Citation: 5A_983/2022 E. 5

Die Beschwerdeführerin rügt eine Gehörsverletzung dahingehend, dass ihr im Anschluss an die superprovisorische Verfügung vom 3. Oktober 2022 zwar Gelegenheit zur Stellungnahme zur Gefährdungsmeldung der Schulleitung und zur Verfügung der Schulpflege gegeben worden sei, aber ihre umfassenden Äusserungen und Belege (insbesondere zur häuslichen Gewalt) aus den Akten gewiesen worden seien, soweit sie nicht direkt die beiden neuen Aktenstücke betroffen hätten, obwohl im Bereich der Kindesbelange die uneingeschränkte Untersuchungsmaxime gelte. Eine Gehörsverletzung ist nicht auszumachen. Es trifft zu, dass in Kindesbelangen die uneingeschränkte Untersuchungsmaxime gilt (BGE 142 III 153 E. 5.1.1; 142 III 502 E. 2.6). Indes waren die Vorbringen zu den angeblichen Gewaltvorfällen nicht neu und sie wurden im angefochtenen Entscheid beweiswürdigend mitberücksichtigt (vgl. E. 4). Das Obergericht hat im Übrigen festgehalten, dass sie nicht geeignet wären, etwas am Ergebnis des angefochtenen Entscheides zu ändern (vgl. angefochtener Entscheid, S. 17 oben). Eine Gehörsverletzung im Zusammenhang mit der eingeräumten Gelegenheit zur Stellungnahme ist deshalb nicht ersichtlich.