Citation: 2C_348/2020 E. C

C.a. A.________ beantragt vor Bundesgericht, das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom 19. Februar 2020 aufzuheben und ihm die Niederlassungsbewilligung "zu belassen bzw. zu verlängern und von einer Wegweisung abzusehen". Eventuell sei das angefochtene Urteil aufzuheben und die Sache zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen. Für den Fall des Unterliegens ersucht A.________ darum, ihm die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung zu gewähren. C.b. In verfahrensrechtlicher Hinsicht sei ein "unabhängiges Gutachten einer universitären Klinik wie der PUK Zürich oder der UNI Basel einzuholen u.a. zum Gesundheitszustand (einschliesslich Diagnosen und Auswirkung auf die Schuldfähigkeit), zum Gefährdungspotential und zur Rückfallsgefahr bzw. Legalprognose bei einem Verbleib in der Schweiz, und bei einer Wegweisung insbesondere auch der Behandelbarkeit der psychischen Störungen aus psychiatrischer und aus pharmakologischer Sicht in Serbien, sollte man nicht auf die Therapieberichte der PUK Rheinau sowie von PD Dr. B.________ abstellen können". C.c. Das Bundesgericht holte am 14. Mai 2020 die Akten und Vernehmlassungen ein: Die Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich hat darauf verzichtet, sich zur Beschwerde zu äussern. Das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich beantragt, die Beschwerde abzuweisen. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) hat nicht Stellung genommen. Der Abteilungspräsident legte der Beschwerde am 14. Mai 2020 antragsgemäss aufschiebende Wirkung bei. C.d. A.________ hat am 20. Mai 2020 dem Bundesgericht unaufgefordert die "relevanten" IV-Akten zukommen lassen. Gemäss dem Arztbericht der PUK Zürich vom 18. September 2017 an die IV-Stelle leide er seit seiner Jugend an einer emotional instabilen Persönlichkeitsstörung (impulsiver Typ [F60.30]); nach dem Feststellungsblatt der IV-Stelle vom 27. Februar 2018 (S. 3) lasse sich hingegen eine posttraumatische Belastungsstörung (F43.1), eine einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (F90.0) sowie eine rezidivierende depressive Störung (F33.2) nicht nachweisen. C.e. Am 7. August 2020 gab A.________ - erneut unaufgefordert - eine Beurteilung von PD Dr. C.________ zu den Akten, worin dieser zum Schluss kommt, dass bei A.________ mit hoher Wahrscheinlichkeit eine bipolare Störung bestehe, wobei differentialdiagnostisch immer eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung diskutiert werden müsse; zudem sei aufgrund der IV-Unterlagen mit hoher Wahrscheinlichkeit auch eine seit früher Jugend bestehende ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) dokumentiert. Auf jeden Fall - so die Beurteilung - bleibe festzuhalten, dass bei A.________ "sicherlich ein komplexes psychiatrisches Krankheitsbild mit mehreren psychiatrischen Komorbitäten" bestehe. Am 8. September 2020 reichte A.________ ein weiteres ärztliches Gutachten vom 5. September 2020 ein. Der Gutachter, PD Dr. med. B.________, kommt darin zum Schluss, dass A.________ an mittelschweren bis schweren chronischen Depressionen mit Suizidalität, vereinzelt unterbrochen durch kurzdauernde Hochs der Bipolarität leide, was "die Gefährlichkeit der Ausweisung" unterstreiche.