Citation: 2C_128/2024 E. 9.5.3

9.5.3. Der Beschwerdeführer hält sich seit dem Jahr 2002 mit einer Aufenthaltsbewilligung und somit zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils seit rund 21 Jahren in der Schweiz auf. Es ist deshalb von einem langjährigen Aufenthalt in der Schweiz auszugehen. Ausserdem pflegt der Beschwerdeführer eine regelmässige Beziehung zu seinem in der Schweiz niederlassungsberechtigten, minderjährigen Sohn. Auch ist nicht von der Hand zu weisen, dass aufgrund der Distanz zwischen dem Nordirak und der Schweiz die besuchsweise Pflege der Beziehung zu seinem Sohn nur unter erschwerten Bedingungen möglich sein wird. Der Beschwerdeführer verfügt daher über ein gewichtiges privates Interesse an einem Verleib in der Schweiz. Diesem privaten Interesse stehen allerdings wie dargelegt erhebliche öffentliche Interessen an der Beendigung seines Aufenthalts gegenüber, hat er sich doch trotz seines langjährigen Aufenthalts in der Schweiz in sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht nur mangelhaft integriert, woran auch seine gegenwärtige Erwerbstätigkeit nichts ändert. Von einer ausländischen Person kann jedenfalls erwartet werden, dass sie hier keine Sozialhilfe bezieht (vgl. Urteil 2C_994/2022 vom 22. Juni 2023 E. 5.3). Ausserdem hat die Vorinstanz zu Recht erwogen, der Beschwerdeführer, der kurdisch spreche, habe seine Kinder- und Jugendjahre im kurdisch beherrschten Nordirak verbracht. Er verfüge dort noch über Familienangehörige bzw. könne bei einer Rückkehr an die familiäre Verbundenheit anknüpfen. Zudem hat die Vorinstanz festgestellt, dass im Nordirak wenn nötig auch eine ambulante oder stationäre psychotherapeutische Behandlung grundsätzlich möglich und die "gängigsten" Psychopharmaka erhältlich seien. Auch die Sicherheitslage stehe einer Rückkehr des Beschwerdeführers in den Nordirak nicht entgegen. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in den Nordirak sei deshalb zumutbar (vgl. E. 6.2.1 - E. 6.2.4 angefochtenes Urteil). Die von der Vorinstanz genannten Gründe, weshalb dem Beschwerdeführer eine Rückkehr in den Nordirak zumutbar sei, stellt der Beschwerdeführer in Abrede, indem er die vorinstanzlichen Feststellungen und Erwägungen weitgehend negiert, ohne den entsprechend festgestellten Sachverhalt den Anforderungen entsprechend als willkürlich zu rügen (vgl. E. 2.3 oben) oder überzeugende Gegenargumente vorzubringen.