Citation: 8C_488/2023 E. 4.1

4.1. Gemäss Vorinstanz wurde die Versicherte als Vierjährige von ihrer Berufsbeiständin (mit Zustimmung der Eltern) im Kinderheim fremdplatziert, in dem bereits ihre beiden Geschwister untergebracht waren. Nach seiner Praxis sei, so das kantonale Gericht weiter, die für Kinderheime vorgesehene Taxe indessen bei der Ermittlung der Ergänzungsleistung nur dann anzurechnen, wenn eine "subjektive Heimbedürftigkeit" bestehe, das heisst die Notwendigkeit der Platzierung in einer professionellen Institution mit den besonderen Bedürfnissen der betreuten Person begründet werde. Diese Voraussetzung sei vorliegend nicht gegeben. Gestützt auf die Ausführungen der zuständigen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) bestünden Defizite der Eltern, die eine ausserfamiliäre Betreuung erforderten, nicht aber Defizite des Kindes, die nach einer professionellen Betreuung verlangten. Das Kind hätte also auch - kostengünstiger - in einer Pflegefamilie ohne professionelle Betreuung untergebracht werden können. Das Verwaltungsgericht schützte den angefochtenen Einspracheentscheid im Übrigen auch insoweit - aber ohne sich eingehender dazu zu äussern -, als es sich bei den in der ELV TG vorgesehenen Beträgen um Höchstansätze handle, die nach den vom Departement für Justiz und Sicherheit erlassenen Pflegegeldrichtlinien des Kantons Thurgau (RL DJS Pflegegeld) noch zusätzlich zu kürzen seien.