Citation: 2C_213/2007 26.11.2007 E. B

Am 10. Mai 2006 beantragten A. X.________ und ihr tags zuvor ohne behördliche Bewilligung in die Schweiz eingereister Sohn B. X.________ erneut den Familiennachzug. Mit Verfügung vom 22. Mai 2006 trat das Amt für Migration des Kantons Basel-Landschaft auf dieses Gesuch nicht ein, im Wesentlichen mit der Begründung, es würden keine neuen wesentlichen Tatsachen vorgebracht, die nicht bereits in vorangegangenen Verfahren berücksichtigt worden wären. Es bestehe keine Veranlassung, ein neues Verfahren zugunsten des mittlerweile 17-Jährigen durchzuführen. Eine hiegegen erhobene Beschwerde wies der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft mit Beschluss vom 15. August 2006 ab. Gegen diesen Beschluss erhoben A. und B. X.________ Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft und verlangten, auf das Gesuch um Familiennachzug sei einzutreten und es sei zu bewilligen, eventuell zur materiellen Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Sie legten zahlreiche neue Beweismittel ins Recht, darunter ein fachärztliches Zeugnis von Dr. Y.________ vom 11. Oktober 2006, wonach die 1934 geborene Grossmutter von B. X.________ u. a. an einem "Hochdruckherz", an Verdauungsstörungen und an einem zu hohen Cholesterinspiegel leide und "unfähig für ein selbständiges Leben" sei bzw. "Hilfe durch eine zweite Person" brauche. Sodann wurden bei ihr Fettleibigkeit und ein Bandscheibenschaden diagnostiziert. Aus einem Schreiben des Zentrums für soziale Fürsorge Rekovac vom 10. Oktober 2006 ergibt sich ferner, dass die Grossmutter "weder im Stande noch in Verpflichtung (ist), sich weiter um den Enkel B. X.________ zu kümmern" und sich das "Fürsorgeorgan (...) gezwungen" sieht, "in der nahen Zukunft amtlich zu intervenieren, um ihr die Unterkunft in einer Fürsorgeanstalt bzw. in einem Heim für die alten und unversorgten Personen zu ermöglichen". Ferner machten A. und B. X.________ unter Einreichung einer entsprechenden Erklärung der Grossmutter vom 25. Mai 2006 geltend, der im Jahre 2000 bereits einmal bewilligte Nachzug des Sohnes sei von eben dieser Grossmutter verhindert worden. Diesen Umstand habe man bloss deshalb bis heute nicht vorgetragen, weil sich die Mutter geschämt habe, auf das Verhalten ihrer Schwiegermutter hinzuweisen. Mit Urteil vom 14. Februar 2007 wies das Kantonsgericht Basel-Landschaft (Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht) die Beschwerde ab. Der begründete Entscheid wurde am 16. April 2007 zugestellt. Während des hängigen Verfahrens hatte B. X.________, dessen Gesuch um vorsorgliche Massnahmen (Abwarten des Entscheides des Kantonsgerichts in der Schweiz) erfolglos geblieben war, das Land wieder verlassen.