Citation: 6B_525/2024 E. 3.2

3.2. Die Anklage wirft dem Beschwerdeführer vor, er habe (mit der Drohung, die von ihnen erhaltenen Nacktfotos zu veröffentlichen) versucht, F.________ und G.________, dazu zu bringen, sich mit ihm zum Geschlechtsverkehr zu treffen. Diese hätten dies jedoch nicht getan. Damit habe sich der Beschwerdeführer - so die Anklage - der versuchten sexuellen Nötigung schuldig gemacht. Die erste Instanz gelangte in beiden Fällen zu Freisprüchen mit der Begründung, die Versuchsschwelle sei nicht erreicht worden. Die Vorinstanz verurteilte den Beschwerdeführer in beiden Fällen wegen versuchter Nötigung. Sie begründete dies damit, hinsichtlich des Treffens zum Geschlechtsverkehr sei die Versuchsschwelle betreffend die sexuelle Nötigung nicht überschritten worden, zumal keine Konkretisierung des Treffens erfolgt sei und der Beschwerdeführer sowie F.________ sich nicht persönlich gekannt hätten. Hingegen sei eine versuchte Nötigung zu bejahen. Diesbezüglich habe der Beschwerdeführer die Versuchsschwelle überschritten. Dasselbe gelte hinsichtlich G.________. Auch hier sei das angestrebte Treffen vollkommen unkonkret gewesen und es seien keinerlei Vorbereitungshandlungen getroffen worden.