Citation: U 184/02 23.01.2003 E. 2

Im angefochtenen Entscheid hat das kantonale Gericht den natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 21. Juli 1994 und den vom Beschwerdeführer geltend gemachten psychischen Beschwerden verneint. Auf Grund zahlreicher medizinischer Berichte und Begutachtungen kam es zum Schluss, es sei nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht erstellt, dass sich der Beschwerdeführer anlässlich des genannten Vorfalles gesundheitliche Schädigungen zugezogen haben könnte, die für die geklagten Einschränkungen seiner Arbeitsfähigkeit verantwortlich zu machen wären. Die Vorinstanz hat anschliessend gleichwohl die Frage des adäquaten Kausalzusammenhangs geprüft und diese verneint. 2.1 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde bejaht der Beschwerdeführer den natürlichen Kausalzusammenhang erneut. Dabei bezieht er sich auf die in den Akten liegenden medizinischen Berichte und Begutachtungen und beantragt ausserdem eventualiter die Abnahme weiterer Beweise, insbesondere die Erstellung eines Gutachtens zum Unfallhergang, allenfalls die Rückweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz zur Vornahme weiterer Abklärungen. Die Beschwerdegegnerin, welche den natürlichen Kausalzusammenhang verneint, weist in ihrer Vernehmlassung darauf hin, dass bis zum Zeitpunkt, als der Beschwerdeführer im Sommer 1996 eine Abhandlung über HWS-Schleudertraumata gelesen habe, sich auffallenderweise keinerlei medizinische Diagnosen finden, welche ihm für Schleudertraumata typische Leiden attestieren. Erst ab Ende 1996 werde hinfort in allen Untersuchungsberichten Bezug genommen auf einen Status nach Verkehrsunfall mit HWS-Distorsion und leichter traumatischer Hirnverletzung. Gestützt auf die zur Verfügung stehenden medizinischen Akten kann die Frage, ob es sich bei den bestehenden psychischen Gesundheitsstörungen um eine natürliche Folge des versicherten Unfalles handelt, nicht mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 119 V 338 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen) beantwortet werden. Eine Rückweisung der Sache zwecks Einholung eines weiteren Gutachtens erübrigt sich aber; selbst wenn auf Grund zusätzlicher Abklärungen der natürliche Kausalzusammenhang zu bejahen wäre, fehlt es - wie die nachstehenden Erwägungen zeigen - an der Adäquanz des Kausalzusammenhangs. 2.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe im Juli 1994 ein Schleudertrauma erlitten, weshalb die nach BGE 117 V 359 rechtsprechungsgemäss erforderlichen Grundsätze zur Anwendung kämen. Dieser Betrachtungsweise kann indessen nicht beigepflichtet werden. Vielmehr ist, wie die Vorinstanz zutreffend befunden hat, die Praxis nach BGE 123 V 99 Erw. 2a anwendbar, womit offen bleiben kann, ob der Beschwerdeführer ein Schleudertrauma oder ein Schädel-Hirntrauma erlitten hat. 2.3 Bei der Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs ist davon auszugehen, dass der Unfall vom 21. Juli 1994 den leichteren Fällen im mittleren Bereich zuzuordnen ist. Zur Bejahung der Kausalität wäre daher erforderlich, dass ein einzelnes unfallbezogenes Kriterium in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist oder dass die nach der Rechtsprechung massgebenden Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sind. Dies trifft hier nicht zu, wie die Vorinstanz zutreffend entschieden hat. Es kann auf deren Erwägungen verwiesen werden, denen das Eidgenössische Versicherungsgericht nichts beizufügen hat. 2.4 Aus dem Gesagten folgt, dass das kantonale Gericht die Frage der Adäquanz des Kausalzusammenhangs zu Recht verneint hat und die Voraussetzungen für einen Anspruch des Beschwerdeführers auf Versicherungsleistungen somit nicht erfüllt waren. Aktenergänzungen erübrigen sich.