Citation: 5A_831/2018 E. 6.4

6.4. Die Errichtung einer Beistandschaft zur Überwachung der Umsetzung des Besuchsrechts ist erforderlich, da die Modalitäten der Umsetzung je nach Fortschritt des Kontaktaufbaus neu festgesetzt werden müssen und eine solche Neufestsetzung in direkter Absprache zwischen der Beschwerdeführerin und dem Beschwerdegegner nicht möglich ist. Diese Kindesschutzmassnahme ist auch geeignet, einer Gefährdung des Kindes bei der Umsetzung des Besuchsrechts entgegenzuwirken, hat der Beistand doch auch die Aufgabe, bei einer Gefährdung sofort zu intervenieren. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin kann allein deshalb, dass in der Vergangenheit das Besuchsrecht trotz Beistandschaft nicht umgesetzt werden konnte, diese Massnahme nicht als untauglich abqualifiziert werden. Ebenfalls geht die Beschwerdeführerin fehl in der Annahme, die Vorinstanz hätte die Beistandschaft zur Gewährleistung der Abänderbarkeit der getroffenen Regelung errichtet. Zutreffend ist, dass es für die Abänderung von Kindesschutzmassnahmen nach Art. 313 ZGB keiner Beistandschaft bedarf. Dem Beistand kommt indessen die Aufgabe zu, für die Umsetzung der getroffenen Regelung besorgt zu sein und die Kindesschutzbehörden über allfällige damit einhergehende Probleme zu informieren. Angesichts der kommunikativen Blockade zwischen der Beschwerdeführerin und dem Beschwerdegegner ist auch keine mildere Massnahme ersichtlich, mit welcher insbesondere die (objektive) Interessenwahrung des Kindes sichergestellt werden könnte.