Citation: K 61/06 26.09.2006 E. 3

3.1 Nach dem Gesagten ist festzustellen, dass im kantonalen Verfahren der Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör verletzt worden ist, weil man ihn trotz gestelltem Antrag nicht dazu eingeladen hat, die Prozessakten am Sitz des Gerichtes einzusehen, und zudem ab dem Moment der Gesuchstellung den Schriftenwechsel und die Instruktion des Verfahrens nur noch mit der Beschwerdegegnerin weitergeführt hat. Auch geht es hier nicht um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen, sodass das Eidgenössische Versicherungsgericht die Tatfragen nicht uneingeschränkt überprüft (Art. 132 in Verbindung mit Art. 104 und 105 OG). 3.2 Die Frage einer möglichen Heilung der Gehörsverletzung im Verfahren vor dem Eidgenössischen Versicherungsgericht kann jedoch offengelassen werden, da die Beschwerdesache aus materiellen Gründen an die Vorinstanz zurückzuweisen ist. 3.3 Der Beschwerdeführer hat seine Sicht der Dinge begründet und teilweise belegt; so hat er auf Kantonswechsel hingewiesen und Postquittungen für getätigte Zahlungen vorgelegt. Danach hat er am 21. Oktober 2004 Fr. 656.80 einbezahlt. Im Einspracheentscheid hat die Beschwerdegegnerin angegeben, die nicht bezahlte Erwachsenenprämie für die Monate November und Dezember 2004 betrage Fr. 164.20 pro Person und Monat. Dies ergibt für zwei Monate und zwei Erwachsene genau den am 21. Oktober 2004 einbezahlten Betrag. In Art. 14 Abs. 1 der Allgemeinen Versicherungsbedingungen für Versicherungen nach KVG (Ausgabe 2005) der Beschwerdegegnerin ist geregelt, dass die Prämien "gemäss Police" im Voraus zu bezahlen sind. Eine "Police" findet sich bei den Akten keine. Zweimonatige Zahlungsperioden sind aber nicht unüblich (und in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird dieser Modus bestätigt). Weder sind in den Akten die von der Beschwerdegegnerin erwähnten Mahnungen dokumentiert, noch werden Daten und Zahlungsperioden angegeben. Es finden sich keine Angaben zum Zeitpunkt der Kantonswechsel und zur Höhe der jeweils geschuldeten Prämie. Da nach dem Dargelegten, und nachdem der Beschwerdeführer Quittungen ins Recht gelegt hat, nicht auszuschliessen ist, dass er allenfalls den Nachweis der (teilweisen) Tilgung erbracht hat, erscheint fraglich, ob die vollständige Aufhebung des Rechtsvorschlages gerechtfertigt war. Der angefochtene Entscheid ist darum aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie dem Beschwerdeführer Akteneinsicht gewähre, die zusätzlich erforderlichen Sachverhaltsabklärungen durchführe und dann über die Beschwerde neu entscheide.