Citation: 9C_522/2023 E. 2.1

2.1. Rechtsverweigerungs- und Rechtsverzögerungsbeschwerden haben im harmonisierten Steuerrecht von Bund, Kantonen und Gemeinden keine Regelung erfahren (Silvia Hunziker/Corinna Bigler, in: Martin Zweifel/Michael Beusch [Hrsg.], Kommentar StHG, 4. Aufl. 2022, N. 11b zu Art. 50 StHG). Die Vorinstanz hatte damit rein kantonales, nicht harmonisiertes Recht anzuwenden, als sie zum Ergebnis kam, die Eingabe vom 4. Juli 2022 sei als Rechtsverweigerungs- oder Rechtsverzögerungsbeschwerde zu verstehen (Urteil 2C_960/2020 vom 8. Dezember 2020 E. 3.2.2). Dem kantonalen (Verfahrens-) Recht ist zu entnehmen, dass das Steuerrekursgericht in administrativer Hinsicht dem Verwaltungsgericht untersteht (§ 116 Abs. 2 StG/ZH). Die Aufsicht der Finanzdirektion beschränkt sich im vorliegenden Zusammenhang auf die Veranlagungsbehörde (§ 111 Abs. 1 StG/ZH; Urteil 2C_960/2020 vom 8. Dezember 2020 E. 3.2.2). Das Verwaltungsgericht war damit zur Beurteilung einer Rechtsverzögerungsbeschwerde, die gegen das Steuerrekursgericht gerichtet ist, funktionell zuständig.