Citation: 6B_1264/2022 E. 3.1.3

3.1.3. Was die psychischen Probleme betrifft, stellt die Vorinstanz eine starke Übertreibung und eine eigentliche Simulation des Beschwerdeführers fest. Sie begründet dies ausführlich, indem sie auf eine Vielzahl von Aktenstücken Bezug nimmt und zahlreiche Widersprüche und Inkonsistenzen aufdeckt. Es kann auf ihre überzeugenden und ausführlichen Erwägungen verwiesen werden. Beispielhaft sei erwähnt, dass der Beschwerdeführer wiederholt erklärte, er verberge seine angebliche psychische Erkrankung vor seinen Freunden; dennoch habe er sich bei einer Notfallkonsultation von mehreren Freunden begleiten lassen. Gegenüber den Ärzten des Begutachtungszentrums K.________ habe der Beschwerdeführer im Frühjahr 2016 behauptet, er verspüre seit Jahren keine sexuelle Lust mehr. Im Widerspruch dazu habe er vor der Erstinstanz von wöchentlichem Sexualverkehr berichtet, wobei am 6. Juni 2017 sein Sohn geboren worden sei. Weiter verweist die Vorinstanz auf widersprüchliche Angaben des Beschwerdeführers zu seiner Medikamenteneinnahme, zu seinen Hausarztbesuchen und zu seinen Freizeitbeschäftigungen. Der Beschwerdeführer habe wiederholt erklärt, er leide häufig an derart starken Wirbelsäulenschmerzen, dass er sich kaum bewegen könne. Dennoch sei es ihm möglich gewesen, Gokart zu fahren. Der Beschwerdeführer habe erklärt, er spiele selten kostenlose Videospiele auf dem Smartphone. Hingegen habe seine Ehefrau gegenüber Dr. med. H.________ erklärt, der Beschwerdeführer spiele übermässig und gebe unnötig Geld dafür aus. Schliesslich habe der Beschwerdeführer auch unter Beizug eines Dolmetschers auf mehrfaches, konkretes Nachfragen nicht erklären können, welche Einschränkungen die angebliche psychische Erkrankung zeitigt.