Citation: 1B_197/2019 E. 2.3

2.3. Der Beschwerdeführer bestreitet die Darlegungen der Staatsanwaltschaft und der Vorinstanz nicht, dass er von seiner früheren Arbeitgeberin wegen Veruntreuung von mindestens Fr. 114'000.-- fristlos entlassen und angezeigt worden sei. Um ihr das veruntreute Geld zurückzuerstatten bzw. Wiedergutmachung zu leisten, habe er bei seinen Grosseltern ein Darlehen aufgenommen. Vom betreffenden Bargeldbetrag (Fr. 140'000.--) habe er am 11. bzw. 19. Dezember 2018 (in zwei Tranchen von je Fr. 60'000.--) insgesamt Fr. 120'000.-- an seinen damaligen Anwalt bzw. Verteidiger übergeben. Vor den beiden Geldübergaben habe er (vom Gesamtbetrag von Fr. 140'000.--) jeweils je Fr. 10'000.-- für sich zurückbehalten. Bei der ersten Geldübergabe an seinen Anwalt sei der Beschwerdeführer von einer männlichen Person begleitet gewesen. Der Beschwerdeführer und sein Anwalt hätten vereinbart, dass dieser unverzüglich Vergleichsgespräche mit der ehemaligen Arbeitgeberin aufnehmen werde. Drei Tage nach der zweiten Geldübergabe, in der Nacht vom 22. auf den 23. Dezember 2018, sei eine noch nicht identifizierte Täterschaft in die Kanzlei des Anwaltes eingebrochen. Die Täter hätten unter anderem zwei Tresore abtransportiert, welche Bargeld von ca. Fr. 160'000.-- enthalten hätten. Dabei seien sie frühmorgens von einer Auskunftsperson beobachtet worden, welche sowohl drei Beteiligte als auch das Fluchtfahrzeug (samt Nummernschild) beschrieben habe. Eine Woche nach dem Einbruch in die Anwaltskanzlei, am 30. Dezember 2018, sei der Beschwerdeführer bei einer Polizeikontrolle als Beifahrer in einem Fahrzeug angehalten worden. Dieses Fahrzeug, ein sogenannter Mini-Van, stimme in diversen Details mit dem von der Auskunftsperson beschriebenen Fluchtfahrzeug überein. Neben der Abkürzung des immatrikulierenden Kantons habe sie die ersten fünf Ziffern des Nummernschildes genannt. Zur sechsten Ziffer habe die Auskunftsperson ausgesagt, es habe sich um eine "6" oder eine "9" gehandelt. Das Nummernschild des von der Polizei angehaltenen Fahrzeuges sei hinsichtlich der Kantonsbezeichnung und der ersten fünf Ziffern damit identisch; bei der sechsten Ziffer handle es sich um eine "6". Auch die Farbe (weiss) und die Kategorie (Mini-Van) des kontrollierten Fahrzeuges stimmten mit den Angaben der Gewährsperson überein. Auffällig erscheine im Übrigen, dass der Beschwerdeführer behaupte, sich an den Namen der männlichen Person, die ihn am 11. Dezember 2018 bei der ersten Geldübergabe an seinen (kurz darauf bestohlenen) Anwalt begleitet habe, nicht mehr erinnern zu können. Die Vorinstanz weist sodann darauf hin, dass ein Personenwagen mit einer ähnlich lautenden Nummer (sechste Ziffer "9") entgegen der Argumentation des Beschuldigten als mögliches Fluchtfahrzeug ausser Betracht falle. Der Halter dieses Personenwagens sei am 14. März 2019 polizeilich befragt worden. Insoweit habe sich unterdessen der Verdacht erhärtet, dass es sich beim weissen Mini-Van, in dem der Beschwerdeführer angehalten wurde, um das Tatfahrzeug gehandelt habe. Weiter erwägt das Obergericht, die genannte Auskunftsperson habe seit der ersten vorinstanzlichen Haftprüfung auch direkt belastende Aussagen zur Person des Beschwerdeführers gemacht. Bei einer am 19. März 2019 durchgeführten Foto-Wahlkonfrontation habe sie ihn (aus neun verschiedenen Personen) als Mittäter des Einbruchdiebstahls identifiziert.