Citation: 9C_507/2015 E. 5.2.1

5.2.1. Ob einer allfälligen Einsprache die aufschiebende Wirkung zu erteilen ist, beurteilt sich auf Grund einer Interessenabwägung. Die Beschwerdegegnerin hatte hiebei zu prüfen, ob die Gründe, welche für eine sofortige Vollstreckung der am 21. Juli 2014 als Folge der mit Verfügung der IV-Stelle vom 16. Juli 2014 aufgehobenen Invalidenrente verfügten Einstellung der bisherigen Ergänzungsleistungen auf 1. September 2014 sprachen, als wichtiger einzustufen waren als diejenigen, die einen Aufschub indizierten. Der vermutliche Ausgang des Verfahrens fällt dabei lediglich in Betracht, soweit die Aussichten eindeutig sind. Bei dieser Interessenabwägung kommt der Behörde ein erheblicher Spielraum zu. Das Bundesgericht kontrolliert, ob die Vorinstanz ihr Ermessen überschritten oder missbraucht hat, und hebt deren Entscheid nur auf, wenn sie wesentliche Interessen ausser Acht gelassen oder offensichtlich falsch bewertet hat oder die getroffene Lösung den Sachentscheid in unzulässiger Weise präjudiziert und damit im Ergebnis Bundesrecht vereitelt (BGE 129 II 286 E. 3 S. 289 mit Hinweisen). Die Beschwerdegegnerin gewichtete die administrativen Umtriebe, die mit einer Rückforderung von zu Unrecht ausbezahlten Ergänzungsleistungen verbunden wären, insgesamt als höher als das private Interesse der Beschwerdeführerin an einer vorläufigen Weiterausrichtung der Leistungen während des hängigen Verfahrens. Namentlich wiege auch das Risiko, dass die Versicherte sich dadurch allenfalls gezwungen sähe, die öffentliche Fürsorge zu beanspruchen, nicht schwerer als dasjenige der Verwaltung an einer - bei aufgeschobener Vollstreckung der Einstellungsverfügung - möglichen Uneinbringlichkeit bereits entrichteter Leistungen. Es bestehe deshalb keine Veranlassung, die entzogene aufschiebende Wirkung wiederherzustellen.