Citation: 4A_339/2023 E. 1.3.3

1.3.3. Der Beschwerdeführer argumentiert schliesslich, die angefochtene Verfügung sanktioniere ihn unrechtmässig für seine korrekte journalistische Tätigkeit. Er habe seine journalistischen Pflichten nach den Richtlinien des Schweizer Presserats befolgt und dem Beschwerdegegner vor der Publikation die Möglichkeit gegeben, zu den zu publizierenden Aussagen Stellung zu nehmen, was er nicht zwingend hätte tun müssen, zumal es sich um direkte oder sinngemässe Aussagen handle, die in der Vergangenheit bereits publiziert und unangefochten gewesen und heute online abrufbar seien. Die in der Folge auf Gesuch des Beschwerdeführers hin angeordneten Massnahmen, die seine korrekte journalistische Tätigkeit sanktionierten, hätten eine abschreckende Wirkung für seine künftige journalistische Tätigkeit, selbst wenn das ordentliche Verfahren durchgeführt werde und er in diesem obsiegen würde. "Dieses Verfahren" beeinflusse seine Arbeitsweise, die Subjekte seiner Recherche mit Aussagen zu konfrontieren, und seine journalistische Tätigkeit an sich. Wenn er nun nach jeder Anhörung der von seiner Recherche betroffenen Person mit einem Verfahren um vorsorgliche Massnahmen rechnen müsse, beeinflusse dies die Wahl seiner Themen und seine Arbeitsweise. Dies habe auch Auswirkung auf andere Journalisten und führe schlussendlich dazu, dass nicht mehr frei und kritisch über Themen geschrieben werde, die für die Öffentlichkeit aktuell und von Relevanz seien. Auch damit vermag der Beschwerdeführer offensichtlich nicht aufzuzeigen, dass ihm durch den angefochtenen Entscheid ein nicht wieder gutzumachenden Nachteil nach Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG droht, wenn er nicht auf die vorliegende Beschwerde hin aufgehoben würde. Die Vorinstanz erachtete es im Sinne von Art. 261 Abs. 1 ZPO für glaubhaft, dass die geplanten streitbetroffenen Äusserungen unlauter seien, mithin der Beschwerdegegner dadurch in seinen Rechten verletzt würde, und dass diesem durch deren Publikation schwere, nicht leicht wieder gutzumachender Nachteile entstehen würden. Sie verbot deshalb die Äusserungen vorsorglich, d.h. für die Dauer des Hauptklageverfahrens. Der angefochtene Entscheid sanktioniert damit keine "korrekte journalistische Tätigkeit" des Beschwerdeführers, sondern schützt den Beschwerdegegner vorsorglich vor einer drohenden Rechtsverletzung. Ebensowenig hindert er den Beschwerdeführer in irgend einer Weise daran, künftig eine korrekte journalistische Tätigkeit auszuüben. Wenn der Beschwerdeführer etwas Gegenteiliges behauptet, entspringt dies bloss seinem persönlichen Empfinden und kann nicht als drohender nicht wieder gutzumachender Nachteil ausgegeben werden. Von vornherein kann sich der Beschwerdeführer zur Begründung eines solchen nicht auf die angebliche "Auswirkung" des Entscheids auf andere Journalisten berufen.