Citation: 2C_513/2014 E. 1

Der 1973 geborene marokkanische Staatsangehörige A.________ reiste 2003 in die Schweiz ein und heiratete eine hier lebende Deutsche, worauf ihm eine Aufenthaltsbewilligung EG/EFTA erteilt und bis zum 9. Oktober 2008 verlängert wurde. Im August 2008 wurde die Ehegemeinschaft aufgelöst und am 27. Juli 2009 wurde die Ehe geschieden. Die Aufenthaltsbewilligung von A.________ wurde jedoch auch nach Auflösung der Gemeinschaft weiterhin verlängert. Am 22. März 2010 heiratete A.________ in seiner Heimat eine Landsfrau, mit welcher er bereits seit 2006 in sog. ziviler Vollmachtsehe nach marokkanischem Recht verheiratet war und mit der er einen am 30. Dezember 2005 geborenen gemeinsamen Sohn hat. Am 21. März 2011 ersuchte A.________ um Nachzug seiner Ehefrau und seines Sohnes. Am 17. Februar 2012 kam sodann eine gemeinsame Tochter zur Welt. Nach Erhalt des Nachzugsgesuches und nach entsprechenden Abklärungen widerrief das Amt für Migration und Personenstand des Kantons Bern mit Verfügung vom 26. März 2012 die Aufenthaltsbewilligung von A.________, da dieser die Existenz seiner Parallelfamilie im Heimatland verschwiegen habe. Die von A.________ gegen diese Verfügung ergriffenen kantonalen Rechtsmittel wurden von der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (Entscheid vom 29. Oktober 2013) sowie vom Verwaltungsgericht des Kantons Bern (Urteil vom 17. April 2014) abgewiesen.