Citation: 5A_303/2021 E. 6.2

6.2. Der Verkehrswert der von den Ehegatten früher gemeinsam bewohnten Liegenschaft ist nach Darstellung des Kantonsgerichts wesentlich höher als die in der Scheidungskonvention genannten Fr. 479'868.--, welche auf einer Baukostenabrechnung des Beschwerdeführers beruhten. Der Beschwerdeführer habe sodann die Investitionskosten in die Garage verschwiegen. Unzutreffend sei die Behauptung des früheren Ehemanns, allfällige Wertsteigerungen fielen in sein Eigengut. Da Amortisationen aus Errungenschaft bezahlt worden seien, sei ein Errungenschaftsanteil entstanden. Unbehelflich sei auch der weitere Einwand, die Beschwerdegegnerin habe auf ein Gutachten zum Verkehrswert verzichtet und diesen damit anerkannt, was das Bezirksgericht mit prozessleitender Verfügung vom 27. August 2019 festgehalten habe. Die fragliche Verfügung sei nicht in Rechtskraft erwachsen, könne jederzeit in Wiedererwägung gezogen und zusammen mit dem Endentscheid angefochten werden. Damit könne nichts daraus abgeleitet werden. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung von Art. 328 Abs. 1 Bst. a ZPO, da bezüglich des Verkehrswerts keine nachträglich erheblichen Tatsachen vorlägen, die nicht bereits im ordentlichen Scheidungsverfahren hätten vorgebracht werden können. Dies geht von vornherein an der Sache vorbei, da das Kantonsgericht eine Täuschung der Beschwerdegegnerin und damit den Revisionsgrund nach Art. 328 Abs. 1 Bst. c ZPO bejaht hat (vorne E. 5.1). Auch vor dem Hintergrund dieser Bestimmung vermag der Beschwerdeführer sodann keine Bundesrechtsverletzung durch das Kantonsgericht darzutun: Vorab macht er geltend, der Verkehrswert der Familienwohnung sei nicht Gegenstand des Scheidungsverfahrens gewesen, weshalb eine Revision aus diesem Grund nicht in Frage komme. Damit beruft er sich (erneut) auf einen von den tatsächlichen Feststellungen des Kantonsgerichts abweichenden (Prozess-) Sachverhalt, ohne die nötigen Rügen zu erheben. Hierauf ist nicht weiter einzugehen (vgl. vorne E. 2.2 [auch zum Folgenden]). Dasselbe gilt, soweit der Beschwerdeführer vorträgt, zumindest der während der Ausarbeitung der Scheidungskonvention gemeinsam beauftragte Rechtsvertreter hätte Anlass gehabt, den Verkehrswert der Liegenschaft zu hinterfragen. Eine Nachlässigkeit des Rechtsvertreters, welche die Beschwerdegegnerin sich anrechnen lassen müsse, könne nicht zu einer Revision des Scheidungsurteils führen. Dem vorinstanzlichen Entscheid lassen sich indes die tatsächlichen Grundlagen nicht entnehmen, welche diese Vorbringen stützen würden und der Beschwerdeführer erhebt nicht die nötigen Rügen, um vom durch das Kantonsgericht festgestellten (Prozess-) Sachverhalt abweichen zu können. Zuletzt verweist der Beschwerdeführer auch vor Bundesgericht darauf, mit prozessleitender Verfügung vom 27. August 2019 habe das Bezirksgericht verbindlich festgestellt, dass die Beschwerdegegnerin auf die Erstellung eines Gutachtens zum Verkehrswert der Liegenschaft verzichtet habe. Damit setzt der Beschwerdeführer sich mit den diesbezüglichen Ausführungen des Kantonsgerichts nicht auseinander (vgl. vorne E. 2.1).