Citation: 5P.102/2003 06.06.2003 E. 4

Sodann beanstandet der Beschwerdeführer die Höhe der ihm zugestandenen Wohnungskosten von Fr. 1'200.-- als willkürlich. Dem Obergericht sei entgangen, dass die Beschwerdegegnerin die Wohnungskosten in der Höhe von Fr. 1'500.-- anerkannt habe; die letzte kantonale Instanz verletze die Dispositionsmaxime, wenn sie die Miete schliesslich nur mit Fr. 1'200.-- berücksichtige. In diesem Punkt erweist sich die Beschwerde als begründet: Entgegen ihrer Darstellung hat die Beschwerdegegnerin die Höhe der Wohnungskosten des Beschwerdeführers anlässlich der erstinstanzlichen Verhandlung sowie im Rekurs ausdrücklich anerkannt. Die Halbierung des Mietzinses wurde in der Rekursergänzung vom 3. Oktober 2002 lediglich wegen des angeblichen Konkubinats des Beschwerdeführers verlangt, welches schliesslich nicht hat glaubhaft gemacht werden können. Soweit die Beschwerdegegnerin ein für die Beurteilung des Rechtsbegehrens, d.h. des persönlichen Unterhaltsbeitrages, massgebendes Element ausdrücklich anerkannt hat, ist der Richter daran gebunden. Weicht er von der anerkannten Teilposition ab, fällt dies letztlich in den Bereich der Dispositionsmaxime, indem der Richter einer Partei nicht das zubilligt, was ihr die andere ausdrücklich zugestanden hat. Dies gilt jedenfalls dann, wenn - wie hier - kein Mangelfall vorliegt. Wie es sich bei einem Mangelfall verhielte, braucht hier nicht erörtert zu werden.