Citation: 1C_141/2016 E. 3.1.2

3.1.2. Auch eine Verletzung des rechtlichen Gehörs ist nicht ersichtlich: 3.1.2.1. Der Verfolgte rügt, das Bundesamt für Justiz habe "die eingeholte Präzisierung zum Nachteil des Beschwerdeführers ausgelegt", ohne ihm "vorgängig das rechtliche Gehör zu gewähren". 3.1.2.2. Die Vorinstanz hat in diesem Zusammenhang Folgendes erwogen: Mit Schreiben vom 8. April, 12. Juni und 8. Juli 2015 habe das BJ das bosnische Justizministerium um Ergänzungen des Auslieferungsgesuchs bzw. um Abgabe verschiedener Garantien ersucht. Diese seien mit Schreiben des Justizministeriums vom 1. Juni, 25. Juni und 14. Juli 2015 erfolgt. Am 20. Juli 2015 habe das BJ die Staatsanwaltschaft des Kantons Appenzell-Ausserrhoden gebeten, den (dort wohnhaften) Beschwerdeführer zum Auslieferungsersuchen zu befragen. Anlässlich der am 11. August 2015 durchgeführten Befragung habe der Beschwerdeführer (der von seinem Anwalt begleitet gewesen sei) erklärt, mit einer vereinfachten Auslieferung nicht einverstanden zu sein. Anschliessend habe das BJ ihn eingeladen, innert einer Frist von 14 Tagen schriftlich zum Ersuchen Stellung zu nehmen. Der Beschwerdeführer habe innert Frist keine Stellungnahme eingereicht, worauf das BJ am 6. Oktober 2015 den Auslieferungsentscheid gefällt habe (vgl. angefochtener Entscheid, S. 2 E. B). 3.1.2.3. Dem Beschwerdeführer und seiner Ehefrau werde vorgeworfen, sie hätten sich (zusammen mit weiteren Personen) in einer kriminellen Gruppe organisiert, um illegal Betäubungsmittel herzustellen und zu verkaufen. Er habe mittels Drittpersonen in Bosnien-Herzegowina ein Wochenendhaus gemietet und dieses labortechnisch eingerichtet bzw. für die Herstellung von Drogen ausgestattet. Sie hätten "Cannabis sativa L" (mit dem psychotropen Wirkstoff THC) angebaut, gezüchtet, geerntet und getrocknet, die Produkte anschliessend verpackt und damit Handel betrieben. Mit Schreiben vom 8. April 2015 habe das BJ das bosnische Justizministerium um folgende Ergänzung des Auslieferungsersuchens gebeten: "Genauere Umschreibung der Strafhandlungen, welche dem Verfolgten zur Last gelegt werden (Angabe der Menge der hergestellten und verkauften Betäubungsmittel, Angabe der Rollenverteilung zwischen den verschiedenen verdächtigen Personen) " (angefochtener Entscheid, S. 6 f. E. 4.4). 3.1.2.4. Weiter erwägt das Bundesstrafgericht, schon die Informationen im Auslieferungsersuchen und in dessen Beilagen seien hinreichend deutlich gewesen, um das dem Beschwerdeführer zur Last gelegte Verhalten - namentlich die angebliche Installation eines Labors zur Herstellung von Rauschgift - als Widerhandlung im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG (im Lichte der Auslieferungsvoraussetzung der beidseitigen Strafbarkeit) anzusehen. Weitere Präzisierungen, wie sie das BJ am 8. April 2015 bei der ersuchenden Behörde erbeten habe, seien "dazu eigentlich gar nicht nötig gewesen". Was der Beschwerdeführer im Verfahren vor dem Bundesstrafgericht vorgebracht habe, erschöpfe sich weitgehend in anderslautenden eigenen Darstellungen des Sachverhalts, mit welchen er im Auslieferungsverfahren nicht zu hören sei. Dies betreffe besonders seine Ausführungen, wonach er keinen Drogenhanf angebaut habe, sondern lediglich (für die Drogenherstellung angeblich untauglichen) "Industrie- und Nutzhanf" mit tiefem THC-Gehalt als Rohstoff "für den Pharmabereich". Er übergehe dabei insbesondere die Tatsache, dass er gemäss der Sachdarstellung des Ersuchens eine spezialisierte, labortechnisch ausgerüstete Anlage eingerichtet habe, welche der Entwicklung und Herstellung von Drogenhanf gedient habe (vgl. angefochtener Entscheid, S. 7 E. 4.6).