Citation: 6B_708/2019 E. 5.1

5.1. Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, der Beschwerdegegner habe seine Treue- und Fürsorgepflichten als Vermögensverwalter gemäss den Vermögensverwaltungsverträgen vom 3. Mai 1999, den entsprechenden Zusätzen sowie den ihm vorgegebenen Richtlinien verletzt. Die Feststellung der Vorinstanz, wonach er selbst am 10. Juli 2002 aufgrund der Übergabe der banklagernden Post und der Vorlage der Quartalsabrechnungen vollumfänglich über den Vermögensstand informiert gewesen sei, sei unhaltbar. Desgleichen sei der Schluss der Vorinstanz willkürlich, er habe mit der von ihm propagierten Anlagemethode "Fisch" die Strategie des Aussitzens von sinkenden Kursen verfolgt und daran trotz Kenntnis der bereits eingetretenen Verluste auch im 2. Halbjahr 2002 festgehalten. Die Vorinstanz habe diese Anlagestrategie völlig falsch verstanden. Sie nehme im Weiteren auch zu Unrecht an, dass er in voller Kenntnis der eingefahrenen Verluste auf die Durchführung der Quartalsbesprechung für das 3. Quartal 2002 verzichtet habe. Auch diese Feststellung basiere auf der falschen Annahme, dass die Informationen des Beschwerdegegners an den Quartalsbesprechungen vollständig und wahr gewesen seien (Beschwerde S. 8 ff.). Schliesslich wendet sich der Beschwerdeführer gegen den Schluss der Vorinstanz, es sei unbeachtlich, dass der Beschwerdegegner ihn nicht über die Entwicklung der Vermögensverwaltung ab dem 1. Quartal 2001 unterrichtet habe, weil sich dieser Vorwurf auf einen Zeitpunkt ausserhalb des von der Anklage umschriebenen Zeitraums beziehe. Die Vorinstanz verkenne, dass der Beschwerdegegner erwiesenermassen erstmals per 1. Quartal 2001 einen Verlust von Fr. 310'495.50 verheimlicht und diesen auch im weiteren Verlauf des Vermögensverwaltungsverhältnisses nicht offengelegt habe (Beschwerde S. 14 ff.).