Citation: 5A_884/2020 E. 4

In der Sache wird geltend gemacht, die Begründung nehme keinen Bezug auf die Vorbringen der Beschwerdeführerin, namentlich die in der Beschwerde erfolgten Sachverhaltsbestreitungen und die Kritik an der abgesprochenen Erziehungsfähigkeit bzw. die diesbezügliche Forderung nach einer umfassenden Begutachtung. Der Entzug der aufschiebenden Wirkung sei im Übrigen nicht gerechtfertigt, weil keine Dringlichkeit vorliege; eine angemessene Beschulung sei in U.________ ebenso gewährleistet und der angebliche Verlust des Platzes in der Institution E.________ rein hypothetisch und vorgeschoben. Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör fliesst die Pflicht, einen Entscheid so abzufassen, dass der Betroffene ihn gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Daher müssen - im Sinn der entscheidwesentlichen Gesichtspunkte - wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich das Gericht hat leiten lassen und auf welche sich sein Entscheid stützt (BGE 139 IV 179 E. 2.2 S. 183; 141 III 28 E. 3.2.4 S. 41; 141 IV 249 E. 1.3.1 S. 253). Diesen Anforderungen wird Ziff. 15 des KESB-Entscheides ohne Weiteres gerecht, zumal die Frage der aufschiebenden Wirkung nicht gleich einlässlich zu begründen ist wie der Sachentscheid selbst. Die Begründung geht dahin, dass die aufschiebende Wirkung eine angemessene Beschulung von C.________ unnötig verzögern würde, dass die mangelnde Erziehungsfähigkeit (die in den vorangehenden Erwägungen dargestellt wird) belegt sei, dass die Institution E.________ geeignet sei und dass ein Beschwerdeverfahren mehrere Monate dauern könne, weshalb C.________ seien Platz in der Institution höchstwahrscheinlich verlieren würde. An dieser Einschätzung ändern die Vorbringen in der kantonalen Beschwerde nichts. Die KESB hat umfangreiche Sachverhaltsabklärungen getroffen und der von der Beschwerdeführerin (weitestgehend abstrakt) erhobenen Kritik, dies sei in willkürlicher Weise geschehen, kann nicht gefolgt werden. Auch wenn seitens des Obergerichtes eine betreffende Aussage im Sinn einer eigenen Einschätzung wünschenswert gewesen sein möchte, ist dennoch keine Verletzung der aus Art. 29 Abs. 2 BV fliessenden Begründungspflicht ersichtlich: Kern der mittels Verweises auf Ziff. 15 des KESB-Entscheides erfolgten Begründung ist, dass angesichts der augenfälligen Probleme von C.________ dringend geeignete Massnahmen erforderlich sind, wenn sich seine persönliche und schulische Situation nicht weiter verschlimmern soll. Wichtigster Punkt der kantonalen Beschwerde bildet das Vorbringen, dass der Beschwerdeführerin die Erziehungsfähigkeit nicht einfach so abgesprochen werden dürfe, sondern dass es hierfür zwingend einer einlässlichen psychiatrischen Begutachtung bedürfe. Ob dem so ist, wird im Rahmen des Beschwerdeverfahrens zu prüfen sein. Jedenfalls konnte darüber nicht vorweg im Rahmen der aufschiebenden Wirkung befunden werden und war folglich auch keine diesbezügliche instruktionsrichterliche Begründung erforderlich. Das betreffende Hauptanliegen der Beschwerdeführerin zeigt indes eindrücklich, dass das ganze Verfahren auch noch Jahre statt bloss Monate dauern könnte und damit die zentrale Befürchtung in der Erwägung der KESB, dass Gefahr in lang anhaltendem Verzug liege, begründet ist.