Citation: 2C_514/2014 E. 3.8

3.8. Bezüglich der Reintegrationsmöglichkeit in Serbien ist auch die Vorinstanz davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer kaum Kontakte zu seiner Heimat hat, immerhin aber die in Südserbien gesprochene albanische Sprache spricht; der Beschwerdeführer bezeichnet seine albanischen Sprachkenntnisse zwar als mässig, räumt aber ein, mit seinen Eltern albanisch zu sprechen, was doch genügende Sprachkenntnisse implizieren dürfte. Auch der Einwand, er verfüge über keine Kenntnisse der serbischen Amtssprache und diese werde darüber hinaus offiziell in kyrillischer Schrift geschrieben, ist unbehelflich: Dies stellt einerseits kein unüberwindbares Hindernis dar, wird doch umgekehrt auch bei Serben (oder Russen usw.), die in die Schweiz einreisen, ohne weiters erwartet, dass sie die ihnen fremde lateinische Schrift hier erlernen können (vgl. Urteil 2C_496/2013 vom 15. November 2013 E. 3.6). Andererseits ergibt sich aus der vom Beschwerdeführer selber angerufenen Internet-Enziklopädie Wikipedia, dass "im Alltag und in den Medien auch die lateinische Form vielfach zur Anwendung kommt" ( http://de.wikipedia.org/wiki/Serbien ). Auch wenn der Beschwerdeführer keine Verwandten in Serbien mehr hat, ist doch darauf hinzuweisen, dass weltweit viele junge Menschen im Alter des Beschwerdeführers in Länder ziehen, die ihnen völlig fremd sind, und sich dort ohne weiteres zu integrieren vermögen. Weshalb dem Beschwerdeführer eine Integration in Serbien, das ihm immerhin von seiner Muttersprache her nicht völlig unvertraut ist, nicht möglich sein soll, wird nicht dargelegt.