Citation: 4A_35/2024 E. 5.3.4

5.3.4. Soweit der Beschwerdeführer beanstandet, die Vorinstanz habe die von ihm gerügte Verletzung von Treu und Glauben infolge verspäteter Geltendmachung der Obliegenheitsverletzung durch die Beschwerdegegnerin nicht berücksichtigt, kann ihm ebenfalls nicht gefolgt werden. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs ist nicht darin zu erblicken, dass sich die Vorinstanz mit diesem rechtlichen Vorbringen nicht einlässlich auseinandergesetzt hat (vgl. E. 4 hiervor). Auch eine Verletzung des Grundsatzes von Treu und Glauben ist vorliegend nicht zu erkennen. So begründet das blosse Zuwarten mit der Rechtsausübung innerhalb der gesetzlichen Verjährungsfrist allgemein noch nicht einen Rechtsmissbrauch. Vielmehr müssen zum blossen Zeitablauf besondere Umstände hinzutreten, welche die Rechtsausübung mit der früheren Untätigkeit des Berechtigten in einem unvereinbaren Widerspruch erscheinen lassen. Solche können darin bestehen, dass dem Verpflichteten aus der verzögerten Geltendmachung in erkennbarer Weise Nachteile erwachsen sind und dem Berechtigten die Rechtsausübung zumutbar gewesen wäre, oder darin, das der Berechtigte mit der Geltendmachung des Anspruchs zuwarte, um sich einen ungerechtfertigten Vorteil zu verschaffen (BGE 131 III 439 E. 5.1; mit Hinweisen). Das Vorliegen solcher besonderer Umstände zeigt der Beschwerdeführer nicht auf, weshalb sich seine Rüge als unbegründet erweist.