Citation: I 596/02 28.08.2003 E. 1

1.1 Nach der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts ist die richterliche Überprüfung einer Verwaltungsverfügung grundsätzlich auf den Zeitraum bis zum Erlass dieser Verfügung beschränkt; nachträgliche Sachverhalts- und Rechtsänderungen werden nicht berücksichtigt. Letzteres gilt nicht nur für Änderungen innerstaatlichen Rechts, sondern auch in Bezug auf das Inkrafttreten des Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (APF) (BGE 128 V 320 Erw. 1e und 322 Erw. 1f). Da die streitige Verwaltungsverfügung vom 29. August 2000 datiert, sind der Beurteilung demnach der bis zu diesem Zeitpunkt eingetretene Sachverhalt und die bis dann geltende Rechtslage zugrunde zu legen. Somit ist im vorliegenden Fall weder das am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, durch welches zahlreiche Bestimmungen im Invalidenversicherungsbereich geändert worden sind, noch das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene APF, dessen Anhang II die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit regelt, anwendbar. 1.2 Die Vorinstanz hat unter Hinweis auf die einschlägigen Bestimmungen (siehe überdies Ziff. 7a des Schlussprotokolls) des Abkommens vom 25. Februar 1964 mit der Bundesrepublik Deutschland über Soziale Sicherheit (nachfolgend: Sozialversicherungsabkommen mit Deutschland) zutreffend festgehalten, dass der Rentenanspruch vorliegend aufgrund des innerstaatlichen schweizerischen Rechts zu beurteilen ist (AHI 1996 S. 179 Erw. 1) und die Gewährung von Leistungen durch einen deutschen Versicherungsträger die Zusprechung einer Rente nach schweizerischem Recht nicht präjudiziert (ZAK 1989 S. 320 Erw. 2). Darauf wird verwiesen. Die Eidgenössische Rekurskommission hat sodann die im Neuanmeldungsverfahren analog anwendbaren (BGE 117 V 198 Erw. 3a; AHI 1999 S. 84 Erw. 1b) Grundsätze der Rentenrevision (BGE 125 V 369 Erw. 2, 113 V 275 Erw. 1a; AHI 2000 S. 309 Erw. 1b; SVR 2002 IV Nr. 24 S. 75 Erw. 1b) - nach Art. 41 IVG ist eine Rente, wenn sich der Grad der Invalidität eines Rentenbezügers in einer für den Anspruch erheblichen Weise ändert, für die Zukunft entsprechend zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben - richtig dargelegt. Auch darauf wird verwiesen. 1.3 Nach Art. 4 Abs. 1 IVG gilt als Invalidität die durch einen körperlichen oder geistigen Gesundheitsschaden als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall verursachte, voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbsunfähigkeit. Nach Art. 28 Abs. 1 IVG hat der Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn er mindestens zu 66 2/3 %, auf eine halbe Rente, wenn er mindestens zu 50 % oder auf eine Viertelsrente, wenn er mindestens zu 40 % invalid ist; in Härtefällen hat der Versicherte nach Art. 28 Abs. 1bis IVG bereits bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine halbe Rente. Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % entsprechen, werden indessen nach der im vorliegenden Verfahren massgebenden, vor In-Kraft-Treten des APF geltenden Rechtslage gemäss Art. 28 Abs. 1ter IVG (vgl. Ziff. 7a des Schlussprotokolls zum Sozialversicherungsabkommen mit Deutschland) nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz haben. Für die Bemessung der Invalidität wird gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG das Erwerbseinkommen, das der Versicherte nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihm zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das er erzielen könnte, wenn er nicht invalid geworden wäre. Für den Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung ist nicht die Berufsunfähigkeit ausschlaggebend, sondern die Erwerbsunfähigkeit, verstanden als das Unvermögen, auf dem gesamten für den Versicherten in Betracht fallenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt die verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise wirtschaftlich zu verwerten (BGE 121 V 274 Erw. 6b/cc, 109 V 29; ZAK 1986 S. 61 Erw. 2).