Citation: 1A.81/2000 11.08.2000 E. 5

5.-Die Beschwerdeführerin bringt weiter vor, sie könne "in Hongkong nicht mit einem fairen Verfahren rechnen". Dies ergebe sich "aus der zweifelhaften Art und Weise, wie das Verfahren in Hongkong bisher geführt" worden sei sowie aus dem Umstand, "dass Hongkong seit dem 1. Juli 1997 Teil der Volksrepublik China" sei. Bei der (internen) Genehmigung des Rechtshilfegesuches durch die Behörden Hongkongs seien ausländische Verfahrensvorschriften verletzt worden. So hätten die Hongkonger Behörden ihre "Pflicht" missachtet, "den Sachverhalt vollständig darzulegen und auch sämtliche entlastenden Elemente für die Angeschuldigten zu nennen". Die von der Beschwerdeführerin geäusserte "Kritik an einzelnen Polizeibeamten" werde "in Hongkong als Beleidigung des Systems verstanden, welche nicht verziehen" werde. a) Gemäss Art. 2 lit. a und lit. d IRSG wird einem Ersuchen nicht entsprochen, wenn Gründe für die Annahme bestehen, dass das Verfahren im Ausland den Verfahrensgrundsätzen der EMRK widerspricht oder andere schwere Mängel aufweist. Soweit die Beschwerdeführerin sich gegen vermutete Menschenrechtsverletzungen zum Nachteil von Dritten (namentlich von H.________) wendet, kann auf ihre Vorbringen mangels Beschwerdelegitimation nicht eingetreten werden (Art. 80h lit. b IRSG). Eine nicht im ersuchenden Staat ansässige (und auch nicht strafrechtlich verfolgte) Gesellschaft kann sich nach der Praxis des Bundesgerichtes aber auch im eigenen Namen grundsätzlich nicht auf Art. 2 IRSG berufen (BGE 125 II 356 E. 3b S. 362 f., E. 8a S. 364). Wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen ergibt, kann hier offen bleiben, ob diese Einschränkung ausnahmslos zu gelten hat. b) Nach bundesgerichtlicher Praxis gewährt die Schweiz grundsätzlich (unter den Voraussetzungen des IRSG) Rechtshilfe an Hongkong. Dies galt sowohl vor als auch nach dem völkerrechtlichen Übergang der Hoheitsrechte an der ehemaligen britischen Kronkolonie an die Volksrepublik China am 1. Juli 1997. Dass die Schweiz keine pauschalen Hindernisse für die Gewährung von Rechtshilfe an Hongkong sieht, zeigt sich namentlich daran, dass der Bundesrat mit der Regierung der chinesischen Sonderverwaltungsregion Hongkong unterdessen einen Rechtshilfevertrag abgeschlossen hat (der noch nicht in Kraft getreten ist). Aus dem Vorbringen, im ausländischen Verfahren (zur Bewilligung des Rechtshilfeersuchens an die Schweiz) seien zwei "zentrale Beweismittel" nicht genannt worden, lässt sich keine Befürchtung ableiten, der Beschwerdeführerin oder den strafrechtlich Verfolgten drohe in Hongkong ein unfaires bzw. grundrechtswidriges Verfahren. Analoges gilt für die übrigen Beanstandungen (wie z.B., der ermittelnde Polizeibeamte in Hongkong habe "wiederholt unbefugterweise Briefpapier mit einem Briefkopf der Interpol" verwendet, obwohl er dieser Behörde nicht angehöre). Auch die von der Beschwerdeführerin vermutete nachteilige Reaktion der Behörden Hongkongs auf die von ihr erhobene "Kritik an einzelnen Polizeibeamten" führt nicht zu einem Rechtshilfehindernis. Ebenso wenig ist es die Aufgabe des schweizerischen Rechtshilferichters zu prüfen, ob das Ersuchen nach dem Recht Hongkongs korrekt zustande gekommen sei.