Citation: 6B_460/2020 E. 6.1.3

6.1.3. Die Vorinstanz nimmt zunächst in Bezug auf die Marke "H.________" an, diese habe im markenrechtlichen Sinn nicht existiert. Abgesehen davon sei sie als blosse Defensivmarke nichtig gewesen. Infolge Nichtigkeit sei die Marke nicht aktivierbar gewesen, weshalb es an deren Bilanzierbarkeit gefehlt habe. Vor diesem Hintergrund hätten der Beschwerdeführer und der Mitangeklagte B.________ diese gar nicht verkaufen können. Mangels gültigen Markenkaufvertrages habe mithin auch keine Verrechnungsposition zwischen der E.________ Holding AG und der H.________ AG bestanden (angefochtenes Urteil S. 193 ff.). In Bezug auf die Zahlungen der H.________ AG an die E.________ Holding AG, die O.________ Holding AG und die Rechtsberatung A.________ AG in den Jahren 2006-2010 nimmt die Vorinstanz an, angesichts der Nichtigkeit der Marke "H.________" und der dadurch bedingten fehlenden Rechtsgültigkeit der Übertragung derselben an die H.________ AG habe es an einer rechtlichen oder vertraglichen Grundlage für die Zahlungen gefehlt. Da die Vermögensdispositionen nicht im Rahmen der Organtätigkeit bzw. bei Ausübung der Geschäftstätigkeit erfolgt seien, hätten sich der Beschwerdeführer und der Mitangeklagte B.________ der Veruntreuung strafbar gemacht (angefochtenes Urteil S. 201).