Citation: 4A_452/2022 E. 6.4.1

6.4.1. In Bezug auf die Mängel Nr. 76, 135, 163, 168, 177 und 185 kam das Handelsgericht zum Ergebnis, dass die Beschwerdeführerin (als Bestellerin) die Mängelrügen nicht sachgerecht substanziiert habe. So erhelle daraus zwar jeweils, dass "etwas in Zusammenhang mit der Steckdose", "etwas in Zusammenhang mit dem Lichtschalter" respektive "etwas in Zusammenhang mit dem Lichtspot" moniert werde. Doch ergebe sich aus den Rügen nicht, ob das Werk des Elektromonteurs oder effektiv das Werk der Beschwerdegegnerin beanstandet worden sei beziehungsweise sei gar davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin die unsaubere Montage habe rügen wollen, welche nicht Teil des Werks der Beschwerdegegnerin bilde. Hinzu komme, dass sich die Mängelrügen sowohl an die Beschwerdegegnerin als auch an den Elektromonteur gerichtet hätten, was ebenfalls zu Unklarheiten Anlass gegeben habe. Diese Beurteilung ist bundesrechtlich nicht zu beanstanden (siehe Erwägung 6.3). Die Beschwerdeführerin wendet ein, es habe sie keine Pflicht getroffen, die Ursache der Mängel anzugeben. Dies trifft zu, ändert aber nichts daran, dass die Rügen dergestalt zu substanziieren waren, dass die Beschwerdegegnerin (als Unternehmerin) nach Treu und Glauben ohne Mühe hätte erkennen können, an welchen Mängeln sich die Beschwerdeführerin stört. Dies war nach den für das Bundesgericht verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz nicht der Fall. Inwiefern das Recht "auf Beweis" verletzt sein soll, wie die Beschwerdeführerin tadelt, ist nicht erkennbar.