwendbar sei, seien auch diese Ansprüche verwirkt. In einer Eventualbegründung merkte die Vorinstanz an, dass selbst bei Anwendung von Schweizer Recht mangels Substantiierung des Schadens keine Schadenersatzansprüche bestünden. Folglich könne auch keine richterliche Schadensschätzung erfolgen.