Citation: 5A_604/2024 E. 3

Im kantonalen Verfahren war in tatsächlicher Hinsicht primär umstritten, wie viel die Ehefrau - welche nach eigenen Ausführungen über zwei russische Hochschulabschlüsse in Unternehmensführung im Bereich Maschinenbau sowie in Führungspsychologie verfügt und vor der Heirat als Geschäftsführerin eines eigenen russischen Tourismusbüros tätig war - während der Ehe gearbeitet hat und welche Arbeitsmöglichkeiten ihr für die Zukunft offen stehen. Ferner waren weitere Einkommens- und teils auch Bedarfszahlen strittig. Davon ausgehend war in rechtlicher Hinsicht die Höhe des Unterhaltes strittig, sodann aber insbesondere auch die Frage der Lebensprägung und der Dauer des nachehelichen Unterhalts. In der Sache hat das Kantonsgericht das bezirksgerichtliche Urteil bestätigt (lebensprägende Ehe und nachehelicher Unterhalt bis zum ursprünglichen AHV-Alter der Ehefrau), jedoch ist es teilweise von anderen Einkommens- und Bedarfszahlen ausgegangen. Nachfolgend werden stark zusammengefasst die kantonalen Urteile wiedergegeben (dazu E. 3.1 und 3.2); sodann wird die Kritik der Parteien an der kantonalen Tatsachenfeststellung (dazu E. 4) sowie die Kritik des Ehemannes an der Annahme einer lebensprägenden Ehe (dazu E. 5.1) und der Dauer des nachehelichen Unterhaltes behandelt (dazu E. 5.2).