Citation: 1C_51/2024 E. 2.2.4

2.2.4. In Bezug auf die bereits vom Oberamt analysierten Zufahrten bestreiten die Beschwerdeführenden einzig, bei den als Vergleichsobjekte hinzugezogenen Parzellen an der Ryf 23 und 37 sei die Vorinstanz zu Unrecht davon ausgegangen, eine Ein- und Ausfahrt vorwärts sei möglich. Diese habe bei ihrer Beurteilung ausschliesslich auf die offensichtlich unrichtige Sachverhaltsdarstellung des Oberamtes abgestellt, ohne jedoch - wie beantragt - eigene Abklärungen vor Ort zu treffen. Indem die Beschwerdeführenden lediglich ihre eigene Sichtweise dartun und sich mit der Behauptung des Gegenteils begnügen, ohne näher zu begründen, inwiefern die tatsächlichen Feststellungen des Oberamts bzw. die darauf gestützten Erwägungen der Vorinstanz offensichtlich unhaltbar sein sollen, vermögen sie keine willkürliche Sachverhaltsfeststellung aufzuzeigen. Ausserdem hat - wie die Vorinstanz darlegt - das Oberamt mit Blick auf die damaligen Baubewilligungen und die diesbezüglich positiven Gutachten des Amtes für Mobilität nicht nur festgehalten, es sei bei den Zufahrten an der Ryf 23 und 37 eine Wendemöglichkeit vorhanden, sondern auch die Sichtweiten seien eingehalten. Allein gestützt auf die Akten bzw. (in Bezug auf Ryf 23) die Fotos ist jedoch weder ohne Weiteres ersichtlich, dass in Bezug auf diese Zufahrten keine Wendemöglichkeit bestehen soll, noch offensichtlich erkennbar, dass zusätzlich auch ungenügende Sichtweiten vorliegen sollten. Auch hinsichtlich der von den Beschwerdeführenden mittels Fotos dokumentierten Vergleichsobjekte an der Ryf 28 und 44 begnügen sie sich mit dem Einwand, aufgrund der räumlichen Gegebenheiten sei keine Wendemöglichkeit vorhanden. In Bezug auf diese zwei Zufahrten hat die Vorinstanz - wie die Beschwerdeführenden zu Recht vorbringen - nichts zu den Sichtweiten erwogen, da sie bereits aufgrund der vorhandenen Wendemöglichkeit von keiner vergleichbaren Situation ausgegangen ist. Dass dies offensichtlich unrichtig und damit willkürlich sein soll, wird von den Beschwerdeführenden nicht rechtsgenüglich dargetan. Aber selbst wenn mit den Beschwerdeführenden bezüglich den beiden Zufahrten an der Ryf 28 und 44 keine Wendemöglichkeit gegeben sein sollte, legen sie nicht substanziiert dar, inwiefern auch in Bezug auf die angeblich ungenügenden Sichtweiten eine vergleichbare Situation wie bei der Bauparzelle vorliegen soll. Hinzu kommt, dass mit der Anrufung von bloss wenigen einzelnen Fällen keine eigentlich gesetzeswidrige Praxis nachgewiesen werden kann (Urteile 1C_42/2018 vom 8. August 2018 E. 6.3 f.; 1C_554/2018 vom 5. August 2019 E. 3.1 f.; je mit Hinweis). Die Beschwerdeführenden haben denn auch keine weiteren, noch nicht geprüften Zufahrten bezeichnet, bei denen eine vergleichbare Situation vorliegen würde, d.h. nicht nur die Sichtweiten wie bei der geplanten Zufahrt erheblich unterschritten würden, sondern auch keine Wendemöglichkeit auf dem Grundstück bestünde. Ihre pauschale und nicht näher substanziierte Rüge, die Sichtweiten seien bei fast allen Grundstückszufahrten nicht eingehalten, genügt jedenfalls nicht, um die vorinstanzliche Würdigung als offensichtlich unhaltbar in Frage zu stellen. Es ist der Vorinstanz darin zuzustimmen, dass es nicht - wie die Beschwerdeführenden geltend machen - ihre Aufgabe ist, anlässlich eines Augenscheins sämtliche Zufahrten an der Ryf auf ihre Rechtskonformität hin zu überprüfen.