Citation: U 51/05 21.04.2006 E. 2

Die Beschwerdeführerin macht geltend, SUVA und Vorinstanz seien ihrer Abklärungs- bzw. Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG) nicht nachgekommen, indem sie keine näheren Erhebungen zum Unfallereignis vorgenommen und kein neurologisches Gutachten angeordnet hätten. 2.1 Aus den Akten geht hervor, dass die SUVA am 24. Juni 1997 beim Polizeikommando des Kantons Bern eine Kopie des Polizeirapportes eingefordert hatte. Es wurde ihr daraufhin mitgeteilt, der Unfall sei polizeilich nicht aufgenommen worden, laut Eintrag im Ausrückprotokoll hätten die Beteiligten jedoch das Europäische Unfallprotokoll ausgefüllt. Dieses wurde von der SUVA nicht einverlangt und von der Beschwerdeführerin erst mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu den Akten gegeben. Die Versicherte hat sich gegenüber dem Aussendienst-Mitarbeiter der SUVA am 15. Juli 1997 jedoch eingehend zum Unfallhergang und den unmittelbaren Unfallfolgen geäussert. Diese Angaben wurden von der SUVA nie in Frage gestellt und lagen auch den gutachtlichen Beurteilungen des medizinischen Sachverhalts zugrunde. Zu weiteren Abklärungen, einschliesslich der mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragten Zeugeneinvernahme des am Unfall beteiligt gewesenen anderen Motorfahrzeuglenkers, besteht unter diesen Umständen kein Anlass, zumal hievon schon aufgrund des langen Zeitablaufs kaum wesentliche neue Erkenntnisse zu erwarten wären. Es ist namentlich nicht anzunehmen, dass ergänzende Abklärungen zu einer abweichenden Beurteilung der Unfallschwere im Rahmen der Adäquanzprüfung (Erw. 4.1 hienach) zu führen vermöchten. Dem diesbezüglichen Beweisantrag kann daher nicht entsprochen werden. Dass SUVA und Vorinstanz von weiteren Beweismassnahmen abgesehen haben, beruht auf einer zutreffenden Beweiswürdigung und ist nicht zu beanstanden (vgl. BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. 1d mit Hinweisen). 2.2 Nach der Rechtsprechung kann bei HWS-Distorsionen oder Schädel-Hirntraumen einer neurologischen Begutachtung massgebende Bedeutung zukommen (RKUV 1996 Nr. U 249 S. 179; vgl. SVR 1999 UV Nr. 11 S. 37 Erw. 4b). Daraus folgt indessen nicht, dass der am 13. November 2002 erstatteten Expertise des Dr. med. W.________, welcher Facharzt für Chirurgie ist, kein Beweiswert beigemessen werden kann. Das Gutachten beruht auf eingehenden Untersuchungen, welche insbesondere auch die radikuläre Motorik und - kursorisch geprüft - die segmentale Sensibilität umfassten. Zu weiter gehenden Abklärungen besteht kein Anlass, nachdem wiederholt neurologische Untersuchungen stattgefunden haben, die regelmässig zum Ergebnis führten, dass keine wesentlichen neurologischen Befunde vorhanden waren. In diesem Sinn hatten sich schon die Ärzte der Klinik X.________ im Austrittsbericht vom 19. Juni 1998 und diejenigen der Rheuma- und Rehabilitationsklinik U.________ im Bericht vom 18. Juni 2002 geäussert. Im Übrigen erfüllt die Expertise von Dr. med. W.________ die nach der Rechtsprechung für den Beweiswert medizinischer Berichte und Gutachten geltenden Anforderungen (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis).