Citation: 4A_470/2024 E. 3

3. -10. Juni 2021 und 17.-23. August 2021 ohne ausdrückliche Zustimmung der Beschwerdegegnerin sich im Ausland aufgehalten zu haben. Die Beschwerdegegnerin habe sich anlässlich eines Gesprächs am 17. November 2021 explizit nach Auslandaufenthalten erkundigt, woraufhin die Beschwerdeführerin bestätigt habe, einzig während der Zeit vom 17.-23. August 2021 im Ausland gewesen zu sein und ausdrücklich festgehalten habe, weitere Auslandaufenthalte hätte es nicht gegeben. Aus dem von der Beschwerdeführerin unterzeichneten Gesprächsprotokoll gehe hervor, dass sie über den Inhalt von Art. E6.3 AVB aufgeklärt worden sei, sie dies zur Kenntnis nahm und keine weiteren Auslandaufenthalte offenlegte. Es wäre der Beschwerdeführerin an dieser Stelle ohne weiteres möglich gewesen, weitere Auslandaufenthalte offenzulegen. Ihr sei im Anschluss an das Gespräch Gelegenheit geboten worden, das Protokoll durchzulesen und Ergänzungen anzubringen. Die Beschwerdegegnerin habe die Beschwerdeführerin mehr als zwei Monate nach der Besprechung hinsichtlich der Folgen der betrügerischen Begründung des Versicherungsanspruchs orientiert. Der Beschwerdeführerin wäre es auch möglich gewesen, sich in der Zwischenzeit an die weiteren Auslandaufenthalte zu erinnern und diese der Beschwerdegegnerin nach dem Gespräch zu melden, was sie unterlassen habe; sie habe erst acht Monate später in der Klageerhebung sämtliche Aufenthalte offengelegt.