Citation: 1C_113/2021 E. 4.3.3

4.3.3. Die Planungs- und Bauverordnung des Kantons Luzern vom 29. Oktober 2013 (PBV/LU; SRL 736), auf welche in Art. 7 Abs. 2 Parkplatzreglement 1988 verwiesen wird, kennt den Begriff der Bruttogeschossfläche nicht. Gemäss dem angefochtenen Urteil entspricht die für die Festsetzung der Abstellflächen massgebende Bruttogeschossfläche indessen der anrechenbaren Geschossfläche im Sinne von §§ A1-9 ff. PBV/LU. Die Beschwerdeführer erachten die entsprechende Auslegung von Art. 7 Parkplatzreglement 1988 als willkürlich und machen geltend, der Gemeinderat habe sich für die Berechnung der Bruttogeschossfläche in der Vergangenheit zulässigerweise auf die Norm "Parkieren; Angebot an Parkfeldern für Personenwagen" des Schweizerischen Verbands der Strassen- und Verkehrsfachleute (VSS-Norm 40281) gestützt, wo die Bruttogeschossfläche definiert sei als die Summe aller der Nutzung (z.B. Wohnen, Arbeiten) dienenden oder hierfür verwendbaren ober- und unterirdischen Geschossflächen, einschliesslich der Mauer- und Wandquerschnitte. Dieses Vorgehen habe zur Folge, dass der nach Art. 7 Parkplatzreglement 1988 berechnete Normbedarf höher ausfalle, als wenn man wie die Vorinstanz von der anrechenbaren Geschossfläche im Sinne von §§ A1-9 ff. PBV/LU ausgehe. Allerdings hat der Gemeinderat in der von der Vorinstanz aufgehobenen Baubewilligung vom 9. April 2020 den Begriff der Bruttogeschossfläche gemäss Parkplatzreglement 1988 genau wie die Vorinstanz mit dem Begriff der anrechenbaren Geschossfläche gemäss §§ A1-9 ff. PBV/LU gleichgesetzt und den Normbedarf an Abstellplätzen entsprechend berechnet (vgl. auch S. 2 f. der Stellungnahme des Gemeinderats vom 2. Juli 2020 an die Vorinstanz). Insoweit hat die Vorinstanz das kommunale Recht im vorliegenden Verfahren demnach nicht anders ausgelegt als der Gemeinderat, womit eine Verletzung der Gemeindeautonomie insoweit ausgeschlossen ist.