Citation: 2C_534/2018 E. 3.8

3.8. Nach Art. 25 DBG können Aufwendungen zum Abzug gebracht werden, die zur Erzielung von Einkünften bzw. zur Erlangung von steuerbaren Vermögenszugängen getätigt wurden. Die von den Beschwerdeführern geltend gemachten Gerichtskosten fallen indessen nicht unter den allgemeinen Gewinnungskostenbegriff dieser Vorschrift. Insoweit, als die Gerichtskosten zur Steuervermeidung aufgewendet wurden, fehlt es am erforderlichen qualifiziert engen Konnex zwischen den getätigten Ausgaben und erzielten Einkünften, ist doch vorliegend auch kein Zusammenhang zu anderen Einkommensarten als Vermögenserträgen aus Privatvermögen ersichtlich (vgl. E. 3.6.3; zum bereits erwähnten Erfordernis einer wirtschaftlichen Konnexität zwischen den Aufwendungen und steuerbaren Einkünften E. 3.6.1). Sollten die Gerichtskosten teilweise zur Erlangung einer Erbschaft aufgewendet worden sein (vgl. E. 3.6.3 in fine), würde es sich insoweit ebenfalls nicht um Gewinnungskosten für steuerbare Einkünfte im Sinne von Art. 25 DBG handeln: Aufwendungen für die Erlangung einer Erbschaft schmälern die erlangte Erbschaft, die gestützt auf Art. 24 lit. a DBG nicht der Einkommenssteuer unterliegt. Allfällige von den Beschwerdeführern zur Erlangung einer Erbschaft bezahlte Gerichtskosten würden somit keine als allgemeine Gewinnungskosten abziehbaren Aufwendungen zur Erlangung eines Vermögenszuganges bilden, welcher der direkten Bundessteuer unterliegt. Solche Gerichtskosten könnten unter Umständen - nach Massgabe der einschlägigen kantonalen Regelung - bei der Erbschafts- und Schenkungssteuer steuermindernd in Anrechnung gebracht werden (vgl. § 13 Abs. 1 des Gesetzes über die Erbschafts- und Schenkungssteuer des Kantons Basel-Landschaft vom 7. Januar 1980 [SGS 334], wonach die Erbschafts- und Schenkungssteuer auf dem vom Steuerpflichtigen erworbenen "reinen Vermögen" erhoben wird; siehe zum Ganzen Urteil 2C_1278/2012 / 2C_1279/2012 vom 14. Oktober 2013 E. 5.2). Ein Abzug als allgemeine Gewinnungskosten fällt bei den streitbetroffenen Gerichtskosten insoweit, als diese bereits in den Jahren 2010 und 2011 angefallen sind, zudem aufgrund des Periodizitätsprinzips ausser Betracht. Insoweit verhält es sich nicht anders wie bei der Frage, ob diese Kosten unter dem Titel "Vermögensverwaltungskosten" abziehbar sind (vgl. E. 3.5).