Citation: U 90/05 24.10.2005 E. 5

Die Vorinstanz ist somit zu Recht von einem psychischen Leiden ausgegangen und hat die Adäguanz nach den in BGE 115 V 138 Erw. 6 für Unfälle mit psychischen Fehlentwicklungen aufgestellten Grundsätzen geprüft. 5.1 In Übereinstimmung mit der Auffassung der Vorinstanz ist der von der Beschwerdeführerin erlittene Unfall vom 28. Dezember 2000 dem mittleren Bereich zuzuordnen. Damit die Adäquanz des Kausalzusammenhangs bejaht werden könnte, müsste ein einzelnes der in die Beurteilung einzubeziehenden Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sein oder die zu berücksichtigenden Kriterien müssten in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sein (BGE 115 V 140 f. Erw. 6c/bb, 117 V 367 f. Erw. 6b, 384 Erw. 4c). 5.2 Besonders dramatische Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit des Unfalles liegen nicht vor. Die Beschwerdeführerin verlor auf einer schneebedeckten Strasse die Herrschaft über ihr Fahrzeug und rutschte mit einer Geschwindigkeit von rund 20 - 25 km/h in eine Gartenmauer. Sie konnte ohne Beschwerden aus dem Personenwagen steigen. Die gesundheitliche Beeinträchtigung, Distorsionstrauma des Nackens mit einer verspannten Nackenmuskulatur, kann nicht als schwer bezeichnet werden, und deren Auswirkungen waren nicht derart gravierend, dass das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzungen zu bejahen wäre. Die erste Phase der ärztlichen Behandlung dauerte von Mitte Januar bis zum 5. November 2001, die Arbeitsunfähigkeit von März bis Oktober 2001. Beides kann nicht als ungewöhnlich lange bezeichnet werden. Wie dargelegt (vgl. Erwägung 3.2) standen beim Rückfall ab Mai 2002 psychische Beschwerden im Vordergrund, sodass weder die ab jenem Zeitpunkt attestierte Arbeitsunfähigkeit noch die ärztliche Behandlung in die Adäquanzbeurteilung miteinzubeziehen sind. Im Weiteren kann weder von einer ärztlichen Fehlbehandlung noch von einem schwierigen Heilungsverlauf und erheblichen Komplikationen die Rede sein. Damit hat die Unfallversicherung ihre Leistungspflicht ab Oktober 2003 zu Recht verneint.