Citation: 6S.487/2001 26.11.2001 E. A

A.- a) Der mehrfach vorbestrafte A.________ wurde am 2. September 1994 von der Strafanstalt Pöschwies nach Zürich in die Pension K.________ versetzt, einem Wohnhaus für den Vollzug der Halbfreiheit. Als Bezugsperson war ihm B.________, der stellvertretende Leiter der Pension, zugeteilt. A.________ hasste B.________, weil er ihn unter anderem als aggressiv und "befehlend" empfand. Zu ernsthaften Auseinandersetzungen zwischen den beiden kam es jedoch nicht. Am 18. November 1996 zog A.________ an die F.________strasse in ein Wohnprojekt um. b) Am Sonntag, 12. Januar 1997, suchte der ebenfalls mehrfach vorbestrafte X.________, der gerade erst am 9. Januar 1997 eine mehrjährige Zuchthausstrafe verbüsst hatte, in Zürich das Restaurant G.________ auf. Nach kurzer Zeit setzte er sich zu A.________, den er von einem gemeinsamen Aufenthalt in der Strafanstalt Pöschwies zwar nicht namentlich, aber vom Sehen her kannte. Die beiden kamen auf Vorschlag von A.________ überein, sich durch einen Raub Geld zu beschaffen. Zu diesem Zweck wollten sie die Pension K.________ und dort B.________ überfallen, um den Inhalt eines Tresors zu erbeuten. A.________ erwähnte mehrmals, dass er B.________ "wie die Pest" hasse, es diesem nun zurückzahlen wolle und ihn töten ("wegblasen") werde, falls er Schwierigkeiten mache ("querschiesse"). Nachdem die beiden gegessen hatten, fuhren sie mit einem Taxi an die F.________strasse. A.________ behändigte in seinem Zimmer eine Pump Action, während X.________ im Taxi auf ihn wartete. Anschliessend fuhren sie ins Bistro Restaurant H.________, wo A.________ X.________ die in einem Waffenkoffer mitgeführte Pump Action zeigte. Danach liessen sie sich in einem Taxi in die Nähe der Pension K.________ fahren. Von dort aus gingen sie zu Fuss. X.________ trug den Waffenkoffer, bis A.________ in unmittelbarer Nähe der Pension die Waffe aus dem Koffer nahm und mit Patronen, die über eine "enorme Durchschlagskraft" verfügten, bestückte. Er verstaute weitere Patronen in seiner Jackentasche, nachdem diese Munition von X.________ dem Waffenkoffer entnommen und A.________ übergeben worden war. Um ca. 20.00 Uhr betraten sie die Pension K.________. Nachdem A.________ seine Waffe in der Küche deponiert hatte, suchten sie den Esssaal auf. Sie wurden vom Insassen C.________ und von B.________ begrüsst, worauf dieser sofort wieder in sein Büro ging. Nachdem sich C.________ auf die Aufforderung von A.________ hin entfernt hatte, behändigte dieser die Waffe und begab sich zusammen mit X.________ in das im ersten Stock gelegene Büro. Er richtete die Waffe auf B.________ und forderte ihn auf, den Tresor zu öffnen. B.________ kam dieser Aufforderung nach. X.________ entnahm dem Tresor das darin befindliche Bargeld im Gesamtwert von ca. Fr. 7'000.-- und legte es in eine im Tresor vorgefundene Kassette. Danach gelang es B.________, aus dem Büro und die Treppe hinunter bis zur Haustüre zu flüchten. X.________ setzte A.________ über den Fluchtversuch von B.________ in Kenntnis, worauf die beiden hinter dem Flüchtenden her eilten. A.________ zwang B.________ unter erneuter Androhung von Waffengewalt, sich wieder in den ersten Stock zu begeben. Dort hielt sich nun überdies der inzwischen zufällig aufgetauchte D.________ auf. Unter dem Eindruck der auf sie gerichteten Waffe begaben sich B.________ und D.________ in das neben dem Büro gelegene Pikettzimmer. X.________ holte in der Küche eine Schnurrolle, fesselte D.________ und B.________ an den Händen und wies sie an, sich auf ein Bett zu legen, wo er sie mit einer aus einem Wandschrank genommenen Steppdecke zudeckte. X.________ schlug A.________ vor, ein Fenster zu öffnen, damit die beiden Gefesselten um Hilfe schreien könnten, nachdem er und A.________ geflüchtet seien. A.________ ging darauf nicht ein, sondern fragte X.________, "so, jetzt mache mer's chalt, gäll?". Unmittelbar darauf gab A.________ aus kurzer Distanz drei Schüsse ab, den ersten auf B.________, den zweiten auf D.________ und den dritten wiederum auf B.________. Während D.________ der Schussverletzung erlag, überlebte B.________ schwer verletzt. Nachdem X.________ am Tatort die Patronenhülsen und Schnurreste aufgelesen hatte, flüchteten A.________ und X.________ mit dem erbeuteten Geld durch ein Fenster im Erdgeschoss der Pension K.________. X.________ warf in der Nähe der Pension die Schnurrolle in ein Gebüsch und bei seinem Wohnort an der I.________strasse die Kassette in einen Abfallcontainer. Die beiden begaben sich in das Zimmer von X.________, wo sie die Beute untereinander aufteilten. Danach versteckte X.________ den Waffenkoffer samt Waffe und Munition beim Hintereingang des Hauses an der I.________strasse, und die beiden begaben sich - allerdings nicht gemeinsam, sondern getrennt - in das Restaurant G.________. X.________ bat später den ebenfalls an der I.________strasse logierenden E.________, die Beute und den Koffer mit der Waffe zu verstecken. Nach einem kurzen Aufenthalt in Graubünden wurde X.________ am 15. Januar 1997, um ca. 17.00 Uhr, an der I.________strasse durch die Polizei festgenommen.