Citation: 2C_837/2022 E. 4.2

4.2. Was die Beschwerdeführerin zum Gesundheitszustand der Grossmutter bzw. ihrer Mutter vorbringt, hat vor allem appellatorischen Charakter. Mit ihrer Beschreibung der gesundheitlichen Leiden (starke Schmerzen und Krämpfe an der Wirbelsäule und am Rücken, Wirbelsäulenarthrose, Diskushernien, Glaukom) sowie der daraus resultierenden Beeinträchtigung (geringere Belastbarkeit, Gesichtsfeldausfälle sowie im Extremfall drohende Erblindung) legt sie lediglich ihre eigene Sichtweise dar, was vor Bundesgericht nicht genügt (vgl. E. 2.2 vorne). Betreffend mögliche Unterstützung durch die nahen Verwandten macht die Beschwerdeführerin geltend, ihr Bruder könne sich mangels finanzieller und räumlicher Möglichkeiten nicht um ihre Tochter kümmern, die Schwester wiederum sei alkoholabhängig und deshalb zur Betreuung nicht fähig. Was schliesslich den Vater von C.________ anbelange, so lebe dieser in einem kleinem Haus mit lediglich zwei Zimmern und weigere sich strikt, seine Tochter bei sich aufzunehmen. Es handelt sich dabei um Tatsachen, welche die Betroffenen besser kennen als die Behörden und welche Letztere ohne Mitwirkung der Parteien gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand ergründen können. Das Bundesgericht hat zudem wiederholt erwogen, dass für den Nachweis der fehlenden oder hinreichenden Betreuungsmöglichkeit im Heimatland umso höhere Anforderungen bestehen, je älter das nachzuziehende Kind ist und je grösser die Integrationsschwierigkeiten erscheinen, die ihm in der Schweiz drohen (vgl. BGE 137 I 284 E. 2.2. und E. 2.3.1 in fine) und dass es der nachzugswilligen Person im Rahmen ihrer Mitwirkungspflichten obliegt, die entsprechenden Umstände nicht nur zu behaupten, sondern auch zu belegen (Urteil 2C_970/2021 vom 14. April 2022 E. 4.2). Folglich wäre es an der Beschwerdeführerin gewesen, gestützt auf ihre Mitwirkungspflicht, die diesbezüglichen Beweise zu erbringen. Ihre Vorbringen, wonach in tatsächlicher Hinsicht weder die Grossmutter noch die anderen nahen Verwandten sowie der Vater in der Lage seien, C.________ zu betreuten, gehen indessen über blosse Behauptungen nicht hinaus.