Citation: 7B_140/2022 E. 1.2

1.2. Nach ständiger Rechtsprechung können Beschlagnahmen von Vermögenswerten und insbesondere Kontosperren ohne Weiteres einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil für die Betroffenen bewirken (BGE 128 I 129 E. 1; 126 I 97 E. 1b; Urteil 1B_175/2015 vom 10. August 2015 E. 1, nicht publ. in: BGE 141 IV 360; zuletzt Urteil 1B_691/2021 vom 21. Juli 2022 E. 1.1). Mit dem vorliegend angefochtenen, kantonal letztinstanzlichen Entscheid wurde die Anordnung einer Beschlagnahme sowohl zu Beweis- als auch zu Sicherstellungs- bzw. Einziehungszwecken (Kontosperre) in einem laufenden Strafverfahren geschützt. Wie der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vom 27. April 2022 indes selber erwähnt, hat ihm die Staatsanwaltschaft auf Nachfrage (mündlich) mitgeteilt, dass sie die Kontosperre aufhebe. Die Staatsanwaltschaft hat in ihrer Stellungnahme bestätigt, dass sie dem Vertreter des Beschwerdeführers am 27. April 2022 - also am Tag der Beschwerdeeinreichung - telefonisch mitgeteilt habe, dass sie die Kontosperre aufheben werde; gleichentags habe sie auch die entsprechende Verfügung erlassen. In seiner Beschwerde machte der Beschwerdeführer gleichwohl noch ein Rechtsschutzinteresse geltend, nachdem diese Zwangsmassnahme sein Recht auf Achtung des Privatlebens beeinträchtigt habe und private Kontoinformationen der Strafbehörde mitgeteilt worden seien und in den Akten verblieben. In ihrem Editionsgesuch habe die Staatsanwaltschaft der angerufenen Bank zu Unrecht mitgeteilt, dass er im grossen Stil mit Heroin und Kokain handle. In der Vernehmlassung liess der Beschwerdeführer dem Bundesgericht sodann mitteilen, dass er "aus pragmatischen Gründen nicht mehr an dieser Feststellung" festhalte. Ein Rückzug der Beschwerde sei damit nicht verbunden, sondern es handle sich um eine später eingetretene Gegenstandslosigkeit.