Citation: 1A.13/2003 25.09.2003 E. 2

2.1 Welches Rechtsmittel zulässig und in welchem Umfang darauf einzutreten ist, prüft das Bundesgericht von Amtes wegen und mit freier Kognition (BGE 129 II 225 E. 1 mit Hinweisen). Entsprechend der subsidiären Natur der staatsrechtlichen Beschwerde (Art. 84 Abs. 2 OG) ist zunächst zu prüfen, ob die Verwaltungsgerichtsbeschwerde offen steht (BGE 126 II 377 E. 1 S. 381 mit Hinweis). 2.1.1 Gemäss Art. 97 OG in Verbindung mit Art. 5 VwVG ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde zulässig gegen Verfügungen, die sich auf öffentliches Recht des Bundes stützen oder hätten stützen sollen, sofern diese von einer in Art. 98 OG genannten Vorinstanz erlassen worden sind und keiner der in Art. 99 ff. OG oder in der Spezialgesetzgebung vorgesehenen Ausschlussgründe greift. Sodann unterliegen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde gemischtrechtliche Verfügungen bzw. (auch) auf unselbstständiges kantonales Ausführungsrecht zum Bundesrecht gestützte Anordnungen sowie auf übrigem kantonalem Recht beruhende Anordnungen, die einen hinreichend engen Sachzusammenhang mit der im Rahmen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu beurteilenden Frage des Bundesverwaltungsrechts aufweisen. Soweit dem angefochtenen Entscheid selbstständiges kantonales Recht ohne den genannten Sachzusammenhang zum Bundesrecht zugrunde liegt, steht die staatsrechtliche Beschwerde zur Verfügung (BGE 128 I 46 E. 1b/aa mit Hinweisen). 2.1.2 Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens bzw. der Beeinträchtigung in verfassungsmässigen Rechten, sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden (Art. 104 lit. a und b OG). Zum Bundesrecht im Sinne von Art. 104 lit. a OG gehört auch das Bundesverfassungsrecht (BGE 128 II 56 E. 2b mit Hinweisen). Hat - wie hier - eine richterliche Behörde als Vorinstanz entschieden und den Sachverhalt nicht offensichtlich unrichtig, unvollständig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften ermittelt, ist das Bundesgericht an deren tatsächliche Feststellungen gebunden (Art. 105 Abs. 2 OG). Es wendet im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an, ist an die von den Parteien vorgebrachten Begründungen nicht gebunden (Art. 114 Abs. 1 OG) und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder abweisen (BGE 128 II 34 E. 1c mit Hinweis). 2.1.3 Das Urteil des Verwaltungsgerichts erging zur Frage, ob die geplante Jauchegrube zonenkonform gemäss dem Raumplanungsgesetz (RPG; SR 700) sowie umweltschutzrechtlich zulässig im Sinne des Umweltschutzgesetzes (USG; SR 814.01) und der Luftreinhalte-Verordnung sei. Weiter wurde untersucht, ob dem Beschwerdegegner eine Ausnahmebewilligung gemäss dem kantonalen Baugesetz vom 8. Februar 1996 (BauG) erteilt werden kann. Der angefochtene Entscheid stützt sich auf öffentliches Recht des Bundes. Die Frage, ob gestützt auf das kantonale Recht zurecht eine Ausnahmebewilligung für das Bauen innerhalb der Bauzonen erteilt wurde, hat vorliegend einen hinreichend engen Sachzusammenhang mit der im Rahmen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu beurteilenden Frage der Einhaltung der Umweltschutzvorschriften gemäss USG und LRV. Der Entscheid des Kantonsgerichts kann daher mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde angefochten werden (Art. 97 OG). Es liegt keiner der in Art. 99 ff. OG oder in der Spezialgesetzgebung vorgesehenen Ausschlussgründe vor. 2.1.4 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde können auch die mit der staatsrechtlichen Beschwerde erhobenen Vorbringen behandelt werden, wonach das Kantonsgericht das Willkürverbot (Art. 9 BV), den Anspruch auf Gewährung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) und die Besitzstandsgarantie (Art. 9 und 26 Abs. 1 BV) verletzt haben soll (vgl. E. 2.1.2). Die in der staatsrechtlichen Beschwerde erhobenen Rügen können in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geprüft werden, weshalb für die staatsrechtliche Beschwerde kein Raum bleibt und darauf nicht einzutreten ist. 2.2 Der Beschwerdeführer hat als Nachbar des Beschwerdegegners ein schutzwürdiges Interesse daran, dass die Jauchegrube in seiner Nachbarschaft nicht erstellt wird (Art. 103 lit. a OG bzw. Art. 88 OG). Auch die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen sind erfüllt. Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist einzutreten, unter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägungen. 2.3 Wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen ergibt, kann auf die beantragte Ortsschau verzichtet werden.