Citation: 2C_106/2007 24.07.2007 E. 3

Die Vorinstanzen sind der Ansicht, der Beschwerdeführer habe bei Einreichung seines Gesuchs um Erteilung der Niederlassungsbewilligung im März 2003 wissentlich wesentliche Tatsachen verschwiegen. Er habe die Behörden nämlich nicht darüber informiert, dass er nicht mehr mit seiner damaligen Schweizer Ehefrau zusammenlebte. Ein solches Verhalten bildet einen Widerrufsgrund nach Art. 9 Abs. 4 lit. a ANAG (vgl. Urteile 2A.57/2002 vom 20. Juni 2002, E. 2.2 und 4.1, publ. in: Pra 2002 Nr. 165 S. 889; 2A.346/2004 vom 10. Dezember 2004, E. 2.2, publ. in: Pra 2005 Nr. 100 S. 716, je mit zahlreichen Hinweisen). Der Beschwerdeführer stellt dies an sich nicht in Frage. Er meint indes, die Feststellungen zum Getrenntleben erwiesen sich als offensichtlich unrichtig. Gemäss einer bei den Akten befindlichen Anzeige vom 27. Mai 2003 sei die Ehefrau erst am 26. Mai 2003 aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen. Letztere habe anlässlich ihrer Einvernahme durch die Stadtpolizei am 11. Mai 2004 zudem selber erklärt, sie sei bis zum erwähnten Datum zusammen mit dem Ehemann an der gleichen Adresse angemeldet gewesen und habe bloss "nicht mehr immer" in der gleichen Wohnung gewohnt. Das entspreche exakt seiner Darstellung, wonach seine Ehefrau dann nicht nach Hause kehrte, wenn sie während der Nacht arbeitete.