Citation: 2C_431/2007 01.10.2007 E. 2

2.1 Gemäss Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG kann der Ausländer aus der Schweiz ausgewiesen werden, wenn er wegen eines Verbrechens oder Vergehens gerichtlich bestraft wurde. Gegen den Beschwerdeführer sind mehrere Straferkenntnisse ergangen. Insgesamt ist er zu Freiheitsstrafen von drei Jahren und zweieinhalb Monaten verurteilt worden, womit gegen ihn ein Ausweisungsgrund vorliegt. Die Ausweisung soll nach Art. 11 Abs. 3 ANAG nur verfügt werden, wenn sie nach den gesamten Umständen angemessen erscheint. Für die Beurteilung der Angemessenheit, d.h. der Verhältnismässigkeit (vgl. BGE 125 II 521 E. 2a S. 523) der Ausweisung erklärt Art. 16 Abs. 3 ANAV namentlich als wichtig die Schwere des Verschuldens des Ausländers, die Dauer seiner Anwesenheit in der Schweiz sowie die ihm und seiner Familie drohenden Nachteile. Da bei der vorzunehmenden Interessenabwägung die persönlichen und familiären Verhältnisse zu berücksichtigen sind, hält eine im Sinne von Art. 11 Abs. 3 ANAG verhältnismässige Ausweisung grundsätzlich auch vor Art. 8 EMRK (Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens) stand. Ausgangspunkt für die Interessenabwägung gemäss Art. 11 Abs. 3 ANAG ist das Verschulden des Ausländers. Dieses findet vorab im vom Strafrichter verhängten Strafmass seinen Ausdruck (BGE 129 II 215 E. 3.1 S. 216). Von Bedeutung ist dabei auch, ob der Ausländer mehrfach straffällig geworden ist und mit der deliktischen Tätigkeit fortfährt; die Ausweisung rechtfertigt sich eher, wenn keine Besserung zu erkennen ist oder der Ausländer sich gar immer schwerere Straftaten zuschulden kommen lässt. Da der heute 28jährige Beschwerdeführer erst im Alter von fast 20 Jahren in die Schweiz gekommen ist, gelten für die Rechtfertigung der Ausweisung in seinem Fall nicht die erhöhten Anforderungen an die Art und Schwere der Straftaten wie bei Ausländern, die als Kleinkinder in die Schweiz gekommen oder hier geboren sind (vgl. BGE 122 II 433 E. 2c S. 436 f.). 2.2 Das Rekursgericht hat sich bei seiner Interessenabwägung von den erwähnten Grundsätzen leiten lassen. Es durfte dabei das Verschulden des Beschwerdeführers als beträchtlich einstufen und von einem entsprechend gewichtigen öffentlichen Interesse an der Ausweisung ausgehen. Es genügt, diesbezüglich auf die zutreffenden Äusserungen in E. 3.2 des angefochtenen Urteils zu verweisen (vgl. Art. 109 Abs. 3 BGG), wo inbesondere zu Recht hervorgehoben wird, dass der Beschwerdeführer sich weder durch strafrechtliche Sanktionen noch durch die im Jahr 2003 ausgesprochene Ausweisungsandrohung von Verstössen gegen die Rechtsordnung abhalten liess. Bemerkenswert ist, dass er die weitaus höchste Strafe zuletzt erwirkte und diese auf kurze Zeit nach Erteilung der Niederlassungsbewilligung an den Tag gelegtes Verhalten zurückzuführen ist. Was die persönlichen und familiären Verhältnisse des Beschwerdeführers betrifft, kann ebenfalls grundsätzlich auf die einleuchtenden Erwägungen im angefochtenen Urteil verwiesen werden (E. 3.3, 3.4 und E. 4). Die Beziehung zur schweizerischen Ehefrau, gestützt worauf dem Beschwerdeführer der Aufenthalt in der Schweiz gestattet wurde, wird seit bald drei Jahren nicht mehr gelebt; wie schon im kantonalen Verfahren beschränkt er sich darauf, seiner Hoffnung auf eine Wiederannäherung Ausdruck zu geben, ohne dass er konkrete Anzeichen hierfür nennen könnte. Dem Umstand, dass die Ehe formell fortbesteht, kommt bei der Interessenabwägung gemäss Art. 11 Abs. 3 ANAG daher kein entscheidendes Gewicht zu. Was die Beziehung des Beschwerdeführers zu Mutter und Schwester betrifft, ist den Äusserungen der Vorinstanz nichts beizufügen. Sodann ist ihre Einschätzung, dass sich der Beschwerdeführer bisher nicht wirklich in die Arbeitswelt einzugliedern und er auch sonst keine besonders engen Beziehungen zur Schweiz zu knüpfen vermocht hat, nicht zu beanstanden. Schliesslich durfte sie annehmen, dass der Beschwerdeführer, der fast bis zum zwanzigsten Altersjahr in seiner Heimat lebte, noch genügend mit den dortigen Verhältnissen vertraut ist, um eine Chance für eine Wiedereingliederung zu haben. Die im angefochtenen Urteil vorgenommene Interessenabwägung hält bundesgerichtlicher Prüfung vollumfänglich stand. Die Ausweisung auf unbestimmte Zeit erweist sich als verhältnismässige Massnahme. Die blosse Androhung der Ausweisung genügte nicht; dies schon darum, weil eine solche Massnahme bereits einmal getroffen worden ist und ihren Zweck nicht erfüllt hat. 2.3 Die im Sinne von Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG offensichtlich unbegründete Beschwerde ist im vereinfachten Verfahren abzuweisen. Diesem Verfahrensausgang entsprechend sind die Gerichtskosten (Art. 65 BGG) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG).