Citation: 5A_937/2020 E. 3.1

3.1. Eine Betreibung ist nur in Ausnahmefällen wegen Rechtsmissbrauchs nichtig. Der Gläubiger verhält sich rechtsmissbräuchlich, wenn er mit der Betreibung offensichtlich Ziele verfolgt, die nicht das Geringste mit der Zwangsvollstreckung zu tun haben. Dies ist etwa der Fall, wenn er bloss die Kreditwürdigkeit des (angeblichen) Schuldners schädigen will, oder wenn er in schikanöser Weise einen völlig übersetzten Betrag in Betreibung setzt. Der Schuldner seinerseits darf sich nicht mit dem Vorwurf begnügen, der Anspruch gegen ihn werde rechtsmissbräuchlich erhoben. Denn es steht weder dem Betreibungsamt noch der Aufsichtsbehörde zu, die Begründetheit der in Betreibung gesetzten Forderung zu beurteilen (BGE 140 III 481 E. 2.3.1; AMONN/WALTHER, a.a.O., § 6 Rz. 37).