Citation: 1A.22/2001 22.08.2001 E. 4

4.- a) Die Bestockung der Parzelle Nr. ... wurde von der Beschwerdegegnerin unbestrittenermassen während des Waldfeststellungsverfahrens ohne Bewilligung entfernt. Nach der Rechtsprechung hat das zur Folge, dass sie in dem Zustand zu beurteilen ist, in dem sie sich vor den Rodungen befand (BGE 120 Ib 339 E. 4a; 118 Ib 614 E. 4a mit Hinweisen). b) Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe in seiner Beschwerdebegründung vom 11. Oktober 1999 detailliert aufgezeigt und mit den Luftbildern, Erklärungen von Nachbarn und Fotos belegt, dass sowohl im nordöstlichen Teil der Liegenschaft wie auch entlang der Südgrenze je ca. 8 bzw. 12 Aren mit Tannen, Birken, einem Ahorn, Haselsträuchern, Efeus usw. bestockt gewesen seien. Trotzdem hätten sich Regierungsrat und Verwaltungsgericht einzig auf die Beurteilung des Forstamtes abgestützt, das sich durch sein unprofessionelles Vorgehen nach dem Eingang seines Waldfeststellungsbegehrens unglaubwürdig gemacht habe. Aus diesem Grund habe er bereits in seiner Beschwerdebegründung vom 11. Oktober 1999 den Beizug eines ausserkantonalen, d.h. nicht vorbefassten Experten beantragt. Dieser Antrag sei mit Verfügung vom 10. Februar 2000 an das Gesamtgericht zur Beurteilung überwiesen, aber von diesem nicht behandelt worden. Darin liege neben willkürlicher Sachverhaltsfeststellung auch eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, wenn nicht sogar eine Rechtsverweigerung. c) In seiner Verfügung vom 10. Februar 2000 schloss der Präsident des Verwaltungsgerichts den Schriftenwechsel, ordnete einen Augenschein an und behielt den Entscheid über den Beizug eines Experten dem Gesamtgericht vor. Dieses fand den Zustand der Bestockung bereits durch die vorhandenen Unterlagen - vorab die Feststellungen des Forstamtes beider Basel, welches zwei Infrarot-Luftbilder aus den Jahren 1984 und 1996 stereoskopisch auswertete und das Ergebnis mit seinen Beobachtungen am Augenschein ergänzte - ausreichend dokumentiert, um beurteilen zu können, ob es sich dabei um Wald im Rechtssinne handelt oder nicht. Das ist nicht zu beanstanden. Bessere Beweismittel, standen nicht zur Verfügung, und auch die Experten des BUWAL halten das Vorgehen des Forstamtes bei der Auswertung der Infrarot-Luftbilder für zweckmässig. Der Beschwerdeführer wendet sich denn auch weniger gegen die Methode, sondern zieht die fachliche Kompetenz der Mitarbeiter des Forstamtes in Zweifel. Das BUWAL als unabhängige Fachbehörde teilt diese Bedenken indessen offensichtlich nicht, halten doch die Untersuchungsergebnisse des Forstamtes der von ihm vorgenommenen "Plausibilitätsüberprüfung" stand. Es ist daher nicht zu sehen, was eine Oberexpertise zur Ermittlung des rechtserheblichen Sachverhalts Zusätzliches beitragen könnte, zumal die Auswertung der Infrarot-Luftbilder in wesentlichen Punkten - so ist z.B. der gärtnerische Schnitt der Lebhäge für jedermann erkennbar - auch für den Laien nachvollziehbar ist. Unter diesen Umständen brauchte das Verwaltungsgericht keinen Experten beizuziehen und verletzte das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers nicht, indem es sich zum Antrag nicht weiter äusserte. Ob die Unterlagen die Beurteilung der Bestockung durch das Verwaltungsgericht stützen und ob es diese in bundesrechtskonformer Weise vorgenommen hat, ist eine andere Frage, die im Folgenden zu prüfen ist.