Citation: 6B_760/2015 E. 1.3

1.3. Der leitende Arzt Forensik der Psychiatrie Baselland, Dr. med. A.________, erstellte im Auftrag der Staatsanwaltschaft ein forensisch-psychiatrisches Gutachten betreffend den Beschwerdeführer, das vom 30. September 2013 datiert (kant. Akten p. 155 ff.). Der Experte nahm nach eigenen Angaben am 4. Juni 2013 im Gefängnis eine erste psychiatrische Untersuchung des Beschwerdeführers vor, die eine Stunde und 30 Minuten dauerte. Eine zweite psychiatrische Untersuchung vom 6. September 2013 wurde vom Beschwerdeführer nach 15 Minuten abrupt abgebrochen. Die Untersuchung des Beschwerdeführers erfolgte gemäss den Angaben des Experten "unter erschwerten Bedingungen". In der ersten Untersuchung sei der Beschwerdeführer sehr unkooperativ und gegenüber dem Experten aggressiv gewesen. Er habe nur sehr lückenhafte Angaben gemacht. In der zweiten, nach 15 Minuten abgebrochenen Untersuchung sei der Beschwerdeführer sehr angespannt und gereizt gewesen. Er habe die Untersuchung als "Alibi-Übung" bezeichnet (Gutachten S. 48, kant. Akten p. 249). Ob unter derartigen Umständen eine den Anforderungen entsprechende Begutachtung des Beschwerdeführers möglich war, hat in erster Linie der Sachverständige selbst einzuschätzen (siehe BGE 127 I 54 E. 2f betreffend Erstattung eines Aktengutachtens). Der Experte erachtet eine sorgfältige Begutachtung trotz der von ihm so bezeichneten erschwerten Bedingungen offensichtlich als möglich. Soweit der Beschwerdeführer Mängel des Gutachtens behauptet, stehen diese ersichtlich in keinem Zusammenhang zur Dauer der persönlichen Untersuchung.