Citation: 8C_824/2023 E. 6

Die Beschwerdeführerin beanstandet das kantonale Urteil in mehrerer Hinsicht. Erstens habe die Vorinstanz den Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt, indem sie nicht von einer Arbeitsunfähigkeit von 30 %, sondern von einer solchen von 35 % ausgegangen sei. Zweitens habe die Vorinstanz rechtswidrig auf die Anwendung der Standardindikatoren im Sinne von BGE 141 V 281 verzichtet. Diese würden es verbieten, einen relevanten Gesundheitsschaden und damit eine Arbeitsunfähigkeit anzunehmen. Drittens führe auch der Umstand, dass bei der Beschwerdegegnerin gemäss den Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz bereits eine kurze Behandlung zum Erfolg führen würde, bei korrekter Anwendung des Bundesrechts im Sinne von Art. 7 Abs. 1 ATSG zur Verneinung der Invalidität. Auch diesbezüglich orientiere sich die Vorinstanz jedoch nicht am Bundesrecht, sondern an ihrer eigenen Rechtspraxis. Viertens schliesslich habe die Vorinstanz auch nicht begründet, weshalb sie einen Abzug von 10 % vom Invalideneinkommen vorgenommen habe. Es seien auch keine Umstände ersichtlich, die einen solchen Abzug rechtfertigen würden. Im Übrigen habe die Vorinstanz den Invaliditätsgrad mathematisch nicht korrekt ermittelt; dieser betrage (selbst wenn man der Vorinstanz in sonstiger Hinsicht folgen würde) richtigerweise 41.5 % (100 - 0.9 x 65) und nicht 42.5 %. Als letzte Rüge macht die Beschwerdeführerin geltend, die Vorinstanz hätte die Frage, ob die Leistungen der Beschwerdegegnerin gestützt auf Art. 21 Abs. 1 ATSG zu kürzen oder zu verweigern seien, entscheiden müssen und die Sache diesbezüglich nicht an sie, die Beschwerdeführerin, zurückweisen dürfen.