Citation: 5C.241/2004 07.01.2005 E. 1

Die Berufung ist in der Regel erst gegen Endentscheide der oberen kantonalen Gerichte zulässig (Art. 48 Abs. 1 OG). Ein berufungsfähiger Endentscheid liegt vor, wenn das kantonale Gericht einen Entscheid fällt, der endgültig verbietet, dass der gleiche Anspruch zwischen den gleichen Parteien nochmals geltend gemacht wird (BGE 123 III 414 E. 1 S. 417 mit Hinweisen). Das Obergericht hat die Aberkennungsklage als verspätet erachtet und somit über den Anspruch nicht materiell entschieden, sondern ein reines Prozessurteil gefällt. Ein solches Urteil gilt nach der Rechtsprechung unabhängig von der Möglichkeit einer späteren Rückforderungs- oder Feststellungsklage als Endentscheid im Sinne von Art. 48 Abs. 1 OG, sofern dadurch - wie vorliegend - die erneute Anhebung eines Aberkennungsprozesses endgültig verhindert wird (BGE 98 II 150 E. 1 S. 155 f.; Daniel Staehelin, in: Staehelin/Bauer/Staehelin, Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, N. 72 zu Art. 83 SchKG). Die Berufung erweist sich damit als zulässig.