Citation: 1P.218/2006 04.05.2006 E. C

Am 4. April 2006 stellte der Staatsanwalt nach der Schlusseinvernahme der Angeschuldigten Antrag auf Fortsetzung der Untersuchungshaft. Sinngemäss machte er geltend, mit Ausnahme des Verdachtes zum Tötungsdelikt hätten sich die Vorwürfe trotz der Bestreitungen der Angeschuldigten durch die inzwischen erhobenen Aussagen von A.________, E.________, D.________, B.________ und C.________ erhärtet. Der dringende Tatverdacht sei nach wie vor gegeben. Es bestehe Kollusionsgefahr, welche aufgrund der Zuständigkeit des Geschworenengerichtes und des damit verbundenen Unmittelbarkeitsprinzips bis zum Prozess andauere. Die Angeschuldigte nahm am 5. April 2006 zum Gesuch der Staatsanwaltschaft Stellung. Sie verneinte das Vorliegen von Kollusionsgefahr und rügte eine Verletzung des Verhältnismässigkeitsprinzips. Der Haftrichter des Bezirks Winterthur folgte den Argumenten der Staatsanwaltschaft und verfügte am 6. April 2006 die Fortsetzung der Untersuchungshaft.