Citation: 9C_133/2019 E. 4.2.1

4.2.1. Soweit der Beschwerdeführer dagegen einwendet, die Umstände des Einzelfalles seien in keiner Weise geprüft worden, kann ihm nicht gefolgt werden. Das kantonale Gericht begründete einlässlich, weshalb aufgrund der langen Latenzzeit und der konkreten Lebensumstände nicht von einer (invalidisierenden) posttraumatischen Belastungsstörung auszugehen sei, wobei es auch auf die einschlägige Rechtsprechung Bezug nahm (BGE 142 V 342 E. 5.1 u. 5.2 S. 345 ff.; Urteile 9C_195/2015 vom 24. November 2015 E. 3.3.3 und 9C_228/2013 vom 26. Januar 2013 E. 4.1.2 u. 4.1.3). Es erwog, bei einer Latenzzeit von mindestens acht Jahren würde die gemäss ICD-10 postulierte Latenzzeit von sechs Monaten um ein Vielfaches überschritten. Konkrete Gründe, welche im vorliegenden Fall für die Bejahung einer "Ausnahmekonstellation mit Berücksichtigung einer längeren Latenzzeit" sprächen (vgl. Urteil 9C_195/2015 vom 24. November 2015 E. 3.3.3), seien nicht auszumachen. Vielmehr würden die konkreten Lebensumstände des Beschwerdeführers die Annahme bekräftigen, dass das Vorliegen einer posttraumatischen Belastungsstörung unwahrscheinlich erscheine: Während der Latenzzeit sei der Beschwerdeführer 2003 in die Schweiz immigriert, sei daraufhin mehreren unterschiedlichen Erwerbstätigkeiten in verschiedenen Branchen nachgegangen und habe eine Familie gegründet. Im Jahr 2011 habe er zudem den LKW-Führerausweis erlangt.