Citation: 1P.406/2001 29.06.2001 E. B

B.- Am 3. Mai 2001 stellte das Besondere Untersuchungsrichteramt dem Verfahrensgericht in Strafsachen den Antrag, die Untersuchungshaft gegen X.________ um acht Wochen, bis zum 10. Juli 2001, zu verlängern. Dieser sei schon aufgrundseines Geständnisses dringend verdächtig, am 30. Oktober 2000 für eine Entschädigung von 5'000 Franken eine Tasche mit 8,7 kg 50 - 70 %-reinem Heroin von Basel nach Pratteln transportiert zu haben. Darüber hinaus werde er von Y.________ belastet, das Heroin "besorgt" zu haben. Es bestehe Fluchtgefahr, da X.________ im Falle einer Verurteilung mit einer mehrjährigen Freiheitsstrafe und einer unbedingten Landesverweisung rechnen müsse, und er nach wie vor enge familiäre und wirtschaftliche Bindungen zu seiner mazedonischen Heimat habe. In seiner Stellungnahme zum Haftverlängerungsgesuch des Besonderen Untersuchungsrichteramtes beantragte X.________, er sei aus der Haft zu entlassen, eventuell unter Auferlegung einer Schriftensperre und einer Kaution, subeventuell unter Anordnung von technischen Überwachungsmassnahmen. Es bestehe keine konkrete Fluchtgefahr, da er seit über 12 Jahren in der Schweiz lebe und sich hier ein soziales Netz aufgebaut habe. Seine Frau und seine drei Kinder lebten hier, und er habe die Zusicherung von zwei Arbeitgebern, ihn nach seiner Haftentlassung weiter zu beschäftigen. In Mazedonien habe er kein wirtschaftliches Auskommen, und er könnte es nicht verantworten, durch eine Flucht zu bewirken, dass seine Familie ins von Kriegswirren geschüttelte Mazedonien abgeschoben würde. Mit Präsidialbeschluss vom 15. Mai 2001 hiess die Vizepräsidentin des Verfahrensgerichts das Haftverlängerungsgesuch gut und verlängerte die Untersuchungshaft um acht Wochen bis zum 10. Juli 2001.