Citation: 1C_282/2021 E. 1.3

1.3. Das Verwaltungsgericht hat angenommen, der Abstand der südlichen Ecke des Grundstücks des Beschwerdeführers 2 betrage rund 110 m zum Deponieperimeter. Diese Distanzangabe des Verwaltungsgerichts ist nicht offensichtlich unrichtig; daran ändern die abweichenden Ausführungen der Beschwerdegegnerin nichts. Die von ihr eingereichte Lärmprognose der E.________ AG vom 9. März 2020 weist insbesondere den Lärm aus dem Einsatz des Kettendozers und des Raupenbaggers bei der Deponie auf die Umgebung aus (vgl. auch unten E. 8.5 und 9.2). Zwar wurde in der Lärmprognose die Lärmbelastung nicht für die Liegenschaft des Beschwerdeführers 2, sondern nur für Grundstücke ermittelt, die näher bei der Deponie gelegen sind. Aufgrund dieser Angaben ist es aber nachvollziehbar, wenn die kantonalen Instanzen diese Lärmquellen beim Grundstück des Beschwerdeführers 2 als deutlich wahrnehmbar erachtet haben. Die Lärmeinwirkungen durch den Betrieb der projektierten Anlage vermögen damit die Legitimation des Beschwerdeführers 2 zu begründen. Deshalb verstiess das Verwaltungsgericht nicht gegen Bundesrecht, wenn es dessen Beschwerdelegitimation bejaht hat. Da dieser eine enge räumliche Beziehung zur fraglichen Deponie hat, ist nicht entscheidrelevant, inwiefern er darüber hinaus Immissionen aus dem Zubringerverkehr der Deponie hinzunehmen hat.