Citation: 4A_476/2020 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer zeigt keine Verletzung des Grundsatzes der res iudicata auf, indem er zunächst vorbringt, das Schreiben der FIFA-Disziplinarkommission vom 24. Oktober 2016 entspreche nicht den Erfordernissen von Art. 115 des FIFA-Disziplinarreglements (Ausgabe 2011). Weshalb es sich dabei aufgrund der angeblichen Missachtung verbandsrechtlicher Vorgaben zum Aufbau um einen "Nichtentscheid" handeln soll, wie behauptet, legt er nicht dar und ist auch nicht ersichtlich (vgl. zur Nichtigkeit etwa Urteil 4A_618/2015 vom 9. März 2016 E. 4.1). Soweit der Beschwerdeführer vor Bundesgericht behauptet, dem Schreiben der Disziplinarkommission vom 24. Oktober 2016 komme ohnehin keine präjudizielle Wirkung zu, lassen sich seine Vorbringen nicht auf die Sachverhaltsfeststellungen im angefochtenen Entscheid stützen. Appellatorisch sind auch die Ausführungen in der Beschwerde, mit denen der Beschwerdeführer im bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahren nunmehr vorbringt, der Vorsitzende der Disziplinarkommission habe die Sache "in Eigenregie als erledigt abgehakt", obwohl ihm nach Art. 78 des FIFA-Disziplinarreglements (Ausgabe 2011) eine entsprechende Entscheidbefugnis gefehlt habe. Abgesehen davon legt der Beschwerdeführer auch in diesem Zusammenhang nicht hinreichend dar, inwiefern der angebliche Mangel im konkreten Fall die Nichtigkeit des fraglichen Entscheids zur Folge haben soll, zumal die absolute Unwirksamkeit eines Entscheids nur unter besonderen Voraussetzungen anzunehmen ist (vgl. Urteil 4A_618/2015, a.a.O., E. 4.1 mit Hinweisen). Eine Verletzung des formellen Ordre public vermag der Beschwerdeführer auch nicht aufzuzeigen mit der blossen Behauptung, die FIFA-Disziplinarkommission habe sich entgegen den Ausführungen im angefochtenen Entscheid nicht mit der Frage befasst, ob der Beschwerdegegner 2 der Nachfolger des "alten" Clubs "B.________ FC" sei und somit für dessen Schulden gegenüber dem Beschwerdeführer hafte. Auf die konkreten Erwägungen des Schiedsgerichts, das die Tragweite des Schreibens vom 24. Oktober 2016 im Kontext der vorangehenden Schreiben sowie der Eingaben des Beschwerdeführers beurteilte, geht der Beschwerdeführer nicht ein. Seine Vorbringen stossen ins Leere. Ob der Grundsatz der materiellen Rechtskraft als Teilgehalt des verfahrensrechtlichen Ordre public (Art. 190 Abs. 2 lit. e IPRG) auf Disziplinarverfahren vor Verbandsorganen überhaupt anwendbar ist, braucht bei diesem Ergebnis nicht vertieft zu werden (vgl. etwa auch Urteile 4A_462/2019 vom 29. Juli 2020 E. 5.1; 4A_324/2014 vom 16. Oktober 2014 E. 6.2.1; 4A_386/2010 vom 3. Januar 2011 E. 9.3.1 betr. Anwendbarkeit des aus dem Grundsatz der Rechtskraft folgenden Prinzips ne bis in idem im Disziplinarrecht des Sports). Immerhin ist zu bemerken, dass es sich bei verbandsinternen Entscheidungsorganen nicht um Schiedsgerichte handelt und deren Entscheidungen keine Rechtsprechungsakte darstellen (BGE 119 II 271 E. 3b S. 275 f.; Urteile 4A_490/2017 vom 2. Februar 2018 E. 3.3.4; 4A_492/2016 vom 7. Februar 2017 E. 3.3.3; 4A_222/2015 vom 28. Januar 2016 E. 3.2.3.1). Die Rüge der Verletzung des verfahrensrechtlichen Ordre public (Art. 190 Abs. 2 lit. e IPRG) ist unbegründet.