Citation: 9C_363/2024 E. 4.3.3

4.3.3. Für den Vorsteuerabzug bei steuerpflichtigen Personen, die einen unternehmerischen und einen nicht-unternehmerischen Bereich aufweisen, ist Art. 33 Abs. 2 i.V.m. Art. 18 Abs. 2 lit. a und d MWSTG von besonderer Bedeutung. Danach hat die steuerpflichtige Person ihren Vorsteuerabzug für empfangene Subventionen zu kürzen. Keine Vorsteuerkürzung hat die steuerpflichtige Person hingegen, obwohl es sich um Nicht-Entgelte handelt, für Spenden vorzunehmen, was auf einem bewussten gesetzgeberischen Entscheid beruht. Damit will das Gesetz die taxe occulte bei spendenfinanzierten Unternehmen eliminieren (vgl. BGE 142 II 288 E. 4.2 m.H.). Sofern und soweit eine steuerpflichtige Person somit einen unternehmerischen und einen nicht-unternehmerischen Bereich aufweist und Spenden in deren unternehmerischem Bereich Verwendung finden (vgl. zu dieser Möglichkeit Urteil 9C_612/2022 vom 18. August 2023 E. 7.4.5), führt dies zu keiner Vorsteuerkürzung.