Citation: 5A_415/2017 E. 2.3

2.3. Das Obergericht hat die Beschwerde in diesem Punkt indes als unbegründet erachtet. Der Beschwerdeführer übersehe mit seiner Rüge, wonach die Erstinstanz die "Anwaltsfrage" nicht (rechtzeitig) beantwortet habe, dass es an ihm gelegen wäre, einen Rechtsanwalt zu bezeichnen, der ihm als unentgeltlicher Rechtsbeistand hätte bestellt werden sollen. Das Gericht bestelle den Beistand lediglich im Anwendungsbereich von Art. 69 ZPO von sich aus, nämlich dann, wenn eine Partei offensichtlich nicht im Stande ist, den Prozess selbst zu führen. Dies habe die Erstinstanz vorliegend nicht annehmen müssen. Insofern habe für die Erstinstanz kein Anlass bestanden, dem Beschwerdeführer von sich aus einen Rechtsvertreter zu bestellen. Sodann habe der Beschwerdeführer den Rechtsvorschlag mit der Begründung mangelnden neuen Vermögens in der Annahme erhoben, ihm stehe die Einrede auch gegen die von der Gläubigerin auf einen Pfändungsverlustschein gestützte Betreibung zu, ohne dass jemals ein Konkurs eröffnet worden wäre. Dieser von ihm eingenommene Standpunkt widerspreche indes offenkundig der Gesetzessystematik, der herrschenden Lehre und der bundesgerichtlichen Rechtsprechung. Art. 265 SchKG befasse sich ausschliesslich mit Verlustscheinen, die am Ende eines Konkursverfahrens ausgestellt wurden und nur auf solche beziehe sich ebenso offensichtlich der Art. 75 SchKG. Sein im erstinstanzlichen Verfahren eingenommener Standpunkt müsse daher als aussichtslos bezeichnet werden, weshalb ihm die Erstinstanz die unentgeltliche Rechtspflege zu Recht verweigert habe.