Citation: 1F_38/2020 E. 1

A.________ erhob am 9. Mai 2020 Beschwerde gegen einen Entscheid des Departements für Justiz und Sicherheit des Kantons Thurgau. Das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau wies mit Entscheid vom 1. Juli 2020 ein von A.________ gestelltes Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und um Bewilligung eines unentgeltlichen Anwalts ab. Gleichzeitig setzte es A.________ eine Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses. Dagegen erhob A.________ mit Eingabe vom 6. September 2020 Beschwerde in Strafsachen. Das Bundesgericht forderte die Verfahrensbeteiligten auf, im Rahmen einer allfälligen Vernehmlassung insbesondere auch zur Frage der Rechtzeitigkeit der Beschwerde Stellung zu nehmen. Das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau führte in seiner Vernehmlassung vom 9. Oktober 2020 aus, dass die Zustellung des angefochtenen Entscheids an den Beschwerdeführer gemäss Sendungsverfolgung der Post am 3. Juli 2020 via Postfachzustellung an die Strafanstalt erfolgt sei. Mit Eingabe vom 13. Oktober 2020 machte A.________ erneut geltend, er hätte den verwaltungsgerichtlichen Entscheid am 5. Juli 2020 erhalten. Er ersuchte um Zustellung einer allfälligen Zustellungsbescheinigung. Mit Schreiben vom 23. Oktober 2020 stellte ihm das Bundesgericht die Vernehmlassung des Verwaltungsgerichts sowie eine Kopie der Sendungsverfolgung der Post zu und forderte ihn auf, allfällige Bemerkungen dazu bis zum 3. November 2020 einzureichen. Innert Frist liess sich A.________ nicht vernehmen. Mit Urteil 1B_463/2020 vom 10. November 2020 ist das Bundesgericht wegen verspäteter Beschwerdeeinreichung auf die Beschwerde nicht eingetreten. Gemäss "Sendungsinformationen" der Post sei der angefochtene Entscheid via Postfach am Freitag, 3. Juli 2020, um 06.52 Uhr der Strafanstalt zugestellt worden. Weshalb die Strafanstalt den verwaltungsgerichtlichen Entscheid dem Beschwerdeführer erst zwei Tage später am Sonntag, den 5. Juli 2020, ausgehändigt haben sollte, wie er geltend macht, sei nicht ersichtlich. Der Beschwerdeführer habe sich denn auch zu den ihm vom Bundesgericht zugestellten "Sendungsinformationen" der Post nicht geäussert. Es sei somit davon auszugehen, dass ihm der verwaltungsgerichtliche Entscheid entsprechend den "Sendungsinformationen" der Post am 3. Juli 2020 zugestellt worden sei.