Citation: 8C_72/2023 E. 5.2.1

5.2.1. Wie er geltend macht, attestierte ihm Dr. med. B.________ im Verlaufsgutachten vom 20. Februar 2008 zwar eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 75 %. Die Gutachter der SMAB und pract. med. D.________ haben indes einlässlich und überzeugend dargelegt, dass die Einschätzungen des Dr. med. B.________ nicht zu überzeugen vermögen, da er sich u.a. zu wenig kritisch mit den subjektiven Angaben des Beschwerdeführers auseinandersetzte, erhebliche Diskrepanzen zwischen Anamnese und Befund sowie weitere massive Inkonsistenzen übersah bzw. überging und nicht zuletzt auch die gestellten Diagnosen nicht nachvollziehbar anhand der erforderlichen diagnostischen Kriterien begründen konnte. Der Vorwurf des Beschwerdeführers, es handle sich bei dem Gutachten des pract. med. D.________ um ein blosses Aktengutachten ohne persönliche Exploration ist angesichts der im Gutachten beschriebenen dreistündigen Exploration am 20. November 2018 von vornherein nicht nachvollziehbar. Gleiches gilt für die ebenso unrichtige Behauptung, die Observationsergebnisse seien den Gutachtern nicht vorgelegt worden. Da von weiteren medizinischen Abklärungen bezüglich Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit keine entscheidrelevanten Ergebnisse zu erwarten waren, durfte das kantonale Gericht in zulässiger antizipierter Beweiswürdigung darauf verzichten (zum Ganzen vgl. BGE 144 V 361 E. 6.5). Darin ist weder eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 61 lit. c ATSG) noch eine andere Verletzung von Bundesrecht zu erblicken.