Citation: 8C_450/2018 E. 5.1

5.1. Die Beschwerdeführerin macht zu Recht geltend, dass der psychiatrische Gutachter in seiner Expertise klar zwischen der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit (als juristische Mitarbeiterin, vgl. E. 4.1 hiervor) und einer leidensangepassten Tätigkeit unterschieden hat. Er erachtete die angestammte Tätigkeit als juristische Mitarbeiterin im Umfang von 60 % für zumutbar, wohingegen für leidensangepasste Tätigkeiten eine uneingeschränkte Arbeits- und Leistungsfähigkeit bestehe. Insoweit steht die vorinstanzliche Feststellung, wonach die früher ausgeübten Tätigkeiten der Beschwerdeführerin in der Verwaltung und zuletzt für eine NGO (unter Ausklammerung von Führungsfunktionen) den medizinsch-theoretischen Anforderungen an einen leidensangepassten Arbeitsplatz entsprächen und folglich von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit als Juristin (mit 20%iger Leistungsminderung) auszugehen sei, in Widerspruch zum psychiatrischen Gutachten. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass der neuropsychologische Gutachter in seiner Expertise vom 20. Juli 2017 zum Schluss kam, der Beschwerdeführerin sei eine Nischentätigkeit als Juristin zeitlich uneingeschränkt mit einer ca. 20%igen Leistungsminderung zumutbar (vgl. E. 4.2 hiervor). Denn zum einen berücksichtigte der neuropsychologische Gutachter einzig die Einschränkungen, die sich in seinem Fachgebiet zeigten. Die Beurteilung der Psychopathologie überliess er - zu Recht - den psychiatrischen Fachärzten. Entsprechend begründete er seine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aus rein neuropsychologischer Sicht. Zum anderen fand zwischen dem neuropsychologischen und dem psychiatrischen Sachverständigen keine Konsensbesprechung statt. Wie sich aus der Aktenanamnese im psychiatrischen Gutachten ergibt, hatte der Experte auch keine Kenntnis von der Beurteilung des neuropsychologischen Gutachters. Hinzu kommt, dass nach der Rechtsprechung eine fachärztliche Beurteilung zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit grundsätzlich nur gestützt auf eine ebenfalls fachärztliche abweichende Beurteilung entkräftet werden kann (vgl. Urteil 9C_139/2014 vom 6. Oktober 2014 E. 5.2 mit Hinweisen). Über eine (fach) ärztliche Qualifikation verfügt lic. phil. D.________ indessen nicht. Soweit sich die Vorinstanz bei der Feststellung einer 80%igen Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin als Juristin auf die Beurteilung des neuropsychologischen Gutachters stützte, hat sie demnach die Beweiswürdigungsregeln verletzt.