Citation: 4A_471/2020 E. 3

Die Vorinstanz stellte fest, es sei unbestritten, dass der Beschwerdeführer vom Konto der Einzelunternehmung zwischen April 2015 bis Ende Mai 2017 insgesamt Fr. 93'576.95 durch Bar- oder Kontobezüge entnommen habe, davon Fr. 43'598.43 als Honorar und Fr. 49'978.52 als Auslagenersatz. Beide Parteien gingen sodann übereinstimmend davon aus, dass nach der Auflösung der Kollektivgesellschaft zumindest ein auftragsrechtliches Verhältnis zwischen ihnen bestanden habe, aufgrund dessen der Beschwerdeführer zu administrativen und steuerrechtlichen Tätigkeiten für die Einzelunternehmung verpflichtet gewesen sei. Mit der Erstinstanz ging die Vorinstanz sodann davon aus, dass eine konkludente Einigung bestanden habe, wonach der Beschwerdeführer grundsätzlich zu privaten Bezügen berechtigt gewesen sei. Damit eine Verrechnung mit der erheblich geringeren Forderung aus Schuldanerkennung entfiele, müsste der Beschwerdeführer aber berechtigte Ansprüche seinerseits von über Fr. 44'000.-- substanziieren können.