Citation: 9C_95/2018 E. 3.2

3.2. Nichts anderes gilt für das ZMB-Gutachten vom 9. November 2015. Die psychiatrische Expertin diagnostizierte eine Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41), eine Persönlichkeitsstörung vom emotionalen instabilen Typ (ICD-10 F60.31; Differenzialdiagnose Verdacht auf Aufmerksamkeitsdefizit, Hyperaktivitätssyndrom [ADHS; ICD-10 F90.0]) sowie eine rezidivierende depressive Störung, aktuell mittelschwer (ICD-10 F.33.1), und attestierte eine 60%ige Arbeitsunfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit. Dieses Gutachten orientierte sich ebenfalls nicht an den Standardindikatoren gemäss BGE 141 V 281, wie bereits med. pract. D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, RAD-Arzt, am 16. November 2015 feststellte. In einem von den ZMB-Experten als Konsistenzprüfung betitelten Abschnitt fasste die Psychiaterin den Gesundheitszustand zusammen und berichtete, in Anbetracht der geringen Ressourcen des Beschwerdeführers sei die psychische Problematik geeignet, zu chronifizieren und eine Arbeitsfähigkeit nachhaltig zu erschweren. Genauere Angaben, die ein Vorgehen im Sinne eines strukturierten Beweisverfahrens (E. 2.2 hiervor) ermöglichen würden, sind jedoch nicht vorhanden.