Citation: 8C_186/2022 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, dass das Gerichtsgutachten nicht beweistauglich sei. Er erneuert seine bereits im vorinstanzlichen Verfahren vorgetragene Kritik, dass der orthopädische Gutachter ihm gegenüber nicht unvoreingenommen gewesen sei. Dieser unterstelle ihm, dem Beschwerdeführer, zu Unrecht und aktenwidrig fehlende Motivation und damit eine Rentenbegehrlichkeit. Die Einstellung des Gutachters ziehe sich wie ein roter Faden durch seine gesamte weitere Beurteilung. Anlässlich eines Belastbarkeitstrainings sei jedoch sein Einsatz bei gleichzeitiger körperlicher Limitierung attestiert worden, zudem habe er bei der Invalidenversicherung um berufliche Massnahmen ersucht. Wegen seiner unzutreffenden Einschätzung habe der Gutachter den von ihm zwar tatsächlich erhobenen Befunden, namentlich der verbleibenden reduzierten Belastbarkeit des linken Fusses, nicht die nötige Beachtung geschenkt, sie dementsprechend bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zu seinen Ungunsten kaum berücksichtigt. Bereits aufgrund der Tatsache, dass dieser Umstand im vorinstanzlichen Verfahren habe gerügt werden müssen und zudem die Einholung einer ergänzenden - aber nicht überzeugenden - Stellungnahme erforderlich gemacht habe, sei auf die Beweisuntauglichkeit des Gutachtens zu schliessen. Die Vorinstanz habe sich damit nicht auseinandergesetzt. Ohnehin stehe es, so der Beschwerdeführer weiter, dem Gutachter nicht zu, darüber zu spekulieren, wie es um seine Motivation für einen Wiedereintritt ins Erwerbsleben bestellt sei, und entsprechende Eindrücke dürften auch nicht in die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit fliessen, zumal offenbar auch die Mitgutachterin nichts dergleichen bemerkt habe. Im Übrigen zeige sich die Voreingenommenheit des orthopädischen Gutachters auch darin, dass er ihn als unfähig schildere, nähere Angaben zu seinen Beeinträchtigungen zu machen, was aber angesichts seiner zwischenzeitlichen Pensionierung ohne Weiteres nachvollziehbar sei. Schliesslich habe sich der Gutachter zur Untermauerung seiner Einschätzung selektiv auf gewisse frühere Arztberichte gestützt, andere wiederum aber ausser Acht gelassen, was für eine fehlende Auseinandersetzung mit den medizinischen Vorakten, aber eben zusätzlich auch für die Voreingenommenheit des Gutachters spreche. Zur Begründung seines Einwands der Voreingenommenheit werden weitere angebliche Mängel im Gutachten aufgezählt wie etwa hinsichtlich der Angaben zum Schmerzmittelkonsum oder zu Vermutungen über eine psychische Überlagerung. Im Übrigen hätten, so der Beschwerdeführer weiter, auch die später bei der Vorinstanz eingereichten jüngeren, vom kantonalen Gericht aber nur unzureichend gewürdigten ärztlichen Berichte und die zwischenzeitlich am 18. August 2021 erfolgte Fussoperation gezeigt, dass ein Endzustand entgegen der gutachtlichen Einschätzung noch nicht erreicht gewesen sei, was wiederum für die Beweisuntauglichkeit des Gutachtens spreche. Zumindest hätten diesbezüglich weitere Abklärungen angeordnet werden müssen. Auch das handchirurgische Gutachten soll gemäss Beschwerdeführer nicht beweistauglich sein, dies insbesondere soweit es die Beurteilung der Unfallkausalität durch die Expertin betrifft, welche der kreisärztlichen Einschätzung widerspreche. Auch diesbezüglich wird zudem eine Verletzung der vorinstanzlichen Begründungspflicht geltend gemacht. Es seien des Weiteren die unzulänglichen Deutschkenntnisse unberücksichtigt geblieben, was zu Missverständnissen und dementsprechend falschen ärztlichen Einschätzungen des komplexen Beschwerdebildes geführt habe. Die Gutachter hätten sich denn auch keine zutreffende Vorstellung von seiner bisherigen - mittelschweren bis schweren - Tätigkeit als Lagerist beziehungsweise Staplerfahrer machen können. Umso mehr hätte den Angaben der behandelnden Ärzte Beachtung geschenkt werden müssen, welche den Beschwerdeführer als nur noch zu 50 % arbeitsfähig erachtet hätten. In erwerblicher Hinsicht macht der Beschwerdeführer geltend, beim Valideneinkommen sei der LSE-Zentralwert heranzuziehen und auf der Seite des Invalideneinkommens sei ein leidensbedingter Abzug von 25 % zu gewähren.