Citation: 9C_316/2023 E. 1.1

1.1. Das angefochtene Urteil wurde am 9. März 2023 versandt und der Beschwerdeführerin am 10. März 2023 zur Abholung gemeldet. Nachdem es in der Folge nicht abgeholt worden war, galt es am siebenten Tag nach dem ersten erfolglosen Zustellungsversuch - am 17. März 2023 - als zugestellt (sog. Zustellfiktion; Art. 20 Abs. 2bis VwVG [SR 172.021] i.V.m. Art. 37 VGG [SR 173.32]). Daran ändern die Landesabwesenheit der Beschwerdeführerin und die angeblichen Probleme mit der Postvollmacht nichts. Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, dass die für ihre Post verantwortliche Person die Abholungseinladung erhalten habe. Selbst wenn in der Folge die Abholung auf der Post wegen Problemen mit der Vollmacht nicht möglich gewesen sein sollte, hätte die Beschwerdeführerin ohne Weiteres eine neue (Einmal-) Vollmacht zur Abholung des Urteils ausstellen können. Weiter hat ihr die Vorinstanz das Urteil bereits am 21. März 2023 ein zweites Mal per A-Post zugestellt, so dass die für ihre Post verantwortliche Person spätestens dann und weit vor Fristablauf im Besitz des Urteils war. Von einem Eröffnungsmangel kann deshalb keine Rede sein. Dass die Beschwerdeführerin sodann erst am 17. April 2023 in die Schweiz gekommen ist und das Urteil entgegengenommen hat, hat auf den Fristenlauf keinen Einfluss.