Citation: 1C_471/2021 E. 5.7.2

5.7.2. Ausnahmebewilligungen könnten jedoch aufgrund des Eisenbahnlärms notwendig sein. Hierzu bedürfe es einer umfassenden Abwägung zwischen dem öffentlichen Interesse an der Realisierung des Bauvorhabens und dem Interesse an einer Reduktion der Lärmbelastung. Dies setze voraus, dass die Einhaltung der IGW nicht in städtebaulich befriedigender Weise erreicht werden könne, was im Rahmen des Gestaltungsplan- oder Baubewilligungsverfahrens aufgezeigt werden müsse. Weiter sei mittels Lüftungsfenstern an den lärmabgewandten Seiten und allfälligen weiteren Massnahmen ein angemessener Wohnkomfort sicherzustellen (BGE 142 II 100 E. 4.6 S. 111). Das BAFU kommt zum Ergebnis, dass die Erteilung einer Ausnahmebewilligung nicht zum Vornherein als unrealistisch erscheine. Das BAFU hält allerdings die in Anh. 2 BNO formulierte Mindestanforderung an den Wohnkomfort bezüglich Sportlärm für ungenügend, weil ein angemessener Wohnkomfort mit lediglich einem Wohnraum mit Lüftungsfenster nicht sichergestellt werden könne. Eine Ausnahmebewilligung in Bezug auf den Sportlärm sei jedoch nicht nötig, wenn die IGW für Sportlärm eingehalten würden.