Citation: 4A_180/2014 E. 6.1

6.1. Die Beschwerdegegnerinnen sind im Tarifierungsgesuch von einem Streitwert von 366 Mio. ausgegangen. Die Beschwerdeführer machten dagegen geltend, es sei auf das klägerische Interesse von maximal Fr. 21'954.-- abzustellen. Die Vorinstanz kam zum Schluss, der Streitwert messe sich bei Überprüfungsklagen aus Sicht der beklagten Partei, weil das Urteil Wirkung für alle Gesellschafter entfalte, die sich in der gleichen Rechtsstellung wie die klagende Partei befänden. Als Streitwert gelte der Betrag, den die beklagte Partei im Falle ihres Unterliegens sämtlichen Gesellschaftern zu zahlen hätte. Die Vorinstanz verwies auf den Entscheid, den das Appellationsgericht bezüglich des Kostenvorschusses getroffen hatte. Darin ging es von einem Streitwert von Fr. 50 Mio. aus, wobei es mit Blick auf den vom Zivilgericht verlangten Kostenvorschuss bemerkte, dieses sei von einem wesentlich geringeren Streitwert ausgegangen. Die Vorinstanz erkannte, der Kostenvorschuss von Fr. 35'000.-- entspreche einem Streitwert von Fr. 1-5 Mio. Laut Honorarordnung betrage das Honorar bei einem Streitwert über Fr. 2 Mio. 3 % bis 1½ % mindestens aber Fr. 60'000.--. Bei vorzeitiger Beendigung des Prozesses betrage die Parteientschädigung die Hälfte bis zu drei Viertel des für den durchgeführten Prozess zulässigen Honorars. Die Beschwerdegegnerinnen hätten sich zwar noch nicht einlässlich mit der materiellen Seite des Prozesses auseinandersetzen müssen. Im Zusammenhang mit Art. 105 Abs. 5 FusG hätten sie allerdings Aufwand gehabt, entsprechende Rechtsschriften ausarbeiten und an einer Verhandlung teilnehmen müssen. Somit rechtfertige sich eine Reduktion der Gebühr um die Hälfte (nicht um drei Viertel, da bei der Grundgebühr die unteren Werte eingesetzt worden seien). Eine Parteientschädigung von Fr. 30'000.-- decke bei einem Stundenansatz von Fr. 300.-- einen Aufwand von 100 Stunden, d.h. rund 2 ½ Wochen reiner Arbeitszeit. Dieser Aufwand habe die erforderlichen Schritte im Prozess und die angesichts der Tragweite des Verfahrens erforderlichen Abklärungen erlaubt.