Citation: 2P.10/2001 31.08.2001 E. 1

1.- Die staatsrechtliche Beschwerde ist ein Rechtsmittel zum Schutz der Träger verfassungsmässiger Rechte gegen Übergriffe der Staatsgewalt. Solche Rechte stehen an sich nur dem Bürger zu, nicht auch dem Gemeinwesen als Inhaber hoheitlicher Gewalt. Öffentlichrechtliche Korporationen - wie Kantone und Gemeinden - können deshalb gegen Akte anderer Staatsorgane, die sie als Träger hoheitlicher Befugnisse treffen, in der Regel nicht staatsrechtliche Beschwerde führen (BGE 125 I 173 E. 1b S. 175; 121 I 218 E. 2, mit Hinweisen; Walter Kälin, Das Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde, 2. Aufl. , Bern 1994, S. 212 f. und 270 ff.). Eine Ausnahme besteht einzig insoweit, als sie sich gegen eine Verletzung ihrer durch das kantonale Recht gewährleisteten Autonomie oder Bestandesgarantie zur Wehr setzen (vgl. BGE 124 I 223 E. 1b S. 226; 122 I 279 E. 8 S. 290; 121 I 155 E. 4 S. 159). Wie Private zur staatsrechtlichen Beschwerde legitimiert sind öffentlichrechtliche Körperschaften, falls sie nicht hoheitlich handeln, sich auf dem Boden des Privatrechts bewegen oder sonstwie, z.B. als Steuer- oder Gebührenpflichtige, als dem Bürger gleichgeordnete Rechtssubjekte auftreten und durch den angefochtenen Akt wie eine Privatperson betroffen werden (BGE 123 III 454 E. 2 S. 456; 121 I 218 E. 2a S. 220; 120 Ia 95 E. 1a). Ob diese Voraussetzungen erfüllt sind, bestimmt sich aufgrund der Rechtsnatur des Verhältnisses, das der Auseinandersetzung zugrunde liegt (BGE 120 Ia 95 E. 1a, mit Hinweisen).