Citation: 7B.21/2002 26.04.2002 E. 4

4.- Dass der Rückzug der schriftlichen Offerte vom 4. Dezember 2001 als solcher missbräuchlich sei, macht die Beschwerdeführerin nicht geltend. Sie bringt jedoch vor, sie hätte über den Widerruf des Angebots, auf das sie vertraut habe, benachrichtigt werden müssen und das Betreibungsamt hätte den Rückzug deshalb nicht beachten dürfen. Es ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin nicht etwa durch das Betreibungsamt vom erwähnten Angebot der T.________ AG erfahren hat. Die Beschwerdeführerin erklärt vielmehr selbst, sie habe von Notar P.________, der zuvor vergeblich versucht habe, im Namen der Eheleute R.________ einen Freihandverkauf zu erwirken, eine Kopie der schriftlichen Offerte zugestellt erhalten. Dass das Betreibungsamt davon gewusst hat, ist im Übrigen nicht festgestellt. Es konnte mithin von vornherein nicht gehalten sein, die Beschwerdeführerin über den Widerruf des Angebots zu informieren. Vielmehr betrifft das angeblich treuwidrige Verhalten ausschliesslich das privatrechtliche Verhältnis zwischen der T.________ AG und der Beschwerdeführerin. Unter den gegebenen Umständen ist nicht dargetan, dass das Betreibungsamt durch die Berücksichtigung des Widerrufs des Angebots vom 4. Dezember 2001 und den anlässlich der Steigerung vom 7. Dezember 2001 für 350'000 Franken erteilten Zuschlag gegen Bundesrecht verstossen hätte.