Citation: 6B_1133/2019 E. 1.4.1

1.4.1. Die Befragungen der Mitbeschuldigten, auf welche sich die Vorinstanz stützt, erfolgten vor Inkrafttreten der eidgenössischen Strafprozessordnung. Unstreitig hat der Mitbeschuldigte B.________ anlässlich der einzigen im Untersuchungsstadium durchgeführten Konfrontationseinvernahme vom 10. Dezember 2010 keine Aussagen gemacht. Jedoch wurden die beiden Mitbeschuldigten anlässlich der Hauptverhandlung der Vorinstanz vom 15. Februar 2019 miteinander konfrontiert (vgl. zur Vereinigung der Berufungsverfahren der beiden Mitbeschuldigten angefochtenes Urteil S. 10). Die Verfahrensleitung befragte die beiden Mitbeschuldigten, d.h. den Beschwerdeführer und B.________, anlässlich der Berufungsverhandlung vom 15. Februar 2019 zur Person und zur Sache (Protokoll der Hauptverhandlung vom 15. Februar 2019, Beleg Nr. 7.1, S. 10 ff.). Dabei war B.________ bereit, Aussagen zu machen. Er gab an, er weise den Vorwurf der Gehilfenschaft betreffend Kauf von Amphetamin zurück. Im Übrigen gebe es genug Einvernahmeprotokolle mit Leuten, die bezeugen könnten, dass er nichts mit dem Kauf zu tun habe. Zur Tatbeteiligung des Beschwerdeführers betreffend den Kauf von Amphetamin äusserte sich B.________ nicht. Diesbezüglich wurden ihm weder von der Verfahrensleitung noch von seiner eigenen Verteidigung Fragen gestellt (vgl. Protokoll der Hauptverhandlung vom 15. Februar 2019, Beleg Nr. 7.1, S. 14 f.). Auch die Verteidigung des Beschwerdeführers verzichtete auf Ergänzungsfragen zum Tatablauf und zur Beteiligung des Beschwerdeführers betreffend den fraglichen Tatvorwurf (vgl. Protokoll der Hauptverhandlung vom 15. Februar 2019, Beleg Nr. 7.1, S. 16 unten). Zwar fand damit keine inhaltliche Konfrontation des Beschwerdeführers mit den Aussagen von B.________ statt. Dies liegt jedoch nicht alleine im Verantwortungsbereich der Behörden. Der Beschwerdeführer hat es selbst zu vertreten, dass er Ergänzungsfragen unterliess und mitunter aus diesem Grund keine detaillierte Befragung von B.________ stattfand. Er verhält sich widersprüchlich, wenn er vor Bundesgericht die unterbliebene Konfrontation mit B.________ rügt, obwohl eine solche an der vorinstanzlichen Hauptverhandlung effektiv erfolgte und ihm die Möglichkeit geboten wurde, seine Rechte wirksam wahrzunehmen.