Citation: 6B_684/2024 E. 4.3.1

4.3.1. Die Vorinstanz befasst sich in ihrem begründeten Urteil zuerst ausführlich mit dem Zustandekommen der Strafanzeige (E. 3.3 des vorinstanzlichen Urteils). In diesem Zusammenhang setzt sie sich auch vertieft mit dem Gespräch auseinander, welches der Privatkläger und D.________ am 17. Januar 2020 mit dem Beschwerdeführer im Beisein von dessen Schwester führten. So wies die Vorinstanz insbesondere auf die Aussage von D.________ hin, wonach der Beschwerdeführer zum Privatkläger gesagt habe, dieser habe ja alles auch gewollt und nie irgendetwas dagegen gesagt. Als dann die Schwester des Beschwerdeführers dazugekommen sei, habe dieser zu ihr gesagt, er habe mal etwas mit dem Privatkläger gehabt. Ebenso weist die Vorinstanz auf die widersprüchlichen Aussagen des Beschwerdeführers und seiner Schwester hin, was deren Beteiligung am besagten Gespräch anbelangt. In der Folge unterzieht sie die Aussagen des Privatklägers einer vertieften Analyse unter Berücksichtigung der Konstanz der Aussagen, der vorhandenen Realkennzeichen und allfälliger Motive für eine Falschbezichtigung (E. 3.4 des vorinstanzlichen Urteils). Gemäss Vorinstanz würden die glaubhaften Aussagen des Privatklägers auch durch die Auswertung des Mobiltelefons des Beschwerdeführers bestätigt. Dabei geht sie detailliert auf die sichergestellten Foto- und Videodateien ein. In E. 3.4.8 kommt sie zum Schluss, es seien keine Anhaltspunkte für Fremd- oder Autosuggestion und auch kein Motiv für eine Falschbeschuldigung zu erkennen. Weiter seien in den Aussagen des Privatklägers eine Vielzahl von Realkennzeichen auszumachen, weshalb aufgrund des von ihm über mehrere Befragungen hinweg im Wesentlichen konstant geschilderten Tatablaufs auf eine erlebnisbasierte Wahrnehmung zu schliessen sei. Die Vorinstanz befasst sich jedoch auch detailliert mit den Aussagen des Beschwerdeführers, in denen teilweise Ungereimtheiten und Widersprüche auszumachen seien, so zum Zeitpunkt des Kennenlernens des Privatklägers und der Häufigkeit der Kontakte zu diesem resp. darüber, ob er mit diesem alleine gewesen sei oder die Kontakte nur zusammen mit dessen Mutter stattgefunden hätten. Auch die Aussagen des Beschwerdeführers zu den in seinem Mobiltelefon sichergestellten pornografischen Bild- und Videodateien würden - so die Vorinstanz - erhebliche Widersprüche aufweisen. Insgesamt kommt die Vorinstanz zum Schluss, die Aussagen des Beschwerdeführers seien grossmehrheitlich als Schutzbehauptungen zu qualifizieren (E. 3.5 des vorinstanzlichen Urteils).