Citation: 1B_241/2019 E. 2

Die Vorinstanz begründet ihren Nichtbewilligungsentscheid damit, dass die gesetzlichen Voraussetzungen einer technischen Überwachung in der Privatwohnung der Betroffenen nicht erfüllt seien. Die Oberstaatsanwaltschaft rügt, der angefochtene Entscheid verletze Art. 280 f. StPO. Es bestünden "ganz offensichtlich" hinreichend konkrete Anhaltspunkte dafür, dass die bisher unbekannte Täterschaft sich in der Familienwohnung des Opfers aufhalten könnte. Es gebe "dringende Anzeichen" dafür, dass die drei im gemeinsamen Haushalt lebenden Familienangehörigen des Opfers die Identität der unbekannten Täterschaft kennen könnten und darüber sprechen würden. Auf Grund dessen liege auch "die Vermutung nahe", dass "die bislang unbekannte Täterschaft sich in der Familienwohnung" aufhalte. Es sei nämlich zu befürchten bzw. "vorstellbar", dass die Täterschaft die Wohnung "betreten" könnte, "um mit der Opferfamilie zu kommunizieren" bzw. um den Angehörigen "möglicherweise zu drohen" oder - im Rahmen von "konspirativen Treffen" - Informationen von ihnen einzuholen.