Citation: I 773/01 09.10.2002 E. 3

3.1 In seinem Bericht vom 4. März 1999 diagnostizierte Dr. med. B.________ eine seit Februar 1995 andauernde depressive Entwicklung, funktionelle Symptome bei diversen psycho-sozialen Stressoren sowie Anzeichen eines depressiven Erschöpfungssyndroms. Er attestierte dem Versicherten eine ab diesem Zeitpunkt bestehende vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit und erachtete sowohl die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Biologe wie auch andere Beschäftigungen als nicht mehr zumutbar. Längerfristig prognostizierte er unter der Voraussetzung einer erfolgreichen Therapierung einen allfälligen beruflichen Wiedereinstieg im Umfang von 25 - 50 %. In seiner Stellungnahme vom 28. März 2001 nannte der Psychiater sodann die Diagnosen einer schweren Persönlichkeitsstörung im diagnostischen Übergangsbereich einer schizotypischen Störung (ICD-10: F21) und einer schweren schizoiden Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.1) mit behinderndem Charakter sowie von anamnestisch rezidivierenden und langdauernden depressiven Episoden mit zeitweisem sekundären Alkoholabusus, gegenwärtig weitgehend remittiert (ICD-10: F33.4, F10.26). Eine normale und geregelte Tätigkeit als Biologe bezeichnete er als nicht mehr zumutbar, eine allgemeine Steigerung der Leistungsfähigkeit in einem geeigneten therapeutischen Kontext hielt er langfristig indes für möglich. 3.2 In seinem psychiatrischen Gutachten vom 15. Mai 2000 kam Dr. med. H.________ demgegenüber zum Schluss, dass der Versicherte an einer chronisch dysphorisch verstimmten, beziehungsgestörten und etwas sensitiven Persönlichkeit leide, welche die Arbeitsfähigkeit nicht beeinträchtige. Eine ganztägige adäquate Tätigkeit beurteilte er für weiterhin zumutbar. 3.3 Dr. med. G.________, bei welchem der Beschwerdeführer vom November 1996 bis Juni 1998 in Behandlung gestanden hatte, diagnostizierte mit Bericht vom 17. Oktober 2000 eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.1) auf dem Boden einer narzisstisch-dependenten Persönlichkeit (ICD-10: F60.7, F60.8), Arbeitslosigkeit, chronischen Paarkonflikt sowie sekundären Alkoholmissbrauch. Die Arbeitsfähigkeit schätzte der Arzt während des Behandlungszeitraums für deutlich vermindert bzw. im aktuellen Zeitpunkt zufolge Antriebsmangels für nicht existent ein, wobei eine Quantifizierung auf Grund der Arbeitslosigkeit nicht vorgenommen werden könne.