Citation: 1B_210/2022 E. 4.3

4.3. Nach dem Beschwerdeführer könne weder die erkennungsdienstliche Erfassung noch die Erstellung eines DNA-Profils der Aufklärung der Anlasstat dienen. Die Polizei habe am Tatort keinerlei Spuren gesichert. Zudem werde ihm vorgeworfen, im Fahrzeug vor dem Tatort Wache gehalten zu haben, weshalb ausgehend von diesem Tatvorwurf ohnehin keine Spuren von ihm am Tatort zu erwarten wären. Es sei auch nicht nachvollziehbar, weshalb seine DNA-Spuren an den sichergestellten Benzinkanistern zu finden sein sollten. Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, es bestünden keine konkreten Anhaltspunkte, wonach er in andere oder künftige Delikte von einer gewissen Schwere verwickelt sein könnte. Die Vorinstanz stütze sich auf vergangene Jugendsünden, die er vor zehn Jahren begangen habe. So sei er zwar insbesondere für ein im Jahr 2012 begangenes Vergehen und Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz verurteilt worden. Seither sei er aber lediglich noch durch untergeordnete Verkehrsdelikte aufgefallen. Er sei ausserdem weder damals drogenabhängig gewesen, noch sei er es heute, was die Staatsanwaltschaft im Übrigen auch nicht behauptet habe. Es bestünden somit entgegen der Auffassung der Vorinstanz keine Anhaltspunkte für Beschaffungskriminalität. Durch die seither begangenen Strassenverkehrsdelikte seien keine Personen zu Schaden gekommen; die gegenteilige Feststellung der Vorinstanz sei willkürlich. Es könne nicht davon ausgegangen werden, dass schwere Rechtsgutverletzungen durch ihn drohen würden oder dass er eine ernsthafte Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung darstelle. Er gefährde auch keine schützenswerten Drittinteressen. Die fraglichen Zwangsmassnahmen würden sich somit als nicht verhältnismässig erweisen.