Citation: 2C_47/2024 E. 4.5

4.5. Die Beschwerdeführerin ist jedoch der Ansicht, die Einwohnergemeinde habe Art. 5 VR in unverhältnismässiger Weise angewendet und damit Art. 27 i.V.m. Art. 36 Abs. 3 BV verletzt. Sie bringt im Wesentlichen vor, wenn ein Dritter ihre Waren im Dorf transportiere, werde das Verkehrsaufkommen in Zermatt nicht reduziert. Die Ausserverkehrsetzung ihres Elektrofahrzeugs sei deshalb nicht geeignet, das öffentliche Interesse zu fördern. Zudem könnten gemäss Art. 5 Abs. 3 VR als mildere Massnahme Bewilligungen mit Auflagen und Bedingungen versehen werden. Im Weiteren sei die Beauftragung von Transportunternehmen für den Transport im Dorf für sie unpraktikabel. Die Belieferung des Bergrestaurants, welches auf der Alp nur über eingeschränkte Kühllagerungsmöglichkeiten verfüge, und der Boutique (mit Merchandisingartikeln) sei logistisch aufwändig. Auch müssten kurzfristig Waren geliefert werden können. Bei Beauftragung eines Dritten mit den Transporten entstehe ein Koordinationsaufwand. Die Zweck-Mittel-Relation sei deshalb nicht angemessen und die Ausserverkehrsetzung des Elektrofahrzeugs unzumutbar.