Citation: 2C_712/2014 E. 2.4

2.4. Der Beschwerdeführer macht sinngemäss eine fehlerhafte Sachverhaltsfeststellung und Beweiswürdigung durch die Vorinstanz geltend. Seine Rügen erschöpfen sich weitgehend in appellatorischer Kritik am angefochtenen Urteil, die für eine Begründung einer willkürlichen Sachverhaltsfeststellung oder eine willkürliche Beweiswürdigung nicht ausreichen (vgl. oben, E. 1.4). Auf die erhobenen Sachverhaltsrügen ist jedoch auch ungeachtet der prozessrechtlichen Begründungs- und Substanziierungsanforderungen nicht einzugehen, weil sie mangels Rechtserheblichkeit für den Verfahrensausgang unerheblich sind (vgl. zu dieser Anforderung Art. 97 Abs. 1 BGG). Der Beschwerdeführer übersieht, dass in materiell-rechtlicher Hinsicht nach neuem Recht das Aufenthaltsrecht des ausländischen Ehegatten nicht erst endet, wenn die Ehe definitiv als gescheitert anzusehen ist. Ein Anspruch auf ein Aufenthaltsrecht gemäss Art. 42 AuG setzt vielmehr ein Zusammenwohnen der Ehegatten voraus; von diesem Erfordernis ist nur aus wichtigen Gründen (Art. 49 AuG) abzusehen. Gemäss eigenen Angaben vom 13. Juni 2012 und 14. Juni 2013 sowie 29. August 2013 pflegte der Beschwerdeführer während seiner Ehe aus persönlichen (und nicht aus beruflichen) Gründen drei Mal pro Woche in einem Personalzimmer bei seinem Arbeitgeber zu übernachten. Die persönlichen Gründe, die der Beschwerdeführer für dieses Getrenntleben aufführt - Streitigkeiten mit seiner Ehefrau; Ehekrise - könnten zwar eine Ausnahme im Sinne von Art. 49 AuG begründen, stehen jedoch einem Untergang des aus der Ehe abgeleiteten Aufenthaltsanspruchs deswegen nicht entgegen, weil das Getrenntleben unbestrittenermassen nicht auf wenige Monate beschränkt war (oben, E. 2.3 ). Entsprechend ist für den Verfahrensausgang auch unerheblich, ob die Beratung durch die stadtzürcherische Beratungsstelle für Migrantinnen und Migranten als Ehetherapie anzusehen ist. Die Vorinstanz ist somit zutreffend davon ausgegangen, der Beschwerdeführer habe während bestehender Ehe ohne wichtige Gründe nicht mit seiner Ehefrau zusammengewohnt.