Citation: 5A_763/2018 E. 4.2

4.2. Die hiervor dargelegten Vermutungen regeln die Folgen der Beweislosigkeit, d.h. für den Fall, dass das Gericht nach Abnahme und Würdigung aller tauglichen und prozesskonform angebotenen Beweise weder von der Wahrheit noch von der Unwahrheit der Tatsachenbehauptungen überzeugt ist. Es setzen die Beweislastregeln ein. Folge der Beweislosigkeit ist der Entscheid zuungunsten derjenigen Partei, welche für das unbewiesen gebliebene Sachvorbringen die Beweislast trägt. Wo hingegen das Gericht willkürfrei von der Wahrheit oder Unwahrheit einer Tatsachenbehauptung überzeugt ist, wird die Frage der Beweislast und ihrer Verteilung gegenstandslos (BGE 137 III 226 E. 4.3).