Citation: 1P.651/2004 17.01.2005 E. 3

Nach Art. 90 Abs. 1 lit. a und b OG muss die staatsrechtliche Beschwerde neben den Anträgen eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. Die in der staatsrechtlichen Beschwerde gestellten Begehren sind somit zu begründen. Weiter hat sich die Begründung mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinanderzusetzen und aufzuzeigen, inwiefern diese gegen Verfassungsrecht verstossen. Diesen Anforderungen wird die eingereichte Beschwerdeschrift in verschiedener Hinsicht nicht gerecht: 3.1 Der Beschwerdeführer rügt nicht nur die Missachtung der Eigentumsgarantie, sondern auch eine solche von Art. 35 und 36 BV. Er legt indessen nicht dar, inwiefern aus diesen Bestimmungen ein verfassungsmässiger Anspruch des Enteigneten hergeleitet werden könnte, der über die in Art. 26 BV verankerte Eigentumsgarantie bzw. den Anspruch auf volle Entschädigung hinausginge. Auf die Rüge der Verletzung von Art. 35 und 36 BV ist daher nicht einzutreten. 3.2 In der Beschwerde wird Antrag auf Rückerstattung der Kosten der zivilrechtlichen Verfahren vor Kantons- und Bundesgericht gestellt. Diese Forderung, die den Rahmen des Enteignungsverfahrens und des Anspruchs auf volle Entschädigung sprengt (vgl. BGE 129 II 106 E. 3.1, mit Hinweisen), begründet der Beschwerdeführer mit keinem Wort. Insofern kann auf die Beschwerde ebenfalls nicht eingetreten werden. 3.3 Das Beschwerdebegehren auf Expropriation "sämtlicher Parzellen des Beschwerdeführers im Grindji" wird lediglich damit begründet, dass die Restparzellen stark entwertet seien. Im angefochtenen Entscheid hat das Kantonsgericht jedoch zum Ausdehnungsbegehren dargelegt, dass diesem gemäss Art. 21 des kantonalen Gesetzes betreffend Expropriation zum Zwecke öffentlichen Nutzens vom 1. Dezember 1887 nur entsprochen werden könnte, wenn die Restparzellen infolge der Enteignung nicht mehr in gleicher Weise genutzt werden könnten. Der Beschwerdeführer befasst sich mit dieser Begründung und der angerufenen Bestimmung des kantonalen Enteignungsgesetzes nicht. Auch in diesem Punkte ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. 3.4 Der Beschwerdeführer wirft dem Kantonsgericht willkürliche Beweiswürdigung vor, die darin liege, dass dieses "die in dieser Rechtsschrift erneut dargelegten Beweise des Beschwerdeführers nicht oder zu Gunsten der Gemeinde Brig-Glis gewürdigt" habe. Um welche Beweise und welche Entschädigungsposten es sich dabei im Einzelnen handeln soll, wird nicht ausgeführt. Die Willkürrüge ist mithin nicht genügend klar und detailliert vorgetragen worden, sodass auf sie gleichfalls nicht eingetreten werden kann (vgl. etwa BGE 122 I 70 E. 1c, 168 E. 2b, je mit Hinweisen).