Citation: 2C_42/2024 E. 4.4

4.4. Ebenfalls nicht zu beanstanden ist schliesslich der Schluss der Vorinstanz, es sei äusserst unwahrscheinlich, dass die Beschwerdeführerin 3 aufgrund allfälliger Unterhaltszahlungen aus der Schweiz als "ausländische Agentin" qualifiziert und gemäss der russischen Gesetzgebung betreffend die Kontrolle der Tätigkeit von Personen unter ausländischem Einfluss als "ausländische Agentin" qualifiziert würde. Auch wenn der EGMR die entsprechende russische Gesetzgebung als nicht konform mit der Europäischen Menschenrechtskonvention beurteilte, wie dies der Beschwerdeführer mit Verweis auf das Urteil Ecodefence und andere gegen Russland (Urteil des EGMR Ecodefence und andere gegen Russland vom 14. Juni 2022, Nr. 9988/13 und 60 andere) geltend macht, ergibt sich hieraus nicht, dass - wie dies die Beschwerdeführer behaupten - auch bereits blosse Geldempfänger aus dem Ausland in Russland als ausländische Agenten eingestuft würden. Auch die von den Beschwerdeführern unter Verweis auf Zeitungsartikel in allgemeiner Weise geltend gemachte Zunahme von Denunziationen respektive die Verhaftung von Demonstrationsteilnehmern vermögen dies nicht aufzuzeigen. Daran ändert auch nichts, dass sich die staatliche Willkür und Repression seit Kriegsbeginn weiter verschärft haben mag, zumal auch daraus nicht folgt, dass die Beschwerdeführerin 3 - eine über siebzigjährige russische Staatsangehörige, die gemäss den für das Bundesgericht verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz (vgl. vorne E. 2.2) in Russland nie in irgendeiner Weise politisch oder regimekritisch in Erscheinung getreten ist - alleine aufgrund von Unterstützungszahlungen ihrer Tochter respektive ihres Schwiegersohns in das Visier der russischen Behörden gelangen würde.