Citation: 2C_842/2016 E. 3.3.2

3.3.2. In der Beschwerde wird geltend gemacht, die vorgenommene Rechtsgestaltung würde nicht zu einer effektiven Steuerersparnis führen. Diesbezüglich gehen die Beschwerdeführenden indessen fälschlicherweise davon aus, die deklarierte Vermögenssituation sei mit der Situation zu vergleichen, welche infolge einer tatsächlichen vollumfänglichen Auszahlung der Schenkungen vorliegen würde. Für die Beurteilung des Sachverhalts sind aber die wirtschaftlichen Auswirkungen massgebend. Den Ausschlag für die Annahme einer Steuerumgehung gibt demnach, dass die Steuerpflichtigen wirtschaftlich gleich gestellt sind, wie wenn sie keine Darlehen bei ihren Kindern aufgenommen hätten und die Schenkungen entsprechend geringer ausgefallen wären: Sie können nach wie vor über die flüssigen Mittel verfügen und zudem den Vermögensertrag als Darlehenszins von ihrem Einkommen in Abzug bringen. Das gewählte Vorgehen würde - von den Steuerbehörden akzeptiert - zweifellos zu einer erheblichen Steuereinsparung führen.