Citation: 4A_210/2020 E. 7.3.5

7.3.5. Die Vorinstanz erachtete das erstinstanzliche Gutachten betreffend die Frage, ob die von den Beschwerdeführern eingegangenen Short Put-Optionsgeschäfte bei der vereinbarten Anlagestrategie zu deren Portfolio gepasst hätten, für nicht nötig und daher auch für nicht entscheiderheblich. Dies, weil die Beschwerdeführer bereits im Juni 2014 eine Short Put-Option geschrieben hätten, welche auf den Euro Schweizer Franken Wechselkurs spekuliert habe, das Schreiben von Optionen unter dem Vermögensverwaltungsvertrag grundsätzlich zulässig gewesen sei, sie im Rahmen der Vermögensverwaltung bereit gewesen seien, Risiken einzugehen, und die Beschwerdeführer (bzw. der Beschwerdeführer 2) der strittigen Option unbestritten zugestimmt hätten. Da die Vorinstanz die Zustimmung zur strittigen Anlage vom Dezember 2014 nur als ein Kriterium unter weiteren Kriterien erachtet hat, erübrigt es sich auf den Einwand der Beschwerdeführer einzugehen, wonach eine rechtsgültige Zustimmung immer nur soweit gehe, wie es die Informationen, die der Zustimmung zugrunde lägen, überhaupt zuliessen. Aus der Zustimmung ergibt sich jedenfalls, dass die Beschwerdegegnerin die strittige Anlage nicht eigenmächtig getätigt hat. Vor dem Hintergrund, dass die Beschwerdeführer bereits im Juni 2014 eine ähnliche Option geschrieben haben, deren Vertragskonformität sie nicht beanstanden, das Schreiben von Optionen unter dem Vermögensverwaltungsvertrag generell zulässig war und die Beschwerdeführer im Rahmen der Anlagestrategie bereit waren, Risiken einzugehen, verletzt es jedenfalls kein Bundesrecht, wenn die Vorinstanz das von der Erstinstanz eingeholte Gutachten zur Beurteilung der Strategiekonformität der strittigen Anlage für nicht notwendig und daher auch für nicht entscheiderheblich erachtete und aufgrund der erwähnten Umstände von einer strategiekonformen Anlage ausging, bei der sich die Frage nach der Risikoaufklärung nicht mehr stellte. Dass die Beschwerdegegnerin bei der Vereinbarung der Anlagestrategie ihrer Aufklärungspflicht nicht nachgekommen wäre, machen die Beschwerdeführer vor Bundesgericht nicht - jedenfalls nicht rechtsgenüglich - geltend. Im Übrigen würde es diesbezüglich auch an der Ausschöpfung des materiellen Instanzenzugs fehlen (vgl. hiervor E. 3).