Citation: 8C_825/2018 E. 6.7

6.7. Mit Blick auf die von den Gerichtsgutachtern festgestellte ausgeprägte Aggravation und den in den medizinischen Akten einhellig berichteten Inkonsistenzen ist von einer revisionsrechtlich relevanten Tatsachenänderung im Sinne eines früher nicht gezeigten Verhaltens auszugehen, das "eindeutig über die blosse (unbewusste) Tendenz zur Schmerzausweitung und -verdeutlichung hinausgeht" (vgl. 6.1 hiervor). Insoweit ist ein Revisiongrund nach Art. 17 Abs. 1 ATSG zu bejahen und der Rentenanspruch umfassend ("allseitig") zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11). Daran ändert der Umstand nichts, dass Dr. med. D.________ aus psychiatrischer Sicht - nach Bereinigung des Aggravationsanteils - von einem (wahrscheinlich) seit April 2001 nicht wesentlich verändertem Gesundheitszustand und damit auch nicht wesentlich veränderter Arbeitsfähigkeit ausging. Soweit die Vorinstanz einen Revisionsgrund nach Art. 17 Abs. 1 ATSG verneinte, verletzt dies Bundesrecht.