Citation: I 164/01 31.07.2001 E. 4

4.- Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens durch die SUVA und Privatversicherer eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist im Rahmen der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 Erw. 3b/bb mit Hinweisen). Das von Dr. med. H.________ der Betriebskrankenkasse des ehemaligen Arbeitgebers erstattete Gutachten ist dabei von seinem Stellenwert dem von einem Privatversicherer der Unfallversicherung eingeholten Gutachten gleichzustellen. Dr. med. H.________ ist gemäss Telephonbucheintrag frei praktizierender Arzt und steht offensichtlich nicht in einem Anstellungsverhältnis zur Krankenkasse. Auch standen ihm die Akten und dabei insbesondere der von der Rehabilitationsklinik erstellte Austrittsbericht mit den psychosomatischen Konsilien zur Verfügung. Ebenso nahm er selber eine persönliche Untersuchung des Beschwerdeführers vor. Vom Versicherten wird in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kritisiert, dass Dr. med. H.________ keinen Dolmetscher beigezogen habe. Im psychosomatischen Konsilium der Rehabilitationsklinik wird jedoch festgehalten, dass der Beschwerdeführer ausreichend Deutsch verstehe, sich aber nur schlecht und wenig differenziert ausdrücken könne. Im Gespräch in Anwesenheit eines Übersetzers wird vom Beschwerdeführer gegenüber dem Psychiater der psychosomatischen Abteilung der Rehabilitationsklinik lediglich die Vielzahl seiner Beschwerden bestätigt. In dem vom Beschwerdeführer nach Ablauf der Beschwerdefrist eingereichten Gutachten des Spitals B. vom 26. März 2001 wird angeführt, der Versicherte sei in der Sägerei, also an seinem Arbeitsplatz, der einzige Ausländer gewesen, was entsprechende Deutschkenntnisse voraussetzt. Insofern trägt dieser Bericht nichts Neues zur Sachverhaltsfeststellung bei, so dass offen bleiben kann, ob dieses neue Beweismittel überhaupt berücksichtigt werden kann, nachdem es nach Ablauf der Beschwerdefrist, und ohne dass ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet wurde, aufgelegt worden ist (BGE 109 Ib 249 Erw. 3c). Weil entsprechende Deutschkenntnisse, wie sie insbesondere auch von der Rehabilitationsklinik beschrieben werden, anzunehmen sind, kann das Gutachten des Dr. med. H.________ nicht allein wegen des fehlenden Übersetzers abgelehnt werden. Überdies ist in Übereinstimmung mit den Überlegungen der Vorinstanz darauf hinzuweisen, dass sich die Ergebnisse der Untersuchung durch Dr. med. H.________ mit jenen des psychosomatischen Konsiliums der Rehabilitationsklinik (und somit auch mit den Erkenntnissen des Dr. med. F.________, der sich dem psychosomatischen Konsilium der Rehabilitationsklinik anschliesst) decken. Alle den Beschwerdeführer untersuchenden Psychiater kommen zum Schluss, dass keine psychosomatische Krankheit festgestellt werden kann. Wesentlich erscheinen weiter die Feststellungen des Dr. med. H.________ bezüglich des Verhaltens des Versicherten nach der Besprechung. Der Arzt schildert dabei, dass er den Beschwerdeführer ohne dessen Wissen nach der Besprechung beim Gehen in der Kramgasse beobachtet habe: er hinke hier nur noch leicht, gehe relativ zügig und müsse durch den ihn begleitenden Kollegen nicht gestützt werden. Solche Erkenntnisse über das Verhalten des sich unbeobachtet fühlenden Versicherten, welche diametral von seinen Schilderungen über seine Beschwerden abweichen, stützen zusätzlich die Annahme, dass weder im somatischen noch im psychosomatischen Bereich eine Krankheit vorliegt.