Citation: 6B_400/2018 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erwägt zusammengefasst, der Tierarzt habe lediglich die Vitalparameter der Kuh V.________ untersucht. Eine genaue Untersuchung der Ursachen für das Festliegen der Kuh sei nicht erfolgt und demzufolge habe auch keine Behandlung stattgefunden. Das Unvermögen des Tierarztes sei dem Beschwerdeführer nicht zuzurechnen. Zudem habe er das Tier mit Wasser und Futter versorgt und sich täglich mehrmals von seinem Befinden überzeugt. Als erfahrener Landwirt habe er aber wissen müssen, dass die Heilungsaussichten rasch schwinden, wenn sich der Gesundheitszustand einer festliegenden Kuh nach vier bis fünf Tagen nicht verbessere respektive das Tier nicht versuche aufzustehen und unverändert festliege. Deshalb hätte sich der Beschwerdeführer spätestens ab 14. April 2016 um eine gründliche tierärztliche Untersuchung und eine angemessene tiermedizinische Versorgung der noch immer festliegenden Kuh bemühen müssen. Die Wahrscheinlichkeit einer spontanen Heilung habe stets abgenommen und der Beschwerdeführer habe nicht weiter darauf hoffen dürfen. Ab diesem Datum sei die Belastung, die er dem Tier zugemutet habe, nicht mehr durch die von ihm angestrebte Heilung und Rettung des Kalbs gerechtfertigt gewesen. Deshalb sei ihm eine Verletzung der Tierwürde durch Unterlassen vorzuwerfen. Der Beschwerdeführer habe sich tadellos im Sinne der Tierschutzvorschriften verhalten, nachdem er die Kuh V.________ am 8. April 2016 festliegend vorgefunden habe. Er habe sofort den Tierarzt benachrichtigt, mit ihm das weitere Vorgehen beschlossen, das Tier regelmässig mit Futter und Wasser versorgt und es überwacht. Er habe auch in einer ersten Phase auf einen positiven Heilungsverlauf hoffen dürfen, nachdem die Kuh gefressen, getrunken und selbständig ihre Liegeposition geändert habe. Zudem hätten keine Anzeichen dafür bestanden, dass das Tier von Schmerzen geplagt gewesen sei. Hingegen habe er nach dem fünften Tag des Festliegens keine weiteren tiermedizinischen Massnahmen veranlasst, obwohl eine Heilung vernünftigerweise nicht mehr zu erwarten gewesen sei. Damit habe er die Belastung des Tieres unnötigerweise fortgesetzt. Die Pflichtverletzung habe nicht eine Schwere erreicht, die eine Bestrafung nach Art. 26 Abs. 1 lit. a des Tierschutzgesetzes vom 16. Dezember 2005 (TSchG; SR 455) rechtfertigen würde. Deshalb gelange der Übertretungstatbestand gemäss Art. 28 TSchG zur Anwendung. Da der Beschwerdeführer pflichtwidrig übersehen habe, dass mit einer Heilung des Tieres nach dem fünften Tag vernünftigerweise nicht mehr zu rechnen gewesen sei, habe er fahrlässig im Sinne von Art. 28 Abs. 2 TSchG gehandelt (Entscheid S. 19 ff.).