Citation: 1C_355/2022 E. 2.2

2.2. Neue Tatsachen und Beweismittel dürfen nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). Art. 99 Abs. 1 BGG zielt auf Tatsachen ab, die erst durch das angefochtene Urteil rechtserheblich werden. Ein solches zulässiges unechtes Novum liegt etwa vor, wenn die beschwerdeführende Partei eine Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die Vorinstanz rügt. Die beschwerdeführende Partei kann sich auch auf unechte Noven stützen, wenn die Vorinstanz ein neues rechtliches Argument anführt, mit dem die Partei zuvor nicht konfrontiert worden war (BGE 136 III 123 E. 4.4.3; Urteil 2C_50/2017 vom 22. August 2018 E. 3.2). Keine zulässigen unechten Noven liegen hingegen vor, wenn die beschwerdeführende Partei die Tatsachen ohne Weiteres bereits im kantonalen Verfahren hätte vorbringen können (BGE 136 III 123 E. 4.4.3; Urteil 8C_158/2017 vom 22. August 2017). In diesem Sinne bildet der vorinstanzliche Verfahrensausgang allein kein hinreichender Anlass nach Art. 99 Abs. 1 BGG für die Zulässigkeit von unechten Noven. Daraus folgt, dass die beschwerdeführende Partei auch nicht eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltfeststellung rügen kann, wenn sie sich auf unzulässige unechte Noven stützt (BGE 136 III 123 E. 4.4.3). Das Vorbringen von Tatsachen, die sich erst nach dem angefochtenen Entscheid ereignet haben oder entstanden sind (echte Noven), ist vor Bundesgericht unzulässig (BGE 143 V 19 E. 1.2 mit Hinweisen).