Citation: 8C_514/2007 13.12.2007 E. A

Der 1942 geborene, in Laus/GR wohnhaft gewesene D.________ war Inhaber eines Garagebetriebes und bezog seit dem 1. September 1996 wegen Schulterbeschwerden eine ganze Rente der Invalidenversicherung, nebst Zusatzrente für seine 1946 geborene Ehefrau D-W.________, auf Grund eines Invaliditätsgrades von 75 %. Nach der Geschäftsaufgabe Ende Mai 2001 zogen die Eheleute D.________ in ein eigenes Haus in Surava. Am 29. September 2003 stürzte D-W.________ bei Gartenarbeiten auf den Rücken und zog sich dabei eine Fraktur eines Lendenwirbelkörpers (LWK 1) zu. Wegen andauernder Rückenschmerzen meldete sie sich am 9. März 2004 mit dem Begehren um Zusprechung einer Rente zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung an. Die IV-Stelle des Kantons Graubünden holte einen Bericht des behandelnden Arztes Dr. med. H.________, vom 6. April 2004 ein, welcher chronische lumbovertebrale Schmerzen diagnostizierte und eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % bis 30. November 2003 und von 50 % ab 1. Dezember 2004 (recte: 2003) bescheinigte. Eine Abklärung im Haushalt vom 24. Juni 2005 ergab eine Behinderung in der Haushalttätigkeit von 42.05 % (Bericht vom 2. August/15. September 2005). Am 2. März 2006 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass sie ab 1. September 2004 Anspruch auf eine Viertelsrente auf Grund eines Invaliditätsgrades von 42 % habe. Am 20. März 2006 eröffnete die kantonale Ausgleichskasse dem Rechtsvertreter der Versicherten, wegen des Rentenanspruchs der Ehefrau müsse der Rentenanspruch für beide Ehepartner neu berechnet werden. Dabei zeige sich, dass der neue Rentenbetrag für beide Ehegatten zusammen unter dem bisherigen Betrag für die Invalidenrente des Ehemannes samt Zusatzrente für die Ehefrau liege. Die Ehefrau werde daher angefragt, ob sie auf die Ausrichtung ihrer Invalidenrente verzichte. Am 19. April 2006 erklärten beide Ehegatten, dass an der Ausrichtung der Invalidenrente festgehalten werde. Am 25. April 2006 liess die Versicherte die Invaliditätsbemessung bestreiten und eine neue Abklärung im Haushalt beantragen, nachdem Dr. med. A.________, Facharzt für Anästhesie und Allgemeine Medizin, am 23. Januar 2006 eine Arbeitsunfähigkeit von 80 % attestiert hatte. Nach Einholung einer Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 12. Juli 2006 erliess die IV-Stelle am 16. Februar 2007 eine Verfügung, mit welcher sie an der Zusprechung einer Viertelsrente ab 1. September 2004 an die Ehefrau festhielt. Mit weiteren Verfügungen gleichen Datums setzte sie die dem Ehemann zustehende ganze Rente mit Wirkung ab 1. September 2004 neu fest und forderte für die Zeit vom 1. September 2004 bis 28. Februar 2007 zuviel ausbezahlte Renten im Betrag von Fr. 19'338.- zurück, wobei sie die Rückforderung im Umfang von Fr. 11'212.- mit der Nachzahlung der Invalidenrente für die Ehefrau verrechnete.