Citation: 4C.374/1999 11.02.2000 E. 2

2. Als obligatorische Bestimmung vereinbaren die Parteien, dass bei einem durch den Grundeigen- tümer nicht ausgeübten Vorkaufsfall der Baube- rechtigte dem Grundeigentümer 1/4 des Nettoge- winns laut rechtskräftiger Grundstückgewinn- steuereinschätzung, nach Abzug der Grundstück- gewinnsteuer und den mit der Veranlagung zusam- menhängenden Kosten abzuliefern hat. (...)" Mit Vertrag vom 28. November 1990 verkaufte die Klägerin die drei Liegenschaften am Münsterhof der Oerlikon-Bührle Immobilien AG (nachstehend: Bührle) für Fr. 25 Mio. Ziffer 9 des Vertrages berechtigte die Käuferin, an ihrer Stelle eine Drittpartei in den Kaufvertrag eintreten zu lassen. Eine solche Eintrittsklausel enthielt auch der am 29. November 1990 zwischen Bührle und der Beklagten abgeschlossene Kaufvertrag über das auf den MünsterhofGrundstücken lastende Baurecht. Die Verpflichtung der Bührle zur Erfüllung beider Verträge wurde unter den ausdrücklichen Vorbehalt der Genehmigung durch die Oerlikon-Bührle Holding AG gestellt. Mangels Genehmigung der beiden Kaufverträge durch die Oerlikon-Bührle Holding AG trat die Schweizerische Rückversicherungs-Gesellschaft (nachstehend: Rück) in die beiden Kaufverträge ein. Der Eigentumsübergang wurde am 2. April 1991 im Grundbuch eingetragen. In der Folge forderte die Klägerin von der Beklagten den gemäss Baurechtsvertrag vom 28. August 1985 vereinbarten Gewinnanteil.