Citation: 8C_659/2023 E. 5.2

5.2. Was die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht dagegen einwendet, ist nicht stichhaltig. Die Schlussfolgerung des kantonalen Gerichts, sie habe sich nicht genügend ernsthaft um eine Stelle bemüht, beruht auf einer konkreten Beweiswürdigung und gehört damit zu den für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen (vgl. vorne E. 1.2). Inwiefern sie willkürlich sein soll, vermag die Beschwerdeführerin nicht aufzuzeigen. Mit dem kantonalen Gericht ist festzuhalten, dass sie zahlreiche, bis auf die Adresse des potentiellen Arbeitgebers identische und mit "Bewerbung als Hilfsmitarbeiter" betitelte Bewerbungsschreiben versandte, mit denen sie sich - ungeachtet von Stellenbezeichnung, Stellenbeschreibung, Anforderungsprofil und Arbeitspensum - jeweils "auf die Stelle die Sie im Netz ausgestellt" bzw. "auf die Stelle die Sie im Jobscout ausgeschrieben haben" bewarb. Dies betraf eine Vielzahl von Stellen, die spezifische Berufsabschlüsse bis hin zu Hochschulabschlüssen sowie entsprechende Berufserfahrung verlangten. Soweit die Beschwerdeführerin letztinstanzlich erneut geltend macht, sie habe sich nur auf ihrem Zumutbarkeitsprofil entsprechende Hilfstätigkeiten beworben und behauptet, es lägen keine sachfremden oder von vornherein aussichtslose Bewerbungen vor, kann dem offenkundig nicht gefolgt werden. Hinsichtlich der Bewerbungen auf Stellen, die dem Profil der Beschwerdeführerin entsprachen - sei es auf ein Inserat hin oder im Sinne einer Initiativbewerbung - berücksichtigte bereits das kantonale Gericht, dass an diese keine überspannten Anforderungen gestellt werden dürfen und diesbezüglich auch die persönlichen Umstände und Möglichkeiten der versicherten Person wie Alter, Schul- und Berufsausbildung sowie die Usanzen des in Betracht fallenden Arbeitsmarktes zu berücksichtigen sind (BGE 120 V 74 E. 4a; Urteil 9C_217/2023 vom 30. Mai 2023 E. 5.3). Dass es dennoch zu dem Schluss kam, die standardisierten Formulierungen ohne jeglichen Bezug auf den Arbeitgeber und die konkret ausgeschriebene Stelle würden die Einstellungschancen erheblich mindern, ist nicht zu beanstanden. Gleiches gilt für die Initiativbewerbungen, zumal auch diese im Einleitungssatz auf "die Stelle, die Sie im Netz ausgeschrieben haben" Bezug nehmen. Was die Beschwerdeführerin aus dem Urteil 9C_119/2021 vom 17. Juni 2021 zu ihren Gunsten ableiten will, ist nicht ersichtlich. Aus der von ihr zitierten Erwägung 5.2 des genannten Urteils ergibt sich, dass dort zahlreiche Bewerbungen verschickt wurden, die dem Stellenprofil entsprachen, sich konkret auf die ausgeschriebenen Stellen bezogen und an die zuständige Kontaktperson des Arbeitgebers gerichtet waren. Der Einwand der Beschwerdeführerin, sie sei beim Erstellen der Bewerbungen massgeblich von ihrer Tochter unterstützt worden, zeigt sodann zwar ein gewisses Bemühen, reicht aber nach dem Gesagten nicht aus, um zielgerichtete Bewerbungsanstrengungen zu belegen.