Citation: 2C_891/2022 E. 6.6.3

6.6.3. Demgegenüber erscheint die Voraussetzung einer Unterhaltsvereinbarung mit zweijähriger Kündigungsfrist (vgl. vorne B.c) insbesondere angesichts der deklaratorischen Natur der Aufenthaltsbewilligung im Anwendungsbereich des FZA als zu restriktiv und damit unverhältnismässig. Es erscheint weder notwendig noch sinnvoll, einen allfälligen Widerruf der Aufenthaltsbewilligung bereits zwei Jahre vor dem effektiven Wegfall des Aufenthaltsrechts in die Wege zu leiten; hierfür genügt auch - wie dargelegt - eine sechsmonatige Frist, soweit im Kündigungszeitpunkt eine Information an die Behörden erfolgt. Dasselbe gilt selbstverständlich auch für eine zeitlich unbegrenzte und unwiderrufliche Verpflichtungserklärung über die Übernahme sämtlicher mit dem Aufenthalt verbundenen Kosten (vgl. vorne B.b).