Citation: 6B_642/2023 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz hält fest, bereits aus der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin die Lohnabrechnungen einer anderen Arbeitgeberin (D.________ AG) eingereicht habe, gehe hervor, dass sie um die Deklarationspflicht gewusst habe. Bei den Gesprächen mit der Sozialhilfe habe die Beschwerdeführerin stets eine Begleitperson zu Übersetzungszwecken mitgebracht, sie habe so den Gesprächen, in denen es stets um die Deklarationspflicht gegangen sei, folgen können und habe gewusst, dass sie alle ihre Einkünfte melden müsse. Sie habe auch unzweideutig formulierte Formulare in italienischer Sprache unterschrieben, somit in einer Sprache, in der sie habe kommunizieren können. Die Beschwerdeführerin habe im Verlaufe der Strafuntersuchung inkonstante Aussagen gemacht und ihre Darstellung dem jeweiligen Stand der Beweislage angepasst. Aufgrund des gesamten Ablaufs ihrer Kontakte mit der Sozialhilfe, aber auch angesichts ihres offensichtlich strategischen Aussageverhaltens stehe ausser Zweifel, dass die Beschwerdeführerin um die Deklarationspflicht gewusst und durch das Ausweisen einzelner - aber eben nicht aller - Lohnbezüge die Sozialhilfebehörde mehrfach wissentlich in die Irre geführt habe. Die Sozialhilfebehörde habe darauf vertrauen dürfen, dass keine Änderungen eingetreten seien. Es sei der Behörde nicht möglich und auch nicht zumutbar, bei jedem einzelnen Leistungsempfänger zu überprüfen, ob die Angaben vollständig seien. Dies gelte vorliegend umso mehr, als die Beschwerdeführerin den Monatslohn von Fr. 917.-- (Fr. 1'000.-- brutto) jeweils in bar erhalten habe. Dies habe sie wohl zur Annahme verleitet, dass sie diesen Lohn der Sozialhilfebehörde unbemerkt verschweigen könne. Die Beschwerdeführerin habe die Behörde aktiv arglistig getäuscht. Sie habe vorsätzlich gehandelt, wobei Eventualvorsatz genügen würde.