Citation: 6B_1246/2023 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz prüft zunächst den Beweisantrag des Beschwerdeführers auf Einholung eines Obergutachtens bzw. eventualiter einer Stellungnahme von Prof. Dr. med. C.________ zum Zweitgutachten. Sie erwägt, beide Gutachten seien vollständig, schlüssig und nachvollziehbar. Dies gelte zunächst in Bezug auf diejenigen Punkte, in denen die Gutachter zu übereinstimmenden Einschätzungen gelangt seien. Allerdings bestünden auch bei denjenigen Punkten, in denen die gutachterlichen Einschätzungen voneinander abwichen, keine gewichtigen Umstände im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, welche die Überzeugungskraft der eingeholten Gutachten ernstlich erschüttern würden. Insbesondere vermöchten die vom Beschwerdeführer in seiner Eingabe vom 24. Mai 2023 im Einzelnen vorgebrachten Mängel die stringenten Ausführungen im Zweitgutachten nicht in Frage zu stellen. Der Zweitgutachter habe sich eingehend mit dem Erstgutachten und den Arztberichten auseinandergesetzt und seine eigenen Befunde ausführlich begründet. Es könne somit auf beide Gutachten abgestellt werden. Da diese jedoch hinsichtlich der Diagnose und der zentralen Frage der Schuldfähigkeit voneinander abweichen würden, habe sie in freier Würdigung und unter Berücksichtigung der gesamten Beweislage darüber zu entscheiden, welchem der beiden Gutachten in diesem Punkt zu folgen sei. Ein Obergutachten sei dagegen nicht einzuholen. Ebenso wenig sei Prof. Dr. med. C.________ zu einer Stellungnahme zum Zweitgutachten einzuladen (Urteil S. 13 f.). In der Folge würdigt die Vorinstanz die beiden Gutachten und kommt zum Schluss, zugunsten des Beschwerdeführers sei im Ergebnis von einer leichten Verminderung der Schuldfähigkeit im relevanten Zeitpunkt auszugehen (vgl. Urteil S. 54).