Citation: 8C_397/2020 E. 6.2

6.2. Die Beschwerdeführerin bestreitet auch die Voraussetzungen der revisionsweisen Rentenaufhebung nach Art. 17 Abs. 1 ATSG. Die Medas-Gutachter hätten 2016 Zweifel an den diagnostischen Einschätzungen gemäss Gutachten des Spitals B.________ von 2010 explizit ausgeschlossen. Soweit sie bei unverändertem Gesundheitszustand auf noch nicht ausgeschöpfte Behandlungsmöglichkeiten hingewiesen hätten, seien diese durch Auferlegung der Schadenminderungspflicht durchzusetzen. Es sei allerdings zu beachten, dass die Medas-Gutachter der mittelgradigen Niereninsuffizienz und der arteriellen Hypertonie als Nebenwirkungen der bisher durchgeführten Therapieversuche keine Beachtung geschenkt hätten. Auch wenn ein Revisionsgrund nach Art. 17 Abs. 1 ATSG zu bejahen wäre, sei der Beschwerdeführerin insbesondere mit Blick auf die Ergebnisse der erfolglos gebliebenen beruflichen Wiedereingliederungsmassnahmen eine Selbsteingliederung praxisgemäss nicht zumutbar.