Citation: 9C_85/2018 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin wendet sich gegen den Beweiswert des psychosomatischen Konsiliums vom 15. Juni 2016. Sie räumt zwar ein, dieses möge bezogen auf die reinen Unfallfolgen einen umfassend erhobenen Psychostatus enthalten; im Hinblick auf eine gesamthafte Beurteilung des Gesundheitszustands sei es indessen ungenügend. So hätten die Dres. phil. C.________ und med. D.________ keine Kenntnis der Vorakten (namentlich der Expertise der MEDAS vom 15. Oktober 2007) gehabt. Das Konsilium sei zudem für die streitigen Belange nicht umfassend, weil im Rahmen der unfallbedingten Rehabilitation die Beurteilung vorbestehender gesundheitlicher Einschränkungen nicht relevant gewesen sei (vgl. nachfolgend E. 4.3). Es bestünden deshalb erhebliche Zweifel, dass die Beurteilung im psychosomatischen Konsilium eine Verbesserung des psychischen Gesundheitszustands seit der MEDAS-Begutachtung im Jahre 2007 zu beweisen vermöge (vgl. nachfolgend E. 4.2). Da es sich bei der Rehaklinik E.________ um ein Unternehmen der Suva handle, genügten im Übrigen bereits geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit der Einschätzung, um ihr den Beweiswert abzusprechen. Weil sich die Vorinstanz mit diesen Punkten nicht auseinandergesetzt habe, habe sie im Übrigen ihre Begründungspflicht verletzt (vgl. nachfolgend E. 4.1). Es sei entweder davon auszugehen, dass die Einschätzung gemäss MEDAS-Gutachten vom 15. Oktober 2007 nach wie vor Gültigkeit habe oder aber müsse eine erneute polydisziplinäre Begutachtung durchgeführt werden.