Citation: 6B_1380/2023 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer wirft der Vorinstanz eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung, eine willkürliche Beweiswürdigung und die Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" vor. Im Wesentlichen macht der Beschwerdeführer geltend, die Vorinstanz stelle trotz Widersprüchen in den Aussagen des Beschwerdegegners 2 willkürlich auf dessen Angaben ab. Dieser sei entgegen der Vorinstanz nicht nur in einem Punkt von seinen früheren Ausführungen abgewichen, sondern habe auch an weiteren Stellen widersprüchlich und unstimmig ausgesagt. So habe der Beschwerdegegner 2 anfänglich berichtet, er (der Beschwerdeführer) habe das Messer gerade gezogen, als er aus dem Auto gestiegen sei, um kurz darauf auszusagen, er (der Beschwerdeführer) sei auf ihn zugelaufen, habe das Messer aufgeklappt und ihm dann gezeigt. Weiter widerspreche sich der Beschwerdegegner 2, wenn er sage, er (der Beschwerdeführer) habe das Messer aufgeklappt, um später zu bemerken, es habe sich um ein Messer gehandelt, das automatisch aufgehe. Im Weiteren decke sich die Aussage des Beschwerdegegners 2, wonach der Beschwerdeführer nach dem Vorfall unmittelbar in sein Auto gestiegen und weggefahren sei, nicht mit derjenigen des Zeugen C.________, wonach die Fahrzeuge der Beteiligten auf der Strasse gestanden seien. Entgegen der Vorinstanz habe der Beschwerdegegner 2 auch nicht teilweise auf naheliegende Mehrbelastungen verzichtet, zumal er in der Einvernahme vom 13. April 2021 zuerst gesagt habe, als er aufgestanden sei, habe er eine Stichverletzung am Arm gehabt, nur um wenig später zu bemerken, der Beschwerdeführer habe mit grosser Kraft zugestochen. Diese Aussagen seien unglaubhaft, denn wie könne der Beschwerdegegner 2 die Stichverletzung erst nach dem Aufstehen bemerkt haben und zugleich wissen, dass er mit grosser Kraft zugestochen habe (Beschwerde S. 6 ff.). Der Beschwerdeführer kritisiert überdies, die Vorinstanz urteile willkürlich, da sie den Aussagen des Beschwerdegegners 2 im Rahmen der medizinischen Exploration bzw. den dabei erfolgten Widersprüchen zu dessen Angaben anlässlich der Einvernahmen keine Relevanz beimesse, obwohl sich diese zu seinen Gunsten auswirkten. Ferner setze sich die Vorinstanz nicht mit seiner Kritik auseinander, dass sich das rechtsmedizinische Gutachten auf Aussagen des Beschwerdegegners 2 stütze, es sei ein Schweizer Taschenmesser eingesetzt worden, obwohl diesbezüglich gerade widersprüchliche Erklärungen des Beschwerdegegners 2 vorlägen. Es sei daher nicht abwegig, dass sich die Sachverständige von diesen Angaben habe leiten lassen, zumal sie ausgeführt habe, dass sich ihr Gutachten unter anderem auf die Aussagen des Beschwerdegegners 2 stütze und sie bestätigt habe, dass dieser von einem Schweizer Taschenmesser gesprochen habe (Beschwerde S. 8 f.).