Citation: U 171/01 11.09.2003 E. 2.2.4

2.2.4.1 Im hier zu beurteilenden Fall hätte der Beschwerdeführer nach den Salärangaben seiner letzten Arbeitgeberfirma (Stundenlohn: Fr. 19.45 [ohne Ferien- und Feiertagsentschädigung] zuzüglich Anteil von 8.3 % am 13. Monatslohn; Jahresstundenzahl: 2138 [Bruttoarbeitszeit vor Abzug von Ferien und Feiertagen]) ohne gesundheitliche Beeinträchtigung als Bauarbeiter im Jahre 1997 einen Lohn von insgesamt Fr. 45'036.- (Fr. 19.45 x 1,083 x 2138) erzielen können. Dieses hypothetische Erwerbseinkommen liegt um 20 % unter dem entsprechenden statistischen Jahreslohn von Fr. 56'616.-, welcher sich wie folgt berechnet: Auszugehen ist von der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 1996 des Bundesamtes für Statistik, d.h. konkret vom in der Tabelle TA 1 des Anhangs angeführten zutreffenden Zentralwert (Median) für das Baugewerbe in der Höhe von Fr. 4442.- (standardisierter monatlicher Bruttolohn von Männern bei Ausübung einfacher und repetitiver Tätigkeiten [Anforderungsniveau 4]). Dieser statistische Monatslohn ist - unter Berücksichtigung des Umstandes, dass ihm eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu Grunde liegt (LSE 1996 S. 5), welche etwas tiefer ist als die 1996 betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit im Baugewerbe von wöchentlich 42,4 Stunden (Die Volkswirtschaft, 2003 Heft 9, S. 102, Tabelle B 9.2) - auf Fr. 4709.- zu erhöhen. Ferner führt die Beachtung der Nominallohnentwicklung im Baugewerbe bis 1997 (Steigerung von 0,2 % gegenüber dem Vorjahr; a.a.O., S. 103, Tabelle B 10.2) zu einem Monatslohn von Fr. 4718.- bzw. zum bereits erwähnten Jahreslohn von Fr. 56'616.-. Dass der Versicherte im gleichen Jahr bei seiner früheren Arbeitgeberfirma ohne Gesundheitsschaden ein um ein Fünftel geringeres Salär erzielt hätte, ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf invaliditätsfremde Tatsachen zurückzuführen. Zur Korrektur dieses Umstandes ist der statistische Jahreslohn von Fr. 56'616.- als Valideneinkommen heranzuziehen (vgl. Erw. 2.2.2 hievor). 2.2.4.2 Was das trotz Einschränkung der Schulterbeweglichkeit und Kraftverlust im rechten Arm zumutbarerweise noch realisierbare Invalideneinkommen anbelangt, stützte sich das kantonale Gericht zu Recht ebenfalls auf die LSE (BGE 126 V 76 Erw. 3b/bb, 124 V 322 Erw. 3b/aa), wobei hier wiederum diejenige für das Jahr 1996 massgebend ist (vorstehende Erw. 2.2.1). Weil es indessen unwahrscheinlich ist, dass der Beschwerdeführer in der Bundesverwaltung eine behinderungsangepasste Stelle antreten könnte, ist auf den in der Tabelle TA 1 des Anhangs enthaltenen allgemeinen Zentralwert für sämtliche Wirtschaftszweige des privaten Sektors in der Höhe von Fr. 4294.- (monatlicher Bruttolohn von Männern, Anforderungsniveau 4) abzustellen (und nicht - wie von der Vorinstanz angenommen - auf das entsprechende Monatssalär im "privaten und öffentlichen Sektor [Bund] zusammen" gemäss Tabelle TA 3; RKUV 2001 Nr. U 439 S. 347). Der angeführte Monatslohn ist - wieder unter Berücksichtigung, dass die ihm zu Grunde gelegte Arbeitszeit von 40 Wochenstunden geringer ist als die im Jahre 1996 betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit (aller Wirtschaftszweige) von wöchentlich 41,9 Stunden (Die Volkswirtschaft, a.a.O, S. 102, Tabelle B. 9.2) - auf Fr. 4498.- zu erhöhen. Die Beachtung der allgemeinen Nominallohnentwicklung (1997 wurden um 0,5 % höhere Löhne als im Vorjahr ausgerichtet; a.a.O., S. 103, Tabelle B 10.2) führt zu einem Monatslohn von Fr. 4520.- bzw. zu einem Jahresverdienst von Fr. 54'240.-. In Übereinstimmung mit der vorinstanzlichen Auffassung ist mit einer Herabsetzung dieses Tabellenlohnes der Tatsache Rechnung zu tragen, dass persönliche und berufliche Umstände Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (Erw. 2.2.3 hievor). Im vorliegend zu beurteilenden Fall ist der Beschwerdeführer auf dem Arbeitsmarkt in Konkurrenz mit einem Mitbewerber ohne physische Einschränkungen dadurch (leicht) benachteiligt, dass er keine Arbeiten über Kopf ausführen, keine Lasten über 25 kg tragen sowie keine Tätigkeiten mit häufigen Schultergelenksrotationen ausüben kann; dies wirkt sich - wenn auch bloss geringfügig - auf das Lohnniveau aus. Dasselbe gilt mit Bezug auf den Umstand, dass er voraussichtlich (ohne entsprechende Erfahrungen) in einem neuen Beruf (wieder) im ersten Dienstjahr starten muss. Auf Grund der genannten Gegebenheiten erscheint die von der Vorinstanz vorgenommene Herabsetzung um insgesamt 12,5 % im Ergebnis als angemessen. Bei einem Abzug von 12,5 % resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 47'460.- (Fr. 54'240.- x 0,875) und - im Vergleich mit dem in vorstehender Erw. 2.2.4.1 angeführten Valideneinkommen von Fr. 56'616.- - ein Invaliditätsgrad von 16 %. Nach dem Gesagten besteht Anspruch auf eine entsprechende Invalidenrente ab 1. Dezember 1997.