Citation: 6B_1148/2023 E. 3.3

3.3. Aus dem angefochtenen Entscheid ergibt sich, dass die bereits rechtskräftig verurteilten Personen in der Zeit von Januar bis Mai 2015 als Zeugen einvernommen wurden. Angesichts des Urteils 6B_1039/2014 vom 24. März 2015 E. 2.4.1 wurden sie in der Folge erneut befragt, diesmal als Auskunftspersonen (angefochtenes Urteil E. 1.1.1 S. 9). Auf Antrag der Verteidigung entschied das Kantonsgericht mit Verfügung vom 5. Februar 2018, die Protokolle der Zeugenbefragungen seien aus den Strafakten zu entfernen, bis zum Abschluss des Verfahrens unter Verschluss zu halten und danach zu vernichten, weil die Befragung der betreffenden Personen als Zeugen aufgrund des bundesgerichtlichen Entscheids vom 24. März 2015 nicht zulässig gewesen sei (angefochtenes Urteil E. 1.1.2 S. 9). Mit Verfügung vom 13. September 2018 nahm das Kantonsgericht die Zeugenprotokolle gestützt auf BGE 144 IV 97 wieder ins Verfahrensdossier auf (angefochtenes Urteil E. 1.1.3 S. 9 f.). Anlässlich der Berufungsverhandlung vom 5. Februar 2021 stellte der Beschwerdeführer vorfrageweise den Antrag, die Protokolle der Einvernahmen der rechtskräftig verurteilten Personen als Auskunftspersonen seien aus den Akten zu entfernen. Dies wies die Vorinstanz im Wesentlichen mit der Begründung ab, die Befragungen zwischen Herbst 2015 und Januar 2017 seien nach der damals geltenden Praxis des Bundesgerichts korrekt als Auskunftspersonen erfolgt. Zudem seien vorliegend zugleich auch Zeugenprotokolle verfügbar. Weiter diene das Aussageverweigerungsrecht der Auskunftsperson allein dem Schutz vor Selbstbelastung. Dem Umstand, dass eine Auskunftsperson im Gegensatz zu einem Zeugen nicht zur wahrheitsgemässen Aussage verpflichtet und - rein formal betrachtet - die Gewichtigkeit von Aussagen einer Auskunftsperson daher geringer als eine Zeugenaussage sei, sei im Rahmen der richterlichen Beweiswürdigung bei der Beurteilung der in den Auskunftsprotokollen enthaltenen Aussagen Rechnung zu tragen. Die Vorinstanz weist überdies auf das widersprüchliche Verhalten des Beschwerdeführers hin, der zuvor noch die Entfernung der Protokolle der Zeugenaussagen beantragt hatte, sowie darauf, dass sich der Beschwerdeführer trotz seines Entfernungsantrags in seinem Berufungsplädoyer zum Nachweis der geltend gemachten fehlenden Glaubwürdigkeit von I.________ auf dessen Befragung als Auskunftsperson berief (zum Ganzen: angefochtenes Urteil E. 1.1.4 S. 10 ff.).