Citation: 4A_455/2023 E. 5.5.1

5.5.1. Die Beschwerdeführerin rügt schliesslich, sie habe in Rechtsbegehren Ziff. 3 ihrer Widerklagereplik beantragt, dass die Beschwerdegegnerin "eventualiter" zu verpflichten sei, ihr Fr. 4'523.40 und Fr. 1'793.20 samt Zins für die nach der Vergleichsverhandlung eingeholten Gutachten zu bezahlen, sofern keine Abgeltung im Rahmen der Parteientschädigung erfolge. Die Vorinstanz habe dieses Begehren zu Unrecht als ein unzulässiges bedingtes Rechtsbegehen qualifiziert und sei darauf nicht eingetreten. Indem die Vorinstanz das gestellte Rechtsbegehren nicht beurteilt, sondern darauf nicht eingetreten sei, habe sie Art. 52, Art. 221 und Art. 222 ZPO sowie ihren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt.