Citation: 1P.216/2006 03.07.2006 E. 1

Zur staatsrechtlichen Beschwerde ist legitimiert, wer in eigenen rechtlich geschützten Interessen persönlich betroffen ist (Art. 88 OG). Nach der Rechtsprechung muss die betreffende Person an der Überprüfung ihrer Rügen ein aktuelles praktisches Interesse haben, damit auf die Beschwerde eingetreten werden kann (BGE 118 Ia 488 E. 1a S. 490). 1.1 Die Beschwerdeführer wenden sich gegen die in der Strafuntersuchung von Juli bis September 1995 durchgeführte Telefonabhörung. Sie rügen eine Verletzung des Akteneinsichtsrechts bzw. des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 6 Ziff. 3 lit. b EMRK), indem das Obergericht ihren Antrag abgelehnt habe, die Protokollabschriften der Telefongespräche aus den Akten zu weisen. Dies sei notwendig, weil die Tonbandaufnahmen nicht mehr vorhanden seien und weil die Telefonkontrolle unverhältnismässig gewesen sei. Das Obergericht legt im angefochtenen Urteil dar, dass es bei der Beweiswürdigung auf die Protokolle der Telefongespräche grundsätzlich nicht abstelle, soweit solche nicht anerkannt worden seien. Der Antrag der Beschwerdeführer, die Protokolle aus den Akten zu weisen, werde abgelehnt, da die Urkunden in formell korrektem Verfahren gemäss damaligem Strafprozessrecht des Kantons Bern erhoben worden seien. Die Beschwerdeführer zeigen nicht auf, inwiefern sie durch die Ablehnung ihres Antrags, die Protokolle aus den Akten zu weisen, gegenüber dem vom Obergericht gewählten Vorgehen, auf die Ergebnisse der Telefonabhörung bei der Beweiswürdigung grundsätzlich nicht abzustellen, einen persönlichen Nachteil erlitten hätten. Das Obergericht stützt den Schuldspruch nicht auf Erkenntnisse der Telefonabhörung, sondern auf verschiedene andere wesentliche Beweise (E. 6.1). Da den Beschwerdeführern für die Verfassungsrügen betreffend die Telefonkontrolle das Rechtsschutzinteresse fehlt, ist darauf nicht einzutreten. 1.2 Die Beschwerdeführer rügen eine Verletzung der Garantie des fairen Verfahrens (Art. 6 Ziff. 1 EMRK). Das Obergericht stelle auf einen Polizeibericht über die Observation einer Handlung von X.________ (Versprayen der Wasserpumpstation Lättgruben in Luterbach) ab, obwohl deswegen die Strafverfolgung wegen Verjährung eingestellt worden sei. Zu dieser Rüge sind die beiden anderen Beschwerdeführer, Y.________ und Z.________, nicht befugt, da ihnen diese Handlung nicht vorgeworfen und der Observationsbericht nicht gegen sie verwendet wurde. Mangels persönlicher Betroffenheit ist auf das Vorbringen seitens Y.________ und Z.________ nicht einzutreten; bezüglich X.________ ist es später zu behandeln (E. 8).