Citation: 6B_992/2019 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz hat ein Gutachten zur Frage einholen lassen, ob die Unterschrift der Beschwerdeführerin auf dem Mietvertrag vom 6. November 2013 mit den Mietvertragsparteien B.________/C.________ betreffend die Wohnung an der F.________-Strasse in V.________ von dieser selbst stammt. Dies wurde durch das Gutachten des Forensischen Instituts Zürich vom 26. März 2019 bejaht. Auf dieses Gutachten stellt die Vorinstanz ab (angefochtenes Urteil S. 9 ff.). Zum abgewiesenen Beweisantrag führt sie aus, die Beschwerdeführerin habe in der mündlichen Strafanzeige (dokumentiert im Polizeirapport vom 19. Januar 2014, kant. Akten act. S 3/4 ff.) gegenüber dem Polizeibeamten angegeben, die Unterschrift auf dem Mietvertrag stamme nicht von ihr. Sie habe diesen Vertrag nicht abgeschlossen. Dasselbe habe sie in der Eingabe an die Mietschlichtungsbehörde vom 30. Dezember 2013 geltend gemacht, wobei sie bereits damals anwaltlich vertreten gewesen sei. Darin habe sie ausgeführt, dass sie den Mietvertrag "nie unterzeichnet und ebenso wenig ausgestellt" habe. Ihre Angabe, den Mietvertrag nicht unterzeichnet zu haben, habe sie anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Befragung bestätigt (Befragung vom 14. April 2016, act. E 27 ff.: "diesen Mietvertrag ganz sicher nicht abgeschlossen"). In der schriftlichen Strafanzeige vom 18. Dezember 2013 habe die Beschwerdeführerin demgegenüber lediglich pauschal ausgeführt, der Mietvertrag sei "aus mehreren Gründen" gefälscht. Zum Zeitpunkt der Anzeige sei eine allfällige Fälschung der Unterschrift von B.________ auf dem Mietvertrag kein Thema gewesen. Die Beschwerdeführerin habe vielmehr bis und mit zur erstinstanzlichen Hauptverhandlung vom 8. März 2018 geltend gemacht, sie selbst habe keinen solchen Mietvertrag mit den erwähnten Mietvertragsparteien abgeschlossen. An der erstinstanzlichen Hauptverhandlung habe sie am Rande erwähnt, die Unterschrift von B.________ auf dem Mietvertrag stimme nicht mit deren Kürzel auf der polizeilichen Einvernahme überein. Erst nachdem die Beschwerdeführerin das Privatgutachten habe erstellen lassen, habe sie sich im Berufungsverfahren auf den Standpunkt gestellt, die Unterschrift von B.________ auf dem Mietvertrag sei gefälscht. Der Privatgutachter sei zum Schluss gekommen, die Unterschrift der Beschwerdeführerin auf dem Mietvertrag sei wohl echt, jedoch stamme die Unterschrift von B.________ auf dem Mietvertrag "mit leicht überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht von dieser". Dabei habe dem Privatgutachter jedoch im Gegensatz zum Gerichtsgutachter bloss eine Kopie des Vertrags vorgelegen, weshalb er keine vollwertige, beweiskräftige Handschriftenanalyse habe durchführen können (angefochtenes Urteil S. 12 ff.). Die Vorinstanz schliesst eine Fälschung der Unterschrift von B.________ aus, zumal diese den fraglichen Mietvertrag am 22. November 2013 dem Sozialzentrum Selnau, Stadt Zürich zugestellt hat. Es sei nicht einleuchtend, dass ihre Unterschrift falsch sei und sie den Behörden einen unechten Mietvertrag vorlegen sollte. Hierfür bestehe kein Grund. Dies gelte umso mehr, als die Beschwerdeführerin als Vermieterin den Mietvertrag unterzeichnet habe. Es bestünden keine Zweifel, dass B.________ den Mietvertrag selbst unterzeichnet habe. Die gegenteilige Behauptung der Beschwerdeführerin sei als nachträgliche Schutzbehauptung zu werten (angefochtenes Urteil S. 12).