Citation: 6B_542/2019 E. 2.3.2

2.3.2. Als unbehelflich erweisen sich die Einwände der Beschwerdeführerin in Bezug auf die vorinstanzliche Würdigung der Arztberichte. Die Vorinstanz stellt hierzu fest, es sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin dem behandelnden Arzt erst am 18. März 2016, mithin rund 2 ½ Wochen später, über den vermeintlichen Vorfall informiert habe. Ihre anlässlich der Haupt- und der Berufungsverhandlung gemachte Aussage, wonach sie ihren Arzt kurz nach dem Vorfall entsprechend informiert haben wolle, widerspreche folglich den Angaben des Arztes. Wenn die Beschwerdeführerin ihren Arzt tatsächlich kurz nach dem Vorfall informiert hätte, hätte dieser anlässlich der Kontrolluntersuchung vom 7. März 2016 die betroffene Brust auf allfällige Beeinträchtigungen untersucht und dies auch in seinem Konsultationsbericht vom 7. März 2016 erwähnt; was jedoch nicht der Fall sei (Urteil S. 18 E. 4.5.4). Diese Feststellung ist selbst dann nicht zu beanstanden, wenn die am 7. März 2016 vorgenommene Kontrolluntersuchung die rechte und nicht die linke Brust betraf (Beschwerde S. 5). Die Vorinstanz hält ohne Willkür weiter fest, entgegen der von der Beschwerdeführerin vertretenen Auffassung würden auch die Diagnose und weiteren Ausführungen des behandelnden Arztes die dem Beschwerdegegner vorgeworfene Tathandlung nicht zu beweisen vermögen. Zusammenfassend ergebe sich anhand der Einschätzungen des Mediziners zwar, dass die dem Beschwerdegegner vorgeworfene Handlung aus medizinischer Sicht geeignet wäre, eine Verletzung nach der Art der eingetretenen zu verursachen. Allerdings würden auch andere äussere Einflüsse (anderweitige kräftige Manipulation, Trauma) als grundsätzlich denkbare Ursache erkannt. Insgesamt würden die Arztberichte den Vorwurf gegen den Beschwerdegegner weder erhärten noch widerlegen (Urteil S. 19 f. E. 4.6).