Citation: I 784/02 26.06.2003 E. 4.3

4.3.1 Ferner ist aus den Akten ersichtlich, dass die Beschwerdegegnerin bereits im Jahre 1990 gegenüber den Dres. med. K.________ und M.________ übereinstimmend erklärt hatte, seit Jahren an Rückenschmerzen zu leiden. Anlässlich ihrer IV-Anmeldung vom 14. August 1998 gab die Versicherte wiederum an, seit fast 20 Jahren an Rückenbeschwerden zu leiden und auch Dr. med. V.________ führte in seinem Bericht vom 25. August 1998 aus, der Gesundheitsschaden bestehe seit ca. 14 Jahren. Dem Bericht des Dr. med. A.________ vom 13. Januar 1999 ist ebenfalls zu entnehmen, dass die Patientin seit über 20 Jahren bestehende Schmerzen im Lendenwirbelsäulenbereich beklagte, die bereits wiederholt zu Arbeitsunfähigkeiten geführt hätten. In seinem Gutachten vom 30. November 1999 stellte Dr. med. Y.________ in Zusammenfassung der somatischen und psychiatrischen Befunde sodann fest, dass die Auswirkungen der Störung auf die Arbeitsfähigkeit langdauernd seien und offenbar schon 1984 bestanden hätten, als die Explorandin aus eigenen Stücken ihr Arbeitspensum vermindert habe. Dr. med. C.________ erklärte mit Gutachten vom 1. Dezember 1999 zudem, laut ihren Worten habe sich die über viele Jahre als Büglerin tätige Patientin bereits mit 35 Jahren (1985) veranlasst gesehen, wegen zunehmender Behinderung seitens ihres Rückens ihr Erwerbspensum zu reduzieren, obwohl sie sich nie übermässigen häuslichen oder mütterlichen Verpflichtungen habe unterziehen müssen. 4.3.2 Vor diesem Hintergrund vermag die im Abklärungsbericht Haushalt vom 24. März 2000 enthaltene Formulierung, durch die im Jahre 1984/1985 vorgenommene Reduktion der Erwerbstätigkeit - der Sohn sei damals sechs Jahre alt gewesen - habe die familiäre Situation "durchaus optimiert" werden können, womit eine nicht gesundheitsbedingte Einschränkung der ausserhäuslichen Tätigkeit angedeutet wird, nicht standzuhalten. Es ist namentlich nicht einzusehen, weshalb eine bis zum sechsten Lebensjahr ihres einzigen Kindes vollzeitig erwerbstätige Mutter gerade im Zeitpunkt, in welchem dieses den Kindergarten besucht oder gar schulpflichtig wird, ihre erwerbliche Beschäftigung um 50 % reduzieren sollte. Vielmehr liegen angesichts der mit Blick auf den Eintritt der gesundheitlichen Verschlechterung und die damit verbundene Reduktion der Erwerbstätigkeit gegenüber den Ärzten und Abklärungspersonen übereinstimmend stets gleich lautenden glaubhaften Aussagen - entgegen der Auffassung der IV-Stelle - gewichtige Anhaltspunkte für die Annahme vor, dass die Beschwerdegegnerin ihre ausserhäusliche Beschäftigung bereits 1984/1985 auf Grund von Rückenproblemen auf 50 % einschränken musste und diese in den folgenden Jahren trotz erleichterter familiärer Bedingungen durch den sukzessiven Wegfall der Kleinkindbetreuung nurmehr auf höchstens 68 % zu steigern vermochte bzw. schliesslich völlig aufzugeben gezwungen war. In diesem Lichte ist davon auszugehen, dass die Versicherte bei voller Gesundheit im massgebenden Zeitpunkt vollzeitig erwerbstätig gewesen wäre, zumal durch die Einkommenseinbussen des Ehemannes zusätzlich erschwerte finanzielle Verhältnisse vorlagen und die Beschwerdegegnerin lediglich noch einen Zweipersonenhaushalt im Rahmen einer 3 ½-Zimmerwohnung haushaltlich zu betreuen hatte. 4.4 In Würdigung der für den invalidenversicherungsrechtlichen Status relevanten familiären, beruflichen, sozialen und ökonomischen Umstände kann der vorinstanzlichen Betrachtungsweise mithin gefolgt werden. Hievon abzuweichen besteht im Rahmen der Angemessenheitskontrolle insbesondere auch unter Berücksichtigung der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgebrachten Einwände kein Anlass (Art. 132 lit. a OG; BGE 114 V 316 Erw. 5a mit Hinweisen). Zu betonen bleibt immerhin - auch gegenüber dem kantonalen Gericht -, dass die Statusfrage stets auf Grund der realen Gegebenheiten des Einzelfalles und nicht in Berücksichtigung von statistischen Durchschnittswerten zu beurteilen ist. Die IV-Stelle, an welche die Sache zu weiteren medizinischen Abklärungen zurückzuweisen ist (vgl. Erw. 2 hievor), wird die Invaliditätsbemessung im Nachgang somit nach der Einkommensvergleichsmethode vorzunehmen haben. Dabei ist - wie im angefochtenen Entscheid sowie in der vorinstanzlichen Beschwerdeschrift zutreffend dargelegt wurde und seitens der IV-Stelle grundsätzlich nicht bestritten wird - für die Ermittlung des Valideneinkommens von den entsprechend aufgerechneten Lohnangaben des Alters- und Pflegeheimes D.________, wo die Beschwerdegegnerin zuletzt tätig war, und für die Schätzung des Invalideneinkommens von statistischen Lohnwerten (vgl. auch BGE 126 V 75 ff.) auszugehen.