Citation: 6B_56/2024 E. 2.5.2

2.5.2. Im Weiteren rügt der Beschwerdeführer, die Vorinstanz ziehe aus der korrigierten Jahresrechnung 2012 der Beschwerdegegnerin 2 unzutreffende Schlüsse. Es stehe im Widerspruch zu den Akten, wenn die Vorinstanz annehme, das Einreichen der korrigierten Jahresrechnung 2012 spreche für die Glaubhaftigkeit der Angaben der Beschwerdegegnerin 2. Ebenso sei falsch, wenn die Vorinstanz folgere, die Korrektur der Jahresrechnung 2012 sei erforderlich geworden, weil er für die Beschwerdegegnerin 2 Abrechnungen zu spät oder noch nicht gestellt habe. Zutreffend sei, dass der in der ersten Version der Jahresrechnung 2012 ausgewiesene Verlust auf buchhalterische Positionen zurückzuführen sei, welche die Beschwerdegegnerin 2 nach seinem Weggang aus dem Unternehmen erfunden habe. In der zweiten Version habe die Beschwerdegegnerin 2 diese erfundenen Positionen dann als "angefangene Arbeiten" ausgewiesen (Beschwerde Ziff. III.4b S. 8 f.). Auch diese Ausführungen lassen über weite Strecken eine hinreichende Auseinandersetzung mit dem angefochtenen Entscheid vermissen. Die Vorinstanz legt plausibel dar, dass gemäss dem Sachverhalt der Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 15. [recte: 12.] Februar 2018 in der zweiten Version der Jahresrechnung 2012 die Position der "angefangenen Arbeiten" um rund Fr. 283'000.-- erhöht worden sei (vgl. Urteil E. 4.4.3 S. 15). Aufgrund dieser Korrektur resultierte gemäss der vorgenannten Einstellungsverfügung ein Jahresverlust von rund Fr. 16'000.--, wohingegen die erste Version der Jahresrechnung 2012 noch einen Verlust von rund Fr. 299'000.-- aufwies (kantonalen Akten, StA 1.85 S. 14 f.). Die meisten Verdachtsmomente in Bezug auf einen vom Beschwerdeführer vorsätzlich bewirkten Vermögensschaden zum Nachteil der Beschwerdegegnerin 2 liessen sich auf der Grundlage der korrigierten Jahresrechnung 2012 nicht erhärten, sodass das gegen ihn geführte Strafverfahren - bis auf den Tatkomplex "Chesa J.________" - eingestellt wurde (vgl. kantonalen Akten, StA 1.85 S. 1 ff., StA 1.95 S. 14-17). Ohne in Willkür zu verfallen, durfte die Vorinstanz bei dieser Ausgangslage zum Schluss gelangen, die Beschwerdegegnerin 2 habe die von ihr zur Anzeige gebrachten Vorwürfe zu einem grossen Teil selbst entkräftet. Wäre es ihr, wie dies der Beschwerdeführer mit seinen Ausführungen zu suggerieren versucht, darum gegangen, ihn zu Unrecht dem Vorwurf der Delinquenz auszusetzen, hätte die von ihr eingebrachte korrigierte Jahresrechnung 2012 keinen Sinn ergeben. Nicht zu erkennen ist, was der Beschwerdeführer mit seinen Vorwürfen, die sich gegen die von der Beschwerdegegnerin 2 erstellte erste Version der Jahresrechnung 2012 richten, in Bezug auf den angeklagten Sachverhalt erreichen bzw. daraus zu seinen Gunsten ableiten will. Für die vorliegend zu prüfenden Fragen ist nicht von Relevanz, ob allenfalls bzw. inwiefern die Beschwerdegegnerin 2 im Zusammenhang mit der (zwischenzeitlich ohnehin überholten) ersten Version der Jahresrechnung 2012 buchhalterische Fehler gemacht hat.