Citation: 5A_741/2022 E. 3.4.6

3.4.6. Im Übrigen ist ihm zwar insofern zuzustimmen, als der Wortlaut von § 3 Abs. 1 lit. d Satz 2 AnwT für sich alleine betrachtet klar erscheint. Sobald er indessen im Zusammenhang mit dem vorangehenden § 3 Abs. 1 lit. d Satz 1 AnwT gelesen wird, büsst er für den besonderen, hier interessierenden Fall eines Güterrechtsanspruchs, welcher ausschliesslich unbezahlt gebliebene Unterhaltsleistungen umfasst (Art. 205 Abs. 3 ZGB; vgl. Urteile 5A_625/2016 vom 22. Mai 2017 E. 5.3; 5A_690/2012, 5A_694/2012 vom 26. März 2013 E. 4.2, in: FamPra.ch 2013 S. 749; 5A_803/2010 vom 3. Dezember 2010 E. 3.2.1, in: FamPra.ch 2011 S. 429), an Klarheit ein. § 3 Abs. 1 lit. d AnwT enthält hierfür keine eindeutige Regelung. Weshalb § 3 Abs. 1 lit. d Satz 2 AnwT zwingend isoliert zu betrachten wäre, sodass von einem unmissverständlichen Wortlaut auszugehen wäre, erläutert der Beschwerdeführer nicht. Damit ist seiner Argumentation ohnehin die Grundlage entzogen. Seine Willkürrüge erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.