Citation: 5A_208/2024 E. 9.2.2

9.2.2. Zum Vorhalt, wonach er seine eigenen Fähigkeiten überhöhe bzw. die Betreuungsfähigkeiten der Beschwerdegegnerin anzweifle, führt der Beschwerdeführer aus, genau wie die Beschwerdegegnerin seine Sichtweise geschildert zu haben. Die Vorinstanz habe einige wenige Sätze hervorgehoben, aber gleichzeitig diverse Aussagen der Beschwerdegegnerin nicht gewürdigt. Es wurde bereits gezeigt, dass der Beschwerdeführer mit den diesbezüglichen Beanstandungen betreffend die Bindungstoleranz der Beschwerdegegnerin nicht durchdringt (oben E. 9.1.3.3). Dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer zu Unrecht vorgeworfen hätte, seine eigenen Fähigkeiten zu überhöhen bzw. die Betreuungsfähigkeiten der Beschwerdegegnerin anzuzweifeln, macht er nicht geltend. Zwar trifft es - wie der Beschwerdeführer ausführt - zu, dass allein aus der Tatsache, dass sich der Sohn bei den Übergaben an die Mutter sträubt, nicht darauf geschlossen werden kann, der Beschwerdeführer motiviere seinen Sohn nicht, zur Mutter zu gehen. Dies kann verschiedene Ursachen haben und muss nicht unbedingt dem Verhalten des Beschwerdeführers entspringen. Die Vorinstanz stützte ihren Schluss aber nicht nur auf diesen Umstand, sondern auf die vom Beschwerdeführer im Prozess getätigten Aussagen. Dass sie diesbezüglich in Willkür verfallen wäre, macht der Beschwerdeführer nicht geltend. Darüber hinaus hat die Vorinstanz sehr wohl in ihre Beurteilung einbezogen, dass die Besuchstage und -wochenenden jeweils stattgefunden haben. Der Vorwurf, sie habe nicht berücksichtigt, dass der Beschwerdeführer den Sohn trotz schwerwiegender Vorwürfe seitens der Beschwerdegegnerin dieser jeweils zurückgebracht habe, und sei damit in Willkür verfallen, trifft demzufolge nicht zu. Welche Vorwürfe seitens der Beschwerdegegnerin konkret erhoben worden sein sollen, führt der Beschwerdeführer im Übrigen nicht aus.