Citation: C 271/99 22.05.2000 E. 3

3.- a) Der Beschwerdegegner war vom 26. September 1994 bis 6. Oktober 1996 bei S.________, Restaurant X.________ und ab 7. Oktober 1996 im Restaurant Y.________, als Koch tätig. Das letzte Arbeitsverhältnis wurde durch Kündigung seitens des Arbeitgebers per 31. Dezember 1996 aufgelöst. Wie im angefochtenen Entscheid zutreffend ermittelt wurde und im Übrigen unbestritten ist, hat der Versicherte von Januar bis April und Juni bis September 1996 monatlich Fr. 5716.65, im Mai 1996 Fr. 5616.65, im Oktober (aus beiden Anstellungen zusammen) Fr. 5198.30 und im November und Dezember 1996 je Fr. 5200.- verdient. b) Die Vorinstanz erachtet unter diesen Umständen Art. 37 Abs. 3 AVIV als massgeblich und stellt demzufolge zur Ermittlung des versicherten Verdienstes auf einen Bemes- sungszeitraum von zwölf Monaten ab. Die Anwendung von Art. 37 Abs. 2 AVIV schliesst sie zu Recht aus, da der Lohn im letzten Beitragsmonat vor Beginn der Rahmenfrist für den Leistungsbezug (Fr. 5200.-) vom Durchschnittslohn der letzten sechs Monate (Fr. 5458.-) nur um 4,73 % abweicht. Entgegen den Ausführungen im angefochtenen Entscheid wirkt sich allerdings die Bemessung des versicherten Verdienstes nach der Grundregel des Art. 37 Abs. 1 AVIV nicht unbillig aus, weshalb der Ausnahmetatbestand des Art. 37 Abs. 3 AVIV nicht erfüllt ist. Dies bestätigt ein Vergleich des Lohnes im letzten Beitragsmonat (Fr. 5200.-) mit dem Durch- schnittslohn der letzten zwölf Beitragsmonate (Fr. 5579.-), woraus lediglich eine Differenz in der Höhe von 6,79 % re- sultiert. Der versicherte Verdienst entspricht daher gemäss Art. 37 Abs. 1 AVIV dem im Dezember 1996 bezogenen Lohn von Fr. 5200.-. c) Dieses Ergebnis führt zu einer Schlechterstellung des Beschwerdegegners nicht nur gegenüber dem kantonalen Entscheid, sondern auch im Vergleich zur ursprünglich ange- fochtenen Verwaltungsverfügung vom 16. Juli 1997. Es recht- fertigt sich daher, die Sache an das kantonale Gericht zu- rückzuweisen, damit es dem Versicherten eine reformatio in peius mit Hinweis auf die Möglichkeit des Beschwerderück- zuges androhe (vgl. BGE 109 V 278).