Citation: 1C_571/2021 E. 3.1

3.1. Das Kantonsgericht führte zusammengefasst aus, die Beschwerdeführer stützten ihre Auffassung, dass auf dem Baugrundstück keine Baute errichtet werden dürfe, die grösser oder höher als das bestehende Haus sei, einzig darauf, dass im GP Brunnenhöfli auf diesem Grundstück kein Baufeld eingezeichnet sei und keine Höhenbeschränkung festgehalten wurde. Dies lasse sich jedoch damit erklären, dass im Zeitpunkt der Errichtung des Gestaltungsplans das auf dem Baugrundstück bereits bestehende Haus nicht abgebrochen und ersetzt werden sollte, weshalb es heute - nach rund 40 Jahren - immer noch bestehe. Demnach sei bei der Erstellung des GP Brunnenhöfli in Bezug auf das Baugrundstück mangels eines aktuellen Überbauungsvorhabens auf die Eintragung eines Baufelds sowie die Festsetzung von Höhenbeschränkungen verzichtet worden. Hätte der GP Brunnenhöfli vorgesehen, dass die ermittelten Ausnützungsreserven zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr oder nicht auf dem Baugrundstück realisiert werden dürfen, hätte dies im Gestaltungsplan festgehalten werden müssen, was jedoch nicht der Fall sei. Vielmehr sehe Ziff. 3.41 des Genehmigungsbeschlusses als Bedingung vor, dass die Ausnützungsreserven grundsätzlich auf den betreffenden Grundstücken zu belassen seien, um die städtebaulich erwünschte Bauvolumenerhaltung gemäss Zonenplan zu sichern. Der Stadtrat sei daher in vertretbarer Weise davon ausgegangen, der GP Brunnenhöfli weise für das Baugrundstück keine Baubeschränkung auf. Mit Blick auf die Gemeindeautonomie bei der Auslegung eines kommunalen Gestaltungsplans bestehe kein Anlass, vom Auslegungsresultat des Stadtrats Kriens abzuweichen.