Citation: I 68/02 18.08.2005 E. 2

2.1 Die Parteien sind sich einig, dass - mangels einer im Sinne von Art. 17 IVG invaliditätsbedingten Notwendigkeit der Umschulung vom Hochbauzeichnerberuf auf eine neue Erwerbstätigkeit - als gesetzliche Anspruchsgrundlage der strittigen Kostenübernahme einzig Art. 16 Abs. 2 lit. c IVG (in der bis 31. Dezember 2003 gültig gewesenen Fassung; Erw. 1 hievor) in Betracht fällt. Danach haben Versicherte, denen infolge Invalidität bei der beruflichen Weiterausbildung in wesentlichem Umfange zusätzliche Kosten entstehen, Anspruch auf Ersatz dieser Kosten, sofern die Ausbildung den Fähigkeiten der versicherten Person entspricht (vgl. Art. 16 Abs. 1 IVG) und dadurch die Erwerbsfähigkeit wesentlich verbessert werden kann. 2.2 Nach konstanter Rechtsprechung ist unter "beruflicher Weiterausbildung" im Sinne des Art. 16 Abs. 2 lit. c IVG jene Berufsbildung zu verstehen, welche die im Wesentlichen bereits erworbenen Kenntnisse eines Berufes im Hinblick auf ein Ziel innerhalb derselben Berufsart weiter ausbaut, mithin eine erstmalige Berufsbildung fortsetzt und deren Vervollkommnung dient; dagegen fällt eine Berufsschulung, die auf ein wesentlich anderes berufliches Endziel als die ursprüngliche Ausbildung gerichtet ist, nicht unter den Begriff "berufliche Weiterausbildung" (BGE 97 V 33 Erw. 2; AHI 1998 S. 118 Erw. 3b; siehe auch AHI 2001 S. 110 Erw. 2a, 1997 S. 168 Erw. 2b; ZAK 1977 S. 326 Erw. 1, 1974 S. 424 Erw. 1; ferner Urteil G. vom 11. Juni 2003 [I 93/03] Erw. 3.4). 2.3 Der Beschwerdeführer bestreitet zu Recht nicht, dass es sich bei dem von ihm mit Blick auf seine Tätigkeit als kirchlicher Jugendarbeiter besuchten Theologiekurs mangels eines sachlichen Bezugs zur erstmaligen Berufsausbildung als Hochbauzeichner nicht um eine Weiterausbildung im soeben dargelegten Sinne handelt. Er stellt sich jedoch auf den Standpunkt, dass im Lichte einer zeitgemässen und verfassungskonformen Gesetzesauslegung an der bisherigen Rechtsprechung zu Art. 16 Abs. 2 lit. c IVG (in der bis 31. Dezember 2003 gültig gewesenen Fassung) nicht festgehalten werden könne und auch behinderungsbedingte Mehrkosten von Zweitausbildungen mit wesentlich anderem Berufsziel unter die betreffende Bestimmung zu subsumieren seien.