Citation: 8C_526/2024 E. 3.3

3.3. Sodann erwog die Vorinstanz, vorliegend scheide eine prozessuale Revision im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG aus, da die absolute Verwirkungsfrist von zehn Jahren ab Eröffnung des Entscheids längst abgelaufen sei. Ebenso wenig falle eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG in Betracht, da die Rentenbestätigung vom 5. November 1999 nicht als offensichtlich unrichtig bezeichnet werden könne. In den echtzeitlichen Unterlagen hätten keine Anhaltspunkte für eine Aggravation oder gar Simulation bestanden. Eine solche sei weder im Gutachten der MEDAS Zentralschweiz vom 21. Oktober 1999 noch im zuvor eingeholten Gutachten der Klinik D.________ vom 21. Januar 1998 vermutet worden. Das kantonale Gericht gelangte hingegen zum Schluss, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sowohl in somatischer als auch in psychischer Hinsicht im Vergleich zur rentenbestätigenden Mitteilung vom 5. November 1999 verbessert habe. Mithin liege eine relevante Tatsachenänderung im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG und damit ein Revisionsgrund vor. Eine gesundheitliche Verbesserung sei ab dem Zeitpunkt überwiegend wahrscheinlich ausgewiesen, als sich der Beschwerdeführer im Rahmen der Observation ohne jegliche Einschränkungen psychischer oder physischer Natur im öffentlichen Raum präsentiert habe. Das sei am 30. Januar 2016 der Fall gewesen, als der Beschwerdeführer beim Skifahren und Après-Ski habe beobachtet werden können. Auf diesen Zeitpunkt hin sei die Rente infolge schuldhafter Verletzung der Meldepflicht (vgl. Art. 88bis Abs. 2 lit. b IVV i.V.m. Art. 77 IVV) aufzuheben. Im Übrigen sei nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle vor der Rentenaufhebung keine Eingliederungsmassnahmen durchgeführt habe.