Citation: 6B_678/2021 E. 4.4

4.4. Die Anklage legt dem Beschwerdegegner 2 zur Last, er sei seit dem 8. August 2008 Mitglied des Verwaltungsrates der D.________ AG und als solcher verpflichtet gewesen, die Interessen der Gesellschaft in guten Treuen zu wahren und namentlich die Vermögensverwaltung der Beschwerdegegnerin 1 als Geschäftsführerin zu beaufsichtigen. Er habe sich indes pflichtwidrig nicht für die D.________ AG und deren Geschäftsgang interessiert, und zwar auch dann nicht, als er die Liegenschaft Nr. xxx in U.________ am 11. Februar 2009 zum Preis von Fr. 900'000.-- selbst gekauft habe, ohne im Einzelnen zu wissen, woher der nicht mittels Hypothekarkredit finanzierte Teil der Mittel für den Kauf stammte. Er habe somit einen Schaden der D.________ AG und eine entsprechende unrechtmässige Bereicherung seiner selbst zumindest in Kauf genommen, indem er zugelassen habe, dass der Kaufpreis im Umfang von Fr. 210'000.-- von der D.________ AG finanziert worden sei, ohne dass diese die den Umständen entsprechend erforderlichen Sicherheiten erhalten hätte (Anklageschrift S. 19; angefochtenes Urteil S. 79).