Citation: 1C_209/2017 E. 3.3

3.3. Wie die Beschwerdeführerinnen selber einräumen, ist die vorinstanzlich angeordnete Sicherung der Fenstertüren geeignet, um den Zugang vom Hausinnern zum Garagendach zu verhindern. Somit bestehen vorliegend unbestrittenermassen auch andere Massnahmen zur Durchsetzung des Nutzungsverbots. Aus den Verfahrensakten geht hervor, dass die beiden Zimmer im Anbau je über zwei weitere Fenster verfügen. Diese können ab einer Höhe von ungefähr einem Meter geöffnet werden. Es wird weder substanziiert geltend gemacht noch ist ersichtlich, dass diese Fensteröffnungen den Sicherheitsanforderungen widersprechen (vgl. zu diesen die Hinweise im angefochtenen Urteil, E. 2.4). Daher kann mit dem Vorbringen, Kinder könnten durch ein Fenster auf das Garagendach klettern, die Erforderlichkeit des Geländers nicht begründet werden. Die weiteren Sicherheitsbedenken, welche die Beschwerdeführerinnen anführen, sind ebenfalls unbehelflich. Im Ergebnis ist die vorinstanzliche Erwägung, es sei nicht mit einer bestimmungswidrigen Benutzung des Garagendachs durch Kinder zu rechnen, daher vertretbar. Somit begründet die Nichtanwendung von Art. 58 Abs. 1 BauV im Hinblick auf das umstrittene Geländer keine Willkür. Die Schlussfolgerung, auch aufgrund von Sicherheitsüberlegungen sei keine nachträgliche Baubewilligung für das Geländer zu erteilen, ist ebenfalls nicht zu beanstanden.