Citation: 8C_364/2022 E. 3.2

3.2. Wie bereits im vorinstanzlichen Verfahren macht die Beschwerdeführerin geltend, sie sei vor Eintritt der Invalidität wegen Erziehungspflichten teilzeitlich erwerbstätig gewesen. Zwischenzeitlich, d.h. im Zeitpunkt des Vorbescheids, wäre sie als Gesunde aber vollständig erwerbstätig geworden, was die Invalidenversicherung anerkannt habe. Der versicherte Verdienst von Fr. 5115.- sei zwar richtigerweise nicht auf der Grundlage des vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielten Einkommens berechnet worden, sondern basierend auf dem (im Zeitraum vom 5. August 2019 bis 4. Februar 2020) während einer Ein-gliederungsmassnahme erhaltenen Taggeld der Invalidenversicherung, das auf einem vor Eintritt der Invalidität tatsächlich ausgeübten Pensum von 67,78 % beruhe. Die Vorinstanz habe aber übersehen, dass die Invalidenversicherung keine prozentual abgestuften Taggelder, sondern nur volle Taggelder kenne. Diese würden anhand des letzten Lohnes vor Eintritt des Gesundheitsschadens ermittelt. Daher sei bei der Herabsetzung des versicherten Verdienstes arbeitslosenversicherungsrechtlich zu berücksichtigen, dass das Taggeld der Invalidenversicherung auf der Grundlage des mit einem Teilzeitpensum von 67.78 % erzielten Lohnes berechnet worden sei. In Anlehnung an das Urteil 8C_352/2021 vom 7. Dezember 2021 resultiere demnach bei einem Invaliditätsgrad von 73 % ab 1. August 2020 ein angepasster versicherter Verdienst von Fr. 2037.55 (Fr. 5115.- : 67.78 x 27 %).