Citation: 6B_794/2024 E. 2.4.2

2.4.2. Der Beschwerdeführer verweist auf die Lehre, wonach eine quotenmässige Aufteilung zu erfolgen hat, wenn bei einer Mehrzahl strafbarer Handlungen ein Teilfreispruch oder eine Teileinstellung erfolgt. Dabei seien das Kostendeckungs- und das Äquivalenzprinzip zu beachten. Der beschuldigten Person dürfen jedoch dann die gesamten Verfahrenskosten auferlegt werden, wenn die ihr zur Last gelegten Handlungen in einem engen und direkten Zusammenhang stehen und alle Untersuchungshandlungen hinsichtlich jedes Anklagepunkts notwendig waren. Dabei sind nicht die rechtliche Würdigung und die Anzahl der angeklagten Tatbestände massgebend, sondern die zur Anklage gebrachten Lebenssachverhalte. Bei einem einheitlichen Sachverhaltskomplex ist vom Grundsatz der vollständigen Kostenauflage nur abzuweichen, wenn die Strafuntersuchung im freisprechenden Punkt zu Mehrkosten geführt hat (Domeisen, a.a.O., N. 6 zu Art. 426 StPO).