Citation: 1C_252/2017 E. 6

Vorliegend ist unstreitig, dass der Betrieb der Sportanlage die Richtwerte für neue Bauten bzw. die Planungsrichtwerte in der Umgebung (ES II) überschreitet (vgl. Bericht Pöyry, Lärmkarten S. 53 ff.). Diese können auch nach Umsetzung der von der Baukommission angeordneten Massnahmen in der ersten und z.T. auch der zweiten Überbauungstiefe nicht eingehalten werden, insbesondere Montag bis Freitag abends (vgl. Evaluation Pöyry, Lärmkarte S. 10). Die zuständige Behörde kann jedoch Erleichterungen erteilen, wenn ein überwiegendes öffentliches, namentlich auch raumplanerisches Interesse an der Anlage besteht und die Einhaltung der Planungswerte zu einer unverhältnismässigen Belastung für das Projekt führen würde (Art. 25 Abs. 2 USG und Art. 7 Abs. 2 LSV). Dies setzt eine umfassende Interessenabwägung voraus (ROBERT WOLF, in: Kommentar zum Umweltschutzgesetz, 2. Aufl. 2002, N. 72 zu Art. 25 USG). Die Immissionsgrenzwerte sind dagegen grundsätzlich einzuhalten - gleich wie bei einer wesentlich geänderten bestehenden Anlage (Art. 8 Abs. 3 LSV; vgl. dazu unten E. 7-8).