Citation: I 24/06 10.04.2006 E. 1

1.1 Nach Art. 110 Abs. 4 OG (anwendbar auf das Verfahren des Eidgenössischen Versicherungsgerichts gemäss Art. 132 OG) findet ein zweiter Schriftenwechsel nur ausnahmsweise statt. Der Anspruch auf rechtliches Gehör gebietet einen weiteren Schriftenwechsel lediglich dann, wenn in der Vernehmlassung der Gegenpartei oder der Mitbeteiligten neue tatsächliche Behauptungen aufgestellt werden, deren Richtigkeit nicht ohne weiteres aktenkundig ist und die für die Entscheidung von wesentlicher Bedeutung sind, oder wenn das Gericht der Auffassung ist, der angefochtene Entscheid lasse sich zwar nicht mit der ursprünglichen Begründung, wohl aber mit andern, erstmals in einer Vernehmlassung dargelegten rechtlichen Argumenten halten (BGE 119 V 323 Erw. 1 mit Hinweisen). Im hier zu beurteilenden Fall bestehen weder in tatsächlicher noch in rechtlicher Hinsicht Gründe für die ausnahmsweise Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels, nachdem sich die IV-Stelle in ihrer Vernehmlassung darauf beschränkt hat, unter Verweis auf den vorinstanzlichen Entscheid auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu schliessen. Dem entsprechenden - bereits in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde und damit ohnehin verfrüht gestellten (vgl. URP 2005 S. 563 [=Urteil 1A.276/2004 der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichts vom 12. Juli 2005] Erw. 2) - Antrag der Beschwerdeführerin ist mithin nicht stattzugeben. 1.2 Wird, wie hier, kein zweiter Schriftenwechsel (Art. 110 Abs. 4 OG) angeordnet, ist es gemäss Rechtsprechung zu Art. 108 Abs. 2 OG im letztinstanzlichen Verfahren grundsätzlich unzulässig, nach Ablauf der Beschwerdefrist neue Beweismittel beizubringen. Namentlich ist es unzulässig, in einer Verwaltungsgerichtsbeschwerde die Absicht kundzutun, nach Ablauf der Beschwerdefrist Beweismittel nachzureichen und/oder zu diesem Zweck die Sistierung des Verfahrens zu beantragen (BGE 127 V 356 Erw. 3b in fine). Zu berücksichtigen sind in der Regel nur solche Eingaben, welche dem Gericht innert der gesetzlichen Frist (Art. 106 Abs. 1 OG) vorliegen (BGE 127 V 357 Erw. 4a). Anders verhält es sich lediglich dann, wenn zu einem späteren Zeitpunkt unaufgefordert eingereichte Schriftstücke neue erhebliche Tatsachen oder schlüssige Beweismittel enthalten, welche eine Revision im Sinne von Art. 137 lit. b OG zu rechtfertigen vermöchten (BGE 127 V 357 Erw. 4b). Dass der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 9. Januar 2006 auf einen unbestimmten Zeitpunkt hin in Aussicht gestellte Bericht des früher kurzzeitig und seit November 2005 erneut behandelnden Psychiaters Dr. med. B.________ mit Blick auf den hier massgebenden Zeitraum bis zum Einspracheentscheid vom 15. Dezember 2004 neue, revisionsrechtlich erhebliche Tatsachen zu Tage zu fördern vermöchte, ist nicht zu erwarten, zumal der Arzt sich nach Angaben des Rechtsvertreters der Versicherten im Januar 2006 noch nicht in der Lage sah, eine aktuelle Diagnose und Einschätzung der Arbeitsfähigkeit abzugeben; seine Aussagen könnten daher, wenn überhaupt, frühestens mit Bezug auf den hier unbeachtlichen Zeitraum ab November 2005 beweisrechtlich relevant sein. Somit besteht unter revisionsrechtlichen Gesichtspunkten kein Anlass, das betreffende Beweismittel ausnahmsweise abzuwarten und im Rahmen eines allenfalls anzuordnenden zweiten Schriftenwechsels zu berücksichtigen.