Citation: 9C_815/2017 E. 2

Die Vorinstanz hat durch Einkommensvergleich (Art. 16 ATSG i.V.m. Art. 28a Abs. 1 IVG) einen Invaliditätsgrad von 41 % ermittelt. Zu diesem Ergebnis ist sie wie folgt gelangt: Gemäss dem Gutachten des Dr. med. B.________ vom 11. Januar 2016 seien eine gemischte Persönlichkeitsstörung mit ängstlich-abhängigen Zügen (ICD-10 F62) sowie eine chronische, teilremittierte, aktuell noch leichtgradige Depression seit 2012 bei vorbestehender Dysthymie und bisher drei Episoden (ICD-10 F33.0) gegeben. Aufgrund der Einschätzung des Experten, von welcher abzuweichen kein Anlass bestehe, sei von einer Arbeitsfähigkeit von 60 % in den dannzumal konkret ausgeübten Tätigkeiten auszugehen. In der psychisch relativ belastenden Tätigkeit als Pflegehelferin bestehe eine 50%ige Arbeitsfähigkeit neben einer 10%igen Arbeitsfähigkeit als Raumpflegerin. 2014 habe die Beschwerdegegnerin im Rahmen ihrer 50%igen Tätigkeit als Pflegehelferin ein Einkommen (zuzüglich Schichtzulagen) von Fr. 33'526.50 erzielt. Dazu komme das Einkommen als Raumpflegerin in einem 10 %-Pensum von Fr. 5'447.25. Daraus ergebe sich ein Invalideneinkommen von Fr. 38'973.75. Im Gesundheitsfall wäre die Beschwerdegegnerin in den gleichen Tätigkeiten als Pflegehelferin zu 90 % und als Raumpflegerin zu 10 % erwerbstätig. Damit würde sie ein Valideneinkommen von Fr. 65'794.95 ([Fr. 33'526.50 x [90 %/ 50 %]] + Fr. 5'447.25) erzielen. Daraus ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 41 % ([[Fr. 65'794.95 - Fr. 38'973.75]/Fr. 65'794.95] x 100 %; zum Runden BGE 130 V 121). Ab........ habe die Beschwerdegegnerin nicht mehr als Raumpflegerin gearbeitet und damit ihr Leistungsvermögen nicht mehr voll ausgeschöpft. In einer in psychischer Hinsicht ähnliche Anforderungen stellenden Tätigkeit im zeitlichen Umfang von 10 % könnte sie auf der Grundlage der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik 2012 (vgl. BGE 124 V 321 und BGE 142 V 178) unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung Fr. 5'298.65 verdienen, was zu keiner rentenrelevanten Änderung der Vergleichseinkommen führe.