Citation: 6B_1113/2023 E. 3.3.2

3.3.2. Die Vorinstanz würdigt die Aussagen des Beschwerdeführers sowie der Zeugen und kommt zum Schluss, es würden keine rechtserheblichen Zweifel daran bestehen, dass der Beschwerdeführer C.________ vor der Kollision auf der linken Fahrzeugseite sowie die Kollision mit ihr wahrgenommen habe. Der Beschwerdeführer sei mit dem Tatfahrzeug, einem wuchtigen, hochgelegten, rund zwei Tonnen schweren SUV stark beschleunigend auf C.________ zugefahren und habe keine Anstalten gemacht, abzubremsen. Selbst nachdem das Fahrzeug für den Beschwerdeführer wahrnehmbar mit C.________ kollidiert sei, habe er nicht abgebremst, sondern weiter auf 36 bis 39 km/h beschleunigt und die im Radhaus eingeklemmte C.________ rund 15 Meter mitgerissen. Schliesslich habe sich das Bein von C.________ aus dem Radkasten gelöst, was allerdings dazu geführt habe, dass ihr rechtes Bein vom linken Hinterrad überrollt worden sei, bevor ihr Körper auf der Strasse liegen geblieben und der Beschwerdeführer weitergefahren sei. C.________ habe äusserst schwere Verletzungen erlitten und in akuter Lebensgefahr geschwebt. Das Handeln des Beschwerdeführers habe ohne Weiteres ihren Tod bewirken können und der Erfolgseintritt sei rein zufällig ausgeblieben. Das Verhalten des Beschwerdeführers sei äusserst egoistisch motiviert gewesen, sei es ihm doch einzig darum gegangen, möglichst schnell und unbehelligt den Strichplatz zu verlassen, um Konflikte mit seinen Eltern und mit den Strafbehörden wegen anderer Delikte zu vermeiden. Das Risiko, dass C.________ bei diesem Mänover habe sterben können, sei eindeutig höher gewesen, als dass sie überlebe. Wenn spätestens nach der Kollision nicht abgebremst, sondern noch weiter beschleunigt werde, ohne sich um den Verbleib des Opfers zu kümmern, nehme ein Lenker jeden nur möglichen weiteren Geschehensverlauf in Kauf, mithin auch den eingetretenen, möge dieser auch unüblich sein. Insgesamt habe sich bei dieser Ausgangslage dem blindlings handelnden Beschwerdeführer das Risiko der Tatbestandsverwirklichung als derart wahrscheinlich aufdrängen müssen, dass er die eingetretenen Folgen in Kauf genommen habe.