Citation: 6B_447/2021 E. 3.2.2

3.2.2. Die Vorinstanz erwägt, der Titel des dem Betreibungsamt am 22. Juni 2017 eingereichten Dokuments erwecke den Anschein einer Bestätigung des Gläubigers über eine empfange Zahlung für Heizöl von Fr. 1'920.80. Würde die Bestätigung nur von der Beschwerdeführerin stammen, müsste sie anders lauten, da jene nichts erhalten habe. Nachdem die Parteien bereits am Anfang des Schreibens genannt würden, könne die erneute Angabe ihrer Namen am Ende des Schreibens, wo üblicherweise die Unterschriften angebracht würden, nur dahingehend interpretiert werden, dass damit suggeriert werden solle, die genannten Personen würden den geschilderten Sachverhalt bestätigten. Das Schriftstück täusche somit darüber, wer damit den Empfang der Zahlung bescheinige. Wenngleich die Unterschrift "C.________" eine wenig identische Nachahmung sei, erfülle auch eine plumpe Fälschung den Tatbestand gemäss Art. 251 StGB. Auch das dem Betreibungsamt am 10. Oktober 2017 eingereichte Schreiben täusche über den Aussteller, so die Vorinstanz weiter. Zwar werde darin der Begriff "Quittung" nicht verwendet. Das Schreiben suggeriere aber mit seinem Aufbau ebenfalls, dass C.________ den Erhalt von Fr. 1'457.80 bestätigt habe. Die Beschwerdeführerin habe sodann in Täuschungsabsicht gehandelt. Sie sei in kaufmännischen Angelegenheiten versiert und habe mit den fabrizierten Belegen die Rückerstattung von an den Vermieter geleisteten Kosten erreichen wollen. Sie habe gewusst, dass dies ohne Zahlungsbelege nicht möglich gewesen wäre. Die Beschwerdeführerin habe sich mit ihrem Vorgehen Zeit und Aufwand sparen, mithin einen unrechtmässigen Vorteil erlangen wollen, habe sie doch ausgesagt, der Vermieter sei meistens in U.________. Zudem seien sich die Parteien zumindest teilweise uneinig darüber gewesen, ob die Beschwerdeführerin für Heizkosten oder etwas Anderes bezahlt habe. Entgegen ihrer Auffassung sei für die Tatbestandserfüllung unerheblich, ob sie grundsätzlich Anspruch auf die Vergütung durch das Betreibungsamt gehabt habe. Einer zusätzlichen Schädigungsabsicht bedürfe es nicht.