Citation: 1C_117/2010 01.06.2010 E. 2

Der Beschwerdeführer führt einen Landwirtschaftsbetrieb im Weiler Rischele. Der Betrieb liegt zwischen Thalheim und der Staffelegg. Der ganze Hang zwischen Dorf und Pass liegt in der Landwirtschaftszone, welche, abgesehen von den bestehenden landwirtschaftlichen Siedlungen, von einer Landschaftsschutzzone überlagert wird. Er wird zudem vom Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN-Objekt Nr. 1017 "Aargauer und östlicher Solothurner Faltenjura") erfasst. Mit der neuen Nutzungsplanung wurde dem Beschwerdeführer die Möglichkeit zugestanden, den bestehenden Hof in der Rischele um rund 2,5 Hektaren zu erweitern; ausgeschlossen ist jedoch eine Aussiedlung ins einige hundert Meter hangaufwärts gelegene, unüberbaute Gebiet Chessel, welches im Rahmen der Güterregulierung in den 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts als Siedlungsareal für die Aussiedlung bestimmt wurde. Keiner weiteren Ausführungen bedarf, dass es wichtigen raumplanungsrechtlichen Anliegen entspricht, die Landschaft zu schonen und die Siedlungen zu begrenzen. Es erweist sich somit gerade in einem besonders schützenswerten und geschützten Gebiet als zwingend, neue Bauten nach Möglichkeit an bestehende Siedlungen anzubinden und unüberbaute Flächen freizuhalten. Das in der angefochtenen Nutzungsplanung gewählte Vorgehen, dem Beschwerdeführer eine allfällige Aussiedlungsmöglichkeit in der Nähe des bisherigen Betriebs einzuräumen und das unüberbaute Gebiet Chessel freizuhalten, ist offenkundig sachgerecht und verletzt kein Bundesrecht. Es kann auf die zutreffenden Ausführungen der regierungsrätlichen Botschaft vom 15. August 2007 (S. 7 f.) und des Verwaltungsgerichts im angefochtenen Entscheid verwiesen werden. Ebenfalls nichts zu seinen Gunsten ableiten kann der Beschwerdeführer aus dem Umstand, dass das Gebiet Chessel im 1978 abgeschlossenen Güterregulierungsverfahren als Standort für eine Aussiedlung vorgesehen war, da sich seither die Sach- und Rechtslage - z.B. durch das Inkafttreten des Raumplanungsgesetzes am 22. Juni 1979 - derart grundlegend verändert hat, dass die der damaligen Güterzusammenlegung zugrunde liegenden planerischen Vorstellungen heute überholt sind. Auch dazu kann auf die zutreffenden Ausführungen des Verwaltungsgerichts (E. 5 S. 12 f.) verwiesen werden.