Citation: 9C_209/2013 E. 3.3

3.3. Der psychiatrische Sachverständige am Spital X.________, Dr. U.________, legte dar, weshalb im konkreten Fall eine relativ lange Latenz zwischen Traumatisierung und Entwicklung einer krankheitswertigen Störung eingetreten sei: Nach der Flucht seien über Jahre hinweg "subsyndromale Ausprägungsgrade der Erkrankung vorhanden" gewesen; die Untersuchungshaft und die Scheidung hätten aus dieser Sicht die Störung akut werden lassen, was in angepassten Tätigkeiten zu einer Arbeitsunfähigkeit von 50 Prozent führe (Gutachten vom 24. Oktober 2011, S. 58). Diese Auffassung des Dr. U.________ ist indessen eine Annahme, welche in Anbetracht der äusserst diskrepanten psychiatrischen Aktenlage nicht geeignet ist, die für einen invalidisierenden Gesundheitsschaden erforderliche tatsächliche Anspruchsgrundlage als überwiegend wahrscheinlich zu beweisen. Daher war es nicht (offensichtlich) unrichtig, geschweige denn willkürlich, wenn die Vorinstanz dem Verständnis von Dr. S.________ folgte und annahm, dass die geltend gemachten Leistungsausfälle nicht in einer PTBS begründet sind, zumal eine weitere psychiatrische Expertise, diejenige der Frau Dr. T.________ vom 24. Juli 2008, diese Feststellung ebenfalls stützt (a.a.O. S. 12). Eine andere Betrachtungsweise drängt sich schliesslich auch nicht aufgrund der Überlegung auf, die von Dr. L.________ diagnostizierte anhaltende Persönlichkeitsveränderung nach psychischer Erkrankung sei mit der gemäss Gutachten des Spitals X.________ ausgewiesenen Chronifizierung der PTBS identisch; das kantonale Gericht führt zutreffend aus, dass die Auffassung des Dr. L.________ in keiner der zahlreichen weiteren ärztlichen Beurteilungen geteilt wird. Das Bundesgericht ist nach dem Gesagten an die vorinstanzliche Feststellung gebunden, es liege keine PTBS vor. Die für den gegenteiligen Fall erhobenen Rügen betreffend die Rechtsprechung nach BGE 130 V 352 sind daher gegenstandslos.