Citation: 8C_154/2020 E. 3.5

3.5. Nachdem die B.________ GmbH mit der Versicherten am 3. Mai 2019 vor der Schlichtungsbehörde die Nachzahlung eines "Lohnbetrages" von Fr. 2103.35 vereinbart hatte, besass die Beschwerdeführerin mit Blick auf dieses vergleichsweise erzielte Ergebnis des arbeitsgerichtlichen Schlichtungsverfahrens gegenüber der ehemaligen Arbeitgeberin Entschädigungsansprüche im Sinne von Art. 337b OR. Demzufolge dient dieser Lohn- oder lohnähnlichen Charakter aufweisende Betrag der Abgeltung entsprechender (Ersatz-) Forderungen und ist unter Art. 11 Abs. 3 AVIG zu subsumieren. Ein anrechnbarer Arbeitsausfall liegt daher bezüglich der Monate November und Dezember 2018 nicht vor. Diese aus der Vereinbarung gewonnene Erkenntnis stellt eine neue erhebliche Tatsache dar, womit sich die Festsetzung des Beginns der Leistungsrahmenfrist auf den 27. November 2018 unter dem Gesichtswinkel von Art. 53 Abs. 1 ATSG als nachträglich unrichtig herausstellte (vgl. ARV 2010 S. 293, 8C_787/2009 E. 3.2.2). Die Feststellung der Vorinstanz, mit der im Juni 2019 erlangten Kenntnis der Arbeitslosenkasse über eine am 3. Mai 2019 vor der Schlichtungsbehörde Oberland vereinbarte Nachzahlung eines "Lohnbetrages" von Fr. 2103.35 liege eine revisionsrechtlich neue erhebliche Tatsache im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG vor, ist daher weder willkürlich noch bundesrechtsverletzend. Hat sie somit die Voraussetzungen des Art. 53 Abs. 1 ATSG zu Recht bejaht, berechtigt dies die Arbeitslosenkasse zur vorgenommenen Korrektur des Rahmenfristbeginns. Der vorinstanzliche Entscheid hält vor Bundesrecht stand.