Citation: 9C_315/2013 E. 4.5

4.5. Zu prüfen bleibt, ob während des Anstellungsverhältnisses ein Abfall der Leistungen mit entsprechender Feststellung oder gar Ermahnung des Arbeitgebers eingetreten ist. Die Vorinstanz schloss einen Leistungsabfall aus, zumal die Arbeitgeberin schon ab Beginn des Arbeitsverhältnisses mit den Leistungen unzufrieden gewesen sei. Dagegen wendet der Beschwerdeführer ein, es gebe keine Hinweise für eine von Anfang des Arbeitsverhältnisses an bestehende Unzufriedenheit der Arbeitgeberin; vielmehr müsse von einem (erst) im Jahr 2008 eingetretenen Leistungsabfall ausgegangen werden. Gemäss Zusatz zum Anstellungsvertrag vom 11. November 2009 (recte wohl: 2007) war zwischen der Arbeitgeberin und dem Beschwerdeführer ein Jahres-Bonus von maximal 10 % des Jahresgehaltes vereinbart worden, wobei die Auszahlung im Falle der Zielerreichung jeweils im März resp. April des Folgejahres stattfinde. Wie sich aus dem Schreiben der Arbeitgeberin "Bonus für 2007 und 2008" vom 5. Mai 2008 ergibt, verneinte diese einen Bonusanspruch (bereits) pro 2007 mit der Begründung, die Ziele seien "bei Weitem nicht" erreicht worden. Auch für das Jahr 2008 wurde ein Anspruch verneint, zudem wurde auf die bereits ausgesprochene Kündigung hingewiesen. Dass die Arbeitgeberin einen Leistungsabfall erst 2008 bemerkt hätte, kann auch der Kündigungsbegründung vom 5. Mai 2008 nicht entnommen werden. Mit Blick auf diese Unterlagen ist es nicht willkürlich, dass das kantonale Gericht zum Schluss kam, die Arbeitgeberin habe bereits die Leistungen der Monate Oktober bis Dezember 2007 als nicht zufriedenstellend erachtet. Ein erst im Jahr 2008 arbeitsrechtlich in Erscheinung getretener Leistungsabfall ist folglich nicht überwiegend wahrscheinlich dargetan. Daran ändert letztlich auch der Umstand nichts, dass die Arbeitgeberin mit den im Rahmen des Temporäreinsatzes (allerdings in einer anderen Funktion; Arbeitszeugnis vom 31. Oktober 2008) erbrachten Leistungen offenkundig sehr zufrieden war, weshalb sie den Beschwerdeführer von der Verleihunternehmung abgeworben und dafür auch eine Ablösesumme entrichtet hat (Schreiben der D.________ AG vom 4. Oktober 2007). Mangels echtzeitlicher Nachweise für eine erst während des Arbeitsverhältnisses eingetretene Einbusse an Leistungsvermögen kann aus dem Umstand, dass der Beschwerdeführer als Leiter Supply Chain Manager die an ihn gestellten Zielvorgaben nicht erfüllte, nicht zwingend auf gesundheitliche Ursachen geschlossen werden (Urteil 9C_847/2009 vom 19. März 2010 E. 4.1).