Citation: 2C_716/2021 E. 3.4.2

3.4.2. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers ist auch nicht davon auszugehen, dass eine Rückkehr nach Algerien wegen seines Gesundheitszustands unzumutbar wäre, da eine angemessene medizinische Versorgung nicht gewährleistet sei. Eine medizinische Notlage steht der Wegweisung nur dann entgegen, wenn eine notwendige medizinische Behandlung im Heimatland nicht zur Verfügung steht und die Rückkehr zu einer raschen und lebensgefährdenden Beeinträchtigung des Gesundheitszustands der betroffenen Person führt. Unzumutbarkeit liegt jedenfalls nicht schon dann vor, wenn im Heimat- oder Herkunftsstaat eine dem schweizerischen Standard entsprechende medizinische Behandlung nicht möglich ist (vgl. zum Ganzen BGE 139 II 393 E. 6, 137 II 305 E. 4.3; Urteil 2C_653/2021 vom 4. Februar 2022; je m.w.H.). Der Beschwerdeführer legt nicht dar, wie ihm in Algerien der Zugang zu angemessener medizinischer Versorgung oder zu den für ihn gegebenenfalls erforderlichen Medikamenten verwehrt sein sollte. Bei ihm lässt sich die Diagnose einer paranoiden Schizophrenie weiterhin nicht bestätigen (vgl. oben 3.2.2 u. 3.2.3) : Falls er einer gewissen psychiatrischen Unterstützung bedürfen sollte, so wäre das in seinem Heimatland in ausreichender Form gewährleistet (vgl. das Urteil 2C_525/2020 vom 7. Oktober 2020 E. 5.5; siehe dazu weiter E. 8.3 des angefochtenen Urteils m.w.H, u.a. zu einer allfälligen Suizidgefahr).