Citation: 2C_106/2022 E. 4.5.1

4.5.1. Die Vorinstanzerwägt, die Ungleichbehandlung erweise sich als rechtens, da der Besitz eines gültigen Covid-19-Impfzertifikats oder die Teilnahme am wöchentlichen repetitiven Testen in den Schulen relevante tatsächliche Unterscheidungsmerkmale darstellten, welche in der vorliegenden Konstellation und der gegenwärtigen Pandemielage eine abweichende rechtliche Behandlung rechtfertigten. So sei nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen davon auszugehen, dass von Personen, welche nicht über ein gültiges Covid-19-Impfzertifikat verfügten, ein höheres Ansteckungs- und Übertragungsrisiko ausgehe, als von Personen, die gegen SARS-CoV-2 geimpft seien. Das Gleiche gelte für Personen, die am wöchentlichen repetitiven Testen teilnähmen, handle es sich doch nach heutigen Annahmen um ein geeignetes Mittel, um Infektionen mit dem Virus baldmöglichst zu erkennen, die betroffenen Personen zu isolieren und somit die Gefahr einer Verbreitung des Virus zu reduzieren (vgl. E. 5.1 des angefochtenen Urteils mit Hinweis auf Studien von Oktober 2021).