Citation: 2C_485/2014 E. 3.3

3.3. Der Beschwerdeführer beruft sich sodann noch auf seine Beziehung zu seiner Mutter und zur Tochter und macht geltend, die Verweigerung einer Aufenthaltsbewilligung würde seinen Anspruch nach Art. 8 EMRK verletzen, das Familienleben in der Schweiz zu pflegen. Zu Unrecht. Nach der Rechtsprechung umfasst der Schutzbereich von Art. 8 EMRK in erster Linie die Kernfamilie (Ehepaare und ihre minderjährigen Kinder) sowie andere faktische Familienverhältnisse, in denen die Parteien zusammenleben (BGE 137 I 113 E. 6.1 S. 118); die Beziehung zwischen Eltern und erwachsenen Kindern wird aber bloss erfasst, wenn ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis besteht (BGE 137 I 154 E. 3.4.2 S. 159; 129 II 11 E. 2 S. 13 f.). Ein solches ergibt sich aus den für das Bundesgericht verbindlichen vorinstanzlichen Feststellungen mit Bezug auf die Mutter des Beschwerdeführers nicht; die Behauptung in der Beschwerdeschrift, er sei deren einziger soziale Kontakt, ist nicht belegt und erscheint angesichts seiner längeren, durch den Strafvollzug bedingten Auslandsabwesenheit auch wenig glaubhaft. Seine Tochter sodann war im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils bereits nahe der Volljährigkeit. Seinen wirtschaftlichen Verpflichtungen ihr gegenüber konnte der Beschwerdeführer, wie er selbst zugesteht, in der Vergangenheit nicht nachkommen, und die Pflege von altersadäquaten persönlichen Beziehungen mit seiner Tochter ist auch von Österreich aus möglich. Auch sonst ist nicht ersichtlich, dass die Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung für den Beschwerdeführer eine besondere Härte bedeuten würde und deshalb unverhältnismässig sein könnte. Als österreichischer Staatsangehöriger steht ihm die Möglichkeit offen, sich in seinem Heimatland niederzulassen, wo er mit den hiesigen sehr ähnliche Lebensverhältnisse antreffen wird, weshalb die Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung auch aus diesem Grund insgesamt nicht mit einer unzumutbaren Härte verbunden ist.