Citation: 6B_1299/2019 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung von Art. 66a Abs. 2 StGB. Er sei seit 2011 in zweiter Ehe mit einer Schweizer Staatsangehörigen verheiratet. Der Ehe entstammten Zwillingstöchter (geb. 2011) und ein Sohn (geb. 2013). Eine Tochter habe wegen eines Herzfehlers mehrmals operiert werden müssen. Er pflege zu seinen Kindern eine intensive Beziehung. Die Ehefrau bestätige, dass er sich seit 2017 "komplett zum Guten verändert" habe. Das Bundesgericht habe in BGE 145 IV 161 E. 3.4 S. 166 entschieden, dass die Familienmitglieder nicht als Verfahrensbeteiligte zu betrachten, ihre Interessen aber bei der Härtefallprüfung zu berücksichtigen seien. Damit werde die Landesverweisung unzulässig, wenn sie sich mit Blick auf die Familie und insbesondere die Kinder als unzulässig erweise. Unter dem Titel von Art. 8 EMRK macht der Beschwerdeführer geltend, nach den " Üner -Kriterien" seien die Rechte der Kinder besonders hoch zu gewichten und führten zu einem Aufenthaltsrecht bzw. dessen Fortsetzung auch bei teilweise erheblicher Straffälligkeit einer drittstaatsangehörigen Person (ZURBRÜGG/HRUSCHKA, in: Basler Kommentar, Strafrecht I, 4. Aufl. 2019, N. 103 zu Art. 66a StGB). Diese Interessen könnten nicht damit abgetan werden, dass es Ehefrau und Kindern "unbenommen" sei, in Serbien zu leben. Die Vorinstanz unterlasse es, sich gemäss Art. 3 der UNO-Kinderrechtskonvention mit dem Kindeswohl auseinanderzusetzen. Sein Fall lasse sich entgegen der Vorinstanz mit dem " Udeh -Urteil" vergleichen. Alles spreche dafür, wie der Vollzugsbericht der Strafanstalt unterstreiche, dass eine "biografische Kehrtwende" eingetreten sei.