Citation: 1C_774/2021 E. 2.1

2.1. Die DISG hat dem Beschwerdeführer in ihrem Entscheid vom 25. August 2021 dargelegt, dass er als Opfer einen opferhilferechtlichen Anspruch auf Entschädigung und längerfristige Hilfe nur hat, wenn seine anrechenbaren Einnahmen das Vierfache des Betrages gemäss Art. 10 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG, SR 831.30), d.h. 4 x Fr. 19'610.- gleich Fr. 78'440.-, nicht übersteigt. Aufgrund seiner Steuerunterlagen hat sie seine anrechenbaren Einnahmen auf Fr. 102'257.50 berechnet, wobei sie nach der ausdrücklichen Vorschrift von Art. 1 Abs. 2 lit. b der Opferhilfeverordnung (OHV, SR 351.51) auch sein Reinvermögen zu einem Zehntel berücksichtigt hat. Sie hat gestützt auf diese Berechnung einen Entschädigungsanspruch verneint. In Bezug auf die Genugtuung hat die DISG ausgeführt, diese stehe dem Opfer unabhängig von dessen finanziellen Verhältnissen zu, erreiche als staatliche, plafonierte und symbolische Hilfeleistung jedoch nicht automatisch die Höhe der zivilrechtlichen Genugtuung. Unter Berücksichtigung der Schwere des Angriffs, dessen Auswirkungen auf den Beschwerdeführer und unter Auswertung vergleichbarer Fälle setzte sie den opferrechtlichen Genugtuungsanspruch auf Fr. 1'200.- fest.