Citation: 2C_391/2015 E. 2

Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer mit seiner Ehegattin schweizerischer Staatsangehörigkeit zusammenwohnt. Er rügt, die Verwaltung hätte nicht vom Umstand, dass der geschiedene Ehegatte seiner Ehefrau seit dem Jahr 2007 ebenfalls in der gemeinsamen Wohnung lebe, auf eine Scheinehe schliessen dürfen. Eine verfassungs- und völkerrechtskonforme Interpretation von Art. 42 AuG würde solche Wohngemeinschaften zulassen; der Begriff des Zusammenwohnens könne nicht einschränkend ausgelegt werden. Indem die blosse Form des Zusammenlebens als Indiz auf eine Scheinehe gewertet werde, habe die Vorinstanz Art. 8 EMRK verletzt. Er verfüge zudem auf Grund seiner langjährigen Anwesenheit und seiner Verwurzelung in wirtschaftlicher Hinsicht über einen aus dem Recht auf Privatsphäre (Art. 8 EMRK) abgeleiteten Aufenthaltsanspruch.