Citation: 8C_545/2021 E. 3.2

3.2. Zur Verdeutlichung sei daran erinnert, dass als Folge des Vertrauensschutzes eine vom Gesetz abweichende Behandlung der Rechtsadressaten nur in Betracht fallen kann, wenn die von der Rechtsprechung umschriebenen Voraussetzungen klar und eindeutig erfüllt sind. So hat das Bundesgericht für mündliche und namentlich telefonische Zusicherungen und Auskünfte erkannt, dass die blosse, unbelegte Behauptung einer telefonischen Auskunft oder Zusage nicht genügt, um einen Anspruch aus dem Grundsatz des Vertrauensschutzes zu begründen. Praxisgemäss ist eine nicht schriftlich belegte telefonische Auskunft zum Beweis von vornherein kaum geeignet (BGE 143 V 341 E. 5.3.1; Urteile 9C_847/2017 vom 31. Mai 2018 E. 5.1, in SVR 2018 IV Nr. 70 S. 225; 8F_6/2013 vom 25. Juni 2013 E. 2 mit Hinweisen; Urteil 8C_645/2013 vom 5. Dezember 2013 E. 3.2).