Citation: 1P.235/2001 06.07.2001 E. 5

5.- a) Der Beschwerdeführer rügt eine willkürliche Anwendung von Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP/SG, wonach mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht Rechtsverletzungen und falsche Sachverhaltsfeststellungen geltend gemacht werden können. Er bringt vor, das Verwaltungsgericht habe entgegen dieser Vorschrift in den Ermessensspielraum der Verwaltungsrekurskommission eingegriffen und einen Entscheid umgestossen, an welchem Experten in landwirtschaftlichen und landtechnischen Fragen als Fachrichter mitgewirkt hätten. b) Das Verwaltungsgericht hat auf S. 10 f. seines Urteils erwogen, die Verwaltungsrekurskommission habe sich in ihrem Entscheid vom 30. März 2000 vorwiegend mit der Frage auseinander gesetzt, inwiefern die von der Meliorationskommission am 5. Mai 1999 angeordnete Grenzverschiebung für den heutigen Beschwerdeführer unzumutbar sei und sich dabei einseitig auf die Verbesserung dessen Bewirtschaftungsverhältnisse konzentriert. Nicht geprüft habe es dabei die Auswirkungen, welche eine neuerliche Grenzverschiebung auf die Abläufe im Betrieb des heutigen Beschwerdegegners 2 haben könnten. Die Überprüfung der Auswirkungen der Grenzabdrehung auf die Beteiligten ist nicht eine Frage des Ermessens, sondern eine solche des Sachverhalts. Indem das Verwaltungsgericht prüfte, wie sich die umstrittene Grenzabdrehung auf die Bewirtschaftungsmöglichkeiten des Beschwerdegegners 2 auswirkt, hat es nicht in das Ermessen der Rekurskommission eingegriffen, sondern eine unvollständige Sachverhaltsfeststellung korrigiert. Sein Zurückgreifen auf die Lösung gemäss Entscheid der Meliorationskommission vom 18. Juli 1998 zeigt, dass das Verwaltungsgericht auch im Ergebnis darum bemüht war, sein Ermessen nicht an die Stelle desjenigen der Vorinstanzen zu setzen. Eine unzulässige Ermessenskontrolle liegt damit nicht vor.