Citation: 9C_71/2015 E. 5.1

5.1. Das kantonale Gericht setzte sich ausführlich mit den teilweise divergierenden medizinischen Beurteilungen auseinander und erwog, das Gutachten der medizinischen Gutachterstelle H.________ sei grundsätzlich eine zuverlässige Beurteilungsgrundlage. Es stellte fest, der das psychiatrische Teilgutachten verfassende Psychiater, pract. med. K.________, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, habe lediglich noch die Kriterien für eine leichte depressive Episode als erfüllt erachtet. Damit sei eine Zustandsverbesserung belegt, zumal sowohl Dr. med. C.________ als auch die behandelnden Ärzte an der Rehaklinik E.________ im Jahr 2005 übereinstimmend eine psychische Verbesserung prognostiziert hätten und Dr. med. C.________ am 12. April 2007 ein schwaches, aber merkliches Ansprechen auf die Behandlung beschrieben und eine weitere Steigerung der Arbeitsfähigkeit als möglich erachtet habe. Die Vorinstanz erwog, weil Rheumatologen oft mit psychosomatischen Beschwerden konfrontiert seien, könne der Beurteilung des Dr. med. I.________, wonach eine psychische Verbesserung eingetreten sei, der Beweiswert nicht unter Hinweis auf die fachfremde Einschätzung abgesprochen werden. Dies gelte umso mehr, als sich Dr. med. I.________ auf die Ausführungen des psychiatrischen Gutachtens stütze. Die abweichenden Beurteilungen namentlich des Psychologen J.________ (visiert von Dr. med. L.________, Arzt für Allgemeine Medizin FMH) vom 11. November 2011 vermöchten die Einschätzung der Ärzte der medizinischen Gutachterstelle H.________ nicht in Zweifel zu ziehen. In somatischer Hinsicht sei mit Blick auf die von Dr. med. M.________, Neurologie FMH, im Teilgutachten der medizinischen Gutachterstelle H.________ vom 30. März 2011 diagnostizierte chronische Migräne mit sensibler und visueller Aura von einer geringgradigen gesundheitlichen Verschlechterung auszugehen, welche die Gutachter der medizinischen Gutachterstelle H.________ indes gebührend berücksichtigt hätten. Zusammenfassend sei davon auszugehen, dass die psychische Verbesserung die somatische Verschlechterung mehr als kompensiere, weshalb insgesamt von einer Verbesserung auszugehen und eine massgebliche Sachverhaltsänderung ausgewiesen sei.