Citation: 9C_665/2017 E. 5.2

5.2. In Bezug auf die bereits im vorinstanzlichen Verfahren gerügte Verletzung des Grundsatzes der Gleichwertigkeit führte das kantonale Gericht unter Hinweis auf die Rechtsprechung gemäss BGE 124 V 108 E. 2a S. 110 und 122 V 77 E. 3b/bb S. 79 aus, das Erfordernis der Gleichwertigkeit als Ausdruck der Verhältnismässigkeit begrenze den Umschulungsanspruch nur "nach oben". Hingegen stehe dieser Gesichtspunkt Umschulungen nicht entgegen, die den Versicherten zu einem bescheideneren beruflichen Ziel führten, was in vielen Fällen - invaliditätsbedingt - zutreffen dürfte. Erforderlich sei einzig, dass sich der erwartete Teilerfolg noch als genügend eingliederungswirksam bezeichnen lasse. Massgebend sei demnach, dass die beabsichtigte Umschulung in einen minderbezahlten Beruf zu einer dauerhaften und wesentlichen Verbesserung der Erwerbsfähigkeit führe, was vorliegend zutreffe. Mit diesen Erwägungen des kantonalen Gerichts setzt sich der Beschwerdeführer nicht ansatzweise auseinander. Insbesondere legt er nicht dar (und ist auch nicht ersichtlich), dass die von Seiten der Verwaltung vorgeschlagenen Umschulungen zum Agro-Kaufmann oder zum Agro-Techniker nicht zu einer wesentlichen Verbesserung der Erwerbsfähigkeit führen würden. Weiterungen dazu erübrigen sich (vgl. E. 2.2 hievor). Soweit der Beschwerdeführer erstmals vor Bundesgericht einwendet, eine Umschulung zum Fachhochschulingenieur Agronomie sei angebracht, ist darauf ebenfalls nicht einzugehen. Er legt nicht dar, inwiefern diese Ausbildung in eine - wohl höherwertige (vgl. dazu Urteil I 766/05 vom 22. November 2006 E. 3.3 mit Hinweis auf ZAK 1988 S. 467) - Tätigkeit notwendig und geeignet wäre, ihm annähernd gleichwertige Erwerbsmöglichkeiten wie vor Eintritt der Invalidität zu vermitteln. Das Fehlen diesbezüglicher Weiterungen im angefochtenen Entscheid (sowie der Verfügung vom 18. August 2015) gereicht im Übrigen weder der Verwaltung noch der Vorinstanz zum Vorwurf. Der Beschwerdeführer zeigte zuletzt im Verwaltungsverfahren kein ernsthaftes Interesse an einer Umschulung, welche die Aufgabe seines Hofes bedingt hätte. Während er die Vorschläge der IV-Stelle für verdiensttechnisch unzumutbar hielt (und nach wie vor hält) unterbreitete er seinerseits den Vorschlag eines Massagetherapeuten, welcher indessen lediglich als Nebenbeschäftigung zum Landwirtschaftsbetrieb angedacht war und medizinisch als ungeeignet betrachtet wird. In der Folge konnte der Beschwerdeführer zwischen Ende März und Ende Juni 2014 von Seiten der IV-Stelle trotz mehrfacher Anrufe und Schreiben überhaupt nicht mehr erreicht werden. Erst am 23. Juni 2014 meldete er sich bei der Berufsberaterin und erklärte, seine Tätigkeit als Landwirt weiterführen zu wollen. Diesen Wunsch bestätigte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers gegenüber der IV-Stelle im Rahmen eines Gesprächs betreffend die berufliche Eingliederung. Er teilte mit, er sehe "eher die Prüfung des Rentenanspruchs vor, mit Verzicht auf berufliche Massnahmen" (vgl. Protokoll der IV-Stelle vom 26. November 2014). Am 27. November 2014 bat die Verwaltung nochmals um Mitteilung, ob der Beschwerdeführer weiterhin an beruflichen Massnahmen teilnehmen wolle. Ein solches Bekenntnis blieb indessen bis zum Abschluss des Verwaltungsverfahrens aus. Angesichts dieses Verlaufs wies die IV-Stelle in ihrer Verfügung vom 18. August 2015 zu Recht darauf hin, der Versicherte habe berufliche Umschulungsmassnahmen nicht weiter verfolgen wollen. Es ist dem Beschwerdeführer selbstverständlich unbenommen, sich betreffend Anspruch auf eine Umschulung zum Fachhochschulingenieur Agronomie erneut an die IV-Stelle zu wenden.