Citation: 1P.403/2004 10.11.2004 E. 5

Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, das Kantonsgericht habe die Beweise willkürlich zu seinen Lasten gewürdigt und dadurch den aus der Unschuldsvermutung abgeleiteten Grundsatz "in dubio pro reo" verletzt (Art. 9 und 32 Abs. 1 BV sowie Art. 6 Ziff. 2 EMRK). 5.1 Willkürlich handelt ein Gericht, wenn es seinem Entscheid Tatsachenfeststellungen zugrunde legt, die mit den Akten in klarem Widerspruch stehen. Im Bereich der Beweiswürdigung besitzt der Richter einen weiten Ermessensspielraum. Das Bundesgericht greift im Rahmen einer staatsrechtlichen Beschwerde nur ein, wenn die Beweiswürdigung offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht oder auf einem offenkundigen Versehen beruht (BGE 127 I 38 E. 2a mit Hinweisen). 5.2 Die - teilweise rein appellatorischen und sich wiederholenden - Einwendungen des Beschwerdeführers sind nicht geeignet, im Ergebnis eine willkürliche Beweiswürdigung darzutun. Das Gericht setzte sich im Detail mit den Vorbringen des Beschwerdeführers auseinander. So legte es ausführlich dar, weshalb es seinen Erklärungsversuchen, er habe Pilze gesammelt, sei im Wald spazieren gegangen und habe Tiere beobachtet, keinen Glauben schenkte. Es sei nicht nachvollziehbar, dass jemand um 04.00 Uhr morgens aufbreche, um in der Finsternis auf Pilzsuche zu gehen, dabei laufend seine Position durchgebe bzw. sich nach dem Standort von Jägern erkundige, mit denen er nichts zu tun habe, um schliesslich nach über sechs Stunden ohne einen einzigen Pilz gesammelt zu haben, den Wald wieder zu verlassen. Es handle sich dabei um reine Schutzbehauptungen, die keinen Sinn ergäben. Wesentlich war für das Kantonsgericht auch die Aussage von C.________, wonach er gewusst habe, dass der Beschwerdeführer zur Jagd mitgekommen sei, um Hirsche aus dem Banngebiet hinauszujagen. Der Beschwerdeführer habe ihn am Telefon gefragt, ob Hirsche in Richtung der Jäger gelaufen seien, da er (also der Beschwerdeführer) sie hinübergetrieben habe. Diese Aussage sei unmissverständlich, an deren Wahrheitsgehalt und an der Glaubwürdigkeit von C.________ bestünden keine Zweifel. Unbehelflich seien auch die Behauptungen, der Wildhüter habe die Tiere getrieben. Im Gegenteil sei das Wild bereits aufgescheucht gewesen, als es auf den Wildhüter gestossen sei. Es gebe sodann keine Anhaltspunkte für die Anwesenheit des Hilfswildhüters im Banngebiet. Dies spiele letztlich aber keine Rolle, da aufgrund der vorhandenen Beweise davon auszugehen sei, der Beschwerdeführer habe die Tiere aus dem Banngebiet hinausgetrieben. Als nicht stichhaltig erachtete es das Kantonsgericht schliesslich, dass der Beschwerdeführer erst rund eine Stunde nach den Tieren das Banngebiet wieder verlassen habe. Soweit der Beschwerdeführer einwendet, es hätten keine Telefongespräche stattgefunden, und schon gar nicht zu jenen Zeiten, die das Kantonsgericht angibt, sind seine Behauptungen aktenwidrig und auch bereits widerlegt worden (vgl. E. 4.1 vorstehend). Zudem widerspricht er sich in diesem Punkt. So hat er selber zu Protokoll gegeben, dass und wann er an jenem Tag mit verschiedenen Personen telefoniert und seinen Standort bekanntgegeben hat. Dass der Wildhüter die Tiere zur Flucht getrieben habe, wie der Beschwerdeführer betont, findet in den Akten keine Stütze. Die Aussagen von C.________ sind als solche klar und unzweideutig. Wenn das Kantonsgericht daher an deren Stichhaltigkeit und an der Glaubwürdigkeit des Zeugen an sich nicht zweifelte, liegt darin keine Willkür. Im Ergebnis erscheint es nicht als verfassungs- bzw. konventionswidrig, wenn das Kantonsgericht in Würdigung des gesamten Beweismaterials erkannt hat, der Beschwerdeführer habe sich am 24. September 2001 ins fragliche Banngebiet begeben und Wild aus diesem hinausgetrieben. Die Unschuldsvermutung, insbesondere der Grundsatz "in dubio pro reo", wurde nicht verletzt.