Citation: I 348/03 21.11.2003 E. 2

Eine Keratoplastik gilt gemäss konstanter Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts nur dann nicht als Behandlung des Leidens an sich, sondern als ein medizinischen Massnahmen nach Art. 12 IVG zugänglicher Eingriff, wenn damit eine narbig veränderte Hornhaut oder eine getrübte Keratokonusspitze ersetzt wird. In diesen Fällen rechtfertigt sich nämlich die Annahme eines stabilen bzw. relativ stabilisierten Defektzustandes, weshalb der Eingriff grundsätzlich eine medizinische Massnahme nach Art. 12 IVG bilden kann (BGE 100 V 97; AHI 1997 S. 116 f. Erw. 3b; ZAK 1963 S. 531; Urteil B. vom 22. Mai 2001, I 651/00; nicht veröffentlichte Urteile Z. vom 18. August 1999 [I 486/98], W. vom 19. August 1997 [I 444/96], R. vom 21. August 1996 [I 172/96], L. vom 21. Mai 1990 [I 18/90] und G. vom 24. August 1988 [I 468/87]).