Citation: 1C_607/2015 E. 4.3

4.3. Bei den Nationalratswahlen vom 18. Oktober 2015 musste im Kanton Zürich eine Listengruppe von verbundenen Listen bzw. eine nicht verbundene Liste für einen Sitzgewinn mehr als 413'000 Parteistimmen erhalten. Die von der Liste 35 Schweizer Freiheit und Recht insgesamt erzielten 1'673 Parteistimmen liegen weit unter der erforderlichen Anzahl. Die Liste des Beschwerdeführers hätte das 247-fache Ergebnis erzielen müssen, um für einen Sitzgewinn in Frage zu kommen. Bereits deshalb kann entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ausgeschlossen werden, dass ein Sitzgewinn möglich gewesen wäre. Hinzu kommt, dass die vom Beschwerdeführer behaupteten Unregelmässigkeiten nicht belegt sind bzw. aufgrund der bekannten Tatsachen für eine massgebliche Beeinflussung des Wahlergebnisses zu seinen Ungunsten nicht geeignet erscheinen. Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, sind die angerufenen Vorfälle wie die fehlende Berichterstattung in den Medien über die Kandidatur des Beschwerdeführers, Menschenströme an stark begangenen Orten, zivil gekleidete Personen mit Kopfhörern in den Ohren, die Verweigerung der Entgegennahme von Flugblättern und anderen Schriften nicht aussergewöhnlich. Es erscheint deutlich wahrscheinlicher, dass es sich um normale Vorgänge handelte als um vom Beschwerdeführer vermutete Machenschaften von ihm nicht wohlgesinnten Kreisen oder Staatsorganen. Für seine entsprechenden Behauptungen und namentlich für Amtsmissbrauch oder sonstige Straftaten gibt es keinerlei Belege oder Hinweise. Für eigentliche strafrechtliche Ermittlungen besteht im Rahmen einer Wahlbeschwerde, wie sie hier zu beurteilen ist, ohnehin kein Raum.