Citation: 5A_214/2015 E. 3.2

3.2. Die Behauptung der Beschwerdeführerin, die Tankanlage sei fest mit ihrer Liegenschaft verbunden und deshalb ihr Eigentum (Beschwerde S. 11), sowie die einige Seiten später gemachte gegenteilige Behauptung, das Eigentum an der Tankanlage müsse mit demjenigen am Tankraum übereinstimmen (Beschwerde S. 14; dazu noch nachfolgend), betrifft die Frage des Bestandteilscharakters der Tankanlage. Das Kantonsgericht hat befunden, der Beweis, dass die Tankanlage fest mit dem Tankraum verbunden sei bzw. nicht ohne Beschädigung der Sache abgetrennt werden könne, sei nicht erbracht, umso weniger als auch die Beschwerdegegner problemlos auf eine Gasheizung hätten umstellen und dabei ihre Öltanks entfernen können. Die appellatorischen Ausführungen in diesem Zusammenhang vermögen keine willkürliche Beweiswürdigung bzw. Sachverhaltsfeststellung zu begründen (vgl. E. 1). Sodann besteht keine Rechtsprechung, wonach Öltankanlangen generell einen Überbau darstellen würden; vielmehr bedarf es hierfür entsprechender räumlicher und rechtlicher Tatsachen, welche vorliegend nicht gegeben sind. Wie schon das Kantonsgericht festgehalten hat, haben die Beschwerdegegner solches auch nicht mit ihrem Schadenersatzbegehren zugestanden, welches bloss eventualiter gestellt worden ist. Nichts zur Sache tun sodann die Ausführungen, wonach sie sich auch in ihrer Eigenschaft als Rechtsnachfolgerin auf Überbau berufen könne, hat doch das Kantonsgericht festgestellt, dass der Rechtsvorgänger der Beschwerdeführerin gerade keinen unerlaubten Überbau erstellt, sondern vielmehr der damalige Grundeigentümer Nr. yyy ein Baugesuch gestellt hat und als Bauherr aufgetreten ist. Falsch ist sodann die Behauptung, gemäss Bundesrecht müsse das Eigentum an der Tankanlage notwendigerweise demjenigen am Tankraum entsprechen. Dem wäre aufgrund des Akzessionsprinzips einzig so, wenn die Tankanlage im Sinn von Art. 642 ZGB als Bestandteil des Tankraums anzusehen wäre, was vorliegend gerade nicht zutrifft, weil das Kantonsgericht beweismässig von einer nicht festen Verbindung ausgegangen ist (dazu bereits vorstehend). Sodann geht es nicht um die Frage, ob sich der Tankraum nicht ohne Beschädigung von der Liegenschaft abtrennen liesse, sondern ob die Tankanlage aus dem Tankraum entfernt werden kann. An der Sache vorbei gehen die Ausführungen im Zusammenhang mit der Finanzierung und die Behauptung, dass richtigerweise beide damaligen Eigentümer die Baubewilligung für den Tankraum hätten unterschreiben müssen (Beschwerde S. 15). Das Kantonsgericht hat diesbezüglich die Beweise gewürdigt und in diesem Zusammenhang werden keine Willkürrügen erhoben. Ausgehend von den erwähnten Sachverhaltsfeststellungen durfte das Kantonsgericht zum rechtlichen Schluss gelangen, dass kein unberechtigter Überbau seitens des damaligen Eigentümers Nr. xxx vorlag. Die gegenteiligen Ausführungen in der Beschwerde (S. 18 ff.) sind unzutreffend. Hält aber demnach die rechtliche Erstbegründung vor Bundesrecht stand, muss auf die Alternativbegründung und damit die Frage der direkten Verbindung zum Überbau (dazu Beschwerde S. 16 f.) nicht eingegangen werden.