Citation: 6P.36/2006 03.08.2006 E. 2

Die Beschwerdeführerin rügt ferner eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, weil sich das Obergericht mit den Ausführungen ihres Verteidigers im Zusammenhang mit der ihr vorgeworfenen Vortrittsverletzung nicht auseinandergesetzt habe (Beschwerde, S. 5 f.). Das Obergericht hat die bejahte Sorgfaltspflichtverletzung jedoch sehr wohl begründet und keine wesentlichen Vorbringen der Beschwerdeführerin unbeantwortet gelassen (angefochtenes Urteil, S. 7). Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs ist zu verneinen. Ob die Annahme einer Sorgfaltspflichtverletzung vor Bundesrecht standhält, ist im Rahmen der Nichtigkeitsbeschwerde zu prüfen.