Citation: 2C_622/2021 E. 5.3

5.3. Unter Berücksichtigung dieser Grundsätze hatte die Vorinstanz die vorliegende Sache bereits einmal an das Migrationsamt zurückgewiesen: Sie hatte dieses angewiesen, die aktuellen Verhältnisse bezüglich der besonderen Intensität der affektiven und wirtschaftlichen Beziehung zwischen dem Beschwerdeführer und seinem Sohn, sowie die Möglichkeit des Beschwerdeführers, im Falle einer Ausweisung nach Ungarn oder Österreich zurückzukehren, vertieft abzuklären (Urteil des Verwaltungsgerichts vom 30. April 2019 E. 5.2-5.6; vgl. vorne lit. B). Diese Abklärungen blieben weitgehend aus und die Vorinstanz bestätigt nun im angefochtenen Entscheid die Auffassung des Migrationsamts, wonach sich eine Prüfung der vom Bundesgericht entwickelten Kriterien erübrige. Dem kann nicht gefolgt werden: Wie der Beschwerdeführer zu Recht vorbringt, erfordert Art. 8 Ziff. 1 EMRK vorliegend zwingend, die Voraussetzungen für einen allfälligen Anspruch auf umgekehrten Familiennachzug gerichtlich zu prüfen und eine Interessenabwägung unter Einbezug des Kindeswohls vorzunehmen (vgl. BGE 147 I 149 E. 4; vorstehende E. 5.1 und 5.2).