Citation: 1B_230/2017 E. 3.2

3.2. Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin 1 nach ihrer eigenen Darstellung dem Beschwerdegegner 2 in den Jahren 2012 - 2014 Wertgegenstände - darunter die Uhr - anvertraut mit der Abrede, sie zu verkaufen und ihr den Erlös auszuhändigen. Dieser behielt (nach dieser Darstellung) die Gegenstände indessen bzw. verwendete sie für sich und vertröstete seine Ehefrau, wenn sie sich nach dem Verbleib der Gegenstände bzw. des Verkaufserlöses erkundigte, immer wieder. Am 28. Oktober 2014 verlangte die Rechtsvertreterin der Beschwerdegegnerin 1 vom Beschwerdegegner 2 die Rückgabe der Wertgegenstände. Der damalige Rechtsvertreter des Beschwerdegegners 2 beantwortete dieses Schreiben am 13. November 2014 mit dem lapidaren Hinweis, er habe das Mandat niedergelegt. Mit diesem Schreiben sei für sie (die Beschwerdegegnerin 1) klar geworden, dass der Beschwerdegegner 2 die ihm anvertrauten Gegenstände nicht zurückgeben würde bzw. sie veruntreut habe. Innert der gesetzlichen Frist habe sie dann am 4. Februar 2015 Strafantrag gestellt.