Citation: 6B_917/2017 E. 1.1

1.1. Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz habe die einschlägigen Bestimmungen des Ausländerrechts falsch angewendet und sei auf ihre Argumentation in der Berufung nicht eingegangen. Die belastenden Aussagen von mitbeschuldigten Personen, die nicht durch ihren Verteidiger vertreten wurden, seien aufgrund der Verletzung von Teilnahmerechten aus den Akten zu entfernen. Aufgrund der übrigen Aussagen und Beweise sei nicht erstellt, dass die in der Kontaktbar angetroffenen Frauen der Prostitution nachgegangen seien, womit es bereits am Nachweis einer illegalen Erwerbstätigkeit fehle. Zudem seien die drei Frauen aus der Dominikanischen Republik keine Arbeitnehmerinnen im üblichen Sinne, sondern Selbstständigerwerbende. Die Beschwerdeführerin sei ihnen gegenüber nicht weisungsbefugt gewesen und es habe kein Arbeitsverhältnis im Sinne des Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer (Ausländergesetz, AuG; SR 142.20) mit ihnen bestanden. Es könne keine Rede davon sein, dass die Zimmervermietung gewinnorientiert sei und einen regelmässigen Gewinn generiere, weshalb auch ein Freispruch vom Vorwurf der mehrfachen Widerhandlung gegen das Gesetz über das Gastgewerbe und den Handel mit alkoholhaltigen Getränken des Kantons Solothurn (Wirtschaftsgesetz, WirtschG/SO) zu erfolgen habe. Zudem verstosse die Vorinstanz gegen das Verschlechterungsverbot, da sie trotz sechs Freisprüchen die erstinstanzliche Freiheitsstrafe nicht reduziere.