Citation: 8C_600/2019 E. 3.2

3.2. Was die Beschwerdeführerin gegen den angefochtenen Entscheid vorbringt, ist offensichtlich unbegründet. Inwiefern die Vorinstanz den rechtserheblichen Sachverhalt qualifiziert unvollständig festgestellt und die Beweise einseitig gewürdigt habe, ist nicht ersichtlich und wird nicht rechtsgenüglich dargelegt (vgl. E. 1.1 i.f.). Ist nach konstanter Rechtsprechung (BGE 129 V 177 E. 2.1 S. 179 und RKUV 2000 Nr. U 365 S. 89, U 24/98 E. 2b, je mit Hinweisen) für die Anerkennung eines anspruchsbegründenden aussergewöhnlichen Schreckereignisses erforderlich, dass die seelische Einwirkung durch einen gewaltsamen, in der unmittelbaren Gegenwart des Versicherten sich abspielenden Vorfall ausgelöst wurde, ist irrelevant, ob der Vorfall im Nachhinein strafrechtlich als versuchte Tötung und damit als Erfolgsdelikt zu qualifizieren ist. Von einer Verletzung der Begründungspflicht oder des Willkürverbots (Art. 9 BV; zur qualifizierten Rügepflicht hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten vgl. Art. 106 Abs. 2 BGG und BGE 138 I 274 E. 1.6 S. 280 f. mit Hinweisen) kann keine Rede sein. Insbesondere vermag die Versicherte aus dem mehrfach angerufenen "Brennofenfall" (SVR 2004 UV Nr. 6 S. 19, U 273/02) nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. Es besteht kein Zweifel, dass das Bundesgericht im besagten Fall am praxisgemässen Erfordernis der unmittelbaren Gegenwart festhielt ungeachtet der Ausführungen zu einer - im konkreten Fall irrelevanten - Sachverhaltshypothese in E. 3.2 (vgl. zur Bestätigung der bisherigen Rechtsprechung BGE 129 V 177 E. 2.1 S. 179 f. und SVR 2019 UV Nr. 20 S. 71, 8C_609/2018 E. 2.2, je mit Hinweisen). Denn würde auf das Erfordernis des gewaltsamen, in unmittelbarer Gegenwart des Versicherten sich abspielenden Vorfalles verzichtet, führte dies zu einer unzulässigen Ausweitung des Unfallbegriffes, indem jede plötzliche ungewöhnliche seelische Einwirkung genügen würde (RKUV 2000 Nr. U 365 S. 89, U 24/98 E. 2b i.f. mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin legt nicht dar und es ist nicht ersichtlich, weshalb die von der Vorinstanz korrekt angewandte ständige Rechtsprechung zu ändern wäre.