Citation: 2A.373/2006 15.09.2006 E. 4

4.1 Der Beschwerdeführer ist vor rund 16 Jahren im Alter von 13 Jahren in die Schweiz eingereist und hat somit einen grossen Teil seiner Kindheit in seiner Heimat verbracht. Nach eigenen Angaben hat er in der Schweiz weder Schulen besucht noch eine Berufslehre absolviert. Er hat über Jahre hinweg als Hilfsarbeiter - zum Teil während nur sehr kurzer Zeit - an verschiedenen Stellen gearbeitet und war auch immer wieder längere Zeit arbeitslos. Seit Mai 2005 ist er bei seinem jetzigen Arbeitgeber als Teilzeitmitarbeiter im Stundenlohn beschäftigt. Seine schlechte finanzielle und berufliche Situation ist auf seine Arbeitsscheu und auf mangelndes Interesse zurückzuführen. Ernsthafte Bemühungen seinerseits, seine finanzielle bzw. berufliche Situation zu verbessern, sind nicht ersichtlich. Nach eigenen Angaben verkehrt er vorwiegend im Kreise seiner Landsleute, so dass trotz langjährigem Aufenthalt weder beruflich noch sozial von einer guten Integration und einer kulturellen Verwurzelung in der Schweiz auszugehen ist. Der Beschwerdeführer spricht die Sprache seines Heimatlandes und auch seine Eltern und Geschwister leben dort. Eine Rückkehr in die Heimat ist demnach für den Beschwerdeführer zumutbar, wenn sie auch mit gewissen Schwierigkeiten verbunden sein mag. Dass die Interessen der Gläubiger bei einem Verbleiben des Beschwerdeführers angeblich besser geschützt wären, kann entgegen dessen Meinung nicht dazu führen, von einer Ausweisung abzusehen, zumal seine Behauptung, er wäre bereit, bei einem geregelten Aufenthalt erhebliche Beträge bei der Verwandtschaft auszulehnen und grössere Positionen zurückzuzahlen, nicht belegt ist, ganz abgesehen davon, dass sie neu und damit unbeachtlich ist (vgl. E. 1.3). 4.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, eine Ausreise sei für seine Ehegattin und seine beiden Kinder nicht zumutbar, umso weniger, als damit eine spätere Rückkehr in die Schweiz der ganzen Familie im Prinzip verwehrt sei. Die Ehefrau des Beschwerdeführers stammt ebenfalls aus dem Heimatland des Beschwerdeführers und ist vor neun Jahren im Alter von 21 Jahren in die Schweiz gekommen. Sie verfügt lediglich über eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib beim Ehemann, die mittlerweile nicht mehr verlängert worden ist. Eine Rückkehr in ihr Heimatland ist ihr durchaus zumutbar, kennt sie doch die dortigen Verhältnisse von ihrer Jugend her. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers weist die Vorinstanz zu Recht darauf hin, dass sich dessen Kinder noch in einem anpassungsfähigen Alter befinden. Sie haben erst mit der Volksschule begonnen bzw. besuchen noch den Kindergarten, so dass im schulischen Bereich nicht mit schwer zu überwindenden Problemen zu rechnen ist. Auch weisen die Kinder über ihre Eltern einen Bezug zum Heimatland auf und sind der dortigen Sprache mächtig, so dass es ihnen gelingen sollte, sich ohne wesentliche Schwierigkeiten in die neue Umgebung einzuleben. In Würdigung all dieser Umstände ist der Ehefrau und den Kindern daher zuzumuten, dem Beschwerdeführer ins Heimatland zu folgen. 4.3 Zusammenfassend ergibt sich, dass die öffentlichen Interessen an der Ausweisung des Beschwerdeführers dessen private Interessen am weiteren Verbleib in der Schweiz überwiegen. Die Ausweisung für die Dauer von fünf Jahren erscheint angesichts seiner strafrechtlichen Verfehlungen sowie der fortgesetzten Missachtung seiner finanziellen Verpflichtungen nicht als unverhältnismässig; sie bildet namentlich nicht eine zu einschneidende Massnahme, welche der beantragten Androhung der Ausweisung hätte weichen müssen bzw. lediglich für die Dauer von zwei Jahren hätte angeordnet werden dürfen.