Citation: 7B_733/2023 E. 3.2.2

3.2.2. Die Kritik des Beschwerdeführers, das Opfer habe viele Details nicht angeben können, verfängt angesichts der umfangreichen Schilderungen des Opfers und deren Würdigung durch die Vorinstanz auch nicht. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, das Opfer habe Erinnerungslücken hinsichtlich des genauen zeitlichen Ablaufs und könne keinen speziellen Übergriff nennen, ist dies im Ergebnis nicht entscheidend. Vorliegend handelt es sich um zahlreiche gleichartige Tatvorwürfe sexuellen Missbrauchs im häuslichen Nahbereich, welche sich regelmässig, d.h. mehrmals wöchentlich, und über viele Jahre ereignet haben sollen. Dabei konnte das Opfer, wie die Vorinstanz zutreffend erwägt, ungeachtet des langen Zeitablaufs von fast zehn Jahren mehrfach detaillierte, kohärente und in sich stimmige Aussagen machen. Es war in der Lage, Nebensächlichkeiten zu schildern. Sodann habe das Opfer eigenes Fehlverhalten zugegeben, namentlich Handgreiflichkeiten gegenüber der eigenen Mutter, um auf sich und seine Situation aufmerksam zu machen. Das Opfer habe nicht versucht, sich in ein gutes Licht zu stellen. Unter diesen Umständen ist es keineswegs willkürlich, wenn die Vorinstanz die Aussagen des Opfers glaubt.