Citation: 6B_18/2022 E. 2.4.1

2.4.1. Die Vorinstanz beurteilt richtigerweise den gewerbs- und teilweise bandenmässigen Diebstahl als schwerstes Delikt. Dessen Strafrahmen reicht bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe (Art. 139 Ziff. 2 und Ziff. 3 Abs. 2 StGB). Im Einzelnen erwägt die Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe von 2014 bis 2016 gewerbsmässig sieben Diebstähle begangen, drei davon als Mitglied einer Bande. Der Gesamtdeliktsbetrag belaufe sich auf mehr als Fr. 200'000.--. Diese Summe sei auch im Spektrum der gewerbsmässig erbeuteten Beträge hoch. Hinsichtlich der gewerbsmässigen Tatbegehung liege daher ein schweres Verschulden vor. Nebst Geld habe der Beschwerdeführer auch Schmuck und Uhren gestohlen. Solche Gegenstände hätten in der Regel auch einen emotionalen Wert. Neben der Gewerbsmässigkeit sei innerhalb des qualifizierten Strafrahmens die Bandenmässigkeit zusätzlich verschuldenserhöhend zu gewichten. Das konkrete Vorgehen der Bande lasse auf einen erheblichen Planungs- und Organisationsgrad schliessen, wobei innerhalb der Bande ein hohe Intensität des persönlichen und tatrelevanten Zusammenwirkens erkennbar sei. Daher sei von einer mittleren bis grossen Gefährlichkeit der Bande auszugehen. Zu Recht berücksichtigt die Vorinstanz die Entscheidungsfreiheit des Beschwerdeführers verschuldenserhöhend. Denn das Verschulden hängt nicht nur von der Schwere des deliktischen Erfolgs und den Modalitäten der Tatbegehung ab, sondern auch vom Mass an Entscheidungsfreiheit, das dem Täter zugeschrieben werden muss: Je leichter es für ihn gewesen wäre, die Norm zu respektieren, desto schwerer wiegt die Entscheidung gegen sie (BGE 117 IV 112 E. 1). In diesem Zusammenhang erwägt die Vorinstanz überzeugend, der Beschwerdeführer habe eine Ausbildung als Maler und Arbeitserfahrung als Automechaniker, weshalb er auf legalem Weg hätte Einkommen erzielen können. Dass der Beschwerdeführer die Einbrüche beging, weil er für die Geburtskosten seiner schwangeren Frau in U.________ aufkommen musste, erachtet die Vorinstanz als unglaubhaft, weil sein Sohn am xx.xx.2015 geboren wurde, also fast ein Jahr nach Beginn seiner Delinquenz in der Schweiz. Zudem übersteigt der Deliktsbetrag die Geburtskosten bei Weitem. Der Beschwerdeführer habe mit den Einbrüchen den vermeintlich einfachsten Weg gewählt, um seine finanzielle Situation aufzubessern. Als Beweggründe für die Taten erblickt die Vorinstanz nur egoistische Interessen. Dies gewichtet sie bei den Tatkomponenten neutral. Sie weist zutreffend darauf hin, dass die rein monetären Motive des Beschwerdeführers beim Diebstahl bereits durch das Tatbestandsmerkmal der unrechtmässigen Bereicherung erfasst werden und im Übrigen jedem Vermögensdelikt immanent sind (Urteil 6B_1327/2015 vom 16. März 2016 E. 4.2). Die Vorinstanz stellt fest, dass der Beschwerdeführer mehrfach ausschliesslich zur Deliktsbegehung in die Schweiz gereist ist, und wertet dies leicht verschuldenserhöhend. Zu Recht, denn es darf straferhöhend berücksichtigt werden, dass ein Ausländer allein zur Verübung von Straftaten in das Land eingereist ist (BGE 143 IV 145 E. 8.3.2). Insgesamt geht die Vorinstanz beim gewerbs- und teilweise bandenmässigen Diebstahl von einem nicht mehr leichten bis mittelschweren Verschulden aus. Innerhalb des Strafrahmens von bis zu 10 Jahren Freiheitsstrafe hält sie eine Einsatzstrafe von 48 Monaten für angemessen.