Citation: 8C_628/2022 E. 4.2.5

4.2.5. Es trifft sodann zwar zu, dass anlässlich des Belastbarkeitstrainings (8. Februar bis 7. Mai 2021) die Präsenz von täglich vier Stunden selbst im geschützten Rahmen nicht erreicht werden konnte, da die Beschwerdeführerin offenbar ihre Belastungslimite erreicht hatte. Dennoch empfahl der zuständige Case Manager in seinem Abschlussbericht vom 7. Mai 2021 eine Tätigkeit als Verkäuferin, Kassiererin oder Mitarbeiterin im Detailhandel mit einer Präsenz von täglich drei Stunden oder einer Wochenarbeitszeit von 10 bis 16 Stunden (20-40 %), wie die Vorinstanz verbindlich feststellte (vgl. E. 1.1 hiervor). In diesem Rahmen sollte die Beschwerdeführerin gemäss Angaben des Case Managers eine volle Leistungsfähigkeit abrufen können. Der Abschluss der Integrationsmassnahme erfolgte sodann in Absprache mit der behandelnden Psychiaterin. Wenn diese knapp vier Monate später aufgrund der zwischenzeitlich festgestellten gesundheitlichen Verbesserung und einer als "sehr gut" bezeichneten Prognose eine angepasste Tätigkeit während sechs bis sieben Stunden täglich als zumutbar erachtete, so leuchtet dies ein. Soweit die Beschwerdeführerin demgegenüber behauptet, die Schätzung der behandelnden Psychiaterin vier Monate nach Abschluss des Belastbarkeitstrainings und damit nach Wegfall des Drucks sei nicht aussagekräftig, ist ihr entgegenzuhalten, dass med. pract. E.________ die Beschwerdeführerin seit Beginn der Behandlung im August 2019 kennt und davon auszugehen ist, dass sie den Verlauf des Belastbarkeitstrainings in ihre Beurteilung und Prognose einbezogen hat.