Citation: 6B_1236/2022 E. 3.3.1

3.3.1. Der Beschwerdeführer beruft sich wiederholt auf Art. 10 Abs. 3 StPO. So bringt er beim Sachverhalt "Oberes Mätteli" beispielsweise vor, der Schuldspruch wegen versuchter schwerer Körperverletzung verletze Art. 10 Abs. 3 StPO, weil unüberwindliche Zweifel an seiner Mittäterschaft bestünden. Oder er behauptet im Sachverhalt "Dreiegg", die Vorinstanz hätte gemäss Art. 10 Abs. 3 StPO von einem leichten Holzstuhl mit wenig Metall ohne gefährliche Teile ausgehen müssen, womit keine schwere Körperverletzung möglich gewesen wäre. Zudem sei es nicht mit Art. 10 Abs. 3 StPO zu vereinbaren, wenn die Vorinstanz im Wesentlichen auf die Aussagen von B.________ abstütze, da dieser als Privatkläger ein Interesse am Verfahrensausgang habe. Nach Art. 10 Abs. 3 StPO geht das Gericht von der für die beschuldigte Person günstigeren Sachlage aus, wenn unüberwindliche Zweifel an der Erfüllung der tatsächlichen Voraussetzungen der angeklagten Tat bestehen. Diese Bestimmung kodifiziert den Grundsatz "in dubio pro reo", der ebenso durch Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK gewährleistet ist. Allerdings kommt ihm in seiner Funktion als Beweiswürdigungsregel im bundesgerichtlichen Verfahren keine über das Willkürverbot gemäss Art. 9 BV hinausgehende Bedeutung zu (BGE 146 IV 88 E. 1.3.1; 145 IV 154 E. 1.1; Urteil 6B_443/2021 vom 9. Mai 2022 E. 1.3.2). Dies scheint der Beschwerdeführer zu übersehen. Auf seine diesbezüglichen Rügen ist nicht einzutreten. Gleiches gilt, wenn der Beschwerdeführer aus den Untersuchungsakten zitiert und diverse Aussagen aus den Einvernahmen von D.________, E.________, F.________, C.________ und seiner selbst frei würdigt. Auf solche appellatorische Kritik am angefochtenen Urteil tritt das Bundesgericht nicht ein (vgl. statt vieler BGE 147 IV 73 E. 4.1.2).