Citation: 2C_112/2019 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz stellte eine Reihe von Indizien fest, aufgrund derer sie den Schluss zog, dass die Ehe zwischen dem Beschwerdeführer und seiner Schweizer Ex-Frau nur zum Schein geführt worden war. Namentlich hätte der Beschwerdeführer ohne die Ehe in der Schweiz keinen Anwesenheitsanspruch gehabt, sei die Kennenlernzeit sehr kurz gewesen, habe zwischen den Ehegatten ein erheblicher Altersunterschied von 16 Jahren bestanden, sei der zeitliche Ablauf für eine Scheinehe typisch gewesen und habe der Beschwerdeführer während der Ehe mit seiner Ex-Frau ein drittes gemeinsames Kind mit der Mutter seiner anderen beiden Kinder gezeugt. Aus dem letztgenannten Umstand sowie der Heirat des Beschwerdeführers mit der Mutter seiner drei Kinder im Jahr 2014 und verschiedener weiterer Umstände folgerte die Vorinstanz, dass der Beschwerdeführer mit der Mutter seiner Kinder während der Dauer der im Jahr 2011 geschiedenen Ehe eine Parallelbeziehung führte. Die Behauptung des Beschwerdeführers, das dritte Kind sei einem Seitensprung entsprungen und er habe trotz unbestrittenem dauerhaftem Kontakt zu seinen beiden Kindern und seiner heutigen Ehefrau nichts von der Schwangerschaft gewusst, hielt die Vorinstanz nicht für glaubhaft.