Citation: 7B_1049/2023 E. 4.4

4.4. Die Vorinstanz hat die strafrechtliche Vorbelastung des Beschwerdegegners 1 bei der Beurteilung, ob die für ihn ausgefällte Freiheitsstrafe bedingt auszusprechen sei, berücksichtigt. Dass sie den Vorstrafen bei der Beurteilung des künftigen Wohlverhaltens zu wenig Gewicht beigemessen hätte und das ihr dabei zustehende weite Ermessen überschritten hätte, ist nicht ersichtlich. Die Vorinstanz durfte ohne Rechtsverletzung annehmen, dass der mehrjährige Freiheitsentzug und der Landesverweis, mit welchem der Beschwerdegegner 1 im erstinstanzlichen Urteil konfrontiert wurde, eine erhebliche Warnwirkung auf diesen hat. Ebenso durfte sie aus den vom Beschwerdegegner 1 in der Berufungsverhandlung zu Protokoll gegebenen Entschuldigungen auf seinen Willen zur Besserung schliessen. Wenn die Vorinstanz im Rahmen der Erwägungen zur Landesverweisung dem Beschwerdegegner 1 einen Lernbedarf attestiert, steht dies nicht in Widerspruch dazu. Aus dieser Formulierung lässt sich jedenfalls keine eigentliche Schlechtprognose ableiten. Weitere Umstände, aufgrund derer das vorinstanzliche Ergebnis, wonach der bedingte Strafvollzug gewährt werden könne, rechtswidrig erscheinen könnte, bringt die Beschwerdeführerin nicht vor. Das Bundesgericht setzt sein Ermessen nicht anstelle desjenigen der Vorinstanz. Eine Ermessensüberschreitung ist nicht auszumachen.