Citation: 1C_162/2009 03.02.2010 E. 5

Die Vorinstanz geht von insgesamt 26 Abstellplätzen aus. Nach den tatsächlichen Feststellungen im angefochtenen Entscheid handelt es sich um 7 Garagenplätze, 4 Besucherparkplätze und 15 offene Parkplätze. 3 Besucherparkplätze und 9 offene Abstellplätze sind mit einem 1 m breiten Grünstreifen entlang der gemeinsamen Grenze zum Grundstück des Beschwerdeführers angeordnet. 6 weitere Parkplätze sind auf der gegenüberliegenden Seite der Erschliessungsfläche vorgesehen. 14 Abstellplätze existieren bereits. Gestützt auf diese Feststellungen schliesst das Verwaltungsgericht auf einen umweltrechtlichen Bagatell-Fall, der keinerlei Massnahmen erfordert. Nach Ansicht der Vorinstanz wäre, selbst wenn nicht von einem Bagatell-Fall ausgegangen werden müsste, eine Überdeckung der Parkplätze oder eine unterirdische Verlegung angesichts der Tatsache, dass 14 Parkplätze bereits bestehen, unverhältnismässig. Aus den Akten (Baugesuch und am 31. März 2008 resp. 17. Juni 2008 genehmigte Grundstückpläne) ergibt sich folgende Sachlage: Auf der Parkfläche, die an das Grundstück des Beschwerdeführers (Kat.-Nr. 2185) angrenzt, befinden sich 18 offene Parkplätze. Davon sind 12 neu (PB 2-4, PP 7-15) und 6 vorbestehend (PP 1-6). Die Anzahl offener Parkplätze wird neu somit verdreifacht. Von den 12 entlang der gemeinsamen Grundstücksgrenze angesiedelten Parkplätzen sind 6 neu. Dies bedeutet eine Verdoppelung der unmittelbar an das Grundstück des Beschwerdeführers angrenzenden Abstellflächen. Die Sachverhaltsfeststellungen sind insoweit zu ergänzen (Art. 105 Abs. 2 BGG). In Anbetracht der ergänzten Feststellungen ist die Schlussfolgerung der Vorinstanz, es handle sich um einen umweltrechtlichen Bagatellfall, nicht vertretbar. Dem Beschwerdeführer ist zuzustimmen, dass eine Parkplatzanlage, welche zwei Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 15 Wohnungen dient und Tag und Nacht benützt wird, erfahrungsgemäss deutlich stärkere Emissionen verursacht. Das Vorsorgeprinzip kommt daher zur Anwendung. Die Vorinstanz hat dies übersehen und damit Art. 11 Abs. 2 USG verletzt. Ebenfalls unzutreffend ist die Annahme des Verwaltungsgerichts, die Ergreifung von Vorsorgemassnahmen sei deshalb unverhältnismässig, weil bereits 14 Abstellplätze bestehen würden. Die Vorinstanz hat diese Schlussfolgerung aufgrund einer verkannten Sachlage getroffen. Insoweit ist Art. 11 Abs. 2 USG ebenfalls verletzt. Wie gesagt sind 12 von 18 Parkplätzen auf der an das Grundstück des Beschwerdeführers angrenzenden Fläche neu. Die Frage, ob Massnahmen unverhältnismässig sind, hat die Vorinstanz unter Zugrundelegung der dargestellten Gegebenheiten nochmals zu prüfen. Die Sache ist deshalb an die Vorinstanz zur neuen Beurteilung unter Berücksichtigung der Sachverhaltsergänzungen zurückzuweisen. Zu prüfen ist zum einen, ob die Immissionsgrenzwerte eingehalten sind (vgl. Art. 36 LSV; Urteil des Bundesgerichts 1A.58/2002 vom 2. September 2002 E. 2.4). Zum andern hat das Verwaltungsgericht mögliche Schallschutzvorkehren zu evaluieren und auf ihre Verhältnismässigkeit hin zu überprüfen.