Citation: 9C_795/2020 E. A

A.a. Mit Verfügung vom 10. Januar 2012 sprach die Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, EL-Durchführungsstelle, der 1990 geborenen A.________ ab 1. Oktober 2011 Ergänzungsleistungen zu einer Halbwaisenrente der AHV zu. Nachdem die EL-Bezügerin gegen die Leistungshöhe Einsprache erhoben hatte, drohte die EL-Durchführungsstelle ihr mit Schreiben vom 9. März 2012 eine reformatio in peius an: Da es ihr zuzumuten sei, bei ihrem Vater zu wohnen, müssten die Leistungen entsprechend reduziert werden. Die EL-Bezügerin hielt an ihrer Einsprache fest, worauf die EL-Durchführungstelle die Ergänzungsleistungen mit Einspracheentscheid vom 11. April 2012 herabsetzte. Das Bundesgericht bestätigte mit Urteil 9C_423/2013 vom 23. Oktober 2013 letztinstanzlich die neu berechnete Leistungshöhe. Am 27. März 2013 meldete A.________ der EL-Durchführungsstelle, sie sei in eine günstigere Wohnung gezogen. Daraufhin setzte die EL-Durchführungsstelle mit Verfügung vom 24. Mai 2013 den EL-Anspruch ab 1. Februar 2013 neu fest und forderte einen Betrag von Fr. 164.- an zu Unrecht bezogenen Ergänzungsleistungen zurück. Im Nachgang des bundesgerichtlichen Urteils vom 23. Oktober 2013 berechnete die EL-Durchführungsstelle mit Verfügung vom 9. November 2013 die Ergänzungsleistungen für die Jahre 2011 und 2012 sowie mit Verfügung vom 13. November 2013 für das Jahr 2013 neu und forderte einen Betrag von Fr. 5250.- (für die Jahre 2011 und 2012) und Fr. 3440.- (für das Jahr 2013) zurück. Die EL-Bezügerin erhob gegen diese Verfügungen Einsprache und machte geltend, ihre AHV-Beiträge als Nichterwerbstätige seien als Ausgabenposition zu anerkennen. Daraufhin berechnete die EL-Durchführungsstelle die Ergänzungsleistungen mit Verfügung vom 15. Januar 2014 unter Berücksichtigung dieser Beiträge neu. Den daraus resultierende "Nachzahlungsbetrag" von Fr. 1586.- würde sie mit den offenen Rückforderungen "verrechnen". Auch gegen diese Verfügung erhob A.________ Einsprache und verlangte die Berücksichtigung einer höheren Lebensbedarfspauschale; die EL-Durchführungsstelle wies diese Einsprache mit Entscheid vom 17. Februar 2014 ab. Eine von der EL-Bezügerin gegen den - diesen Einspracheentscheid bestätigenden - kantonalen Gerichtsentscheid erhobene Beschwerde wurde vom Bundesgericht mit Urteil 9C_64/2016 vom 18. Mai 2016 in Folge Rückzugs des Rechtsmittels abgeschrieben. Mit Verfügung vom 26. Februar 2015 hob die EL-Durchführungsstelle die Ergänzungsleistungen an A.________ per 1. Februar 2015 auf, da sie aus dem Kanton St. Gallen weggezogen sei. Zudem forderte sie am 12. März 2015 einen Betrag von Fr. 857.- an bereits ausbezahlten Leistungen zurück. Da diese Rückforderung im Betrag von Fr. 739.- mit einer Nachzahlung von Ergänzungsleistungen durch den neuen Wohnsitzkanton verrechnet werden konnte, verblieb eine direkt zu bezahlende Rückforderung von Fr. 118.-. A.b. Am 27. Juni 2016 beantragte A.________ den Erlass der offenen Rückforderungen, da sie die Leistungen in guten Glauben erhalten habe und aufgrund ihrer Sozialhilfeabhängigkeit auch eine grosse Härte vorliegen würde. Mit drei Verfügungen vom 21. September 2018 gewährte die EL-Durchführungsstelle A.________ einen Teilerlass der Rückforderung im Betrag von Fr. 2450.- für den Zeitraum vom 1. Oktober 2011 bis 30. April 2012. Ab dem 1. Mai 2012 sei sie bezüglich der Fragen, welche zum Urteil des Bundesgerichts 9C_429/2013 vom 23. Oktober 2013 geführt hätten, nicht mehr gutgläubig gewesen, weshalb ihr die diesbezügliche Forderung im Betrag von Fr. 6240.- nicht erlassen werden könne. Bezüglich der weiteren Rückforderungen, die sich aus den beiden Wohnungswechseln ergeben würden, verneinte die EL-Durchführungsstelle den guten Glauben, da die EL-Bezügerin die Wohnungswechsel jeweils zu spät gemeldet habe. Auf Einsprache der EL-Bezügerin hin stellte die EL-Durchführungsstelle mit Einspracheentscheid vom 31. Oktober 2018 fest, dass bezüglich des Wohnungswechsels im Jahre 2013 keine offene Rückforderung mehr bestehe. Im Übrigen wies sie die Einsprache ab.