Citation: 8C_143/2023 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz habe Art. 13 Abs. 2 lit. c AVIG falsch angewendet, indem sie allein auf den Wortlaut abgestellt habe. Nach Sinn und Zweck dieser Regelung sowie mit Blick auf Art. 70 ATSG (Vorleistungspflicht) könne die genannte Bestimmung nur so verstanden werden, dass auch diejenige Zeit als Beitragszeit anzurechnen sei, während der Versicherte nach Ablauf der Kündigungsfrist arbeitsunfähig seien und deshalb Krankentaggelder bezögen. Der Gesetzgeber habe den Bezug von Krankentaggeldern gar nicht berücksichtigt, weshalb von einer echten Lücke auszugehen sei. Es sei im Übrigen willkürlich, nach Zeiten mit Arbeitsunfähigkeit und Taggeldanspruch vor der Kündigung und solchen nach der Kündigung zu unterscheiden. Diesbezüglich rügt der Beschwerdeführer eine stossende Ungleichbehandlung der Versicherten.