Citation: 6B_556/2024 E. 5.3.1

5.3.1. Der Beschwerdeführer kritisiert in grundsätzlicher Art die bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Notwendigkeit einer Glaubhaftigkeitsbegutachtung. Diesbezüglich ist seiner Argumentation nicht zu folgen. Wie das Bundesgericht in konstanter Rechtsprechung stets betont, ist die Prüfung der Glaubhaftigkeit von Aussagen primär Aufgabe des Gerichts (vgl. E. 5.2.1 hiervor). An dieser Rechtsprechung ist festzuhalten, zumal der Beschwerdeführer keine stichhaltigen Argumente dagegen vorbringt. Ebenso wenig vermag er darzutun, dass die Vorinstanz ihr Ermessen missbraucht hätte, indem sie von einer aussagepsychologischen Begutachtung absah. Lediglich der Umstand, dass die Vorinstanz bei der Beurteilung der Glaubhaftigkeit der Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 u.a. auch auf psychologische Faktoren Bezug nimmt (etwa indem sie Hinweise auf Hinzudichten, Suggestion oder Pseudoerinnerungen verneint und ausschliesst, dass eine depressive Symptomatik Auswirkungen auf das Aussageverhalten der Beschwerdegegnerin 2 gehabt haben könnte), vermag keine Verletzung von Art. 182 StPO zu begründen, zumal sich die Vorinstanz auf die behandelnde Psychiaterin Dr. C.________ beziehen konnte. Auch die Tatsache, dass sich die Beschwerdegegnerin 2 zum Zeitpunkt der Anzeigeerstattung in psychiatrischer Behandlung befand, begründet für sich allein keine Notwendigkeit für eine aussagepsychologische Begutachtung.