Citation: 6B_214/2024 E. 3.3.3

3.3.3. Für die Annahme, das zweite Schreiben des Geschädigten vom 24. April 2023 stelle eine unzulässige Meinungsänderung dar, fehlt es bei diesem Ergebnis an der Grundlage, war die Meinung bis dahin doch, wie soeben gezeigt, gerade noch nicht hinreichend kundgetan. Der darüber hinaus geltend gemachte Einwand des Beschwerdeführers, die Vorinstanz habe mit ihrem Hinweis auf die Kostenfolgen, die im Rückzugsfall greifen würden, den Entschluss des Geschädigten gemäss seinem zweiten Schreiben "provoziert", vermag alsdann bereits deshalb nicht zu überzeugen, da eine Erläuterung der entsprechenden Kostenfolgen - wie das der Beschwerdeführer selbst in seiner Beschwerde hervorhebt - schon im Formular für Anzeigedelikte erfolgt ist, die Kostenfolgen dem Geschädigten also schon im Zeitpunkt der Anzeigeerstattung, und nicht erst auf Hinweis der Vorinstanz, bekannt gewesen waren. Im Übrigen setzt sich der Beschwerdeführer mit besagtem Einwand in Widerspruch auch zu seiner eigenen Argumentation, wenn er eine Nachfrage der Vorinstanz jedenfalls ohne Hinweis auf die Kostenfolgen als richtig ansieht und somit entgegen seinem Standpunkt, wonach die erste Erklärung des Geschädigten genügend deutlich sein soll, einen Klärungsbedarf voraussetzt. Soweit sich der Beschwerdeführer unter Verweis auf die Grundsätze der Unschuldsvermutung und freien Beweiswürdigung gemäss Art. 10 StPO auf eine Beweislosigkeit betreffend die Frage des Rückzugs des Strafantrags beruft, die nicht zu seinen Lasten gehen dürfe, übersieht er schliesslich, dass es sich dabei letztlich um die von der Vorinstanz festgestellte, zur Nachfrage anlassgebende Unklarheit handelt. Seine Kritik geht insoweit an der Sache vorbei.