Citation: 5A_901/2017 E. 3.1

3.1. Das Obergericht erwog, im Gutachten werde die Erziehungsfähigkeit der Beschwerdegegnerin deshalb als eingeschränkt beurteilt, weil diese dazu tendiere, ihr Verhalten und den Umgang mit den Kindern in Bezug auf die Vaterrolle des Beschwerdeführers nicht am Kindeswohl auszurichten. Abgesehen von diesem Erziehungsdefizit basierten die Einstellungen, Kenntnisse und das Verhalten der Beschwerdegegnerin aber auf gesellschaftlich konventionellen Normen, was auch das Gutachten bestätige. Trotz des hochstrittigen Eheschutzverfahrens wiesen die Kinder allem Anschein nach denn auch einen altersgerechten, guten Entwicklungsstand auf. Daher sei die Erziehungsfähigkeit der Beschwerdegegnerin grundsätzlich zu bejahen. Der im Gutachten geäusserte aber nicht weiter begründete Verdacht, die Beschwerdegegnerin leide allenfalls an einem Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom, lasse sich sodann nicht bestätigen. Allein zum Zweck der effizienten Durchsetzung des Kontaktrechts dürfe ein Obhutsentzug mit dem Ziel der Heimunterbringung sodann nicht angeordnet werden.