Citation: U 139/05 29.12.2005 E. 1

Das kantonale Gericht hat die streitige Leistungseinstellung zum 31. Juli 2003 gemäss Einspracheentscheid vom 13. Februar 2004 mit folgender Begründung bestätigt: Die Versicherte habe beim Auffahrunfall vom 4. Dezember 2001 eine HWS-Distorsion mit cervicospondylogenem Syndrom erlitten. Auf Grund der in den Arztberichten immer wieder erwähnten Beweglichkeitseinschränkungen im HWS-Bereich sowie Nacken- und Kopfschmerzen seien die Folgen eines HWS-Distorsionstraumas (Schleudertraumas) zu beurteilen. Es sei somit nach Massgabe von BGE 117 V 359 zu prüfen, ob der Unfall vom 4. Dezember 2001 eine adäquate Ursache der (natürlich unfallkausalen) gesundheitlichen Beeinträchtigungen sei. Dabei sei auf Grund der kollisionsbedingten Geschwindigkeitsänderung (Delta-v) für den Personenwagen der Versicherten unterhalb oder knapp innerhalb von 10 bis 15 km/h gemäss biomechanischer Kurzbeurteilung vom 19. Juni 2002 praxisgemäss von einem mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten auszugehen (vgl. RKUV 1998 Nr. U 297 S. 243 und Urteil M. vom 8. November 2004 [U 314/03]). Von den massgebenden Kriterien könne einzig dasjenige der Dauerbeschwerden bejaht werden. Von mehreren in gehäufter oder auffallender Weise erfüllten Adäquanzkriterien könne somit nicht gesprochen werden, selbst wenn zu Gunsten der Versicherten auch das Kriterium der Arbeitsunfähigkeit als teilweise gegeben erachtet würde. Zum Kriterium «Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit» im Besonderen hat das kantonale Gericht erwogen, gemäss Austrittsbericht der Rehabilitationsklinik Z.________ vom 16. April 2002 sei unter Berücksichtigung der unfallfremden vorbestehenden Fibromyalgie eine Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer angepassten (sehr leichten und vorwiegend sitzenden) Tätigkeit zumutbar. Auf diese fundierte(re) Beurteilung sei abzustellen. Eine Einschränkung der vorbestehenden 50%igen Arbeitsunfähigkeit könnte somit einzig darin erblickt werden, dass lediglich noch sehr leichte und vorwiegend sitzende Tätigkeiten zumutbar seien. Allein deshalb könne jedoch dieses Kriterium nicht bejaht werden.