Citation: 2A.638/2006 30.11.2006 E. 2

2.1 Zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist legitimiert, wer durch die angefochtene Verfügung berührt ist und ein aktuelles schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 103 lit. a OG; BGE 131 II 670 E. 1.2, 361 E. 1.2). Fällt das aktuelle Interesse im Verlauf des Verfahrens dahin, wird die Sache als erledigt erklärt; fehlte es schon bei Beschwerdeeinreichung, ist auf die Eingabe nicht einzutreten (BGE 118 Ia 488 E. 1a; 118 Ib 1 E. 2 S. 7; 111 Ib 56 E. 2). 2.2 Der Ausländer hat nach seiner Ausschaffung oder Freilassung praxisgemäss kein praktisches Interesse mehr daran, dass der vorgängige Haftentscheid noch auf seine Vereinbarkeit mit dem Bundesrecht hin überprüft wird (Urteile 2A.133/2006 vom 16. März 2006, E. 2.1, und 2A.368/2006 vom 19. Juli 2006, E. 2.1). Für das Bundesgericht besteht in solchen Fällen grundsätzlich keine Veranlassung, ausnahmsweise auf das Erfordernis des aktuellen Interesses zu verzichten, da es regelmässig in der Lage ist, die mit einer Haft verbundenen grundsätzlichen Probleme rechtzeitig zu beurteilen (vgl. Urteil 2A.368/2006 vom 19. Juli 2006, E. 2.1 mit Hinweisen). Dies gilt auch hier: Das Bundesgericht hat in seiner unpublizierten, indessen über das Internet zugänglichen Praxis inzwischen bereits wiederholt dargelegt, unter welchen Voraussetzungen eine Inhaftierung über die in Art. 13b Abs. 2 ANAG vorgesehene maximale Haftdauer möglich ist (vgl. die Urteile 2A.428/2006 vom 14. August 2006, E. 2 u. 3 mit Hinweisen, 2A.466/2005 vom 11. August 2005, E. 3, und 2A.211/2003 vom 5. Juni 2003, E. 3). Die Frage der richtigen Besetzung der richterlichen Behörde im Kanton Basel-Landschaft kann es ohne Weiteres in einem späteren Verfahren prüfen. 2.3 Allfällige Schadenersatzansprüche lassen nach der Rechtsprechung das aktuelle Interesse nicht fortbestehen, da das Staatshaftungsverfahren hinreichenden Schutz bietet, um angebliche Rechtsverletzungen - auch solche von Art. 5 Ziff. 1 - 4 EMRK - wirksam geltend machen zu können (vgl. BGE 125 I 394 ff.; 110 Ia 140 E. 2a; Hugi Yar, Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht, in: Uebersax/ Münch/Geiser/Arnold, Ausländerrecht, Basel/Genf/München 2002, Rz. 7.132 und 7.116). Da das aktuelle praktische Interesse vorliegend bei Einreichung der Beschwerde gegeben war, jedoch mit der Ausschaffung des Beschwerdeführers nachträglich dahingefallen ist, ohne dass von diesem Erfordernis abzusehen wäre, kann das bundesgerichtliche Verfahren als gegenstandslos geworden abgeschrieben werden (Art. 72 BZP i.V.m. Art 40 OG).