Citation: 2C_45/2021 E. 4.2.4

4.2.4. Ebenfalls nicht als willkürlich bezeichnet werden kann die Würdigung der Vorinstanz, wonach als Indiz gegen eheliche Gewalt zu werten ist, dass die Beschwerdeführerin im Laufe des Strafverfahrens mehrfach erklärt hat, ihren Ehemann zu lieben und sich nicht von ihm trennen bzw. mit der Beziehung gerne neu anfangen zu wollen, sofern er ihr verspreche, dass "so etwas" nicht mehr vorkomme. Es erscheint angesichts dieser wiederholten Erklärungen und Liebesbekundungen nicht als glaubhaft, dass die Beschwerdeführerin einer anhaltenden erniedrigenden Behandlung durch ihren Ehemann ausgesetzt war, die derart schwer wog, dass von ihr vernünftigerweise nicht erwartet werden konnte, dass sie nur aus bewilligungsrechtlichen Gründen die Ehe aufrechterhält. Kulturelle Vorstellungen oder Zwänge, welche die Beschwerdeführerin zu einem Festhalten an der eingegangenen Ehe bewogen hätte, vermögen - wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat (E. II./4.3.4.3.3 des angefochtenen Urteils) - das entsprechende Verhalten der Beschwerdeführerin (Einreichen einer Strafanzeige gegen den Ehemann und darauf folgende wiederholte Liebesbekundungen im Strafverfahren) nicht zu erklären. Was die Beschwerdeführerin in diesem Punkt vor dem Bundesgericht vorbringt, erschöpft sich in einer appellatorischen Kritik an den entsprechenden Erwägungen im angefochtenen Urteil. Darauf ist nicht weiter einzugehen.