Citation: 2C_939/2017 E. 6.4

6.4. Was der Beschwerdeführer hiergegen vorbringt, verfängt nicht. Das Bundesgericht stuft den Drogenhandel - in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des EGMR - angesichts der Gefährdung der öffentlichen Gesundheit als schwere Straftat ein, welche ein hohes öffentliches Interesse an einer Ausweisung bzw. Fernhaltung des Täters begründet. Drogenhandel bildet im Einklang mit der verfassungsrechtlichen Wertung von Art. 121 Abs. 3 BV zudem seit dem 1. Oktober 2016 eine Anlasstat für eine obligatorische Landesverweisung (Art. 66a Abs. 1 lit. o StGB). Wenngleich letztere Bestimmung keine rückwirkende Anwendung findet und den Beschwerdeführer damit nicht betrifft, ist der verfassungsrechtlichen Wertung im Rahmen des völkerrechtlich Zulässigen Rechnung zu tragen. Allein die auf qualifizierten Betäubungsmitteldelikten beruhende Verurteilung des Beschwerdeführers zu einer Gefängnisstrafe von 28 Monaten indiziert deshalb ein erhebliches migrationsrechtliches Verschulden und angesichts der bestehenden Rückfallgefahr (vgl. oben, E. 5.4) ein hohes gesundheits- und sicherheitspolizeiliches Interesse an der Fernhaltung des Beschwerdeführers (vgl. für einen vergleichbaren Fall zuletzt Urteil 2C_1001/2017 vom 18. Oktober 2018). Zu berücksichtigen sind in diesem Zusammenhang auch die zahlreichen weiteren Straferkenntnisse, die gegen den Beschwerdeführer wegen Betäubungsmitteldelikten, Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen und Ungehorsams im Betreibungs- und Konkursverfahren über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren hinweg ergangen sind. Auch wenn es sich dabei nicht um gravierende Delinquenz handelt, lässt die Häufung der Straftaten eine andauernde Gleichgültigkeit des Beschwerdeführers gegenüber der hiesigen Rechtsordnung erkennen. Die privaten Interessen des Beschwerdeführers haben demgegenüber weniger Gewicht. Zwar ist dem Beschwerdeführer zuzugestehen, dass er aufgrund seiner langen Aufenthaltsdauer ein gewichtiges Interesse an einem Verbleib in der Schweiz hat. Wie die Vorinstanz unter Hinweis auf BGE 130 II 176 (vgl. dort namentlich E. 4.5.1) aber zutreffend ausführt, ist es ihm angesichts der bestehenden familiären Anknüpfungspunkte und seiner beruflichen Erfahrung zuzumuten, sich in Italien eine neue Existenz aufzubauen. Der Beschwerdeführer ist mit dieser Einschätzung zwar nicht einverstanden; seine Ausführungen erschöpfen sich jedoch in appellatorischer Kritik an der vorinstanzlichen Feststellung, dass seine Eltern ihn bei einer Rückkehr unterstützen könnten. Sie sind für das Bundesgericht damit unbeachtlich. Dass sich der von der Vorinstanz zitierte BGE 130 II 176 nicht völlig mit dem hier zu beurteilenden Sachverhalt deckt, liegt angesichts der Vielfalt der Lebensverhältnisse auf der Hand und ist entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht zu beanstanden. Das gleiche gilt nämlich für die Urteile 2C_784/2014 vom 24. April 2015 und 2C_611/2013 vom 13. Oktober 2014, die nach Auffassung des Beschwerdeführers dafür sprechen würden, ihm die Niederlassungsbewilligung zu belassen. Inhaltlich scheint der Beschwerdeführer dabei zu übersehen, dass in den letztgenannten Entscheiden - wie auch in BGE 130 II 176 - zusätzlich zur langen Aufenthaltsdauer massgeblich ins Gewicht fiel, dass die weggewiesenen Ausländer in der Schweiz aufenthaltsberechtigte Kinder hatten.