Citation: 6B_1462/2021 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz verletze bei der Sachverhaltserstellung seinen Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK) und den Untersuchungsgrundsatz (Art. 6 StPO). Er habe in der Berufungsbegründung vom 12. März 2021 und in der Stellungnahme vom 26. Mai 2021 zur Berufungsantwort der Beschwerdegegnerin die Sachverhaltsfeststellung des erstinstanzlichen Gerichts in wesentlichen Punkten gerügt und einlässlich ausgeführt, inwiefern eine Korrektur des urteilserheblichen Sachverhalts verlangt werde. Damit befasse sich die Vorinstanz im angefochtenen Urteil ebensowenig wie überhaupt mit dem von der ersten Instanz festgestellten Sachverhalt. Im Übrigen würdige sie die vorliegenden Beweismittel nur selektiv. Insbesondere weigere sie sich, auf die von ihm im erstinstanzlichen Verfahren eingereichte Stellungnahme des C.________ vom 23. Dezember 2019 einzugehen, welche eine Simulation der vollzogenen Überholvorgänge enthalte und die örtlichen Verhältnisse präzise ermittle. Ferner würden weder seine Angaben im Ermittlungsverfahren noch seine Aussagen im erstinstanzlichen Verfahren und im Berufungsverfahren geprüft. Stattdessen halte es die Vorinstanz unausgesprochen für ausreichend, ein paar belastende Aussagen von Zeugen zu selektieren, um damit ein völlig neues Beweisergebnis zusammenzustückeln und seine anderslautenden Angaben in die Kategorie der nicht erwähnenswerten Bedeutungslosigkeiten abzuschieben. Da sich das angefochtene Urteil gar nicht mit seinen Vorbringen im Berufungsverfahren auseinandersetze, sei es ihm nicht möglich, es sachgerecht anzufechten.