Citation: 1C_161/2021 E. 3.2

3.2. Diese Ausführungen basieren auf der bundesgerichtlichen Rechtsprechung und überzeugen; darauf kann im Übrigen verwiesen werden. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, vermag daran nichts zu ändern. Er führt zunächst aus, sein Seitensprung vom Januar 2008 könne nicht als starkes Indiz dafür gewertet werden, dass im Einbürgerungszeitpunkt mehr als vier Jahre später, im März 2012, keine intakte Ehe mehr bestanden habe. Die Zwillinge seien einem "One-Night-Stand" entsprungen. Deren Mutter habe er in der Folge jahrelang nicht mehr gesehen. Erst im April 2013 habe er diese wieder getroffen und von seiner mutmasslichen Vaterschaft erfahren. Bei dieser Gelegenheit seien die Kindsmutter und er "von den Emotionen überwältigt [gewesen], sodass es zum erneuten Geschlechtsverkehr kam", was zur Zeugung des dritten gemeinsamen Kindes geführt habe. Abgesehen davon, dass diese Darstellung äusserst unglaubhaft erscheint, hat sich die Vorinstanz nicht hauptsächlich auf dieses Element gestützt, sondern auf eine Reihe von Indizien; sein Einwand ist somit unbegründet. Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, das ehezerrüttende Ereignis sei sein SMS-Verkehr mit einer Schulkollegin im Sommer 2012 gewesen, worauf die Ex-Ehefrau überstürzt die Scheidung verlangt habe; die diesbezüglichen Darlegungen der Ex-Ehefrau und seine eigenen Angaben liessen es somit plausibel erscheinen, dass entgegen der Vermutung der Vorinstanz im massgeblichen Zeitpunkt eine stabile eheliche Gemeinschaft bestanden habe und er somit nicht gelogen habe. Im Zeitpunkt der gemeinsamen Erklärung, im Februar 2012, habe er den "Sommerflirt" noch gar nicht gekannt und er habe auch nicht wissen können, was dieser auf Seiten der damaligen Ehefrau auslösen könnte. Als respektvoller Ehemann habe er sie aber auch nicht bearbeiten wollen, um von der Scheidung abzusehen. Wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat, stellt das Scheitern einer intakten und auf die Zukunft ausgerichteten Ehe einen Prozess dar, der regelmässig längere Zeit in Anspruch nimmt als sieben Monate. Es kommt überdies nicht darauf an, welcher Ehepartner für die Auflösung der Ehe die Hauptverantwortung trägt. Sodann hat sie festgestellt, dass der Beschwerdeführer die Scheidungskonvention am 24. November 2012 mitunterzeichnet und so seinen Scheidungswillen zum Ausdruck gebracht hat. Die Vorinstanz hat nicht festgestellt und es ergibt sich auch nicht aus den Akten, dass Versuche unternommen worden seien, die Ehe zu retten; vielmehr ist der vorinstanzlich festgestellten Chronologie der Ereignisse zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer kurz nach der Scheidung das dritte Kind mit seiner aktuellen Ehefrau gezeugt hat. Zwar lässt sich aus dem Umstand nicht zwingend schliessen, dass die Ehe im massgeblichen Zeitpunkt nicht mehr intakt war; er lässt aber ebenso wenig plausibel erscheinen, dass in jenem Zeitpunkt eine stabile eheliche Gemeinschaft bestanden hat, sondern bestärkt die diesbezüglichen Zweifel. Vor diesem Hintergrund hat die Vorinstanz kein Bundesrecht verletzt, indem sie festgehalten hat, dass der Beschwerdeführer die Vermutung, wonach im massgeblichen Zeitpunkt keine stabile eheliche Gemeinschaft bestanden hat, nicht zu widerlegen vermochte. Im Übrigen ist die Nichtigerklärung entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers alleine aufgrund seiner langen Anwesenheit in der Schweiz auch nicht unverhältnismässig, zumal er nach dem Entzug des Schweizer Bürgerrechts seinen früheren Rechtsstatus grundsätzlich zurück erhält, wie er aus seinem früheren Anwesenheitstitel hervorgeht.