Citation: 6B_21/2016 E. 1.4.2

1.4.2. Auch hinsichtlich der Vergewaltigungen zum Nachteil der Beschwerdegegnerin 3 ist die vorinstanzliche Beweiswürdigung ausführlich und nachvollziehbar. Sie erwägt, die sexuellen Übergriffe hätten angefangen, als die Beschwerdegegnerin 3 rund sechs Jahre alt gewesen sei und seien mit zunehmendem Alter gesteigert worden. Hinsichtlich der Vergewaltigungen seien die Angaben der Beschwerdegegnerin 3 in räumlicher und zeitlicher Hinsicht präzis. Ihre Schilderungen seien lückenlos und ergäben eine interaktive Handlungsabfolge. Dass die Angaben bezüglich des Kerngeschehens nicht allzu viele Qualitätsmerkmale aufwiesen, sei darauf zurückzuführen, dass die Übergriffe von äusserst kurzer Dauer gewesen seien, da der Beschwerdeführer bereits nach 20 bis 30 Sekunden zum Samenerguss gekommen sei. Es liege in der Natur der Sache, dass die Angaben unter diesen Umständen etwas rudimentär seien. Wenn möglich habe die Beschwerdegegnerin 3 zusätzliche Angaben zum Kerngeschehen gemacht. Beispielsweise habe sie angegeben, den Beschwerdeführer die ganze Zeit beschimpft zu haben. Weiter habe sie ausgesagt, er habe ihr lediglich das linke Hosenbein ausgezogen, während Hose und Unterhose noch am rechten Bein verblieben seien. Die Vorinstanz bezieht auch das Verhalten und die Gefühlslage der Beschwerdegegnerin 3 nach den Übergriffen in die Beurteilung mit ein. Einmal habe sie absichtlich ihre Stelle verloren, da sie aufgrund des Übergriffs nicht mehr dort habe arbeiten wollen. Ein anderes Mal sei sie ohne Benachrichtigung ihrer Angehörigen nach Costa Rica gereist. Anhand ihrer Aussagen sei ersichtlich, dass die Beschwerdegegnerin 3 bestrebt gewesen sei, korrekt auszusagen. Dagegen seien die Ausführungen des Beschwerdeführers als reine Schutzbehauptungen zu qualifizieren. Sie enthielten Widersprüche, welche durch die Aussagen von D.X.________ klar widerlegt würden. Die Vorinstanz durfte bei dieser Beweislage ohne Weiteres davon ausgehen, dass sich der Sachverhalt wie von der Beschwerdegegnerin 3 geschildert zugetragen hat. Allein aus dem Umstand, dass, wie bei Sexualdelikten üblich, eine Aussage-gegen-Aussage-Situation vorliegt, kann nicht geschlossen werden, ihren Aussagen komme ein verminderter oder überhaupt kein Beweiswert zu. Die Behauptung, bezüglich anderer, nicht zur Anklage gebrachter Vorfälle habe die Beschwerdegegnerin 3 widersprüchliche Angaben gemacht, ist keinesfalls geeignet, eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung aufzuzeigen. Nicht weiter einzugehen ist auf den Einwand des Beschwerdeführers, die Beschwerdegegnerin 3 habe nicht klar aussagen können, ob ein Kondom verwendet worden sei. Die Vorinstanz macht zu diesem Punkt ausführliche Erwägungen, womit sich der Beschwerdeführer nicht substanziiert auseinandersetzt. Hinsichtlich der Vergewaltigung in der Personalwohnung in G.________ kritisiert der Beschwerdeführer, die Beschwerdegegnerin 3 habe unterschiedliche Angaben hinsichtlich der Anzahl Übergriffe gemacht. Die Vorinstanz geht auch auf diesen Widerspruch ein. Sie erwägt, die Beschwerdegegnerin 3 habe lediglich einmal ausgesagt, es sei zu zwei Übergriffen in G.________ gekommen. Im Übrigen habe sie von einem Übergriff gesprochen. Vor dem Hintergrund, dass das Strafverfahren enorm ermüdend gewesen und es in ihrem Leben in kurzen zeitlichen Abständen zu einer Vielzahl von ähnlichen sexuellen Übergriffen durch den Beschwerdeführer gekommen sei, sei die fragliche Aussage erklärbar. Die Aussagen der Beschwerdegegnerin 3 bei der Befragung vom 25. November 2009 seien für den Beschwerdeführer günstiger ausgefallen. Hätte sie ihn wahrheitswidrig belasten wollen, hätte ein solches Aussageverhalten keinen Sinn gemacht. Jedenfalls könne aus der erwähnten Diskrepanz nicht gefolgert werden, die im Übrigen glaubhaften Angaben der Beschwerdegegnerin 3 seien unwahr. Inwiefern die vorinstanzlichen Erwägungen zu diesem Punkt willkürlich sein sollten, ist nicht ersichtlich. Schliesslich machte die Beschwerdegegnerin 3 betreffend die Vergewaltigung in der Wohnung des Beschwerdeführers unterschiedliche Angaben hinsichtlich der Frage, in welchem Zimmer sich der Übergriff ereignet hatte. Der Beschwerdeführer wendet ein, die Vorinstanz gehe diesbezüglich von einer blossen Ungenauigkeit in der Erinnerung aus. Diese Würdigung des Sachverhalts sei willkürlich. Ihm kann nicht gefolgt werden. Die Vorinstanz erwägt, die erwähnte Abweichung sei bemerkenswert, mit Blick auf die gesamten Umstände jedoch nachvollziehbar. Die Beschwerdegegnerin 3 sei viele Male in der Wohnung des Beschwerdeführers gewesen und habe dort viele negative Erlebnisse gehabt. Sie sei durch den unfreiwilligen sexuellen Kontakt mit dem Beschwerdeführer enorm betroffen gewesen. Derart traumatisierende Geschehnisse könnten Irrtümer und Vergessensprozesse zur Folge haben. Die Darstellungen zum Kerngeschehen liessen allerdings keinerlei Zweifel am Wahrheitsgehalt ihrer Aussagen zu. Da die Sachverhalte jeweils ähnlich gewesen seien, sei es gut möglich, die Ereignisse durcheinander zu bringen. Dass die Beschwerdegegnerin 3 sich unter diesen Umständen nicht kohärent daran erinnere, in welchem Zimmer der Übergriff stattgefunden habe, spreche für sich allein nicht gegen die Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen. Damit erklärt die Vorinstanz auch diesen angeblichen Widerspruch mit sachlichen Argumenten. Die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung verletzt kein Bundesrecht.