Citation: 8C_579/2023 E. 5.1

5.1. Das kantonale Gericht stellte fest, dass dem Beschwerdeführer für die Zeit ab 18. Dezember 2018 bis 30. Juni 2022 unbestrittenermassen Kostengutsprache für Kinderspitexleistungen u.a. für 16 Stunden Langzeitüberwachung pro Tag zugesprochen worden seien. Diese Leistungen seien nicht Streitgegenstand, hätten jedoch einen Einfluss auf den Anspruch auf einen Intensivpflegezuschlag. Unter der gewährten medizinischen Langzeitüberwachung - so die Vorinstanz - werde gemäss IV-Rundschreiben Nr. 394 die Pflege von Kindern (oder Jugendlichen) verstanden, bei denen jederzeit eine lebensbedrohliche oder gesundheitsgefährdende Situation auftreten könne, die das Intervenieren einer medizinischen Fachperson erfordere. Da während der Langzeitüberwachung auch Leistungen der Grundpflege erbracht würden, die sonst im Rahmen des Intensivpflegezuschlags berücksichtigt würden, müsse dieser gemäss S. 7 des erwähnten IV-Rundschreibens und gemäss Rz. 8077.3 KSIH anteilsmässig gekürzt werden. Das kantonale Gericht erwog, die zugesprochene Langzeitüberwachung von 16 Stunden mache 2/3 eines Tages aus, sodass der effektiv für den Intensivpflegezuschlag ermittelte Zeitaufwand gemäss IV-Rundschreiben und KSIH um diesen Anteil der für die medizinische Langzeitüberwachung gewährten Stunden, also um zehn Stunden 40 Minuten (2/3 von 16 Stunden) zu kürzen sei. Es zeigte auf, dass für die Zeit ab 18. Dezember 2018 bis 30. Juni 2021 bei einem Mehraufwand für die Behandlungspflege des Beschwerdeführers von sechs Stunden 28 Minuten selbst beim behaupteten Mehraufwand für Überwachung von vier statt der erfassten zwei Stunden insgesamt zehn Stunden 28 Minuten zu berücksichtigen wären, weshalb infolge der anteilsmässigen Kürzung für die Betreuung durch die Kinderspitex um zehn Stunden 40 Minuten kein anspruchsbegründender Aufwand für einen Intensivpflegezuschlag bestehe. Für die Zeit nach erfolgter Revision ab 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022 sei sodann gestützt auf die Abklärung vom 9. März 2021 ein Mehraufwand für die Behandlungspflege des Beschwerdeführers von acht Stunden 40 Minuten und für die Überwachung von zwei Stunden, insgesamt von zehn Stunden 40 Minuten, zu berücksichtigen, sodass nach der anteilsmässigen Kürzung um zehn Stunden 40 Minuten für die Koordination mit der medizinischen Langzeitüberwachung ebenfalls kein Raum für die Zusprache eines Intensivpflegezuschlags verbleibe.