Citation: 8C_806/2007 07.08.2008 E. 11.2

11.2.1 Die Diagnose einer HWS-Distorsion (oder einer anderen, adäquanzrechtlich gleich zu behandelnden Verletzung) genügt für sich allein nicht zur Bejahung des Kriteriums der Schwere und besonderen Art der erlittenen Verletzung. Es bedarf hiezu einer besonderen Schwere der für das Schleudertrauma typischen Beschwerden oder besonderer Umstände, welche das Beschwerdebild beeinflussen können. Diese können beispielsweise in einer beim Unfall eingenommenen besonderen Körperhaltung und den dadurch bewirkten Komplikationen bestehen. Auch erhebliche Verletzungen, welche sich die versicherte Person neben dem Schleudertrauma, der äquivalenten HWS-Verletzung oder dem Schädel-Hirntrauma beim Unfall zugezogen hat, können bedeutsam sein. Mit dieser inhaltlichen Umschreibung ist das Kriterium weiterhin zu verwenden (BGE 134 V 109 E. 10.2.2 S. 127 mit Hinweisen). 11.2.2 Als Folge des Unfalls vom 23. August 2002 wurde beim Versicherten eine HWS-Distorsion diagnostiziert (vgl. Berichte des Dr. med. M.________ vom 26. September 2002, des Neurologen Dr. med. W.________ vom 21. November 2002, der Klinik X.________ vom 30. November 2002 und des Neurochirurgen Dr. med. R.________ vom 17. Dezember 2002). Es sind keine Anhaltspunkte erkennbar, die als aggravierende Faktoren zu betrachten wären. Unbehelflich ist das Vorbringen des Beschwerdeführers, er habe nicht nur ein Schleudertrauma mit den entsprechenden Konsequenzen erlitten, wobei auf die erheblichen Kopfschmerzen und die Schwindelanfälle sowie die Berichte des Prof. Dr. med. S.________ vom 20. Juni 2005 und 4. Juli 2006 hinzuweisen sei.