Citation: 8C_369/2021 E. 5.1

5.1. Die Beschwerdeführerin wendet ein, im asim-Gutachten vom 12. Dezember 2016 sei ihrem sexuellen Missbrauch in der Kindheit durch ihren Vater keine Beachtung geschenkt worden. Dies, obwohl die behandelnde Psychiaterin Dr. med. G.________ (richtig: Psychologin FSP G.________) dies im Bericht vom 31. Mai 2020 als massives und unverarbeitetes Trauma beschreibe. Dieser Schluss werde auch im Austrittsbericht der Klinik H.________, vom 3. April 2018 gezogen, worin eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) diagnostiziert worden sei. Auch im Bericht des behandelnden Psychiaters Dr. med. I.________, vom 6. August 2018 sei die Missbrauchsproblematik erhoben worden. Dem könne entgegen der Vorinstanz nicht vorgehalten werden, die Beschwerdeführerin habe dieses Thema gegenüber den asim-Gutachtern nicht geäussert. Sie habe nämlich Dr. med. I.________ gemäss seinem Bericht vom 31. Mai 2020 angegeben, die Missbrauchserfahrungen während der asim-Begutachtung sehr wohl erwähnt zu haben. Weshalb dies im asim-Gutachten keine Erwähnung gefunden habe, erschliesse sich ihr nicht. Die asim-Gutachter hätten die Gründe ihrer psychischen Störung explorieren und sie hierzu eingehend und umfassend befragen müssen, was sie nicht getan hätten. Es finde sich darin nur der Hinweis auf ein belastetes Verhältnis zum Vater, der nicht zu ihrer Hochzeit erschienen sei. Auf die psychiatrische asim-Beurteilung könne somit nicht abgestellt werden. Mit der Argumentation, die PTBS wirke sich nicht auf die Leistungsfähigkeit aus, setze sich die Vorinstanz über die Beurteilung der behandelnden Ärzte hinweg.