Citation: 5A_243/2015 E. 2

Anlass zur Beschwerde gibt die definitive Bewilligung der Nachlassstundung bis am 16. Januar 2015, welche zwischenzeitlich verlängert worden ist. Gemäss Art. 294 Abs. 1 SchKG in der revidierten Fassung vom 21. Juni 2013 (in Kraft seit 1. Januar 2014) bewilligt das Nachlassgericht die Stundung definitiv für weitere vier bis sechs Monate, wenn sich während der provisorischen Stundung ergibt, dass Aussicht auf Sanierung oder Bestätigung eines Nachlassvertrages besteht. Das Obergericht hat erwogen, als Grundlage für die richterliche Gewährung der Nachlassstundung genüge das Vorhandensein einer positiven Prognose für das Zustandekommen eines Nachlassvertrags, welche die Sachwalterin darzulegen habe. Auf den Bericht der Sachwalterin dürfe der Nachlassrichter grundsätzlich abstellen, zumal die Sachwalterin Sachverständige sei. Die E.________ AG habe vorliegend am 11. Juli 2014 ihren ergänzten Bericht eingereicht und empfohlen, die definitive Nachlassstundung für sechs Monate zu gewähren, weil die bisher getroffenen Vorkehren und eingeleiteten Sanierungsmassnahmen die Aussichten auf eine nachhaltige Sanierung verbessert hätten. Der Vertreter der Sachwalterin habe anlässlich der Fortsetzungsverhandlung ausgeführt, dass er sich bei den wichtigsten Gläubigern erkundigt habe, worauf diese ihm die Zustimmung zur geschätzten Dividende von 15 % signalisiert hätten. Sodann habe er bestätigt, dass die F.________ SA (Muttergesellschaft der Beschwerdegegnerin) einen Vorschlag zur Finanzierung der Dividende gemacht habe. Daraus könne geschlossen werden, dass zumindest eine mündliche Finanzierungszusage vorgelegen habe. Schliesslich habe die Sachwalterin für das 2. Semester 2014 kaum mehr neue Verluste prognostiziert. Insgesamt sei der Sachwalterbericht nachvollziehbar, weshalb er seine Funktion als Fundament für die richterliche Prognose uneingeschränkt wahrnehmen könne. Da der Vorinstanz im Zusammenhang mit der Würdigung der Arbeit der Sachwalterin (Bericht und Aussagen) weder eine offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts noch eine falsche Rechtsanwendung vorzuwerfen sei, sei der Entscheid des Regionalgerichts zu bestätigen.