Citation: 8C_738/2021 E. 3.4.3

3.4.3. 3.4.3.1. Es fehlen konkrete Anhaltspunkte dafür, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall mehr verdient hätte als in den von der Vorinstanz berücksichtigten vier Jahren ihrer selbstständigen Erwerbstätigkeit als Coiffeuse von 2014 bis 2017. Denn bei ihrer Argumentation, es seien auch weiter zurückliegende einkommensstarke Jahre heranzuziehen, übersieht sie, dass ihr Einkommen seit 2012 stetig zurückging und sie den niedrigsten Betriebsgewinn im Jahr 2017 (Unfalltag: 31. Dezember 2017) erzielte. Diese kontinuierliche Abnahme der Einkommen ergibt sich unabhängig davon, ob die Betriebsgewinne bzw. das steuerbare Einkommen oder die im IK-Auszug erfassten Beiträge (vgl. vorstehende E. 3.4.2.2) herangezogen werden. Dass die Beschwerdeführerin ohne gesundheitliche Beeinträchtigung wieder an die in den Jahren 2011 bis 2013 erzielten Einkünfte hätte anknüpfen können, wird nicht geltend gemacht und ergibt sich auch nicht aus den Akten. 3.4.3.2. Eine (im Übrigen nicht verlangte) Parallelisierung der Vergleichseinkommen fällt überdies von Vornherein ausser Betracht, wenn und soweit sich die versicherte Person aus freien Stücken, etwa mangels wirtschaftlicher Notwendigkeit, mit einem verglichen mit ihrem Erwerbspotenzial tiefen Einkommen begnügte und Anhaltspunkte fehlen, dass sie ohne gesundheitliche Beeinträchtigung die betreffende Tätigkeit zugunsten einer besser entlöhnten Arbeit (in selbstständiger oder unselbstständiger Stellung) aufgegeben hätte (BGE 135 V 58 E. 3.4.1 und 3.4.6; 134 V 322 E. 4.1; Urteil 8C_173/2012 vom 8. Juni 2012 E. 6.2). Es ist nicht ansatzweise belegt oder (substanziiert) geltend gemacht, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall ihre nicht einträgliche, mithin seit April 1991 betriebene, selbstständige Tätigkeit aufgegeben und dauerhaft eine besser bezahlte unselbstständige Erwerbstätigkeit ausgeübt hätte, zumal sie angab, den Coiffeursalon nicht aufgeben zu wollen. Die Festsetzung des Valideneinkommens auf Fr. 31'102.20 im angefochtenen Urteil ist somit bundesrechtskonform. Selbst bei Zugrundelegung des (etwas höheren) Valideneinkommens in den Jahren 2014 (Fr. 37'000.-) 2015 (Fr. 34'700.-) und 2016 (Fr. 27'100.-) gemäss IK-Auszug vom 30. Juli 2019 mit einem durchschnittlichen Einkommen von Fr. 32'933.30 führte zu keinem anderen Ergebnis, wie sich aus dem Nachstehenden (E. 4.2.2.) ergibt.