Citation: 4A_321/2015 E. 3.3

3.3. Die appellatorische Kritik der Beschwerdeführerin vermag Willkür in der Beweiswürdigung nicht auszuweisen. Denn die Sachverhaltsfeststellung bzw. Beweiswürdigung erweist sich nur dann als willkürlich (Art. 9 BV), wenn das Gericht Sinn und Tragweite eines Beweismittels offensichtlich verkannt hat, wenn es ohne sachlichen Grund ein wichtiges und entscheidwesentliches Beweismittel unberücksichtigt gelassen oder wenn es auf der Grundlage der festgestellten Tatsachen unhaltbare Schlussfolgerungen gezogen hat (BGE 140 III 264 E. 2.3 S. 266 mit Verweisen). Davon kann hier keine Rede sein. Die Vorinstanz hat die im angefochtenen Urteil wörtlich zitierte Antwort des Gutachters jedenfalls in sachlich vertretbarer Weise ausgelegt und ist nicht in Willkür verfallen mit der Schlussfolgerung, dass auch ein 140 cm hoher Zaun mit drei Latten oder verkleideten Elektordrähten den panikartigen Ausbruch des Pferdes nicht verhindert hätte. Sie hat berücksichtigt, dass die Folgerung durch die Ausführungen der Tierärztin Dr. D.________ über die Wirkung eines Elektrozaunes bestätigt würde. Darauf geht die Beschwerde nicht ein. Im Übrigen ist die Interpretation der Antwort des Experten über die Stelle des Ausbruchs in der Beschwerde nicht nachvollziehbar und es ist nicht erkennbar, weshalb der Experte die Fragen nicht beantwortet haben soll. Aus den im angefochtenen Urteil wiedergegebenen Antworten des Experten geht mit hinreichender Klarheit hervor, weshalb er der Meinung ist, dass der Unfall durch eine andere Umzäunung nicht verhindert worden wäre. Die Vorinstanz hat sodann die Aussage des Kantonstierarztes in erster Linie deshalb nicht berücksichtigt, weil dieser zur Kausalität nicht befragt worden war. Damit setzt sich die Beschwerde nicht auseinander; diese gibt vielmehr die Begründung des angefochtenen Urteils nur unvollkommen wieder. Damit sind die Begründungsanforderungen (Art. 106 Abs. 2 BGG) offensichtlich nicht erfüllt. Soweit die Kritik in der Beschwerde an der Beweiswürdigung der Vorinstanz den formellen Anforderungen überhaupt genügt, ist sie unbegründet. Die Vorinstanz konnte aufgrund der Antworten des Gutachters willkürfrei schliessen, dass der Ausbruch des Pferdes aus dem Paddock an der Stelle der Umzäunung beim Ein- und Ausgang durch eine den Richtlinien entsprechende Schranke nicht verhindert worden wäre. Ihr Schluss, dass sich der Unfall bei Wahrnehmung der objektiv gebotenen Sorgfalt der Halterin so ereignet hätte, wie er sich zugetragen hat, ist nicht zu beanstanden.