Citation: 1P.393/2005 18.07.2005 E. 3

Nach § 67 Abs. 1 StPO darf Untersuchungshaft u.a. angeordnet werden, wenn der Beschuldigte einer mit Freiheitsstrafe bedrohten Tat dringend verdächtig ist und Flucht- oder Kollusionsgefahr besteht. Liegt ausser dem allgemeinen Haftgrund des dringenden Tatverdachts einer dieser beiden besonderen Haftgründe vor, steht einer Aufrechterhaltung der Untersuchungshaft auch unter dem Gesichtswinkel der persönlichen Freiheit von Art. 10 Abs. 2 BV und von Art. 5 Ziff. 1 lit. c EMRK grundsätzlich nichts entgegen. 3.1 Beim Beschwerdeführer bzw. in dessen zeitweise an A.________ vermieteten Räumlichkeiten wurden weit mehr Drogen und Gerätschaften zur Drogenherstellung sichergestellt, als man bei einem reinen Konsumenten erwarten könnte, der zum Eigenkonsum Hanf zieht. Nach der eigenen Einschätzung des Beschwerdeführers hat A.________ in diesen Räumlichkeiten Hanf verarbeitet, was er allerdings nicht im Voraus gewusst haben will. Der Beschwerdeführer bestreitet zudem nicht, für B.________ die Lieferung von Hanfstecklingen vermittelt zu haben. Er steht auch dazu, dass er früher über seine Firma C.________ GmbH versuchte, "Indoor-Anlagen" zur Hanfproduktion zu vertreiben und bis heute für seinen Eigenbedarf Hanf zieht. Unter diesen Umständen besteht offensichtlich der dringende Verdacht, dass der Beschwerdeführer sehr wohl wusste, dass A.________ seine Wohnung und seine Lagerräume mit den darin befindlichen Anlagen zur Gewinnung und Verarbeitung von Drogenhanf nutzen wollte, und dass er selber in irgendeiner Form an diesem mutmasslich von A.________ betriebenen Drogenhandel beteiligt war. Es kann auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid betreffend Haftentlassung (Ziff. 10b S. 4), die der Beschwerdeführer nicht substanziell widerlegt, verwiesen werden. 3.2 Das Vorliegen von Kollusionsgefahr begründet der Beschwerdekammerpräsident im angefochtenen Entscheid damit, dass der Beschwerdeführer in Freiheit versucht sein könnte, sich mit seinen offenbar wenigstens teilweise unbekannten Lieferanten, Abnehmern und weiteren Beteiligten abzusprechen, was die Ermittlungen gefährden könnte. Das erscheint in diesem frühen Stadium der Untersuchung - der Beschwerdeführer befindet sich nunmehr gut einen Monat in Untersuchungshaft - ohne Weiteres plausibel. Der Beschwerdeführer bestreitet dies mit der Behauptung, es sei "davon auszugehen, dass die Beweissicherung im Hinblick auf die objektiven Tatbestandsmerkmale eines allfälligen Betäubungsmittelhandels in gegebenem Umfang getätigt werden konnte". Für diese Behauptung bleibt er eine schlüssige Begründung jedoch schuldig. Der Beschwerdekammerpräsident konnte unter diesen Umständen ohne Verfassungsverletzung Kollusionsgefahr annehmen. 3.3 Ist somit nicht zu beanstanden, dass der Beschwerdekammerpräsident im angefochtenen Entscheid den dringenden Tatverdacht bejahte und Kollusionsgefahr annahm, erweist sich die staatsrechtliche Beschwerde gegen die Fortsetzung der Untersuchungshaft als unbegründet. Deren Dauer rückt auch noch nicht in grosse Nähe der zu erwartenden Strafe und ist damit verhältnismässig; daran vermag offensichtlich auch der Umstand nichts zu ändern, dass der Beschwerdeführer Zahnschmerzen hat und nur wenig Besuch erhält. Die Beschwerde ist unbegründet.