Citation: 2C_183/2018 E. 4.3

4.3. Weiter erwog die Vorinstanz, im Rahmen eines Mäklervertrages könne gemäss den gesetzlichen Bestimmungen - auf welche der vorliegende Vertrag verweise - der Makler bei Nichtzustandekommen des Geschäfts nur Ersatz für seine Aufwendungen verlangen, soweit ihm dies im Vertrag zugesichert sei (Art. 413 Abs. 3 OR; vgl. auch BGE 144 III 43 E. 3.1.1 S. 46 f. mit Hinweisen). Eine allfällige Lückenfüllung hätte im Sinne dieser klaren Gesetzesbestimmungen zu erfolgen, sodass es auf den hypothetischen Parteiwillen zur Lückenfüllung nicht ankommen könne. Der Beschwerdeführer erachtet diese Bestimmungen als nicht anwendbar, da es sich vorliegend angesichts der (teilweisen) Aufwandvergütung um eine Mischform zwischen Auftrag und Mäklervertrag handle. Zunächst ist dem zu entgegnen, dass im Vertrag selbst ausdrücklich auf die vom Beschwerdeführer nun als nicht anwendbar bezeichneten Art. 412 ff. OR verwiesen und der Vertrag als Maklervertrag bezeichnet wird. Ausserdem schliesst der Umstand, dass typischerweise der Mäklerlohn nur verdient ist, wenn der Vertrag mit dem nachgewiesenen Partner oder durch Vermittlung des Mäklers zustande kommt, nicht aus, dass Aufwendungsersatz (Art. 413 Abs. 3 OR) oder ein Honorar auch für den Fall des Nichtzustandekommens des Vertrags zugesichert werden kann (BGE 144 III 43 E. 3.1.1 S. 46 f. mit Hinweis). Die behauptete Aufwandvergütung lässt mithin nicht den Schluss zu, es handle sich nicht um einen Mäklervertrag bzw. die gesetzlichen Bestimmungen zu diesem seien auf den Vertrag nicht anwendbar. Vorliegend war der Beschwerdeführer gemäss Vertrag nicht weisungsgebunden, die vereinbarte Tätigkeit ging nicht über die Vermittlung der Gelegenheit zum Vertragsabschluss hinaus, und die Entschädigung war von konkret definierten Erfolgsfällen (erfolgreiche Vermittlung mit oder ohne Vertragsabschluss, späterer Vertragsabschluss mit einer früheren Verhandlungspartei nach erfolgloser Vermittlung) abhängig. Es ist folglich nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz den Vertrag als Mäklervertrag qualifizierte (zur Unterscheidung zwischen Auftrag und Mäklervertrag vgl. BGE 144 III 43 E. 3.1.2 S. 47, E. 3.4.3 S. 50 f.).