Citation: 5A_684/2022 E. 2.1.3

2.1.3. Die 17 zeitliche Phasen der Unterhaltsberechnung können wie folgt zusammengefasst werden: Während den ersten vier Phasen (1. Juni 2011 bis 31. Dezember 2014) konnte das Einkommen des Beschwerdeführers auf Fr. 5'616.-- festgesetzt werden, während sein familienrechtlicher Grundbedarf aufgrund der unterschiedlich hohen Steuerlast variierte. Es resultierten unterschiedlich hohe Kindesunterhaltsbeiträge zwischen Fr. 992.-- und Fr. 1'424.--. In den Phasen 5 bis 9 (1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2017) erzielte der Beschwerdeführer ein Einkommen zwischen Fr. 7'416.-- und Fr. 8'357.--. Unter Berücksichtigung des Verhältnisses zwischen dem für die Kinder resultierenden Überschussanteil und ihrem Grundbedarf begrenzte das Obergericht den Unterhaltsbeitrag auf Fr. 1'500.--. In der Phase 10 (1. Januar 2018 bis 30. September 2018) erzielte der Beschwerdeführer ein Einkommen von Fr. 1'709.--. Diesfalls war das Existenzminimum der beiden Kinder nicht gedeckt. Das Obergericht teilte daher die gesamte freie Quote von Fr. 552.-- anteilsmässig auf die beiden Kinder auf. In der Phase 11 und 12 (1. Oktober 2018 bis 31. Dezember 2019) konnte der Beschwerdeführer mit seinem Einkommen von Fr. 925.-- nicht einmal mehr sein eigenes betreibungsrechtliches Existenzminimum von Fr. 1'157.-- decken, weshalb das Obergericht keinen Kindesunterhalt sprach. Die Phase 13 (ab Januar 2020) bezieht sich auf B.________, die zu dieser Zeit nach Deutschland auswanderte (vgl. vorne Bst. B.b). Das Obergericht stellte fest, dass es B.________ aufgrund ihres Einkommens in Deutschland möglich sei, für ihren Bedarf selbständig aufzukommen, weshalb es B.________ ab 1. Januar 2020 keinen Kindesunterhalt zusprach. Die Phasen 14 bis 16 (1. Januar bis 30. September 2023) beziehen sich auf C.________. Aufgrund der erneut guten Einkommensverhältnisse des Beschwerdeführers (Fr. 7'575.--) resultierte für C.________ ein im Verhältnis zu seinem Grundbedarf relativ hoher Überschussanteil und das Obergericht begrenzte den Unterhaltsbeitrag auf Fr. 1'500.--. In der letzten Phase 17 (ab 1. Oktober 2023) berücksichtigte das Obergericht das ähnlich hohe hypothetische Einkommen der Mutter im Vergleich zum Einkommen des Beschwerdeführers und sprach C.________ gleich grosse Anteile der Eltern am Barbedarf von Fr. 630.-- zu.