Citation: 4A_411/2015 E. 4

Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, die Beschwerdegegnerin habe den ihr übertragenen Auftrag nicht korrekt erfüllt. Er ist der Auffassung, die Beschwerdegegnerin hätte weitere Abklärungen vornehmen und detaillierte Angaben über die Handlungsschritte abgeben müssen, und er verweist für den Umfang der Abklärungspflichten des Beauftragten unter anderem auf das Urteil des Bundesgerichts 4C.316/2001 vom 7. Februar 2002 E. 2, publ. in: AJP 2003 S. 713 ff. Er bemängelt, dass er in der E-Mail vom 10. März 2009 nicht über die Möglichkeiten im Zusammenhang mit der Liquidation der Gesellschaft informiert, sondern in den Glauben versetzt worden sei, es bestehe keine Möglichkeit, Arbeitslosenentschädigung zu erhalten. Der Hinweis auf das Informationsblatt und weitere Informationsmöglichkeiten erachtet er mit Blick auf seine Sprachkenntnisse für ungenügend. Ausserdem sei er nicht auf die Möglichkeit hingewiesen worden, seine Stammanteile unter Umständen bloss zu reduzieren. Der Beschwerdeführer bemängelt zudem, seinem Antrag auf Anhörung sei nicht stattgegeben worden. Diese hätte ergeben, dass die Beschwerdegegnerin ihrer Aufgabe nicht gewachsen gewesen sei, da dem Beschwerdeführer die Annahme vermittelt worden sei, er könne ohnehin nichts tun, nachdem er die Stammanteile nicht verkaufen könne. Der Hinweis, "I'm not sure, if the law has changed", vermöge die Beschwerdegegnerin nicht zu entlasten, da sie durch das Merkblatt im Besitze der relevanten Informationen gewesen sei, und dennoch eine ungenügende Auskunft abgegeben habe.