Citation: 5P.98/2005 21.06.2005 E. 1

Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung der Dispositionsmaxime. Deren Geltung wird ausschliesslich durch das kantonale Prozessrecht geregelt, das auf Berufung hin nicht, wohl aber im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde unter dem Blickwinkel der Willkür überprüft werden kann (Art. 43 und Art. 84 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 OG; BGE 109 II 452 E. 5d S. 460; 110 II 113 E. 4 S. 115). Das Urteil mit dem erwähnten Rektifikationsvorbehalt ist insofern bedingt, als es bei Verwirklichung des umschriebenen Sachverhalts im vorgegebenen Rahmen gerichtlich überprüft und gegebenenfalls angepasst werden kann (vgl. etwa Bühler/Spühler, Berner Kommentar, 1980, N. 78 zu aArt. 153 ZGB). Derart bedingte Urteile werden praxisgemäss als Endentscheide behandelt. Auf die staatsrechtliche Beschwerde kann im Grundsatz eingetreten werden. Sie ist vor der gleichzeitig gegen das nämliche Urteil eingelegten Berufung zu behandeln (Art. 57 Abs. 5 OG). Sollte der Rektifikationsvorbehalt in willkürlicher Anwendung des kantonalen Prozessrechts angebracht worden sein und deshalb aufgehoben werden müssen, wie die Beschwerdeführerin das begehrt, so erwiese sich das Urteil in der Sache als bundesrechtswidrig (vgl. E. 2 des Berufungsurteils).