Citation: 4A_284/2019 E. 2.2

2.2. Nach den Erwägungen der Vorinstanz kann sich der Beschwerdegegner im Rahmen der ordentlichen Kündigung des streitgegenständlichen Mietvertrags betreffend Geschäftsräumlichkeiten grundsätzlich auch auf die Interessen von Unternehmen berufen, an welchen er als Aktionär beteiligt ist und welche er als Verwaltungsratspräsident leitet. Dass der Beschwerdegegner zur Optimierung von Prozessabläufen der von ihm geleiteten Unternehmen eine Niederlassung in X.________ mit Arbeitsplätzen aus W.________ an der Liegenschaft U.________ zusammenführen möchte, erachtete die Vorinstanz sodann als nachvollziehbar. Denn die in X.________ erlittenen Verluste seien belegt und der Beschwerdegegner habe auch Studien für die Aufstockung und den Umbau des 1. und 2. Obergeschosses, des Palettenlagers sowie Vorstudien hinsichtlich der Ausstellung Dach und Erdgeschoss und eines neuen Treppenhauses eingereicht. Nach Berücksichtigung weiterer Umstände schloss die Vorinstanz, der Beschwerdegegner habe glaubhaft gemacht, dass er die Liegenschaft U.________ - inklusive der streitgegenständlichen Geschäftsräumlichkeiten - gesamtheitlich mehreren Gesellschaften bereitstellen möchte, was einen legitimen Kündigungsgrund darstelle.