Citation: 2C_978/2019 E. 2

Gemäss dem einschlägigen kantonalen Recht bzw. nach § 249 Abs. 1 StG/SO sind gegenüber den Kirchgemeinden diejenigen natürlichen Personen steuerpflichtig, "welche im Gebiet der Kirchgemeinde steuerrechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt haben und sich zum Glauben der betreffenden Kirche bekennen". Gemäss § 249 Abs. 5 StG/SO ist von der Kirchensteuer befreit, wer beim Kirchgemeinderat schriftlich erklärt, dass er der betreffenden Konfession nicht oder nicht mehr angehöre. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Urteil dargelegt, was in diesem Kontext als Bekenntnis zu verstehen ist und wie die Zugehörigkeit zu einer anerkannten Religionsgemeinschaft im Allgemeinen einwohnerregister- und staatssteuerregisterlich erfasst wird. Insbesondere führte die Vorinstanz aus, dass für die Begründung der Kirchensteuerpflicht die Zugehörigkeit zur jeweiligen Konfession - bzw. die Abgabe einer Erklärung, der jeweiligen Konfession zuzugehören - genügt und eine formelle Mitgliedschaft in der jeweiligen Kirchgemeinde nicht erforderlich ist. Auch ist die Vorinstanz zutreffend davon ausgegangen, dass die Gemeinde bzw. die Steuerbehörde die (objektive) Beweislast für die kirchensteuerbegründende Tatsache trägt, dass eine im Gebiet der Kirchgemeinde wohnhafte Person einer Konfession zugehört bzw. als ihr zugehörig zu gelten hat. Auf die entsprechenden, bundesrechtskonformen Erwägungen der Vorinstanz ist zu verweisen (vgl. E. 3 und 4 sowie E. 5 Satz 2 des angefochtenen Urteils; zur Beweislast für steuerbegründende Tatsachen vgl. BGE 143 II 661 E. 7.2 S. 672).