Citation: 9C_148/2008 25.09.2008 E. 5

5.1 Im Rahmen des Einkommensvergleichs übernahm die Vorinstanz nicht das von der IV-Stelle gestützt auf die Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin ermittelte Valideneinkommen von Fr. 62'296.- (13 x Fr. 4'792.-) für das Jahr 2004 mit der Begründung, der Beschwerdeführer habe jeweils nur von März bis Dezember gearbeitet und die Monate Januar und Februar ferienhalber in seiner Heimat verbracht; für diesen freiwilligen Verzicht auf eine Ganzjahrestätigkeit habe nicht die Invalidenversicherung einzustehen. Auszugehen sei vielmehr vom höchsten, vom Beschwerdeführer je erzielten Einkommen von Fr. 47'299.- im Jahr 2002, so dass nach Hochrechnung auf das Jahr 2004 ein Valideneinkommen von Fr. 47'937.- (Fr. 47'299.- : 111,2 x 112,7) resultiere. Für das Invalideinkommen stützte sich das kantonale Gericht auf den in der Lohnstrukturerhebung (LSE) 2004 für Männer im Anforderungsniveau 4 im privaten Sektor ausgewiesenen Tabellenwert (Fr. 4'588.-), rechnete diesen auf ein Jahreseinkommen und die durchschnittliche betriebsübliche Arbeitszeit hoch (12 x Fr. 4'588.- : 40 x 41,6 = Fr. 57'258.20) und gelangte nach Vornahme eines leidensbedingten Abzuges von 10 % - statt 20 % wie von der IV-Stelle angenommen - zu einem Einkommen von Fr. 51'532.40. Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen resultierte keine rentenrelevante Erwerbseinbusse. 5.2 Auf der beruflich-erwerblichen Stufe der Invaliditätsbemessung charakterisieren sich als Rechtsfragen die Regeln über die Durchführung des Einkommensvergleichs (BGE 130 V 343 E. 3.4 S. 348 f., 128 V 29 E. 1 S. 30 f.), einschliesslich derjenigen über die Anwendung der LSE (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 S. 475 f., 126 V 75 E. 3b/bb S. 76 f., 124 V 321 E. 3b/aa S. 322 f.). Die Feststellung der beiden hypothetischen Vergleichseinkommen stellt sich als Tatfrage dar, soweit sie auf konkreter Beweiswürdigung beruht, hingegen als Rechtsfrage, soweit sich der Entscheid nach der allgemeinen Lebenserfahrung richtet. Letzteres betrifft etwa die Frage, ob Tabellenlöhne anwendbar sind, welches die massgebliche Tabelle ist und ob ein (behinderungsbedingt oder anderweitig begründeter) Abzug vorzunehmen sei. Demgegenüber beschlägt der Umgang mit den Zahlen in der massgeblichen LSE-Tabelle eine Tatfrage. Schliesslich ist die Frage nach der Höhe des Abzuges eine typische Ermessensfrage, deren Beantwortung letztinstanzlicher Korrektur nur mehr dort zugänglich ist, wo das kantonale Gericht das Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hat (BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399). 5.3 Gegen die vorinstanzliche Ermittlung des Valideneinkommens bringt der Beschwerdeführer zu Unrecht vor, die Vorinstanz habe die Akten wohl falsch verstanden, habe er doch sein Pensum nie freiwillig reduziert, sondern stets 100 % gearbeitet. Denn aufgrund der für die Monate März bis Dezember der Jahre 2002 und 2003 einem Vollpensum entsprechende Lohnzahlungen und für die Monate Januar und Februar derselben Jahre keinerlei Lohnzahlungen ausweisenden Angaben im Fragebogen für den Arbeitgeber steht fest, dass der Beschwerdeführer nur in den Monaten März bis Dezember der Jahre 2002 und 2003 ein Vollpensum innegehabt hat, so dass über das ganze Jahr betrachtet nur ein Teilpensum resultiert. Daraus hat die Vorinstanz zu Recht den Schluss gezogen, dass - entgegen dem Vorgehen der IV-Stelle - für die Ermittlung des Jahreseinkommens nicht etwa das von der Arbeitgeberin für 2004 mit Fr. 4'792.- pro Monat angegebene Einkommen mit 13 multipliziert werden kann, sondern - weil dies den tatsächlichen Verhältnissen am ehesten entspricht - vom höchsten in der Vergangenheit erzielten Einkommen auszugehen (Fr. 47'299.- [einschliesslich 13. Monatslohn] im Jahr 2002 gemäss IK-Auszug) und dieses auf das Jahr 2004 hochzurechnen ist. Nicht viel höher (und ohne Einfluss auf das Ergebnis) würde das Valideneinkommen im Übrigen ausfallen, wenn das von der Arbeitgeberin für 2004 angegebene Einkommen mit 10 multipliziert und ein anteilmässiger 13. Monatslohn (Fr. 3'993.-) eingerechnet würde (Fr. 51'913.-). Da es sich bei der vom Beschwerdeführer letztinstanzlich hinsichtlich des Invalideneinkommens einzig monierten Höhe des vom Tabellenlohn gewährten Abzuges (10 %) um eine Ermessensfrage handelt und das kantonale Gericht das Ermessen nicht rechtsfehlerhaft ausgeübt hat (vgl. dazu BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399), lässt sich auch gegen die vorinstanzliche Festsetzung des Invalideneinkommens (Fr. 51'532.40) nichts einwenden. Zusammenfassend ergibt sich, dass die vorinstanzliche Verneinung eines Rentenanspruches mangels rentenrelevanter Erwerbseinbusse (Valideneinkommen: Fr. 47'937.-; Invalideneinkommen: Fr. 51'532.40) nicht zu beanstanden ist, an welchem Ergebnis sich im Übrigen selbst dann nichts ändern würde, wenn von einem Valideneinkommen von Fr. 51'913.- ausgegangen würde.