Citation: 5A_984/2023 E. 3.1

3.1. Umstritten ist die Betreuung der Tochter während des Scheidungsverfahrens (vgl. hinten E. 4) und damit zusammenhängend der Kindesunterhalt (vgl. hinten E. 4.5). Der Beschwerdeführer macht vorab geltend, sein Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) sei in verschiedener Hinsicht verletzt worden. Er habe in der Berufungsantwort ausgeführt, dass die Beschwerdegegnerin derzeit nicht als erziehungsfähig erscheine, und entsprechende Beweisanträge gestellt (Einvernahme von Zeugen). Dennoch habe das Obergericht keine weiteren Abklärungen getroffen, womit es gleichzeitig den massgeblichen Sachverhalt lückenhaft festgestellt habe. Die Vorinstanz habe sodann nicht begründet, weshalb die angeordnete Betreuungsregelung (Zuweisung der Tochter zur Mutter), der es selbst eigentlich nicht habe den Vorzug geben wollen, dem Kindeswohl am besten entsprechen soll.