Citation: I 749/03 26.05.2004 E. 2

2.1 Streitig und zu beurteilen ist vorliegend in erster Linie, ob Verwaltung und Vorinstanz zu Recht von einer zumutbaren Arbeitsfähigkeit an einem leichten, angepassten Arbeitsplatz von mindestens 80% eines Vollpensums ausgegangen sind. Beide stützen sich dabei auf das Gutachten von Dr. med. W.________ vom 16. Januar 2003, währenddem die Gutachter der MEDAS ihren Ausführungen eine zumutbare Arbeitsfähigkeit von 50% zugrunde legten. Die Parteien sind sich insbesondere darüber uneinig, ob das kantonale Gericht die medizinischen Gutachten in beweisrechtlicher Hinsicht richtig gewürdigt und zu Recht auf dasjenige von Dr. med. W.________ vom 16. Januar 2003 abgestellt hat. 2.2 Die beiden Gutachten (Dr. med. B.________, Spezialarzt FMH für Psychiatrie, MEDAS-Teilgutachten vom 13. August 2002 und Dr. med. W.________, Chefarzt des Instituts X.________, vom 16. Januar 2003) unterscheiden sich einzig in der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit. In Bezug auf die Diagnose sind sich die Ärzte einig. 2.3 Das kantonale Gericht hat eingehend dargelegt, warum es aufgrund der medizinischen Akten zur Erkenntnis gelangt ist, dass der Beschwerdeführer in einer angepassten leichten Arbeitsstelle höchstens 20% in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist. Dem ist zu folgen. Dies insbesondere auch aufgrund der Tatsache, dass der Beschwerdeführer nach der krankheitsbedingten Entlassung aus seinem langjährigen Arbeitsverhältnis mit der Firma S.________ AG während einer Sommer-Saison (vom 1. Juni bis 31. Oktober 2000) im Hotel A.________ als Hausmeister tätig war. Während der beschränkten Dauer von fünf Monaten arbeitete der Beschwerdeführer dort während den betriebsüblichen 42 Stunden pro Woche. Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass er wegen psychischer Beschwerden die dort geforderten Aufgaben nicht hätte verrichten können. Im Gegenteil wird im MEDAS-Teilgutachten von Dr. med. J.________, Spezialarzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation, vom 30. August 2002 beschrieben, dass er diese Arbeit mit wenig gesundheitlichen Beschwerden habe ausüben können und sie ihm gut gefallen habe. Aus den Anamnesen in den medizinischen Gutachten ergibt sich, dass die psychischen Beschwerden damals schon bestanden haben. Sie zeigten sich zuerst anlässlich eines Besuches des Beschwerdeführers im Kosovo im Jahre 1999. Er musste dort erfahren, dass sein Lebensplan, im Alter zurückzukehren und in der Heimat in einem eigenen Haus zu leben, gescheitert war, nachdem dieses in den Kriegswirren zerstört wurde. Im Zeitpunkt der Begutachtung durch die MEDAS, im August 2002, war er zudem ganztags in einem Beschäftigungsprogramm der Arbeitslosenversicherung engagiert. Aufgrund der Akten bestand auch bei dieser Tätigkeit keine zeitliche Einschränkung. Zusammenfassend ist davon auszugehen, dass es dem Beschwerdeführer möglich und zumutbar ist, in einer leichten, rückenschonenden Arbeit ein Pensum von mindestens 80% zu verrichten, wobei einsichtig ist, dass die Limitierung in einem verlangsamten Arbeitstempo und vermehrten Pausen besteht.