Citation: 1C_573/2019 E. 4.3.1

4.3.1. Wie das Bundesgericht wiederholt festgehalten hat, bringt die Zuteilung von Grundstücken zu einer Schutzzone Nutzungseinschränkungen und damit Eigentumsbeschränkungen für die Eigentümer der betreffenden Grundstücke mit sich (statt vieler Urteil des Bundesgerichts 1A.18/1994 vom 28. Oktober 1994 E. 5, in: ZBl 96/1995 S. 369). Die Inhaber von Grundwasserfassungen müssen gemäss Art. 20 Abs. 2 lit. c GSchG für allfällige Entschädigungen von Eigentumsbeschränkungen aufkommen, wobei nach dem klaren Willen des Gesetzgebers nur solche Eigentumsbeschränkungen entschädigungspflichtig sind, die einer materiellen Enteignung gleichkommen (BGE 106 Ib 330 E. 3 S. 331 f. mit Hinweisen). Bei Quellschutzmassnahmen wie den vorliegend angeordneten bedeutet dies regelmässig, dass sie von den Eigentümern der eingezonten Grundstücke getragen werden müssen (VERONIKA HUBER-WÄLCHLI, Kostentragung für Massnahmen bei bestehenden Anlagen in neuen Grundwasserschutzzonen, URP 2003 S. 790). Die Verpflichtung zu Quellschutzmassnahmen ist in dem Sinne als öffentlich-rechtliche Eigentumsbeschränkung zu verstehen, dass sie die Befugnisse einschränken, das Eigentum zu nutzen und darüber zu verfügen (ausführlich dazu HUBER-WÄLCHLI, a.a.O., S. 796 ff.). Soweit die Ausscheidung von Grundwasserschutzzonen oder die Verschärfung der betreffenden Vorschriften quellschutzbedingte Massnahmen an Anlagen notwendig machen, beurteilt sich die Kostentragungspflicht demnach grundsätzlich nach Art. 20 Abs. 2 lit. c GSchG.