Citation: 1P.227/2004 22.09.2004 E. A

Der Einzelrichter des Bezirksgerichts See sprach X.________ am 13. Dezember 2002 von der Anklage des Nichtbeherrschens des Fahrzeuges frei. Er sprach ihn des Führens eines Motorfahrzeuges in angetrunkenem Zustand, der Widerhandlung gegen die Gurtentragpflicht und der fahrlässigen schweren Körperverletzung schuldig und verurteilte ihn zu zwölf Wochen Gefängnis, unter Gewährung des bedingten Strafvollzugs, sowie zu einer Busse von Fr. 1'500.--. Der Einzelrichter ging von folgendem Sachverhalt aus: Am 16. Januar 2002, ca. 15.00 Uhr, sei X.________ mit seinem Personenwagen auf der Uznacherstrasse von Schmerikon kommend Richtung Jona gefahren. In einer Linkskurve sei er von der Fahrbahn abgekommen, ins Schleudern geraten und mit einem korrekt entgegenkommenden Fahrzeug kollidiert. Dabei seien der Fahrer dieses Fahrzeugs, A.________, sowie der Angeklagte und dessen Beifahrer Y.________ - die beide nicht angegurtet gewesen seien - verletzt worden. Der Angeklagte habe im Zeitpunkt der Blutentnahme eine Blutalkoholkonzentration von 1,14 ‰ aufgewiesen. Der Einzelrichter hielt die Sachverhaltsdarstellung des Angeklagten für unglaubwürdig. Dieser hatte vorgebracht, eine Drittperson habe sich auf dem Rücksitz seines Wagens befunden und ihm mit einer Waffe in der Hand Anweisungen gegeben; sie habe den Verkehrsunfall herbeiführen wollen, um ihn zu töten. Hintergrund des Tötungsversuchs soll der Umstand gewesen sein, dass der Angeklagte als Detektiv Ermittlungen für eine Versicherung gegen Leute durchgeführt habe, die vermutlich einer mafiaähnlichen Organisation angehören würden. Gegen das Urteil des Einzelrichters legte X.________ Berufung ein. Das Kantonsgericht St. Gallen sprach ihn mit Entscheid vom 9. Februar 2004 von der Anklage der Widerhandlung gegen die Gurtentragpflicht frei. Im Übrigen wies es die Berufung ab.