Citation: 1C_475/2017 E. 5.4

5.4. Die Beschwerdegegnerin macht ihrerseits geltend, das BAFU habe in seiner Vernehmlassung vom 17. Juni 2016 (im Verfahren 1C_101/2016) noch darauf abgestellt, ob die berechneten Immissionen deutlich bzw. weit unter den Richtwerten lägen; dies sei vorliegend der Fall, selbst wenn eine Leuchtdichte von 72.4 cd/m2 zugrunde gelegt werde. Im Übrigen habe jedoch das Verwaltungsgericht den Wert von 54.5 cd/m2 für zutreffend erachtet. Sie kritisiert auch das Abstellen auf den Richtwert der ÖNORM O 1052.2012, weil - entgegen der Auffassung des BAFU - auch die Schweizer Norm SN EN 12464-2:2014 einen Richtwert für Leuchtreklamen enthalte. Dieser liege in der Zone E2 bei 400 cd/m2. Zudem seien die von der ÖNORM für die Gebietshelligkeit II genannten Kriterien ("nicht für die Bebauung gewidmete Gebiete, Freilandgebiete, unbebaute Gebiete, Grünland") strenger als diejenigen der SN für das Gebiet E2. Vorliegend müsse daher auf den Richtwert für das "Gebiet III" ("Siedlungsrand, ländliche und durchgrünte Siedlungsgebiete") mit einer maximalen Leuchtdichte von 250 cd/m2 abgestellt werden. Auf die Fotos und Videos vom Augenschein dürfe nicht abgestellt werden, habe die Vorinstanz doch ausdrücklich festgehalten, dass diese die tatsächlich vorhandenen Lichtimmissionen nicht zutreffend wiedergeben. Im Übrigen müsse das gesamte vom Beschwerdeführer aus sichtbare Panorama berücksichtigt werden, und nicht nur der Blick auf die geplante Baute.