Citation: 6B_1168/2020 E. 1.3

1.3. Der Beschwerdeführer moniert, die Vorinstanz leite aus den Standorten der Antennen, in welche sich sein Mobiltelefon eingewählt habe, ein Indiz für seine Täterschaft ab, da diese Standorte zumindest nicht im Widerspruch zu der vom Tatfahrzeug gefahrenen Strecke stünden. Damit verletze sie den Grundsatz "in dubio pro reo". Spreche ein Umstand nicht gegen die Täterschaft, bedeute dies nicht, dass er damit für die Täterschaft spreche. Der Beschwerdeführer übersieht, dass der Grundsatz "in dubio pro reo" auf das einzelne Indiz keine Anwendung findet (Urteile 6B_245/2020, 6B_246/2020 vom 6. Mai 2020 E. 3.3.3; 6B_1047/2017 vom 17. November 2017 E. 2.2; 6B_360/2016, 6B_361/2016 vom 1. Juni 2017 E. 2.4, nicht publ. in: BGE 143 IV 361; 6B_291/2016 vom 4. August 2016 E. 2.1). Vielmehr ist die Beweiswürdigung als Ganzes zu betrachten (Urteil 6B_282/2018 vom 24. August 2018 E. 1.4). Deshalb ist seiner Rüge von vornherein kein Erfolg beschieden. Ungeachtet dessen vermochte der Beschwerdeführer ohnehin keine willkürliche Beweiswürdigung darzutun, was jedoch erforderlich wäre (vgl. E. 1.1 hiervor). Gemäss der Vorinstanz stellte die Erstinstanz fest, die Antennenstandorte des Mobiltelefons des Beschwerdeführers würden eine Übereinstimmung mit der vom Tatfahrzeug zurückgelegten Strecke zumindest nicht ausschliessen. Um 10:54 Uhr habe sich sein Mobiltelefon in Deutschland befunden. Seine Mutter wohne in T.________. Gemäss Bericht der deutschen Polizei sei das Tatfahrzeug durch überhöhte Geschwindigkeit aufgefallen, als dieses von U.________ Richtung V.________ gefahren sei. Dies entspreche dem Heimweg des Beschwerdeführers, wenn er vom Wohnort seiner Mutter an sein Domizil in W.________ zurückkehre. Im Tatzeitraum von 11:15 Uhr bis 11:25 Uhr habe kein Antennenstandort eruiert werden können; um 11:25.43 Uhr habe sich das Mobiltelefon beim Antennenstandort "X.________strasse yyy, W.________" eingeloggt. Gestützt auf diese erstinstanzlichen Ausführungen hält die Vorinstanz fest, selbst wenn man mit dem Beschwerdeführer davon ausginge, sein Mobiltelefon könne sich sowohl am Wohn- als auch an seinem Arbeitsort, ohne sich von der Stelle zu bewegen, in den Zellen "Y.________", "X.________strasse" und "Z.________" einloggen, bleibe es dabei, dass die Antennenstandorte zumindest nicht im Widerspruch zur vom Tatfahrzeug zurückgelegten Strecke stünden. Die Erstinstanz habe dies ohne Weiteres als Indiz für die Täterschaft des Beschwerdeführers werten dürfen. Entsprechend berücksichtigt denn auch die Vorinstanz in ihrer eigenen Beweiswürdigung die Auswertung der Antennenstandorte als Indiz für die Täterschaft des Beschwerdeführers. Mit Blick darauf, dass sich sein Mobiltelefon zunächst in Deutschland im Gebiet des Beginns der Raserfahrt und kurz nach dem Tatzeitraum in Kreuzlingen eingeloggt hat, ist es nicht willkürlich, wenn die Vorinstanz diesen Umstand als Indiz für die Täterschaft des Beschwerdeführers wertet.