Citation: 8C_440/2024 E. 4.2.2

4.2.2. 4.2.2.1. Zur Begründung, weshalb das Gutachten der PMEDA letztlich auch einer solchen Einzelfallprüfung nicht standhalte, macht die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht zunächst - ihre Argumentation aus dem ursprünglichen Beschwerdeverfahren wiederholend - unter Bezugnahme auf den Bericht der EKQMB erneut geltend, die Gutachter der PMEDA hätten die abweichenden Einschätzungen ihrer behandelnden Ärzte nicht bzw. nicht ausreichend berücksichtigt und zudem eine erforderliche neuropsychologische Untersuchung unterlassen. Ferner hält sie an ihren - erstmals im vorliegenden Revisionsverfahren erhobenen - Rügen fest, dass in den Teilgutachten der PMEDA-Expertise unzulässigerweise jeweils auf eine zusammenfassende Darstellung der Akten verzichtet worden sei, die Anamnese in den Teilgutachten durch handschriftliche, unleserliche Selbstauskünfte der Beschwerdeführerin dokumentiert worden sei, der psychiatrische Sachverständige das Gutachten nicht unterschrieben habe und schliesslich die Gutachter nur eine rudimentäre Konsistenzprüfung vorgenommen hätten. 4.2.2.2. Auch mit diesen Argumenten vermag die Beschwerdeführerin nicht durchzudringen. Das kantonale Gericht hat nachvollziehbar und überzeugend dargelegt, dass das hier strittige Gutachten der PMEDA vom 13. Januar 2022 von den im Bericht der EKQMB beschriebenen Mängeln entweder nicht betroffen ist oder diese keine auch nur geringen Zweifel an der Zuverlässigkeit der Beurteilung der Gutachter der PMEDA begründen (vgl. vorne E. 4.1). Soweit die Beschwerdeführerin das Gegenteil aufzuzeigen versucht, vermag sie damit nicht durchzudringen. Darauf ist ohnehin nicht näher einzugehen, da ihrem Revisionsgesuch bereits aus einem anderen Grund kein Erfolg beschieden sein kann. Wie vorne in E. 3.2 festgehalten und von der Vorinstanz allenfalls zu wenig deutlich hervorgehoben, muss das neue Beweismittel, um zu einer Revision nach Art. 61 lit. i ATSG führen zu können, nämlich zunächst eine Tatsache beweisen, die im ersten Verfahren unbekannt war oder, obwohl bekannt, zum Nachteil des Gesuchstellers unbewiesen geblieben ist. Inwiefern der Überprüfungsbericht der EKQMB im vorliegenden Fall hierfür geeignet sein soll, wird von der Beschwerdeführerin nicht näher erläutert und ist auch nicht ersichtlich. Sämtliche in der Beschwerde geltend gemachten Umstände, in denen sie nunmehr aufgrund des Berichts der EKQMB einen Mangel des PMEDA-Gutachtens vom 13. Januar 2022 erblickt, waren bereits seit Vorliegen dieses Gutachtens im ursprünglichen Rentenverfahren bekannt bzw. erkennbar. Soweit die Beschwerdeführerin einzelne ihrer Rügen denn auch bereits im ersten Verfahren erhoben hat, ist das kantonale Gericht diesen in seinem Urteil vom 31. März 2023 nicht etwa deshalb nicht gefolgt, weil eine entscheidrelevante Tatsache unbekannt oder unbewiesen geblieben wäre, sondern weil die Argumente der Beschwerdeführerin konkret nicht zu überzeugen vermochten. Insofern übersieht die Beschwerdeführerin mit der Wiederholung ihrer bereits im ersten Verfahren vorgebrachten Argumente in grundsätzlicher Hinsicht, dass die Revision gerade nicht der Korrektur der damaligen gerichtlichen Würdigung des dazumal bereits bekannten Sachverhalts dient. Was sodann die erstmals im vorliegenden Revisionsverfahren vorgebrachten Umstände wie etwa die angeblich fehlende Unterschrift des psychiatrischen Gutachters oder die als ungenügend erachtete Anamneseerhebung betrifft, so ist nicht einzusehen, weshalb die Beschwerdeführerin bzw. ihr Rechtsvertreter zu deren Geltendmachung auf den Bericht der EKQMB angewiesen war; vielmehr hätten diese behaupteten Mängel ohne Weiteres ebenfalls bereits im ursprünglichen Beschwerdeverfahren vorgebracht werden können. Die Entdeckung eines neuen Beweismittels rechtfertigt es offenkundig nicht, die nachträgliche Korrektur einer früheren prozessualen Unterlassung zu ermöglichen (vgl. vorne E. 3.3). Im ursprünglichen Verfahren unbekannte oder zumindest unbewiesen gebliebene Tatsachen, die nun erst durch den Bericht der EKQMB belegt werden können, sind auch in diesem Zusammenhang nicht ersichtlich. Dieser ist daher - jedenfalls im Zusammenhang mit den hier geltend gemachten Mängeln - auch nicht geeignet, zu einer Revision des kantonalen Urteils vom 31. März 2023 zu führen. Die Beschwerde erweist sich als unbegründet.