Citation: 4A_371/2017 E. 2.4.3

2.4.3. Allein aus der Reduktion des Baurechtszinses infolge der Enteignung können die Beschwerdegegner grundsätzlich keine Ansprüche gegen die Beschwerdeführer erheben. War die Herabsetzung gemäss Baurechtsvertrag unzulässig, haben sie gegen die Baurechtsnehmerin vorzugehen. War die Herabsetzung zulässig, hätten sie sich darauf im Rahmen ihrer Ersatzforderungen gegen die Enteignerin berufen können. Nur falls diesbezüglich keine volle Entschädigung erhältlich zu machen wäre, könnte die Herabsetzung zu einem Ungleichgewicht in Bezug auf den Aktienkaufvertrag führen und sich allenfalls die Frage stellen, ob mit Blick darauf von einer im Baurechtsvertrag vorgesehenen Anpassungsmöglichkeit nicht hätte Gebrauch gemacht werden dürfen. Die Beschwerdegegner machen zwar geltend, infolge der früheren dem Aktienkaufvertrag widersprechenden Herabsetzung des Baurechtszinses durch die Baurechtsnehmerin habe eine allfällige Entschädigung der Enteignerin nur die Baurechtszinsausfälle in Bezug auf den im Enteignungszeitpunkt herabgesetzten Baurechtszins decken können. Soweit die Beschwerdegegner aber insoweit Ersatz von den Beschwerdeführern hätten verlangen wollen, hätten sie darlegen müssen, inwieweit ihre Enteignungsentschädigung durch die dem Aktienkaufvertrag widersprechende Herabsetzung des Baurechtszinses mit Blick auf den Grundstückspreis geschmälert wurde. Da sie dies nicht getan haben, kann ihnen unter diesem Titel nichts zugesprochen werden. Insoweit ist die Klage abzuweisen, und die Beschwerde ist insoweit begründet.