Citation: U 275/04 14.12.2006 E. 2

2.1 Im angefochtenen Entscheid hat das kantonale Gericht festgestellt, dass im interdisziplinären Gutachten des ZMB Basel vom 21. Januar 1999 ein Zustand nach HWS-Distorsionstrauma mit noch intermittierenden zervikogenen Kopfschmerzen bei wahrscheinlicher Restblockierung C4 links und mit Neurasthenie mit leichter kognitiver Beeinträchtigung diagnostiziert worden waren. Anhand dieses Gutachtens sowie weiterer zahlreicher medizinischer Berichte kam es zum Schluss, es liege ein Schleudertrauma vor, welches mit dem versicherten Unfall in natürlichem Kausalzusammenhang stehe. Die ausgewiesenen Leiden seien ab dem 1. Oktober 1994 bzw. dem 1. Januar 1995 allerdings nicht mehr als adäquat kausale Folgen des Unfallgeschehens zu qualifizieren. Insbesondere wurde im vorinstanzlichen Entscheid festgehalten, als Folge des dem mittleren Bereich zuzuordnenden Unfalls reiche die geringe gesundheitliche Beeinträchtigung nicht aus, um Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit im Sinne des massgeblichen Kausalitätskriteriums als erheblich zu bezeichnen. Die intermittierenden Kopfschmerzen würden auch nicht das Kriterium der ins Gewicht fallenden Dauerschmerzen erfüllen und von einer lang dauernden Heilbehandlung könne nicht gesprochen werden, wobei weitere Kausalitätskriterien fehlen würden. 2.2 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde macht der Beschwerdeführer hauptsächlich eine unzutreffende Prüfung der Adäquanz geltend, indem er vorbringt, mehrere Kausalitätskriterien seien in gehäufter und teilweise derart auffallender Weise erfüllt, dass der adäquate Kausalzusammenhang ohne weiteres bejaht werden müsse. Die Vorinstanz sei von einer falschen Feststellung der Unfalldynamik ausgegangen. Zudem könne aus einer gemäss ZMB-Gutachten attestierten dauernden Arbeitsunfähigkeit von 25 % nicht geschlossen werden, das Kriterium der langdauernden Arbeitsunfähigkeit sei zu verneinen, sondern müsse dieses rechtsprechungsgemäss als in besonders ausgeprägter Weise erfüllt betrachtet werden. Ebenfalls besonders ausgeprägt sei das Kriterium der Dauerbeschwerden, welches bereits damit erfüllt sei, dass es sich um Dauerbeschwerden im Sinne des typischen Beschwerdebildes eines Schleudertraumas handle. Der Beschwerdeführer beanstandet auch die durch die Vorinstanz getroffene Unterscheidung zwischen therapeutischer und diagnostischer Arztbetreuung. Dr. med. F.________ sei zwar bereits im Jahr 1994 davon ausgegangen, Heilbehandlungen würden keine erfolgversprechende Besserung mehr bringen. Die Folgerungen der ärztlichen Studie seien allerdings nicht ganz unbestritten gewesen. Weil die Beschwerdegegnerin die Unfallkausalität immer wieder in Abrede gestellt habe, seien die diagnostischen Abklärungen im Hinblick auf Erkenntnisse über mögliche Heilbehandlungsmassnahmen notwendig gewesen, wobei diese medizinische und versicherungsrechtliche Kontroverse nicht dazu führen dürfe, dass die Adäquanzkriterien deswegen verneint werden. Im Gegenteil seien die Kriterien der langdauernden ärztlichen Behandlung und des schwierigen Heilverlaufs zu bejahen. Gleiches gelte angesichts des Umstandes, dass der Beschwerdeführer einer enormen Aufprallenergie ausgesetzt gewesen sei, bezüglich des Kriteriums der besonderen Art der erlittenen Verletzungen. 2.3 Die Argumentation des Beschwerdeführers ist in keiner Hinsicht stichhaltig und seiner Betrachtungsweise kann daher nicht gefolgt werden. Insbesondere begründet der Beschwerdeführer anhand der von ihm erwähnten Rechtsprechung nicht, aus welchem Grund in seinem Fall eine verbleibende 25%ige Arbeitsunfähigkeit in besonders ausgeprägter Weise das Kriterium der langdauernden Arbeitsunfähigkeit erfülle. Unzutreffend ist auch der Standpunkt, aus dem typischen Beschwerdebild eines Schleudertraumas sei ohne weiteres auf Dauerschmerzen zu schliessen. Schliesslich hängt das Kriterium der langdauernden Heilbehandlung nicht davon ab, ob sich der Versicherte über Jahre hinweg im Hinblick auf Erkenntnisse über mögliche Heilbehandlungsmassnahmen diagnostischen Abklärungen unterzogen hat. Auch die Beschwerdegegnerin weist in ihrer Vernehmlassung zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde zutreffend darauf hin, dass der Beschwerdeführer selber gegenüber Dr. med. F.________ erwähnt hatte, unmittelbar nach dem Unfall nichts gemerkt zu haben, dass die ärztliche Erstbehandlung erst etwa 14 Tage nach dem Unfall stattgefunden hatte und dass er lediglich noch an intermittierenden Kopfschmerzen leide. Entgegen den Einwendungen des Beschwerdeführers und in vollumfänglichem Verweis auf die vorinstanzlichen Erwägungen zur Adäquanzprüfung kann von einer besonderen Art der erlittenen Verletzungen, einer langdauernden ärztlichen Behandlung, einem schwierigen Heilungsverlauf oder gar von Dauerbeschwerden keine Rede sein. Ebenso wenig ausgewiesen sind, wie das kantonale Gericht zutreffend befunden hat, die weiteren durch die Praxis festgelegten Kriterien.