Citation: 9C_50/2023 E. 5.4

5.4. Ist es somit der Beschwerdegegnerin in Anwendung von Art. 8 Ziff. 3 bzw. 4 VVG verwehrt, sich auf ein allfällige Anzeigepflichtverletzung im Zusammenhang mit den Überarbeitungssituationen der Beschwerdeführerin zu berufen, so kann die Frage, ob die Beschwerdeführerin ihre Anzeigepflicht in relevanter Weise verletzt hat, offenbleiben. So oder anders ist die Beschwerde gutzuheissen und festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin den Vertrag betreffend überobligatorische Leistungen nicht kündigen durfte und dieser Vertrag weiterbesteht. Die Beschwerdeführerin hat die Ausrichtung einer konkret bezifferbaren Leistung beantragt. Die Vorinstanz hat sich dazu - gestützt auf ihre damalige Rechtsauffassung konsequenterweise - nicht weiter geäussert. Diesbezüglich ist die Sache unter Aufhebung des kantonalen Urteils an die Vorinstanz zurückzuweisen. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit auf sie einzutreten ist (vgl. E. 1 hievor).