Citation: 8C_985/2009 23.04.2010 E. 4

Aktenkundig steht fest, dass der Hausarzt bereits im März 2007 von einer Symptomausweitung berichtete und im Überweisungsschreiben zuhanden des Spitals S.________ vom 4. Juni 2007 ausdrücklich auf eine "vorbestehende Depression bei psychosozialer Belastungssituation" verwies. Die Symptomausweitung war nach den beiden Berichten des Spitals S.________ vom 10. Juli und 7. September 2007 schon so weit fortgeschritten, dass es "keine Körperregion [mehr gab], die ihm nicht weh [machte]". Diese umfangreich geklagten Beschwerden liessen sich organisch nicht objektivieren (vgl. E. 3 hievor). Statt dessen berichteten die untersuchenden Ärzte des Spitals S.________ am 10. Juli 2007 von zahlreichen psychogenen Beeinträchtigungen, so dass sie angesichts der zwischenzeitlich diagnostizierten posttraumatischen Belastungsstörung von einer eindeutig im Vordergrund stehenden psychiatrischen Problematik ausgingen (Bericht vom 7. September 2007). Angesichts der Dominanz der psychischen Beschwerden im Vergleich zu den somatischen Symptomen (BGE 123 V 98 E. 2a S. 99; Urteile 8C_799/2009 vom 29. März 2010 E. 3 und 8C_1061/2008 vom 6. März 2009 E. 3) sowie unter Berücksichtigung der vorbestehenden, unfallbedingt verstärkten psychischen Beschwerden (RKUV 2000 Nr. U 397 S. 327, U 273/99; Urteil 8C_1040/2008 vom 8. Mai 2009 E. 5.2 i.f.) haben Verwaltung und Vorinstanz die Unfalladäquanz zu Recht unter dem Gesichtspunkt einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall (BGE 115 V 133) geprüft und verneint. Die hiegegen erhobenen Einwände des Versicherten vermögen daran nichts zu ändern. 4.1 Gestützt auf die massgebende Rechtsprechung (SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26, U 2/07 E. 5.3.1; Urteil 8C_508/2008 vom 22. Oktober 2008 E. 5.2 mit Hinweisen) haben die Helsana und das kantonale Gericht das Ereignis vom 4. Dezember 2006 im Rahmen einer objektivierten Betrachtungsweise zutreffend im mittleren Bereich der mittelschweren Unfälle eingestuft. Die Unfalladäquanz der über den 30. November 2007 hinaus geklagten, organisch nicht objektivierbaren Beschwerden ist somit nur dann zu bejahen, wenn eines der in BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140 genannten Kriterien in besonders ausgeprägter, oder mehrere dieser Kriterien in gehäufter Weise erfüllt sind, wobei die Adäquanzprüfung hier unter Ausschluss psychischer Aspekte erfolgt (BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140; vgl. auch BGE 134 V 109 E. 6.1 S. 116). 4.2 Die Vorinstanz hat in Übereinstimmung mit der Beschwerdegegnerin unter ausschliesslicher Berücksichtigung der somatischen Unfallfolgen - abgesehen von der praxisgemäss (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 207, U 287/97 E. 3b/cc; Urteil U 56/07 vom 25. Januar 2008 E. 6.1; vgl. auch Urteile 8C_915/2008 vom 11. September 2009 E. 5.3 und 8C_623/2007 vom 22. August 2008 E. 8.1, je mit Hinweisen) korrekt nur in einfacher Form bejahten besonderen Eindrücklichkeit des Ereignisses vom 4. Dezember 2006 - zu Recht sämtliche Adäquanzkriterien verneint. Soweit der Beschwerdeführer demgegenüber von einer Vielzahl gegebener Kriterien ausgeht und einzelne Kriterien als in besonders ausgeprägter Weise erfüllt erachtet, berücksichtigt er - im Widerspruch zur massgebenden Rechtsprechung - nicht nur die physischen Komponenten (BGE 134 V 109 E. 6.1 S. 116), sondern auch die organisch nicht hinreichend erklärbaren Beeinträchtigungen. Die in der Beschwerdeschrift vorgebrachten Einwände sind allesamt nicht geeignet, einen klaren Mangel in den vorinstanzlichen Feststellungen und den daraus gezogenen Schlussfolgerungen zu begründen. Das kantonale Gericht und die Helsana haben den adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem versicherten Unfall vom 4. Dezember 2006 und den ab 1. Dezember 2007 weiterbestehenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen zutreffend verneint. Der mit angefochtenem Gerichts- und mit Einspracheentscheid bestätigte folgenlose Fallabschluss per 30. November 2007 ist nicht zu beanstanden.