Citation: 4C.11/2001 04.04.2001 E. 3

3.- Der Beklagte macht mit seiner Berufung geltend, das Obergericht habe Art. 205 Abs. 2 OR und Art. 4 ZGB verletzt, indem es den Feuchtigkeitsschaden als erheblich betrachtet und gestützt darauf die Wandelung des Kaufvertrages angeordnet habe. Was er dazu im Einzelnen vorträgt, genügt indessen den bundesrechtlichen Anforderungen an eine Berufungsbegründung nicht. Nach Art. 55 Abs. 1 lit. c OG ist in der Berufungsschrift kurz darzulegen, welche Bundesrechtssätze der angefochtene Entscheid verletzt und inwiefern er gegen sie verstösst. Zudem ist das Bundesgericht im Berufungsverfahren grundsätzlich an die tatsächlichen Feststellungen des kantonalen Sachgerichts gebunden. Ausnahmen von dieser Bindung kommen nur in Betracht, wenn die Vorinstanz bundesrechtliche Beweisvorschriften verletzt hat, ihr ein offensichtliches Versehen unterlaufen ist (Art. 63 Abs. 2 OG) oder der von ihr ermittelte Sachverhalt im Hinblick auf die Anwendung des Bundesrechts der Ergänzung bedarf (Art. 64 OG). Die Partei, die den Sachverhalt berichtigt oder ergänzt wissen will, hat darüber genaue Angaben mit Aktenhinweisen zu machen (BGE 125 III 193 E. 1e; 115 II 484 E. 2a mit Hinweis). Der Beklagte lässt verschiedentlich Ausführungen zu Tatfragen in seine Argumentation einfliessen, ohne substanziierte Sachverhaltsrügen im Sinne von Art. 63 Abs. 2 und Art. 64 OG zu erheben. Das gilt namentlich für die von ihm angeführten Umstände, derentwegen eine Wandelung nach Art. 205 Abs. 2 OR nicht gerechtfertigt sein soll. Er missachtet damit die Bindung des Bundesgerichts an die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz. Insoweit kann auf die Berufung nicht eingetreten werden. Der rechtlichen Beurteilung der Streitsache ist der vom Obergericht festgestellte Sachverhalt zugrunde zu legen. Inwiefern die Vorinstanz Bundesrecht verletzt haben soll, indem sie aufgrund des ermittelten Sachverhalts Wandelung und nicht Minderung anordnete, zeigt der Beklagte nicht auf. Er beschränkt sich darauf, dem Bundesgericht seine eigene, von jener der Vorinstanz abweichende Auffassung über die Bedeutung des Schadens darzulegen, ohne sich mit den Erwägungen der Vorinstanz, namentlich mit der Feststellung, die Kläger hätten in Kenntnis der Wandfeuchtigkeit vom Kauf abgesehen, auseinanderzusetzen. Auch diesbezüglich ist auf die Berufung nicht einzutreten. Nicht zu hören ist weiter die Behauptung, eine Rückabwicklung des Kaufvertrages sei unmöglich. Der Beklagte beruft sich dabei auf den von der Vorinstanz nicht festgestellten Umstand, dass die gekaufte Wohnung in zwei kleinere aufgeteilt wurde und eine davon vermietet ist. Sollten die Kläger im Übrigen tatsächlich nicht in der Lage sein, das Kaufobjekt unbelastet zurück zu übertragen, wäre dies erst im Vollstreckungs-, nicht bereits im Urteilsstadium beachtlich. Eine Verletzung von Bundesrecht ist mithin auch in dieser Hinsicht nicht auszumachen.