Citation: 6B_1246/2023 E. 2.4.2

2.4.2. Weiter führt die Vorinstanz aus, der zentrale Unterschied zwischen den eingeholten Gutachten liege in der Beurteilung der Steuerungsfähigkeit des Beschwerdeführers im Zeitraum zwischen 2011 und 2014. Im Erstgutachten sei man zur Einschätzung gelangt, dass die Fähigkeit des Beschwerdeführers, sein Handeln gemäss der erhaltenen Einsichtsfähigkeit zu steuern, durch die kombinierten Effekte der schweren depressiven Episode mit Defiziten des Selbstwerts, der Stimmung, des Antriebs und des Selbstwirksamkeitserlebens, der erstmals auftretenden pädophilen Interessen und der Hypersexualität mit dranghaft erlebten sexuellen Bedürfnissen in forensisch relevantem Ausmass eingeschränkt gewesen sei (vgl. Urteil S. 50). Diese Einschränkung sei aus psychiatrischer Sicht mit einer mittelgradigen Verminderung der Schuldfähigkeit vereinbar (vgl. Urteil S. 35). Im Zweitgutachten werde hingegen festgehalten, die retrospektiv gestellten Diagnosen zusammen mit der damaligen Lebenssituation des Beschwerdeführers hätten zwar die Etablierung seines Konsum- und Chatverhaltens sowie die anhaltende Zuwendung zu Kinderpornographie begünstigt. Es sei jedoch nicht zu erkennen, dass sich diese Begünstigung in einem Ausmass bei der jeweiligen Tatausführung niedergeschlagen habe, dass auch nur von einer leichten Einschränkung der Steuerungsfähigkeit gesprochen werden könne (vgl. Urteil S. 52).