Citation: 6B_145/2024 E. 2.4

2.4. Bezüglich der Ziege wirft die Vorinstanz dem Beschwerdeführer vor, er habe das an einem schwerwiegenden Räudebefall leidende Tier bis zur Tierschutzkontrolle vom 20. Juli 2018 nicht professionell durch einen Tierarzt behandeln lassen. Die Ziege sei aufgrund des Räudebefalls grossem Leid durch Juckreiz ausgesetzt gewesen. Die Ziege habe bereits länger unter der Krankheit Räudebefall gelitten. Dennoch sei sie nicht tierärztlich behandelt worden. Der Beschwerdeführer habe die Ziege eigenmächtig mit Kernseife gebadet und mit Cremes behandelt. Indem er die Ziege mit eigenen Methoden behandelt habe, ohne einen Tierarzt beizuziehen, habe er das Wohlergehen der Ziege beeinträchtigt. Die medikamentöse Therapie habe, als sie dann auch tatsächlich angewendet worden sei, Anklang gefunden und die Spritze habe gewirkt. Die Fachliteratur betreffend die Krankheit Räude nenne verschiedene adäquate Behandlungsmethoden. Die Behandlung mit blosser "Kernseife" und "Cremes" gehöre nicht dazu (angefochtenes Urteil S. 16 ff.). Der Beschwerdeführer habe es unterlassen, der kranken Ziege diejenige Behandlung zukomme zu lassen, welche aus tiermedizinischer Sicht indiziert gewesen wäre. Mithin habe er die Ziege vernachlässigt, indem er das kranke Tier nicht unverzüglich professionell behandelt oder behandeln lassen habe. Damit sei das Wohlergehen der Ziege beeinträchtigt und ihre Würde missachtet worden. Soweit der Beschwerdeführer diesbezüglich argumentiere, er habe das Tier behandelt und alles in seiner Macht Stehende versucht, dass es diesem besser gehe, könne dem nicht gefolgt werden. Der Beschwerdeführer habe die Ziege einzig mit eigenen, nicht professionellen Behandlungsmethoden behandelt, welche gemäss Angaben der Tierärzte nichts genützt und offensichtlich auch zu keiner Verbesserung der Gesundheit der Ziege geführt hätten (angefochtenes Urteil E. II.15 S. 21). Er habe mindestens eventualvorsätzlich gehandelt und damit den Tatbestand der Tierquälerei im Sinne von Art. 26 Abs. 1 lit. a TSchG erfüllt, begangen durch fehlende professionelle Behandlung des Räudebefalls (angefochtenes Urteil S. 22).