Citation: 6B_1288/2017 E. 4

Die Vorinstanz hält mit Hinweis auf die erste Instanz fest, der Beschwerdeführer habe sich in seiner Eingabe vom 14. März 2013 an das Obergericht Zürich unter anderem wie folgt über A.________ geäussert: "Allen Ernst: aus der Vorgeschichte unterstelle ich dem Beschwerdeführer einen querulatorischen Charakter mit deutlich aufgezeigter Bereicherungsabsicht, was in allen von ihm angestrebten Verfahren klar zum Ausdruck kommt". Anlässlich seiner Einvernahme beim Stadtrichteramt Zürich habe der Beschwerdeführer am 2. Mai 2013 unter anderem gesagt: "Es ist die Masche des Privatklägers, die Kosten des Verfahrens in die Höhe aufzublasen. Es ist seine Masche, die Justiz zu missbrauchen für eigene Zwecke, mit Bereicherungsabsicht". Beide Äusserungen würden von einem unbefangenen Adressaten dahingehend verstanden, dass der als Rechtsanwalt tätige A.________ die von ihm jeweils vertretenen Parteirechte in allen Verfahren in unverhältnismässiger Weise dergestalt wahrnehme, dass er in seinem eigenen finanziellen Interesse möglichst viel Honorar einfordern könne. Diese Beschreibung stelle eine objektiv ehrverletzende Tatsachenbehauptung dar, zumal sie nicht nur eine Aussage über die Berufsausübung treffe, sondern auch eine bewusste sowie massive Verletzung von Standesregeln aus Geldgier unterstelle und damit auch den sittlich-menschlichen Charakter von A.________ stark abwerte. Fehl gehe der Einwand des Beschwerdeführers, er habe bloss die Prozessführung durch A.________ als querulatorisch bezeichnet beziehungsweise von einem querulatorischen Charakter der Beschwerde gesprochen. Vielmehr habe der Beschwerdeführer durch die von ihm gewählte Formulierung zweifellos A.________ persönlich einen querulatorischen Charakter zugeschrieben. Ferner sei es unzweifelhaft, dass der Beschwerdeführer die gegenständlichen Äusserungen in diesem Sinne habe äussern wollen und sich auch deren Ehrenrührigkeit bewusst gewesen sei. Da der Beschwerdeführer am 14. März und 2. Mai 2013 jeweils in einem hängigen Verfahren seine Parteirechte wahrgenommen habe, sei es ihm zwar erlaubt gewesen, sich pointiert und in gewissem Masse gar provozierend zu äussern. Allerdings habe er das zulässige Mass überschritten, indem er A.________ sinngemäss die Verletzung von Standesregeln aus Geldgier in allen von diesem geführten Verfahren zugeschrieben habe. Die Unterstellung eines solch unlauteren Verhaltens stelle in der konkreten Konstellation keine sachbezogene Vertretung der eigenen Position dar, zumal damit ein ehrenrühriges Verhalten umschrieben werde, das weit über den Verfahrensgegenstand und den vom Beschwerdeführer legitimerweise vertretenen Parteistandpunkt hinausgehe. Es bestehe vorliegend keine Rechtfertigung gestützt auf Art. 14 StGB. Ebenso wenig sei es dem Beschwerdeführer gelungen, den Wahrheits- oder Gutglaubensbeweis zu erbringen (Urteil S. 7 ff.; erstinstanzliches Urteil S. 6 ff.).