Citation: 9C_228/2024 E. 3.4

3.4. Die Frage, ob im Vertrauen auf eine behördliche Auskunft irreversible Dispositionen vorgenommen wurden, betrifft die Sachverhaltsfeststellung (vgl. Urteil 8C_796/2007 vom 22. Oktober 2008 E. 3.2.1), in die das Bundesgericht nur bei offensichtlicher Unrichtigkeit eingreift (vgl. E. 1 hiervor). Die Beschwerdeführerin verweist in ihrer Beschwerdeschrift auf ihre Beschwerde und Replik im vorinstanzlichen Verfahren um zu belegen, dass das kantonale Gericht den Sachverhalt willkürlich und aktenwidrig festgestellt habe. Allerdings werden in den von der Beschwerdeführerin genannten Stellen der Rechtsschriften keine irreversiblen Dispositionen substanziiert behauptet. Sie machte zwar in der kantonalen Beschwerde geltend, dass ihr durch die Nachzahlungsverpflichtung nicht wieder gutzumachende Nachteile entstehen würden, legte diese Nachteile jedoch nicht dar. In der vorinstanzlichen Replik führte sie aus, die nicht getätigten Lohnabzüge könnten nicht vom Arbeitnehmer zurückgefordert werden, was einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil darstelle, ohne auch hier ihre Behauptung zu substanziieren. Schliesslich hielt sie in der vorinstanzlichen Replik fest, sie könne keine Belege zu den Auslagen des B.________ vorweisen, machte dabei aber nicht geltend, dies stelle eine irreversible Disposition dar. Insgesamt wurden die im bundesgerichtlichen Verfahren vorgebrachten nicht wieder gutzumachenden Nachteile vor dem kantonalen Gericht entweder nur pauschal behauptet, ohne nähere Angaben dazu zu machen, oder nur umschrieben, ohne einen Nachteil überhaupt zu erwähnen. Unter diesem Umständen hat das Sozialversicherungsgericht den Sachverhalt nicht offensichtlich unrichtig festgestellt, indem es festgehalten hat, irreversible Dispositionen seien weder näher ausgeführt worden noch ersichtlich. Da im bundesgerichtlichen Verfahren neue Tatsachen nur dann vorgebracht werden können, wenn erst der angefochtene Entscheid dazu Anlass gibt (Art. 99 BGG), und die Beschwerdeführerin nichts Derartiges geltend macht, ist auf die neu geltend gemachten Dispositionen nicht weiter einzugehen. Wenn nicht wieder gutzumachende Nachteile zu verneinen sind, hat das kantonale Gericht demnach auch zu Recht eine Verletzung des Vertrauensgrundsatzes verneint.