Citation: 2C_183/2018 E. 5.3.3

5.3.3. Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass das Verwaltungsgericht die fragliche Liegenschaftsvermittlung wegen der Erfolgsabhängigkeit der Entschädigung als Liegenschaftsvermittlung gegen Provision im Sinne von Ziff. 3 Bst. c KS LH 2012 einstufte. Dass das Ansehen des Notariats bereits durch die Möglichkeit von Interessenkonflikten als beeinträchtigt gilt und mithin der objektive Anschein von Befangenheit ausreicht, um eine Tätigkeit als mit der Unabhängigkeit und Unparteilichkeit von Notarinnen und Notaren unvereinbar erscheinen zu lassen, ist vor dem Hintergrund der öffentlichen Aufgaben des Notariats als Organ der freiwilligen Gerichtsbarkeit ebenfalls vertretbar. Der Beschwerdeführer bringt vor, wenn die abstrakte Gefahr eines Interessenkonflikts genüge, wäre unter der Generalklausel von Art. 4 Abs. 3 NG/BE jegliche Nebenerwerbstätigkeit resp. jegliche Beteiligung am Wirtschaftsleben verboten, was den Verhältnismässigkeitsgrundsatz verletze und willkürlich sei. Angesichts des Zwecks, das Ansehen des Notariats zu schützen, und der im Notariatsgesetz enthaltenen und im Kreisschreiben konkretisierten Regeln zur Unvereinbarkeit von gewissen Tätigkeiten mit der Ausübung des Notariatsberufs, ist die vom Beschwerdeführer beanstandete Einschränkung weder unverhältnismässig noch willkürlich. Sie betrifft denn auch nicht die Kerntätigkeit der Notarinnen und Notare, sondern die dem Notariat an sich fremde Tätigkeiten der Liegenschaftsvermittlung, sodass die Notarinnen und Notare nicht in der eigentlichen Ausübung ihres Berufes eingeschränkt werden. Soweit sich der Beschwerdeführer auf die Wirtschaftsfreiheit berufen will, legt er nicht in einer den Begründungsanforderungen genügenden Weise eine Grundrechtsverletzung dar (Art. 106 Abs. 2 BGG; E. 1.3 hiervor).