Citation: 6B_610/2024 E. 1.2.2

1.2.2. Zur Strafzumessung erwägt die Vorinstanz unter Bezugnahme auf das Bezirksgericht, dieses habe methodisch zutreffend eine Einsatzstrafe für sämtliche sexuellen Nötigungen zusammen ausgeschieden und anschliessend hinsichtlich des wiederum mehrfach begangenen Verstosses gegen Art. 187 StGB (sexuelle Handlungen mit Kindern) eine einheitlich bemessene Asperation vorgenommen. Dieses Vorgehen dränge sich umso mehr auf, als dem Beschwerdeführer eine kontinuierliche und gleichartige Delinquenz anzulasten sei, die sich über einen Tatzeitraum von mehreren Jahren ausschliesslich gegen den Geschädigten gerichtet habe. Insofern erscheine einzig eine Gesamtfreiheitsstrafe als sachgerecht. Hinsichtlich der objektiven Tatschwere bei den sexuellen Nötigungen falle ins Gewicht, dass sich die einzelnen Taten in regelmässiger Kadenz über einen Zeitraum von 9 Jahren erstreckt hätten. Das Spektrum an sexuellen Handlungen sei zwar breit. Mit Ausnahme der einmal erzwungenen oralen Befriedigung des Beschwerdeführers und des einmaligen analen Eindringens zum Nachteil des Geschädigten mit einer Kerze hätten die sexuellen Handlungen aber keinen beischlafsähnlichen Charakter gehabt. Zudem habe der Beschwerdeführer von sexuellen Praktiken abgesehen oder diese abgebrochen, wenn der Geschädigte seine Ablehnung deutlich genug gezeigt habe. Demgegenüber sei zu beachten, dass der Beschwerdeführer dem zu Beginn der Taten erst 9-jährigen Jungen kräftemässig eklatant überlegen gewesen sei. Er habe das ihm als Stiefvater entgegengebrachte Vertrauen krass missbraucht und seine Machtposition gegenüber dem Geschädigten und dessen von ihm abhängigen Familie perfide ausgenutzt, um sein minderjähriges Opfer sexuell gefügig zu machen. Ein komplett rücksichtsloses Verhalten könne ihm aber nicht vorgeworfen werden. Es sei weder erwiesen, dass er die Mutter des Geschädigten geheiratet habe, um sich an diesem zu vergehen, noch habe er gegen den Geschädigten Gewalt angewandt. Wenngleich die Taten damit nicht bagatellisiert werden sollen, erscheine die von der Erstinstanz auf 7 Jahre festgesetzte Einsatzstrafe, innerhalb des bis zu 10 Jahren reichenden Strafrahmens, als zu hoch. Aufgrund des als mittelschwer einzustufenden Verschuldens sei eine Einsatzstrafe von 5 Jahren angemessen. Dabei bleibe es auch unter Berücksichtigung der subjektiven Tatschwere. Der Beschwerdeführer habe zweifellos direktvorsätzlich und aus egoistischen Gründen gehandelt, wobei er die eigene Triebbefriedigung über das Wohl des Geschädigten gestellt und keinerlei Rücksicht auf den schädigenden Einfluss auf dessen Persönlichkeitsentwicklung genommen habe.