Citation: 8C_622/2016 E. 5.2.1

5.2.1. Der Beschwerdeführer argumentiert, infolge der erschwerten Verwertbarkeit der trotz seines Gesundheitsschadens noch zumutbaren Arbeitsfähigkeit sei in seinem Fall das Invalideneinkommen praxisgemäss nach der Ausnahmeregelung zu bestimmen. Er beruft sich unter anderem auf das Urteil 8C_1050/2009 vom 28. April 2010 (vgl. E. 4.3 hievor). Das Bundesgericht liess jedoch in diesem Urteil die Frage offen, ob statt auf den durchschnittlichen Lohn in allen Wirtschaftszweigen des privaten Sektors ausnahmsweise nur auf den tieferen Durchschnittslohn des Dienstleistungssektors gemäss LSE-Tabelle TA1 abzustellen sei (Urteil 8C_1050/2009 vom 28. April 2010 E. 3.5 i.f.). Dennoch leitet der Versicherte daraus ab, infolge seiner funktionellen Einarmigkeit mit schwerem Schmerzzustand sei hier die Ausnahmeregelung anwendbar. Wie erwähnt lag dem Urteil 8C_1050/2009 vom 28. April 2010 der Sachverhalt einer versicherten Person mit reiner Einarmigkeit zu Grunde, was auf den Beschwerdeführer nicht zutrifft (vgl. E. 4.3 hievor). Zudem legt er nicht dar, weshalb ihm - angesichts seiner geklagten Einarmigkeit - die Ausübung einer leidensangepassten Tätigkeit mit 50%iger Leistungsfähigkeit einerseits im Produktionssektor (z.B. einfache Überwachungs-, Prüf- und Kontrolltätigkeiten) unzumutbar, andererseits jedoch im Dienstleistungssektor zumutbar sei.