Citation: 7B_99/2022 E. 4.4

4.4. Die Beschwerdeführer haben schon vorinstanzlich geltend gemacht, sie verfügten bei betroffenen Banken über eigene Konten. Sie müssten davon ausgehen, dass die Banken diesbezügliche geheimnisgeschützte Unterlagen ediert hätten. Das Bundesstrafgericht stellt dazu Folgendes fest: Laut ESTV hätten die fraglichen Banken ihr die Unterlagen ediert. Die ESTV habe die Postsendungen ungeöffnet provisorisch versiegelt, weshalb ihr "nicht bekannt" sei, "welche Unterlagen ihr zugesandt" wurden. Die entsprechenden (Begleit-) Schreiben der Banken, woraus allenfalls hervorgehen könnte, welche konkreten Unterlagen diese an die ESTV herausgegeben haben, befänden sich nicht in den an das Bundesstrafgericht übermittelten Akten. Der Vorinstanz sei folglich "nicht bekannt, welche Unterlagen zu welchen Konten" ediert worden seien. Unter der Annahme, "dass die Beschwerdeführer bei den Banken tatsächlich über Bankkonten verfügen", könne "nicht ausgeschlossen werden", dass sich unter den Asservaten "auch Unterlagen zu den auf die Beschwerdeführer lautenden Bankkonten befinden könnten". Im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung könnten die Beschwerdeführer folglich "als Inhaber der mutmasslich von der Edition betroffenen Bankkonten indirekt betroffen sein und damit als Einspracheberechtigte in Frage kommen". Davon sei offenbar auch die ESTV ausgegangen, weshalb sie die bei ihr eingereichten Bankunterlagen provisorisch, bis zum rechtskräftigen Entscheid über die Siegelungsberechtigung, versiegelt habe (angefochtener Entscheid, E. 6.5.2 S. 12).