Citation: 8C_439/2023 E. 5

Inwiefern das kantonale Gericht bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit unrichtige Feststellungen in sachverhaltlicher Hinsicht getroffen oder die zu beachtenden Beweiswürdigungsregeln verletzt haben sollte, ist nicht erkennbar. Gemäss Dr. med. B.________ ergeben sich aus den Berichten der behandelnden Ärzte sowie über die von ihnen veranlassten bildgebenden Untersuchungen keine objektiv ausgewiesenen Befunde, die sich auf den hier zu beurteilenden Unfall vom 2. Juli 2020 zurückführen liessen. Soweit der Beschwerdeführer sich damals Kontusionen zugezogen haben sollte, die anlässlich der Erstuntersuchung allerdings äusserlich nicht zu erkennen gewesen seien, wären diese, so Dr. med. B.________, nach spätestens drei Monaten ausgeheilt und eine vollständige Arbeitsfähigkeit daher wieder hergestellt gewesen. Der Beschwerdeführer zeigt nicht auf, inwiefern an dieser Einschätzung auch nur geringe Zweifel anzubringen wären. Dies gilt zunächst insbesondere insoweit, als beschwerdeweise weder dargetan noch zu ersehen ist, dass die Voraussetzungen für die Zulässigkeit einer Aktenbeurteilung hier nicht gegeben gewesen wären. Es wird namentlich nicht geltend gemacht, dass die von den behandelnden Ärzten veranlassten Untersuchungen unzureichend gewesen seien. Da zudem vorliegend ausschliesslich durch den Unfall vom 2. Juli 2020 verursachte somatische Beschwerden zur Frage stehen, vermag der Beschwerdeführer auch mit seiner Argumentation nicht durchzudringen, dass blosse subjektive, von den behandelnden Ärzten aber als glaubwürdig erachtete Schmerzangaben für eine Leistungspflicht genügen müssten. Dass die Vorinstanz unter Verzicht auf weitere medizinische Abklärungen gestützt auf die Einschätzung des Dr. med. B.________ von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ab Ende Oktober 2020, vier Monate nach dem Unfall, ausging, ist nicht zu beanstanden. Bei diesem Ergebnis besteht entgegen den Einwänden kein Raum für eine weitergehende Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für die anhaltend geklagten Beschwerden und geltend gemachte Arbeitsunfähigkeit wegen Teilursächlichkeit des Unfalls vom 2. Juli 2020 beziehungsweise wegen der ursprünglichen Anerkennung der Leistungspflicht. Soweit der Beschwerdeführer beantragt, es sei eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin unter dem Titel eines Rückfalls zu den früheren Ereignissen zu prüfen, fragt sich, ob ein solches Begehren oder Vorbringen überhaupt zulässig wäre (vgl. Art. 99 BGG). So oder anders tut der Beschwerdeführer nicht dar - und ist auch nicht ohne Weiteres ersichtlich -, weshalb die Beschwerdegegnerin dazu gehalten gewesen wäre. Ebenso wenig lässt sich erkennen, inwiefern die Vorinstanz ihrer Begründungspflicht nicht genügt haben könnte.