Citation: U 171/04 05.11.2004 E. 5

Es bleiben die von der Vorinstanz aufgestellten Grundsätze zur Invaliditätsbemessung zu überprüfen. 5.1 Zur Ermittlung des Valideneinkommens ist nach Auffassung der Vorinstanz auf die Verdienstmöglichkeiten abzustellen, die sich für 1994 auf Grund der Anstellungen im Spital X.________ und im Altersheim W.________ tatsächlich ergeben hätten. Die Beschwerdeführerin hat dies zu Recht genauso wenig beanstandet wie die Feststellung des kantonalen Gerichts, die Akten würden diesbezüglich zu wenig präzise Angaben beinhalten, weshalb die Angelegenheit an die Verwaltung zwecks weiterer Abklärungen und anschliessender Rentenverfügung im Sinne der Erwägungen zurückzuweisen sei. 5.2 Bezüglich des Invalideneinkommens erwog die Vorinstanz, die Unfallversicherung habe die Wahl, die für die Beschwerdeführerin auf Grund der im OSG-Bereich links vorhandenen Unfallfolgen in Betracht fallenden konkreten Verdienstmöglichkeiten näher abzuklären und in qualitativer sowie quantitativer Hinsicht im Sinne von BGE 129 V 480 f. Erw. 4.2.2 ausreichend zu belegen oder auf die Angaben der Lohn- und Strukturerhebungen (LSE) des Bundesamtes für Statistik abzustellen. Weiter führte das kantonale Gericht aus, namentlich auf die einer Weiterbildung und Umschulung entgegenstehenden unfallfremden kognitiven Einschränkungen brauche keine Rücksicht genommen zu werden. Dem ist insoweit beizupflichten, als es sich um die von Dr. phil. C.________ festgestellte mittelschwere Störung der kognitiven Leistungsfähigkeit als Ausdruck einer schmerzbedingten und reaktiv-psychischen Leistungseinschränkung handelt: Diese ist erst nach dem Unfall aufgetreten und mangels Kausalzusammenhangs (Erw. 3.5 hiervor) nicht zu berücksichtigen. Allenfalls bereits früher vorhanden gewesene intellektuelle Defizite dürfen der Versicherten dagegen nicht angelastet werden. Angesichts des Ausbildungsniveaus (vierjährige Ausbildung als Krankenschwester und Hebamme in Belgrad mit gut 15-jähriger Berufserfahrung in der Schweiz) und der zuletzt vor dem Unfall ausgeübten Tätigkeit (Nachtwache in einer gynäkologischen Abteilung und in einem Altersheim) ist den Ausführungen des kantonalen Gerichts beizupflichten: Danach hätte die Versicherte rein unfallbedingt eine ihrem bisherigen Ausbildungsniveau entsprechende Umschulung oder Weiterbildung absolvieren können, die ihr zumindest in einem ihrer Berufserfahrung entsprechenden Wirtschaftszweig eine Tätigkeit, welche dem Anforderungsniveau 3 der LSE entspricht, ermöglicht hätte. Das Anforderungsniveau 3 setzt nämlich lediglich aber immerhin Berufs- und Fachkenntnisse voraus, nicht aber das Verrichten selbstständiger und qualifizierter Arbeiten. Letztere sind im Anforderungsniveau 2 erfasst. Es geht mit anderen Worten nicht um das Erreichen eines Ausbildungsstandes, der die Verrichtung selbstständiger und qualifizierter Arbeiten ermöglicht, wie sie die Versicherte zumindest teilweise bis zum Unfallereignis ausgeübt hat. Auch ist nicht einsichtig, weshalb die von Dr. phil. C.________ immerhin als recht gut bezeichneten Deutschkenntnisse für eine derartige, auf die bisherige Tätigkeit aufbauende erfolgreiche Umschulung oder Weiterbildung ungenügend gewesen sein sollen. Ebenso wenig ist ein derart hoher intellektueller Einsatz verlangt, wie er etwa für das Erreichen eines dem Anforderungsniveau 2 der LSE entsprechenden Ausbildungsstandes gefordert wäre. Weiter Abklärungen würden an diesem Ergebnis nichts ändern.