Citation: I 656/01 20.02.2003 E. 3

3.1 Die IV-Stelle hat ihre anspruchsverneinende Verfügung zur Hauptsache auf den Arztbericht von Dr. med. M.________ vom 19. Juni 2000 gestützt, indem sie eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in einer körperlich mittelschweren Arbeit ohne Sturzgefährdung und ohne ausgeprägte Lärmbelastung annahm. Gemäss diesem Bericht wirken sich folgende diagnostizierte Gesundheitseinschränkungen auf das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdegegners aus: ein Ureterkonkrement, eine vertebragene Spondylose und ein Drehschwindel. Der Arzt bescheinigte eine Arbeitsunfähigkeit zu 100 % im bisherigen Beruf seit August 1998. Nach einer Umschulung sei dem Versicherten die Ausübung einer leichten Tätigkeit zumutbar. Schliesslich hielt der Hausarzt zusätzliche medizinische Abklärungen für angezeigt. Die Vorinstanz legte zutreffend dar, dass lediglich bezüglich des Ureterkonkrements genügende ärztliche Berichte vorlägen. Der Drehschwindel werde zwar in einem Bericht von Prof. Dr. med. K.________, Spezialarzt FMH für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, an Prof. Dr. med. H.________, Spezialarzt FMH für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, vom 13. Januar 1999 erwähnt; er sei jedoch nicht weiter untersucht worden. Des Weitern und ebenfalls zutreffend führte die Vorinstanz aus, dass der Arztbericht von Dr. med. M.________ vom 19. Januar 2000 unvollständig sei, da die von der IV-Stelle vorgelegten Fragen nicht vollumfänglich beantwortet worden seien. Insbesondere sei die bescheinigte 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten beruflichen Tätigkeit nicht begründet worden. Die Leistungsfähigkeit in einer leidensbedingt zumutbaren Tätigkeit sei in ihrem Ausmass nicht genügend genau bestimmt worden. Eine umfassende medizinische Abklärung sei angezeigt. Den Erwägungen der Vorinstanz ist vollumfänglich beizupflichten. Die vorliegenden ärztlichen Stellungnahmen erlauben keine hinreichend sicheren Schlüsse auf die invalidisierende Wirkung aller vom Beschwerdegegner geklagten Beschwerden. 3.2 Was dagegen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgebracht wird, vermag nicht zu anderen Ergebnissen zu führen. Dass der Drehschwindel bisher nicht objektiviert werden konnte, muss nicht darauf zurückzuführen sein, dass eine solche Beeinträchtigung nicht vorliegt, sondern kann auch in der Tatsache begründet sein, dass dies bisher nie zum Gegenstand einer medizinischen Abklärung gemacht worden ist. Prof. Dr. med. K.________ erwähnt den Drehschwindel in seinem Bericht vom 13. Januar 1999 lediglich nebenbei; er hat aber keine Untersuchungen dazu durchgeführt, wozu er aufgrund seines Auftrages, eine Beurteilung betreffend des Tinnitus abzugeben (Schreiben von Dr. med. H.________ vom 23. Oktober 1998), auch keine Veranlassung hatte. Zudem scheint die IV-Stelle in ihrer Verfügung vom 5. Januar 2001 selbst davon auszugehen, der Drehschwindel sei zu berücksichtigen, indem sie ausdrücklich auf die Zumutbarkeit mittelschwerer Tätigkeiten ohne Sturzgefährdung Bezug nimmt. Ebenso sind allfällige Auswirkungen der von Dr. med. M.________ diagnostizierten vertebragenen Spondylose auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdegegners bisher nicht abgeklärt worden. Es ist nicht ersichtlich, wie die IV-Stelle zur Aussage gelangt, eine Spondylose liege mit Sicherheit nicht vor; zumal sie in der Vernehmlassung an die Vorinstanz vom 11. April 2001 noch vom Gegenteil ausgegangen ist. Die vorliegenden orthopädischen Berichte von Dr. med. Y.________ vom 14. Januar 1998 und des Spitals Z.________, Medizinische Klinik, Rheumatologische Abteilung, vom 3. Dezember desselben Jahres äussern sich nicht zu dieser Frage. Zudem ist fraglich, ob sie für eine Beurteilung des Gesundheitszustandes des Beschwerdegegners zum Zeitpunkt der Verfügung (5. Januar 2001) noch aussagekräftig sind. Was schliesslich den Einbezug der Kopfschmerzen in die Beurteilung des Arbeitsfähigkeit angeht, kann eine diesbezügliche Abklärung nicht mit dem Hinweis darauf, dass unfall- und operationsbedingte Kopfschmerzen im Jahr 1991 nicht zu einer Arbeitsunfähigkeit geführt hätten, als unnötig dargetan werden. Somit ist die Beurteilung durch die Vorinstanz, die IV-Stelle sei ihrer Sachverhaltsabklärungspflicht ungenügend nachgekommen und habe dies durch die Vornahme zusätzlicher Untersuchungen nachzuholen, zu bestätigen, was zur Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde führt.