Citation: 8C_484/2016 E. 7.3

7.3. Nach den vorinstanzlichen Erwägungen hat die Information der operativen Leitung des Förderprogramms des Bundes durch den Beschwerdeführer eine zusätzliche und für den Arbeitgeber letzte Ursache für den endgültigen Vertrauensbruch bewirkt. Der Haupteinwand der Beschwerdeführers bezieht sich darauf, dass er eine unrechtmässige Praxis im Amt publik gemacht habe und die nach dem Whistleblowing erfolgte Kündigung missbräuchlich beziehungsweise eine unzulässige Rachekündigung gewesen sei. Indessen setzt er sich mit der Begründung der Vorinstanz nicht auseinander, wonach sein Vorgehen nicht in guten Treuen erfolgt und sein Verhalten deshalb nicht schützenswert gewesen sei. Es wird namentlich nicht näher ausgeführt, weshalb er, wie von der Vorinstanz erwogen, nicht bereits bei Kenntnisnahme des beanstandeten Gesuchs im Oktober 2011 gehandelt habe. Als massgeblich erachtet hat die Vorinstanz des Weiteren, dass der Baudirektor nach der Information durch den Beschwerdeführer umgehend eine Untersuchung der Praxis veranlasst habe. Nach Vorliegen der Ergebnisse bereits nach wenigen Wochen habe er eine Weisung erlassen und die bisherige Handhabung der verspäteten Fördergesuche verboten. Sofern es dem Beschwerdeführer tatsächlich darum gegangen wäre, noch offene Fragen zu klären, hätte er sich damals an den Baudirektor wenden können. Inwiefern danach noch ein schützenswertes Interesse an einer Aufdeckung der zwischenzeitlich verbotenen Praxis bei externer Stelle bestanden hätte, wird beschwerdeweise nicht näher dargelegt (vgl. zum Whistleblowing: Streiff/von Kaenel/Rudolph, Arbeitsvertrag, 7. Aufl. 2012, N 14 zu Art. 321a OR mit Hinweisen).