Citation: 5A_463/2022 E. 3.1

3.1. Das Kind C.________ steht unter der gemeinsamen Sorge beider Elternteile und bereits im Berufungsverfahren war unbestritten, dass auch die (faktische) Obhut (d.h. die Befugnis zur täglichen Betreuung des Kindes und zur Ausübung der Rechte und Pflichten im Zusammenhang mit dessen Pflege und Erziehung (BGE 142 III 612 E. 4.1) durch die Mutter und den Vater alternierend ausgeübt werden soll. Wie bereits im Verfahren vor dem Obergericht ist auch vor Bundesgericht allerdings strittig, welcher Elternteil welchen Betreuungsanteil übernimmt. Während die Vorinstanz wie bereits das Regionalgericht dem Vater einen solchen von 40 % eingeräumt hat (vgl. vorne Bst. A.b und B), beantragt der Beschwerdeführer, die Betreuung sei den Eltern je hälftig zu übertragen (vgl. vorne Bst. C). In seiner praktischen Auswirkung dreht sich der Streit auch nach der Darstellung des Beschwerdeführers darum, ob das Kind am Mittwochmorgen durch die Mutter (so die Vorinstanz) oder durch den Vater (so der Beschwerdeführer) betreut wird, dem Vater mithin pro Woche ein halber Betreuungstag mehr einzuräumen ist.