Citation: 2C_773/2019 E. 3.5.3

3.5.3. Bezüglich der familiären Verhältnisse des Beschwerdeführers ist festzuhalten, dass seine Ehefrau zwar aus dem Kosovo stammt, sie jedoch bereits als Kind in die Schweiz eingereist ist. Die drei Kinder sind in der Schweiz geboren. Vor diesem Hintergrund kann die Ausreise der Familienangehörigen nicht von vornherein als ohne Weiteres zumutbar bezeichnet werden. Allerdings nennt der Beschwerdeführer keine spezifischen Gründen, die das Wohnen für ihn und seine Familie in der Heimat als unzumutbar erscheinen liessen, sondern verweist pauschal auf die schlechten Perspektiven im Kosovo. Wie bereits ausgeführt, begründet der Umstand, dass die allgemeinen Lebensumstände dort ungünstiger sind als in der Schweiz noch keine Unzumutbarkeit (vgl. E. 3.5.2 hiervor; vgl. auch Urteil 2C_496/2013 vom 15. November 2013 E. 3.7.3). Der Ehefrau und den Kindern steht es jedoch frei, in der Schweiz zu bleiben. Es steht ausser Frage, dass in diesem Fall die Wegweisung des Beschwerdeführers mit einer erheblichen Beeinträchtigung der intakten familiären Beziehungen verbunden wäre. Wie die Vorinstanz jedoch zu Recht ausführt, wurde der Beschwerdeführer trotz stabiler Familienverhältnisse als Ehemann und Vater wiederholt straffällig. Mit seinem Verhalten hat er den Fortbestand seines Familienlebens in der Schweiz selbstverschuldet und mutwillig aufs Spiel gesetzt (vgl. E. 4.4.2 des angefochtenen Urteils). Daher hat er es hinzunehmen, wenn die familiäre Beziehung - und insbesondere die Beziehung zu seinen Kindern - künftig nur noch unter erschwerten Bedingungen gelebt werden kann (vgl. auch Urteil 2C_516/2014 vom 24. März 2015 E. 5.2.2). Zwar misst das Bundesgericht dem Interesse an einer intakten Eltern-Kind-Beziehung im Rahmen der Prüfung der Verhältnismässigkeit einer aufenthaltsverweigernden Massnahme eine gewichtige Bedeutung zu. Je schwerer die begangene Rechtsgutverletzung wiegt und je häufiger ein ausländischer Elternteil delinquiert hat, desto eher vermag jedoch das öffentliche Interesse an einer Ausreise des Straftäters selbst das Interesse eines Kindes zu überwiegen, mit diesem Elternteil hier aufwachsen zu können (vgl. Urteil 2C_503/2014 vom 25. November 2014 E. 4.4.3 mit Hinweisen). Sollte sich das Ehepaar für den Verbleib der Ehefrau und der Kinder in der Schweiz entscheiden, könnten die familiären Kontakte weiterhin im Rahmen von Ferienbesuchen oder über die modernen Kommunikationsmittel aufrechterhalten und gepflegt werden (vgl. auch Urteil 2C_641/2019 vom 3. Oktober 2019 E. 3.6). Es mag schliesslich sein, dass die Rückkehr des Beschwerdeführers ins Heimatland für die Familie mit finanziellen Schwierigkeiten verbunden wäre. Gemäss den vorinstanzlichen, vom Beschwerdeführer nicht bestrittenen, Ausführungen war es der Ehefrau jedoch möglich, während seiner Inhaftierung im In- und Ausland von insgesamt knapp drei Jahren den Familienalltag allein zu bewältigen (vgl. E. 4.4.3 des angefochtenen Urteils). Weshalb es ihr zudem nicht möglich sein sollte, zumindest eine Teilzeit-Erwerbstätigkeit aufzunehmen, wird in der Beschwerde nicht dargetan.