Citation: 1C_47/2024 E. 4.3.3

4.3.3. Gemäss Art. 320 Ziff. 1 Abs. 1 StGB macht sich der Verletzung des Amtsgeheimnisses schuldig, wer ein Geheimnis offenbart, das ihm in seiner Eigenschaft als Mitglied einer Behörde oder als Beamter anvertraut worden ist oder das er in seiner amtlichen oder dienstlichen Stellung wahrgenommen hat. Geheimnisse sind Tatsachen, die nur einem begrenzten Personenkreis bekannt sind, die der Geheimnisherr geheim halten will und an deren Geheimhaltung er ein berechtigtes Interesse hat (BGE 127 IV 122 E. 1 mit Hinweis; Urteil 6B_825/2019 vom 6. Mai 2021 E. 5.2.1). Welches Geheimnis die Beschwerdegegnerin 2 offenbart haben und worin das berechtigte Interesse an dessen Geheimhaltung bestehen soll, bleibt unklar und geht auch aus den Ausführungen der Beschwerdeführenden nicht hervor. Sie schreiben einzig von "empfindlichen Informationen", welche die Beschwerdegegnerin 2 weitergeleitet haben soll, und von der "Weitergabe der Geheimnisse über den Beschwerdeführer 1". Hinsichtlich der auch in diesem Zusammenhang geltend gemachten unrichtigen Feststellung des Sachverhalts (Art. 97 Abs. 1 BGG) und der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) kann wiederum auf obige Erwägung 2.2 verwiesen werden.