Citation: 8C_266/2022 E. 4.2

4.2. Ebenso wenig mit einbezogen hat die Vorinstanz in medizinischer Hinsicht die Aussage der Dr. med. I.________ vom 6. Oktober 2021, wonach bei Stabilisierung der Gesamtsituation und laufender Psychotherapie im Zuge der am 23. Juli 2021 abgeschlossenen stationären Behandlung davon ausgegangen werden dürfe, dass sich die bei Klinikeintritt noch vorhandene Symptomatik (Stimmungsschwankungen, ausgeprägtes Schwarz-Weiss-Denken, Instabilität in Beziehungen, Verlustängste und selbstschädigendes Verhalten [Drogenkonsum und Selbstverletzungen]) abschwächen könne. Dies begründete Dr. med. I.________ nachvollziehbar damit, dass die Beschwerdeführerin im Verlauf der Therapie ein sichtlich erhöhtes Selbstwertgefühl entwickelt habe. Insbesondere die sich eröffnenden Zukunftsperspektiven mit dem anstehenden Praktikum in der Gastronomie und der Möglichkeit, im Anschluss daran eine Berufslehre zu beginnen, wirkten sich positiv auf ihr Befinden aus (vgl. Austrittsbericht vom 6. Oktober 2021).