Citation: 8C_72/2023 E. 5.1.1

5.1.1. Bezüglich des von der Vorinstanz bejahten Revisionsgrunds macht der Beschwerdeführer geltend, deren Feststellung, pract. med. D.________ habe dargelegt, dass seit der ursprünglichen Verfügung vom 28. Januar 2005 eine rentenrelevante Verbesserung des Gesundheitszustands eingetreten sei, sei klar aktenwidrig und damit offensichtlich unrichtig. Dieser Gutachter habe ausdrücklich keine Verbesserung des Gesundheitszustands beschrieben, sondern den medizinischen Sachverhalt von Anfang an anders beurteilt als die früheren Gutachten. Mit Gutachten vom 20. Februar 2008 habe Dr. med. B.________ festgestellt, dass von einer schlechten Prognose auszugehen und die Hoffnung auf Besserung als sehr gering einzustufen sei. Demgegenüber habe pract. med. D.________ erläutert, dass er bereits ab 29. September 2003 von einer Arbeitsfähigkeit von mindestens 70 % ausgehe. Entgegen der Vorinstanz beschreibe pract. med. D.________ somit nicht eine Entwicklung seit 2015, sondern beurteile bereits die Situation im Jahr 2003 anders als die damaligen Gutachten. Es liege somit keine Verbesserung des Gesundheitszustands vor, sondern bloss eine andere Beurteilung desselben Sachverhalts. Die Observation des Beschwerdeführers stelle lediglich eine Momentaufnahme dar und enthalte keine Aussage über die Entwicklung seines Gesundheitszustands. Zwar anerkenne die Rechtsprechung eine Ausnahme vom Nachweis einer Veränderung, wenn die medizinischen Grundlagen, auf welchen die frühere Verfügung basierte, eine Verbesserung des Leidensbilds prognostiziert hätten. Dies sei hier aber gerade nicht der Fall. Vielmehr habe Dr. med. B.________ mit Gutachten vom 20. Februar 2008 festgestellt, dass von einer schlechten Prognose auszugehen sei und keine Besserung eintreten werde.