Citation: 8C_174/2022 E. 4.3

4.3. Entgegen der Beschwerdeführerin finden sich auch keine Anhaltspunkte für eine rechtsfehlerhafte oder gar willkürliche Tatsachenfeststellung in Bezug auf die Restarbeitsfähigkeit. Inwieweit das kantonale Gericht mit den diesbezüglichen Erwägungen den Untersuchungsgrundsatz oder die Beweiswürdigungsregeln nach Art. 61 lit. c ATSG missachtet haben sollte, ist nicht ersichtlich. Insbesondere durfte die Vorinstanz der gutachterlichen Einschätzung einer um 40 % reduzierten Arbeitsfähigkeit folgen. Was die Beschwerdeführerin dagegen einwendet, hat kein anderes Ergebnis zur Folge. Unbegründet ist insbesondere ihre Rüge, die Vorinstanz habe die Mitteilung der Beschwerdegegnerin vom 7. August 2018 nicht berücksichtigt, wonach die Unterstützung für den Arbeitsplatzerhalt abgeschlossen und der Beschwerdeführerin eine Steigerung des Arbeitspensums über 30 % nicht möglich sei. Diese knappe Mitteilung gibt lediglich das Ergebnis des Abschlussberichts Job Coaching vom 16. Juli 2018 wieder, den die Vorinstanz sehr wohl in ihre Beweiswürdigung einbezog. Sie legte dar, dass dieser Abschlussbericht der Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit im ZMB-Gutachten nicht entgegenstehe. Denn die Frage nach den noch zumutbaren Tätigkeiten und Arbeitsleistungen nach Massgabe der objektiv feststellbaren Gesundheitsschädigung sei in erster Linie durch die Ärzte und nicht durch die Eingliederungsfachleute auf der Grundlage der von ihnen erhobenen, subjektiven Arbeitsleistung zu beantworten. Inwiefern diese vorinstanzliche Beweiswürdigung offensichtlich unrichtig sein soll, vermag die Beschwerdeführerin mit ihren Vorbringen nicht darzutun, zumal die in der Mitteilung empfohlene Präsenz von 30 %, bzw. das Absehen von einer weiteren Pensumserhöhung, lediglich die Vorgaben der dipl. Ärztin C.________ festhalten. Weiter entkräftete die Vorinstanz die in ihrer Stellungnahme vom 12. April 2021 geäusserte Kritik zum ZMB-Gutachten nachvollziehbar. Die Stellungnahme lässt auch nicht auf Willkür in der Beweiswürdigung schliessen, zumal bei dieser sowohl dem Unterschied zwischen Behandlungs- und Begutachtungsauftrag (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb und cc; Urteil 9C_561/2018 vom 8. Februar 2019 E. 5.3.2.2) als auch dem Ermessensspielraum der Experten (vgl. BGE 137 V 210 E. 3.4.2.3; Urteil 9C_397/2015 vom 6. August 2015 E. 5.3) Rechnung zu tragen ist, was die Vorinstanz getan hat. Sie legte in nicht zu beanstandender Weise dar, dass die ärztliche Stellungnahme keine konkreten Indizien enthalte, die gegen die Zuverlässigkeit der von der Verwaltung eingeholten Expertise sprächen, weshalb dem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten ZMB-Gutachten voller Beweiswert zuerkannt werden durfte (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.4; Urteil 9C_86/2018 vom 20. August 2018 E. 5.1). Der dementsprechende Einwand, die Vorinstanz habe der gutachterlichen Einschätzung einer Restarbeitsfähigkeit von 60 % zu hohen Beweiswert beigemessen, zielt daher ins Leere. Die auf das ZMB-Gutachten vom 1. Februar 2021 gestützte Feststellung einer Arbeitsfähigkeit von 60 % in der bisherigen Tätigkeit als Personalfachfrau hält demnach vor Bundesrecht stand. Die Beschwerde ist insgesamt unbegründet.