Citation: I 396/04 29.09.2004 E. 2

2.1 Das kantonale Gericht hat erwogen, der Versicherte habe zwar seit seiner Einreise im Jahre 2002 in der Schweiz Wohnsitz begründet, während dieser Zeit jedoch keine Versicherungsbeiträge entrichtet. Mithin bestehe kein Anspruch auf Versicherungsleistungen, namentlich nicht auf eine Invalidenrente. Es wird vollumfänglich auf die zutreffende Begründung im vorinstanzlichen Entscheid verwiesen. 2.2 Was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde dagegen vorgebracht wird, vermag zu keinem anderen Ergebnis zu führen. Gemäss dem Ausweis für Asylsuchende besitzt der Beschwerdeführer die russische Staatsangehörigkeit. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde bestreitet er dies mit dem Hinweis, er habe während 27 Jahren den Wohnsitz und Lebensmittelpunkt in der Ukraine gehabt. Selbst wenn er indessen die ukrainische Staatsangehörigkeit besitzen würde, vermöchte dies an der Ablehnung des Leistungsanspruchs mangels Bezahlung des Mindestbeitrages nichts zu ändern, da bei Fehlen eines Sozialversicherungsabkommens zwischen der Ukraine und der Schweiz dieselben gesetzlichen Bestimmungen zur Anwendung kämen wie bei einem russischen Staatsangehörigen. Was Art. 3 der EMRK oder das Übereinkommen über die Rechtsstellung der Staatenlosen (SR 0.142.40) zu ändern vermöchte, ist nicht ersichtlich und wird auch vom Beschwerdeführer nicht dargetan, zumal in Bezug auf die ordentlichen Renten bei Wohnsitz in der Schweiz kein Unterschied zwischen der Rechtsstellung von schweizerischen Versicherten und jener ausländischer Staatsangehöriger besteht (vgl. Erw. 1). Zudem haben gemäss Art. 1 Abs. 1 und Art. 3bis des Bundesbeschlusses über die Rechtsstellung der Flüchtlinge und Staatenlosen in der Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung Flüchtlinge und Staatenlose mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz unter den gleichen Voraussetzungen wie Schweizer Bürger Anspruch auf ordentliche Renten der Invalidenversicherung. Soweit sodann ein Anspruch auf Umschulung oder Wiedereingliederungsmassnahmen geltend gemacht wird, ist ein solcher aufgrund der Akten weder ausgewiesen, noch wird er vom Versicherten näher begründet. 2.3 Da der streitige Einspracheentscheid den Leistungsanspruch und nicht die Beitragspflicht betrifft, kann auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht eingetreten werden, soweit sie AHV-Beiträge und die Entlassung aus der obligatorischen Kassenmitgliedschaft zum Gegenstand hat. Denn im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechtsverhältnisse zu überprüfen bzw. zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich - in Form einer Verfügung - Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist (BGE 125 V 414 Erw. 1a, 119 Ib 36 Erw. 1b, je mit Hinweisen).