Citation: 2C_489/2023 E. 7.2.6

7.2.6. Der Beschwerdeführer beanstandet weiter die Berücksichtigung der Einstellungsverfügung vom 9. April 2018. Diese stamme nicht von einem unabhängigen und objektiv urteilenden Gericht, sondern von der Staatsanwaltschaft. Es sei willkürlich, wenn ihm eine Einstellungsverfügung, die nach Gesetz einem Freispruch gleichkomme und die er nicht habe anfechten können, im versicherungsrechtlichen Verfahren zum Nachteil gereiche. Die Vorinstanz stützte sich, wie vom kantonalen Gebäudeversicherungsgesetz vorgesehen, auf die amtlichen Untersuchungsakten (Art. 37 Abs. 2 GVG/BE), wozu auch die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft gehört. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers leitete die Vorinstanz die Brandlegung durch den Beschwerdeführer nicht einzig aus der Einschätzung der Staatsanwaltschaft ab, sondern würdigte die gesamten Untersuchungsakten (vgl. E. 7.2.2 hiervor). Dass die Vorinstanz den von der Staatsanwaltschaft gehegten dringenden Verdacht mitberücksichtigte, erscheint nicht als willkürlich, sondern drängte sich im Gegenteil auf. Der Grund für die Einstellung des Strafverfahrens waren nicht fehlende Indizien zur Ursache des Brandes, sondern die fehlende Verwirklichung des objektiven Straftatbestands. Folgerichtig erwog die Vorinstanz, dass der Beschwerdeführer aus der Einstellung des Verfahrens für das gebäudeversicherungsrechtliche Verfahren nichts zu seinen Gunsten ableiten kann. Soweit er die fehlende Anfechtungsmöglichkeit der Einstellungsverfügung beanstandet, geht die Rüge an der Sache vorbei. Er konnte sich vor den Vorinstanzen zum Inhalt und zur Tragweite der Einstellungsverfügung äussern.