Citation: 2C_111/2023 E. 6.6

6.6. Schliesslich konnte zu keinem Zeitpunkt davon ausgegangen werden, dass die fehlenden Anstrengungen zur Erlangung der syrischen Staatsangehörigkeit von der Absicht des Beschwerdeführers getragen waren, später den Status als Staatenloser zu erhalten. Es liegen keine Anhaltspunkte vor, die darauf schliessen lassen würden, der Beschwerdeführer habe Syrien mit der Absicht verlassen, als staatenlos anerkannt zu werden. Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus dem angefochtenen Entscheid. Im Handeln des Beschwerdeführers ist keine Missbrauchsabsicht zu erkennen, zumal er seine Ausreise explizit mit dem Wunsch nach einer besseren Zukunft für seine Kinder begründete (angefochtener Entscheid E. 10.4).