Citation: 6B_1261/2022 E. 3.4.1

3.4.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, das Gutachten von Dr. med. M.________ sei mangelhaft und die Vorinstanz habe in willkürlicher Weise darauf abgestellt. Das Gutachten nehme immer wieder Bezug auf Gewalthandlungen und erwähne eine diesbezügliche Rückfallgefahr, obwohl er keine physischen Gewaltdelikte begangen habe. Angesichts eines Vorfalls körperlicher Gewalt aus dem Jahre 2005 und eines Vorfalls mit einem Messer aus dem Jahre 2017 kann nicht gesagt werden, dass die gutachterliche Bezugnahme auf Gewaltdelikte aktenwidrig ist. Im Übrigen ergibt sich aus den Ausführungen des Gutachters, dass dieser im Sinne des Prognoseinstruments HCR-20 unter "Gewalt" die "tatsächlich ausgeübte, versuchte oder angedrohte Gewalt gegen eine oder mehrere Personen" versteht (Gutachten S. 19). Daraus ist zu schliessen, dass er mit der Bezugnahme auf Gewaltdelikte nicht ausschliesslich auf Eingriffe in die physische Integrität abstellt, sondern damit auch Drohungen gegen Leib und Leben meint. Dem Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach die Vorinstanz in Willkür verfallen sei, indem sie auf ein mangelhaftes Gutachten abgestellt habe, ist nicht zu folgen.