Citation: 1P.637/2002 19.02.2003 E. 3

Der Beschwerdeführer macht geltend, das Obergericht sei auf seine Beschwerde gegen die Anordnung des Glaubwürdigkeitsgutachtens zu Unrecht nicht eingetreten. Er werde durch die Beweismassnahme unmittelbar beschwert, "weil die Gegenpartei im Strafverfahren, d.h. der Staatsanwalt, bereits Gelegenheit hatte, die Gutachterin zu instruieren und offensichtlich auch keine Massnahmen ergriffen wurden, um die Videobänder, welche über die erste Befragung erstellt wurden, der Begutachtung zu entziehen". Die Videoaufzeichnungen seien "letztlich nicht verwertbar", und der Kassationshof des Bundesgerichtes habe die freie richterliche Beweiswürdigung bei Gutachten "eingeschränkt". Beim angeordneten Gutachten handle es sich um eine "völlig unverhältnismässige Zwangsmassnahme, welche Art. 5 Abs. 2 BV verletzt". Das Kind, das ihm "nach wie vor am Herzen" liege, werde dadurch "erneut Opfer einer Begutachtung", was gegen die in Art. 7 BV gewährleistete Würde des Menschen verstosse. Es sei "nicht nachvollziehbar, wie die Vorinstanz" im angefochtenen Urteil "zum Schluss kommt, es sei rechtsmissbräuchlich", wenn der Beschwerdeführer "die Interessen seines Kindes" geltend macht. Die betreffende Argumentation des Obergerichtes sei "willkürlich". Ausserdem tangiere der angefochtene Entscheid Art. 10, 11, 13, 14, 29, 30 und Art. 32 BV sowie die UNO-Kinderrechtekonvention. Eine erneute Begutachtung sei zum Vornherein nicht geeignet, zur Wahrheitsfindung beizutragen. Es gehe "nur darum", gegen den Beschwerdeführer "belastende Aussagen zu sammeln". Er habe den Eindruck, das Obergericht setze "alles daran", sein (vom Bundesgericht kassiertes) Strafurteil "nicht ändern zu müssen".