Citation: I 556/00 10.06.2002 E. 2

2.- Streitig und zu prüfen sind einzig die Höhe des hypothetischen Validen- und des Invalideneinkommens als Elemente zur Bestimmung des Invaliditätsgrades. a) Der Beschwerdeführer arbeitet seit dem 1. Januar 1989 als Carrosseriespengler und Geschäftsführer der Firma X.________ AG, bei welcher er die Funktion eines einzelzeichnungsberechtigten Verwaltungsratspräsidenten innehat. Am 18. Juni 1997 erlitt er einen Arbeitsunfall. Seither ist er bei der Ausübung manueller Tätigkeiten, namentlich in seiner Tätigkeit als Carrosseriespengler, in einem gewissen Masse eingeschränkt. b) Die Vorinstanz erwog, in Anbetracht der aktenkundig ausgewiesenen Einkommenserzielung vor und nach Eintritt des Gesundheitsschadens bestehe keine Veranlassung, von der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs abzuweichen. Denn sowohl das vor als auch das nach Eintritt des Gesundheitsschadens erzielte Einkommen lasse sich anhand der verfügbaren Zahlen zuverlässig ermitteln. Zur Festlegung der Validen- und des Invalideneinkommens stützte sie sich in der Folge auf die Einträge im Individuellen Konto der Ausgleichskasse und erhöhte die Beträge im Umfange der Lohnentwicklung. Beim Invalideneinkommen brachte sie die Hälfte des Lohnes eines Angestellten der Branche gemäss Lohnstrukturerhebung in Abzug. c) Diesem Einkommensvergleich kann in doppelter Hinsicht nicht gefolgt werden. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass - soweit eine selbstständige Erwerbstätigkeit vorliegt - das Betriebsergebnis gemäss Buchhaltung grundsätzlich das Erwerbseinkommen eines Selbstständigerwerbenden ist. In sozialversicherungsrechtlicher Hinsicht drängen sich indessen zwei Korrekturen auf, indem Einkommensbestandteile, die nicht auf die Tätigkeit des Versicherten zurückgehen, in Abzug zu bringen sind. Es betrifft dies namentlich den Zins des investierten Kapitals sowie das hypothetische Entgelt für im Betrieb mitarbeitende Angehörige. Nicht zusätzlich abzuziehen sind hingegen invaliditätsbedingte Mehrkosten des Betriebes (wie Beschäftigung weiterer Mitarbeiter, Pensenerweiterung bei bereits Beschäftigten, usw.), da solche Aufwendungen in einer ordnungsgemäss geführten Buchhaltung ergebnisrelevant erfasst sind (Urteil K. vom 28. Februar 2001, Erw. 2c [I 71/99]). Die Vorinstanz übersieht indessen folgenden entscheidenden Punkt: Der Beschwerdeführer ist nicht Selbstständigerwerbender, sondern Angestellter der Firma X.________ AG und somit Unselbstständigerwerbender. Da der Versicherte vor und nach dem Unfall für die gleichen Arbeitgeberin tätig war, sind dem Einkommensvergleich die entsprechenden Lohnverhältnisse zugrunde zu legen. Dabei ist bezüglich des Invalideneinkommens Folgendes zu beachten. Wie das Eidgenössische Versicherungsgericht wiederholt betont hat, bildet der von invaliden Versicherten tatsächlich erzielte Verdienst für sich allein betrachtet grundsätzlich kein genügendes Kriterium für die Bestimmung der Erwerbsunfähigkeit, d.h. des Invaliditätsgrades. Das Mass der tatsächlichen Erwerbseinbusse stimmt mit dem Umfang der Invalidität vielmehr nur dann überein, wenn - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse eine Bezugnahme auf den allgemeinen Arbeitsmarkt praktisch erübrigen, wenn die versicherte Person eine Tätigkeit ausübt, bei der anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und wenn das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn erscheint (BGE 117 V 18 mit Hinweisen).