Citation: 4A_659/2020 E. 3.2.2

3.2.2. Zu prüfen bleibt ihre Rüge, dass die vorfrageweise Feststellung ausländischen Rechts nicht zulässig sei. Aus dem von ihr hierfür angegebenen Entscheid (BGE 138 II 536 E. 5.4.1) ergibt sich indessen nichts Derartiges. Dieser Entscheid (mit Hinweis auf das Urteil 5C.140/2006 vom 22. Dezember 2006 E. 3.2) betrifft die Überprüfungszuständigkeit des Bundesgerichts gemäss Art. 96 lit. b BGG. Er hält fest, dass das Bundesgericht auch bei einer vermögensrechtlichen Streitigkeit vorfrageweise die Anwendung des ausländischen Rechts prüfen kann, sofern dies für die Anwendung des von ihm zu prüfenden schweizerischen Rechts erforderlich ist (vgl. auch BGE 91 II 117 E. II.3). Die Vorinstanz ging in diesem Sinne davon aus, die Notwendigkeit, ausländisches Recht als Vorfrage zu prüfen, ergebe sich im Hinblick auf inländische aufsichts- und vertragsrechtliche Konsequenzen für die Beschwerdegegnerin. Darauf müsste die Beschwerdeführerin substanziiert eingehen. Das tut sie nicht, womit es an einer genügenden Rüge (vgl. E. 1) fehlt. Ihr Einwand, es gebe keinen Staatsvertrag, der hier die vorfrageweise Feststellung des ausländischen Rechts verlange, genügt nicht.