Citation: 1B_416/2021 E. 4.1

4.1. Gemäss den bindenden Sachverhaltsfeststellungen im angefochtenen Beschluss will die Staatsanwaltschaft an der bereits ausgesprochenen Busse von Fr. 300.-- festhalten. Dem Beschwerdeführer droht mithin eine Strafe, welche weit unter der vom Gesetzgeber festgelegten Grenze liegt, ab welcher grundsätzlich kein Bagatellfall mehr gegeben ist (vgl. Art. 132 Abs. 3 StPO). Zwar ist, wie dargelegt, nicht automatisch von einem Bagatellfall auszugehen, wenn die im Gesetz genannten Schwellenwerte nicht erreicht sind. Droht aber konkret eine Strafe, welche die Grenzen von Art. 132 Abs. 3 StPO nicht überschreitet, besteht ein Anspruch auf amtliche Verteidigung rechtsprechungsgemäss nur ausnahmsweise, etwa wenn der Fall besondere Schwierigkeiten mit sich bringt, denen die beschuldigte Person nicht gewachsen ist, oder wenn der Ausgang des Verfahrens eine besondere Tragweite aufweist (vorne E. 3.2).