Citation: 9C_621/2022 E. 3.3

3.3. Entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin erscheinen die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz hinsichtlich des Verkehrswerts der Liegenschaft jedenfalls nicht als offensichtlich unrichtig. Die Vorinstanz ist zwar von den Gutachten abgewichen, welche die Beschwerdeführerin eingereicht hatte. Diese Abweichungen betrafen jedoch die Annahmen, auf welche die Gutachter ihre Schätzungen gestützt hatten (v.a. die zu erwartenden Mieteinnahmen), und nicht die Schätzungsmethoden. Es kann also entgegen der Beschwerdeführerin nicht gesagt werden, die Vorinstanz masse sich die Expertise einer Liegenschaftenschätzerin an. Des Weiteren ist jedenfalls unter dem Blickwinkel von Art. 97 Abs. 1 BGG nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz den zwei Gutachten, die erst drei Jahre nach dem Verkauf erstellt worden waren, keinen grossen Beweiswert zugemessen hat. Was sodann den Preis von Fr. 2'500'000.- angeht, den die Beschwerdeführerin selbst im Juni 2011 - mithin rund 26 Monate vor dem Verkauf im August/September 2013 - für die Liegenschaft bezahlt hatte, hat die Vorinstanz erwogen, dass unklar sei, welche Faktoren in diesem Preis berücksichtigt worden seien. Es sei denkbar, dass die Verkäuferin einen Preisabschlag gewährt habe bzw. habe gewähren müssen, um schnell an die finanziellen Mittel für einen Neubau zu gelangen (vgl. angefochtenes Urteil E. 4.2.1). Der Beschwerdeführerin ist diesbezüglich immerhin insoweit zuzustimmen, als die Verkäuferin als Tochtergesellschaft eines grossen deutschen Konzerns kaum auf die flüssigen Mittel aus dem Verkauf angewiesen gewesen sein dürfte, um einen Neubau zu finanzieren. Die Vorinstanz hat indessen nicht weiter auf ihre Spekulation abgestellt, sodass die Beschwerdeführerin hieraus nichts zu ihren Gunsten ableiten kann. Denn selbst wenn der im Sommer 2011 bezahlte Preis dem Verkehrswert entsprochen haben sollte, ist zumindest nicht ausgeschlossen, dass der Verkehrswert beim Verkauf über zwei Jahre später den von der Vorinstanz angenommenen Betrag von Fr. 4'300'000.- erreicht hatte. Offensichtlich fehl geht die Kritik der Beschwerdeführerin, soweit sie der Vorinstanz vorwirft, den Zeitabstand zwischen Verkauf an die M.________ AG und deren Wiederverkauf falsch bemessen zu haben. Der Kaufvertrag zwischen der Beschwerdeführerin und der M.________ AG datiert vom 8. August 2013, Nutzen und Gefahr gingen per 1. September 2013 über. Der Wiederverkauf erfolgte mit Kaufvertrag vom 20. Dezember 2013 (Übergang von Nutzen und Gefahr am 1. Januar 2014). Wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat, beträgt der Zeitabstand zwischen den beiden Geschäften rund vier Monate und nicht, wie die Beschwerdeführerin meint, zehn Monate. Dass ihre Generalversammlung den späteren Verkaufskonditionen bereits im Februar 2013 zugestimmt hatte, spielt entgegen der Beschwerdeführerin keine Rolle; massgebend ist der Zeitpunkt des Verkaufs, zumal die Verkaufskonditionen erst zu diesem Zeitpunkt für beide Parteien verbindlich festgelegt wurden.