Citation: 6B_995/2008 05.05.2009 E. 1

Der Beschwerdeführer beanstandet die Strafzumessung in mehreren Punkten und dabei insbesondere, die Vorinstanz habe ihre Begründungspflicht verletzt. 1.1 Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe bei der Beurteilung der Schwere der Taten seine Einwände nicht berücksichtigt. Zunächst gilt es zu bedenken, dass die Vorinstanz das Strafmass von 18 auf 10 Monate Freiheitsstrafe reduziert und damit berücksichtigt hat, dass die Qualifikation der Bandenmässigkeit wegfiel. In diesem Zusammenhang legt sie dem Beschwerdeführer zutreffend lediglich den Anbau von Drogenhanf zur Last. Inwiefern wegen seiner angeblich untergeordneten Stellung sein Verschulden weniger schwer wiegen sollte, ist nicht einzusehen. Immerhin hat er sich aus freien Stücken darauf eingelassen, die Hanfsetzlinge aufzuziehen und zu pflegen, obwohl er wegen Drogendelikten bereits verurteilt worden war. Seine Einwände betreffend mangelnde Kenntnis von Preisen und der Verwendung des Hanfs hat die Vorinstanz willkürfrei als Schutzbehauptungen eingestuft (angefochtener Entscheid S. 11 Ziff. 4). Deshalb war sie auch nicht gehalten, im Rahmen der Strafzumessung darüber weitere Ausführungen zu machen. Auch hinsichtlich des Lagerns und Transportierens von Drogenhanf beanstandet der Beschwerdeführer die Begründung der Vorinstanz. Diese habe sich zu seinem Einwand nicht geäussert, mit dem Lagern und Transportieren des Hanfs stehe jedenfalls nicht mehr als ein untergeordneter Beitrag zu einem allfälligen Delikt fest. Diesbezüglich erübrigte sich im Rahmen der Strafzumessung eine zusätzliche Begründung. Denn bei der Beurteilung des Vorhalts hatte die Vorinstanz ausdrücklich festgehalten, jede in Art. 19 Ziff. 1 BetmG aufgeführte Handlung habe die Bedeutung eines selbständigen Straftatbestands und unterstehe der vollen Strafdrohung (angefochtener Entscheid S. 12 lit. b). 1.2 Bei den persönlichen Verhältnissen beanstandet der Beschwerdeführer, die Vorinstanz habe zuwenig berücksichtigt, dass sich bei ihm eine dauerhafte Konsolidierung eingestellt habe, indem er inzwischen in seinen angestammten Beruf als Koch zurückgekehrt sei und damit den Lebensunterhalt verdiene. Die Vorinstanz hat in ihrer Begründung eine besonders positive Entwicklung des Beschwerdeführers oder die Bewährung am Arbeitsplatz ausdrücklich in Abrede gestellt. So hält sie ihm vor, seit den zu beurteilenden Taten weiter delinquiert zu haben und mehrfach bestraft worden zu sein (angefochtener Entscheid S. 19). Zudem habe er bereits anlässlich der erstinstanzlichen Verhandlung eine Anstellung als Koch gehabt. Seine Angaben zu den beruflichen und finanziellen Verhältnissen seien nur vage (S. 26 Ziff. 11). Schliesslich hat die Vorinstanz dem Beschwerdeführer wegen seines Kindes eine gewisse Strafempfindlichkeit zugebilligt, obwohl das Kind auch von der Mutter betreut wird und nicht einzusehen ist, inwiefern der Beschwerdeführer stärker als ein anderer Vater betroffen sein soll, der eine Strafe verbüssen muss. Angesichts der wiederholten Rückfälle musste die Vorinstanz auch nicht zum Argument Stellung nehmen, er habe beruflich und privat keinen Kontakt mehr zu den Personen, die im zu beurteilenden Verfahren eine Rolle gespielt haben. 1.3 Die Vorinstanz geht zu Recht davon aus, dass der Beschwerdeführer bloss teilweise geständig ist. Denn noch im vorinstanzlichen Verfahren behauptete er, nicht gewusst zu haben, wozu der Drogenhanf verwendet würde, wem er gehören würde usw. 1.4 Auf die Ausführungen des Beschwerdeführers zum Beschleunigungsgebot ist nicht einzutreten. Diese erschöpfen sich in appellatorischer Kritik. Mit der vorinstanzlichen Begründung (angefochtener Entscheid S. 19 ff.) setzt sich der Beschwerdeführer nicht ernsthaft auseinander. Insbesondere zeigt er nicht auf, welchen Einfluss seine mehrfachen Fristerstreckungsgesuche auf die Dauer des Verfahrens hatten bzw. nicht gehabt haben sollen. 1.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz bei der Strafzumessung kein Bundesrecht und namentlich auch ihre Begründungspflicht nicht verletzt.