Citation: 7B_1204/2024 E. 2.2.1

2.2.1. Ein nicht wieder gutzumachender Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG muss rechtlicher Natur sein und liegt vor, wenn er auch durch einen günstigen späteren Entscheid nicht mehr behoben werden kann (BGE 144 IV 127 E. 1.3.1). Ein lediglich tatsächlicher Nachteil wie die Verteuerung oder Verlängerung des Verfahrens genügt nicht (BGE 148 IV 155 E. 1.1; 144 IV 321 E. 2.3; je mit Hinweisen). Die selbstständige Anfechtbarkeit von Zwischenentscheiden bildet eine Ausnahme vom Grundsatz, dass sich das Bundesgericht mit jeder Angelegenheit nur einmal befassen soll (BGE 139 IV 113 E. 1). Die Ausnahme ist nach der Rechtsprechung restriktiv zu handhaben (BGE 140 V 321 E. 3.6). Durch das Nichteintreten auf die vorliegende Beschwerde droht der Beschwerdeführerin kein nicht wieder gutzumachender Nachteil, der im durch die Vorinstanz angeordneten staatsanwaltschaftlichen Untersuchungsverfahren bzw. in einem anschliessenden Strafverfahren vor den kantonalen Sachgerichten nicht behoben werden könnte. Der Ausgang des Verfahrens ist offen und ein günstiger Entscheid in der Sache weiterhin möglich (so schon Erwägung 2.1 hiervor). Gegen einen allfälligen Schuldspruch durch die erste Instanz steht der Beschwerdeführerin die Berufung bei der Berufungsinstanz offen (vgl. Art. 398 ff. StPO). Nach Ausschöpfung des kantonalen Instanzenzugs kann die Beschwerdeführerin sich alsdann gegen einen allfälligen Schuldspruch im Rahmen von Art. 81 Abs. 1 lit. a und lit. b Ziff. 5 BGG mit Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht wenden. Daran vermögen die von der Beschwerdeführerin angeführten Umstände, aus welchen sie einen rechtlichen Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG ableiten will, nichts zu ändern. Zunächst dringt sie mit dem Argument des angeblich erlittenen Instanzenverlusts, der einen relevanten rechtlichen Nachteil begründen solle, nicht durch. Das Strafverfahren soll durch den angefochtenen Beschluss gerade weitergeführt - in der Gesamtbetrachtung also verlängert - werden, womit die Beschwerdeführerin sämtliche Rügen erneut und, im Fall der Ergreifung von Rechtsmitteln gegen allfällige unliebsame künftige Entscheide, gar mehrfach wird vorbringen können. Weshalb ihr dies nicht möglich sein sollte, legt sie weder dar noch sind Gründe hierfür ersichtlich. Wenn die Beschwerdeführerin alsdann in dem Umstand, dass die Vorinstanz die Beschwerdelegitimation des Beschwerdegegners 3 bejaht hat, einen relevanten rechtlichen Nachteil erblickt, kann ihr nicht gefolgt werden. Die Frage der Beschwerdelegitimation der Beschwerdegegner 2 und 3 (und dortigen Beschwerdeführer 1 und 2 als Privatkläger) war im vorinstanzlichen Verfahren umstritten. Die Erwägungen hierzu, welche die einschlägigen Ausführungen der Parteien - darunter namentlich die Beschwerdeantwort der Beschwerdeführerin (und dortigen Beschwerdegegnerin 1) - berücksichtigen, umfassen rund zwei Drittel der materiellen Erwägungen im angefochtenen Beschluss. Mithin setzte sich die Vorinstanz einlässlich mit der Frage der Legitimation zum kantonalen Beschwerdeverfahren und namentlich dem aktuellen Rechtsschutzinteresse der dortigen Beschwerdeführer 1 und 2 als Privatkläger (vorliegend Beschwerdegegner 2 und 3) auseinander. Diese Erwägungen sind nicht zu beanstanden - soweit dies vorliegend überhaupt von Belang ist. Denn die Stellung der Privatklägerschaft kann in einem allfälligen, dem von der Vorinstanz angeordneten staatsanwaltschaftlichen Untersuchungsverfahren folgenden, Hauptverfahren vor den kantonalen Sachgerichten (erneut) bestritten werden (vgl. Urteile 7B_303/2024 vom 28. Mai 2024 E. 1.3.2; 7B_151/2023 vom 13. Oktober 2023 E. 1.4). Die rein faktischen Nachteile, die der Beschwerdeführerin daraus im wiederaufzunehmenden Strafverfahren resultieren mögen - namentlich die allfällige Verlängerung des Verfahrens - genügen nach der dargelegten Rechtsprechung grundsätzlich nicht, um einen relevanten rechtlichen Nachteil zu begründen. Gründe, weshalb dies vorliegend anders sein sollte, werden weder von der Beschwerdeführerin geltend gemacht noch sind solche ersichtlich. Zwar kann nach der Rechtsprechung einer rechtsuchenden Partei das Erfordernis des nicht wieder gutzumachenden Nachteils nicht entgegengehalten werden, wenn diese der Auffassung ist, ihre Sache werde nicht innert angemessener Frist behandelt, womit sie eine formelle Rechtsverweigerung rügt (BGE 143 IV 175 E. 2.3; 138 IV 258 E. 1.1). Eine entsprechende Rüge wäre vorliegend grundsätzlich denkbar, setzte allerdings insbesondere voraus, dass eine drohende Verletzung des Beschleunigungsgebots von der Beschwerdeführerin in einer den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG genügenden Weise dargelegt wird (BGE 148 IV 155 E. 2.4; 143 IV 175 E. 2.3; 138 III 190 E. 6; Urteile 7B_233/2024 vom 12. April 2024 E. 1.4.1; 7B_573/2023 vom 26. Februar 2024 E. 2.2.2). Dies ist nicht der Fall. Im Übrigen ist keine formelle Rechtsverweigerung zu erkennen. Insgesamt ist der vorinstanzliche Beschluss unter dem Gesichtspunkt von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG nicht anfechtbar.