Citation: 6B_1084/2023 E. 1.5

1.5. Die vorinstanzlichen Erwägungen lassen keine Verletzung von Bundesrecht erkennen. Der Beschwerdeführer zündete im Erdgeschoss eines älteren Gebäudes eine grosse Menge Benzin an, womit er gemäss eigenen Angaben das sich dort befindende Mobiliar zerstören wollte. Ein solches Verhalten ist krass sorgfaltswidrig. Der Beschwerdeführer musste gemäss den willkürfreien vorinstanzlichen Feststellungen damit rechnen, dass er das Feuer nicht wird unter Kontrolle halten können und dass dieses rasch auf andere Gebäudeteile übergreifen und es zu einer grossen Rauchentwicklung kommen kann. Aufgrund seiner Kenntnis der örtlichen Verhältnisse war ihm zudem bekannt, dass den Bewohnern der Liegenschaft durch das Feuer sowie die damit einhergehende Hitze- und Rauchentwicklung der einzige Fluchtweg über das enge Treppenhaus abgeschnitten würde. Rauchvergiftungen können schnell tödlich enden. Bei einem Hausbrand geht die tödliche Gefahr daher nicht nur vom Feuer selbst, sondern auch vom Brandrauch aus. Dies gilt insbesondere für schlafende Personen, welche die Gefahr nicht oder verspätet wahrnehmen. Der Beschwerdeführer legt nicht substanziiert dar, er sei sich dessen entgegen den vorinstanzlichen Feststellungen nicht bewusst gewesen. Die Vorinstanz geht daher willkürfrei von einem dem Beschwerdeführer bekannten hohen Risiko für Leib und Leben der Bewohner des vom Brand betroffenen Gebäudes aus. Diesen kam bei der Nichtverwirklichung der Gefahr insbesondere zugute, dass es bei der Entzündung des Benzins zu einer Explosion kam, durch welche sie rechtzeitig aus dem Schlaf gerissen wurden, was vom Beschwerdeführer jedoch nicht geplant war. Angesichts des krass sorgfaltswidrigen Verhaltens des Beschwerdeführers und der diesem bekannten Lebensgefahr, welche dieser in keiner Weise kalkulieren oder dosieren konnte, bejaht die Vorinstanz zutreffend eine eventualvorsätzliche Inkaufnahme des Todes der sich im Gebäude aufhaltenden Personen. Nicht zu hören ist der Beschwerdeführer, soweit er geltend macht, er habe in Absprache mit B.________ gehandelt, welcher einen Versicherungsbetrug habe begehen wollen. Die Vorinstanz lässt die Frage nach dem Tatmotiv ausdrücklich offen (vgl. angefochtenes Urteil S. 20 und 30) und sprach den Beschwerdeführer u.a. der qualifizierten Brandstiftung zum Nachteil von B.________ schuldig. Dies widerspricht einer Tatbeteiligung von B.________. Letztlich braucht die Frage jedoch nicht beantwortet zu werden. Die Vorinstanz stellt angesichts der konkreten Verhältnisse willkürfrei fest, der Beschwerdeführer sei sich bewusst gewesen, dass das Feuer rasch auf das gesamte Gebäude übergreifen kann. Ohnehin ging die Gefahr für die schlafenden Bewohner des Gebäudes wie dargelegt nicht nur vom Feuer selbst, sondern auch vom Brandrauch aus. Ebenso wenig verfängt das Argument des Beschwerdeführers, auch er selbst habe sich im Gebäude aufgehalten, da es ihm - anders als den schlafenden Bewohnern der Liegenschaft - ohne Weiteres möglich war, das Gebäude rechtzeitig zu verlassen.