Citation: H 108/04 18.11.2004 E. 4

4.1 Das kantonale Gericht hat mit ausführlicher und zutreffender Begründung dargelegt, dass ab 1997 von einer regelmässig ausgeübten selbstständigen Nebenerwerbstätigkeit auszugehen ist und die Voraussetzungen einer Bemessung der entsprechenden Beiträge im ausserordentlichen Verfahren (Art. 25 Abs. 1 AHVV; BGE 106 V 76 Erw. 3a; ZAK 1992 S. 474 Erw. 2 mit Hinweisen) erfüllt sind. Auf die entsprechenden Erwägungen der Vorinstanz kann vollumfänglich verwiesen werden. 4.2 Der Eintritt eines (AHV-beitragsrechtlichen) Zwischenveranlagungsgrundes im Jahr 1997 hat zur Folge, dass die Beiträge auf dem Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit bis zum Beginn der nächsten ordentlichen Beitragsperiode am 1. Januar 2000 (vgl. BGE 113 V 177 Erw. 1 mit Hinweisen) im ausserordentlichen Verfahren ermittelt werden (Art. 25 Abs. 1 AHVV), wobei diejenigen der Jahre 1997 und 1998 auf Grund des im jeweiligen Kalenderjahr erzielten Einkommens festzusetzen sind (Art. 25 Abs. 3 AHVV). Die Beiträge der Jahre 1999 und 2000 (als Vorjahr bzw. erstes Jahr der nächsten ordentlichen Beitragsperiode) bemessen sich gemäss Art. 25 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 und 2 AHVV prinzipiell nach Massgabe des durchschnittlichen reinen Erwerbseinkommens der Jahre 1997 und 1998. 4.3 Das den streitigen Beitragsverfügungen zu Grunde gelegte Einkommen des Jahres 1997 von Fr. 25'909.- stimmt mit den Angaben in der Steuermeldung vom 21. November 2002 überein, welche für die Ausgleichskasse prinzipiell verbindlich sind (Art. 23 Abs. 4 AHVV; BGE 122 V 291). Wie das kantonale Gericht zutreffend festgehalten hat, können Geschäftsverluste im AHV-Beitragsrecht nur innerhalb der Beitragsperiode verrechnet werden (ZAK 1988 S. 452 f. Erw. 6; Urteile R. vom 4. Dezember 2003 [H 255/03] und K. vom 2. September 2003 [H 187/03]). Die Berücksichtigung von in den Jahren 1995 und 1996 eingetretenen Verlusten scheidet daher aus. Ausgehend vom erwähnten Betrag von Fr. 25'909.- sowie nach Abzug des Zinses auf dem im Betrieb investierten Eigenkapital (Art. 9 Abs. 2 lit. e AHVG in Verbindung mit Art. 18 Abs. 2 AHVV) ergibt sich das in der Beitragsverfügung für 1997 enthaltene Einkommen von Fr. 21'000.-. Die in den Steuererklärungen vorgenommenen Abzüge betreffen gemäss den verbindlichen (Erw. 2.1 hievor) Feststellungen der Vorinstanz Einkünfte aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit (Verwaltungsratshonorare) und sind daher im vorliegenden Zusammenhang nicht zu berücksichtigen. 4.4 Das Einkommen des Jahres 1998 bezifferte die Ausgleichskasse, ebenfalls gestützt auf die Steuermeldung vom 21. November 2002, mit Fr. 25'183.-. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus einem anerkannten Betreffnis von Fr. 18'175.- und einer Summe von Fr. 7008.-, deren Berechtigung der Beschwerdeführer bestreitet. Die Vorinstanz hat auch für dieses Jahr verbindlich festgestellt, dass der in der Steuererklärung vorgenommene Unkostenabzug andere Einkommensbestandteile betraf. Aus der Abrechnung der Firma I.________ AG (heute firmierend als M.________ AG) vom 21. Dezember 1998 ist ersichtlich, dass dem Beschwerdeführer ein Honorar "Reorganisation Konzernstruktur" ausbezahlt wurde, wobei die Firma angab, vom Bruttobetrag von Fr. 7500.- Sozialversicherungsbeiträge in Abzug gebracht zu haben. Die Summe von Fr. 7008.- stimmt mit dem verbleibenden Nettolohn überein. Damit erscheint es in der Tat als möglich, dass der Beschwerdeführer diesen Betrag in der Steuererklärung zu Unrecht als selbstständiges Nebenerwerbseinkommen angegeben hat. Er hat es jedoch während des gesamten Verfahrens unterlassen, Belege dafür beizubringen, dass die umstrittene Zahlung im Einkommen aus unselbstständiger Tätigkeit enthalten ist, welches in der Steuererklärung deklariert wurde (letztinstanzlich sind entsprechende Vorbringen nicht mehr zulässig, vgl. Erw. 2.2 hievor). Dies versteht sich keineswegs von selbst; denn der Sache nach dürfte es sich um Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit gehandelt haben, welche über den Rahmen des Verwaltungsratsmandates hinaus gingen. So macht der Beschwerdeführer selbst geltend, es habe sich bei der Reorganisation der Konzernstruktur M.________ um eine aufwändige, einmalige Tätigkeit gehandelt, die er nicht im Rahmen seines ordentlichen Engagements als Verwaltungsrat habe wahrnehmen können. Es seien zahlreiche Sitzungen und mehrere Vorsprachen notwendig gewesen. Die entsprechenden Arbeiten, welche ohne weiteres auch durch einen unabhängigen Berater hätten erledigt werden können, standen demnach nicht in direktem Zusammenhang mit dem Verwaltungsratsmandat. Die Behandlung der entsprechenden Bezüge als Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit liegt daher nahe. Unter diesen Umständen ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die entsprechenden Angaben der Steuermeldung übernommen und die umstrittenen Einkünfte in dieser Weise qualifiziert hat. Im Übrigen wäre selbst eine gegenteilige steuerrechtliche Behandlungsweise für die Ausgleichskasse nicht verbindlich (BGE 122 V 293 Erw. 5a mit Hinweis). In masslicher Hinsicht war die Ausgleichskasse dagegen gemäss Art. 23 Abs. 4 AHVV an den in der Steuermeldung genannten Betrag von Fr. 7008.- gebunden. Damit ergibt sich unter Berücksichtigung der zusätzlichen Einkünfte von Fr. 18'175.- sowie nach Abzug des Zinses auf dem im Betrieb investierten Eigenkapital ein reines Einkommen des Jahres 1998 von Fr. 21'400.-. 4.5 Das der Beitragsbemessung für die Jahre 1999 und 2000 zu Grunde zu legende Einkommen berechnet sich nach dem Gesagten aus dem Durchschnitt der Erwerbseinkommen von 1997 und 1998, von welchem der jeweilige Zins auf dem investierten Eigenkapital in Abzug zu bringen ist. Die Berechnung der Beiträge ist auf dieser Basis unbestrittenermassen korrekt erfolgt. Gleiches gilt hinsichtlich der nicht beanstandeten Zinsberechnungen.