Citation: 4A_104/2008 08.05.2008 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz äusserte sich im angefochtenen Entscheid nicht dazu, in welchem Zeitpunkt der rechtsgeschäftliche Übertrag der Rechte an der SBB-Bahnhofsuhr von C.________, verstorben im Jahre 1993, auf die SBB stattgefunden haben soll. Ihre Erwägungen, wonach C.________ um die Nutzung des SBB-Bahnhofuhrenkonzepts seit 1987 gewusst habe und im Wissen darum untätig geblieben sei und keinerlei Unwillen gezeigt habe, lassen immerhin darauf schliessen, dass die Vorinstanz von einer Übertragung der Rechte vor dem Jahre 1987 und damit vor dem 1. Juli 1993, dem Zeitpunkt des Inkrafttretens des neuen Urheberrechts gemäss Bundesgesetz über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte vom 9. Oktober 1992 (AS 1993 1798), ausging. Die Frage des Übergangs der Rechte an die SBB ist somit nach dem aURG zu beurteilen. Gemäss der Übergangsbestimmung von Art. 81 Abs. 1 URG bleiben vor Inkrafttreten dieses Gesetzes abgeschlossene Verträge über Urheber- und verwandte Schutzrechte und aufgrund solcher Verträge getroffene Verfügungen nach dem bisherigen Recht wirksam. Das Bundesgericht beurteilt danach Verträge, die vor dem 1. Juli 1993 geschlossen wurden, nach dem aURG, wobei darauf hinzuweisen ist, dass sich der Werkbegriff durch das neue Urheberrecht nicht verändert hat und die im neurechtlichen Art. 16 URG enthaltenen Regeln über die Auslegung von Verträgen betreffend Urheberrechte denen nach Art. 9 aURG entsprechen (Urteil 4C.448/1997 vom 25. August 1998 E. 3, in: sic! 1999 S. 119 ff.). In welchem Zeitpunkt die Übertragung der Rechte genau stattgefunden haben soll, ist daher nicht von entscheidwesentlicher Bedeutung.