Citation: 6B_1019/2017 E. 3.3

3.3. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht grundsätzlich, nach dem 2. Mai 2007 noch ärztlich tätig gewesen zu sein. Er macht jedoch geltend, ihm sei nur die selbstständige ärztliche Tätigkeit untersagt gewesen. Die Aktiengesellschaft "A.________", für welche er tätig gewesen sei, bestehe seit 29. Juli 1998 und eine Rückwirkung des am 1. Juli 2008 in Kraft getretenen Gesundheitsgesetzes des Kantons Zürich (GesG) sei verfassungsrechtlich ausgeschlossen. Diesbezüglich legt die Vorinstanz indes dar, dass gemäss § 7 Abs. 1 GesG in der bis 30. Juni 2008 geltenden Fassung u.a. einer Bewilligung der Direktion des Gesundheitswesens bedurfte, wer gegen Entgelt oder berufsmässig medizinische Verrichtungen vornahm. Eine Bewilligung der Gesundheitsdirektion zur selbstständigen ärztlichen Tätigkeit (Praxisberechtigung) benötigten gemäss § 1 Abs. 1 der bis 30. Juni 2008 gültigen Ärzteverordnung des Kantons Zürich - so das kantonale Gericht weiter - namentlich Ärzte mit privater Praxis sowie alle anderen Ärzte, die Kranke untersuchten oder behandelten, ohne dabei im Namen einer praxisberechtigten Person tätig zu sein. Gemäss § 3 Abs. 1 der seit 1. Juli 2008 geltenden Regelung des GesG benötigt sodann eine Bewilligung der Gesundheitsdirektion, wer im Kanton Zürich fachlich eigenverantwortlich ärztlich tätig sein will, wobei dies - wie die Vorinstanz aufzeigt - unabhängig davon gilt, ob die Tätigkeit selbstständig erwerbend oder im Anstellungsverhältnis ausgeübt wird. Eine Bewilligung der Gesundheitsdirektion war und ist somit im Kanton Zürich vor und nach dem 1. Juli 2008 u.a. erforderlich, wenn jemand selbstständig, fachlich eigenverantwortlich ärztlich tätig ist. Wie das kantonale Gericht festgestellt hat, handelte der Beschwerdeführer bei seinen ärztlichen Verrichtungen, namentlich auch nach dem 1. Juli 2008, in eigenem Namen und insbesondere in fachlicher Eigenverantwortung. Hinweise darauf, dass er unter der Verantwortung eines anderen Arztes tätig gewesen wäre, bestehen nicht und Entsprechendes wird auch nicht geltend gemacht. Dass der Beschwerdeführer die ärztlichen Tätigkeiten für eine AG erbracht haben soll, ändert nichts an der fachlich eigenverantwortlichen Verrichtung, welche nach Gesagtem bewilligungspflichtig war und ist.