Citation: 5A_1071/2020 E. 3.4.1

3.4.1. Das Obergericht hat mit Bezug auf den Duxbury Fund festgehalten, dass es sich nach den Ausführungen und der Bezeichnung des High Court um kapitalisierte Lebenshaltungskosten handle und damit um Unterhaltsleistungen, welche unbesehen ihrer Höhe den laufenden Lebensunterhalt der Beschwerdegegnerin decken sollen. Mit der sog. Duxbury-Formel werden finanzielle Bedürfnisse ( reasonable requirements) des Anspruchstellers ermittelt und kapitalisiert (VON HERTZBERG/ODERSKY, Grossbritannien: England und Wales, in: Eherecht in Europa, Süss/Ring [Hrsg.], 4. Aufl. 2021, S. 660, Rz. 64 Fn. 84). Die Kapitalsumme soll den Begünstigten mit Unterhaltszahlungen versorgen (HORSTMANN, Die Vermögensauseinandersetzung nach der Ehescheidung im englischen Recht [...], 2001, S. 259). Inwiefern das Obergericht die Ausführungen des High Court zum Duxbury Fund falsch verstanden habe und die - zweck- und bedürfnisbezogene (E. 3.2) - Zuordnung zum "Unterhalt" im Sinne des LugÜ konventionswidrig sei, legt der Beschwerdeführer nicht dar. Eine "Umqualifizierung", wie sie dem Obergericht vorgeworfen wird, ist nicht ersichtlich. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, das englische Gericht führe nicht aus, welche jährlichen Ausgaben dieser (kapitalisierte) Betrag beinhalte, geht er fehl. Im englischen Urteil steht, dass keine Gegenbeweise vorgebracht und die Angaben der Beschwerdegegnerin zu den Bedürfnissen betreffend die gewohnte Lebenshaltung für nachgewiesen erachtet wurden. Was der Beschwerdeführer verlangt, ist eine verbotene inhaltliche Nachprüfung der Entscheidung (Art. 45 Ziff. 2 LugÜ).