Citation: 1C_301/2022 E. 1.2

1.2. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist eine Beschwerdeergänzung auf dem Weg der Replik nur insoweit statthaft, als die Ausführungen in der Vernehmlassung eines anderen Verfahrensbeteiligten dazu Anlass geben (BGE 147 I 16 E. 3.4.3; 143 II 283 E. 1.2.3; Urteile 1C_527/2021 vom 13. Juli 2023 E. 2.1; 1C_101/2021 vom 13. Juli 2023 E. 1.3; 1C_100/2021 vom 14. Februar 2023 E. 2.4; je mit Hinweisen). Die Replik der Beschwerdeführenden enthält zahlreiche zusätzliche Vorbringen, die sie auch mit ihrer Beschwerde hätten geltend machen können. Dazu gehören insbesondere die erstmals in der Replik erhobenen Rügen im Zusammenhang mit dem Qualitätssicherungs-System (QS-System) und den Abnahmemessungen. Diese sind verspätet und somit nicht zu behandeln. Es ist einzig darauf hinzuweisen, dass das Bundesgericht in neueren Entscheiden betreffend adaptive Antennen, die nach dem "worst case"-Szenario bewilligt worden sind, mehrfach bestätigt hat, dass zum heutigen Zeitpunkt keine Veranlassung bestehe, die Tauglichkeit der QS-Systeme zu verneinen (vgl. Urteile 1C_101/2021 vom 13. Juli 2023 E. 4.4; 1C_527/2021 vom 13. Juli 2023 E. 7.5 ff. unter Hinweis auf die Aufgabe des BAFU, das ordnungsmässige Funktionieren der QS-Systeme nun rasch zu überprüfen; 1C_694/2021 vom 3. Mai 2023 E. 6.1; 1C_100/2021 vom 14. Februar 2023 E. 9). Auch den Einwand, wonach keine objektiven und unabhängigen Abnahmemessungen möglich seien, da sich diese auf Angaben der Betreiberin stützten, erachtete das Bundesgericht als unbegründet (vgl. Urteil 1C_100/2021 vom 14. Februar 2023 E. 7 f. mit Hinweisen). Weiter stellen die Beschwerdeführenden erstmals mit ihrer Replik die Zulässigkeit der "worst case"-Betrachtung generell in Frage. Insofern sind sie nicht zur Beschwerdeergänzung berechtigt. Dass das neu erhobene Vorbringen erst aufgrund der Ausführungen in der Vernehmlassung eines anderen Verfahrensbeteiligten notwendig geworden ist, ist weder behauptet noch ersichtlich. Im Übrigen erweist sich ihre Kritik ohnehin als unbegründet. Das Bundesgericht hat in neueren Urteilen dargelegt, dass die "worst case"-Betrachtung dem Strahlenschutz diene und entsprechende Rügen verworfen (vgl. Urteile 1C_101/2021 vom 13. Juli 2023 E. 3; 1C_694/2021 vom 3. Mai 2023 E. 4; 1C_153/2022 vom 11. April 2023 E. 7; 1C_100/2021 vom 14. Februar 2023 E. 6). Ebenfalls nicht einzugehen ist auf den mit Replik erneuerten Antrag auf Sistierung des Verfahrens bis zum Vorliegen eines ersten Entscheids des Bundesgerichts betreffend adaptive Antennen. Dieser Verfahrensantrag wurde gestellt, nachdem das Bundesgericht den ersten (abweichend begründeten) Sistierungsantrag bereits mit Präsidialverfügung vom 15. Juni 2022 abgelehnt hat. Im Übrigen hat sich das Bundesgericht im Urteil 1C_100/2021 vom 14. Februar 2023 ausführlich mit verschiedenen Aspekten adaptiver Mobilfunkantennen auseinandergesetzt, weshalb der Verfahrensantrag ohnehin gegenstandslos geworden wäre.