Citation: 5A_469/2022 E. 6.2

6.2. Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV). Sie beklagt sich über eine "fehlende Begründung bzw. Begründungsdichte" und über eine "vollständig fehlende" Auseinandersetzung mit ihren Argumenten. Sie habe die Umstände, die das Kantonsgericht hätte prüfen müssen, eindeutig aufgezeigt und dabei auf die Ungereimtheiten in Bezug auf die niemals direkte Geltendmachung der angeblichen Forderung, auf die lang aufgeschobene Vollstreckung sowie auf Unterzeichnung, Datierung, Text, Sprache und Zinsen hingewiesen. Ebenso habe sie sich darüber beschwert, dass das Bezirksgericht die Beweggründe der Parteien nicht erforscht habe, und daran erinnert, dass im Text der umstrittenen Vereinbarung nur von "Schuldanerkennung" und nicht von "Schuldübernahme" die Rede ist. Eine Prüfung dieser Vorbringen sei dem angefochtenen Entscheid nicht zu entnehmen. Das Kantonsgericht belasse es beim gänzlich unbegründeten Hinweis, dass die Schuldübernahme "zumindest glaubhaft" gemacht sei. Indem es den Tatsachenvortrag der Beschwerdegegnerin ohne jede nachvollziehbare Begründung als glaubhaft erachte, trage das Kantonsgericht die Beweislast faktisch ihr, der Beschwerdeführerin, auf, indem es von ihr verlange, den Nicht-Bestand der "Schuldanerkennung bzw. Schuldübernahme" aufzuzeigen. Die Beschwerdeführerin argumentiert, dass die Beschwerdegegnerin als nahe an der Sache stehende Partei genau habe wissen müssen, wie die "Schuldanerkennung bzw. Schuldübernahme" zustande kam, sie selbst jedoch fernab von "Kontroll- und Überwachungsmöglichkeiten" ausserstande gewesen sei, hierzu mehr aufzuzeigen.