Citation: 8C_420/2015 E. 4.2.1

4.2.1. Gemäss BGE 133 V 108 E. 5 S. 110 ff. bildet zeitlicher Ausgangspunkt für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht. Vorliegend bestätigte das kantonale Gericht mit rechtskräftig gewordenem Entscheid vom 23. Januar 2008 die Rentenverfügungen der IV-Stelle vom 15. Mai 2007, wonach der Invaliditätsgrad ab 1. Juni 2005 einzig gestützt auf einen Einkommensvergleich zu ermitteln war. Mit der Verfügung vom 27. August 2014 machte die Verwaltung als Revisionsgrund allein den Statuswechsel und damit eine Änderung der anwendbaren Methode der Invaliditätsbemessung geltend. Nachdem die Vorinstanz mit nicht zu beanstandender Begründung zum Ergebnis gelangt ist, die Versicherte wäre im Gesundheitsfall weiterhin vollzeitlich erwerbstätig, und nachdem unbestritten feststeht, dass sich der Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit im massgeblichen Vergleichszeitraum nicht geändert hatten, hat sie mangels gegebenem Revisionsgrund Bundesrecht verletzt, wenn sie den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch voraussetzungslos ex nunc et pro futuro neu geprüft hat.