Citation: 1C_196/2025 E. A

Am 14. September 2021 bewilligte das Bundesamt für Justiz (BJ) die vereinfachte Auslieferung des deutschen Staatsangehörigen A.________ für die ihm im Auslieferungsersuchen des Justizministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen vom 18. Juni 2021 zur Last gelegten Straftaten. A.________ verzichtete nicht auf die Anendung des Spezialitätsgrundsatzes. Am 21. März 2023 erhob die Staatsanwaltschaft Osnabrück Anklage gegen A.________ beim Amtsgericht Osnabrück wegen des Verdachts des mehrfachen Diebstahls. Diesbezüglich ersuchte das Niedersächsische Justizministerium das BJ am 18. April 2024 um nachträgliche Bewilligung der Auslieferung zur Verfolgung der in der erwähnten Anklageschrift bezeichneten Straftaten. Mit Schreiben vom 30. April 2024 bat das BJ u.a. um die Bestätigung, dass es sich bei der erwähnten Anklageschrift um eine Urkunde im Sinne von Art. 12 Abs. 2 lit. a des Europäischen Auslieferungsübereinkommens vom 13. Dezember 1957 (EAUe; SR 0.353.1) handle. Mit Schreiben vom 22. Mai 2024 teilte das Niedersächsische Justizministerium mit, dies sei nicht der Fall, und stellte die Nachreichung eines Haftbefehls zur Verfolgung in Aussicht. Am 12. November 2024 übermittelte es den gegen A.________ erlassenen Haftbefehl des Amtsgerichts Osnabrück vom 7. Juni 2024.