Citation: 5A_668/2007 21.12.2007 E. 2

Unter Hinweis auf Art. 310 Abs. 1 ZGB ist das Kantonsgericht davon ausgegangen, dass das Kind den Eltern wegzunehmen und in angemessener Weise unterzubringen sei, wenn für dieses eine Gefährdung bestehe, der nicht anders begegnet werden könne. Bei der Beurteilung der Frage, ob das Kindeswohl gefährdet sei, müssten sämtliche Umstände des konkreten Falles berücksichtigt werden. Die Vorinstanz verweist sodann auf eine Reihe von Gefährdungsmeldungen, die namentlich von der Polizei, von verschiedenen Lehrkräften und vom Onkel von Z.________ (dem Bruder seines Vaters) ausgegangen seien, wie auch auf Berichte der Beiständin bzw. des schulpsychologischen Dienstes. Zusammenfassend hält sie fest, es ergäben sich daraus immer wieder die familiären Spannungen, die Unberechenbarkeiten im Verhalten der Beschwerdeführerin, die durch Z.________ miterlebten gewaltgeladenen Konflikte seiner Eltern, die Unklarheiten darüber, wo und bei wem Z.________ sich wie lange aufhalte, der auch immer wieder geäusserte Vorwurf des Knaben, er dürfe nicht draussen spielen und die Mutter schlage ihn, und die belastenden und gefährlichen Situationen, denen Z.________ wegen des Alkoholkonsums seines Vaters ausgesetzt gewesen sei. Es werde ferner immer wieder bemerkt, Z.________ sei ein liebenswürdiges und fröhliches Kind, jedoch seien mit der Zeit negative Veränderungen in seinem Verhalten und in seinen Leistungen festgestellt worden. Die involvierten Stellen erklärten, es liege eine Gefährdung der kindlichen Entwicklung vor, Z.________ brauche familienexterne Schonräume und müsse aus der ständigen Unruhe und dem gewalttätigen Klima herausgenommen werden. Auch finde sich immer wieder das Konzept, dass die Beschwerdeführerin nicht der Ansicht sei, etwas falsch zu machen, und oft unkooperativ sei. Selbst der Z.________ betreuende Psychotherapeut lic. phil. W.________ erkläre in seinem auf Ersuchen der Beschwerdeführerin erstellten Bericht, er könne ein Verbleiben des Knaben bei seiner Mutter nur unter der Bedingung unterstützen, dass es dieser gelinge, einen stabilen, sicherheitsvermittelnden und verlässlichen Rahmen zu schaffen. Mit der Feststellung, die Problematik liege im familiären Umfeld, nämlich in der Gewaltbereitschaft, im ambivalenten Verhalten beider Elternteile, in emotionalen Schwankungen, denen Z.________ ausgesetzt sei, im Spannungsverhältnis zwischen den Eltern und in der unklaren Situation, gelangte die Vorinstanz schliesslich zum Ergebnis, dass der angestrebte Zweck sich nicht durch eine mildere Massnahme als die Fremdplatzierung mit Obhutsentzug erreichen lasse.