Citation: 2C_508/2019 E. 4.4.3

4.4.3. Auch unter dem Aspekt der Dauer der Wirkung der aufenthaltsbeendenden Massnahme ist der Widerruf der Niederlassungsbewilligung nicht unverhältnismässig (vgl. vorstehende E. 3.3 Ziffer 12: mit der aufenthaltsbeendenden Massnahme verbundene Dauer der Fernhaltung) : Nach der bundesgerichtlichen Praxis verunmöglicht eine strafrechtliche Verurteilung nicht, wieder in den Besitz eines Aufenthaltsrechts zu kommen: Soweit der Beschwerdeführer, gegen den eine Entfernungsmassnahme ergriffen wurde, weiterhin in den Kreis der nach Art. 42 ff. AIG nachzugsberechtigten Personen fällt, ist eine Neubeurteilung - auf Gesuch hin - spätestens nach 5 Jahren angezeigt, falls der Betroffene sich bewährt und für eine angemessene Dauer in seiner Heimat klaglos verhalten hat, sodass eine deliktsfreie Integration in die hiesigen Verhältnisse absehbar erscheint und eine allfällige Rückfallgefahr vernachlässigt werden kann. Eine frühere Neubeurteilung ist möglich, soweit das Einreiseverbot von Beginn weg unter fünf Jahre angesetzt worden (vgl. Art. 67 Abs. 3 AIG) oder eine Änderung der Sachlage eingetreten ist, die derart ins Gewicht fällt, dass ein anderes Ergebnis im neuen Bewilligungsverfahren ernstlich in Betracht gezogen werden muss (Urteil 2C_1077/2018 vom 6. Juni 2019 E. 5.3.4 mit zahlreichen Hinweisen). Soweit der Beschwerdeführer behauptet, die Neuerteilung einer Bewilligung sei nicht absehbar, trägt er dieser Praxis keine Rechnung (vgl. vorstehende E. 3.3 Ziffer 12: mit der aufenthaltsbeendenden Massnahme verbundene Dauer der Fernhaltung).