Citation: 9C_625/2023 E. 5.3.1

5.3.1. Schliesslich macht die Beschwerdeführerin geltend, es treffe nicht zu, wie die Vorinstanz ausführe, dass Unternehmen, welche die Wertschriften zum Verkehrswert verbuchten, gegenüber jenen Unternehmen besser gestellt seien, die zum Niederstwertprinzip bilanzierten. Vielmehr führe die Nichtanerkennung der Schwankungsreserve zu einer Schlechterstellung derjenigen Unternehmen, welche zu Marktwerten bilanzierten. Anhand eines Beispiels erläutert die Beschwerdeführerin, dass dann, wenn bei einer positiven Kursentwicklung über mehrere Jahre, einem Verkauf von über die gesamte Zeitdauer gehaltenen Wertschriften aber zu einem Zeitpunkt, in dem deren Kurs wieder nachgegeben habe, bei der steuerlichen Nichtzulassung von Schwankungsreserven eine erheblich höhere Steuerlast resultiere, als wenn durchgehend zum Niederstwertprinzip bilanziert worden wäre. In diesem Fall werde allein der beim Verkauf der Wertschriften realisierte Gewinn erfasst. Bei einer Bilanzierung zum Kurswert am Bilanzstichtag mit gleichzeitiger Bildung von Schwankungsreserven würden hingegen während der gesamten Haltedauer der Wertschriften nicht realisierte Gewinne besteuert und bei deren Verkauf in einem späteren Jahr werde zusätzlich der dannzumal realisierte (niedrigere) Gewinn steuerlich erfasst. Insgesamt resultierten damit für das betroffene Unternehmen sowohl betragsmässig höhere Steuern als auch aus zeitlicher Perspektive gewichtigere Liquiditätsabflüsse (denn die während der Haltedauer der Wertschriften auf den nicht realisierten Kursgewinnen geschuldeten Steuern müssten ja bezahlt werden), als wenn die Wertschriften durchgehend nach dem Niederstwertprinzip bilanziert worden wären.