Citation: 1B_633/2021 E. 6.2

6.2. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschwerdeführer vor, seiner Nichte mehrfach mit dem Tod gedroht zu haben. Dies für den Fall, dass sie sich von ihrem Lebensgefährten trenne. Die letzte Drohung soll der Beschwerdeführer nicht direkt an seine Nichte gerichtet haben, sondern an seinen Bruder, welcher die Drohung dann der Nichte ausgerichtet habe. Die Nichte des Beschwerdeführers hat sich im Strafverfahren als Privatklägerin konstituiert. Die Vorinstanz stützt sich für die Bejahung des dringenden Tatverdachts hauptsächlich auf die Aussagen der Privatklägerin und einer Bekannten der Privatklägerin. Die Privatklägerin wurde von den Untersuchungsbehörden zweimal einvernommen. Ohne der durch den Sachrichter vorzunehmenden Beweiswürdigung vorzugreifen, ist der Auffassung der Vorinstanz zuzustimmen, wonach die Privatklägerin die Erlebnisse nachvollziehbar geschildert hat und ihre Aussagen grundsätzlich glaubhaft sind. Aus den Einvernahmeprotokollen geht insbesondere hervor, dass die Privatklägerin sich vor dem Beschwerdeführer fürchtet. Zu Recht hat die Vorinstanz sodann berücksichtigt, dass die Aussagen der Privatklägerin durch die Aussagen der Bekannten gestützt werden. Der Beschwerdeführer bringt vor, sein Bruder habe ihn in der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme entlastet und namentlich bestritten, von ihm eine Drohung empfangen und der Privatklägerin ausgerichtet zu haben. Dieser Einwand ist zwar richtig, ändert aber nichts daran, dass aufgrund der Untersuchungsergebnisse auch noch im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids genügend konkrete Anhaltspunkte vorlagen, wonach der Beschwerdeführer der Privatklägerin mehrfach mit dem Tod gedroht hatte. Die Vorinstanz durfte das Bestehen eines dringenden Tatverdachts mit vertretbaren Gründen bejahen.