Citation: 6B_305/2021 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer rügt in rechtlicher Hinsicht eventualiter eine Verletzung von Art. 140 Ziff. 3 (Abs. 3) StGB. Er macht zusammenfassend geltend, die Merkmale der besonderen Gefährlichkeit des Raubes seien vorliegend nicht erfüllt. Von einer aufwendigen Planung, wie sie diese Qualifikation verlange, könne keine Rede sein, nur weil die Täterschaft möglicherweise die Liegenschaft ausgespäht und sich mit Sturmhaube, Handschuhen und Kabelbindern eingedeckt habe. Sodann sei das Opfer trotz seines Alters rüstig gewesen, jedenfalls hätten keine Hinweise auf Gebrechlichkeit vorgelegen. Die Täterschaft habe zudem keine Gewalt über das für den Raub Erforderliche hinaus ausgeübt und sei auch nicht auf Demütigung oder Malträtierung aus gewesen. Ihr sei die Verletzlichkeit des betagten Opfers auch nicht völlig gleichgültig gewesen, habe sie dem Opfer doch eine Schere aus dem einzigen Grund gegeben, damit sich dieses danach selbst habe befreien können und nichts Schlimmeres passiere. Ein einzelner, nicht besonders heftiger Faustschlag sei ebenfalls nicht geeignet, die besondere Gefährlichkeit zu bejahen, da dieser als Nötigungsmittel zum Grundtatbestand des Raubes gehöre und bei der erforderlich restriktiven Anwendung des Qualifikationstatbestands nicht ausreichen könne. Überdies spreche für ihn, dass er die zuhause befindliche Faustfeuerwaffe gerade nicht mitgenommen habe (Beschwerde S. 10 f.).