Citation: 1C_287/2021 E. 4.4

4.4. Das angefochtene Urteil deutet trotz der nicht ganz klaren Formulierung (vgl. oben E. 4.1) darauf hin, dass das Verwaltungsgericht das Vorliegen eines Enteignungstitels gemäss Art. 97 Abs. 1 Ziff. 2 KRG aufgrund der Festlegungen im GEP bejaht hat. In diesem Fall wäre es unproblematisch, daraus die rechtliche Sicherstellung der Erschliessung abzuleiten. Die Gemeinde spricht sich demgegenüber vor Bundesgericht dafür aus, die Frage offenzulassen, ob den Festlegungen im GEP die Wirkung eines Enteignungstitels beizulegen sei. Sie bekräftigt vielmehr den im erstinstanzlichen Entscheid enthaltenen Vorbehalt der nachträglichen Einleitung eines Enteignungsverfahrens gemäss Art. 2, 3 und 5 des kantonalen Enteignungsgesetzes vom 26. Oktober 1958 (EntG; BR 803.100). Auch für diesen Fall beansprucht sie, die Erschliessung sei ausreichend rechtlich sichergestellt. Fraglich ist, inwiefern eine Nutzungsplanung nach Art. 97 Abs. 1 Ziff. 2 KRG auch ein Enteignungsrecht für die Zufahrt zu einer privaten Hotelbaute und Besucherparkplätzen verleiht. Im vorliegenden Verfahren braucht nicht geklärt zu werden, welcher Enteignungsweg massgeblich ist. Selbst wenn noch ein Enteignungstitel nach den Vorschriften des EntG erlangt werden müsste, lässt sich die Baubewilligungsfähigkeit bejahen, falls davon auszugehen ist, dass ein solcher für die Zufahrt und die Aussenparkplätze auf Nr. 1660 mit hoher Wahrscheinlichkeit sachlich gerechtfertigt ist (vgl. oben E. 4.3). Der Beschwerdeführer stellt vor Bundesgericht nicht in Abrede, dass die Zufahrt und der Flächenanteil für die Aussenparkplätze auf Parzelle Nr. 1660 im GEP enthalten sind. Ebenso wenig bestreitet er konkret, dass die Baubewilligungen diesen Vorgaben entsprechen. Er wendet sich aber gegen die Annahme eines öffentlichen Interesses und der Verhältnismässigkeit für eine entsprechende Enteignung. Insbesondere hält er dem angefochtenen Urteil entgegen, die fragliche Zufahrt diene hauptsächlich der Erschliessung eines Hotels und somit privaten Interessen. Ferner seien anstelle einer Enteignung mildere Mittel wie eine Grenzbereinigung oder Landumlegung vorzuziehen.