Citation: 8C_780/2013 E. 3.2

3.2. In BGE 139 V 263 wurde erkannt, dass die ehemals serbische Provinz und heutige Republik Kosovo mit ihrer Sezession eine - sowohl in territorialer als auch (vertrags-) rechtlicher Hinsicht - völkerrechtlich wirksame Änderung herbeigeführt hat. Vor diesem Hintergrund hat das Bundesgericht die Nichtweiteranwendung des Sozialversicherungsabkommens durch die Schweiz auf die neue Gebietskörperschaft ab 1. April 2010 als rechtmässig beurteilt (E. 2 - 8 S. 265 ff.). Dies hat zur Folge, dass Staatsangehörige des Kosovos künftig grundsätzlich nicht mehr die Rechtsstellung als Vertragsausländerinnen und -ausländer innehaben. Sie gelten neu als Nichtvertragsausländerinnen und -ausländer. Der Statuswechsel hat zum einen Auswirkungen auf die Anspruchsvoraussetzungen (versicherungsmässige Voraussetzungen) und führt zum anderen dazu, dass Renten der Invalidenversicherung von Staatsangehörigen des Kosovos, die für den Zeitraum nach dem 31. März 2010 zugesprochen werden, gemäss Art. 6 Abs. 2 Satz 2 IVG nicht mehr ins Ausland exportierbar sind. Sie werden nurmehr innerhalb der Schweiz gewährt. Die laufenden Renten geniessen demgegenüber gemäss Art. 25 des Sozialversicherungsabkommens den Besitzstand (BGE 139 V 335 E. 6.1 S. 338). Da die versicherungsmässigen Voraussetzungen für die Ausrichtung einer Rente im vorliegenden Fall bei Bejahung des Anspruchs unstrittig ab September 2009 gegeben wären, besitzt das Abkommen für den Beschwerdeführer weiterhin Gültigkeit (BGE 139 V 335 E. 6.2 S. 338 f. mit Hinweisen; ferner Urteil 9C_53/2013 vom 6. August 2013 E. 3.3, in: SVR 2013 AHV Nr. 17 S. 71).