Citation: 7B_1092/2024 E. 2.4.2

2.4.2. Tatsächliche oder rechtliche Schwierigkeiten, denen die Beschwerdeführerin - in Relation zur geringen Eingriffsintensität des Tatvorwurfs - alleine nicht gewachsen wäre, bringt der Tatvorwurf ebenfalls nicht mit sich. Was den Sachverhalt angeht, verweist die Beschwerdeführerin wiederum (einzig) darauf, dass dieser noch nicht abschliessend untersucht sei und deshalb entgegen der Vorinstanz nicht von einem klar umgrenzten Sachverhalt ausgegangen werden könne. Dieser Einwand erweist sich jedoch wie bereits ausgeführt als unbehelflich, wird damit doch nicht bestritten, dass der Sachverhalt nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen keine besonderen tatsächlichen Schwierigkeiten aufweist. Die rechtliche Seite betreffend wendet die Beschwerdeführerin ein, dass sie juristische Laiin sei. Daran ändere auch nichts, dass sie in der Vergangenheit bereits einmal strafrechtlich verurteilt worden sei. Als Laiin könne sie sich insbesondere keine genaue Vorstellung davon machen, was der Tatbestand der Geldwäscherei alles umfasse und ihre Verfahrensrechte nicht richtig ausüben. Anders als die Beschwerdeführerin meint, ist jedoch nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz ihr aufgrund ihrer Vorstrafe eine gewisse Prozesserfahrung zuerkennt (vgl. Urteil 7B_348/2023 vom 5. August 2024 E. 2.2.3). Nebst dem ist nicht von der Hand zu weisen, dass der Tatbestand der Geldwäscherei für juristisch nicht gebildete Personen tendenziell schwerer zu verstehen ist als andere Straftatbestände. Ausserdem besteht beim Phänomen "Money Mule" im Besonderen nicht selten die Schwierigkeit, eventualvorsätzliches Handeln von bewusster Fahrlässigkeit abzugrenzen (vgl. GALLIANO/MARFORIO, a.a.O., S. 753 ff.). Dies bringt eine erhöhte rechtliche Komplexität mit sich. Nichtsdestoweniger scheinen die rechtlichen Schwierigkeiten nicht derart gross, dass sie eine rechtliche Verbeiständung im Strafverfahren erfordern würden. Insbesondere war die Beschwerdeführerin gemäss unbestritten gebliebener Feststellung der Vorinstanz in der Lage, sich in mehreren, teils detaillierten Einvernahmen zu den Tatvorwürfen ausführlich und differenziert zu äussern, was zwangsläufig ein entsprechendes Verständnis voraussetzt. Die Frage, ob sie einen Anwalt oder eine Anwältin beiziehen und die amtliche Verteidigung beantragen wolle, verneinte sie dabei jeweils ausdrücklich und sie war bereit, ohne anwaltliche Vertretung Aussagen zu machen. Sie ist zudem, so die weiteren unstreitigen Feststellungen im angefochtenen Beschluss, deutscher Muttersprache und in der Lage, Mitteilungen und Entscheide der Strafbehörden zu verstehen. Mit Blick auf das relativ geringe zu erwartende Strafmass darf somit von ihr erwartet werden, auch die rechtlichen Schwierigkeiten des vorliegenden Straffalls selber zu bewältigen. Mit der Vorinstanz ist nicht ersichtlich, dass eine amtliche Verteidigung zur Wahrung der Interessen der Beschwerdeführerin geboten wäre.