Citation: 6B_260/2014 E. 1.3

1.3. Die Vorinstanz stützt ihre Feststellungen auf die glaubhaften Aussagen eines Polizisten und Sicherheitsassistenten der Zuger Polizei, wonach der Beschwerdeführer in der Linkskurve vor der Lorenztobelbrücke überholt habe (Urteil S. 5, 8). Sie stellt fest, dass von einer überblickbaren Strecke von 129-132 m auszugehen sei. Diese reiche nach den errechneten Mindestsichtweiten unabhängig davon, ob der Beschwerdeführer mit einer Geschwindigkeit von 80 km/h oder 100 km/h gefahren sei, nicht aus, um das Überholmanöver ohne Behinderung des Gegenverkehrs auszuführen (Urteil S. 10). Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers sei es ein grosses Wagnis, ein Überholmanöver aufgrund der Sichtbarkeit durch Reflexion der Lichter in den seitlich an der Brücke angebrachten Glasscheiben auszuführen. Es sei nämlich fraglich, ob sich allfällige Lichtspiegelungen des Gegenverkehrs von jenen des gleichgerichteten Verkehrs klar unterscheiden würden. Dazu komme, dass die Positionen und die Lichtspiegelungen nur schwer eingeschätzt werden könnten und auch mit unbeleuchteten beziehungsweise mit wenig beleuchteten Fahrzeugen gerechnet werden müsste. Des Weiteren zähle das Überholen zu den gefährlichsten Fahrmanövern, weswegen die Strecke direkt überblickbar sein müsse, die ein entgegenkommendes Fahrzeug bis zu jenem Zeitpunkt zurücklege, wo der Überholende die linke Strassenseite freigebe. Insofern habe sich der Antrag eines nächtlichen Augenscheins als unnötig erwiesen, weshalb dieser abzuweisen sei (Urteil S. 9).