Citation: 6B_1061/2020 E. 3.5

3.5. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass ein Tatverdacht für seine Beteiligung am Vorfall vom zz.zz.zzzz bestanden hat, als die Hausdurchsuchung und die Beschlagnahme angeordnet wurden. Er macht des weiteren nicht geltend, dass die Zwangsmassnahmen zum damaligen Zeitpunkt aus anderen Gründen nicht rechtmässig gewesen wären, was auch nicht ersichtlich ist. Auch aus der Regelung in Art. 429 Abs. 1 lit. c StPO kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten. Der Anspruch auf Genugtuung für besonders schwere Verletzung der persönlichen Verhältnisse besteht im Fall eines Freispruchs oder einer Einstellung gerade dann, wenn die Anordnungsvoraussetzungen einer Zwangsmassnahme erfüllt waren. Die Massnahme erweist sich in diesen Fällen zwar im Nachhinein als ungerechtfertigt; sie wird dadurch aber nicht rechtswidrig (vgl. Urteil 6B_1076/2016 vom 12. Januar 2017 E. 3.3 mit Hinweisen). Die Argumentation des Beschwerdeführers, aufgrund seines späteren Freispruchs in der Hauptsache sei der zur Debatte stehende Beweis ohne jeglichen berechtigten Verdacht erhoben worden und unterliege deshalb einem Verwertungsverbot, verfängt deshalb nicht.