Citation: 1B_553/2022 E. 2.4

2.4. Die Feststellung des Sachverhalts kann nur gerügt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist (oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht) und wenn die Behebung des Mangels für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Der Beschwerdeführer rügt die Feststellung der Vorinstanz, er habe in der Schweiz lediglich (im April 2022) einen Tag lang gearbeitet und seither nicht mehr, als willkürlich (Art. 9 BV). Die Rüge erweist sich als unbegründet, soweit sie überhaupt ausreichend substanziiert erscheint (vgl. Art. 42 Abs. 2 Satz 1 BGG) : Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass der Arbeitseinsatz im April 2022 nur einen Tag dauerte und aufgrund seines Verhaltens abgebrochen wurde. Er räumt auch ausdrücklich ein, dass er "nach dem 29. April 2022 während ca. dreier Monate nicht gearbeitet" habe. Zwar macht er geltend, er habe am 2. August 2022 "erneut eine Arbeitsstelle in der Schweiz angetreten". Diese habe er aber "ein paar Tage später wieder verloren", bevor er am 8. August 2022 inhaftiert wurde. Der Grund für diesen erneuten schnellen Stellenverlust sei "unklar und umstritten". Damit werden keine willkürlichen entscheiderheblichen Tatsachenfeststellungen der Vorinstanz dargetan. Diese durfte als Fluchtindiz mitberücksichtigen, dass der Beschwerdeführer zwischen April und August 2022 in der Schweiz keiner stabilen Erwerbstätigkeit nachgegangen ist. Als willkürlich rügt der Beschwerdeführer sodann die vorinstanzlichen Erwägungen, "es lasse sich nicht verifizieren, ob der Streit mit seiner Tochter wirklich beendet" sei, und ein Zusammenwohnen mit ihr im Falle seiner Haftentlassung erscheine "schwer vorstellbar". Es handle sich dabei um "durch nichts belegte und falsche" Behauptungen. Auch dieser Argumentation kann nicht gefolgt werden. Der Beschwerdeführer hat im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren eingeräumt, dass es vor seiner Verhaftung zum Streit zwischen ihm und seiner Tochter kam, weshalb er in eine Pension umgezogen sei. Die Vorinstanz erwägt ausserdem, es erscheine unklar, ob die Streitigkeit des Beschuldigten mit seiner Tochter wirklich beendet sei. Sein Einzug bei ihr sei jedenfalls auch noch deshalb schwer vorstellbar, weil ihr Lebenspartner den Beschwerdeführer mit Beweisaussagen massiv belastet habe. Unhaltbare Tatsachenfeststellungen sind auch in diesem Zusammenhang nicht dargetan. Als offensichtlich unzutreffend rügt der Beschwerdeführer schliesslich noch die vorinstanzliche Erwägung, die Beziehung zu seiner ("angeblichen") Lebensgefährtin und deren Aufenthaltsort seien nicht erstellt. Er verweist in diesem Zusammenhang insbesondere auf eine an sie erteilte Haft-Besuchsbewilligung vom 3. Oktober 2022. Es kann offen bleiben, ob dieses Teilelement der vorinstanzlichen Erwägungen sachlich vertretbar erscheint oder nicht. Selbst wenn es fehlerhaft wäre, würde sich dies im Ergebnis nicht entscheidrelevant auswirken (vgl. Art. 97 Abs. 1 letzter Satz BGG). Wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen nämlich ergibt, bestehen andere ausreichend konkrete Anhaltspunkte für Fluchtgefahr. Die Rüge, es lägen im Ergebnis entscheidrelevante, offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellungen vor, erweist sich als unbegründet.