Citation: 6B_978/2023 E. 5.2.1

5.2.1. Die Vorinstanz erwägt, beim gewerbsmässigen Betrug sei hinsichtlich des objektiven Tatverschuldens zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer über einen Zeitraum von ca. acht Jahren delinquiert habe und sich der Deliktsbetrag auf über Fr. 8,5 Mio. belaufe. Er habe 28 Kunden im Betrag von rund Fr. 6,1 Mio. geschädigt. Seine Vorgehensweise sei raffiniert und systematisch gewesen, was von einem hohen Mass an krimineller Energie zeuge. Der Beschwerdeführer habe über seinen Leistungswillen getäuscht und sich diverser Lügen sowie unwahrer oder fabrizierter Urkunden bedient. Er habe im Namen von Kunden E-Mailadressen erstellt und so Warnhinweise der Bank abgefangen. Der Beschwerdeführer habe sich durch Privatentnahmen von rund Fr. 1,8 Mio. in erheblicher Weise selbst bereichert und sich mit dem Geld der Kunden einen luxuriösen Lebensstil finanziert. Der Vertrauensmissbrauch sei weit über die klassische Konstellation in vergleichbaren Fällen hinausgegangen. Immerhin habe der Beschwerdeführer die deliktische Tätigkeit aus eigenem Antrieb beendet, wobei er sich aber kurz zuvor durch Vorauszahlung von 6 Monatsmieten und Rückzahlung privater Schulden nochmals entschieden bereichert habe. Der Beschwerdeführer habe aus rein egoistischen bzw. finanziellen Beweggründen gehandelt, was als Motiv in keiner Weise schützenswert sei. Er habe damit ein hohes und sein einziges Einkommen erzielt, wobei ihm die finanziellen Konsequenzen bei den Geschädigten gleichgültig gewesen seien. Mit Blick auf die Bandbreite denkbarer Delikte und den hohen Strafrahmen sei das Verschulden als mittelschwer zu qualifizieren und eine Einsatzstrafe von 6 Jahren Freiheitsstrafe angemessen.