Citation: 2C_992/2021 E. 2.4.1

2.4.1. Wie sich aus dem Entscheid der Unterinstanz vom 16. Dezember 2020 ergibt, hat diese die Gesamtschätzung der Gewinne aus den vom Beschwerdeführer betriebenen Erotikbetrieben in den Veranlagungsentscheiden (2008: Fr. 500'000.-; 2009: Fr. 650'000.--, 2010: Fr. 1'080'000.--) für jeden einzelnen Betrieb einer Plausibilitätskontrolle unterzogen. Dabei gelangte sie für die Clubs "D.________" und "E.________" zum Ergebnis, dass keine Gewinne erzielt bzw. etwaige Zusatzeinkünfte aus Beraterhonoraren gering gewesen sein dürften, weil der Club "D.________" erst 2010 eröffnet worden und das "E.________" gemäss glaubhaften Angaben des Beschwerdeführers wegen eines Umbaus längere Zeit geschlossen gewesen sei. Mit Bezug auf die übrigen Erotikbetriebe ("F.________", "G.________" und "H.________") hat die Unterinstanz sodann dem Umstand Rechnung getragen, dass die "H.________" erst im Oktober 2009 eröffnet wurde und hat ansonsten aufgrund bekannter Angaben (Stelleninserate der Clubs; Stundenansätze für die Dienstleistungen der Prostituierten; in der Schweiz gängiges Umsatzmodell von Erotikbetrieben, wonach 60% der Einnahmen den Prostituierten und 40% dem Betreiber zustehen; durchschnittliche Arbeitszeiten der Prostituierten; Anzahl der beschäftigten Prostituierten) die Umsätze der einzelnen Erotikbetriebe geschätzt. Ausgehend von den auf diese Weise geschätzten Umsätzen hat die Unterinstanz für die beiden grösseren Erotikbetriebe "G.________" und "H.________" gestützt auf von den Beschwerdeführern selbst eingereichte Unterlagen betreffend spätere Geschäftsjahre der Clubs "G.________" und "H.________" sodann Gewinnmargen von 4.4% bzw. 5.3% für diese beiden Betriebe angenommen; für den wesentlich kleineren Club "F.________" ist sie von einer anderen Kostenstruktur (erheblich geringere Kosten) ausgegangen und hat daher die Gewinnmarge höher angesetzt (7%). Auf diese Weise wurden schliesslich folgende geschätzte Einzelgewinne ermittelt, aggregiert und der Gesamtgewinnschätzung in den Veranlagungen gegenübergestellt: Club/Steuerperiode 2008 2009 2010 "G.________" Fr. 500'000.-- Fr. 500'000.-- Fr. 500'000.-- "F.________" Fr. 100'000.-- Fr. 100'000.-- Fr. 100'000.-- "H.________" Fr. 400'000.-- Total Schätzung Steuerrekursgericht Fr. 600'000.-- Fr. 600'000.-- Fr. 1'000'000.-- Schätzung Einkünfte des Kantonalen Steueramts Zürich vom 26/27. April 2016 Fr. 500'000.-- Fr. 650'000.-- Fr. 1'080'000.-- Club/Steuerperiode 2008 2009 2010 "G.________" Fr. 500'000.-- Fr. 500'000.-- Fr. 500'000.-- "F.________" Fr. 100'000.-- Fr. 100'000.-- Fr. 100'000.-- "H.________" Fr. 400'000.-- Total Schätzung Steuerrekursgericht Fr. 600'000.-- Fr. 600'000.-- Fr. 1'000'000.-- Schätzung Einkünfte des Kantonalen Steueramts Zürich vom 26/27. April 2016 Fr. 500'000.-- Fr. 650'000.-- Fr. 1'080'000.-- Gestützt hierauf bestätigte die Unterinstanz die Einspracheentscheide des Steueramts, weil ihr die darin respektive in den Veranlagungsentscheiden ermessensweise festgesetzten zusätzlichen Einkünfte des Beschwerdeführers nicht als offensichtlich unrichtig erschienen.