Citation: 1A.91/2005 15.07.2005 E. 6

Schliesslich bildet auch der Hinweis des Beschwerdeführers auf die (seiner Ansicht nach lange) Dauer des Strafverfahrens kein Rechtshilfehindernis. Zwar trifft es zu, dass das erste italienische Rechtshilfeersuchen vom 23. April 1997 datiert. Daraus resultiert aber kein Nachweis eines überlangen Verfahrens, welches im vorliegenden Fall die Rechtshilfe ausschlösse. Zum einen wurde im ersten Ersuchen vom 23. April 1997 der Name des Beschwerdeführers gar noch nicht erwähnt. Zum anderen handelt es sich hier um einen sehr komplexen Fall mit internationalen Verflechtungen. Die italienischen Justizbehörden bemühen sich auch offensichtlich um eine beförderliche Erledigung. Die Behauptung, im italienischen Strafverfahren sei (gegen Mitangeschuldigte) noch überhaupt "kein Sachurteil ergangen", fände in den vorliegenden Akten jedenfalls keine Stütze.