Citation: 6S.150/2003 16.01.2004 E. 4

Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, die Strafzumessung dürfe nicht von der Frage des bedingten Vollzugs getrennt werden. Dabei weist er zutreffend auf die Praxis des Kassationshofs hin, bei der Festsetzung der Strafe die Strafmassfolgen und bei der Auslegung des geltenden Rechts die Gesetzesrevisionen zu berücksichtigen (vgl. BGE 128 IV 73 E. 4c und 128 IV 3 E. 4c). Er verweist dazu auf Art. 42 des revidierten Allgemeinen Teils des StGB, wonach das Gericht Freiheitsstrafen von zwei Jahren in der Regel aufschiebt (Beschwerde S. 5). Dies ist hier deshalb unbehelflich, weil Art. 42 des revidierten Allgemeinen Teils des StGB gar noch nicht in Kraft gesetzt und somit nicht anwendbar ist. Nach der Rechtsprechung hat der Richter dort, wo er eine Freiheitsstrafe von nicht erheblich mehr als 18 Monaten in Betracht zieht und die Voraussetzungen des bedingten Strafvollzugs gemäss Art. 41 Ziff. 1 StGB im Übrigen gegeben sind, sich mit der Frage auseinander zu setzen, ob angesichts der persönlichen Verhältnisse des Schuldigen der Vollzug einer unbedingten Freiheitsstrafe nicht dem Zweck der Verbrechensverhütung zuwider laufe. Bejaht er das, hat er dem gemäss Art. 63 StGB unter dem Gesichtspunkt der persönlichen Verhältnisse strafmindernd Rechnung zu tragen (BGE 118 IV 337 E. 2c). Diese Rechtsprechung findet indessen nur Anwendung, wenn die in Betracht kommende Freiheitsstrafe 21 Monate nicht übersteigt (BGE 127 IV 97 E. 3). Die Vorinstanz hat die Argumentation des Bezirksgerichts verworfen und eine Strafe von zwei Jahren Zuchthaus festgesetzt. Die Rechtsprechung zur 18-Monate-Grenze ist somit nicht anwendbar. Auf die diesbezüglichen Ausführungen des Beschwerdeführers ist nicht weiter einzugehen.