Citation: 2C_50/2018 E. 5.3.3

5.3.3. Die Feststellungen in den verschiedenen Berichten der Psychiatrie E.________ gehen in die gleiche Richtung: Mit der Wiederaufnahme der Behandlung im Juni 2014 - so der Bericht vom 1. September 2016 - habe sich die Behandlungsmotivation des Beschwerdeführers grundlegend geändert. Vor allem mit Blick auf seine damals 6-jährige Tochter, habe der Beschwerdeführer begonnen, emotional zu begreifen, was er dieser, seiner Ehefrau, seiner Familie und schliesslich auch, durch die wiederholte Gefährdung des Lebens, den anderen Verkehrsteilnehmern mit seiner Delinquenz zugemutet habe. Mehrmals sei es in den Gesprächen zu "heftigen kathartischen emotionalen" Reaktionen gekommen, in denen der Beschwerdeführer seiner verzweifelten Trauer und Wut auf seine Taten Ausdruck verliehen und diese "authentisch" bereut habe. Er habe begonnen, ein neues Leben aufzubauen. Es sei bei ihm eine "intrinsische Motivation zur Veränderung seines Lebenswandels" entstanden, d.h. eine innere, aus sich selbst bestehende Motivation, welche sich von äusseren Umständen nicht mehr so schnell "irritieren" lasse. Im Behandlungsverlauf gebe es beim Beschwerdeführer "mehrere deutliche Hinweise auf eine glaubwürdige Haltungsänderung" sich selbst und seinem Umfeld gegenüber, "welche zwar spät komme, aber berücksichtigt werden sollte". Es sei inzwischen - selbst mittel- bis längerfristig - von einer geringen Rückfallsgefahr auszugehen, gerade weil es dem Beschwerdeführer gelungen sei "entscheidende Schritte in Richtung Realisierung seiner formulierten persönlichen und beruflichen Perspektiven auch umzusetzen".