Citation: 6B_706/2016 E. 1.2.2

1.2.2. Weiter erwägt die Vorinstanz, wer wie der Beschwerdeführer so knapp vor einem vortrittsberechtigten Fahrzeuglenker in eine Strasse einfahre, müsse sich der Gefährlichkeit seines Verhaltens bewusst sein. Er müsse damit rechnen, dass der Vortrittsberechtigte zu einem Brems- oder Ausweichmanöver gezwungen sein und es zu einem Unfall kommen könnte. Dies gelte umso mehr, als ein Bremsmanöver mit Traktor und Anhänger grundsätzlich gefährlich sei. Wenn der Beschwerdeführer in dieser Situation nicht in den Rückspiegel schaue, müsse dies bewusst geschehen sein. Bei pflichtgemässer Vorsicht hätte er den infolge des Bremsmanövers umfallenden Anhänger hinter sich sehen und hören müssen, zumal selbst die vor ihm fahrende Motorradfahrerin den Unfall mitbekommen habe. Im Übrigen bestünden die Pflichten bei Unfall bereits dann, wenn die Möglichkeit eines Unfalls mit Personen- oder Sachschaden bloss naheliege, was vorliegend klar der Fall sei.