Citation: U 135/06 15.12.2006 E. 5

Es ist somit nicht rechtsgenüglich erstellt, dass im Rahmen der Plazentaretention in Abweichung vom medizinischen Standard Fehler begangen worden waren, die als grob qualifiziert werden müssen. Nach den überzeugenden Ausführungen des Prof. Dr. med. A.________, auf welche abzustellen ist (Erw. 3.4.3 hievor), können sowohl der Blutverlust als auch die passagere Hypertonie und die verwendeten Medikamente mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit als Ursachen für den Hirnschlag ausgeschlossen werden. Indessen könnte nur ein ausserordentlich hoher Blutverlust zusammen mit eindeutig falscher Medikation zur Bejahung des aussergewöhnlichen Faktors führen. Beides ist nach Lage der Akten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen. Ob die Ärzte Behandlungsfehler begangen haben, die unterhalb der (hohen) Schwelle des Unfallbegriffs liegen, braucht hier nicht entschieden zu werden.