Citation: 6B_933/2023 E. 6.3.4

6.3.4. Die Vorbringen des Beschwerdeführers betreffend Verletzung des Teilnahmerechts wie auch die unmittelbare Beweisabnahme von Hauptbelastungszeugen verfangen nicht. Gestützt auf die Ausführungen der Vorinstanz steht fest, dass (mit Ausnahme von D.D.________ vor der Erstinstanz) keine vom Beschwerdeführer als "Hauptbelastungszeugen" bezeichnete Person durch ein Gericht befragt wurde. Es ist nicht ausreichend, pauschal die Auffassung zu vertreten, Aussagen der Hauptbelastungszeugen käme grundlegende Bedeutung zu sowie Aussagen angezweifelt zu haben, und auf die Schwere der Tatvorwürfe hinzuweisen (vgl. Art. 42 Abs. 2 BGG; oben E. 2). Im Übrigen basiert das vorinstanzliche Urteil nicht einzig auf Aussagen als Beweismittel. Damit setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander (vgl. Art. 42 Abs. 2 BGG; oben E. 2). Zudem wurden gemäss der Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz die den Beschwerdeführer belastenden Jugendlichen C.________, B.________ sowie G.________ am 14. Januar 2019 durch die Staatsanwaltschaft einvernommen und die Einvernahme jeweils auf Video aufgezeichnet. Die Einvernahmetermine von C.________, B.________ und G.________ wurden dem damaligem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers jeweils vorgängig angezeigt sowie zuvor mit ihm abgesprochen. Zum Schutz von Kindern als Opfern nahm der damalige Rechtsvertreter in einem separaten Videoübertragungsraum an den Einvernahmen teil. Dahingegen habe der Beschwerdeführer aus dem Gericht unbekannten Gründen auf eine Teilnahme verzichtet. Anlässlich seiner Einvernahme vom 2. Oktober 2019 sei ihm die Gelegenheit gewährt worden, zu den auf Video aufgezeichneten Aussagen der Jugendlichen Stellung zu nehmen. Bis zum Berufungsverfahren habe der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 26. April 2022 lediglich in Bezug auf B.________ den Antrag auf (nochmalige) Befragung gestellt. Dies sei mit Verfügungen vom 2. und 9. Juni 2022 abgewiesen worden. Den abgelehnten Beweisantrag habe der Beschwerdeführer anlässlich der Berufungsverhandlung nicht wiederholt. Der Beschwerdeführer wendet ein, erst einen Tag vor den Einvernahmen am 14. Januar 2019 von seinem damaligen Rechtsvertreter darüber - nicht aber über die Konsequenzen einer Nicht-Teilnahme - informiert worden zu sein. Aufgrund einer neuen Arbeitsstelle habe er nicht derart kurzfristig frei nehmen können. Mit dieser Argumentation schöpft er den kantonalen Instanzenzug nicht aus (vgl. Art. 80 Abs. 1 BGG). Der Beschwerdeführer hat sich im Übrigen das Verhalten seines damaligen Rechtsvertreters anrechnen zu lassen. Der damalige Rechtsvertreter hat rechtsgültig auf die Teilnahmerechte verzichtet bzw. die Teilnahmerechte des Beschwerdeführers in Vertretung wahrgenommen. Eine Verletzung des Teilnahmerechts liegt nicht vor und die Rüge der aktuellen Rechtsvertretung widerspricht dem Gebot von Treu und Glauben (vgl. BGE 143 IV 397 E. 3.4.2 mit Hinweisen). Mit der Vorinstanz ist es ausserdem nicht ausreichend, sich pauschal auf den Standpunkt zu stellen, auf keinerlei Teilnahme- und Konfrontationsrechte zu verzichten, ohne dies zu spezifizieren und entsprechende Beweisanträge zu stellen bzw. zu erneuern. Darüber hinaus geht der Beschwerdeführer weder auf die Erwägungen der Vorinstanz ein noch erläutert er, inwiefern eine unmittelbare Beweisabnahme welchen Beweismittels den Ausgang des Verfahrens hätte beeinflussen können und insbesondere der unmittelbare Eindruck der Aussage bzw. das Aussageverhalten entscheidend gewesen wäre (vgl. Art. 42 Abs. 2 BGG; oben E. 2), zumal die Einvernahmen der nicht vom Gericht einvernommenen Belastungszeugen von der Staatsanwaltschaft per Video aufgezeichnet wurden. Insgesamt kann der Vorinstanz kein Vorwurf gemacht werden, sie hätte den Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör verletzt.