Citation: 6B_882/2019 E. 3

Das angefochtene Urteil des Obergerichts des Kantons Obwalden wurde der Post am 18. März 2019 zum Versand übergeben. Die mittels "Einschreiben R" verschickte Sendung wurde dem Beschwerdeführer am 19. März 2019 zur Abholung gemeldet und am 27. März 2019 als nicht abgeholt retourniert. Die Zustellung einer eingeschriebenen Postsendung, die nicht abgeholt worden ist, gilt am siebten Tag nach dem erfolglosen Zustellungsversuch als erfolgt, sofern die Person mit einer Zustellung rechnen musste (vgl. Art. 85 Abs. 4 lit. a StPO, siehe auch Art. 44 Abs. 2 BGG). Da der Beschwerdeführer in einem Prozessrechtsverhältnis stand, musste er mit gerichtlichen Zustellungen rechnen. Für die Behauptung, er habe die Abholeinladung nicht erhalten, zeigt der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde keinerlei Anhaltspunkte dafür auf, dass die Postzustellung nicht einwandfrei funktioniert haben könnte. Es ist daher davon auszugehen, dass ihm die Abholeinladung ordnungsgemäss zugegangen ist. Eine Bestimmung, die das Obergericht dazu verpflichtet hätte, ihm das Urteil umgehend nach dessen Retournierung ein zweites Mal mit normaler Post zuzustellen, so dass er noch genügend Zeit gehabt hätte, innert Frist Beschwerde zu erheben, vermag er nicht zu nennen und existiert auch nicht. Die spätere nochmalige Zustellung des Urteils mit gewöhnlicher Post hat keinen Einfluss auf Beginn und Ende der Beschwerdefrist, worauf der Beschwerdeführer bereits im Begleitschreiben des Obergerichts vom 9. Juli 2019 hingewiesen worden ist. Das angefochtene Urteil gilt damit am 26. März 2019 als zugestellt. Die 30-tägige Beschwerdefrist der Beschwerde in Strafsachen begann folglich am 27. März 2019 zu laufen und endete am 10. Mai 2019. Die erst am 5. August 2019 der Post übergebene Beschwerde ist verspätet.