Citation: 5P.223/2003 05.08.2003 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt zunächst die Obhutszuteilung von A.________ an die Beschwerdegegnerin als willkürlich. Zudem habe das Obergericht in diesem Zusammenhang das rechtliche Gehör verletzt. 2.1 Der Beschwerdeführer schildert zwar ausführlich die Probleme bei der Erziehung von A.________ aus seiner Sicht. Dabei übt er jedoch ausschliesslich appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid, ohne im Einzelnen detailliert darzulegen, inwiefern dieser an offensichtlichen und qualifizierten Mängeln leiden solle. Die pauschale Bezeichnung der obergerichtlichen Erwägungen als willkürlich reicht dazu nicht aus. Dies gilt insbesondere in Bezug auf die Würdigung der Erziehungsfähigkeit des Beschwerdeführers sowie der konkreten Ausgestaltung einer möglichen Betreuung von A.________ durch diesen. Zudem bringt der Beschwerdeführer verschiedentlich Tatsachen (Bsp. Probleme bei der Ausübung des Besuchsrechts) vor, welche weder im angefochtenen Entscheid Stütze finden, noch durch Verweise auf die Akten belegt sind. Solche konkreten Belege fehlen auch, soweit der Beschwerdeführer dem Obergericht aktenwidrige Feststellungen vorwirft. Damit kann insoweit nicht auf die Beschwerde eingetreten werden (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). 2.2 Der Beschwerdeführer zieht zudem die Erziehungsfähigkeit der Beschwerdegegnerin in Zweifel. Auch das Obergericht hat eine Überforderung der Mutter festgestellt, ist jedoch zum Schluss gelangt, durch die zwischenzeitliche Platzierung von A.________ bei seinen Grosseltern und die Annahme der nötigen Hilfe von Aussen, dränge sich ein Obhutswechsel nicht auf. Der gegenteiligen Behauptung des Beschwerdeführers - die Beschwerdegegnerin habe nicht belegt, dass sie geeignete Hilfe von Dritten bei der Kindererziehung annehme - widersprechen ebenfalls die Feststellungen des Obergerichts, die Beschwerdegegnerin habe eine Erziehungsbeistandschaft für A.________ beantragt und sich bereit erklärt, nach ihrem Umzug nach Aarau auch da mit der zuständigen Stelle zusammenzuarbeiten. Mit all diesen Erwägungen des Obergerichts setzt sich der Beschwerdeführer jedoch in keiner Weise auseinander, insbesondere zeigt er keine Aktenwidrigkeit auf. 2.3 Der Beschwerdeführer rügt zudem eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, weil sich das Obergericht, trotz entsprechendem Beweisantrag, weder vom Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst Aarau noch von der Jugend-, Ehe- und Familienberatung Lenzburg habe informieren lassen. Dabei übersieht er offensichtlich, dass das Obergericht Schreiben beider genannten Amtsstellen in seine Würdigung einbezogen hat. Warum dieses darüber hinaus zusätzliche Auskünfte hätte einholen sollen, begründet der Beschwerdeführer nicht in rechtsgenüglicher Weise (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG).