Citation: 5C.180/2006 09.11.2006 E. 6

Das Obergericht hält es zumindest für fraglich, ob zwischen den beiden (am 4. und 18. September 2005) durchgeführten Besuchen und den von der Berufungsklägerin geltend gemachten Verhaltensstörungen des Kindes (Verwirrungszustand mit Wahrnehmungsstörungen am Tag nach dem jeweiligen Besuch und Verweigerung der Nahrung während zwei Tagen) überhaupt ein ursächlicher Zusammenhang bestanden habe. Die Äusserungen im Zeugnis des Kinderarztes vermöchten einen solchen nicht ausreichend zu belegen, würden doch die apodiktischen Feststellungen nicht näher begründet. Im Übrigen seien die genannten Störungen nicht solcher Natur, dass sich eine Verweigerung des Besuchsrechts rechtfertigen würde. Soweit die Berufungsklägerin sich mit diesen Ausführungen überhaupt befasst, bringt sie nichts vor, was geeignet wäre, eine Verletzung von Bundesrecht darzutun. Das gilt insbesondere auch für ihre Erklärung, zur Verweigerung eines Besuchsrechts sollte eigentlich bereits die Gefahr einer Gefährdung des Kindeswohls genügen. Im Übrigen stellt das von der Berufungsklägerin in diesem Zusammenhang Vorgebrachte wiederum eine unzulässige Kritik an der Würdigung der tatsächlichen Gegebenheiten durch die Vorinstanz dar.