Citation: 1B_612/2021 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz erwog, Ersatzmassnahmen (Art. 237 StPO), welche die Wiederholungsgefahr ausreichend zu bannen vermögen, seien nicht ersichtlich und auch nicht dargetan. Die diesbezüglichen Ausführungen der Vorinstanz sind in der Tat etwas knapp ausgefallen. Das Haftgericht hat grundsätzlich von Amtes wegen zu prüfen, ob eine Entlassung aus der strafprozessualen Haft gestützt auf ausreichende Ersatzmassnahmen möglich bzw. geboten erscheint (BGE 133 I 27 E. 3.2). Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör liegt dennoch nicht vor. Denn vorliegend sind tatsächlich keine Ersatzmassnahmen ersichtlich, welche die Wiederholungsgefahr hinreichend mindern könnten. Eine Auflage betreffend den Aufenthaltsort hat, entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers, nicht den gleichen Zweck wie die Haft. Dasselbe gilt auch für ein allfälliges Kontakt- bzw. Rayonverbot. Ein solches erscheint vorliegend ebenfalls ungeeignet, um das Opfer vor einer drohenden schweren Straftat zu schützen. Überdies ist ohnehin fraglich, ob sich der Beschwerdeführer überhaupt daran halten könnte und würde, sollte er wieder in eine "Abwärtsspirale" geraten. Anderweitige Ersatzmassnahmen, welche die Wiederholungsgefahr hinreichend mindern könnten, sind nicht ersichtlich. Die Ansicht der Vorinstanz, mit blossen Ersatzmassnahmen für Haft lasse sich der dargelegten Wiederholungsgefahr nicht wirksam begegnen, hält daher vor dem Bundesrecht stand.