Citation: 9C_641/2023 E. 6.3

6.3. Wie das kantonale Gericht zu Recht ausführt, hat Dr. med. B.________ bei seiner Beurteilung des Zeitpunkts der Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers lediglich pauschal auf die Akten verwiesen, ohne klar darzulegen, woraus er eine Verschlechterung seit Februar 2020 erkennt. Zudem stand ihm zur Beurteilung dieser Frage der Bericht der behandelnden Ärztin, Prof. Dr. med. C.________, Fachärztin für Kardiologie und Allgemeine Innere Medizin FMH, vom 27. Mai 2020 offenbar nicht zur Verfügung, da er im Gutachten nicht aufgelistet wird. Unter diesen Umständen ist nicht zu beanstanden, dass das Sozialversicherungsgericht zum Schluss kam, das Gutachten des Dr. med. B.________ sei in der Frage, zu welchem Zeitpunkt die Verschlechterung eintrat, nicht nachvollziehbar. Allerdings lässt auch die Beurteilung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 7. Juli 2021 (Dr. med. D.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie FMH), welche als einzige ärztliche Stellungnahme den Zeitpunkt der Verschlechterung des Gesundheitszustands auf Dezember 2020 festlegt, den Bericht der Prof. Dr. med. C.________ vom 27. Mai 2020 ausser Acht respektive geht nicht darauf ein. So ist festzuhalten, dass in Bezug auf die Frage des Zeitpunkts der Verschlechterung auf keinen der sich in den Akten befindlichen Berichte abgestützt werden kann. Die Vorinstanz hat demnach den Untersuchungsgrundsatz verletzt, indem sie diese Frage nicht vollständig abgeklärt hat.