Citation: 1B_638/2021 E. 3.1

3.1. In der Sache rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung von Art. 136 StPO und Art. 6 EMRK, weil die Vorinstanz die Notwendigkeit der unentgeltlichen Verbeiständung verneint hat. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz handle es sich vorliegend um einen komplexen Sachverhalt. Dieser werfe juristisch komplexe Fragen wie die Schwere der Drohung und die Verwertbarkeit des von ihr aufgenommenen Videomaterials auf. Zudem sei fraglich, ob weitere Tatbestände erfüllt seien. Sie sei überdies keine "Durchschnittsbürgerin" im Sinne der Rechtsprechung, weil sie über keine Ausbildung verfüge und nur mangelnde Deutschkenntnisse habe. Auch sei sie in schlechter psychischer Verfassung. Sodann sei die Begründung und Substanziierung der Zivilforderung komplex und es bestünde das Risiko, dass sie entschädigungspflichtig werde, wenn die Zivilklage wegen fehlender Substanziierung auf den Zivilweg verwiesen würde. Schliesslich habe sie auch aufgrund des Grundsatzes der Waffengleichheit Anspruch auf einen Rechtsbeistand, da der Beschuldigte ebenfalls anwaltlich vertreten sei.