Citation: 6B_355/2021 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz wendet bei der Strafzumessung im Ergebnis das neue Recht an. Dagegen ist nichts einzuwenden. Erweist sich der Widerruf des bedingten Vollzugs einer Freiheitsstrafe als bundesrechtskonform (vgl. E. 2 hiernach) und ist unabhängig davon, ob das gesetzliche Maximum der Geldstrafe 360 oder 180 Strafeinheiten beträgt, für die neuen in der Probezeit begangenen Delikte eine Freiheitsstrafe anzuordnen (vgl. E. 3 hiernach), so kann das Gericht nach dem revidierten Art. 46 Abs. 1 StGB, im Gegensatz zum alten Recht, in sinngemässer Anwendung von Art. 49 StGB eine Gesamtstrafe bilden (vgl. BGE 145 IV 146 E. 2.1 ff.; 134 IV 241 E. 4; Urteil 6B_658/2021 vom 27. Januar 2022 E. 2.2.1). Der Beschwerdeführer profitiert in diesem Fall vom Asperationsprinzip, weshalb sich das neue Recht als milder und damit einschlägig erweist.