Citation: 8C_168/2024 E. 4.3.5

4.3.5. Diese Zahlungen können zwar als regelmässig im Sinne von Art. 21bis Abs. 4 IVV betrachtet werden. Allerdings erfolgte lediglich eine davon vor Eintritt des Gesundheitsschadens; die restlichen Zahlungen wurden in einem Zeitraum geleistet, als der Beschwerdeführer arbeitsunfähig war, wie sich aus der Duplik der IV-Stelle im kantonalen Verfahren und dem dazu eingereichten Beleg über das geleistete Krankentaggeld ergibt. Dass die Zahlungen auch erfolgt wären, wenn der Beschwerdeführer gesund geblieben wäre, erscheint fraglich. Gemäss Arbeitsvertrag wird die erwartete (angemessene) "Überzeitleistung" mit dem Lohn und mit 4,5 Kompensationstagen abgegolten. Die Vereinbarungen vom September 2017 und Juni 2018 betonen den Ausnahmecharakter der Auszahlungen des Gleitzeitsaldos, indem von einem "einmaligen Entgegenkommen" der Arbeitgeberin die Rede ist. Dass dem Beschwerdeführer, der seit März 2015 bei der B.________ AG angestellt ist, vor Oktober 2017 jemals Überstunden ausbezahlt worden wären, wird nicht geltend gemacht und ist auch nicht ersichtlich. Bei all diesen Gegebenheiten kann die vorinstanzliche Schlussfolgerung, der Beschwerdeführer hätte ohne Invalidität nicht weiterhin ein Zusatzeinkommen zufolge Überstundenarbeit erzielt, jedenfalls nicht als willkürlich bezeichnet werden. Für die Annahme von Willkür genügt nämlich nicht, dass eine andere Lösung plausibler erscheint (vgl. E. 1.2 hiervor).