Citation: I 281/05 24.10.2005 E. 3

Es ist zunächst zu prüfen, ab welchem Zeitpunkt der Beschwerdeführerin ein - eventueller - Rentenanspruch zusteht. 3.1 Für den Einkommensvergleich gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG und Art. 16 ATSG sind Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben (vgl. BGE 129 V 222). Mit Bezug auf eine Rentenleistung gilt die Invalidität in dem Zeitpunkt als eingetreten, in dem der Anspruch nach Art. 29 Abs. 1 entsteht, das heisst frühestens wenn die versicherte Person mindestens zu 40 % bleibend erwerbsunfähig geworden ist (lit. a) oder während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40 % arbeitsunfähig gewesen war (lit. b) und wenn sich daran eine Erwerbsunfähigkeit in mindestens gleicher Höhe anschliesst (BGE 121 V 274 Erw. 6b/cc, 119 V 115 Erw. 5a mit Hinweisen). Gemäss Art. 29ter IVV liegt ein wesentlicher Unterbruch vor, wenn der Versicherte an mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war. 3.2 Dr. med. B.________ fasst in seinem Arztbericht vom 21. August 2002 die Grade und Perioden der Arbeitsunfähigkeit wie folgt zusammen: 100 % vom 1. März bis 30. April 2001, 50% vom 1. bis 15. Mai 2001, 100% vom 16. Mai bis 31. August 2001, 70 % vom 1. September bis 1. November 2001, 0% vom 2. November bis 30. April 2002, 70% vom 1. bis 14. Mai 2002 und wieder 100% ab 15. Mai 2002. Das Wartejahr gemäss Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG war also ab Dezember 2001 unterbrochen und begann erst ab 1. Mai 2002 von neuem zu laufen. Ab diesem Zeitpunkt bestand für die ursprünglich ausgeübte Tätigkeit als Pflegehelferin im Alters- und Pflegeheim eine fortdauernde Arbeitsunfähigkeit. Es besteht Einigkeit darüber, dass diese Arbeit für die Beschwerdeführerin ungeeignet ist, da sie in ungünstiger Körperhaltung ausgeübt werden muss, welche den Schultergürtel zum Teil erheblich belastet. Am 1. Mai 2003 war daher das Wartejahr mit einer durchschnittlich nahezu 100%igen Arbeitsunfähigkeit erfüllt. Es bleibt daher zu prüfen, ob ab diesem Zeitpunkt eine rentenbegründende Erwerbsunfähigkeit vorlag.