Citation: 4A_580/2017 E. 3.3.1

3.3.1. Sie habe mit Eingabe vom 19. Oktober 2016 ein Gutachten eines Bücherexperten zur Beantwortung zahlreicher Fragen zu den Abrechnungen der Beschwerdegegnerin verlangt. Mit verfahrensleitender Verfügung Nr. 6 vom 21. Dezember 2016 habe das Schiedsgericht entschieden, auf die von ihr beantragte Einholung eines Gutachtens zu verzichten. Das Schiedsgericht habe sich indessen ausdrücklich vorbehalten, in einem späteren Zeitpunkt bei Bedarf zu einer oder mehreren bestimmten Fragen ein Gutachten einzuholen. Für die Beurteilung der beantragten Gutachterfragen sei ausserrechtliches Fachwissen notwendig, nämlich Sonderwissen in der Rechnungslegung. Das Schiedsgericht habe sein Sonderwissen jedoch nicht offengelegt; folglich habe die Beschwerdeführerin dazu auch nicht Stellung nehmen können. Dadurch werde das rechtliche Gehör im Sinne von Art. 190 Abs. 2 lit. d IPRG verletzt. Sollte das Sonderwissen im Schiedsgericht gar nicht vorhanden gewesen sein, liege ebenfalls eine Gehörsverletzung vor.