Citation: 9C_415/2022 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer wendet sich vorerst gegen den Beweiswert der ZIMB-Expertise vom 27. November 2020 und insbesondere gegen den im orthopädischen Teilgutachten gezogenen Schluss, es bestehe seit der im April 2014 von Dr. med. C.________, FMH Rheumatologie, durchgeführten Begutachtung ein im wesentlichen unveränderter Gesundheitszustand. Konkret macht der Beschwerdeführer geltend, Dr. med. D.________, FMH orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparats, habe im Rahmen seiner Untersuchung im ZIMB die von Dr. med. E.________, Facharzt für Radiologie, im MRI-Bericht vom 23. Juli 2018 (recte: 4. Juli 2018) erhobenen Befunde bzw. seine diesbezüglichen Präzisierungen nicht berücksichtigt. So habe Dr. E.________ im Vergleich zu der 2014 stattgefundenen MRI-Untersuchung (Bericht des Dr. med. F.________, FMH Neurologie, vom 23. Juli 2014) neu eine "deutlich" aktivierte Osteochondrose sowie eine "von moderat auf höhergradig" fortgeschrittene Enge im Neuroforamen und im Rezessus festgestellt. In Bezug auf diesen Einwand ist vorerst darauf hinzuweisen, dass Dr. med. E.________ im MRI-Bericht vom 4. Juli 2018 keinen Vergleich zur bildgebenden Situation im Jahr 2014, sondern zu derjenigen im Jahr 2009 (MRI-Bericht des Dr. med. G.________, FMH Radiologie, vom 6. April 2009) vornahm. Erst am 12. Dezember 2018 stellte er auf Nachfrage der behandelnden Ärztin Dr. med. H.________, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation, auch einen Vergleich zum Jahr 2014 an. In diesem späteren Bericht schloss er ausdrücklich, die Degenerationen hätten bei einem Vergleich mit dem Jahr 2014 deutlich weniger zugenommen als bei einem solchen mit dem Jahr 2009. Der Radiologe wies wohl auf eine aktuell deutlich aktivierte Osteochondrose sowie auf eine von moderat auf höhergradig progrediente Enge im Neuroforamen und im Rezessus hin. Wie indessen bereits die Vorinstanz festgehalten hat, fanden diese Befunde Eingang in die Expertise des Dr. med. D.________. Konkret wies der Gutachter nach Konsultation der gesamten Aktenlage auf eine 2018 erfolgte Exazerbation der lumbospondylogenen Beschwerden bei nachweisbarer aktivierter Osteochondrose sowie auf die fortgeschrittene Rezessus- und Neuroforamenstenose LKW3/4 hin. Im Lichte dessen kann mit dem kantonalen Gericht keine Rede davon sein, die ZIMB-Expertise berücksichtige nicht die vollständige im Juli 2018 von Dr. med. E.________ erhobene Befundlage. Daran ändert nichts, dass diese im Gutachten nicht wortgetreu wiedergegeben wird. Entgegen den Vorbringen in der Beschwerde, wurde im ZIMB-Gutachten auch der von Dr. med. H.________ zu Handen der damaligen Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers verfasste Bericht vom 19. Dezember 2018 erwähnt und auszugsweise wiedergegeben. Dass Dr. med. D.________ auf eine vertiefte Auseinandersetzung mit diesem Bericht verzichtete, schadet dem Beweiswert seiner Expertise nicht. So hatte sich Dr. med. H.________ im Wesentlichen auf eine Wiedergabe der im MRI-Bericht vom 4. Juli 2018 erhobenen Befunde sowie auf den Hinweis auf die beim Beschwerdeführer zunehmenden Kreuzschmerzen beschränkt. Nach dem Dargelegten hat sich Dr. med. D.________ mit diesen Punkten auseinandergesetzt. Eine vom ZIMB-Gutachten abweichende bzw. überhaupt eine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit, mit welcher sich der orthopädische Gutachter zusätzlich hätte befassen können, findet sich im Bericht der Dr. med. H.________ vom 19. Dezember 2018 nicht. Dasselbe gilt im Übrigen für die Berichte des Dr. med. E.________ vom 4. Juli und vom 12. Dezember 2018.