Citation: 8C_285/2023 E. 5.2.2

5.2.2. Es mag zutreffen, dass Ärztinnen und Ärzte nach Absolvierung der Ausbildung und Erlangung eines Facharzttitels üblicherweise nicht lebenslänglich in der entsprechenden fachärztlichen Funktion einer Assistenzärztin oder eines Assistenzarztes erwerbstätig bleiben, sondern grundsätzlich dank der erworbenen spezialmedizinischen Kenntnisse die weitergehende Verantwortung als Oberärztin oder Oberarzt übernehmen können (vgl. Urteil 8C_377/2021 vom 9. September 2021 E. 4.1). Das kantonale Gericht verneinte jedoch nach bundesrechtskonformer Beweiswürdigung den Nachweis hinreichend konkreter Anhaltspunkte dafür, dass die Beschwerdeführerin eine entsprechende mutmassliche berufliche Weiterentwicklung ohne Gesundheitsschaden mit dem erforderlichen Beweisgrad überwiegenden Wahrscheinlichkeit tatsächlich verwirklicht hätte. Zutreffend stellte es fest, der befristete Vertrag über die Tätigkeit als Assistenzärztin am Spital D.________ vom 1. Oktober 2014 bis 30. September 2016 lasse entgegen der Beschwerdeführerin nicht darauf schliessen, Letztere hätte ihn lediglich deshalb abgeschlossen, weil sie zusätzlich einen Facharzttitel in Intensivmedizin erwerben wollte. Daran ändert nichts, dass die Beschwerdeführerin während dieser Tätigkeit ausschliesslich auf der chirurgischen Intensivstation im Einsatz stand.