Citation: 5A_681/2022 E. 1.2

1.2. In der Beschwerde in Zivilsachen sind neue Begehren unzulässig (Art. 99 Abs. 2 BGG). Die vorinstanzlich gestellten Begehren können vor Bundesgericht nur noch eingeschränkt ( minus), nicht aber ausgeweitet ( plus) oder geändert ( aliud) werden (BGE 143 V 19 E. 1.1; 142 I 155 E. 4.4.2 mit Hinweisen; 136 V 362 E. 3.4.2 mit Hinweisen). Im Berufungsverfahren haben die Beschwerdeführer beantragt, der Nettowert der streitgegenständlichen Nachlässe sei auf mindestens Fr. 6'317'603.80 (nebst den Aktien der J.________ AG mit einem Kontoguthaben von Fr. 11'420.--) und die von B.A.________ bzw. C.A.________ geschuldeten Ausgleichszahlungen seien auf höchstens Fr. 105'396.43 bzw. Fr. 39'836.03 festzulegen. Demgegenüber beantragen sie in der Beschwerde in Zivilsachen, der Nettowert der Nachlässe H.A.________ und I.A.________ sei per 30. Juni 2016 auf Fr. 5'750'841.30 (nebst den Aktien der J.________ AG mit einem Kontoguthaben von Fr. 11'420.--) und die Ausgleichszahlung zulasten von B.A.________ auf höchstens Fr. 75'160.60 und jene zulasten von C.A.________ auf höchstens Fr. 15'994.80 festzulegen. Sie beantragen also die Festlegung eines tieferen Nettowerts des Nachlasses (Fr. 5'750'841.30 anstatt Fr. 6'317'603.80) und eine Verpflichtung zur Leistung von tieferen Ausgleichszahlungen, als sie vor Kantonsgericht zugestanden haben (Fr. 75'160.60 anstatt Fr. 105'396.43 bzw. Fr. 15'994.80 anstatt Fr. 39'836.03). Wer vor Bundesgericht beantragt, weniger bezahlen zu müssen, als er vor Vorinstanz zugestanden hat, schränkt sein Begehren nicht ein, sondern weitet dieses aus, was unzulässig ist (vgl. Urteil 5A_763/2018 vom 1. Juli 2019 E. 1.3). Die Beschwerdeführer äussern sich nicht zu dieser Problematik. Sollten sich die vor Bundesgericht erhobenen, die Geldbeträge beschlagenden Rügen ganz oder teilweise als begründet erweisen, wären die Herausschulden der Beschwerdeführer maximal auf die vor Kantonsgericht beantragten Beträge zu reduzieren.