Citation: 5A_301/2021 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer ist schliesslich der Ansicht, für die gesamte Anweisungsdauer werde sein Existenzminimum unzulässig tangiert. Hierzu hielt das Obergericht fest, vorliegend könne ins Existenzminimum des Unterhaltsschuldners eingegriffen werden, wenn der Unterhaltsgläubiger zur Deckung seines eigenen Notbedarfs darauf angewiesen sei. Der Eingriff sei so zu bemessen, dass Schuldner und Gläubiger sich im gleichen Verhältnis einschränken müssten. Diese Grundsätze würden nicht nur bei der Einkommenspfändung und beim Arrest für Unterhaltsforderungen gelten, sondern auch im Anweisungsverfahren. In der Folge berechnete die Vorinstanz unter Berücksichtigung der Existenzminima beider Ehegatten die beim Beschwerdeführer für die massgebenden Zeitabschnitte jeweils pfändbare Quote.