Citation: U 189/01 03.01.2002 E. 2

2.- a) Das kantonale Gericht hat einlässlich ausgeführt, weshalb der Expertise des Prof. Z.________ und nicht dem Parteigutachten des Dr. med. M.________ zu folgen ist. Laut Feststellungen im angefochtenen Entscheid wird die Auffassung des Parteigutachters Dr. M.________, die HWS der Beschwerdeführerin sei durch den Unfall von 1992 physisch geschädigt worden, von den übrigen Ärzten nicht geteilt. Die Aussage des Prof. Z.________, der die Fehlhaltung der HWS nicht als pathologisch eingeschätzt habe, werde durch frühere Arztberichte, namentlich der Neurologen Dres. med. A.________ und S.________, gestützt. Da die von Dr. M.________ veranlasste radiologische Untersuchung keine grundlegend neuen Erkenntnisse gebracht habe, sei davon auszugehen, dass er denselben Sachverhalt lediglich anders als Prof. Z.________ beurteilt habe. Seine Darlegungen seien zu wenig substanziiert, als dass sie die Beurteilung des Prof. Z.________ in Frage stellen könnten. Weitere von Privatgutachtern namhaft gemachte physische Gesundheitsschäden (Augenleiden, Veränderung am rechten Kiefergelenkköpfchen) stünden bloss möglicherweise in einem Zusammenhang mit dem Unfall. b) Dieser Beurteilung ist beizupflichten. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde werden keine Einwendungen erhoben, welche geeignet wären, Zweifel an der zentralen Aussage des Prof. Z.________, wonach keine somatischen Unfallfolgen ausgewiesen seien, aufkommen zu lassen. Die Vorbringen der Beschwerdeführerin erschöpfen sich im Wesentlichen in einer unbegründeten Kritik an der Erhebung der Anamnese durch Prof. Z.________ und den von ihm durchgeführten Untersuchungen. Der Hinweis auf das Gutachten des Dr. S.________ vom 24. Januar 1994 ist unbehelflich. Wie die Winterthur zutreffend bemerkt, stellte dieser Arzt fest, dass die HWS, wie radiologisch abgeklärt, intakt sei und keine funktionelle Instabilität bestehe. Auch das Schädel-Computertomogramm sei unauffällig, der Neurostatus und die Hirnstammpotenziale seien bis in alle Einzelheiten regelrecht. Eine nennenswerte traumatische Schädigung liege somit nicht vor. Soweit sich die Versicherte auf die Angaben des Neuropsychologen Dr. phil. K.________ von der Klinik Y.________ beruft, der eine hälftige Arbeitsunfähigkeit bescheinigte, verkennt sie, dass es Sache des Arztes oder der Ärztin ist, zur Arbeitsunfähigkeit Stellung zu nehmen, und es die Neuropsychologie nach derzeitigem Wissensstand nicht vermag, selbstständig die Beurteilung der Genese von Beschwerden abschliessend vorzunehmen. Spricht nach der Aktenlage medizinisch vieles für Unfallkausalität der ausgewiesenen Beschwerden, ohne dass aber vom unfallärztlichen Standpunkt aus der Zusammenhang direkt mit Wahrscheinlichkeit zu bejahen wäre, können die neuropsychologischen Untersuchungsergebnisse im Rahmen der gesamthaften Beweisführung bedeutsam sein (BGE 119 V 341). Dies ist hier gerade nicht der Fall, weshalb nicht auf die neuropsychologischen Erkenntnisse abgestellt werden kann. Im Weiteren muss die von Dr. M.________ gestellte Diagnose einer milden traumatischen Hirnverletzung angesichts des Unfallgeschehens und fehlender objektivierbarer Befunde als spekulativ bezeichnet werden. c) Da keine somatischen Unfallfolgen mehr vorliegen, gebricht es gemäss dem Rückweisungsurteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 14. Juni 1999 an der nach Massgabe von BGE 115 V 133 zu beurteilenden Adäquanz des Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und den vornehmlich psychisch bedingten Beschwerden, weshalb die Winterthur ihre Leistungen zu Recht auf den 31. Juli 1995 eingestellt hat.