Citation: 5P.6/2004 12.03.2004 E. B

Auf Gesuch der Ehefrau vom 20. Dezember 2002 hin nahm die Eheschutzrichterin am Bezirksgericht St. Gallen (1. Abteilung) von der Berechtigung der Ehegatten zum Getrenntleben Vormerk. Sie unterstellte die Kinder der Obhut der Mutter und regelte den persönlichen Verkehr und die Unterhaltspflicht des Vaters gegenüber den Kindern. Sie verpflichtete den Ehemann zu Unterhaltszahlungen an die Ehefrau und wies ihr das Fahrzeug Peugeot 306 Combi zur ausschliesslichen Benutzung zu (Entscheid vom 17. Februar 2003). Die Ehegatten rekurrierten gegen den Eheschutzentscheid an das Kantonsgericht St. Gallen. Gegenstand beider Rekurse bildete das Besuchs- und Ferienbesuchsrecht. Die Ehefrau beantragte ferner höhere Unterhaltsbeiträge. Der Ehemann verlangte, die Unterhalts-beiträge und die Benutzung des Fahrzeugs neu zu regeln und die Gütertrennung anzuordnen. Während des Rekursverfahrens zog die Ehefrau mit den beiden Kindern zu ihrem neuen Lebenspartner nach Effretikon im Kanton Zürich. Der Ehemann stellte deshalb Antrag, ihm die Obhut über die beiden Kinder zuzuweisen. Der Einzelrichter im Familienrecht bewilligte dem Vater gegenüber den beiden Kindern ein Besuchsrecht an den ersten drei Wochenenden im Monat - von Freitag, 18.00 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr, am ersten und dritten bzw. bis Samstag, 18.00 Uhr, am zweiten Wochenende - sowie ein Ferienbesuchsrecht von vier Wochen im Jahr (Ziff. 1). Zur Begleitung des persönlichen Umgangs ordnete er eine Erziehungsbeistandschaft an (Ziff. 2). Die Unterhaltsbeiträge setzte er fest für die beiden Kinder auf je Fr. 1'400.-- (zuzüglich Kinderzulagen) ab Anfang November 2002 und für die Ehefrau auf Fr. 2'370.-- von November 2002 bis Dezember 2003 und auf Fr. 1'550.-- ab Januar 2004. Die erhaltenen Boni beider Ehegatten wurden im Verhältnis von zwei Dritteln für die Ehefrau und einem Drittel für den Ehemann aufgeteilt (Ziff. 3). Auf die Begehren betreffend Änderung der Obhut und Anordnung der Gütertrennung trat der Einzelrichter nicht ein (Ziff. 4). Er hielt sodann fest, der erstinstanzliche Eheschutzentscheid bleibe betreffend Getrenntleben, Obhutszuteilung, Fahrzeugbenutzung und Kosten unverändert (Ziff. 5 des Entscheids vom 18. November 2003).