Citation: 2P.121/2002 11.06.2002 E. 1

1.1 Der aus Mazedonien stammende X.________ arbeitete von 1989 bis 1992 als Saisonnier in der Schweiz. Nach einem Ende 1992 im Ausland erlittenen Autounfall wurden ihm jeweilen noch Kurzaufenthaltsbewilligungen zur ärztlichen Behandlung in der Schweiz erteilt; ab 1995 gestattete ihm die Fremdenpolizei des Kantons Bern (heute: Migrationsdienst), bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens betreffend Umwandlung der Saison- in eine Jahresaufenthaltsbewilligung in der Schweiz zu bleiben (Abweisung der entsprechenden Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit Urteil des Bundesgerichts vom 22. April 1997). X.________ hält sich bis heute in der Schweiz auf. Seine Ehefrau und die gemeinsamen Kinder wohnen seit je in Mazedonien. 1.2 Seit April 1996 gelangte X.________ mehrfach an die Invalidenversicherung mit dem Begehren um Ausrichtung einer Rente. Die IV-Stelle Bern stellte am 13. November 2000 einen Invaliditätsgrad von 100 % fest. Am 9. März bzw. 8. August 2001 ergingen die entsprechenden Rentenverfügungen. Es sind, im Zusammenhang mit dem Unfall aus dem Jahr 1992, nebst dem IV-Streit noch andere (Rechtsmittel-)Verfahren hängig (SUVA, Haftpflichtversicherung, Krankenkasse, Pensionskasse). Parallel zu den Bemühungen um die Zusprechung einer IV-Rente und anderer Versicherungsleistungen versuchte X.________ seit längerer Zeit, teils bei den arbeitsmarktrechtlichen, teils bei den fremdenpolizeirechtlichen Behörden eine Bewilligung erhältlich zu machen, um im Sinne einer Arbeitstherapie/Beschäftigungstherapie eine Stelle (ursprünglich bei einem Taxiunternehmen) antreten zu können. Sämtliche diesbezüglichen Begehren blieben erfolglos: Am 5. September 2000 lehnte die Fremdenpolizei des Kantons Bern ein als Gesuch um Aufenthaltsbewilligung entgegengenommenes Begehren um Bewilligung der Arbeitsaufnahme beim Taxiunternehmen ab und setzte X.________ eine Ausreisefrist an (Wegweisung); am 21. Dezember 2000 wies die Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern die dagegen erhobene Beschwerde ab. X.________ erhob am 18. Januar 2001 gegen diesen Entscheid Beschwerde an den Regierungsrat des Kantons Bern. Das Wirtschaftsamt der Stadt Bern seinerseits lehnte am 14. August 2000 das arbeitsmarktrechtliche Gesuch um Stellenantritt ab, und diese Verfügung wurde mit Einspracheentscheid des Kantonalen Amtes für Industrie, Gewerbe und Arbeit bestätigt; am 28. September 2001 wies die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Bern die diesbezügliche Beschwerde ab. Gestützt auf einen Passus im Entscheid der Volkswirtschaftsdirektion stellte X.________ am 10. Oktober 2001 sodann beim Migrationsdienst des Kantons Bern ein Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung für medizinische Behandlung gemäss Art. 33 der Verordnung vom 6. Oktober 1986 über die Begrenzung der Zahl der Ausländer (Begrenzungsverordnung, BVO; SR 823.21) und gestützt auf Art. 13b und Art. 13 f BVO. Der Migrationsdienst des Kantons Bern trat am 4. Dezember 2001 auf das Gesuch mit der Begründung nicht ein, dass ein Beschwerdeverfahren betreffend Aufenthaltsbewilligung noch hängig sei. 1.3 Am 7. Januar 2002 wies der Regierungsrat des Kantons Bern die gegen den Entscheid der Polizei- und Militärdirektion vom 21. Dezember 2000 erhobene Beschwerde, unter anderem "soweit die Aufenthaltsbewilligung betreffend", ab, und setzte X.________ eine neue Ausreisefrist bis 28. Februar 2002 an. Ebenso wies er die Beschwerde hinsichtlich der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeiständung im erstinstanzlichen Verfahren vor dem Migrationsdienst ab. Gutgeheissen wurde die Beschwerde, soweit damit die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeiständung im Verfahren vor der Direktion gerügt worden war. Am 8. Februar 2002 focht X.________ den Entscheid des Regierungsrats mit Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern an. Er beantragte, den regierungsrätlichen Entscheid aufzuheben und die Sache zu erneuter Behandlung und zu neuem Entscheid über das Gesuch um Erteilung einer Bewilligung zur Beschäftigungstherapie in einer geschlossenen Werkstatt gemäss Verzeichnis der Fürsorgedirektion des Kantons Bern an eine der Vorinstanzen zurückzuweisen, eventuell habe das Verwaltungsgericht selber eine entsprechende Bewilligung zu erteilen. Der Abteilungspräsident als Einzelrichter des Verwaltungsgerichts, verwaltungsrechtliche Abteilung, wies am 13. März 2002 das für das Beschwerdeverfahren gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerdesache ab. Auf ein Begehren von X.________, diesen Entscheid vom 13. März 2002 in Wiedererwägung zu ziehen und aufzuheben, verbunden mit dem Antrag, über das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege habe die zuständige Kammer des Verwaltungsgerichts als Gesamtgericht zu befinden, wurde nicht eingetreten (Entscheid des Abteilungspräsidenten als Einzelrichter des Verwaltungsgerichts am 10. April 2002). Am 24. April 2002 sodann trat das Verwaltungsgericht auf die Beschwerde vom 8. Februar 2002 wegen fehlender Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts nicht ein (Entscheid des Abteilungspräsidenten als Einzelrichter). 1.4 Mit zwei separaten Eingaben vom 23. Mai 2002 hat X.________ gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 24. April 2002 Verwaltungsgerichtsbeschwerde und staatsrechtliche Beschwerde erhoben. Mit beiden Rechtsmitteln beantragt er, den Entscheid vom 24. April 2002 aufzuheben und die Sache zu neuer Bearbeitung und zu erneutem Entscheid an das Verwaltungsgericht zurückzuweisen. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde stellt er für den Fall, dass die Sache nicht an das Verwaltungsgericht zurückgewiesen werde, zusätzlich den Antrag, es sei festzustellen, dass er bei den zuständigen Verwaltungsinstanzen des Kantons Bern kein förmliches, rechtsgenügliches Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung gestellt habe, und es seien deshalb alle Entscheide der Vorinstanzen betreffend ein entsprechendes Gesuch und die dazugehörige Ausweisung aufzuheben. Für beide Verfahren ersucht er um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeiständung. Ein Schriftenwechsel ist nicht angeordnet worden. Das Verwaltungsgericht hat seine Verfahrensakten eingereicht.