Citation: 9C_625/2021 E. 5.3

5.3. Der Beschwerdeführer war im Zeitpunkt der Investitionen unbestrittenermassen Mitglied der Anlagekommission. Diese Kommission erledigte gemäss den Feststellungen des kantonalen Gerichts die ihr zugewiesenen Aufgaben (Festlegung taktische Allokation, Produktwahl, Titelwahl, Controlling/Analyse) selbständig und nach Massgabe des ihr erteilten Auftrags. Das durch den Stiftungsrat erlassene Anlagereglement und die durch den Stiftungsrat genehmigte Anlagestrategie bildeten hierzu die Basis. Der Beschwerdeführer war beim Tätigen der vorliegend streitbetroffenen Anlagen federführend. Weiter steht fest, dass er an den Sitzungen des Stiftungsrates, an welchen die vorliegend entscheidenden Beschlüsse getroffen wurden, teilnahm. Auch wenn er keine auf eine Tätigkeit im Vorsorgebereich zugeschnittene anerkannte Fachausbildung abgeschlossen hatte, musste ihm doch mindestens bewusst sein, dass eine Vorsorgeeinrichtung bei ihren Investitionen gewisse gesetzliche Vorgaben zu beachten hat. Trotzdem ist weder ersichtlich noch dargetan, dass er seine Anlagevorschläge mit einem Vorbehalt versehen hätte, bzw. den Stiftungsrat darauf aufmerksam gemacht hätte, dass er nicht in der Lage gewesen wäre, die BVG-Konformität seiner Vorschläge zu prüfen. Somit kann er sich vorliegend nicht erfolgreich darauf berufen, er sei lediglich als Finanzspezialist ohne spezifische BVG-Kenntnisse beratend tätig geworden, ohne dass seine Vorschläge eine explizite oder implizite Aussage über die BVG-Konformität der vorgeschlagenen Anlagen beinhaltet hätten. Damit verstösst der Schluss der Vorinstanz, die unterbliebene Risikobeurteilung bzw. das Tätigen von den Rahmenbedingungen der Stiftung nicht Rechnung tragenden Investitionen sei auch dem Beschwerdeführer anzulasten, nicht gegen Bundesrecht. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass er bezüglich der getätigten Anlagen keine formelle Entscheidkompetenz hatte. Entsprechend ist seine Beschwerde im Hauptstandpunkt abzuweisen.