Citation: 5A_342/2024 E. 5.1

5.1. Sie behaupten zunächst, das Kantonsgericht habe das eingereichte Privatgutachten bei der Sachverhaltsfeststellung nicht berücksichtigt, komplett vergessen bzw. als alles entscheidendes Beweismittel übergangen. Diese Behauptung trifft offensichtlich nicht zu, verweist doch das Kantonsgericht in E. 5.3.2 auf das "private Lärmgutachten" und in E. 7.3 auf das "private Gutachten", womit offensichtlich das von den Beschwerdeführern verwiesene "Privatgutachten" gemeint ist. Sodann erachtete das Zivilgericht die im Privatgutachten enthaltenen Lärmwerte als erwiesen. Es stellte allerdings fest, dass die Messungen nur über einen kurzen Zeitraum durchgeführt wurden und als sich die Kühe auf der Südweide befanden. Die Messungen vermöchten deshalb nur über die Lärmbelastung Auskunft zu geben, wenn sich die Kühe auf der Südweide befänden. Hingegen vermöge es keine Auskunft darüber zu geben, wie es um die Lärmbelastung stehe, wenn sich ausschliesslich auf der Nordweide Kühe befänden. Dass das Zivilgericht bezüglich des Privatgutachtens keine Unterscheidung zwischen der Süd-, Nord-, Nordwest- und Südwestweide getroffen hat, wie die Beschwerdeführer behaupten, trifft mithin offensichtlich nicht zu. Das Kantonsgericht stellte seinerseits fest, diese Feststellung des Zivilgerichts sei unbestritten geblieben. Dieser Feststellung widersprechen die Beschwerdeführer nicht. Im Übrigen halten sie an anderer Stelle selber fest, der Lärm von der Nordweide sei nicht Gegenstand des Privatgutachtens gewesen. Es kann demzufolge keine Rede davon sein, dass es sich beim Privatgutachten um ein "alles" entscheidendes Beweismittel handelt. Dessen Bedeutung beschränkt sich nach der unbestritten gebliebenen Feststellung des Kantonsgerichts auf die Südweide. Soweit die Beschwerdeführer die übermässigen Immissionen auf der Basis des Privatgutachtens als für die Südwest-, Nord- und Nordwestweiden als glaubhaft gemacht oder gar als bewiesen wissen wollen, müssten sie dartun, dass und weshalb die für die Südweide gemessenen Lärmwerte tel quel auf die Südwest-, Nord- und Nordwestweiden übertragen werden müssen. Das tun sie nicht, und es leuchtet auch nicht ein, weshalb dem so sein soll. Damit zielen die weitergehenden, im Zusammenhang mit dem Privatgutachten getätigten Ausführungen (Privatgutachten hätten Beweiskraft, um eine Tatsache in einem summarischen Verfahren glaubhaft zu machen; die Beschwerdegegner hätten das Privatgutachten nicht substanziiert bestritten, weshalb die Übermässigkeit der Immissionen als erstellt gelten und diese nicht bewiesen werden müsse; die Beweiswürdigung betreffend Glaubhaftmachung sei schon deshalb willkürlich falsch, weil das entscheidende Beweismittel, nämlich das Privatgutachten, völlig übergangen worden sei), allesamt an der Sache vorbei. Nachdem sie die vorbeschriebene Unterteilung in die vier Weiden im vorinstanzlichen Verfahren nicht bestritten haben, sind die Beschwerdeführer nicht zu hören, wenn sie dem Kantonsgericht vorwerfen, einen unverständlichen Unterschied zwischen den Nord-, Süd-, Nordwest- und Südwestweiden zu machen.