Citation: 8C_151/2024 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz erwog, es sei anzunehmen, dass beim Wechsel von A.________ im Januar 2000 an die Sprachheilschule C.________ ein therapeutischer Zweck mit dem Schwerpunkt der sprachlichen Förderung im Vordergrund gestanden sei. Die Wohnform sei nicht eindeutig geklärt, aber es sei von einem Aufenthalt bloss unter der Woche auszugehen. Der Bedarf an intensiver sprachlicher Förderung, die überwiegend therapeutisch motivierte Unterbringung sowie der Wochenaufenthalt würden gegen eine dauerhafte Fremdplatzierung sprechen. Es liege bezüglich der Sprachheilschule C.________ eine vorübergehende Unterbringung vor. Erst nachdem die Situation an der Sprachheilschule C.________ eskaliert sei, habe der Schulpsychologische Dienst (SPD) des Kantons Uri die Einweisung in eine geeignete Institution beantragt, gegebenenfalls in ein Vollinternat, im Sinne einer Sonderschulung für verhaltensauffällige Kinder, womit die Behandlung der Sprachschwierigkeiten in den Hintergrund gerückt sei. Der Leiter der Sprachheilschule C.________ habe von einem Notstand in der Familie und der Schule gesprochen (vgl. Bericht des SPD vom 21. Dezember 2000). Mit einem Schreiben vom 26. Januar 2001 habe der Schulrat der Einwohnergemeinde M.________/UR an die Schulpflege der Gemeinde N.________/LU auf die Situation von A.________ hingewiesen und betont, dass es die offensichtliche Überforderung der Mutter nicht zuliesse, diesen längere Zeit zu Hause zu lassen und es sei schnellstmöglich ein Internat oder eine andere geeignete Institution zu finden, wobei bereits geeignete Institutionen aufgeführt worden seien. Hieraus schloss die Vorinstanz, dass bereits im Januar 2001 klar gewesen sei, welche Institutionen in Frage kämen und dass A.________ dauerhaft fremdplatziert werden müsse. Die Unterbringung im Kinderheim D.________ sei als Notaufnahme bezeichnet worden. Eine geeignete Institution sei noch nicht gefunden worden und der Aufenthalt im Kinderheim D.________ sei folglich für eine Übergangszeit vorgesehen gewesen, da die begrenzten Betreuungsmöglichkeiten durch die Mutter offensichtlich geworden seien und eine umfassende Betreuung im familiären Umfeld nicht mehr in Betracht gekommen sei.