Citation: 8C_55/2007 20.11.2007 E. 3

3.1 Mit den Neuanmeldungen vom 18. Oktober 2004 und 22. März 2005 hat der Beschwerdeführer Berichte des Spital O.________ vom 16. Juli 2004 und des Spitals X.________ vom 17. September 2004, Arztzeugnisse des Dr. med. S.________ vom 19. Mai und 4. Juni 2004, einen Bericht des Dr. med. H.________ vom 11. März 2005 sowie Berichte der Psychiatrischen Dienste des Kantons Solothurn vom 2. und 28. Februar 2005 eingereicht. Er macht geltend, dass sich der Gesundheitszustand zufolge Chronifizierung der Beschwerden massiv verschlechtert habe, er seit Februar 2005 in regelmässiger psychiatrischer Behandlung stehe und gemäss Beurteilung des Hausarztes Dr. med. S.________ eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 50% bestehe. Die Vorinstanz hat dazu im Einzelnen Stellung genommen und insbesondere festgestellt, dass der Neurologe Dr. med. H.________ ein Schmerzsyndrom ohne neurologische Ausfälle diagnostiziere und sich namentlich zur psychischen Problematik äussere. Diesbezüglich bestätigten die Psychiatrischen Dienste des Kantons Solothurn aber, dass psychosoziale und damit invaliditätsfremde Faktoren vorlägen. Zudem seien die psychischen Störungen nach Auffassung der MEDAS-Gutachter behandel- oder gar heilbar. Die notfallmässige Hospitalisation im Spital X.________ vom 16. Juni 2005 sei wegen einer erneuten Exazerbation des bereits bekannten lumbovertebralen Schmerzsyndroms erfolgt. Im Übrigen lägen keine neuen Befunde oder Auffälligkeiten vor. Zusammenfassend gelangt das Gericht zum Schluss, dass die vorgelegten Arztberichte nicht geeignet sind, gegenüber dem MEDAS-Gutachten vom 30. Dezember 2003 eine relevante Verschlechterung des Gesundheitszustandes glaubhaft zu machen. Diese Feststellung beruht weder auf einer mangelhaften Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts noch verstösst sie sonstwie gegen Bundesrecht. 3.2 Was der Beschwerdeführer in der Beschwerde an das Bundesgericht vorbringt, vermag zu keinem anderen Ergebnis zu führen. Dass im Rahmen von Art. 87 Abs. 3 und 4 IVV auch die fortschreitende Chronifizierung eines Leidens eine relevante Sachverhaltsänderung darstellen kann, ist richtig. Es trifft entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers indessen nicht zu, dass die Chronifizierung erst im Sommer 2004 und damit nach dem MEDAS-Gutachten vom 30. Dezember 2003 eingetreten ist. Vielmehr sind schon die Ärzte der MEDAS davon ausgegangen, dass ein chronifiziertes Schmerzsyndrom bei geringem organischem Korrelat und psychosozialen Problemen besteht. Anhaltspunkte dafür, dass sich die organischen Befunde bis zu dem für die Beurteilung massgebenden Zeitpunkt der Neuanmeldung (vgl. BGE 130 V 71 ff.) in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert haben, liegen nicht vor. Dass vorübergehend ein Hyperventilationssyndrom aufgetreten ist und der Beschwerdeführer am 16. Juni 2005 wegen einer erneuten Schmerzexazerbation kurzfristig hospitalisiert werden musste, lässt nicht schon auf eine erhebliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes schliessen. Eine solche ist auch hinsichtlich der psychischen Beeinträchtigung in Form der bereits von den MEDAS-Ärzten festgestellten leichten depressiven Störung, welche im Bericht des Spitals X.________ vom 6. Juli 2005 als regredient bezeichnet wird, und der in den Berichten des Psychiatrischen Dienstes nunmehr als anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) diagnostizierten, im MEDAS-Gutachten als undifferenzierte Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.1) beurteilten psychischen bzw. psychosomatischen Beeinträchtigung nicht ausgewiesen. Verstärkt hat sich allenfalls die psychosoziale Problematik. Nach den Angaben des Beschwerdeführers gegenüber dem Psychiatrischen Dienst hat er sich anfangs 2004 mit einer tschechischen Staatsangehörigen verheiratet, welche indessen über keine (ganzjährige) Aufenthaltsbewilligung verfügt. Zudem hat er erhebliche Kredit- und Steuerschulden. Dabei handelt es sich jedoch um invaliditätsfremde Faktoren, welche nicht als eine für den Leistungsanspruch relevante Sachverhaltsänderung betrachtet werden können. Der vorinstanzliche Entscheid besteht auch in diesem Punkt zu Recht.