Citation: 8C_6/2020 E. 3.1.2

3.1.2. Die Vorinstanz hat erwogen, das Vorbringen der als Kunstmalerin tätigen Versicherten, die Brustvergrösserung hätte ihr bei der Vermarktung ihrer Bilder und bei der Förderung ihrer Karriere helfen sollen, sei nicht ohne Weiteres nachvollziehbar. Selbst wenn mit der Mammaaugmentation ein verkaufsfördernder Effekt angestrebt worden wäre, sei der sehr kostspielige Eingriff der Privatsphäre der Sozialhilfeempfängerin zuzuordnen. Damit stosse auch das Vorbringen ins Leere, wonach die Einwohnergemeinde stets über die Zusammenarbeit mit der B.________ AG informiert gewesen sei. Die Argumentation der Sozialhilfeempfängerin widerspreche zudem der Aussage des Geschäftsführers der B.________ AG, wonach die Brustvergrösserung auf Wunsch der Klientin erfolgt sei, wobei Bedingung für die Bezahlung eines Grossteils der Kosten gewesen sei, dass sie es schaffe, ein Bild zu verkaufen, was ihr auch gelungen sei. Die Zuwendung der B.________ AG im Betrage von Fr. 10'000.- habe die Sozialhilfeempfängerin wirtschaftlich besser gestellt als eine von der Sozialhilfe nicht unterstützte Person, die in bescheidenen Verhältnissen lebe.