Citation: 1C_23/2020 E. 4.1

4.1. Darüber hinaus hat die Vorinstanz ein Baubewilligungsverfahren als notwendig betrachtet, um die Dauer des vor April 2018 eingetreten Nutzungsunterbruchs beim Gewerbebetrieb auf KTN 727 und die damit verbundene Besitzstandsgarantie zu klären. Nach ihren Feststellungen wurde der Betrieb am Standort zu einem nicht näher bestimmten Zeitpunkt zwischen 2011 und Mai 2016 eingestellt. In dieser Hinsicht hat die Vorinstanz die Frage aufgeworfen, ob bei einem allenfalls mehr als fünf Jahre dauernden Unterbruch das Recht auf Wiederaufbau gemäss § 72 Abs. 3 PBG tangiert sei, und die Beantwortung in das vorbehaltene Baubewilligungsverfahren verwiesen. Dabei hat die Vorinstanz nicht verkannt, dass das Holzbauunternehmen, das ab Juni 2011 in der Nachfolge des früheren Gewerbebetriebs auf KTN 727 tätig war, seinen operativen Betrieb gemäss der Buchhaltung per Ende April 2016 einstellte. Für die Vorinstanz erlauben aber die bei den Akten liegenden Unterlagen der Beschwerdeführerinnen keine verlässlichen Rückschlüsse über die Art des operativen Betriebs bei dem ab 2011 tätigen Holzbauunternehmen. Solche ergäben sich ebensowenig aus den Aussagen des Gemeinderats, der eine Fortführung des Zimmereibetriebs bis zur Einstellung Ende April 2016 bestätigt hat, denn er habe dafür keine Belege angegeben.