Citation: 5C.57/2004 02.09.2004 E. 1

1.1 Nach dem Urteil der erkennenden Abteilung vom 8. Oktober 1997 steht fest, dass die Beklagte den Kläger widerrechtlich in seinen persönlichen Verhältnissen verletzt hat. Rechtskräftig geklärt ist auf Grund eines Rückweisungsbeschlusses des Obergerichts vom 18. Juni 2001 ausserdem, dass dem Kläger ein Schaden erwachsen ist und dass ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang zwischen den "U.________"-Artikeln und dem eingetretenen Schaden besteht. 1.2 Der Berechnung der Höhe des Schadens durch das Obergericht liegt die Annahme zu Grunde, die persönlichkeitsverletzenden Artikel hätten ihre schädigende Wirkung unverzüglich entfaltet und der Kläger hätte ohne ihr Erscheinen auf anfangs Januar 1991 eine neue Stelle gefunden, so dass der Schadensbeginn auf diesen Zeitpunkt festzulegen sei. Geendet habe die schadensrelevante Periode mit dem Ablauf des Jahres 1996, da es dem gewöhnlichen Lauf der Dinge entspreche, dass sich die negativen Auswirkungen des verursachten Imageverlustes mit zunehmendem Zeitablauf verringerten. Die Dauer der schädigenden Wirkung wurde mithin auf sechs Jahre festgelegt. Gestützt auf eine eingehende Würdigung verschiedener Untersuchungen und Zeugenaussagen ist die Vorinstanz sodann davon ausgegangen, dass der Kläger in den Jahren 1991 bis 1993 ein jährliches Einkommen von Fr. 430'000.-- und in den Jahren 1994 bis 1996, wegen der damaligen Strukturkrise und weiterer Unsicherheitsfaktoren im Bankgewerbe, von Fr. 364'000.-- hätte erzielen können, was für die ganze Dauer ein mit hoher Wahrscheinlichkeit erzielbares Gesamteinkommen von Fr. 2'382'000.-- ergebe. Dieses hypothetische Einkommen hat sie tatsächlichen Einkünften während der genannten sechs Jahre von insgesamt Fr. 1'262'590.-- gegenübergestellt und so einen Schaden von rund Fr. 1'120'000.-- ermittelt. In diesem Punkt anerkennt der Kläger das angefochtene Urteil ausdrücklich.