Citation: 8C_360/2017 E. 5.2.1

5.2.1. Die Allianz macht geltend, bei der Prüfung der Wiedererwägung habe es die Vorinstanz als unklar erachtet, worauf sie sich bei der Rentenzusprache vom 6. Januar 1997 gestützt habe (vgl. E. 4.1 hiervor). Im Rahmen der Revisionsfrage stütze sie sich aber als Vergleichsbasis auf das Gutachten des Spitals E.________ vom 13. Juni 1995, wonach die Diskushernie L4/5 mangels Unfallkausalität nicht zu berücksichtigen sei. Diese Argumentation sei widersprüchlich und verletze Bundesrecht. Es könne nicht sein, dass die Vorinstanz bei der Prüfung der Wiedererwägung die Zusprache einer Rente von 70 %, welche massgeblich aufgrund der Auswirkungen der Diskushernie erfolgt sei, nicht als zweifellos unrichtig beurteile, aber im Rahmen der Rentenrevision die Auswirkungen der Diskushernie zum vorneherein mangels Unfallkausalität ausklammere. Wenn die Rentenzusprache vom 6. Januar 1997 nicht zweifellos unrichtig gewesen sei, sei vom Bundesgericht festzustellen, dass damals die Auswirkungen der Diskushernie auf die Arbeitsfähigkeit berücksichtigt worden seien. Da die Diskushernienbeschwerden laut dem SIVM-Gutachten vom 19. September 2014 abgeklungen seien, habe sich der Gesundheitszustand der Versicherten seit der Rentenzusprache wesentlich und rentenrelevant verbessert. Die Beschwerdegegnerin bringt vor, ob die Diskushernie nur eine vorübergehende Verschlimmerung erfahren habe oder ob sie ganz unfallkausal gewesen sei, sei bei der Rentenzusprache äusserst umstritten gewesen. Dafür, dass die Rentenzusprache ohne Berücksichtigung der Aktenlage erfolgt sei, gebe es keine Hinweise.