Citation: 4A_228/2018 E. 3.4.2

3.4.2. Die Beschwerdeführerin rügt, die Annahme, ihr seien die Schlussfolgerungen von Dr. F.________ in seinem Bericht vom 23. September 2000 bekannt gewesen, sei willkürlich. Der Bericht habe der Beschwerdeführerin gar nicht bekannt sein können, da dieser erst zwei Monate nach Abschluss der Vereinbarung verfasst worden sei. Die Vorinstanz stellte entgegen den Behauptungen der Beschwerdeführerin nicht fest, der Beschwerdeführerin sei der Bericht von Dr. F.________ vom 23. September 2000 vor dem Abschluss der Vereinbarung bekannt gewesen, sondern vielmehr ihr sei die darin ausgeführte Verschlechterung ihres Gesundheitszustands bekannt gewesen. Dass sich der Bericht von Dr. F.________ datierend vom 23. September 2000 und somit nach dem Abschluss der Vereinbarung auf den Zeitraum vor Vergleichsabschluss (Behandlungszeitraum vom 5. Januar 2000 bis zur Sistierung der Therapie am 12. Mai 2000) bezieht, bestreitet auch die Beschwerdeführerin nicht. Sie macht aber geltend, aus dem Bericht könne nicht geschlossen werden, ihr sei vor Vergleichsabschluss bekannt gewesen, dass Dr. F.________ ihre langfristige Arbeitsfähigkeit bei nur noch 50 % angesiedelt habe. Die Vorinstanz hat entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin nicht festgestellt, der Beschwerdeführerin sei bekannt gewesen, dass Dr. F.________ ihre langfristige Arbeitsfähigkeit bei nur noch 50 % angesiedelt habe. Sie hat vielmehr nur festgestellt, der Beschwerdeführerin sei die Labilität ihres Gesundheitszustandes und die Möglichkeit einer gravierenden Verschlechterung namentlich vor dem Hintergrund des Therapieabbruchs bekannt gewesen. Diese Feststellung ist nicht willkürlich. Die Rüge der Beschwerdeführerin geht fehl.