Citation: 5A_100/2021 E. 3.4.2

3.4.2. Weiter verweist der Beschwerdeführer auf den während des laufenden Verfahrens erfolgten Umzug der Beschwerdegegnerin nach U.________. Mit Blick hierauf hätte die Vorinstanz mit dem Entscheid abwarten müssen, bis sich gezeigt hätte, wie die neue Situation sich auf das Familiensystem auswirkt. Sowohl der Gutachter als auch die KESB hätten angenommen, dass eine grössere räumliche Distanz den Elternkonflikt eindämmt. Tatsächlich liesse sich den Akten entnehmen, dass bereits eine gewisse Entschärfung der Situation eingetreten sei. Dem habe die KESB keine Rechnung getragen, was den Anschein der Befangenheit der Behörde begründet. Die Kindesschutzbehörde sei gehalten gewesen, den Sachverhalt in diese Richtung weiter zu klären. Vorab missachtet der Beschwerdeführer, dass Anfechtungsobjekt im Verfahren vor Bundesgericht allein der Entscheid des Vorinstanz ist (Art. 75 Abs. 1 BGG; vorne E. 1.1), nicht jedoch jener der KESB. Auf die Beschwerde ist daher nicht einzutreten, soweit sie sich auf den Entscheid der Kindesschutzbehörde bezieht (BGE 141 III 188 E. 4.1). Ebenfalls nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit sie sich nicht auf den Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bezieht, der weder den Ausstand von Mitgliedern der Kindesschutzbehörde umfasst, noch den Umzug der Mutter (vgl. vorne E. 1.1; zum Streitgegenstand vgl. BGE 142 I 155 E. 4.4.2; 136 II 165 E. 5). Weitergehend ist darauf zu verweisen, dass beim Entscheid über die Obhut in jedem Fall eine Prüfung der Risikofaktoren für das Kind vorzunehmen ist (vgl. Urteile 5A_629/2019 vom 13. November 2020 E. 4 und 8; 5A_367/2020 vom 19. Oktober 2020 E. 3). Das Obergericht hat von einer alternierenden Obhut aufgrund des schweren Dauerkonflikts zwischen den Eltern und der damit einhergehenden Kindeswohlgefährdung abgesehen. Der Beschwerdeführer tut nicht hinreichend genau dar, inwiefern sich der Konflikt alleine aufgrund der räumlichen Distanz auflösen könnte und daher die geteilte Obhut beizubehalten wäre. Zumal bei grosser räumlicher Distanz zwischen den Wohnorten der Eltern der alternierenden Obhut gerade bei jungen Kindern auch praktische Gründe entgegenstehen (vgl. Urteil 5A_345/2020 und 5A_357/2020 vom 30. April 2021 E. 5.4). Vielmehr ist dem Beschwerdeführer auch hier entgegenzuhalten, dass er dem Bundesgericht in letztlich appellatorischer Art und Weise und teilweise gestützt auf von der Vorinstanz nicht festgestellte Sachverhaltselemente seine Einschätzung der Sachlage und namentlich seine Interpretation der gutachterlichen Stellungnahmen unterbreitet. Auch damit vermag er den angefochtenen Entscheid nicht in Frage zu stellen, zumal mit Blick auf das der Vorinstanz zukommende Ermessen.