Citation: 4A_97/2013 E. 2.2

2.2. In der Folge prüfte die Vorinstanz, ob die vom Beschwerdeführer und vom Verwaltungsratspräsidenten B.________ veranlasste und umgesetzte Darlehensgewährung "inhaltlich sorgfaltswidrig" war. Sie stellte zunächst fest, dass für die massgebliche Phase keine Prüfung der Wirtschaftlichkeit der Investitionen zur Erhaltung von nicht zu beanstandenden, ursprünglichen Investitionen in die S.________ über DM 700'000.-- nach kaufmännischen Grundsätzen habe nachgewiesen werden können; dies sei zwar nicht allein ausschlaggebend, spreche indessen gegen ein sorgfältig geplantes Vorgehen. Sodann hielt die Vorinstanz fest, der Beschwerdeführer habe im erstinstanzlichen Verfahren nie substanziiert bestritten, dass er um die prekäre finanzielle Lage der S.________ im massgeblichen Zeitpunkt (September 1993) gewusst habe. Allerdings komme es für die Beurteilung der Vertretbarkeit bzw. Sorgfaltswidrigkeit des Darlehens nicht abschliessend auf die Frage einer Überschuldung des Darlehensempfängers an und dies hänge von weiteren Faktoren ab, insbesondere davon, ob eine Sanierung und die eingeschossenen Gelder die bestehenden Probleme dauerhaft lösen könnten. Der Beschwerdeführer habe geltend gemacht, das Darlehen vom Oktober 1993 sei erforderlich gewesen, um Unterstützung der Banken und des Bundeslandes W.________ durch Fördergelder zu erhalten, was von der Beschwerdegegnerin nicht in Frage gestellt worden sei; es sei auch unbestritten geblieben, dass Fördergelder in Aussicht standen, wenn auch in unbekannter Höhe und Art (à fonds perdu, Darlehen, Bürgschaften). Bei den Darlehen handelte es sich nach den weiteren Feststellungen der Vorinstanz unbestrittenermassen um eigenkapitalersetzende Darlehen an eine angeschlagene Gesellschaft, die als "ewige" Darlehen gewährt worden bzw. nicht rückforderbar gewesen seien. Bei dieser Situation spiele die Frage, ob dafür Sicherheiten geleistet wurden bzw. eine Gegenleistung erbracht wurde, keine Rolle. Es habe sich dabei um auf allerweiteste Sicht nicht rückzahlbare sog. Downstream-Darlehen von der Mutter- an die Tochtergesellschaft gehandelt, die nicht in jedem Fall zur Entreicherung der Muttergesellschaft führen müssten. Vorliegend sei das Darlehen über DM 1 Mio. jedoch insoweit problematisch gewesen, als die Downstream-Leistung bei einer Beteiligung der Y.________ von 60 bzw. 49 % nicht allein der Y.________ als "Mutter" zugekommen sei. Eine schuldhafte Pflichtverletzung bei der Darlehensgewährung erblickte die Vorinstanz schliesslich darin, dass die S.________ mit Geldern der Y.________ alimentiert wurde, obwohl diese Gesellschaft massgeblich durch F.________ und G.________ geführt wurde, der Beschwerdeführer vom zweifelhaften Ruf derselben gewusst und im Herbst 1993 Anlass bestanden habe, die Frage der Vertrauenswürdigkeit von F.________ und G.________ (erneut) zu prüfen, was aber unterblieben sei.