Citation: 1C_146/2021 E. 2.2

2.2. Der Beschwerdeführer führte zur Begründung seiner Strafanzeige im Wesentlichen an, er hätte nur an seinem Wohnsitz im Puschlav, nicht an seinem Aufenthaltsort betrieben werden dürfen. Der Stadtammann habe sich daher durch die Zustellversuche in Zürich strafbar gemacht. Unzulässig sei auch der Beizug der Polizeibeamten gewesen; deren unverhältnismässiges Auftreten hätte seine Kinder traumatisiert und seine Gesundheit - er habe am 21. September 2018 einen Herzstillstand erlitten - gefährdet. Das Obergericht hat dazu erwogen (E. 4.2 S. 4 f.), die Frage, ob die Betreibungen am Aufenthaltsort hätten zugestellt werden dürfen oder nicht, sei eine solche des Schuldbetreibungs- und Konkursrechtes; diesbezüglich stehe dem Beschwerdeführer der Rechtsmittelweg nach Art. 17 SchKG offen. Der Beschwerdegegner 1 hätte sich damit nicht strafbar gemacht, selbst wenn sich die Betreibungen am Aufenthaltsort als unzulässig erweisen sollten. Soweit er ihm vorwerfe, er habe sich bestechen lassen (Art. 322quater StGB) bzw. Vorteile angenommen (Art. 322sexies StGB), so handle es sich um schlichte Behauptungen bzw. unbelegte Behauptungen. Der Beizug der Polizei sei nach zahlreichen erfolglosen Zustellversuchen grundsätzlich zulässig gewesen. Die Polizisten hätten sich daher durch ihre Beteiligung an den Zustellversuchen nicht strafbar gemacht, selbst wenn der Beschwerdeführer zu diesem Zeitpunkt arbeitsunfähig gewesen sein sollte. Die Behauptung, seine Kinder seien in strafrechtlich relevanter Weise traumatisiert worden, weil sie durch die Zustellversuche mitbekommen hätten, dass ihr Vater "gesucht" würde, erscheine geradezu abwegig, ebenso wie die Mutmassung, die Polizeibeamten hätten vom Herzstillstand, den der Beschwerdeführer offenbar 2018 erlitten habe, gewusst und ihn mit ihrem Vorgehen "auf skrupellose Weise in unmittelbare Lebensgefahr gebracht (Art. 129 StGB) ". Hinweise auf ein nötigendes und drohendes Verhalten der Polizisten bestünden keine, und der Vorwurf der unzulässigen Anwendung "physischer Gewalt" sei völlig unsubstanziiert. Zusammenfassend ergäben sich keine Hinweise auf ein strafbares Verhalten der Beschwerdegegner, weshalb die Ermächtigung zu ihrer Verfolgung nicht zu erteilen sei.