Citation: 8C_232/2024 E. 7.3

7.3. Soweit die Beschwerdeführer eine Verletzung des Differenzierungsgebots und des Diskriminierungsverbots rügen, berufen sie sich wiederholt auf ein Präjudiz (Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Juni 2022, 100/2021/205U, publiziert in BVR 2023 S. 51 ff.). Darauf bezog sich jüngst auch ein Anwendungsfall aus dem Kanton Bern, mit welchem sich das Bundesgericht zu befassen hatte (Urteil 8C_641/2023 vom 26. März 2024). Zu Recht prüfte die Vorinstanz im Rahmen der konkreten Normenkontrolle § 17e Abs. 1-3 SPV/AG nicht generell auf eine Verletzung des Rechtsgleichheitsgebots, sondern nur mit Blick darauf, ob die Anwendung dieser Norm im konkreten Einzelfall für die Beschwerdeführer eine ungerechtfertigte Ungleichbehandlung zur Folge gehabt habe. Eine solche verneinte das kantonale Gericht basierend auf den jedenfalls nicht willkürlich festgestellten tatsächlichen Verhältnissen in Bezug auf den streitbetroffenen Unterstützungszeitraum vom 29. September 2021 bis 18. Januar 2022 zu Recht. Zwar trifft zu, dass die Beschwerdeführer damals als vorläufig Aufgenommene nicht auf einen Asylentscheid warteten. Doch wurden sie mit der vom Bundesverwaltungsgericht am 29. Mai 2020 bestätigten Verfügung des SEM vom 30. August 2019 rechtskräftig aus der Schweiz weggewiesen und lediglich deshalb - nur vorläufig - aufgenommen, weil der Wegweisungsvollzug aus damaliger Sicht einstweilen nicht zumutbar war. Wie mit Urteil 8C_641/2023 vom 26. März 2024 ausführlich dargelegt (vgl. auch hiervor E. 6.2 f.), schliesst der sozialhilferechtliche Grundsatz der Gleichbehandlung aller Empfängerinnen und Empfänger eine unterschiedliche Behandlung diverser Personengruppen nicht aus, sofern sachliche Gründe oder die tatsächlichen Verhältnisse eine Differenzierung als notwendig erscheinen lassen (Urteil 8C_641/2023 vom 26. März 2024 E. 5.1.2). So erachtete es das Bundesgericht als verfassungskonform, dass sich die tiefere Bemessung des GBL im Rahmen der Sozialhilfe von noch nicht während zehn Jahren in der Schweiz vorläufig Aufgenommenen ohne Flüchtlingseigenschaft rechtfertigen kann (Urteil 8C_641/2023 vom 26. März 2024 E. 6 f.). Die Beschwerdeführer legen jedenfalls nicht in einer der qualifizierten Rügepflicht (E. 2.1 i.f.) genügenden Weise dar, und es ist nicht ohne Weiteres ersichtlich, inwiefern die Vorinstanz mit Blick auf den streitbetroffenen Unterstützungszeitraum hinsichtlich der am 28. Oktober 2021 gestützt auf § 17e Abs. 1-3 SPV/AG verfügten Sozialhilfe - in Übereinstimmung mit dem zwischenzeitlich ergangenen Urteil 8C_641/2023 vom 26. März 2024 E. 6 f. - eine Verletzung verfassungsmässiger Rechte willkürlich verneint haben soll.