Citation: 9C_43/2010 05.05.2010 E. 4

4.1 Die Vorinstanz entschied, die aus den Jahren 1997/1998 stammenden Verlustüberschüsse des Beschwerdeführers, welche von der Steuerbehörde in der Steuerveranlagung 2001B zur Verrechnung zugelassen wurden, seien für die Bemessung des beitragspflichtigen Einkommens 2001 nicht zu berücksichtigen. Des Weitern hätte die im Steuerjahr 2001 geltend gemachte Rückstellung für das im Jahr 1995 gewährte und bereits damals gefährdet gewesene Darlehen schon 1995 erfolgen müssen; die Steuermeldung an die Ausgleichskasse sei daher zu Recht mit der entsprechenden Aufrechnung erfolgt. Weil eine betrieblich bedingte Rückstellung für das Jahr 1995 auch AHV-beitragsrechtlich bereits bei deren Bildung nach Art. 9 Abs. 2 lit. c AHVG einkommensmindernd zu berücksichtigen gewesen wäre, könne im Beitragsjahr 2001 keine Verlustverrechnung betreffend einen im Jahr 1995 eingetretenen Verlust vorgenommen werden. 4.2 Der Beschwerdeführer bringt vor, bereits Art. 31 DBG habe eine Verrechnung von Verlustüberschüssen aus drei vorangegangenen Bemessungsperioden vorgesehen, weshalb die Verlustüberschüsse aus den Jahren 1997 und 1998 selbst bei Anwendung dieser Bestimmung vom massgebenden Einkommen 2001 abziehbar seien. Darüber hinaus müsse die Anwendbarkeit der Art. 31 und 211 DBG intertemporalrechtlich differenzierter betrachtet werden, als dies die Vorinstanz getan habe. Gemäss dem klaren Wortlaut von Art. 211 DBG reiche die Vortragsfrist von sieben Jahren auch in Perioden zurück, welche noch der Vergangenheitsbemessung unterlagen. Lediglich für die massliche Ermittlung der bis zur Einführung der Gegenwartsbemessung noch nicht verrechneten Verlustvorträge sei auf Art. 31 DBG abzustellen. Damit seien die bei der direkten Bundessteuer anerkannten Verlustvorträge aus den Jahren 1997 und 1998, zusätzlich zum unbestrittenermassen abzugsberechtigten Verlust in Höhe von Fr. 11'325.-, zum Abzug zuzulassen. Die Rechtsauffassung der Vorinstanz, wonach das Darlehen bereits im Geschäftsjahr 1995 hätte zurückgestellt werden müssen und entsprechend damals einkommensmindernd zu berücksichtigen gewesen wäre, sei unzutreffend. Weil für die Verlustrechnungsperiode im Jahre 2001 mangels einer anderen Rechtsgrundlage Art. 211 DBG Anwendung finde und entsprechend Verluste aus den sieben vorangegangenen Geschäftsjahren verrechnet werden könnten, sei das sozialversicherungsrechtlich massgebende Einkommen gegenüber der Faktorenmeldung für das Beitragsjahr 2001 selbst dann zusätzlich um das Darlehen in Höhe von Fr. 500'000.- zu kürzen, wenn der Vorinstanz darin gefolgt würde, dass eine entsprechende Rückstellung bereits im Geschäftsjahr 1995 hätte erfolgen müssen.