Citation: U 260/99 07.04.2000 E. 3

3.- Steht fest, dass das Leiden des Versicherten an der linken Hüfte als Spätfolge des Unfalles vom 18. März 1989 zu qualifizieren ist, hat die SUVA dafür die gesetzlichen Leistungen zu erbringen. Nebst den bereits anerkannten Behandlungskosten betrifft dies insbesondere das Taggeld für die durch die Spätfolge allenfalls entstandene Verdiensteinbusse (vgl. Erw. 1). a) In den früheren kreisärztlichen Untersuchungen vom 22. Mai 1990 und 30. September 1993 wurde die Hüfte noch als frei beweglich beschrieben, was sich mit der Feststellung des Spitals X.________ vom 23. August 1989 deckt, wonach diese beidseits frei und indolent gewesen sei. Erstmals traten Beschwerden in der Hüfte im August 1995 auf. Vor der Rentenverfügung vom 7. Februar 1994 war nie von solchen die Rede, womit die davor datierenden Stellungnahmen zur Arbeitsfähigkeit die erst später aufgetretene Unfallfolge gar nicht mitberücksichtigen konnten. Entgegen der von der SUVA vertretenen Auffassung geht damit die durch die Hüftbeschwerden bedingte Arbeitsunfähigkeit über den im Rahmen der Invaliditätsbemessung festgestellten Grad hinaus. b) Ab 16. Januar 1996 attestierten die Ärzte der Schmerzsprechstunde dem Beschwerdeführer bis 23. Januar 1996 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Die Hausärztin reduzierte auf dem Unfallschein den Grad der Arbeitsunfähigkeit ab 29. Februar 1996 auf 75 %. Ab 13. Mai 1996 finden sich auf den bei den Akten liegenden Unfallscheinen keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit bis 6. Dezember 1996. Ab diesem Zeitpunkt bescheinigte das Spital X.________ bis 14. Januar 1997 eine Arbeitsunfähigkeit von 66 2/3 % und daran anschliessend eine solche von 50 %. Ab 6. Februar 1997 (Datum des Abschlusses der Behandlung an der linken Hüfte) erachteten die Ärzte dieses Spitals den Beschwerdeführer aus rheumatologischer Sicht als vollständig arbeitsfähig. Im Gutachten des Spitals Y.________ vom 24. April 1997 wird unter Ziffer 3 der Beantwortung der Zusatzfragen festgehalten, dass die im Januar 1996 beschriebene depressive Symptomatik lediglich leichten Grades war und keinen wesentlichen Einfluss auf den Grad der Arbeitsfähigkeit hatte. Daraus ist zu schliessen, dass die erste Phase der Arbeitsunfähigkeit (16. Januar bis 13. Mai 1996) allein durch das Hüftleiden bedingt war, was für die zweite (6. Dezember 1996 bis 6. Februar 1997) ohnehin gilt. Der Beschwerdeführer hat nach dem Gesagten für die genannten Perioden der ausgewiesenen Arbeitsunfähigkeit Anspruch auf Taggeld. Es wird Sache der SUVA sein, über das Massliche zu befinden.