Citation: 5A_201/2015 E. 3

Die Ehefrau erblickt in der Verrentung der Entschädigung eine Bundesrechtsverletzung. Sie macht geltend, der Vorsorgeausgleich sei vom Unterhaltsrecht unabhängig, weshalb die Kriterien des Bedarfs und der Leistungsfähigkeit nicht massgeblich seien. Es bestehe ein genereller Vorrang der Entschädigung in Kapitalform und eine Rente sei nur dann zulässig, wenn der Pflichtige überhaupt kein freies Vermögen habe. Dies sei vorliegend nicht der Fall, verfüge doch der Ehemann per 15. März 2010 über ein Barvermögen von Fr. 449'694.90, wozu noch sein güterrechtlicher Anspruch von Fr. 32'324.42 komme. Angesichts seines Renteneinkommens, welches das Doppelte des Bedarfes betrage, könne er die Restanz mit monatlichen Raten von Fr. 2'500.-- begleichen. Das Obergericht habe im Übrigen in keiner Art und Weise beachtet, dass eine Rente passiv unvererblich sei, und in diesem Zusammenhang ebenfalls Bundesrecht verletzt, weil der Vorsorgeausgleich ein vom Güter- und Unterhaltsrecht unabhängiges Rechtsinstitut bilde. Auf diese Vorbringen wird in E. 4 einzugehen sein. Ferner behauptet die Ehefrau eine offensichtlich unrichtige bzw. willkürliche Tatsachenfeststellung, wenn das Obergericht davon ausgegangen sei, der Ehemann verfüge über gar kein Barvermögen. Indes hat das Obergericht nirgends eine solche Feststellung getroffen, sondern lediglich festgehalten, das Barvermögen des Ehemannes reiche nicht aus, um die Entschädigung als (einmalige) Kapitalleistung zu erbringen. Diese Feststellung trifft zu.