Citation: 9C_59/2016 E. 4

Das kantonale Gerichterwog, der letzten rechtskräftigen Rentenverfügung vom 24. Februar 2011 habe der psychiatrische Bericht des Dr. med. C.________ vom 18. Oktober 2010 zugrunde gelegen, welcher von einer psychischen Stabilisierung der Beschwerdegegnerin ausgegangen sei, sowie die Tatsache, dass die Beschwerdegegnerin bei der D.________ eine 50 %ige Anstellung innegehabt habe. Nach Würdigung der revisionsweise eingeholten Unterlagen, insbesondere des psychiatrischen Gutachtens des PD Dr. med. B.________ vom 17. Oktober 2014, gelangte es zum Schluss, es sei von einer Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit von 30 % ab März 2012 und einer solchen von 40 % ab September 2014 auszugehen. Damit liege im Vergleich mit dem Sachverhalt, welcher der Verfügung vom 24. Februar 2011 zugrunde gelegen habe, zunächst eine Verschlechterung und alsdann eine leichte Verbesserung des Gesundheitszustands vor. Folglich sei der Invaliditätsgrad unabhängig von früheren Beurteilungen neu festzusetzen. Der von der IV-Stelle angeführte Standpunkt, aufgrund der psychischen Ressourcen sei der Beschwerdegegnerin eine 100 %ige Erwerbstätigkeit zumutbar, vermöge kein Abweichen von der gutachtlich attestierten 60 %igen Arbeitsunfähigkeit zu begründen. Die andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung (F62.0) sowie der Verdacht auf eine kombinierte Persönlichkeitsstörung (F61.0) gehörten nicht zu den psychosomatischen Leiden, womit die mit BGE 141 V 281 erfolgte Praxisänderung keine Rolle spiele (vgl. dazu nunmehr Urteil 8C_730/2015 vom 24. Februar 2016 E. 4.2).