Citation: 7B_1232/2024 E. 6.2

6.2. Zum besonderen Haftgrund der Fluchtgefahr hält die Vorinstanz zusammengefasst fest, dass der Beschwerdeführer vom Berufungsgericht zu einer Freiheitsstrafe von 8 Jahren verurteilt und für 10 Jahre des Landes verwiesen wurde. Auch wenn er bereits rund 4 Jahre und 8 Monate in Haft verbracht habe, würden noch rund 3 1/3 Jahre verbleiben. Zudem pflege er eine Beziehung zu seinem Heimatland Kosovo, in welchem er bis zum siebten Lebensjahr gelebt und welches er vor seiner Inhaftierung jährlich besucht habe. Unter diesen Umständen sei konkret zu befürchten, dass sich der Beschwerdeführer, der albanischer Muttersprache sei, bei Entlassung aus der Haft durch Flucht ins Ausland oder Untertauchen im Inland dem laufenden Strafverfahren bzw. dem Strafvollzug zu entziehen versuchen würde. Der Umstand, dass er Vater eines minderjährigen Sohnes sei, vermöge die ausgeprägte Fluchtgefahr nicht aufzuheben (vgl. angefochtene Verfügung E. 2.2.3 S. 3 f. und E. 2.2.5 S. 5).