Citation: 4A_323/2022 E. 6.2.2

6.2.2. Eine willkürliche Anwendung von Art. 158 ZPO lässt sich im Übrigen - entgegen der Beschwerdeführerin - auch nicht damit begründen, dass ihr eine gerichtliche Geltendmachung ihrer angeblichen Ansprüche ohne die entsprechenden Informationen nicht möglich wäre. Die Vorinstanz hat sich damit ausführlich auseinandergesetzt. Sie erwog, selbst wenn die Beschwerdeführerin die verlangten Informationen nicht gestützt auf einen vertraglichen Informationsanspruch erhältlich machen könnte (was sie offen liess), stelle dies keinen hinreichenden Grund dar, das Gesuch gutzuheissen, obwohl die Voraussetzungen nicht erfüllt seien. Im Übrigen hätte die Beschwerdeführerin eine allfällige Unmöglichkeit der gerichtlichen Geltendmachung selbst zu vertreten. Sie habe einen Vertrag abgeschlossen, ohne zu wissen, wer ihre Vertragspartnerinnen seien. Falls sich herausstellen sollte, dass sie keinen vertraglichen Informationsanspruch habe, hätte sie es zudem versäumt, zumindest einen Anspruch auf Bekanntgabe der Vertragspartner zu vereinbaren. Die Beschwerdeführerin tut nicht dar, dass die Vorinstanz mit diesen Ausführungen in Willkür verfallen wäre, sondern sie wiederholt im Wesentlichen bloss, die Abweisung ihres Gesuchs führe zum unhaltbaren Ergebnis, dass ihr die gerichtliche Geltendmachung ihrer Forderungen nicht möglich wäre. Damit genügt sie den Anforderungen an eine Willkürrüge nicht.