Citation: 6B_64/2024 E. 1.5.1

1.5.1. Die Vorinstanz nimmt einen schweren persönlichen Härtefall i.S.v. Art. 66a Abs. 2 StGB an und geht dabei von den nachfolgenden, für das Bundesgericht verbindlich festgestellten Umständen aus (Art. 105 Abs. 1 BGG) : Der zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils 27-jährige Beschwerdeführer ist in der Schweiz geboren und aufgewachsen. Er hat hier die obligatorischen Schulen besucht und eine Lehre als Metzger absolviert. Er hat mithin sein gesamtes Leben in der Schweiz verbracht und spricht einwandfrei Schweizerdeutsch, nicht aber Italienisch. Hinsichtlich seiner beruflichen und wirtschaftlichen Integration berücksichtigt die Vorinstanz, dass der Beschwerdeführer seit seiner Berufsausbildung als Metzger bei verschiedenen Betrieben gearbeitet hat und seit seiner Haftentlassung im Frühling 2021 beim selben Arbeitgeber tätig ist. Zwar hat er diese Stelle auf Ende November 2023 gekündigt, dies jedoch nur, um eine neue und aus seiner Sicht bessere Stelle bei einem anderen Unternehmen anzutreten. Die Vorinstanz folgert, dass sich der mittlerweile schuldenfreie Beschwerdeführer damit erfolgreich im hiesigen Arbeitsmarkt integriert hat und seine wirtschaftliche Integration als gelungen bezeichnet werden kann. Bezüglich der familiären Verhältnisse des Beschwerdeführers stellt die Vorinstanz fest, dass er ledig und kinderlos ist. Er führt seit zwei Monaten eine (noch nicht gefestigte) Beziehung. Zu seiner Mutter und seinen beiden Schwestern, die neben weiteren Verwandten (Schwager, Neffe, Onkel, Tanten und Cousine) ebenfalls in der Schweiz leben, pflegt er einen engen persönlichen Kontakt. Italien kennt er aus früheren Ferienbesuchen und war zum letzten Mal vor fünf Jahren dort, um einzukaufen. Über andere Verbindungen zu seinem Heimatland verfügt er offenbar nicht. Angesichts dieser wirtschaftlichen und persönlichen Integration des in der Schweiz geborenen und aufgewachsenen Beschwerdeführers und unter Berücksichtigung seiner familiären Bindungen geht die Vorinstanz von Umständen aus, die eine starke Verwurzelung in der Schweiz und damit einen schweren persönlichen Härtefall begründen.