Citation: 1B_246/2018 E. 4.9.1

4.9.1. Im Vorabgutachten vom 20. November 2017 verwies der Gutachter auf verschiedene Prognoseinstrumente und legte seine Einschätzung des Rückfallrisikos dar. Bei einer individualprognostischen klinischen Beurteilung des Beschwerdeführers falle vor allem ins Gewicht, dass dieser eine sexuelle Devianz in Form von heterosexueller Hebephilie, definiert als sexuelle Neigung für pubertierende Mädchen im Alter von ca. 12 bis 16 Jahren, aufweise; weiter bestehe erkennbar eine Verknüpfung mit einer bedeutsamen unreifen und dissozialen Persönlichkeitsproblematik. Der Beschwerdeführer habe trotz einschlägiger Vorstrafe erneut und über einen längeren Zeitraum hinweg delinquiert und dies mit mehreren Opfern. Insbesondere sei er kurz nach seiner Entlassung aus der ersten Untersuchungshaft wieder rückfällig geworden. Ferner zeige der Beschwerdeführer kaum ein Problembewusstsein. Zusammenfassend ging der Gutachter im provisorischen Vorabgutachten von einem sehr hohen Rückfallrisiko erneuter Sexualdelinquenz der bisher gezeigten Art aus. Dieses sei in einem Bereich von deutlich über 50 % Rückfallwahrscheinlichkeit anzusiedeln.