Citation: 6B_446/2022 E. 2.3

2.3. Akribisch setzt sich die Vorinstanz mit dem Spurenbild am Tatort auseinander. Sie würdigt eingehend die Spuren beim Beschwerdeführer und beim Opfer, namentlich deren Verletzungen und Kleider. Sodann geht die Vorinstanz mit grosser Sorgfalt auf diverse Indizien ein, nämlich das Nachtatverhalten des Beschwerdeführers, die Schilderungen der Nachbarin, den Eindruck des Opfers auf diverse Zeugen unmittelbar nach der Tat und ein Telefongespräch zwischen dem Opfer und seinen beiden Brüdern sowie deren Mutter. Die Vorinstanz rekonstruiert sorgfältig den Tatablauf und äussert sich zur Tötungsabsicht des Beschwerdeführers. Schliesslich untersucht sie eingehend das Tatmotiv. Dabei gelangt sie zum Fazit, dass der Beschwerdeführer die Tat beging, weil die Beziehung zum Opfer schwierig und er damit zeitweise überfordert gewesen sei. Hinzugekommen sei die Homosexualität und Transsexualität des Opfers, die der Beschwerdeführer mindestens vermutet und missbilligt habe.