Citation: 5A_469/2022 E. 5.2

5.2. Die Beschwerdeführerin rügt erneut Willkür. Das Kantonsgericht lasse ausser Acht, dass sich die Beschwerdegegnerin nur dann auf die Nichtkenntnis des Widerrufs berufen kann, wenn sie zeigt, dass ihr die Vollmacht direkt von ihr, der Beschwerdeführerin selbst, mitgeteilt wurde und sie sich auch im Zeitpunkt der angeblichen Schuldanerkennung bzw. Schuldübernahme noch in gutem Glauben auf den angeblich erzeugten Rechtsschein habe verlassen dürfen. Für die Beschwerdeführerin steht fest, dass diesem Erfordernis mit einem blossen Verweis auf C.________s angebliches Verhalten gegenüber der Gemeinde V.________ (SZ) nicht Genüge getan ist und nach Massgabe von Art. 34 Abs. 3 OR und Art. 8 ZGB vielmehr die Beschwerdegegnerin hätte aufzeigen müssen, wann, wie und wo ihr die Vollmacht von der Beschwerdeführerin ausdrücklich oder tatsächlich kundgegeben wurde. Anstatt die Voraussetzungen einer Kundgabe der Vollmacht zu prüfen und dabei zu erkennen, dass die Beschwerdegegnerin hierfür nicht einmal Behauptungen aufgestellt hat, bejahe das Kantonsgericht direkt die Rechtsfolge und werfe ihr, der Beschwerdeführerin, vor, nicht aufgezeigt zu haben, dass sie den Widerruf mitgeteilt hat. Damit schiebe das Kantonsgericht ohne entsprechendes Behauptungsfundament der Beschwerdegegnerin ihr, der Beschwerdeführerin, im Sinne einer offensichtlich unhaltbaren Rechtsfolge die Beweislast zu.