Citation: 2C_355/2020 E. 5

Die Vorinstanz erwog (insbesondere) mit Blick auf die Verurteilung des Beschwerdeführers wegen Brandstiftung, es bestehe ein gewichtiges öffentliches Interesse an der Fernhaltung. Zu berücksichtigen sei auch, dass es sich beim Beschwerdeführer nicht um einen Ersttäter handle: Für die Zeit von 2008 bis 2012 seien verschiedene Übertretungen des BetmG sowie Strassenverkehrsdelikte aktenkundig, darunter eine grobe Verletzung der Verkehrsregeln und Fahren in fahrunfähigem Zustand. Weiter sei von einem gewissen Rückfallrisiko auszugehen, das sich - angesichts einer vorläufigen Inhaftierung des Beschwerdeführers im Februar 2020 wegen des Verdachts der häuslichen Gewalt und der Widerhandlungen gegen das BetmG - möglicherweise bereits realisiert habe. Mit Blick auf seinen 22-jährigen Aufenthalt in der Schweiz habe der Beschwerdeführer sodann zwar gewichtige Interessen an einem weiteren Verbleib im Land. Allerdings müsse seine Integration insbesondere in wirtschaftlicher Hinsicht als misslungen bezeichnet werden. In sozialer Hinsicht bringe der Beschwerdeführer einzig vor, in der Schweiz eine Tochter zu haben; diese Tochter habe er allerdings nicht anerkannt und eine gelebte Beziehung zu ihr bzw. zur Kindsmutter bestehe nicht. Auch sonst bestünden keine Hinweise darauf, dass er gefestigte soziale Kontakte und Freundschaften zur einheimischen Be völkerung pflege. Die Wiedereingliederung im Irak werde ihm zwar voraussichtlich nicht leicht fallen; sie sei jedoch möglich und könne nicht als unzumutbar bezeichnet werden. Bei einer Gesamtwürdigung aller Umstände überwiege das öffentliche Interesse an der Beendigung des Aufenthalts das private Interesse des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz.