Citation: 8C_199/2022 E. 5.1

5.1. In erster Linie zieht die Beschwerdeführerin den Beweiswert der Expertise des Dr. med. B.________ vom 28. Mai 2021 in Zweifel. Sie moniert, es sei dem Gutachter nicht gelungen, nachvollziehbar darzulegen, weshalb insbesondere mit Blick auf den sehr schweren Verlauf und die Dekonditionierung durch die Suchterkrankung eine Arbeitsfähigkeit von 100 % vorliegen solle. Diese Rüge zielt ins Leere. So hat der Psychiater zwar berichtet, dass die Beschwerdeführerin unter einem schweren Verlauf einer Abhängigkeitsstörung verschiedener psychotroper Substanzen leide (Polytoxikomanie) und entsprechend ein ausgeprägter Erkrankungsfall vorliege. Er hat darüber hinaus aber auch festgehalten, dass aktuell keine irreversiblen psychischen Veränderungen, etwa durch kognitive Einschränkungen, aufgefallen seien. Auch die somatischen Probleme betreffend frühere Thrombosen oder die Hepatitis seien symptomatisch behandelbar und nicht irreversibel beeinträchtigend. Die Frage nach der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit hat er entsprechend dahingehend beantwortet, dass eine solche der Beschwerdeführerin grundsätzlich im Umfang von mindestens acht Stunden pro Tag zumutbar sei. Was die Beschwerdeführerin davon abhalte, eine Arbeit auszuüben, könne er kaum sagen. Als wichtigster Punkt sei hier die andauernde Dekonditionierung und die soziale Entwicklung über Jahrzehnte zu nennen. Das kantonale Gericht hat willkürfrei erkannt, dass Dr. med. B.________ überzeugend das Bestehen einer Persönlichkeitsstörung mit Krankheitswert verneint habe. Gemäss dem Gutachter sei kein längerer Zeitraum auszumachen, während dem die Beschwerdeführerin gänzlich frei vom Konsumverhalten psychotroper Substanzen gelebt habe. Inwiefern es diesen gutachterlichen Ausführungen an Schlüssigkeit fehlen soll, vermag die Beschwerdeführerin nicht aufzuzeigen.