Citation: 5C.49/2001 31.05.2001 E. 2

2.-Das Obergericht ist davon ausgegangen, die Klägerin habe auf Leistungen im Sinne von Art. 295 ZGB verzichtet; der Willensmangel der Furchterregung sei nicht gegeben und eine Forderung unter diesem Titel ohnehin verjährt. Die Kläger beanstanden dies - zum Teil wenigstens - als bundesrechtswidrig. Die betreffende erste Ausstattung des Kindes gehöre der Sache nach nicht zu den Ansprüchen der Mutter, sondern zum Unterhalt des Kindes, weshalb die Klägerin diesbezüglich gar keinen rechtsgültigen Verzicht habe erklären können. Indem das Obergericht einen Willensmangel verneint habe, sei die damalige psychische Ausnahmesituation der Klägerin verkannt worden. Daran ist zutreffend, dass die Erstausstattung des Kindes im Sinne von Art. 295 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB materiell dem Kind zusteht; indessen hat das Gesetz (im Unterschied zur eigentlichen Unterhaltsklage, Art. 279, 280 Abs. 3 ZGB) diesbezüglich die Mutter für klageberechtigt erklärt, da es von einem "Ersatz" für von ihr bereits gehabte "Auslagen" ausgeht. Insofern konnte die Klägerin auch rechtsgültig auf Leistungen verzichten. Hinsichtlich des Willensmangels der Furchterregung hat die Vorinstanz die Klage auch wegen Verjährung der Forderung (Art. 31 OR) abgewiesen. Auf diese selbstständige Begründung gehen die Kläger nicht ein, sodass in diesem Punkt auf die Berufung nicht einzutreten ist (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 111 II 397 E. 2b S. 397 f.).