Citation: 5A_435/2024 E. 3.1.2

3.1.2. Das Obergericht habe keine subjektive Auslegung der Abtretungserklärung vom 8. Juli 2019 vorgenommen, sondern das Dokument normativ ausgelegt. Eine normative Auslegung könne indes nicht zum Ergebnis führen, dass der Schuldner und die Beschwerdegegnerin ein Aktienzertifikat übertragen wollten, von dessen Existenz sie nichts wussten. Es gebe keinen Spielraum, die "Abtretungserklärung" anders als eine Abtretungserklärung (nach Art. 164 ff. OR) auszulegen. Das abweichende Ergebnis der Vorinstanz sei "teilweise willkürlich". Die Besitzübertragung ohne Kenntnis der Sache sei nicht möglich.