Citation: 4C.303/2003 15.03.2004 E. 2

2.1 Steht bezüglich einer Vereinbarung kein tatsächlicher übereinstimmender Wille der Parteien fest, so ist diese nach dem Vertrauensprinzip so auszulegen, wie sie nach ihrem Wortlaut und Zusammenhang sowie den gesamten Umständen verstanden werden durfte und musste (BGE 126 III 119 E. 2a, mit Hinweisen). Dabei ist der Zeitpunkt des Vertragsabschlusses massgebend, weshalb bei der Auslegung nach dem Vertrauensprinzip nachträgliches Parteiverhalten nicht von Bedeutung ist. Es kann höchstens darauf schliessen lassen, wie die Parteien ihre Erklärungen tatsächlich verstanden hatten (BGE 107 II 417 E. 6). 2.2 Der Appellationshof nahm gestützt auf das Verhalten der Parteien nach der Vertragsverlängerung an, es sei beiden Parteien klar gewesen, dass die Eintrittsklausel auf ein erweitertes Zusammenarbeitsmodell, das in der Folge realisiert wurde, keine Anwendung finden könne. Damit ging der Appellationshof bezüglich der Anwendbarkeit der Eintrittsklausel für den vorliegenden Fall wohl von einem tatsächlichen übereinstimmenden Parteiwillen aus. 2.3 Die Klägerin rügt, diese Feststellung des Appellationshofs sei falsch. Auf diese Rüge ist nicht einzutreten, da die Klägerin damit im Berufungsverfahren unzulässige Kritik an der vorinstanzlichen Beweiswürdigung übt (BGE 120 II 97 E. 2b S. 99; 119 II 380 E. 3b S. 382, mit Hinweisen). Solche Kritik kann nur mit staatsrechtlicher Beschwerde im Rahmen der Rüge der willkürlichen Beweiswürdigung vorgebracht werden, was die Klägerin denn auch getan hat.