Citation: 5A_245/2017 E. 3.2

3.2. In diesem Zusammenhang stellte die Vorinstanz fest und erwog, dass bei der verstärkten Baugrubensicherung unter den Parzellen Nrn. 475 und 641 des Beschwerdeführers mehrere Reihen von Bodennägeln und Erdankern zu liegen kämen, die oberste Reihe 6-7 Meter unterhalb des Vorplatzes seines Hauses. Die Anker würden nach dem Erstellen des Neubaus auf der Parzelle Nr. 474 der Beschwerdegegnerin entspannt, aber nicht entfernt. Heute bestehende Gebäude- oder Anlageteile auf der Parzelle Nr. 475 würden dadurch nicht tangiert. Ebenso wenig würde eine später allenfalls geplante Unterkellerung dieser Liegenschaft beeinträchtigt, könnten doch mindestens zwei Kellergeschosse erstellt werden. Bis zur ersten Ankerlage in 7-9 Metern Tiefe ab dem Vorplatz des Hauses habe es Raum für ein weiteres Geschoss, selbst wenn die Anker wider Erwarten nicht entspannt werden könnten, wovon der Gutachter jedoch ausgehe. Die in dieser Tiefe verbleibenden Anker könnten ohne nachteilige Folgen durchschnitten bzw. entfernt werden. Der Beschwerdeführer wolle in nächster Zeit eine Erdsondenheizung installieren, die tiefer ins Erdreich dringe als die geplante Baugrubensicherung. Nach den gutachterlichen Feststellungen sei das Grundstück für entsprechende Bohrungen jedoch nur bedingt geeignet und liege noch kein konkretes Projekt vor, so dass dessen Verwirklichung in absehbarer Zeit nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge nicht wahrscheinlich sei. Daran ändere die in der Berufung geäusserte Notwendigkeit des Heizungsersatzes nichts. Selbst wenn man aber eine Erdsondenheizung konkret in Betracht zöge, würden die hierfür notwendigen Tiefenbohrungen nicht verunmöglicht; es müssten höchstens einzelne Bohrungen versetzt ausgeführt werden, wenn sie auf eine Stahlstange oder ein Litzenkabel der Verankerung träfen. Für den Fall, dass die Erdanker wider Erwarten nicht entspannt werden könnten, stellte die Vorinstanz eventualiter fest, dass dies weder einer Unterkellerung noch einer Erdsondenheizung im Wege stehen würde. In Bezug auf mögliche Schäden hielt die Vorinstanz fest, dass solche nicht etwa durch das Setzen von Erdankern und Bodennägeln, also durch die Beanspruchung des Erdreichs unter den Parzellen des Beschwerdeführers verursacht würden, sondern [höchstens] durch eine Bautätigkeit auf dem Grundstück der Beschwerdegegnerin. Im Ergebnis schloss die Vorinstanz, dass die verstärkte Baugrubensicherung die schutzwürdigen Interessen des Beschwerdeführers bezüglich der Parzellen Nrn. 475 und 641 nicht tangiert.