Citation: 1B_486/2018 E. 8.4

8.4. Wie die Strafbehörden nachvollziehbar darlegen, war der Beschwerdeführer schon vor seiner Verurteilung im Hauptverfahren ein erstes Mal ins Ausland geflüchtet. Offenbar kurz nach Eröffnung des (für ihn ungünstig ausgefallenen) psychiatrischen Gutachtens vom 22. Dezember 2017 an die Parteien und vor Einleitung des hängigen Nachverfahrens (am 9. Februar 2018) hat sich der Verurteilte und bedingt aus dem Sanktionsvollzug Entlassene - ohne Abmeldung bei den Behörden und ohne Angabe einer Wohnadresse - erneut ins Ausland (nach Sardinien) abgesetzt, weshalb er international zur Fahndung ausgeschrieben werden musste. In Italien wohnte er (ab Januar 2018) in einem Haus, das er für ein Jahr gemietet hatte. Gegen seine Auslieferung an die Schweiz hat er (wie er darlegt) erfolglos Rechtsmittel ergriffen. Es droht ihm im Nachverfahren die nachträgliche Verwahrung. Der Haftgrund der Fluchtgefahr ist somit evident. Dass die Sicherheitsdirektion (in ihrem Antrag vom 8. Februar 2018) die Fluchtgefahr noch nicht ausdrücklich erwähnt hatte, vermag daran nichts zu ändern. Zum einen konnte sie damals gar noch nicht wissen, dass sich der Beschwerdeführer nach Italien abgesetzt hatte; zum anderen genügte für ihren Haftantrag der Hinweis auf den besonderen Haftgrund der Wiederholungsgefahr.