Citation: 4A_87/2018 E. 5.4

5.4. Gemäss Art. 26 OR ist der Irrende, der den Vertrag nicht gegen sich gelten lässt, zum Ersatz des aus dessen Dahinfallen erwachsenen Schadens verpflichtet, wenn er seinen Irrtum der eigenen Fahrlässigkeit zuzuschreiben hat. Dabei hat sich der Irrende das Verhalten seiner Verhandlungsgehilfen anrechnen zu lassen (vgl. BGE 105 II 23 E. 3; INGEBORG SCHWENZER, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht I, 6. Aufl. 2015, N. 3 zu Art. 26 OR). Der Beschwerdegegner hat im vorliegenden Verfahren keinen Schadenersatz geltend gemacht. Vielmehr hat er sich ausdrücklich eine Nachklage über den zu ersetzenden Schaden für den Fall vorbehalten, dass ein Grundlagenirrtum bejaht werden sollte. Folglich ist über diese Frage nicht zu entscheiden.