Citation: 1C_286/2016 E. 5.2.1

5.2.1. Die Beschwerdeführer machen sinngemäss geltend, im Gegensatz zur Ansicht der Vorinstanz könnte den Eigentümern der Parzellen Nrn. 632, 633 und 635 gegenüber die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands deshalb noch angeordnet werden, weil sie (die Beschwerdeführer) in zahlreichen zivilrechtlichen Verfahren eine Nachprüfung der Grenz- und Gebäudeabstände beantragt und namentlich bereits vor vielen Jahren eine Grenzfeststellungsklage erhoben hätten, die immer noch pendent sei. Unter diesen Umständen könne nicht von einer unangefochtenen Nutzung des Grundeigentums im Sinne von Art. 662 ZGB gesprochen werden. Entscheidend für die Beantwortung der Frage, ob die Behörden noch befugt sind, die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands zu verlangen, sind indessen nicht die von den Beschwerdeführern in zivilrechtlichen Verfahren gestellten Anträge, sondern das Verhalten der Baubehörden gegenüber den Eigentümern der Parzellen Nrn. 632, 633 und 635. Fraglich könnte sein, ob die 30-jährige Frist auch dann gelten würde, wenn die Behörden diesen gegenüber nicht einfach untätig geblieben wären, sondern in der Sache immer wieder Verfügungen ergangen wären, ohne dass ein Abbruchbefehl erlassen bzw. durchgesetzt worden wäre (vgl. BGE 136 II 359 E. 8.2 S. 367 f.). Dass die Behörden die Rechtmässigkeit der auf den erwähnten Parzellen errichteten Bauten je angezweifelt und dies den Grundeigentümern gegenüber zum Ausdruck gebracht hätten, ist jedoch weder dargetan noch ersichtlich.