Citation: 8C_491/2020 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz schloss aus dieser Erklärung, es bestünden keine Zweifel daran, dass eine telefonische Besprechung zwischen dem Gutachter und einem Mitarbeiter bzw. einer Mitarbeiterin der Beschwerdegegnerin hinsichtlich der inhaltlichen ärztlichen Beurteilung stattgefunden habe. Im Weiteren erwog sie, dass allein dieser Umstand allerdings noch nicht auf eine Befangenheit schliessen lasse. Etwas anderes ergebe sich auch nicht aus den Ausführungen des Bundesgerichts im Urteil 8C_62/2019 vom 9. August 2019 E. 6.3. Denn wie dem Schreiben des Dr. med. B.________ vom 25. November 2019 zu entnehmen sei, machte er die Beschwerdegegnerin darauf aufmerksam, dass ihre Fragestellung inadäquat sei und dem Wissensstand der frühen 80er-Jahre entspreche. Seine weiteren an die Beschwerdegegnerin gerichteten Bemerkungen und Darlegungen zum Gehörschaden des Beschwerdeführers seien sodann wohl eher als zu dessen Gunsten ausfallend zu verstehen, indem er ausführte, die Tinnitus-Problematik sei nicht monokausal auf einen prozentualen Innenohrschaden zurückzuführen, sondern die gesamte Hörbahn bis zur zentralen Hörwindung der Tinnitus-Genese spiele eine klinisch relevanten Rolle. Im Weiteren habe Dr. med. B.________ darauf hingewiesen, dass es derzeit keine klinisch tauglichen Untersuchungsmethoden gebe, um die Forschungsresultate zu untermauern. Eine Gefahr der Voreingenommenheit und ein Anschein der Befangenheit von Dr. med. B.________ liege somit nicht vor. Die Frage nach seiner Befangenheit könne letztendlich jedoch offen gelassen werden, da Dr. med. B.________ zwischenzeitlich infolge Pensionierung nicht mehr für die beauftragte Gutachterstelle tätig sei. Dies führe zur Gegenstandslosigkeit der strittigen Frage der Befangenheit des Dr. med. B.________ hinsichtlich der Beantwortung von Ergänzungsfragen und dementsprechend der Beschwerde vom 28. Mai 2018.