Citation: 6B_56/2020 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz stellt in tatsächlicher Hinsicht fest, der Beschwerdeführer habe bei der tätlichen Auseinandersetzung zwischen den beiden Gruppen im Vorfeld der eigentlichen Tat von einer unbekannten Person im Bereich des Festgeländes einen Faustschlag und (wohl von der Security) Pfefferspray ins Gesicht abbekommen. Einige Zeit später sei er daraufhin im Auto des Mitbeschuldigten E.________ und in Begleitung des Mitbeschuldigten F.________ in Richtung U.________ gefahren, wo sie die Gruppe der Brasilianer, die zu Fuss auf dem Trottoir ihre Fahrräder geschoben hätten, überholt hätten. Nachdem E.________ seinen Wagen parkiert habe, sei der Beschwerdeführer als erster unbewaffnet auf die Brasilianer losgegangen; die beiden anderen seien ihm etwas später gefolgt. Der Beschwerdeführer habe seinen Angriff von Anfang an auf A.G.________ gerichtet, in welchem er den Urheber des auf dem Festgelände erlittenen Faustschlages erkannt habe. Dabei sei er ausgerutscht und hingefallen. E.________ sei ihm daraufhin unaufgefordert zu Hilfe gekommen und habe ihn bei seinem Angriff auf A.G.________ unterstützt. Die Vorinstanz gelangt zum Schluss, alle drei Beschuldigten hätten sich aktiv am Angriff auf die vier Brasilianer beteiligt und seien mit Faustschlägen, Fusstritten sowie mit einem Hammer und Pfefferspray auf diese losgegangen (angefochtenes Urteil S. 48 ff.). In rechtlicher Hinsicht gelangt die Vorinstanz zum Schluss, der Auslöser für den Angriff sei der Beschwerdeführer gewesen. Die beiden Mittäter hätten sich ihm angeschlossen. Dass es der Beschwerdeführer allein auf A.G.________ abgesehen habe, ändere nichts an seiner Verantwortung für den gesamten Angriff. Denn er habe davon ausgehen müssen, dass die ihm beistehenden Begleiter die übrigen Personen der brasilianischen Gruppe angreifen würden. Seine Behauptung, er habe alleine handeln wollen und lediglich die Hilfe von E.________ angenommen, vermöge ihn ebenfalls nicht zu entlasten. Es sei ihm bewusst gewesen, dass er und seine Mittäter zu dritt die vier Brasilianer angreifen würden, ansonsten die von ihm behauptete Aufforderung an seine Mitstreiter, keine Waffen mitzunehmen, aus seiner Sicht keinen Sinn gehabt hätte. Dasselbe gelte für seinen Versuch, einen Strassenpfosten auszureissen, nachdem er gesehen habe, dass E.________ mit einem Hammer bewaffnet gewesen sei. Daraus ergebe sich ohne Weiteres, dass eine gemeinsame Aktion bevorgestanden habe, auch wenn es keine explizite Absprache gegeben habe. Im Weiteren habe der Beschwerdeführer angesichts des vom Mitbeschuldigten E.________ mitgeführten Hammers und der festen Absicht, sich zu schlagen, in Kauf genommen, dass es bei diesem Angriff Verletzte geben könnte. Unter diesen Umständen müsse sich der Beschwerdeführer das Verhalten der Gruppe anrechnen lassen, so dass von einem Angriff im Sinne von Art. 134 StGB auszugehen sei (angefochtenes Urteil S. 62 f.).