Citation: 4A_325/2009 19.08.2009 E. 1

Wie die Beschwerdeführerin zutreffend erkennt, wird vorliegend der für die Beschwerde in Zivilsachen erforderliche Streitwert von Fr. 15'000.-- (Art. 74 Abs. 1 lit. a BGG) nicht erreicht. Die Beschwerdeführerin macht indessen geltend, es stelle sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung, so dass die Beschwerde in Zivilsachen zulässig sei (Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG). 1.1 Der Begriff der Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung (Art. 74 Abs. 2 lit a BGG) ist sehr restriktiv auszulegen. Soweit es bei der aufgeworfenen Frage lediglich um die Anwendung von Grundsätzen der Rechtsprechung auf einen konkreten Fall geht, handelt es sich nicht um eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung (BGE 134 III 115 E. 1.2 S. 117; 133 III 493 E. 1.1 und 1.2 S. 495 f.). Die Voraussetzung von Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG ist hingegen erfüllt, wenn ein allgemeines Interesse besteht, dass eine umstrittene Frage höchstrichterlich geklärt wird, um eine einheitliche Anwendung und Auslegung des Bundesrechts herbeizuführen und damit Rechtssicherheit herzustellen (BGE 133 III 645 E. 2.4 S. 648 f.). 1.2 Die Beschwerdeführerin legt selbst dar, die Vorinstanz habe sie zur Ausrichtung der Gratifikation verpflichtet, weil diese nach Auffassung der Vorinstanz gemäss Arbeitsvertrag an die Leistung des Arbeitnehmers und den Geschäftsgang gebunden, die Freiwilligkeit der Ausrichtung mithin insoweit eingeschränkt gewesen sei. In der Tat stellte die Vorinstanz auf die Aussagen von B.________, des Vertreters der Beschwerdeführerin, vor Gericht ab, wonach sich die Arbeitgeberin aus kaufmännischer Vorsicht die Möglichkeit habe offen halten wollen, die Gratifikation zu kürzen oder zu streichen, wobei er sich aber zuvor seinen eigenen Lohn reduzieren würde. Daraus schloss die Vorinstanz, die Beschwerdeführerin habe mit dem Freiwilligkeitsvorbehalt lediglich beabsichtigt, sich die Möglichkeit offen zu lassen, bei schlechtem Geschäftsgang die Gratifikation ausnahmsweise zu kürzen oder gar gänzlich von deren Auszahlung abzusehen, nicht jedoch aus reinem Gutdünken oder aus "unsachgerechten Gründen". Die Vorinstanz hat somit die Streitsache danach entschieden, was die Beschwerdeführerin im zu beurteilenden Einzelfall mit der streitigen Klausel tatsächlich hat zum Ausdruck bringen wollen. Eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung ist nicht gegeben.