Citation: 5C.54/2002 02.05.2002 E. A

A.a Die in A.________ domizilierte Z.________ AG führt einen Schweinezucht- und Schweinemastbetrieb. Unter dem Datum vom 5. Januar 1997 (recte: 1998) unterzeichnete sie einen Antrag für eine Epidemieversicherung bei der Versicherung Y._______. Seitens des Versicherers wurde der Antrag durch deren Vertreter X.________ unterzeichnet. Gegenstand der Versicherung bildeten 140 Plätze für Muttersauen und Ferkel zu einer Tierplatzentschädigung (100 %) von je Fr. 1'300.--, 200 Plätze für Aufzuchtremonten à Fr. 1'200.--, 8 Zuchteber à Fr. 2'000.-- und 200 Mastschweine à Fr. 80.--. Das Total der Prämien bezifferte sich auf Fr. 15'018.40, und als Versicherungsbeginn wurde der 5. Januar 1998 beantragt. Bei der unter anderem gestellten Frage, ob in den letzten drei Jahren von Organen des Schweinegesundheitsdienstes (SGD) Statusänderungen angedroht oder angeordnet worden seien, "ohne dass ein Krankheitsausbruch festgestellt worden wäre (z.B. mangelnde Überwachung, Liefersperre usw.)", wurde im Antragsformular das Feld "Nein" angekreuzt. A.b Mit Brief vom 18. Februar 1998 sandte der Versicherer der Z.________ AG unter dem Betreff "Versicherungsabschluss per 5.1.1998" die Versicherungspolice Nr. ... sowie die Prämienabrechnung mit Einzahlungsschein. In der am 10. Februar 1998 ausgefertigten Versicherungspolice ist als Vertragsbeginn der 1. Februar 1998 angegeben. A.c Im Herbst 1997 war bei einzelnen Tieren Husten festgestellt worden. Das Besuchsprotokoll vom 13. Oktober 1997 des Schweinegesundheitsdienstes, der den Betrieb der Z.________ AG periodisch kontrolliert, enthält hierzu den folgenden Vermerk: "Befund/Empfehlung Husten: Der Husten von letzter Woche hat sich gelegt. Es kam zu keiner Ausbreitung, es musste nichts unternommen werden. Während des Besuches konnte einmal bei einem Tier Husten gehört werden. Die interne Sperrung ist aufgehoben. Kontrollen: Am Mittwoch werden die Tiere, welche in Schwyz zur Schlachtung kommen, nochmals kontrolliert. Bestand entwurmen, da Leberschäden bei den Schlachttieren festgestellt werden konnten. Am besten Bestand jährlich mindestens zweimal entwurmen." Bei der Schlachtkontrolle vom 15. Oktober 1997 gelangte Dr. med. vet. W.________ vom Schweinegesundheitsdienst zum Befunde, dass bei 24 untersuchten Tieren die Lungen keine krankhaften Veränderungen zeigten, dass aber sechs Tiere ausgedehnte Verwachsungen im Bereich der Brustorgane aufwiesen (Pleuritis-Pericarditis). Die Diagnose "keine Anhaltspunkte für das Vorliegen einer EP" (Enzootische Pneumonie) ist mit der Anmerkung versehen, dass die Verklebungen durch Parasiten bedingt sein könnten. A.d Am Freitag, 5. Juni 1998, brach im Betrieb der Z.________ AG Husten aus, was dem Schweinegesundheitsdienst gemeldet wurde, worauf am 9. Juni 1998 eine Schlachtkontrolle durchgeführt wurde. Nunmehr diagnostizierte Dr. W.________ Enzootische Pneumonie, was zur Folge hatte, dass die bestehende Einteilung des Betriebes aufgehoben und jeglicher Zuchttierverkauf untersagt wurde. Im Besitz der Schadensanzeige vom 19. Juni 1998 trat die Versicherung Y.________ mit Schreiben vom 7. September 1998 vom Versicherungsvertrag zurück. Sie berief sich dabei auf eine Verletzung der Anzeigepflicht; aus den Besuchsprotokollen ergebe sich, dass bereits im Jahre 1997 Husten festgestellt und eine faktische Liefersperre verhängt worden sei, was die Versicherungsnehmerin bei der Beantwortung der im Antragsformular gestellten Fragen verschwiegen habe. Des Weiteren wurde geltend gemacht, der Schadenseintritt sei während der Karenzfrist erfolgt, und es seien Hygienevorschriften, so namentlich Art. 13.1 des Reglementes des Schweinegesundheitsdienstes verletzt worden.