Citation: 2C_423/2020 E. 3.3.3

3.3.3. Die Beschwerdeführerin bringt dazu vor, während des Zusammenlebens mit ihrem Ehemann hätten sie eine traditionelle Rollenteilung gelebt, was von der Vorinstanz unberücksichtigt geblieben sei. Unter diesem Umstand und aufgrund der Betreuung eines Kleinkindes, sei es ihr zu Beginn ihres Aufenthaltes nicht möglich gewesen, sich in den hiesigen Arbeitsmarkt zu integrieren. Zumindest bis zum dritten Lebensjahr ihres Sohnes könne ihr der Sozialhilfebezug nicht vorgeworfen werden. Ab November 2017 habe sie sodann an einem Arbeitsintegrationsprogramm im Umfang von 70 % teilgenommen und seit Juni 2019 gehe sie einer Erwerbstätigkeit im ersten Arbeitsmarkt nach. Insgesamt schreite die Integration voran, auch wenn es noch nicht ausreiche, um den Lebensunterhalt vollumfänglich selbst zu bestreiten. Aufgrund der positiven Entwicklung hätte die Vorinstanz nicht von einer dauerhaften Sozialhilfeabhängigkeit ausgehen dürfen. Eine Gesamthaftwürdigung der Verhältnisse führe zum Schluss, dass sie in Bälde in einem höheren Pensum arbeiten und ihren Lebensunterhalt selber bestreiten könne.