Citation: 8C_58/2019 E. 5.2.1

5.2.1. Ginge man davon aus, dass die seit 2011 bestehenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen eine Invalidität im Rechtssinne begründeten, wäre diese spätestens zu Beginn des Jahres 2012 eingetreten. Da nur Versicherte Anspruch auf eine ordentliche Rente haben, die bei Eintritt der Invalidität während mindestens drei Jahren Beiträge geleistet hatten (Art. 36 Abs. 1 IVG), hätten folglich in den Jahren 2009 bis 2011 Beiträge entrichtet werden müssen, um einen Rentenanspruch zu begründen. Unstreitig ist, dass damals keine Beiträge bezahlt wurden. Bei der vorläufig aufgenommenen Beschwerdeführerin käme Art. 14 Abs. 2bis AHVG zur Anwendung. Die Beiträge müssten rückwirkend erhoben werden. Dies ist indessen nur innerhalb der Verjährungsfrist von Art. 16 Abs. 1 AHVG möglich. Diese ist abgelaufen. Die beitragsrechtlichen Voraussetzungen für einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung wären nicht erfüllbar.