Citation: 2C_883/2021 E. 4.6

4.6. Insofern der Beschwerdeführer vorbringt, die Befangenheit des Studienleiters hätte von Amtes wegen berücksichtigt werden müssen, stösst seine Kritik ins Leere. Es bestehen keine Anhaltspunkte, dass der Studienleiter in Verfolgung persönlicher Interessen gehandelt, noch dass sich dessen Befangenheit auf den Inhalt der Entscheidung ausgewirkt hätte. Es ist insofern nicht von einer schwerwiegenden Verletzung der Ausstandspflicht auszugehen, welche nicht geheilt werden könnte. Wenn dem Beschwerdeführer aufgrund der Anweisungen des Rektors zwar nicht vorgeworfen werden kann, das Fristverlängerungsgesuch für seine Masterarbeit an den Studienleiter gerichtet zu haben, so muss er sich entgegenhalten lassen, dass er sich erst im Einspracheverfahren auf dessen Befangenheit berief. Damit hat er seine Rüge verspätet vorgebracht und sein Recht auf Geltendmachung der Ausstandspflicht verwirkt. Daran ändert auch nichts, dass er vorangehend auf die Befangenheit des Studienleiters verwiesen hatte. Indem er das Gesuch dem Studienleiter vorbehaltlos unterbreitete, hat er konkludent zum Ausdruck gebracht, dass er dessen Legitimität zur Beurteilung des Fristverlängerungsgesuches nicht mehr in Frage stellte. Die Rügen des Beschwerdeführers erweisen sich infolgedessen als unbegründet.