Citation: I 354/06 19.01.2007 E. 6

6.1 Die Ärzte der MEDAS stützten ihre Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in zeitlicher Hinsicht und in Bezug auf das Ausmass der gesundheitlich bedingten funktionellen Leistungseinbusse als Lagerist/Rüster bis zum 6. Juli 2000 im Wesentlichen auf die Berichte des Spitals Y.________, Rheumaklinik, wo der Beschwerdeführer im Zeitraum Februar 1999 bis März 2000 mehrmals untersucht und behandelt worden war. Dies wird zu Recht im Grundsatz nicht beanstandet (vgl. auch Alfred Maurer, Recht und Praxis, Bern 1963, S. 227 Fn 42). Ebenfalls wird nicht geltend gemacht, die MEDAS habe in zeitlicher Hinsicht allenfalls entscheidwesentliche ärztliche Berichte unberücksichtigt gelassen. Der Einwand, die Ärzte der Abklärungsstelle hätten keine Anamnese erhoben und seien daher über die damaligen Beschwerden sowie die Art der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Lagerist/Rüster nicht genau im Bild gewesen, ist insofern nicht zu hören, als der Versicherte selber eine erneute Begutachtung als nicht notwendig erachtete, weshalb die IV-Stelle davon absah. 6.2 Hingegen wird in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgebracht, die Berichte der Rheumaklinik seien zu wenig klar und schlüssig, als dass darauf abgestellt werden könnte. Insbesondere ergebe sich daraus nicht deutlich, dass sich deren Ärzte einlässlich damit auseinandergesetzt hätten, mit welchen Belastungen die fragliche Tätigkeit verbunden gewesen sei. Jedenfalls könne daraus nicht geschlossen werden, im Zeitraum vom 1. Mai 1999 bis 6. Juli 2000 habe abgesehen von November 1999 Beschwerdefreiheit bestanden. Der Versicherte sei höchstens unmittelbar im Anschluss an die jeweilige Behandlung einigermassen beschwerdefrei gewesen. Beleg hiefür sei u.a., dass es bei einer Arbeitsaufnahme jeweils umgehend zu einer starken Zunahme der Schmerzsymptomatik gekommen sei. 6.3 Diese Vorbringen sind im folgenden Sinne nicht stichhaltig. Vorab wird zu Recht nicht geltend gemacht, die medizinischen Akten liessen den rechtsgenüglichen Schluss auf eine ohne wesentliche Unterbrechung andauernde Arbeitsunfähigkeit als Lagerist/Rüster von mindestens 20 % seit April 1999 bis Anfang Juli 2000 resp. bis Ende Oktober 1999 zu, was für die Eröffnung der Wartezeit im Oktober 1998 genügte (Urteil vom 26. März 2004 Erw. 3.3.2). Folgerichtig werden lediglich ergänzende Sachverhaltsabklärungen durch das kantonale Gericht beantragt. Von weiteren Erhebungen sind jedoch keine verwertbaren neuen Erkenntnisse zu erwarten. Dies betrifft insbesondere die Befragung des Versicherten zu den in der fraglichen Zeit tatsächlich bestandenen Beschwerden. Dazu konnte er sich im Rahmen der ambulanten Untersuche und Behandlung in der Rheumaklinik äussern. Wenn und soweit sodann den Ärzten der MEDAS nicht bekannt gewesen sein sollte, mit welchen Belastungen im Einzelnen die Tätigkeit als Lagerist/Rüster verbunden war, ist dies nicht von entscheidender Bedeutung. Es ist nicht anzunehmen, dass die Ärzte der Rheumaklinik den Versicherten nicht nach der Art dieser Arbeit gefragt und daher nur ungenügend Kenntnis vom Belastungsprofil hatten. Im Zeugnis vom 8. April 1999 wurde ausdrücklich Bezug auf die Tätigkeit als Lagerist genommen und die Arbeit als zumutbar bezeichnet, sofern keine repetitiven Arbeitsgänge zu erledigen und keine Lasten über 15 kg zu heben seien. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass der Versicherte selber sich im Rahmen der Begutachtung durch die MEDAS vom 26./27. Februar 2002 unterschiedlich zur Belastung bei der Tätigkeit als Lagerist/Rüster geäussert hatte. Bei der rheumatologischen Untersuchung gab er an, er sei mit der Materialbereitstellung mit Heben von Gewichten bis 12 kg aus Regalen beschäftigt gewesen. Gegenüber dem neurologischen Gutachter gab er an, er habe repetitiv Gewichte von maximal 20 kg heben und herumtragen müssen. Der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch die Ärzte der Rheumaklinik, insbesondere im Zeugnis vom 8. April 1999 sowie in den Berichten vom 7. September 1999, 19. Oktober 1999 und vom 1. März 2000 an den Hausarzt Dr. med. M.________ und an Dr. med. S.________, kann somit nicht jeglicher Beweiswert abgesprochen werden. Diese medizinischen Unterlagen verbieten nach zutreffender Feststellung des kantonalen Gerichts den Schluss auf eine im Zeitraum April 1999 bis Juni 2000 ununterbrochene erhebliche Arbeitsunfähigkeit im zuletzt ausgeübten Beruf als Lagerist/Rüster im Sinne von alt Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG und Art. 29ter IVV. Dies gilt auch in Bezug auf die kryptogene Epilepsie. Der Beschwerdeführer arbeitete vom 22. Mai bis 2. Juni 2000 in der Bäckerei-Konditorei Z.________ und danach bis 23. Juni 2000 in der Werkstatt W.________. Es wird nicht geltend gemacht, dass es während dieser Zeit epilepsiebedingt zu Arbeitsausfällen gekommen war oder deswegen diese Tätigkeiten aufgegeben werden mussten. Das Cervikalsyndrom und die depressive Störung leichten bis maximal mittelschweren Grades sind unbestrittenermassen erst nach dem 6. Juli 2000 für die Arbeitsfähigkeit von Bedeutung. Der angefochtene Entscheid ist somit rechtens.