Citation: 1P.476/2001 10.10.2001 E. A

A.- Im Restaurant/Dancing "B.________" (im Folgenden nur: "B.________") in C.________ wurde im Jahre 1990 ein Nachtclubbetrieb mit Striptease-Shows aufgenommen. Am 29. Mai 1995 eröffnete das Amtsstatthalteramt Sursee gegen den Geschäftsführer des "B.________", D.________, eine Strafuntersuchung wegen Verdachts auf Förderung der Prostitution sowie weiterer Delikte und nahm ihn in Untersuchungshaft. Die Verteidigung von D.________ wurde gleichentags von seinem Schwager, Rechtsanwalt A.________, für rund drei Wochen übernommen. D.________ machte in der Untersuchung geltend, es sei in den Séparées des "B.________" zu keinen sexuellen Handlungen gekommen; jedenfalls habe er jeweils anfangs Monat die Tänzerinnen darauf hingewiesen, dies sei verboten. A.________ wurde in diesem Zusammenhang verdächtigt, die beiden Kellner des Restaurants "B.________", E.________ und F.________, am 9. Juni 1995 in der Wohnung des Personalhauses des "B.________" zu einer falschen Zeugenaussage angestiftet zu haben. Am 14. oder 15. Juni 1995 soll er überdies den Kellner E.________ dazu verleitet haben, die Tänzerin G.________ zu einer falschen Zeugenaussage zu veranlassen. F.________ und E.________ wurden vom Kriminalgericht des Kantons Luzern am 25. bzw. am 26. April 1996 wegen falschen Zeugnisses bzw. E.________ überdies wegen Anstiftung zu falschem Zeugnis zu 7 bzw. 8 Monaten Gefängnis bedingt verurteilt. Der Amtsstatthalter von Sursee verurteilte ferner G.________ mit Strafverfügung vom 26. Januar 1996 wegen falschen Zeugnisses zu drei Monaten Gefängnis bedingt.