Citation: 4A_472/2019 E. B

Mit Schreiben vom 27. Februar 2019 forderte die verfahrensleitende Richterin die Schuldnerin auf, im Verfahren betreffend die negative Feststellungsklage einen Kostenvorschuss von Fr. 117'000.-- zu leisten und im Verfahren betreffend vorläufige Einstellung der Betreibung einen solchen von Fr. 900.--. Daraufhin begehrte die Schuldnerin am 18. März 2019 um Fristerstreckung und um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für alle drei am Kreisgericht anhängigen Verfahren. Mit Schreiben vom 25. März 2019 erstreckte die zuständige Richterin für die Verfahren bezüglich der negativen Feststellungsklage und der vorläufigen Einstellung der Betreibung die Frist zur Bezahlung des Kostenvorschusses bis am 29. April 2019. Am 3. April 2019 forderte sie die Schuldnerin auf, bis am 18. April 2019 das beigelegte Formular "Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege" ausgefüllt und samt den darin erwähnten Unterlagen einzureichen. Da seitens der Schuldnerin eine Reaktion unterblieb, setzte ihr die Richterin in der Folge mit Schreiben vom 24. April 2019 eine "letzte, nicht erstreckbare Nachfrist bis 8. Mai 2019", die geforderten Unterlagen einzureichen. Die Schuldnerin antwortete am 29. April 2019 mit einem weiteren Erstreckungsgesuch. Die zuständige Richterin entschied am Tag darauf (30. April 2019), dass ihr für die Vervollständigung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege eine Nachfrist bis am 8. Mai 2019 angesetzt worden sei, bei der es bleibe. Da innert Frist keine weitere Reaktion der Schuldnerin erfolgte, wies die Richterin das Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege mit Entscheid vom 16. Mai 2019 ab. Die dagegen von der Schuldnerin erhobene Beschwerde, wies das Kantonsgericht St. Gallen mit Entscheid vom 16. Juli 2019 ab.