Citation: 8C_162/2023 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer wendet ein, das ZMB-Gutachten vom 5. Juli 2021 sei hinsichtlich der diagnostizierten Diarrhoe widersprüchlich. Einerseits sei unter Berufung auf die von ihm aufgelegte Fotodokumentation wiederholt festgehalten worden, es könnten zehn bis 15 Stuhlgänge pro 24 Stunden objektiviert werden. An anderer Stelle des ZMB-Gutachtens sei davon abweichend angegeben worden, die Intervalle zwischen den einzelnen Stuhlgängen könnten "auf drei bis vier Stunden angesetzt werden", was lediglich sechs bis acht Stuhlgängen pro 24 Stunden entspräche. Die ergänzende Stellungnahme des gastroenterologischen ZMB-Gutachters Dr. med. C.________ vom 20. Januar 2022 vermöge diese Diskrepanz nicht aufzulösen. Widersprüchlich sei das ZMB-Gutachten auch bezüglich der möglichen Diarrhoe-Therapien. Im gastroenterologischen ZMB-Gutachten vom 5. Juli 2021 habe Dr. med. C.________ nämlich festgehalten, die Intervalle zwischen den Stuhlgängen hätten einzig durch die Einnahme von Tinctura opii verlängert werden können. An anderer Stelle habe er aber angegeben, die Option einer solchen Therapie müsse aufgrund der früheren Drogensucht "äusserst zurückhaltend formuliert werden". Es sei mithin nicht nachvollziehbar, weshalb Dr. med. C.________ am 20. Januar 2022 zum Schluss gekommen sei, die Therapie mit Tinctura opii sei legitimiert. Vielmehr habe der Beschwerdeführer vorinstanzlich dargelegt, dass er 2019 die tägliche Einnahme von Tinctura opii habe absetzen müssen, da sich eine Abhängigkeit einzustellen begonnen habe. Nur noch ausnahmsweise vor wichtigen Terminen nehme er Tinctura opii ein. Ausführungen zur Zumutbarkeit dieser Therapie fehlten im interdisziplinären ZMB-Gutachten.