Citation: 1C_5/2018 E. 3.6

3.6. Angesichts der festgestellten vorbestehenden Eheprobleme und der Instabilität der ehelichen Gemeinschaft bilden einerseits die geltend gemachten Umstände nach der Einbürgerung keine ausserordentlichen Ereignisse, welche zum raschen Scheitern der Ehe führten. Andererseits ist nicht erkennbar, weshalb der Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Einbürgerung das Bewusstsein um diese Belastungen des ehelichen Zusammenlebens gefehlt haben sollte. Folglich ist davon auszugehen, dass sie die Eheprobleme in ihrer Erklärung, in einer intakten Ehe zu leben, bewusst nicht erwähnte. Dadurch verheimlichte sie den Behörden eine für die erleichterte Einbürgerung erhebliche Tatsache, was deren Nichtigerklärung rechtfertigt. Nach dem Gesagten verletzt der angefochtene Entscheid kein Bundesrecht.