Citation: 1C_215/2022 E. 5.5

5.5. Diesen Ausführungen ist beizupflichten. Der Anordnung einer Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands kommt massgebendes Gewicht für den ordnungsgemässen Vollzug des Raumplanungsrechts zu, insbesondere, wenn wie hier der Grundsatz der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet in Frage steht (BGE 147 II 309 E. 5.5; 136 II 359 E. 6; Urteil 1C_474/2021, 1C_544/2021 vom 2. Juni 2022 E. 5.4; je mit Hinweisen). Das rechtswidrige Materialdepot verletzt indes nicht nur das für die Raumplanung grundlegende Prinzip der Trennung von Bau- und Nichtbauzone. Die Parzelle Nr. 2261 liegt auch im Gewässerraum der Lonza und ist bewaldet. Darüber hinaus liegt sie im Gebiet des BLN-Objekts 1706/1507. Das öffentliche Interesse an der Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustands ist demnach erheblich. Die finanziellen Einbussen der Beschwerdeführerin, die sie durch die Entfernung des Materialdepots erleidet, fallen demgegenüber nicht massgeblich ins Gewicht. Neben ihren finanziellen Interessen beruft sie sich noch auf das ihrer Ansicht nach widerrechtliche Verhalten der Gemeinde und den Verlust des Vertrauens in die öffentliche Hand. Wie bereits dargelegt (E 2.1.5) können die im Zuge der Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser 2011 entstandene Beschädigung der Parzelle Nr. 2261 und die Frage nach dem Verschulden im vorliegenden Verfahren nicht berücksichtigt werden. Die privaten Interessen der Beschwerdeführerin vermögen das öffentliche Interesse an der Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustands somit bei Weitem nicht zu überwiegen. Im Ergebnis ist es daher nicht unverhältnismässig, wenn von der Beschwerdeführerin verlangt wird, das streitgegenständliche Materialdepot abzuführen und fachgerecht zu entsorgen, selbst wenn später im Rahmen einer Renaturierung erneut Änderungen am Gelände vorgenommen werden müssen.