Citation: 2C_71/2020 E. 5.6

5.6. Das Urteil der Vorinstanz verletzt somit wegen der überwiegenden und gewichtigen privaten Interessen des Beschwerdeführers am Verbleiben in der Schweiz den Grundsatz der Verhältnismässigkeit und damit Bundesrecht (Art. 96 Abs. 1 AIG). Anstelle des Widerrufs der Niederlassungsbewilligung ist der Beschwerdeführer als mildere Massnahme ausländerrechtlich zu verwarnen (Art. 96 Abs. 2 AIG). Sollte der Beschwerdeführer jedoch das vom Gericht in ihn gesetzte Vertrauen missbrauchen und mit seinem Verhalten erneut zu rechtsrelevanten Klagen Anlass geben, hat er trotz seiner langen Anwesenheit mit dem Widerruf seiner Bewilligung zu rechnen (vgl. Urteile 2C_1121/2018 vom 3. Oktober 2019 E. 2.7; 2C_385/2018 vom 29. November 2018 E. 6; 2C_126/2017 vom 7. September 2017 E. 6.6).