Citation: 2C_111/2023 E. 6.5.2

6.5.2. Angesichts dessen, dass der Beschwerdeführer auf der Flucht und in Syrien mit seinen Kindern, die er schützen wollte, auf der Durchreise war, dort Krieg herrschte und der Beschwerdeführer als syrischer Staatsangehöriger damit hätte rechnen müssen, in die Armee eingezogen zu werden, ist es nachvollziehbar, dass er sich nicht um die Einbürgerung in Syrien bemühte, als er von 2017 bis 2020 die Möglichkeit dazu hatte. Damit liegen vernünftige Gründe vor, warum er sich nicht hat einbürgern lassen, als es ihm möglich war. Diese Lebenssituation wurde von der Vorinstanz nur unzureichend gewürdigt (angefochtener Entscheid E. 10). Indem die Vorinstanz allein dem SEM folgt und darauf abstellt, ob es "triftige Gründe" dafür gab, dass der Beschwerdeführer in der Vergangenheit kein Einbürgerungsgesuch stellte, legt sie die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu restriktiv aus.