Citation: 2C_970/2022 E. 4.4

4.4. Betreffend Verhältnismässigkeit der Massnahme hat die Vorinstanz mit Blick auf Art. 8 Abs. 2 EMRK sowie Art. 96 AIG und unter Bezugnahme auf die diesbezügliche Rechtsprechung des Bundesgerichts ein überwiegendes öffentliches Interesse an der Aufenthaltsbeendigung und Wegweisung bejaht (vgl. E. 5 des vorinstanzlichen Entscheides). Zusammenfassend erwog sie, dass angesichts der offensichtlich gescheiterten wirtschaftlichen Integration des Beschwerdeführers in der Schweiz auch von einer zukünftigen Bedürftigkeit und Gefahr zusätzlicher Verschuldung und damit verbunden von einer weiteren Belastung der öffentlichen Fürsorge bzw. des Finanzhaushalts auszugehen sei. Es bestehe damit ein erhebliches öffentliches Interesse an seiner Wegweisung aus der Schweiz. Zudem könne wohl nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung bei der langen Aufenthaltsdauer des Beschwerdeführers grundsätzlich von engen sozialen Beziehungen ausgegangen werden, aber mangels entsprechender Konkretisierung von schützenswerten sozialen Beziehungen in der Schweiz sei diesem Aspekt nur geringe Bedeutung zuzumessen. Dies umso mehr, als die Ehefrau des Beschwerdeführers in Spanien lebe und er im Rahmen des Familiennachzuges bei dieser Wohnsitz nehmen könne. Weiter geht die Vorinstanz auch von einer möglichen Reintegration in den USA aus, da der Beschwerdeführer dort während 15 Jahren in seiner Kindheit, Jugend und im jungen Erwachsenenalter sozialisiert worden sei und er deren Staatsbürgerschaft besitze.