Citation: 9C_287/2021 E. 4.1

4.1. Es steht fest und ist unbestritten, dass sich der Gesundheitszustand des Versicherten seit der letzten rentenablehnenden Verfügung (21. Juni 2017) erheblich verschlechtert hat und er in der Zeit bis April 2020 vollständig erwerbsunfähig war. Weiter steht fest, dass sich der Gesundheitszustand per Mai 2020 wieder verbessert hat, so dass er nunmehr medizinisch-theoretisch wieder in der Lage ist, eine seinem Leiden angepasste Tätigkeit zu 50 % auszuüben. Umstritten sind demgegenüber die erwerblichen Auswirkungen seiner verbliebenen gesundheitlichen Einschränkungen. Das kantonale Gericht legte die beiden Vergleichseinkommen für die Zeit ab Mai 2020 ausgehend von den Tabellenlöhnen der LSE fest; dabei ermittelte es ein massgebendes Valideneinkommen von Fr. 70'669.- und - unter Gewährung eines Abzugs vom Tabellenlohn im Sinne von BGE 129 V 472 in der Höhe von 10 % - ein Invalideneinkommen von Fr. 30'495.-. Der so ermittelte Invaliditätsgrad von 57 % führt zu einem Anspruch auf eine halbe Rente. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Wahl des Tabellenlohnes zur Bemessung des Valideneinkommens sei bundesrechtswidrig. Zudem verstosse es gegen Bundesrecht, dass die Vorinstanz beim Invalideneinkommen keinen höheren als ein 10 %-iger Abzug vom Tabellenlohn vorgenommen habe.