Citation: 4A_431/2023 E. 4.2.1

4.2.1. Die Vorinstanz erachtete als erwiesen, dass für die streitgegenständlichen Räumlichkeiten ein Eigenbedarf des Beschwerdegegners vorliegt. Dieser habe dargelegt, dass die Räumlichkeiten im Rahmen der organisatorischen Zusammenlegung des Amts für Denkmalpflege und Archäologie (ADA) benötigt würden, da dessen bisherige Räumlichkeiten nicht mehr genügten. Dies nicht zuletzt aufgrund des personellen Wachstums der letzten Jahre, zumal mit dem Budget 2022 eine weitere Stelle für das ADA bewilligt worden sei. Die Stellenaufstockung sei ebenso unbestritten wie der Umstand, dass derzeit gar ein Mitarbeiter des ADA im Keller arbeiten müsse. Die von der Beschwerdeführerin vorgebrachte Möglichkeit von Homeoffice ändere am nachgewiesenen erhöhten Platzbedarf nichts. Auch, dass das Baudepartement Jahre vor den Kündigungen andere Liegenschaften für eine mögliche räumliche Zusammenführung des ADA genannt habe, vermöge die Ernsthaftigkeit des aktuell geltend gemachten Eigenbedarfs nicht in Frage zu stellen. Gleiches gelte für künftig möglich-erweise freiwerdende Räumlichkeiten. Die 2020/2021 freigewordenen Räumlichkeiten im 2. OG der streitgegenständlichen Liegenschaft habe der Beschwerdegegner ebenfalls zum Eigenbedarf genutzt, wenn auch nicht durch Zuweisung an das ADA. Daraus könne aber nicht geschlossen werden, dass bezüglich der Wohnung der Beschwerde-führerin im 1. OG kein Eigenbedarf für das ADA bestehe. Hinsichtlich der Wohnungen im 3. OG habe der Beschwerdegegner ferner nach-vollziehbar vorgebracht, dass diese Räumlichkeiten angesichts der Dachschrägen und der ungenügenden Erschliessung mit dem Lift als Büroräumlichkeiten weniger gut geeignet seien als die streitge-genständlichen Objekte. Schliesslich verringere sich gemäss plausibler Darstellung des Beschwerdegegners durch die Verwendung der (nun gekündigten) Büroflächen die Anzahl der Standorte des ADA, was des-sen interne Abläufe erleichtere.