Citation: 9C_544/2024 E. 3.2.1

3.2.1. Die Tatsache allein, dass ein Gutachten vorangegangenen medizinischen Berichten widerspricht, bedeutet nicht, dass diesem keine Beweiskraft beizumessen ist. Die Vorinstanz hat das Gutachten hinsichtlich seines Beweiswertes überprüft und ist zum Ergebnis gelangt, dass dieses für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, es die geklagten Beschwerden berücksichtigt und in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a). Es sei daher dem auch durch den Regionalen Ärztlichen Dienst bestätigten Gutachten und nicht der älteren, abweichenden Beurteilung durch Dr. med. B.________ zu folgen, da dieser - ohne nähere Begründung - trotz gesundheitlicher Verbesserung aufgrund der Behandlung mit dem Medikament Cimzia für die bisherige Tätigkeit weiterhin von einer Reduktion der Leistungsfähigkeit von 50 % und einer Arbeitsfähigkeit von lediglich zwei bis drei Stunden ausgehe. Zudem spreche auch der Umstand, dass die Therapiemöglichkeiten zur Behandlung der Analfisteln vorliegend noch nicht ausgeschöpft worden seien, für die von Dr. med. C.________ attestierte höhere Arbeitsfähigkeit von 80 % in einer leidensangepassten Tätigkeit. Die von der Vorinstanz vorgenommene Beweiswürdigung erweist sich als willkürfrei, das Abstützen auf das Gutachten von Dr. med. C.________ für die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers als zu Recht erfolgt.