Citation: B 65/06 19.04.2007 E. 3

Es ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin ab 1. März 2001 Anspruch auf eine Invalidenrente aus beruflicher Vorsorge hat. Die Vorinstanz geht mit der Beschwerdegegnerin davon aus, dass per Ende der einmonatigen Nachdeckungsfrist (April 2000) eine seit Dezember 1999 anhaltende Arbeitsunfähigkeit von 50% bestanden hat und dass eine solche von 100% erst ab Mai 2001 eingetreten ist. Dies deckt sich insoweit mit dem Entscheid der IV-Stelle vom 2. Dezember 2002, der ebenfalls auf einer Arbeitsunfähigkeit von 50% bis Ende April 2001 und dann von 100% ab Mai 2001 basiert. Das würde an sich reglementsgemäss nur zu einer halben (obligatorischen) Rente führen. Weil aber die spätere Verschlechterung unbestrittenermassen aus gleicher Ursache stammt, hat die Beschwerdegegnerin für den obligatorischen Bereich gemäss Art. 23 BVG auch für die ab Mai 2001 volle Arbeitsunfähigkeit einzustehen und hat daher die Beschwerdeführerin ab diesem Datum Anspruch auf eine volle obligatorische Rente. Eine überobligatorische reglementarische Rente wurde vom kantonalen Gericht erst nach Ablauf der reglementarischen zweijährigen Wartefrist (beginnend mit der 50%-igen Arbeitsunfähigkeit ab Dezember 1999) zugesprochen, also ab Dezember 2001, und zwar nur eine halbe Rente, weil für den überobligatorischen Teil nicht Art. 23 BVG massgebend ist, sondern die Erwerbsunfähigkeit bei Ende der Nachdeckungsfrist. Sowohl im obligatorischen als auch im überobligatorischen Bereich ist der vorinstanzliche Entscheid aus den nachfolgenden Gründen nicht zu beanstanden.