Citation: 1C_203/2023 E. 5.4.4

5.4.4. Wie eingangs dargelegt, ist nicht streitig, dass der Beschwerdeführer dem Amtsgeheimnis untersteht (vgl. E. 1.2.2 hiervor). Nach der verbindlichen Darstellung des Verwaltungsgerichts verlangt er die Entbindung davon, damit er Geheimnisse aus seiner früheren Tätigkeit als Stadtrat straffrei in den hängigen Forderungsprozess vor dem Bezirksgericht Münchwilen einbringen und damit die geltend gemachten Forderungen gegen die politische Gemeinde Wil, welche er mit Fr. 1'609'891.20 beziffert, durchsetzen kann. In seiner Funktion als Stadtrat ebendieser Gemeinde hatte er Einsitz in den Verwaltungsrat der B.________ AG genommen. Durch seine Doppelrolle verfügt er offenkundig über einen Wissensvorsprung gegenüber der Beklagten, von dem er nach einer Entbindung vom Amtsgeheimnis auf Kosten des Gemeinwesens profitieren will. Dies widerspricht zweifelsohne dem öffentlichen Interesse an der Geheimhaltung. Die Auffassung des Beschwerdeführers, wonach das Amtsgeheimnis heute kein Schädigungspotenzial mehr habe, trifft offensichtlich nicht zu, wäre doch sonst kaum verständlich, dass er sich auf dem Rechtsweg um die Entbindung bemüht. Dass die Vorinstanz ein öffentliches Interesse an der Wahrung des Amtsgeheimnisses durch den Beschwerdeführer bejahte, ist daher nicht zu beanstanden. Daran ändert nichts, dass seit den zur Diskussion stehenden Vorgängen im Stadtrat der politischen Gemeinde Wil bereits über zehn Jahre verstrichen sind, die Geschäftsprüfungskommission Wil in ihrem Schlussbericht vom 27. Februar 2013 offenbar bereits gewisse Tatsachen im Zusammenhang mit der ehemaligen Biogasproduzentin veröffentlicht oder der Stadtrat angekündigt hatte, die Geschehnisse rund um die konkursite B.________ AG lückenlos aufarbeiten zu wollen, zumal dies - wie von der Vorinstanz zutreffend festgestellt - nicht als genereller Verzicht auf das Amtsgeheimnis zu betrachten ist. Die Rüge erweist sich daher als unbegründet.