Citation: 1P.226/2005 08.09.2005 E. 3.4

3.4.1 Im Einzelnen bringt der Beschwerdeführer vor, allein die Tatsache, dass seine Ehefrau eine absolut unverhältnismässige Genugtuungssumme verlangt habe, müsse als Hinweis gewertet werden, dass die geschilderten Vorfälle nicht der Wahrheit entsprechen. 3.4.2 Die Ehefrau des Beschwerdeführers verlangte im erstinstanzlichen Verfahren eine Genugtuungssumme von Fr. 30'000.--. Wie eingangs erwähnt, verurteilte der Strafgerichtspräsident den Beschwerdeführer zur Bezahlung einer Genugtuung in der Höhe von Fr. 500.-- und wies die Forderung im Mehrbetrag ab. Allein daraus, dass die Ehefrau eine übersetzte Genugtuungsforderung verlangte, lässt sich indessen nicht ableiten, dass ihre gegen den Beschwerdeführer gerichteten Aussagen unwahr sind. Es kommt häufig vor, dass Opfer von Straftaten eine übersetzte Genugtuungsforderung stellen, da die Höhe der Genugtuung eine Ermessensfrage ist (vgl. Art. 47 OR) und der Strafrichter bei adhäsionsweise geltend gemachten Zivilforderungen nicht mehr zusprechen darf, als das Opfer selbst verlangt (Oscar Vogel/Karl Spühler, Grundsatz des Zivilprozessrechts und des internationalen Zivilprozessrechts der Schweiz, 7. Aufl., Bern 2001, Kap. 6 / § 30 / N. 9). Der Beschwerdeführer kann daraus, dass die Genugtuungsforderung übersetzt war, nichts für sich ableiten.