Citation: 2C_77/2017 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz hat den Vertrag vom 26. September 2004 vorfrageweise als Darlehen mit Option zur Übernahme von Aktien statt Rückzahlung qualifiziert. Die Vorinstanz anerkannte zwar, dass die Vereinbarung einem Kaufvertrag über ein noch zu schaffendes Kaufobjekt ähnelte. Indes unterschied sich der Vertrag vom 26. September 2004 laut der Vorinstanz von einem solchen Rechtsgeschäft in einem wesentlichen Punkt: So war der Beschwerdeführer 1 zur Übernahme der Aktien an Stelle der Rückzahlung der Kapitalsumme zwar berechtigt, dazu aber nicht verpflichtet. Eine solche Übernahmepflicht wäre laut der Vorinstanz für die Qualifikation des Geschäfts als Kaufvertrag bzw. als Zahlung im Hinblick auf einen Kaufvertrag zwingend erforderlich gewesen. Zudem sah sich die Vorinstanz durch den Text des Treuhandvertrags vom 14. Januar 2005 in ihrer Sichtweise bestärkt. Erst in diesem Vertrag sei effektiv die Wandlung des Rechtsverhältnisses infolge Ausübung des Wandelrechts nachvollzogen und die Verzinsungspflicht aufgehoben worden. Damit hätten die Vertragsparteien zu jenem Zeitpunkt noch einmal klar zum Ausdruck gebracht, dass sie sich über den Bestand des Darlehensvertrags und der Verzinsungspflicht stets einig gewesen seien.