Citation: 6B_1235/2021 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung von Art. 90 Abs. 2 SVG. Der objektive Tatbestand sei mangels einer Verkehrsregelverletzung nicht erfüllt. Selbst gestützt auf die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung habe er durch sein Überholmanöver eine wichtige Verkehrsregel nicht in objektiv gravierender Weise verletzt, da er den Rahmen des Üblichen nicht überschritten habe. Das Überholen im Kreisverkehr sei legal und die etwas engeren Platzverhältnisse seien dem Überholen im Kreisverkehr inhärent. In subjektiver Hinsicht macht der Beschwerdeführer geltend, er habe das Überholmanöver im Kreisverkehr unbewusst durchgeführt, womit er die (angebliche) Gefährdung der Fahrradfahrerin pflichtwidrig nicht in Betracht gezogen und somit unbewusst fahrlässig, aber nicht eventualvorsätzlich gehandelt habe. Die Vorinstanz schliesse unzulässigerweise allein aus der Tatsache, dass er sich der Gefährlichkeit der Verkehrssituation bewusst gewesen sei und dennoch gehandelt habe, auf eine Inkaufnahme der Tatbestandsverwirklichung. Weitere Umstände bringe sie hingegen nicht vor.