Citation: 5A_519/2008 E. 5.1

5.1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, das Obergericht hätte den formellen Ordre public nicht von sich aus prüfen dürfen; vielmehr hätte der Beschwerdegegner einen allfälligen Verstoss nachweisen müssen. Diese Rechtsauffassung trifft an sich zu: Während die offensichtliche und grundlegende Verletzung des materiellen Ordre public von Amtes wegen berücksichtigt werden kann (BERTI/DÄPPEN, Basler Kommentar, N. 29 zu Art. 27 IPRG), ist die Verletzung des formellen Ordre public grundsätzlich vorzubringen und nachzuweisen (BGE 116 II 625 E. 4b S. 630; vgl. auch VOLKEN, Zürcher Kommentar, N. 70 ff. zu Art. 27 IPRG; WALDER, Grundfragen der Anerkennung und Vollstreckung ausländischer Urteile, ZZP 1990, S. 341 ff.).