Citation: 6B_979/2018 E. 1.5

1.5. Selbst wenn der Beschwerdeführer das Hausverbot unzulässigerweise ausgesprochen hätte, kann darin keine Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB erblickt werden. Das Unterlassen des Betretens des C.________parks stellt der vom Beschwerdeführer verfolgte Zweck dar und kann nicht zugleich auch das Nötigungsmittel im Sinne einer "Androhung ernstlicher Nachteile" oder "durch andere Beschränkung seiner Handlungsfreiheit" nach Art. 181 StGB sein. Daran ändert nichts, dass die Beschwerdegegner 2 und 3 gemäss den vorinstanzlichen Feststellungen durch die Hausverbote "erheblich eingeschränkt" waren. Mit einem Hausverbot ist implizit oder explizit auch die Drohung verbunden, im Falle einer Widerhandlung gegen dasselbe Strafanzeige zu erstatten. Zwischen der Strafanzeige und dem verfolgten Zweck besteht insoweit ein sachlicher Zusammenhang. Eine Strafanzeige kann in einer solchen Konstellation nur Nötigungsmittel sein, wenn sie im Bewusstsein um die Unzulässigkeit des Hausverbots angedroht wird, um Druck auf die betroffene Person auszuüben (oben E. 1.2.4 f.). Dies stellte die Vorinstanz nicht fest. Die Vorinstanz erwägt in subjektiver Hinsicht einzig, der Beschwerdeführer habe das Hausverbot inkl. Androhung der Strafanzeige "in Kenntnis deren Wirkung bewusst ausgesprochen" und die Beschwerdegegner 2 und 3 künftig vom C.________park fernhalten wollen. Sie wirft dem Beschwerdeführer damit nur vor, er habe gewusst, dass die Beschwerdegegner 2 und 3 dem C.________park aufgrund des Hausverbots ungewollt fernbleiben würden (vgl. angefochtenes Urteil S. 28; oben E. 1.3). Dazu, ob der Beschwerdeführer um die Unzulässigkeit des Hausverbots wusste und er mit der Strafanzeige Druck auf die Beschwerdegegner 2 und 3 ausüben wollte, um die Durchsetzung eines unzulässigen Hausverbots zu erwirken, äussert sie sich nicht. Insgesamt geht es um eine ausschliesslich zivilrechtliche Angelegenheit, die von den Betroffenen auf dem Zivilweg zu regeln gewesen wäre, zumal der Beschwerdegegner 2 das Hausverbot in seinem Schreiben vom 12. Mai 2014 selber anregte. Dass ein Hausverbot zu Unrecht ausgesprochen wurde, begründet nicht zwingend eine Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB, genauso wie z.B. der Versand einer Rechnung inkl. Mahnungen mit Betreibungsandrohungen über einen streitigen Betrag grundsätzlich nicht strafbar ist, auch wenn sich im anschliessenden Zivilverfahren ergibt, dass der Betrag nicht geschuldet ist (vgl. dazu oben E. 1.2.5 mit Hinweisen).