Citation: 1C_402/2021 E. 6.3

6.3. Weiter moniert die Beschwerdeführerin, mit der Auferlegung sämtlicher Kosten an sie habe die Vorinstanz auch das Unterliegerprinzip gemäss Art. 108 Abs. 1 des Gesetzes des Kantons Bern vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG/BE; BSG 155.21) verletzt. Bei einem formell höchst mangelhaften Bauentscheid, der erst im Verlaufe des Verfahrens und nach konkreter Anleitung der Bau- und Verkehrsdirektion korrekt erstellt werde und die Einholung von etlichen Fachmeinungen erfordert habe, die das Bauvorhaben nicht als unkritisch erachtet hätten, hätten ihr nicht sämtliche Kosten auferlegt werden dürfen. Soweit sich die Beschwerdeführerin dabei auf die in den Entscheiden des Regierungsstatthalteramts Biel/Bienne und der Bau- und Verkehrsdirektion erfolgte Kostenverteilung bezieht, ist darauf nicht einzugehen: Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens ist einzig das verwaltungsgerichtliche Urteil. Zwar wird darin - neben dem oben genannten Punkt - auch die Auferlegung der Verfahrens- und Parteikosten im Verfahren der Bau- und Verkehrsdirektion geprüft wegen eines angeblich von einer nicht entscheidbefugten Person unterzeichneten Entscheids, der dann, von der stellvertretenden Regierungsstatthalterin unterzeichnet, nachgereicht wurde. Jedoch findet in der Beschwerde diesbezüglich keine Auseinandersetzung statt. Inwiefern die Beschwerdeführerin sodann im vorinstanzlichen Verfahren (teilweise) obsiegt haben soll, das prozessuale Verhalten einer Partei eine andere Verlegung geboten haben soll oder die besonderen Umstände es gerechtfertigt hätten, keine Verfahrenskosten zu erheben, zeigt die Beschwerdeführerin weder auf noch ist dies ersichtlich. Es ist daher nicht weiter auf diese Rüge einzugehen.