Citation: 5A_422/2019 E. 5.1.3

5.1.3. Beim zurückgeforderten Betrag von Fr. 1'614.-- geht es um eine Rechnung der Beschwerdegegnerin an die C.________ AG für eine Testfahrt nach Kehl und für Arbeitsstunden des Projektleiters. Die Vorinstanz verweist auf die erstinstanzlichen Erwägungen. Demnach ergebe sich aus dem Beschlussprotokoll des Verwaltungsrats der C.________ AG vom 11. Januar 2010, dass die C.________ AG vor Aufgabe ihrer operativen Tätigkeit daran gewesen sei, für die Firma M.________ ein Konzept auszuarbeiten, um Papier von Kehl (D) nach Perlen (CH) zu transportieren. Da die C.________ AG ab 1. Januar 2010 mit Ausnahme von D.________ keine Mitarbeiter mehr gehabt habe, habe das Amtsgericht es als "nicht abwegig" erachtet, dass die Beschwerdegegnerin anschliessend weitere Arbeiten beziehungsweise eine Testfahrt für dieses Projekt durchführte und der C.________ AG dafür Rechnung stellte. In der Folge zitiert die Vorinstanz die Berufungsschrift. Dort habe die Beschwerdeführerin argumentiert, dass der fragliche Testtransport von ihr selbst hätte durchgeführt werden können, nachdem das Amtsgericht sie als Hauptaktionärin der C.________ AG mit dieser gleichsetze, sie, die Beschwerdeführerin, jedoch gar nicht auf einen solchen Testtransport angewiesen gewesen sei, weil sie tagtäglich in ganz Europa Transporte offeriere und deshalb ganz genau wisse, wo ein solcher Transport durchführe und welche Kosten er verursache. Weiter habe sich die Beschwerdeführerin in ihrer Berufung auf den Standpunkt gestellt, dass die streitige Rechnung auf einer blossen Fiktion des D.________ beruhe, es den Testtransport nie gegeben habe und die Beschwerdegegnerin keinerlei Beweise für die behaupteten Forderungen vorgebracht habe. Das Obergericht taxiert die resümierten Vorbringen der Beschwerdeführerin als "weitgehend appellatorische Kritik", die das erstinstanzliche Urteil nicht zu erschüttern vermöge. Ausserdem blende die Beschwerdeführerin mit ihrer Kritik aus, dass nicht die Beschwerdegegnerin, sondern sie selbst für die anspruchsbegründenden Elemente ihrer Anfechtungsklage behauptungs- und beweispflichtig ist.