Citation: 6B_923/2022 E. 5.2

5.2. Im Einzelnen trägt der Beschwerdeführer vor, das öffentliche Interesse an der Landesverweisung bestehe "in aller Regel" in der Vermeidung von Rückfalltaten. Die Vorinstanz übersehe und würdige mit keinem Wort, dass er seit längerer Zeit straflos geblieben sei. Dies entkräfte ihre Überlegungen zur Legalprognose. Es bestehe keine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit. Zudem habe die Vorinstanz nicht berücksichtigt, dass er als Sohn eines Asylanten in die Schweiz gekommen sei. Die Strafverfolgungsbehörden hätten nach Ansicht des Beschwerdeführers abklären müssen, aus welchem Grund sein Vater aus dem Irak in die Schweiz geflohen sei. Der Beschwerdeführer nimmt an, dass die Flucht aus religiösen, politischen oder rassistischen Gründen erfolgt sei. Daher bestehe die Gefahr, dass er in Verletzung völkerrechtlicher Prinzipien des Landes verwiesen werde. Auch wenn er mittlerweile die Niederlassungsbewilligung C besitze, sei er aufgrund seiner ursprünglichen Einreise in die Schweiz als Asylant zu betrachten.