Citation: 4A_624/2019 E. 3

Die Beschwerdeführer rügen, die Vorinstanz habe ihren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt (Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 53 ZPO), indem sie weder einen Augenschein durchführte noch ein Gutachten zur Funktion und Fundation der Differenz- und Seeufermauer einholte und es schliesslich auch unterliess, die Beschwerdegegnerin zur Edition der Bauakten aufzufordern. Die Beschwerdeführer erachten einen Augenschein als notwendig, um vor Ort die Funktion der Seeufermauer feststellen zu lassen. Doch legen sie nicht nachvollziehbar dar, inwiefern ein Augenschein tauglich wäre, diesen Beweis zu erbringen (vgl. Art. 152 Abs. 1 ZPO). Wie vorstehend aufgezeigt wurde (vgl. E. 2.2-2.3), verwarf die Vorinstanz zudem die Zweckbestimmung der Seeufermauer zu Recht als ohnehin nicht ausschlaggebend für die Frage, wer für den Unterhalt der Mauer aufzukommen habe. Aus dem gleichen Grund konnte die Vorinstanz auch darauf verzichten, die Bauakten edieren zu lassen und ein Gutachten einzuholen zur Funktion der Seeufermauer und der Differenzmauer sowie zur Fundation der Differenzmauer und deren Zustand. Denn die Beschwerdeführer begründen auch diese Beweisanträge ausschliesslich mit dem behaupteten Zweck der Seeufermauer, die dahinter stehenden Bauten und Anlagen vor Erosion und Unterspülung zu schützen. Einmal mehr ist darauf hinzuweisen, dass aus der angeblichen Funktion der Seeufermauer als Vorwehr für teilweise vom Beschwerdegegner zu unterhaltende Bauten nicht abgeleitet werden kann, ihm obliege auch die Sanierung der Seeufermauer selbst. Indem die Vorinstanz die angebotenen Beweise nicht abnahm respektive antizipiert würdigte, verletzte sie das Recht der Beschwerdeführer auf Beweis (Art. 152 Abs. 1 ZPO) als Teilgehalt des Gehörsanspruchs gemäss Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 53 ZPO nicht. Denn dieser Anspruch umfasst nur Umstände, die für den Verfahrensausgang rechtserheblich sind (vgl. Art. 150 Abs. 1 ZPO sowie BGE 143 III 297 E. 9.3.2 S. 332 mit Hinweisen).