Citation: 6B_1095/2017 E. 1.1

1.1. Die Beschwerdeführerin ist der Ansicht, der Strafbefehl sei nichtig, was die Vorinstanz zu Unrecht verneint habe. Ein Strafbefehl könne gemäss Art. 352 Abs. 1 StPO nur dann erlassen werden, wenn der Sachverhalt eingestanden oder anderweitig ausreichend geklärt sei. Beide Voraussetzungen seien vorliegend nicht erfüllt. Vieles sei in gravierender Weise ungeklärt geblieben und die Sachverhaltsfeststellung sei offenkundig falsch. So sei in aktenwidriger Weise festgestellt worden, dass die Fahrbahn leicht verschneit gewesen sei. Weiter werde festgestellt, dass sich die Beifahrerin verletzt habe, obwohl die Angaben im Polizeirapport hierzu widersprüchlich seien und es an einem Arztzeugnis fehle. Die Beschwerdeführerin habe keine Gelegenheit gehabt, ihren Standpunkt darzulegen, weshalb der Anspruch auf Zugang zu einem Gericht mit voller Überprüfungskompetenz (Art. 6 Ziff. 1 EMRK) sowie ihr Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt seien.