Citation: 5D_71/2008 14.08.2008 E. 5

Die Beschwerdeführerin wirft dem Kantonsgerichtsausschuss schliesslich vor, in verschiedenen Punkten in einer Willkür darstellenden Weise Rechtsgrundsätze missachtet und damit gegen Art. 9 BV verstossen zu haben. 5.1 Die Vorbringen zu den Voraussetzungen einer Zustellungsfiktion stossen von vornherein ins Leere: Nach den Feststellungen des Kantonsgerichtsausschusses hat der Ehemann der Beschwerdeführerin sich die angezeigte Post - noch vor Ablauf der Abholfrist - vorlegen lassen und den einschlägigen Brief somit zu Gesicht bekommen. Die von der Beschwerdeführerin angesprochene Zustellungsfiktion kommt indessen nur dort zum Tragen, wo der Adressat von der Abholeinladung keine Kenntnis erhält oder aber auf jeden Fall nicht am Postschalter erscheint. Ob die Beschwerdeführerin mit der fraglichen Zustellung hatte rechnen müssen (dazu BGE 134 V 49 E. 4 S. 52; 130 III 396 E. 1.2.3 S. 399, mit Hinweisen), ist unter den hier gegebenen Umständen ohne Belang. 5.2 In ihren Ausführungen zu dem von der Vorinstanz gewählten Beweismittel (Einholen einer schriftlichen Auskunft bei der Schalterbeamtin) legt die Beschwerdeführerin nicht dar, dass eine Bestimmung des für eine solche Wahl grundsätzlich massgebenden kantonalen Prozessrechts (dazu BGE 130 III 591 E. 5.4 S. 601 f.; 127 III 519 E. 2a S. 522, mit Hinweisen) in willkürlicher Weise verletzt worden wäre. Ebenso wenig sind die nicht näher substantiierten Vorbringen der Beschwerdeführerin zur Bezeichnung ihrer Gegenparteien im Rubrum des angefochtenen Entscheids geeignet, eine Verletzung von Art. 9 BV oder eine andere Verfassungswidrigkeit darzutun.