Citation: 5A_809/2019 E. 3

Das Verwaltungsgericht hat die Eingabe des Beschwerdeführers als Rechtsverweigerungs- bzw. -verzögerungsbeschwerde entgegengenommen, da die KESB in der letzten Zeit offenbar keinen anfechtbaren Beschluss erlassen hat. Allerdings habe die KESB dem Beschwerdeführer (auf sein Gesuch um Aufhebung der Beistandschaft vom 7. Juni 2019 hin) mit Schreiben vom 4./20. September 2019 unter anderem mitgeteilt, dass sich der Sachverhalt hinsichtlich der Grunderkrankung kaum geändert habe. Bevor über eine Anpassung der Massnahme befunden werden könne - so die KESB weiter -, seien zunächst die Auswirkungen des Wohnungswechsels des Beschwerdeführers abzuwarten, da dieser Wechsel (per 1. September 2019) sich zu einem erheblichen Stressor ausweiten könne. Im Frühsommer 2020 sei eine umfassende Prüfung der Beistandschaft geboten. Das Verwaltungsgericht hat das Vorgehen der KESB geschützt. Der Beschwerdeführer habe bereits früher Unterbringungsprobleme gehabt und einmal eine Wohnung infolge eines Krankheitsschubs verloren. Es seien deshalb die Erfahrungen mit der neuen Wohnlösung über mindestens ein halbes Jahr abzuwarten, bevor eine Anpassung der Massnahme zu prüfen sei. Zudem verlange der Beschwerdeführer die Aufhebung der Beistandschaft im Wesentlichen mit den gleichen Argumenten, die mit Urteil 5A_911/2017 vom 17. November 2017 als unzureichend beurteilt worden seien, um von einer Weiterführung der Beistandschaft abzusehen. Die Beschwerde sei deshalb verfrüht bzw. derzeit unbegründet.