Citation: 2C_367/2016 E. 2.3

2.3. Die Beschwerdeführerin wurde für die Dauer ihrer obligatorischen Schulzeit unbestrittenermassen in Serbien eingeschult und durch ihre Grosseltern betreut. Nach eigenen Angaben verbrachte sie dabei jeweils etwa sieben Monate pro Jahr mit den Eltern, wovon mindestens vier Monate in der Schweiz. Auch nach eigener Darstellung hielt sie sich somit in der Schweiz nur zu Ferienzwecken auf; sie bestreitet einzig einen ununterbrochenen, über sechs Monate dauernden Auslandaufenthalt. Darauf kommt es nach der Rechtsprechung jedoch nicht an. Die Vorinstanz hat verbindlich festgestellt (Art. 105 BGG), dass sich die Beschwerdeführerin während ihrer fast gesamten obligatorischen Schulzeit und ihrer Ausbildung im Ausland aufhielt und jeweils nur zu Besuchszwecken zu ihren Eltern in die Schweiz zurückkehrte. Daraus folgerte die Vorinstanz zu Recht, dass sich ihr Lebensmittelpunkt nicht in der Schweiz, sondern im Ausland befand. Ihre Besuche vermochten den Ablauf der Frist von Art. 61 Abs. 2 AuG in Verbindung mit Art. 79 Abs. 1 VZAE bzw. Art. 9 Abs. 3 lit. c ANAG praxisgemäss nicht zu hemmen oder zu unterbrechen, weshalb die erteilte Niederlassungsbewilligung mittlerweile erloschen ist. Ob die Beschwerdeführerin diesbezüglich im massgeblichen Zeitpunkt urteilsfähig war oder nicht, vermag daran deswegen nichts zu ändern, weil die Begründung eines Lebensmittelpunktes eine diesbezügliche Urteilsfähigkeit (Art. 16 ZGB) der Beschwerdeführerin nicht voraussetzt und die Motive des Auslandaufenthalts oder die Absichten der Beschwerdeführerin unbeachtlich sind. Besondere Umstände, gestützt auf welche die volljährige Beschwerdeführerin sich zur Pflege ihres Familien- oder Privatlebens auf Art. 8 EMRK oder Art. 13 BV berufen könnte (BGE 139 II 393 E. 5.1 S. 402; 137 I 154 E. 3.4.2 S. 159), wurden nicht geltend gemacht, weshalb auf diese Rüge nicht weiter einzugehen ist. Für alles weitere kann auf den zutreffend begründeten, vorinstanzlichen Entscheid verwiesen werden (Art. 109 Abs. 3 BGG).