Citation: 6B_205/2023 E. 1.4.7

1.4.7. Ebensowenig ist das Vorbringen der Beschwerdeführerin zu behandeln, wonach das FZA gewerbsmässigen Betrügern kein Aufenthaltsrecht gewähre. Sie übersieht, dass die Vorinstanz eine ausführliche und nachvollziehbare Würdigung der Umstände vornimmt und insgesamt zu Recht eine realistische Rückfallgefahr und damit einhergehend auch eine anhaltende und hinreichend schwere, das Grundinteresse der Gesellschaft berührende Gefahr für die öffentliche Ordnung i.S.v. Art. 5 Abs. 1 Anhang I FZA verneint. Dabei berücksichtigt die Vorinstanz zutreffend auch die fehlenden Vorstrafen sowie das (gerade noch) leichte Verschulden. Der vorinstanzliche Verzicht auf die Anordnung einer Landesverweisung verletzt weder Art. 66a Abs. 2 StGB noch Art. 5 Abs. 1 Anhang I FZA. Damit erweist sich die Beschwerde als unbegründet.