Citation: 9C_591/2024 E. 4.2

4.2. Die hier zu beurteilende Situation entspricht insoweit derjenigen, die dem Urteil 78630/12 zugrunde lag, als auch die Witwerrente des Beschwerdeführers allein auf Grund der Volljährigkeit seines Sohnes aufgehoben wurde. Die Konstellationen divergieren indessen dahingehend entscheidend, dass der Beschwerdeführer die Renteneinstellung unangefochten hat in Rechtskraft erwachsen lassen. Damit ergibt sich, wie hiervor dargelegt, unmittelbar aus dem Urteil 78630/12 keine ihn diskriminierende Ungleichbehandlung. Nach Massgabe der aufgeführten Rechtslage - zu deren Überprüfung kein Anlass besteht (vgl. zu den Erfordernissen einer Praxisänderung etwa BGE 149 II 381 E. 7.3.1; 147 V 342 E. 5.5.1) - ist somit kein Anspruch auf eine Wiederaufnahme der auf Ende Juni 2019 eingestellten Rentenzahlungen gegeben. Vielmehr kann ein rückwirkender Leistungsanspruch in derartigen Konstellationen nur bejaht werden, wenn sich ein Rückkommen gestützt auf eine prozessuale Revision oder eine Wiedererwägung rechtfertigt (vgl. dazu BGE 127 V 10 E. 4b; E. 2.2.2 hiervor).