Citation: 6B_1179/2021 E. 2.4.7

2.4.7. Die Vorinstanz übersieht auch keine den Beschwerdeführer angeblich entlastenden Indizien. In Bezug auf die beiden am Tatort gefundenen, gebrauchten Kondome verweist die Vorinstanz auf die erstinstanzlichen Ausführungen (angefochtenes Urteil S. 16 mit Verweis auf erstinstanzliches Urteil S. 13). Gemäss dem Rapport des Kriminalistischen Dienstes (KDT) vom 3. Juli 2018 hätten diese Kondome dasselbe männliche DNA-Profil ergeben, welches nicht dem Beschwerdeführer habe zugeordnet werden können. Gemäss erster Instanz hätten somit die Kondome mit dem zu beurteilenden Sachverhalt nichts zu tun (erstinstanzliches Urteil S. 13). Ob die DNA-Auswertung der Kondome "nur" den Schluss zulasse, dass beide Frauen diesbezüglich "bewusst unwahre Aussagen" gemacht hätten (Beschwerde S. 16 Rz. 80), braucht vorliegend nicht abschliessend beurteilt zu werden. Ein solcher Schluss ist jedenfalls gestützt auf die vom Beschwerdeführer in seiner Beschwerde zitierten Aussagen beider Frauen (Beschwerde S. 15 Rz. 77), wonach der Fund der Kondome seitens von C.________ der Grund gewesen sei, zur Polizei zu gehen, nicht zwingend. Aus der DNA-Auswertung konnten aus spurentechnischer Hinsicht keine Angaben über den genauen Tatablauf und die Opfer-Tatfrage gemacht werden (erstinstanzliches Urteil S. 13). Es ist damit nicht schlechterdings unhaltbar und unter Willkürgesichtspunkten nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz bei der Beweiswürdigung auf die DNA-Auswertung nicht weiter eingeht bzw. auf die erstinstanzliche Erwägung verweist, wonach die Kondome mit dem vorliegenden Fall nichts zu tun hätten. Auch in Bezug auf die gynäkologische Untersuchung der Beschwerdegegnerin 2 verweist die Vorinstanz auf die erstinstanzlichen Ausführungen (angefochtenes Urteil S. 16 mit Verweis auf erstinstanzliches Urteil S. 14). Gemäss Gutachten des IRM vom 4. Juni 2018 hätten bei der Beschwerdegegnerin 2 anlässlich der gynäkologischen Untersuchung keine Verletzungen festgestellt werden können. In den Abstrichen seien keine Spermien nachgewiesen worden, was jedoch einen stattgefundenen, gewollten oder nicht gewollten Geschlechtsverkehr mit oder ohne Samenerguss nicht ausschliesse. Gemäss erster Instanz liessen sich den Gutachten des IRM keine Hinweise entnehmen, ob der Geschlechtsverkehr gewollt gewesen sei oder nicht (erstinstanzliches Urteil S. 14). Der Umstand, dass das IRM bei der Beschwerdegegnerin 2 weder Verletzungen noch irgendwelche Auffälligkeiten festgestellt habe, führt damit - entgegen der Beschwerde (S. 25 Rz. 132) - keineswegs zwingend zur Annahme eines einvernehmlichen Geschlechtsverkehrs.