Citation: 4A_293/2023 E. 4.3.2

4.3.2. Dazu kommt, dass sich die Vorinstanz betreffend die Frage der Beweisgefährdung ohnehin nicht auf die Erwägung beschränkt, dass Ärzte regelmässig rückwirkend den Gesundheitszustand von Versicherten beurteilen müssten, sondern vielmehr zusätzlich erwog, die Beschwerdeführerin habe eine zeitnahe Abklärung ihres Gesundheitszustands durch ihr Fernbleiben an der fachärztlichen Untersuchung verhindert. Die Beschwerdeführerin zeigt nicht auf, dass die Vorinstanz damit verfassungsmässige Rechte verletzt hätte. Sie geht in ihrer Beschwerde namentlich nicht darauf ein, weshalb es ihr nicht möglich gewesen sein soll, sich am 22. Dezember 2022 der fachärztlichen Untersuchung durch Dr. med. E.________ zu unterziehen. Vor diesem Hintergrund geht auch ihr Einwand fehl, man könne sich die Frage stellen, ob es im Sinne von Art. 6 EMRK (Recht auf ein faires Verfahren) angehe, dass die Vorinstanz das Recht auf eine echtzeitliche Begutachtung im Rahmen der vorsorglichen Beweisführung gemäss Art. 158 ZPO verneine, um ihr dann später im Hauptverfahren potentiell vorzuwerfen, sie habe keine echtzeitlichen medizinischen Gutachten ediert, die ihren Anspruch beweisen würden.