Citation: 5A_899/2017 E. 2.3

2.3. Dass das Obergericht ein falsches Beweismass angewendet, hinsichtlich der geltend gemachten Einwendung also mehr als die blosse Glaubhaftmachung verlangt hätte, behauptet die Beschwerdeführerin nicht und ist auch nicht ersichtlich. Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdeführerin die vorinstanzliche Beweiswürdigung im beschriebenen Sinn (E. 2.1) als offensichtlich unrichtig ausweist. Das ist nicht der Fall: Auch vor Bundesgericht glaubt die Beschwerdeführerin der provisorischen Rechtsöffnung einfach mit der Behauptung entgehen zu können, dass sie sich rechtzeitig auf die angeblichen Willensmängel berufen habe. Anstatt sich mit der Beweiswürdigung im angefochtenen Entscheid auseinanderzusetzen, begnügt sie sich damit, die Sachlage aus ihrer Sicht zu schildern oder unreflektiert zu wiederholen, was sie bereits im kantonalen Verfahren zum Besten gab. So schildert sie in weitschweifigen Erörterungen, weshalb sie mit ihrem Schreiben vom 1. Juli 2016, mit ihren Ausführungen in ihrer Stellungnahme zum Rechtsöffnungsgesuch vom 8. Dezember 2016 und mit der Bestätigung von F.________ vom 28. Februar 2017 einen wesentlichen Irrtum und eine absichtliche Täuschung glaubhaft gemacht habe. Die vorinstanzliche Erkenntnis, dass sie damit drei verschiedene Erklärungen für ihre Berufung auf Willensmängel liefere, stellt sie jedoch nicht in Abrede, noch geht sie auf den daraus gezogenen Schluss des Obergerichts ein, dass diese Inkonsistenz der Glaubwürdigkeit ihrer Behauptungen abträglich sei. Ebenso wenig weiss sie eine Antwort auf die vorinstanzliche Frage, welches Interesse die Beschwerdegegnerin an einem Schriftstück hätte haben sollen, in welchem sie die Schulden der einzelnen Firmen bzw. die Lieferungen für diese Firmen anerkennt, ohne eine persönliche Schuldverpflichtung zu übernehmen. Und schliesslich äussert sie sich auch nicht zum Vorhalt des Obergerichts, wonach sie keine Erklärung geliefert habe, weshalb sie trotz angeblich fehlender Organstellung solche Anerkennungen hätte abgeben dürfen oder sollen. Um die vorinstanzliche Beweiswürdigung als offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG auszuweisen, genügt es indes nicht, einzelne Punkte der vorinstanzlichen Beweiswürdigung mit Gegenbehauptungen in Zweifel zu ziehen und andere Elemente unangefochten stehen zu lassen.