Citation: 4D_59/2016 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin macht sodann geltend, die Vorinstanz habe ihr rechtliches Gehör verletzt und sei in Willkür verfallen mit der Feststellung, zum Beweis der Versicherungsdeckung habe sie nur Rechnungen und Zahlungsbelege als Beweismittel offeriert. Gemäss erstinstanzlichem Verhandlungsprotokoll habe nämlich die Beschwerdegegnerin in ihrer Duplik folgendes ausgeführt: "Die Beklagte hat bestritten, dass die C.________ Deckung gegeben hätte für alle diese detaillierten Leistungen, weil es nicht im Detail dargelegt und behauptet wurde. Die Klägerin sagt nun, das werde nachträglich zum Beweis offeriert durch alle Beweisofferten, welche schon eingereicht worden seien. Ich zitiere 'durch die Policen und wie diese Dokumente auch immer heissen' Dies ist keine genügende Beweisofferte." Aus dem Protokoll gehe somit hervor, dass sie nicht nur die Rechnungen und Zahlungsbelege als Beweismittel angeboten habe, sondern alle bisher offerierten Beweismittel. Die Vorinstanz habe ohne jegliche Grundlage die eine Aussage im erstinstanzlichen Verhandlungsprotokoll als wahr angeschaut und die andere als falsch bezeichnet. Dafür bestehe keine sachliche Begründung, zumal - wenn schon - dem wörtlichen Zitat der Beschwerdegegnerin ein erhöhter Beweiswert zuzumessen wäre. Im Kern beruft sich die Beschwerdeführerin damit darauf, ihre diesbezüglich gestellten Beweisanträge seien im erstinstanzlichen Verhandlungsprotokoll unzutreffend aufgenommen worden. Gemäss Art. 235 Abs. 3 ZPO entscheidet diejenige Instanz über ein Gesuch um Protokollberichtigung, die das Protokoll verfasste. Hier wäre dies die Erstinstanz. Dabei ist es nicht überspitzt formalistisch, wenn verlangt wird, dass ein solches Berichtigungsgesuch unverzüglich nach Kenntnisnahme des vermeintlichen Fehlers gestellt wird (Urteil 4A_160/2013 vom 21. August 2013 E. 3.4, in: sic! 2014 S. 31). Die Beschwerdeführerin macht nicht geltend, sie hätte bisher bei der Erstinstanz ein Berichtigungsgesuch gestellt. Es ist daher jedenfalls nicht willkürlich, wenn die Vorinstanz den Wortlaut des Protokolls als für sich verbindlich erachtete. Konnte die Vorinstanz willkürfrei auf das Protokoll abstellen, ist nicht zu beanstanden, wenn sie gestützt auf die dortige Passage, wonach die Beschwerdeführerin bezüglich Deckung durch die C.________ "Rechnungen und Zahlungsbelege" als Beweismittel angeboten habe, ohne weitere Begründung von einem dementsprechenden Beweisantrag ausging. Zwar trifft zu, dass die Beschwerdegegnerin gemäss demselben Protokoll den Beweisantrag der Beschwerdeführerin anders wiedergab. Aber der Inhalt eines Beweisantrags einer Partei bestimmt sich nicht danach, wie die Gegenseite ihn zusammenfasst oder zitiert, sondern wie er gestellt wurde. Den Beweisantrag einer Partei kann deren Gegenseite nicht durch ihre Ausführungen modifizieren. Die Vorinstanz erachtete nicht etwa die eine Protokollstelle als wahr und die andere als falsch, sondern - zu Recht - die eine als für den Inhalt des Beweisantrags massgeblich und die andere nicht. Nach dem Gesagten wurde weder das rechtliche Gehör verletzt noch liegt Willkür vor.