Citation: 1P.87/2003 04.06.2003 E. A

Die Bezirksanwaltschaft Uster führt gegen Organe der Firma X.________ AG ein Strafverfahren wegen Verdachts auf Produktion von Hanfpflanzen zum Zweck der Betäubungsmittelgewinnung. Die Strafuntersuchung richtet sich namentlich gegen A.________, Verwaltungsratspräsident der genannten Firma, und B.________, Verwaltungsratsmitglied. Die Bezirksanwaltschaft Uster traf am 26. Juli 2002 eine Beschlagnahmeverfügung und ordnete an, dass die in der Lagerhalle der X.________ AG in Höri sichergestellten Hanfpflanzen beschlagnahmt, indessen in der Lagerhalle belassen werden; Pflege und Unterhalt der Pflanzen ist, in Absprache mit der Kantonspolizei, der Firma und den Beschuldigten belassen worden. Zur Begründung wies die Bezirksanwaltschaft darauf hin, dass die Hanfpflanzen als Beweismittel und zur Einziehung in Betracht fielen, dass die wissenschaftliche Untersuchung einen verbotenen THC-Gehalt ergeben habe und dass das Pflanzenmaterial Rohstoff für Marihuana darstelle. Auf Antrag von A.________ und B.________ hin, die Beschlagnahme aufzuheben, ergänzte die Bezirksanwaltschaft Uster die Beschlagnahmeverfügung am 4. November 2002 unter sinngemässer Abweisung des Ersuchens und ordnete an, dass die beschlagnahmten Hanfpflanzenteile nach abgeschlossenem Trocknungsvorgang in den Gewahrsam der Kantonspolizei überführt und dass aus der Produktionsanlage in der Lagerhalle sämtliche Leuchtkörper, die der Bestrahlung und Beleuchtung der Hanfpflanzen dienen, demontiert und beschlagnahmt würden. Sie führte aus, die bereits beschlagnahmten Hanfpflanzen wiesen nach wie vor einen THC-Gehalt zwischen 1,5 % und 4 % auf und die Beschuldigten seien weiterhin verdächtigt, den Hanf zur Gewinnung von rauchfertigem Marihuana zum Verkauf zu produzieren.