Citation: U 200/00 20.02.2001 E. 3

3.- Die Vorinstanz hat nach einlässlicher Schilderung der medizinischen Aktenlage sowie sorgfältiger Beurteilung der Unfallunterlagen in umfassender und pflichtgemässer Würdigung der rechtserheblichen Beweismittel die Leistungspflicht der SUVA für die Folgen des Unfalles vom 4. Dezember 1994 über den 1. August 1998 hinaus bejaht. Angesichts des typischen Beschwerdebildes nach Schleudertrauma - vgl. insbesondere das Gutachten des Dr. med. C.________ vom 24. April 1998 und das audio-neuro-otologische Gutachten des Dr. med. M.________ vom 19. April 1999 - hat die Vorinstanz zu Recht nicht eine Adäquanzbeurteilung nach der Rechtsprechung zu den psychischen Unfallfolgen vorgenommen. Was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde hiegegen vorgebracht wird, vermag zu keiner anderen Betrachtungsweise zu führen. Die Behauptung der Beschwerdeführerin, es lägen keine organischen Unfallfolgen mehr vor, sondern die psychische Problematik befinde sich deutlich im Vordergrund, steht eindeutig im Widerspruch zu dem von der SUVA selber veranlassten Gutachten des Dr. med. C.________, insbesondere zu seinen ergänzenden Ausführungen vom 4. März 1999. Zudem geht auch aus dem vom Beschwerdegegner eingeholten audio-neuro-otologischen Gutachten des Dr. med. M.________ hervor, dass der Versicherte unter objektivierbaren organischen Störungen leidet, welche "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" in direktem natürlichen Zusammenhang mit dem Unfall vom 4. Dezember 1994 stehen, was die Beschwerdeführerin jedoch anzweifelt. Ob die derart nachgewiesenen Befunde mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 4. Dezember 1994 zurückzuführen sind - was angesichts der lediglich erforderlichen Teilkausalität des schädigenden Ereignisses eher zu bejahen wäre -, braucht indessen nicht weiter geprüft oder durch den Beschwerdegegner erstellt zu werden. Da die SUVA ihre Leistungspflicht vorbehaltlos anerkannt und bis zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses vom 24. Juli 1998 Heilungskosten übernommen sowie Taggelder erbracht hat, liegt die Beweislast vielmehr insofern bei ihr, als sie das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen des Gesundheitsschadens nachzuweisen hat (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329). Diesen Nachweis hat sie nicht erbracht. Allein mit der abweichenden Meinung des Kreisarztes Dr. med. A.________ kann die Beschwerdeführerin den ihr obliegenden Beweis, dass im Verfügungszeitpunkt keinerlei Unfallfolgen mehr gegeben waren, ebenso wenig erbringen wie mit dem Hinweis auf das Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgericht vom 21. Juni 1999, U 128/98. Die Vorinstanz hat somit zu Recht die Leistungseinstellung der SUVA aufgehoben.