Citation: 2C_380/2022 E. 5.1

5.1. Die Vorinstanz ist beweiswürdigend zum Schluss gelangt, dass der vom Beschwerdeführer vorgebrachte Umstand, weshalb er nicht fristgerecht um Familiennachzug ersucht habe, nämlich die (angeblich) jahrelange Absorbierung durch eine psychische Erkrankung seiner Tochter F.________ in Pakistan, nicht nachgewiesen sei. Ebenso wenig hat die Vorinstanz die Behauptung des Beschwerdeführers, seine Ehefrau sei heute mit der Erziehung der drei Kinder in Pakistan überfordert, als glaubwürdig qualifiziert (vgl. E. 2.5 angefochtenes Urteil). Zudem erwog die Vorinstanz, dass die Ehefrau aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage sei, alleine bzw. mit Hilfe von in Pakistan lebenden Familienangehörigen ihre Kinder zu betreuen, werde gar nicht geltend gemacht (vgl. E. 2.5 angefochtenes Urteil). Im Weiteren sei zu berücksichtigen, dass die Kinder zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung bereits elf-, knapp 10- und 8-jährig gewesen seien, sich erst einmal zu Besuchszwecken in der Schweiz aufgehalten hätten, ihr gesamtes bisheriges Leben getrennt vom Vater in Pakistan verbracht hätten, dort sozialisiert worden seien und Kenntnisse der deutschen Sprache nicht dargetan würden, sodass sie (die Kinder) in der Schweiz von erheblichen Integrationsschwierigkeiten betroffen sein dürften (vgl. E. 2.6 in fine angefochtenes Urteil). Die Vorinstanz ist deshalb zum Schluss gekommen, dass - auch unter Beachtung des Schutzes des Familienlebens gemäss Art. 8 Ziff. 1 EMRK - keine wichtigen familiären Gründe im Sinne von Art. 47 Abs. 4 AIG vorliegen und das Familiennachzugsgesuch deshalb abzulehnen ist.