Citation: H 321/00 28.08.2001 E. 3

3.- a) Im angefochtenen Entscheid werden die rechtlichen Grundlagen (Art. 52 AHVG, Art. 14 Abs. 1 AHVG in Verbindung mit Art. 34 ff. AHVV) sowie die Rechtsprechung zur subsidiären Haftbarkeit der Organe juristischer Personen für den der Ausgleichskasse wegen schuldhafter Missachtung der Vorschriften über die Beitragsabrechnung und -zahlung entstandenen Schaden (vgl. statt vieler BGE 123 V 15 Erw. 5b), insbesondere zur Haftungsvoraussetzung des zumindest grobfahrlässigen Verschuldens (BGE 121 V 244 Erw. 4b und 5, 108 V 186 Erw. 1b; ZAK 1985 S. 576 Erw. 2, 619 Erw. 3a), zutreffend dargelegt, sodass darauf verwiesen werden kann. b) Wie das kantonale Gericht verbindlich festgestellt hat (vgl. Erw. 2 hievor), unterliessen die konkursite Firma Z.________ AG (ehemals: Firma Y.________ Holding AG) beziehungsweise ihre Vorgängerfirmen im Jahre 1992 die Meldung einer Lohnsumme von Fr. 798'903.-, im Jahre 1993 eine solche von Fr. 62'163.-. Die entsprechenden Beitragsausstände wurden nicht beglichen und die paritätischen Sozialversicherungsbeiträge für die deutlich zu tief angesetzte Pauschallohnsumme vor allem ab 1992 teilweise erst auf Betreibung hin bezahlt. Damit verstiessen sie während Monaten gegen die Abrechnungs- und Beitragspflicht und missachteten dadurch die Vorschriften im Sinne von Art. 52 AHVG. Dieses nicht entschuldbare widerrechtliche Vorgehen der Arbeitgeberfirmen hat die Vorinstanz zu Recht auch dem Beschwerdeführer als grobfahrlässiges Verhalten angerechnet. Es kann in diesem Zusammenhang auf die einlässlichen Erwägungen des kantonalen Gerichts verwiesen werden (Art. 36a Abs. 3 OG). In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird nichts vorgebracht, was die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz als mangelhaft im Sinne von Art. 105 Abs. 2 OG oder die rechtliche Würdigung als bundesrechtswidrig erscheinen liesse. Namentlich vermag der Hinweis auf die mangelnden Kompetenzen und faktischen Einflussmöglichkeiten, insbesondere die fehlende Unterschriftsberechtigung im Bankenverkehr, den Beschwerdeführer nicht vom Vorwurf grobfahrlässigen Verhaltens zu entlasten, zumal diese Umstände nichts daran ändern, dass dem Beschwerdeführer als Verwaltungsratsmitglied der - vorwiegend mit der administrativen Verwaltung der übrigen Gesellschaften der ehemaligen Firma Y.________ Holding AG betrauten - B.________ Management AG (mit Einzelunterschrift), der D.________ & Co. AG und der E.________ AG sowie als Verwaltungsratspräsident und Geschäftsführer der F.________ AG die Wahrnehmung der Überwachungs- und Kontrollaufgaben auch im Beitragswesen der AHV oblag. Es bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer in der pflichtgemässen Ausübung seiner Verwaltungsratstätigkeit behindert worden wäre oder ihm diese aus irgendwelchen Gründen nicht zuzumuten gewesen wäre. Da die cura in custodienda auch eines nicht geschäftsführenden Verwaltungsratsmitglieds nicht delegierbar ist, hätte er im Falle einer faktischen Ohnmachtsstellung nach den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz seine Verwaltungsratsmandate frühzeitig ablegen müssen, was er indessen unterlassen hat. Indem er ohne weitere Abklärungen, namentlich ohne nähere Überprüfung der Auszahlungen und Meldungen an die Ausgleichskasse, lediglich auf die Richtigkeit der Angaben des Buchhalters der B.________ Management AG sowie von V.________ vertraute, wonach die Sozialversicherungsbeiträge aller Gesellschaften vollumfänglich bezahlt seien, nahm er mögliche Beitragsausstände in nicht entschuldbarer Weise in Kauf. Weder der Verweis auf die vorinstanzlich erkannte fehlende Verantwortlichkeit der Beklagten C.________ noch die übrigen Einwände vermögen ein anderes Ergebnis zu begründen.