Citation: 6B_888/2021 E. 7.4

7.4. Die Rüge des Beschwerdeführers 1 ist unbegründet. Aus Art. 429 Abs. 2 StPO ergibt sich keine Pflicht der Behörden, eine anwaltlich vertretene Person aufzufordern, ein ungenügend begründetes Entschädigungsbegehren zu substanziieren oder einen nicht dargelegten Schaden zu belegen (vgl. Urteile 6B_676/2020 vom 13. August 2020 E. 2.1; 6B_583/2016 vom 5. Dezember 2016 E. 2.2; je mit Hinweisen). Insofern der Beschwerdeführer 1 sich in diesem Zusammenhang auf das Zivilprozessrecht bzw. Art. 106 f. ZPO beruft (Beschwerde Ziff. 27 S. 11), kann er daraus nichts zu seinem Gunsten ableiten, da im vorliegenden Verfahren eine Entschädigung nach Art. 429 StPO zur Diskussion stand. Indem er im vorliegenden Strafverfahren die Ehetrennungsvereinbarung nur auszugsweise vorgelegt hat, hat er ein ungenügend begründetes Entschädigungsbegehren betreffend die anwaltlichen Prozesskosten im Ehetrennungsverfahren gestellt. Die Vorinstanz war nicht gehalten, ihn aufzufordern, das Entschädigungsgesuch zu substanziieren. Die Beschwerde erweist sich auch in diesem Punkt als unbegründet.