Citation: 4P.47/2005 01.04.2005 E. 2

Das Obergericht hat im angefochtenen Urteil festgehalten, dem Beschwerdegegner sei zwar ein vertragliches Konkurrenzverbot auferlegt worden. Da aufgrund der unbegründeten Kündigung jedoch anzunehmen sei, der Beschwerdegegner habe keinen Anlass zur Kündigung gegeben, sei gemäss Art. 340c Abs. 2 OR vom Wegfall des Konkurrenzverbotes auszugehen. Als nicht relevant bezeichnet hat das Obergericht die im erstinstanzlichen Verfahren nachgeschobene, aber jeder Konkretisierung entbehrende Behauptung, der Beschwerdegegner habe durch Weisungsverstösse das in ihn gesetzte Vertrauen verspielt. Das Obergericht befasste sich einzig mit der erst im Appellationsverfahren vorgebrachten Behauptung der Beschwerdeführerin, die ebenfalls bei ihr angestellte Frau des Beschwerdegegners habe geäussert, von diesem geschlagen zu werden, was zu grosser Unruhe im Betrieb geführt habe. Das Obergericht nahm daran Anstoss, dass auch dieser neue, durch vage Sachvorbringen umschriebene Vorwurf - ohne Begründung dafür, dass er erst später entdeckt wurde - nachgeschoben und sogar erst im Rechtsmittelverfahren erhoben wurde. Vor allem wurde bemängelt, dass die Beschwerdeführerin keinerlei Beweismittel zu dessen Nachweis angeboten habe.