Citation: C 277/00 11.06.2001 E. 2

2.- Streitig und zu prüfen ist, ob und gegebenenfalls für welche Dauer der Beschwerdegegner in der Anspruchsberechtigung einzustellen ist. a) Die Vorinstanz gelangte zum Schluss, dass der Versicherte bei einer erfolgten Abmeldung per 1. März 2000 (recte: 25. Februar 2000) die Arbeitslosigkeit trotz mangelhafter Arbeitsbemühungen innert nützlicher Frist beenden konnte und daher von einer Einstellung in der Anspruchsberechtigung wegen ungenügender Arbeitsbemühungen abzusehen sei. Dies mit der Begründung, im Hinblick auf die konkrete arbeitsmarktliche Situation im Baugewerbe mit saisonal bedingtem Arbeitsrückgang und einer praxisgemässen Tendenz der Arbeitgeber, in den Wintermonaten Arbeitsverträge zu kündigen, sei nicht davon auszugehen, dass der Versicherte bei Bewerbungen vom 1. September bis 11. Oktober 1999 vor dem 1. März 2000 eine Stelle gefunden hätte. Damit habe er die Arbeitslosigkeit innert nützlicher Frist beendet. b) Das Amt für Arbeit stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt, der Versicherte könne für den Monat September 1999 keine und für den Monat Oktober 1999 lediglich eine Stellenbewerbung vorweisen, was als ungenügend anzusehen sei. Insbesondere sei die Behauptung des Beschwerdegegners nicht nachvollziehbar, dass von August bis Mitte Oktober 1999 keine ihm zumutbaren offenen Stellen im RAV-Infocenter zu finden gewesen seien. Mit seiner sehr guten Ausbildung sei ihm - bei im massgeblichen Zeitraum (Winter 1999) gesamtschweizerisch rückläufigen Arbeitslosenzahlen - ein breites potenzielles Arbeitsspektrum offen gestanden. Ebenfalls greife sein Argument nicht, dass sich in der im Baugewerbe schwierigen Winterzeit keine Dauerstellen fänden, zumal dieser selber in den Wintermonaten im Baugewerbe nicht nur temporär beschäftigt gewesen sei. Bei einem saisonal schwankenden Beschäftigungsgrad im Baugewerbe hätte sich der Versicherte nach Erhalt der Kündigung umso mehr um eine Anstellung bemühen müssen, sodass er mit aller Wahrscheinlichkeit mit quantitativ besseren Arbeitsbemühungen früher eine Stelle gefunden hätte. Zudem habe das RAV die durch die Zwischenverdiensttätigkeit vorgenommene Schadenminderung wie auch die anderen angeführten beschwerdegegnerischen Argumente bezüglich der verminderten Stellensuche (Militär- und Ferienabwesenheit) bei der Bemessung der Einstellungsdauer berücksichtigt. c) Nach konstanter Rechtsprechung (ARV 1993/94 Nr. 26 S. 184 Erw. 3b mit Hinweis) muss ein Arbeitnehmer, dem gekündigt wird, bereits während der Kündigungsfrist eine neue Stelle suchen, um die drohende Arbeitslosigkeit nach Möglichkeit zu verhindern oder zu verkürzen. Dieser Pflicht ist der Beschwerdegegner offensichtlich nicht ausreichend nachgekommen, da er ab Erhalt der Kündigung (31. August 1999) bis zum Ablauf der infolge Militärdienst bis 31. Oktober 1999 verlängerten Kündigungsfrist lediglich eine Stellenbewerbung nachweisen kann.