Citation: I 156/00 04.09.2001 E. 2

2.- Auf Grund der Umschreibung des Streitgegenstandes in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer über den 30. November 1993 hinaus Anspruch auf eine ganze Invalidenrente hat oder ob zumindest ab Dezember 1996 ein Rentenanspruch erneut entstanden ist. a) Die Vorinstanz kam in einlässlicher und sorgfältiger Würdigung der umfassenden medizinischen Unterlagen zum Schluss, der Versicherte sei ab August 1993 wiederum in der Lage gewesen, eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit in wechselnder Körperhaltung und ohne Heben und Tragen von Lasten über 10 bis 15 kg, ohne Zwangshaltungen und auf ebenem Gelände vollschichtig auszuüben. Dieses Leistungsprofil habe - mit Ausnahme der dreimonatigen Gipsbehandlung als Folge der Fersenbeinfraktur vom 12. Mai 1994 - bis ins Jahr 1996 vorgelegen. Gestützt auf Art. 88a Abs. 1 IVV sei die bisherige ganze Invalidenrente jedoch noch während drei Monaten auszurichten. Entgegen dem Vorgehen der Verwaltung stehe dem Beschwerdeführer somit auch für den Monat November 1993 noch eine ganze Rente zu. Nach der transarthroskopischen Synovektomie und Metallentfernung am lateralen Tibiakopf vom 3. März 1993 und einer Röntgenkontrolle vom 29. März 1993 führte SUVA-Kreisarzt Dr. med. W.________ am 24. August 1993 eine Schlussuntersuchung durch. Dabei stellte er als verbleibende Unfallrestfolge ein reizloses und genügend stabiles Genu valgum links fest. Bezüglich der Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit führte er aus, ein moderner Bagger mit entsprechenden ergonomischen Erleichterungen könne zwar noch bedient werden, jedoch müsse wiederholtes Auf- und Absteigen von Maschinen vermieden werden. Alle leichten bis mittelschweren industriellen oder handwerklichen Männerarbeiten auf flachem Boden unter wechselbelastenden Bedingungen (sitzende Verrichtungen während der Hälfte der Arbeitszeit) kämen jedoch in Betracht. Die Traglimite betrage stehend 25 kg und gehend 10 kg, wobei auch gehäuftes Knien und Kauern zu vermeiden sei. Der Betrachtungsweise, wonach leichte bis mittelschwere Tätigkeiten, die einen häufigen Stellungs- und Lagewechsel erlauben und bei denen keine schweren Lasten zu heben sind, ganztags möglich sind, haben sich in der Folge grundsätzlich auch Dres. med. N.________ und P.________ vom Spital X.________ (Gutachten vom 23. Dezember 1994), der Arzt der Reha-Klinik A.________ (Bericht vom 25. September 1995) und Dr. med. S.________, Gutachter der LVA (Expertise vom 13. Oktober 1995) angeschlossen. Dem Gutachten des Dr. med. F.________ vom 15. Dezember 1996 lässt sich alsdann erstmals eine eindeutige Verschlechterung des Gesundheitszustandes entnehmen, welche Auffassung auch von Dr. med. E.________ (Bericht vom 13. Juni 1997) und der Ärztin der IV-Stelle, Dr. med. I.________, (Stellungnahmen vom 10. Juli 1997 und 13. Februar 1998) geteilt wird. Während Dr. med. E.________ den Versicherten wegen des chronischen Schmerzsyndroms als in praktisch allen Tätigkeiten erheblich behindert erachtete, gingen Dr. med. F.________ und Dr. med. I.________ von einer 50 %igen Arbeitsunfähigkeit aus. Dr. med. C.________ hat den Beschwerdeführer im Gutachten vom 14. August 1997 für alle leichten Tätigkeiten sogar als vollschichtig einsatzfähig betrachtet, ausgenommen Arbeiten mit häufigem Heben und Tragen von Lasten, häufigem Bücken, in überwiegend fixierten, vornübergebeugten körperlichen Stellungen, im Stehen und Gehen. Die Rekurskommission ging gestützt auf diese Unterlagen davon aus, dass der Beschwerdeführer ab dem 15. Dezember 1996 nunmehr auch in einer leichteren Verweisungstätigkeit lediglich noch zu 50 % arbeitsfähig sei. b) Die Betrachtungsweise der Vorinstanz lässt sich nicht beanstanden. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde werden keine neuen Tatsachen vorgebracht, welche die Feststellungen der Rekurskommission entkräften könnten. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers kann angesichts der Aussagen der medizinischen Experten für die Zeit von August 1993 bis Mitte Dezember 1996 nicht von einem nur zu 50 % möglichen Einsatz an einem dem Gesundheitsschaden angepassten Arbeitsplatz ausgegangen werden. Etwas Gegenteiliges lässt sich auch der Stellungnahme des Kreisarztes Dr. med. B.________ vom 20. Januar 1993 in Verbindung mit den Berichten der Reha-Klinik A.________ vom 25. September 1995 und des Dr. med. F.________ vom 15. Dezember 1996 nicht entnehmen. Was die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Dr. med. B.________ vom Januar 1993 betrifft, gilt es zu beachten, dass diese in einem Zeitpunkt erging, als die Behandlung noch nicht abgeschlossen und ein stabilisierter Zustand noch nicht eingetreten war.