Citation: 2C_234/2024 E. 5.3

5.3. Der Beschwerdeführer hat mit der Verurteilung vom 23. November 2015 den Widerrufsgrund von Art. 62 Abs. 1 lit. b AIG gesetzt. Seine Aufenthaltsbewilligung wurde aufgrund der Straffälligkeit nicht verlängert und er wurde per 5. September 2019 rechtskräftig des Landes verwiesen. Das SEM verfügte am 23. Oktober 2019 ein Einreiseverbot gegen den Beschwerdeführer bis zum 31. Oktober 2027, welches vom Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 3. Juni 2021 bestätigt wurde. Gemäss unbestrittener Feststellung der Vorinstanz kam der Beschwerdeführer seiner Ausreiseverpflichtung nicht nach. Da er sich der Wegweisung widersetzte, ist nach der Rechtsprechung grundsätzlich keine Neubeurteilung der Interessenslage angezeigt, denn andernfalls würde der Beschwerdeführer gegenüber denjenigen, die sich an rechtskräftige Entscheide hielten und sich im Ausland zu bewähren versuchen, privilegiert (vgl. Urteil 2C_663/2020 vom 2. März 2021 E. 3.6). Der Wegweisungsentscheid und das bis 2027 gültige Einreiseverbot sind in Rechtskraft erwachsen und nach wie vor verbindlich. Bei dieser Ausgangslage könnte dem Beschwerdeführer nur dann eine Kurzaufenthaltsbewilligung zur Vorbereitung der Eheschliessung erteilt werden, wenn er erfolgreich einen Anspruch auf Neubeurteilung geltend machen kann (vgl. E. 4.3 hiervor).