Citation: 6B_832/2015 E. A

Das Strafgericht des Kantons Basel-Stadt sprach Y.________ und X.________ am 12. Februar 2014 des versuchten Mordes, des bandenmässigen Raubes, des banden- und gewerbsmässigen Diebstahls, der mehrfachen Sachbeschädigung und des mehrfachen Hausfriedensbruchs schuldig. Es verurteilte sie zu einer Freiheitsstrafe von 16 bzw. 11 Jahren und dem Grundsatz nach unter solidarischer Haftung zur Zahlung von Schadenersatz sowie Genugtuung an A.________. Dagegen erhoben beide Verurteilte Berufung, X.________ beschränkt auf den Schuldspruch wegen versuchten Mordes und die Strafzumessung. Das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt bestätigte am 19. Mai 2015 das erstinstanzliche Urteil. Hinsichtlich des Schuldspruchs wegen versuchten Mordes erachtet das Appellationsgericht zusammengefasst folgenden Sachverhalt als erstellt: Y.________ und X.________ verfolgten am späteren Nachmittag des 10. Juni 2013 A.________ bis zu deren Wohnungstür. Sie baten sie um ein Glas Wasser, woraufhin A.________ sie in ihre Wohnung einliess. Dort schlug Y.________ sie mehrmals brutal mit dem Ellenbogen gegen den Kopfbereich, so dass sie bewusstlos wurde und zu Boden fiel, wo sie stark blutend liegen blieb. In der Folge nahmen Y.________ und X.________ ihr den Schmuck ab und durchsuchten die Wohnung nach weiteren Wertsachen. Sie fesselten und knebelten A.________. Daraufhin verliessen sie die Wohnung und liessen A.________ bewusstlos in ihrem eigenen Blut liegend zurück. Diese erlitt durch die Schläge schwere Verletzungen. Sowohl aufgrund der Blutungen in die Schädelhöhle als auch angesichts des Umstands, dass sie bewusstlos in ihrem Blut lag, bestand unmittelbare Lebensgefahr. Die potentielle Erstickungsgefahr erkannten Y.________ und X.________; sie hielten das Ableben von A.________ für sehr wahrscheinlich. A.________ wurde 15 Minuten später von ihrem Lebenspartner gefunden und überlebte.