Citation: 5A_465/2024 E. 3.1

3.1. Anlass zur Beschwerde gibt die Berechnung des vom Beschwerdeführer unbestritten geschuldeten ehelichen Unterhalts. Der Beschwerdeführer erachtet es dabei als verfassungswidrig, einen Anteil für den vorehelichen Sohn der Beschwerdegegnerin zu berücksichtigen (allgemein zum Unterhalt an Stiefkinder vgl. BGE 137 III 59 E. 4.4; 127 III 68 E. 3; Urteil 5A_788/2017 vom 2. Juli 2018 E. 7.1, nicht publiziert in: BGE 144 III 349). Nach der Darstellung des Obergerichts ist für die eheliche Unterhaltspflicht entscheidend, ob in irgendeiner Form eine Lebensgemeinschaft bestanden hat. Dies sei bei den Parteien aufgrund der finanziellen Unterstützung der Beschwerdegegnerin durch den Beschwerdeführer während der Ehe der Fall gewesen. Dagegen sei nicht entscheidend, ob ein gemeinsamer Haushalt gelebt worden sei. Die eheliche Beistandspflicht umfasse den gesamten Bedarf der Familie einschliesslich jenen von Stiefkindern, die mit dem unterhaltsberechtigten Elternteil in einem Haushalt lebten. E.________ erhalte keinen Unterhalt von seinem leiblichen Vater, sei aber während längerer Zeit durch den Beschwerdeführer unterstützt worden. Dessen finanzielle Verhältnisse würden die Unterstützung des Stiefsohns sodann zulassen. Das Bezirksgericht habe daher bei der Festlegung des Ehegattenunterhalts zurecht einen Beitrag für diesen (bestehend aus Grundbetrag, Wohn- und Krankenkassenkosten sowie Steuern) berücksichtigt.