Citation: 8C_253/2023 E. 5

Entgegen der beschwerdeweisen Argumentation verwarf insbesondere der beratende Arzt Dr. med. G.________ eine Verursachung durch einen Zeckenbiss nicht mangels Schwellung des rechten Knies im Sommer 2019, was, wie der Beschwerdeführer geltend macht, der Antibiotikagabe zu verdanken gewesen sei. Dr. med. G.________ erwog vielmehr, dass anlässlich der Konsultation des Hausarztes im Sommer 2018 wegen Beschwerden am linken Knie keine Schwellung bestanden habe, was aber für die Diagnose einer Borrelien-Arthritis unerlässlich gewesen wäre. Ein Jahr später hingegen sei das rechte Knie gemäss Hausarzt geschwollen gewesen. Indessen fehle es, so der beratende Arzt, an einer aussagekräftigen umfassenden Dokumentation der klinischen Befunde und des Verlaufs sowohl durch den Hausarzt am 28. Juni 2019 als auch insbesondere anlässlich der Konsultation im Spital C.________ am 12. Juli 2019. Da die erforderlichen Untersuchungen auch nicht nachgeholt werden könnten, seien, so Dr. med. G.________, von einer Begutachtung keine neuen Erkenntnisse zu erwarten. Inwiefern die Vorinstanz Bundesrecht verletzt haben sollte, indem sie auf die versicherungsinternen Einschätzungen der Dres. med. F.________ und G.________ abstellte, ist nicht erkennbar. Dies gilt insbesondere insoweit, als eine positive Serologie praxisgemäss lediglich einen (wann auch immer erfolgten, hier indessen jedenfalls nicht erinnerlichen) Kontakt mit dem Borreliose-Erreger durch einen Zeckenbiss belegt, für den Nachweis der Verursachung der geklagten Beschwerden durch eine Borrelien-Infektion aber nicht genügt (SVR 2008 UV Nr. 3 S. 11, U155/06 E. 4.3; Urteile 8C_831/2016 vom 7. März 2017 E. 2.2; 8C_924/2011 vom 7. März 2012 E. 3). Gleiches muss für den blossen Befund einer Schwellung des Knies gelten. Es wird beschwerdeweise nicht bestritten, dass Dr. med. E.________ erstmals im März 2020 konsultiert wurde und die Kniebeschwerden zu jenem Zeitpunkt bereits abgeheilt waren. Auch insoweit fehlt es also an der erforderlichen echtzeitlichen umfassenden Erhebung klinischer Befunde, die eine zuverlässige Beurteilung der Ätiologie der Beschwerden und insbesondere den Schluss auf eine Verursachung durch einen Zeckenbiss zuliessen. Dass die Vorinstanz insgesamt keine auch nur geringen Zweifel auszumachen vermochte, die gegen die versicherungsinternen Beurteilungen gesprochen hätten, und gestützt darauf eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin aus Unfall verneinte, ist nicht zu beanstanden.