Citation: 1B_600/2022 E. 2.2.3

2.2.3. Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, es könne nicht sein, dass die Vorinstanz "nicht ohne triftige Gründe von psychiatrischen Gutachten abweichen" dürfe, aber gleichzeitig auf ein Gutachten "unter Vorbehalt" abstelle. Somit könnte er sich gar nicht ernsthaft gegen ein solch schwammiges Gutachten zur Wehr setzen. Er habe zum Vorabgutachten vertieft Stellung genommen und bei der Vorinstanz kein Gehör gefunden. Diesen Vorbringen des Beschwerdeführers kann nicht gefolgt werden, scheint er sich doch selber zu widersprechen, wenn er einerseits vorbringt, sich gegen ein "solch schwammiges Gutachten" nicht zur Wehr setzen zu können, und andererseits, dass er dazu vertieft Stellung genommen habe. In Bezug auf die vom Beschwerdeführer gegen das Gutachten erhobenen Einwände hat die Vorinstanz auf die ausführlichen Erwägungen des Zwangsmassnahmengerichts verwiesen. Dass der Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfahren andere oder weitere Einwände gegen das Gutachten erhoben habe, die von der Vorinstanz unbeachtet geblieben seien, legt er nicht dar. Auch bemängelt er weder die Erwägungen des Zwangsmassnahmengerichts, auf die die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid verwiesen hat, noch macht er geltend, dass bei ihm - entgegen der vorinstanzlichen Schlussfolgerung - nicht von einer sehr ungünstigen Rückfallprognose auszugehen sei. Vor diesem Hintergrund ist weder eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) dargetan noch weshalb die Vorinstanzen nicht auf das Gutachten hätten abstellen dürfen. Sie haben zu Recht erwogen, ein Gericht dürfe nicht ohne triftige Gründe von psychiatrischen Gutachten abweichen (vgl. Urteile 6B_93/2022 vom 24. November 2022 E. 2.3.4; 6B_536/2021 vom 2. November 2022 E. 3.3; je mit Hinweisen). Daraus, dass es sich vorliegend "lediglich" um ein Kurzgutachten handelt, kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten.