Citation: 4C.137/2003 02.09.2003 E. 3.1

3.1.1 Die Vorinstanz vertritt die Auffassung, zwischen den Parteien bestehe keine direkte vertragliche Bindung. Vertragliche Schadenersatzansprüche seien daher ausgeschlossen. 3.1.2 Der Kläger kritisiert, die Vorinstanz habe nicht geprüft, ob er ausservertragliche Schadeneratzansprüche gestützt auf Art. 41 OR gegen den Beklagten geltend machen könne. Sein Schaden bestehe in der Vereitelung eines Gewinns durch die Verwertung von Überschuss-milch, den er hätte erzielen können, wenn der Beklagte die Milch pflichtgemäss abgeliefert hätte. Die Schlussfolgerung der Vorinstanz, dass Deckungskäufe jederzeit möglich gewesen seien und Gewinn-einbussen deshalb gar nicht erst entstehen konnten, verstosse gegen Art. 8 ZGB. 3.2 Die Vorinstanz hat dem Antrag des Klägers nicht entsprochen, zur Möglichkeit von Milchkäufen eine Expertise einzuholen, sondern ist in Würdigung der Beweise zum Schluss gekommen, aufgrund der Libe-ralisierung des Milchmarktes sei es jederzeit möglich gewesen, Milch zu kaufen. Im Verfahren der Berufung kann der Kläger dieses Beweisergebnis nicht angreifen. Da Beweiswürdigung vorliegt, ist die Rüge der Verletzung des Beweisführungsanspruchs nach Art. 8 ZGB gegenstandslos (BGE 129 III 18 E. 2.6 S. 24; 122 III 219 E. 3c S. 223 f.). Die Rüge der Verletzung von Art. 41 OR ist mangels eines festgestellten Schadens unbegründet.