Citation: 4A_648/2014 E. 3.3

3.3. Im Übrigen hat die Vorinstanz die interne Abmachung zwischen der Nebenintervenientin und dem Beschwerdeführer für die Frage nicht als erheblich angesehen, ob zwischen den Parteien des vorliegenden Verfahrens ein Behandlungsvertrag zustande gekommen ist. Sie ist zutreffend davon ausgegangen, dass für die Frage des Konsenses für das Zustandekommen ebenso wie für den Inhalt des Vertrages in erster Linie die tatsächlich übereinstimmenden Willensäusserungen der Parteien massgebend sind, welche durch subjektive Auslegung zu ermitteln sind und an die das Bundesgericht nach Art. 105 BGG grundsätzlich gebunden ist (Art. 18 Abs. 1 OR). Wenn eine tatsächliche Willensübereinstimmung unbewiesen bleibt, sind zur Ermittlung des mutmasslichen Parteiwillens die Erklärungen der Parteien aufgrund des Vertrauensprinzips so auszulegen, wie sie nach ihrem Wortlaut und Zusammenhang sowie den gesamten Umständen verstanden werden durften und mussten; diese Auslegung kann vom Bundesgericht als Rechtsfrage überprüft werden. Auch bei der objektivierten Auslegung von Willenserklärungen ist das Bundesgericht allerdings an die Feststellungen des kantonalen Gerichts über die äusseren Umstände sowie das Wissen und Wollen der Beteiligten gebunden (Art. 105 Abs. 1 BGG; vgl. BGE 138 III 659 E. 4.2.1 S. 666 f.; 133 III 61 E. 2.2.1 S. 67; 132 III 24 E. 4 S. 27 f.; je mit Hinweisen).