Citation: 8C_527/2022 E. A

Der 1985 geborene A.________ war seit dem 8. Oktober 2018 bei der B.________ SA angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch gegen Unfallfolgen versichert. Mit Unfallmeldung vom 22. Juni 2020 gab die Arbeitgeberin an, A.________ sei am 1. Mai 2020 von der Hebebühne eines Lastwagens heruntergefallen und habe sich dabei eine Verletzung an der linken Schulter zugezogen. Am 15. Juni 2020 konsultierte der Verunfallte PD Dr. med. C.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, der unter Hinweis auf ein Arthro-MRI der linken Schulter vom Dezember 2019 ein grosses spinoglenoidales Ganglion diagnostizierte, und zwar mit Irritation oder Kompression des Nervus suprascapularis bei Status nach Sturz am 22. Mai 2018 mit posterosuperiorem Labrum-, allenfalls SLAP-Läsion der Schulter links. Am 13. August 2020 führte PD Dr. med. C.________ an der linken Schulter eine Arthroskopie mit Eröffnen des Ganglions und Refixation des Labrums durch. Der Kreisarzt Dr. med. D.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, nahm am 9. November 2020 zuhanden der Suva eine medizinische Einschätzung zur Unfallkausalität vor. Mit Schreiben vom 17. Dezember 2020 anerkannte die Suva ihre Leistungspflicht, widerrief diese aber mit Verfügung vom 18. Dezember 2020 mit der Begründung, dass zwischen dem Ereignis vom 1. Mai 2020 und den Schulterbeschwerden kein sicherer oder wahrscheinlicher Kausalzusammenhang bestehe. Auf eine Rückforderung der bis zum 12. August 2020 erbrachten Leistungen werde verzichtet. Daran hielt die Suva nach Einholung einer weiteren Einschätzung des Dr. med. D.________ vom 22. März 2021 mit Einspracheentscheid vom 24. Juni 2021 fest.