Citation: 6B_1294/2022 E. 2.4

2.4. Die rechtlichen Erwägungen der Vorinstanz zur Gewerbsmässigkeit sind nicht zu beanstanden. Gestützt auf den vorinstanzlich verbindlich festgestellten Sachverhalt verübte die Beschwerdeführerin innerhalb von knapp drei Wochen, zwischen dem 6. und 27. März 2018, fünf Diebstähle, wobei sie insgesamt einen Deliktsbetrag von Fr. 7'745.-- erlangte. Dies zeugt, wie die Vorinstanz zu Recht erwägt, von einer gewissen Regelmässigkeit. Ihr damaliges persönliches Einkommen betrug monatlich Fr. 2'700.--. Die Vorinstanz schliesst daraus in vertretbarer Weise, dass der Gesamtdeliktsbetrag einen namhaften Beitrag an die Kosten ihrer Lebensgestaltung dargestellt haben musste (vgl. Urteil 6B_368/2020 vom 24. November 2021 E. 1.3.3 mit Hinweisen). Dies gilt entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin auch dann, wenn auch das Einkommen ihres Ehemanns von Fr. 4'300.-- berücksichtigt würde. Soweit die Beschwerdeführerin die Gewerbsmässigkeit mit eigenen, von denjenigen der Vorinstanz abweichenden Feststellungen verneint, ist darauf nicht einzugehen (Art. 42 Abs. 2 BGG). Dies ist insbesondere der Fall, wenn sie rügt, der Deliktsbetrag und das Einkommen zum Zeitpunkt der Begehung der Diebstähle sei nicht erstellt, weshalb in dubio pro reo keine Verurteilung wegen gewerbsmässigen Diebstahls erfolgen könne. Mit Bezug auf die Absicht führt die Vorinstanz zutreffend aus, es sei nicht entscheidend, ob die Beschwerdeführerin tatsächlich ein Erwerbseinkommen erzielte oder dieses tatsächlich für die Lebenshaltungskosten aufwendete. Massgebend sei vielmehr, ob sie in der entsprechenden Absicht handelte. Die Beschwerdeführerin verkaufte zwar lediglich ein Schmuckstück für Fr. 234.-- und hatte die restlichen noch bei sich zuhause gelagert. Jedoch hat die Beschwerdeführerin gemäss den vorinstanzlichen Feststellungen erklärt, sie habe mit dem Gedanken gespielt, auch den restlichen Schmuck einer Galerie zum Verkauf zu bringen. Die Beschwerdeführerin zielte damit darauf ab, das Diebesgut abzusetzen und dadurch ein Einkommen zu generieren. Die Vorinstanz durfte dabei auch berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin am 1. und 12. März 2018 einer Galerie (teilweise eigenen) Goldschmuck für Fr. 1'945.-- und Fr. 2'752.-- verkauft hatte. Nicht zu beanstanden ist in diesem Zusammenhang auch die vorinstanzliche Argumentation, wonach der Beschwerdeführerin angesichts der Hausdurchsuchung vom 27. März 2018 nicht viel Zeit geblieben sei, um den angedachten Verkauf des restlichen Schmucks in die Tat umzusetzen. Soweit die Beschwerdeführerin sich in unzulässiger Weise vom verbindlichen Sachverhalt der Vorinstanz (Art. 105 Abs. 1 BGG) entfernt, ist sie mit ihrer Kritik nicht zu hören (E. 1 hievor). Dies gilt auch mit Bezug auf ihr Vorbringen, wonach sie zu keinem Zeitpunkt planmässig vorgegangen sei, die Delikte jeweils aus der Situation heraus erfolgt seien und sie nie zur Arbeit mit der Absicht gegangen sei, etwas zu entwenden. Ihr ist ebensowenig beizupflichten, wenn sie rügt, die Vorinstanz habe den Einzelfall vorliegend nicht berücksichtigt. Schliesslich bezieht die Vorinstanz überzeugend in ihre Würdigung mit ein, dass die Diebstähle nur deshalb ein Ende fanden, da gegen die Beschwerdeführerin eine Strafanzeige eingereicht und ein Strafverfahren eingeleitet wurde. Hinzu kommt, dass sie seit 2016 bereits mehrfach wegen (teilweise geringfügigen) Diebstahls verurteilt worden ist. Insgesamt bejaht die Vorinstanz eine Absicht zur Erzielung eines Erwerbseinkommens und damit die Gewerbsmässigkeit i.S.v. Art. 139 Ziff. 2 StGB zu Recht. Der Schuldspruch wegen gewerbsmässigen Diebstahls verletzt kein Bundesrecht. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.