Citation: 5P.333/2006 10.11.2006 E. 1

Gemäss § 227 Abs. 1 ZPO/LU ordnet das Gericht vorsorgliche Massnahmen an, wenn glaubhaft gemacht wird, dass sie zur Abwehr eines drohenden, nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteils, insbesondere zur Aufrechterhaltung eines bestehenden Zustandes, vor Beginn oder während des Prozesses notwendig sind. Nach der unangefochtenen Auslegung des Obergerichts ist Voraussetzung für den Erlass der beantragten Sicherungsmassnahmen, dass die Beschwerdeführer als Gesuchsteller die wahrscheinliche Begründetheit ihres Hauptbegehrens (Hauptsachenprognose) und den ihnen drohenden, nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteil (Nachteilsprognose) glaubhaft machen (E. 9.5 S. 7 des Entscheids). Die Beschwerdeführer wenden sich gegen die obergerichtliche Hauptsachen- und Nachteilsprognose. Die Abweisung ihres Massnahmengesuchs verletze Art. 29 Abs. 2 BV (Prüfungs- und Begründungspflicht), Art. 9 BV (Willkür in der Rechtsanwendung und der Sachverhaltsermittlung) und Art. 26 BV (Eigentumsgarantie). Ihre staatsrechtliche Beschwerde ist grundsätzlich zulässig, so dass darauf eingetreten werden kann. Formelle Einzelfragen werden im Sachzusammenhang noch zu erörtern sein.