Citation: 9C_722/2019 E. A

Die IV-Stelle Luzern sprach dem 1966 geborenen A.________ bei einem Invaliditätsgrad von 100 % rückwirkend ab 1. April 2002 eine ganze Rente der Invalidenversicherung zu (Verfügung vom 19. Januar 2006). Grundlage dieses Entscheids bildete eine psychiatrische Expertise von Dr. B.________, vom 20. März 2005. Gestützt auf ein Gutachten des Psychiaters Dr. C.________, vom 11. September 2012 hob die IV-Stelle die Rente mit Verfügung vom 20. März 2013 auf Ende April 2013 hin auf. Das Kantonsgericht Luzern hiess die hiegegen eingereichte Beschwerde mit Entscheid vom 28. August 2014 gut und hob die angefochtene Verfügung auf. Da kein Revisionsgrund vorliege, bestehe weiterhin Anspruch auf die ganze Invalidenrente. Im Januar 2015 ging eine Anmeldung zum Bezug einer Hilflosenentschädigung ein. Nach der Ankündigung der Verwaltung, wonach der Anspruch beim Versicherten zu Hause abgeklärt werden müsse, liess dieser das Gesuch um Hilflosenentschädigung zurückziehen. Die IV-Stelle gab daraufhin eine Überwachung des Versicherten in Auftrag, welche an insgesamt fünf Tagen zwischen dem 30. März und dem 18. Mai 2016 durchgeführt wurde. Der Ermittlungsbericht wurde am 2. Juni 2016 erstattet. Am 12. Juli 2017 verfasste Dr. D.________, ein psychiatrisches Gutachten (welches auch Bezug nahm auf eine neuropsychologische Zusatzuntersuchung vom 22. März 2017). Gestützt darauf sowie auf den Observationsbericht hob die IV-Stelle die ganze Invalidenrente rückwirkend ab Beginn (1. April 2002) auf und forderte die im Zeitraum von Januar 2011 bis November 2017 bezogenen Rentenbetreffnisse (einschliesslich Kinderrenten) im Gesamtbetrag von Fr. 251'400.- von A.________ zurück (Verfügungen vom 4. Dezember 2017 und 31. Januar 2018).