Citation: 1C_103/2016 E. 8.1

8.1. Das Verwaltungsgericht erwog, dass es in erster Linie Sache der zuständigen örtlichen Behörde, hier also des Bezirksrats, sei, die Vereinbarkeit mit dem Orts- und Landschaftsbild zu beurteilen. Zwar stelle die projektierte Aufschüttung einen Eingriff in das heimatliche Landschaftsbild dar. Die geplante Deponie werde aber nicht in flachem Gelände erstellt; die umliegende Landschaft weise im natürlichen Gelände Erhebungen und Gefälle mit ähnlichem Umfang auf wie die geplante Aufschüttung von maximal 21 m Höhe (Technischer Bericht, Landschafts- und Aufbauplan). Zwar sei das Gefälle, insbesondere gegenüber dem Brüschhaldenbach, mit bis zu 27° (50 %), recht steil; entsprechende Gefälle fänden sich aber auch in der Umgebung. Das Vorhaben komme in eine durch frühere Schüttungen und Kiesabbau bereits stark vorbelastete Gegend zu liegen. In natürlichen Mulden und Senkungen flössen in der Regel Gewässer, weshalb sie sich oft nicht für Deponien eigneten (Art. 37 Abs. 1 lit. b bis GSchG). Die landwirtschaftliche Nutzung der Deponie sei nach deren Rekultivierung weiterhin möglich; die projektierte Aufschüttung weise nur im unteren Bereich der Aufschüttung bzw. der Böschungskante ein Gefälle von bis zu 50 % auf und verlaufe im oberen Bereich flacher. Das Amt für Landwirtschaft habe in seiner Stellungnahme denn auch nichts gegen das Deponievorhaben einzuwenden gehabt und festgehalten, dass eine höhere Aufschüttung weniger Landwirtschaftsland beanspruche. Ohnehin seien rund 30 % als ökologische Ausgleichsfläche bestimmt. Der Bedarf für die Aushubdeponie sei ausgewiesen; im Bezirk Küssnacht stünden kaum mehr Ablagerungsmöglichkeiten zur Verfügung. Das Gebiet sei bereits erschlossen und berühre keine Schutzgebiete.