Citation: 4A_165/2020 E. 3.1.2

3.1.2. Die Beschwerdeführerin macht allerdings geltend, es bleibe den Vertragsparteien unbenommen, auf welche Weise sie ihren materiellrechtlichen Anspruch auf "Prüfung des Werkes durch Sachverständige" und "Beurkundung des Befundes" (Art. 367 Abs. 1 OR) zivilprozessual geltend machen wollten. Das in Art. 367 Abs. 2 OR begründete Recht könne jede Partei eines Werkvertrages entgegen den Erwägungen im angefochtenen Entscheid durchaus auch im Rahmen einer vorsorglichen Beweisführung nach Art. 158 ZPO durchsetzen. Diese Ausführungen gehen aber insoweit an der Sache vorbei, als die Vorinstanz nicht festgehalten hat, der Anspruch nach Art. 367 OR könne nicht im Verfahren nach Art. 158 ZPO durchgesetzt werden. Sie hielt vielmehr fest, soweit die Beschwerdeführerin ihr Gesuch auf Art. 158 Abs. 1 lit. a ZPO i.V.m. Art. 367 Abs. 2 OR stütze, sei sie zur Behandlung nicht zuständig. Es ging mithin nicht um die Frage, ob Art. 158 Abs. 1 lit. a ZPO zur Anwendung kommt, sondern welche Instanz in diesem Rahmen zur Behandlung des Begehrens zuständig ist.