Citation: 5A_916/2018 E. 3.1

3.1. Will der Gläubiger die Zulassung eines anderen Gläubigers oder dessen Rang bestreiten, so muss er die Kollokationsklage gegen den Gläubiger richten (Art. 250 Abs. 2 Satz 1 SchKG). Heisst der Richter die Klage gut, so dient der Betrag, um den der Anteil des Beklagten an der Konkursmasse herabgesetzt wird, zur Befriedigung des Klägers bis zur vollen Deckung seiner Forderung einschliesslich der Prozesskosten (Satz 2). Ein Überschuss wird nach dem berichtigten Kollokationsplan verteilt (Satz 3). Zur Kollokationsklage sind alle Gläubiger zugelassen, die im Kollokationsverfahren eine Forderung gegen den Konkursiten angemeldet haben. Ob einem Kläger diese formelle Gläubigerstellung zukommt, ist als Prozessvoraussetzung von Amtes wegen zu prüfen und bestimmt sich nach der Kollokationsverfügung (Urteil 5D_181/2017 vom 24. April 2018 E. 2.1). Im Kollokationsprozess geht es darum, die Kollokationsverfügung materiell zu überprüfen (Roger Schober, in: Kren Kostkiewicz/Vock [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs SchKG, 4. Aufl. 2017, N 13 zu Art. 250 SchKG) : Die Kollokationsklage hat zum Ziel, eine richterliche Beurteilung darüber zu erlangen, ob und in welchem Ausmass die streitige Forderung an der Liquidation des Konkursiten teilnimmt (BGE 119 III 84 E. 2b S. 85 mit Hinweisen). Hier sind die Parteien darüber entzweit, ob der Beschwerdeführerin gegen die F.________ AG in Liquidation gestützt auf den "Letter of Undertaking" der F.________ AG vom 25. Juni 2009 eine Forderung zusteht.