Citation: 5P.16/2005 30.05.2005 E. 1

Das Bundesgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob und in welchem Umfang auf eine staatsrechtliche Beschwerde einzutreten ist (BGE 129 I 302 E. 1 S. 305). 1.1 Mit staatsrechtlicher Beschwerde können kantonal letztinstanzliche Endentscheide angefochten werden (Art. 86 Abs. 1 i.V.m. Art. 87 OG). Gegen selbstständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide ist die staatsrechtliche Beschwerde zulässig, wenn sie die Zuständigkeit oder Ausstandsbegehren betreffen (Art. 87 Abs. 1 OG); bei anderen selbstständigen Vor- und Zwischenentscheiden steht die staatsrechtliche Beschwerde nur zur Verfügung, wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 87 Abs. 2 OG). Als Vor- und Zwischenentscheid gilt dabei jeder Akt, der das Verfahren nicht abschliesst, sondern bloss einen Schritt auf dem Weg zum Endentscheid darstellt (BGE 126 I 207 E. 1b S. 209). Rückweisungsentscheide oberer kantonaler Instanzen an untere gelten nach ständiger Rechtsprechung als Zwischenentscheide (BGE 122 I 39 E. 1a/aa S. 41 f.; 128 I 3 E. 1b S. 7). Unerheblich ist dabei, dass ein solcher, die Sache an die untere Instanz zurückweisender Entscheid, allenfalls einzelne Punkte endgültig beurteilt; ebenfalls als Zwischenentscheide nach Art. 87 OG gelten Teilurteile (BGE 106 Ia 226 E. 2 S. 228; 116 II 80 E. 2a S. 81 f.; 118 II 508 E. 2a S. 510 f.). 1.2 Für das anhängige Verfahren bedeutet dies, dass das Urteil des Obergerichts vom 23. November 2004, in welchem nur über die Klage, nicht aber über die Widerklage endgültig entschieden worden ist, einen Zwischenentscheid nach Art. 87 OG darstellt. Da es sich nicht um eine Ausnahme nach Art. 87 Abs. 1 OG handelt, ist die staatsrechtliche Beschwerde folglich nur zulässig, wenn das Urteil einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken kann. Der Nachteil muss rechtlicher Natur sein; eine bloss tatsächliche Beeinträchtigung wie beispielsweise die Verlängerung oder Verteuerung des Verfahrens genügt nicht. Der Nachteil ist nur dann rechtlicher Natur, wenn er auch durch einen für den Beschwerdeführer günstigen Endentscheid nicht mehr behoben werden könnte (BGE 126 I 97 E. 1b S. 100 f.; 127 I 92 E. 1c S. 94). Im vorliegenden Fall ist ein solcher Nachteil weder ersichtlich noch von der Beschwerdeführerin dargetan. Diese kann gegen den neuen Entscheid des Kantonsgerichts die ihr zur Verfügung stehenden kantonalen Rechtsmittel ergreifen und nach Erschöpfung des kantonalen Instanzenzuges das Bundesgericht mit staatsrechtlicher Beschwerde anrufen. Mit der staatsrechtlichen Beschwerde gegen den Endentscheid könnte die Beschwerdeführerin auch den Rückweisungsentscheid mitanfechten (Art. 87 Abs. 3 OG) und damit auch die Klageabweisung. Dadurch könnte der Nachteil, welcher die Beschwerdeführerin mit dem angefochtenen Urteil erlitten haben will, noch behoben werden.