Citation: 8C_682/2022 E. 9.1

9.1. Die Beschwerdeführerin sieht den Untersuchungsgrundsatz verletzt, da es die IV-Stelle wie auch die Vorinstanz unterlassen hätten, die Halswirbelsäulenproblematik gutachterlich abzuklären. Soweit sie unter anderem vorbringt, die IV-Stelle habe diesbezüglich nicht einmal einen Arztbericht eingefordert, so trifft dies nicht zu. Diese holte bei Dr. med. D.________, Fachärztin für Neurochirurgie, sämtliche Sprechstundenberichte und damit insbesondere auch jenen vom 20. Dezember 2018 ein. Darin hielt die Neurochirurgin fest, dass derzeit kein Handlungsbedarf bestehe. Sie habe der Beschwerdeführerin empfohlen, auf die Körperhaltung zu achten und regelmässig muskelentspannende Massnahmen wie Massagen, sportliche Aktivitäten etc. durchzuführen. Die Stellungnahmen von Dr. med. D.________ wurden dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) unterbreitet, der am 26. Mai 2020 unter Berücksichtigung eines leicht eingeschränkten ergonomischen Profils zu dem Schluss gelangte, dass keine Einschränkung im erwerblichen Bereich vorliege. Die IV-Stelle weist in ihrer Vernehmlassung darauf hin, dass die Beschwerdeführerin nicht mehr über Rückenschmerzen geklagt habe. So habe sie in einer ausführlichen E-Mail an die Eingliederungsberaterin der IV-Stelle vom 13. August 2020 ausschliesslich über psychiatrische und psychosoziale Probleme berichtet.