Citation: 5A_506/2021 E. 2.1

2.1. Wird ein Verhafteter betrieben, welcher keinen Vertreter hat, so setzt ihm der Betreibungsbeamte gemäss Art. 60 SchKG eine Frist zur Bestellung eines solchen. Während dieser Frist besteht für den Verhafteten Rechtsstillstand. Es ist unbestritten, dass durch die Inhaftierung des Beschwerdeführers ein Anwendungsfall von Art. 60 SchKG vorliegt. Es ist erstellt, dass der Beschwerdeführer erst zur Bezeichnung eines Vertreters aufgefordert wurde, nachdem namentlich der Zahlungsbefehl vom 8. Oktober 2020 und die Vorladung zur Pfändungseinvernahme vom 9. April 2021 in der Justizvollzuganstalt zugestellt wurden. Das Betreibungsamt hat in ihrer vorinstanzlichen Stellungnahme vom 7. Mai 2021 dann auch festgehalten, Art. 60 SchKG erst mit der Aufforderung vom 19. April 2021 befolgt zu haben. Strittig sind vorliegend die Folgen der verspäteten Aufforderung gemäss Art. 60 SchKG.