Citation: 2C_520/2017 E. 4.1.2

4.1.2. Der Beschwerdeführer war am 10. Januar 2015 an einem Raub beteiligt, in dessen Rahmen er das Opfer in den "Schwitzkasten" nahm; dieses sank daraufhin zu Boden, erlitt eine Schürfwunde auf der linken Wange und ein Hämatom am Hals. Zur Verurteilung wegen Angriffs kam es, weil der Beschwerdeführer am 19. Oktober 2013 in einer Gruppe Mitbeteiligter auf zwei Opfer einschlug, welche verschiedene Verletzungen davon trugen (Schwellung linkes Auge, Zerrung des kleinen Fingers, Schmerzen im Thorax- und Bauchbereich, Prellungen im Bereich der rechten Gesichtshälfte unter Einbezug des rechten Auges mit einer Blutung im Bindehautbereich, ausgedehntes Hämatom im rechten Augenbereich, Schmerzen im Bereich des rechten Gesichtsschädels). Am 29. Dezember 2013 schlug er wiederum zusammen mit Kollegen zwei ihnen unbekannten Opfern ins Gesicht. Am 8. Februar 2014 bedrohte er einen Buschauffeur mit den Worten: "Sauhund, ich mache dich kalt, ich bringe dich um". Abgesehen vom versuchten Diebstahl griff der Beschwerdeführer zusammen mit Kollegen ihm unbekannte Personen tätlich oder verbal an, wobei er sich äusserst aggressiv zeigte. Die Opfer wurden wahllos ausgesucht und grundlos attackiert. Seine Taten richteten sich gegen Leib und Leben und somit gegen wesentliche Rechtsgüter. Bei seinen am meisten ins Gewicht fallenden Gewaltdelikten handelte er als junger Erwachsener und nicht mehr als Jugendlicher. Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer bezüglich des Strafbefehls vom 27. März 2013 rückfällig geworden ist: Damals kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Beschwerdeführer und seinen Kollegen sowie drei anderen Personen. Der Beschwerdeführer rannte den sich entfernenden Geschädigten nach und versetzte ihnen grundlos noch zwei bis drei Faustschläge von hinten an den Kopf. Die entsprechende Verurteilung war ihm keine Lehre; seine Gewalt richtete sich gegen ihm unbekannte Personen; der Beschwerdeführer schlug - wie das Verwaltungsgericht gestützt auf die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl willkürfrei feststellen durfte - in Mittäterschaft mit seinen Kollegen aus dem "Nichts" heraus völlig unberechenbar auf Dritte ein; dies obwohl er beruflich hier integriert war. Die Beziehungen zu seinen Eltern, Geschwistern und seiner Freundin waren intakt, vermochten ihn aber nicht davon abzuhalten, immer schwerer straffällig zu werden. Es besteht somit ein erhebliches Interesse daran, dass er das Land verlässt. Im Hinblick auf die einschlägige Vorstrafe bezüglich des Angriffs ist ein Rückfall nicht auszuschliessen. Das forensisch-psychiatrische Gutachten vom 21. Mai 2015 hält dazu fest: "Es sind mit einer moderat erhöhten Wahrscheinlichkeit erneute Delikte aus dem bekannten Deliktsspektrum (Gewalt, Raub) zu erwarten. Die Rückfallwahrscheinlichkeit ist gegenüber der durchschnittlichen Normalbevölkerung erhöht, dennoch ist eine langfristige Rückfallsfreiheit durchaus möglich [...]. Die Rückfallgefahr ergibt sich aus einer Kombination von Alkoholproblematik und dissozialer Persönlichkeitsakzentuierung. Einen weiteren Faktor für die Rückfallgefährdung machen die Lebensumstände mit Sozialisation in einem delinquenzfördernden Kollegenkreis aus".