Citation: 4C.25/2000 29.06.2000 E. 3

3. Aufl. , Zürich 1979, S. 552; Poudret, Commentaire de la loi fédérale d'organisation judiciaire, Vol. II, Bern 1990, N. 1.3 und 2.1 zu Art. 64 OG). Ausgeschlossen ist eine Ergänzung allerdings, wenn der kantonalen Instanz eine falsche oder unvollständige Sachverhaltsfeststellung vorgeworfen wird, da es sich dabei um Fragen der Beweiswürdigung handelt, deren Überprüfung im Berufungsverfahren ausgeschlossen ist (BGE 120 II 97 E. 2b; 119 II 380 E. 3b mit Hinweisen). Werden Ausnahmen von der Bindung des Bundesgerichts an die tatsächlichen Feststellungen der kantonalen Instanz geltend gemacht, hat die Partei, die den Sachverhalt ergänzt oder berichtigt wissen will, darüber genaue Angaben mit Aktenhinweisen zu machen (Art. 55 Abs. 1 lit. d OG; Poudret, a.a.O., N. 1.6.5. zu Art. 55 OG). Eine Ergänzung setzt zudem voraus, dass entsprechende Sachbehauptungen bereits im kantonalen Verfahren prozesskonform aufgestellt, von der Vorinstanz aber zu Unrecht für unerheblich gehalten oder übersehen worden sind, was wiederum näher anzugeben ist. Ohne diese Angaben gelten Vorbringen, welche über die tatsächlichen Feststellungen im angefochtenen Urteil hinausgehen, als neu und damit als unzulässig (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). b) Die Beklagte legt in ihrer Berufung dar, im Spätsommer/Herbst 1995 aufgrund zunehmender Reklamationen von ausländischen Kunden erkannt zu haben, dass die Produkte der Glaser Instruments AG in sämtlichen relevanten Märkten unverkäuflich gewesen seien. Nach Erkennen der desolaten Situation der übernommenen Gesellschaft habe sie sich am 21. September 1995 auf Unverbindlichkeit des Kaufvertrages berufen. Diese und weitere Behauptungen (vgl. E. 3 hiernach) zum Sachverhaltsablauf decken sich nicht mit den Feststellungen des angefochtenen Urteils. Die Beklagte macht geltend, das Obergericht habe sich mit ihren in der kantonalen Appellationserklärung vorgebrachten Argumenten nicht auseinandergesetzt. Damit rügt sie eine Verletzung ihres verfassungsrechtlichen Anspruchs auf rechtliches Gehör oder kritisiert die Beweiswürdigung der Vorinstanz. Diese Rügen können im Berufungsverfahren allerdings nicht gehört werden (Art. 43 Abs. 1 OG). Wie nachfolgend auszuführen ist, reichen die vom Obergericht des Kantons Appenzell A.Rh. getroffenen Feststellungen für die Prüfung, ob in der vorliegenden Streitsache Bundesrecht verletzt wurde. Auf die Berufung ist insoweit nicht einzutreten, als die Beklagte ihrer Begründung einen vom Obergericht abweichenden oder ergänzten Sachverhalt zugrunde legt.