Citation: 4A_611/2018 E. 3.6

3.6. Soweit der Beschwerdeführer schliesslich allgemein rügt, die Beschwerdegegnerin habe ihre Mitarbeiter ungenügend instruiert, genügt er den Anforderungen an eine Willkürrüge (vgl. hiervor E. 2) nicht. Der Beschwerdeführer hat den Nachweis zu erbringen, dass die Beschwerdegegnerin ihre Schutzpflichten nicht erfüllt hat (vgl. PORTMANN/ RUDOLPH, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht, 6. Auflage 2015, N. 53 zu Art. 328 OR). Bei der Nichterfüllung von Schutzpflichten durch Unterlassungen (z.B. durch eine mangelhafte Instruktion) handelt es sich zwar um den Beweis negativer Tatsachen, sodass der Beschwerdegegnerin gemäss Treu und Glauben eine beweisrechtliche Mitwirkung obliegt. Sie hat die zum Negativum vorgetragenen Behauptungen des Beschwerdeführers substanziiert zu bestreiten (BGE 95 II 132 E. 1 S. 138 mit Hinweisen). Dies dispensiert aber den Beschwerdeführer nicht davor, konkrete Behauptungen aufzustellen. Er müsste in seiner Beschwerde aufzeigen, dass er vor den Vorinstanzen dargelegt hat, welche konkreten Instruktionen bezüglich des fraglichen Arbeitsvorgangs die Beschwerdegegnerin ihren Mitarbeitern hätte geben müssen. Dies tut er nicht, jedenfalls nicht rechtsgenüglich. Er begnügt sich im Wesentlichen damit, angebliche Widersprüche betreffend die Einführung des "Götti-Systems" aufzuführen und pauschal zu monieren, es ergebe sich aus den Beweismitteln nicht, welche Instruktionen von wem in welcher Form erteilt worden seien. Damit legt er nicht ausreichend dar, weshalb die Vorinstanzen aus den Zeugenaussagen nicht hätten ableiten dürfen, die Arbeiternehmer der Beschwerdegegnerin seien betreffend den Umgang mit Kranen ausreichend instruiert.