Citation: 2C_128/2024 E. 5.4

5.4. Die Sicherheitsdirektion hat in ihrem Beschwerdeentscheid vom 8. Januar 2021 (vgl. Bst. B.a oben) erwogen, dass der nacheheliche Aufenthaltsanspruch gemäss Art. 50 AIG gestützt auf Art. 51 Abs. 2 lit. b AIG wegen Vorliegens des Widerrufsgrundes von Art. 62 Abs. 1 lit. c AIG (erheblicher oder wiederholter Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung) erloschen sei. Sie knüpfte diesbezüglich an die erste Ehe bzw. Ehegemeinschaft des Beschwerdeführers mit einer Schweizerin (welche länger als drei Jahre gedauert hat) an (vgl. Bst. A.a oben). Zudem hat sie geprüft, ob die Wegweisung des Beschwerdeführers mit dem Anspruch auf Achtung des Privat- und Familienlebens gemäss Art. 8 Ziff. 1 EMRK vereinbar sei und eine Verhältnismässigkeitsprüfung vorgenommen. Die Vorinstanz ist demgegenüber zur Auffassung gelangt, dass der an die erste Ehe mit einer Schweizerin anknüpfende nacheheliche Aufenthaltsanspruch infolge Schliessung der zweiten Ehe mit einer Schweizerin (vgl. Bst. B.b oben) dahingefallen sei. Ein nachehelicher Aufenthaltsanspruch gemäss Art. 50 AIG müsse deshalb einen Bezug zur zweiten Ehe des Beschwerdeführers aufweisen. Da diese Ehegemeinschaft weniger als drei Jahre gedauert habe (vgl. Bst. B.b oben), falle ein Aufenthaltsanspruch gestützt auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG ausser Betracht. Einen nachehelichen Härtefall gestützt auf Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG verneinte die Vorinstanz. Mangels Aufenthaltsanspruch gestützt auf Art. 50 AIG sei für die Aufenthaltsbeendigung kein Widerrufsgrund erforderlich. Anschliessend prüfte die Vorinstanz, ob die Wegweisung mit dem Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens gemäss Art. 8 EMRK vereinbar sei und bejahte dies.