Citation: 6B_454/2022 E. B

Mit Strafbefehlen vom 9. Februar 2017 auferlegte die Staats- und Jugendanwaltschaft des Kantons Glarus unter anderem A.________, E.C.________ und G.C.________ wegen Angriffs zum Nachteil von B.________ je eine bedingte Geldstrafe sowie eine Busse. Dagegen erhoben A.________, E.C.________ und G.C.________ jeweils Einsprache. Die Staats- und Jugendanwaltschaft hielt an den Strafbefehlen gegen A.________ und E.C.________ fest und überwies die Akten dem Kantonsgericht Glarus zur Durchführung des Hauptverfahrens. Gegen G.C.________ erhob sie Anklage wegen Angriffs sowie Urkundenfälschung. Die Strafgerichtskommission des Kantonsgerichts sprach A.________, E.C.________ und G.C.________ mit Urteilen vom 8. Januar 2020 jeweils vom Vorwurf des Angriffs frei, G.C.________ zusätzlich auch vom Vorwurf der Urkundenfälschung. Die Zivilklage von B.________ wies sie ab. Gegen diese Urteile führte B.________ Berufung an das Obergericht des Kantons Glarus. Dieses gelangte zum Schluss, A.________, G.C.________ und E.C.________ hätten sich durch ihr Verhalten am Angriff auf B.________ beteiligt und dabei zumindest eventualvorsätzlich gehandelt. Mit Urteil vom 18. Februar 2022 sprach es A.________, G.C.________ und E.C.________ jeweils des Angriffs schuldig und verurteilte sie zu bedingten Geldstrafen von 32 Tagessätzen zu Fr. 60.-- (A.________), 32 Tagessätzen zu Fr. 30.-- (G.C.________) und 24 Tagessätzen zu Fr. 30.-- (E.C.________) sowie zu Bussen von Fr. 480.--, Fr. 240.-- und Fr. 180.--. Ausserdem stellte es fest, dass A.________, G.C.________ und E.C.________ gegenüber B.________ aus dem Angriff vom 28. März 2015 dem Grundsatz nach schadenersatzpflichtig seien. Zur genauen Feststellung des Umfangs des Schadenersatzanspruchs verwies es B.________ auf den Zivilweg.