Citation: 2C_383/2022 E. 3.3.4

3.3.4. Die Vorinstanz hatte kantonales Recht (§ 81 Abs. 1 VRG/TG) auszulegen und anzuwenden. Dieses steht Art. 29 Abs. 3 BV inhaltlich nicht nach, so dass der bundesrechtliche Mindestanspruch gewahrt ist (vorne E. 3.2.1). Die Auslegung und/oder Anwendung rein kantonalen Rechts prüft das Bundesgericht lediglich unter dem Aspekt der Bundesrechtskonformität (Art. 95 lit. a BGG) und dabei insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Willkürfreiheit (vorne E. 2.4). Soweit diesbezüglich überhaupt hinreichend begründete Rügen vorliegen, ist dem Steuerpflichtigen entgegenzuhalten, dass die kantonalen Instanzen willkürfrei von der Aussichtslosigkeit der Hauptsache ausgehen durfte. Wiederum mit der auf die Frage der Aussichtslosigkeit beschränkten Kognition kann den kantonalen Instanzen keine verfassungsrechtlich unhaltbare Auslegung und/oder Anwendung des kantonalen Rechts angelastet werden. Weder im unterinstanzlichen noch im vorinstanzlichen Verfahren war das Gesuch um Erteilung des Rechts zur unentgeltlichen Rechtspflege gutzuheissen.