Citation: 8C_475/2022 E. 3.1.1

3.1.1. Die Vorinstanz mass den beiden Gutachten des ZMB vom 14. März 2016 und 10. Februar 2020 (einschliesslich der ergänzenden Stellungnahme vom 20. Dezember 2021) Beweiswert zu. Danach bestehe gemäss dem ersten Gutachten eine 20%-ige Arbeitsunfähigkeit aufgrund der rheumatologisch bedingten Einschränkungen mit vermehrtem Pausenbedarf. Im zweiten Gutachten hätten die Mediziner interdisziplinär eine 30%-ige Arbeitsunfähigkeit für eine leidensadaptierte Tätigkeit attestiert. Dementgegen sei die Beschwerdeführerin im orthopädischen Teilgutachten für leichte Tätigkeiten nur noch als halbtags (50 %) arbeitsfähig bezeichnet worden. Diesen Widerspruch hätten die Experten auf ihre Rückfrage hin aber aufgelöst und ausgeführt, eine 30%-ige Arbeitsunfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten sei korrekt. Die Angabe einer zumutbaren 50%-igen Tätigkeit im orthopädischen Teilgutachten sei im Nachgang zur interdisziplinären Besprechung fälschlicherweise nicht korrigiert worden. Weiter hätten die Sachverständigen zur zeitlichen Gültigkeit der Arbeitsfähigkeitsschätzung im Gutachten vom 14. März 2016 dargelegt, dass infolge der notwendig gewordenen Operationen (am Bewegungsapparat) diese seit März 2016 nicht mehr gültig sei. Es sei ärztlicherseits nachvollziehbar festgehalten worden, dass aufgrund des um weitere 10 % verringerten Rendements von einer 30%-igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei, da es zu Verlangsamungen gekommen sei und die Beschwerdeführerin vermehrte Pausen sowie längere Erhohlungszeiten brauche.