Citation: 4A_284/2018 E. 3.2.2

3.2.2. Der Beschwerdegrund von Art. 190 Abs. 2 lit. c IPRG ist nicht bereits erfüllt, wenn das Schiedsgericht in seinem Schiedsentscheid vom Wortlaut des Antrags abweicht oder ein Rechtsbegehren unter Berücksichtigung der entsprechenden Rechtsschrift auslegt (vgl. Urteil 4A_440/2010 vom 7. Januar 2011 E. 3.2.1). Wie der Beschwerdeführer selber ausführt, war eine der wesentlichen Fragen im Schiedsverfahren, in welchem der beiden parallel abgehaltenen Versammlungen vom 17. Juli 2015 in Canton/Ohio eine wirksame Wahl zum IFAF-Präsidenten erfolgte; mit anderen Worten, ob F.________ gewählt oder ob der Beschwerdeführer in seinem Amt bestätigt wurde. Entgegen der in der Beschwerde vertretenen Ansicht zielte die im Antrag (ii) erwähnte Wahl von F.________ als Interimspräsident nicht lediglich darauf ab, die beiden Versammlungen voneinander zu unterscheiden. Anstatt allgemein festzustellen, dass es sich beim Kongress vom 17. Juli 2015, an dem F.________ als Interimspräsident gewählt wurde, um den einzigen rechtmässigen IFAF-Kongress an diesem Tag handelte (mit der Folge, dass die entsprechenden Beschlüsse gültig zustandekamen), stellte das Schiedsgericht lediglich fest, dass F.________ am besagten Tag zum Interimspräsidenten gewählt wurde. Unter Berücksichtigung des Zusammenhangs des Rechtsstreits hielt sich das Schiedsgericht an den Gegenstand und den Umfang des klägerischen Begehrens, indem es sein Schiedsurteil enger fasste. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers ist das Schiedsgericht nicht über den gestellten Antrag hinausgegangen. Die Rüge, es habe ultra petitaentschieden, ist unbegründet.