Citation: 2C_321/2024 E. 6.4

6.4. Die Vorinstanz erwog zusammengefasst, die Beschwerdeführerin sei bereits im Jahr 2022 diszipliniert worden. Damals habe die Aufsichtsbehörde auf Unzulänglichkeiten in der Organisation der Kanzlei der Beschwerdeführerin hingewiesen, die zu einer Häufung von formellen Fehlleistungen geführt habe. Trotz dieser Disziplinierung habe die Beschwerdeführerin ihre Betriebsorganisation nicht geändert. Sie habe wiederum gesetzliche und richterliche Fristen verpasst. Dabei handle es sich nicht um leichte Verfehlungen: Wenn auf ein Rechtsmittel zufolge Verspätung nicht eingetreten werden könne, bedeute dies, dass die angefochtene Verfügung nicht überprüft und allfällige Fehler nicht korrigiert werden könnten. Daran ändere der sozialversicherungsrechtliche Kontext nichts. Es sei beinahe zynisch, wenn die Beschwerdeführerin ausführe, wegen der "teilweise sehr mangelhaft instruierten" angefochtenen Verfügungen komme es "selten zu einem definitiven Rechtsverlust". Auch die Aussage der Beschwerdeführerin, ihr Engagement sei wichtiger als eine verpasste Frist, sei mit Blick auf die verantwortungsvolle Berufsausübung inakzeptabel (angefochtenes Urteil E. 3.3). Sodann deute nichts auf eine Veränderung im Verhalten der Beschwerdeführerin hin. Ein Umdenken im Arbeits- und Fristenmanagement habe nicht stattgefunden (angefochtenes Urteil E. 3.4). Die Vielzahl der verpassten Fristen deute vielmehr auf anhaltende und erhebliche Mängel in der Arbeitsorganisation der Beschwerdeführerin hin. Diese übernehme offensichtlich mehr Mandate, als sie mit der gebotenen Sorgfalt bewältigen könne (angefochtenes Urteil E. 3.5).