Citation: 8C_403/2020 E. 5.2.1

5.2.1. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, das psychiatrische Teilgutachten weise formelle Mängel auf, ist Folgendes festzuhalten: Zwar trifft es zu, dass die versicherte Person im Verfahren nach Art. 44 ATSG vorgängig über die Begutachtung zu informieren, ihr die Fragestellung zu eröffnen und ihr die Möglichkeit zur Einreichung von Zusatzfragen einzuräumen ist (vgl. BGE 137 V 210 E. 3.4.2.9 S. 258). Aus dieser Verfahrensordnung folgte keine Pflicht der Verwaltung, die Begutachtungsanordnung von sich aus auch dem Hausarzt und/oder dem behandelnden Psychiater des Beschwerdeführers zu eröffnen, woran nichts ändert, dass dieser im Zeitpunkt der Anordnung der Begutachtung nicht rechtskundig vertreten war. Auch das fertig erstellte Gutachten kann von der IV-Stelle nicht ohne weiteres den behandelnden Ärzten zur Stellungnahme unterbreitet werden; eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt auch diesbezüglich nicht vor. Der Gehörsanspruch der versicherten Person wird durch das Vorbescheidverfahren gewährleistet (vgl. Urteil 8C_537/2020 vom 2. November 2020 E. 4.1). In diesem Verfahrensstadium hätte der Beschwerdeführer die Möglichkeit gehabt, entweder seine Ärzte zu Rate zu ziehen oder die Vertretung durch einen Rechtsbeistand in Anspruch zu nehmen. Mit Blick darauf, dass im Administrativverfahren ein unentgeltlicher Rechtsbeistand nur ausnahmsweise und zwar nur dann bewilligt wird, wenn die Verhältnisse es erfordern (vgl. Art. 37 Abs. 4 ATSG), musste die IV-Stelle den Beschwerdeführer auch nicht auf diese Möglichkeit hinweisen.