Citation: 6B_593/2023 E. 5.3.4

5.3.4. Als unbegründet erweisen sich auch die Vorwürfe des Beschwerdeführers, die Vorinstanz setze sich mit den Schlussfolgerungen des Zweitgutachters nicht auseinander, bringe keine ernsthaften Einwände dagegen vor und lege nicht dar, inwiefern sich die von ihr erkannten angeblichen Fehler auf das Ergebnis des Zweitgutachtens ausgewirkt hätten. Die Vorinstanz legt nach dem Ausgeführten willkürfrei dar, dass der Zweitgutachter nicht über die gesamten Gerichtsakten verfügte, zahlreiche Mutmassungen anstellte und von einem Vorfall ausging, den es gestützt auf die rechtskräftigen Einstellungen nicht gab. Zu ergänzen ist, dass auch im zu revidierenden Urteil - zumindest implizit - davon ausgegangen wird, dass dieser Vorfall im November 2016 nicht stattgefunden hat. Aus dem Zweitgutachten ergibt sich ohne Weiteres, dass die darin gestellte Diagnose der Anpassungsstörung in erster Linie auf dem vom Zweitgutachter angenommenen, nicht erstellten Überfall auf den Beschwerdeführer im November 2016 beruht, was auch dem vorinstanzlichen Beschluss zu entnehmen ist (vgl. Beschluss S. 11 ff.). Damit wirken sich die mangelnde Aktenkenntnis und die daraus resultierenden Fehlannahmen im Zweitgutachten auf dessen Schluss, insbesondere die Diagnose aus, und die Kritik des Beschwerdeführers erweist sich als unbegründet. Folglich bestehen erhebliche Zweifel an der Schlüssigkeit des Zweitgutachtens, weshalb dieses von vornherein nicht geeignet ist, klare Fehler im Erstgutachten aufzuzeigen und die Beweisgrundlage des zu revidierenden Urteils zu erschüttern.