Citation: 2C_545/2020 E. B

Mit Eingabe vom 13. März 2020 beantragte A.________ beim Kantonsgericht sinngemäss, es seien ihr für die durchgeführten kantonalen Verwaltungsbeschwerde- und Verwaltungsgerichtsverfahren keine amtlichen Kosten aufzuerlegen und es seien ihrer früheren Rechtsvertreterin für diese Verfahren Parteientschädigungen zuzusprechen. Sie führte dazu aus, aufgrund der gebotenen Neuverlegung der Kosten sei keine unentgeltliche Rechtspflege für diese Verfahren erforderlich und an der Zusprechung der beantragten Parteientschädigungen habe sie ein Interesse, weil das Justiz- und Sicherheitsdepartement und das Kantonsgericht im Rahmen der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung eine Nachzahlungspflicht angeordnet hätten. Mit Urteil vom 22. Mai 2020 (zugestellt am 29. Mai 2020) entschied das Kantonsgericht in Bezug auf Nebenfolgen des Verwaltungsgerichtsverfahrens sinngemäss, dass A.________ keine amtlichen Kosten auferlegt werden, das Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung gutgeheissen, Rechtsanwältin Elena Lanfranconi Jung als unentgeltliche Beiständin bestellt und dieser Anwältin unter Vorbehalt einer Nachzahlungspflicht der Beschwerdeführerin gemäss § 204 Abs. 4 VRG/LU eine Entschädigung von pauschal Fr. 2'200.-- (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuerzuschlag) ausgerichtet wird (vgl. Dispositiv-Ziff. 1 des Urteils vom 22. Mai 2020). Für das Verfahren zum Erlass des Urteils vom 22. Mai 2020 erhob das Kantonsgericht keine amtlichen Kosten und sprach es keine Parteientschädigung zu (Dispositiv-Ziff. 2 des Urteils). In der Urteilsbegründung erklärte es sodann, praxisgemäss würden wie immer in Rechtsmittelverfahren nur die Kosten des kantonsgerichtlichen Verfahrens festgelegt, nicht jedoch jene der Vorinstanzen (E. 2.2 des Urteils).