Citation: 8C_303/2013 E. 5.2

5.2. Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, vermag zu keiner andern Beurteilung zu führen. Zwar trifft es zu, dass der Unfallhergang im kantonalen Gerichtsentscheid nicht ganz korrekt wiedergegeben wurde. So kam das Auto des Unfallverursachers mit ca. 40 km/h nicht von links, sondern von der rechten Seite her, überfuhr ungebremst das STOPP-Signal und prallte gegen den rechten (nicht den linken) vorderen Seitenbereich des Autos der Beschwerdeführerin. Dies ändert am Ergebnis allerdings nichts. Insbesondere ist die vorinstanzliche Qualifikation des Ereignisses vom 4. September 2009 als mittelschweres Ereignis im mittleren Bereich mit Blick auf die geltende Rechtsprechung nicht zu beanstanden (Urteil 8C_9/2010 vom 11. Juni 2010 E. 3.6). Damit müssten mindestens drei der massgebenden Kriterien erfüllt sein, damit die Adäquanz des Kausalzusammenhanges bejaht werden könnte (Urteil 8C_897/2009 vom 29. Januar 2010 E. 4). Dies ist vorliegend nicht der Fall. Entgegen der Beschwerdeführerin kann das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder besonderen Eindrücklichkeit des Unfalles nicht als erfüllt bezeichnet werden. Dieses Kriterium ist objektiv zu beurteilen und nicht aufgrund des subjektiven Empfindens bzw. Angstgefühls der versicherten Person (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 207, U 287/97 E. 3b/cc; Urteil U 56/07 vom 25. Januar 2008 E. 6.1). Zu beachten ist, dass jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit eigen ist, welche somit noch nicht für eine Bejahung des Kriteriums ausreichen kann (vgl. Urteil 8C_39/2008 vom 20. November 2008 E. 5.2). Mit der Vorinstanz sind ausser einer 90°-Drehung aufgrund des Anpralls keine weiteren Begebenheiten aktenkundig. Selbst wenn das Fahrzeug der Beschwerdeführerin aufgrund des Anpralls zusätzlich zur 90°-Drehung nochmals in das Fahrzeug des Unfallverursachers geprallt sein sollte, wie geltend gemacht wird, vermag dies keine Eindrücklichkeit im Sinne der Kasuistik (Urteil 8C_9/2010 vom 11. Juni 2010 E. 3.7) zu begründen. Mit der Vorinstanz entspricht sodann die stattgefundene Behandlung (Physiotherapie, Akupressurtherapie sowie chiropraktische Behandlung) bezüglich Dauer und Intensität durchaus einer üblichen medizinischen Behandlung. Dass diese meist an Randstunden erfolgt sein soll, ist dabei nicht weiter relevant. Nicht erfüllt ist sodann das Kriterium der erheblichen Beschwerden. Immerhin ist aktenkundig (Bericht des nerv, Zentrum für Neurologie, vom 26. Juli 2010) und unbestritten, dass der Versicherten eine sportliche Betätigung in Form von Skifahren möglich war. Dies spricht gegen eine besondere Beeinträchtigung im Lebensalltag. Mit der Vorinstanz bestehen auch keine Anhaltspunkte für einen schwierigen Heilungsverlauf oder erhebliche Komplikationen. Dass die Beschwerdeführerin immer noch in chiropraktorischer Behandlung steht, ändert daran nichts. Aus persistierenden Beschwerden trotz durchgeführter Behandlungen darf noch nicht auf einen schwierigen Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen im Sinne des entsprechenden Kriteriums geschlossen werden (vgl. Urteil 8C_957/2008 vom 1. Mai 2009 E. 4.3.2 und Urteil 8C_68/2009 vom 7. Mai 2009 E. 5.4 je mit Hinweis). Es bedarf hiezu besonderer Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt haben. Derartige Gründe sind nicht erstellt. Schliesslich ist entgegen der Beschwerdeführerin auch das Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen nicht erfüllt, konnte sie doch ihrer beruflichen Tätigkeit ab dem 28. November 2009 wieder zu 100 % nachgehen. Dabei wird nicht ausser Acht gelassen, dass die Versicherte aktiv an der raschestmöglichen Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess mitwirkte. Selbst wenn man schliesslich mit der Beschwerdeführerin davon ausgehen wollte, dass die HWS aufgrund des Unfallhergangs einer zusätzlich belastenden Rotationsbewegung ausgesetzt war und das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzung allenfalls bejaht werden könnte, wäre insgesamt nur eines der massgebenden unfallbezogenen Adäquanzkriterien als erfüllt zu betrachten, wenn auch nicht in besonders ausgeprägter Weise. Dies reicht zur Adäquanzbejahung praxisgemäss nicht aus, weshalb der vorinstanzliche Entscheid rechtens ist. Die Beschwerde ist mithin abzuweisen.