Citation: 8C_704/2022 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz bestätigte den von der Beschwerdegegnerin per 30. November 2020 verfügten Fallabschluss, da damals von einer weiteren Behandlung der Beschwerden, soweit somatisch bedingt, keine namhafte Verbesserung mehr zu erwarten gewesen sei. Gemäss Austrittsbericht der Klinik E.________ vom 8. April 2020 habe eine funktionelle Störung vorgelegen. Die entwickelte Gangstörung sei neurologisch-strukturell nicht zu erklären gewesen, für die geklagten Schmerzen habe kein strukturelles Korrelat gefunden werden können. Die neurologischen Abklärungen im Spital F.________ hätten die Diagnose einer funktionellen Störung bestätigt. Ob ein adäquat-kausaler Zusammenhang der organisch objektiv nicht ausgewiesenen Beschwerden mit den erlittenen Unfällen gegeben sei, prüfte das kantonale Gericht nach der Praxis zu den psychischen Unfallfolgen. Die Ereignisse seien jeweils als leicht zu qualifizieren und die Adäquanz daher von vornherein zu verneinen. Höchstens das Ereignis von Ende Dezember 2017, zu dem allerdings keine echtzeitlichen Angaben vorlägen, könnte, falls es sich um einen Treppensturz gehandelt haben sollte, den mittelschweren Unfällen, allerdings im Grenzbereich zu den leichten, zugeordnet werden. Ein adäquater Kausalzusammenhang mit den nach dem 30. November 2020 noch geklagten Beschwerden sei aber auch insoweit nicht gegeben. Das kantonale Gericht erwog diesbezüglich insbesondere, dass die Beschwerden nach der Rehabilitation im Frühjahr 2019 organisch objektiv nicht mehr hätten erklärt werden können. Daher seien insbesondere auch die Kriterien der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung, der körperlichen Dauerschmerzen und der Dauer der Arbeitsunfähigkeit nicht erfüllt. Die Vorinstanz verwarf mangels fehlenden adäquaten Kausalzusammenhangs des Weiteren auch die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Leistungspflicht aus Art. 6 Abs. 3 UVG wegen ärztlicher Fehlbehandlung bei der Kreuzbandplastik vom 23. Oktober 2017.