Citation: 2C_846/2017 E. 3

Weiter rügt der Beschwerdeführer eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung durch das Kantonsgericht. Er vertritt die Ansicht, dass die vorinstanzliche Feststellung, wonach Sonderflüge nach Sri Lanka und damit ein Wegweisungsvollzug gegen den Willen der betroffenen Person möglich seien, offensichtlich nicht zutreffe. Da er an anderer Stelle seiner Eingabe jedoch selber geltend macht, dass im November 2016 ein Sonderflug nach Sri Lanka durchgeführt worden sei, erscheint diese Argumentation des Beschwerdeführers als widersprüchlich. Gestützt auf das vorinstanzliche Urteil und die Akten aus dem kantonalen Verfahren erweist sich jedenfalls die Feststellung des Kantonsgerichts, dass ein Wegweisungsvollzug nach Sri Lanka gegen den Willen der betroffene Person durchführbar ist, nicht als offensichtlich unrichtig. Dafür spricht im Übrigen auch Art. 13 des Migrationsabkommens vom 4. Oktober 2016 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Demokratischen Sozialistischen Republik Sri Lanka (SR 0.142.117.121). Die genannte Bestimmung sieht vor, dass zur Rückübernahme von Staatsangehörigen alle Beförderungsarten gestattet sind und neben Flügen nationaler Luftfahrtgesellschaften der Vertragsparteien auch andere Linienflüge, nötigenfalls auch Charterflüge zulässig sind. In seiner Stellungnahme an das Bundesgericht bekräftigt ferner auch das SEM, dass die Organisation von Ausreisen nach Sri Lanka auf sämtlichen Vollzugsstufen möglich sei. Nach dem Dargelegten ist im bundesgerichtlichen Verfahren auf den Sachverhalt abzustellen, wie ihn das Kantonsgericht festgestellt hat.