Citation: 6B_1245/2019 E. 5.3.2

5.3.2. Gleiches gilt hinsichtlich des Freispruchs vom Vorwurf des Aufstellens von Glücksspielautomaten ohne Prüfung, Konformitätsbewertung oder Zulassung zum Zwecke des Betriebes (Art. 56 Abs. 1 lit. c SBG). Bezieht sich die Vorführungspflicht, wie unter E. 5.2.2 dargelegt, auf Geldspielautomaten, muss sich der Beschuldigte nach den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz im Klaren darüber sein bzw. es für möglich halten, dass auf dem Gerät ein Geldspiel installiert ist bzw. das Spiel auf den Geräten mit einer Gutschrift eines Geldgewinns oder eines anderen vermögenswerten Vorteils enden kann. Die subjektive Tatbestandsverwirklichung von Art. 56 Abs. 1 lit. c SBG setzt damit gleich wie bei Art. 56 Abs. 1 lit. a SBG ein Wissen um die Gewinnmöglichkeit voraus. Ein Wissen um die Qualifikation als Glücksspielautomat, wird - wie die Vorinstanz und die Beschwerdeführerin korrekt ausführen - bei der Verwirklichung des Tatbestands von Art. 56 Abs. 1 lit. c SBG indes nicht vorausgesetzt (vgl. Urteil 6B_899/2017 vom 3. Mai 2018 E. 2.4.1). Wie bereits festgehalten, geht die Vorinstanz vorliegend davon aus, dass der Beschwerdegegner keine Kenntnis darüber hatte, dass beim Spielen auf den von ihm in seinem Lokal tolerierten Automaten ein geldwerter Vorteil in Aussicht stand. Dies ist nicht zu beanstanden. Die Beschwerdeführerin bringt nichts vor, was diese Feststellung als willkürlich ausweisen würde. Vielmehr beschränkt sie sich in diesem Zusammenhang darauf, ihre eigene Sicht der Dinge darzulegen und hinsichtlich des Wissens um das Vorliegen eines Geldspiels wie in einem appellatorischen Verfahren frei zu plädieren. Sie verkennt insofern, dass das Bundesgericht keine Appellationsinstanz ist, welche eine freie Prüfung in tatsächlicher Hinsicht vornimmt oder die vorinstanzliche Beweiswürdigung mit freier Kognition überprüft (vgl. E. 5.2.1 hiervor). Mit ihrem Argument, es habe eine für den Beschwerdegegner erkennbare Unverhältnismässigkeit zwischen den zu tätigenden Geldeinsätzen und dem Unterhaltungswert der vorgefundenen Spiele bestanden, weshalb dieser bemerken musste, dass die Geräte einer Vorprüfung zu unterziehen seien, entfernt sie sich von dem für das Bundesgericht verbindlichen Sachverhalt der Vorinstanz bzw. ergänzt diesen, ohne aber Willkür in der Sachverhaltsfeststellung oder eine Verletzung des rechtlichen Gehörs darzutun. Darauf ist nicht einzutreten (Art. 106 Abs. 2 BGG). Ausgehend von der willkürfreien und für das Bundesgericht verbindlichen Sachdarstellung der Vorinstanz, wonach dem Beschwerdegegner das Wissen um das Vorliegen eines Geldspiels nicht nachgewiesen werden konnte, durfte die Vorinstanz das Vorliegen des subjektiven Tatbestands ohne Verletzung von Bundesrecht verneinen und den Beschwerdegegner freisprechen. Die Beschwerde ist insoweit unbegründet.