Citation: 1P.4/2007 22.03.2007 E. A

Am 24. Juli 2003 wurde auf der Autobahn A1-Ost zwischen Kirchberg und Kriegstetten ein Unfall gemeldet, an dem der von X.________ gelenkte Range Rover und der von Y.________ gelenkte Audi 100 beteiligt waren. Y.________ räumte ein, dass er den Range Rover rechts überholt habe und dass er mit diesem kollidiert sei, als er versuchte, wieder auf die Überholspur zu wechseln. Er machte jedoch geltend, dieses Überholmanöver sei eine Reaktion darauf gewesen, dass ihm X.________ zuvor minutenlang mit einem Abstand von weniger als einer Wagenlänge hinterher gefahren sei und ihn anschliessend rechts überholt habe. Die Polizei verzeigte daraufhin Y.________ wegen Rechtsüberholens und unvorsichtigem Fahrstreifenwechsels auf der Autobahn und X.________ wegen Nichtwahrens eines ausreichenden Abstandes beim Hintereinanderfahren und Rechtsüberholens auf Autobahn als Lenker eines Personenwagens. Gegen beide Verzeigten erging ein entsprechendes Strafmandat. Y.________ akzeptierte dieses, während X.________ dagegen Einspruch erhob. Am 11. Oktober 2004 verurteilte der Gerichtspräsident 4a des Gerichtskreises V Burgdorf-Fraubrunnen X.________ wegen grober Verkehrsregelverletzung durch Rechtsüberholen auf Autobahn als Lenker eines Personenwagens zu einer Busse von Fr. 1'500.--. Von der Anschuldigung des Nichtwahrens eines ausreichenden Abstandes beim Hintereinanderfahren wurde X.________ freigesprochen. Gegen dieses Urteil erklärte X.________ die Appellation; der stellvertretende Generalprokurator des Kantons Bern erhob Anschlussappellation.