Citation: 1C_518/2021 E. 3.9

3.9. Der Beschwerdeführerin ist darin zuzustimmen, dass der im Landschaftsschutzgebiet geplante Neubau hinsichtlich Umfang, äusserer Erscheinung und Zweckbestimmung stark vom bestehenden Gebäude abweicht. Dass an der Umgebung der Baute nur kleine Änderungen vorgesehen und die geplanten Terrainveränderungen nicht erheblich sind, ändert daran nichts. Die geforderte Gesamtbetrachtung führt zum Ergebnis, dass mit dem umstrittenen Bauvorhaben die Wesensgleichheit der Baute nicht gewahrt bliebe. Der gegenteilige Schluss der Vorinstanz steht im Widerspruch zu Art. 42 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 3 Satz 1 RPV i.V.m. Art. 24c Abs. 1-3 RPG. Weil es an der für eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24c RPG erforderlichen Wesensgleichheit zwischen bestehendem und geplantem Gebäude fehlt, ist die Beschwerde gutzuheissen, ohne dass auf die weiteren Rügen der Beschwerdeführerin einzugehen ist. Namentlich ist nicht auf die unter den Verfahrensbeteiligten umstrittene Frage einzugehen, ob vorliegend einer der Tatbestände von Art. 24c Abs. 4 RPG erfüllt sei, wonach die Veränderungen am äusseren Erscheinungsbild für eine zeitgemässe Wohnnutzung oder eine energetische Sanierung nötig oder darauf ausgerichtet sein müssten, die Einpassung in die Landschaft zu verbessern (vgl. E. 3.3 hiervor).