Citation: 1C_551/2022 E. 4.2

4.2. Zwischen der Einreichung des ersten und des zweiten (identischen) Baugesuchs hat sich das einschlägige kantonale Recht teilweise geändert. So sind, wie die Vorinstanz ausführt, die Revision vom 22. Februar 2018 des Planungs- und Baugesetzes (nPBG/ZG; BGS 721.11) sowie die Totalrevision vom 20. November 2018 der Verordnung zum Planungs- und Baugesetz (nV PBG/ZG; BGS 721.111) per 1. Januar 2019 in Kraft getreten. Gemäss § 71a Abs. 1 nPBG/ZG findet das bisherige Recht Anwendung auf a) Baugesuche, die im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes hängig sind, es sei denn, für die Bauherrschaft ist eine Beurteilung nach neuem Recht günstiger, b) Baugesuche und Sondernutzungspläne in denjenigen Gemeinden, welche ihre Zonenpläne und Bauvorschriften noch nicht an die sich an der IVHB orientierenden Baubegriffe und Messweisen angepasst haben. § 74 nV PBG/ZG sagt betreffend Übergangsrecht - soweit vorliegend von Interesse - zudem Folgendes aus: Baugesuche und bisherige Sondernutzungspläne jener Gemeinden, welche ihre Nutzungspläne und Bauordnung noch nicht an diese Verordnung angepasst haben, werden nach bisherigem Recht beurteilt (Abs. 1). Das bisherige Recht findet Anwendung auf Baugesuche, die im Zeitpunkt des Inkrafttretens der an diese Verordnung angepassten Nutzungspläne und Bauvorschriften vollständig eingereicht und hängig sind, es sei denn, für die Bauherrschaft ist eine Beurteilung nach neuem Recht günstiger (Abs. 3). Unbestritten ist, dass die Gemeinde ihre Zonenpläne und Bauvorschriften noch nicht an die sich an der IVHB orientierenden Baubegriffe und Messweisen angepasst hat.