Citation: 8C_202/2024 E. 5.3.5

5.3.5. Hinsichtlich des zweiten Unfalls wird vorgebracht, mit Eingang der verlangten Lohnabrechnungen von August bis Oktober 2018 am 6. Februar 2019 habe die Beschwerdegegnerin ohne Weiteres erkennen können, dass der Versicherte ein Einkommen von Fr. 3'622.80 erzielt habe (und nicht die in der Schadenmeldung vom 3. Dezember 2018 angegebenen Fr. 3'800.-) und dass die zusätzlich aufgeführten Fr. 330.79 in der Lohnabrechnung nicht enthalten seien. Da die Beschwerdeführerin die AHV-Pflichtigkeit dieser Zulagen zuerst verneinte und dann wieder bejahte (Telefonat und E-Mail vom 22. Januar 2019 und Besprechung vom 24. März 2022 mit der Suva) forderte die Beschwerdegegnerin gleichentags die Lohnabrechnungen der Monate August, September und Oktober 2018 ein. Mit dem Hinweis, dass die am 24. Januar 2019 erhaltenen Dokumente unleserlich seien, bat die Beschwerdegegnerin am 25. Januar 2019 nunmehr um Zustellung der Lohnabrechnungen der vergangenen zwölf Monate, um den Taggeldansatz zu prüfen. Mit der Begründung der Beschwerdeführerin (E-Mail vom 28. Januar 2019), sie habe den Versicherten erst im Frühjahr 2018 eingestellt, erhielt die Beschwerdegegnerin diese Unterlagen jedoch nicht. Am 6. Februar 2019 gingen die leserlichen Abrechnungen der Monate August bis Oktober 2019 ein. Nachdem der Versicherte jedoch u.a. von August bis Oktober 2018 Unfalltaggelder bezogen hatte und einzig im November 2018 vollständig arbeitsfähig war, im August bis Mitte September 2018 gar nicht und ab der zweiten Hälfte September bis Ende Oktober 2018 im Umfang von 50 %, lassen sich aus den eingereichten Lohnangaben keine tatsächlich erzielten Einkommen zuverlässig ermitteln, die dem versicherten Verdienst zugrunde gelegt werden könnten. Es erhellt, dass sich hieraus ein Rückforderungsanspruch dem Grundsatz nach und in seinem Ausmass nicht rechtsgenüglich feststellten lässt. Der diesbezügliche Einwand geht fehl.