Citation: 6B_685/2007 05.03.2008 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt, der Schuldspruch wegen mehrfachen Entziehens von Unmündigen beruhe auf einer willkürlichen Beweiswürdigung im Sinne von Art. 9 BV. Er macht zusammenfassend geltend, die Vorinstanz hätte unter Würdigung aller Umstände davon ausgehen müssen, dass die Privatklägerin ihm Z.________ mit ihrem Einverständnis überlassen habe. 2.1 Gemäss Art. 9 BV hat jede Person Anspruch darauf, von den staatlichen Organen ohne Willkür behandelt zu werden. Willkür in der Beweiswürdigung liegt vor, wenn die Behörde in ihrem Entscheid von Tatsachen ausgeht, die mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch stehen, auf einem offenkundigen Fehler beruhen oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderlaufen (BGE 129 I 173 E. 3.1 S. 178, mit Hinweisen). Dabei genügt es nicht, dass der angefochtene Entscheid sich nur in der Begründung als unhaltbar erweist; eine Aufhebung rechtfertigt sich erst, wenn er auch im Ergebnis verfassungswidrig ist (BGE 131 I 467 E. 3.1 S. 474, mit weiteren Hinweisen). 2.2 Die Vorinstanz hält eingangs fest, die Kritik der Verteidigung an der Konfrontationseinvernahme sei insofern unverständlich, als der anwesende Verteidiger damals beim Amtsstatthalter nicht intervenierte. Jedenfalls seien die Aussagen der Zeugin A.________ hinreichend präzise. Weitere Beweiserhebungen erübrigten sich. Nach einlässlicher Beweiswürdigung verwirft die Vorinstanz den Einwand des Beschwerdeführers, er habe die Tochter im Einverständnis der Mutter mit sich genommen. Sie erwägt, es sei auf die ausführliche Darstellung der Mutter abzustellen, welche - im Gegensatz zu jener des Beschwerdeführers - konstant, widerspruchsfrei und nachvollziehbar sei, sowie durch die gesamten Umstände untermauert werde. Nachdem die Eltern über die Obhut der Tochter während langer Zeit gestritten hätten, sei nicht anzunehmen, dass die Mutter entgegen der gerichtlichen Regelung Zugeständnisse gemacht habe. Dagegen spreche ferner das seit Jahren zerstrittene Eheverhältnis sowie das konkrete Verhalten der Privatklägerin nach dem Weggang von Z.________. Sie habe sich in allen zu beurteilenden Vorfällen bei den zuständigen Behörden und der Polizei dafür eingesetzt, dass Z.________ ihrem Vater wieder entzogen werde. Die unter Wahrheitspflicht einvernommene Zeugin A.________ bestätige ebenfalls den Standpunkt der Privatklägerin. Gestützt darauf gelangt die Vorinstanz zum Schluss, dass der Beschwerdeführer Z.________ gegen den klaren Willen der Mutter mit sich genommen habe. 2.3 Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, erschöpft sich in einer unzulässigen appellatorischen Kritik am angefochtenen Urteil. Er beschränkt sich darauf, seine eigene Sicht der Dinge darzulegen, und lässt eine rechtsgenügende Auseinandersetzung mit den Erwägungen der Vorinstanz vermissen. So wiederholt er lediglich seine bereits im kantonalen Verfahren erhobene Rüge, indem er beanstandet, die Konfrontationseinvernahme durch den Amtsstatthalter sei spät und unsorgfältig durchgeführt worden. Appellatorisch begründet ist auch der Einwand, die Zeugenaussagen von A.________ würden nicht "weiter helfen". Schliesslich genügt er den Begründungsanforderungen auch insoweit nicht, als er behauptet, die Eheleute hätten das Besuchsrecht im Zeitpunkt des ersten Vorfalles flexibel gehandhabt. Zur Begründung weist er auf eine Aussage der Privatklägerin hin, wonach sie über Weihnachten und Neujahr 2002/2003 mit Z.________ in Marokko war, das gerichtlich festgesetzte Besuchsrecht des Beschwerdeführers aber eingehalten habe. In der Beschwerde wird jedoch nicht aufgezeigt, noch ist ersichtlich, inwiefern diese einzelne Aussage geeignet sein könnte, die Beweiswürdigung der Vorinstanz (auch) im Ergebnis als willkürlich erscheinen zu lassen. Auf die Willkürrüge ist nicht einzutreten.