Citation: 4A_217/2018 E. 3.2

3.2. Indem die Beschwerdeführerin sich in rechtlicher Hinsicht darauf beschränkt, in appellatorischer Weise eine Verletzung von Art. 328 i.V.m. Art. 101 OR zu behaupten ohne darzulegen, inwiefern die Beschwerdegegnerin nicht für ausreichenden Schutz der Persönlichkeit bzw. Gesundheit ihrer Arbeitnehmerin (vgl. Art. 328 OR) gesorgt haben soll, erfüllt sie die dargelegten Anforderungen an eine rechtsgenügliche Rüge im Sinne von Art. 42 Abs. 2 BGG nicht. Im Übrigen ist die Rüge ohnehin unbegründet. Denn selbst wenn die Mitarbeiterin - wie die Beschwerdeführerin ferner geltend macht - nicht von der Gefahr eines Herzstillstandes ausgegangen sein sollte, kann ihr nicht vorgeworfen werden, dass sie die Beschwerdeführerin nicht sogleich in eine Schrägstellung legte, sondern diese kurz alleine liess, um die unternehmensinterne "Gruppe 144" von der Zentrale am Kundendienst anzurufen, die für gesundheitliche Notfälle speziell geschult ist. So trifft es zwar zu, dass die Mitarbeiterin als Inhaberin eines Führerscheins einen Nothelferkurs absolvierte und dort lernte, eine bewusstlose Person in eine stabile Seitenlage zu bringen. Doch kann der Vorinstanz keine Bundesrechtsverletzung vorgeworfen werden, wenn sie von der Angestellten als im Übrigen medizinisch ungeschulte Person, die sich in einer unerwarteten Situation und unter hohem Druck befand, nicht verlangte, die Beschwerdeführerin in eine solche Seitenlage zu versetzen. Ohnehin verletzte die Angestellte keine Sorgfaltspflicht, wenn sie sich vielmehr dazu entschied, einen Moment von der Seite der Beschwerdeführerin zu weichen, um die unternehmensintern für solche Notfälle gebildete und entsprechend geschulte "Gruppe 144" zu alarmieren. An der Verneinung einer Sorgfaltspflichtverletzung ändert denn auch nichts, dass die Beschwerdeführerin durch ihren Sturz erhebliche Verletzungen im Gesicht erlitt. Denn auch ohne Kenntnisse der konkreten Gefahren handelte die Mitarbeiterin korrekt, wenn sie unverzüglich die "Gruppe 144" alarmierte und damit die Beschwerdeführerin davor bewahrte, sich weiterhin der Gefahr anderweitiger schwererer gesundheitlicher Schädigungen auszusetzen.