Citation: 4P.225/2003 03.05.2004 E. 5

5.1 Eine weitere willkürliche Anwendung von Art. 302 Abs. 1 aZPO/VS sowie von Art. 3, Art. 30 Abs. 1 und Art. 31 Abs. 2 des Gesetzes betreffend den Tarif der Kosten und Entschädigungen vor Gerichts- und Verwaltungsbehörden vom 14. Mai 1998 (GTar) erblickt der Beschwerdeführer darin, dass ihm das Kantonsgericht für seine Umtriebe im Erläuterungs- bzw. Berichtigungsverfahren keine Parteientschädigung zugesprochen hat. Nach seiner Meinung ist nicht nachvollziehbar, weshalb der Umstand, dass sich die Beschwerdegegnerin nicht gegen das Erläuterungsbegehren zur Wehr gesetzt hat, rechtfertigen soll, ihm keine Parteientschädigung zuzusprechen. Er habe in seinem Erläuterungsgesuch ausdrücklich eine solche beantragt, und die Beschwerdegegnerin habe sich dazu nicht geäussert, weshalb das Kantonsgericht hätte annehmen müssen, die Beschwerdegegnerin habe nichts gegen die Zahlung einer Entschädigung an den Beschwerdeführer einzuwenden. 5.2 Auch diese Rüge ist unbegründet. Der Beschwerdeführer stellt nicht in Abrede, dass nach der einschlägigen Bestimmung die Kosten in der Regel der unterliegenden Partei aufzuerlegen sind, und dass sich der Entscheid über die Parteientschädigung nach jenem über die Kostenverlegung richtet. Demnach wird regelmässig nur die unterliegende Partei entschädigungspflichtig. Dass die Beschwerdegegnerin die Parteikosten für das Berichtigungsverfahren verursacht und sich deshalb deren Entschädigungspflicht gerechtfertigt hätte (Art. 302 Abs. 3 aZPO/VS), macht der Beschwerdeführer zu Recht nicht geltend. Obsiegen der einen Partei (vorliegend: des Beschwerdeführers) bedeutet aber nur dann Unterliegen der Gegenpartei, wenn sich letztere dem gutgeheissenen Begehren widersetzt hat. Das ist vorliegend unstreitig nicht der Fall. Willkür bei der Anwendung von Art. 302 Abs. 1 aZPO/VS ist daher nicht auszumachen, wenn das Kantonsgericht die Beschwerdegegnerin nicht als unterliegende Partei betrachtete und aus diesem Grunde davon absah, die Beschwerdegegnerin zur Zahlung einer Parteientschädigung zu verpflichten. Inwiefern sich aus den vom Beschwerdeführer angeführten Bestimmungen des Gebührentarifs etwas anderes ergeben soll, zeigt der Beschwerdeführer nicht auf und ist nicht ersichtlich, ist doch darin die Tragung und Verteilung der Kosten und Entschädigungen nicht geregelt (Olivier Derivaz, Les frais et dépens, les sûretés et l'assistance judiciaire, in: Le nouveau droit judiciaire privé valaisan, Séminaire de l'Ordre des avocats valaisans, Martigny, 4 décembre 1998, S. 3).