Citation: 9C_38/2024 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdeführerinnen 3, 4 und 5 sind Aktiengesellschaften mit dem Zweck, die Klinik C.________ (C.________ AG) und namentlich die Klinik D.________ (D.________ AG) zu betreiben sowie - generell - im Rahmen der staatlichen Regulierung als private Anbieterin integrierte ambulante und stationäre Gesundheitsdienstleistungen in der Grundversorgung und in der spezialisierten und hochspezialisierten Medizin und Pflege anzubieten (E.________ AG). Sie befinden sich allesamt auf der Berner Spitalliste Akutsomatik, d.h. sie haben eine Betriebsbewilligung erhalten und ihnen wurde vom bernischen Regierungsrat ein Leistungsauftrag erteilt; sie sind berechtigt, zulasten der OKP abzurechnen (dazu www.gsi.be.ch/de/start/themen/gesundheit/gesundheitsversorger/spitaeler-psychiatrie-rehabilitation/spitallisten.html, besucht - wie auch sämtliche nachfolgenden Internetquellen - am 29. Oktober 2024). Die neu eingeführte Höchstzahlenregelung trifft die drei Gesellschaften insofern unmittelbar, als sie mangels Neuzulassungen von zulasten der OKP tätigen Fachärztinnen und -ärzten möglicherweise nurmehr erschwert neues ärztliches Fachpersonal für ihre Klinikbetriebe zu finden in der Lage sind. Dadurch sind sie zum einen in ihren wirtschaftlichen Belangen berührt, sehen sich aber allenfalls auch ausserstande, ihren Leistungsauftrag noch in genügender Weise erfüllen zu können. Ein schützenswertes eigenes Interesse im Sinne von Art. 89 Abs. 1 lit. b und c BGG an der Anfechtung der ZulaV ist somit zu bejahen und die Beschwerdelegitimation daher - unstrittig - gegeben (in diesem Sinne auch Urteil 9C_482/2023 vom 28. Mai 2024 E. 1.3.2; ferner bereits Urteil 9C_422/2014 vom 23. Dezember 2014 E. 2.3, nicht publ. in: BGE 140 V 574, aber in: SVR 2015 KV Nr. 7 S. 24).