Citation: 2C_1038/2022 E. 3.3.1

3.3.1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, bei ihr sei die soziale Wiedereingliederung besonders gefährdet. Die Gesellschaft ihres Herkunftslandes sei immer noch stark patriarchalisch geprägt und Frauen und Mädchen würden systematisch unterdrückt und benachteiligt. Insbesondere Frauen seien von Arbeitslosigkeit betroffen, wobei die Situation geschiedener Frauen ohne soziales Netzwerk besonders prekär sei. Sie habe vor der Vorinstanz belegt, dass das Verhältnis innerhalb der Familie zerrüttet sei und dass die Situation für alleinstehende Frauen in jeglicher Hinsicht schwierig bis unzumutbar sei. Dennoch würden diese Vorbringen von den Vorinstanzen als "allgemeine Hinweise" abgetan. Es würden überhöhte Anforderungen an das Beweismass des Glaubhaftmachens gestellt.