Citation: 5A_533/2023 E. 3.1.2

3.1.2. Ferner stellte die Vorinstanz fest, für die zuletzt gemeinsam gelebte Betreuungsregelung sei entscheidend, dass beide Parteien seit September 2021 bzw. Mitte November 2021 je (wieder) in einem 60 %-Pensum arbeiteten. Zwar habe sich der Beschwerdeführer mindestens von Januar 2020 bis September 2021 (maximal von November 2019 bis Mitte November 2021) der Betreuung der Kinder und der Führung des Haushaltes gewidmet, während die Beschwerdegegnerin zu 100 % gearbeitet habe, als sie ihre Assistenzarztzeit und ihre Facharztausbildung habe abschliessen wollen. Mit Ausnahme dieser Zeitspanne habe bei den Parteien aber klar ein Modell dominiert, bei welchem beide Elternteile in Teilzeit erwerbstätig gewesen seien (die Beschwerdegegnerin in der Regel zu 60 % oder 50 % und der Beschwerdeführer zu 60 % oder 80 %). Mit Blick auf die aktuelle Situation seien die Betreuungsmöglichkeiten der Parteien als gleichwertig einzustufen, womit sich kein Vorteil bei der Zuteilung der Obhut für einen Elternteil ergebe.