Citation: 8C_351/2019 E. 3

Streitig und zu prüfen ist, ob die Vorinstanz Bundesrecht verletzte, indem sie - der Vaudoise folgend - die Unfallkausalität der Hüftbeschwerden rechts der Versicherten ab 23. August 2017 verneinte. Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, laut Stellungnahme des Dr. med. D.________, beratender Arzt der Vaudoise, Spezialarzt FMH Chirurgie Orthopädie, vom 2. Juli 2018 sei die Schenkelhals-Fraktur aufgrund der Röntgenbilder vom 22. August 2017 konsolidiert gewesen. Gemäss der Stellungnahme des Dr. med. D.________ vom 16. Oktober 2018 könne die abduktorische Insuffizienz der Gesässmuskeln der Versicherten den Eindruck einer Verkürzung vermitteln. Laut Bericht des Prof. Dr. med. E.________, Facharzt FMH für Orthopädie und Traumatologie, vom 27. November 2018 sei anhand des "Singh-Indexes" keine zuverlässige Beurteilung der von Dr. med. D.________ diskutierten Osteoporose möglich. Letzterer habe am 2. Juli 2018 eine Unfallkausalität der von Prof. Dr. med. E.________ festgestellten abduktorischen Insuffizienz verneint und sie als "klassische Folge" einer Koxarthrose rechts bezeichnet. Prof. Dr. med. E.________ habe im Bericht vom 27. November 2018 nicht in Frage gestellt, dass auf der rechten Seite schon vor dem Unfall Anzeichen einer Koxarthrose bestanden hätten. Im Weiteren habe Prof. Dr. med. E.________ als unfallkausalen Faktor für die abduktorische Insuffizienz eine Osteonekrose im Hüftkopfbereich postuliert. Hierfür finde sich in den medizinischen Akten jedoch kein Hinweis. Der Hüftkopf habe intraoperativ nicht direkt untersucht werden können. Dr. med. D.________ und Prof. Dr. med. E.________ seien sich zudem einig, dass auf den Standardröntgenbildern eine Femurkopfnekrose nicht sichtbar gewesen sei. Letzterer sei jedoch am 27. November 2018 der Meinung gewesen, die aktuelle Belastungseinschränkung könne nicht mit rein degenerativen Hüftgelenksveränderungen abschliessend beurteilt werden. Es müsse sicher noch ein MRI (Magnetic Resonance Imaging) versucht werden. Auch Dr. med. D.________ habe am 18. Dezember 2018 eingeräumt, die bevorzugte Untersuchung zur Feststellung einer Nekrose wäre ein MRI gewesen. Indessen habe er - wie auch Prof. Dr. med. E.________ am 27. November 2018 - daran gezweifelt, dass aufgrund eines MRI sichere Erkenntnisse zu erwarten seien. Von dieser Abklärung sei somit in antizipierter Beweiswürdigung abzusehen. Prof. Dr. med. E.________ habe am 27. November 2018 zudem ausgeführt, die einschränkende Abduktoreninsuffizienz habe sich wesentlich gebessert. Dr. med. D.________ habe am 18. Dezember 2018 nachvollziehbar festgehalten, dies spreche gegen eine Femurkopfnekrose. Damit bestünden keine Zweifel an seinem Schluss, die Abduktoreninsuffizienz sei nicht Unfallfolge, sondern auf arthrotische Veränderungen zurückzuführen.