Citation: 9C_511/2024 E. 4.2.3

4.2.3. Eine Ermessensveranlagung ist bei offensichtlicher inhaltlicher Unrichtigkeit in der Regel bloss anfechtbar und nicht nichtig. Von Nichtigkeit wird nur ausgegangen, wenn die Veranlagungsbehörde aus fiskalischen oder pönalen Motiven bewusst und willkürlich von der tatsächlichen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit sowie den sonstigen Umständen abweicht und die Steuerfaktoren zum Nachteil des Steuerpflichtigen festsetzt (vgl. BGE 145 V 326 E. 4 mit weiteren Hinweisen; Urteile 9C_673/2023 vom 19. August 2024, insbesondere E. 6.9.1-6.9.4, zur Publikation vorgesehen; 2C_1022/2020 vom 18. Mai 2021 E. 3.3; 2C_720/2018 vom 11. September 2018 E. 3.2.3; 2C_679/2016 / 2C_680/2016 vom 11. Juli 2017 E. 5.3.3 f.) bzw. wenn in diesem Sinne eine qualifizierte inhaltliche Unrichtigkeit und eine gravierende verfahrensrechtliche Verfehlung der Veranlagungsbehörde vorliegen (Urteile 9C_673/2023 vom 19. August 2024 E. 6.9.1, zur Publikation vorgesehen; 2C_259/2021 vom 30. November 2021 E. 5.3).