Citation: 8C_188/2015 E. 4.2.1

4.2.1. Nach Ansicht der Beschwerdeführerin ist namentlich gestützt auf den Bericht des Dr. med. F.________ vom 18. April 2013 klar, dass sich seit 2003 die Auswirkungen der unfallkausalen Beeinträchtigungen auf die Leistungsfähigkeit relevant verändert hätten. Soweit die Gutachter des Spitals D.________ demgegenüber im Wesentlichen die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit von Dr. med. G.________ aus dem Jahr 2003 bestätigten, obwohl sie selber auch von einem evolutiven Verlauf und nicht mehr so stark ausgeprägten CRPS-Befunden ausgehen würden, könne darauf offensichtlich nicht abgestellt werden. Dies umso weniger, als sich die Gutachter nur sehr oberflächlich und ungenügend mit den Ergebnissen der Observation auseinandergesetzt und zudem auch die nicht unfallkausale Schmerzkomponente bzw. die generalisierten Körperschmerzen und auf die antrainierte Schonung zurückzuführenden Einschränkungen bei der Bemessung der Leistungsfähigkeit berücksichtigt hätten. Anders als die Gutachter beachte Dr. med. F.________ den Umstand, dass die Versicherte bei diversen alltäglichen Handlungen beobachtet worden sei und dabei (verschiedene Gelegenheiten im öffentlichen Raum, Fahren ihres Personenwagens, Ein- und Aussteigen aus demselben, Tragen von leichten Lasten, bei einem Kleiderstand im Supermarkt und im Bijouteriegeschäft etc.) keine eindeutige Schonung und keine eindeutig pathologischen Bewegungsmuster des gesamten linken Armes oder der linken Hand erkennbar gewesen seien. Da mit Blick auf die Videoaufzeichnungen (aus der Observation) für Alltagsverrichtungen grundsätzlich keine Einschränkung der Funktion des linken Armes und der linken Hand festzustellen sei und in einer beruflichen Tätigkeit als Bijouterieverkäuferin oder Beraterin in einem Esoterikgeschäft der Einsatz der linken dominanten Hand nicht vollzeitlich gefordert werde, sei Dr. med. F.________ in diesem Tätigkeitsbereich schlüssig von einem zumutbaren Pensum in der Höhe von 70 %, ohne relevante Leistungseinbusse, ausgegangen. Auf diese differenzierte Beurteilung sei abzustellen.