Citation: 1B_308/2010 22.11.2010 E. 2

2.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, ab 2011 müsse gemäss Art. 24 lit. e der Schweizerischen Jugendstrafprozessordnung vom 20. März 2009 (JStPO; AS 2010 1573) mit dem Randtitel "Notwendige Verteidigung" die oder der Jugendliche verteidigt werden, wenn die Jugendanwältin oder der Jugendanwalt beziehungsweise die Jugendstaatsanwaltschaft an der Hauptverhandlung persönlich auftrete. Auf die Schwere des Vorwurfs und die Komplexität des Verfahrens werde es nicht mehr ankommen. Vorliegend stünden weder das Prinzip der Rechtssicherheit noch das Verbot der Rückwirkung einer vorzeitigen Anwendung des neuen Rechts und damit des "Prinzips der gleich langen Spiesse" entgegen. Demzufolge sei es unzulässig gewesen, seinem Gesuch um amtliche Verteidigung nicht zu entsprechen. Sich noch auf geltendes Recht zu stützen, welches in naher Zukunft nicht mehr in Kraft sein werde, verstosse gegen den Grundsatz von Treu und Glauben und die Rechtssicherheit.