Citation: 6B_116/2022 E. 3

Die Vorinstanz erwägt, auf der Vorladung seien der Termin (3. August 2021) und die Uhrzeit (14.30 Uhr) der Einvernahme korrekt angegeben worden. Selbst wenn der Beschwerdeführer sich über die Uhrzeit geirrt haben sollte, hätte er nicht einfach - ohne Rückfrage - von einer Verspätung der Staatsanwältin ausgehen und annehmen dürfen, von der Teilnahme an der Einvernahme entbunden zu sein. Vorliegend sei die Einvernahme auf 14.30 Uhr terminiert gewesen. Die Staatsanwältin habe sich gemäss ihrer Akten- und Telefonnotiz um 14.30 Uhr bei der Loge des Amtshauses nach dem Erscheinen des Beschwerdeführers erkundigt. Die hierfür zuständige Person habe ihr mitgeteilt, er habe das Amtshaus um 14.25 Uhr verlassen, weil - auf Frage hin - der Termin um 14.20 Uhr gewesen sein soll. Zur Loge der Staatsanwaltschaft im 4. Stock sei der Beschwerdeführer nicht gekommen. Die Staatsanwältin habe ihm um 14.35 Uhr Uhr telefonisch eine Sprachnachricht hinterlassen, wonach der Termin um 14.30 Uhr gewesen sei und er Gelegenheit habe, bis um 14.45 ins Amtshaus zurückzukehren, ansonsten er als nicht erschienen gelte. Hinweise darauf, dass der in der Akten- und Telefonnotiz skizzierte Geschehensablauf unzutreffend sein könnte, lägen keine vor. Der vom Beschwerdeführer vorgebrachte, wenig glaubhafte Irrtum wäre ohne Weiteres vermeidbar gewesen und hätte sich einfach klären lassen, wenn er tatsächlich ein Interesse an einer Verhandlung gehabt hätte. Durch sein Vorgehen habe er die Säumnisfolgen bewusst in Kauf genommen. Sein Handeln sei daher zu Recht als unentschuldigtes Fernbleiben beurteilt worden.