Citation: 4A_289/2021 E. 5.1

5.1. Die Vorinstanz verneinte ein nur leichtes Verschulden der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 148 ZPO. Sie erwog, es stehe fest, dass die Schlichtungsbehörde die Parteien am 21. September 2020 auf den 6. November 2020 zu separaten Verhandlungen zu den separat eingereichten Gesuchen betreffend Anfechtung/Erstreckung einerseits und betreffend Mängelbeseitigung/Mietzinsreduktion andererseits vorgeladen habe. Diese Vorladungen seien ordnungsgemäss erfolgt und enthielten unter anderem den Hinweis auf die Säumnisfolgen sowie eine klare Bezeichnung, wann welche Streitigkeit verhandelt werde. Anders als im Verfahren vor der Schlichtungsbehörde, würden die Beschwerdeführer nicht mehr bestreiten, dass ihnen auch die Vorladung zu der auf 09:00 Uhr angesetzten Verhandlung betreffend Anfechtung/Erstreckung zugestellt worden sei. Damit sei ihrem Vorbringen, sie hätten sich über den Zeitpunkt der Verhandlungen bzw. darüber, dass zwei Schlichtungsverfahren nacheinander stattfinden sollten, in einem Irrtum befunden, die Grundlage entzogen. Daran ändere auch der Umstand nichts, dass sich das Dispensationsgesuch der Beschwerdeführerin auf die Verhandlung von 09:30 Uhr bezogen habe. Massgeblich sei, dass dem Beschwerdeführer habe bewusst sein müssen, dass jedenfalls er so oder anders zu beiden Verhandlungen zu erscheinen gehabt habe. Auf Unkenntnis oder Irrtum, etwa verursacht durch behördliche Vorladungs- oder Zustellungsfehler oder durch unrichtige Auskünfte, könne er sich jedenfalls nicht berufen, ebenso wenig auf unklare Kommunikation der Schlichtungsbehörde. Versehen, Vergesslichkeit und ähnliche Gründen vermögen, allenfalls unter Vorbehalt von (vorliegend ohnehin nicht gegebenen) alters- oder krankheitsbedingten Ausnahmen, keine Wiederherstellung zu begründen.