Citation: I 568/03 27.01.2004 E. 3

3.1 Der Gutachter untersuchte die Versicherte am 26. November 2002 und diagnostizierte einen Status nach Operation einer Diskushernie L5/S1 rechts mit Restbeschwerden im Sinne einer chronisch-rezidivierenden Lumbalgie, einen Zustand nach arthroskopischer Teilmeniskektomie rechts, eine morbide Adipositas, arterielle Hypertonie und ein anamnestisch nicht ossifizierendes Fibrom an der distalen Tibia rechts. Unter Berücksichtigung sämtlicher medizinischer Unterlagen gelangte er zur Auffassung, die Beschwerdeführerin leide "unter glaubhaften, nach längerer Belastung auftretenden lumbalen Rückenschmerzen, zum Teil in Form von chronischen Lumbalgien/Lumboischialgien nach rechts". Die Versicherte weise eine ausgezeichnete Funktion der Lendenwirbelsäule auf. Die Kontroll-Aufnahme der Lendenwirbelsäule vom 25. September 2002 sei bis auf eine leichte Osteochondrose L4/L5 und L5/S1 eigentlich unauffällig. Mit einem Body-Mass-Index von 34,9 leide die Beschwerdeführerin an einem beträchtlichen Übergewicht, was negative Folgen für den Bewegungsapparat habe. Sie gedenke, möglicherweise in der nächsten Zeit eine Gewichtsreduktion anzustreben. Dr. med. A.________ riet ihr, sich körperlich fit zu halten, damit es möglichst wenig zu rezidivierenden Lumbalgieschüben komme. Er hielt es für zumutbar, dass die Beschwerdeführerin - trotz gesundheitlicher Beeinträchtigungen - in ihrem Beruf, welcher körperlich wenig belastend, in wechselnder Stellung und insbesondere nicht ausschliesslich sitzend zu verrichten sei, eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 70 % verwerten könne, auch wenn von Zeit zu Zeit bei einem akuten Schub vermehrter Rückenschmerzen vorübergehend mit einer höheren Arbeitsunfähigkeit zu rechnen sei. 3.2 Demgegenüber wendet die Beschwerdeführerin ein, sie könne seit 14. August 2002 in ihrer angestammten Tätigkeit als Liegenschaftsverwalterin nur noch eine Arbeitsfähigkeit von höchstens 60 % verwerten. Sie habe ihre entsprechende Belastungsgrenze Dr. med. A.________ mitgeteilt. Trotzdem sei der Gutachter von einer Arbeitsfähigkeit von 70 % ausgegangen. Nach einem Rückfall mit akuter Zunahme der Beschwerden im September 2001 habe ihr Dr. med. B.________ eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % vom 3. September bis 7. Oktober 2001, von 50 % vom 8. Oktober bis 2. Dezember 2001 und von 30 % ab 3. Dezember 2001 bescheinigt. Bei einem Sturz mit Kontusion der Lendenwirbelsäule und des Beckens vom 20. Dezember 2001 sei es zu einer Zunahme der Beschwerden gekommen. Gemäss Bericht des Hausarztes vom 22. Oktober 2002 habe sich der Gesundheitszustand seither verschlechtert. Auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Dr. med. A.________ sei nicht abzustellen, weil diese mangels einer Begründung nicht nachvollziehbar sei. Um die Abweichung der subjektiv erlebten Arbeitsunfähigkeit von der objektiv festgestellten Arbeitsunfähigkeit begründen zu können, hätte der Gutachter sich mit der beruflichen Tätigkeit der Beschwerdeführerin auseinandersetzen und erklären müssen, weshalb die Versicherte wöchentlich vier Stunden mehr arbeiten könne.