Citation: 5A_284/2024 E. 3.2.4

3.2.4. Sie folgerte, zusammengefasst bestehe zwischen der erweiterten Pauschale und den notwendigen Bemühungen kein offensichtliches Missverhältnis, weshalb die Entschädigung pauschal festzusetzen sei. Für das Hauptverfahren sei die höchstmöglich erweiterte Pauschale und damit ein Honorar von Fr. 4'500.-- zuzusprechen (Art. 20 Abs. 1 lit. b und Abs. 3, Art. 26 Abs. 1 lit. a HonO; bereits nach Art. 31 Abs. 3 AnwG gekürzt). In den drei Verfahren betreffend vorsorgliche Massnahmen (Gesuch des Kindsvaters um vorsorgliche Abänderung der Betreuungsregelung, vorsorgliche Anträge des Beistands und Gesuch der Kindsmutter um vorsorgliche Festlegung des Kontaktrechts), welche weit weniger aufwendig gewesen seien als das Hauptverfahren bzw. in deren Rahmen sich zum grössten Teil dieselben Fragen stellten, erscheine es gerechtfertigt, von einem bereits gekürzten Honoraranspruch von je Fr. 2'000.-- auszugehen. Damit resultiere ein Honorar von insgesamt Fr. 10'500.-- (zzgl. Barauslagen von Fr. 509.10 und MWSt von Fr. 852.10).