Citation: 5A_542/2021 E. 5.1

5.1. Im Zusammenhang mit der Feststellung der Vorinstanz, wonach das Kind bei einer alleinigen Obhut der Klägerin nicht gefährdet sei, rügt der Beschwerdeführer, die Vorinstanz habe diverse seiner (vielen, substanziierten und detaillierten) Ausführungen betreffend eine konkrete Kindeswohlgefährdung ignoriert. Auch sei die Vorinstanz auf die Vorwürfe, welche der Beschwerdeführer gegenüber dem Kindsvertreter geäussert und jener dem Gericht akten- und prozesskundig gemacht habe, nicht eingegangen, mit der Begründung, der Beschwerdeführer habe sie nicht selbst gegenüber der Vorinstanz kommuniziert. Ohnehin sei diese Feststellung offensichtlich tatsachenwidrig und willkürlich (Art. 9 BV), verletze die Verfahrensgarantien und das Prinzip der Gerechtigkeit gemäss Art. 29 Abs. 1 BV. Vielmehr bestünde eine konkrete Kindeswohlgefährdung bei alleiniger Obhut der Beschwerdegegnerin. Die Vorinstanz habe diese aber nicht weiter abklären wollen, weder durch die Befragung von offerierten Zeugen noch mittels eines (Ober-) Gutachtens. Im Übrigen argumentiere die Vorinstanz widersprüchlich und willkürlich, wenn sie zunächst feststelle, es sei zutreffend, dass das Kind die Konflikte der Parteien zunehmend mitbekomme, dann aber annehme, es gäbe gegenwärtig keine konkreten Hinweise betreffend eine Kindeswohlgefährdung. Vielmehr bestünden beim Kind psychische Auffälligkeiten. Dieses dürfe nicht in dieser bekannten und konkreten Gefährdung belassen werden. Wenn die Vorinstanz aber davon ausgehe, die konkrete Kindeswohlgefährdung verschwinde, wenn das Kind bei der Beschwerdegegnerin in Alleinobhut verbleibe, sei dies willkürlich.