Citation: 5A_208/2024 E. 8.2

8.2. Die Vorinstanz prüfte die genannten Kriterien. Sie erwog, dass einstweilen noch von der Erziehungsfähigkeit beider Parteien sowie einer engen Bindung des Sohnes zu beiden Elternteilen auszugehen sei. Die Eignung und Bereitschaft zur persönlichen Betreuung des Sohnes spreche eher für die Zuteilung der Obhut an die Beschwerdegegnerin. Das Kriterium der Stabilität des sozialen Umfelds spräche demgegenüber für eine Obhutszuteilung an den Beschwerdeführer, da der Sohn seit August 2022 bei ihm lebe und dort den Kindergarten besuche. Es sei jedoch zu berücksichtigen, dass dieses Kriterium aufgrund des jungen Alters des Sohnes noch nicht im Vordergrund stünde. Hinsichtlich der Bindungstoleranz sah die Vorinstanz die Beschwerdegegnerin im Vorteil.