Citation: I 874/05 09.05.2006 E. 3.2

3.2.1 Die Versicherte hat eine Anlehre als Coiffeuse gemacht und war in der Folge im Service sowie als Buffetmitarbeiterin in Restaurationsunternehmen tätig gewesen. Von 1982 bis 2000 kümmerte sie sich - mit kurzzeitigen Einsätzen als Aufsichtsperson in einer Videothek bzw. in Spielsalons - als Mutter von vier 1983, 1986, 1987 und 1989 geborenen Kindern um den Familienhaushalt. Am 21. August 2000 nahm sie eine Teilzeitstelle im Umfang von 50 % als Mitarbeiterin der Verpackung/Spedition bei der Firma M.________ auf, welche ihr auf Ende Februar 2003 zufolge krankheitsbedingter Absenzen gekündigt wurde. Per 1. März 2003 meldete sie sich gestützt auf eine Vermittlungsfähigkeit von 50 % zum Bezug von Arbeitslosenentschädigung an. 3.2.2 Daraus erhellt, dass die Beschwerdeführerin im Jahre 2000, nachdem "die Kinder aus dem Gröbsten raus" waren (vgl. Ergänzung zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 6. Dezember 2005, S. 2), sich wieder im Umfang von 50 % dem Erwerbsleben zuwandte. Anhaltspunkte dafür, dass sie ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen ein grösseres Arbeitspensum gewählt hätte, sind nicht ersichtlich. Die Versicherte lebt mit ihrer Familie in einem Einfamilienhaus mit Umschwung, wobei gestützt auf die Akten, insbesondere die Lehrverträge der 1983 geborenen Tochter F.________ vom 26. März/10. April 2002 sowie des 1986 geborenen Sohnes M.________ vom 23./29. April 2002, davon auszugehen ist, dass alle vier Kinder im vorliegend massgeblichen Zeitraum (vgl. Erw. 1.1. hievor) noch bei den Eltern wohnhaft waren. In Anbetracht dieser durch einen sechsköpfigen Haushalt bedingten familiären Betreuungssituation erscheint nicht ausgewiesen, dass die Beschwerdeführerin auch bei voller Gesundheit nach einer langen Periode der ausschliesslichen Haushaltstätigkeit im damaligen Zeitpunkt eine 100 %ige erwerbliche Beschäftigung aufgenommen - die Kinder waren zu dieser Zeit noch unmündig - bzw. in den Folgejahren das bisherige Teilpensum erhöht hätte. Daran ändert der Umstand, dass die im Rahmen der Schadenminderungspflicht zu berücksichtigende Unterstützung im Haushalt durch die Familienangehörigen weiter geht als im Gesundheitsfall (BGE 130 V 101 Erw. 3.3.3 mit Hinweisen), nichts, zumal die Versicherte weder im Rahmen des Einspracheverfahrens noch vor dem kantonalen Gericht eine höhere prozentuale Gewichtung des erwerblichen Aufgabenbereichs geltend gemacht hat. Für die Verhältnisse bis zum Erlass des Einspracheentscheides vom 22. Februar 2005 kann demnach als mit überwiegender Wahrscheinlichkeit (vgl. BGE 126 V 360 Erw. 5b, 125 V 195 Erw. 2, je mit Hinweisen; vgl. 130 III 324 f. Erw. 3.2 und 3.3) erstellt gelten, dass die Beschwerdeführerin auch bei uneingeschränkter gesundheitlicher Situation je hälftig ausserhäuslich sowie im Haushalt tätig gewesen wäre.