Citation: 1C_102/2022 E. 7.1

7.1. Die Vorinstanz kam zum Ergebnis, das Gartenhaus und der Holzunterstand könnten bereits deshalb nicht bewilligt werden, weil der 1992 erstellte Garagenanbau das Erweiterungspotenzial gestützt auf Art. 24c RPG vollständig ausgeschöpft habe. In einer Eventualerwägung führte sie zusammengefasst aus, nach ihrer Rechtsprechung (VGr, 27. Februar 2003, VB.2002.00406, E. 3b) müsse für die Inanspruchnahme einer Ausnahmebewilligung nach Art. 24c RPG, wie bereits nach Art. 24 Abs. 2 aRPG, grundsätzlich ein körperlicher Zusammenhang zwischen der bestehenden Bausubstanz und der beabsichtigten Erweiterung bestehen. Um von diesem Grundsatz abzuweichen, müssten besondere Gründe vorliegen, da die Erstellung einer freistehenden, nicht der Landwirtschaft dienenden Baute in der Landwirtschaftszone dem gewichtigen raumplanerischen Interesse an der Trennung der Bau- und Nichtbauzonen widerspreche. Besondere Gründe, welche diese Interessen überwiegen könnten, lägen vorliegend nicht vor. So seien weitere Gebäude für das Orts- und Landschaftsbild auch dann nicht erforderlich, wenn in der Umgebung viele Hauptbauten mit Nebenbauten stünden. Reine Praktikabilitätsüberlegungen könnten auch nicht überzeugen, zumal es nicht genüge, dass für den Beschwerdeführer die streitgegenständlichen Nebenbauten praktisch seien. Diese Bauten würden auch die Identität der Umgebung nicht in ihren wesentlichen Zügen wahren, da die Umgebung bislang keine Nebenbauten aufgewiesen habe. Die vom Beschwerdeführer vorgeschlagene zusätzliche Verbindung vom Holzunterstand zum Haupthaus würde das Fehlen der Wesensgleichheit noch weiter verstärken.