Citation: 5A_505/2022 E. 3.3.1

3.3.1. Im Hinblick auf die vom Obergericht vorgenommene Beweiswürdigung halten die Beschwerdeführerinnen zunächst dessen Erwägung für widersprüchlich und willkürlich, dass die fehlende Angabe eines Zahlungsgrundes bei der Überweisung Zweifel an der Auszahlung des Darlehens wecke. Die Angabe eines Zahlungsgrundes sei nicht nötig gewesen, da A.________ und C.________ genau gewusst hätten, worum es bei der Zahlung gehe. Mit Letzterem schildern die Beschwerdeführerinnen bloss ihre Sicht auf den Sachverhalt. Eine willkürliche Beweiswürdigung lässt sich dadurch nicht dartun. Die Beschwerdeführerinnen machen geltend, die Überweisung des Kredits sei entgegen den Erwägungen des Obergerichts kein blosses Indiz, sondern der Beweis für die Auszahlung der ersten Tranche. Das Argument erschöpft sich in einer petitio principii. Das Obergericht hat nicht in Zweifel gezogen, dass eine Überweisung im Betrag von rund Fr. 1,2 Mio. von A.________ an C.________ stattgefunden hat, sondern bloss, dass diese Überweisung im Zusammenhang mit dem streitgegenständlichen Darlehen steht. Die Beschwerdeführerinnen machen sodann geltend, es treffe nicht zu, dass die vollständige KB 30u bestätigen würde, dass es sich nicht um ein Darlehen handle. Sie geben jedoch selber zu, dass der Wortlaut nicht eindeutig sei und sowohl von einem Darlehen als auch von einem Kaufpreis die Rede sei. Eine eigentliche Sachverhaltsrüge fehlt. Stattdessen schildern die Beschwerdeführerinnen in selektiver Weise, was dem Dokument angeblich zu entnehmen sei. Eine genügende Auseinandersetzung mit der obergerichtlichen Erwägung, wonach KB 30u einen Kaufvertrag verurkunde, fehlt. Die Beschwerdeführerinnen bringen ferner vor, die Steuererklärungen und Saldobestätigungen seien ein weiterer Nachweis der bestehenden und ausbezahlten Darlehen. Damit setzen sie ihre Würdigung an die Stelle der Würdigung des Obergerichts, das erwogen hat, die Steuererklärungen und Saldobestätigungen sagten nichts darüber aus, welcher Zweck der Zahlung vom 6. März 1998 zugrunde gelegen habe. Die Beschwerdeführerinnen machen in diesem Zusammenhang des Weiteren geltend, es sei offensichtlich unrichtig, wenn das Obergericht annehme, es könne sich auch um ein weiteres Darlehen handeln. Es wäre höchst unwahrscheinlich, wenn ein weiteres Darlehen dieselbe Summe von Fr. 2,39 Mio. aufweisen würde. Auch dabei handelt es sich um eine eigene Würdigung der Umstände, die die Erwägung des Obergerichts nicht als willkürlich erscheinen lässt. Ausserdem kritisieren die Beschwerdeführerinnen die Würdigung der Zeugenaussagen von C.________. Das Obergericht verkenne, dass es bei einer Zeugenaussage nicht um die Glaubwürdigkeit als persönliche Eigenschaft, sondern um die Glaubhaftigkeit der konkreten Aussage gehe. Seine Aussagen seien glaubhaft. Sie bestreiten jedoch die obergerichtliche Erwägung nicht, wonach seine Zeugenaussagen anlässlich der Hauptverhandlung im Vergleich zu früheren Aussagen im Strafverfahren im Jahr 2014 widersprüchlich seien und dafür keine plausible Erklärung bestehe. Wenn sie seine Aussagen im vorliegenden Prozess als glaubhaft erachten, handelt es sich um eine Würdigung aus ihrer Sicht. Das blosse Vorbringen der Beschwerdeführerinnen, dass ein Widerspruch den Beweiswert nicht oder nicht erheblich mindere, genügt nicht, um es als willkürlich erscheinen zu lassen, dass das Obergericht auf die Zeugenaussage nicht abgestellt hat. Die Beschwerdeführerinnen bringen zudem vor, C.________ und A.________ hätten vor der Zeugeneinvernahme nie über den Prozessgegenstand gesprochen und es seien keine Absprachen oder Instruktionen erfolgt. Es fehlt eine Auseinandersetzung mit der obergerichtlichen Erwägung, dass A.________ ohne Zusammenwirken mit C.________ gewisse Dokumente kaum ins Recht hätte legen können. Am Rande bringen die Beschwerdeführerinnen schliesslich vor, das Obergericht habe die Aussage von A.________ als Auskunftsperson im Strafverfahren im Jahre 2014 unrichtig wiedergegeben. Ihre Kritik zielt jedoch nicht darauf, dass das Obergericht eine Aktenstelle tatsächlich unrichtig wiedergegeben hätte. Vielmehr verweisen sie einerseits auf andere Stellen jener Befragung, die die Aussage widerlegen sollen, deuten jene anderen Aussagen aber bloss aus ihrer Sicht, was den Rügeanforderungen nicht genügt. Andererseits werfen sie dem Obergericht vor, die Parteiaussage von A.________ anlässlich der Hauptverhandlung nicht beachtet zu haben, die jene Aussage im Strafverfahren widerlegen soll (dazu sogleich E. 3.3.2).