Citation: 5P.401/2002 09.12.2002 E. 3.4

3.4.1 Die Beschwerdeführerin rügt sodann, das Kind werde durch den unbegleiteten Kontakt zum Beschwerdegegner in unlösbare Loyalitätskonflikte gestürzt; angesichts der ausgeprägten Spannungen sei es unverhältnismässig, keine Begleitung anzuordnen und ihrer Beschwerde die Suspensivwirkung zu entziehen. Sie begründet aber nicht (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG), weshalb es ihr und dem Beschwerdegegner unmöglich sein sollte, ihren Streit vom gemeinsamen Kind fern zu halten und ihm in seinem Interesse einen Kontakt zu beiden Elternteilen zu ermöglichen. Mit dem blossen Verweis auf die erheblichen Spannungen zwischen den Parteien kann auch eine Einschränkung des Besuchsrechts nicht begründet werden. Denn zwecks Fernhaltung der Streitigkeiten vom Kind hat die Vormundschaftsbehörde eine Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 2 ZGB angeordnet. Die Beschwerdeführerin begründet nicht, weshalb diese Massnahme einstweilen nicht genügt. 3.4.2 Weiter macht die Beschwerdeführerin eine Entfremdung zwischen dem Sohn und dem Beschwerdegegner geltend. Sie übersieht aber, dass sie damit nicht begründen kann (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG), weshalb einer allfälligen Beschwerde willkürlich die Suspensiveffekt entzogen wurde. Denn nur der Entzug der aufschiebenden Wirkung kann dazu beitragen, dass bei heftig streitenden und den Instanzenzug beanspruchenden Eltern der Kontakt zwischen dem Kind und dem nicht sorgeberechtigten Elternteil nicht ganz erlischt. 3.5 Schliesslich rügt die Beschwerdeführerin vergeblich, das Obergericht hätte wegen des Untersuchungsgrundsatzes weitere Abklärungen treffen, Gutachten einholen und Zeugen befragen müssen. Sie begründet nicht (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG), weshalb im vorliegenden Verfahren, in dem es gar nicht um die Regelung des Besuchsrechts geht, weitere Sachverhaltsabklärungen erforderlich sein sollten.