Citation: 1C_489/2017 E. 3.6

3.6. Diese Ausführungen lassen sich auf den zu beurteilenden Fall übertragen. Ausgehend vom nicht unerheblichen Ermessensspielraum, welcher den kommunalen und kantonalen Behörden bei der Beurteilung der hinreichenden strassenmässigen Erschliessung zukommt, erweist es sich als bundesrechtskonform, wenn sich die Behörden auf die konkrete und vorhersehbare Entwicklung in absehbarer Zeit abstützen und nicht alle nach den Bauvorschriften maximal zulässigen Baumöglichkeiten einbeziehen (vgl. auch Eloi Jeannerat, in: Aemisegger / Moor / Ruch / Tschannen [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Nutzungsplanung, 2016, N. 29 zu Art. 19 RPG). Insbesondere müssen nach dem Gesagten bloss theoretische Ausnützungsreserven auf bereits überbauten Grundstücken, deren effektive Ausschöpfung einen Abbruch oder eine weitreichende Umgestaltung bestehender Gebäude erfordern würde, nicht berücksichtigt werden. Vorliegend bestehen keine konkreten Anzeichen für eine weitergehende Überbauung der in Frage stehenden, durch den östlichen Teil der Hergishalten erschlossenen und bereits überbauten Grundstücke. Auch die Beschwerdeführerin behauptet nicht, dass Ausbauprojekte konkret in Planung wären. Ein rein hypothetischer Erschliessungsbedarf dieser Parzellen muss aber gestützt auf die Erwägungen im Urteil 1C_257/2011 vom 3. Oktober 2011 im heutigen Zeitpunkt nicht berücksichtigt werden. Die zonengerechten Baumöglichkeiten der zu erschliessenden Flächen wurden somit willkürfrei ermittelt. Mit den errechneten 33 Personenwagen (bzw. Parkplätzen) wird der Schwellenwert von 40 Personenwagen (bzw. Parkplätzen) gemäss Anhang D des BR/Freienbach, bis zu welchem eine Fahrbahnbreite von 3,0 m (ohne Trottoir) ausreicht, deutlich unterschritten, sodass noch eine Reserve von sieben Personenwagen (bzw. Parkplätzen) bis zur nächsthöheren Strassenkategorie für eine zukünftig intensivere Nutzung dieser Grundstücke besteht.