Citation: 6B_487/2021 E. 1.4

1.4. Die vorinstanzlichen Erwägungen sind unter Willkürgesichtspunkten nicht zu beanstanden. Die Vorinstanz würdigt nicht nur die Chatkonversationen, sondern auch das Verhalten des Beschwerdeführers ausserhalb des Chat-Rooms in vertretbarer Weise. Ihre Erwägung, der Beschwerdeführer habe die konkreten vorzunehmenden sexuellen Handlungen vorgeschlagen, ist nicht isoliert, sondern vor dem Hintergrund des gesamten Chatverlaufs und Verhaltens des Beschwerdeführers zu betrachten (vgl. Urteil 6B_506/2019 vom 27. August 2019 E. 1.4). Die Vorinstanz hat rechtsgenüglich und anschaulich aufgezeigt, dass der Beschwerdeführer die Konversation schnell auf ein mögliches Treffen lenkte, das auf Wunsch des Beschwerdeführers zudem nicht "draussen", sondern an einem "geeigneten diskreten Ort" hätte stattfinden sollen (angefochtenes Urteil S. 10 f.). Der Beschwerdeführer tat im Verlauf der schriftlichen Konversation seine Absicht unmissverständlich kund, zusammen mit "Vanessa" sexuelle Handlungen vorzunehmen. Die geplanten Handlungen beschrieb er im Detail (küssen, am ganzen Körper lecken und sich gegenseitig oral befriedigen). Schliesslich fuhr er zum vermeintlichen Domizil von "Vanessa", wobei er unterwegs Kondome kaufte und bei der Verhaftung mit sich führte. Dass die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer habe ein die sexuellen Handlungen vorbereitendes Gespräch am vereinbarten Treffen mit "Vanessa" als nicht erforderlich erachtet, geht - entgegen der Beschwerde (S. 5 f.) - aus der schriftlichen Konversation hervor. Als "Vanessa" klar zum Ausdruck brachte, dass sie betreffend sexuelle Handlungen unerfahren sei und den Beschwerdeführer bat, ihr zu schreiben, was er ihr alles zeigen könne, damit sie sich darauf einstellen könne, schrieb er ihr, dass er sie am ganzen Körper lecken würde (angefochtenes Urteil S. 10). Das vermeintliche Mädchen hat sich damit einverstanden erklärt, dass der Beschwerdeführer ihr am vereinbarten Treffen die von ihm vorgeschlagenen Handlungen "zeigen" (und nicht etwa bloss "erklären") werde. Dies geht aus der schriftlichen Konversation klar hervor. Dass die vom Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang vorgeschlagene Handlung ("am ganzen Körper lecken") als sexuelle Handlung im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 StGB anzusehen ist, wird im Folgenden zu zeigen sein (vgl. unten E. 2.3). Der Schluss der Vorinstanz, das vermeintliche 14-jährige Mädchen habe in der gegenseitigen schriftlichen Konversation seine Einwilligung in die vorgeschlagenen sexuellen Handlungen kundgetan und diese durch die Bekanntgabe seines Domizils bekräftigt (angefochtenes Urteil S. 17), erweist sich nicht als schlechterdings unhaltbar. Bei dieser Sachlage ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz davon ausgeht, erklärtes Ziel des Beschwerdeführers sei die Vornahme der von ihm erwähnten sexuellen Handlungen mit der vermeintlichen 14-jährigen "Vanessa" gewesen, wobei es nach seiner Vorstellung zu sexuellen Handlungen gekommen wäre, wenn tatsächlich ein 14-jähriges Mädchen allein zu Hause gewesen wäre. Ob er damit die Schwelle zum strafbaren Versuch bereits überschritten hat, stellt eine Frage der rechtlichen Würdigung dar und ist im Folgenden zu prüfen.