Citation: 1E.2/2006 31.03.2006 E. C

Im Anschluss an das bundesgerichtliche Urteil vom 21. April 2004 ersuchten erneut zahlreiche Nachbarn der künftigen Leitung um Einbezug in das gegenüber 7 Grundeigentümern eröffnete Enteignungsverfahren, um sich gegen die Unterdrückung ihrer nachbarrechtlichen Abwehrrechte zur Wehr setzen zu können. Mit Verfügung vom 14. Oktober 2004 leitete der stellvertretende Schätzungskommissions-Präsident ein zusätzliches Verfahren ein und setzte den Gesuchstellern Frist zur Einreichung von Einsprachen an. Diese erhoben mit gemeinsamer Eingabe vom 16. November 2004 Einsprache und verlangten, dass den Elektrizitätsgesellschaften das Enteignungsrecht verweigert werde. Eventuell sei die Gemeinschaftsleitung auf dem Gebiet der Gemeinde Baar zu verkabeln oder allenfalls die Linienführung der Leitung abzuändern. Nach ergebnislos verlaufener Einigungsverhandlung überwies der stellvertretende Präsident der Schätzungskommission die Einsprache dem UVEK zum Entscheid. Dieses wies die Einsprache mit Entscheid vom 24. November 2005 ab und stellte fest, dass die Elektrizitätsgesellschaften nicht zur Enteignung von nachbarrechtlichen Abwehransprüchen zu ermächtigen seien.