Citation: 4A_424/2009 17.11.2009 E. 5

Das Bezirksgericht setzte sich mit der Verrechnungsforderung aufgrund der mangelhaften Isolation der Lüftungskanäle in der Weinkellerdecke nicht auseinander, da diesbezüglich die Verrechnung nicht geltend gemacht worden war. Die Beschwerdeführer holten die Verrechnungserklärung im Berufungsverfahren nach, was die Vorinstanz gestützt auf § 267 Abs. 1 ZPO/ZH in Verbindung mit § 115 Ziff. 5 ZPO/ZH für grundsätzlich zulässig befand. Vorausgesetzt sei jedoch, so die Vorinstanz, dass die Verrechnungsforderung sofort beweisbar sei (§ 115 Ziff. 2 ZPO/ZH). Daran fehle es aber. Neben dem Fehlen der sofortigen Beweisbarkeit sei die Verrechnungsforderung auch nicht begründet, weil es an der genügenden Substantiierung mangle. Die Beschwerdeführer rügen, die Vorinstanz stelle überhöhte Anforderungen an die Substantiierung eines Mängelfolgeschadens. Wie es sich damit verhält, kann offen bleiben. Denn die Beschwerdeführer lassen die Hauptbegründung der Vorinstanz, wonach es für die Zulässigkeit der im Berufungsverfahren nachgeholten Verrechnungserklärung an der sofortigen Beweisbarkeit im Sinne von § 115 Ziff. 2 ZPO/ZH fehle, unangefochten. Da diese Begründung das angefochtene Urteil selbständig zu stützen vermag, fehlt das Rechtsschutzinteresse an der Beurteilung der gegen die zusätzliche Begründung erhobenen Rüge und kann in diesem Punkt auf die Beschwerde nicht eingetreten werden (BGE 133 IV 119).