Citation: 1A.157/2004 25.02.2005 E. 2

Das Sozialversicherungsgericht geht im angefochtenen Entscheid davon aus, dass die Beschwerdeführerin erstmals am 10. Oktober 2003 und damit nach Ablauf der zweijährigen Verwirkungsfrist von Art. 16 Abs. 3 OHG ein Gesuch um Erwerbsausfallentschädigung stellte, weshalb diesem wegen Verspätung nicht entsprochen werden könne (E. 2 des angefochtenen Entscheids). Die Beschwerdeführerin macht geltend, an Entschädigungsgesuche im Sinne von Art. 16 Abs. 3 OHG dürften keine hohen formellen Anforderungen gestellt werden. Ihr am 21. Oktober 1997 und damit rechtzeitig eingereichtes Entschädigungs- und Genugtuungsbegehren sei sinngemäss auch als Gesuch um Erwerbsausfallentschädigung zu verstehen; zumindest wäre die kantonale Opferhilfestelle auf Grund des im Opferhilfeverfahren nach Art. 16 Abs. 2 OHG geltenden Untersuchungsgrundsatzes verpflichtet gewesen, von Amtes wegen abzuklären, ob ein solcher Erwerbsausfallschaden eingetreten sei oder einzutreten drohe. Auf jeden Fall habe sie mit der Einreichung ihres Gesuches die Verwirkungsfrist von Art. 16 Abs. 3 OHG auch im Hinblick auf Schaden durch zukünftigen Erwerbsausfall gewahrt.