Citation: I 307/00 28.02.2003 E. B

A.________ und B.________ reichten beim Versicherungsgericht des Kantons Basel-Landschaft (heute: Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht) Beschwerde ein mit dem sinngemässen Antrag, ihrer Tochter sei ein Rehabilitationsaufenthalt in der therapeutischen Gemeinschaft "Q.________" zuzusprechen. In der Folge holte die IV-Stelle beim behandelnden Psychiater Dr. W.________ einen Arztbericht vom 15. Oktober 1998 ein, worin eine schwere Psychose in der Adoleszenz unbekannter Ätiologie (differenzialdiagnostisch: Verdacht auf beginnende Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis) bescheinigt wurde. Aus dem bisherigen Verlauf sei weder eine gesicherte Diagnose noch eine wahrscheinliche Prognose abzuleiten; das Krankheitsgeschehen sei zwar vereinbar mit einer Schizophrenie vom desorganisierten Typus (ICD 10: F 20.1), scheine aber auch stark mit Belastungsmomenten (berufliche Anforderungen) und Drogenkonsum (Haschisch) verknüpft zu sein. Gestützt auf diesen medizinischen Bericht gelangte das von der Verwaltung angefragte Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) in seiner Stellungnahme zuhanden der IV-Stelle vom 28. Oktober 1998 zum Schluss, dass "in grosszügiger Auslegung des Art. 12 IVG" grundsätzlich psychotherapeutische Massnahmen zu gewähren seien; indessen könne unter diesem Titel ein Aufenthalt in der therapeutischen Gemeinschaft "Q.________" nicht übernommen werden, weil es sich bei dieser Institution nicht um eine Heilanstalt im Sinne der gesetzlichen Bestimmungen handle. In ihrer Vernehmlassung zuhanden des kantonalen Versicherungsgerichts vom 20. November 1998 beantragte deshalb die IV-Stelle Abweisung der Beschwerde. Obwohl C.________ eine (von ihren Eltern finanzierte) "Schnupperwoche" in der Gemeinschaft "Q.________" am 19. November 1998 vorzeitig abgebrochen hatte, weil sie sich dort nicht wohl fühlte (Arztbericht des Dr. W.________ vom 7. Dezember 1998), und wegen einer erneuten Dekompensation seit dem 17. Februar 1999 in der Kantonalen Psychiatrischen Klinik Y.________ hospitalisiert werden musste, hielten A.________ und B.________ anlässlich der Vorverhandlung vor dem Vizepräsidenten des kantonalen Versicherungsgerichts vom 22. November 1999 an ihrer Beschwerde fest. Es sei festzustellen, ob die IV-Stelle im Sommer 1998 berechtigt gewesen sei, ihrer Tochter die dringend notwendige Frührehabilitation zu verweigern und wer die Folgen dieser Verweigerung zu tragen habe. Das kantonale Versicherungsgericht schrieb die Beschwerde, soweit sie sich gegen die am 6. Oktober 1998 verfügte Leistungsablehnung richtete, als gegenstandslos vom Geschäftsverzeichnis ab; im Übrigen trat es auf die Beschwerde nicht ein (Entscheid vom 21. Dezember 1999).