Citation: 5A_435/2019 E. 2

Das Obergericht hatte die von der ersten Instanz getroffene Besuchsrechtsregelung bestätigt, nach welcher der Beschwerdegegner die Tochter ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zum 31. Dezember 2018 an den Wochenenden der geraden Kalenderwochen jeweils am Samstag und am Sonntag von 9 bis 19 Uhr ohne Übernachtung und ab 1. Januar 2019 vom Freitagabend 18 Uhr bis Sonntagabend 18 Uhr sowie während dreier Wochen Ferien pro Jahr zu sich nehmen darf. Die Beschwerdeführerin verlangt - wie schon vor den kantonalen Instanzen -, das Besuchsrecht sei unter die Bedingung zu stellen, dass der Tochter ein eigenes Schlafzimmer, zumindest aber ein eigenes Bett zur Verfügung gestellt werde. Sie macht geltend, es verletze das Persönlichkeitsrecht des Kindes, wenn dieses kein eigenes Zimmer habe bzw. wenn es das Bett des Vaters im Schlafzimmer benützen und mit ansehen müsse, wie jener dann unbequem im Wohnzimmer auf dem Sofa übernachte. Die 2-Zimmer-Wohnung des nicht obhutsberechtigten Beschwerdegegners entspricht den engen wirtschaftlichen Verhältnissen der Parteien und eine grössere Wohnung ginge zu Lasten des Kindesunterhalts und damit zum Nachteil der Tochter. Die vom Beschwerdegegner vorgesehene Lösung, wonach er während der Besuche der Tochter sein Schlafzimmer überlässt und auf dem Sofa im Wohnzimmer schläft, stellt eine durchaus befriedigende und den konkreten Verhältnissen angepasste Lösung dar: Damit verfügt die Tochter entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin während der Besuchszeiten über ein eigenes Zimmer und ein eigenes Bett, mithin um genügend Rückzugsmöglichkeit und Privatsphäre. Weder das Kindeswohl noch das Persönlichkeitsrecht des Kindes erfordern, dass es sich um ein ansonsten nicht benutztes eigentliches Kinderzimmer handelt. Die Beschwerde ist somit in diesem Punkt abzuweisen.