Citation: 5P.208/2002 07.08.2002 E. 2

Das Obergericht des Kantons Basel-Landschaft hat im Wesentlichen erwogen, die Beschwerdeführerin behaupte Eigentum an den sich bei der Beschwerdegegnerin befindlichen Pelzwaren und stütze sich bei ihrem Vindikationsanspruch auf die Rechtsvermutung von Art. 930 Abs. 2 ZGB mit der Begründung, als Absenderin der Ware in Hong Kong sei sie in jenem Zeitpunkt deren Besitzerin gewesen. Bei der ins Recht gelegten Airwaybill handle es sich um ein Frachtpapier, das den Abschluss eines Transportvertrages zwischen der Beschwerdeführerin als Absenderin, der ASG (HK) Ltd. als Frachtführerin und der Trans Jet SA als Empfängerin belege. Die Ware sei auf der Airwaybill wie folgt umschrieben: "No. of Pieces RCP, 42, Gross Weight 1477.0, Marks: B.A. C/No. 1-35, B.A.2 C/No. 1-7, Fur Garments, Leather Garments, DIM: 105X 57X 41CM/ 42, V. = 10.31 CBM". Auf dem Geleitschein Nr. 7757 vom 4. November 1999 werde unter der Rubrik "Zeichen, Nr., Anzahl, Verpack" angegeben: "IND 1/52-52", und als genaue Warenbezeichnung: "cartoni Pelli conciate e confezionate di visone, di coniglio e ritaglia". Das Gewicht betrage brutto 1998 kg. Demgegenüber seien gemäss Airwaybill 42 Kisten Fell- und Lederkleider mit einem Gewicht von 1477 kg verschickt worden. Die Beschwerdeführerin könne deshalb den Beweis nicht erbringen, dass eben diese Ware von der Trans Jet SA bei der Beschwerdegegnerin am 4. November 1999 angeliefert worden sei.