Citation: 9C_70/2008 15.02.2008 E. 5

Weder IV-Stelle noch Vorinstanz haben die Eingliederungsfrage (Art. 8, Art. 15 ff. IVG) geprüft, wozu im Falle der noch jungen Versicherten aller Anlass bestanden hätte. Streitig im vor- und letztinstanzlichen Verfahren war und ist nur der Rentenanspruch (Art. 28 IVG). Im Hinblick auf den Rechtsgrundsatz Eingliederung vor Rente und darauf, dass die Rentenberechtigung nur bei fehlender Eingliederungsfähigkeit besteht (BGE 121 V 193), kann die vorinstanzliche Zusprechung einer halben Invalidenrente unter diesem Gesichtswinkel, trotz Bindung an den Beschwerdeantrag (Art. 107 Abs. 1 BGG), von Amtes wegen überprüft werden. Indes ergibt sich daraus, soweit es um den für die Beurteilung in diesem Verfahren zeitlich massgebenden Sachverhalt geht, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung am 11. Januar 2007 entwickelt hat (BGE 130 V 138 E. 2.1 S. 140), kein anderes Ergebnis; denn es ist nicht ersichtlich, inwiefern Massnahmen beruflicher Art die erwerbliche Verwertung der vorinstanzlich verbindlich festgestellten Arbeitsfähigkeit von 50 % für eine zumutbare Verweisungstätigkeit in für den Rentenanspruch erheblicher Weise hätten verändern können. Für die Zukunft ist es Sache der Verwaltung, die Eingliederungsfrage zu prüfen.