Citation: 8C_330/2023 E. 5.2

5.2. Die aus Art. 29 Abs. 2 BV fliessende Pflicht der Behörde, ihren Entscheid zu begründen, bedeutet nicht, dass diese sich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr genügt es unter dem Blickwinkel der Begründungsdichte und hinsichtlich der Wahrung des rechtlichen Gehörs der Parteien, wenn im Urteil auf die wesentlichen Argumente der Beschwerde eingegangen wird und eine sachgerechte Anfechtung möglich war (vgl. BGE 142 III 433 E. 4.3.2 mit Hinweisen). Davon ist vorliegend auszugehen. So hielt die Vorinstanz fest, med. pract. F.________ habe die Beschwerdeführerin am 30. Juni 2021 persönlich untersucht. Er habe detaillierte Befunde erhoben und sich mit den von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden auseinandergesetzt. Er habe die medizinischen Zusammenhänge dargelegt und seine Schlussfolgerungen nachvollziehbar begründet. Sie wies weiter darauf hin, dass auch der Hausarzt von einem Endzustand ausgegangen sei und dass keine ärztliche Beurteilung vorliege, die der kreisärztlichen Einschätzung der Integritätseinbusse entgegenstünde. Die Rüge der Verletzung der Begründungspflicht verfängt nicht.