Citation: 6B_1315/2019 E. 1.2.2

1.2.2. Die Vorinstanz erwägt, zwar moniere die Beschwerdeführerin, sie habe das Formular A mit dem ausdrücklichen Hinweis auf ihr Amt als Willensvollstreckerin im Nachlass ihres verstorbenen Ehemannes unterzeichnet, mithin nicht den Anschein erweckt, die wirtschaftlich Berechtigte an den Vermögenswerten der B.________ Ltd. zu sein. Diese Behauptung finde jedoch in den Akten keine Stütze. So enthalte das Formular A keine Anmerkung bzw. keinen Zusatz auf eine Unterzeichnung als Willensvollstreckerin. Wäre die Beschwerdeführerin über die wirtschaftliche Berechtigung unsicher gewesen und hätte sie das Formular A als Willensvollstreckerin unterzeichnet, wie sie behaupte, wäre es ihr freigestanden, einen entsprechenden Vermerk anzubringen, was sie aber nicht getan habe. Auch die als Zeugen befragten Bankmitarbeiter hätten keine Unsicherheit der Beschwerdeführerin festgestellt und keinem von ihnen sei in Erinnerung, dass sie gesagt hätte, sie unterzeichne das Formular A als Willensvollstreckerin. Mit dieser Aussage der Beschwerdeführerin konfrontiert, habe einer der befragten Mitarbeiter vielmehr angegeben, dass er weitere Abklärungen getroffen hätte und die Beschwerdeführerin das Formular A nicht hätte unterzeichnen lassen, wenn die Unsicherheit über die wirtschaftliche Berechtigung im Gespräch nicht hätte beseitigt werden können. Es erscheine daher unglaubhaft und gar als Schutzbehauptung, dass die Beschwerdeführerin das Formular A als Willensvollstreckerin unterzeichnet habe. Da sie aber selbst dann an den Vermögenswerten der B.________ Ltd. nicht wirtschaftlich berechtigt gewesen wäre, sei das Vorbringen untauglich. Die Beschwerdeführerin vermöge auch nichts aus dem Umstand für sich abzuleiten, dass die Bank nicht klar definiert haben möge, wer als wirtschaftlich berechtigt gelte. Nach allgemeiner, auch von den beiden Bankberatern vertretener Auffassung sei darunter der Eigentümer von Vermögenswerten resp. derjenige zu verstehen, der darüber rechtsgültig und uneingeschränkt verfügen könne. Dies treffe auf den Willensvollstecker nicht zu, zumal er nicht Eigentümer des Nachlasses sei. Schliesslich habe die Beschwerdeführerin - entgegen ihrer Behauptung - nicht davon ausgehen können, ihr Ehemann sei zu Lebzeiten der alleinige wirtschaftliche Berechtigte an den Vermögenswerten der B.________ Ltd. oder deren Aktionär gewesen. Gemäss eigenen Angaben habe sie gewusst, dass ihr Ehemann mit der Vermögensverwaltung seines Bruders beauftragt gewesen sei und dessen Firmen nach aussen vertreten habe, weil letzterer nicht habe in Erscheinung treten resp. seine Beteiligungen habe geheim halten wollen. Sie habe auch Kenntnis von einem Treuhandvertrag ihres Ehemannes mit dessen Bruder betreffend die B.________ Ltd. vom 22. Mai 2001 gehabt. Es erscheine daher unbesehen der fehlenden Unterzeichnung dieses Vertrages unglaubhaft, wenn die Beschwerdeführerin nicht gewusst haben wolle, dass ihr Ehemann auch diese Firma für den Bruder verwaltet habe. Wenngleich er in einem am 24. April 2006 unterzeichneten Formular A angegeben habe, der wirtschaftlich Berechtigte an den Vermögenswerten der B.________ Ltd. zu sein, belege dies die effektive Berechtigung des Ehemannes nicht. Hingegen sei insoweit erklärbar, dass sich das Aktieninhaberzertifikat der Firma bei ihm befunden habe. Die Beschwerdeführerin könne daraus indes ebenso nichts ableiten wie aus dem Umstand, dass die Bankberater keine Kenntnis vom Treuhandverhältnis gehabt und ihren Ehemann als Berechtigten angesehen hätten. Somit hätte die Beschwerdeführerin am 16. Januar 2014 das Formular A nicht als wirtschaftlich Berechtigte unterzeichnen dürfen, da zu diesem Zeitpunkt nicht klar gewesen sei, ob allenfalls ihr Schwager an der Vermögenswerten der B.________ Ltd. berechtigt gewesen sei. Abgesehen davon mute es seltsam an, dass sie von dessen Berechtigung nichts gewusst haben wolle, zumal sie ihm Anfang November 2013 einen Treuhandvertrag ausgehändigt habe, der zwischen ihm und der Firma der Beschwerdeführerin ein Mandatsverhältnis betreffend die Verwaltung der B.________ Ltd. hätte begründen sollen. In diesem von der Beschwerdeführerin eigenhändig aufgesetzten Vertrag sei der Schwager zudem als Aktionär der B.________ Ltd. aufgeführt. Es sei daher davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin über die Berechtigung des Schwagers an den Vermögenswerten der Firma Bescheid gewusst habe. Folglich stehe fest, dass die Deklaration ihrer selbst als wirtschaftlich Berechtigte falsch, die Urkunde mithin unwahr sei.