Citation: 7B.181/2005 22.11.2005 E. 2

2.1 Die Vorinstanz führt - zusammengefasst - aus, gemäss § 15 des Gerichtsorganisationsgesetzes (GerOG; RB 173.11) seien der Bezirksgerichtspräsident die untere und das Obergericht die obere Aufsichtsbehörden in Schuldbetreibungssachen. Bei Bezirksgerichten mit erweiterter Organisation würden die Aufgaben zwischen Präsidium und Vizepräsidium intern nach objektiven Kriterien geregelt. Denkbar sei etwa, die Geschäfte nach Sachgebieten aufzuteilen oder aber die eingehenden Fälle unter Berücksichtigung der dem Präsidium obliegenden Geschäftsleitung (§ 8 Abs. 2 der Verordnung des Obergerichts über die Organisation und die Geschäftsführung der unteren gerichtlichen Behörden; RB 173.131) abwechselnd dem Präsidium bzw. dem Vizepräsidium zuzuweisen. Mit einer generell-abstrakten Regelung der Aufgabenteilung zwischen Präsidium und Vizepräsidium werde gewährleistet, dass die Besetzung des Gerichts jedem Verdacht der Manipulation oder irgendwie gearteter unsachlicher Beeinflussung entzogen sei. So, wie sich die Gerichte an ihre interne Aufgabenteilung zu halten hätten und die eingehenden Geschäfte daher - von sachlich begründeten Ausnahmen stets abgesehen - nicht nach Belieben dem Präsidium oder dem Vizepräsidium zuteilen könnten, seien auch die Parteien daran gebunden. Es könne daher nicht in Frage kommen, dass eine Partei "ihren" Fall zur Chefsache erklären könne, weil sie ihn vom Gerichtspräsidenten beurteilt haben wolle. Wenn der Beschwerdeführer durchblicken lasse, sein Vertrauen in den Vizegerichtspräsidenten sei - aufgrund von Erfahrungen - erschüttert, so wäre es an ihm gelegen, gestützt auf § 52 ZPO/TG rechtzeitig ein Ablehnungsgesuch zu stellen. 2.2 Der Beschwerdeführer bringt dagegen im Wesentlichen bloss vor, die Aufsichtstätigkeit des Bezirksgerichtspräsidenten sei auf die Person bezogen und habe mit der rechtsprechenden Tätigkeit des Bezirksgerichts nichts zu tun. § 8 Abs. 2 der Verordnung des Obergerichts über die Organisation und die Geschäftsführung der unteren gerichtlichen Behörden betreffe die Rechtsprechungstätigkeit des Bezirksgerichts und sei für die persönliche Aufsichtstätigkeit des Bezirksgerichtspräsidenten nicht anwendbar. Auf diese und die weiteren Ausführungen des Beschwerdeführers kann nicht eingetreten werden, denn die Erwägungen der Vorinstanz gründen einzig auf kantonalem Recht, dessen Verletzung nicht mit Beschwerde nach Art. 19 SchKG, sondern nur mit staatsrechtlicher Beschwerde beim Bundesgericht gerügt werden kann (BGE 120 III 114 E. 3a S. 116; Heinz Pfleghard, in: Prozessieren vor Bundesgericht I, [Hrsg. Geiser/Münch], 2. Aufl. 1998, S. 180/181 Rz. 5.55).