Citation: 6B_1165/2016 E. 2.2.2

2.2.2. Es war sowohl dem Richter als auch dem Beschwerdeführer bekannt, dass die Beschwerdegegnerin 2 für die C.________ AG als Verkäuferin arbeitete. Jedes Erwerbseinkommen ist für die Bestimmung des Ehegattenunterhaltes von Bedeutung, weshalb die Beschwerdegegnerin 2 auch damit rechnen musste, dass eine Überprüfung stattfindet. Dass sie dieses Einkommen im Scheidungsverfahren verschwiegen haben soll und keinen Lohnausweis einreichte, kann daher nicht als arglistig qualifiziert werden. Der Tatbestand des Betruges ist offensichtlich nicht erfüllt, weshalb die Staatsanwaltschaft das Verfahren einstellen durfte. Auf die Frage, ob die weiteren Tatbestandsvoraussetzungen von Art. 146 Abs. 1 StGB erfüllt sind, braucht nicht eingegangen zu werden.