Citation: 5P.208/2006 24.07.2006 E. A

In einem Eheschutzverfahren zwischen Y.________ und X.________ gab der Einzelrichter des Bezirksgerichts Winterthur am 16. Oktober 2002 das Kind Z.________ einstweilen in die Obhut des Vaters und das Kind W.________ in die Obhut der Mutter. Zugleich ordnete er eine Erziehungsbeistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB an. Am 20. Dezember 2002 änderte er seinen Entscheid ab und stellte auch den Sohn Z.________ in die Obhut der Mutter. Mitte März 2003 begab sich die Mutter in stationäre psychiatrische Behandlung und überliess die Kinder dem Vater. Am 15. April 2004 stellte der Eheschutzrichter die Kinder in die Obhut des Vaters und ordnete die Beibehaltung der Erziehungsbeistandschaft an. Weil der Vater in A.________, die Mutter dagegen in B.________ wohnt, mussten sich die zuständigen Vormundschaftsbehörden von A.________ und B.________ bei der Durchführung der Beistandschaft absprechen, als je ein Kind in die Obhut eines Elternteils gestellt wurde. Sie einigten sich auf die Zuständigkeit von A.________. Als beide Kinder in die Obhut der Mutter gelangten, war die Vormundschaftsbehörde B.________ zuständig und als beide Kinder in die Obhut des Vaters gestellt wurden, diejenige von A.________. Zahlreiche Verfügungen dieser Behörden wurden hauptsächlich vom Vater und teilweise von der Mutter angefochten, so dass auch die kantonalen Behörden der beiden Kantone wiederholt mit der Sache befasst waren.