Citation: 2A.474/2005 10.08.2005 E. 2

Der Beschwerdeführer ist Schweizer Bürger. Er kann sich für den Nachzug seiner Töchter, die noch nicht 18 Jahre alt sind und zu denen eine intakte familiäre Beziehung besteht, auf Art. 17 Abs. 2 Satz 3 ANAG sowie auf Art. 8 EMRK berufen. Das Verwaltungsgericht hat in E. 3 des angefochtenen Urteils umfassend und zutreffend die Kriterien dargelegt, die für den - nachträglichen - Nachzug von Kindern im Falle von getrennt lebenden Eltern massgeblich sind. Den entsprechenden Darlegungen, unter anderem hinsichtlich der Bedeutung der bisherigen Betreuungsverhältnisse, der vorrangigen Beziehungen auch zu weiteren Verwandten wie Grosseltern und Tanten sowie der diesbezüglichen Beweisanforderungen, ist nichts beizufügen. Aus den für das Bundesgericht verbindlichen tatsächlichen Feststellungen des Verwaltungsgerichts (vgl. Art. 105 Abs. 2 OG) ergibt sich, dass die beiden Töchter, die nachgezogen werden sollen, bis 1997 von ihrer Mutter, seither - bis zu ihrer Einreise in die Schweiz - von ihrer Tante betreut wurden. In seiner Verwaltungsgerichtsbeschwerde widerspricht der Beschwerdeführer denn auch der Darstellung des Verwaltungsgerichts nicht, dass die hauptsächliche Verantwortung für die Erziehung und Betreuung beider Töchter bei deren Mutter und Tante lag. Vielmehr begründet er sein Anliegen letztlich allein damit, dass die Töchter in der Schweiz für ihr weiteres Fortkommen viel bessere Lebensbedingungen antreffen würden als in der Türkei. Der Nachzug von Kindern aus solchen Gründen entspricht indessen gerade nicht Sinn und Zweck von Art. 17 Abs. 2 Satz 3 ANAG. Der Beschwerdeführer hat weder aufgezeigt noch auch nur behauptet, seine Töchter seien zu ihm in die Schweiz eingereist, weil er ihre vorrangige Bezugsperson geworden sei und sich die Betreuungsverhältnisse besonders im Zeitpunkt der Einreise massgeblich verändert hätten. Schon darum verletzt vorliegend die Verweigerung des Familiennachzugs weder Art. 17 Abs. 2 ANAG noch Art. 8 EMRK. Es erübrigt sich daher zu prüfen, wie die Beziehungen der beiden ältesten Töchter zu ihren jüngeren Geschwistern sind, wie es sich mit den Betreuungsverhältnissen bei diesen verhält und aus welchen Gründen der Beschwerdeführer sich nicht auch um einen Nachzug für diese bemüht und insofern eine Trennung der Geschwister in Kauf genommen hat. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist abzuweisen. Entsprechend dem Verfahrensausgang sind die bundesgerichtlichen Kosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.