Citation: 4A_336/2015 E. 2.2.3

2.2.3. Der Beschwerdeführer hat erkannt, dass die Vorinstanz einerseits die Übergabe des Darlehens in Zweifel gezogen und andererseits die Rückzahlung des Darlehens geprüft hat. Darin liegt auf den ersten Blick ein gewisser Widerspruch, denn nur wenn das Darlehen tatsächlich ausgezahlt wurde, kann eine Rückzahlung erfolgt sein. Dabei handelt es sich genau besehen um eine Doppelbegründung, indem die Vorinstanz einerseits Zweifel an der Auszahlung des Darlehens hegt, andererseits aber namentlich mit Blick auf die Bezeichnung als "kurzfristig" und die fehlende Erwähnung in den Steuerunterlagen und im Scheidungsprozess schliesst, dass das Darlehen, sofern es gegeben wurde, jedenfalls bereits wieder zurückbezahlt worden sei. Dieses Ergebnis fasst die Vorinstanz verkürzt dahingehend zusammen, es sei dem Beschwerdeführer nicht gelungen, den Beweis für den Bestand des Darlehens zu erbringen, was insofern missverständlich ist, als der Beschwerdeführer die Beweislast nur für den Abschluss des Darlehensvertrages und die Darlehensübergabe trägt. Die Beweislast für die Darlehensrückzahlung trägt der Beschwerdegegner. Der Beschwerdeführer hat indessen beide Aspekte der Argumentation erkannt und angefochten. Eine sachgerechte Anfechtung war daher möglich, und eine Verletzung des rechtlichen Gehörs ist nicht dargetan. Zu prüfen bleibt, ob die Vorinstanz bei der Beweiswürdigung in Willkür verfallen ist.