Citation: 2C_339/2018 E. 8.2

8.2. Aus den Austrittsberichten der Klinik C.________ AG vom 22. Januar 2014 ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin durch den Notfallpsychiater wegen Fremdaggressivität eingewiesen wurde. Sie hielt sich dort vom 29. Dezember 2013 bis zum 10. Januar 2014 auf. Im Rahmen eines Eifersuchtskonflikts hatte die Beschwerdeführerin gemäss dem Austrittsbericht mit Gegenständen nach ihrem Gatten geworfen. Seit 2 Monaten - so die Nichte des Ehemanns - habe sich die Beschwerdeführerin diesem gegenüber aggressiv verhalten. Die Beschwerdeführerin erklärte ihrerseits, zu befürchten, dass der Ehemann sich von ihr trennen wolle. Das Pflegepersonal habe zwar - so der Bericht weiter - mehrere grossflächige Hämatome am Rumpf der Beschwerdeführerin festgestellt; doch habe sie eine körperliche Untersuchung abgelehnt, weshalb keine ärztliche Beurteilung möglich gewesen sei. Es liege - so der Bericht - ein aktueller Paarkonflikt vor; zusätzlich sei bei der Beschwerdeführerin eine belastende kulturelle Entwurzelungserfahrung und ein Mangel an tragfähigen sozialen Kontakten zu vermuten. Vor dem Hintergrund dieser psychosozialen Belastungsfaktoren habe die Beschwerdeführerin mit niedergedrückter Stimmung und Zukunftsangst reagiert. Von der Klinik wurden ihr Adressen von Notunterkünften und Hilfstelefonnummern für Gespräche in ihrer Muttersprache abgegeben; die entsprechenden Angebote hat sie indessen nicht genutzt.