Citation: I 393/04 07.12.2004 E. 4

Es steht aufgrund der Akten fest und wird nicht bestritten, dass seit Erlass der ursprünglichen, eine ganze Invalidenrente ab 1. Oktober 1999 zusprechenden Verfügung vom 26. Mai 2000 bis zum massgebenden Zeitpunkt der Wiedererwägungsverfügung vom 9. Oktober 2002 weder in gesundheitlicher noch erwerblicher Hinsicht eine im Sinne von Art. 41 IVG relevante Besserung des Zustands eingetreten ist. Namentlich ist der Vorinstanz darin beizupflichten, dass die Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit im Gutachten der MEDAS vom 27. März 2002 nicht auf einer aktenmässig ausgewiesenen (Urteile S. vom 21. Oktober 2003 [I 652/02] Erw. 2 und P. vom 31. Januar 2003 [I 559/02] Erw. 3.2 mit Hinweis), revisionsbegründenden Tatsachenänderung beruht (wozu etwa auch die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer Angewöhnung oder Anpassung an die grundsätzlich gleichgebliebene Behinderung gehören kann; vgl. Ulrich Meyer-Blaser, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, Zürich 1997, S. 255), sondern es sich um eine revisionrechtlich unbeachtliche Neubeurteilung eines im Wesentlichen gleichgebliebenen Krankheitsbildes handelt; gegen eine objektive Verbesserung der Restarbeitsfähigkeit mit entsprechenden positiven Auswirkungen erwerblicher Art spricht unter anderem auch der Umstand, dass im Jahr 2001 nebst den körperlichen Leiden fachärztlicherseits erstmals eine leichte depressive Störung - Differenzialdiagnose: beginnende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F32.0) und Probleme verbunden mit Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung (ICD-10 Z73) - diagnostiziert wurden, wobei aber aus rein psychiatrischer Sicht für eine den somatischen Beschwerden angepasste Tätigkeit keine wesentliche Einschränkung besteht (Konsilium des Dr. med. V.________ vom 5. November 2001).