Citation: 2C_295/2023 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz erwog, dass der im vorinstanzlichen Verfahren angefochtene Regierungsratsbeschluss vom 22. März 2022 dem Beschwerdeführer am 23. März 2022 zugestellt worden sei. Die Rechtsmittelfrist habe demzufolge am 24. März 2022 zu laufen begonnen und am 2. April 2022 geendet. Da es sich dabei um einen Samstag gehandelt habe, habe sich die Frist bis Montag, den 4. April 2022 verlängert. Die vom Beschwerdeführer an das Kantonsgericht adressierte Beschwerde datiere indes vom 5. April 2022 und sei gleichentags an der Gerichtsporte abgegeben worden. Die Beschwerdefrist sei damit um einen Tag verpasst worden (angefochtenes Urteil E. 3.2). Gemäss Vorinstanz ändere daran nichts, dass der Beschwerde vom 5. März 2022 am 28. März 2022 ein Schreiben vorausgegangen sei, das der Beschwerdeführer vor Ablauf der Beschwerdefrist zuhanden des Regierungsrates bei der Landeskanzlei eingereicht habe und dem Kantonsgericht am 4. April 2022 übermittelt worden sei. Der Beschwerdeführer habe dieses Schreiben vom 28. März 2022 nicht versehentlich, sondern vielmehr bewusst an den Regierungsrat gerichtet; ihm sei klar gewesen, dass eine allfällige Beschwerde gegen den Beschluss des Regierungsrats vom 22. März 2022 an das Kantonsgericht zu richten und die 10-tägige Beschwerdefrist zu wahren gewesen sei. Sowohl die Weiterleitungspflicht als auch die damit einhergehende fingierte Fristwahrung nach § 4 Abs. 1 VPO/BL entfalle, wenn eine Eingabe - wie vorliegend - bewusst bei der unzuständigen Behörde eingereicht werde (angefochtenes Urteil E. 4.3).