Citation: 1C_619/2022 E. 5.1

5.1. Die Vorinstanz hielt fest, dem Beschwerdeführer sei der Führerausweis innert drei Jahren insgesamt für 24 Monate aberkannt worden. Er habe sich in diesem Zeitraum eine leichte, fünf schwere und eine qualifiziert schwere Widerhandlung vorwerfen zu lassen, die durchwegs die Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit beträfen. Damit wäre nach Auffassung der Vorinstanz zwar eine Fahreignungsuntersuchung gestützt auf Art. 15d Abs. 1 lit. c SVG angezeigt gewesen. Der bereits im erstinstanzlichen Verwaltungsverfahren anwaltlich vertretene Beschwerdeführer habe sich jedoch nicht gegen den Verzicht des Strassenverkehrsamts auf Einholung eines verkehrspsychologischen Gutachtens gewehrt. Vielmehr erachte er eine Begutachtung als nicht notwendig. Gestützt hierauf verneinte die Vorinstanz die Bereitschaft des Beschwerdeführers zur Durchführung einer Fahreignungsuntersuchung und schloss daraus, er habe die Mitwirkung an einer solchen verweigert. Ohne seine Mitwirkung liessen sich die erheblichen Zweifel an seiner Fahreignung jedoch nicht ausräumen. Aufgrund der zahlreichen schweren Verstösse innert kürzester Zeit und der mangelnden Bereitschaft zur Begutachtung sei der Nachweis der fehlenden charakterlichen Fahreignung auch ohne Gutachten erbracht. Die für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlichen vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen (Art. 105 Abs. 1 BGG) betreffend seinen automobilistischen Leumund und die verweigerte Mitwirkung werden vom Beschwerdeführer nicht bestritten. Anzufügen ist, dass er im vorinstanzlichen Verfahren die in seinem Eventualbegehren formulierten Sicherungsauflagen (klagloses Verhalten auf dem Gebiet der Schweiz sowie Nachweis eines unbelasteten automobilistischen Leumunds und der gültigen Zulassung als Motorfahrzeugführer im Bewilligungsland) explizit zwecks "Vermeidung einer verkehrspsychologischen Fahreignungsprüfung" beantragte. Es scheint somit nicht offensichtlich unrichtig (Art. 105 Abs. 2 BGG), wenn die Vorinstanz aufgrund des Verhaltens des Beschwerdeführers zum Schluss gelangt ist, er habe die Mitwirkung an einer Fahreignungsuntersuchung verweigert.