Citation: 8C_313/2017 E. 4.2

4.2. Wie die Beschwerdeführerin zutreffend geltend macht, wird in der dargelegten vorinstanzlichen Argumentation ein Doppeltes übersehen: Zum einen rechneten die Gutachter im Jahre 2004 mit einer Besserung der Beschwerden bis Mitte 2005; die Rentenzusprache im Oktober 2006 erfolgte offenkundig auch auf der Einschätzung des behandelnden Rheumatologen, Dr. med. C.________, vom 2. Juli 2005, wonach diese Besserung nicht eingetreten und nunmehr auch nicht mehr zu erwarten sei. Zum andern verhält es sich nicht so, dass die Medexperts-Gutachter nicht zur Frage einer Veränderung des Gesundheitszustandes Stellung genommen hätten. Vielmehr hielten diese ausdrücklich fest, seit der Begutachtung durch die MEDAS Zentralschweiz habe sich bezüglich der Beschwerdesymptomatik und des Befundes keine wesentliche Änderung eingestellt. In solchen Fällen kann die vom kantonalen Gericht angeführte Praxis, wonach es zur Bestätigung einer prognostizierten Verbesserung des Gesundheitszustandes ausreicht, wenn nunmehr ein beweistaugliches Gutachten mit unmissverständlich attestierter Arbeitsfähigkeit vorliegt (Urteile 9C_459/2014 vom 28. Oktober 2014 E. 3.3 und 8C_959/2012 vom 3. April 2013 E. 2.3 mit Hinweis), keine Geltung haben. Die erwähnte Rechtsprechung bezieht sich nur auf Fälle, in denen sich das neue Gutachten nicht ausdrücklich zur Frage einer Verbesserung äussert, nicht jedoch auf solche Gutachten, in denen wie hier eine Verbesserung explizit verneint wird. Im vorliegenden Fall stellt die Neubegutachtung somit - und dies wird von den Experten implizit selber eingeräumt - bloss eine abweichende Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhaltes dar. Ist keine revisionsrechtlich relevante Sachverhaltsänderung nachgewiesen, so entfällt die Möglichkeit einer Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG. Anzumerken bleibt, dass aufgrund der dargelegten damaligen Aktenlage auch die Annahme, bei Erlass der rentenzusprechenden Verfügung im Oktober 2006 sei von einer Fortsetzung der medizinischen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten gewesen, jedenfalls nicht als zweifellos unrichtig erscheint.