Citation: H 378/00 27.12.2001 E. 3

3.- Streitig ist der Zeitraum, innerhalb dessen der Beschwerdeführer für den der Ausgleichskasse verursachten Schaden einzustehen hat. a) Die Vorinstanz hat den Beginn der Haftung auf den 16. September 1992 festgesetzt, an welchem Datum der Beschwerdeführer an einer ausserordentlichen Generalversammlung der Firma Y.________ AG als einziger Verwaltungsrat gewählt wurde. Der Eintrag ins Handelsregister erfolgte jedoch erst am 8. Dezember 1992. Bezüglich der formellen Übernahme der Aufgabe eines Verwaltungsrates lassen die Akten keine verlässlichen Schlüsse zu, weil sich, wie die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat, einige Ungereimtheiten ergeben. Zu untersuchen ist jedoch der Zeitpunkt des faktischen Eintrittes in die Funktion. Die Vorinstanz wertete drei Überweisungen an die Ausgleichskasse in der Höhe von insgesamt Fr. 25'927. 60, die der Beschwerdeführer im September und November 1992 veranlasst hatte, und die Einrichtung eines Dauerauftrages zugunsten der Ausgleichskasse am 23. November 1992 als entscheidenden Hinweis darauf, dass er das Amt unmittelbar mit der Wahl auch tatsächlich angetreten habe. Indes genügt die Vornahme einzelner Zahlungen nicht für die Annahme einer faktischen Organstellung. Erforderlich wäre vielmehr, dass Entscheidungen getroffen würden, die Organen vorbehalten wären und dass ein massgeblicher Einfluss auf die Willensbildung der Gesellschaft vorläge (BGE 114 V 218 Erw. 4e mit Hinweisen, vgl. auch BGE 122 III 227 Erw. 4b mit Hinweisen). Diese Voraussetzungen sind vorliegend nicht erfüllt, zumal der Beschwerdeführer mit Bezug auf die drei Einzelüberweisungen geltend macht, sie seien auf Anordnung des Hauptsitzes erfolgt, welcher Darstellung seitens der Beschwerdegegnerin nicht widersprochen worden ist. Der Beginn der Haftung ist mangels substantieller Hinweise auf das Vorliegen einer faktischen Organstellung vor der formellen Übernahme des Amtes eines Verwaltungsrates auf den 8. Dezember 1992, das Datum der Eintragung im Handelsregister, anzusetzen. b) Was das Ende der Haftung betrifft, ist zunächst festzustellen, dass die Haftung für den Zeitraum vom 6. bis 31. Mai 1993 zu Recht unbestritten geblieben ist. Hingegen wird in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend gemacht, auf Grund eines Rücktrittsschreibens vom 10. April 1993 sei der Beschwerdeführer ab diesem Datum bis zum 6. Mai 1993, als er eine ausserordentliche Generalversammlung der Gesellschaft leitete und das entsprechende Protokoll unterzeichnete, nicht Mitglied des Verwaltungsrates gewesen. Was die Wirkung dieses Rücktrittsschreibens betrifft, hat die Vorinstanz in sorgfältiger Würdigung der Beweise festgestellt, dass der Beschwerdeführer auch für den fraglichen Zeitraum vom 10. April bis 6. Mai 1993 haftet. Die Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vermögen daran nichts zu ändern, und das Eidgenössische Versicherungsgericht hat den ausführlichen Erwägungen der Vorinstanz zu dieser Frage nichts hinzuzufügen.