Citation: 6P.26/2005 24.09.2005 E. 2

Mit der staatsrechtlichen Beschwerde rügt der Beschwerdeführer eine willkürliche Tatsachenfeststellung und Beweiswürdigung durch das Kantonsgericht. Insbesondere die Feststellung, wonach er unter dem Verfahren nicht sonderlich gelitten habe, widerspreche klar den Tatsachen. Er verweist auf das ausserordentliche Medieninteresse, das der Fall geweckt habe, sowie auf seinen Gesundheitszustand. Willkürlich sei überdies die Feststellung, dass sich das Verfahren durch seine Kooperation nicht erheblich verkürzt habe. 2.1 Im Rahmen der Willkürprüfung nach Art. 9 BV ist zu untersuchen, ob das Kantonsgericht in seinem Entscheid von Tatsachen ausgeht, die mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch stehen, auf einem offenkundigen Fehler beruhen oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderlaufen (BGE 127 I 38 E. 2 und 4 mit Hinweisen). Insbesondere ist Willkür nicht schon gegeben, wenn eine andere Lösung ebenfalls möglich erscheint, sondern erst, wenn das Ergebnis schlechterdings unvertretbar ist (BGE 127 I 54 E. 2b). Auf dem Gebiet der Beweiswürdigung steht den kantonalen Instanzen ein weiter Ermessensspielraum zu. Das Bundesgericht schreitet auf staatsrechtliche Beschwerde hin nur ein, wenn die im angefochtenen Urteil getroffenen tatsächlichen Feststellungen und Schlussfolgerungen offensichtlich unhaltbar sind (BGE 121 I 297 E. 7b.dd.; 116 Ia 85 E. 2b.; 105 Ia 190; 101 Ia 298 E. 5, je mit Hinweisen). 2.2 Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers geht auch das Kantonsgericht davon aus, dass der Fall ein ausführliches Medieninteresse erfahren hat. Dennoch liessen die Aussagen des Beschwerdeführers nicht auf eine erhöhte Belastung schliessen. So habe sich die Bevölkerung ihm gegenüber grosszügig gezeigt. Teilweise seien ihm gar Ferienhäuser angeboten worden, um dem Aufheben um seine Person entfliehen zu können (Urteil S. 31). Hiergegen wendet der Beschwerdeführer ein, es sei willkürlich, vom Entgegenkommen der Bevölkerung auf eine mangelnde Belastung zu schliessen (Beschwerde S. 11). Dem Beschwerdeführer ist insofern beizupflichten, als dieses Entgegenkommen wohl gerade Ausdruck des Mitgefühls für seine Belastung war. Nachfolgend ist jedoch zu prüfen, ob die Einschätzung der Belastungssituation willkürlich erfolgte. In seinem Entscheid stützt sich das Kantonsgericht auf die Aussagen des Beschwerdeführers sowie auf den persönlichen Eindruck anlässlich der Berufungsverhandlung. In der polizeilichen Befragung habe er ausgesagt, dass es ihm gut gehe. Ebenso habe er in der erstinstanzlichen Befragung zur Person bestätigt, dass es ihm nach einer zweimonatigen Niedergeschlagenheit wieder besser gehe. Gemäss seinen Aussagen vor Kantonsgericht seien die gesundheitlichen Probleme erst wieder mit der Ankündigung des Berufungsprozesses aufgetreten (Urteil S. 30). Die situative Belastung durch die Berufungsverhandlung liesse sich jedoch mit der drohenden Ausfällung einer unbedingt vollziehbaren Gefängnisstrafe erklären und sei nicht die Folge einer besonderen Strafempfindlichkeit des Beschwerdeführers. Das Kantonsgericht hat die Belastungssituation eingehend analysiert und nachvollziehbar eingeschätzt. Selbst wenn man hinsichtlich der Belastung durch die Medienberichterstattung auch zu einem anderen Schluss hätte kommen können, genügt es vorliegend festzuhalten, dass die Einschätzung des Kantonsgerichts nicht willkürlich war. 2.3 Der Beschwerdeführer beanstandet weiter, dass eine vorübergehende Suizidalität aktenwidrig verneint worden sei (Beschwerde S. 12 ff.). Dass eine Selbstmordgefahr bestanden habe, ergebe sich aus einer Erklärung des Hausarztes, Dr. med. T. L., sowie aus dem Ermittlungsbericht des polizeilichen Sachbearbeiters. Das Kantonsgericht stützt seine Beurteilung auf den Bericht des behandelnden Psychiaters, Prof. Dr. med. M. B.. Darin wird eine mittelschwere Depression, jedoch keine Suizidgefahr diagnostiziert (Urteil S. 30 f.). Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers bedarf es zur Einschätzung einer Suizidgefahr mehr als lediglich des 'gesunden Menschenverstandes gepaart mit einer entsprechenden Portion Menschenkenntnis' (Beschwerde S. 13). Zurecht wurde deshalb auf das fachärztliche Gutachten des Psychiaters abgestellt. Der Vorwurf willkürlicher Beweiswürdigung ist auch in diesem Punkt unbegründet. 2.4 Schliesslich macht der Beschwerdeführer geltend, dass sich seine Kooperation erheblich verfahrensbeschleunigend ausgewirkt habe, was vom Kantonsgericht in willkürlicher Beweiswürdigung verneint worden sei (Beschwerde S. 15 ). Das Kantonsgericht kommt zum Schluss, dass sich der Beschwerdeführer bei der Aufdeckung seines Vorgehens nicht kooperativ gezeigt habe (Urteil S. 20). Die Verneinung der Kooperation wird eingehend begründet. So habe der Beschwerdeführer jeweils nur soviel eingestanden, als ihm gerade nachgewiesen werden konnte. Entgegen der von ihm geltend gemachten 'bereitwilligen' Mithilfe bei der Aufdeckung der Transaktionen, habe sich seine Kooperation auf die blosse Überprüfung der von den Behörden bereits ermittelten Zahlen beschränkt (Beschwerde S. 15). Schliesslich habe sich der Beschwerdeführer im Untersuchungsverfahren in Widersprüche verstrickt und sein Verhalten beschönigt. All diese Umstände sprächen gegen das Vorliegen einer erheblich verfahrensbeschleunigenden Kooperation (Urteil S. 19 f.). Der Beschwerdeführer legt nicht dar, inwieweit diese Begründung und Schlussfolgerung des Kantonsgerichts willkürlich sein sollen.