Citation: I 373/02 02.09.2003 E. 3

Streitig und zu prüfen ist, ob sich der Invaliditätsgrad zwischen der Ablehnungsverfügung vom 6. Januar 1992 und der Verfügung vom 6. August 2001 (AHI 1999 S. 83) in einer für den Rentenanspruch erheblichen Weise geändert hat. Umstritten ist in diesem Rahmen, ob anstatt der am 6. Januar 1992 angewandten gemischten Bemessungsmethode nunmehr die Einkommensvergleichsmethode heranzuziehen ist. 3.1 Verwaltung und Vorinstanz erachten weiterhin die für Teilerwerbstätige massgebende gemischte Methode bei einer 54%igen Erwerbstätigkeit und einer 46%igen Haushaltsarbeit als anwendbar. Die Versicherte habe ihr Arbeitspensum ab Mitte 1985 reduziert und sei seither mit Ausnahme einer kurzen Zeit (August bis November 1986) noch durchschnittlich höchstens zu rund 63 % beschäftigt gewesen, wobei die Reduktion nicht auf gesundheitliche, sondern auf familiäre Gründe zurückzuführen gewesen sei. Zudem hätten sich die Verhältnisse durch die Geburt des dritten Kindes geändert, weshalb nicht davon auszugehen sei, dass die Beschwerdeführerin mit dieser zusätzlichen Belastung in einem grösseren Umfang ausserhäuslich erwerbstätig wäre. Im Übrigen seien keine finanziellen Verhältnisse ersichtlich, die sie zwingen würden, einer ganztägigen Arbeit nachzugehen, da ihr Ehemann unbestrittenermassen zu 100 % erwerbstätig sei. Eine reine Aufbesserung der familiären Vermögenssituation ins Feld zu führen, genüge jedenfalls nicht. 3.2 Die Beschwerdeführerin rügt in formeller Hinsicht eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, der Begründungspflicht, des Untersuchungsgrundsatzes, des Verhältnismässigkeitsprinzips und der EMRK-Garantien (Rechtsgleichheit, Willkürverbot, Fairnessgebot etc.). Im Rahmen der Haushaltsabklärung sei ihr bzw. ihrer anwesenden Tochter D.________ die Frage, in welchem Umfang sie ohne Gesundheitsschaden erwerbstätig wäre, gar nicht gestellt worden. Die Vorinstanz habe es trotz ihres Antrags unterlassen, die Berufsberaterin (recte: Haushalts-Abklärerin) und die Tochter D.________ zur Statusfrage zu befragen. Diese Einvernahmen habe die Vorinstanz nachzuholen. Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, ohne den Gesundheitsschaden wäre sie nunmehr zu 100 % erwerbstätig, nachdem die jüngste Tochter zehnjährig sei und sie mit zwei Kindern schon zu 100 % bzw. mindestens zu 63 % sowie mit drei Kindern zu 50 % gearbeitet habe.