Citation: U 119/04 11.11.2004 E. 2

Streitig ist, ob die SUVA für die ab Ende August 2001 aufgetretenen Beschwerden Leistungen zu erbringen hat, und dabei die Frage, ob diese Symptomatik auf das versicherte Ereignis vom 13. Juli 1995 zurückgeführt werden kann. 2.1 Die Vorinstanz hat erwogen, dass die ab Ende August 2001 erneut aufgetretenen gesundheitlichen Beschwerden als Rückfall zu behandeln sind. Dies ist nicht zu beanstanden. Wenn der Versicherte einwendet, es hätten seit dem Grundfall ununterbrochen Beschwerden und somit Brückensymptome bestanden, kann ihm in Anbetracht der teilweise erheblichen behandlungsfreien Intervalle und der noch längeren Zeiträume uneingeschränkter Arbeitsfähigkeit wie auch des Umstandes, dass gemäss seinem Arzt bei den Behandlungsabschlüssen im April 1996 und Mai 2000 jeweils nur noch leichte Nackenschmerzen mit muskulären Verspannungen bestanden, nicht gefolgt werden. Auch die Leistungsausrichtung durch den Unfallversicherer ab Januar 2001 führt zu keiner anderen Betrachtungsweise, beruhte sie doch auf Beschwerden im Nackenbereich, welche offensichtlich nicht schwerwiegend waren, wiederum nicht zu einer Arbeitsunfähigkeit führten und sich bereits nach einigen Therapiesitzungen (Packungen, Fango) besserten. Die ärztliche Betreuung beschränkte sich nebst der Durchführung resp. Verordnung dieser Behandlungsformen und einer anschliessenden Massagetherapie auf eine nach Lage der Akten im März 2001 beendete Medikamentenabgabe sowie periodische Kontrolluntersuchungen in mehrere Monate umfassenden Zeitabständen. 2.2 Ist die ab Ende August 2001 aufgetretene Symptomatik nach dem Gesagten als Rückfall zu behandeln, obliegt der Beweis für den (natürlichen) Kausalzusammenhang (ob der zusätzlich erforderliche adäquate Kausalzusammenhang vorliegt, ist entgegen dem offenbaren Verständnis der Beschwerdeführerin keine - mittels Beweiserhebung zu klärende - tatsächliche, sondern eine Rechtsfrage; BGE 123 V 105 Erw. 3f in fine) zum versicherten Unfallereignis dem Versicherten (BGE 118 V 296 Erw. 2c in fine), soweit nicht der von Leistungsträger und Sozialversicherungsgericht zu beachtende Untersuchungsgrundsatz (BGE 125 V 195 Erw. 2, 117 V 264 Erw. 3b, je mit Hinweisen) greift. 2.2.1 Das kantonale Gericht hat gestützt auf eine sorgfältige Würdigung der im angefochtenen Entscheid einlässlich dargelegten medizinischen Akten eine ursächliche Bedeutung der Auffahrkollision vom 13. Juli 1995 für die als dritter Rückfall gemeldeten gesundheitlichen Beschwerden und die dadurch bewirkte Arbeitsunfähigkeit ausgeschlossen. Hervorzuheben ist zunächst, dass sich bei der MRI-Untersuchung vom 5. September 2001 eine mittelgrosse Diskushernie C5/C6 ergab, welche gemäss der schlüssigen Beurteilung im Bericht des Spitals T.________, Klinik für Rheumatologie und Rehabilitation, vom 9. November 2001 vereinbar ist mit der als cervikale Radikulopathie beschriebenen Symptomatik. Wie die Vorinstanz weiter in zutreffender Anwendung der von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätze (RKUV 2000 Nr. U 379 S. 193 Erw. 2a mit Hinweisen, vgl. auch RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 f. Erw. 3a) erwogen hat, ist der festgestellte Bandscheibenschaden nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 129 V 181 Erw. 3.1) unfallkausal, womit eine Leistungspflicht des Unfallversicherers für die daraus resultierenden Folgen (Behandlungsbedürftigkeit, Arbeits- und gegebenenfalls Erwerbsunfähigkeit) entfällt. 2.2.2 Was hiegegen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgetragen wird, führt zu keinem anderen Ergebnis. Zwar ging der Kreisarzt am 6. September 2001 noch davon aus, es würden seit Ende August 2001 überwiegend wahrscheinlich Unfallfolgen behandelt. Dies war aber lediglich eine erste, offensichtlich einzig auf einen Kurzbericht des behandelnden Arztes gestützte Stellungnahme. In Kenntnis der vollständigen medizinischen Akten, namentlich auch des Ergebnisses der MRI-Untersuchung vom 5. September 2001, verneinte der Kreisarzt das Vorliegen von Unfallfolgen. Fehl geht sodann die Kritik des Beschwerdeführers an den ärztlichen Beurteilungen des Dr. med. B.________ vom Ärzteteam Unfallmedizin der SUVA. In diesen Berichten werden die entscheidrelevanten medizinischen Zusammenhänge unter Berücksichtigung der weiteren fachärztlichen Aussagen - worunter des Spitals T.________ vom 9. November 2001 - schlüssig dargelegt. Dr. med. B.________ setzt sich namentlich auch eingehend und überzeugend mit der Meinungsäusserung des vom Versicherten beigezogenen Rheumatologen vom 3. Juni 2003 auseinander. Das kantonale Gericht hat daher zu Recht auf die Beurteilung des SUVA-Arztes abgestellt. Hieran ändert nichts, dass es sich dabei um Stellungnahmen eines versicherungsinternen Arztes handelt (vgl. BGE 125 V 353 f. Erw. 3b/ee). Aus der Rechtsprechung zum HWS-Schleudertrauma lässt sich schliesslich entgegen der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vertretenen Auffassung ebenfalls nichts herleiten. Wohl stellte der erstbehandelnde Arzt die entsprechende Diagnose, ohne dass sich aber das typische Leidensbild mit einer Häufung von Beschwerden zeigte, welches in der Regel den Schluss auf einen natürlichen Kausalzusammenhang zuliesse (BGE 117 V 359). Es kann im Übrigen vollumfänglich auf die zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden.