Citation: 6B_936/2019 E. 7.2.2

7.2.2. Die Vorinstanz nimmt an, der frühere Verteidiger habe vor der ersten Instanz namens und mit Vollmacht der Beschwerdeführerin in den Fällen, in denen sie geständig gewesen sei, die Schadenersatzforderungen der Privatkläger in der Höhe der Verluste gemäss den Berechnungen des von der Staatsanwaltschaft beigezogenen Revisors unmissverständlich anerkannt. Es sei nicht die Klage der betreffenden Kunden anerkannt worden, sondern - soweit solche geltend gemacht worden seien - deren Schadenersatzforderungen und auch diese nur bis zum Maximalbetrag der in der Anklage aufgeführten Beträge. Entsprechend seien die betreffenden Privatkläger im allfälligen Mehrbetrag mit ihrem Schadenersatzbegehren auf den Zivilweg verwiesen worden. Angesichts der Klarheit der Anerkennungserklärung des Verteidigers vor der ersten Instanz bleibe kein Raum für eine Auslegung der Willenserklärung und es bedürfe auch keiner weiteren Prüfung, ob und inwieweit die geltend gemachten Schadenersatzforderungen von den Kunden hinreichend begründet worden seien. Es seien diejenigen Beträge in den Währungen gemäss Anklageschrift zugesprochen worden, welche die Beschwerdeführerin anerkannt habe. Im Weiteren sei auch nicht ersichtlich, dass sich der frühere Verteidiger in einem Erklärungs- oder Sachverhaltsirrtum befunden haben könnte. Die von ihm gewählte Strategie, das Geständnis der Beschwerdeführerin, ihre Kooperation und Reue zu betonen und diese durch Anerkennung der Schadenersatzforderungen in Höhe der in der Anklage aufgeführten Verluste zu unterstreichen, habe durchaus in deren Interesse gelegen und sich bei der Strafzumessung erheblich zu ihren Gunsten ausgewirkt. Dass in späteren von Kunden gegen die Bank geführten Zivilverfahren die Klagen mangels hinreichender Substantiierung des Schadens abgewiesen worden seien, sei kein Indiz für einen Willensmangel bezüglich der Anerkennungserklärung (angefochtenes Urteil S. 97 f.).