Citation: 6B_487/2018 E. 1.3.2

1.3.2. Neben den objektiven Beweismitteln berücksichtigt die Vorinstanz auch die Aussagen der anlässlich der Polizeikontrolle angetroffenen Personen sowie die Wahrnehmung der Polizeipatrouillen. Der Beschwerdeführer, sein Bruder und der Tatzeuge räumen grundsätzlich eine tätliche Auseinandersetzung zwischen dem Privatkläger, dem Beschwerdeführer und dem Bruder des Beschwerdeführers ein. Ihre Aussagen entsprechen deshalb inhaltlich teilweise den Aussagen des Privatklägers, namentlich hinsichtlich des Umstands, dass der Privatkläger geschlagen und ein Metallgegenstand eingesetzt wurde. Jedoch unterscheiden sich diese Aussagen gegenüber jenen des Privatklägers im Übrigen wesentlich im Geschehensablauf. Die Vorinstanz erachtet hierbei die Aussagen des Beschwerdeführers zu Recht als unglaubhaft. Der Beschwerdeführer spricht sowohl vor Vorinstanz als auch in der Beschwerde bloss von einer einzigen Auseinandersetzung vor der Polizeikontrolle. Er behauptet, er sei vom Privatkläger zunächst zu Boden gestossen worden, worauf sein Bruder dem Privatkläger einen Faustschlag verpasst habe, welchen er gehört, nicht aber gesehen haben will. Anschliessend habe der Privatkläger vor seinem Bruder wiederholt herumgefuchtelt, während sein Bruder einen Metallgegenstand in der Hand gehalten habe. Er selbst habe die beiden trennen wollen und es sei immer lauter geworden. Darauf sei die Polizei gekommen. Die Aussagen des Beschwerdeführers widersprechen den objektiven Gegebenheiten. Er zieht die aktenkundigen Meldungen der Anwohnerinnen hinsichtlich einer länger dauernden tätlichen Auseinandersetzung, an welcher mehrere Personen beteiligt waren und vor allem eine Person Schläge einstecken musste, zu Unrecht in Zweifel. Die Vorinstanz begründet nachvollziehbar, dass eine der Melderinnen wegen der schlechten Lichtverhältnisse und der fehlenden Beleuchtung fälschlicherweise von fünf beteiligten Personen bzw. von Personen jugoslawischer Herkunft ausgegangen sei. Dabei ist nicht ersichtlich, wie sich der Privatkläger an verschiedenen Körperstellen teils erhebliche Verletzungen (Gehirnerschütterung, Unterkieferbruch, Rissquetschwunde am Ohr, Schnittwunde an der Hand und Prellung am Bein) zugezogen haben sollte, wenn er bloss einen einzigen Schlag vom Bruder des Beschwerdeführers eingesteckt hätte, wie der Beschwerdeführer behauptet. Dass die Vorinstanz auch die Aussagen des Bruders des Beschwerdeführers und des Zeugen als unglaubhaft bewertet, ist vertretbar. Auch ihre Aussagen lassen sich hinsichtlich des Tathergangs nicht mit dem Verletzungsbild des Privatklägers in Einklang bringen und sie widersprechen den vorhandenen objektiven Beweismitteln (angefochtenes Urteil S. 20: Angabe des Bruders des Beschwerdeführers, er sei nicht alkoholisiert gewesen; angefochtenes Urteil S. 12, 20 und 22: Angabe des Zeugen, er und der Bruder des Beschwerdeführers seien nicht alkoholisiert gewesen, er sei dem Beschwerdeführer und dessen Bruder fünf Minuten nachdem die Polizei ihn angetroffen hatte wieder begegnet und sei mit ihnen nach Hause gegangen, obwohl die Polizeikontrolle mindestens 20 Minuten dauerte, und er habe mit der Polizeipatrouille nicht gesprochen, obwohl diese Angaben zu seinen Aussagen machen konnte).