Citation: 1C_553/2022 E. 1

Gegen den kantonal letztinstanzlichen Endentscheid des Verwaltungsgerichts steht grundsätzlich die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht offen (Art. 82 lit. a, 86 Abs. 1 lit. d und 90 BGG). Die Beschwerdeführerin ist (als Mitglied einer Erbengemeinschaft) Gesamteigentümerin des unmittelbar an die Bauparzelle angrenzenden Grundstücks Nr. 475. Die Mitglieder einer Erbengemeinschaft stehen kraft Zivilrechts (Art. 602 ZGB) in einer Rechtsgemeinschaft, aufgrund derer sie grundsätzlich nur zu gemeinsamem Handeln befugt sind. Dies gilt auch für die Erhebung von Beschwerden (sog. notwendige Streitgenossenschaft). Allerdings kann der oder die Einzelne einen Entscheid mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten selbstständig anfechten, wenn das Rechtsmittel darauf ausgelegt ist, eine belastende oder pflichtbegründende Anordnung abzuwenden, und die Durchsetzung des Rechtsstandpunkts Einzelner die Interessen der Gemeinschaft oder der übrigen Mitglieder nicht zu beeinträchtigen vermag (vgl. BGE 131 I 156; Urteil 1C_278/2011 vom 17. April 2012 E. 1.2 mit Hinweisen, betreffend die Verhinderung eines Winterwanderwegs an der Parzellengrenze). Dies ist vorliegend zu bejahen. Mit der Beschwerde soll die Erstellung einer grossen (40 x 18 m), potentiell mit Immissionen verbundenen landwirtschaftlichen Baute in geringer Entfernung (12.8 m) von der Parzelle Nr. 475 und dem dortigen Wohngebäude verhindert werden. Die beantragte Aufhebung der Baubewilligung würde die Interessen der Erbengemeinschaft bzw. deren übrigen Mitglieder nicht beeinträchtigen. Ist die Beschwerdeführerin daher schon als Gesamteigentümerin zur Beschwerde legitimiert (Art. 89 Abs. 1 BGG), kommt es (entgegen der Auffassung des Beschwerdegegners) nicht darauf an, ob diese die Parzelle selbst bewohnt und daher auch als Anwohnerin beschwerdebefugt wäre. Auf die rechtzeitig erhobene Beschwerde (Art. 100 Abs. 1 BGG) ist daher einzutreten.