Citation: 5C.84/1999 10.08.2000 E. 1

1.-VorBundesgerichtkönnen - von hier nicht vorliegenden Ausnahmenabgesehen- nur Endentscheide der oberen kantonalen Gerichtsbehörden, gegen die kein ordentliches kantonales Rechtsmittel gegeben ist, angefochten werden (Art. 48 Abs. 1 OG). Weil der erstinstanzliche Entscheid somit nicht Anfechtungsobjekt ist und das Bundesgericht ihn nicht bestätigen kann, fehlt bei strenger Betrachtung ein hinreichend bestimmter materieller Berufungsantrag (Art. 55 Abs. 1 lit. b OG; Poudret/Sandoz-Monod, Commentaire de la loi fédérale d'organisation judiciaire, Bd. II, Bern 1990, N 1.4.1.1 und 1.4.1.2 zu Art. 55 OG). Da jedoch im angefochtenen Entscheid der erstinstanzliche Urteilsspruch festgehalten ist und aus der Berufungsschrift hervorgeht, dass der Kläger dem Bundesgericht sinngemäss beantragt, gleich wie das Bezirksgericht zu entscheiden, kann auf die Berufung eingetreten werden (BGE 110 II 74 E. I/1 S. 78, 101 II 372 S. 373; Poudret/Sandoz-Monod, a.a.O. N 1.4.2 zu Art. 55 OG). Am 1. Januar 2000 ist das neue Scheidungsrecht in Kraft getreten (AS 1999 S. 1118 und 1144). Es hat auf die Abänderung von Scheidungsurteilen insofern einen Einfluss, als diese für die Kinderbelange und das Verfahren grundsätzlich nach neuem Recht erfolgt (Art. 7a Abs. 3 SchlTZGB; Botschaft des Bundesrates über die Änderung des schweizerischen Zivilgesetzbuchesvom15. November1995, BBl.1996IS. 170Abs. 2und3Ziff. 253.1).IstdasAbänderungsurteiljedoch- wiehier- noch vor dem Inkrafttreten der Scheidungsrechtsnovelle ergangen, so entscheidet das Bundesgericht nach bisherigem Recht (Art. 7b Abs. 3 Halbsatz 1 SchlTZGB analog). Eine andere Lösung wäre mit Art. 55 Abs. 1 lit. b und c sowie mit Art. 63 Abs. 2 OG nicht vereinbar (unveröffentlichtes Urteil des Bundesgerichts vom 11. April 2000 i.S. S., E. 1).