Citation: 8C_623/2019 E. 4.5.2

4.5.2. Hinsichtlich der unmittelbar nach dem Unfall verspürten Schmerzen verweist die Beschwerdeführerin ebenfalls auf den - widersprüchlichen (vgl. E. 4.5.1) - Polizeirapport, wonach sie bereits auf der Unfallstelle über "starke Rücken- und Nackenschmerzen" geklagt habe. Zudem beruft sie sich auf die Angaben in der Einsatzdokumentation des Rettungsdienstes, wonach ihr ein Halskragen angelegt worden sei. Im Widerspruch zum entsprechenden Hinweis notierte der Rettungsdienst unter der Rubrik "Verdachts-Diagnose" abschliessend einzig einen Verdacht auf ein Trauma der Brustwirbelsäule (BWS) und ein Thoraxtrauma. Hinweise auf geklagte "Nackenschmerzen" oder ein "Trauma der Halswirbelsäule (HWS) " finden sich in den Unterlagen des Rettungsdienstes nicht. Das geklagte Schmerzniveau wurde unter der Rubrik "Zustand bei Ankunft" auf der zehnstufigen Skala bei der Stufe 3 eingeordnet. Unter der Rubrik "Zustand bei Übergabe" lag das Schmerzniveau nach Verabreichung der Schmerzmittel während der notfallmässigen Behandlung am Unfallort und des Transports noch auf der Stufe 2. Unter der Rubrik "Verletzung" kreuzte der Rettungsdienst bei der auf dem Formular vorgegebenen Auswahl an Schädigungen einzig die Kategorie "BWS/LWS Trauma", nicht aber die Kategorie "HWS Trauma" an. Weiter notierte der Rettungsdienst unter der Rubrik "Symptome" unter anderem: "[...] im PKW verunfallt, kein Überschlag, kein direkter Aufprall, keine Airbag-Auslösung [...]".