Citation: 4D_101/2014 E. 2.2

2.2. Unter dem Titel "Verletzung der verstärkten richterlichen Fragepflicht (Art. 247 Abs. 1 ZPO) " bringt die Beschwerdeführerin vor, die richterliche Fragepflicht bilde insofern eine Konkretisierung des Anspruchs auf rechtliches Gehör, als vom Gericht verlangt werde, dass es sich über die Vollständigkeit der Behauptungen und Beweise zu versichern habe, wenn diesbezüglich ernsthafte Zweifel bestünden. Sie beruft sich dabei auf Urteile, welche zur Tragweite der sogenannten sozialen Untersuchungsmaxime ergangen sind (BGE 125 III 231 E. 4a; 107 II 233 E. 2c S. 236). Inwiefern Art. 247 Abs. 1 ZPO jedoch zu den unmittelbar von der Verfassung gewährleisteten Mindestgarantien gehören sollte, denen jedes rechtsstaatliche Verfahren zu genügen hat, ist der Beschwerde nicht zu entnehmen. Die Beschwerdeführerin kann sich im vorliegenden Verfahren nicht darauf beschränken, eine Verletzung von Art. 247 ZPO zu rügen und beizufügen, diese Norm konkretisiere den Anspruch auf rechtliches Gehör im von ihr gewählten Klageverfahren; um der Rügepflicht nach Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG zu genügen, hätte sie darzutun, dass die gesetzliche Konkretisierung (d.h. hier die richterliche Fragepflicht) erforderlich ist, um die verfassungsmässigen Minimalgarantien zu gewährleisten und dass hier diese verfassungsrechtliche Gewährleistung verletzt wurde.