Citation: 8C_163/2017 E. 4.3

4.3. Aus den Akten ergibt sich, dass dem Versicherten eine Rente bei einem Invaliditätsgrad von 100 % zugesprochen wurde, obwohl er jedenfalls aus organischer Sicht in der Lage war, in einer angepassten Tätigkeit vollzeitlich erwerbstätig zu sein. Da vor der Rentenzusprache keine explizite Prüfung der Adäquanz des Kausalzusammenhanges zwischen den Unfallereignissen und den Unfallfolgen durchgeführt wurde, liegt die Interpretation nahe, dass die Rentenzusprache alleine aufgrund der organisch hinreichend nachgewiesenen Unfallfolgen erfolgte. Der Zusprache einer Rente aufgrund eines Invaliditätgrades von 100 % ohne Prüfung der Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit liegt ein rechtlicher falscher Invaliditätsbegriff zu Grunde, womit sie zweifellos unrichtig im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG war (vgl. auch Urteil 8C_2/2018 vom 15. Februar 2018 E. 5.1 mit weiterem Hinweis).