Citation: 2A.444/2004 13.08.2004 E. 3

Zur Anfechtung des Beschlusses der Aufsichtskommission über die Rechtsanwälte im Kanton Zürich ist die Beschwerdefrist von 30 Tagen längst abgelaufen. Die vorliegende Beschwerde ist somit verspätet, soweit sie sich gegen diesen Beschluss richtet. Die Wiederherstellung gegen die Folgen der Fristversäumnis kann gemäss Art. 35 Abs. 1 OG nur dann erteilt werden, wenn der Beschwerdeführer oder sein Vertreter durch ein unverschuldetes Hindernis abgehalten worden wäre, innert der Frist zu handeln; zudem müsste binnen zehn Tagen nach Wegfall des Hindernisses die Wiederherstellung der Frist verlangt und die versäumte Rechtshandlung nachgeholt werden. Ob vorliegend von einem unverschuldeten Hindernis gesprochen werden kann, ist fraglich, kann aber offen bleiben. Selbst wenn das Fristversäumnis unverschuldet ist, würde die vorliegende Beschwerde als Nachholung der versäumten Rechtshandlung im Sinne von Art. 35 Abs. 1 OG nicht genügen. Gegenstand des Verfahrens vor der Aufsichtskommission über die Rechtsanwälte war einzig die Frage, ob die Gesuchstellerin (Rechtsanwältin) im Hinblick auf die Durchsetzung ihrer Honorarforderung gegenüber dem Beschwerdeführer vom Berufsgeheimnis zu entbinden sei. Nur über diese Frage hatte die Aufsichtskommission zu befinden. Demgegenüber verfolgt der Beschwerdeführer mit seiner Beschwerde "die Absicht, dass zuerst die Beziehung Anwalt - Klient in Ordnung sein muss, bevor ein Rechtsstreit freigegeben werden darf" (Ziff. 2 der Beschwerde). Es geht ihm in der Beschwerde nicht um das Berufsgeheimnis, sondern um Fragen der Mandatsführung durch die Gesuchstellerin im Allgemeinen. Das ist keine sachbezogene Begründung, wenn die Aufsichtskommission über die Frage der Entbindung vom Berufsgeheimnis zu befinden hatte. Aus diesem Grund genügt die Beschwerde - auch als nachgeholte Rechtshandlung (Art. 35 Abs. 1 OG) - offensichtlich nicht.