Citation: 5A_873/2023 E. C

Mit prozessleitender Verfügung vom 8. Juni 2018 sistierte das Regionalgericht das Hauptverfahren bis zum Vorliegen eines vollstreckbaren Entscheides im Massnahmeverfahren, weil das betreffende Berufungsverfahren Auswirkungen auf die (vom Vater generell bestrittene) Zuständigkeit im Hauptverfahren haben könnte. Am 19. Dezember 2018 wies das Kantonsgericht Graubünden die Berufung betreffend vorsorgliche Obhutszuteilung ab und das Bundesgericht trat auf eine dagegen erhobene Beschwerde nicht ein (Urteil 5A_191/2019 vom 26. Juli 2019). Auf strafrechtlicher Ebene wurde die Mutter mit regionalgerichtlichem Urteil vom 26. Februar 2019 wegen qualifizierter Entführung sowie Entziehens von Minderjährigen zu 42 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Das Kantonsgericht sprach mit Urteil vom 16. August 2021 eine teilbedingte Freiheitsstrafe von 27 Monaten, wovon 10 vollziehbar, sowie eine bedingte Geldstrafe von 320 Tagessätzen und eine Verbindungsbusse von Fr. 10'000.-- aus, was das Bundesgericht mit Urteil 6B_784/2022 vom 5. Oktober 2022 schützte. Im Zuge eines Wechsels der Verfahrensleitung im Hauptverfahren (Abänderung des Scheidungsurteils) wurde die Sistierung mit Verfügung vom 9. März 2023 aufgehoben mit der Begründung, sämtliche konnexen Verfahren seien mittlerweile entschieden. Gleichzeitig wurde den Parteien die Durchführung einer Einigungsverhandlung angekündigt. Gegen die Verfügung vom 9. März 2023 gelangte der Vater an das Kantonsgericht mit dem Anliegen, auf die Abänderungsbegehren der Mutter vom 15. August 2017 sei mangels örtlicher und sachlicher Zuständigkeit des Regionalgerichtes Imboden und zufolge Erreichen der Volljährigkeit des Kindes nicht einzutreten. Mit Entscheid vom 10. Oktober 2023 trat das Kantonsgericht auf die Beschwerde nicht ein.