Citation: 5A_703/2021 E. 1.2.4

1.2.4. Auf den Wert der Pflanzungen kann nach dem Ausgeführten zur Bestimmung des Streitwerts nicht abgestellt werden. Was die Wertverminderung des Grundstücks der Beschwerdeführerin angeht, so ist zu beachten, dass nach den vorinstanzlich verbindlichen Feststellungen (Art. 105 Abs. 1 BGG) auch andere Möglichkeiten der Abschirmung des Hauses in Richtung der Liegenschaft des Beschwerdegegners bestehen, wie dies aktuell bereits durch Bäume geschehe. Die Beschwerdeführerin äussert sich zu diesen alternativen Möglichkeiten der Abschirmung nicht. Fälschlicherweise geht sie sodann von der Gerichtsnotorietät diverser Tatsachen aus. Sie unterlässt es auch, den Marktwert der eigenen Liegenschaft näher anzugeben oder sonstwie konkret zu belegen, weshalb sich dieser bei einem Rückschnitt der Pflanzen um "weit über" Fr. 30'000.-- bzw. "mindestens" Fr. 50'000.-- verringern würde. Dass sich die Liegenschaften in einer steuergünstigen Gemeinde befinden und Seesicht haben, reicht jedenfalls nicht. Insgesamt ist daher von einem Streitwert unter Fr. 30'000.--, wie dies die Vorinstanz angenommen hat, auszugehen. Eine willkürliche Feststellung des Streitwerts durch die Vorinstanz liegt nicht vor. Auch ist nicht ersichtlich, inwiefern sie das rechtliche Gehör, die Begründungspflicht oder die Dispositionsmaxime (willkürlich) verletzt haben sollte, ist doch das Bundesgericht weder an die Angaben der Parteien noch an eine offensichtlich unrichtige Schätzung der Vorinstanz und ist auch diese nicht an offensichtlich unrichtige übereinstimmende Angaben der Parteien gebunden.