Citation: 2C_763/2019 E. 4.2.1

4.2.1. Der Beschwerdeführer brachte bereits im vorinstanzlichen Verfahren vor, er habe kein Betäubungsmittel-, Gewalt- oder Sexualdelikt begangen. Das trifft unbestrittenermassen zu. Er hat jedoch mit der Veruntreuung von Quellensteuern und der qualifizierten Täuschung der Behörden gemäss Art. 118 Abs. 3 AIG mehrere Anlasstaten begangen, welche heute zu einer obligatorischen Landesverweisung führen (Art. 66a Abs. 1 lit. f bzw. lit. n StGB). Als Anlasstaten begründen diese Delikte ein grosses öffentliches Interesse an der Fernhaltung eines Ausländers. Zwar sind die entsprechenden Bestimmungen nicht auf Taten anwendbar, die - wie hier - vor dem 1. Oktober 2016 begangen wurden, doch trägt das Bundesgericht der damit durch den Verfassungs- und Gesetzgeber zum Ausdruck gebrachten besonderen Verwerflichkeit der in Art. 66a StGB genannten Delikte insofern Rechnung, als es dadurch zu keinem Widerspruch zu übergeordnetem Recht - insbesondere der EMRK oder dem verfassungsmässigen Verhältnismässigkeitsprinzip - kommt (vgl. Urteile 2C_961/2018 vom 24. Januar 2019 E. 4.3.1; 2C_503/2016 vom 8. Dezember 2016 E. 3.2; 2C_456/2019 vom 3. September 2019 E. 2.1.3). Dies ist vorliegend nicht der Fall. Sodann kann der Beschwerdeführer aus seinem Verhalten seit den der Verurteilung vom 12. Juni 2017 zugrundeliegenden Taten nichts zu seinen Gunsten ableiten, zumal er, wie die Vorinstanz zutreffend ausführte, nicht straflos blieb. Während die zahlreichen Verstösse im Bereich des Strassenverkehrsrechts von untergeordneter Bedeutung sind, beging er mit der erneuten mehrfachen Beschäftigung von Ausländerinnen und Ausländern ohne Bewilligung im Jahr 2017 zum wiederholten Male auch Delikte von grösserer Tragweite. Es ist somit kein Wohlverhalten ersichtlich; vielmehr zeigt sich eine gewisse Gleichgültigkeit des Beschwerdeführers gegenüber den ihm auferlegten strafrechtlichen Sanktionen. Zudem ist er angesichts der Straffälligkeit trotz mehrfacher (wenngleich teilweise informeller) migrationsrechtlicher Verwarnung als unbelehrbar zu bezeichnen. Die angedrohte Nichtverlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung vermochte ihn offensichtlich nicht zu beeindrucken und nicht von weiteren Straftaten abzuhalten. Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz zum Schluss gelangte, das öffentliche Interesse an der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung sei sehr gross.