Citation: 2C_506/2019 E. 5.1

5.1. Die Beschwerdeführerin beanstandet die vorinstanzliche Auffassung, wonach zwingend ein Sicherheitsbeauftragter im Sinne einer Präventionspflicht nach § 27 Abs. 2 GebVG AG zu bestimmen gewesen sei (vgl. E. 4.2.1 hiervor; E. 8.2.6 f. des angefochtenen Urteils). Die Auffassung der Vorinstanz sei unhaltbar, da Ziff. 8.1 Abs. 2 der VKF-Brandschutzrichtlinie einen Sicherheitsbeauftragten nur vorschreibe, wenn besondere Brandgefahren oder die Grösse der Baustelle es erfordere. Die Norm eröffne damit einen Beurteilungsspielraum für den Einzelfall, selbst wenn - wie vorliegend - eine Grossbaustelle betroffen sei. Wenn bei jeder Grossbaustelle ein Sicherheitsbeauftragter einzusetzen wäre, dann hätte die Bestimmung dies eindeutig verlangen müssen. Das entscheidende Kriterium zur Bestimmung, ob ein Sicherheitsbeauftragter eingesetzt werden müsse, sei die Frage, ob ein solcher erforderlich sei.