Citation: 8C_618/2022 E. 4.2

4.2. Hinzu kommt, dass auch den späteren Akten verschiedene Anhaltspunkte zu entnehmen sind, welche für eine wenigstens teilweise Arbeitsfähigkeit ab Juni 2021 sprechen. Rückblickend auf den Zeitpunkt des Austritts bestätigten die behandelnden Ärzte der Klinik D.________ denn auch ausdrücklich, nach Beendigung der Rehabilitation sei bei gebessertem Allgemeinzustand (auch) ein beruflicher Wiedereinstieg mit beispielsweise leichter Bürotätigkeit möglich gewesen (Nachtrag vom 7. Dezember 2021). Dass damit nur die bisherigen IT-Tätigkeiten im Homeoffice gemeint wären, ist nicht zu erkennen. Den Angaben der Physiotherapeutin F.________ welche den Beschwerdeführer nach eigenen Angaben bereits seit dem 11. Juni 2021 behandelt hatte, ist Ähnliches zu entnehmen. Demnach könne nicht annähernd nachvollzogen werden, weshalb der Beschwerdeführer (für leichte Bürotätigkeiten) seit dem 8. Juni 2021 nicht arbeitsfähig gewesen sein sollte (Bericht vom 3. September 2021). Da sich diese Angaben eindeutig auf den hier interessierenden Zeitraum ab Juni 2021 beziehen und der Beschwerdeführer dannzumal bei den berichtenden Fachpersonen in Behandlung stand, können daraus - entgegen der im angefochtenen Entscheid vertretenen Sichtweise - durchaus Rückschlüsse auf den relevanten medizinischen Sachverhalt gezogen werden (vgl. BGE 121 V 361 E. 1b; SVR 2022 ALV Nr. 17 S. 57, 8C_503/2021 E. 4.1). Soweit die Vorinstanz in diesem Zusammenhang beweiswürdigend darauf verwiesen hat, behandelnde Ärzte würden in Zweifelsfällen mitunter eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen, entbindet dies nicht von der Pflicht zu einer korrekten Beweiswürdigung (statt vieler: BGE 135 V 465 E. 4.6).