Citation: 2C_298/2020 E. 9

Die Beschwerdeführerin stellt sich auf den Standpunkt, der subjektive Tatbestand der versuchten Steuerhinterziehung sei vorliegend nur teilweise erfüllt, weil sich der Vorsatz ihres handelnden Organes B.________ nur auf eine Abschreibung im Betrag von maximal Fr. 8'165.04 bzw. auf eine im Steuerjahr 2013 vorgenommene Abschreibung von 4 % auf den Nonvaleurs erstreckt habe. Sie macht im Wesentlichen geltend, tatsächlich habe es sich bei der Abschreibung von Fr. 180'000.-- teilweise auch um die Abschreibung der Valeurs gehandelt. Es sei zudem entgegen der Auffassung der Vorinstanz strafrechtlich nicht erheblich, ob in künftigen Jahren weitere Abschreibungen auf den Nonvaleurs beabsichtigt gewesen wären. Dieses Vorbringen verfängt nicht. Denn schon aufgrund der Aktivierung der Nonvaleurs bzw. handelsrechtlich unzulässigen Bilanzierung eines "Nonvaleurs" im Steuerjahr 2013 ist davon auszugehen, dass das handelnde Organ der Beschwerdeführerin mindestens in Kauf nahm, dass die in diesem Steuerjahr verbuchte Abschreibung von Fr. 180'000.-- ausschliesslich als solche auf den Nonvaleurs von Fr. 204'126.-- zu qualifizieren ist. Damit liegt ein für die Erfüllung des Straftatbestandes genügender Eventualvorsatz vor (vgl. E. 4.1 hiervor). Keine Rolle spielt damit insbesondere, ob der direkte Vorsatz des handelnden Organes der Beschwerdeführerin an sich darauf ausgerichtet war, inskünftig jährlich - und damit verteilt über mehrere Steuerperioden - die aktivierten Nonvaleurs abzuschreiben. Die Vorinstanz hat somit richtigerweise angenommen, dass vorliegend in Bezug auf die Abschreibung des Betrages von Fr. 180'000.-- ein vorsätzliches Handeln gegeben war. Ebenso in bundesrechtskonformer Weise bejaht hat die Vorinstanz den Vorsatz des handelnden Organes der Beschwerdeführerin hinsichtlich der versuchten Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit der Abschreibung in der Höhe von Fr. 17'300.-- auf dem geschäftsmässig nicht begründeten Darlehen an die "E.________ AG", ist doch auch hier aufgrund des objektiv erkennbaren Verhaltens des Organes darauf zu schliessen, dass es zumindest in Kauf nahm, dass in der Steuerperiode 2013 durch die Abschreibung eine Steuerverkürzung eintreten wird (vgl. E. 5.3.2 des angefochtenen Urteils).