Citation: 6B_239/2024 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz erwägt, Ausgangspunkt für die Strafzumessung bilde der gewerbsmässige Betrug als schwerste Straftat. Hinsichtlich der objektiven Tatkomponente sei zunächst die Schwere der Verletzung des geschützten Rechtsguts - mithin des Vermögens - zu berücksichtigen. Dabei komme dem Deliktsbetrag eine erhebliche Bedeutung zu. Der Beschwerdeführer habe über einen Zeitraum von rund zwei Jahren auf betrügerische Weise Kredite über zwei Millionen Franken bzw. unter Einrechnung der Betrugsversuche rund drei Millionen Franken vermittelt. Dies sei im Vergleich mit anderen denkbaren Tatvarianten und in Anbetracht des relativ kurzen Zeitraums als sehr hoch einzustufen. Hingegen seien die durch den Beschwerdeführer generierten Provisionen überschaubar. Dass er sich durch seine Vorgehensweise nicht übermässig persönlich bereichert habe, sei somit zu seinen Gunsten zu berücksichtigen. Ebenfalls zu seinen Gunsten zu berücksichtigen sei der Umstand, dass sich die inkriminierten Handlungen ausschliesslich gegen die gleichen drei Kreditinstitute gerichtet hätten. Dieses Vorgehen weise eine geringere Sozialschädlichkeit auf. So sei es dem Geschäftsmodell der Kreditinstitute immanent, mit dem Risiko von Kreditausfällen umzugehen; entsprechend hoch seien jeweils die auf die Privatkredite entfallenden Zinsen. Es sei festzustellen, dass die Kreditinstitute bewusst in einem Umfeld derartiger Fehlanreize agieren und solche Anreize teilweise womöglich gar fördern würden. Folglich rechtfertige es sich, Kreditbetrüge zu deren Nachteil anders zu gewichten als solche etwa zum Nachteil von Privatpersonen. Trotzdem sei das Vorgehen des Beschwerdeführers nicht zu verharmlosen, da sich durch seine Machenschaften dutzende Privatpersonen stark verschuldet hätten. Schliesslich bezwecke das Bundesgesetz vom 23. März 2001 über den Konsumkredit (KKG; SR 221.214.1) die Vermeidung einer Überschuldung der Konsumentinnen und Konsumenten (Art. 22 KKG). Mit seiner Vorgehensweise habe der Beschwerdeführer dazu beigetragen, diesen Selbstschutz zu umgehen. Ebenfalls sei der Beschwerdeführer raffiniert und professionell vorgegangen. In Anbetracht dieser Umstände sei das Verschulden für den gewerbsmässigen Betrug in objektiver Hinsicht an der Grenze zwischen leicht und mittelschwer anzusiedeln. Im Rahmen der subjektiven Tatkomponente sei ein direktvorsätzliches Agieren des Beschwerdeführers festzustellen; zudem habe er sich nicht in einer finanziellen Notlage befunden, womit die subjektive Tatschwere die objektive Tatkomponente nicht zu relativieren vermöge. Folglich erscheine eine hypothetische Einsatzstrafe von 33 Monaten als schuldadäquat (angefochtenes Urteil S. 15 ff.). Diese Einsatzstrafe erhöht die Vorinstanz im Rahmen der Gesamtstrafenbildung für die mehrfache Urkundenfälschung um sechs Monate. Für den mehrfachen, teilweise versuchten Betrug erhöht sie diese nochmals um fünf Monate. Hinsichtlich der Täterkomponente verweist die Vorinstanz zunächst auf die Ausführungen der ersten Instanz. Sie berücksichtigt zudem zwei rechtskräftige Verurteilungen, welche diese fälschlicherweise nicht mitberücksichtigt habe. Sie erwägt, insbesondere die einschlägige Veruntreuung, welche der Beschwerdeführer gemäss Strafbefehl vom 29. Juni 2022 zwischen Februar 2018 und Februar 2019, mithin nur wenige Monate nach der Entlassung aus der knapp siebenmonatigen Untersuchungshaft im vorliegenden Strafverfahren, beging, zeuge von einer ausgeprägten Einsichtlosigkeit. Eine Erhöhung von drei Monaten erscheine angemessen. Hingegen wirke sich seine hohe Kooperationsbereitschaft deutlich strafmindernd aus. Zwar habe die erste Instanz erwogen, dass die Beweislage wenig Spielraum für vernünftige Bestreitungen übrig gelassen habe; nichtsdestotrotz falle auf, dass der Beschwerdeführer äusserst bereitwillig Aussagen gemacht habe und der Anklagesachverhalt im Wesentlichen darauf erstellt worden sei. Dies sei in einem derart umfangreichen Verfahren deutlich strafmindernd zu berücksichtigen, womit sich eine Reduktion um sechs Monate rechtfertige. Die Vorinstanz gelangt zum Schluss, unter Berücksichtigung der Täterkomponente erscheine somit insgesamt eine Reduktion der Strafe um drei Monate angemessen. Daraus resultiere eine Freiheitsstrafe von 41 Monaten (vgl. angefochtenes Urteil S. 21. ff). Für das Fahren in fahrunfähigem Zustand hält die Vorinstanz unter Berücksichtigung sämtlicher Strafzumessungsfaktoren eine Geldstrafe von 10 Tagessätzen in Höhe von Fr. 30.-- (im Sinne einer Zusatzstrafe) als angemessen.