Citation: 6B_129/2022 E. 1.5.2

1.5.2. Auch die vorinstanzliche Prüfung der subjektiven Tatbestandselemente des Betrugs erweist sich als bundesrechtskonform. Angesichts des Umstands, dass der Beschwerdeführer im Tatzeitpunkt im Frühling 2017 bereits hoch verschuldet war, weder über ein festes Einkommen noch Vermögen verfügte und sich durch den Betrieb seiner Autogarage gerade so seinen Lebensunterhalt finanzieren konnte, wusste er, dass er auf Dauer offensichtlich nicht in der Lage sein konnte, seinem Leistungsversprechen nachzukommen (vgl. supra E. 1.4.1). Mit der Vorinstanz erscheint vielmehr der Eindruck, als dass den Beschwerdeführer seine finanziellen Verpflichtungen bzw. seine Gläubiger kaum gekümmert haben. Ihm ist kein ernsthafter Wille zu attestieren, die Kreditraten sowie den dem Beschwerdegegner 2 versprochenen Zins zu bezahlen. Gestützt auf die Ausführungen der Vorinstanz war dem Beschwerdeführer bewusst und nahm er zumindest in Kauf, dass der Beschwerdegegner 2 einen entsprechenden Vermögensausfall erleiden würde. Ebenfalls nicht zu beanstanden sind die Ausführungen der Vorinstanz mit Bezug auf die Bereicherungsabsicht. Indem der Beschwerdeführer das Geld zur Bezahlung privater Rechnungen verwendet und sich dadurch einen unrechtmässigen Vermögensvorteil hat zukommen lassen, hat er seine Bereicherungsabsicht manifestiert (angefochtenes Urteil S. 11 f.).