Citation: 6B_1201/2016 E. C

Das Obergericht nahm Beweisergänzungen vor: C.a. Am 18. Dezember 2015 meldete das Regionalgefängnis Burgdorf den Fund eines (ersten) Tagebuchs strafrechtlich relevanten Inhalts. Das Bundesgericht wies mit Urteil 1B_146/2016 vom 30. Mai 2016 die Beschwerde von X.________ gegen die Aufhebung der Versiegelung und die Durchsuchung des Tagebuchs ab. Mit Schreiben vom 15. Februar 2016 informierte die Abteilung für Straf- und Massnahmevollzug (ASMV), das Regionalgefängnis habe Strafanzeige wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte erhoben. In der Zelle sei ein (zweites) Tagebuch (Notizbuch) gefunden worden, in welchem Gewaltfantasien beschrieben würden. Das Zwangsmassnahmengericht wies das Entsiegelungsgesuch ab. Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren ein. Mit E-Mail vom 3. Juni 2016 teilte die ASMV mit, im Zimmer in der Klinik A.________ sei ein (drittes) Tagebuch (Notizbuch) gefunden worden, welches u.a. eine "Todesliste" enthalte. Am 9. Juni 2016 teilte das Regionalgefängnis mit, anlässlich der Rückverlegung sei ein Tagebuch (Buch) mit Tötungsfantasien gefunden worden. Wie sich herausstellte, handelte es sich um das (dritte) Tagebuch, wovon bereits in der Klinik Auszüge erstellt worden waren. C.b. Im Rahmen des Haftentlassungsverfahrens (bundesgerichtliches Urteil 1B_444/2015 vom 13. Januar 2016) hatte die Verteidigung einen Verlaufsbericht des Forensisch-Pschiatrischen Dienstes (FPD) vom 22. Oktober 2015 sowie eine E-Mail des Instituts für Rechtsmedizin (IRM) vom 30. Oktober 2015 zur Möglichkeit einer Krisenintervention im Psychiatriezentrum Münsingen (PZM) eingereicht. Von Amtes wegen wurden ein Führungsbericht des Regionalgefängnisses Thun vom 6. November 2015, ein Bericht des ASMV vom 10. November 2015 zu den bisherigen Bemühungen um eine effektive Platzierung und ein Bericht des FPD vom 9. November 2015 zu kurzfristigen Alternativen im Falle einer Haftentlassung eingeholt. C.c. Am 10. Februar 2016 wies das Obergericht einen Antrag auf ein Ergänzungsgutachten und Befragung ab und holte stattdessen beim FPD einen Therapieverlaufsbericht vom 14. März 2016 ein. Dieser wurde samt den restlichen seit dem erstinstanzlichen Urteil hinzugekommenen Akten der Gutachterin Dr. med. B.________ unterbreitet verbunden mit der Frage, ob sich seither Änderungen in den Schlussfolgerungen ihres Gutachtens vom 17. Februar 2015 ergäben, und es wurden ihr die Fragen von X.________ unterbreitet. Sie erstellte einen ergänzenden Bericht vom 25. Mai 2016. C.d. Im Vorfeld der Berufungsverhandlung wurden von Amtes wegen ein aktueller Zwischenbericht der Psychiatrischen Dienste Aargau über den bisherigen Massnahmeverlauf vom 3. Juni 2016 sowie ein Bericht der ASMV zum Stand der Platzierungsbemühungen vom 2. März 2016 eingeholt. Unaufgefordert gelangten weitere Dokumente seitens der Parteien und der ASMV zu den Akten, vorwiegend zum Vollzugsverlauf bzw. Vollzugsort, darunter eine Meldung über einen Vorfall in der Klinik A.________ vom 1. Juni 2016 mit Zwangsmassnahmen, sowie Schreiben von X.________ und seinem Vater. Ferner wurden ein Strafregisterauszug und ein aktueller Führungsbericht eingeholt. C.e. Anlässlich der Berufungsverhandlung reichte X.________ ein psychiatrisches Gutachten von med. pract. C.________ vom 24. November 2015 ein. Die ASMV informierte (mit E-Mail vom 17. Juni 2016) über den Stand der Platzierungsbemühungen. X.________ wurde an der Verhandlung befragt.