Citation: 6P.147/2004 09.12.2004 E. 3

In der Sache wendet sich der Beschwerdeführer in der Nichtigkeitsbeschwerde vor allem gegen die vorinstanzliche Qualifikation seiner Tat als Mord. Dabei verweist er wiederum vor allem auf das erstinstanzliche Urteil, das auf eine vorsätzliche Tötung erkannt hatte. Der Mord (Art. 112 StGB) unterscheidet sich durch besondere Skrupellosigkeit von der vorsätzlichen Tötung (Art. 111 StGB). Er zeichnet sich durch eine aussergewöhnlich krasse Missachtung fremden Lebens bei der Durchsetzung der eigenen Absichten aus. Für die Qualifikation verweist das Gesetz in nicht abschliessender Weise auf äussere Merkmale (Art der Ausführung der Tat) und innere Elemente (Beweggrund, Zweck der Tat). Ob ein Mord vorliegt, ist anhand der Tat selber zu beurteilen. Vorleben und Verhalten nach der Tat sind demgegenüber nur heranzuziehen, soweit sie tatbezogen sind und ein Bild der Täterpersönlichkeit geben (BGE 127 IV 10 E. 1a S. 13 f.). Die Vorinstanz qualifiziert die Tat des Beschwerdeführers im Unterschied zum Strafgericht als Mord. Diese unterschiedliche Beurteilung erklärt sich hauptsächlich damit, dass die zweite Instanz die Schläge des Beschwerdeführers auf den Kopf des Opfers mit der Waffe als erstellt erachtet. Sie führt aus, Y.________ sei vom Beschwerdeführer und A.________ nicht einfach getötet, sondern abgeschlachtet worden. Sie hätten auf den Kopf des am Boden liegenden Wehrlosen eingeschlagen und dessen Schädel regelrecht zertrümmert. Diese aussergewöhnliche Brutalität offenbare eine besondere Gefühlskälte. Ausserdem sei das Motiv der Tat krass egoistisch zu werten. Die Tötung sei allein erfolgt, um die Familienehre wiederherzustellen, wobei der Beschwerdeführer keinem unwiderstehlichen Druck von A.________ ausgesetzt gewesen sei. Die Einwände, die der Beschwerdeführer gegenüber diesen Erwägungen erhebt, weichen teilweise vom verbindlich festgestellten Sachverhalt ab und sind in diesem Umfang von vornherein unzulässig. Im Übrigen vermögen sie keine Bundesrechtsverletzung darzutun. Eine solche ist im Lichte der erwähnten Rechtsprechung denn auch nicht ersichtlich. Damit ist gleichzeitig der Kritik an der Strafzumessung, die sich allein auf die abweichende Qualifikation der Tat stützt, der Boden entzogen. Die Nichtigkeitsbeschwerde erweist sich demnach in dem Umfang, in dem auf sie einzutreten ist, als unbegründet und ist abzuweisen.