Citation: 4A_659/2020 E. 3.6.1

3.6.1. Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz wende die Kriterien einer "significant transaction" willkürlich an. Das OFAC habe bislang noch keine verbindlichen Kriterien definiert, damit eine Transaktion als "significant" gelte. Jedoch habe es erklärt, es werde folgende sieben Kriterien berücksichtigen: (i) Grösse, Anzahl und Häufigkeit von Transaktionen und ob sie eine erhöhte Aktivität beweisen; (ii) Zweck der Transaktion; (iii) Kenntnis durch die Unternehmensführung und ob die Transaktion (en) Teil eines Verhaltensmusters sind; (iv) Nexus zwischen der Transaktion und dem SDN; (v) Einfluss der Transaktion auf die Ziele des Sanktionsprogramms; (vi) ob Umgehungshandlungen vorliegen; und schliesslich (vii) andere Faktoren, die es als relevant erachte. Keines dieser Kriterien sei vorliegend erfüllt. Zudem sei es willkürlich, wenn die Vorinstanz sich auf die Würdigung von lediglich zwei von insgesamt sieben Kriterien beschränke und der Höhe der Transaktion eine gesteigerte Bedeutung zumesse. Die Beschwerdeführerin genügt den Anforderungen an eine Willkürrüge vor Bundesgericht (vgl. hiervor E. 1.4) nicht, sondern beschränkt sich über weite Strecken darauf, appellatorische Kritik zu üben. Sie macht selbst geltend, die OFAC habe bislang noch keine verbindlichen Kriterien definiert, damit eine Transaktion als "significant" gelte. Bereits vor diesem Hintergrund tut sie nicht hinreichend dar, weshalb die Vorinstanz in Willkür verfallen sein sollte, wenn sie auf den Zweck und insbesondere auf die Höhe der Transaktionen abstellte. Daran ändert auch ihr Hinweis auf die sieben Kriterien nichts, welche die OFAC angeblich berücksichtige, zumal diese Kriterien nicht sehr präzise formuliert sind und ein breites Ermessen einräumen. Das letzte Kriterium räumt gar explizit die Möglichkeit ein, andere Faktoren zu berücksichtigen, die als relevant erachtet werden. Die Beschwerdeführerin zeigt im Übrigen auch nicht hinreichend auf, dass die Berücksichtigung der sieben Kriterien - wie von ihr gefordert - zu einem anderen Ergebnis geführt hätte. Soweit sie in Rz. 88 ihrer Beschwerde für jedes der sieben Kriterien behauptet, es sei nicht erfüllt, übt sie erneut appellatorische Kritik. So beispielsweise, wenn sie pauschal behauptet, mit der Beendigung des Darlehensverhältnisses würden die Ziele des US-Sanktionsprogramms nicht torpediert, da es in erster Linie um die Abwicklung eines Geschäftsverhältnisses gehe. Soweit sie erneut - ohne Auseinandersetzung mit den vorinstanzlichen Erwägungen - geltend macht, es liege keine Umgehungshandlung vor, da sie kein SDN sei, kann auf die Ausführungen in E. 2 hiervor verwiesen werden. Ebenso wenn sie - mit Verweis auf ihren Privatgutachter - erneut behauptet, es liege kein SDN-Eigentum oder "property interest" an den von der streitgegenständlichen Instruktion betroffenen Vermögenswerten vor.