Citation: 1B_450/2018 E. 2.2

2.2. Die Anordnung einer Ersatzmassnahme im Sinn von Art. 237 StPO setzt ebenso wie die Anordnung von Untersuchungshaft voraus, dass der allgemeine Haftgrund des dringenden Tatverdachts sowie ein besonderer Haftgrund - vorliegend steht Fluchtgefahr zur Debatte - gegeben sind (Art. 221 Abs. 1 StPO). Unbestrittenermassen ist die Beschwerdeführerin dringend verdächtig, fünf Einbruchdiebstähle begangen zu haben. Ebenfalls offenkundig ist, dass grundsätzlich Fluchtgefahr besteht, hat doch die in Frankreich wohnhafte Serbin, soweit ersichtlich, keinerlei erhebliche Bindungen an die Schweiz. Im Zeitpunkt des Haftentscheids des Zwangsmassnahmengerichts (6. Juni 2018) befand sie sich gut 100 Tage in Haft. In ihrem Haftentlassungsgesuch vom 25. Mai 2018 geht sie selber zu Recht davon aus, dass ihr eine Freiheitsstrafe von fünf Monaten drohen könnte, wobei sich der Tatverdacht damals "nur" auf vier Fälle bezog, nicht auf fünf, wie es nach dem aktuellem Stand der Untersuchung der Fall ist. Es drohte daher am 6. Juni 2018 noch keine Überhaft, die Voraussetzungen für die Anordnung einer Zwangs- und damit auch einer Ersatzmassnahme waren erfüllt. Das Kantonsgericht hat kein Bundesrecht verletzt, indem es den Entscheid des Zwangsmassnahmengerichts - Haftentlassung gegen Leistung einer Kaution von Fr. 3'000.- - schützte. Dies unabhängig davon, dass es versehentlich davon ausging, die Beschwerdeführerin sei vorbestraft: dieser Irrtum führte im Ergebnis nicht zu einem fehlerhaften Entscheid.