Citation: 4A_589/2019 E. 2.2

2.2. Im Übrigen erachtete die Vorinstanz auch den Beweis als gescheitert, dass die einverlangten Dokumente in den Besitz der Beschwerdegegnerin gelangten. Die Vorinstanz erwog, aus dem Umstand des Zusammenlebens des Ehepaars könne nicht geschlossen werden, dass alle Geschäftsunterlagen des Treuhänders nach seinem Versterben automatisch in den Besitz der Beschwerdegegnerin übergingen, zumal sie das Erbe ausgeschlagen habe. Infolge der Ausschlagung und Liquidierung des Nachlasses können von der Beschwerdegegnerin gemäss Schlussfolgerung der Vorinstanz auch keine Unterlagen als Teil des Nachlasses herausverlangt werden. Insoweit der Beschwerdeführer vorbringt, die Beschwerdegegnerin habe ihr Recht auf Ausschlagung verwirkt, da sie Handlungen vorgenommen habe, die nicht durch den Fortgang der Geschäfte gefordert waren, verlässt er die vorinstanzlichen Feststellungen, ohne eine Sachverhaltsrüge zu erheben, geschweige denn zu begründen. Nach den Feststellungen der Vorinstanz, welche das Bundesgericht seinem Urteil zugrunde legt (vgl. Art. 105 Abs. 1 BGG sowie vorstehend E. 1.2), behauptete der Beschwerdeführer nur pauschal, die Beschwerdegegnerin habe sich in die Angelegenheiten der Erbschaft eingemischt. Da den einschlägigen vorinstanzlichen Erwägungen keine Anhaltspunkte hinsichtlich einer Erbschaftseinmischung zu entnehmen sind, mithin die Beschwerdegegnerin hiernach nur das Nötigste vornahm, ist mit der Vorinstanz zu verwerfen, dass sie sich die Ausschlagung im Sinne von Art. 571 Abs. 2 ZGB verwirkte. Der Beschwerdeführer anerkennt denn auch selbst, dass über den Nachlass zufolge Ausschlagung bereits 2014 der Konkurs eröffnet wurde. Dennoch scheint er davon auszugehen, die Beschwerdegegnerin könne als Willensvollstreckerin für Schulden des Nachlasses belangt werden. Die Beschwerdegegnerin wendet in ihrer Beschwerdeantwort zutreffend ein, dass der Konkurs sämtliches pfändbare Vermögen umfasst (vgl. 197 Abs. 1 SchKG), wobei nicht auf Geld lautende Forderungen in solches umgewandelt werden (Art. 211 Abs. 1 SchKG). Die Beschwerdegegnerin war entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers nicht berechtigt und schon gar nicht verpflichtet, gewisse Aktiven oder Passiven aus Mandatsverhältnissen ihres verstorbenen Ehemannes zurückzubehalten. Denn das Mandat als Willensvollstreckerin wurde durch die konkursamtliche Liquidation suspendiert. Die Vorinstanz schloss willkürfrei und bundesrechtskonform, dass die Beschwerdegegnerin weder als Besitzerin noch als Erbin oder Willensvollstreckerin für die Schulden des rechtsgültig und vorbehaltslos ausgeschlagenen Nachlasses passivlegitimiert sei (vgl. Art. 566 ff., 573 Abs. 1 und 593 ff. ZGB).