Citation: 9C_297/2017 E. 4.3

4.3. Was die Notwendigkeit weiterer Abklärungen betrifft, ist der orthopädischen ZIMB-Expertise zu entnehmen, insbesondere bei der Untersuchung des rechten Schultergelenks sowie des rechten Zeigefingers lasse sich eine deutliche Aggravationstendenz nicht leugnen. Diese übersteige das Mass einer bei der Begutachtung häufig anzutreffenden Verdeutlichungstendenz und erfülle vollumfassend die Definition der Simulation. Die angegebenen subjektiven Beschwerden entbehrten sowohl in der klinischen als auch in der (röntgen-) radiologischen Untersuchung jedwedem anatomischen morphologischen Korrelat und seien von Seiten des Gutachters nicht nachvollziehbar (ZIMB-Gutachten, S. 63). Dies stützt klarerweise die Auffassung der Vorinstanz, wonach bei der Beschwerdeführerin nach wie vor kein invalidisierender Gesundheitsschaden vorliege (vgl. BGE 141 V 281 E. 2.2.1 S. 287). Folglich bestanden zum vornherein keine Anhaltspunkte für eine weiterführende (MRI-) Bildgebung. Die Beschwerdeführerin vermag mit Blick auf die in jeder Hinsicht plausiblen gutachterlichen Ausführungen auch nicht aufzuzeigen, inwieweit es dem Beweiswert des ZIMB-Gutachtens abträglich sein sollte, wenn der orthopädische Experte die früheren radiologischen Befunde vom Dezember 2013 nur in Textform konsultierte. Die Vorinstanz hat zur Frage, ob die Vergleichsaufnahmen in bildgebender Form eingesehen werden müssen, hinreichend Stellung genommen (vorinstanzliche Erwägung 4.8). Hinzu kommt, dass es grundsätzlich Sache des Gutachters ist zu entscheiden, ob und welche Abklärungen und Untersuchungen für eine umfassende Expertise notwendig sind (statt vieler: Urteil 8C_516/2014 vom 6. Januar 2015 E. 6.2). Auch die sonstigen Vorbringen der Beschwerdeführerin vermögen keine Zweifel an der Beweiskraft der ZIMB-Expertise zu begründen (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470). Das kantonale Gericht durfte somit darauf abstellen, ohne Bundesrecht zu verletzen. Die Beschwerde ist unbegründet.