Citation: 4A_484/2015 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz stellte fest, es sei unbestritten, dass kurz nach der Unterzeichnung des Mietvertrages vom 21. bzw. 27. Oktober 1995 durch B.B.________ derselbe Mietvertrag mit C.B.________ geschlossen wurde, indem der Beschwerdeführer auf dem ursprünglichen Vertragsformular den Namen von B.B.________ abdeckte und mit dem Namen von C.B.________ überschrieb. Die so erstellte Vertragskopie wurde von C.B.________ und auch nochmals vom Beschwerdeführer unterzeichnet. Strittig sei lediglich der Hintergrund dieses Vorgangs. Die Beklagten im Hauptverfahren hätten sich von Anfang an auf den Standpunkt gestellt, B.B.________ sei aufgrund von befürchteten Einwänden des damaligen Arbeitgebers von C.B.________ zunächst formell als Mieter aufgetreten, wobei aber von Anfang an C.B.________ eigentliche Mieterin gewesen sei. Als sich bei B.B.________ aber nach Abschluss des Mietvertrages Schwierigkeiten mit der weiteren Stipendiengewährung abgezeichnet hätten, sei einvernehmlich unter Aufhebung des mit B.B.________ unterzeichneten Mietvertrages ein neuer Mietvertrag mit gleichem Mietbeginn aber C.B.________ als Mieterin aufgesetzt worden. Diese Darstellung hätten sie durch Indizien untermauern können. Die Vorinstanz verweist diesbezüglich auf den Entscheid des Bezirksgerichtspräsidenten Oberrheintal vom 11. Dezember 1996 und den Entscheid des Vizepräsidenten der III. Zivilkammer des Kantonsgerichts St. Gallen vom 30. Mai 1997. Als Indizien werden dort genannt, dass B.B.________ im Zusammenhang mit der Erfüllung des Mietvertrages praktisch nicht in Erscheinung getreten sei. Lediglich eine Mietzinsquittung laute auf seinen Namen und diese stamme vom gleichen Datum, an dem er den ursprünglichen Mietvertrag unterzeichnet habe. Sodann würden der Eintrag im Regional-Telefonbuch und der Fragebogen für die Mehrwertsteuer auf C.B.________ lauten. Zudem sei es C.B.________, welche das Restaurant in den gemieteten Räumen betrieben habe. Demgegenüber habe der Beschwerdeführer nicht gleichbleibend dargelegt, wie und warum es zu zwei (bis auf die Namen der Mieterschaft) gleich lautenden Mietverträgen gekommen sei. Er habe einerseits geltend gemacht, es liege allenfalls eine Übertragung des Mietverhältnisses betreffend Geschäftsräume vor, die gemäss Art. 263 OR Solidarschuldnerschaft bewirke. Anderseits und im Widerspruch zu einer Vertragsübertragung habe er argumentiert, er habe C.B.________ zusätzlich in den Mietvertrag eintreten lassen. Gegen eine Mitmieterschaft (gemeinsame Miete) spreche, wie bereits das Kreisgericht ausgeführt habe, auf dessen Erwägungen die Vorinstanz verwies, dass diesfalls keine Veranlassung bestanden hätte, B.B.________ auf dem bestehenden Mietvertrag zu überdecken bzw. zu löschen. Vielmehr hätten die Parteien dem Gedanken der Solidarität bzw. der gemeinsamen Miete ganz einfach dadurch Rechnung getragen, dass C.B.________ den bestehenden Mietvertrag zusätzlich unterzeichnet hätte, sie und ihr Bruder also beide auf dem Mietvertrag als Mieter erkennbar gewesen wären. Auch eine Vertragsübertragung gehe aus den beiden Verträgen nicht hervor; Sinn und Zweck von Art. 263 OR wäre hier die Übertragung des Mietvertrages im Rahmen einer Geschäftsübertragung, eine solche erscheine aber noch vor Mietantritt des Vormieters wenig plausibel. Der Beschwerdeführer lege keine Anhaltspunkte für eine Solidarschuldnerschaft dar und es sei nicht einmal ansatzweise ersichtlich, wie er seinen Standpunkt im Hauptverfahren belegen wolle.