Citation: 2C_71/2020 E. 5.3.1

5.3.1. Zunächst ergibt sich aus dem angefochtenen Entscheid, dass der Beschwerdeführer in der Schweiz geboren und vollständig sozialisiert wurde (E. 5.5.1 des angefochtenen Entscheides). Er lebt bei seiner Familie und pflegt zu dieser ein gutes Verhältnis. Seine Wohnsituation ermöglicht es ihm zudem, seine offenen Schulden von ca. Fr. 34'000.-- gegenüber den Gerichtsbehörden der Strafverfahren ratenweise abzuzahlen (E. 5.2 des angefochtenen Entscheids). Ausserhalb seiner Familie gibt der Beschwerdeführer an, er habe primär einen albanischen Kollegen. Dass er keine Freundin hat, kann ihm entgegen der Auffassung der Vorinstanz nicht vorgeworfen werden. Ebenso wenig spricht der Umstand, dass der Beschwerdeführer ausserhalb der Familie nur einen Freund als wichtigen Bekannten angibt, gegen seine soziale Integration. Das Fehlen von sozialen Kontakten und Bindungen in der Schweiz mag zwar bisweilen gegen eine gelungene Integration sprechen (vgl. Urteile 2C_447/2017 vom 10. September 2018 E. 4.3.1; 2C_561/2017 vom 7. September 2017 E. 3.2.3). Dass der Beschwerdeführer zum aktuellen Zeitpunkt im Vergleich zum Zeitpunkt seiner Deliktserie nur noch über wenige enge Freundschaften verfügt, ist jedoch, wie er glaubhaft angibt, darauf zurückzuführen, dass er sich gänzlich von seinem damaligen Beziehungsnetz gelöst hat. Wenn überhaupt ist in der vorliegenden Fallkonstellation der Umstand, dass der Beschwerdeführer nunmehr nur noch einen guten Freund angibt sogar zu seinen Gunsten zu werten, verdeutlicht dies doch zusätzlich den Bruch mit seiner kriminellen Vergangenheit.