Citation: 8C_128/2017 E. 4.2.4

4.2.4. Die Suva legte ihrer Verfügung vom 22. Februar 2016 Messungen vom 12. Februar 2016 zu Grunde. Die entsprechende Fotodokumentation zeige, dass sich der Fussweg auf 165 cm über dem Seegrund befunden und die Höhe des Wasserstandes an diesem Tag zwei Meter vom Ufer weg 46 cm betragen habe. Nachdem der Beschwerdeführer am 10. März 2016 ausgeführt hatte, er sei vom Betonsteg aus ins Wasser gesprungen, erstellte die Suva im Rahmen des Einspracheverfahrens am 11. Mai 2016 neue Messungen. Diesen zufolge war der Seegrund rund um den Betonsteg äusserst uneben und es hätten viele Steine unterschiedlicher Grösse aus dem Boden geragt. Der Wasserstand werde in Richtung See konstant tiefer. So habe die Wassertiefe unmittelbar in Ufernähe seitlich des Stegs ca. 72 cm, in der Mitte des Stegs seitlich ca. 108 cm, seitlich am Ende des Betonstegs ca. 168 cm und frontal des Stegs deutlich mehr als 200 cm betragen. Auf den Fotos sei zudem erkennbar, dass sich der Steg praktisch auf Pegelhöhe befinde. Im Einspracheentscheid vom 6. Juli 2016 führte die Suva dann aus, ein Kopfsprung vom Steg auf Pegelniveau in ein zwei Meter tiefes Gewässer hätte rein physikalisch nicht zu den erlittenen Verletzungen geführt. Vielmehr sei davon auszugehen, dass die Aussagen bezüglich Sprung vom Steg aus aufgrund der Kürzungsverfügung vom 22. Februar 2016 gemacht worden seien. Der einzige Vorgang, welcher die Verletzungen schlüssig erklären könne, sei der in den Berichten des Kantonsspitals C.________ festgehaltene Sprung in ca. 50 cm tiefes, seichtes Gewässer, weshalb mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von diesem Sachverhalt auszugehen sei.