Citation: 2C_911/2022 E. 1.4.3

1.4.3. Anders als das Büro der Konkordatskonferenz in seiner Vernehmlassung vom 13. Dezember 2022 annimmt, handelt es sich bei diesen Vorbringen nicht um unzulässige neue Begehren nach Art. 99 Abs. 2 BGG, sondern um neue Elemente der rechtlichen Begründung. Solche sind im Rahmen des Streitgegenstands grundsätzlich zulässig (BGE 136 V 362 E. 4.1; Urteil 8C_652/2020 vom 5. Februar 2021 E. 5.2.1). Im Bereich der verfassungsmässigen Rechte, für die das Rügeprinzip nach Art. 106 Abs. 2 BGG gilt, ist eine neue rechtliche Begründung vor Bundesgericht zulässig, soweit sie nicht die Verletzung von Verfahrensrechten betrifft, die der Beschwerdeführer vor der Vorinstanz bereits hätte rügen können und nach Treu und Glauben hätte rügen müssen (BGE 142 I 155 E. 4.4.6; Urteil 2C_509/2023 vom 4. Dezember 2023 E. 4.1.1). Die hier vorgebrachten Rügen betreffen die Frage, ob die Rekurskommission eine zulässige Vorinstanz des Bundesgerichts ist oder ob der angefochtene Entscheid vor dem Weiterzug an das Bundesgericht noch bei einer anderen Instanz hätte angefochten werden müssen. Dem Beschwerdeführer wurde erst mit der Rechtsmittelbelehrung des vorinstanzlichen Entscheids mitgeteilt, dass die Rekurskommission als unmittelbare Vorinstanz des Bundesgerichts entschieden hatte. Er war somit nach Treu und Glauben nicht gehalten, die Rügen bereits vor der Eröffnung des vorinstanzlichen Entscheids zu erheben. Sie sind folglich zu behandeln.