Citation: 8C_266/2015 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz hat mit Blick auf den Vergleichszeitpunkt bei Erlass der Verfügung vom 27. Oktober 2005 festgestellt, die migräneformen Kopfschmerzen seien bereits bei der letzten Beurteilung bekannt gewesen, die rechtsseitige, rezidivierende Nephrolithiasis führe zu keiner Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, zumal bereits im Jahre 2012 keine urologischen Verlaufskontrollen indiziert gewesen seien. Da die Beschwerdeführerin betreffend dieser Diagnosen keine Verschlechterung geltend mache, könne auf Weiterungen hierzu verzichtet werden. Neu hinzugetreten sei die Polymyalgia rheumatica, weswegen ihr der Hausarzt Dr. med. B.________ am 28. Januar 2013 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit seit dem 19. November 2012 und eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit seit dem 23. Dezember 2012 bescheinigt habe. Eine wesentliche und dauerhafte Veränderung in den tatsächlichen Verhältnissen sei damit aber nicht hinreichend glaubhaft gemacht, nachdem der behandelnde Dr. med. F.________ anlässlich der erstmaligen Behandlung festgehalten habe, nach einer Steroidstosstherapie sei der Schmerz innerhalb von zwei bis drei Tagen um 80 % reduziert worden. Die Polymyalgia rheumatica sei gut behandelbar. Zu erneuten Schmerzen sei es erst gekommen, als aufgrund einer deutlichen Abneigung der Beschwerdeführerin gegen eine orale Medikamenteneinnahme auf die Weiterführung der Steroidtherapie verzichtet worden sei. Indizien, die gegen die Behandelbarkeit der Erkrankung sprechen würden, lägen keine vor. Das kantonale Gericht verneinte damit die Erheblichkeit dieser - an sich glaubhaft gemachten - Veränderung des Gesundheitszustands.