Citation: 8C_313/2023 E. 4.2

4.2. Die Feststellung der Vorinstanz, die Strassenverkäuferinnen und -verkäufer würden gemäss Vereinbarung weder aufgefordert noch abgerufen, ist zusammenfassend willkürfrei. Ebenso wenig ist es offensichtlich unrichtig, dass es ihnen überlassen sei, wie viele Stunden sie arbeiten würden und dass sie ihre Einsatzzeiten vollständig frei bestimmen könnten, solange sie sich an die Ladenöffnungszeiten halten würden. Der Beschwerdeführer bestreitet denn auch nicht, dass es sich bei den betroffenen Arbeitnehmenden um Personen handelt, die ihre Einsatzzeiten frei bestimmen können und gemäss vorinstanzlicher Feststellung weder einen Dienstplan noch ein regelmässiges Einkommen erzielen. Die Vorinstanz schloss hieraus ohne in Willkür zu verfallen, beim Strassenverkauf der Hefte könnten die Arbeitnehmenden bis zu einem gewissen Grad ihr Einkommen selbst beeinflussen und daher sei wohl auch keine Kündigung zu befürchten. Je nach Dauer ihrer täglichen Arbeitszeit und der von ihnen selbst gewählten Tageszeit für den Verkauf dürften die Einkünfte höher oder tiefer ausfallen. Das Einkommen der Arbeitnehmenden auf Abruf sei dementgegen davon abhängig, ob und für welchen Zeitraum sie aufgeboten würden, weshalb ihr eigener Einfluss, vorbehältlich einer allenfalls bestehenden Möglichkeit, den Einsatz abzulehnen, deutlich geringer sei, weshalb sich beide Personengruppen massgeblich unterscheiden würden. Die Rüge einer offensichtlich unrichtigen Sachverhaltsfeststellung, da die Vorinstanz Unterschiede zwischen der Arbeit auf Abruf und den Strassenverkäufen festgestellt habe, die nicht gegeben seien, ist demnach unbegründet.