Citation: 4A_647/2014 E. A

A.a. Die A.________ AG, Zürich, (Klägerin 1, Beschwerdegegnerin 1) und ihre Tochtergesellschaft Af.________ SA, Lausanne, (Klägerin 2, Beschwerdegegnerin 2) sind Schweizer Medienunternehmen. Die A.________ AG ist die Herausgeberin eines vielfältigen Angebots an Tages- und Wochenzeitungen, Zeitschriften und Online-Portalen (mit Nachrichten-, Rubriken- und weiterführenden Serviceplattformen). Zu den von ihr veröffentlichten Medienprodukten gehören unter anderem der "C.________" und die schweizweit vertriebene Pendlerzeitung "D.________". In der Westschweiz ist die A.________ AG über ihre Tochtergesellschaft Af.________ SA als Herausgeberin unter anderem mit den Tageszeitungen "E.________", "F.________" und "G.________" vertreten; zudem veröffentlicht sie die Pendlerzeitung "Df.________". Zusätzlich zu den jeweiligen Printausgaben werden die genannten Titel der Klägerinnen auf ihren eigenen Internetseiten online zur Verfügung gestellt; darüber hinaus betreiben sie auch News-Onlineportale. Bei der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG, Beklagte, Beschwerdeführerin) handelt es sich um einen privatrechtlichen Verein mit Sitz in Bern, der die Erfüllung des gesetzlich vorgegebenen Leistungsauftrags bezweckt, so insbesondere die Versorgung der Schweizer Bevölkerung mit Radio- und Fernsehprogrammen (vgl. Art. 24 des Bundesgesetzes vom 24. März 2006 über Radio und Fernsehen [RTVG; SR 784.40]). Sie betreibt in der deutsch-, französisch- und italienischsprachigen Schweiz diverse Fernseh- und Radiosender, unter anderem die Sender SRF1, SRF2 und SRFinfo. Auch die Beklagte ergänzt ihr Radio- und Fernsehangebot mit verschiedenen Onlineplattformen wie www.srf.ch, www.tsr.ch und www.rsi.ch. A.b. Seit dem 15. Oktober 2012 ist auf der Internetseite der Beklagten bzw. auf der Internetplattform "Youtube" ein Werbespot der Beklagten abrufbar, der Aspekte ihres "Service Public" und ihrer Wirtschaftlichkeit beschreibt. Darin wird insbesondere ausgeführt, dass die SRG zu 70 % aus staatlichen Empfangsgebühren und zu 30 % aus privaten Werbeeinnahmen finanziert werde. Das SRG-Radio- und Fernsehangebot koste dabei einen Nutzer Fr. 462.-- pro Jahr, was umgerechnet Fr. 1.30 pro Tag entspreche. Das Angebot an Information, Kultur, Sport und Unterhaltung bestehe in vier Sprachen. Wäre die Schweiz nur einsprachig, so der Spot weiter, würde das gleiche Angebot nur Fr. 260.-- pro Haushalt kosten. Darauf folgt die für die zu beurteilende Streitigkeit zentrale Aussage des Werbespots, nämlich dass die Kosten für das tägliche Fernsehen tiefer seien als für das tägliche Zeitungslesen, denn die Kosten für Abonnements des "C.________" inklusive "H.________" in der Deutschschweiz lägen im Jahre 2012 bei einem Preis von Fr. 560.-- und die Kosten eines Abonnements von "E.________" inkl. "E2.________" in der Westschweiz lägen bei Fr. 620.--. Im weiteren Verlauf des Spots wird das sog. SRG-Solidaritätsprinzip erörtert und ein Vergleich mit Budgets von Radio- und Fernsehveranstaltern aus Nachbarländern gezogen. Der Spot endet mit der Schlussbemerkung: "Das heisst, wir haushalten gut mit unserem Budget". Er weist neben einer sprachlichen bzw. akustischen auch eine bildliche bzw. optische Komponente auf; so werden die verschiedenen Kapitel durch das Blättern in einem neuen Register eines symbolisierten Bundesordners und die Ländervergleiche anhand der jeweiligen Länderumrisse dargestellt. Die Aussagen zu den Kosten der Printmedien erfolgen sodann durch Einblenden der Logos der jeweiligen Tageszeitungen, d.h. von der "C.________", der "H.________", von "E.________" und "E2.________".