Citation: 6P.180/2004 13.03.2005 E. 4.2

4.2.1 Was der Beschwerdeführer vorbringt, ist nicht geeignet, Willkür darzutun. Wie die kantonalen Instanzen zutreffend feststellen, geht aus den Gesprächsprotokollen in aller Deutlichkeit hervor, dass der Beschwerdeführer bei seinem Kontakt mit "Sandro" direkt auf sexuelle Handlungen aus war. Zunächst trat er am 20. Januar 2003 unter dem Profil "B.________" mit "Sandro" in Kontakt. Obwohl ihm dieser mitgeteilt hatte, er sei erst 14 Jahre alt, stellte er tags darauf unter dem Profil "A.________" erneut mit diesem Kontakt her und schlug von Anbeginn an ein Treffen vor. Schon bald war dabei die Rede von "zusammen kuscheln", was er auf Nachfrage des Chat-Partners konkretisierte mit: "Kannst dich auch von mir wichsen oder blasen lassen oder so, was du gern willst". Im späteren Verlauf des Chat schlug er vor: "Ich kann dich blasen, wichsen, du mich auch, wenn du willst, kann ich dich auch von hinten verwöhnen ..." Auf Frage von "Sandro", wo er das machen wolle, gab er zur Antwort: "Verusse oder im Auto, keis Problem". Der weitere Chat war geprägt von der Suche nach einem möglichen Termin für ein Treffen. Der Beschwerdeführer sprach in diesem Gespräch im Internet direkt und unverblümt die sexuellen Handlungen an, die er mit "Sandro" vornehmen wollte. Dass er diesen zunächst hätte kennen lernen und die sexuellen Kontakte von einer gegenseitigen Sympathie hätte abhängig machen wollen, ist nicht ersichtlich. Er hat sich denn auch bereits anlässlich des Chats über die Masse des Jünglings, namentlich diejenige seines Penis, sein Gewicht und sein Profil erkundigt. Schliesslich forderte er "Sandro" bereits damals auf, am betreffenden Tag nicht mehr zu onanieren. Mittels SMS bat er ihn zudem noch zu duschen, bevor er komme. Bei dieser Sachlage ist nicht zu beanstanden, wenn die kantonalen Instanzen annehmen, der Beschwerdeführer habe das Treffen mit "Sandro" zielgerichtet zwecks Vornahme sexueller Handlungen gesucht und habe sich nicht zuvor noch mit dem Partner vorbesprechen wollen. Jedenfalls ist dieser Schluss nicht schlechterdings unhaltbar. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, die Auffassung der kantonalen Instanzen besage im Ergebnis, dass ihm jegliche Willensfreiheit fehle und er fremd bestimmt sei, geht seine Beschwerde an der Sache vorbei. Die kantonalen Instanzen stellen sich nicht auf den Standpunkt, der Beschwerdeführer hätte wegen seiner Triebhaftigkeit nicht anders handeln können. Vielmehr gelangen sie aufgrund der vorhandenen Beweise zum Schluss, er habe bereits bei seiner Fahrt an den vereinbarten Treffpunkt entsprechend handeln wollen, d.h. er habe sich bereits zu diesem Zeitpunkt definitiv zur Vornahme der sexuellen Handlungen mit "Sandro" entschieden gehabt. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet. 4.2.2 Kein Erfolg ist der Beschwerde auch beschieden, soweit der Beschwerdeführer eine Verletzung der aus Art. 29 Abs. 2 BV folgenden Pflicht der Behörden rügt, ihren Entscheid zu begründen (vgl. BGE 126 I 97 E. 2b; 125 II 369 E. 2c; 112 Ia 107 E. 2b). Ob im vorliegenden Fall eine Strafmilderung nach Art. 23 Abs. 1 bzw. 66 StGB angezeigt ist, beschlägt eine Rechtsfrage, die mit eidgenössischer Nichtigkeitsbeschwerde aufzuwerfen ist. Der Umstand, dass die kantonalen Instanzen ihren Schluss, die Voraussetzungen für die fakultative Strafmilderung seien nicht erfüllt, nicht ausdrücklich begründen, verletzt den Anspruch auf rechtliches Gehör nicht. Der Beschwerdeführer ist ohne weiteres in der Lage, den kantonalen Entscheid sachgerecht anzufechten. Die Beschwerde ist auch in diesem Punkt unbegründet.