Citation: 6B_700/2024 E. 2.2.3

2.2.3. Zusammenfassend hält die Vorinstanz fest, infolge der dargestellten Widersprüche, Ungereimtheiten und teilweise realitätsfremden Schilderungen liege der Schluss nahe, dass der Beschwerdegegner nicht Erlebtes erzähle. Auffallend sei vor allem, dass er jeweils - auf Widersprüche angesprochen - seine Geschichte weitergesponnen und neue Aussagen in das bisher Erzählte zu integrieren versucht habe, was ihm aber nicht ohne weitere Widersprüche gelungen sei. Da es jedoch keine direkten Beweise für das vermeintlich strafbare Verhalten des Beschwerdegegners gebe und lediglich Indizien vorlägen, lasse sich der Anklagesachverhalt nicht erstellen. Die Auffindesituation anlässlich der Polizeikontrolle vermöge nicht ohne rechtserhebliche Zweifel den Beweis dafür zu erbringen, dass der Beschwerdegegner das Fahrzeug in angetrunkenem Zustand auf den Parkplatz gelenkt habe. Einzig aufgrund seines widersprüchlichen Aussageverhaltens könne er nicht schuldig gesprochen werden. Eines Entlastungsbeweises bedürfe es nicht, sodass die Einvernahme des Schwiegersohnes als Zeugen unterbleiben könne.