Citation: 4A_546/2023 E. 5.7.2

5.7.2. Die Vorinstanz erwog, bei ihren Rügen gehe die Beschwerdeführerin wiederum fälschlicherweise davon aus, der Beschwerdegegner habe keine Nebentätigkeiten ausüben dürfen. Da Nebentätigkeiten aber erlaubt gewesen seien, habe die Erstinstanz zu Recht festgehalten, der Beschwerdegegner habe sich die Einkünfte aus selbstständiger Erwerbstätigkeit nicht vollständig, sondern nur im Umfang eines allfälligen Mehrverdienstes anrechnen lassen müssen; wobei dieser Verdienst nur durch einen Vergleich sämtlicher Einkünfte vor und nach dem 30. April 2020 ermittelt werden könne. Zu den Nebentätigkeiten vor dem 30. April 2020 habe die Erstinstanz indessen keine Beweise abnehmen müssen, weshalb sie auch auf die Abnahme der von der Beschwerdeführerin offerierten Beweise für die Zeit nach dem 30. April 2020 habe verzichten dürfen. Dies gelte umso mehr, als die Beweisofferten der Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit der Entschädigung nur diesen zweiten Zeitraum betroffen hätten, und das Gericht nicht gehalten sei, zur Klärung einer Frage Beweismittel abzunehmen, die nicht in diesem Zusammenhang angeboten worden seien (Urteil 4A_448/2020 vom 4. November 2020 E. 4.1.3 mit Hinweisen).