Citation: 5A_427/2022 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführerin sei als Korporationsgemeinde eine öffentlich-rechtliche Körperschaft des Kantons Zug und als solche an die Grundrechte des Bundes und der Kantonsverfassung gebunden. Sie habe den die Korporation Zug betreffenden Entscheid des Bundesgerichts 5A_208/2012 vom 27. September 2012 zum Anlass genommen, ihre Statuten zu überarbeiten. In diesem Rahmen habe die Beschwerdeführerin bezüglich des Erwerbs des Genossenrechts ein uneingeschränktes, d.h. geschlechtsneutrales Abstammungsprinzip eingeführt. Die Abstammung sei ein zulässiges Kriterium zur Weitergabe des Genossenrechts bzw. für dessen Erwerb; insofern führten die neuen Statutenbestimmungen zu keiner direkten Diskriminierung aufgrund des Geschlechts.