Citation: 2C_601/2020 E. 5.1

5.1. Die Beweiswürdigung der Vorinstanz, wonach der Beschwerdeführer in relevanter Weise sozialhilfeabhängig geworden ist und keine konkreten Anzeichen auszumachen sind, welche kurz- oder mittelfristig zu einer Änderung der Situation führen könnten, ist nicht offensichtlich unhaltbar und der Widerrufsgrund von Art. 62 Abs. 1 lit. e AuG damit erfüllt. Die Vorinstanz durfte ohne Verletzung von Bundesrecht davon ausgehen, es bestehe mit der vorwerfbaren, jahrelangen Sozialhilfeabhängigkeit im Hinblick auf die öffentlichen Finanzen ein relevantes - vom EGMR anerkanntes - öffentliches Interesse daran, dass er das Land verlässt (vgl. BGE 139 I 330 E. 3.2 S. 339; Urteile 2C_9/2020 vom 29. Juni 2020 E. 5.3.2 und 2C_870/2018 vom 13. Mai 2019 E. 5.3.5; Urteil des EGMR Hasanbasic gegen Schweiz vom 11. Juni 2013 [Nr. 52166/09] § 59 sowie Palanci gegen Schweiz vom 25. März 2014 [Nr. 2607/08] § 58). Die aufenthaltsbeendende Massnahme dient dazu, weitere Belastungen der Sozialhilfe zu verhindern (vgl. Urteil 2C_1228/2012 vom 20. Juni 2013 E. 2.3), nachdem sämtliche Bemühungen der Behörden den Beschwerdeführer nicht dazu veranlassen konnten, sich um eine Erwerbstätigkeit auf dem 1. Arbeitsmarkt zu bemühen. Die Kritik des Beschwerdeführers, dass das Migrationsamt ihm in Kenntnis seiner finanziellen Lage während Jahren seine Bewilligung jeweils verlängert habe, weshalb die angefochtene Nichtverlängerung heute widersprüchlich erscheine, überzeugt nicht: Die kantonalen Behörden haben den Beschwerdeführer wiederholt auf die Problematik seiner Sozialhilfeabhängigkeit und die Anforderungen an seine Integrationsbemühungen hingewiesen; sie gaben ihm dementsprechend mehrmals Gelegenheit, sich doch noch zu integrieren. Dies kann ihnen heute nicht zum Vorwurf gemacht werden.