Citation: 7B_304/2023 E. 2.4

2.4. Die Vorinstanz erwägt im Wesentlichen was folgt: Weder aus den glaubhaften Ausführungen des amtlichen Verteidigers in dessen Vernehmlassung noch aus der angefochtenen Verfügung ergebe sich, dass dieser im Untersuchungsverfahren der Staatsanwaltschaft in irgendeiner Weise sozusagen ausgeliefert wäre und sich veranlasst sähe, nach deren Willen bzw. Instruktionen handeln zu müssen. Der Beschwerdeführer habe sich mit der Ernennung von Rechtsanwalt B.________ zu seinem amtlichen Verteidiger einverstanden erklärt. Dieser sei durch die Staatsanwaltschaft gestützt auf Art. 130 f. StPO als amtlicher Verteidiger eingesetzt worden, weshalb er berechtigt bzw. bevollmächtigt sei, den Beschwerdeführer im Strafverfahren amtlich zu verteidigen. Zudem spreche "das vorgängige Nichtkennen bzw. das Nichtkennen-Können des amtlichen Verteidigers" in keiner nachvollziehbaren Weise für eine erhebliche Störung des Vertrauensverhältnisses zwischen dem amtlichen Verteidiger und dem Beschwerdeführer. Wie der Vernehmlassung des amtlichen Verteidigers entnommen werden könne, sei dieser im Strafverfahren nicht untätig geblieben. Er zeige nachvollziehbar auf, in welchen rechtlichen Belangen und wie er den Beschwerdeführer beraten, welche Unterlagen (Strafbefehl, Einsprache, Einstellungsverfügungen) er ihm zugestellt sowie welche rechtlichen Vorkehren er getroffen habe. Ferner sei nicht zu beanstanden, dass der amtliche Verteidiger mehrere Fristerstreckungsgesuche gestellt habe. Diese seien offenbar auch darauf zurückzuführen, dass der Beschwerdeführer für eine Besprechung nicht verfügbar gewesen sei. Sollte sich der Beschwerdeführer weigern, mit dem amtlichen Verteidiger sachgerecht zu kooperieren, ergäbe sich daraus kein grundrechtlicher oder bundesgesetzlicher Anspruch des Beschuldigten auf Auswechslung des Verteidigers. Insgesamt bestünden weder subjektive noch objektive Gründe, die einen Verteidigerwechsel nahelegen würden.