Citation: H 5/99 01.06.2001 E. 5

5.- Vorab ist festzuhalten, dass die Rechtsprechung zum rückwirkenden Wechsel des Beitragsstatuts (BGE 121 V 1, bestätigt in BGE 122 V 169), entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer, nicht anwendbar ist. Die strittige Verfügung der kantonalen Ausgleichskasse vom 5. Oktober 1994 ist vor den unangefochten gebliebenen, die gleichen Entgelte betreffenden Verfügungen der Ausgleichskasse der Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte vom 9. Dezember 1994 und 27. Januar 1995 ergangen. Die Grundsätze über Anfechtungs- und Streitgegenstand einerseits (BGE 119 V Ib 36 Erw. 1b, 118 V 313 Erw. 3b, je mit Hinweisen) und hinsichtlich des zeitlich massgebenden Sachverhalts andererseits (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen) führen zum Schluss, dass die Verbandsausgleichskasse wegen und während der Rechtshängigkeit der Verfügung der kantonalen Ausgleichskasse über die entsprechenden Entgelte nicht mehr verfügen konnte. Die Frage des Beitragsstatuts ist deshalb im Rahmen der für Beitragsstreitigkeiten geltenden Kognition (vgl. Erw. 2 hievor) frei zu prüfen.