Citation: 7B_311/2023 E. 4.1

4.1. Zur Verhältnismässigkeit der Haft erwägt die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid, angesichts der staatsanwaltlich beantragten Freiheitsstrafe von sieben Jahren drohe derzeit keine Überhaft. Im Übrigen habe selbst die Verteidigung an der Hauptverhandlung für die vom Beschwerdeführer eingestandenen Vorwürfe eine teilbedingt zu vollziehende Freiheitsstrafe von 30 Monaten beantragt. Zu den vom Beschwerdeführer beantragten Ersatzmassnahmen hält die Vorinstanz unter anderem fest, die angebotene Kaution erweise sich als ungenügend, um die bestehende Fluchtgefahr hinreichend zu bannen, da dem Beschwerdeführer im Verurteilungsfall eine empfindliche mehrjährige Freiheitsstrafe drohe und er mit seiner Fluchtfahrt bereits seine Bereitschaft gezeigt habe, sich der Verantwortung für seine Straftaten zu entziehen und dafür einen hohen Preis zu zahlen. Zudem habe die Fluchtfahrt gezeigt, dass er offenbar in Ausnahmesituationen zu unüberlegtem Handeln neige. Weiter lasse sich die vermögensrechtliche Leistungsfähigkeit der Mutter des Beschwerdeführers nicht genügend verlässlich beurteilen. Da auch sonst keine Ersatzmassnahmen ersichtlich seien, die - einzeln oder in Kombination - die bestehende Fluchtgefahr wirksam zu bannen vermöchten, könne der Beschwerdeführer nicht aus der Haft entlassen werden.