Citation: U 97/00 15.10.2003 E. 3.3

3.3.1 Im vorliegenden Fall hat die SUVA ihrer Verfügung vom 18. März 1998 ein Invalideneinkommen zugrunde gelegt, welches sie aus sechs DAP-Profilen ermittelt hat, indem sie den durchschnittlichen Minimallohn daraus nahm und diesen Betrag noch reduzierte. Nachdem anlässlich einer augenärztlichen Beurteilung im Rahmen des Einspracheverfahrens zwei der verwendeten Verweisungstätigkeiten als für den Versicherten nicht geeignet erachtet worden waren, stellte die SUVA im Einspracheentscheid vom 17. November 1998 auf das ungefähre Durchschnittseinkommen der vier verbleibenden DAP-Profile ab. Die Vorinstanz sodann hat als Invalideneinkommen den tiefsten Minimallohn der vier verbleibenden DAP-Blätter berücksichtigt und so auf eine einzige Verweisungstätigkeit abgestellt. Ohne näher auf die Frage der Zumutbarkeit der einzelnen Arbeitsplätze einzugehen, ist im Lichte von Erwägung 3.2.2 hievor festzustellen, dass weder die vier von der SUVA verwendeten DAP-Profile und noch viel weniger das von der Vorinstanz verwendete einzelne Profil eine genügende Grundlage für die Festsetzung des Invalideneinkommens bilden, lassen sich doch in Anbetracht der ungenügenden Anzahl von DAP-Profilen sowie mangels der verlangten zusätzlichen Angaben und entsprechenden Unterlagen in diesem Verfahren die Repräsentativität der DAP im konkreten Fall sowie das Auswahlermessen der SUVA nicht überprüfen. Nicht abgestellt werden kann schliesslich auch auf das vom Beschwerdegegner behauptete effektiv erzielte Invalideneinkommen in einer geschützten Werkstatt von Euro 600-800 pro Monat, ist dabei doch nicht davon auszugehen, dass er die verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft und dafür ein adäquates Einkommen erhält. Das Invalideneinkommen ist daher gestützt auf die LSE zu ermitteln. 3.3.2 Gemäss Tabelle A1 der LSE 1998 belief sich der Zentralwert für die mit einfachen und repetitiven Arbeiten beschäftigten Männer (Anforderungsniveau 4) im privaten Sektor 1998 für eine 40-Stundenwoche auf Fr. 4'268.- (einschliesslich 13. Monatslohn), was umgerechnet auf die betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit für das Jahr 1998 von 41,9 Stunden (Die Volkswirtschaft, 9/2003, S. 102 Tabelle B 9.2) ein Jahreseinkommen von Fr. 53'649.- ergibt. Entgegen der Auffassung der SUVA kann nicht vom Anforderungsniveau 3 (Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt) ausgegangen werden, da der Beschwerdegegner keine Berufslehre absolviert hat und diese Erfordernisse nicht erfüllt. Was den Abzug vom Tabellenlohn betrifft, fällt ein solcher unter dem Titel des Alters des Beschwerdegegners sowie der leidensbedingten Einschränkungen in Betracht, war doch der Versicherte im Zeitpunkt des Unfalles 48-jährig und kann es zu Folge seiner Visusbeeinträchtigung auch im Rahmen einer angepassten Tätigkeit zu gewissen Einschränkungen kommen. Nicht gegeben sind die Abzugskriterien der Teilzeitbeschäftigung sowie der Nationalität/Aufenthaltskategorie, kann doch der Versicherte weiterhin ganztags arbeiten und ist er als französischer Staatsangehöriger als Grenzgänger tätig. Es rechtfertigt sich daher, den Abzug unter Würdigung der gesamten Umstände auf insgesamt höchstens 10 % festzusetzen, was zu einem Invalideneinkommen von Fr. 48'284.- führen würde. Das dem vorinstanzlichen Entscheid zugrunde gelegte Invalideneinkommen von Fr. 49'400.- und der aus dem Vergleich mit dem Valideneinkommen resultierende Invaliditätsgrad von 20 % sind daher im Ergebnis nicht zu beanstanden und die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist demzufolge abzuweisen.