Citation: 2C_377/2024 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdeführerin kritisiert, die Vorinstanz habe den entscheiderheblichen Sachverhalt insofern willkürlich und in einer ihren Anspruch auf rechtliches Gehör sowie Art. 61 Abs. 2 AIG verletzenden Weise ermittelt, als sie einerseits festgehalten habe, ihre Niederlassungsbewilligung sei von Gesetzes wegen erloschen, weil sie sich ab Juli 2020 länger als sechs Monate in der Türkei aufgehalten habe; andererseits soll ihre Niederlassungsbewilligung schon im Jahr 2015 erloschen sein. Damit verunmögliche die Vorinstanz eine nachvollziehbare Begründung (recte wohl: sachgerechte Anfechtung ihres Entscheids). Sodann habe die Beschwerdeführerin ihren Lebensmittelpunkt nach wie vor in der Schweiz und wohne sie weiterhin an der U.________strasse in V.________. Es stehe ihr frei, in einer Wohngemeinschaft zu leben und Barzahlung des Mietzinses zu vereinbaren. Die Vorinstanz verkenne ferner das fiskalische Interesse, welches mit der Erwerbstätigkeit der Beschwerdeführerin, in deren Rahmen sie Schweizer Kundinnen und Kunden Schönheitsoperationen in der Türkei vermittle, verbunden sei. Die normative Kraft des Faktischen spreche im vorliegenden Fall vielmehr gegen eine restriktive Handhabung von Art. 61 Abs. 2 AIG bzw. gegen den seitens der Vorinstanz angewandten Automatismus. Dieser verstosse im Übrigen gegen das Verhältnismässigkeitsprinzip, weshalb ihr ein neuer Aufenthaltstitel zu gewähren sei.