Citation: 4A_253/2024 E. 5.4.2

5.4.2. Als Nächstes ist zu prüfen, in welcher Beziehung diese beiden Morpheme zueinander stehen. "Samt" und "Hus" bzw. "Haus" bilden keine gleichartigen Elemente. Vielmehr umschreibt das Bestimmungswort "Samt" das Grundwort "Hus" bzw. "Haus" näher (vgl. zu dieser Begrifflichkeit JOHANNES ERBEN, Einführung in die deutsche Wortbildungslehre, 5. Aufl., 2006, Rz. 91). Aufgrund dieser Bestimmungswirkung werden solche Wortgebilde als Determinativkomposita bezeichnet (ERBEN, a.a.O., Rz. 91). Nach Auffassung der Beschwerdeführerin steht das jeweilige Bestimmungswort in Wortgefügen, die auf "-haus" enden, für deren Bauweise. Die Beschwerdeführerin versteht solche Determinativkomposita mithin in einem rein stofflichen Sinn. Als Beleg für ihre Auffassung verweist sie unter anderem auf das Sandsteinhaus, Backsteinhaus, Strohhaus und Lehmhaus. Daraus leitet sie ab, Durchschnittspersonen stellten sich unter dem Begriff "SAMTHUS" stets ein "aus Samt bestehendes Haus" vor.