Citation: 8C_395/2018 E. 6.4.3

6.4.3. Aus den fachärztlichen Auskünften des Dr. med. C.________ ergibt sich, wie die Vorinstanz willkürfrei festgestellt hat, schlüssig, dass sich der psychiatrische Gesundheitszustand im massgeblichen Vergleichszeitraum in revisionsrechtlich erheblicher Weise verbesserte. Der Gutachter stützte seine Schlussfolgerungen auf klinische Feststellungen, gutachterliche Verhaltensbeobachtungen und anamnestische Daten. Ausserdem zeigte er ausführlich und einleuchtend auf, worin die Veränderungen im Vergleich zur Expertise des Dr. med. D.________ liegen. Die Notwendigkeit, eine bloss andere Beurteilung nicht als Anlass einer materiellen Revision gelten zu lassen, darf nicht dazu führen, dass die Anforderungen an den Nachweis einer Veränderung so hoch angesetzt werden, dass die ursprüngliche Festlegung praktisch perpetuiert wird. Dies gilt insbesondere für psychiatrische Beurteilungen, bei denen praktisch immer ein Spielraum besteht, innerhalb dessen verschiedene medizinische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte lege artis vorgegangen ist. Hier können die Beurteilungen nicht immer lückenlos mit Tatsachenschilderungen unterlegt werden (zum Ganzen SVR 2012 IV Nr. 18 S. 81, 9C_418/2010 E. 4.4 mit Hinweisen). Mit seinen Vorbringen vermag der Beschwerdeführer den Beweiswert des Gutachtens des Dr. med. C.________ nicht entscheidend in Frage zu stellen. Immerhin anerkennt auch er insoweit eine leichte Besserung, als Dr. med. C.________ keine depressive Grundstimmung mehr feststellen konnte. Wie das kantonale Gericht gestützt auf das psychiatrische Gutachten zutreffend erkannte, ist aber auch in Bezug auf die somatoforme Schmerzstörung von einer (wesentlichen) Besserung auszugehen, wurde diese doch in der Expertise des Dr. med. D.________ noch als "doch recht ausgeprägt" bezeichnet, wohingegen Dr. med. C.________ lediglich noch eine leichtgradige Ausprägung beschreibt und dies eingehend begründet. Dies scheint der Beschwerdeführer zu übersehen. Entgegen seiner Sichtweise war Dr. med. C.________ aufgrund eines Vergleichs der erhobenen Befunde mit denjenigen im Vorgutachten sowie gestützt auf seine Verhaltensbeobachtung durchaus in der Lage, eine Veränderung in Bezug auf die Persönlichkeitsstörung zu erkennen, auch wenn in der Expertise von Dr. med. D.________ nicht explizit ein Schweregrad benannt wurde. Anders als der Beschwerdeführer glauben machen will, begründete Dr. med. C.________ die Besserung nicht einzig mit der erhaltenen sozialen Funktionsfähigkeit, sondern hauptsächlich mit den praktisch unauffälligen Befunden im Vergleich zum Vorgutachten und der weitgehend ungehinderten Gestaltung von Alltagsaktivtäten, was sich etwa in der neu aufgenommenen Tätigkeit als Sekretär in einem alevitischen Kulturverein zeigt. Im Übrigen wies das kantonale Gericht zu Recht darauf hin, dass keine fachärztlichen Berichte bei den Akten liegen, die Zweifel am psychiatrischen Gutachten erwecken würden.