Citation: 9F_19/2024 E. 3.2

3.2. Der Gesuchsteller macht weiter geltend, dass Vorschriften über die Bildung des Spruchkörpers verletzt worden seien. Da über eine Frage von grundsätzlicher Bedeutung entschieden worden sei, hätte eine Fünferbesetzung aufgestellt werden müssen. Der Gesuchsteller berücksichtigt bei seinem Anliegen nicht, dass eine richtige Besetzung im Sinne von Art. 20 BGG - sei dies in Bezug auf das Urteil 9F_14/2024 vom 23. August 2024 oder bereits für das Urteil 9C_239/2024 vom 7. Mai 2024 - nicht auf dem Wege einer Revision gerügt werden kann. Die Revision steht nicht zur Verfügung, wenn - wie hier - geltend gemacht wird, das Bundesgericht hätte in der Besetzung mit fünf Richtern oder Richterinnen und nicht in Dreierbesetzung urteilen müssen, weil es über eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung entschieden habe (Art. 20 Abs. 2 BGG). Vorliegend geht es nicht um die richtige Anwendung von Verfahrensvorschriften, denn ob dem Besetzungsentscheid zugrunde liegenden materiellrechtlichen Überlegungen zutreffen, kann nicht Gegenstand einer Revision bilden (vgl. Urteile 4F_20/2013 vom 11. Februar 2014 E. 4; 4F_7/2010 vom 29. Juni 2010 E. 6; ELISABETH ESCHER, in: Kommentar BGG, a.a.O., N. 5 zu Art. 121 BGG; YVES DONZALLAZ, Commentaire de la LTF, 3e éd. 2022, N. 23 zu Art. 20 LTF).