Citation: 7B_97/2023 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdeführerin macht im Wesentlichen geltend, entgegen der Auffassung der Vorinstanz hätten B.________ und C.________ ihr in der Gefährdungsmeldung vorgeworfen, ein charakterlich nicht einwandfreier, anständiger und integrer Mensch zu sein, und sie zudem auch (mindestens) einer Straftat, nämlich der Vernachlässigung ihrer Fürsorge- und Erziehungspflicht nach Art. 219 StGB, bezichtigt und dadurch in ihrer Ehre verletzt. Da keine der in der Gefährdungsmeldung geäusserten Vorwürfe als blosse Vermutungen gekennzeichnet seien, sei es an den Beschuldigten zu beweisen, dass die Äusserungen wahr seien oder sie diese in guten Treuen für wahr gehalten hätten. Bei dieser Sachlage könne, entgegen der Ansicht der Vorinstanz, nicht davon ausgegangen werden, dass die Tatbestände von Art. 173 f. StGB offensichtlich nicht erfüllt seien, bzw. offenkundig Rechtfertigungsgründe bestünden. Die Vorinstanz verletze den aus dem Legalitätsprinzip fliessenden Grundsatz "in dubio pro duriore", Art. 30 StGB, Art. 173 f. StGB und Art. 304 StPO und damit Bundesrecht, indem sie die Nichtanhandnahme der beiden Strafverfahren schütze.