Citation: 4A_241/2021 E. 3.4.2

3.4.2. Selbst wenn der Überwachungsbedarf an sich durch die eingereichten Beweismittel hinreichend erstellt sein sollte oder mit Blick auf die Ausführungen des Beschwerdegegners gar nicht umstritten, zeigen die Ausführungen der Beschwerdeführer, dass die Fragen, wie die Überwachung zu erfolgen hatte und zu entschädigen war, sehr wohl umstritten waren. Die Beschwerdeführer selbst thematisieren den vom Beschwerdegegner vorgeschlagenen Beizug technischer Hilfsmittel (Babyphone), gestützt auf den er den geltend gemachten Anspruch bestritt. Zwar trifft zu, dass er die Beschwerdeführer grundsätzlich bei einem Stundenansatz von Fr. 30.-- für den Betreuungs- und Pflegeaufwand behaftet. Soweit sie daraus aber abzuleiten suchen, dieser Betrag müsse bei Nachweis eines 24-stündigen Überwachungsbedarfs für die Betreuung rund um die Uhr als anerkannt gelten, kann ihnen nicht gefolgt werden. Der Beschwerdegegner hat ihren Anspruch mit Blick auf den Einsatz technischer Hilfsmittel bestritten. Da er für die blosse Überwachung den Anspruch überhaupt bestreitet, können die Beschwerdeführer aus der Behaftung auf Fr. 30.--, die im Zusammenhang mit dem im Erstprozess angegebenen Betreuungsbedarf von fünf Stunden steht und sich offensichtlich nicht auf die Zeit der blossen Überwachung bezieht, nichts zu Ihren Gunsten ableiten, selbst wenn die Annahme, technische Überwachungsmöglichkeiten schlössen Ersatzansprüche für den Überwachungsbedarf aus, sich als unzutreffend erweisen sollte.