Citation: U 410/04 03.11.2006 E. 3

Gemäss Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Laut Satz 1 derselben Bestimmung sind mündlich erteilte Auskünfte schriftlich festzuhalten. Im Rahmen der Beweiswürdigung ist das Beweismaterial zu gewichten und sodann zu entscheiden, welche medizinischen Unterlagen allenfalls noch beizuziehen und welche Abklärungen noch zu treffen sind. Beweise sind indessen nur über jene Tatsachen abzunehmen, die für die Entscheidung der Streitsache erheblich sind. Auf weitere Beweisvorkehren kann auch dann verzichtet werden, wenn der Sachverhalt, den eine Partei beweisen will, nicht rechtserheblich ist, wenn bereits Feststehendes bewiesen werden soll, wenn von vornherein gewiss ist, dass der angebotene Beweis keine Abklärungen herbeizuführen vermag, oder wenn die Behörde den Sachverhalt gestützt auf ihre eigene Sachkenntnis oder jene ihrer fachkundigen Beamten zu würdigen vermag. Die versicherte Person hat von Bundesrechts wegen keinen formellen Anspruch auf Beizug eines versicherungsexternen Gutachtens, wenn Leistungsansprüche streitig sind. Erachtet der Sozialversicherer die rechtserheblichen tatsächlichen Entscheidungsgrundlagen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf er das Abklärungsverfahren ohne Weiterungen, insbesondere ohne Beizug eines medizinischen Gutachtens, abschliessen (BGE 122 V 162 Erw. 1d).