Citation: 9C_239/2020 E. 4.2

4.2. Was das Vorliegen echtzeitlicher Arztberichte anbelangt, fehlen solche in Bezug auf den Zeitraum der zweiten Tätigkeit bei der Zürich (18. Juli 2011 bis 30. Juni 2012); zu diesem Schluss kam auch die Vorinstanz. Wie diese aber richtig erwog, sind solche zum rechtsgenüglichen Nachweis einer berufsvorsorgerechtlich relevanten Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen nicht zwingend nötig. Allerdings muss sich bei deren Fehlen die gesundheitliche Beeinträchtigung sinnfällig auf das Arbeitsverhältnis auswirken oder ausgewirkt haben. Die Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen muss mit anderen Worten arbeitsrechtlich in Erscheinung getreten sein, zum Beispiel etwa durch einen Abfall der Leistungen mit entsprechender Feststellung oder gar Ermahnung des Arbeitgebers oder durch gehäufte aus dem Rahmen fallende gesundheitlich bedingte Arbeitsausfälle (Urteil 9C_121/2019 vom 15. Mai 2019 E. 5.2 mit Hinweisen). Eine Unterbrechung des zeitlichen Konnexes ist grundsätzlich dann anzunehmen, wenn während mehr als dreier Monate eine Arbeitsfähigkeit von über 80 % in einer angepassten Tätigkeiten gegeben ist (BGE 144 V 58 E. 4.5 S. 63). Das kantonale Gerichts stellte für das Bundesgericht verbindlich fest, der Versicherte habe seine Vollzeittätigkeit bei der Helvetia gesundheitlich bedingt per Ende Juni 2011 gekündigt. Dieselben Gründe hätten ihn bewogen, am 18. Juli 2011 bei der Zürich nur eine Teilzeittätigkeit in einem Pensum von 80 % aufzunehmen, wobei er selbst in diesem reduzierten Pensum nicht voll arbeitsfähig gewesen sei. Inwiefern diese Feststellungen (namentlich als Ergebnis einer selektiven Würdigung) willkürlich sein sollten, ist nicht erkennbar. Wie dargelegt, genügt dazu gerade nicht, dass eine andere Lösung ebenfalls in Betracht fällt oder gar plausibler erschiene (vgl. E. 1.2 hievor). Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, dass der Versicherte seine Tätigkeit bei der Helvetia gesundheitsbedingt gekündigt hatte. Im Gegenteil räumt sie in der Beschwerde ausdrücklich ein, dieser sei im Rahmen der Tätigkeit bei ihr erkrankt. Auch im Arbeitszeugnis vom 27. Juni 2011 hatte die Helvetia explizit darauf hingewiesen, A.________ verlasse die Helvetia aufgrund seiner gesundheitlichen Situation per Ende Juni 2011. Die Beschwerdeführerin stellt auch die von Dr. med. E.________ (Bericht vom 9. Mai 2011) und den behandelnden Ärzten der Klinik C.________ (Bericht vom 20. Juni 2011) attestierten Arbeitsfähigkeiten (0 % vom 1. April 2011 bis zum 30. Juni 2011 und 50-100 % ab Juli 2011) nicht in Abrede. Ihre Behauptung, es seien den Akten nur befristete Arbeitsunfähigkeiten zu entnehmen, ist somit unzutreffend. Wenn die Vorinstanz gestützt auf das Dargelegte die ab dem 18. Juli 2011 (nur einen Monat nach Beendigung der tagesklinischen Behandlung) begonnene Tätigkeit bei der Zürich als Arbeitsversuch mit gesundheitsbedingt reduziertem Pensum bezeichnete, ist dies im Rahmen der bundesgerichtlichen Überprüfungsbefugnis nicht zu beanstanden. Dies gilt umso mehr, als sowohl die IV-Stelle nach Konsultation des RAD (Protokoll vom 27. Juli 2011) wie auch der Versicherte selbst (retrospektiv im Rahmen der Haushaltabklärung vom 23. September 2016) die gleiche Auffassung vertraten.