Citation: U 146/05 29.08.2005 E. 3.2

3.2.1 Diese Betrachtungsweise findet in den medizinischen Akten keine Stütze. Die Beschwerdegegnerin hatte nach der Auffahrkollision vom 3. Mai 1999 ihre Tätigkeit als Familienhelferin zwar wie gewohnt aufgenommen; doch traten - gemäss der vom erstbehandelnden Arzt Dr. med. W.________ erhobenen Anamnese mit einer Latenzzeit von lediglich zwei Stunden - diffuse Schwindelbeschwerden, Übelkeit, Kopfschmerzen frontal/okzipital links sowie Nackenschmerzen links mit Ausstrahlung in die linke Schulter auf. Zufolge Konzentrationsstörungen kam es während der Arbeit denn auch zu Fehlleistungen, weshalb die Versicherte sich noch am Unfalltag in hausärztliche Behandlung begab. Dr. med. W.________ stellte eine schmerzbedingte Einschränkung der Beweglichkeit der HWS und eine zum Teil extreme Druckdolenz der paravertebralen und linken Schultergürtelmuskulatur fest (Bericht vom 10. Juni 1999). 3.2.2 Die Beschwerdegegnerin litt somit unmittelbar nach dem Unfall an jenen körperlichen Gesundheitsstörungen, die für die initiale Phase nach einem Schleudertrauma typisch sind. In der Folge entwickelte sich eine reaktive Depression mit Reizbarkeit, grosser Müdigkeit und Antriebsarmut, angesichts welcher sich Dr. med. W.________ am 17. Juni 1999 veranlasst sah, die Patientin zur stationären Behandlung in die Rheuma- und Rehabilitationsklinik X.________ einzuweisen. Eine psychische Fehlentwicklung hat sich demnach nicht etwa nach dem Abklingen der somatischen Beschwerden und erst nach einem beschwerdefreien Intervall, sondern schon kurz nach dem Unfall und in engem zeitlichen Zusammenhang mit den seither nie mehr vollständig abgeheilten körperlichen Beeinträchtigungen eingestellt. Sie ist zeitlich und sachlich eng mit dem nach dem Unfall vom 3. Mai 1999 eingetretenen organisch-physischen Beschwerdebild verflochten, sodass nicht von einer offensichtlich unfallunabhängigen psychischen Gesundheitsstörung gesprochen werden kann. Die Vorinstanz hat die Adäquanzprüfung mithin zu Recht nach den für mittelschwere Unfälle geltenden Kriterien vorgenommen (Erw. 3.1 hievor).