Citation: 8C_700/2008 30.01.2009 E. 5

5.1 Die Vorinstanz hat erwogen, Dr. med. S.________, Facharzt FMH für allg. Medizin habe anamnestisch Schmerzen im Schulterbereich beidseits, bei Rumpfrotation oder Abduktion der Arme, ausstrahlend in die Arme beidseits festgehalten (Bericht vom 10. Februar 1999). Im Kernspintomogramm vom 2. Juni 1999 sei die mediolaterale Diskushernie C5/6 links nachweislich unverändert sichtbar gewesen. Ausserdem habe der Versicherte anfangs Juni 1999 gegenüber Prof. C.________ über Nacken-, Schulter- und Armschmerzen geklagt (Bericht vom 10. Juni 1999). Diese beschriebenen klinischen Beschwerden liessen eine radikuläre Symptomatik vermuten, passten gut zur radiologisch festgestellten Diskushernie und seien plausibel. Prof. Dr. med. A.________ und Dr. med. Z.________ seien sich denn auch einig, dass das Vorliegen von Brückensymptomen bis Sommer 1999 zu bejahen sei. Weiter hat die Vorinstanz dargelegt, betreffend das Vorliegen von Brückensymptomen ab Sommer 1999 bis Juni 2001 ergebe sich eine weitgehend unveränderte Situation (wie im Juni 1999). Gemäss dem Bericht des Prof. C.________ vom 6. April 2000 habe nach wie vor eine signifikante Diskushernie C5/6 sowie ein Problem auf Höhe C4/5 vorgelegen. Dr. L.________ habe im Bericht vom 26. September 2000 Nacken- und gelegentliche Kopfschmerzen erwähnt. Dem Bericht des Prof. C.________ vom 4. Mai 2007 könne entnommen werden, dass die seit dem Unfall bestehenden Beschwerden (andauernde Nackenbeschwerden, Brachialgien im Arm, ein subjektiv empfundenes Schwächegefühl und Schmerzen im Hinterkopf) bis zum chirurgischen Eingriff am 19. März 2002 persistiert hätten. Auf Grund dieser Berichte der involvierten amerikanischen Ärzte hätten die für eine Diskushernie typischen Beschwerden bis zu operativ vorgenommenen HWS-Verblockung auf den Etagen C4 bis C6 angehalten, woran auch - entgegen der Ansicht der Gerling - die mögliche Fluktuation der Beschwerden bei Diskushernien nichts zu ändern vermöge. Die Gerling könne daher aus der von ihr erwähnten Tatsache, Dr. L.________ habe im Bericht vom 26. September 2000 keine Armschmerzen erwähnt, nichts zu ihren Gunsten ableiten. Damit gälten die Brückensymptome auch ab Sommer 1999 bis zur Operation am 19. März 2002 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als erstellt. Hieran vermöge weder der Umstand, dass der Versicherte zwischen März 1999 und Juni 1999 nicht nachweislich einen Arzt konsultiert habe, noch das Faktum, dass die Rückfallmeldung erst im März 2000 erfolgt sei, etwas zu ändern; Gleiches gelte für den Umstand, dass der Versicherte im fraglichen Spiel - am Unfalltag - noch einmal kurz und einen Monat danach wieder für wenige Spiele eingesetzt worden sei. Gemäss dem Ergänzungsgutachten des Prof. Dr. med. A.________ vom 9. Juli 2007 sei es wenig plausibel, dass eine Diskushernie (degenerativ oder traumatisch bedingt bzw. konservativ oder operativ behandelt) innerhalb eines Monats soweit heile, dass die Wirbelsäule wieder belastungsstabil sei; allerdings könnten Beschwerden einer Diskushernie innert weniger Tage soweit bessern, dass der Versicherte (mit oder ohne bzw. mit mehr oder mit weniger Schmerzen) wieder seinen Alltagsgeschäften nachgehen könne. Nach dem Gesagten sei es also durchaus denkbar, dass der Versicherte in den fraglichen Spielen vereinzelte Einsätze habe leisten können. Dass sein Einsatz nicht eine gesundheitliche "restitutio ad integrum" indizieren könne, gelte auf Grund der nachgewiesenen Brückensymptome jedenfalls als eindeutig. Zudem sei es mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der nachgewiesene vorbestehende Bandscheibenschaden des Versicherten vor dem Unfall asymptomatisch gewesen sei. Die natürliche und adäquate Kausalität zwischen dem Unfall und der Operation (Verblockung) im Jahre 2002 sei zu bejahen. Eine Auseinandersetzug mit den von Dr. med. Z.________ ins Spiel gebrachten "Kriterien nach K.________" (vgl. E. 4.2 hievor) betreffend Beurteilung der Unfallkausalität von Diskushernien erübrige sich. 5.2 Diesen Erwägungen der Vorinstanz ist insgesamt beizupflichten. Gestützt auf die Berichte des Prof. C.________ vom 6. April 2000 und 4. Mai 2007 sowie des Dr. L.________ vom 26. September 2000 ist davon auszugehen, dass beim Versicherten nach dem Unfall vom 7. Februar 1999 nicht nur bis Sommer 1999 (vgl. E. 4 hievor), sondern bis zur Operation am 19. März 2002 überwiegend wahrscheinlich Brückensymptome bestanden. Prof. C.________ legte im Bericht vom 4. Mai 2007 zudem dar, die operativen Befunde seien signifikant gewesen; es habe sich ein Riss im hinteren Längsband mit einer losen fragmentierten Diskushernie auf der Höhe 5/6 gezeigt; diese Verletzung (Riss) sei seiner Auffassung nach mit einem angemessenen Grad an medizinischer Sicherheit entstanden, als im Februar 1999 anlässlich des Hockeyspiels ein Schlag von hinten erfolgt sei. Die Vorinstanz hat demnach die natürliche Kausalität zwischen dem Unfall vom 7. Februar 1999 und den zur Operation vom 19. März 2002 führenden Beschwerden zu Recht bejaht. Richtig ist auch ihre Bejahung der adäquaten Kausalität, zumal die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle spielt, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112 mit Hinweis). Sämtliche Einwendungen der Gerling sind unbehelflich. Es sind keine Gründe ersichtlich, auf den Bericht des Prof. C.________ vom 4. Mai 2007 nicht abzustellen. Das Akten-Gutachten des Dr. med. Z.________ vom 12. Juni 2006 sowie seine Stellungnahme vom 25. Juni 2007 vermögen an diesem Ergebnis nichts zu ändern, zumal er - wie er gegenüber Prof. Dr. med. A.________ in einem E-Mail vom 15. Juni 2007 einräumte - im Rahmen seiner Beurteilung die Röntgenbilder des Versicherten eher nicht selber gesehen hat. Zusätzliche medizinische Abklärungen sind nicht durchzuführen, da hievon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 131 I 153 E. 3 S. 157, 124 V 90 E. 4b S. 94).