Citation: 1B_362/2016 E. A

A.a. Am frühen Morgen des 14. Dezembers 2015 verspürte C.________ (geb. 1965) starke Rückenschmerzen. Ihre Tochter B.________ rief deswegen um ca. 06.30 Uhr auf die Notfallnummer des Hausarztes ihrer Mutter, Dr. med. A.________, an, worauf sie mit einer Notfallärztin verbunden wurde. Diese verwies auf die baldige Öffnung der Praxis des Hausarztes. C.________ begab sich auf 08.00 Uhr (zur ersten Öffnungszeit der Praxis und in Begleitung ihrer Tochter) zu ihrem Hausarzt, der die Patientin untersuchte. Der Hausarzt diagnostizierte bei ihr ein akutes Thorakovertebralsyndrom, injiziierte ihr Schmerzmittel und entliess sie nach Hause unter Mitgabe von weiteren Schmerzmitteln und mit der Aufforderung, sich bei fehlender Besserung nochmals zu melden. A.b. Nachdem die Schmerzen nicht nachgelassen hatten und die Patientin hatte erbrechen müssen, brach diese um 21.30 Uhr zusammen. Kurz darauf starb sie nach vergeblichen Reanimationsbemühungen durch einen Familienangehörigen und die herbeigerufene Sanität. Der zur Legalinspektion bei aussergewöhnlichem Todesfall beigezogene Bezirksarzt-Stellvertreter vermutete als Todesursache einen Riss der Aorta mit Einblutung in die Bauchhöhle und empfahl der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland eine Obduktion durch das Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich (IRM), da sich die Frage stelle, ob eine notärztliche oder hausärztliche Fehldiagnose bzw. ein medizinischer Behandlungsfehler vorlägen. A.c. Die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland eröffnete am 15. Dezember 2015 eine Strafuntersuchung und erteilte dem IRM einen Auftrag zur Obduktion. Am 14. bzw. 26. April 2016 reichte das IRM den Obduktionsbericht ein. Es stellte als Todesursache inneres Verbluten infolge Ruptur einer Aortendissektion fest.