Citation: 6B_673/2014 E. 6.2

6.2. Die Vorinstanz nimmt an, die Beteiligten hätten am frühen Nachmittag des 5. Juni 2009 in der Wohnung der Beschwerdeführerin den Tatplan entworfen, nach welchem sich die beiden Mitangeklagten unter dem Vorwand der Übergabe von Geldkuverts und unter Offenlegung ihrer Identität Zugang zur Wohnung von A.________ verschaffen sollten. Zu diesem von allen drei Beteiligten mitgetragenen Tatplan habe auch gehört, sowohl A.________ als auch allenfalls weitere anwesende Personen vorerst mit Chloroform zu betäuben und anschliessend mit einem Plastiksack zu ersticken. Zweck der Tötung sei die Eliminierung von Zeugen gewesen. Denn da sich die beiden Mitangeklagten vorgängig telefonisch bei A.________ angemeldet hätten, sei eine Identifizierung der Täter nur durch deren Tötung zu verhindern gewesen (angefochtenes Urteil S. 107 f. 110, vgl. auch oben E. 2.2). Die Vorinstanz stützt ihren Entscheid im Wesentlichen auf die Aussagen der drei Tatbeteiligten im Untersuchungs- und im gerichtlichen Verfahren sowie auf verschiedene Indizien, namentlich die rückwirkende Teilnehmeridentifikation der Rufnummer des Mitangeklagten X.________ (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1B_59/2014 vom 28. Juli 2014 E. 3.2), das Nachtatverhalten der Beschwerdeführerin und die Würdigung ihrer Persönlichkeit. Dabei gelangt sie nach einer einlässlichen Würdigung aller Beweise zum Ergebnis, es könne ausgeschlossen werden, dass die Beschwerdeführerin von den Mitangeklagten X.________ und Y.________ zu Unrecht belastet werde. Zahlreiche Schilderungen der beiden Haupttäter zum Tatbeitrag der Beschwerdeführerin stimmten genau mit ihren eigenen Angaben überein und seien von dieser unbestritten. So seien die Aussagen, wonach die Beschwerdeführerin wiederholt auf die Rückzahlung des von ihr geliehenen Geldes gedrängt habe, wonach sie darüber diskutiert hätten, wie sie auf kriminelle Weise zu Geld gelangen könnten und die Beschwerdeführerin dazu Vorschläge gemacht habe, und wonach sie schliesslich einen Raubüberfall auf die Familie A.________ geplant hätten, aufgrund des Eingeständnisses der Beschwerdeführerin nachgewiesen. Soweit die Aussagen der Mitangeklagten X.________ und Y.________ nicht mit denjenigen der Beschwerdeführerin übereinstimmten, hätten sich deren Erklärungen teilweise aufgrund der Ergebnisse von Telefonverbindungsnachweisen als zutreffend erwiesen (angefochtenes Urteil S. 100, 103). Insgesamt nimmt die Vorinstanz an, die Beschwerdeführerin habe zwar nicht die Rolle der klar dominierenden Drahtzieherin innegehabt, welche zwei nahezu willenlose junge Männer ins Verderben geschickt habe. Sie sei aber in diesem Trio ein wichtiges Mitglied, eine Mitorganisatorin gewesen, welche für die Planung und Vorbereitung der Taten eine zentrale Rolle gespielt und unmittelbar nach den Taten mit der Entgegennahme der Beute sowie dem Verwischen der Spuren und den hierzu gegebenen Tipps die Führung übernommen habe (angefochtenes Urteil S. 116 f., 123, vgl. auch S. 130 ff. [zur rechtlichen Würdigung als Mittäterschaft]).