Citation: 6B_343/2020 E. 5.4

5.4. Das angefochtene Urteil verletzt schliesslich auch kein Bundesrecht, soweit die Vorinstanz den subjektiven Tatbestand bejaht. Dies steht zunächst ausser Frage, soweit der Beschwerdeführer Gelder im Umfang von rund Fr. 50'000.-- für eigene Zwecke verbraucht hat. Die erste Instanz ist zwar zum Schluss gelangt, die Verwendung der Gelder für private Zwecke sei als Entschädigung für die erheblichen Umtriebe des Beschwerdeführers im Zusammenhang mit der Sportförderung zu würdigen (erstinstanzliches Urteil S. 24). Doch wird diese Auffassung von der Vorinstanz zu Recht nicht geteilt, zumal der Beschwerdeführer nie irgendwelche Spesenabreden mit dem Kanton oder dem Sportverband C.________ getroffen hat (angefochtenes Urteil S. 17). Es steht ausser Frage, dass dem Beschwerdeführer bewusst sein musste, ohne entsprechende Vereinbarung mit dem Sportverband C.________ nicht für private Zwecke über die Sportförderungsgelder verfügen zu dürfen. Vorsatz und Vorteilsabsicht sind insofern ohne Weiteres gegeben. Das angefochtene Urteil ist darüber hinaus auch nicht zu beanstanden, soweit die Vorinstanz Vorsatz und Vorteilsabsicht in Bezug auf die eigenmächtige Nachwuchsförderung des Beschwerdeführers bejaht. Wie die Vorinstanz zutreffend annimmt, hat der Beschwerdeführer gewusst, dass der Regierungsrat das "Projekt A" mangels Übereinstimmung mit der Sportförderungsverordnung abgelehnt hatte. Dennoch hat er die D.________-Beiträge auf ein Konto überweisen lassen, auf welches er allein zugreifen konnte, und hat sich dadurch eine Stellung verschafft, die ihm erlaubte, Lotteriegelder nach eigenem Gutdünken und in einer Höhe zu vergeben, wozu er, wie ihm als Leiter der Sportabteilung und als geschäftsführendes Mitglied der D.________-Kommission bewusst war, nicht ermächtigt gewesen ist. Dass er die Weitergabebestimmungen gemäss dem "Projekt 2" beachtet hat (Beschwerde S. 26), kann ihn nicht entlasten, zumal auch dieses die Berücksichtigung von Einzelsportlern vorsah und insofern nach dem Entscheid des Regierungsrates nicht zulässig war. Mit seinem Vorgehen finanzierte er denn auch zum Vorteil von einzelnen Leistungssportlern die vom Regierungsrat vorläufig abgelehnte Nachwuchsförderung (angefochtenes Urteil S. 33 f., 43 f.). Immerhin nimmt die Vorinstanz an, es lasse sich nicht nachweisen, dass der Beschwerdeführer von Anfang an geplant hat, die dem Sportverband C.________ von der D.________-Kommission zugesprochenen Beiträge an sich selbst überweisen zu lassen. Es sei lediglich erstellt, dass die Situation von ihm mit der Zeit zur eigenmächtigen Sportförderung und schliesslich auch zu Privatbezügen ausgenutzt worden sei (angefochtenes Urteil S. 16, 21 f., 25 f., vgl. auch S. 48). Insgesamt verletzt der Schuldspruch wegen ungetreuer Amtsführung kein Bundesrecht. Die Beschwerde erweist sich insofern somit als unbegründet. Damit kann offenbleiben, ob der Schluss der Vorinstanz, wonach der Beschwerdeführer auch den Tatbestand der ungetreuen Geschäftsbesorgung erfüllt hat, vor Bundesrecht standhält. Bei diesem Ergebnis besteht auch kein Anlass für Erwägungen zum Zivilpunkt (Beschwerde S. 39).