Citation: 2C_391/2020 E. 4.5

4.5. Das Bundesgericht hat sich schon zweimal mit der Vereinbarkeit der Aufnahmebedingungen in das Langgymnasium des Kantons Zürich mit Art. 8 Abs. 1 BV auseinandergesetzt (vgl. Urteile 2C_1018/2019 vom 16. Juli 2020; 2C_1137/2018 vom 14. Mai 2019). Im Unterschied zu den vorliegend beanstandeten Regelungen ging es im Urteil 2C_11137/2018 um die Frage, ob eine Bestimmung, wonach Schüler/innen der 6. Primarklasse der öffentlichen Schule zum Langgymnasium zugelassen werden, wenn der Durchschnitt ihrer Prüfungsnote und Erfahrungsnote mindestens einer Note von 4.5 entsprach, und Kandidat/innen aus einer Privatschule, wenn sie eine Prüfungsnote von 4.0 erreichten, mit Art. 8 Abs. 1 BV vereinbar sei. Das Bundesgericht hatte dazu festgehalten, dass die Unterschiede zwischen Volks- und Privatschulen grundsätzlich eine unterschiedliche Behandlung der jeweiligen Schüler/innen rechtfertigten und die Schematisierung selbst dann zulässig sei, wenn der Durchschnitt der Erfahrungsnoten in einem Jahr wesentlich höher als die fiktive Erfahrungsnote von 5.0 sein sollte. Lediglich wenn sich im langjährigen Mittel ergeben sollte, dass die durchschnittliche Erfahrungsnote ausnahmslos wesentlich über- oder unterhalb einer Note von 5.0 liege, müsse der Regierungsrat des Kantons Zürich eine Änderung des Aufnahmereglements zur Gewährleistung der Gleichbehandlung im Sinne von Art. 8 Abs. 1 BV prüfen (vgl. Urteil 2C_1137/2018 vom 14. Mai 2019 E. 5.3.2.).