Citation: 1C_842/2013 E. 3.2

3.2. Nach Art. 78 VRG/GR wird die im Rechtsmittelverfahren unterliegende Partei in der Regel verpflichtet, der obsiegenden Partei die durch den Rechtsstreit verursachten notwendigen Kosten zu ersetzen (Abs. 1). Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten Organisationen wird in der Regel keine Parteientschädigung zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegen (Abs. 2). Das Einführungsgesetz des Kantons Graubünden zur Ausländer- und Asylgesetzgebung des Bundes vom 10. Dezember 2008 (EGzAAG/GR; BR 618.100) sieht für die Unterbringung der Asylsuchenden zwei Möglichkeiten vor, nämlich dass der Kanton die Gemeinden verpflichtet, die Asylsuchenden nach Massgabe ihrer Bevölkerungszahl aufzunehmen (Art. 4 Abs. 1 EGzAAG/GR), oder dass der Kanton eigene Unterbringungszentren führt (vgl. Art. 4 Abs. 2 EGzAAG/GR). Der Beschwerdegegner hat sich entschieden, die Unterbringung der Asylsuchenden in Anwendung von Art. 4 Abs. 2 EGzAAG/GR zur Entlastung der Gemeinden selbst wahrzunehmen. In seiner Vernehmlassung an das Bundesgericht hält er fest, die geplante Inbetriebnahme des Transitzentrums im Hotel Rustico in Laax bilde Teil des kantonalen Asylkonzepts, und es bestehe ein gewichtiges öffentliches Interesse an einer raschen Inbetriebnahme des Zentrums. Ausgehend hiervon sind die Ausführungen im angefochtenen Urteil, wonach die vorliegende Auseinandersetzung nicht in Erfüllung der gesetzlichen Pflichten des Kantons zur Zurverfügungstellung von Asylunterkünften erfolge, sondern der Kanton als Privater auftrete, nicht nachvollziehbar. Die Vorinstanz ist mithin in Willkür verfallen, indem sie die Beschwerdeführerin mit der Begründung, der Beschwerdegegner obsiege nicht in seinem amtlichen Wirkungskreis, zur Bezahlung einer Entschädigung verpflichtet hat.