Citation: 4C.119/2004 24.06.2004 E. 1

Wiederum stützt die Gesuchstellerin ihr Revisionsbegehren auf Art. 137 lit. b OG. Als nachträglich in Erfahrung gebrachte neue erhebliche Tatsache bringt sie vor, der Gesuchsgegner habe über die im Revisionsentscheid als verrechnet festgestellten hinaus weitere Beträge gegenüber Forderungen A.________'s zur Verrechnung gebracht. Dadurch habe er von Juni 2000 bis Dezember 2003 von A.________ mindestens weitere DM 350'000.-- erhältlich machen können. Da diese Summe den vom Gesuchsgegner ihr gegenüber noch geforderten Betrag von DM 194'876.55 nebst Zins übersteige, sei er als getilgt zu betrachten und die Klage abzuweisen. Dass die Gesuchstellerin diese Behauptung nicht früher erhoben hat, begründet sie damit, dass sie versucht habe, an Beweise für weitere Verrechnungen zu gelangen. Zu diesem Zweck habe sie Rechtsanwalt C.________ aus Frankfurt am Main beauftragt, mit A.________ Kontakt aufzunehmen. Diese sei zwar im November 2003 telefonisch erreicht worden, habe aber keine Angaben über weitere Verrechnungen seitens des Gesuchsgegners gemacht. Erst in einem weiteren Telefongespräch vom 23. Dezember 2003 habe sie gegenüber Rechtsanwalt C.________ bestätigt, dass der Gesuchsgegner weitere Verrechnungen vorgenommen habe. Frühestens an diesem Tage habe die Gesuchstellerin vom Revisionsgrund erfahren. Ihr Revisionsgesuch vom 22. März 2004 sei somit rechtzeitig innert der Frist von Art. 141 Abs. 1 lit. b OG gestellt worden. Die Gesuchstellerin erklärt sich indes ausser Stande, Beweise für diese neue Behauptung einzureichen oder auch nur Einzelheiten betreffend die Verrechnungserklärung des Gesuchsgegners anzuführen. An welchen Daten er welche Beträge in welcher Form zur Verrechnung gebracht haben soll, vermag die Gesuchstellerin nicht darzulegen. Sie beantragt zum Beweis für ihre neue Behauptung die Einvernahme von A.________ als Zeugin und die Parteibefragung ihres Rechtsvertreters C.________. Der Gesuchsgegner bestreitet sowohl den Zeitpunkt der Entdeckung des angerufenen Revisionsgrundes wie auch dessen Verwirklichung. Gemäss den Ausführungen in seiner Gesuchsantwort gibt es keine weiteren Verrechnungserklärungen oder Rechtsstreite.