Citation: 6B_393/2017 E. 2.3

2.3. Es kann mithin entgegen dem Beschwerdeführer nicht "von einer einzigen Tat gesprochen werden" (DELNON/RÜDY, a.a.O.). Vielmehr sind mehrere klar abgegrenzte Phasen zu unterscheiden. Nämlich eine erste Phase der Ohrfeige und in der Folge zwei Phasen des Würgens, davon die zweite mittels des gefährlichen Unterarmwürgegriffs. Der Beschwerdeführer ging in einer vierten Phase "erneut aggressiv auf sie los" (Anklageschrift, oben E. 2.2) und liess sich nur deshalb abhalten, weil Passanten die Geschädigte erneut schützten. Die Geschädigte rief erst nach der vollendeten ersten Phase um Hilfe. Dass er sie mit den beiden anschliessenden Würgeangriffen nach den Beschwerdevorbringen "beruhigen wollte, dass sie nicht schreie", mag ein Motiv darstellen, führt aber keineswegs dazu, die beiden unberechenbaren, wutentbrannten Würgeangriffe in drohender Absicht anders zu qualifizieren. Er tat der Geschädigten tatsächlich etwas an, so dass es unbehelflich ist zu behaupten, dass er ihr "nichts habe antun wollen" (oben E. 2.1). Er würgte die Geschädigte nach der ersten anlasslosen Ohrfeige, einer vollendeten Tätlichkeit, ein erstes Mal, liess von ihr ab und würgte sie ein zweites Mal, wobei jede dieser drei Phasen unabhängig von den anderen bewusst und willentlich erfolgten. Der Beschwerdeführer war zur Tatzeit nach eigenen Angaben mit Medikation und bei Bewusstsein gewesen (Urteil S. 19). Die Konkurrenzfrage erweist sich als unproblematisch. Wie die Vorinstanz urteilt, erschöpft sich der Unrechtsgehalt auch keineswegs in den Tätlichkeiten, sondern liegt schwergewichtig bzw. ganz überwiegend bei der [gewalttätigen] Drohung (Urteil S. 16). Es ist mit der Vorinstanz echte Konkurrenz anzunehmen.