Citation: 1B_61/2019 E. 2.2

2.2. Die Erhebung der Randdaten der Mobiltelefone hat ergeben, dass der Beschwerdeführer und der Mitbeschuldigte in der Tatnacht zwischen 00.58 Uhr und 02.30 Uhr mit ihren Handys mehrmals miteinander telefonierten, dass um 03.30 Uhr nacheinander beide Mobiltelefone vom Netz verschwanden und dass sie um 05.30 Uhr im Seefeld wieder ans Netz gingen. Dies vermag zwar, wie bereits im Urteil 1B_361/2018 festgestellt, den Verdacht zu begründen, dass der Beschwerdeführer und der Mitbeschuldigte, dessen Anwesenheit am Tatort durch DNA-Spuren erstellt ist, nach der Tötung von B.________ in Küsnacht gemeinsam nach Zürich fuhren, wo sie die aus "Sicherheitsgründen" abgeschalteten Handys wieder einstellten. In einem frühen Stadium der Untersuchung liess sich daraus auch der Verdacht ableiten, dass der Beschwerdeführer an der Tötung beteiligt gewesen sein könnte. Einen Beweis, dass die beiden in der Tatnacht zusammen unterwegs waren, stellt die Erhebung der Randdaten indessen offenkundig nicht dar. Weitere Indizien für eine Tatbeteiligung des Beschwerdeführers wurden seither nicht gefunden. Dem angefochtenen Entscheid ist denn auch nicht zu entnehmen, was für konkrete Tatbeiträge der Beschwerdeführer geleistet haben und auf welche Indizien sich dieser Verdacht stützen soll. Die Spurensicherung hat keine Hinweise dafür ergeben, dass der Beschwerdeführer zur Tatzeit am Tatort war und den Mitbeschuldigten bei der Ausführung der Tat unterstützte. Selbst wenn er vom Mitbeschuldigten über die Tat informiert worden sein sollte, was angesichts der mehrfachen telefonischen Kontakte mitten in der Nacht, kurz vor der Tat und des simultanen Verschwindens vom bzw. wieder Auftauchens im Netz kurz danach durchaus naheliegen mag, so würde blosses Mitwissen noch keinen strafbaren Tatbeitrag darstellen. Auch der Umstand, dass der Beschwerdeführer, möglicherweise sogar im Wissen darum, woher der plötzliche "Reichtum" des Mitbeschuldigten stammte, in der auf die Tat folgenden Nacht zusammen mit diesem in einem Nachtklub feierte, lässt nicht zwingend darauf schliessen, dass er an der Tat beteiligt war. Das Obergericht führt zwar noch eine Reihe weiterer Indizien an, die den Beschwerdeführer belasten sollen (angefochtener Entscheid E. 4b S. 9 ff.). Diese belasten indessen praktisch ausschliesslich den Mitbeschuldigten und seine damalige Freundin, die die Tötung ihrer Mutter in Auftrag gegeben haben soll. Den Beschwerdeführer direkt betrifft einzig eine WhatsApp-Nachricht vom 10. September 2016, mit welcher er den Beschuldigten aufforderte, ihm Geld zu überweisen. Das könnte natürlich eine Aufforderung gewesen sein, ihm seinen Anteil an der Beute zu überweisen. Belegt ist das aber nicht, und die Geldforderung kann auch einen ganz anderen Hintergrund gehabt haben. Zusammenfassend ergibt sich, dass jedenfalls aufgrund der im Haftprüfungsverfahren vorzunehmenden summarischen Prüfung nicht ersichtlich ist, welchen konkreten Tatbeitrag der Beschwerdeführer zur Tötung von B.________ geleistet bzw. in welcher Weise er daran mitgewirkt haben könnte. Im Endstadium der Untersuchung reicht diese Beweislage nicht aus, um einen die Fortführung der Untersuchungshaft rechtfertigenden Tatverdacht anzunehmen.