Citation: 8C_394/2022 E. 5.2.2

5.2.2. In diesen Urteilen hat das Bundesgericht nicht in grundsätzlicher Art zur Frage Stellung genommen, wie viele Kriterien in welcher Ausprägung mindestens erfüllt seien müssen, um die Unfalladäquanz der gesundheitlichen Beschwerden der versicherten Person zu bejahen. Indessen hat das Bundesgericht in zahlreichen anderen Urteilen mit konstanter Rechtsprechung entschieden, dass bei einem mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen die Unfalladäquanz der gesundheitlichen Beschwerden nur bejaht werden kann, wenn mindestens vier der sieben Adäquanzkriterien erfüllt sind oder eines besonders ausgeprägt gegeben ist (vgl. nebst vielen: SVR 2020 UV Nr. 1 S. 1, 8C_117/2019 E. 7.1, 2019 UV Nr. 11 S. 41, 8C_525/2017 E. 8.4, 2017 UV Nr. 9 S. 31, 8C_616/2016 E. 6.1, 2018 UV Nr. 29 S. 100, 8C_860/2015 E. 4.2, 2010 UV Nr. 25 S. 100, 8C_897/2009 E. 4.5; Urteile 8C_620/2021 vom 14. Januar 2022 E. 4.8, 8C_582/2021 vom 11. Januar 2022 E. 11.3, 8C_833/2016 vom 14. Juni 2017 E. 6.1, 8C_691/2013 vom 19. März 2014 E. 8, 8C_344/2013 vom 10. Oktober 2013 E. 5, 8C_465/2011 vom 7. September 2011 E, 8.1, 8C_487/2009 vom 7. Dezember 2009 E. 4.3, 8C_9/2008 vom 17. September 2008 E. 6.1.5). Ein einzelfallweises Abweichen von dieser erforderlichen Kriterienanzahl für die Adäquanzbejahung ist gemäss dieser bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht vorgesehen. Gründe für eine Praxisänderung (hierzu vgl. BGE 145 V 304 E. 4.4) zeigt der Beschwerdeführer nicht substanziiert auf und sind auch nicht ersichtlich. Die Vorinstanz hat sich an diese Rechtsprechung gehalten, weshalb ihr Urteil diesbezüglich nicht bundesrechtswidrig ist.