Citation: 4D_67/2014 E. 2

Die Vorinstanz erachtete die behaupteten Primärmängel nicht für nachgewiesen. Bezüglich zweier Mängel (der falschen Hinterfüllung und der falsch positionierten Hangwasserfassung) rügt der Beschwerdeführer eine willkürliche Beweiswürdigung und zum Teil auch eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör. Die Vorinstanz erachtete die Ansprüche des Beschwerdeführers indessen selbst bei Vorliegen der geltend gemachten Primärmängel nicht für ausgewiesen. Der Experte habe angegeben, die Mauer sei aufgrund des hinterfüllten Materials zu Schaden gekommen. Nach Auffassung des Experten hätte die Mauer aber auch bei einer Hinterfüllung mit Aushubmaterial anders konzipiert werden müssen, und es wäre auch bei einer Hinterfüllung mit Aushubmaterial höchstwahrscheinlich zu Deformationen und Rissbildungen gekommen. Auf den Einwand des Beschwerdeführers, das hinterfüllte Humusmaterial habe einen Reibungswinkel von gerade einmal 25-30° und damit ganze 8.3-13.3° weniger als das gemäss den Berechnungen des Experten notwendige Material mit einem Reibungswinkel von 38.3°, führte die Vorinstanz aus, der Wert des Reibungswinkels von 25-30° beziehe sich auf das Deckschichtmaterial. Gehe man als Folge der Beweislosigkeit hinsichtlich der Frage, ob die Stützmauer mit Humus oder Aushubmaterial (Bündnerschiefer) hinterfüllt worden sei, davon aus, die Stützmauer sei vereinbarungsgemäss mit Aushubmaterial hinterfüllt worden, so lasse sich auch die vom Beschwerdeführer aufgeworfene Frage, warum die Stützmauer derart lange standfest geblieben sei, beantworten: Weil das Aushubmaterial in Form des Bündnerschiefers einen Reibungswinkel von 32-36° aufweise und damit nur leicht unter dem vom Experten geforderten Reibungswinkel von 38.3° liege. Die Vorinstanz verwirft sodann die an der Berechnungsmethode des Experten geübte Kritik und schliesst, damit vermöge der Beschwerdeführer den Nachweis der Ursächlichkeit zwischen den Primär- und den Sekundärmängeln selbst dann nicht zu erbringen, wenn angenommen werde, die von ihm behaupteten Primärmängel hätten tatsächlich vorgelegen.