Citation: 8C_557/2020 E. A

Der 1956 geborene A.________ war als Fleisch- und Fischmaschinenbediener der B.________ AG obligatorisch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 10. Februar 2015 rutschte er gemäss Schadenmeldung vom 5. März 2015 auf einer Treppe aus und fiel auf seinen linken Ellbogen. Nach den Angaben seines am 25. Februar 2015 aufgesuchten Hausarztes zog er sich dabei eine Ellbogenprellung und Schmerzen an der linken Schulter zu. Ein Arthro-MRI der linken Schulter vom 16. März 2015 ergab eine 1,5 x 1 cm messende durchgehende Ruptur des dorsalen Drittels der ansatznahen Supraspinatussehne und eine chronische Tendinopathie der Infraspinatussehne mit beginnender humeralseitiger Partialruptur. Eine chronische Tendinopathie der langen Bizepssehne bzw. eine moderate interstitielle/ongitudinale Partialruptur wurde zudem festgestellt sowie eine leichte Synovitis des Rotatorenintervalls bei ansonsten regelrechtem Kernspintomogramm und einer altersentsprechend moderaten Arthrose des AC-Gelenks. A.________ erhielt physiotherapeutische Massnahmen verordnet bei voller Arbeitsfähigkeit (vgl. Beurteilung der Kreisärztin med. pract. C.________, Fachärztin für Chirurgie, vom 24. November 2017). Am 21. Februar 2017 meldete die Arbeitgeberin einen Rückfall, nachdem ein neues Arthro-MRI der linken Schulter vom 6. Februar 2017 gegenüber März 2015 u.a. eine progrediente Läsion der Supraspinatussehne mit nun Ausdehnung der komplett durchgehenden Ruptur von der dorsalen bis zur ventralen Portion und leicht akzentuierter muskulotendinöser Retraktion um maximal ca. 1,4 cm ergeben hatte; begleitet von einer initialen myxoiden Degeneration/fettigen Atrophie des Supraspinatusmuskels. Die Diagnose eines chronischen Impingement bei Supraspinatussehnenläsion führte zur operativen Versorgung der linken Schulter am 7. April 2017. Insbesondere gestützt auf die Beurteilungen der Kreisärztin med. pract. C.________ vom 15. Juni und 24./27. November 2017 schloss die Suva den Fall auf den 1. Februar 2017 unter Einstellung der bisherigen Leistungen ab. Mangels Unfallkausalität der mit Rückfallmeldung geltend gemachten linksseitigen Schulterbeschwerden verneinte sie einen weiteren Leistungsanspruch des Versicherten (Verfügung vom 3. Mai 2018). Nach Einholung einer chirurgischen Beurteilung des med. pract. D.________, Facharzt für Chirurgie, Suva Versicherungsmedizin, vom 3. Mai 2019 hielt die Suva mit Einspracheentscheid vom 29. August 2019 daran fest.