Citation: 1C_374/2020 E. 3.2.1

3.2.1. Gemäss § 23 Abs. 1 des Gesetzes des Kantons Aargau über die Einwohnergemeinden vom 19. Dezember 1978 (GG/AG; SAR171.100) bietet der Gemeinderat die Stimmberechtigten spätestens 14 Tage vor der Gemeindeversammlung durch Zustellung der Stimmrechtsausweise und der Traktandenliste mit den Anträgen und allfälligen Erläuterungen auf, wobei die Akten zu den traktandierten Geschäften öffentlich aufzulegen sind. § 23 Abs. 2 GG/AG bestimmt, dass nur über ordnungsgemäss angekündigte Verhandlungsgegenstände materiell Beschluss gefasst werden kann. In Anwendung dieser Bestimmung hat der Gemeinderat Turgi die Stimmberechtigten rechtzeitig zur ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 21. Februar 2019 eingeladen. In der Einladung hat er unter anderem die Abstimmungsvorlage Gesamtrevision Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland traktandiert und Antrag auf Genehmigung der Vorlage gestellt. Zudem hat er in der Einladung ausdrücklich darüber informiert, dass die Unterlagen zu den einzelnen Sachgeschäften bei der Gemeindekanzlei zur Einsichtnahme aufliegen und ausserdem online abrufbar waren. Bestandteil der Einladung zur Gemeindeversammlung waren ausserdem ausführliche Erläuterungen zu den traktandierten Abstimmungsvorlagen, unter anderem zur Gesamtrevision Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland. Der Beschwerdeführer führt aus, der Gemeinderat sei zwar nicht verpflichtet, den Stimmberechtigten schriftliche Erläuterungen zu den Abstimmungsvorlagen zukommen zu lassen. Weil der Gemeinderat die Stimmberechtigten aber mit Erläuterungen recht umfangreich über die Gesamtrevision der Nutzungsplanung informiert habe, habe er das wichtige Thema der Streichung von § 25 der BNO Turgi bzw. des vorgenommenen Systemwechsels bei der Berechnung der für die Bauzonen geltenden maximal zulässigen Ausnützungsziffer nicht weglassen dürfen. Der Beschwerdeführer beklagt, dass über die Konsequenzen des Systemwechsels insbesondere "quantitativ" nicht informiert worden sei bzw. der Gemeinderat keine zahlenmässigen Angaben über die Wohnflächenentwicklungen gemacht habe.