Citation: 7B_187/2022 E. 2.4

2.4. Die Vorinstanz stellt in Bezug auf ihre Strafzumessung auf den von der ersten Instanz festgestellten Sachverhalt ab. Die erste Instanz erachtete als erstellt, dass der Beschwerdeführer sich der mehrfachen Schändung nach Art. 191 StGB im Tatzeitraum zwischen dem 1. Januar 2010 und dem 30. November 2013 zum Nachteil seiner Stieftochter schuldig gemacht hat, dies, als das Mädchen aufgrund seines Alters (von 5 bis 9 Jahren) in Bezug auf die sexuellen Handlungen altersbedingt nicht urteilsfähig war. Die erste Instanz geht nach diesem Zeitpunkt für alle angeklagten Handlungen von teilweise versuchter sexueller Nötigung aus, dies betreffend den Tatzeitraum vom 1. Dezember 2013 bis zum 27. Dezember 2019. Sämtliche Handlungen hat sie auch unter den Tatbestand der teilweise versuchten sexuellen Handlungen mit einem Kind subsumiert. Insgesamt sei die gesamte Anzahl der Taten nicht genau bestimmbar. Es sei gestützt auf das Eingeständnis des Beschwerdeführers mindestens von 30 sexuellen Handlungen auszugehen. Weiter hätten sich 10 Übergriffe mit Oralverkehr ereignet. Gestützt auf weitere Aussagen des Beschwerdeführers erachtet die erste Instanz eine Gesamtzahl von 40 Vorfällen mit sexuellen Handlungen als erwiesen, wobei aufgrund ihrer Formulierung nicht ganz klar ist, ob sie darunter auch die Vorfälle mit Oralverkehr subsumiert. In Einklang mit den erstinstanzlichen Feststellungen geht die Vorinstanz hinsichtlich der Tatbestände der mehrfachen Schändung und mehrfachen sexuellen Nötigung von einer unklaren Anzahl Handlungen aus. Die "Totalzahl aller angeklagten sexuellen Handlungen" beziffert sie auf 30 Übergriffe. Den Tatzeitraum für die Schändung grenzt sie auf das Alter des Opfers ein, in welchem dieses aufgrund des jungen Alters von fünf bis neun Jahren hinsichtlich der sexuellen Handlungen nicht urteilsfähig war, d.h. zwischen dem 1. Januar 2010 und dem 30. November 2013. Den Tatzeitraum für die sexuelle Nötigung grenzt sie auf das Alter des Opfers von neun bis fünfzehn Jahren ein. Diese Gesamtzahl der sexuellen Handlungen stimmt zwar nicht mit den rechtskräftigen erstinstanzlichen Erwägungen überein, welche von total 40 Übergriffen sprechen, indessen wirkt sich dies zugunsten des Beschwerdeführers aus, weshalb er insoweit nicht beschwert ist und sich nicht erfolgreich auf Willkür berufen kann. Missverständlich formuliert ist das vorinstanzliche Urteil hinsichtlich der Anzahl der Handlungen, welche Oralverkehr beinhalten und des damit verbundenen Zeitraums. Indessen begründet dies noch keine Willkür. Vielmehr geht aus dem vorinstanzlichen Urteil ebenfalls hervor, dass die Gesamtzahl der Handlungen, auch jene des Oralverkehrs, welche im Rahmen der Strafzumessung des Schändungstatbestandes berücksichtigt werden, nicht genau beziffert werden können. Das vorinstanzliche Urteil ist als Ganzes zu verstehen. Aus dem vor- und erstinstanzlichen Verweis auf die betreffende Aktenstelle, wo sich der Beschwerdeführer zur Anzahl des Oralverkehrs äussert ergibt sich jedenfalls, dass sich die Zahl 10 auf den gesamten angeklagten Zeitraum bezieht. Im Rahmen der Strafzumessung für den Tatbestand der Schändung ist eine unbestimmte Anzahl von Handlungen mit Oralverkehr berücksichtigt worden. Die Rüge erweist sich als unbegründet.