Citation: I 610/03 02.02.2004 E. 3

Vorab ist die der Versicherten noch verbliebene Arbeitsfähigkeit im Erwerbsbereich zu ermitteln. 3.1 Gemäss Bericht der Frau Dr. med. D.________ vom 17. Januar 2000 litt die Beschwerdeführerin zu diesem Zeitpunkt in somatischer Hinsicht an einem chronisch rezidivierenden Lumbalsyndrom bei Osteochondrose L5/S1 mit Diskusprotrusion und minimaler Protrusion L4/5 sowie an einem Status nach Diskurshernie 1988 und war dadurch in ihrer Arbeitsfähigkeit erheblich eingeschränkt. Die Dres. med. M.________ und R.________ diagnostizierten in ihrem Gutachten vom 24. Januar 2001, gestützt auf eine Untersuchung vom 30. November 2000, ein chronisches lumbales Schmerzsyndrom ohne periphere sensomotorische Ausfälle bei Osteochondrose L5/S1 sowie Diskushernie L5/S1. Für schwere körperliche Arbeiten schätzten sie die Versicherte zu 100 % arbeitsunfähig ein, attestierten ihr indes für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten, die wechselnd sitzend und stehend zu verrichten seien, ein uneingeschränktes Leistungsvermögen. Darauf stellten Verwaltung und Vorinstanz mit Bezug auf das physische Beschwerdebild in der Folge ab. Fast zwei Jahre später - mit Bericht vom 18. November 2002 - erhob Frau Dr. med. F.________ die Diagnose eines chronischen lumboradikulären Reizsyndroms S1 beidseits bei massiver Osteochondrose mit Diskushernie L5/S1 und Osteochondrose mit Protrusion L4/5 sowie eines Carpaltunnelsyndroms beidseits. Sie hielt gleichenorts fest, es handle sich um eine mehr als zehnjährige Rückenanamnese, die sich in der letzten Zeit deutlich verschlechtert habe. Im Moment bestünden diskrete radikuläre Reizerscheinungen mit Wurzelbeteiligung S1 rechts, weniger auch links, allerdings ohne Hinweise auf radikuläre Kompression. Die neu angefertigten Röntgenbilder bzw. MRI der LWS zeigten gegenüber 1999 eine Zunahme der degenerativen Veränderungen mit neu aufgetretener deutlicher Osteochondrose L4/5 sowie eine nun vorgewölbte Bandscheibe; auf den lumbosacralen Höhen bestehe nach wie vor eine recht fortgeschrittene Osteochondrose mit eher medianer Diskushernie, die je nach Änderung der Lage beidseitig radikuläre Schmerzen verursachen könne. Infolge des instabilen lumbosacralen Segmentes zeige sich eine konsekutive Überlastung mit neu aufgetretener Osteochondrose L4/5, welche die progredienten Beschwerden erkläre. Die Behandlung sei weiterhin konservativ, da die Operation L5/S1 zur weiteren Zunahme der Abnützung auf der Höhe L4/5 führen würde. In Anbetracht der gesamten Situation sei die Versicherte nicht in der Lage, rückenbelastende Arbeiten auszuüben. Theoretisch schätze sie die Arbeitsfähigkeit für leichte rückenschonende Tätigkeiten auf 40 %. Diesen Befund bestätigte die Ärztin in ihrem Bericht vom 9. Dezember 2002. 3.2 Diese medizinische Aktenlage ergibt, dass - wie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend gemacht wird - Hinweise dafür bestehen, dass sich das Beschwerdebild der Versicherten im Laufe der letzten Jahre, insbesondere zwischen den gutachterlichen Abklärungen in der Klinik X.________ vom November 2000 und der Untersuchung durch Frau Dr. med. F.________ Ende November 2002, verschlechtert hat. Namentlich scheint sich die gesundheitliche Situation im Rückenbereich L4/5 insofern verändert zu haben, als sich die durch Frau Dr. med. D.________ Anfang 2000 festgestellte minimale Protrusion L4/5 nun - zwei Jahre später - zu einer deutlich ausgebildeten Osteochondrose L4/5 mit damit einhergehender zusätzlicher Einschränkung der Arbeitsfähigkeit entwickelt hat. Da für die Beurteilung des massgeblichen Sachverhaltes das aktuelle Beschwerdebild im Verfügungszeitpunkt relevant ist (hier: 6. November 2002; BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen), kann somit nicht ohne weiteres - Vorinstanz und Verwaltung folgend - auf das Gutachten der Dres. med. M.________ und R.________ abgestellt werden, zumal deren Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht nur erheblich von derjenigen durch Frau Dr. med. F.________ abweicht. Auch Frau Dr. med. D.________ hatte die Versicherte knapp ein Jahr vor der Untersuchung in der Klinik X.________ als jedenfalls noch erheblich in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt beurteilt. Es wird Sache der Beschwerdegegnerin sein, an die das Dossier zurückzuweisen ist, durch weitere medizinische Abklärungen - namentlich ein polydisziplinäres Gutachten (vgl. auch Erw. 4.2.2 hiernach) - den Beschwerdeverlauf in somatischer Hinsicht zu eruieren und einer sich allenfalls daraus ergebenden Verminderung des Leistungsvermögens Rechnung zu tragen.