Citation: 4C.79/2001 21.06.2001 E. 2

2.-Die Beklagte verkennt die Tragweite von Art. 8 ZGB und missachtet die Unzulässigkeit der Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte, wenn sie bestreitet, dass die Klägerin den Beweis für die natürliche Kausalität zwischen der Kollision und der Gesundheitsschädigung erbracht habe. Die Vorinstanz hat namentlich aufgrund der von der ersten Instanz bei Prof. Dr. med. B.________ eingeholten Gutachten geschlossen, dass der natürliche Kausalzusammenhang zwischen der Kollision und den gesundheitlichen Schäden der Klägerin erstellt sei. Was die Beklagte in diesem Zusammenhang vorbringt, ist unzulässige Kritik an der Beweiswürdigung oder erschöpft sich in der Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte. Die Vorinstanz hat in Bezug auf den natürlichen Kausalverlauf weder die Anforderungen an den Beweis verkannt noch hat sie aufgrund der Vorbringen der Beklagten den Hauptbeweis als erschüttert angesehen. Sie hat im Gegenteil den der Klägerin obliegenden Beweis als erbracht erachtet und in antizipierter Würdigung der von der Beklagten beantragten Beweise geschlossen, der Unfall vom 8. Dezember 1992 sei für die gesundheitlichen Beschwerden der Klägerin ursächlich. Bei dieser Würdigung ist das von Art. 8 ZGB garantierte Recht auf den Gegenbeweis gegenstandslos. Soweit die Vorinstanz im Übrigen die Vorbringen der Beklagten im Prozess als verspätet aus dem Recht gewiesen oder angeblich falsch interpretiert hat, hat sie kantonales Prozessrecht angewandt, dessen Auslegung der Überprüfung durch das Bundesgerichts im Verfahren der Berufung ebenfalls entzogen ist (Art. 43 und 55 Abs. l lit. c OG). Die Rügen der Beklagten, die sich gegen die tatsächliche Feststellung des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und der Gesundheitsschädigung der Klägerin richten, sind im vorliegenden Verfahren unzulässig (vgl. BGE 123 III 110 E. 2 S. 111 mit Verweisen). Es ist darauf nicht einzutreten.