Citation: 2C_676/2020 E. 1.4

1.4. A.________ leistete den durch das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau am 26. Februar 2020 einverlangten Kostenvorschuss von Fr. 4'000.-- innert der ihm gesetzten Frist nicht. Das Gericht trat deshalb am 15. Juli 2020 androhungsgemäss auf seine Beschwerde nicht ein: Die fristgerechte Leistung eines Kostenvorschusses stelle eine Prozessvoraussetzung dar. Trete eine Behörde mangels rechtzeitiger Leistung des Kostenvorschusses auf eine Beschwerde nicht ein, sei dies nicht überspitzt formalistisch, sofern - wie dies hier der Fall gewesen ist - die Partei über die Höhe des Vorschusses, die Zahlungsfrist und die Säumnisfolgen rechtsgenüglich informiert worden sei. Eine Behörde sei unter keinem Titel verpflichtet, auf ein Rechtsmittel einzutreten, wenn eine Verfahrensvoraussetzung, wie sie die Leistung des Kostenvorschusses darstelle, nicht erfüllt werde, auch wenn dies für die Partei schwerwiegende Folgen nach sich ziehe.