Citation: 2C_106/2022 E. 1.4.3

1.4.3. Allerdings liegen die Voraussetzungen vor, damit auf das Erfordernis des aktuellen Interesses (auch) im bundesgerichtlichen Verfahren ausnahmsweise verzichtet werden kann. Der Beschwerdeführer beantragt denn auch nicht die Aufhebung von § 3 Abs. 1 V Covid-19 Bildungsbereich/ZH (generelle Maskentragpflicht an den Schulen der Sekundarstufe II; vgl. auch BGE 148 I 89; Urteil 2C_228/2021 vom 23. November 2021). Vielmehr kritisiert er mit Blick auf § 3 Abs. 2 lit. c Covid-19 Bildungsbereich/ZH und § 3 Abs. 3 lit. b Covid-19 Bildungsbereich/ZH, dass die Möglichkeit der Befreiung von der Maskentragpflicht für geimpfte, genesene und repetitiv getestete Schülerinnen und Schüler eine sachlich ungerechtfertigte Ungleichbehandlung zur Folge habe. Diese Frage hat das Bundesgericht bis anhin nicht behandelt. Sie kann sich unter gleichen oder ähnlichen Umständen jederzeit wieder stellen, wobei eine rechtzeitige Überprüfung - wie die vorliegende Angelegenheit zeigt - im Einzelfall kaum je möglich ist. Ihre Beantwortung liegt wegen deren grundsätzlicher Bedeutung überdies im öffentlichen Interesse.