Citation: 5A_474/2013 E. 3.1

3.1. Die kantonalen Instanzen haben den Unterhaltsanspruch der Beschwerdegegnerin gemäss der Methode ermittelt, die nach der Rechtsprechung bei lebensprägenden Ehen grundsätzlich zum Zuge kommt und der zufolge in einem ersten Schritt der gebührende Unterhalt zu bestimmen ist (zum Ganzen BGE 134 III 145 E. 4 S. 146 f.). Als monatlichen "Freibetrag" gesteht das Obergericht der Beschwerdegegnerin die Summe von Fr. 1'500.-- zu, die sie vor der ersten Instanz unter dem Titel "Sparquote/Ferien/Extras" verlangt hatte, um ihren bisherigen Lebensstandard beibehalten zu können. Zu diesem Betrag tritt dem angefochtenen Entscheid zufolge das "aktuelle Existenzminimum" der Beschwerdegegnerin, zu dem unter anderem der Hypothekarzins von Fr. 740.-- und Nebenkosten von Fr. 775.-- zählen. Das Obergericht räumt ein, die Beschwerdegegnerin habe in keiner von ihr beim Bezirksgericht eingereichten Rechtsschrift behauptet, dass sich die Nebenkosten auf Fr. 775.-- belaufen würden. Zutreffend sei auch, dass in den Bedarfszahlen der Empfehlungen, die zur Festsetzung des Minderjährigenunterhalts für B.________ herangezogen worden seien, Beträge für Unterkunft bzw. Energie und Heizung enthalten seien. Entscheidend sei aber, dass die Beschwerdegegnerin Anspruch auf einen gleichen Wohnstandard habe wie der Beschwerdeführer. Mit insgesamt Fr. 1'515.-- lägen die Wohnkosten, die das Bezirksgericht der Beschwerdegegnerin zugestehe, unter dem Betrag von Fr. 1'574.--, den der Beschwerdeführer unter diesem Titel für sich allein beanspruche. Daher bestehe keine Veranlassung, die Wohnkosten der Beschwerdegegnerin zu korrigieren.