Citation: 1A.239/2003 30.04.2007 E. 3

Der Beschwerdeführer wird als Baugesuchsteller und Eigentümer der Schiessanlage durch das angefochtene Urteil, mit dem die Baubewilligung für das Umbauprojekt verweigert worden ist, in seinen Interessen und Rechten berührt. Indessen fragt sich, ob heute überhaupt noch ein schutzwürdiges Interesse des Kantons Basel-Stadt an der Beurteilung der beim Bundesgericht eingereichten Beschwerden bestehe. Der Beschwerdeführer hat im Laufe des bundesgerichtlichen Verfahrens Verhandlungen mit verschiedenen Betreibern anderer Schiessanlagen über eine Aufnahme der Baselstädter Schützen geführt. Im August/September 2005 unterzeichneten der Kanton Basel-Stadt sowie die Gemeinderäte Birsfelden, Muttenz und Pratteln eine Vereinbarung über die Mitbenutzung der Schiessanlage Lachmatt durch die Baselstädter. Diese Vereinbarung ist allerdings angefochten worden und wird - soweit nicht schon geschehen - noch von den kommunalen Legislativen genehmigt werden müssen. Der Grosse Rat des Kantons Basel-Stadt hat die für die Verlegung der Schützen erforderliche Einkaufssumme im Januar 2006 bewilligt. Für den Fall, dass die Verlegung des Schiessbetriebes auf die Schiessanlage Lachmatt scheitern sollte, haben die baselstädtischen Behörden nach eigenen Angaben Gespräche mit den Verantwortlichen anderer ausserkantonaler Schiessplätze aufgenommen. Eine umfassende Sanierung der Schiessanlage Allschwilerweiher, wie sie Streitgegenstand der hängigen bundesgerichtlichen Verfahren bildet, wird offenbar kaum noch in Betracht gezogen. Der Beschwerdeführer hat jedoch in seiner Stellungnahme vom 30. März 2007 erklärt, da die Verlegung der Baselstädter Schützen noch nicht definitiv geregelt sei, sei der Kanton gehalten, das Projekt zur Sanierung der Schiessanlage Allschwilerweiher weiterzuverfolgen. Sonst wäre er allenfalls nicht mehr in der Lage, seinen militärrechtlichen Verpflichtungen nachzukommen und die für die ausserdienstlichen militärischen Schiessübungen benötigten Schiessanlagen zur Verfügung zu stellen. Ob damit - angesichts der Verlegungsmöglichkeiten - ein aktuelles praktisches und ein schutzwürdiges Interesse im Sinne von Art. 88 und Art. 103 lit. a OG an der Beschwerdebeurteilung dargetan worden sei, mag ebenfalls dahingestellt bleiben. Ebenso kann offen gelassen werden, inwieweit sich der Kanton Basel-Stadt als Inhaber und Betreiber einer öffentlichen Anlage auf verfassungsmässige Individualrechte berufen könne.