Citation: 4A_583/2021 E. 7.2.3

7.2.3. Entgegen der Beschwerdeführerin hat die Vorinstanz sodann nicht festgestellt, die Tätigkeit als "pay/financial agent" habe etwa 75 % der Tätigkeit unter dem Vertrag ausgemacht. Sie ging (präziser) davon aus, mit der Unmöglichkeit der Tätigkeit als "pay/financial agent" sei der gewichtigste Teil der Tätigkeit unter dem Vertrag weggefallen, was ermessensweiseeine Reduktion der "retainer fee" um 75 % rechtfertige. Ermessensentscheide überprüft das Bundesgericht mit Zurückhaltung. Es schreitet nur ein, wenn die Vorinstanz grundlos von in Lehre und Rechtsprechung anerkannten Grundsätzen abgegangen ist, wenn Tatsachen berücksichtigt wurden, die keine Rolle hätten spielen dürfen, oder wenn umgekehrt Umstände ausser Betracht geblieben sind, die zwingend hätten beachtet werden müssen. In derartige Ermessensentscheide wird ferner eingegriffen, wenn sich diese als offensichtlich unbillig oder als in stossender Weise ungerecht erweisen (BGE 141 III 97 E. 11.2; 138 III 669 E. 3.1; 135 III 121 E. 2; je mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin tut keine Gründe dar, die es vorliegend rechtfertigen würden, in den vorinstanzlichen Ermessensentscheid (Kürzung der "retainer fee" um drei Viertel) einzugreifen.