Citation: 4A_189/2018 E. 4.1

4.1. Die Eigentümerin eines Gebäudes oder eines anderen Werkes haftet nach Art. 58 Abs. 1 OR für den Schaden, den dieses infolge fehlerhafter Anlage, Herstellung oder mangelhaften Unterhalts verursacht. Unter Werken im Sinne der Werkeigentümerhaftung (Art. 58 Abs. 1 OR) sind Gebäude und andere stabile, künstlich hergestellte, bauliche oder technische Anlagen zu verstehen, die mit dem Erdboden, sei es direkt oder indirekt, dauerhaft verbunden sind (BGE 130 III 736 E. 1.1; 121 III 448 E. 2a S. 449). Dass es sich beim streitgegenständlichen Baugerüst um ein im Eigentum der Beschwerdeführerin stehendes Werk im Sinne dieser Bestimmung und beim Gerüstbrett um einen Bestandteil (Art. 642 ZGB) dieses Werkes handelt, ist vor Bundesgericht zu Recht unbestritten.