Citation: 6B_1241/2023 E. 1.4.2

1.4.2. Die Vorinstanz nimmt zu Recht eine grobe Verkehrsregelverletzung im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG an. Nach ihrer willkürfreien Sachverhaltsfeststellung betrug der Abstand zwischen dem Personenwagen des Beschwerdeführers und dem vorausfahrenden Fahrzeug 12 Meter bei einer Geschwindigkeit von 82 km/h, den der Beschwerdeführer während einer Distanz von 380 Metern eingehalten hat. Dies entspricht einem zeitlichen Abstand von 0,5268 Sekunden. Damit beging der Beschwerdeführer nach der genannten "1/6-Tacho-Regel" eine grobe Verkehrsregelverletzung. Unbehelflich ist seine Rüge, dass sich die reinen Bremswege bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h aufgrund der Beschaffenheit der Fahrzeuge signifikant unterscheiden würden. Der Beschwerdeführer zeigt nicht auf und es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern diese unterschiedliche Beschaffenheit das Kollisionsrisiko so stark minimiert hätte, dass trotz seines Verhaltens keine erhöhte abstrakte Unfallgefahr bestanden hat. Unter Berücksichtigung der genannten Umstände spricht die Vorinstanz den Beschwerdeführer zu Recht der groben Verkehrsregelverletzung durch Hintereinanderfahren mit ungenügendem Abstand schuldig. Soweit der Beschwerdeführer darüber hinaus geltend macht, auch die von der Vorinstanz vorgenommenen Erwägungen bezüglich der Sichtverhältnisse basierten auf der willkürlich festgelegten Bremsreaktionszeit, ist darauf nicht weiter einzugehen, da der Beschwerdeführer keine Willkür aufzuzeigen vermochte (vorne E. 1.4.1). Rügt der Beschwerdeführer überdies, dass auch der subjektive Tatbestand der groben Verkehrsregelverletzung bzw. das Element der Rücksichtslosigkeit nicht erfüllt sei, kann ihm nicht gefolgt werden. Einerseits ist unklar, was er aus dem Umstand, er habe in seiner seelisch-psychischen Vorstellungswelt auf das verkehrsregelkonforme Verhalten des voranfahrenden Fahrzeugs vertrauen und daher davon ausgehen dürfen, dass dieses seine Fahrt beschleunigen würde, zu seinen Gunsten ableiten will. Andererseits kann auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden. Demnach legt der Beschwerdeführer berufsbedingt viele Kilometer pro Jahr zurück und verfügt über eine grosse Fahrpraxis, womit ihm die Abstandsregel bekannt und ihm somit (eingestandenermassen) bewusst war, durch den geringen Abstand eine Gefahr geschaffen zu haben (vgl. Urteil S. 6 f.). Auch in diesem Punkt dringt der Beschwerdeführer mit seinen Argumenten nicht durch.