Citation: 5D_100/2020 E. 3

Soweit der Beschwerdeführer davon ausgeht, sein Zeitaufwand für die Rechtsvertretung von 605 Minuten werde vom Obergericht umfangmässig nicht in Frage gestellt, versucht er, in appellatorischer und damit unzureichender Weise, dem Obergericht ein Zugeständnis zuzuschieben und damit dem bundesgerichtlichen Urteil einen anderen als den obergerichtlich festgestellten Sachverhalt zugrunde zu legen. Das Obergericht hat erwogen, dass die für die geltend gemachten 605 Minuten verlangte Entschädigung über dem obersten Betrag des in § 7 AnwGebV vorgesehenen Grundgebührenrahmens liege und das Mass dessen übersteige, was für einen durchschnittlichen Fall üblicherweise als Entschädigung zugesprochen werde. Vorliegend sei der dem Verfahren zugrunde liegende Sachverhalt überschaubar gewesen. Die bei fürsorgerischen Unterbringungen übliche Hauptverhandlung habe nicht stattgefunden, sondern lediglich eine 30-minütige Anhörung, für welche auch kein Plädoyer habe vorbereitet werden müssen. Im Übrigen weise der Beschwerdeführer auf Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dem jugendlichen Alter des Mandanten hin (Aufwand, um eine Vollmacht erhältlich zu machen) und es sei auch zu bedenken, dass die Vertretung eines Jugendlichen im Bereich der fürsorgerischen Unterbringung kein alltäglicher Fall sei. Insbesondere seien angesichts des Alters des Mandanten die Abklärungen mit der Leitung des Vereins B.________ sowie die persönliche Durchführung des Gespräches in der Klinik gerechtfertigt gewesen. Insgesamt aber werde dem im vorliegenden Fall gebotenen Aufwand hinreichend Rechnung getragen, indem die Entschädigung im obersten Viertel des ordentlichen Tarifrahmens festgesetzt worden sei. Mithin ist das Obergericht davon ausgegangen, dass der gebührende Aufwand weniger als 10 Stunden betrug, wobei es den zu berücksichtigenden Umfang nicht präzise festgelegt hat mit der Begründung, eine Pauschalisierung des Honorars sei bei Anwendbarkeit eines Tarifrahmens möglich und entlaste die Gerichte davon, sich mit der Aufstellung des erbrachten Zeitaufwandes im Einzelnen auseinandersetzen zu müssen. Dies wird nicht mit hinreichenden Sachverhaltsrügen angefochten. Insbesondere bleibt die eigene Auflistung der erfolgten Tätigkeiten bzw. das Vorbringen, das Obergericht habe nicht alle konkret erbrachten anwaltlichen Leistungen erwähnt, appellatorisch. Als Folge stösst die auf einem angeblich anerkannten Zeitaufwand von 605 Minuten bauende Willkürrüge in Bezug auf die Honorarhöhe ins Leere.