Citation: 9C_173/2024 E. 4.2.10

4.2.10. Das Verwaltungsgericht betreibe schliesslich - so die Beschwerdeführer - eine unzulässige Beweislastumkehr, indem die von den Beschwerdeführern dargelegten Umstände nicht berücksichtigt oder mangels Belegen in Frage gestellt würden. Vom Steuerpflichtigen könne lediglich gefordert werden, dass Zweifel an den Vermutungen des Steueramts geweckt würden und die Begründung eines neuen Wohnsitzes mit Indizien nachgewiesen würde; ein eigentlicher Gegenbeweis werde nicht gefordert. Es ist den Beschwerdeführern zuzustimmen, dass von ihnen nicht gefordert werden kann, eine Wohnsitzverlegung unumstösslich zu beweisen. Die Frage des steuerrechtlichen Wohnsitzes ist anhand einer gesamthaften Betrachtung aller Umstände zu würdigen. Vorliegend vermögen die Beschwerdeführer gemäss - nicht offensichtlich unrichtiger und damit für das Bundesgericht verbindlicher (vgl. E. 2 hiervor) - Feststellung des kantonalen Gerichts für das Jahr 2019 keinen Ausbau der Verbindungen zu V.________ (Aufenthaltsdauer, soziales Netzwerk etc.) im Vergleich zum Jahr 2018, in dem sie unbestritten noch in U.________ Wohnsitz hatten, darzulegen.