Citation: 1C_364/2009 13.04.2010 E. 4

Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, der Baubereich F unterschreite den massgebenden grossen Grenzabstand von 8 m. Das Verwaltungsgericht legt im angefochtenen Entscheid dar, dass der Baubereich F hangaufwärts nur den Strassenabstand beachten müsse, da zwischen dem Gebäude der Beschwerdeführerin und der Bauparzelle eine Quartierstrasse liege. Diese Auslegung des kommunalen Baurechts kann keineswegs als willkürlich bezeichnet werden. Gemäss Art. 91 Abs. 8 BG ist für den Mindestabstand der Gebäude vom Fahrbandrand in Ermangelung einer Baulinie der kleine Grenzabstand, wenigstens aber 4 m einzuhalten. In der AWZ gilt nach Art. 86 Abs. 4 BG ein kleiner Grenzabstand von 5 m, welcher vom Baubereich F eingehalten wird. Die Beschwerdeführerin setzt sich mit dieser Begründung nicht auseinander, sondern beruft sich auf den grossen Grenzabstand von 8 m ohne aufzuzeigen, inwiefern dieser dem Grenzabstand gegenüber der Strasse im Sinne von Art. 91 Abs. 8 BG vorgehen sollte. Da somit keine hinreichend substanziierte Kritik an der Argumentation der Vorinstanz vorliegt, ist auf die Beschwerde in diesem Punkt nicht weiter einzugehen. Hingegen ist der Beschwerdeführerin darin zuzustimmen, dass der Grenzabstand in Anwendung von Art. 91 Abs. 8 BG vom Fahrbahnrand und nicht von der Fahrbahnmitte aus zu messen ist. Diese Vorschrift ist im Rahmen der Baubewilligung für das konkrete Gebäude innerhalb des Baubereichs F einzuhalten. Aus der zeichnerischen Darstellung des Quartierplans ergeben sich keine Anhaltspunkte, dass der gesetzliche Grenzabstand von 5 m unterschritten wird.