Citation: 2C_440/2024 E. A

A.a. A.________ führt einen Bauernhof im Kanton Thurgau, auf welchem er unter anderem Rinder hält. A.b. Zwischen dem 4. Juni 2007 und dem 23. März 2017 sind gegen A.________ insgesamt sieben strafrechtliche Entscheide wegen Widerhandlungen gegen das Tierschutzgesetz vom 16. Dezember 2005 (TSchG; SR 455) und das Tierseuchengesetz vom 1. Juli 1966 (TSG; SR 916.40) ergangen, unter anderem wegen Tierquälerei (Art. 26 Abs. 1 lit. a TSchG). A.c. Das Veterinäramt des Kantons Thurgau führte auf dem Hof von A.________ zahlreiche Kontrollen der Tierhaltung durch, wobei immer - teils schwerwiegende - Mängel festgestellt wurden. Im Zeitraum von 2006 bis 2016 sind insgesamt neun verwaltungsrechtliche Entscheide gegen A.________ ergangen. Diese betrafen insbesondere Mängel in der Tierpflege und Kälberhaltung (Entscheide vom 17. Dezember 2010 und vom 7. Oktober 2013) sowie die ungenügende Anzahl von Liegeplätzen und Ausgestaltung der Plätze für die Kälberzucht (Entscheide vom 1. Juli 2015 und vom 15. Juni 2016). A.d. Im Zeitraum von 2016 bis 2021 stellte die Kontrollstelle für Ökomassnahmen und Labelproduktion des kantonalen Landwirtschaftsamts (KOL) ebenfalls immer wieder Mängel in der Tierhaltung durch A.________ fest. Diese betrafen neben der Kennzeichnung und Meldung des Tierbestandes auch den baulichen Zustand des Stalles. A.e. Eine unangemeldete Kontrolle des Hofs von A.________ am 15. September 2022 förderte schwerwiegende Mängel in der Tierhaltung zu Tage. Die Tierpflege war so vernachlässigt worden, dass 32 der 59 Kühe hochgradig (unbehandelt) lahm gingen oder krank waren. Eine Kuh musste noch vor Ort durch den Tierarzt euthanasiert werden und zwei Tiere mussten später aufgrund der schlechten Prognose und der fortgeschrittenen Krankheit euthanasiert werden. Weiter wurden diverse bauliche Mängel, eine Überbelegung bei den Kühen (nicht ausreichend Fressplätze) und Mängel in der Kälberhaltung festgestellt. Gestützt auf die Ergebnisse der Kontrolle vom 15. September 2022 erliess das Veterinäramt des Kantons Thurgau am 19. Dezember 2022 eine Verfügung, in welcher gegenüber A.________ eine Tierhaltebeschränkung auf maximal 50 Kühe und hochträchtige Erstkalbende sowie weitere Massnahmen angeordnet wurden. Diese Verfügung wurde im Rekursentscheid des Departements für Inneres und Volkswirtschaft des Kantons Thurgau vom 25. August 2023 bestätigt und ist in Rechtskraft erwachsen. A.f. Auch bei einer Nachkontrolle am 3. Februar 2023 auf dem Hof von A.________ waren immer noch erhebliche Mängel vorhanden und nicht beseitigt worden. Diverse Kälber hatten keinen Zugang zu Raufutter und wurden teilweise erneut in Einzelboxen statt in Gruppen gehalten. Es fanden sich acht kranke oder lahmende Tiere vor; vier Tiere waren dem Tierarzt vorzustellen. Zudem fanden sich immer noch bauliche Mängel in der Stalleinrichtung und Unregelmässigkeiten beim Tierverkehr. Der Milchlagerraum war immer noch erheblich verschmutzt. Anlässlich einer weiteren Kontrolle vom 23. Juni 2023 fanden die Kontrolleure erneut bei vielen Tieren gesundheitliche Mängel. 32 Tiere sollten dem Tierarzt vorgestellt werden und wiederum mussten Mängel im Sinne nicht tierschutzkonformer Einrichtungen festgestellt werden. Schliesslich stellte das Veterinäramt des Kantons Thurgau anlässlich einer weiteren Nachkontrolle am 30. April 2024 erneut Mängel fest. Je fünf Kälber wiesen einen unbehandelten Husten und einen unbehandelten Fleckenbefall auf. Bei elf Kühen wurden zum Teil hochgradige Lahmheiten festgestellt. Weiter wurden 15 Kälber bzw. Jungtiere auf einem unzulässigen Spaltboden und zwei Kälber über 14 Tage einzeln in einer Box gehalten. Eine Kuh wurde unerlaubterweise angebunden im Laufstall gehalten. In zwei Boxen war kein geeigneter Einstreu vorhanden. Weitere Boxen entsprachen nicht den Mindestdimensionsvorschriften. Der Ablauf und die Hygiene beim Melken war mangelhaft und der Tränkeautomat der Kälber wies starke Verschmutzungen auf.