Citation: 1B_548/2021 E. 3.5

3.5. Das Obergericht verneint in diesem Zusammenhang eine Verletzung des Beschleunigungsgebotes. Es weist darauf hin, dass es sich vorliegend um ein äusserst umfangreiches und aufwändiges Strafverfahren handelt. Aus den Prozessakten ergebe sich auch, dass das Jugendgericht am 28. Juli 2021 diverse Beweisergänzungsanträge entgegen genommen habe und eine Vorverhandlung (nach Art. 332 StPO) noch im Jahr 2021 in Aussicht nehme. Eine Verfahrensverschleppung lasse sich den Akten nicht entnehmen. Das Jugendgericht werde nun "zeitnah über die Ansetzung der geplanten Vorverhandlung sowie der Hauptverhandlung zu entscheiden haben" (angefochtener Entscheid, S. 21, E. 6.3 in fine).