Citation: 6P.92/2000 29.03.2001 E. 3

3.- a) Der Beschwerdeführer macht geltend, das Obergericht habe seinen Gehörsanspruch und seine Verteidigungsrechte eingeschränkt, indem der Beizug der Akten der Kriminal- und Anklagekommission betreffend die Verwertung der Telefonprotokolle verweigert und der Beizug aller Protokolle der Telefonüberwachung im Zeitraum vom 20. Juni bis 27. Oktober 1995 abgelehnt worden sei. Insbesondere sei zu rügen, dass der Beizug der effektiven Tonbänder abgelehnt und ihm das Abhören der aufgenommenen Gespräche während der Untersuchung und auch im gerichtlichen Verfahren verweigert worden sei (vgl. Beschwerde S. 9 - 13). b) Die Telefonprotokolle spielen nach der Darstellung des Beschwerdeführers nur eine Rolle im Zusammenhang mit dem Vorwurf der Geldwäscherei (Beschwerde S. 10 Ziff. 2). Dabei geht es um Einnahmen, die im Nachtclub Y.________ erwirtschaftet und auf Konti bei der Bank A.________ einbezahlt wurden. Als der Beschwerdeführer verhaftet wurde, befanden sich auf diesen Konti insgesamt Fr. 657'000.--. Unbestrittenermassen liess er einen Tag nach seiner Verhaftung das Geld durch seinen Schwager, B.________, unter Verwendung von Bankchecks abheben. Der Beschwerdeführer behauptete vor Obergericht, es sei ihm und seiner Familie nicht bewusst gewesen, dass es sich bei den erzielten Einnahmen (zumindest teilweise) um deliktisches Geld gehandelt habe. Das Obergericht erachtete dies als Schutzbehauptung, da der Beschwerdeführer das Geld ausgerechnet einen Tag nach seiner Verhaftung abheben liess (angefochtener Entscheid S. 30 oben). Diese Feststellung ist einleuchtend und jedenfalls nicht willkürlich. Der Beschwerdeführer hat an einer im angefochtenen Urteil (S. 30 unten) zitierten Stelle denn auch selber ausgesagt, "aufgrund des Strafverfahrens musste ich davon ausgehen, dass das Konto vom Amtsstatthalteramt Sursee gesperrt wird" (Dossier O, Aussagen des Beschwerdeführers, S. 134 Nr. 836). Dies beweist, dass ihm die deliktische Herkunft des Geldes sehr wohl bewusst war. Seine spätere Behauptung, er habe angenommen, dass "bei jedem Verfahren die Konti beschlagnahmt werden" (a.a.O. S. 163 Nr. 993), ist abwegig und unglaubwürdig. Das Obergericht führt weiter aus, dasselbe ergebe sich überdies aus einem in diesem Zusammenhang zwischen der Mutter des Beschwerdeführers und dem Bankbeamten C.________ geführten Telefongespräch (angefochtener Entscheid S. 30 oben). Da dies die einzige Stelle ist, an welcher das Obergericht im Zusammenhang mit dem Vorwurf der Geldwäscherei auf die Telefonprotokolle hinweist, ist nicht ersichtlich, was der Beschwerdeführer aus dem Beizug aller Protokolle bzw. aus deren Abhörung vor Gericht für sich herleiten will. Was nun dieses einzige Protokoll betrifft, auf welches das Obergericht hingewiesen hat, ist eine weitere Prüfung der Angelegenheit unnötig. Wie oben schon gesagt, ergibt sich der Geldwäschereivorsatz des Beschwerdeführers ohne weiteres schon aus dem Umstand, dass er einen Tag nach seiner Verhaftung das Geld abheben liess. Auch in diesem Punkt ist die Beschwerde abzuweisen.