Citation: 5A_818/2019 E. 4.2

4.2. Soweit vor Bundesgericht noch streitig, stellt das Obergericht fest, dass die Beschwerdeführerin die im Liquiditätsplan vom 13. März 2019 in Aussicht gestellten flüssigen Mittel von USD 700'000.-- zwar verbuchen konnte. Allerdings seien ihr im September 2018 anstelle der prognostizierten USD 800'000.-- nur USD 588'900.- zugeflossen. Gemäss der Liquiditätsplanung vom Oktober 2018 seien im November 2018 weitere Zahlungen der Hauptkundin von USD 2.4 Mio. und im Dezember 2018 von USD 5.32 Mio. vorgesehen gewesen. Dass diese Zahlungen nicht in dieser Höhe eingegangen sind, bestreite die Beschwerdeführerin nicht. Bei dieser Ausgangslage sei nicht zu beanstanden, dass das Kantonsgericht gegenüber den zwischen Oktober 2019 und Januar 2020 erwarteten Zahlungen erhebliche Vorbehalte hat. Weiter legt die Vorinstanz dar, dass die Zahlung von USD 4 Mio. an die Bank B.________ SA im Rahmen der Liquidationsverfahren auf den Cayman Islands nicht derart gewiss sei, wie die Beschwerdeführerin dies mit Hinweis auf ein Schreiben von H.________ vom 12. März 2019 suggeriere. Die E-Mail von I.________ vom 28. August 2019 betreffend die vorhandenen Barmittel im Liquidationsverfahren der E.________ Ltd, welche die Beschwerdeführerin erst im Beschwerdeverfahren eingereicht habe, sei aufgrund des Novenverbots (Art. 326 ZPO) unbeachtlich. Weiter geht das Obergericht auf den Vorwurf ein, das Kantonsgericht sei dem Antrag des Sachwalters um Verlängerung der Nachlassstundung nicht gefolgt, obwohl dieser überzeugend erklärt habe, dass jedenfalls im heutigen Zeitpunkt nicht gesagt werden könne, es bestehe offensichtlich keine Aussicht auf Sanierung. Laut Vorinstanz äussert sich die Beschwerdeführerin nicht dazu, auf welche überzeugenden Argumente des Sachwalters sie sich stützt und inwiefern das Kantonsgericht diese nicht zu entkräften vermocht habe; die Beschwerde weise in diesem Punkt keine genügende Begründung auf, weshalb darauf nicht einzutreten sei. "Abgesehen davon" - so die weiteren Erwägungen der Vorinstanz - sei das Gericht nicht an den Antrag des Sachwalters gebunden. Dieser habe seinen Verlängerungsantrag im Wesentlichen damit begründet, dass er mehr Zeit für weitere Abklärungen brauche. Ausserdem habe er wiederholt betont, dass bezüglich der Verfahren auf den Cayman Islands viele Fragen offen seien. Die Vorinstanz schildert neben dem Inhalt des Zwischenberichts vom 20. Mai 2019 auch die Aussagen des Sachwalters anlässlich der Verhandlung vom 27. Mai 2019. Die Ausführungen des Sachwalters seien "sehr vage"; weshalb mit einem raschen Abschluss des Verfahrens auf den Cayman Islands zu rechnen ist, gehe daraus nicht hervor. Demgegenüber habe das Kantonsgericht nachvollziehbar begründet, weshalb das ausländische Verfahren voraussichtlich nicht schon bald abgeschlossen sein werde. Für eine lange Dauer der Liquidationsverfahren auf den Cayman Islands spreche auch der Umstand, dass sich die Bank B.________ SA mit allen Mitteln gegen eine Übernahme der Library zur Wehr setzen werde.