Citation: 1C_173/2022 E. 5.4

5.4. Da der Beschwerdeführerin für Einfahrten von der Oltnerstrasse in ihre Privatstrasse und Ausfahrten daraus eine Ausnahmebewilligung erteilt wurde, die Ende 1983 ablief, musste sie bei zumutbarer Sorgfalt das Erfordernis einer entsprechenden Bewilligung kennen und durfte nach Treu und Glauben nicht darauf vertrauen, eine solche Bewilligung könne durch das blosse Tolerieren einer unzulässigen Nutzung einer Privatstrasse erteilt werden (vgl. BGE 136 II 359 E. 7, 7.1 mit Hinweisen; Urteil 1C_572/2020 vom 30. November 2021 E. 8.1 mit weiteren Hinweisen). Das Fahrkonzept vom 31. August 2009 bildete Bestandteil einer Bewilligung, die das Kreisbauamt II des AVT am 2. November 2009 der B.________ AG erteilte. Die Beschwerdeführerin zeigt nicht auf, dass dieses Fahrkonzept auch Teil einer ihr erteilten Bewilligung bildet, was auch nicht ersichtlich ist. Damit kann offenbleiben, ob dieses Konzept gemäss der Annahme der Beschwerdeführerin das Linksabbiegen in ihre und aus ihrer Privatstrasse zuliess.