Citation: 5A_853/2020 E. 3.3

3.3. Das Verwaltungsgericht ist aufgrund der Rechts- und Sachlage zum Schluss gelangt, dass der BVS eine zuverlässige Beurteilung der Vermögens- und Ertragslage der Beschwerdeführerin - ungeachtet der an und für sich einfachen Verhältnisse - nicht (mehr) ohne Weiteres bzw. nicht ohne zusätzlichen Aufwand möglich sei und dass sich die daraus gezogene Konsequenz, die Befreiung der Beschwerdeführerin von der Revisionspflicht zu widerrufen, nicht als rechtsverletzend erweise. Die Einsetzung einer Revisionsstelle vermöge die BVS zwar nicht von ihrer gesetzlichen Aufsichtspflicht zu befreien und ihr auch keine Garantie dafür zu liefern, dass die Beschwerdeführerin ihren Pflichten künftig rechtzeitig nachkomme; sie dürfe sich davon jedoch zumindest eine gewisse Reduktion ihres Verwaltungsaufwands und eine Vereinfachung ihrer Aufsichtstätigkeit erhoffen. So hätten die ihr vorgelagerten Revisionsstellen - selbst bei einer eingeschränkten Revision - nicht nur das Rechnungswesen revisionspflichtiger Stiftungen zu überprüfen, sondern auch generell die Einhaltung der Bestimmungen der Statuten durch den Stiftungsrat zu überwachen. Wahrgenommene Mängel hätten sie dabei vorab dem Stiftungsrat mitzuteilen und diesen zur Behebung aufzufordern, so dass die BVS insofern etwas entlastet werde und ihrer Aufsichtstätigkeit nachkommen könne. Sodann erscheine die Einsetzung einer Revisionsstelle mit der Pflicht zur eingeschränkten Revision der Beschwerdeführerin auch zumutbar, sei ihr der Widerruf in der Vergangenheit doch immer wieder angedroht worden und müssten ihr daraus nicht zwingend unverhältnismässige Auslagen entstehen. Durch eine bedachte Wahl sei es vielmehr möglich, die Kosten der Revision moderat ausfallen zu lassen. Es sei der Beschwerdeführerin im Übrigen unbenommen, inskünftig erneut um eine Befreiung von der Revisionspflicht zu ersuchen (E. 6.3 S. 11 des angefochtenen Urteils).