Citation: 1P.491/2004 18.10.2004 E. 1

Am 17. April 2002 reichte X.________ wegen eines Vorfalls vom 18. Januar 2002 Strafanzeige gegen Unbekannt bzw. Angestellte des Kantonsspitals St. Gallen ein. In der Folge holte die Anklagekammer des Kantons St. Gallen bei der Stadtpolizei St. Gallen die Unterlagen über den erwähnten Vorfall ein. Gemäss den Angaben des Strafklägers sei er anlässlich eines Kontrollbesuchs vom 18. Januar 2002 im Kantonsspital St. Gallen durch einen Arzt zur weiteren Behandlung in die chirurgische Abteilung überwiesen worden. Dort studierte er die "Patienten-Information" und wollte in die Spitalorganisations-Verordnung Einsicht nehmen, die indessen weder in der chirurgischen noch in einer anderen Abteilung auffindbar war. Gemäss Journaleintrag der Stadtpolizei St. Gallen orientierte in der Folge eine Schwester des Kantonsspitals die Polizei, dass ein älterer Herr, welcher seinen Namen nicht bekannt gebe, von Station zu Station gehe. Die Stadtpolizei begab sich hierauf vor Ort und identifizierte den ihr namentlich bekannten Strafkläger. Diese Intervention hatte keine weiteren Folgen. Mit Beschluss vom 5. Februar 2003 sistierte die Anklagekammer - gemäss Antrag von X.________ - das Verfahren mit dem Hinweis, dass es auf Verlangen des Strafklägers wieder aufgenommen werde. Als am 25. Februar 2004 eine weitere Strafanzeige von X.________ einging, teilte ihm die Anklagekammer am 5. Mai 2004 mit, dass sie alle noch hängigen Verfahren voraussichtlich am 13. Mai 2004 behandeln werde. Dagegen erhob X.________ keine Einwände.