Citation: 1C_180/2013 E. 3.2

3.2. Für die Lückenfüllung hinsichtlich der Frage, ob über die Abwasseranlagen hinaus auch der entsprechende Grund und Boden abzutreten ist, ist von Art. 6 ZGB auszugehen. Wie auch das Obergericht grundsätzlich annahm, unterstehen nach Art. 664 ZGB die öffentlichen Sachen der Herrschaft des Staates. Die Kantone sind demnach befugt, das Regime darüber zu ordnen. Davon hat der Kanton Uri mit dem Erlass des Umweltgesetzes hinsichtlich der Abwasseranlagen Gebrauch gemacht. Soweit das Umweltgesetz, wie dargetan, eine echte Lücke aufweist, ist die Regelung anlässlich der Rechtsanwendung zu ergänzen. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin, ist der Kanton dabei nicht gehalten, einzig auf das Bundeszivilrecht mit den sachenrechtlichen Bestimmungen über Grund und Boden einerseits und die Aufbauten andererseits abzustellen. Es lässt sich mit guten Gründen vertreten, die lückenhafte Regelung im Umweltgesetz entsprechend öffentlich-rechtlich zu ergänzen. Insoweit erweist sich die Rüge der fehlenden gesetzlichen Grundlage als unbegründet.