Citation: 6B_125/2021 E. 1.1

1.1. Die Beschwerde richtet sich ausschliesslich gegen die Strafzumessung bezogen auf die Freiheitsstrafe von 23 Monaten und 10 Tagen. Der Beschwerdeführer rügt diesbezüglichen Ermessensmissbrauch. Schon die Einsatzstrafe für die einfache Körperverletzung sei offensichtlich unhaltbar und viel zu hart. Die Vorinstanz habe sie ungerechtfertigt auf 8 Monate Freiheitsstrafe festgelegt, obwohl sie sein Verschulden als objektiv leicht und seine Schuldfähigkeit als leicht eingeschränkt qualifiziert habe. Welchen Abzug sie infolge seiner leicht verminderten Schuldfähigkeit vorgenommen habe, sei ihrem Urteil nicht zu entnehmen. Sie hätte einen Abzug in Monaten vornehmen müssen und die verminderte Schuldfähigkeit beim Gesamtverschulden berücksichtigen müssen. Alsdann sei nicht tat- und schuldangemessen, wegen Fahrens ohne Berechtigung die Einsatzstrafe um 8 Monate zu erhöhen. Sodann habe ihm die Vorinstanz bei der Strafzumessung für die Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit zu Unrecht vorgeworfen, dass seine Fähigkeit, ein Motorfahrzeug gefahrlos zu lenken, schwer eingeschränkt gewesen sei. Denn der angeordneten Blut- und Urinprobe habe er sich widersetzt und der durchgeführte positive Betäubungsmittelschnelltest reiche als Nachweis nicht aus. Im Weiteren stünden diese beiden Delikte des Fahrens ohne Berechtigung und der Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit in einem engen Zusammenhang. Eine Erhöhung der Einsatzstrafe um 13 Monate für die Verletzung dieser beiden Strafbestimmungen des Strassenverkehrsgesetzes sei unhaltbar. Alsdann sei die Erhöhung der Einsatzstrafe um 3 Monate wegen rechtswidrigen Aufenthalts nicht tat- und schuldangemessen, habe er doch das Recht gehabt, den Ausgang des Strafverfahrens, welches zum früheren Urteil des Präsidiums des Bezirksgerichts Kulm vom 22. März 2019 geführt habe, in der Schweiz abzuwarten. Sein Verschulden für den rechtswidrigen Aufenthalt in der Zeit vom 12. Juli bis 13. Januar 2019 sei als leicht zu qualifizieren. Die Vorinstanz habe eine unhaltbar hohe Freiheitsstrafe ausgesprochen, um einen Anspruch auf Genugtuung wegen Überhaft zu verhindern.