Citation: 4A_92/2022 E. 6

Die Vorinstanz ging schliesslich auf die Verschuldensfrage ein. Sie kam zusammengefasst zum Schluss, dass aufgrund der gravierenden und multiplen sicherheitstechnischen Versäumnisse der Beschwerdeführerin deren Verschulden als schwerwiegend einzustufen sei, während daneben ein allfälliges Mitverschulden des Beschwerdegegners, sofern man überhaupt von einem solchen ausgehen wolle, verschwindend klein sei. Dagegen macht die Beschwerdeführerin geltend, dass die Maschinen über funktionierende und ausreichende Schutzvorkehrungen verfügten, keine sicherheitstechnischen Mängel bewiesen worden seien und dem Beschwerdegegner ein erhebliches Selbstverschulden vorzuwerfen sei. Sie weicht damit von der Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz ab (Erwägung 5.2). Sodann legt sie nicht hinreichend dar, inwiefern dem Beschwerdegegner entgegen der Auffassung der Vorinstanz ein erhebliches Selbstverschulden vorzuwerfen wäre. Auch diese Rügen gehen fehl. Entsprechend braucht auch nicht weiter auf die Rügen der Beschwerdeführerin bezüglich der Höhe der Genugtuung eingegangen zu werden, soweit sie sich darauf stützt, dass sie kein Verschulden treffe, dem Beschwerdegegner hingegen ein erhebliches Selbstverschulden vorzuwerfen sei. Auch im Weiteren bezeichnet die Beschwerdeführerin die Festsetzung der Genugtuung als nicht haltbar, stossend und willkürlich, ohne aber rechtsgenüglich darzulegen (Erwägung 2.1), inwiefern diese geradezu offensichtlich unrichtig ist.