Citation: 7B_493/2024 E. 7.3

7.3. Auch diese Rüge ist unbegründet: Wie gesehen ist bei der Prüfung der Haftdauer auch die voraussichtliche Dauer der stationären therapeutischen Massnahme zu berücksichtigen. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers bestehen keine Hinweise dafür, dass der Gesetzgeber die bundesgerichtliche Rechtsprechung durch Verzicht einer Revision von Art. 212 Abs. 3 StPO zu ändern gesucht hätte (vgl. FABBRI/HOFER, in: Basler Kommentar, Strafprozessordnung/Jugendstrafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, N. 24 zu Art. 212 StPO). Die Vorinstanz verletzt somit kein Bundesrecht, wenn sie angesichts der zweitinstanzlich bestätigten stationären therapeutischen Massnahme drohende Überhaft verneint (vgl. diesbezüglich auch Urteil 7B_304/2024 vom 11. April 2024 E. 5). Schliesslich ist auch nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die Anordnung von Ersatzmassnahmen anstelle von Haft abgelehnt hat (siehe bereits Urteil 1B_377/2022 vom 15. August 2022 E. 7). Der Beschwerdeführer rügt im Übrigen in diesem Zusammenhang keine willkürliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts durch die Vorinstanz (vgl. Art. 97 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 105 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG), und eine solche ist auch nicht ersichtlich. Ebenso wenig ist eine Verletzung der Unschuldsvermutung auszumachen.