Citation: 5A_969/2019 E. 5.2.1

5.2.1. In Bezug auf die behauptete Alkoholproblematik des Kindsvaters erwog das Kantonsgericht zusammengefasst und soweit vorliegend relevant, dass sich den Akten nichts entnehmen lasse und sich auch keine konkreten Hinweise darauf finden, dass der Kindsvater Alkohol bzw. Betäubungsmittel in einem Ausmass konsumieren würde, das eine Verweigerung, seine beiden Kinder besuchen zu können, rechtfertigen würde. Auch die Gutachterin führte in ihrem Schreiben vom 14. Februar 2017 auf Ergänzungsfrage hin aus, sie hätte aufgrund der psychiatrisch-psychologischen Untersuchungen im Rahmen der Exploration, der Aktenlage und ihres klinischen Eindrucks keine Hinweise dafür gehabt, dass ein allfällig vorliegender und übermässiger Alkoholkonsum die Erziehungsfähigkeit des Kindsvaters einschränken würde. Mit Ausnahme der Behauptung der Kindsmutter und von Personen aus ihrer Verwandtschaft deute gemäss Bezirksgericht nichts auf ein im vorliegenden Kontext ernst zu nehmendes Alkohol- und Betäubungsmittelproblem des Kindsvaters hin, weshalb auf die Anordnung einer Haaranalyse bzw. die Einvernahme von Zeugen zu verzichten sei.