Citation: 1P.34/2003 20.03.2003 E. 3

3.1 Das Kantonsgericht führt im angefochtenen Entscheid aus, die nicht in objektiver Weise begründeten Mutmassungen des Beschwerdeführers rechtfertigten den Ausstand des Gerichtspräsidenten nicht. Der Beschwerdegegner 1 habe weder mit einem derartigen Zerfall der Aktienpreise rechnen können noch müssen, weshalb sich die Frage einer allfälligen Staatshaftung kaum stellen werde. Im Übrigen liege auf der Hand, dass die Verzögerung der Entscheidfällung vorwiegend im Zusammenhang mit dem Unfall des Gerichtspräsidenten am 6. Juli 2002 stehe. Schliesslich sei das Ausstandsgesuch im Zusammenhang mit den superprovisorisch anbegehrten Massnahmen verspätet. 3.2 Der Beschwerdeführer hält dagegen, bei einem Richter, der mit seinem Entscheid über die superprovisorische Massnahme und das Begehren, das erblasserische Wertschriftenvermögen sei mündelsicher anzulegen, über ein Jahr zuwarte, stelle sich die Frage der Staatshaftung. Gerade in Fällen wie dem vorliegenden, wo Gefahr in Verzug sei, sei die entscheidende Instanz gehalten, rasch zu reagieren. Der Erbengemeinschaft sei zufolge der Unterlassung eines richterlichen Entscheides ein Schaden zugefügt worden. Die Schädigung sei aufgrund der Rechtsverweigerung oder Rechtsverzögerung widerrechtlich erfolgt. Damit liege ein Fall der kausalen Staatshaftung vor. Das grob fahrlässige Handeln des Gerichtspräsidenten habe den Rückgriff des Staates zur Folge. Deswegen sei der Beschwerdegegner 1 gezwungen gewesen, die bisherige Vermögensverwaltung aufrechtzuerhalten. Weshalb der Ablehnungsgrund hinsichtlich der superprovisorischen Massnahmen verspätet erfolgt sein solle, sei nicht zu eruieren. Das Verlustrisiko, und damit das Haftungsrisiko des Beschwerdegegners 1, habe erst nach und nach zugenommen. Indem der Gerichtspräsident alle schriftlichen Aufforderungen, zu handeln, mit Stillschweigen beantwortet habe, habe er gezeigt, dass er offensichtlich auf einen Aufwärtstrend an der Börse gehofft habe. Wären die Börsenkurse nach der Eingabe vom 31. Oktober 2001 wieder gestiegen, hätte sich kein Risiko ergeben, welches den Beschwerdegegner hätte befangen erscheinen lassen. Dieses Haftungsrisiko sei die schleichende Folge des Wertschriftenzerfalles. Die Befangenheit des Gerichtspräsidenten habe somit erst im Zeitpunkt des Ablehnungsbegehrens am 27. August 2002 bestanden.