Citation: 5A_367/2023 E. 2

Das Obergericht hat erwogen, es handle sich um eine vermögensrechtliche Streitigkeit und der Streitwert betrage Fr. 494'464.--, weshalb die Berufung das richtige (Art. 308 Abs. 1 lit. a i.V.m. Abs. 2 ZPO) und gleichzeitig das einzig mögliche Rechtsmittel sei, da die Beschwerde nicht offen stehe, soweit die Berufung gegeben sei (Art. 319 lit. a ZPO). Die Beschwerdeführerin habe jedoch bewusst eine Beschwerde eingereicht, obwohl sie drei Mal unmissverständlich auf die Frage des zulässigen Rechtsmittels hingewiesen worden sei, nämlich mit Urteil vom 8. Dezember 2022 sowie mit den Verfügungen vom 13. Februar und 2. März 2023. Da sie juristische Laiin sei, sei ihr vorliegendes Rechtsmittel zunächst praxisgemäss als Berufung entgegengenommen worden; nachdem sie jedoch ausdrücklich erklärt habe, dass sie eine abweichende Rechtsauffassung vertrete und daran festhalte, dass sie keine Berufung, sondern eine Beschwerde eingereicht habe, und sie auch nach erneuter Belehrung über das korrekte Rechtsmittel daran festhalte, bleibe kein Raum für eine Konversion des Rechtsmittels. Dieses sei daher als Beschwerde entgegenzunehmen und darauf sei nicht einzutreten, weil die Berufung das einzig mögliche Rechtsmittel sei.