Citation: U 141/04 07.04.2005 E. 4

4.1 Die Beschwerdeführerin beruft sich auf die nunmehr auch in Art. 16 ATSG vorgesehene einheitliche Festlegung des Invaliditätsgrades in den betroffenen Sozialversicherungszweigen. Diese galt praxisgemäss schon vor In-Kraft-Treten des ATSG, wie aus BGE 127 V 135 f. Erw. 4d und 126 V 293 f. Erw. 2d hervorgeht. Wie das Eidgenössische Versicherungsgericht in BGE 126 V 288 festgehalten hat, muss ein Sozialversicherungsträger einen von ihm nach ordnungsgemässer Eröffnung nicht angefochtenen Entscheid eines andern Versicherers grundsätzlich gegen sich gelten lassen (BGE 126 V 294 Erw. 2d). In einem in AHI 2004 S. 181 publizierten Urteil vom 13. Januar 2004 hat das Eidgenössische Versicherungsgericht mit Blick auf die Rechtslage vor In-Kraft-Treten des ATSG indessen präzisiert, dass diese Regel gegenüber Unfallversicherern bei Rentenverfügungen von IV-Stellen nicht zum Zuge kommt, da es am Beschwerderecht des Unfallversicherers fehlt (ausführlich hiezu AHI 2004 S. 183 ff. Erw. 2 bis 5; bestätigt in den Urteilen G. vom 18. Januar 2005 [I 293/04], Erw. 3, B. vom 2. November 2004 [I 95/02], Erw. 3, und M. vom 17. August 2004 [I 106/03], Erw. 4). Hinzuweisen bleibt in diesem Zusammenhang auf den - vorliegend allerdings nicht anwendbaren (vgl. Erw. 2.1 hievor) - Art. 49 Abs. 4 ATSG, gemäss welchem ein Versicherer, der eine Verfügung erlässt, welche die Leistungspflicht eines anderen Trägers berührt, diese Verfügung auch ihm zu eröffnen hat (Satz 1); dieser kann die gleichen Rechtsmittel ergreifen wie die versicherte Person (Satz 2). Gelangt das ATSG - wie vorliegend - indessen nicht zur Anwendung, gilt zumindest für die Invalidenversicherung, dass sie eine für den Unfallversicherungsbereich abgeschlossene Invaliditätsbemessung nicht unbeachtet lassen darf, sondern diese als Indiz für eine zuverlässige Beurteilung in ihre - selbstständig vorzunehmende - Ermittlung des Invaliditätsgrades mit einbeziehen muss; ein allfälliges Abweichen muss sich auf triftige Gründe stützen und sachlich begründet sein (vgl. BGE 126 V 293 f. Erw. 2d). Der Unfallversicherer hingegen ist an die Invaliditätsbemessung der Invalidenversicherung, auch wenn diese rechtskräftig geworden ist, nicht gebunden (AHI 2004 S. 187 f. Erw. 5). 4.2 Selbst bei Annahme einer gewissen Bindungswirkung wäre im konkret zu beurteilenden Fall keine Verpflichtung der Beschwerdegegnerin gegeben, den Entscheid der Invalidenversicherung zu übernehmen. In der Verfügung vom 24. März 2000 hat die Verwaltung bei der Ermittlung des Invalideneinkommens nicht auf ein konkret erzieltes Gehalt der Beschwerdeführerin abgestellt, sondern dieses auf Grund der Ergebnisse der medizinischen Abklärungen errechnet. Für die vom Einspracheentscheid vom 13. September 2001 erfasste Zeitperiode liegen jedoch konkrete Angaben über die von der Beschwerdeführerin erzielten Erwerbseinkommen vor, sodass es nicht angezeigt wäre, wenn nun, wie dies für den Invalidenversicherungsbereich geschehen ist, vom Unfallversicherer ebenfalls lediglich hypothetische Einkünfte beigezogen würden. Betrachtet man die von der Invalidenversicherung im Rahmen des Anfang 2002 eingeleiteten Rentenrevisionsverfahrens ermittelten, sehr stark differierenden Monatslöhne in den Jahren 1999, 2000 und 2001, stellt sich zusätzlich die auch von der Vorinstanz aufgeworfene Frage, ob die augenfälligen Unterschiede der ausgewiesenen Einkünfte gesundheitlich bedingt sind oder nur auf einem ungenügenden Arbeitsangebot seitens der Arbeitgeberfirma beruhen. Die Erhebungen der IV-Stelle haben immerhin ergeben, dass für die massiven Einkommensschwankungen nicht gesundheitliche, sondern primär konjunkturelle Gründe verantwortlich sind. Der Vorinstanz ist unter diesen Umständen aber darin beizupflichten, dass unverständlich bleibt, warum die IV-Stelle dann auch noch im Rentenrevisionsverfahren auf diese Einkommenszahlen abstellte und von einer Herabsetzung der laufenden Invalidenrente absah. Lediglich mit einem Ferienbezug lassen sich die monatlichen Einkommensunterschiede jedenfalls nicht erklären, selbst wenn berücksichtigt wird, dass in den von der Arbeitgeberin deklarierten Lohnzahlungen auch eine Ferienlohnentschädigung von 10.64 % enthalten ist. Die Beschwerdeführerin könnte gar nicht so viel durch den Ferienlohn abgegoltene Ferien beziehen, dass damit die von Monat zu Monat schwankenden Einkommen erklärt werden könnten. In Übereinstimmung mit dem kantonalen Gericht ist deshalb doch eher anzunehmen, dass die Beschwerdeführerin ihre Arbeitskraft möglicherweise gar nicht in medizinisch zumutbarem Ausmass einsetzte. Dies zumindest konnte die Vorinstanz anhand der Lohnabrechnungen der Jahre 1999 bis Mitte 2002 detailliert belegen. Angesichts der aufgezeigten Ungereimtheiten muss festgestellt werden, dass die IV-Stelle kaum überzeugende Schlussfolgerungen zog und eine Bindungswirkung des ursprünglich ergangenen Entscheids der Invalidenversicherung auch deshalb abzulehnen ist. Auch gemäss BGE 126 V 294 Erw. 2d (in fine) entfällt eine Bindungswirkung, wenn die Invaliditätsschätzung des einen Sozialversicherungsträgers auf äusserst knappen und ungenauen Abklärungen beruht oder als Resultat kaum überzeugender oder nicht sachgerechter Schlussfolgerungen erscheint. Dies muss hier aber angenommen werden. 4.3 Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist unter diesen Umständen abzuweisen, zumal für das Eidgenössische Versicherungsgericht kein Anlass besteht, die Notwendigkeit der von der Vorinstanz zusätzlich verlangten Abklärungen in Frage zu stellen und auch in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde keine in diese Richtung gehende Einwände erhoben werden.