Citation: 1C_414/2022 E. 4.3

4.3. An der bestehenden Mobilfunkanlage sollen gemäss den für das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz (Art. 105 Abs. 1 BGG; vgl. oben E. 2.2) vorhandene Antennen durch adaptive Antennen ersetzt, neue Frequenzbänder eingeführt und auf diesen (auch) 5G eingesetzt sowie die bestehende Sendeleistung umverteilt werden. Die Vorinstanz geht davon aus, dass es sich beim geplanten Umbau um eine Änderung der Anlage im Sinne von Ziff. 62 Abs. 5 Anhang 1 NISV handelt, die grundsätzlich der Baubewilligungspflicht unterliegt. Die Beschwerdegegnerin hält selber fest, dass der Ersatz einer Antenne durch eine solche mit einem anderen Antennendiagramm als Änderung im Sinne von Ziff. 62 Abs. 5 Anhang 1 NISV gilt (Vernehmlassung, Rz. 78), und bestreitet die Ausführungen des BAFU nicht, wonach die neu eingesetzten Antennen ein anderes Antennendiagramm aufweisen. Die Beschwerdeführenden machen geltend, der Anlage seien zudem drei zusätzliche Antennen hinzugefügt worden und es existierten drei verschiedene Standortdatenblätter. Nachdem sie keine unrichtige Sachverhaltsfeststellung durch die Vorinstanz rügen (Art. 97 Abs. 1 BGG; vgl. oben E. 2.2) und mit Blick auf die nachfolgenden Erwägungen nicht erkennbar ist, inwiefern diese Umstände vorliegend entscheidrelevant sein sollen, erübrigt sich eine diesbezügliche Auseinandersetzung. Zu klären ist, ob der vorliegend umstrittene Umbau der Mobilfunkanlage im Sinne von Art. 22 Abs. 1 RPG baubewilligungspflichtig ist.