Citation: 8C_460/2024 E. 5.2.2

5.2.2. Zweck interdisziplinärer Gutachten ist es, alle relevanten gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erfassen und die sich daraus je einzeln ergebenden Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit in ein Gesamtergebnis zu fassen (BGE 143 V 124 E. 2.2.4; 137 V 210 E. 1.2.4; SVR 2008 IV Nr. 15 S. 43, I 514/06 E. 2.1). Bei komplexen gesundheitlichen Beeinträchtigungen muss die Einschätzung der Leistungsfähigkeit auf umfassender, die Teilergebnisse verschiedener medizinischer Disziplinen integrierender Grundlage erfolgen (BGE 137 V 210 E. 1.2.4). Ob sich dabei die einzelnen, aus mehreren Behinderungen resultierenden Einschränkungsgrade summieren und in welchem Masse, betrifft eine spezifisch medizinische Problematik und Einschätzung, von der das Gericht grundsätzlich nicht abrückt (Urteile 9C_517/2023 vom 13. Juni 2024 E. 5.2; 9C_519/2022 vom 26. Januar 2023 E. 3.3; 9C_461/2019 vom 22. November 2019 E. 4.1; MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 4. Aufl. 2022, N. 259 zu Art. 28a IVG). Vorliegend beruhen das SMAB-Gutachten und die ergänzende Stellungnahme auf umfassender, die Teilergebnisse der mitwirkenden rheumatologischen und psychiatrischen Fachärzte integrierender Grundlage. So wurden alle relevanten gesundheitlichen Beeinträchtigungen berücksichtigt und die sich daraus je einzeln ergebenden Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit (vgl. das rheumatologische Teilgutachten vom 15. Dezember 2021 und das psychiatrische Teilgutachten vom 5. Januar 2022) in einem Gesamtergebnis festgehalten. Diese "integrativ" erfolgte Bemessung der Arbeitsunfähigkeit in bisheriger Tätigkeit durch die SMAB-Gutachter ist nicht zu beanstanden und die Vorinstanz hat zu Recht darauf abgestellt.