Citation: 2C_822/2014 E. 5.2

5.2. Zur Begründung führt die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid was folgt aus: Aufgrund der zeitlichen Gegebenheiten (Kennenlernen der Ehegatten frühestens im Winter 2004/2005 anlässlich eines Besuchsaufenthaltes; Wiedereinreise der Beschwerdeführerin am 1. Juni 2005; Gesuch um Durchführung des Vorbereitungsverfahrens der Eheschliessung am 12. August 2005; Ablauf des Besuchervisums am 30. August 2005; Heirat am 15. September 2005) sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin nach Ablauf ihrer Anwesenheitsberechtigung und bereits nach kurzer Bekanntschaft einen schweizerischen Staatsangehörigen heiraten wollte, um hier eine Aufenthaltsbewilligung zu erhalten. Zwar könne grundsätzlich auch eine solche Ehe in tatsächlicher Verbundenheit der Gatten gelebt werden. Auffallend sei jedoch, dass die Beschwerdeführerin über die persönlichen Verhältnisse ihres Gatten wenig wisse und namentlich die Gründe nicht benennen bzw. kennen wolle, die im Jahr 2009 zum Stellenverlust ihres Mannes geführt haben; dies erstaune besonders, zumal die seitherige Arbeitslosigkeit für den Gatten zweifelsohne ein einschneidendes Ereignis dargestellt habe. Auch gemeinsame Reisen hätten unbestrittenermassen nie stattgefunden; dabei mute es seltsam an, dass die Beschwerdeführerin trotz günstigster Flüge nie gemeinsam mit ihrem Gatten in ihr Heimatland geflogen sei, etwa um ihn ihrer dort lebenden Mutter vorzustellen. Auffallend sei zudem, dass die Beschwerdeführerin und ihre hier lebenden Familienangehörigen - angeblich aus finanziellen Gründen - für den verstorbenen Ehemann trotz der behaupteten innigen Beziehung keinerlei Abdankungsfeier organisiert hätten. Aussergewöhnlich seien aber im vorliegenden Fall insbesondere auch die Wohnverhältnisse: Die Beschwerdeführerin, welche zum Zeitpunkt des Ablebens ihres Gatten in der Türkei weilte, habe sich unmittelbar nach ihrer Rückkehr vom angeblichen ehelichen Domizil an der A.________strasse 24 in O.________ abgemeldet und sogleich bei ihrer Tochter an der B.________strasse 139 in O.________ angemeldet. Dieser jähe Wechsel lasse sich -entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin - nicht mit finanziellen Überlegungen begründen, blieb doch die Miete der angeblich ehelichen Wohnung ohnehin bis zum nächsten Kündigungstermin geschuldet. Es entstehe der Eindruck, dass die Beschwerdeführerin schon vor dem Tod des Gatten nicht mehr an der A.________strasse 24 gewohnt habe, sondern dort nur zum Schein gemeldet gewesen sei. Dieser Verdacht werde durch einen weiteren seltsam anmutenden Umstand gestützt: In der angeblich ehelichen Wohnung sei eines der Zimmer an einen Freund des Ehemanns untervermietet gewesen, welcher dort offenbar unter bedenklichen wohnhygienischen Verhältnissen gehaust habe; in der türkischen Kultur sei es indes absolut ungebräuchlich, dass eine Frau, die wie die Beschwerdeführerin aus einer ländlichen, traditionell-patriarchalischen Struktur stamme, einen fremden Mann im ehelichen Heim dulde.