Citation: 5A_376/2024 E. 4.3

4.3. Die Beschwerdeführerinnen legen zunächst nicht dar, dass sie ihre Argumente rechtzeitig in das Beschwerdeverfahren eingeführt haben. Gemäss ihren eigenen Ausführungen haben sie diese nicht in der Beschwerde, sondern erst in der Replik vom 18. März 2024 vorgebracht. Ob es sich um im Rahmen der Replik zulässige Argumente oder um eine allenfalls verspätete Beschwerdeergänzung handelt, kann jedoch offenbleiben. Es ist nämlich nicht ersichtlich, was die Beschwerdeführerinnen mit ihrer Argumentation zu gewinnen suchten. Vorliegend geht es nicht um die allfälligen Kosten für das Vorgehen nach Art. 230a SchKG, sondern für das Konkursverfahren, das grundsätzlich als summarisches durchzuführen ist (vgl. LUSTENBERGER/SCHENKER, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs II, 3. Aufl. 2021, N. 11 zu Art. 230 SchKG). Daran ändert nichts, dass auch im Verfahren nach Art. 230a SchKG Kosten anfallen können und die Regeln des summarischen Konkursverfahrens anzuwenden sind (BGE 140 III 462 E. 5.1; 130 III 481 E. 2.3; 71 III 167). Insbesondere können die Beschwerdeführerinnen daraus nicht ableiten, dass für die angeblichen "Ohnehinkosten" im Rahmen von Art. 230 Abs. 2 SchKG kein Vorschuss verlangt werden dürfte. Soweit die Beschwerdeführerinnen schliesslich die Einstellung des Konkursverfahrens mangels Aktiven kritisieren möchten, so war dies nicht Thema des obergerichtlichen Verfahrens. Die Argumente der Beschwerdeführerinnen waren damit für das Verfahrensthema nicht wesentlich. Es ist demnach nicht zu beanstanden, wenn sich das Obergericht zu ihnen nicht geäussert hat.