Citation: 5A.1/2001 19.04.2001 E. 2

2.- Die Beschwerdeführer rügen, dass der Sachverhalt unvollständig bzw. unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt worden sei, namentlich weil sich die Vorinstanz geweigert habe, einen aktualisierten Sozialbericht über R.E.________ einzuholen. Sie beanstanden Unterlassungen im Gutachten, indem sie eine Reihe ihrer Auffassung nach noch klärungsbedürftiger Punkte auflisten, die nicht beantwortet würden. Ferner legen sie einen vom 11. November 2000 datierenden Bericht der Lehrerin von R.E.________ vor und schildern, wie gut sich der Knabe auch im Dorf integriert habe. a) Gemäss Art. 105 Abs. 2 OG bindet die Feststellung des Sachverhaltes das Bundesgericht, wenn eine richterliche Behörde als Vorinstanz den Sachverhalt nicht offensichtlich unrichtig, unvollständig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt hat. Hat wie hier eine richterliche Behörde als Vorinstanz entschieden, sind demnach neue Tatsachenvorbringen nur noch zulässig, wenn die Vorinstanz diese von Amtes wegen hätte berücksichtigen müssen und in der Nichtberücksichtigung eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör liegt (BGE 121 II 97 E. 1c S. 99 f.; 124 II 409 E. 3a S. 421). b) Vor dem Appellationshof hatten die Beschwerdeführer unter Hinweis darauf, dass der vom Kantonalen Jugendamt eingeholte Sozialbericht am 10. Dezember 1999 verfasst worden sei und das Jugendamt seinen Entscheid am 31. Mai 2000 getroffen habe, die Aktualisierung des Sozialberichts verlangt, ohne dies aber näher zu präzisieren, wie sie dies heute tun. Abgesehen davon, dass die Beschwerdeführer gegen das dem angefochtenen Entscheid zugrunde liegende Gutachten nichts Substantielles vorzubringen vermögen, worauf noch zurückzukommen sein wird (E. 7), kann auf die Ausführungen in der Beschwerde, mit denen die Integration des Knaben ins Dorf- und Schulleben veranschaulicht werden sollen, wegen des Novenverbots nicht eingetreten werden. Bloss spekulativ geäusserte Zweifel, ob es nach bald drei Jahren Aufenthalt in der Schweiz wirklich dem Wunsch des Knaben entspreche, für immer in seine Heimat zurückzukehren, begründen keinen Anspruch auf eine Ergänzung bzw. Aktualisierung des Gutachtens. Sinn und Zweck von Rechtsmittelverfahren bestehen darin, Entscheide auf ihre Rechtmässigkeit zu überprüfen, nicht aber, der rechtlichen Beurteilung in den jeweiligen Rechtsmitteletappen immer wieder neue (aktualisierte) Sachverhaltsfeststellungen zu unterlegen, wie dies die Beschwerdeführer unentwegt fordern. Soweit angebliche Unterlassungen im Gutachten beanstandet werden, dies aber nicht bereits vor dem Appellationshof gerügt wurde, kann darauf von vornherein nicht eingetreten werden. Was den Bericht der Lehrerin von R.E.________ vom 11. November 2000 im Besonderen betrifft, datiert er zehn Tage vor Erlass des angefochtenen Entscheides, wurde aber erstmals im bundesgerichtlichen Verfahren eingereicht. Angesichts des erwähnten Novenverbots (Art. 105 Abs. 2 OG) ist darauf nicht einzugehen. Im Übrigen nennen die Beschwerdeführer keine wesentlichen Verfahrensbestimmungen, die bei der Ermittlung des massgeblichen Sachverhaltes verletzt worden sein sollen. Die entsprechenden Rügen erweisen sich als unbegründet, soweit darauf überhaupt einzutreten ist.