Citation: 6B_416/2024 E. 1.4

1.4. Was der Beschwerdeführer gegen die vorinstanzliche Sachverhaltswürdigung vorbringt, vermag keine Willkür zu begründen, begnügt er sich doch weitgehend damit, in appellatorischer Weise seinen bereits vor Vorinstanz vertretenen Standpunkt zu wiederholen, ohne sich vertieft mit den Erwägungen der Vorinstanz auseinanderzusetzen. So setzt er sich insbesondere nicht in der für eine Willkürrüge erforderlichen Tiefe mit den Erwägungen der Vorinstanz zu den Widersprüchen und Anpassungen in seinem Aussageverhalten auseinander. Zwar ist es theoretisch möglich, dass es bereits vor der Autofahrt des Beschwerdeführers mit B.________ zum erzwungenen Geschlechtsverkehr zwischen C.________ und B.________ kam und die bei letzterer festgestellten Verletzungen davon herrühren. Dies ändert jedoch nichts daran, dass es während der Autofahrt mit dem Beschwerdeführer, während der sich B.________ unbestrittenermassen alleine und in stark alkoholisiertem Zustand im "Kofferraum" befand, zu einem Kontakt kam, in dessen Verlauf das Sperma des Beschwerdeführers in die Vagina von B.________ gelangte. Die hierzu vom Beschwerdeführer vorgebrachten Erklärungen erscheinen - wie die Vorinstanz zutreffend erwägt - als reichlich realitätsfremd. Auch wenn dem Beschwerdeführer insofern zuzustimmen ist, dass C.________ sehr wohl Grund gehabt hätte, falsch auszusagen um sich selbst aus dem Fokus der Ermittlungen zu nehmen, ändert dies nichts am Beweisergebnis der Vorinstanz einer ungewöhnlich lange dauernden Autofahrt. Gemäss den Feststellungen der Vorinstanz - welche der Beschwerdeführer diesbezüglich nicht als willkürlich rügt - sagte auch D.________ aus, der Beschwerdeführer sei ungewöhnlich lange nicht vor der Wohnung von B.________ erschienen und habe hierfür eine merkwürdige Erklärung gegeben. Das vom Beschwerdeführer geltend gemachte Verfahren resp. die Suche nach dem Weg steht zudem im Widerspruch zu seiner von der Vorinstanz festgestellten Ortskundigkeit. Auch die dagegen vorgebrachten Rügen vermögen keine Willkür zu begründen. Deshalb gehen letztendlich auch die Vorbringen des Beschwerdeführers hinsichtlich des Zeitpunktes einer allfälligen Google-Weganfrage an der Sache vorbei. Zudem liesse sich eine um 02.18 Uhr durchgeführte Google-Weganfrage durchaus auch mit der Annahme der Vorinstanz in Einklang bringen, dass er zuvor einen geeigneten Ort zur Vornahme des Geschlechtsverkehrs gesucht hatte, um nach Vollzug desselben eine Google-Weganfrage betreffend den schnellsten Weg zur Wohnung von B.________ zu tätigen (um seine Abwesenheit nicht noch mehr zu verlängern). Sein merkwürdiges Verhalten nach erfolgter Ankunft wird alsdann nicht nur von C.________ sondern auch von D.________ und der Schwester von B.________ geschildert. Auch damit setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander. Hinweise auf Motive zur Falschaussage bestehen zumindest hinsichtlich dieser weiteren Zeugen, welche im Gegensatz zu C.________ nie im Fokus der Ermittlungen standen, keine und werden vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht. Letztendlich bestehen auch keinerlei Hinweise darauf, dass B.________s Aussage, sie könne sich an die Vorkommnisse während der Autofahrt nicht erinnern, unzutreffend sein könnte, woraus die Vorinstanz - auch vor dem Hintergrund der übereinstimmenden Aussagen aller Beteiligten zu ihrem Zustand - willkürfrei ableitet, die Initiative für den Geschlechtsverkehr mit dem Beschwerdeführer sei nicht von ihr ausgegangen. Diese Schlussfolgerung vermag der Beschwerdeführer nicht mit dem früheren Verhalten von B.________ (beim Kennenlernen von C.________ oder früher am Abend) als willkürlich zu qualifizieren. Auch wenn es in der Nacht vom 22. auf den 23. Juli 2020 zu zudringlichem Verhalten von B.________ gekommen sein sollte, kann der Beschwerdeführer hieraus nichts zu seinen Gunsten ableiten resp. vermag dies die Schlussfolgerung der Vorinstanz hinsichtlich ihrem Zustand anlässlich der späteren Autofahrt und ihrer Fähigkeit in diesem Moment, die Initiative zum Geschlechtsverkehr zu ergreifen, nicht als unhaltbar auszuweisen. Zurecht schliesst die Vorinstanz die Theorie der Verteidigung betreffend einen Sekundärtransfer des Spermas des Beschwerdeführers in die Vagina von B.________ (zufolge eines vorgängigen Onanierens des Beschwerdeführers, gefolgt von der Berührung des Penis des Beschwerdeführers durch B.________ und einem Einführen ihres Fingers in ihre Vagina resp. einem Berühren der Vagina mit dem Finger) aus. Diesbezüglich blendet der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde die Aussage seiner Freundin aus, er habe ihr gegenüber einen Kontakt seines Penis mit der Vagina von B.________ geschildert. Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer selbst - soweit ersichtlich - ein vorgängiges Onanieren, das einen Transfer seines Spermas unabhängig von einem Geschlechtsverkehrs ansatzweise erklären könnte, im Rahmen seiner Einvernahmen nie vorbrachte; zumindest wird dies in der Beschwerde nicht behauptet. Ebenso hält die Vorinstanz zurecht fest, der Beschwerdeführer habe nie geltend gemacht, sein Penis sei erigiert gewesen, als er nach B.________ geschaut habe. Wie es demnach unter Berücksichtigung des Zustandes von B.________ möglich sein sollte, dass diese seinen Penis in ihre Vagina einführte (auch nur zu einen Drittel oder einem Viertel) erschliesst sich nicht ohne weiteres. Ebenso erscheint es unwahrscheinlich, dass es beim Beschwerdeführer durch die Berührung seines Penis durch B.________ während der - gemäss ursprünglicher Aussage - nur wenige Sekunden dauernden Aktion zu einer Erektion gekommen ist. Hinzu kommt schliesslich, dass sich der Beschwerdeführer darauf beschränkt darzutun, weshalb einzelne Indizien durch die Vorinstanz falsch gewürdigt worden seien, ohne jedoch aufzuzeigen, weshalb der aus der Gesamtheit der verschiedenen Indizien gezogene Schluss der Vorinstanz offensichtlich unhaltbar sein soll. Dieses Vorgehen taugt generell nicht, eine willkürliche Beweiswürdigung oder eine Verletzung des "in dubio-Grundsatzes" im Rahmen eines aus einer Indizienkette gezogenen Beweisschlusses zu belegen, zumal der Grundsatz "in dubio pro reo" nicht auf einzelne Indizien anwendbar ist. Insgesamt erweist sich die Rüge hinsichtlich der Beweiswürdigung als unberechtigt. Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.