Citation: 6B_708/2019 E. 4.4

4.4. Die Beschwerde ist in diesem Punkt unbegründet. Zwar bringt der Beschwerdeführer zu Recht vor, dass er die Expertise nicht zum Nachweis eines Betruges, sondern zu dem des Vorsatzes im Rahmen der angeklagten ungetreuen Geschäftsbesorgung als Beweis angeboten hat (Beschwerde S. 4 f., 16). Ungeachtet dessen darf das Gericht auf die Abnahme von Beweisen indes verzichten, wenn es nach hypothetischer Würdigung des um die Fakten des Beweisantrages ergänzten vorläufigen Beweisergebnisses in willkürfreier antizipierter Würdigung zum Schluss gelangt, die beantragte Beweismassnahme werde an seiner Überzeugung nichts ändern (BGE 143 III 297 E. 9.3.2; 141 I 60 E. 3.3; Urteile 6B_440/2018 vom 4. Juli 2018 E. 1.4.3; 6B_900/2017 vom 14. Februar 2018 E. 1.4.3 je mit Hinweisen). Die Expertise der Treuhandgesellschaft stellt nach der Darlegung des Beschwerdeführers die vom Beschwerdegegner tatsächlich ausgeführten Transaktionen den von diesem anlässlich der Quartalsbesprechungen ausgewiesenen Handelsgeschäfte gegenüber. Damit soll aufgezeigt werden, dass der Beschwerdegegner dem Beschwerdeführer nicht sämtliche Abschlüsse offengelegt und damit den Eindruck erweckt hat, dass es bis zum 1. Quartal 2002 zu keinen Verlusten gekommen sei (Beschwerde S. 5; vgl. auch angefochtenes Urteil S. 13). Inwiefern diese Gegenüberstellung der Transaktionen direkt belegen soll, dass der Beschwerdegegner mit Wissen und Willen gehandelt hat, erschliesst sich indes nicht. Die Vorinstanz stützt sich für ihren Schluss, es lasse sich nicht nachweisen, dass der Beschwerdegegner im Sinne des Eventualvorsatzes zumindest in Kauf genommen habe, eine Informationspflicht gegenüber dem Beschwerdeführer zu verletzen, einerseits auf die Aussagen des Beschwerdeführers selbst, wonach er insbesondere am 10. Juli 2002 vom Beschwerdegegner anlässlich der Quartalsbesprechung über den Vermögensstand orientiert worden sei, mit diesem die Konto- und Depotauszüge angeschaut und die banklagernde Post ausgehändigt erhalten habe. Im Weiteren verweist sie darauf, dass die Vermögenssituation im Frühjahr 2002 bei der Transferierung des Lombardkredits bei der E.________ Bank zur Bank F.________ einlässlich analysiert worden sei, worüber der Beschwerdeführer im Bild gewesen sei, zumal er den entsprechenden Vertrag unterzeichnet habe (angefochtenes Urteil S. 21 f., 24, 27; vgl. auch erstinstanzliches Urteil S. 31 f., 44 und 59). Inwiefern sich aus der Expertise ergeben soll, dass die Vorinstanz insofern in Willkür verfallen sein soll, legt der Beschwerdeführer nicht hinreichend dar und ist auch nicht ersichtlich. Im Übrigen kommt der im Auftrag des Beschwerdeführers erstellten Privatexpertise ohnehin nur die Bedeutung einer der freien Beweiswürdigung unterliegenden Parteibehauptung zu (BGE 141 IV 369 E. 6.2; 141 III 433 E. 2.5 f.). Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.