Citation: 8C_143/2015 E. 5.2.1

5.2.1. Zum Verlaufsgutachten vom 21. Februar 2007, in welchem eine Besserung des Beschwerdebildes und eine Arbeitsunfähigkeit von 20 % postuliert worden waren, wurde der Versicherten das rechtliche Gehör eingeräumt. Die Hausärztin Frau Dr. med. G.________ wies mit Schreiben vom 9. März 2007 auf Diskrepanzen im Gutachten hin und hielt dieses aus hausärztlicher Sicht zumindest teilweise als unverständlich. Vielmehr sei - so die Hausärztin - von einem chronischen Residualsyndrom mit einer insgesamten Leistungsfähigkeit von 50 % auszugehen. Mit Schreiben vom 27. März 2007 liess dann auch die Versicherte auf Widersprüche im Verlaufsgutachten hinweisen und geltend machen, die dort postulierte Steigerung der Arbeitsfähigkeit von 50 % auf 80 % scheine auf einem Missverständnis mit dem Gutachter zu beruhen. In Anbetracht der noch möglichen Verbesserung des Gesundheitszustandes ersuchte sie darum, vorläufig von einer Berentung abzusehen und weiterhin ein Taggeld auf der Basis von 50 % auszurichten. Mit Verfügung vom 14. Mai 2007 stellte die SUVA ihre Heilkosten- und Taggeldleistungen ein und sprach der Versicherten mit Wirkung ab 1. Mai 2007 eine Rente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 20 % zu. Dagegen liess die Versicherte am 14. Juni 2007 Einsprache erheben und beantragen, es seien ihr weiterhin Taggelder auf der Basis einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % auszurichten, eventualiter seien ihr eine Invalidenrente auf dieser Basis sowie eine angemessene Integritätsentschädigung zuzusprechen. Zur Begründung machte sie im Wesentlichen geltend, ihr Gesundheitszustand habe sich seit der Untersuchung durch Dr. med. D.________ vom 28. Januar 2005 nicht verbessert, weshalb weiterhin von einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % auszugehen sei, und referenzierte mehrfach auf das Gutachten des Dr. med. D.________ vom 8. März 2005. Am 4. September 2007 liess die Beschwerdeführerin der SUVA einen Bericht des Dr. med. H.________ vom 5. Juli 2007 zustellen, in welchem eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit sowie eine weitere Behandlungsbedürftigkeit festgehalten wurden. Am 18. April 2008 zog die SUVA ihre Verfügung vom 14. Mai 2007 zurück, da eine Berentung zu früh erfolgt sei, und übernahm weiterhin Heilkostenleistungen und Taggelder auf der Basis einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit. Auf mehrfache Nachfrage hin teilte die Beschwerdeführerin der SUVA am 28. Juli 2008 mit, ihr Gesundheitszustand habe sich im letzten Jahr verschlechtert. Eine deutliche Verschlechterung der Beschwerden bestätigte am 23. Juli 2008 auch die Hausärztin Frau Dr. med. G.________. Anlässlich einer telefonischen Nachfrage vom 15. Juli 2009 äusserte sich der Rechtsvertreter der Versicherten dahingehend, der Fall sollte endlich abgeschlossen werden. Mit einer Rente auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 50 % wäre er einverstanden, darunter gehe er nicht. Am 19./21. August 2009 wurde eine Vereinbarung unterzeichnet, gemäss welcher der Beschwerdeführerin ab 1. September 2009 eine Invalidenrente entsprechend einem Invaliditätsgrad von 50 % und eine Integritätsentschädigung auf der Basis eines Integritätsschadens von 7,5 % ausgerichtet werde. Gestützt darauf erliess die SUVA die in Rechtskraft erwachsene Verfügung vom 7. September 2009.