Citation: 2A.30/2005 21.06.2005 E. 4

4.1 Der Beschwerdeführer wurde zu insgesamt über 5 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Damit ist der Ausweisungsgrund nach Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG gegeben. Die letzte Verurteilung erfolgte wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz und wegen gewerbsmässigen Diebstahls. Aufgrund des Strafmasses und der Art der verübten Delikte ist von einem schweren Verschulden auszugehen. Die fremdenpolizeiliche Verwarnung vermochte den Beschwerdeführer von der Begehung weiterer Straftaten nicht abzuhalten. Selbst nach seiner bedingten Haftentlassung im Dezember 2003 wurde er rückfällig und hat wiederum zahlreiche Delikte begangen. Der Beschwerdeführer hat seine Drogensucht bis anhin nicht überwunden, weshalb von einer grossen Rückfallgefahr in die Beschaffungskriminalität auszugehen ist. Zusammenfassend ergibt sich, dass ein gewichtiges öffentliches Interesse an der Entfernung und Fernhaltung des Beschwerdeführers besteht. 4.2 Der Beschwerdeführer ist in der Schweiz geboren und hat hier sein gesamtes bisheriges Leben verbracht. Sprachlich und gesellschaftlich ist er in der Schweiz integriert. Seine Eltern und seine beiden älteren Brüder, zu denen er ein gutes Verhältnis hat, leben zur Zeit ebenfalls noch in der Schweiz. Aufgrund der familiären und sozialen Verhältnisse ergibt sich somit für den Beschwerdeführer als Ausländer der zweiten Generation ein erhebliches privates Interesse, in der Schweiz bleiben zu können. Wie die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat, konnte sich der Beschwerdeführer indessen nie wirklich ins Arbeitsleben integrieren, weshalb er sich nach seiner Entlassung aus dem Strafvollzug beruflich neu orientieren müssen wird. Aus beruflicher Sicht besteht somit kein ins Gewicht fallendes privates Interesse am weiteren Verbleib in der Schweiz. Der Beschwerdeführer beherrscht die italienische Sprache, hat aber nie längere Zeit in Italien gelebt, weshalb er dort über kein Beziehungsnetz verfügt. Allerdings hat ihn selbst sein familiäres Umfeld bisher nicht davon abhalten können, über Jahre hinweg in der Drogenszene massiv straffällig zu werden. Mit Blick darauf, dass alle dem Beschwerdeführer in der Schweiz angebotenen Hilfsmassnahmen scheiterten, kann es nicht mehr entscheidend darauf ankommen, welche Therapie- und Resozialisierungsmöglichkeiten in der Heimat des Beschwerdeführers bestehen. Zudem kann den Akten weder entnommen werden, dass der Beschwerdeführer auf eine spezifische Therapie angewiesen wäre, die nur in der Schweiz angeboten wird, noch dass sich eine allfällige Ausweisung in nicht vertretbarer Weise negativ auf einen Therapieerfolg auswirken würde. Da sich die Lebensverhältnisse in Italien nicht wesentlich von jenen in der Schweiz unterscheiden, ist es für den Beschwerdeführer im Übrigen zumutbar, in sein Heimatland auszureisen. 4.3 Aufgrund der wiederholten Straffälligkeit, der begangenen Delikte sowie des grossen Rückfallrisikos überwiegt das öffentliche Interesse an der Entfernung des Beschwerdeführers aus der Schweiz dessen privates Interesse an einem weiteren Verbleib, auch wenn die Ausweisung den Beschwerdeführer hart treffen mag. Dabei fällt ins Gewicht, dass der Beschwerdeführer immer wieder gegen die öffentliche Ordnung verstossen hat und trotz fremdenpolizeilicher Verwarnung und strafrechtlicher Verurteilungen nicht bereit war, sein Verhalten zu ändern, sondern erneut delinquiert hat. Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn er nun die entsprechenden Konsequenzen tragen muss. Eine mildere Massnahme, wie eine erneute Verwarnung, genügt im Falle des Beschwerdeführers nicht. Die Ausweisung erweist sich somit als verhältnismässig.