Citation: I 234/00 27.04.2001 E. 2

2.- In Frage steht einzig, ob die Vorinstanz auf Grund der Akten das Vorliegen einer psychischen Störung mit Krankheitswert im Zeitraum August 1996 bis zum Verfügungserlass vom 22. Februar 1999 (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen) ausschliessen und damit die Invalidenrente auf den 1. September 1996 befristen durfte. a) Die von der IV-Stelle für ihre Entscheidfindung beigezogenen medizinischen Akten stammen allesamt vom Unfallversicherer. Dieser hat die Beschwerdeführerin letztmals am 15. August 1996 untersuchen lassen. Darin äusserte der Kreisarzt Dr. S.________, wie bereits zuvor das Kurzentrum X.________ am 15. März 1995, den Verdacht einer funktionellen Überlagerung der Beschwerden im rechten Arm. Dr. R.________ vom Spital Y.________, der den Gesundheitszustand der Versicherten losgelöst von der Frage der Unfallursächlichkeit prüfte, sprach in den Berichten vom 2. und 16. Juni 1995 angesichts des sehr diffusen Beschwerdebildes im rechten Vorderarm von einer möglicherweise vorhandenen "gewissen psychischen Überlagerung". Indessen äusserte keiner dieser Ärzte den Verdacht auf eine massgebende psychische Störung. Ebenso wenig empfahlen sie weitergehende Untersuchungen in diese Richtung. Folglich ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass die Versicherte zumindest Ende August 1996 (noch) nicht an einem eigentlichen geistigen Gesundheitsschaden gelitten hat. Allein gewisse psychische Probleme genügen nicht (vgl. BGE 102 V 165; AHI 2000 S. 151 Erw. 2a mit Hinweisen). b) Aus dem Fehlen von weiteren, den fraglichen Zeitraum umfassenden Arztberichten in den Akten der IV-Stelle kann entgegen der vom kantonalen Gericht vertretenen Auffassung nicht zwingend auf einen seit August 1996 unveränderten Gesundheitszustand geschlossen werden. Immerhin bescheinigt Dr. F.________, Spezialarzt für innere Medizin, in den, wenn auch erst im Beschwerdeverfahren ins Recht gelegten Attesten vom 17. Februar, 26. März und 9. April 1999 der Beschwerdeführerin eine seit dem 17. Februar 1999 (Behandlungsbeginn) voraussichtlich dauernd bestehende ganze Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit. Um welche Art von Krankheit es sich dabei handelt, lässt sich den Arztzeugnissen nicht entnehmen. Die Versicherte behauptet, gemeint sei damit eine psychische Erkrankung, welche es ihr (nunmehr) verunmögliche, eine Tätigkeit auszuüben. Ob dies zutrifft, bedarf der Beweiserhebung. Denn eine kontinuierliche oder plötzliche Verschlechterung des bereits 1995 und 1996 nicht als einwandfrei bezeichneten psychischen Zustandes (Erw. 2a hievor), ist zumindest denkbar. Ergänzende Abklärungen sind insbesondere deshalb angezeigt, weil zwischen dem letzten von der IV-Stelle beigezogenen Arztbericht vom 15. August 1996 und dem Verfügungszeitpunkt (22. Februar 1999) immerhin gut 2 ½ Jahre liegen. Es wird daher an der IV-Stelle liegen, an welche die Angelegenheit zurückzuweisen ist, weitere Beweismassnahmen zu tätigen. Ergeben diese einen seit 1996 weitestgehend unveränderten Gesundheitszustand, wird sie im Sinne des vorinstanzlichen Entscheids verfügen können, da diesfalls die nicht näher begründeten Einschätzungen des Dr. F.________ jene des Dr. S.________ vom 15. August 1996, auf welche das kantonale Gericht abgestellt hat, nicht zu erschüttern vermögen. Zudem gilt es das Koordinationsgebot der Invaliditätsbemessung von Invaliden- und Unfallversicherung zu beachten (Erw. 1a in fine hievor). Zeitigen die Untersuchungen indessen eine die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigende psychische Erkrankung, ist der Invaliditätsgrad in Nachachtung von Art. 88a IVV neu zu bemessen.