Citation: 6B_1005/2023 E. 2.3.2

2.3.2. Die Vorinstanz nimmt zutreffend an, dass das Fahrverhalten des Beschwerdeführers den objektiven Tatbestand der groben Verkehrsregelverletzung im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG erfüllt. Sie verneint auch zu Recht das Vorliegen besonderer Umstände, welche die Geschwindigkeitsüberschreitung in einem milderen Licht erscheinen lassen würden. Gute Witterungs-, Strassen- und Verkehrsverhältnisse stellen keine besonderen Umstände im Sinne der Rechtsprechung dar (Urteile 6B_180/2023 vom 27. Juni 2024 E. 3.2; 6B_55/2024 vom 11. März 2024 E. 2.3; 6B_466/2022 vom 9. September 2022 E. 3.4; je mit Hinweisen). Ohnehin befand sich der Beschwerdeführer, wie die Vorinstanz feststellt und er selbst anerkennt, in einer Situation erhöhter Gefahr, als er die Geschwindigkeitsüberschreitung beging: bei einem Überholmanöver, bei dem sich der Überholte "ein eigentliches Rennen" mit ihm liefern wollte. Was der Beschwerdeführer aus dem Hinweis auf ebendiese (gefährliche) Überholsituation zu seinen Gunsten ableiten will, ist nicht ersichtlich. Ebenso wenig erhellt der Verweis auf ein nicht näher bezeichnetes "Präjudiz" oder auf das Urteil BGE 149 II 96, welches nicht eine Geschwindigkeitsüberschreitung, sondern das Rechtsüberholen betraf. Die Vorinstanz wertet das Fahrverhalten des Beschwerdeführers zu Recht als rücksichtslos.