Citation: U 66/05 17.08.2005 E. A

Der 1944 geborene P.________ war seit 1971 als Maurer/Betonbohrer in der Firma B.________ tätig und damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen Unfälle versichert. Am 24. Oktober 2001 bestieg er auf einer Baustelle mit einer Werkzeugkiste in der rechten und einer 15 kg schweren Kabelrolle in der linken Hand eine Metalltreppe. Oben angekommen rutschte er auf feuchtem Boden auf einem Stück Styropor aus und verlor das Gleichgewicht. Gegenüber einem Mitarbeiter der SUVA gab er am 17. Juli 2002 zu Protokoll, er habe einen Zwick im Kreuz mit Ausstrahlung in den rechten Fuss verspürt. Trotz leichter Schmerzen habe er weitergearbeitet. Weil die Beschwerden nicht nachliessen und er ohnehin am 26. Oktober 2001 einen Termin beim Hausarzt Dr. med. F.________ hatte, wies er diesen auf einen stechenden Schmerz im oberen Sprunggelenk rechts und in der Wade hin. Da das Gangbild unauffällig war und eine Venenthrombose ausgeschlossen werden konnte, ging der Arzt von einem Sehnen- oder Muskelproblem aus und verordnete Analgetika. Anlässlich des vereinbarten Termins vom 12. November 2001 fiel ihm ein verändertes Gangbild auf. Der Patient konnte den Fuss nicht mehr anheben, und es bestand der Verdacht auf eine Fussheberschwäche L5, weshalb Dr. med. F.________ die sofortige Spitaleinweisung anordnete (Bericht des Hausarztes vom 11. Juli 2003). Im Kantonsspital M.________, wo sich der Versicherte vom 12. bis 27. November 2001 aufhielt, wurde die Diagnose lumboradikuläres sensomotorisches Reiz- und Ausfallsyndrom L5 rechts, Diskushernie L4/5 mit Nervenwurzelkompression L5 rechts, Osteochondrose, Intervertebralarthrose, Fussheberschwäche rechts gestellt (Bericht vom 12. Dezember 2001). Vom 28. November bis 11. Dezember 2001 erfolgte die Behandlung in der Klinik S.________ (Bericht vom 10. Dezember 2001). Am 11. und 12. Dezember 2001 wurde P.________ stationär im Zentrum H.________ untersucht (Bericht vom 12. Dezember 2001), bevor er zur Rehabilitation bis 22. Dezember 2001 in die Klinik S.________ eintrat. Dabei konnten die distalen Paresen des rechten Fusses leicht verbessert werden. Mit der Heidelbergschiene war der Versicherte in den alltäglichen Aktivitäten und beim Gehen nicht mehr massiv eingeschränkt. Aufgrund der schweren degenerativen Veränderungen der unteren lumbalen Wirbelsäule bezeichneten ihn die Ärzte jedoch für die angestammte Arbeit als Betonbohrer als nicht mehr arbeitsfähig (Bericht vom 16. Januar 2002). Ab 23. Januar 2002 erfolgte die Behandlung durch Dr. med. T.________, FMH Rheumatologie und Rehabilitation (Berichte vom 25. Januar, 30. April und 6. September 2002). Die SUVA legte die Akten Dr. med. E.________, Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie vom SUVA-Ärzteteam Unfallmedizin zur Beurteilung vor. Laut Bericht vom 15. März 2002 ging dieser unter Hinweis auf die zeitlichen Rahmendaten davon aus, die wahrscheinlich durch Nervenwurzelkompression im Segment L4/5 verursachte Fussheberparese sei nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit durch das Unfallereignis verursacht worden. Die klinischen, neurologischen und bildgebenden Befunde würden jedenfalls nicht auf eine traumatische Einwirkung hinweisen. Am 14. August 2002 nahm er nochmals Stellung. Mit Verfügung vom 23. September 2002 eröffnete die SUVA P.________, sie werde die bisher erbrachten Leistungen zum 31. Oktober 2002 einstellen, da die noch bestehenden Beschwerden nicht mehr unfallbedingt seien. Auf Einsprache des Versicherten hin nahm die SUVA ergänzende Abklärungen des Sachverhalts vor, indem sie weitere Arztberichte (namentlich des Zentrums H.________ und des Kantonsspitals M.________) beizog und zwei ehemalige Arbeitskollegen von P.________ als Zeugen befragte. Die neuen Unterlagen legte sie Dr. med. E.________ vor, welcher am 19. November 2003 eine ärztliche Beurteilung vornahm. Dabei kam er zum Schluss, dass eine durch den Unfall entstandene Bandscheibenschädigung oder ein Einfluss des Unfalles auf weitere Symptome wie Rücken- und Beinschmerzen sowie Gefühlsstörungen sehr unwahrscheinlich seien. Sodann reichte der Versicherte den Bericht des Psychiaters Dr. med. L.________ vom 28. Juni 2003 ein, welcher eine posttraumatische Belastungsstörung ICD 10 F43.1 und einen Verdacht auf anhaltende somatoforme Schmerzstörung ICD 10 F45.4 diagnostizierte und angab, den Versicherten seit dem 9. April 2003 behandelt zu haben. Mit Entscheid vom 10. Dezember 2003 wies die SUVA die Einsprache ab.