Citation: 5A_157/2021 E. 2.3.2

2.3.2. Der Beschwerdeführer wendet ein, er habe mehrfach die Durchführung einer mündlichen Verhandlung beantragt. Eine solche habe nicht stattgefunden. Die rund sechs Monate vor dem Wegzugsantrag gescheiterte Instruktionsverhandlung stelle keinen substanziierten Grund dar, um von einer mündlichen Hauptverhandlung über den neuen Antrag abzusehen. Seit der Instruktionsverhandlung habe sich der Streitgegenstand zufolge neuer Anträge und Beweismittel derart verändert, dass eine mündliche Verhandlung aus Gründen des rechtlichen Gehörs zwingend erforderlich gewesen sei. Alleine im Berufungsverfahren seien 203 Aktenstücke angefallen. Die Verweigerung der Verhandlung sei im vorliegenden Fall unverhältnismässig. Ausserdem hätte an der beantragten mündlichen Verhandlung im Hinblick auf die vorgeschriebene eingeschränkte Untersuchungsmaxime die Aufklärungs- und Fragepflicht des Gerichts optimal ausgeübt werden können und hätte der Richter die Parteien in einem geordneten Rahmen kennengelernt. Hätte eine mündliche Verhandlung stattgefunden, wäre ersichtlich geworden, dass ein Wegzug der Kinder keinerlei Sinn mache, da die Beschwerdegegnerin ihre Kanzlei als Quelle des Familieneinkommens in U.________ aufrechterhalte und die Kinder in V.________ nicht beide Eltern hätten. Es hätte eine Lösung gefunden werden können, um die Kinder mit ihren beiden Eltern zu verbinden. Der angefochtene Entscheid und die gerügte Verfahrensführung hätten ohne hinreichende Gründe das Gebot der mündlichen Verhandlung verletzt. Damit seien Art. 29 Abs. 2 BV wie auch Art. 6 Ziff. 1 EMRK verletzt.