Citation: 7B_1232/2024 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer stellt sich ferner auf den Standpunkt, dass sein Strafverfahren nicht genügend vorangetrieben worden sei. Zusammengefasst führt er aus, das Berufungsverfahren habe mehr als 2 Jahre gedauert. Zudem habe das Berufungsgericht mehr als 12 Monate seit Zustellung des Urteildispositivs bis zur Ausfertigung der schriftlichen Begründung verstreichen lassen. Dabei sei auf sein Ersuchen um Akteneinsicht und um Mitteilung, wann das begründete Urteil zugestellt werde, nicht reagiert worden. Auch der Antrag des Verteidigers des Mitbeschuldigten um Zustellung der Urteilsbegründung sei unbeantwortet geblieben. Des Weiteren habe die Vorinstanz im Haftentlassungsverfahren nach Eingang des Haftentlassungsgesuchs vom 8. Oktober 2024 zwei Arbeitstage verstreichen lassen, bevor sie dieses zur Stellungnahme an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet habe. Das Beschleunigungsgebot in Haftsachen sei damit in mehrfacher Hinsicht erheblich verletzt worden. Die Verfahrensverzögerung könne nicht mit einer grundsätzlichen Überlastung des Gerichts begründet werden. Vielmehr sei sein Verfahren in unzulässiger Weise hinter andere Fälle zurückgestellt worden, die nur zu einem Bruchteil Haftfälle darstellen würden. Das Berufungsgericht räume die Verletzung des Beschleunigungsgebots im Berufungsurteil vom 28. September 2023 ein. Dies reiche indes nicht aus. Aufgrund der dargelegten Verzögerungen sei er umgehend aus der Haft zu entlassen. Er habe dies bereits vor Vorinstanz dargetan. Diese habe sich mit seinen Vorbringen inhaltlich jedoch nicht auseinandergesetzt und damit ihre Begründungspflicht verletzt.