Citation: 6B_445/2009 06.10.2009 E. 2

2.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Würdigung der Aussagen von A.________ sei willkürlich. Sie habe erst Anzeige erstattet, als sich der Vorfall mit B.________ auf dem Zürcher Strassenstrich herumgesprochen habe. In der Freierwarnung habe sie kein Wort über unfreiwillige sexuelle Handlungen oder Fesselungen erwähnt, ebenso nicht gegenüber der alarmierten Polizei und jenen Personen, die ihr in der besagten Nacht Unterschlupf gewährt hätten. Gegen die Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen spreche, dass sie infolge des Heroinkonsums nicht mehr wisse, was sie ihm gesagt habe. Die Ablehnung der Halsfessel heisse nicht, dass der darauf folgende vorgängig vereinbarte Geschlechtsverkehr gegen ihren Willen gewesen sei. Der vereinbarte Dirnenlohn von Fr. 700.-- für die Sexualpraktiken sei marktüblich gewesen. Es sei unglaubhaft, einen solchen Lohn einzig für Oral- und Geschlechtsverkehr vereinbaren zu wollen. A.________ habe sich auch nicht gegen die Halsfessel gewehrt oder "nein" gesagt. Zu einem weiteren Treffen sei es nur nicht gekommen, weil er sie nach dem Akt im Wald habe stehen lassen. 2.2 Nach den Feststellungen der Vorinstanz sprach der Beschwerdeführer die drogenabhängige A.________ am 30. Juli 2005 auf dem Zürcher Strassenstrich an. Aus dem Umstand, dass A.________ geäussert habe, sie habe mit ihrem Freund auch schon ein paarmal sadomasochistische Spiele probiert, könne nicht abgeleitet werden, sie habe die vom Beschwerdeführer praktizierten Formen eingewilligt. Er habe ihr bei den sexuellen Handlungen im Wald die Hände gefesselt, eine Zugschlinge um den Hals gelegt und das Seilende über einen Ast geführt. Aufgrund ihres schlechten Allgemeinzustandes und der Drogensucht habe er damit rechnen müssen, dass sie umfalle. Es habe die Gefahr einer tödlichen Strangulation bestanden, da der Beschwerdeführer nicht permanent neben ihr gestanden sei. Diese extreme Form der Fesselung sei jedenfalls nicht vom Einverständnis des Opfers umfasst, selbst wenn es in der sadomasochistischen Szene gut bewandert wäre (angefochtenes Urteil S. 7, 3, 18, 21). Die erste Instanz, auf welche die Vorinstanz verweist, stellt fest, A.________ habe mit dem Beschwerdeführer sexuelle Handlungen zum Preis von Fr. 700.-- vereinbart. Dieser habe sie zu sich in die Werkstatt mitgenommen. Sie habe sich vor seinen Augen Heroin gespritzt und sei danach erst wieder gefesselt zu sich gekommen. Sie habe sich nicht gewehrt, weil sie aufgrund früherer Erfahrungen gewusst habe, dass es sonst schlimmer werde. Die Fesselung habe der Beschwerdeführer mit dem Hals verbunden, so dass sich das Opfer beim Bewegen von Händen und Füssen in Atemnot brachte. Gleichzeitig habe er es geknebelt und ihm die Augen verbunden. Er habe von hinten den Geschlechtsverkehr vollzogen. Darauf hätten sie sich in den Wald begeben, wo er sein Opfer erneut an den Händen gefesselt und eine Zugschlinge um den Hals bzw. über den Ast eines Baumes gelegt habe. Er habe erneut von hinten den Geschlechtsverkehr vollzogen bzw. versucht, diesen zu vollziehen. Eine vorgängige Zustimmung zur Halsfessel habe A.________ selbst nach den Aussagen des Beschwerdeführers nicht erteilt. Dieser habe sein Opfer im Wald und ohne vollständige Bezahlung des vereinbarten Entgelts zurückgelassen. Es sei typisch für Sexualstraftaten, dass sich das Opfer mitschuldig fühle, die Straftat verharmlose und sich erst später bei der Polizei melde (angefochtenes Urteil S. 6 f., 10 ff., 18, erstinstanzliches Urteil S. 22 ff.). Hätte es A.________ auf eine überzogene Strafanzeige angelegt, hätte sie diese unverzüglich nach dem Vorfall erstattet. Sie habe aber vielmehr den Beschwerdeführer als gepflegt beschrieben und eingeräumt, dass sie während der Autofahrt zur Werkstatt über sadomasochistische Sexualpraktiken gesprochen hätten (erstinstanzliches Urteil S. 25). 2.3 Angesichts der vorstehenden umfassenden Beweiswürdigung ist die Rüge des Beschwerdeführers, die Vorinstanz setze sich nicht mit den Aussagen des Opfers auseinander bzw. würdige diese in willkürlicher Weise, unzutreffend. Die Vorinstanz darf grundsätzlich auf die erstinstanzliche Beweiswürdigung verweisen, solange ihr Urteil nachvollziehbar bleibt (vgl. zum Verweis bei der Strafzumessung: BGE 134 IV 17 E. 2.1 S. 20 mit Hinweisen; 118 IV 18 E. 1 c/bb S. 21). Dabei muss sie sich nicht mit allen erdenklichen Einwänden, sondern vielmehr nur mit den für den Entscheid erheblichen Gesichtspunkten befassen (BGE 133 I 270 E. 3.1 S. 277 mit Hinweisen). Die Feststellung, es habe an einer Zustimmung zur Halsfessel und zur Zugschlinge um den Baum gefehlt, ist berechtigt. Der Beschwerdeführer hat das Opfer nach eigenen Aussagen nicht vorgängig über den geplanten Einsatz der Halsfessel und deren Auswirkungen informiert. Danach konnte das Opfer aufgrund seines Drogenrausches keine Zustimmung zur Fesselung erteilen. Dass es sich nach dem Erwachen in seinem Zustand nicht gegen die vom Beschwerdeführer geschaffene Situation wehrte, wertet die Vorinstanz zutreffend nicht als Zustimmung zum praktizierten Geschlechtsverkehr. Nichts an dieser Beweiswürdigung ändert der Umstand, dass das Opfer erst später Anzeige erstattete bzw. aussagte, die Halsfesselung sei nicht so schlimm gewesen. In diesem Zusammenhang setzt sich der Beschwerdeführer nicht mit der Beweiswürdigung auseinander, wonach sich Opfer von Sexualstraftaten oft erst später bei der Polizei melden und sich mitschuldig fühlen und das Opfer zumindest eine Freierwarnung erstellen liess. Die Beschwerde ist in diesem Punkt unbegründet, soweit überhaupt darauf einzutreten ist. 2.4 Der Beschwerdeführer bestreitet, er habe A.________ den bereits übergebenen Dirnenlohn wieder weggenommen. Dabei nimmt er eine eigene Würdigung ihrer Aussagen vor, ohne sich mit den vorinstanzlichen Ausführungen zur Wegnahme des Geldes auseinanderzusetzen. Auf seine Rüge ist nicht einzutreten (vgl. E. 1.4).