Citation: I 262/05 20.07.2005 E. 3

3.1 Damit sind bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades die Einkommen aus der gleichen Tätigkeit mit und ohne Behinderung, das heisst bei Teil- und Vollzeitpensum, zum Zeitpunkt des Rentenbeginns (BGE 128 V 174, 129 V 222) heranzuziehen. Dass der Beschwerdeführerin die Stelle auf Mitte März 2003 gekündigt wurde, ist nicht erheblich, da sich eine Änderung der Verhältnisse nach Erlass der angefochtenen Verfügung vom 8. November 2001 der Überprüfungsbefugnis des Gerichts entzieht (BGE 129 V 4 Erw. 1.2 mit Hinweis). 3.2 Die Vorinstanz hat beim Valideneinkommen den im Durchschnitt vor der Behinderung in den Jahren 1995 bis 1997 erzielten Lohn herangezogen (gemäss Auszug aus dem individuellen Konto Fr. 44'485.-, Fr. 39'367.- und Fr. 39'263.-). Weil dieser einem aus gesundheitlichen Gründen bereits reduzierten 80 %-Pensum entsprach, hat sie ihn auf 100 % aufgerechnet und an die Teuerung 1999 angepasst, was Fr. 52'016.- ergab. Beim Invalideneinkommen ist sie dagegen vom Durchschnitt des in den Jahren 1998 und 1999 für ein 50 %-Pensum erzielten Verdienstes ausgegangen (Fr. 27'812.- + Fr. 29'846.- = Fr. 57'658.- : 2 = Fr. 28'829.-). 3.3 Nach der Rechtsprechung sind Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben (BGE 128 V 174, 129 V 222). Es geht daher nicht an, beim Valideneinkommen auf die Jahre 1995 bis 1997 und beim Invalideneinkommen auf 1998 und 1999 abzustellen. Vielmehr ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin im Jahr 1999 als Gesunde das Doppelte hätte verdienen können als mit einem invaliditätsbedingten 50 %-Pensum. Rechtsprechungsgemäss wird, wenn Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom selben Tabellenlohn zu berechnen sind, auf eine genaue Ermittlung der Vergleichseinkommen verzichtet; der Invaliditätsgrad entspricht dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn (vgl. Urteil M. vom 15. April 2003, I 1/03, Erw. 5.2). Diese Regel muss auch hier Anwendung finden, nachdem die Beschwerdeführerin nach der Invalidisierung beim gleichen Arbeitgeber und zu den gleichen Konditionen, wenn auch mit reduziertem Pensum, tätig war und sich lohnmässig insofern nichts geändert hat. Dass die Versicherte seit 1998 tatsächlich mehr verdient hat als zuvor, ist damit zu erklären, dass ihr Lohn praktisch ausschliesslich - neben Spesenersatz - aus Provision bestand und deshalb erheblichen Schwankungen ausgesetzt war. Diese lassen sich nur beschränkt beeinflussen und sind damit in einem gewissen Mass auch zufällig. 3.4 Ein Vergleich der konkreten Zahlen erübrigt sich deshalb. Anhaltspunkte dafür, dass die Beschwerdeführerin im Teilpensum auf Dauer verhältnismässig mehr verdient, sind nicht ersichtlich. Bei einer 50 %igen Arbeitsunfähigkeit ergibt sich demnach ein Invaliditätsgrad von 50 %. Die Beschwerdeführerin hat damit Anspruch auf eine halbe Invalidenrente.