Citation: 1B_201/2009 26.08.2009 E. B

Am 28. Mai 2009 ordnete die stellvertretende Vorsitzende der strafrechtlichen Abteilung des Obergerichts, Oberrichterin A. Frei-Föhn, die Verhaftung von X.________ zwecks Sicherung des Strafvollzugs wegen Fluchtgefahr an. Am 2. Juni 2009 nahm die stellvertretende Vorsitzende der strafrechtlichen Abteilung X.________ in Abwesenheit des amtlichen Verteidigers ein. Gleichentags erliess die stellvertretende Vorsitzende die Haftverfügung. Danach wurde X.________ in Sicherheitshaft versetzt. Am 8. Juni 2009 ersuchte X.________ um Haftentlassung. Sie ergänzte ihr Begehren am 10. Juni 2009. Im Wesentlichen bestritt sie - unter Verweis auf den Umstand, dass sie bisher in Freiheit gewesen war - die Fluchtgefahr. Weiter ersuchte sie um Durchführung einer mündlichen Verhandlung sowie um Einsicht in die Haftakten. Mit Entscheid vom 16. Juni 2009 wies das Präsidium der strafrechtlichen Abteilung des Obergerichts, Oberrichterin E. Imholz-Rölli, das Gesuch um Zustellung der Akten ab. Die Oberrichterin erachtete in Anbetracht des Beschleunigungsgebots und einer antizipierten Beweiswürdigung eine mündliche Verhandlung als nicht erforderlich. In der Sache bejahte die Oberrichterin Fluchtgefahr und ordnete die Fortdauer der Sicherheitshaft an.