Citation: 8C_266/2020 E. 5.3

5.3. Soweit die Hausärztin am 11. Mai 2017 die Auffassung vertrat, die Alopecia totalis sei wahrscheinlich psychogen nach dem Unfall aufgetreten, berichtete sie am 8. Juni 2018 über einen langsam positiven Verlauf. Zwar enthielt sich der Gutachter Dr. med. E.________ als Orthopäde bezüglich des Haarausfalls einer Kausalitätsbeurteilung. Doch äusserte sich der Vertrauensarzt der UVZ, der - wie die Hausärztin - unter anderem Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH ist, im Bericht vom 7. März 2019 differenziert zu den möglichen Ursachen der Alopecia totalis. Angesichts der diskutierten Differenzialdiagnosen und des unfallfremden Morbus Crohn hielt er es bloss für möglich, nicht aber für überwiegend wahrscheinlich, dass das telogene Effluvium (Haarausfall) auf den Unfall vom 3. Februar 2017 zurück zu führen sei. Das kantonale Gericht hat die Aktenlage insgesamt bundesrechtskonform gewürdigt. Zutreffend wies es darauf hin, dass die Alopecia totalis praxisgemäss nicht schon deshalb als unfallkausal gelten könne, weil sie nach dem Unfall aufgetreten sei (vgl. zur Unzulässigkeit der Beweismaxime "post hoc ergo propter hoc" BGE 119 V 335 E. 2b/bb S. 341 f. und SVR 2020 UV Nr. 15 S. 56, 8C_471/2019 E. 5.2 mit Hinweis). Zudem ist der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass behandelnde Haus- und Fachärzte (SVR 2017 IV Nr. 7 S. 19, 9C_793/2015 E. 4.1; 2016 IV Nr. 41 S. 131, 8C_676/2015 E. 6.2; 2008 IV Nr. 15 S. 43, I 514/06 E. 2.1; Urteil 8C_229/2019 vom 5. Juli 2019 E. 5.1 mit Hinweisen) mitunter im Hinblick auf ihre Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5 S. 470; 125 V 351 E. 3b/cc S. 353). Die vorinstanzliche Beweiswürdigung ist insgesamt nicht als bundesrechtswidrig zu beanstanden.