Citation: 5C.190/2005 14.10.2005 E. 2

Der Berufungskläger macht geltend, die kombinierte Beiratschaft sei in einem eigentlichen "Schnellschussverfahren" am 23. Juli 2004 angeordnet worden, nachdem er erst kurz zuvor, nämlich am 21. Juli 2004, angehört worden sei. Er habe sich somit nicht mit dieser Massnahme auseinandersetzen und sich auch nicht mit Dritten beraten können. Soweit der Berufungskläger damit beanstandet, es sei ihm keine Bedenkfrist eingeräumt worden, ist ihm entgegenzuhalten, dass eine solche Frist zwar von einem Teil der Lehre gefordert wird und an sich empfehlenswert wäre, von Gesetzes wegen aber nicht vorgeschrieben ist (Sonja Hasler, Die Vormundschaft auf eigenes Begehren nach Art. 372 ZGB, eine Studie anhand praktischer Fälle, Schule für Sozialarbeit, Kurs Zürich, 1952-1954, S. 46, zitiert bei Schnyder/Murer, Berner Kommentar, N. 38 zu Art. 372 ZGB). Sodann wäre es dem Berufungskläger, über den bereits eine Mitwirkungsbeiratschaft errichtet worden ist, auch unbenommen gewesen, sich ausdrücklich eine solche Frist einräumen zu lassen, was er offenbar nicht getan hat. Hervorzuheben ist zudem, dass die Vormundschaftsbehörde nicht unmittelbar nach der Unterzeichnung des Begehrens, sondern erst zwei Tage später entschieden hat, so dass der Berufungskläger sich die Sache kurz hat überlegen und am Tag nach der Unterzeichnung noch auf sein Begehren hätte zurückkommen können.