Citation: 1P.111/2005 12.04.2005 E. 2

Die Beschwerdeführer machen eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend. Sie erachten insbesondere die Untersuchungshandlungen der kantonalen Behörden als unzureichend ("eigentlich inexistent"), dies obwohl die Beschwerdeführer umfassend Beweise geliefert und mögliche Motive der wahrscheinlichen Täterschaft genannt hätten. 2.1 Aus dem Gebot der Gewährung des rechtlichen Gehörs im Sinne von Art. 29 Abs. 2 BV folgt der Anspruch der Parteien, mit rechtzeitig und formgültig angebotenen Beweisanträgen und Vorbringen gehört zu werden, soweit diese erhebliche Tatsachen betreffen und nicht offensichtlich beweisuntauglich sind (BGE 120 Ib 379 E. 3b S. 383; 106 la 161 E. 2b S. 162, je mit Hinweisen). Keine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt vor, wenn eine Behörde auf die Abnahme beantragter Beweismittel verzichtet, weil sie aufgrund der bereits abgenommenen Beweise ihre Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür in vorweggenommener Beweiswürdigung annehmen kann, dass ihre Überzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert würde (BGE 124 I 208 E. 4a S. 211; 122 II 464 E. 4a S. 469, je mit Hinweisen). 2.2 Die Beschwerdeführer legen ausführlichst dar, weshalb ihrer Meinung nach die von ihnen gerügten Straftatbestände erfüllt sein sollen. Einzig aus dem Umstand, dass die kantonalen Behörden den Sachverhalt anders gewürdigt haben, ist jedoch noch nicht auf eine Verletzung des rechtlichen Gehörs zu schliessen. Die Untersuchungsrichterin 2 stützte sich bei ihrem Einstellungsantrag auf den Fachbericht der IT-Fachstelle der Stadtpolizei und auf einen sogenannten EnCase Computer Analysis Report. Wie das Obergericht im angefochtenen Urteil ausführt, schloss die Untersuchungsrichterin 2 aus diesen Unterlagen, dass die Computer der Beschwerdeführer nicht gezielt durch Viren infiziert worden seien; diese Viren würden sich selber weiter versenden, sobald sie ins Netz gestellt würden. Offensichtlich hätten die Computersysteme über keinen oder jedenfalls keinen genügenden Virenschutz verfügt. Mit dem Obergericht ist festzustellen, dass die Beschwerdeführer dagegen trotz detaillierter Erörterungen zum Sachverhalt und zahlreichen Hinweisen zur möglichen Motivlage keine substantiellen Behauptungen vorbringen, welche weitere Beweiserhebungen als notwendig erscheinen lassen würden. Die antizipierte Beweiswürdigung der kantonalen Behörden erscheint - soweit darauf überhaupt eingegangen werden kann - nicht willkürlich und stellt keine Verletzung des rechtlichen Gehörs dar.