Citation: 8C_43/2020 E. 8

Das Bundesgericht hielt im Urteil 8C_443/2016 vom 11. August 2016 E. 5.3 fest, dass die Suva nicht frei wählen könne, in welchen Fällen sie das Invalideneinkommen nach der DAP-Methode und in welchen sie es gestützt auf die Tabellenlöhne der LSE bemisst; vielmehr habe sie die DAP-Methode stets dann zur Anwendung zu bringen, wenn sie im Einzelfall die bundesgerichtlichen Vorgaben einhalten könne (bestätigt in Urteil 8C_378/2017 vom 29. November 2017 E. 4.5). Im Beschwerdeverfahren ist es sodann Sache des angerufenen Gerichts, die Rechtskonformität der DAP-Invaliditätsbemessung zu prüfen, gegebenenfalls die Sache an den Versicherer zurückzuweisen oder an Stelle des DAP-Lohnvergleichs einen Tabellenlohnvergleich gestützt auf die LSE vorzunehmen (BGE 139 V 592 E. 6.3 S. 595 f.; 129 V 472 E. 4.2.2 S. 480 f.). Ein Wechsel zur Bemessung des Invalideneinkommens nach LSE-Methode darf nicht nach Belieben erfolgen. Ein Wechsel ist insbesondere dann möglich, wenn sich ein von der Suva ursprünglich verwendetes DAP-Profil im kantonalen Gerichtsverfahren als unbrauchbar herausstellt. Diesfalls liegt es im Ermessen des kantonalen Gerichts, entweder die Suva aufzufordern, ein anderes, verwendbares Profil beizubringen (Urteile 8C_378/2017 vom 29. November 2017 E. 4.4; 8C_182/2017 vom 10. April 2017 E. 4.3; Urteil 8C_898/2015 vom 13. Juni 2016 E. 4.3) oder selber gestützt auf die Tabellenlöhne einen Lohnvergleich vorzunehmen (Urteile 8C_401/2018 vom 16. Mai 2019 E. 5.4; 8C_199/2017 vom 6. Februar 2018 E. 5.2). Das kantonale Gericht führte in nicht zu beanstandender Weise aus, dass vorliegend sämtliche Voraussetzungen erfüllt sind, die das Bundesgericht an einen Einkommensvergleich gestützt auf die DAP-Zahlen stellt. Zur vergleichsweisen Ermittlung des Invalideneinkommens auf der Grundlage der Tabellenlöhne bestand somit kein Raum, insbesondere wenn es lediglich darum geht zu prüfen, welche Bemessungsmethode für den Versicherten günstiger wäre. Soweit die Beschwerdeführer im bundesgerichtlichen Verfahren einen Abzug der Tabellenlöhne fordern, ohne die Verwendung der DAP-Zahlen als bundesrechtswidrig darzutun, ist nicht weiter darauf einzugehen.