Citation: 6B_108/2025 E. 1.2.1

1.2.1. Der 1990 in Marokko geborene Beschwerdeführer reiste 2002 im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz ein. Hier leben ausserdem seine Mutter und ein Halbbruder. Er verfügt über Verwandte in Marokko und mehreren europäischen Ländern, zu denen er Kontakt hält. Er ist geschieden und hat einen 2022 geborenen Sohn, der bei der Mutter lebt. Über soziale Kontakte ausserhalb der Familie ist nichts bekannt. Der Beschwerdeführer besuchte Schulen in Marokko, Frankreich und der Schweiz. Anschliessend schloss er hier eine zweijährige Anlehre als Metallbaupraktiker ab, arbeitete aber nie in diesem Beruf. Gemäss Vorinstanz ist unklar, was und wie lange der Beschwerdeführer gearbeitet hat. Von 2008 bis 2019 wurde er durch die Sozialhilfe unterstützt. Er ist mehrfach, teilweise einschlägig, vorbestraft, wobei neben dem vorliegenden ein weiteres Verfahren hängig war. Der Beschwerdeführer spricht Arabisch, Französisch und Deutsch, einschliesslich Mundart. Zum Zeitpunkt der Berufungsverhandlung gab der Beschwerdeführer an, er habe seit einem Jahr keinen Kontakt mehr zu seiner Partnerin und seinem Sohn. Dies nachdem es im Juli 2023 zu einem Polizeieinsatz wegen häuslicher Gewalt und massiver Drohungen gekommen war, in deren Folge die Partnerin im Frauenhaus unterkam. Im Jahr 2022 hatte die Partnerin den Beschwerdeführer ausserdem wegen Vergewaltigung, Nötigung, Drohung und Tätlichkeiten angezeigt, die Anschuldigungen aber im Verfahren nicht wiederholt, sodass dieses eingestellt wurde.