Citation: 4A_252/2020 E. 5.1.3

5.1.3. In der Sache ist immerhin zu bemerken, dass die Beschwerdeführerin das Handelsgericht zu missverstehen scheint. Wenn dieses an einer Stelle erwog, der in der Patentanmeldung offenbarte DNA-Gehalt eines Produkts der Beschwerdeführerin sei weder "charakteristisch" noch "bemerkenswert", zielte es auf die Frage ab, ob eine solche isolierte Angabe über den DNA-Gehalt (ohne Referenzwerte und dergleichen) überhaupt eine sinnvolle, nutzbringende und damit geheim zu haltende Information im Sinne der Vertraulichkeitsvereinbarung darstellt. In keiner Weise kann dem angefochtenen Urteil entnommen werden, dass die Vorinstanz die Vertraulichkeit der ausgetauschten Informationen an deren immaterialgüterrechtliche Schutzfähigkeit geknüpft hätte, wie dies die Beschwerdeführerin beklagt.