Citation: 5A_969/2019 E. 4.2.2

4.2.2. Die Beschwerdeführerin stösst sich zum anderen daran, dass das Kantonsgericht die Tatsache, dass die Parteien im Massnahmeverfahren einen Vergleich erzielen konnten, als Zeichen einer gewissen (minimalen) Kooperationsbereitschaft gewertet habe. Dass diesem Vergleich nie nachgelebt worden sei und der Kindsvater die Kinder trotz Vergleich nicht gesehen habe, erwähne das Kantonsgericht jedoch nicht und ziehe dies nicht in ihre Beurteilung über die Kooperationsbereitschaft ein. Auch hier erweist sich die Rüge der Beschwerdeführerin als unbegründet. So konnten sich die Parteien unbestrittenermassen im Massnahmeverfahren auf die Obhutszuteilung und ein begleitetes Besuchsrecht einigen. Die Obhutszuteilung ist bis heute unangefochten geblieben. Die Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dem begleiteten Besuchsrecht sind gemäss eigenen Angaben der Beschwerdeführerin im Berufungsverfahren nicht etwa darauf zurückzuführen, dass sie selber nicht damit einverstanden wäre, sondern dass es seitens C.A.________ Widerstand gebe. Vor diesem Hintergrund ist es nicht zu beanstanden, dass das Kantonsgericht die fehlende Umsetzung des vereinbarten Besuchsrechts nicht auf die mangelnde Kooperationsbereitschaft der Parteien zurückführte, sondern eine minimale Kooperationsbereitschaft bejahte.