Citation: 1C_367/2016 E. 7.5

7.5. Das BAFU hält den angefochtenen Entscheid für bundesrechtskonform. Zwar handle es sich unbestritten um ein lufthygienisch übermässig belastetes Gebiet, weshalb den Kanton gemäss Art. 44a USG die Pflicht treffe, einen Massnahmenplan zu erlassen. Der aktuelle geltende Luftmassnahmenplan LMP08 sehe aber für verkehrsintensive Anlagen keine zusätzlichen Massnahmen vor. Damit stelle sich die Frage, ob es sich beim geplanten Vorhaben um einen überdurchschnittlichen Emittenten im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handle und deshalb zusätzliche verschärfte Emissionsbegrenzungen auch ausserhalb des Massnahmenplans direkt gestützt auf Art. 11 Abs. 3 und Art. 12 USG anzuordnen seien. Hierfür sei nicht auf absolute Zahlen oder Prozente abzustellen, sondern auf den Zonendurchschnitt. Vorliegend werde eine Sondernutzungszone einzig für die neue publikumsintensive Anlage geschaffen, wodurch der Durchschnitt in dieser Zone entsprechend ansteige, weshalb keine überdurchschnittlichen Emissionen vorlägen. Es sei daher durch anderweitige geeignete Mittel sicherzustellen, dass die Emissionen insgesamt ein lufthygienisch vertretbares Mass nicht überschreiten (mit Verweis auf Urteil 1C_405/2012 vom 12. September 2013 E. 3.2.2). Vorliegend seien solche Massnahmen insbesondere in den §§ 7, 8 und 10 SBV angeordnet worden. Durch die Umsetzung dieser Massnahmen werde die durch die Anlage verursachte Zusatzbelastung bezüglich der NO2 -Konzentration mit 0.8 μg/m3 nur gering ausfallen und werde bis 2020 voraussichtlich auf maximal 0.4 μg/m3 sinken. Zudem sinke die Bedeutung der Einkaufzentren als Emittenten zusehends, da die spezifischen Abgasemissionen der Fahrzeuge weitherhin abnähmen. Das BAFU erachtet die angeordneten Massnahmen daher als genügend.