Citation: 5A_99/2020 E. 4.3.6

4.3.6. Was das Gutachten vom 21. Februar 2017 anbelangt, mangelt es - wie der Beschwerdeführer und auch die Kindesvertreterin zu Recht darauf hinweisen - an Aktualität, weshalb es für die Beurteilung der Betreuungsform nur begrenzt aussagekräftig ist. Der Einwand der Beschwerdegegnerin, wonach die Parteien bei der VRK eingehend zum status quo befragt worden seien, weshalb vom Kantonsgericht kein neues Gutachten eingeholt habe werden müssen, geht an der Sache vorbei. Das Kantonsgericht hat sich in seinem Urteil nicht nur auf die Feststellungen der VRK, sondern auch auf das genannte Gutachten abgestützt, weshalb die Kritik des Beschwerdeführers begründet ist. Ungeachtet dessen spricht die im Gutachten enthaltene Empfehlung (klare Zuteilung der Obhut und Besuchsrechtsregelung, welche möglichen Konflikten wenig Spielraum lässt; vgl. E. 4.2) entgegen der kantonsgerichtlichen Auffassung nicht gegen die alternierende Obhut, zumal sich klar definierte Leitlinien auch bei diesem Betreuungsmodell festsetzen lassen.