Citation: 7B_249/2022 E. 9.2.3

9.2.3. Gemäss Art. 47 Abs. 1 StGB ist zwar die Wirkung der Strafe auf das Leben der Täterin zu berücksichtigen. Mögliche ausländerrechtliche Massnahmen wie das Risiko eines Widerrufs der Aufenthaltsbewilligung können unter diesem Titel jedoch nicht zu einer Strafreduktion führen. In seiner bisherigen Rechtsprechung hat das Bundesgericht eine differenzierte Anwendung der Strafzumessungsregeln von Art. 47 StGB wegen der "Drittwirkung" für Ausländerinnen und Ausländer zu deren Gunsten abgelehnt (Urteile 6B_925/2014 vom 23. Dezember 2014 E. 3.2; 6B_296/2014 vom 20. Oktober 2014 E. 3.4; 6B_283/2014 vom 3. Juli 2014 E. 2.3; 6B_51/2013 vom 12. März 2012 E. 1.4 mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin nennt keine Gründe, weshalb auf diese Rechtsprechung zurückzukommen wäre.