Citation: 2C_179/2021 E. 4.7

4.7. Die genannte Mahnung vom 23. September 2014 erfolgte vorliegend, sofern sie überhaupt verschickt wurde, nicht mit eingeschriebener Post. Die Vorinstanz hat unter anderem aufgrund der Korrespondenz zwischen der Steuerverwaltung und der C.________ am 3. Oktober 2014 erwogen, dass die Steuerpflichtigen die ordentliche Veranlagung im Jahr 2014 nicht erhalten haben (Die C.________ hatte sofort reagiert und den Empfang der ordentlichen Veranlagung bestritten). Aufgrund des engen zeitlichen und sachlichen Zusammenhangs muss dasselbe auch für die Mahnung vom 23. September 2014 gelten. Abgesehen davon hat die Steuerverwaltung in ihrer E-Mail an die C.________ bzw. die Steuerpflichtigen vom 3. Oktober 2014, welche den sofortigen Widerspruch der C.________ ausgelöst hat, die Mahnung vom 23. September 2014 und generell Mahnungen bezüglich der Steuerperiode 2011 - im Gegensatz zu einer Mahnung bezüglich der Steuerperiode 2010 - nicht erwähnt, obwohl (auch) die Steuerperiode 2011 thematisiert wurde. Das nährt zusätzlich Zweifel daran, dass die Mahnung vom 23. September 2014 zugestellt wurde.