Citation: 1C_546/2022 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz wies im angefochtenen Urteil darauf hin, dass in der Vergangenheit bereits drei verschiedene Projekte für den Abbruch der bestehenden Liegenschaften und die Erstellung zweier Mehrfamilienhäuser bewilligt, jedoch spätestens im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren aufgehoben worden seien. Die Frage der Rechtmässigkeit der Inventarentlassung bzw. einer allfälligen Schutzwürdigkeit der abzubrechenden Liegenschaften sei dabei in diesen Rechtsmittelverfahren nie thematisiert worden. Es sei lediglich ausgeführt worden, mit Beschluss des Gemeinderats vom 7. Juli 2009 seien die bestehenden Bauten aus dem kommunalen Inventar der Kulturobjekte entlassen worden. Die Frage der Rechtsmässigkeit der Inventarentlassung könne jedoch offen gelassen werden, ebenso, ob die diesbezüglichen Rügen der Beschwerdeführerin rechtzeitig erfolgt seien. Ob das Schutzobjekt inventarisiert sei oder bei pflichtgemässem Handeln der zuständigen Behörden inventarisiert sein müsste, spiele keine Rolle, da die Beschwerdeführerin ohnehin zur Rüge befugt sei, ein Neu- oder Umbau sei deshalb unzulässig, weil er den Abbruch eines Schutzobjekts voraussetze oder ein solches beeinträchtige. Die Beschwerdeführerin habe jedoch die Schutzwürdigkeit bzw. wichtige Zeugenschaft der Gebäude vor Baurekursgericht nicht substanziiert behauptet und auch im Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht bleibe unklar, worin die besonderen Qualitäten der fraglichen Liegenschaft bestehen sollten.