Citation: 2C_1116/2018 E. 4.2

4.2. Damit ein vom Gesetz abweichendes "Ruling" nach dem Vertrauensschutzprinzip Bindungswirkung für die Behörden entfalten kann, darf die Unrichtigkeit der damit gegebenen Auskunft - wie erwähnt - für die Rechtsuchende nicht ohne Weiteres erkennbar sein. Ob eine Auskunft in diesem Sinne offensichtlich unrichtig ist, ist nach den steuerrechtlichen Kenntnissen der steuerpflichtigen Person bzw. ihres Rechtsvertreters zu beurteilen (vgl. MARLENE KOBIERSKI, Vorabbescheide im Steuerrecht und im Handelsregisterrecht, AJP 2015, S. 181 ff., S. 185).