Citation: 1C_252/2017 E. 5.2

5.2. Beide Vollzugshilfen enthalten Richtwerte: Diese sind Hilfsmittel zur Beurteilung einer konkreten Situation, stellen jedoch - im Gegensatz zu den Grenzwerten gemäss LSV - keine absolute Grenze der Schädlichkeit oder Lästigkeit dar. Dies wird vor allem mit der Charakteristik von Sportlärm als menschlichem Verhaltenslärm begründet, dessen Beurteilung aufgrund von rein akustischen Kriterien nur beschränkt sachgerecht sei (Vollzugshilfe 2017 S. 15/16). Der Vollzugsbehörde verbleibt somit bei der Beurteilung der Störwirkung im Einzelfall ein gewisser Ermessensspielraum (Vollzugshilfe 2013 Ziff. 2.2.2 S. 12; Vollzugshilfe 2017 Ziff. 2.2 S. 15/16). Liegen die Lärmbelastungen unterhalb des massgeblichen Richtwerts, kann in der Regel davon ausgegangen werden, dass die Störung nicht erheblich ist. Bei Überschreitung des Richtwerts muss demgegenüber anhand von Art. 15 USG (bzw. bei Geltung der Planungswerte Art. 23 USG) näher geprüft werden, was zu dieser Überschreitung führt. Werden die massgebenden Richtwerte deutlich überschritten, sind zusätzliche emissionsbegrenzende Massnahmen umzusetzen (Vollzugshilfe 2017 S. 23/24).