Citation: 4A_48/2019 E. 5.7

5.7. Der Beschwerdeführer bemängelt, der Gutachter habe zur Frage nach den damals praxisüblichen Honorarzuschlägen festgehalten, gemäss Aussagen verschiedener Generalunternehmer hätten sich anfangs der 90er Jahre übliche Prämien zwischen 2.5-4.5 % belaufen. Irgendwelche Belege oder Quellenangaben, die eine Überprüfung dieser zentralen Aussage erlauben würden, fänden sich nicht. Die Vorinstanz führe hierzu unter Verweis auf Art. 186 Abs. 1 Satz 2 ZPO aus, der Gutachter habe Gespräche mit Parteien und Dritten nur offenzulegen. Es sei nicht nötig, dass der Gutachter die konkreten Fragen und Antworten wiedergebe. Die Vorinstanz verkenne dabei, dass sich die Bestimmung von Art. 186 Abs. 1 Satz 2 ZPO lediglich auf die Befragung der Parteien sowie von involvierten Dritten im Interesse der Wahrheitsfindung beziehe. Der Beschwerdeführer macht unter Hinweis auf die Literatur (MÜLLER, a.a.O., N. 21-26 zu Art. 186 ZPO) geltend, bei den beiden beigezogenen Sachverständigen handle es sich um eigentliche Untergutachter. Solche Personen könnten nicht im Rahmen von Art. 186 ZPO (noch dazu formlos) befragt werden, sondern müssten vom Gericht ergänzend bestellt werden. Entsprechend seien auch deren Aussagen schlüssig samt der Quellenangabe darzulegen. Zudem sei nicht ersichtlich, inwieweit die beiden beigezogenen Untergutachter effektiv Kenntnisse der Marktsituation im massgebenden Zeitpunkt gehabt hätten. Der Gutachter differenziere auch nicht danach, ob die Planungsleistungen in den Vertragsleistungen des Unternehmers mitenthalten gewesen seien oder nicht, das heisst, ob es sich um einen Generalunternehmer oder einen Totalunternehmer handle und ob es sich um eine offene Abrechnung oder eine mit Pauschalpreisabrede handle. Nach Auffassung des Gutachters bleibe die prozentuale Prämienhöhe eines Totalunternehmers im Vergleich zu einem Generalunternehmer - immer unter der Prämisse einer durchschnittlich komplexen Planungsaufgabe - gleich. Die zusätzliche Entschädigung des Totalunternehmers habe durch die Erhöhung der honorarberechtigten Bausumme um die Planerhonorare zu erfolgen. Auch für diese Behauptung bleibe der Gutachter eine Quellenangabe schuldig. Die Aussage widerspreche insbesondere der im 2. Rückweisungsentscheid des Bundesgerichts selbst angegebenen, aus der fraglichen Zeit stammenden Lehrmeinung (ANTON EGLI, Der General- und der Totalunternehmer, in: Freiburger Baurechtstagung 1991, S. 82), wonach die Höhe des GU/TI-Zuschlags massgeblich davon abhänge, "[...], welche Aufgaben und Verantwortungen übernommen wurden, insb. ob Preisgarantien (sic!) abgegeben wurden." (zit. nach der Beschwerdeschrift Rz. 37 inkl. " (sic!) " und Hervorhebungen).