Citation: U 1/05 22.03.2005 E. 2

Vor dem Unfall vom 29. März 1993 war der Versicherte als Sanitär-Installateur bei der Firma M.________ AG angestellt und hatte einen Monatslohn von Fr. 3930.- (x 13) erzielt. Nach einer im Frühjahr 1994 begonnenen und ein halbes Jahr später abgebrochenen Umschulung zum Verkäufer war er ab 29. September 1994 bei der Firma L.________ S.A. als Sanitär-Installateur, ab 1. März 1996 bei der Firma E.________, Sanitäre Installationen, ebenfalls als Sanitär-Installateur, und ab 1. Januar 2000 bei der Firma B.________ AG als Servicemonteur tätig. Seit 1. Juni 2003 arbeitet er für die Firma W.________ als Sanitär-Servicemonteur in einem 80 %-Pensum und verdient monatlich Fr. 4640.- (x 13); bei einem vollen Pensum würde er einen Lohn von Fr. 5800.- im Monat (x 13) erzielen. 2.1 Die SUVA hat zur Berechnung des versicherten Verdienstes auf das bei der Firma M.________ AG erzielte Einkommen abgestellt. Dabei hat sie berücksichtigt, dass der Versicherte bei einem Verbleib in Betrieb der ehemaligen Arbeitgeberin als Sanitär-Installateur mit langjähriger Berufserfahrung und ohne gesundheitliche Einschränkungen in den Jahren 2002, 2003 und 2004 zwischen Fr. 4600.- und Fr. 5000.- monatlich verdient hätte (Schreiben der Firma M.________ AG vom 17. November 2003). Sie ging in der Folge von einem an die Lohnentwicklung angepassten Monatsgehalt von Fr. 5000.- (x 13) aus, was einen versicherten Jahresverdienst von Fr. 65'000.- ergab. Das kantonale Gericht hat dieses Vorgehen als richtig qualifiziert und ist der Ansicht des Beschwerdeführers, es sei vom aktuellen, als Sanitär-Servicemonteur in der Firma W.________ erzielten, auf ein volles Pensum umgerechneten jährlichen Einkommen in der Höhe von Fr. 75'400.- (Fr. 5800.- x 13) auszugehen, nicht gefolgt. Zur Begründung hat es ausgeführt, der Versicherte sei bei der Firma W.________ als Sanitär-Servicemonteur angestellt. Damit habe er seit der Tätigkeit für die Firma M.________ AG einen Karriereschritt verwirklicht, welcher bei der Festsetzung des versicherten Verdienstes nicht berücksichtigt werden dürfe. 2.2 Zwischen dem Unfallereignis vom 29. März 1993 und dem Beginn des Rentenanspruches am 1. Januar 2004 liegen mehr als fünf Jahre. Für diese Konstellation sieht Art. 24 Abs. 2 UVV bezüglich des versicherten Verdienstes vor, massgebend sei der Lohn, den die versicherte Person ohne den Unfall oder die Berufskrankheit im Jahre vor dem Rentenbeginn bezogen hätte, sofern er höher sei als der letzte vor dem Unfall erzielte Lohn. Diese Sondernorm will vermeiden, dass eine verunfallte Person mit langdauernder Heilbehandlung für die mehr als fünf Jahre später stattfindende Rentenberechnung auf ihren vor dem Unfall erzielten Lohn beschränkt bleibt, was insbesondere dann zu stossenden Ergebnissen führt, wenn die Löhne in der Zwischenzeit stark angestiegen sind. Angestrebt wird also die Anpassung an die normale Lohnentwicklung im angestammten Tätigkeitsbereich (BGE 118 V 303 Erw. 3b). Damit soll die Gleichbehandlung derjenigen Personen, deren Rentenanspruch wegen lange dauernder Heilbehandlung erst mehr als fünf Jahre nach dem Unfall entsteht, mit den übrigen Rentenbezügern gewährleistet werden (BGE 118 V 303 f. Erw. 3b). Arbeitsverhältnisse, die erst nach dem Unfallereignis angetreten werden, fallen im Rahmen von Art. 24 Abs. 2 UVV ausser Betracht (RKUV 1999 Nr. U 340 S. 404 f. Erw. 3b). Die Rechtsprechung lässt sich dahin zusammenfassen, dass im Rahmen von Art. 24 Abs. 2 UVV lediglich die allgemeine Lohnentwicklung, nicht aber andere den versicherten Verdienst beeinflussende Änderungen in den erwerblichen Verhältnissen zu berücksichtigen sind (BGE 127 V 173 Erw. 3b). Aus diesem Grund lehnte es das Eidgenössische Versicherungsgericht ab, zwischen Unfallereignis und Rentenbeginn hinzugetretene Kinderzulagen in die Berechnung des versicherten Verdienstes einzubeziehen (BGE 127 V 173 Erw. 3b, 174 f. Erw. 4b).