Citation: 6B_305/2022 E. 2.3.7

2.3.7. In Bezug auf den Vorwurf der versuchten schweren Körperverletzung zum Nachteil von D.________ hält die Vorinstanz fest, aus den Videoaufnahmen gehe hervor, wie der Beschwerdeführer D.________ zweimal schlage. Beim ersten Schlag treffe er ihn mit der Faust am Hinterkopf unten rechts (von hinten betrachtet) und berühre ihn hinten dann noch mit dem Unterarm. Beim zweiten Schlag treffe er ihn mit der Faust am Rücken ganz weit oben. Es sei somit nicht erstellt, dass der Beschwerdeführer beim zweiten Faustschlag D.________ am Kopf getroffen habe. Festzuhalten sei, dass beide Schläge von hinten erfolgt seien - mit hoher Energie, grosser Ausholbewegung und dynamischem Einsatz des eigenen Körpers (Urteil S. 15 f. E. II. 3.1.2). Entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers muss aus den Standbildern weder geschlossen werden (Beschwerde S. 31), dass er seine Hand beim ersten Schlag nicht zur Faust geballt hatte, noch dass er den Kopf seines Widersachers lediglich mit dem Unteram getroffen hat (vorinstanzliche Akten, act. 114/6 und insbesondere act. 114/7). Im Gegenteil ist mit der Vorinstanz festzuhalten, dass aus den massgebenden Sequenzen der Videoaufnahmen - auch aus den von der Verteidigung eingereichten Screenshots (Standbildern) - ohne Zweifel hervorgeht, dass der Beschwerdeführer von hinten mit einem Faustschlag den Hinterkopf von D.________ treffen wollte (Urteil S. 16 E. II. 3.2.2) und beim ersten Schlag dann auch traf. Ihre Feststellung, dass der Beschwerdeführer bei seinen Schlägen gegen den Kopf des nicht gefassten D.________ das Risiko - das unter anderem vom genauen Ort des Einschlags, von der Stand- bzw. Wehrhaftigkeit von D.________ und vom Ort eines allfälligen Aufpralls abhing - nicht dosieren konnte (Urteil S. 17 E. II. 3.2.3), ist nicht zu beanstanden. Aus der Tathandlung, der Schwere der Sorgfaltspflichtverletzung, der Kenntnis des Risikos schwerer Körperverletzungen und dem Beweggrund müsse der Schluss gezogen werden, dass der Beschwerdeführer ernsthaft damit gerechnet habe, durch sein Verhalten D.________ schwere bzw. lebensgefährliche Verletzungen am Kopf zuzufügen und er sich mit solchen Verletzungen - im Fall ihres Eintritts - abgefunden habe (Urteil S. 19 E. II. 3.2.6).