Citation: 4A_316/2024 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erwog, die Behauptung des Beschwerdegegners, die Broker hätten die Beschwerdeführerin jeden Tag per E-Mail über den Handel informiert, betreffe eine wesentliche Sachverhaltsfrage. Danach entscheide sich, ob betreffend die dritte Tranche eine Genehmigung des Handels anzunehmen sei und die Beschwerdeführerin ein Selbstverschulden treffe. Die Beweislast betreffend die tägliche Information über die Transaktionen obliege dem Beschwerdegegner. Die Erstinstanz habe dazu kein Beweisverfahren durchgeführt und insbesondere die vom Beschwerdegegner offerierten Beweise (schriftliche Auskünfte der beiden Broker E.________ Ltd. und F.________ Limited) nicht abgenommen. Die als Beleg eingereichte E-Mail des Brokers E.________ Ltd. an den Beschwerdegegner vom 27. Mai 2022 genüge zum vollen Beweis nicht. Aufgrund der vagen und wenig überzeugenden Formulierung in der E-Mail sei die Abnahme der weiteren offerierten Beweise unentbehrlich. Misslinge dem Beschwerdegegner der Beweis, werde die (Teil-) Klage gutzuheissen sein, weil dieser bezüglich der dritten Tranche weisungswidrig gehandelt habe. Gelinge ihm hingegen der Beweis, werde die Erstinstanz in einem weiteren Schritt zu prüfen haben, ob der geltend gemachte Schadenersatzanspruch wegen Churning bestehe. In diesem Zusammenhang wäre auch zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin den Abschluss der von ihr behaupteten mündlichen Vereinbarung hinreichend substanziiert habe und beweisen könne, woraus sie das rechtswidrige Verhalten des Beschwerdegegners ableite.