Citation: 8C_429/2013 E. 7.1

7.1. Die gestützt auf den bundesgerichtlichen Rückweisungsentscheid von der SUVA getätigten Abklärungen haben ergeben, dass für die Jahre 1963 bis 1994 keine sachdienlichen, echtzeitlichen Messdaten der Arbeitgeberfirma, der SUVA, des ehemaligen Fabrikationsinspektorats des Kantons Uri oder einer anderen Behörde vorliegen. Auch mittels Befragung von Mitarbeitern des Betriebes konnten keine konkreten Messwerte erstellt werden. Der Beschwerdeführer selber war bei den Erhebungen im Betrieb vom 7. November 2008 nicht anwesend. Der ehemalige Mischmeister bezeichnete die Expositionen im Misch- und Walzwerk als mittelhoch. Im Mischwerk habe es bereits vor 1963 Vorrichtungen gegeben, die Stäube und Dämpfe abgesogen hätten. Dies sei auch im Walzwerk und beim Granulieren mit der Häckselmaschine der Fall gewesen, nicht aber beim Verwiegeprozess. Im Nachgang zu den Erhebungen im Betrieb vom 7. November 2008 beurteilte G.________ am 11. Dezember 2008 die Expositionssituation wie folgt: Die durchschnittliche, langjährige Schadstoffkonzentration in der Luft am Arbeitsplatz des Versicherten lasse sich aufgrund fehlender Messdaten nicht mehr eruieren. Der Experte konnte daher lediglich grobe, "halbquantitative Abschätzungen" basierend auf der Befragung der ehemaligen Mitarbeiter vornehmen. Diese führten zur Annahme einer mittleren bis höheren Russstaubbelastung pro Schicht im Mischwerk und keiner oder einer nur leichtgradigen Exposition in den Bereichen Kalander und Pressen. Kohlenstaub wurde nicht verwendet. Bezüglich Kalkstaub wurde die Belastung bei den Kalandern und Pressen als unregelmässig, im Einzelfall jedoch als (zeitlich begrenzt) hoch eingeschätzt. Für Quarzstaub ergab sich keine relevante Exposition. Für allgemeinen Gummistaub wurde die Belastung als sicherlich gering beurteilt. Bezüglich Nitrosamine war keine abschliessende Beurteilung möglich, wobei die heutigen MAK-Werte wahrscheinlich übertroffen wurden. Hinsichtlich der Exposition gegenüber Arylaminen (aromatische Amine) konnten keine Angaben gemacht werden. Nicht ausgeschlossen werden konnte eine geringe Asbestexposition.