Citation: 6B_507/2020 E. 1.2.1

1.2.1. Die Vorinstanz erachtet als erstellt, dass der Beschwerdeführer seine Ehefrau nach einer verbalen Auseinandersetzung unvermittelt mit einem 26 cm langen Fleischmesser (Klingenlänge ca. 13 cm) angriff, da er vermutete, sie habe mit einem anderen Mann geschlafen und sei nicht von ihm (dem Beschwerdeführer) schwanger. Diese Vermutung sei aber in keiner Weise fundiert gewesen. Der Beschwerdeführer habe weder den Beteuerungen der Ehefrau noch mehrfachen Bestätigungen ihrer Treue gegenüber einem Priester geglaubt. Seine Vaterschaft habe später zweifelsfrei festgestellt werden können. Der Beschwerdeführer habe aus Eifersucht bzw. Wut gehandelt. Er habe mehrfach auf den Kopf- und Oberkörper der Ehefrau eingestochen, ihr unter anderem einen tiefen Stich in den Rumpfbereich versetzt und das Messer schliesslich bis zum Anschlag in den Nacken gestossen, wo es stecken blieb. Dabei habe er es aber nicht bewenden lassen, sondern eine volle 7dl Whiskeyflasche genommen und der Ehefrau damit Schläge gegen den Kopf versetzt. Zuletzt habe er ihr ein Kissen auf den Kopf gelegt, sodass ihr das Atmen schwer gefallen sei. Der Beschwerdeführer habe, so die Vorinstanz, erhebliche Gewalt und Entschlossenheit demonstriert und mit verschiedenen Tatmitteln auf seine Ehefrau eingewirkt. Er habe die Tatausführung auch nicht aus eigener Initiative abgebrochen, sondern sie vielmehr aus seiner Sicht zu Ende geführt, zumal er nach eigenen Angaben geglaubt habe seine Ehefrau sei tot. Unter den gegebenen Umständen könne sodann nicht von einer schweren Konfliktsituation beim Beschwerdeführer gesprochen werden. Er habe keine zureichenden Gründe für seine Annahme gehabt, dass ihm die Ehefrau untreu gewesen wäre. Das Tatmotiv sei krass egoistisch. Zwar sei nach Einschätzung der Gutachterin die Steuerungsfähigkeit des Beschwerdeführers aufgrund eines Trancezustands und einer Überflutung von Affekten eingeschränkt und die Schuldfähigkeit daher leicht vermindert gewesen. Dies vermöge die Skrupellosigkeit der Tat aber in keinem milderen Licht erscheinen zu lassen, zumal die Einsichtsfähigkeit in das Unrecht voll erhalten gewesen sei. Dass der Beschwerdeführer in einem Affekt gehandelt habe, sei daher nicht relevant, zumal der Affekt als unentschuldbar erscheine. Entgegen seiner Auffassung könne der Beschwerdeführer aus seinem Nachtatverhalten nichts für sich ableiten. So habe er, im Glauben die Ehefrau sei tot, deren Schwester angerufen und anschliessend das Haus verlassen. Erst nach seiner Rückkehr habe er festgestellt, dass seine Ehefrau noch lebte und die Polizei informiert. Dass der Tod seiner Ehefrau nicht eingetreten sei, sei mithin nur bei der Strafzumessung zu berücksichtigen, ändere aber an der Beurteilung der Tat als (versuchter) Mord nichts.