Citation: 1B_9/2023 E. 4.2.2

4.2.2. Der Beschwerdeführer scheint das Vortatenerfordernis (erste Voraussetzung) als solches nicht in Abrede zu stellen, bestreitet aber offenbar die Schwere der drohenden Delikte (zweite Voraussetzung) und die ungünstige Legalprognose (dritte Voraussetzung). Er macht geltend, die Vorstrafe wegen grober Verkehrsregelverletzung liege nun bereits vier Jahre zurück, wobei sich die Wiederholungsgefahr mit zunehmender Zeitdauer relativiere. Zudem sei er damals lediglich zu einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen verurteilt worden; sein Verschulden sei somit gering gewesen. Weiter sei er des Führens eines Motorfahrzeugs trotz Entzug des Ausweises schuldig gesprochen und mit einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen bestraft worden. Die beiden Vorstrafen können seiner Auffassung nach weder einzeln noch zusammen Wiederholungsgefahr begründen. Auch der Führungsbericht des Gefängnisses Affoltern vom 18. September 2022 zeichne ein positives Bild von ihm. Er verfüge über ein stabiles familiäres und berufliches Umfeld. Bei seiner Haftentlassung werde er umgehend mit einem Vollzeitpensum zu arbeiten beginnen.