Citation: 4A_677/2014 E. A

B.________ (Kläger, Beschwerdegegner) erwarb im Juli 2003 das Grundstück xxx samt Mehrfamilienhaus (im Folgenden: die Liegenschaft) zum Preis von Fr. 2'050'000.--. Der amtliche Wert der Liegenschaft beträgt Fr. 2'187'300.--. Der Kläger beabsichtigte, die Liegenschaft aus betriebswirtschaftlichen und steuerlichen Gründen in eine ihm gehörende Aktiengesellschaft (AG) einzubringen. Um den dadurch anfallenden beträchtlichen Grundstückgewinnsteuern zu entgehen, entschloss er sich, die Liegenschaft zunächst auf eine ihm nicht gehörende AG zu übertragen. Durch Notar C.________ lernte er im Frühjahr A.________ (Beklagter, Beschwerdeführer) kennen, der Alleinaktionär der A.A.________ AG ist, deren Betrieb 2006 eingestellt wurde. Die Parteien planten in einem ersten Schritt die Liegenschaft des Klägers in die A.A.________ AG einzubringen. In einem zweiten Schritt würden die Aktien der A.A.________ AG vom Kläger erworben. Ein erster Entwurf eines Kaufvorvertrags für die Aktien vom 4. Februar 2010 sah vor, dass der Kläger der A.A.________ AG seine Liegenschaft verkaufen und sich der Beklagte im Gegenzug verpflichten würde, binnen zwei Jahren (zwecks Vermeidung von Grundstückgewinnsteuern) sämtliche Aktien der A.A.________ AG dem Kläger zu verkaufen. Nach Aussagen des Klägers wurde dieser Vertrag zur Vermeidung steuerrechtlicher Konsequenzen nicht unterzeichnet. Mit Grundstückkaufvertrag vom 12. Mai 2010 verkaufte der Kläger die Liegenschaft für Fr. 2.2 Mio. an die A.A.________ AG. Diese übernahm die Schuldbriefe und Hypothekardarlehen in der Höhe von Fr. 1.46 Mio. Der restanzliche Kaufpreis von Fr. 740'000.-- wurde "auf Kündigung hin stehen gelassen". Die Eigentumsübertragung erfolgte am 21. Mai 2010. Zu Beginn des Jahres 2012 verlangte der Kläger vom Beklagten, dass dieser ihm wie vereinbart die Aktien der A.A.________ AG übertrage. Der Beklagte weigerte sich und bestritt, dass der Kläger einen Anspruch auf den Kauf der Aktien habe.