Citation: 6B_47/2021 E. 5.2.1

5.2.1. Die erste Instanz erwog, die Bäckerei sei als Arbeitgeberin verpflichtet, ihre Angestellten vor Berufsunfällen zu schützen. Insoweit komme ihr in Anwendung von Art. 328 Abs. 2 OR und Art. 82 Abs. 1 UVG bezüglich ihrer Angestellten eine Garantenstellung zu. Da sich die fragliche Müll-Press-Box in ihrem Eigentum auf ihrem Firmengelände befunden habe, umfasse die Garantenstellung auch Arbeiten an dieser Müll-Press-Box (erstinstanzliches Urteil S. 11 E. 2.2). Der Beschwerdegegner habe als Sicherheitsbeauftragter der Bäckerei die Verantwortung für die Gewährleistung der Sicherheit im Betrieb innegehabt. Die beiden Betriebsmechaniker, F.________ sowie G.________, seien ihm direkt unterstellt und er sei ihnen gegenüber weisungsbefugt gewesen. In Bezug auf diese beiden habe er somit neben der Fach- auch die Führungsverantwortung im Bereich der Arbeitssicherheit innegehabt. Ihm sei daher eine Garantenstellung für die beiden Mitarbeiter zugekommen. Der Beschwerdegegner habe sodann faktisch eine Garantenstellung für das geplante Öffnen der Entleerungsklappe übernommen, da er zu diesem Vorgehen seine Zustimmung erteilt bzw. es nicht verboten habe (erstinstanzliches Urteil S. 13 E. 2.4).