Citation: I 140/04 25.06.2004 E. 2

Streitig ist der Anspruch auf Rente sowie berufliche Massnahmen der Invalidenversicherung und in diesem Zusammenhang insbesondere die Frage des Vorliegens einer Invalidität resp. die Frage, ob sich der Gesundheitszustand zwischen Verfügungserlass im Mai 2003 und dem Einspracheentscheid Ende September 2003 geändert hat. 2.1 Das kantonale Gericht stellt auf die Berichte der Klinik X.________ von Dezember 2002 und des Dr. med. B.________ von Januar 2003 ab, die durch die weiteren in den Akten liegenden Berichte nicht entkräftet würden; so sei insbesondere die geklagte Symptomausweitung nicht belegt. Der Beschwerdeführer ist demgegenüber der Auffassung, aus dem Bericht des Dr. med. B.________ von Juni 2003 und dem auf konkreten Abklärungen beruhenden Bericht der Institution I.________ von Juli 2003 ergäben sich Anhaltspunkte für eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes, die zu weiteren Abklärungen hätten führen müssen; aufgrund der geklagten Symptomausweitung sei insbesondere eine psychiatrische Abklärung durchzuführen. Im Weiteren habe die Arbeitslosenversicherung gestützt auf die Berichte der Institution I.________ und der A.________ AG von August 2003 die Vermittlungsfähigkeit verneint; es könne jedoch nicht sein, dass betreffend des gleichen hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarktes gleichzeitig eine vollständige Arbeitsfähigkeit (Invalidenversicherung) und eine ganze Arbeitsunfähigkeit (Arbeitslosenversicherung) bestehe. 2.2 Im Bericht vom 17. Dezember 2002 kommt die Klinik X.________ aufgrund eines einmonatigen Aufenthaltes des Versicherten klar zum Ergebnis, dass für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten eine vollständige Arbeitsfähigkeit vorliege. Dr. med. B.________ verweist im Bericht vom 22. Januar 2003 auf diese Einschätzung; zudem weist er darauf hin, dass in den letzten Monaten eine Verschlechterung stattgefunden habe und die Situation "eher noch unstabil" sei. Jedoch fällt auf, dass der Arzt im gleichen Bericht eine ergänzende medizinische Abklärung für nicht angezeigt erachtet. Nach Verfügungserlass im Mai 2003 wird im Bericht des Dr. med. B.________ vom 6. Juni 2003 zwar eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes geltend gemacht, jedoch handelt es sich dabei offensichtlich nur um eine Wiedergabe der Aussagen des Versicherten; entgegen der Auffassung in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird dadurch eine Veränderung nicht medizinisch belegt. Für die Arbeitslosenversicherung hat die A.________ AG eine vertrauensärztliche Beurteilung und Untersuchung durchgeführt und im Bericht vom 21. August 2003 festgehalten, dass im "Laufe dieses Jahres ... weitere Beschwerden mit unklaren Schmerzen in verschiedenen Gelenken hinzugekommen" seien, die jedoch gemäss Hausarzt keinem rheumatologischen Leiden zugeordnet werden könnten; es sei von einer Symptomausweitung auszugehen. In der Beurteilung hält die A.________ AG fest, dass infolge der Symptomausweitung "eine erhebliche Diskrepanz zwischen den objektiv zu erhebenden Befunden und dem Beschwerdebild" bestehe und "rein theoretisch" von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten (wechselnd sitzend/stehend/gehend, manuelle Arbeit ohne Heben von Lasten über zehn Kilogramm) auszugehen sei. "Aufgrund der ... bereits eingetretenen Symptomausweitung" sei ein solcher Einsatz jedoch kaum zu realisieren. Damit ist davon auszugehen, dass eine Symptomausweitung ärztlich nachgewiesen ist, wobei jedoch nicht klar ist, ob die von der A.________ AG berichtete Symptomausweitung allenfalls auf einem psychischen Gesundheitsschaden mit Krankheitswert beruht, welche die Verwertung der theoretischen Restarbeitsfähigkeit verunmöglicht, oder ob eine als nicht relevant geltende Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit vorliegt, die der Versicherte bei Aufbietung allen guten Willens zu vermeiden vermöchte (wobei das Mass des Forderbaren weitgehend objektiv zu bestimmen ist; BGE 102 V 165, AHI 2001 S. 228 Erw. 2b mit Hinweisen; vgl. auch BGE 127 V 298 Erw. 4c in fine). Wegen der von der A.________ AG angenommenen und in ihrer Berurteilung der Arbeitsfähigkeit berücksichtigten, aber nicht weiter erläuterten Symptomausweitung besteht hier Anlass, diese Frage im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes abzuklären. Die Sache ist deshalb an die Verwaltung zurückzuweisen, damit sie die ihr in dieser Hinsicht notwendig erscheinenden Vorkehren treffe und anschliessend neu verfüge.