Citation: 5A_182/2024 E. 8.2.1

8.2.1. Soweit sich der Beschwerdeführer daran stösst, dass die Vorinstanz ihm den gesamten Barunterhalt für seinen Sohn aufbürdet bzw. dessen Mutter daran nicht beteiligt, gilt Folgendes: Steht das Kind - wie hier - unter der alleinigen Obhut des einen Elternteils und sieht es den andern Elternteil nur im Rahmen des Besuchs- und Ferienrechts, so hat der nicht obhutsberechtigte Elternteil grundsätzlich vollständig für den Geldunterhalt aufzukommen. Von diesem Grundsatz kann und muss das Gericht jedoch ermessenweise abweichen, wenn der hauptbetreuende Elternteil leistungsfähiger ist als der andere (BGE 147 III 265 E. 8.1 mit Hinweisen). Vorausgesetzt ist, dass dieser Elternteil ein deutlich höheres Einkommen erzielt als jener (Urteile 5A_591/2021 vom 12. Dezember 2022 E. 3.3.3, nicht publ. in: BGE 149 III 81; 5A_230/2022 vom 21. September 2022 E. 5.1.1). Das Kantonsgericht errechnet für die Mutter des Beschwerdegegners ab 16. September 2019 ohne Anrechnung eines eigenen Einkommens ein monatliches Manko von Fr. 1'040.-- und ab Juli 2020 gestützt auf ein monatliches Nettoeinkommen von Fr. 930.-- (20%-Pensum) einen Fehlbetrag von Fr. 510.--. Für die Zeit von August 2022 bis Juli 2030 ermittelt die Vorinstanz seitens der Mutter ausgehend von monatlichen Nettoeinkünften von Fr. 2'300.-- für ein 50%-Pensum einen monatlichen Überschuss von Fr. 620.--. Ab August 2030 erzielt die Mutter laut Vorinstanz einen monatlichen Überschuss von Fr. 1'735.-- (bei einem monatlichen Nettoeinkommen von Fr. 3'700.-- für ein 80%-Pensum) und ab April 2034 einen solchen von Fr. 2'380.-- (bei einem monatlichen Nettoeinkommen von Fr. 4'600.-- für ein 100%-Pensum). Der monatliche Überschuss des Beschwerdeführers beläuft sich dem angefochtenen Entscheid zufolge über die ganze Unterhaltsdauer auf Fr. 1'360.--, dies auf der Grundlage monatlicher Nettoeinkünfte von konstant Fr. 2'420.--. Das Kantonsgericht geht mithin davon aus, dass die Mutter ab August 2030 um ca. 30 % und ab August 2034 um 75 % leistungsfähiger sein wird als der Beschwerdeführer. Eine Erklärung, weshalb der Beschwerdeführer ab August 2030 ganz allein für den Geldunterhalt seines Sohnes aufkommen soll, ist dem angefochtenen Entscheid nicht zu entnehmen. Zwar hält das Kantonsgericht in seinen Erwägungen zur ersten Phase unter Hinweis auf die soeben zitierte Rechtsprechung fest, dass die hauptbetreuende Mutter nicht deutlich leistungsfähiger sei als der Beschwerdeführer. Nach dem Gesagten kann diese Feststellung für die letzten zwei Phasen ab 2030 nicht ohne Weiteres Geltung haben. Die Korrekturen im Bedarf des Beschwerdeführers (s. vorne E. 4.3.3) und in demjenigen der Beschwerdegegner (s. vorne E. 7.4), die das Kantonsgericht in seiner neuen konkreten Unterhaltsberechnung wird vornehmen müssen, werden den Unterschied in der Leistungsfähigkeit der Eltern zudem voraussichtlich noch vergrössern. Die Vorinstanz wird deshalb über die Verteilung des Barunterhalts ab August 2030 unter Berücksichtigung der gesamten Umstände und der noch zu ermittelnden, dannzumaligen Leistungsfähigkeit der Eltern neu zu entscheiden haben.