Citation: I 690/99 12.05.2000 E. 2

2.- Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der Anspruch auf Invalidenrente. Streitig ist zunächst, welche Arbeitsleistung der Beschwerdeführerin noch zumutbar ist. a) Die Beschwerdeführerin war vor der Knieoperation vom 24. November 1995 ganztags als Weberin bei der Firma W.________ AG tätig gewesen. Am 17. Juni 1996 nahm sie die Tätigkeit beim bisherigen Arbeitgeber wieder auf, wobei sie halbtags in der leichteren Tätigkeit als Musterweberin eingesetzt wurde. Seit dem 1. August 1997 ist sie in dieser Funktion zu einem Bruttolohn von Fr. 22.50 in der Stunde bei einer garantierten Arbeitszeit von 800 Stunden im Jahr und einer täglichen Arbeitszeit von höchstens fünf Stunden angestellt. b) Dr. med. N.________, Spezialarzt FMH für Chirurgie und Orthopädie, welcher die Knieoperation am 24. November 1995 durchgeführt hatte, gab am 16. Dezember 1996 eine Arbeitsfähigkeit von 50 % in der bisherigen Tätigkeit an mit der Feststellung, dass die Versicherte zur Zeit eine ausschliesslich stehend zu verrichtende Tätigkeit ausübe; mit der eingesetzten Knieprothese sollte sie nach Möglich- keit nur eine geringe Gehdistanz zurückzulegen haben, da andernfalls mit einer frühzeitigen Zerstörung des künst- lichen Gelenks zu rechnen sei. In einem Zeugnis zuhanden der beteiligten Rechtsschutzstelle vom 3. Juni 1997 führte Dr. med. N.________ aus, die Versicherte besorge einen Haushalt mit drei Personen. Neben diesen Arbeiten sollte sie auswärts höchstens halbtägig und möglichst nur sitzend beschäftigt werden. Dabei handle es sich um eine theore- tische Schätzung. Bei der heutigen Arbeitsmarktlage und der bisherigen Tätigkeit als Weberin sei eine solche Beschäfti- gung praktisch nicht realisierbar. Es bestehe eine Invali- dität von 50 %. Der behandelnde Arzt Dr. med. K.________, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, bestätigte am 13. Januar 1997 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vom 23. November 1995 bis 16. Juni 1996 und eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % ab 17. Juni 1995 bis auf weiteres. Die Versicherte sollte keine körperlich schwere Arbeit mehr verrichten, mehr- heitlich sitzend arbeiten und nicht lange stehen. In einer ergänzenden Stellungnahme zuhanden der IV-Stelle führte Dr. med. K.________ aus, die Versicherte übe halbtags die bisherige eher strenge und für sie nicht geeignete Arbeit aus und sei daher zu 50 % arbeitsunfähig. Der nun einge- schlagene Weg einer Teilinvalidisierung (50 %) vermöge jedoch nicht zu befriedigen. Seiner Meinung nach sei die Versicherte bei einer geeigneten Arbeit durchaus in der Lage, wieder ganztags erwerbstätig zu sein, eventuell auch an vier Tagen in der Woche. Zum gleichen Schluss gelangte IV-Arzt Dr. med. B.________, welcher eine Arbeitsfähigkeit von 80 % bei einer vorwiegend sitzend zu verrichtenden Tätigkeit annahm. c) Aufgrund der ärztlichen Angaben ist mit der Vorin- stanz davon auszugehen, dass der Beschwerdeführerin eine leichtere, überwiegend sitzend zu verrichtende Tätigkeit zu 80 % möglich und zumutbar wäre. Entgegen den Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ergibt sich aus den Berichten von Dr. med. N.________ nicht, dass die Beschwerdeführerin auch in einer geeigneten leichteren Tätigkeit mindestens zu 50 % arbeitsunfähig ist. Dr. med. N.________ geht klarerweise davon aus, dass die Versicherte in zeitlich reduziertem Umfang weiterhin die bisherige ausschliesslich stehend zu verrichtende Tätigkeit als Weberin ausübt. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass die Versicherte möglichst keine ausschliesslich stehend zu verrichtende Arbeit mehr ausüben sollte, ihr eine teils sitzend, teils stehend zu verrichtende Arbeit mit wenig Gehdistanz jedoch zumutbar sei. Damit schliesst auch Dr. med. N.________ eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit im Rahmen einer geeigneten leichteren Tätigkeit nicht aus. Etwas anderes ergibt sich auch aus dem Zeugnis vom 3. Juni 1997 nicht, indem bei der Annahme einer Arbeitsfähigkeit von lediglich 50 % der Umstand berücksichtigt wird, dass die Beschwerdeführerin neben der Erwerbstätigkeit einen Haushalt von drei Personen zu besorgen hat. Nach den Angaben der Berufsberaterin der IV-Stelle beschränkt sich ihre Tätigkeit im Haushalt auf das Einkaufen und Kochen, während die übrigen Arbeiten von den im gleichen Haushalt lebenden Töchtern verrichtet werden. Ohne dass es weiterer Abklärungen bedürfte, ist fest- zustellen, dass der Beschwerdeführerin die Ausübung einer geeigneten leichteren, vorwiegend sitzend zu verrichtenden Tätigkeit mindestens zu 80 % möglich und zumutbar ist.