Citation: 4A_538/2017 E. 6.3

6.3. Auch diese Erwägungen der Vorinstanz sind nicht zu beanstanden: Die Beschwerdeführerin unterlag mit ihrem Begehren vor der Erstinstanz vollständig, weshalb ihr nach dem Ausgang des Verfahrens nach Art. 106 Abs. 1 ZPO die Gerichtskosten auferlegt und der Beschwerdegegnerin eine Parteientschädigung zugesprochen wurde. Inwiefern die Prozesskosten nach den Bestimmungen von Art. 107 f. ZPO hätten verteilt werden sollen, legt die Beschwerdeführerin weder hinreichend dar, noch ist dies ersichtlich. Eine Verletzung von Art. 107 f. ZPO liegt nicht vor. Ob die Beschwerdeführerin den Mehraufwand wegen "ungewöhnlicher Prozessführung" zu vertreten hat, braucht hier nicht beurteilt zu werden, wurden die Kosten doch nicht als "unnötige Prozesskosten" nach Art. 108 ZPO der Beschwerdeführerin auferlegt. Zu beurteilen ist vielmehr, ob die Vorinstanz die Höhe der Parteientschädigung der Beschwerdegegnerin bundesrechtswidrig bestimmte, wobei das Bundesgericht in diesen Ermessensentscheid der Vorinstanz nur mit Rückhaltung eingreift (vgl. BGE 139 III 334 E. 3.2.5 S. 339; Urteil 4A_220/2016 vom 27. Juli 2016 E. 3.2). Diesbezüglich bringt die Beschwerdeführerin einzig vor, dass sie gestützt auf Art. 229 Abs. 2 ZPO neue Tatsachen und Beweismittel zu Beginn der Hauptverhandlung vor der Erstinstanz unbeschränkt vorbringen könne. Dies ist zwar zutreffend, da weder ein zweiter Schriftenwechsel noch eine Instruktionsverhandlung stattgefunden hat (vgl. BGE 143 III 297 E. 6.6; Urteil 4A_338/2017 vom 24. November 2017 E. 2.1, zur Publ. vorgesehen). Damit legt sie aber nicht dar, inwiefern die Vorinstanz ihr Ermessen bezüglich der Höhe der Parteientschädigung unrichtig angewandt hätte. Denn inwiefern die vom Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin eingereichte Kostennote unangemessen gewesen wäre, wird damit nicht aufgezeigt.