Citation: 1C_140/2022 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz kam zum Schluss, die rasche chronologische Verkettung der Ereignisse begründe die tatsächliche Vermutung, dass die Ehe des Beschwerdeführers 1 mit seiner ersten Ehefrau bereits im Zeitpunkt der erleichterten Einbürgerung nicht mehr intakt gewesen sei und er die Behörde über diesen Umstand getäuscht habe. Es sei ihm mit seinen Ausführungen nicht gelungen, diese überzeugende tatsächliche Vermutung zu erschüttern. Weiter werde diese Vermutung durch seine schnelle Wiederverheiratung am 23. November 2017 und die aus dieser Ehe bereits am 10. Dezember 2017 hervorgegangene Beschwerdeführerin 2 erhärtet. Der Geschehensablauf erweise sich nach der allgemeinen Lebenserfahrung exemplarisch für das rechtsmissbräuchliche Erlangen einer Staatsbürgerschaft. Dass der Beschwerdeführer 1 sodann bereits zu Beginn des Jahres 2017 von seiner damaligen Ehefrau räumlich getrennt gelebt habe, auf Wohnungssuche gewesen sei sowie für allfällige davor gelegene Bemühungen zur Überwindung der Eheprobleme keinerlei Belege vorbringen könne - das Gleiche gelte für seine Ex-Ehefrau - falle dabei massgeblich zu seinen Ungunsten ins Gewicht. Die Ausführungen über ein für ihn vermeintlich völlig unvorhersehbares Scheitern der Ehe müssten gesamthaft betrachtet als Schutzbehauptung eingestuft werden. Auch der Umstand, dass seine Ex-Ehefrau diese Vorbringen im Wesentlichen gestützt habe, vermöge kein anderes Ergebnis herbeizuführen.