Citation: 1C_195/2014 E. 3.2

3.2. Die Chronologie der Ereignisse erweckt starke Zweifel daran, dass die Ehe zwischen dem Beschwerdeführer und seiner damaligen Ehefrau am 15. August 2007, als sie gemeinsam erklärten, in einer stabilen Ehe zu leben, effektiv intakt bzw. auf Dauer angelegt war. Bereits der Umstand, dass der Beschwerdeführer, der sich damals illegal in der Schweiz aufhielt, eine 20 Jahre ältere Schweizerin heiratete mit der Konsequenz, dass er dadurch eine Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz erhielt, ist jedenfalls ein Indiz dafür, dass die Legalisierung seines Aufenthaltes in der Schweiz für ihn ein wichtiger Grund zum Eingehen der Ehe war. Vor allem aber spricht der Umstand, dass er im Frühjahr 2008 ein aussereheliches Verhältnis einging, dafür, dass die von ihm rund ein halbes Jahr zuvor unterzeichnete Erklärung, in einer intakten, auf die Zukunft gerichteten Ehe zu leben, nicht seinen wahren Absichten entsprach. Dies wird denn auch durch weitere Umstände, insbesondere seine eigenen Angaben, erhärtet: