Citation: 8C_605/2007 04.11.2008 E. 4

4.1 Aufgrund des Unfallgeschehens und der in der (unmittelbaren) Folge erhobenen Befunde ist äusserst fraglich, ob die Beschwerdeführerin beim Unfall vom 1. Februar 2001 ein HWS-Schleudertrauma bzw. eine diesem äquivalente Verletzung erlitten hat (vgl. BGE 134 V 109 E. 6.2 S. 116 f. und E. 9 S. 121). Im Zentrum C.________-Gutachten vom 28. September 2004 wurde immerhin das Vorliegen der entsprechenden typischen Beschwerden bestätigt und zudem eine Commotio cerebri als Unfallfolge diagnostiziert. Indessen kann diesbezüglich auf weitere Abklärungen verzichtet werden (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 3c), wie sich aus den nachstehenden Erwägungen ergibt. 4.2 Der Hausarzt Dr. med. G.________, Allg. Medizin FMH, ging bereits im Bericht vom 5. März 2001, mithin knapp einen Monat nach dem Unfall vom 1. Februar 2001, von einer posttraumatischen Belastungsstörung aus. Das Spital B.________ stellte im Bericht vom 4. April 2001 die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung nach Verkehrsunfall mit cerviko-thorakalem Schmerzsyndrom und schwerer depressiver Störung. Die Klinik A.________ diagnostizierte im Austrittsbericht vom 22. Mai 2001 aufgrund einer psychiatrischen Abklärung der Versicherten unter anderem eine Anpassungsstörung mit gemischter Störung von Gefühlen und Sozialverhalten (ICD-10: F43.25); weiter wurde ausgeführt, das ausgedehnte Schmerzsyndrom zusammen mit beklagten vegetativen und kognitiven Störungen werde von der psychosomatischen Diagnose überlagert. Aus diesen Arztberichten und dem Zentrum C.________-Gutachten vom 28. September 2004 (E. 3.2 hievor) ergibt sich insgesamt, dass die psychische Problematik schon kurz nach dem Unfall vom 1. Februar 2001 bis zum massgebenden Zeitpunkt des Fallabschlusses auf Ende Juli 2001 bzw. des Erlasses des Einspracheentscheides (10. August 2005; BGE 129 V 167 E. 1 S. 169) sehr ausgeprägt war. Unter den gegebenen Umständen ist davon auszugehen, dass bei der Versicherten ein eigenständiges psychisches Leiden vorliegt, das nicht zum typischen, einer Differenzierung kaum zugänglichen somatisch-psychischen Beschwerdebild nach einem allfällig erlittenen HWS-Schleudertrauma bzw. einer äquivalenten Verletzung gehört (vgl. BGE 134 V 109 E. 9.5 S. 126). Demnach ist die adäquate Kausalität nach der Praxis zu den psychischen Unfallfolgen, mithin unter Ausschluss psychischer Aspekte, zu prüfen (BGE 115 V 133 ff.; erwähntes Urteil 8C_33/2008, E. 6.2.2, und Urteil 8C_28/2008 vom 28. Juli 2008, E. 4.2). Weitere Erhebungen zur Frage der natürlichen Kausalität zwischen dem Unfall vom 1. Februar 2001 und den psychischen Beschwerden erübrigen sich. Denn selbst wenn diese zu bejahen wäre, fehlt es an der Adäquanz des Kausalzusammenhangs (E. 5 f. hienach; SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 3c; erwähntes Urteil 8C_33/2008, E. 6.2.3).