Citation: 5C.96/2002 01.07.2002 E. 1

Das neue bäuerliche Bodenrecht gilt seit dem 1. Januar 1994 (Art. 96 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1991 über das bäuerliche Bodenrecht [BGBB; SR 211.412.11] und BRB vom 3. Februar 1993 [AS 1993 S. 1442]). Weil der Vater der Parteien vor Inkrafttreten des BGBB gestorben war und die Klägerin ihr Teilungsbegehren auch vor Inkrafttreten des neuen Rechts stellte, gilt altes Recht (Art. 94 Abs. 1 Satz 1 BGBB i.V.m. Art. 537 Abs. 1 ZGB). Daran vermag nichts zu ändern, dass die Mutter der Parteien nach Inkrafttreten des neuen Rechts starb, weil sie schon vorher Erbin ihres Gatten geworden war und sie danach von den Parteien beerbt worden ist. Anwendbar ist somit aArt. 620 Abs. 1 ZGB (AS 1946 S. 29 und 58) zum bäuerlichen Erbteilungsrecht. Nach dieser Bestimmung ergangene kantonale Urteile sind gemäss Art. 48 Abs. 1 OG unabhängig vom Streitwert berufungsfähig (BGE 80 II 208; 42 II 426 E. 1 S. 428). Insoweit steht dem Eintreten auf die Berufung nichts entgegen. Nebst den Dispositivziffern 2, 3 und 5 des obergerichtlichen Urteils will der Beklagte auch weitere Anordnungen des angefochtenen Urteils aufgehoben haben. Soweit er verlangt, es sei dessen Dispositivziffer 1 aufzuheben, in der eine Anordnung der ersten Instanz zum Lidlohnanspruch der Klägerin rechtskräftig erklärt wird, kann auf die Berufung nicht eingetreten werden, weil dieser Antrag überhaupt nicht begründet ist (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 116 II 745 E. 3 S. 749). Das Gleiche gilt auch für den Antrag, die obergerichtliche Anordnung zum Fortgang des Verfahrens (Dispositivziff. 6) aufzuheben.