Citation: 2C_742/2021 E. 3.1.1

3.1.1. Der Verzeiger ist Mitglied einer Stockwerkeigentümergemeinschaft, welche von der C.________ AG (nachfolgend: die Verwaltungsgesellschaft) verwaltet und vertreten wird. Die Stockwerkeigentümergemeinschaft, vertreten durch die Verwaltungsgesellschaft, schloss im Jahr 2010 einen Werkvertrag mit der D.________ GmbH (nachfolgend: die Werkunternehmerin) über den Ersatz einer Hangsicherung ab. Die Stockwerkeigentümergemeinschaft ist der Ansicht, dass die Hangsicherung mangelhaft ausgeführt wurde, weshalb die Verwaltungsgesellschaft gegenüber der Werkunternehmerin im Jahr 2011/2012 und erneut im März 2018 Mängelrüge erhob. Der Verzeiger wandte sich am 26. April 2018 mit einem von allen Stockwerkeigentümern unterzeichneten Schreiben an die Verwaltungsgesellschaft und verlangte nebst der Durchsetzung der Gewährleistungsansprüche gegenüber der Werkunternehmerin auch eine Erklärung der Verwaltungsgesellschaft, "dass sie unsere Haftungsansprüche gegenüber der [Werkunternehmerin] durchsetzen oder die Sanierung der Hangsicherung veranlassen und Kosten selbst übernehmen werden" und eine Erklärung, "für alle Nachteile der Gemeinschaft aufzukommen, die sich aus der jahrelangen Verzögerung der besagten Durchsetzung ergeben". Unter anderem wird der Verwaltungsgesellschaft in diesem Schreiben vorgeworfen, der Stockwerkeigentümergemeinschaft ausdrücklich versichert zu haben, dass die Stockwerkeigentümergemeinschaft gegen diese Risiken bei einer Auftragsvergabe an die Werkunternehmerin abgesichert sei, insbesondere weil die Werkunternehmerin in ihrem Vertrag eine Lebensdauer der Sanierungselemente von 20 Jahren garantiert habe. Wie diese garantierte Lebensdauer zu verstehen ist, ist heute umstritten.