Citation: I 104/00 13.03.2001 E. 3

3.- a) Anzumerken ist, dass in Fällen wie dem vorliegenden, in welchen für die Bestimmung des Invalideneinkommens von Tabellenlöhnen ausgegangen wird, es sich - entgegen der Auffassung des kantonalen Gerichts - nicht rechtfertigt, für jedes Merkmal, das ein unter den Durchschnittswerten liegendes Einkommen erwarten lässt, separat quantifizierte Abzüge vom in der LSE ausgewiesenen Durchschnittsverdienst vorzunehmen und diese zusammenzuzählen, da damit Wechselwirkungen ausgeblendet werden( BGE 126 V 80 Erw. 5b/bb). Es ist ganz allgemein der Einfluss aller Merkmale auf das Invalideneinkommen (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen (BGE 126 V 80 Erw. 5b/bb mit Hinweisen). Dabei hat das Eidgenössische Versicherungsgericht erkannt, dass der Abzug vom statistischen Lohn unter Berücksichtigung aller jeweils in Betracht fallenden Merkmale auf insgesamt höchstens 25 % begrenzt ist (BGE 126 V 80 Erw. 5b/cc). b) In Würdigung der gesamten persönlichen und beruflichen Umstände rechtfertigt sich vorliegend auf Grund der Teilzeitarbeit sowie der Tatsache, dass gesundheitlich beeinträchtigte Versicherte, die selbst im Rahmen leichter Hilfsarbeitertätigkeiten nicht mehr voll leistungsfähig sind, lohnmässig gegenüber ihren gesunden Kollegen benachteiligt sind (BGE 124 V 323 Erw. 3b/bb), ein Abzug von höchstens 15 %. Wird zu Gunsten des Beschwerdegegners auf das von der Vorinstanz dem Einkommensvergleich zugrunde gelegte tiefere Einkommen im Dienstleistungssektor (ohne Produktionsbereich) von gemäss Tabelle A 1.1.1 - recte - Fr. 3'735.- bzw. Fr. 1'956.- (Fr. 3'735.- : 40 x41, 9 : 2) oder Fr. 23'472.- abgestellt, resultiert hieraus unter Berücksichtigung des Abzugs im Vergleich zum unbestrittenen hypothetischen Einkommen ohne Invalidität (Fr. 51'700.-) eine Erwerbsunfähigkeit von rund 61 %. Selbst wenn von einem höchstzulässigen Abzug von 25 % ausgegangen würde, ergäbe sich mit Fr. 17'604.- ein Betrag, der in Gegenüberstellung mit dem Valideneinkommen zu einer Einbusse von unter 66 2/3 % führte. Wie die Beschwerdeführerin im Ergebnis zu Recht vorbringt, steht dem Beschwerdegegner für die Zeit ab 1. März 1993 somit in jedem Fall lediglich eine halbe Invalidenrente zu.