Citation: U 425/99 17.10.2000 E. 2

2.- a) Die Höhe des von der Vorinstanz für die Zeit vom 10. Februar 1994 bis 19. Mai 1998 zugesprochenen Taggeldes von 25 % basiert auf dem Gutachten der Medizinischen Abklärungsstelle am Kantonsspital Y.________ vom 15. August 1997. Der konsiliarisch beigezogene Prof. S.________, Leitender Arzt Hand- und Mikrochirurgie, Kantonsspital Y.________, war zum Schluss gelangt, dass die Beschwerdeführerin aus rein handchirurgischer Sicht im Beruf als Serviceangestellte zu 75 % arbeitsfähig sei. Darauf ist mit der Vorinstanz abzustellen, da die psychische Überlagerung bei der Festsetzung des Grades der Arbeitsunfähigkeit nicht zu berücksichtigen ist. Beim versicherten Unfall handelt es sich um ein banales, allenfalls leichtes Ereignis. Da kein Ausnahmefall in dem Sinne vorliegt, dass die unmittelbaren körperlichen Unfallfolgen eine psychische Fehlentwicklung nicht mehr als offensichtlich unfallunabhängig erscheinen lassen, entfällt die für die Leistungspflicht der Unfallversicherung vorausgesetzte Adäquanz des Kausalzusammenhangs zwischen einem solchen Unfall und der in der Folge einsetzenden psychischen Fehlentwicklung zum Vornherein (BGE 115 V 139 Erw. 6a, nicht veröffentlichtes Urteil S. vom 6. Juli 1993, U 93/91). Die Kürzungseinschränkung gemäss Art. 36 Abs. 1 UVG kommt deshalb entgegen den Einwendungen der Beschwerdeführerin nicht zum Tragen. Zudem wäre ihr ein Wechsel zu einer weniger handbelastenden Tätigkeit zumutbar gewesen (RKUV 1987 Nr. U 27 S. 394 Erw. 2b). Hinsichtlich der Befristung der Heilbehandlung nach Art. 10 UVG kann auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden; diese hat gestützt auf die Expertise der Frau Dr. med. B.________ vom 19. Mai 1998 zu Recht festgehalten, dass seit dem Datum des Gutachtens von weiteren Behandlungen keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden konnte. Auch die Befristung des Taggeldes (Art. 16 Abs. 1 und 2 UVG) bis zum nämlichen Zeitpunkt lässt sich nicht beanstanden, da mit Rücksicht auf die somatischen Unfallfolgen ab 19. Mai 1998 in einer leidensangepassten Tätigkeit volle Arbeitsfähigkeit anzunehmen ist. b) Was den Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 UVG) betrifft, kann ebenfalls auf die Erwägungen des kantonalen Gerichts verwiesen werden, welches zutreffend erkannt hat, dass die Beschwerdeführerin unter Berücksichtigung der somatischen Unfallfolgen mit einer angepassten Tätigkeit Einkünfte erzielen könnte, die dem Einkommen vor dem Unfall entsprechen. Mangels Erwerbseinbusse besteht damit kein Rentenanspruch. c) Schliesslich ist hinsichtlich der geltend gemachten Integritätsentschädigung mit der Vorinstanz festzustellen, dass der Unfall zu keiner dauernden erheblichen Schädigung der Integrität geführt hat, wie sich namentlich aus dem Gutachten der MEDAS vom 15. August 1997 ergibt. d) In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird nichts vorgebracht, was bezüglich eines der geltend gemachten Leistungsansprüche ein vom angefochtenen Entscheid abweichendes Ergebnis zu begründen vermöchte. Ebensowenig sind die letztinstanzlich eingereichten Beilagen geeignet, Zweifel am vorinstanzlichen Entscheid zu wecken. Für unfallfremde Faktoren, z.B. mangelnde Sprachkenntnisse, welche das in Betracht fallende Stellenangebot schmälern, hat die Unfallversicherung nicht einzustehen, was die Versicherte zu übersehen scheint. Sodann wäre es sachfremd, wenn nicht nachgerade abwegig, die zum adäquaten Kausalzusammenhang bei Schleudertraumen der Halswirbelsäule entwickelte Rechtsprechung (BGE 117 V 359), die dem besonderen Verletzungsmechanismus und dem charakteristischen Beschwerdebild Rechnung trägt, analog auf den vorliegenden Fall mit Verletzung am Handgelenk anzuwenden.