Citation: 1C_46/2018 E. 1

A.________ erstattete am 22. Juni 2017 Strafanzeige gegen Mitarbeitende des kinder- und jugendpsychiatrischen Dienstes, Regionalstelle U.________, sowie gegen eine Amtsbeiständin wegen Amtsmissbrauchs, übler Nachrede sowie Verleumdung. Hintergrund der Anzeige ist eine Sorgerechtsstreitigkeit zwischen dem Anzeiger und seiner ehemaligen Lebenspartnerin über den gemeinsamen Sohn, welcher sich in der Obhut der Kindsmutter befindet. Der Anzeiger möchte vor allem die gemeinsame elterliche Sorge sowie eine regelmässige Ausübung seines Besuchsrechts. Er wirft dabei den Angezeigten vor, sie hätten nur die Kindsmutter angehört, seinen Sohn negativ beeinflusst, ihm eine ordentliche Akteneinsicht verweigert sowie ihn zu Unrecht als "sehr angespannt, aggressiv, sehr bedrohlich und schwer führbar" bezeichnet und sich damit des Amtsmissbrauchs, der üblen Nachrede und der Verleumdung strafbar gemacht. Die Anklagekammer des Kantons St. Gallen erteilte mit Entscheid vom 15. November 2017 keine Ermächtigung zur Eröffnung von Strafverfahren. Zur Begründung führte die Anklagekammer zusammenfassend aus, es lägen keine hinreichend konkreten Anhaltspunkte vor, dass sich die Angezeigten in irgendeiner Weise strafbar verhalten haben könnten. Es sei nicht Aufgabe der Anklagekammer, irgendwelche Behördentätigkeiten auf ihre Rechtmässigkeit hin zu überprüfen. Dafür stünden dem Anzeiger die entsprechenden Rechtsbehelfe und Rechtsmittel zur Verfügung.