Citation: 7B_9/2021 E. 6

Unbehelflich ist des Weitern der Hinweis in der Beschwerde auf die Desinteresseerklärung des angeblich bzw. mutmasslich Geschädigten. Ungeachtet einer derartigen Erklärung der geschädigten Person haben bei Offizialdelikten die staatlichen Behörden abzuklären, ob in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht eine strafbare Handlung vorliegt (vgl. Urteile 6B_132/2020 vom 29. Juni 2020 E. 1.3.1; 1B_191/2008 vom 29. Juli 2008 E. 5.3; 6P.88/2006 vom 1. Februar 2007 E. 5.4.3). Gründe, weshalb dieser Rechtsprechung die Anwendung zu versagen sein sollte, nennt der Beschwerdeführer keine. Der blosse Verweis auf allfällige abweichende Lehrmeinungen reicht hierfür nicht. Da es sich beim vorgeworfenen Straftatbestand der Hehlerei im Sinne von Art. 160 Ziff. 1 Abs. 1 StGB und deren Vortat, einem Diebstahl nach Art. 139 Ziff. 1 StGB, um Offizialdelikte handelt, hat die Desinteresseerklärung keinen Einfluss auf den Verfahrensablauf.