Citation: 7B_1232/2024 E. 4.3.1

4.3.1. Dass das Beschleunigungsgebot verletzt wurde, ist vorliegend unbestritten. Soweit der Beschwerdeführer daraus ableitet, er sei umgehend aus der Haft zu entlassen, ist ihm jedoch nicht zu folgen. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung führt die Verletzung des Beschleunigungsgebots nur dann zu einer Haftentlassung, wenn sie derart gravierend ist, dass deshalb die Rechtmässigkeit der Haft verneint werden muss (vgl. Urteil 7B_984/2023 vom 8. Januar 2024 E. 3.1.2 mit Hinweisen). Dies ist vorliegend nicht der Fall. Insbesondere ist nicht erkennbar, dass die Vorinstanz nicht gewillt oder nicht in der Lage wäre, das Verfahren mit der für Haftfälle verfassungs- und konventionsrechtlich gebotenen Beschleunigung zu behandeln. Die in der Beschwerde dargelegten Umstände lassen eine solche Schlussfolgerung jedenfalls nicht zu. Das vom Beschwerdeführer eingereichte Schreiben der Vorinstanz vom 18. Oktober 2024 betreffend Gewährung der Akteneinsicht datiert im Weiteren aus der Zeit nach der angefochtenen Verfügung und ist als echtes Novum unbeachtlich (Art. 99 Abs. 1 BGG). Ob die vom Berufungsgericht vorgenommene Verfahrenstrennung, Strafzumessung und Ergänzung des Urteildispositivs, wie vom Beschwerdeführer behauptet, gegen Recht verstossen, ist in vorliegendem Verfahren ferner nicht zu prüfen. Die darauf gründenden Vorbringen, wonach bei Gutheissung seiner gegen das Berufungsurteil erhobenen Beschwerde und Rückweisung der Angelegenheit zu neuer Entscheidung in der Sache mit weiteren Verfahrensverzögerungen seitens der Vorinstanz bzw. des Berufungsgerichts zu rechnen wäre, erweisen sich als Spekulation. Das Berufungsgericht hat die Verletzung des Beschleunigungsgebots bereits im Urteil vom 28. September 2023 anerkannt und vermerkt. Insofern konnte im Haftprüfungsentscheid auf eine erneute formelle Feststellung im Dispositiv verzichtet werden.