Citation: 8C_515/2020 E. 4.2.1

4.2.1. Soweit er geltend macht, das ABI-Gutachten stehe in ungeklärtem Widerspruch zu den Berichten der behandelnden Ärzte, ist darauf hinzuweisen, dass sich die Vorinstanz mit diesem Einwand bereits hinlänglich befasst hat. Dabei hat sie überzeugend dargelegt, dass namentlich die Berichte der Kliniken C.________, und D.________ sowie der Arztpraxis G.________ den Beweiswert der ABI-Expertise nicht in Frage zu stellen vermöchten. Zur Einschätzung des Dr. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom Psychiatriezentrum F.________ hielt sie fest, der Arzt habe teilweise lediglich von narzisstischen Persönlichkeitsanteilen statt von einer Persönlichkeitsstörung gesprochen. Auch wenn er letztlich die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung gestellt habe, gehe aus seinen Berichten auch das manipulative und dramatisierende Verhalten des Beschwerdeführers hervor. Dieses könne zwar zum Krankheitsbild einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung gehören, es trage aber auch zu Unsicherheiten in der medizinischen Einschätzung bei, sodass Dr. med. E.________ zeitweise sogar unsicher gewesen sei, ob er den Beschwerdeführer an die Psychiatrische Klinik D.________ zuweisen solle. Das kantonale Gericht wies darauf hin, dass der Übergang von einer blossen Persönlichkeitsakzentuierung zu einer Persönlichkeitsstörung fliessend sei. Die Einstufung als das eine oder das andere beinhalte deshalb bis zu einem gewissen Grad ärztliches Ermessen. Selbst bei Vorliegen einer Persönlichkeitsstörung sei ausserdem nicht per se eine Arbeitsunfähigkeit gegeben, da es invalidenversicherungsrechtlich grundsätzlich nicht auf die Diagnose, sondern auf die Auswirkungen einer Erkrankung auf die Arbeitsfähigkeit ankomme. Zu den Berichten der Psychiatrischen Klinik D.________ führte die Vorinstanz sodann aus, die behandelnde Ärztin habe eine 40%ige Arbeitsfähigkeit, rasch steigerbar auf eine volle Leistungsfähigkeit, attestiert. Die unterschiedliche Einschätzung der gezeigten Symptomatik als Persönlichkeitsstörung im Gegensatz zur Diagnose einer blossen Persönlichkeitsakzentuierung gemäss ABI-Gutachten vermöge den Beweiswert der Expertise nicht zu erschüttern. Inwiefern diese vorinstanzlichen Feststellungen im Rahmen der Beweiswürdigung offensichtlich unrichtig (vgl. E. 1.2 hiervor) oder sonst wie bundesrechtswidrig sein sollen, ist nicht ersichtlich.