Citation: 9C_513/2020 E. 3.2

3.2. Sodann trifft zwar zu, dass Verwaltung und Sozialversicherungsgericht den massgeblichen Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären und die Beweise frei zu würdigen haben. Indes ist dabei die versicherte Person zur Mitwirkung verpflichtet (Art. 43 bzw. Art. 61 lit. c ATSG). Angesichts der seit dem Vorbescheid bekannten konkreten Beweiswürdigung der Verwaltung (gemäss Vorbescheid vom 26. Juli 2018 insbesondere: Teilerwerbstätigkeit von 90 % ohne Aufgabenbereich im Gesundheitsfall und Invalideneinkommen von Fr. 63'374.60 für ein 50 %-Pensum in angepasster Tätigkeit beim bisherigen Arbeitgeber) hätte es dem Beschwerdeführer oblegen, die erstmals vor Bundesgericht vorgetragenen tatsächlichen Ausführungen zu den genauen Umständen der Pensumsreduktion im Jahr 2013 sowie zu seinem tatsächlich erzielten bzw. erzielbaren Invalideneinkommen gegenüber dem kantonalen Gericht zu substanziieren. Da dazu nicht erst der vorinstanzliche Entscheid Anlass gegeben hat, sind diese unechten Noven vor Bundesgericht zum vornherein unzulässig (Art. 99 Abs. 1 BGG). Dass sich die Verhältnisse seit Verfügungserlass (29. November 2018) - auch jene hypothetischer Art bezüglich der Frage, ob der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall wieder zu 100 % erwerbstätig wäre - geändert haben mögen, ist praxisgemäss nicht in diesem Verfahren zu beurteilen (zur Massgeblichkeit des Sachverhalts im Zeitpunkt des Verfügungserlasses vgl. etwa BGE 144 V 224 E. 6.1.1 S. 232).