Citation: 2D_14/2018 E. 5.2.2

5.2.2. Dem Beschwerdeführer ist zuzugestehen, dass die Berichte der Schweizerischen Flüchtlingshilfe "Kosovo: Psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung" vom 3. April 2017 sowie "Kosovo: Behandlung einer posttraumatischen Belastungsstörung und einer schweren depressiven Episode" vom 31. August 2016 die Betreuungsmöglichkeiten und die Pflegequalität im Kosovo kritischer einschätzen als die Berichte des SEM, doch ist es nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz im Rahmen ihrer Beweiswürdigung und gestützt auf die Rechtsprechung stärker auf die Analyse und Länderberichte des Staatssekretariats als Fachinstanz abgestellt hat; dieses ist letztlich gegebenfalls zuständig, über ein allfälliges Gesuch um vorläufige Aufnahme zu befinden. Die vorinstanzliche Einschätzung der Betreuungs- und Pflegemöglichkeiten bzw. der Behandelbarkeit der psychischen Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers ist verfassungsrechtlich haltbar. Es ist dabei zu berücksichtigen, dass für die Zulässigkeit des Vollzugs einer Wegweisung nicht schweizerische Pflege- und Betreuungsverhältnisse erforderlich sind, sondern es im Rahmen von Art. 3 EMRK genügt, dass die weitere lebensnotwendige Grundversorgung - allenfalls auf einem tiefern, aber nicht lebensgefährdenden Niveau - sichergestellt bleibt. Mit der Vorinstanz ist festzustellen, dass im Kosovo eine genügende psychiatrische Versorgung inklusive der notwendigen Medikamente besteht (vgl. die Urteile 2C_925/2011 vom 22. Juni 2012 E. 5.3 und 2C_856/2015 vom 10. Oktober 2015 E. 3.2.1 und 3.2.2).