Citation: 5A_966/2021 E. 5.4.3

5.4.3. Was den Vorwurf angeht, eine Klageanerkennung durch die Kläger sei ausgeschlossen, übersehen die Beschwerdeführer - die Vorinstanz hat hierauf hingewiesen -, dass es sich bei der Erbteilungsklage um eine sog. doppelseitige Klage ( actio duplex) handelt (Urteil 5A_377/2016 vom 9. Januar 2017 E. 4.2.3; 5A_621/2012 vom 20. März 2013 E. 4.1). Bei Vorliegen einer solchen Klage kann jede Partei Anträge stellen, ohne formell Widerklage erheben zu müssen. An übereinstimmende Anträge ist das Gericht gebunden (Urteil 5A_174/2015 vom 14. Oktober 2015 E. 6.2, in: ZBGR 97/2016, S. 206; vgl. auch Urteil 5A_197/2017 vom 21. Juli 2017 E. 2). Unbesehen um die Terminologie ist der Standpunkt der Vorinstanz damit nicht zu beanstanden, die Gerichte seien an übereinstimmende Parteibegehren gebunden. Was sodann die Frage betrifft, ob die Beschwerdeführer den Erhalt ausgleichungspflichtiger Zuwendungen zugestanden haben, gehen diese von denselben tatsächlichen Grundlagen wie die Vorinstanz aus. Es bleibt mithin unbestritten, dass die Beschwerdeführer für sich eine Ausgleichungspflicht angenommen haben, falls auch die von der Beschwerdegegnerin erhaltenen Geldbeträge der Ausgleichung unterstehen. Der Vorwurf der Aktenwidrigkeit erweist sich damit als unbegründet. Anders als die Beschwerdeführer hat die Vorinstanz diesen Vorbehalt aufgrund der Bedingungsfeindlichkeit der Klageanerkennung aber nicht weiter beachtet und im Ergebnis eine unbedingte Parteierklärung angenommen. Mit dieser Überlegung setzen die Beschwerdeführer sich vor Bundesgericht nicht auseinander, womit die Beschwerde insoweit ungenügend begründet und auf die Problematik nicht weiter einzugehen ist (vgl. vorne E. 2.1).