Citation: 1C_149/2023 E. 2.2

2.2. Die Vergleichsvereinbarungen, welche der Beschwerdeführer einsehen möchte, bildeten unbestritten Bestandteil der Akten in verschiedenen kartellrechtlichen Verfahren der WEKO. Diese nahm auf die Vereinbarungen in mehreren Verfügungen Bezug, dies namentlich bei der Bestimmung der Sanktionshöhe für die festgestellten Kartellrechtsverstösse (vgl. beispielsweise S. 200 ff. der in Sachverhalt Lit. A.a zitierten Verfügung der WEKO vom 19. August 2019). Die Behandlung der Sache, die Gegenstand der beim Bundesverwaltungsgericht angefochtenen Verfügungen der WEKO bildete, ging mit Einreichung der Beschwerden auf das Bundesverwaltungsgericht als Beschwerdeinstanz über (vgl. Art. 54 VwVG [SR 172.021] i.V.m. Art. 37 VGG [SR 173.32]). Wie dies in den Verwaltungsgerichtsverfahren des Bundes und der Kantone üblich ist, sieht Art. 57 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 37 VGG vor, dass das Bundesverwaltungsgericht nach Eingang einer nicht von vornherein unzulässigen oder unbegründeten Beschwerde die verfügende Behörde bzw. die Vorinstanz zur Vorlage der Akten auffordert. Die Vorinstanz ist verpflichtet, dem Bundesverwaltungsgericht die Akten des vorinstanzlichen Verfahrens vollständig auszuhändigen (ANDRÉ MOSER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], VwVG - Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, 2. Aufl. 2019, Rz. 21 zu Art. 57 mit Hinweisen). Es gibt keine Hinweise darauf, dass die WEKO dem Bundesverwaltungsgericht in den kartellrechtlichen Beschwerdeverfahren die Vorakten entgegen ihrer gesetzlichen Pflicht nicht vollständig ausgehändigt hätte bzw. dass sie dem Bundesverwaltungsgericht die Vergleichsvereinbarungen vorenthalten hätte. Mit dem Beschwerdeführer und entgegen der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass die Vergleichsvereinbarungen anlässlich der gegen die Verfügungen der WEKO erhobenen Beschwerden an das Bundesverwaltungsgericht übermittelt wurden und diesem bekannt sind. Ob dies tatsächlich der Fall ist, ist für den Ausgang des vorliegenden Verfahrens allerdings nicht entscheidend (vgl. E. 3 hiernach), weshalb die Rüge der willkürlichen Sachverhaltsfeststellung nicht abschliessend beurteilt werden muss.