Citation: I 540/05 05.12.2005 E. 2

Das kantonale Gericht hat die Bestimmung über die Sistierung von Geldleistungen während des Straf- oder Massnahmevollzugs (Art. 21 Abs. 5 ATSG) und die bis zum In-Kraft-Treten des ATSG am 1. Januar 2003 ergangene Praxis zur damals auf der Rechtsprechung beruhenden Sistierung richtig wiedergegeben (BGE 116 V 22f., 114 V 144 Erw. 2, SVR 1995 IV Nr. 53 Erw. 2b, AHI 1998 S. 186 Erw. 3b). Es wird darauf verwiesen. Zu ergänzen ist, dass es der als "Kann-Vorschrift" abgefasste Art. 21 Abs. 5 ATSG zwar zulässt, den besondern Umständen Rechnung zu tragen (vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, Art. 21, Rz 78), die Einstellung in den Leistungen jedoch nicht im freien Ermessen der Verwaltung steht (vgl. dazu Jürg Maeschi, Kommentar zum Bundesgesetz über die Militärversicherung vom 19. Juni 1992, Art. 13, Rz 8).