Citation: 6B_763/2020 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz hält fest, das Akteneinsichtsrecht erstrecke sich selbstredend auch auf als Beweismittel beschlagnahmte Daten. Gehe es hingegen um pornografische Bilder und Videos, die gemäss Art. 197 Abs. 6 StGB der Einziehung unterliegen, komme eine Aushändigung an den Beschuldigten im Rahmen der Akteneinsicht nicht infrage. In der Regel bleibe eine auf die Verteidigung beschränkte Einsichtnahme der elektronischen Daten möglich. Die inkriminierten Bilder und Videos, deren Konsum, Beschaffung und Herstellung dem Beschwerdeführer vorgeworfen werde, befänden sich auf einer CD/DVD in den Akten. Unter diesen Umständen sei es nicht zu beanstanden, dass ein allfälliges "forensisches Image", bei dem es sich um nichts anderes als um eine 1:1-Kopie des Originaldatenträgers handle, welches im Sinne eines technischen Zwischenschritts der Erstellung des Vollzugsberichts und der CD/DVD gedient habe, nicht zusätzlich zu den Akten im Sinne von Art. 107 Abs. 1 lit. a StPO genommen worden sei.