Citation: 1C_383/2022 E. 9.2.2

9.2.2. Schliesslich macht die Beschwerdeführerin geltend, sie habe im Rekursverfahren in gewissen Punkten obsiegt; auch dies sei im Kostenentscheid zu Unrecht nicht berücksichtigt worden. So habe das Departement das Erfordernis einer Betriebsbewilligung gemäss Arbeitsgesetz (gemäss Disp.-Ziff. 5 der Bewilligung) als obsolet bezeichnet und das Erfordernis eines halbjährlichen Nachweises ungekündigter Lagerverträge mit Zwischenentscheid vom 20. Juli 2021 (recte: 17. August 2020) korrigiert. Mit Zwischenentscheid vom 17. August 2020 entzog das Departement (auf Antrag der Beschwerdeführerin) dem Rekurs teilweise die aufschiebende Wirkung; in Disp.-Ziff. 4 traf es lediglich eine Übergangsregelung für den Nachweis der Lagerkapazität, ohne sich jedoch bereits zur Hauptsache zu äussern. Im Rekursentscheid wies es den Rekurs vollständig ab, soweit darauf einzutreten war. Allerdings erachtete es die Verpflichtung, eine Betriebsbewilligung gemäss Arbeitsgesetz einzuholen, als überflüssig, weil das Arbeitsinspektorat bereits am 8. Juni 2017 eine unbefristete Bewilligung erteilt und diese dem AfU in Kopie zugestellt habe. In diesem Punkt lässt sich argumentieren, dass die Beschwerdeführerin Anlass zum Rekurs hatte. Gleiches gilt für den nur in den Erwägungen des AfU erwähnten halbjährlichen Nachweis ungekündigter Lagerverträge (vgl. oben, E. 6.4). Allerdings handelt es sich um wenige Punkte von untergeordneter Bedeutung, die im Vergleich zu den zahlreichen, für die Betriebsführung weit bedeutsameren Anträgen betreffend Befristung, bewilligte Abfallarten und Lagerkapazität kaum ins Gewicht fallen. Insofern erscheint es nicht willkürlich, wenn das Departement auf eine weitergehende Reduktion der Gebühren und eine Erhöhung der Parteientschädigung verzichtet hat.