Citation: 2C_756/2019 E. 3.2.6

3.2.6. Die Beschwerdeführer rügen ferner, dass ihr Recht auf vorgängige Stellungnahme dadurch verletzt worden sei, dass erst die Vorinstanz und nicht schon die vorangehenden Instanzen sich auf Art. 61 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (ab 1. Januar 2019 Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration [Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG; SR 142.20]) gestützt haben, um das Erlöschen des Aufenthaltsrechts der Beschwerdeführerin 2 zu rechtfertigen. Wenn zwar zutrifft, dass Art. 29 Abs. 2 BV grundsätzlich den Anspruch verschafft, über entscheidwesentliche Vorgänge und Grundlagen in geeigneter Weise vorweg orientiert zu werden (BGE 140 I 99 E. 3.4 S. 102 f.), so betrifft dies jedoch in erster Linie den rechtserheblichen Sachverhalt und nur in Ausnahmefällen auch Rechtsnormen oder von den Behörden vorgesehene rechtliche Begründungen (BGE 132 II 485 E. 3.2 und 3.4 S. 494 f.). Der Beschwerdegegner hatte den Widerruf der Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers 1 insbesondere auch damit begründet, dass die Beschwerdeführerin 2 sich nie für längere Zeit in der Schweiz aufgehalten hatte, bzw. nie die Absicht gehabt habe, in der Schweiz zu leben. Der Beschwerdeführer musste aufgrund dessen damit rechnen, dass die Vorinstanz ihr diesen Rechtsstandpunkt entgegenhalten könnte. Insofern geht auch diese Rüge fehl.