Citation: 2C_722/2022 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz erwog, dass die von der Unterinstanz geschilderten Umstände in ihrer Gesamtheit eindeutig darauf hinwiesen, dass der Beschwerdeführer sich seit seiner Pensionierung im Jahr 2007 nicht mehr für längere Zeit in der Schweiz aufgehalten habe. Besonders ins Gewicht fielen die engen Wohnverhältnisse an der Schweizer Meldeadresse, welche lediglich kurze Besuchsaufenthalte zuliessen. Bei der seit vielen Jahren bestehenden Schweizer Meldeadresse an der Strasse U.________ in T.________/AG handle es sich um eine 3 1/2-Zimmerwohnung, welche durch den Sohn B.________ und dessen Familie (Ehefrau und zwei Kinder) gemietet und bis Mai 2021 bewohnt worden sei. Dem Mietvertrag könne ferner entnommen werden, dass die Wohnung für maximal drei Personen vorgesehen sei. In dieser bereits mit der Familie des Sohnes B.________ überbelegten Wohnung hätten zudem der Sohn C.________ und dessen Familie (Ehefrau und zwei Kinder) gewohnt. Aufgrund der mit acht Personen massiv überbelegten Wohnung sei nicht davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer und seine Ehefrau sich dort regelmässig für längere Zeit aufgehalten hätten. Die Eheleute hätten insofern schon seit vielen Jahren über keine Wohnmöglichkeit in der Schweiz verfügt, welche den wohnhygienischen Anforderungen auch nur ansatzweise entsprächen. Zudem sei unerfindlich, wie das Ehepaar ohne eigene Wohnung, ohne Bezug von Ergänzungsleistungen und mit einer monatlichen Rente von Fr. 947.-- die Zeit nach der Pensionierung des Beschwerdeführers in der Schweiz verbracht haben soll. Die Tatsache, dass die Lebenshaltungskosten im Kosovo um ein Vielfaches niedriger seien, erhärte die Vermutung, dass das Ehepaar schon im Jahr 2007 seinen Lebensmittelpunkt in der Schweiz aufgegeben habe. Dass ein starker familiärer und sozialer Bezug zur Heimat bestehe, ergebe sich zudem dadurch, dass nebst dem Sohn D.________, bei welchem der Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben jeweils "zu Besuch" weile, weitere Kinder im Kosovo lebten. Im Übrigen stelle das Vorbringen des Beschwerdeführers, dass medizinische Eingriffe und Spitalaufenthalte aus Kostengründen im Kosovo hätten stattfinden müssen, ein weiteres lndiz dafür dar, dass sich sein Lebensmittelpunkt nicht mehr in der Schweiz befinde. Schliesslich lege auch die Tatsache, dass der Beschwerdeführer den Vorladungen des Betreibungsamtes in den in den Jahren 2009, 2011, 2020 und 2021 keine Folge geleistet habe, den Schluss nahe, dass er sich im Ausland aufhielt, als seine Anwesenheit in der Schweiz erforderlich war. Der Beschwerdeführer habe es sodann auch im vorinstanzlichen Verfahren unterlassen, beweiskräftige Unterlagen für seine Behauptungen wie beispielsweise Kaufquittungen von Schweizer Geschäften, Kontoauszüge mit Zahlungsnachweisen für die Schweiz, Belege über die Lebenshaltungskosten, Verbindungsnachweise für die Prepaid-Karte oder Bestätigungen von Nachbarn einzureichen.