Citation: 1B_129/2015 E. 4.2

4.2. Ihm wird, kurz zusammengefasst, vorgeworfen, Vorbereitungshandlungen getroffen zu haben, um ehemalige Mitschüler und Lehrer, die ihn während seiner Zeit an einem Gymnasium im Jahr 2007 erniedrigt und gekränkt haben sollen, zu töten, zu ermorden oder schwer zu verletzen (Art. 260bis Abs. 1 lit. a-c StGB). Am 9. Juli 2014 ging bei der Kantonspolizei Aargau eine Gefährdungsmeldung der Psychotherapeutin des Beschwerdeführers ein, wonach dieser ihr gegenüber Amok-Phantasien geäussert habe (angeblich sprach er von einer "Generalprobe zu einer Amoktat"). Als die Polizei den Beschwerdeführer am gleichen Tag an seinem Wohnort aufgesucht habe, sei dieser dabei gewesen, einen Abschiedsbrief im Zusammenhang mit seinem Suizid zu verfassen. Bei der Hausdurchsuchung wurde eine Mappe gefunden, die Fotografien ehemaliger Schulkollegen und Lehrer enthalten habe, versehen mit handschriftlichen Hinweisen, wie die betreffenden Personen erschossen werden sollten. Es seien auch Situationspläne von Schulhäusern und den Wohnorten der Lehrpersonen sowie zwei ausgedruckte und ausgefüllte Gesuche um Erteilung eines Waffenerwerbsscheins für eine Faust- und Handfeuerwaffe sichergestellt worden. Die Gesuche seien aber nie abgeschickt worden. Der Beschwerdeführer habe sodann im Internet betreffend Amoktaten und Amoktätern recherchiert. Nach seiner Inhaftierung habe sich der Beschwerdeführer von den auszuführenden Handlungen distanziert.