Citation: 8C_852/2013 E. 3.2

3.2. Ergänzend sind folgende weiteren medizinischen Berichte zu erwähnen: Der Kreisarzt, Facharzt für orthopädische Chirurgie, untersuchte die Versicherte erstmals am 24. Juni 2003 und hielt u.a. fest, die Versicherte wirke sehr verunsichert, einerseits aus Furcht vor Spätfolgen, andererseits habe sie das Unfallgeschehen noch nicht voll verarbeitet. Dr. med. C.________, Facharzt für Innere Medizin, speziell Rheumatologie, diagnostizierte am 26. August 2003 ein cervicocephales Syndrom nach craniocervicalem Kontusionstrauma, hielt als Medikation Tramal sowie eine Schmerzmodulation mit Saroten fest und bestätigte die Wiederaufnahme der Arbeit zu 75 % seit 1. August 2003. Im Schreiben vom 1. September 2003 an einen Psychologen hielt er fest, die Überweisung erfolge "wegen zur Zeit im Vordergrund stehender emotionaler Störungen", welche einer posttraumatischen Belastungsstörung zugeordnet werden könnten. Frau med. pract. D.________, Fachärztin für Innere Medizin, bestätigte am 22. Oktober 2003, eine Reduktion der Arbeitsfähigkeit auf 50 %; Probleme bereiteten vor allem die sich im Verlauf des Tages einstellende Konzentrationsstörung und die depressive Verstimmung. Am 18. Juni 2004 diagnostizierte sie ein cervicocephales Schmerzsyndrom, eine mittlere neuropsychologische Funktionsstörung, eine generalisierte Angststörung mit depressiver länger dauernder Reaktion bei Status nach Auffahrunfall mit HWS Distorsion und Commotio cerebri und bescheinigte eine Arbeitsunfähigkeit von 75 %. Frau E.________, die seit September 2003 behandelnde Psychologin, berichtete am 7. Juli 2007 über den aktuellen Zustand, wonach die Geburt des Sohnes im Januar 2007 die Beschwerden intensiviert habe; die Versicherte habe sich sowohl geweigert, eine mögliche stationäre Behandlung in einer psychiatrischen Klinik anzutreten, als auch eine Behandlung durch eine Psychiaterin aufzunehmen. Dr. med. F.________, Facharzt für Rheumatologie, hielt am 2. Dezember 2008 fest, auf Grund der Diskrepanz zwischen der subjektiv invalidisierend erlebten Schmerzintensität und eher diskreten Befunden seitens des Bewegungsapparates vermute er eine Überlagerung im Sinne einer beginnenden somatoformen Schmerzstörung auf dem Boden einer Depression und einer Angsterkrankung.