Citation: 6B_1029/2016 E. 3.3

3.3. Nach der vom Beschwerdeführer eingereichten Beilage zum Zulassungszertifikat 2006 besteht das Messmittel aus drei Komponenten. Das (1) Lasergerät Riegl FG21-P sendet Laserimpulse aus, deren Reflexionen am Fahrzeug es registriert; aus den Laufzeiten wird die Geschwindigkeit ermittelt. Mit der (2) Digitalkamera werden zu jedem Geschwindigkeitsverstoss entsprechende Bilddaten erfasst, die auf dem (3) Videorekorder gespeichert werden. Lasergeräte müssen in der Schweiz im Gegensatz zum Ausland mit einer zusätzlichen Bilddokumentation ausgerüstet sein, die u.a. der Zuordnung zum gemessenen Fahrzeug dient. Sie weist je nach Umständen eine wesentlich grössere Ermittlungsunsicherheit auf als das eigentliche Geschwindigkeitsmessmittel, nämlich als das Lasergerät (Gutachten S. 11). Im Gutachten werden das verwendete Lasergerät als gültig geeichtes Messmittel bezeichnet, die Messgenauigkeit erläutert und die gefahrene Mindestgeschwindigkeit mit 116 km/h angegeben. Unter dem Titel der "anderweitig sachdienlichen Feststellungen" äussert sich der Gutachter zur Einblendung disable/valid (nach 0,4-1,3 Sekunden erfolge die Messdateneinblendung des Lasergeräts, die Videoaufzeichnung aber laufe kontinuierlich [das sei falsch, nach der Gebrauchsanweisung typischerweise 0,4 bis max. 1 Sekunde, Beschwerde S. 23; dass wird bereits im Urteil S. 12 festgestellt]), Plausibilitätsbetrachtung (ein unabhängiges Verfahren, das keinen Bezug zum eigentlichen Lasergeschwindigkeitsmessgerät habe), Distanzeinblendungen (Zeitpunkt der jeweiligen Distanzerfassung sei aber nicht genau bekannt), Datumsangabe (auf die Diskrepanz werde im Rapport hingewiesen), Koordinatenangabe (leichte Abweichung) sowie zu einem nicht relevanten Bild. Der Gutachter behandelt die den Beschwerdegegenstand bildenden Tatsachen mit dem Ergebnis, es lägen keine Anhaltspunkte für eine Fehlmessung oder Fehlzuordnung vor. In der Beschwerde wird keine unmittelbar-kausale Verfälschung der hier einzig relevanten Messung durch die bemängelten Umstände nachvollziehbar aufgezeigt. Es sind keine triftigen Gründe für ein Abweichen vom Gutachten ersichtlich. Dazu würde ein Ergänzungs- oder Obergutachten benötigt, worauf die Vorinstanz verzichtet (Urteil S. 12) und was nicht gerügt wird.