Citation: 1C_112/2014 E. 5.3

5.3. Aus den in den Akten liegenden Protokollen vom 12. Januar 2009, vom 6. Februar 2009 und vom 16. März 2010 ergibt sich, dass mehrere Besprechungen zur Erschliessung des Areals der Beschwerdeführerin stattgefunden haben, an denen neben Vertretern des Kantons und der Gemeinde auch Alexander Meier als Vertreter des ASTRA anwesend war (16. März 2010) oder aber auf der Verteilerliste des Protokolls stand (2009). An den Sitzungen im Jahr 2009 erläuterte der Vertreter der Firma C.________ AG, F.________, den Stand der Planung für den Ausbau der Nordumfahrung Zürich. Ob dessen Aussagen dem ASTRA zuzurechnen sind (wie die Beschwerdeführerin geltend macht), kann offen bleiben: Zum einen ergibt sich aus den Protokollen, dass es sich stets um eine vorläufige Einschätzung handelte, auf Grund des damaligen Wissensstands (so ausdrücklich die Protokolle vom 6. Februar 2009 S. 2 und vom 16. März 2010 S. 1/2). Zum anderen bezog sich die Zustimmung des ASTRA auf ein privates Bauvorhaben von B.A.________ bzw. der Firma E.________ AG, d.h. es äusserte sich zur Vereinbarkeit dieses Vorhabens mit dem geplanten Ausbau der Nordumfahrung und nicht zum Ausführungsprojekt. Zwar ist einzuräumen, dass dies bei der ersten Sitzung vom 12. Januar 2009 (Ziff. 5) noch unklar war. Die damals diskutierte Erschliessungslösung basierte auf einem Bericht der Firma C.________ AG, die mit der Planung der Autobahnausfahrt betraut war; die Aussage von deren Vertreter (F.________), wonach in die Planung N1 Ausbau Nordumfahrung eine mögliche Linksabbiegerspur in das Areal stadtauswärts eingeplant werde, lässt darauf schliessen, dass der Linksabbieger in das Ausführungsprojekt übernommen werden solle. In den darauffolgenden Sitzungen, spätestens aber an der Sitzung vom 16. März 2010, wurde jedoch klargestellt, dass der Linksabbieger für die Grundstückserschliessung Nr. 5306 (damals: Nrn. 4847 und 4058) im Zusammenhang mit der von der Firma E.________ AG geplanten Überbauung des Areals für Gewerbenutzungen erstellt werden solle. Für das weitere Verfahren wurde vereinbart, dass ein Projekt beim Tiefbauamt der Stadt Zürich (TAZ) einzureichen sei, das dieses dem Kanton zur Begehrensäusserung und Genehmigung einreichen werde. Das DAV betonte, dass es beim Vorliegen des Baugesuchs auf Grund des dannzumaligen Wissensstands entscheiden werde. Damit war bereits im Jahr 2010 (und somit vor Abschluss des Baurechtsvertrags Anfang 2011) klargestellt, dass sich die (ohnehin vorläufige) Zustimmung des ASTRA zur vorgesehenen Erschliessungslösung auf ein privates Baugesuch bezog. Insofern durfte der Rechtsvorgänger der Beschwerdeführerin nicht darauf vertrauen, das ASTRA werde den von ihm gewünschten Linksabbieger im Rahmen des Ausführungsprojekts zur Nordumfahrung Zürich selbst projektieren und erstellen. Die Firma E.________ AG hat denn auch 2011 ein entsprechendes Baugesuch eingereicht. Unter diesen Umständen durfte das Bundesverwaltungsgericht in antizipierter Beweiswürdigung, ohne Verletzung des rechtlichen Gehörs, davon ausgehen, dass die beantragte Zeugeneinvernahme nicht zu einem anderen Beweisergebnis führen werde.