Citation: 9C_492/2022 E. 4.3

4.3. Soweit sich der Beschwerdeführer gegen das Abstellen der Vorinstanz auf das ABI-Gutachten vom 1. November 2021 wendet, ist festzuhalten, dass rechtsprechungsgemäss auf im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholte Gutachten abzustellen ist, wenn nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4). Solche vermag der Versicherte in seiner Beschwerde keine zu benennen. Der Umstand, dass der behandelnde Psychiater offenbar in Kenntnis des Gutachtens ohne nähere Begründung an seiner höheren Arbeitsunfähigkeitsschätzung festhält, stellt für sich alleine kein solches Indiz dar, weshalb auch offenbleiben kann, ob der entsprechende Bericht vom 23. April 2022 mit Blick auf Art. 99 BGG überhaupt berücksichtigt werden darf. Soweit der Versicherte ferner bezüglich des orthopädischen Teilgutachtens auf das Suva-Verfahren verweist, legt er nicht dar, dass in jenem Verfahren eine medizinische Fachperson die Ansicht geäussert hatte, seine Arbeitsfähigkeit sei in einer angepassten Tätigkeit aufgrund seines somatischen Leidens zeitlich eingeschränkt. Insbesondere ist daran zu erinnern, dass die Einschätzung des ABI-Gutachters mit derjenigen des Suva-Kreisarzts Dr. med. D.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, gemäss Bericht vom 28. November 2019 übereinstimmt, wonach bei Einhaltung des Zumutbarkeitsprofils ein ganztägiger Einsatz möglich ist. Weiter bestehen entgegen den Vorbringen des Versicherten keine konkreten Indizien dafür, dass die Experten die Anforderungen der vom Beschwerdeführer zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Geschäftsführers eines Kebabhauses unterschätzt hätten. Somit hat die Vorinstanz kein Bundesrecht verletzt, als sie auch bezüglich der Aussage, wonach er diese Tätigkeit zu mindestens 80 % weiter ausführen kann, auf das Gutachten abgestellt hat.