Citation: 6B_1299/2019 E. 3.4.3

3.4.3. Der heute 41-jährige Beschwerdeführer beruft sich denn auch auf die Gewährleistung des "Familienlebens" im Sinne von Art. 13 BV und Art. 8 EMRK, insbesondere gestützt auf die drei seiner zweiten Ehe mit einer eingebürgerten Serbin entstammenden Kinder. Härtefallbegründende Aspekte bei Dritten sind zu berücksichtigen, wenn sie sich auf den Beschuldigten auswirken, was etwa bei einem schweren persönlichen Härtefall für Frau und Kinder zutreffen würde (BGE 145 IV 161 E. 3.3 S. 164 f., E. 3.4 S. 166 f., publ. in: Pra 11/2019 S. 1256). Dafür sind indessen ausschlaggebende Anhaltspunkte nicht dargetan. Unter dem familienrechtlichen Titel von Art. 8 Ziff. 1 EMRK ist dessen Schutzbereich berührt, wenn eine Ausweisung eine nahe, echte und tatsächlich gelebte familiäre Beziehung einer in der Schweiz gefestigt anwesenheitsberechtigten Person beeinträchtigen würde, ohne dass es dieser ohne weiteres möglich bzw. zumutbar wäre, ihr Familienleben andernorts zu pflegen. Intakte familiäre Beziehungen zu in der Schweiz niedergelassenen Familienmitgliedern sind grundsätzlich als erhebliches privates Interesse an einem weiteren Verbleib in der Schweiz zu gewichten (Urteil 2C_253/2015 vom 9. September 2015 E. 3.3.3). Angesichts der mehrfach dokumentierten häuslichen Gewalt kann indes nicht eine "intakte" familiäre Beziehung zugrunde gelegt werden. Die behauptete "biografische Kehrtwende" erweist sich vorderhand als nicht belastbare Hypothese. Dieses Konzept zielt überdies auf erheblich jüngere Ausländer ab; an den Nachweis sind sehr hohe Anforderungen zu stellen (Urteil 2C_832/2018 vom 29. August 2019 E. 3.7 mit Hinweis auf Urteil 2C_634/2018 vom 5. Februar 2019 E. 6.3.2). Die Hinweise in der Beschwerde auf einen Vollzugsbericht (der Beschwerdeführer verhielt sich im Vollzug tadellos; Urteil S. 24) sowie auf eine Erwähnung der Ehefrau gegenüber dem Staatsanwalt (oben E. 2.1) erbringen diesen Nachweis nicht, auch wenn durchaus positive Ansätze erkennbar sind (Urteil S. 24). Sodann ist ungewiss, ob in Zukunft überhaupt noch ein Zusammenleben im gemeinsamen Familienhaushalt möglich sein wird (Urteil S. 22).