Citation: 6F_5/2018 E. 1.2.2

1.2.2. Die Gesuchstellerin verkennt, dass das Bundesgericht auf ihre damalige Beschwerde mangels hinreichender Begründung der Legitimation nicht eingetreten ist. Es hat erwogen, die Beschwerdeführerin habe weder die vorinstanzliche Feststellung bestritten, wonach sie, abgesehen von der Eingabe an die Staatsanwaltschaft vom 5. Oktober 2015, "sich (nur) als Strafklägerin am Strafverfahren gegen die Beschuldigte zu beteiligen", keine weiteren prozessualen oder materiellen Ansprüche erhoben habe, noch habe sie im bundesgerichtlichen Verfahren behauptet, dass sie sich als Zivilklägerin konstituiert habe oder adhäsionsweise zivilrechtliche Ansprüche geltend machen wolle. Auch zu den Legitimationsvoraussetzungen von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG habe sie sich nicht geäussert (vgl. Erwägung 2.4 des Urteils 6B_785/2017 vom 3. Januar 2018). Insoweit ist, entgegen der Auffassung der Gesuchstellerin, kein Versehen des Bundesgerichts ersichtlich, zumal sie auch in ihrer vorliegenden Eingabe nicht behauptet, dass sie im Verfahren 6B_785/2017 Zivilforderungen geltend gemacht und begründet hätte. Wenn sie dies nun nachholt, ist ihr Bemühen verspätet. Hingegen ist es revisionsrechtlich ohne Belang, ob die damalige Rechtsauffassung des Bundesgerichts hinsichtlich der Geltendmachung von Zivilforderungen der Gesuchstellerin im Strafverfahren inhaltlich zutrifft. Dies stellt keinen Revisionsgrund dar (oben E. 1.1). Der Hinweis auf das Schreiben an die Staatsanwaltschaft vom 6. Februar 2017, worin die Gesuchstellerin Schadenersatz- und Genugtuungsforderungen von Fr. 500'000.-- gegenüber der Beanzeigten geltend machte, geht daher an der Sache vorbei. Gleiches gilt für ihr Vorbringen, wonach sie in Verfügungen der Staatsanwaltschaft mit "Straf- und Zivilklägerin" betitelt worden sei. Auch die Frage, ob das Bundesgericht bei der Prüfung der Beschwerdelegitimation zu streng war und in überspitzten Formalismus verfiel, beschlägt keine revisionsrechtliche Tatsache, sondern ist Rechtsfrage. Vor dem Hintergrund, dass die Gesuchstellerin offenbar jegliche Begründung zur Legitimation und Geltendmachung von Zivilansprüchen unterlassen hat, kann von überspitztem Formalismus im Übrigen keine Rede sein.