Citation: 5A_344/2023 E. 4

Zum einen scheint sich die Beschwerdeführerin - soweit es sich hier nicht um eine unzulässige Ausdehnung des Anfechtungsgegenstandes handelt - an der Reihenfolge der Namen ("Vornamen Nachname" statt wie gewünscht "Nachname, Vornamen") und möglicherweise auch daran zu stören, dass sie mit ihrem Allianznamen im Grundbuch eingetragen ist. Ihr wichtigstes Anliegen ist jedoch, dass ihr Nachname und ihre Vornamen durchwegs mit Grossbuchstaben im Grundbuch eingetragen sind, weil dies bei der AHV so gehandhabt werde und gemäss Registerharmonisierungsgesetz auch in den anderen Registern so sein müsse, dies insbesondere, um Verwechslungen über die Eigentümerschaft auszuschliessen. Die Ausführungen im Zusammenhang mit der AHV gehen am Grundbuchrecht vorbei und Art. 24 Abs. 4 ZStV bezieht sich auf das Personenstandsregister; heute werden weder Daten aus diesem Register noch solche der Zentralen Ausgleichsstelle in das Grundbuch übernommen und das Grundbuch fällt auch nicht in den Geltungsbereich des Registerharmonisierungsgesetzes (vgl. Art. 2 Abs. 1 RHG). Wenn schon hätte die Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit der Reihenfolge von Vor- und Nachname eine Verletzung von Art. 51 Abs. 1 lit. a GBV rügen müssen, wo der Nachname vor dem Vornamen gelistet ist, zumal mit der Einführung einheitlicher Standards für die Identifikation von natürlichen Personen längerfristig eine Abgleichung der im Grundbuch erfassten Daten mit dem zentralen Versichertenregister der AHV ermöglicht werden soll (FASEL, Grundbuchverordnung, Kommentar, 2. Aufl., Bern 2013, N. 3 zu Art. 51). Das blosse Vorbringen, Art. 51 Abs. 1 lit. a GBV sei (angeblich) verletzt, hätte der Beschwerdeführerin allerdings noch nicht geholfen; ausgehend von den Erwägungen des angefochtenen Entscheides hätte sie in diesem Kontext vielmehr dartun müssen, inwiefern sie in schützenswerten Interessen verletzt sein soll, wenn im Grundbucheintrag zuerst ihr Vor- und dann ihr Nachname aufgeführt ist. Nicht hilfreich wäre diesbezüglich, eine Verwechslungsgefahr bei Dritten geltend zu machen, denn die Reihenfolge von Vor- und Nachname beeinträchtigt die klare Identifizierbarkeit des Eigentümers bzw. die eindeutige Zuordnung des Eigentums, welche Art. 51 Abs. 1 lit. a GBV sicherstellen will, nicht im Geringsten. Was schliesslich die Frage der Grossbuchstaben anbelangt, ist festzuhalten, dass nach den allgemeinen Regeln für die deutsche Sprache bei Substantiven und insbesondere auch bei Vor- wie Nachnamen der erste Buchstabe gross und die folgenden Buchstaben klein geschrieben werden (Duden Band 1, Die deutsche Rechtschreibung, 27. Aufl., Berlin 2017, S. 58 und ferner S. 92; Duden Band 4, 9. Aufl., Berlin 2016, S. 86, Regel 109). Eine grundbuchrelevante Norm, welche etwas Abweichendes festlegen würde, nennt die Beschwerdeführerin nicht, und noch weniger ein handfestes rechtlich geschütztes Interesse an einer Grossschreibung aller Buchstaben. Wenn sie ein solches sinngemäss aus einer potentiellen Verwechslungsgefahr ableitet, scheitert dies an der (wie gesagt) klaren Identifizierbarkeit der Beschwerdeführerin unabhängig von der Reihenfolge von Vor- und Nachnamen in Verbindung mit der Teilhabe ihrer Eintragung als Eigentümerin am öffentlichen Glauben des Grundbuches (Art. 973 Abs. 1 ZGB). Nur zur Ergänzung sei bemerkt, dass die Beschwerdeführerin bei der Unterzeichnung der Beschwerde einzig den jeweils ersten Buchstaben ihrer beiden Vornamen und ihres Nachnamens gross, die übrigen Buchstaben aber klein schreibt, ohne dass dies beim Bundesgericht irgendwelche Zweifel an der Authentizität und Zurechenbarkeit ihrer Unterschrift aufkommen lassen würde.