Citation: U 268/04 09.05.2005 E. 3

3.1 Was zunächst das Valideneinkommen anbelangt, stellt sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, die Vorinstanz habe zu Unrecht auf den Nettoverdienst - ohne Schichtzulagen - von Fr. 61'039.- abgestellt. Bei der Bestimmung des zuletzt erzielten Einkommens sind grundsätzlich sämtliche Bestandteile des Erwerbseinkommens, mithin Nebeneinkünfte und geleistete Überstunden oder Einkommenszusätze, zu berücksichtigen (vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar: Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000, Zürich 2003, N 11 zu Art. 16, mit mehreren Hinweisen; SVR 2002 IV Nr. 21 S. 63). Derartige Zuschläge sind indessen auch bei der Berechnung des Invalideneinkommens miteinzubeziehen, wenn feststeht, dass die versicherte Person im Hinblick auf ihren Gesundheitszustand in der Lage ist, Arbeiten zu verrichten, die zu solchen Zuschlägen führen. Im vorliegenden Fall sind dem Beschwerdeführer Schichtzulagen für Nacht- und Sonntagsarbeit ausbezahlt worden, weil er vor dem Unfall regelmässig entsprechende Dienste geleistet hat. Aus den Akten ergeben sich keinerlei Hinweise dafür, dass er dazu aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage wäre. Im Ergebnis kann die vorinstanzliche Betrachtungsweise demzufolge nicht beanstandet werden. 3.2 Bezüglich Ermittlung des Invalideneinkommens rügt der Versicherte, es sei kein leidensbedingter Abzug vom Tabellenlohn vorgenommen worden. Nach der Rechtsprechung ist bei der Verwendung statistischer Tabellenlöhne zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass weitere persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person, wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität und Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können. Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, ist von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalls (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) abhängig. Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf höchstens 25% zu begrenzen ist (BGE 129 V 481 Erw. 4.2.3 mit Hinweis auf BGE 126 V 79 Erw. 5b/aa-cc). Aufgrund der Akten ist erstellt, dass der Versicherte in einer leidensangepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig ist. Gesundheitliche Einschränkungen bestehen in den dem Beschwerdeführer offen stehenden Erwerbszweigen nicht. Ebenso wenig gibt es Anhaltspunkte dafür, dass dem Versicherten gestützt auf sein Alter oder seine Nationalität/ Aufenthaltskategorie ein Abzug zuzugestehen wäre, war er doch im massgebenden Zeitpunkt noch nicht 50jährig und arbeitete bereits seit zwanzig Jahren in verschiedenen Berufen in der Schweiz. Er ist denn auch während Jahren bei der PTT tätig gewesen und hat seine Stelle nach dem Unfall nicht verloren, sondern konnte in einem reduzierten Pensum an einem andern Arbeitsplatz weiterbeschäftigt werden. Ein Abzug vom Tabellenlohn ergibt sich schliesslich auch nicht aus dem zumutbaren Beschäftigungsgrad, welcher in einer leidensangepassten Tätigkeit 100% beträgt. Es ist daher für das Invalideneinkommen vom ungekürzten Tabellenlohn, welchen die Vorinstanz korrekt ermittelt hat, auszugehen. 3.3 Aus der Gegenüberstellung von Validen- und Invalideneinkommen ergibt sich, wie das kantonale Gericht dargelegt hat, dass der Versicherte keinen Anspruch auf eine Rente der Unfallversicherung hat. 3.4 Bei diesem Verfahrensausgang kann offen bleiben, ob auch auf die von der Beschwerdegegnerin mit der Vernehmlassung eingereichten Arbeitsplatzbeschreibungen aus der internen Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP), welche den Anforderungen der Rechtsprechung (BGE 129 V 474 Erw. 4) entsprechen und zum gleichen Ergebnis führen, abgestellt werden könnte.