Citation: 5C.46/2003 16.04.2003 E. 4

Zur Überwachung des Besuchs- und Ferienrechts hat das Obergericht gemäss Art. 308 Abs. 2 ZGB eine Beistandschaft angeordnet. Die Vorinstanz wollte damit den Befürchtungen der Klägerin Rechnung tragen. Diese hält eine Beistandschaft jedoch für wirkungslos, wenn dem Beklagten das Recht eingeräumt wird, das Kind über Nacht bei sich zu behalten und Ferien mit ihm zu verbringen. Nach Ansicht der Klägerin könnte einer Entführungsgefahr nur mit einem begleiteten Besuchsrecht begegnet werden. Hat das Bundesgericht nach dem soeben Dargelegten jedoch davon auszugehen, dass eine ernsthafte Gefahr einer Entführung nicht besteht, entfällt die Anordnung einer Besuchsbegleitung, zumal die Klägerin andere Gründe für eine solche vorsorgliche Auflage nicht vorbringt.