Citation: 1C_472/2015 E. 5.1

5.1. Inhaltlich rügen die Beschwerdeführer eine willkürliche Anwendung von Art. 39 Abs. 1 lit. a PolG und eine Verletzung des Rechts auf Achtung des Privat- und Familienlebens (Art. 8 EMRK), des Rechts auf Schutz der Privatsphäre (Art. 13 Abs. 1 BV) und der Eigentumsgarantie (Art. 26 Abs. 1 BV). Art. 39 Abs. 1 PolG zählt vier alternative Voraussetzungen auf (lit. a-d), unter denen die Kantonspolizei Häuser, Wohnungen und Räumlichkeiten ohne Einwilligung der berechtigten Person betreten und durchsuchen darf. Lit. a nennt die Abwehr einer gegenwärtigen erheblichen Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung. Die Beschwerdeführer sind der Ansicht, es habe nie eine direkte Bedrohung bestanden. Die Kontrolle im Jahr 2011 sei ohne Beanstandungen durchgeführt worden. Für das Jahr 2013 sei unbewiesen geblieben, ob eine Aufforderung zur Kontrolle verschickt worden sei. 2014 schliesslich seien allein die Modalitäten (der Zutritt beider Polizisten) diskutiert worden. Die Überprüfung an sich sei nicht umstritten gewesen, obwohl nur für Inhaber einer Waffenhandelsbewilligung eine zweijährliche Kontrolle gesetzlich vorgesehen sei und für andere Personen eine derartige Häufigkeit unverhältnismässig erscheine. Von einer mehrfachen Verletzung der Pflicht, Kontrollen zu dulden, könne deshalb nicht gesprochen werden. Im Übrigen würden keine einschlägigen Vorstrafen bestehen. Der Umstand, dass der Beschwerdeführer 1 wegen seines Wohnsitzes im Ausland schwer zu erreichen sei, begründe keine Gefahr. Zur Notwendigkeit der sorgfältigen Aufbewahrung der Waffen sei festzuhalten, dass die Verschlüsse der Seriefeuerwaffen bereits 2011 gestohlen worden seien, weshalb deren getrennte Aufbewahrung nach Art. 47 WV auch nicht mehr zu kontrollieren sei. Nach der Sicherstellung der Waffen sei eine Überprüfung von deren Aufbewahrung ohnehin nicht mehr möglich gewesen. Anhaltspunkte für eine gesetzwidrige Aufbewahrung hätten zudem nicht bestanden. Ebensowenig habe es Anlass zur Annahme gegeben, dass der Beschwerdeführer 1 eine weitere angekündigte Kontrolle abermals verhindert hätte. Als mildere Massnahme wäre mithin eine Wiederholung, verbunden mit der Androhung der zwangsweisen Durchsetzung und der Sicherstellung der Waffen in Frage gekommen. Auch die Kontrolle durch den FB WSG bzw. ein neutrales Polizeiorgan wäre als mildere Massnahme denkbar gewesen.