Citation: 5P.478/2002 24.02.2003 E. C

Gegen diese Sistierungsverfügung erhob die Mutter am 2. September 2002 Beschwerde und verlangte hierfür die unentgeltliche Prozessführung. Mit Entscheid vom 21. Oktober 2002 befand das Obergericht des Kantons Aargau, 5. Zivilkammer, die Beschwerde sei insofern begründet, als sich das Bezirksgericht bei der angefochtenen Verfügung nicht nur auf das neue, vom Vater eingeleitete, sondern auch auf das erste, von der Mutter zurückgezogene Eheschutzverfahren bezogen habe. Es ersetzte deshalb Ziff. 1 der angefochtenen Sistierungsverfügung durch eine eigene Formulierung mit dem Wortlaut: "Das mit Klage vom 8. Mai 2002 angehobene Eheschutzverfahren wird bis zum Entscheid über die Rückführung des Kindes C.________, geboren am 30. Dezember 1997, in die Schweiz sistiert". Im Übrigen wies das Obergericht die Beschwerde, soweit es darauf eintrat, ab mit der Begründung, mit der Sistierungsverfügung sei noch gar nicht über die Obhut entschieden worden und insofern fehle es der Beschwerde an einem Anfechtungsobjekt. Schliesslich wies es auch das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung ab, da die Gewinnaussichten einer Beschwerde, deren Streitgegenstand nicht Inhalt der angefochtenen Verfügung gewesen sei, nicht als ernsthaft bezeichnet werden könne.