Citation: 9C_190/2023 E. 6.4

6.4. Der Beschwerdeführerin gelingt es nicht, hiergegen eine offensichtlich unhaltbare Verweigerung des Kinderabzugs aufzuzeigen. Auch die zitierte Gerichtspraxis des Kantones Appenzell Ausserrhoden (AR GVP 27/2015 Nr. 3644 vom 11. März 2015), wonach eine Gesamtbeurteilung der Einkommens- und Vermögensverhältnisse der Eltern und des Kindes vorzunehmen und auch die Zumutbarkeit der Vermögensverwertung aus beiden Blickwinkeln zu beurteilen sei, lässt die vorliegende Lösung des Kantons Bern mit dem angewandten Grenzbetrag von Fr. 50'000.- nicht als willkürlich erscheinen. Im Ergebnis steht die Verweigerung im Einklang mit der kantonalen Rechtsprechung sowie Verwaltungspraxis zu Art. 40 Abs. 3 lit. a StG/BE und verstösst nicht gegen Art. 9 BV (Willkürverbot). Aus diesem Grund ist die Beschwerde betreffend die kantonalen Steuern abzuweisen.