Citation: K 145/03 05.08.2004 E. 3

Streitig und zu prüfen bleibt, ob eine falsche Auskunft der Sanitas oder deren Verhalten nach dem öffentlich-rechtlichen Vertrauensschutzprinzip (Art. 9 BV; BGE 127 I 36 Erw. 3a, 126 II 387 Erw. 3a; RKUV 2000 Nr. KV 126 S. 223; zu Art. 4 Abs. 1 aBV ergangene, weiterhin geltende Rechtsprechung: BGE 121 V 66 Erw. 2a mit Hinweisen) eine vom materiellen Recht abweichende Behandlung des Beschwerdeführers gebietet. Was die den geltenden Rechtsvorschriften widersprechende Festsetzung des Versicherungsbeginns (auf den 1. September 2002) in den Versicherungspolicen vom 11. Oktober 2002 anbelangt, hat das kantonale Gericht im angefochtenen Entscheid zutreffend dargelegt, dass der Beschwerdeführer hieraus nichts zu seinen Gunsten ableiten kann. Die in Frage stehenden Policen konnten für vor dem 28. September 2002 getroffene Dispositionen (namentlich die Durchführung des medizinischen Eingriffs in Malaysia) offenkundig nicht kausal gewesen sein. Dasselbe gilt mit Bezug auf die vom Krankenversicherer anfangs Oktober 2002 erteilte Kostengutsprache für Behandlung und Aufenthalt im Spital X.________. Die bereits im Verwaltungs- und im erstinstanzlichen Beschwerdeverfahren erhobenen, vor dem Eidgenössischen Versicherungsgericht wiederholten Vorbringen, wonach die Sanitas den Versicherungsbeginn anlässlich der verschiedenen früheren Auslandaufenthalte des Beschwerdeführers stets auf den ersten Tag des Kalendermonats seiner Rückkehr festgelegt habe, sind ebenfalls unbehelflich. Denn eine solche gesetzwidrige Verwaltungspraxis in vereinzelten Fällen schüfe für sich allein genommen, vorbehältlich besonderer Umstände, rechtsprechungsgemäss noch keine genügende Vertrauensgrundlage (RKUV 1999 Nr. KV 97 S. 526 f. Erw. 5b und c; unveröffentlichte Urteile B. vom 11. August 1994 [K 181/93] und Ch. vom 27. September 1993 [K 124/92]). In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird schliesslich geltend gemacht, im Jahre 1996 habe die Sanitas dem Beschwerdeführer vor seiner Abreise nach Peru ausdrücklich mitgeteilt, er könne die Versicherung entweder "weiterlaufen" lassen oder aber ab dem ersten Tag des Kalendermonats seiner Rückkehr in die Schweiz "wieder aufleben" lassen. Dieser letztinstanzlich erstmals vorgebrachte (unbelegte) Einwand stellt eine neue Tatsachenbehauptung dar und ist im Rahmen des vorliegenden Verfahrens als unzulässiges Novum (vgl. Erw. 1 hievor) nicht zu hören. Bleibt es somit dabei, dass der Beschwerdeführer keine unrichtige Auskunft des Krankenversicherers nachweisen kann, welche ihn zu einer nicht ohne Nachteil rückgängig zu machenden Disposition veranlasste (Inanspruchnahme medizinischer Leistungen vor dem 28. September 2002), dringt die Berufung auf den öffentlich-rechtlichen Vertrauensschutz nicht durch.