Citation: 2C_576/2023 E. 7.3.2

7.3.2. Die Vorinstanz kommt im angefochtenen Zwischenentscheid zum Schluss, dass wohl eher dem verfahrensbeteiligten Amt zuzustimmen sei, wonach die strittigen Produkte als Lebensmittel einzustufen sind. Darauf deute hin, dass die CBD-Öle in verschiedenen Geschmacksrichtungen (Orange, Erdbeere, Vanille) angeboten werden, und dass auf der Website direkt beim Produkt ein expliziter Anwendungsbereich (Haut, Haar) und konkrete Angaben zur Wirkung oder Funktion der CBD-Öle als kosmetische Mittel fehlten. Die Zweckbestimmung der Öle bleibe für die Konsumenten unklar. Zudem enthalte die Website zahlreiche Heilanpreisungen insbesondere betreffend eine systemische Wirkung; diese entstehe wiederum hauptsächlich durch die orale Aufnahme und stehe nicht im Einklang mit der Zweckbestimmung von kosmetischen Mitteln. Auch werde auf der Website an diversen Stellen von "Einnahme" gesprochen. Schliesslich hebe sich die Rubrik "CBD-Öle" von derjenigen der kosmetischen Mittel (unter "Hautpflege") ab. Zudem seien die vielen Warnhinweise und entsprechenden Aufforderungen auffällig (Vorsicht bei der Dosierung; Konsultation von Ärzten und Apothekern; Vorsicht bei der Kombination mit Medikamenten und bei Schwangerschaft), was wiederum auf eine systemische Wirkung hindeute, welche bei der tropfendosierten Aufnahme über die Haut nicht erreicht werden könne. Insgesamt lasse sich deshalb vernünftigerweise voraussehen, dass die CBD-Öle der Beschwerdeführerin von Menschen aufgenommen, und somit als Lebensmittel gelten würden.