Citation: 1B_357/2015 E. 5.3

5.3. Zu prüfen bleibt, ob die von der Vorinstanz angeordnete Entsiegelung eines Teils der Aufzeichnungen im Hinblick auf Art. 197 Abs. 1 lit. c und d sowie Abs. 2 StPO im Einzelnen verhältnismässig ist. Wie sich aus der angefochtenen Verfügung ergibt, hat die Vorinstanz die bei den Hausdurchsuchungen gefundenen zahlreichen Aufzeichnungen durchgesehen und jeweils geprüft, ob sie für die Strafuntersuchung relevant sein können. Die Vorinstanz hat sodann geprüft, ob sich darunter im Hinblick auf den Persönlichkeitsschutz besonders sensible befinden. Namentlich soweit die Aufzeichnungen nicht beschuldigte Drittpersonen betreffen, hat sie deren Persönlichkeitsrechte und die Strafverfolgungsinteressen sorgfältig gegeneinander abgewogen und die Entsiegelung nicht angeordnet, soweit die Persönlichkeitsrechte überwiegen. Die Vorinstanz hat ihre Verfügung insoweit nachvollziehbar begründet, soweit sie dazu überhaupt verpflichtet war, nachdem der Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfahren relativ pauschal und ohne ins Detail zu gehen geltend gemacht hat, es handle sich bei den versiegelten Aufzeichnungen um Patientendaten. Nicht zu beanstanden ist in diesem Zusammenhang, dass die Vorinstanz Korrespondenz, Verträge sowie Personen- und Adresslisten, die im Zusammenhang mit Kursen, Seminaren, Workshops und anderen Ausbildungsanlässen stehen und dem Beschwerdeführer somit nicht im Rahmen eines eigentlichen Arzt-/Patientenverhältnisses anvertraut worden sind, nicht als besonders sensible Aufzeichnungen eingestuft hat. Selbst wenn die Ausbildungsanlässe auch eine therapeutische Komponente gehabt haben sollten, ist dies nicht vergleichbar mit dem intimen Verhältnis, welches üblicherweise zwischen einem Arzt und einem Patienten besteht. Die Patientendossiers, welche sich in der Praxis des Beschwerdeführers befanden, wurden denn von der Staatsanwaltschaft auch nicht sichergestellt. Der Beschwerdeführer setzt sich mit den entsprechenden Ausführungen der Vorinstanz nicht substanziiert auseinander und legt insbesondere nicht im Einzelnen dar, inwiefern weitere Aufzeichnungen nicht entsiegelt werden dürften, weil die Interessen nicht beschuldigter Drittpersonen die Strafverfolgungsinteressen überwiegen würden. Der Beschwerdeführer vermag nicht darzutun, inwiefern die von der Vorinstanz angeordnete teilweise Entsiegelung der bei den Hausdurchsuchungen gefundenen Aufzeichnungen im Sinne von Art. 197 Abs. 1 lit. c und d sowie Abs. 2 StPO unverhältnismässig oder im Sinne von Art. 9 BV willkürlich sein sollte.