Citation: 1C_94/2018 E. 3.2

3.2. Nach Art. 15 Brandschutzgesetz kontrolliert die GVG Gebäude und Anlagen entsprechend dem Gefährdungspotential für Personen, Tiere und Sachen. Gebäude, welche feuer- und explosionsgefährdet sind, werden alle zwei Jahre kontrolliert (Art. 10 Abs. 1 lit. a Brandschutzverordnung). Dabei wird überprüft, ob die Brandschutzvorschriften eingehalten werden, insbesondere, ob Treibstoffe oder andere feuergefährliche Stoffe vorschriftsgemäss gelagert werden (Art. 9 Abs. 1 lit. g Brandschutzverordnung). In Art. 5 Abs. 1 lit. b Brandschutzverordnung wird sodann festgehalten, dass Lagermengen von maximal 50 kg Flüssiggas bewilligungsfrei in Räumen beliebiger Bauart gelagert werden dürfen, wenn darin keine Stoffe mit erhöhter Gefährdung enthalten sind. Unbestritten ist, dass das zur Diskussion stehende Flüssiggas-Verkaufslager des Tankstellenshops nicht mehr als 50 kg Flüssiggas umfasst. Damit handelt es sich um eine bewilligungsfreie Lagermenge (vgl. Art. 5 Abs. 1 lit. b Brandschutzverordnung). Wie der Gesetzessystematik entnommen werden kann, gelten die allgemeinen Bestimmungen des Brandschutzgesetzes indessen auch für bewilligungsfreie Lagermengen.