Citation: 9C_647/2020 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz hat sich einlässlich mit den vorhandenen ärztlichen Unterlagen auseinandergesetzt und überzeugend - jedenfalls aber nicht offensichtlich fehlerhaft - festgestellt, dass sich daraus keine Anhaltspunkte ergeben, die auch nur geringe Zweifel an der RAD-Beurteilung bezüglich der Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers für den massgeblichen Zeitraum ab 1. Januar 2019 (Geltendmachung des Leistungsanspruchs im Juli 2018; vgl. Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG) erwecken können. Namentlich erachteten die Ärzte der Klinik B.________ in ihrem Austrittsbericht vom 21. November 2018, woran der RAD sich denn auch in erster Linie orientierte, eine maximal mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit ohne längerdauernde Zwangshaltung und ohne häufiges Ersteigen von Leitern/Gerüsten perspektivisch als zumutbar. Der Hausarzt Dr. med. E.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, erwähnte in seinen Berichten vom 7. März und 4. April 2019 sodann zwar anamnestisch Schmerzen, ohne aber entsprechende objektivierbare Befunde aufzuzeigen; auch fehlen darin Angaben zu der leidensangepasst noch vorhandenen Arbeitsfähigkeit des Versicherten. Schliesslich lassen sich weder dem Abschlussuntersuchungsbericht des Suva-Kreisarztes med. pract. C.________ vom 22. November 2019 noch dem vom Beschwerdeführer vorinstanzlich eingereichten Gutachten des Dr. med. D.________ vom 27. März und 10. Juli 2020 Hinweise entnehmen, die gegen ein 100 %iges Leistungsvermögen im Rahmen einer adaptierten Tätigkeit sprechen. Da somit sämtliche - auch die später verfassten - ärztlichen Rückmeldungen die Sichtweise des RAD vom 12. Dezember 2018 und 1. Mai 2019 untermauert haben, sind keine Gründe ersichtlich, weshalb darauf nicht abzustellen sein sollte. Ergänzende medizinische Abklärungen in Form des geforderten orthopädisch-chirurgischen/psychiatrischen Gutachtens, dessen es, wie vorstehend aufgezeigt, entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht zwingend in jedem Fall bedarf, erwiesen und erweisen sich daher nicht als notwendig. Da von weiteren medizinischen Abklärungen somit keine besseren Erkenntnisse zu erwarten sind, erübrigt sich eine Rückweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz bzw. die Beschwerdegegnerin (antizipierte Beweiswürdigung: BGE 136 I 229 E. 5.3; Urteil 8C_590/2015 vom 24. November 2015 E. 6, nicht publ. in: BGE 141 V 585, aber in: SVR 2016 IV Nr. 33 S. 102). Auch ist weder eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG) noch des rechtlichen Gehörsanspruchs des Beschwerdeführers auszumachen.