Citation: 1B_453/2018 E. 4.5

4.5. Im angefochtenen Entscheid wird - im Wesentlichen zusammengefasst - Folgendes festgestellt: Vom 1. Januar 2006 bis 23. März 2012 habe die B.________ AG als externe Vermögensverwalterin für 608 Kunden der Beschwerdeführerin Aktiven in der Höhe von mehr als 242 Millionen Schweizerfranken verwaltet. Die B.________ AG habe damit geworben, eine Jahresrendite von 12-18 % zu erzielen. Bei der Aufnahme von Kundenbeziehungen habe die B.________ AG jeweils bei der Beschwerdeführerin für die Kunden (neben einem CHF-Konto) verschiedene Fremdwährungskonten eröffnet, darunter meistens ein auf kanadische Dollar lautendes (CAD-Konto). Das CAD-Konto sei in der Konteneröffnungsbestätigung der Beschwerdeführerin an die Kunden (wegen zeitlicher Verzögerungen durch die B.________ AG bei den Konteneröffnungen) "in aller Regel nicht aufgeführt worden". Die B.________ AG habe in der Folge per FAX zahlreiche Zahlungsaufträge zulasten der CAD-Konten ihrer Kunden bei der Beschwerdeführerin in Auftrag gegeben. Während auf den CHF-Konten regelmässig erhebliche Guthaben ausgewiesen worden seien, hätten sich auf den CAD-Konten erhebliche Sollpositionen akkumuliert. Es sei aufgrund der Untersuchungsergebnisse "unklar, ob die Kunden der B.________ AG um den Bestand der Sollsalden auf den CAD-Konten gewusst" hätten oder nicht. Nach den Feststellungen der FINMA hätten Organe der Beschwerdeführerin bereits seit 2007 die Sollpositionen der Kunden der B.________ AG innerhalb der Bank (informell, etwa per E-Mail-Austausch) thematisiert. Dabei sei "die B.________ AG als 'auffällig' bezeichnet" worden. "Erst am 4. August 2009" habe in der Folge eine interne Sitzung von Bankorganen stattgefunden, bei der die Geschäftsbeziehung mit der B.________ AG "diskutiert worden" sei. Dabei sei auf den Umstand hingewiesen worden, dass den ausgewiesenen hohen CHF-Kontensalden unterdessen zumeist "fast ebenso hohe Sollpositionen" auf den CAD-Konten gegenüber gestanden hätten, weshalb die Kunden netto nur noch "über geringe Vermögenswerte" bei der Bank verfügt hätten. "In der Folge" habe das Credit Office der Beschwerdeführerin in einer schriftlichen Stellungnahme festgehalten, dass "die Seriosität der B.________ AG nicht abschliessend beurteilt und Reputationsrisiken nicht ausgeschlossen" werden könnten. Am 18. Oktober 2009 sei in einer Konsumenten-Fachzeitschrift ein erster Artikel erschienen, in dem die hohen Gewinnversprechen bzw. Gewinnmeldungen der B.________ AG thematisiert worden seien. Weitere kritische Medienberichte seien gefolgt. Am 31. Januar 2010 habe die oben erwähnte Fachzeitschrift über den Fall eines Kunden der B.________ AG berichtet, dessen CAD-Konto einen hohen Sollsaldo aufgewiesen habe; ein Auszug über dieses Konto sei ihm (nach diesem Bericht) "nie zugestellt" worden. Weil "unbekannt gewesen sei, wie die B.________ AG selbst in Krisenjahren fast ununterbrochen Renditen zwischen 13 % und 21 % erzielt haben wolle, die B.________ AG keine Auskunft über ihr Geschäftsmodell gebe und überhöhte Gebühren" verrechne, "müsse" laut dem Medienbericht "von einer Anlage abgeraten" werden. Wie die Vorinstanz weiter darlegt, habe der Artikel vom 31. Januar 2010 "bankintern zirkuliert und alle relevanten Stellen innerhalb der Bank erreicht". Im Hinblick auf eine auf den 7. Juni 2010 terminierte bankinterne Sitzung habe das Credit Office der Beschwerdeführerin eine Aktennotiz an die Sitzungsteilnehmer versandt. Darin habe das Credit Office festgehalten, dass "die Bonität der B.________ AG nicht beurteilt und deren Seriosität gemäss den vorliegenden Medienberichten bezweifelt" werden müsse. Es sei "unklar, ob die Kunden von den bestehenden Kontoüberzügen und den Sollzinsen Kenntnis gehabt hätten". Insgesamt habe die Geschäftsbeziehung zur B.________ AG (laut Credit Office) "massive Reputations-, Compliance- und Delkredererisiken" aufgewiesen, weshalb sie nach Ansicht des Credit Office "nicht fortzuführen" gewesen sei. Die Abteilung Legal & Compliance der Bank sei von den verantwortlichen Organen der Beschwerdeführerin "erst am 1. Juli 2010 in die B.________ AG-Thematik involviert worden". Die Rechtsabteilung habe "festgestellt, dass die B.________ AG entgegen dem Willen ihrer Kunden" gehandelt habe und dass (anlässlich einer Stichprobe) eruiert worden sei, dass "Minus-Guthaben auf den CAD-Konten bei allen untersuchten Kunden" bestanden hätten, "ausser bei jenem, der die Kontoauszüge des CAD-Kontos direkt von der Bank" (und nicht von der B.________ AG) erhalten habe. Nach den bisherigen Untersuchungsergebnissen habe die Beschwerdeführerin damals "offenbar nie direkt bei ihren Kunden nachgefragt, ob sie Kenntnis vom Negativsaldo auf ihren CAD-Konten" gehabt hätten. Im Februar 2011 habe die Abteilung Legal & Compliance die verantwortlichen Organe nochmals auf in diesem Zusammenhang nicht beseitigte "Rechts- und Reputationsrisiken" hingewiesen. Insbesondere hätten die Compliance-Organe die verantwortlichen Leitungsorgane auf den "Verdacht" hingewiesen, "dass die B.________ AG eventuell ihre Kunden täuschte". "Spätestens" seit Februar 2011 hätten nach Ansicht der Vorinstanz somit Hinweise dafür bestanden, "dass sich die B.________ AG möglicherweise betrügerischer Machenschaften bediente" und dass sich auf von der Beschwerdeführerin geführten Konten "Gelder verbrecherischen Ursprungs" befanden. Gut ein Jahr später, im März 2012, sei die Beschwerdeführerin von einem ihrer Kunden "darauf hingewiesen worden, dass die ihnen von der B.________ AG vorgelegten Konto- und Guthabensanzeigen" nicht mit den Bankbelegen übereinstimmten. Am 28. März 2012 habe die Beschwerdeführerin bei der Aargauer Staatsanwaltschaft "Strafanzeige gegen Unbekannt wegen des Verdachts auf Urkundenfälschung erstattet und gleichzeitig die FINMA über diesen Umstand informiert" (angefochtener Entscheid, S. 7-11, E. 5.2-5.4).