Citation: 6B_18/2024 E. 4.2

4.2. Dieser Schluss lässt sich vorliegend entgegen der vermeintlichen Ansicht im angefochtenen Entscheid nicht ziehen, zumal der Beschwerdeführer wiederholt und namentlich auch in seiner Beschwerde vom 16. August 2023 an die Vorinstanz unmissverständlich vorgebracht hat, ausländische Staatsangehörige könnten nach der geltenden Rechtsprechung des Bundesgerichts weder zur Anreise in die Schweiz noch zur Aussage in der Schweiz gezwungen werden. Es sei ein Rechtshilfegesuch zu stellen. Bis dato sei ein solches nicht gestellt worden (vgl. kantonale Akten, Obergericht des Kantons Schaffhausen, Beschwerdeeingabe vom 16. August 2023). Damit hat sich der Beschwerdeführer als Laie auf die Möglichkeit der Rechtshilfe und damit auf eine rechtshilfeweise Vernehmung berufen und insofern seine Bereitschaft hinlänglich kundgetan, sich am Verfahren weiterhin beteiligen und seine Rechte in Hinblick auf die Anfechtung des erstinstanzlichen Entscheids bzw. des Strafbefehls wahren zu wollen. Nach Treu und Glauben kann aus dem Fernbleiben bzw. dem Sich-Nichtvertretenlassen an der Hauptverhandlung daher nicht auf ein Desinteresse am weiteren Gang des Verfahrens geschlossen bzw. davon ausgegangen werden, der Beschwerdeführer habe bewusst auf das Verfahren bzw. dessen Weiterführung verzichtet; dies gilt umso mehr, als er auf die ihm zugestellten Vorladungen stets reagiert und jeweils - nicht zuletzt auch vor Bundesgericht - klar zum Ausdruck gebracht hat, den Strafbefehl nicht zu akzeptieren, am Verfahren mitwirken und sich zur Sache äussern zu wollen.