Citation: 2C_883/2020 E. 2.4.1

2.4.1. Wichtige persönliche Gründe im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG können sich auch aus einer schützenswerten Beziehung zu einem in der Schweiz anwesenheitsberechtigten Kind ergeben (BGE 144 I 91 E. 5.1; 139 I 315 E. 2.1 mit Hinweisen), wobei die aus Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV abzuleitenden Anforderungen zu berücksichtigen sind. Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG und Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV überschneiden sich insoweit in ihrer Anwendung (vgl. Urteil 2C_423/2018 vom 18. Oktober 2018 E. 2); wichtige persönliche Gründe im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG können nicht einschränkender verstanden werden als allfällige, sich aus Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV ergebende Ansprüche auf Erteilung bzw. Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung (Urteile 2C_397/2020 vom 26. August 2020 E. 5.2; 2C_1140/2015 vom 7. Juni 2016 E. 2.2.1 mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung kann der nicht sorge- bzw. hauptsächlich betreuungsberechtigte ausländische Elternteil die familiäre Beziehung zu einem Schweizer Kind nur in einem beschränkten Rahmen leben und ist hierzu nicht erforderlich, dass er sich dauernd im gleichen Land aufhält wie das Kind und dort über eine Aufenthaltsbewilligung verfügt. Zu den Voraussetzungen für die Erteilung oder Verlängerung einer Aufenthaltsbewilligung, um das Recht auf persönlichen Umgang mit dem Kind (Besuchsrecht) gestützt auf Art. 8 Ziff. 1 EMRK in der Schweiz leben zu können, gehört in einer solchen Konstellation namentlich, dass sich die ausländische Person in der Schweiz bislang weitgehend "tadellos" verhalten hat (BGE 144 I 91 E. 5.2; Urteil 2C_614/2020 vom 26. November 2020 E. 4.3.1).