Citation: 5A_968/2021 E. 4.4.1

4.4.1. Das Obergericht hält dazu fest, die Beschwerdeführerin habe den "Aufbau der Urkunde" selbst so vorgetragen, wie dieser von der Erstinstanz festgestellt worden sei (d.h. Vertragstext in englischer Übersetzung, Vertragstext in Deutsch, notarielle Bescheinigung). Dies ergebe sich aus der Reihenfolge, in welcher die einzelnen Dokumente bezeichnet und in der Klagebeilage eingereicht worden seien, sowie aus verschiedenen Ausführungen in der Klageschrift, namentlich den Bemerkungen "die beiden ersten Dokumente, also die englische und deutsche Fassung der Urkunde" sowie "eine einseitige 'Notarielle Bescheinigung' ist der Urkunde angefügt". Der Verhandlungsgrundsatz sei damit nicht verletzt. Die erst im Berufungsverfahren vorgetragene Behauptung, die Reihenfolge der einzelnen Dokumente der Urkunde sei eine andere gewesen, habe bei zumutbarer Sorgfalt bereits im erstinstanzlichen Verfahren vorgetragen werden können und sei daher nach Massgabe von Art. 317 Abs. 1 Bst. b ZPO verspätet.