Citation: 2C_35/2020 E. 4.2.2

4.2.2. Auch der Ehefrau könne ein Leben in ihrem Herkunftsstaat zugemutet werden. Zwar verfüge sie über einen Abschluss als Elektrotechnikerin und scheine gewillt zu sein, sich um Arbeit zu bemühen. Sodann erscheine die Perspektive auf eine berufliche und soziale Integration aufgrund ihres jungen Alters von 35 Jahren als gegeben. Diese Perspektive werde allerdings durch die von Gewalt geprägte Ehe getrübt. Verschiedene Vorfälle in der Vergangenheit gäben zur Befürchtung Anlass, dass es zu weiteren Streitigkeiten komme. Die Verwandten der Ehefrau lebten grösstenteils in der Schweiz und in Deutschland, doch verfüge sie im Herkunftsstaat über sechs Tanten, zu denen sie lose Kontakt pflege (vgl. E. 4.6.2 des angefochtenen Entscheids). Schliesslich seien die Integrationschancen der Kinder aufgrund ihres Alters nicht schlecht, würden allerdings durch die konfliktgeprägte Ehe getrübt. Sie könnten auch in die Schule besuchen; dass ihre berufliche Integration dort angesichts der hohen Arbeitslosigkeit schwieriger sei, stelle keinen wichtigen Grund dar. Ein Zusammenleben der Familie in oder im Kosovo sei möglich, auch wenn dies im Hinblick auf die dortigen wirtschaftlichen Verhältnisse nicht einfach erscheine. Selbst wenn der Beschwerdeführer 1 in der Schweiz bleiben sollte, bliebe die Möglichkeit von (Ferien-) Besuchen und die Kontaktpflege mittels elektronischen Kommunikationsmitteln. Folglich widerspreche die Verweigerung des Familiennachzugs nicht dem Kindeswohl (vgl. E. 4.7 des angefochtenen Entscheids).