Citation: 1B_487/2020 E. 2.2

2.2. Der Beschwerdeführer anerkennt, dass gegen ihn ein hinreichender Tatverdacht besteht, auch wenn er die ihm vorgeworfenen Straftaten bestreitet. Er ist aber der Auffassung, der Durchsuchungszeitraum hätte zeitlich eingeschränkt werden müssen. Hinweise für den Umgang der Eltern mit ihren Neugeborenen seien nur ab dem Zeitpunkt der Geburt möglich. Mit diesem Argument habe sich die Vorinstanz nicht auseinandergesetzt, womit sie seinen Gehörsanspruch verletzt habe. Es gebe keinerlei Hinweis auf einen Verletzungsvorsatz, der vor der Geburt der Kinder entstanden sein könnte. Eine Entsiegelung, die den Zeitraum vor deren Geburt umfasse, stelle eine blosse Beweisausforschung dar. Insoweit fehle der erforderliche Tatverdacht. Damit sei der Eingriff in das Grundrecht der informationellen Selbstbestimmung unverhältnismässig.