Citation: 2C_701/2019 E. 5.5

5.5. Schliesslich behauptet der Beschwerdeführer, die Eingrenzung verletze das von Art. 8 Ziff. 1 EMRK gewährleistete Recht auf Privatleben, weil es ihm verwehrt sei, gemeinsam mit seiner Freundin, mit der er seit acht Jahren eine eheähnlichen Partnerschaft führe, in einer gemeinsamen Wohnung zu leben. Wohl können sich Personen ohne (gefestigtes) Aufenthaltsrecht, deren Anwesenheit aber faktisch als Realität hingenommen wird bzw. aus objektiven Gründen hingenommen werden muss, auf den Schutz des Privat- und Familienlebens berufen (BGE 138 I 246 E. 3.3 S. 252 ff.). Eine solche Situation wurde im genannten Präjudiz in Bezug auf das Arbeitsverbot eines hier seit 15 Jahren lebenden Staatsangehörigen von Bangladesh grundsätzlich bejaht, doch wurden die öffentlichen Interessen am Vollzug negativer asylrechtlicher Entscheide dennoch als überwiegend gewertet (vgl. Art. 8 Ziff. 2 EMRK), weil der Vollzug der Wegweisung nach wie vor grundsätzlich möglich war. Da dies ebenfalls auf den vorliegenden Fall zutrifft, kann auch der Beschwerdeführer, welcher sich seit acht Jahren in der Schweiz aufhält, bezüglich die ihn betreffende Eingrenzung keine Ansprüche aus Art. 8 Ziff. 1 EMRK herleiten. Im Übrigen kommt der Beziehung des Beschwerdeführers, die sich auf Wochenendbesuche und tägliche Telefonate seiner Freundin beschränkt, kein eheähnlicher Charakter im Sinne der Rechtsprechung zu (vgl. Urteil 2C_458/2013 vom 23. Februar 2014 E. 2.1). Keine staatliche Massnahme hindert schliesslich die Freundin in Luzern ihren Wohnsitz zu nehmen und mit dem Beschwerdeführer zusammenzuleben.