Citation: 8C_348/2021 E. 3

Das kantonale Gericht hat die Bestimmung über die Wiedererwägung von Verfügungen bei zweifelloser Unrichtigkeit (Art. 53 Abs. 2 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; 140 V 77 E. 3.1) zutreffend dargelegt. Gleiches gilt hinsichtlich der für die Inanspruchnahme von Leistungen des Unfallversicherers vorausgesetzten Versicherteneigenschaft von Arbeitnehmern nach Art. 1a Abs. 1 UVG. Hervorzuheben ist diesbezüglich, dass das Vorhandensein eines Arbeitsvertrages nicht vorausgesetzt wird. Das UVG schliesst im Interesse eines umfassenden Versicherungsschutzes auch Personen ein, deren Tätigkeit mangels Erwerbsabsicht nicht als Arbeitnehmertätigkeit einzustufen wäre, wie beispielsweise Volontärverhältnisse, bei welchen der für ein eigentliches Arbeitsverhältnis typische Lohn in der Regel weder vereinbart noch üblich ist. Wo die unselbständige Tätigkeit ihrer Natur nach nicht auf die Erzielung eines Einkommens, sondern auf Ausbildung gerichtet ist, kann eine Lohnabrede somit kein ausschlaggebendes Kriterium für oder gegen den Unfallversicherungsschutz sein (BGE 141 V 313 E. 2.1; SVR 2020 UV Nr. 22, 8C_538/2019 E. 2.3). Richtig wiedergegeben werden im angefochtenen Urteil die Regeln zu dem im Sozialversicherungsprozess geltenden Untersuchungsgrundsatz. Anzufügen ist diesbezüglich, dass die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen dürfen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 144 V 427 E. 3.2; 138 V 218 E. 6).