Citation: 2C_126/2017 E. 6.6

6.6. Gemäss Art. 96 Abs. 2 AuG kann eine Person unter Androhung einer Massnahme verwarnt werden, wenn die Massnahme begründet, aber den Umständen nicht angemessen ist. Der Beschwerdeführer ist gemäss dem vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt im Mai 2007 ausländerrechtlich verwarnt worden, nachdem er im März 2007 wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand sowie Verletzung der Verkehrsregeln mit einer bedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen und einer Busse von Fr. 800.- bestraft worden war. Diese Verwarnung wurde infolge eines relativ geringfügigen Strassenverkehrsdelikts ausgesprochen, das seinerseits keinen Widerruf der Niederlassungsbewilligung gerechtfertigt hätte (vgl. Art. 63 AuG). Sie erfolgte somit nicht im Sinne von Art. 96 Abs. 2 AuG anstelle eines Widerrufs der Niederlassungsbewilligung. Der Verwarnung, welche zudem viele Jahre zurückliegt, kommt daher in Bezug auf den Widerruf der Niederlassungsbewilligung keine wesentliche Bedeutung zu. Nachdem sich der Bewilligungswiderruf als unverhältnismässig erwiesen hat, rechtfertigt es sich, den Beschwerdeführer nunmehr gemäss Art. 96 Abs. 2 AuG zu verwarnen. Er ist mit Nachdruck darauf hinzuweisen, dass seine Niederlassungsbewilligung widerrufen werden kann, sollte er erneut delinquieren oder durch sein Verhalten einen anderen Widerrufsgrund setzen (BGE 139 I 145 E. 3.9 S. 154; Urteile 2C_896/2014 vom 25. April 2015 E. 2.5; 2C_1000/2013 vom 20. Juli 2014 E. 3.3.3).