Citation: 1A.313/2005 01.09.2006 E. 7

Die beiden Grundstücke waren am Stichtag nicht dem weitgehend überbauten Gebiet (Art. 15 lit. a RPG) zuzurechnen. Wiederum kann der entsprechenden Einschätzung des Verwaltungsgerichts zugestimmt werden, während die gegenteilige Auffassung der kantonalen Schätzungskommission und der Beschwerdeführerin abzulehnen ist. Ob das Gebiet bereits überbaut war, ist anhand der am Stichtag vorhandenen allgemeinen Siedlungsbauten und nicht aufgrund der neuen zonenplanerischen Festlegungen zu beurteilen (BGE 132 II 218 E. 4.1 S. 223, E. 4.3.1 S. 226). 7.1 Vorliegend geht es um Grundstücke in peripherer Lage. Die kleinere Parzelle Nr. 868 war auf zwei Seiten vom bereits erwähnten Waldstreifen (E. 5) eingefasst. Die unterhalb der Rigistrasse westlich an Nr. 868 angrenzende Parzelle Nr. 1523 war unüberbaut; ebenso die darunter liegende Parzelle Nr. 1574. Bereits deswegen erweist sich das relativ kleine Grundstück Nr. 868 nicht als Baulücke. Die grössere Parzelle Nr. 602 grenzt seitlich ebenfalls an den Waldstreifen an. An ihren beiden Längsseiten wird sie durch die Rigi- und teilweise die Obere Bodenbergstrasse begrenzt. Ab dem Wendeplatz der Oberen Bodenbergstrasse erstreckt sich Parzelle Nr. 602 hangaufwärts gegen den Mattberg hin. Nördlich und westlich befanden sich vereinzelt Einfamilien- bzw. Ferienhäuser, so namentlich das bereits erwähnte Haus auf Parzelle Nr. 1511. Auf der anderen Seite des Waldstreifens gab es ebenfalls eine Häusergruppe; von einer geschlossenen Siedlung kann jedoch auch dort nicht gesprochen werden. 7.2 Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts dient die Freihaltung der beiden Grundstücke der Erhaltung eines grösseren zusammenhängenden Landschaftsschutzgebiets (vgl. E. 5). Dieses reicht vom Mattberg her hangabwärts über die beiden Grundstücke hinweg zu einer unterhalb anschliessenden Freihaltezone auf Parzelle Nr. 1574 im oberen Glattberg. 7.3 Die Beschwerdeführerin entgegnet, ein offenes Flurgebiet bestehe gar nicht. Der Einwand ist jedoch nicht geeignet, um eine unrichtige Feststellung des Sachverhalt durch das Verwaltungsgericht zu belegen. Dabei weist die Beschwerdeführerin auf die Rigistrasse hin, die das freigehaltene Gebiet zerschneidet. Zu Recht vertritt das Gericht die Auffassung, dass diese Strasse keine prägende Zäsur zwischen den beiden Grundstücken bildet. Eine Einzonung entlang dieser Strasse in der ersten Bautiefe war nicht geboten. Im Übrigen bestreitet die Beschwerdeführerin nicht, dass das Flurgebiet auf den beiden umstrittenen Parzellen am Stichtag offen war. 7.4 Zwar ist der Beschwerdeführerin zuzugeben, dass bereits der direkt angrenzende Waldstreifen im Nahbereich siedlungstrennend wirkt. Im grösseren Zusammenhang erscheint aber der Einbezug der fraglichen Parzellen in das Nichtbaugebiet als sachgerecht. Das Verwaltungsgericht durfte in diesem Zusammenhang zusätzlich die Prägung der beiden Grundstücke durch die erwähnten Findlinge berücksichtigen. Aufgrund einer qualitativen Betrachtungsweise lässt sich den beiden Grundstücken eine siedlungstrennende und damit eine raumplanerisch eigenständige Funktion zuerkennen.