Citation: 6B_1322/2022 E. B

Seit dem 4. Juni 2020 befindet sich A.________ im Zentrum für Stationäre Forensische Therapie Rheinau (ZSFT). Das ZSFT stellte am 11. Juni 2021 beim Amt für Justizvollzug und Wiedereingliederung (JuWe) des Kantons Zürich den Antrag, gegenüber A.________ die zwangsweise Durchführung einer elektrokonvulsiven Therapie zwecks Behandlung dessen paranoider Schizophrenie anzuordnen. Das ZSFT führt aus, bei A.________ sei von einer paranoiden Schizophrenie auszugehen. Die Erkrankung habe in der Vergangenheit wiederholt zu fremdaggressiven Übergriffen auf Personal mit körperlichen Verletzungen geführt. Aufgrund der fehlenden Absprachefähigkeit und der raptusartigen Übergriffe habe er die meiste Zeit in Isolation mit zusätzlicher notwendig mobiler Fixation verbracht. Das Erreichen von Behandlungszielen sei nicht möglich und auch die verordnete Medikation in Höchstdosierung habe zu keiner psychopathologischen Besserung geführt. Im Hinblick auf das Patientenwohl und die Erreichung von Zielen im Rahmen des Massnahmevollzugs sei die Elektrokonvulsionstherapie die notwendige Behandlungsoption.