Citation: 1B_395/2021 E. 4.2.4

4.2.4. Nicht zu folgen ist schliesslich der Ansicht der Vorinstanz, es bestünden - im Hinblick auf belastende Beweisaussagen von rechtshilfeweise befragten Gewährspersonen - Beweisverwertungsverbote, welche schon im jetzigen Verfahrensstadium durchzusetzen seien und die dargelegten Verdachtsgründe dahinfallen liessen. Die Vorinstanz legt nicht dar, inwiefern das von ihr erwähnte Konfrontationsrecht bzw. das Recht der beschuldigten Person auf Teilnahme an Beweiserhebungen (Art. 147 StPO) bereits im jetzigen Verfahrensstadium zu einem definitiven Beweisverwertungsverbot führen müsste. Insbesondere legt sie nicht dar, inwiefern eine Konfrontation bzw. das Stellen von Ergänzungsfragen nicht in einem späteren Verfahrensstadium nötigenfalls noch nachgeholt werden könnte (vgl. für das Vorverfahren Art. 318 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2 StPO), und weshalb dem Entscheid des erkennenden Sachgerichts hier bereits im frühen Stadium des Untersuchungsverfahrens vorzugreifen wäre. Der angefochtene Entscheid widerspricht insofern auch der einschlägigen Praxis des Bundesgerichtes (vgl. BGE 141 IV 289 E. 1-2). Die Vorinstanz verkennt, dass die rechtshilfeweise Befragung von Gewährspersonen durchaus vorläufige Verdachtsindizien im Sinne von Art. 197 Abs. 1 lit. b StPO mitbegründen kann, noch bevor das erkennende Sachgericht über die definitive Verwertbarkeit von Beweisaussagen zu entscheiden hat.