Citation: 1B_297/2020 E. 1

A.________ erhob am 24. Februar 2020 eine Rechtsverzögerungs- bzw. Rechtsverweigerungsbeschwerde gegen die Staatsanwaltschaft des Kantons Appenzell I.Rh. Das Kantonsgericht Appenzell I.Rh. trat mit Präsidialentscheid vom 30. März 2020 auf die Beschwerde nicht ein. A.________ wandte sich am 5. April 2020 ans Kantonsgericht und machte geltend, dass ihr fristgerecht eingereichter Nachtrag vom 30. März 2020 beim Präsidialentscheid nicht mehr berücksichtigt werden konnte. Das Kantonsgericht fragte sie am 8. April 2020 an, ob sie einen Entscheid der Kommission verlange. A.________ bejahte dies in der Folge, worauf die Kommission für Entscheide in Strafsachen des Kantonsgerichts Appenzell I.Rh. mit Entscheid vom 11. Mai 2020 auf die Beschwerde nicht eintrat. Sie führte zur Begründung zusammenfassend aus, dass die beiden von der Beschwerdeführerin angesprochenen Verfahren durch die Anklageerhebung beim Bezirksgericht Appenzell I.Rh hängig seien. Die Verfahrensleitung liege nicht mehr bei der Staatsanwaltschaft, weshalb diese das Verfahren auch nicht mehr beschleunigen könne. Die Beschwerdeführerin sei bereits im Zeitpunkt der Beschwerdeeinreichung nicht mehr aktuell durch eine allfällige Verfahrensverzögerung durch die Staatsanwaltschaft beschwert gewesen.