Citation: 6B_600/2017 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführerin schickte am 23. April 2013 an die Adresse des Gewaltschutzdienstes der Kantonspolizei Zürich zwei E-Mails mit dem Betreff "Amok". Verfasserin und Inhalt der Schreiben sind unbestritten. Die Vorinstanz erwägt zusammengefasst, die fraglichen Äusserungen könnten objektiv nicht anders verstanden werden, als dass die Beschwerdeführerin der Polizei in Aussicht stellte, Polizisten zu töten, jedenfalls Gewalt gegen sie anzuwenden. Dies für den Fall, dass die Aussagen der Beschwerdeführerin nicht wie von ihr gewollt protokolliert würden und wenn die Polizei nicht gegen die Täter von Messerverletzungen vorgehen würde. In der ersten E-Mail seien, nebst der wegen Untätigkeit angeprangerten Polizei, die Namen der Polizeibeamten C.________ und B.________ aufgeführt gewesen. Laut Dienstchef der Spezialabteilung Gewaltschutz D.________ habe ein deutliches Gefährdungspotential bestanden, was ohne Weiteres nachvollziehbar sei. Der Polizeibeamte B.________ sei aufgrund der E-Mail erschrocken, habe ein ungutes Gefühl gehabt und die Drohungen ernst genommen. Auch der Polizist C.________ sei in der ersten E-Mail erwähnt worden. Durch die in den E-Mails angedrohte massive Gewalt sei er erschüttert worden und die Situation sei für ihn beunruhigend und beängstigend gewesen. Abgesehen davon sei auch nicht von Belang, ob die Adressaten tatsächlich in Angst respektive Schrecken versetzt worden seien. In subjektiver Hinsicht hält die Vorinstanz zur Wissenskomponente fest, in der ersten E-Mail mit dem Betreff "Amok" drohe die Verfasserin offensichtlich damit, jemanden umzubringen, falls nicht ihrem Willen entsprochen werde. Die Aussage könne nicht anders verstanden werden. Die Beschwerdeführerin habe gewusst, dass ihre Worte als Androhung einer Gewalttat zu verstehen sind. Auch sei ihr bewusst gewesen, dass sie von der Polizei eine Amtshandlung verlangt habe. Sie habe nicht nur damit gerechnet, dass ihre E-Mails den darin namentlich erwähnten Polizeibeamten zur Kenntnis gebracht wurden, sondern habe dies auch gewollt. Betreffend die Willenskomponente verweist die Vorinstanz auf eine langjährige Vorgeschichte der Beschwerdeführerin als frühere Polizistin. Als Ursache der E-Mails erscheine ihre Ohnmacht, weil ihr früherer Ehemann nicht zur Rechenschaft gezogen worden sei, obwohl er sie nach eigenen Angaben mit einem Messer verletzt habe. Ursächlich sei weiter ein grosses Misstrauen gegenüber der Polizei und das Gefühl, die Polizei agiere ständig gegen sie und nehme sie nicht ernst. Ziel der Beschwerdeführerin sei es gewesen, mit den E-Mails ein Strafverfahren gegen ihren früheren Ehemann herbeizuführen (Entscheid S. 22 ff.).