Citation: 5A_723/2023 E. 4.1

4.1. Das vorliegende Verfahren dreht sich um die Abänderung des Scheidungsurteils vom 26. Oktober 2012. Gemäss Art. 134 ZGB ist die Zuteilung der elterlichen Sorge auf Begehren eines Elternteils, des Kindes oder der Kindesschutzbehörde neu zu regeln, wenn dies wegen wesentlicher Veränderung der Verhältnisse zum Wohl des Kindes geboten ist (Abs. 1). Die Voraussetzungen für eine Änderung der übrigen Elternrechte und -pflichten richten sich nach den Bestimmungen über die Wirkungen des Kindesverhältnisses (Abs. 2). Die Neuregelung des Sorgerechts oder der Obhut setzt voraus, dass die Beibehaltung der bisherigen Regelung wegen wesentlicher Veränderung der Verhältnisse das Kindeswohl zu beeinträchtigen oder ernsthaft zu gefährden droht (Urteil 5A_1017/2021 vom 3. August 2022 E. 3.1 mit Hinweisen). Was den Unterhaltsbeitrag anbelangt, so setzt das Gericht diesen auf Antrag eines Elternteils oder des Kindes bei erheblicher Veränderung der Verhältnisse neu fest oder hebt ihn auf (Art. 286 Abs. 2 ZGB).