Citation: C 155/98 07.01.2000 E. 4

4.- Streitig ist, ob der Beschwerdegegner einen anrechenbaren Zwischenverdienst erzielt hat. a) Das kantonale Gericht verneinte einen anrechenbaren Zwischenverdienst im Wesentlichen mit der Begründung, die Aktivitäten des Versicherten stünden weitgehend im Zusammenhang mit dem vom RAV bewilligten Kurs, seien dessen Programmbestandteil und würden dort auch erarbeitet. Einen wirtschaftlichen Wert, der in irgendeiner Form Dritten als Arbeit oder Dienstleistung verrechnet werden könnte, bildeten sie nicht. Die selbstständige Erwerbstätigkeit sei in keinem Zeitpunkt so weit gediehen, dass sie als realistische Unternehmensgründung hätte bezeichnet werden können. Die Verwaltung widersetzt sich dieser Betrachtungsweise mit dem Argument, dass mindestens ein Teil der Aktivitäten konkrete Anstrengungen für den Aufbau einer selbstständigen Tätigkeiten darstellten, also Realisierungshandlungen seien. Insoweit müsse eine Anrechnung erfolgen. b) Die Vorinstanz hat einlässlich und zutreffend erwogen, wann überhaupt von einem Verdienst gesprochen werden kann und in welchem Zeitpunkt ein solcher als angefallen zu betrachten ist. Auf diese Ausführungen wird verwiesen. Die Kasse setzt sich mit diesen Argumenten nicht auseinander. In der Beschwerdeschrift wird nicht dargelegt, welche Arbeiten oder Dienstleistungen Dritten hätten belastet werden können. Unbehelflich ist der Hinweis, es handle sich um konkrete Anstrengungen für den Aufbau einer selbstständigen Tätigkeit. Zum einen widerspricht diese Darstellung den Akten, indem das zuständige KIGA mit rechtskräftiger Verfügung vom 9. Juli 1997 festgestellt hat, dass der Versicherte in der fraglichen Zeit keine selbstständige Erwerbstätigkeit aufgenommen hatte. Zum anderen ist darauf hinzuweisen, dass Personen, die eine selbstständige Erwerbstätigkeit aufnehmen, oftmals weiterhin Arbeitslosenentschädigung verlangen mit der Begründung, der sich im Aufbau befindliche Betrieb verursache nur Kosten und werfe keinen Ertrag ab. Nach der Rechtsprechung gehört dies zu den typischen Unternehmerrisiken. Es wäre unverständlich, wenn einem weiterhin arbeitslosen Versicherten gerade solche Tätigkeiten als Zwischenverdienst angerechnet werden dürften. Damit hat es sein Bewenden mit dem vorinstanzlichen Entscheid.