Citation: 1C_490/2023 E. 2.7

2.7. Die Beschwerdeführenden zählten im vorinstanzlichen Verfahren zahlreiche Bauten und Anlagen auf, die in der Umgebung des Baugrundstücks ebenfalls im Gewässerraum liegen, und machten geltend, es sei vor diesem Hintergrund nicht nachvollziehbar, wenn ihnen die Bewilligung verweigert werde. Das Verwaltungsgericht erwog allerdings zu Recht, dass die Fälle nur dann vergleichbar wären, wenn erstens die betreffenden Bauten und Anlagen bewilligt und zweitens die Bewilligungen nach Inkrafttreten der bundesrechtlichen Vorschriften zum Bauen im Gewässerraum ergangen seien (vgl. BGE 146 I 105 E. 5.3.1; Urteil 1C_510/2023 vom 16. April 2024 E. 4.4; je mit Hinweisen). Da die Beschwerdeführenden dies nicht dargelegt hatten, scheitert ihre Berufung auf das Gleichbehandlungsgebot (Art. 8 Abs. 1 BV; Art. 106 Abs. 2 BGG). Unbegründet ist weiter ihre Rüge, das Verwaltungsgericht habe den Sachverhalt in Bezug auf die Interessen am Landschaftsbild bzw. die bauliche Gestaltung der Umgebung willkürlich festgestellt und das rechtliche Gehör verletzt, indem es keinen Augenschein durchgeführt habe. Die Akten enthalten verschiedene Fotos, die die Umgebung des Baugrundstücks hinreichend dokumentieren und dessen Würdigung durch die Vorinstanz jedenfalls nicht als offensichtlich falsch erscheinen lassen (vgl. Art. 97 Abs. 1 BGG). Das Verwaltungsgericht durfte vor diesem Hintergrund willkürfrei davon ausgehen, dass ein Augenschein zu keinem relevanten Erkenntnisgewinn führen würde (vgl. BGE 147 IV 534 E. 2.5.1 mit Hinweisen). Aus demselben Grund ist im Übrigen auch im bundesgerichtlichen Verfahren auf einen Augenschein zu verzichten.