Citation: 8C_339/2022 E. 6.1.2

6.1.2. Die Suva stellte die Heilbehandlung per 19. September 2014 und die Taggeldleistungen auf den 30. November 2014 ein (Verfügung vom 23. April 2015). Bezüglich des Rentenbeginns folgerichtig, sprach sie dem Beschwerdeführer ab 1. Dezember 2014 eine Invalidenrente (von 22 %) zu (Verfügung vom 27. April 2015). Denn der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Im kantonalen Beschwerdeverfahren war damit (nebst dem Anspruch auf eine Integritätsentschädigung) der Anspruch auf eine Invalidenrente ab diesem Zeitpunkt streitig. Wie sich die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit erwerblich auswirkt ist demnach mittels Einkommensvergleich anhand der Verhältnisse im Jahr 2014 zu ermitteln, wie der Beschwerdeführer zutreffend vorbringt. Die Verhältnisse im Zeitpunkt des Einspracheentscheids sind wohl insofern massgebend, als nachträgliche Veränderungen keine Berücksichtigung mehr finden können. Für die Frage eines allfälligen Rentenanspruchs ab 1. Dezember 2014 sind jedoch nicht die Verhältnisse im Zeitpunkt des Einspracheentscheids vom 10. Juli 2019 oder gar des vorinstanzlichen Entscheids, sondern vielmehr diejenigen im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns am 1. Dezember 2014 relevant (BGE 129 V 222 E. 4.3.1; vgl. auch Urteil 8C_450/2020 vom 15. September 2020 E. 4.2.5). Der vorinstanzliche Entscheid, der das Invalideneinkommen anhand der LSE 2018 ermittelte und die Reallohnerhöhung für 2019 berücksichtigte (vgl. E. 4.3 oben), verletzt in diesem Punkt Bundesrecht.