Citation: 1B_646/2012 E. 2.2.3

2.2.3. Streitig ist, wo die Fahrzeuge zusammengestossen sind und wie schnell der Lastwagen eingangs der Unfallkurve sowie im Kollisionszeitpunkt gefahren ist. Die Geschwindigkeit ergibt sich aus den Angaben des Fahrtenschreibers. Demnach war der Beschwerdegegner eingangs der Unfallkurve mit 55 km/h und im Kollisionszeitpunkt mit 47 km/h unterwegs (vgl. Gutachten vom 1. Juli 2011, act. 216 bzw. 221). Damit hat er die signalisierte Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h auf dem massgeblichen Streckenabschnitt eingehalten. Der Toleranzbereich dieser Messung ist gering (Gutachten, a.a.O., act. 216). Ein wesentlicher Spielraum, worin der Sachverständige die Geschwindigkeit des Beschwerdegegners hätten "beschönigen" können, besteht daher nicht. Der betreffende Einwand des Beschwerdeführers geht somit fehl. Laut Gutachten sind die Wagen auf der Fahrbahn des Beschwerdegegners zusammengestossen. Der Beschwerdeführer widerspricht dem. Dabei stützt er sich auf eine auf der Sicherheitslinie gezeichnete Bremsspur (act. 25 Position 5). Er ordnet diese dem linken Vorderrad des Sattelschleppers zu. Nach Auffassung des Gutachters stammt sie dagegen vom linken Hinterrad des Personenwagens. Der Sachverständige erklärt sich das Spurenbild mit dem Abdrehen der abgerissenen Achse und der Bewegung des Wagen-Hecks des Verstorbenen nach rechts (Ergänzungsgutachten vom 12. Dezember 2011, act. 271). Diese Beurteilung fügt sich ohne weiteres in die Gesamtbeschreibung des Unfallhergangs ein. Sie passt namentlich zur kollisionsbedingten Drehung des Wagens im Gegenuhrzeigersinn (vgl. E. 2.2.2 hiervor). Das Vorbringen des Beschwerdeführers, die aus dem Spurenbild gezogenen Schlüsse seien unhaltbar, vermag dagegen nicht durchzudringen. Dass die Kollision auf einen Überholversuch des Verstorbenen zurückzuführen ist und sich folglich auf der Fahrbahn des Sattelschleppers ereignet haben muss, schliesst der Sachverständige denn auch daraus, dass der linke vordere Seitenblinker des Personenwagens eingeschaltet war, als die Fahrzeuge zusammenstiessen (vgl. Gutachten, a.a.O., act. 211 f.; Ergänzungsgutachten, a.a.O., act. 268). Dieser Erkenntnis hält der Beschwerdeführer nichts entgegen. Sie deckt sich im Übrigen mit der Wahrnehmung von N.________, die an der Unfallstelle als Auskunftsperson zu Protokoll gab, der Verstorbene habe sie kurz vor dem Zusammenstoss zu überholen versucht (act. 7). Die Beurteilung des Unfallhergangs durch den Sachverständigen erweist sich als schlüssig, nachvollziehbar und widerspruchsfrei. Zudem stimmt sie mit der Aussage der Augenzeugin N.________ überein. Die Einwände des Beschwerdeführers vermögen die Beweiskraft des Gutachtens demnach nicht ernstlich zu erschüttern. Wenn die Vorinstanz zur Feststellung des Sachverhalts darauf abgestellt hat, hält das vor dem Willkürverbot stand. Die Beschwerde ist in diesem Punkt somit unbegründet.