Citation: 4A_555/2017 E. B

Von 2005 bis 2011 führten die Parteien (mit umgekehrten Parteirollen) vor den Gerichten des Kantons Zürich einen ersten Prozess über Ansprüche aus dem Aktienkaufvertrag. Die heutige Beklagte (und damalige Klägerin) machte geltend, sie sei zum Rücktritt vom Aktienkaufvertrag berechtigt und die Anzahlung von DEM 50 Mio. sei ihr zurückzuerstatten. Der heutige Kläger (und damalige Beklagte) erhob Widerklage. Mit Rückweisungsbeschluss vom 12. April 2011 hob das Obergericht des Kantons Zürich das erstinstanzliche Urteil auf, soweit es (in Bezug auf die Widerklage) noch nicht in Rechtskraft erwachsen war, und wies die Sache zur Ergänzung des Verfahrens und zu neuem Entscheid an das Bezirksgericht Zürich zurück. Mit Urteil vom 16. Dezember 2011 (4A_307/2011) stellte das Bundesgericht fest, das Obergericht sei zu Recht davon ausgegangen, dass der damaligen Klägerin kein Rücktrittsrecht vom Aktienkaufvertrag zustand, womit auch der Anspruch auf Rückzahlung der Anzahlung von DEM 50 Mio. entfalle (E. 3). Sodann wurde die vom Obergericht angeordnete Rückweisung zur gutachterlichen Abklärung des Unternehmenswerts wegen Verletzung der Dispositionsmaxime aufgehoben, da die damalige Klägerin einzig eine Rückabwicklung des Aktienkaufvertrages Zug-um-Zug beantragt habe, jedoch nicht einen (noch zu prüfenden) Anspruch auf Rückforderung einer Differenz zwischen der Anzahlung und dem effektiven Kaufpreis (E. 2).