Citation: 1B_215/2008 25.08.2008 E. 3

Nach Art. 176 des bernischen Gesetzes über das Strafverfahren (StrV) kann die beschuldigte Person in Untersuchungshaft versetzt werden, wenn sie eines Verbrechens oder Vergehens dringend verdächtigt ist und zudem ernstliche Gründe zur Annahme bestehen, sie werde weitere Verbrechen oder Vergehen begehen (Wiederholungsgefahr). Von einer Versetzung in Haft ist gemäss Art. 177 StrV abzusehen, soweit sich deren Zweck durch (einzeln aufgezählte) mildere Massnahmen erreichen lässt. - In gleicher Weise können diese Massnahmen nach Art. 192 StrV getroffen werden. Der Beschwerdeführer stellt nicht in Frage, dass ein dringender Tatverdacht bestehe und im Grundsatz Untersuchungshaft oder eine Ersatzmassnahme in Betracht falle. Zur Hauptsache rügt er die Annahme von Wiederholungsgefahr und - in Anbetracht der aktuellen konkreten Verhältnisse - die unzureichende Begründung der Wiederholungsgefahr. Wie es sich mit der Annahme der Wiederholungsgefahr verhält kann angesichts der nachfolgend zu prüfenden Rüge der Verletzung der Verteidigungsrechte vorderhand offen bleiben.