Citation: 6A.41/2004 08.12.2004 E. 1

Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung stellt eine Geschwin-digkeitsüberschreitung auf Autobahnen um 32 km/h objektiv einen mittelschweren Fall dar, bei welchem nur in Ausnahmefällen von einem Führerausweisentzug abgesehen werden kann (BGE 128 II 131 E. 2a). Der Beschwerdeführer bringt keine konkreten Umstände vor, und es sind auch keine ersichtlich, welche das Absehen von einem Ausweis-entzug rechtfertigen könnten. Selbst unter der Voraussetzung, dass die Verkehrsverhältnisse günstig waren, liegt kein Ausnahmefall vor. Obwohl der automobilistische Leumund des Beschwerdeführers durch zwei im Jahre 2003 verfügte Warnungsentzüge stark getrübt war, überschritt er innerhalb von 3 ½ Monaten seit dem letzten Vorfall erneut eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h um 32 km/h. Es kann deshalb nicht von einem leichten Fall gesprochen werden, womit die Ausfällung einer blossen Verwarnung nicht in Betracht fällt. Dies ergibt sich auch aus BGE 128 II 86 E. 2c, wonach eine Verwarnung grundsätzlich ausgeschlossen ist, wenn der Betroffene innerhalb eines Jahres seit der letzten Verwarnung eine neue Verkehrsregelverletzung im Sinne von Art. 16 Abs. 2 Satz 1 SVG begeht. Im vorliegenden Fall sind sogar zwei Warnungsentzüge wegen insgesamt dreier Geschwin-digkeitsüberschreitungen innerhalb eines Jahres ausgesprochen worden, weshalb nun zwingend ein Führerausweisentzug erfolgen muss.