Citation: 8C_672/2020 E. 4.1.2

4.1.2. Auch Dr. med. D.________ nahm in seiner Beurteilung vom 10. Dezember 2019 Bezug auf die im MRT-Bild vom 14. Januar 2019 ersichtliche ausgeprägte AC-Gelenksarthrose. Er erachtete es im hier zu beurteilenden Fall als entscheidend, dass sich arthrosebedingt nach kaudal gerichtete Osteophyten gebildet hätten, die zusammen mit dem nach kaudal gebogenen Acromion vom Typ Bigliani Typ 2 zu einer chronischen Engpasssymptomatik führen würden, was einem chronischen Impingement der Supraspinatussehne entspreche. In Bezug auf die im MRT-Bild erkennbare zentrale, partielle gelenksseitige kleine Kontinuitätsunterbrechung der Supraspinatussehne am Ansatz des Tuberculum majus stellte der beratende Arzt fest, es handle sich dabei um eine sogenannten PASTA- (partial articular supraspinatus tendon avulsion) -Läsion. Diese entspreche per Definition einer degenerativen Veränderung. Gleichzeitig fänden sich Signalalterationen im Ansatzbereich der Subscapularissehne ohne gesicherte Teilruptur, aber mit zystischen Knochenveränderungen im Ansatzbereich am Tuberculum, was wiederum vorwiegend für ein degeneratives Geschehen spreche. Sodann entspreche das geschilderte Ereignis mit direktem Aufprall auf Ellbogen und Schulter einer direkten Kontusion. Eine solche sei aus biomechanischer Sicht nicht geeignet, Verletzungen im Bereich der Rotatorenmanschette zu verursachen. Darüber hinaus spreche das Alter des Beschwerdeführers für das Vorliegen degenerativer Veränderungen. Die hier bestehenden Veränderungen an der Rotatorenmanschette seien häufig über lange Zeit symptomfrei und könnten nach einer ungewöhnlichen Belastung oder Bewegung oder nach einer Kontusion aktiviert und erstmals symptomatisch werden. Eine rein prellungsbedingte Schulterverletzung, wie sie hier gegeben sei, heile in der Regel innerhalb von drei bis vier Monaten aus. Danach sei von einem Status quo sine auszugehen.