Citation: 5A_35/2018 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz erinnert zunächst daran, dass am 1. Januar 2017 die Änderung des Zivilgesetzbuches betreffend Kindesunterhalt vom 20. März 2015 (AS 2015 4299) in Kraft getreten ist und dass gemäss Art. 13c bis Abs. 1 SchlT ZGB auf das Berufungsverfahren, das bei Inkrafttreten bereits hängig war, das neue Recht Anwendung findet, soweit der ab 1. Januar 2017 geschuldete Unterhalt in Frage steht. Im Weiteren ergebe sich aus Art. 13c SchlT ZGB, dass die Abänderung von Unterhaltsbeiträgen an ein Kind, die vor dem Inkrafttreten der erwähnten Gesetzesnovelle in einem genehmigten Unterhaltsvertrag gleichzeitig mit Unterhaltsbeiträgen an den Elternteil festgelegt wurden, nur bei einer erheblichen Veränderung der Verhältnisse zulässig ist. Diese Voraussetzung sei im konkreten Fall schon deshalb erfüllt, weil ein weiteres Kind des Beschwerdeführers geboren worden und die Unterhaltspflicht gegenüber C.A.________ vorzeit entfallen sei. In der Folge ermittelt das Obergericht den derzeitigen monatlichen Notbedarf des Beschwerdeführers (Fr. 2'105.--), seiner zweiten Ehefrau (Fr. 1'680.--) und seiner Kinder aus zweiter Ehe (je Fr. 1'020.--) sowie das Existenzminimum der Beschwerdegegnerin (Fr. 2'575.--) und der Tochter E.A.________ (Fr. 1'150.--). Es kommt zum Schluss, dass dem Beschwerdeführer nach Deckung seines Existenzminimums bis und mit August 2017 Fr. 4'745.-- (Einkommen von Fr. 6'850./. Fr. 2'105.--) und ab September Fr. 5'445.-- (Einkommen von Fr. 7'550.--./. Fr. 2'105.--) zur Verfügung stehen. Dieses Geld diene (unter Berücksichtigung der Familienzulage von Fr. 300.--) in erster Linie zur Deckung des Barbedarfs der Kinder von insgesamt Fr. 2'290.-- (E.A.________ Fr. 850.--; F.A.________ und G.A.________ je Fr. 720.--). Was vom Einkommen des Beschwerdeführers übrig bleibe - bis und mit August 2017 Fr. 2'455.-- (Fr. 4'745.--./. Fr. 2'290.--) und ab September 2017 Fr. 3'155.-- (Fr. 5'445.--./. Fr. 2'290.--) - diene zur Finanzierung des Betreuungsunterhalts für die Kinder. Mit Bezug auf E.A.________ berücksichtigt die Vorinstanz, dass die Beschwerdegegnerin mit ihrem 50 %-Pensum ein Monatseinkommen von Fr. 1'900.-- erzielt und die Tochter bis zu ihrem 16. Geburtstag im April 2023 zu 50 % selbst betreut. Aufgrund der massgebenden Erwerbsquote belaufe sich der Betreuungsunterhalt für E.A.________ auf rund Fr. 1'290.--, was 50 % der anrechenbaren Lebenshaltungskosten der Beschwerdegegnerin entspreche. Für F.A.________ und G.A.________ entspreche der Betreuungsunterhalt 100 % der anrechenbaren Lebenshaltungskosten der zweiten Ehefrau des Beschwerdeführers, also Fr. 1'680.--. Für die Zeit vom 1. Januar bis 31. August 2017 teilt das Obergericht den Restbetrag von Fr. 2'455.-- im Verhältnis der Betreuungsunterhalte auf, was für E.A.________ einen Betrag von Fr. 1'105.-- und für die Kinder aus zweiter Ehe einen solchen von Fr. 1'350.-- ergibt. Laut Vorinstanz beträgt der Unterhaltsanspruch für E.A.________ demnach Fr. 1'955.-- zuzüglich allfälliger Familienzulagen (Fr. 850.-- Barunterhalt und Fr. 1'105.-- Betreuungsunterhalt). Das Obergericht stellt fest, dass der Betreuungsunterhalt von E.A.________ von Fr. 1'290.-- im Umfang von Fr. 185.-- nicht gedeckt sei und für nachehelichen Unterhalt kein Raum bleibe, weshalb das Urteil des Bezirksgerichts entsprechend abzuändern sei. Zugleich weist es darauf hin, dass das Bezirksgericht für die Zeit bis zum 31. Juli 2017 mit insgesamt Fr. 1'850.-- (Fr. 900.-- für E.A.________ und Fr. 950.-- für die Beschwerdegegnerin) im Ergebnis weniger Unterhalt zugesprochen hat als der für E.A.________ errechnete Unterhaltsanspruch von Fr. 1'955.--. Dies sei "letztlich aber nicht von Belang", da vorliegend die Offizialmaxime gelte und das Gericht ohne Bindung an die Parteianträge entscheide. In der Folge beschäftigt sich die Vorinstanz mit der Zeit ab September 2017. Sie kommt zum Schluss, dass der Beschwerdeführer mit einem Monatseinkommen von Fr. 7'550.-- den eigenen Bedarf und die Unterhaltsansprüche sämtlicher Kinder (Barbedarf und Betreuungsunterhalt) zu decken vermöge, so dass E.A.________ ein monatlicher Beitrag von Fr. 2'140.-- (Fr. 850.-- Barunterhalt und Fr. 1'290.-- Betreuungsunterhalt, zuzüglich Familienzulagen) zuzusprechen sei. Angesichts der knappen finanziellen Verhältnisse komme ein Beitrag an den nachehelichen Unterhalt der Beschwerdegegnerin auch während dieser Zeitspanne nicht in Betracht, zumal die Beschwerdegegnerin mit ihrem monatlichen Einkommen von Fr. 1'900.-- im Gegensatz zum Beschwerdeführer sogar ihr familienrechtliches Existenzminimum zu decken vermöge. Ab 1. Mai 2023 entfällt dem angefochtenen Entscheid zufolge der Betreuungsunterhalt für E.A.________, womit sich ihr Unterhaltsbeitrag wiederum auf den bereits vom Bezirksgericht festgelegten Betrag von monatlich Fr. 1'000.-- (vgl. Sachverhalt Bst. A.b) reduziere. Zuletzt prüft das Obergericht nach altem Recht, ob die Unterhaltsbeiträge für E.A.________ (Fr. 900.--) und für die Beschwerdegegnerin (Fr. 950.--) für die Zeit von April 2016 (Einreichung der Abänderungsklage) bis Ende Dezember 2016 (vgl. Sachverhalt Bst. A.b) zu ändern sind. Es verneint die Frage und bestätigt in dieser Hinsicht den erstinstanzlichen Entscheid.