Citation: 6B_127/2022 E. B

Auf Berufung von A.________ stellte das Obergericht des Kantons Aargau am 10. Dezember 2021 die Verletzung des Beschleunigungsgebots fest. Im Übrigen bestätigte es das bezirksgerichtliche Urteil in allen Punkten, wobei es zusätzlich noch die Einziehung zweier beschlagnahmter Gegenstände (Druckluftpistole und Pistolenmagazin mit Patronen einer Faustfeuerwaffe) anordnete. B.a. Das Obergericht erachtet betreffend die Schuldsprüche des gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls, der mehrfachen Sachbeschädigung, des mehrfachen Hausfriedensbruchs und des mehrfachen Fahrens trotz Entzugs des Führerausweises zusammengefasst folgenden Sachverhalt als erstellt: A.________ beging zwischen dem 26. November 2017 und dem 29. Januar 2018 zusammen mit B.________ und C.________ eine Serie von 50 Einbruchdiebstählen. A.________ wählte jeweils die Lokalitäten aus und chauffierte seine zwei Komplizen in seinem Fahrzeug zu den entsprechenden Adressen. Er wartete im Fahrzeug, während die Komplizen die Liegenschaften aufbrachen und die Gebäude betraten und durchsuchten. Das entwendete Deliktsgut transportierte A.________ anschliessend zusammen mit seinen Komplizen in seinem Fahrzeug ab. Die Beute wurde unter den Beteiligten gleichmässig aufgeteilt und, sofern es sich um Gegenstände handelte, zu einem Bruchteil des ursprünglichen Werts an eine unbekannte Drittperson verkauft. Dadurch erhielt jeder der drei Beteiligten mehrere tausend Franken an Bargeld. A.________ finanzierte mit dem Deliktsgut seinen laufenden Lebensunterhalt. Er verübte diese Chauffeurdienste auch, nachdem ihm am 5. Januar 2018 der Führerausweis entzogen worden war. B.b. Hinsichtlich des Schuldspruchs der Widerhandlung gegen das Ausländer- und Integrationsgesetz geht das Obergericht von folgendem Sachverhalt aus: A.________ stellte B.________ und C.________, die eigens zur Verübung von Einbruchdiebstählen in die Schweiz eingereist waren, im Zeitraum Anfang November bis Mitte Dezember 2017 seine Wohnung an der U.________strasse xxx in V.________ für wenige Tage bis mehrere Wochen zur Verfügung und erhielt von ihnen dafür eine geringe Entschädigung. Er wusste dabei um den illegalen Aufenthalt und den illegalen Zweck der Einreise von B.________ und C.________. B.c. Betreffend den Schuldspruch der Widerhandlung gegen das Waffengesetz hält das Obergericht folgenden Sachverhalt für erwiesen: A.________ bewahrte am 1. Februar 2018 eine Druckluftpistole Walther CP99 und 9mm Munition für eine Faustfeuerwaffe bei sich zuhause auf. Über die dafür erforderliche Bewilligung verfügte er nicht. B.d. Dem Schuldspruch des mehrfachen Betrugs legt das Obergericht schliesslich folgenden Sachverhalt zugrunde: A.________ bot zwischen dem 19. und 31. Juli 2018 auf den Internetplattformen anibis.ch und tutti.ch ein iPhone 6, ein iPhone 7 und eine Drohne für jeweils wenige hundert Franken zum Verkauf an. Mit den interessierten Käufern kommunizierte er in der Folge via E-Mail und bekräftigte dabei seine Verkaufsabsicht. Er liess sich anschliessend den Verkaufspreis für die entsprechenden Geräte mehrfach, d.h. von verschiedenen Personen, überweisen. Die Ware lieferte er jedoch nicht.