Citation: 4A_208/2020 E. 3

Die Vorinstanz erwog, der Antrag des Beschwerdeführers auf Erlass einer "einstweiligen Verfügung" sei mutmasslich als Antrag auf Anordnung einer vorsorglichen Massnahme im Sinne von Art. 261 ff. OR [recte: ZPO] zu verstehen. Der Beschwerdeführer wolle sich im vorliegenden Massnahmeverfahren mutmasslich gegen den Beschluss der Gesellschafterversammlung der C.________ GmbH vom 11. Dezember 2019 wehren, insbesondere gegen den Entzug seiner Zeichnungsberechtigung. Das vorliegende Verfahren biete aber keine Möglichkeit, einen Beschluss der Generalversammlung und die anschliessende Eintragung im Tagesregister rückgängig zu machen. Im vorliegenden Fall sei nicht ersichtlich und werde auch nicht geltend gemacht, dass im Anschluss an den Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 11. Dezember 2019 eine Registersperre beantragt worden sei. Im Gegenteil könne dem Handelsregisterauszug entnommen werden, dass die Mutationen eingetragen worden seien. Das vorliegende Gesuch um Erlass von vorsorglichen Massnahmen könne somit nicht als Massnahmeverfahren im Anschluss an eine Registersperre behandelt werden, weil es an einer Registersperre fehle. Wenn keine Registersperre beantragt worden sei, stehe dem Beschwerdeführer nur die Anfechtung des Beschlusses der Gesellschafterversammlung zur Verfügung. Für eine solche Anfechtungsklage sei aber nicht das Handelsgericht als Einzelgericht, sondern das Handelsgericht als Kollegialgericht zuständig. An dieser Stelle sei dem Beschwerdeführer mit Nachdruck zu empfehlen, vor der Einleitung eines entsprechenden Prozesses beim Handelsgericht rechtskundige Unterstützung beizuziehen.