Citation: 9C_710/2018 E. 4.3.1

4.3.1. Hinsichtlich der Kategorie "funktioneller Schweregrad", Komplex "Gesundheitsschädigung", führte die Vorinstanz aus, die in der psychiatrischen Beurteilung erhobenen diagnoserelevanten Befunde seien lediglich als mässig und nicht als besonders schwer zu beurteilen. Zudem habe der Gutachter pract. med. B.________ diverse und zum Teil schwere Belastungsfaktoren der letzten Jahren genannt, ohne sie als nicht versichert auszuklammern. In der Beschwerde wird beanstandet, die Einschätzung der Vorinstanz sei äusserst einseitig. So bleibe im angefochtenen Entscheid unerwähnt, dass der Gutachter den Versicherten als deutlich depressiv, völlig überlastet sowie in seinem Vitalgefühl stark eingeschränkt beschrieben habe. Selbstverständlich wisse im Übrigen pract. med. B.________, welcher den Titel "Zertifizierter medizinischer Gutachter SIM" (Swiss Insurance Medicine) trage, dass Belastungsfaktoren nicht versichert seien. Im Falle von Unklarheiten hätte die Vorinstanz beim Medas-Gutachter nachfragen müssen. Mit diesen Vorbringen legt der Beschwerdeführer nicht dar, inwiefern die vorinstanzliche Feststellung einer nicht besonders ausgeprägten Befundlage offensichtlich unrichtig sein soll. Für die Beweiswürdigung des kantonalen Gerichts spricht im Übrigen auch, dass in der psychiatrischen Beurteilung von einer eher zur leichten denn zur schweren depressiven Episode neigenden Tendenz gesprochen wird. Sodann zeigt insbesondere auch die Diskussion des Mini-ICF-Rating für Aktivitäts- und Partizipationsstörungen bei psychischen Erkrankungen durch den MEDAS-Psychiater pract. med. B.________, dass beim Versicherten keine schwerwiegenden Beeinträchtigungen vorlagen. Es ist deshalb letztlich nicht entscheidend, ob die Vorinstanz zu Recht von der Berücksichtigung invaliditätsfremder Faktoren ausging. Entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung ist es bei dieser Sachlage nicht willkürlich, wenn im angefochtenen Entscheid auf nicht besonders ausgeprägte Befunde geschlossen wurde. Eine selektive und einseitige Würdigung der gutachterlichen Ausführungen kann der Vorinstanz nicht vorgeworfen werden. Ebenso wenig ist erkennbar, inwiefern eine Rückfrage bei pract. med. B.________ weitere Erkenntnisse gebracht hätte, die über das im psychiatrischen Teilgutachten Geschilderte hinausgehen würden.