Citation: 8C_551/2022 E. 2.2.3

2.2.3. An den - aufgrund der allgemeinen Adäquanzformel zu beurteilenden - Kausalzusammenhang zwischen dem Schreckereignis und den nachfolgenden psychischen Beschwerden werden jedoch hohe Anforderungen gestellt (SVR 2017 UV Nr. 11 S. 39, 8C_298/2016 E. 4.5). Dabei stehen insbesondere der Beweis der Tatsachen, die das Schreckereignis ausgelöst haben, und die Aussergewöhnlichkeit des fraglichen Ereignisses sowie der entsprechende psychische Schock im Vordergrund (SVR 2019 UV Nr. 19 S. 67, 8C_847/2017 E. 2.3; SVR 2016 UV Nr. 11 S. 33, 8C_412/2015 E. 2.1). Ob zwischen einem Schreckereignis und den psychischen Störungen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, ist eine Wertungsgesichtspunkten unterliegende Rechtsfrage, die das Bundesgericht an sich frei prüft (Art. 106 BGG; BGE 132 III 715 E. 2.2; Urteile 8C_53/2021 vom 9. April 2021 E. 2.3; 8C_255/2022 vom 5. September 2022 E. 5.1).