Citation: 2A.542/2006 20.09.2006 E. 6

Die Beschwerdeführer machen ferner eine überspitzt formalistische Handhabung des kantonalen Verfahrensrechts geltend; zu Unrecht: § 19 Abs. 1 des basel-städtischen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG) erklärt Anträge, welche über die vor der letzten Verwaltungsinstanz gestellten Sachanträge hinausgehen, ausdrücklich für unzulässig. Inwiefern das Appellationsgericht vorliegend von dieser klaren gesetzlichen Regelung hätte abweichen dürfen bzw. müssen, ist weder ersichtlich noch geltend gemacht. Ferner sieht § 131 Abs. 2 lit. a der kantonalen Steuerverordnung (StV/BS) im Rahmen der Prozessleitung zwar eine Prüfung der eingegangenen Rekurse durch den Präsidenten der Steuerrekurskommission vor. Die Auslegung des Appellationsgerichts, gemäss welcher diese Prüfung eine blosse Durchsicht hinsichtlich allfälliger formeller Mängel beinhaltet, ist jedoch nicht zu beanstanden. Es ist im Gegenteil die Annahme abwegig, der Präsident werde durch § 131 Abs. 2 lit. a StV/BS zu einer weitergehenden Überprüfung der Neueingänge auch auf inhaltliche Widersprüche verpflichtet. Schliesslich legen die Beschwerdeführer nicht in rechtsgenüglicher Weise dar, inwiefern im vorliegenden Zusammenhang der Anspruch auf ein gerechtes Verfahren (Art. 29 Abs. 1 BV) verletzt worden sein soll.