Citation: U 477/00 06.05.2002 E. 3

3.- a) Es fehlen jegliche Hinweise dafür, dass die körperliche Bewegung durch eine Programmwidrigkeit, wie einen Sturz oder ein Stolpern etc., gestört worden ist. Eine unkoordinierte Bewegung im Sinne der Rechtsprechung (vgl. Erw. 1b hievor in fine) scheidet somit aus. b) Das kantonale Gericht hat in einlässlicher und in allen Teilen überzeugender Würdigung der Akten einen im Hinblick auf die Konstitution und die berufliche wie ausserberufliche Gewöhnung ganz ausserordentlichen Kraftaufwand verneint. Es hat dabei die rechtserheblichen sachverhaltsmässigen Unterschiede zu den in Erw. 1b hievor genannten Fällen, wo eine rechtsprechungsgemässe Überanstrengung bejaht worden war, umfassend und überzeugend aufgearbeitet. Was hiegegen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgebracht wird, dringt nicht durch. Es steht insbesondere ausser Frage, beim Bewegen von Lasten durch menschliche Kräfte generell und einzig deshalb, weil der Gegenstand ein bestimmtes Gewicht überschreitet, auf eine Überanstrengung zu schliessen. Ob ein ganz ausserordentlicher Kraftaufwand zum Einsatz kam, lässt sich vielmehr einzig mit Blick auf die gesamten Verhältnisse, einschliesslich der kräftemässigen Möglichkeiten der betroffenen Person, beurteilen. Dabei ist von Bedeutung, ob und gegebenenfalls wie eine Last getragen, geschoben oder weggewälzt werden musste. Untauglich ist es, nach der Formel "post hoc ergo propter hoc" verfahren zu wollen, wonach eine gesundheitliche Schädigung schon deshalb als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist.