Citation: 4A_316/2024 E. A

Im Jahr 2016 schlossen A.________ (Klägerin, Beschwerdeführerin) sowie die ihr gehörende C.________ AG mündliche Vermögensverwaltungsverträge mit der in Zürich domizilierten D.________ AG ab. B.________ war Teilinhaber und Kundenbetreuer bei der D.________ AG. Für die Vermögensverwaltung eröffneten die Klägerin und die C.________ AG bei den Brokern E.________ Ltd. und F.________ Limited in London je zwei Konten. Die Klägerin erteilte gegenüber den Brokern Handlungsvollmachten zugunsten der D.________ AG. Diese erlaubten der D.________ AG, über die Online-Handelsplattform der beiden Broker direkt Transaktionen über die Konten der Klägerin und der C.________ AG abzuwickeln. Am 5. September 2016 überwies die Klägerin je GBP 1 Mio. (nachfolgend: erste Tranche) auf die Konten bei den beiden Brokern und die D.________ AG startete mit der Vermögensverwaltung. Nach eingetretenem Verlust der Vermögenswerte überwies die C.________ AG am 8. November 2016 je GBP 1 Mio. (nachfolgend: zweite Tranche). Nachdem auch diese Anlage hohe Verluste eingefahren hatte, erfolgte per 10. Februar 2017 eine weitere Überweisung durch die C.________ AG in der Höhe von je GBP 500'000.-- (nachfolgend: dritte Tranche). Wiederum resultierte innert kurzer Zeit ein Totalverlust. Im Sommer 2019 wurde ein Strafverfahren gegen den Beklagten eröffnet. Am 15. Mai 2019 trat die G.________ AG (die Rechtsnachfolgerin der C.________ AG) ihre Forderungen gegenüber der D.________ AG und dem Beklagten an die Klägerin ab.