Citation: 2C_24/2021 E. 3.6

3.6. Die Beschwerdeführerin bringt weiter vor, der Einspracheentscheid der kantonalen Steuerverwaltung sei ihr formell nie zugestellt worden. Es stellt einen allgemeinen Rechtsgrundsatz gestützt auf den verfassungsmässigen Vertrauensschutz sowie Art. 29 Abs. 1 und 2 BV dar, dass den Parteien aus mangelhafter Eröffnung einer Verfügung kein Nachteil entstehen darf (vgl. 144 II 401 E. 3.1 S. 405; 118 Ia 223 E. 2 S. 228; BGE 117 Ia 297 E. 2 S. 298 f.; Urteil 2C_848/2012 vom 8. März 2013 E. 4.1). Dabei ist ausschlaggebend, ob die Partei im konkreten Fall tatsächlich irregeführt und benachteiligt wurde (vgl. BGE 132 I 249 E. 6 S. 253; BGE 122 I 97 E. 3a/aa S. 99; Urteil 9C_791/2010 vom 10. November 2010 E. 2.2). Im vorliegenden Verfahren war es der Beschwerdeführerin ohne Weiteres möglich, den Einspracheentscheid der kantonalen Steuerverwaltung rechtzeitig bei der Steuerrekurskommission anzufechten. Es ist ihr somit kein Nachteil erwachsen, ungeachtet davon, ob ihr der Einspracheentscheid tatsächlich nicht formell eröffnet worden ist. Mangels Rüge der Beschwerdeführerin wurde der Sachverhalt im vorinstanzlichen Verfahren in dieser Hinsicht nicht erstellt.