Citation: 1C_565/2014 E. 5.3

5.3. Mit diesen Ausführungen lassen die Beschwerdeführer ausser Acht, dass die umstrittene Wasserleitung als gemeinsame private Hausanschlussleitung für mehrere Häuser im Sinne § 15 des Wasserreglements eine nachbarrechtliche Verpflichtung der Grundeigentümer zur Duldung der Mitbenutzung durch die daran angeschlossenen Nachbarn begründet (Art. 691 Abs. 1 ZGB; vgl. auch Art. 40 Abs. 1 des am 1. Oktober 1978 in Kraft getretenen Wasser-Reglements der Gemeinde Niedererlinsbach, der bezüglich der Durchleitungsrechte für private Hauszuleitungen ausdrücklich die Art. 691 f. ZGB als entsprechend anwendbar erklärte). Die nachbarrechtlichen Durchleitungsrechte können als Dienstbarkeit in das Grundbuch eingetragen werden (Art. 691 Abs. 3 ZGB). Dieser Eintrag ist jedoch für das Durchleitungsrecht nicht konstitutiv (Urteil 5C.278/2001 vom 13. Februar 2002 E. 4c). Demnach ergibt sich aus der fehlenden Eintragung von solchen Rechten im Grundbuch gemäss der zutreffenden Annahme des Verwaltungsgerichts nicht, dass die umstrittenen Leitungen der Gemeinde gehören müssen oder ansonsten von den Beschwerdeführern unterbrochen werden dürften.