Citation: 7B_21/2022 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz erwägt, für den Beschwerdeführer habe sich für das gesamte Verfahren von Anfang an einzig die Frage gestellt, ob er an der Tat von B.________ beteiligt gewesen sei oder nicht. Mit Blick darauf, dass der Beschwerdeführer konstant jegliche Schuld von sich gewiesen habe, sei die Frage, wie durch die Staatsanwaltschaft ein allfälliger Schuldspruch rechtlich qualifiziert werden würde (Urkundenfälschung, Fälschung von Ausweisen in Mittäterschaft oder Gehilfenschaft zur Fälschung von Ausweisen), für den Beschwerdeführer nicht von Bedeutung gewesen. Es hätten sich zu keinem Zeitpunkt komplexe tatsächliche oder rechtliche Fragen gestellt, die zwingend den Beizug eines Verteidigers erfordert hätten. Auch sei nicht von einer langen Verfahrensdauer auszugehen, welche Auswirkungen auf die beruflichen oder persönlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers gehabt hätte. Die Auffassung der Staatsanwaltschaft, dass sich der Sachverhalt objektiv überschaubar präsentiert habe und ohne weitergehende Beweismassnahmen sowie ohne grösseren Aufwand habe geklärt werden können, sei nicht zu beanstanden. Daran ändere auch nichts, dass der Beschwerdeführer mit Strafbefehl der Gehilfenschaft zur Fälschung von Ausweisen schuldig gesprochen worden sei: Er sei ausdrücklich darauf hingewiesen worden, dass eine Einsprache bei der Staatsanwaltschaft erfolgen könne. Damit hätte er ohne Weiteres mit einem einfachen Schreiben mitteilen können, dass er mit der Ausfällung eines Strafbefehls nicht einverstanden sei. Dass sich keine besonderen rechtlichen Fragen gestellt hätten, lasse sich auch der Einsprachebegründung des Verteidigers vom 26. Januar 2022 entnehmen, beschränke sich diese doch einzig darauf, anzuführen, dass das streitige Ersatz-GA vom Täter ohne Wissen und Wollen des Beschwerdeführers verwendet worden sei.