Citation: 9C_342/2024 E. 7.2

7.2. Die versuchte Steuerhinterziehung zeichnet sich, wie hiervor aufgezeigt (E. 3.2), dadurch aus, dass der Taterfolg einer unvollständigen rechtskräftigen Veranlagung ausbleibt (vgl. Art. 176 Abs. 1 DBG). Im Verfahren betreffend eine versuchte Steuerhinterziehung ist damit regelmässig die auch im Veranlagungsverfahren entscheidende Frage von Bedeutung, ob eine Veranlagung entsprechend der von der steuerpflichtigen Person abgegebenen Steuererklärung vollständig wäre oder nicht. Dies ist vorliegend nachweislich zu verneinen. Da mit der Vorinstanz keine Rechtfertigungs- und Schuldausschlussgründe für die nur lückenhaft eingereichten Steuererklärungen auszumachen sind, rechtfertigt sich der Tatvorwurf der versuchten Steuerhinterziehung. Dass der Beschwerdeführer seine Steuerschulden im Nachgang fristgerecht beglichen hat, vermag daran nichts zu ändern.