Citation: 8C_28/2014 E. 5.2

5.2. Solange indessen zwischen der Meldepflichtverletzung und dem unrechtmässigen Leistungsbezug ein kausaler Zusammenhang bestehen bleibt, ist die IV-Stelle gestützt auf Art. 88bis Abs. 2 lit. b IVV zur rückwirkenden Renteneinstellung berechtigt (vgl. BGE 119 V 431 E. 4a S. 434; 118 V 214 E. 3 S. 221; SVR 1995 IV Nr. 58 S. 167 E. 5c [Urteil I 151/94 vom 3. April 1995]). Es ist mit anderen Worten zu fragen, ob anzunehmen ist, dass eine die unselbstständige Erwerbstätigkeit und das dabei erzielte Einkommen umschliessende Meldung des Versicherten vom 6. Januar 2010 an der Weiterausrichtung der Rente etwas geändert hätte (vgl. SVR a.a.O.). Davon ist auszugehen, da die dabei erzielten Einkünfte von über Fr. 10'000.- im Durchschnitt der Monate ab August 2009 den gemeldeten Gewinn aus selbstständiger Erwerbstätigkeit von Fr. 23'928.78 im Jahr (bzw. auf einen durchschnittlichen Monatsverdienst umgerechnet von etwas weniger als Fr. 2'000.-) um ein Vielfaches überstieg und dergestalt ein Ausmass erreicht ist, das mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine umgehende Rentensistierung nach sich gezogen hätte, zumal darin insgesamt auch ein gewichtiges Indizien für eine nachhaltige und nicht nur vorübergehende Verbesserung der gesundheitlichen Situation zu erblicken gewesen wäre.