Citation: 6B_449/2023 E. 2.1.6

2.1.6. Nachvollziehbar ist, dass der hier geborene und aufgewachsene Beschwerdeführer seine Zukunftsperspektiven und damit auch seine soziale Wiedereingliederung in der Schweiz verortet. Betreffend die Möglichkeit einer sozialen und wirtschaftlichen Reintegration in seinem Heimatland berücksichtigt die Vorinstanz indes zu Recht, dass er die Landessprache perfekt beherrscht und er dort zufolge einer migrationsrechtlichen Ausweisung bereits in den Jahren 2009 bis 2014 und damit während rund 5 Jahren lebte und in der Lage war, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Der vorinstanzliche Schluss, dass er damit in Italien klarerweise Fuss fassen könnte, wird von ihm zu Recht nicht in Frage gestellt. Ebenso wenig, dass er mit den dortigen Gepflogenheiten vertraut ist. Auch wenn er, entgegen den vorinstanzlichen Feststellungen, geltend macht, keinen Kontakt zu Personen in Italien zu haben, respektive über "fast kein" Beziehungsnetz in Italien zu verfügen (vgl. Beschwerde Rz. 34 und 36), erscheint angesichts der konkreten Umstände sowohl eine berufliche als auch soziale Integration des Beschwerdeführers in seinem Heimatland durchaus möglich und zumutbar, auch wenn insbesondere letztere wegen allenfalls nur noch weniger vorhandener sozialer Bindungen mit einigen bzw. grösseren Herausforderungen als in der Schweiz verbunden sein sollte.