Citation: I 330/03 13.08.2003 E. 2

Streitig ist der Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung und in diesem Rahmen insbesondere die Frage der Arbeitsfähigkeit. 2.1 Das kantonale Gericht stellt auf die Einschätzungen der Klinik B.________ sowie des SUVA-Arztes Dr. med. C.________ ab und geht davon aus, dass ab Oktober 2001 wiederum eine vollständige Arbeitsfähigkeit vorliege. Der Beschwerdeführer ist demgegenüber der Auffassung, dass er allein schon aus psychischen Gründen vollständig arbeitsunfähig sei, aber auch aus orthopädischer Sicht nicht arbeiten könne; im Weiteren sei der Sachverhalt nur ungenügend abgeklärt worden, da nur das Knieleiden berücksichtigt worden sei. Jedenfalls sei im Herbst/Winter 2001 keine Besserung des Gesundheitszustandes eingetreten, die eine Befristung der Rente erlaube. 2.2 Der SUVA-Arzt Dr. med. C.________ geht in seinem Bericht vom 3. Oktober 2001 klarerweise von einer ganztägig zumutbaren Arbeitsfähigkeit aus, wobei zwar gewisse Einschränkungen bezüglich des linken Knies bestehen (keine Lasten von über ca. 25 kg tragen oder heben, keine ständigen Arbeiten auf Leitern, kein ständiges Steigen auf Gerüste oder Maschinen sowie keine Kniezwangsstellungen), welche sich jedoch am angestammten Arbeitsplatz nicht auswirken. Der Bericht des SUVA-Arztes ist - insbesondere auch im Zusammenhang mit den Berichten der Klinik B.________ vom 12. Dezember 2000, vom 10. Juli 2001 (mit psychosomatischem Konsilium vom 24. Mai 2001) sowie vom 4. September 2001 - für die streitigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden, ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden und leuchtet in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation ein; zudem sind die Schlussfolgerungen begründet (BGE 125 V 352 Erw. 3a). Die im erst- und letztinstanzlichen Verfahren aufgelegten Arztberichte und -zeugnisse sind weder geeignet, zu einer anderen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zu führen, noch vermögen sie Zweifel an der Zuverlässigkeit der Ausführungen des SUVA-Arztes Dr. med. C.________ vom 3. Oktober 2001 zu wecken (vgl. BGE 125 V 353 Erw. 3b/ee): - Die zwei Zeugnisse des Dr. med. V.________ vom 30. November 2001 und vom 15. Februar 2002 sind nicht begründet und vermögen daher nichts an der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch den SUVA-Arzt Dr. med. C.________ zu ändern. - Die im letztinstanzlichen Verfahren eingereichten Berichte der Klinik S.________ vom 8. Juli und 4. Dezember 2002, des Spitals T.________ vom 24. Oktober 2002 und des Dr. med. V.________ vom 17. Juli 2002 betreffen einen Zeitpunkt nach dem - Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis bildenden (BGE 121 V 366 E 1b) - Zeitraum bis Verfügungserlass (hier Februar 2002), so dass allein schon aus diesem Grund nicht darauf abgestellt werden kann. - Der Bericht des Dr. med. V.________ vom 11. Dezember 2001 geht von einem mittel- bis schwerwiegenden posttraumatischen Dauerschaden am Kniegelenk aus und berichtet über subjektive Beschwerden des Versicherten sowie über eine posttraumatische Gonarthrose, so dass an "eine Arbeitsfähigkeit ... nicht im Entferntesten zu denken" sei. Bei diesem - nur sehr knapp begründeten - Bericht handelt sich jedoch nur um eine andere Würdigung der vorliegenden gleichen Befunde, wobei nicht ausgeführt wird, weshalb die überzeugenden Einschätzungen des SUVA-Arztes Dr. med. C.________ und der Klinik B.________ nicht zutreffen sollten. Die von Dr. med. V.________ erwähnte Gonarthrose wird im Übrigen weder von der Klinik B.________ noch vom SUVA-Arzt Dr. med. C.________ erwähnt, obwohl sie das Knie gründlich untersucht haben, was auch die Auswertung von Abklärungen durch Röntgen und MRI umfasst, weshalb in dieser Hinsicht ebenfalls bloss eine andere Einschätzung des gleichen Sachverhaltes vorliegt; dies wird auch durch die im letztinstanzlichen Verfahren aufgelegten Arztberichte neueren Datums bestätigt, welche allesamt keine Gonarthrose erwähnen, was insbesondere auch auf den Bericht des Dr. med. V.________ vom 17. Juli 2002 sowie die Indikation für die Szintigraphie vom 23. Oktober 2002 im Spital T.________ zutrifft. - Im Bericht des Dr. med. X.________ vom 26. Oktober 2001 findet sich einzig eine Anamnese, nicht jedoch eine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit, so dass auch diese Aussagen nicht gegen die Auffassung des SUVA-Arztes Dr. med. C.________ sprechen. 2.3 Die vom Beschwerdeführer im Weiteren geltend gemachten psychischen Beschwerden finden keinerlei Stütze in den diversen vorliegenden Arztberichten; insbesondere verneint das psychosomatische Konsilium der Klinik B.________ vom 24. Mai 2001 auch nur das Bestehen von Hinweisen auf eine psychische Störung mit Krankheitswert. Die vom Psychiater Dr. med. Y.________ bloss telefonisch gegenüber dem Rechtsvertreter des Versicherten geäusserte Auffassung einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit betrifft einen Zeitpunkt nach dem praxisgemäss (BGE 121 V 366 Erw. 1b) massgebenden Zeitraum bis zum Verfügungserlass im Februar 2002, so dass der Beschwerdeführer schon aus diesem Grund daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten kann. 2.4 Schliesslich hilft dem Versicherten auch der Hinweis auf den behaupteten Autounfall vom 25. Juli 2001 nichts, denn dieser hätte bereits vor den Untersuchungen durch den SUVA-Arzt Dr. med. C.________ vom 13. August und 3. Oktober 2001 stattgefunden, ohne dass der Versicherte darüber berichtet oder der Arzt entsprechende Verletzungen festgestellt hätte. 2.5 Damit ist auf die Einschätzung des SUVA-Arztes Dr. med. C.________ abzustellen - dem im Übrigen auch das geklagte, in der Klinik B.________ abgeklärte Urintröpfeln bekannt gewesen ist und welches er offensichtlich als ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit erachtet hat - und spätestens ab Oktober 2001 von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit auszugehen; weitere Abklärungen sind nicht notwendig, die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragte polydisziplinäre Untersuchung ist im Übrigen bereits während des Aufenthalts in der Klinik B.________ im Mai 2001 erfolgt. Da somit ab Oktober 2001 keine Invalidität im Sinne des Art. 4 IVG mehr vorliegt, ist die Invalidenrente zu Recht befristet worden (Art. 88a Abs. 1 IVV; vgl. BGE 106 V 16 Erw. 3a).