Citation: 5A_685/2022 E. 5.4

5.4. Was seine Berufungsanträge zum Kindesunterhalt anbelangt, thematisiert der Beschwerdeführer deren Erfolgschancen nicht. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern die Erwägungen im angefochtenen Entscheid hierzu zu beanstanden wären. Demgegenüber mag die vorinstanzliche Begründung zur Aussichtslosigkeit der Anträge zur Obhutszuteilung auf den ersten Blick streng wirken. Vorliegend gilt es allerdings zu beachten, dass ein Gutachten vorlag, welches dem Beschwerdeführer die - für die Obhutszuteilung unabdingbare - Erziehungsfähigkeit teilweise absprach (vgl. Urteil 5A_202/2013 vom 12. Juni 2013 E. 4.2). Von dieser Schlussfolgerung hätte die Vorinstanz nur aus triftigen Gründen abweichen dürfen (vgl. vorne E. 3.1.2). Mithin konnte das Rechtsmittel nur Erfolg haben, wenn darin ernsthafte Einwände gegen die Schlüssigkeit der gutachterlichen Darlegungen vorgebracht wurden.