Citation: 4C.179/2006 14.08.2006 E. 3

Die Vorinstanz hat erkannt, die Appellationserklärung sei verspätet erfolgt, soweit sie nicht die mit der Erläuterung neu ins Dispositiv aufgenommene Pflicht zur Zinszahlung betrifft. 3.1 Nach Art. 43 Abs. 1 OG kann mit Berufung nur die Verletzung von Bundesrecht geltend gemacht werden. Fehl am Platz sind dagegen Rügen der Verletzung von Verfassungsrecht (Art. 43 Abs. 1 Satz 2 OG) und Erörterungen über die Anwendung kantonalen Rechts (BGE 127 III 248 E. 2c S. 252 mit Hinweisen). Welche Bundesrechtssätze der angefochtene Entscheid verletzt und inwiefern er gegen sie verstösst, ist in der Berufungsschrift anzugeben (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 121 III 397 E. 2a S. 400; 116 II 745 E. 3 S. 748 f.). 3.2 Grundsätzlich wird weder Bundesrecht verletzt noch vereitelt, wenn ein Gericht auf verspätete Eingaben nicht eintritt. Die Frage, ob die Appellationserklärung verspätet erfolgte beziehungsweise inwieweit durch die Erläuterung eine neue Rechtsmittelfrist zu laufen beginnt, bestimmt sich nach kantonalem Recht, welches im Berufungsverfahren nicht überprüft werden kann (BGE 127 III 248 E. 2c S. 252 mit Hinweisen). Eine Vereitelung von Bundesrecht ist nicht ersichtlich, zumal auch die eidgenössische Berufung, die erst in der durch den Erläuterungsentscheid ausgelösten Frist erhoben wird, auf den Gegenstand der Erläuterung beschränkt ist (BGE 117 II 508 E. 1a S. 510 mit Hinweis), was einem generellen Grundsatz im Zivilprozess entspricht (so schon BGE 69 IV 54 E. 1 S. 57 f.). 3.3 Auch soweit die Beklagte ausführt, durch den angefochtenen Entscheid würde nur ein Teil einer Forderung, die zwingend als Einheit zu behandeln sei, der materiellen Rechtskraft unterstellt, gehen ihre Ausführungen an der Sache vorbei. Gemäss Art. 54 Abs. 2 OG hemmt die eidgenössische Berufung den Eintritt der Rechtskraft im Umfang der Anträge, so dass ein Entscheid von Bundesrechts wegen ohne Weiteres nur in Bezug auf einen Teil einer Forderung in Rechtskraft erwachsen kann. 3.4 Mit ihrer Rüge der Vereitelung von Bundesrecht und den Ausführungen über die materielle Rechtskraft legt die Beklagte in Tat und Wahrheit dem Bundesgericht im Berufungsverfahren kantonalrechtliche Fragen zur Beurteilung vor, was nicht zulässig ist (BGE 127 III 248 E. 2c S. 252 mit Hinweisen). Eine Verletzung von Bundesrecht zeigt sie dagegen nicht einmal ansatzweise auf und genügt damit ihrer Pflicht zur Begründung der Berufung nicht (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 121 III 397 E. 2a S. 400; 116 II 745 E. 3 S. 748 f.). Daher ist auf ihre Vorbringen nicht einzutreten .