Citation: 6B_1318/2020 E. 1.6

1.6. Fällt die Interessenabwägung unter den konkreten Umständen zugunsten des Beschwerdeführers aus, so stellte sich die angeordnete Landesverweisung als unverhältnismässig dar. Die Voraussetzungen für ein ausnahmsweises Absehen von der Landesverweisung (Art. 66a Abs. 2 StGB) sind vorliegend erfüllt. Die vorinstanzliche Entscheidung bewegt sich in diesem Fall nicht mehr im Rahmen des sachgerichtlichen Ermessens. Sie ist insoweit aufzuheben. Auf die Rüge, wonach das FZA einer Landesverweisung entgegenstehen würde, braucht damit nicht eingegangen zu werden.