Citation: I 290/99 20.04.2000 E. 1

1.- Im angefochtenen Entscheid werden die massgebenden Bestimmungen über den Anspruch auf medizinische Massnahmen physiotherapeutischer Art bei Lähmungen und anderen motori- schen Funktionsausfällen (Art. 8, Art. 12 IVG und Art. 2 Abs. 1 und 3 IVV) zutreffend dargelegt. Gleiches gilt für die hiezu ergangene Rechtsprechung (BGE 120 V 279 Erw. 3a, 115 V 194 Erw. 3, 112 V 349 Erw. 2, je mit weiteren Hinwei- sen; vgl. auch AHI 1999 S. 125), insbesondere zum Aus- schluss der nicht unmittelbar auf die Beeinflussung der motorischen Funktionen, sondern auf die Behandlung eines auf die Lähmung zurückgehenden sekundären Krankheitsgesche- hens (wie beispielsweise Zirkulationsstörungen, Skelettde- formitäten oder Kontrakturen) gerichteten Massnahmen (BGE 108 V 218). Ebenso zutreffend sind die Ausführungen, wonach rechtsprechungsgemäss ein stationärer, nicht aber stabiler Zustand vorliegt, wenn therapeutische Vorkehren dauernd notwendig sind, um Rezidiven vorzubeugen und den Status quo einigermassen zu bewahren, weshalb in diesem Falle Physio- therapie nicht als medizinische Eingliederungsmassnahme im Sinne von Art. 12 IVG in Verbindung mit Art. 2 Abs. 3 IVV qualifiziert werden kann (vgl. AHI 1999 S. 125).