Citation: 9C_112/2024 E. 4.1

4.1. Mit Bezug auf die Leistungsbeziehung zwischen dem Beschwerdeführer und dem Veranstalter ist die Vorinstanz auf der Grundlage, dass das gesamte Nenngeld von den Sporttreibenden (im Aussenverhältnis) als Entgelt für die Leistung des Veranstalters entrichtet wird, zur Auffassung gelangt, dass dann die gesamten vom Veranstalter (im Innenverhältnis) an den Beschwerdeführer weitergeleiteten Beträge, nämlich die Veranstaltungsgebühren (Basisfranken, Sportfranken) und die Veranstaltungspauschale mehrwertsteuerpflichtiges Entgelt bildeten. Unbestrittenermassen erbringe der Beschwerdeführer gegenüber dem Veranstalter mit seinen administrativen Dienstleistungen (u.a. Veröffentlichung der Ausschreibungen, Inkasso der Nenngelder und Abrechnung) eine Leistung im mehrwertsteuerlichen Sinn, wofür der Veranstalter durch Geldzahlung oder durch geldwerten Vorteil (Verrechnung) entschädigt werde. Es müsse daher einzig noch geprüft werden, ob zwischen der Leistung des Beschwerdeführers und den Beiträgen, die der Veranstalter entrichte, aus der massgebenden Sicht des Leistungsempfängers, d.h. des Veranstalters, die erforderliche wirtschaftliche Verknüpfung zwischen Leistung und Entgelt vorhanden sei. Diesbezüglich sei davon auszugehen, dass der Veranstalter, wenn er unter dem Dach des Beschwerdeführers eine Pferdesportveranstaltung durchführen wolle, sich den Reglementen und Weisungen des Beschwerdeführers unterstelle. Damit sei u.a. die Pflicht verbunden, sämtliche Gebühren gemäss Gebührenordnung zu bezahlen. Dafür könne der Veranstalter die diversen Dienstleistungen des Beschwerdeführers in Anspruch nehmen, womit die vom Veranstalter an den Beschwerdeführer entrichteten Beträge (also auch die Veranstaltungsgebühren) in direktem Zusammenhang mit der Durchführung der entsprechenden Pferdesportveranstaltung stünden. Deshalb könne auch offenbleiben, ob neben den unbestrittenen Leistungen des Beschwerdeführers an den Veranstalter, wie die ESTV geltend mache, noch eine andere Leistung vorliege, die in der Einräumung eines Durchführungsrechts bestehe und die mit dem vom Veranstalter geleisteten Betrag ebenfalls verknüpft sei. So oder anders erbringe der Beschwerdeführer gegenüber dem Veranstalter steuerbare Leistungen, die nicht unter die Ausnahmebestimmung von Art. 21 Abs. 2 Ziff. 15 MWSTG fielen.