Citation: 6B_895/2016 E. 1.1.2

1.1.2. Die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland habe sie am 5. März 2013 am Arbeitsplatz verhaften lassen, weil sie der Vorladung nicht nachgegangen sei. Ihr Rechtsmittel habe einen ganzen Katalog von rechtsmissbräuchlichen Massnahmen nach sich gezogen, "die einzig darauf ausgerichtet waren, den Rechtsausschluss vom ergriffenen Rechtsmittel zu bewirken". Das Bundesgericht sei auf ihre Beschwerde mangels Erschöpfung des Instanzenzugs nicht eingetreten und habe im Urteil 1B_374/2013 darauf verwiesen, es könne sich erst mit dem Endentscheid mit der Sache befassen. Das Urteil könne wohl nicht so verstanden werden, dass vom Strafbefehls- auf das Anklageverfahren umzustellen sei, um die Zwangsmassnahmen im Strafbefehlsverfahren zu rechtfertigen (Ziff. 10, 11, 17). Mit der obergerichtlichen Rückweisung sei die Zuständigkeit gemäss kantonalem Recht bei der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland verblieben. Trotzdem habe die Staatsanwaltschaft IV zur zweiten Schlusseinvernahme vorgeladen. Nahezu zweieinhalb Jahre sei ein Verfahren geführt worden um zu beweisen, dass sie das Unfallfahrzeug gelenkt habe. Unter dieser Voraussetzung sei sie polizeilich vorgeführt worden, um ihr die Ordnungsbusse auszuhändigen. Dafür habe es keine verfahrensrechtliche Grundlage gegeben (Ziff. 16). Gegen die Beschlagnahmeverfügung der von ihr beim Unfall getragenen Kleider habe sie ein Rechtsmittel ergriffen. Die Auswertung der Kleider zum Beweis, dass sie die Lenkerin gewesen sei, hätte schon vor der ersten Einvernahme gemacht werden müssen. Eine Vorladung wäre dann nicht mehr notwendig gewesen. Die widerrechtliche Verbeiständung sei aus einem ganz anderen Blickwinkel zu betrachten (Ziff. 13, 14). Das Obergericht habe die Beschlagnahme aufgehoben. Sie habe die Kleider aber nicht zurückbekommen. Mit dem vorinstanzlichen Urteil sei auch diese unhaltbare obergerichtliche Verfügung vom 12. September 2014 aufzuheben. Sie habe einer missbräuchlichen Vorladung nicht Folge leisten müssen (Ziff. 16). Sie habe sich gegen die widerrechtliche Verbeiständung zurecht mit den Beschwerden 1B_374/2013 und 1B_354/2013 gewehrt. Die auferlegten Kosten seien zurückzuerstatten (Ziff. 19).