Citation: 1C_516/2016 E. 5.5

5.5. Das ARE führt aus, der überwiegende Teil des Wies- und Weidelands des Beschwerdeführers sei Pachtland. Dazu gehöre eine Parzelle von 2.81 ha in rund 15 km Entfernung. Weshalb der Beschwerdeführer dieses angeblich der "Ballenproduktion von Rossheu" dienende Wiesland gepachtet habe, sei nicht ersichtlich. Für drei Pferde reiche eine Raufutterfläche von rund 1 ha aus. Die bewilligte Rebfläche von 0.61 ha liege im Grenzbereich zwischen Hobby- und Kleinbetrieb. Die Berechnung vom 31. Januar 2016 weise 0.583 SAK aus, wobei 0.366 SAK auf den Rebbau entfielen, einschliesslich 0.183 SAK für die Kelterei. Für Letztere falle vorderhand, d.h. bis zur ersten Traubenverarbeitung, kein Aufwand an. Der Arbeits- bzw. Zeitaufwand sei freilich nicht allein ausschlaggebend. Hinsichtlich des Einkommens sei anhand gesicherter Erfahrungswerte eine Prognose zu erstellen, da bisher kein Wein produziert worden sei. Beim von der Dienststelle lawa prognostizierten Rohertrag stelle sich unweigerlich die Frage, weshalb Riesling in der Schweiz bislang eine Rarität geblieben sei, denn bei einem derart hohen Ertrag müsste die Rebsorte eine viel grössere Verbreitung gefunden haben. Unerwähnt bleibe in der Prognose auch, dass sich die Rebfläche an einem Ort befinde, wo bisher kein Weinbau betrieben worden sei. Wie gut die neu gepflanzten Reben gedeihen, welchen Ernteertrag sie abwerfen, von welcher Qualität die geernteten Trauben und der daraus gegorene Wein sein würden und ob sich genügend Käufer fänden, die bereit seien, den als Berechnungsgrundlage angenommenen Preis von Fr. 25.-- pro Flasche zu zahlen, sei völlig offen. Die Prognose fusse mit anderen Worten nicht auf gesicherten Erfahrungswerten, sondern durchwegs auf optimistischen Annahmen, die mit vielen Unsicherheiten behaftet seien. Es könne deshalb nicht darauf abgestellt werden. Die Dienststelle lawa sei in ihren Berechnungen von wiederkehrenden jährlichen Aufwendungen von Fr. 55'000.-- ausgegangen. Bei den prognostizierten 4'000 Flaschen müsste der Beschwerdeführer einen Preis von Fr. 14.-- erzielen und sämtliche Flaschen verkaufen, um nur die laufenden Kosten zu decken.