Citation: 1C_508/2019 E. 2.3

2.3. Das Obergericht hat dazu ausgeführt, die angezeigten Ärzte seien als Funktionäre der Uniklinik Zürich mit dem Vollzug der Massnahme betraut und damit befugt gewesen, den Beschwerdeführer ohne dessen Einverständnis zu behandeln. In der Krankengeschichte sei nirgends dokumentiert, dass der Beschwerdeführer während der Behandlung durch die drei Beschwerdegegner je eine schwere körperliche Erkrankung oder Beeinträchtigung erlitten hätte, womit die Tatbestände der (fahrlässigen oder vorsätzlichen) Körperverletzung objektiv nicht erfüllt seien. Dass die Neuroleptika, mit denen die paranoide Schizophrenie des Beschwerdeführers behandelt werde, Nebenwirkungen haben könnten, sei gerichtsnotorisch; deren Eintreten bedeute nicht, dass ihr Einsatz den Anforderungen der ärztlichen Sorgfaltspflicht nicht entsprochen hätte bzw. einen Kunstfehler darstelle. Mithin bestünden keine Hinweise auf ein strafbares Verhalten der drei angezeigten Ärzte.