Citation: I 152/05 23.05.2006 E. 4

Entgegen den Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde liegen nach dem Gesagten keine grundlegenden Differenzen zwischen den psychiatrischen Gutachten vor, welche die Anordnung eines Obergutachtens rechtfertigen würden. Von einem Expertenstreit kann nicht gesprochen werden. Es besteht auch kein Grund, dem Konsiliarbericht des Dr. med. K.________ geringere Beweiskraft beizumessen. Der Bericht erfüllt die nach der Rechtsprechung für den Beweiswert ärztlicher Berichte und Gutachten geltenden Anforderungen (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis) und vermag in den Schlussfolgerungen zu überzeugen. Demgegenüber beruht die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im Gutachten des Sozialpsychiatrischen Dienstes D.________ auf unzutreffenden Annahmen bezüglich der somatischen Beeinträchtigungen und weicht von der Beurteilung im Bericht des Dr. med. K.________ im Wesentlichen nur insofern ab, als eine mittelgradige depressive Episode mit Krankheitswert diagnostiziert wird. Auch bei einer psychischen Störung mit Krankheitswert kommt jedoch der Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens willensmässig erwartet werden kann zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen (BGE 127 V 299 f.). Dass dem Beschwerdeführer ungeachtet der psychischen Beeinträchtigung eine entsprechende Willensanstrengung zumutbar wäre, wird im Konsiliarbericht des Dr. med. K.________ sinngemäss bejaht und im Gutachten des Sozialpsychiatrischen Dienstes D.________ zumindest nicht verneint. Aus dem Abklärungs- und Behandlungsverlauf ergeben sich zudem klare Hinweise darauf, dass invaliditätsfremde subjektive Faktoren (mangelnde Leistungsbereitschaft, Selbstlimitierung), allenfalls auch psychosoziale und soziokulturelle Faktoren, eine bedeutende Rolle spielen. Objektiv ist dem Beschwerdeführer auch ohne vorgängige berufliche Eingliederungsmassnahmen eine rentenausschliessende Verwertung der Arbeitsfähigkeit auf dem ihm offen stehenden Arbeitsmarkt (vgl. BGE 110 V 276 Erw. 4b; ZAK 1991 S. 320 Erw. 3b) möglich und zumutbar, was zur Abweisung des Leistungsbegehrens führt.