Citation: 6B_1251/2015 E. 1.4.3

1.4.3. Nicht nachvollziehbar ist der Einwand des Beschwerdeführers, wonach die Annahme bloss gelegentlichen Kokainkonsums im Tatzeitpunkt im krassen Widerspruch zur ab August 2013 begonnenen Behandlung in der IPW stehe. Wie die Vorinstanz zutreffend erwägt, ist nicht ersichtlich, inwiefern ein um Jahre nach den inkriminierten Taten erfolgter Behandlungsbeginn eine Kokainabhängigkeit im Tatzeitpunkt belegen soll. Abgesehen davon lässt sich dies den Berichten der IPW vom 8. September 2014 und 13. Oktober 2015 auch nicht entnehmen. Demnach erfolgte die psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung wegen einer depressiven Symptomatik, wobei der Arzt darauf hinweist, dass zu Beginn der Behandlung deutliche psychische Folgen der langen Untersuchungshaft, wie Schlafstörungen, Rückblenden usw., bestanden hätten. Eine Suchtbehandlung neben der psychotherapeutischen Therapie erachteten demgegenüber weder er noch die eigens konsultierten Suchthilfeexperten für angezeigt. Ferner wies der Arzt in beiden Berichten auf eine spätestens seit 2014 bestehende Kokainabstinenz hin. Hinsichtlich der Diagnose einer früheren Kokainabhängigkeit enthalten die Berichte der IPW keine zeitlichen Angaben. Es ist nicht willkürlich, wenn die Vorinstanz erwägt, daraus würden sich keine Hinweise auf eine Kokainabhängigkeit im Tat- oder im Urteilszeitpunkt ergeben. Auch ihre Ausführungen zur depressiven Symptomatik, deren Zurückführen auf die Haftdauer und die Schlussfolgerung, dass sie im Tatzeitpunkt nicht bestanden habe (oben E. 1.2), sind plausibel.