Citation: 6B_209/2010 02.12.2010 E. 7

7.1 Der Beschwerdeführer bestreitet, den subjektiven Tatbestand der Geldwäscherei erfüllt zu haben. Ob dieser gegeben sei, hänge davon ab, ob er gutgläubig habe davon ausgehen dürfen, dass er durch die von ihm direkt oder indirekt bezogenen Gelder im Umfang von 42 Mio. Franken im Rahmen seiner Devisentermingeschäfte effektiv Gewinne erzielt habe oder nicht. Die Vorinstanz widerspreche seiner Kurs- und Gewinnberechnung und bezeichne ihn als unglaubwürdig, was aus verschiedenen Gründen nicht zulässig sei. So habe selbst die A.________ AG keine einheitlichen Angaben zum tatsächlichen Gewinn machen können. Ferner habe die Vorinstanz seine verschiedenen Spitalaufenthalte aufgrund einer beginnenden Parkinsonerkrankung sowie eines Hirnschlages nicht berücksichtigt. Es könne nicht erstaunen, dass er nicht mehr über jedes Detail Auskunft geben könne (Beschwerde, S. 29 ff.). Aus dem Umstand, dass er nur mit dem Kundenberater B.________ etwas zu tun haben wollte, könne kein böser Glauben abgeleitet werden. Die angebliche Kontosperre sei hierfür ebenfalls irrelevant, da die vorgeworfenen Handlungen zum allergrössten Teil vor Sommer 2001 (und damit vor der Sperre) stattgefunden hätten (Beschwerde, S. 32). Die Vorinstanz habe im Übrigen nicht beachtet, dass er rund 50 Jahre Kunde der A.________ AG gewesen sei und bis 1999 gegenseitig keinerlei Anstände aufgetreten seien. Dass er sich auf die Auskünfte der Bank verlassen habe, sei auf die lange Kundenbeziehung zurückzuführen. Die Devisentransaktionen, die zu einem beachtlichen Gewinn von mehr als Fr. 23'000.-- geführt hätten, liessen ihn auf die Auskünfte des Prokuristen bzw. Vizedirektors der A.________ AG, B.________, vertrauen. Die Vorinstanz würdige diese (unbestrittenen) Tatsachen überhaupt nicht, was willkürlich sei. Im Strafverfahren sei ihm immer vorgehalten worden, an den Auskünften der A.________ AG könnten keine Zweifel bestehen. Die Vorinstanz argumentiere deshalb widersprüchlich und damit willkürlich (Beschwerde, S. 33 f.). Unzutreffend nehme die Vorinstanz weiter an, sein "blinder Glaube" an die Bankunterlagen stünde in krassem Gegensatz zu seinem sonstigen Geschäftsgebaren. Er sei stets an höherer Stelle vorstellig geworden, wenn etwas nach seiner Ansicht nicht stimmte. Kontakte habe er mit Vorgesetzten von B.________ jedoch nie gehabt. Dieser habe die betreffenden Kontakte selber an die Hand genommen (Beschwerde, S. 34). 7.2 Die Vorinstanz erwägt, der "penibel genau kontrollierende" Beschwerdeführer, der seiner Ansicht nach falsche Abrechnungen sofort beanstandet habe, habe ab Anfang 2000 keine Kontobelege mehr erhalten und sich stattdessen mit einer Schutzbehauptung seines Kundenberaters B.________ zufrieden gegeben. Ab März 2000 habe er ohne Rücksprache mit diesem horrende Summen für die Devisentermingeschäfte eingesetzt, die selbst zu seinem fiktiven Vermögen, das ab Juli 2001 die Billionengrenze überschritten habe, in keinem Verhältnis mehr gestanden hätten. Trotz des angeblichen Billionenvermögens sei es ab Februar 2001 zu Zahlungsverzögerungen und im Sommer 2001 zu einer Kontosperre gekommen. Die Unstimmigkeiten der Abrechnungen, verschiedene Fehler in den fingierten Dokumenten sowie die eigentümliche und ausschliessliche Fokussierung auf seinen Kundenberater seien weitere Elemente, die ihn ab Anfang 2000, spätestens aber seit der massiven Erweiterung der eingesetzten Beträge im März 2000 nicht mehr als gutgläubig erscheinen liessen. Auffällig sei zudem, dass der Beschwerdeführer sich stereotyp auf den Standpunkt stelle, er habe auf die (fingierten) Bankdokumente vertrauen dürfen. Auf den Vorhalt des Inhalts dieser Belege sei er nie eingegangen. Er besitze keinen gesunden Menschenverstand und habe sich auf die Unterlagen verlassen. Er äussere sich nicht dazu, ob er an die Phantasiegewinne in Billionenhöhe tatsächlich geglaubt habe. Dieses angebliche blinde Vertrauen stehe im Übrigen im krassen Widerspruch zu seinem sonstigen kritischen und alles genau überprüfenden Geschäftsgebaren (angefochtenes Urteil, S. 9 ff.). 7.3 Die Vorbringen des Beschwerdeführers gehen an der Sache vorbei. Die von ihm angeführten gesundheitlichen Probleme sind erst nach den inkriminierten Geldwäschereihandlungen aufgetreten. Sie vermögen daher den subjektiven Tatbestand nicht in Frage zu stellen. Aus seiner langjährigen Kundenbeziehung mit der A.________ AG kann der Beschwerdeführer ebenfalls nichts Entscheidendes zu seinen Gunsten ableiten. Auch als langjähriger Kunde hat er gemäss Vorinstanz seine Bankgeschäfte "penibel genau" kontrolliert. Von einem erhöhten Vertrauen in die Auskünfte der A.________ AG-Mitarbeiter kann daher keine Rede sein. Die Vorinstanz betont die eigentümliche und ausschliessliche Fokussierung des Beschwerdeführers auf seinen Kundenberater. Sie kommt dabei zum nachvollziehbaren Schluss, dass diese Fixierung mit der "netten Behandlung" nicht plausibel erklärbar ist, zumal der Beschwerdeführer bei Ferienabwesenheit von B.________ mitunter während Wochen seine angeblich höchst lukrativen Devisengeschäfte ruhen liess. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers können die ausgebliebene Reaktion auf eine Kontosperre wegen zu geringem Saldo bei einem angeblichen Milliardenguthaben auf ebendiesem Konto sowie sein "blinder Glaube" an die Bankunterlagen durchaus als weitere Elemente gegen den guten Glauben gewertet werden. Die vorinstanzlichen Ausführungen sind insgesamt nicht zu beanstanden. Der Beschwerdeführer konnte aufgrund des willkürfrei festgestellten Sachverhalts in Bezug auf die durch die Devisentermingeschäfte angeblich erzielten Gewinne nicht gutgläubig sein.