Citation: 8C_524/2023 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin macht geltend, entgegen der Vorinstanz müsse ihr Arbeitsort als Spital im Sinne der Doppelliste gelten, wobei allenfalls weitere Abklärungen zu tätigen gewesen wären, inwieweit dort neben Gesprächstherapien - mit somatischen Behandlungen wie etwa Massagen, Spritzenverabreichung, ärztlichem Notfalldienst, aber auch Hotellerie - körperlicher Patientenkontakt stattfinde. Die Empfehlung der Ad-hoc-Kommission Schaden UVG mit dem darin vorgesehenen Haftungserfordernis des berufstypischen Risikos dürfe keine Anwendung finden. Schliesslich hätte, so die Beschwerdeführerin, anhand einer Prävalenzberechnung geprüft werden müssen, ob die Erkrankung eher am Arbeitsplatz oder aber im privaten Umfeld erfolgt sei, wobei auf weitere Abklärungen zu ihrem Freizeitverhalten zu Unrecht gänzlich verzichtet worden sei.