Citation: 1P.400/2000 01.12.2000 E. A

A.- a) X.________ ist amtlicher Verteidiger von V.________, gegen den das Untersuchungsrichteramt des Kantons Zug eine Strafuntersuchung durchführte. Der Untersuchungsrichter schloss die Untersuchung am 29. Oktober 1999 mit einer Überweisungsverfügung von 187 Seiten Umfang ab, in welcher er V.________ gewerbsmässigen Betrug (eventuell qualifizierte Veruntreuung oder ungetreue Geschäftsbesorgung), Beteiligung an einer kriminellen Organisation und Geldwäscherei vorwirft. In der Untersuchung wurden Akten im Umfang von 80 vollen Bundesordnern und nicht akturierte Belege in 15 Bananenschachteln produziert. X.________ erhob im Namen von V.________ am 29. Oktober 1999 Beschwerde gegen die Überweisungsverfügung. Die Justizkommission des Obergerichts des Kantons Zug hiess die Beschwerde am 29. Februar 2000 teilweise gut. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt Fr. 750.-- wurden zu 5/6 V.________ auferlegt und zu 1/6 auf die Staatskasse genommen. Ausserdem wurde V.________ eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 200.-- zugesprochen. b) Am 26. April 2000 reichte X.________ eine Übersicht über seine Bemühungen und die Barauslagen ein und ersuchte um Überweisung eines Honorars von Fr. 9'289. 20. Mit Beschluss vom 19. Mai 2000 sprach die Justizkommission des Obergerichts X.________ eine Entschädigung von Fr. 1'200.-- zu. In der Begründung führte das Obergericht aus, im Entscheid vom 29. Februar 2000 sei übersehen worden, dass X.________ seinen Klienten V.________ nicht privat, sondern amtlich verteidige. X.________ habe aber die Übersicht über seine Bemühungen und die Barauslagen verspätet eingereicht, weshalb das Gericht die Entschädigung nach Ermessen festsetzen könne. Die Justizkommission habe bereits in ihrem Entscheid vom 29. Februar 2000 die Entschädigung nach Ermessen festgesetzt, sei aber irrtümlich davon ausgegangen, X.________ sei nur zu 1/6 seiner Kosten zu entschädigen. Damit sei bereits damals über die angemessene Entschädigung entschieden worden. Die gesamte Parteientschädigung, welche X.________ zugute habe, betrage deshalb das Sechsfache des im früheren Entscheid zugesprochenen Betrages, also Fr. 1'200.--. c) Mit staatsrechtlicher Beschwerde vom 21. Juni 2000 (1P. 400/2000) stellt X.________ den Antrag, der Beschluss der Justizkommission des Obergerichts vom 19. Mai 2000 sei aufzuheben und die Sache sei zur neuen Festsetzung der Entschädigung für den amtlichen Verteidiger an die Justizkommission zurückzuweisen. Die Justizkommission des Obergerichts des Kantons Zug schliesst auf Abweisung der Beschwerde.