Citation: 2A.144/2006 24.05.2006 E. 2

2.1 Nach Art. 10 Abs. 1 ANAG kann ein Ausländer ausgewiesen werden, wenn er wegen eines Verbrechens oder Vergehens gerichtlich bestraft wurde (lit. a) oder wenn sein Verhalten im Allgemeinen und seine Handlungen darauf schliessen lassen, dass er nicht gewillt oder nicht fähig ist, sich in die im Gaststaat geltende Ordnung einzufügen (lit. b). 2.2 Der Beschwerdeführer ist wiederholt straffällig geworden und wurde deshalb gerichtlich bestraft mit insgesamt rund 9 Monaten Gefängnis und mit zahlreichen Bussen. Der Ausweisungsgrund gemäss Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG ist somit gegeben. Dass der Beschwerdeführer nach der Ausweisungsandrohung keine Straftat, die als Verbrechen oder Vergehen zu qualifizieren wäre, mehr begangen hat, ändert daran nichts. Der Ausweisungsgrund der gerichtlichen Bestrafung war damals bereits erfüllt und die Ausweisung wurde ihm angedroht nicht nur für den Fall gerichtlicher Bestrafung wegen eines erneuten Verbrechens oder Vergehens, sondern auch für den Fall, dass sein Verhalten sonst wie erneut zu Klagen Anlass geben sollte. Diese Voraussetzung ist vorliegend offensichtlich erfüllt. 2.3 Was den Ausweisungsgrund von Art. 10 Abs. 1 lit. b ANAG betrifft, ist dieser gemäss Art. 16 Abs. 2 der Vollziehungsverordnung vom 1. März 1949 zum Bundesgesetz über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAV; SR 142.201) namentlich gegeben bei schweren oder wiederholten Verstössen gegen gesetzliche Vorschriften oder behördliche Verfügungen, bei fortgesetzter böswilliger oder liederlicher Nichterfüllung der öffentlichrechtlichen oder privatrechtlichen Verpflichtungen sowie bei sonstiger Liederlichkeit oder Arbeitsscheu. Seit 1996 ist der Beschwerdeführer im Betreibungsregister registriert. Sein Schuldenberg vergrösserte sich seither fortlaufend. Von August 1996 bis Mai 1998 bezog er Sozialhilfe von insgesamt über Fr. 12'000.--. Am 7. Juni 2004 lagen 44 Betreibungen im Gesamtbetrag von Fr. 42'495.-- vor und die Verlustscheine waren auf einen Betrag von Fr. 66'683.99 angewachsen. Zudem hat der Beschwerdeführer mehrmals behördliche Anordnungen ignoriert und seit Aufnahme der Erwerbstätigkeit im Juni 2004 den Aufforderungen des Betreibungsamtes Littau wiederum keine Folge geleistet. Mit diesem Verhalten hat der Beschwerdeführer auch den Ausweisungsgrund nach Art. 10 Abs. 1 lit. b ANAG erfüllt.