Citation: 2A.676/2004 29.11.2004 E. 6

Die Vorinstanz hat zutreffend dargelegt, dass nach der Konzeption der direkten Bundesteuer grundsätzlich alles Einkommen des Steuerpflichtigen aus Erwerbstätigkeit, Vermögensertrag und anderen Einnahmequellen der Einkommenssteuer unterliegt (Art. 16 DBG). Sie hat zudem zu Recht auf den Untersuchungsgrundsatz hingewiesen, der die Veranlagungsbehörde verpflichtet, den Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären, sowie auf den Mitwirkungsgrundsatz, der dem Steuerpflichtigen gebietet, im Rahmen seiner Möglichkeiten an der behördlichen Sachverhaltsermittlung mitzuwirken (Art. 123 Abs. 1 DBG). Die wichtigsten Beweismittel sind schriftlicher Art wie Geschäftsbücher, Belege oder Bescheinigungen Dritter. Die Steuerverwaltung ist jedenfalls im Rahmen ihrer Beweiswürdigungspflicht nicht gehalten, auf blosse Auskünfte abzustellen, wenn es dem Steuerpflichtigen möglich ist und zugemutet werden kann, schriftliche Belege vorzulegen. Sie kann auch nicht selbst bei der Bank die Auskunft einholen, wenn der Steuerpflichtige sich weigert (BGE 108 Ia 231 E. 3a). Weshalb es dem Beschwerdeführer im vorliegenden Fall nicht möglich gewesen sein soll, die Mittelherkunft mit Belegen nachzuweisen, ist nicht ersichtlich. Der Beschwerdeführer macht geltend, dass infolge Zeitablaufs Belege nicht mehr beschafft werden könnten, lässt dabei jedoch ausser Acht, dass er bereits im November 1995, im Zuge der von der Steuerverwaltung bei der Aktiengesellschaft durchgeführten Bücherkontrolle, mit der Tatsache konfrontiert wurde, eventuell die Herkunft der Mittel auf dem zum Vorschein gekommenen, nicht versteuerten Konto nachweisen zu müssen. Die Vorinstanz wertete daher die Vorbringen des Beschwerdeführers, dass er über keine Belege verfüge und solche auch nicht beschaffen könne, zu Recht als Schutzbehauptungen. Die Qualifikation der fraglichen Mittelzuflüsse als Einkommen ist nicht anzuzweifeln.