Citation: 7B_956/2023 E. 3.3.2

3.3.2. Auch im Weiteren setzt sich der Beschwerdeführer nicht hinlänglich mit den Erwägungen der Vorinstanz auseinander. Diese legt jedenfalls nachvollziehbar dar, inwiefern aufgrund des engen Sachzusammenhangs des gegenständlichen Strafverfahrens mit dem hängigen Zivil- bzw. SchKG-Verfahren VZ.2020.5 aber auch dem früheren Strafverfahren SST.2021.198 eine latente Gefahr eines Interessenkonflikts besteht. Der Beschwerdeführer übersieht, dass Anwälten eine Vertretung bereits dann untersagt ist, wenn die Möglichkeit besteht, es könnten dem Berufsgeheimnis unterliegende Kenntnisse aus einem anderen Mandatsverhältnis verwendet werden (Urteil 1B_120/2018, 1B_121/2018 vom 29. Mai 2018 E. 5.3 mit Hinweis). Dies ist hier der Fall. Dass die Kantonale Staatsanwaltschaft trotz den Hinweisen auf einen allfälligen Interessenkonflikt Rechtsanwalt Semela über längere Zeit im amtlichen Mandat beliess, ändert nichts am Ganzen. Die Vorinstanz verletzt nicht Bundesrecht, wenn sie zum Schluss gelangt, eine wirksame Verteidigung des Beschwerdeführers durch Rechtsanwalt Semela sei nicht gewährleistet.