Citation: 4P.51/2006 15.05.2006 E. 3

Das Bundesgericht prüft im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde nur klar und detailliert erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen. In der Beschwerdeschrift sind die als verletzt behaupteten Bestimmungen im Einzelnen zu nennen. Überdies ist darzutun, inwiefern diese verletzt sein sollen (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Auf ungenügend begründete Rügen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 130 I 26 E. 2.1, 258 E. 1.3). Macht der Beschwerdeführer - wie hier - eine Verletzung des Willkürverbots geltend, muss er in der Beschwerdeschrift im Einzelnen aufzeigen, inwiefern der Entscheid an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 262; 129 I 113 E. 2). Dabei ist zu beachten, dass Willkür im Sinne von Art. 9 BV nach ständiger Rechtsprechung nicht schon dann vorliegt, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre. Das Bundesgericht hebt einen kantonalen Entscheid nur auf, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, zur tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Willkür liegt zudem nur vor, wenn nicht bloss die Begründung eines Entscheides, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (BGE 131 I 57 E. 2; 129 I 8 E. 2.1 mit Hinweisen). Diesen Begründungsanforderungen wird die Beschwerdeführerin nicht gerecht. Sie tut zunächst nicht rechtsgenüglich dar, inwiefern das Obergericht in krasser Weise gegen Bundesrecht, insbesondere gegen Art. 274d Abs. 3 OR oder gegen den von ihr weiter angerufenen § 262 ZPO-LU verstossen haben soll, weil es die im zweitinstanzlichen Verfahren aufgelegten Beweisurkunden als unzulässige Noven aus dem Recht wies. Ohnehin steht die Untersuchungsmaxime nach Art. 274d Abs. 3 OR einer Beschränkung der Kognition der zweiten Instanz durch ein Novenverbot nicht entgegen (BGE 125 III 231 E. 4a S. 239 mit Hinweisen). Im Weiteren breitet die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerdeschrift die eigene Darstellung des Sachverhalts aus und übt appellatorische Kritik am angefochtenen Urteil. Sie erläutert, wie die Beweise - einschliesslich der vom Obergericht aufgrund des Novenverbots nicht zugelassenen - ihrer Auffassung nach zu würdigen wären, als ob dem Bundesgericht die freie Prüfung aller Tat- und Rechtsfragen zukäme. Damit verfehlt sie die Begründungsanforderungen an eine Willkürrüge. Zudem verletzt sie das im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren grundsätzlich geltende Novenverbot, indem sie als Novum das nach dem angefochtenen Urteil datierende Schreiben von A.________ vom 9. März 2006 einreicht (BGE 128 I 354 E. 6c S. 357; 107 Ia 187 E. 2b, je mit Hinweise; Walter Kälin, Das Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde, 2. Aufl., Bern 1994, S. 370).