Citation: 8C_298/2008 05.11.2008 E. 5

5.1 Bei der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhanges von organisch nicht nachweisbaren Unfallfolgeschäden eines Schleudertraumas muss untersucht werden, ob die zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund getreten sind. Trifft dies zu, gelangen die von der Rechtsprechung in BGE 115 V 133 E. 6 S. 138 ff. zur Adäquanz von psychischen Unfallfolgen entwickelten Grundsätze zur Anwendung; andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz gemäss den in BGE 117 V 359 E. 6a S. 366 f. und 369 E. 4b S. 382 f. festgelegten, mit BGE 134 V 109 präzisierten Kriterien (vgl. Urteile 8C_623/2007 vom 22. August 2008 E. 6.3 und 8C_582/2007 vom 29. April 2008 E. 3.1). 5.2 Es erscheint fraglich, ob die Adäquanz des Kausalzusammenhanges zwischen den geklagten gesundheitlichen Beschwerden und dem Unfall vom 18. Mai 2004 - wie von der Vorinstanz vertreten - nach der sog. Psycho-Praxis im Sinne von BGE 115 V 133 zu prüfen ist. Eine Dominanz der psychischen Beschwerden ist allenfalls ab Mai 2006 (vgl. Bericht des Facharztes H.________ und der Fachpsychologin I.________ vom 5. Dezember 2006) ausgewiesen. Davor lag gemäss medizinischer Aktenlage (vgl. Bericht des Dr. med. F.________ vom 25. April 2006) eher ein für ein Schleudertrauma typisches Beschwerdebild mit einer subdepressiven Stimmungslage vor. Die Frage braucht indessen nicht abschliessend beantwortet zu werden, da die Adäquanz auch in Anwendung der mit BGE 134 V 109 präzisierten Schleudertrauma-Praxis zu verneinen ist, wonach nicht zu differenzieren ist, ob die Beschwerden eher organischer oder psychischer Natur sind (vgl. BGE 117 V 359 E. 5d/aa S. 364).