Citation: B 62/00 19.07.2001 E. 3

3.- a) Vorliegend stimmt der Begriff der Invalidität gemäss Stiftungsreglement mit jenem der Invalidenversicherung überein, weshalb deren Invaliditätsbemessung für die Stiftung verbindlich ist, es sei denn, dieser Invaliditätsgrad erweise sich als offensichtlich unhaltbar (BGE 120 V 110 Erw. 4b; SZS 1999 S. 149 Erw. 3a, je mit Hinweisen). Vorliegend bestand für die Invalidenversicherung keine Veranlassung, eine genauere Bestimmung des Invaliditätsgrades vorzunehmen, da dieser auf jeden Fall unter der Grenze von 40 % lag. Bei der beruflichen Vorsorge begründet der untere Wert (18 %) keinen Anspruch auf eine Rente gemäss Stiftungsreglement, der obere (30 %) jedoch schon (Ziff. 3.4.8. des Stiftungsreglements). Beschwerdegegnerin und kantonales Gericht haben somit zu Recht nicht auf den von den Organen der Invalidenversicherung festgestellten Invaliditätsgrad abgestellt. Dieser ist demnach unabhängig von deren Ergebnis zu ermitteln, um über den Rentenanspruch entscheiden zu können. b) Das von der Vorinstanz ihrer Beurteilung zugrunde gelegte hypothetische Valideneinkommen ergibt sich aus dem das Invalidenversicherungsverfahren betreffenden Entscheid vom 2. Februar 1993 und beträgt für 1990 Fr. 40'560.-. Es wurde auf Grund des vom früheren Arbeitgeber angegebenen Stundenlohns, aufgerechnet auf ein Jahreseinkommen und unter Berücksichtigung der Lohnentwicklung errechnet. Dieses Valideneinkommen liegt um über 15 % unter dem durchschnittlichen Einkommen eines un- oder angelernten Arbeitnehmers im Jahre 1990 von Fr. 48'120.- im Jahr (12 x Fr. 4010.-; Lohn- und Gehaltserhebung vom Oktober 1991 des Bundesamtes für Industrie, Gewerbe und Arbeit, Tabelle 13). Da das Valideneinkommen somit deutlich unter den durchschnittlichen Ansätzen liegt, ist dies auch bei der Ermittlung des zumutbaren Invalideneinkommens mit einem entsprechenden Abzug zu berücksichtigen (Erw. 1). c) Das kantonale Gericht hat in seinem Entscheid vom 14. Juni 2000 dargelegt, dass die Möglichkeit besteht, bei der Ermittlung des Invalideneinkommens Abzüge vom Tabellenlohn vorzunehmen. In der Folge hat sie jedoch keinen Abzug zugelassen; denn da "der Kläger in einer mittelschweren bis leichteren Tätigkeit effektiv zu mehr als zwei Dritteln arbeitsfähig ist, ist im so berechneten Invalideneinkommen bereits berücksichtigt, dass der Kläger bis anhin schwere Hilfsarbeitertätigkeiten ausgeübt und jetzt nur noch mittelschwere Tätigkeiten - allenfalls verbunden mit einer gewissen zeitlichen Einschränkung - ausüben kann. " Entgegen der Ansicht der Vorinstanz wird mit der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit gerade gesagt, dass dem Beschwerdeführer die zuvor geleistete körperlich schwere Tätigkeit nicht mehr und eine mittelschwere bis leichte nur noch eingeschränkt zumutbar ist. Auch werden damit lediglich die dem Versicherten noch zumutbaren Arbeiten sowie der ungefähr zumutbare Leistungsumfang umschrieben; eine Berücksichtigung des - verglichen mit den Tabellenlöhnen - tieferen Lohnniveaus für selbst bei leichten Tätigkeiten eingeschränkte Arbeitnehmer stellt dies jedoch nicht dar. In diesem für den Rentenanspruch sensiblen Bereich ist eine einlässliche Prüfung und Begründung der Abzugsfrage erforderlich (BGE 126 V 80 Erw. 5b/dd). d) Die Sache ist an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie genauere medizinische Abklärungen zum zumutbaren Arbeitspensum veranlasse und hernach über den Rentenanspruch unter Berücksichtigung des unter den durchschnittlichen Ansätzen liegenden Valideneinkommens und mit einlässlicher Begründung bezüglich der (nicht) gewährten Abzüge vom Tabellenlohn neu entscheide.