Citation: 5A_224/2014 E. 2.2.1

2.2.1. Soweit diese Kritik als Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) im Sinne der Begründungspflicht zu verstehen ist, erweist sie sich als unbegründet. Der Gehörsanspruch verlangt von der Behörde, dass sie zumindest kurz anführt, von welchen Überlegungen sie sich bei ihrem Entscheid leiten lassen hat. Der Betroffene muss sich über die Tragweite des Entscheides Rechenschaft geben und in Kenntnis der Sache ein Rechtsmittel dagegen erheben können. Indes muss sich die Behörde nicht mit allen tatsächlichen und rechtlichen Vorbringen der Parteien auseinandersetzen. Es genügt, dass sie zu den als erheblich scheinenden Argumenten Stellung nimmt (BGE 138 I 232 E. 5.1 S. 237). Im konkreten Fall lastete die Vorinstanz die Prozesskosten dem Gesuchsteller an, nachdem dieser sein Begehren vor erster Instanz zurückgezogen hatte. Damit musste sie nicht auf eine allfällige Verletzung der gemäss Art. 556 Abs. 1 ZGB für Testamente geltenden Einlieferungspflicht durch die Gesuchsgegner eingehen und abklären, inwieweit diese Anlass für eine vorsorgliche Beweisführung geboten hatten. Davon ist zu unterscheiden, ob die Begründung des angefochtenen Urteils vor verfassungsmässigen Grundsätzen standhält (vgl. E. 1.3).