Citation: 1C_360/2016 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwog, Art. 205 Abs. 1 des Strassengesetzes vom 3. September 1965 des Kantons Wallis (StrG/VS; SGS 725.1), der die Mindestabstände von Garagen gegenüber dem Fahrbahn- bzw. Gehsteigrand festlege, sei vorliegend nicht anwendbar. Diese Bestimmung regle den Abstand solcher Bauten zur Strasse und nicht den umgekehrten Fall. In Ermangelung einer einschlägigen gesetzlichen Grundlage hätten die Beschwerdeführer keinen Anspruch darauf, dass die geplante Zufahrtsstrasse gegenüber ihrem Grundstück einen gewissen Abstand einhalten müsse. Zur Verkehrssicherheit und dem Schutz der Verkehrsteilnehmer, die gemäss Art. 26 StrG/VS beim Bau von öffentlichen Verkehrswegen zu berücksichtigen sind, trügen sowohl die im Plangenehmigungsentscheid vorgesehenen Bedingungen und Auflagen als auch die geplante Fussgängerrampe bei. Zudem sei die Gemeinde darauf zu behaften, dass sie die Anbringung eines Verkehrsspiegels bei der Garagenausfahrt der Beschwerdeführer veranlasse. Dieser erleichtere die Übersicht und erhöhe die Verkehrssicherheit. Schliesslich könne Art. 17 der Verkehrsregelnverordnung (VRV; SR 741.11), der namentlich das Rückwärtsfahren im Strassenverkehr regle, hier keine Anwendung finden, richte sich dieser doch an die Fahrzeugführer und nicht an die Planungsbehörden.