Citation: 8C_895/2013 E. 3.2

3.2. Die gegen den vorinstanzlichen Entscheid erhobenen Einwände sind nicht geeignet, die für das Bundesgericht verbindlichen tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz (E. 1.2 hievor) als offensichtlich unrichtig oder sonstwie bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen (Art. 97 Abs. 1 und 105 Abs. 2 BGG). Angesichts der einlässlichen Auseinandersetzung mit dem MEDAS-Gutachten einerseits und den RAD-Untersuchungsberichten andrerseits geht der an die Vorinstanz gerichtete Vorwurf, in ihrem Entscheid die Begründungspflicht verletzt zu haben, insoweit von vornherein fehl. Ebenso wenig kann von einer Missachtung des Untersuchungsgrundsatzes gesprochen werden. Führen die in dessen Rahmen von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen bei umfassender, sorgfältiger, objektiver und inhaltsbezogener Beweiswürdigung ( BGE 132 V 393 E. 4.1 S. 400) zur Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich ( BGE 126 V 353 E. 5b S. 360; 125 V 193 E. 2 S. 195, je mit Hinweisen) zu betrachten und weitere Beweisvorkehren könnten an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, liegt im Verzicht auf die Abnahme weiterer Beweise auch keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 134 I 140E. 5.3 S. 148; 124 V 90 E. 4b S. 94). Nur wenn erhebliche Zweifel an Vollständigkeit und/oder Richtigkeit der bisher getroffenen Tatsachenfeststellungen bestehen bleiben, ist weiter zu ermitteln, soweit von zusätzlichen Abklärungsmassnahmen noch wesentliche neue Erkenntnisse erwartet werden können (SVR 2010 AlV Nr. 2 S. 3 E. 2.2 mit Hinweis, 8C_269/2009; vgl. auch Urteil 8C_616/2013 vom 28. Januar 2014 E. 2.1). Mit den grossteils bereits im kantonalen Verfahren erhobenen Einwendungen der IV-Stelle hat sich die Vorinstanz einlässlich auseinandergesetzt. Das MEDAS-Gutachten erfüllt - wie das kantonale Gericht dargelegt hat - die Anforderungen der Rechtsprechung für die Beweistauglichkeit eines Gutachtens und stimmt im Wesentlichen - bis auf den RAD-Untersuchungsbericht vom 16. November 2010 - mit der übrigen medizinischen Aktenlage überein. Im Bericht über das psychiatrische Konsilium vom 4. Februar 2010 wird schlüssig dargelegt, dass bei der Versicherten eine Depression im Vordergrund stehe, welche sich deutlich zur schweren hin entwickelt habe, dass aber auch von einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung auszugehen sei. Im weiteren bejahte der begutachtende Psychiater eine Komorbidität von erheblicher Schwere und Intensität, deren Chronifizierung mittlerweile anzunehmen sei. Zudem habe auch ein sozialer Rückzug stattgefunden und sei ein primärer Krankheitsgewinn festzustellen. Insgesamt sei aufgrund der zu sehr limitierenden Schwere der Depression von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. An diesem Gutachten vermag der psychiatrische Untersuchungsbericht RAD vom 16. November 2010, in welchem ebenfalls vom Bestehen einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung seit Mitte Oktober 2008, jedoch ohne nähere Begründung weder von einer psychischen Komorbidität noch von einem ausgewiesenen sozialen Rückzug ausgegangen wird, keine Zweifel zu erwecken. Die Beurteilung des kantonalen Gerichts beruht daher - auch soweit sie das Vorliegen der Kriterien für eine nicht mit zumutbarer Willensanstrengung überwindbare Schmerzstörung und somit eine invalidisierende Gesundheitsschädigung bejaht - auf einer nicht zu beanstandenden Würdigung der Sach- und Rechtslage (vgl. BGE 137 V 64 E. 1.2 S. 66 mit Hinweis).