Citation: 8C_11/2015 E. 3.2

3.2. Soweit das kantonale Gericht alsdann eine im Rahmen eines Aerobic-Trainings ausgeführte "grosse Bewegung" mit abschliessendem Abstellen des Fusses auf den Boden als eine kontrollierte und physiologisch im normalen Rahmen liegende Bewegung wertet, ist dies ebenfalls zutreffend. Dabei ist unerheblich, ob diese Bewegung allenfalls von einem Aerobic-Steppbrett aus erfolgt ist oder nicht. Das Stepp-Aerobic zeichnet sich durch sich wiederholende Schrittvariationen mit Auf- und Absteigen (nicht Auf- und Abspringen) auf eine üblicherweise zwischen 10 und 20 cm hohe Plattform (Stepper) aus, vergleichbar einem wiederholten Auf- und Absteigen auf oder von einer Treppenstufe. Zwar wirken dabei je nach Ausführungsvariante auch leicht höhere Kräfte auf das Knie als wenn die Schrittabfolgen rein auf dem Boden ausgeführt werden. Im Unterschied etwa zu einem Squat-Sprung, bei welchem aus einer Hockstellung heraus mit an die Hüften angelegten Armen so hoch wie möglich gesprungen wird (dazu siehe Urteil 8C_40/2014 vom 8. Mai 2014), geht damit indessen nicht eine gesteigerte Gefahrenlage einher. Ebensowenig führt allein das blosse Be- oder Absteigen eines Steppers im Rahmen einer Aerobic-Choreographie zu einer unkontrollierbaren Bewegung. Anders wäre mit der Vorinstanz allenfalls zu entscheiden, falls der Stepper beim Absteigevorgang ausgewiesenermassen weggerutscht wäre. Dies lässt sich indessen mit der Vorinstanz nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellen. Soweit die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang argumentiert, Verwaltung und Vorinstanz hätten gegen den Untersuchungsgrundsatz verstossen, wenn sie in antizipierter Beweiswürdigung auf das Befragen der am Aerobic-Kurs Teilnehmenden verzichtet haben, ist ihr entgegenzuhalten, dass nicht davon auszugehen ist, dass diese den von ihr erst im Einspracheverfahren geschilderten Geschehensablauf im Detail noch nachträglich und durch eigene Wahrnehmung erfasst, bestätigen können. Denn allein die Feststellung, dass mit einem Stepper trainiert worden ist, hilft nach Gesagtem nicht weiter. Und das im Einspracheverfahren behauptete Wegrutschen des (an sich sehr stabilen) Steppers unter dem einen Fuss während des Absetzens des anderen auf dem Boden mit der einzigen Konsequenz, dass auf diesen härter als üblich gestanden (und nicht etwa hingefallen) wurde, d ürfte, wenn es sich tatsächlich so zugetragen hat, ebenfalls wenig augenfällig gewesen sein, anderenfalls die Versicherte erfahrungsgemäss auch im am 18. November 2013 ausgefüllten Fragebogen nähere Ausführungen dazu gemacht hätte. Entgegen dem Vorgebrachten kann nämlich auch nicht gesagt werden, die ihr im Fragebogen gestellten Fragen seien zweideutig und derart unklar formuliert gewesen, dass deswegen ein augenfälliges Wegrutschen eines an sich rutsch festen Trainingsgerätes beim Zuziehen der Verletzung in guten Treuen unerwähnt geblieben wäre. Soweit auf die Dres. med. C.________ und D.________ verwiesen wird, wonach die Beschwerdeführerin eine Kniegelenkdistorsion (verdrehtes Knie) erlitten haben soll, stimmt dies sodann nicht mit ihrer eigenen Geschehensschilderung überein. Ebenso wenig kann aus der von der Arbeitgeberin ausgefüllten Unfallmeldung vom 5. November 2011 etwas zu ihren Gunsten abgeleitet werden, ist darin doch lediglich ganz allgemein von einer falschen Bewegung beim Aerobic die Rede.