Citation: 2A.716/2006 10.01.2007 E. 4

Im vorinstanzlichen Verfahren beanstandete der Beschwerdeführer, dass auch der gepfändete Betrag in der Höhe von offenbar 15'000 Franken, welcher von der Vorsorgeeinrichtung direkt ans Betreibungsamt bezahlt worden sei, zum steuerbaren Einkommen gezählt wurde. Das Verwaltungsgericht hat in seinem Entscheid schlüssig dargelegt, weshalb diese Rüge des Beschwerdeführers unbegründet ist. Dabei hat es insbesondere auf die einschlägigen Gesetzesbestimmungen hingewiesen, gemäss denen Aufwendungen für die private Schuldentilgung ausdrücklich nicht vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden können (Art. 34 lit. c des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11] und Art. 39 lit. c des Berner Steuergesetzes vom 21. Mai 2000 [StG/BE]; vgl. auch Art. 9 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG; SR 642.14]). Der Umstand, dass der Beschwerdeführer die Schuldentilgung nicht freiwillig, sondern aufgrund einer Einkommenspfändung vornahm und deshalb der gepfändete Rententeil nie an ihn ausbezahlt wurde, ändert nichts am Gesagten. Mit Blick auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtigen kommt es - anders als der Beschwerdeführer zu glauben scheint - nicht darauf an, ob dieser seine Rente nach deren Überweisung auf sein Bankkonto (freiwillig) zur Schuldentilgung verwendet oder ob ihm diese Art der Einkommensverwendung durch eine Pfändung aufgezwungen und der für die Schuldentilgung bestimmte Rententeil direkt ans Betreibungsamt bezahlt wird.