Citation: U 197/99 24.09.2001 E. A

A.- Die 1947 geborene B.________ arbeitete seit dem 19. August 1985 halbtags als Produktionsmitarbeiterin in der Firma H.________ AG und war damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) versichert. Am 20. Februar 1990 sass sie auf dem Beifahrersitz eines Personenwagens, dessen Lenkerin auf ein vor ihr abbremsendes Fahrzeug auffuhr. Bei dieser Kollision zog sich B.________ gemäss Diagnose des wegen Nackenbeschwerden noch am Unfalltag aufgesuchten Dr. med. S.________ ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule zu. Anlässlich der Erstuntersuchung fanden sich eine Verspannung der Nackenmuskulatur sowie eine allseitige Bewegungseinschränkung der Halswirbelsäule mit vor allem in der Endphase deutlich schmerzhafter Inklination; neurologische Ausfälle lagen nicht vor; ebenso wenig konnten ossäre Läsionen festgestellt werden; auch eine Gehirnerschütterung schloss Dr. med. S.________ in einem späteren Bericht vom 18. Mai 1990 ausdrücklich aus. Verschiedene Versuche, ihre frühere Erwerbstätigkeit wieder aufzunehmen, scheiterten. Die Patientin klagte immer wieder über Nackenbeschwerden und, im Laufe der Zeit, auch über Kopfschmerzen, Konzentrations- und Schlafprobleme sowie Sensibilitätsstörungen im linken Arm, insbesondere in einzelnen Fingern der linken Hand. In einem Bericht des Dr. med. A.________ vom 9. August 1991 ist zudem von einer psychischen Komponente die Rede, welche sich zu den körperlichen Beschwerden hinzugesellt habe. Auf den 17. Oktober 1990 erfolgte die Auflösung des Arbeitsverhältnisses in der Firma H.________ AG in gegenseitigem Einvernehmen. Ab April bis Juli 1991 wurde B.________ probeweise als Hilfskraft im Pflegeheim N.________ in Vordemwald beschäftigt, wobei eine definitive Anstellung zufolge ihrer gesundheitlichen Probleme jedoch nicht zustande kam. Ab Mai 1992 war B.________ schliesslich mit einem Tagespensum von vier Stunden als Haushalthilfe für die Y.________ tätig. Wegen Überforderung kam es im März 1993 zur Auflösung auch dieses Arbeitsverhältnisses. Die SUVA, welche ihre Haftung für den Unfall vom 20. Februar 1990 anerkannt hatte, für Heilungskosten aufgekommen war und Taggelder ausgerichtet hatte, teilte ihrer Versicherten unter Hinweis auf eine Stellungnahme des Kreisarztes Dr. med. C.________ vom 15. Juli 1991 und einen Bericht der Neurologisch-Neurochirurgischen Poliklinik des Spitals X.________ vom 12. Dezember 1991 am 23. Januar 1992 mit, es seien keine organischen Verletzungen mehr feststellbar und auch die neuropsychologische Testung habe keine Hinweise auf eine Verschlechterung ergeben; da die Voraussetzungen für die Zusprechung einer Invalidenrente oder einer Integritätsentschädigung nicht erfüllt seien, schliesse sie den Fall ab. Obschon die Versicherte damit nicht einverstanden war und am 15. August 1992 durch Dr. med. G.________ einen Rückfall melden liess, hielt die Anstalt mit Schreiben vom 20. August 1992 an ihrem Standpunkt fest. Über zwei Jahre später liess B.________ einen Bericht der Neurologischen Klinik des Spitals Z.________ vom 10. November 1994 einreichen, in welchem unter anderm chronische Kopfschmerzen sowie unklare transiente neurologische Ausfälle diagnostiziert werden. Die SUVA nahm Einsicht in ein auf Veranlassung des Dr. med. G.________ von lic. phil. P.________ vom Neuropsychologischen Institut erstelltes Gutachten vom 2. September 1995 und dessen am 4. Juni 1996 erstattete ergänzende Stellungnahme. Letztere war im Hinblick auf eine am 3. Oktober 1995 im Institut für Nuklearmedizin des Spitals D.________ mittels der Single Photon Emission Computed Tomography (Spect) erfolgte Abklärung abgegeben worden. Nachdem sich Kreisarzt Dr. med. C.________ in einem Bericht vom 3. Juli 1997 zu den Ergebnissen der Spect-Untersuchung vom 3. Oktober 1995 und zu den daraus von lic. phil. P.________ gezogenen Folgerungen geäussert hatte, lehnte es die SUVA mit Verfügung vom 22. August 1996 erneut ab, für die Zeit nach dem 23. Januar 1992 Versicherungsleistungen zu erbringen. Dies bestätigte sie nach Einholung eines Aktengutachtens des Dr. med. M.________ vom anstaltsinternen Ärzteteam Unfallmedizin vom 10. März 1997 mit Einspracheentscheid vom 3. Juni 1997.