Citation: 6B_1360/2019 E. 3.1

3.1. Die Beschwerdeführerin rügt weiter, die Vorinstanz habe gegen die Beschwerdegegner zu tiefe Ersatzforderungen ausgesprochen. Ausgehend vom reparativen Charakter der Vermögenseinziehung sei bei der Bemessung der Ersatzforderung auf den Marktwert der Geräte im Deliktszeitpunkt, d.h. den Einstandspreis ohne MWSt, nicht auf den tieferen Weiterverkaufspreis abzustellen. Massgeblich sei grundsätzlich der Zeitpunkt unmittelbar nach der Aneignung und vor dem Weiterverkauf der Geräte an Abnehmer und Hehler. Dabei hätten die Beschwerdegegner einen allfälligen Wertverlust aufgrund von Zeitablauf oder unterpreisigem Weiterverkauf selbst zu tragen. Im zu beurteilenden Fall habe der Marktwert der vom Beschwerdegegner 1 entwendeten Geräte Fr. 390'538.75 betragen. Nach Abzug der von diesem an die Privatklägerin geleisteten Vergleichszahlungen im Umfang von Fr. 225'000.-- verbleibe ein ersatzweise einzufordernder Betrag von Fr. 165'538.75. Die vom Beschwerdegegner 2 entwendeten Geräte hätten einen Marktwert von Fr. 63'370.-- gehabt, so dass gegen ihn eine Ersatzforderung in diesem Betrag zu erheben sei (Beschwerde S. 7 ff.). Die Beschwerdeführerin wendet sich ferner gegen die Aufhebung der Ersatzforderungsbeschlagnahme. Die Vorinstanz habe die Aufhebung allein mit den fehlenden Voraussetzungen für eine Kostendeckungsbeschlagnahme begründet, ohne auf die Ersatzforderungsbeschlagnahme einzugehen. Im vorliegenden Fall seien die Voraussetzungen für eine solche erfüllt. Die Beschlagnahme bedeute nicht, dass die mit Beschlag belegten Grundstücke zwangsverwertet würden, sie stelle lediglich eine Sicherstellung zugunsten des Staates dar. Die Aufrechterhaltung der Beschlagnahme sei allein schon aufgrund der Höhe der Ersatzforderungen und dem niedrigen Haushaltseinkommen der beiden Beschwerdegegner angezeigt (Beschwerde S. 9 f.).