Citation: 5A_344/2016 E. 3.3

3.3. Die Aufsichtsbehörde hat kein Recht verletzt, als sie die vom Beschwerdeführer als Therapiekosten veranschlagten Reisekosten nicht berücksichtigt hat. Insbesondere hat die Aufsichtsbehörde das vom Beschwerdeführer zitierte Zeugnis vom 31. Mai 2013 berücksichtigt, worin der Psychiater dem Beschwerdeführer einen Reisezwang attestiert, dessen Kosten der Psychiater als "optimalen Behandlungsaufwand" bewertet. Der Beschwerdeführer macht jedoch zu Recht nicht geltend, aus dem Zeugnis ergebe sich, dass ihm die häufige Benutzung des öffentlichen Verkehrs als Therapieform verordnet worden sei oder dass er den öffentlichen Verkehr häufig zum Aufsuchen einer Therapie benötigen würde. Vielmehr ergibt sich aus dem Bericht, dass die Reisen zwar "einigermassen hilfreich und gänzlich unverzichtbar" seien, aber zugleich, dass der Reisezwang "krankhaft" sei und eine Reaktion bzw. Flucht vor den erdrückenden existentiellen Problemen, die sein Hauptleiden ausmachten. Wenn die Aufsichtsbehörde unter diesen Voraussetzungen die Reisekosten nicht berücksichtigt hat bzw. dem Beschwerdeführer zumutet, diese aus dem Grundbetrag zu bezahlen, so ist dies nicht zu beanstanden. Es handelt sich bei den häufigen Reisen nach dem Gesagten nicht um eine Therapie, sondern um eine vom Beschwerdeführer selber gewählte Bewältigungsstrategie, um seinen Problemen zu entkommen, wobei dieser Bewältigungsstrategie ausweislich des Zeugnisses aber ebenfalls Krankheitswert zukommt. Selbst wenn die Reisekosten im Grundsatz separat berücksichtigt werden könnten, käme hinzu, dass die geltend gemachten Kosten von monatlich Fr. 1'200.-- angesichts etwa des Preises zweier Generalabonnements für ein Ehepaar als völlig überrissen erscheinen.