Citation: 8C_359/2022 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz mass dem Gutachten der medaffairs vom 11. September 2020 Beweiskraft zu, wonach dem Beschwerdeführer eine leidensadaptierte Tätigkeit (leichte bis mittelschwere Tätigkeit ohne Gefahrenpotential) im Umfang von 70 % zumutbar sei. Sie liess dabei offen, ob sich der psychische Gesundheitszustand verbessert hat, da die Wiedererwägungsvoraussetzungen erfüllt seien. Die ursprüngliche Rentenzusprache sei zweifellos unrichtig erfolgt, indem ihr die blosse Verdachtsdiagnose einer paranoiden Schizophrenie zugrunde liege. Mit Blick auf den zu beachtenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit sei eine solche Erkrankung damit aber nicht hinreichend erstellt gewesen. Nachdem die IV-Stelle überdies gehalten gewesen wäre, weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen, sei durch die unvollständige Sachverhaltsabklärung der Untersuchungsgrundsatz klar verletzt worden (vgl. dazu Urteil 9C_362/2017 vom 8. August 2017 E. 2.1 mit Hinweisen). Eine eingehende medizinische Prüfung sei nach dem 27. Oktober 2006 nicht mehr erfolgt, ebenso wenig sei ein Einkommensvergleich vorgenommen worden.