Citation: 5A_736/2014 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz hielt fest, es sei unbestritten, dass eine intakte Mutter-Kind-Beziehung bestehe. Auch hätten die Gutachter eine allgemeine Erziehungsfähigkeit der Beschwerdeführerin bestätigt. Gemäss diesen habe sie bis Anfang/Mitte des Jahres 2008 einen für das Kind förderlichen Entwicklungsrahmen bieten können. Danach habe der Junge durch ihre Alkoholerkrankung jedoch eine schwere Entwicklungsstörung erlitten. Dies habe dazu geführt, dass er einen besonders feinfühligen Umgang, einen stark strukturierten Alltagsablauf, intensive schulische Förderung und allgemeine Lebensstabilität benötige. Zum Zeitpunkt der Begutachtung habe sich in allen Teilbereichen eine deutlich abgemilderte Entwicklungsstörung bis hin zur teilweise vollständigen Aufholung der Defizite präsentiert. Der Junge selbst habe gemäss Gutachter einen neutralen Standpunkt eingenommen. Er habe seinen Wunsch zum Ausdruck gebracht, bei ungefähr gleich verteilter Betreuungszeit durch seine Eltern, seinen Lebensmittelpunkt bei seiner Mutter haben zu dürfen, weil er es für natürlich halte, wenn ein Kind bei seiner Mutter aufwachse, was die Gutachter allerdings als "wahrscheinlich von Erwachsenen eingebrachte Formulierung und Denkweise", welche vom Kind übernommen worden sei, bezeichnet hätten. Im Zusammenhang mit der früheren Alkoholerkrankung sei die Beschwerdeführerin nach wie vor in ambulanter psychiatrischer Behandlung bei Dr. med. K.________. Dieser habe ausgeführt, bis zu seinem letzten Kontakt mit der Beschwerdeführerin im April 2013 seien ihm keine Alkoholrückfälle bekannt. Er habe die Beschwerdeführerin immer stabiler werdend wahrgenommen. Die Gutachter hätten der Beschwerdeführerin ebenfalls aktuell eine ausreichende Stabilität attestiert; allerdings bestehe in Zukunft das Risiko eines Rückfalls. Ein solcher könne gemäss Gutachter nicht mit einer dauerhaften Vernachlässigung von C.________ gleichgesetzt werden. Eine dadurch eventuell notwendige erneute Veränderung der Versorgungslage wäre aber ein grosses Risiko für die Fortsetzung der positiven Entwicklung des Jungen. Die Gutachter hätten daher für den Fall einer Rückgabe eine intensive therapeutische Begleitung von Mutter und Kind empfohlen. Zusammengefasst befand die Vorinstanz, das nach wie vor bestehende Risiko eines Rückfalls und die gegebenenfalls damit verbundenen Auswirkungen auf den Jungen stünden den Interessen der Kontinuität entgegen. Im Hinblick auf den Gesundheitszustand des Jungen seien wiederholte Umplatzierungen zu vermeiden. Die Beschwerdeführerin habe nicht überzeugend dargelegt, dass sie die besonderen Bedürfnisse des Kindes bedienen könne. Dafür spreche auch, dass sie mit dem Jungen Probleme diskutiert habe, welche auf die Erwachsenenebene gehörten, was zu einer vermeidbaren Belastung des Jungen geführt habe. Weitere ärztliche Berichte oder Belege, welche die Alkoholabstinenz bestätigen würden, habe sie nicht eingereicht (z.B. Antabus-Therapie, regelmässige Haaranalyse). Die Rückübertragung der Obhut sei zu Recht abgelehnt worden.