Citation: 6B_838/2024 E. 4.2

4.2. Nach Ansicht des Beschwerdeführers ist eine Verurteilung wegen sexueller Nötigung ausgeschlossen, weil kein ausreichender, von ihm zu vertretender psychischer Druck und keine von ihm geschaffene Ausweglosigkeit der Situation bestanden habe. So unangebracht und unanständig seine Frage nach Oralverkehr auch gewesen sei, so stelle auch die mehrmalige Wiederholung keine Aufdringlichkeit dar, welche das erforderliche Mass eines psychischen Unter-Druck-Setzens erreiche. Selbst wenn davon auszugehen wäre, dass er sich der Beschwerdegegnerin 2 in den Weg gestellt und sie am Handgelenk festgehalten habe, so sei es letztlich die Beschwerdegegnerin 2 gewesen, die vorgeschlagen habe, sich auf die noch weiter von der Gruppe entfernte Bank zu setzen. Dieser Vorschlag widerspreche einer Bedrohungssituation und einer Ausweglosigkeit. Unter den gegebenen Umständen sei es für die Beschwerdegegnerin 2 nicht alternativlos gewesen, dem Drängen des Beschwerdeführers nachzugeben und sich mit ihm hinter den Baum zu begeben, um dort den Oralverkehr zu vollziehen.