Citation: 2C_679/2020 E. 3.2

3.2. Das Steuergericht erwog, dass aus Pferdehaltung "meistens hohe Verluste resultieren und dass eine solche in der Schweiz in den seltensten Fällen gewinnbringend geführt werden kann". Es beruft sich dafür auf einen Gerichtsfall, bei dem nach den konkreten Umständen die Gewinnerzielungsabsicht zu verneinen war (zitiert bei Christoph Leuch/Daniel Strahm, in: Praxis-Kommentar zum Berner Steuergesetz, Christoph Leuch/Peter Kästli/Markus Langenegger [Hrsg.], Bd. 1, 2. Aufl. 2014, N. 18 zu Art. 21 StG/BE). Die Argumentation der Vorinstanz greift zwar zu kurz, denn nebst der Art der Tätigkeit sind die konkreten Verhältnisse im Einzelfall entscheidend (BGE 143 V 177 E. 4.2.4 S. 187; Urteil 2C_495/2019 vom 19. Juni 2020 E. 2.2.3). Vor dem Hintergrund der individuellen Situation der Beschwerdeführer ist es nach dem Gesagten aber folgerichtig, dass die Sparte "eigene Pferde" als Hobby eingestuft und nach vielen Verlustjahren diesbezüglich die Gewinnerzielungsabsicht verneint wurde.