Citation: 6B_510/2022 E. 2.2

2.2. Gemäss der Vorinstanz habe der Beschwerdeführer den objektiven Tatbestand der Nötigung erfüllt, indem er C.________ durch das Austauschenlassen der Schlösser den Zugang zu ihrer Wohnung verunmöglicht habe. C.________ habe sich gezwungen gesehen, an ihrem Arbeitsort und im Hobbyraum ihrer Nachbarin zu übernachten, bis sie eine neue Wohnung gefunden habe. Die dadurch erfahrene Beeinträchtigung habe das üblicherweise geduldete Mass deutlich überschritten, weshalb der objektive Tatbestand erfüllt sei. Der subjektive Tatbestand sei ebenfalls gegeben, da sich der Beschwerdeführer über die fehlende Rechtmässigkeit seines Handelns im Klaren gewesen sei und die Verwehrung des Zugangs beabsichtigt habe (Urteil S. 33 ff.).