Citation: 9C_315/2016 E. 6.1.2

6.1.2. Berichtigungsfähige Kanzleifehler haben den Ausdruck des Verfügungsinhalts und des behördlichen Willens, also die eigentliche Willensäusserung zum Gegenstand. Damit geht es um die Klarstellung eines Erklärungsirrtums, der bei der behördlichen "Handarbeit" auftritt. Solchen Unstimmigkeiten stehen die Fehler bei der "Kopfarbeit" gegenüber. Ein inhaltlicher Fehler der Verfügung und damit der Willensbildung liegt vor, wenn die Verfügung auf einer unzutreffenden tatbeständlichen oder rechtlichen Würdigung beruht, ungeachtet dessen, ob für die versicherte Person erkennbar ist, dass die Behörde sich in einem Sach- oder Rechtsirrtum und damit in einem eigentlichen Grundlagenirrtum befand. Derartige Fehler können nicht berichtigungsweise, sondern einzig auf dem Rechtsmittelweg geltend gemacht werden (vgl. Urteil 2C_436/2015 vom 22. Juli 2016 E. 3.2.2 und 3.2.3 mit Hinweisen).