Citation: C 238/04 19.08.2005 E. 3

Zu prüfen bleibt die Dauer der Einstellung. Die Verwaltung hat sie ohne Begründung im mittleren Bereich des leichten Verschuldens angesiedelt. Die Vorinstanz sah keinen triftigen Grund, in diesen Ermessensentscheid einzugreifen, da keine besonderen Umstände für eine Erhöhung oder Reduktion sprechen würden. Es ist allseits unbestritten, dass der Beschwerdeführer finanzielle Schwierigkeiten hatte und für die Reisekosten nicht selber aufkommen konnte. Dies war der vormaligen für ihn zuständigen Personalberaterin bekannt. Ihr Nachfolger, der die Einstellungsverfügung nach Übernahme des Dossiers erlassen hatte, räumte in seiner Stellungnahme zuhanden des AWA im Einspracheverfahren ein, dass "möglicherweise der prekären finanziellen Situation des Versicherten vor der Ausstellung der Kursverfügung zu wenig Beachtung geschenkt" worden sei. Er wollte deshalb an einer Einstellung nicht festhalten. Gemäss Art. 62 Abs. 2 AVIG besteht Anspruch auf Ersatz der notwendigen Auslagen, und es sind keine Gründe ersichtlich, die einer Vorschusszahlung entgegengestanden hätten (vgl. Art. 86 Abs. 3 AVIV). Damit ist dem Versicherten lediglich vorzuwerfen, dass er sich nicht rechtzeitig um eine Vorschusszahlung bemüht hat. Sein Verschulden erscheint deshalb in einem milderen Licht und es rechtfertigt sich eine Einstellung im unteren Bereich des leichten Verschuldens, wobei eine Reduktion der angeordneten Einstellung auf 5 Tage angemessen ist.