Citation: 2C_10/2022 E. B

Am 9. Dezember 2019 stellte A.A.________ ein drittes Familiennachzugsgesuch für seinen Ehefrau und seinen Sohn. Diesem legte er einen unterzeichneten Arbeitsvertrag für seine Ehefrau vom 13. November 2019 mit einem Bruttomonatslohn von Fr. 3'178.-- (x 13) bei. Auch dieses Gesuch wurde vom Migrationsamt mit Entscheid vom 13. Oktober 2020 abgewiesen, und zwar mit den Argumenten, A.A.________ beziehe Ergänzungsleistungen von monatlich Fr. 491.--, was gemäss dem per 1. Januar 2019 in Kraft getretenen Art. 43 Abs. 1 lit. e AIG einen Familiennachzug verunmögliche. Der Zusatzverdienst der Ehefrau ändere daran nichts. Zudem sei die fünfjährige Nachzugsfrist für die Ehefrau gemäss Art. 47 Abs. 1 und Abs. 3 lit. b AIG, welche mit der Heirat am 14. Mai 2014 habe zu laufen begonnen, am 14. Mai 2019 abgelaufen und das Gesuch damit verspätet. Der dagegen eingereichte Rekurs blieb ohne Erfolg (Rekursentscheid vom 12. Mai 2021). C.A.________ wurde im Juni 2021 in der Volksschule U.________ eingeschult und besucht dort den Kindergarten (Art. 105 Abs. 2 BGG). Die gegen den Rekursentscheid erhobene Beschwerde wurde mit Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 24. November 2021 abgewiesen. Jedoch wurde vorgängig mit Verfügung des Verwaltungsgerichts vom 6. Juli 2021 im Sinne einer vorsorglichen Massnahme angeordnet, dass gegenüber B.A.________ und C.A.________ einstweilen eine Wegweisung weder zu verfügen noch zu vollstrecken sei. Seitdem halten sich B.A.________ und C.A.________ dauerhaft bei A.A.________ in U.________ auf.