Citation: 5P.57/2005 11.04.2005 E. 4

Alle weiteren Rügen der Beschwerdeführerin sind teils unbegründet, überwiegend aber unzulässig. Im Einzelnen geht es um Folgendes: 4.1 Das Obergericht hat das Ablehnungsbegehren gegen die Vormundschaftsbehörde abgewiesen und die Vormundschaftsbehörde angewiesen, geeignete Kindesschutzmassnahmen zu treffen. Die Beschwerdeführerin beantragt, die daherigen Dispositiv-Ziff. 3 und 4 aufzuheben. Mit der obergerichtlichen Begründung (E. 4b S. 16) setzt sie sich dabei nicht auseinander (Ziff. 17 S. 28 der Beschwerdeschrift). Auf ihren Beschwerdeantrag kann deshalb nicht eingetreten werden (E. 2.1 hiervor), abgesehen davon, dass formelle und/oder materielle Fehler in der Fallbeurteilung nach ständiger Rechtsprechung für sich allein nicht zur Annahme einer Befangenheit genügen (vgl. BGE 116 Ia 14 E. 5 S. 19 und 135 E. 3a S. 138; 113 Ia 407 E. 2b S. 410). 4.2 In Dispositiv-Ziff. 2 hat das Obergericht die "weiteren Anträge" abgewiesen, soweit es darauf eingetreten ist. Wie aus E. 4a S. 15 f. des angefochtenen Entscheids hervorgeht, fällt unter die abgewiesenen "weiteren Anträge" das Begehren auf Erstattung einer Strafanzeige bzw. Überweisung der Akten an die Staatsanwaltschaft zur Einleitung einer Strafverfolgung gegen die Mitglieder der Vormundschaftsbehörde. Die Behauptung der Beschwerdeführerin (Ziff. 18 S. 28), das Obergericht habe dieses Begehren nicht beschieden, entbehrt der Grundlage. 4.3 Angefochten ist schliesslich die Parteientschädigung (Dispositiv-Ziff. 6 des angefochtenen Entscheids). Das Obergericht hat deren Bemessung ausführlich begründet (E. 6c S. 18 ff.). Indem die Beschwerdeführerin nur einzelne Punkte dieser Begründung herauspflückt (Ziff. 19 S. 28 f.), vermag sie ihre Willkürrüge formell nicht zu begründen (BGE 130 III 258 E. 1.3 S. 262) und namentlich nicht aufzuzeigen, inwiefern die Bemessung der Parteientschädigung im Ergebnis willkürlich sein soll (BGE 123 III 261 E. 4 S. 270; 129 III 683 E. 2.1, nicht veröffentlicht).