Citation: 2C_128/2024 E. 7.1

7.1. Gemäss Art. 62 Abs. 1 lit. c AIG kann die Aufenthaltsbewilligung der ausländischen Person widerrufen werden, wenn sie erheblich oder wiederholt gegen die öffentliche Ordnung und Sicherheit in der Schweiz oder im Ausland verstossen hat oder diese gefährdet. Der genannte Widerrufsgrund kann auch erfüllt sein, wenn einzelne strafbare Handlungen für sich allein betrachtet noch keinen Widerruf rechtfertigen, deren wiederholte Begehung aber darauf hinweist, dass die betreffende Person nicht bereit ist, sich an die geltende Ordnung zu halten (BGE 137 II 297 E. 3; Urteile 2C_499/2022 vom 23. März 2023 E. 7.1; 2C_755/2021 vom 21. September 2022 E. 5.1; vgl. 2C_368/2015 vom 15. September 2015 E. 2.1; betreffend Widerruf der Niederlassungsbewilligung gestützt auf Art. 63 Abs. 1 lit. b AIG vgl. Urteile 2C_940/2020 vom 9. August 2021 E. 4.1; 2D_10/2020 vom 9. Juli 2020 E. 3.4). Das Interesse an der Verhütung weiterer Straftaten bzw. die Generalprävention ist dabei ebenfalls zu berücksichtigen (Art. 80 Abs. 2 VZAE in der bis 31. Dezember 2018 geltenden Fassung, ab 1. Januar 2019 Art. 77a Abs. 2 VZAE; Urteile 2C_755/2021 vom 21. September 2022 E. 5.1; 2C_515/2017 vom 22. November 2017 E. 2.1). Ob der Ausländer willens und in der Lage ist, sich in die hier geltende Ordnung einzufügen, kann nur anhand einer Gesamtbetrachtung seines Verhaltens beurteilt werden (BGE 137 II 297 E 3.3 f.; Urteile 2C_755/2021 vom 21. September 2022 E. 5.1; 2C_717/2019 vom 24. September 2020 E. 2.3).