Citation: I 488/00 15.09.2003 E. 5

Auch die übrigen beschwerdeführerischen Einwendungen vermögen am vorinstanzlichen Ergebnis nichts zu ändern. Daraus, dass die Organe der Invalidenversicherung bereit gewesen wären, die wesentlich teurere Ausbildung an der Schule für Physiotherapie am Spital X.________ (während 6 Semestern zusätzliche Schulungskosten für Sehbehinderte von Fr. 7'800.- pro Semester) zu finanzieren, lässt sich nichts zugunsten der Beschwerdeführerin ableiten. Massgebend sind nämlich die behinderungsbedingten Mehrkosten der konkret absolvierten Ausbildung, und eine Berufung auf die Austauschbefugnis scheitert jedenfalls daran, dass es nach dem unfreiwilligen Nichtzustandekommen der Ausbildung zur Physiotherapeutin diesbezüglich an einem substitutionsfähigen Anspruch (vgl. BGE 127 V 123 Erw. 2a) fehlt. Auch das Argument, die Invalidenversicherung hätte aufgrund der Beeinträchtigung in jedem Fall eine von der Akademie für Naturheilkunde B.________ angebotene viel teurere Ausbildung zur medizinischen Masseurin an einer speziellen Ausbildungsstätte für stark Sehbehinderte finanzieren müssen, ist unbehelflich. Denn auch bei einer Ausbildung an dieser Einrichtung wären nicht die gesamten Kosten, sondern nur die behinderungsbedingten Mehrkosten im Vergleich zum gesunden Auszubildenden entstehenden Aufwand übernommen worden. Auch diesfalls hätte die Versicherte für die auch gesunden Auszubildenden erwachsenden Kosten selbst aufkommen müssen, und es wären zwar der Invalidenversicherung Mehr-, der Beschwerdeführerin aber keine Minderkosten entstanden.