Citation: I 588/03 10.02.2005 E. 3

Alle mit dem Fall befassten Ärzte und Gutachter sind sich darin einig, dass bei der Beschwerdeführerin eine Scapula alata rechts vorliegt. Umstritten ist, welche Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sich daraus ergeben. Dr. med. H.________ erachtete in ihrem Bericht vom 14. August 2000 eine bleibende Arbeitsunfähigkeit für nicht gegeben, zumindest soweit voraussehbar. Eingeschränkt sei die Versicherte aber bei starken Belastungen des rechten Arms, Überkopfarbeiten und beim Tragen und Heben schwerer Lasten. In der bisherigen Berufstätigkeit sei ein halbtägiges, in behinderungsangepassten Tätigkeiten ein volles Pensum zumutbar. Dr. med. W.________ gab in seinem Bericht vom 23. Oktober 2000 an, die Fragen nach Einschränkungen in der beruflichen Tätigkeit oder im Haushalt nicht sicher beantworten zu können, doch bestehe wahrscheinlich keine schwerwiegende Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit als Verkäuferin. Dr. med. T.________, Facharzt FMH für Chirurgie, diagnostizierte in seinem Arztbericht vom 6. Dezember 2000 zuhanden der Winterthur Versicherungen eine traumatische Rissläsion der Serratus-anterior-Muskulatur mit folgender Scapula alata rechts. Die Versicherte sei in ihrer beruflichen Tätigkeit und im Haushalt zu 50 % arbeitsfähig. Die Gutachter des MZX, die Dres. med. M.________ und L.________, zählten als Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine Scapula alata rechts und eine funktionelle Dysbalance der Schultergürtelmuskulatur auf, als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine Inguinalhernie rechts, einen Status nach Distorsion der HWS 1994 und eine Somatisierungsstörung (ICD-10: F45.1). Sie erachteten die Beschwerdeführerin als voll arbeitsfähig, sowohl in ihren bisherigen beruflichen Tätigkeiten als auch - unter Hinweis auf Unterstützung durch den Ehemann - im Haushalt. Am 14. August 2002 erstellte Dr. med. T.________ aufgrund zweier inzwischen durchgeführter MRI-Untersuchungen des Schultergelenkes und der periscapulären Muskulatur einen weiteren Arztbericht, worin er eine definitive Atrophie mit höchstgradiger Verfettung der Serratus-anterior-Muskulatur festhielt. Die Versicherte sei in vielen Arbeiten wesentlich behindert, vor allem beim Arbeiten mit Gewichten in vorgehaltener Armstellung. In einem Nachtrag vom 27. August 2002 präzisierte er, die Arbeitsunfähigkeit betrage nach wie vor 50 %.