Citation: I 288/05 27.10.2005 E. 3

Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine ganze (anstelle der zugesprochenen halben) Invalidenrente. 3.1 Die Vorinstanz stützte sich bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten in Übereinstimmung mit der IV-Stelle auf das von der Verwaltung bei der Medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS) der Klinik Y.________ eingeholte Gutachten vom 25. Juli 2003. Darin werden als Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit festgehalten: generalisiertes Schmerzsyndrom des Bewegungsapparates, ätiologisch nicht zuzuordnen, mit bilateralen linksbetonten Extremitätenschmerzen (ICD-10 M79.1), chronische Kopfschmerzen von anfallsartigem Charakter unklarer Ätiologie (ICD-10 R51), Thoraxschmerzen bilateral, links-betont, unklarer Ätiologie (ICD-10 R07.3), DD: somatoforme Schmerzstörung; hochgradiger Verdacht auf eine Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0); geringgradige sensible Polyneuropathie (ICD-10 G62.9). Gestützt auf diese Befunde gelangten die Ärzte der MEDAS zu einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit (ab 21. Januar 2001) im bisherigen, den Rücken belastenden und körperlich schweren Beruf als Schweisser/Schlosser sowie einer Arbeitsfähigkeit von mindestens 80 % in allen leichten bis mittelschweren Tätigkeiten, die kein repetitives Heben, Stossen oder Ziehen von Lasten über 15-20 kg, keine repetitiv gebückt oder über dem Kopf zu verrichtenden Tätigkeitsanteile und keine wirbelsäulebelastenden oder repetitiv rotativ zu verrichtenden Bewegungsabläufe enthielten. Es ist nicht zu beanstanden, dass Vorinstanz und IV-Stelle auf dieses Gutachten abgestellt haben, weil es für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation einleuchtet und begründete Schlussfolgerungen enthält (BGE 125 V 352 Erw. 3a). 3.2 Daran vermag nichts zu ändern, dass der Beschwerdeführer geltend macht, die Gutachter der MEDAS hätten ihre Einschätzung der Arbeitsfähigkeit auf unvollständige medizinische Grundlagen gestützt, weil sie unberücksichtigt gelassen hätten, dass bei ihm mehr als viereinhalb Jahre nach Aufgabe seiner Arbeitstätigkeit als Schweisser und Polierer eine weit über dem Normbereich liegende Mangan- und Zinkkonzentration festgestellt worden sei. Denn was den Zinkwert anbelangt, ist darauf hinzuweisen, dass zwar in der Blutentnahme vom Juni 2002 ein erhöhter Zinkwert von 39,5 µmol/l gemessen worden ist, aber sich der in der Kontrolle im September 2002 erhobene Serum-Zinkspiegel mit einem Wert von 17,3 µmol/l innerhalb des mit 10,7-21 µmol/l angegebenen Normbereiches bewegt. Ebenso wenig wurde eine erhöhte Konzentration in der Liquorpunktion vom 24. September 2004 festgestellt, welche einen Wert von 1,5 µmol/l ergab, was nach den Berechnungen des Spitals Y.________ im Schreiben vom 16. März 2005 (Umrechnung nach der Geigy-Tabelle und nach einem Artikel von Kapaki et al.; Schreiben des Spitals Y.________ vom 16. März 2005) ebenfalls der Norm entspricht. In Bezug auf die Belastung mit Mangan wurde beim Beschwerdeführer anlässlich der Blutentnahme vom 8. Juni 2002 ein Wert von 3,3 µg/l und in der Kontrolle vom September 2002 ein solcher von 233 nmol festgestellt, welche Werte zwar die damals als Richtgrösse angegebenen 0,3-1,3 µg/l bzw. -200 nmol/l übersteigen (vgl. auch Liquorpunktion vom 24. September 2004: 182 nmol/l), gleichzeitig aber deutlich unter den (provisorischen) BAT-Werten von 20 µg/l bzw. 364nmol/l gemäss der von der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt [SUVA] (gestützt auf Art. 50 Abs. 3 der Verordnung über die Verhütung von Unfällen und Berufskrankheiten) erlassenen Liste "Grenzwerte am Arbeitsplatz 2005" liegen (vgl. auch Bericht der Abteilung Arbeitsmedizin der SUVA vom 25. September 2003). Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer die bei einer erhöhten Mangankonzentration möglichen Symptome, nämlich neurologische Ausfälle, die dem Morbus Parkinson ähneln (vgl. statt vieler: Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 260. Aufl., Berlin/ New York 2004, S. 1112; Beers/Berkow, Das MSD Manual der Diagnostik und Therapie, 6. Aufl., Haar 2000, S. 64), nicht aufweist. Bei dieser Sachlage ist nicht zu beanstanden, dass die Gutachter der MEDAS davon ausgegangen sind, dass die vom Beschwerdeführer geltend gemachte und von ihm auf das Arbeitsverhältnis bei der Firma S.________ zurückgeführte (vgl. auch Bestätigung der kroatischen X.________ GmbH vom 21. September 2005) Schwermetallbelastung die Arbeitsfähigkeit nicht beeinflusst. Daran vermag die Einschätzung des Mag. sci. dr. N.________ vom 16. September 2005 schon deshalb nichts zu ändern, weil sie im vorliegenden Verfahren als Beweismittel un berücksichtigt zu bleiben hat; denn es handelt sich bei ihr lediglich um eine abweichende Schlussfolgerung aus dem bereits zuvor bekannten Sachverhalt und mithin um keinen Revisionstatbestand (Erw. 2 hievor). Da schliesslich von der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zur Vervollständigung des MEDAS-Gutachtens beantragten arbeitsmedizinischen Abklärung keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind, ist von deren Anordnung abzusehen (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 94 Erw. 5b; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 4b). 3.3 Nicht zu beanstanden ist sodann das von der Vorinstanz (unter Berücksichtigung der hievor bestätigten Prämisse) auf (mindestens) Fr. 34'137.- festgesetzte Invalideneinkommen, ebenso wie das Valideneinkommen von Fr. 64'491.-. Zutreffend ermittelt wurde sodann auch der aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen resultierende Invaliditätsgrad von (maximal) 47 %, welcher Anspruch auf eine Viertelsrente bzw. eine halbe (Härtefall-)Rente verleiht. Auf die entsprechenden Erwägungen der Vorinstanz, welche in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht beanstandet worden sind und keiner Ergänzung bedürfen, kann verwiesen werden.