Citation: 2C_93/2022 E. 5.2.2

5.2.2. Der Beschwerdeführer ist ledig und hat keine Kinder. Aus dem Gutachten vom 18. April 2020 ergibt sich, dass er die albanische Sprache beherrscht (S. 51). Er ist auch mit den Verhältnissen und Gebräuchen in seiner Heimat vertraut. Er hat bis zu seinem 11. Lebensjahr im Kosovo gelebt und die prägenden Kinderjahre dort verbracht. In der Schweiz hätte die Familie - so der Beschwerdeführer - zu Hause weiterhin albanisch gesprochen (Gutachten vom 18. April 2020 S. 55). In der Heimat lebt zumindest noch ein Onkel mit seiner Familie. Zwar macht der Beschwerdeführer geltend, zu diesem und seiner Familie keine Kontakte zu pflegen, doch hat er auch erklärt, dass er sich vorstellen könne, diesen einmal zu besuchen (Gutachten vom 18. April 2020 S. 65). Der Beschwerdeführer hat sich nach eigenen Angaben letztmals anlässlich der Beerdigung seines Vaters im Jahr 2015 im Kosovo aufgehalten. Das Grab des Vaters werde dort von Verwandten gepflegt, zuvor sei er "ein paar Mal" im Kosovo gewesen und habe dort Verwandte besucht. Seine Mutter, sein Bruder und seine Schwester würden regelmässig einmal im Jahr zu Besuchen in den Kosovo fahren bzw. fliegen (Gutachten vom 18. April 2020 S. 54).