Citation: U 197/99 24.09.2001 E. 1

1.- Das kantonale Gericht hat von der Durchführung einer öffentlichen Verhandlung im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 EMRK abgesehen, obschon es das Vorliegen eines entsprechenden Antrages der Versicherten ausdrücklich anerkannt hatte. Zur Begründung führte es an, der Umstand, dass die materiellen Hauptbegehren der Beschwerde führenden und die Verhandlung beantragenden Person gutgeheissen würden, rechtfertige es, ausnahmsweise auf eine Verhandlung zu verzichten. Dies ist im Lichte der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts nicht zu beanstanden (BGE 122 V 58 Erw. 3b/ff mit Hinweis auf die Doktrin). Im vorliegenden Verfahren hat die nunmehrige Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung vom 5. Juli 1999 ihren bereits im vorinstanzlichen Verfahren gestellten Antrag auf Durchführung einer öffentlichen Verhandlung nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK für den Fall erneuert, dass eine vom angefochtenen kantonalen Entscheid abweichende Auffassung in Erwägung gezogen werde. Zwecks Wahrung dieser durch die Konvention gewährleisteten Verfahrensgarantie hat das Eidgenössische Versicherungsgericht deshalb die Parteien am 9. August 2001 zu einer öffentlichen Verhandlung auf den 9. Oktober 2001 aufgeboten. Von der damit gebotenen Möglichkeit, sich auch noch persönlich und mündlich zur Sache zu äussern, hat die Beschwerdegegnerin indessen keinen Gebrauch mehr machen wollen. Mit Eingabe vom 20. August 2001 hat sie vielmehr erklären lassen, dass sie nunmehr auf die Durchführung einer öffentlichen Verhandlung verzichte. Dies hat das Eidgenössische Versicherungsgericht dazu veranlasst, die auf den 9. Oktober 2001 anberaumte Verhandlung wieder abzusetzen. Über die anhängig gemachte Streitsache wird demnach zufolge nachträglichen Verzichts der Beschwerdegegnerin ohne Verhandlung auf Grund der Akten entschieden.