Citation: 5A_747/2020 E. 4.3.2

4.3.2. Der Beschwerdeführer gibt sich abermals damit zufrieden, seine Lesart des angefochtenen Entscheids zu präsentieren und zu behaupten, die vom Obergericht errechnete Errungenschaft der Beschwerdegegnerin von mehr als Fr. 4 Mio. sei ein so hoher Vermögenswert, dass eine Rente gemäss Art. 125 ZGB, erst recht eine solche über das Pensionsalter hinaus, nicht mehr in Frage komme. Allein damit ist nichts gewonnen. Ins Leere läuft auch der Einwand, dass dem Unterhaltsverpflichteten nicht zugemutet werden dürfe, nach dem Eintritt in das AHV-Alter weiterhin beruflich tätig zu sein. Zwar hält das Obergericht dem Beschwerdeführer entgegen, nicht hinreichend bestritten zu haben, dass er auch nach seiner Pensionierung eine bezahlte Tätigkeit als Verwaltungsrat ausüben werde. Inwiefern es von ihm aber entscheidwesentlich verlangt, zur Bestreitung seiner lebenslangen Unterhaltspflicht über sein Pensionsalter hinaus einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, zeigt der Beschwerdeführer nicht auf und ist auch nicht ersichtlich, verweist der angefochtene Entscheid doch im Wesentlichen auf seine Renten- und Pensionseinkünfte, auf sein Einkommen aus Grundeigentum und auf sein bedeutendes Vermögen. In dieser Hinsicht stellt der Beschwerdeführer seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit im Pensionsalter nicht in Abrede. Darüber hinaus macht er in seiner Beschwerdeschrift vom 11. September 2020 auch nicht geltend, dass die zeitlich unbegrenzte Zusprechung von nachehelichem Unterhalt über das AHV-Alter hinaus bis zum Tod einer der Parteien gegen Art. 125 ZGB bzw. gegen den Grundsatz verstösst, wonach es auch bei langjährigen Hausgattenehen keinen Anspruch lebenslängliche finanzielle Gleichstellung geben kann, ansonst über die Tatsache der Scheidung bzw. über das faktische Ende der ehelichen Aufgabenteilung hinweggegangen würde (s. BGE 134 III 145 E. 4; Urteil 5A_907/2018 vom 3. November 2020 E. 3.4.5, zur Publikation vorgesehen). Soweit er auf diese Argumentation in seiner Replikeingabe zu sprechen kommt, ist er damit nicht zu hören, denn inwiefern erst die Ausführungen in der gegnerischen Vernehmlassung zu dieser Beschwerdeergänzung Anlass geben, tut der Beschwerdeführer nicht dar und ist auch nicht ersichtlich (BGE 135 I 19 E. 2.2; 132 I 42 E. 3.3.4).