Citation: I 734/01 23.07.2003 E. 2

Zu prüfen ist sodann der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente. 2.1 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweisen). Das kantonale Gericht hat einen Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente vereint, weil in psychischer Hinsicht kein Gesundheitsschaden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit bestehe und sich dabei im Wesentlichen auf ein Gutachten von Dr. med. S.________, Spezialarzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 7. Oktober 2000 gestützt, welches es als als beweiskräftig im Sinne der erwähnten Rechtsprechung erachtete. Dies vermag nicht zu überzeugen, beschränkt sich doch dieses Gutachten praktisch auf die Darlegung der Untersuchungsergebnisse, ohne diese zu begründen oder sich mit anders lautenden Diagnosen in den bis dahin schon erstellten medizinischen Untersuchungen auseinanderzusetzen. Insbesondere die Aussage, es fänden sich keine Anzeichen einer aktuellen oder früheren Depression, bedürfte angesichts der gegenteiligen Meinung im Austrittsbericht des Spitals X.________, Medizinische Abteilung (Psychosomatik), vom 10. Juni 1999 einer näheren Begründung, berichteten doch die Dres. med. F.________ und H.________ darin von einer aktuellen reaktiven Depression mit Verdacht auf psychophysiologische Störung auf Basis einer längeren depressiven Entwicklung. Insgesamt muss die Frage nach der psychischen Gesundheit der Beschwerdeführerin aufgrund der vorliegenden Akten als nicht genügend geklärt bezeichnet werden. Die IV-Stelle wird die notwendigen Untersuchungen anzuordnen haben. 2.2 Hinsichtlich der physischen Beeinträchtigungen ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass die meisten der geltend gemachten Beschwerden auf die Adipositas zurückzuführen sind und durch (nach der Rechtsprechung als zumutbar geltende) Massnahmen zur Gewichtsreduktion ganz oder zumindest zu bedeutenden Teilen eliminiert werden könnten. In Bezug auf die im Schreiben von Dr. med. N.________ an die Medizinische Abteilung des Spitals Y.________ vom 19. Februar 2001 erwähnten akuten Kopfschmerzen, die bei jeglicher Belastung aufträten, erwog die Vorinstanz, diese vermöchten keinen Gesundheitsschaden mit erheblichen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zu begründen. Auch diesbezüglich sind weitere Abklärungen angezeigt. Die erforderlichen Sachverhaltsergänzungen sind vorzugsweise im Rahmen einer interdisziplinären Begutachtung vorzunehmen.