Citation: U 314/06 06.12.2006 E. 5

5.1 Demgegenüber wird im erst letztinstanzlich vorgelegten Aktengutachten des Dr. med. U.________ vom 12. Juni 2006 festgehalten, das Trauma sei nicht geeignet gewesen, eine richtunggebende Verschlechterung herbeizuführen. Bei den später erhobenen, nur schlechteren Befunden, sogar mit neurologischen Ausfällen, handle es sich nicht um Rückfälle, sondern um eine sekundäre Verschlechterung mit neuen Symptomen. Die beobachteten Symptome (ausstrahlende Schmerzen in beide Arme und Parästhesie bei Kopfrotation) seien Charakteristika eines vertebralen, jedoch nicht eines radikulären Symptoms. Radikuläre Symptome würden erst ab August 2001 erwähnt. Die initialen Symptome seien offensichtlich nach kurzer Zeit wieder verschwunden. Brückensymptome lägen nicht vor. Das Gutachten des Dr. med. U.________ vom 12. Juni 2006 stützt sich auf alle vorhandenen Akten, setzt sich mit dem Gerichtsgutachten des Prof. Dr. med. A.________ vom 12. Januar 2006 umfassend auseinander und legt nachvollziehbar dar, weshalb von der Einschätzung des Gerichtsgutachters abgewichen wird. Es vermag daher die medizinische Beurteilung durch die Vorinstanz in Frage zu stellen. Dies bezieht sich insbesondere auf die Frage, ob der Unfall als auslösender Faktor für eine Diskushernie überhaupt in Frage komme. Dr. med. U.________ verneint dies mit der Begründung, die für eine Diskushernie typischen Symptome seien nicht sofort oder mindestens innerhalb weniger Tage aufgetreten. Überdies weise das betroffene Segment C 5/C 6 deutliche degenerative Veränderungen auf. Der Unfall komme daher auch nicht als auslösender Faktor für die Diskushernie in Betracht. Zu beachten ist weiter, dass auch Dr. med. W.________ in den Gutachten vom 19. Januar und 17. April 2001 (Letzteres beruhend auf einer klinischen Untersuchung des Versicherten vom 16. März 2001) und in der Stellungnahme vom 28. Januar 2006 die Auffassung vertrat, die Diskushernie C5/C6 sei allenfalls eine mögliche, nicht aber eine überwiegend wahrscheinliche Folge des Unfalls vom 7. Februar 1999. Dem Gerichtsgutachten des Prof. Dr. med. A.________ vom 12. Januar 2006 kann unter diesen Umständen nicht von vornherein ein höherer Beweiswert zuerkannt werden, zumal es, wie die Expertise des Dr. med. U.________ vom 12. Juni 2006, ebenfalls nur gestützt auf die Akten erstattet wurde (vgl. RKUV 2006 Nr. U 578 S. 175 Erw. 3.4 am Ende [Urteil M. vom 1. Dezember 2005, U 245/05]). 5.2 Die Vorinstanz, an welche die Sache zurückzuweisen ist, wird demnach durch weitere Beweisvorkehren (beispielsweise durch Konfrontation des Gerichtsgutachters Prof. Dr. med. A.________ mit dem Gutachten des Dr. med. U.________ oder durch Anordnung eines Obergutachtens; vgl. BGE 125 V 352 f. Erw. 3b/aa) abzuklären haben, ob der Unfall tatsächlich als auslösender Faktor für die Diskushernie in Frage kommt und ob gegebenenfalls eindeutige Brückensymptome gegeben sind, so dass spätere Rezidive auf das Unfallereignis zurückgeführt werden können.