Citation: 6P.97/2003 02.09.2003 E. 8

Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz nehme in Bezug auf den Drogentransport seinen direkten Vorsatz zu Unrecht an. Auch Eventualvorsatz liege nicht vor. Allenfalls wäre die fahrlässige Tatbegehung zu bejahen. Die Frage, ob ein Täter mit Wissen und Willen und damit vorsätzlich gehandelt hat, beschlägt eine Tatfrage, die mit Nichtigkeitsbeschwerde nicht aufgeworfen werden kann. Voraussetzung ist jedoch, dass die kantonale Behörde ihre Entscheidung auch hinsichtlich des Vorsatzes so begründet, dass das Bundesgericht die Gesetzesanwendung nachprüfen kann (Art. 277 BStP). Dies setzt voraus, dass im Urteil das Ergebnis der Beweisführung - soweit es für die Beurteilung der Sache von Bedeutung ist - festgestellt wird. Die Vorinstanz stellt ausdrücklich fest, dass der Beschwerdeführer spätestens auf der Rückfahrt wusste, dass er Drogen mitführt. Indirekt nimmt sie damit an, dass der Beschwerdeführer dies auch wollte und der Vorsatz damit zu bejahen ist. Aus dem angefochtenen Urteil ergibt sich, weshalb sich der Vorsatz auch auf das Qualifikationsmerkmal der grossen Menge bezieht. Gemäss Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG genügt, dass der Täter annehmen musste, die Tat beziehe sich auf eine Menge von Betäubungsmitteln, welche die Gesundheit vieler Menschen gefährden kann. Auf Grund der Tatumstände (die Fahrt von Baden nach Pfäffikon, die Übergabe- und Transportmodalitäten, das Wissen um illegale Geschäfte des Freundes) musste der Beschwerdeführer annehmen, dass es sich nicht nur um wenige Gramm von Betäubungsmitteln handeln konnte. Die Feststellungen der Vorinstanz zum subjektiven Tatbestand sind somit rechtsgenüglich und deshalb für das Bundesgericht verbindlich. Insoweit kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden (vgl. Hans Wiprächtiger, Nichtigkeitsbeschwerde in Strafsachen, in: Prozessieren vor Bundesgericht, hrsg. von Thomas Geiser und Peter Münch, 2. Auflage, Basel 1998, S. 226 f., mit Hinweisen).