Citation: 6B_1148/2023 E. 7.3.3

7.3.3. Der Verletzung des Beschleunigungsgebots trägt die Vorinstanz mit einer Strafreduktion von 25 Monaten und dem Strafmilderungsgrund von Art. 48e StGB mit einer solchen von 35 Monaten Rechnung. Dabei berücksichtigte sie "vorausschauend" bereits strafmindernd, dass sie aufgrund der angespannten Geschäftslast am Obergericht, der äusserst umfangreichen Aktenlage und der vollständig bestrittenen Anklage die Frist gemäss Art. 84 Abs. 4 StPO für die Verschriftlichung der Urteilsmotive bei weitem nicht werde einhalten können (angefochtenes Urteil S. 82 f.). Nicht ersichtlich ist, weshalb die Vorinstanz damit das ihr zustehende Ermessen verletzt haben könnte. Die Vorinstanz legt nachvollziehbar dar, weshalb sie gegenüber dem Beschwerdeführer und seinem Verteidiger den Vorwurf erhebt, sie hätten ebenfalls zur Verzögerung des Verfahrens beigetragen. Der Beschwerdeführer bestreitet dies, ohne jedoch eine Rechtsverletzung aufzuzeigen (vgl. Beschwerde S. 11-14).