Citation: 6B_1190/2013 E. 3

Der Beschwerdeführer beanstandet, die Vorinstanz stelle zu Unrecht auf das Gutachten vom 14. Oktober 2009 ab. Infolge Zeitablaufs und veränderter Verhältnisse hätte sie ein neues oder zumindest ein ergänzendes forensisch-psychiatrisches Gutachten einholen lassen müssen. Das Gesetz schreibt bei der Massnahmenverlängerung und damit auch der im Einzelfall anzuordnenden Verlängerungsdauer ein Gutachten nicht zwingend vor (BGE 135 IV 139 E. 2.1 mit Hinweis auf MARIANNE HEER, in: Basler Kommentar, Strafgesetzbuch I, 3. Aufl. 2013, Art. 59 N. 126; s.a. Urteil 6B_850/2013 vom 24. April 2014 E. 2.3.1 und E. 2.3.3). Das schliesst indessen nicht aus, dass unter Umständen (ergänzende) Abklärungen eines Sachverständigen notwendig sein können. Davon geht die Vorinstanz zutreffend aus (Entscheid, S. 15). Im Rahmen ihrer weiteren Erwägungen prüft die Vorinstanz anhand der Therapieverlaufsberichte vom 20. Dezember 2011 und 16. November 2012 eingehend, ob sich die massgebenden Verhältnisse seit der Begutachtung vom 14. Oktober 2009 wesentlich verändert haben. Sie verneint dies. Ihre Beurteilung ist nicht zu beanstanden. Die erwähnten Therapieverlaufsberichte bestätigen die gutachterliche Einschätzung zur Diagnose, Behandelbarkeit der Persönlichkeitsstörung und Legalprognose in den wesentlichen Punkten. Dass der Beschwerdeführer gemäss dem Therapieverlaufsbericht vom 16. November 2012 Fortschritte machte, indem es ihm gelang, vermehrt Verantwortung für die Sexualstraftaten zu übernehmen, übersieht die Vorinstanz keineswegs. Sie gesteht ihm insofern eine Entwicklung in kleinen Schritten zu, welche sie positiv würdigt. Ohne Rechtsverletzung kommt sie zum Schluss, dass sich daraus jedoch noch keine prognoserelevanten Veränderungen in Bezug auf den psychischen Zustand des Beschwerdeführers und die von ihm ausgehende Rückfallgefahr ergeben. Die Therapeuten betonen insoweit, dass damit das Ziel einer vollumfänglichen Verantwortungsübernahme für die Straftaten noch nicht erreicht sei (Entscheid, S. 15 f.). Nichts anderes ergibt sich aus der Beurteilung der konkordatlichen Fachkommission (KoFaKo) vom 12. Juli 2010, die trotz positiver Tendenzen bei grundsätzlich günstigem Massnahmenverlauf noch keine grundlegende Verbesserung in der Deliktsbearbeitung und Verhaltensänderung des Beschwerdeführers zu erkennen vermag (Entscheid, S 16 i.V.m. S.7 f.). Unter diesen Umständen durfte die Vorinstanz mangels hinreichender Anhaltspunkte für eine wesentliche Veränderung der Verhältnisse das Gutachten vom 14. Oktober 2009 zusammen mit den Therapieverlaufsberichten noch als ausreichend zuverlässige Entscheidgrundlage betrachten. Sie hatte mithin keinen Anlass, ein neues oder ergänzendes Gutachten einzuholen.