Citation: 9C_656/2012 E. 3.2

3.2. Die IV-Stelle ging gestützt auf den Abklärungsbericht vom 2. Dezember 2010 davon aus, dass die Versicherte seit Januar 2006 zusätzlich zur (seit Februar 2001 erforderlichen) Dritthilfe in allen sechs alltäglichen Lebensverrichtungen (vgl. dazu BGE 133 V 450 E. 7.2 S. 463) der dauernden medizinisch-pflegerischen Unterstützung bedürfe und damit ab diesem Zeitpunkt in schwerem Grade hilflos sei. Demgegenüber macht die Versicherte geltend, sie sei bereits "ca. 2004" in schwerem Grade hilflos gewesen und hätte Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung der IV für Hilflosigkeit schweren Grades gehabt. Die Feststellung im Abklärungsbericht vom 16. August 2005, wonach sie keine dauernde Pflege benötige, sei offensichtlich falsch. Das Resultat des im Mai 2005 eingeleiteten Revisionsverfahrens sei ihr nicht bekannt gewesen, weil sie weder die (den [unveränderten] Anspruch auf eine Entschädigung für Hilflosigkeit mittleren Grades bestätigende) Mitteilung vom 20. September 2005 noch die Verfügung vom 31. Januar 2006 (gemäss welcher die Hilflosenentschädigung der IV durch eine solche der AHV abgelöst werde, wobei zufolge Besitzstandsgarantie die Hilflosenentschädigung in bisheriger Höhe weiterausgerichtet werde) erhalten habe. Sie habe diese deshalb auch nicht anfechten können. Erst mit Verfügung vom 18. Januar 2011 sei sie darüber informiert worden, dass die IV-Stelle seit Januar 2006 eine Verschlechterung (dauernd medizinisch-pflegerische Unterstützung) anerkenne.