Citation: 5A_400/2023 E. B

B.a. Nachdem C.B.________ im Juli 2015 aus der ehelichen Wohnung ausgezogen war, kam es am 18. September 2015 zu einem Eheschutzentscheid. Das Gericht stellte D.B.________ unter die Obhut der Mutter, regelte das väterliche Besuchsrecht, wies der Mutter die eheliche Wohnung zu und verpflichtete C.B.________, für D.B.________ monatliche Alimente von Fr. 850.-- zu zahlen. B.b. Am 8. August 2017 reichte A.B.________ am Bezirksgericht Zürich ein gemeinsames Scheidungsbegehren ein. Kurz darauf ordnete die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) des Bezirks Zürich, veranlasst durch eine Gefährdungsmeldung des Kinderspitals Zürich, gestützt auf Art. 315a Abs. 3 ZGB an, dass das Besuchsrecht des Vaters für ein halbes Jahr begleitet stattzufinden habe (Entscheid vom 31. August 2017). Gegenstand der Gefährdungsmeldung war der Verdacht sexueller Übergriffe des Vaters gegenüber D.B.________. Eine diesbezügliche Strafuntersuchung wurde am 7. Juni 2018 eingestellt. B.c. Mit Eingabe vom 25. Januar 2018 verlangte C.B.________ beim Bezirksgericht die Abänderung der vom Eheschutzgericht und der KESB erlassenen vorsorglichen Massnahmen. An der Verhandlung vom 19. Juni 2018 einigten sich die Parteien darauf, das Besuchsrecht des Vaters einstweilen begleitet weiterzuführen und ein psychologisches Gutachten einzuholen. Dieses wurde am 3. Juni 2019 erstattet. Anlässlich der Verhandlung vom 18. Juni 2019 einigten sich die Parteien darauf, zu unbegleiteten Kontakten überzugehen und diese künftig in vier Phasen auszudehnen. B.d. Am 3. Oktober 2019 ersuchte C.B.________ das Bezirksgericht erneut um die Abänderung der vorsorglichen Massnahmen. Mit Urteil und Verfügung vom 10. Dezember 2020 wies das Bezirksgericht das Gesuch ab und fällte das Scheidungsurteil. Soweit vor Bundesgericht noch streitig, wurde D.B.________ unter die alleinige elterliche Sorge und Obhut der Mutter gestellt (unter Vorbehalt der gemeinsamen elterlichen Sorge in Bezug auf einen allfälligen Wegzug von D.B.________ ins Ausland). Dem Vater wurde für den Monat, in welchem das Urteil rechtskräftig wird, und für die zwei folgenden Monate ein Besuchsrecht an jedem zweiten Wochenende von Samstag, 10.00 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr, und an jedem Mittwoch von 16.00 Uhr bis 19.30 Uhr eingeräumt. Danach sollte D.B.________ auch am Mittwoch beim Vater übernachten und das Besuchsrecht bis Donnerstag, 08.15 Uhr, verlängert werden. Dazu kamen Regeln für die Feiertage und Ferien. Die Mutter wurde unter Androhung der Ungehorsamsstrafe nach Art. 292 StGB angewiesen, dem Vater D.B.________ zu den Besuchszeiten zur Betreuung zu überlassen. B.e. A.B.________ legte beim Obergericht des Kantons Zürich Berufung ein. Betreffend das Besuchsrecht beantragte sie, von Übernachtungen bei C.B.________ abzusehen, mit Besuchen jedes zweite Wochenende am Samstag und am Sonntag je von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr sowie jeden Mittwoch ab 14.00 Uhr bis 18.30 Uhr. Ausserdem focht sie die Androhung der Ungehorsamsstrafe an. C.B.________ erhob Anschlussberufung. Er verlangte, mit der Einführung der Übernachtung am Mittwoch (s. Bst. B.d) die Wochenendbesuche zu erweitern. Diese sollten am Freitag nach der Schule bzw. um 17.00 Uhr beginnen. B.f. Das Obergericht hob die erstinstanzliche Besuchsrechtsregelung auf und bestimmte, dass die Besuche an den Wochenenden und am Mittwoch ab Eintritt der Rechtskraft zunächst ohne Übernachtungen stattfinden. Frühestens ab August 2023 und spätestens ab November 2023 soll D.B.________ am Mittwoch beim Vater übernachten (Besuchsrecht bis Donnerstagmorgen, 08.00 Uhr); frühestens ab November 2023 und spätestens ab Januar 2024 soll eine Übernachtung an den Wochenenden dazukommen (Besuchsrecht an jedem zweiten Wochenende von Samstag, 10.00 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr). Die strafbewehrte Weisung an A.B.________, D.B.________ entsprechend der gerichtlichen Regelung C.B.________ zur Betreuung zu überlassen, wurde bestätigt. Das Urteil datiert vom 19. April 2023 und wurde am 21. April 2023 an die Parteien versandt.