Citation: 6B_70/2015 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung von Art. 182 und Art. 343 StPO und eine darauf beruhende willkürliche Sachverhaltsfeststellung. Er habe mit der Berufungserklärung die Erstellung eines Glaubhaftigkeitsgutachtens in Bezug auf die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 und deren persönliche Befragung anlässlich der Berufungsverhandlung beantragt, was die Vorinstanz abgelehnt habe. Die Einholung eines Gutachtens sei erforderlich, da die Beschwerdegegnerin 2 ihn bereits in anderen Strafverfahren zu Unrecht belastet und viele strafrechtlich relevante Vorwürfe erstmalig im Rahmen der staatsanwaltlichen Einvernahmen erhoben habe. Es gebe deutliche Anzeichen für Suggestiveffekte bei der staatsanwaltlichen Einvernahme und die ihm vorgeworfenen Handlungen lägen lange zurück. Obwohl es sich um eine klassische "Aussage gegen Aussage"-Situation handle und die Schuldsprüche einzig auf den Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 beruhten, sei diese nie gerichtlich einvernommen worden. Die Videoaufzeichnungen der staatsanwaltlichen Befragungen könnten diesen Mangel nicht heilen. Sie ermöglichten zwar eine Einschätzung des Aussageverhaltens, jedoch nicht die unmittelbare Befragung der Beschwerdegegnerin 2 und die Beleuchtung von Widersprüchen und Diskrepanzen durch das Gericht. Trotz klarer Hinweise auf Widersprüchlichkeiten in den Aussagen bejahe die Vorinstanz deren Glaubhaftigkeit. Soweit sie überhaupt darlege, warum sie die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 als lebensnah, detailreich, anschaulich und authentisch halte, begründe sie dies ausschliesslich mit Schilderungen von Umständen, die den Tatvorwürfen vorausgingen, sich jedoch nicht auf das strafrechtliche Kerngeschehen bezögen.