Citation: U 58/06 02.08.2006 E. 2

2.1 Die Vorinstanz hat zunächst zutreffend darauf hingewiesen, dass eine Leistungspflicht gemäss UVG - beim Grundfall ebenso wie bei Rückfällen und Spätfolgen (Art. 11 UVV; BGE 118 V 296 Erw. 2c) - nach einem Unfall (vgl. Art. 6 Abs. 1 UVG) das Vorliegen eines - natürlichen und adäquaten - Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und dem Gesundheitsschaden voraussetzt (BGE 129 V 181 Erw. 3.3). Sodann hat sie den Begriff des natürlichen Kausalzusammenhangs (BGE 129 V 181 Erw. 3.1, 406 Erw. 4.3.1) richtig erläutert und zutreffend festgehalten, dass es sich bei der Frage des natürlichen Kausalzusammenhangs um eine Tatfrage handelt, über welche Verwaltung und Gericht nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden haben (BGE 129 V 181 Erw. 3.1). Auf diese rechtlichen Ausführungen des kantonalen Gerichts kann verwiesen werden. 2.2 Beizufügen ist, dass hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes entscheidend ist, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 352 Erw. 3a). Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens durch die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) oder durch UVG-Privatversicherer eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 Erw. 3b/bb). In Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc). Hausärztliche Berichte sind deshalb mit Vorbehalt zu würdigen (Urteil S. vom 20. März 2006, I 655/05, Erw. 5.4), und es kommt ihnen nicht der gleiche Beweiswert zu wie den Berichten von Ärzten, die von der Verwaltung mit der Erstattung einer neutralen Expertise beauftragt werden (SVR 2005 UV Nr. 16 [U 192/03] S. 54 Erw. 2.2). Die Divergenz von medizinischem Behandlungsauftrag durch den therapeutisch tätigen (Fach-)Arzt einerseits, von medizinischem Begutachtungsauftrag durch den amtlich bestellten (fach-)ärztlichen Experten anderseits (BGE 124 I 175 Erw. 4; Urteile H. vom 18. April 2006, I 783/05, und D. vom 13. Juni 2001, I 506/00), lässt es nicht zu, ein medizinisches Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets dann in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte nachher zu unterschiedlichen Einschätzungen gelangen oder an solchen vorgängig geäusserten abweichenden Auffassungen festhalten, ohne objektiv feststellbare (neue) Gesichtspunkte vorzubringen (in diesem Sinne das zur psychiatrischen Begutachtung ergangene Urteil G. vom 13. März 2006, I 676/05, Erw. 2.4); dies hat auch bei der Beurteilung medizinischer Zusammenhangsfragen im Kausalitätsprozess nach Art. 6 Abs. 1 UVG seine Richtigkeit.