Citation: 1P.634/1999 05.01.2000 E. 2

2.- Das Bundesgericht prüft die Zulässigkeit der bei ihm eingereichten staatsrechtlichen Beschwerden von Amtes wegen und mit freier Kognition (BGE 125 I 14 E. 2a S. 16, 253 E. 1a S. 254; 125 II 293 E. 1a S.299, mit Hinweisen). a) Nach Art. 88 OG steht das Recht, staatsrechtliche Beschwerde zu führen, Bürgern (Privaten) und Korporationen bezüglich solcher Rechtsverletzungen zu, die sie durch allgemeinverbindliche oder sie persönlich treffende Erlasse oder Verfügungen erlitten haben. Ob die Legitimationspraxis des Bundesgerichts zur Willkürbeschwerde (siehe dazu BGE 121 I 267 E. 2 S. 268 f.; 120 Ia 110 E. 1a S. 111; 119 Ia 445 E. 1a/aa S. 447; 117 Ia 90 E. 2 S. 93; vgl. auch BGE 125 I 253 E. 1b S. 254 f.; 121 IV 317 E. 3b S. 324) nach der am 1. Januar 2000 in Kraft getretenen Bundesverfassung vom 18. April 1999, und insbesondere im Licht von Art. 9 BV (vgl. Art. 4 der alten Bundesverfassung [aBV]), gelockert werden muss, kann offen bleiben. Denn im Zusammenhang mit Straftaten, welche die körperliche oder psychische Integrität einer anderen Person beeinträchtigt haben, wird in Art. 8 Abs. 1 lit. c in Verbindung mit Art. 2 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Hilfe an Opfer von Straftaten (Opferhilfegesetz [OHG]; SR 312. 5) ohnehin eine Spezialregelung getroffen. Diese gilt auch für die staatsrechtliche Beschwerde (BGE 125 I 253 E. 1c S. 255; 120 Ia 101 E. 2a S. 105; 157 E. 2c S. 162). Dernach kann das Opfer ein Strafurteil mit den gleichen Rechtsmitteln anfechten wie der Beschuldigte, wenn es sich bereits vorher am Verfahren beteiligt hat und soweit der Entscheid seine Zivilansprüche betrifft oder sich auf deren Beurteilung auswirken kann. Auch der Ehegatte des Opfers kommt in den Genuss dieser Regelung (Art. 2 Abs. 2 OHG). Streitgegenstand bildet hier die Beteiligung der Beschwerdeführerin am erstinstanzlichen Strafverfahren, welche wiederum als Voraussetzung für deren Legitimation im kantonsgerichtlichen Verfahren gilt. Da sich somit die Eintretensfrage für das bundesgerichtliche Verfahren mit der materiellrechtlichen Frage deckt, ist die Beschwerdelegitimation ohne weiteres zu bejahen. b) Soweit die Beschwerdeführerin beantragt, das Kantonsgericht sei anzuweisen, die Berufung an die Hand zu nehmen, ist wegen der grundsätzlich kassatorischen Wirkung der staatsrechtlichen Beschwerde (BGE 125 I 104 E. 1b S. 107, mit Hinweisen) auf diese Beschwerde nicht einzutreten.