Citation: B 59/01 24.10.2003 E. A

Die am 23. November 1939 geborene B.________ war seit 1962 in verschiedenen Gemeinden und auf allen Schulstufen des Kantons Aargau als Lehrerin tätig. Auf den 1. Januar 1996 trat sie von der Aargauischen Beamtenpensionskasse in die Lehrerpersonalvorsorge des Kantons Aargau (nachfolgend: LPVK; heute: Aargauische Personalvorsorgekasse für Lehrpersonen) ein, wobei die frühere Vorsorgeeinrichtung eine Austrittsleistung von Fr. 149'195.65 an die neue überwies. Im Herbst 1997 erkundigte sich B.________ bei der LPVK über ihre Versicherungssituation, worauf ihr mit Schreiben vom 21. Oktober 1997 unter Hinweis auf ein beiliegendes Leistungsblatt u.a. mitgeteilt wurde, die gegenwärtige Austrittsleistung würde sich auf Fr. 266'220.15 belaufen. Die massgebenden Reglementsbestimmungen sähen indes keine Wahlmöglichkeit zwischen Rente und Barauszahlung vor. Versicherte, die anstelle der Altersrente über das Versicherungskapital verfügen wollten, müssten deshalb "ihre Stelle so rechtzeitig kündigen, dass im Zeitpunkt des Austrittes noch kein Rentenanspruch entstanden ist. In diesen Fällen wird die Freizügigkeitsleistung fällig, die dann auf ein Freizügigkeitskonto bei einer Bank überwiesen und von dort allenfalls bar bezogen werden kann". Am 26. Dezember 1998 gelangte B.________ erneut an ihre Vorsorgeeinrichtung. Um ihre "finanzielle Situation planen zu können" erkundigte sie sich im Hinblick auf einen vorzeitigen "Rücktritt aus dem Schuldienst" auf den 31. Juli oder 15. Februar 2000 (eventuell würde sie noch früher kündigen) nach der jeweiligen Höhe der "Kapitalauszahlung". In ihrem Antwortschreiben vom 6. Januar 1999 (und dazugehörigen "provisorischen Austrittsabrechnungen") bezifferte die LPVK die Freizügigkeitsleistung (unter der Voraussetzung eines unveränderten Lohnes bis zum Austrittsdatum) auf Fr. 331'226.60 per 31. Juli 2000, auf Fr. 319'772.05 per 15. Februar 2000 bzw. auf Fr. 306'498.80 per 31. Juli 1999. Gleichzeitig wurde die Versicherte auf eine vorgesehene Revision des Lehrerpensionsdekretes mit Einführung des flexiblen Rentenalters 60 aufmerksam gemacht: "Sollte dieses Dekret per 1. August 1999 wirksam werden, so dürften wir Ihnen am 15. Februar 2000 und am 31. Juli 2000 die Freizügigkeitsleistung nicht mehr auszahlen, da Sie dann zu diesem Zeitpunkt bei einem Austritt Anspruch auf eine Rente hätten; eine Auszahlung der Freizügigkeitsleistung wäre nur noch möglich bei einem Austritt auf Ende des laufenden Schuljahres" (d.h. auf den 31. Juli 1999). Nachdem die LPVK auf eine weitere Anfrage B.________s vom 18. Februar 1999 hin auch noch die Höhe der jeweiligen Rentenansprüche mitgeteilt hatte (Schreiben der LPVK vom 23. Februar 1999 mit zugehörigen Berechnungsblättern), kündigte die Versicherte mit Schreiben vom 6. März 1999 ihre Arbeitsstelle als Lehrerin auf den 31. Juli 1999. Die LPVK ermittelte mit Austrittsabrechnung vom 3. August 1999 eine Austrittsleistung von Fr. 210'238.45 und überwies diesen Betrag auf das Freizügigkeitskonto von B.________ bei der Bank X.________. Die Abweichung des nunmehr errechneten Freizügigkeitsbetrages von der im Antwortschreiben vom 6. Januar 1999 angeführten Austrittsleistung von Fr. 306'498.80 erklärte die LPVK in der Folge mit einem Versehen im Zusammenhang mit dem Einbezug der zutreffenden versicherten Besoldung. Für den Fehler, der letztlich bereits auf die Eintrittsberechnungen der Vorsorgeeinrichtung zurückgeht, bzw. für die falsche Auskunft vom 6. Januar 1999 entschuldigte sich die LPVK bei der Versicherten "in aller Form" (Schreiben vom 9. August 1999); hingegen lehnte sie es ab, im Hinblick auf den Vertrauensgrundsatz zusätzlich den Differenzbetrag von Fr. 96'260.35 zwischen der fälschlicherweise genannten (Fr. 306'498.80) und der tatsächlich zu erbringenden Austrittsleistung (Fr. 210'238.45) auf das Freizügigkeitskonto zu überweisen (Schreiben vom 22. September 1999 und 6. Januar 2000).