Citation: 6B_1067/2013 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz legt dar, als Massenchemikalie werde GBL hauptsächlich in der chemischen Industrie verwendet, etwa als Ausgangsstoff für chemische Synthesen oder als Wirkstoff in Reinigungs- oder Lösungsmitteln. Daneben diene es als Vorläuferstoff des Betäubungsmittels GHB (Gammahydroxybuttersäure), auch bekannt unter dem Namen "K.O.-Tropfen". Im menschlichen Körper werde GBL zu GHB umgewandelt, weshalb GBL nicht nur künstlich zu GHB umgewandelt, sondern auch direkt als Droge konsumiert werde. Das Betäubungsmittelgesetz stelle den unbefugten Handel mit Betäubungsmitteln in allen seinen Formen unter Strafe (aArt. 19 Ziff. 1 BetmG; Art. 19 Abs. 1 BetmG). Sowohl GHB als auch GBL als dessen Ester gälten bei privater Verwendung als Betäubungsmittel (vgl. aArt. 1 BetmG i.V.m. BetmV-Swissmedic; Art. 2 BetmG i.V.m. Art. 1 Abs. 2 und Anhang 1 BetmVV-EDI) (Urteil S. 26 f. E. 2.2; vgl. u.a. zur Identifikation, Beschreibung, Verwendung, Wirkung und toxikologischen Eigenschaften von GHB und GBL auch das Faktenblatt des EDI, Bundesamt für Gesundheit BAG, vom Februar 2012).