Citation: 1A.23/2007 31.07.2007 E. C

Am 3. Juni 2005 setzte X.________ die Baubehörde Kirchberg darüber in Kenntnis, dass er das Untergeschoss abweichend von der Baubewilligung um einen Hobbyraum erweitert habe. Auf der Südseite des Untergeschosses habe er die Fenster des Kellergeschosses neu eingeteilt sowie ein Tor eingebaut. Weiter sei die Ostwand der übrigen Geschosse in Richtung Osten angrenzend an die Scheunenwand verschoben worden. Dies habe zu einer noch zulässigen Nutzungserweiterung geführt. Aufgrund der schlechten Bausubstanz sei es notwendig gewesen, das ganze Unter-, Erd- und Obergeschoss schrittweise abzubrechen und neu aufzumauern. Daraufhin informierte die Baubehörde Kirchberg das ARE/SG über die vorgenommenen Änderungen. Dieses ersuchte die Behörde am 9. Juni 2005 umgehend um die Verhängung eines Baustopps. Mit Verfügung vom 14. Juni 2005 wurde dem Bauherrn der sofortige Baustopp für den Umbau seines Wohnhauses eröffnet. Nachdem in der Folge mit allen Verfahrensbeteiligten ein Augenschein vor Ort durchgeführt worden war, reichte X.________ am 22. Juli 2005 ein Korrekturgesuch samt Fotodokumentation und Erklärungen für die erfolgten Änderungen und Erweiterungen ein. Dem Gesuch war der folgende Baubeschrieb vom 17. Juli 2005 beigelegt: - Untergeschoss Aussenwände: Bestehende Bollensteinwände durch Betonwände ersetzt Innenwände: Bestehende Bollensteinwände durch KN-Wände ersetzt Bodenplatte: bestehender Betonboden teils Naturboden durch eine Betonbodenplatte ersetzt Decke UG: Bestehende Holzbalkendecke wurde durch eine Betondecke ersetzt Treppe UG-EG: bestehende Holztreppe wurde durch eine Betontreppe ersetzt Erdgeschoss Aussenwände: Bestehende Pfostenriegelkonstruktion wurde durch Back- steinwände ersetzt Bestehende Eternitfassade wird durch eine neue Eternit- fassade ersetzt Innenwände: Bestehende Pfostenriegelkonstruktion wurde durch Back- steinwände ersetzt Decke EG: Bestehende Holzbalkendecke wurde durch eine Beton- decke ersetzt Treppe EG-OG: Bestehende Holztreppe wurde durch eine neue Holz- treppe ersetzt Obergeschoss Aussenwände: Bestehende Pfostenriegelkonstruktion wurde durch eine neue Pfostenriegelkonstruktion ersetzt Bestehende Eternitfassade wird durch eine neue Eternit- fassade ersetzt Innenwände: Bestehende Pfostenriegelkonstruktion wurde durch eine neue Pfostenriegelkonstruktion ersetzt Decke OG: Bestehende Dielendecke bleibt erhalten Treppe OG-DG: Bestehende Holztreppe wird durch eine neue Holztreppe ersetzt Dachgeschoss: Der bestehende Dachstuhl bleibt erhalten und wird neu ausisoliert. Es werden 3 neue Dachfenster eingebaut. Die Holzfassade Dachgiebel bleibt bestehen. Fenster: Die alten Holzfenster wurden durch neue Kunststofffenster ersetzt Heizung: Wärmepumpe mittels Erdsonde Abwasser- entsorgung: Eigene Kleinkläranlage" Mit Verfügung vom 24. August 2005 verweigerte das ARE/SG die Zustimmung zur Baubewilligung. Es führte dazu aus, im Rahmen der Umnutzung von landwirtschaftlichen Wohnbauten seien lediglich Erneuerungen zulässig, welche Bauten und Anlagen instand halten, instand stellen oder an die Erfordernisse der Zeit angleichen würden. Ein Wiederaufbau sei nur nach Zerstörung durch höhere Gewalt zulässig. X.________ habe keinen Umbau vorgenommen, sondern das komplette Unter-, Erd- und Obergeschoss des Wohnhauses schrittweise und freiwillig abgebrochen und wieder aufgebaut. Ausserdem übersteige die Erweiterung der Wohnnutzung das gesetzlich zulässige Erweiterungspotential, weshalb die Zustimmung nicht erteilt werden könne. Daraufhin verweigerte die Baubehörde Kirchberg die Baubewilligung mit Beschluss vom 28. Oktober/3. November 2005. Gleichzeitig ordnete sie die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes bzw. den Abbruch des Wohnhauses innert sechs Monaten seit Rechtskraft der Verfügung an.