Citation: 2C_742/2014 E. 2.3

2.3. Gemäss Art. 42 Abs. 1 AuG hat der ausländische Ehegatte eines Schweizers Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn er mit diesem zusammenwohnt. Nach einem ordnungsgemässen und ununterbrochenen Aufenthalt von fünf Jahren hat der Ehegatte Anspruch auf Erteilung der Niederlassungsbewilligung (Art. 42 Abs. 3 AuG). Das Erfordernis des Zusammenwohnens besteht nach Art. 49 AuG dann nicht, wenn für getrennte Wohnsitze wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiter besteht. Nach Auflösung der Ehe oder der Familiengemeinschaft besteht der Anspruch auf Bewilligungsverlängerung gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine erfolgreiche Integration besteht, nach Art. 50 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AuG ebenso, wenn wichtige persönliche Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (nachehelicher Härtefall). Die Beschwerdeführerin war vom Herbst 2009 bis zum 20. März 2014 während weniger als fünf Jahren mit einem Schweizer Bürger verheiratet. Nach der Scheidung kann sie heute aus Art. 42 Abs. 1 bzw. Abs. 3 AuG keine Bewilligungsansprüche ableiten. Als gesetzliche Anspruchstatbestände kommen allein Art. 50 Abs. 1 lit. a (in Verbindung mit Art. 49) AuG sowie Art. 50 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AuG in Betracht.