Citation: 1C_373/2020 E. 3.1

3.1. Sie wirft der Vorinstanz vor, sie habe die Zonenwidrigkeit der geplanten Betriebserweiterung im Wesentlichen nur mit einem Verweis bzw. der Wiederholung der diesbezüglichen Ausführungen der Gemeinde Zernez begründet. Damit habe sie gegen die aus Art. 29 Abs. 2 BV abgeleitete Begründungspflicht verstossen. Einen weiteren Verstoss gegen ihren Anspruch auf ein faires Verfahren und auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 1 und 2 BV) sieht die Beschwerdeführerin zudem darin, dass die Vorinstanz den Entscheid der Gemeinde Zernez geschützt habe, obwohl diese die Zonenkonformität ihres Bauvorhabens ohne die Durchführung eines ordentlichen Baubewilligungsverfahrens (inkl. Projektauflage und Einspracheverfahren) direkt verneinte. Dadurch sei es ihr verwehrt worden, zur Auslegung der streitgegenständlichen Bestimmungen des Baugesetzes der Gemeinde Zernez vom 29. November 2006 (BauG/Zernez) hinreichend Stellung zu nehmen. Zudem sei ihr damit auch der Rechtsweg gekürzt worden.