Citation: 4A_341/2023 E. 7.2.3

7.2.3. Der Beschwerdeführer macht (sinngemäss) geltend, er sei aufgrund der wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen ihm und der C.________ GmbH wie ein selbstständig Erwerbender zu behandeln. Die Vorinstanz hat ausführlich begründet, dass sich der Beschwerdeführer betreffend die Unfallfolgen wie ein unselbstständig Erwerbender verhalten und klar zwischen sich und der C.________ GmbH unterschieden habe. Mit diesen Ausführungen setzt sich der Beschwerdeführer nicht hinreichend auseinander. Er macht allgemein geltend, im Sozialversicherungsrecht habe es sich bei der Invaliditätsbemessung durchgesetzt, den Alleininhaber und Geschäftsführer einer AG oder GmbH, der einen massgeblichen Einfluss habe, als Selbstständigerwerbenden zu behandeln (mit Verweis auf das Urteil 8C_346/2012 vom 24. August 2012 E. 4.6). Damit vermag er nicht darzutun, dass auch bei der vorliegenden Bestimmung des Erwerbsausfallschadens die C.________ GmbH nicht als eigenständiges Unternehmen hätte betrachtet werden dürfen, zumal die selbstständige und unselbstständige Erwerbstätigkeit in verschiedenen Rechtsgebieten unterschiedlich definiert werden. Nicht zu überzeugen vermag diesbezüglich auch sein Hinweis, es stehe dem Alleininhaber ansonsten offen, durch den Verzicht auf die Ausschüttung von Dividenden seinen Schaden künstlich zu vergrössern. Die Beschwerdegegnerin macht zutreffend geltend, es würde sich diesfalls grundsätzlich aus der Buchhaltung ergeben, dass keine (üblichen) Dividenden ausbezahlt worden seien, obwohl dies aufgrund der wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft möglich gewesen wäre. Nichts ändert auch sein Hinweis auf das Urteil 4A_204/2017 vom 29. August 2017. Dort musste sich das Bundesgericht gar nicht mehr mit der Frage befassen, ob die dortige Vorinstanz einen Alleininhaber einer AG im Rahmen der Schadensberechnung ohne Verletzung von Bundesrecht mit einem Selbstständigerwerbenden gleichgestellt hat. Im Übrigen ist die Frage, ob selbst- oder unselbstständige Erwerbstätigkeit vorliegt, ohnehin vor dem Hintergrund der jeweiligen Umstände des Einzelfalls zu klären. Fehl geht schliesslich auch der Einwand einer Ungleichbehandlung gegenüber einem Einzelunternehmer (bei diesem handelt es sich gerade nicht um eine juristische Person).