Citation: 9C_527/2013 E. 2

Die Vorinstanz hat dem polydisziplinären Gutachten der MEDAS vom 9. November 2010 in Bezug auf sowohl den medizinischen Sachverhalt als auch die Arbeitsfähigkeitsschätzung Beweiskraft beigemessen. Gestützt darauf hat sie für leidensangepasste Tätigkeiten eine um 50 % eingeschränkte Arbeitsfähigkeit festgestellt. Daraus resultiere ein Invaliditätsgrad von 59 % und folglich ein Anspruch auf eine halbe Invalidenrente. Die bisherige Arbeit als Maler/Gipser sei seit einem am 4. April 2008 erlittenen Unfall nicht mehr zumutbar, demnach sei der Rentenbeginn am 1. April 2009. Aus dem MEDAS-Gutachten ergibt sich, dass "aus somatischer Sicht einzig qualitative Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar" sind, während die Arbeitsfähigkeitsschätzung in quantitativer Hinsicht ausschliesslich auf der psychiatrischen Diagnose einer "anhaltenden somatoformen Schmerzstörung, einhergehend mit einer mittelschweren depressiven Störung mit somatischem Syndrom bei körperbezogenen Ängsten" beruht. Streitig und zu prüfen ist lediglich die (Rechts-) Frage, ob das psychische Leiden des Beschwerdegegners mit Blick auf die Rechtsprechung von BGE 130 V 352 eine auch rechtlich relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bewirkt.