Citation: 6B_1155/2016 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz ist der Auffassung, der Beschwerdeführer - welcher den Tatbestand der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 i.V.m. Ziff. 2 Abs. 2 StGB unbestrittenermassen in objektiver wie in subjektiver Sicht erfüllt - könne sich auf den Rechtfertigungsgrund der Notwehr berufen und sei deshalb freizusprechen. Zur Begründung führt sie aus, der Beschwerdeführer sei völlig unerwartet mit einem Inbusschlüssel auf den Beschwerdegegner losgegangen. Dieser Angriff sei zumindest als relativ gefährlich zu werten, was eine Reaktion des Beschwerdegegners innert Sekundenbruchteilen erfordert habe. Eine Abwehr mit Hilfe eines reflexartigen Hartgummihammerschlags zum Kopf des Beschwerdeführers sei unter diesen Umständen gerade noch verhältnismässig, zumal rechtsprechungsgemäss allzu subtile Differenzierungen - insbesondere mit Blick auf die geforderte schnelle Reaktion - zu vermeiden seien. Die nachweislich ungewollte und unerwartete Provokation des Angriffs durch die verbalen Sticheleien seitens des Angegriffenen würden dabei ohne Einfluss auf die Beurteilung der Notwehrsituation bleiben.