Citation: 4A_449/2017 E. 3

Aufgrund des Teilurteils vom 3. Oktober 2014 ging die Vorinstanz ohne Weiteres davon aus, dass ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und der chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren sowie der mittelgradigen depressiven Episode besteht. Ebenso stand für sie fest, dass der Beschwerdeführer vorübergehend an einem komplexen regionalen Schmerzsyndrom gelitten hat, das aber spätestens ab dem 28. Juni 2006 ausgeheilt war. Die Vorinstanz prüfte sodann die verschiedenen geltend gemachten Ansprüche (Krankheitskosten, Erwerbsausfall, Haushaltschaden, AHV-Beiträge, Rentenschaden und Genugtuung), teilweise aufgeteilt in unterschiedliche Perioden, und erachtete gesamthaft einen Betrag von Fr. 285'884.05 als ausgewiesen. Die umstrittene Höhe der im Grundsatz unbestrittenen Kürzung, welche die Erstinstanz auf 60 % festlegte, liess die Vorinstanz offen. Denn selbst wenn von einer Kürzung von 20 % ausgegangen werde, wie sie der Beschwerdeführer anerkenne, läge der sich daraus ergebende Betrag von rund Fr. 229'000.-- immer noch unter den bereits zugesprochenen und in Teilrechtskraft erwachsenen Fr. 250'000.--. Der Beschwerdeführer rügt in seiner Beschwerde zum einen die Höhe der erstinstanzlich vorgenommenen Kürzung sämtlicher grundsätzlich zuzusprechender Ansprüche um 60 %. Zum anderen beanstandet er die vorinstanzliche Beurteilung einzelner Ansprüche, namentlich der Krankheitskosten ab 1. Januar 2016, des Erwerbsausfalls ab 1. Oktober 2009, der künftigen AHV-Beiträge und des Rentenschadens. Dass sich die Beurteilung der Höhe der Kürzung (zwischen 20 % und 60 %) erübrigt, sofern die anderweitige Kritik am vorinstanzlichen Urteil nicht durchzudringen vermag, stellt der Beschwerdeführer nicht in Abrede. Aufgrund dessen sind - entgegen dem Aufbau der Beschwerde - zuerst die Rügen bezüglich der einzelnen Ansprüche zu behandeln, bevor gegebenenfalls auf das Thema Kürzung einzugehen ist. Zu prüfen sind namentlich die Krankheitskosten ab 1. Januar 2016 (nachfolgend E. 4), der Erwerbsausfall vom 1. Oktober 2009 bis 7. August 2011 (E. 5) sowie der Erwerbsausfall ab 8. August 2011 (E. 6). Bezüglich des Rentenschadens erübrigt sich eine eigenständige Prüfung. Diese geht, soweit das bundesgerichtliche Verfahren betreffend, in der Beurteilung hinsichtlich des künftigen Erwerbsausfalls auf. Denn die Vorinstanz hat einen Rentenschaden verneint, weil der künftige Erwerbsausfall nicht erwiesen sei - ist Zweites anders zu beurteilen, ist auch die vorinstanzliche Beurteilung hinsichtlich des Rentenschadens nicht aufrecht zu erhalten, und umgekehrt. Nicht zu behandeln sind hingegen die AHV-Beiträge ab 1. Januar 2017. Zwar hält der Beschwerdeführer einleitend fest, er fechte die künftigen AHV-Beiträge generell und nicht bloss hinsichtlich der Kürzung an. Unter dem entsprechenden Titel seiner Beschwerde beanstandet er allerdings gleichwohl einzig die Kürzung und äussert sich ansonsten mit keinem Wort zu den künftigen AHV-Beiträgen. Bleibt eine Rüge ohne Begründung, ist den Anforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG offensichtlich nicht Genüge getan; auf diesen Punkt ist daher nicht einzutreten.