Citation: 1P.616/2001 08.02.2002 E. 4

4.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, die rapportierenden Polizeibeamten hätten das Kollisionsfeld und die Bremsspuren am Unfallort "gefälscht". Die Bremsspuren seien "um ca. drei Meter" (in der Spurlängsrichtung) bzw. um "0,5 bis 0,6 m" (quer zur Spur) "verschoben" worden. Zur Begründung des Fälschungsvorwurfes verweist der Beschwerdeführer auf vier Dokumente, nämlich auf ein Polizeiphoto (aus dem Unfallrapport), auf eine Kopie des Situationsplans (erstellt am 30. März 2000 vom rapportierenden Polizeiwachtmeister) mit handschriftlichen Eintragungen, auf das Unfallrapport-Skizzenblatt sowie auf eine Kopie der Splitterfeldskizze (ebenfalls mit handschriftlichen Eintragungen). Der Beschwerdeführer legt nicht dar, inwiefern sich aus den eingereichten Unterlagen der Vorwurf einer Spurenfälschung bzw. einer willkürlichen Beweiswürdigung ableiten liesse. Insbesondere erwähnt er nicht, worauf sich seine Behauptung stützt, die Bremsspuren seien "verschoben" worden. Der Hinweis, wonach der Situationsplan bei der Einmündung der Gebertschwilerstrasse "eine gebogene Mittellinie" zeige, während das Polizeiphoto "eine gerade Mittellinie" dokumentiere, begründet keinen Fälschungsvorwurf. Der Beschwerdeführer erläutert namentlich nicht, inwiefern sich aus dem beanstandeten Unterschied (gebogene oder gerade Mittellinie) entscheiderhebliche Konsequenzen ergäben, namentlich für die Frage der tatsächlichen Fahrzeugstandorte, der Bremswege oder der Kollisionsstellen. Mit seinen handschriftlichen Eintragungen auf der Splitterfeldskizze versucht er offenbar zu suggerieren, eine "gerade" Mittellinie führe zu einem um 2,8 m "verschobenen" Standort seines Fahrzeuges beim Einmünden in die St. Gallerstrasse. Dass die kantonalen Instanzen dieser Argumentation nicht gefolgt sind, lässt sich mit guten Gründen vertreten und erscheint nicht willkürlich. Der tatsächliche Standort des Beschwerdeführers beim Einmünden von der Gebertschwilerstrasse in die vortrittsberechtigte St. Gallerstrasse hing nicht (allein) vom Verlauf der Mittelspur ab. Er war vielmehr aufgrund der Gesamtheit der objektiven Unfallspuren (insbesondere Splitterfeld und Spurverläufe) zu rekonstruieren. Der vom Beschwerdeführer (auf dem Situationsplan bei den Bremsspuren) handschriftlich angebrachte Vermerk "gefälscht!" begründet ebenfalls keinen objektiven Fälschungsverdacht. Die Rüge der willkürlichen Beweiswürdigung erweist sich nach dem Gesagten als unbegründet, soweit sie überhaupt ausreichend substantiiert erscheint. 4.2 Der Beschwerdeführer bestreitet sodann den Beweiswert des gerichtlichen Unfallgutachtens vom 3. Mai 2000. Statt dessen beruft er sich auf eine von ihm eingereichte Privatexpertise. Wie oben dargelegt, ist der vom Beschwerdeführer erhobene Fälschungsvorwurf gegenüber den rapportierenden Polizeibeamten in keiner Weise erstellt. Seine Vorbringen, wonach das technische Unfallgutachten sich auf "grobe Fälschungen" bzw. Falschaussagen der rapportierenden Polizeibeamten stütze, sind daher unbehelflich. Dass der Sachverständige nicht ausschliesslich auf die Parteidarstellung des Beschwerdeführers abstellte, sondern auf den polizeilichen Rapport (mit Photodokumentation), die übrigen Ermittlungsakten (inklusive Zeugen- und Parteiaussagen) sowie auf einen Augenschein am Unfallort, ist nicht zu beanstanden. Gemäss den vorliegenden Akten steht der vom Sachverständigen rekonstruierte Ort der Kollision zwischen den beiden Personenwagen auch nicht im Widerspruch zu den Aussagen von A.________ und des Lenkers des Sattelschleppers. Die von den kantonalen Instanzen aus dem detaillierten Unfallgutachten gezogenen tatsächlichen Folgerungen erscheinen sachlich vertretbar und willkürfrei. 4.3 Was der Beschwerdeführer darüber hinaus noch vorbringt, ist appellatorischer Natur (vgl. oben, E. 3.2) und nicht geeignet, die tatsächlichen Feststellungen der kantonalen Instanzen als offensichtlich unhaltbar erscheinen zu lassen.