Citation: 5A_414/2024 E. 2.9

2.9. Die Anfechtung einer Anerkennung darf nicht leichtfertig möglich sein. Die genetische Abstammung ist nicht die einzige Rechtfertigung für ein Kindesverhältnis. Zwischen den Klagen über die rechtliche Vaterschaft und dem Anspruch auf Kenntnis der genetischen Abstammung ist zu unterscheiden (vgl. dazu: BGE 137 I 154 E. 3.4; 134 III 241 E. 5). Weil es nicht nur eine genetische, sondern auch eine sozial-psychologische Elternschaft gibt, rechtfertigt es sich, dass ein Kindesverhältnis bestehen bleibt, selbst wenn feststeht, dass der rechtliche Vater nicht der genetische Vater ist (zit. Urteile 5A_178/2022 E. 3.3.4 und 5A_619/2014 E. 4.4). Das Vorbringen der Beschwerdeführerin, die gemeinsame elterliche Sorge sowie die Übertragung der Obhut auf den Beschwerdegegner 1 seien damals gegen ihren Willen angeordnet worden, vermag daran nichts zu ändern. Soweit die Beschwerdeführerin überhaupt rechtsgenüglich rügt, der angefochtene Entscheid verletze Art. 13 und und Art. 14 BV (vgl. Art. 106 Abs. 2 BGG), ist ihre Rüge in der Sache unbegründet.