Citation: 2C_65/2023 E. 7.3.2

7.3.2. Die Vorinstanz beschränkt die Sachverhaltsermittlung in der vorliegenden Angelegenheit auf die für die Beschwerdeführerin relevanten und von dieser anerkannten fünf Drittlandstrecken (vgl. E. 8.4.8 des angefochtenen Urteils). 7.3.2.1. Die Vorinstanz berücksichtigt, ohne dass dies die Beschwerdeführerin im bundesgerichtlichen Verfahren beanstandet (vgl. Art. 105 Abs. 1 BGG), dass allen Mitgliedern des "L1.________", darunter der Beschwerdeführerin, im Nachgang zu den diversen "Informationsrunden" die Protokolle der "L1.________"-Treffen über deren Internetseite grundsätzlich zugänglich gewesen sind (vgl. E. 11.2.13 des angefochtenen Urteils). Beim "L1.________" handelt es sich unbestrittenermassen um eine einfache Gesellschaft im Sinne von Art. 530 OR, die gemäss den Statuten unter anderem bezweckt was folgt: "To anticipate, prevent and if necessary, solve air cargo related problems, that have a general relevance to members of the partnership" (vgl. E. 11.4 des angefochtenen Urteils). Die Beschwerdeführerin, so die Vorinstanz weiter, sei im "L1.________" vertreten gewesen und stelle nicht in Abrede, dass sie als Mitglied des "L1.________" gewusst habe, dass die Protokolle der Treffen ab Oktober 2001 auf der Internetseite einsehbar gewesen seien (vgl. E. 11.2.13 des angefochtenen Urteils). 7.3.2.2. Die Vorinstanz stellt weiter fest, aus den Akten gehe hervor, dass O1.________, der Verband schweizerischer Speditions- und Logistikunternehmen, am 30. Mai 2005 verschiedene Luftverkehrsunternehmen angeschrieben habe, um Kommissionen auf Zuschlägen zu fordern, und dass der "L1.________" am 6. Juni 2005 alle Mitglieder, darunter die Beschwerdeführerin, für den 17. Juni 2005 zu einer informellen Besprechung zu dieser Thematik eingeladen habe. Daraufhin seien diverse E-Mail versendet worden, in deren Verteiler auch die Beschwerdeführerin aufgeführt gewesen sei (vgl. E. 12.1.4 S. 102 und E. 12.2.4 des angefochtenen Urteils). Nach den Angaben der Beschwerdeführerin, so die Vorinstanz weiter, sei etwa am 6. Februar 2006 ein telefonischer Kontakt zwischen ihr und dem G.________ erfolgt. Eines der Themen sei die Frage der Kommissionierung von Zuschlägen gewesen. Die Beschwerdeführerin habe mitgeteilt, dass es nicht ihre Strategie sei, Kommissionen auf Zuschläge zu zahlen (vgl. E. 12.1.6 des angefochtenen Urteils).