Citation: 6B_128/2013 E. 2.5

2.5. Nach den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz unterhielten E.________ und der Beschwerdegegner in Ungarn eine eheähnliche Beziehung. Als sie in die Schweiz einreisten war vereinbart, dass sich die Geschädigte etwa zwei Wochen als Prostituierte betätigen werde. Aufgrund der erlittenen Gewalt anlässlich des Trennungsversuchs, hatte diese bereits vor den weiteren Vorfällen in der Schweiz Angst vor dem Beschwerdegegner. Mit der Vorinstanz muss indes davon ausgegangen werden, dass ihre Furcht (noch) nicht dergestalt war, dass sie nicht mehr selbstbestimmt handeln konnte und ihr die erforderliche Entscheidungsfreiheit fehlte. Trotz ihrer Angst widersetzte sie sich zunächst dem Wunsch des Beschwerdegegners, mit ihm in die Schweiz zu reisen, und knüpfte eine allfällige Zustimmung an die Bedingung, er solle sie nicht schlagen. Dieser versuchte, sie zur Reise zu überreden, bis sie schliesslich einwilligte. Einzig aufgrund der Angst, welche die Geschädigte in Ungarn vor dem Beschwerdegegner hatte, kann nicht von der Ausnützung einer Machtposition und der Aufhebung des Selbstbestimmungsrechts der Geschädigten gesprochen werden. Die Vorinstanz verletzt kein Bundesrecht, indem sie den Beschwerdegegner vom Vorwurf des Menschenhandels zum Nachteil von E.________ freispricht.