Citation: 6B_1363/2019 E. 1.11

1.11. Eine Verletzung des Anspruchs des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör ist ebenfalls nicht auszumachen. Der angefochtene Entscheid ist ausreichend und nachvollziehbar begründet. Die Vorinstanz ging zudem korrekt vor, da sie angesichts der dem amtlichen Gutachten widersprechenden Privatgutachten ein Zweitgutachten einholte. Dieses sowie die ergänzenden Stellungnahmen des amtlichen Erstgutachters setzen sich ausführlich mit den Privatgutachten auseinander. Zur Frage der Schuldfähigkeit wurde gemäss den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz unter Berücksichtigung der (fachärztlich substantiierten) Vorbringen des Beschwerdeführers auf hohem Niveau eine umfassende fachärztliche Diskussion geführt, die sich in den Ausführungen der beiden amtlichen Gutachter widerspiegelte (angefochtenes Urteil E. 4.1 S. 30). Die Privatgutachten blieben daher nicht unberücksichtigt. Ebenso wenig hat die Vorinstanz die Schlussfolgerungen der Zweitgutachterin ignoriert (vgl. Beschwerde S. 13, 16). Unbegründet ist auch der Einwand des Beschwerdeführers, die Vorinstanz verhalte sich widersprüchlich, da sie das Gutachten von Prof. Dr. H.________ für schlüssig erkläre, obschon sie selber ein Zweitgutachten für notwendig erachtet habe (vgl. Beschwerde S. 13-15). Die Vorinstanz holte das Zweitgutachten angesichts der Privatgutachten gestützt auf Art. 189 lit. b StPO (vgl. auch BGE 141 IV 305 E. 6.6.1 S. 315 mit Hinweisen) ein und nicht in Anwendung von Art. 189 lit. a StPO mangels Vollständigkeit oder Schlüssigkeit des Erstgutachtens. Der Vorinstanz kann entgegen der Kritik des Beschwerdeführers des Weiteren nicht vorgeworfen werden, sie habe wesentliche Fakten zu Unrecht ausgeklammert (Beschwerde S. 25-27). Die Schuldfähigkeit des Beschwerdeführers war im Tatzeitpunkt unstrittig schwerstgradig vermindert. Die vom Beschwerdeführer erwähnten Tatsachen (Realitätsverkennung, Wahl einer nicht "optimalen Fluchtroute" etc.) bleiben entgegen dessen Kritik insofern nicht unberücksichtigt.