Citation: 5C.10/2006 22.05.2006 E. A

Die Überbauung "Y.________" in S.________ umfasst eine zweigeschossige Autoeinstellhalle, einen darüber liegenden Lagerraum mit Flachdach und die vier darauf errichteten Wohnhäuser A, B, C und D. Die Miteigentümer der Einstellhalle, des Lagerraums und der Häuser bilden je eine Stockwerkeigentümergemeinschaft. V.________ ist der Verwalter der Stockwerkeigentümergemeinschaft Häuser A-D. Am 6. Dezember 2002 trafen sich die Eigentümer aller Stockwerkeigentümergemeinschaften zu einer ausserordentlichen Versammlung. Sie beschlossen einstimmig, das Flachdach zu sanieren und wählten die Ausführungsvariante "Extensivbegrünung" anstelle der bisherigen "Intensivbegrünung". Zudem bestellten sie einen Bauausschuss, dem u.a. die Verwalter der Stockwerkeigentümergemeinschaften, darunter auch V.________, angehörten. In der Folge diskutierten die Mitglieder des Bauausschusses verschiedentlich die Art der Ausführung der Sanierung. In der Sitzung vom 22. Februar 2003 favorisierten sie schliesslich - unter Vorbehalt der Zustimmung der Stockwerkeigentümer - einen Hartbelag. An der ordentlichen Versammlung der Stockwerkeigentümergemeinschaft Häuser A-D vom 4. April 2003 fassten die Anwesenden einstimmig den Beschluss, auf die Extensivbegrünung zu verzichten und das Dach mit Platten zu versehen. Im Anschluss daran wurde ein entsprechendes Baugesuch bei der Gemeinde eingereicht. Ein Mitarbeiter des kommunalen Bauamtes teilte indessen dem ausführenden Architekten mit, dass das Baugesuch mit den Platten auf dem Flachdach nicht bewilligt werden könne, sondern eine Begrünung verlangt werde. Der Bauausschuss nahm davon Kenntnis und hielt fest, da eine intensive Begrünung ausser Diskussion stehe, müsse man wieder auf die ursprüngliche Variante der extensiven Begrünung zurückkommen. Die Stockwerkeigentümer wurden dazu nicht mehr befragt. Diese Variante wurde alsdann von der Gemeinde bewilligt und auch ausgeführt. An der Stockwerkeigentümerversammlung Häuser A-D vom 16. April 2004 wurde gegen die Stimme von X.________ die Bauabrechung abgenommen und dem Bauausschuss Dechargé erteilt. Unter dem Traktandum "Diverses" wurde zudem ein Antrag von X.________, den Verwalter V.________ abzuwählen, abgelehnt bzw. Letzterer in seinem Amt bestätigt. Gegen die Beschlüsse dieser Versammlung reichte X.________ am 14. Mai 2004 beim Bezirksgericht Visp Klage ein. An der ausserordentlichen Versammlung der Stockwerkeigentümer Häuser A-D vom 28. Oktober 2004 lehnten die Miteigentümer die traktandierte Abwahl des Verwalters ab - gegen die Stimmen von X.________ sowie einer von ihm vertretenen Eigentümerin.