Citation: I 283/02 28.01.2004 E. 3

3.1 Die Vorinstanz hat die Sache zu ergänzender medizinischer Begutachtung an die IV-Stelle zurückgewiesen, weil bisher eine Abklärung in psychosomatischer Hinsicht unterblieben sei. Das entsprechende Gutachten könne bei einer in diesem Bereich spezialisierten Institution, etwa bei der Medizinischen Abteilung für Psychosomatik und Rehabilitation des Spitals X.________, eingeholt werden. Nach Ansicht des kantonalen Gerichts genügt die bereits erfolgte psychiatrische Begutachtung durch Dr. T.________ nicht, weil "Psychosomatosen nicht in den Bereich der Psychiatrie, sondern in jenen der psychosomatischen Medizin, ein Sondergebiet der Inneren Medizin", gehörten (vorinstanzliche Vernehmlassung vom 6. Mai 2002). 3.2 Dieser Auffassung kann indessen nicht gefolgt werden. In den klinisch-diagnostischen Leitlinien der von der Weltgesundheitsorganisation herausgegebenen Internationalen Klassifikation psychischer Störungen (ICD-10 Kapitel V [F]) wird offenkundig davon ausgegangen, dass grundsätzlich ein psychiatrischer Facharzt die Diagnose einer Somatisierungsstörung (auch: multiple psychosomatische Störung; F45.0) stellt, wird doch unter diesem Titel ausgeführt, charakteristisch seien multiple, wiederholt auftretende und häufig wechselnde körperliche Symptome, die meist bereits seit einigen Jahren bestanden hätten, bevor der Patient dem Psychiater überwiesen werde (4. Aufl. der deutschen Übersetzung von Dilling/Mombour/Schmidt, S. 184). Die Leitlinien der Schweizerischen Gesellschaft für Versicherungspsychiatrie, d.h. der Schweizerischen Vereinigung ärztlicher Gutachter in Versicherungsfragen bei psychischen und psychosomatischen Störungen, sehen denn auch unter Ziff. II/6 als allgemeines Erfordernis von Seiten des Gutachters u.a. eine Facharztausbildung in Psychiatrie und Psychotherapie vor. Überdies verlangt die Rechtsprechung bei einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (F45.4 ICD-10), einer weiteren Form der somatoformen Störungen gemäss F45 ICD-10, grundsätzlich ein psychiatrisches Gutachten, wenn es darum geht, über das Ausmass der durch dieses Leiden bewirkten Arbeitsunfähigkeit zu befinden (AHI 2000 S. 159 Erw. 4b). Anzumerken ist schliesslich, dass der Direktor/Chefarzt a.i. der von der Vorinstanz erwähnten Medizinischen Abteilung für Psychosomatik und Rehabilitation des Spitals X.________, Dr. med. S.________, neben der fachärztlichen Ausbildung zum Internisten auch eine solche zum Psychiater und Psychotherapeuten absolviert hat. Nach dem Gesagten ist unter dem Blickwinkel der fachärztlichen Spezialisierung des Gutachters nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle wesentlich auf die psychiatrische Expertise Dr. T.________s vom 20. September 2000 abgestellt hat.