Citation: 1P.2/2005 26.05.2005 E. 3.2

3.2.1 Den Vorwurf der Misswirtschaft stützt das Obergericht in tatsächlicher Hinsicht unter anderem auf den Umstand, dass der Beschwerdeführer trotz Umsatzrückgang und seit Jahren anhaltender negativer Ertrags- und Gewinnsituation in den letzten Monaten vor der Konkurseröffnung seine Bezüge als Geschäftsführer und diejenigen seiner Frau als Büroangestellter bzw. Verwaltungsrätin massiv von Fr.5'800.-- auf Fr. 7'800.-- bzw. von Fr. 2'300.-- auf Fr. 5'000.-- erhöht habe. Durch diese geschäftlich nicht gerechtfertigte und umfangmässig ins Gewicht fallende Lohnerhöhung in einem Zeitpunkt, als er die prekäre finanzielle Situation der Y.________ AG gekannt habe, habe der Beschwerdeführer die Überschuldung bzw. die Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens herbeigeführt oder verschlimmert. 3.2.2 Der Beschwerdeführer rügt dies als aktenwidrig und willkürlich. Die Lohnsumme der Y.________ AG sei am 1. Juli 1996 wegen eines ins Gewicht fallenden Personalabbaus tiefer gewesen als zuvor. Er habe sowohl das Kriminal- als auch das Obergericht auf diesen Umstand aufmerksam gemacht, was aber völlig unbeachtet geblieben sei. Dies ergebe sich aus einer ganzen Reihe von Zahlungsbelegen, welche aber nicht berücksichtigt worden seien, da sie sich nicht bei den Gerichtsakten befunden hätten, obwohl sie klarerweise zu den Strafakten gehörten. 3.2.3 Der Einwand geht an der Sache vorbei. Das Obergericht hat dem Beschwerdeführer nur vorgeworfen, die eigenen Bezüge und diejenigen seiner Ehefrau ungerechtfertigt massiv erhöht zu haben. Diesen Vorwurf kann er von vornherein nicht mit dem Argument entkräften, er habe die Gesamtlohnsumme gesenkt. Selbst wenn dies der Fall gewesen sein sollte, änderte dies nichts daran, dass er, was er gar nicht bestreitet, seine Bezüge und diejenigen seiner Frau erhöhte. In der staatsrechtlichen Beschwerde macht er zwar sinngemäss geltend, diese Erhöhung sei geschäftlich geboten gewesen, bringt aber nichts vor, was den gegenteiligen Schluss des Obergerichts als willkürlich erscheinen lassen könnte. Die Rüge ist offensichtlich unbegründet.