Citation: 8C_159/2007 28.11.2007 E. 2

Nach Lage der medizinischen Akten, worunter der voll beweiskräftige (BGE 125 V 351 E. 3 S. 352 mit Hinweisen) Bericht des Dr. med. A.________, SUVA-Kreisarzt, vom 7. April 2004, ist mit allen Verfahrensbeteiligten davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer die vor dem Unfall ausgeübte Tätigkeit als Verkaufsberater wegen verminderter Belastbarkeit der linken Körperhälfte nicht mehr ausüben kann. Die Vorinstanz hält ferner fest, der Beschwerdeführer könne eine leidensangepasste Erwerbstätigkeit, wie die zuletzt ausgeübte Tätigkeit im Administrativbereich der Firma X.________, ganztags ausüben. Die psychischen Leiden seien medizinisch nicht schlüssig belegt, sodann müsse die adäquate Kausalität verneint werden, zumal der Versicherte bereits vor dem Unfall wegen Depressionen in regelmässiger ärztlicher Behandlung gewesen sei. 2.1 Der Beschwerdeführer macht hingegen geltend, er sei in seiner Tätigkeit im Admininistrativbereich mit einem Pensum von 50 % bereits an seine Leistungsgrenzen gestossen. Die kreisärztlichen Berichte seien nicht schlüssig, was sich schon aus der fehlerhaften Datierung der Akten ergebe. Zudem sei auf die Berichte des Kantonsspitals Y.________ und das Protokoll des Schadensinspektors abzustellen, woraus sich Hinweise für eine Kopfverletzung ergeben würden. Insgesamt sei die massliche Einschätzung der psychischen Arbeitsunfähigkeit ungenügend abgeklärt. 2.2 In der Unfallmeldung vom 5. Dezember 2000 wurden diverse Brüche an der linken Körperhälfte festgestellt. Diese wurden gemäss Bericht über die ambulante Behandlung vom 21. November 2000 am Kantons Spital C.________ versorgt. Am 22., 23. und 27. November 2000 wurde der Versicherte am Kantonsspital Y.________ operiert. Im Austrittsbericht der Rehaklinik Z.________ vom 12. Februar 2001 beschränkte sich die Diagnose auf funktionelle Probleme. Physiotherapie, ambulante Nachbehandlungen sowie Kontrollen ergaben, dass die Befunde somatische Folgen des Unfalls seien. Die verbliebenen Schmerzen der Frakturen seien sodann auf ungeschickte spontane Bewegungen und längere Belastungen zurückzuführen (Bericht ambulante Behandlung Kantonsspital Y.________ vom 15. März 2002). In Übereinstimmung mit den während über drei Jahren durchgeführten Kontrollen, hauptsächlich am Kantonsspital Y.________, ging der Kreisarzt Dr. med. A.________ in seinem Bericht vom 7. April 2004 ebenfalls von ausschliesslich somatischen Beschwerden in Zusammenhang mit den Frakturen aus. Eine psychische Fehlentwicklung wurde weder seitens der Ärzte in Betracht gezogen noch vom Versicherten angedeutet. Entgegen der Auffassung in der Beschwerde vermag der Bericht des Kantonsspitals Y.________ vom 2. März 2005 keine psychische Fehlentwicklung zu belegen, zumal die kognitiven Defizite auf Schilderungen des Versicherten basieren und apparativ nicht nachweisbar sind (vgl. auch Bericht des Dr. med. H.________, Facharzt Neurochirurgie DMH, vom 23. Juni 2005). Zudem bringen die Ärzte Prof. Dr. med. M.________ und Dr. med. I.________ des Kantonsspitals Y.________ die möglichen kognitiven Defizite nur im Sinne eines Verdachts in Zusammenhang mit dem Unfall vom 21. November 2000. Sodann ist gestützt auf den Bericht des Personenschaden-Inspektors vom 21. November 2000 auch nicht auf eine Kopfverletzung zu schliessen, hingegen ergibt sich, der Versicherte sei bis zum Unfallzeitpunkt in regelmässiger Behandlung wegen Depressionen gewesen. Die vorinstanzlich geltend gemachte Begutachtung, wonach Dr. med. U.________, Chefarzt des psychiatrischen und psychologischen Dienstes Justizvollzug, eine psychische Fehlentwicklung diagnostiziert habe, wurde in der Beschwerde nicht dargetan; ein Gutachten ist denn auch nicht ins Recht gelegt worden. Zwar ist richtig, dass die Beurteilung, ob ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen einem Unfall und den eingetretenen Gesundheitsschädigungen besteht, eine Tatfrage ist, über welche die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der Beweiswürdigung mit dem im Sozialversicherungsrecht herrschenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden haben. Gestützt auf die medizinischen Unterlagen sind aber keine psychischen Beschwerden belegt und entsprechend findet sich hinsichtlich der Kausalität keine ärztliche Zuordnung. Von zuverlässigen ärztlichen Angaben, welche die psychische gesundheitliche Beeinträchtigung auf den Unfall zurückführen würden, kann nicht gesprochen werden. Nach Lage der Akten und des Werdegangs des Versicherten - er war offensichtlich bereits vor dem Unfall wegen Depressionen in ärztlicher Behandlung - ist demnach nicht überwiegend wahrscheinlich, dass zwischen dem versicherten Unfall und den behaupteten psychischen Beschwerden ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Unter Berücksichtung sämtlicher für die Beurteilung massgebenden Faktoren kann der natürliche Kausalzusammenhang zwischen den geltend gemachten Beschwerden und dem erlittenen Unfall nicht als mehr denn eine blosse Möglichkeit erscheinen, was für die Begründung einer Leistungspflicht der Unfallversicherung nicht genügt (Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts U 147/05 vom 8. Juni 2006 E. 5.3 und 5.5). Von weiteren medizinischen Abklärungen kann deshalb in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 122 V 157 E. 1d S. 162) abgesehen werden. 2.3 Auf Grund des Gesagten ist der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den behaupteten psychischen Beschwerden zu verneinen, weshalb sich Erwägungen zur adäquaten Kausalität erübrigen.