Citation: 1C_78/2023 E. 4.3

4.3. Zunächst ist zu bemerken, dass sich ein allfällig bestehender Vertrauensschutz nicht auf das Hühnerhaus erstrecken kann, zumal dessen Standort nachträglich geändert worden ist und die heutige Situation also nicht mit der gemeindlichen Bewilligung übereinstimmt. Die Rüge betreffend Treu und Glauben der Beschwerdeführenden kann also von vornherein nur bezüglich des Gewächshauses geprüft werden. Die oben erwähnten Bedingungen sind jedoch nicht erfüllt. Insbesondere konnten die Beschwerdeführenden nicht von der Richtigkeit der behördlichen Information, d.h. der Baubewilligung der Gemeinde, ausgehen, sondern mussten deren Unrichtigkeit erkennen. Die Notwendigkeit einer kantonalen Mitwirkung für bauliche Massnahmen ausserhalb der Bauzone (Art. 25 Abs. 2 RPG) darf gemäss langjähriger bundesgerichtlicher Rechtsprechung grundsätzlich als bekannt vorausgesetzt werden (Urteile 1C_260/2021, 1C_262/2021 vom 1. Dezember 2022 E. 6.1; 1C_566/2019 vom 5. August 2020 E. 5.2; 1C_403/2008 vom 23. Oktober 2008 E. 3.3). In der Tat sind Baubewilligungen, die ohne die Zustimmung der kantonalen Bewilligungsbehörde nach Art. 25 Abs. 2 RPG gewährt wurden, grundsätzlich nichtig (BGE 128 I 254 E. 3.1; 111 Ib 213 E. 5b; Urteile 1C_260/2021, 1C_262/2021 vom 1. Dezember 2022 E. 6.1; 1C_566/2019 vom 5. August 2020 E. 5.2 und 1C_500/2016 vom 30. Mai 2017 E. 3.1, je mit Hinweisen). Ausserdem steht einer Berufung auf den Vertrauensschutz im vorliegenden Fall die Verwirklichung des fundamentalen raumplanerischen Grundsatzes der Trennung von Baugebiet und Nichtbaugebiet als erhebliches öffentliches Interesse entgegen (Urteil 1C_79/2022 vom 30. September 2022 E. 8.3). Die Rüge der Verletzung von Treu und Glauben der Beschwerdeführenden ist somit unbegründet.