Citation: 2C_800/2015 E. 2.1

2.1. Die Vorinstanz hat erwogen, § 60 Abs. 3 StG/SZ sehe vor, dass die Haftung des Liquidators bei Ende der Steuerpflicht einer juristischen Person für deren Steuern entfalle, wenn der Liquidator nachweise, alle nach den Umständen gebotene Sorgfalt angewendet zu haben. Die Formulierung in der kantonalen Bestimmung, "alle nach den Umständen gebotene Sorgfalt angewendet zu haben", finde sich auch in Art. 55 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer vom 14. Dezember 1990 (SR 642.11; DBG) und sei letztlich Art. 55 Abs. 1 OR nachgebildet, weshalb für die Auslegung von § 60 Abs. 3 StG/SZ die zu Art. 55 Abs. 1 OR entwickelten Grundsätze heranzuziehen seien. Strittig sei einzig, ob die Solidarhaftung des Beschwerdeführers als Liquidator für die von der liquidierten Gesellschaft geschuldeten Steuern deshalb entfalle, weil er nachzuweisen vermöge, alle nach den Umständen gebotene Sorgfalt angewendet zu haben. Der Beschwerdeführer, der auf Grund der Akten mit entsprechenden Steuern der sich in Liquidation befindlichen Gesellschaft habe rechnen müssen, hätte die Steuerverwaltung des Kantons Schwyz als bekannte (resp. als bekannt vorauszusetzende) Gläubigerin in korrekter Erfüllung seiner aus Art. 742 Abs. 2 OR resultierenden Pflichten grundsätzlich durch besondere Mitteilung, also durch eingeschriebenen Brief, über die Liquidation orientieren und sie zur Forderungsanmeldung auffordern müssen; mit der Anmeldung der Auflösung der Gesellschaft beim Handelsregisteramt des Kantons Glarus und dreimaligem Schuldenruf im SHAB sei er diesen Pflichten nicht vollständig nachgekommen. Aus diesem Grund sei dem Beschwerdeführer der Entlastungsbeweis gemäss § 60 Abs. 2 StG/SZ misslungen und habe er für die fremde Schuld einzustehen.