Citation: 1C_282/2021 E. 8.3

8.3. Die Beschwerdeführer behaupten, die Verkehrssicherheit auf der Staumauer- und der Eggerstrasse sei aufgrund des Schwerverkehrs der Deponie mangelhaft. Diese Strassen würden mit ihrer Ausbaubreite und den zulässigen Höchstgeschwindigkeiten nicht für das Kreuzen von zwei Lastwagen genügen. Sie seien auch vom Unterbau her nicht für den Schwerverkehr ausgelegt. Dies lasse sich aus ihrem desolaten Zustand (auffallend holprig und zahlreiche Risse) erkennen. Es stelle sich die Frage der Belastbarkeit der Brücken bzw. der Staumauer. Auf der Staumauer sei nicht einmal ein Begegnungsfall von zwei Personenwagen möglich. Auch sonst werde der Verkehr relativ dicht sein, zumal der Viadukt Willerzell wegen einer Sanierung in den Jahren 2022 und 2023 gesperrt werde. Die Beschwerdeführer bestreiten die Richtigkeit der Verkehrszahlen, auf die das Verwaltungsgericht abgestellt hat. Auch nehme das Verwaltungsgericht zu Unrecht an, dass die Erweiterung der Deponie keinen erheblichen Mehrverkehr verursache. Statt dessen müsse erwartet werden, dass das Deponievolumen im Verhältnis zur Bewilligung von 2006 künftig in der halben Zeit eingebracht werden. Dies führe zu einer Verdoppelung des Zubringerverkehrs. Gefährlich seien die Verhältnisse insbesondere für Kinder, welche die Strecke als Schulweg benützen müssten. Dabei sprechen sie den Schulweg zur Schulanlage in Egg, aber auch zum zentralen Sekundarschulhaus in Einsiedeln an. Die mit Blick auf den Schulweg in der Baubewilligung vom 30. April 2018 verfügte Beschränkung der Betriebszeiten der Deponie sei untauglich. Die Lastwagen würden am Dorfrand von Egg auf die Öffnung der Deponie warten. Sie seien schon unterwegs, wenn ein Grossteil der Kinder auf dem Schulweg sei. Am Nachmittag ende teilweise die Schule bereits um 15 Uhr. Dann würden sich die heimkehrenden Kinder mitten im Lastwagen- und Postautoverkehr befinden. Der Fahrradstreifen finde sich nur auf der Eggerstrasse und fehle dort erst noch an der engsten Stelle bei der Brücke neben der Einfahrt zur Deponie. Die Beschwerdeführer hätten erfolglos die Abnahme von Beweisen - wie Augenschein, Verkehrs- und Erschliessungsgutachten sowie Einholung von Berichten der Kantonspolizei und der Postautobetriebe - beantragt. Dadurch sei ihr Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt worden. Für das bundesgerichtliche Verfahren erneuern sie die entsprechenden Beweisanträge.