Citation: 2C_860/2017 E. 10.1

10.1. Zusammengefasst ergibt sich, dass die FINMA gestützt auf die Eingaben der Beschwerdeführer und deren Werbung für ihre "Zwangswandelanleihe" einen begründeten Anlass gehabt hat, einen Untersuchungsbeauftragten einzusetzen, nachdem sich die Beschwerdeführer unkooperativ gezeigt haben und eine Klärung der Verhältnisse mit Fragebogen nicht möglich war. Das atypische Anleihensmodell hatte als Publikumseinlage zu gelten, da keine der Ausnahmebestimmungen von Art. 3a Abs. 3 oder 4 aBankV gegeben war. Die Beschwerdeführerin 2 durfte liquidiert werden, nachdem sie keiner anderen eigenständigen Aktivität nachging, die von der bewilligungspflichtigen Tätigkeit hätte abgetrennt werden können. Da hinreichend begründet der Anschein der Überschuldung dargetan war, konnte die Liquidation auf dem Konkursweg erfolgen. Im Hinblick auf die entscheidende Rolle, welche der Beschwerdeführer 1 bei der Geschäftsplanung und -abwicklung wahrnahm, und seiner Erklärung, das beanstandete Finanzierungsmodell weiterführen zu wollen, ist die Anordnung der Publikation seines Namens mit dem ihn betreffenden Auszug auf der Internetseite der FINMA zulässig; das Gleiche gilt für den Hinweis, dass es ihm bei Strafe untersagt sei, Publikumsgelder entgegenzunehmen bzw. hierfür zu werben.