Citation: 8C_75/2023 E. 5.1

5.1. Soweit beschwerdeweise die Beweiskraft des psychiatrischen Teilgutachtens der B.________ GmbH in Abrede gestellt wird, ist dem entgegenzuhalten, dass der beauftragte Experte Dr. med. C.________ von einem detaillierten psychiatrischen Untersuchungsbefund mit nachvollziehbarer Herleitung der gestellten Hauptdiagnosen (Panikstörung [ICD-10 F41.0]; rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode [ICD-10 F33.00]) ausging. Dabei hielt er im Wesentlichen fest, die depressive Störung sei gekennzeichnet durch eine emotionale Verstimmung mit verminderter Freude, Interessenverlust, Schlafstörungen, vermindertem Appetit und Selbstwert, Insuffizienzgedanken sowie einer Panikstörung aufgrund einer relativ häufig auftretenden "anfallsartigen Angst" mit vegetativen Begleitsymptomen. Dies manifestiere sich vor dem Hintergrund emotionaler und psychosozialer Belastungsfaktoren. Es bestehe nicht nur ein chronischer Verlauf, sondern auch eine ausgeprägte Krankheits- und Behinderungsüberzeugung sowie ein sekundärer Krankheitsgewinn. Die Beschwerdeführerin sei in der Psychiatrie Baselland hospitalisiert gewesen. Dies lasse auf eine deutlich rezidivierende Depression schliessen, sodass bei einer jeweils stärker ausgeprägten affektiven und Angstsymptomatik punktuell höhergradige Arbeitsunfähigkeiten nicht ungewöhnlich seien. Gemittelt über den Verlauf könne jedoch keine mehr als 20%ige Arbeitsunfähigkeit begründet werden, zeigten sich die psychischen Funktionen doch recht gut erhalten; eine schwere psychische Störung bestehe demnach nicht. Belastend, aber nicht medizinisch begründet sei überdies die schwierige psychosoziale Situation mit finanzieller Abhängigkeit von den erwachsenen Kindern. Als Ressourcen könnten bei der Beschwerdeführerin demgegenüber deren Reisefähigkeit und die Fähigkeit, angelernte Arbeiten durchzuführen, genannt werden. Nicht zu vergessen sei, dass sie trotz vorhandener Belastungen drei Kinder gross gezogen habe.