Citation: 1B_50/2010 09.03.2010 E. 3

3.1 Sodann bestreitet der Beschwerdeführer die Kollusions- und Fluchtgefahr und rügt eine Verletzung der persönlichen Freiheit. 3.2 Gemäss § 58 Abs. 1 Ziff. 1 der Strafprozessordnung des Kantons Zürich vom 4. Mai 1919 (StPO/ZH) ist die Anordnung und Fortdauer der Untersuchungshaft unter anderem zulässig, wenn der Angeschuldigte eines Verbrechens oder Vergehens dringend verdächtigt wird und aufgrund bestimmter Anhaltspunkte Fluchtgefahr ernsthaft zu befürchten ist. Die Untersuchungshaft ist durch mildere Massnahmen zu ersetzen, sofern sich der Haftzweck auch auf diese Weise erreichen lässt (§ 58 Abs. 4 i.V.m. § 72 f. StPO/ZH). 3.3 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts zur Verhältnismässigkeit der Einschränkung der persönlichen Freiheit durch strafprozessuale Haft (Art. 10 Abs. 2, Art. 31 Abs. 1 BV, Art. 5 Ziff. 1 lit. c EMRK) braucht es für die Annahme von Fluchtgefahr eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass sich der Angeschuldigte, wenn er in Freiheit wäre, der Strafverfolgung und dem Vollzug der Strafe durch Flucht entziehen würde. Die Schwere der drohenden Strafe darf als ein Indiz für Fluchtgefahr gewertet werden. Sie genügt jedoch für sich allein nicht, um den Haftgrund zu bejahen. Vielmehr müssen die konkreten Umstände des betreffenden Falles, insbesondere die gesamten Lebensverhältnisse des Angeschuldigten, in Betracht gezogen werden (BGE 125 I 60 E. 3a S. 62; 117 Ia 69 E. 4a S. 70; je mit Hinweisen). 3.4 Wie oben gesagt begründet der Haftrichter die Fluchtgefahr nicht nur mit der Höhe der zu erwartenden Freiheitsstrafe, sondern auch mit dem Umstand, dass der Beschwerdeführer als Ausländer leichter versucht sein könnte, sich der Strafe zu entziehen. In seiner Vernehmlassung weist der Staatsanwalt überdies darauf hin, dass der Beschwerdeführer mehrfach vorbestraft ist und aufgrund des kriminellen Verhaltens mit dem Verlust der Aufenthaltsbewilligung gerechnet werden muss. Der Beschwerdeführer sei ungebunden und habe keine Kinder in der Schweiz, so dass es für ihn nicht schwer sein werde, sich in seiner Heimat niederzulassen. Die genannten Umstände - Erwartung einer schweren Freiheitsstrafe, mehrfache Vorstrafen, ausländische Staatsangehörigkeit und keine tiefe Verwurzelung in der Schweiz - reichen zur Annahme von Fluchtgefahr aus. Inwiefern der Fluchtgefahr im vorliegenden Fall mit Ersatzmassnahmen begegnet werden könnte, ist nicht ersichtlich. Der Beschwerdeführer verfügt über kein Vermögen, so dass die Leistung einer Kaution nicht in Betracht kommt. Die Hinterlegung der Ausweisschriften kann umgangen werden, indem der Beschwerdeführer sich bei der diplomatischen Vertretung seines Staates neue Ausweispapiere besorgt. Die elektronische Überwachung fällt mit dem Verlassen des schweizerischen Staatsgebiets dahin. Die Bejahung der Fluchtgefahr und die Fortsetzung der Untersuchungshaft ist demnach verfassungskonform. Es erübrigt sich zu prüfen, ob auch der Haftgrund der Kollusionsgefahr gegeben wäre.