Citation: 1A.145/2002 13.11.2002 E. A

Am 5. Juli 1996 erkannte das Fürstlich Liechtensteinische Landgericht den Schweizer Staatsangehörigen A.________ schuldig des gewerbsmässigen schweren Betruges sowie der Begünstigung eines Gläubigers und auferlegte ihm im Zusatz zum Urteil eines französischen Gerichts vom September 1991 eine Freiheitsstrafe von 5 Jahren und 2 Monaten. Das Landgericht kam zum Schluss, A.________ habe von 1986 bis 1990 als bestimmendes Organ der X.________ AG Anleger um rund 13 Millionen Schweizer Franken und 1,7 Millionen DM betrogen. Ausserdem habe er im Jahre 1990 nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit der X.________ AG einen ihrer Gläubiger begünstigt, indem er diesem aus den noch vorhandenen Anlagegeldern einen Betrag von ca. 1 Million Schweizer Franken ausbezahlt habe. Der von A.________ dagegen erhobenen Berufung gab das Fürstlich Liechtensteinische Obergericht am 28. Mai 1997 einzig in Bezug auf die Strafe Folge und setzte diese auf 4 Jahre und 2 Monate herab. Dieses Urteil focht A.________ mit Revision beim Fürstlich Liechtensteinischen Obersten Gerichtshof an. Dieser gab der Revision am 5. Februar 1998 keine Folge. Am 25. Februar 1998 forderte das Fürstlich Liechtensteinische Landgericht A.________ auf, die Freiheitsstrafe von vier Jahren und zwei Monaten innert vier Wochen im Gefangenenhaus Vaduz anzutreten. Mit Beschluss vom 4. November 1998 wies das Fürstlich Liechtensteinische Landgericht den Antrag von A.________ um Bewilligung des Aufschubs des Strafvollzuges ab. Der dagegen von A.________ erhobenen Beschwerde gab das Fürstlich Liechtensteinische Obergericht am 10. Februar 1999 keine Folge. Da A.________ die Freiheitsstrafe nicht antrat, erliess das Fürstlich Liechtensteinische Landgericht am 22. März 1999 einen Haftbefehl.