Citation: 4A_570/2014 E. 3.2

3.2. Was der Beschwerdeführer gegen diese Ausführungen vorbringt, begründet keine Bundesrechtsverletzung. Er macht geltend, in Art. 96 Abs. 1 KAG sei die Auflösung eines Anlagefonds explizit vorgesehen und Art. 141 Abs. 1 der Verordnung über die kollektiven Kapitalanlagen (KKV; SR 951.311) bestimme, dass die Finma die Übertragung des Fondsvertrages auf eine neue Fondsleitung verfügen könne, wenn die Fortführung des Anlagefonds im Interesse der Anlegerinnen und Anleger sei. Damit sei erstellt, dass der Gesetzgeber die Interessen der Anleger als durch die Fondsauflösung potenziell gefährdet einstufe. Eine solche Wertung ist dem Gesetz indessen nicht zu entnehmen. Art. 96 Abs. 1 lit. a KAG sieht eine unbeschränkte Möglichkeit der Fondsleitung vor, einen vertraglichen Anlagefonds zu liquidieren. Das Gesetz enthält keine Einschränkungen, welche die Liquidation im Interesse der Anleger verbieten würden. Gemäss Art. 141 Abs. 1 KKV kann die Finma im Einzelfall die Fortführung verfügen, wenn dies im Interesse der Anleger ist. Mit dieser Bestimmung wird somit gerade nicht von einer grundsätzlichen Gefährdung der Interessen der Anleger ausgegangen. Es ist nicht ersichtlich, dass die Beschwerdegegnerin eine Aufklärungspflicht verletzte, wenn sie nicht spezifisch auf die Möglichkeit der Schliessung hinwies. Ist eine Verletzung der Aufklärungspflicht zu verneinen, erübrigt es sich, auf die Rügen des Beschwerdeführers zur Kausalität zwischen einer Verletzung der Aufklärungspflicht und seinem Entschluss im Juli 2007, die Fondsanteile zu kaufen, einzugehen.