Citation: 6B_456/2018 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erwägt, am 22. September 2016 hätten A.________ und B.________ den Beschwerdegegner nackt am Fenster gesehen. Das betreffende Fenster sei nicht hoch genug, um seinen Kopf und Genitalbereich gleichzeitig sehen zu können. Dass B.________ seinen Kopf gesehen habe, deute daraufhin, er sei im Badezimmer auf dem Boden gestanden. Es könne nicht zweifelsfrei erstellt werden, er habe sich wissentlich und willentlich nackt am Fenster gezeigt. Onanierbewegungen habe B.________ keine gesehen. Sie habe ausgesagt, der Mann habe die Hände auf dem Fenstersims gehabt. Obwohl A.________ am 24. September 2016 gemäss den glaubhaften Aussagen ihrer Mutter Handbewegungen vor ihrem Schambereich gemacht habe, könne nicht mit rechtsgenüglicher Sicherheit ausgeschlossen werden, A.________ habe diese Bewegungen ein anderes Mal gesehen. Dass der Beschwerdegegner am 22. September 2016 vor den beiden Kindern onaniert habe, lasse sich demzufolge nicht zweifelsfrei erstellen (angefochtenes Urteil, E. III. 6. S. 19). Bezogen auf den Vorfall vom 14. November 2016 sei aufgrund der Aussagen der Zeugin C.________ erstellt, dass der Beschwerdegegner vor dem Eintreffen von A.________ nackt am Fenster gestanden sei, dieses mehrmals geöffnet und wieder geschlossen und dabei in die Richtung geschaut habe, aus welcher A.________ jeweils vom Kindergarten gekommen sei. Dies deute darauf hin, er habe nackt auf deren Erscheinen gewartet. Er habe selbst eingeräumt, nackt gewesen und mit mindestens einem Fuss auf dem Beckenrand stehend erschrocken zu sein sowie sein Geschlechtsteil abgedeckt zu haben. Er sei damit selbst davon ausgegangen, A.________ habe sein Geschlechtsteil sehen können. Die von dieser an ihrer Videobefragung gemachten Handbewegungen seien eindeutig als Onanierbewegungen zu verstehen. Auch ihre Mutter habe die Schilderung von A.________ am 15. November 2016 als entsprechende Handlung interpretiert. Die Erklärung des Beschwerdegegners, er habe das verhedderte Fenster einhängen müssen und sich dabei eine Hand zum Schutz vor die Genitalien gehalten, weil A.________ ihn habe sehen können, erscheine jedoch insbesondere aufgrund der konstanten Schilderung als nachvollziehbare Möglichkeit des Ablaufs des Vorfalls. Die Zeugin C.________ habe keine Onanierbewegungen gesehen. Ausserdem könne nicht mit rechtsgenüglicher Sicherheit widerlegt werden, der Beschwerdegegner habe bei den von ihr beobachteten Vorgängen (Öffnen und Schliessen des Fensters) versucht, das Fenster wieder einzuhängen. Es könne ebenfalls nicht ausgeschlossen werden, A.________ habe die Onanierbewegungen an einem anderen Tag beobachtet (angefochtenes Urteil, E. III. 6. S. 19 f.). Betreffend den 24. und 26. Oktober 2016 liessen sich die angeklagten Vorfälle laut Vorinstanz nicht erstellen, da diesbezüglich einzig die ungenauen Aussagen der Mutter von A.________ vorlägen (angefochtenes Urteil, E. III. 6. S. 18).