Citation: 6B_734/2017 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer rügt, der Beschluss der Vorinstanz sei rechtswidrig und daher aufzuheben. Das Berufungsverfahren sei grundsätzlich mündlich. Er habe dem schriftlichen Berufungsverfahren nur mit dem Vorbehalt zugestimmt, dass die beantragten Zeugen befragt werden müssten. Er habe bereits in der Berufungserklärung die Einvernahme dieser Zeugen beantragt. Eine Zeugeneinvernahme schliesse von vorneherein ein vollständiges schriftliches Verfahren aus. Deswegen habe er auch nicht definitiv auf ein mündliches Verfahren verzichten können. Er habe es der Vorinstanz überlassen, nach Eingang der schriftlichen Begründung darüber zu befinden. Damit sei selbstverständlich die schriftliche Begründung über den Beweisantrag gemeint, denn alles andere mache keinen Sinn. Selbst wenn die Vorinstanz die Zeugen zwar einvernehmen, den Rest des Verfahrens aber hätte schriftlich durchführen wollen, wäre dies nur dann sinnvoll, wenn eine schriftliche Berufungsbegründung nach der Einvernahme der Zeugen eingefordert würde. Daher habe er konsequenterweise mit der Eingabe vom 9. Juni 2017 begründet, warum diese Zeugen angehört werden sollten. Das wäre prozessökonomisch auch sinnvoll gewesen. Weiter habe er in der Eingabe vom 9. Juni 2017 auch eine persönliche Anhörung beantragt und somit explizit die von der Vorinstanz angenommene Zustimmung zum schriftlichen Verfahren widerrufen. Ferner rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung von Art. 407 Ziff. 1 lit. b StPO. Eine Berufung gelte als zurückgezogen, wenn der Berufungskläger keine schriftliche Eingabe einreiche. Das bedeute, dass eine vollständige Säumnis vorliegen müsse. Er habe eine Berufungserklärung und sodann eine begründete Eingabe gemacht. Das sei in keiner Art und Weise vergleichbar mit einer Partei, die sich am Verfahren überhaupt nicht mehr beteilige. Es sei übertriebener Formalismus, wenn das Verfahren als durch Rückzug für beendet erklärt werde und verletze Art. 32 Abs. 3 BV. Man könne die Stossrichtung der Berufungsbegründung aus seiner Eingabe vom 9. Juni 2017 erkennen. Er bestreite nämlich, dass man ihn als Organ strafrechtlich haftbar mache für etwas, was in die Zuständigkeit der beiden Buchhalter gefallen sei. Das möge zwar keine abschliessende Berufungsbegründung sein, aber die Vorinstanz könne - ohne in Willkür zu verfallen - nicht behaupten, es sei keine schriftliche Eingabe erfolgt. Die vorliegenden prozessualen Begebenheiten seien somit nicht vergleichbar mit einer Partei, die sich am Verfahren überhaupt nicht mehr beteilige. Da die Abschreibung des Verfahrens für die betroffene Person fatale Wirkungen habe und überdies in Art. 32 Abs. 3 BV nicht vorgesehen sei, dürfe sie nur erfolgen, wenn tatsächlich keine Eingabe erfolgt sei. Solches hier anzunehmen sei willkürlich.