Citation: 1C_565/2014 E. 2.5

2.5. Das geltende Wasserreglement der Gemeinde Erlinsbach bestimmt nicht, wie private Hausanschlüsse zu erstellen sind. Dagegen sah das Reglement für die Wasserversorgung der damaligen Gemeinde Niedererlinsbach (heute: Gemeinde Erlinsbach) vom 7. Februar 1931 vor, dass Privatleitungen vom Hauptstrange weg aus 40 mm Ø Gussröhren zu erstellen waren (Art. 10 lit. a). Auch gemäss dem am 1. Januar 1950 in Kraft getretenen Reglement für die Wasserversorgung der Gemeinde Niedererlinsbach waren Privatleitungen aus 40 mm Gussröhren zu erstellen (Art. 9 lit. a). Das am 1. Oktober 1978 in Kraft getretene Wasser-Reglement der Gemeinde Niedererlinsbach sah private Hauszuleitungen und gemeindeeigene Hauptleitungen vor (Art. 23), wobei letztere nur mit Kalibern ab 100 mm Ø gebaut werden durften (Art. 24). Mit der Berücksichtigung dieser altrechtlichen Regelungen brachte das Verwaltungsgericht zum Ausdruck, dass es davon ausging, die im geltenden Wasserreglement vorgesehene Unterscheidung zwischen dem öffentlichen Netz und den privaten Hausanschlussleitungen entspreche für Leitungen, die vor dem Inkrafttreten dieses Reglements erstellt wurden, der vormals geltenden Unterscheidung zwischen öffentlichen Hauptleitungen und privaten Hauszuleitungen bzw. Privatleitungen. Dass dies willkürlich sei, machen die Beschwerdeführer nicht geltend. Sie stellen auch nicht in Frage, dass die streitbetroffenen Leitungen vor dem Inkrafttreten des geltenden Wasserreglements aus Gusseisen mit einem Durchmesser von 40 mm errichtet wurden. Daraus dufte das Verwaltungsgericht willkürfrei ableiten, dass diese Leitungen ursprünglich als private Hauszuleitungen erstellt wurden und sich daran - ohne eine Übernahme durch die Gemeinde - mit dem Inkrafttreten des geltenden Wasserreglements nichts änderte. Diese Schlussfolgerung wird dadurch bestätigt, dass die umstrittenen Leitungen im Katasterplan aus den 1930-er Jahren im südlichen Teil als Privatleitungen und im Leitungskataster der Gemeinde vom 13. Dezember 2008 auf der gesamtem Länge als private Hausanschlussleitungen eingetragen sind. Nach dem Gesagten kommt diesen Plänen jedoch nur eine bestätigende und keine selbständige entscheiderhebliche Bedeutung zu. Damit ist unerheblich, dass diese Pläne keine Genehmigungshinweise enthalten und die Beschwerdeführer von ihnen nur Kopien erhielten. Den Erwägungen des Verwaltungsgerichts betreffend die Korrespondenz zur Weiterführung der südlichen Leitung durch eine Baugenossenschaft kommt ebenfalls keine entscheiderhebliche Bedeutung zu. Auf die dagegen gerichtete Kritik der Beschwerdeführer ist daher nicht einzutreten.