Citation: 5A_895/2023 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz hat erwogen, der Gutachter habe anlässlich der Schlussverhandlung vor der ersten Instanz vom 30. September 2022 zu Recht festgehalten, dass schon relativ viel Zeit seit dem Abschluss des Gutachtens vergangen sei. Nach ihm sei die Kommunikation das grosse Problem zwischen den Parteien, trotzdem hätten sich die Besuche eingespielt. Die Kinderanwältin habe ausgeführt, dass sie und die Beiständin den Beschwerdeführer in der Kommunikation als den schwierigeren und weniger absprachfähigen Part erlebt hätten. Die Beschwerdegegnerin werde aktuell von der Kinderanwältin und der Beiständin nicht als beratungsresistent bezeichnet (so wie es der Gutachter noch getan habe). Die Besuche funktionierten nun offenbar besser, weil auch die Bindungstoleranz der Beschwerdegegnerin besser geworden sei. Hingegen sei die Kommunikation zwischen den Parteien nach wie vor erschwert, vor allem bezüglich Schule und medizinischen Sachverhalten. Zwar sei es - wie der Gutachter ausgeführt habe - wichtig, dass darin auch der Beschwerdeführer eingebunden sei. Doch sei das Wohl der Kinder gefährdet, wenn aufgrund der schwierigen Kommunikation medizinische Behandlungen nicht erfolgten oder nicht rechtzeitig Rückmeldungen beziehungsweise Antworten an die Schule gemacht werden könnten. Gerade in diesen Bereichen sei ein zügiges und geschlossenes Auftreten gegen aussen wichtig. Könnten sich die Eltern hier nicht einigen, müssten Entscheide zum Wohl der Kinder in die alleinige Kompetenz der Beschwerdegegnerin fallen. Diese habe dabei aber auch die Argumente des Beschwerdeführers zu hören und in ihren Entscheid miteinzubeziehen. Mit der Einschränkung auf den Nichteinigungsfall sei denn auch gewährleistet, dass vor einer allfälligen Nichteinigung der Beschwerdeführer gleichermassen wie die Beschwerdegegnerin an der Entscheidfindung bei wichtigen Fragestellungen beteiligt ist, vorbehältlich solcher, welche die Beschwerdegegnerin aufgrund der täglichen Obhut alleine zu fällen hat.