Citation: 6B_61/2018 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer wendet sich gegen den Schuldspruch wegen Verkehrsregelverletzung. Er macht geltend, es sei erstellt, dass sein Fahrzeug etliche Meter vor dem ersten und nicht wie in der nachgestellten Verkehrssituation auf dem ersten Einspurpfeil gestanden habe. Gemäss Art. 18 Abs. 2 lit. c i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. a der Verkehrsregelnverordnung vom 13. November 1962 (VRV; SR 741.11) dürften Fahrzeuge zwar nicht auf der Einspurstrecke angehalten werden. Stünden Fahrzeuge allerdings vor einer Einspurstrecke, greife das Verbot nicht. Vorliegend sei umstritten, wo die Einspurstrecke beginne. Die Vorinstanz gehe davon aus, dass auf das Gesamtbild aus Pfeilen und Leitlinien abzustellen sei. Ein Gesamtbild sei jedoch keine zulässige Signalisation und deshalb gemäss Art. 101 Abs. 1 der Signalisationsverordnung vom 5. September 1979 (SSV; SR 741.21) unzulässig. Ein Gesamtbild würde auch regelmässig zu erheblichen Problemen im Strassenverkehr führen, da undefiniert wäre, welche Signale und Markierungen zu einem Gesamtbild hochaddiert werden müssten. Gemäss Art. 74 Abs. 2 SSV seien Fahrstreifen für Linksabbieger, Rechtsabbieger oder Geradeausfahrer durch weisse Einspurpfeile zu kennzeichnen, die nach der entsprechenden Richtung weisen. Es bestehe aber erst ab Beginn des ersten Einspurpfeils die Verpflichtung, in die entsprechende Richtung abzubiegen. Gemäss Art. 16 Abs. 2 SSV gelte unter Vorbehalt abweichender Bestimmungen für einzelne Vorschriftssignale die angekündigte Vorschrift an der Stelle oder von der Stelle an, wo das Signal stehe, bis zum Ende der nächsten Verzweigung. Demnach erstrecke sich der Bereich der Einspurstrecke auf der Steinenschanze vom ersten aufgemalten Pfeil bis zur Verzweigung Auberg. Sein Fahrzeug sei allerdings nicht in diesem Bereich gestanden, womit er freizusprechen sei.