Citation: 4P.209/1999 01.02.2000 E. 2.-

Das zuständige Amt hat die Beschwerdeführerin an die Versicherung verwiesen. Die Versicherung nahm mit der Beschwerdeführerin Kontakt auf, um deren Forderung zu beur- teilen. Wenn dies nicht als Stellungnahme im Sinn des Ge- setzes angesehen werden kann, hätte das Amt die Beschwerde- führerin an das Verwaltungsgericht weiterverweisen müssen und nicht an die Versicherung. Aus der Mitteilung des Amtes durfte die Beschwerdeführerin schliessen, sie müsse zunächst den Entscheid der Versicherung abwarten. Sie musste nicht damit rechnen, dass ihr Anspruch während den laufenden Ver- gleichsgesprächen verwirken könnte. Es scheint wenig sinn- voll, dem zuständigen Amt Abklärungen, die länger als drei Monate dauern, zu verunmöglichen und den Ansprecher zur vor- sorglichen Klageinreichung zu zwingen. Der Anwalt der Be- schwerdeführerin konnte nicht ohne weiteres erkennen, dass er nach der Auslegung des Verwaltungsgerichts vorsorglich hätte klagen müssen (BGE 124 I 255 E. 1a/aa S. 258, 117 Ia 421 E. 2a S. 422 je mit Hinweisen). Ob diese Auslegung ge- radezu willkürlich ist, kann offen bleiben. Der Beschwerde- führerin darf jedenfalls aus ihrem Vertrauen auf das Verhal- ten der Behörde kein Nachteil erwachsen. Daher ist davon auszugehen, dass sie die Klage rechtzeitig eingereicht hat.