Citation: 5A_801/2018 E. 8.1

8.1. Zum Einwand der Beschwerdeführerin, ihre ehrverletzenden Äusserungen seien wahr respektive vertretbar, hat das Obergericht in formeller Hinsicht festgehalten, nur rechtzeitig und genügend substantiiert vorgetragene Tatsachenbehauptungen und Beweisofferten könnten berücksichtigt werden. Die Novenschranke sei nach zweimaliger Möglichkeit, sich unbeschränkt zu äussern, und infolgedessen für die Beschwerdegegner mit dem Parteivortrag am 5. Januar 2017 und für die Beschwerdeführerin mit dem Parteivortrag vom 9. März 2017 gefallen. Danach seien Noven grundsätzlich nicht mehr zu hören (E. 10b S. 22 f.). Unter das Novenverbot gefallen sind deshalb die Vorbringen der Beschwerdeführerin in der "Duplik" vom 18. Mai 2017 und die im Berufungsverfahren neu vorgebrachten Tatsachen, zumal die Beschwerdeführerin auch mit keinem Wort dargelegt hat, weshalb die Noven zulässig sein sollten (E. 10c/cc/ddd S. 30 f. des angefochtenen Entscheids).