Citation: 9C_337/2014 E. 3

Der Gerichtsgutachter diagnostizierte eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS; ICD-10 F43.1) und eine mittelgradig depressive Episode (ICD-10 F32.1). Darüber hinaus bestehe der Verdacht auf eine somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4). Er verneinte eine grundsätzliche anhaltende Veränderung hinsichtlich Diagnosen, Befunde und auch Arbeitsfähigkeit im Zeitraum Mai 2008 bis August 2011. Eine solche habe über einen längeren Zeitraum auf dem freien Arbeitsmarkt nicht bestanden. Die Vorinstanz hat diese gutachtlichen Feststellungen als beweiskräftig erachtet und gestützt darauf eine revisionsrechtlich bedeutsame Veränderung des Sachverhalts im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG verneint. Ebenso hat sie die Voraussetzungen für eine Überprüfung der ganzen Rente des Beschwerdegegners nach lit. a Abs. 1 der Schlussbestimmungen der Änderung des IVG vom 18. März 2011 (6. IV-Revision, erstes Massnahmenpaket, in Kraft getreten am 1. Januar 2012; im Folgenden: SchlB zur 6. IV-Revision) nicht als gegeben erachtet. Es könne nicht davon ausgegangen werden, dass die Rentenzusprechung ausschliesslich aufgrund eines unklaren Beschwerdebildes erfolgt sei, worunter die PTBS nach der Rechtsprechung falle. Schliesslich lasse sich die Rentenaufhebung auch nicht mit der prozessualen Revision oder der Wiedererwägung der Verfügung vom 20. Mai 2008 (Art. 53 Abs. 1 und 2 ATSG) begründen.