Citation: 1C_170/2022 E. 4.1

4.1. Der Grenzabstand setzt sich aus dem Grundabstand sowie dem Mehrlängenzuschlag gemäss Bau- und Zonenordnung zusammen (§ 21 Abs. 1 der Allgemeinen Bauverordnung des Kantons Zürich vom 22. Juni 1977 [ABV/ZH; LS 700.2]). In der vorliegend massgeblichen Wohnzone W4 gilt gemäss Art. 13 Abs. 1 der Bau- und Zonenordnung der Stadt Zürich vom 23. Oktober 1991 (BZO 2016; nachfolgend: BZO) ein minimaler Grundgrenzabstand von 5 m. Dieser Grundgrenzabstand erhöht sich bei Fassadenlängen von mehr als 12 m um einen Drittel der Mehrlänge, in der Zone W4 jedoch höchstens um 11 m (Art. 14 Abs. 1 BZO). Gemäss Art. 14 Abs. 3 BZO werden die Fassadenlängen von Hauptgebäuden, deren Gebäudeabstand 7 m unterschreitet, bei der Berechnung der für den Mehrlängenzuschlag massgeblichen Fassadenlänge zusammengerechnet. Da die Stadt Zürich ihre BZO noch nicht an die harmonisierten Baubegriffe angepasst hat, sind gewisse Bestimmungen des kantonalen Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG/ZH; LS 700.1) sowie der kantonalen Allgemeinen Bauverordnung in der vor dem 1. März 2017 geltenden Fassung massgebend (vgl. Abs. 2 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des PBG/ZH von 14. September 2015 sowie Übergangsbestimmungen zur Änderung der ABV/ZH vom 11. Mai 2016). Dazu gehört insbesondere § 260 Abs. 3 PBG/ZH, welche Bestimmung unter der Marginalie "Grenz- und Gebäudeabstand" vorsieht, dass einzelne Vorsprünge höchstens 2 m in den Abstandsbereich hineinragen dürfen, Erker, Balkone und dergleichen jedoch höchstens auf einem Drittel der betreffenden Fassadenlänge. § 27 Abs. 1 ABV/ZH (ebenfalls in der vor dem 1. März 2017 in Kraft stehenden Fassung) bestimmt, dass oberirdische Vorsprünge über mehr als einem Geschoss zur Fassadenlänge hinzugerechnet werden, wenn sie in der Richtung der betreffenden Fassade eine geschlossene Höhe von mehr als 1,3 m aufweisen.