Citation: U 235/05 29.09.2005 E. 2

Anlässlich des Skiunfalles vom 12. März 1989 zog sich die Beschwerdeführerin am linken Knie eine Ruptur des medialen Seitenbandes und eine Meniskusläsion medial sowie eine Ruptur des vorderen Kreuzbandes zu. Nach dem am 13. Dezember 1995 erlittenen zweiten Unfall war über wiederkehrende mediale Subluxationen der linken Patella und insbesondere die damit verbundene Knieinstabilität zu befinden. Diesbezüglich wurde erkannt und vom kantonalen Verwaltungsgericht auch rechtskräftig bestätigt, dass diese mit dem Skiunfall vom 12. März 1989 nicht in einem überwiegend wahrscheinlichen Kausalzusammenhang stehen. Wegen der im Jahr 2002 aufgetretenen Kniebeschwerden wurden am 23. April 2002 in der Klinik X.________ eine MRT-Untersuchung und in der Folge eine Arthroskopie des linken Kniegelenks durchgeführt. Der damit betraute Dr. med. B.________, Spezialarzt FMH für orthopädische Chirurgie an der Klinik X.________, diagnostizierte am 11. Oktober 2002 eine spornartige Apposition am Vorder- und Hinterrand des medialen Condylus am linken Knie bei leichter Pangonarthrose bei Status nach multiplen Knieoperationen sowie Status nach VKB-Plastik links mit minimaler Restinstabilität, welche seines Erachtens für die Restbeschwerden jedoch nicht verantwortlich sei. Der von der National beigezogene Vertrauensarzt Dr. med. V.________, Spezialarzt für Chirurgie FMH, vertrat demgegenüber nach Einsichtnahme in die Berichte des Dr. med. B.________ und die vorhandenen bildgebenden Untersuchungsergebnisse in seiner Stellungnahme vom 23. Dezember 2002 die Ansicht, die aktuellen Beschwerden seien vor allem auf die Spornbildung zurückzuführen, welche ganz eindeutig erst ab 1995 aufgetreten und auf die durch den Sturz vom 13. Dezember 1995 verursachte Patellainstabilität zurückzuführen sei. Am 5. April 2003 äusserte sich Dr. med. V.________ nochmals zu den Ausführungen des Dr. med. B.________ und führte aus, es treffe ohne Zweifel zu, dass die Entwicklung von posttraumatischen Gonarthrosen nicht linear und insbesondere nicht genau vorausberechenbar auftreten und verlaufen würde; es sei aber sehr unwahrscheinlich, dass gonarthrotische Veränderungen, welche sich über vier bis sechs Jahre nach einem ersten Trauma (1989) nicht wesentlich verstärkten und im Anschluss an eine richtunggebende, verschlimmernde und neue operative Massnahmen erfordernde zweite Verletzung (1995) deutlich zunahmen, auf das zeitlich frühere Ereignis zurückzuführen seien.