Citation: 1P.570/2001 28.01.2002 E. 3

Die Beschwerdeführer machen geltend, das Verwaltungsgericht sei in willkürlicher Weise darüber hinweg gegangen, dass weder auf der Parzelle Nr. 1521, wo die Pferdestallung errichtet werden solle, noch auf der benachbarten Zone für öffentliche Bauten und Anlagen (ZöBA), die zur Trinkwasserfassung genutzt werde, ein geeigneter Pferdeauslauf zur Verfügung stehe. Es sei auf eine entsprechende Rüge nicht eingetreten und habe damit willkürlich missachtet, dass vorliegend die Voraussetzungen nicht gegeben seien, um zu verhindern, dass die Pferde durch Hufschläge gegen die Stallwände Lärm erzeugten (BGE 101 Ia 205 E. 3b S. 208). Das Verwaltungsgericht trat auf die Rüge der Beschwerdeführer, wonach der Beschwerdegegner seine Pferde unberechtigterweise in der ZöBA weiden lasse, nicht ein. Es erwog, diese Rüge könne nicht mit der Umnutzung des streitbetroffenen Gebäudes in Verbindung gebracht werden und gehöre somit nicht zum Rekursgegenstand. Bei der Beurteilung der Störwirkung der Umnutzung nahm es an, dass die Pferde nur zeitlich beschränkt in den Boxen gehalten würden. Es ging somit davon aus, dass in der Nähe der geplanten Stallung hinreichende Auslaufmöglichkeiten für die Pferde bestünden. Damit ist es nicht in Willkür verfallen. Die Gemeinde bestätigte im vorliegenden Verfahren, dass sich in der ZöBA nur ein Trinkwasserreservoir und keine Trinkwasserfassung befinde. Zur Zeit und für die nächsten Jahre stehe einer Nutzung der um das Wasserreservoir vorhandenen Wiesenfläche als Weide nichts entgegen. Ihr Abweiden durch Pferde sei sogar sinnvoll. Ferner stehe unmittelbar im Anschluss an die ZöBA eine weitere Weide zur Verfügung. Die erhobene Rüge erweist sich damit als unbegründet.