Citation: U 253/05 23.01.2006 E. 4

Zu prüfen bleibt schliesslich der Anspruch auf eine Integritätsentschädigung. Während SUVA und Vorinstanz die Integritätseinbusse mit 30 % bemessen haben, macht der Beschwerdeführer einen Integritätsschaden von 50 % geltend. 4.1 Die dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 14. Juli 1988 zugesprochene Integritätsentschädigung von 30 % basierte auf der Beurteilung des Kreisarztes Dr. med. Güntert vom 2. Mai 1988, wonach ein dauernder und erheblicher Schaden in Form eines schweren Schmerzsyndroms, einer bewegungsabhängigen und hochgradigen Bewegungseinschränkung mit Kraftverlust des dominanten Armes sowie einer mässigen arthrotischen Veränderung bei Status nach wiederholten Eingriffen wegen habitueller Schulterluxation vorliege. Dieses Beschwerdebild - so der Kreisarzt - entspreche weitgehend einer Versteifung des Armes in Adduktion, wofür gemäss SUVA-Tabelle 1 eine Integritätsentschädigung von 30 % angemessen sei. Kreisarzt Dr. med. B.________ hielt anlässlich der Abschlussuntersuchung vom 17. Oktober 2003 fest, bei der zugesprochenen Integritätsentschädigung sei die erhebliche Funktionseinschränkung berücksichtigt. Selbst wenn eine künftige Endoprothese in Betracht gezogen würde, wäre seiner Meinung nach keine höhere Einbusse gegeben. 4.2 Im Einspracheentscheid vom 27. Juli 2004 verneinte die SUVA einen Anspruch auf eine höhere Integritätsentschädigung. Das kantonale Gericht hat diesen Entscheid bestätigt. Die zugesprochene Entschädigung für einen Integritätsschaden von 30 % entspricht gemäss Tabelle 1 (Integritätsschäden bei Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten) der von der SUVA in Ergänzung zur bundesrätlichen Skala von Anhang 3 zur UVV aufgestellten Richtwerte, auf welche praxisgemäss abgestellt werden kann (BGE 116 V 157 Erw. 3a mit Hinweisen), einer in Adduktion versteiften Schulter und liegt höher als der Schaden bei einer schweren Form der Periarthrosis humeroscapularis, welche bezüglich Beurteilung des Integritätsschadens der Omarthrose gleichgesetzt wird. Wenn Dr. med. I.________ den Integritätsschaden in seinem Schreiben vom 19. Juli 2005 auf 50 % schätzt, geht er von einer völligen Gebrauchsunfähigkeit des rechten Armes aus, wofür - wie unter Erw. 2 dargelegt - für den massgebenden Beurteilungszeitpunkt jegliche Anhaltspunkte fehlen. Eine Erhöhung der zugesprochenen Integritätsentschädigung ist somit nicht gerechtfertigt.