Citation: 6B_292/2023 E. 1.5.2

1.5.2. Die Vorinstanz prüft die berufliche Integration des Beschwerdegegners zutreffend. Er hat im Jahr 2007 seine kaufmännische Lehre abgeschlossen und anschliessend bis 2012 auf seinem Beruf gearbeitet. Anschliessend wechselte er zu einer Pizzalieferkette und in den Logistikbereich eines Lebensmittelhändlers, bevor er eine längere Amerikareise unternahm. Von Ende 2014 bis Ende 2017 war er für eine Personalvermittlung tätig. In der Folge hatte er mehrere kurzzeitige Temporäranstellungen, im Frühjahr 2020 verbrachte er nach Ausbruch der Corona-Pandemie im Zusammenhang mit der professionellen Front- und Backenderstellung eines Onlineshops einen mehrmonatigen Aufenthalt in Spanien. Danach ist er als Allrounder bei einer Firma eingestiegen und seit Mitte Juli 2022 in einer Vollzeitanstellung bei B.________ AG tätig. Wie sowohl die Beschwerdeführerin als auch die Vorinstanz gestützt darauf zu Recht ausführen, verlief die berufliche Entwicklung des Beschwerdegegners nicht geradlinig. Ab 2018 kam es zu keiner längeren Anstellung, kurzzeitig - zum Zeitpunkt seiner Verhaftung am 3. Juni 2021 - war der Beschwerdegegner arbeitslos. Der Beschwerdeführerin ist insoweit zuzustimmen, als dass die wirtschaftliche Integration in den letzten Jahren durchaus getrübt war. Dass in einem jungen Berufsleben Phasen der beruflichen Umorientierung bzw. Veränderung entstehen, kann dem Beschwerdegegner indes nicht übermässig zur Last gelegt werden. Vielmehr ist ihm mit der Vorinstanz zugute zu halten, dass er seit seinem Lehrabschluss im Jahr 2007 nie von längerer Arbeitslosigkeit geprägt war. Was die Beschwerdeführerin dagegen einwendet, verfängt nicht. Der Umstand, dass der Beschwerdegegner zum Zeitpunkt seiner Verhaftung kurzzeitig arbeitslos war, vermag die ansonsten durchaus vorhandene berufliche Integration nicht zu relativieren. Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführerin nichts für sich ableiten kann und teilweise vom vorinstanzlichen Sachverhalt abweicht, wenn sie geltend macht, der Beschwerdegegner habe im Zeitpunkt der erstinstanzlichen Hauptverhandlung Aussicht auf eine Festanstellung bei seiner damaligen Arbeitgeberin gehabt, und in diesem Zusammenhang behauptet, "daraus wurde dann doch nichts". Die Umstände, wie es zur Anstellung ab Mitte Juli 2022 bei der B.________ AG kam, werden vor der Vorinstanz nicht präzisiert; dies wird indes von der Beschwerdeführerin nicht als willkürlich ausgewiesen.