Citation: U 393/06 24.09.2007 E. 5.3

5.3.1 Ungeachtet der Kritik an den Schlussfolgerungen des MZR-Gutachtens erscheint dieses zumindest insofern als schlüssig und in Übereinstimmung mit den übrigen ärztlichen Berichten, als mit der Vorinstanz und der Beschwerdegegnerin davon auszugehen ist, dass das im Zeitpunkt der Leistungseinstellung gegebene Beschwerdebild wesentlich psychisch begründet ist und vor allem auch unterhalten wird. Das diagnostizierte Cervikobrachialsyndrom mit der funktionellen Störung im craniocervikalen Übergang erscheint zwar als klinisch fassbare somatische, nicht aber als organische Gesundheitsstörung. 5.3.2 Im vorliegenden Fall ist das Cervikobrachialsyndrom und die funktionelle Störung von einer Mehrzahl anderer, psychisch geprägter Beschwerden begleitet, welche sich ebenfalls auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit auswirken und insofern den Unfallfolgeschaden beeinflussen. Eine Abgrenzung der verschiedenen Beschwerden hinsichtlich der Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit erscheint nicht möglich. Unter diesen Umständen verhält es sich entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht so, dass sich die adäquate, d. h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen deckt, vielmehr hat eine besondere Adäquanzprüfung auch hinsichtlich des Cervikobrachialsyndroms und der Funktionsstörung am craniocervikalen Übergang und der damit im Zusammenhang stehenden Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit Platz zu greifen. 5.3.3 Gestützt auf die zur Verfügung stehenden medizinischen Akten kann die Frage, ob es sich bei den heute bestehenden Gesundheitsstörungen um eine natürliche Folge des versicherten Unfalles handelt, nicht mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 119 V 9 E. 3c/aa mit Hinweisen) beantwortet werden. Eine Rückweisung der Sache zwecks Einholung eines weiteren Gutachtens erübrigt sich aber, wenn aufgrund zusätzlicher Abklärungen der natürliche Kausalzusammenhang zu bejahen wäre, es indessen - wie die nachstehenden Erwägungen zeigen - an der Adäquanz des Kausalzusammenhangs fehlt.