Citation: 6B_356/2009 21.07.2009 E. 2

Der Beschwerdeführer wendet sich gegen die Beweiswürdigung im angefochtenen Entscheid. Er wirft der Vorinstanz Willkür im Sinne von Art. 9 BV und eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" gemäss Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK vor. 2.1 Die Rüge der Verletzung der Unschuldsvermutung begründet der Beschwerdeführer im Grunde nur damit, dass seine Verurteilung auf einer willkürlichen Beweiswürdigung beruhe (Beschwerde Ziff. 9, 10, 13 und 21). Es kommt ihr deshalb keine selbständige Bedeutung zu. Wurden die Beweise willkürlich zu seinen Lasten gewürdigt, ist seine Verurteilung bereits aus diesem Grund ohne weiteres aufzuheben. Zu prüfen ist hier gestützt auf die Vorbringen des Beschwerdeführers folglich allein, ob die Vorinstanz den Sachverhalt offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG bzw. willkürlich im Sinne von Art. 9 BV feststellte (BGE 133 II 249 E. 1.2.2). Willkür in der Beweiswürdigung liegt vor, wenn die Behörde in ihrem Entscheid von Tatsachen ausgeht, die mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch stehen oder auf einem offenkundigen Fehler beruhen (BGE 135 V 2 E. 1.3; 134 I 140 E. 5.4). 2.2 Die Vorinstanz stützt ihre Schuldsprüche im Wesentlichen auf die Aussagen der Beschwerdegegner/innen. Sie geht dabei im Rahmen ihrer eingehenden Beweiswürdigung unter Verweis auf die ebenso umfassenden Ausführungen im erstinstanzlichen Urteil von deren Glaubhaftigkeit aus. Die Beschwerdegegner/innen hätten die an den Beschwerdeführer gerichteten Vorwürfe in all ihren Einvernahmen detailliert, anschaulich und charakteristisch sowie im Kerngehalt gleichbleibend und widerspruchsfrei geschildert. Für die Wahrhaftigkeit ihrer Aussagen spreche zudem, dass sie mit feststehenden Erkenntnissen ohne weiteres zu vereinbaren seien, so etwa die an die Beschwerdegegner/innen übergebenen CDs des Beschwerdeführers, die eine Einführung in das einschlägige Vokabular des Prostitutionsgewerbes enthielten, die auf seinem Computer sichergestellten Fotografien der Beschwerdegegner/innen in Unterwäsche, die Auswertung seiner Telefonkontakte zur Beschwerdegegnerin 1 sowie deren Unterbringung in einer Wohnung im Milieu. Die kleineren Ungereimtheiten in ihren Aus-sagen sprächen im Übrigen gegen die Annahme, dass sie sich im Rahmen der Strafuntersuchung abgesprochen hätten. Die Sachdarstellung des Beschwerdeführers überzeuge demgegenüber nicht. Seine Aktivitäten, etwa das Fotografieren der Frauen in Unterwäsche, liesse sich mit seiner behaupteten Rolle als Wohltäter und Helfer nicht vereinbaren. Seine Aussagen wirkten wirklichkeitsfremd und gesucht. So habe er beispielsweise zur Erklärung, weshalb die Beschwerdegegner/innen gegen ihn Anzeige erstattet hätten, vorgebracht, "Brasilianer seien wie Krokodile - die kommen auf die Welt und wollten alles auffressen". Ebenso wenig habe er schlüssig erklären können, weshalb er sie derart häufig angerufen habe (pro Tag bis zu 26 Telefonanrufe). Oder er habe Behauptungen aufgestellt, die durchschaubar darauf abzielten, die Beschwerdegegnerin 1 als charakterlich niedrig darzustellen, indem er ihr beispielsweise vorgehalten habe, einen Spanier um mehrere Tausend Euro betrogen zu haben. Solche Unterstellungen seien regelmässig als Lügensignale zu werten. Insgesamt erschienen seine Aussagen als nicht glaubhaft. Der Anklagesachverhalt in Bezug auf die Vorwürfe der Förderung der Prostitution und der Erpressung gelte mithin als erstellt. 2.3 Was der Beschwerdeführer gegen die vorinstanzliche Beweiswürdigung vorbringt, ist nicht geeignet, deren Verfassungsmässigkeit in Frage zu stellen. Seine Kritik ist zur Hauptsache rein appellatorischer Natur, indem er lediglich seine Sicht der Dinge schildert, ohne aufzuzeigen, inwiefern diejenige der Vorinstanz unhaltbar sein soll. Dies gilt etwa für seine Ausführungen, sämtliche seiner Aktivitäten seien auf Wunsch der Beschwerdegegner/innen erfolgt, was er konstant, glaubhaft und widerspruchsfrei dargelegt habe; dennoch sei er schuldig gesprochen worden (vgl. Beschwerde Ziff. 7, 11, 14). Nicht anders verhält es sich, soweit er anhand eines E-mails der Beschwerdegegnerin 1 an eine unbeteiligte Drittperson darzulegen versucht, dass diese kein "Unschuldslamm" sei, weshalb seine Aussage, sie habe andere Personen betrogen und schlecht behandelt, nicht als Lügensignal gewertet werden könnte (Beschwerde Ziff. 12). Auf eine solche unsubstantiierte Kritik ist nicht einzutreten (Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 134 II 244 E. 2 mit Hinweisen). Im Übrigen erweisen sich die Vorbringen des Beschwerdeführers als unbegründet bzw. gehen an der Sache vorbei. Dass die Beschwerdegegnerin 1 die Beschwerdegegner/innen 2 und 3 von einer Einreise in die Schweiz nicht abhielt bzw. davor warnte, begründet die Vorinstanz im angefochtenen Urteil überzeugend damit, dass sie bis zu diesem Zeitpunkt die eigene Situation noch gar nicht (richtig) habe einschätzen können, habe sie doch zunächst gehofft, als Tänzerin in der Schweiz arbeiten zu können. Überdies sei nicht auszuschliessen, dass sie sich aufgrund der ständigen Kontrolle durch den Beschwerdeführer nicht habe zu einer Warnung durchringen können oder dass sie selber Repressionen befürchtete, sollten die andern beiden Geschädigten ihre Reise absagen. In dieser Erwägung liegt entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers keine Willkür. Er verkennt, dass es insoweit weder darauf ankommt, ob die Beschwerdegegnerin 1 die zwei andern Beschwerdegegner/innen in unbeaufsichtigten Momenten jederzeit mit ihrem Mobiltelefon hätte warnen können, noch darauf, ob er den Grund für deren (allfälliges) Nichterscheinen je erfahren hätte. Es ist denn auch nicht ersichtlich, weshalb die Umstände, dass die Beschwerdegegnerin 1 die andern zwei Beschwerdegegner/innen vor ihrer Einreise nicht warnte bzw. nicht selber nach Brasilien zurückkehrte, für die Glaubhaftigkeit seiner Aussagen sprechen sollte.