Citation: 2C_171/2021 E. 4.2.2

4.2.2. Das Obergericht des Kantons Zürich hat das Tatverschulden in Bezug auf die mehrfachen falschen Anschuldigungen angesichts des sehr weiten Strafrahmens von Art. 303 Ziff. 1 StGB (bis 20 Jahre) als leicht, in Bezug auf die Freiheitsberaubung, die der Beschwerdeführer als mittelbarer Täter beging und für die er nur eine Straferhöhung von einem Monat erhielt, als im unteren Bereich liegend beurteilt. Insofern handelt es sich - entgegen der vorinstanzlichen Auffassung - nicht um eine schwere Straftat im Sinne des Migrationsrechts (vgl. Urteil 2C_556/2020 vom 22. Januar 2021 E. 3.2.3; 2C_348/2020 vom 7. Oktober 2020 E. 6.2). Allerdings ist eine Verurteilung zu 18 Monaten aus migrationsrechtlicher Sicht auch nicht leicht (Urteil 2C_556/2020 vom 22. Januar 2021 E. 3.3.1), überschreitet doch die verhängte Strafe die Dauer, welcher der Annahme des Widerrufsgrunds der längerfristigen Freiheitsstrafe zugrunde liegt, um die Hälfte, und hat der Beschwerdeführer aus allgemeiner Unzufriedenheit und aus egoistischen Beweggründen mehrere Personen vorsätzlich Verbrechen bezichtigt, weshalb eine Person während rund sieben Stunden in Polizeigewahrsam verbringen musste. Im Übrigen kann - wie die Vorinstanz zu Recht festgehalten hat und auch vom Beschwerdeführer nicht gerügt wird - bei diesem als Drittstaatsangehörigem auch generalpräventiven Überlegungen Rechnung getragen werden (vgl. Urteil 2C_826/2020 vom 4. Juni 2021 E. 3.4).