Citation: 8C_307/2017 E. 3.3.1

3.3.1. Die SWICA ging bei der Bemessung des Invalideneinkommens von einem Anwendungsfall von Art. 28 Abs. 4 UVV aus. Die Versicherte sei im Zeitpunkt des Rentenbeginns 60 Jahre alt gewesen und ihr werde aufgrund des Alters eine durch die Invalidenversicherung finanzierte Umschulung, welche eine dem Kompetenzniveau 3 entsprechende Tätigkeit ermöglichen würde, nicht mehr gewährt. Das Invalideneinkommen sei daher für eine vollzeitige leidensangepasste Tätigkeit einer Versicherten im mittleren Alter gestützt auf die LSE 2012, Tabelle TA1, Frauen, Kompetenzniveau 3, Rubrik Gesundheits- und Sozialwesen, festzusetzen. Umgerechnet auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,5 Stunden und angepasst an die Nominallohnentwicklung ergebe sich für das Jahr 2015 somit ein Invalideneinkommen von Fr. 79'086.-. Für die Vornahme eines leidensbedingten Abzuges bestehe kein Anlass. In Gegenüberstellung mit dem Valideneinkommen von Fr. 100'996.80 berechnete die SWICA einen Invaliditätsgrad von 22 %.