Citation: 8C_886/2017 E. 3.1

3.1. Bezüglich der vorliegend zu prüfenden Frage des Wohnkostenanteils in der Zeit zwischen Oktober 2015 und Dezember 2016 hat das kantonale Gericht erwogen, es sei diesbezüglich grundsätzlich auf die SKOS-Richtlinien abzustellen. Diese sähe einen Wohnkostenbeitrag für junge Erwachsene, welche bei den Eltern wohnen, nur vor, wenn den Eltern die Übernahme der vollen Wohnkosten nach den gesamten Umständen nicht zugemutet werden kann. Da der Vater des Beschwerdeführers den Mietzins bisher stets habe aufbringen können, keine persönlichen Gründe gegen den Verbleib des Beschwerdeführers in der elterlichen Wohnung sprächen und nicht ersichtlich ist, dass die Familie die bisherige Wohnung verlassen müsse, wenn der Beschwerdeführer keinen Wohnkostenbeitrag beisteuere, sei ein Anspruch auf einen solchen zu verneinen. Weiter sei der Anspruch auch aus dem Grund zu verneinen, da der Beschwerdeführer mit seinem Antrag auf die rückwirkende Übernahme eines Wohnkostenbeitrages sinngemäss eine unzulässige rückwirkende Schuldübernahme durch die Sozialhilfe beantrage.