Citation: U 244/05 25.01.2006 E. 3

3.1 Die Vorinstanz hat erwogen, der Neurologe Dr. med. M.________ habe zur Schwindelsymptomatik auf das später erfolgte HNO-Konsilium verwiesen. Letztes äussere sich dazu nur am Rande. Gemäss Gutachtensauftrag der Allianz ständen die neurologischen Beschwerden im Vordergrund, weshalb unverständlich sei, dass in beiden Konsilien eine umfassende Ursachenforschung namentlich des Schwindels ebenso wie die Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit und Bemessung der Integritätsentschädigung fehle; die Experten beantworteten zudem die gestellten Fragen nicht. Sodann gebe der Psychiater bloss rudimentär die aktuell geschilderten Beschwerden wieder, bevor er mit wenigen Worten die Durchführung eines psychometrischen Tests beschreibe, eine Diagnose stelle und mit ein paar Zeilen zur Arbeitsunfähigkeit, welche er auf 50 % festlege und als krankheitsbedingt ansehe, Stellung nehme. In Widerspruch hiezu halte er fest, die Arbeitsunfähigkeit sei zu 20 % auf den Unfall und zu 30 % auf eine krankhafte Entwicklung zurückzuführen. Die Schlussfolgerung im MEDAS-Gutachten schliesslich, die aus neuropsychologischer und psychiatrischer Sicht je auf 20 % bezifferten Integritätsschäden seien nicht zu addieren, sondern gesamthaft auf 30 % festzulegen, beruhe auf einer blossen Schätzung, welche weder ausführlich noch nachvollziehbar begründet werde. Weil die genannten Konsilien und das Gutachten teilweise unvollständig, unklar und widersprüchlich seien, müsse der Sachverhalt erneut abgeklärt werden.