Citation: 6P.17/2001 30.05.2001 E. 4

4.- a) Das Obergericht hält zusammenfassend fest, der Beschwerdeführer sei auch beim zweiten Vorfall rücksichtslos und entgegen der Strassenverkehrsordnung auf die Gruppe aufgefahren. A.________ habe ihn deswegen und als Folge des ersten Vorfalls zur Rede gestellt. Der Beschwerdeführer habe wiederum überreagiert, indem er aus dem Auto gestiegen sei, A.________ am Kragen gepackt und ihm ausserdem gedroht habe, ihn und seinen Hund beim nächsten Mal zu überfahren. Als A.________ sich dies nicht habe gefallen lassen, sondern den Beschwerdeführer weggestossen habe, habe dieser zur Waffe gegriffen und zunächst Warnschüsse in den Boden abgegeben. Nachdem D.________ sie getrennt habe, sei der Beschwerdeführer in das Auto gestiegen, habe dieses aber wieder verlassen und sei nochmals auf A.________ losgegangen. Im Verlauf dieser zweiten Phase habe er dreimal auf A.________ geschossen, der dann zusammengebrochen sei, worauf der Beschwerdeführer sich ins Auto gesetzt habe und davongefahren sei (angefochtenes Urteil S. 44 f.). b) Das Obergericht würdigt die Sache ausführlich (angefochtenes Urteil S. 32 - 45). Die Einwendungen des Beschwerdeführers erweisen sich als appellatorisch (Beschwerde S. 17 - 22). Ob das Fahrzeug mit Kantholz beladen war, bezeichnet der Beschwerdeführer als relevant (Beschwerde S. 18), ohne dies zu begründen. Nicht willkürlich erscheinen die Ausführungen des Obergerichts zu den Aussagen von B.________. Dass der Beschwerdeführer zu Überreaktionen neigt, begründet das Obergericht willkürfrei. So erwähnt es auch, dass er bereits zwei Reiterinnen mit vorgehaltener Pistole zur Herausgabe ihrer Adresse genötigt hatte (angefochtenes Urteil S. 43). Er behauptet indessen, derartige Aussagen liessen sich auf Grund des Teilgutachtens vom 5. November 1996 sowie des psychiatrischen Gutachtens vom 30. Oktober 1997 nicht belegen. Nach dem Gutachten hat der Beschwerdeführer Schwierigkeiten im Umgang mit seiner Emotionalität; in verworrenen oder schwierigen Situationen oder in Situationen, die ihn emotional berührten, werde sein Denken tendenziell durch für ihn unübersichtliche und schwer handhabbare Gefühle getrübt, so dass es ihm unter Umständen nicht mehr gelinge, einen kühlen Kopf zu bewahren und auf Grund von rationalen Überlegungen zu handeln (S. 21); es sei in seinem Leben immer wieder zu Problemen wegen der mangelnden emotionalen Stabilität gekommen (S. 22); er neige zu Realitätsverkennungen in emotional belastenden Situationen, die aber nicht notwendigerweise auftreten müssten; diese würde sich kaum auf den Ablauf der Tat, sondern eher auf die emotionale Wertung der Situation (Sich-Bedroht-Fühlen ohne angemessenen Anlass) beziehen (S. 24). Darauf ist nicht weiter einzugehen.