Citation: 4A_74/2024 E. 4.3.1

4.3.1. Zu den Umständen, wie es zu der Abgabe der Willenserklärungen im Protokoll vom 20. Oktober 2018 kam, stellte die Vorinstanz Folgendes fest: Die Beschwerdeführerin habe versucht, vorgängig zur Unterzeichnung des Protokolls eine einvernehmliche Regelung hinsichtlich des umstrittenen Schadenersatzanspruchs zu finden und habe ein konkretes Angebot über Fr. 1.2 Mio. abgegeben. Dieses hätten die Beschwerdegegner mit Empörung abgelehnt. Auf Wunsch der Beschwerdeführerin sei es zu einer Diskussion unter den Teilnehmern der Sitzung gekommen, ob der Wortlaut des Protokolls anzupassen oder so zu unterzeichnen sei. Die Beschwerdeführerin habe darauf gedrängt, den Wortlaut anzupassen und habe explizit erwähnt, dass der Vorvertrag nicht einvernehmlich storniert werde. G.B.________ habe erwähnt, dass mit der Verweigerung der Unterschrift H.B.________ bzw. die Beschwerdeführerin den Verkauf an E.E.________ zu Fall bringen könnte. Die Beschwerdeführerin habe daraufhin ihren Widerstand aufgegeben, weil sie durch die verweigerte Unterschrift den Verkauf an E.E.________ nicht habe gefährden wollen. Anschliessend habe die Beschwerdeführerin ohne weitere Änderungswünsche am Wortlaut sowie bedingungslos das Protokoll unterzeichnet.