Citation: 6B_41/2022 E. 3.8.1

3.8.1. Gegen die Verurteilung wegen Nötigung aufgrund des Zuparkierens der Mitarbeiter des Bauunternehmens bringt der Beschwerdeführer zunächst vor, er habe als Beifahrer keine Tatherrschaft gehabt. Nach der Rechtsprechung ist Mittäter, wer bei der Entschliessung, Planung oder Ausführung eines Deliktes vorsätzlich und in massgeblicher Weise mit anderen Tätern zusammenwirkt, sodass er als Hauptbeteiligter dasteht. Dabei kommt es darauf an, ob der Tatbeitrag nach den Umständen des konkreten Falls und dem Tatplan für die Ausführung des Delikts so wesentlich ist, dass sie mit ihm steht oder fällt. Das blosse Wollen der Tat, der subjektive Wille allein genügt zur Begründung von Mittäterschaft jedoch nicht. Daraus folgt aber nicht, dass Mittäter nur ist, wer an der eigentlichen Tatausführung beteiligt ist oder sie zu beeinflussen vermag. Tatbestandsmässige Ausführungshandlungen sind keine notwendige Voraussetzung für die Annahme von Mittäterschaft (vgl. BGE 143 IV 361 E. 4.10; 135 IV 152 E. 2.3.1; Urteil 6B_665/2022 vom 14. September 2022 E. 5.3.1; je mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer weist darauf hin, dass er das Fahrzeug nicht gelenkt hat. Er bezieht sich dabei auf eine Ausführungshandlung, wobei für die Annahme der Mittäterschaft wie dargelegt nicht zwingend erforderlich ist, dass sich der Mittäter an den Ausführungshandlungen beteiligt. Den von der Vorinstanz aufgeführten Aussagen gehen die gemeinsamen Überlegungen zur Tatausführung und die Vorgehensweise hervor. Der Beschwerdeführer wirkte bei der Entschliessung und Ausführung vorsätzlich und in massgeblicher Weise mit D.________ zusammen und die Vorinstanz verletzte kein Bundesrecht, wenn sie von der Mittäterschaft des Beschwerdeführers ausging.