Citation: 5A_657/2014 E. B

B.a. Die Erbengemeinschaft D.________ baute die Tiefgarage nicht mehr. Sie verkaufte ihr Grundstück Nr. uuu vielmehr im Juli 2003 an F.________. Im Rahmen seines Bauvorhabens "Abbruch Einfamilienhaus, Neubau Einfamilienhaus mit Autoeinstellhalle, Gartenhaus" plante F.________, die Tiefgarage an die gemeinsame Grenze zurückzusetzen und nur noch zu einem kleinen Teil (rund 10 m²) im Bereich der Einfahrt als Überbau auf dem Grundstück Nr. vvv zu erstellen. B.________ als Eigentümerin des Nachbargrundstücks Nr. vvv stimmte der Projektänderung unterschriftlich zu. Gemäss Bauplanung befand sich die südwestliche Ecke der Tiefgarage vollständig auf dem Grundstück Nr. uuu. B.b. Das Bauvorhaben wurde verwirklicht. F.________ übergab die Schlüssel zur Tiefgarage an B.________, die ab 1. Mai 2007 den ihr zugewiesenen Autoabstellplatz in der südwestlichen Ecke der Tiefgarage ausschliesslich und unentgeltlich benützte und zusammen mit einer Wohnung in ihrer Liegenschaft an Dritte vermietete. B.c. Im Frühjahr 2008 brach zwischen den Nachbarn ein Streit über das Dach der Tiefgarage aus. F.________ bestritt in der Folge ein dingliches Recht von B.________ auf Benützung eines Autoabstellplatzes in der Tiefgarage, kündigte den bisher zur Verfügung gestellten Abstellplatz per Ende Juli 2008 und hinderte B.________ ab Juli 2009 an der Benützung des Autoabstellplatzes und an der Zufahrt in die Tiefgarage. B.d. Ein Gesuch von B.________ um Erlass eines gerichtlichen Befehls auf Freigabe des Autoabstellplatzes blieb erfolglos. Das Kantonsgericht Zug wies das Gesuch ab, soweit darauf einzutreten war, und verwies B.________ mit ihren Begehren in das ordentliche Verfahren (Verfügung vom 9. Dezember 2009). B.e. Mit Vertrag vom 25. März 2010 schenkte F.________ das Grundstück Nr. uuu seiner Ehefrau A.________. Tags darauf wurde die Eigentumsänderung im Grundbuch vollzogen. B.f. Die von B.________ am 11. Mai 2010 gegen F.________ erhobene Klage wurde wegen fehlender Passivlegitimation abgewiesen, soweit die Begehren die Dienstbarkeit "Benützungsrecht Autoabstellplatz" betrafen (Entscheid des Kantonsgerichts Zug vom 2. Februar 2011). Die von F.________ dagegen im Kosten- und Entschädigungspunkt erhobene Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Zug ab (Urteil vom 9. Juni 2011). Die Klagebegehren auf Schadenersatz wegen vorenthaltener Nutzung des Autoabstellplatzes hiessen die kantonalen Gerichte dagegen gut. Sie verpflichteten F.________, B.________ ab dem 1. Juli 2009 bis zum 25. März 2010 Fr. 250.-- im Monat zu zahlen, zuzüglich 5 % Zins ab dem 15. November 2009 (Entscheid des Kantonsgerichts vom 21. September 2011 und Urteil des Obergerichts vom 22. März 2012). B.g. B.________ begründete an ihrem Grundstück Nr. vvv Miteigentum und trat den hälftigen Anteil an ihre Tochter C.________ ab. Die vertragliche Eigentumsübertragung vom 12. Dezember 2011 wurde am 13.ds. im Grundbuch vollzogen.