Citation: 1B_289/2022 E. 4.4

4.4. Die Vorinstanz hat für das Bundesgericht verbindlich festgestellt, dass die vom Beschwerdeführer verwendete Schreckschusswaffe ohne weiteres mit einer echten Feuerwaffe verwechselt werden kann. Inwiefern diese tatsächliche Feststellung willkürlich wäre, vermag der Beschwerdeführer mit seiner rein appellatorischen Kritik nicht darzulegen (vgl. E. 1.2 hiervor). Der Beschwerdeführer verkennt, dass der Zweck von Schreckschusswaffen mitunter gerade darin besteht, echte Feuerwaffen möglichst genau zu imitieren. Aufgrund dieser von ihnen ausgehenden Gefahr für die öffentliche Sicherheit sind sie denn auch teilweise dem Waffengesetz unterstellt (Art. 4 Abs. 1 lit. g Waffengesetz [WG; SR 514.54]; vgl. ASLANTAS FATIH, in: Stämpflis Handkommentar zum WG, 2017, N. 14 f. zu Art. 4 WG). Sodann hat das Bundesgericht wiederholt festgehalten, dass auch Drohungen die Sicherheitslage einer Person erheblich beeinträchtigen und deshalb die Anordnung von Untersuchungshaft wegen Wiederholungsgefahr rechtfertigen können (BGE 143 IV 9 E. 2.7 mit Hinweis; Urteil 1B_91/2022 vom 18. März 2022 E. 4.3.2). Umsomehr muss dies für einen Raub (versuch) unter Mitführung einer Schreckschuss- respektive Imitationswaffe gelten. Im Übrigen können auch Schreckschusswaffen nicht als derart harmlos betrachtet werden, wie der Beschwerdeführer dies darzustellen versucht, sind sie unter Umständen doch durchaus geeignet, im Nahbereich schwere Verletzungen zuzufügen und diesfalls folgerichtig als gefährliche Waffe i.S.v. Art. 140 Abs. 2 StGB zu qualifizieren (BGE 118 IV 142 E. 3e; vgl. Urteil 6B_1397/2019 vom 12. Januar 2022 E. 2.3.2 in fine).