Citation: 6B_1227/2021 E. 1.9

1.9. Die Beschwerdeführerin und die Vorinstanz gehen davon aus, dass das sichergestellte Bargeld nicht aus einem legalen Geschäft stammt. Strittig ist, ob der Beschwerdegegner das Bargeld im Sinne von Art. 70 Abs. 2 StGB in Unkenntnis des Einziehungsgrundes erworben hat und sein guter Glaube zu bejahen ist. Die Beschwerdeführerin bringt vor, entgegen den vorinstanzlichen Erwägungen seien die Erklärungen des Beschwerdegegners hinsichtlich des mitgeführten Bargeldes nicht als glaubhaft zu qualifizieren. Diesbezüglich bringt sie vor, der Beschwerdegegner habe anstelle des Beizugs einer Agentur eine Banküberweisung aus Serbien tätigen können und die Bäckerei habe mit Hilfe der serbischen Polizei nicht eruiert werden können. Sofern die Beschwerdeführerin mit ihren Vorbringen den erhöhten Begründungsanforderungen (Art. 106 Abs. 2 BGG) überhaupt zu genügen vermag, zeigt sie mit dem Hinweis auf die Möglichkeit einer Banküberweisung aus Serbien auf, dass es allenfalls eine wirtschaftlich durchaus vorteilhaftere Vorgehensweise gegeben hätte. Eine geradezu unhaltbare Würdigung der Erklärungen des Beschwerdegegners durch die Vorinstanz ergibt sich daraus indes nicht. Dasselbe gilt für den Hinweis, der Beschwerdegegner habe das Bargeld bei sich zu Hause aufbewahrt, um dann geltend zu machen, die Agentur aus Angst wegen eines Verlustes der Geldsumme verwendet zu haben. Die sich aus einer Reise ergebenden Sicherheitsrisiken sind nicht dieselben wie bei der Aufbewahrung des Bargeldes zuhause. Zumindest erscheint die Erklärung des Beschwerdegegners, er habe das Bargeld bei der Reise von Serbien in die Schweiz nicht auf sich haben wollen, nicht als gänzlich unglaubwürdig. Im Übrigen gilt es auch zu berücksichtigen, dass die Ausführungen der Vorinstanz den Feststellungen der Beschwerdeführerin in der Einstellungsverfügung entsprechen, wonach dem Beschwerdegegner nicht rechtsgenüglich habe nachgewiesen werden können, dass er sich der deliktischen Herkunft des Geldes bewusst gewesen sei. Auch wenn gewisse Zweifel an den Erklärungen des Beschwerdegegners nicht gänzlich ausgeräumt werden können, ist unter Willkürgesichtspunkten nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz zum Schluss kommt, dass diese Zweifel nicht genügten, um von der Kenntnis des Beschwerdegegners der deliktischen Herkunft auszugehen. Die Vorinstanz hielt nachvollziehbar fest, dass angesichts der Kokain-Kontamination und der Stückelung des Bargeldes von der deliktischen Herkunft des Bargeldes auszugehen sei, aufgrund der Erklärungen des Beschwerdegegners dessen Kenntnis der deliktischen Herkunft des Bargeldes aber zu verneinen sei. Die vorliegend strittige und für die Regelung von Art. 70 Abs. 2 StGB massgebende Gutgläubigkeit des Beschwerdegegners liegt damit vor. Die Vorinstanz ging zu Recht davon aus, dass die Voraussetzungen für eine Einziehung nach Art. 70 Abs. 1 und 2 StGB nicht erfüllt sind. Es liegt weder eine willkürliche Beweiswürdigung noch eine Verletzung von Art. 70 StGB vor.