Citation: 8C_514/2013 E. 4.2

4.2. Die Bemessung des Valideneinkommens wird weder in tatsächlicher noch in rechtlicher Hinsicht beanstandet. Es besteht daher kein Anlass für eine nähere Prüfung von Amtes wegen (BGE 125 V 413 E. 1b und 2c S. 415). Bezüglich des Invalideneinkommens macht der Beschwerdeführer geltend, die Vorinstanz habe sich nicht mit der Frage befasst, ob er aufgrund seiner mangelhaften Ausbildung und seinen gesundheitlichen Einschränkungen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt einem Arbeitgeber überhaupt noch zumutbar sei. In diesem Zusammenhang rügt er eine Verletzung der Begründungspflicht. Das kantonale Gericht hat sich nicht im Einzelnen mit dem Einwand gegen die Verwertbarkeit der verbliebenen Leistungsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt auseinandergesetzt. Soweit darin eine Verletzung der aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV sowie Art. 61 lit. h ATSG und Art. 112 Abs. 1 lit. b BGG) und aus Art. 6 Abs. 1 EMRK abgeleiteten Begründungspflicht zu erblicken ist, kann der Mangel als geheilt gelten, war es doch dem Beschwerdeführer ohne weiteres möglich, das vorinstanzliche Erkenntnis sachgerecht anzufechten. Dem Versicherten steht mit Blick auf die fachärztlichen Stellungnahmen und das aus medizinischer Sicht objektiv vorhandene Leistungspotenzial eine genügend breite Palette von zumutbaren Erwerbsmöglichkeiten offen, welche der ausgeglichene Arbeitsmarkt (vgl. dazu BGE 134 V 64 E. 4.2.1 S. 70 f. mit Hinweisen) kennt. Die Vorinstanz musste daher bei der Ermittlung des Invalideneinkommens gestützt auf die LSE die zumutbaren Verweistätigkeiten nicht besonders spezifizieren. Nicht massgebend ist in diesem Zusammenhang, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden. Zu berücksichtigen ist zudem, dass der ausgeglichene Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) auch sogenannte Nischenarbeitsplätze umfasst, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können (Urteil 8C_728/2012 vom 8. Mai 2013 E. 4.3.3). Wie die IV-Stelle in ihrer Verfügung zu Recht festhält, bestehen durchaus einfache, geistig wenig anspruchsvolle Überwachungs-, Prüf- und Kontrolltätigkeiten, welche keine Stress- oder emotionale Belastungen beinhalten.