Citation: H 191/99 26.01.2000 E. 7

7.- a) Aus den Akten ergibt sich, dass die Firma X.________ die Beitragspflicht über längere Zeit hindurch nicht korrekt erfüllt hat. Sie wurde zahlreiche Male ge- mahnt und betrieben. Als Mitglieder des Verwaltungsrats mussten die Beschwerdeführer von diesem Zustand Kenntnis haben. Sie weisen keine Massnahmen nach, mit welchen sie versucht hätten, die Ausstände rasch zu begleichen. Statt- dessen führten sie die Firma weiter und liessen die Schul- den anwachsen. Aussicht auf eine baldige Sanierung des Betriebs mit vollständiger Bezahlung der fehlenden Beiträge bestand realistischerweise keine. Damit ist das Verhalten der Beschwerdeführer als grobfahrlässig im Sinne von Art. 52 AHVG zu werten. b) Unbehelflich ist der Einwand, die 1991 angeblich nicht erfassten Löhne seien Zahlungen an Unterakkordanten gewesen, die in guten Treuen als Selbständigerwerbende hät- ten betrachtet werden dürfen. Nachdem die Arbeitgeberin selbst diese Entgelte als "nicht mit EDV erfasste Löhne 1991" deklariert hat, kann keine Rede davon sein, infolge unterschiedlicher, aber vertretbarer Ansichten über das Beitragsstatut entfalle das Verschulden der Beschwerdefüh- rer. Vielmehr ist aufgrund der Angaben der Firma selbst belegt, dass diese die erwähnten Zahlungsempfänger als Unselbständigerwerbende betrachtete.