Citation: U 71/06 12.09.2006 E. 3.2

3.2.1 In Anlehnung an die Rechtsprechung zum adäquaten Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychisch bedingten Gesundheitsschäden mit Einschränkung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit gemäss BGE 115 V 133 und die psychiatrischen Lehrmeinungen ist der Anspruch auf Integritätsentschädigung bei banalen bzw. leichten Unfällen regelmässig zu verneinen. Auch bei Unfällen im mittleren Bereich lässt sich die vorausgesetzte Dauerhaftigkeit des Integritätsschadens in der Regel verneinen, ohne dass in jedem Einzelfall eine nähere Abklärung von Art und Dauerhaftigkeit des psychischen Schadens vorzunehmen wäre. Etwas anderes gilt nur ausnahmsweise, namentlich im Grenzbereich zu den schweren Unfällen, wenn auf Grund der Akten erhebliche Anhaltspunkte für eine besonders schwerwiegende Beeinträchtigung der psychischen Integrität bestehen, die einer Besserung nicht mehr zugänglich zu sein scheint (BGE 124 V 44 f. Erw. 5c/bb und 214). 3.2.2 Laut Angaben des Beschwerdeführers (Bericht der SUVA vom 16. Januar 2003 und Stellungnahme des Versicherten vom 16. Dezember 2002) geriet der von ihm gelenkte Personenwagen am 24. Oktober 2002 auf der Autobahnausfahrt nach X.________ bei einer Geschwindigkeit von ca. 100 km/h ins Schleudern und prallte an die linke und rechte Leitplanke der Fahrbahn. In Anbetracht dieser Umstände und unter Berücksichtigung der erlittenen Verletzungen ist der Verkehrsunfall nicht als mittelschweres im Grenzbereich zu den schweren Unfällen liegendes Ereignis zu qualifizieren, weshalb ein Anspruch auf eine Entschädigung für die geltend gemachte psychische Beeinträchtigung der Integrität entfällt. Nähere Abklärungen erübrigen sich daher.