Citation: 1B_324/2009 03.12.2009 E. 5

5.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Beschaffung weiterer Beweise sei auch nach Ansicht der Staatsanwaltschaft nahezu unmöglich. Ein internationales Rechtshilfeverfahren könnte sich über mehrere Jahre hinziehen. Die Fortsetzung der Untersuchungshaft bis zu diesem Zeitpunkt sei unangemessen, zumal der Beschwerdeführer höchstens mit einer bedingt vollziehbaren Strafe zu rechnen habe. 5.2 Gemäss Art. 31 Abs. 3 BV und Art. 5 Ziff. 3 EMRK hat eine in strafprozessualer Haft gehaltene Person Anspruch darauf, innerhalb einer angemessenen Frist richterlich beurteilt oder während des Strafverfahrens aus der Haft entlassen zu werden. Eine übermässige Haftdauer stellt eine unverhältnismässige Beschränkung dieses Grundrechts dar. Der Richter darf die Haft nur so lange erstrecken, als sie nicht in grosse zeitliche Nähe der (im Falle einer rechtskräftigen Verurteilung) konkret zu erwartenden Dauer der freiheitsentziehenden Sanktion rückt (BGE 133 I 270 E. 3.4.2 S. 281 mit Hinweisen). Gemäss den vorangehenden Ausführungen besteht ein dringender Verdacht der sexuellen Handlungen mit Kindern. Art. 187 StGB sieht eine Höchststrafe von fünf Jahren Freiheitsstrafe vor. Bei Konkurrenz droht zudem eine Strafschärfung (Art. 49 Abs. 1 StGB). Der Beschwerdeführer befindet sich seit ungefähr viereinhalb Monaten in Haft, was sich vor dem Hintergrund der drohenden Strafe nicht als unverhältnismässig erweist. Die Rüge der Überhaft erweist sich deshalb als unbegründet.