Citation: 1C_322/2022 E. 3.1

3.1. Gemäss Art. 13 Abs. 2 BV hat jede Person Anspruch auf Schutz vor Missbrauch ihrer persönlichen Daten. Das damit gewährte Recht auf informationelle Selbstbestimmung garantiert als Teilgehalt des Rechts auf Privatsphäre die Herrschaft einer Person über ihre personenbezogenen Daten (BGE 145 IV 42 E. 4.3 mit Hinweisen). Einschränkungen dieses Grundrechts bedürfen einer gesetzlichen Grundlage, müssen durch ein öffentliches Interesse oder durch den Schutz von Grundrechten Dritter gerechtfertigt werden und verhältnismässig sein (Art. 36 BV; BGE 146 I 11 E. 3.1.2). Bezüglich der Grundrechte Dritter ist zu beachten, dass Art. 17 KV/ZH und § 20 Abs. 1 IDG/ZH grundsätzlich einen Anspruch auf Einsichtnahme in Unterlagen bei öffentlichen Organen gewähren (Urteil 1C_509/2016 vom 9. Februar 2017 E. 3.2). Bei der Prüfung der Verhältnismässigkeit von Einschränkungen dieses Anspruchs sind gemäss Art. 17 KV/ZH und § 23 Abs. 1 IDG/ZH die Interessen am verlangten Informationszugang gegenüber den entgegenstehenden öffentlichen oder privaten Interessen abzuwägen. Eine Ausnahme vom Grundsatz des freien Zugangs zu Informationen bei öffentlichen Organen kann zur Wahrung privater Interessen gerechtfertigt sein, wenn der Informationszugang mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit die Persönlichkeit der von den einzusehenden Daten betroffenen Person beeinträchtigen würde. Dass eine solche Beeinträchtigung lediglich denkbar oder (entfernt) möglich erscheint, genügt nicht (Urteil 1C_509/2016 vom 9. Februar 2017 E. 3.3; vgl. auch BGE 142 II 324 E. 3.4 mit Hinweisen).