Citation: 8C_562/2023 E. 4.1.4

4.1.4. Soweit sich die Frage der Unterdurchschnittlichkeit des tatsächlich erzielten Verdienstes stellt, ist es zwar unzulässig, der versicherten Person ein rein fiktives Valideneinkommen in der Höhe eines GAV-Mindestlohns anzurechnen, um gestützt darauf die Unterdurchschnittlichkeit des Verdienstes zu verneinen (SVR 2022 UV Nr. 43 S. 172, 8C_528/2021 E. 8.3.3). Gleich wie im soeben zitierten Fall war der Beschwerdeführer seit längerem bzw. hier fast ausschliesslich temporär tätig, weshalb gewichtige Anhaltspunkte dafür bestehen, dass er sich aus freien Stücken mit einem tiefen Einkommen begnügte. Für eine Parallelisierung der Vergleichseinkommen besteht daher kein Anlass (BGE 134 V 322 E. 4.1). Nichts anderes ergibt sich aus dem in der Beschwerde angerufenen BGE 148 V 174, der sich mit der Bemessung des Invalideneinkommens anhand der LSE befasst. Eine Bundesrechtswidrigkeit ist im Vorgehen der Vorinstanz demnach nicht zu erkennen.