Citation: 8C_541/2016 E. 3.2.2

3.2.2. Schon in ihrer im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten Replik vom 22. Dezember 2015 anerkannte die Beschwerdeführerin indessen selbst, dass bei der Berechnung des Existenzminimums grundsätzlich lediglich Krankenkassenprämien für die (obligatorische) Grundversicherung Berücksichtigung finden. Dies entspricht dem klaren Wortlaut der in E. 3.1 hievor erwähnten Richtlinien für die Notbedarfsberechnung und es besteht auch aufgrund der Argumentation der Beschwerdeführerin kein Anlass, in ihrem Fall davon abzuweichen (vgl. auch BGE 134 III 323 E. 3 S. 325 f. mit Hinweisen). Daran ändert nichts, dass regelmässig ärztliche Betreuung in Anspruch genommen werden muss, deren Kosten nur über eine Zusatzversicherung gedeckt werden. Eine diesbezügliche Bestätigung der behandelnden Ärztin wäre ohne Belang, weshalb die Vorinstanz mit Recht von einer entsprechenden Zeugenbefragung abgesehen hat, obschon eine solche ausdrücklich beantragt worden ist. Dass wegen fehlender Zusatzversicherung höhere wiederkehrende Gesundheitskosten entstehen könnten oder - bei einem Verzicht auf einen überobligatorischen Versicherungsschutz - wegen sinkenden Leistungsvermögens letztlich sogar eine Erwerbseinbusse in Kauf genommen werden müsste, könnte zwar allenfalls bei der Bestimmung des Existenzminimums Berücksichtigung finden, wäre dann aber - zu gegebener Zeit - spezifiziert geltend zu machen, wozu die blosse Einreichung bisheriger Leistungsabrechnungen der Krankenkasse nicht genügt. Eine Missachtung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG kann der Vorinstanz - solange solche Entwicklungen nicht als tatsächlich eingetreten behauptet werden - in diesem Zusammenhang ebenso wenig vorgeworfen werden wie eine Verletzung des rechtlichen Gehörs nach Art. 29 Abs. 2 BV.