Citation: 6P.96/2006 11.07.2006 E. 5

Das Strafgericht Basel-Stadt verurteilte den Mitangeklagten X.________ zu einer Strafe von 6 Jahren Zuchthaus. Demgegenüber sprach es für den Beschwerdeführer eine Strafe von fünfeinhalb Jahren Zuchthaus aus. Die Differenz begründete die erste Instanz damit, dass der Beschwerdeführer von sämtlichen Opfern als der weniger aggressive Täter beschrieben worden sei, bei ihm gewisse Ansätze von Reue erkennbar seien, und er im Gegensatz zu X.________ nicht bis zuletzt jede Tatbeteiligung bestritten habe. Darüber hinaus rechtfertigten die anale Penetration eines Opfers durch X.________ und dessen Aussageverhalten, mit welchem er seinen Mitangeklagten belastet und angeschwärzt habe, das unterschiedliche Strafmass (Urteil Strafgericht S. 45). Die Vorinstanz heisst die Appellation der Staatsanwaltschaft teilweise gut. Sie bringt für die anlässlich von zwei Überfällen begangenen Sexualdelikte die Qualifikation der gemeinsamen Begehung gemäss Art. 200 StGB zur Anwendung. Zudem spricht sie den Beschwerdeführer der (gemeinsam begangenen) qualifizierten sexuellen Nötigung schuldig, während die erste Instanz lediglich Gehilfenschaft zu dieser Tat angenommen hatte. Aus diesen Gründen folgt sie nicht der Auffassung des Strafgerichts, wonach der Beschwerdeführer der weniger aggressive Täter gewesen sei und damit sein Verschulden etwas geringer sei sowie die Strafe gegenüber X.________ aufgrund der von ihm begangenen analen sexuellen Nötigung um ein halbes Jahr höher als jene gegen den Beschwerdeführer ausfallen müsse. Anders als das Strafgericht verneint die Vorinstanz beim Beschwerdeführer ferner sinngemäss Anzeichen von Einsicht und Reue. Im Übrigen folgt sie jedoch den Erwägungen des Strafgerichts zur Strafzumessung. In Bezug auf die Tatkomponente habe dieses das rücksichtslose Vorgehen des Beschwerdeführers und seines Komplizen, die Steigerung ihrer Gewaltbereitschaft und das immer kaltblütigere und planmässigere Vorgehen zutreffend gewürdigt. Auch habe es das Verschulden beider Täter zu Recht als ausserordentlich schwer eingestuft. Abschliessend nimmt die Vorinstanz an, der verschärfte Schuldspruch sowie die beiden zusätzlichen Qualifikationen müssten zu einer Erhöhung des Strafmasses führen. Eine Strafe von sieben Jahren Zuchthaus werde den verübten Straftaten und dem Verschulden des Beschwerdeführers gerecht. Zudem sei die Landesverweisung von 10 auf 15 Jahre heraufzusetzen.