Citation: 4A_141/2022 E. 3.1

3.1. Die Beschwerdeführerin hat gegen den Beschwerdegegner Klage erhoben in Bezug auf den Schaden, der ihr daraus entstanden ist, dass er pflichtwidrig die Verjährung gegenüber der E.________ Versicherung hat eintreten lassen. Diesen Prozess hat sie vor dem Bezirksgericht Zürich anhängig gemacht, so dass darauf das zum Zeitpunkt der Klageeinreichung massgebende Zürcher Zivilprozessrecht zur Anwendung gelangt und zwar nach Art. 404 Abs. 1 ZPO bis zum Abschluss vor der betroffenen Instanz. Das Bundesgericht hat im Urteil 4A_49/2016 vom 9. Juni 2016 E. 4.4, auf das sich die Vorinstanz beruft, festgehalten, die für das verwaltungsrechtliche Verfahren massgebende Untersuchungsmaxime (die den Prozess, um dessen hypothetischen Ausgang es in diesem Entscheid ging, beherrscht hätte) schlage nicht gleichsam auf den Zivilprozess über die Haftung für den Schaden durch, der vom Ausgang des verwaltungsrechtlichen Verfahrens abhängt. Auch wenn hier sowohl der (hypothetische) Erstprozess als auch der Haftpflichtprozess im zivilprozessrechtlichen Verfahren zu behandeln sind, führt dies nicht dazu, dass dieser nach dem auf den Erstprozess anwendbaren Zivilprozessrecht zu führen wäre. Dass die kantonalen Instanzen den Prozess nach der ZPO/ZH geführt haben, ist nicht zu beanstanden.