Citation: 6B_79/2016 E. 3.4

3.4. Dem Beschwerdeführer ist zuzustimmen, dass die Einsatzstrafe von drei Jahren für sich angesichts seiner konkreten Tathandlungen bereits streng ist. Im Vergleich zu den Mitbeschuldigten Z.________ und W.________ ist sie nicht mehr nachvollziehbar. Zwar ist das Mitwirken des Beschwerdeführers an den Übergriffen nicht zu bagatellisieren, jedoch bleibt es verschuldensmässig hinter dem der anderen Mitbeschuldigten zurück. Gemäss den vorinstanzlichen Feststellungen hat der Beschwerdeführer als einziger weder geschlagen noch getreten. Die Vorinstanz hätte im Rahmen der Strafzumessung berücksichtigen müssen, dass der Beschwerdeführer aus freien Stücken aktiv versucht hat, eine weitere Eskalation der Übergriffe auf den Beschwerdegegner 2 zu vermeiden. Bejaht sie trotz der Intervention gegen die Mitbeschuldigten Eventualvorsatz des Beschwerdeführers hinsichtlich einer schweren Körperverletzung, muss sein Einschreiten beim Tatverschulden berücksichtigt werden. Ob insoweit die Voraussetzungen von Art. 23 Abs. 4 StGB erfüllt sind - wie der Beschwerdeführer vorbringt - ist im vorliegenden Verfahren nicht zu entscheiden. Die Erhöhung der Einsatzstrafe um ein Jahr infolge des Schuldspruchs wegen Angriffs hält angesichts einer identischen Straferhöhung des Mitbeschuldigten W.________, dessen Schläge und versuchte Kniestiche gegen den Beschwerdegegner 3 "brutal" waren, vor Bundesrecht nicht stand. Der Tatbeitrag des Beschwerdeführers ging im Rahmen des Angriffs nicht über dasjenige hinaus, das bereits im Rahmen der Strafzumessung der versuchten schweren Körperverletzung berücksichtigt wurde. Auch wenn die Annahme echter Konkurrenz sich nicht als bundesrechtswidrig erweist (vgl. BGE 135 IV 156 E. 2.1.2; s.a. STEFAN MAEDER, in Basler Kommentar, Strafrecht II, N. zu Art. 134 StGB mit kritischen Anm. zur Konkurrenz zwischen Angriff und Körperverletzungsdelikten), legt die Vorinstanz nicht dar, inwieweit sich vorliegend eine Straferhöhung um ein Jahr rechtfertigt. Zutreffend ist die Rüge, die Vorinstanz äussere sich im Rahmen der Täterkomponenten nicht zur Entwicklung und aktuellen Lebenssituation sowie den Wirkungen der Strafe auf das Leben des Beschwerdeführers. Ob und inwieweit die lange Verfahrensdauer strafmindernd zu gewichten ist, wird die Vorinstanz zum Zeitpunkt der Neubeurteilung zu entscheiden haben.