Citation: 1B_74/2016 E. 4.4

4.4. Insgesamt entsteht der Eindruck, ihre nachträglichen Vorbringen dienten dem Anliegen der Beschwerdeführerin, ihren bereits rechtswirksam erklärten Verzicht auf Parteistellung noch rückwirkend - und mehr als neun Monate später - zu korrigieren. Dieses Anliegen verdient keinen Rechtsschutz. Die Vorinstanz durfte davon ausgehen, dass die Beschwerdeführerin wusste oder bei Beachtung der von einer Privatklägerin zu erwartenden Sorgfalt hätte wissen müssen, dass sie am 17./18. November 2014 auf eine Parteistellung als Privatklägerin endgültig verzichtete. Wenn sie sich über ihre entsprechende unterschriftliche Erklärung auf dem amtlichen Formular keine ausreichende Rechenschaft gab und auch keine näheren Informationen (etwa bei der Staatsanwaltschaft, einem Rechtsvertreter oder bei der kantonalen Opferberatungsstelle) rechtzeitig einholte, ist dies nicht den kantonalen Strafbehörden anzulasten (vgl. auch Urteil des Bundesgerichtes 1B_188/2015 vom 9. Februar 2016 E. 5.1-5.7).