Citation: 1C_285/2021 E. 5.1

5.1. Nach Ansicht des Beschwerdeführers liegt weiter eine Verletzung des Legalitätsprinzips vor, nämlich der gesetzlich vorgesehenen Instanzenordnung sowie des Grundsatzes der Rechtsbeständigkeit von formell rechtskräftigen Verfügungen. Zur Begründung führt er aus, das Schreiben der Gemeinde vom 14. Oktober 2017 sei - entgegen der Auffassung der Vorinstanz - als Verfügung zu qualifizieren, da sie damit ein Rechtsverhältnis ihm gegenüber geregelt habe. Entsprechend habe die Gemeinde das von ihr eingeleitete Baupolizeiverfahren formell abgeschlossen. Das Regierungsstatthalteramt sei daher nicht befugt gewesen, ein neues Baupolizeiverfahren zu führen und in der gleichen, rechtskräftig entschiedenen Sache eine neue Baupolizeiverfügung zu erlassen. Die Aufhebung einer rechtskräftigen Verfügung obliege ausschliesslich den Rechtsmittelinstanzen. Selbst wenn die Gemeinde das Verfahren nicht formell abgeschlossen hätte, sei das Regierungsstatthalteramt nicht befugt gewesen, einzuschreiten, da der Entscheid der Gemeinde, wonach der Lagerplatz besitzstandsgeschützt sei, keine Verletzung baupolizeilicher Pflichten darstelle. Eine solche sei jedoch gemäss Art. 48 des Baugesetzes des Kantons Bern vom 9. Juni 1985 (BauG/BE; BGS 721.0) erforderlich, damit der Regierungsstatthalter einschreiten dürfe.