Citation: 6P.82/2000 22.01.2001 E. 11

11.- a) Eine willkürliche Annahme beziehungsweise eine willkürliche Beweiswürdigung sieht der Beschwerdeführer in der Feststellung des Kantonsgerichts, er sei einzelzeichnungsberechtigter Verwaltungsratspräsident der Hotel AG gewesen (Beschwerdeschrift S. 45 ff. Ziff. 6). Diese Rüge erhebt der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit seiner Verurteilung wegen ungetreuer Geschäftsführung. Als Tätereigenschaft verlangt Art. 159 aStGB lediglich, dass der Täter Geschäftsführer ist; eine Einzelzeichnungsberechtigung wird nicht vorausgesetzt (BGE 105 IV 106 E. 2 S. 110). Dass der Beschwerdeführer Geschäftsführer der Hotel AG war, bestreitet er selbst nicht. Die Frage, ob der Beschwerdeführer allein oder zu zweien zeichnungsberechtigt war, ist somit für den Ausgang des Verfahrens belanglos und kann offen bleiben. b) Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, im Zusammenhang mit der Malta Co. Ltd. (fiktiver Name) habe das Kantonsgericht zu Recht erkannt, dass die Generalversammlung der Hotel AG frei gewesen sei, sich für eine den Beschwerdeführer beschränkende Lösung zu entscheiden, weshalb es ihn vom Vorwurf der ungetreuen Geschäftsführung freigesprochen habe. Im Zusammenhang mit den Leasingverträgen habe es ihn jedoch verurteilt, obwohl er sowohl handelsregister- als auch aktienrechtlich in der gleichen Position gehandelt habe. Darin liege ein offensichtlicher und willkürlicher Widerspruch. Das Kantonsgericht hält bezüglich der Leasingverträge fest, dass sie einschliesslich der mit ihnen verbundenen Nebenkosten die Betriebsrechnung in völlig unnötiger Weise mit gut Fr. 100'000.-- pro Jahr belastet hätten (angefochtener Entscheid S. 23 oben). Demgegenüber führt es bezüglich der Malta Co. Ltd. aus, beim Generalversammlungsbeschluss vom 5. November 1993 habe es sich nur um eine gesellschaftsinterne Einigung gehandelt, welche die Gesellschaft noch in keiner Weise verpflichtet habe. Der Beschluss habe nach aussen also noch gar keine Wirkung entfaltet und habe folglich auch noch nicht zu einer Gefährdung des Vermögens der Hotel AG führen können (angefochtener Entscheid S. 31 oben). Inwiefern diese beiden Begründungen offensichtlich widersprüchlich sein sollten, legt der Beschwerdeführer nicht dar. Soweit der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang seine handelsregister- und aktienrechtliche Position ins Feld führt, gilt das oben (E. 11a) Gesagte.