Citation: U 112/05 02.12.2005 E. 5

5.1 Mit Eingabe vom 27. Mai 2005 reichte der Beschwerdeführer den Bericht von Dr. med. U.________, Spezialarzt FMH für Neurologie, vom 26. Mai 2005, nach. Darin hält dieser fest, beim Unfall vom 18. Oktober 2002 habe der Versicherte eine milde traumatische Hirnverletzung sowie eine HWS-Abknickverletzung bei Kopfanprall erlitten. Direkt nach dem Unfall hätten ausgeprägte Schwindelbeschwerden mit Abweichtendenz nach rechts bestanden, was mit grosser Wahrscheinlichkeit Folge einer rechtsseitigen Vestibulopathie bei Kopfanprall rechts im Bereich des Scheitelbeins gewesen sei. Dr. med. U.________ kommt zum Schluss, für eine Tätigkeit als Bauarbeiter sei beim Versicherten weiter von einer 100-prozentigen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Die Arbeitsfähigkeit in einer den Beschwerden angepassten Tätigkeit solle im Rahmen eines Klinikaufenthaltes zur Durchführung intensiver Rehabilitationsmassnahmen ermittelt werden. 5.2 Der Versicherungsmediziner Dr. med. H.________ setzt sich in seiner neurologischen Beurteilung vom 24. Juni 2005 anhand der vollständigen medizinischen Akten im Detail mit dem Ablauf und den rapportierten Folgen des Sturzes vom 18. Oktober 2002 auseinander. Er kommt im Vergleich der echtzeitlichen Aussagen mit den Ausführungen von Dr. med. U.________ in der nachgereichten Beurteilung vom 26. Mai 2005 zum Schluss, dass der Arzt die aktuellen Beschwerden, die der Beschwerdeführer ihm zweieinhalb Jahre nach dem Sturz anlässlich der Untersuchung äussert, teilweise so formuliert, dass sie in ein plausibles Unfallkonzept passen. Als Beispiel gibt er an, dass dem Beschwerdeführer nun Drehschwindel mit Gangabweichungen nach rechts seit dem Unfall zugeschrieben werde, obschon solcher in der betreffenden Zeit nie dokumentiert wurde. Die Stand- und Gangprüfung einen Monat nach dem Unfall sei unauffällig gewesen, denn der Neurolge Dr. med. E.________ habe am 12.November 2002 lediglich leichtes Schwanken beim Romberg-Versuch und leicht unsicherer Strichgang mit geschlossenen Augen angegeben. Die gleiche Einschränkung macht Dr. med. H.________ hinsichtlich der Beurteilung durch Dr. med. U.________, der Beschwerdeführer habe bei seinem Sturz eine HWS-Abknickverletzung erlitten. Er weist darauf hin, dass solche Verletzungen passieren, wenn der Kopf ohne von einem Hindernis abgebremst zu werden beschleunigt wird, währenddem der Rumpf fixiert ist. Nach Dr. med. H.________ lassen die Prellmarken am Körper des Beschwerdeführers ("Platzwunde am Kopf, Knie- und Rippenprellung") den Schluss auf eine solche Verletzung nicht zu. Er weist zudem darauf hin, dass Nackenschmerzen beim Beschwerdeführer zu Beginn weit im Hintergrund standen und der Neurologe Dr. med. E.________ in seiner Beurteilung vom 12. November 2002 lediglich eine leicht gespannte Nackenmuskulatur angegeben habe.