Citation: 2C_406/2014 E. 3.4

3.4. Die Arbeitnehmereigenschaft des Beschwerdeführers, der griechischer Staatsbürger ist, begründet somit die Anwendbarkeit des FZA gemäss Art. 4 FZA in Verbindung mit Art. 6 ff. Anhang I FZA (BGE 141 II 1 E. 2.1 S. 3 f.; 140 II 460 E. 3.2 S. 462 f.; 130 II 339 E. 2 S. 344; BORGHI, a.a.O., S. 64 ff.; KELLERHALS/BAUMGARTNER, a.a.O., S. 4). Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers kommt einer Beschränkung seiner aus dem FZA fliessenden Rechte gleich. Daraus folgt, dass der Beschwerdeführer sich auf Art. 5 Anhang I FZA berufen kann (Art. 5 Abs. 2 Anhang I FZA in Verbindung mit Richtlinie 64/221/EWG; grundlegend Urteil des EuGH vom 4. Dezember 1974 C-41/74 van Duyn Slg. 1974 1337 Randnr. 15). Insoweit unterscheidet sich die vorliegende Angelegenheit von den Urteilen betreffend Raser, auf die das FZA nicht anwendbar war (Urteile 2C_218/2010 vom 27. Juli 2010 E. 3.3.1; 2C_679/2011 vom 21. Februar 2012 E. 3.4.1).