Citation: 7B_193/2022 E. 2.1

2.1. Die Vorinstanz stellt fest, die Beschwerdeführerin habe dem Geschädigten am 12. Juli 2019 in der gemeinsamen Wohnung ein Messer in die Brust gestochen. Zuvor habe sie zwei Messer besorgt, die Wohnung verschlossen und alle Schlüssel sowie das Haustelefon versteckt. Sie habe den Geschädigten, der im oberen Geschoss geschlafen habe, mit ihrem Handy angerufen. Als er die Wendeltreppe heruntergekommen sei und gesehen habe, dass sie sich ein Messer an die Kehle gehalten habe, habe er versucht, ihr dieses zu entreissen. Darauf habe sie ihm mit einem zweiten Messer einen Stich in den linken Brustkorb versetzt. In der Folge habe der Geschädigte versucht, ihr die beiden Messer zu entreissen. Nachdem ihm dies gelungen sei, habe die Beschwerdeführerin ihn mit beiden Händen gewürgt. Anschliessend habe sie ihn mit Fäusten und Füssen traktiert. Es sei dem Geschädigten gelungen, die Beschwerdeführerin auf dem Boden zu fixieren und so das Eintreffen von Polizei und Ambulanz abzuwarten.