Citation: 1A.237/2004 29.03.2005 E. A

Der Bundesanwalt des Südlichen Justizbezirks des Bundesstaates New York führt eine Strafuntersuchung gegen X.________ wegen Betrugs und Geldwäscherei. Am 3. Januar 2003 ersuchte das Justizdepartement der Vereinigten Staaten von Amerika (USA) die Schweiz um Rechtshilfe gestützt im Wesentlichen auf folgenden Sachverhalt: X.________ sei im Handel mit Energie tätig gewesen. 1999 sei er Präsident der Energie-Handelsgruppe der Firma L.________ geworden, welche als "L.G.________" bekannt gewesen sei. Anfang 2000 sei L.G.________ unter der Leitung von X.________ mit der Erdgasfirma W.________ ein langfristiges Geschäft mit Energiekaufoptionen eingegangen. Dabei habe sich L.G.________ verpflichtet, W.________ jährlich zwischen 24 und 50 Millionen Dollar während ungefähr 18 Jahren zu bezahlen; dies als Gegenleistung für die Lieferung einer bestimmten Menge elektrischer Energie durch W.________. L.G.________ habe die Energie mit Gewinn weiterverkaufen wollen. Mitarbeiter des Risiko-Managements von L.G.________ hätten X.________ nahe gelegt, für die Absicherung des Geschäfts mit W.________ zu sorgen. Mitte August 2000 habe X.________ veranlasst, dass die Kreditabteilung von L.G.________ das Verfahren zur Eintragung der Firma F.________ als Handelspartner einleite. Dabei habe X.________ F.________ beschrieben als eine internationale Energiefirma mit Investitionen in Kraftwerke, Ölfelder und Gasreserven. Innerhalb der L.G.________ habe X.________ F.________ mündlich als etablierte Energiefirma dargestellt, die mit der bekannten französischen Firma "E.________" verbunden sei. Am 18. August 2000 habe L.G.________ mit der Firma F.________ einen Vertrag geschlossen. Danach habe L.G.________ der Firma F.________ sogleich 43 Millionen Dollar zu bezahlen gehabt als Gegenleistung für die Option zum Bezug von Energie zu einem bestimmten Preis. Eine Gesellschaft namens F.________, die mit "E.________" verbunden gewesen sei, habe es jedoch nicht gegeben. X.________ habe die Firma F.________ am 17. August 2000, also nur einen Tag vor dem Vertrag mit L.G.________, gegründet. Dabei habe er die Dienste der kanadischen Firma Z.________ in Anspruch genommen. Hauptbesitzer der Firma Z.________ sei Y.________. Am 30. August 2000 habe L.G.________ 43 Millionen Dollar auf ein Bankkonto der Firma Z.________ bei der Bank B.________ in Zürich überwiesen. Der Betrag sei in der Folge einem Unterkonto der Firma F.________ gutgeschrieben worden; nachher einem weiteren Unterkonto, das für die Firma O.________ geführt worden sei. Die Firma O.________ sei ebenfalls von X.________ mit Hilfe der Firma Z.________ gegründet worden. Der grösste Teil der 43 Millionen Dollar sei im Herbst 2000 in die Vereinigten Staaten zurücküberwiesen worden auf Konten, an denen X.________ berechtigt gewesen sei. Im Januar 2001 habe die Firma L.________die L.G.________ an die Firma A.________ verkauft. X.________ sei in der Folge für die Firma A.________ tätig gewesen, wo er später entlassen worden sei. Das Justizdepartement der USA ersuchte um die Erhebung und Herausgabe von Bankunterlagen bei der Bank B.________ betreffend Konten, die auf Firmen Z.________, F.________ und O.________ lauten; überdies um die Einvernahme von Bankangestellten als Zeugen. Ferner ersuchte das Justizdepartement um die Beschlagnahme aller Vermögenswerte, die mit der Untersuchung in Zusammenhang stehen, insbesondere die Sperre der Konten der Firmen F.________ und O.________ bei der Bank B.________.