Citation: 6B_734/2017 E. 1.4

1.4. Der Beschwerdeführer erklärte am 25. April 2017 die Berufung und beantragte, er sei von Schuld und Strafe freizusprechen. Zugleich stellte er den Beweisantrag, es seien die Treuhänder B.________ und C.________ zu befragen. Mit prozessleitender Verfügung vom 27. April 2017 wies die Vorinstanz die Beweisanträge des Beschwerdeführers mangels Begründung einstweilen ab. Dabei wurde festgehalten, dass auf diese nach Vorliegen der mündlichen oder schriftlichen Berufungsbegründung zurückgekommen werden könne. Zugleich fragte die Vorinstanz die Parteien unter Hinweis auf Art. 406 Abs. 2 lit. a StPO an, ob sie mit der Durchführung des schriftlichen Verfahrens einverstanden seien. Das Schreiben des Anwalts des Beschwerdeführers vom 2. Mai 2017 lautet: "Sehr geehrter Herr Präsident Ich danke Ihnen für die Zustellung der Verfügung vom 27.04.17. Mein Mandant ist mit einem schriftlichen Verfahren einverstanden, allerdings mit dem Hinweis, dass die beantragten Zeugen befragt werden müssten. Es wird dem Obergericht überlassen, nach Eingang der schriftlichen Begründung darüber zu befinden." Angesichts dieser unklar formulierten Eingabe durfte die Vorinstanz nicht davon ausgehen, der Beschwerdeführer habe sich unmissverständlich mit der Durchführung des schriftlichen Verfahrens einverstanden erklärt, denn damit hätte er auch auf die Befragung der Zeugen verzichtet, zumindest einstweilen, obwohl er "seine Zustimmung" zum schriftlichen Verfahren ausdrücklich mit dem Hinweis erteilte, die Zeugen müssten befragt werden. Indem die Vorinstanz trotz dieser widersprüchlichen, möglicherweise mit einer Bedingung versehenen Erklärung des Beschwerdeführers von einem gültigen sowie unwiderruflichen Verzicht auf ein mündliches Verfahren ausgeht (vgl. Urteil 6B_1204/2016 vom 24. Mai 2017 E. 2.2.1), hat sie Bundesrecht verletzt. Die Beschwerde ist gutzuheissen, der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Sache zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen.