Citation: 6B_372/2018 E. 2.3.2

2.3.2. Gestützt auf die umfassende Rechtsetzungskompetenz des Bundes im Bereich des Strassenverkehrs gemäss Art. 82 Abs. 1 BV ist das Strassenverkehrsgesetz (SVG; SR 741.01) massgebend. Die gesetzlichen Grundlagen für eine Geschwindigkeitskontrolle mit einem stationären Radargerät sind gestützt darauf in verschiedenen Bestimmungen in der Strassenverkehrskontrollverordnung (SKV; SR 741.013), in der Verordnung des ASTRA hierzu (VSKV-ASTRA; SR 741.013.1) sowie in der Messmittelverordnung (MessMV; SR 941.210) enthalten. Nach der Regelung in Art. 106 Abs. 2 SVG obliegt der Vollzug der Strassengesetzgebung den Kantonen, die Kontrolle des Verkehrs auf öffentlichen Strassen namentlich der nach kantonalem Recht zuständigen Polizei (Art. 3 Abs. 1 Satz 1 SKV). Diese hat bei den insbesondere der Vermeidung von Widerhandlungen dienenden Geschwindigkeitskontrollen nach Möglichkeit technische Hilfsmittel einzusetzen (Art. 3 Abs. 2 und Art. 9 Abs. 1 SKV), darunter auch stationäre Messsysteme, welche autonom betrieben werden (Art. 6 lit. b VSKV-ASTRA). Nach dem Polizeigesetz des Kantons Bern vom 8. Juni 1997 (PolG/BE; BSG 551.1) treffen die Polizeiorgane des Kantons und der Gemeinden Massnahmen, um konkrete Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung sowie für die Umwelt abzuwehren und eingetretene Störungen zu beseitigen (Art. 1 Abs. 1 lit. a PolG/BE). Die Verkehrspolizei erfüllt dabei Aufgaben im Rahmen der Überwachung, Regelung und kurzfristigen Signalisation des Strassenverkehrs (Art. 4 PolG/BE).