Citation: 2C_590/2023 E. 6.2

6.2. Die Beschwerdeführerin kam (erst) mit 39 Jahren in die Schweiz; sie hat einen Grossteil ihres Lebens in ihrem Herkunftsland verbracht und ist mit den dortigen Verhältnissen und der Landessprache bestens vertraut. Da es noch nicht allzu lange her ist, seit sie Serbien verlassen hat (im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils ca. fünfeinhalb Jahre), ist davon auszugehen, dass sie sich in der Heimat sozial und wirtschaftlich wieder wird integrieren können, insbesondere zumal sie dort eine Ausbildung als Krankenschwester absolviert hat und ihr die in der Schweiz - teilweise in der Pflege - erworbene Berufserfahrung dabei zu Gute kommen dürfte. Zudem verfügt die Beschwerdeführerin in Serbien über familiäre Kontakte, namentlich ihren Vater sowie ihren Bruder. Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, die Arbeitsmarktlage in Serbien verhindere die wirtschaftliche Integration in ihrem Heimatland, kann ihr mangels rechtlicher Relevanz dieses Arguments nicht gefolgt werden. Damit verkennt sie nämlich, dass der blosse Umstand, dass die Lebensbedingungen und die Wirtschaftslage hier allenfalls besser sind, nicht genügt, um das Vorliegen eines nachehelichen Härtefalls zu begründen (Urteile 2C_435/2023 vom 14. Dezember 2023 E. 6.2; 2C_854/2022 vom 14. Februar 2023 E. 3.3.3; 2C_1043/2021 vom 3. August 2022 E. 4.3).