Citation: 1C_403/2023 E. 3.2

3.2. Das Obergericht legte dar, der Gemeindrat U.________ habe, nachdem es offenbar zu Vorwürfen gegen den Beschwerdeführer gekommen sei, bei der Anwaltskanzlei F.________ AG eine Untersuchung in Auftrag gegeben. Dabei sei F.________ AG offensichtlich zum Schluss gekommen, der Beschwerdeführer habe wiederholt Einkäufe für private Zwecke, aber auf Kosten der Gemeindewerke getätigt. Zwar habe der Beschwerdeführer die Unabhängigkeit dieser Untersuchung in Frage gestellt, dafür aber keine Begründung geliefert. Weiter habe er eingewendet, die gekauften Geräte hätten sich in den Räumlichkeiten der Gemeinde befunden, beispielsweise in seinem Büro, und seien teilweise sogar mit "Eigentum der Gemeindewerke" beschriftet gewesen. Dies schliesse eine mögliche Strafbarkeit wegen Veruntreuung (Art. 138 StGB) oder ungetreuer Amtsführung (Art. 314 StGB) jedoch nicht aus. Massgeblich sei, ob er die Geräte im Interesse der Gemeinde verwendet oder stattdessen wie ein Eigentümer darüber verfügt habe (vgl. Urteil 6S.262/2003 vom 19. Oktober 2003 E. 2). Letzteres habe das Untersuchungsergebnis befürchten lassen, selbst wenn einer der Gesuchsgegner den gekauften Fernseher bei einer Veranstaltung selber einmal benutzt haben sollte. Das Obergericht habe der Staatsanwaltschaft denn auch die Ermächtigung erteilt, den Beschwerdeführer strafrechtlich zu verfolgen, da gestützt auf die aktenkundigen Belege konkrete Anhaltspunkte für strafrechtlich relevante Vermögensdelikte vorgelegen hätten. Grundlegend sei zudem, dass offenbar laut der Untersuchung von F.________ AG mehrere Mitarbeiter der Gemeindewerke U.________ angegeben hätten, der Gesuchsteller habe bestellte Teile in seinen privaten Laptop eingebaut, den er nicht für geschäftliche Zwecke nutze. Damit vermöge die Argumentation des Beschwerdeführers nicht zu überzeugen, die Beschwerdegegner hätten ihn - grundlos, aus blosser Solidarität zum Beschwerdegegner C.________ - wider besseres Wissen einer Straftat bezichtigt. Davon zeuge auch, dass der Gemeinderat offenbar nicht nur rechtliche Schritte gegen den Beschwerdeführer, sondern in Form einer Aufsichtsbeschwerde beim Bezirksrat Meilen auch gegen Mitglieder der Werkbehörde U.________ eingeleitet habe. Ein Anfangsverdacht auf eine strafbare Handlung der Gesuchsgegner sei damit zu verneinen.