Citation: 2C_867/2022 E. 5.3

5.3. Die vorinstanzliche Anwendung des Verfahrens zur nachträglichen Eliminierung von Prüfungsfragen gemäss Ziff. 5.1.1 der Vorgaben MEBEKO verstösst entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht gegen das Willkürverbot: Die Vorinstanz hat eingehend und schlüssig dargelegt, dass sowohl das Verfahren an sich als auch der Ausschluss der 15 Prüfungsfragen in der eidgenössischen Humanmedizinprüfung 2021 rechtmässig war (oben E. 4.2). Die Vorgaben MEBEKO betreffend nachträglichen Ausschluss aufgrund einer wesentlichen Diskrepanz zum Ausbildungsniveau stützen sich auf eine gesetzliche Grundlage und stellen sicher, dass Sinn und Zweck der Prüfung gewahrt wird, indem nur Wissen bewertet wird, was vorausgesetzt werden durfte. So wird eine Frage nicht schematisch allein aufgrund der Tatsache, dass sie das Ausbildungsniveau übersteigt, nachträglich ausgeschlossen. Vielmehr muss sich dies statistisch relevant auf die Antworten ausgewirkt haben oder von den Kandidierenden bemängelt worden sein. Ausserdem braucht es für den Ausschluss jeder einzelnen Frage den Entscheid des Präsidenten oder der Präsidentin. Der Entscheid wird auf Grundlage des Vorschlags von Fachexpertinnen und -experten getroffen. Durch den Beizug fachlich kompetenter Examinatoren wird der Entscheid über den Ausschluss einzelner Prüfungsfragen zusätzlich objektiviert (vgl. Urteil 2D_13/2021 vom 11. März 2022 E. 3.1.2). Bei den streitgegenständlichen Fragen haben diese Voraussetzungen vorgelegen. Etwas anderes vermag der Beschwerdeführer nicht aufzuzeigen. Hingegen fehlt es bei den 12 weiteren Fragen, die gemäss Beschwerdeführer gleich schwierig oder schwieriger gewesen sein sollen, von Vornherein an der Voraussetzung, dass diese das Niveau der Ausbildungsstufe klar übersteigen. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ist es daher nicht willkürlich ist, dass die Vorinstanz nicht explizit geprüft hat, ob diese nachträglich hätten ausgeschlossen werden müssen. Für den nachträglichen Ausschluss ist nicht vorausgesetzt, dass alle Kandidierenden die Frage falsch beantwortet haben. Vielmehr ist das Verhältnis zwischen richtigen und falschen Antworten massgebend (oben E. 4.2). Der nachträgliche Ausschuss stellt einen Schematismus dar und erfolgt unabhängig von der Situation der einzelnen Kandidierenden. Es ist daher auch keine Willkür darin zu erblicken, wenn eine Frage nachträglich ausgeschlossen wird, obschon sie von einem Kandidaten richtig beantwortet wurde. Zwar mag es im Einzelfall unbefriedigend sein, wenn richtig beantwortete Fragen im Nachhinein nicht in die Bewertung einfliessen, doch stellt dies nach korrekter Durchführung des reglementarisch vorgesehenen Verfahrens - wie vorliegend - keine Willkür im Sinne von Art. 9 BV dar. Der Beschwerdeführer kann denn auch nicht aufzeigen, inwiefern die vorinstanzlichen Erwägungen willkürlich sein sollen. Er beschränkt sich vielmehr darauf, zusammengefasst vorzubringen, jene Fragen, die er korrekt beantwortet habe, dürften nicht gelöscht werden, bzw. jene, die auch schwierig gewesen seien, müssten eliminiert werden. Damit wiederholt er wiederum nur seine Sicht der Dinge, ohne sich unter Willkürgesichtspunkten in rechtsgenüglicher Weise mit den Erwägungen der Vorinstanz auseinanderzusetzen. Dass der Beschwerdeführer die Auffassung der Vorinstanz nicht teilt oder eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint, genügt wie dargelegt nicht, um Willkür zu begründen.