Citation: 1A.64/2005 25.05.2005 E. C

Am 26. März 2004 erliess die Staatsanwaltschaft Thurgau eine Eintretens- und Zwischenverfügung, mit der sie dem Rechtshilfegesuch vollumfänglich entsprach und der Beteiligung deutscher Ermittlungsbeamter bei der Rechtshilfedurchführung zustimmte. Das kantonale Untersuchungsrichteramt wurde mit der Rechtshilfeerledigung beauftragt und ersucht, die allfällige Zustimmung zur vereinfachten Erledigung nach Art. 80c des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über internationale Rechtshilfe in Strafsachen (IRSG; SR 351.1) zu klären. D. Am 16. April 2004 führte die Kantonspolizei Thurgau bei der Y.________ AG in Romanshorn, wo sich auch die Geschäftsräumlichkeiten der X.________ AG sowie der F.________ GmbH befinden, eine Hausdurchsuchung durch und stellte dabei diverse Dokumente sicher. Bei der Durchsuchung war I.________, Verwaltungsrat der drei Gesellschaften, und sein Rechtsvertreter, Rechtsanwalt J.________, anwesend. I.________ unterzeichnete drei "Empfangsbescheinigungen", in denen gleichzeitig die Zustimmung zum vereinfachten Verfahren gemäss Art. 80c IRSG enthalten war. Mit Eingabe vom 19. April 2004 machte Rechtsanwalt J.________ geltend, sein Mandant habe nur die Empfangsbestätigung unterschreiben, nicht aber der vereinfachten Ausführung zustimmen wollen; insofern liege ein Erklärungsirrtum vor.