Citation: 9C_637/2018 E. 3.2

3.2. Dr. med. dent. C.________ berichtete am 31. Oktober 2016, es entspreche der Tatsache, dass sowohl eine Implantat-getragene Brücke als auch eine Modellgussprothese zum Schliessen einer Frontzahnlücke wirksam und zweckmässig seien. Mit beiden Lösungen könne dies in akzeptabler Weise erreicht werden. Falls eine gute Mundhygiene praktiziert werde, sei die Kariesanfälligkeit der gefassten Zähne nicht erhöht. Er wies darauf hin, dass sich beim Nichttragen der Modellgussprothese der Gesichtsausdruck verändere. Eine solche könne aber, abgesehen von der Reinigung, ständig getragen werden. Eine gut gemachte Prothese sei aus Sprechdistanz denn auch als solche nicht erkennbar. Bei einem sorgfältigen Umgang mit der Modellgussprothese sei diese nicht reparaturanfälliger als eine Porzellanbrücke oder eine mit Porzellan verblendete Brücke. Auch dort würden Frakturen und "Chipping" in einem relativ hohen Prozentsatz vorkommen. Dr. med. dent. C.________ führte weiter aus, der Versicherten seien nach dem Unfall in Mexiko bereits einmal Implantate eingesetzt worden. Diese hätten jedoch nach etwa vier Jahren infektionsbedingt wieder entfernt werden müssen. Die Ursache dafür sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine Periimplantitis gewesen, die bakterienbedingt und somit vermeidbar sei. Dabei sei vermutlich ein grosser Knochenverlust entstanden, so dass das erneute Setzen von Implantaten zusätzlichen Aufwand und höhere Kosten verursachen würde. Die Langlebigkeit der beiden in Frage kommenden Lösungen sei etwa gleich.