Citation: U 375/04 30.12.2004 E. 3

Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, indem die Vorinstanz trotz Vorliegens einer posttraumatischen Gonarthrose, welche im Sinne eines Rückfalls des am 13. Oktober 1992 erlittenen Unfalls zu betrachten sei und mit diesem in einem kausalen Zusammenhang stehe, keinen Integritätsschaden festgestellt habe. Zudem habe das kantonale Gericht es unterlassen, eine von Dr. med. W.________ am 30. Januar 2004 attestierte Arbeitsunfähigkeit von 20 % zu berücksichtigen und habe ferner bei der Ermittlung des Invalideneinkommens, im Widerspruch zum von der IV-Stelle des Kantons Solothurn angenommenen und vom Eidgenössischen Versicherungsgericht bestätigten leidensbedingten Abzug von 15 %, einen solchen von lediglich 5 % berücksichtigt. 3.1 Auf Grund der medizinischen Akten ist der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 13. Oktober 1992 und den vom Versicherten geltend gemachten Beschwerden nicht nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt worden. Dr. med. B.________ beschrieb am 30. September 2002 ein normal, ohne Hinweis auf eine Instabilität funktionierendes Knie. Dieser Auffassung schloss sich der SUVA-Kreisarzt am 21. Oktober 2002 an und stellte eine praktisch seitengleiche knienahe Muskulatur fest, ohne Schonzeichen, kein Umfangdefizit. Wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat, findet sich in den medizinischen Akten kein Hinweis darauf, dass das beim Beschwerdeführer von Dr. med. M.________ in einem umfassenden Arztbericht vom 18. Juni 2001 festgestellte chronisch-rezidivierende Panvertebral-Syndrom mit Schmerzprojektionen in beide Beine mit der Knieproblematik in einem kausalen Zusammenhang stehen würde. Selbst Dr. med. W.________ hielt in seinem Bericht vom 30. Januar 2004 ausdrücklich fest, dass eine Schmerzüberlagerung (im Knie) auch durch die Veränderungen der Wirbelsäule zu erklären sein dürfte und die Rückenbeschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht auf das Unfallereignis vom 13. Oktober 1992 zurückzuführen seien. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde bringt der Beschwerdeführer nichts vor, was diesbezüglich zu einem anderen Schluss führen könnte. 3.2 Die Entschädigung einer Integritätseinbusse und die Ausrichtung einer Rente auf Grund einer leistungsspezifischen Invalidität setzen das Vorliegen eines natürlichen und eines adäquaten Kausalzusammenhangs voraus. Ist nach dem Gesagten die natürliche Kausalität zwischen dem versicherten Ereignis vom 13. Oktober 1992 und den im Sinne eines Rückfalls geklagten Gesundheitsbeschwerden nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht gegeben, stellt sich die Frage des adäquaten Kausalzusammenhangs nicht und besteht auch kein Anspruch auf Versicherungsleistungen. Selbst wenn die genannten Voraussetzungen erfüllt wären, würde dies im vorliegenden Fall zu keinem anderen Ergebnis führen. In der Tat stützt sich der Versicherte hinsichtlich der geltend gemachten Arbeitsunfähigkeit von 20 % lediglich auf die von Dr. med. W.________ am 30. Januar 2004 gemachte Aussage, wonach die rein unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit zu Folge der gesundheitlichen Beeinträchtigung am rechten Knie maximal 10 bis 20 % betrage. Ansonsten findet sich in den medizinischen Akten kein Hinweis darauf, dass die Arbeitsfähigkeit unfallbedingt eingeschränkt wäre, während die Einschätzung von Dr. med. W.________ auf einer einzigen Untersuchung vom 13. Dezember 2001 beruht. Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers trifft es auch nicht zu, dass die Beschwerdegegnerin über das Ergebnis dieser Untersuchung nicht im Bild gewesen wäre, wird sein Bericht vom 15. Dezember 2001 im Einspracheentscheid vom 21. März 2003 doch ausdrücklich erwähnt. Schliesslich ist festzustellen, dass der im Rahmen der von der Vorinstanz durchgeführten Ermittlung des massgebenden Invalideneinkommens als zu gering beanstandete Leidensabzug von 5 % auch bei der Berücksichtigung eines solchen von 15 % keinen Anspruch auf eine Invalidenrente geben würde. Geht man nämlich bei der Anwendung dieses Prozentsatzes von den unbestrittenen Beträgen eines Valideneinkommens von Fr. 54'124.- und eines Invalideneinkommens von Fr. 49'123.- (85 % von Fr. 57'792.-) aus, beträgt der Invaliditätsgrad lediglich 9 % (abgerundet von 9,24 %; BGE 130 V 122 ff. Erw. 3), was nach Art. 18 Abs. 1 UVG für die Ausrichtung einer Invalidenrente nicht ausreicht. 3.3 Nach dem Gesagten erfüllt der Beschwerdeführer die Voraussetzungen für den Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung nicht, wie die Vorinstanz zutreffend entschieden hat.