Citation: 5C.138/2003 15.08.2003 E. 1

Der vorliegende Fall zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass nach einem vorehelichen Zusammenleben der Parteien von zwölf Jahren ein eheliches Zusammenleben von bloss drei Jahren folgte. Das Obergericht hat sich die Frage gestellt, ob das lange voreheliche Zusammenleben an die Ehedauer anzurechnen sei und es hat die Frage schliesslich nicht abschliessend beantwortet, weil die Einschränkung der Erwerbstätigkeit durch die Berufungsklägerin nicht "gemeinschaftsbedingt" gewesen sei. Dies sei vorab deshalb nicht der Fall, weil die Ehe kinderlos geblieben sei und die Berufungsklägerin die Erwerbstätigkeit auch nicht im Hinblick auf eine gemeinsam vorgesehene Familiengründung eingeschränkt habe. Ebenso wenig hätten die Ehepartner im Sinne einer Arbeitsteilung vereinbart, dass die Berufungsklägerin den Haushalt führe und deswegen die Erwerbstätigkeit einschränke. Die Berufungsklägerin räumt ein, dass die Frage der Anrechenbarkeit vorehelicher Konkubinatsjahre offen gelassen werden könne, wenn sich das Gericht der Sachverhaltsdarstellung durch die Vorinstanz anschliesse. Da das Bundesgericht die staatsrechtliche Beschwerde wegen willkürlicher Sachverhaltsfeststellung und Beweiswürdigung abgewiesen hat, soweit es darauf hat eintreten können, ist es im vorliegenden Berufungsverfahren an den Sachverhalt, wie er von der Vorinstanz festgehalten worden ist, gebunden. Bei dieser Sachlage erübrigen sich Weiterungen bezüglich der Anrechenbarkeit von vorehelichen Konkubinatsjahren.