Citation: 8C_734/2022 E. 4.2

4.2. Hinsichtlich der erwerblichen Auswirkungen der Arbeitsunfähigkeit stellte das kantonale Gericht im Rahmen der Ermittlung des Valideneinkommens auf die Angaben der letzten Arbeitgeberin ab, bei welcher die Beschwerdeführerin zuletzt als Kommissioniererin mit Kontrollfunktion tätig gewesen war, was unter Berücksichtigung der allgemeinen Lohnentwicklung der Frauen bis ins Jahr 2019 zu einem hypothetischen Jahresverdienst als Gesunde von Fr. 58'176.- führte. Dies entsprach der Vorgehensweise der Beschwerdegegnerin im Verwaltungsverfahren. Für die Berechnung des Invalideneinkommens schloss sich die Vorinstanz ebenfalls der Verwaltung an und zog die Tabelle TA1_tirage_skill_level der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik heran. Dabei stellte sie auf den standardisierten Durchschnittslohn für einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art in sämtlichen Wirtschaftszweigen des privaten Sektors ab. Hernach gelangte sie unter Berücksichtigung der durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit im Jahr 2019 sowie der allgemeinen Lohnentwicklung wie auch des noch zumutbaren 80%-Pensums auf ein Invalidenenkommen von Fr. 44'182.-. Das kantonale Gericht verneinte einen Abzug vom Tabellenlohn mit der Begründung, der ausgeglichene Arbeitsmarkt halte trotz den im Anforderungsprofil genannten Einschränkungen weiterhin ein genügend breites Spektrum an Verweistätigkeiten bereit, und nannte dabei als Referenz das Urteil 8C_725/2020 vom 22. Dezember 2020 E. 4.4.1 mit Hinweis. Der Vergleich der so bestimmten Einkommen führe zu einem nicht rentenbegründenden Invaliditätsgrad von 24 %.