Citation: 2C_860/2019 E. 3.6

3.6. In jüngeren, unpublizierten Urteilen hat das Bundesgericht erwogen, dass eine ungleiche Bemessungsgrundlage für Beherbergungsbetriebe (im Sinne von Hotels) und Zweitwohnungen (im Sinne von Ferienliegenschaften) das Rechtsgleichheitsgebot nicht verletze, wenn sie sachlich haltbar sind. Für sachlich gerechtfertigt hielt das Bundesgericht etwa, dass eine Gemeinde im Kanton Wallis von Zweitwohnungsbesitzern aus Praktikabilitätsgründen eine Pauschale nach Art. 21 Abs. 3bis TG/VS erhob, während die Betreiber von Beherbergungsbetrieben nach effektiven Übernachtungen abrechnen mussten (Urteil 2C_947/2019 vom 13. Februar 2020 E. 4.3.1 und 4.3.2). Auch eine unterschiedliche Höhe der Abgabe kann sachlich gerechtfertigt sein, wenn etwa das Ertragspotenzial einer Ferienwohnung jenem von mehreren Hotelzimmern entspricht (Urteil 2C_523/2015 vom 21. Dezember 2016 E. 6.4).