Citation: 6A.67/2003 01.10.2003 E. 2

Es ist davon auszugehen, dass das Justizdepartement die bedingte Entlassung nicht aufgeschoben hat, um eine komplikationslose Ausschaffung des Beschwerdeführers zu ermöglichen. Der Aufschub wurde angeordnet, weil das Departement eine günstige Prognose für die Bewährung des Beschwerdeführers als nicht gegeben erachtete, wenn er ohne Arbeit und ohne soziale Beziehungen in die Schweiz entlassen würde (angefochtener Entscheid S. 7 oben). Die von den kantonalen Behörden angeordnete Verknüpfung von bedingter Entlassung und unbedingter Landesverweisung ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung unter dem Gesichtswinkel der Prognose zulässig, zumal sie für den Verurteilten günstiger ist als die Verweigerung der bedingten Entlassung mit der Folge, dass der Verurteilte die Strafe vollständig verbüssen müsste und am Ende der Strafe aus der Schweiz verwiesen würde. Wird also eine günstige Prognose für den Verbleib in der Schweiz verneint, kann die bedingte Entlassung mit der unbedingten Landesverweisung verbunden und vom Vollzug der Landesverweisung abhängig gemacht werden (Marianne Heer-Hensler/Hans Wiprächtiger, Ausgewählte Fragen bei der Entlassung aus dem Strafvollzug und dem Massnahmenvollzug, in: Brennpunkt Strafvollzug, Bern 2002, S. 55 mit Hinweis auf das Urteil des Bundesgerichts 6A.78/2000 vom 3. November 2000, E. 2; ebenso das von der Vorinstanz zitierte Urteil des Bundesgerichts 6A.28/1998 vom 8. Juni 1998, E. 2b). Der Beschwerdeführer bringt in Bezug auf die Prognose nur vor, er habe im Kanton Schwyz viele Kollegen, die ihn auch im Strafvollzug besucht hätten (Beschwerde S. 4 Ziff. 10). Damit ist jedoch noch nicht dargetan, dass er in der Schweiz über ein tragfähiges Beziehungsnetz verfügt, welches ihm dabei hilft, sich in Zukunft zu bewähren. Dazu kommt, dass er ohne Arbeit ist und angesichts der angespannten Lage auf dem schweizerischen Arbeitsmarkt und der mehrjährigen Vorstrafe auch geringe Aussichten hat, in der Schweiz arbeitsmässig Fuss zu fassen. Der Entscheid der Vorinstanz, die in der vorliegenden Frage über ein erhebliches Ermessen verfügt (Art. 104 lit. a OG), ist nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist folglich abzuweisen. Mit dem Entscheid in der Sache ist das Gesuch um sofortige Haftentlassung gegenstandslos geworden.