Citation: 1C_455/2020 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz verneinte dies namentlich unter Hinweis auf die von der Geko am ÜP S.________ geäusserte Kritik, welche die Vorinstanz unter Hinweis auf weitere Stellungnahmen als gerechtfertigt ansah. Weiter führte die Vorinstanz an, die Geko habe den ÜP S.________ in ihrem letzten Bericht kritisch beurteilt. Sie habe zwar die Schaffung eines öffentlichen Grünraums begrüsst, habe aber auch festgehalten, dass die ortsbauliche und architektonische Qualität bloss durchschnittlich sei. Die Fachstelle Denkmalpflege und Ortsbildschutz habe sodann beim Überbauungsplan keine Verbesserungen im Vergleich zur Regelbauweise gesehen. Namentlich die Stellungnahme der Geko habe die Gemeinde veranlasst, den Beschwerdeführerinnen im Schreiben vom 22. Dezember 2016 mitzuteilen, sie erachte eine Überarbeitung des Überbauungsplans und eine erneute öffentliche Auflage als notwendig. Es sei inkonsequent, wenn sie den ÜP S.________ ohne vorherige Überarbeitung erlassen habe. Daran änderten auch die Auflagen nichts, zumal diesen mangels erneuter öffentlicher Auflage des Überbauungsplans keine verbindliche Wirkung zukomme. Der Gemeinderat wäre daher verpflichtet gewesen, sich - ausgehend vom Bericht der Geko - umfassend mit den Vor- und Nachteilen des Überbauungsplans auseinanderzusetzen. Dabei hätte er ebenfalls die Stellungnahme der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) würdigen müssen, soweit deren Aussagen auch für den aktuellen Überbauungsplan gültig waren. Dies habe der Gemeinderat nicht getan. Im Entscheid betreffend den Erlass des ÜP S.________ führe er zwar die Stellungnahme der ENHK vom 28. Oktober 2015 und diejenige der Geko vom Dezember 2016 an, gehe aber auf die darin geäusserte Kritik nicht ein und gebe nicht an, weshalb er in seiner Beurteilung von den Fachgutachten abweiche. Damit habe er seine Aufgabe beim Erlass des ÜP S.________ nicht wahrgenommen. Fehle eine gesamthafte Würdigung dieses Plans mit all seinen Vor- und Nachteilen, könne dem DBU nicht vorgeworfen werden, es habe die Gemeindeautonomie verletzt und unzulässig in das Ermessen der Planungsbehörde eingegriffen, indem sie den Nachweis eines ortsbaulich und architektonisch besseren Ergebnisses als nicht erfüllt erachtete. Die Berufung der Gemeinde auf ihr Ermessen bedinge nämlich, dass ersichtlich sei, wie dieses ausgeübt wurde.