Citation: 8C_149/2022 E. 6.1

6.1. Beschwerdeweise wird in formeller Hinsicht als Erstes geltend gemacht, der psychiatrische Gerichtssachverständige Dr. med. B.________ sei gegenüber dem Beschwerdeführer (negativ) voreingenommen gewesen, weshalb das Gutachten nicht verwertbar sei. Das kantonale Gericht hat sich mit den diesbezüglichen Einwänden bereits einlässlich und in nicht zu beanstandender Weise auseinandergesetzt. Zu ergänzen ist einzig, dass es zur Aufgabe des (Gerichts-) Gutachters gehört, den vom ihm erhobenen Befund anhand der Klinik kritisch zu überprüfen und dessen Auswirkungen bei der Untersuchung und im Alltag detailliert darzulegen. So darf der oder die medizinische Sachverständige die Angaben des Exploranden im Rahmen der klinischen Untersuchung nicht vorbehaltlos als richtig ansehen. Bestandteil einer stichhaltigen Begutachtung bilden unter anderem Angaben zum ärztlich beobachteten Verhalten, Feststellungen über die Konsistenz der gemachten Angaben wie auch Hinweise, welche zur Annahme von Aggravation führen können (statt vieler: Urteile 9C_38/2022 vom 24. Mai 2022 E. 4.3; 8C_390/2017 vom 9. November 2017 E. 4.1 mit Hinweis). Nichts anderes beinhalten die in der Beschwerde kritisierten Anmerkungen des psychiatrischen Experten Dr. med. B.________, welche - wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat - auch deutlich als solche gekennzeichnet sind. Dabei ist weder ersichtlich noch in der Beschwerde (substanziiert) dargelegt, inwieweit den geschilderten Einschränkungen (Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Schmerzen) nicht hinreichend und ernsthaft Rechnung getragen worden sein soll. Hinzu kommt, dass die psychiatrische Exploration von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen kann. Sie eröffnet dem begutachtenden Psychiater oder der begutachtenden Psychiaterin praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern bei der Begutachtung - wie hier - lege artis vorgegangen wird (Urteile 8C_28/2021 vom 9. April 2021 E. 4.2; 8C_720/2020 vom 8. Januar 2021 E. 4.2; 8C_107/2020 vom 17. April 2020 E. 4.1.3; je mit Hinweisen). Demnach besteht, wie die Vorinstanz zutreffend erkannt hat, kein Anhaltspunkt für eine Befangen- oder Voreingenommenheit des psychiatrischen Gerichtsgutachters.