Citation: 1P.642/2003 06.01.2004 E. 5

5.1 Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, das Kantonsgericht habe die Beweise willkürlich gewürdigt und ihm - in Verletzung des Grundsatzes in dubio pro reo - die Beweislast auferlegt. Er wendet sich insbesondere gegen den Vorwurf des Vorsatzes. 5.2 Der Beschwerdeführer war mit Verfügung vom 14. August 2001 bestraft worden, weil er sich als Heilpraktiker angekündigt hatte. Daraus und aus dem Umstand, dass er damals über die Voraussetzungen der Ankündigung eines bewilligungspflichtigen Berufes eingehend aufgeklärt worden war, schloss das Kantonsgericht auf vorsätzliche Tatbegehung im Hinblick auf den Interneteintrag. In Anbetracht dessen, dass das JPSD den Beschwerdeführer bereits am 20. Februar 2002 auf den Interneteintrag aufmerksam gemacht und die Vermutung geäussert hatte, es könnte allenfalls ein Verstoss gegen Art. 9 Abs. 2 VO ABG vorliegen, durfte das Kantonsgericht den Vorsatz bejahen. Der Beschwerdeführer hätte - in Kenntnis der rechtlich relevanten Tatsachen - seit dem 20. Februar 2002 die nötigen Schritte in die Wege leiten können, um die inkriminierte Ankündigung von der Website der Naturheiler entfernen zu lassen. Die Schlussfolgerungen der kantonalen Instanzen, dass Vorsatz vorliege, führen zu keiner Umkehr der Beweislast, sondern sind in sich schlüssig. Ein Verstoss gegen den Grundsatz in dubio pro reo ist infolgedessen zu verneinen.