Citation: 1P.44/2007 08.11.2007 E. 1

Am 1. Januar 2007 ist das Bundesgesetz vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG) in Kraft getreten. Da die beiden angefochtenen Beschlüsse aus dem Jahr 2006 stammen, richtet sich das Verfahren in Anwendung von Art. 132 Abs. 1 BGG noch nach dem Bundesgesetz vom 16. Dezember 1943 über die Organisation der Bundesrechtspflege (OG). 1.1 Die beiden staatsrechtlichen Beschwerden stehen in einem engen sachlichen Zusammenhang. Es rechtfertigt sich daher, die Verfahren zu vereinigen und die Eingaben in einem Urteil zu behandeln (vgl. sinngemäss Art. 40 OG in Verbindung mit Art. 24 BZP). 1.2 Die angefochtenen Beschlüsse können mit keinem kantonalen Rechtsmittel angefochten werden. Sie stellen kantonal letztinstanzliche Entscheide gemäss Art. 86 Abs. 1 OG dar und unterliegen direkt der staatsrechtlichen Beschwerde (vgl. § 16 Abs. 1 Satz 2 des aargauischen Gesetzes vom 22. Dezember 1992 über das Kantons- und Gemeindebürgerrecht [KBüG; SAR 121.100]; nicht publizierte E. 1.1 von BGE 131 I 18; nicht publizierte E. 1 von BGE 132 I 196). 1.3 Nach ständiger Rechtsprechung setzt die staatsrechtliche Beschwerde ein aktuelles praktisches Interesse voraus (BGE 128 I 136 E. 1.3 S. 139 mit Hinweisen). Fällt das Rechtsschutzinteresse im Verlaufe des Verfahrens dahin, wird die Sache als erledigt erklärt (vgl. Art. 40 OG in Verbindung mit Art. 72 BZP). Nachdem die Gemeindeversammlung das Gesuch um Zusicherung des Gemeindebürgerrechts am 7. Dezember 2006 behandelt und wiederum abgelehnt hat, besitzen die Beschwerdeführer kein aktuelles praktisches Interesse an einer verfassungsrichterlichen Überprüfung des vorangehenden Beschlusses vom 22. Juni 2006 mehr. Die Beschwerde im Verfahren 1P.524/2006 erweist sich damit als gegenstandslos. Die Voraussetzungen, unter denen das Bundesgericht ausnahmsweise trotz Fehlen eines aktuellen Interesses auf eine staatsrechtliche Beschwerde eintritt (vgl. BGE 127 I 164 E. 1a S. 166 mit Hinweisen), sind hier nicht gegeben. Wird ein Rechtsstreit gegenstandslos oder fällt er mangels rechtlichen Interesses dahin, so entscheidet das Bundesgericht mit summarischer Begründung über die Prozesskosten (Art. 40 OG in Verbindung mit Art. 72 BZP). Die Kostenverlegung im Verfahren 1P.524/2006 wird gemeinsam mit derjenigen im Verfahren 1P.44/2007 zu prüfen sein (vgl. E. 3, hiernach). 1.4 Im Unterschied zum Verfahren 1P.524/2006 liegt das geforderte aktuelle praktische Interesse im Verfahren 1P.44/2007 vor. Es wird im entsprechenden Sachzusammenhang zu prüfen sein, inwiefern die Beschwerdeführer zu den Verfassungsrügen legitimiert sind, die sie im zweitgenannten Verfahren erheben. Im Übrigen sind die Sachurteilsvoraussetzungen für die entsprechende Beschwerde erfüllt, so dass grundsätzlich darauf einzutreten ist.