Citation: 5P.287/2001 15.11.2001 E. 4

4.- Die Beschwerdeführerin behauptet, das Kantonsgericht habe ihr willkürlich die Aktivlegitimation abgesprochen. Die Willkürrüge ist teils unbegründet und teils unzulässig. Das Kantonsgericht hat den Genugtuungsanspruch der Beschwerdeführerin nach dem kantonalen Verantwortlichkeitsgesetz (VG/SG, sGS/SG 161. 1, in der Fassung vor Inkrafttreten des II. Nachtragsgesetzes vom 26. Mai 2000) beurteilt und wegen Verwirkung der Frist zur Geltendmachung bzw. mangels Widerrechtlichkeit der angeblichen Persönlichkeitsverletzung abgewiesen. Es kann deshalb keine Rede davon sein, das Kantonsgericht habe die Beschwerdeführerin nicht als aktivlegitimiert angesehen, gemäss Art. 13 Abs. 2 lit. b VG/SG Ansprüche gegen die Beschwerdegegnerin zu erheben. Richtig ist hingegen, dass das Kantonsgericht bei der Prüfung des anwendbaren Rechts der Beschwerdeführerin das "Klagerecht gemäss Art. 426 ff. ZGB" aberkannt hat (E. IV/1 S. 9 ff. des angefochtenen Entscheids). Soweit die Beschwerdeführerin ihre Willkürrüge darauf bezieht, ist sie unzulässig. Die Aktivlegitimation ist materiell-rechtliche Voraussetzung des eingeklagten Anspruchs (zuletzt: BGE 126 III 59 E. 1a S. 63). Gründet dieser im Bundeszivilrecht, muss die Verneinung der Aktivlegitimation mit eidgenössischer Berufung angefochten werden, wo diese - wie hier - zur Verfügung steht (Art. 84 Abs. 2 OG).