Citation: 6B_1053/2022 E. 3.4

3.4. Ferner macht der Beschwerdeführer geltend, die Vorinstanz beziehe sich fälschlicherweise mehrmals auf die erst nach dem Vorfall in Kraft getretene Fassung der aCovid-19-Verordnung besondere Lage, bei der ein Nachweis der besonderen Gründe für einen Maskendispens verlangt werde. In der am 11. Juli 2020 (d.h. im Zeitpunkt des Vorfalls) geltenden aCovid-19-Verordnung besondere Lage sei ein solcher Nachweis nämlich (noch) nicht vorgesehen gewesen. Diese Kritik geht fehl. Zwar weist der Beschwerdeführer zutreffend darauf hin, dass die Vorinstanz sowohl in ihren Bemerkungen vor ihrer rechtlichen Würdigung als auch bei ihren Erwägungen unter dem Titel "Nachweis eines besonderen Grundes", die (spätere) Fassung der aCovid-19-Verordnung besondere Lage wiedergibt (Urteil S. 10 E. 17.2 und S. 13 f. E. 17.6). Im Gegensatz zu der im vorliegenden Fall anwendbaren Version ist bei dieser ausdrücklich erwähnt, dass die Gründe für einen Maskendispens nachzuweisen sind (E. 3.2.1). Bei der eigentlichen Subsumtion wendet die Vorinstanz allerdings dann doch die Fassung der aCovid-19-Verordnung besondere Lage an, die im Zeitpunkt des Vorfalls tatsächlich in Kraft war (Urteil S. 16 E. 17.8.1). Letztlich braucht der Frage der Form eines solchen Nachweises an dieser Stelle nicht weiter nachgegangen zu werden, da hier ohnehin unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer den Transportpolizisten mittels einem Schreiben, d.h. somit eine Art schriftlichem Nachweis, darlegte, er sei von der Maskentragpflicht befreit.