Citation: 6B_444/2020 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz erwägt, im Zusammenhang mit dem von der Beschwerdeführerin erhobenen Vorwurf, durch die einseitige Belastung ihres Beins mit einem Gewicht von zehn Kilogramm sei eine grosse Diskushernie verursacht worden, habe sie nicht vorgebracht, diese einseitige Belastung sei auf Anweisung des Beschwerdegegners 2 vorgenommen worden. Vielmehr sei dieser nach der Sachverhaltsdarstellung der Beschwerdeführerin vom MRI-Techniker erst angerufen worden, nachdem sie das Bewusstsein verloren hatte. Der Beschwerdegegner 2 habe erst danach den Untersuchungsraum betreten. Es bestehe kein Verdacht, dass die Diskushernie durch eine Anweisung des Beschwerdegegners 2 verursacht worden sei. Weiter mache die Beschwerdeführerin geltend, sie habe nicht operiert werden wollen bzw. sei mit der Operation vom 12. September 2014 nicht einverstanden gewesen. Zudem habe sie ausgeführt, vom Beschwerdegegner 2 in Angst und Schrecken versetzt worden zu sein, weshalb sie sich sofort habe operieren lassen. Dass sie bis zuletzt nicht mit der Operation einverstanden gewesen sei und daher schliesslich gegen ihren ausdrücklichen Willen operiert worden sei, habe die Beschwerdeführerin nicht behauptet. Es seien keine Hinweise vorhanden, dass die Operation gegen den Willen der Beschwerdeführerin durchgeführt worden sei. So habe die Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit dieser Operation denn auch nicht den Vorwurf einer vorsätzlichen Körperverletzung erhoben. Schliesslich werfe die Beschwerdeführerin dem Beschwerdegegner 2 einen Behandlungsfehler vor. Im ärztlichen Befundbericht von Dr. med. D.________ vom 19. Januar 2016 fänden sich keine Hinweise, dass die Befunde auf einen Behandlungsfehler zurückzuführen seien oder dass der Beschwerdegegner 2 geltende Standards im Rahmen der von ihm am 12. September 2014 durchgeführten Operation nicht eingehalten hätte. Für den von der Beschwerdeführerin erhobenen Vorwurf, der Beschwerdegegner 2 habe im Rahmen der Operation geltende Standards nicht beachtet, lägen in den Akten keine Anhaltspunkte vor. Auch in den von der Beschwerdeführerin eingereichten Unterlagen befinde sich kein fachärztlicher Bericht, der ihre Behauptung stützen würde, dass der Beschwerdegegner 2 im Rahmen der Operation vom am 12. September 2014 nicht lege artis vorgegangen wäre. Während die Beschwerdeführerin den Standpunkt vertrete, es habe kein Cauda-equina-Syndrom bestanden, werde im ärztlichen Befundbericht von Dr. med. D.________ vom 19. Januar 2016 gerade festgehalten, die Diagnostik habe eine akute "Caudasymptomatik" infolge eines grossen Bandscheibenprolaps L3/4 ergeben und es würden keinerlei Zweifel an der Richtigkeit dieser Diagnose geäussert. Im Bericht von Dr. med. E.________ (beratender Arzt der Rechtsschutzversicherung H.________) vom 21. März 2016 werde insbesondere ausgeführt, es fehle der Nachweis der von der Beschwerdeführerin behaupteten Destabilisierung der Wirbelsäule durch die Operation vom 12. September 2014. Der zweite behandelnde Wirbelsäulenchirurg habe postoperativ die Restitution des Cauda-equina-Syndroms bestätigt und bei seinen Messungen keinen Hinweis auf radikulär-axonale Läsionen L3-L5 gefunden, womit bewiesen sei, dass es bei der Operation vom 12. September 2014 zu keinen Schäden gekommen sei. Für die Überzeugung der Beschwerdeführerin fänden sich nicht die notwendigen Nachweise und Befunde. Bei dieser Sachlage sei ein hinreichender Tatverdacht in Bezug auf eine fahrlässige Körperverletzung zu verneinen. Die von der Beschwerdeführerin genannten Vorwürfe gegen den Beschwerdegegner 3 würden, wie bereits die Staatsanwaltschaft zutreffend festgehalten habe, keine Straftatbestände erfüllen.