Citation: K 29/03 05.06.2003 E. 3

Streitig ist der Anspruch auf Krankentaggelder ab dem 1. Mai 2001 und dabei die Frage nach dem Ausmass der Arbeitsfähigkeit. Die Vorinstanz ist in dieser Hinsicht der Auffassung, dass die Akten keine Hinweise auf eine unfall- oder krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit enthielten, während der Beschwerdeführer davon ausgeht, er sei vollständig arbeitsunfähig, was sein Hausarzt bestätige. 3.1 Kreisarzt Dr. med. L.________ geht in seinem Bericht vom 10. April 2001 davon aus, dass der Beschwerdeführer noch bis Ende April 2001 als unfallbedingt arbeitsunfähig zu betrachten sei und den geklagten Schmerzen kein organisches Substrat unterliege. Diese ärztliche Stellungnahme ist für die streitigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden; zudem sind die Ausführungen in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation einleuchtend und enthalten begründete Schlussfolgerungen (BGE 125 V 352 Erw. 3a). Diese Auffassung deckt sich mit derjenigen im Bericht des (gemäss Art. 57 Abs. 5 KVG weisungsunabhängigen) Vertrauensarztes Dr. med. C.________ vom 31. August 2001. Das Zeugnis des Hausarztes S.________ vom 22. Dezember 2000 und sein Bericht vom 24. Januar 2001 sind weder geeignet, zu einer anderen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zu führen, noch vermögen sie Zweifel an der Zuverlässigkeit der Ausführungen des Kreisarztes Dr. med. L.________ zu wecken (vgl. BGE 125 V 353 Erw. 3b/ee), da sie sich auf einen Zeitpunkt vor dem Beginn der beantragten Krankentaggelder ab Mai 2001 beziehen, in welchem auch der Unfallversicherer von einer Arbeitsunfähigkeit ausgegangen ist; im Weiteren sind diese Stellungnahmen nicht oder nur rudimentär begründet und enthalten bereits im Bericht vom 24. Januar 2001 den Verdacht einer Aggravations-Syptomatik aus wirtschaftlichen Gründen. Auch die Eintragungen einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % durch den Hausarzt S.________ auf der Krankentaggeldkarte führen wegen ihrer fehlenden Begründung zu keinem anderen Ergebnis. Mangels genügend substanziierter Hinweise besteht im Übrigen kein Anlass zu weiteren Abklärungen, sodass von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit ab Mai 2001 auszugehen ist und demzufolge kein Anspruch auf Krankentaggelder besteht (vgl. Art. 72 Abs. 2 KVG). 3.2 Das im vorinstanzlichen Verfahren eingereichte ärztliche Zeugnis des Spitals X.________ vom 24. September 2002, wonach der Beschwerdeführer vom 20. September 2002 bis auf weiteres stationär in Behandlung sei, kann möglicherweise als Grundlage einer erneuten Anmeldung zum Bezug von Krankentaggeldern dienen, trägt jedoch nichts weiter zur Feststellung des Sachverhaltes im - gemäss Rechtsprechung massgebenden (RKUV 2001 Nr. U 419 S. 101 Erw. 2) - Zeitpunkt des Einspracheentscheides bei. Dasselbe gilt für die in Aussicht gestellten Berichte des neuen Hausarztes.