Citation: 1C_384/2012 E. 4

Die Baubewilligung für die umstrittene Mobilfunkantenne enthält in Ziff. I.9 die Auflage, dass die Anlage bei der Realisierung neuer empfindlicher Nutzungen in der Umgebung nötigenfalls so weit anzupassen sei, dass der Anlagegrenzwert überall eingehalten werde. Die Bausektion erklärt in ihrer Vernehmlassung, dass die Betreiberin der Mobilfunkanlage mit der Erteilung der Baubewilligung für eine allfällige Neuüberbauung aufgefordert werde, eine Grenzwertberechnung für die neugeschaffenen Orte mit empfindlicher Nutzung einzureichen. Falls die berechnete elektrische Feldstärke weniger als 20 % unter dem zulässigen Anlagegrenzwert liege, müsse die Betreiberfirma durch ein unabhängiges Messbüro an den fraglichen Orten eine Kontrollmessung durchführen lassen und der städtischen NIS-Fachstelle darüber Bericht erstatten. Die von der Beschwerdeführerin nachträglich eingereichte Baubewilligung enthält denn auch in Ziff. 129 eine entsprechende Auflage zulasten der privaten Beschwerdegegnerin. Mit dieser Regelung ist die Einhaltung der Anlagegrenzwerte an den neu geschaffenen Orten mit empfindlicher Nutzung in ausreichender Weise sichergestellt. Insbesondere ist die Befürchtung der Beschwerdeführerin unbegründet, dass sich die Bewohner der künftigen Überbauung um die Einhaltung der Anlagegrenzwerte durch die bereits bestehende Mobilfunkantenne kümmern müssten und in eine Klägerrolle gedrängt würden. Ebenso wenig überzeugt der nachträglich in der Eingabe vom 19. Februar 2013 erhobene Einwand, eine allenfalls nötige Anpassung der Mobilfunkanlage sei vor dem Bezug der neuen Wohnungen nicht gewährleistet. Sollte die Einhaltung des Anlagegrenzwerts in einem Rechtsmittelverfahren zu klären sein, könnte die Beschwerdeführerin ein Gesuch um vorsorgliche Massnahmen stellen, soweit nicht bereits die Behörden selber eine vorsorgliche Betriebseinschränkung für die Dauer des Verfahrens anordnen.