Citation: U 206/04 14.03.2005 E. 4

4.1 Die Vorinstanz hat im einlässlich begründeten Entscheid nach zutreffender Würdigung der medizinischen Akten insbesondere gestützt auf die Berichte der Klinik X.________ (vom 6. Mai 2002, 23. Januar 2003 und 8. April 2003) erkannt, dass die Asthmaerkrankung der Beschwerdeführerin nicht mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 14. Januar 2000 zurückzuführen ist und mithin der erforderliche natürliche Kausalzusammenhang nicht besteht. Dies ist nicht zu beanstanden. Entgegen den Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde sind die medizinischen Berichte des Spitals X.________ nicht mangelhaft, sondern entsprechen durchaus den höchstrichterlichen Anforderungen an den Beweiswert ärztlicher Berichte (BGE 125 V 352 Erw. 3a, 122 V 160 Erw. 1c). Sie sind für die hier streitigen Belange umfassend (unter Berücksichtigung der medizinischen Literatur über Quallenbisse erstellt), beruhen auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigen die geklagten Beschwerden, sind in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden und sind in der Darlegung der medizinischen Situation einleuchtend. Die Ausführungen von Prof. Dr. med. W.________ sind schlüssig und nachvollziehbar begründet und erfolgten unter Einholung von entsprechenden Erkundigungen bei australischen und neuseeländischen Experten. Angesichts der aktenkundigen wissenschaftlichen Defizite zum fraglichen Problemkreis ist nicht zu ersehen, wie ein anderer Spezialist schlüssig zu einem abweichenden Ergebnis gelangen könnte. Mit der Vorinstanz erübrigt sich daher die Einholung eines Obergutachtens, da hievon keine entscheidrelevanten neuen Ergebnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 94 Erw. 4b; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 4 mit Hinweisen). 4.2 Sämtliche Einwendungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vermögen an diesem Ergebnis nichts zu ändern. Insbesondere hat Prof. Dr. med. W.________ entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin nie mit Bestimmtheit festgehalten, dass die Asthmabeschwerden Folge der Quallenverletzung seien. Im Bericht vom 6. Mai 2002 bejahte er eine Kausalität lediglich betreffend die Urtikaria, liess sich jedoch bezüglich die asthmoiden Beschwerden auf keine Kausalitätsbeurteilung ein. Nachdem er im Bericht vom 23. Januar 2003 wegen des anamnestisch angegebenen zeitlichen Zusammenhangs aus allergologischer Sicht eine Auslösung von asthmatischen Beschwerden noch als "durchaus möglich" bezeichnete, gab er auf explizite Nachfrage der Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 8. April 2003 an, nach erneuter Durchsicht des Gutachtens und der Akten sei er der Auffassung, dass mit Wahrscheinlichkeit (weniger als 50 %) kein Zusammenhang zwischen dem Persistieren der asthmatischen Beschwerden und der Quallenverletzung bestehe. Von einem überwiegend wahrscheinlichen Zusammenhang ist in den gesamten Unterlagen nirgends die Rede. Inwiefern die Beschwerdeführerin in den Ausführungen des Experten einen Wiederspruch ausmachen will, ist mit Verweis auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz überdies nicht ersichtlich. Aus dem Umstand, dass der Experte am Schluss des Schreibens dem Unfallversicherer empfiehlt, die Leistungspflicht hinsichtlich der Asthma-Symptomatik bis zum 26. April 2002 anzuerkennen, kann nichts Gegenteiliges abgeleitet werden. Aufgrund der gesamten Aktenlage steht mit der Vorinstanz fest, dass ein natürlicher Kausalzusammenhang nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt ist.