Citation: 4A_455/2022 E. 4.3.3

4.3.3. Sodann - in den Rz. 109-120 der Beschwerde - beklagt der Beschwerdeführer, dass ihm das Obergericht den Vorwurf mache, nicht bereits zu einem früheren Zeitpunkt umfangreichere Liquidität bei der Beschwerdegegnerin bereitgestellt und somit nicht "vorauseilend [...] Vorsorge getroffen" zu haben. Der Beschwerdeführer stört sich an der vorinstanzlichen Argumentation, weil er "seit über 30 Jahren ein verlässlicher und bei der Beschwerdegegnerin gut bekannter Kunde" gewesen und es "bei keinem Margin Call in der Vergangenheit jemals zu einem Problem gekommen" sei. "Vor diesem Hintergrund" gehe es fehl, ihm ein "Selberschuldsein" anzulasten. Inwiefern eine vom Bundesgericht feststellbare Vertragsverletzung seitens der Beschwerdegegnerin vorliegen soll, erhellt aus diesen Ausführungen nicht. Der Beschwerdeführer sieht im Verhalten der Beschwerdegegnerin im Kern - auch hier - einen Verstoss gegen Treu und Glauben, begründet in ihrer offenbar langjährigen Geschäftsbeziehung. In dieser Allgemeinheit ist solcher Tadel der höchstrichterlichen Überprüfung nicht zugänglich.