Citation: 8C_760/2023 E. 7.4

7.4. Zusammenfassend verletzte die Vorinstanz kein Bundesrecht, indem sie die medizinische Beurteilung von Dr. med. E.________ vom 11. Januar 2022 als beweiskräftig ansah und auf deren Einschätzung des Integritätsschadens abstellte, nachdem selbst bei einer mittelschweren Gelenksinstabilität der Integritätsschaden auf 0-5 % geschätzt wird. Bei gegebener medizinischer Aktenlage durfte sie somit davon ausgehen, dass die Stellungnahmen des Dr. med. F.________ keine auch nur geringen Zweifel an der versicherungsmedizinischen Beurteilung des Integritätsschadens zu wecken vermögen. Weder nahm Dr. med. F.________ auf die massgebende Suva-Tabelle Bezug noch bezifferte er einen Integritätsschaden, indem er einen solchen ohne weitere Begründung bejahte. Schliesslich ist in diesem Zusammenhang auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, dass behandelnde Ärzte - seien dies Hausärzte oder Spezialärzte - im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen mitunter eher zugunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5; 125 V 351 E. 3a/cc; Urteil 8C_13/2023 vom 28. Juni 2023 E. 4.3).