Citation: 6B_591/2024 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer zeige sich bezüglich des äusseren Sachverhalts betreffend beide Sachverhaltskomplexe geständig. Sein Geständnis decke sich mit der Aktenlage. Er und die Geschädigte hätten sich zum Zeitpunkt des Todeseintritts allein in seiner Wohnung befunden. Die Täterschaft des Beschwerdeführers stehe ausser Zweifel. Der Beschwerdeführer habe geschildert, wie er die Geschädigte in einen Schlüsselgriff und anschliessend in einen Würgegriff genommen habe, bis ihre Oberschenkel nur noch gezittert und sie Urinabgang gehabt habe, er mit ihr zu Boden gegangen sei, wo er schliesslich ihren Tod habe feststellen müssen. Dass er entsprechend seinem Geständnis die Leiche überall angefasst und vaginal penetriert habe, werde durch die ausgewerteten Spuren gestützt. Auf den inneren Sachverhalt - so die Vorinstanz weiter - sei im Rahmen der rechtlichen Würdigung einzugehen, da die Prüfung dieser Frage unmittelbar mit derjenigen nach dem subjektiven Tatbestand zusammenhänge (Urteil S. 25 f.). Die Vorinstanz erwägt, für die Beurteilung des subjektiven Tatbestands sei mangels Geständnisses aufgrund der gesamten Umstände zu entscheiden. Diesbezüglich lägen betreffend den Tatzeitpunkt einzig die Aussagen des Beschwerdeführers vor, da neben dem Opfer keine weiteren Personen zugegen gewesen seien. Die Vorinstanz gibt die Aussagen des Beschwerdeführers zusammengefasst wieder und würdigt sie. Sie gelangt zum Schluss, aufgrund der gesamten Umstände vom Tatmotiv über das Tatvorgehen bis zum Nachtatverhalten bestünden keine rechtserheblichen Zweifel daran, dass der Beschwerdeführer den Todeseintritt im Sinne eventualvorsätzlichen Handelns in Kauf genommen habe. In subjektiver Hinsicht sei damit Eventualvorsatz gegeben (Urteil S. 26 ff.). In objektiver Hinsicht hält die Vorinstanz fest, der Beschwerdeführer habe den Tod der Geschädigten durch Druck mit seinem Arm gegen den Hals herbeigeführt. Damit sei der Tatbestand der vorsätzlichen Tötung im Sinne von Art. 111 StGB in objektiver und subjektiver Hinsicht erfüllt. Der qualifizierte Tatbestand des Mordes im Sinne von Art. 112 StGB sei weder angeklagt noch ergäben sich Anhaltspunkte aus den Akten für das Vorliegen qualifizierender Elemente. Der privilegierte Tatbestand des Totschlags im Sinne von Art. 113 StGB sei erfüllt, wenn der Täter in einer nach den Umständen entschuldbaren heftigen Gemütsbewegung oder unter grosser seelischer Belastung handelt. Die Tatbestandsvariante der grossen seelischen Belastung sei vorliegend nicht einschlägig. Zu prüfen sei, ob der Beschwerdeführer in einer entschuldbaren heftigen Gemütsbewegung gehandelt habe. Nach Würdigung der konkreten Umstände gelangt die Vorinstanz zum Schluss, dass der privilegierte Tatbestand des Totschlags nicht zur Anwendung gelangt. Sie hält fest, dass weder Rechtfertigungs- noch Schuldausschlussgründe vorliegen, und spricht den Beschwerdeführer der (eventual) vorsätzlichen Tötung im Sinne von Art. 111 StGB schuldig (Urteil S. 39 ff.).