Citation: 6B_634/2009 27.08.2009 E. B

X.________ wurde am 31. Mai 1996 zum Strafantritt auf den 21. August 1996 vorgeladen. Er rekurrierte gegen den Strafantrittsbefehl. In der Folge kam es zu verschiedenen Verfahren, in denen es im Wesentlichen um die Hafterstehungsfähigkeit des X.________ ging. Das von ihm ins Recht gelegte Gutachten von Dr. B.________ und das vom (damaligen) Amt für Straf- und Massnahmenvollzug eingeholte Gutachten von Dr. C.________ vom 12. November 1998 bescheinigten X.________, geisteskrank - er leide u.a. an einer chronisch-paranoiden Schizophrenie - und hafterstehungsunfähig zu sein. Am 24. August 2001 schob das Amt für Justizvollzug den Vollzug der Strafe bis auf Weiteres auf und auferlegte X.________, jährlich einen aktuellen Arztbericht über seine Hafterstehungsfähigkeit einzulegen. Der Entscheid erwuchs in Rechtskraft. In den Jahren 2001 bis 2008 bescheinigte Dr. B.________ X.________ in jährlichen Berichten Hafterstehungsunfähigkeit.