Citation: 8C_623/2021 E. 5.1

5.1. Mit seinem Einwand, die ursprüngliche Rentenzusprechung habe auf einer vergleichsweisen Einigung beruht, vermag der Beschwerdeführer nicht durchzudringen. Es finden sich in den Akten keinerlei Hinweise, die darauf hindeuteten. Dies gilt zunächst für die erste Besprechung vom 17. April 1996, deren Inhalt in der Aktennotiz vom 19. April 1996 festgehalten wurde. Danach war Gegenstand des Gesprächs entgegen dem Einwand des Beschwerdeführers nicht die Beweiskraft des Gutachtens der Klinik C.________ vom 12. Januar 1996 hinsichtlich der damals noch verbleibenden Beschwerden und der damit verbundenen Arbeitsunfähigkeit, sondern die dort aufgeworfene Frage der Erfolgsaussichten einer weiteren Behandlung der Rückenbeschwerden. Gemäss dem Gutachter der Klinik C.________ Dr. med. G.________ hätte damals therapeutisch eine epidurale Injektion eines Depotkortikosteroides zur Verfügung gestanden. Weitere Massnahmen hätten sich zudem nach Abklärung einer allfälligen Hypermobilität ergeben können, die allerdings unter starker Schmerzmedikation (mittels radiologischer Funktionsaufnahme) hätte erfolgen müssen. Anlässlich der erwähnten Besprechung einigte man sich darauf, dass zunächst beim Gutachter die Risiken, insbesondere einer Verletzung durch die epidurale Injektion, aber auch die Erfolgsaussichten der vom Gutachter aufgeworfenen Behandlungsmöglichkeiten in Erfahrung zu bringen seien. Die entsprechenden Fragen richtete die damalige Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers direkt an den Gutachter. Dr. med. G.________ ergänzte seine Einschätzung am 14. Januar 1997 dahingehend, dass auch mit den erwähnten weiteren therapeutischen Massnahmen aus versicherungsmedizinischer Sicht kein hinreichender Besserungserfolg in Aussicht gestellt werden könne und zudem die invasive Abklärung einer Instabilität nicht zumutbar sei. In der Verfügung vom 26. Mai 1997 selber wird erwähnt, dass die Unterredung vom 28. Februar 1997 zur Gewährung des rechtlichen Gehörs erfolgt sei. Inwiefern (nach Feststellung des Fallabschlusses) weiterer Bedarf an sachverhaltlicher Klärung bestanden hätte, zu deren Vermeidung im beiderseitigen Interesse eine vergleichsweise Einigung erfolgt wäre, ist nicht zu erkennen. Des Weiteren lässt sich allein aus dem Umstand, dass Gegenstand der fraglichen zweiten Besprechung (gemäss den Telefonnotizen vom 23. und 26. Mai 1997) auch die Höhe der Integritätseinbusse war, nicht darauf schliessen, dass die von der Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 26. Mai 1997 gewährte Entschädigung von 25 % im Rahmen einer umfassenden Übereinkunft über alle Ansprüche ergangen wäre. Dass die Vorinstanz einen Rückkommenstitel im Sinne der Wiedererwägung einer zweifellos unrichtigen Verfügung geprüft hat, ist daher nicht zu beanstanden.