Citation: 1B_338/2018 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz hat hingegen erwogen, der Konkurs sei gestützt auf Art. 190 Abs. 1 Ziff. 2 SchKG (der Konkursbetreibung unterliegender Schuldner, der seine Zahlungen eingestellt hat) eröffnet worden und somit habe keine Prüfung stattgefunden, ob allenfalls auch der Tatbestand der (versuchten) betrügerischen Handlungen zum Nachteil der Gläubiger im Sinne von Art. 190 Abs. 1 Ziff. 1 SchKG erfüllt sei. Zudem habe es sich um ein Summarverfahren in einem relativ engen und anderen Rahmen gehandelt, weshalb sich der Beschwerdegegner nicht mit strafrechtlichen Vorwürfen irgendwelcher Art auseinandergesetzt habe. Mit der Konkurseröffnung seien zwar die objektiven Tatbestandsvoraussetzungen für die Konkursdelikte geschaffen worden, im Strafverfahren seien aber andere Fragen zu beantworten als im Konkursverfahren. Es seien daher keine Umstände ersichtlich, die eine Befangenheit beziehungsweise einen entsprechenden Anschein dazu zu begründen vermöchten, weshalb das Ausstandsgesuch abzuweisen sei.