Citation: 8C_343/2021 E. 6.6.4

6.6.4. Von einem Ermessensmissbrauch der Vorinstanz kann mit Blick auf diese ausführlichen und sachlichen Erwägungen keine Rede sein. Es ist auch nicht zu beanstanden, dass das kantonale Gericht die Ansätze gemäss Pflegegeld-Richtlinie als Grundlage der Bemessung des Pflegegeldes heranzog, dienen diese doch gerade dazu, eine einheitliche, rechtsgleiche und sachrichtige Praxis zu gewährleisten. Ein triftiger Grund für ein Abweichen davon ist nicht ersichtlich (vgl. E. 2.4 hiervor). Anzufügen bleibt, dass die Zentrumsleitung in ihren Entscheiden vom 9. Februar 2018 und 3. Januar 2019 die Entschädigung der Beschwerdeführer im engeren Sinne (d.h. ohne Kosten der Ernährung, Unterkunft, Bekleidung sowie weitere Nebenkosten) ab 1. April 2018 - entsprechend der Stellungnahme der Fachstelle Pflegekinder vom 11. Dezember 2017 - gegenüber dem Ansatz in der Pflegegeld-Richtlinie um immerhin 200 % erhöht hat, nämlich von Fr. 855.- pro Monat (resp. Fr. 28.50/Tag) auf Fr. 2565.- pro Monat (resp. Fr. 85.50/Tag). Hinzu kommen die Leistungen für Unterhalt/Barersatz (in der Pflegegeld-Richtlinie als Ernährung, Unterkunft, Nebenkosten und Bekleidung bezeichnet) in der Höhe von Fr. 33.50 resp. Fr. 40.15 pro Tag. Entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführer werden ihnen demnach weiterhin - wenn auch in etwas geringerem Umfang (ab 1. Juni 2018 Fr. 280.- statt zuvor Fr. 320.-) - Nebenkosten vergütet. Soweit die Beschwerdeführer erneut vorbringen, frühere Leistungen, wie etwa Supervision oder Weiterbildung, würden plötzlich nicht mehr entschädigt, üben sie appellatorische Kritik am angefochtenen Urteil, auf die nicht weiter einzugehen ist.