Citation: 4A_496/2023 E. 4

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt. von 7.7 %) zu Lasten der Beklagten." Die Beklagte beantragte, die Klage sei abzuweisen. B.b. Mit Entscheid vom 6. September 2023 hiess das Handelsgericht die Klage teilweise gut (Dispositiv-Ziffer 1) und verurteilte die Beklagte, der Klägerin CHF 6'369.65 zzgl. Zins zu 5% auf dem Betrag von CHF 1'425.35 seit dem 31. Dezember 2011 und zzgl. Zins zu 5% auf dem Betrag von CHF 4'944.30 seit dem 31. Dezember 2012, zu bezahlen (Dispositiv-Ziffer 1.1). Zudem verurteilte es die Beklagte, der Klägerin sämtliche zwischen dem 1. April 2021 und dem 31. Dezember 2021 vereinnahmten geldwerten Vorteile (z.B. Retrozessionen, Kickbacks, Finder's Fees etc.) betreffend die Geschäftsbeziehungen lautend auf C.________ vollumfänglich offenzulegen, Auskunft zu geben sowie Rechenschaft darüber abzulegen (Dispositiv-Ziffer 1.2). Soweit weitergehend wies das Handelsgericht die Klage ab (Dispositiv-Ziffer 2). Das Handelsgericht erwog, der Bankbeziehung zwischen der Beklagten und dem Zedenten liege, soweit für die vereinnahmten Retrozessionen relevant, einerseits ein Depotvertrag und andererseits ein Execution only-Verhältnis mit untergeordneter Beratungskomponente zugrunde. Ob Retrozessionen bei einer Execution only-Beziehung herauszugeben sind, sei bisher noch nicht höchstrichterlich entschieden worden. Vorliegend werde die grundsätzliche Herausgabepflicht der streitgegenständlichen Retrozessionen bejaht. Ab Geltung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) Version 04/2013 habe der Zedent jedoch gültig auf die Herausgabe der Retrozessionen verzichtet. Die der Beklagten vor dieser Vereinbarung zugeflossenen Retrozessionen seien nicht verjährt und zuzüglich Zins herauszugeben.