Citation: 8C_627/2020 E. 3.2.2

3.2.2. Die Vorinstanz folgte den kreisärztlichen Beurteilungen durch Dr. med. D.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 3. August 2015 und 5. April 2018. Namentlich als überzeugend und nachvollziehbar bezeichnete sie dessen Stellungnahme vom 5. April 2018 zur handchirurgischen Expertise des Dr. med. C.________. Der Kreisarzt Dr. med. D.________ habe ausgeführt, nach der Reimplantation des Daumens und der Arthrodese des Daumengrundgelenks habe nie eine gute Funktionsfähigkeit des Daumens erreicht werden können. Zusätzlich habe sich eine chronische Schmerzsymptomatik entwickelt und es bestünden seither neuropathische Schmerzen des Daumens. Auf rein somatischer Ebene seien dies die gleichen Beschwerden wie nach der Reimplantation. Die Untersuchungsergebnisse würden sich mit denjenigen der Klinik E.________ im Bericht vom 15. Juni 2015 decken. Die Vorinstanz erwog weiter, der Kreisarzt habe die zunehmende erhebliche psychische Beeinträchtigung des gesamten Armes betont, wie sie im psychiatrischen Teilgutachten beschrieben worden sei. Das durch Kreisarzt med. pract. F.________ formulierte Zumutbarkeitsprofil habe in Bezug auf den linken Daumen anlässlich seiner Untersuchungen vom 2. Dezember 2011 und 16. Mai 2012 nach wie vor Gültigkeit, wie Dr. med. D.________ dargelegt habe. Werde das Zumutbarkeitsprofil eingehalten, so die Vorinstanz, sei demnach mit dem Kreisarzt nicht nachvollziehbar, weshalb lediglich eine 70%-ige Arbeitsfähigkeit bestehen solle. Der Gutachter Dr. med. C.________ habe denn auch nicht begründet, weshalb für eine leidensadaptierte Tätigkeit aus handchirurgischer Sicht keine vollständige Arbeitsfähigkeit bestehe. Seinen Ausführungen sei aber zu entnehmen, dass er die psychisch überlagerten Schmerzen, namentlich das chronische Schmerzsyndrom, in seine Arbeitsfähigkeitsschätzung miteinbezogen habe. Folglich verneinte die Vorinstanz einen Rückfall.