Citation: 4A_493/2020 E. 5.2.1

5.2.1. Die Vorinstanz prüfte dieses Argument der Beschwerdeführer ausführlich. Sie würdigte das Sitzungsprotokoll vom 23. Oktober 2015, die Aussagen von Angestellten der E.________ GmbH, die Aussagen des Beschwerdeführers, die Korrespondenz im Vorfeld der Sitzung vom 23. Oktober 2015, ein Musterblatt der D.________ GmbH und den Zeitpunkt der Einleitung der Gerichtsverfahren. Dabei kam die Vorinstanz zum Schluss, die Korrespondenz vor der Sitzung vom 23. Oktober 2015 zeige, dass während Wochen über eine Lösung verhandelt worden sei. Dabei habe der angebliche Verspätungsschaden den Hauptstreitpunkt gebildet. Hingegen seien keine Minderwerte wegen den leicht sichtbaren Rissen und Löchern beziffert worden. Dass diese überhaupt einen Mangel darstellten, sei auf Seiten der Beschwerdegegnerin vor der Sitzung vom 23. Oktober 2015 schriftlich bestritten worden. Das Sitzungsprotokoll bestätige weder eine Anerkennung noch eine vorbehaltlose Einlassung auf die sachliche Prüfung der gerügten Mängel. Vielmehr hätten sich die Angestellten mit ihren Vorgesetzten beraten wollen. Bereits am 1. September 2015 und damit vor der Sitzung vom 23. Oktober 2015 habe die Beschwerdegegnerin das Bauhandwerkerpfand eintragen lassen. Am 11. Januar 2016 habe sie Klage erhoben. Es sei nicht länger über die Risse und Löcher verhandelt worden. Ein stillschweigender Verzicht auf den Einwand der verspäteten Rüge sei somit nicht nachgewiesen.