Citation: 1B_379/2020 E. 2.4

2.4. Dagegen wendet der Beschwerdeführer ein, die Vorinstanz habe sich nicht mit der Frage beschäftigt, welche Personen aus welchem Grund kollusionsgefährdet sein könnten. Dies sei bundesrechtswidrig. D.________ und die Mutter der Mitbeschuldigten seien mittlerweile einvernommen worden. Keine der beiden Zeuginnen sei anlässlich des Vorgeworfenen zugegen gewesen und keine habe belastende Aussagen getätigt. Allgemeine Leumundszeugen seien nicht ausreichend, die Kollusionsgefahr zu begründen. Diese Einvernahmen seien zwar zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen Verfahrens noch nicht in den Akten gelegen; man dürfe sie jedoch zur Entlastung des Beschwerdeführers verwerten. Es widerspreche ausserdem Treu und Glauben, diese Protokolle so lange zurückzuhalten und unter Hinweis auf diese noch ausstehenden Einvernahmen Kollusionsgefahr begründen zu wollen. Die anderen Personen aus dem näheren Umfeld, namentlich die Nachbarn und die übrigen Elternteile des Beschwerdeführers und der Mitbeschuldigten hätten den Beschwerdeführer seit der Geburt der Zwillinge nie gesehen. Die Einvernahmen würden somit nichts Tatrelevantes zutage fördern. Der blosse Umstand, dass gewisse Personen noch nicht befragt worden seien, reiche nicht für die Annahme von Kollusionsgefahr aus. Vielmehr müssten die erwarteten Aussagen für die Strafuntersuchung erheblich sein. Die Behörden müssten zudem angeben können, weshalb eine genau bezeichnete Person kollusionsgefährdet sei. Die Vorinstanz mache jedoch keine Aussagen zur persönlichen Nähe zwischen den zu befragenden Personen und dem Beschwerdeführer und die "Art und Bedeutung" der bedrohten Beweismittel sei derart gering, dass die Aufrechterhaltung der Untersuchungshaft nicht gerechtfertigt sei. Ausserdem könne sich die Staatsanwaltschaft nicht auf die Kollusionsgefahr berufen, wenn sie sich weigere, eine Konfrontationseinvernahme durchzuführen. Gemäss Urteil 1B_560/2019 vom 5. Dezember 2019 begründe auch der Umstand, dass ein Siegelungsverfahren hängig sei, keine Kollusionsgefahr.