Citation: 4A_539/2024 E. 3.3

3.3. Die klagende Partei muss die anspruchsbegründenden Tatsachen in ihrer Klage selbst schlüssig behaupten. Bestreitet die beklagte Partei diesen Tatsachenvortrag, greift eine über die Behauptungslast hinausgehende Substanziierungslast. Die Vorbringen sind diesfalls nicht nur in den Grundzügen, sondern in Einzeltatsachen zergliedert so umfassend und klar darzulegen, dass darüber Beweis abgenommen oder dagegen der Gegenbeweis angetreten werden kann (BGE 144 III 519 E. 5.2.1.1; 127 III 365 E. 2b). Die Obliegenheit zur Substanziierung ist dem Beweisverfahren vorgelagert und hat dieses gleichsam zu ermöglichen. Das Beweisverfahren dient nicht dazu, fehlende Behauptungen zu ersetzen oder zu ergänzen, sondern setzt solche vielmehr voraus (BGE 144 III 67 E. 2.1; Urteil 4A_29/2024 vom 22. August 2024 E. 4.5). Im vorinstanzlichen Verfahren hat die Beschwerdegegnerin die Sachdarstellung des Beschwerdeführers bestritten. In der Folge wäre es Sache des Beschwerdeführers gewesen, seine Ansprüche ausreichend zu substanziieren. Die Vorinstanz kam zum Schluss, der Beschwerdeführer sei dieser Obliegenheit nicht nachgekommen und habe insbesondere keine substanziierten Ausführungen zu seiner behaupteten Arbeitsunfähigkeit gemacht. Auch habe er nicht dargelegt, wie ihn eine allfällige gesundheitliche Beeinträchtigung bei seiner Arbeit funktionell eingeschränkt habe. Der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer setzt sich mit diesem Vorwurf der mangelnden Substanziierung nicht rechtsgenügend auseinander. Stattdessen verweist er in seinen Rechtsschriften auf verschiedene Arztberichte. Ein solches Vorgehen vermag die fehlende Substanziierung nicht zu ersetzen. Parteien dürfen bloss ausnahmsweise und nur für Einzelheiten auf Beilagen verweisen. Dabei genügt es nicht, wenn das eingereichte Schriftstück die rechtserheblichen Tatsachen in irgendeiner Form enthält. Vielmehr müssen die entsprechenden Informationen leicht zugänglich sein und keinen Interpretationsspielraum eröffnen (BGE 144 III 519 E. 5.2.1.2). Der Beschwerdeführer begründet nicht näher, weshalb er in seinen vorinstanzlichen Rechtsschriften ausnahmsweise auf eine Substanziierung seiner Tatsachenbehauptungen hätte verzichten und stattdessen bloss auf die Beilagen hätte verweisen dürfen. Die gerügten Rechtsverletzungen liegen nicht vor.