Citation: 8C_195/2024 E. 6.3.2

6.3.2. Soweit der Beschwerdeführer bezüglich der ersten Phase ab Geburt rügt, der Unterstützungswohnsitz von A.A.________ leite sich nicht gemäss Art. 7 Abs. 2 ZUG, sondern gemäss Art. 7 Abs. 1 ZUG von demjenigen der Kindsmutter ab, da diese im Zeitpunkt der Geburt alleinige Inhaberin der elterlichen Sorge gewesen sei, spielt diese Differenzierung, wie in der Beschwerde eingeräumt wird, im Ergebnis keine Rolle. Auf eine diesbezüglich allfällig falsche Rechtsanwendung ist daher nicht näher einzugehen. Bezüglich der zweiten Phase ab 4. Juni 2018 steht die rechtliche Würdigung der Vorinstanz sodann in Einklang mit der Rechtsprechung, wonach die Dauerhaftigkeit der Fremdplatzierung bereits ab dem superprovisorisch verfügten Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts der Eltern und der vorsorglichen Fremdplatzierung des Kindes bejaht werden kann (BGE 149 V 240 E. 7.2 mit Hinweis). Da unbestritten ist, dass die am 4. Juni 2018 in Form einer dringlichen Anordnung erfolgte Bestätigung der Unterbringung von A.A.________ bei ihrer Grossmutter von Anfang an auf Dauer angelegt war, erkannte die Vorinstanz bundesrechtskonform, dass A.A.________ ab diesem Zeitpunkt einen eigenen Unterstützungswohnsitz nach Art. 7 Abs. 3 lit. c ZUG am letzten Unterstützungswohnsitz, mithin in U.________ im Kanton Thurgau, begründet hat.