Citation: 6B_926/2023 E. 2.1

2.1. In Bezug auf die Verwertbarkeit der betreffenden Einvernahmen hält die Vorinstanz fest, es lägen vier Einvernahmen von B.________ als beschuldigte Person sowie eine Einvernahme von ihm als Auskunftsperson vor. Zunächst sei festzuhalten, dass die Vorschriften über die Rechtsbelehrung und den Vorhalt zu Beginn einer Einvernahme dem Schutz der befragten Person (hier: B.________) dienten. Ein Dritter oder Mitbeschuldigter könne sich nicht darauf berufen, d.h. der Beschwerdeführer könnte aus einer fehlenden Belehrung B.________s nichts für sich ableiten. Abgesehen davon gehe aus der beigezogenen Einvernahme vom 9. Februar 2019 hervor, dass B.________ auf seine Rechte und Pflichten aufmerksam gemacht worden sei. Er sei am 9. Februar 2019 erstmals einvernommen worden. Anlässlich dieser ersten Einvernahme i.S.v. Art. 158 StPO sei er zunächst über seine Rechte sowie Pflichten aufgeklärt und danach sei ihm eröffnet worden, dass gegen ihn der Vorwurf erhoben werde, er habe von ca. Januar 2018 bis zu seiner Verhaftung am 8. Februar 2019 Handel mit grossen Mengen Betäubungsmitteln betrieben. Gemäss Rechtsprechung genügten diese Hinweise den gesetzlichen Anforderungen. B.________ habe somit gewusst, was ihm vorgeworfen werde. Zudem habe er selbst auch nie geltend gemacht, dass er es nicht wisse. Es sei auch keine Verwechslung von Vorfällen ersichtlich. Im Januar 2019 habe nur der Kokaindeal in V.________/W.________ zur Diskussion gestanden. Die Einvernahme sei daher verwertbar, womit auch sämtliche folgenden Einvernahmen verwertbar seien (Urteil S. 9 f. E. 4.3.2 f.). Im Weiteren erwägt die Vorinstanz, die vorstehenden Ausführungen könnten hinsichtlich der Verwertbarkeit der Einvernahme von B.________ als Auskunftsperson übernommen werden, womit auch diese verwertbar sei (Urteil S. 10 E. 4.3.4).