Citation: 1C_75/2018 E. 3.3

3.3. Da möglich ist, dass die in Art. 3 Ziff. 3 BZO verlangte gute Gesamtwirkung bzw. die differenzierte bzw. qualitativ hochstehende Verdichtung gemäss § 48 Abs. 3 PBG auch mit einem einzigen Projekt erreicht wird, kann aus der Regelung in Art. 3 Ziff. 3 BZO nicht abgeleitet werden, ein Gestaltungsplan erfordere zur Erreichung der angestrebten Ziele zwingend ein Konkurrenzverfahren. Daran vermag nichts zu ändern, dass gemäss dem Bericht der Stadt Wetzikon zum kommunalen Richtplan vom 14. September 2012 Gestaltungspläne auf Projekten basieren sollten, die aus einem Konkurrenzverfahren hervorgegangen sind, da für die zwingende Durchführung eines solchen Verfahrens in Wetzikon eine gesetzliche Grundlage fehlt, wie sie andere Gemeinden kennen (vgl. Urteil 1C_230/2017 vom 24. Mai 2018 E. 5.2.2). Die Vorinstanz verfiel daher nicht in Willkür, wenn sie aus Art. 3 Ziff. 3 BZO und § 48 Abs. 3 PBG keine Verpflichtung zur Durchführung eines Konkurrenzverfahrens mit der Prüfung verschiedener Varianten ableitete. Im Übrigen unterscheidet sich gemäss den vorinstanzlichen Feststellungen das am 28. November 2012 bewilligte Bauprojekt vom Richtprojekt in mehrfacher Hinsicht. Auch die Beschwerdeführerin anerkennt, dass der im Bauprojekt vorgesehene U-förmige Wohnaufbau im Richtprojekt durch vier Einzelaufbauten ersetzt wurde, die südlich daran anschliessende Aufbaute zweigeteilt und die Aufbauten alternierend strassenseitig vom Sockelgeschoss zurückversetzt wurden. Namentlich aufgrund dieser Änderungen kann entgegen der Annahme der Beschwerdeführerin nicht gesagt werden, das vom Stadtrat gewählte Verfahren habe einzig bezweckt, das von der SBK als unbefriedigend qualifizierte Bauprojekt mit nachträglichen Analysen eines Architekturbeirats zum guten Richtprojekt zu erklären.