Citation: 6S.189/2003 20.08.2003 E. 1

Der Beschwerdeführer rügt im Zusammenhang mit der vorinstanzlichen Strafzumessung eine Verletzung von Bundesrecht (Art. 63 StGB). 1.1 Die Vorinstanz habe sein Geständnis nicht genügend berücksichtigt. Wie sich unter anderem aus dem Verhandlungsprotokoll des Kriminalgerichts ergebe, habe er bereits vor dieser Instanz ein Geständnis abgelegt und auch im Appellationsverfahren den Sachverhalt und erstinstanzlichen Schuldspruch vollumfänglich akzeptiert. Die Vorinstanz habe nun zwar sein Geständnis angeblich stärker berücksichtigt als das Kriminalgericht, doch führe es dazu im Widerspruch zu sich selbst aus, dass die späte teilweise Geständnisbereitschaft bloss geringfügig zu seinen Gunsten zu gewichten sei, da er auch ohne das Geständnis hätte überführt werden können. Er habe aber nicht nur vor Kriminalgericht und dann speziell auch vor der Vorinstanz ein "volles" Geständnis im Sinne des erstinstanzlichen Schuldspruchs abgelegt, sondern seine Verfehlungen auch offensichtlich bereut und bedauert. Dass der Beschwerdeführer ein Geständnis im Sinne des erstinstanzlichen Schuldspruchs abgelegt hat, davon ging auch die Vorinstanz aus, wenn sie ausführt, der Beschwerdeführer habe die ihm angelasteten Straftaten eingestanden, und dieses Element strafmindernd berücksichtigt. Im Geständnis vor Kriminalgericht hielt es der Beschwerdeführer für möglich, dass er von August 1999 bis Dezember 1999 mit Drogen gehandelt habe, er könne sich jedoch nicht mehr an die Menge erinnern; auch die Menge der in der Zeitspanne Januar 2000 bis zu seiner Verhaftung im März 2000 gehandelten Drogen könne er nicht mehr angeben. Nachdem der Beschwerdeführer somit erst vor Kriminalgericht den Drogenhandel eingestand und weder hinsichtlich der gehandelten Drogenmengen noch der am Handel mitbeteiligten Personen nähere Angaben machte, durfte die Vorinstanz von einer späten sowie bloss teilweisen Geständnisbereitschaft des Beschwerdeführers ausgehen. Denn es liegt auf der Hand, dass das Verhalten des Beschwerdeführers nicht mit demjenigen eines Täters verglichen werden kann, der bereits im Anschluss an seine Verhaftung seine deliktische Tätigkeit detailliert schildert und durch die Nennung der weiteren Mitbeteiligten die Strafuntersuchung massgeblich fördert. Die Vorinstanz hat das Geständnis des Beschwerdeführers geringfügig, jedoch stärker als das Kriminalgericht gewichtet. Diese Beurteilung ist von Bundesrechts wegen nicht zu beanstanden. 1.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, er sei zu hart bestraft worden im Vergleich zu einem Mittäter, der für etwa die gleichen Vorwürfe um zwei Jahre milder bestraft worden sei, und dies, obwohl der Mittäter in weit geringerem Umfang geständig gewesen sei als er. Das Strafmass ist nach Art. 63 StGB individuell nach dem Verschulden eines Täters im Rahmen des richterlichen Ermessens festzusetzen. Der Grundsatz der Individualisierung und der dem Sachgericht vom Gesetz bei der Strafzumessung eingeräumte weite Strafermessensspielraum führen notwendigerweise zu einer gewissen, vom Gesetzgeber in Kauf genommenen Ungleichheit. Unterschiedliche Gewichtungen der massgebenden Faktoren sind zudem Folge der Unabhängigkeit des Richters, der weiten Strafrahmen, der freien Beweiswürdigung sowie des erheblichen Ermessens des Sachrichters. In dieser Hinsicht ist zu beachten, dass selbst gleich oder ähnlich gelagerte Fälle sich durchwegs massgeblich in zumessungsrelevanten Punkten unterscheiden können. Eine aus diesen Gründen resultierende Ungleichheit in der Zumessung der Strafe reicht für sich allein nicht aus, um auf einen Missbrauch des Ermessens schliessen zu können (BGE 120 IV 136 E. 3a S. 144, 116 IV 292). Das - im Übrigen späte und bloss teilweise (E. 1.1) - Geständnis des Beschwerdeführers ist nur ein Element der Strafzumessung und daher ungeeignet, eine Ungleichbehandlung zu begründen. Soweit der Beschwerdeführer im gleichen Zusammenhang eine Verletzung von Verfassungsrecht rügt, kann darauf nicht eingetreten werden (Art. 269 Abs. 2 BStP).