Citation: 5A_426/2018 E. 2.4

2.4. Nach dem Ausgeführten lässt sich die Auffassung des Obergerichts nicht halten, wonach ein Teilurteil im Scheidungspunkt nur zuzulassen ist, wenn die überlange Verfahrensdauer auf einer dem urteilenden Gericht oder der Gegenpartei vorzuwerfenden Verfahrensverzögerung beruht. Der Beschwerdeführer wendet damit zu Recht ein, dass ihm nicht vorgeworfen werden kann, er habe eine entsprechenden Pflichtverletzung des Bezirksgerichts oder der Beschwerdegegnerin nicht hinreichend substanziiert dargetan. Die diesbezüglichen Vorwürfe der Beschwerdegegnerin gehen ebenfalls ins Leere. Der angefochtene Entscheid erweist sich freilich nur dann als rechtswidrig, wenn das Obergericht gehalten gewesen wäre, ein Teilurteil im Scheidungspunkt zu erlassen. Wie erwähnt steht auch vorliegend eine Ehescheidung gestützt auf Art. 114 ZGB in Frage und widersetzt sich die Ehefrau dem Teilurteil. Folglich sind zur Klärung dieser Frage die auf dem Spiel stehenden Interessen der Parteien zu gewichten und gegeneinander abzuwägen. Diesbezüglich ergibt sich Folgendes: