Citation: 5A_723/2017 E. 6.3

6.3. Zu Recht stellen die Beschwerdeführerinnen nicht in Frage, dass das Obergericht Parteigutachten - wie in BGE 141 III 433 E. 2 entschieden - nicht als Beweismittel i.S.v. Art. 168 Abs. 1 ZPO betrachtet und die Parteibehauptung der Beschwerdeführerinnen durch diejenige der Gegenpartei als hinreichend bestritten erachtet hat. Das Obergericht hat (unter Hinweis auf BGE 141 III 433 E. 2.6) gefolgert, dass - weil die Tatsachenbehauptungen der Beschwerdeführerinnen von der Gegenseite (Beschwerdegegnerin) substantiiert bestritten worden seien - es zusätzlich förmlicher Beweismittel bedürfe, um auf der Linie des eingeholten Privatgutachtens liegende Tatsachenbehauptungen zu beweisen. Die konkrete Loss-Berechnung sei eine hochkomplexe finanztechnische Angelegenheit und erfordere einen Sachverstand, über welchen ein Gericht in der Regel nicht verfüge; die Loss-Berechnung hänge von der fachtechnischen Beurteilung von Tatfragen ab. Als einziges taugliches Beweismittel komme daher angesichts der sich stellenden komplexen Sachfragen ein gerichtliches Gutachten im Sinne von Art. 183 ff. ZPO in Frage.