Citation: 4A_127/2017 E. 3.4

3.4. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Beschwerdegegnerin selbst habe mit Schreiben vom 10. Dezember 2014 (mit dem diese das Schreiben der Beschwerdeführerin vom 3. Dezember 2014 beantwortet hat) als Ersatzwohnung das Mietobjekt des in der gleichen Liegenschaft wohnenden Mitmieters, Herr C.________, dessen bevorstehender Auszug sich damals abzeichnete, in Aussicht gestellt. Für eine solche Lösung habe die Beschwerdegegnerin den Erlass eines Monatsmietzinses, die Übernahme des Mietzinses für die Ersatzwohnung, eine zusätzliche Umtriebsentschädigung sowie die Übernahme der Stromkosten sowohl während der Sanierung als auch für die Ersatzwohnung angeboten. Das Angebot der Beschwerdeführerin gemäss Schreiben vom 3. Dezember 2014, für einen externe Übergangslösung - bei Übernahme eines vergleichbaren Mietzinses einer anderen 4.5-Zimmerwohnung der Überbauung durch die Vermieterin - selbst besorgt zu sein, könne unter diesen Umständen nicht als Vorbehalt verstanden werden. Indem die Beschwerdegegnerin selbst eine deutlich höhere Entschädigung angeboten habe, als die Beschwerdeführerin für den Fall der selbstorganisierten Zwischenlösung verlangt habe, sei das Angebot der Beschwerdeführerin entgegen der Vorinstanz als bedingungslos anzusehen. Mit dieser Argumentation übergeht die Beschwerdeführerin, dass die Leistungen der Beschwerdegegnerin, solange diese die Ersatzwohnung stellte, zu einem wesentlichen Teil in einem blossen Verzicht auf Einnahmen bestand, von denen zudem ungewiss ist, inwieweit sie überhaupt angefallen wären (dies würde voraussetzen, dass die zur Verfügung gestellte Ersatzwohnung für diese Zeit anderweitig hätte vermietet werden können). Das ist nicht dasselbe, wie wenn die Beschwerdeführerin eine Entschädigung in der Höhe eines vergleichbaren Mietzinses verlangt. Diesfalls handelt es sich nicht um die Erbringung einer Eigenleistung ohne Gegenleistung (mithin zu den Selbstkosten), sondern es müssten entsprechende Geldmittel aufgebracht werden, welche die Selbstkosten, die entstehen, wenn die Beschwerdegegnerin selbst eine Alternativwohnung anbietet, übersteigen können. Auch vor dem Hintergrund des Schreibens vom 10. Dezember 2014 wird das Angebot der Beschwerdeführerin damit nicht unbedingt. Aus welchen Gründen es nicht zum Tragen kam, spielt dabei keine Rolle.