Citation: 6S.195/2005 26.08.2005 E. 2

Die Vorinstanz stellt gestützt auf den ärztlichen Bericht der Klinik für Chirurgie der Spitalregion St. Gallen/Rorschach vom 5. Juli 2004 fest, dass die Möglichkeit des Eintritts einer unmittelbaren Lebensgefahr sehr wahrscheinlich gewesen sei, doch sei die Möglichkeit des Todes gerade noch nicht dermassen verdichtet gewesen, dass sie zur ernstlichen und dringlichen Wahrscheinlichkeit geworden sei. Angesichts der bundesgerichtlichen Rechtsprechung liege damit ein Fall vor, der an der Grenze zu einer schweren Körperverletzung liege, aber noch als einfache Körperverletzung zu qualifizieren sei. Im Rahmen ihres Ermessens habe die Staatsanwaltschaft jedenfalls von einer einfachen Körperverletzung ausgehen dürfen (angefochtener Entscheid S. 5).