Citation: 1P.456/2003 04.03.2004 E. 1

1.1 Das Bundesgericht prüft die Zulässigkeit einer staatsrechtlichen Beschwerde von Amtes wegen und mit freier Kognition (BGE 128 I 46 E. 1a S. 48 mit Hinweisen). Indem der Vizepräsident des Verfahrensgerichts in Strafsachen die Freigabe des Bankguthabens der Beschwerdeführerin abgelehnt und damit dessen Beschlagnahme aufrechterhalten hat, hat er einen Zwischenentscheid gefällt. In der Regel entscheidet erst der Sachrichter endgültig über das Schicksal des Guthabens (BGE 128 I 129 E. 1 S. 131). Die staatsrechtliche Beschwerde ist gemäss Art. 87 Abs. 2 OG (in der Fassung vom 8. Oktober 1999, in Kraft seit dem 1. März 2000) gegen Zwischenentscheide grundsätzlich nur zulässig, wenn diese einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können. Eine Ausnahme gilt lediglich für Entscheide über die Zuständigkeit oder Ausstandsbegehren (Art. 87 Abs. 1 OG). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts haben Verfügungen, mit denen bestimmte Gegenstände beschlagnahmt werden, immer einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 87 Abs. 2 OG zur Folge, weil der Betroffene dadurch gehindert wird, frei über diese zu verfügen (BGE 128 I 129 E. 1 S. 131; 126 I 97 E. 1b S. 101, je mit Hinweisen). Dies gilt gleichermassen für die Beschlagnahme von Geldwerten und für Kontosperren. Daraus ergibt sich ohne weiteres, dass auch die Verweigerung der Aufhebung einer Beschlagnahme einen derartigen Nachteil bewirken kann (BGE 128 I 129 E. 1 S. 131). Dies gilt auch für den vorliegenden Fall. Die Beschwerdeführerin macht namentlich geltend, sie könne wegen der strittigen Anordnung gesetzliche Pflichten, die ihr als im Handelsregister eingetragener Gesellschaft obliegen, nicht erfüllen. 1.2 Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss eine staatsrechtliche Beschwerde die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. Im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren prüft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene Rügen. Auf ungenügend begründete Rügen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (BGE 127 I 38 E. 3c S. 43; 125 I 492 E. 1b S. 495 mit Hinweisen). Soweit die Beschwerdeführerin beispielsweise rügt, der Vizepräsident des Verfahrensgerichts habe einen Beschwerdegegner 2 ins Verfahren eingeführt, der dort nicht hingehöre, gehen ihre Ausführungen nicht über Vorbringen in der Art einer Aufsichtsbeschwerde hinaus. Die Beschwerdeführerin beruft sich denn in diesem Zusammenhang auch nicht auf ein möglicherweise verletztes verfassungsmässiges Recht. Im Rahmen der Erörterung der einzelnen Vorbringen der Beschwerdeführerin wird zu prüfen sein, inwieweit diese den Anforderungen an die Begründung der staatsrechtlichen Beschwerde genügen. 1.3 Nach dem Gesagten ergibt sich, dass auf die Beschwerde grundsätzlich einzutreten ist, da auch die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen gegeben sind. Mit Eingabe vom 11. September 2003 macht die Beschwerdeführerin geltend, sie müsse im Hinblick auf die von ihr offenbar beherrschte Firma P.________ und die sich offenbar in Liquidation befindliche Firma Q.________ Sàrl, verschiedene Vorkehren treffen. Diese Begründung für die Freigabe des beschlagnahmten Kontos wird indessen erstmals vor Bundesgericht vorgebracht und stützt sich auf Schreiben, die der Beschwerdeführerin erst nach Ergehen des angefochtenen Entscheids zugegangen sind. Damit liegen unzulässige Noven vor, was die materielle Beurteilung der Rügen der Beschwerdeführerin insoweit ausschliesst.