Citation: 8C_686/2013 E. 3.4

3.4. Das Verwaltungsgericht hat erwogen, die Beschwerdeführerin habe sich seinerzeit beim Zweckverband beworben, ihr Einverständnis mit den Anstellungsbedingungen erklärt und schliesslich die Wahl angenommen. Ein Arbeitsvertrag in der üblichen schriftlichen Form liege nicht vor. Es sei jedoch davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in den Jahren 1987 bis 2011 ihre Arbeit nach den Vorgaben des Arbeitgebers verrichtet und dafür einen Lohn bezogen habe. Ab 1. Januar 1997 habe sich das Arbeitsverhältnis im beidseitigen Einvernehmen nach den Bestimmungen der DGO 1997 gerichtet, welche somit trotz fehlender Genehmigung durch das zuständige Departement zwischen den Parteien zur Anwendung komme. Eine aushilfs- und ersatzweise Anwendung der Bestimmungen des Gesetzes des Kantons Solothurn vom 27. September 1992 über das Staatspersonal (Staatspersonalgesetz; BGS 126.1) würde nach Ansicht des Verwaltungsgerichts die Gemeindeautonomie des Zweckverbandes verletzen und dem Grundsatz von Treu und Glauben widersprechen. Die Beschwerdeführerin könne sich daher nicht auf die in § 27 bis des Staatspersonalgesetzes vorgesehene Sperrfrist von zwölf Monaten bei Arbeitsverhinderung wegen Krankheit berufen. Vielmehr sei aufgrund des Verweises in § 73 DGO 1997 auf die Bestimmungen des Obligationenrechts in Anwendung von Art. 336c Abs. 1 lit. b OR als subsidiäres kommunales Recht (vgl. BGE 138 I 232 E. 2.4 S. 236; Urteil 8C_451/2013 vom 20. November 2013 E. 5.2.2) von einer Sperrfrist von 180 Tagen auszugehen. Diese Frist sei am 9. August 2011 (Krankschreibung ab 10. Februar 2011) abgelaufen. Mit dem Beschluss der Kündigung vom 10. August 2011 sei diese Frist auf alle Fälle gewahrt, die verfügte Kündigung daher nicht zur Unzeit erfolgt und demzufolge nicht nichtig im Sinne von Art. 336c Abs. 2 OR.