Citation: I 91/03 22.01.2004 E. 4

4.1 Mit Verfügung vom 9. August 1999 wurde dem Beschwerdeführer als berufliche Massnahme die Umschulung zum SIZ-Supporter (richtig: PC-Supporter SIZ, vgl. Anmeldeformular), das heisst die Kostenübernahme des Lehrgangs zum PC-Supporter SIZ/MCP bei der Z.________ Informatik zugesprochen (Kursdauer 16. Juni 1999 bis 24. März 2000), wobei allerdings weder in der Verfügung noch in dem dieser zugrunde liegenden Bericht des Berufsberaters näher auf die Arbeitsfähigkeit eingegangen oder ein Vergleich der Erwerbsmöglichkeiten im ursprünglichen und im neuen Beruf angestellt worden war. Obwohl mit dieser Verfügung lediglich eine Kostenvergütung für eine bestimmte Massnahme gewährt wurde, hat die Invalidenversicherung - da es sich bei Art. 17 IVG um eine Naturalleistung handelt (BGE 110 V 266 Erw. 1a) - für die gesamte Umschulung aufzukommen, wenn diese invaliditätsbedingt notwendig und verhältnismässig ist (Meyer-Blaser, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, Zürich 1997, S. 132). Dass Umschulungsmassnahmen in Verfügungen oft als Kostenvergütungsansprüche bezeichnet werden, ändert nichts an deren Rechtsnatur als Naturalleistungen; diese administrative Erledigung hat praktisch-wirtschaftlich einzig zur Folge, dass die Invalidenversicherung die Kosten vollumfänglich übernimmt, solange die materiellen Anspruchsvoraussetzungen für die Naturalleistung gegeben sind (a. a. O). Der Beschwerdeführer hat demnach grundsätzlich Anspruch auf weitere Umschulungsmassnahmen, soweit sich diese als invaliditätsbedingt notwendig und verhältnismässig erweisen. Unter diesen Voraussetzungen kommt auch die beantragte Umschulung zum Netzwerkspezialisten in Frage. Ein Rechtsanspruch des Beschwerdeführers auf Umschulung zum Netzwerkspezialisten lässt sich jedoch nicht bereits aufgrund der Beurteilung des Berufsberaters bejahen, der eine Ausbildung zum Netzwerkspezialisten - ohne diese Ausbildung näher zu definieren - zumindest in Betracht gezogen hatte. Denn selbst wenn das Verhalten des Berufsberaters Hoffnung auf Finanzierung dieses Ausbildungsziels durch die Invalidenversicherung geweckt haben sollte, hätte der Versicherte wissen müssen, dass der Berufsberater nicht allein über das Leistungsbegehren entscheidet. Insofern liegt keine Verletzung des Vertrauensgrundsatzes vor (vgl. AHI 2002 S. 107 Erw. 3b mit Hinweis). Ebenso wenig lässt sich ein Anspruch auf Umschulung zum Netzwerkspezialisten aus der rechtskräftigen Verfügung vom 9. August 1999 ableiten, denn damit wurde lediglich eine Kostenübernahme für den Lehrgang zum PC-Supporter SIZ/MCP bei der Z.________ Informatik und keine Ausbildung zum Netzwerkspezialisten bewilligt.