Citation: 1P.236/2005 21.07.2005 E. B

Gegen diesen Kostenentscheid erhob X.________ Beschwerde an die Anklagekammer des Kantons St. Gallen mit dem Antrag, Disp. Ziff. 2 und 3 der Verfügung vom 27. Oktober 2004 seien aufzuheben und es seien ihr weder Verfahrens- noch Verteidigungskosten aufzuerlegen. Mit Entscheid vom 7. Dezember 2004 wies die Anklagekammer die Beschwerde ab. Die Anklagekammer hielt fest, die zusammenfassende Beweiswürdigung in der angefochtenen Aufhebungsverfügung treffe zumindest insoweit zu, als die Strafuntersuchung keinen Nachweis für die Behauptung der Beschwerdeführerin erbracht habe, wonach Prof. Y.________ im Jahre 1994 aus Forschungszwecken systematisch keine künstlichen Darmausgänge angelegt habe und dass daran ein Patient gestorben und ein anderer fast gestorben sei. Auch sei aufgrund der Untersuchung nicht nachgewiesen, dass eine Weisung von Prof. Y.________ gegolten habe, wonach keine künstlichen Darmausgänge angelegt werden dürften. Der Beschwerdeführerin sei wegen unwahrer bzw. übertriebener Aussagen einschliesslich über (angebliche) Gespräche mit Ärzten, die in der geschilderten Fassung nicht stattgefunden haben, im Zusammenhang mit der Verursachung von Strafverfahrenskosten ein zumindest grobfahrlässiges Verhalten vorzuwerfen. Gemäss Art. 268 StPO/SG könne nicht nur der Anzeiger selber, sondern auch der Zeuge kostenpflichtig erklärt werden.