Citation: 2C_662/2016 E. 2.3.4

2.3.4. Der Beschwerdeführer stellt nicht in Abrede, dass er den Entscheid des Obersten Gerichts von Barbados als Berufungsinstanz noch beim "Judicial Committee of the Privy Council", einem obersten Gericht im Vereinigten Königreich, hätte anfechten können, was er nicht getan hat. Der Einwand, es habe ihm an den erforderlichen finanziellen Mittel gefehlt, um einen Rechtsvertreter englischer Staatsbürgerschaft hiermit zu beauftragen, überzeugt insofern nicht, als der Beschwerdeführer dieses Vorbringen nicht belegt und nicht behauptet, überhaupt versucht zu haben, an das "Judicial Committee" zu gelangen. Soweit er das Rechtssystem auf Barbados allgemein kritisiert und von Polizeigewalt und Menschenrechtsverletzungen ausgeht, beweist dies nicht, dass sein Urteil durch entsprechende Missstände direkt beeinflusst worden ist. Es genügt nicht, einfach zu behaupten, das ausländische Urteil dürfe wegen rechtsstaatlicher Defizite nicht berücksichtigt werden, ohne die angeblichen Verletzungen wenigstens ansatzweise auch zu belegen. Im Urteil des Appellationsgerichts finden sich keine klaren Hinweise auf solche Mängel. Es kann im vorliegenden Verfahren nicht darum gehen, allfällige Unterlassungen des Beschwerdeführers in der Prozessführung auf Barbados vor fast 15 Jahren aufzuarbeiten; indem er darauf verzichtete, an das "Judicial Committee" zu gelangen, und die Freiheitsstrafe von 16 Jahren auf sich nahm, durfte die Vorinstanz willkürfrei davon ausgehen, dass er am entsprechenden Tötungsdelikt massgebend beteiligt war, wie er dies ursprünglich zugestanden und erst nachträglich bestritten hatte. Es genügt im vorliegenden Zusammenhang, festzustellen, dass das Urteil des Appellationsgerichts nicht in einer Art gegen den hiesigen "Ordre public" verstossen würde, dass es im ausländerrechtlichen Bewilligungsverfahren unberücksichtigt zu bleiben hätte.