Citation: 1P.846/2006 15.01.2007 E. A

Gegen X.________ besteht der dringende Tatverdacht der versuchten vorsätzlichen Tötung, indem er durch Schiessen mit einer Pistole in Kauf genommen habe, Menschen tödlich zu verletzen. Gemäss dem aktuellen Untersuchungsstand wird dem Beschuldigten vorgeworfen, am 5. Juni 2006, um circa 19.45 Uhr, auf dem Gelände des Schulhauses E._______ an der F.________-Strasse in G.________ im Anschluss an eine verbale, aber auch tätliche Auseindersetzung mit seiner ehemaligen Freundin, A.________, sowie weiteren Familienangehörigen der Geschädigten zusammen mit C.________ zu D.________ gefahren zu sein, wobei der Beschuldigte gewusst habe, dass D.________ bei sich zu Hause eine Pistole mit Munition aufbewahrt habe. Von D.________ habe er eine Faustfeuerwaffe der Marke SIG, Kaliber 9mm, erhalten und sei zusammen mit C.________ zum Schulhaus E.________ zurückgekehrt. Dort habe er zunächst aus dem fahrenden Fahrzeug Schüsse in die Luft abgegeben, sei dann aus dem Auto gestiegen und habe mehrere Schüsse gezielt in Richtung verschiedener flüchtender Personen (mindestens zwei) abgegeben, wobei er davon ausgegangen sei, dass es sich dabei um Familienangehörige seiner Ex-Freundin gehandelt habe, habe er doch zumindest deren Bruder, B.________ erkannt, als dieser davon gerannt sei. Mit diesen gezielten Schüssen habe der Beschuldigte in Kauf genommen, die flüchtenden Personen, insbesondere B.________, den er tatsächlich erkannt haben will, tödlich zu verletzen. X.________ befindet sich seit dem 9. Juni 2006 wegen Kollusions-, Wiederholungs- und Ausführungsgefahr in Untersuchungshaft. Mit Verfügung vom 19. Dezember 2006 wies der Einzelrichter in Strafsachen des Bezirks Pfäffikon das Haftentlassungsgesuch mit der Begründung ab, es bestehe eine qualifizierte Wiederholungsgefahr im Sinne von § 58 Ziff. 4 des Gesetzes des Kantons Zürich vom 4. Mai 1919 betreffend den Strafprozess (Strafprozessordnung; StPO/ZH) als auch Ausführungsgefahr (§ 58 Abs. 2 StPO/ZH). Ob darüber hinaus mit Kollusionsgefahr zu rechnen ist, liess der Einzelrichter offen.