Citation: 6S.31/2006 06.04.2006 E. B

Das Untersuchungsrichteramt des Kantons Schaffhausen verurteilte Z.________ mit Strafbefehl vom 9. April 2003 wegen schwerer fahrlässiger Körperverletzung (Art. 125 Abs. 2 StGB) zu Fr. 500.-- Busse. Auf Einsprache von Z.________ hin erhob die Staatsanwaltschaft des Kantons Schaffhausen Anklage wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung. Der Einzelrichter in Strafsachen des Kantonsgerichts Schaffhausen bestrafte ihn am 28. Oktober 2003 wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung mit Fr. 500.-- Busse. Das Obergericht des Kantons Schaffhausen hiess am 9. Dezember 2005 die gegen das kantonsgerichtliche Urteil eingereichte Berufung von Z.________ gut und sprach ihn von Schuld und Strafe frei. Es begründete den Freispruch damit, dass sich die Eheleute XY.________ auf die "vom Angeklagten - in ihrem Auftrag - geschaffene Gefahr" eingelassen und deshalb dafür die Verantwortung zu tragen hätten. Sie hätten sich durch den Auftrag selbst gefährdet.