Citation: 6B_1119/2022 E. 5.3.1

5.3.1. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers liegt die hypothetische Einsatzstrafe für die mittäterschaftlich von E.________ begangene Vergewaltigung von 39 Monaten (drei Jahre und drei Monate) ohne Weiteres innerhalb des von einem bis zu 10 Jahren reichenden Strafrahmens (Art. 190 StGB) und des festgestellten mittelschweren Verschuldens. Dies gilt umso mehr, als die Vorinstanz aufgrund der weiteren Vergewaltigung und sexuellen Nötigung durch F.________ lediglich Strafschärfungen um je 6 Monate vornimmt, bei jeweils ebenfalls mittelschwerem Verschulden des Beschwerdeführers. Insofern können die drei Taten, zumal angesichts der zeitlichen Nähe, quasi als Einheit betrachtet werden, was die Vorinstanz letztlich tut, würdigt sie diese Taten doch zusammen. Ein Ermessensmissbrauch d.h. eine krass falsche Ausübung des Ermessens liegt nicht vor. Daran ändert nichts, dass die Vorinstanz die Mitwirkung des Beschwerdeführers als vergleichsweise niederschwellig beurteilt, zumal sie dessen Verschulden gleichwohl - nachvollziehbar - als mittelschwer beurteilt. Auch der Hinweis auf andere (Vergleichs) Urteile begründet keinen Ermessensmissbrauch. Dies gilt ebenso für den Umstand, dass die Erstinstanz noch eine deutlich tiefere Strafe für angemessen erachte. Die Vorinstanz war daran nicht gebunden.