Citation: 1C_522/2022 E. 7.1

7.1. Soweit keine überwiegenden Interessen entgegenstehen, kann nach Art. 41a Abs. 5 lit. b GSchV auf die Festlegung des Gewässerraums verzichtet werden, wenn das Gewässer eingedolt ist. Der Beschwerdeführer bringt dazu vor, es bestehe keine Notwendigkeit, den Bereich über dem 7-13 m unter der Erdoberfläche fliessenden Süssbach freizuhalten. Eine künftige Ausdolung bzw. Renaturierung komme nicht in Frage. Es gebe in der Umgebung verschiedene Bauten und Anlagen, die über dem eingedolten Süssbach errichtet worden seien. Zudem habe er das Verwaltungsgericht mit Schreiben vom 20. Juli 2022 darauf hingewiesen, dass die Einwohnergemeinde den Schöneggpark umgestalten wolle und dabei ebenfalls den Gewässerraum beanspruche. Das Verwaltungsgericht sei darauf in Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör nicht eingegangen, obwohl die Ungleichbehandlung offensichtlich sei. Die Zugänglichkeit für Unterhalts- und Ausbauarbeiten könne die Festlegung des Gewässerraums nicht rechtfertigen, ansonsten bei eingedolten Gewässern stets ein Gewässerraum auszuscheiden wäre. Solche Arbeiten könnten ohne Grabungen vorgenommen werden. Dem Gewässerraum stünden zudem erhebliche private Interessen entgegen, da ca. 425 m2 seines Grundstücks erfasst und er damit in der Eigentumsgarantie (Art. 26 BV) und Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 BV) verletzt werde.