Citation: 1C_548/2023 E. 3.3.3

3.3.3. Aus den angegebenen Entscheiden des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich und den Ausführungen in FRITZSCHE/BÖSCH/WIPF/ KUNZ, Zürcher Planungs- und Baurecht, 6. Aufl. 2019, S. 1110 f., vermögen die Beschwerdeführenden nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. Das daraus entnommene Kriterium der konstruktiven und architektonischen Selbstständigkeit bezieht sich in erster Linie auf § 273 des Planungs- und Baugesetzes des Kantons Zürich vom 7. September 1975 (PBG/ZH; LS 700.1) betreffend Erleichterungen für Kleinbauten und Anbauten in Bezug auf Gebäudeabstände. Inwiefern sich aus dem vorliegend anwendbaren kantonalen oder kommunalen Recht zu den Grenzabständen (vgl. oben E. 3.1) ein entsprechendes Kriterium ergeben soll, zeigen die Beschwerdeführenden nicht auf. Daran ändert nichts, dass es sich ihres Erachtens als logische Konsequenz aus der Spezialbehandlung von gewissen Gebäudeteilen ergibt. Dass es sich dabei um die "herrschende Lehre" handeln soll, wie sie behaupten, liegt sodann nicht auf der Hand. Abgesehen davon führte die Vorinstanz aus, sowohl unter Einbezug des Merkmals der architektonischen Eigenständigkeit als auch unter Ausschluss desselben erscheine es widersprüchlich, eine Erweiterung des Hauptbaus durch einen Gebäudeteil bzw. durch ein Zimmer zu erlauben, eine Erweiterung durch eine Terrasse jedoch nicht, worauf die Beschwerdeführenden nicht konkret Bezug nehmen. Eine qualifiziert unrichtige, die herrschende Lehre missachtende Auslegung des Begriffs der Anbaute durch die Vorinstanz vermögen die Beschwerdeführenden damit nicht darzutun.