Citation: 2D_40/2016 E. 2.2.2

2.2.2. Weiter argumentiert der Beschwerdeführer, das Verwaltungsgericht weiche in willkürlicher Weise von den durch das Bundesgericht für eine Steuerumgehung geforderten drei Bedingungen ab. Auch dem kann nicht gefolgt werden. Praxisgemäss liegt eine Steuerumgehung vor, wenn (1.) eine von den Beteiligten gewählte Rechtsgestaltung als ungewöhnlich, sachwidrig oder absonderlich, jedenfalls den wirtschaftlichen Gegebenheiten völlig unangemessen erscheint, (2.) anzunehmen ist, dass die gewählte Rechtsgestaltung missbräuchlich lediglich deshalb getroffen wurde, um Steuern einzusparen, die bei sachgemässer Ordnung der Verhältnisse geschuldet wären, und (3.) das gewählte Vorgehen tatsächlich zu einer erheblichen Steuerersparnis führen würde, sofern es von den Steuerbehörden hingenommen würde (vgl. BGE 142 II 399 E. 4.2 S. 408; 138 II 239 E. 4.1 S. 243 ff.; je mit Hinweisen). Die vorinstanzliche Beurteilung läuft willkürfrei darauf hinaus, diese drei Bedingungen als kumulativ erfüllt zu erachten. Insbesondere ist es nicht erforderlich, dass die erhaltenen Zuwendungen als direkte und ausdrückliche Gegenleistungen für die Ausschlagung erfolgen. Es kann durchaus genügen, dass - wie im vorliegenden Fall - wenig später Schenkungen getätigt werden, durch die das ausgeschlagene Nachlassvermögen über diesen Umgehungs (um) weg doch an den Begünstigten gelangt und der Empfänger vom Ergebnis her in dieselbe vermögensrechtliche Lage versetzt wird, wie wenn er den Nachlass angenommen hätte, unter bezweckter und (ohne entsprechende behördliche Korrektur auch erzielter) Einsparung der Erbschaftssteuer. Ebenso wenig verstösst es gegen Art. 9 BV, wenn das Verwaltungsgericht angenommen hat, dass der Sohn und die Tochter des Beschwerdeführers ihrerseits die Erbschaft unter Umständen ausschlugen, welche das Vorgehen aller drei Familienmitglieder als ein koordiniertes Handeln einstufen lassen. Darin liegt weder eine qualifiziert unrichtige Sachverhaltsfeststellung (vgl. oben E. 1.4) noch eine willkürliche rechtliche Würdigung. Daran ändert auch nichts, dass der Sohn und die Tochter - im Gegensatz zum Beschwerdeführer selbst - nach ihrer jeweiligen Ausschlagung keine direkten Vermögenszuwendungen erhielten.