Citation: 2C_118/2023 E. A

A.a. Der tunesische Staatsangehörige A.________ (geb. 1988) reiste am 20. September 2004 in die Schweiz ein, wo ihm in der Folge Asyl gewährt und eine Aufenthaltsbewilligung erteilt wurde. Am 5. Januar 2010 erhielt er die Niederlassungsbewilligung. Um in sein Heimatland reisen zu können, verzichtete er am 27. Juni 2014 freiwillig auf das ihm gewährte Asyl und seinen Flüchtlingsstatus, worauf das Bundesamt für Migration (heute: Staatssekretariat für Migration, SEM) am 11. Juli 2014 das Erlöschen des Asyls feststellte. Am 30. September 2017 heiratete A.________ die Landsfrau B.________ (geb. 1994), die er am 23. Juni 2018 in die Schweiz nachzog. Zum Verbleib bei ihrem Ehemann erhielt B.________ eine Aufenthaltsbewilligung, die letztmals bis 22. Juni 2021 verlängert wurde. Am 5. April 2019 gingen aus der Ehe Zwillinge hervor, die eine von ihrem Vater abgeleitete Niederlassungsbewilligung erhielten. A.b. Während seines Aufenthalts trat A.________ diverse Male strafrechtlich in Erscheinung. Zwischen Januar 2007 und Oktober 2018 wurde er insgesamt 15 mal verurteilt, u.a. wegen Diebstahls, Hehlerei, Hausfriedensbruchs, Fahrens eines Motorfahrzeugs unter Alkoholeinfluss, Handels und Konsums von Marihuana und verbotenen Waffentragens. Dabei wurde er mit Geldstrafen, Bussen und gemeinnütziger Arbeit bestraft. Weiter mussten A.________ und seine Familie jahrelang von der Sozialhilfe unterstützt werden, wobei sich der Sozialhilfebezug bereits Mitte 2020 auf über Fr. 100'000.-- aufsummierte, ohne dass sich eine Loslösung von der Sozialhilfe abzeichnete. Zudem wurde A.________ diverse Male betrieben und die gegen ihn vorliegenden offenen Verlustscheinforderungen, Betreibungen und Pfändungen summierten sich bis zum 3. April 2020 auf über Fr. 93'000.--. A.c. Nachdem A.________ wegen seiner Straffälligkeit und Sozialhilfeabhängigkeit bereits am 25. Juni 2012, am 13. Oktober 2017 und am 1. März 2019 ausländerrechtlich verwarnt bzw. ermahnt worden war, widerrief das Migrationsamt am 17. Juli 2020 seine Niederlassungsbewilligung unter ersatzweiser Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung (Rückstufung). Dabei wurde sein weiterer Aufenthalt davon abhängig gemacht, dass er ein existenzsicherndes Einkommen erzielt bzw. dass sich die Familie von der Sozialhilfe ablöst, dass er nicht weiter straffällig wird und dass er seine Schuldensituation bereinigt. Den gegen die Rückstufung erhobenen Rekurs wies die Sicherheitsdirektion mit Entscheid vom 28. Oktober 2020 ab, welcher in Rechtskraft erwuchs. A.d. Nach der Rückstufung seiner ausländerrechtlichen Bewilligung konnte A.________ per 1. Juli 2020 vorübergehend eine existenzsichernde Arbeitsstelle antreten sowie sich und seine Familie zwischen Ende Juli 2020 und Ende Oktober 2020 kurzzeitig von der Sozialhilfe lösen. Allerdings mussten seine Ehefrau und die beiden Kinder nach einer vorübergehenden Trennung des Paares von November 2020 bis Ende Juli 2021 und die ganze Familie im August 2021 wieder von der Sozialhilfe unterstützt werden. Damit erhöhte sich der Sozialhilfebezug der Familie um weitere Fr. 40'000.--. Per 1. Juli 2021 trat die Ehefrau eine Teilzeitstelle im Stundenlohn an, womit per Ende August 2021 eine erneute Loslösung von der Sozialhilfe erfolgen konnte. Mit Strafbefehl vom 23. März 2021 verurteilte die Staatsanwaltschaft Baden A.________ wegen mehrfacher, teilweise versuchter Diebstähle, Fahrens eines Motorfahrzeugs ohne Führerausweis, pflichtwidrigen Verhaltens bei einem Verkehrsunfall, Verletzung der Verkehrsregeln und Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen und einer Busse von Fr. 500.--. Die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat verurteilte ihn mit Strafbefehl vom 28. Januar 2022 wegen Diebstahls, falscher Anschuldigung, Gebrauchsentwendung eines Motorfahrzeugs und Fahrens desselben ohne Berechtigung bzw. trotz annulliertem Führerausweis auf Probe und vorsätzlicher Verkehrsregelverletzung zu einer 120-tägigen Freiheitsstrafe und einer Busse von Fr. 300.--. Die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland verhängte hierzu mit Strafbefehl vom 1. März 2022 eine Zusatzstrafe von 60 Tagen Freiheitsstrafe wegen Diebstahls. Sämtliche Delikte der beiden letztgenannten Strafbefehle und die überwiegende Anzahl der Diebstähle des erstgenannten wurden nach der Rückstufung der ausländerrechtlichen Bewilligung begangen. A.e. Am 4. Juli 2022 verweigerte das Migrationsamt eine weitere Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung von A.________ und der hiervon abgeleiteten Aufenthaltsbewilligung von B.________, unter Ansetzung einer Ausreisefrist bis zum 4. Oktober 2022.