Citation: 2C_851/2017 E. 6.1

6.1. Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, Opfer eines "Agent provocateur" geworden zu sein. Die amerikanische Antidrogenbehörde und ein polnischer Spezialdienst hätten ihn und seine potentiellen Mittäter in eine Falle gelockt. Aus den vorhandenen Akten ergebe sich, dass die DEA beschlagnahmtes Kokain nach Polen verbracht und über einen eingeschleusten Ermittler, der über die Tatherrschaft verfügt und im ganzen Ablauf die "absolut dominante Rolle" gespielt habe, die verschiedenen Beteiligten zum Drogentransport und -handel angestiftet habe. Es liege eine eigentliche unzulässige Tatprovokation vor, weshalb auch aus diesem Grund auf das Strafurteil vom 18. Juli 2011 nicht abgestellt werden dürfe. Das Verfahren in Polen könne gestützt auf die einschlägige Praxis des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) nicht als "fair" im Sinne von Art. 6 EMRK gelten, was seinerseits als Verstoss gegen den schweizerischen "Ordre public" zu werten sei. Das Urteil bzw. das diesem zugrunde liegende Verfahren gegen den Beschwerdeführer verletze wegen der unzulässigen Tatprovokation ein grundlegendes rechtsstaatliches Prinzip, welchem der EGMR in seiner Rechtsprechung inzwischen klarere Konturen gegeben habe.