Citation: 2C_826/2020 E. 4.2

4.2. Aufgrund des Strafmasses sowie der konkreten Tatumstände ging die Vorinstanz davon aus, dass beim Beschwerdeführer 1 ausländerrechtlich von einem schwerwiegenden Verstoss gegen die schweizerische Rechtsordnung auszugehen und sein Verschulden dementsprechend als schwer zu qualifizieren sei. Sie berücksichtigte dabei insbesondere, dass er am 10. Mai 2017 nicht nur wegen der an seiner ehemaligen Ehefrau begangenen Vergewaltigung verurteilt wurde, sondern auch wegen Drohung, versuchter Drohung und mehrfacher Tätlichkeiten und Beschimpfung, welche mehrheitlich nach dem Sexualdelikt begangen wurden. Schliesslich bezog sie in die Gesamtwürdigung mit ein, dass er am 15. Oktober 2014 wegen einer Geschwindigkeitsübertretung verurteilt worden ist. Diese Einschätzung ist nicht zu beanstanden. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführenden kann der Beschwerdeführer 1 nichts zu seinen Gunsten daraus ableiten, dass die Schuldsprüche, die sich aus dem Urteil des Obergerichts des Kantons Solothurn vom 10. Mai 2017 ergeben, sich allesamt auf einen kurzen Zeitraum beziehen. Wenn die festgestellten Verfehlungen zwar allesamt Straftaten betreffen, welche zulasten der ehemaligen Ehefrau des Beschwerdeführers 1 erfolgten, so schliesst dies nicht aus, dass es sich um eigenständige, voneinander unabhängige Delikte handelt und von einer wiederholten Delinquenz gesprochen werden kann.