Citation: 2C_121/2023 E. 7.2.5

7.2.5. Nicht relevant für die Beantwortung der Frage, ob die VK STENFO bei der Festlegung des Wahrscheinlichkeitsgrads für die Realisierung eines Kombilagers und den sich daraus ergebenden Folgen für die Festsetzung der Entsorgungskosten für die Periode 2017 - 2021 in Willkür verfallen ist, sind hingegen Ereignisse, die sich nach ihrem Entscheid vom 10. März 2021 zugetragen haben (vgl. dazu schon oben E. 4.2.3). Unbeachtlich ist daher insbesondere, dass die Nagra am 12. September 2022 angekündigt hat, dass sie das geplante geologische Tiefenlager als Kombilager für HAA und SMA im Standortgebiet Nördlich Lägern (Kantone Aargau und Zürich) erstellen will. Dies gilt auch für die Medienmitteilung des Bundesrates vom 19. November 2024, wonach die Nagra beim BFE ein Rahmenbewilligungsgesuch für ein Kombilager eingereicht hat. Diese ist als echtes Novum vor Bundesgericht ohnehin unbeachtlich (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 148 V 174 E. 2.2). Entgegen der Beschwerdeführerin, die ohne ausreichende Substanziierung geschweige denn einen entsprechenden Nachweis weder im Verfahren vor der VK STENFO noch vor Vorinstanz behauptet hat, bereits damals habe sich "mit aller Deutlichkeit abgezeichnet, dass die Nagra und damit der Bund und die Kraftwerksbetreiber (...) den Bau der beiden Tiefenlager für HAA und SMA am gleichen Standort beantragen" (werden) (Beschwerdeschrift, S. 87 Rz 209), ist die VK STENFO daher zu Recht davon ausgegangen, dass der Entscheid für zwei Einzellager oder ein Kombilager im Frühjahr 2021 (noch) offen war.