Citation: 1P.797/2000 11.01.2001 E. A

A.- Die Bezirksanwaltschaft II für den Kanton Zürich liess im Rahmen der sog. Aktion "Cherry", die sich gegen den organisierten Drogenhandel richtet, einen grösseren Personenkreis telefonisch überwachen. Am 17. Oktober 2000 verfügte sie die polizeiliche Vorführung von A.H.________ und ihrem Ehemann B.H.________; weiter ordnete sie die Durchsuchung ihres Hauses an. Die beiden Verdächtigen wurden noch am selben Tag am Wohnort der Eltern von B.H.________ in Neuenhof verhaftet. Mit Verfügung vom 19. Oktober 2000 setzte der Haftrichter des Bezirksgerichts Zürich A.H.________ wegen dringenden Verdachts der Geldwäscherei sowie Kollusionsgefahr in Untersuchungshaft. Sie befindet sich seither zusammen mit ihrer am 25. März 2000 geborenen Tochter im Bezirksgefängnis Dielsdorf. Am 17. Oktober 2000 nahm die Polizei in Zürich einen Cousin der Angeschuldigten fest. In der Wohnung, die er zum Drogenverkauf benützt hatte, fand die Polizei 3,4 kg Kokain. D.________, der jüngere Bruder der Angeschuldigten, wurde am 18. Oktober 2000 in Neuenhof verhaftet, nachdem er in seiner Garage zusammen mit einem Komplizen 10 kg Heroin aus einem Fahrzeug ausgebaut hatte. Aus dem daneben parkierten Wagen wurde Bargeld im Wert von rund Fr. 1'000'000.--, verpackt in Plastikbeuteln, sichergestellt. Im selben Zusammenhang wurden weitere Personen, darunter auch einige Familienangehörige von B.H.________ und A.H.________ festgenommen. Am 24. Oktober 2000 ersuchte A.H.________ um ihre Entlassung aus der Haft, wobei sie sämtliche Haftgründe bestritt und auf ihre Situation als Mutter aufmerksam machte. Die Bezirksanwaltschaft II beantragte am 25. Oktober 2000 unter Hinweis auf die damaligen Untersuchungsergebnisse sowie die Protokolle der telefonischen Abhörungen vom 12. und 16. Oktober 2000 die Abweisung des Haftentlassungsgesuchs. A.H.________ machte in ihrer Stellungnahme vom 26. Oktober 2000 geltend, die bisherige Beweislage begründe keinen ausreichenden Tatverdacht, und es stelle eine unzulässige "Sippenhaft" dar, wenn sie als nahe Angehörige anderer inhaftierter Verdächtiger ebenfalls festgehalten werde. Der Haftrichter wies das Haftentlassungsgesuch am 27. Oktober 2000 ab. A.H.________ reichte am 10. November 2000 ein zweites Haftentlassungsgesuch ein, worin sie darlegte, sie habe nichts von dem Geld gewusst, über das ihr Ehemann angeblich verfügte. Die Bezirksanwaltschaft II begründete ihren Abweisungsantrag vom 10. November 2000 u.a. mit dem Argument, der Personenwagen, in dem das Bargeld im Wert von Fr. 1'000'000.-- gefunden worden sei, gehöre A.H.________. Diese bestritt in ihrer Stellungnahme, im Besitz des betreffenden Wagens gewesen zu sein. Der Haftrichter legte in seiner Verfügung vom 15. November 2000 dar, der dringende Tatverdacht sei unabhängig von der Frage, wem dieses Auto gehöre, zu bejahen, und es bestehe immer noch Kollusionsgefahr.