Citation: 9C_300/2019 E. 2

Im Streit liegen Ansprüche aus überobligatorischer beruflicher Vorsorge. Zu beurteilen ist der Leistungsanspruch einerseits für den Monat November 2015 (E. 4 unten), anderseits für den Zeitraum ab Dezember 2015 (unten E. 5). Die Vorinstanz hat die massgeblichen rechtlichen Grundlagen insbesondere zum Klageverfahren (Art. 73 BVG), zur Bindungswirkung von Feststellungen der Organe der Invalidenversicherung in der weitergehenden Vorsorge (BGE 126 V 308 E. 1 S. 311; vgl. etwa auch BGE 143 V 434 E. 2.2 S. 437 mit Hinweisen) sowie zur Invaliditätsbemessung gemäss Art. 16 ATSG zutreffend wiedergegeben. Darauf wird verwiesen. Zu ergänzen ist, dass Reglemente privatrechtlicher Vorsorgeeinrichtungen - wo sich in Bezug auf die zur Streitigkeit Anlass gebenden Vorschriften kein übereinstimmender wirklicher Parteiwille feststellen lässt - grundsätzlich nach dem Vertrauensprinzip auszulegen sind. Ausgehend vom Wortlaut und unter Berücksichtigung des Zusammenhangs, in dem eine Bestimmung innerhalb des Reglements als Ganzes steht, gilt es, den objektiven Vertragswillen zu ermitteln, den die Parteien mutmasslich gehabt haben. Dabei hat das Gericht zu berücksichtigen, was sachgerecht ist, weil nicht angenommen werden kann, dass die Parteien eine unvernünftige Lösung gewollt haben. Das Ergebnis der Auslegung nach dem Vertrauensprinzip und in Anwendung der Unklarheits- und Ungewöhnlichkeitsregel kann das Bundesgericht als Rechtsfrage frei überprüfen (BGE 144 V 376 E. 2.2 mit Hinweisen).