Citation: I 316/03 01.03.2004 E. 3

3.1 Streitig sind weiter die erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitsschadens. Die Verwaltung hat gemäss Verfügung vom 21. März 2002 einen Schätzungsvergleich vorgenommen, indem sie dem Jahreseinkommen von Fr. 91'000.- (+ Prämien), das die Versicherte bei einem Vollpensum am bisherigen Arbeitsplatz hätte erzielen können, ein Invalideneinkommen von Fr. 45'500.- (+ Prämien) gegenüberstellte und so einen Invaliditätsgrad von 50 % ermittelte. Das kantonale Gericht hat erwogen, das von der IV-Stelle festgelegte Invalideneinkommen halte einer Plausibilitätsprüfung gestützt auf die Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik ohne weiteres stand. Daraus resultiere für im privaten Sektor beschäftigte Frauen mit höchst anspruchsvollen und schwierigsten Arbeiten oder mit selbstständigen und qualifizierten Tätigkeiten (Anforderungsniveau 1 und 2) bei einem 50 %-Pensum ein Einkommen von Fr. 36'984.-, abzüglich eines leidensbedingten Abzuges von 10 %, somit von Fr. 33'286.-. Diesem setzte die Vorinstanz ein Valideneinkommen von Fr. 91'000.- gegenüber und ermittelte einen Invaliditätsgrad von 63,42 %. Die Beschwerdeführerin rügt, das kantonale Gericht habe damit fälschlicherweise die regelmässig angefallenen Sonderprämien unberücksichtigt gelassen. 3.2 Bei der Ermittlung des hypothetischen Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Person im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde. In der Regel wird dabei beim zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft. Dies beruht auf der empirischen Feststellung, wonach die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt worden wäre; Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 Erw. 3b). Wie den Angaben im Arbeitgeberfragebogen vom 2. Dezember 1999 zu entnehmen ist, wurden der Versicherten nebst dem Grundlohn jeweils regelmässig auch Sondergratifikationen ausgerichtet. Diese wurden gemäss den in diesem Verfahren aufgelegten Verträgen jeweils projektbezogen festgelegt. Die Höhe von erfolgsabhängigen Sondervergütungen ist jeweils nach Massgabe der Umstände des konkreten Einzelfalles zu schätzen, wobei auf einen über mehrere Jahre erzielbaren Durchschnittswert abzustellen ist. Werden die Jahre 1997 (Fr. 13'000.-), 1998 (Fr. 17'650.-) und 1999 (Fr. 10'700.-) herangezogen, ergibt dies einen Durchschnitt von Fr. 13'783.-. Zusammen mit dem unbestrittenen Grundlohn von Fr. 91'000.- resultiert somit ein Jahres(validen)einkommen von Fr. 104'783.-. Die Voraussetzungen für die Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente sind daher nur erfüllt, wenn es der Beschwerdeführerin in Wahrung der ihr obliegenden Schadenminderungspflicht nicht möglich ist, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt mehr als einen Drittel des Valideneinkommens zu erzielen. Entsprechend der ärztlichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit von 50 % im angestammten Beruf wäre die Versicherte angesichts ihrer Ausbildung und beruflichen Qualifikation indessen ohne weiteres in der Lage, ein den Anspruch auf eine ganze Invalidenrente ausschliessendes Einkommen zu verdienen (so genannter Prozentvergleich; vgl. Erwägung 1.2 oben sowie BGE 104 V 136 Erw. 2b).