Citation: 4A_449/2017 E. 6.1

6.1. Hinsichtlich des Erwerbsausfalls ab 8. August 2011 (bis zur Pensionierung) macht der Beschwerdeführer an zwei verschiedenen Stellen in der Beschwerde eine willkürliche Verletzung der Bestreitungslast nach erstinstanzlich noch anwendbarem kantonalem Prozessrecht geltend. Die Vorinstanz hielt zu diesem Vorwurf fest, der Beschwerdeführer lege nicht dar, welche seiner konkreten Ausführungen die Beschwerdegegnerin bloss pauschal (und damit ungenügend) bestritten haben soll, indem sie vorgebracht habe, er hätte die Tätigkeit als Maschinenführer nicht mehr über längere Zeit ausüben und den von ihm zugrunde gelegten Lohn erzielen können. Er mache bloss geltend, die Beschwerdegegnerin setze sich gar nicht mit dem gerichtlichen Gutachten auseinander. An der einen Stelle in seiner Beschwerde geht der Beschwerdeführer gar nicht erst auf diese Begründung der Vorinstanz ein, sondern wiederholt stattdessen sein Vorgehen aus dem kantonalen Verfahren vor Bundesgericht. Ohne aufzuzeigen, welche konkreten Behauptungen er selber aufgestellt haben will, legt er bloss ausführlich dar, wie sich die Beschwerdegegnerin zum gerichtlichen Gutachten, also einem Beweismittel, geäussert haben soll. Den Begründungsanforderungen genügt solches nicht; eine Verletzung der Bestreitungslast ist aber ohnehin nicht auszumachen. An der anderen Stelle beruft sich der Beschwerdeführer darauf, er habe das Valideneinkommen gestützt auf einen wirtschaftlichen Vergleich der IV-Stelle berechnet, der ebenfalls auf seinem Vorunfalllohn basiere. Die Beschwerdegegnerin habe nicht gegen das Abstellen auf die Lohnannahmen der IV opponiert. In seiner erneuten Schadensberechnung sei er wieder vom wirtschaftlichen Vergleich der IV-Stelle ausgegangen. Die Beschwerdegegnerin habe dagegen bloss pauschal vorgebracht, er hätte seine Tätigkeit als Maschinenführer nicht mehr ausüben können. Sie hätte jedoch die Berechnungen der IV konkret und im Einzelnen bestreiten müssen. An den von ihm angegebenen Stellen im erstinstanzlichen Verfahren berief sich der Beschwerdeführer für die Berechnung seines Valideneinkommens ohne Unfallereignis auf das von ihm vorher bei der Beschwerdegegnerin erzielte Jahresgehalt von Fr. 61'100.--, das sich gestützt auf den "Wirtschaftlichen Vergleich" der IV-Stelle normalindexiert auf Fr. 65'650.-- im Jahr 2009 erhöht hätte. Die Berechnung als solche bestritt die Beschwerdegegnerin in der Tat nicht. Sie wandte sich jedoch ausdrücklich gegen die ihr zugrunde liegende und für die haftpflichtrechtliche Schadensberechnung wesentliche, vom Beschwerdeführer nicht thematisierte Annahme, dass er ohne Unfallereignis auch künftig weiterhin im selben Ausmass und zum bisherigen Lohn tätig gewesen wäre. Aufgrund des vorbestehenden gesundheitlichen Zustands sei dies dem Beschwerdeführer auch ohne Unfall nicht mehr möglich gewesen, es könne deshalb nicht davon ausgegangen werden, dass er im Jahr 2009 tatsächlich einer Tätigkeit mit einem Jahreslohn von Fr. 65'650.-- nachgegangen wäre (siehe dazu auch E. 6.3.3). Dass das haftpflichtrechtlich relevante Valideneinkommen der Berechnung der IV-Stelle entspricht, bestritt die Beschwerdegegnerin somit ausdrücklich, auch wenn sie die Berechnung als solche nicht anzweifelte. Der Beschwerdeführer übergeht dies, seine Vorbringen gehen an der Sache vorbei. Eine willkürliche Anwendung kantonalen Prozessrechts ist nicht ersichtlich.