Citation: 1C_135/2020 E. 3.3

3.3. Es trifft zwar zu, dass sich der angefochtene Entscheid zur aufgeworfenen Frage nicht ausdrücklich äussert. Aus dessen Ergebnis und dem Sachzusammenhang lässt sich aber ableiten, dass das Kantonsgericht in Übereinstimmung mit seinen Vorinstanzen offenbar von der Anwendbarkeit des tieferen Grenzabstandes von drei Metern bei einer Fassadenhöhe von acht Metern ausging. Dabei ist ohne weiteres erkennbar, dass das Kantonsgericht die Bestimmung, in der die Regelung des Grenzabstandes bei der kleinsten vorgeschriebenen Grösse beginnt und im aufsteigenden Sinne ausgestaltet ist, unausgesprochen so verstanden hat, dass der obere Wert jeweils zur tieferen Fassadenhöhe mitgezählt wird. Das war letztlich selbst der Beschwerdeführerin klar, wie sich aus ihrer Beschwerdeschrift ergibt. Damit war es ihr möglich, das vorinstanzliche Urteil auch in diesem Punkt sachgerecht anzufechten. Das Kantonsgericht hat ihr das Gehör demnach nicht verweigert.