Citation: 9C_164/2023 E. 8.2

8.2. Für die Beantwortung der Statusfrage massgebend sind die Umstände, dass der Beschwerdeführer - wie feststeht und unbestritten ist - in grossem Umfang Wohnungen vermietet und es sich beim überwiegenden Anteil um möblierte Wohnungen handelt, bei welchen den Mietern zudem auch Dienstleistungen erbracht werden, bestehend in der wöchentlichen Reinigung und dem Wechsel der Bett- und Frottierwäsche. Nach der in E. 5.4 dargelegten Praxis sprechen diese Gegebenheiten für das Vorliegen selbstständiger Erwerbstätigkeit. Daran ändert auch der beschwerdeführerische Einwand nichts, wonach sich der Reinigungsaufwand lediglich auf 7.14 bzw. 7.24 % der Bruttomieteinnahmen belaufen und damit etwa einer 50 %-Stelle entsprochen habe, wie ein Blick in die Rechtsprechung zeigt. So wurde im Rahmen der Vermietung möblierter Wohnungen bereits die Kontrolle des Mobiliarverschleisses und die periodische Erneuerung von Ausstattungsgegenständen als ein über die blosse Vermögensverwaltung hinausgehender Aufwand betrachtet (ZAK 1965 S. 37, H 31/64). Ebenso wurde in BGE 134 V 250 E. 5.1 in einem Personalaufwand von rund Fr. 80'000.- ein Indiz für ein persönliches Tätigwerden und damit für die Ausübung einer selbstständigen Tätigkeit gesehen. Von diesen beiden Sachverhalten unterscheidet sich der vorliegend zu beurteilende hinsichtlich des betriebenen Aufwandes nur unwesentlich, womit auch hier davon auszugehen ist, dass die beschwerdeführerische Tätigkeit die blosse Vermögensverwaltung übersteigt. Als weiteres Indiz für das Vorliegen selbstständiger Erwerbstätigkeit ist zu betrachten, dass im Falle des Beschwerdeführers ein so enger Bezug zum von ihm betriebenen Hotel besteht, dass die Tätigkeit als Vermieter die wirtschaftliche Folge der hauptberuflich ausgeübten als Hotelier zu sein scheint. In diesem Sinne schloss die Vorinstanz zu Recht auf einen erweiterten Hotelbetrieb in den Wohnungen an der Strasse xxx/Strasse yyy. An der Nähe der beiden vom Beschwerdeführer ausgeübten Tätigkeiten vermöchte sich selbst dann nichts zu ändern, wenn entsprechend seinen Vorbringen und entgegen der Sachverhaltsfeststellung im angefochtenen Urteil nicht dieselbe Kontaktadresse für das Hotel und die Wohnungen an der Strasse xxx/Strasse yyy bestanden hätte. Für den wirtschaftlichen Charakter nicht entscheidend ist im Übrigen auch, ob die Internetseite www.zzz.ch (nicht mehr aktiv) damals bereits bestand, wie dies die Vorinstanz annahm. Bei dieser Sachlage sprechen mithin die genannten Kriterien allesamt, zumindest soweit es um die Vermietung möblierter Wohnungen geht, für das Vorliegen von Geschäftsvermögen. Damit ist das Grundstück an der Strasse xxx/Strasse yyy - nach der Präponderanzmethode entsprechend seiner überwiegenden Zweckbestimmung (vgl. dazu BGE 125 V 218) - als Gesamtheit unaufgeteilt als Geschäftsvermögen zu qualifizieren.