Citation: B 15/05 29.03.2006 E. 12.2

12.2.1 Als im Verfahren B 18/05 obsiegende Partei hat die Zürich Lebensversicherungs-Gesellschaft Anspruch auf eine Parteientschädigung zu Lasten der Vera-Sammelstiftung in Liquidation (Art. 159 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit Art. 135 OG). 12.2.2 Hinsichtlich des Parteikostenersatzes ist vom Grundsatz auszugehen, dass die Vorsorgeeinrichtung als mit der Durchführung öffentlicher Aufgaben betraute Institution im Obsiegensfall regelmässig keine Parteientschädigung beanspruchen kann (Art 159 Abs. 2 OG; BGE 126 V 150 Erw. 4a mit Hinweisen; in BGE 129 V 27 nicht publizierte Erw. 3.2 des in SVR 2003 BVG Nr. 12 S. 33 veröffentlichten Urteils F. vom 18. Dezember 2002, B 53/02). Davon ist rechtsprechungsgemäss einerseits abzuweichen, wenn das Verhalten der Gegenpartei leichtsinnig oder mutwillig ist (BGE 128 V 133 f. Erw. 5b, 323 f. Erw. 1a und b, 126 V 151 Erw. 4b, je mit Hinweisen). Ferner hat die Rechtsprechung zum fehlenden Parteientschädigungsanspruch - wie in den anderen Sozialversicherungszweigen auch - stets Ausnahmen vorbehalten, wenn die besondere Art des Prozesses die Zusprechung von Parteikosten rechtfertigt. Eine solche Ausnahme ist für den vorliegenden Haftungsprozess zu bejahen. Es ist einer Vorsorgeeinrichtung nicht zuzumuten, ihre Anwaltskosten selbst tragen zu müssen, welche sie auf sich nehmen musste, um Ersatz von jenen zu bekommen, welche sie geschädigt haben. Dies hat seine Richtigkeit auch für den Verantwortlichkeitsprozess nach Art. 52 BVG (BGE 128 V 133 f. Erw. 5b; in BGE 131 V 55 nicht publizierte Erw. 5 des in SVR 2005 BVG Nr. 28 S. 101 veröffentlichten Urteils H. vom 4. März 2005, B 5/03). Vorliegend kann nicht von einem leichtsinnigen oder trölerischen Charakter der Vorbringen der Zürich Lebensversicherungs-Gesellschaft gesprochen werden. Des Weitern obsiegt die Vera-Sammelstiftung in Liquidation zwar im Verfahren B 15/05 (vorinstanzlich zugesprochene Parteientschädigung an die Zürich Lebensversicherungs-Gesellschaft), nicht aber im Prozess B 18/05 (Haftungsprozess nach Art. 52 BVG). Ihrem Begehren um Zusprechung eines Parteikostenersatzes kann demgemäss nicht stattgegeben werden.