Citation: 9C_851/2018 E. 4.2.3

4.2.3. Was das ZMB-Gutachten anbelangt, so hat die Vorinstanz zutreffend festgestellt, dass somatische Unfallfolgen und nicht die psychischen Einschränkungen im Vordergrund gestanden hätten. Im psychiatrischen ZMB-Teilgutachten der Dr. med. G.________ fehle eine einlässliche, differenzierte Auseinandersetzung mit der Arbeitsfähigkeitsschätzung des Dr. med. B.________ und mit den normativen Vorgaben (vgl. E. 3.2). Die beschriebenen Befunde und Funktionsstörungen vermöchten das Ausmass der postulierten (vollständigen) Arbeitsunfähigkeit nicht zu plausibilisieren. Es bleibe fraglich, inwieweit invaliditätsfremde Faktoren in die Einschätzung eingeflossen seien. Die lediglich zwei konkret zur Arbeitsfähigkeit formulierten Sätze (auf S. 76 und 98 des ZMB-Gutachtens) seien derart knapp, dass sie nicht als hinreichend begründet betrachtet werden könnten. Somit steht fest, dass das ZMB-Gutachten in Bezug auf die invalidenversicherungsrechtlich relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit nicht schlüssig ist. Folglich kann die vom Beschwerdeführer aufgeworfene Frage, ob die durch die Unfallversicherung veranlasste ZMB-Expertise hierarchisch gleichwertig zum medexperts-Gutachten und deshalb ein Obergutachten anzuordnen sei (vgl. E. 3.3.2), offenbleiben.