Citation: 5A_1023/2015 E. 3.2.1

3.2.1. Wird das Pfandrecht an den Miet- und Pachtzinsen durch Einrede bestritten, so hat der Betreibungsgläubiger innert 10 Tagen nach Aufforderung durch das Betreibungsamt die Klage auf Feststellung des Pfandrechts an den Miet- und Pachtzinsen anzuheben (Art. 93 Abs. 2 VZG). Die Einrede gemäss Art. 92 Abs. 2 VZG hat der Gläubiger - zur Prosequierung der Zinsensperre - nicht im Rechtsöffnungsverfahren, sondern durch Klage zu beseitigen, woran die SchKG-Revision von 1994/1997 trotz Kritik nichts geändert hat (BGE 126 III 481 E. 1b S. 484; BERNHEIM/KÄNZIG, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 2. Aufl. 2010, N. 13 zu Art. 153a). Die Vorschrift von Art. 153a SchKG wurde eingeführt, um die bisher in Art. 93 VZG enthaltenen Grundsätze über den Rechtsvorschlag in das SchKG zu übernehmen (Urteil 5A_606/2013 vom 21. März 2014 E. 3.2.2, Pra 2014 Nr. 60 S. 454, mit Hinweisen).