Citation: 5A_144/2023 E. 4.4.1

4.4.1. Kommt dem zuletzt gemeinsam gelebten Standard nach dem Ausgeführten bei der Berechnung des Unterhalts die Funktion einer Obergrenze zu, ist es jedenfalls unter Verfassungsgesichtspunkten nicht zu beanstanden, wenn auf seine Bestimmung verzichtet wird, sofern er im Einzelfall aufgrund der konkreten Umstände nicht erreicht werden kann. Nichts anderes ergibt sich mit Blick auf den vom Beschwerdeführer ausserdem angerufenen Grundsatz der Gleichbehandlung der Ehegatten (vgl. BGE 148 III 358 E. 5; Urteil 5A_112/2020 vom 28. März 2022 E. 6.2), wonach sich bei knappen Mitteln beide Parteien gleichermassen einschränken müssen (BGE 147 III 293 E. 4.4; vgl. auch bereits BGE 135 III 66 E. 3). Zur Sicherstellung dieser Gleichbehandlung braucht der frühere Standard, der ohnehin nicht mehr erreicht werden kann, nicht festgestellt zu werden. Der Beschwerdeführer macht sodann nicht geltend, dass das Obergericht die Parteien vorliegend ungleich behandelt hätte.