Citation: 6B_1074/2016 E. 2.3.1

2.3.1. Die Vorinstanz erwägt, es fehle dem Beschwerdegegner (auch insoweit) am Vorsatz, namentlich am Wissen um die Nichtdurchsetzbarkeit der Verträge resp. den Nichtbestand der Forderungen. Nach eigenen, glaubhaften Aussagen habe er allein auf Anweisung seines Chefs, des Firmendirektors, gehandelt und sich bei diesem versichert, dass sein Tun legal sei. Jener sei für alles verantwortlich, insbesondere für die Ausgestaltung der an die Kunden versandten Schreiben. Der Beschwerdegegner habe, nach eigenen Angaben, den Kunden keine Nachteile angedroht, sondern nur telefonisch nachgefragt, weshalb sie die Rechnungen nicht bezahlt hätten. Es sei zu seinen Gunsten anzunehmen, dass er trotz vieler dagegen sprechender objektiver Umstände vom Bestehen der Forderungen ausgegangen sei. Allfällige - vom Chef in genügender Weise ausgeräumte - Zweifel genügten für einen Vorsatz nicht, zumal die Androhung rechtlicher Schritte an sich ein erlaubtes Druckmittel sei. Daran ändere nichts, dass der Beschwerdegegner bereits in einem ähnlichen geschäftlichen Umfeld tätig gewesen sei.