Citation: 4P.296/2005 22.03.2006 E. 4

Willkür liegt nach ständiger Rechtsprechung nicht schon vor, wenn eine andere Lösung vertretbar oder gar vorzuziehen wäre; das Bundesgericht hebt einen Entscheid vielmehr nur auf, wenn dieser mit der tatsächlichen Situation in offensichtlichem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Dabei rechtfertigt sich die Aufhebung des angefochtenen Entscheides nur, wenn er nicht bloss in der Begründung, sondern auch im Ergebnis verfassungswidrig ist (BGE 129 I 49 E. 4 S. 58 mit Verweis). Dem Sachgericht steht insbesondere bei der Würdigung der Beweise ein grosser Ermessensspielraum zu. Willkür ist hier nur zu bejahen, wenn das Gericht offensichtlich den Sinn und die Tragweite eines Beweismittels verkannt, ohne vernünftigen Grund ein wichtiges und erhebliches Beweismittel unberücksichtigt gelassen oder aus den vorhandenen Beweisen offensichtlich unhaltbare Schlüsse gezogen hat (BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9 mit Verweisen). Als in sich widersprüchlich und daher willkürlich beanstandet der Beschwerdeführer die Feststellungen des Obergerichts über die Gebrauchstauglichkeit der Terrasse. Er hält die Feststellung, wonach die Terrasse noch im Januar 2004 mangelhaft und für eine Familie mit kleinen Kindern untauglich gewesen sei für unvereinbar mit der Feststellung, wonach die Tauglichkeit für Kinder eingeschränkt gewesen sei, denn "eingeschränkte Tauglichkeit" und "Untauglichkeit" seien offenbar nicht dasselbe. Der Beschwerdeführer übergeht den Zusammenhang, in dem das Obergericht den Zustand der Terrasse feststellte; nachdem das Gericht aufgrund eingehender Würdigung zum Schluss gelangte, die Terrasse sei noch im Januar 2004 für eine Familie mit kleinen Kindern untauglich - das heisst zumutbarer Weise nicht benutzbar - gewesen, erwog es im andern Zusammenhang der fristlosen Kündigung, die Terrasse sei zwar nicht nutzbar gewesen, habe aber auch keine Gefahr dargestellt. Mit der wortklauberischen Argumentation des Beschwerdeführers lässt sich ein Verstoss gegen das verfassungsmässige Willkürverbot nicht begründen.