Citation: 6B_597/2020 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz erwägt, das Strafgericht habe die Beschwerdeführerin am 5. September 2013 wegen diverser Vermögens- und Urkundendelikte, die sie im Zeitraum ab dem Jahr 2005 begangen habe, verurteilt. In der Folge habe die Beschwerdeführerin darüber hinweg bis ins Jahr 2016 mehrfach, teils mit sehr ähnlichem Verhaltensmuster wie bei den abgeurteilten Straftaten, delinquiert. Dass ihr die neue Arbeitgeberin eine positive Mitarbeiterbeurteilung ausgestellt habe, belege noch keine besonders positive Wandlung der Lebensumstände, zumal sie auch während dieser Anstellung einschlägige Straftaten verübt habe. Darüber hinaus könne selbst die Beschwerdeführerin nicht gänzlich ausschliessen, dass bei einem Verlust der Arbeitsstelle wieder etwas passiere. In Anbetracht dieser Ausführungen, welche sie drei Jahre nach Ausstellung des Therapieverlaufsberichts gemacht habe, relativiere sich die Feststellung in diesem Bericht, wonach ihre Deliktsmotivation wegen der Untersuchungshaft stark gesunken sei. Gegen das Vorliegen besonders günstiger Umstände spreche massgeblich, dass sich die Beschwerdeführerin auch von der mit Urteil vom 5. September 2013 angeordneten Bewährungshilfe resp. Psychotherapie nicht von erneuten, ähnlich gelagerten Delikten habe abhalten lassen. Daran ändere nichts, dass sie vorbringe, seit rund viereinhalb Jahren nicht mehr einschlägig delinquiert zu haben, zumal dieser Dauer eine bedeutend längere Zeit der Straffälligkeit gegenüberstehe. Es könne keine gute Legalprognose gestellt werden. Angesichts der Möglichkeit der Halbgefangenschaft sei im Übrigen nicht ohne Weiteres mit dem Verlust der Arbeitsstelle zu rechnen. Der Vollzug der Freiheitsstrafe von zwölf Monaten sei nicht aufzuschieben (Urteil S. 45 ff. E. 7).