Citation: 2C_10/2022 E. 5.3

5.3. Zudem folgt aus dem Grundsatz von Treu und Glauben auch der Vertrauensschutz, nämlich der Anspruch der Privatperson, in ihrem berechtigten Vertrauen in (unrichtige) behördliche Auskünfte oder sonstiges, bestimmte Erwartungen begründendes Verhalten der Behörden geschützt zu werden (BGE 143 V 341 E. 5.2.1; 143 V 95 E. 3.6.2). Der Vertrauensschutz setzt neben einer solchen Vertrauensgrundlage unter anderem voraus, dass die betroffene Privatpersonen Dispositionen getroffen hat, welche nicht wieder rückgängig gemacht werden können oder bestimmte Massnahmen unterlassen hat und das Interesse an der richtigen Durchsetzung des objektiven Rechts dasjenige am Vertrauensschutz nicht überwiegt (BGE 143 V 95 E. 3.6.2; 137 I 69 E. 2.5.1, 2.6.2).