Citation: 4A_537/2022 E. 1.3

1.3. Die Beschwerdeführerin argumentiert im Wesentlichen, dass sich im vorliegenden Fall die Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stelle, was die Folgen einer Prüfungsabsage mit nicht zeitnaher Verschiebung des Prüfungstermins seien, insbesondere ob der Lohnausfall einer Prüfungskandidatin während der Vorbereitungszeit vom Prüfungsveranstalter zu entschädigen sei. Diese Frage sei vom Bundesgericht noch nicht entschieden worden. Bildung geniesse in der Schweiz "höchsten Stellenwert". Es sei somit für einen "riesigen Personenkreis" von eminenter Bedeutung zu wissen, wie es sich bei einer Prüfungsabsage mit nicht zeitnaher Verschiebung des Prüfungstermins verhalte. Der Umstand allein, dass Sachverhalte wie der vorliegende (kurzfristige Absage und nicht zeitnahe Verschiebung einer Prüfung durch den Veranstalter aus unzureichenden Gründen) glücklicherweise die Ausnahme bilden dürften, genüge nicht, um der Rechtsfrage ihre grundsätzliche Bedeutung abzusprechen.