Citation: 2C_27/2015 E. 4.2

4.2. Die Erbengemeinschaft hielt auch die Liegenschaft W.________strasse in ihrem Liegenschaftsbestand, der zur Hauptsache als Privatvermögen zu qualifizieren war. Mit dem Vorschlag der Gemeinde, das Areal "W.________strasse" einzuzonen und das Land für die Überbauung mit Einfamilienhäusern nutzbar zu machen, eröffnete sich der Erbengemeinschaft die Möglichkeit, auch dieses Land gewinnbringend zu verkaufen. Es ist anzunehmen, dass das Areal W.________strasse wohl während Jahren nicht eingezont worden wäre, wenn die Erbengemeinschaft gegenüber der Gemeinde ihre Einwilligung zur Erschliessung, Parzellierung und Veräusserung nicht erteilt hätte. Das Angebot der Gemeinde fiel in die Planungs- oder bereits Bauphase des Projekts V.________strasse. Die Erbengemeinschaft ergriff die Gelegenheit, die Liegenschaft W.________strasse ebenfalls an den Markt zu bringen und dabei Synergien zu nutzen. Die Erschliessung, Parzellierung und Veräusserung im Rahmen des Projekts W.________strasse schliesst daher nahtlos an die Tätigkeit der Erbengemeinschaft im Zusammenhang mit dem Projekt V.________strasse an und ergänzt diese (Merkmal des systematischen und planmässigen Vorgehens). Eine auf Erwerb gerichtete Tätigkeit muss daher auch in Bezug auf das Projekt W.________strasse bejaht werden, obschon die Tätigkeit der Erbengemeinschaft in Bezug auf dieses Projekt weniger weit ging als beim Projekt V.________strasse. Mit der Einwilligung zur Erschliessung der neuen Baulandparzelle wurde diese zu Geschäftsvermögen. Die Parzellierung und Erschliessung der Liegenschaft W.________strasse und deren Veräusserung kann daher nicht mehr als blosse Verwaltung des Privatvermögens betrachtet werden. Dass die Gemeinde tätig wurde, weil ein Bedürfnis nach Wohnraum bestand, und die Erbengemeinschaft mit dem Erschliessungsprojekt W.________strasse dem Wunsch der Gemeinde entsprach, vermag an diesen Tatsachen nichts zu ändern.