Citation: 5A_758/2020 E. 2.3.3

2.3.3. Als Trägerin des Persönlichkeitsrechts, dessen Verletzung sie behauptet (Art. 28 Abs. 1 ZGB), ist die Beschwerdegegnerin zu den Klagen aus Persönlichkeitsschutz somit aktivlegitimiert. Vorausgesetzt ist dabei eine sie persönlich und direkt treffende Verletzung. Bloss mittelbare Verletzungen oder deren indirekte Folgen begründen keine Aktivlegitimation (BGE 95 II 532 E. 3; Urteile 5A_641/2011 vom 23. Februar 2012 E. 5.1; 5A_773/2018 vom 30. April 2019 E. 5). Wie die Beschwerdeführer selber einräumen (Rz. 58), wird die Beschwerdegegnerin in einzelnen der eingeklagten Berichte namentlich genannt (z.B. Klagebegehren-Ziff. 1.26 Bst. i, 1.47 u.v.a.m.). Sie ist damit persönlich und direkt betroffen. Entgegen der Annahme der Beschwerdeführer ist im Rahmen der Aktivlegitimation die Tatsache der Verletzung nicht zu prüfen. Es genügt vielmehr die Rechtsträgerschaft und die Behauptung der Verletzung von Persönlichkeitsrechten. Die Aktivlegitimation steht dem möglich Verletzten zu (Urteil 5C.188/1997 vom 23. Juni 1998 E. 2 mit Hinweis auf PEDRAZZINI/OBERHOLZER, Grundriss des Personenrechts, 4. Aufl. 1993, S. 153). Wird die Aktivlegitimation der Beschwerdegegnerin bejaht, so heisst das bloss, dass der eingeklagte Anspruch von ihr erhoben werden kann, ob auch die weiteren materiellen Voraussetzungen für einen Zuspruch der Klage erfüllt seien, der Anspruch überhaupt und in dem von der Klägerin behaupteten Umfang bestehe und noch klagbar sei, ist damit noch nicht entschieden (BGE 114 II 345 E. 3a; 125 III 82 E. 1a). Ebenfalls Gegenstand der Sachprüfung wird sein, ob der Umstand allein, dass die Beschwerdegegnerin in den eingeklagten Berichten nur am Rande erwähnt wird, eine Persönlichkeitsverletzung ausschliesst (vgl. BGE 146 IV 231 E. 2.6.1).