Citation: U 309/00 20.09.2001 E. 1

1.- a) Das kantonale Gericht hat den Unfallbegriff gemäss Art. 9 Abs. 1 UVV zutreffend dargelegt. Darauf kann verwiesen werden. Zu verdeutlichen ist, dass nach Rechtsprechung und Literatur der ungewöhnliche äussere Faktor in einer unkoordinierten Bewegung des Körpers bestehen kann. Er liegt in derartigen Fällen darin, dass die Bewegung durch etwas "Programmwidriges", "Sinnfälliges", gestört wird, was etwa der Fall ist, wenn die versicherte Person stolpert, ausgleitet oder an einem Gegenstand anstösst, oder wenn sie, um ein Ausgleiten zu verhindern, eine reflexartige Abwehrbewegung ausführt oder auszuführen versucht (RKUV 1996 Nr. U 253 S. 204 Erw. 4c; Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, S. 176 f.). Soweit sich die eingetretene Schädigung auf das Körperinnere beschränkt, unterliegt der Nachweis eines Unfalles insoweit strengen Anforderungen, als die unmittelbare Ursache der Schädigung unter besonders sinnfälligen Umständen gesetzt werden muss; denn ein Unfallereignis manifestiert sich in der Regel in einer äusserlich wahrnehmbaren Schädigung, während bei deren Fehlen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit rein krankheitsbedingter Ursachen besteht (BGE 99 V 138 Erw. 1; RKUV 1996 Nr. U 253 S. 204 Erw. 4d mit Hinweisen). b) Die Akten enthalten hinsichtlich Zeitpunkt wie Ablauf des strittigen, am 31. März 1999 durch die Arbeitgeberin gemeldeten Vorfalles verschiedene Ungereimtheiten: aa) Nach der "Unfallmeldung UVG" vom 31. März 1999 verspürte H.________ am 27. März 1999 einen plötzlichen Schmerz im Rücken, als er sein Kind auffing, welches sich vom Kajütenbett hatte fallen lassen. Gemäss "Arztzeugnis UVG" vom 10. April 1999 ereignete sich das nicht näher umschriebene Geschehnis bereits am 22. März 1999. In der ergänzten Unfallmeldung vom 12. April 1999 gab H.________ seinerseits an, er habe am 21. März 1999 beim Herumtollen mit seinem (damals 5 1/2-jährigen) Sohn versucht, diesen am Bein zurück- und vom oberen Kajütenbett herunterzuziehen. Auf Befragen durch den SUVA-Inspektor (Bericht vom 17. Mai 1999) erklärte er schliesslich, er habe am Abend des 22. März 1999 mit ausgestreckten Armen und nach vorne gebeugt, das Kind nach hinten gezogen. Dabei sei er mit den Armen vom Bein abgerutscht, wodurch er eine Bewegung nach hinten und - gleichzeitig - zur Seite hin gemacht habe. Anschliessend seien wieder Schmerzen im Rücken aufgetreten, weshalb er gleichentags den Hausarzt konsultiert habe. bb) Nach dem Gesagten ist fraglich, ob die Leistungspflicht des Unfallversicherers gestützt auf Art. 9 Abs. 1 UVV bereits daran gebricht, dass unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben das Bestehen eines unfallmässigen Schadens als unglaubwürdig erscheinen lassen, zumal eine Befragung des beteiligten Kindes auf Grund dessen Alters und mit Blick auf den Zeitablauf nicht geeignet erscheint, den Sachverhalt zu klären (RKUV 1990 Nr. U 86 S. 46 ff). Darüber ist nicht abschliessend zu befinden. Wie bereits Vorinstanz und Beschwerdegegnerin, letztere im Einspracheentscheid vom 1. September 1999, zutreffend festgehalten haben, wäre selbst bei Abstellen auf die Sachverhaltsschilderung gemäss dem Bericht des SUVA-Inspektors vom 17. Mai 1999 mangels besonders sinnfälliger Umstände (vgl. Erw. 1a in fine) kein ungewöhnlicher äusserer Faktor gegeben.