Citation: 6B_419/2024 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdeführer wirft der Vorinstanz vor, die Vorstrafen mehrfach zu seinen Ungunsten berücksichtigt und damit das Doppelverwertungsverbot verletzt zu haben. Mithin seien die Vorstrafen bereits zur Begründung der negativen Prognose im Rahmen des Widerrufs herangezogen worden. Im Rahmen der Strafzumessung habe die Vorinstanz dann die Einsatzstrafe aufgrund der Vorstrafen von 70 Strafeinheiten auf 100 Strafeinheiten erhöht, um sie sodann für die Tatsache, dass das neue Delikt rund eineinhalb Jahre nach der Entlassung aus dem Strafvollzug und während laufender Probezeit begangen worden sei, auf 120 Strafeinheiten zu erhöhen. Insgesamt habe die Vorinstanz die Einsatzstrafe aufgrund der Vorstrafen fast verdoppelt und damit im Ergebnis auch den Grundsatz "ne bis in idem" verletzt. Eine Verletzung des Doppelverwertungsverbotes resp. des Grundsatzes "ne bis in idem" ist nicht erkennbar. Die Vorinstanz setzt die tatbezogene Einsatzstrafe aufgrund der als leicht beurteilten objektiven Tatschwere auf 90 Strafeinheiten fest und reduziert diese dann zufolge unzulässigen Verhaltens des polizeilichen Scheinkäufers um 20 auf 70 Strafeinheiten. Die subjektiven Tatkomponenten erachtet die Vorinstanz wie erwähnt als neutral. Die Vorstrafen berücksichtigt sie als erheblich straferhöhend und erhöht die Einsatzstrafe um 30 auf 100 Strafeinheiten. Dies ist in Anbetracht der vom Beschwerdeführer verwirkten drei einschlägigen Vorstrafen, mit denen er jeweils zu unbedingt ausgefällten Freiheitsstrafen und dabei unter anderem zu einer von 6 Jahren und 4 Monaten verurteilt worden ist, nicht zu beanstanden resp. bewegt sich dies im Rahmen des vorinstanzlichen Ermessens (vgl. Urteil 6B_510/2015 vom 25. August 2015 E. 1.5). Die weitere Erhöhung der Einsatzstrafe um 20 Strafeinheiten begründet die Vorinstanz mit dem Umstand, dass der Beschwerdeführer während laufender Probezeit (hinsichtlich der bedingten Entlassung) erneut einschlägig delinquiert hat, was ebenfalls keiner Korrektur bedarf. Die Delinquenz während laufender Probezeit stellt, wie auch die erneute Delinquenz während laufendem Strafverfahren, ein eigenständiges Strafzumessungskriterium dar. Eine Verletzung des Doppelverwertungsverbots kann schliesslich auch nicht darin erblickt werden, dass die Vorinstanz im Rahmen des Rückversetzungsentscheides für die Beurteilung der Prognose auch die Vorstrafen berücksichtigte. Beim Entscheid über die Rückversetzung handelt es sich um einen von der für die neue Delinquenz vorzunehmende Strafzumessung unabhängigen Entscheid.