Citation: 5D_191/2021 E. 7.3

7.3. Wie es sich damit genau verhält, kann letztlich offen bleiben, denn: Die Kantone haben hinsichtlich der Stundenansätze für die unentgeltliche Rechtsvertretung eine gewisse Gestaltungsfreiheit. Um vor der Verfassung standzuhalten, muss sich die Entschädigung für einen amtlichen Anwalt in der Grössenordnung von Fr. 180.-- pro Stunde (zuzüglich Mehrwertsteuer) bewegen (BGE 141 I 124 E. 3.2; 137 III 185 E. 5.4; 132 I 201 E. 8.6 und 8.7; Urteile 5D_118/2021 vom 15. Oktober 2021 E. 5.3 in fine; 5A_157/2015 vom 12. November 2015 E. 3.2.2). Vorliegend haben die kantonalen Instanzen die Beschwerdeführerin für 28 Stunden zu einem Stundenansatz von Fr. 200.--, total Fr. 5'600.-- entschädigt. Rechnet man die zu Unrecht abgezogenen 25 Minuten hinzu und multipliziert man den gebotenen Aufwand mit dem verfassungsmässig garantierten Stundenansatz von Fr. 180.--, ergibt dies eine Summe von Fr. 5'130.--. Nachdem die Beschwerdeführerin ein Honorar von Fr. 5'600.-- (nebst Auslagen und Mehrwertsteuer) erhalten hat, liegt jedenfalls im Ergebnis keine Willkür vor (E. 2).