Citation: 5A_202/2021 E. 4.2

4.2. Vorliegend gelangte das Kantonsgericht zum Schluss, dass es die KESB angewiesen habe, die Kinder schriftlich oder mündlich anzuhören. Auf den Willen der Kinder, den Vater nicht zu sehen, schliesst es nicht alleine aus der Eigenhändigkeit von deren an die KESB gerichteten Briefe (vgl. vorne Bst. A.c), sondern auch daraus, dass sich diese Briefe mit den seit geraumer Zeit geäusserten Meinungen der Kinder decke. Zwar könne eine Beeinflussung durch die Kindsmutter nicht gänzlich ausgeschlossen werden, weil der erste Teil der schriftlichen Stellungnahmen der jüngeren Kinder identisch sei. Angesichts des Alters der Kinder seien diese aber imstande, sich in Bezug auf den Kontakt zum Vater einen eigenen Willen zu bilden. Es sei zudem der Auffassung der KESB zu folgen, nach der insbesondere E.________ unter der Woche nicht unter dem direkten Einfluss der Kindsmutter stehe und somit die Möglichkeit hätte, den Beschwerdeführer in dieser Zeit zu kontaktieren. Dies sei auch D.________ möglich. Anhaltspunkte für eine psychische Belastung der Kinder seien nicht erkennbar. Aus dem Bericht des Beistands vom 7. Dezember 2017 gehe hervor, dass die Kinder den Beschwerdeführer zwar vermissen würden und es ihnen wichtig sei, dass er über ihr Leben Bescheid wisse. Dennoch hätten sie sich ambivalent gezeigt in Bezug auf die Möglichkeit, mit dem Beschwerdeführer via Skype in Kontakt zu treten. Dies sei aufgrund des Umstands, dass die Kinder den Beschwerdeführer seit mehr als sechs Jahren nicht mehr gesehen und zu ihm keinen Kontakt gehabt hätten, nachvollziehbar. Nach der Ausreise des Beschwerdeführers nach Japan seien die Kinder und der Beschwerdeführer bemüht gewesen, den Kontakt zu halten, und es habe für eine relativ kurze Zeit ein telefonischer und schriftlicher Kontakt stattgefunden. Aber auch diese Kommunikationsformen seien 2013 abgebrochen. Eine Bereitschaft der Kinder zur erneuten Kontaktaufnahme sei zwischenzeitlich nicht mehr erkennbar. Vor diesem Hintergrund habe eine gewisse Entfremdung zwischen den Kindern und dem Beschwerdeführer stattgefunden. Es sei deshalb nicht zu beanstanden, dass die Kinder schriftlich angehört worden seien. Die KESB habe die Situation genügend abgeklärt.