Citation: 1C_473/2016 E. 1.2.1

1.2.1. Gemäss Art. 88 Abs. 1 lit. a BGG sind Beschwerden betreffend die politische Stimmberechtigung der Bürger und Bürgerinnen sowie betreffend Volkswahlen und -abstimmungen zulässig in kantonalen Angelegenheiten gegen Akte letzter kantonaler Instanzen (vgl. auch Art. 82 lit. c BGG). Die Bestimmung verlangt mithin die Ausschöpfung des kantonalen Instanzenzugs. Nach Art. 88 Abs. 2 BGG sehen die Kantone gegen behördliche Akte, welche die politischen Rechte der Stimmberechtigten in kantonalen Angelegenheiten verletzen können, ein Rechtsmittel vor. Mit eingeschlossen ist die Ebene der kommunalen politischen Rechte und solche anderer öffentlich-rechtlicher Körperschaften (Gerold Steinmann, Basler Kommentar BGG, 2. Aufl. 2011, N. 9 zu Art. 88 BGG). Zu den politischen Rechten im Sinne von Art. 82 lit. c BGG gehören insbesondere auch Abstimmungen und Wahlen in Kirchgemeindeversammlungen von kirchlichen Körperschaften, soweit sie dem öffentlichen Recht der Kantone unterstehen (BGE 120 Ia 194 E. 1a S. 196; siehe auch Urteil 1C_149/2014 vom 28. Mai 2014 E. 1). Die Kantone müssen als Rechtsmittelinstanz im Sinne von Art. 88 Abs. 2 Satz 1 BGG eine gerichtliche Behörde einsetzen (vgl. BGE 134 I 199 E. 1.2 S. 201). Die Qualifikation als Gericht bedingt insbesondere, dass die kantonale Justizbehörde den Anforderungen von Art. 110 BGG (freie Prüfung des Sachverhalts, Anwendung des Rechts von Amtes wegen) genügt.