Citation: 8C_188/2019 E. 4.2

4.2. Weiter macht die Beschwerdeführerin unter Berufung auf BGE 140 V 8 geltend, die am 15. September 2011 rückwirkend verfügte Rentenzusprache sei in Beachtung der jeweils relevanten Rechtsprechung zu den pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage erfolgt, weshalb ein Rückkommen unter dem Titel SchlBest. IVG ausgeschlossen sei. Sie begründet dies damit, die Rentenleistungen seien erst nach dem Scheitern eines Belastbarkeitstrainings zugesprochen worden. Folglich beruhe die Leistungszusprache auf der Grundlage einer Ressourcenprüfung in voller Kenntnis der Überwindbarkeitsrechtsprechung. Die Versicherte zeigt jedoch nicht auf und es ist nicht ersichtlich, dass die IV-Stelle vor Erlass der Verfügungen vom 15. September 2011 in Anwendung der neueren Rechtsprechung (BGE 136 V 279; 130 V 352) die damals massgebenden rechtlichen Kriterien der Unüberwindbarkeit der Schmerzsymptomatik im Einzelnen - vollständig oder auch nur teilweise - konkret geprüft hätte. Vielmehr steht aktenkundig fest, dass die Beschwerdegegnerin nach Abbruch des Belastbarkeitstrainings von der Einschätzung der asim-Gutachter direkt auf die entsprechende gesundheitsbedingte Einschränkung der Leistungsfähigkeit schloss, ohne deren Rechtserheblichkeit in Frage zu stellen und ohne die Widersprüchlichkeit der klinischen Erhebungen eigenständig zu würdigen. Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, inwiefern die hier gegebenen Umstände mit den tatsächlichen Verhältnissen, wie sie dem Urteil 9C_427/2014 vom 1. Dezember 2014 E. 1.3.2 zu Grunde lagen, vergleichbar seien. Auch finden sich keine Hinweise dafür, dass die IV-Stelle gestützt auf eigene Abklärungen oder einschlägige medizinische Berichte in Bezug auf die rechtsprechungsgemässen Komorbiditätskriterien rechtserhebliche Tatsachen feststellte oder entsprechende Schlussfolgerungen zog (vgl. BGE 140 V 8 E. 2.1.1 i.f.). Unter den gegebenen Umständen kann mit der Vorinstanz nicht davon gesprochen werden, die Rentenleistungen seien am 15. September 2011 "in Beachtung der relevanten Rechtsprechung zu den pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage" bzw. der massgebenden Überwindbarkeitsrechtsprechung (BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3 S. 13) verfügt worden. Die Versicherte zeigt nicht auf, inwiefern das kantonale Gericht Bundesrecht verletzte, indem es feststellte, der RAD-Arzt habe die Erheblichkeit der attestierten Leistungsfähigkeitseinschränkung nicht anhand der Foerster-Kriterien überprüft.