Citation: 8C_560/2022 E. 4.1.2

4.1.2. Weiter hat die Vorinstanz erkannt, die Beschwerdeführerin habe im Februar 2021 die Ausrichtung eines Assistenzbeitrags beantragt, was Anlass für eine erneute Überprüfung des Hilfebedarfs gegeben habe. Zur Beurteilung des Streitgegenstands sei auf den in allen Teilen beweiskräftigen Abklärungsbericht Hilflosigkeit vom 8. April 2021 (Abklärung vor Ort am 12. März 2021) sowie die Antwort der Fachperson vom 12. Juli 2021 zu den Einwänden der Beschwerdeführerin im Verwaltungsverfahren abzustellen. Danach könne sich die Beschwerdeführerin nunmehr selbstständig an- und auskleiden, sie stehe selber vom Bett auf und vermöge auch sonst sämtliche Transfers (in den Rollstuhl, auf das Sofa, in das Auto [mithilfe eines Rutschbrettes]) weitgehend ohne Hilfe zu tätigen. Allerdings werde ihr nunmehr bei der Fortbewegung im Freien, anders noch als im ersten Abklärungsbericht, ein Hilfebedarf attestiert und erklärend ausgeführt, es bestehe zwar nach wie vor dank der Hilfsmittel Selbstständigkeit bei der Fortbewegung im Haus und in der näheren Umgebung. So gehe sie zum Beispiel alleine mit dem Hund nach draussen. Indessen könne sie die öffentlichen Verkehrsmittel nicht benützen und benötige auch bei weiten Wegen ausser Haus oder bei der Überwindung architektonischer Hindernisse Dritthilfe. Zum Bedarf an lebenspraktischer Begleitung hat das kantonale Gericht, immer noch gestützt auf die Auskünfte der Abklärungsperson, festgehalten, die Beschwerdeführerin vermöge ihren Tag selber zu strukturieren und alltägliche Probleme eigenhändig zu bewältigen. So erledige sie kleine Einkäufe, koche in der behindertengerecht angepassten Küche und führe kleinere Reinigungsarbeiten durch. In der Gesamtschau könne die Beschwerdeführerin ihre Grundversorgung sicherstellen. Die Voraussetzungen für die Annahme einer lebenspraktischen Begleitung seien nicht erfüllt. Die Vorinstanz gelangte zum Ergebnis, dass es in Bezug auf die Hilflosigkeit im Vergleichszeitraum zu einer gewissen Verbesserung gekommen sei, ohne sich dabei explizit auf die von der Beschwerdegegnerin und der Abklärungsperson erwähnten Angewöhnung und Anpassung zu äussern. Die Beschwerdeführerin sei nur noch in drei von sechs alltäglichen Lebensverrichtungen (Körperpflege, Notdurft, Fortbewegung) regelmässig und erheblich auf Dritthilfe angewiesen. Da sie nicht zusätzlich dauernder Überwachung oder der lebenspraktischen Begleitung bedürfe, bestehe mit Wirkung ab 1. Oktober 2021 nur noch eine leichtgradige Hilflosigkeit.