Citation: 1C_444/2015 E. 3.6.1

3.6.1. Voraussetzung hierfür ist, dass es sich beim streitbetroffenen Areal um "dicht überbautes Gebiet" handelt. Dieser Begriff ist ein Begriff der GSchV und damit des Bundesrechts, der bundesweit einheitlich auszulegen ist (BGE 140 II 428 E. 7 S. 434). Insoweit hat das Verwaltungsgericht entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer nicht in unzulässiger Weise in das Ermessen des Kantons eingegriffen, wenn es die Rechtsanwendung der Bewilligungsbehörden überprüft hat. Ein Ermessen steht diesen in erster Linie bei der Frage zu, ob - bei Vorliegen von dicht überbautem Gebiet - eine Ausnahmebewilligung zu erteilen ist oder ob überwiegende öffentliche Interessen entgegenstehen (BGE 140 II 437 E. 5 S. 442 f.). In diese umfassende Interessenabwägung können auch - wie vorliegend von der Gemeinde gefordert - Verhältnismässigkeitsüberlegungen miteinfliessen.