Citation: U 471/05 15.03.2006 E. 2

Die SUVA ist bei der Ermittlung des Invalideneinkommens vom durchschnittlichen monatlichen Bruttolohn («Total») von Männer für einfache und repetitive Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) im privaten Sektor von Fr. 4268.- ausgegangen (LSE 98 S. 25 TA1). Umgerechnet auf die betriebsübliche Arbeitszeit von 41,9 Wochenstunden ergab sich ein hypothetischer Jahreslohn von rund Fr. 53'650.- (12 x Fr. 4268.- x 41,9/40). Diese Summe reduzierte der Unfallversicherer in Anwendung von BGE 126 V 75 um 25 %, weil gemäss dem ophthalmologischen Gutachten vom 4. Dezember 2003 auch bei Arbeiten, die wenig Ansprüche an die Stereopsis stellten, vermehrte Pausen oder eine kürzere Tagesarbeitszeit nötig seien. Dies führe zu einer geschätzten Reduktion der Leistungsfähigkeit von rund 25 %. Daraus resultierte ein trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise erzielbares Einkommen von Fr. 40'237.-. Bei einem Valideneinkommen von Fr. 54'990.- ergab sich ein Invaliditätsgrad von gerundet 27 % (Einspracheentscheid vom 29. November 2004). Das kantonale Gericht hat die Invaliditätsbemessung der SUVA in allen Teilen bestätigt. Insbesondere hat es die Vorinstanz abgelehnt, beim Invalideneinkommen vom durchschnittlichen monatlichen Bruttolohn von Männern für einfache und repetitive Tätigkeiten im Bereich «Gartenbau» von Fr. 3351.- auszugehen.