Citation: I 890/05 21.08.2006 E. 5

5.1 Die den Zeitraum bis zum Erlass des Einspracheentscheides betreffenden Arztberichte des Dr. med. R.________ (vom 24. November 2003) und des Dr. med. B.________ (vom 30. Dezember 2003) stimmen darin überein, dass (nebst einer Hypothyreose und gynäkologischen Problemen) insbesondere die Fibromyalgie das Beschwerdebild dominierte (vgl. auch die vom ärztlichen Dienst eingereichten weiteren - mit den vorgenannten übereinstimmenden - Berichte dieser Ärzte vom 16. Juli, 11. August und 25. November 2003 sowie vom 18. Februar 2004). Die rheumatologische Begutachtung vom 24. August 2004 durch Dr. med. W.________ ergab, dass die Arbeitsfähigkeit aufgrund eines generalisierten Schmerzsyndroms (panvertebral betont mit Symptomausweitung bei Schmerzverarbeitungsstörung, nicht einer typischen Fibromyalgie zuzuordnen) eingeschränkt sei. In einem im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren eingereichten Arztzeugnis vom 8. September 2005 führte Dr. med. S.________ aus, die Versicherte (welche er vom 17. Mai 2005 bis 13. Juli 2005 behandelte) hätte als Folge der seit Jahren bestehenden Fibromyalgie zunehmend unter einer mittelgradigen bis schweren depressiven Störung (ICD-10 F 32.2) gelitten. Er habe fast wöchentlich therapeutische Sitzungen abgehalten und Antidepressiva verabreicht. Die letzte Sitzung habe am 13. Juli 2005 stattgefunden, kurz bevor die Versicherte mit ihrer Familie nach Portugal in die Ferien gefahren sei. Es sei vorgesehen gewesen, die ambulante Behandlung weiterzuführen. Für alle Aussenstehenden unerwartet habe sich die Versicherte unmittelbar nach ihrer Rückkehr am 15. August 2005 suizidiert. Dieser Suizid sei seiner Meinung nach eine primäre Folge der depressiven Störung.