Citation: 2C_391/2020 E. 4.8

4.8. Mit der Vorinstanz ist zudem davon auszugehen, dass sich vornehmlich die Schüler/innen zur Prüfung anmelden, welche einen Notendurchschnitt von 5.25 und mehr aufweisen. Der Vorwurf der Beschwerdeführenden, die Privatschüler/innen würden durch die beanstandeten Regelungen benachteiligt, weil der Durchschnitt der Erfahrungsnoten der Kandidierenden aus der 6. Primarklasse der Volksschule seit dem Jahre 2009 fortlaufend gestiegen sei, um im Jahre 2019 die Note von 5.365 zu erreichen, und damit wesentlich über der Erfahrungsnote von 5.0 liegt, ist insofern unbegründet. Die hohen Erfahrungsnoten der kandidierenden Sechstklässler/innen aus der Volksschule sind nicht Ausdruck einer grosszügigen Notengebung an diesen Schulen, sondern widerspiegeln vielmehr die dort stattfindende hohe Vorselektion, das heisst, dass sich vornehmlich Schüler/innen mit hoher Erfahrungsnote zur Prüfung anmelden. Im Übrigen kann das System im Einzelfall auch Schüler/innen aus öffentlichen Schulen benachteiligen, was ebenfalls im Rahmen des Zulässigen liegt (Urteil 2C_1018/2019 E. 4).