Citation: 6B_774/2020 E. 1.4.3

1.4.3. Schliesslich sind die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz in Bezug auf das Zustechen mit dem Messer nicht zu beanstanden. Die Vorinstanz würdigt in diesem Kontext die sich widersprechenden Aussagen des Beschwerdeführers und des Beschwerdegegners 2 zutreffend und qualifiziert die vom Beschwerdegegner 2 wiederholt und im Kern gleichbleibend gemachten Schilderungen zu Recht als detailliert, ehrlich, nachvollziehbar und logisch. Dies gilt insbesondere, soweit die Vorinstanz annimmt, der wütende und mit seinen Drohgebärden keine Wirkung erzielende Beschwerdeführer habe als Gegenreaktion darauf, dass er vom Beschwerdegegner 2 zurückgestossen worden sei, das Messer eingesetzt und zugestochen, worauf jener seinerseits mit einem Faustschlag gegen den Kopf des Beschwerdeführers reagiert habe. Jedenfalls ist nicht ersichtlich, inwiefern die Vorinstanz mit diesem Beweisergebnis in Willkür verfallen sein soll, wenn sie die Aussagen des Beschwerdeführers in diesem Kontext als unglaubhaft würdigt. Was der Beschwerdeführer hiegegen einwendet, namentlich seine Darstellung des Geschehens, wonach der Messerstich auf reflexartige Bewegungen mit dem rechten Arm zurückzuführen sei, ist auch in diesem Punkt rein appellatorisch. Andererseits setzt sich der Beschwerdeführer mit den Erwägungen der Vorinstanz, mit welchen diese einlässlich und nachvollziehbar darlegt, welches Verletzungsbild bei der vom Beschwerdeführer geltend gemachten Sachverhaltsvariante eines Faustschlages zu erwarten wäre, nicht auseinander, sondern beschränkt sich erneut darauf, darzulegen, wie die Beweise seiner Meinung nach richtigerweise zu würdigen gewesen wären. Insgesamt gelangt die Vorinstanz ohne Willkür zum Schluss, der Beschwerdeführer habe den Messerstich in den Bauch des Beschwerdegegners 2 bewusst und gewollt ausgeführt. Es mag zutreffen, dass eine Würdigung der Beweise, wie sie der Beschwerdeführer als richtig ansieht, ebenso in Betracht gezogen werden könnte, doch genügt, dass das angefochtene Urteil mit seiner Darstellung nicht übereinstimmt, praxisgemäss für die Begründung von Willkür nicht.