Citation: 6B_127/2021 E. 1.3

1.3. Aus der vorstehend wiedergegebenen Anklage ergibt sich der gegen den Beschwerdeführer erhobene Vorwurf in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht hinreichend klar. Entgegen seiner anscheinend vertretenen Auffassung werden ihm keine gezielten Tritte gegen den Kopf des Opfers vorgeworfen, sondern solches wird angesichts des dynamischen Geschehens vielmehr als naheliegend umschrieben. Es schadet daher nicht, dass in der Anklage von keinen expliziten Tritten gegen den Kopf die Rede ist. Daraus kann nicht geschlossen werden, dass die Tathandlung nur ungenügend umschrieben worden wäre. Ebenso wenig ist der Anklagegrundsatz verletzt, weil die Anklage die tatsächlichen Verletzungen des Opfers nicht nennt. Der Vorwurf lautet lediglich auf versuchte schwere Körperverletzung und zwar offensichtlich als mögliche, vom Beschwerdeführer in Kauf genommene Folge mehrerer ungezielter Tritte durch ihn oder einen Mittäter. Auf welche Weise und in welcher Form die schweren Verletzungen naheliegenderweise hätten eintreten können, wird in der Anklage hingegen deutlich umschrieben. Ebenso ergibt sich aus der Anklage, namentlich der darin genannten Gesetzesbestimmung des Art. 122 StGB, hinreichend klar, dass dem Beschwerdeführer nicht bloss eine einfache, sondern eine versuchte schwere Körperverletzung vorgeworfen wird. Er konnte sich denn auch ohne Weiteres gegen die erhobenen Vorwürfe und deren rechtliche Würdigung zur Wehr setzen und diese substanziiert bestreiten. Die Rüge ist unbegründet.