Citation: 2C_746/2020 E. 2.3.3

2.3.3. Als willkürlich erachtet der Beschwerdeführer auch die Feststellung der Vorinstanz, wonach seine Rückkehr nach Sri Lanka mit der damit verbundenen Retraumatisierung infolge einer posttraumatischen Belastungsstörung nicht zu einer raschen und lebensgefährdenden Beeinträchtigung seines Gesundheitszustandes führen würde (vgl. dazu E. 5.3.7 des angefochtenen Urteils). Der Beschwerdeführer rügt in diesem Zusammenhang, die Vorinstanz habe ein ärztliches Gutachten vom 16. April 2019 willkürlich gewürdigt. Damit greift er aber schon deshalb ins Leere, weil dem entsprechenden Arztzeugnis (Akten Vorinstanz, pag. 10A Beilage 28) konkret zu den Folgen einer allfälligen Rückkehr in der Heimat nur zu entnehmen ist, dass der Beschwerdeführer retraumatisiert würde und es vor allem aufgrund der Trennung von seinen Kindern zu einer Verschlimmerung des psychischen Zustandes käme. Konkrete Hinweise auf eine lebensgefährdende Beeinträchtigung des Gesundheitszustandes im Falle der Wegweisung lassen sich dem Arztzeugnis nicht entnehmen, obschon darin auch von einer Spitaleinweisung im Frühjahr 2019 aufgrund einer Zustandsverschlechterung mit bereits länger vorhandenen suizidalen Vorstellungen und aggressiven Durchbrüchen die Rede ist und darauf hingewiesen wird, dass zur Behandlung des Beschwerdeführers eine sichere Umgebung und Vertrauen in das therapeutische Setting erforderlich sind. Die Beweiswürdigung der Vorinstanz kann in diesem Punkt auch deshalb nicht als willkürlich bezeichnet werden, weil gemäss den Feststellungen im angefochtenen Urteil für die Leiden des Beschwerdeführers (eine posttraumatische Belastungsstörung, eine Persönlichkeitsstörung und eine Alkoholabhängigkeit) adäquate Therapiemöglichkeiten in seinem Heimatland bestehen (vgl. E. 5.3.7 des angefochtenen Urteils).