Citation: 1C_534/2020 E. 3.5

3.5. Wie das Bundesgericht vor einigen Jahren bereits entschieden hat, verstösst die Regelung von § 29 VRPG/AG weder gegen das Willkürverbot (Art. 9 BV) noch gegen die Rechtsgleichheit (Art. 8 BV). Das Auseinanderklaffen von Vertretungsbefugnis einerseits und Anspruch auf Entschädigung anderseits vermag demnach zwar nicht in jeder Hinsicht zu befriedigen. Es bestehen indes sachliche Gründe, die Vertretungsbefugnis nicht vollkommen parallel dazu auszugestalten, weil den Rechtsanwälten und Rechtsanwältinnen aufgrund ihrer Berufsausübungsbewilligung und der staatlichen Aufsicht über sie durch das kantonale Verfahrensrecht eine besondere Stellung eingeräumt wird (Urteil 1C_592/2012 vom 7. März 2013, publiziert in RDAF 2015 I 329 sowie in ZBl 115/2014 S. 564 mit kritischer Kommentierung von CHRISTOPH AUER, der darauf hinweist, die besondere Stellung der Anwaltschaft vermöge zwar eine höhere Parteientschädigung für diese zu rechtfertigten, nicht aber die gänzliche Verweigerung einer Entschädigung für nicht anwaltliche Vertretungen; vgl. auch Urteil 2C_802/2013 vom 28. April 2014 E. 4). Was die Beschwerdeführerin vorbringt, gibt keinen Anlass, die Frage einer neuen Prüfung zu unterziehen; es kann darauf verwiesen werden.