Citation: 8C_517/2021 E. 4.2.2

4.2.2. Der psychiatrische SMAB-Sachverständige Dr. med. F.________ gelangte zum Schluss, allein das Auftreten und Verhalten der Beschwerdeführerin während der Exploration sprächen gegen das Vorliegen einer psychiatrischen Erkrankung und liessen sich mit der Symptomatik einer bekannten psychiatrischen Störung nicht in Einklang bringen. Es überrasche, dass die Beschwerdeführerin, welche an starken Schmerzen leide, die ihr verordneten Schmerzmedikamente offenbar nicht einnehme. Jedenfalls seien diese im Blut nicht nachweisbar. Auch aus diesem Grund sei die Durchführung eines Beschwerdevalidierungsverfahrens geboten gewesen. Daraus resultiere ein Ergebnis, das für das zielgerichtete Vortäuschen einer nicht vorhandenen Symptomatik spreche. So hätten die Antworten im TOMM (Test of Memory Malingering) bereits im ersten Durchgang unter der Ratewahrscheinlichkeit gelegen. Schliesslich sei bei der zurückliegenden SMAB-Begutachtung vom Jahr 2014 eine psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung empfohlen worden, welche die Beschwerdeführerin aber nicht aufgenommen habe (SMAB-Gutachten vom 21. Juni 2019, S. 35 ff.).