Citation: 2C_1035/2014 E. 2.2

2.2. Weiter rügen die Beschwerdeführer in formeller Hinsicht, das angefochtene Urteil verletze (erneut) das Recht auf Beweis und damit ihren Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV. Sie verweisen dabei auf den bundesgerichtlichen Rückweisungsentscheid vom 16. Juni 2014 im Verfahren 2C_795/2013 (vgl. Sachverhalt Lit. C hiervor) und bringen vor, dass das Obergericht es abermals unterlassen habe, über den im erstinstanzlichen Verfahren gestellten Beweisantrag zu befinden. Auch diese Rüge ist unbegründet: Zwar trifft es zu, dass das Obergericht über den im Streit liegenden Beweisantrag betreffend ergänzende Befragungen und Expertisen zur Eignung der für die Riverrafting-Tour gewählten Strecke auch in seinem neuerlichen Urteil vom 10. Oktober 2014 nicht materiell befunden hat. Indessen setzt sich das Obergericht ausführlich mit dem bundesgerichtlichen Rückweisungsentscheid auseinander und begründet, weshalb die Beschwerdeführer im zweitinstanzlichen Berufungsverfahren keinen Anspruch auf nachträgliche Abnahme der vom Bezirksgericht Dielsdorf unbeurteilt gebliebenen Beweisanträge haben. In diesem Zusammenhang verweist das Obergericht auf Art. 311 Abs. 1 der hier als subsidiäres kantonales Recht anwendbaren Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272), wonach eine Berufung stets begründet erfolgen muss; Lehre und Rechtsprechung - so die Vorinstanz weiter - leiteten aus dieser Bestimmung eine Rügeobliegenheit der Berufungskläger ab. Wenn im erstinstanzlichen Verfahren offerierte Beweismittel nicht abgenommen würden, so müsse diese Unterlassung im Berufungsverfahren geltend gemacht werden. Dies sei hier jedoch gerade nicht erfolgt: Die Beschwerdeführer hätten weder die Nichtabnahme des betreffenden Beweisantrages durch das Bezirksgericht Dielsdorf im kantonalen Berufungsverfahren vor Obergericht gerügt, noch den Beweisantrag im zweitinstanzlichen Verfahren erneuert. Diese Ausführungen sind unter den hier massgeblichen Verfassungsgesichtspunkten (E. 1.2 hiervor) nicht zu beanstanden. Wie die Vorinstanz richtig festgestellt hat, kam das Bundesgericht in seinem Rückweisungsentscheid vom 16. Juni 2014 einzig zum Schluss, das Obergericht sei zu Unrecht davon ausgegangen, die Beschwerdeführer hätten erstinstanzlich keine Beweisanträge gestellt. Zur Frage, ob die fehlende Abnahme regelkonform gerügt und vorgebracht wurde, konnte sich das Bundesgericht demgegenüber im Verfahren 2C_795/2013 gar nicht äussern, da entsprechende Feststellungen des Obergerichtes fehlten. Ebenso durfte die Vorinstanz willkürfrei festhalten, dass die erstinstanzlich unterbliebene Beweisabnahme vor Obergericht nicht rechtsgenüglich gerügt und der unberücksichtigte Beweisantrag im zweitinstanzlichen Verfahren auch nicht wiederholt wurde: Dass die Beschwerdeführer in ihrer Berufungsschrift in allgemeiner Weise vorgebracht haben wollen, sie teilten nicht alle Einschätzungen des bereits vorhandenen Gutachtens des Bundesamtes für Sport (vgl. E. 3.1 hiernach), ändert daran nichts, zumal es sich dabei nur um einen pauschalen Einwand und nicht um einen konkreten Beweisantrag handelt. Ebenso wenig kann aus dem von den Beschwerdeführern zitierten BGE 138 III 374 E. 4.3.1 S. 375 f. etwas Gegenteiliges hergeleitet werden: Zwar hat das Bundesgericht dort festgehalten, dass es der Berufungsinstanz frei steht, Beweisanordnungen zu treffen und sie auch im erstinstanzlichen Verfahren nicht abgenommene Beweise erheben kann. Dies beinhaltet jedoch keine Pflicht, sämtliche im bisherigen Verfahren verworfenen Beweisanträge automatisch neu zu prüfen. Vielmehr hat das Bundesgericht im erwähnten Präjudiz ausdrücklich auf die Rügeobliegenheit des Berufungsklägers hingewiesen und diesbezüglich festgehalten, dass dieser die beanstandeten Passagen des angefochtenen Urteils genau bezeichnen und eine hinreichend präzise Rüge formulieren muss; pauschale Kritik am angefochtenen Entscheid ist unzureichend.