Citation: 5A_133/2019 E. 3.3.1

3.3.1. Der Beschwerdeführer wirft dem Obergericht eine Verletzung von Art. 202 SchKG (Erlös aus fremden Sachen durch Verkauf des Schuldners vor Konkurseröffnung) vor. Unter Berufung auf Art. 202 SchKG kann sich ein Dritter mit Aussonderungsklage gemäss Art. 242 SchKG gegen die konkursrechtliche Verwertung des Vermögenswertes wehren (u.a. VOCK/MEISTER-MÜLLER, a.a.O., S. 264). Die Regelung von Art. 202 SchKG stellt einen konkursrechtlichen Aussonderungsgrund dar und besteht darin, dass der Schuldner eine fremde Sache verkauft hat, aber zum Zeitpunkt der Konkurseröffnung den Kaufpreis noch nicht erhalten hat; in diesem Fall darf der bisher Berechtigte die Abtretung der Kaufpreisforderung oder die Herausgabe des von der Konkursverwaltung eingezogenen Kaufpreises verlangen, sofern er dem Schuldner seine Aufwendungen vergütet (KREN KOSTKIEWICZ, in: Kurzkommentar SchKG, 2. Aufl. 2014, N. 1 zu Art. 202). Der Beschwerdeführer verweist auf BGE 70 III 83 ff., wonach Art. 202 SchKG auf eine vom Gemeinschuldner zedierte Forderung anwendbar ist, die vom Drittschuldner ohne Kenntnis der Abtretung an den Gemeinschuldner bezahlt worden ist (vgl. ROMY, in: Commentaire romand, Poursuite et faillite, 2005, N. 4 zu Art. 202) : So wie die Konkursmasse eine ihr aus dem Verkauf (Sache) des Schuldners zugehende Zahlung herausgeben müsse, so müsse sie auch eine ihr vom Drittschuldner aus Unkenntnis der vom Gemeinschuldner vorgenommenen Zession (Forderung) geleisteten Zahlung herausgeben (BGE 70 III 81 S. 84). Bei Art. 202 SchKG - gleich wie bei seiner Anwendung auf die Zession - geht es darum, dass an die Stelle der auszusondernden Sache im Ergebnis der volle Ersatzwert treten soll (vgl. RUSSENBERGER, a.a.O., N. 25 zu Art. 242). Der Beschwerdeführer übergeht, dass - wie dargelegt - der Verkauf einer aus der Konkursmasse auszusondernden Sache nicht vorliegt, weshalb die Vorbringen des Beschwerdeführers nicht weiterführen.