Citation: 6B_634/2019 E. A

X.________ wurde von der Regionalen Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland mit Strafbefehl vom 24. Oktober 2018 der mehrfachen Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz schuldig gesprochen und mit einer Busse von Fr. 500.-- belegt. Der Strafbefehl wurde am 25. Oktober 2018 der Schweizerischen Post zum Versand übergeben. Nach einem erfolglosen Zustellversuch am 26. Oktober 2018 meldete die Post die Sendung mittels Abholungseinladung zur Abholung bereit. Nachdem X.________ die Sendung innert der 7-tägigen Frist nicht abgeholt hatte, wurde das Einschreiben am 5. November 2018 an die Staatsanwaltschaft retourniert. Die Staatsanwaltschaft wies die Polizei mit Schreiben vom 14. November 2018 an, X.________ den Strafbefehl gegen Empfangsbestätigung zuzustellen. Der Strafbefehl wurde X.________ am 21. November 2018 persönlich zugestellt. Diese erhob am 22. November 2018 Einsprache gegen den Strafbefehl. Die Staatsanwaltschaft wies X.________ mit Schreiben vom 27. November 2018 darauf hin, dass ihre Einsprache vom 22. November 2018 verspätet sei und machte sie auf die Zustellfiktion von Art. 85 Abs. 4 StPO, die Rückzugsmöglichkeit und die Modalitäten eines Wiederherstellungsgesuchs aufmerksam. Am 6. Dezember 2018 teilte X.________ mit, dass sie an der Einsprache festhalte, woraufhin die Staatsanwaltschaft am 10. Dezember 2018 die amtlichen Akten zur Prüfung der Gültigkeit der Einsprache an das Regionalgericht Bern-Mittelland überwies.