Citation: 4C.142/2002 19.08.2002 E. 1

Das Obergericht hat die Geldforderung des Klägers für Fr. 4'393.85 netto (Fr. 3'417.95 Überzeitentschädigung und Fr. 975.90 Spesenentschädigung) gutgeheissen, sie dagegen abgewiesen, soweit damit ein Anspruch auf die volle Jahresendzulage geltend gemacht wurde. Mit der Berufung hält der Kläger daran fest, dass der Beklagte neben dem ausbezahlten Betrag von Fr. 2'000.-- auch die weiteren Fr. 6'000.-- brutto (entsprechend Fr. 5'450.40 netto) schulde. Er wirft dem Obergericht vor, die Vertragsklausel betreffend die Jahresendzulage falsch ausgelegt zu haben. Das Obergericht hat die Klausel nach dem Vertrauensgrundsatz ausgelegt. Eine solche Auslegung kann gemäss ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts im Berufungsverfahren überprüft werden (BGE 128 III 212 E. 2b/bb S. 215 mit Hinweisen). Auf die Berufung ist somit grundsätzlich einzutreten.