Citation: 2A.322/2005 20.05.2005 E. 3

3.1 Die Ausschaffungshaft soll in der Regel "höchstens drei Monate" dauern. Sie kann mit Zustimmung der richterlichen Behörde jedoch maximal um insgesamt sechs Monate verlängert werden, wenn dem Vollzug der Weg- oder Ausweisung besondere Hindernisse entgegenstehen (Art. 13b Abs. 2 ANAG). Hierunter fallen auch Probleme bei der Papierbeschaffung. Gerade wegen solcher Schwierigkeiten hat der Gesetzgeber die Haftdauer erheblich erhöht und die Möglichkeit der Haftverlängerung geschaffen (BBl 1994 I 305 ff. S. 316; BGE 130 II 56 E. 4.1.2 u. 4.1.3). Wie es sich mit der Durchführbarkeit des Wegweisungsvollzugs im Einzelnen verhält, bildet Gegenstand einer Prognose. Die Haft ist, weil unverhältnismässig, nur dann aufzuheben, wenn für die Undurchführbarkeit triftige Gründe sprechen oder praktisch feststeht, dass sich die Ausschaffung innert der gesetzlichen bzw. allenfalls einer dem Fall angemessenen kürzeren Frist kaum wird realisieren lassen (BGE 130 II 56 E. 4.1.3; 122 II 148 E. 3 S. 152 f.). 3.2 Dem ist hier nicht so: Zwar haben die chinesischen Behörden die Identität des Beschwerdeführers bisher nicht bestätigt, doch ist nicht ausgeschlossen, dass sie dies noch tun werden, sollte er weitere Angaben zu seiner Person machen oder über seine Familienangehörigen oder Bekannten - etwa seinen Grossvater oder die Leitung der von ihm besuchten Schule - zusätzliche Bescheinigungen einholen. An der Einvernahme vom 4. Februar 2005 erklärte der Beschwerdeführer, über seine Familie in China die Telefonnummer eines Landsmanns in der Schweiz besorgt zu haben; es ist somit möglich, dass er auf dem gleichen Weg auch Unterlagen zu seiner Person wird beschaffen können, sollten seine Angaben zutreffen (vgl. zu Art. 13c Abs. 5 lit. a ANAG: BGE 130 II 56 E. 4.1 S. 59 ff. mit Hinweisen). Anhaltspunkte dafür, dass sich die Behörden nicht weiterhin mit dem nötigen Nachdruck um die Papierbeschaffung und den Vollzug der Wegweisung bemühen würden, bestehen nicht (zum Beschleunigungsgebot [Art. 13b Abs. 3 ANAG]: BGE 124 II 49 ff.). Der Beschwerdeführer kann seine Haft verkürzen, indem er mit den Behörden zusammenarbeitet; je schneller seine Papiere beschafft werden können bzw. er diese selber besorgt, desto eher kann die Ausschaffung vollzogen werden und desto kürzer fällt die restliche Haft aus. Für alles Weitere wird auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid und in der erstmaligen Haftgenehmigung vom 4./7. Februar 2005 verwiesen (Art. 36a Abs. 3 OG).