Citation: 2A.566/2002 09.01.2003 E. 1

Einsprachen gegen Entscheide des kantonalen Verrechnungssteueramtes über die Rückerstattung der Verrechnungssteuer können innert 30 Tagen nach der Eröffnung eingereicht werden. Dabei finden Art. 42 und 44 VStG sinngemäss Anwendung (vgl. Art. 53 VStG). Die fristgerechte Einreichung der Einsprache ist von Amtes wegen zu prüfen. Auf verspätete Einsprachen darf nicht eingetreten werden. Es steht ausser Frage, dass der Verrechnungssteuer-Entscheid des kantonalen Steueramtes vom 2. April 2001 dem Beschwerdeführer zugestellt werden konnte. Das geht namentlich aus dem Schreiben des Beschwerdeführers vom 15.März 2002 hervor, wo er bestätigte, dass er die "Teilrückzahlung und Begründung damals zur Kenntnis genommen (habe)". Auch in der Beschwerde an das Steuerrekursgericht führte er aus, "der Verrechnungssteuer-Entscheid vom 02.04.2001 erreichte mich zu einem Zeitpunkt, als ich eine tiefe Depression durchlief ...". Das sind Hinweise, dass der Entscheid dem Beschwerdeführer ordnungsgemäss eröffnet werden konnte. Der Entscheid enthielt den Hinweis auf die Einsprachemöglichkeit. Der Beschwerdeführer reagierte darauf nicht, sondern verlangte die Rückerstattung für den restlichen Betrag erst am 21. Dezember 2001. Diese Eingabe ist verspätet. Sie wurde vom kantonalen Steueramt als Einsprache gewertet und mit Nichteintreten erledigt.