Citation: 9C_436/2018 E. 3.2.4

3.2.4. Die Beschwerdeführerin erachtet es als widersprüchlich, wenn das kantonale Gericht dem Gutachten des Dr. med. C.________ vom 22. Mai 2015 einerseits Beweiswert beimass und andererseits von dessen Arbeitsfähigkeitsschätzung abwich. Dieser Einwand verfängt nicht. Zum einen, weil auch Dr. med. C.________ eine vollständige Arbeitsfähigkeit in einer kaufmännischen Tätigkeit - mit Minderleistungen von 10 maximal 20 % - attestierte, was von vornherein keinen rentenanspruchserheblichen Invaliditätsgrad zu begründen vermöchte, und zum andern, weil bei psychischen Erkrankungen die rechtsanwendende Behörde die Arbeitsfähigkeit aufgrund der ärztlichen Feststellungen anhand der Standardindikatoren frei zu prüfen hat (Rechtsfrage; Urteil 8C_756/2017 vom 7. März 2018 E. 1 mit Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 7 S. 308), was unter Umständen zu einem abweichenden Ergebnis führen kann. Zudem vermögen auch die Rügen zu den Indikatoren keine Bundesrechtswidrigkeit des angefochtenen Entscheids aufzuzeigen. Insbesondere kann der Beschwerdeführerin nicht gefolgt werden, aufgrund der ihr in der Vergangenheit attestieren Arbeitsunfähigkeit sei auf ausgeprägte diagnoserelevante Befunde zu schliessen. Es ist diesbezüglich auf die differenzierten vorinstanzlichen Erwägungen, die sich auch mit dem Verlauf der Erkrankung auseinandersetzen, zu verweisen. Im Gutachten vom 22. Mai 2015 wurde aufgezeigt, dass die Beschwerdeführerin unter psychotherapeutischer Behandlung eine Besserung erfuhr und noch weitere Therapieoptionen offenstehen. Vor diesem Hintergrund erscheint - entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin - nicht fehlerhaft, dass das kantonale Gericht eine Therapieresistenz verneinte. Betreffend der Persönlichkeit der Beschwerdeführerin beachtete die Vorinstanz, dass gutachterlicherseits keine akzentuierten Persönlichkeitseigenschaften und keine Persönlichkeitsstörung festgestellt worden waren. Andere invaliditätsfremde Aspekte im Zusammenhang mit dem Missbrauch von Alkohol und Sedativa liess das kantonale Gericht zu Recht unberücksichtigt (vgl. BGE 99 V 28). Zudem wurde im angefochtenen Entscheid nachvollziehbar dargelegt, dass auch der soziale Kontext sowie die Konsistenz der Beschwerdesymptomatik nicht auf einen invalidisierenden Gesundheitsschaden hinweisen. Damit haben sich weitere Ausführungen zur Invaliditätsgradbemessung erübrigt und die Vorinstanz hat zu Recht keinen Einkommensvergleich (Validen- und Invalideneinkommen) durchgeführt.