Citation: 1C_408/2012 E. 2.3

2.3. Der in Art. 9 BV verankerte Grundsatz von Treu und Glauben statuiert ein Verbot widersprüchlichen Verhaltens und verleiht einer Person Anspruch auf Schutz des berechtigten Vertrauens in behördliche Zusicherungen oder sonstiges, bestimmte Erwartungen begründendes Verhalten der Behörden. Voraussetzung für eine Berufung auf Vertrauensschutz ist, dass die betroffene Person sich berechtigterweise auf die Vertrauensgrundlage verlassen durfte und gestützt darauf nachteilige Dispositionen getroffen hat, die sie nicht mehr rückgängig machen kann. Die Berufung auf Treu und Glauben scheitert, wenn ihr überwiegende öffentliche Interessen entgegenstehen (BGE 137 I 69 E. 2.5.1 S. 72 f.; 131 II 627 E. 6 S. 636 ff.; 129 I 161 E. 4.1 S. 170; je mit Hinweisen). Im Betriebskonzept wird unter dem Titel "Unternehmensstruktur" unter anderem ausgeführt: "Gebäude: Auf dem Betrieb befindet sich ein alter Rindviehstall, der zum Zweck der neuen Nutzung angepasst werden soll. Kleinere ältere Ökonomiegebäude sind ebenfalls vorhanden. Ein Wohnhaus ist nicht vorhanden. Ein solches soll in den nächsten Jahren realisiert werden." Diese Ausführungen sind rein beschreibend. Sie stellen den Ist-Zustand dar und weisen auf die Zukunftspläne der Betriebsleiterfamilie hin. Eine verbindliche Zusicherung, dass das von den Beschwerdeführern geplante Wohnhaus gebaut werden könne, ist darin nicht zu sehen. Im Anhang 4 zum Betriebskonzept, welcher unter anderem die Investitionen im Einzelnen auflistet, wird ein Wohnhaus denn auch nicht erwähnt. Es fehlt somit an einer Vertrauensgrundlage. Die Rüge der Verletzung von Art. 9 BV ist deshalb unbegründet.