Citation: 4C.284/2006 07.11.2006 E. 1

Das Handelsgericht des Kantons St. Gallen prüfte unter verschiedenen Aspekten, ob die Beklagte den mit dem Baukonsortium abgeschlossenen Vertrag für Bauingenieurleistungen verletzt hat. Dass die Beklagte die Unternehmervariante fachlich nicht überprüfte und bezüglich der Baugrubensicherung keine Bauleitung vornahm, sah es nicht als Vertragsverletzung an. Eine solche bejahte es hingegen mit Bezug auf die Unterlassung weiterer Baugrunduntersuchungen. Dennoch verneinte es eine Haftung der Beklagten, weil es den Kausalzusammenhang zwischen dieser Vertragsverletzung und dem Schaden nicht als gegeben ansah. Die Frage, ob das Projekt der Beklagten den Regeln der Baukunde nicht genügt und die Beklagte insofern den Vertrag verletzt hat, liess das Handelsgericht offen. Die Klägerin wirft dem Handelsgericht vor, in verschiedener Hinsicht Bundesrecht verletzt zu haben, indem es die Schadenersatzpflicht der Beklagten verneinte.