Citation: 4C.262/2002 19.05.2004 E. A

Die A.________ AG (Klägerin) und die B.________ Immobilien AG (Beklagte) planten als einfache Gesellschaft die Realisierung einer Überbauung in V.________ im Kanton Zürich. Für den gemeinsamen Erwerb des erforderlichen Bodens schlossen sie am 16. August 1989 mit C.________ einen Kaufvertrag, wobei sie an den Kaufpreis von 5,9 Mio. Franken eine Anzahlung von je Fr. 300'000.-- leisteten. Da sich die A.________ AG in der Folge aus diesem Geschäft zurückziehen wollte, kam es am 20. Dezember 1990 mit der Verkäuferin zum Abschluss eines Nachtrags zum Kaufvertrag vom 16. August 1989. Darin wurde festgehalten, dass die A.________ AG als Käuferin zurücktrete und die B.________ AG als Alleinkäuferin auftrete. Bezüglich der geleisteten Anzahlung wurde die folgende Klausel in den Nachtrag aufgenommen: "Der von der A.________ AG als hälftige Kaufpreisanzahlung geleistete Betrag von Fr. 300'000.-- kann unter den bisherigen Käufern durch Verrechnung als bezahlt abgeschrieben werden." Ebenfalls mit Datum vom 20. Dezember 1990 wurden vier Quittungen ausgestellt: In der einen bestätigte die A.________ AG, von der B.________ AG den Betrag von Fr. 300'000.-- "als Rückzahlung der Kaufpreiszahlung aus Vertrag vom 16.8.1989 betreffend V.________ erhalten zu haben." Weiter quittierte die B.________ AG gegenüber der D.________ AG den Erhalt von Fr. 228'929.15 im Zusammenhang mit einem Projekt in W.________ und von Fr. 50'000.-- im Zusammenhang mit einem Projekt in X.________ sowie gegenüber der E.________ AG einen Betrag von Fr. 21'070.85 als Saldoausgleich der Konsortialabrechnung Y.________. In den beiden genannten Firmen fungierte F.A.________ wie in der A.________ AG als einzelzeichnungsberechtigter Verwaltungsrat und massgebender Allein- bzw. Mehrheitsaktionär.