Citation: 6B_157/2016 E. 6.1

6.1. Der Beschwerdeführer wendet sich im Weiteren gegen die rechtliche Würdigung des Anklagesachverhalts in der Anklageziffer 1 als Angriff. Er macht zunächst geltend, der Tatbestand des Angriffs sei nicht angeklagt. Es sei in der Anklageschrift weder ein gemeinsames, gleichzeitiges tätliches Handeln von ihm und Y.________ noch der Vorsatz an einem gemeinschaftlichen Angriff umschrieben. Desgleichen werde auch nicht dargelegt, dass der Privatkläger D.________ wehrlos gemacht worden sei. Unter Berücksichtigung des Anklagegrundsatzes könne daher keine Verurteilung ergehen. Zudem setze ein Angriff im Sinne von Art. 134 StGB die Beteiligung von mindestens zwei Tätern voraus. Nach der eindeutigen Umschreibung der Anklageschrift sei zunächst er (der Beschwerdeführer) und hernach Y.________ gegenüber dem Privatkläger tätlich geworden. Sie hätten mithin nicht gleichzeitig und damit auch nicht gemeinsam, sondern jeder für sich alleine gehandelt. Damit fehle es an der Beteiligung am Angriff einer anderen Person. Zudem mangle es am Tatvorsatz. Denn er habe zu dem Zeitpunkt, als er nach der Anklage allein mit den Übergriffen begonnen habe, noch gar nicht wissen können, ob und wie anschliessend Y.________ gegenüber dem Privatkläger tätlich werden würde. Es habe keinen Entschluss zu einer gemeinsamen Tathandlung gegeben. Dass er und Y.________ den Privatkläger gemeinsam verfolgt hätten, lasse sich nicht der rechtlichen Würdigung zugrunde legen, da das Verfolgen des Privatklägers vom Anklagesachverhalt nicht umfasst sei. Auch habe er weder gewusst noch wissen können, ob und wie der Privatkläger D.________ anschliessend von Y.________ tätlich angegangen würde. Die blosse Anwesenheit bei den Übergriffen von Y.________ bzw. das blosse Danebenstehen begründeten keine aktive Beteiligung an einem Angriff. Dasselbe gelte für das Verfolgen bzw. Nachrennen. Dies wäre höchstens eine psychische Mitwirkung im Sinne einer Gehilfenschaft, die aber nicht angeklagt sei (Beschwerde S. 25 ff.).