Citation: 8C_675/2013 E. 4

Entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin ist kein nicht wiedergutzumachender Nachteil im Umstand zu erblicken, dass der Versicherungsträger - im Gegensatz zum kantonalen Gericht - die Angestellten ihrer ehemaligen Arbeitgeberin nicht als Zeugen im Sinne von Art. 307 StGB, sondern lediglich als Auskunftspersonen wird befragen können. Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG obliegt es grundsätzlich dem Versicherungsträger, die notwendigen Abklärungen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen. Nach Art. 28 Abs. 3 ATSG ist der Arbeitgeber zur Auskunft verpflichtet. Dem Gericht wird es bei einem allfällig sich anschliessenden Gerichtsverfahren frei stehen, dieselben Personen nötigenfalls auch als Zeugen zu laden. Die Vermutung der Beschwerdeführerin, eine Befragung durch den Versicherungsträger vermindere die Qualität einer späteren Zeugenaussage, steht somit im Widerspruch zur gesetzlichen Ordnung des Sozialversicherungsverfahrens.