Citation: 5A_710/2022 E. 2.4.2

2.4.2. Das Kantonsgericht hat die Auffassung der Beschwerdeführerin zu Recht verworfen. So geht die Beschwerdeführerin mit dem Kantonsgericht im Ausgangspunkt darin einig, dass die deutschen Zug-um-Zug-Titeln zugrundeliegenden Zurückbehaltungsrechte dem Schuldner eine Einrede geben, die die Durchsetzbarkeit der Forderung hemmt. Dies bedeutet dass der Schuldner, solange er nicht befriedigt oder im Verzug der Annahme ist, seine Leistung verweigern kann. Was die Beschwerdeführerin aus ihrem Vorbringen ableiten könnte, dass nach deutschem Recht die Fälligkeit der Forderung durch das Zurückbehaltungsrecht nicht berührt werde, ist nicht ersichtlich. Denn nachdem die Vorinstanz etwas anderes gar nicht behauptet hat, zielt die diesbezügliche Willkürrüge der Beschwerdeführerin ins Leere. Die Vorbringen der Beschwerdeführerin vermögen nichts daran zu ändern, dass sie liquide hätte nachweisen müssen, dass sie zum Zeitpunkt der Zustellung des Zahlungsbefehls ihrerseits bereits erfüllt oder die Erfüllung zumindest gehörig angeboten hat. Bei diesem Ergebnis brauchte sich das Kantonsgericht mit dem - lange nach Einleitung der Betreibung erfolgten - Angebot der Beschwerdeführerin vom Februar 2016 nicht weiter zu beschäftigen.