Citation: 6B_1204/2016 E. 2.2.3

2.2.3. Schliesslich leuchtet nicht ein, weshalb die Vorinstanz aufgrund des Fairnessgebots nach Art. 3 StPO im Rahmen des Strafverfahrens gehalten gewesen sein soll, den Beschwerdeführer über die administrativen Folgen der Verurteilung, namentlich einen Ausweisentzug, aufzuklären. Wie sie zutreffend erwägt, sind diese Fragen allein in jenem Verfahren zu beurteilen. Der Beschwerdeführer weist zudem selber darauf hin, dass bei Annahme einer groben Verkehrsregelverletzung nach Art. 90 Abs. 2 SVG für die Administrativbehörde kein Ermessensspielraum hinsichtlich der Dauer des Ausweisentzugs besteht. Dies bedeutet jedoch nicht, dass das Strafgericht bei der Beurteilung der Frage, ob eine grobe Verkehrsregelverletzung vorliegt, eine Güterabwägung zwischen den öffentlichen Interessen am Entzug und denjenigen des Beschuldigten am Erhalt seines Ausweises vorzunehmen hätte. Die Vorinstanz verletzt weder die persönliche Freiheit oder die Wirtschaftsfreiheit des Beschwerdeführers, indem sie keine Interessenabwägung vornimmt, noch seinen Anspruch auf rechtliches Gehör, wenn sie sich dazu nicht äussert. Dass der Ausgang des Administrativverfahrens vom Strafverfahren abhängt, ändert daran nichts.