Citation: K 7/03 12.08.2003 E. 3

Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer im Rahmen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung Anspruch auf Übernahme der Kosten der im Februar 1998 im Ausland durchgeführten Operation hat. Dies hängt nach dem Gesagten davon ab, ob es möglich und zumutbar gewesen wäre, dieselbe Operation in zweckmässiger Weise in der Schweiz vornehmen zu lassen. 3.1 Das kantonale Gericht hat zu Recht festgestellt, dass die Durchführung der in W.________ vorgenommenen Operation am Spital Z.________ möglich gewesen wäre. Dem Schreiben von Frau Dr. med. K.________, Oberärztin, vom 12. Juli 2000 ist zu entnehmen, dass an der Neurochirurgischen Klinik dieses Spitals pro Jahr ca. zehn Operationen aus diesem Spektrum vorgenommen würden. Auf die spezielle Operationsmethodik bei Patienten mit lumbosakraler Lipomeningomyelozele mit riesiger Celenkomponente, Arnold Chiari Typ I ohne Shunt-Einlage bzw. ohne Posteriorfossa-Dekompression seien zwischen 1996 bis Ende 1999 fünf Patienten entfallen. Es hätte somit die Möglichkeit bestanden, den Eingriff in der Schweiz vornehmen zu lassen. Das Bundesamt für Sozialversicherung hatte dem Beschwerdeführer auf dessen Anfrage hin am 14. April 1998 mitgeteilt, dass die fragliche Behandlung auch in der Schweiz durchgeführt werden könne, und zwar am Spital Z.________ sowie am C.________. Ebenso gelangte die Vorinstanz mit Recht zum Ergebnis, es bestünden keine hinreichenden Anhaltspunkte für die Annahme, dass die Operation im Spital Z.________ mit erheblich höheren, wesentlichen Risiken verbunden gewesen wäre als deren Durchführung in W.________. 3.2 Die in Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgebrachten Argumente sind nicht geeignet, die vorinstanzliche Beurteilung in Frage zu stellen. Zunächst geht aus der Bestätigung von Frau Dr. med. K.________ vom 12. Juli 2000 hervor, dass derartige Operationen ohne Shunt-Einlage durchgeführt wurden. Auch Prof. B.________ führt in seiner Stellungnahme vom 30. August 2001 aus, eine Shunt-Einlage (eine Druckentlastung in die Hirnventrikel durch künstliche Ableitung in den Bauchraum) habe beim Beschwerdeführer nicht zur Diskussion gestanden. Dieser habe keinen Hydrocephalus, weshalb eine Shunt-Einlage an der Situation des Rückenmarks/der Nervenwurzeln absolut nichts geändert hätte. Unter diesen Umständen ist davon auszugehen, dass die Operation im Spital Z.________ - ebenso wie in W.________ - ohne Shunt-Einlage vorgenommen worden wäre. Wohl geht aus den Schreiben des Prof. B.________ vom 13. Mai und 29. Oktober 1998 an das BSV sowie seiner Stellungnahme vom 30. August 2001 hervor, dass er die Klinik G.________ hinsichtlich der Vornahme der Operation für geeigneter hält als das Spital Z.________. Er verweist dabei namentlich darauf, dass es sich um einen sehr anspruchsvollen neurochirurgischen Eingriff handle, welchen die hiesigen Ärzte nur selten vorzunehmen hätten. Eine Behandlung in W.________ sei auf Grund der grösseren Erfahrung der dortigen Ärzte vorzuziehen. Eine Unzumutbarkeit der Behandlung am Spital Z.________ in dem Sinne, dass die Vornahme der Operation mit erheblich höheren, wesentlichen Risiken verbunden gewesen wäre als in W.________, ist damit jedoch nicht hinreichend dargetan. Der Umstand, dass die Klinik in W.________ über mehr Erfahrung verfügt als die entsprechenden schweizerischen Institute, genügt nach der Rechtsprechung (Erw. 1.2 hievor am Ende) nicht, um die Operation zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung im Ausland vorzunehmen zu lassen.