Citation: 8C_62/2024 E. A

A.a. Der 1964 geborene A.________ meldete sich am 27. Juli 1989 unter Hinweis auf einen Morbus Crohn zum Leistungsbezug bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung an. Die Verwaltung gewährte berufliche Massnahmen in Form einer kaufmännischen Umschulung, die sie nach dreijähriger Dauer mit rechtskräftiger Verfügung vom 7. Dezember 1992 abschloss. Sie hielt fest, die Voraussetzungen für eine erfolgreiche und geeignete Arbeitsplatzvermittlung seien nun gegeben. Mit Verfügung vom 12. Mai 1997 sprach die IV-Stelle des Kantons Zürich (IV-Stelle) dem Versicherten gestützt auf einen nach der Einkommensvergleichsmethode ermittelten Invaliditätsgrad von 100 % ab 1. Januar 1996 eine ordentliche einfache Invalidenrente, nebst Zusatzrente für die Ehegattin und einer Kinderrente zu. Nach der Geburt des zweiten Kindes gewährte sie ihm 1998 eine weitere Kinderrente. Die danach durchgeführten Revisionsverfahren (1999, 2005, 2008 und 2012) ergaben jeweils keine Änderung des Invaliditätsgrades und damit des Rentenanspruchs. A.b. 2015 leitete die IV-Stelle ein neues Revisionsverfahren ein. Im Fragebogen vom 8. Juni 2015 gab A.________ an, er arbeite je nach Wohlbefinden ein bis zwei Stunden am Tag als Fahrer für die B.________ GmbH (heute: B.________ AG; nachfolgend: B.________). Nach weiteren Abklärungen ermittelte die Verwaltung einen Invaliditätsgrad von 90 %. und teilte dem Versicherten am 11. September 2015 mit, er habe weiterhin Anspruch auf eine ganze Rente. A.c. Im weiteren Verlauf erhielt die IV-Stelle anonyme Hinweise, wonach A.________ bei der B.________ in einem Pensum von 100 % arbeite. Das Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich meldete am 26. August 2016, es bestehe ein Verdacht auf Schwarzarbeit. Daraufhin liess die IV-Stelle den Versicherten im Zeitraum vom 10. April bis 25. Mai 2017 observieren (Observationsbericht vom 31. Mai 2017). Nach Beizug der Akten des Strassenverkehrsamts zu den Fahrtauglichkeitsuntersuchungen konfrontierte sie A.________ anlässlich eines Gesprächs vom 18. April 2018 mit dem Observationsmaterial und eröffnete ihm, sie beabsichtige die Invalidenrente per 30. April 2018 zu sistieren. Am 9. Mai 2018 verfügte sie im angekündigten Sinn. Im Rahmen der weiteren Abklärungen veranlasste die IV-Stelle eine polydisziplinäre Begutachtung in den Fachrichtungen Allgemeine Innere Medizin, Gastroenterologie, Urologie, Rheumatologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie bei der ABI Ärztliches Begutachtungsinstitut GmbH (nachfolgend: ABI). Im Gutachten vom 25. Februar 2019 attestierten die Experten dem Versicherten eine Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer leidensangepassten Tätigkeit. Diese Arbeitsfähigkeit habe möglicherweise seit Oktober 2015 bestanden, könne wahrscheinlich mindestens seit Anfang 2018 angenommen werden und sicher ab dem Untersuchungszeitpunkt im November 2018 bestätigt werden. Mit Vorbescheid vom 14. April 2019 kündigte die IV-Stelle dem Versicherten an, sie werde mit der vorgesehenen Verfügung die bisherige ganze Rente infolge der festgestellten Meldepflichtverletzung rückwirkend per 1. Oktober 2015 auf eine halbe Rente herabsetzen und die in der Zeit vom 1. Oktober 2015 bis 30. April 2018 zu Unrecht bezogenen Leistungen zurückfordern. Auf Einwand des Versicherten hin erliess die Verwaltung am 2. Oktober 2020 einen neuen Vorbescheid, mit dem sie ihm die rückwirkende Herabsetzung der bisherigen ganzen Rente auf eine Viertelsrente mit Wirkung ab 1. April 2017 und die Rückforderung der von 1. April 2017 bis 30. April 2018 unrechtmässig bezogenen Leistungen in Aussicht stellte. A.________ erhob abermals Einwand. Im Vorbescheid vom 9. März 2022 kündigte die Versicherung nach weiteren Abklärungen an, dass die bisherige ganze Rente infolge der festgestellten Meldepflichtverletzung rückwirkend per 1. April 2017 auf eine halbe Rente herabgesetzt werde. Sie werde zudem die in der Zeit von 1. April 2017 bis 30. April 2018 zu Unrecht bezogenen Leistungen zurückfordern. Wiederum erhob der Versicherte Einwand. Nach dessen Prüfung verfügte die IV-Stelle am 29. August 2022 die Herabsetzung der bisherigen ganzen ganze Rente auf eine halbe Rente mit Wirkung ab 1. April 2017 und die Rückforderung der von 1. April 2017 bis 30. April 2018 unrechtmässig bezogenen Leistungen; zugleich verrechnete sie ihre Rückforderung in der Höhe von Fr. 37'986.- mit dem Guthaben des Versicherten aus der Nachzahlung von Versicherungsleistungen.