Citation: K 136/03 17.02.2004 E. 2

2.1 Die Vorinstanz hat die streitige Leistungspflicht der Universa für die Brustoperation (Mastopexie nach Lejour-Lassus bds) vom 10. Oktober 2001 im Rahmen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung im Lichte der unter dem alten Krankenversicherungsgesetz (KUVG) ergangenen Rechtsprechung (vgl. BGE 121 V 213 f. Erw. 4 und 5) geprüft. Das ist richtig (vgl. RKUV 2000 Nr. KV 138 S. 357). 2.2 Unter dem alten Recht hat sich die vom Eidgenössischen Versicherungsgericht in ständiger Rechtsprechung angewendete Praxis herausgebildet, wonach eine Mammareduktionsplastik medizinisch indiziert ist und dem Erfordernis der Zweckmässigkeit genügt, «sofern eine Gewebereduktion von gegen 500 g oder mehr beidseits vorgesehen ist bzw. durchgeführt wurde und wenn gleichzeitig Beschwerden geltend gemacht werden, 'die auf die Hypertrophie zurückgeführt werden können (könnten) und keine Adipositas vorliegt'». Dabei gilt eine Person als übergewichtig (adipös), wenn der Body Mass Index (BMI), also der Quotient von Körpergewicht (kg) und Körperlänge im Quadrat (m2) grösser als 25 ist (RKUV 1996 Nr. K 972 S. 3 ff. Erw. 5a-c mit Hinweisen). Im vorliegenden Fall steht fest, dass im Zeitpunkt des Eingriffs am 10. Oktober 2001 das Körpergewicht 62 kg betrug. Das entspricht bei einer Körpergrösse von 170 cm einem BMI von 21,5. Gemäss Operationsbericht vom selben Tag wurden an der rechten Brust ca. 150 g, an der linken knapp 200 g Brustdrüsen- und Fettgewebe reseziert.