Citation: 4A_407/2012 E. 3.4

3.4. Die Beschwerdeführerinnen bringen sodann vor, die Vorinstanz habe ihnen nur 14 Stunden für Zeugenbefragungen eingeräumt, während sie der Beschwerdegegnerin insgesamt 23 Stunden eingeräumt habe. Darin sehen sie eine Ungleichbehandlung i.S. von Art. 190 Abs. 2 lit. d IPRG, die sie im vorinstanzlichen Verfahren angeblich " wiederholt " gerügt haben. Die entsprechenden Stellen im Protokoll der Verhandlung vom 9. Mai 2011, aus denen die Beschwerdeführerinnen derartige Rügen ableiten wollen, lauten wie folgt: "[Rechtsvertreter der Beschwerdeführerinnen]: A short statement as to time and as to language. Just for the record, in our figures I estimate that as the total time spent all together the Claimant has spent 18 hours and 50 minutes, the Respondent only 13 hours and 3 minutes, more than five hours less. (...) May I refer you to order number 9 paragraph 7. 'The parties will have equal time during the evidential hearing to use' and it goes on, which confirms this point. Mr Chairman, reluctantly, and by no means personally, I have to raise in that respect objections. The Respondent's right to be heard and to be treated equally is really at stake here. We had to reduce our questions in chief, in cross and in re." "[Rechtsvertreter der Beschwerdeführerinnen]: Having heard Claimant has used more than 23 hours and we only 14 hours I think that my initial remarks as to the imbalance of time are still maintained." "[Rechtsvertreter der Beschwerdeführerinnen]: (...) I must say, I have not checked it, that we were stopped asking questions on several occasions even if it now turns out that the Claimant are upfront more than nine hours. That is a point where I really feel that we were at a disadvantage." Mit diesen Vorbringen hat der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerinnen angetönt, dass seiner Ansicht nach die Gleichbehandlung "auf dem Spiel" stünde und er das Gefühl habe, "im Nachteil" zu sein. Dabei handelt es sich zwar durchaus um Einwände ("objections") bzw. (kritische) Bemerkungen ("remarks") betreffend die Verfahrensführung, eine hinreichend deutliche Rüge, das Verfahren leide an einem Verfahrensmangel im Sinne von Art. 190 Abs. 2 lit. d IPRG, kann darin jedoch kaum gesehen werden. Zudem haben es die Beschwerdeführerinnen unterlassen, Anträge auf Wiederholung bzw. Ergänzung von Zeugeneinvernahmen zu stellen, und haben damit bis zur Ausfällung des Schiedsurteils im Mai 2012 nicht alle zumutbaren Anstrengungen unternommen, um dem Schiedsgericht die Gelegenheit zu geben, die angebliche Ungleichbehandlung zu beseitigen. Indem die Beschwerdeführerinnen dies unterliessen und abwarteten, ob das Urteil zu ihren Gunsten ausfallen würde, verwirkten sie das Recht, sich im Rechtsmittelverfahren vor Bundesgericht auf eine angebliche Ungleichbehandlung i.S. von Art. 190 Abs. 2 lit. d IPRG zu berufen. Auf die entsprechende Rüge ist ebenfalls nicht einzutreten.