Citation: 6B_854/2015 E. 2.4.5

2.4.5. Hinsichtlich der Aussagen des Beschwerdeführers erwägt die Vorinstanz, diese erschienen auf den ersten Blick nicht unglaubhaft. Er sage konstant und widerspruchsfrei aus, dass er das Lichtsignal bei Grünlicht passiert habe. Bei näherer Betrachtung seien seine Aussagen jedoch nicht schlüssig und vermöchten nicht zu überzeugen. Gegen seine Angabe, er sei sehr langsam bzw. langsam über die Kreuzung gefahren, sprächen sowohl die an den Fahrzeugen entstandenen Schäden als auch seine Aussage, er habe keine Möglichkeit gehabt, dem Personenwagen auszuweichen, als er ihn gesehen habe. Gemäss dem Privatgutachten des Beschwerdeführers habe seine Kollisionsgeschwindigkeit 15 bis 20 km/h betragen. Angesichts seiner Aussage, er habe vor der Kollision noch abgebremst, müsste seine Zufahrgeschwindigkeit gar noch höher gewesen sei. Zudem sei er mit einem Elektrofahrrad unterwegs gewesen, dessen Unterstützungsfunktion er in der Regel auf der zweiten Stufe in Betrieb habe. Damit bestünden an der Glaubhaftigkeit der Aussagen des Beschwerdeführers nicht ausser Acht zu lassende Zweifel (Urteil S. 10). Was der Beschwerdeführer gegen diese Würdigung vorbringt, überzeugt nicht. Einzig mit dem Einwand, bei seiner Angabe, er sei langsam gefahren, handle es sich um eine Schätzung, die keinen Zweifel am materiellen Gehalt seiner Aussage zu wecken vermöge, und der Behauptung, seine Schilderungen seien glaubhaft, vermag er nicht aufzuzeigen, dass die vorinstanzlichen Ausführungen schlechterdings unhaltbar sind.