Citation: 8C_103/2017 E. 3.3

3.3. Nach BGE 139 V 547 setzt die Aufhebung oder Herabsetzung einer Rente nach Massgabe der Schlussbestimmungen der IV-Revision 6a weiter voraus, dass im Revisionszeitpunkt ausschliesslich ein unklares Beschwerdebild vorliegt (E. 10.1.2 S. 569). Das kantonale Gericht ist gestützt auf das seiner Ansicht nach voll beweiskräftige MEDAS-Gutachten vom 30. Juli 2015 davon ausgegangen, dass keine objektivierbaren Funktionsstörungen nachweisbar seien. Nach den vorinstanzlichen Erwägungen und den Ausführungen im MEDAS-Gutachten waren die Beschwerden, über welche die Versicherte seit dem erlittenen Unfall mit Verletzung der Halswirbelsäule klagt, nicht nur bei der ursprünglichen Rentenzusprechung, sondern auch weiterhin, das heisst auch anlässlich der aktuellen MEDAS-Begutachtung, nicht zu objektivieren. Die Gutachter diagnostizierten (nebst Spreizfuss und geringgradigem Hallux valgus beidseits sowie Thalassämie minor, ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit) eine chronische Schmerzstörung, wahrscheinlich leichte somatoforme Schmerzstörung, bei Status nach Verletzung der Halswirbelsäule im Juli 1996 sowie chronisch wiederkehrende linksseitige Schulternackenkopfschmerzen. Die geklagten Schmerzen konnten weder aus orthopädischer noch aus neurologischer Sicht objektiviert werden. Damit steht fest, dass die subjektiv geklagten Beschwerden und die geltend gemachte Arbeitsunfähigkeit auf ein unklares Beschwerdebild ohne organische Grundlage zurückzuführen ist. Spezifische und unfalladäquate Verletzungen der Halswirbelsäule ohne organisch nachweisbare Funktionsausfälle gehören zu den unklaren Beschwerdebildern (BGE 139 V 547 E. 2.2 S. 550; 137 V 64 E. 4.2 S. 68). Auch die zweite Voraussetzung für eine Aufhebung der Rente nach den Schlussbestimmungen ist damit erfüllt. Insofern erscheint die Erwägung des kantonalen Gerichts, dass die Gutachter - wegen der ihrer Ansicht nach fehlenden Auswirkungen der Beschwerden auf die Arbeitsfähigkeit - kein unklares Beschwerdebild ohne organische Grundlage diagnostiziert hätten, als missverständlich. Soweit sich die Versicherte darauf beruft, dass die Rentenaufhebung nach den Schlussbestimmungen mangels eines solchen Beschwerdebildes zum Zeitpunkt der Rentenüberprüfung unzulässig sei, kann ihr nicht gefolgt werden.