Citation: 8C_401/2023 E. 6.1

6.1. Die Beschwerdeführerin bringt vor, Dr. med. G.________ habe in der Stellungnahme vom 20. August 2022 auf die Studie "Tempelhof et al., Age-related prevalence of rotator cuff tears in asymptomatic shoulders, | Shoulder Elbow Surg 1999 Jul-Aug: 8 (4) : 296-9" verwiesen. Dies zeige, wie unsorgfältig er vorgegangen sei. Denn sie sei im Unfallzeitpunkt 49 Jahre alt gewesen, während diese Studie erst die Alterskohorten ab 50 Jahren untersucht habe. Daraus Schlüsse zur Prävalenz von unter 50-Jährigen zu ziehen, sei unwissenschaftlich. In "Swiss Medical Forum - Schweizerisches Medizin-Forum" 2019; 19 (15-16) : 260-267 werde eine Studie zitiert, welche die Alterskohorte der Beschwerdeführerin berücksichtige. Die Prävalenz für ihre Alterskohorte betrage 0 % (0 % pro Dekade zwischen 20 und 49 Jahren, 10,7 % bei den über 50-Jährigen, 15,2 % bei den über 60-Jährigen, 26,5 % bei den über 70-Jährigen und 36,6 % bei den älteren Probanden). Der Verweis auf die Prävalenz vermöge also keineswegs eine überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine nicht-unfallbedingte Rotatorenmanschettenruptur zu belegen, sondern ganz im Gegenteil. Die Behauptung einer "erheblichen Prävalenz" eines degenerativen Vorzustandes bei der Alterskohorte der Beschwerdeführerin sei somit völlig tatsachenwidrig. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb die Vorinstanz auf diesen Einwand nicht eingegangen sei.