Citation: I 765/05 29.06.2006 E. 5

Ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen wäre die Versicherte - wie erwähnt (Erw. 4.2 hievor) - vollzeitlich erwerbstätig, weshalb Vorinstanz und Verwaltung die Invaliditätsbemessung zutreffend nach der Einkommensvergleichsmethode vorgenommen haben. 5.1 Für die Bemessung des hypothetischen Verdienstes ohne Gesundheitsschaden (Valideneinkommen) haben Vorinstanz und Verwaltung korrekt auf den letzten Lohn vor Eintritt des Gesundheitsschadens (bei der Firma C.________ AG) im Jahre 1993 bzw. auf die Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin abgestellt, wonach die Versicherte im Jahre 1995 ein Einkommen von Fr. 52'000.- erzielt hätte, und dieses der seitherigen Einkommensentwicklung angepasst (vgl. RKUV 1993 Nr. U 168 S. 101 Erw. 3b in fine). 5.2 Die Versicherte war zuletzt ab Juni 2001 im Umfang von 50 % als Sachbearbeiterin in einem Stellenvermittlungsbüro (E.________ AG) tätig, bevor sie ihre Arbeit aus wirtschaftlichen Gründen (Konkurs der Arbeitgeberfirma) Ende Juni 2003 verlor. Angesichts der schwankenden Einkommen und des relativ kurzen Arbeitsverhältnisses kann nicht von besonders stabilen Verhältnissen im Sinne der Rechtsprechung ausgegangen werden, sodass für die Ermittlung des Invalideneinkommens auf Tabellenlöhne abzustellen ist (vgl. BGE 126 V 76 Erw. 3b/aa mit Hinweisen). Gemäss Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) 2000 betrug der monatliche Bruttolohn von Frauen im Dienstleistungssektor (auf den abzustellen ist, da die Versicherte während Jahren im Dienstleistungsbereich tätig war; vgl. RKUV 2000 Nr. U 405 S. 400; Urteil S. vom 29. Januar 2005, I 19/05) im Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) Fr. 3732.- (Tabelle TA7 S. 41). Angepasst an die Verhältnisse im Jahre 2001, welche dem Einkommensvergleich für die Rentenberechtigung ab 1. Oktober 2001 zu Grunde zu legen sind (BGE 129 V 223 Erw. 4.1), ergibt sich (unter Berücksichtigung einer betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,7 Stunden und einer Lohnsteigerung von 2,1 % im Sektor persönliche Dienstleistungen; vgl. Die Volkswirtschaft 5/2006, Tabelle B10.2 S. 87) bei einer Arbeitsfähigkeit von 50 % ein Jahreseinkommen von Fr. 23'833.88. Verglichen mit dem Valideneinkommen im Jahre 2001, welches (unter Einbezug einer Nominallohnentwicklung im Sektor persönliche Dienstleistungen von 0,8 % im Jahre 1996, 0,6 % im Jahre 1997, 0,4 % im Jahre 1998, 0,2 % im Jahre 1999, 1 % im Jahre 2000 und 2,1 % im Jahre 2001; Die Volkswirtschaft 11/99, Tabelle B10.2 S. 28 und 5/2006, Tabelle B10.2 S. 87) Fr. 54'702.90 betragen hätte, resultiert ein Invaliditätsgrad von 56,43 % und gerundet (BGE 130 V 123 Erw. 3.2) 56 %. Damit bleibt es im Ergebnis für die Zeit vom 1. Oktober 2001 bis 30. Juni 2003 beim Anspruch auf eine halbe Invalidenrente. Da bereits die Ermittlung des Invaliditätsgrades bis 30. Juni 2003 auf Tabellenlöhnen basiert, ändert der Stellenverlust per Ende Juni 2003 (welcher als bedeutsame Änderung der tatsächlichen Verhältnisse grundsätzlich geeignet ist, eine Rentenrevision zu begründen; BGE 130 V 351 Erw. 3.5.2, 125 V 369 Erw. 2 mit Hinweis; siehe auch BGE 112 V 372 Erw. 2b und 390 Erw. 1b) an den Berechnungsgrundlagen des Invalideneinkommens nichts. Indessen ist zu prüfen, ob sich bezogen auf den Zeitpunkt des Einspracheentscheides (2. März 2005) aufgrund der bis dahin eingetretenen Veränderung des Valideneinkommens ein höherer oder tieferer Invaliditätgrad ergibt (BGE 129 V 223 Erw. 4.1). Dies ist zu verneinen, da sich sowohl das mutmassliche Valideneinkommen als auch das hypothetische Invalideneinkommen bei der Anpassung an die Verhältnisse im Jahre 2005 nach den Veränderungen im Sektor persönliche Dienstleistungen richten. Damit kann auf eine genaue Berechnung verzichtet und festgehalten werden, dass auch für die Zeit ab 1. Juli 2003 Anspruch auf eine halbe Invalidenrente besteht. Zusammenfassend ist ein Anspruch auf eine höhere als eine halbe Rente ab 1. Juli 2003 nicht ausgewiesen und der vorinstanzliche Entscheid diesbezüglich rechtens.