Citation: I 212/99 27.04.2000 E. 13

13. Monatslohnes und einer durchschnittlichen Nominallohn- erhöhung 1996 von 1,3 % (Die Volkswirtschaft, 1999 Heft 11, Anhang S. 28, Tabelle B10.2) resultiert somit für den mass- gebenden Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verwal- tungsverfügung (vom 27. Juni 1996; vgl. BGE 121 V 366) ein Valideneinkommen von Fr. 67'162.-. Zur Ermittlung des trotz der gesundheitlichen Beein- trächtigung zumutbarerweise in einer leidensangepassten Tä- tigkeit noch erzielbaren Verdienstes (Invalideneinkommen) sind Verwaltung und Vorinstanz von der "Dokumentation über Arbeitsplätze, Arbeitsabläufe, Löhne" des internen Fach- dienstes Berufsberatung der IV-Stelle sowie der "Dokumen- tation über Arbeitsplätze" (DAP) der Schweizerischen Un- fallversicherungsanstalt ausgegangen. Insoweit die ent- sprechenden Erhebungen indes das vorliegend für den Einkom- mensvergleich nicht massgebliche Jahr 1995 betreffen, sind diese nicht aussagekräftig. Anhand der zwei verbleibenden Auskünfte für das Jahr 1996 im Bereich "Lagermitarbeiter/in Aussenverpackung" sowie "Interner Kurierdienst" ist das In- valideneinkommen ferner nicht zuverlässig eruierbar, da die darin enthaltenen Lohnangaben von Fr. 44'200.- bis Fr. 66'690.- stark differieren. Rechtsprechungsgemäss sind daher die sogenannten Tabellenlöhne gemäss Schweizerischer Lohnstrukturerhebung (LSE) 1994 des Bundesamtes für Statis- tik beizuziehen (BGE 124 V 322 Erw. 3b/aa mit Hinweisen; AHI 1998 S. 291 Erw. 3b). Ausgehend von Tabelle A 1.1.1 des standardisierten monatlichen Bruttolohnes belief sich der Zentralwert für Tätigkeiten im privaten Sektor bei Männern, welche einfache und repetitive Tätigkeiten verrichten (An- forderungsniveau 4), im Jahre 1994 auf Fr. 4127.- (LSE 1994, S. 53). In Berücksichtigung einer betriebsüblichen Arbeitszeit von 41,9 Wochenstunden (LSE 1994, S. 42) sowie der bis 1996 eingetretenen Nominallohnerhöhung (1995 und 1996: je 1,3 % [Die Volkswirtschaft, a.a.O.]) beläuft sich das massgebliche Invalideneinkommen auf Fr. 4436.- monat- lich oder Fr. 53'232.- jährlich. c) Aus dem Vergleich des Valideneinkommens (Fr. 67'162.-) mit dem Invalideneinkommen (Fr. 53'232.-) resultiert eine Erwerbseinbusse von knapp 21 %. Selbst wenn im Übrigen vom Invalideneinkommen ein sogenannter "leidens- bedingter Abzug" in angemessener Höhe vorgenommen würde, welcher versicherten Personen zu gewähren ist, die bisher schwere körperliche Arbeiten verrichtet haben und aus ge- sundheitlichen Gründen nur noch leichte Tätigkeiten ausfüh- ren können und daher in der Regel überproportional weniger verdienen als gesunde Hilfsarbeiter (vgl. dazu BGE 124 V 323 Erw. 3b/bb; in BGE 114 V 310 nicht publizierte Erw. 4b sowie AHI 1998 S. 291 Erw. 3b), ergäbe sich zur Zeit kein Einkommen, welches verglichen mit dem Valideneinkommen zu einem rentenbegründenden Invaliditätsgrad führen würde. Das kantonale Gericht und die IV-Stelle haben den An- spruch auf eine Invalidenrente deshalb zu Recht verneint.