Citation: 4A_604/2020 E. 4.5

4.5. Zum von der Beschwerdeführerin angestrebten Resultat (jede Überschreitung der veranschlagten Gesamtkosten jenseits der Toleranzgrenze ist zu ersetzen, solange die Beschwerdegegnerin nicht substanziiert, welche Mehrkosten durch die Beschwerdeführerin selber zu vertreten sind) käme man nur, wenn man aufgrund der Entstehungsgeschichte des Vertrages annehmen wollte, die Beschwerdegegnerin hätte darin unter Vorbehalt der Toleranzgrenze eine Bausummengarantie abgegeben (vgl. E. 3.3 hiervor). Diesbezüglich hat aber nach den insoweit unangefochtenen Feststellungen im angefochtenen Entscheid bereits das Bezirksgericht festgehalten, auch die Beschwerdeführerin selber gehe nicht vom Spezialfall einer vereinbarten Bausummengarantie aus. Zudem wären die Voraussetzungen für die Annahme einer derart ausgestalteten Bausummengarantie nach dem Tatsachenvortrag der Beschwerdeführerin nicht erfüllt, da sich daraus nicht ergibt, die Beschwerdegegnerin habe klar und unmissverständlich zugesichert, sie übernehme unter Berücksichtigung der Toleranzgrenze sämtliche überschiessenden Kosten.