Citation: 5A_566/2018 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz sieht im Zugang zum Hausteil E.________-strasse yyy über das Kellergeschoss eine Einrichtung, die "zum gemeinschaftlichen Gebrauch" bestimmt ist (Art. 777 Abs. 3 ZGB). Der Aufzug sei nur deswegen bis ins Kellergeschoss des Hausteils E.________strasse xxx geführt worden, damit der Hausteil E.________strasse yyy durch einen Innenzugang erschlossen werde. Dies habe den Parteien des Abtretungsvertrages (s. Sachverhalt Bst. A.b) von Anfang an klar sein müssen. Als die Beschwerdegegnerin die Liegenschaft im Jahre 2003 auf die Beschwerdeführerin übertrug, seien die Beteiligten offensichtlich davon ausgegangen, dass künftig drei Generationen unter einem Dach, aber in zwei Haushalten leben sollten. Auszuschliessen sei, dass die Vertragsparteien unter solchen Umständen der im dritten Lebensabschnitt stehenden Beschwerdegegnerin verwehren wollten, künftig über den Innenzugang und den Aufzug zu ihrem Hausteil zu gelangen. Solches hätte bei der Bestellung des Wohnrechts vielmehr ausdrücklich gesagt werden müssen, wenn dies die Meinung der Vertragsparteien gewesen wäre. Auch bezüglich der Garage geht die Vorinstanz von einer zum gemeinschaftlichen Gebrauch bestimmten Einrichtung (Art. 777 Abs. 3 ZGB) aus. Auf die Garage, in der bis zu drei Personenwagen Platz finden könnten, seien grundsätzlich beide Hausteile in gleicher Weise angewiesen. Der Garage komme gleichsam die Funktion einer "Klein-Tiefgarage" zu, die der gesamten Liegenschaft dienen soll. Bezüglich der Garage im Hausteil E.________strasse xxx stehe namentlich fest, dass die Beschwerdegegnerin ihr Fahrzeug dort seit Jahren parkiert habe. Im Laufe des in der Folge zwischen den Parteien ausgebrochenen Streits hätten die Beschwerdeführer durch ihren Anwalt der Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 21. September 2011 mit Wirkung ab 18. September 2011, 17'00 Uhr, gar ausdrücklich einen Parkplatz in der Garage zugewiesen. Zu Recht habe das Bezirksgericht aus diesen Vorgängen daher geschlossen, dass die Parteien klar und jahrelang davon ausgegangen seien, die Garage sei zur Mitbenutzung durch die Beschwerdegegnerin bestimmt. Diese habe den Hausteil E.________strasse yyy in einem Zeitpunkt erstellen lassen, in welchem sie noch Alleineigentümerin der Liegenschaft war. Als sie die Liegenschaft an ihre Tochter abtrat, habe die Beschwerdegegnerin die Garage im Sinn einer Einrichtung benutzt, die beiden Hausteilen zur Verfügung stand. Hätten die nah verwandten Vertragsparteien das anlässlich der Begründung des Wohnrechts anders gewollt, so hätten sie das angesichts der tatsächlichen Gegebenheiten ausdrücklich sagen müssen. Dies hätten sie nicht getan.