Citation: 6B_1066/2021 E. 1.4

1.4. Die Behandlung der Berufung im schriftlichen Verfahren war gestützt auf Art. 406 Abs. 1 lit. c StPO zulässig, da unbestrittenermassen eine Übertretung Gegenstand des Verfahrens ist und im Berufungsverfahren keine Verurteilung für ein Verbrechen oder ein Vergehen möglich war. Der Vorinstanz ist auch keine Verletzung von Art. 6 Abs. 1 EMRK vorzuwerfen. Im vorliegenden Fall führte die erste Instanz eine öffentliche Verhandlung durch. Die Angelegenheit war sodann auch von geringerer Bedeutung, zumal der Beschwerdeführer zu einer Busse von Fr. 400.-- verurteilt wurde (vgl. Urteil 6B_211/2021 vom 2. August 2021 E. 5.3; vgl. E. 1.3.2 oben). Zwar hat der Beschwerdeführer den Sachverhalt bestritten. Wie die Vorinstanz aber zu Recht ausführt, war ihre Prüfungsbefugnis in tatsächlicher Hinsicht auf Willkür beschränkt (Art. 398 Abs. 4 StPO) und es war ihr möglich, die sich stellenden Fragen basierend auf die Akten zu beurteilen. Dem Beschwerdeführer ist auch nicht zu folgen, wenn er ausführt, die Vorinstanz hätte sich zwingend ein eigenes Bild von seiner äusseren Erscheinung machen müssen. Die erste Instanz hat eine öffentliche Verhandlung durchgeführt, sich einen persönlichen visuellen Eindruck des Beschwerdeführers gemacht und dabei nachvollziehbar begründet, weshalb sie die Identität des Beschwerdeführers mit dem Lenker nicht ausschliesst. In den Akten befindet sich sodann eine Kopie der Identitätskarte des Beschwerdeführers. Dazu kommt, dass die Vorinstanz für den Schuldspruch nicht einzig auf sein äusseres Erscheinungsbild abstellt, sondern dass hierfür insbesondere auch seine Haltereigenschaft und seine Aussagen entscheidend sind. Angesichts seiner bereits vorhandenen Aussagen war auch eine erneute Befragung des Beschwerdeführers nicht notwendig. In einer Gesamtwürdigung der Umstände erweist sich die Anordnung des schriftlichen Verfahrens durch die Vorinstanz als mit Art. 6 Abs. 1 EMRK vereinbar (vgl. BGE 147 IV 127 E. 2.3.2; 143 IV 483 E. 2.1.2; Urteil 6B_211/2021 vom 2. August 2021 E. 5.3). Die Rüge ist unbegründet.