Citation: 9C_590/2017 E. 6.2

6.2. Da die beiden letztgenannten Stellungnahmen vor der stationären psychiatrischen Behandlung (12. April bis 13. Mai 2016) und zwei bzw. eineinhalb Jahre vor Verfügungserlass (6. März 2017) erstattet wurden, ist ihre Aussagekraft vom zeitlichen Gesichtspunkt her beschränkt. Die Einschätzung vom 14. März 2015 stammt zudem nicht von einem Facharzt, was ihre Bedeutung zusätzlich mindert. Wenig ergiebig ist sodann der Bericht der Klinik B.________ vom 30. Mai 2016, weil die Ärzte unter Hinweis auf Verständigungsprobleme viele Frage offen liessen. So sahen sie sich aufgrund sprachlicher Barrieren - die Versicherte spreche nur albanisch und sehr rudimentär hochdeutsch - nicht einmal in der Lage, die Leistungsfähigkeit einzuschätzen und ein Zumutbarkeitsprofil zu erstellen. Am aussagekräftigsten scheint damit der RAD-Bericht vom 14. Dezember 2016, welchem eine kurz vor Verfügungserlass durch eine Neuropsychiaterin vorgenommene Untersuchung der Versicherten zugrunde liegt.