Citation: 2A.563/2006 03.05.2007 E. 1.2

1.2.1 Am 1. April 2007 ist das Bundesgesetz vom 24. März 2006 über Radio und Fernsehen (RTVG 2006) in Kraft getreten (AS 2007 737 ff., dort S. 781; SR 784.40), welches die gleichnamige Regelung vom 21. Juni 1991 ersetzt hat (RTVG 1991; AS 1992 S. 601). Art. 113 Abs. 2 RTVG 2006 sieht vor, dass das Gesetz von 1991 Anwendung findet, falls sich ein aufsichtsrechtlicher Sachverhalt vor Inkrafttreten des neuen Rechts ereignet hat und ein Verfahren hängig ist; am 1. April 2007 hängige Aufsichtsverfahren sind durch die nach dem neuen Recht zuständige Behörde nach dem angepassten Verfahrensrecht zu erledigen (Art. 113 Abs. 1 RTVG 2006). 1.2.2 Das aufsichtsrechtliche Verfahren wurde im vorliegenden Fall mit dem Entscheid der UBI am 30. Juni 2006 abgeschlossen und bezog sich auf einen altrechtlichen Sachverhalt; dieser beurteilt sich somit - auch hinsichtlich der Zuständigkeit - noch nach dem Radio- und Fernsehgesetz von 1991 und der Rechtsprechung hierzu (vgl. die Botschaft des Bundesrats vom 18. Dezember 2002 zur Totalrevision des Bundesgesetzes über Radio und Fernsehen, in: BBl 2003 S. 1569 ff., dort S. 1751). 1.3 Der Entscheid der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen über die rundfunkrechtliche Konformität einer Sendung kann mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht angefochten werden (Art. 65 Abs. 2 RTVG 1991). Die Star TV AG als Veranstalterin der umstrittenen Sendung wird durch die Feststellung, Programmbestimmungen verletzt zu haben, in ihrer Programmautonomie (vgl. Art. 17 und Art. 93 Abs. 3 BV) und damit in schutzwürdigen eigenen Interessen berührt (Art. 103 lit. a OG). Auf ihre frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. Den vor der Unabhängigen Beschwerdeinstanz aufgetretenen Popularbeschwerdeführern kommt im bundesgerichtlichen Verfahren regelmässig keine Parteistellung zu. Ihre Stellungnahme ist als Vernehmlassung weiterer Beteiligter im Sinne von Art. 110 Abs. 1 OG entgegenzunehmen (BGE 131 II 253 E. 1.2 mit Hinweisen [Rentenmissbrauch]).