Citation: K 120/03 10.02.2005 E. 5

5.1 Dr. med. Dr. med dent. S.________ diagnostizierte in den Berichten vom 7. Juni und 30. August 2001 rezidivierende pericoronale Infekte bei verlagertem Weisheitszahn 48, im Zahnschadenformular vom 28. November 2001 sodann pericoronale Infekte und follikuläre Zyste mit chronischer Entzündung bei verlagerten Weisheitszähnen 28 und 38. 5.2 Nach mehrmaligem Beizug des Vertrauenszahnarztes Dr. med. dent. Z.________ lehnte die KPT die Übernahme der Behandlungskosten ab mit der Begründung, die Weisheitszähne 28, 38 und 48 seien nicht verlagert, weshalb keine Leistungspflicht der obligatorischen Krankenpflegeversicherung bestehe. 5.3 Die Vorinstanz würdigte die verschiedenen medizinischen Berichte und kam ebenfalls zum Schluss, dass das Bestehen einer Verlagerung für keinen der drei betroffenen Weisheitszähne mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sei, sodass die Frage des qualifizierten Krankheitswertes offen gelassen werden könne. 5.4 Was zunächst die Verlagerung der Weisheitszähne 28, 38 und 48 anbelangt, gehen die Meinungen des behandelnden Arztes Dr. med. Dr. med dent. S.________ einerseits und des Vertrauenszahnarztes Dr. med. dent. Z.________ andrerseits auseinander. Diese Frage kann indessen offen bleiben, weil die Pathologie und die notwendigen Massnahmen zu deren Beseitigung oder Verringerung für das Vorliegen des erforderlichen qualifizierten Krankheitswertes nicht ausreichen. Die Behandlung auf der rechten Seite bei Zahn 48 bestand in der Entfernung des Zahnes sowie in einer Konsultation vor und vier Konsultationen nach dem Eingriff. Auf der linken Seite wurden die Zähne 28 und 38 entfernt und es fanden anschliessend drei Konsultationen statt. Selbst wenn die von Dr. med. Dr. med dent. S.________ geltend gemachte Pathologie vorhanden gewesen wäre, hielt sie sich im üblichen Rahmen und konnte durch die Entfernung der Weisheitszähne behoben werden, ohne dass ein Ersatz der entfernten Zähne oder andere aufwändige Massnahmen notwendig geworden wären. Auch fehlen jegliche Anhaltspunkte für irgendwelche Schwierigkeiten oder besondere Komplikationen bei der Entfernung der Weisheitszähne, sodass in Anbetracht der Rechtsprechung die Voraussetzungen für eine diesbezügliche Leistungspflicht der obligatorischen Krankenpflegeversicherung nicht erfüllt sind.