Citation: 6B_428/2024 E. 8

Der Beschwerdeführer wendet sich sodann gegen die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung. Die Vorinstanz würdigt den Sachverhalt über mehrere Seiten ausgesprochen gründlich und sorgfältig. Sie setzt sich mit den diversen Aussagen und Argumenten des Beschwerdeführers auseinander und begründet nachvollziehbar, weshalb sie keine Zweifel daran hat, dass es sich bei diesem um den fehlbaren Motorradfahrer handelt. Der Beschwerdeführer beschränkt sich weitestgehend darauf, diesen einleuchtenden vorinstanzlichen Ausführungen seine eigene Sicht der Dinge entgegenzusetzen und vermag keine Willkür aufzuzeigen. Solche ergibt sich namentlich nicht aus seiner - einzig mit einem unscharfen Verweis auf "alle[n] Presseberichte[n]" begründeten - Behauptung, wonach der Fahrer nicht sofort angehalten worden sei und die Polizisten damit gegen die "normale in der ganzen Schweiz übliche Vorgehensweise" verstossen hätten. Willkür ergibt sich auch nicht aus den (unbelegten) Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach der Bruder von Frau C.________ in U.________ wohne, sich ein Motorrad von der Marke des inkriminierten gekauft habe und Fahrzeugkennzeichen gefälscht werden könnten. Die Vorinstanz erwägt zur Frage nach einem derartigen Komplott schlüssig, dass C.________ dafür - rund vier Jahre nach Beendigung der Beziehung - den Beschwerdeführer heimlich hätte observieren und unbemerkt dessen Motorrad hätte entwenden und wieder zurückstellen (oder ein typengleiches Motorrad auftreiben und dessen Kontrollschild hätte fälschen) müssen. Sodann hätte sie einen in Grösse und Statur sehr vergleichbaren Mann engagieren müssen, um am besagten Tag vorsätzlich eine Geschwindigkeitsüberschreitung zu begehen. Dies ausgerechnet in einer Gegend, in welcher der Beschwerdeführer weder wohnhaft noch berufstätig, tatsächlich aber zum fraglichen Zeitpunkt am 15. April 2022 alleine unterwegs gewesen sei. Das erscheine sehr unwahrscheinlich. Dies umso mehr, als die Geschwindigkeitsmessung durch ein mobiles Radargerät erfolgt sei, deren Standorte üblicherweise gerade nicht allgemein bekannt seien, was eine diesbezügliche Verschwörung ganz erheblich erschwert hätte. Diesen Erwägungen ist nichts hinzuzufügen. Wenn der Beschwerdeführer weiter beteuert, er fahre die betreffende Strecke nicht (mehr), resp. sei zum Tatzeitpunkt eine andere Strecke gefahren, so handelt es sich dabei um nichts weiter als eine Behauptung. Er nimmt keine Auseinandersetzung mit den vorinstanzlichen Erwägungen vor und zeigt nicht auf, inwiefern die Vorinstanz bei ihrem gegenteiligen Schluss in Willkür verfallen wäre. Gemäss Art. 99 Abs. 1 BGG sind neue Beweismittel vor Bundesgericht sodann nur zulässig, sofern das angefochtene Urteil dazu Anlass gibt. Wenn der Beschwerdeführer seine Argumente demnach mit (soweit ersichtlich bisher nicht ins Recht gelegten) Bildern zu untermauern sucht, die er bereits auch im kantonalen Verfahren hätte einreichen können, steht deren Berücksichtigung das Novenverbot entgegen. Indes wäre die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung auch bei Einbezug besagter Aufnahmen im Ergebnis nicht zu beanstanden. Insbesondere der Schriftzug auf Beilage 2 Seite 3 ist schon auf der farbigen Nahaufnahme nur schwer entzifferbar, sodass seine Unerkennbarkeit auf dem (weder hochauflösenden noch besonders scharfen) Radarfoto keine zwingenden Schlüsse aufdrängt. Zudem erscheint es angesichts des Heckwinkels unklar, ob er aus der Perspektive der Fotokamera überhaupt zu sehen wäre. Schliesslich ist nicht ausgeschlossen, dass es sich um das Abbild eines fremden Motorrads handelt, der Beschwerdeführer den Schriftzug erst im Nachgang anbrachte oder eine ältere Aufnahme verwendete. Vor diesem Hintergrund (und angesichts der diversen weiteren einschlägigen Indizien und Beweismittel) erweist es sich - selbst bei Berücksichtigung der betreffenden Aufnahme - als vertretbar und damit nicht willkürlich, wenn die Vorinstanz den Beschwerdeführer als Lenker des Motorfahrzeugs identifiziert. Ebensowenig wären die Fotografien, die ihn auf dem Furkapass sowie seinen Nierengurt zeigen sollen geeignet, die vorinstanzliche Beobachtung, wonach der Beschwerdeführer und der auf dem Radarfoto erkennbare Fahrer eine sehr vergleichbare Grösse und Statur hätten, als geradezu unhaltbar auszuweisen.