Citation: 2C_339/2018 E. 9.2

9.2. Die Beschwerdeführerin hat sich bereits als geschiedene Frau zwischen 2007 und 2013 in ihrer Heimat aufgehalten, ohne dass ihre Familie sie verstossen hätte. Warum diese ihre Haltung nach der dritten Scheidung der Beschwerdeführerin nunmehr ändern sollte, ist nicht ersichtlich. Die eheliche Beziehung der Beschwerdeführerin wurde in der Schweiz nur rund acht Monate gelebt bzw. formell bis zur Scheidung während bloss etwa zwei Jahren aufrechterhalten. Von einer besonderen, vertieften Beziehung zur Schweiz kann nicht gesprochen werden, auch wenn die Beschwerdeführerin inzwischen etwas Deutsch spricht und versteht und sie eine Stelle als Raumpflegerin gefunden hat. Die mittlerweile rund 33-jährige Beschwerdeführerin hat den prägenden Teil ihres Lebens im Heimatland verbracht; sie ist mit den dortigen Sitten und Gebräuchen nach wie vor vertraut. Der Einwand, dass sie wegen ihrer Scheidung in der mazedonischen Kultur geächtet sei, genügt für die Annahme einer stark gefährdeten Wiedereingliederung nicht: Sie hat bereits früher in Mazedonien als geschiedene Frau gelebt; im Übrigen kommt es in ihrer Heimat ebenfalls zu Trennungen und Scheidungen, auch wenn die Scheidungsrate allenfalls geringer ist als in anderen Ländern.