Citation: 6B_393/2024 E. 1.4.1

1.4.1. Die Rüge der Beschwerdeführerin verfängt nicht. Sie belässt es dabei, geltend zu machen, die Vorinstanz habe völlig ungeprüft und wider den Fakten die Behauptung des Beschwerdegegners übernommen, wonach er in seiner Heimat eine Behandlung seiner Krankheit nicht finanzieren könne, da er aufgrund seiner Krankheit nicht arbeiten könne. Gestützt auf einen Bericht des SEM sei leicht feststellbar, dass die medizinische Betreuung des Beschwerdegegners in seinem Heimatland auch ohne Einkommen gewährleistet sei; zudem kenne auch die Dominikanische Republik ein Sozialsystem, sodass sein "Auskommen" gewährleistet sei. Inwieweit die Vorinstanz in Willkür verfallen sein soll, ist dabei nicht ansatzweise ersichtlich. Der blosse Verweis auf einen allgemeinen Bericht des SEM zur medizinischen Grundversorgung in der Dominikanischen Republik aus dem Jahr 2018 vermag die Erwägungen der Vorinstanz jedenfalls nicht als offensichtlich falsch auszuweisen. Die Vorinstanz geht konkret auf die Situation des Beschwerdegegners ein und begründet nachvollziehbar und ausführlich, weshalb er aufgrund der diagnostizierten Schizophrenie und der psychischen Verhaltensstörung in seinem Heimatland nicht werde in den Arbeitsmarkt integriert werden können. Mit den Ausführungen der Vorinstanz, wonach der Beschwerdegegner nicht arbeitsfähig sei und ihm seine IV-Rente in der Dominikanischen Republik nicht ausbezahlt würde, setzt sich die Beschwerdeführerin nicht auseinander. Ebenso wenig mit den vorinstanzlichen Erwägungen zur in der Schweiz aufgegleisten therapeutischen Behandlung und zu seinem hier bestehenden sozialen Netzwerk. Damit vermag sie - soweit sie überhaupt den Begründungsanforderungen vor Bundesgericht genügt (vgl. Art. 42 Abs. 2, 106 Abs. 2 BGG) - keine Willkür in der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung zu begründen. Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.