Citation: 8C_877/2017 E. 6.2

6.2. Nachdem am 27. Dezember 2014 kein (rechtskräftiger) Fallabschluss bezüglich der Folgen des Unfalls vom 11. Oktober 2010 vorlag, geht es vorliegend auch nicht um die Frage eines Rückfalls zu einem bereits abgeschlossenen Unfall. Vielmehr stellt sich die Frage der Zuordnung der allfälligen Folgen des Ereignisses vom 27. Dezember 2014. Wie der Versicherte selbst zugibt, handelte es sich beim Unfall vom 27. Dezember 2014 um ein banales Ereignis, welches gemäss Unfallmeldung vom 19. Februar 2015 keine Arbeitsunfähigkeit verursachte. Für die später geltend gemachte Arbeitsunfähigkeit resp. psychischen Folgen finden sich - wie die Vorinstanz zutreffend festhält - in den Akten keine echtzeitlichen Belege. So gab der Versicherte denn auch seine Anstellung nicht aus gesundheitlichen Gründen auf, sondern weil er das Jusstudium aufgenommen hatte. Anzufügen bleibt, dass der behandelnde PD Dr. med. I.________, Chefarzt Klinik für Orthopädie und Traumatologie, Spital J.________, in seinem Bericht vom 9. Januar 2015, nach seiner Untersuchung des Versicherten am 8. Januar 2015, mithin nur gerade zwölf Tage nach dem geltend gemachten Unfall vom 27. Dezember 2014, dieses Ereignis auch nicht ansatzweise erwähnt. Somit kann davon ausgegangen werden, dass das Vorkommnis vom 27. Dezember 2014 keine andauernden Folgen nach sich zog.