Citation: 5P.379/2001 18.02.2002 E. 4

4.- Der Beschwerdeführer erhebt in drei weiteren Punkten Verfassungsrügen (Willkür und/oder Verletzung der Begründungspflicht). Sie sind teilweise begründet: a) Das Obergericht ist davon ausgegangen, dem erwerbstätigen, unterhaltspflichtigen Ehegatten sei auf jeden Fall das betreibungsrechtliche Existenzminimum zu belassen (E. 3a S. 6). Da das Lohnniveau in Italien ungefähr 40 % des schweizerischen betrage, rechtfertige es sich, auch das Existenzminimum bei etwa 40 % des schweizerischen Niveaus anzusetzen (E. 3d/aa S. 10 des Rekursentscheids; vgl. E. 5 S. 11 des bezirksgerichtlichen Scheidungsurteils unter Hinweis auf UBS, Preise und Löhne rund um die Welt: ein internationaler Kaufkraftvergleich, Zürich 1997). Der Beschwerdeführer rügt, das Obergericht belasse ihm nicht einmal sein ganzen Existenzminimum. Er wendet sich dabei nicht gegen die konkrete Herabsetzung auf 40 % des in der Schweiz massgebenden Betrags, sondern gegen die Berechnungsmethode als solche. Der Willkürvorwurf ist unbegründet. Unterhaltsbeiträge für die Familie sind so festzusetzen, dass dem Unterhaltsschuldner wenigstens noch sein Existenzminimum verbleibt (BGE 123 III 1 E. 3b S. 4); der Grundsatz gilt auch international (BGE 123 III 1 E. 3d S. 6) und wird vorliegendenfalls durch Art. 11 Abs. 2 des Haager Übereinkommens über das auf Unterhaltspflichten anzuwendende Recht (SR 0.211. 213.01) gewährleistet, das für die Schweiz am 1. Oktober 1977 und für Italien am 1. Januar 1982 in Kraft getreten ist. Lebt der Unterhaltsschuldner im Ausland, ist bei der Bedarfsberechnung das allenfalls tiefere oder höhere Niveau der dortigen Lebenskosten zu berücksichtigen (z.B. Bräm, Zürcher Kommentar, N. 108 zu Art. 163 ZGB). Diese Berücksichtigung des unterschiedlichen Lebensstandards in den verschiedenen Staaten erfolgt praxisgemäss über eine Umrechnung anhand der statistisch erhobenen Verbrauchergeldparitäten bzw. internationaler Kaufkraftvergleiche (für Kinder im Ausland: Wullschleger, in: Praxiskommentar Scheidungsrecht, Basel 2000, N. 14 zu Art. 285 ZGB; im Anwendungsbereich des erwähnten Haager Übereinkommens ausführlich: Staudinger/von Bar/Mankowski, Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch, Stand: Juni 1996, N. 335 i.V.m. N. 339 f. sowie N. 396 f., und Siehr, Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch,