Citation: 1P.720/2000 28.02.2001 E. F

F.- Hiergegen appellierten X.________ und Y.________ an das Obergericht des Kantons Luzern. Am 28. März 2000 stellte das Obergericht das Strafverfahren gegen Y.________ zufolge Verjährung ein und sprach X.________ vom Vorwurf des Pfändungsbetrugs frei. Es wendete nicht den zur Tatzeit geltenden Art. 164 aStGB (Pfändungsbetrug), sondern den seit dem 1. Januar 1995 geltenden Art. 164 StGB (Gläubigerschädigung durch Vermögensverminderung) als milderes Recht an. Das Gericht ging von einem Verkehrswert der Wohnung in Champfèr von Fr. 450'000.-- bis Fr. 480'000.-- aus, so dass zumindest kein offensichtliches Missverhältnis zwischen dem effektiven Verkaufspreis (Fr. 400'000.--) und dem Verkehrswert vorliege. Das Obergericht entschied, dass die Privatklägerinnen, die am obergerichtlichen Verfahren nicht teilgenommen hatten, die Untersuchungskosten, zwei Drittel der Verteidigungskosten der Angeklagten sowie ihre eigenen Parteikosten zu tragen hätten, während die amtlichen Kosten des Verfahrens vor Kriminalgericht und vor Obergericht sowie ein Drittel der Verteidigungskosten der Angeklagten zu Lasten des Staates gingen (Disp.-Ziff. 3).