Citation: 2C_255/2019 E. 2.2.2

2.2.2. Erfolgt die Veräusserung eines solchen Grundstücks aus dem Geschäftsvermögen, ist mit der Einkommenssteuer nicht nur über die wieder eingebrachten Abschreibungen, sondern auch über den konjunkturellen Wertzuwachsgewinn abzurechnen (BGE 138 II 32 E. 2.3.1 S. 39; zuletzt: Urteil 2C_11/2020 vom 23. Januar 2020 E. 3.1). Dreh- und Angelpunkt in einem solchen Fall bildet mithin die Frage, ob tatsächlich eine Privatentnahme erfolgt und der Veräusserung vorangegangen sei (Art. 18 Abs. 2 Satz 2 DBG). Auch eine Privatentnahme führt zwar grundsätzlich zur Abrechnung über den Verkehrswert (Urteile 2C_302/2018 vom 9. August 2018 E. 2.2.5, in: ASA 87 S. 126, StE 2018 B 23.47.2 Nr. 19, StR 73/2018 S. 876; 2C_181/2018 vom 12. März 2018 E. 2.1, in: ASA 86 S. 649). Anders verhält es sich indes bei der Privatentnahme eines land- und/oder forstwirtschaftlichen Grundstücks. Bei einem solchen sind auf Ebene der direkten Bundessteuer nur die wieder eingebrachten Abschreibungen mit der Einkommenssteuer zu erfassen, während der Wertzuwachsgewinn steuerfrei bleibt (Urteile 2C_548/2018 vom 3. August 2018 E. 2.3.3, in: ASA 87 S. 132, StR 73/2018 S. 789; 2C_217/2018 vom 17. Juli 2018 E. 2.2.7 und 2.2.8, in: ASA 87 S. 70, RDAF 2019 II S. 343, StE 2018 B 41.13 Nr. 5, StR 73/2018 S. 781). Stehen Art. 18 Abs. 2 Satz 2 DBG und Art. 18 Abs. 4 DBG in Konkurrenz, geht Art. 18 Abs. 4 DBG als lex specialis vor (Urteil 2C_548/2018 vom 3. August 2018 E. 2.3.3 zu Art. 18a DBG).