Citation: 9C_83/2019 E. 4.1.1

4.1.1. Das kantonale Gericht stellte fest, gemäss echtzeitlichen Arztberichten habe eine relevante - 20 % übersteigende - Einschränkung der Arbeitsfähigkeit frühestens ab 4. April 2014 bestanden. Zuvor habe der Versicherte wiederholt krankheitsbedingte Abwesenheiten im Umfang von ca. 16 % (2013) bzw. 10 % (Januar und Februar 2014) der entsprechenden Arbeitstage gehabt. Aktenkundig habe er sich sodann im Zeitraum von März 2012 bis Januar 2014 diverse Male bei der Pensionskasse nach seinen Ansprüchen im Falle einer Pensumsreduktion und/oder einer vorzeitigen Pensionierung erkundigt. Die erfolgte Reduktion habe er mit dem Wunsch nach Wahrung seiner Freizeit trotz des Arbeitsortwechsels von Glarus nach Chur begründet. Das Verwaltungsgericht erwog, anhand der Akten sei damit eine relevante funktionelle Einschränkung von mindestens 20 % vor der Pensumsreduktion nicht ausgewiesen. Auf die erst nachträglich, am 26. Januar und 24. April 2017, erstellten Berichte des Hausarztes, wonach der Versicherte im Frühjahr 2014 sein Pensum auf ärztlichen Rat hin aus medizinischen Gründen reduziert habe, könne nicht abgestellt werden. Überwiegend wahrscheinlich sei zuerst per 1. März 2014 die Reduktion des Pensums erfolgt, und erst danach die Arbeitsunfähigkeit eingetreten. Für die Berechnung des Rentenanspruchs sei folglich der versicherte Verdienst von Fr. 62'400.- entsprechend einem Arbeitspensum von 80 % ab 1. März 2014 massgeblich. Da sie den Sachverhalt anhand der Akten für hinreichend erstellt erachtete, verzichtete die Vorinstanz in antizipierter Beweiswürdigung auf die vom Versicherten beantragte Einholung eines Gerichtsgutachtens, die Edition der IV-Akten sowie auf Partei- und Zeugenbefragungen.