Citation: 1C_623/2022 E. D

Der WWF Schweiz und Pro Natura gelangen mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 29. November 2022 an das Bundesgericht und beantragen, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die nachgesuchten Baubewilligungen (BAB-Bewilligung, kommunale Baubewilligung) seien zu verweigern. Auf Ersuchen der Beschwerdeführenden erkannte das Bundesgericht mit Präsidialverfügung vom 20. Dezember 2022 der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu. Das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden und die Gemeinde Val Müstair beantragen die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Das ARE Graubünden und der SAC beantragen die Abweisung der Beschwerde. Das Bundesamt für Umwelt (nachfolgend: BAFU) gelangt in seiner Stellungnahme zum Schluss, die Natur- und Landschaftsschutzinteressen seien nicht ausreichend bewertet und berücksichtigt worden, weshalb das Bauprojekt gegen das Bundesgesetz vom 1. Juli 1966 über den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451) und das Bundesgesetz vom 20. Juni 1986 über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (Jagdgesetz, JSG; SR 922.0) verstosse. Aus Sicht des ebenfalls zur Vernehmlassung eingeladenen Bundesamtes für Raumentwicklung (ARE) stehe die Erteilung einer Bewilligung für das Bauprojekt in Widerspruch zum Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (RPG; SR 700). In den weiteren Stellungnahmen halten die Verfahrensbeteiligten an ihren gestellten Anträgen fest.