Citation: 2C_354/2018 E. A

A.a. Die A.A.________ Ltd. (nachfolgend: A.________ oder Muttergesellschaft) wurde am 25. Februar 2003 in X.________/Irland gegründet. Sie wurde am 5. August 2003 von der A.B.________ Ltd. in Dublin (nachfolgend: A.B.________ oder Grossmuttergesellschaft) übernommen. Die A.________ besorgt die Marken- und Patentverwaltung sowie die Führung der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit des A.________-Konzerns, dem weltweit grössten Hersteller von Kaffeemaschinen. Die für das vorliegende Verfahren relevanten Gruppengesellschaften des A.________-Konzerns sind in Italien, den Niederlanden und Irland ansässig. Per 25. September 2007 wurde der Konzern von einem Private Equity-Fonds gehalten. Per 2009 wurde der A.________-Konzern Teil des Elektrokonzerns D.________, dessen Konzernobergesellschaft in den Niederlanden ansässig ist. A.b. Die E.________ BV mit Sitz in den Niederlanden (nachfolgend: E.________ oder Schwestergesellschaft) gehörte ebenfalls zum A.________-Konzern. Sie wurde seit 1999 direkt von der A.C.________ S.p.A. mit Sitz in Italien (nachfolgend: A.C.________ oder Urgrossmuttergesellschaft) gehalten. Seit 1999 verfügte E.________ über diverse Patente und war Anteilseignerin der F.________ AG mit Sitz in Zürich (nachfolgend: F.________ oder Tochtergesellschaft). Die F.________ schüttete in den Jahren 1999 bis 2003 diverse Dividenden aus, für welche die E.________ jeweils gestützt auf das damals geltende Abkommen vom 12. November 1951 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Königreich der Niederlande zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen (aDBA CH-NL; AS 1952 179) um vollständige Rückerstattung der Verrechnungssteuer ersuchte. Die Eidgenössische Steuerverwaltung (nachfolgend: ESTV) erstattete der E.________ jedoch lediglich 20%, sodass eine Sockelbelastung von 15% verblieb. Die ESTV begründete dies damit, dass die E.________ die schweizerische Beteiligung ohne wirtschaftlich motivierte Verbindung von einer Gesellschaft in den niederländischen Antillen erworben hätte. In den Jahren 2004 bis 2007 schüttete die F.________ keine Dividenden aus. A.c. Im September 2005 erwarb die A.________ von der E.________ die gesamten Immaterialgüterrechte - namentlich zahlreiche Patente und Marken - sowie die aufgelaufenen Forschungs- und Entwicklungskosten. Den Erwerbspreis finanzierte A.________ mit einem Darlehen, das ihr die A.B.________ gegeben hatte. Seit Anfang 2006 ist die A.________ Alleinaktionärin der F.________. Sie erwarb diese Beteiligung ebenfalls von der E.________ und finanzierte den Kaufpreis (rund EUR 11.5 Mio.) wiederum durch Mittel, die ihr die A.B.________ lieh. Die Schulden der A.________ gegenüber der A.B.________ für den Erwerb der Immaterialgüter und die Beteiligung an der F.________ beliefen sich auf insgesamt rund EUR 23 Mio. Die A.B.________ wurde ihrerseits weitgehend durch Darlehen der A.C.________ finanziert. Ausserdem bestand ein Schuldverhältnis zwischen der F.________ und der A.B.________ über ca. EUR 9 Mio. Die Beteiligungs- und Schuldverhältnisse lassen sich wie folgt grafisch darstellen: A.d. Die F.________ beschloss am 25. Juni 2007 eine Dividende in der Höhe von Fr. 14 Mio. mit Fälligkeit per 25. September 2007. Am 24. November 2008 erhielt die ESTV ein undatiertes Formular 823C (Grundgesuch für das internationale Meldeverfahren). Diesem Grundgesuch lag ein auf den 25. September 2008 datiertes Formular 108 sowie ein undatiertes Formular 103 bei. Die ESTV lehnte das Meldeverfahren ab, welcher Entscheid vom Bundesgericht mit Urteil 2C_756/2010 vom 19. Januar 2011 letztinstanzlich bestätigt wurde. Am 7. März 2011 entrichtete F.________ die auf der streitbetroffenen Dividende geschuldete Verrechnungssteuer von Fr. 4'900'000.-- zuzüglich Verzugszinsen.