Citation: 6B_1264/2021 E. 1.2.1

1.2.1. Die Vorinstanz bejaht einen schweren persönlichen Härtefall, gewichtet jedoch die öffentlichen Interessen an einer Landesverweisung höher als die privaten Interessen des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz. Sie hält mitunter fest, der Beschwerdeführer sei in der Schweiz aufgewachsen, lebe seit rund 50 Jahren hier und spreche sehr gut Schweizerdeutsch. Er habe hier auch die Schulen grossmehrheitlich besucht, die Lehre als Elektronikmonteur abgeschlossen und, soweit er nicht arbeitslos gewesen sei, hauptsächlich in der Gastronomie gearbeitet. Auch sein Familien- sowie Freundes- und Kollegenkreis befinde sich in der Schweiz. Relativierend erwägt die Vorinstanz jedoch, angesichts seiner langjährigen Delinquenz und seiner zahlreichen Vorstrafen könne nicht von einer guten Integration in der Schweiz gesprochen werden. So sei ihm auch bereits der Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung ausdrücklich angedroht worden. Hinzu komme, dass der Beschwerdeführer sein letztes regelmässiges (legales) Einkommen im Jahr 2004 erzielt habe und er hoch verschuldet sei. Mit Blick auf eine allfällige Wiedereingliederung in seinem Heimatland bringt die Vorinstanz vor, er spreche die griechische Sprache gut. Zwar habe er abgesehen von zwei Jahren im Kindesalter sowie Ferienaufenthalten nie in Griechenland gelebt oder gearbeitet. Jedoch würden ihm seine vielfältigen Erfahrungen in der Gastronomie zumindest grundsätzlich erlauben, Arbeit in Griechenland zu finden. Seine beruflichen Integrationschancen würden in Griechenland indes nicht schlechter stehen als in der Schweiz. Er sei immerhin mit der griechischen Sprache und Kultur vertraut, ledig, kinderlos und entsprechend ungebunden. Zudem habe der Beschwerdeführer in Griechenland eine gewisse Verwandtschaft, auch wenn zu dieser gemäss einen eigenen Angaben derzeit kein Kontakt bestehe.