Citation: 4C.141/2005 09.06.2005 E. A

X.________ (Kläger) schloss am 7. Oktober 2002 mit der Y.________ AG (Beklagte) einen schriftlichen Arbeitsvertrag. Danach übernahm der Kläger ab 1. Februar 2003 die Stelle "Leiter Finanzen und Administration". Betreffend Kündigungsmodalitäten wurde auf das OR verwiesen. Am 28. Oktober 2003 schrieb der behandelnde Arzt den Kläger wegen Darmproblemen, die sich bereits am Vortag bemerkbar gemacht hatten, "voraussichtlich bis 3. November 2003" arbeitsunfähig. Gleichentags meldete der Kläger seine Krankheit der Beklagten. Auch am 29. Oktober 2003 blieb er krankheitsbedingt zuhause und teilte der Personalverantwortlichen bei der Beklagten mit, dass er am nächsten Tag wiederum arbeiten komme, falls es ihm besser gehe. Am 30. Oktober 2003 erschien der Kläger um 07.50 Uhr an seinem Arbeitsplatz und arbeitete bis um 12.00 Uhr und von 13.05 Uhr bis um 17.40 Uhr. Am Nachmittag fand eine Sitzung mit Vertretern der Pensionskasse statt, an welcher der Kläger teilnahm. Am 30. Oktober 2003 unterbreitete die Beklagte dem Kläger ein Schreiben, wonach das Arbeitsverhältnis fristgerecht auf den 30. November 2003 aufgelöst und er per sofort von der Arbeit frei gestellt werde. Dieses Schreiben wurde vom Kläger unterzeichnet. Die Kündigung und Freistellungserklärung wurde dem Kläger am 31. Oktober 2003 auch per Post zugestellt (Eingang beim Kläger am 1. November 2003). Mit Schreiben seines Anwalts vom 28. November 2003 stellte sich der Kläger erstmals auf den Standpunkt, er sei am 30. Oktober 2003 krank gewesen. In der Folge kündigte die Beklagte das Arbeitsverhältnis mit dem Kläger noch einmal vorsorglich per 31. Januar 2004 für den Fall, dass die Kündigung vom 30. Oktober 2003 nichtig sein sollte.