Citation: 4A_78/2020 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführer wollen das Kriterium der übermässigen Kosten entgegen der herrschenden Lehre (vgl. PETER GAUCH, Der Werkvertrag, 6. Aufl. 2019, S. 786 f. Rz. 1748 und Fn. 593 mit zahlreichen Hinweisen sowie S. 794 ff. Rz. 1769 f.) nicht als negative Voraussetzung des Nachbesserungsrechts, sondern als Einrede verstanden wissen (sog. "Einredetheorie", vgl. ROGER BRÄNDLI, Die Nachbesserung im Werkvertrag, 2007, S. 128 ff.; ihm folgend: PHILIPP LAUBE, Die Tragung der Nachbesserungskosten im Bauwerkvertrag, 2011, S. 47 f. und S. 113 ff.). Sie zeigen aber in ihrer Beschwerde nicht (rechtsgenügend) auf und es ist auch nicht ersichtlich, welche konkrete Auswirkungen auf das Ergebnis es vorliegend gehabt hätte, wenn die Übermässigkeit der Nachbesserungskosten als Einrede betrachtet worden wäre. Die Vorinstanz hielt jedenfalls mit der Erstinstanz fest, der Beschwerdegegner habe im erstinstanzlichen Verfahren wiederholt geltend gemacht, Nachbesserungskosten von Fr. 46'695.55 seien übermässig. An der Beantwortung abstrakter Rechtsfragen besteht kein schutzwürdiges Interesse der Beschwerdeführer (Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG; BGE 137 III 153 E. 5 S. 158; 135 III 513 E. 7.2 S. 525 mit Hinweisen), sodass auf die entsprechenden Rügen nicht einzutreten ist.