Citation: 1C_249/2022 E. A

B.________ alias A.________, kroatischer Staatsbürger, reiste am Freitag, 25. Juni 2021, bei St. Margrethen in die Schweiz ein. Die Kantonspolizei St. Gallen nahm ihn gestützt auf eine "Interpol Red Notice" der United Nations Interim Administration Mission in Kosovo (UNMIK) fest. Das Bundesamt für Justiz (BJ) ordnete am 26. Juni 2021 provisorisch Auslieferungshaft an zum Vollzug eines kosovarischen Strafurteils wegen versuchten und vollendeten Mordes (Vollstreckung einer Restfreiheitsstrafe von 8 Jahren und 8 Monaten). Das BJ erliess nach einer Hafteinvernahme am 28. Juni 2021 den Auslieferungshaftbefehl. Die Republik Kosovo stellte am 29. Juni 2021 ein Auslieferungsgesuch unter Beilage des Strafurteils des Bezirksgerichts Prizren vom 10. April 2006 und der Feststellung der kosovarischen Strafvollzugsbehörden betreffend die Strafverbüssung. A.________ sei im Jahr 2016 von einem Hafturlaub nicht wieder in die Strafanstalt zurückgekehrt. Mit Entscheid vom 2. September 2021 bewilligte das BJ die Auslieferung. Eine von A.________ dagegen erhobene Beschwerde hiess das Bundesstrafgericht mit Entscheid vom 21. April 2022 teilweise gut und machte die Auslieferung von der Bedingung abhängig, dass eine von der zuständigen kosovarischen Behörde abgegebene Garantieerklärung mit folgendem Inhalt vorliegt: "1. Die Haftbedingungen des Ausgelieferten dürfen nicht unmenschlich oder erniedrigend im Sinne von Art. 3 EMRK sein; seine physische und psychische Integrität wird gewahrt.