Citation: 4A_597/2013 E. 3.2.2

3.2.2. Ebenso wenig kann der Beschwerdeführerin gefolgt werden, wenn sie unter Berufung auf den Grundsatz des rechtlichen Gehörs vorbringt, der Einzelschiedsrichter hätte zu den von ihr selber als Beilage B-15 eingereichten Listen, mit denen sie "dem Schiedsgericht [...] auf den Tag genaue Aufstellungen über die aus dem erhaltenen Betrag von 420 Millionen HUF getätigten Einkäufe von Äpfeln aufgeführt [habe]", von sich aus einen Sachverständigen beiziehen müssen, da er mit den verschiedenen Aufstellungen und Listen "offenkundig nichts anzufangen wusste" und diese unberücksichtigt gelassen habe. Die Beschwerdeführerin verkennt, dass es in einem durch den Verhandlungsgrundsatz beherrschten Schiedsverfahren grundsätzlich nicht Sache des Gerichts sein kann, allfällige Versäumnisse der Parteien hinsichtlich ihrer Behauptungs- und Beweisführungslast unter dem Gesichtspunkt der richterlichen Fragepflicht von Amtes wegen nachzuholen (vgl. Urteil 4P.48/1992 vom 18. August 1992 E. 5b, nicht publ. in: BGE 118 II 359), geschweige denn von sich aus Sachverständige zu von ihnen eingereichten Aufstellungen beizuziehen. Indem die Beschwerdeführerin dem Bundesgericht in der Folge gestützt auf die erwähnten Listen und weitere Akten die ihrer Ansicht nach zutreffende Berechnung des klägerischen Anspruchs unterbreitet, übt sie lediglich unzulässige inhaltliche Kritik am angefochtenen Schiedsentscheid. Entsprechendes gilt hinsichtlich ihrer Entschädigungsforderung für das von der Beschwerdegegnerin nicht abgenommene Aroma. Der Vorwurf der Gehörsverletzung stösst auch in diesem Zusammenhang ins Leere.