Citation: 6B_1193/2021 E. 5.4.4

5.4.4. Was die Festlegung der hypothetischen Einzelstrafe für die einfache Körperverletzung mit einem gefährlichen Gegenstand betrifft, ist im Weiteren festzuhalten, dass es sich bei der Verwendung des Messers zwar um einen Umstand handelt, welcher die Tatbestandsmässigkeit der qualifizierten einfachen Körperverletzung nach Art. 123 Ziff. 2 Abs. 2 StGB begründet. Wie die Vorinstanz jedoch korrekt anmerkt, sieht der qualifizierte Tatbestand der einfachen Körperverletzung im Vergleich zum Grundtatbestand (Art. 123 Ziff. 1 StGB) keinen höheren Strafrahmen vor. Insofern wird das Doppelverwertungsverbot durch die Berücksichtigung des Tatmittels und der damit einhergehenden Gefährlichkeit bei der Festlegung der Einzelfreiheitsstrafe für die vom Beschwerdeführer begangenen Körperverletzung ebenfalls nicht tangiert. Desgleichen gilt hinsichtlich der für die Drohung angesetzten hypothetischen Einzelstrafe. Indem die Vorinstanz das Halten des Messers an den Hals der Privatklägerin als Todesdrohung wertet und festhält, es handle sich damit um eine Drohung gegen das höchste Rechtsgut, trägt sie dem Ausmass der schweren Drohung Rechnung, wozu sie im Rahmen der Verschuldensbewertung verpflichtet ist. Dass sie die übrigen Strafzumessungsfaktoren falsch gewürdigt hätte, bringt der Beschwerdeführer zu Recht nicht vor.