Citation: 8C_346/2023 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz stellte hierzu fest, der Beschwerdegegner sei als junger Flüchtling im Alter von ca. 21 Jahren in die Schweiz eingereist. Seinen eigenen Angaben gemäss habe er hier Französisch gelernt und von 2005 bis 2009 an der ETH in Lausanne Elektrotechnik und Informationstechnologie (ohne ordentlichen Abschluss) studiert. Aus seinen Einträgen im Individuellen Konto (IK) sei ein Einkommen von Fr. 700.- (2010) und ein solches von Fr. 370.- (2011) ersichtlich. Im darauf folgenden Jahr habe er ca. zwei Monate lang teilzeitlich als Techniker in der Kalibrierung im Bereich Messmittelmanagement gearbeitet. Ansonsten seien lediglich Nichterwerbstätigenbeiträge entrichtet worden. Dr. med. C.________ habe ferner das zumutbare Belastungsprofil sehr eng gefasst. So habe sie es als erforderlich erachtet, dass der Beschwerdegegner weitgehend ohne Team und in einem ruhigen Umfeld mit wenig Kundenkontakt arbeiten könne. Zudem müsse er die Tätigkeit für sich als angemessen erachten, da andernfalls die Durchhaltefähigkeit und die Motivation störungsbedingt erheblich eingeschränkt sein dürften. Zumutbar seien Übersetzungstätigkeiten und das Verfassen von Texten/Reden. Nicht arbeitsfähig sei der Beschwerdegegner aufgrund seiner Persönlichkeitsstruktur in Tätigkeiten, die eine Unterordnung erforderten. Angesichts der fehlenden Ausbildung bzw. des fehlenden Studienabschlusses werde der Beschwerdegegner weder eine Tätigkeit aufnehmen können, die einen akademischen Abschluss erfordere, noch eine solche, welche eine Berufslehre verlange. Es sei kaum anzunehmen, dass sich der Beschwerdegegner mit einer seinem Ausbildungsniveau bzw. seiner nicht vorhandenen Berufsausbildung entsprechenden Hilfsarbeitertätigkeit zufrieden geben würde.