Citation: U 106/02 19.11.2002 E. 3

Aus den im Zeitraum bei Erlass der Verfügung vom 18. Oktober 1972 verfassten ärztlichen Berichten ist ersichtlich, das die beim Unfall vom Juni 1970 erlittenen Verletzungen (geschlossene intraartikuläre Trümmerfraktur am linken Unterschenkel und Distorsion des rechten Sprunggelenkes) und die operative Wiederherstellung eine Deformation der linken distalen Unterschenkelendigung durch ossäre Aufreibungen und durch Narben, eine vergrösserte Malleolendistanz, eine erhebliche Dolenz der Articulatio tibio-fibularis distalis, eine Teilsteife im oberen und unteren Sprunggelenk, Muskelschwund, eine Inkongruenz im oberen Sprunggelenk und eine bereits bestehende posttraumatische Arthrose hinterliessen (Bericht des Dr. med. B.________, Kreisarzt der SUVA, vom 29. Juni 1972). An diesen Befunden hat sich auch nach den operativen Eingriffen vom 30. Januar 1974 (Narbenrevision und Spongiosaplombierung einer Resthöhle) und vom 21. Februar 1975 (Revision und Exzision des Nervus cutaneus femoris lateralis links) nichts geändert (Berichte des Kreisarztes Dr. med. C.________ vom 23. Mai 1975 und des Dr. med. M.________ vom 9. Juli 1975). Dr. med. G.________ hielt in seinem Bericht vom 27. April 1998 fest, im Vordergrund stünden die belastungsabhängigen Schmerzen im linken oberen und im hinteren Kompartiment des linken unteren Sprunggelenks durch die arthrotischen Veränderungen, was bei der Rentenfestsetzung bereits berücksichtigt worden sei. Es bestehe weiterhin ein Status nach Pilontibialfraktur mit konsekutiver massiver Arthrose des oberen und partiell des unteren Sprunkggelenks links. Medizinisch-theoretisch müsse keine Neueinschätzung der Invalidität erfolgen, da der Zustand bereits 1972 unter Berücksichtigung sämtlicher auch heute bestehender Faktoren beurteilt worden sei. Bei der Untersuchung vom August 2000 erhob Dr. med. G.________ dieselben Befunde und kam zu keinen anderen Schlussfolgerungen (Bericht vom 25. August 2000).