Citation: 8C_27/2017 E. 3.2

3.2. Das kantonale Gericht hat im Wesentlichen erwogen, am 15. April 2016 habe die B.________ AG das Praktikumsverhältnis per 30. April 2016 gekündigt, wobei der 15. April 2016 als letzter Arbeitstag festgehalten worden sei. Dass der Beschwerdeführer diese Praktikumstätigkeit danach nochmals aufgenommen habe, sei weder aktenkundig noch werde es von ihm geltend gemacht. Mit Schreiben vom 15. April 2016 habe er der B.________ AG mitgeteilt, bis zum Ablauf der gesetzeskonformen Kündigungsfrist am 31. Mai 2016 biete er seine Arbeitskraft an und sei bereit, seine Ferien zu verschieben und sich unverzüglich wieder im Büro einzufinden. Falls er bis 20. April 2016 nichts von ihr höre, werde von einer Freistellung bis zum Ablauf der Kündigungsfrist ausgegangen. Bei dieser Sachlage sei es nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle für den Zeitraum vom 1. Mai 2016 bis 26. Juni 2016 nur noch Taggelder für die Unterrichtstage an der Kaufmännischen Berufsschule ausgerichtet habe. Dieses Ergebnis stehe im Einklang mit Art. 20 quater Abs. 4 IVV, wonach der Taggeldanspruch entfalle, wenn feststehe, dass die Eingliederungsmassnahme nicht mehr weitergeführt werde. Indem der Beschwerdeführer selber von einer Freistellung bis zum Ablauf der ordentlichen Kündigungsfrist - die sich infolge Krankheit während derselben bis 30. Juni 2016 verlängert habe - spreche, gehe er konkludent davon aus, dass dieser Eingliederungsversuch beendet gewesen sei. Ob künftig ein weiterer Umschulungsversuch im kaufmännischen Sektor in Frage komme, nachdem er trotz der von der IV-Stelle finanzierten Unterstützungsleistungen (mit Nachhilfeunterricht) die Abschlussprüfung für das betreffende Handelsschuldiplom am 25. Juni 2016 nicht bestanden habe, könne offen bleiben, zumal diese Fragestellung nicht zum Gegentand der strittigen Verfügung gehöre. Für das vorliegende Ergebnis spreche sodann Art. 18 Abs. 4 IVV, wonach die versicherte Person bei einem bestehenden Anspruch auf ein Taggeld der Arbeitslosenversicherung (ALV) kein Anrecht auf ein IV-Taggeld habe. Nach den Abklärungen der IV-Stelle bei der zuständigen Arbeitslosenkasse sei ein Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ab 1. Mai 2016 anerkannt worden, wobei der (nachträglich) von der B.________ AG bis 30. Juni 2016 gewährte Lohn (verlängerte Kündigungsfrist) als Zwischenverdienst angerechnet worden sei.