Citation: 2C_738/2019 E. 4.2.1

4.2.1. Die Vorinstanz ist aufgrund des Strafmasses von 42 Monaten Freiheitsstrafe in zulässiger Weise von einem schweren Verschulden des Beschwerdeführers ausgegangen (vgl. E. 3.1 des angefochtenen Urteils), liegt doch dieses Strafmass weit über der Grenze von einem Jahr, welche für die Möglichkeit des Widerrufs massgeblich ist (vgl. BGE 139 I 145 E. 3.4 S. 152 betreffend eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren; Urteile 2C_231/2019 vom 23. Mai 2019 E. 2.1 und 2C_172/2017 vom 12. September 2017 E. 3.3 betreffend eine Freiheitsstrafe von 36 Monaten; Urteil 2C_843/2014 vom 18. März 2015 E. 3.2 betreffend eine Freiheitsstrafe von 45 Monaten). Bereits die qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 2 i.V.m. Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG), welche der Verurteilung vom 11. August 2015 unter anderem zugrunde liegt, indiziert ein erhebliches migrationsrechtliches Verschulden (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.2 S. 34; 139 I 16 E. 2.2.2 S. 20; 125 II 521 E. 4a S. 527 mit Hinweisen; Urteile 2C_813/2018 vom 5. April 2019 E. 5.3; 2C_843/2014 vom 18. März 2015 E. 3.2.1). Gemäss dem Strafurteil bezog sich die Tathandlung auf das Anstaltentreffen zur Erlangung und zum Verkauf/ zur Abgabe von mindestens 992 Gramm Heroingemisch. Der Beschwerdeführer habe das Heroin wiederbeschaffen und dem ursprünglichen Besitzer gegen eine Entschädigung zurückgeben wollen; dabei sei er maskiert, aggressiv und unter Zuhilfenahme von Waffengewalt vorgegangen. Gemäss den Erwägungen des Strafgerichts handelte der Beschwerdeführer primär aus finanziellen und egoistischen Beweggründen (vgl. auch E. 3.1 des angefochtenen Urteils). Daneben wurde der Beschwerdeführer wegen Raubes, Nötigung, Hausfriedensbruchs, Sachbeschädigung unter Verursachung eines grossen Schadens sowie wegen Widerhandlungen gegen das Waffengesetz und das Strassenverkehrsgesetz (viele Straftaten mehrfach begangen) verurteilt. Somit liegt der Verurteilung zu 42 Monaten Freiheitsstrafe keine isolierte Straftat, sondern eine Mehrzahl von teilweise schweren Delikten zugrunde. Zudem gehören sowohl Raub als auch die qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 2 BetmG) zu den Verhaltensweisen, welche seit dem 1. Oktober 2016 eine obligatorische Landesverweisung nach sich ziehen (Art. 66a Abs. 1 lit. c und o StGB). Auch wenn diese Regelung nicht rückwirkend Anwendung auf den Beschwerdeführer findet, darf bei einer Interessenabwägung berücksichtigt werden, dass der Verfassungs- und Gesetzgeber Gewaltdelikte als besonders verwerflich erachtet (vgl. Urteile 2C_108/2018 vom 28. September 2018 E. 4.3.3; 2C_393/2017 vom 5. April 2018 E. 3.3.1; 2C_172/2017 vom 12. September 2017 E. 3.3).