Citation: 9C_636/2017 E. 5

Die Vorbringen der Beschwerdeführerin sind stichhaltig: Die Vorinstanz hat dem Umstand keine Rechnung getragen, dass im "Relève des actes conclus par un contribuable" der Steuerverwaltung vom 12. Juni 2015, welchem Dokument sie entscheidende Bedeutung beigemessen hat, bei der Rubrik Transaktion, worunter der Verkauf B.I vom 6. Juni 2003 (50'000 Dinar) und die Erbschaft vom 2. Januar 1987 (36'250 Dinar) aufgeführt werden, ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass davon mehrere Parteien betroffen sein können. Dementsprechend wurden der Beschwerdeführerin für den Erwerb des oberen Stockwerkes zusammen mit einem ihrer Brüder zu gleichen Teilen lediglich die Hälfte des Kaufpreises, d.h. 25'000 Dinar angerechnet. Ist davon auszugehen, dass sie nicht Alleinerbin war, ist es unhaltbar, ihr die gesamte Erbschaft von 36'250 Dinar (Wert des unteren Stockwerkes) anzurechnen, ohne einen Anhaltspunkt dafür zu nennen, dass sie die Anteile der übrigen Miterben käuflich erworben hatte. Unter diesen Umständen vermögen die Miteigentumsurkunde vom 5. Februar 2008 und die übrigen Unterlagen, insbesondere der "Ergänzungsvertrag" vom 29. April 2007 den Beweis zu erbringen, dass die Beschwerdeführerin tatsächlich und von Rechts wegen seit Juni 2003 8 von 76 Anteilen am unteren und 26 von 52 Anteilen am oberen Stockwerk der Liegenschaft in Tunesien besitzt. Daraus ergibt sich ein Liegenschaftswert von 28'816 Dinar (8/76 x 36'250 Dinar + 26/52 x 50'000 Dinar) oder Fr. 14'408.- bei einem Wechselkurs von 2:1 (und nicht 61'250 Dinar bzw. Fr. 30'625.-, wie von Vorinstanz und Beschwerdegegnerin angenommen). Die Berechnung der Beschwerdeführerin nach der Formel '85'000 Dinar/128 Anteile x 34 Anteile', was 22'578 Dinar oder Fr. 11'289.- ergäbe, verkennt, dass die beiden Stockwerke getrennt zu betrachten und die jeweiligen anteilsmässigen Werte zusammenzuzählen sind.