Citation: 1C_645/2018 E. 4.1

4.1. Das Verwaltungsgericht entschied in seinem ersten Urteil vom 20. Dezember 2016, dass eine erhebliche Änderung der Verhältnisse vorliege, die eine Überprüfung der rechtskräftigen Waldfeststellung vom 7. Mai 2008 auf der ersten Stufe erfordere: Die Bewilligungsnehmerin habe auf ihr Rodungsrecht verzichtet bzw. das Gesuch um Verlängerung der Rodungsbewilligung zurückgezogen, noch bevor der Eichholzweg ausgebaut und dadurch die Rodungsbewilligung ausgenutzt worden sei. Daran ändere auch der Umstand nichts, dass die Zonenplanänderung, mit welcher der fragliche Wegabschnitt der Bauzone zugewiesen wurde, 2008 in Rechtskraft erwachsen sei: Die vom AGR erteilte Rodungsbewilligung sei für ein bestimmtes Werk, nämlich für den Ausbau des Eichholzwegs, erteilt worden; dieser Zweck sei nicht verwirklicht worden. Die Bewilligungsnehmerin habe daher bei den Vergleichsverhandlungen vom März 2014 auf die Ausübung der Rodungsbewilligung verzichten können. Mit diesem Verzicht hätten sich die (tatsächlichen) Verhältnisse im Bereich des Eichholzwegs seit der rechtskräftigen Waldferststellung vom 7. Mai 2008 erheblich geändert. Das Verwaltungsgericht wies jedoch darauf hin, dass damit noch nicht entschieden sei, ob auf der zweiten Stufeeine neue Waldfeststellung und eine Anpassung des Nutzungsplans erforderlich sei. Zu beachten sei in diesem Zusammenhang, ob der Ausbau des Eichholzwegs zur Erschliessung der Parzellen der Beschwerdegegner mit Beanspruchung des Waldareals nach wie vor verfolgt werden solle; diesfalls wäre eine Anpassung der Waldgrenzen zum jetzigen Zeitpunkt möglicherweise verfrüht. Es wies die Sache zur Vornahme der notwendigen umfassenden Interessenabwägung an die VOL zurück.