Citation: 4A_300/2024 E. 5.3

5.3. Als aussichtslos (Art. 117 lit. b ZPO) sind Begehren anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde. Eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb anstrengen können, weil er sie - zumindest vorläufig - nichts kostet. Ob im Einzelfall genügende Erfolgsaussichten bestehen, beurteilt sich aufgrund einer vorläufigen und summarischen Prüfung der Prozessaussichten, wobei die Verhältnisse im Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs massgebend sind (BGE 142 III 138 E. 5.1; 139 III 475 E. 2.2; 138 III 217 E. 2.2.4 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer geht nicht auf die vorinstanzlichen Erwägungen ein. Sein Hinweis auf die hängigen Konkurs- und Strafverfahren vermag die nötige Darstellung seiner Chancen im vorliegenden Zivilprozess nicht zu ersetzen. Konkursämter und Strafverfolgungsbehörden eröffnen Verfahren, wenn die Voraussetzungen von Art. 188 ff. SchKG respektive Art. 300 ff. StPO erfüllt sind. Sie nehmen mit anderen Worten keine zivilprozessuale Prozesschancenbeurteilung vor. Der Beschwerdeführer zeigt denn auch nicht schlüssig auf, welche Erkenntnisse er aus dem Konkurs- und Strafverfahren betreffend die C.________ AG in Liquidation gewonnen habe. Entsprechend erweist sich seine Beschwerde auch in diesem Punkt als unbegründet.