Citation: I 200/03 26.07.2004 E. 6

6.1 Ändert sich der Grad der Invalidität eines Rentenbezügers in einer für den Anspruch erheblichen Weise, so ist gemäss Art. 41 IVG die Rente für die Zukunft entsprechend zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Art. 41 IVG ist die gesetzliche Grundlage für die Anpassung des nach Art. 28 f. IVG entstandenen und formell rechtskräftigen festgesetzten Rentenanspruches an seither eingetretene anspruchserhebliche geänderte tatsächliche Verhältnisse. 6.2 Der von der Beschwerdegegnerin geltend gemachte Wechsel von der Teilzeit- zur Vollzeiterwerbsfähigkeit per August 2000 ist eine Tatsachenänderung, die eine Neuprüfung des Rentenanspruchs rechtfertigt. Im Jahre 2000 konnte die Versicherte in ihrer Anstellung als Heimarbeiterin der Firma Z.________ ein Einkommen von Fr. 11'405.- und als Angestellte der Gemeindeverwaltung X.________ ein solches von Fr. 2152.-, total ausmachend Fr. 13'557.-, realisieren (Invalidenlohn). Beim Validenlohn ist weiterhin vom Verdienst einer Hotelfachassistentin auszugehen. Die Vorinstanz ging hier für 1996 von Fr. 39'650.- aus. Bei der für die Beschwerdegegnerin schlechtesten Annahme, dass sie nach dem ersten Arbeitsjahr keine Lohnanpassung erhalten und sich ihr Lohn ab 1997 gemäss dem Nominallohnindex der Frauen entwickelt hätte (Schweizerische Lohnstrukturerhebung [LSE] 2000, Tabelle T1.2.93 Abschnitt G, H für Handel, Reparatur; Gastgewerbe), ergäbe dies für das Jahr 2000 einen Validenlohn von Fr. 40'721.-. Selbst wenn im Invalidenlohn des Jahres 2000 der Lohn als Raumpflegerin mit berücksichtigt wird, obwohl diese Arbeit der Beschwerdegegnerin unbestritten nicht zuzumuten war, ergibt dies einen Invaliditätsgrad von 66.7% (aufgerundet 67%, BGE 130 V 121 Erw. 3), was einem Anspruch auf eine ganze Rente entspricht.