Citation: C 257/05 01.03.2006 E. 3

3.1 Die Beschwerdeführerin übersieht zunächst, dass das AWA die Anzahl der Bewerbungen mit Einspracheentscheid vom 9. Dezember 2004 als genügend betrachtete. Es begründete die Einstellung in der Anspruchsberechtigung damit, diese seien in qualitativer Hinsicht unzureichend gewesen. Dabei spielte, anders noch als in der Verfügung des AWA vom 30. August 2004, eine allenfalls fehlende Kontinuität der Stellensuche keine Rolle. Der Umstand, dass die Versicherte im Juli 2004 während zwei Wochen wie auch Anfang August 2004 keine Arbeitsbemühungen nachwies, war für den Einsprache- und den vorinstanzlichen Entscheid nicht ausschlaggebend. Dahingestellt bleiben kann sodann, ob sich die Beschwerdeführerin in der zweiten Hälfte August 2004 genügend um Arbeit bemüht hat, da es hier einzig um den Zeitraum von Juni bis 12. August 2004 geht. 3.2 Das AWA hat richtig erkannt, dass telefonisch und durch persönliche Vorsprache erfolgende Blindbewerbungen der Abklärung dienen, ob eine Stelle frei ist. Insoweit war das Vorgehen der Beschwerdeführerin durchaus sinnvoll. Dadurch wurde sie aber nicht von der Pflicht entbunden, sich in erster Linie um ausgeschriebene und damit offene Arbeitsgelegenheiten zu bemühen, bei welchen die Erfolgsaussichten auf einen Vertragsabschluss erheblich grösser sind. Dies galt umso mehr, als in den Berufszweigen der Sozialpädagogik und Floristik wegen der bevorstehenden Sommerferien und der Sommerflaute wenig Personal gesucht wurde, wie die Beschwerdeführerin im vorinstanzlichen Verfahren eingeräumt hat. Die von ihr getätigten Bemühungen zeigen denn auch, dass bei einer einzigen Anfrage Interesse an den Bewerbungsunterlagen bekundet wurde. Unter diesen Umständen war die Versicherte von Gesetzes wegen (Art. 17 Abs. 1 AVIG) gehalten, auch ausserhalb ihres bisherigen Tätigkeitsbereichs mit der gebotenen Intensität Arbeit zu suchen, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden. Anhaltspunkte dafür, dass das RAV die Auskunft erteilte, zum einen genügten einzig aus Anfragen ohne konkretes Angebot erfolgende Arbeitsbemühungen den Anforderungen an die Stellensuche in qualitativer Hinsicht und zum anderen könne sich die Versicherte während der ersten drei Monate auf Bewerbungen im Gebiete des zuletzt ausgeübten Berufs (Sozialpädagogin) beschränken, liegen nicht vor. Unter diesen Umständen ist die Beschwerdeführerin zu Recht in der Anspruchsberechtigung eingestellt worden.