Citation: 4C.105/2001 10.07.2001 E. 3

3.-Nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung verlor die strittige Zusammenarbeitsvereinbarung mit der richterlichen Genehmigung ihren schuldrechtlichen Charakter und wurde vollwertiger Urteilsbestandteil. Sie ist für die Parteien des Scheidungsverfahrens mit dem Scheidungsurteil in materielle Rechtskraft erwachsen und kann von diesen nur noch auf dem Weg der Anfechtung mit den Mitteln des Prozessrechts oder allenfalls mittels des Verfahrens nach Art. 153 Abs. 2 aZGB einseitig in Frage gestellt werden (vgl. zum Ganzen BGE 119 II 297 E. 3 mit Hinweisen). Daraus folgt, dass die für eine feste Dauer von 5 Jahren abgeschlossene und richterlich genehmigte Zusammenarbeitsvereinbarung vom Beklagten nicht unter Berufung auf Art. 404 OR widerrufen werden kann. Nachdem vom Beklagten keine Schadenersatzansprüche aus der Zusammenarbeitsvereinbarung substanziiert geltend gemacht werden und die Zahlungspflicht des Beklagten an die Klägerin 2 im Grundsatz unbestritten blieb, ist das angefochtene Urteil im Ergebnis zu bestätigen. Es kann daher offen bleiben, ob Art. 404 OR auf die Zusammenarbeitsvereinbarung überhaupt anzuwenden wäre, wenn nicht von deren richterlichen Genehmigung auszugehen wäre.