Citation: 2C_592/2021 E. 2.2.1

2.2.1. Ausländer, die aufgrund einer inzwischen aufgelösten ehelichen Gemeinschaft mit einem/-er schweizerischen Staatsangehörigen oder einer Person mit Niederlassungsbewilligung bereits eine Aufenthaltsbewilligung für die Schweiz besitzen, sind von jenen Ausländern zu unterscheiden, welche aufgrund ihrer Elternschaft zu einem hier anwesenheitsberechtigten Kind erstmals um die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung ersuchen: Letztere haben keine qualifizierten vorbestehenden Verbindungen zur Schweiz. Ihnen gegenüber ist die Rechtsprechung restriktiver und soll die Bewilligung nur bei besonderen Umständen erteilt werden, da Art. 8 EMRK keinen Anspruch darauf verleiht, in ein bestimmtes Land einzureisen (vgl. u.a. BGE 143 I 21 E. 5.2; 139 I 315 E. 2.4; 137 I 247 E. 4.2.2 S. 251 m.H.; Urteil 2C_57/2020 vom 14. Mai 2020 E. 4.2).