Citation: 2C_766/2013 E. 3.2

3.2. Aus dem Anspruch auf Schutz des Privatlebens ergibt sich ein Recht auf Verbleib im Land nur unter besonderen Umständen. Eine lange Anwesenheit und die damit verbundene normale Integration genügen hierzu nicht; erforderlich sind vielmehr besonders intensive Beziehungen beruflicher oder gesellschaftlicher Natur (BGE 130 II 281 E. 3.2.1 S. 286; 126 II 377 E. 2c S. 384 ff.; 120 Ib 16 E. 3b S. 22). Ob solche qualifizierten Bindungen des Beschwerdeführers zur Schweiz existieren, erscheint aufgrund seines Lebenswandels als fraglich. Die Frage kann jedoch offen bleiben, zumal der in Art. 8 Ziff. 1 EMRK statuierte Anspruch jedenfalls nicht absolut gilt: Vielmehr darf nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK in das durch Ziff. 1 geschützte Rechtsgut eingegriffen werden, soweit der Eingriff gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer demokratischen Gesellschaft für die nationale Sicherheit, die öffentliche Ruhe und Ordnung, das wirtschaftliche Wohl des Landes, die Verteidigung der Ordnung, die Verhinderung von strafbaren Handlungen sowie den Schutz der Gesellschaft und der Moral und der Rechte bzw. Freiheiten anderer notwendig ist. Dies trifft im vorliegenden Fall zu: Der Beschwerdeführer verübte während über zehn Jahren regelmässig Straftaten und liess sich dabei auch von früheren Verurteilungen sowie von Strafen mit warnendem Charakter nicht von weiterer Delinquenz abhalten. Sein Verhalten erweckt den Eindruck einer besonders ausgeprägten Geringschätzung der schweizerischen Rechtsordnung. Der Eindruck bestätigt sich angesichts der zahlreichen Betreibungen und Verlustscheine, die gegenüber dem Beschwerdeführer bestehen. Sein Verhalten begründet insgesamt ein starkes öffentliches Fernhalteinteresse, welches die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung ausschliesst.