Citation: 8C_274/2017 E. 4

Das kantonale Gericht hat erwogen, der Versicherte habe am 12. August 2010 in einem Trainingslager einen Unfall erlitten. Dabei habe er sich beim Fussballspielen am linken Sprunggelenk verletzt. Das Unfallereignis sei der Mobiliar am 7. September 2010 gemeldet worden. Diese habe dafür Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung erbracht. Sie habe die Heilungskosten übernommen und für die Zeit der Arbeitsunfähigkeit während 17 Tagen Taggelder ausgerichtet. In der Folge habe die Mobiliar weiterhin Versicherungsprämien eingefordert. Am 13. September 2011 habe sie die Versicherungspolice erneuert. Der Versicherte habe gestützt auf das vorbehaltlose Erbringen von Versicherungsleistungen darauf vertrauen dürfen, dass das Skirennfahren von der bestehenden Versicherungsdeckung erfasst werde. Von der Ersatzkasse UVG sei er der Mobiliar zugewiesen worden, weil zuvor mehrere Unfallversicherer nicht bereit gewesen seien, das aus dieser Tätigkeit resultierende Nichtberufsunfallrisiko zu übernehmen. Folglich habe der Versicherte in guten Treuen davon ausgehen dürfen, auch die Skirennfahrertätigkeit sei von der obligatorischen Unfallversicherung bei der Mobiliar gedeckt. Die nachteilige Disposition liege darin begründet, dass er es gestützt auf das vertrauensbegründende Verhalten der Mobiliar unterlassen habe, sich anderweitig nach einem Versicherungsschutz umzusehen. Die Unterlassung sei insofern nicht ohne Nachteil wieder gutzumachen, als für das zur Diskussion stehende Unfallereignis nicht nachträglich noch eine Unfalldeckung bei einer anderen Versicherungsgesellschaft abgeschlossen werden könne. Gewichtige öffentliche Interessen, welche die privaten Interessen überwiegen und einer Anwendung des Vertrauensschutzes entgegenstehen würden, seien nicht ersichtlich. Der Vertrauensschutz bezieht sich laut Vorinstanz nur auf den die Skirennfahrertätigkeit umfassenden Versicherungsschutz als solchen, nicht aber auf einzelne Aspekte der Leistungserbringung. Sie verpflichtete die Mobiliar, dem Versicherten aus dem Unfallereignis vom 29. Dezember 2014 über den 30. April 2015 hinaus bis zur Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit Leistungen auszurichten.