Citation: 1C_311/2022 E. 5.7.3

5.7.3. Die vorgenommene Vereinfachung bei der Antennenposition werde vorliegend auch dadurch relativiert, dass die Beschwerdegegnerin sowie die Vollzugsbehörden bei der rechnerischen Prognose der Strahlung gestützt auf die Vollzugshilfe weitere Vereinfachungen angewendet hätten, die alle dazu führten, dass die elektrische Feldstärke am OMEN Nr. 2a etwas höher berechnet worden sei als mit «exakten» Werten. So werde gemäss Vollzugshilfe für die rechnerische Prognose als Antennenhöhe die Unterkante der Antenne herangezogen, obwohl die Strahlung über die ganze Antenne oberhalb dieser Kante abgestrahlt wurde. Für die Gebäudehülle sei vorliegend keine Dämpfung eingesetzt, obwohl jede Wand die Strahlung etwas dämpft. Zudem sei OMEN Nr. 2a an der alleräussersten Gebäudeecke berechnet worden und damit näher bei den Antennen als im Innern des Gebäudes bei einem Abstand von mindestens 50 cm von den Wänden, wo gemäss den Messempfehlungen nach Inbetriebnahme der Anlage die Abnahmemessung durchgeführt werde. Im Weiteren weist das BAFU darauf hin, dass eine hundertprozentige Exaktheit der Berechnung auch mit der Antennen- anstatt der Mastposition nicht zu erreichen sei. Zum Beispiel sei bei mechanisch geneigten Antennen nicht definiert, von welchem Punkt der Antenne die horizontale Distanz zu den OMEN gemessen werden solle.