Citation: 9C_360/2023 E. A

Die 1996 geborene A.________ leidet an einer Genderdysphorie im Sinne einer Mann-zu-Frau-Transidentität respektive an einem Transsexualismus (ICD-10 F64.0). Sie befindet sich seit 2014 in einer Hormontherapie und wird psychologisch/psychiatrisch begleitet. Am 13. Januar 2021 liess sie bei der Sanitas Grundversicherungen AG (nachfolgend: Sanitas), bei der sie obligatorisch krankenversichert ist, um Kostengutsprache für einen gesichtsfeminisierenden Eingriff bestehend aus Abbohren der supraorbitalen Prominenz, feminisierender Rhinoseptoplastik sowie Konturierung des Unterkiefers durch Abschleifung ersuchen. Nach Rücksprache mit dem vertrauensärztlichen Dienst (Stellungnahme vom 15. Januar 2021) verneinte die Sanitas eine Leistungspflicht zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) erstmals am 18. Januar 2021. Ein Wiedererwägungsgesuch vom 13. August 2021 beurteilte die Krankenversicherung nach erneuter Rücksprache mit dem vertrauensärztlichen Dienst (Stellungnahme vom 19. August 2021) am 19. August 2021 abschlägig. Daran hielt sie nach neuerlichen Einwendungen seitens der Versicherten sowie letztmaliger Rücksprache mit dem vertrauensärztlichen Dienst am 26. November 2021 und mit Verfügung vom 20. Dezember 2021 fest. Die hiergegen erhobene Einsprache wies die Sanitas mit Einspracheentscheid vom 29. März 2022 ab.