Citation: U 427/99 10.12.2001 E. 2

2.- Streitig ist zunächst die Höhe des versicherten Jahresverdienstes, welcher der Invalidenrente von 50 % zugrunde zu legen ist, auf die der Beschwerdegegner ab 1. Mai 1996 gemäss Entscheid der Vorinstanz Anspruch hat. Während das kantonale Gericht zur Auffassung gelangte, dass eine Verordnungslücke vorliege für Fälle, in denen sehr lange Zeit nach dem Unfall, und nachdem der Versicherte während Jahrzehnten eine Erwerbstätigkeit ausgeübt habe, Spätfolgen auftreten. Diese Lücke sei dahin zu schliessen, dass wie in einem neuen Rentenfall zu entscheiden und dementsprechend vom zuletzt erzielten Einkommen, hier als Bauführer, auszugehen sei. Die SUVA wendet sich gegen diese Betrachtungsweise, indem sie im Wesentlichen geltend macht, Art. 24 Abs. 2 UVV sei klar. Eine Spezialregelung für Rückfälle gebe es nur beim Taggeld, nicht aber bei Renten. Die Lösung des kantonalen Gerichts hätte eine Privilegierung eines Sonderfalles im Vergleich zum Normalfall mit einer durchgehenden Berentung wie auch zu Rentenrevisionen, bei welchen der Jahresverdienst nicht den zum Revisionszeitpunkt geltenden Lohnverhältnissen angepasst werden kann, zur Folge. Eine solche Ungleichbehandlung widerspreche dem Willen des Gesetzgebers.