Citation: 7B_645/2023 E. 3.4

3.4. Die Vorinstanz erwägt im Weiteren, dass sich als "flankierende Massnahme" zur Abwendung von Haft die Frage einer allfälligen Kaution nur dann stelle, wenn einzig der Haftgrund der Fluchtgefahr vorliege. Wie erwähnt bejaht sie in der Folge die Haftgründe der Kollusions- und Wiederholungsgefahr ebenso. Unbesehen davon, dass die Vorinstanz die Frage der vom Beschwerdeführer anbegehrten Kaution offenliess, ist nicht erkennbar, dass eine solche die Haftentlassung des Beschwerdeführers erlauben würde: Wie der Beschwerdeführer selber einräumt, ist er finanziell nicht in der Lage, die beantragte Kaution in der Höhe von Fr. 20'000.-- zu erbringen, weshalb seine Mutter angeboten habe, diese zu leisten. Indes legte und legt er deren Vermögensverhältnisse überhaupt nicht dar, womit sich die Wirksamkeit einer angeblich von seiner Mutter zu erbringenden Sicherheitsleistung a priori kaum beurteilen lässt. Hinzu kommt, dass gemäss dem staatsanwaltschaftlichen Antrag auf Abweisung des Haftentlassungsgesuchs vom 24. August 2023 das Verhältnis zwischen dem Beschwerdeführer und seiner Mutter äusserst konfliktbehaftet ist, was zu mehreren Jugendstrafverfahren geführt haben soll, welche grösstenteils zufolge Rückzugs des Strafantrags eingestellt worden seien. Aufgrund der massiven und auch handgreiflichen Konflikte sei ein auf Dauer gerichteter gemeinsamer Wohnsitz offenbar nie möglich gewesen. Auch im strafgerichtlichen Beschluss vom 14. Juni 2023 ist die Rede davon, dass weder die Mutter noch der Stiefvater des Beschwerdeführers in der Lage schienen, stützend oder stärkend auf den Beschwerdeführer einzuwirken. Unter diesen Umständen scheint zweifelhaft, dass der Beschwerdeführer durch die fragliche Kaution (in der genannten Höhe) genügend an einer Flucht gehindert würde. Damit fällt eine Haftentlassung unter Anordnung von Ersatzmassnahmen ausser Betracht. Insoweit stösst auch die beschwerdeführerische Rüge der Verletzung des Beschleunigungsgebots ins Leere.