Citation: 8C_594/2017 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin übersieht bei ihrer Argumentation, dass nicht nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern auch der beigezogene Arzt Dr. med. D.________, Facharzt für Allgemeinmedizin FMH, am 18. September 2014 keine Verletzung bei der Beschwerdeführerin feststellen konnten. Die Kontusion "HWS-BWS Übergang und LWS" diagnostizierte Dr. med. D.________ im Arztzeugnis vom 27. Oktober 2014 einzig aufgrund der Schmerzangaben der Versicherten. Eine Ursache der geklagten Schmerzen und Schlafstörungen liess sich auch in der Folge, insbesondere bei vollständig unauffälligem MRI-Befund der HWS vom 22. Dezember 2014 und "ohne erfassbare Komplikationen" (Bericht des Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeinmedizin FMH, vom 2. März 2015), nicht finden. Soweit sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt stellt, auch ohne körperliche Verletzung sei ein Unfall im Sinne eines Schreckereignisses anzunehmen, ist zu betonen, dass die Ungewöhnlichkeit als Begriffsmerkmal des Unfalls gemäss Art. 4 ATSG nur bei aussergewöhnlichen Schreckereignissen, die mit einem ausserordentlichen psychischen Schock verbunden sind, erfüllt ist (RUMO-JUNGO/HOLZER, Bundesgesetz über die Unfallversicherung [UVG], 4. Aufl. 2012, S. 46). Die seelische Einwirkung muss durch einen gewaltsamen, in der unmittelbaren Gegenwart der versicherten Person sich abspielenden Vorfall ausgelöst werden und in ihrer überraschenden Heftigkeit geeignet sein, auch bei einem gesunden Menschen durch Störung des seelischen Gleichgewichts typische Angst- und Schreckwirkungen (wie Lähmungen, Herzschlag etc.) hervorzurufen. In Frage kommen Ereignisse wie etwa Brand- oder Erdbebenkatastrophen, Eisenbahn- oder Flugzeugunglücke, schwere Autokollisionen, Brückeneinstürze, Bombenabwürfe, verbrecherische Überfälle oder sonstige plötzliche Todesgefahren sowie Seebeben, bei denen, anders als im Rahmen der üblichen Unfälle, die psychische Stresssituation im Vordergrund steht, wogegen dem somatischen Geschehen keine (entscheidende) Bedeutung beigemessen werden kann. An den Beweis der Tatsachen, die das Schreckereignis ausgelöst haben, an die Aussergewöhnlichkeit dieses Ereignisses sowie den entsprechenden psychischen Schock sind strenge Anforderungen zu stellen (SVR 2016 UV Nr. 11 S. 33, 8C_412/2015 E. 2.1). In casu stellt das unkontrollierte Rollen und Umkippen der Paniermaschine in unmittelbarer Nähe der Beschwerdeführerin zweifellos kein solches Schreckereignis dar.