Citation: 9C_545/2023 E. 3.5.4

3.5.4. Eine derartige Konstellation ist hier gegeben: Es kann nicht angehen, die Rechtswohltat, die in der Entledigung von der solidarischen (Mit-) Haftung und der Überwälzung des Delkredererisikos auf die Allgemeinheit besteht, bewusst herbeizuführen, indem andere als öffentlich-rechtliche Gläubiger bevorzugt bedient werden. Vor diesem Hintergrund durfte die Vorinstanz verfassungsrechtlich einwandfrei erwägen, dass es bei der solidarischen (Mit-) Haftung der Ehefrau für die Gesamtsteuer zu bleiben habe (§ 22 Abs. 1 Satz 1 StG/AG). Insbesondere konnte sie auch offenlassen, ob eine "Entreicherung durch Vermögensverschiebungen vom Ehemann auf die Ehefrau" erfolgt sei (Sachverhalt, lit. B.d). Die vorinstanzliche Auslegung und/oder Anwendung des nicht harmonisierten kantonalen Rechts ist verfassungsrechtlich haltbar.