Citation: 5A_187/2021 E. 7.2

7.2. Zum Einwand der Beschwerdeführer hat das Obergericht festgestellt, der Umstand, dass die Beschwerdeführerin 3 die Liegenschaft am 17. Januar 1990 zu Gesamteigentum mit ihrem Ehemann erworben habe, schliesse nicht per se aus, dass der mit dem Verkauf verbundene Schenkungsanteil einseitig der Tochter des Erblassers zugekommen sei. Für die Vermutung einer Schenkung ausschliesslich an die Beschwerdeführerin 3 (und nicht auch an deren Ehemann) spreche die enge familienrechtliche Verbindung zwischen der Beschwerdeführerin 3 und dem Erblasser sowie der Umstand, dass der Erblasser lebzeitig offenbar einem Grossteil seiner Kinder Liegenschaften zum Vorzugspreis überlassen habe, jedoch nie auch deren Ehegatten/Partnerinnen. Zu berücksichtigen sei in diesem Zusammenhang auch der Aspekt der Steuerfolgen der Schenkung. Da der Beschwerdegegner mit der Replik einen Beleg für die Steuerfolgen der Schenkung auf Seiten des Ehemannes verlangt habe, sei es unbehelflich, wenn sich die Beschwerdeführer auf Gerichtsnotorietät beriefen, ohne einen entsprechenden Beleg vorzuweisen und/oder zumindest zu thematisieren. Denn Schenkungen nur an direkte Nachkommen, nicht hingegen an Ehegatten von direkten Nachkommen seien steuerfrei. Unter diesen Umständen sei mit dem Bezirksgericht davon auszugehen, dass der gesamte Schenkungsanteil betreffend die Liegenschaft "K.________" der Beschwerdeführerin 3 (und nicht auch deren Ehemann) zugegangen sei (E. 5.2.4 S. 25 des angefochtenen Entscheids).