Citation: U 57/07 03.01.2008 E. 3

Streitig und zu prüfen ist, ob zwischen den vom Beschwerdeführer seit Sommer 1999 geklagten Beschwerden mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit und dem Unfallereignis vom 3. Dezember 1995 ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht. 3.1 Gemäss dem MZX-Gutachten vom 5. November 2004 leidet der Beschwerdeführer an einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung und an einer Persönlichkeitsstörung des impulsiven Typs; diese Gesundheitsstörungen wirken sich nach Ansicht der Experten auf die Arbeitsfähigkeit aus. Im Weitern werden - ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit - ein chronisches panvertebrales Schmerzsyndrom sowie eine leichtgradige Schwerhörigkeit diagnostiziert. In Beantwortung der Fragen des Unfallversicherers wird ein Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 3. Dezember 1995 und den im Zeitpunkt der Begutachtung vorhandenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen als eher unwahrscheinlich erachtet. Nach Auffassung der medizinischen Experten ist der status quo ante ein Jahr nach dem Unfall, d. h. im Dezember 1996, wieder erreicht gewesen. 3.2 Im Wesentlichen gestützt auf die dargestellten Schlussfolgerungen des MZX-Gutachtens, aber auch in Würdigung der übrigen medizinischen Berichte kommt der Unfallversicherer im Einspracheentscheid vom 13. Dezember 2005 zum Ergebnis, dass der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 3. Dezember 1995 und den anhaltenden Beschwerden zu verneinen ist (Einspracheentscheid vom 13. Dezember 2005). Auch die Vorinstanz hält die Schlussfolgerungen in der MZX-Expertise in Bezug auf die entscheidrelevanten Fragen für schlüssig. Unfallversicherer und Vorinstanz gehen insbesondere davon aus, dass der Beschwerdeführer nicht an einer gesundheitlichen Schädigung mit klar nachweisbarer organischer Ursache leidet. Im Weiteren stellt die Vorinstanz fest, dass zwar gewisse Beschwerden des für eine HWS-Distorsion oder ein Schädel-Hirntrauma charakteristischen Beschwerdebildes vorliegen, diese aber nicht als Teil des typischen Beschwerdebildes angesehen werden können, weil sie erst im Jahre 2002 - mithin fast sieben Jahre nach dem Unfall - dokumentiert sind und von den begutachtenden Ärzten nicht als unfallbedingt, sondern im Zusammenhang mit der diagnostizierten somatoformen Schmerzstörung gesehen werden. 3.3 An diesen zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz können die Vorbringen des Beschwerdeführers nichts ändern. Die Schlüssigkeit des MZX-Gutachtens wird nicht dadurch in Frage gestellt, dass in der Aktenzusammenfassung das Arztzeugnis UVG des Dr. med. U.________ vom 15. Dezember 1995 mit dem Hinweis auf Nackenschmerzen sowie Schmerzen in der rechten Halsmuskulatur nicht ausdrücklich erwähnt ist. Im aufgeführten Austrittsbericht des Spitals Y.________ vom 19. Dezember 1995 ist die Druckdolenz und die schmerzhaft eingeschränkte Beweglichkeit der HWS als Befund festgehalten; der Austrittsbericht ist im Übrigen aussagekräftiger als das Zeugnis des (erst später) behandelnden Arztes Dr. U.________, war der Beschwerdeführer doch im Anschluss an den Unfall zuerst im Spital Y.________ hospitalisiert. Im Übrigen ist das genannte Arztzeugnis für die aus rechtlicher Sicht wesentliche Frage nach dem Vorliegen des typischen Beschwerdebildes nicht von Relevanz, weil die initialen Nacken- und Halsbeschwerden an sich unbestritten sind, es hingegen an der echtzeitlichen Dokumentation der weiteren, für die Bejahung des typischen Beschwerdebildes erforderlichen Beschwerden fehlt. Ebensowenig ist die in der Aktenzusammenstellung nicht ausdrücklich aufgeführte radiologische Beurteilung vom 4. Dezember 1995 von wesentlicher Bedeutung; diese bestätigt lediglich die auch im Austrittsbericht des Spitals diagnostizierte Claviculafraktur und ergab ansonsten keine Anhaltspunkte für ossäre Läsionen. Das Ergebnis der radiologischen Beurteilung macht höchstens deutlich, dass nebst der Claviculafraktur keine klar fassbaren organischen Unfallfolgen vorliegen. Die in der radiologischen Beurteilung zudem festgestellte leichte Bewegungseinschränkung mit fixierter Streckhaltung ist kein erheblicher, die Arbeits- oder Erwerbsfähigkeit beeinflussender Befund. Mit Unfallversicherer und Vorinstanz ist deshalb davon auszugehen, dass das MZX-Gutachten den wesentlichen medizinischen Sachverhalt richtig wiedergibt und zutreffend würdigt. 3.4 Der Beschwerdeführer rügt im Weiteren, die Vorinstanz habe sich mit der abweichenden Kausalitätsbeurteilung des behandelnden Psychiaters Dr. med. I.________ in dessen Bericht vom 28. Februar 2005 hinsichtlich der somatoformen Schmerzstörung nicht auseinandergesetzt und insofern das rechtliche Gehör verletzt. Auch dieser Vorwurf geht fehl. Das kantonale Gericht hat unter Hinweis auf die fehlende Adäquanz begründet, dass es letztlich nicht darauf ankommt, ob die somatoforme Schmerzstörung natürlich unfallkausal ist oder nicht. Diese Begründung ist nachvollziehbar und genügend. Angesichts der fehlenden Adäquanz des Kausalzusammenhangs erübrigt sich eine (abschliessende) Prüfung der natürlichen Kausalität der somatoformen Schmerzstörung. Eine Verletzung der Begründungspflicht und damit des rechtlichen Gehörs ist zu verneinen.