Citation: 6B_1327/2022 E. A

Die Staatsanwaltschaft Abteilung 2 Emmen erliess am 10. August 2021 gegen A.________ einen Strafbefehl wegen versuchter Nötigung und bestrafte ihn mit einer unbedingten Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 90.--. Am 15. Mai 2021 war er polizeilich einvernommen und über die Anzeigestellung an die Staatsanwaltschaft sowie darüber, dass er mit fristauslösenden Zustellungen rechnen müsse, informiert worden. Am 19. August 2021 war der Strafbefehl bereit zur Abholung an der von A.________ gegenüber der Polizei genannten Adresse in U.________, Österreich. Am 7. September 2021 wurde der Strafbefehl im ungeöffneten Briefumschlag an die Staatsanwaltschaft retourniert. Am 1. Februar 2022 erhielt A.________ im Zuge einer Polizeikontrolle in Zürich Kenntnis davon, dass gegen ihn ein Strafbefehl ergangen war. Nach telefonischer Kontaktaufnahme mit der Staatsanwaltschaft stellte ihm diese gleichentags eine Kopie des Strafbefehls vom 10. August 2021 zu. Am 6. Februar 2022 erhob A.________ Einsprache, woraufhin die Staatsanwaltschaft den Strafbefehl an das Bezirksgericht Kriens überwies, welches mit Verfügung vom 1. Juni 2022 feststellte, dass die Einsprache verspätet und der Strafbefehl rechtskräftig geworden sei. Das Kantonsgericht Luzern wies die dagegen erhobene Beschwerde mit Beschluss vom 28. September 2022 ab.