Citation: 8C_488/2022 E. 6.2.2

6.2.2. Bezüglich der erneut erhobenen Rügen der Verletzung der Unabhängigkeits- und Unparteilichkeitsgarantie verneinte die Vorinstanz bei gegebener Aktenlage zu Recht das Vorliegen von Anhaltspunkten für einen Kontakt zwischen dem Gutachter und der Beschwerdegegnerin, der den Anschein der Befangenheit des Prof. Dr. med. C.________ betreffend die vor dem Schreiben der Clearingstelle vom 30. Oktober 2019 erstatteten Gutachtensversionen begründen könnte. Solche werden auch nicht geltend gemacht. Ob besagtes Schreiben mit der Aufforderung an den Gutachter, die Antworten gemäss Fragenkatalog zu erteilen, dazu genügen würde, ist selbst bei Anwendung des hierfür vorgesehenen strengen Massstabs zu bezweifeln, kann jedoch offen bleiben. Wie das kantonale Gericht korrekt darlegte, wäre nämlich selbst ein aufgrund dieses Schreibens anzunehmender Anschein von Befangenheit erst ab diesem Zeitpunkt eingetreten und müssten demzufolge nur die nach dem 30. Oktober 2019 vorgenommenen Handlungen wiederholt werden. Der Beweiswert des am 27. September 2019 bzw. am 11. Oktober 2019 eingegangenen Gutachtens des Prof. Dr. med. C.________ vom 28. August 2019, auf welches die Vorinstanz in materieller Hinsicht abstellte, ist dadurch nicht beeinträchtigt.