Citation: 6B_148/2016 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer rügt eine offensichtlich unvollständige und willkürliche Feststellung des Sachverhalts. Er macht geltend, Art. 90 Abs. 3 SVG sei nicht erfüllt. Die Vorinstanz begründe dies damit, dass jederzeit ein schweres Baustellenfahrzeug in die Hauptstrasse hätte einfahren können, wodurch die sehr grosse Gefahr eines schweren Unfalls bestanden hätte. Diese Feststellung widerspreche dem erstellten Sachverhalt. Demnach sei in unmittelbarer Nähe der Fahrbahn nicht gearbeitet worden, die Fahrstrecke sei frei, gerade, übersichtlich und dem Beschwerdeführer bekannt gewesen. Aufgrund dessen, der guten Sicht- und Witterungsverhältnisse sowie der Entfernung der Baustelle zur Hauptstrasse hätte er rechtzeitig bremsen oder ausweichen können. Die Baustellenarbeiter seien sich der hohen Geschwindigkeiten der vorbeifahrenden Fahrzeuge zudem bewusst gewesen. Es sei aktenwidrig und verletze die Unschuldsvermutung, wenn die Vorinstanz aus seiner Aussage, wonach er nicht auf die Geschwindigkeit geachtet habe, auf eine generelle Unachtsamkeit schliesse. Die Annahme eines Zusammenhangs zwischen Aufmerksamkeit und Bremsweg sei krass falsch und willkürlich. Ein Zusammenhang bestünde allenfalls mit der Reaktionszeit, indes sei die Vorinstanz auf ihrer Feststellung zu behaften. Sie lasse ferner diverse, selber festgestellte Sachverhaltselemente mit Auswirkung auf die Gefahrenprognose ausser Acht, namentlich, dass der Tatort abseits von besiedeltem Gebiet und grossem Verkehrsaufkommen liege sowie, dass er die zulässige Höchstgeschwindigkeit nur kurzzeitig überschritten habe. Bei korrekter Würdigung des Sachverhalts, insbesondere der ihn entlastenden Elemente, habe weder eine konkrete Gefahr bestanden, noch sei das Ausbleiben eines Unfalls vom Zufall abhängig gewesen. Dies wäre aber nach Art. 90 Abs. 3 SVG erforderlich. Eine erhöhte abstrakte Gefährdung und ein hohes Unfallrisiko - welche im Übrigen auch nicht vorgelegen hätten - genügten nicht. Indem die Vorinstanz dies annehme, verletze sie Bundesrecht, zumal eine mit Art. 90 Abs. 4 SVG vergleichbare Gefahrensituation nicht bestanden habe. Gleiches gelte, wenn sie das ungültige Warnsignal "Baustelle" bei der Beurteilung der Gefahrenprognose dennoch berücksichtige. Dies sei zudem aktenwidrig und widersprüchlich. Da die Vorinstanz kein konkretes Gefährdungselement geprüft habe, verletze sie ihre Begründungspflicht. Entgegen ihrer Auffassung sei auch der subjektive Tatbestand nicht erfüllt. Der Beschwerdeführer habe weder um ein hohes Unfallrisiko mit Schwerverletzten oder Toten gewusst, noch dieses in Kauf genommen. Die vorschriftswidrig installierte Signalisation müsse auch diesbezüglich ausser Acht bleiben.