Citation: 6B_1179/2021 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer habe die Beschwerdegegnerin 2 am Morgen während der Aufwachphase auf den Mund geküsst, sie an der Hüfte berührt und mehrmals versucht, sie zu umarmen und zu küssen. Diese Zuwendungen seien insbesondere auch aufgrund des Kontextes, in welchem sie erfolgt seien - zuvor sei es in der Nacht zum von der Beschwerdegegnerin 2 nicht gewollten Geschlechtsverkehr gekommen - nicht nur als kollegiale Gesten oder Weckversuche, sondern als sexuelle Handlungen einzustufen. Dass diese für die Beschwerdegegnerin 2 unerwünscht gewesen seien, habe sie klar zu erkennen gegeben. Sie habe den Beschwerdeführer weggedrückt und ihm gesagt, dass sie dies nicht wolle. Indem er sich bewusst darüber hinweggesetzt habe, habe er wissentlich und willentlich, mithin direktvorsätzlich gehandelt. Der objektive und subjektive Tatbestand von Art. 198 Abs. 2 StGB sei somit erfüllt (angefochtenes Urteil S. 34).