Citation: I 291/03 15.09.2003 E. 3

3.1 Zu prüfen bleibt die erwerbliche Seite. Für die Ermittlung des Einkommens, welches die versicherte Person ohne Invalidität erzielen könnte (Valideneinkommen), ist entscheidend, was sie im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 f. Erw. 3b mit Hinweis). Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen. Es ist daher in der Regel vom letzten Lohn vor Eintritt der Gesundheitsschädigung auszugehen (ZAK 1980 S. 593 mit Hinweisen; Meyer-Blaser, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], in: Murer/Stauffer [Hrsg.], Die Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Zürich 1997, S. 205). Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin sind keine Gründe ersichtlich, hier von dieser Regel abzuweichen und wegen der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde besonders hervorgehobenen Sprachkenntnisse auf ein Einkommen abzustellen, das mit der konkreten beruflichen Situation, in welcher die Beschwerdeführerin steht, überhaupt nichts zu tun hat. Die Sprachkenntnisse vermochten der seit Mai 1996 als Sicherheitsbeamtin angestellten Versicherten nicht zu einer besser entlöhnten Arbeit zu verhelfen. Mit der Vorinstanz ist daher vom letzten Lohn auszugehen, welcher vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielt wurde. Gemäss Bericht der Arbeitgeberin vom 11. Mai 2000 betrug dieser im Jahr 2000 Fr. 23.- pro Stunde einschliesslich 8,33 % Ferienentschädigung. Umgerechnet auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden (Die Volkswirtschaft, 2003 Heft 6, S. 98, Tabelle B 9.2), bei vier Wochen Ferien im Jahr, d.h. 48 Arbeitswochen, und angepasst an die Nominallohnentwicklung bei Frauenlöhnen im Bereich Verkehr und Nachrichtenübermittlung von 0,8 % (Bundesamt für Statistik, Lohnentwicklung 2001, S. 33, Tabelle T1.2.93; vgl. das zur Publikation in der Amtlichen Sammlung bestimmte Urteil S. vom 30. Mai 2003, U 401/01, Erw. 3.1.2) ergibt sich zu dem für den Einkommensvergleich massgebenden Zeitpunkt des Rentenbeginns (BGE 128 V 184, 129 V 222) im Jahr 2001 ein Einkommen von Fr. 46'405.-. 3.2 Was das trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch realisierbare Einkommen (Invalideneinkommen) betrifft, hat das kantonale Gericht auf die vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Tabellenlöhne mit Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) abgestellt. Dies ist gerechtfertigt. Die Versicherte erfüllt weder die Voraussetzungen von Anforderungsniveau 3 ("Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt") noch diejenigen von Anforderungsniveau 2 ("Verrichtung selbstständiger und qualifizierter Arbeiten"): Sie absolvierte nach Primar- und Sekundarschule bloss eine Anlehre als Bürogehilfin und verrichtete auch vor Eintritt der Invalidität keine Anforderungsniveau 2 oder 3 entsprechende Tätigkeit. Gemäss Lohnstrukturerhebung 2000 belief sich der Zentralwert für die mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) beschäftigten Frauen im privaten Sektor auf Fr. 3'658.- (bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden). Umgerechnet auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden (Die Volkswirtschaft, a.a.O.) und angepasst an die Nominallohnentwicklung von 2,5 % (Bundesamt für Statistik, a.a.O., Total) ergibt sich für das Jahr 2001 ein Einkommen von 46'905.-, beziehungsweise Fr. 23'452.- für ein 50 %-Pensum. 3.3 Schliesslich ist auch der von der Vorinstanz vorgenommene Abzug von 10 % im Rahmen der Angemessenheitskontrolle und mit Blick auf vergleichbare Fälle nicht zu beanstanden (Art. 132 lit. a OG; BGE 126 V 81 Erw. 6 mit Hinweisen). Neben der leidensbedingten Einschränkung sind keine Faktoren ersichtlich, die eine weitergehende Reduktion rechtfertigen würden (BGE 126 V 78 ff. Erw. 5), so insbesondere auch nicht wegen Teilzeitarbeit, verdienen teilzeitbeschäftigte Frauen bei einem Beschäftigungsgrad zwischen 50 und 89 % in der Regel doch mehr als vollzeitbeschäftigte (Bundesamt für Statistik, Die Schweizerische Lohnstrukturerhebung 2000, S. 24). 3.4 Das Invalideneinkommen beläuft sich damit auf Fr. 21'107.-. Verglichen mit dem Valideneinkommen von Fr. 46'405.- resultiert ein Invaliditätsgrad von 54,5 %. Das Begehren auf Zusprechung einer ganzen Invalidenrente ist daher unbegründet.