Citation: 4P.8/2000 11.04.2000 E. 4

4.- a) Im angefochtenen Urteil wird ausgeführt, auch der als Parteivertreter befragte Generaldirektor der Beschwerdegegnerin habe anfänglich ausgeführt, ein Anrecht auf Bezug der Aktien habe erst nach einem Umsatz von US$ 2 Mio. bestanden. Er habe diese Aussage auf Vorhalt seines Anwaltes in der Folge wieder zurückgenommen. Die Beschwerdeführerin macht geltend, der Generaldirektor verstehe kein Deutsch, weshalb ein Übersetzer habe beigezogen werden müssen. Die erste Aussage des Generaldirektors habe auf einem sprachlichen Missverständnis beruht, welches erst durch Nachfragen des Rechtsvertreters, als dieser an der Reihe war, habe beseitigt werden können. Die Vorinstanz habe die auf sprachlichen Missverständnissen des Übersetzers beruhende Aussage für ihre Argumentation verwendet und damit die Beweise willkürlich gewürdigt. b) Die Beschwerdeführerin macht in der staatsrechtlichen Beschwerde erstmals geltend, die Aussagen ihres Generaldirektors hätten auf einem sprachlichen Missverständnis beruht. Es ist deshalb fraglich, ob es sich dabei nicht um ein grundsätzlich unzulässiges Novum handelt (vgl. BGE 119 II 6 E. 4a S. 7; 118 Ia 20 E. 5a S. 26 mit Hinweis). Jedenfalls ist die Berücksichtigung der fraglichen Aussage nicht willkürlich: Aus dem Protokoll der Befragung des Generaldirektors geht nichts hervor, was auf einen Übersetzungsfehler hindeuten würde. Weder der Generaldirektor selbst noch dessen Rechtsvertreter machten geltend, die erste protokollierte Aussage beruhe auf einem Missverständnis. Der Rechtsvertreter begnügte sich damit, den Generaldirektor mittels eines konkreten Beispiels über sein Verständnis der Vereinbarung zu befragen, ohne auf den Widerspruch mit der vorher protokollierten Aussage einzugehen. Dies lässt es als zumindest fraglich erscheinen, ob die erste Aussage tatsächlich aufgrund eines Missverständnisses zustande kam. Angesichts dieser Ausgangslage konnte das Handelsgericht die Aussage des Generaldirektors in seine Beweiswürdigung einbeziehen, ohne in Willkür zu verfallen. Das Handelsgericht hat überdies ausdrücklich berücksichtigt, dass er seine Aussage wieder zurückgenommen hat. c) Die Beschwerdeführerin rügt sodann, die Feststellung des Handelsgerichts, wonach sich die Parteien einig gewesen seien, dass die Beschwerdeführerin die Hilpert-Aktien erst erhalten sollte, wenn innerhalb von fünf Jahren ein Gesamtumsatz von US$ 2 Mio. erzielt worden wäre, sei willkürlich. Zur Begründung führt sie sinngemäss aus, diese Erwägung beruhe deshalb auf willkürlicher Beweiswürdigung, weil das Handelsgericht namentlich Aussagen von der Beschwerdegegnerin nahestehenden Personen falsch gewichtet habe. Die Rüge vermag nicht durchzudringen. Auch wenn nämlich eine andere Gewichtung der Zeugenaussagen möglich wäre und selbst wenn dies bei freier Prüfung angebracht erschiene, kann die handelsgerichtliche Beweiswürdigung insbesondere angesichts des weiten Ermessensspielraums bei der Beweiswürdigung zumindest nicht als geradezu willkürlich qualifiziert werden.