Citation: 4A_478/2024 E. 3.6

3.6. Die Vorinstanz hat damit ohne Willkür mangels festgestelltem subjektiven Konsens die Erklärung der Parteien anhand des Vertrauensprinzips ausgelegt (oben E. 3.1). Der von ihr bestimmte normative Konsens wird vom Beschwerdeführer nicht als bundesrechtswidrig gerügt. Immerhin ist dazu zu bemerken, dass nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung in der Krankentaggeldversicherung als Versicherungstyp die krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit als Versicherungsfall gilt (BGE 142 III 671 E. 3.6). Die Vorinstanz hat gestützt auf die AVB diesen Versicherungstyp zutreffend erkannt und erwogen, dass die Einreichung einer ärztlichen Bescheinigung für die Begründung eines Anspruchs keine ausreichende Voraussetzung darstellt, sondern zusätzlich als versichertes Ereignis eine krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit eingetreten sein muss.