Citation: 7B.166/2006 29.09.2006 E. 3

3.1 Weiter bemängelt der Beschwerdeführer, dass die Vorinstanz zu Unrecht davon ausgegangen sei, er habe nur sinngemäss eine neue Schätzung beantragt. Das Obergericht hat dazu - zusammengefasst - ausgeführt, entgegen seiner Darstellung habe der Beschwerdeführer von seinem Recht, eine neue Schätzung durch einen Sachverständigen zu verlangen, innert der gesetzlichen Frist keinen Gebrauch gemacht. Vielmehr habe er sich auf den Standpunkt gestellt, das tatsächlich Gebaute stimme nicht mit den Stockwerkeigentumsplänen gemäss Grundbuch überein, weshalb eine Schätzung willkürlich sei. Damit habe er nur geltend gemacht, eine Schätzung sei angesichts des Auseinanderfallens von Plan und Wirklichkeit gar nicht möglich. Eine neue Schätzung habe er aufgrund seiner Argumentation gar nicht verlangen können, denn ein neuer Gutachter wäre ja vor der gleichen Sachlage gestanden wie der vom Betreibungsamt beigezogene Schätzer, was nach der Auffassung des Beschwerdeführers zwangsläufig wiederum zu einem angeblich willkürlichen Ergebnis geführt hätte. Schliesslich könne auch keine Rede davon sein, der Beschwerdeführer habe wenigstens hilfsweise eine neue Schätzung verlangt. Auf den Punkt gebracht habe der Beschwerdeführer nicht eine neue Schätzung gewollt, sondern gar keine Schätzung und keine Verwertung. An diese tatsächlichen Feststellungen, welche nur mit staatsrechtlicher Beschwerde hätten infrage gestellt werden können, ist das Bundesgericht gebunden (E. 1.2 hiervor). Auch auf diese Rüge kann somit nicht eingetreten werden. 3.2 Im Weiteren hat das Obergericht - zusammengefasst - zusätzlich erwogen, die Schätzung eines Grundstücks im Pfandverwertungsverfahren sei ohnehin von eher untergeordneter Bedeutung. Ihre Hauptfunktion bei der Betreibung auf Pfändung, nämlich die Bestimmung des Deckungsumfangs und die Orientierung der Gläubiger über das voraussichtliche Ergebnis der Verwertung, entfalle hier weitgehend. Wohl diene die Schätzung zur Aufklärung allfälliger Steigerungsinteressenten, doch hat dieser Zweck dort zurückzutreten, wo er nur mit einem unverhältnismässigen und dem betreibenden Gläubiger nicht zumutbaren Zeitaufwand erreicht werden könne. In diesen Fällen müsse es mit einer summarischen Schätzung sein Bewenden haben (BGE 101 III 32 E. 1 S. 34; Philipp Känzig/Marc Bernheim, in: Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, [Hrsg.] Staehelin/Bauer/Staehelin, SchKG II, Basel 1998, N. 9 zu Art. 155 SchKG). Genau ein solcher Fall liege hier vor, sei doch die Schätzung der Stockwerkeigentumseinheit, die für sich keine bauliche Einheit bilde, ausserordentlich schwierig. Zudem seien bereits Schätzungskosten von rund Fr. 1'600.-- angefallen; weitere Kosten seien angesichts der konkreten Situation und der Höhe der betriebenen Forderung von Fr. 12'616.80 nicht angebracht. Dazu äussert sich der Beschwerdeführer mit keinem Wort.