Citation: 5A_363/2008 24.07.2008 E. 3

Angefochten ist schliesslich die Weitergeltung eines Massnahmeentscheides über die Leistung von ehelichen Unterhaltsbeiträgen während des kantonalen Rechtsmittelverfahrens, mithin eine Zivilsache mit Vermögenswert. Angesichts der zeitlich nicht begrenzten Leistungsdauer wird die gesetzliche Streitwertgrenze überschritten. Die Beschwerde in Zivilsachen gegen die letztinstanzlich ergangene Verfügung ist damit grundsätzlich gegeben (Art. 72 Abs. 1, Art. 51 Abs. 4, Art. 74 Abs. 1 lit. a BGG). Da sie sich gegen eine vorsorgliche Massnahme richtet, kann einzig die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden (Art. 98 BGG). Diese stellt zugleich einen Zwischenentscheid dar, der nur bei Vorliegen eines nicht wiedergutzumachenden Nachteils angefochten werden kann. Ein solcher muss zudem rechtlicher Natur sein (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG; BGE 134 I 83 E. 3.1). Der Beschwerdeführer weist in diesem Zusammenhang lediglich darauf hin, dass die Erstinstanz seine nacheheliche Unterhaltspflicht verneinte und er im Falle einer Bestätigung dieses Urteils durch die Vorinstanz die während des Appellationsverfahrens geleisteten Unterhaltsleistungen nicht mehr zurückfordern könnte. Aus diesem Vorbringen wird nicht klar, ob ein allfälliges Inkassoproblem gemeint ist, da die Beschwerdegegnerin zur Zeit Sozialhilfe bezieht, oder ob ein drohender Rechtsverlust gemeint ist. Gemäss geltender Praxis gelten die vorsorglichen Massnahmen über den Zeitpunkt der Teilrechtskraft hinaus und ein zuviel bezahlter Unterhaltsbeitrag muss vom Unterhaltsgläubiger nicht mehr zurück bezahlt werden, kann hingegen vom Unterhaltsschuldner auf das Rentenurteil angerechnet werden (BGE 128 III 121 E. 3c/aa). Ob hierin bereits ein Rechtsnachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG zu erblicken ist, scheint fraglich, kann indessen offen bleiben, da der Beschwerde aus den nachfolgenden Gründen kein Erfolg beschieden ist.