Citation: 6B_1133/2019 E. 3.4

3.4. Die Vorinstanz geht bei der Bestimmung der Einsatzstrafe für die qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz durch Kauf und Beförderung von Betäubungsmitteln (786 Gramm reines Amphetamin) offensichtlich von einem zu niedrigen Strafrahmen aus. Entgegen ihrer Auffassung beträgt die Höchststrafe für die qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz weder nach altem noch nach geltendem Recht bloss drei Jahre Freiheitsstrafe, sondern 20 Jahre Freiheitsstrafe (Art. 40 Abs. 2 StGB i.V.m. aArt. 19 Ziff. 2 BetmG und Art. 2 Abs. 2 StGB). Die Vorinstanz setzt die Einsatzstrafe von 18 Monaten Freiheitsstrafe somit fälschlicherweise innerhalb eines wesentlich zu tiefen Strafrahmens von einem Jahr Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe fest und gelangt so zu einer zu tiefen Einsatzstrafe. Ein leichtes bis mittelschweres Verschulden innerhalb des korrekten Strafrahmens von einem Jahr Freiheitsstrafe bis zu 20 Jahren Freiheitsstrafe würde zu einer deutlich höheren Strafe führen. Indessen hebt das Bundesgericht das angefochtene Urteil nicht alleine einer besseren Begründung wegen auf, solange die Strafzumessung im Ergebnis bundesrechtskonform erscheint und sich die ausgesprochenen Strafen im Rahmen des sachrichterlichen Ermessens halten (BGE 127 IV 101 E. 2c; Urteil 6B_1032/2017 vom 1. Juni 2018 E. 6.4.3; je mit Hinweisen). Dies ist hier der Fall. Die festgesetzte Gesamtfreiheitsstrafe von 20 Monaten liegt insgesamt im sachrichterlichen Ermessen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Vorinstanz eine Verletzung des Beschleunigungsgebotes erkannt und die an sich zu tiefe Gesamtstrafe um einen Fünftel (d.h. fünf Monate) gesenkt hat. Diese Strafreduktion ist angesichts der zehnjährigen Verfahrensdauer zwar knapp ausgefallen. Diese knappe Reduktion wird aber durch den Umstand ausgeglichen, dass der Beschwerdeführer von einer erheblich zu tiefen Einsatzstrafe profitiert. Die Strafhöhe von 20 Monaten Freiheitsstrafe erweist sich, wenn auch nicht in der Begründung, so doch im Ergebnis als ermessenskonform. Schliesslich liegt entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers kein derart aussergewöhnlicher Fall vor, in welchem zufolge der Verletzung des Beschleunigungsgebots eine bedingte Geldstrafe oder das Absehen von Strafe möglich gewesen wäre (vgl. dazu Art. 48 f. und Art. 52 StGB sowie das Urteil 6B_794/2016 vom 6. Januar 2017 E. 4.3 mit Hinweisen). Die vom Beschwerdeführer verlangte Strafe wäre für die von ihm begangenen Taten nicht schuldangemessen. Namentlich würde mit einer blossen Geldstrafe der aus der Betäubungsmitteldelinquenz resultierenden Gesundheitsgefährdung Dritter nicht hinreichend Rechnung getragen. Fehl geht die Argumentation des Beschwerdeführers, die überlange Verfahrensdauer hätte nicht bei der Strafhöhe, sondern "bei der Art und Weise des Vollzugs" berücksichtigt werden müssen. Wieweit die Berücksichtigung der Verletzung des Beschleunigungsgebots beim Vollzug zu einer günstigeren Lösung für den Beschwerdeführer hätte führen können, ist nicht ersichtlich, da ihm die Vorinstanz bereits den vollbedingten Vollzug, d.h. die vorteilhafteste Vollzugsvariante, gewährt hat.