Citation: 2C_1005/2017 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt den angefochtenen Entscheid sowohl hinsichtlich der Anlasstat wie auch der Verhältnismässigkeit der aufenthaltsbeendenden Massnahme. Er wolle zwar die Vorfälle der Vergewaltigung nicht verharmlosend darstellen, doch dürfe nicht übersehen werden, dass die Verurteilung aufgrund eines Indizienprozesses erfolgt sei und sämtliche befragten Zeuginnen den Vorfall nur vom Hörensagen gekannt hätten; das Gericht sei den Ausführungen des Gutachters gefolgt und habe den Beschwerdeführer in zweiter Instanz für schuldig erklärt. Dem Beschwerdeführer würde jedoch keineswegs die Einsicht in seine Tat fehlen; es sei nur so, dass bei Sexualdelikten zahlreiche falsche Anschuldigungen erhoben würden und der angebliche Täter auch das Recht habe, sich dagegen zur Wehr zu setzen. Von einer mangelnden Integration könne beim Beschwerdeführer, welcher eine feste Arbeitsstelle, keine Schulden und einen Sohn habe, zu welchem er regelmässig Kontakt pflege, keine Rede sein. Die eigentliche unrichtige Sachverhaltsfeststellung liege jedoch in der von der Vorinstanz zu Unrecht bejahten Rückfallgefahr. Zur Beantwortung der Frage, ob vom Beschwerdeführer eine Rückfallgefahr ausgehe, sei, entgegen einem ausdrücklich gestellten Beweisantrag, kein Gutachten erstellt worden. Vielmehr sei das Verhalten des Beschwerdeführers (Abstreiten der Tat) zu seinen Ungunsten ausgelegt und daraus der Schluss gezogen worden, eine tatsächliche und hinreichend schwere Gefährdung für die öffentliche Sicherheit und Ordnung liege vor. Die Gerichte in der Schweiz seien jedoch nicht unfehlbar und zu Unrecht verurteilte Personen würden ebenso zum System gehören wie fälschlicherweise freigesprochene Straftäter, weshalb dem Beschwerdeführer nicht negativ angelastet werden dürfe, dass er bis heute (insbesondere) die Sexualdelikte bestreite und einen Revisionsprozess in Erwägung ziehe. Seit der letzten Tat sei eine beachtliche Anzahl von Jahren verstrichen, während welcher der Beschwerdeführer auch eine neue, längerdauernde Beziehung ohne häusliche Gewalt oder vergleichbaren Taten geführt habe. Indem die Vorinstanz von einer aktuellen Rückfallgefahr des Beschwerdeführers ausgehe, diese Sachverhaltsdarstellung weder mit einem psychiatrischen Gutachten noch sonstigen forensischen Beweisen belege, sondern lediglich das Abstreiten der Tat und die verhältnismässige Schwere des Delikts in die Beurteilung einfliessen lasse, sowie auf positiv zu wertende Elemente wie die gewährte Vollzugsform der Halbgefangenschaft und das Nachtatverhalten nicht eingehe, habe sie den Sachverhalt unrichtig und willkürlich festgesetzt.