Citation: 6B_139/2022 E. 4.1

4.1. Wie bereits dargelegt, bringt der Beschwerdeführer einerseits vor, die vorinstanzliche Strafmilderung im Sinne von Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG (oben E. 3.3) spreche dafür, diese besondere Konstellation bei der Beurteilung des Härtefalls als zusätzlichen Faktor einfliessen zu lassen; andererseits macht er eine aktenwidrige Verneinung seiner Rolle als "Secondo" geltend (oben E. 3.2). In diesem letzteren Zusammenhang hält er fest, er sei zwar vorbestraft, aber nur am Rande betreffend SVG-Zuwiderhandlungen und bezogen auf Drogen nicht einschlägig. Die einzige bisherige Freiheitsstrafe sei bedingt ausgesprochen worden, sodass es für den teilbedingten Vollzug der Anlassstrafe keiner besonderen günstigen Prognose bedurft habe. Die Legalprognose könne insgesamt nicht negativ ausfallen. Seit dem Frühjahr 2018 und damit seit bald vier Jahren sei er straflos. Er sei seit bald 20 Jahren in der Schweiz niedergelassen, sodass bei einer Landesverweisung besondere Zurückhaltung zu üben sei. Seine Ausführungen zu seiner finanziellen Situation hätten bei der Vorinstanz noch keinen grossen Widerhall gefunden. Der von früher herrührenden Schuldenlast vermöge er vorderhand objektiv nicht beizukommen, was ihm daher kaum angelastet werden könne. Seine Integration in sein Herkunftsland würde zwangsläufig schwierig sein. Seine Integration in der Schweiz sei sicher nicht geradezu vorbildlich, allerdings sei sie auch nicht zu vernachlässigen. Ihm sei zugute zu halten, dass keine seiner Vortaten eine Katalogtat von Art. 66a Abs. 1 StGB betreffe. Seine familiären Bindungen zu seiner Mutter, die ihn finanziell unterstütze, und zu seinen Kindern sprächen für eine Fortsetzung des Aufenthalts in der Schweiz (vgl. dazu die Vorbringen unter dem Titel der "familiären Beziehungen als Bestandteil der Härtefallprüfung"; oben E. 3.1). Soweit möglich, habe er immer gearbeitet. Sein privates Interesse überwiege das öffentliche an einer Landesverweisung.