Citation: 8C_369/2023 E. A

A.a Der 1979 geborene A.________, selbstständigerwerbender Landwirt, meldete sich am 22. März 2012 zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung an. Die IV-Stelle des Kantons Freiburg klärte den Sachverhalt in beruflicher und medizinischer Hinsicht ab. Laut Bericht der Zentrum B.________ AG vom 17. Juli 2012 litt der Versicherte seit mehreren Jahren an einem cerviko-radikulären Syndrom bei links foraminaler Diskushernie auf Höhe der Halswirbelkörper C6/7 mit Ausstrahlung in den linken Arm sowie einer Coxarthrose links nach Zustand eines Morbus Perthes. Er war deswegen bei Drehbewegungen des Kopfes, repetitivem Heben und Tragen von Lasten, längeren Fahrten auf dem Traktor sowie beim Melken und Gehen (insbesondere auf unwegsamem Gelände) beeinträchtigt. Seit Februar 2011 war er bis auf weiteres zu 50 % arbeitsunfähig gewesen. Die IV-Stelle gewährte verschiedene Eingliederungsmassnahmen, unter anderem versorgte sie den Versicherten mit Hilfsmitteln (Frontlader mit Silagegreifgabel; zwei Traktorsitze; Einbau einer Schubstangenentmistungsanlage; Ladewagen mit Querförderband; Futtermischwagen). Mit unangefochten gebliebener Verfügung vom 21. Februar 2014 verneinte die Verwaltung einen Anspruch auf Invalidenrente. Zur Begründung hielt sie fest, mithilfe der gewährten arbeitserleichternden Massnahmen sollte es dem Versicherten möglich sein, die selbstständige Tätigkeit als Landwirt weiterhin in einem rentenausschliessenden Ausmass aufrecht zu erhalten. A.b Am 29. September 2019 meldete sich A.________ erneut zum Leistungsbezug an. Er wies auf die bereits bekannten gesundheitlichen Beeinträchtigungen hin, zu welchen ein Burnout hinzugetreten sei. Die IV-Stelle veranlasste eine orthopädische und psychiatrische Exploration bei der ABI Aerztliches Begutachtungsinstitut GmbH, Basel. Gemäss deren Expertise vom 19. Januar 2021 bestanden chronische Hüftbeschwerden links, chronische Fussbeschwerden rechts sowie chronische Nacken-Schulter-Arm-Handbeschwerden an der adominanten linken Seite. Der Versicherte sei für körperlich leicht bis selten mittelschwer belastende Verrichtungen uneingeschränkt arbeits- und leistungsfähig. Namentlich sollte er das Heben und Tragen von Lasten über 15 kg, das längere Stehen und Gehen sowie die Einnahme kauernder und gebückter Positionen vermeiden. Für Tätigkeiten mit darüber hinausgehendem Belastungsprofil sei er vollständig arbeitsunfähig. Aus psychiatrischer Sicht schränke der zu diagnostizierende Status nach Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion die Arbeitsfähigkeit nicht lang andauernd ein. Sodann liess die IV-Stelle am 20. Januar 2022 die betrieblichen Gegebenheiten an Ort und Stelle prüfen (Abklärungsbericht vom 2. März 2022). Gemäss der im Vorbescheidverfahren eingeholten Stellungnahme des Abklärungsfachmannes vom 21. Juni 2022 vermöchten die beiden Lehrlinge, die nicht am selben Tag vom Betrieb schulabwesend seien, über das ganze Jahr ein Pensum von 3'619 Stunden und ein qualifizierter Angestellter ein solches von 2'640 Stunden zu leisten. Mit den dem Versicherten zumutbaren 1'500 Arbeitsstunden für Produktionsführung und Administration würden somit jährlich 7'759 Stunden erreicht. Für eine optimale Betriebsführung fehlten 541 Arbeitsstunden (8'300 minus 7'759), die der Versicherte durch eine optimale Organisation und Aufteilung angepasster und leichterer Arbeiten im Betrieb selber zu bewältigen vermöchte. Mit Verfügung vom 26. Juli 2022 ermittelte die IV-Stelle einen Invaliditätsgrad von 36 % (Einkommen ohne Invalidität bzw. Valideneinkommen: Fr. 127'042.-; Einkommen mit Invalidität bzw. Invalideneinkommen: Fr. 81'011.-; Erwerbseinbusse: Fr. 46'031.-) und verneinte einen Anspruch auf eine Invalidenrente.