Citation: 8C_160/2018 E. 3.1

3.1. Das kantonale Gericht bestätigte die rentenablehnende Verfügung der IV-Stelle. Es ging davon aus, dass die 100%ige Arbeitsunfähigkeit als Coiffeuse aufgrund der linksseitigen Schulterproblematik feststehe und unbestritten sei. In einer behinderungsangepassten Tätigkeit sei jedoch keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vorhanden. Auf die anderslautende Einschätzung der Ärzte der Klinik C.________ könne nicht abgestellt werden, weil sie die attestierte 50%ige Arbeitsunfähigkeit in einer Verweistätigkeit nicht mit aus den erhobenen Befunden resultierenden funktionellen Defiziten, sondern - wenn überhaupt - mit Schmerzen und einer eingeschränkten linksseitigen Schulterfunktion begründet hätten. Schmerzen an sich und eine einseitig beeinträchtigte Schulterfunktion würden jedoch noch keine invalidenversicherungsrechtlich relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit nach sich ziehen, zumal die Beschwerden ohnehin links bestehen würden - die Beschwerdeführerin sei aber Rechtshänderin. Schliesslich habe sich die Versicherte mit Arbeitsvertrag vom 1. März 2015 zur Leistung eines Pensums von 23 bis 35 Wochenstunden verpflichtet, was ebenfalls für eine über 50%ige Arbeitsfähigkeit spreche. Der diagnostizierten mittelgradigen depressiven Episode fehle es, solange sie therapeutisch angehbar sei, an einem hinreichenden Schweregrad, um sie als invalidisierend anzusehen. Aufgrund der Akten liege keine konsequente Depressionstherapie vor, deren Scheitern das Leiden als resistent ausweisen würde. Die Therapeuten des Zentrums D.________ hätten eine psychotherapeutische Unterstützung empfohlen, um die Versicherte bei der beruflichen Neuorientierung - und nicht der depressiven Problematik - zu begleiten. Der Fokus der Behandlung bei den Therapeutinnen der Praxis Dr. E.________ sei wiederum auf den psychosomatischen Schmerzen gelegen. Fehle folglich einer gestellten psychiatrischen Diagnose ein Bezug zum Schweregrad, sei die medizinische Anspruchsgrundlage, die zur Anerkennung einer Invalidität führe, nicht gegeben, ungeachtet der ärztlich attestierten Arbeitsunfähigkeit. Nichts anderes ergebe sich aus der Indikatorenprüfung. Es würden zwar "verschiedene praxisgemässe Kriterien" vorliegen, aber nicht in ausgeprägter Weise, weshalb dem Leiden (noch) keine invalidenversicherungsrechtliche Relevanz zukomme. Demgemäss ermittelte die Vorinstanz auf der Grundlage einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Beschäftigung einen Invaliditätsgrad von 0 %.