Citation: 4C.322/2001 15.02.2002 E. A

A.- Die X.________ Corp. (Klägerin) ist eine Gesellschaft mit Sitz in Taiwan, die Fahrräder herstellt. Am 18. Oktober 1999 machte sie beim Handelsgericht des Kantons Zürich eine Klage gegen die im Speditions- und Lagergeschäft tätige Y.________ AG, in A.________ (Beklagte) anhängig. Sie beantragte, die Beklagte sei zu verpflichten, ihr Fr. 495'565.-- nebst Zins und Weisungskosten zu bezahlen. Zur Begründung machte sie im Wesentlichen geltend, sie habe mit der Beklagten einen Speditions- und Lagervertrag abgeschlossen; ihr Vertreter, H.________, habe der Beklagten gegen Aushändigung von sechs "Bills of Lading" 2'026 Fahrräder übergeben, die von Taiwan aus ins Zollfreilager A.________ zu transportieren und dort in den Räumlichkeiten der Beklagten aufzubewahren gewesen seien. Die Beklagte habe sich zunächst an die "Spielregeln" des Lagervertrages gehalten und 1'137 Fahrräder gemäss klägerischen Instruktionen aus dem Lagerhaus ausgeliefert. Die restlichen 889 Fahrräder seien aber offenbar ohne Erlaubnis an Dritte herausgegeben worden. Dadurch sei der Klägerin ein Schaden in der eingeklagten Höhe entstanden. Die Beklagte bestritt ihre Passivlegitimation, indem sie das Vorliegen von vertraglichen Beziehungen zwischen den Parteien generell in Abrede stellte. Einen Lagervertrag für Fahrräder habe sie lediglich mit einer Drittfirma abgeschlossen.