Citation: 4A_412/2019 E. 3.1.2

3.1.2. Die Substanziierungsanforderungen der Vorinstanz erachtet die Beschwerdeführerin im Allgemeinen als "überhöht" oder gar "völlig überrissen" [S. 9]. Diese würden ihres Erachtens sogar die gerichtliche Durchsetzung ihrer Ansprüche faktisch verunmöglichen. Sie bringt vor, für sie als Klägerin sei es - nicht zuletzt mangels Fachwissens - insbesondere unmöglich gewesen, die Auswirkungen von jedem einzelnen Mangel "physikalisch, chemisch und naturwissenschaftlich schlüssig" darzulegen und die aus den einzelnen Mängeln resultierenden Kosten entsprechend den Vorstellungen der Vorinstanz darzustellen [Beschwerde, S. 8 - 14; insb. S. 8]. Die Beschwerdeführerin führt aus, sie habe zwei Privatgutachten eingereicht, die von D.________ bzw. Dr. E.________ erstellt worden seien. Auf die von ihr beantragte Einvernahme dieser beiden Experten habe die Vorinstanz zu Unrecht verzichtet, hätten diese doch die Ausführungen der Beschwerdeführerin bestätigen können und technische Fragen des Gerichts - insbesondere zu den einzelnen Mängeln sowie zum naturwissenschaftlichen Kausalzusammenhang zwischen den Mängeln und dem Schaden - beantworten können. Mit Blick auf die Klärung der technischen Hintergründe habe zudem die Beschwerdeführerin die Einholung einer Expertise beantragt, die ebenfalls ohne Grund von der Vorinstanz abgelehnt worden sei. Diese Beweisanträge seien frist- und formgerecht gestellt worden und die einzelnen Beweisofferten seien jeweils in Verbindung mit spezifischen substanziierten Tatsachenbehauptungen angeboten. Angesichts dessen habe die Vorinstanz nicht auf die Durchführung eines Beweisverfahrens verzichten dürfen [Beschwerde, S. 14 - 28]. Die Beschwerdeführerin bringt vor, die Vorinstanz habe mehrfach Art. 183 Abs. 3 ZPO verletzt, indem sie eigenes Fachwissen angewendet habe, ohne es offenzulegen und den Parteien die Möglichkeit zu geben, dazu Stellung zu nehmen. Die Feststellungen der Vorinstanz in Zusammenhang mit der Netzeinbettung, den Schwedenschnitten, den Putzen und den Perimeterdämmungen würden klarerweise über die allgemeine Lebenserfahrung hinausgehen. Statt ein Beweisverfahren durchzuführen, habe das Handelsgericht diesbezüglich auf eigenes Wissen zurückgegriffen, das den Parteien hätte offengelegt werden müssen [S. 12 - 13 + S. 36 - 42].