Citation: I 406/06 19.04.2007 E. 3

Das kantonale Gericht erwog, die IV-Stelle habe den Sachverhalt ungenügend abgeklärt, indem sie den Leistungsanspruch des Versicherten "allein aufgrund der alten Arztberichte aus dem Jahre 2003" verneint habe. Die hausärztlichen Zeugnisse, wonach eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestehe und welche sich auf die kardiale Sicht beschränkten, seien zwar nicht begründet, aber immerhin als Indiz zu werten, dass die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdegegners wesentlich eingeschränkt sein könnte. Vor diesem Hintergrund wäre die IV-Stelle zu weiteren medizinischen Abklärungen verpflichtet gewesen. Die IV-Stelle bringt vor, zum einen beruhe ihre Beurteilung auch auf Arztberichten aus dem Jahre 2004, zum anderen habe der Beschwerdegegner keine Veränderung des Gesundheitszustandes seit dem Jahre 2003 geltend gemacht. Weiter treffe es nicht zu, dass ihre Einschätzungen sich auf die kardiale Problematik beschränkten. Ihrem RAD, welchen sie um Stellungnahmen (vom 12. August und 17. September 2004) gebeten habe, seien auch orthopädische Berichte vorgelegen und der Stellung nehmende Arzt habe die ausführlich abgeklärten Thoraxbeschwerden gewürdigt.