Citation: 5A_746/2018 E. 3.5

3.5. Die Vorinstanz hat dazu zusammengefasst erwogen, die Darstellung des Gesuchsgegners, dass er sich erst nach dem Vorliegen des graphologischen Gutachtens an die Ausstellung von Blankounterschriften erinnert habe, sei nicht überzeugend. Der Gesuchsgegner habe im erstinstanzlichen Verfahren überdies weder Belege eingereicht noch andere Beweismittel offeriert, mit welchen die (angebliche) Ausstellung von Blankounterschriften glaubhaft gemacht werden könnte. Die erstinstanzliche Schlussfolgerung, es handle sich um eine "nicht weiter belegte Behauptung" sei nicht zu beanstanden. Die Behauptungen und Tatsachenvorbringen des Gesuchsgegners im Zusammenhang mit der angeblichen Fälschung des Verlustausgleichs könnten zwar durchaus Indizien für seine Sachdarstellung darstellen, die dadurch erweckten Zweifel an der Echtheit des Verlustausgleichs seien jedoch nicht gewichtig genug, um die Sachdarstellung des Gesuchsgegners wahrscheinlicher erscheinen zu lassen als die Authentizität des streitgegenständlichen Rechtsöffnungstitels. Aufgrund der Vertragsfreiheit stehe es jeder urteilsfähigen Person zu, Vereinbarungen abzuschliessen, auch wenn diese keinen erkennbaren Vorteil mit sich bringen sollten. Die "allgemeine Lebenserfahrung" sei vorliegend kein geeignetes Argument, um den Rechtsöffnungstitel zu entkräften. Eine offensichtliche unrichtige Feststellung des Sachverhalts oder eine unrichtige Rechtsanwendung (Art. 320 ZPO) durch das Bezirksgericht sei nicht dargetan. Die blosse Bestreitung der Echtheit des Rechtsöffnungstitels bringe das Rechtsöffnungsbegehren jedenfalls nicht zu Fall. Da es dem Gesuchsgegner nicht gelungen sei, die Ausstellung von Blankounterschriften glaubhaft zu machen, sei im Rahmen des Rechtsöffnungsverfahrens davon auszugehen, dass er den "Verlustausgleich" unterzeichnet habe.