Citation: 1C_183/2016 E. 2.4

2.4. Mit diesen Ausführungen zeigt der Beschwerdeführer nicht auf, inwiefern die vorinstanzliche Feststellung, dass er zum Ablesen der Richtungsanweisungen seinen Blick insgesamt mehr als nur wenige Sekunden auf das Gerät gerichtet habe, willkürlich sein soll. Dies ist auch nicht ersichtlich, zumal gemäss internationalen Studien fahrzeuginterne Navigatoren zu einzelnen Blickabwendungen von ca. 1,4 Sekunden und einer Gesamtsumme der Beobachtungseinheiten von ca. 13 Sekunden führen können (JÖRG KUBITZKI, Ablenkung im Strassenverkehr, Die unterschätzte Gefahr, München 2011, S. 65). Dies lässt sich damit erklären, dass erfahrungsgemäss schon kurze optische Signale den Fahrer sekundenweise ablenken können, was im verstärkten Mass gilt, wenn auf Navigationsgeräten komplexere Bilder oder Schriftzeichen abzulesen sind (vgl. HAGENMEISTER/KETTLER, Ablenkung durch moderne Navigationsgeräte, Neue Zeitschrift für Verkehrsrecht, München und Frankfurt a.M. 2002, S. 481 ff., 483).