Citation: 5A_899/2023 E. A

Die Beschwerdeführerin 2 ist die 2008 geborene Tochter der Beschwerdeführerin 1. Der Vater lebt in England, wobei kein Kontakt besteht. Am 26. Januar 2023 meldete die Mutter die Tochter notfallmässig beim JKPD Thurgau zur Beurteilung an. In der Folge nahm die Tochter diverse Therapiestunden beim ambulanten Kriseninterventionsteam wahr. Am 22. Februar 2023 erstattete Dr. med. C.________ eine Gefährdungsmeldung zuhanden der KESB Frauenfeld und beantragte die verdeckte Platzierung des Kindes. Am 9. März 2023 entzog die KESB der Mutter superprovisorisch die Obhut, brachte das Kind in einer sozialpädagogischen Pflegefamilie unter und ernannte einen Beistand. Am gleichen Tag hörte die KESB die Mutter und die Tochter an und am 13. April 2023 bestellte sie einen Kindesanwalt. Am 21. Juni 2023 entschied die KESB, dass das Aufenthaltsbestimmungsrecht entzogen und die Tochter bei der Pflegefamilie untergebracht bleibe; sodann beschränkte sie die elterliche Sorge der Mutter in den Bereichen der schulischen, beruflichen, gesundheitlichen und psychischen Entwicklung des Kindes.