Citation: 6B_1208/2020 E. 12.2

12.2. Die Vorinstanz kommt in ihrem einlässlichen Erwägungen zum Schluss, dem Beschwerdeführer sei aufgrund des von seinem Untergebenen W.________ an ihn versandten E-Mails vom 28. April 2005, worin dieser vermerkt habe, dass die Zahlungen der Druckerei problematisch seien, bekannt gewesen, dass der Mitangeklagte C.________ von den Druckereien für die Vergabe von Druckaufträgen Zahlungen erhielt. Dies habe er nach anfänglichem Bestreiten in der zweiten Berufungsverhandlung auch zugestanden. Da der Beschwerdeführer als Verwaltungsrat gegen die vom Mitangeklagten C.________ bezogenen Retrozessionen nicht eingeschritten sei, sondern dieses Vorgehen toleriert und der Generalversammlung die Jahresrechnungen als korrekt zur Genehmigung vorgelegt habe, habe er die Schädigung der B.________ AG und die Bereicherung des Mitangeklagten C.________ in Kauf genommen. Damit habe er sich in diesem Punkt der ungetreuen Geschäftsbesorgung schuldig gemacht (angefochtenes Urteil S. 114 ff.; vgl. auch erstinstanzliches Urteil S. 93 ff.).