Citation: 5C.288/2005 15.03.2006 E. 1

Für den dem Kind infolge Scheidung der Eltern zuzusprechenden Unterhaltsbeitrag verweist Art. 133 Abs. 1 ZGB auf die Bestimmungen über die Wirkungen des Kindesverhältnisses. Nach Art. 285 Abs. 1 ZGB soll der Unterhaltsbeitrag den Bedürfnissen des Kindes sowie der Lebensstellung und der Leistungsfähigkeit der Eltern entsprechen. Seine Höhe hat das Sachgericht mithin nach pflichtgemässem Ermessen festzusetzen. Bei der Überprüfung von Entscheiden dieser Art übt das Bundesgericht Zurückhaltung. Es greift nur ein, wenn die kantonale Instanz von dem ihr zustehenden Ermessen einen falschen Gebrauch gemacht hat, d.h. wenn sie grundlos von in Rechtsprechung und Lehre anerkannten Grundsätzen abgegangen ist, wenn sie Gesichtspunkte berücksichtigt hat, die keine Rolle hätten spielen dürfen, oder wenn sie umgekehrt rechtserhebliche Umstände ausser Acht gelassen hat. Aufzuheben und zu korrigieren sind ausserdem Ermessensentscheide, die sich als im Ergebnis offensichtlich unbillig oder in stossender Weise ungerecht erweisen (BGE 132 III 49 E. 2.1 S. 51; 128 III 161 E. 2c/aa S. 162, mit Hinweisen).