Citation: U 384/00 12.10.2001 E. 9

9.- Was die Höhe der Integritätsentschädigung (Art. 25 UVG in Verbindung mit Art. 36 Abs. 2 UVV) anbelangt, ist mit Blick auf Anhang 3 zur UVV, in welchem der Bundesrat Richtlinien für die Bemessung der Integritätsschäden aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, nicht abschliessenden Skala (BGE 124 V 32 Erw. 1b mit Hinweisen) häufig vorkommende und typische Schäden prozentual gewichtet hat, nicht zu beanstanden, dass SUVA und Vorinstanz von einer Integritätseinbusse von 6 % ausgegangen sind. Entgegen der Behauptung des Versicherten erweisen sich die medizinische Beurteilung und die Bewertung des unfallmässigen Integritätsschadens durch Dr. med. J.________ (Bericht vom 19. Dezember 1997) und Dr. med. V.________ (Stellungnahme vom 30. Juli 1998) auch in dieser Hinsicht als schlüssig. Soweit in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend gemacht wird, die bestehenden Schmerzen seien in die Beurteilung einzubeziehen, ist darauf hinzuweisen, dass die Bemessung des Integritätsschadens nicht von den besonderen Umständen des Einzelfalles abhängt; ebenso wenig geht es bei ihr um die Schätzung erlittener Unbill, sondern um die medizinisch-theoretische Ermittlung der Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Integrität, wobei subjektive Faktoren ausser Acht zu lassen sind (BGE 115 V 147 Erw. 1, 113 V 221 Erw. 4b mit Hinweisen). Wie sich aus dem Anhang 3 zur UVV ausserdem ergibt, bildet schliesslich auch der bereits vor dem Unfallereignis vom 20. Juni 1997 erlittene Verlust des Mittelfingerendgliedes keinen Grund, eine höhere Entschädigung zuzusprechen.