Citation: 1P.361/2004 25.11.2004 E. A

X.________ wurde vom Bezirksgericht Kulm/AG am 18. Dezember 2001 wegen verschiedenen Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsgesetzgebung (Führens eines Motorfahrzeugs in angetrunkenem Zustand, Vereitelung einer Blutprobe, Nichtgenügens der Meldepflicht bei entstandenem Sachschaden) und falscher Anschuldigung (Art. 303 Ziff. 2 StGB) zu 14 Wochen Gefängnis und zu einer Busse von Fr. 1'500.-- verurteilt. Nach dem Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils wurde das zwischenzeitlich sistierte Administrativverfahren betreffend Entzug des Führerausweises vom Strassenverkehrsamt des Kantons Luzern wieder aufgenommen. Das Strassenverkehrsamt räumte X.________ am 26. Februar 2002 die Möglichkeit ein, innert 10 Tagen zum Sachverhalt und zum angedrohten Führerausweisentzug Stellung zu nehmen. X.________ meldete sich am 6. März 2002 telefonisch beim zuständigen Sachbearbeiter des Strassenverkehrsamtes. Das Amt verfügte daraufhin am 15. März 2002 den sofortigen und dauernden Entzug des Führerausweises, verbunden mit einer Abgabefrist des Ausweises von 5 Tagen seit Zustellung der Verfügung. Diese wurde X.________ gleichentags eingeschrieben an seine Postfachadresse in Hitzkirch zugestellt, kam jedoch am 27. März 2002 mit dem Vermerk "nicht abgeholt" an das Strassenverkehrsamt zurück. Noch am selben Tag wurde sie X.________ per A-Post zugeschickt. Die Kantonspolizei Luzern hielt X.________ am Steuer seines Personenwagens am 1. April 2002 während einer Kontrolle an. Er gab an, nichts von einem Führerausweisentzug zu wissen. Er sei seit dem 15. März 2002 täglich mit dem Auto unterwegs gewesen.