Citation: 5C.278/1998 09.03.2000 E. 2

2.- Die Klägerin macht zunächst geltend, dass die ursprünglichen Beklagten während des Prozesses zwei Säulen mit Blumenkisten, welche die Zufahrt verengt hätten, beseitigt und das Parkieren von Autos auf der Zufahrt unterlassen hätten. Damit sei die Klage von den damaligen Beklagten konkludent anerkannt worden. Das Obergericht habe dies zu Unrecht verkannt. a) Das Obergericht hat dazu ausgeführt, dass einerseits das klägerische Rechtsbegehren auf die Benützung der ganzen Wegbreite und nicht nur auf die Beseitigung der beiden Säulen gerichtet sei und dass andererseits die Beklagten mit der Beseitigung der Säulen lediglich einer vorsorglich angeordneten Massnahme nachgekommen seien. b) Die Auffassung der Klägerin, das Obergericht habe in diesem Zusammenhang Annahmen getroffen, die offensichtlich auf Versehen beruhten (Art. 63 Abs. 2 OG), ist unbegründet. Mit ihrem Einwand, sie habe entgegen der Darstellung des Obergerichtes nicht die Benützung der ganzen Zufahrt, sondern ein Verbot des Parkierens von Autos beantragt, wird nicht ein offensichtliches Versehen, sondern eine falsche Auslegung ihres Rechtsbegehrens gerügt. Desgleichen kam das Obergericht aufgrund einer Auslegung zum Schluss, dass die Beklagten mit der Beseitigung der Säulen lediglich vorsorglichen Massnahmen nachgekommen seien; auch diesbezüglich kann von einem Versehen keine Rede sein. c) Inwiefern das Obergericht das klägerische Rechtsbegehren bzw. das auf Erfüllung der vorsorglichen Massnahmen gerichtete Handeln der Beklagten falsch ausgelegt und damit zu Unrecht eine Klageanerkennung verneint bzw. ein Rechtsschutzinteresse bejaht haben soll, wird von der Klägerin nicht ansatzweise dargetan, so dass insoweit auf die Berufung nicht einzutreten ist (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG).