Citation: 2C_93/2022 E. 5.2.1

5.2.1. Das private Interesse des Beschwerdeführers ergibt sich in erster Linie aus seiner langen Aufenthaltsdauer von 30 Jahren und dem Umstand, dass seine nächsten Familienangehörigen (Mutter und Geschwister) in der Schweiz leben. Zu diesen unterhält er ein gutes Verhältnis. Dabei ist aber nicht zu verkennen, dass die entsprechenden Beziehungen nicht geeignet waren, ihn von seiner Straffälligkeit abzuhalten oder früher zur Erkenntnis seiner Behandlungsbedürftigkeit zu führen. Die Vorinstanz ging davon aus, dass die wirtschaftliche Integration des Beschwerdeführers gescheitert sei, auch wenn diese ab Zeitpunkt des Ausbruchs seiner psychischen Erkrankung nicht als überwiegend selbstverschuldet gelten könne. Dasselbe gelte in einem erheblichen Umfang auch für seine gesellschaftliche Integration, habe doch die Krankheit zu seinem sozialen Rückzug beigetragen. Indessen habe der Beschwerdeführer bereits in früheren Jahren erhebliche Schulden angehäuft (Verlustscheine über Fr. 130'000.--). Mit zusätzlichem Blick auf die diversen strafrechtlichen Verstösse müsse seine Integration insgesamt deshalb dennoch als gescheitert bezeichnet werden. Daran vermöchten weder der Umstand seiner psychischen Erkrankung noch die Tatsache etwas zu ändern, dass er aufgrund seiner Migration im Jugendalter sprachlich in der Schweiz gut integriert sei. Der Beschwerdeführer legt - entgegen seiner Begründungspflicht - nicht dar, inwiefern die entsprechende Beweiswürdigung offensichtlich unhaltbar wäre; seine Darlegungen erschöpfen sich in einem pauschalen Hinweis auf seine psychische Erkrankung.