Citation: 6B_137/2009 07.10.2009 E. 1

Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung von Art. 36 Abs. 3 BV sowie Art. 56, 59 und 63 StGB. Die Vorinstanz habe bundesrechtswidrig angenommen, dass eine ambulante therapeutische Massnahme unter Aufschub des Strafvollzugs geeignet sei, der Gefahr weiterer mit dem Zustand des Täters in Zusammenhang stehender Taten zu begegnen. Damit sei sie in Fragen, deren Beantwortung besondere Fachkenntnisse voraussetze, willkürlich vom psychiatrischen Gutachten abgewichen bzw. habe sie ihren Entscheid nicht auf eine sachverständige Begutachtung abgestützt. Zudem habe sie den behandelnden Therapeuten als Sachverständigen beigezogen und dadurch kantonales Verfahrensrecht willkürlich angewandt. Schliesslich habe sie auch eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung getroffen, wenn sie annehme, die Taten des Beschwerdegegners seien nie über eine einfache Körperverletzung hinausgegangen.