Citation: 6B_175/2021 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer bringt vor, die Strafbarkeit des Versuchs eines unechten Unterlassungsdelikts sei mit den Grundsätzen des Schweizerischen Strafrechts nicht vereinbar. Es fehle sowohl der Taterfolg als auch die Tathandlung. Habe sich der Erfolg nicht realisiert und liege auch kein strafrechtliches Tun (sondern bloss ein Unterlassen) vor, bestehe kein Anlass für eine Strafbarkeit. Darüber hinaus macht der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend, die Vorinstanz wende Art. 22 StGB falsch an, indem sie sein Nichthandeln als versuchte Tierquälerei qualifiziere. Dafür fehle es hier am hypothetischen Kausalzusammenhang, denn es könne nicht zweifelsfrei gesagt werden, dass er nichts unternommen hätte, um den Taterfolg zu verhindern, wäre dieser nicht bereits durch das H andeln des Zeugen abgewendet worden. Ausserdem mangle es in Bezug auf den hypothetischen Kausalzusammenhang sowie betreffend Taterfolg am Vorsatz. Er habe gewusst, der Erfolg würde nicht eintreten, da aus dem Verhalten des Zeugen klar geworden sei, dass dieser die Katze töten werde.