Citation: 8C_437/2021 E. 6

Nach der Rechtsprechung ist bei psychischen Leiden unabhängig derer diagnostischen Einordnung auf objektivierter Beurteilungsgrundlage zu prüfen, ob eine rechtlich relevante Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit nachzuweisen ist (BGE 143 V 409 E. 4.5.2; BGE 141 V 574 E. 5.2 zur sinngemässen Anwendung des strukturierten Beweisverfahrens im Bereich des UVG). Eine solche Prüfung hat die Vorinstanz nicht vorgenommen, da sie den adäquaten Kausalzusammenhang und damit eine der Leistungsvoraussetzungen verneinte. Da dieser Einschätzung nach dem Gesagten nicht gefolgt werden kann, ist die Sache an das kantonale Gericht zurückzuweisen, damit es prüfe, ob der im Gutachten der medexperts AG vom 18. August 2020 aufgrund der psychischen Störungen attestierten 100%igen Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten aus rechtlicher Sicht gefolgt werden kann.