Citation: 6B_679/2024 E. 3.3

3.3. Die Strafbehörden können gemäss ständiger Rechtsprechung ohne Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 3 Abs. 2 lit. c StPO) und des Untersuchungsgrundsatzes auf die Abnahme weiterer Beweise verzichten, wenn sie in Würdigung der bereits abgenommenen Beweise zur Überzeugung gelangen, der rechtlich erhebliche Sachverhalt sei genügend abgeklärt, und sie überdies in antizipierter Würdigung zum Schluss kommen, ein an sich taugliches Beweismittel vermöge ihre aufgrund der bereits abgenommenen Beweismittel gewonnene Überzeugung von der Wahrheit oder Unwahrheit einer strittigen Tatsache nicht zu ändern. Das Bundesgericht prüft die Rüge unzulässiger antizipierter Beweiswürdigung nur unter dem Aspekt der Willkür (BGE 147 IV 534 E. 2.5.1; 146 III 73 E. 5.2.2; 144 II 427 E. 3.1.3; Urteile 6B_1028/2023 vom 21. Oktober 2024 E. 2.3; 6B_961/2023 vom 19. August 2024 E. 1.1.3; je mit Hinweisen). Die Vorinstanz hat nachvollziehbar und überzeugend begründet, weshalb von einer Auswertung des Mobiltelefons des Beschwerdeführers keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind. Der Beschwerdeführer setzt sich mit den Erwägungen der Vorinstanz nicht auseinander und legt nicht dar, weshalb diese mit ihrer Begründung der Abweisung seiner Beweisanträge in Willkür verfallen sein soll. Folglich vermag er auch keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör zu begründen. Dasselbe gilt hinsichtlich des Beweisantrages, der Vater des Beschwerdeführers sei zu befragen. Wenn der Beschwerdeführer darauf hinweist, die Mutter der Beschwerdegegnerin 2 sei ebenfalls einvernommen worden und diese sei in ihrem eigenen Verfahren von derselben Rechtsanwältin vertreten worden wie die Beschwerdegegnerin 2 und habe als früheres Opfer des Beschwerdeführers ein eigenes Interesse am Ausgang des Verfahrens, so vermag er der Vorinstanz keine willkürliche antizipierte Beweiswürdigung nachzuweisen. Die Vorinstanz legte nachvollziehbar dar, weshalb nicht davon auszugehen ist, dass die Mutter der Beschwerdegegnerin 2 sich mit dieser abgesprochen und den Beschwerdeführer falsch belastet habe soll (angefochtenes Urteil, S. 21). Zudem wurde die Aussage der Mutter der Beschwerdegegnerin 2 (dass der Beschwerdeführer diese auch alleine betreute und mehrfach von der Schule abholte) auch durch die Leiterin der Tagesstruktur bestätigt (angefochtenes Urteil, S. 28). Der pauschale Vorwurf des Beschwerdeführers, die Staatsanwaltschaft und die Gerichte hätten sich mit der Abweisung seiner Beweisanträge parteiisch verhalten, ist nicht zu hören. Die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs erweist sich demnach als unbegründet, soweit überhaupt darauf einzutreten ist.