Citation: U 419/06 03.07.2007 E. 4

4.1 Die Vorinstanz hat im Weiteren erwogen, nach dem Unfall vom 19. Januar 2004 habe das typische Beschwerdebild nach einem Schleudertrauma der HWS zumindest teilweise vorgelegen. Somit sei auch bezüglich der festgestellten psychischen Beeinträchtigungen zumindest eine - für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhanges genügende - Teilursächlichkeit dieser Auffahrkollision nicht auszuschliessen. Von weiteren Abklärungen hiezu könne aber ebenfalls abgesehen werden, da jedenfalls der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den bestehenden Beschwerden zu verneinen sei. Die Adäquanz prüfte das kantonale Gericht mit der Begründung, das Beschwerdebild sei bei vorbestehender psychischer Problematik bereits kurz nach dem Unfall vom 19. Januar 2004 funktionell stark überlagert gewesen, gemäss den für psychische Fehlentwicklungen nach Unfall geltenden Regeln. 4.2 Dass die Vorinstanz von der abschliessenden Beantwortung der Frage der natürlichen Kausalität der organisch nicht (hinreichend) erklärbaren Beschwerden abgesehen und direkt die Adäquanzfrage geprüft hat, ist nach SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 3c nicht zu beanstanden. Im Weiteren trifft nach Lage der Akten zu, dass unmittelbar oder zumindest schon sehr bald nach dem Unfall vom 19. Januar 2004 die somatischen Beschwerden in erheblicher Weise psychisch überlagert waren. Dies rechtfertigt die Anwendung der Rechtsprechung für psychische Fehlentwicklungen nach Unfall (BGE 123 V 98; RKUV 2002 Nr. U 465 S. 437, U 164/01). Die Einwendungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde führen zu keinem anderen Ergebnis. Was im Besonderen die vorbestandene psychische Problematik betrifft, ergibt sich aus den Akten, dass schon vor dem Unfall vom 19. Januar 2004 eine Angststörung mit Panikattacken und agoraphoben Zügen vorlag. Nach der Auffahrkollision vom 19. Januar 2004 wurden im Wesentlichen die selben psychiatrischen Diagnosen gestellt, wobei erwähnt wurde, die Symptome seien nach dem Unfall verstärkt aufgetreten. Damit kann nun aber nicht gesagt werden, der Unfall vom 19. Januar 2004 habe zu einer als Teil des typischen Beschwerdebildes nach Schleudertraumen und äquivalenten Verletzungen der HWS zu verstehenden psychischen Problematik geführt, was gegebenenfalls die Anwendung der Schleudertrauma-Praxis zu begründen vermocht hätte. Vielmehr liegt eine Verschlimmerung der in den diagnostischen Grundlagen gleich gebliebenen psychischen Problematik vor. Die Anwendung der Regeln gemäss BGE 115 V 133 ist dadurch nicht in Frage gestellt (vgl. RKUV 2000 Nr. U 397 S. 327, U 273/99, E. 2c und 2d). Darin liegt entgegen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde auch keine Ungleichbehandlung der Versicherten mit vorbestandenen psychischen Leiden. Für die letztinstanzlich erneut beantragten psychiatrischen oder polydisziplinären medizinischen Abklärungen besteht mangels davon zu erwartender neuer Erkenntnisse kein Anlass. Es kann im Übrigen auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden. 4.3 Für die Adäquanzbeurteilung ist an das (objektiv erfassbare) Unfallereignis anzuknüpfen (BGE 115 V 133 E. 6 Ingress S. 139). Das kantonale Gericht hat die Kollision vom 19. Januar 2004 als mittelschwer an der Grenze zu den leichten Unfällen eingeordnet. Diese Beurteilung ist aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs richtig und auch nicht umstritten. Von den weiteren, objektiv fassbaren und unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehenden oder als Folge davon erscheinenden Umständen, welche als massgebende Kriterien in die Gesamtwürdigung einzubeziehen sind (BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140), müssten demnach für eine Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges entweder ein einzelnes in besonders ausgeprägter Weise oder aber mehrere in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sein (BGE 115 V 133 E. 6c/bb S. 140). Dies trifft, wie das kantonale Gericht einlässlich erwogen hat und nicht bestritten wird, nicht zu. Der angefochtene Entscheid ist somit in allen Teilen rechtens.