Citation: 8C_170/2015 E. 5.3

5.3. Bezüglich des von der SUVA per 30. November 2013 vorgenommenen Fallabschlusses spricht die lange Dauer seit dem Unfall vom 18. Juni 2008 dafür, dass keine namhafte Besserung resp. Erhöhung der Arbeitsfähigkeit (vgl. E. 4.1) mehr zu erwarten wäre. Aus den medizinischen Akten ergeben sich diesbezüglich aber Widersprüche, die kein klares Bild zulassen. So hat der psychiatrische SUVA-Experte am 26. November 2012 - mithin ein Jahr vor dem vorgenommenen Fallabschluss - noch der Kostenübernahme der vom Versicherten beantragten spezifischen psychotherapeutischen Behandlung (zumindest bis zur Erstattung der medizinischen Beurteilung durch ihn und Dr. med. R.________) zugestimmt. In seiner Beurteilung vom 1. März 2013 hielt er teilkausale, behandlungsbedürftige und besserungsfähige psychische Beschwerden - bei einer attestierten Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen von 30 % - sowie die Unmöglichkeit der Beurteilung einer Integritätsentschädigung infolge fehlendem Erreichen des Endzustandes fest und prognostizierte, dass durch eine "leitliniengestützte, fachgerechte störungsspezifische Behandlung eine erhebliche Besserung der unfallbedingten psychischen Beeinträchtigungen" erreicht werden könne, "wenn nicht gar im Hinblick auf das Leistungsbild, sofern es Einschränkungen auf psychiatrischem Fachgebiet betrifft, eine vollständige Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit bzgl. der in der Schweiz zuletzt ausgeübten Tätigkeit möglich" sei. Der Versicherte hat diese am 26. November 2012 vom psychiatrischen SUVA-Experten befürwortete spezifische Behandlung aufgenommen und diese wurde von der SUVA auch bis Ende November 2013 bezahlt (vgl. dazu das Schreiben der SUVA vom 27. Juni 2013 sowie die folgende E-Mailkorrespondenz). Die Möglichkeit einer namhaften Verbesserung eines unfallkausalen behandlungsbedürftigen Leidens kann somit gestützt auf die vorhandenen medizinischen Akten zumindest nicht ausgeschlossen werden. Da es sich um ein psychisches Leiden handelt, ist es aber nur zu berücksichtigen, falls ein Schleudertrauma oder eine vergleichbare Verletzung (wie etwa das strittige Schädelhirntrauma) gegeben ist (vgl. E. 5.2 mit Hinweis auf Urteil 8C_295/2013 vom 25. September 2013 E. 3.1). Fallabschluss und Adäquanz können somit nur beurteilt werden, wenn die strittige Frage des Schädelhirntraumas beantwortet werden kann.