Citation: 8C_520/2024 E. 7.2

7.2. Trotz dieser grundsätzlich gegebenen Beweiskraft des Gutachtens der dipl. med. C.________ hat die Vorinstanz der gutachterlichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit die rechtliche Massgeblichkeit abgesprochen. Dem kann nicht beigepflichtet werden. Denn dipl. med. C.________ ist ihrer Aufgabe unter Berücksichtigung der durch BGE 141 V 281 normierten Beweisthemen überzeugend nachgekommen (vgl. BGE 145 V 361 E. 4.3). Sie hat nachvollziehbar dargelegt, dass und inwiefern wegen der von ihr erhobenen Befunde die beruflich-erwerbliche Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin eingeschränkt sei. In ihre Beurteilung zog sie auch die persönlichen, familiären und sozialen Aktivitäten der Beschwerdeführerin mit ein. Deshalb ist der Folgenabschätzung der dipl. med. C.________ aus rechtlichen Gründen - insbesondere auch unter dem Gesichtswinkel der Konsistenz - zu folgen. Ihre diesbezüglichen eingehenden und schlüssigen Darlegungen brauchen nicht wiederholt zu werden, sondern es kann darauf verwiesen werden (vgl. auch Urteil 8C_105/2023 vom 10. Juli 2023 E. 5.2.2 mit Hinweisen). Indem das kantonale Gericht die medizinischen Angaben nicht einfach nur auf die normativen Rahmenbedingungen geprüft, sondern stattdessen eine eigenständige medizinische Einschätzung vorgenommen hat, hat es die Grenzen der gebotenen Rechtskontrolle überschritten bzw. eine unzulässige juristische Parallelprüfung vorgenommen (BGE 141 V 281 E. 5.2.2.3; SVR 2021 IV Nr. 47 S. 151 E. 6.4 f.). Aufgrund dieser Bundesrechtsverletzung kann auf die im angefochtenen Urteil festgestellte uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit nicht abgestellt werden.