Citation: 6S.185/2003 04.02.2004 E. 1

Der Beschwerdeführer wendet sich gegen den Schuldspruch der mehrfachen Drohung sowie der mehrfachen einfachen Körperverletzung. Er macht geltend, die Tatbestände der Drohung und der Körperverletzung seien keine Dauerdelikte. Sie seien beendet, wenn die Schädigung an Körper oder Gesundheit herbeigeführt bzw. das Opfer in Angst oder Schrecken versetzt worden sei. Die Frist für den Strafantrag beginne daher mit jeder einzelnen Tat gesondert zu laufen. Aus diesem Grund sei der von der Geschädigten frühestens am 5. Juni 2001 gestellte Strafantrag für sämtliche Drohungen und Körperverletzungen, welche mehr als drei Monate zurücklägen, d.h. vor dem 6. März 2001 begangen worden seien, verwirkt. Die Vorinstanz erkannte den Beschwerdeführer der mehrfachen Drohung sowie der mehrfachen einfachen Körperverletzung für schuldig. Sie nimmt ohne weitere Erwägungen an, die entsprechenden Strafanträge seien für sämtliche Einzeltaten gültig erhoben worden. 1.1 Gemäss Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB macht sich der einfachen Körperverletzung schuldig, wer vorsätzlich einen Menschen in anderer als schwerer Weise an Körper oder Gesundheit schädigt. Der Drohung gemäss Art. 180 StGB macht sich strafbar, wer jemanden durch schwere Drohung in Schrecken oder Angst versetzt. Beide Taten werden nur auf Antrag im Sinne von Art. 28 StGB verfolgt. 1.2 Der Strafantrag gemäss Art. 28 StGB ist die bedingungslose Willenserklärung des Verletzten, es solle für einen bestimmten Sachverhalt Strafverfolgung stattfinden (BGE 128 IV 81 E. 2a). Gemäss Art. 29 StGB erlischt das Recht zur Stellung des Strafantrags nach Ablauf von drei Monaten. Die Antragsfrist beginnt, sobald dem Antragsberechtigten Täter und Tat, d.h. deren Tatbestandselemente, bekannt sind. Erforderlich ist dabei eine sichere, zuverlässige Kenntnis, die ein Vorgehen gegen den Täter als aussichtsreich erscheinen lässt (BGE 121 IV 272 E. 2a mit Hinweisen).