Citation: U 106/02 19.11.2002 E. 2

Streitig und zu prüfen ist einzig, ob die seit 1. Juli 1972 ausgerichtete Invalidenrente zu erhöhen sei. Die Vorinstanz hat zutreffend dargelegt, dass nach Art. 80 Abs. 2 KUVG nach Ablauf des neunten Jahres seit Beginn (BGE 105 V 34 Erw. 1a) die Invalidenrente nicht mehr revidiert werden kann. Von dieser für die Revision von Renten vorgesehenen Verwirkung ausgenommen sind nach der Rechtsprechung Rückfälle und Spätfolgen. Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu Arbeitsunfähigkeit kommt. Von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder auch psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem andersgearteten Krankheitsbild führen können (BGE 105 V 35 Erw. 1c; nicht veröffentlichtes Urteil D. vom 5. Dezember 1989, U 40/89; je mit Hinweisen).