Citation: 6B_1264/2021 E. 1.10

1.10. Schliesslich erweisen sich auch die vorinstanzlichen Erwägungen zum FZA als überzeugend, wenn die Vorinstanz argumentiert, vom Beschwerdeführer gehe angesichts der verübten Brandstiftung eine tatsächliche und hinreichend schwere Gefährdung der öffentlichen Sicherheit im Sinne von Art. 5 Abs. 1 Anhang I FZA aus (vgl. oben E. 1.7.5). Dabei berücksichtigt die Vorinstanz zu Recht auch die Rückfallgefahr des Beschwerdeführers (vgl. dazu oben E. 1.7.3). Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers stuft das Gutachten die Rückfallgefahr nicht nur in Bezug auf die Eigentumsdelinquenz als hoch ein, sondern attestiert auch eine mittlere bis hohe Wahrscheinlichkeit für Konflikte in der Drogenszene mit verbalen oder tätlichen Aggressionen (Tätlichkeiten, Körperverletzungen, aber auch indirekte aggressive Akte wie Sachbeschädigung oder Brandstiftung; vgl. oben E. 1.7.3). Es ist nicht ersichtlich, inwiefern die Vorinstanz fälschlicherweise und willkürlich auf das Gutachten abstellen soll. Was der Beschwerdeführer in dieser Hinsicht vorbringt, vermag, soweit er nicht ohnehin in bloss appellatorische Kritik verfällt, nicht zu überzeugen. Zusammengefasst rügt er, die blosse Meinung der Gutachterin sei kein wissenschaftlich erhärteter Befund und das Gutachten mache keine klare Aussage zur Höhe der Wahrscheinlichkeit und sei in dieser Hinsicht unzureichend. Die Vorinstanz stelle überhaupt keine kritische Analyse des Gutachtens an, sondern übernehme dieses trotz der inhaltlichen und formellen Mängel einfach eins zu eins. Er belässt es grösstenteils dabei, seine eigene Sicht darzulegen, ohne dass er sich dabei rechtsgenüglich begründet mit den vorinstanzlichen Ausführungen und dem Gutachten an sich auseinandersetzt. Die Vorinstanz übernimmt zwar betreffend die Rückfallgefahr die Ausführungen des Gutachtens in ihre Würdigung; inwiefern dies jedoch willkürlich geschehen soll, vermag der Beschwerdeführer nicht aufzuzeigen. Überdies bezieht die Vorinstanz weitere Elemente in ihre Beurteilung der Rückfallgefahr mit ein, mitunter die zahlreichen erfolglosen Entzugsaufenthalte sowie seine Persönlichkeitsstörung und sein Abhängigkeitssyndrom. Entsprechend ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz von einer tatsächlichen und hinreichend schweren Gefährdung der öffentlichen Sicherheit im Sinne von Art. 5 Abs. 1 Anhang I FZA ausgeht und die Landesverweisung auch unter Berücksichtigung des FZA als rechtmässig erachtet. Die Rüge des Beschwerdeführers erweist sich auch in diesem Punkt als unbegründet.