Citation: 2A.12/2005 25.04.2005 E. 2

2.1 Die beiden angefochtenen Entscheide ergingen in Anwendung der Verordnung vom 11. August 1998 über die Abgabe von Reisepapieren an ausländische Personen (RPAV; AS 1999 2368 ff.). Inzwischen, d.h. am 1. Dezember 2004, trat die Verordnung vom 27. Oktober 2004 über die Ausstellung von Reisedokumenten für ausländische Personen (RDV; SR 143.5) in Kraft. Sie ersetzt die frühere Verordnung und gilt gemäss Übergangsbestimmungen (Art. 25 RDV) für alle im Zeitpunkt des Inkrafttretens hängigen Verfahren. Auf die vorliegenden Beschwerden findet daher das neue Recht Anwendung, das aufgrund der am 23. November 2004 (AS 2004 4577) erfolgten Veröffentlichung den anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerinnen bekannt sein musste und sich im Übrigen im fraglichen Punkt - wie sich nachfolgend zeigen wird - von den bisherigen Vorschriften nicht wesentlich unterscheidet. 2.2 Im Gegensatz zur bisherigen Verordnung (vgl. Art. 8 RPAV) sieht die nun anwendbare Regelung die Verlängerung von Ersatzpapieren nicht mehr vor (Art. 10 Abs. 5 RDV). Zu prüfen bleibt somit, ob vorliegend die Voraussetzungen zur Neuausstellung von Pässen für eine ausländische Person erfüllt sind.