Citation: 2C_202/2018 E. 3.2

3.2. Wenn die Schweiz gleichgeschlechtlichen Partnern von Schweizer Bürgern ein Aufenthaltsrecht einräumt, muss sie dies gestützt auf Art. 2 FZA und Art. 9 Abs. 2 Anhang I FZA auch den gleichgeschlechtlichen Partnern von EU-Bürgern gewähren (vgl. analog bezüglich unverheirateter Partner Urteil des EuGH vom 17. April 1986 C-59/85 Reed, Slg. 1986 S. 1283 Randnr. 28-30). Folglich muss die dargelegte bundesgerichtliche Praxis (vgl. E. 3.1 hiervor) aufgrund von Art. 52 AIG i.V.m. Art. 2 FZA auch für die Beschwerdeführerin gelten, die als Partnerin einer originär aufenthaltsberechtigten EU-Angehörigen eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA erhalten hatte. Allerdings lässt sich den Akten nicht entnehmen, ob die Ex-Partnerin der Beschwerdeführerin nach wie vor über ein Anwesenheitsrecht in der Schweiz verfügt, so dass vorliegend nicht abschliessend geprüft werden kann, ob sich die Beschwerdeführerin auf Art. 50 Abs. 1 AIG berufen kann. Diese Frage wird von der Vorinstanz zu klären sein, an welche die Angelegenheit ohnehin zurückgewiesen wird (vgl. E. 4.5 hiernach).