Citation: 6B_216/2017 E. 2.3

2.3. Der Beschwerdeführer führt aus, er sei 59 Jahre alt. Die Vorinstanz hätte sein Alter sowie die Arbeitsmarktsituation bei der Strafzumessung berücksichtigen müssen. Der Arbeitsplatz sei praktisch sein einziger sozialer Kontakt. Er könne dort eine zufriedenstellende Tätigkeit ausführen und habe das Gefühl, gebraucht zu werden. Nach Verbüssung einer unbedingten Freiheitsstrafe könne er aufgrund seines Alters keine neue Arbeitsstelle mehr finden und es würde ihm das letzte Stück Lebensinhalt genommen. Aufgrund dessen liege eine erhöhte Strafempfindlichkeit vor. Die Rechtsprechung betonte wiederholt, dass eine erhöhte Strafempfindlichkeit nur bei aussergewöhnlichen Umständen zu bejahen ist, da die Verbüssung einer Freiheitsstrafe für jede arbeitstätige und in ein familiäres Umfeld eingebettete Person mit einer gewissen Härte verbunden ist (vgl. etwa Urteile 6B_748/2015 vom 29. Oktober 2015 E. 1.3; 6B_1159/2014 vom 1. Juni 2015 E. 4.4; je mit Hinweisen). Es kann vollumfänglich auf die zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen werden. Die Verbüssung einer Freiheitsstrafe ist für jeden arbeitstätigen Beschuldigten mit einer gewissen Härte verbunden, weil er aus einem allenfalls günstigen beruflichen Umfeld herausgerissen wird und eine Rückkehr ins Berufsleben mit Schwierigkeiten verbunden ist. Als unmittelbare gesetzmässige Folge jeder Sanktion darf diese Konsequenz daher nur bei Vorliegen aussergewöhnlicher Umstände strafmindernd wirken. Solche sind nicht bereits aufgrund der nahenden Pensionierung oder weil die Arbeitstätigkeit zufriedenstellend ist und dem Beschwerdeführer das Gefühl gibt, gebraucht zu werden, zu bejahen. Inwiefern vorliegend eine besonders günstige berufliche Situation vorliegen soll, ist nicht ersichtlich. Die Verbüssung einer Freiheitsstrafe kurz vor der Pensionierung ist zwar für eine arbeitstätige Person nicht von Vorteil. Grundsätzlich ist jedoch weder die Strafe noch das Strafverfahren, sondern einzig das Verhalten des Beschuldigten dafür verantwortlich. Es sind daher keine aussergewöhnlichen Umstände erkennbar, die auf eine - im Vergleich mit anderen Verurteilten - erhöhte Strafempfindlichkeit schliessen liessen. Die Vorinstanz wendet die bundesgerichtliche Rechtsprechung im Rahmen ihres Ermessens zutreffend an.