Citation: U 466/06 22.08.2007 E. 3

3.1 Die Vorinstanz ging im Wesentlichen gestützt auf die Berichte des SUVA-Kreisarztes Dr. med. G.________ vom 27. Februar 2003, 12. August 2003 und 6. Juni 2005 sowie des Dr. med. L.________ vom 25. September 2003 davon aus, dass im Zeitpunkt der Einstellung der Leistungen aus dem Unfall vom 16. Dezember 2002 per Ende Juli 2005 noch gewisse somatische Beschwerden vorlagen, die jedoch einerseits mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 20. Mai 2001 zurückzuführen seien und unter Berücksichtigung derer andrerseits ein ganztägiger Einsatz für leichte bis mittelschwere körperliche Aktivitäten ohne Arbeiten mit der Schulter über der Horizontalen sowie ohne schnelle, repetitive, kraftverlangende Rotationsbewegungen der Schulter und ohne Arbeiten in Zwangshaltung des Kopfes oder schnelle, repetitive Bewegung verlangende Tätigkeiten möglich seien. Was die im Sommer 2005 vorhandenen psychischen Beschwerden anbelangt, kam das kantonale Gericht zum Schluss, dass diese - selbst wenn sie teilweise unfallbedingt seien - mangels adäquaten Kausalzusammenhangs zu einem der Unfallereignisse keinen Leistungsanspruch gegenüber der Unfallversicherung begründen würden. Die Adäquanz prüfte es nach den von der Rechtsprechung für Unfälle mit psychischen Folgeschäden, nicht nach den für ein HWS-Schleudertrauma aufgestellten Kriterien. Unter Berücksichtigung der unfallkausalen somatischen Restbeschwerden bestätigte die Vorinstanz den von der SUVA vorgenommenen Einkommensvergleich und den daraus resultierenden unfallbedingten Invaliditätsgrad von 19 % sowie die zugesprochene, auf einer Integritätseinbusse von 5 % basierenden Integritätsentschädigung. 3.2 Der Beschwerdeführer macht demgegenüber geltend, eine kombinierte, vernetzte Beurteilung der Folgen der beiden Unfälle vom 20. Mai 2001 und 16. Dezember 2002 würde zu einem andern Ergebnis führen. Der natürliche Kausalzusammenhang zwischen der physischen und psychischen Arbeitsunfähigkeit und den beiden Unfällen sei unbestritten. Bei der Beurteilung der adäquaten Kausalität zwischen der psychisch mitbedingten Arbeitsunfähigkeit von 50 % und den Unfallereignissen sei die Vorinstanz zu Unrecht nicht nach den Kriterien der Rechtsprechung für Schleudertraumas vorgegangen, da das Vorliegen des typisch bunten Beschwerdebildes ärztlich bestätigt worden sei. Von den sieben Kriterien der sogenannten Schleudertraumapraxis seien vier klarerweise erfüllt, so die lange Dauer der Behandlung, Dauerbeschwerden, ein schwieriger Heilungsverlauf sowie eine lange Dauer hoher Arbeitsunfähigkeit. Die adäquate Kausalität des letzten Unfalls und erst recht der beiden Unfälle in ihrem Zusammenwirken an der 50%igen psychischen Arbeitsunfähigkeit wären daher zu bejahen, was zusammen mit der somatischen Beeinträchtigung von 18 % zu einem unfallbedingten Invaliditätsgrad von 50-60 % und einem entsprechend höheren Anspruch gegenüber der Unfallversicherung führen würde. Auch die zugesprochene Integritätsentschädigung berücksichtige einseitig die Schulterbeschwerden und wäre unter Berücksichtigung des grossen Verlusts der Konzentrationsfähigkeit sowie der persistierenden somatoformen Schmerzen auf 25 % zu erhöhen.