Citation: 4A_553/2021 E. 3.5

3.5. Die Teilklage schränkt die Tragweite der Rechtskraft des angefochtenen Entscheids ein. Vorfrageweise können die Beschwerdeführerinnen aber auch im Rahmen ihrer Teilklage gehalten sein, den Bestand der weiteren Forderungen nachzuweisen. Die vor und während des Prozesses zur Begleichung der Kosten des Tunnelbaus unbestritten geleisteten Zahlungen übersteigen die eingeklagten Forderungen und sind entsprechend den Behauptungen des Beschwerdegegners auf diese anzurechnen, soweit keine weiteren Forderungen der Beschwerdeführerinnen nachgewiesen sind. Die Vorinstanz hat die Beschwerdeführerinnen mithin zu Recht auf ihre diesbezügliche Beweislast hingewiesen. Sie beanstanden den Entscheid in diesem Punkt erfolglos. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs ist nicht dargetan. Auch soweit die Beschwerdeführerinnen die Anrechnung der zweiten Zahlung (Fr. 1'612'771.50 vom 27. Juli 2018) im Umfang von Fr. 1'102'136.46 auf die Positionen Verzugszinse, Teuerung offene Punkte sowie Demontage WLK als aktenwidrig und im Widerspruch zu den Ausführungen des Beschwerdegegners selbst stehend bemängeln, beanstanden sie, dass überhaupt eine Anrechnung auf die eingeklagten Forderungen stattgefunden hat. Inwiefern sie ein schützenswertes Interesse an der Klärung der Frage haben, ob die Vorinstanz die Tilgung der richtigen Zahlung (vor- oder nachprozessual) zugeordnet hat, unter der Voraussetzung, dass grundsätzlich eine Anrechnung auf die eine oder die andere Zahlung zu erfolgen hat, zeigen sie in der Beschwerde nicht rechtsgenüglich auf. Insofern bleibt es beim angefochtenen Entscheid. Mangels Nachweises von die empfangenen Zahlungen übersteigenden Forderungen stellt sich in Bezug auf die Klageabweisung die Frage der Anrechnung nicht. Weiterungen zu den diesbezüglichen Rügen erübrigen sich.