Citation: 2C_972/2020 E. 2.2

2.2. Der Einwand, das Verwaltungsgericht habe den Untersuchungsgrundsatz verletzt, ist ebenfalls unberechtigt: Bei der Feststellung des Sachverhalts im Hinblick auf die Anwendung von Art. 50 AuG trifft die ausländische Person eine weitreichende Mitwirkungspflicht (vgl. BGE 142 I 152 f. E. 6.2 153 f.; 138 II 229 E. 3.2.3 S. 235; 124 II 361 E. 2b S. 365). Sie hat die eheliche Gewalt bzw. die häusliche Oppression in geeigneter Weise zumindest glaubhaft zu machen. Wird eine solche behauptet, müssen die Systematik der Misshandlung bzw. deren zeitliches Andauern sowie die daraus entstandene subjektive Belastung objektiv nachvollziehbar konkretisiert und beweismässig unterlegt werden (BGE 142 I 152 E. 6.2 S. 153 f.; 138 II 229 E. 3.2.3 S. 235; 2C_837/2016 vom 23. Dezember 2016 E. 4.2.1). Nur in diesem Fall und beim Vorliegen entsprechender Beweisanträge, die nicht in antizipierter Beweiswürdigung abgewiesen werden können, rechtfertigt es sich, im Rahmen der Untersuchungsmaxime ein vertieftes ausländerrechtliches Beweisverfahren durchzuführen (BGE 142 I 152 E. 6.2 S. 153 ff.; 138 II 229 E. 3.2.3 S. 235; Urteil 2C_432/2013 vom 16. Mai 2013 E. 2.3 und 2C_165/2018 vom 19. September 2018 E. 2.2). Ein solches erübrigte sich hier im Hinblick auf die Vorbringen des Beschwerdeführers bezüglich der Vorkommnisse zwischen ihm und seiner Gattin (vgl. nachstehende E. 3.2).