Citation: 8C_322/2024 E. 4.3.1

4.3.1. Die Vorinstanz erachtete die Aktenbeurteilung des RAD-Arztes bezüglich des Belastbarkeitsprofils einer angepassten Tätigkeit und der diesbezüglich zumutbaren Leistungsfähigkeit für überzeugend. Dies tat sie, obwohl er sich in seiner Beurteilung vom 23. Februar 2023 nur mit einem einzigen Satz zum ausführlichen Bericht der Hausärztin Dr. med. K.________ vom 23. Dezember 2022 äusserte, ohne unter anderem zur laufenden psychotherapeutischen Behandlung oder zu den detaillierten Angaben hinsichtlich des Belastbarkeitsprofils Stellung zu nehmen. Mit Blick auf die sich auch in Bezug auf die Auswirkungen der Gesundheitsstörungen auf die Arbeitsfähigkeit widersprechenden reinen Aktenbeurteilungen des RAD-Arztes einerseits und der deutlich davon abweichenden Beurteilungen der behandelnden Ärzte andererseits hätte ein versicherungsexternes Gutachten zur Beantwortung der Frage nach der Feststellung der Gesundheitsschäden und deren Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit eingeholt werden müssen (vgl. SVR 2023 UV Nr. 20 S. 63, 8C_410/2022 E. 6.2 und 7.2 i.f.).