Citation: 4A_557/2022 E. A

A.________ (Beklagter, Beschwerdeführer) war bei der C.________ GmbH als Vorsitzender der Geschäftsleitung und Chefmonteur im Gerüstbau angestellt und über seine Arbeitgeberin bei der B.________ AG (Klägerin, Beschwerdegegnerin) im Rahmen einer kollektiven Krankentaggeldversicherung taggeldversichert. Mit Krankmeldung vom 30. April 2019 teilte die Arbeitgeberin der Klägerin mit, dass der Beklagte seit dem 23. Februar 2019 krankheitsbedingt vollständig arbeitsunfähig sei. Die Klägerin holte Arztberichte ein und zahlte in der Folge Taggelder aus. Nach Abklärungen über die Lohnzahlungen und nach der Prüfung der Buchhaltungsunterlagen teilte die Klägerin dem Beklagten mit Schreiben vom 24. März 2020 mit, dass die Vorgehensweise rund um den gemeldeten Schadensfall den Tatbestand der betrügerischen Begründung eines Versicherungsanspruchs erfülle. Die Police werde gekündigt und es würden keine weiteren Leistungen mehr erbracht. Überdies seien die bereits bezogenen Taggelder in der Höhe von Fr. 96'588.-- zurückzuerstatten.