Citation: 8C_658/2022 E. 8.2

8.2. Was die Beschwerdeführerin hiergegen vorbringt, ist unbegründet. Wie soeben ausgeführt, erkannte der RAD-Orthopäde sein ursprüngliches Versäumnis gemäss Bericht vom 11. November 2021. Ohne die neuen Arthrose-Befunde am linken OSG in Frage zu stellen, legte er am 12. April 2022 ergänzend, nachvollziehbar und schlüssig dar, diese im Bericht vom 11. November 2021 versehentlich nicht beachteten Gesundheitsschädigungen hätten die bereits zuvor erheblich eingeschränkte Belastbarkeit der unteren Extremitäten nicht zusätzlich reduziert. Entgegen der Beschwerdeführerin begründet dieser Umstand keine auch nur geringen Zweifel am Beweiswert der RAD-ärztlichen Aktenbeurteilungen der Dres. med. D.________ und E.________. Das kantonale Gericht hat die medizinische Aktenlage einlässlich gewürdigt und abschliessend bundesrechtskonform festgestellt, mit Blick auf das Zumutbarkeitsprofil vom 2. Oktober 2014 sei die Beschwerdeführerin auch unter Mitberücksichtigung der neuesten fachärztlichen Untersuchungsergebnisse aus den Jahren 2021 und 2022 hinsichtlich einer leidensangepassten Tätigkeit unverändert zu 50% leistungsfähig geblieben. Obwohl sie anlässlich der ambulanten neurologischen Untersuchung vom 10. August 2021 im Neurozentrum des Inselspitals Bern subjektiv über eine Verschlimmerung der Schmerzsymptomatik der Knie und der ventralen Unterschenkel geklagt habe, sei im Wesentlichen ein unveränderter Befund mit einer distalen Paraparese - besonders für die Dorsalextension - sowie nach distal zunehmenden Sensibilitätsveränderungen auf Berührung ab Kniehöhe erhoben worden. Trotz der subjektiv geklagten Verschlimmerung der Schmerzen habe die Beschwerdeführerin der Beschwerdegegnerin am 28. Oktober 2021 mitgeteilt, aktuell keine orthopädische bzw. fusschirurgische Behandlung in Anspruch zu nehmen. Die Befundlage sei vollständig und von weiteren medizinischen Abklärungen seien keine entscheidwesentlichen neuen Erkenntnisse zu erwarten. Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, und es ist nicht ersichtlich, inwiefern die vorinstanzliche Beweiswürdigung und die darauf basierenden Sachverhaltsfeststellungen gemäss angefochtenem Urteil das Willkürverbot (vgl. E. 1.2) verletzen sollen.