Citation: 5P.274/2005 13.02.2006 E. 3

3.1 Der Beschwerdeführer rügt zunächst eine Missachtung des Grundsatzes der Gleichstellung von Mann und Frau (Art. 8 Abs. 3 BV). Die Rüge scheint er im Wesentlichen damit begründen zu wollen, das Obergericht habe übergangen, dass die Beschwerdegegnerin das gleiche BMW-Modell fahre wie er und ebenfalls teure Ferien verbringe. Ausserdem sei die Unterdeckung, die in den Jahren 2000 und 2001 auf seiner Seite bestanden und ihn zur Kreditaufnahme bei Freunden gezwungen habe, ebenso ignoriert worden wie die günstige Vermögenslage der Beschwerdegegnerin. Die Beschwerdegegnerin hält diese Ausführungen weitgehend für irrelevant und erinnert daran, dass schon die delegierte Richterin des Amtsgerichts C.________ in ihrem (Eheschutz-)Entscheid vom 24. April 2001 auf die grundsätzliche Unterhaltspflicht des Beschwerdeführers hingewiesen und von einer Verpflichtung zu Unterhaltsleistungen nur deshalb abgesehen habe, weil seine damaligen finanziellen Verhältnisse solche nicht zugelassen hätten. Im Übrigen habe sich letztlich gezeigt, dass ihre Schätzungen betreffend Minimaleinkommen des Beschwerdeführers durchaus im realistischen Bereich gelegen hätten. 3.2 Gefestigter Rechtsprechung zufolge entfaltet die verfassungsmässige Garantie der allgemeinen Gleichstellung von Mann und Frau (Art. 8 Abs. 3 BV) keine unmittelbare Wirkung zwischen Privatpersonen (sog. Horizontalwirkung); die aus ihr abgeleiteten Ansprüche richten sich ausschliesslich gegen den Staat; in einer staatsrechtlichen Beschwerde gegen einen zwischen zwei Privatpersonen ergangenen Entscheid kann die genannte Bestimmung daher nicht direkt angerufen werden (BGE 114 Ia 329 E. 2b S. 331 mit Hinweisen). Indessen sind die Normen des Zivilrechts unter Berücksichtigung der besonderen sich aus den Grundrechten ergebenden Erfordernissen auszulegen (vgl. Art. 35 Abs. 3 BV; Bernhard Pulver, L'interdiction de la discrimination, Diss. Neuenburg 2003, S. 165 Rz. 229; Jörg Paul Müller, Die Diskriminierungsverbote nach Art. 8 Abs. 2 der neuen Bundesverfassung, in: Ulrich Zimmerli [Hrsg.], Die neue Bundesverfassung, Bern 2000, S. 129 Ziff. VI lit. b; Rainer J. Schweizer, in: Die schweizerische Bundesverfassung, St. Galler Kommentar, 2002, S. 111 f., N. 56 und 57 zu Art. 8). Genau besehen beschlagen die in der Beschwerde vorgetragenen Einwendungen allerdings nicht die Gesetzesanwendung, sondern die Würdigung tatsächlicher Verhältnisse. Der Beschwerdeführer beschränkt sich darauf, gewisse (zweitrangige) Teilaspekte der gesamten wirtschaftlichen Situation beider Parteien aus verschiedenen Zeitabschnitten zu erwähnen und zu vergleichen, ohne darzutun, warum und inwiefern das Obergericht die ihn betreffenden Umstände (Grundpfandverschreibung; Kreditaufnahme) hätte berücksichtigen sollen. In diesem Punkt genügt die Beschwerde den auf Grund von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG an ihre Begründung gestellten Anforderungen in keiner Weise. Abgesehen davon, finden die erwähnten Darlegungen in den Feststellungen des angefochtenen Entscheids keine Stütze, und es wird nichts vorgebracht, was sie als zulässige Noven erscheinen liesse. Der in der Stellungnahme vom 7. Februar 2006 enthaltene Hinweis auf die Teilhaberschaft der Beschwerdegegnerin an der A.________ + Cie. betrifft zudem eine Tatsache, die erst nach Fällung des obergerichtlichen Entscheids eingetreten ist. Was schliesslich den von der Beschwerdegegnerin angeblich erzielten Gewinn aus dem Verkauf der ehelichen Wohnung anbelangt, so hat das Obergericht erklärt, weshalb es diesen Betrag ausser Acht gelassen hat. Mit dem zur Begründung Ausgeführten setzt sich der Beschwerdeführer indessen nicht auseinander.