Citation: 9C_893/2014 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung der Begründungspflicht, weil sich das kantonale Gericht nicht mit dem Widerspruch auseinandergesetzt habe, dass die von Dr. B.________ gestellte Diagnose gemäss IV-Stelle nicht mit seiner Einschätzung der Arbeitsfähigkeit vereinbar sei. Die Beschwerdeführerin wendet weiter ein, es sei von einer Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit von mindestens 50 % auszugehen. Im Gesundheitsfall würde sie zudem als geschiedene Frau mit in Ausbildung stehenden Kindern, deren Ex-Mann sehr tiefe Unterhaltsbeitrage bezahle, in einem möglichst hohen Pensum erwerbstätig sein; dafür spreche bereits die allgemeine Lebenserfahrung. Gemäss Rechtsprechung (BGE 117 V 194 E. 3b S. 195; Urteil I 1005/06 vom 16. November 2007 E. 4.3) handle es sich dabei um eine Tatsache, mit deren Existenz nach den Erfahrungen des Lebens so sehr zu rechnen sei, dass ihr Vorhandensein so lange vorausgesetzt werden dürfe, als nicht konkrete Hinweise für die Annahme des Gegenteils vorlägen.