Citation: 8C_196/2013 E. 3.4

3.4. Der Versicherte übte seit 1998 eine selbstständige Erwerbstätigkeit aus, weshalb keine kurze Dauer derselben im Sinne der genannten Rechtsprechung vorliegt. Auch bestehen keinerlei Anzeichen oder Anhaltspunkte dafür, dass er ohne die gesundheitliche Beeinträchtigung seine Selbstständigkeit zugunsten einer besser entlöhnten Tätigkeit aufgegeben hätte. Auf weitere mögliche Gründe, warum eine versicherte Person nicht ein höheres Einkommen verabgabt hat, ist nicht näher einzugehen. Denn tiefe IK-Einkommen von selbstständig Erwerbenden können auch verschiedenste andere Ursachen haben, etwa weil sämtliche legalen Möglichkeiten zur Steueroptimierung ausgeschöpft wurden oder der Betriebsinhaber tatsächlich nicht sämtliche Einkünfte und geldwerten Leistungen deklariert haben sollte (Urteile 8C_626/2011 vom 29. März 2012 E. 4.5, I 297/02 vom 28. April 2003 E. 3.2.4 und I 305/02 vom 29. Januar 2003 E. 2.2.1). Dem Widerspruch zwischen den Angaben des Versicherten, welcher durch Naturalbezüge und Gewinne mehr verdient haben will, und den im IK-Auszug ausgewiesenen Einkommen ist daher nicht weiter nachzugehen. Da die entsprechenden Voraussetzungen hier nicht erfüllt sind, ist beim Einkommensvergleich aufseiten des Valideneinkommens nicht ein statistischer Durchschnittslohn anstelle des im IK-Auszug ausgewiesenen Einkommens heranzuziehen. Das Valideneinkommen beträgt demnach Fr. 43'200.-. Angesichts des von der Vorinstanz errechneten Invalideneinkommens von Fr. 48'922.- erübrigen sich Weiterungen zum leidensbedingten Abzug und zur Parallelisierung der Einkommen, da so oder anders kein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultieren kann.