Citation: I 455/02 08.04.2003 E. 2

In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird der vorinstanzliche Entscheid in erster Linie hinsichtlich der medizinischen Beurteilungsgrundlagen und vor allem der Würdigung der ärztlichen Stellungnahmen zur Arbeitsunfähigkeit beanstandet. Der Beschwerdeführer vertritt die Auffassung, aus den rheumatologisch durch das Sptal P.________ einerseits, psychiatrisch durch Dr. med. Q.________ anderseits je attestierten Arbeitsfähigkeiten von 50 % und 40 % ergebe sich insgesamt eine den Anspruch auf eine ganze Invalidenrente begründende, weil auf dem Arbeitsmarkt praktisch nicht mehr verwertbare Arbeitsunfähigkeit. Die Rekurskommission hat zu diesem Punkt bei Dr. med. Q.________ eine ergänzende Beweisauskunft eingeholt, welche dahingehend lautet, die psychiatrisch attestierte Arbeitsunfähigkeit von 40 % gehe in der somatisch angenommenen von 50 % gleichsam auf. Die Vorinstanz hat sich dieser Sichtweise angeschlossen und ist von einer 50 %igen Arbeitsunfähigkeit für rückenangepasste und der verminderten psychischen Belastbarkeit Rechnung tragende Tätigkeiten ausgegangen. In der Tat ist nicht ohne weiteres einzusehen, warum eine versicherte Person, die rheumatologisch bedingt eine Einschränkung von 50 % und psychisch bedingt eine solche von 40 % erfährt, insgesamt nur zu 50 % arbeitsunfähig sein sollte. Indessen bestehen nach Lage der Akten keine hinreichenden Gründe, die vorinstanzliche Verfahrensweise im Rahmen der Grundsätze der Angemessenheitskontrolle (Art. 132 lit. a OG; BGE 126 V 362 Erw. 5d mit Hinweis) zu korrigieren. Die Festlegung von Invaliditäten und Arbeitsunfähigkeiten entzieht sich, von der Natur der Sache her, proportionaler Auf- und Abrechnung. Gerade in der Invalidenversicherung als einer final konzipierten Versicherung (Art. 4 Abs. 1 IVG) kommt es nicht auf den einzelnen Gesundheitsschaden, sondern auf das gesamthafte gesundheitlich bedingte Leistungsunvermögen an. Wenn die Rekurskommission von einer rund hälftigen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen ist, so lässt sich dafür zudem die Überlegung anführen, dass Ruhepausen, welche der Beschwerdeführer wegen seines Rückenleidens einlegen muss, auch dazu dienen können, seine psychische Erschöpfung aufzufangen oder ihr vorzubeugen. Zu keinem anderen Ergebnis führen die rechtsprechungsgemäss mit Zurückhaltung zu würdigenden (BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc), im vorliegenden Fall zudem - soweit überhaupt - nur kurz begründeten und in der Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit nicht widerspruchsfreien Atteste des Hausarztes.