Citation: 8C_86/2020 E. 5.2

5.2. Die Beschwerdegegnerin führte im Einspracheentscheid vom 13. November 2018 aus, entgegen der Ansicht des Rechtsvertreters hätten sich die erwerblichen Verhältnisse seit der ursprünglichen Rentenverfügung erheblich verändert. Während der Vergleich vom 5. Dezember 2011 auf der Annahme einer zumutbaren Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit von lediglich 70 % beruht habe, sei das Arbeitspensum in der Folge auf 80 % erhöht worden, was einer erheblichen Verbesserung der erwerblichen Verhältnisse entspreche. Als Revisionsgrund wurde somit eine erhebliche Verbesserung der erwerblichen Verhältnisse genannt. Die Vorinstanz hat sich nicht näher mit der Frage des Revisionsgrundes auseinandersetzt, sondern lediglich den Invaliditätsgrad von 14 %, der sich aus dem Einkommensvergleich im Revisionszeitpunkt ergibt, mit jenem von 25 % gemäss Verfügung vom 22. Dezember 2011 verglichen und gestützt darauf eine erhebliche Veränderung der Verhältnisse bejaht. Für die Bejahung eines Revisionsgrundes genügt indes ein Vergleich der Invaliditätsgrade allein nicht, sondern es muss eine wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente vorliegen.