Citation: U 94/05 14.09.2005 E. 2

Der Beschwerdeführer hält nicht mehr an der noch vorinstanzlich vertretenen - von Unfallversicherer und kantonalem Gericht verworfenen - Auffassung fest, die formell rechtskräftige Verfügung vom 13. November 1998 sei in (prozessuale) Revision (vgl. Art. 66 VwVG; seit 1. Januar 2003: Art. 53 Abs. 1 ATSG) zu ziehen. Zwar wird in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nochmals auf den Gesichtspunkt der Rechtzeitigkeit des Revisionsgesuches Bezug genommen. Die - nach Lage der Akten zutreffende - Feststellung in Einsprache- und angefochtenem Entscheid, wonach kein Revisionsgrund besteht, wird aber nicht mehr in Frage gestellt. Geltend gemacht wird gemäss Anträgen und restlicher Begründung in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nunmehr ausschliesslich, die SUVA habe infolge einer zwischenzeitlich eingetretenen, als Rückfall oder Spätfolge des Unfalles vom 31. März 1995 zu qualifizierenden Veränderung des (psychischen) Gesundheitszustandes, welche zur Rentenzusprechung durch die Invalidenversicherung geführt habe, weitere Leistungen zu erbringen. Unfallversicherer und Vorinstanz verneinen das Vorliegen von Rückfall oder Spätfolgen. 2.1 Das kantonale Gericht hat Verordnungsbestimmung (Art. 11 UVV) und Rechtsprechung (BGE 118 V 296 f. Erw. 2c) zum Leistungsanspruch aus Rückfall und Spätfolgen eines versicherten Unfalles richtig wiedergegeben. Darauf wird verwiesen. Hervorzuheben ist, dass die Leistungspflicht des Unfallversicherers im Grundfall wie auch bei Rückfällen oder Spätfolgen einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) voraussetzt (BGE 118 V 296 f. Erw. 2c mit Hinweisen; SVR 2003 UV Nr. 14 S. 43 Erw. 4; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 327 f. Erw. 2; vgl. auch BGE 129 V 181 Erw. 3.1 und 3.2). 2.2 Für die Invalidenversicherung als finale Versicherung ist nicht entscheidend, worauf eine invalidisierende Gesundheitsschädigung zurückzuführen ist (vgl. BGE 124 V 178 Erw. 3b mit Hinweisen). Insofern lässt sich, auch wenn der Invaliditätsbegriff in der Invalidenversicherung mit demjenigen in der obligatorischen Unfallversicherung (und in der Militärversicherung) grundsätzlich übereinstimmt (BGE 129 V 223 f. Erw. 4.2, 119 V 470 Erw. 2b mit Hinweisen), alleine aus der hier am 29. Juni 2001 erfolgten Rentenzusprechung durch die IV-Stelle nicht der Schluss ziehen, dass die - einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zu einem versicherten Unfall erfordernde - Leistungspflicht des Unfallversicherers ebenfalls gegeben ist. Das kantonale Gericht ist sodann zum Ergebnis gelangt, mit dem der IV-Rentenzusprechung in medizinischer Hinsicht namentlich zugrunde gelegten Bericht der Psychologin Frau R.________ vom 20. März 2003, erstattet im Rahmen der BEFAS-Abklärung, sei eine natürlich kausal im Sinne eines Rückfalls oder einer Spätfolge auf den Unfall vom 31. März 1995 zurückzuführende gesundheitliche Veränderung nicht dargetan. Ob dies zutrifft, braucht nicht abschliessend geprüft zu werden. Denn selbst wenn aufgrund zusätzlicher Abklärungen der natürliche Kausalzusammenhang zu bejahen wäre, fehlt es, wie der Unfallversicherer geltend macht, ohnehin an dem für dessen Leistungspflicht zusätzlich erforderlichen adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den als Rückfall oder Spätfolge geklagten psychischen Beschwerden. 2.3 Für die Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhanges bei psychischen Unfallfolgeschäden ist an das (objektiv erfassbare) Unfallereignis anzuknüpfen (BGE 115 V 139 Erw. 6 Ingress). Die SUVA ging im vorinstanzlichen Verfahren von einem leichten Unfall aus, womit die Adäquanzfrage ohne weiteres zu verneinen wäre (BGE 115 V 139 Erw. 6a). Demgegenüber betrachtet der Beschwerdeführer den Vorfall vom 31. März 1995 als mittelschweren Unfall. Wird seiner Auffassung gefolgt, sind weitere, objektiv fassbare und unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehende oder als Folge davon erscheinende Umstände als massgebende Kriterien in die Gesamtwürdigung einzubeziehen (BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa). Von diesen Faktoren müssten für eine Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges entweder ein einzelner in besonders ausgeprägter Weise oder aber mehrere in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sein (BGE 115 V 140 f. Erw. 6c/bb). Dies trifft nicht zu. Als einziges Kriterium liesse sich allenfalls dasjenige der besonders dramatischen Begleitumstände oder der besonderen Eindrücklichkeit des Unfalles bejahen. Dieses liegt indessen nicht in derart ausgeprägter Weise vor, dass alleine deswegen die Adäquanz zu bejahen wäre. Von den weiteren in Betracht kommenden Gesichtspunkten, deren wichtigste die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, die ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung, die körperlichen Dauerschmerzen, die ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert, der schwierige Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen sowie Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit bilden (BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa), ist keines erfüllt. An dieser Betrachtungsweise vermögen sämtliche Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nichts zu ändern. Namentlich sind die - bei der Adäquanzprüfung in Bezug auf psychische Unfallfolgeschäden alleine zu berücksichtigenden - physisch erklärbaren Beschwerden nur in einem zeitlich eng beschränkten Rahmen für die notwendige ärztliche Behandlung und den schwierigen Heilungsverlauf verantwortlich zu machen. Einsprache- und angefochtener Entscheid bestehen somit zu Recht.