Citation: 8C_386/2021 E. 5.3

5.3. Bezüglich vorinstanzlicher Abweisung des Fristwiederherstellungsgesuchs rügt die Beschwerdeführerin eine willkürliche Anwendung von § 12 Abs. 2 VRG. Gemäss dieser Bestimmung kann eine versäumte Frist wiederhergestellt werden, wenn dem Säumigen keine grobe Nachlässigkeit zur Last fällt und er innert zehn Tagen nach Wegfall des Grundes, der die Einhaltung der Frist verhindert hat, ein Gesuch um Wiederherstellung einreicht. Wenn das kantonale Gericht bezüglich verpasster Frist zur Beschwerdeeinreichung von einer nicht mehr leichten Nachlässigkeit ausging und eine Fristwiederherstellung verneinte, kann darin keine willkürliche Anwendung von kantonalem Recht erblickt werden. Wie es erwog, war aus der Abgabequittung, die der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin nach dem Versenden der Eingabe am 24. März 2021, 23.28 Uhr, erhalten hatte, ersichtlich, welche Dateianhänge zur Übermittlung an den Empfänger abgegeben wurden. Zur Sicherstellung der korrekt erfolgten Zustellung wäre eine umgehende Kontrolle dieser Quittung ohne weiteres möglich und im Rahmen der üblichen Sorgfaltspflichten zu erwarten gewesen. Die Qualifikation der mangelnden Kontrolle als grobe Nachlässigkeit erscheint nicht offensichtlich unhaltbar. Für die Annahme von Willkür genügt es denn auch nicht, dass eine andere Lösung ebenfalls als vertretbar oder gar als zutreffender zu erscheinen vermöchte (vgl. E. 2.1 hiervor).