Citation: U 307/98 17.02.2000 E. 4

4.- Hinsichtlich der Prüfung der natürlichen Kausalität zwischen Unfallereignis und Beschwerden weist der vorliegende Fall die Besonderheit auf, dass der Unfall in eine Zeitspanne der Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin wegen schwerer Erschöpfungsdepression fiel. Bis Ende 1995 war die Versicherte demzufolge einerseits wegen dieser Erschöpfungsdepression, andererseits wegen des Unfalles arbeitsunfähig. Dr. med. I.________ spricht zudem in seinem Gutachten vom 4. September 1997 von einem recht typischen Bild eines Fybromyalgie-Syndroms, was von Dr. med. Z.________ am 5. November 1997 bestätigt wird. In Anbetracht dieser Umstände ist es schwierig, zu beurteilen, welche der geklagten Beschwerden auf die Erschöpfungsdepression, welche auf die Fibromyalgie und welche auf das Unfallereignis zurückzuführen sind. Die Frage, ob psychische oder physische Unfallfolgen über den Zeitpunkt des 1. Oktober 1996, auf welchen hin der Unfallversicherer sämtliche Leistungen eingestellt hatte, hinaus bestehen, kann somit nicht schlüssig beantwortet werden. Da auch von weiteren medizinischen Gutachten in dieser Frage, insbesondere hinsichtlich eines Zusammenhangs mit der Depression, kaum mehr Klarheit erwartet werden kann, ist auf zusätzliche diesbezügliche Beweiserhebungen zu verzichten. Selbst wenn aufgrund solcher Abklärungen der natürliche Kausalzusammenhang zu bejahen wäre, fehlt es nämlich - wie die nachstehenden Erwägungen zeigen - an der Adäquanz des Kausalzusammenhangs (vgl. SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67).