Citation: 6B_1112/2023 E. 1.2.1

1.2.1. Die Vorinstanz stuft das Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG als schwerstes Delikt ein und setzt die Einsatzstrafe hierfür auf 40 Monate fest, was der Beschwerdeführer vorinstanzlich nicht beanstandete. Er hatte von Frühling 2020 bis zu seiner Verhaftung im Februar 2021 1 Kilogramm Kokain mit einem Reinheitsgrad von 86% an mindestens sechs Abnehmer vermittelt, wobei es zu mindestens 14 Kokainverkäufen gekommen war. Dies sei bei der objektiven Tatschwere zu berücksichtigen, so die Vorinstanz. Zudem sei der Grenzwert von 18 Gramm reinem Kokain für die mengenmässige Qualifikation um ein Vielfaches überschritten. Ferner sei verschuldensmässig zu beachten, dass der Beschwerdeführer das Kokain grösstenteils nicht an Endabnehmer, sondern zum Weiterverkauf abgegeben habe, was die Verteidigung ausser Acht lasse. Gleichwohl sei er noch auf einer unteren Hierarchiestufe anzusiedeln, zumal er nicht professionell gehandelt habe und keine weiteren planerischen bzw. organisatorischen Vorkehren nachweisbar seien. Sein Verschulden wiege angesichts der beträchtlichen Drogenmenge und der zahlreichen Verkäufe insgesamt nicht mehr leicht. Hinsichtlich der subjektiven Tatschwere bzw. der Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen sei von Vorsatz auszugehen. Verschuldensmindernd wirke indes, dass der Beschwerdeführer mit dem Betäubungsmittelhandel seinen eigenen Konsum finanziert habe, wobei aber keine verminderte Schuldfähigkeit vorgelegen habe. Es sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer mit dem Drogenverkauf auch seinen Lebensunterhalt bestritten habe, zumal er keiner legalen Erwerbstätigkeit nachgegangen sei, obwohl ihm dies trotz seiner Sucht möglich gewesen wäre. Das Verhalten sei daher über eine eigentliche Beschaffungskriminalität hinausgegangen. Dennoch sei es zumindest teilweise suchtbedingt, was leicht verschuldensmindernd wirke. Insgesamt bleibe es aber bei einem nicht mehr leichten Verschulden. Die hypothetische Einsatzstrafe für das Betäubungsmitteldelikt setzt die Vorinstanz auf 40 Monate fest.