Citation: 6B_79/2019 E. 2.3.2

2.3.2. Bezüglich des subjektiven Tatverschuldens wendet der Beschwerdeführer ein, die Vorinstanz habe trotz seines Alkoholkonsums, der einen "Vollsuff" zur Folge gehabt habe, zu Unrecht keine teilverminderte Schuldfähigkeit angenommen. Die Rüge ist unbegründet. Die Vorinstanz hält fest, aufgrund der Angaben des Beschwerdeführers zum vorangegangenen ausgiebigen Alkoholkonsum sei eine gewisse Enthemmtheit anzunehmen, wobei indes keine Anhaltspunkte bestünden, dass aufgrund des Alkoholkonsums eine verminderte Schuldfähigkeit im Sinne von Art. 19 Abs. 2 StGB zu prüfen wäre. Die überlegte Vorgehensweise spreche gegen eine verminderte Schuldfähigkeit (Urteil S. 55 f.). Diese Argumentation ist nicht zu beanstanden. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, vermag keine falsche Einschätzung seines Zustands im Zeitpunkt der Tat oder daraus gezogene unhaltbare Schlüsse aufzuzeigen. So geht die Rechtsprechung im Sinne einer groben Faustregel davon aus, dass bei einer Blutalkoholkonzentration von unter zwei Gewichtspromille in der Regel keine Beeinträchtigung der Schuldfähigkeit gegeben ist und dass bei einer solchen von drei Promille und darüber meist Schuldunfähigkeit vorliegt. Bei einer Blutalkoholkonzentration im Bereich zwischen zwei und drei Promille besteht danach im Regelfall die Vermutung für eine Verminderung der Schuldfähigkeit. Diese Vermutung kann jedoch im Einzelfall durch Gegenindizien umgestossen werden. Vorrang haben konkrete Feststellungen über Alkoholisierung oder Nüchternheit. Allein aus den Werten der Blutalkoholkonzentration lässt sich somit das Ausmass einer alkoholtoxischen Beeinträchtigung nicht ableiten. Ausschlaggebend für die Beeinträchtigung von Einsichts- oder Steuerungsfähigkeit ist mithin der psycho-pathologische Zustand (der Rausch), und nicht dessen Ursache, die Alkoholisierung, die sich in der Blutalkoholkonzentration widerspiegelt. Es besteht eine erhebliche Variabilität, die von der konkreten Situation, der Alkoholgewöhnung und weiteren Umständen abhängt (BGE 122 IV 49 E. 1b S. 50 f.; Urteile 6B_760/2017 vom 23. März 2018 E. 3.5; 6B_648/2014 vom 28. Januar 2015 E. 2.2, nicht publ. in BGE 141 IV 34; je mit Hinweisen). Angesichts der überlegten Vorgehensweise des Beschwerdeführers nimmt die Vorinstanz zu Recht keine verminderte Schuldfähigkeit an, da sich die Alkoholisierung offensichtlich nicht auf die Entscheidungsfreiheit und Steuerungsfähigkeit des Beschwerdeführers auswirkte. Dass sie die alkoholbedingte Enthemmung im Rahmen des subjektiven Tatbestands berücksichtigt, ist nicht zu beanstanden. Die Einsatzstrafe von 20 Monaten Freiheitsstrafe liegt angesichts des nicht mehr leichten objektiven Tatverschuldens durchaus im vorinstanzlichen Ermessen.