Citation: 9C_620/2022 E. A

A.a. Nach § 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Halten von Hunden des Kantons Solothurn vom 7. November 2006 (HuG/SO; BGS 614.71) hat der Halter oder die Halterin für jeden meldepflichtigen, im Kanton gehaltenen Hund in seiner Wohnsitzgemeinde eine jährliche Hundesteuer von Fr. 50.-- bis maximal Fr. 200.-- und eine Kontrollzeichengebühr von Fr. 40.-- gemäss § 115 lit. c des Gebührentarifs des Kantons Solothurn vom 8. März 2016 (GT/SO; BGS 615.11) zu entrichten. Für die Veranlagung der Hundesteuer und der Kontrollzeichengebühr sind die Einwohnergemeinden zuständig. Sie haben jährlich eine Bezugsliste über die in ihrem Gebiet gehaltenen Hunde zu erstellen und der zuständigen kantonalen Dienststelle jährlich eine Kopie der Bezugsliste in elektronischer Form zu übermitteln (§ 14 Abs. 1 HuG/SO). Für die Hundesteuer sieht das kantonale Gesetz vor, dass die Einnahmen daraus an die Gemeinden fallen (§ 11 Abs. 3 HuG/SO). A.b. Mit Verfügung vom 12. Dezember 2017 forderte der Veterinärdienst des Kantons Solothurn die Einwohnergemeinde U.________/SO auf, eine Bezugsliste in elektronischer Form für die auf dem Gemeindegebiet gehaltenen Hunde zu übermitteln. Nachdem die Gemeinde dieser Aufforderung nicht nachgekommen war, verfügte der Veterinärdienst am 16. April 2018, dass die Gemeinde dem Kanton Solothurn für die am 1. April 2017 auf Gemeindegebiet gehaltenen 346 Hunde den Betrag von total Fr. 13'840.-- zu bezahlen habe. Die Zahl der Hunde entnahm der Veterinärdienst der Datenbank AMICUS. Die Gemeinde führte verschiedene Rechtsmittel gegen diese Verfügung. Nachdem zunächst mehrere Instanzen nicht auf die Rechtsmittel eingetreten waren, wies das Steuergericht des Kantons Solothurn das Volkswirtschaftsdepartement des Kantons Solothurn mit Urteil vom 2. März 2020 an, die Sache materiell zu behandeln. Mit Entscheid vom 1. September 2020 erkannte das Volkswirtschaftsdepartement, dass das Amt für Landwirtschaft (bzw. der Veterinärdienst) nicht zum Erlass der Verfügung vom 16. April 2018 befugt gewesen sei, weshalb es diese Verfügung aufhob.