Citation: 8C_378/2009 01.10.2009 E. 3.3

3.3.1 Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte im Konsiliarbericht vom 5. Januar 2008 zum MEDAS-Gutachten vom 19. März 2008 mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine leichtgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD 10-F32.01) und eine leicht- bis mittelgradige Merkfähigkeitsstörung im Rahmen eines längjährigen Alkoholüberkonsums (ICD10-F10.74). Der Beschwerdeführer sei in einer der körperlichen Belastbarkeit angepassten Tätigkeit noch zu 60 % arbeitsfähig. Zur Frage nach dem Beginn der Arbeitsunfähigkeit verwies er auf das MEDAS-Gutachten aus dem Jahr 2003. Der Hauptbefund im psychopathologischen Untersuch sei die Merkfähigkeitsstörung. Im Unterschied zum Vorgutachter Dr. med. B.________ sei er der Meinung, dass Grad und Intensität der depressiven Störung zu wenig ausgeprägt seien, um eine Arbeitsunfähigkeit alleine durch die Depression zu begründen. Die depressive Störung habe sich nach seiner Meinung seit der letzten Begutachtung nicht verschlimmert. 3.3.2 Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeinmedizin vom RAD, wies in seiner Stellungnahme vom 18. April 2008 darauf hin, dass das zentrale Problem die hirnorganische Beeinträchtigung des Beschwerdeführers sei. Diese Störungen seien erstmals anlässlich der Hospitalisation in der Psychiatrischen Klinik Z.________ im Februar 2007 im wesentlichen Ausmass festgehalten worden, weshalb eine anhaltende Verschlechterung ab diesem Zeitpunkt bestehe. In einer weiteren Stellungnahme vom 17. Juni 2008 nahm Dr. med. G.________ noch einmal Stellung zum Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit. Er verwies auf die Berichte der Psychiatrischen Klinik Z.________ aus den Jahren 2005 und 2006, in denen beim Austritt keine neuropsychologischen Einschränkungen festgestellt wurden, und auf den Bericht der Psychiatrischen Klinik Z.________ aus dem Jahr 2007, wo die Ärzte erstmals eine verminderte kognitive Leistungsfähigkeit festhielten. Es gehe hier klar um einen langsam progredienten Gesundheitsschaden. Die Festlegung eines Fixpunktes einer Verschlechterung sei vorliegend sicherlich nicht einfach. Die einschneidenste Verschlechterung im langen Verlauf seit 2002 werde jedoch im Bericht der Psychiatrischen Klinik Z.________ 2007 festgehalten. Fixpunkt für die Verschlechterung sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit somit die Hospitalisation im Februar 2007 gewesen.