Citation: 4A_620/2012 E. 3.1

3.1. Ein Schiedsrichter muss wie ein staatlicher Richter hinreichende Garantien für Unabhängigkeit und Unparteilichkeit aufweisen (BGE 136 III 605 E. 3.2.1 S. 608; BGE 125 I 389 E. 4a; 119 II 271 E. 3b). Die Missachtung dieser Regel führt zu einer vorschriftswidrigen Ernennung bzw. Zusammensetzung i.S. von Art. 190 Abs. 2 lit. a IPRG (BGE 118 II 359 E. 3b). Um festzustellen, ob ein Schiedsrichter solche Garantien aufweist, ist auf die verfassungsrechtlichen Grundsätze abzustellen, die für die staatlichen Gerichte entwickelt wurden (BGE 125 I 389 E. 4a; 118 II 359 E. 3c S. 361). Dabei sind freilich bei der Prüfung der Umstände des konkreten Falles die Besonderheiten des Schiedsverfahrens und insbesondere der internationalen Schiedsge-richtsbarkeit zu berücksichtigen (BGE 136 III 605 E. 3.2.1 S. 608; 129 III 445 E. 3.3.3 S. 454).