Citation: 9C_112/2024 E. 3.1

3.1. Mit Bezug auf die Leistungsbeziehung Pferdesporttreibende - Veranstalter gelangte die Vorinstanz in tatsächlicher Hinsicht zum Ergebnis, dass das gesamte von den Pferdesporttreibenden für die Teilnahme an einem Pferdesportanlass entrichtete Nenngeld - werde die Teilnahme nun direkt beim Veranstalter oder seit 1. Januar 2017 über ONS und damit über den Beschwerdeführer als direkten Stellvertreter des Veranstalters gebucht - an den Veranstalter (bzw. den Beschwerdeführer als dessen Stellvertreter) entrichtetes Entgelt für die Teilnahme darstelle. Dass die mehrwertsteuerlich erforderliche wirtschaftliche Verknüpfung zwischen der Zahlung des gesamten Nenngeldes und der Zulassung zur Teilnahme an einer Pferdesportveranstaltung aus der Sicht der Sporttreibenden als Leistungsempfänger gegeben sei, werde daran deutlich, dass die Sporttreibenden erst mit der Bezahlung des Nenngelds für eine Prüfung an der Pferdesportveranstaltung startberechtigt seien. Die Bezahlung allein des Nenngelds min. und des Veranstalterfrankens berechtige noch nicht zum Start. Es treffe insbesondere nicht zu, dass der Veranstalter (bzw. der Beschwerdeführer als dessen Stellvertreter) die Zahlungen der Sporttreibenden in der Höhe der Veranstaltungsgebühren im Namen und auf Rechnung des Beschwerdeführers erhebe. Aus den Veranstaltungsausschreibungen gehe hervor, dass der Veranstalter gegenüber den Sporttreibenden das gesamte Nenngeld in eigenem Namen geltend mache und die Veranstaltungsgebühren auch nicht separat ausweise. Nichts anderes ergebe sich daraus, dass in den Ausschreibungen zwecks Bezahlung auf die Internetseite des Beschwerdeführers verwiesen werde. Ein separater Ausweis der Veranstaltungsgebühren erfolge auch dort nicht und auch nicht im ONS. Mangels eines entsprechenden Ausweises im ONS sei somit auch bei Buchung über dieses vom Beschwerdeführer betriebene System davon auszugehen, dass dieser das gesamte Nenngeld (d.h. inklusive der Veranstaltungsgebühren) im Namen und auf Rechnung des Veranstalters vereinnahme, so dass das gesamte Nenngeld beim Beschwerdeführer einen Durchlaufposten darstelle.