Citation: 7B_1287/2024 E. 3.2.2

3.2.2. Selbst wenn die Möglichkeit der bedingten Haftentlassung nach Art. 86 Abs. 1 StGB im Falle des Beschwerdeführers ausnahmsweise zu berücksichtigen und nur noch von einer Reststrafe von 340 Tagen auszugehen wäre, rechtfertigen die weiteren Erwägungen der Vorinstanz die Annahme von Fluchtgefahr. Nach den für das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz (Art. 105 Abs. 1 BGG) handelt es sich beim Beschwerdeführer um einen rumänischen Staatsangehörigen mit derzeitigem Wohnsitz in Rumänien, der in der Schweiz über kein Aufenthaltsrecht verfügt. Nach seiner Haftentlassung im März 2023 ist der Beschwerdeführer umgehend in sein Heimatland zurückgekehrt, wo sich gemäss den Ausführungen der Vorinstanz sein Beziehungsnetz und insbesondere seine Lebenspartnerin befinden. Nach seinen eigenen Angaben erwartet seine Partnerin zudem in den nächsten Wochen die Geburt eines gemeinsamen Kindes. Da die persönliche Anwesenheit des Beschwerdeführers nach seiner vorinstanzlichen Verurteilung im Falle einer allfälligen Beschwerde an das Bundesgericht voraussichtlich nicht mehr nötig sein wird, bestehen unter diesen Umständen in Übereinstimmung mit der Vorinstanz erhebliche und konkrete Anhaltspunkte, dass sich der Beschwerdeführer selbst bei einer Reststrafe von 340 Tagen durch Flucht ins Ausland der zu erwartenden Sanktion entziehen könnte. Daran ändert auch das Vorbringen des Beschwerdeführers nichts, er führe eine Trockenbaufirma, die angeblich öfters Aufträge in der Schweiz ausführe. Aus dem Urteil CA.2022.2 der Berufungskammer des Bundesstrafgerichts vom 14. März 2023 (E. 2.5.1.5) ergibt sich insoweit, dass sich der Sitz der Trockenbaufirma in Bremerhaven (Deutschland) zu befinden scheint. Inwiefern diese losen wirtschaftlichen Beziehungen zur Schweiz den Beschwerdeführer von einer Flucht abhalten sollten, ist daher nicht ersichtlich und wird auch nicht dargetan.