Citation: 5A_195/2024 E. 3.4.2

3.4.2. Mit Blick auf die Neuregelung der Obhut beklagt sich die Beschwerdeführerin über die vorinstanzliche Beurteilung ihrer Erziehungsfähigkeit. Angebliche Defizite beim Erkennen von C.________s emotionalen Bedürfnissen bzw. Entwicklungsbedürfnissen würden im Gutachten mit der Vielzahl von Arztbesuchen begründet. Die Beschwerdeführerin erläutert, weshalb sich die Konsultationen bei der Kinderärztin "absolut im normalen Rahmen" bewegt hätten, und betont, dass dem Gutachten bezüglicher dieser Defizite keine weiteren Kritikpunkte zu entnehmen seien. Es könne nicht pauschal auf die falsche Schlussfolgerung des Gutachtens abgestellt werden; ausserdem sei zu berücksichtigen, dass sie, die Beschwerdeführerin, das KESB-Verfahren ursprünglich wegen der fehlenden Betreuungskompetenzen des Beschwerdegegners eingeleitet habe, seither über viereinhalb Jahre vergangen seien und der Beschwerdegegner sich im Hinblick auf seine Betreuungskompetenzen unterdessen bewährt habe, weshalb es für sie keinen Grund mehr gebe, diese Kompetenzen in Frage zu stellen oder sein Kontaktrecht zukünftig zu verweigern. Diese Tatsache habe die Vorinstanz schlichtweg ignoriert. Soweit diese Reklamationen überhaupt eine hinreichende Sachverhalts- oder Rechtsrüge erkennen lassen, scheitern sie jedenfalls am aktenkundigen Inhalt des jugendforensisch-psychiatrischen Gutachtens der Universitären Psychiatrischen Kliniken X.________ vom 2. Februar 2023 (vgl. vorne Sachverhalt Bst. C.b). Wie der von der Beschwerdeführerin selbst zitierten Stelle ohne Weiteres zu entnehmen ist (Art. 105 Abs. 2 BGG), begründen die Fachleute die erwähnten Defizite der Beschwerdeführerin nicht nur mit einer Vielzahl von Arztbesuchen, sondern auch mit der "vehementen Verweigerung der Besuchskontakte" zum Vater. Soweit die Beschwerdeführerin argumentiert, dass das Verhalten des Beschwerdegegners inzwischen nicht mehr zu beanstanden sei, unterstellt sie letztlich, dass ihre verweigernde Haltung in der Vergangenheit gerechtfertigt gewesen sei, und masst sich an, C.________s Kontakte zum Beschwerdegegner von ihrer eigenen Beurteilung abhängig zu machen. Damit aber bezeugt sie ihr fehlendes Verständnis für die Kriterien, anhand derer sich die elterliche Erziehungsfähigkeit beurteilt. Gegen die vorinstanzliche Erkenntnis, wonach die gutachterlichen Feststellungen auf umfangreichen Abklärungen (Aktenstudium, Elterngesprächen sowie Gesprächen mit den involvierten Fachleuten) beruhen, kommt sie auf diese Weise nicht auf.