Citation: 2C_620/2021 E. 3.3.1

3.3.1. Fragwürdig erscheint, ob - bei Berücksichtigung der im Urteil 2C_549/2021 vom 3. September 2021 entwickelten Grundsätze - die vor der Vorinstanz angefochtene Haftverfügung als hinreichend begründet gelten kann. Das Bundesgericht hat im entsprechenden Urteil festgehalten, dies sei nicht (mehr) der Fall, wenn die Behörde einzig die einschlägigen Gesetzesartikel nenne, der massgebliche Sachverhalt aus den Akten zusammengestellt werden müsse und keine minimal motivierte Subsumption unter die einschlägigen Bestimmungen erfolge. Dies gelte auch dann, wenn das Haftgericht die Rechtmässigkeit der Haft unter sämtlichen Aspekten frei prüfe und es keine Punkte unberücksichtigt lasse (vgl. Urteil 2C_549/2021 vom 3. September 2021 E. 3.4.3; BGE 142 I 135 E. 2.3). Die Begründung des Haftentscheids muss so abgefasst sein, dass sich der Betroffene über dessen Tragweite Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinn müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sie ihren Entscheid stützt (BGE 142 I 135 E. 2.1; 136 I 229 E. 5.2; 134 I 83 E. 4.1; Urteil 2C_549/2021 vom 3. September 2021 E. 3.3.2).