Citation: 6B_445/2023 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer rügt zudem eine bundesrechtswidrige Anwendung von Art. 260 bis Abs. 1 lit. b StGB. Selbst wenn er tatsächlich beabsichtigt hätte, mit der zu beschaffenden Waffe ein Tötungsdelikt zu begehen, könnten die von der Vorinstanz benannten und äusserlich unbestrittenen Handlungen nicht als systematisches und planmässiges Vorgehen im Sinne von Art. 260 bis StGB qualifiziert werden, weil sie erfolglos geblieben seien. Es handle sich (untechnisch ausgedrückt) um bloss versuchte Vorbereitungshandlungen, die straflos seien. Der Versuch herauszufinden, ob B.________ überhaupt noch in Haft sei, sei auch deshalb keine Vorbereitungshandlung im Sinne von Art. 260bis StGB, weil er damit vielmehr in Erfahrung habe bringen wollen, ob der Plan nicht bereits zu Ende gebracht worden sei. Er sei nicht an der Schwelle der Tatausführung angelangt, zumal er nicht einmal gewusst habe, ob weitere Delikte zur Realisierung des ursprünglichen Tatplans notwendig gewesen seien. Er habe in seinen Briefen an die Ex-Ehefrau von B.________ ausdrücklich vorgetragen, er könne nicht handeln, solange er nicht wisse, ob nicht bereits sein erstes Tötungsdelikt zum Erfolg (Freilassung von B.________) geführt habe. Die Vorinstanz gehe mit dem Bezirksgericht daher zu Recht von einem bloss bedingten Handlungswillen aus, was gegen die erforderliche Absicht spreche. Die aufwändige Art der Beschaffung der Waffe und die damit verbundene Dauer begründe nicht die notwendige Mehrzahl von unter sich zusammenhängenden, regelmässig über einige Zeit fortgeführten Handlungen. Weiter sei er für die Begehung der Tat nicht auf eine Pistole mit Schalldämpfer und besonderer Munition angewiesen gewesen. Dass die angeblich vorbereitete Zieltat wiederum als Mord zu qualifizieren sei, erweise sich zudem als durch nichts belegte Spekulation der Vorinstanz.