Citation: 4A_583/2017 E. 3.4

3.4. Im vorliegenden Fall bestehen weder aufgrund der Feststellungen im angefochtenen Entscheid noch aufgrund der Parteivorbringen Anhaltspunkte dafür, dass die Parteien in der Schiedsvereinbarung eine restriktive Zuständigkeit des Schiedsgerichts vereinbaren wollten. Insbesondere hat das Schiedsgericht aus der Stellungnahme der Parteien in anderen Verfahren - namentlich vor Bezirksgericht - nicht auf einen derartigen übereinstimmenden Willen geschlossen. Vielmehr ist ein tatsächlich übereinstimmender Wille der an der Schiedsvereinbarung beteiligten Parteien zur Tragweite der Schiedsklausel im angefochtenen Entscheid nicht festgestellt. Die Tragweite der Schiedsklausel ist daher nach dem Vertrauensprinzip auszulegen. Diese Auslegung wird als Rechtsfrage frei, d.h. ohne Bindung an die rechtlichen Erwägungen der Vorinstanz oder der Parteien geprüft (vgl. BGE 142 III 239 E. 5.2.1 S. 253 mit Verweisen). Die bundesgerichtliche Praxis geht in diesem Zusammenhang davon aus, dass die Parteien dem Schiedsgericht mangels besonderer Umstände ihre Streitigkeit insgesamt zur Beurteilung unterbreiten und nicht derart aufspalten wollen, dass einzelne Fragen anderen Gerichten zum Entscheid unterbreitet werden müssten. So ist namentlich entschieden worden, dass Schiedsvereinbarungen für Streitigkeiten aus einem bestimmten Vertrag sich auch auf Streitigkeiten über das Zustandekommen und die Beendigung dieses Vertrags beziehen (BGE 140 III 134 E. 3.3.2 S. 140; 116 Ia 56 E. 3b S. 59).