Citation: 8C_539/2008 13.01.2009 E. 3

Die Versicherte beanstandet weder die Höhe der zugesprochenen Rente noch den Beginn der Rentenfestsetzung (1. August 2006). Sie verlangt hingegen, dass der Eintritt ihrer Invalidität auf den 20. August 2001 festgesetzt wird. Sie beantragt demnach keine Änderung des (Verfügungs-)Dispositivs, sondern rügt ein Element der Rentenfestsetzung und damit die Begründung der gewährten Leistung. Mit der Gutheissung der Beschwerde vom 22. November 2007 würde sich somit an der zugesprochenen Leistung nichts ändern, weshalb ein schutzwürdiges Interesse zu verneinen ist. Die von der Versicherten gewünschte Präzisierung kann auch nicht mit dem Interesse an einer (sofortigen) Feststellung des Invaliditätseintritts begründet werden. Denn die Verfügung der IV-Stelle ist diesbezüglich für die Vorsorgeeinrichtung nicht verbindlich, da der genaue Eintritt der Invalidität für die Festsetzung des Rentenanspruchs wegen der zuvor durchgeführten beruflichen Massnahmen nicht entscheidend war (vgl. Urteil B 79/99 vom 26. Januar 2001, E. 6). Die Verfügung vom 22. Oktober 2007 präjudiziert somit den Anspruch auf eine Invalidenrente vor dem 1. August 2006 nicht. Entgegen der Behauptung der Versicherten ist der Verfügung vom 22. Oktober 2007 auch nicht zu entnehmen, dass der Eintritt der Invalidität frühestens im November 2005 erfolgt sei. Soweit sich die IV-Stelle im Rahmen des kantonalen Beschwerdeverfahrens dahingehend geäussert hat, besteht mangels Verfügungscharakters ebenso wenig eine Verbindlichkeit für die Vorsorgeeinrichtung. Würde die IV-Stelle verpflichtet, den genauen Eintritt der Invalidität festzustellen, würden ihr eine Abklärung und die damit allenfalls verbundenen Kosten übertragen, welche zur Erfüllung ihrer Aufgaben im konkreten Fall gar nicht notwendig sind. Es ist vielmehr Sache der Vorsorgeeinrichtung, zu prüfen, ab welchem Zeitpunkt die Versicherte Anspruch auf eine Invalidenrente der beruflichen Vorsorge hat. So stellt denn das Schreiben der Firma C.________ vom 26. August 2008 entgegen der Ansicht der Versicherten keine Verfügung dar, da den Vorsorgeeinrichtungen die Kompetenz zum Erlass einer Verfügung abgeht (BGE 115 V 224). Es steht der Versicherten jedoch frei, klageweise eine Invalidenrente der beruflichen Vorsorge vor dem 1. August 2006 geltend zu machen. Diesfalls wird das zuständige Gericht zu entscheiden haben, ob gestützt auf die medizinischen Akten ein solcher Anspruch schon zu einem früheren Zeitpunkt ausgewiesen ist. Die Vorinstanz ist somit zu Recht mangels eines schutzwürdigen Interesses auf die Beschwerde vom 22. November 2007 nicht eingetreten.