Citation: U 270/05 06.09.2005 E. 5

Dem streitigen Arbeitsunfall kann, namentlich weil sich das Geschehen 18 m über dem Hallenboden abspielte, eine gewisse Eindrücklichkeit nicht abgesprochen werden. Soweit indessen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ausgeführt wird, sowohl der Versicherte als auch der Arbeitskollege, der ihn an den Beinen festhielt, "befürchteten während unendlich langen Sekunden, dass [der Beschwerdeführer] auf den rund 20 Meter tiefer gelegenen Betonboden resp. in den Tod fallen würde", ist daran zu erinnern, dass im Zusammenhang mit dem hier streitigen Kriterium nicht an das (subjektive) Unfallerlebnis anzuknüpfen ist. Massgebend ist vielmehr das objektiv erfassbare Unfallereignis selbst. Denn die Frage, ob sich das Unfallereignis und eine psychisch bedingte Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit im Sinne eines adäquaten Verhältnisses von Ursache und Wirkung entsprechen, ist u.a. im Hinblick auf die Gebote der Rechtssicherheit und der rechtsgleichen Behandlung der Versicherten aufgrund einer objektivierten Betrachtungsweise zu prüfen (vgl. BGE 115 V 139 oben). Unter diesem Blickwinkel kann weder von besonders dramatischen Begleitumständen noch von einer besonderen Eindrücklichkeit gesprochen werden, war doch der Beschwerdeführer sowohl während der vorangehenden Wartungsarbeiten als auch während des Unfallgeschehens stets "mittels Auffanggurt und Verbindungsmittel an der Umwehrung des Arbeitskorbes gegen Absturz gesichert" (S. 4 der technischen Expertise). Nach dem Gesagten haben SUVA und kantonales Gericht die Adäquanz des Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und der über den 23. September 2003 hinaus anhaltenden psychischen Gesundheitsstörung mit vollständiger Arbeitsunfähigkeit zu Recht verneint.