Citation: 2C_685/2014 E. 4.4.1

4.4.1. Gemäss Art. 42 Abs. 1 StGB schiebt das Gericht den Vollzug einer Geldstrafe, von gemeinnütziger Arbeit oder einer Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten und höchstens zwei Jahren in der Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten. Daraus erhellt, dass sich die Gewährung oder Verweigerung des bedingten Strafvollzugs nach den Bewährungsaussichten richtet. Das Gesetz verknüpft die Frage nach der schuldangemessenen Strafe und jene nach deren Aufschub (nur) insoweit, als es den bedingten Strafvollzug für Strafen ausschliesst, die zwei Jahre übersteigen (BGE 134 IV 1 E. 5.3.3 S. 11). Weil eine längerfristige Freiheitsstrafe im ausländerrechtlichen Sinn bereits bei einer Strafe von mehr als einem Jahr vorliegt, kann aus diesem Konnex nichts abgeleitet werden. Der Strafaufschub nach Art. 42 StGB ist die Regel, die grundsätzlich vorgeht. Der teilbedingte Vollzug bildet dazu die Ausnahme (BGE 134 IV 1 E. 5.5.2 S. 14 f.). Gemäss Art. 43 Abs. 1 StGB kann das Gericht den Vollzug einer Geldstrafe, von gemeinnütziger Arbeit oder einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr und höchstens drei Jahren nur teilweise aufschieben, wenn dies notwendig ist, um dem Verschulden des Täters genügend Rechnung zu tragen.