Citation: I 403/02 04.12.2003 E. 4

4.1 Aus der medizinischen Aktenlage erhellt, dass der Beschwerdeführerin in rheumatologischer, orthopädischer, neurologischer und psychischer Hinsicht zwar übereinstimmend eine volle Arbeitsfähigkeit in einer geeigneten Beschäftigung attestiert wird, in Bezug auf die neuropsychologischen Gesundheitsverhältnisse - hauptsächlich mit Blick auf die gegenüber verschiedenen Ärzten geschilderten Schwindelbeschwerden, Gedächtnislücken und Konzentrationsstörungen - indessen kein einheitliches Bild besteht. Insbesondere die Psychologen der EPI, welche im Gegensatz zu den Spezialisten der Neurologischen Poliklinik des Spitals A.________ entsprechende Testverfahren durchgeführt haben, kamen zum Schluss, dass sich allgemeine starke Leistungsverminderungen sowohl im sprachlichen wie auch im visuell-räumlichen Bereich in Form von diffusen Hirnfunktionsstörungen zeigten, die keine Wiederaufnahme der bisherigen Tätigkeit als Kassiererin erlaubten. Auch den hausärztlichen Angaben zufolge waren bereits im September 1998 Schwindelanfälle und Konzentrationsstörungen aufgetreten, die sich bis im März 1999 noch verstärkten und eine berufliche Beschäftigung nicht mehr zuliessen. Ferner hatte der Neurologe Dr. med. H.________ auf Grund einer Ende Dezember 1998 durchgeführten Untersuchung ebenfalls festgestellt, dass die Versicherte u.a. an einer persistierenden neuropsychologischen Symptomatik, vor allem mit Schwindelbeschwerden und Gedächtnislücken, leidet, wobei das EEG auf eine leichte Allgemeinveränderung und eine bifrontale herdförmige Abnormität hinwies. Der Arzt gab denn auch bereits in seinem Bericht vom 13. Januar 1999 nachdrücklich die Empfehlung ab, die neuropsychologische Situation näher abzuklären, was in der Folge - Dr. med. V.________ war im Rahmen seines Gutachtens vom 24. Oktober 1999 nicht auf dieses Ansinnen eingegangen - erst durch die EPI im April 2000 geschah. 4.2 Die dargelegten Aussagen lassen den Schluss zu, dass zumindest in neuropsychologischer Hinsicht deutliche Anhaltspunkte für Auffälligkeiten bestehen, welche gemäss Angaben der Psychologen der EPI sowie des Hausarztes zu einer allgemeinen Leistungsreduktion geführt haben. Indessen enthalten sowohl die Berichte des Dr. med. B.________ vom 2. September 1998 und 10. März 1999 wie auch derjenige der EPI vom 17. Mai 2000 lediglich Aussagen zur Arbeitsfähigkeit im bisherigen Beruf als Kassiererin, nicht aber zur für die Invaliditätsbemessung massgeblichen dauernden oder während längerer Zeit bestehenden Beeinträchtigung der Erwerbsmöglichkeiten auf dem für die Beschwerdeführerin (noch) in Betracht fallenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (BGE 116 V 249 Erw. 1b, 110 V 276 Erw. 4b; AHI 1998 S. 170 Erw. 2), d.h. zum Leistungsvermögen in einer den Leiden adaptierten Verweisungstätigkeit. Zudem wurde die erwähnte, vom Neurologen empfohlene neuropsychologische Abklärung bisher nicht in eine ärztliche Gesamtwürdigung einbezogen. Die Sache ist daher zur Einholung eines interdisziplinären Gutachtens der Medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS) an die IV-Stelle zurückzuweisen.