Citation: 8C_1016/2008 03.07.2009 E. 3.1

Dr. med. G.________, Spezialarzt für chirurgische Orthopädie, vom Spital F.________ untersuchte den Beschwerdeführer am 7. Juli 2000 im Rahmen seines Fachgebietes und attestierte ihm auf Grund der dabei erhobenen Befunde in seiner bisherigen Tätigkeit eine mindestens 50%ige und im ursprünglichen Beruf als Schweisser sogar eine 75%ige Arbeitsfähigkeit. Davon ausgehend ermittelte die SUVA mittels Einkommensvergleichs einen Invaliditätsgrad von 55 %. Zum selben Ergebnis gelangte auch die IV-Stelle. Trotz der relativ hohen verbliebenen Restarbeitsfähigkeit nahm der Beschwerdeführer nach seinem Unfall vom 17. April 1996 keine Erwerbstätigkeit mehr auf. Die von Dr. med. G.________ geschätzte Einschränkung des Leistungsvermögens wird einzig mit somatischen Beeinträchtigungen begründet. Auch der Psychiater und Psychotherapeut Dr. med. I.________ ging in seiner Expertise vom 6. Februar 2002 von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit aus, wobei auch er keine invalidisierenden Behinderungen psychischer Art erwähnte. Es ist daher davon auszugehen, dass die von den Ärzten bescheinigte Verminderung der Arbeitsfähigkeit ihre Begründung einzig in körperlichen Leiden findet. Zwar mag eingeräumt werden, dass die von der IV-Stelle erwartete und verlangte psychotherapeutische Behandlung dem Beschwerdeführer insoweit eine gewisse Hilfe zu bieten vermöchte, als sie ihn allenfalls zur Verwertung seiner Restarbeitsfähigkeit bewegen könnte. Dies würde jedoch nichts daran ändern, dass er aus rein somatischen Gründen als bloss zu 50 % arbeitsfähig zu betrachten ist. Eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit im Sinne von Art. 21 Abs. 4 Satz 1 ATSG wäre auch von einer psychotherapeutischen Behandlung jedoch nicht zu erwarten. Indem die Verwaltung am 21. Januar 2005 dennoch eine sofortige Leistungsverweigerung verfügte, wurde diese Bestimmung verletzt. Der damit rechtswidrige kantonale Entscheid ist daher - wie auch der Einspracheentscheid vom 15. März 2006 - in Gutheissung der erhobenen Beschwerde aufzuheben. 3.2 Zu bemerken bleibt, dass auch die Angemessenheit der wenige Tage vor Weihnachten 2004 erfolgten Ansetzung einer Frist bis 10. Januar 2005 nicht ohne weiteres überzeugt. Dasselbe gilt für die nicht bloss vorübergehende, sondern gleich dauernde Leistungsverweigerung, nachdem sich der Beschwerdeführer immerhin bereits am 24. Februar 2005 noch im Einspracheverfahren bereit erklärt hat, sich beim Psychiater und Psychotherapeuten Dr. med. K.________ in Behandlung zu begeben und dies in der Folge ab 10. Mai 2005 auch tatsächlich getan hat. Dass der am 19. Oktober 2005 auf Initiative des behandelnden Psychiaters erfolgte Abbruch dieser Therapie auf eine Widersetzlichkeit des Beschwerdeführers zurückzuführen gewesen wäre, geht jedenfalls weder aus dem Bericht des Dr. med. K.________ vom 17. November 2005 noch aus dessen im vorliegenden Verfahren eingereichten, als neues Beweismittel allerdings nicht mehr zulässigen (Art. 99 Abs. 1 BGG) Erklärung vom 25. November 2008 hervor. Insbesondere ist dem Beschwerdeführer darin beizupflichten, dass sein von Dr. med. K.________ unter dem Begriff "l'insight nécessaire" bemängeltes Verhalten nicht als "mangelnde Kooperation" gelten kann, sondern eher mit "fehlende Einsicht in die Notwendigkeit einer Behandlung" zu übersetzen wäre. Es besteht unter diesen Umständen kein Anlass, dem Beschwerdeführer den ausgebliebenen Erfolg der durchgeführten psychotherapeutischen Vorkehr anzulasten.