Citation: 9C_728/2023 E. 5.5

5.5. Für im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 18. Oktober 2023 laufende Renten mit einem Invaliditätsgrad unter 70 Prozent, bei denen das Einkommen mit Invalidität aufgrund statistischer Werte festgelegt wurde und bei denen vom Einkommen mit Invalidität nicht bereits 20 Prozent abgezogen wurden, ist innerhalb von drei Jahren seit dem 1. Januar 2024 eine Revision einzuleiten (Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung der IVV vom 18. Oktober 2023). Führt die Invaliditätsgradbemessung anhand der Bestimmungen der IVV in der Fassung gültig ab dem 1. Januar 2024 zu einer Änderung von mindestens 5 Prozentpunkten im Invaliditätsgrad, so erfolgt ein Wechsel ins stufenlose Rentensystem (lit. b Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des IVG vom 19. Juni 2020). Unter diesen Umständen ist der Beschwerdeführerin zuzustimmen, dass die Frage nach einem leidensbedingten Abzug und damit dem genauen Invaliditätsgrad auf die Höhe der Rente des Beschwerdeführers ab dem 1. August 2014 zwar keine Auswirkung hat, im Rahmen der vorzunehmenden Revision jedoch durchaus relevant ist. Gemäss Art. 26 bis IVV (in der ab 1. Januar 2024 gültigen Fassung) werden vom statistisch bestimmten Einkommen 10 % abgezogen. Wurde dem Beschwerdegegner nach der altrechtlichen Rechtsprechung kein leidensbedingter Abzug gewährt, so würde der neurechtliche Abzug von 10 % zu einer Änderung des Invaliditätsgrades von 5 % führen (Invaliditätsgrad ohne Abzug 44 % [Fr. 117'955.- - Fr. 66'453.- / Fr. 117'995.- * 100]; Invaliditätsgrad mit 10 % Abzug 49 % [Fr. 117'955.- - Fr. 59'808.- / Fr. 117'955.- * 100]), womit im Rahmen der Revision ein Wechsel ins stufenlose Rentensystem erfolgen würde. Wenn jedoch dem Beschwerdeführer schon nach altrechtlicher Regelung ein Leidensabzug von 5 bis 10 % gewährt wurde, so würde der neurechtliche Abzug von 10 % zu keiner Änderung des Invaliditätsgrades respektive einer solchen von unter 5 % führen.