Citation: 2C_784/2022 E. 2.2

2.2. Vorliegend hat das Verwaltungsgericht zunächst festgehalten, dass es gemäss § 41 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG/ZH; LS 175.2) Beschwerden gegen verwaltungsrechtliche Akte in der Regel als letzte kantonale Instanz beurteile, wobei der Grundsatz des doppelten Instanzenzugs gelte (Art. 77 Abs. 1 der Verfassung des Kantons Zürich vom 27. Feburar 2005 [KV/ZH; LS 101]). Gegen Anordnungen einer Zürcher Fachhochschule sei zunächst Rekurs bei der Rekurskommission der Zürcher Fachhochschulen (§ 36 Abs. 2 und 4 des kantonalen Fachhochschulgesetzes vom 2. April 2007 [FaHG/ZH; LS 414.10]) zu erheben. Daher fehle es dem Verwaltungsgericht bereits an der funktionellen Zuständigkeit für die Behandlung der ihm vorgelegten Beschwerde. Sodann hat die Vorinstanz erwogen, dass die Rekurskommision der Zürcher Fachhochschulen im konkreten Fall nicht als erste unabhängige Rechtsmittelinstanz zum Entscheid berufen wäre, da die Kalaidos Fachhochschule keine staatliche Organisation und weder sie noch der betroffene Studiengang (CAS) vom Regierungsrat des Kantons Zürich anerkannt worden sei (vgl. § 3 und 34 Abs. 1 FaHG/ZH; § 36 Abs. 2 FaHG/ZH i.V.m. § 7 der Verordnung vom 19. Oktober 1998 über Organisation und Verfahren der Rekurskommission der Zürcher Hochschulen [LS 415.111.7]). Die Kalaidos Fachhochschule weise einzig eine Akkreditierung gemäss Art. 2 Abs. 4 i.V.m. Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 30. September 2011 über die Förderung der Hochschulen und die Koordination im schweizerischen Hochschulbereich (Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetz, HFKG; SR 414.20) auf. Vor diesem Hintergrund ist das Verwaltungsgericht zum Schluss gelangt, dass - selbst wenn eine öffentlich-rechtliche Angelegenheit vorliegen würde - die Zuständigkeit für die Beurteilung der Streitigkeit nicht bei den Zürcher Verwaltungsrechtspflegeorganen liegen würde, sondern allenfalls bei den Bundesbehörden bzw. beim Bundesverwaltungsgericht. Schliesslich sah das Verwaltungsgericht von einer Weiterleitung ab, da eine entsprechende Pflicht gestützt auf § 5 Abs. 2 VRG/ZH lediglich in Bezug auf Zürcher Verwaltungsbehörden gelte und sich im vorliegenden Fall auch keine solche Pflicht aus dem Bundesrecht ergebe.