Citation: 2C_395/2022 E. 1.3

1.3. Mit Eingabe vom 22. März 2021 gelangte der Importeur an das Bundesverwaltungsgericht. Dieses wies die Beschwerde ab (Entscheid A-2059/2021 vom 22. April 2022). Die Begründung ging dahin, dass die auf Art. 12 VStrR des Bundesgesetzes vom 22. März 1974 über das Verwaltungsstrafrecht (VStrR; SR 313.0) in Verbindung mit Art. 54 Abs. 1 lit. g und Abs. 4 des Bundesgesetzes vom 12. Juni 2009 über die Mehrwertsteuer (MWSTG 2009; SR 641.20) gestützte Nachleistungspflicht ermessensweise geschätzt werden dürfe, wenn die Bemessungsgrundlage nicht restlos feststehe. Im konkreten Fall sei die EZV mit Recht zur Schätzung des Marktwerts geschritten (Stufe 1). Bei der gebotenen zurückhaltenden Prüfung lasse sich keine rechtsfehlerhafte Ermittlung des Marktwerts erkennen (Stufe 2). Der Importeur setze der Bewertung einzig entgegen, dass es zu keiner Barzahlung gekommen sei und dass er den stark gebrauchten Traktor zunächst habe instandstellen und reparieren müssen. Allein damit habe der Importeur den Unrichtigkeitsnachweis nicht antreten können (Stufe 3), zumal die angeblichen Reparaturen nicht belegt seien. Die Höhe der Nachforderung sei mithin nicht zu beanstanden.