Citation: 7B_234/2022 E. 2.4.2

2.4.2. Gemäss der bis zum 31. Dezember 2018 geltenden Fassung von Art. 117 Abs. 1 aAuG, deren übergangsrechtliche Anwendbarkeit von der Beschwerdeführerin unbestritten bleibt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bestraft, wer als Arbeitgeberin oder Arbeitgeber vorsätzlich Ausländerinnen und Ausländer beschäftigt, die in der Schweiz nicht zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit berechtigt sind. Art. 117 aAuG geht von einem weiten, faktischen Arbeitgeberbegriff aus, wobei die unter Geltung des früheren Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAG) erlassene Rechtsprechung weiterhin Geltung beansprucht (BGE 137 IV 159 E. 1.3 und E. 1.4 mit Hinweisen). Beschäftigen im Sinne dieser Bestimmung bedeutet, jemanden eine Erwerbstätigkeit ausüben zu lassen. Auf die Natur des Rechtsverhältnisses kommt es nicht an (BGE 128 IV 170 E. 4.1 mit Hinweisen).