Citation: 9C_282/2018 E. 3.1

3.1. Streitig und zu prüfen ist, ob das kantonale Gericht Bundesrecht verletzte, indem es die Rechtmässigkeit der von der Beschwerdeführerin am 17./19. Oktober 2017 infolge schuldhafter Verletzung der Auskunfts- und Mitwirkungspflichten durch den Beschwerdegegner verfügten Leistungseinstellung grundsätzlich bejaht, diese aber ab dem Zeitpunkt des Einreichens der noch ausstehenden Unterlagen am 10. November 2017 als aufgehoben beurteilt hat mit der Anweisung, die bisherigen Rentenleistungen seien ab diesem Zeitpunkt während des fortzuführenden Revisionsverfahrens weiter auszurichten. Zu präzisieren ist hierbei, dass die Beschwerdeführerin die Aufhebung der Rente am 17./19. Oktober 2017 erst auf das Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats, d.h. auf 30. November 2017, verfügt hat. Es handelt sich daher nicht, wie im kantonalen Entscheid festgehalten, um eine "sofortige Leistungseinstellung". Der vorinstanzliche Schluss, die Leistungen seien ab 10. November 2017 weiterhin auszurichten, ist somit für den Zeitraum bis Ende November 2017 unbestritten. Zu beurteilen ist nachstehend vielmehr, ob die Aufhebung der Leistungseinstellung auf Ende November 2017 gerechtfertigt ist oder ob, so die Auffassung der Beschwerdeführerin, die Rentenleistungen wie von ihr verfügt ab 1. Dezember 2017 einzustellen sind und die Nachreichung der ausstehenden Dokumente durch den Beschwerdegegner am 10. November 2017 im Sinne einer Neuanmeldung (mit nachfolgender neuerlicher Abklärung des Leistungsanspruchs) interpretiert werden muss.