Citation: 6P.153/2004 10.06.2005 E. 3

Weiter rügt der Beschwerdeführer, das Obergericht habe bezüglich der vorgeworfenen Vergewaltigung von A.________ Art. 32 Abs. 1 BV beziehungsweise Art. 6 Ziff. 2 EMRK verletzt, indem es entgegen dem Grundsatz "in dubio pro reo" seine Schuld als erstellt erachtet habe, obwohl bei objektiver Betrachtung erhebliche und unüberwindbare Zweifel am Sachverhalt bestanden hätten (Beschwerde S. 7). Auch hier genügt die Beschwerde den Begründungsanforderungen nicht. So legt der Beschwerdeführer den zeitlichen Ablauf des Vergewaltigungsvorgangs auf zwei Stunden fest (Beschwerde S. 20), während das Obergericht von einer Stunde ausgeht (zwischen 02.00 und 03.00 Uhr, angefochtenes Urteil S. 33). Er macht lediglich geltend, aufgrund der gesamten Umstände, die in der Wohnung der Beschwerdegegnerin festzustellen gewesen seien, müsse es "anders abgelaufen sein" als von dieser ursprünglich dargelegt worden sei. Er räumt indessen selber ein, dass es durchaus "gewisse Er-klärungsmuster" dafür gebe, die den von ihr geschilderten zeitlichen Ablauf "ein wenig verschieben könnten". Der Beschwerdeführer setzt sich nicht mit den Ausführungen des Obergerichtes auseinander, sondern legt seine Auffassung des Geschehens dar, führt einzelne Aussagen der Beschwerdegegnerin aus dem Untersuchungsverfahren an und würdigt diese. In dieser Weise kommt er auch zum Ergebnis, es könne nicht zutreffen, dass er die Beschwerdegegnerin unmittelbar nach dem Eintritt in die Wohnung geschlagen habe, denn diese habe ausgesagt, sie sei sehr gastfreundlich und habe ihn in die Stube aufgenommen und ihn gefragt, was er eigentlich wolle (Beschwerde S. 20/21 mit Hinweis auf act. 536). Er zeigt nicht auf, welche Widersprüche im Einzelnen das Obergericht hätte "kritisch" würdigen müssen, inwiefern das Aussageverhalten der Beschwerdegegnerin widersprüchlich gewesen sein soll und inwiefern die vom Obergericht vorgenommene Würdigung ihres Verhaltens willkürlich sein sollte (angefochtenes Urteil S. 34). Zur Auffassung des Obergerichtes, es sei durchaus nachvollziehbar, dass die Beschwerdegegnerin die Haustüre automatisch abgeschlossen habe, nimmt der Beschwerdeführer nicht Stellung, sondern bringt vor, dass sie - wenn sie tatsächlich bedrängt worden wäre - die Türe wohl nicht abgeschlossen und dazu auch gar keine Zeit gehabt hätte (Beschwerde S. 22). Das Obergericht führt nachvollziehbar aus, warum die Tatsache, dass die Beschwerde-gegnerin dem Beschwerdeführer ein Kondom übergestreift hatte, nicht gegen eine Vergewaltigung spricht (angefochtenes Urteil S. 34). Der Beschwerdeführer macht lediglich geltend, auch dieser Umstand spreche klar gegen eine Vergewaltigung (Beschwerde S. 23). Somit ist auch in diesem Punkt auf die staatsrechtliche Beschwerde nicht einzutreten.