Citation: 5A_626/2022 E. 5.1.3

5.1.3. Richtig ist, dass Gegenstand des Beweises nur rechtserhebliche streitige Tatsachen sind (Art. 150 Abs. 1 ZPO) und im Anwendungsbereich des auch im vorliegenden Fall geltenden Verhandlungsgrundsatzes (Art. 55 Abs. 1 ZPO) unbestritten gebliebene Tatsachenbehauptungen als erwahrt zu gelten haben (vgl. BGE 144 III 462 E. 4). Hier hat das Bezirksgericht - wie das Kantonsgericht festhält und was die Beschwerdeführer nicht bestreiten - auf A.________s Antrag hin von der DS Lawa einen Amtsbericht eingefordert. Die Behörde sollte zwei Fragen beantworten, nämlich ob sich die streitgegenständlichen Grundstücke in einem für den Kanton Luzern üblichen Bewirtschaftungsbereich zum landwirtschaftlichen Gewerbe von A.________s befinden und ob die von ihr angegebene Strecke für den Transport mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen geeignet sei. Damit musste die DS Lawa gezwungenermassen die Fahrdistanz zwischen dem Betriebszentrum in V.________ und den streitgegenständlichen Grundstücken ermitteln. Dass das Bezirksgericht und in der Folge das Kantonsgericht letztlich auf die im Amtsbericht enthaltenen Angaben abstellen, verletzt den Verhandlungsgrundsatz nicht. Denn das Gericht darf auch jene Tatsachen berücksichtigen, die sich aus dem Beweisverfahren ergeben, selbst wenn sie nicht speziell behauptet wurden (Urteile 5A_36/2023 vom 5. Juli 2023 E. 3.3.1; 5A_835/2012 vom 16. Mai 2013 E. 5.1 mit Hinweisen). Für die weitere Beurteilung der Beschwerde ist folglich von einer Wegstrecke von 5,9 km auszugehen.