Citation: 1C_228/2014 E. 2.5

2.5. Zunächst fällt auf, dass in Abs. 1 von Art. 54 BauG die Rede davon ist, die Baubehörde könne Nutzungstransporte "zulassen", während Abs. 5 im Zusammenhang mit Quartierplänen vorsieht, die Baubehörde könne Nutzungstransporte "festlegen". Dies spricht eher für die Auffassung der Beschwerdeführer, wonach die Möglichkeit von Nutzungstransporten beim Erlass des Quartierplans vorzusehen ist, zumal die Regelung von Nutzungstransporten durchaus als ein möglicher Quartierplanbestandteil erscheint (vgl. dazu Art. 52 Abs. 2 des Raumplanungsgesetzes vom 6. Dezember 2004 für den Kanton Graubünden [KRG; BR 801.100]). Hingegen kann es aufgrund des Wortlauts von Art. 54 Abs. 5 BG auch nicht als geradezu zwingend bezeichnet werden, dass eine derartige Regelung bereits im Quartierplanverfahren erfolgt. Weiter erscheint es fraglich, ob nicht die generelle Zulassung von nachträglichen Nutzungstransporten innerhalb von Quartierplangebieten deren Zweck vereiteln könnte, welcher gemäss Art. 51 Abs. 1 KRG unter anderem in der Gestaltung von Bauzonen liegt. Auch dies jedoch ist nicht der Fall. Wie die Vorinstanz zu Recht ausführt, wird die Begrenzung der Baukuben vor allem über die Vorschriften zu den Gebäude- und Grenzabständen, Gebäudelängen und -höhen sowie der Geschosszahl bestimmt (vgl. Urteil 1P.134/2005 vom 19. Mai 2005 E. 3.1 und 3.4 mit Hinweisen). Die Bruttogeschossfläche dagegen (bzw. die Ausnützungsziffer, vgl. E. 3.3 hiernach) gewährleistet eine einheitliche Überbauung einer Zone mit gleich grossen Bauten nicht, sondern kann nur erreichen, dass in der Bauzone gesamthaft gesehen eine gewisse Baudichte nicht überschritten wird (Urteil 1P.459/2004 vom 9. Februar 2005 E. 4.2.3 mit Hinweis). Nichts für sich abzuleiten vermögen die Beschwerdeführer schliesslich aus Art. 16 Abs. 3 der Ausführungsbestimmungen zum kommunalen Baugesetz. Nach dieser Vorschrift kann die Baubehörde einem Nutzungstransport nur zustimmen, wenn dieser im Zusammenhang mit einem Bauvorhaben steht und gemeinsam mit dem Baugesuch publiziert wird und öffentlich aufliegt (lit. a) oder im Rahmen eines Quartierplanverfahrens festgelegt wird (lit. b). Daraus geht im Wesentlichen lediglich hervor, dass unabhängig von einem Bauvorhaben oder einem Quartierplanverfahren keine Zustimmung zu einem Nutzungstransport erfolgt.