Citation: 2C_1008/2021 E. 4.2

4.2. Wenn ein Widerrufsgrund vorliegt, so ist landes- wie konventionsrechtlich zu prüfen, ob die damit verbundene aufenthaltsbeendende Massnahme verhältnismässig ist (Art. 5 Abs. 2 BV; Art. 96 Abs. 1 AuG; Art. 8 Ziff. 2 EMRK), was eine umfassende Interessenabwägung zwischen dem in Art. 63. Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 62 Abs. 1 lit. b AIG positivrechtlich verankerten öffentlichen Fernhalteinteresse und dem gegenüberstehenden privaten Interesse des Beschwerdeführers an einem weiteren Verbleib in der Schweiz erfordert (vgl. u.a. BGE 144 I 266 E. 3.7; Urteile 2C_666/2019 vom 8. Juni 2020 E. 4.1; 2C_458/2019 vom 27. September 2019 E. 4.2; 2C_813/2018 vom 5. April 2019 E. 4.2; 2C_633/2017 vom 2. Mai 2018 E. 3.2). Im Rahmen dieser Interessenabwägung gründet das öffentliche Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung und der Wegweisung des Beschwerdeführers primär darauf, dass dieser u.a. wegen mengen- und gewerbsmässig qualifizierten Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelrecht zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und acht Monaten verurteilt wurde. Sein Verschulden wiegt sehr schwer. Bereits zuvor hatte er mehrfach gegen die Rechtsordnung verstossen. Verbunden mit der Rückfallgefahr, von welcher nicht zuletzt angesichts der sehr hohen Verschuldung des Beschwerdeführers auszugehen ist, begründet das ein sehr gewichtiges öffentliches Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung (vgl. zum Ganzen E. 3.1-3.4, S. 6-11 a.U., m.H. u.a. auf BGE 139 I 145 E. 2.3, 2.5, 3.4 u. 3.8; 139 I 31 E. 2.3.2; 139 I 16 E. 2.2.1; 135 II 377 E. 4.4; 134 II 10 E. 4.2; Urteile 2C_1068/2015 vom 22. Februar 2016 E. 2.3; 2C_881/2018 vom 14. Dezember 2018 E. 4.2.1). Zu Recht hat die Vorinstanz diesbezüglich auch auf den ausländerrechtlich im Vordergrund stehenden Sicherheitsaspekt hingewiesen, der ausserhalb des Anwendungsbereichs der Freizügigkeitsabkommens (FZA; SR 0.142.112.681) auch generalpräventiv wirken darf und soll (vgl. etwa auch Urteil 2C_367/2021 vom 30. September 2021 E. 4.3.4 mit Hinweisen). Die dagegen gerichteten Einwände des Beschwerdeführers (vgl. Ziff. 43 S. 14 - Ziff. 45 S. 15), welche dessen Verschulden relativieren wollen und damit auf nicht zu hörende Kritik am Strafurteil hinauslaufen, sind nicht geeignet, diese Interessen nicht als sehr gewichtig einzustufen.