Citation: 1C_520/2022 E. 5.3.1

5.3.1. Inwiefern die Vorinstanz das Grundrecht der informationellen Selbstbestimmung seines Kerngehalts entleert haben sollte, vermag die Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit ihren eigenen privaten Interessen nicht hinreichend darzutun. Dies ist auch nicht ersichtlich. Es trifft entgegen dem Vorbringen der Beschwerdeführerin jedenfalls nicht zu, dass die Vorinstanz ihr allein aufgrund ihres Produktionsstandorts jeglichen Schutz der Privatsphäre (Art. 13 Abs. 2 BV) abspricht. Die Vorinstanz hat nachvollziehbar dargelegt, weshalb sie das schützenswerte Interesse der Beschwerdegegnerin an der Offenlegung der Strafakten vorliegend höher gewichtet als das Interesse der Beschwerdeführerin an der Geheimhaltung. Der Produktionsstandort stellte im Rahmen dieser Beurteilung lediglich einen für die Vorinstanz massgeblichen Aspekt dar. Die Vorinstanz durfte in ihre Erwägungen sodann miteinbeziehen, dass sich die Akteneinsicht nur bedingt auf die Beschwerdeführerin auswirke, weil die wesentlichen Ergebnisse des Strafverfahrens durch die Begründung des Strafbefehls ohnehin bereits öffentlich bekannt seien. Anders als die Beschwerdeführerin moniert, bestätigte die Vorinstanz damit nicht zugleich, dass es an einem öffentlichen Informationsinteresse an der Einsichtnahme in die gesamten Strafakten fehlt. Vielmehr besteht ein solches gerade darin, einen Privilegierungsverdacht abzuklären. Dieser kann gemäss willkürfreier Feststellung der Vorinstanz allein durch die Einsichtnahme in den Strafbefehl nicht beseitigt werden.