Citation: 2A.12/2001 23.03.2001 E. 2

2.- a) Der Beschwerdeführer will einen Anspruch auf Aufenthaltsbewilligung und damit die Zulässigkeit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG) aus Art. 8 Ziff. 1 EMRK (Beziehung zum Sohn, der Schweizer Bürger ist) ableiten. Damit diese Garantie angerufen werden kann, muss die familiäre Beziehung intakt sein und tatsächlich gelebt werden (BGE 122 II 385 E. 1c; 109 Ib 183 E. 2). Die Frage, ob eine hinreichende Beziehung im Sinne dieser Rechtsprechung vorliegt, ist zweifelhaft. Weder aus den Akten noch aus den Eingaben des Beschwerdeführers lassen sich schlüssige Elemente entnehmen. Die Frage kann aber offen gelassen werden, da die auf unbestrittenen und für das Bundesgericht verbindlichen (vgl. Art. 105 Abs. 2 OG) Sachverhaltsfestellungen des Verwaltungsgerichts abstützende Bewilligungsverweigerung mit Art. 8 Ziff. 2 EMRK vereinbar ist. b) Die auf einer hinreichenden gesetzlichen Grundlage (Art. 4 ANAG; vgl. BGE 126 II 425 E. 5b) beruhende Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung ist nur gerechtfertigt, wenn sie sich nach der gemäss Art. 8 Ziff. 2 EMRK erforderlichen Abwägung zwischen privatem Interesse an der Bewilligungserteilung und dem öffentlichen Interesse an der Bewilligungsverweigerung als verhältnismässig erweist (BGE 109 Ib 183; 120 Ib 22 E. 4, mit Hinweisen). Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers hat das Verwaltungsgericht diese Abwägung überzeugend vorgenommen und ist zu einem schlüssigen Ergebnis gelangt. Die Vorbringen des Beschwerdeführers, welche die Argumentation vor den kantonalen Behörden substanziell übernehmen, schlagen nicht durch. Das Verwaltungsgericht hat zugunsten des Beschwerdeführers namentlich dessen private Interessen, wie die Dauer seiner Anwesenheit in der Schweiz sowie die ihm und seinen Familienangehörigen drohenden Nachteile angemessen berücksichtigt. Auf der anderen Seite hat es zu Recht die wiederholten und gravierenden Verstösse gegen die Rechtsordnung stärker gewichtet. Dass das Amt für Straf- und Massnahmevollzug eine relativ günstige Prognose für die Wiedereingliederung des Beschwerdeführers in die Arbeitswelt und die Gesellschaft stellte, vermag - wie das Verwaltungsgericht zutreffend ausführte - die grossen Bedenken in fremdenpolizeilicher Sicht nicht zu beseitigen. Es muss vielmehr festgehalten werden, dass sich der Beschwerdeführer vom 4. Oktober 1995 bis zum 20. März 1999, also während mehr als 4 Jahren, zunächst im vorzeitigen Strafvollzug und anschliessend im Massnahmevollzug befand. Dass an Stelle einer Strafe die Einweisung in eine Arbeitserziehungsanstalt angeordnet wurde, ist hier nicht entscheidend; wesentlich ist vielmehr die Schwere der begangenen Delikte bzw. deren Charakter: Insoweit kann die Massnahme ausländerrechtlich grundsätzlich gleich wie eine Freiheitsstrafe beurteilt werden (vgl. BGE 125 II 521 E. 3). Dass der Beschwerdeführer nach seiner Entlassung aus dem Massnahmevollzug offenbar wegen erneuter grober Verletzung von Verkehrsregeln bestraft worden ist, ist bei der dargelegten gravierenden Verschuldenslage nicht entscheidend und wurde vom Verwaltungsgericht zu Recht auch nicht berücksichtigt, sodass zum Vornherein nicht von einer Verletzung des rechtlichen Gehörs gesprochen werden kann, indem - wie der Beschwerdeführer rügt - die Behörden Akten beigezogen hätten, ohne sie ihm bzw. seinem Rechtsvertreter zur Kenntnis zu bringen (vgl. BGE 109 Ia 177 E. 4). Da der Fall nicht die Ausweisung des Beschwerdeführers, sondern die Verweigerung der Verlängerung einer Aufenthaltsbewilligung zum Gegenstand hat, ist dieser grundsätzlich nicht gehindert, die Kontakte zu seiner Freundin und zu seinem Sohn im Rahmen von befristeten Kurzaufenthalten vom Ausland bzw. von seinem Herkunftsstaat her zu pflegen, wobei allenfalls deren Modalitäten entsprechend auszugestalten sein werden. Selbst bei tadellosem Verhalten des Ausländers wäre ein Anspruch auf Aufenthaltsbewilligung für den von seinem Kind getrennt lebenden Vater allenfalls dann zu bejahen, wenn zwischen ihm und dem Kind in wirtschaftlicher und affektiver Hinsicht besonders enge Beziehungen bestehen, die wegen der Distanz zwischen der Schweiz und dem Land, in dem der Ausländer leben müsste, praktisch nicht aufrechterhalten liessen (unveröffentlichte Urteile des Bundesgerichts vom 19. September 2000 i.S. A., E. 4b, und vom 14. Januar 2000 i.S. O., E. 4b; vgl. auch BGE 120 Ib 1 E. 3c, 22 E. 4). Weder aus den Akten noch aus den Vorbringen des Beschwerdeführers ist ersichtlich, dass dies vorliegend der Fall wäre, oder dass dem Beschwerdeführer eine Rückkehr in den Kosovo unzumutbar wäre. c) Die Vorinstanz hat somit Art. 8 EMRK nicht verletzt, wenn sie das sicherheitspolizeiliche Interesse an der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung bzw. an der Fernhaltung des Beschwerdeführers höher gewichtete als dessen privates, insbesondere persönliches und familiäres Interesse (mitsamt jenes seines Kindes), in der Schweiz bleiben zu können. Die dem angefochtenen Entscheid zugrunde liegende Massnahme ist verhältnismässig.