Citation: 4A_478/2024 E. 4.5.3

4.5.3. Der Beschwerdeführer bringt nicht vor, die Vorinstanz habe in Verletzung eines Beweisantrags darauf verzichtet, ein gerichtliches Gutachten zur Arbeitsunfähigkeit einzuholen. Im Gegenteil meint er, die von ihm eingereichten Arztzeugnisse seien ausreichend und ein gerichtliches Gutachten hätte entgegen der bundesgerichtlichen Praxis nicht eingeholt werden müssen. Der Beschwerdeführer zeigt aber nicht auf, inwiefern es angezeigt wäre, im vorliegenden Fall von der bundesgerichtlichen Praxis zu den Arztzeugnissen als Privatgutachten abzuweichen und inwiefern eine erhöhte Beweisqualität in Vorberücksichtigung der Gesetzesrevision zu würdigen wäre. Entsprechend hält es einer bundesgerichtlichen Überprüfung stand, dass die Vorinstanz den vorliegenden Fall unter der genannten Rechtsprechung beurteilte: Die Arztzeugnisse stellen unabhängig von der Regelung der AVB im Bestreitungsfalle blosse Parteibehauptungen dar, die nur, aber immerhin, allenfalls zusammen mit - durch Beweismittel nachgewiesene - Indizien den Beweis der krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit zu erbringen vermögen. Werden sie aber nicht durch Indizien gestützt, so dürften sie als bestrittene Behauptungen nicht als erwiesen erachtet werden (BGE 141 III 433 E. 2.6).