Citation: 4A_291/2018 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz bejahte die örtliche Zuständigkeit der Gerichte des Kantons Obwalden. Sie stellte fest, das Vorbringen der Beschwerdeführerin, Ziffer 14.4 des Arbeitsvertrages sei rein deskriptiv und begründe keinen neuen Gerichtsstand, überzeuge nicht. Wäre es der Wille der Parteien gewesen, die gesetzlichen Gerichtsstände wiederzugeben, hätten sie auch den Gerichtsstand am Arbeitsort aufgeführt. Daraus sei zu schliessen, die Parteien hätten einen vom Gesetz abweichenden Gerichtsstand vereinbaren wollen. Das Wort "und" in der Gerichtsstandsvereinbarung mache deutlich, dass der Wohnsitz des Arbeitnehmers in jeder Prozesskonstellation Gerichtsstand sei. Hätten die Parteien eine den gesetzlichen Gerichtsständen entsprechende Vereinbarung aufsetzen wollen, hätten sie auf das Wort "und" verzichtet und wären damit der Regelung von Art. 34 Abs. 1 ZPO nähergekommen. Dieser Auffassung stehe auch nicht entgegen, dass die Parteien von den "ordentlichen Gerichte[n]" sprechen würden. Dies sei vielmehr dahingehend zu verstehen, dass - in Abgrenzung zu einem Schiedsgericht - die ordentlichen Gerichte am vereinbarten Gerichtsstand zuständig seien. Die Gerichtsstandsvereinbarung sei zwar vor Entstehung der arbeitsrechtlichen Streitigkeit abgeschlossen worden, falle aber - soweit sie einen Gerichtsstand am Wohnsitz des Arbeitnehmers einräume - zugunsten des Arbeitnehmers aus und sei daher zulässig. Der Beschwerdegegner habe bei Klageeinreichung seinen Wohnsitz in U.________/OW gehabt. Mithin seien die Gerichte des Kantons Obwalden örtlich zuständig.