Citation: I 597/02 27.08.2003 E. 5

5.1 Der Vorinstanz ist auch darin beizupflichten, dass die Verwaltung bei der Zusprechung einer ganzen Rente vom 1. Mai 2000 bis 30. Juni 2001 zu Unrecht auf eine Erwerbsunfähigkeit von 75 % abgestellt hat. Für eine solche Annahme fehlen die Grundlagen. Die Experten der MEDAS legten den Zeitpunkt des Eintritts der 50 %igen Arbeitsunfähigkeit wegen der nicht übereinstimmenden ärztlichen Angaben im vorangegangen Zeitraum auf den 25. April 2001 fest, den Tag der Schlussbesprechung im Rahmen der Begutachtung. Dr. med. C.________ hielt den Beschwerdeführer in einer wechselbelastenden Tätigkeit ab 23. September 1998 für vollständig, unter günstigen Bedingungen (Arbeit in Werkstatt) auch als Schreiner einsatzfähig (Bericht vom 23. Oktober 1998) und bezeichnete eine ganztägige Beschäftigung in sitzend-wechselnder Stellung als zumutbar (Bericht vom 5. Februar 1999). In Berücksichtigung der inzwischen objektivierten Rückenbeschwerden gelangte dieser Arzt zum Schluss, es bestehe eine Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit von höchstens 50 % (Bericht vom 21. Juni 1999). In der Folge bestätigte er ab 30. Juni 1999 mit Intervallen vollständiger Arbeitsunfähigkeit (vom 30. Juni bis 4. Juli und vom 1. bis 15. September 1999), dass der Versicherte im Umfang eines halben Pensums arbeitsfähig sei (Ärztliche Zeugnisse vom 7. Juli, 1. und 6. September sowie 12. Oktober 1999). Die Klinik H.________, wo sich der Beschwerdeführer vom 20. April bis 14. Mai 1999 aufgehalten hatte, schätzte die Arbeitsfähigkeit ab 17. Mai 1999 ebenfalls auf 50 % ein (Bericht vom 31. Mai 1999). Auf die davon abweichende Beurteilung des Dr. med. G.________ kann, wie in Erwägung 3.1 dargelegt worden ist, nicht abgestellt werden. Auf Grund der ärztlichen Angaben ist davon auszugehen, dass der Versicherte vom 1. Mai 2000 bis 30. Juni 2001 zu 50 % arbeitsfähig war. Ein Anspruch auf eine ganze Rente ist folglich auch für diesen Zeitraum nicht gegeben, weshalb die vorinstanzlich vorgenommene reformatio in peius der Verfügung vom 15. Januar 2002 nicht zu beanstanden ist. 5.2 Nach dem Gesagten ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde abzuweisen, ohne dass es weiterer Abklärungen bedürfte. Für das Bestehen einer rentenbegründenden Invalidität in der Zeit vor dem 1. Mai 2000, wie mit dem Antrag auf Zusprechung einer Invalidenrente ab 1. Januar 1992 geltend gemacht wird, fehlen jegliche Anhaltspunkte und es wird denn auch in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde diesbezüglich nichts vorgebracht. Zudem ist auf Art. 48 Abs. 2 IVG hinzuweisen, wonach die Leistungen lediglich für die zwölf der Anmeldung des Versicherten vorangehenden Monate ausgerichtet werden.