Citation: 5A_401/2019 E. 3.2

3.2. Definitive Rechtsöffnung wird bewilligt, wenn die in Betreibung gesetzte Forderung auf einem vollstreckbaren gerichtlichen Entscheid beruht (Art. 80 Abs. 1 SchKG). Rechtsprechungsgemäss stellen auf Geld lautende ausländische vollstreckbare öffentliche Urkunden, welche in Anwendung von Art. 50 LugÜ 1988 (bzw. Art. 57 rev. LugÜ) wie eine gerichtliche Entscheidung anerkannt und vollstreckbar erklärt werden, gleich wie vollstreckbare öffentliche Urkunden des schweizerischen Rechts (Art. 347 ff. ZPO) definitive Rechtsöffnungstitel dar (BGE 143 III 404 E. 5; 137 III 87 E. 3). Die Höhe der geltend gemachten Forderung liegt vorliegend unbestrittenermassen innerhalb des Betrages, hinsichtlich dessen der Beschwerdeführer sich der persönlichen Haftung unterworfen hat. Nicht zielführend sind die Ausführungen des Beschwerdeführers zur Möglichkeit der Ergreifung einer Vollstreckungsabwehrklage nach § 767 dt. ZPO (auch "Vollstreckungsgegenklage" genannt; vgl. dazu WOLFSTEINER, Die vollstreckbare Urkunde, 4. Aufl. 2019, Rz. 31.2). Der Beschwerdeführer behauptet weder, eine solche Klage eingereicht zu haben, noch, dass ein Antrag auf Verfahrensaussetzung übergangen worden sei. Die Luzerner Praxis, das Verfahren gegebenenfalls auszusetzen und dem Schuldner auf Antrag hin Gelegenheit zur Klageanhebung innert bestimmter Frist zu geben (LGVE 2005 I Nr. 44) braucht daher nicht weiter erörtert zu werden. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, dass Bestand und Höhe der Schuld noch nie gerichtlich beurteilt worden seien, ist dies zwar fraglos zutreffend (vgl. SCHWANDER, Vollstreckbare öffentliche Urkunden - Rechtsnatur, Verfahren der Erstellung und der Vollstreckung, AJP 2006 S. 670; MEIER, Besondere Vollstreckungstitel [...], in: Schwander [Hrsg.], Das Lugano-Übereinkommen, 1990, S. 195). Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers steht dieser Umstand der Erteilung der definitiven Rechtsöffnung gestützt auf eine vollstreckbare öffentliche Urkunde jedoch nicht per se entgegen (BGE 137 III 87 E. 3; Urteil 5A_935/2015 vom 21. September 2016 E. 3.6).