Citation: 6B_986/2017 E. 7.4

7.4. Die Vorinstanz begründet die Festsetzung einer Ersatzforderung in der Höhe von CHF 100'000.-- nur äusserst knapp. Erwägungen zu den finanziellen Verhältnissen des Beschwerdeführers finden sich in diesem Kontext nicht. Die Vorinstanz beschränkt sich auf die Feststellung, dass der Beschwerdeführer unrechtmässige Vorteile in der Höhe von CHF 114'445.-- erlangt hat und dass diese Vermögenswerte nicht mehr vorhanden sind. Indes setzt sich die Vorinstanz im Rahmen der Strafzumessung eingehend mit der wirtschaftlichen Situation des Beschwerdeführers auseinander. Dabei würdigt sie insbesondere seine drückende Schuldenlast strafmindernd (angefochtenes Urteil S. 194 f.). Insofern ist nicht von vornherein nachvollziehbar, dass sich die Vorinstanz im Rahmen der Festsetzung der Ersatzforderung nicht darüber auslässt, ob eine solche gegebenenfalls die Wiedereingliederung des Beschwerdeführers ernstlich behindern könnte. Doch verletzt die Vorinstanz mit ihrem Schluss, die Ersatzforderung erscheine im Hinblick auf die Ziele der Massnahme trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage des Beschwerdeführers als notwendig und ein Verzicht oder eine Reduktion sei nicht angezeigt, ihr Ermessen nicht. Denn die Verurteilung zu einer Ersatzforderung soll bewirken, dass der Täter, welcher die Vermögenswerte bereits verbraucht bzw. sich ihrer entledigt hat, nicht besser gestellt wird als jener, der über dieselben noch verfügt (BGE 140 IV 57 E. 4.1.2 S. 62; 123 IV 70 E. 3 S. 74; je mit Hinweisen). Zudem darf die Ersatzforderung nur herabgesetzt werden, wenn konkret erkennbar ist, dass sich die ernsthafte Gefährdung der Resozialisierung nicht durch Zahlungserleichterungen beheben lässt und die Ermässigung der Ersatzforderung für eine erfolgreiche Wiedereingliederung des Täters unerlässlich ist (Urteile 6B_236/2015 vom 30. April 2015 E. 1.4.1 und 6B_538/2007 vom 2. Juni 2008 E. 6.2, nicht publ. in: BGE 134 IV 241; vgl. auch BGE 106 IV 9 E. 2 S. 10 zu Art. 58 Abs. 4 aStGB). Dass dem hier so wäre, ist nicht ersichtlich. Damit liegt die Anordnung der Ersatzforderung noch im Rahmen des der Vorinstanz zustehenden Ermessens. Dass die Einbringlichkeit der Forderung angesichts der Verschuldung des Beschwerdeführers nicht gesichert ist, steht deren Festlegung nicht entgegen, zumal das Gericht nicht verpflichtet ist, bei Uneinbringlichkeit von einer Ersatzforderung abzusehen. Im Übrigen dient der Verzicht auf die Erhebung einer Ersatzforderung unter diesem Titel nicht dem Betroffenen, sondern soll lediglich den Behörden ersparen, Massnahmen in die Wege zu leiten, die von vornherein wenige Erfolg versprechen und nur Kosten verursachen (Urteil 6B_296/2014 vom 20. Oktober 2014 E. 5.5 mit Hinweis auf NIKLAUS SCHMID, in: Kommentar Einziehung, Organisiertes Verbrechen, Geldwäscherei, Bd. I, 2. Aufl. 2007, Art. 70-72 StGB N 120). Das angefochtene Urteil verletzt somit kein Bundesrecht. Die Beschwerde ist auch in diesem Punkt unbegründet.