Citation: 4A_478/2023 E. 3.3.3

3.3.3. Schliesslich macht die Beschwerdeführerin geltend, bei korrekter Beratung hätte sie ein Vergleichsangebot der Helvetia erhalten. Sie bestreitet hingegen nicht, dass auch bei Abschluss einer Zusatzversicherung bei der Helvetia kein Versicherungsanspruch für das strittige Schadensereignis bestanden hätte. Entgegen ihrer Auffassung verfiel die Vorinstanz unter diesen Umständen nicht in Willkür, wenn sie erwog, das standardisierte Angebot der Versicherung sei "unbestrittenermassen" eine freiwillige Leistung gewesen. Daran, dass die Helvetia zu diesem Angebot nicht verpflichtet war, ändert nichts, dass die Beschwerdeführerin selbst von einem Vergleichsangebot und nicht von einer freiwilligen Leistung sprach. Mit ihrer semantischen Unterscheidung begründet die Beschwerdeführerin nicht, dass sie - oder andere Versicherte - einen durchsetzbaren Rechtsanspruch auf ein Vergleichsangebot der Helvetia gehabt hätten. Die Vorinstanz verletzte kein Bundesrecht, wenn sie dies annahm und daraus schloss, dass sich daher eine allfällige Informationspflichtverletzung der Beschwerdegegnerin mangels eines klagbaren Anspruchs der Beschwerdeführerin gegen die Helvetia nicht auf den Schaden in Form einer entgangenen Versicherungsleistung ausgewirkt hätte. Folglich könne die Informationspflichtverletzung nicht hypothetisch kausal für den Nichterhalt der freiwilligen Leistung sein. Gleichfalls zuzustimmen ist der Vorinstanz, dass mit einer solchen Leistung nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge nicht zu rechnen war. Die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Versicherungsleistung im Sinne des standardisierten Vergleichsangebots ist daher keine kausale Folge einer möglichen Informationspflichtverletzung der Beschwerdegegnerin. Hingegen kommt es nicht darauf an, ob das - einmal gemachte - Angebot für die Helvetia bindend gewesen wäre oder nicht. Entscheidend ist einzig, dass die Helvetia zu keinem Angebot verpflichtet war, was die Beschwerdeführerin nicht bestreitet. Auf ihre diesbezügliche Argumentation ist daher nicht einzugehen. Es kann auch offen bleiben, ob die Beschwerdeführerin ein Vergleichsangebot erhalten und ob sie dieses angenommen hätte. Nach dem Gesagten durfte die Vorinstanz auch die Frage der Vertrags- resp. Sorgfaltspflichtverletzung der Beschwerdegegnerin offen lassen. Darauf ist ebenfalls nicht einzugehen.