Citation: 2P.312/2001 12.03.2002 E. 5

Was der Beschwerdeführer in materieller Hinsicht gegen den angefochtenen Entscheid vorbringt, ist ebenfalls nicht stichhaltig: 5.1 Der Beschwerdeführer beruft sich insbesondere auf die Wirtschaftsfreiheit (Art.27 BV), was ihm nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts auch als Anwalt freisteht (vgl. BGE 125 I 417 E.3b S.421 f., mit Hinweis). Dieses Grundrecht gibt dem Beschwerdeführer aber keinen Anspruch darauf, einen Mitarbeiter gegenüber seinen Klienten unzutreffenderweise als Anwalt bezeichnen zu dürfen. Ebenso wenig wurde der Beschwerdeführer in der Freiheit eingeschränkt, selbst zu entscheiden, wie er "die Liquidation seiner Anwaltskanzlei durchführ[en]" will. Die Verwaltungskommission der Gerichte hat keineswegs beanstandet, dass der Beschwerdeführer alle seine Mandate auf einen einzigen Kollegen übertragen hat; als unzulässig betrachtet und sanktioniert hat sie einzig die irreführende Bezeichnung von D.________ als Rechtsanwalt. Hierin liegt keine unverhältnismässige Beschränkung der Wirtschaftsfreiheit. 5.2 In diesem Zusammenhang ist unerheblich, ob die Klientschaft des Beschwerdeführers durch den fraglichen Hinweis im Rundschreiben effektiv "benachteiligt" worden ist, stellt dies doch keine Voraussetzung für das Ergreifen einer Disziplinarmassnahme dar. Eine solche ist gemäss Art. 70 Abs. 1 GOG zu verfügen, wenn ein Verstoss gegen die Standespflichten (vgl. Art. 69 Abs. 1 GOG) vorliegt, wobei nicht erforderlich ist, dass die Verfehlung zu einer Schädigung von Mandanten oder Dritten geführt hat. Der Beschwerdeführer bringt im Übrigen nicht vor, die unwahre Bezeichnung eines Mitarbeiters als Rechtsanwalt sei überhaupt nicht als standeswidriges Verhalten zu qualifizieren. 5.3 Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, die verhängte Busse von 1'000 Franken sei unverhältnismässig hoch; falls überhaupt eine Sanktion angebracht sei, wäre ihm höchstens ein Verweis zu erteilen. Mit dieser Rüge verkennt er, dass das Bundesgericht die Höhe der ausgefällten Sanktion, anders als das dieser zugrundeliegende Verbot, nur unter dem Gesichtswinkel der Willkür und nicht auf ihre Verhältnismässigkeit hin überprüft. Obschon die verhängte Busse in Anbetracht der konkreten Umstände hoch erscheinen mag, ist sie angesichts des Sanktionsrahmens, der bis zu 10'000 Franken Busse reicht, nicht unhaltbar. Dabei kann offen bleiben, ob dem Beschwerdeführer tatsächlich eine "erhebliche Pflichtwidrigkeit" vorzuwerfen ist, wie die Verwaltungskommission dies im angefochtenen Entscheid annimmt; eine Busse von 1'000 Franken ist auch unter Annahme eines bloss leichten Verschuldens nicht willkürlich. 5.4 Soweit der Beschwerdeführer überdies eine Verletzung der Meinungsäusserungsfreiheit (Art. 16 Abs. 2 BV) und des Rechtsgleichheitsgebots (Art. 8 BV) rügt, genügen seine Vorbringen den Begründungsanforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG offensichtlich nicht (vgl. E. 1.3).