Citation: 1B_389/2019 E. 4.3

4.3. Wie bereits dargelegt (vgl. oben, E. 2.6-2.7), kann sich die - selber beschuldigte - Beschwerdeführerin hier nicht auf den Quellenschutz der Medienschaffenden (bzw. das "Redaktionsgeheimnis") als Entsiegelungshindernis berufen. Weitere gesetzlich geschützte Geheimnisgründe hat sie im Entsiegelungsverfahren nicht ausreichend substanziiert. Insbesondere hat sie nicht dargetan, dass die gesiegelten Aufzeichnungen Korrespondenz mit nicht selber beschuldigten Medienschaffenden enthielten. Das blosse prozesstaktische Parteiinteresse von beschuldigten Personen, wonach es der Untersuchungsbehörde möglichst erschwert werden sollte, belastendes Beweismaterial zu erheben, fällt nicht unter die schutzwürdigen Geheimnisinteressen im Sinne von Art. 248 Abs. 1 StPO (BGE 144 IV 74 E. 2.6 S. 79 f.; 142 IV 207 E. 11 S. 228). Wie das ZMG darlegt, hat es die Beschuldigte im Entsiegelungsverfahren versäumt, die von ihr angerufenen Geheimhaltungsinteressen ausreichend zu substanziieren. Sie hätte "diejenigen Aufzeichnungen, Dateien und Speicherorte, die ihrer Ansicht nach dem Geheimnisschutz unterliegen, näher bezeichnen und nähere Ausführungen hierzu machen müssen". Statt dessen habe sie sich insbesondere auf ihre Privatsphäre bloss pauschal berufen. Diesbezüglich sei sie ihrer Substanziierungsobliegenheit nicht nachgekommen (angefochtener Entscheid, S. 6, E. 9.3.4 und E. 9.4). Der in diesem Zusammenhang erhobene Willkürvorwurf erweist sich als unbegründet (soweit er überhaupt ausreichend substanziiert erscheint, vgl. Art. 42 Abs. 2 Satz 1 BGG).