Citation: 9C_647/2021 E. 3.2.4

3.2.4. Wesentlich ist vorliegend schliesslich, dass der Beteiligte sich gegenüber den Endkunden unbestritten mit einer von der Beschwerdeführerin angefertigten Visitenkarte als deren Monteur auswies. Damit trat er bei seinen Arbeiten für die Beschwerdeführerin eindeutig nicht als deren gleichgeordneter Geschäftspartner, sondern als ihr Angestellter in Erscheinung (vgl. E. 2.2.2 hiervor). Daran vermag der Umstand nichts zu ändern, dass er Geschäftsräumlichkeiten gemietet, Versicherungen abgeschlossen, ein Montagefahrzeug sowie eigenes Werkzeug gekauft und Mitarbeiter angestellt haben soll: Vorweg ist in diesem Zusammenhang relevant, dass jedes Erwerbseinkommen einzeln dahingehend zu prüfen ist, ob es aus selbständiger oder unselbständiger Erwerbstätigkeit stammt (E. 2.2.2 hiervor). Der Beteiligte führte neben der Tätigkeit für die Beschwerdeführerin unbestritten ein Einzelunternehmen. Dies erklärt die genannten Investitionen. Soweit er sein eigenes Werkzeug auch für die Tätigkeit bei der Beschwerdeführerin verwendet haben soll, lässt dies bereits grundsätzlich (dazu betreffend Akkordanten Urteil H 179/87 vom 26. August 1988 E. 4), insbesondere aber unter Berücksichtigung des Umstandes, dass er dieses Werkzeug unbestritten bei der Beschwerdeführerin wartete, nicht den Schluss auf eine selbständige Erwerbstätigkeit zu. Dass der Beteiligte weiter eigene Angestellte für die Arbeit bei der Beschwerdeführerin beigezogen haben soll, stellt eine Behauptung dar, die nicht mit den von ihm in Rechnung gestellten (und damit eigenmächtig festgesetzten) Arbeitsstunden alleine bewiesen werden kann. Selbst wenn dies jedoch der Fall gewesen wäre, wäre auch gestützt darauf noch nicht auf die Ausübung einer selbständigen Erwerbstätigkeit zu schliessen (dazu betreffend Akkordanten Urteile H 179/87 vom 26. August 1988 E. 4 f., H 36/72 vom 14. Juli 1972 E. 1). Es waren unbestritten nicht gleichzeitig verschiedene eigene Akkordgruppen des Beteiligten auf verschiedenen Arbeitsplätzen im Einsatz (dazu betreffend Akkordanten WML, a.a.O., Rz. 4047). Inwiefern diesbezüglich eine Abkehr von der geltenden Rechtsprechung angezeigt sein soll, wird nicht substanziiert. Damit bleibt einzig, dass der Beteiligte mit seinem eigenen Montagefahrzeug zu den Standorten fuhr und frei entscheiden konnte, ob er die Aufträge der Beschwerdeführerin annahm oder nicht. Diese Aspekte führen jedoch noch nicht dazu, dass die Kennzeichen einer selbständigen Erwerbstätigkeit offensichtlich als im Vordergrund stehend zu bezeichnen wären (E. 2.2.2 hiervor; vgl. zum Ganzen auch Urteil 9C_650/2010 vom 5. Oktober 2010 betreffend Akkordanten). Mit Blick auf das Gesagte hat es beim angefochtenen Entscheid sein Bewenden.