Citation: I 56/02 30.12.2002 E. 2

Die IV−Stelle ging beim Erlass ihrer Verfügung vom 4. Juni 2001 gestützt auf das Gutachten der Medas vom 17. April 2000 davon aus, dass der Versicherten die Ausübung einer Tätigkeit im bisherigen Arbeitsbereich als Büro- oder Praxisangestellte im Rahmen von 70% der Norm zumutbar sei. Dasselbe gelte auch für andere Beschäftigungen, in denen die rechte Hand nicht repetitiv oder kraftfordernd und monoton eingesetzt werden müsse. Eine 30% übersteigende Arbeitsunfähigkeit könne überdies auch für den Zeitraum von Juni 1994 bis zum Vorliegen der Expertise der Medas nicht objektiviert werden. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird demgegenüber geltend gemacht, aufgrund der medizinischen Unterlagen (vertrauensärztliche Beurteilung von Frau Dr. med. B.________ 20. Oktober 1995, neuropsychologische Beurteilung des Spitals Y.________ vom 27. Februar 1996, psychiatrische Beurteilung des Dr. med. C.________ vom 23. Mai 1996), welche zur Zusprechung einer Rente der Versicherungskasse ab 1. November 1995 geführt hätten, bestehe seit Juni 1994 eine Arbeitsunfähigkeit von 50%. Die Betrachtungsweise von Verwaltung und Vorinstanz beruhe auf ärztlichen Angaben, welche sich lediglich auf das Jahr 2000 bezögen. Hinzu komme, dass im polydisziplinären Gutachten der Medas nicht alle geltend gemachten gesundheitlichen Störungen berücksichtigt worden seien.