Citation: U 609/06 13.06.2007 E. 4

4.1 Die Vorinstanz hat ihr Nichteintreten auf das Revisionsbegehren im Wesentlichen damit begründet, der Gesuchsteller habe keine Tatsachen genannt, die dem Gericht bei der damaligen Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und dem psychischen Leiden fälschlicherweise nicht bekannt gewesen seien. Auch mache er nicht geltend, dass er alte, bekannte aber unbewiesen gebliebene Tatsachen nun beweisen könne. Die Vorbringen würden allesamt die Würdigung bei der Erstbeurteilung bereits bekannter Tatsachen beschlagen. Dafür sei die Revision eines Urteils nicht zulässig. Vielmehr hätte der Gesuchsteller gegen das Urteil Beschwerde ans Bundesgericht erheben müssen, wenn er der Ansicht gewesen sei, dass die Einschätzung sowohl der psychischen wie auch der somatischen Folgen des Unfalls und der sich daraus ergebenden Arbeitsunfähigkeit unrichtig gewesen oder allfällige Beweisanträge auf Einholung eines Gutachtens zu Unrecht verweigert worden seien. Neue Tatsachen bringe der Versicherte keine vor. 4.2 Den Erwägungen des kantonalen Gerichts ist vollumfänglich beizupflichten. Was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde dagegen vorgebracht wird, vermag zu keinem anderen Ergebnis zu führen. Insbesondere vermag der Beschwerdeführer nicht darzutun, er habe im Revisionsgesuch Tatsachen und Beweismittel genannt, welche sich bis zum Zeitpunkt, da im Hauptverfahren noch tatsächliche Vorbringen prozessual zulässig waren, verwirklicht haben, ihm jedoch trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren und welche dem kantonalen Gericht hätten Anlass geben müssen, auf sein Gesuch einzutreten. Vielmehr erschöpften sich die Ausführungen im Revisionsgesuch in einer Kritik am im Hauptverfahren ergangenen Entscheid vom 14. November 1997. Sodann ist der Beschwerdeführer nach dem in Erwägung 2.3 hievor Gesagten mit jenen Beweismitteln nicht zu hören, welche er erst mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vor Bundesgericht einreicht (Berichte des Dr. med. K.________ vom 15. Dezember 2006 und Dr. med. E.________ vom 21. Juli 2006). Soweit er geltend macht, er leide seit dem Unfall unter Schmerzen, welche auf einen Morbus Sudeck zurückzuführen seien, wie er häufig nach Weichteilverletzungen oder Frakturen auftrete, handelt es sich dabei nicht um eine neue Tatsache im Sinne eines Revisionstatbestandes. Auch wenn etwas nachträglich durch einen Arzt bestätigt wird, wird es dadurch nicht zur neuen Tatsache, zumal sich das Gericht bereits im Hauptverfahren damit befasst hatte (vgl. Entscheid vom 14. November 1997). Ein Revisionsgrund ist namentlich nicht schon gegeben, wenn das Gericht bereits bekannte Tatsachen möglicherweise unrichtig gewürdigt hat, wie dies der Beschwerdeführer mit Bezug auf den Morbus Sudeck geltend macht. Notwendig ist vielmehr, dass die unrichtige Würdigung erfolgte, weil für den Entscheid wesentliche Tatsachen nicht bekannt waren oder unbewiesen blieben.