Citation: 6B_343/2020 E. 5.2

5.2. Die Beschwerde ist zunächst unbegründet, soweit der Beschwerdeführer eine Verletzung des Anklagegrundsatzes rügt. Der Anklagevorwurf lautet gemäss Anklageschrift bzw. Anklageerweiterung in der Berufungsverhandlung dahin, dass der Beschwerdeführer in den Jahren 2004 bis 2014 als faktischer Geschäftsführer unter Verletzung seiner Fürsorgepflichten veranlasst habe, dass die auf dem F.________-Konto einbezahlten Lotteriegelder für die Förderung von Einzelsportlern oder für eigene Zwecke verwendet worden seien. Diese Zuwendungen seien unrechtmässig gewesen, da die Art und Weise der Vergabe der Gelder durch den Beschwerdeführer gegen den Willen des Regierungsrates erfolgt sei, welcher die im "Projekt A" vorgesehene Förderung von Einzelsportlern als nicht gesetzeskonform abgelehnt habe. Sie seien mithin in Verletzung der einschlägigen Bestimmungen über die Verwendung der Gelder des Fonds zur Förderung des Sports erfolgt (Anklageschrift S. 9 f., 21; angefochtenes Urteil S. 36). Es ist nicht ersichtlich, inwiefern die Vorinstanz über diesen Anklagesachverhalt hinausgegangen sein sollte, wenn sie dem Beschwerdeführer vorwirft, er habe im Wissen darum, dass das "Projekt A" vom Regierungsrat abgewiesen worden sei, alljährlich die Position "Sportverband C.________: Kindersportprojekt + Nachwuchsförderung" in die Liste der Beitragsgesuche für die D.________-Mittel eingetragen und die D.________-Kommission sowie die kantonale Finanzverwaltung durch Einreichung der für das F.________-Konto vorgedruckten Einzahlungsscheine dazu bewegt, die von der D.________-Kommission jährlich gesprochenen Gelder auf das F.________-Konto überweisen zu lassen. Ob das Konto ein privates Konto des Beschwerdeführers war (vgl. Anklageschrift S. 6) oder ob es ihm oder dem Sportverband C.________ zuzurechnen war (angefochtenes Urteil S. 15, 34, 40), ist insofern nur von untergeordneter Bedeutung. Es steht jedenfalls fest, dass der Verband darauf faktisch keinen Zugriff hatte und dass der Beschwerdeführer mit seiner Vergabepraxis die Regeln der Sportförderung verletzt hat. Der eigentliche Vorwurf an den Beschwerdeführer liegt denn auch in der reglementswidrigen Verwendung der für den freiwilligen Breitensport bestimmten Fördergelder an Einzelsportler und für sich selbst. Dieser Vorwurf ist in der Anklageschrift hinreichend umschrieben, und der Beschwerdeführer konnte sich hiegegen angemessen verteidigen.