Citation: 6B_608/2023 E. 1.2.2

1.2.2. Mit Blick auf die Täterkomponente wertet die Vorinstanz neutral, dass die Beschwerdeführerin nicht vorbestraft sei und sich seit den zu beurteilenden Taten wohlverhalten habe. Positiv wertet sie die wirtschaftliche Selbständigkeit der Beschwerdeführerin. Die Vorinstanz erwägt, die Beschwerdeführerin zeige nur begrenzt Reue und Einsicht, beziehe sich diese doch insbesondere auf die aufgrund des Strafverfahrens drohenden Konsequenzen, nicht aber auf die Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen. Die Vorinstanz berücksichtigt indes, dass die Beschwerdeführerin im Untersuchungsverfahren kooperativ und geständig gewesen sei und dieses Verhalten zur Aufdeckung der ihr vorgeworfenen Straftaten beigetragen und die Dauer des Strafverfahrens verkürzt habe. Ihre Geständnisbereitschaft sei zu ihren Gunsten zu berücksichtigen, da gerade für die Ermittlung der gehandelten Menge Kokain hauptsächlich auf ihre Aussagen abgestellt worden sei. Weiter erwägt die Vorinstanz jedoch, die Beschwerdeführerin habe die Taten anfangs bestritten und das Geständnis nicht bereits bei der ersten Gelegenheit abgelegt. Das Geständnis, gestützt worauf sich die tatsächliche Menge Kokain habe erörtern lassen, habe sie erst an der staatsanwaltlichen Einvernahme vom 4. Juni 2019 abgelegt; zu diesem Zeitpunkt seien ihr indes bereits belastende Aussagen vorgehalten worden, weshalb sie sich der ungünstigen Beweislage bewusst gewesen sei. Dementsprechend sei zu erkennen, dass die Beschwerdeführerin nicht von Anfang an vollumfänglich geständig gewesen sei und erst nach Vorhalt der bisherigen Ermittlungsergebnisse ein umfassendes Geständnis abgelegt habe. Dies relativiere das Gewicht, das dem Geständnis im Zusammenhang mit der Täterkomponente zukomme, erheblich. Mit Bezug auf die familiären Verhältnisse der Beschwerdeführerin erachtet die Vorinstanz keine erhöhte Strafempfindlichkeit als gegeben. Insgesamt geht die Vorinstanz von einer positiven Täterkomponente aus, die sie in erster Linie mit der Geständnisbereitschaft der Beschwerdeführerin begründet. Sie reduziert die Einsatzstrafe um sechs Monate.