Citation: 2C_553/2023 E. 4.3

4.3. Als private Interessen fallen die lange Anwesenheitsdauer des Beschwerdeführers und die Beziehung zu seiner Ehefrau ins Gewicht. Der Beschwerdeführer kam mit 27 Jahren in die Schweiz und hält sich seit 2000 hier auf. Seit 2010 ist er mit seiner Ehefrau verheiratet. Er hat somit nachvollziehbar ein grosses Interesse, weiterhin in der Schweiz zu leben. Allerdings konnte er sich trotz seiner langen Anwesenheit nicht in die hiesigen Verhältnisse integrieren: Nicht nur wurde er mehrfach (schwer) straffällig, sondern mussten er und seine Ehefrau auch von der Sozialhilfe unterstützt werden und hat der Beschwerdeführer sich verschuldet, was zu Betreibungen und ungedeckten Verlustscheinen führte. Auch nach dem Rückweisungsentscheid des Verwaltungsgerichts im Jahr 2019 kamen weitere Betreibungen und neue ungedeckte Verlustscheine hinzu. Allein die Schulden bei der Zürcher Justiz belaufen sich auf rund Fr. 75'000.--. Im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils erzielt der Beschwerdeführer ein Einkommen von Fr. 1'084.-- pro Monat, während seine Ehefrau eine AHV-Rente in Höhe von Fr. 1'530.-- bezieht (angefochtener Entscheid E. 5.5). Die wirtschaftliche Integration ist dem Beschwerdeführer nicht gelungen. Dass er über gute Deutschkenntnisse verfügt, kann dies nicht aufwiegen. Anhaltspunkte für eine soziale Integration, die über die Beziehung zu seiner Ehefrau, ihrem erwachsenen Sohn und ihrem in einer eigenen Wohnung lebenden Pflegesohn hinausgeht, gibt es nicht. Die Beziehung zu seiner Ehefrau wird er inskünftig zwar nur noch über die Ferne bzw. Besuchs- und (video-) telefonische Kontakte aufrechterhalten können. Nachdem der Beschwerdeführer aber kurz nach der Eheschliessung das erste Mal in schwerwiegender Weise straffällig wurde, musste er damit rechnen, dass er die Beziehung zu seiner Ehefrau allenfalls nur so würde leben können. Die Trennung des Familienlebens erweist sich damit als zumutbar.