Citation: 8C_471/2024 E. 6.3.1

6.3.1. Daneben macht der Beschwerdeführer geltend, Dr. med. G.________ habe in der Beurteilung vom 7. Dezember 2020 festgehalten, betreffend den Unfall im Jahr 2007 fehlten eine neurologische Untersuchung zu den Dauerfolgen der Beckenverletzung, eine urologische Kontrolle im Vergleich zum Jahr 2012 bezüglich der Sexualfunktionsstörung und eine Bildgebung mit Becken-CT, die seit der operativen Stabilisierung nie durchgeführt worden sei. Seit 2012 sei auch kein Röntgen erfolgt. Danach seien - so der Beschwerdeführer weiter - weder eine urologische Kontrolle noch eine neurologische Abklärung bezüglich der Auswirkungen der neurologischen Schädigung auf den linken Fuss erfolgt. Die Einschätzung von Dr. med. H.________ vom 23. Dezember 2021 habe sich ausdrücklich nur auf den Arm bezogen. Dass die Suva den Fall dann doch abgeschlossen habe, ohne die von Dr. med. G.________ am 7. Dezember 2020 als notwendig erachteten Unterlagen einzuholen, und somit die neurologische Problematik von Dr. med. G.________ als Facharzt für Chirurgie endgültig habe beurteilen lassen, lasse erhebliche Zweifel an der Schlüssigkeit seiner Beurteilung aufkommen. Weiter führt der Beschwerdeführer zahlreiche Arztberichte seit November 2014 bis 16. November 2022 an. Gestützt hierauf bringt er vor, es sei erwiesen, dass seit 2016 Entzündungsherde (ulcus) im verletzten Bein aufträten und zwar seit 2019 in immer kürzeren Abständen. Deren Behandlung sei Unfallfolge, und die Suva habe sie auch übernommen. Die Entzündungen führten für sich allein schon zu Arbeitsunfähigkeiten, weshalb die Einschätzung des Suva-Arztes nicht stimmen könne. Es sei willkürlich, eine "Gesundheitslücke" zwischen zwei Entzündungen herauszupicken und zu behaupten, der Zustand sei stabil und die neuerliche Entzündung müsse über den Rückfall gelöst werden. Die Klinik I.________ habe gemäss Bericht vom 17. Februar 2021 erstmals radiographisch eine Osteomyelitis am Endglied der grossen Zehe festgestellt. Werde dieser bakterielle Infekt nicht besser oder nicht behoben, müsse das Endglied in naher Zukunft amputiert werden. Die Osteomyelitis sei im Bericht des Suva-Arztes nicht erwähnt worden. Diesbezüglich sei zu klären, ob dieser Zustand anhalte oder der Infekt erfolgreich bekämpft worden sei, da es keine weiteren Berichte in den Akten gebe.