Citation: 6B_551/2021 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, es liege ein Härtefall nach Art. 66a Abs. 2 StGB vor. Er sei anerkannter Flüchtling und lebe seit 15 Jahren in der Schweiz. Vor der Inhaftierung sei er einer geregelten Arbeit nachgegangen, beherrsche die Landessprache und verfüge über ein familiäres Umfeld in der Schweiz. Die Beziehung zur Mutter seines Sohnes sei ebenfalls intakt. Es sei unverhältnismässig, ihn auszuweisen. Seine Familie sei im IS-Krieg getötet worden und er müsse um sein Leben und seine Freiheit fürchten, da er in den Krieg gegen den IS geschickt oder bei einer Weigerung getötet oder eingesperrt werde. Die Unsicherheit des Vollzugs sei entgegen der Auffassung der Vorinstanz bereits bei der Anordnung der Landesverweisung zu berücksichtigen. Der Beschwerdeführer verweist auf einen Bericht der Migrationsbehörde, wonach seine Wegweisung als unzumutbar erachtet worden sei, dies infolge der Sicherheitslage im Irak. Diese sei zugunsten einer vorläufigen Aufnahme aufgeschoben worden.