Citation: I 390/99 04.09.2000 E. 3

3.- a) Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid die medizinische Aktenlage sorgfältig gewürdigt und die einzelnen sich zum Teil widersprechenden Arztberichte gegeneinander abgewogen. Sie hat ausführlich begründet und zu Recht erkannt, dass zur Beurteilung der Frage der zumutbaren Arbeitsfähigkeit auf die Berichte der Klinik Y.________ (vom 15. Februar und 15. Juli 1996) und das aktuelle Gutachten von Dr. med. L.________ vom 29. April 1997 abgestellt werden darf. Danach steht fest, dass die Beschwerdeführerin in ihrer Arbeitsfähigkeit bei kniebelastenden Tätigkeiten zu 50 % eingeschränkt ist, hingegen bei Tätigkeiten, welche die Knie nicht belasten, von einer vollen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden kann, wobei Verrichtungen, die ein echtes räumliches Sehen erfordern, nicht in Frage kommen. Zwar hat sich Dr. med. L.________ in seinem schlüssigen, in Kenntnis der IV-Akten erstellten Gutachten, welches entgegen der Beschwerdeführerin den Anforderungen an ein medizinisches Gutachten genügt (BGE 122 V 160 Erw. 1c), hinsichtlich der Frage der Arbeitsfähigkeit explizit nur zur Tätigkeit als Putzfrau geäussert und diese im Umfang von 50 % aus medizinischer Sicht als absolut zumutbar bezeichnet. Es lässt sich jedoch nicht beanstanden, wenn die Vorinstanz auf dem Hintergrund der vorhandenen medizinischen Aktenlage insbesondere der Einschätzung der Klinik Y.________ - wo der letzte operative Eingriff vom 16. April 1996 stattgefunden hat - ohne zusätzliche Abklärungen zum Schluss gelangt ist, dass andere Verrichtungen, welche das Knie nicht belasten, uneingeschränkt zumutbar sind. Entgegen den Einwendungen der Beschwerdeführerin können die Berichte der Dres. H.________ und B.________ nicht zu einem andern Ergebnis führen. Indem Dr. med. H.________ und Dr. med. B.________ (erster Bericht vom 14. Dezember 1995) die Arbeitsfähigkeit in jeder andern Tätigkeit, also auch in einer der Behinderung angepassten pauschal ausschlossen, erweisen sich ihre Einschätzungen, wie die Vorinstanz zutreffend erkannt hat, als widersprüchlich, haben doch beide Mediziner die Tätigkeit als Putzfrau, welche kaum als knieschonender als andere Arbeiten bezeichnet werden kann, als zu 50 % zumutbar bezeichnet. Zudem begründet Dr. B.________ seine Festlegung der Invalidität auf 50 % nicht näher und sieht im Bericht vom 24. Mai 1996 die Zuständigkeit für die Bestimmung der Arbeitsfähigkeit bis auf weiteres bei der Klinik Y.________. Diese hat die Versicherte für behinderungsangepasste Werksarbeit sicher ab anfangs September als voll arbeitsfähig bezeichnet (Bericht vom 15. Juli 1996). Entgegen der Beschwerdeführerin sind überdies die Auswirkungen der Probleme im Rückenbereich wie auch die Einschränkung des Sehvermögens, welche gemäss Dr. med. S.________ bei langjähriger Einäugigkeit wie der vorliegenden, nur für Aufgaben, die ein echtes räumliches Sehvermögen voraussetzen, eine Rolle spielen, in die Beurteilung eingeflossen. Von einer ungenügenden medizinischen Entscheidgrundlage kann nicht die Rede sein. Das kantonale Gericht ist mithin zu Recht ohne zusätzliche Abklärungen von einer vollen Arbeitsfähigkeit für nicht kniebelastende Tätigkeiten ausgegangen. b) Bei der Festlegung des Invaliditätsgrades hat die Vorinstanz ein Invalideneinkommen von Fr. 40'176. -- (12 x Fr. 3'348. --) angenommen. Sie stützte sich dabei auf die Tabellenlöhne in der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 1996 und ging vom Zentralwert (Median) des monatlichen Bruttolohnes der Tabelle TA7, Ziffer 10 (Herstellen und bearbeiten von Produkten), Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) aus, was sich mit der Einschätzung der Berufsberaterin deckt (Bericht vom 2. November 1996). Dies ist grundsätzlich nicht zu beanstanden (BGE 124 V 322 Erw. 3b/aa). Hingegen hat das kantonale Gericht übersehen, dass der Tabellengruppe A der LSE generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zugrunde liegt, während die betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit 41.9 Stunden beträgt. Auf dieser Basis beläuft sich das Invalideneinkommen auf Fr. 42'084. -- (Fr. 3'507. -- x 12). In Gegenüberstellung mit dem korrekt ermittelten Valideneinkommen von Fr. 46'645. 30 resultiert ein Invaliditätsgrad von 9.8 %. Somit steht fest, dass die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid den Anspruch auf eine Invalidenrente wie auch auf eine Umschulung zu Recht verneint hat.