Citation: I 743/02 17.01.2003 E. 3

Im Sinne des Vorstehenden wird die IV-Stelle weitere Abklärungen vorzunehmen haben. Dabei wird sie neben den in Erw. 3b des Urteils vom 22. September 2000 genannten Gesichtspunkten Folgendes zu beachten haben. Die Beschwerdeführerin leidet an einem chronisch progredienten Lumbovertebralsyndrom bei massivster Osteochondrose der lumbolsakralen Bandscheibe und Einengung des Rezessus lateralis links (Bericht Dr. med. A.________, FMH Innere Medizin spez. Rheumaerkrankungen, vom 20. November 1989). Sie bezieht deswegen seit 1. Dezember 1985 eine ganze Invalidenrente. Ebenfalls wurde ihr rückwirkend ab 1. Mai 1991 eine Entschädigung für Hilflosigkeit leichten Grades zugesprochen (vgl. Art. 36 Abs. 3 IVV in Verbindung mit Art. 42 IVG). Sie galt somit bei Beginn und auch während den Ausbildungen zur Naturärztin und zur Masseurin in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise als auf die Hilfe Dritter angewiesen (Art. 36 Abs. 3 lit. a IVV). Betroffen waren gemäss Akten das An- und Auskleiden, das Duschen sowie laut Stellungnahme des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin vom 8. September 1998 zum Vorbescheid vom 14. Juli 1998 zur vorgesehenen Aufhebung der Hilflosenentschädigung das «Aufstehen/Absitzen/Abliegen». Anlässlich der Abklärung der hauswirtschaftlichen Verhältnisse am 28. Juni 1990 hatte die Beschwerdeführerin angegeben, sie könne zeitweilig nicht laufen und benötige Gehstöcke bei akut auftretenden Schüben. Aufgrund dieser gesundheitlichen Einschränkungen und des progredienten Charakters des Leidens stellt sich die Frage, welche körperlichen Anforderungen an den Beruf als Naturärztin und als Masseurin gestellt werden, und weiter, ob die Wesentlichkeit des Eingliederungserfolges bejaht werden kann.