Citation: 5D_183/2017 E. 4.3.1

4.3.1. Der Beschwerdeführer rügt mit Bezug auf die Beurteilung seiner Arbeitsfähigkeit Willkür in der Sachverhaltsfeststellung. Indem es die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen vom 2. März bis 6. September 2017 zu den Akten nehme, seine Arbeitsunfähigkeit über ein halbes Jahr feststelle und ihm trotzdem ab 1. Oktober 2017 ein hypothetisches Einkommen von Fr. 4'640.-- anrechne, verletze das Kantonsgericht Art. 9 BV. Konkret bemängelt der Beschwerdeführer, der angefochtene Entscheid stelle nicht fest, dass Dr. med. E.________ in Ziffer 1 ihres Berichts vom 4. April 2017 eine mittel- bis schwergradige Symptomatik im Rahmen einer multifaktoriellen psychosozialen Belastungssituation diagnostiziert habe. Hätte das Kantonsgericht diese Diagnose berücksichtigt, so hätte es nicht ohne weitere Abklärungen zum Schluss kommen können, die Dauerhaftigkeit der veränderten Verhältnisse sei nicht gegeben. Die Rüge geht fehl. Die Vorinstanz hat gestützt auf die eingereichten Arztberichte sehr wohl festgestellt, dass Dr. med. E.________ beim Beschwerdeführer eine Depression diagnostizierte (s. oben E. 4.2). Offensichtlich vermisst der Beschwerdeführer im angefochtenen Entscheid einzig die Qualifikation der Depression als "mittel- bis schwergradig". Allein mit Mutmassungen darüber, zu welchen Schlüssen die Vorinstanz aufgrund dieser genaueren Beurteilung des Krankheitsgrades hätte kommen sollen, ist nichts gewonnen. Um mit seiner Rüge durchzudringen, müsste der Beschwerdeführer die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen, so wie sie im angefochtenen Entscheid zum Ausdruck kommen, als offensichtlich unrichtig ausweisen. Dazu genügt es nicht, einzelne Punkte der Beweiswürdigung in Zweifel zu ziehen und andere Elemente unangefochten stehen zu lassen. Auf die vorinstanzliche Erkenntnis, dass die behandelnden Ärzte keine Langzeitprognose vornehmen und ihn nie für mehr als einen Monat krank schreiben, geht der Beschwerdeführer nicht ein. Auch zur Überlegung des Kantonsgerichts, wonach "denn auch keine IV-Anmeldung zur Diskussion" stehe, äussert er sich nicht. Mithin bleibt der Beschwerdeführer eine Erklärung schuldig, inwiefern die Vorinstanz trotz dieser Gesichtspunkte allein wegen der Qualifikation der depressiven Symptomatik als "mittel- bis schwergradig" geradezu zwingend zum Schluss hätte kommen müssen, dass sich die Verhältnisse dauerhaft verändert haben.