Citation: 9C_822/2013 E. 4.3

4.3. Den vorinstanzlichen Erwägungen zufolge soll unter bestimmten Voraussetzungen nach Ablauf der einmonatigen Nachdeckungsfrist gemäss Art. 26 Abs. 1 des Reglements während weiteren 360 Tagen überobligatorischer Versicherungsschutz für das Risiko Invalidität bestehen. Ein solches Verständnis lässt jedoch Art. 26 Abs. 2 zweiter Abschnitt des Reglements ausser Acht. Danach richtet sich ein allfälliger Anspruch auf Invaliditätsleistungen oder höhere Invaliditätsleistungen bei Eintritt der Invalidität oder Erhöhung des Invaliditätsgrades nicht innerhalb der (in Abschnitt 1) genannten Fristen ausschliesslich nach den Bestimmungen des BVG. Mit der Bindung an Fristen unterstellt das Reglement - auch für einen durchschnittlichen Adressaten klar ersichtlich - den Anspruch auf Invaliditätsleistungen aus reglementarischer Nachdeckung/Nachhaftung im Vergleich zum Obligatorium (Art. 23 BVG) nicht anderen, sondern zusätzlichen Voraussetzungen in zeitlicher Hinsicht. Dies entspricht auch dem Wesen der erweiterten beruflichen Vorsorge (Art. 49 BVG), weil sie betraglich höhere Leistungen als das BVG-Obligatorium gewährt.