Citation: 5D_18/2024 E. 5

In Bezug auf die erstinstanzlich verweigerte unentgeltliche Rechtspflege hat das Kantonsgericht festgehalten, der Beschwerdeführerin sei insofern beizupflichten, als eine Entscheidbegründung von 63 Seiten zumindest Zweifel an der tatsächlichen Aussichtslosigkeit der Rechtsbegehren erwecken könnte. Bei genauer Betrachtung des erstinstanzlichen Entscheides werde jedoch deutlich, dass es grösstenteils nicht um rechtliche Ausführungen gegangen, die jeweilige Subsumtion kurz und klar ausgefallen und keine vertiefte Auseinandersetzung mit den Parteivorbringen erforderlich gewesen sei. In Bezug auf die unentgeltliche Rechtspflege fehlt es der Beschwerde bereits am notwendigen Rechtsbegehren (Art. 42 Abs. 1 BGG). Die Beschwerdeführerin verlangt diese zwar für das bundesgerichtliche Verfahren, stellt aber hinsichtlich des kantonalen Verfahrens diesbezüglich keine Begehren. Schon daran scheitert die Beschwerde. Sodann fehlt es auch an einer Auseinandersetzung mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheides, beschränkt sich doch die Beschwerdeführerin primär auf eine Wiederholung ihres kantonalen Vorbringens, das erstinstanzliche Urteil umfasse 65 Seiten und das Bezirksgericht habe vier Jahre bis zum Entscheid gebraucht, weshalb keinesfalls von Aussichtslosigkeit gesprochen werden könne. Wenn sie im Übrigen festhält, ihr Hauptanspruch im Zusammenhang mit der Liegenschaft in Spanien sei klar und es würden ihre von der Verfassung garantierten Rechte missachtet, ist damit nicht dargetan, inwiefern für die anbegehrten vorsorglichen Massnahmen auch nur ansatzweise von realen Prozesschancen hätte gesprochen werden können, wobei diesbezüglich zur Begründung auf die vorstehenden Erwägungen verwiesen werden kann.