Citation: 1C_445/2018 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdeführer ist der Auffassung, auch wenn man von den Zahlen der Vorinstanz ausgehe, werde der durchschnittliche tägliche Verkehr (DTV) nach der Anordnung des Fahrverbots bei mindestens 355 Fahrzeugen liegen, wodurch immer noch von einer massiven Gefährdung der Anwohner auszugehen sei, insbesondere der diese Strassen als Schulweg benutzenden Schüler. Die Vorinstanz, die sich bei ihrer Beurteilung in Übereinstimmung mit dem BVU auf die Ausführungen der Abteilung Tiefbau vom 18. November 2016 und vom 11. Mai 2017 stützte, erwog demgegenüber, der als kritisch zu bezeichnende Wert von mehr als 500 DTV werde bereits jetzt unterschritten. Die letzten Verkehrserhebungen hätten ergeben, dass die Einführung der Tempo-30-Zone sowie das LKW-Fahrverbot zu einer spürbaren Reduktion der täglichen Fahrzeugmenge und damit zu einer Verbesserung der Verkehrssicherheit geführt habe. Diese Erwägung der Vorinstanz ist nicht zu beanstanden und zeigt jedenfalls keine unhaltbaren tatsächlichen Annahmen auf, zumal auch vom Beschwerdeführer nicht bestritten wird, dass der als Grenzwert bezeichnete DTV von 500 Fahrzeugen bzw. 50 Fahrzeugen pro Stunde bereits eingehalten wird. Nicht zu beanstanden sind schliesslich auch die Ausführungen der Vorinstanz, wonach mit dem neu einzuführenden Fahrverbot im gesamten Haldenquartier mit einer weiteren deutlichen Verkehrsabnahme zu rechnen sei, da der Durchgangs- bzw. Schleichverkehr zwischen den Kantonsstrassen wegfalle, wodurch die Strassen nur noch dem Zubringerdienst des Haldenquartiers dienen würden. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, überzeugt nicht. Da bereits mit der angeordneten Verkehrsbeschränkung mit einer erheblichen Reduktion des Verkehrsaufkommens auf dem Eichhalden- und dem Sonnenweg zu rechnen ist, drängen sich weitergehende Massnahmen zum jetzigen Zeitpunkt jedenfalls (noch) nicht auf. Der Vorinstanz kann sodann auch keine Bundesrechtsverletzung vorgeworfen werden, wenn sie der Auffassung des BVU gefolgt ist, dass durch die getroffene Verkehrsanordnung der angestrebte Zweck, nämlich die Erhöhung der Verkehrssicherheit, in einem vernünftigen Verhältnis zu den Belastungen stehe, die dem Beschwerdeführer auferlegt würden. Durch die vorliegend von der Vorinstanz geschützte Verkehrsbeschränkung wird eine ungerechtfertigte Differenzierung zwischen den verschiedenen Anwohnern im Haldenquartier vermieden, welche durch das vom Beschwerdeführer beantragte ergänzende Fahrverbot hervorgerufen werden würde. Die Vorinstanz hat schliesslich zu Recht festgehalten, die Verkehrsanordnung liege innerhalb des Ermessensspielraums, der dem Gemeinderat infolge der Gemeindeautonomie und seiner Sachnähe zugestanden werden müsse (vgl. E. 3.2 hiervor). Vorliegend rechtfertigt sich jedenfalls kein Eingreifen des Bundesgerichts. Die Schlussfolgerung der Vorinstanz, andere bzw. weitertragende Massnahmen würden sich zurzeit als unverhältnismässig erweisen, während sich die angeordnete Verkehrsbeschränkung als eine zielführende und verhältnismässige Massnahme erweise, stellt keine Bundesrechtsverletzung dar.