Citation: 1P.429/2003 06.10.2003 E. A

Gegen X.________ ist vor dem Strafgericht des Kantons Basel-Landschaft ein Strafverfahren wegen (u.a.) qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz hängig, in dessen Verlauf eine grössere Menge Hanfmutterpflanzen beschlagnahmt wurde. Am 2. Juni 2002 gelangte X.________ mit folgendem Antrag an den Präsidenten des Strafgerichts: "Es sei ihm bzw. der ihm gehörenden Z.________ GmbH zu gestatten, 6'000 Stecklinge von den Hanfmutterpflanzen an der Venedig- und Güterstrasse zu entnehmen." Zur Begründung führte er an, er sei mit verschiedenen Landwirten im Kanton Anbauverträge eingegangen. Wenn er diese nicht mit eigenen Stecklingen beliefern könne, sondern solche einkaufen müsse, würden die Kosten für die beabsichtigte Herstellung von Destillat und Edeldestillat unwirtschaftlich hoch und sein wirtschaftliches Überleben in Frage gestellt. Mit Verfügung vom 12. Juni 2003 wies der Präsident des Strafgerichts den Antrag ab. Zur Begründung führte er im Wesentlichen an, die Beschlagnahme des Hanfs sei u.a. zur möglichen Vernichtung erfolgt; es könne daher aus dem Beschlagnahmezweck nicht angehen, dass mit dem Beschlagnahmegut weiter gewirtschaftet werde. Im Übrigen verwies er auf die Stellungnahme der Staatsanwaltschaft vom 5. Juni 2003, in welcher diese darlegte, dass die von X.________ eingelegten Anbauverträge entweder blosse Entwürfe seien oder erst im Frühling 2003 abgeschlossen worden seien; diese Verträge seien damit nicht geeignet, den Nachweis dafür zu erbringen, dass ausschliesslich eine legale Produktion ätherischer Öle beabsichtigt sei. Aus diesem Grund könne X.________ auch aus dem von ihm zitierten unveröffentlichten Bundesgerichtsentscheid 1P.47/2003 vom 17. März 2003 nichts zu seinen Gunsten ableiten.