Citation: 9C_874/2014 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer macht wie bereits im vorinstanzlichen Verfahren geltend, sein Ausbildungsziel sei Fachingenieur der Fachrichtung Heizung/Lüftung/Klima gewesen. Die entsprechenden Löhne könnten mittels Salärvergleich 2010 des Fachverbands STV wesentlich genauer ermittelt werden als mit den LSE. Demnach sei das Valideneinkommen auf Fr. 117'000.- (Basis 2010) zu veranschlagen. Die Regeln über die Anwendung der Tabellenlöhne ist als Rechtsfrage frei zu prüfen (BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399; Ulrich Meyer, Tatfrage - Rechtsfrage, in: Gabriela Riemer-Kafka [Hrsg.], Grenzfälle in der Sozialversicherung, S. 94 mit Hinweisen; Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Aufl. 2014, N. 34 zu Art. 28a IVG). Die Argumentation des Beschwerdeführers beruht auf der Prämisse, dass er im Gesundheitsfall einen Bachelor-Abschluss der Studienrichtung Heizung-Lüftung-Klima-Sanitär (HLKS) der Hochschule absolviert hätte. Zwar hielt die Vorinstanz - zu Gunsten des Beschwerdeführers - es für überwiegend wahrscheinlich, dass er nach dem Lehrabschluss (mit Berufsmaturität) eine "weitergehende Fachausbildung" absolviert hätte. Gleichzeitig hielt sie jedoch fest, es sei nicht feststellbar, wie die konkrete Karriere des Beschwerdeführers verlaufen wäre (E. 4.3 des angefochtenen Entscheids). Dabei handelt es sich um eine Beurteilung hypothetischer Geschehensabläufe, welche eine für das Bundesgericht grundsätzlich verbindliche (E. 1.2 hievor) Tatfrage darstellt, soweit sie - wie hier - auf Beweiswürdigung (vor dem Gesundheitsschaden begonnene Berufsmaturitätsschule, Rückschlüsse aus der Invalidenkarriere) beruht, selbst wenn darin auch Schlussfolgerungen aus der allgemeinen Lebenserfahrung mitberücksichtigt werden (BGE 115 II 440 E. 5b S. 448; Urteil 9C_559/2009 vom 18. Dezember 2009 E. 3, publ. in: SVR 2010 IV Nr. 35 S. 111; je mit Hinweisen). Inwiefern die vorinstanzlichen Annahmen offensichtlich unrichtig sein sollen, legt der Beschwerdeführer nicht dar und ist auch (anderweitig) nicht ersichtlich. Namentlich fehlen konkrete Anhaltspunkte für die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Validenkarriere. Damit kann entgegen der Beschwerde nicht von einer spezifischen Weiter- bzw. Fachausbildung ausgegangen werden. Unter diesen Umständen kann offen bleiben, ob der Salärvergleich 2010 des Fachverbands STV, in welchem die Löhne nach spezifischen Branchen aufgeschlüsselt werden, als Grundlage für die Ermittlung des Valideneinkommens herangezogen werden könnte. Mit Blick auf das breite Spektrum, welches einem gelernten Heizungszeichner mit einer nicht näher spezifizierten weitergehenden Fachausbildung offen steht, ist es jedenfalls nicht bundesrechtswidrig, dass Verwaltung und Vorinstanz zur Ermittlung des Valideneinkommens auf die LSE-Ziffer 71 (Architektur- und Ingenieurbüros; technische, physikalische und chemische Untersuchung) im Anforderungsniveau 1+2 abgestellt haben.