Citation: 2C_648/2023 E. 3.4

3.4. Entgegen den Beschwerdeführern ist Ausgangspunkt der Bedarfsberechnung der Bedarf für einen 4-Personen-Haushalt (die Beschwerdeführer und zwei Kinder), d.h. monatlich Fr. 2'206.--. Die Trinkgelder sind durch den Arbeitsvertrag nicht garantiert und deshalb in tatsächlicher Hinsicht auf der Einnahmenseite unbeachtlich. Die Frage, ob sie zu berücksichtigen sind, stellt sich jedoch im Rahmen der Prognose bezüglich der Gefahr einer (zukünftigen) Sozialhilfeabhängigkeit (dazu E. 4.1 f. unten). Damit steht - noch ohne Berücksichtigung der umstrittenen Ausgabenposten - bereits ein Bedarf von Fr. 3'694.-- (Grundbedarf Fr. 2'206.-- + Mietkosten Fr. 1'488.--) Einnahmen von Fr. 3'800.-- gegenüber. Entgegen den Beschwerdeführern ist dieser Bedarf um weitere Ausgabenposten zu erhöhen: So sind monatliche Ausgaben für Haftpflicht- und Hausratversicherung (vgl. SKOS-[Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe]Richtlinien C. 6.8 Abs. 2 lit. a; Sozialhilfehandbuch des Kantons Zürich, Kapitel 8.1.15), der Eigenanteil an den (nicht durch die individuelle Prämienverbilligung gedeckten) Krankenkassenprämien (vgl. SKOS-Richtlinien C.5 Abs. 2; Sozialhilfehandbuch des Kantons Zürich, Kapitel 7.3.02) sowie die Franchise und der Selbstbehalt bei den Gesundheitskosten (vgl. SKOS-Richtlinien C.5 Abs. 2; Sozialhilfehandbuch des Kantons Zürich, Kapitel 7.3.01) zu berücksichtigen. Damit übersteigt der Bedarf der Familie auch nach dem Nachzug des Beschwerdeführers und der Berücksichtigung von dessen Einkommen die voraussichtlichen Einnahmen. Die tatsächliche Schlussfolgerung der Vorinstanz, wonach damit ein Manko von mehreren hundert Franken besteht, ist nach dem Gesagten nicht offensichtlich unrichtig bzw. willkürlich, sondern vertretbar.