Citation: 5A_519/2016 E. 3.3.2

3.3.2. Ist die vorinstanzliche Ablehnung einer Begutachtung rechtens (oben E. 3.2), so gilt dies ohne Weiteres auch für die Anhörung; denn mit ihr würde das gleiche Erkenntnisziel verfolgt wie mit einer Begutachtung. Unter diesen Umständen kann der Vorinstanz nicht vorgeworfen werden, sie habe die Belastung des Kindes, wie sie mit jeder Anhörung verbunden ist (vgl. BGE 131 III 553 E. 1.3.3 S. 559), zu Unrecht angeführt. Der Vorhalt, die Vorinstanz habe ein wichtiges und wesentliches Beweismittel in willkürlicher Weise nicht abgenommen, ist ebensowenig begründet wie die - im Zusammenhang mit dem Nichtzustandekommen der Anhörung erhobene - Rüge, das Familiengericht habe durch stures Festhalten an Terminen und unflexible Handhabung von Verschiebungsgesuchen überspitzt formalistisch gehandelt.