Citation: 5A_163/2017 E. 1.3

1.3. Zivilrechtlich bildet das Fideikommiss ein Sondervermögen in der Hand der berechtigten Person. Dem jeweiligen Inhaber steht das Alleineigentum am Fideikommissgut zu, wobei es sich um hinsichtlich Verpfändung, Veräusserung und Vererbung gebundenes Eigentum handelt (BGE 69 I 193 E. 2b S. 197). Der Inhaber (Fideikommissar) ist aufgrund seiner Stellung zur Beschwerde gegen Entscheide, die das Fideikommissgut betreffen, berechtigt (Art. 76 Abs. 1 BGG; vgl. für die strengere Legitimation zur staatsrechtlichen Beschwerde: Urteil P.165/1976 vom 27. April 1977 E. 1a, in: ZBl 79/1978 S. 20). Fraglich sein könnte das Beschwerderecht der Fideikommissanwärter, zumal offen ist, ob sich ihr Nachfolgerecht jemals verwirklicht und sie selber dereinst Fideikommissar werden. Einem Fideikommissanwärter als Beschwerdeführer hat das Bundesgericht indessen die Parteistellung im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde ausdrücklich nicht versagt (zit. Urteil P.1125/1986 E. 2). Aus der Sicht des vergleichsweise beizuziehenden Stiftungsrechts könnte den Fideikommissanwärtern das besondere, zur Beschwerde legitimierende Interesse am Schicksal des Kommissgutes auch nicht abgesprochen werden (BGE 110 II 436 E. 2 S. 440; Urteil 9C_823/2011 vom 23. März 2012 E. 2.1). Insoweit steht ihnen das Beschwerderecht gegen das kantonsgerichtliche Urteil zu (Art. 76 Abs. 1 BGG), das das Verfahren abschliesst (Art. 90 BGG).