Citation: 5P.282/2004 09.08.2004 E. 3

Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz einen bewusst langsamen Verfahrensgang vor und macht eine Verletzung von Art. 14 und 29 BV sowie von Art. 6 und 8 EMRK geltend. Da die Vorinstanz bereits materiell entschieden hat, ist auf diese Rüge mangels eines aktuellen und praktischen Interesses nicht einzutreten (BGE 125 V 373 E. 1). Ungeachtet der formellen Natur der Rüge der Rechtsverzögerung besteht nach Wegfall des aktuellen Interesses auch konventionsrechtlich kein Anspruch auf Feststellung, dass die gerügte Rechtsverletzung stattgefunden hat (BGE 123 II 285 E. 4a S. 287). Im Übrigen zeigt die Beschwerdeführerin in Verletzung ihrer Rügepflicht nicht auf, wann und wie die angeblichen Verfahrensverzögerungen zustande gekommen wären. Mit dem allgemeinen Vorwurf, das ganze Verfahren habe zweieinhalb Jahre gedauert, ist jedenfalls den aus Art. 90 Abs. 1 lit. b OG fliessenden Begründungsanforderungen nicht Genüge getan, umso weniger als die lange Dauer auf den ausgebauten Rechtsmittelweg, die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz sowie die Erstellung des Gutachtens zurückzuführen ist. Auch aus diesem Grund ist auf die Rüge nicht einzutreten (BGE 129 I 185 E. 1.6 S. 189; 125 I 71 E. 1c S. 76).