Citation: 2C_436/2020 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz berücksichtigt einerseits, dass die Ehefrau des Beschwerdeführers mit E-Mail vom 5. Juli 2019 dem Migrationsamt bekannt gegeben habe, dass ihr Ehewille erloschen sei und der Beschwerdeführer am 1. November 2018 die eheliche Wohnung verlassen habe. In einer weiteren Stellungnahme der Ehefrau vom 16. Juli 2019 habe sie ihren Trennungs- und Scheidungswillen erneut bekräftigt und eine Wiederaufnahme der ehelichen Gemeinschaft kategorisch ausgeschlossen. Sodann habe sie ausgeführt, ihn nach einem körperlichen Übergriff am 22. Juni 2018 mehrfach zum Verlassen der ehelichen Wohnung aufgefordert zu haben. Nachdem er am 1. November 2018 zu einem Freund gezogen sei, habe er sich nur noch vorübergehend vom 25. Dezember 2018 bis zum 31. Januar 2019 in der ehelichen Wohnung aufgehalten, während sie sich mit ihren drei vorehelichen Kindern im Ausland aufgehalten habe. Seit dem Februar 2019 sei der Kontakt praktisch vollständig abgebrochen. Der Stellungnahme vom 16. Juli 2019 habe der Entwurf einer Scheidungsvereinbarung beigelegen, die die Auflösung der ehelichen Wohngemeinschaft ebenfalls auf den 1. November 2018 terminiert und einen gegenseitigen Unterhaltsverzicht vorgesehen habe (vgl. E. 2.2.1 des angefochtenen Urteils). Andererseits nimmt die Vorinstanz zur Kenntnis, dass sich der Beschwerdeführer am Wohnort der vormaligen ehelichen Gemeinschaft per 13. Juli 2019 ab- und an seinem neuen Wohnsitz per 23. Juli 2019 angemeldet habe (vgl. E. 2.2.2 f. des angefochtenen Urteils).