Citation: 9C_471/2015 E. 8.2

8.2. Allerdings beruht die vorinstanzliche Feststellung, der Beschwerdeführer habe von der Invalidenversicherung Taggelder bezogen, und der daraus gezogene Schluss, er habe die einschlägige Frage pflichtverletzend beantwortet, auf einer ungenügenden Beweisgrundlage: Einerseits geht einzig aus einem Schreiben des Beschwerdeführers an die IV-Stelle des Kantons Aargau vom 10. März 1998 hervor, dass ein Taggeldbezug stattgefunden haben muss; entsprechende Abrechnungen sind nicht aktenkundig. Die Umschulung zum technischen Kaufmann hat der Beschwerdeführer im Oktober 1999 erfolgreich abgeschlossen - zu einem Zeitpunkt, in dem er bereits als Sachbearbeiter bei der E.________ AG tätig war. Der vom Beschwerdeführer verfasste Lebenslauf weist indes eine lückenlose Berufstätigkeit und die Ausbildung zum technischen Kaufmann als berufsbegleitende Massnahme aus. Somit kann nicht von einer "Berufsunfähigkeit" des Beschwerdeführers gesprochen werden und ist auch die Frage 3 des Gesundheitsfragebogens, die nach Leistungen während mehr als drei Monaten "wegen Erwerbsunfähigkeit, Invalidität oder Berufsunfähigkeit" fragt, nicht pflichtverletzend beantwortet worden.