Citation: 2C_815/2018 E. 3.2

3.2. Gemäss Anklageschrift - das Urteil erging ohne schriftliche Begründung - hinderte der Beschwerdeführer am 19. August 2013 seine damalige Gattin daran, die Wohnung verlassen zu können; er vergewaltigte sie in der Folge unter Anwendung von körperlicher Gewalt, Drohungen sowie Zufügen von Schmerzen. Er beeinträchtigte damit die physische, psychische und sexuelle Integrität seiner Gattin. Praxisgemäss gilt dies ausländerrechtlich als schwere Verletzung grundlegender Rechtsgüter (vgl. vorstehende E. 2.4). Die Vergewaltigung zählt zudem zu den strafbaren Verhaltensweisen, welche - vorbehältlich der Anwendung der strafrechtlichen Härtefallklausel (Art. 66a Abs. 2 StGB) - heute zu einer obligatorischen Landesverweisung führen würden (Art. 66a Abs. 1 lit. h StGB). Dasselbe gilt für die Freiheitsberaubung (Art. 66 Abs. 1 lit. g StGB). Der Beschwerdeführer hatte seine Gattin gegen deren Willen während zwei bis drei Tagen in der Wohnung eingeschlossen.