Citation: 2C_246/2018 E. 3.1

3.1. Das Verwaltungsgericht erwog im angefochtenen Entscheid, der Beschwerdeführer habe während seiner ersten, aufenthaltsbegründenden Ehe offenkundig und unbestrittenermassen eine mehrjährige Parallelbeziehung geführt und mehrere aussereheliche Kinder gezeugt. Seine Parallelfamilie habe er auch finanziell unterstützt. Die Heirat einer wesentlich älteren, in der Schweiz niedergelassenen Frau trotz sprachlicher und kultureller Verschiedenheit nach einem negativen Asylentscheid und drohender Wegweisung, die Scheidung kurz nach Erhalt der Niederlassungsbewilligung, die kurz darauf erfolgte Wiederverheiratung mit einer Landsfrau mit nachfolgendem Familiennachzug für sie und die während der ersten Ehe gezeugten Kinder würden einem bekannten Verhaltensmuster zur Erschleichung des Aufenthaltsrechts entsprechen. Überdies habe seine nigerianische Ehefrau bereits bei der Geburt ihrer ersten beiden Kinder den Nachnamen des Beschwerdeführers als Familienname der Kinder und ihr selbst eingetragen, was auf eine vorangegangene traditionelle Trauung hindeute. Das Unterhalten einer derartigen Parallelbeziehung stelle eine bewilligungsrelevante Tatsache dar, welche der Beschwerdeführer den Bewilligungsbehörden hätte offenlegen müssen. Spätestens nach der ersten Schwangerschaft seiner heutigen Ehefrau und erst recht nach seinem Gesuch um Erteilung einer Niederlassungsbewilligung hätte er hierzu Anlass und Gelegenheit gehabt. Bei pflichtgemässer Offenlegung seiner Parallelbeziehung wäre diese sowohl der Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung als auch der Erteilung einer Niederlassungsbewilligung entgegengestanden. Indem er die Parallelbeziehung verheimlicht habe, habe er auch den Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 62 Abs. 1 lit. a AuG gesetzt.