Citation: 2C_506/2019 E. 5.3.3

5.3.3. Daran vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass die Beschwerdegegnerin in der Brandschutzbewilligung vom 17. September 2009 die Einsetzung eines Sicherheitsbeauftragten nicht per Auflage angeordnet hat. Aus Ziff. 1 der Brandschutzbewilligung geht hervor, dass die VKR-Brandschutzrichtlinie eine der anwendbaren gesetzlichen Grundlage darstellt. Wie bereits dargelegt, bestimmt Ziff. 8.1 Abs. 2 der VKR-Brandschutzrichtlinie, dass ein Sicherheitsbeauftragter zu bestimmen ist, wenn besondere Brandgefahren oder die Grösse der Baustelle es erfordern (vgl. E. 5.1.2 hiervor). Sodann ergibt sich aus der Ziff. 56 der Brandschutzbewilligung, dass mit Blick auf den Brandschutz während der Bauzeit die Sicherheitsvorkehrungen gemäss dem beiliegenden Merkblatt "Brandschutz auf Baustellen" der Gebäudeversicherung B.________ einzuhalten sind. Ziff. 3 dieses Merkblatts legt gleichermassen fest, dass ein Sicherheitsbeauftragter zu bestimmen ist, wenn besondere Brandgefahren oder die Grösse der Baustelle es erfordern. Der Beschwerdeführerin gelingt es somit auch nicht eine willkürliche Rechtsanwendung darzutun, indem sie die Erkennbarkeit dieser Präventionspflicht aufgrund der grossen Anzahl von Schutznormen im Bereich der Brandschutzvorschriften in Frage stellt. Die Pflicht, bei Erforderlichkeit einen Sicherheitsbeauftragten einzusetzen, ergibt sich, wenn auch nicht aus dem Wortlaut, sodann in erkennbarer Weise aus den Hinweisen und Anhängen der Brandschutzbewilligung.