Citation: 5A_681/2018 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin insistiert, dass ihr kein Porsche mit der Bezeichnung "911 4S ABD Cabriolet" gehöre, ja ein solches Modell gar nicht existiere, weshalb das fragliche Begehren zufolge Unmöglichkeit hätte abgewiesen werden müssen. Weiter erinnert sie daran, dass der Beschwerdegegner in seinen Begehren nie das Kontrollschild erwähnt habe. Auch die Bestimmungen über die Klageänderung nach Art. 227 ZPO habe er nicht eingehalten, noch im Lauf des Verfahrens formell eine Änderung seines Antrags verlangt. Sein Anpassungs- bzw. Korrekturantrag in der Berufungsantwort sei verspätet und novenrechtlich unzulässig. Der Vorinstanz wirft die Beschwerdeführerin vor, das "ursprünglich unmögliche und fehlerhafte" Begehren eigenmächtig korrigiert und ohne entsprechenden Antrag wiederum die Kontrollschildbezeichnung ergänzt zu haben. So spreche sie dem Beschwerdegegner etwas anderes (Zusätzliches) zu, als er beantragt hatte, und verletze willkürlich die Dispositionsmaxime (Art. 58 Abs. 1 ZPO i.V.m. Art. 9 BV) als elementaren und unbestrittenen Verfahrensgrundsatz. Weiter beklagt sich die Beschwerdeführerin über eine Verletzung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (Art. 6 Ziff. 1 EMRK), weil das Obergericht ihre Begründung, den gegnerischen Zuteilungsantrag zufolge Unbestimmtheit abzuweisen, als verspätetes Novum taxiere, den Beschwerdegegner mit seinem verspäteten und formell unrichtigen Eventualantrag jedoch zulasse. Darüber hinaus treffe die Vorinstanz der Vorwurf einer Gehörsverletzung (Art. 29 Abs. 2 BV). Denn falls sie "das Modell des Porsches" korrigieren wollte, hätte sie ihr, der Beschwerdeführerin, zumindest Gelegenheit zur Stellungnahme geben müssen, was jedoch nicht geschehen sei. Schliesslich rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung der Eigentumsgarantie (Art. 26 Abs. 1 BV). Indem es den Porsche dem Beschwerdegegner zuteile, nehme das Obergericht in Kauf, dass dieser das Fahrzeug beschädige oder gar als Pfändungssubstrat "für seine unzähligen Gläubiger" angebe.