Citation: 6B_355/2024 E. 6

Soweit auf die Übrigen Vorbringen des Beschwerdeführers mangels Bezugnahme auf das vorinstanzliche Urteil überhaupt einzugehen ist, vermögen sie nicht zu überzeugen. Der Beschwerdeführer bringt vor, er habe aufgrund des Krieges seine obligatorische Schulzeit in der sechsten Klasse abbrechen müssen. Seitdem habe er keinen Kontakt mehr zu seinem Heimatland und könne sich nicht vorstellen, dort Fuss zu fassen. Er fühle sich in der Schweiz zuhause, sein ganzes Umfeld befinde sich hier. Obwohl er in der Vergangenheit aufgrund seiner Sucht viele Fehler begangen habe, sei er seit dem Jahr 2020 nicht mehr straffällig geworden und habe seine Drogensucht erfolgreich bekämpft. Eine Landesverweisung würde seine Fortschritte gefährden und eine Rückkehr in ein strukturiertes Leben in der Schweiz erschweren. Obige Argumente des Beschwerdeführers sind unbehelflich. Die Vorinstanz stellt fest, der (am xx. November xxxx in Bosnien und Herzegowina geborene und im Dezember 1992 zusammen mit seinen Eltern und drei Brüdern in die Schweiz eingereiste) Beschwerdeführer sei hierorts seit Jahren polizeibekannt und in der Vergangenheit oft sowie auf unterschiedliche Art und Weise straffällig geworden. Aktuell weise er drei (teils einschlägige) Vorstrafen auf. Bereits 2004 sei ihm wegen seines fortwährenden deliktischen Verhaltens der Widerruf der Niederlassungsbewilligung angedroht worden, was ihn jedoch nicht von weiteren Straftaten abgehalten habe. Dabei anerkennt die Vorinstanz ausdrücklich, dass seine Straffälligkeit eng mit seinem Drogenkonsum zusammenhänge und hält dem Beschwerdeführer zugute, dass er seine Sucht im Rahmen einer stationären Therapie habe überwinden können, was sich günstig auf seine Legalprognose auswirke. Sie begründet dennoch einleuchtend, dass der Beschwerdeführer in persönlicher Hinsicht nur mangelhaft integriert sei, lediglich gebrochen Deutsch spreche und sich nebst seiner Familie ausschliesslich mit Leuten aus dem gleichen Kulturkreis umgebe. Zudem habe er in der Schweiz keine Ausbildung abgeschlossen und sei seit mehr als zehn Jahren arbeitsunfähig, wobei seine Gesuche um Ausrichtung einer IV-Rente mehrfach abgewiesen worden seien. Auch wenn eine berufliche Eingliederung aufgrund der positiven Entwicklungen in seinem Leben nicht mehr ausgeschlossen scheine, stelle sie unverändert eine grosse Herausforderung dar und seine Eingliederungschancen auf dem hiesigen Arbeitsmarkt präsentierten sich kaum besser als in seinem Heimatland. Der Beschwerdeführer sei stets von der Sozialhilfe abhängig gewesen und habe mehr als Fr. 500'000.-- bezogen. Zudem bestünden Verlustscheine im Betrag von über Fr. 100'000.-- gegen ihn. Demnach sei es ihm bisher nicht gelungen, wirtschaftlich auf eigenen Füssen zu stehen. Seine finanzielle Situation gestalte sich desolat und seine Schulden dürften ihn noch lange Zeit beschäftigen. Gesundheitliche Gründe, die für das Vorliegen eines Härtefalls sprächen, seien nicht ersichtlich. Demgegenüber habe der Beschwerdeführer bis zu seinem 15. Lebensjahr in Bosnien und Herzegowina gelebt und sei mit der dortigen Kultur und Sprache gut vertraut. Weiter lebten zwei Schwestern seiner Mutter in seiner Heimat, womit ihn bei seiner Rückkehr Bezugspersonen unterstützen könnten. Wenn der Beschwerdeführer im Rahmen seiner Beschwerde geltend macht, er habe sich in der Schweiz integriert, die Landessprache erlernt und sich in die Gesellschaft eingefügt, so weicht er vom vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt ab, ohne Willkür aufzuzeigen. Darauf ist nicht einzugehen (vgl. supra E. 3). Der Vorinstanz ist sodann beizupflichten, wenn sie in der Lebenssituation des Beschwerdeführers keine Anzeichen für das Vorliegen eines schweren persönlichen Härtefalls im Sinne von Art. 66a Abs. 2 StGB erkennt. Dass dieser sich eine Rückkehr nach Bosnien nicht vorstellen könne und der Ansicht ist, die Landesverweisung würde seine jüngst erzielten Fortschritte gefährden, ist für diese Einschätzung nicht entscheidend. Sodann vermag auch der Umstand, dass sich die nunmehr überwundene Drogensucht positiv auf die Legalprognose des Beschwerdeführers auswirken dürfte, nichts an seiner in diverser Hinsicht mangelhaften Integration in der Schweiz zu ändern.