Citation: U 391/05 10.03.2006 E. 1

Die Vorinstanz hat die massgebende Bestimmung über die Voraussetzungen der Revision einer Invalidenrente (Art. 17 Abs. 1 ATSG) sowie die zu vergleichenden Sachverhaltselemente zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. Richtig ist auch, dass die Invalidenrente nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar ist, wenn sich die erwerblichen Auswirkung des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert (BGE 119 V 478 Erw. 1b/aa mit Hinweisen). Anlass zur Rentenrevision gibt somit jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 113 V 27 Erw. 3b; RKUV 1987 Nr. U 32 S. 446). Eine Veränderung der erwerblichen Verhältnisse wurde etwa bejaht bei Aufgabe einer Profisportkarriere (wegen der damit einhergehenden Senkung des Validenlohnes; RKUV 1992 Nr. U 143 S. 81 ff.) oder bei Verbesserung der Erwerbsmöglichkeiten aufgrund eigener Anstrengungen (Weiterbildung oder besonderer Einsatz am angestammten Arbeitsplatz; vgl. Alexandra Rumo-Jungo, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, in: Murer/ Stauffer [Hrsg.] Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 3. Aufl., Zürich 2003, S. 152). Eine relevante Änderung kann auch in einem Stellenwechsel liegen, sofern das Invalideneinkommen in der ursprünglichen Verfügung (oder dem Einspracheentscheid) ausgehend vom konkret erzielten Einkommen am angestammten Arbeitsplatz festgelegt wurde (vgl. etwa Urteil M. vom 3. Januar 2000, I 294/98). Bemüht sich der Versicherte jedoch nicht um eine angepasste Tätigkeit, scheitert eine Einkommenssteigerung an seiner mangelnden Kooperation (zumal es ihm obliegt, die verbleibende Resterwerbsfähigkeit auszuwerten, auch wenn dazu beträchtliche Anstrengungen erforderlich sind) oder ist die Verschlechterung der Erwerbslage auf blosse Konjunkturschwankungen zurückzuführen, fehlt es an einem Revisionsgrund (Rumo-Jungo, a.a.O., S. 153). Basiert das Invalideneinkommen in der ursprünglichen Verfügung bzw. dem Einspracheentscheid auf einer Fiktion, hat ein Stellenwechsel jedenfalls dann keine Änderung der erwerblichen Verhältnisse zur Folge, wenn an der neuen Stelle die verbliebene Arbeitsfähigkeit nicht in zumutbarer Weise voll ausgeschöpft wird.