Citation: 4A_374/2023 E. 1.2

1.2. Die Klägerin gelangte mit Eingabe vom 3. August 2022 an die zuständige Schlichtungsbehörde und beantragte, die Kündigung sei für nichtig zu erklären, eventualiter sei ihr Kündigungsschutz zu gewähren. Nachdem an der Schlichtungsverhandlung keine Einigung erzielt werden konnte, gelangte die Klägerin an das Mietgericht des Bezirksgerichts Meilen und beantragte im Wesentlichen, es sei die Nichtigkeit der Kündigung festzustellen, eventualiter sei diese für ungültig zu erklären. Mit Beschluss und Urteil vom 8. März 2023 wies das Mietgericht sowohl die Klage wie auch das klägerische Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege ab. Eine dagegen gerichtete Berufung wies das Obergericht des Kantons Zürich mit Urteil vom 5. Juni 2023 ab. Mit Beschluss vom gleichen Tag wies es auch das klägerische Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege ab. Ebenso wies es den klägerischen Antrag auf Beizug der Tonbandaufnahmen der erstinstanzlichen Hauptverhandlung ab. Es erwog, das Mietgericht habe zu Recht festgehalten, dass die Frist zur Kündigungsanfechtung und Erstreckung des Mietverhältnisses verwirkt und die Kündigung vom 19. Mai 2022 nicht nichtig sei.