Citation: 8C_305/2008 07.05.2009 E. 4

4.1 Zu prüfen bleibt die Frage, ob sich die Restarbeitsfähigkeit des Versicherten aufgrund der bestehenden medizinischen Aktenlage, insbesondere gestützt auf den Untersuchungsbericht des RAD vom 25. Mai 2005 schlüssig beurteilen lässt, wovon die IV-Stelle im Einspracheentscheid ausging, oder ob es dazu, wie beschwerdeweise geltend gemacht wird, ergänzender medizinischer Abklärungen bedarf. 4.2 Der Bericht der RAD-Ärztin Dr. med. W.________ vom 25. Mai 2005 erweist sich mit der Vorinstanz hinsichtlich der Beurteilung des Gesundheitszustandes als überzeugend und schlüssig, hinsichtlich der daraus resultierenden Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen selbstständigen Tätigkeit ist er allerdings nicht über alle Zweifel erhaben, so sind Unklarheiten bzw. Widersprüchlichkeiten zu erkennen. Fest steht, dass die RAD-Ärztin aufgrund der durch die Störung der Wirbelsäulenstatik bedingten Beschwerden einen häufigeren Haltungswechsel zwischen den monotonen Haltungen in Form von Pausen und Dehnübungen zur Lockerung der schmerzauslösenden lumbalen Myogelosen als notwendig erachtete. In welchem Umfang solche Pausen und damit allenfalls einhergehende Arbeitsunterbrüche erforderlich sind, ist ihrem Bericht hingegen nicht zu entnehmen. Indem Pausen zwangsläufig Zeit beanspruchen, erscheint es widersprüchlich bzw. nicht ohne weiteres nachvollziehbar, gleichzeitig eine volle Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Handelsvertreter anzunehmen. Widersprüchlich erweist sich sodann, dass die RAD-Ärztin selbst von einer limitierenden Wirkung der ausgewiesenen chronischen Beschwerden ausgeht. Zudem setzt sie sich nicht näher mit den von ihrer Ansicht abweichenden Stellungnahmen der anderen Ärzte, insbesondere der Rheumatologin Dr. med. H.________, betreffend Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit auseinander. Mithin erfüllt dieser Arztbericht nicht die gemäss Rechtsprechung verlangten Kriterien an eine beweiskräftige medizinische Entscheidgrundlage (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a S. 352), weshalb nicht ohne weiteres darauf abgestellt werden kann bzw. ihm nicht ein höheres Gewicht beizumessen ist, als den abweichenden medizinischen Einschätzungen. Das Ausmass der Arbeitsfähigkeit des Versicherten in seiner angestammten Tätigkeit lässt sich mithin gestützt auf die vorliegende Aktenlage nicht schlüssig bestimmen, womit ergänzende Abklärungen unabdingbar sind. Ob nach Einholung einer entsprechenden Stellungnahme durch Dr. med. W.________ noch weitere spezialärztliche Abklärungen z.B. in Form eines MEDAS-Gutachtens erforderlich sind, wird die IV-Stelle im Rahmen ihrer Verfahrensleitung (vgl. Art. 43 ATSG und Art. 57 IVG) zu prüfen haben. Die Angelegenheit ist an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit sie die notwendigen zusätzlichen Abklärungen in die Wege leite und hierauf über den Rentenanspruch neu befinde. In diesem Zusammenhang gilt es allenfalls noch die Frage zu prüfen, ob dem Beschwerdeführer mit Blick auf die Schadenminderungspflicht (BGE 130 V 97 E. 3.2 S. 99 mit Hinweisen) die Aufgabe der selbstständigen Erwerbstätigkeit und der Wechsel in eine unselbstständige Vollzeittätigkeit zumutbar ist.