Citation: 4A_350/2008 11.08.2008 E. 2

Die Vorinstanz ging davon aus, Unkenntnis der Rechtslage stelle kein Hindernis im Sinne von Art. 85 GerG/SG dar. Der Beschwerdeführer führt unter Hinweis auf einen Entscheid des österreichischen Verwaltungsgerichtshofs aus, auch ein Rechtsirrtum oder ein Irrtum über die richtige Einbringungsstelle (Poststelle) könne ein "unverschuldetes" Hindernis darstellen. Damit genügt er indessen den Anforderungen an die Beschwerdebegründung gemäss Art. 106 Abs. 2 BGG offensichtlich nicht. Denselben juristischen Begriffen kann in unterschiedlichen Gesetzen, erst recht in verschiedenen Rechtsordnungen eine unterschiedliche Tragweite zukommen. Entscheide, die zu analog formulierten Bestimmungen in einer anderen Rechtsordnung ergehen, sind daher grundsätzlich nicht geeignet, die Anwendung des kantonalen Rechts durch die Vorinstanz als verfassungswidrig auszuweisen. Selbst wenn eine andere Auslegung denkbar oder gar vorzuziehen wäre, macht dies den Entscheid der Vorinstanz noch nicht willkürlich (BGE 132 III 209 E. 2.1 S. 211 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer müsste vielmehr aufzeigen, dass und inwiefern die Auslegung der Vorinstanz zu völlig unhaltbaren Ergebnissen führt, seine verfassungsmässigen Rechte beeinträchtigt oder sonst gegen Bundesrecht verstösst. Willkür käme überdies in Betracht, wenn die Vorinstanz selbst die entsprechende Bestimmung in konstanter Praxis anders ausgelegt hat und weiterhin auslegt. Entsprechende Ausführungen fehlen, weshalb insoweit auf die Beschwerde nicht einzutreten ist. 2.1 Soweit der Beschwerdeführer die verspätete Postaufgabe nicht mit der Unkenntnis der Rechtslage begründet, sondern sich auf ein einmaliges Versagen des ansonsten zuverlässigen Sekretariats durch die Postaufgabe bei der österreichischen Post am 20. August 2007, beziehungsweise die Nichtaufgabe schon am 17. August 2007 beruft, unterbreitet er dem Bundesgericht einen von den Feststellungen der Vorinstanz abweichenden Sachverhalt, ohne darzulegen, dass er entsprechende Behauptungen prozesskonform ins kantonale Verfahren eingebracht hätte oder die Voraussetzungen für die Berücksichtigung neuer Tatsachen vor Bundesgericht gegeben wären (Art. 99 BGG). Damit erweisen sich seine Vorbringen als unzulässig. Auch diesbezüglich kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden. 2.2 Nicht einzutreten ist sodann auf die vom Beschwerdeführer zum Verschulden gemachten Ausführungen, in denen er sich auf internationale Abkommen beruft, gemäss welchen die Aufgabe bei der österreichischen Post als fristwahrend anzusehen sei, oder auf die angebliche Pflicht der Vorinstanz oder die Praxis anderer Gerichte, bei rechtzeitiger Übermittlung der Eingabe per Fax eine Nachfrist zur Einreichung eines unterzeichneten Exemplars anzusetzen. Diese Ausführungen gehen insofern an der Sache vorbei, als die Vorinstanz die Wiederherstellung nicht mit Blick auf das Verschulden, sondern mit Blick auf die Tatsache, dass Rechtsunkenntnis kein Hindernis im Sinne von Art. 85 GerG/SG bilde, verweigerte. Zudem konnte die Frage, ob die Vorinstanz verpflichtet gewesen wäre, die Eingabe als rechtzeitig entgegenzunehmen oder dem Beschwerdeführer eine Nachfrist anzusetzen, mit Beschwerde gegen den Nichteintretensentscheid dem Bundesgericht unterbreitet werden, was der Beschwerdeführer getan hat. Nachdem das Bundesgericht die Beschwerde gegen den Nichteintretensentscheid behandelt hat, ist auf diese Fragen nicht zurückzukommen.