Citation: 4A_260/2014 E. 6.1

6.1. In der von der Beschwerdeführerin zitierten Literatur wird die Auffassung vertreten, die individuelle Reallohnsteigerung infolge Veränderung der persönlichen Eigenschaften (wie das Alter) und die allgemeine Reallohnsteigerung infolge Veränderung des allgemeinen Lohnniveaus seien auseinanderzuhalten und kumulativ zu berücksichtigen (David Dorn und andere, Die Berechnung des Erwerbsschadens, 2007, S. 38 Rz. 73). Sofern die Löhne in der Realität tatsächlich beiden Steigerungen kumulativ unterliegen, ist dem auch beim Schadenersatz Rechnung zu tragen. Das Bundesgericht hat es für den Erwerbsausfall zwar abgelehnt, von einer generellen Reallohnerhöhung auszugehen, allerdings mit der Begründung, beim Erwerbsausfall könnten regelmässig konkrete Umstände des Einzelfalls, insbesondere die berufliche Situation des Geschädigten, berücksichtigt werden, aufgrund derer sich auf die künftige hypothetische Lohnentwicklung schliessen lasse (Urteil des Bundesgerichts 4C.349/2006 vom 22. Januar 2007 E. 3.4). Insoweit liegt der hier zu beurteilende Fall anders.