Citation: 5P.262/2001 07.09.2001 E. 5

5.- Sodann beanstandet die Beschwerdeführerin, dass die §§ 108 ff. des Zürcher Gerichtsverfassungsgesetzes (GVG) willkürlich übergangen worden seien. Die mit dem Schreiben vom 5. Juli 2001 bestätigten prozessualen Handlungen vom 4. Juli 2001 stellten Amtspflichtverletzungen dar, so dass das Obergericht ihre Eingabe vom 6. Juli 2001 (auch) als Aufsichtsbeschwerde im Sinne der genannten Bestimmungen hätte entgegennehmen müssen. Die Beschwerdeführerin hat das Obergericht indessen ausdrücklich einzig in seiner Eigenschaft als oberer Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen angerufen und denn auch die genannten Bestimmungen des kantonalen Verfahrensrechts mit keinem Wort erwähnt. Einer kantonalen Behörde kann aber nicht Willkür vorgeworfen werden, wenn sie Aspekte nicht beachtet hat, die ihr nicht vorgetragen worden sind. Im Übrigen ist auch bezüglich der Beschwerde nach § 108 GVG das rechtliche Interesse mit dem Entscheid in der Sache dahingefallen (vgl. § 109 Abs. 1 GVG).