Citation: U 10/01 16.07.2003 E. 3

Die Vorinstanz hat den Autounfall vom 19. Juni 1992 auf Grund des augenfälligen Geschehensablaufs und der erlittenen Verletzungen zu Recht dem Bereich der mittelschweren Unfälle und innerhalb dieses Rahmens nicht den schwereren Fällen zugeordnet (vgl. hiezu RKUV 1999 Nr. U 330 S. 122; noch nicht in der Amtlichen Sammlung veröffentlichtes Urteil F. vom 25. Februar 2003, U 161/01). Für die Bejahung der adäquaten Kausalität wäre daher erforderlich, dass zumindest ein einzelnes unfallbezogenes Kriterium in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist oder dass die praxisgemäss zu berücksichtigenden Merkmale in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sind (BGE 117 V 367 Erw. 6b, 384 Erw. 4c, 115 V 140 Erw. 6c/bb, 409 Erw. 5c/bb). Wie im angefochtenen Entscheid zutreffend ausgeführt wurde, ereignete sich der Unfall bei objektiver Betrachtung weder unter besonders dramatischen Begleitumständen, noch war er durch besondere Eindrücklichkeit gekennzeichnet. Ferner kann weder von einer schweren noch von einer im Hinblick auf die in Frage stehende Adäquanzbeurteilung besonders gearteten Verletzung gesprochen werden. Auch Dauerbeschwerden können im Hinblick auf die gegenüber Dr. D.________ angegebenen Beeinträchtigungen (neurologischer Bericht vom 10. April 2001) nicht bejaht werden. Für eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hätte, fehlen jegliche Hinweise. Schliesslich ist auch das Kriterium der lang dauernden Arbeitsunfähigkeit zu verneinen, konnte doch die Beschwerdeführerin bereits zwei Monate nach dem Verkehrsunfall ihre Arbeit wieder vollständig ausüben. Auch im Zusammenhang mit den beiden gemeldeten Rückfällen kam es nicht zu länger dauernden Arbeitsunfähigkeitsperioden. Ob tatsächlich von einer ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung und einem schwierigen Heilungsverlauf gesprochen werden kann, braucht nicht abschliessend beantwortet zu werden. Auf jeden Fall darf nicht ausser Acht gelassen werden, dass sich die Beschwerdeführerin im unmittelbaren Anschluss an den Unfall insofern zunächst relativ rasch erholte, als sie am Arbeitsplatz schon bald wieder eine volle Leistung erbringen konnte (obwohl weiterhin Heilbehandlungen nötig waren). Später waren immer wieder länger dauernde Phasen zu verzeichnen, während derer keine medizinische Behandlung erforderlich war. Sind mithin höchstens zwei der nach der Rechtsprechung massgebenden unfallbezogenen Kriterien und diese in nicht auffallender Weise erfüllt, ist die adäquate Kausalität zwischen dem Unfall vom 19. Juni 1992 und den hier zu beurteilenden gesundheitlichen Störungen der Beschwerdeführerin nicht gegeben. Nach dem Gesagten erfolgte die - vorinstanzlich bestätigte - Leistungsablehnung der SUVA zu Recht.