Citation: 5A_835/2012 E. 6.3

6.3. Wie die vorstehenden Erwägungen zeigen, durfte der Beschwerdegegner aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung und von allgemein bekannten Tatsachen das Grundstückkaufgeschäft mit seinem Vater vom 19. März 2003 nicht vorbehaltlos und unbekümmert um die doch zahlreichen Verdacht erregenden Indizien abschliessen. Vielmehr hatte er mehr als genug Anlass zu weiteren Abklärungen, die ihm rasch und ohne Mühe Klarheit verschafft hätten: Es hätte genügt, dass er sich einige wenige Auskünfte über die örtlichen Bodenpreise von Immobilienagenturen hätte geben lassen und dass er anschliessend seinen Vater zur Rede gestellt hätte. Vielleicht wäre Letzteres nicht einfach, möglicherweise sogar unangenehm, aber sicher nicht unmöglich, und angesichts der berechtigten Interessen der Gläubiger auf eine Eintreibung ihrer Forderungen schon gar nicht unzumutbar gewesen (vgl. z.B. Urteil 5A_747/2010 vom 23. Februar 2011 E. 4.4, publ. in: Pra 2011 Nr. 117 S. 844). Weil er solche Abklärungen unterlassen hat, muss sich der Beschwerdegegner im Ergebnis mangelnde Sorgfalt und Aufmerksamkeit vorwerfen lassen. Das führt zur Gutheissung der Beschwerde. Es kann folglich offen gelassen werden, ob die punktuelle Kritik des Beschwerdeführers gegen die Beweiswürdigung durch das Obergericht gerechtfertigt war und inwiefern das nahe verwandtschaftliche Verhältnis zwischen Schuldner und Beschwerdegegner im vorliegenden Fall allenfalls eine Rolle hätte spielen können.