Citation: 4D_93/2017 E. 2.2.3

2.2.3. Die Vorinstanz hat die Vereinbarung der Parteien nach dem Vertrauensgrundsatz willkürfrei ausgelegt. Angesichts der in der Haftbeschwerde erhobenen Anträge und den gesamten Umständen konnte die Vorinstanz nach Treu und Glauben davon ausgehen, dass gemäss dem mutmasslichen Parteiwillen die Haftbeschwerde nicht als erfolgreich gelte, wenn der Ehemann der Beschwerdegegnerin in den Libanon ausgeschafft werde. Wenn die Parteien nicht bezweckt hätten, den Verbleib des Ehemannes der Beschwerdegegnerin in der Schweiz zu sichern, hätten sie nicht die Anträge gestellt, ihm sei eine Niederlassungsbewilligung zu erteilen und er sei bis dahin vorläufig aufzunehmen. Dass grundsätzlich weder die Bewilligungs- noch die Wegweisungsfrage Gegenstand einer Beschwerde gegen die Ausschaffungshaft bilden können (BGE 130 II 56 E. 2, 377 E. 1; 129 I 139 E. 4.3.2), die Beschwerde demnach im Wesentlichen vom vornherein aussichtslos war, ändert hieran nichts.