Citation: 4A_623/2017 E. 3.4

3.4. Das Gleiche gilt, wenn anstatt der Konkursverwaltung ein Abtretungsgläubiger nach Art. 260 SchKG klagt: Nach der Konkurseröffnung steht es in erster Linie der Konkursverwaltung zu, Verantwortlichkeitsansprüche gegenüber den verantwortlichen Organen geltend zu machen (Art. 757 Abs. 1 OR). Verzichtet sie darauf, können die Aktionäre und Gesellschaftsgläubiger den Schaden der Gesellschaft einklagen (Art. 757 Abs. 2 OR). Der Abtretungsgläubiger kann dabei nicht mehr oder anderes verlangen, als es die Konkursverwaltung als Vertreterin der Konkursmasse könnte. Auch der Abtretungsgläubiger kann demnach wie die Konkursverwaltung nicht den Schaden einklagen, der ausschliesslich im Vermögen von Konkursgläubigern eingetreten ist. Die Vorinstanz hat damit zutreffend erkannt, dass die Beschwerdeführerin den von ihr in erster Linie geltend gemachten Schaden der Verminderung des Verwertungssubstrats als Abtretungsgläubigerin nach Art. 260 SchKG nicht mittels Verantwortlichkeitsklage einklagen konnte.