Citation: 4A_472/2018 E. 5

Die Vertragsauslegung der Vorinstanz nach dem Vertrauensprinzip ist nicht zu beanstanden. Der Beschwerdeführer macht aber geltend, die Beschwerdegegnerin könne sich bei dieser Auslegung im Zusammenwirken mit ihrer Schwestergesellschaft durch Auflösung des Agenturvertrages ihrer Leistungspflicht entziehen. Er erhebt in diesem Zusammenhang den Vorwurf des Rechtsmissbrauchs. Die Vorinstanz beruft sich einerseits darauf, die Leistung werde hier (anders als in BGE 135 III 225) nicht infolge der Kündigung des Versicherungsvertrages, sondern des Agenturvertrages zwischen den Parteien verkürzt. Andererseits habe es der Beschwerdeführer selbst zu verantworten, dass er die Taggeldversicherung bei der Beschwerdegegnerin abgeschlossen habe, die auch Partei des Agenturvertrages gewesen sei.