Citation: 8C_488/2022 E. 6.2.1

6.2.1. Zu Recht sah das kantonale Gericht im Vorgehen der Clearingstelle bei der Einholung des orthopädischen Gutachtens des Prof. Dr. med. C.________ eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör. Die Mitwirkungsrechte des Beschwerdeführers wurden verletzt, indem dieser erst im Rahmen seiner Aufforderung zur Akteneinsicht im Dezember 2019 Kenntnis darüber erhielt, dass das in Auftrag gegebene Gutachten bereits erstattet worden, jedoch - ohne Einräumung der Möglichkeit zur Stellungnahme - zur Bearbeitung noch in einem Punkt zurück an den Gutachter gegangen war. Entgegen der Vorbringen des Beschwerdeführers wurde ihm dadurch jedoch nicht die Möglichkeit genommen, Ergänzungsfragen an den Gutachter zu stellen. Seine drei Zusatzfragen waren - neben den sieben Fragen der Suva MV, zu denen der Beschwerdeführer hatte Stellung nehmen können - vielmehr bereits im "Fragenkatalog mit Sachverhalt" vom 11. Februar 2019 enthalten. Bei der Rückweisung an den Gutachter mit Begleitschreiben der Clearingstelle vom 30. Oktober 2019 ging es einzig darum, Prof. Dr. med. C.________ aufzufordern, die Antworten gemäss diesem Fragenkatalog, nicht bezüglich selber formulierter Unterfragen, zu erteilen. Wie im Begleitschreiben erwähnt und von der Vorinstanz zu Recht festgestellt, erfolgte diese Intervention mit der Bitte, "die neu formulierten Unterfragen mitsamt den Antworten aus dem Gutachten zu entfernen und die ursprüngliche Frage entsprechend den genannten Vorgaben zu beantworten", gerade im Hinblick auf die Wahrung des rechtlichen Gehörs. Dem Beschwerdeführer wurden sodann die Akten am 18. Dezember 2019 sowie 8. Januar 2020 zugestellt und er konnte im Laufe des Verwaltungsverfahrens zu den verschiedenen Versionen des Gutachtens vom 28. August 2019 wie auch zur erfolgten Korrespondenz Stellung nehmen, was er mit Eingabe vom 9. März 2020 tat. Bei dieser Ausgangslage ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass die im Verwaltungsverfahren erfolgte Gehörsverletzung als geheilt betrachtet werden kann, zumal das kantonale Gericht mit voller Kognition ausgestattet ist und eine Rückweisung an die Beschwerdegegnerin das Verfahren nur unnötig verzögert hätte.