Citation: 4A_187/2024 E. 3.2.1

3.2.1. Aufgrund des (ersten) Ausstandsgesuchs der Beschwerdeführer gegen den designierten Experten holte die Erstinstanz dessen Stellungnahme (vom 18. Mai 2023) ein. Darin liess der Experte verlauten, der Bestätigung seiner Unabhängigkeit von den Prozessparteien gegenüber dem erstinstanzlichen Gericht sei ein sogenannter "conflict check" vorausgegangen. Dieser standardisierte Prozess zur Aufdeckung von Interessenkonflikten stelle die Unabhängigkeit von I.________ tatsächlich und dem Anschein nach sicher. Die Beurteilung erfolge durch ein spezialisiertes I.________-Team mit Sitz in V.________ (UK). Das Team habe ihm am 25. August 2022 bestätigt, dass der Auftrag unter folgenden Bedingungen angenommen werden könne: Erstens sei dem Auftraggeber die Kundenbeziehung zwischen ausländischen I.________-Gesellschaften und der J.________ GmbH offenzulegen, was mit der E-Mail des Experten vom 26. August 2022 geschehen sei. Zweitens dürften keine I.________-Mitarbeiter, die zu irgendeinem Zeitpunkt Dienstleistungen für die J.________ GmbH erbracht hätten, in die Erstellung des Gutachtens einbezogen werden. Dies sei nicht geplant. Mit Bezug auf die von der Vorinstanz aufgeworfene Frage nach möglichen Verbindungen zwischen I.________ und der J.________ GmbH (oben Sachverhalt B) führte der Experte aus, im Rahmen des "conflict check" sei festgestellt worden, dass die deutsche I.________-Gesellschaft in der Vergangenheit Steuerberatungsdienstleistungen, Finanz- und Rechtsberatungsdienstleistungen, nicht aber Prüfungs-Dienstleistungen für die J.________ GmbH erbracht habe. Der letzte dieser Aufträge sei 2017 abgeschlossen und es seien nie Dienstleistungen erbracht worden, welche die G.________ AG betroffen hätten. Zudem seien die einzelnen Mitgliedsunternehmen von I.________ grundsätzlich rechtlich selbstständig, voneinander unabhängig und jeweils im Eigentum der Partner der entsprechenden Ländergesellschaft. Die I.________ AG U.________ bilde insofern eine Ausnahme, als sie eine Tochtergesellschaft der britischen I.________-Gesellschaft sei, welche wiederum im Eigentum der Partner der britischen I.________-Gesellschaft und der Partner der I.________ AG U.________ sei. Die I.________-Gesellschaften weltweit träten lediglich unter dem gleichen Markennamen auf und kooperierten auf Grundlage diverser Verträge miteinander. Für die Beurteilung der Unabhängigkeit sei dies aus Sicht des Experten unerheblich, da der beschriebene "conflict check" explizit so aufgesetzt sei, dass die Unabhängigkeit der I.________ von einer Gegenpartei weltweit sicherzustellen sei und nicht nur in Bezug auf eine einzelne Ländergesellschaft. Entgegen der Darstellung im Ausstandsgesuch sei die J.________ GmbH nicht die wirtschaftliche Endberechtigte der G.________ AG, sondern lediglich Verwalterin des Fonds, welcher indirekt die Anteile der G.________ AG halte. Wirtschaftliche Endberechtigte seien der Fonds beziehungsweise die Halter der Anteile dieses Fonds, wobei es sich um "eine Vielzahl deutscher Unternehmerfamilien sowie europäische institutionelle Investoren" handle. Schliesslich hielt der Experte fest, dass er als Arbeitnehmer der F.________ AG nie mit der G.________ AG in Berührung gekommen sei, auch nicht, wie im Ausstandsgesuch vermutet, im Rahmen eines internen "conflict check" der F.________ AG.