Citation: 4A_477/2023 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz erwog, die Beschwerdeführerin gehe nicht auf die erstinstanzliche Erwägung ein, dass Verweise auf aussagekräftige Buchhaltungsunterlagen oder auf die Anzahl der jährlichen Fahrzeugtransaktionen samt erzieltem Gewinnanteil fehlten. Die Erstinstanz habe damit zu Recht hervorgehoben, dass vier Beispiele, bei denen die Gewinnmarge mehr als 8 % betragen habe, nicht genügten, um zu beweisen, dass "üblicherweise" eine Marge von über 8 % erzielt werde. Wie viele Geschäfte sie getätigt habe und inwieweit die von ihr ausgewählten Beispiele überhaupt repräsentativ seien, bleibe ungewiss. Mithin fehle es diesbezüglich an einer Auseinandersetzung mit dem erstinstanzlichen Entscheid. Nicht stichhaltig sei auch das Argument, die Erstinstanz habe die erzielten Gewinnmargen nach Einsetzung von F.________ und die Neuausrichtung auf den Handel mit Fahrzeugen italienischer und britischer Provenienz nicht berücksichtigt. Wie die Beschwerdeführerin selbst ausführe, seien "unter der neuen Führung von F.________ ab Mai 2020mit dem Verkauf der Fahrzeuge Audi S3 [...], Lamborghini 724 [...], Land Rover Discovery SP 2.0 [und] Audi RS3 [...]" höhere Gewinnmargen erzielt worden. Massgebender Zeitpunkt für die Bestimmung eines angeblichen Missverhältnisses zwischen Leistung und Gegenleistung sei jedoch früher, im April 2020. Zum Beweis der "Üblichkeit" einer Gewinnmarge von 8 % könne somit ohnehin nicht auf Geschäfte abgestellt werden, die erst "ab Mai 2020" abgeschlossen worden seien. Unbehelflich sei auch der Einwand, die Organe der Beschwerdegegnerin hätten "vollumfängliche Einsicht in alle Verkaufsverträge genommen". Zunächst sei unklar, ob die Beschwerdeführerin damit auch weitere, von ihr in den Rechtsschriften gerade nicht erwähnte Verträge meine. In diesem Fall wäre ihr entgegenzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin nicht beweispflichtig sei. Auch wenn diese den entscheidrelevanten Sachverhalt (angeblich) kenne, obliege es der Beschwerdeführerin, den anspruchsbegründenden Sachverhalt substanziiert zu behaupten und zu beweisen. Auf die weiteren Gründe der Erstinstanz für die Abweisung der Klage und die dagegen erhobenen Einwände der Beschwerdeführerin müsse daher nicht mehr eingegangen werden. Offenbleiben könne namentlich auch die Frage, ob die angeblichen Sonderrabatte auch der Beschwerdegegnerin gewährt worden wären, zumal die Beschwerdeführerin nicht einen Teil des erhaltenen Sonderrabatts geltend mache, sondern die "erzielbare Gewinnmarge von 8 %" auf den von ihr bezahlten Preisen für die beiden Fahrzeuge.