Citation: 6S.437/2005 24.11.2005 E. 2

Die eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde steht dem Opfer zu, das sich bereits vorher am Verfahren beteiligt hat, soweit der Entscheid seine Zivilansprüche betrifft oder sich auf deren Beurteilung auswirken kann (Art. 270 lit. e Ziff. 1 BStP). Opfer ist jede Person, die durch eine Straftat in ihrer körperlichen, sexuellen oder psychischen Integrität unmittelbar beeinträchtigt worden ist (Art. 2 Abs. 1 OHG). Mit der Präzisierung, dass es sich um "unmittelbare" Eingriffe handeln muss, will das Gesetz Beeinträchtigungen ausschliessen, die beispielsweise auf Betrug zurückgehen und die lediglich mittelbare Folge der Straftat sind (BGE 120 Ia 157 S. 162 mit Hinweis auf BBl 1990 II 977). Die durch eine Straftat (z.B. eine Körperverletzung ) hervorgerufenen Beeinträchtigungen sind nur deren "unmittelbare" Folge, wenn sie dem Wesen des betreffenden Tatbestandes entsprechen, d.h. wenn es sich dabei um eine typische bzw. charakteristische Folge des in Frage stehenden Deliktes handelt (Urteil 6P.125/1999 vom 4. November 1999, E. 1d/bb, mit Hinweis). Der Beschwerdeführer macht geltend, er sei Opfer im Sinne von Art. 270 BStP. Durch das dem Sachbearbeiter der Versicherungsgesellschaft vorgeworfene Vermögensdelikt sei bei ihm gegen diesen ein zivilrechtlicher Anspruch aus unerlaubter Handlung entstanden (Beschwerde S. 6). Damit vermag der Beschwerdeführer seine Opferstellung nicht zu begründen. Bei den behaupteten Vermögensdelikten liegt keine unmittelbare Beeinträchtigung der körperlichen oder psychischen Integrität des Beschwerdeführers vor. Es stehen vielmehr ausschliesslich Vermögensinteressen auf dem Spiel. Auf die Beschwerde ist deshalb mangels Legitimation des Beschwerdeführers nicht einzutreten.