Citation: 9C_89/2017 E. 5.3.1

5.3.1. Einen derartigen Schluss lässt auch das vorinstanzlich zitierte Urteil 9C_302/2011 vom 22. Juni 2011 (in: SVR 2012 AHV Nr. 2 S. 7) nicht zu. Darin war das Bundesgericht in einem Fall, in welchem die als Darlehen bezeichneten Zahlungen an eine Gesellschafterin der GmbH (Stammkapital von Fr. 20'000.-), die gleichzeitig als Geschäftsführerin einen Bruttojahreslohn von rund Fr. 90'000.- bezogen hatte, jeweils Ende des entsprechenden Jahres in vollem Umfang von der GmbH abgeschrieben worden waren, von massgebendem Lohn ausgegangen. Entscheidwesentlich für diese Beurteilung war jedoch die Tatsache gewesen, dass zwischen den fraglichen Bezügen von jährlich mehreren Fr. 100'000.- und dem Stammanteil der Geschäftsführerin an der GmbH von lediglich Fr. 1'000.- (5 %) ein eklatantes Missverhältnis bestanden hatte, wohingegen der Haupteignerin mit einem Stammanteil von Fr. 19'000.- (95 %) keinerlei Zahlungen zugeflossen waren. In diesem Umstand sah das Bundesgericht ein klares Indiz dafür, dass die betreffenden Entgelte im Anstellungsverhältnis und nicht in erster Linie in den Beteiligungsrechten der Geschäftsführerin begründet waren, weshalb es diese als massgebenden Lohn und nicht als beitragsbefreiten Kapitalertrag qualifizierte. Vorliegend handelt es sich demgegenüber um Bezüge von B.B.________ im Betrag von Fr. 70'000.- (2011), Fr. 70'000.- (2012) und Fr. 50'648.- (2013). Er und seine Frau B.A.________ verfügen je zur Hälfte über das Stammkapital der Beschwerdeführerin von insgesamt Fr. 20'000.- und beziehen als deren Angestellte einen Bruttojahreslohn von je Fr. 60'000.-. Es kann vor diesem Hintergrund - anders als im vorstehend erläuterten Urteil - nicht von einem eigentlichen Missverhältnis zwischen Anteil an den Beteiligungsrechten und der Höhe der fraglichen Ausschüttungen gesprochen werden. Auch daraus, dass diese unternehmenssteuerlich nicht zu gleichen Teilen B.A.________ und B.B.________, sondern nur Letzterem zugeordnet wurden, ist sodann entgegen der Vorinstanz nicht ohne Weiteres zu folgern, die Zuwendungen seien einzig B.B.________ zugute gekommen. Vielmehr deuten - neben der ohnehin gemeinsamen Besteuerung der Ehegatten - die im kantonalen Entscheid aufgeführten Positionen im Kontoauszug der Beschwerdeführerin (diverse Zahlungen an "Fam. B.________", "Privat B.________", Private KK B.________") darauf hin, dass die entsprechenden Beträge auf ein gemeinsames Konto geflossen sind und letztlich beide Eheleute daran partizipiert haben. Gerade der Umstand, dass es sich bei den addierten Beträgen offensichtlich um die nachträgliche Aufrechnung von zahlreichen, über das Jahr getätigten Privatbezüge handelt, wie die Vorinstanz für das Bundesgericht verbindlich festgestellt hat, stellt klarerweise einen Hinweis dafür dar, dass die Ausschüttungen ihren Grund in den Beteiligungsrechten von B.B.________ und B.A.________ Knecht und nicht in deren Anstellungsverhältnis haben. Privatbezüge sind charakteristisch für Gesellschafter, nicht aber für blosse Arbeitnehmende.