Citation: 2C_122/2008 23.01.2009 E. 3

Das Beschwerderecht setzt nach Art. 89 Abs. 1 lit. c BGG voraus, dass ein schutzwürdiges Interesse gegeben ist, das im Zeitpunkt des Entscheides des Bundesgerichts noch andauert (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2A.514/2006 vom 23. Januar 2007, E. 2). Die fraglichen Weihnachtsverkäufe vom 16. und 23. Dezember 2007 haben längst stattgefunden, so dass an der Beurteilung von deren Zulässigkeit kein aktuelles Interesse mehr besteht. Die Rechtsprechung sieht jedoch vom Erfordernis des aktuellen Interesses ab, wenn sich die mit der Beschwerde aufgeworfenen grundsätzlichen Fragen unter gleichen oder ähnlichen Umständen wieder stellen könnten, ohne dass im Einzelfall rechtzeitig eine höchstrichterliche Prüfung möglich wäre (BGE 131 II 670 E. 1.2 S. 674 mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin beruft sich auf diese Praxis, übersieht indessen, dass die erwähnte - im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung von den Eidgenössischen Räten bereits beschlossene Gesetzesrevision - die Rechtslage wesentlich verändert hat. So können die Kantone nach Art. 19 Abs. 6 ArG nunmehr Adventssonntage bezeichnen, an denen Arbeitnehmer in Verkaufsgeschäften ohne Bewilligung beschäftigt werden dürfen. Wie bereits dargelegt wollte der Gesetzgeber mit dieser neuen Regelung gerade Weihnachtsverkäufe an Adventssonntagen in weiterem Mass als bisher ermöglichen. Es trifft deshalb nicht zu, dass sich die in den Beschwerden aufgeworfene Frage inskünftig wieder in der gleichen Art stellen wird wie in den vorliegenden Streitfällen. Unter diesen Umständen fehlt der Beschwerdeführerin die Legitimation zur Anfechtung der Entscheide des Verwaltungsgerichts.