Citation: 2A.753/2006 20.06.2007 E. 2

Auch die Behördenbeschwerde setzt nach Art. 103 OG in der Regel voraus, dass ein aktuelles Interesse an der Beurteilung der Beschwerde besteht (Urteil 2A.748/2006, vom 18. Januar 2007, E. 2.2). Dieses Interesse ist hier nicht mehr vorhanden, nachdem der Steuerpflichtige mit Schreiben an die Gemeinde vom 22. Dezember 2006, wovon er dem Bundesgericht am 21. Februar 2007 Kenntnis gab, die Einsprachen in der vorliegenden Angelegenheit zurückgezogen hatte. Selbst wenn die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gutgeheissen und der Rechtsstandpunkt der Gemeinde geschützt würde, bliebe es bei der ursprünglichen Ermessenstaxation. Mehr als eine Bestätigung ihrer ursprünglichen Ermessenstaxation kann die Gemeinde auch im Falle einer Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht erreichen. Wird ein Rechtsstreit gegenstandslos oder fällt er mangels eines rechtlichen Interesses an einem Sachurteil nachträglich dahin, ist der Streit durch Beschluss als gegenstandslos abzuschreiben (BGE 118 Ia 488 E. 3c S. 494; 111 Ib 182 E. 2a S. 185; 106 Ib 294 E. 3). Die Abschreibung hat zur Folge, dass das Einspracheverfahren aufgrund des Entscheides der Steuerrekurskommission, welcher vom Verwaltungsgericht bestätigt wurde, nun wiederum bei der Gemeinde offen ist. Diese wird im neuen, noch zu fällenden Einspracheentscheid feststellen müssen, dass die Einsprachen zurückgezogen wurden und die Ermessensveranlagungen daher in Rechtskraft erwachsen sind.