Citation: 6B_515/2018 E. 2.5.3

2.5.3. Dass bereits der Vergleich der an den Tatorten aufgefundenen Patronenhülsen einen Zusammenhang zwischen den beiden Straftaten erkennen liess, mag zutreffen. Ein solcher Vergleich war jedoch nur möglich, weil am Tatort auch entsprechende Hülsen mit individuellen Spuren aufgefunden wurden. Der Beschwerdeführer behauptet in seiner Beschwerde nicht, er habe Kenntnis davon gehabt, dass nach der Tat vom 4. Januar 2010 eine Patronenhülse am Tatort sichergestellt wurde (siehe dazu bereits Urteil 6B_824/2016 vom 10. April 2017 E. 15.3.2 mit Hinweis auf das Urteil des Obergerichts des Kantons Uri vom 18. April 2016 E. 13.4.4). Die Vorinstanz verfällt daher nicht in Willkür, wenn sie festhält, der Beschwerdeführer könnte das Risiko, anhand einer am Tatort vom 4. Januar 2010 aufgefundenen Patronenhülse mit der Tat vom 12. November 2010 in Verbindung gebracht zu werden, falsch eingeschätzt haben. Eine solche Verbindung zur Tat vom 4. Januar 2010 liess sich zudem nicht nur anhand der am Tatort vom 12. November 2010 ebenfalls aufgefundenen Patronenhülsen, sondern auch durch den Fund der Tatwaffe vom 12. November 2010 nachweisen. Zu überzeugen vermögen daher auch die übrigen Erwägungen der Vorinstanz, wonach nicht geplant war, dass Y.________ und die Tatwaffe gefunden würden. Der Beschwerdeführer war der frühere Besitzer der Tatwaffe, da er diese für die Tat vom 4. Januar 2010 zum Nachteil von B.________ verwendete. Die Vorinstanz durfte dies ohne Willkür als ein den Beschwerdeführer erheblich belastendes Indiz werten. Die Verwendung der gleichen Tatwaffe ist klar ein belastendes und nicht etwa ein entlastendes Indiz, wie dies der Beschwerdeführer glauben machen will.