Citation: 2C_1178/2013 E. 3.4

3.4. Der Beschwerdeführer macht nicht geltend, die Eingabe einer Vorinstanz oder Gegenpartei sei ihm nicht zugestellt worden. Er moniert, er sei nie über das Vernehmlassungsverfahren vor dem Verwaltungsgericht informiert worden und es sei ihm keine Gelegenheit zur Stellungnahme geboten worden. Rechtsprechungsgemäss verstösst es gegen Art. 6 Ziff. 1 EMRK, wenn ein Gericht bei der Zustellung einer Vernehmlassung an die beschwerdeführende Partei zum Ausdruck bringt, der Schriftenwechsel sei geschlossen; denn damit wird der Partei die Möglichkeit zur Stellungnahme abgeschnitten (BGE 132 I 42 E. 3.3.2 mit Hinweis auf die Urteile des EGMR Contardi gegen Schweiz vom 12. Juli 2005 [7020/02] §§ 36, 45 und Spang gegen Schweiz vom 11. Oktober 2005 [45228/99] §§ 14, 33; vgl. auch Urteil 2C_591/2013 vom 28. Oktober 2013 E. 4.4). Hingegen ist die Gerichtsbehörde nicht verpflichtet, einen zweiten Schriftenwechsel anzuordnen. Das Replikrecht ist gewahrt, wenn das Gericht der beschwerdeführenden Partei die Vernehmlassung zur Kenntnisnahme zustellt und eine angemessene Zeit bis zur Urteilsfällung verstreichen lässt, bis sie annehmen kann, die Partei habe auf eine Replik verzichtet; die Partei ist gehalten, ihre Stellungnahme unverzüglich einzureichen (BGE 133 I 100 E. 4.8 S. 105, 98 E. 2.2 S. 99; 132 I 42 E. 3.3.3 und 3.3.4: vgl. auch Urteil des EGMR Joos gegen Schweiz vom 15. November 2012 [43245/07] § 32; FRANK SCHÜRMANN, Rechtliches Gehör, Waffengleichheit, Zustellung von Eingaben - Präzisierung der Rechtsprechung. Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 15. November 2012 in Sachen Joos gegen die Schweiz, ZBJV 149/2013 S. 292). Die Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer die Vernehmlassung des Sicherheits- und Justizdepartements vom 12. März 2013 am 13. März 2013 zur Kenntnisnahme zugestellt. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, die Vernehmlassung samt Begleitschreiben der Vorinstanz erhalten zu haben. Er reagierte jedoch nicht darauf. Das angefochtene Urteil wurde erst am 8. November 2013 gefällt. In diesem Zeitpunkt durfte die Vorinstanz nach der zitierten Rechtsprechung, welche einen Zeitraum von etwa drei Wochen als zulässig erachtet (vgl. Urteil 2C_591/2013 vom 28. Oktober 2013 E. 4.4), seit langem davon ausgehen, der Beschwerdeführer habe auf sein Replikrecht verzichtet. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt nicht vor.