Citation: 6B_912/2015 E. 2.2.1

2.2.1. Zum objektiven Tatbestand erwägt die Vorinstanz, die interessierende CMO sei das Ergebnis mehrfach verbriefter Derivate auf der Basis von Hypotheken für Geschäftsliegenschaften kleinerer und mittlerer amerikanischer Unternehmen. Eine CMO verbriefe das Anrecht auf einen durch den US-Staat garantierten Anteil an Zinszahlungen der zugrundeliegenden Hypotheken. Gemäss dem Private Placement Memorandum handle es sich bei diesem Wertpapier um einen Interest-only-Titel. Auch im elektronischen System Bloomberg werde die CMO mit IO (interest only) gelistet. Aus den erwähnten Unterlagen gehe hervor, dass das Wertpapier einzig zu Zinszahlungen berechtige, nicht aber einen Anspruch auf Rückzahlung des zugrundeliegenden Kapitals gewähre. Diese Tatsache sei bewiesen und werde vom Beschwerdeführer anerkannt. Nun seien die USD 15.7 Mio. sowohl von der D.________ als auch von der C.________ AG sowie von der Beschwerdegegnerin als "principal paydown", mithin als Kapitalteilrückzahlung deklariert worden. Da das Wertpapier nur zu Zinszahlungen berechtige, lasse dies einzig den Schluss zu, dass die Gutschrift auf einem Fehler beruhe. Wahrscheinlich hätten die unzulänglichen Möglichkeiten der Einbuchung dieses Interest-only-Titels in das elektronische System der Banken zur irrtümlichen Kapitalrückzahlung geführt, sodass die elektronische Erfassung der Ankündigung einer Zinszahlung automatisch einen "principal paydown" ausgelöst habe. Dieser sei von der D.________ am 28. September 2011 widerrufen worden, was die C.________ AG zu spät bemerkt habe. Wäre kein Fehler aufgetreten, hätte auch kein Grund für die D.________ bestanden, den von ihr angekündigten "principal paydown" zu widerrufen. In der Folge hätte auch keine Veranlassung für die C.________ AG bestanden, eine Stornierung der gutgeschriebenen Teilrückzahlung auf dem bei ihr geführten Konto der Beschwerdegegnerin vorzunehmen.