Citation: 6B_134/2021 E. 5.1

5.1. Der Beschwerdeführer wendet sich gegen die Landesverweisung und rügt eine Verletzung von Art. 66a Abs. 2 StGB. Vorab bringt er vor, die Vorinstanz verneine zu Unrecht das Vorliegen eines schweren persönlichen Härtefalls. Sie habe den Sachverhalt unvollständig ermittelt, indem sie ausser Acht lasse, dass er nicht nur Gesellschafter und Geschäftsführer der B.________ GmbH, sondern seit Juli 2019 auch der C.________ GmbH sei. Ebenso lasse sie unberücksichtigt, dass er seit seiner Einreise bei derselben Arbeitgeberin, der D.________ GmbH angestellt sei, über einen sehr guten Leistungsausweis verfüge und sich ein festes Netz an Arbeitskollegen habe aufbauen können. All diese Umstände machten einen gewichtigen Anteil an einer erfolgreichen Integration aus. Beim Zuzug in die Schweiz sei er 21 Jahre alt gewesen. In diesem jungen Alter sei man offen für Neues und finde schnell Kontakte. Daher sei eine erfolgreiche Integration gut, wenn nicht gar besser, möglich als bei einer Einreise in einem jüngeren Alter. Er habe einen namhaften Anteil der Adoleszenz in der Schweiz verbracht. Es sei unhaltbar, dass die Vorinstanz zwar seine lange Aufenthaltsdauer zu seinen Gunsten berücksichtige, dies dann aber durch den Hinweis auf seine wenigen Sozialkontakte ausserhalb der Familie relativiere. Die Anzahl Sozialkontakte sei nicht entscheidend dafür, ob man sich mit der Schweiz verbunden fühle oder nicht. Zudem seien nicht nur die privaten Beziehungen relevant, sondern auch die beruflichen. Er habe täglich intensive Kontakte mit seinen Arbeitskollegen. Zudem habe er mit Kollegen zusammen die C.________ GmbH aufgebaut und beschäftige 25 Mitarbeiter, was intensive Kontakte zu all diesen Personen voraussetze. Auch sein Bruder lebe in der Schweiz. Die Behauptung der Vorinstanz, es bestehe keine besonders starke Verwurzelung in der Schweiz sei daher offensichtlich falsch und unhaltbar. Des Weiteren würdige die Vorinstanz die Familienverhältnisse zu wenig. Er verfüge über ein sehr intaktes Familienleben, lebe mit seiner Ehefrau und seinen beiden in der Schweiz geborenen Kindern zusammen. Alle Familienmitglieder, einschliesslich dem Beschwerdeführer, seien im Besitz einer Niederlassungsbewilligung C und ein Wohnortswechsel wäre für die Familie nicht zumutbar. Sein Sohn E.________ besuche zwei Mal in der Woche die Spielgruppe und käme bald in den Kindergarten. Ein Umzug nach Deutschland wäre unzumutbar für die Kinder, da sie namentlich bislang nur in der Schweiz gewohnt hätten. Einzig mit Kurzaufenthalten und Kontakten mittels moderner Kommunikationsmittel seien die aus dem Übereinkommen vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes (Kinderrechtskonvention, KRK, SR 0.107) fliessenden Rechte seiner Kinder nicht gewährleistet, namentlich das Recht auf regelmässige persönliche Kontakte. Auch für die Ehefrau sei ein Wohnortswechsel nicht zumutbar, da sie in der Schweiz als Selbstständigerwerbende eine Reitschule mit festem Kundenstamm aufgebaut habe. Müsste sie die Schweiz verlassen, würde sie ihrer (wirtschaftlichen) Existenz beraubt.