Citation: 2C_80/2017 E. 3.2.3

3.2.3. Der Beschwerdeführerin ist zuzustimmen, dass die Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung zur Folge hat, dass die Familie getrennt würde. Insbesondere der 15-jährigen Tochter, die das Schweizer Bürgerrecht besitzt, kommt ein grosses Interesse zu, gemeinsam mit ihrer Mutter in der Schweiz leben zu können. Zwar konnte während des Strafvollzugs der Kontakt zwischen der Beschwerdeführerin und ihren beiden Kindern lediglich über Telefonate und jährliche Besuche erfolgen. Dass die Vorinstanz offenliess, ob vor dem Jahr 2011 überhaupt ein Kontakt stattgefunden hatte, erweist sich nicht als entscheidend (vgl. E. 2.2); der Vorinstanz kann insofern jedenfalls keine willkürliche Sachverhaltsfeststellung vorgeworfen werden. Das Bundesgericht verkennt jedoch so oder anders nicht, dass diese Trennung sowohl die Beschwerdeführerin als auch insbesondere deren Tochter hart trifft. Je schwerer aber die begangene Rechtsgutverletzung wiegt, desto eher vermag das öffentliche Interesse an einer Fernhaltung des Straftäters selbst das Interesse eines Kindes zu überwiegen, mit diesem Elternteil hier aufwachsen zu können (vgl. Urteile 2C_681/2016 vom 5. Januar 2017 E. 4.3; 2C_145/2016 vom 14. November 2016 E. 4.3.2; 2C_503/2014 vom 25. November 2014 E. 4.4.3 mit Hinweisen). Selbst wenn es der Tochter nicht zumutbar ist, mit ihrer Mutter in den Kosovo zu reisen, und es folglich zu einer Trennung der Familie kommen dürfte, wird der Kontakt zur inzwischen immerhin 15-Jährigen - wie schon in der Vergangenheit - über Ferienbesuche, Telefonate und sonstige Kommunikationsmittel aufrecht erhalten werden können. Inwiefern zum volljährigen Sohn ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis bestehen würde, wird von der Beschwerdeführerin nicht aufgezeigt. Die Beziehung zu diesem geniesst somit nicht den Schutz von Art. 8 EMRK (BGE 139 II 393 E. 5.1 S. 402; 137 I 154 E. 3.4.2 S. 159; vorstehend E. 3.2). Was die Beziehung zu B.________ betrifft, war dieser nach der Straftat der Beschwerdeführerin mit zwei anderen Frauen verheiratet. Der Beschwerdeführerin wandte er sich erst nach deren Wiedereinreise in die Schweiz zu. Soweit die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz gehe aktenwidrig davon aus, dass er sie im Mai 2005 verstossen habe, ist auch insofern weder eine Verletzung des Willkürverbots (Art. 9 BV) noch des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) auszumachen, erweisen sich die entsprechenden Feststellungen doch insbesondere nicht als entscheidwesentlich. Zwar erscheint zweifelhaft, ob der vorinstanzlichen Mutmassung, das Verhalten von B.________ habe die spätere Tat der Beschwerdeführerin zumindest begünstigt, gefolgt werden kann. Letztlich entscheidend ist jedoch vielmehr, dass dieser weder zum Zeitpunkt der Wiedereinreise der Beschwerdeführerin in die Schweiz noch heute damit rechnen konnte, die Beziehung mit der Beschwerdeführerin gemeinsam in der Schweiz leben zu können.