Citation: 6B_243/2022 E. 2.2

2.2. Soweit der Beschwerdeführer die Strafzumessung kritisiert und sich gegen das Tätigkeitsverbot wendet, ist zu berücksichtigen, dass er die zu beurteilenden Tathandlungen unbestrittenermassen zwischen dem 17. Oktober 2008 (letzte Kreditgewährung) und der Konkurseröffnung vom 8. Juni 2010 (Konkursverschleppung) begangen hat (erstinstanzliches Urteil S. 4; angefochtenes Urteil S. 5). Am 1. Januar 2007 traten der revidierte Allgemeine Teil des Strafgesetzbuches (erstes Buch) und die revidierten Bestimmungen über die Einführung und Anwendung des Gesetzes (drittes Buch) vom 13. Dezember 2002 bzw. vom 24. März 2006 in Kraft. Diese Revision brachte eine grundlegende Neuordnung des Sanktionensystems (Botschaft vom 21. September 1998 zur Änderung des Schweizerischen Strafgesetzbuches und des Militärstrafgesetzes sowie zu einem Bundesgesetz über das Jugendstrafrecht, BBl 1999 1984 ff., 2017 ff., 2024 ff.). Ausserdem wurden die Nebenstrafen des früheren Rechts (Art. 51-56 aStGB) aufgehoben. Einzig das Berufsverbot bestand fort (Art. 67 aStGB), das zusammen mit den übrigen Nebenfolgen der Straftat neu als "andere Massnahme" qualifiziert wurde (Art. 66-73 StGB). Sodann traten am 1. Januar 2018 die Änderungen des (neuen) Sanktionenrechts in Kraft (Bundesgesetz vom 19. Juni 2015; AS 2016 1249; BBI 2012 4721). Das aktuell anwendbare Tätigkeitsverbot gemäss Art. 67 Abs. 1 StGB in der ab dem 1. Januar 2022 und damit zum Urteilszeitpunkt geltenden Fassung ist seit 1. Januar 2015 in Kraft (gemäss Ziff. I 1 des Bundesgesetzes vom 13. Dezember 2013 über das Tätigkeitsverbot und das Kontakt- und Rayonverbot [AS 2014 2055; BBl 2012 8819]), wobei der Wortlaut mit der Änderung des Sanktionenrechts angepasst wurde (AS 2016 1251). Besondere Übergangsbestimmungen hat der Gesetzgeber im vorgenannten Bundesgesetz nicht vorgesehen. Der Beschwerdeführer hat die zu beurteilenden Taten somit zeitlich unter der Geltung des alten (per 1. Januar 2007 in Kraft getretenen) Sanktionenrechts und des alten (bis 31. Dezember 2014 gültigen) Berufsverbots begangen.