Citation: 8C_533/2023 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin bringt vor, auffällig sei, dass Dr. med. C.________ nicht im Operationsbericht vom 20. Mai 2022 selber, sondern erst in der Stellungnahme vom 17. August 2022 darauf hingewiesen habe, intraoperativ habe sich eine vollständige Ruptur bei makroskopisch regelrechter Sehnenqualität gezeigt. Es sei bekannt, dass behandelnde Ärzte im Zweifel zu Gunsten ihrer Patienten aussagten. Damit seien gegenüber den Auskünften des Dr. med. C.________ grosse Vorbehalte angebracht und die Bedeutung des am 13. Mai 2022 angefertigten MRI-Bildes trete in den Vordergrund, zumal keine intraoperativen Aufnahmen vorhanden seien. Gestützt auf eine minutiöse Auseinandersetzung mit den radiologischen Bildern weise Dr. med. E.________ nach, dass degenerativ verändertes Sehnengewebe (Tendinosen) bestehe. Zu den detailliert bezeichneten sowie beschriebenen Stellen äussere sich Dr. med. F.________ nicht, was umso unverständlicher sei, weil PD Dr. med. D.________ schon zuvor allein aufgrund des Operationsberichts zum gleichen Ergebnis gelangt sei. Wenn schon keine intraoperativen Bilder vorhanden seien, dann wäre zu erwarten gewesen, dass sich Dr. med. F.________ ebenfalls - wie Dr. med. E.________ - mit den im MRI sichtbar gewordenen Befunden auseinandersetzte. Der Bericht des Radiologen lasse weder den einen noch den anderen Schluss zu, ob die Ursache der Achillessehnenruptur zu mehr als 50 % degenerativer Natur sei oder eine traumatische Ursache habe. Aktenkundig sei, so die Beschwerdeführerin abschliessend, dass der Versicherte sportlich sehr aktiv gewesen sei, weshalb trotz des jungen Alters Abnützungserscheinungen nahelägen. Diesen Aspekt lasse die Vorinstanz ausser Acht. Indem sie antizipierend auf die nicht beweiskräftigen Auskünfte des Radiologen sowie der Dres. med. C.________ und F.________ abstelle, verletze sie ihr Recht zur Führung des Entlastungsbeweises.