Citation: 5A_740/2022 E. 5.3

5.3. Die Frage, ob eine Schiedsklausel auf einen Dritten (z.B. aufgrund einer Vertragseinmischung) ausgedehnt werden kann, ist keine Tat-, sondern eine Rechtsfrage (Urteil 4P.48/2005 vom 20. September 2005 E. 3.4.3 in fine). Diesbezüglich geht die Rüge des Beschwerdeführers daher bereits fehl. Tatfragen sind einzig die Umstände, aufgrund welcher auf eine Vertragseinmischung oder einen Rechtsschein geschlossen werden kann und ob ein natürlicher (auch: tatsächlicher) Konsens vorliegt (BGE 143 II 37 E. 6.2.2; zu letzterem siehe nachfolgend E. 7.4). Wenn das Obergericht sodann erwägt, das Nichtvorhandensein von Umständen, aus welchen auf eine Vertragseinmischung oder einen Rechtsschein geschlossen werden könnte, seien unbestimmte negative Tatsachen, weswegen der Beschwerdeführer nach Treu und Glauben bei der Beweisführung mitwirken müsse, ist dies im Licht der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ebenfalls nicht zu beanstanden (BGE 147 III 139 E. 3.1.2 mit Hinweisen).