Citation: 8C_86/2010 06.09.2010 E. 3

3.1 Die Zürich und die Vorinstanz haben das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen den im Oktober 2007 als Rückfall gemeldeten Beschwerden und dem Unfallereignis vom 14. Juni 2004 verneint. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, die rückfallmässig geltend gemachten Beschwerden in Form einer Cervikobrachialgie und Einsteifung der Halswirbelsäule seien gemäss Bericht des PD Dr. med. H.________ vom 21. August 2007 vollumfänglich durch die erhobene Diskushernie C5/6 erklärbar und die Diskushernie wiederum sei nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis zurückzuführen. 3.2 Die vorinstanzliche Beurteilung beruht auf einer sorgfältigen Auseinandersetzung mit der medizinischen Aktenlage und einer überzeugend begründeten rechtlichen Würdigung. Was die Versicherte vorträgt, führt zu keinem andern Ergebnis. Namentlich verkennt sie, dass der Unfallversicherer bei der Leistungspflicht gemäss Art. 11 UVV für Rückfälle und Spätfolgen nicht auf der Anerkennung des natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhanges beim Grundfall und bei früheren Rückfällen behaftet werden kann, weil die unfallkausalen Faktoren durch Zeitablauf wegfallen können. Es obliegt - entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin - vielmehr dem Leistungsansprecher, das Vorliegen eines natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhanges zwischen dem als Rückfall oder Spätfolge geltend gemachten Beschwerdebild und dem Unfall nachzuweisen. Nur wenn die Unfallkausalität mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, entsteht eine erneute Leistungspflicht des Unfallversicherers. Dabei sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis umso strengere Anforderungen zu stellen, je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist (SVR 2005 MV Nr. 1 S. 1, M 1/02 E. 1.2; RKUV 1997 Nr. U 275 S. 188, U 93/96 E. 1c am Ende; Urteil 8C_237/2009 vom 3. Juni 2009 E. 3.3). 3.3 Vorliegend wurde in einem MRI der HWS vom 25. Juli 2007 eine Diskushernie C5/6 bildgebend festgestellt, welche gemäss Bericht des PD Dr. med. H.________ vom 21. August 2007 die rückfallmässig geltend gemachten Beschwerden vollumfänglich erkläre. Damit ist jedoch - wie das kantonale Gericht zutreffend darlegt - ein objektivierbarer Nachweis im Sinne der Rechtsprechung, dass es sich dabei um eine Folge des Unfalles oder eine durch den Unfall verursachte Verschlimmerung handeln würde, nicht gegeben und kann auch mittels weiterer Abklärungen mangels Dokumentierung des Vorzustandes der HWS nicht erbracht werden. Bezüglich Unfallkausalität erwähnte lediglich Dr. med. R.________, im Rheumatologischen Konsilium vom 10. Dezember 2008, in Anbetracht des doch schweren Unfalls sei es durchaus denkbar, dass ein Anulusriss im Rahmen des Unfalls aufgetreten sei und sich möglicherweise die Diskushernie zeitlich verzögert vollständig ausgebildet habe. Dies kann jedoch mit der Vorinstanz und Beschwerdegegnerin - namentlich auch in Anbetracht der in E.2 hievor zitierten Rechtsprechung bezüglich Verursachung von Diskushernien durch Unfall - nicht als genügender Kausalitätsnachweis betrachtet werden, zumal Dr. R.________ zu Unrecht von einem schweren Unfall ausgegangen und sein Verdacht von keinem andern Arzt bestätigt worden war. Auf die beschwerdeführerische Kritik an den medizinischen Abklärungen ist nicht weiter einzugehen und die letztinstanzlich neu eingereichten Urkunden vermöchten - soweit überhaupt die Voraussetzungen von Art. 99 Abs. 1 BGG erfüllt wären - nichts Entscheidrelevantes zu belegen.