Citation: 7B_112/2023 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz führt aus, sie habe den Beschwerdeführer in ihrem ersten Urteil vom 4. November 2020 für die Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes zu einer Busse, für das Fahren in fahrunfähigem Zustand zu einer Geldstrafe und für die restlichen Delikte zu einer Freiheitsstrafe verurteilt. Die Schuldsprüche seien vor Bundesgericht unangefochten geblieben, gleich wie die Wahl der Strafart. Darauf sei nicht zurückzukommen. Das schwerste mit Freiheitsstrafe zu bestrafende Delikt sei die versuchte eventualvorsätzliche Tötung. Nicht der Beschwerdeführer selbst, sondern der als Schütze ungeübte Mittäter habe den Schuss auf das 20 bis 30 Meter entfernte flüchtende Opfer, einen Türsteher, abgegeben. Es sei von einem objektiven Tatverschulden im untersten Bereich auszugehen. In subjektiver Hinsicht sei die Tat von Rache getragen gewesen. Der Beschwerdeführer und der Mittäter seien durch den Rauswurf aus dem Club und die damit verbundenen körperlichen Verletzungen gekränkt gewesen. Sie hätten sich gegenseitig angestachelt und den Rachegedanken gesteigert. Beide hätten eine längere Taxifahrt in Kauf genommen, um sich eine Schusswaffe zu besorgen. Obwohl beide keine Erfahrung im Umgang mit der Waffe hatten, sei für sie nur diese als Mittel ihrer Rache in Frage gekommen. Sie hätten einen Kollegen zur Waffenübergabe bewegen müssen, hartnäckig an ihren Racheplänen festgehalten, Hin- und Rückfahrt nach V.________ und ihre anschliessende Flucht von U.________ geplant. Ihr Vorgehen zeuge von beträchtlicher krimineller Energie. Der Beschwerdeführer sei eher zufällig nicht Haupttäter, sondern Mittäter. Dass nicht er den Schuss abgegeben habe, führe zu einem gegenüber dem Haupttäter stark reduzierten subjektiven Tatverschulden. Dieses sei im unteren Bereich einzuordnen. Der Beschwerdeführer sei voll schuldfähig. Auch die Alkoholisierung sei nicht strafmindernd zu berücksichtigen. Das Verhalten des Beschwerdeführers zeige, dass sein Realitätsbezug erhalten gewesen sei und er sich an die verschiedenen Gegebenheiten bei den verschiedenen Taten habe anpassen können. Insoweit sei eine alkoholbedingte massgebende Beeinträchtigung zu verneinen. Für ein vollendetes Delikt der eventualvorsätzlichen Tötung erachtet die Vorinstanz eine Strafe von fünfeinhalb Jahren Freiheitsstrafe (bei einem Strafrahmen von Freiheitsstrafe von fünf bis 20 Jahren) als angemessen. Weil die Tat im Versuchsstadium geblieben ist, unterschreitet die Vorinstanz den ordentlichen Strafrahmen und setzt die Einsatzstrafe auf 40 Monate Freiheitsstrafe fest. Sie bewertet sodann objektive und subjektive Tatschwere der weiteren Delikte. Hernach berücksichtigt sie die Täterkomponenten und verwirft eine Strafminderung zufolge Zeitablaufs gemäss Art. 48 lit. e StGB. Für die Gefährdung des Lebens zum Nachteil von E.________ erachtet die Vorinstanz eine Einzelstrafe von 16 Monaten Freiheitsstrafe als angemessen und für die Gefährdungen des Lebens zum Nachteil von F.________ und G.________ je eine Einzelstrafe von 12 Monaten. Für die Nötigung geht die Vorinstanz von einer Einzelstrafe von drei Monaten aus, für die einfache Körperverletzung von einer Einzelstrafe von zwei Monaten und für den Raufhandel von einer Einzelstrafe von drei Monaten. Insgesamt geht die Vorinstanz von einer Gesamtstrafe von 60 Monaten Freiheitsstrafe aus, welche höher liege, als die erstinstanzlich ausgesprochene Freiheitsstrafe von 40 Monaten, weshalb es infolge des Verschlechterungsverbotes bei der Letzteren bleibe.