Citation: 4C.163/2002 09.07.2003 E. A

A.________ und B.________ betreiben gemeinsam ein Architekturbureau in Form einer Aktiengesellschaft. C.________ ist Baumeister. Die X.________ AG ist im Bausektor tätig. D.________ ist ihr Alleinaktionär. B.________ war Eigentümer eines Grundstückes, das er mit finanzieller Beteiligung von C.________ gekauft und worüber er zusammen mit A.________ ein Bauprojekt erstellt hatte. Zur Realisierung dieses Vorhabens war er mit der Firma Y.________ AG einen Vorvertrag eingegangen. Am 7. Oktober 1993 verkaufte er die Parzelle an die Z.________ AG zum Preise von Fr. 5'600'000.- (entsprechend seinen eigenen Erwerbskosten) zuzüglich einer Entschädigung für das Bauprojekt von Fr. 1'042'500.-. Bereits am 23. September 1993 hatte die Z.________ AG mit der X.________ AG einen Generalunternehmervertrag über die Realisierung der von A.________ und B.________ projektierten und um eine zweite Etappe erweiterten Überbauung zu einem Pauschalpreis von insgesamt Fr. 21'957'500.- abgeschlossen. Die X.________ AG ihrerseits schloss - nach dem Vertragstext als Rechtsnachfolgerin von B.________ - mit der Y.________ AG einen Generalunternehmervertrag ab. Gestützt darauf realisierte die Y.________ AG die Überbauung beider Etappen zu einem Werkpreis von insgesamt Fr. 15'231'264.55. Die X.________ AG realisierte damit aus dem Subunternehmervertrag mit der Y.________ AG einen Gewinn von brutto Fr. 6'726.235.45 (eigener Werkpreis von Fr. 21'957'500.- minus Drittpreis Y.________ AG von Fr. 15'231'264.55). Die Parteien streiten sich um die Berechtigung an diesem Gewinn. Die Kläger halten dafür, sie hätten mit der X.________ AG in einem Treuhandverhältnis gestanden, aus welchem sie Anspruch auf Ablieferung des erzielten Gewinns nach Abzug der Aufwendungen der Treuhänderin und deren vereinbarten Honorars für die Treuhandschaft von Fr. 180'000.- hätten. Die Beklagten bestreiten jede Herausgabepflicht über den erzielten Gewinn oder Teile davon.