Citation: 2C_163/2021 E. 6.3

6.3. Vorliegend wies der Beschwerdeführer die Vorinstanz am 7. Juli 2020 darauf hin, dass er am 20. Juli 2020 eine niederlassungsberechtigte Person heiraten werde. Nachdem die Vorinstanz einen nachehelichen Aufenthaltsanspruch zu Recht verneint hatte (vgl. E. 4 und E. 5 hiervor), hätte sie als erste und einzige gerichtliche kantonale Instanz in ihrem Urteil vom 18. Januar 2021 die erneute Eheschliessung nicht nur erwähnen, sondern in ihre materielle Würdigung mit einbeziehen müssen. Die Vorinstanz unterliess demnach, von Amtes wegen zu prüfen, ob dem Beschwerdeführer aufgrund der neuerlichen Eheschliessung ein Aufenthaltsanspruch gestützt auf Art. 43 AIG zukommt. Entgegen der vom Migrationsamt in seiner Vernehmlassung geäusserten Auffassung ist nicht massgebend, dass die neue Ehefrau des Beschwerdeführers das Familiennachzugsgesuch erst nach Fällung des angefochtenen Urteils eingereicht hat.