Citation: 1B_389/2021 E. 2.2.3

2.2.3. Für die Zulässigkeit einer provisorischen Einziehungsbeschlagnahme (zwecks Ausgleichseinziehung von Deliktserlös) sei nach Ansicht der Staatsanwaltschaft nur relevant, dass der beschlagnahmte Vermögenswert mutmasslich aus einer Straftat stamme. Ob der von Kontensperren betroffenen Person selber ein strafrechtlicher Vorwurf gemacht werden könne, sei nicht massgeblich. In Frage komme im vorliegenden Fall neben einer richterlichen Ausgleichseinziehung auch die Zusprechung einer staatlichen Ersatzforderung. Die Prüfung des Tatverdachts habe sich auf Anhaltspunkte zu beschränken, ob (in der Schweiz oder im Ausland) eine Straftat begangen wurde, aus der deliktischer Gewinn floss. Gegen den Beschwerdegegner persönlich bestehe ein hinreichender Verdacht, sich der Geldwäscherei schuldig gemacht zu haben.