Citation: B 8/03 12.03.2003 E. 3

3.1 Die Klage wurde am 14. Februar 2000 beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern anhängig gemacht, welches einen doppelten Schriftenwechsel durchführte, der mit prozessleitender Verfügung vom 28. Juli 2000 geschlossen wurde. Am 18. Oktober 2002 ersuchte der Kläger das Gericht, nunmehr das Urteil zu fällen. Im Schreiben vom 25. Oktober 2002 wies der Instruktionsrichter auf die starke Geschäftslast hin. Obwohl sich relativ komplexe Sachverhalts- und Rechtsfragen stellten, sei das Gericht bemüht, dem Anliegen auf rasche Urteilsfindung Rechnung zu tragen. Da eine Erledigung von vielen Faktoren abhänge, könne er sich zum Zeitpunkt indessen nicht äussern. 3.2 Das strittige Verfahren ist seit dem 15. Februar 2000 anhängig und seit dem 28. Juli 2000 nach formellem Schluss des Schriftenwechsels behandlungsreif; seither wurden weder verfahrensleitende Verfügungen getroffen noch ein Entscheid gefällt. Die gesamte bisherige Verfahrensdauer beträgt 35 ½ Monate seit Anhängigmachung und 30 Monate seit Eintritt der Behandlungsreife. Gemäss der Rechtsprechung ist unter den gegebenen Umständen die für den Tatbestand des unrechtmässigen Verzögerns eines Entscheides erforderliche Verfahrensdauer überschritten (BGE 125 V 375 Erw. 2a). Das kantonale Gericht mochte sich auch im Schreiben 25. Oktober 2002 betreffend Verfahrensstand nicht auf einen Erledigungszeitpunkt festlegen lassen. Im jetzigen Verfahren verzichtete es auf eine Vernehmlassung. Es wird daher weder dargelegt, inwiefern der Fall besonders komplexe Sachverhalts- und Rechtsfragen aufwirft, noch wird ein Erledigungszeitpunkt in Aussicht genommen.