Citation: 5A_351/2018 E. 5.2

5.2. Die Beschwerdeführerin wirft dem Kantonsgericht weiter vor, von einem falschen Begriff der Bindungstoleranz ausgegangen und deshalb in Willkür verfallen zu sein. Nach der Rechtsprechung bezeichnet die Bindungstoleranz die Bereitschaft eines Elternteils, mit dem anderen in Kinderbelangen zusammenzuarbeiten und insbesondere die Beziehung zum anderen Elternteil zuzulassen und aktiv zu fördern (vgl. statt vieler Urteile 5A_968/2016 vom 14. Juni 2017 E. 3.1; 5A_69/2016 vom 14. März 2016 E. 2.1; 5A_848/2014 vom 4. Mai 2015 E. 2.1.1). Hiervon ging auch das Kantonsgericht aus, indem es ausführte, Bindungstoleranz sei die Bereitschaft eines Elternteils, die Beziehung zum anderen Elternteil zuzulassen und zu unterstützen. In der Folge konzentrierte sich das Kantonsgericht, wie die Beschwerdeführerin richtig hervorhebt, bei der Prüfung der Bindungstoleranz des Beschwerdegegners zwar auf bestimmte Aspekte, namentlich darauf, ob dieser vor dem Sohn schlecht über die Beschwerdeführerin spreche oder ihn dieser vorenthalte. Dennoch kann keine Rede davon sein, das Kantonsgericht habe den massgebenden rechtlichen Begriff verkannt und sei deshalb in Willkür verfallen.