Citation: 4A_78/2020 E. 4.4.3

4.4.3. Als Zweites habe die Erstinstanz in einer Eventualbegründung, zu der sich die Beschwerdeführer in ihrer Berufung nicht äussern würden, festgehalten, selbst wenn die Frage nach der Übermässigkeit in ein Verhältnis gesetzt würde zum Standard des bestellten Werks, wäre die Übermässigkeit zu bejahen. Die Beschwerdeführer würden die Kosten eines neuen mängelfreien Werks mit Fr. 13'340.55 (inkl. MWST) beziffern. Der Betrag entspreche einer Kostenschätzung der F.________ AG, welche im Auftrag der Beschwerdeführer eine Lösungsvariante für eine mängelfreie Elektro- bzw. Lichtinstallation erarbeitet habe. Der Standard des bestellten Werks finde grundsätzlich seinen Niederschlag im Preis des Werks, jedenfalls soweit weder behauptet noch belegt sei, dass eine höhere Qualität vereinbart gewesen sei, als jene, welche dem Preis entspreche. Wenn die Nachbesserungskosten von Fr. 46'695.55 in ein Verhältnis gesetzt würden zum Standard des bestellten Werkes, der Fr. 13'340.55 entspreche, werde deren Übermässigkeit ebenfalls bzw. gleichermassen deutlich. Auch mit dieser Betrachtungsweise seien die Nachbesserungskosten mehr als dreimal so hoch wie der Standard eines mängelfreien Werks.