Citation: 5A_344/2017 E. 3.3

3.3. Im konkreten Fall steht fest, dass der Beschwerdeführerin mit Entscheid vom 5. August 2016 die unentgeltliche Rechtspflege für das Verfahren vor der Vorinstanz gewährt und Rechtsanwalt Michael Gehrig zum unentgeltlichen Rechtsvertreter ernannt worden ist. Dieser Entscheid ist unangefochten geblieben. Weder dem vorinstanzlichen Urteil noch den Akten lässt sich entnehmen, dass die Vorinstanz je ein Widerrufsverfahren eröffnet hätte. Entsprechend wurde der Beschwerdeführerin auch keine Gelegenheit geboten, sich zum beabsichtigten Widerruf der erteilten unentgeltlichen Rechtspflege zu äussern. Die Beschwerdeführerin war auch nicht gehalten, sich von sich aus zu einem möglichen Widerruf der erteilten unentgeltlichen Rechtspflege zu äussern. Daran ändert auch der nachträglich ergangene Beschluss des Amtsgerichtes Karlsruhe nichts, wonach die Beschwerdeführerin in Deutschland über Grundeigentum verfügt. Zu Recht erhebt die Beschwerdeführerin deshalb den Vorwurf, ihr sei im Verfahren P 16 18 in Bezug auf den Widerruf der unentgeltlichen Rechtspflege das rechtliche Gehör von der Vorinstanz verweigert worden.