Citation: 2C_396/2023 E. 10

Die unentgeltliche Rechtspflege und -verbeiständung wird einer bedürftigen Partei nur gewährt, wenn ihr Rechtsbegehren nicht als aussichtslos erscheint (Art. 64 Abs. 1 und Abs. 2 Satz 1 BGG). Ein Prozess gilt als aussichtslos, wenn die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können; dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese (BGE 142 III 138 E. 5.1). Die vorliegende Beschwerde war angesichts der langen Dauer des Aufenthalts des Beschwerdeführers in der Schweiz und seines mittlerweile fortgeschrittenen Alters nicht von vornherein aussichtslos. Dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und -verbeiständung ist deshalb zu entsprechen. Der Beizug eines Rechtsvertreters ist in einer Streitsache wie der vorliegenden notwendig. Rechtsanwalt Alexander Kunz ist als unentgeltlicher Rechtsbeistand des Beschwerdeführers zu bestellen. Als solcher hat er Anspruch auf eine angemessene Entschädigung (Art. 64 Abs. 2 Satz 2 BGG). Eine Kostennote hat er nicht eingereicht. Da er den Beschwerdeführer erst vor Bundesgericht vertreten hat, ihm der Prozessstoff mithin nicht bereits aufgrund der kantonalen Verfahren bekannt war, wird die Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsbeistands auf einen Pauschalbetrag (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) von Fr. 3'500.-- festgesetzt. Parteientschädigungen werden keine zugesprochen (Art. 68 Abs. 3 BGG).