Citation: 8C_310/2016 E. 5.2

5.2. Diese Beurteilung rügt der Beschwerdeführer zu Recht als verfassungswidrig. Ob ein gegebener Einkommensüberschuss genügt, um Verfahrenskosten zu bezahlen, kann sich nicht nach einer festen Betragsgrenze bestimmen. Zu berücksichtigen sind vielmehr die gesamten finanziellen Verhältnisse. Sodann mag zwar sein, dass - wie vom kantonalen Gericht erwogen - in einzelnen Urteilen und einem Teil der Lehre derart lange Abzahlungsdauern für zumutbar erachtet wurden. Das kann aber jedenfalls dann nicht gelten, wenn sich wie hier die Einkünfte/Ausgaben auf einem sehr niedrigen Niveau bewegen, mit entsprechend geringem Spielraum bei der Geldverwendung, und darüber hinaus auch keinerlei Vermögen vorhanden ist, d.h. nicht einmal ein "Notgroschen", welcher für unvorhergesehene dringende Ausgaben zur Verfügung stünde. Zwar lässt sich aus Art. 29 Abs. 3 BV kein Anspruch auf Äufnung eines Notgroschens ableiten (Urteil 5A_612/2010 vom 26. Oktober 2010 E. 2.4 mit Hinweis; vgl. auch Urteil 4A_664/2015 vom 19. Mai 2016 E. 4.2.2 mit weiteren Hinweisen). Sind die finanziellen Verhältnisse aber derart beengt, kann ein Einkommensüberschuss von Fr. 118.35 nicht genügen, um der gesuchstellenden Person die Bezahlung ihrer Anwaltskosten zuzumuten. So wurde denn auch im Urteil 9C_253/2009 vom 11. Januar 2010 E. 4.4 entschieden, ein Einkommensüberschuss von Fr. 111.70 genüge selbst bei vorhandenem Notgroschen nicht, um Gerichtskosten von geschätzt Fr. 800.- und Anwaltskosten, welche Fr. 600.- klar überstiegen, aber ansonsten noch nicht beziffert waren, zu bezahlen.