Citation: 8C_163/2024 E. 5.2.2

5.2.2. Aus dieser Rechtsprechung kann die Beschwerdeführerin nichts zu ihren Gunsten ableiten. Sie betrifft nämlich einzig Fälle, in denen die versicherte Person Kenntnis davon erhielt, dass die durch die Verwaltung verfügte (ursprüngliche) Leistungszusprache angefochten (Urteile 8C_399/2021 vom 5. Oktober 2021 und 9C_847/2017 vom 31. Mai 2018 E. 5: Anfechtung der Rentenzusprache durch die Pensionskasse) bzw. im laufenden Verfahren durch die verfügende Behörde selber mit Androhung einer Schlechterstellung ("reformatio in peius") in Frage gestellt wurde (Urteil 9C_795/2020 vom 10. März 2021 E. 4.2) und damit umstritten war. Das Bundesgericht verneinte jeweils den guten Glauben der versicherten Person ab dem Zeitpunkt, als diese davon Kenntnis erhielt, dass ihr Leistungsanspruch strittig war bzw. noch nicht rechtskräftig festgestellt wurde.