Citation: 8C_716/2018 E. 4.2

4.2. Dr. med. C.________ verfasste das Gutachten vom 8. Oktober 2013 in Kenntnis des Berichts des Dr. med. I.________ vom 12. Februar 2012, worin dieser von 100%iger Arbeitsunfähigkeit des Versicherten ausging. Auch die Vorinstanz nahm Bezug auf diesen Bericht. Dr. med. D.________ führte im Gutachten vom 2. Februar 2016 aus, dessen Grundlage sei u.a. das IV-Dossier (verschiedene Akten mit fortlaufendem Aktenverzeichnis). Den Bericht des Dr. med. I.________ vom 12. Februar 2012 erwähnte er allerdings nicht ausdrücklich. Es kann aber offen bleiben, ob er ihn zur Kenntnis nahm. Denn unter dem Blickwinkel der bundesrechtlichen Anforderungen an die Beweiskraft fachärztlicher Expertisen kann nicht verlangt werden, dass den begutachtenden Arztpersonen stets sämtliche allenfalls vorhandenen Akten vorliegen müssen (Urteil 8C_900/2014 vom 28. Mai 2015 E. 3.2.1 mit Hinweisen). Der Begutachtung des Dr. med. D.________ lag, wie sich aus der Auflistung der Akten ergibt, eine umfassend dokumentierte Anamnese zugrunde. Dass und inwiefern sich in dieser Hinsicht aufgrund des Berichts von Dr. med. I.________ vermeintliche zusätzliche Erkenntnisse ergeben hätten, ist weder dargetan noch erkennbar. Hiervon abgesehen fehlt Dr. med. I.________ in psychiatrischer Hinsicht die fachliche Kompetenz, weshalb der Beschwerdeführer aus seiner Einschätzung ohnehin nichts zu seinen Gunsten ableiten kann.