Citation: 1C_57/2023 E. 3.4.1

3.4.1. Die Beschwerdeführer erachten die vorinstanzliche Bedarfsabklärung als unzureichend. Sie rügen zunächst, der Miet- oder Kaufpreis der Wohnung sei nach wie vor unbekannt. Es sei nicht nachgewiesen, dass sich dieser in einem für einen Hauswart bzw. eine Hauswartin finanzierbaren Rahmen belaufe. Dass es sich beim Bauvorhaben um eine bezahlbare Wohnung handle, sei eine unbelegte und damit willkürliche Vermutung der Vorinstanz. Hinsichtlich der Bedarfsabklärung gilt der Beweisgrad der Glaubhaftmachung (vgl. vorne E. 3.1.2). Ein strikter Nachweis - wie von den Beschwerdeführern verlangt - ist daher nicht erforderlich. Das angefochtene Urteil äussert sich zwar nicht zu den Kosten oder zum Ausbaustandard der 4.5-Zimmer-Wohnung. Die Beschwerdeführer bringen aber selber vor, beim Bauvorhaben handle es sich um eine kleine "Bunkerwohnung", die nicht mit grossen, luxuriösen Bauten im Suvretta-Gebiet verglichen werden könne. Nach der verbindlichen Darstellung der Vorinstanz ist glaubhaft gemacht, dass die Dienstwohnung an die Anstellung eines Hauswarts bzw. einer Hauswartin gekoppelt ist (vgl. vorne E. 3.2.2). Bei solchen Dienstwohnungen berechnet sich der Mietpreis regelmässig nicht oder zumindest nicht ausschliesslich nach dem örtlichen Mietzinsniveau, sondern bestimmt sich nach den arbeits- und mietvertraglichen Vereinbarungen im Einzelfall (vgl. BGE 131 III 566; Urteile 4A_102/2013 vom 17. Oktober 2013; 4A_88/2013 vom 17. Juli 2013; vgl. auch: RICHARD PÜNTENER, in: Mietrecht für die Praxis, 10. Aufl. 2022, S. 51 f. Rz. 2.3.2). Der noch vertraglich zu vereinbarende Preis ist für die vorliegende Beurteilung daher von untergeordneter Bedeutung. Dass die Vorinstanzen von einer Dienstwohnung im tiefen Preis-/Mietsegment ausgingen, ist unter Willkürgesichtspunkten somit nicht zu beanstanden.