Citation: 5A_577/2015 E. 2.4

2.4. Mit Bezug auf die Notwendigkeit einer stationären Behandlung und Betreuung führt das Obergericht aus, die Erfahrungen aus der Vergangenheit lehrten, dass die Beschwerdeführerin ihre Medikamente immer wieder verweigere, sodass diese unter Kontrolle abgegeben werden müssten. Wie bereits erwähnt, ist die Beschwerdeführerin kaum krankheits- und behandlungseinsichtig. Es liegt somit auf der Hand, dass sie früher oder später die ihr verschriebenen Medikamente absetzt und die Behandlung ihres Ulkus einstellt, wenn sie sich allein überlassen wird. Da überdies eine engmaschige Behandlung und Betreuung erforderlich erscheint, kommt eine ambulante Betreuung und Behandlung bzw. eine Betreuung durch die Spitex nicht infrage. Die Behandlung und Betreuung in einer Einrichtung ist damit verhältnismässig.