Citation: 2C_122/2023 E. 3.2.1

3.2.1. Der Anspruch auf rechtliches Gehör räumt der betroffenen Person unter anderem einen Begründungsanspruch ein. Es ist allerdings nicht erforderlich, dass sich die Behörde mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss derart abgefasst sein, dass die betroffene Person ihn in voller Kenntnis der Tragweite der Angelegenheit an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (vgl. BGE 142 I 135 E. 2.1; 136 I 229 E. 5.2; 134 I 83 E. 4.1). Der Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt folglich nicht, dass sich die Vorinstanz mit sämtlichen Vorbringen des Beschwerdeführers auseinanderzusetzen hat. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Den Einwand des Beschwerdeführers im vorinstanzlichen Verfahren gegen den Strafbefehl vom 8. Dezember 2017, wonach die Straftat bereits verjährt sei, ist im Gesamtkontext der Verhältnismässigkeit nicht ausschlaggebend (vgl. auch E. 5.3 hiernach). Entsprechend musste sich die Vorinstanz unter dem Gesichtspunkt des Gehörsanspruchs nicht vertieft mit diesem Vorbringen befassen. Die Vorinstanz verletzt diesbezüglich nicht den Begründungsanspruch des Beschwerdeführers.