Citation: 7B_92/2022 E. A

Im Rahmen des Strafverfahrens gegen A.________ wegen versuchter Nötigung und Verleumdung zum Nachteil von Rechtsanwältin B.________ sandte der damals für das Vorverfahren zuständige stv. Oberstaatsanwalt Bernhard Schöni am 8. Juli 2021 den Parteien eine Parteimitteilung i.S.v. Art. 318 Abs. 1 StPO, wonach er beabsichtige, die Strafuntersuchung wegen Nötigung einzustellen und diejenige wegen Verleumdung mit einem Strafbefehl zu erledigen. In der Folge reichte A.________ am 10. September 2021 insgesamt 18 Beweisanträge ein. Am 29. September 2021 wies der fallführende Staatsanwalt Bernhard Schöni die Beweisanträge ab. Am 4. Oktober 2021 reichte A.________ ein Ausstandsgesuch gegen diesen ein und beantragte, sämtliche Verfahrenshandlungen, die unter der Leitung von Bernhard Schöni direkt oder indirekt angeordnet, veranlasst oder durchgeführt wurden, seien aufzuheben und zu wiederholen. Die von ihm erhobenen Beweise seien aus den Verfahrensakten zu entfernen. Am 8. Oktober 2021 nahm Bernhard Schöni zum Ausstandsgesuch Stellung und widersetzte sich diesem, weshalb er die Sache an das Obergericht des Kantons Obwalden zur weiteren Behandlung überwies. Mit Entscheid vom 2. Februar 2022 hiess das Obergericht das Ausstandsbegehren teilweise gut. Es ging davon aus, dass Bernhard Schöni ab dem Zeitpunkt der Behandlung der von A.________ eingereichten Beweisanträge am 29. September 2021 befangen gewesen sei.