Citation: 9C_272/2024 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz erwog hinsichtlich der "asymmetrischen Dividenden" im Rückweisungsurteil vom 4. April 2022 (5V 21 79) insbesondere, dass der persönliche Beitrag der Aktionäre - in Form des akquirierten und des mandatsbezogen erreichten Umsatzes sowie des individuellen Einsatzes (etwa für IT- und Personaladministrationstätigkeiten) - entscheidend für die Höhe der jeweiligen Ansprüche gewesen sei. Lediglich der auf den Kanzleiumsatz zurückgeführte Gewinn sei (für die Ausschüttungen 2015 bis 2017) gleichmässig verteilt worden. Ab der Dividendenabrechnung 2017 (Ausschüttungen 2018 und 2019) sei ausschliesslich der persönliche Beitrag des jeweiligen Aktionärs resp. dessen Anteil am akquirierten und am mandatsbezogen erreichten Umsatz entscheidend gewesen. Ausserdem sei der mandatsbezogene Umsatz zunächst (2015 und 2016) mit 65 %, später (2017) mit 70 % und neu (2018 und 2019) mit 80 % gewichtet worden. Beim jährlich angepassten Schlüssel für die "Gewinnverteilung" sei die individuelle (Arbeits-) Leistung der Aktionäre resp. deren persönlich generierter Umsatz immer relevanter geworden; für die Ausschüttung von gewichteter ("asymmetrischer") Dividende seien vor allem die persönlichen Leistungen der Aktionäre ausschlaggebend gewesen. Die Ausrichtung der "Dividenden" habe somit nur ganz untergeordnet Kapitalertrag betroffen, vielmehr habe damit grösstenteils eine eigentliche Arbeitsleistungsabgeltung stattgefunden. Weiter hielt die Vorinstanz fest, dass die Aktionäre grundsätzlich Anspruch auf Vermögensertrag resp. Dividenden (als Zins auf dem investierten Kapital und als Risikoprämie) hätten und sich den Akten über deren Höhe nichts habe entnehmen lassen. Folglich wies sie die Sache zu weiteren Abklärungen und neuer Verfügung an die Verwaltung zurück.