Citation: 1C_210/2022 E. 5.1

5.1. Für die Vorinstanz begründet die Chronologie der Ereignisse ohne Weiteres die tatsächliche Vermutung, dass die Ehe der Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung bzw. der gemeinsamen Erklärung zum Zustand der Ehe sowie der erleichterten Einbürgerung nicht intakt war und die Einbürgerungsbehörde über diesen Umstand getäuscht wurde. So sei im November 2006 die Scheidung von ihrem armenischen Ehemann und nur drei Monate später, im Januar 2007, die Heirat mit einem Schweizer Bürger erfolgt, nachdem der Beschwerdeführerin die Wegweisung aus der Schweiz gedroht habe. Weiter sei es während der Ehe mit dem Schweizer Bürger zu einer ausserehelichen Beziehung des Ehemanns gekommen, sei die Beschwerdeführerin im Januar 2013 erleichtert eingebürgert worden, habe sich diese im November 2014 vom Schweizer Ehemann scheiden lassen und im Januar 2016 wieder mit dem ersten Ehemann verheiratet. Die kurze Zeitspanne von knapp 19 Monaten zwischen der am 28. Januar 2013 verfügten erleichterten Einbürgerung und dem gemeinsamen Scheidungsbegehren der Ehegatten vom 26. August 2014 wäre zudem für sich allein geeignet, die natürliche Vermutung zu begründen, dass die Ehe zum Einbürgerungszeitpunkt nicht intakt gewesen sei. Diese Ausführungen der Vorinstanz betreffen die Beweiswürdigung (vgl. BGE 148 II 285 E. 3.1.2) und sind nicht offensichtlich unrichtig (vgl. Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG). Zu prüfen bleibt, ob die Vorinstanz in willkürfreier Würdigung der erhobenen Beweise zum Schluss kommen durfte, die Beschwerdeführerin habe nicht glaubhaft machen können, dass ein erst nach der Einbürgerung eingetretenes ausserordentliches Ereignis zum Scheitern der Ehe geführt habe oder aber, dass sie die Schwere der ehelichen Probleme nicht erkannt habe (vgl. oben E. 4.4 und 4.5).