Citation: 5A_391/2020 E. 1.2

1.2. Die Beschwerde an das Bundesgericht ist ein reformatorisches Rechtsmittel (Art. 107 Abs. 2 Satz 1 BGG). Anträge auf Geldforderungen sind zu beziffern (BGE 134 III 235 E. 2 S. 236). Das Rechtsbegehren muss so bestimmt sein, dass es im Falle der Gutheissung unverändert zum Urteil erhoben werden kann (vgl. BGE 137 III 617 E. 4.3 S. 619). Begehren auf Verurteilung zur Leistung eines Mindestbetrages erfüllen diese Anforderungen nicht; sofern das Bundesgericht reformatorisch entscheiden kann, spricht es im Falle der Gutheissung der Beschwerde maximal den eingeforderten Mindestbetrag zu, selbst wenn materiellrechtlich ein höherer Betrag gerechtfertigt wäre. Die rechtsuchende Partei darf sich grundsätzlich nicht darauf beschränken, die Aufhebung des angefochtenen Entscheids zu verlangen. Sie muss einen Antrag in der Sache stellen, also angeben, welche Punkte des kantonalen Entscheids sie anficht und inwiefern das Bundesgericht den angefochtenen Entscheid abändern soll. Ein Aufhebungs- und Rückweisungsantrag genügt hingegen, wenn das Bundesgericht im Falle einer Gutheissung in der Sache nicht selbst entscheiden könnte (vgl. Urteile 4A_222/2016 vom 15. Dezember 2016 E. 1.2, nicht publ. in: BGE 143 III 28; 5A_346/2016 vom 29. Juni 2017 E. 2.1, nicht publ. in: BGE 143 III 361). Vorliegend liegt seitens der Beschwerdeführerin zwar ein beziffertes Begehren vor, doch handelt es sich dabei lediglich um eine Mindestsumme ("mindestens" Fr. 460'000.--; vgl. Sachverhalt Bst. C.a). Die konkrete Bezifferung behält sich die Beschwerdeführerin für nach Abschluss des - vor Kantonsgericht durchzuführenden - Beweisverfahrens vor. Insofern liegt ein rein kassatorischer Antrag vor. Die Beschwerdeführerin macht u.a. Willkür in der Sachverhaltsfeststellung wie auch eine Verletzung des Rechts auf Beweis geltend (dazu E. 2.4). Soweit sie mit diesen Einwänden durchdringen sollte, könnte das Bundesgericht nicht in der Sache selber entscheiden, weshalb der Aufhebungs- und Rückweisungsantrag zulässig ist. Weitergehend verlangt die Beschwerdeführerin den Zuspruch einer Forderung aus Güterrecht von "mindestens" Fr. 460'000.--. Sollten sich die Sachverhaltsrügen und die Rüge betreffend die Verletzung des Anspruchs auf Beweis als unbegründet, hingegen eine geltend gemachte Verletzung des materiellen Rechts als begründet erweisen, könnten der Beschwerdeführerin gestützt auf ihr Begehren maximal Fr. 460'000.-- zugesprochen werden.