Citation: 6B_790/2021 E. 1.6.1

1.6.1. Der Beschwerdeführer beanstandet ausserdem, die Vorinstanz gehe auf seine Argumentation nicht hinreichend ein, wonach eine Tatbegehung am Samstagmorgen angesichts des hohen Entdeckungsrisikos nicht in Frage komme. Sie verzichte insoweit gänzlich auf weitere Ausführungen. Er betont, in der Begründung des Freispruchs betreffend den (ersten) Einbruchdiebstahl vom 11./12. November 2017 habe der Einzelrichter des Kreisgerichts erwogen, es sei kaum vorstellbar, dass die beschuldigte Person am helllichten Tag und unbehelligt das Gitter zum ebenerdigen Lichtschacht aufbrechen, in den Keller eindringen und den Fernseher ungesehen entwenden könne, zumal ein solcher Einbruch einige Zeit in Anspruch nehme und insbesondere an einem Sonntag erhöhte Aufmerksamkeit auf sich ziehen würde. Laut Beschwerdeführer müsse Gleiches erst recht für den vorliegenden Fall gelten, sei doch an einem Samstagmorgen zusätzlich noch mit Berufstätigen zu rechnen. Die von ihm beantragte Befragung eines weiteren Zeugen, welcher Aussagen zu seinem Verbleib in der Wohnung nach der Rückkehr aus dem Ausgang hätte machen können, habe die Vorinstanz abgelehnt und dadurch sein Recht auf Beweis verletzt.