Citation: 5A_1052/2020 E. 2.2

2.2. Als Rechtsöffnungstitel diente vorliegend ein von den Parteien am 11. November 2015 vor dem Kantonsgericht St. Gallen abgeschlossener gerichtlicher Vergleich, mit welchem die Parteien erbrechtliche Ansprüche geregelt haben. Die hier interessierende Ziffer 7 des Vergleichs hat folgenden Wortlaut: " (...) A.________ wird aus dem Verkaufserlös den B.________ zustehenden erbrechtlichen Pflichtteil (1/6) bezahlen. Die Parteien einigen sich darauf, dass dieser Pflichtteil bzgl. der Liegenschaft C.________ mindestens Fr. 39'819.-- und bezüglich der D.________ mindestens Fr. 305'369.-- beträgt. Sollten die Liegenschaften nicht bis Ende 2018 verkauft worden sein, erhält B.________ innert 3 Jahren ab dem Zeitpunkt des Eintritts der grundbuchrechtlichen Veräusserungsfähigkeit, spätestens am 31.12.2019, unabhängig von einem späteren Verkaufserlös, vorab diese Mindestbeträge als Pflichtteil. Im Fall des späteren Verkaufs wird A.________ den allfälligen Fehlbetrag zwischen dem jeweiligen bezahlten Mindestbetrag und dem 1/6 aus dem Verkaufserlös unverzüglich nach Erhalt des Verkaufserlöses nachzahlen."