Citation: 5A_428/2015 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz hat die Bedürftigkeit mit der Begründung verneint, dass die Beschwerdeführerin unter Berücksichtigung ihrer eigenen Einkünfte, ihrer Bedarfskosten und den vom Ehemann zu leistenden Unterhaltszahlungen in allen Phasen der Unterhaltsberechnung einen Überschuss von Fr. 480.-- bis Fr. 3'218.-- aufweise. Bereits mit dem tiefsten Überschuss von Fr. 480.-- sei es der Beschwerdeführerin möglich, ihre Prozesskosten (Fr. 2'750.-- für die auf sie entfallenden Gerichtskosten und Fr. 4'500.-- für zu erwartende eigene Anwaltskosten) in rund 15 Monaten selbst zu finanzieren. Sie sei daher nicht als mittellos zu be zeichnen. Die Vorinstanz ging dabei von folgenden Einkünften der Beschwerdeführerin aus: - Fr. 4'066.-- vom 4. Juli 2012 bis 31. Dezember 2012 - Fr. 4'429.-- vom 1. Januar 2013 bis 31. Mai 2014 - Fr. 1'695.-- vom 1. Juni 2014 bis 31. Juli 2014 - Fr. 3'083.-- vom 1. August 2014 bis 31. Oktober 2014 - Fr. 1'388.-- vom 1. November 2014 bis 31. August 2015 - Fr. 4'000.-- ab dem 1. September 2015 (hypothetisches Einkommen) Den massgeblichen Bedarf der Beschwerdeführerin setzte die Vorinstanz auf Fr. 3'727.-- fest. Die ihr zugesprochenen Unterhaltsbeiträge ergeben sich aus dem Sachverhalt (lit. B).