Citation: 2C_561/2022 E. 11.3.1

11.3.1. Mit Bezug auf die beiden ersten Vorwürfe stellt die Vorinstanz unbestrittenermassen fest (vgl. Art. 105 Abs. 1 BGG), dass die "Swisscom TV"-Kunden das vollständige C.________-Sportangebot (Kanäle 1-29) zum Preis von Fr. 12.90 beziehen konnten. Dagegen bezahlten die Abonnenten der anderen TV-Plattformen für das eingeschränkte C.________-Sportangebot (Kanäle 1-3) Fr. 9.90. Da das deutschsprachige C.________-Sportangebot im Untersuchungszeitraum nur zusammen mit dem Basispaket bezogen werden konnte, erwägt die Vorinstanz zu Recht, dass der kombinierte Preis (Preis für Basis- und Sportpaket) massgebend ist: Dieser belief sich nach den vorinstanzlichen Feststellungen für "Swisscom TV"-Kunden auf Fr. 42.80 (Fr. 29.90 für das Basispaket plus Fr. 12.90 für das Sportpaket), für Kunden anderer TV-Plattformen auf Fr. 49.80 (Fr. 39.90 für das Basispaket + Fr. 9.90 für das Sportpaket). Die Kunden anderer TV-Plattformen bezahlten somit für das kombinierte Basis- und Sportpaket von C.________ Fr. 7.-- mehr, hatten aber weniger Sportkanäle zur Verfügung (vgl. E. 9.3.3.1 des angefochtenen Urteils). Hinzu kommt, wie die Vorinstanz weiter feststellt, dass die "Swisscom TV"-Kunden der Koppelung von Basis- und Sportpaket entgehen konnten, da ihnen das C.________-Sportangebot auch in Form von "pay per view" zur Verfügung stand. Der Konsum von Sportübertragungen in Form von "pay per view" stand unbestrittenermassen nur den "Swisscom TV"-Kunden offen (vgl. E. 9.3.3.2 des angefochtenen Urteils). Im Hinblick auf den dritten Vorwurf hält die Vorinstanz fest, es sei unbestritten, dass im Wesentlichen nur Swisscom und Cablecom das C.________-Sportangebot direkt vermarkten durften, indem das C.________-Angebot in deren TV-Plattform integriert wurde. Demgegenüber mussten die Abonnenten der anderen TV-Plattformanbieterinnen separate "Set-Top Boxen" von C.________ beziehen, um die C.________-Programme empfangen zu können (vgl. E. 9.3.3.3 des angefochtenen Urteils).