Citation: U 61/05 03.08.2005 E. 6

Mit dem kantonalen Gericht ist festzuhalten, dass das in der Folge der am 24. Dezember 2000 zugezogenen HWS-Distorsion aufgetretene bunte Beschwerdebild nach der Praxis im Sinne von BGE 117 V 359 spätestens ab 30. Juni 2003 nicht mehr in einem adäquaten und somit anspruchsbegründenden Kausalzusammenhang mit dem angeblich ursächlichen Ereignis stand. Die Vorinstanz legte mit ausführlicher Begründung zutreffend dar, dass der im mittleren Bereich einzustufende Unfall unter Berücksichtigung sämtlicher praxisgemäss zu beachtender Kriterien (BGE 117 V 367 Erw. 6a) nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung nicht geeignet war, die über den 30. Juni 2003 hinaus geklagten Beeinträchtigungen der Gesundheit zu verursachen. Keines der in BGE 117 V 367 Erw. 6a genannten Kriterien ist hier in besonders ausgeprägter Weise erfüllt. Kommt keinem Einzelkriterium besonderes bzw. ausschlaggebendes Gewicht zu, so müssen mehrere unfallbezogene Kriterien herangezogen werden (BGE 117 V 367 Erw. 6b). Das kantonale Gericht erkannte zutreffend, dass offensichtlich die Kriterien der besonders dramatischen Begleitumstände oder besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls, der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzungen, der ärztlichen Fehlbehandlung, des schwierigen Heilungsverlaufs und der erheblichen Komplikationen sowie des Grades und der Dauer der Arbeitsunfähigkeit nicht erfüllt sind. Gleiches gilt für das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung. Die medizinischen Konsultationen erfolgten in erster Linie zur Objektivierung der geklagten gesundheitlichen Beeinträchtigungen und die Behandlung bestand im Wesentlichen aus ambulanter Physiotherapie. In Bezug auf das Kriterium der Dauerbeschwerden ist festzuhalten, dass sich die subjektiven Beschwerden von einem anfänglich etwas steifen Nacken (Bericht des Dr. med. E.________ vom 11. April 2001), über später zu einem Cervicalsyndrom hinzutretende Konzentrationsstörungen zu einer schliesslich anlässlich der Konsultation vom 9. April 2003 im Vordergrund stehenden Lumboischialgie (Bericht des Dr. med. H.________ vom 14. April 2003) veränderten und alle diese gesundheitlichen Einschränkungen nie zu Arbeitsunfähigkeit führten. Somit könnte einzig das Kriterium der Dauerbeschwerden bejaht werden. Doch ist dieses Kriterium unter den gegebenen Umständen als nicht in besonders ausgeprägter Weise erfüllt zu bezeichnen. Liegen demnach weder in gehäufter noch auffallender Weise erfüllte Kriterien vor, hat die Vorinstanz die Adäquanz des Kausalzusammenhanges zwischen der ab 30. Juni 2003 geklagten Gesundheitsstörung und dem Unfall vom 24. Dezember 2000 zu Recht verneint, weshalb die von der Mobiliar verfügte Leistungseinstellung im Ergebnis nicht zu beanstanden ist.