Citation: 1B_74/2018 E. 3.1

3.1. Nach dem Antrag des Beschwerdeführers auf Bestellung einer amtlichen Verteidigung vom 4. Juni 2014, den die Staatsanwaltschaft in der Folge gutgeheissen hat, verfügt er über eine monatliche Rente von Fr. 547.--. Dazu arbeitet er ca. 10 Tage pro Monat schwarz als Seemann auf verschiedenen Schiffen unter diversen Flaggen. Als Nettoeinkommen sind ca. 2'500.-- Euro angegeben, wobei angefügt wird, dass er die 20 Tage, in denen er in europäischen Häfen auf Arbeit warte, von seinem Lohn lebe; er brauche 1'500.-- Euro für Logis, der Rest für Essen etc. Er habe keine weiteren Einkünfte und kein Vermögen, dagegen noch rund Fr. 40'000.-- Schulden aus einer Alimentenbevorschussung. An der staatsanwaltlichen Einvernahme vom 27. April 2016 zu seinen persönlichen Verhältnissen befragt, gab der Beschwerdeführer an, eine Rente von Fr. 547.-- pro Monat zu erhalten und daneben ein Einkommen von Fr. 4'000.-- pro Monat zu erzielen; pro Monat stünden ihm ca. Fr. 4'200.-- bis 4'400.-- zur Verfügung. Er habe Alimentenschulden in unbekannter Höhe, aber keine weiteren Verpflichtungen mehr. An der Befragung durch das Bezirksgericht U.________ vom 25. April 2017 gab der Beschwerdeführer an, sein Nettoeinkommen betrage zusammen mit der Rente von Fr. 547.-- rund Fr. 4'000.--. Mit Eingabe vom 15. Dezember 2017 teilte der Beschwerdeführer dem Kantonsgericht mit, an seinen finanziellen Verhältnissen habe sich im Laufe des Strafverfahrens nichts geändert, es sei auf die Zahlen abzustellen, die zur Gutheissung des Gesuchs durch die Staatsanwaltschaft geführt hätten. Bei seinen Angaben vom 25. April 2017 gegenüber dem Bezirksgericht dürfte es sich um ein Versehen gehandelt haben.