Citation: 5A_819/2023 E. 3.2

3.2. In einer Eventualbegründung hat das Obergericht geprüft, ob die Vorbringen der Beschwerdeführerin überhaupt eine Revision nach Art. 328 Abs. 1 lit. a ZPO begründen können, und den Vorwurf der Beschwerdeführerin untersucht, wonach die Beschwerdegegnerin das Konkursgericht mit wahrheitswidrigen Angaben getäuscht habe. Die Tatsache, dass die Beschwerdegegnerin eine freiwillige (gesellschaftsrechtliche) Liquidation durchgeführt habe, sei jedoch keine neue Tatsache gewesen, sondern die freiwillige Liquidation sei vom Konkursgericht im konkreten Fall anhand der vorgelegten Dokumente gewürdigt und einem ausländischen Konkursdekret im Sinn von Art. 166 IPRG gleichgestellt worden. Ob ein Dekret mit "minimalen konkurstypischen Wirkungen" vorliege und anerkennungsfähig sei, stelle eine Frage der Rechtsanwendung dar. Bei den Vorbringen der Beschwerdeführerin handle es sich um rechtliche Rügen, welche jedoch in einer Beschwerde gegen den Anerkennungsentscheid zu prüfen gewesen wären, indes als Revisionsgründe nicht geeignet seien.