Citation: 4C.316/2006 20.12.2006 E. 2

Es bleibt zu prüfen, ob die mit Bezug auf die vorinstanzliche Beurteilung der behaupteten Entwendung verschiedener Gegenstände erhobenen Rügen zulässig sind. 2.1 Im Berufungsverfahren ist das Bundesgericht grundsätzlich an die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz gebunden (BGE 132 III 564 E. 5.2 S. 564 mit Hinweis). Ausnahmen von dieser Bindung kommen nur in Betracht, wenn die Vorinstanz bundesrechtliche Beweisvorschriften verletzt hat, wenn ihr ein offensichtliches Versehen unterlaufen ist (Art. 63 Abs. 2 OG) oder wenn der von ihr ermittelte Sachverhalt im Hinblick auf die Anwendung des Bundesrechts der Ergänzung bedarf (Art. 64 OG). Ein offensichtliches Versehen im Sinn von Art. 63 Abs. 2 OG ist nicht schon dadurch belegt, dass sich das Aktenstück bei der Beweiswürdigung nicht erwähnt findet, sondern es muss klar sein, dass es bei der Bildung der richterlichen Überzeugung auch implizit nicht einbezogen, also in den Akten unentdeckt geblieben oder vergessen worden ist. Erforderlich ist weiter, dass ein solches Versehen den Entscheid beeinflusst (BGE 132 III 545 E. 3.3.2 S. 548; 101 Ib 220 E. 1 S. 222; 95 II 503 E. 2a S. 507; Jean-François Poudret/Suzette Sandoz-Monod, Commentaire de la loi fédérale d'organisation judiciaire, Band II, N. 5.1 zu Art. 63 OG). 2.2 Die Klägerin macht hinsichtlich der vom Beklagten angeblich entwendeten Gegenstände geltend, es liege ein offensichtliches Versehen vor, da die Vorinstanz übersehen habe, dass die fraglichen Gegenstände nach Angaben des Beklagten der Firma B.________ und nicht der A.________ Sàrl offeriert wurden. Selbst wenn hier ein Versehen bejaht werden müsste, wäre die Rüge unzulässig, spielt es doch für die Frage der Rechtmässigkeit der Mitnahme der Gegenstände durch den Beklagten keine Rolle, ob die Klägerin diese der A.________ Sàrl oder deren Endkunden B.________ angeboten hat. Soweit die Klägerin in diesem Zusammenhang darüber hinaus rügt, die Darstellung der Vorinstanz, wonach die Klägerin den behaupteten Sachverhalt mangels Bestreitung in der Replik zugestanden habe, sei unvollständig, da die Klägerin jede zusätzliche Vereinbarung über die Zubehör bereits in der Klageschrift bestritten habe, kann sie ebenfalls nicht gehört werden. Auch diese Frage betrifft keine entscheidwesentlichen Tatsachen, da das Kantonsgericht verbindlich festgestellt hat, dass die Klägerin nicht zu beweisen vermochte, der Beklagte habe beim Abtransport des OKK-Zenters PCH 600, 60 WZ unrechtmässig diverse Gegenstände mitgenommen, und dem Hinweis auf die fehlende Bestreitung durch die Klägerin deshalb keine selbständige Bedeutung zukommt.