Citation: 5A_734/2019 E. 3.3

3.3. Vorab ist dem angefochtenen Entscheid in tatsächlicher Hinsicht zu entnehmen, dass der Vater der Parteien im Jahr der strittigen Testamentsänderung gesundheitlich angeschlagen und ab November 1983 pflegebedürftig gewesen sei. Das werde von den Parteien im Berufungsverfahren nicht in Frage gestellt. Ebensowenig weṛde in Frage gestellt, dass er ihm vorgelegte Papiere und Urkunden nicht im Detail hinterfragt habe und insoweit zumindest in einem gewissen Grad beeinflussbar gewesen sei. Hingegen habe schon die erste Instanz festgehalten, der Beschwerdeführerin sei der Beweis misslungen, dass der Vater nicht mehr in der Lage gewesen wäre, sein Testament ohne Betreiben und Beeinflussung der Beschwerdegegnerin abzuändern. Auch sei kein sich bedrohlich verschlechternder Gesundheitszustand festgestellt worden.