Citation: I 955/06 14.11.2007 E. 6

Auf Grund der Vorbringen in den beiden Verwaltungsgerichtsbeschwerden ist zunächst das Ausmass der dem Beschwerdeführer trotz gesundheitlichen Beschwerden verbliebenen Arbeitsfähigkeit strittig. 6.1 Die Vorinstanz hat in einlässlicher Würdigung der medizinischen Akten, insbesondere des Gutachtens des ABI vom 13. April 2004 festgestellt, dass beim Beschwerdeführer im angestammten Bereich bei ganztägiger Zumutbarkeit eine Leistungseinschränkung von zirka 30 % bestehe und in einer Verweisungstätigkeit keine höhere Arbeitsfähigkeit zu erwarten sei. Diese Feststellungen sind tatsächlicher Natur und für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlich (E. 3; vgl. BGE 132 V 393). 6.2 Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringen lässt, dringt nicht durch: 6.2.1 Das Gutachten des ABI erfüllt klarerweise die von der Rechtsprechung aufgestellten Anforderungen an eine beweistaugliche und beweiskräftige Expertise (BGE 125 V 351 E. 3a S. 252). Daran vermag nichts zu ändern, dass - was auch der Vorinstanz im Revisions-verfahren nicht entgangen ist - eine Textpassage im bei den Akten liegenden Original des Gutachtens nicht vollständig mit der vom Beschwerdeführer eingereichten Version übereinstimmt. Aus neurolo-gischer Sicht beziffert Dr. med. D.________, Neurologie FMH, in Ziff. 4.1.5.1 des Gutachtens die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit mit 30 (-50 %), während im Computerausdruck keine Klammer sichtbar ist, die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit also mit 30 - 50 % angegeben wird. Das kantonale Gericht legt aber durchaus plausibel dar, dass das Fehlen der Klammer auf das Ergebnis keinen Einfluss hat. Abgesehen davon, dass beide Schreibarten dasselbe bedeuten (eine Minderung der Arbeitsfähigkeit, die zwischen 30 und 50 % liegt), übersieht der Beschwerdeführer, dass der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit aus neurologischer (Teil-) Sicht keine entscheidende Bedeutung zukommen kann. In einem multidisziplinären Gutachten ist vielmehr die im Rahmen der Gesamtbeurteilung von sämtlichen Gutachtern vorgenommene Beurteilung massgebend. In Ziff. 6 des Gutachtens wird denn auch ausdrücklich festgehalten, dass die Konklusion dieses Gutachtens durch einen multidisziplinären Konsensus mit den oben erwähnten Untersuchern erarbeitet worden sei. Gemäss Ziff. 6.1.9 der Expertise sind dem Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit wie allgemein körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten ganztags zumutbar mit einer Leistungseinschränkung von 30 %. Dass Dr. med. D.________ diese von allen Experten vorgenommene Gesamtbeurteilung nicht mitträgt, wird vom Beschwerdeführer nicht geltend gemacht. 6.2.2 Nichts zu seinen Gunsten abzuleiten vermag der Beschwerdeführer auch aus der gestützt auf einen Bericht über eine Fernsehsendung in allgemeiner Form vorgetragenen Kritik am ABI bzw. dessen Leiter. Dafür, dass die hier allein zu beurteilende Expertise nicht korrekt zu Stande gekommen oder gar manipuliert worden wäre, fehlen jegliche Anhaltspunkte. 6.3 Die Kritik an der auf der genannten Expertise fussenden vorinstanzlichen Feststellung zur Arbeitsfähigkeit führt nach dem Gesagten nicht zur Annahme einer Bundesrechtsverletzung. Die Feststellung, der Beschwerdeführer sei zu 30 % in der Leistungsfähigkeit eingeschränkt, ist daher für das Bundesgericht verbindlich (vgl. E 3). 6.4 Angesichts der schlüssigen medizinischen Aktenlage bedarf es keiner weiteren medizinischen Abklärungen, weshalb von der beantragten Abklärung der angeblichen Hirnfunktionsstörung abzusehen ist (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 90 E. 4b S. 94). Im Übrigen wird die Beschwerdegegnerin gemäss den verbindlichen Erwägungen im Rückweisungsentscheid die nach dem Gutachten vom 13. April 2004 (welches auf der Untersuchung vom 2. Dezember 2003 beruht) eingetretene gesundheitliche Entwicklung ohnehin berücksichtigen müssen.