Citation: 9C_73/2023 E. 5.2

5.2. Wie bereits ausgeführt, ist die Vorinstanz mit ihrem Urteil weit über das von der Beschwerdegegnerin am 12. März 2021 Verfügte (Aufhebung der bisherigen Rente auf 1. Oktober 2017) hinausgegangen. Diese Vorgehensweise ist - auch im Rahmen der Rechtsanwendung von Amtes wegen - nicht zulässig bzw. stellt im Lichte der aufgezeigten Grundsätze eine Bundesrechtsverletzung dar. Zu keinem anderen Schluss führt der Umstand, dass das kantonale Gericht die Parteien mit Beschluss vom 23. Mai 2022 auf eine allfällige Fallerledigung in diesem Sinne hingewiesen hat mit der Möglichkeit, sich dazu zu äussern resp. die Beschwerde zurückzuziehen. Im Gegenteil hat die Beschwerdegegnerin im betreffenden Verfahrensstadium darauf verzichtet, sich vernehmen zu lassen, und damit keinerlei Willen zu einer derartigen Lösung bekundet. Dies gilt es auch vor dem Hintergrund zu würdigen, dass der Beschwerdegegnerin im Zeitpunkt ihrer Verfügung vom 12. März 2021 die vorinstanzlich für die anfängliche tatsächliche Unrichtigkeit der Rentenzusprechung hauptsächlich ins Feld geführten Faktoren (Ergebnisse der vom 23. Mai bis 12. Juni 2017 vorgenommenen Observation des Beschwerdeführers, SMAB-Gutachten vom 13. Juli 2020 samt Ergänzung vom 14. Oktober 2020, Stellungnahmen des RAD vom 30. September, 1. Oktober und 20. November 2020) bereits bekannt waren und sie es dennoch unterliess, auf ihren Rentenbescheid vom 7. Januar 2008 mittels prozessualer Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG zurückzukommen. Ebenso fehlt es in Anbetracht dieser Gegebenheiten (keine Äusserung der Verwaltung mindestens in Form einer Prozesserklärung [vgl. BGE 130 V 501 E. 1.2; 125 V 413 E. 1]) an den Voraussetzungen für die von der Vorinstanz vorgenommene Ausdehnung des Streitgegenstands. Das angefochtene Urteil hält somit auch unter diesem Titel nicht vor Bundesrecht stand. Die Sache ist an das vorinstanzliche Gericht zurückzuweisen, damit es - in Nachachtung der dargestellten Prinzipien - erneut über die Rechtmässigkeit der Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 12. März 2021 unter dem Blickwinkel der Revision nach Art. 17 ATSG befinde. Auf die weiteren Vorbringen in der Beschwerde, etwa zur Rechtzeitigkeit der Geltendmachung der Tatsachen, braucht deshalb nicht weiter eingegangen zu werden.