Citation: 2C_378/2023 E. 3.3

3.3. Der Beschwerdeführer vermag nicht aufzuzeigen, inwiefern das Verwaltungsgericht durch dieses Vorgehen seine Gehörsrechte verletzt hätte. Zu Recht erwägt die Vorinstanz, die Sicherheitsdirektion verfüge über volle Kognition und habe den Verfahrensfehler - der zwar nicht mehr leicht wiege, aber auch nicht so schwerwiegend sei, dass eine Heilung ausgeschlossen wäre - heilen dürfen (vgl. das angefochtene Urteil E. 2.5; dazu auch BGE 142 II 218 E. 2.8.1 mit zahlreichen Hinweisen) und sei ihrer Untersuchungspflicht genügend nachgekommen. Auch wenn eine mündliche Befragung grundsätzlich möglich gewesen wäre, durfte das Verwaltungsgericht auf die schriftlich eingeholten Auskünfte der Sicherheitsdirektion abstellen und auf eine Befragung der Ex-Ehegattin verzichten, zumal es sich nicht um Fragen handelte, welche nur im direkten Kontakt hätten geklärt werden können. Insofern der Beschwerdeführer geltend macht, die Bewertung von Indizien in Bezug auf das Vorhandensein des Ehewillens sei persönlichkeitsbezogen und könne nur durch die betroffene Person erfolgen, verkennt er, dass gerade dies mit der schriftlichen Stellungnahme geschehen ist: die Ex-Ehegattin nennt in ihrer Stellungnahme den Seitensprung und die Wohnsituation, und äusserst sich auch dazu, was diese - aus ihrer Sicht - für die Beziehung der Eheleute bedeuteten.