Citation: 5A_616/2013 E. 5

Die Beschwerdeschrift kann dahin gehend verstanden werden, dass der Kläger die gemeinsame elterliche Sorge verlangt. Es ist ihm offenbar bewusst, dass dies nach geltendem Recht einen gemeinsamen Antrag der Eltern mit einer genehmigungsfähigen Vereinbarung über die Betreuungsanteile und die Verteilung der Unterhaltskosten voraussetzt (Art. 298a Abs. 1 ZGB). Ein solcher gemeinsamer Antrag liegt nicht vor. Zu Recht haben die kantonalen Instanzen das Begehren um gemeinsame elterliche Sorge schon aus diesem Grund abgewiesen. Der Beschwerdeführer beharrt darauf, es sei die "unverzügliche Anwendung des neuen Gesetzes anzuordnen", aus dem ihm ein Anspruch auf gemeinsame elterliche Sorge erwachse. Zwar trifft es zu, dass das Parlament am 21. Juni 2013 eine Gesetzesänderung beschlossen hat und die Referendumsfrist bezüglich dieses Beschlusses am 10. Oktober 2013 abgelaufen ist. Diese Gesetzesrevision sieht vor, dass die Kindesschutzbehörde die gemeinsame elterliche Sorge auch auf Antrag eines Elternteils gegen den Willen des andern verfügen kann, sofern nicht zur Wahrung des Kindeswohls an der alleinigen elterlichen Sorge der Mutter festzuhalten oder die alleinige Sorge dem Vater zu übertragen ist (s. Art. 298b Abs. 2 ZGB der Referendumsvorlage vom 21. Juni 2013, BBl 2013 4766). Diese Neuerung ist aber noch nicht in Kraft und die Behörden und Gerichte haben sich an das geltende Recht zu halten und nicht künftiges anzuwenden, wie schon das Kantonsgericht zutreffend festhält. Schliesslich beruft sich der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang auf "internationale Abkommen". Hierzu genügt es jedoch nicht, wenn er ohne Hinweis auf ein für die Schweiz verbindliches und hier unmittelbar anwendbares Regelwerk einfach auf nicht näher bezeichnete "europäische Abkommen und der UNO" verweist, "die sich mit dem Wohl des Kindes und der rechtlichen Einstellung in der gesamten westlichen Welt" befassen. Im Übrigen schreibt, wie soeben erwähnt, auch das neue, noch nicht in Kraft stehende Recht genau wie der geltende Art. 298a Abs. 1 ZGB vor, dass die gemeinsame elterliche Sorge mit dem Kindeswohl vereinbar sein muss. Das Kantonsgericht hat das Begehren auch unter diesem Gesichtspunkt geprüft und ist zum Schluss gekommen, unter den gegebenen Umständen widerspreche die gemeinsame elterliche Sorge augenscheinlich dem Kindeswohl. Der Beschwerdeführer setzt sich mit den diesbezüglichen vorinstanzlichen Erwägungen wiederum nicht auseinander. Namentlich zeigt er nicht auf, inwiefern die vorinstanzliche Feststellung offensichtlich unrichtig (Art. 97 Abs. 1 BGG) ist, wonach sich die Eltern in keiner Art und Weise über die Betreuung und den Umgang mit der gemeinsamen Tochter einig sind. Der angefochtene Entscheid erweist sich auch in dieser Hinsicht als bundesrechtskonform. Die Beschwerde ist unbegründet.