Citation: 6B_258/2022 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz erwägt, die Staatsanwaltschaft habe, auch wenn Aussage gegen Aussage gestanden sei, das Verfahren nicht anhand nehmen dürfen. Zu Recht habe sie erwogen, es sei kein tatsächlicher Schaden bewiesen, habe doch B.________ auch die reifen Trauben im Sinne des Anriesrechts gemäss Art. 687 Abs. 2 ZGB ernten können; am Rebstock sei zudem kein Schaden entstanden. Es habe sich um einjährige Triebe gehandelt. Es könne offen bleiben, ob die Sachbeschädigung nicht bewiesen werden könne, d.h. insbesondere, ob B.________ den Beschwerdeführer zuerst aufgefordert habe, die Triebe zurückzuschneiden. Selbst wenn B.________ ohne vorangehende Aufforderung an den Beschwerdeführer, die überragenden Äste abzuschneiden, diese selber geschnitten habe und ein Schaden von Fr. 20.-- entstanden sei, handle es sich um einen Anwendungsfall von Art. 52 StGB, weil bei einer solchen Bagatelle eindeutig kein strafrechtliches Verfolgungs- und Bestrafungsbedürfnis vorhanden sei. Es könne dazu auf die zutreffenden Ausführungen der Staatsanwaltschaft verwiesen werden.