Citation: 8C_375/2019 E. 3

Die Vorinstanz erwog, bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit der Bäckerei/Konditorei B.________ GmbH sei die reglementarische Altersgrenze für die frühzeitige Pensionierung überschritten gewesen. Der Vorbezug einer Altersleistung der beruflichen Vorsorge setze voraus, dass die Erwerbstätigkeit endgültig aufgegeben werde. Die Versicherte habe am 12. Januar 2018 ein entsprechendes Formular "Meldung im Altersfall" unterzeichnet und einer vorzeitigen Pensionierung ausdrücklich zugestimmt. Sie habe sich unter klarem Hinweis auf die Alternativen für die Altersleistung entschieden. Von der berufsvorsorgerechtlich eingeräumten Möglichkeit, statt das Altersguthaben zu beziehen, das Kapital als Austrittsleistung entweder an eine neue Vorsorgeeinrichtung oder auf ein Freizügigkeitskonto überweisen zu lassen, habe sie keinen Gebrauch gemacht (vgl. Art. 2 ff. FZG). Daran ändere nichts, dass die Versicherte, wie sie einwende, zum damaligen Zeitpunkt die Konsequenzen bezüglich der Arbeitslosenversicherung nicht erkannt habe, zumal sie damals eine Anmeldung bei der Arbeitslosenversicherung offenbar gar nicht in Betracht gezogen habe. Die vorzeitige Pensionierung habe der Intention der Beschwerdeführerin entsprochen. Dies zeige auch der Umstand, dass sie sich nach der Kündigung nicht um eine neue Stelle bemüht habe, obwohl ihr (wegen einer klinisch manifesten Osteoporose) behandelnder Arzt eine leidensangepasste Tätigkeit stets für möglich angesehen habe (Bericht des Dr. med. E.________ vom 3. März 2018). Erst nachdem die Versicherte sich bereits berufsvorsorglich für die Frühpensionierung entschieden gehabt habe, sei die Anmeldung bei der Arbeitslosen- und Invalidenversicherung erfolgt. Der Tatbestand der freiwilligen vorzeitigen Pensionierung sei gegeben, weshalb die Beschwerdeführerin zum Bezug von Arbeitslosenentschädigung nur berechtigt sei, wenn sie eine genügende Beitragszeit im Sinne von Art. 12 Abs. 1 AVIV vorweisen könne, was zu verneinen sei.