Citation: I 220/03 04.09.2003 E. 4

4.1 Bei Erlass der Verfügung vom 23. April 1996 ging die IV-Stelle davon aus, der Versicherte sei trotz seiner Rückenbeschwerden in einer angepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig. Daher liege keine Invalidität vor. Die Verwaltung stützte sich dabei ebenso wie das kantonale Gericht in seinem die Verfügung vom 23. April 1996 bestätigenden Entscheid vom 3. Juni 1997 in medizinischer Hinsicht in erster Linie auf ein Gutachten des Dr. med. D.________, Chirurgie und Orthopädie FMH, vom 18. September 1995. Der Gutachter erklärte, als Musiker in einem Jazz-Orchester sei der Beschwerdeführer zweifellos zu 100 % arbeitsfähig. In einer Tätigkeit mit der Möglichkeit häufiger Positionswechsel und ohne Notwendigkeit des Tragens oder Hebens von Lasten sei ein Pensum von sicherlich sechs bis acht Stunden pro Tag oder 30 bis 40 Stunden pro Woche als zumutbar anzusehen. Er fügte hinzu, eine Tätigkeit als Musiker könne der Versicherte vollzeitlich ausüben, auch wenn gewisse Beeinträchtigungen durch die Rückenprobleme bestünden. Dagegen seien die früher verrichteten Arbeiten als Bäcker oder Gärtner nicht mehr zumutbar. Die IV-Stelle und das kantonale Gericht in seinem Entscheid vom 3. Juni 1997 berücksichtigten bei ihrer Beurteilung zusätzlich, dass der Beschwerdeführer von Januar bis Mai 1995 vollzeitlich erwerbstätig gewesen war und diese Anstellung aus invaliditätsfremden Gründen aufgegeben hatte.