Citation: 2C_1055/2019 E. 3.3.2

3.3.2. Die von der Belegenheitsgemeinde erteilte Auskunft widerspricht - so wie die Übernehmerin sie versteht - dem Bundesrecht. Weder trifft es zu, dass ein Realisationstatbestand vorliegt, der zur Besteuerung auf Ebene der Erbengemeinschaft zu führen hätte (so die Ansicht der Übernehmerin), noch ist aufgrund einer angeblichen Privateinlage abzurechnen (wie die kantonalen Behörden annehmen). Die Vorinstanz geht allerdings davon aus, dass die Auskunft der Gemeinde nach objektiviertem Verständnis nicht so verstanden werden könne, wie die Übernehmerin sie auffasse. Ihr Fehlverständnis habe sie selber zu vertreten. Die Übernehmerin kritisiert dies. Wie es sich damit verhält, ist hier nicht zu klären. Denn eine Vertrauensschutzposition würde unter anderem voraussetzen, dass die rechtssuchende Partei im Vertrauen auf die Auskunft eine nicht rückgängig zu machende Disposition getroffen hat, die sich nun als nachteilig erweist (BGE 143 V 341 E. 5.2.1 S. 346). Da die vorliegende Beschwerde aber ohnehin gutzuheissen ist und die Übernehmerin zurzeit keine Grundstückgewinnsteuer zu bezahlen hat, kann sie aufgrund der Einbuchung der Grundstücke zu den Anschaffungskosten zur Zeit auch keinen Nachteil erlitten haben.