Citation: 1C_701/2017 E. 2.4

2.4. Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, der Führerausweisentzug sei zu Unrecht erfolgt. Die Vorinstanz habe sich bei ihrer Beurteilung lediglich auf das Gutachten abgestützt, welches den Entzug mit einer einmaligen Haaranalyse und dem Überschreiten des Alkoholwertes im Ereigniszeitpunkt von 1,6 Gewichtspromille sowie seinen abweichenden Angaben begründet. Hingegen habe sie weder weitere Abklärungen (z.B. Erhebung und Auswertung von Blutwerten, Befragung des Umfelds zum Trinkverhalten etc.) getroffen noch sich mit seinen Vorbringen auseinandergesetzt, er trinke seit August 2017 keinen Alkohol mehr und habe eingestanden, dass seine Angaben gegenüber dem Gutachter eher moderat ausgefallen seien. Der mittels der Haaranalyse überprüfte Zeitraum umfasse zudem die Sommerferien, wo er teilweise viel getrunken habe. Da ihm der Führerausweis aber bereits am 17. Juni 2017 entzogen worden sei, sei er nach dem Alkoholkonsum sowieso nie Auto gefahren. Die neuerliche Haaranalyse belege zudem, dass er von August bis Dezember 2017 gar keinen Alkohol mehr getrunken habe. Es fehle an einer sorgfältigen Abklärung aller wesentlichen Gesichtspunkte zur Feststellung einer Trunksucht durch die Vorinstanz. Da sich das Gutachten zudem nicht zur Frage äussere, inwiefern er nicht mehr in der Lage sei, Alkoholkonsum und Strassenverkehr ausreichend zu trennen, bilde es keine verlässliche Grundlage für den angefochtenen Entscheid.