Citation: 9C_200/2010 29.09.2010 E. 4.3

4.3.1 In bundesrechtlich nicht zu beanstandender Weise sprach die Vorinstanz dem Gutachten der MEDAS vom 17. März 2009 und der Expertise des Dr. med. I.________ vom 20. Dezember 2007 volle Beweistauglichkeit zu. Die Beschwerdeführerin trägt dagegen vor, die in diesen Gutachten ausgeschlossene Arbeitsunfähigkeit sei wohl auf die zwischenzeitlich strengere Gerichtspraxis zurückzuführen. Hingegen sagten sie wenig über die gesundheitliche Situation im Jahr 2000 aus. Daraus lässt sich für eine verminderte Beweiskraft der eingangs erwähnten Gutachten nichts herleiten, zumal die Sichtweise der Beschwerdeführerin auf einer durch Aktenstellen nicht untermauerten blossen Annahme gründet. Zudem ist der Rentenanspruch ab Oktober 2009 zu beurteilen (vgl. E. 4.1 hievor), weshalb den aktuelleren Befunden beweismässig eine erhöhte Bedeutung zukommt. 4.3.2 Vor Bundesrecht hält zudem die vorinstanzliche Würdigung der Gutachten des Dr. med. W.________ vom 17. September 1997 und des Centers X.________ vom 30. März 2006 sowie der Einschätzung des behandelnden Arztes Dr. med. M.________ vom 29. November 2008 stand. Der zuletzt erwähnten Stellungnahme folgte das Gericht schon wegen ihres formellen Ungenügens (fehlende Anamnese und keine Auseinandersetzung mit den Akten) mit Recht nicht. Darüber hinaus weist der angefochtene Entscheid zutreffend auf die widersprüchliche und deswegen nicht überzeugende Zumutbarkeitseinschätzung im polydisziplinären Gutachten des Centers X.________ vom 30. März 2006 hin, wonach im orthopädischen Teilgutachten eine geringfügige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit attestiert werde, wogegen an anderer Stelle ohne nähere Erklärung eine orthopädisch bedingte Arbeitsunfähigkeit von 50 % angeführt sei. Ferner seien in die psychiatrische Leistungseinschätzung nicht invalidisierende psychosoziale Faktoren eingeflossen. Der Einschätzung des Dr. med. W.________ vom 17. September 1997 ist sodann nicht zu folgen, weil sie mehr als zehn Jahre zurückliegt und ausserdem Fragen aufwirft, indem darin gleichzeitig die Eheprobleme und die "Unterintelligenz" als jeweils psychiatrisch im Vordergrund stehend erklärt werden. Davon abgesehen handelt es sich beim ersten Faktor um einen invalidenversicherungsrechtlich für sich allein irrelevanten Befund (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299) und die diagnostizierte Minderintelligenz hielt die Beschwerdeführerin über eine längere Zeit nicht davon ab, einer Arbeit nachzugehen. Überdies geht aus anderer Stelle hervor, dass die Beschwerdeführerin im handlungsmässigen praktischen Bereich womöglich deutlich höhere IQ-Werte aufweise.