Citation: 4A_25/2023 E. 7.2.2

7.2.2. Was der Beschwerdeführer dagegen einwendet, überzeugt nicht. Unbegründet ist sein Einwand, die Vorinstanz habe die Frage, was unter dem Ausdruck "bei einem geplanten Verkauf" zu verstehen sei, unzulässigerweise nicht entschieden. Es ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz erwog, es sei nicht entscheidend, ob damit eine blosse Veräusserungsabsicht oder aber ein Plan bis zum Verkauf gemeint sei, da die Schwelle ohnehin überschritten worden sei. Nicht zu folgen ist dem Beschwerdeführer auch, wenn er argumentiert, weil es sich bei der Vereinbarung 2011 um eine öffentliche Urkunde handle, sei die Wendung "bei einem geplanten Verkauf" in einem engen Sinn aufzufassen und könne nicht auch Fälle erfassen, die wirtschaftlich einem Verkauf gleichkämen. Nach Ansicht des Beschwerdeführers soll offenbar erst von einem geplanten Verkauf ausgegangen werden, wenn ein Kaufvertrag betreffend die B.________-Aktien bereits abgeschlossen ist. Die Beschwerdegegner machen diesbezüglich zu Recht geltend, dann hätte in der Vereinbarung 2011 eher von "bei einem Verkauf" oder "bei einem abgeschlossenem Verkauf" die Rede sein müssen. Auch soweit der Beschwerdeführer geltend macht, die Vorinstanz habe es versäumt, den Gesamtzusammenhang der Vereinbarung 2011 zu würdigen, vermag er nicht durchzudringen. Er stellt sich auf den Standpunkt, die Vereinbarung 2011 habe nicht allein bezweckt, das Eigentum an den B.________-Aktien innerhalb der Familie zu behalten, sondern habe explizit auch die fortgesetzte operative Führung der A.________-Gesellschaften durch die Brüder sicherstellen sollen, wobei unbestritten sei, dass er allein bei der C.________ operative Leitungsaufgaben wahrnehme. Die vorinstanzliche Auslegung führe aber gerade dazu, dass er seine B.________-Aktien an seine nicht operativ tätigen Brüder abtreten müsse. Der Beschwerdeführer übergeht in seiner Argumentation, dass die Vorinstanz nicht festgestellt hat, dass die Vereinbarung 2011 bezweckte, dass nur direkt operativ tätige Brüder Aktien erhalten sollen. Selbst wenn dem so wäre, vermöchte er allein damit nicht zu begründen, dass die vorinstanzliche Auslegung Bundesrecht verletzt. Einzige Bedingung für die Auslösung des Kaufsrechts stellt - wie die Beschwerdegegner zu Recht geltend machen - die darin genannte Bedingung des "geplanten Verkauf[s]" dar. Zusammenfassend vermag der Beschwerdeführer insgesamt nicht darzutun, dass die vorinstanzliche Auslegung der Wendung "bei einem geplanten Verkauf" in Ziff. III.2.c der Vereinbarung 2011 Bundesrecht verletzt.