Citation: 6B_707/2022 E. 2.2

2.2. Der Beschwerdeführer machte für das erstinstanzliche Verfahren gegen den Beschuldigten B.________ einen Aufwand von 275 Stunden à Fr. 200.-- sowie Auslagen von Fr. 1'679.90 und Mehrwertsteuer, total Fr. 61'044.25, geltend. Die Vorinstanz (1. Strafkammer des Obergerichts) erwägt, es sei nicht von der Hand zu weisen, dass das Verfahren angesichts der langen Dauer, des grossen Aktenumfangs und der verfahrensrechtlichen Aspekte komplex und anspruchsvoll erscheine. Die eingereichte Kostennote erweise sich jedoch als deutlich überhöht. Einerseits sei auf die bereits im Kontext mit den in der vor Obergericht eingereichten Kostennote angesprochenen Synergien mit dem abgetrennten Verfahren sowie demjenigen gegen einen weiteren Beschuldigten (C.________) zu verweisen. Der Beschwerdeführer habe auch diesen Beschuldigten (als Wahlverteidiger) vertreten und es hätten sich dieselben Fragen aus dem Bereich des Sportförderungsgesetzes und des Heilmittelgesetzes gestellt wie im Verfahren gegen B.________. Andererseits sei der Beschwerdeführer erst im März 2018 als amtlicher Verteidiger von B.________ eingesetzt worden, d.h. fast vier Jahre nach Eröffnung des Strafverfahrens und drei Jahre nach der Verhaftung des Beschuldigten, mithin zu einem Zeitpunkt, als das Untersuchungsverfahren bereits zu einem grossen Teil abgeschlossen gewesen sei. Bereits unter diesen Gesichtspunkten wäre die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Entschädigung erheblich zu kürzen.