Citation: 8C_128/2019 E. 4.3

4.3. Der vorinstanzlichen Beweiswürdigung ist insofern beizupflichten, als das psychiatrische asim-Gutachten mangels Schlüssigkeit nicht überzeugt. Laut asim-Gutachten leidet die Versicherte seit 2013 unter Schlafstörungen, Müdigkeit und Erschöpfung. Obwohl die Schlafprobleme von zentraler Bedeutung sind, ist gemäss asim-Gutachten bisher keine ausführliche Schlafabklärung durchgeführt worden. Insbesondere verneinte die Beschwerdeführerin eine affektive Färbung wie Traurigkeit, Niedergeschlagenheit, Schuldgefühle, Versagensängste oder spezifische Lustlosigkeit. Das kantonale Gericht stellte zutreffend fest, eine Auseinandersetzung mit den widersprüchlichen Aussagen der Versicherten fehle im psychiatrischen asim-Teilgutachten gänzlich. Während an der einen Stelle dem Gutachten zu entnehmen ist, die Beschwerdeführerin sehe sich zurzeit wegen Energielosigkeit nicht in der Lage, mehr als 50% zu arbeiten, findet sich an anderer Stelle die Aussage, "momentan sehe sie sich als arbeitsunfähig an". Solange sie Schlafprobleme habe, könne sie sich überhaupt nicht vorstellen, zu arbeiten. Weiter ist nicht nachvollziehbar, weshalb die psychiatrische asim-Gutachterin bei den Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit unter anderem eine Panikstörung mit Agoraphobie (ICD-10: F41.0) auflistete, obwohl die geklagten funktionellen Einschränkungen dem tatsächlichen Verhalten der Versicherten widersprachen. Schliesslich sind die praxisgemäss erforderlichen Ausführungen zu den Standardindikatoren (vgl. BGE 141 V 281 E. 4.1.3 S. 297 f.) im asim-Gutachten zu knapp ausgefallen. Jedenfalls sind die entsprechenden Hinweise nicht in eine schlüssige und widerspruchsfreie Verbindung mit den Angaben der Beschwerdeführerin zu bringen. Insbesondere fehlt es an nachvollziehbar und überzeugend begründeten Feststellungen zum funktionellen Schweregrad.