Citation: 6B_794/2024 E. 2.6.1

2.6.1. Der Beschwerdeführer macht mit präzisem Verweis auf die kantonalen Akten geltend, angesichts seiner schwierigen finanziellen Situation habe er bereits an der erstinstanzlichen Hauptverhandlung beantragt, dass die auf ihn fallenden Verfahrenskosten erlassen werden, mindestens aber die Kosten der psychiatrischen Begutachtung. Er weist darauf hin, dass auch die Staatsanwaltschaft in ihrem erstinstanzlichen Plädoyer beantragt habe, die Verfahrenskosten seien "zufolge offensichtlicher Unerhältlichkeit auf unbestimmte Zeit hinaus jedoch sofort und definitiv abzuschreiben" und die Kosten für die amtliche Verteidigung und die unentgeltliche Rechtsvertretung des Privatklägers seien "definitiv auf die Staatskasse zu nehmen". Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, er habe seinen Antrag auf Kostenerlass gemäss Art. 425 StPO im Berufungsverfahren erneuert, und zwar mit Bezug auf die erst- und zweitinstanzlichen Verfahrenskosten. Dass dies zutrifft, geht auch aus dem angefochtenen Urteil hervor.