Citation: 1B_627/2022 E. 4.5

4.5. Die Beschwerdeführerin stellt sich sodann auf den Standpunkt, das ZMG habe bei seinem Entsiegelungsentscheid "geschützte Korrespondenz von Nicht-BGFA-Anwältinnen und -Anwälten ignoriert". Die Rüge erweist sich als unbegründet. Ein Beschlagnahme- und Entsiegelungshindernis im Sinne von Art. 264 Abs. 1 lit. d i.V.m. Abs. 3 StPO (wegen Berufsgeheimnisschutzes) besteht nach dem klaren Wortlaut des Gesetzes nur für die Korrespondenz mit Anwältinnen und Anwälten, die nach dem Anwaltsgesetz vom 23. Juni 2000 (BGFA, SR 935.61) zur Vertretung vor schweizerischen Gerichten befugt sind (vgl. auch BGE 147 IV 385 E. 2.9). Was die Beschwerdeführerin vortragen lässt, begründet keinen Anlass, vom klaren Gesetzeswortlaut und von der einschlägigen amtlich publizierten Bundesgerichtspraxis abzuweichen.