Citation: 1C_514/2020 E. B

Am 3. Februar 2017 stellten die Eigentümer das Begehren, über die Schutzwürdigkeit und allfällige Schutzmassnahmen ihres Wohnhauses einen Entscheid zu treffen, da sie beabsichtigten, es abzubrechen und das Grundstück neu zu überbauen. Das daraufhin von der Gemeinde eingeholte Gutachten der Denkmalpflegekommission des Kantons Zürich (KDK) vom 4. Juli 2017 kam zum Ergebnis, das Wohnhaus der Eigentümer sei als Schutzobjekt von überkommunaler Bedeutung einzustufen, wobei der Schutzumfang das Gebäudeäussere und -innere mit der Gebäudestruktur, der Disposition der Räume in den Trakten und den bauzeitlichen Materialien des Innenausbaus umfassen soll. Zur Begründung führte die KDK namentlich aus, das Haus sei aufgrund der Holzbauweise und Holzverkleidung, aber auch aufgrund der generellen Einfachheit des architektonischen Ausdrucks und der Raffinesse der Details ein wertvoller und authentisch erhaltener Bauzeuge der Architektur der 1980er Jahre; zwei Referenten der KDK hätten am 12. Mai 2017 unter Führung des Hausbesitzers einen Augenschein durchgeführt, wobei auch energetische Schwachpunkte des Hauses angesprochen worden seien (S. 1); der im Gutachten angeführte Schutzumfang soll einer zusätzlichen Wärmedämmung des Hauses nicht im Weg stehen (S. 6). In der Folge liessen die Eigentümer die Luftdichtheit ihres Hauses durch die D.________ AG messen, die gemäss ihrem Bericht vom 4. Dezember 2017 Luftundichtheiten bei den Material- und Bauteilübergängen in der gesamten Baute feststellte. Gestützt auf diese Messungen kam die E.________ AG in ihrem Bericht vom 20. Dezember 2017 zum Ergebnis, ein Hauptgrund für den hohen Heizölverbrauch liege in der mangelhaften Luftdichtheit des Gebäudes, die bei kalter Witterung zu Zuglufterscheinungen führe. Im Auftrag der Baudirektion des Kantons Zürich (nachstehend: Baudirektion) erstellte die F.________ AG zur bauphysikalischen Beurteilung des Hauses am 1. Juni 2018 ein Gutachten, das zur energetischen Verbesserung Sanierungsmassnahmen vorschlug, die alle innerhalb des Gebäudes ausgeführt werden können. Mit Eingabe vom 22. August 2019 reichten die Eigentümer der Baudirektion eine Sanierungsstudie der G.________ AG vom 17. August 2018 ein, die davon ausging, das Haus könne unter Berücksichtigung des Gutachtens der KDK bezüglich der Energieeffizienz und Radonbelastung einer Sanierung von aussen unterzogen werden, während der das Haus bewohnbar bleibe. Die erste Kostenschätzung mit einer Gesamtsumme von Fr. 960'000.-- sei hoch, weshalb die zweite Kostenschätzung mit einer reduzierten Summe von 785'000.-- mögliche Einsparungen aufzeige (S. 8). Mit Verfügung Nr. 1101/2018 vom 26. November 2018 stellte die Baudirektion das Wohnhaus der Eigentümer wie folgt unter Schutz: " Gebäudeäusseres - zu erhalten sind: - d ie Fassaden mit ihrer Gliederung (...) samt der Tür- und Fensteröffnungen, den Tür- und Fenstereinfassungen, die Teilung der Fenster, die Schiebeläden und die Rollläden - die Freitreppen zum Hauseingang und zum Eingang Atelier - die mit Welleternit eingedeckten Dachflächen samt den Dachvorsprüngen, Dachuntersichten, die Oberlichter über dem Atrium und dem Korridor In Absprache mit der kantonalen Denkmalpflege sind dachseitig über den Oberlichtern bei Atrium und Korridor Verschattungsvorrichtungen denkbar. Gebäudeinneres - z u erhalten sind : - d ie tragende Primärkonstruktion bestehend aus den tragenden Wänden, Decken und Dachkonstruktion - die Grundrissstruktur mit der Disposition der Räume in den Trakten - die Schrankwand zwischen den beiden Hausteilen Umgebung - zuerhalten s ind : - d ie strassenseitige Stützmauer mit Geländer - die Treppenanlage von der Strasse bis zum Gebäude In Absprache mit der kantonalen Denkmalpflege k ann auf dem Grundstück Kat.-Nr. 4295ergänzend zum Schutzobjekt ein Neubau gemäss der Variante "Solitär" der Bebauungsstudie von H.________ vom 12. Februar 2018 erstellt werden." Zur Begründung führte die Baudirektion namentlich aus, ergänzend zu dem von der KDK vorgeschlagenen Schutzumfang, der sich auf das Gebäudeäussere und -innere beschränke, solle aus Sicht der kantonalen Denkmalpflege der Schutzumfang auch die projektbestimmenden Elemente der Umgebungsgestaltung, namentlich die strassenseitige Stützmauer mit Geländer und die Treppenanlage von der Strasse zum Gebäude sowie Freitreppen zu den Hauseingängen umfassen (S. 4). Die bauphysikalische Beurteilung der F.________ AG vom 1. Juni 2018 gehe davon aus, dass die ausgewiesenen U-Werte (damals k-Werte) erfüllt seien und die Wärmedämmung im Zeitpunkt der Erstellung sogar vorzüglich gewesen sei. Sie sehe Möglichkeiten zur Erhöhung der Behaglichkeit und Reduktion des Heizölverbrauchs hauptsächlich bei der Verbesserung der Luftdichtigkeit, der Verbesserung der Dämmung im Dach und beim Ersatz von einzelnen Bauteilen. Die Eigentümer fochten die Unterschutzstellungsverfügung der Baudirektion mit Rekurs an, den das Baurekursgericht des Kantons Zürich nach der Durchführung eines Augenscheins mit Entscheid vom 18. Juni 2019 abwies. Die dagegen eingereichte Beschwerde der Eigentümer wies das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich mit Urteil vom 25. Juni 2020 ab.