Citation: 2C_356/2017 E. 4.3

4.3. Ebenso kann keine Rede davon sein, dass das Verwaltungsgericht mit seiner Begründung das rechtliche Gehör oder andere verfassungsmässige Rechte der Beschwerdeführer verletzt hätte: Vorweg ist darauf hinzuweisen, dass gemäss der bundesgerichtlichen Praxis grundsätzlich kein Anspruch darauf besteht, zur rechtlichen Würdigung oder zur juristischen Begründung des Entscheids separat angehört zu werden (BGE 130 III 35 E. 5 S. 37 ff.). Indes ist das rechtliche Gehör zumindest der dadurch beschwerten Partei dann zu gewähren, wenn eine Behörde ihren Entscheid mit einer Rechtsnorm oder einem Rechtsgrund zu begründen beabsichtigt, die im bisherigen Verfahren nicht herangezogen wurden, auf die sich die beteiligten Parteien nicht berufen haben und mit deren Anwendung im konkreten Fall sie nicht rechnen konnten (Urteil 8C_76/2007 vom 6. Juli 2007 E. 3.1, nicht publ. in BGE 133 I 201; 131 V 9 E. 5.4.1 S. 26; 128 V 272 E. 5b/bb S. 278; 126 I 19 E. 2c/aa S. 22; 121 II 29 E. 2b/aa S. 32). Im vorliegenden Fall hatte bereits die Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen in ihrem Entscheid vom 30. Juni 2015 die Praxis zur Abzugsfähigkeit von Kosten im Zusammenhang mit Bauarbeiten an Immobilien zutreffend und umfassend aufgezeigt (E. 5.a des genannten Entscheids). Insbesondere hatte sie darauf hingewiesen, dass einerseits bei Umbauten, die zu einer Funktionsänderung des betroffenen Gebäudes führen, und andererseits bei baulichen Massnahmen, die einem Neubau gleichkommen, keine Abzugsfähigkeit besteht. In Anwendung der aufgezeigten Praxis hatte die Verwaltungsrekurskommission dann auch den Abzug für die von den Pflichtigen geltend gemachten Aufwendungen für das Wohnhaus auf dem landwirtschaftlichen Grundstück verweigert, unter Hinweis auf das erhebliche Ausmass der durchgeführten Bauarbeiten (E. 5.e/ee des genannten Entscheids). In Bezug auf den Stall hatte sie die geltend gemachten Aufwendungen für das Jahr 2008 zufolge fehlender Belege von vornherein als nicht abzugsfähig bezeichnet, für das Jahr 2009 war sie aufgrund der eingetretenen Nutzungsänderung des Stallgebäudes (von einer Scheune hin zu einem Stall mit Tierhaltung) zum selben Schluss gelangt (E. 5.e/cc resp. E. 5.e/dd des genannten Entscheids). Somit können die Beschwerdeführer hier nichts zu ihren Gunsten vorbringen: Zum einen haben sie es selbst zu vertreten, dass die Verwaltungsrekurskommission aufgrund der fehlenden Belege des Jahres 2008 keine materielle Gesamtwürdigung der Arbeiten am Stall vornehmen konnte. Zum anderen musste ihnen in Anbetracht der Ausführungen der Verwaltungsrekurskommission zu den verweigerten Abzügen für das Wohnhaus und der Höhe der geltend gemachten Aufwendungen für den Stall ohne Weiteres klar sein, dass das Verwaltungsgericht bei Nachreichung der fehlenden Belege auch betreffend den Stall auf das Vorliegen eines wirtschaftlichen Neubaus schliessen könnte.