Citation: 6B_641/2021 E. 1.5.3

1.5.3. Was die erste Etappe des Geschehens - das Zusammentreffen der beiden Beteiligten und die Losfahrt Richtung Wald - angeht, so spielt es grundsätzlich keine Rolle, dass sich B.________ (trotz Kontaktverbot) freiwillig zu einem Treffen bereit erklärte. Denn die Einwilligung in ein Treffen im Dorfkern ist, wie von der Vorinstanz richtig erkannt, keinesfalls mit der Einwilligung in die Fahrt in ein Waldstück gleichzusetzen, zumal die Geschädigte von den entsprechenden Absichten des Beschwerdeführers nichts wusste. Die Vorinstanz schildert sodann überzeugend, weshalb die Geschädigte sich gezwungen sah, dem Beschwerdeführer das Steuer zu überlassen und mit ihm mitzufahren. So war er bereits aggressiv und wütend, als er am Treffpunkt erschien. Die Geschädigte wusste laut dem angefochtenen Urteil aus Erfahrung, dass dieser Zustand bei ihm nichts Gutes bedeutete und gefährlich werden konnte. Sie war bereits in der Vergangenheit vom Beschwerdeführer tätlich angegangen worden und nun brachte er sie gewaltsam mittels Fusstritt dazu, auf den Beifahrersitz zu rutschen. Aufgrund ihres Erfahrungshintergrunds und der Situation, die sich ihr in dem Moment präsentierte, hatte sie verständlicherweise Angst, es würde ihr etwas zustossen, wenn sie sich seinem Willen nicht fügen würde. Angesichts dessen kann mit der Vorinstanz keine Rede davon sein, dass B.________ die Fahrt in den Wald freiwillig angetreten hat. Ebenso wenig konnte ihr vor dem dargestellten Hintergrund stärkerer Widerstand zugemutet werden.