Citation: 8C_475/2017 E. 6.3

6.3. Nach dem Gesagten ist eine derart grosse Diskrepanz zwischen dem Lohn an der aktuellen Stelle und dem auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt von der Versicherten angesichts ihrer Ausbildung und langen Erfahrung erzielbaren Einkommen ausgewiesen, dass bei jenem nicht von einem branchenüblichen Lohn gesprochen werden kann. Entgegen der Ansicht des kantonalen Gerichts schöpft sie damit die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit nicht in zumutbarer Weise aus, so dass für die Ermittlung des Invalideneinkommens nicht auf den Verdienst beim aktuellen Arbeitgeber abzustellen ist. Der vorinstanzliche Entscheid ist in diesem Punkt nicht bundesrechtskonform.