Citation: 8C_671/2009 23.12.2009 E. 5.2

5.2.1 Für die Ermittlung des hypothetischen Verdienstes, den die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen hätte erzielen können (Valideneinkommen), ist entscheidend, was sie im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns (vgl. BGE 129 V 222 E. 4.3.1 S. 224) auf Grund ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen. Da nach empirischer Feststellung in der Regel die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des Valideneinkommens grundsätzlich der letzte vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielte, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepasste Verdienst (BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325; 129 V 222 E. 4.3.1 S. 224 mit Hinweisen). Angesichts der in Art. 25 Abs. 1 IVV vorgeschriebenen Parallelisierung der IV-rechtlich massgebenden hypothetischen Vergleichseinkommen mit den AHV-rechtlich beitragspflichtigen Einkommen kann das Valideneinkommen Selbstständig- (Urteil 9C_428/2009 vom 13. Oktober 2009 E. 3.2.1 mit Hinweisen) wie auch Unselbstständigerwerbender (Urteil 9C_111/2009 vom 21. Juli 2009 E. 2.1.2 mit Hinweisen) grundsätzlich auf der Basis der Einträge im Individuellen Konto bestimmt werden. Weist das bis Eintritt der Invalidität erzielte Einkommen starke und verhältnismässig kurzfristig in Erscheinung getretene Schwankungen auf, ist dabei auf den während einer längeren Zeitspanne erzielten Durchschnittsverdienst abzustellen (Urteil 8C_576/2008 vom 10. Februar 2009 E. 6.2 mit Hinweisen, in: SVR 2009 IV Nr. 28 S. 79). 5.2.2 Die Beschwerdegegnerin zog die in den Jahren 2001 bis 2003 vor der im April 2004 erlittenen Hirnblutung vom Beschwerdeführer gemäss IK-Auszug bei der Firma Z.________ GmbH erwirtschafteten Einkommen in Höhe von Fr. 61'625.-, Fr. 61'558.- sowie Fr. 65'780.- heran und ermittelte - infolge der nicht unerheblichen Schwankungen in der Einkommenserzielung - einen entsprechenden Durchschnittswert von Fr. 62'987.-. Diesen Betrag rechnete sie anhand des Nominallohnindexes auf das Jahr 2005 (frühestmöglicher Rentenbeginn) hoch und gelangte so zu einem Valideneinkommen von Fr. 64'157.-. Das kantonale Gericht setzte sich in der Folge eingehend mit den vom Versicherten dagegen vorgebrachten Einwendungen auseinander und legte dar, weshalb der von der Verwaltung gewählte Ansatz als sachgerechte Lösung überzeuge. Namentlich werde dadurch einerseits den jährlichen Schwankungen an geleisteten Überstunden und anderseits dem Umstand, dass die Überstunden jeweils erst im Folgejahr ausbezahlt worden seien, ausgleichend Rechnung getragen. Diese - auf einer konkreten Beweiswürdigung beruhenden und daher tatsächlichen - Feststellungen sind vor dem Hintergrund der vor dem Bundesgericht erhobenen Rügen, welche sich im Wesentlichen in einer Wiederholung der bereits vorinstanzlich geltend gemachten Argumente erschöpfen, weder als offensichtlich unrichtig zu werten, noch verletzen sie Bundesrecht. Insbesondere vermag der Beschwerdeführer nicht aufzuzeigen, inwiefern die verabgabten Einkünfte erheblich vom tatsächlich erzielten Verdienst abweichen sollten. Ebenso wenig ist erstellt, dass auf Grund der per 1. Januar 2004 bei der ehemaligen Arbeitgeberin vorgenommenen Veränderung der Vergütungsstruktur (Stunden- statt Monatslohnbasis) ein höheres Valideneinkommen resultierte, diente der Systemwechsel nach den in allen Teilen überzeugenden und nachvollziehbaren Erläuterungen des kantonalen Gerichts doch einzig dazu, die komplizierte Nachzahlung von geleisteten Überstunden zu umgehen, indem ab dem Jahr 2004 die tatsächlich in einem Monat angefallenen Arbeitsstunden jeweils sofort abgerechnet werden konnten. Anhaltspunkte dafür, dass die vormalige Arbeitgeberin damit eine Lohnerhöhung bezweckte, sind weder aus den Akten erkennbar, noch ist der Beschwerdeführer in der Lage, solche mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit darzutun. Schliesslich lässt auch die auf 1. Januar 2007 erfolgte Erhöhung des Stundenlohnes von Fr. 25.- auf Fr. 26.- keine Rückschlüsse auf eine bis zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses (vom 11. Januar 2008) eingetretene erhebliche, rentenwirksame Modifizierung der lohnrelevanten Verhältnisse zugunsten des Versicherten zu, deckt sich die entsprechende Steigerung doch in etwa mit der im Zeitraum von 2003 bis 2007 im Baugewerbe eingetretenen Nominallohnentwicklung (und wäre daher auch im Rahmen der Ermittlung des Einkommens, welches der Beschwerdeführer trotz seiner gesundheitlichen Beeinträchtigungen zumutbarerweise noch zu erzielen vermöchte [Invalideneinkommen], zu berücksichtigen). Selbst wenn im Übrigen auf das gemäss IK-Auszug 2003 in Höhe von Fr. 65'780.- erarbeitete Einkommen abgestellt, dieses - um die Nominallohnentwicklung bereinigt (2004: 0,4 %; 2005: 1,1 %; Die Volkswirtschaft, 6/2009, S. 87, Tabelle B10.2, Sektor F [Baugewerbe]) - für das Jahr 2005 auf Fr. 66'769.60 hochgerechnet und als massgebliches Valideneinkommen dem Invalideneinkommen gegenübergestellt würde, ergäbe sich daraus kein anspruchsbegründender Invaliditätsgrad (vgl. E. 5.3.2 in fine hiernach). 5.3 Zur Bemessung des Invalideneinkommens wurde - in letztinstanzlich zu Recht dem Grundsatze nach unbeanstandet gebliebener Weise - die vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebene Lohnstrukturerhebung (LSE) 2004 herangezogen und gestützt auf deren Tabelle TA1 (Privater Sektor), wonach der monatliche männliche Durchschnittslohn bei Anforderungsniveau 4 des Arbeitsplatzes (einfache und repetitive Tätigkeiten) bei Fr. 4588.- liegt (S. 53), ein hypothetischer (Jahres-)Lohn, aufindexiert (2005; Die Volkswirtschaft, a.a.O., S. 87, Tabelle B10.2, Nominal total, Männer [0,85 %]) und unter Beachtung der durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit (2005; Die Volkswirtschaft, a.a.O., S. 86, Tabelle B9.2, Total [41,6 Stunden]), von Fr. 46'201.- bei einer 80%igen erwerblichen Leistungsfähigkeit ermittelt. Diesen Betrag reduzierte die Beschwerdegegnerin, bestätigt durch die Vorinstanz, um einen leidensbedingten Abzug in Höhe von 5 %, woraus sich ein Invadeneinkommen von Fr. 43'891.- ergab. 5.3.1 Soweit der Beschwerdeführer die Höhe des bei der Bestimmung des Invalideneinkommens zugebilligten leidensbedingten Abzuges von 5 % bemängelt, ist zunächst festzuhalten, dass das Ausmass eines solchen Abzuges eine typische Ermessensfrage beschlägt, welche im Lichte der dem Bundesgericht zukommenden Kognition (E. 1 hievor) letztinstanzlicher Korrektur nur mehr dort zugänglich ist, wo das kantonale Gericht sein Rechtsermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hat, wo also Ermessensüberschreitung, -missbrauch oder -unterschreitung vorliegt (BGE 132 V 393 E. 2.2 S. 396 und E. 3.3 S. 399). Ermessensmissbrauch kann angenommen werden, wenn die Behörde zwar im Rahmen des ihr eingeräumten Ermessens bleibt, sich aber von unsachlichen, dem Zweck der massgebenden Vorschriften fremden Erwägungen leiten lässt oder allgemeine Rechtsprinzipien, wie das Verbot von Willkür und von rechtsungleicher Behandlung, das Gebot von Treu und Glauben sowie den Grundsatz der Verhältnismässigkeit verletzt (BGE 130 III 611 E. 1.2 S. 615 und 123 V 150 E. 2 S. 152, je mit Hinweisen). Ob überhaupt ein (behinderungsbedingt oder anderweitig begründeter) Abzug nach Massgabe der Grundsätze von BGE 126 V 75 vorzunehmen ist, lässt sich als Rechtsfrage nur bejahen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer Kriterien ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auch auf dem ausgeglichenen allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Erfolg erwerblich verwerten kann (Urteil 8C_778/2007 vom 29. Mai 2008 E. 5.2 mit Hinweisen). Praxisgemäss ist durch einen entsprechenden Abzug vom Tabellenlohn der Tatsache Rechnung zu tragen, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes der versicherten Person haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/aa S. 323). Der Abzug ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf maximal 25 % betragen (BGE 126 V 75 E. 5b/aa-cc S. 79 ff.). 5.3.2 Indem das vorinstanzliche Gericht in Bestätigung der Verwaltung einen 5%igen leidensbedingten Abzug zugestand, hat es den konkreten Gegebenheiten, die beim Beschwerdeführer als abzugsrelevant in Betracht fallen können (Einschränkung in ergonomischer Hinsicht [nur mehr körperlich leichte Arbeiten ohne schweres Heben, ohne Überkopf-Arbeiten und ohne Tätigkeiten, die ein sicheres und belastbares Stehen und Gehen erfordern, zumutbar]), hinreichend Rechnung getragen. Andere einkommensbeeinflussende Faktoren fallen, wie im angefochtenen Entscheid einlässlich und überzeugend dargelegt wurde, nicht entscheidend ins Gewicht und sind insbesondere nicht derart gravierend, als dass der Beschwerdeführer deswegen negative Auswirkungen auf die Lohnhöhe zu gewärtigen hätte. Die in der Beschwerdeschrift dagegen erhobenen Einwendungen lassen den vorinstanzlich angenommenen Abzug nicht als ermessensmissbräuchlich erscheinen, sodass der kantonale Entscheid einer Überprüfung durch das Bundesgericht auch unter diesem Aspekt standhält. Aus der Gegenüberstellung von Validen- (Fr. 64'157.-) und Invalideneinkommen (Fr. 43'891.-) ergibt sich ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad für das Jahr 2005 von 32 % (zu den Rundungsregeln: BGE 130 V 121) bzw. - bei Annahme eines Validenverdienstes von Fr. 66'769.60 - von 34 %. Anhaltspunkte für eine erhebliche Veränderung der Vergleichsgrössen bis zum Erlass der Verfügung vom 11. Januar 2008 bestehen nicht (vgl. E. 5.2.2 hievor), weshalb es beim vorinstanzlichen Entscheid sein Bewenden hat.