Citation: 2C_128/2018 E. 3.4

3.4. Den Beschwerdeführern ist es zusammengefasst nicht gelungen, in überzeugender Weise zu belegen, dass sie ihre Ehe tatsächlich leben wollen. Ein Anspruch auf Familiennachzug ist daher zu verneinen. Damit stellt sich die Frage der Fristen für den Familiennachzug (Art. 47 AIG) nicht. Auf die diesbezüglichen Beschwerdeausführungen ist daher nicht weiter einzugehen. Dasselbe gilt für das Argument der Vorinstanz, dass keine wichtigen Gründe für einen verspäteten Familiennachzug vorliegen würden (Art. 47 Abs. 4 AIG), wenn denn tatsächlich von einer gelebten Ehe auszugehen wäre. Angebracht scheint hier einzig der Hinweis, dass die Frist von Art. 47 Abs. 1 AIG nach den obigen Ausführungen erst mit Aufnahme des Familienlebens zu laufen begonnen hätte, was vorliegend jedoch zumindest bis zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen Entscheids zu verneinen ist (vgl. soeben, E. 3.3.3 und E. 3.3.4). Insofern kommt eine Anwendung von Art. 47 Abs. 4 AIG zum vornherein nicht in Frage.