Citation: 5A_784/2023 E. 5.1

5.1. Inhaltlich geht es um die vorsorgliche, nur für die Dauer des Rechtsmittelverfahrens geltende Regelung eines Besuchsrechts, in deren Rahmen die Beschwerdeführerin vorsorglich die Ausdehnung ihres Besuchsrechts beantragt. Gesuchen um Anordnung von vorsorglichen Massnahmen, die sich inhaltlich mit dem Rechtsbegehren in der Hauptsache decken, kann in der Regel nicht entsprochen werden, denn sie würden dem Entscheid in der Hauptsache vorgreifen, ohne dass die Rechtsmittelinstanz die aufgeworfenen Fragen nach Massgabe der ihr zukommenden Kognition in tatbeständlicher und rechtlicher Hinsicht beurteilt hätte (vgl. Urteil 5A_983/2023 vom 23. Januar 2024 E. 4). Ohnehin hat sich die Rechtsmittelinstanz bei der Anordnung von vorsorglichen Massnahmen zurückzuhalten und soll sie die im angefochtenen erstinstanzlichen Entscheid getroffenen Anordnungen nur ausnahmsweise, d.h. nur aus wichtigen Gründen, vorsorglich abändern (vgl. BGE 137 III 475 E. 4.1 mit Hinweisen).