Citation: 5A_426/2022 E. 5.4

5.4. Im konkreten Fall stellt der Beschwerdeführer vor Bundesgericht nicht mehr in Abrede, dass der Nichteintretensentscheid vom 11. Juni 2021 von den drei erwähnten Richterinnen (s. Sachverhalt Bst. B.a) als Kollegialentscheid gefällt wurde, noch bestreitet er, dass C.________, Präsidentin III des Kantonsgerichts Nidwalden, den besagten Entscheid unterschrieben hat. Seine Rüge, dass der Entscheid vom 11. Juni 2021 fehlerhaft eröffnet worden und damit nichtig sei, beruht allein auf der Überlegung, dass C.________ den Entscheid nicht in ihrer Funktion als vorsitzendes Mitglied des Kollegialgerichts, sondern (lediglich) als Einzelrichterin unterzeichnet habe. In der Folge habe C.________ mit ihrer Unterschrift die formelle Richtigkeit der Ausfertigung und deren Übereinstimmung mit dem vom Kollegialgericht gefassten Entscheid nicht bescheinigen können. Welche Bewandtnis es damit hat, kann ebenso offenbleiben wie die Frage, ob die auch vom Obergericht festgestellte Unstimmigkeit im erstinstanzlichen Nichteintretensentscheid tatsächlich auf einen Irrtum oder auf ein redaktionelles Versehen zurückzuführen ist: Eine Verletzung kantonaler Vorschriften, auf die er sich schon vor dem Obergericht erfolglos berufen hätte, macht der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit den Modalitäten der Unterzeichnung des Gerichtsentscheids nicht geltend. Ebenso wenig nennt er in diesem Zusammenhang verfassungsmässige Verfahrensgrundsätze oder -bestimmungen, denen die Art und Weise, wie der Entscheid vom 11. Juni 2021 unterzeichnet wurde, zuwider liefe und deren Verletzung er schon im Berufungsverfahren gerügt hätte. Soweit der Beschwerdeführer meint, "derartige Eröffnungsfehler" könnten nur im Rechtsmittelverfahren korrigiert werden, verkennt er, dass das Gericht blosse Redaktionsfehler, darunter auch solche betreffend die Angabe der mitwirkenden Gerichtspersonen, oder auch die mangelnde oder fehlerhafte Unterzeichnung eines Entscheids von Amtes wegen berichtigen kann (Art. 334 ZPO; BGE 143 III 520 E. 6.1; Urteil 5A_6/2016 vom 15. September 2016 E. 4.3, nicht publ. in: BGE 142 III 695; DIETER FREIBURGHAUS/SUSANNE AFHELDT, in: Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2016, N 7 zu Art. 334 ZPO). Vor allem aber behauptet der Beschwerdeführer an keiner Stelle seines von Abfälligkeiten gegenüber der Nidwaldner Justiz durchsetzten Schriftsatzes, dass er durch den angeblichen Eröffnungsmangel auf irgendeine Weise benachteiligt oder irregeführt wurde. Solcherlei ist auch nicht ersichtlich. Entgegen dem, was der Beschwerdeführer anzunehmen scheint, kann das Beharren auf einer formell fehlerfreien Entscheideröffnung kein Selbstzweck sein, sondern steht im oben beschriebenen Sinn unter dem Vorbehalt von Treu und Glauben. Zu Recht kommt das Obergericht zum Schluss, dass kein zur Nichtigkeit führender Eröffnungsmangel vorliege.