Citation: BGE 150 II 11 E. 5.2

Eine solche Bestimmung findet sich im Landes-Gesamtarbeitsvertrag des Gastgewerbes, abgeschlossen am 6. Juli 1998 zwischen dem Schweizer Hotelier-Verein, der Gastrosuisse, der Arbeitsgemeinschaft der Vereinigungen alkoholfreier Betriebe einerseits und der Union Helvetia andererseits (L-GAV), der mit Bundesratsbeschluss vom 19. November 1998 über die Allgemeinverbindlicherklärung des Landes-Gesamtarbeitsvertrages des Gastgewerbes gestützt auf Art. 7 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 28. September 1956 über die Allgemeinverbindlicherklärung von Gesamtarbeitsverträgen (SR 221.215.311) für allgemeinverbindlich erklärt wurde: Art. 23 Abs. 1 L-GAV in seiner für die vorliegende Steuerperiode geltenden BGE 150 II 11 S. 17 Version (BBl 2016 8855) sieht vor, dass der Arbeitgeber zu Gunsten des Mitarbeiters eine Krankengeldversicherung abzuschliessen hat, die während 720 von 900 aufeinanderfolgenden Tagen (180 Tage für AHV-Rentner) 80 % des Bruttolohnes zahlt. Während einer Aufschubszeit von höchstens 60 Tagen hat der Arbeitgeber 88 % des Bruttolohnes zu zahlen. Diese Leistungen sind auch zu erbringen, wenn das Arbeitsverhältnis vor Krankheitsende aufgelöst wird. Art. 23 Abs. 2 L-GAV regelt sodann, dass die Prämien der Krankengeldversicherung zwischen Arbeitgeber und Mitarbeiter hälftig geteilt werden. Gemäss L-GAV dürfen sodann vom Lohn abgezogen werden AHV/IV/EO-Beiträge, ALV-Beiträge sowie explizit Versicherungsprämien nach den (vorerwähnten) Art. 23 ff. L-GAV (vgl. Art. 13 Abs. 1 L-GAV). In Bezug auf die Lohnabzüge ist noch geregelt, dass das Recht auf Abzug der Beiträge des Mitarbeiters für AHV/IV/EO, ALV, Kranken- und Unfallversicherung sowie berufliche Vorsorge (Abgrenzungsschwierigkeiten vorbehalten) nach zwei Monaten verwirkt (vgl. Art. 13 Abs. 2 L-GAV).