Citation: 2F_8/2020 E. 1

Die A.________ AG produziert und vertreibt unter anderem das Produkt "B.________". Dabei handelt es sich um ein Nahrungsergän- zungsmittel. Die A.________ AG bringt dieses mit einer Packung in Verkehr, worauf eine stilisierte menschliche Marionettenfigur (sog. Gliederpuppe) abgebildet ist, deren Gelenke zunächst rot waren und später sich in einer leicht helleren Farbe vom Rest des blau eingefärbten Körpers unterschied. Der Kantonschemiker des Kantons Thurgau verfügte am 16. Februar 2018 gestützt auf den Untersuchungsbericht des kantonalen Laboratoriums Thurgau, dass Art. 34 des Lebensmittelgesetzes vom 20. Juni 2014 (LMG; SR 817.0) zufolge das Produkt und das Werbematerial für "B.________" in dieser Form per sofort nicht mehr ausgeliefert bzw. abgegeben werden dürfen und die betreffenden Einträge auf den Webseiten der A.________ AG zu löschen seien. Mit dem Partikel "arthro" werde einen Bezug zum Begriff "Arthrose" geschaffen, was zudem mit den roten Gelenkkugeln unterstrichen werde. Die Bezeichnung sei im Sinne von Art. 12 Abs. 2 der Lebensmittel- und Gebrauchsgegenständeverordnung vom 16. Dezember 2016 (LGV; SR 817.02) täuschend. Einsprache ans kantonale Laboratorium (12. März 2018), Rekurs ans Departement für Finanzen und Soziales des Kantons Thurgau und Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau (5. Dezember 2018) waren erfolglos. Das Bundesgericht hat am 26. Februar 2020 eine dagegen gerichtete Beschwerde abgewiesen (2C_162/2019).