Citation: I 365/03 08.07.2004 E. 3

Es ist unbestritten, dass der Beschwerdegegner auf Grund der Verhältnisse, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweis), die drei Erwerbstätigkeiten ohne Eintritt des Gesundheitsschadens weiterhin im bisherigen Umfang (40 % als stellvertretender Hauswart; 20 % als Journalist; 40 % als Public-Relations-Berater) ausüben würde. Der Versicherte hat trotz dem Knieleiden alle drei Erwerbstätigkeiten weiterhin ausgeübt, wobei er hinsichtlich der Anstellungsverhältnisse unverminderte Einkünfte erzielt, während in den Buchhaltungsunterlagen der Einzelfirma P.________ ab 1999 bis 2001 Verluste ausgewiesen werden. Die Vorinstanz hat das Invalideneinkommen ermittelt, indem sie von den Löhnen aus den unselbstständigen Erwerbstätigkeiten (Hauswart; Journalist) den Verlust der Einzelfirma abzog. Das Ergebnis stellte sie dem auf Grund des Durchschnitts der in den Erfolgsrechnungen der Jahre 1996 bis 1998 ausgewiesenen Gewinne und gestützt auf die als Hauswart und Journalist erzielten Verdienste ermittelten Valideneinkommen gegenüber, woraus sich ein Invaliditätsgrad von 65 % ergab. Die beschwerdeführende IV-Stelle bringt im Wesentlichen vor, das kantonale Gericht habe nicht geprüft, ob und inwieweit in den einzelnen Berufen aus gesundheitlichen Gründen Einschränkungen vorlägen. Es sei nahe liegend, dass die Arbeitstätigkeit als Public-Relations-Berater hinsichtlich der Kniebeschwerden vergleichbar mit jener als Journalist sei, wo keine nennenswerte Beeinträchtigung bestehe. Die Vorinstanz habe unberücksichtigt gelassen, dass nicht das Knieleiden, sondern konjunkturelle Umstände den Grund der verlustbringenden Einzelfirma bildeten.