Citation: 8C_156/2008 11.08.2008 E. 3.1

3.1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). 3.1.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente. Bis zum 31. Dezember 2003 bestand nach der bis dahin geltenden Fassung von Art. 28 Abs. 1 IVG der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens zu zwei Dritteln, derjenige auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zur Hälfte invalid war. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % bestand Anspruch auf eine Viertelsrente. In Härtefällen hatte die versicherte Person nach Art. 28 Abs. 1bis IVG bereits bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine halbe Rente. 3.1.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung - und im Beschwerdefall das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt oder die Ärztin und gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe der medizinischen Fachperson ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 S. 261, 115 V 133 E. 2 S. 134). 3.1.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. 3.2 Gemäss dem vorinstanzlichen Entscheid müssen zur Feststellung der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit zwei Phasen unterschieden werden: Einerseits die Zeit zwischen November 2005 und dem Datum der Verfügung vom 24. November 2006, andererseits die Zeit zwischen Juli 2001 und November 2005. 3.2.1 Wie das kantonale Gericht für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlich festgestellt hat, war der Beschwerdeführer ab November 2005 nur noch aus somatischen Gründen eingeschränkt. Die körperlichen Gesundheitsbeschränkungen erlaubten ihm, eine leidenangepasste Tätigkeit zu 80 % auszuführen. Was der Versicherte gegen diese Feststellung vorbringt, vermag diese nicht als offensichtlich unrichtig erscheinen zu lassen. Insbesondere ist entgegen seiner Darstellung das Gutachten des Dr. med. G.________, FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 12. November 2005 nicht in sich widersprüchlich. Der Gutachter ging vielmehr in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung (BGE 131 V 49; 130 V 352) davon aus, dass eine somatoforme Schmerzstörung, wie er sie beim Beschwerdeführer diagnostizierte, in der Regel keine invalidenversicherungsrechtlich relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zur Folge hat. Dem Versicherten wäre nach der Ansicht von Dr. med. G.________ aus psychiatrischer Sicht zuzumuten, einer seiner körperlichen Tätigkeit angepassten Tätigkeit ganztags und ohne jede Leistungseinschränkungen nachzugehen. 3.2.2 Für die Zeit zwischen Juli 2001 und November 2005 stellte die Vorinstanz fest, dass neben der somatischerseits attestierten Reduktion der Leistungsfähigkeit von 20 % auch aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von 20 % bestand. Diese beiden Werte könnten jedoch nicht ohne weiteres miteinander addiert werden; im vorliegenden Fall sei nicht davon auszugehen, dass die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit um mehr als 20 % eingeschränkt war. Auch diese Sachverhaltswürdigung erscheint als vertretbar und ist somit nicht offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG. Insbesondere durfte die Vorinstanz in zulässiger antizipierter Beweiswürdigung (BGE 130 II 425 E. 2.1 S. 428) auf weitere Abklärungen betreffend dem Gesundheitszustand in diesem Zeitraum verzichten. 3.2.3 Zusammenfassend ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz von einer ab Juli 2001 durchgehenden 80%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ausgegangen ist. 3.3 Bezüglich des Einkommensvergleiches verweist der vorinstanzliche Entscheid auf die angefochtene Verfügung. Ob das kantonale Gericht damit der ihm obliegenden Begründungspflicht (Art. 112 Abs. 1 lit. b BGG) genügend nachgekommen ist, braucht vorliegendend nicht geprüft zu werden, da der vorinstanzliche Entscheid auch im Rentenpunkt aufzuheben ist: Die IV-Stelle hat das Valideneinkommen ohne nähere Begründung aufgrund des bei der K.________ AGzuletzt bezogenen Einkommens ermittelt. Dazu im klaren Widerspruch (vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254) steht jedoch die für das Bundesgericht grundsätzlich verbindliche vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung, wonach der Versicherte ab 1982 in der Schweiz als Maurer arbeitete und diesen Beruf 1986 aufgrund von Rückenschmerzen, mithin aus gesundheitlichen Gründen, aufgab. Somit ist davon auszugehen, dass der Versicherte im Zeitpunkt des (allenfalls hypothetischen) Rentenbeginns als Gesunder weiterhin als Maurer tätig gewesen wäre, und sich, falls der Tätigkeitswechsel mit einer Lohneinbusse verbunden war, nicht mit der Hilfsarbeitertätigkeit bei der K.________ AGbegnügt hätte (vgl. BGE 129 V 222 E. 4.3.1 S. 224 mit Hinweis). Die Sache ist daher an die IV-Stelle Basel-Stadt zurückzuweisen, damit diese abkläre, wie viel der Beschwerdeführer im massgeblichen Zeitpunkt als Maurer verdient hätte und gestützt darauf einen neuen Einkommensvergleich vornehme. Anschliessend wird sie über den Rentenanspruch neu zu verfügen haben.