Citation: 9C_205/2023 E. 4.3

4.3. Es bleibt darauf hinzuweisen, dass dem Beschwerdeführer nicht angelastet wird, die Rechtslage nicht gekannt zu haben, sondern sich im Vorfeld zur Änderung der Rechtsform seines Unternehmens nicht nach den damit zusammenhängenden rechtlichen Konsequenzen hinsichtlich des Anspruchs auf Corona-Erwerbsersatz erkundigt zu haben. Insbesondere beim Corona-Erwerbsersatz, der sehr kurzfristig eingeführt wurde und den ständig ändernden Bedingungen angepasst werden musste, ist eine solche Unterlassung als grobe Nachlässigkeit zu qualifizieren. Entgegen seiner Ansicht durfte der Beschwerdeführer nicht einfach davon ausgehen, dass der Corona-Erwerbsersatz "an sämtliche von der Pandemie betroffene Unternehmen ausgerichtet" werde. Aus einer ihm unbekannten Rechtslage kann er hinsichtlich des guten Glaubens nichts zu seinen Gunsten ableiten. Dass sich der Beschwerdeführer schliesslich ab einem späteren Zeitpunkt auf den Vertrauensschutz hätte berufen können, etwa gestützt auf eine Zusicherung der Beschwerdegegnerin, wird nicht substanziiert und ist auch nicht ersichtlich. Vielmehr wurde er anlässlich des Telefongesprächs vom 14. August 2020 explizit auf die Folgen (Rückerstattungspflicht) bei rückwirkender Umwandlung seines Einzelunternehmens in eine GmbH hingewiesen (vgl. Telefonnotiz vom 14. August 2020). Weiterungen erübrigen sich. Im Übrigen ist der gute Glaube dem Beschwerdeführer auch mit Blick auf den Hinweis in den jeweiligen Taggeld-Abrechnungen, aus dem hervorgeht, dass die Aufgabe der selbständigen Erwerbstätigkeit eine Änderung darstellt, die den Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz beeinflussen kann, abzusprechen. Die Beschwerde ist unbegründet.