Citation: 5A_894/2017 E. 2.2

2.2. Das Bundesgericht hat dazu in seinem Urteil 5A_267/2016 vom 18. Januar 2017 festgehalten, der Beklagte als Nacherbe geniesse den gleichen Pflichtteilsschutz wie die Erblasserin als Vorerbin (E. 7.1), habe aber nicht auf Ausrichtung des Pflichtteils geklagt. Er habe vielmehr gemeinsam mit der Erblasserin beantragt, dass die Erblasserin als Vorerbin die gesamte Erbschaft zu Eigentum und damit als Vorerbschaft erhalten solle. Aufgrund dieses gemeinsamen Antrags sei sein Verzicht auf die Geltendmachung des Pflichtteils als Gegenleistung für die Zuwendung der Erblasserin aus Güter- und Erbrecht zu verstehen (E. 7.2). Die Gegenleistung des Beklagten sei indessen nicht nominal von der Zuwendung der Erblasserin in Abzug zu bringen, wie es die kantonalen Gerichte getan hätten. Der Verzicht auf die Geltendmachung des Pflichtteils sei vorübergehend gewesen, zumal der Beklagte seinen Pflichtteil mit der vorgezogenen Auslieferung der Erbschaft am 9. Dezember 2000 vollumfänglich erhalten habe. Die Gegenleistung bestehe vielmehr in dem auf den Pflichtteil entfallenden Nutzen an der Erbschaft, den die Erblasserin bis zum Zeitpunkt der Auslieferung der Erbschaft an den Beklagten eingeheimst habe. Der auf Fr. 102'462.85 entfallende Nutzen sei Gegenleistung für die Zuwendung der Erblasserin (E. 7.3 des Urteils 5A_267/2016).