Citation: 8C_578/2014 E. 4.2.7

4.2.7. Der Beschwerdeführer macht geltend, der Hinweis auf Simulation hätte nur unter der Voraussetzung erhoben werden dürfen, dass die neuropsychologische Beurteilung unter korrekten Bedingungen zustande gekommen sei. Zwar konnte der Neuropsychologe die Denkvorgänge des Beschwerdeführers aufgrund der sprachlichen Schwierigkeiten nur vermutungsweise einstufen. Bezüglich der festgestellten Simulation hält dieser fest, es sei mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die erbrachten Leistungen nicht mit dem eigentlichen Leistungspotential übereinstimmten. Dabei stützt er sich auf die Resultate der durchgeführten Beschwerdevalidierungsverfahren und Diskrepanzen zwischen Testleistungen und bekannten Mustern von Hirnleistungen und Hirnleistungsstörungen sowie zwischen Testleistungen und Verhalten in der Untersuchung, welche er detailliert beschreibt. Aufgrund der diskutierten Befunde waren die Kriterien für das Vorliegen einer wahrscheinlichen Simulation erfüllt. Für die hochauffälligen Testresultate war somit nicht der mangelnde Beizug eines Übersetzers entscheidend. Dr. med. C.________ weist im psychiatrischen Gutachten darauf hin, dass in der neuropsychologischen Abklärung von Simulation ausgegangen werde, nicht ohne jedoch diese Aussage selber - unter Beizug eines Übersetzers - aufgrund eigener Abklärungen zu verifizieren. Wie die Vorinstanz zutreffend festhält, kommt Testverfahren im Rahmen psychiatrischer Begutachtungen höchstens ergänzende Funktion zu, während die klinische Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung entscheidend bleibt. Letztlich haben die ärztlichen Gutachter die Arbeitsfähigkeit zu bestimmen (Urteile 9C_255/2014 vom 29. April 2014 E. 3.2; 8C_266/2012 vom 2. Juli 2012 E. 4.1). Der Einwand betreffend Sprache vermag mithin die vorinstanzliche Beurteilung der Verwertbarkeit der neuropsychologischen Beurteilung und Beweistauglichkeit des psychiatrischen Gutachtens nicht in Frage zu stellen.