Citation: 4A_612/2015 E. 4

Die Beschwerdeführerin rügt schliesslich, die Vorinstanz habe ihr im Entscheid vom 15. September 2015 zu hohe Gerichtskosten und eine zu hohe Parteientschädigung auferlegt. Die Beschwerdeführerin habe das erstinstanzliche Urteil anfechten müssen, obwohl sie sich mit ihrer Beschwerde einzig gegen die Höhe des Minderwertabzugs gewendet habe und die Vorinstanz diesbezüglich an ihren ersten Entscheid vom 25. Juni 2013 gebunden gewesen sei. Diesem Umstand habe die Vorinstanz nicht bzw. nicht in hinreichendem Umfang Rechnung getragen, indem sie ihr eine Gebühr von Fr. 1'000.-- und eine Parteientschädigung von Fr. 4'243.-- auferlegt habe. Dies sei widerrechtlich und nicht haltbar. Die Vorinstanz hätte gemäss § 113 ZPO/AG die besonderen Umstände berücksichtigen müssen. Die Beschwerdeführerin übersieht, dass die Vorinstanz in ihrem Entscheid vom 15. September 2015 die Schweizerische Zivilprozessordnung angewendet hat. Sie hat die Entscheidgebühr gemäss dem Verfahrenskostendekret des Kantons Aargau vom 24. November 1987 und die Parteientschädigung gemäss dem Dekret des Kantons Aargau über die Entschädigung der Anwälte vom 10. November 1987 festgesetzt, die sich seit Inkrafttreten der ZPO beide auf Art. 96 ZPO stützen. Sie hat dabei die fehlende Verhandlung und den geringen Aufwand berücksichtigt. Sie hat somit entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin den Umständen des Falls Rechnung getragen. Indem die Beschwerdeführerin lediglich geltend macht, die Kürzung sei zu tief ausgefallen, zeigt sie weder eine willkürliche Anwendung kantonalen Rechts noch eine Rechtsverletzung in anderer Hinsicht durch die Vorinstanz auf. Soweit die Rüge den Begründungsanforderungen überhaupt genügt, ist sie unbegründet.