Citation: 2C_498/2024 E. 6.3

6.3. Die Vorinstanz erwog zusammengefasst, dem Beschwerdeführer sei der langjährige Bezug von Sozialhilfegeldern vorwerfbar. Er habe es während Jahren unterlassen, sich um eine Arbeitsstelle zu bemühen, obschon die Abteilung Migration ihn wiederholt auf die Folgen des Sozialhilfebezugs hingewiesen habe. Einzig in den Monaten November 2022 bis Januar 2023 habe er vereinzelte Arbeitsbemühungen nachgewiesen; zudem sei ein Kursbesuch im Jahr 2011 aktenkundig. Der Beschwerdeführer habe somit nicht alles Zumutbare unternommen, um sich von der Sozialhilfe zu lösen (angefochtenes Urteil, E. 6.2.1). Weder die gesundheitliche Situation noch das fortgeschrittene Alter würden daran etwas ändern. Jedenfalls seit Oktober 2013 bleibe der Beschwerdeführer aus invaliditätsfremden Gründen dem Arbeitsmarkt fern (angefochtenes Urteil, E. 6.2.2). Weiter erwog die Vorinstanz, der Widerruf der Niederlassungsbewilligung stelle aufgrund der langen Aufenthaltsdauer eine grosse Härte für den Beschwerdeführer dar. Seine soziale und wirtschaftliche Integration widerspiegle jedoch nicht annähernd die lange Aufenthaltsdauer. Insbesondere falle ins Gewicht, dass die Schreiben der Abteilung Migration und eine Verwarnung wirkungslos geblieben seien. In der Schweiz pflege der Beschwerdeführer eine intensive Beziehung zu seinem (erwachsenen) Sohn und zu seiner Partnerin. Ein weitergehendes soziales Bindungsnetz sei jedoch nicht ersichtlich. Obgleich die Wiedereingliederung in Österreich mit gewissen Schwierigkeiten verbunden sein werde, könne dem Beschwerdeführer dies zugemutet werden. Zudem habe die Abteilung Migration davon abgesehen, ein mehrjähriges Einreiseverbot zu verhängen. Daher sei die grenzübergreifende Kontaktpflege auch nach der Ausreise des Beschwerdeführers gewährleistet (angefochtenes Urteil, E. 6.3).