Citation: 8C_331/2022 E. 5.2

5.2. Entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführerin zeigte die Gutachterin gerade nicht auf, weshalb trotz lediglich leichter bis mittelgradiger Depression und an sich guter Therapierbarkeit der Störung funktionelle Leistungseinschränkungen resultieren, die sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirken. Es fehlt auch eine schlüssige Erklärung für die attestierte Arbeitsunfähigkeit von 100 % im Zeitraum von September 2016 bis Juni 2017 und von immerhin noch 40 % im weiteren Verlauf. Eine eingehendere Begründung wäre umso mehr angezeigt gewesen, als die Gutachterin nach den zutreffenden Feststellungen der Vorinstanz im Mini-ICF-Rating-APP lediglich bei der Flexibilität und Umstellungsfähigkeit eine leichte und beim Durchhaltevermögen eine mittelgradige Beeinträchtigung konstatierte. Bei den übrigen Fähigkeiten bestanden gemäss Expertise keine Einschränkungen.