Citation: I 112/05 02.08.2005 E. 5.2

5.2.1 Zur Bestimmung des trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist, da die Beschwerdeführerin keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgeht, die LSE beizuziehen (BGE 129 V 475 Erw. 4.2.1 mit Hinweisen). Der Versicherten stehen verschiedene Hilfsarbeiterstellen offen, weshalb der Totalwert und nicht eine branchenspezifische Zahl relevant ist. Gemäss Tabelle TA1 der LSE 2002 (S. 43) beträgt dieser für im privaten Sektor einfache und repetitive Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) verrichtende Frauen bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden Fr. 3820.- monatlich oder Fr. 45'840.- jährlich. In Berücksichtigung der 2003 und 2004 eingetretenen Nominallohnentwicklung auf Gehältern von Arbeitnehmerinnen (1,6 % und 1,1 %; Die Volkswirtschaft, a.a.O.) resultiert daraus - aufgerechnet auf die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 41,7 Stunden (Die Volkswirtschaft, a.a.O., S. 82, Tabelle B9.2, Total [die Angaben für 2004 sind noch nicht erhältlich, weshalb diejenigen der Jahre 2001 und 2002 herangezogen werden]) - ein Einkommen von Fr. 49'086.90 bzw. in Anbetracht eines zumutbaren Arbeitspensum von 50 % (vgl. Erw. 4.3.2 hievor) von Fr. 24'543.45. 5.2.2 Die Frage, ob und gegebenenfalls in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, bestimmt sich auf Grund sämtlicher persönlicher und beruflicher Umstände des konkreten Einzelfalles (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), welche nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind, wobei der maximal zulässige Abzug 25 % beträgt (BGE 126 V 78 ff. Erw. 5; AHI 2002 S. 71 Erw. 4b/cc). Im vorliegenden Fall ist davon auszugehen, dass die Versicherte auf Grund ihrer Beschwerden auch in einer wechselbelastenden Tätigkeit im Vergleich zu gesundheitlich nicht beeinträchtigten Arbeitnehmerinnen mit Lohneinbussen zu rechnen hat. Da sich im Übrigen indessen weder die Kriterien der Nationalität/Aufenthaltskategorie noch der Dienstjahre, deren Bedeutung im privaten Sektor abnimmt, je niedriger das Anforderungsprofil ist (vgl. BGE 126 V 79 Erw. 5a/cc mit Hinweisen), lohnmindernd auswirken und die Faktoren Teilzeit sowie Alter sogar - stets bezogen auf das in Betracht fallende Arbeitssegment - eher einen höheren Verdienst erwarten lassen (vgl. LSE 2002, S. 28, Tabelle T8* und S. 55, Tabelle TA9 [2004: 42 Jahre alt]), trägt der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Abzug in Höhe von 10 % den Umständen angemessen Rechnung. Gründe, den von der Beschwerdeführerin geforderten Maximalabzug zu gewähren, sind nach dem Gesagten keine ersichtlich, zumal die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend gemachten ungünstigen wirtschaftlichen Verhältnisse insofern invalidenversicherungsrechtlich unmassgeblich sind, als stets auf den ausgeglichenen Arbeitsmarkt abgestellt wird (AHI 1998 S. 287 ff. mit Hinweis auf BGE 110 V 276 Erw. 4b). Das Invalideneinkommen beträgt somit Fr. 22'089.10. Die Gegenüberstellung von Validen- (Fr. 44'260.30) und Invalideneinkommen (Fr. 22'089.10) ergibt einen Invaliditätsgrad im erwerblichen Bereich von 50,1 %.