Citation: 1B_352/2014 E. 3.7

3.7. Der Beschwerdeführer sieht darin eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung, dass der Beschwerdegegner gleichzeitig mit der Mitteilung, er erachte die Strafuntersuchung als vollständig, die Ausfällung eines Strafbefehls gegen den Beschwerdeführer in Aussicht stellte. Da er dazu nie ein Verfahren eröffnet und den Beschwerdeführer einvernommen habe, gehe dies ebenfalls einseitig zu seinen Lasten. Der Hinweis der Vorinstanz, eine solche Einvernahme sei im Strafbefehlsverfahren nicht zwingend, gehe an der Sache vorbei, da die Frage der Glaubhaftigkeit der klar als Schutzbehauptung zu wertenden Aussagen des Hauptbeschuldigten nicht geprüft worden sei. Bei dieser Frage handelt es sich indessen um eine solche, die im eigentlichen Strafverfahren und nicht schon beim Entscheid über das Ausstandsgesuch zu klären ist. Die Vorinstanz hat den hier einzig massgeblichen Verfahrensablauf korrekt wiedergegeben. Eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung liegt insofern nicht vor.