Citation: 1B_41/2008 21.02.2008 E. 3

Beim vorliegend angefochtenen Urteil der Strafkammer des Kantonsgerichts Freiburg handelt es sich um einen Zwischenentscheid, welcher das Strafverfahren gegen den Beschwerdeführer nicht abschliesst. Art. 92 und 93 BGG regeln die Anfechtbarkeit von selbständig eröffneten Vor- und Zwischenentscheiden. 3.1 Gemäss Art. 92 Abs. 1 BGG ist die Beschwerde gegen selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren zulässig. Diese Entscheide können später nicht mehr angefochten werden (Absatz 2 dieser Bestimmung). Ein während der Strafuntersuchung ergangener Entscheid, der die Frage der örtlichen Zuständigkeit nicht endgültig regelt, fällt indessen nicht unter Art. 92 BGG (BGE 133 IV 288 E. 2.1-2.2). Im vorliegenden Fall hat der Untersuchungsrichter die Frage der Zuständigkeit nicht endgültig entschieden. Ein solcher Entscheid bleibt vielmehr dem Wirtschaftsstrafgericht vorbehalten (vgl. Art. 171 Abs. 2 lit. a der Strafprozessordnung des Kantons Freiburg). Das angefochtene Urteil der Strafkammer fällt somit nicht unter Art. 92 BGG. 3.2 Gegen andere selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide ist die Beschwerde gemäss Art. 93 Abs. 1 BGG nur zulässig, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (lit. a) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (lit. b). 3.3 Das Bundesgericht ging in ständiger Rechtsprechung zu Art. 87 Abs. 2 OG davon aus, dass in der der Überweisung einer Strafsache an ein Strafgericht kein nicht wieder gutzumachender Nachteil rechtlicher Art liegt (BGE 115 Ia 311 E. 2c S. 315). Gleiches gilt auch für die vorliegend anzuwendende Bestimmung von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG (vgl. BGE 133 IV 139 E. 4). Daran ändert nichts, dass im vorliegenden Fall die Überweisungsverfügung auch Aussagen über die Zuständigkeit machte. Ein endgültiger Entscheid über die Zuständigkeit wurde in der Überweisungsverfügung - wie bereits ausgeführt - nicht getroffen; ein solcher Entscheid bleibt vielmehr dem Wirtschaftsstrafgericht vorbehalten. Ein nicht wieder gutzumachender Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG liegt somit nicht vor (vgl. BGE 133 IV 288 E. 3.1). 3.4 In Strafsachen ist die Bestimmung von Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG restriktiv auszulegen (BGE 133 IV 288 E. 3.2). Im vorliegenden Fall ist nicht ersichtlich, dass das Strafverfahren einen bedeutenden Aufwand an Zeit und Kosten verursachen sollte. Vielmehr ist davon auszugehen, dass das Wirtschaftsstrafgericht umgehend die Frage der Zuständigkeit beurteilen kann. 3.5 Die Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG zur Anfechtung eines Zwischenentscheides sind somit offensichtlich nicht gegeben. Daher kann das Urteil der Strafkammer des Kantonsgerichts nicht beim Bundesgericht angefochten werden. Da sich die Beschwerde als offensichtlich unzulässig erweist, kann über sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG entschieden werden.