Citation: 5A_595/2016 E. 2.2

2.2. Das Obergericht hat die Anordnung einer Beistandschaft gestützt auf Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB bestätigt und zur Begründung im Wesentlichen erwogen, aus den Akten ergebe sich, dass die Entwicklung des Sohnes der Parteien gefährdet sei, was denn auch vom Beschwerdeführer zu Recht nicht infrage gestellt werde. Das Kind weise Entwicklungsdefizite im schulischen, persönlichen und sozialen Bereich auf. Bei ihm seien im einzelnen eine Störung des Sozialverhaltens, eine auffallend expressive Sprache (gebrochenes Schriftdeutsch) bei kursorisch normalem Sprachverständnis und vor allem ein motorischer Entwicklungsrückstand diagnostiziert worden. Der Ursprung dieser Problematik werde von der behandelnden Kinderärztin als erzieherischer Natur eingestuft. Das Kind weise daher einen akuten Förderungsbedarf auf; der Beschwerdeführer räume selbst ein, dass das Familienkonstrukt Hilfe benötige und insbesondere die Beschwerdegegnerin in der Alltagsgestaltung auf Hilfe angewiesen sei. Die Eltern hätten bis anhin keine notwendigen Massnahmen getroffen, um dem Förderungsbedarf des Kindes zu entsprechen.