Citation: 6B_1332/2021 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz bemisst die Freiheitsstrafe von dreissig Monaten im Wesentlichen wie folgt: Als Ausgangspunkt legt sie für den Kokainhandel (Art. 19 Abs. 1 lit. c i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG [SR 812.121]) eine Einsatzstrafe von 28 Monaten fest. Dabei berücksichtigt sie insbesondere, dass der Beschwerdeführer als Kleindealer auf der untersten Hierarchiestufe des Drogenhandels tätig gewesen sei. Er habe aber das Kokain nicht in Ein-Portionengrösse entgegengenommen und sogleich weiterverkauft. Anlässlich seiner Verhaftung (im April 2019) seien bei ihm 351 Gramm Kokaingemisch mit einem - für den Strassenhandel untypisch hohen - Reinheitsgrad von 90 % sichergestellt worden; damit habe er den Grenzwert zum schweren Fall, der bei 18 Gramm reinem Kokain liege, um ein Vielfaches überschritten. Er habe mehrfach und über einen Zeitraum von mehreren Monaten delinquiert. Dabei sei es ihm einzig um seinen finanziellen Vorteil gegangen, ohne dass er sich in einer eigentlichen Notlage befunden habe, zumal er bereits seit Oktober 2018 regelmässig Unterstützung von der Arbeitslosenkasse erhalten habe. Die Staatsanwaltschaft habe einen Umsatz bzw. Gewinn von über Fr. 40'000.-- bzw. 45'000.-- behauptet. Laut Anklage habe er aber pro Gramm Fr. 90.-- bezahlt und es für Fr. 100.-- verkaufen können; demnach wäre der effektive Gewinn mit ca. Fr. 4'500.-- deutlich tiefer, aber auch nicht nur gering ausgefallen. Insgesamt wiege das Verschulden des Beschwerdeführers nicht mehr leicht. Die Einsatzstrafe von 28 Monaten Freiheitsstrafe verschärft die Vorinstanz mit Blick auf den weiteren Schuldspruch wegen des Handels mit mindestens 100 Gramm Marihuana (Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG) um einen Monat. In diesem Zusammenhang hält sie eine Freiheitsstrafe - die die Bildung einer Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB erlaubt - für angezeigt, weil einzig eine solche Sanktion zielführend sei. Der Beschwerdeführer habe sich weder durch früher ausgefällte Geldstrafen noch vom Vollzug von über zehn Monaten Freiheitsstrafe (gemäss Urteil vom 1. April 2015) von weiterer Delinquenz abschrecken lassen. Zwar wiege das Verschulden eher leicht, da es sich bei Marihuana um eine "weiche Droge" und bei 100 Gramm um eine eher geringe Menge handle und mit dem Handel lediglich der Eigenkonsum finanziert worden sei. Indessen sei (isoliert betrachtet) für den immerhin mehrere Monate dauernden Handel angesichts der gesetzlichen Strafandrohung von bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe eine solche von etwas mehr als einem Monat angemessen. Weiter erachtet die Vorinstanz als ("deutlich", "merklich" bzw. "klar") straferhöhend, dass der Beschwerdeführer drei - wenn auch nicht einschlägige - Vorstrafen aufweist und dass er trotz Vollzugs einer zehnmonatigen Freiheitsstrafe während laufender - und verlängerter - Probezeit erneut und wiederholt delinquierte. Als strafmindernd berücksichtigt sie einerseits "das wenig erfreuliche Vorleben" des Beschwerdeführers und anderseits (aufgrund der Umstände "nur in höchstens mittlerem Masse") dessen Geständnis. Bei Gesamtbetrachtung hält sie eine Freiheitsstrafe von 30 Monaten für angemessen.