Citation: 1C_102/2022 E. 2.1

2.1. Die Vorinstanz führte aus, nachträgliche Baugesuche seien grundsätzlich nach dem zur Zeit der Ausführung des Bauvorhabens anwendbaren Recht zu beurteilen. Späteres Recht sei nur anzuwenden, wenn es für die Bauherrschaft günstiger sei oder diese das Baubewilligungserfordernis in der Absicht missachtet habe, dem späteren strengeren Recht zuvorzukommen. Am 1. November 2012 seien die neuen Absätze 2-5 von Art. 24c RPG in Kraft getreten. Die Revision habe bezweckt, den Anwendungsbereich von Art. 24c RPG auf alle nichtlandwirtschaftlich genutzten Wohnbauten auszudehnen, ohne dabei die übrigen Voraussetzungen für die Erteilung einer Ausnahmebewilligung zu erleichtern. Dasselbe gelte für die ebenfalls am 1. November 2012 in Kraft getretene Fassung von Art. 42 Abs. 1 RPV, der die Voraussetzungen für eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24c Abs. 2 RPG näher umschreibe. Das neue Recht sei damit für den Beschwerdeführer nicht günstiger, weshalb die im Zeitpunkt der Bauausführung geltenden alten Fassungen von Art. 24c Abs. 2 RPG und Art. 42 Abs. 1 RPV zur Anwendung kämen. Die Bewilligungsfähigkeit der vor dem 1. November 2012 erstellten Nebenbauten des Holzunterstands und des Gartenhauses sei daher noch nach altem Recht zu beurteilen.