Citation: 8C_297/2020 E. 3.3.2

3.3.2. Dieser unbestrittene Sachverhalt ist entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführerin mit dem vom ehemaligen Eidgenössischen Versicherungsgericht (heute: Sozialrechtliche Abteilungen des Schweizerischen Bundesgerichts) in BGE 115 V 55 beurteilten Fall nicht zu vergleichen. Danach war eine 15-jährige Person, die während ihrer Freizeit in einem Reitzentrum arbeitete und als einzige Gegenleistung das Recht zu reiten hatte, obligatorisch unfallversichert. Die Beschwerdeführerin übersieht, dass die damals Betroffene regelmässig in Form von Reitstunden und durch gelegentliche Gewährung von Kost und Logis entlöhnt wurde. Dabei handelte es sich um geldwerte Leistungen, die von der Erbringung der erbrachten Arbeit abhängig waren. Im Hinblick auf den angestrebten geldwerten Vorteil in Form von sonst kostspieliger Reitgelegenheit war das Erwerbsmotiv gegeben.