Citation: 1A.235/2000 21.02.2001 E. 2

2.- Der Beschwerdeführer rügt eine unrichtige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör. a) Vor dem Sozialversicherungsgericht machte der Beschwerdeführer geltend, der Unfall habe eine vielversprechende Karriere als Unternehmer und Pilot und damit seinen Jugendtraum zunichte gemacht. Das Gericht führte dazu aus: "Bezüglich der geltend gemachten, bevorstehenden Karriere als Pilot (Betrieb eines Flugtaxi-Unternehmens) beziehungsweise der entsprechenden Verdienstmöglichkeiten (vgl. Urk. 18 S. 8) ist zu bemerken, dass dies vorliegend nicht genugtuungserhöhend berücksichtigt werden kann. Wie im Urteil vom 13. Juni 2000 (Prozess-Nr. OH.99.00002 i.S. der Parteien) erwogen wurde, war nicht zu erwarten, dass der Beschwerdeführer in absehbarer Zeit ein solches Unternehmen hätte führen können" (angefochtener Entscheid S. 7). Der Beschwerdeführer bringt vor, anscheinend habe die Vorinstanz in jenem anderen Verfahren beim Bundesamt für Zivilluftfahrt Abklärungen getätigt, ob er oder die Air Turicum über eine Betriebsbewilligung für die gewerbsmässige Beförderung von Personen oder Gütern verfügt habe. Das Resultat dieser Abklärungen sei ihm jedoch nie zur Stellungnahme zugestellt und nicht zu den Akten des vorliegenden Verfahrens genommen worden. Es würden im vorliegend angefochtenen Urteil auch keine Erwägungen darüber angestellt, weshalb nicht zu erwarten gewesen wäre, er hätte ein solches Unternehmen führen können. Damit sei sein Gehörsanspruch verletzt worden. b) Es ist nicht unzulässig, in einem Urteil auf Sachverhaltsfeststellungen abzustellen, die in einem anderen Urteil zwischen den gleichen Parteien getroffen worden sind, sofern die betroffene Partei Möglichkeit und Anlass gehabt hätte, sich in jenem Verfahren dazu zu äussern. Die Frage, ob der Beschwerdeführer in Zukunft mit erheblicher Wahrscheinlichkeit eine Tätigkeit als Flugunternehmer hätte ausüben können, bildete offensichtlich Thema des Urteils vom 13. Juni 2000. Sollte jenes Urteil unrichtig gewesen oder unter Verletzung des rechtlichen Gehörs zustande gekommen sein, so hätte der Beschwerdeführer die Möglichkeit gehabt, es anzufechten. Zudem hat der Beschwerdeführer selber dem Sozialversicherungsgericht Unterlagen eingereicht, aus welchen hervorgeht, dass sein Berufspilotenausweis im Zeitpunkt des Unfalls erloschen war. Das Sozialversicherungsgericht hat den Anspruch auf rechtliches Gehör nicht verletzt, wenn es, ohne dem Beschwerdeführer dazu noch eine besondere Äusserungsmöglichkeit gegeben zu haben, angenommen hat, eine Berufspilotenkarriere habe nicht unmittelbar bevorgestanden. Schliesslich ist zu bemerken, dass der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) nur bezüglich rechtserheblicher Aspekte besteht. Die kantonalen Instanzen haben bei der Bemessung der Genugtuung berücksichtigt, dass der Beschwerdeführer nicht mehr auf seinem Beruf als Pilot arbeiten kann (E. 2c S. 3 des Entscheids vom 10. September 1999; E. 3c S. 7 des angefochtenen Urteils vom 26. Juni 2000). Darüber hinaus spezifisch zu berücksichtigen, ob der Beschwerdeführer ohne seinen Unfall als Chefpilot und Flugunternehmer hätte arbeiten können, besteht keine Veranlassung (vgl. hinten E. 5f/bb). Dieser Aspekt ist somit nicht rechtserheblich gewesen.