Citation: 1C_100/2015 E. 4

In den Akten liegt eine Lärmabklärung der ewp AG Effretikon vom 9. September 2011. Die Beschwerdeführerin hatte vor Vorinstanz eigene Berechnungen vorgelegt, die zu einer höheren Lärmbelastung gelangten. Vor Bundesgericht stützt sie sich jedoch ausdrücklich auf die Lärmabklärung der ewp, die im Folgenden zugrundezulegen ist. Die Lärmbelastungen wurden mit dem Berechnungsprogramm Cadna A, V.4.0.135 ermittelt (mit Ausbreitungsmodell STL-86 und Reflexionen 1. Ordnung), ausgehend von einer Verkehrsprognose bis 2030, den Abständen zur Strasse und der Steigung. Die Lärmabklärung kommt zum Ergebnis, dass die nach Art. 25 Abs. 1 USG massgeblichen Planungswerte für Strassenverkehrslärm (Anh. 3 LSV) der Lärmempfindlichkeitsstufe (ES) III bei 7 Gebäuden und einer unüberbauten Liegenschaft überschritten werden. Im 1. Obergeschoss der Wohnbaute der Beschwerdeführerin wären die Planungswerte mit prognostizierten 62 dB (A) tagsüber und 52 dB (A) nachts um jeweils 2 dB (A) überschritten. Bei zwei Gebäuden (Alte Obfelderstrasse 36, Parzelle Nr. 2355, und Werkstrasse 19, Parzelle Nr. 5137) werde auch der Immissionsgrenzwert überschritten. Eine Lärmschutzwand sei aus Platzgründen nur für die Liegenschaft Chalchofenstrasse 1 der Beschwerdeführerin möglich. Damit könnte der Planungswert auf deren Grundstück eingehalten werden; das Kosten-Nutzen-Verhältnis wäre aber ungünstig, weil nur ein Einzelobjekt geschützt würde. Mit einer Verschiebung der Strassenachse in Richtung Südwesten könnten die Planungswerte auf dem Grundstück der Beschwerdeführerin voraussichtlich ebenfalls nicht eingehalten werden. Allerdings würde die Lärmbelastung bei einer Verschiebung um 5 m um rund 1 dB (A) reduziert und bei 10 m um rund 1.5 dB (A). Bei einer Verschiebung um mehr als 5 m würde allerdings die Lärmbelastung bei der Liegenschaft Alte Obfelderstrasse 44 über dem Planungswert zu liegen kommen. Gegen eine Verlegung spreche zudem, dass die Parzelle Nr. 2921 im Sinne des haushälterischen Umgangs mit Boden bebaubar bleiben solle. Die Lärmabklärung kommt zum Ergebnis, dass das Werk mit Erleichterungen realisiert werden könnte (Art. 25 Abs. 2 USG; Art. 7 Abs. 2 LSV). An den zwei Bauten, an denen die Immissionsgrenzwerte nicht eingehalten werden könnten, müssten auf Kosten des Kantons Schallschutzfenster eingebaut werden (Art. 25 Abs. 3 USG; Art. 10 f. LSV).