Citation: 6B_239/2024 E. 1.4.2

1.4.2. Ferner erhebt der Beschwerdeführer gegen die von der Vorinstanz - in Abweichung von der ersten Instanz - vorgenommene Erhöhung der Einsatzstrafe von 30 auf 33 Monate zwei Einwände. Einerseits sei die von der Vorinstanz geltend gemachte raffinierte und professionelle Vorgehensweise ein wesentliches Element des Betrugstatbestands und im Urteil des erstinstanzlichen Gerichts bereits berücksichtigt. Andererseits könne das von der Vorinstanz neu vorgebrachte Argument, er habe durch sein Handeln nicht nur die Banken geschädigt, sondern auch die dadurch teilweise massiv verschuldeten Kreditnehmer, nicht gehört werden. Dagegen sei einzuwenden, dass ein Teil der Kredite für die Schuldentilgung verwendet worden sei (Tilgung anderer Barkredite). Inwieweit sich die Kreditnehmer tatsächlich verschuldet hätten, könne nicht gesagt werden; über den Verwendungszweck sei nicht Beweis geführt worden. Die Vorinstanz führt jedoch aus, dass der Beschwerdeführer insgesamt während der Jahre 2015 und 2016 mit inkriminierten Mitteln über 100 Kredite vermittelte oder zu vermitteln versuchte. Im Zeitpunkt der Kreditvertragsabschlüsse hat eine schadensgleiche Vermögensgefährdung von über zwei Millionen Franken vorgelegen. Macht der Beschwerdeführer nun geltend, dass die Kreditnehmenden ihre Kredite (teilweise) bedient hätten, ändert dies nichts am Vorliegen eines hohen Vermögensschadens im Sinne von Art. 146 StGB. Die Kreditbedienungen erfolgten - wenn überhaupt - nachträglich und ohne Zutun des Beschwerdeführers, was nicht zu seinen Gunsten ausgelegt werden kann (vgl. angefochtenes Urteil S. 15). Darüber hinaus verkennt der Beschwerdeführer, dass die Vorinstanz als Berufungsgericht nicht an die Einschätzung des erstinstanzlichen Gerichts gebunden ist (vgl. Art. 391 Abs. 1 StPO). Das Berufungsgericht nimmt vielmehr eine eigene Strafzumessung vor, in die das Bundesgericht nur bei klaren Verstössen gegen Bundesrecht eingreift (vgl. Urteile 6B_1310/2023 vom 19. August 2024 E. 3; 6B_200/2022 vom 23. Mai 2022 E. 3.4.1; 6B_617/2021 vom 8. Oktober 2021 E. 1.2.1; 6B_92/2021 vom 30. Juni 2021 E. 1.4.6; je mit Hinweisen), und fällt ein neues Urteil, welches das erstinstanzliche Urteil ersetzt (Art. 408 StPO). Die Festsetzung der hypothetischen Einsatzstrafe auf 33 Monate ist demnach nicht zu beanstanden.