Citation: 4A_267/2022 E. 6

Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz verschiedentlich vor, ihren Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 53 Abs. 1 ZPO) verletzt zu haben. Sie stört sich insbesondere daran, dass das Obergericht nicht entschieden habe, ob das "ursprüngliche" (am 1. Juni 2012 vereinbarte) Mietverhältnis ein solches befristeter oder unbefristeter Natur gewesen sei. Das Obergericht thematisierte diese Frage, liess sie indes in der Tat offen, unter Hinweis darauf, dass sie nicht entscheidrelevant sei: So oder anders ergebe eine Auslegung der massgebenden Schriftstücke, dass die Beschwerdegegnerin zu ihrer Kündigung per 31. Oktober 2019 berechtigt gewesen sei. Nachdem diese Auslegung nicht zu beanstanden ist, ist auch nicht erkennbar, worin die Gehörsverletzung bestehen soll. Dass die Vorinstanz die Sach- und Rechtslage anders eingeschätzt hat, als dies die Beschwerdeführerin tut, stellt selbstredend keine Missachtung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör dar. Die Gehörskritik ist unbegründet.