Citation: 6B_1058/2023 E. 1.2.2

1.2.2. Die Vorinstanz erachtet gestützt auf die Aussagen von zahlreichen Zeugen sowie des Beschwerdegegners 2 als erstellt, dass dessen Verletzungen von der Gewalteinwirkung des Beschwerdeführers und von D.________ stammten. Auch Tritte von diesem seien erwiesen, ein Treten des Beschwerdeführers gegen den am Boden liegenden Beschwerdegegner 2 hingegen nicht, ebenso wenig dessen aktive Beteiligung. Der Beschwerdegegner 2 habe den Vorfall detailliert, widerspruchsfrei und ohne Übertreibungen oder Belastungseifer geschildert. Er habe sogar entlastende Aussagen zugunsten der Beschuldigten getätigt und eingeräumt, dass er den Mitbeschuldigten vor der Tat gestossen habe, weil dieser mit seiner damaligen Freundin getanzt habe. Der Beschwerdegegner 2 habe den Beschwerdeführer als einen der Angreifer (den mit einer gelben Jacke) identifiziert, der ihn geschlagen habe, aber nicht sagen können, wer auf ihn eingetreten habe, als er am Boden lag. Dies sei plausibel, da er sich mit den Händen vor dem Kopf zu schützen versucht habe. Ein Grund für eine Falschbezichtigung sei nicht ersichtlich. Die glaubhaften Aussagen des Beschwerdegegners 2 würden zudem in zentralen Punkten von Zeugen untermauert. Diese hätten bestätigt, dass D.________ der Hauptaggressor gewesen sei, der Beschwerdeführer aber ebenfalls mit den Fäusten gegen Kopf und Körper des Beschwerdegegners 2 geschlagen habe. Auch die Schilderungen der Zeugen seien glaubhaft und lebensnah, ein Belastungseifer nicht erkennbar. Gerade die Tatsache, dass die Zeugenaussagen nicht in jedem Detail übereinstimmten, spreche gegen Absprachen oder eine Belastung zu Unrecht. Die unterschiedlichen Zeugenaussagen seien vielmehr auf verschiedene Blickwinkel der Zeugen sowie darauf zurückzuführen, dass sie sich nicht unbedingt auf dieselben Details konzentriert hätten. Zudem habe der Vorfall nur wenige Sekunden gedauert. Trotz der langen Dauer seit der Tat hätten sich die Zeugen an Einzelheiten und Nebensächlichkeiten erinnert.