Citation: 6B_1088/2022 E. 5.4

5.4. Die Vorinstanz begründet überzeugend, weshalb sie die Tat als besonders skrupellos beurteilt und als versuchten Mord wertet. Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, belegt keine Verletzung von Bundesrecht. Wenn sie namentlich ausführt, B.A.________ sei nicht als wehrlos anzusehen, weshalb die Tat nicht als Mord qualifiziert werden könne (vgl. Beschwerde S. 20-25), kann ihr nicht zugestimmt werden. Die Vorinstanz ist in tatsächlicher Hinsicht willkürfrei zum Schluss gekommen, dass von einer Wehrlosigkeit von B.A.________ zum Tatzeitpunkt auszugehen war (vgl. oben E. 4.3.5). Dass auch die vorinstanzlichen Erwägungen betreffend Tatmotiv unter Willkürgesichtspunkten nicht zu beanstanden sind, wurde bereits dargelegt (vgl. oben E. 4.3.7). Zusammengefasst verletzt die Vorinstanz kein Bundesrecht, wenn sie in Würdigung der gesamten inneren und äusseren Umstände, d.h. der konkreten Tatausführung und des Tatmotivs der Beschwerdeführerin, auf versuchten Mord erkennt. Es kann zudem entgegen der Beschwerde (S. 6 und 30 f.) keine Rede davon sein, dass die Vorinstanz in rechtlicher Hinsicht keine Gesamtwürdigung aller inneren und äusseren Umstände vorgenommen habe (vgl. oben E. 4.3.8). Die Vorinstanz verweist vielmehr im angefochtenen Urteil zutreffend auf die einschlägige bundesgerichtliche Rechtsprechung (angefochtenes Urteil S. 27 f.) und nimmt die von dieser verlangten Gesamtwürdigung sämtlicher Umstände vor (angefochtenes Urteil S. 29 f.). Die Beschwerde erweist sich auch in diesem Punkt als unbegründet.