Citation: 5A_433/2017 E. 5.3.3

5.3.3. Das Kantonsgericht hat unter Berufung auf das Urteil des Gerichtspräsidiums Gaster vom 16. Mai 2000 festgehalten, der Beschwerdegegner habe während des Zusammenlebens der Parteien eine berufliche Weiterbildung begonnen. Die kantonalen Instanzen seien damals davon ausgegangen, es sei nicht sinnvoll, den Beschwerdegegner zum Abbruch der Weiterbildung anzuhalten, da er nach ihrem Abschluss vermutlich mehr verdienen werde, und seien daher von einem monatlichen Einkommen des Beschwerdegegners von Fr. 8'400.-- ausgegangen, welches dem Einkommen bei einem Pensum von rund 80 % entsprach (100 % = Fr. 10'500.--). Das Kantonsgericht hat im Weiteren festgehalten, der Beschwerdegegner habe nach Abschluss seiner Weiterbildung keine Lohnerhöhung erhalten. Im Jahr 2000 habe er ein Einkommen von Fr. 8'320.-- und im Jahr 2001 von rund Fr. 8'332.-- pro Monat erzielt. Per Ende März 2003 bis Ende Oktober 2003 sei der Beschwerdegegner arbeitslos gewesen. Ab 1. November 2003 habe sein Einkommen rund Fr. 10'806.-- pro Monat betragen. Im Jahr 2003 habe er mit den Arbeitslosentaggeldern ein durchschnittliches Einkommen von Fr. 7'000.-- verdient. Seit der im März/April 1999 erfolgten Trennung der Parteien und der im Jahr 2000 erfolgten Ausbildung habe der Beschwerdegegner somit in den drei folgenden Jahren keinen Karrieresprung mit höherem Einkommen erzielt. Das Einkommen in den Jahren 2004 und 2005 sei nicht bekannt. Auf die Edition der diesbezüglich verlangten Belege sei zu verzichten, zumal diese Jahre nicht mehr in engem zeitlichem Zusammenhang mit der Trennung lägen und folglich den zuletzt vor Aufhebung des gemeinsamen Haushalts gelebten Standard nicht mehr hätten beeinflussen können. Somit habe es bei einem Einkommen des Beschwerdegegners von Fr. 8'400.-- pro Monat sein Bewenden.