Citation: 1A.27/2006 18.08.2006 E. 3.3.2

3.3.2. Im "Status-Report" der PCGG vom 10. Juni 2005 wird die Auffassung vertreten, dass die Beschwerdeführer als Strohmänner für B.________ fungiert hätten; sie hätten zum Zeitpunkt der Konteneröffnung über kein nennenswertes eigenes Einkommen verfügt bzw. seien noch minderjährig gewesen. Unter diesen Umständen könnten die Vermögenswerte im Einziehungsverfahren gegen B.________ ( Civil Case No. 0013) eingezogen werden. Diese Rechtsauffassung, die auch der Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 30. August 2005 zugrunde liegt, kann nicht als offensichtlich unrichtig betrachtet werden: Auch nach schweizerischem Recht kann eine Einziehung von Vermögenswerten bei Dritten erfolgen. Dies gilt selbst dann, wenn diese die Vermögenswerte gutgläubig, in Unkenntnis der Einziehungsgründe, erworben haben, sofern sie keine gleichwertige Gegenleistung erbracht haben (vgl. Art. 59 Ziff. 1 Abs. 2 StGB).