Citation: 8C_643/2018 E. 6.2.4

6.2.4. Was das Aktivitätsniveau anbetrifft, woraus die Allianz auf eine nach der ursprünglichen Rentenzusprache eingetretene anspruchserhebliche Verbesserung der unfallbedingten Einschränkungen schliesst, wendet der Beschwerdeführer ein, seine depressiven Störungen seien schon vor der ursprünglichen Rentenzusprache in intermittierenden Phasen aufgetreten. Laut ZMB-Gutachten leidet er nach wie vor unter depressiven Schüben. Insbesondere bestreitet der Versicherte, ein im Vergleich zur Zeit der ursprünglichen Rentenzusprache konstant erheblich aktiveres Leben führen zu können. Mit Blick auf das Motorrad-Hobby, das Interesse am Sport, den Besuch von Sport- und Kulturveranstaltungen sowie mehrwöchige Auslandferien und Vereinsaktivitäten schloss die Vorinstanz mit der Allianz auf eine Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes. Bereits im vorinstanzlichen Verfahren zeigte der Beschwerdeführer jedoch auf, dass es sich bei diesen Aktivitäten nur um punktuelle, hinsichtlich der Ausübung zeitlich frei bestimmbare, wenig beanspruchende Beschäftigungen handle. Daran hält er auch mit Vernehmlassung vom 30. April 2019 fest. Soweit die Allianz aus den anamnestischen Angaben des Versicherten anlässlich der ZMB-Begutachtung ableitete, nach 1998 sei eine erhebliche Steigerung der Aktivitäten auf ein konstant hohes Niveau eingetreten, welches einen Rentenanspruch ausschliesse, ist aus ihren Ausführungen mit Blick auf die Aktenlage nicht darauf zu schliessen. Insbesondere legt die Beschwerdegegnerin nicht dar und ist nicht ersichtlich, dass das Aktivitätsniveau vor der vergleichsweise erfolgten Rentenzusprache im Jahre 1998 anhaltend deutlich tiefer war.