Citation: 5A_707/2014 E. 5.1

5.1. In der Sache wehrt sich der Beschwerdeführer dagegen, dass ihm ein Vertretungsbeistand (Art. 394 ZGB) bestellt worden ist. Wie die KESB U.________ ist auch die Vorinstanz davon ausgegangen, dass beim Beschwerdeführer weiterhin ein Schwächezustand (psychische Erkrankung/Zwangsstörung) besteht, der ihn daran hindere, seine Angelegenheiten selbständig zu erledigen, sich in genügendem Masse selbst angemessene Hilfe zu organisieren oder eine mit der Vertretung seiner wohlverstandenen Interessen beauftragte Drittperson zu kontrollieren. Die KESB habe sich bei der Fällung ihres Entscheides insbesondere auf den Rechenschaftsbericht des Beistandes und Informationen gestützt, die sie in Gesprächen über den Beschwerdeführer erhalten habe. Aus dem Rechenschaftsbericht des Beistandes gehe hervor, dass der Beschwerdeführer seit Jahren in ambulanter psychiatrischer Behandlung stehe und täglich Medikamente einnehme. Im Gespräch vom 30. September 2013 zwischen F.________ als Vertreter der KESB U.________ und dem Beschwerdeführer habe Letzterer selbst ausgeführt, dass er an einer Persönlichkeitsstörung leide und ein- bis zweimal wöchentlich zu Dr. med. G.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, oder zu H.________, dipl. Psychologin FH und Psychotherapeutin, gehe. Im Telefongespräch zwischen F.________ und dem Beschwerdeführer vom 3. März 2014 habe Letzterer u.a. betont, dass es ihm wichtig sei, dass die neue Beistandsperson Erfahrung im Umgang mit psychisch kranken Menschen habe. Aus den Akten gehe hervor, dass sowohl der Beschwerdeführer als auch sein (bisheriger) Beistand der Meinung seien, dass bei ihm ein Schwächezustand in Form einer Persönlichkeitsstörung bestehe. Aufgrund dieser klaren Ausgangslage sei die KESB U.________ nicht gehalten gewesen, das Gutachten einer sachverständigen Person einzuholen; sie sei zu Recht von einem weiterhin vorhandenen Schwächezustand beim Beschwerdeführer ausgegangen. In seinem Rechenschaftsbericht schildere der Beistand, dass der Beschwerdeführer seit dem 21. Dezember 2012 keiner Arbeit mehr nachgehe. Trotz seiner vielen Bemühungen und denen des Arbeitstherapeuten sei es nicht möglich gewesen, den Beschwerdeführer zur Wiederaufnahme der Arbeit in der I.________ oder anderswo zu bewegen. Im Telefongespräch zwischen F.________ und dem Beistand des Beschwerdeführers vom 4. März 2014 habe Letzterer berichtet, seit der Beschwerdeführer nicht mehr in der I.________ arbeite, sitze er zu Hause herum und beschäftige sich vorwiegend mit Therapiebesuchen. Wie die KESB U.________ in ihrem Entscheid vom 19. März 2014 ausgeführt habe, habe der Beschwerdeführer seine Arbeit in der I.________ niedergelegt, ohne den Beistand zu informieren. Dies habe zu einer verzögerten Anpassung der EL-Bezüge und somit möglicherweise zu finanziellen Schäden für den Beschwerdeführer geführt. Die Beistandsperson sei zur korrekten Durchführung der Finanzverwaltung und Administration auf genaue und zeitnahe Angaben über die Einkommens- und Beschäftigungssituation des Beschwerdeführers angewiesen. Insbesondere sei es notwendig, dass diese vom Arbeitgeber über entsprechende Änderungen unverzüglich informiert werde, was in der Vergangenheit nicht der Fall gewesen sei. Diese Feststellungen der KESB leuchteten ein. Somit stehe fest, dass beim Beschwerdeführer auch im Bereich Arbeit/Bildung klarerweise ein Unvermögen bestehe, die eigenen Angelegenheiten hinreichend zu besorgen, woraus eine relevante Gefährdung seines Wohls in diesem Bereich resultiere.