Citation: 9C_107/2014 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe sich zum Zeitpunkt der "Einvernahme" in einem psychischen Ausnahmezustand befunden und nicht alles verstanden. Diesem Einwand ist zu entgegnen, dass die Befragung auf die von ihm gegen G.________ eingereichte Anzeige hin erfolgte und er sich darauf mit den zur Polizeidienststelle mitgebrachten Unterlagen vorbereitet hatte. Zudem gab er damals zu Beginn der Befragung zu Protokoll, dass er nicht alles verstehe und deshalb seinen Sohn mitgebracht habe, welcher übersetzen könne und den Fall sowie die mitgebrachten Unterlagen kenne. Wenn er weiter vorbringt, er habe die Echtheit der Unterschrift auf dem Zahlungsauftrag (ursprünglich) nicht bestritten, weil er davon ausgegangen sei, diese sei nicht relevant, ist dies unbehelflich. Es handelt sich um eine reine Schutzbehauptung, dies insbesondere mit Blick darauf, dass der Beschwerdeführer eine Kopie des Zahlungsauftrages zur polizeilichen Befragung mitgebracht und anhand desselben und anderer Unterlagen den Sachverhalt geschildert hat. Dabei hat der Beschwerdeführer insbesondere ausgeführt, er habe am 12. November 2008 die Unterschrift zum Auftrag, das Vorsorgegeld zur Stiftung Auffangeinrichtung zu verschieben, gegeben; darauf sei das Guthaben auf das Konto bei der Bank D.________ überwiesen worden und es sei ihm nachträglich aufgefallen, dass das Konto (bei welchem nur das auf dem Zahlungsauftrag angegebene gemeint sein kann) nicht auf seinen Namen gelautet habe. Mit anderen Worten äusserte er keinerlei Zweifel daran, dass er den in Kopie in den Akten liegenden Zahlungsauftrag unterschrieben hatte. Auf diese unbefangenen Aussagen der ersten Stunde, welche unbeeinflusst von versicherungsrechtlichen Überlegungen erfolgten, bevor der Beschwerdeführer rechtlich verbeiständet war, ist abzustellen (vgl. BGE 121 V 45 E. 2a S. 47). Soweit der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang bemängelt, im angefochtenen Entscheid werde der (falsche) Eindruck erweckt, er habe bewusst eingewilligt, dass sein Guthaben auf ein Konto des Patronato F.________ verschoben werde, ist anzumerken, dass er es seiner eigenen Nachlässigkeit zuzuschreiben hat, wenn er dem wesentlichen Bestandteil des Zahlungsauftrages - dem Zahlungsempfänger - offenbar zu wenig Beachtung schenkte. Dass er irrtümlich davon ausging, er habe einen Zahlungsauftrag zur Überweisung des Guthabens auf ein auf seinen Namen lautendes Konto unterschrieben, vermag nichts daran zu ändern, dass der Zahlungsauftrag mit dem von ihm unterzeichneten Inhalt gilt. Denn wer, wie der Beschwerdeführer, die Aufsetzung einer Urkunde einem Dritten (hier: G.________) überlässt und diese anschliessend unterschreibt, muss für die von ihm autorisierte Bedeutung des Inhalts einstehen. Dies gilt auch, wenn die Vertrauensperson die Urkunde bewusst gefälscht hat (es sei denn der Erklärungsempfänger [hier: die Beschwerdegegnerin] habe erkannt oder hätte erkennen können, dass sich der Erklärungstext nicht mit dem Willen des Unterzeichnenden deckt, was hier indessen nicht der Fall ist; vgl. dazu auch E. 4.4). Der im internen Verhältnis zwischen dem Unterzeichnenden und der Vertrauensperson (hier: zwischen dem Beschwerdeführer und G.________) entstandene Irrtum darf dem aussenstehenden Erklärungsempfänger (hier: der Beschwerdegegnerin) nicht entgegengehalten werden (zum Ganzen: Bruno Schmidlin, Berner Kommentar, 2. Aufl. 2013, N. 54 zu Art. 23/24 OR; vgl. auch Ingeborg Schwenzer, Basler Kommentar, 5. Aufl. 2011, N. 4 zu Art. 24 OR). Ein anderer Zahlungsauftrag des vom Beschwerdeführer nun behaupteten Inhaltes liegt denn auch weder in den Akten noch vermochte der Beschwerdeführer einen solchen vorzuweisen. Soweit er sodann Indizien, die für ihn sprechen, auflisten lässt, handelt es sich um appellatorische Kritik, die unbeachtlich zu bleiben hat. Es kann keine Rede davon sein, dass sich die Vorinstanz den Sachverhalt willkürlich zurechtgelegt und seine Äusserungen immer gegen ihn ausgelegt hätte, wie in der Beschwerde vorgebracht wird. Mit Blick darauf, dass sich der Beschwerdeführer in der soeben geschilderten Weise auf den Zahlungsauftrag berufen hat, vermag er von Vornherein nichts abzuleiten aus seinem Vorbringen, die Kopie des Zahlungsauftrages habe sich nicht in seinen Akten befunden; er habe diese nur vorweisen können, weil er sie auf eigene Anfrage hin am 25. August 2009 von der Beschwerdegegnerin erhalten hatte. Ebenso wenig ergibt sich etwas zu seinen Gunsten aus der Tatsache, dass G.________ verschiedene andere Dokumente (die Vollmacht und die Beglaubigung, wie in der Beschwerde geltend gemacht wird) gefälscht hat, weil hier allein der Zahlungsauftrag massgeblich ist. Im Sinne eines Zwischenergebnisses ist festzuhalten, dass sämtliche in der Beschwerde erhobenen Einwände an der Rechtsgültigkeit der Unterschrift auf dem Zahlungsauftrag nichts zu ändern vermögen. Dass die Vorinstanz unter den gegebenen Umständen davon abgesehen hat, ein grafologisches Gutachten zur Frage der Echtheit der Unterschrift auf dem Zahlungsauftrag anzuordnen, ist nicht zu beanstanden. War eine grafologische Begutachtung nicht erforderlich, dringt auch der Vorwurf, die Beschwerdegegnerin habe die Beweisführung vereitelt, nicht durch. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt nicht vor. Ebenso wenig kann der Vorinstanz in diesem Zusammenhang willkürliches, gegen Art. 9 BV verstossendes Verhalten vorgeworfen werden.