Citation: 9C_642/2018 E. 3.6

3.6. Die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil-) Erwerbstätigkeit steht fest, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine zuverlässige Sachverhaltsfeststellung erlauben. Hier schien dies zunächst am 31. Dezember 2015 der Fall zu sein, als Dr. C.________ auf Aufforderung der IV-Stelle hin seine ergänzende und berichtigende Stellungnahme zur Expertise vom 1. Juni 2015 verfasst hatte. In der Zwischenzeit, im November 2015, hatte jedoch die Beschwerdeführerin einen Treppensturz mit Distorsion des rechten Kniegelenks erlitten. Aus diesem Grunde hob das kantonale Gericht die ablehnende Rentenverfügung vom 7. April 2016 auf und wies die Sache an die IV-Stelle zurück (Entscheid vom 21. September 2016). Diese habe abzuklären, wie sich der neue Befund am rechten Knie auf die Arbeits- und insbesondere Erwerbsfähigkeit auswirke. In der Folge verschaffte erst der Bericht des RAD-Arztes Dr. E.________, Spezialist für orthopädische Chirurgie und Traumatologie vom 3. Oktober 2016 endgültig Klarheit. Darin wurde eine zusätzliche Einschränkung zur Leistungsfähigkeitsbeurteilung der Gutachter B.________ und C.________ überzeugend verneint. Zu diesem Zeitpunkt verblieben noch 19 Monate bis zum Eintritt der Versicherten ins Rentenalter.