Citation: 4A_572/2021 E. 5.2.3

5.2.3. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin hat die Vorinstanz bei den Darlehensgeschäften auch nicht die Zweistufigkeit des Sonderprüfungsverfahrens verkannt oder die Beweislast umgekehrt: Vielmehr berücksichtigte die Vorinstanz zulässigerweise im Rahmen der Beweiswürdigung (Art. 164 ZPO; BGE 140 III 264 E. 2.3), dass die Beschwerdeführerin die Bekanntgabe der massgeblichen Konditionen der Darlehen "ohne nachvollziehbaren Grund" verweigerte und nicht ersichtlich sei, dass sich die Bekanntgabe der Höhe des Zinssatzes der Darlehen für die Beschwerdeführerin in irgendeiner Weise negativ auswirken könnte. Das stellt die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht nicht hinreichend in Frage, noch zeigt sie rechtsgenüglich auf, dass sie berechtigte Motive gehabt hätte, die Informationen zu verweigern. Im Gegenteil, versuchte sie doch vergebens diese Dokumente vor Bundesgericht nachzureichen (oben Erwägung 4.3). Wenn die Beschwerdeführerin sich aber in unberechtigter Weise weigerte, die ihr zugänglichen Beweismittel ins Verfahren einzubringen und die Konditionen der Darlehen bekannt zu geben, kann sie sich nicht im Nachhinein darüber beklagen, dass die Vorinstanz unter den gegebenen Umständen zum Schluss kam, der Verdacht der Beschwerdegegnerin erscheine plausibel, dass bei diesen Geschäften Statuten oder Gesetz verletzt worden sein könnten.