Citation: I 54/01 30.07.2001 E. 4

4.- Streitig ist des Weitern der von der Verwaltung ermittelte Invaliditätsgrad von 40 % in der Erwerbstätigkeit und von 24 % im Haushalt. a) Unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin aus somatischer, insbesondere nephrologischer Sicht in der Arbeitsfähigkeit nicht mehr beeinträchtigt ist (Bericht des Universitätsspitals vom 29. Juli 1999). Fraglich ist, wie es sich hinsichtlich des psychischen Gesundheitszustandes und dessen Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit verhält. Im Gutachten des SPD vom 24. Januar 2000 wird hiezu ausgeführt, die Versicherte leide an einer leicht bis mittelgradig anhaltenden depressiven Reaktion (ICD-10 F43. 21) in belastender psychosozialer Situation und bei fraglich beginnender Somatisierungsstörung. Unter Hinweis darauf, dass die Beurteilung aus verschiedenen Gründen schwierig sei, gelangen die Gutachter zum Schluss, die Festlegung einer angemessenen Arbeitsfähigkeit sei im Rahmen einer ambulanten Begutachtung, welche sich auf wenige, im Gespräch erhobene Befunde konzentriere, nur annäherungsweise möglich. Insgesamt sei der Versicherten eine Rückkehr in den Arbeitsprozess zuzumuten, jedoch auf Grund der geringen Motivation eher medizinisch-theoretisch als praktisch. Aus psychiatrischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit im angestammten Tätigkeitsbereich seit 1999 auf etwa 60 % (Arbeitsunfähigkeit von 40 %) eingeschränkt. Die langfristige Prognose sei unsicher. Aus dem Gutachten geht hervor, dass die Begutachtung nicht in Kenntnis sämtlicher Akten erfolgte und den begutachtenden Ärzten insbesondere die Akten der Invalidenversicherung nicht zur Verfügung standen. Auch wird die Schlussfolgerung bezüglich der Arbeitsfähigkeit nicht näher begründet, was umso stärker ins Gewicht fällt, als gleichzeitig festgestellt wird, auf Grund der Angaben der Versicherten könnten keine sicheren Rückschlüsse auf die Einschränkung der Belastbarkeit gemacht werden. Das Gutachten erfüllt damit die nach der Rechtsprechung für den Beweiswert medizinischer Gutachten massgebenden Voraussetzungen nicht in allen Teilen (vgl. BGE 122 V 160 Erw. 1c mit Hinweisen). Es kann hierauf auch deshalb nicht abschliessend abgestellt werden, weil die Gutachter zum einen selber davon ausgehen, dass es für eine genaue Beurteilung weiterer Untersuchungen bedarf, und zum andern unklar bleibt, inwieweit bei der Schätzung der Arbeitsfähigkeit invaliditätsfremde Gründe, insbesondere soziokulturelle Faktoren, welche bei der Invaliditätsbemessung nicht zusätzlich zu berücksichtigen sind (AHI 2000 S. 153 Erw. 3 mit Hinweisen), in die Beurteilung einbezogen wurden. Die Sache bedarf daher auch in diesem Punkt weiterer Abklärungen, nötigenfalls in Form einer stationären Begutachtung beispielsweise in einer MEDAS. b) Sollte sich auf Grund der Abklärungen zur anwendbaren Bemessungsmethode herausstellen, dass die Beschwerdeführerin als Teilzeitbeschäftigte zu qualifizieren ist, wird sich das Gutachten auch zur Arbeitsfähigkeit im Haushalt und namentlich dazu zu äussern haben, in welchem zeitlichen Umfang der Beschwerdeführerin die Verrichtung von Haushaltarbeiten unter Berücksichtigung der bestehenden psychischen Beeinträchtigungen möglich und zumutbar ist. Soweit es um die Auswirkungen psychischer Störungen auf die Haushaltführung geht, stellen Erhebungen im Haushalt durch den Abklärungsdienst der IV-Stelle in der Regel kein geeignetes Beweismittel für die Invaliditätsbemessung dar (AHI 2001 S. 162 Erw. 3d). Es ist daher in erster Linie Sache des Arztes oder der Ärztin, sich darüber auszusprechen, ob und gegebenenfalls inwieweit sich die psychischen Störungen auf die Arbeitsfähigkeit im Haushalt auswirken. c) Was schliesslich den von der Beschwerdeführerin für den Fall, dass sie weiterhin als Teilerwerbstätige qualifiziert wird, geltend gemachten Abzug von 32,2 % (leidensbedingter Abzug von 20 % gemäss Vorinstanz plus Abzug von 12,2 % wegen Teilzeitbeschäftigung) betrifft, ist auf die Rechtsprechung hinzuweisen, wonach der Abzug vom Tabellenlohn für sämtliche in Betracht fallenden Umstände (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität, Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) gesamthaft zu schätzen und unter Berücksichtigung aller jeweils in Betracht fallender Merkmale auf höchstens 25 % zu beschränken ist (BGE 126 V 80 Erw. 5b). Wenn die Vorinstanz den Abzug im vorliegenden Fall auf 20 % festgesetzt hat, so trägt dies den gegebenen Umständen in weitem Masse Rechnung. Sollte sich herausstellen, dass die Beschwerdeführerin als Vollerwerbstätige zu qualifizieren ist, müsste der Gesamtabzug zufolge Wegfalls des Abzugs wegen Teilzeitbeschäftigung entsprechend reduziert werden.