Citation: 1C_231/2023 E. 3.4

3.4. Im Rahmen der verkehrsmedizinischen Begutachtung des Beschwerdeführers wurde eine Haaranalyse durchgeführt. Diese ergab für den Zeitraum von Anfang März bis Anfang Mai 2022 einen EtG-Wert von mehr als 100 pg/mg. Die Gutachterin hielt zudem im Gutachten vom 27. September 2022 fest, dass die beweissichere Atemalkohol-Messung vom 13. Februar 2022 0.94 mg/l ergeben habe, was einer Blutalkoholkonzentration von 1,88 Promille entspreche. In der Gesamtschau konstatierte sie, dass diagnostisch von einem persistierenden (d.h. andauernden), verkehrsrelevanten Alkoholmissbrauch ausgegangen werden müsse. Nachdem der Beschwerdeführer zum Gutachten Stellung genommen und verschiedene Einwände erhoben hatte, gab das Amt für Strassenverkehr und Schiffart der Gutachterin Gelegenheit mitzuteilen, ob sich gestützt darauf an ihren Schlussfolgerungen etwas änderte. Sie reichte am 30. November 2022 eine Stellungnahme ein, worin sie begründete, dass dies nicht der Fall sei. Im Folgenden ist zu untersuchen, ob an der gutachterlichen Einschätzung, wie sie im Gutachten und seiner Ergänzung zum Ausdruck kommt, angesichts der Einwände des Beschwerdeführers ernsthafte Zweifel bestehen.