Citation: 5C.57/2000 13.04.2000 E. 7

7.- Auch die gestützt auf Art. 151 aZGB zugesprochene Entschädigung konnte nicht nur als Rente, sondern ebenso als Kapitalabfindung festgesetzt werden, und zwar entgegen der Auffassung des Beklagten nicht lediglich in Ausnahmefällen und unter ganz bestimmten Voraussetzungen (vgl. Art. 153 Abs. 1 aZGB; BGE 40 II 305 E. 5 S. 312; Lüchinger/Geiser, Basler Kommentar, N 7 zu Art. 151 [a]ZGB). Die entsprechenden Vorbringen des Beklagten stossen daher ins Leere. Den Entscheid über die Gestalt der Entschädigung fällt der Sachrichter wiederum nach Recht und Billigkeit, wobei er zu prüfen hat, welche Form den Umständen des Einzelfalls als angemessener erscheint (vgl. BGE 40 II 305 E. 5 S. 312; Bühler/Spühler, N 43 zu Art. 151 [a]ZGB; Lüchinger/Geiser, a.a.O.). Dass der von der Vorinstanz getroffene Entscheid aus dieser Sicht zu beanstanden wäre, ist nicht ersichtlich. Insbesondere ist nicht etwa dargetan, dass die Klägerin nicht in der Lage wäre, das Kapital zweckmässig anzulegen (dazu BGE 40 II 305 E. 5 S. 312).