Citation: 2C_358/2021 E. 3.2.2

3.2.2. Soweit hier interessierend, erwog die Vorinstanz, dass das Zivilgericht nach der am 22. November 2014 erfolgten Scheidung des Beschwerdeführers von seiner dritten Gattin das gemeinsame Sorgerecht ausgesprochen habe. Der Beschwerdeführer habe sich lange Zeit nicht an die damals vereinbarten Besuchszeiten gehalten und das Besuchsrecht nur unzuverlässig wahrgenommen; zudem sei er abgemachten Terminen unentschuldigt ferngeblieben und habe diesbezüglich eine bedenkliche Unverbindlichkeit an den Tag gelegt. Das Besuchsrecht werde nun jedoch - soweit ersichtlich - kontinuierlich und mehr oder weniger reibungslos ausgeübt. Zeitweilig habe der Beschwerdeführer im Haus gelebt, in dem auch die beiden Töchter und die Ex-Ehefrau lebten, so dass die gepflegten Beziehungen während dieser Phase über das übliche Besuchsrecht hinausgegangen seien. Auch nach dem Wegzug im Februar 2020 solle er sich regelmässig jedes zweite Wochenende von Freitag 18.00 Uhr bis Sonntag 18.00 Uhr um die Kinder gekümmert und auch sonst in stetem Kontakt zu ihnen gestanden haben. Entsprechend sei inzwischen von einer engen affektiven Beziehung auszugehen. Anders verhalte es sich mit dem Erfordernis der engen wirtschaftlichen Beziehung. So sei der Beschwerdeführer seiner Verpflichtung zur Leistung von Alimenten von Anfang an nicht nachgekommen. Dadurch hätten die Sozialdienste der Gemeinde G.________ über Jahre hinweg ein Alimenteninkasso von Fr. 460.-- entrichten müssen. Den finanziellen Verpflichtungen gegenüber den Töchtern sei der Beschwerdeführer selbst nach der letztmaligen Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, die eine entsprechende Bedingung enthalten habe, nicht nachgekommen. Dem Umstand, dass der Beschwerdeführer seit Herbst 2020 dreimal Unterhaltsbeiträge von Fr. 400.-- geleistet habe, komme vor diesem Hintergrund - und auch im Lichte der allgemein prekären finanziellen Verhältnisse des Beschwerdeführers (vgl. E. 7.6 des angefochtenen Entscheids) - kein entscheidendes Gewicht zu. Vielmehr bestärke dieses Handeln die Einschätzung, dass der Beschwerdeführer - wie in anderen Bereichen - nur in Drucksituationen bereit sei, eingegangenen Verpflichtungen Folge zu leisten. Mithin bestehe keine enge wirtschaftliche Beziehung des Beschwerdeführers zu seinen Kindern aus dritter Ehe (vgl. zum Ganzen E. 8.6 des angefochtenen Entscheids). Weiter ergäben sich auch keine Anhaltspunkte dafür, dass die Anwesenheit des Beschwerdeführers unter dem Blickwinkel des Kindeswohls geboten wäre. Der Kontakt des Beschwerdeführers zu seinen Töchtern B.________ und C.________ könne durch gegenseitige Kurzbesuche und Ferienaufenthalte sowie mittels moderner Kommunikationsmittel aufrechterhalten werden. Nur schon aufgrund der früheren regelmässigen Reisen (auch der beiden Töchter) nach Marokko werde es dem Beschwerdeführer keine Probleme bereiten, den familiären Kontakt von dort aus weiterzupflegen. Insofern sei ein gewisses Mass an Familienleben gewährleistet (vgl. E. 8.7 des angefochtenen Entscheids).