Citation: 9C_682/2017 E. 4.1.2

4.1.2. Nicht von Belang ist in diesem Zusammenhang der Einwand der Versicherten, wonach sie kein Rentengesuch gestellt habe und die Akten zum Zeitpunkt der Bewilligung der beruflichen Massnahmen insbesondere auch kein diese Leistungsart vorsehendes Formular beinhaltet hätten. Denn die Anmeldung umfasst alle nach den konkreten Umständen in Betracht fallenden Ansprüche der versicherten Person, einschliesslich jener, die auf erst nach erfolgter Anmeldung eintretenden Tatsachen beruhen, so hier auf dem Erreichen der für einen Rentenanspruch gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG vorausgesetzten Volljährigkeit (Urteile 9C_800/2015 vom 25. Februar 2016 E. 3.2 in fine; 9C_954/2012 vom 10. Mai 2013 E. 4.2 und 9C_92/2008 vom 24. November 2008 E. 3.2). Mit anderen Worten erstreckte sich die Anmeldung vom Juli 2008 auch auf den Rentenanspruch, welcher erst später entstehen konnte, nämlich frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahres folgte (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG), bei der am 22. Juli 1990 geborenen Versicherten mithin im August 2008.