Citation: 2C_870/2019 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführenden wenden zu Recht ein, dass das im Kanton Zug eingeleitete Verfahren nie abgeschlossen wurde. Bei den im angefochtenen Entscheid genannten "sinngemässen" Ausführungen der zuständigen Behörde handelt es sich um eine kurze Aktennotiz nach der Vorsprache des Beschwerdeführers 1 am Schalter des Amts für Migration des Kantons Zug vom 9. September 2014, welche mit der Bemerkung endet, dass er nochmals mit seiner Ehefrau Rücksprache halten werde. Darunter wurde vermerkt, es sei bis 16. April 2015 keine Reaktion erfolgt. Obwohl die Zuger Migrationsbehörden offenbar davon ausgingen, dass das Familiennachzugsgesuch mangels geeigneter Wohnung nicht gutgeheissen werden könne und Unterlagen zu den beiden im Gesuch eingeschlossenen (Schweizer) Kindern fehlen würden, erliessen sie keine anfechtbare Verfügung und setzten dem Beschwerdeführer 1 auch keine Frist, um allenfalls benötigte Unterlagen einzureichen. Von keiner Seite wird sodann behauptet, das Verfahren wäre infolge Rückzugs abgeschrieben worden. Es kann somit entgegen den vorinstanzlichen Ausführungen offensichtlich nicht davon ausgegangen werden, dass das Verfahren abgeschlossen worden sei.