Citation: 6B_444/2021 E. 4.2.3

4.2.3. Die Vorinstanz kommt zu Recht zum Schluss, mit den gemachten Angaben der B.________ GmbH sei beim Durchschnittsadressaten der unrichtige Eindruck erweckt worden, die B.________ GmbH verfüge über eine in Wirklichkeit nicht erforderliche Bewilligung zum Betrieb einer Schule. Denn es heisst in der fraglichen Textpassage, dass das Schreiben der Direktion für Bildung und Kultur des Kantons Zug die B.________ GmbH zum Unterrichten und zur Ausstellung von Diplomen autorisiere/befuge ("authorized"). Die B.________ GmbH beschreibt in der fraglichen Textpassage somit den (angeblichen) Inhalt des Schreibens der Direktion für Bildung und Kultur des Kantons Zug. Vor diesem Hintergrund ist nicht von entscheidener Bedeutung, dass die B.________ GmbH nicht den Begriff "Verfügung" verwendet, sondern das Dokument der Direktion für Bildung und Kultur des Kantons Zug lediglich als Schreiben bezeichnet. Vielmehr sind die Angaben der B.________ GmbH im Gesamtzusammenhang geeignet, bei ausländischen Studenten, die keine besonderen Kenntnisse über juristische Begrifflichkeiten haben, eine falsche Vorstellung hinsichtlich des Vorliegens einer staatlichen Bewilligung hervorzurufen. Unbehelflich ist schliesslich der Einwand des Beschwerdeführers, die Tathandlungen entsprächen lediglich 0,035 % des Inhalts der Internetseite der B.________ GmbH. Denn gemäss den vorinstanzlichen Erwägungen, mit denen sich der Beschwerdeführer nicht weiter auseinandersetzt, werden die unrichtigen und irreführenden Äusserungen andernorts nicht hinreichend richtiggestellt. Vor diesem Hintergrund zielen die Einwendungen des Beschwerdeführers gegen die vorinstanzliche Schlussfolgerung ins Leere, der unterlassene Hinweis der B.________ GmbH auf die fehlende staatliche Anmerkung ihrer Diplome sei irreführend. Die Argumentation des Beschwerdeführers erschöpft sich nämlich darin, dass ein solcher Hinweis nur erforderlich wäre, wenn der Durchschnittsadressat begründeten Anlass hätte, von einer staatlichen Anerkennung der B.________ GmbH auszugehen. Was nach dem Dargelegten der Fall ist. Unter der Überschrift "Auszeichnungen" wird die Direktion für Bildung und Kultur des Kantons Zug genannt, was suggeriert, die B.________ GmbH bzw. deren Dienstleistungen/Diplome hätten irgendeine Auszeichnung von dieser Behörde erhalten. Soweit der Beschwerdeführer einwendet, es habe keine Bezugnahme zwischen dem Begriff "Auszeichnungen" und der B.________ GmbH bestanden, ist darauf hinzuweisen, dass die fraglichen Angaben gemäss Vorinstanz das Firmenprofil der B.________ GmbH auf ihrer Homepage bzw. auf Facebook betreffen. Mithin ergibt sich aus dem Gesamtzusammenhang, dass es um Angaben über Auszeichnungen der B.________ GmbH geht. Unbehelflich sind auch die Ausführungen des Beschwerdeführers zu den redaktionellen Unzulänglichkeiten. Denn auch wenn zwischen Deutsch und Englisch in der fraglichen Textpassage gewechselt wird und unklar bleibt, weshalb die B.________ GmbH Auszeichnungen der Direktion für Bildung und Kultur des Kantons Zug erhalten haben soll, kann nicht von einem erkennbaren redaktionellen Versehen gesprochen werden, dem Personen der angesprochenen Zielgruppe keine Bedeutung beimessen. Vielmehr ist davon auszugehen, dass eine nicht unerhebliche Anzahl der Adressaten annimmt, dass irgendeine Leistung der B.________ GmbH von staatlicher Seite verifiziert und als einer Auszeichnung würdig erachtet wurde. Die Vorinstanz stuft den Hinweis auf Auszeichnungen daher zu Recht als unwahr und irreführend im Sinne von Art. 3 Abs. 1 lit. b UWG ein. Der Beschwerdeführer stellt nicht in Frage, dass diese Angaben wettbewerbsrelevant sind. Ausführungen dazu erübrigen sich deshalb.