Citation: U 69/06 02.08.2006 E. 3.2

3.2.1 Es ist erstellt, dass der Beschwerdeführer - nach dreimaligem Sturz auf den Rücken in früheren Jahren (zuletzt mit Aufenthalt in der Rehabilitationsklinik Z.________ vom 9. April bis 14. Mai 2003) - bereits vor dem Unfall vom 10. Februar 2004 an Rückenbeschwerden gelitten hat; ab 4. August 2003 war er jedoch wieder voll arbeitsfähig und insbesondere in der Lage, die am 15. Oktober 2003 angetretene, gemäss Angaben der Arbeitgeberfirma körperlich strenge Arbeit als Lagerist im Schichtbetrieb bis am 10. Februar 2004 vollzeitlich auszuüben. Diese Arbeitsfähigkeit büsste der Versicherte nach dem hier in Frage stehenden Unfallereignis über den 31. März 2004 (Leistungseinstellung) hinaus ein, was auch im kreisärztlichen Untersuchungsbericht vom 7. Juli 2004 - nach Lage der Akten zu Recht - nicht bestritten wird: So wurde im Bericht der (erstbehandelnden) Notfallstation der Chirurgischen Klinik am Spital Y.________ vom 5. April 2004 eine volle Arbeitsunfähigkeit bis 14. Februar 2004 attestiert, anschliessend sei letztere vom Hausarzt (Dr. med. P.________) zu bestimmen. Dieser empfahl (nach Angaben des Versicherten gegenüber der SUVA vom 19. März 2004) ab 1. März 2004 eine Wiederaufnahme der Arbeit, wozu es jedoch aufgrund erneuter Schmerzintensivierung (mit Blockierung der Wirbelsäule am 28. Februar 2004) nicht kam. Die Ärzte der Rheumaklinik des Universitätsspitals W.________ schätzten sodann die Arbeitsunfähigkeit im Austrittsbericht vom 25. März 2004 auf 100 % bis 11. April 2004 und ab 12. April bis 2. Mai 2004 auf 50 % ein (Einsatz halbtags; Gewichtslimte vorerst 10 kg); anschliessend sei die Arbeitsfähigkeit schrittweise zu steigern. Der (seit Mai 2004 neu zuständige) Hausarzt Dr. med. S.________, erachtete allerdings im Zwischenbericht vom 7. Juni 2004 eine Arbeitsaufnahme als (noch) nicht angezeigt und die künftige Entwicklung als unbestimmt. 3.2.2 Entgegen der Auffassung von Vorinstanz und SUVA ist der Wegfall sämtlicher unfallbedingter Ursachen der ärztlich bescheinigten Leistungseinschränkungen ab 1. April 2004 bzw. eine ab diesem Zeitpunkt bestehende Dominanz unfallfremder Faktoren (vgl. Erw. 2.2 hievor) aktenmässig nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad ausgewiesen. Namentlich vermag in dieser Hinsicht der vorinstanzlich als ausschlaggebend erachtete Untersuchungsbericht des Kreisarztes Dr. med. E.________ vom 7. Juli 2004 nicht zu überzeugen. Die vom Kreisarzt erwähnte Bescheinigung einer ab 1. März 2004 bestehenden vollen Arbeitsfähigkeit durch den Hausarzt stützt sich nicht auf ein in den Akten liegendes Attest desselben, sondern lediglich auf die Angaben des Versicherten gegenüber der SUVA (vom 19. März 2004), wonach er "gemäss Herrn Dr. med. P.________ die Arbeit am Montag, 1.03.04 wieder (hätte) aufnehmen sollen". Weder geht daraus hervor, in welchem Umfang dies hätte geschehen sollen (Arbeitsversuch mit teilzeitlichem Einsatz?) noch lässt sich dem erwähnten Zitat (implizit) eine hausärztliche Bestätigung der vollständigen "Abheilung" (so Kreisarzt) der unfallbedingten Rückenkontusion entnehmen. Entsprechendes kann - entgegen der vorinstanzlich als massgebend erachteten Auffassung des Kreisarztes - auch nicht aus dem Austrittsbericht der Rheumaklinik des Universitätsspitals W.________ vom 25. März 2004 abgeleitet werden. Die Symptome des bei Klinikeintritt diagnostizierten "subakuten lumbospondylogenen Syndroms" (bei Status nach Rückenkontusion) konnten durch therapeutische Massnahmen zwar deutlich gemildert werden, sodass am 25. März 2004 nur noch residuelle lumbale Schmerzen ohne spondylogene Symptomatik bestanden; das Dahinfallen der Unfallkausalität der weiterhin attestierten Arbeitsunfähigkeit (vgl. Erw. 3.2.1 hievor) ist damit aber nicht hinreichend nachgewiesen, nachdem der Austrittsbericht der Rheumaklinik vom 25. März 2004 trotz Verneinung unfallbedingter ossärer Läsionen nirgends ausdrücklich festhielt, die residuellen Beschwerden seien einzig noch auf die diagnostizierte (degenerative) Spondylolyse L5/S1 mit Anterolisthesis L5/S1 zurückzuführen, und noch in dem am 5. April 2004 ausgestellten Arztzeugnis des Limmatspitals vermerkt wurde, es lägen "ausschliesslich Unfallfolgen" vor. 3.2.3 Der bereits im vorinstanzlichen Entscheid in die Beweiswürdigung einbezogene Bericht des PD Dr. med. L.________, Spezialarzt FMH für Orthopädische Chirurgie, insbesondere Wirbelsäulenchirurgie, vom 12. November 2004 hält fest, die (schon im Austrittsbericht der Rheumaklinik des Universitätsspitals W.________ vom 25. März 2004) diagnostizierte Spondylolyse L5/S1 sei - da bereits seit zwei Jahren symptomatisch - selbst nicht unfallkausaler Genese, doch habe der Sturz vom 10. Februar 2004 zu einer vorübergehenden Verschlechterung des Vorzustands geführt; allerdings werde eine Kostenübernahme durch die SUVA längerfristig "kaum in Frage kommen". Diese Aussagen sprechen dafür, dass die unfallbedingte Verstärkung der vorbestehenden Rückenproblematik im Zeitpunkt der Beurteilung durch Dr. med. L.________ - mithin auch im Zeitpunkt des Einspracheentscheids vom 4. Oktober 2004 - noch nicht vollständig abgeklungen bzw. damals noch nicht von einer Dominanz unfallfremder Faktoren auszugehen war (vgl. Erw. 2.2 hievor); wie es sich damit verhält, lässt sich indessen aufgrund der verfügbaren Unterlagen nicht abschliessend beantworten. Im Lichte des Berichts des Dr. med. L.________ rechtsgenüglich erstellt ist jedoch, dass der Unfall vom 10. Februar 2004 nicht geeignet ist, beim Beschwerdeführer im Sinne natürlicher Kausalität bleibende, eine längerfristige Leistungspflicht des Unfallversicherers begründende Folgen zu hinterlassen. 3.2.4 Nach dem Gesagten hat die SUVA die umstrittenen Leistungen für die Folgen des Unfalls vom 10. Februar 2004 über den 31. März 2004 hinaus zu erbringen. Über den Zeitpunkt des mit überwiegender Wahrscheinlichkeit seither eingetretenen Wegfalls der Unfallkausalität wird die SUVA unter Berücksichtigung der vorhandenen Akten sowie unter Beizug weiterer Unterlagen neu zu verfügen haben.