Citation: 2A.486/2005 23.02.2006 E. A

Dr. med. dent. E.________ schloss 1984 bei der Basler Lebens-Versicherungs-Gesellschaft (Basler) eine gemischte Lebensversicherung ab. 1987 versicherte er sich mit zwei temporären Todesfallversicherungen mit abnehmendem Todeskapital, deren Begünstigte die Eltern A.________ und B.________ waren. Am 4. August 1990 starb E.________. In der Folge überwies die Basler Fr. 114'911.80 aus der gemischten Versicherung und Fr. 232'018.80 bzw. Fr. 721'555.10 aus den beiden temporären Todesfallversicherungen, insgesamt Fr. 1'068'485.70, an die Schweizerische Kreditanstalt. Diese glich damit ihre per Todestag ausstehenden Guthaben von Fr. 732'889.-- (Betriebs- und Investitionskredit des Erblassers) aus und überwies Ende 1990 den Restbetrag von Fr. 335'596.70 den Eltern des Verstorbenen. Der Steuerkommissär rechnete den Eheleuten A.________ und B.________ für die Bundessteuerperiode 1991/92 sämtliche Versicherungsleistungen, das heisst durchschnittlich Fr. 534'242.--, zum deklarierten Einkommen von Fr. 106'086.-- hinzu und veranlagte sie am 19. August 1996 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 640'300.--. Eine Einsprache hiess das Kantonale Steueramt Zürich am 12. März 1999 insoweit gut, als es das steuerbare Einkommen um die Zahlung aus der gemischten Versicherung (Fr. 114'911.80) kürzte und die Kapitalleistungen aus den beiden anderen Versicherungen nur zu 60 % besteuerte. Im Übrigen wies das Steueramt die Einsprache ab und setzte das steuerbare Einkommen neu auf Fr. 392'100.-- fest. Auf Beschwerde hin änderte die Bundessteuer-Rekurskommission des Kantons Zürich am 26. Juni 2002 den Einspracheentscheid zum Nachteil der Ehegatten A.________ und B.________ ab, indem sie die Versicherungsleistungen zu 100 % statt bloss zu 60 % erfasste und das steuerbare Einkommen auf Fr. 581'800.-- festlegte. Gegen diesen Entscheid der Rekurskommission gelangte A.________ an das Bundesgericht und rügte unter anderem eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, weil die Vorinstanz ohne vorherige Anhörung eine reformatio in peius vorgenommen hatte. Mit Urteil vom 24. März 2003 hiess das Bundesgericht die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gut, hob den angefochtenen Entscheid auf und wies die Sache zur Weiterführung des Verfahrens mit Gewährung des rechtlichen Gehörs an die Vorinstanz zurück.