Citation: U 494/05 21.04.2006 E. 2.2

2.2.1 Dass sich die Versicherte eine HWS-Distorion zugezogen hat, kann - wie die Vorinstanz zutreffend erwägt - aufgrund des Unfallmechanismus nicht ausgeschlossen werden (Gutachten inklusive Fotodokumentation der Firma E.________ AG, vom 7. Februar 2003; Schreiben des Dr. med. I.________ vom 21. Juli 2004). Indessen wird eine solche in den zeitnahe zum Unfall erstellten Aufzeichnungen nicht erwähnt (Berichte der Permanence Medical Center Z.________ 30. Januar 2003, des Spitals Y.________, Klinik für Orthopädie, vom 3. Februar, 26. März und 15. April 2003, des Dr. med. I.________ vom 18. März 2003), sondern findet erstmals im Schreiben des Zentrums A.________ vom 30. Juni 2003 ("Status nach HWS-Distorsion") Eingang in die Akten. Hingegen zeigte eine am 3./4. April 2003 im Spital Y.________ durchgeführte Magnetresonanzuntersuchung teilweise massive degenerative Veränderungen an HWS und LWS, so dass die dortigen Ärzte zur Einschätzung gelangten, die Beschwerden kämen "am ehesten aufgrund der traumatisierten degenerativen Wirbelsäule zustande" (Bericht vom 15. April 2003). Dass bereits vor dem Unfall gewichtige degenerative Veränderungen bestanden, die spätestens seit 1992 zu Rückenschmerzen und im Jahre 1998 zu einer stationären Rehabilitation führten, ergibt sich auch aus den weiteren Akten. 2.2.2 Ob die erst einige Zeit nach dem Unfall erstellten ärztlichen Aufzeichnungen, wonach die Versicherte eine HWS-Distorsion erlitten und bereits am 17. Februar 2003 - neben Schmerzen im Bereich der LWS - über Nackenbeschwerden geklagt habe (Schreiben des Dr. med. I.________ an den Rechtsvertreter der Versicherten vom 16. Dezember 2003), als zuverlässige ärztliche Angaben genügen, aufgrund derer eine Schleuderverletzung als gesichert angenommen werden darf (BGE 119 V 340 Erw. 2b/aa), ist fraglich. Immerhin sind Formulierungen in Arztberichten wie "Status nach Distorsionstrauma der Halswirbelsäule" nur eine anamnestische Feststellung und stellen als solche keine hinreichende Aussage zur Kausalität dar (Urteil B. vom 16. Juni 2005, U 264/04, auszugsweise publiziert in HAVE 2005, S. 351). Wie es sich damit verhält, kann indessen aus den nachfolgend dargelegten Gründen dahingestellt bleiben. 2.3 Nach den zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid finden sich in den im Anschluss an den Unfall erstellten medizinischen Aufzeichnungen - insbesondere auch in den Berichten des Spitals Y.________, wo die Versicherte die ersten Tage nach dem Unfall hospitalisiert war - keine Hinweise auf ein für Schleuder- oder ähnliche Verletzungen typisches buntes Beschwerdebild (dazu BGE 117 V 360 Erw. 4b). Auch dem Schreiben des Dr. med. I.________ vom 21. Juli 2004 lässt sich nicht entnehmen, dass innert der Latenzzeit von ungefähr drei Tagen typische vielfältige Beeinträchtigungen oder zumindest Beschwerden in der Halsregion oder an der Halswirbelsäule aufgetreten wären. Der Hausarzt erklärte lediglich, zusätzliche Beschwerden wie Schwindel, Konzentrationsstörungen und depressive Symptome seien im Mai 2003 - also mehrere Monate nach dem Unfall - aufgetreten. Damit aber können diese Beeinträchtigungen nicht mehr natürlich kausal auf den Unfall vom 30. Januar 2003 zurückgeführt werden. Bei dieser Sachlage hat die Vorinstanz zu Recht auf eine Prüfung der Adäquanz verzichtet. Die Rüge der Beschwerdeführerin, das kantonale Gericht habe sich in Verletzung des rechtlichen Gehörs nicht über die Eindrücklichkeit des Unfalls und dessen Begleitumstände geäussert, ist unbegründet. Auf weitere ärztliche Abklärungen ist in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 4; BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. I/1d, mit Hinweisen) zu verzichten.