Citation: 6B_1148/2023 E. 7.3.4

7.3.4. Der Beschwerdeführer kritisiert, die Vorinstanz habe zu Unrecht keine Gesamtbetrachtung mit den gegenüber den bereits rechtskräftig verurteilten Personen ausgesprochenen Strafen vorgenommen (Beschwerde S. 14 f.). Der Einwand ist ebenfalls unbegründet. BGE 135 IV 191 verlangt einen Strafenvergleich unter Mittätern nur für den Fall, dass die Mittäter im gleichen Verfahren beurteilt wurden. Wurden wie vorliegend getrennte Verfahren geführt, kann daraus nicht abgeleitet werden, das Sachgericht müsse die gegen die Mittäter allenfalls bereits ergangenen Urteile beiziehen und hypothetische Überlegungen dazu anstellen, wie es die Mittäter beurteilt hätte (vgl. Urteile 6B_527/2021 vom 21. Juli 2022 E. 1.5.6; 6B_885/2015 vom 15. Januar 2016 E. 4.3.4). Das Bundesgericht stellte zudem klar, dass es grundsätzlich keinen Anspruch auf "Gleichbehandlung im Unrecht" gibt (BGE 135 IV 191 E. 3.3) und es daher unzulässig ist, eine angemessene Strafe einzig mit dem formalen Argument der fehlenden Relation zur unangefochten gebliebenen Strafe gegen den Mittäter zu reduzieren (BGE 135 IV 191 E. 3.4). Ohnehin ist das Strafmass individuell nach dem objektiven und subjektiven Verschulden eines Täters sowie in Berücksichtigung der Täterkomponenten (vgl. Art. 47 StGB) im Rahmen des richterlichen Ermessens festzusetzen. Ein Strafenvergleich ist vorliegend auch deshalb schwierig, weil der Beschwerdeführer und I.________ zwar als Mittäter agierten, bei der Tatbegehung jedoch unterschiedliche Rollen hatten.