Citation: 6B_335/2020 E. 3.3.2

3.3.2. Die Vorinstanz kommt in einem zweiten Schritt zum Ergebnis, dass die geheimen Überwachungsmassnahmen, die "Observationen im aufgezeigten Sinn" (oben E. 3.2.1), nach der im Tatzeitpunkt geltenden Rechtslage nicht durch Katalogtaten zu begründen waren. Diese Erkenntnisse dem abgetrennten Verfahren zugrunde zu legen, war begründungspflichtig (Rückweisungsurteil E. 2.3, 2.7); sie waren indes, wie die Vorinstanz heute ebenfalls zutreffend annimmt (oben E. 3.2.2), aber auch nicht automatisch strafprozessual unverwertbar (BGE 143 IV 387 E. 4.3 S. 393; Urteil 6B_1249/2019 und 1286/2019 vom 6. Mai 2020 E. 2.4.4 sowie die Hinweise in E. 2.2.2 f.), da es sich nicht um durch (absolut) verbotene Beweiserhebungsmethoden gewonnene Erkenntnisse oder Beweismittel im Sinne von Art. 140 StPO handelte (BGE 143 IV 387 E. 4.4 S. 395). Da Vorgänge in der Öffentlichkeit beobachtet werden, sind bei der Observation geringere Anforderungen gestellt; es bedarf keiner Katalogtat (Art. 282 Abs. 1 lit. a StPO), im Gegensatz zu den geheimen Überwachungsmassnahmen i.S. v. Art. 269 StPO. Wie der Beschwerdeführer einräumt, fanden die Observationen ausschliesslich im öffentlichen Raum statt (oben E. 3.1). Die öffentlichen Interessen an der Unterbindung des Schmuggels von Substanzen zur Herstellung von illegalen Produkten mit pharmakologischer Wirkung sind erheblich. Es handelt sich angesichts der Grössenordnung um eine schwere Straftat. Dass es sich nach dem im Tatzeitpunkt geltenden Recht nicht um Katalogtaten handelte, ist (wie erwähnt) für die strafrechtliche Gewichtung nicht entscheidend (vgl. die Rechtsprechung zum Sozialversicherungsmissbrauch, Urteil 6B_14/2018 vom 8. März 2019 E. 2.6.4). Die durch die Observation erfolgten Eingriffe in die Freiheitsrechte des Beschwerdeführers waren bescheiden ("relativement modeste"; vgl. Urteil 6B_1311/2017 vom 23. August 2018 E. 2.3); sie betrafen nicht die Intimsphäre (vgl. Urteile 6B_1249/2019 und 1286/2019 vom 6. Mai 2020 E. 2.4.4; 6B_14/2018 vom 8. März 2019 E. 2.6.2 mit Hinweis), so dass die Verwertung zur Aufklärung schwerer Straftaten, insbesondere auch zur Prüfung des Anfangsverdachts, zulässig erscheint (BGE 143 IV 387 E. 4.6 S. 396; vgl. Urteil 6B_1249/2019 und 1286/2019 vom 6. Mai 2020 E. 2.4.4). Die Fernwirkung bzw. das Verbot indirekter Verwertung über Folgebeweise bezieht sich auf Beweise, die nach Art. 141 Abs. 2 StPO nicht verwertet werden dürfen (BGE 143 IV 387 E. 4.7 S. 397). Das ist vorliegend nicht anzunehmen, und die Vorinstanz verweist (oben E. 3.2.2) mit Recht auf Urteil 6B_976/2015 vom 27. September 2016 E. 6.4.