Citation: 1B_81/2019 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer und die Staatsanwaltschaft haben ihre Berufungen im Juni 2018 zurückgezogen. Das Obergericht hat das Berufungsverfahren jedoch noch nicht abgeschrieben. Der Beschwerdeführer geht mit der Vorinstanz zutreffend davon aus, dass deshalb die vom Bezirksgericht ausgesprochene Strafe noch nicht vollstreckbar ist. Darüber, ob die Rückzüge der Berufungen rechtsgültig sind, hat das Obergericht zu befinden. Erst wenn es dies bejaht und das Berufungsverfahren rechtskräftig abgeschrieben hat, ist dieses beendet und die vom Bezirksgericht ausgesprochene Strafe vollstreckbar (vgl. SCHMID/JOSITSCH, Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 3. Aufl. 2018, N. 4 zu Art. 386 StPO und N. 5a zu Art. 399 StPO). Der Beschwerdeführer befindet sich daher - was er anerkennt - mangels rechtskräftiger Abschreibung des Berufungsverfahrens nach wie vor im vorzeitigen und nicht im definitiven Strafvollzug. Damit beurteilt sich die Rechtmässigkeit der Haft nach den Kriterien, die für die Untersuchungs- bzw. Sicherheitshaft gelten (BGE 143 IV 160 E. 2 S. 161 ff. mit Hinweisen).