Citation: 6B_1384/2021 E. 1.1

1.1. Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz verneine einen schweren persönlichen Härtefall im Sinne von Art. 66a Abs. 2 StGB zu Unrecht und wende das Freizügigkeitsabkommen falsch an, da sie ihre Beurteilung auf willkürliche Feststellungen stütze und unzutreffende, mit Art. 8 EMRK unvereinbare Folgerungen treffe. Zusammengefasst bringt sie vor, die vorinstanzlichen Zweifel an bestehenden Beziehungen von ihr zu Personen in der Schweiz seien unbegründet, unbelegt und dürften nicht gegen sie verwendet werden. Dafür, dass sie primär mit eigenen Landsleuten verkehre, gebe es weiter keinerlei Anhaltspunkte; um insofern einen willkürfreien Schluss treffen zu können, seien zusätzliche Abklärungen erforderlich, die jedoch unterblieben seien. Hinsichtlich der Beachtung der Schweizer Werte- und Rechtsordnung verstricke sich die Vorinstanz alsdann in Widersprüche; sie berücksichtige zudem das Vorliegen einer Katalogtat unzulässigerweise doppelt. Die Vorinstanz werfe ihr überdies zu Unrecht einen mangelhaften Arbeitswillen vor und trage den sich bei einem Umzug in das Heimatland ergebenden Schwierigkeiten für sie und ihre Familie nur ungenügend Rechnung.