Citation: 9C_524/2021 E. 5.2

5.2. Letztinstanzlich streitig ist somit lediglich noch ein Vermögensverzicht, welcher sich nach vorinstanzlicher Auffassung aus ungeklärten Vermögensabnahmen in den Jahren 2005, 2006, 2007 und 2009 ergibt. Die von Vorinstanz und Verwaltung verneinte Frage, ob die entsprechenden Vermögenswerte in Erfüllung einer rechtlichen Pflicht oder gegen eine adäquate Gegenleistung hingegeben wurden - wofür die leistungsansprechende Person grundsätzlich beweisbelastet ist (vgl. E. 4.3) - stellt sich hierbei jedoch erst dann, wenn eine Vermögensabnahme mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ausgewiesen ist. Eine solche Vermögensabnahme ist dann anzunehmen, wenn am Ende der untersuchten Periode Vermögenswerte nicht mehr vorhanden sind, die zu Beginn der Periode vorhanden waren oder die der betreffenden Person während dieser Periode nachweislich zugeflossen sind. Sind die einzelnen Vermögensstände umstritten, so hat das kantonale Gericht aufgrund seiner Begründungspflicht nach Art. 112 Abs. 1 lit. b BGG (vgl. E. 2.3) detailliert und nachvollziehbar aufzuzeigen, aufgrund welcher Beweise sich für die einzelnen massgebenden Stichdaten welche vorhanden Vermögensstände feststellen lassen bzw. zu welchen Daten der leistungsansprechenden Person welche Vermögenswerte zugeflossen sind.