Citation: I 361/05 21.09.2006 E. 2.3

2.3.1 Zunächst ist festzustellen, dass aufgrund der gesamten insofern klaren Aktenlage eine somatisch bedingte Arbeitsunfähigkeit eindeutig auszuschliessen ist. Insbesondere geht aus den Schlussfolgerungen der MEDAS-Ärzte hervor, dass der Beschwerdeführer grundsätzlich sowohl die angestammte Tätigkeit als Lagerist-Lehrling als auch eine andere leichte bis mittelschwere Tätigkeit uneingeschränkt ganztags ausüben könnte. 2.3.2 IV-Stelle und Vorinstanz haben für ihre Beurteilung hauptsächlich auf das Gutachten des Dr. med. S.________ vom 28. Februar 2004 abgestellt, welches, wie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde an sich zu Recht eingewendet wird, doch einige der erwähnten Fragen (Erw. 2.2) offen lässt. Zwischenzeitlich hat sich der Beschwerdeführer zur Klärung seines psychischen Gesundheitszustandes einer psychiatrischen Privatbegutachtung unterzogen, welche durch Dr. med. M.________ am 22. März 2005 durchgeführt wurde. Die Privatexpertise ist als Beilage zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde in prozessual zulässiger Weise ins Verfahren eingebracht worden (vgl. Erw. 1.2). Indem dieses Gutachten in die letztinstanzliche Beurteilung miteinbezogen wird und sich der Beschwerdeführer somit zu seiner Sache - auch von den medizinisch-psychiatrischen Grundlagen her - allseitig äussern kann, dringt er mit seinen formellen Rügen an der vorinstanzlichen Verfahrensweise nicht durch. 2.3.3 In materiellrechtlicher Hinsicht hat sich Dr. med. M.________ zur bisher unklaren Frage der somatoformen Störungen ausführlich und überzeugend geäussert. Unter Berücksichtigung des gesamten anamnestischen und aktuellen Kontextes ist er dabei zum Schluss gelangt, dass auch in diesem Bereich lege artis eine Diagnose nicht gestellt werden kann, weshalb eine damit begründete Invalidität nicht weiter zu diskutieren ist (BGE 130 V 396). Zu diagnostizieren vermochte er lediglich eine - allerdings massgeblich situativ und invaliditätsrechtlich insofern unerhebliche (BGE 127 V 299 Erw. 5a) - längere depressive Reaktion (ICD-10 F43.21) sowie einen Cannabisabusus, welcher als solcher ohnehin nicht zur Invalidität führt (AHI 2002 S. 28). Dementsprechend ist nach Auffassung des Privatexperten die Arbeitsfähigkeit nur geringgradig, im Ausmass von höchstens 25 %, eingeschränkt. Damit ist ein rentenbegründender Invaliditätsgrad ausgeschlossen (Art. 16 ATSG; BGE 104 V 136 Erw. 2b [Prozent- oder Schätzungsvergleich]). Eine wesentliche Einschränkung der Ausbildungsfähigkeit folgt daraus ebenfalls nicht, jedenfalls nicht für die bisher in Betracht fallenden und vom ablehnenden Einspracheentscheid vom 18. August 2004 erfassten Massnahmen.