Citation: 4A_298/2017 E. 4.1

4.1. Des Nachweises einzelner Leistungen bedarf es aus Sicht der Beschwerdeführerin nicht, weil die zweite Teilzahlung gerade den Leistungsstand per Konkurseröffnung abbilde. Entgegen der Vorinstanz seien nicht alle Teilzahlungen lediglich vom Eintritt definierter Zeitpunkte abhängig gewesen. Die zweite Teilzahlung, die sie mit ihrer Klage einfordere, sei vielmehr an den Erhalt der Baubewilligung geknüpft worden, wie sich aus Ziffer 9.1.2 des TU-Werkvertrags ergebe. Die dafür vorgesehenen Leistungen habe sie per Konkurseröffnung am 12. Juni 2007 bereits erbracht gehabt, weshalb auch die zweite Teilzahlung geschuldet sei. Der TU-Teilzahlungsplan habe, "so abstrakt er auch vereinbart worden war, den planmässigen Projektstand per TU-Teilzahlung" abgebildet. Die Baubewilligung habe seit dem 13. November 2007 vorgelegen. Der für die zweite Teilzahlung massgebliche Projektstand "Baubewilligung erteilt" sei unstreitig erreicht worden und dieser Projektstand sei von ihr unter dem TU-Werkvertrag erbracht worden. Die Beschwerdegegnerin habe diesen Projektstand per Konkurseröffnung übernommen und verwendet, womit sie ihn auch genehmigt habe. Die Parteien hätten für den Leistungsstand "bewilligtes Bauprojekt" einen exakten Wert vereinbart, namentlich Fr. 1,6 Mio., bestehend aus der ersten und zweiten Teilzahlung. Die generelle Feststellung der Vorinstanz, es sei unbekannt, welche Leistungen hinter einer Teilzahlung stünden, treffe nicht zu. Die Fälligkeit der zweiten Teilzahlung sei an den Erhalt der Baubewilligung geknüpft worden; der erreichte Teil-Leistungsstand stelle entsprechend das bewilligte Bauprojekt dar.