Citation: 4A_271/2013 E. 7.3

7.3. Nach der Rechtsprechung sind Projektierungsarbeiten, die in einem zu realisierenden Projekt ihren Niederschlag finden bzw. das Erstellen von Plänen den Bestimmungen über den Werkvertrag zu unterstellen (BGE 134 III 361 E. 5.1; 130 III 362 E. 4.1 S. 365; Urteil 4A_90/2013 vom 10. Juni 2013 E. 3 mit weiteren Hinweisen). Ist der Preis für ein Werk nicht bestimmt worden, so wird er gemäss Art. 374 OR nach Massgabe des Wertes der Arbeit und Aufwendungen des Unternehmers festgesetzt. Damit hat der Richter bei Fehlen einer Honorarvereinbarung die Entschädigung beim Werkvertrag - gleich wie beim Auftrag - nach allgemeinen Prinzipien so festzulegen, dass sie den erbrachten Leistungen entspricht und unter Berücksichtigung der Umstände objektiv verhältnismässig ist (Urteil 4C.158/2001 vom 15. Oktober 2001 E. 1b, in: SJ 2002 I S. 205 f.; vgl. auch: Urteile 4C.472/1995 vom 3. Oktober 1996 E. 2c; 4C.261/2005 vom 9. Dezember 2005 E. 2.1). Sowohl beim Werkvertrag als auch beim Auftrag sind die zur Erbringung der vereinbarten Leistung erforderlichen Personal- und Sach- und General- oder Gemeinkosten die Hauptkriterien für die Bewertung der Arbeit ( EGLI/STÖCKLI, Das Planerhonorar, in: Die Planerverträge, Stöckli/Siegenthaler [Hrsg.], 2013, S. 307 ff., 326 Rz. 7.44 f.; vgl. auch: PETER GAUCH, Der Werkvertrag, 5. Aufl. 2011, S. 390 Rz. 948 f.). In der Lehre wird zwar namentlich von GAUCH die Meinung vertreten, insoweit seien bei Werkvertrag grundsätzlich die effektiven Selbstkosten massgebend ( GAUCH, a.a.O., S. 390 Rz. 948 mit Hinweisen). Auch dieser Autor geht jedoch davon aus, die Parteien vereinbarten in der Praxis oftmals stillschweigend, dass sich der Aufwand nach der Übung bestimme, wofür bei Alltagsgeschäften eine starke (natürliche) Vermutung spreche. Diesfalls schulde der Besteller die Vergütung, die nach allgemein anerkannter Auffassung am Ort und zur Zeit der Werkausführung für den betreffenden Aufwand bezahlt werden müsse ( GAUCH, a.a.O., S. 391 Rz. 950 f.).