Citation: 7B_187/2022 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz begründet schlüssig, weshalb sie einen Aufschub des Strafvollzugs zugunsten der ambulanten Massnahme ablehnt und den Regelfall des gleichzeitigen Vollzugs zur Anwendung bringt. Sie geht dabei vom Gutachten von Dr. med. B.________ aus, welches die Möglichkeit des parallelen Straf- und Massnahmenvollzugs bejaht. Auch wenn die Gutachterin gewisse Einschränkungen anbringt, bedeutet dies noch nicht, dass die Vorinstanz das Gutachten willkürlich gewürdigt hätte. Wie im angefochtenen Urteil treffend ausgeführt wird, sind die Einschränkungen des Berufslebens und der Sozialkontakte (insbesondere des Kontakts mit Kindern) zwangsläufig mit jedem Freiheitsentzug verbunden. Die Vorinstanz geht treffend davon aus, dass die Gutachterin zwar gewisse Einschränkungen, aber keine erhebliche Beeinträchtigung des Therapieerfolgs bei gleichzeitigem Vollzug der Freiheitsstrafe sieht. Unter diesen Umständen durfte die Vorinstanz den Aufschub des Strafvollzugs zugunsten der Massnahme ohne Bundesrechtsverletzung ablehnen.