Citation: 2C_480/2013 E. 4.3.2

4.3.2. Je länger ein Ausländer in der Schweiz gelebt hat, desto strengere Anforderungen sind grundsätzlich an Entfernungs- und Fernhaltemassnahmen zu stellen (BGE 130 II 176 E. 4.4.2 S. 190; 122 II 433 E. 2c S. 436). Selbst bei einem Ausländer, der in der Schweiz geboren ist und sein ganzes bisheriges Leben in der Schweiz verbracht hat (sog. "Ausländer der zweiten Generation"), sind fremdenpolizeiliche Massnahmen aber nicht ausgeschlossen; bei schweren bzw. wiederholten Straftaten, insbesondere bei Gewalt-, Sexual- und schweren Betäubungsmitteldelikten, besteht hieran ein wesentliches öffentliches Interesse (BGE 139 I 31 E. 2.3.1 S. 33 f., 16 E. 2.2.1 S. 19 f.; 130 II 176 E. 4.4.2 S. 190 f.; 122 II 433 E. 2c S. 436 f.). Ausschlaggebend ist die Verhältnismässigkeit der Massnahme im Einzelfall, die praxisgemäss gestützt auf die gesamten erheblichen Interessen geprüft werden muss (vgl. jüngst Urteil 2C_200/2013 vom 16. Juli 2013 E. 6.4.2). Dabei fliesst in die Interessenabwägung mit ein, dass Drogenhandel und Gewaltdelikte wie Raub nach dem Willen des Verfassungsgebers zum Verlust des Aufenthaltsrechts führen sollen (Art. 121 BV; BGE 139 I 31 E. 2.3.2 S. 34; Urteil 2C_817/2012 vom 19. Februar 2013 E. 2.2.2).