Citation: 6S.57/2003 26.01.2004 E. A

Am 14. Februar 1989 verkaufte YZ.________ zwei Grundstücke in der Gemeinde H.________ an AC.________ und BC.________ sowie an D.________ zum Preis von Fr. 5'197'000.--. Der von XZ.________, dem beruflich als Notar tätigen Sohn des Verkäufers, vorbereitete und von Notar E.________ verurkundete Vertrag sah unter anderem Folgendes vor: 4 Zahlungsmodalitäten Die Käufer übergeben dem Verkäufer anlässlich der Verurkundung einen auf die Bank in Kriegsstetten gezogenen Scheck im Betrag von Fr. 5'197'000.--. Der Verkäufer erklärt mit der Unterzeichnung dieses Aktes, den oben genannten Bankscheck ordnungsgemäss erhalten zu haben. Der Verkäufer verpflichtet sich, einen Teil dieses Kaufpreises auf das Treuhandkonto von Notar XZ.________, in I.________, zu überweisen, damit die Bezahlung der mit diesem Vertrag anfallenden Steuerverpflichtungen gewährleistet ist. (...) 9 Liegenschaftsgewinnsteuer, Ausgleichsbetrag Eine allfällige Liegenschaftsgewinnsteuer ist von Gesetzes wegen vom Verkäufer zu tragen. (...) Zur Sicherung der Erfüllung dieser Steuerpflicht wird gemäss Pkt. 4 dieses Vertrages ein entsprechender Betrag auf das Treuhandkonto von Notar XZ.________, in I.________, überwiesen. Der Check über den Kaufpreis wurde noch am gleichen Tag bei der Kreditgenossenschaft Sensebezirk in Düdingen eingelöst. Ebenfalls an diesem Tag wurde bei der Kreditgenossenschaft ein Sparkonto mit der Nummer ... eröffnet und auf dieses ein Betrag von Fr. 925'391.-- überwiesen. Der von YZ.________ unterzeichnete Zahlungsauftrag an die Bank lautete wie folgt: An: YZ.________, *1933, K.________ Verfügungsberechtigt ist Notar XZ.________, in I.________ (es ist ein spezielles Sparkonto zu eröffnen, über das nach ca. 6 Monaten verfügt werden kann). Weiter wurde auf dem Zahlungsauftrag in der Rubrik "Mitteilungen an den Begünstigten" vermerkt: Sperrkonto zur Bezahlung der Liegenschaftssteuern. Das oben bereits erwähnte Sparkonto ... wurde auf den Namen von YZ.________ mit einer Vollmacht zu Gunsten von XZ.________ eröffnet. Es wurde festgelegt, Korrespondenzen seien an die Adresse von XZ.________ in I.________ zu senden. Am 23. Mai 1989 liess XZ.________ von dem auf dem Sparkonto liegenden Geld einen Betrag von Fr. 900'000.-- in eine Festgeldanlage mit einer Laufzeit von drei Monaten umwandeln. Bereits am 28. Juni 1989 wurde diese Anlage wieder storniert und das Geld dem Sparkonto gutgeschrieben. Am 30. Juni 1989 kaufte YZ.________ ein Grundstück in der Gemeinde L.________. Auch in diesem Fall wurde das Geschäft durch XZ.________ vorbereitet und durch Notar E.________ verurkundet. Der Kaufpreis von Fr. 1'698'552.-- sowie die Maklergebühren von Fr. 100'000.--, die YZ.________ an eine Drittperson zu entrichten hatte, wurden bezahlt durch die Übergabe von zwei Checks, die von der Kreditgenossenschaft Sensebezirk Ende Juni an die Order von XZ.________ ausgestellt und YZ.________ übergeben worden waren. Mit seiner Unterschrift ordnete YZ.________ an, dass die Beträge wie folgt zu belasten seien: Kontokorrent ... Fr. 214'000.-- Sparkonto ... Fr. 934'552.-- ab neuem Kontokorrent sichergestellt d. Schuldbrief Fr. 650'000.-- Total Fr. 1'798'552.--. XZ.________ indossierte die Checks an die Verkäufer, und nach der Vorlage der Checks wurde das Sparkonto ... mit Fr. 934'552.-- belastet. Am 24. Januar 1990 erfolgte gegenüber YZ.________ in Bezug auf den Verkauf der Grundstücke in H.________ die Veranlagung der Grundstückgewinnsteuer im Betrag von Fr. 938'868.50. Die Steuer wurde nicht bezahlt. Am 21. Mai 1991 wurde über YZ.________ der Konkurs eröffnet. Der Staat Freiburg und die Gemeinde H.________ machten gegenüber den seinerzeitigen Käufern AC.________ und BC.________ sowie D.________ das gesetzliche Grundpfandrecht geltend. Die Käufer erwirkten in der Folge von XZ.________ am 27. August 1991 eine Schuldanerkennung über den von ihnen dem Staat und der Gemeinde bezahlten Betrag. Schliesslich einigten sich die Beteiligten am 8. Mai 1992 darauf, dass XZ.________ den Käufern einen Betrag von Fr. 250'000.-- in bar aushändige und sie damit per saldo aller Ansprüche auseinander gesetzt seien.