Citation: 6B_913/2016 E. 2.2

2.2. Den Vorbringen des Beschwerdeführers kann nicht gefolgt werden. Nach den für das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz ist erstellt, dass die vom Beschwerdeführer zum Einsatz gebrachte Vorrichtung sowohl Sprengstoff als auch Brandmittel enthielt. Sie bestand im Wesentlichen aus drei mit Treibstoffbenzin gefüllten 1.5 Liter PET-Flaschen, einem Zeitzünder und einem oder mehreren pyrotechnischen Sätzen in einem mit Deckeln verschlossenen Kunststoffrohr. Da somit sowohl Spreng- als auch Brandmittel verwendet wurden, verletzt die Vorinstanz kein Bundesrecht, wenn sie annimmt, zwischen Art. 224 StGB und Art. 221 Abs. 2 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB bestehe echte Konkurrenz. Zudem steht fest, dass die pyrotechnischen Gegenstände nicht explodierten. Vor diesem Hintergrund sowie angesichts der vergleichsweise geringen Menge Sprengmittel im Verhältnis zum Brandmittel kann - entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers - nicht gesagt werden, das Gefährdungspotenzial des Sprengstoffs sei eindeutig grösser gewesen als dasjenige eines Feuers. Soweit der Beschwerdeführer hierfür auf die Höhe der erzeugten Stichflamme hinweist, verkennt er, dass diese nicht Folge einer Explosion, sondern der Entzündung des Treibstoffbenzins war. Auch ist der Überraschungseffekt bei einer Explosion naturgemäss grösser als bei einem Brand. Dies kann jedoch nicht bedeuten, dass Art. 224 StGB deswegen vorginge. Würde der Argumentation des Beschwerdeführers gefolgt, müsste Art. 221 Abs. 2 StGB stets hinter Art. 224 StGB zurücktreten, wenn ein Täter sowohl Spreng- als auch Brandmittel einsetzte. Dies kann schon deshalb nicht richtig sein, weil Art. 221 Abs. 2 StGB die höhere Mindeststrafdrohung (3 Jahre) enthält als Art. 224 StGB (1 Jahr).