Citation: 5A_949/2015 E. 3.3

3.3. Fallen nach dem Gesagten solche Zivilrechtsstreitigkeiten gemäss Art. 1 lit. a ZPO in den Anwendungsbereich der schweizerischen ZPO, welche das Verfahren für die betreffenden Angelegenheiten in abschliessender Weise regelt, hat der schwyzerische Gesetzgeber bzw. hat das Kantonsgericht mit der hierauf beruhenden Rechtsanwendung gegen den Grundsatz der derogatorischen Kraft des Bundesrechts im Sinn von Art. 49 Abs. 1 BV verstossen. Der Bund hat von seiner Gesetzgebungskompetenz gemäss Art. 122 Abs. 1 BV durch Erlass einer Zivilprozessordnung Gebrauch gemacht und die Kantone sind nicht (mehr) befugt, für die Geltendmachung zivilrechtlicher Abwehransprüche eine eigene Verfahrensordnung aufzustellen, mit welcher sie die im Bundesgesetz aufgestellte Ordnung derogieren. Insofern wäre es ihnen auch versagt, für die Geltendmachung von Zivilansprüchen dem Zivilverfahren gewissermassen ein verwaltungsrechtliches Präliminarverfahren voranzustellen.