Citation: 2C_1008/2022 E. 3.1.2

3.1.2. Das Bundesverwaltungsgericht hat festgestellt, dass die Steuerpflichtige erstmals mit Zwischenverfügung vom 29. April 2021 aufgefordert worden war, Stellung zur Frage der Rechtzeitigkeit der Beschwerde zu nehmen. Die Steuerpflichtige liess sich am 6. Mai 2021 dahingehend vernehmen, dass sie die gesetzliche Frist gewahrt habe, nachdem ihr Rechtsvertreter am 6. März 2021 in den Besitz des Einspracheentscheids gelangt sei (vorne E. 1.3.1). Diese Feststellung der Vorinstanz ist im bundesgerichtlichen Verfahren unbestritten geblieben (Art. 106 Abs. 2 BGG; vorne E. 2.3), weshalb die Feststellungen für das Bundesgericht verbindlich sind (Art. 105 Abs. 1 BGG; vorne E. 2.4). Ebenso unbestritten sind die Fristerstreckungen bis zum 14. April 2022 bzw. 5. Mai 2022 (vorne E. 1.5.3.1), die im Anschluss an die Zwischenverfügung vom 10. Februar 2022 ausgesprochen worden waren und der Steuerpflichtigen hätten ermöglichen sollen, sich nachträglich zur Eingabe der ESTV vom 20. Mai 2021 zu äussern (dazu vorne E. 1.3.1). Dessen ungeachtet sah die Steuerpflichtige von einer Stellungnahme ab und liess sie es damals bei einem Ausstandsgesuch bewenden (vorne E. 1.4.2). Auf die weitere Zwischenverfügung vom 21. Oktober 2022 reagierte die Steuerpflichtige abermals mit einem Fristerstreckungsgesuch (vorne E. 1.5.1). Vor diesem Hintergrund ist es verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz beweiswürdigend festgehalten hat, zwischen der Zwischenverfügung vom 10. Februar 2022 (vorne E. 1.4.2) und jener vom 21. Oktober 2022 (vorne E. 1.5.1) seien "mehr als acht Monate" verstrichen (vorne E. 1.5.3.1).