Citation: 6B_1394/2017 E. 5.2.2

5.2.2. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Das bedeutet jedoch nicht, dass überhaupt nicht zu erörtern wäre, inwiefern der angefochtene Entscheid bundesrechtliche Normen verletzen könnte. Vielmehr muss sich die Beschwerdeführerin, um der Begründungspflicht im Sinne von Art. 42 Abs. 2 BGG zu genügen, mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzen und klar aufzeigen, inwiefern die Vorinstanz Recht verletzt (BGE 140 III 86 E. 2 S. 88 f. mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin soll nicht bloss die Rechtsstandpunkte, die sie im kantonalen Verfahren eingenommen hat, erneut bekräftigen, sondern mit ihrer Kritik an den vorinstanzlichen Erwägungen ansetzen (BGE 140 III 115 E. 2 S. 116; vgl. BGE 134 II 244 E. 2.1-2.3 S. 245 ff.). Unabdingbar ist damit eine Auseinandersetzung mit dem angefochtenen Entscheid. Dies ist hier nicht der Fall. Behauptet die Beschwerdeführerin einleitend, sie sei "nicht mit dem Messer auf ihre Kontrahentin 'losgegangen' bzw. (habe nicht) das Messer als Angriffswaffe benutzt", bleibt unklar, was sie damit festhalten will. Sollte sie sich damit gegen die tatsächlichen Feststellungen wenden, wonach sie mit gezücktem Messer in der Hand zielstrebig auf ihre Tochter zuging, zeigt sie keine Willkür auf und ist sie damit nicht zu hören. Sollte sie unterstreichen wollen, die Waffe in der Hand zum besagten Zeitpunkt (noch) nicht eingesetzt zu haben, stellt die Vorinstanz nichts Gegenteiliges fest. Nach dem willkürfrei festgestellten Sachverhalt herrschte zwischen den beiden Familien seit langem ein vergiftetes Klima. Am Morgen des 7. Januar 2014 fielen anlässlich mehrerer Telefonate Beschimpfungen und Todesdrohungen. Das Zusammentreffen beider Familien auf dem Parkplatz war kein Zufall, sondern geplant. Beide Familien zogen ihre Mitglieder zusammen, um sich zum "Showdown" einzufinden. Keine der beiden Seiten ging von einer bloss friedlichen Aussprache aus. Vielmehr hatten sich beide Familien für einen Kampf gerüstet (Entscheid S. 25 f.). Die Beschwerdeführerin will demgegenüber das Messer einzig zu Verteidigungszwecken mitgeführt haben. Damit entfernt sie sich in unzulässiger Weise vom verbindlichen Sachverhalt der Vorinstanz (Art. 105 Abs. 1 BGG), ohne eine willkürliche Beweiswürdigung aufzuzeigen. Eine Person, die bei einem mit der gegnerischen Seite vereinbarten Kampf mit einem Messer in der Hand zielstrebig auf ihre Gegnerin zusteuert, greift an und führt die Waffe nicht nur zu Verteidigungszwecken mit. In welcher Hinsicht die Vorinstanz mit Blick auf den festgestellten Sachverhalt im Zeitpunkt des Messereinsatzes eine Notwehrsituation zu Unrecht verneint und Bundesrecht verletzt, zeigt die Beschwerdeführerin nicht auf. Darüber hinaus legt die Vorinstanz im Einzelnen dar, aus welchen Gründen die Stockschläge der Tochter, welche sich einer mit einem Messer bewaffneten Gegnerin gegenübersah, gerechtfertigt waren, sich die Beschwerdeführerin für den Messereinsatz nicht auf eine Notwehrlage berufen und von einer Verteidigung des Rechts gegen das Unrecht nicht die Rede sein kann, nachdem die Beschwerdeführerin die bewaffnete Auseinandersetzung gesucht und lanciert hatte. Inwiefern die Vorinstanz gestützt auf den verbindlichen Sachverhalt Recht verletzt, zeigt die Beschwerdeführerin nicht auf. Sie setzt sich mit den vorinstanzlichen Erwägungen nicht auseinander. Ihre Beschwerde genügt nicht den Anforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG.