Citation: 6B_519/2023 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin macht geltend, ihr Recht auf Akteneinsicht sei verletzt worden. Sie habe am 22. August 2022 zwar Akteneinsicht erhalten, eine Daten-CD der Polizei aus technischen Gründen jedoch nicht einsehen können. Ein im Herbst 2022 deshalb erneut gestelltes Gesuch um Akteneinsicht habe die Vorinstanz unbeantwortet gelassen. Die Vorinstanz hält fest, die betreffende Eingabe sei nach der zehntägigen Beschwerdefrist nach Art. 396 Abs. 1 StPO (Fristablauf: 23. Mai 2022) erfolgt und bleibe deshalb unbeachtlich. Diese Einschätzung gibt zu keinen Beanstandungen Anlass. Die Beschwerdefrist ist nicht erstreckbar (Art. 89 Abs. 1 StPO), weshalb die Beschwerdeführerin eine allfällige (gestützt auf die Akten vorgenommene) Ergänzung bzw. Verbesserung ihrer Beschwerdeschrift ebenfalls innert zehn Tagen bei der Vorinstanz hätte einreichen müssen. Sie legt nicht dar, inwiefern ihr nach Ablauf der Beschwerdefrist (nicht nur ein praktisches, sondern auch) ein rechtlich geschütztes Interesse an der Akteneinsicht zukommt. Es gilt zu berücksichtigen, dass bei der Geltendmachung von Grundrechtsverletzungen (Art. 106 Abs. 2 BGG) und hinsichtlich der Beschwerdelegitimation (BGE 141 IV 1 E. 1.1) strenge Begründungsanforderungen gelten. Diese sind vorliegend nicht erfüllt, weshalb auf die formelle Rüge der Gehörsverletzung nicht eingetreten wird.