Citation: 5A_380/2021 E. 6.3

6.3. Die weitschweifigen Ausführungen der Beschwerdeführerin erschöpfen sich wiederum weitgehend in einer Darlegung der Sach- und Rechtslage aus eigener Sicht. Was das Vorbringen betrifft, es sei gar kein vertragliches Rückabwicklungsverhältnis zustande gekommen (Art. 5 Abs. 1 OR), so scheint es neu zu sein. Zwar hat sich die Beschwerdeführerin vor Appellationsgericht offenbar auf Art. 5 OR berufen (E. 3.1 des appellationsgerichtlichen Urteils), doch hat sich das Appellationsgericht dazu nicht weiter geäussert. Die Beschwerdeführerin legt vor Bundesgericht nicht dar, was sie unter diesem Titel dem Appellationsgericht vorgetragen hat. Sie legt insoweit auch nicht dar, dass das Appellationsgericht ihre Vorbringen übergangen hätte. Sie behauptet zwar, dem Zivilgericht vorgetragen zu haben, dass die Beschwerdegegnerin das Rückabwicklungsangebot abgelehnt habe, doch belegt sie nicht, vor Appellationsgericht entsprechende Rügen vorgetragen zu haben. Sie rügt sodann zwar eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, weil das Appellationsgericht ohne nachvollziehbare Begründung davon ausgegangen sei, die Beschwerdegegnerin könne das Rückabwicklungsangebot jederzeit annehmen und ihre Rückabwicklungsleistung jederzeit erbringen, doch legt sie nicht dar, weshalb sich das Appellationsgericht dazu eingehender hätte äussern müssen. Nach dem Grundsatz der materiellen Erschöpfung des Instanzenzuges (Art. 75 BGG) hätte die Beschwerdeführerin die entsprechenden Vorbringen rund um den Abschluss eines Rückabwicklungsvertrags im kantonalen Verfahren - und zwar auch noch vor Appellationsgericht - vortragen müssen. Vor Bundesgericht ist sie damit verspätet (BGE 143 III 290 E. 1.1 S. 293; Urteil 5A_980/2018 vom 5. Juni 2019 E. 1.3; je mit Hinweisen) und sie kann auch nicht auf Argumentationslinien zurückkommen, die sie vorinstanzlich nicht aufrechterhalten hat. Hinsichtlich der Einrede des nicht bzw. nicht gehörig erfüllten Vertrags fehlt eine genügende Auseinandersetzung damit, dass das Appellationsgericht der Beschwerdeführerin implizit widersprüchliches Verhalten vorgeworfen hat: Die Beschwerdeführerin behauptet sinngemäss, bei den übertragenen Daten bzw. Projekten handle es sich um Knowhow, das für sie umso wertloser werde, je länger es in fremden Händen sei, und das deshalb unverzüglich zurückgegeben werden müsse. Sie erläutert jedoch nicht, weshalb sie unter diesen Voraussetzungen dann am 24. Juni 2019 immer noch an der Darlehensrückzahlung festhielt, obschon damals seit der ersten Datenrückforderung (1. April 2019) bzw. seit der Übergabe an die Beschwerdegegnerin rund drei Monate verstrichen waren und obschon damit am 24. Juni 2019 längstens keine - in Bezug auf den Zeitpunkt der Datenübergabe - unverzügliche Datenrückgabe mehr möglich war. Die Beschwerdeführerin erläutert auch nicht, weshalb eine Rückgabe rund drei Monate nach der Übergabe für sie noch hätte von Interesse sein sollen, ein paar Monate später allerdings nicht mehr. Der vage Hinweis auf den Zeitablauf und die angeblich dadurch steigende Gefahr der Kenntnisnahme und Verwendung der Daten genügt den Begründungsanforderungen nicht.