Citation: 2C_495/2020 E. 6.4

6.4. Die Ausführungen des Beschwerdeführers lassen die Feststellungen der Vorinstanz nicht als offensichtlich unrichtig erscheinen (Art. 97 Abs. 1 BGG; vgl. oben E. 2.2). Auch das Bundesgericht geht in seiner Rechtsprechung davon aus, dass einer Person alevitischen Glaubens die Rückkehr in die Türkei nicht bereits wegen der allgemeinen Situation dieser Glaubensgemeinschaft in der Türkei unzumutbar ist (Urteil 2C_450/2019 vom 5. September 2019 E. 5.3; vgl. auch Urteil 2C_335/2020 vom 18. August 2020 E. 4.3.2). Sodann macht der Beschwerdeführer nicht geltend, die angebliche Härte der Aufenthaltsbeendigung stünde in einem Zusammenhang mit der gescheiterten Ehegemeinschaft. Der Beschwerdeführer bringt zwar vor, dass sein Vater und sein Onkel wegen ihrer Religion inhaftiert worden seien, doch gelingt es ihm nicht, diese Behauptung zu substanziieren, geschweige denn sie zu beweisen. Obschon die Aufenthaltsdauer des Beschwerdeführers in der Schweiz von rund zehn Jahren die Wiedereingliederung in der Türkei erschweren dürfte, ist die Rückkehr alleine aus diesem Grund noch nicht unzumutbar (vgl. Urteil 2C_480/2014 vom 15. Januar 2015 E. 5.4.2). Es ist auch nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die strafrechtliche Verurteilung des Beschwerdeführers zum Anlass nahm, ihm eine besonders ausgeprägte Integration abzusprechen.