Citation: 1C_329/2022 E. 1

Im Hinblick auf ein ihn betreffendes Scheidungsverfahren hat A.________ das Obergericht des Kantons Zug am 21. Februar 2020 darum ersucht, ihm sämtliche seit dem 1. Januar 2015 ergangenen Entscheide in verschiedenen Bereichen des Familienrechts in anonymisierter, digitaler Form zuzustellen. Der Präsident des Obergerichts kontaktierte in der Folge A.________ und wies diesen namentlich auf den grossen Aufwand hin, der mit dem Gesuch verbunden wäre. Daraufhin kam es in dieser Angelegenheit zu einem Briefwechsel, und am 25. Mai 2020 verlangte A.________ vom Obergericht den Erlass eines anfechtbaren Entscheids über sein Begehren. Mit Beschluss vom selben Tag wies das Obergericht das Gesuch von A.________ ab. Mit Eingabe vom 2. Juni 2020 erhob A.________ beim Bundesgericht Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten. Er beantragte, die Vorinstanz zu verpflichten, ihm sämtliche seit dem 1. Januar 2015 ergangenen materiellen Urteile der Vorinstanz betreffend "Umzugsbegehren nach Art. 301a ZGB, Obhut Zuteilung an den Vater, Ehescheidungen mit Ersatzforderungen, Ehescheidungen mit Kinderbelangen, Abänderung von Scheidungsurteilen und Abänderung von Eheschutzurteilen" zuzustellen. Mit Urteil 1C_307/2020 vom 16. Juni 2021 bejahte das Bundesgericht den Anspruch von A.________ auf Einsicht in die nachgesuchten Urteile in anonymisierter Form. Gemäss Ausführungen des Obergerichts des Kantons Zug setzte sich dieses nach Erhalt des bundesgerichtlichen Urteils mit A.________ telefonisch in Verbindung. Gestützt auf dieses Telefongespräch sei ihm ein Urteil des Obergerichts, verbunden mit einem Hinweis auf ein Bundesgerichtsurteil, zugestellt worden. Damit habe es die Angelegenheit als erledigt betrachtet.