Citation: 8C_63/2014 E. 5.2

5.2. Im vorinstanzlichen Entscheid wurde erwogen, seit der Revision des aargauischen Anwaltstarifs (Inkraftsetzung am 1. Januar 2011 bzw. 1. Juli 2011) werde gemäss Beschluss des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau ab dem 1. Juli 2011 frei gewählten wie auch unentgeltlichen Rechtsvertretern in versicherungsgerichtlichen Verfahren eine Pauschale ausgerichtet. Damit sei die Grundentschädigung vor dem Versicherungsgericht nicht mehr als Stundentarif ausgestaltet, sondern bestimme sich nach dem mutmasslichen Aufwand, der Bedeutung und der Schwierigkeit des Falles gemäss Art. 61 lit. g ATSG. Die pauschale Grundentschädigung betrage, falls das Verfahren vollständig durchgeführt werde, laut § 8a Abs. 3 in Verbindung mit § 3 Abs. 1 lit. b AnwT/AG Fr. 1'210.- bis Fr. 14'740.-. Um dem Ermessensmissbrauchs- oder Willkürverbot (Art. 9 BV) Rechnung zu tragen, werde mit unterschiedlich hohen Grundpauschalen im Ergebnis der objektiv erforderliche Vertretungsaufwand berücksichtigt. Praxisgemäss sei im durchschnittlichen Beschwerdeverfahren in IV-Rentenfällen die Grundentschädigung innerhalb des genannten Rahmens auf Fr. 2'500.- festzulegen (vgl. Schreiben des Versicherungsgerichts an den Aargauischen Anwaltsverband vom 23. Mai 2011). Mit dieser Pauschale seien Aktenstudium, Instruktionen, rechtliche Abklärungen, Korrespondenz und Telefonate sowie eine Rechtsschrift und die Teilnahme an einer behördlichen Verhandlung abgegolten. Hinzuzurechnen seien sodann im Sinne einer Pauschalisierung 3 % für die Spesen sowie 8 % für die zu entrichtende Mehrwertsteuer. Bei überdurchschnittlichen Aufwendungen oder im Falle eines geringen Aufwands kämen ausserordentliche Zu- oder Abschläge von bis zu 50 % gemäss § 7 Abs. 1 AnwT/AG zur Anwendung. Weiter werde für zusätzlich notwendige Rechtsschriften ein Zuschlag von 5-30 % auf die Grundentschädigung gewährt (§ 6 Abs. 3 AnwT/AG).