Citation: 6B_523/2023 E. 1.5.3

1.5.3. Die Vorinstanz erwägt, über das gesellschaftliche Leben des Beschwerdeführers sei nicht viel bekannt. Sozialkontakte ausserhalb seiner Familie habe er soweit ersichtlich keine. Er habe ein gutes Verhältnis zu seinen Familienmitgliedern, pflege einen guten Kontakt zur Familie seiner Ehefrau und verbringe viel Zeit mit seinen Enkelkindern. Entsprechend ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz subsumiert, das gesellschaftliche Leben des Beschwerdeführers spiele sich primär in der Familiengemeinschaft ab. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, verfängt nicht. Er rügt, die Vorinstanz bzw. die Behörden hätten seine persönlichen Verhältnisse, insbesondere mit Bezug auf sein gesellschaftliches Leben, unter Geltung des Untersuchungsgrundsatzes abklären müssen. Zwar ist ihm insoweit beizupflichten, als im Strafverfahren der Untersuchungsgrundsatz i.S.v. Art. 6 StPO gilt und sich das Gericht bei der Prüfung eines persönlichen Härtefalls mit den entsprechenden sich aus den Akten ergebenden Aspekten sowie den vorgebrachten Argumenten des Ausländers auseinanderzusetzen hat (vgl. dazu Urteil 6B_105/2021 vom 29. November 2021 E. 3.4.1 f.). Jedoch zeigt der Beschwerdeführer nicht auf, inwieweit die Vorinstanz seine gesellschaftliche Situation unzutreffend beurteile. Er belässt es dabei zu behaupten, die Vorinstanz interessiere sich nicht für seine Kontakte ausserhalb der Familien und vorzubringen, es sei krass unfair, ihm dieses von der Vorinstanz verschuldete Informationsrisiko im Rahmen der Prüfung der Landesverweisung vorzuwerfen. Dabei tut er nicht dar, welche gesellschaftlichen Kontakte er aufweist, die die Vorinstanz zu Unrecht nicht abgeklärt habe. Es genügt nicht pauschal vorzubringen, die Situation hätte besser abgeklärt werden müssen, ohne dabei konkret geltend zu machen, inwieweit die vorinstanzlichen Feststellungen, wonach er ausserhalb der Familie keine Sozialkontakte habe, falsch seien. Daran ändert überdies auch nichts, wenn der Beschwerdeführer vorbringt, viele ältere Menschen würden vorwiegend Zeit in der Familie verbringen. Der Beschwerdeführer vermag nicht aufzuzeigen, inwieweit die Vorinstanz diesen Umstand nicht hätte in ihre Härtefallprüfung einfliessen lassen dürfen bzw. ihm dies übermässig zur Last gelegt werde. Die Vorinstanz übersieht denn auch nicht, dass sich das soziale Umfeld des Beschwerdeführers - grösstenteils bestehend aus seiner Familie - in der Schweiz befindet.