Citation: 6B_950/2023 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz verneint einen leichten Fall nach Art. 148a Abs. 2 StGB. Sie stellt bei der Prüfung der Frage fest, dass der Deliktsbetrag von Fr. 9'586.65 den Grenzbetrag von Fr. 3'000.-- überschreite. Dabei kann ihr nicht gefolgt werden, wenn sie unter Bezugnahme auf die Empfehlungen der Schweizerischen Staatsanwälte-Konferenz (SSK) (vgl. hierzu BGE 149 IV 273 E. 1.5.2) die Überschreitung als deutlich bezeichnet. Der Beschwerdeführer hebt in diesem Zusammenhang zutreffend hervor, dass der Deliktsbetrag im unteren Mittelbereich einzuordnen ist. Dementsprechend zieht die Vorinstanz in der Folge korrekterweise ebenfalls die weiteren Tatumstände in Erwägung. Die Vorinstanz berücksichtigt in diesem Zusammenhang die Tatdauer und führt aus, dass die relativ kurze Zeit des unrechtmässigen Leistungsbezugs für einen leichten Fall im Sinne von Art. 148a Abs. 2 StGB spreche. Auch hält sie dem Beschwerdeführer zugute, dass er keine gefälschten Urkunden zur Täuschung eingereicht und zumindest in dieser Hinsicht keine erhebliche kriminelle Energie offenbart habe. Allerdings seien ihr zufolge keine nachvollziehbaren Beweggründe oder Ziele des Beschwerdeführers ersichtlich, welche die Annahme eines leichten Falles rechtfertigen könnten. Hinsichtlich der Vorgehensweise weist die Vorinstanz darauf hin, dass sich der Beschwerdeführer und seine Ehefrau die Einkünfte gezielt auf Konten überweisen liessen, die sie den Sozialen Diensten U.________ bewusst nicht angegeben hätten. Zudem hätten sie ein Facebook-Profil betrieben, um seine Handwerksarbeiten anzubieten. Er sei anlässlich des Gesprächs vom 6. Juli 2017 mit widersprüchlichen Angaben zu seinem Arbeitspensum und nicht deklariertem Lohn konfrontiert worden und habe dabei unterschriftlich bestätigt, die Wahrheit gesagt zu haben und nebst den Sozialhilfeleistungen und den deklarierten Einnahmen keinerlei weitere Einnahmen zu erhalten. Aus dieser Abfolge, insbesondere aus der unterschriftlichen Bestätigung nach der Konfrontation mit widersprüchlichen Angaben zu seinem Arbeitspensum und angeblich nicht deklariertem Lohn, welche die Vorinstanz als falsche Auskunft einordnet, folgert sie eine Haltung des Beschwerdeführers, die nicht mehr mit einem leichten Fall vereinbar sei und nicht mehr von einer bloss geringen kriminellen Energie oder von nachvollziehbaren Beweggründen und Zielen gesprochen werden könne, zumal die Behörden kein sein Verschulden mildernde Mitverantwortung treffe. Die vorinstanzliche Gesamtwürdigung zu den Tatumständen ist nicht zu beanstanden. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, er habe den Tatbestand nicht durch aktives Handeln, sondern bloss durch Unterlassen der Meldung verbesserter wirtschaftlicher Verhältnisse erfüllt, und in diesem Zusammenhang ausführt, er habe keine weiteren Verschleierungshandlungen vorgenommen oder diesbezüglich sonstige Anstalten getroffen, sondern bloss Zahlungseingänge nicht deklariert, die auf gewöhnliche Bankkonten überwiesen worden seien, die wiederum von der Behörde ohne Weiteres selbstständig hätten ausfindig gemacht werden können, kann ihm nicht gefolgt werden. Die Vorinstanz weist in diesem Zusammenhang nebst den von ihm gegenüber den Sozialen Diensten U.________ bewusst nicht angegebenen Konten, auf denen die Zahlungen eingegangen sind, sowie den Betrieb eines Facebook-Profils mit dem Ziel, seine Handwerksarbeiten anzubieten, zu Recht auf seine falsche Auskunft gegenüber den Behörden nach Aufdeckung nicht deklarierten Lohns hin, sodass nicht mehr die Rede von einem reinen Verschweigen verbesserter wirtschaftlicher Verhältnisse sein kann, zumal sich der Beschwerdeführer mit diesen vorinstanzlichen Ausführungen nicht substanziiert befasst. Demzufolge erübrigt es sich, auf die weiteren Ausführungen des Beschwerdeführers hinsichtlich der Abklärungspflicht der Behörde einzugehen. Soweit der Beschwerdeführer hinterfragt, inwiefern ihm das Verhalten seiner Ehefrau zum Nachteil gereichen dürfe, begnügt er sich damit, ihr Verhalten darzulegen, ohne sich mit den einschlägigen Ausführungen der Vorinstanz zur mittäterschaftlichen Begehung gemeinsam mit seiner Ehefrau (angefochtenes Urteil S. 20) zu befassen und ohne zu schildern, inwiefern die Vorinstanz dabei Recht verletzt, wenn sie Handlungen seiner Ehefrau auch ihm zurechnet. Auf diese Ausführungen ist daher nicht einzutreten (Art. 42 Abs. 2 BGG). Die Begründung des Beschwerdeführers vermag, soweit sie überhaupt den Anforderungen im Sinne von Art. 42 Abs. 2 BGG genügt, nicht zu überzeugen. Die Vorinstanz verletzt demzufolge kein Bundesrecht, wenn sie den leichten Fall gemäss Art. 148a Abs. 2 StGB verneint.