Citation: M 13/05 17.07.2006 E. 2

Mit Schreiben vom 20. November 2001 teilte das BAMV dem Versicherten mit, dass ihm die gesetzlichen Leistungen für die von Dr. med. S.________ am 7. Juni 2001 gemeldete Gehörstörung zustünden, soweit diese auf das Ereignis im Dienst (Knalltrauma) zurückzuführen ist. Mit Verfügung vom 16. Juni 2004, bestätigt mit Einspracheentscheid vom 8. März 2005, lehnte das BAMV die Haftung für die am 7. Juni 2001 angemeldete Gehörschädigung mit Tinnitus alsdann ab, wobei es im Wesentlichen auf die versicherungsmedizinische Beurteilung seines chefärztlichen Dienstes verwies, wonach der Gehörschaden nicht überwiegend wahrscheinlich während einer Dienstleistung verursacht oder verschlimmert worden sei. Diese nachträgliche Ablehnung der Haftung nach vorgängiger Bejahung der natürlichen Kausalität zwischen dienstlicher Einwirkung und Rückfall/ Spätfolgen sowie Anerkennung der Leistungspflicht für die Gehörschädigung ist nur rechtmässig, wenn das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung der dienstlichen Gesundheitsschädigung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, wofür die Militärversicherung die Beweislast trägt (Erw. 1 am Ende hievor).