Citation: 5A_799/2019 E. 6.3.2

6.3.2. Soweit sich die umständlichen Erörterungen des Beschwerdeführers nachvollziehen lassen, resultiert daraus ein Doppeltes: Erstens macht der Beschwerdeführer vor Bundesgericht für den - nun eingetretenen - Fall, dass es beim testamentarischen Ausschluss von E.________ und deren Nachkommen sein Bewenden hat (E. 5 sowie 6.1 und 6.2), offensichtlich nicht (mehr) geltend, dass die Erblasserin mit Bezug auf die Notwendigkeit einer Ersatzverfügung für den Fall des Vorversterbens von D.________ einem Willensmangel erlag. Nachdem dieser Fall eingetreten ist, braucht sich das Bundesgericht unter diesem Blickwinkel nicht mehr zur Gültigkeit des Testaments vom 11. Juni 1978 zu äussern. Zweitens argumentiert der Beschwerdeführer sinngemäss, dass die Erblasserin (zu seinen Gunsten) anders letztwillig verfügt hätte, wenn sie gewusst hätte, dass der Ausschluss von E.________ von der gesetzlichen Erbfolge auch deren Nachkommen erfasst. Die Erblasserin soll irrtümlich gemeint haben, dass der Entzug des gesetzlichen Erbrechts der Schwester die gesetzlichen Erbansprüche von deren Nachkommen an ihrem Nachlass, das heisst demjenigen der Erblasserin, unberührt lässt. Auch wenn der Beschwerdeführer der Erblasserin (abermals) einen Rechtsirrtum unterstellt, nennt er in seinem Schriftsatz keine Rechtsvorschrift des Sinnes, dass der Entzug des gesetzlichen Erbrechts immer auch gegenüber den Nachkommen der Person wirkt, der das gesetzliche Erbrecht entzogen wurde. Dass das Gesetz für diese Rechtsfrage eine Bestimmung enthält (Art. 1 ZGB), ist auch nicht ersichtlich. Wer - wie die Erblasserin - keine pflichtteilsberechtigten Erben hinterlässt, kann über sein ganzes Vermögen von Todes wegen verfügen (Art. 470 Abs. 2 ZGB). Ob mit dem Satz "Frau E.________ erbt nichts" auch die Nachkommen der Schwester vom Erbe ausgeschlossen sind, hängt somit vom - bewiesenen - rechtsgeschäftlichen Gestaltungswillen der Erblasserin ab (vgl. BGE 47 III 529 E. 2 S. 532 zur [spiegelbildlichen] Frage, ob der Erblasser mit dem Ausdruck "nipoti" nur seine Nichten und Neffen oder - entsprechend dem Tessiner Sprachgebrauch - auch seine Grossnichten und -neffen begünstigen wollte). Diesbezüglich bleibt es in tatsächlicher Hinsicht bei der vorinstanzlichen Erkenntnis, dass die Erblasserin mit dem Satz "Frau E.________ erbt nichts" auch die Nachkommen von ihrem Erbe ausschliessen wollte (E. 5 und 6.1). Entgegen dem, was der Beschwerdeführer glauben machen will, hat sich die Erblasserin bezüglich der Frage, ob E.________s Nachkommen an ihrem Erbe teilhaben sollen, also gerade nicht geirrt. Damit erübrigen sich auch in dieser Hinsicht weitere Erörterungen zum Thema Willensmangel.