Citation: 1B_5/2020 E. 1.3

1.3. Nach der Verhaftung der Beschwerdeführerin und ihres Komplizen waren für die Staatsanwaltschaft zunächst verschiedene Fragen offen zu früheren Ladendiebstählen, die auch von ihnen begangen worden sein könnten. Es war damit zu befürchten, dass sich die beiden in Freiheit absprechen und die Untersuchung behindern könnten. Das Obergericht hat kein Bundesrecht verletzt, indem es Kollusionsgefahr annahm. Da die weiteren Haftvoraussetzungen ohne weiteres erfüllt waren, erweist sich die Anordnung von Untersuchungshaft gegen die Beschwerdeführerin bis zur Konfrontationseinvernahme, nach der sie umgehend entlassen wurde, als rechtmässig. Die Beschwerde wäre somit bei summarischer Prüfung abzuweisen gewesen. Sie war indessen nicht von vornherein aussichtslos, und die Bedürftigkeit der Beschwerdeführerin scheint ausgewiesen, weshalb das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Vertretung gutzuheissen ist (Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG). Dementsprechend sind keine Kosten zu erheben, und der Anwalt der Beschwerdeführerin ist angemessen zu entschädigen.