Citation: 5A_611/2007 15.02.2008 E. 3

3.1 Die Vorinstanz bestätigte die Auffassung der Erstinstanz, wonach beim Beschwerdegegner ein stetiger Einkommensrückgang zu verzeichnen sei. Zwar dürfe bei einem Selbständigerwerbenden aus dem Erreichen des AHV-Alters nicht ohne weiteres auf die Aufgabe der Erwerbstätigkeit geschlossen werden. Indes führe nach der allgemeinen Lebenserfahrung das fortschreitende Alter zu einem allmählichen Rückzug aus dem Erwerbsleben. Der Beschwerdegegner sei mittlerweile 68 Jahre alt. In den Jahren 2002 bis 2004 habe die Firma Z.________ AG, welche von ihm beherrscht werde, bereits Verluste eingefahren. Während sein Gesamteinkommen im Jahre 2005 noch monatlich rund Fr. 22'200.-- betragen habe, ergebe sich anhand der Steuererklärung für das Jahr 2006 sowie der Berücksichtigung der Kapitalauszahlung nach BVG ein solches von nur mehr Fr. 14'159.--. Dagegen bringt die Beschwerdeführerin vor, die Parteien hätten sich bereits im Jahre 1995 aus dem Erwerbsleben zurückgezogen und die Firma Z.________ AG sei damals praktisch nicht mehr operativ tätig gewesen. Der Wert des Geschäftsvermögens sei unverändert geblieben und die Anzehrung dieser Substanz sei dem Beschwerdegegner zuzumuten. Mit diesen allgemeinen Ausführungen widerspricht sie im Ergebnis der Vorinstanz, ohne jedoch darzulegen, weshalb es nicht sachgerecht sein sollte, auf die Steuererklärung des Beschwerdegegners für das Jahr 2006 samt der gemachten Aufrechnung abzustellen. Auf die nicht rechtsgenüglich begründete Rüge ist demnach nicht einzutreten. 3.2 Im Einzelnen hielt die Vorinstanz zudem fest, die Beschwerdeführerin setze sich mit den Ausführungen des Experten zur Substanzdividende nicht auseinander. Zudem obliege es ihr aufgrund der Verhandlungsmaxime mit geeigneten Beweismitteln glaubhaft zu machen, dass das Geschäftsvermögen tatsächlich im Sinne einer "Altersrente" geäufnet worden sei. Stattdessen begnüge sie sich mit allgemeinen Behauptungen. Abgesehen davon sei es den Parteien in den frühern Jahren angesichts des hohen Lebensstandards möglich gewesen, in angemessenem Rahmen für ihr Alter vorzusorgen. Statt sich mit dieser Argumentation auseinander zu setzen, bringt die Beschwerdeführerin vor, die Parteien hätten die Altersvorsorge mündlich vereinbart. Zudem schildert sie ihre Sicht der Dinge, ohne darzutun, dass die getätigten Bezüge und die Verwendung des Geschäftsvermögens bereits im kantonalen Verfahren vorgebracht worden sind. Sie folgert aus ihren Vorbringen, der von der Vorinstanz geforderte Nachweis sei gar nicht nötig. Auch hier fehlt die rechtsgenügliche Auseinandersetzung mit dem angefochtenen Entscheid. 3.3 Zwar erwähnt die Vorinstanz, dass die Beschwerdeführerin vom Beschwerdegegner verlange, sein Vermögen zur Leistung von Unterhaltsbeiträgen anzuzehren. Im angefochtenen Beiurteil wird indes auf dieses Vorbringen nicht eigens eingegangen, sondern nur darauf hingewiesen, dass die Äufnung von Geschäftsvermögen im Sinne einer Altersrente nicht glaubhaft gemacht worden sei. An dieser Stelle behauptet die Beschwerdeführerin erneut das Gegenteil, um daraus die Zumutbarkeit eines Vermögensverzehrs durch den Beschwerdegegner abzuleiten. Damit gehen auch ihre Ausführungen zu den massgeblichen Faktoren der nachehelichen Unterhaltsberechnung nach Art. 125 ZGB und der Hinweis auf BGE 129 III 7 E. 3.1 an der Sache vorbei. Statt sich mit dem angefochtenen Entscheid auseinander zu setzen, bringt die Beschwerdeführerin vor, dem Beschwerdegegner sei es angesichts seines namhaften Vermögens durchaus zuzumuten, für die Leistung von Unterhaltsbeiträgen etwas von der Substanz anzubrauchen. Derartige Vorbringen erweisen sich als rein appeIlatorisch und damit unzulässig.