Citation: 2A.350/2003 05.08.2004 E. 6

Sind damit sämtliche Voraussetzungen gemäss § 7 VG/ZG erfüllt, so hat der Kläger Anspruch auf Genugtuung. Ein solcher Anspruch entzieht sich naturgemäss einer mathematischen Berechnung; die Festlegung der Höhe der Genugtuung bleibt in das richterliche Ermessen gestellt, wobei den Besonderheiten des Einzelfalls das entscheidende Gewicht zukommt (vgl. Urteil 1P.57/2004 vom 2. Juni 2004, E. 3, mit Hinweisen). Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist für die Genugtuungssumme ab dem Tag des schädigenden Ereignisses bis zur Zahlung des Betrags ein Verzugszins von 5% geschuldet. Der Zins bildet Teil der Genugtuung, denn diese soll der geschädigten Person unabhängig von der Länge des Verfahrens und bis zur Zahlung des vollen Betrags zur Verfügung stehen (BGE 129 IV 149 E. 4.2 S. 152 f., mit Hinweisen). Dem Kläger ist die eingeklagte Summe von Fr. 15'000.-- als Genugtuung zuzusprechen. Sie trägt nach Auffassung des Bundesgerichts insbesondere der Schwere der erlittenen Persönlichkeitsverletzung und des dem Beklagten anzurechnenden Verschuldens angemessen Rechnung; daneben auch dem besonderen Umstand, dass eine umfassende Rehabilitation des Klägers nicht möglich ist. Überdies steht dem Kläger nach dem oben Gesagten auf der zugesprochenen Genugtuungssumme ein Verzugszins von 5% zu (Art. 73 Abs. 1 OR analog). Als den Zinsenlauf auslösendes Ereignis wird in der Klage das Erscheinen des "M.________"-Artikels vom 30. Mai 2002 gewertet. Dem ist zuzustimmen, obschon die relevanten persönlichkeitsverletzenden Handlungen, d.h. die Unterzeichnung und Aushändigung der "Erklärung", auf ein früheres Datum, nämlich den 28. Februar 2002 zu datieren sind.