Citation: 5A_625/2024 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz eine Verletzung von Art. 306 Abs. 3 ZGB vor. Es liege kein Fall vor, in dem eine Interessenkollision bestehen könne und BGE 145 III 393 sei vorliegend nicht einschlägig. Sie habe die Sistierung des Besuchsrechts beantragt, weil der Beschwerdegegner mit seinem gewalttätigen Verhalten und seinen fragwürdigen Erziehungsmethoden das Wohl von A.________ gefährde. Sie habe damit im Sinne der Interessen von A.________ gehandelt. Weiter bemängelt die Beschwerdeführerin den vorinstanzlichen Verweis auf die Erwägungen des Kantonsgerichts, da der diesen zugrundeliegende Sachverhalt strittig sei. Es könne nur von einer Interessenkollision ausgegangen werden, wenn die Kindeswohlgefährdung von A.________ durch den Beschwerdegegner verneint würde. Die Vorinstanz habe bereits bei ihrem Nichteintretensentscheid die Meinung gefasst, dass keine Kindeswohlgefährdung vorliege. Im Übrigen führe das Vorgehen der Vorinstanz dazu, dass ein Kind bei Streitigkeiten betreffend das Besuchsrecht nie ein Rechtsmittel erheben könne, da niemand ausser den gesetzlichen Vertretern, die in der Regel die Eltern seien, für das Kind ein Rechtsmittel erheben könne. Die Beschwerdeführerin hält weiter fest, dass ihre gesetzliche Vertretung nicht entfallen sei und sie daher zur Erhebung der Berufung für A.________ legitimiert gewesen sei.