Citation: 2C_658/2023 E. A

A.a. Die türkische Staatsangehörige A.A.________ (geb. 1985) reiste am 10. Dezember 2012 gestützt auf ein am 16. Oktober 2012 bewilligtes Aufenthaltsgesuch zwecks Vorbereitung der Heirat in die Schweiz ein. Im Dezember 2012 heiratete sie im Kanton Solothurn den in der Schweiz niedergelassenen Landsmann C.A.________ (geb. 1975). Die ihr am 17. Januar 2013 im Rahmen des Familiennachzugs erstmals erteilte Aufenthaltsbewilligung wurde in der Folge jeweils um ein Jahr verlängert. A.b. Im Jahr 2013 wurde im Kanton Solothurn die gemeinsame Tochter B.A.________ geboren, welche im Besitz einer Niederlassungsbewilligung ist. A.c. Mit Strafbefehl vom 14. August 2017 wurde C.A.________ wegen Drohung, Beschimpfung und Tätlichkeiten, begangen am 4. Juli 2017 zum Nachteil von A.A.________, zu einer Geldstrafe von 70 Tagessätzen zu je Fr. 30.-- sowie einer Busse von Fr. 300.-- (Art. 105 Abs. 2 BGG) verurteilt. Gemäss dem Urteil des Richteramts Solothurn-Lebern vom 10. November 2017 leben die Ehegatten seit dem 1. September 2017 getrennt. Am 4. Juni 2020 wurde die Ehe durch dasselbe Gericht geschieden. Die Tochter, B.A.________, wurde unter die gemeinsame elterliche Sorge und unter die alleinige Obhut von A.A.________ gestellt. A.d. A.A.________ bezog - teilweise zusammen mit C.A.________ - während neun Jahren Sozialhilfeleistungen im Umfang von Fr. 405'696.68. Seit dem 1. September 2023 arbeitet sie in einem 70%-Pensum in der Gastrobranche und verdient Fr. 2'433.90 pro Monat. Bei monatlichen Ausgaben von Fr. 3'956.10 verbleibt ein Manko von Fr. 1'522.20 pro Monat. Die sozialhilferechtliche Unterstützung dauert weiterhin an.