Citation: U 141/05 21.09.2005 E. 5

5.1 Bei der Prüfung der Adäquanz des Kausalzusammenhangs ist an sich in einem ersten Schritt festzulegen, ob diese nach der für psychische Beeinträchtigungen geltenden Rechtsprechung oder nach den für Schleudertraumata der HWS entwickelten Kriterien (welche bei äquivalenten Verletzungen analoge Anwendung finden; vgl. Erw. 2.1 hievor) zu erfolgen hat. Die Vorinstanz hat die Praxis betreffend psychische Unfallfolgen (BGE 115 V 133 ff.) angewandt. Diese Festlegung kann allerdings unterbleiben, wenn - wie vorliegend - die Adäquanz auch nach der Schleudertrauma-Praxis zu verneinen ist (vgl. auch Urteil P. vom 31. Mai 2005 Erw. 3.1, U 329/03). 5.2 Mit dem kantonalen Gericht ist der Sturz auf der Kunsteisbahn vom 17. Dezember 1995 aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs und der Verletzungen, die sich die Beschwerdeführerin dabei zugezogen hat, im Rahmen der Einteilung, die für die Belange der Adäquanzbeurteilung Anwendung findet (BGE 115 V 138 ff. Erw. 6, 117 V 366 f. Erw. 6a, 383 f.), als Unfall im mittleren Bereich, an der Grenze zu den leichten Unfällen einzuordnen. Vertretbar erscheint allerdings auch die Auffassung der Beschwerdegegnerin, welche den Unfall als leicht qualifiziert, ist doch ein Sturz auf einer Kunsteisbahn als alltägliches, eher banales Ereignis zu bezeichnen. Auch bei einem leichten Unfall ist die Adäquanz aber im Sinne einer Ausnahme anhand der Kriterien aus dem mittleren Bereich zu prüfen, sofern - was vorliegend gegeben erscheint - die unmittelbaren Folgen des Unfalls die gesundheitliche Fehlentwicklung nicht als offensichtlich unfallunabhängig erscheinen lassen (RKUV 1998 Nr. U 297 S. 243). Damit die Adäquanz des Kausalzusammenhangs bejaht werden könnte, müsste ein einzelnes der in die Beurteilung einzubeziehenden Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sein oder die zu berücksichtigenden Kriterien müssten in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sein (BGE 115 V 140 f. Erw. 6c/bb, 117 V 367 f. Erw. 6b, 384 Erw. 4c).