Citation: 6B_1354/2017 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer habe am 22. April 2013 dem Patienten in der Plastiktragtasche mehrere Minimalpackungen abgegeben. Er habe zudem die Abgabe von insgesamt 18 Arzneimittelgrosspackungen an vier Patienten in der Zeit vom Januar 2012 bis Juni 2013 eingestanden. Auch sei in acht Fällen die Abgabe von jeweils zwei Kleinstpackungen pro gestellter Diagnose an drei chronisch kranke Patienten zwischen März 2013 bis Juli 2013 erstellt (angefochtenes Urteil, E. II. 6.1 S. 30, 8.1 S. 34 und 9.2 S. 38). Dafür lägen jeweils keine Rechtfertigungsgründe vor. Es habe keine unmittelbare und unabwendbare Gefahr für diese Patienten bestanden. Vielmehr sei es Patienten, die in der Lage seien, den Beschwerdeführer dreimal in der Woche aufzusuchen, zuzumuten, sich die Arzneimittel auf dem gesetzlichen Weg über eine Apotheke diskret zu besorgen oder besorgen zu lassen. Soweit die Patienten freiwillig darauf verzichten würden, notwendige Arzneimittel zu besorgen, falle eine Berufung des Beschwerdeführers auf die Wahrung berechtigter Interessen ausser Betracht (angefochtenes Urteil, E. II. 6.4.2 S. 32, 8.5 S. 36 und 9.4.2 S. 39).