Citation: 6B_1104/2019 E. 2.3

2.3. Der Privatkläger hat nach den unbestrittenen tatsächlichen Feststellungen der kantonalen Instanzen am 6. März 2017 Strafanzeige erhoben und Strafantrag gestellt (Untersuchungsakten act. S1a und S7). Massgebender Zeitpunkt für die Auslösung der dreimonatigen Antragsfrist ist der Zeitpunkt, in welchem die antragsberechtigte Person von Tat und Täter tatsächliche Kenntnis erlangt (BGE 142 IV 129 E. 4.3; 126 IV 131 E. 2a; je mit Hinweisen). Nach den Feststellungen der kantonalen Instanzen hat der Privatkläger Ende Februar 2017 aufgrund eines Hinweises seiner Treuhänderin die Belastung seiner Kreditkarte geprüft und bemerkt, dass ihm Geld weggekommen ist. Daraufhin hat er unverzüglich Strafantrag gestellt (angefochtenes Urteil S. 4 f.). Was die Beschwerdeführerin gegen den Schluss der Vorinstanz vorbringt, der Strafantrag sei rechtzeitig erfolgt, erschöpft sich in einer unzulässigen appellatorischen Kritik am angefochtenen Urteil, auf welche das Bundesgericht praxisgemäss nicht eintritt. Sie setzt sich mit den Erwägungen der Vorinstanz zur Rechtzeitigkeit des Strafantrags nicht substantiiert auseinander, sondern beschränkt sich im Wesentlichen darauf geltend zu machen, der Privatkläger sei "wohl" schon vor dem Januar 2017 über die Geldbezüge im Bilde gewesen und es erscheine "viel plausibler", dass jener es hinausgeschoben habe, sie mit den Bezügen der vergangenen Monate zu konfrontieren (Beschwerde S. 3). Die Beschwerdeführerin legt insbesondere nicht dar, aus welchen Gründen die Vorinstanz in Willkür verfallen sein soll, wenn sie annimmt, der Privatkläger habe ihr nach dem Vorfall aus dem Jahr 2012, nachdem sie ihm versprochen hatte, nicht mehr unrechtmässig Geld zu beziehen und sich gegen ihren Kaufzwang behandeln zu lassen, vertraut. Dasselbe gilt in Bezug auf den Schluss der Vorinstanz, wonach die Treuhänderin, welche den Privatkläger im Februar 2017 auf die Geldbezüge aufmerksam gemacht hatte, vom Vorfall aus dem Jahr 2012 keine Kenntnis hatte, so dass ihr insofern die nötige Sensibilisierung gefehlt habe. Dies gilt schliesslich auch, soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, der Privatkläger habe in die Geldbezüge eingewilligt. Inwiefern die vorhandenen Beweise andere Schlussfolgerungen geradezu aufdrängen sollen, macht die Beschwerdeführerin nicht hinreichend geltend und ist auch gar nicht ersichtlich. Daran ändern auch ihre Einwendungen, wonach sich der Privatkläger dessen bewusst gewesen sei, dass der ihr ausbezahlte Lohn von Fr. 1'500.-- zu der Bestreitung ihres Lebensbedarfs und der Verköstigung der Kunden, Lieferanten und Arbeiter des Privatklägers nicht ausgereicht habe, nichts (Beschwerde S. 4). Es mag zutreffen, dass auch eine andere Würdigung in Betracht gezogen werden könnte, doch genügt nach ständiger Rechtsprechung für den Nachweis von Willkür nicht, dass das angefochtene Urteil mit der Darstellung der beschwerdeführenden Partei nicht übereinstimmt (BGE 144 V 50 E. 4.2 S. 53; 143 IV 241 E. 2.3.1; 141 III 564 E. 4.1; je mit Hinweisen). Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.