Citation: 2C_1022/2021 E. A

A.________ mit Jahrgang 2008 besuchte bis zum Schuljahr 2016/2017 die Primarschule in S.________ (Kanton Aargau). Gemäss den Therapieberichten leidet A.________ an einer ernsthaften sozialen Beeinträchtigung, die sich in einer kombinierten Störung des Sozialverhaltens und der Emotionen, einer fakultativen Hyperakusis (Geräuschüberempfindlichkeit) sowie einer chronischen zwischenmenschlichen Belastung im Zusammenhang mit der Schule ausdrückt. Der Schulpsychologische Dienst hatte in der Abklärung vom April 2016 überdies ein überdurchschnittliches kognitives Potenzial festgestellt. Im März 2017 traten in der Primarschule zunächst Probleme im Zusammenhang mit der Wahrnehmung privater Therapieangebote auf. Im Mai 2017 kamen Konflikte mit Mitschülerinnen und Mitschülern hinzu, die A.________ belasteten. Nach der Darstellung der Eltern von A.________ verschärfte sich die Situation danach und führte im Juni 2017 zu einem ersten "Zusammenbruch", gefolgt von einem zweiten kurz vor den Sommerferien. Vor diesem Hintergrund wechselte A.________ zu Beginn des Schuljahres 2017/2018 an die (ausserkantonale) Privatschule D.________ in T.________ (Kanton Basel-Landschaft). A.a. Ende November 2017 wandten sich die Eltern von A.________ erneut an den Schulpsychologischen Dienst und ersuchten darum, die Sonderschulungsbedürftigkeit abzuklären. Im Fachbericht vom 12. Februar 2018 empfahl der Schulpsychologische Dienst eine separative Sonderschulung in der Tagessonderschule des Kinderheims E.________, im Schulheim F.________ in U.________ oder in der Sonderschule G.________ in V.________. Mit Schreiben vom 9. April 2018 gelangte die Rechtsvertreterin von A.________ an die Einwohnergemeinde und die Schulpflege S.________. Sie teilte mit, die Eltern von A.________ wollten und könnten die Kosten der Privatschule D.________ nach den Frühlingsferien des Schuljahres 2017/2018 nicht mehr bezahlen. Im Hinblick auf die Gewährleistung des unentgeltlichen Grundschulunterrichts werde darum ersucht, A.________ einer geeigneten Schule zuzuweisen. Nach Ansicht der Eltern handle es sich bei der Privatschule D.________ um die geeignete Lösung. A.b. Mit Entscheid vom 28. Mai 2018 wies die Schulpflege S.________ A.________ ab Mai 2018 bis zum Ende des Schuljahres 2017/2018 der Privatschule D.________ zu. Ab dem Schuljahr 2018/2019 wurde er der Tagessonderschule des Kinderheims E.________ zugewiesen. Sollte es dort keinen Platz für A.________ haben, wies ihn die Schulpflege S.________ der Regelklasse S.________ mit zusätzlichen 16 heilpädagogischen Schulstunden pro Woche zu. Die gegen den Entscheid vom 28. Mai 2018 geführte Beschwerde von A.________, gesetzlich vertreten durch seine Eltern, hiess der Schulrat des Bezirks W.________ am 8. August 2018 gut. Dieser wies A.________ antragsgemäss auch im Schuljahr 2018/2019 und bis auf Weiteres der Privatschule D.________ zu. Dagegen gelangte die Schulpflege S.________ mit Beschwerde an den Regierungsrat des Kantons Aargau. Mit Beschluss vom 16. Oktober 2019 hob der Regierungsrat sämtliche Zuweisungen auf, ohne andere Anordnungen zu treffen. A.c. Gegen den Beschluss des Regierungsrats vom 16. Oktober 2019 erhob A.________, gesetzlich vertreten durch seine Eltern, Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Aargau. Dieses entschied mit Urteil vom 5. November 2020, dass die Zuweisung von A.________ an die Privatschule D.________ für die Zeit vom Mai 2018 bis zum Ende des Schuljahres 2017/2018 Bestand hat und im Übrigen keine Zuweisungen erfolgen. Die von A.________, gesetzlich vertreten durch seine Eltern, gegen das Urteil vom 5. November 2020 erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten hiess das Bundesgericht mit Urteil 2C_33/2021 vom 29. Juni 2021 teilweise gut und wies die Angelegenheit zur Zuweisung an eine angemessene (Sonder-) Schule an das Verwaltungsgericht zurück.