Citation: 8C_544/2022 E. 4.3.2

4.3.2. Wie die Vorinstanz festhielt, nahm Dr. med. D.________ zu den Vorakten eingehend Stellung und begründete bei Differenzen ihre abweichende Einschätzung plausibel. Dabei legte sie unter anderem ausführlich dar, weshalb aus gutachtlicher Sicht die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung im Gutachtenszeitpunkt nicht habe gestellt werden können. Unter Bezugnahme auf die im Klassifikationssystem ICD-10 enthaltenen Umschreibungen sowie die eigenen klinischen Eindrücke, die anamnestischen Erhebungen und die konkreten Aussagen der Beschwerdeführerin anlässlich der am 11. März 2020 erfolgten Exploration, begründete sie einleuchtend, weshalb die zur Diagnosestellung geforderte Symptomatik nicht erkennbar vorhanden gewesen sei. Nicht zutreffend ist der damit zusammenhängende Einwand der Beschwerdeführerin, die Vorinstanz sei auf ihre Kritik an der gutachterlich verneinten Persönlichkeitsstörung, namentlich auf die hierzu eingereichte Stellungnahme der behandelnden Psychiaterin vom 6. Januar 2021, nicht eingegangen. Im angefochten Urteil wurde vielmehr dargelegt, dass sich diese Stellungnahme weitestgehend mit der Einwandbegründung der Beschwerdeführerin vom 19. Februar 2021 decke. Mit der dort erhobenen Kritik am Gutachten setzte sich die Vorinstanz sorgfältig und eingehend auseinander. Zudem stellte sie fest, dass med. pract. E.________ eine nachvollziehbare Begründung für die von ihr postulierte Arbeitsunfähigkeit von 80 % habe vermissen lassen. Ihre Aussagen hierzu seien vage, unkonkret und nicht nachvollziehbar. Wenn die Vorinstanz die gutachterlichen Ausführungen der Psychiaterin als schlüssig bezeichnete, ist dies nicht zu beanstanden. Entgegen dem Einwand der Beschwerdeführerin befasste sich die Vorinstanz ebenfalls hinreichend mit dem ZMB-Gutachten vom 4. Dezember 2018. Sie gelangte zum Schluss, dass sich die psychische Gesundheit und Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nicht zuverlässig anhand der psychiatrischen ZMB-Expertise vom 4. Dezember 2018 und der ergänzenden Stellungnahme vom 29. Januar 2019 beurteilen liesse. Dabei verwies sie auf die Stellungnahmen des RAD-Arztes Dr. med. H.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, die im Wesentlichen in Einklang standen mit der Kritik von med. pract. E.________ und Dr. med. D.________.