Citation: 5A_612/2023 E. 3.2.2

3.2.2. Zum Einkommen aus dem Landwirtschaftsbetrieb erwog die Vorinstanz zudem, es treffe nicht zu, dass das Scheidungsgericht der Beschwerdegegnerin ein monatliches Nettoeinkommen von Fr. 3'000.-- und zudem Fr. 600.-- aus der Vermietung der Stöckli-Wohnung auf Grundlage des Cashflows des Landwirtschaftsbetriebs angerechnet habe, ohne dass Abschreibungen aus dem Landwirtschaftsbetrieb zu berücksichtigen seien. Vielmehr ergebe sich aus dem Scheidungsurteil einerseits, dass das Scheidungsgericht der Beschwerdegegnerin ein hypothetisches Einkommen aus dem Landwirtschaftsbetrieb von monatlich Fr. 3'000.-- angerechnet habe, das sie effektiv nie erwirtschaftet habe. Andererseits habe bereits das Scheidungsgericht Abschreibungen vom Gewinn aus dem Landwirtschaftsbetrieb zu Recht zugelassen. Zusammenfassend könne man nicht einfach das effektiv erzielte Einkommen zum hypothetisch angerechneten Einkommen addieren, wie das der Beschwerdeführer anstrebe. Addiere man das effektiv erwirtschaftete Nettoeinkommen aus dem Landwirtschaftsbetrieb (monatlich Fr. 203.-- im Jahr 2019) mit dem effektiv erwirtschafteten Nettoeinkommen aus unselbständiger Arbeit (monatlich Fr. 691.-- im Jahr 2019), zeige sich, dass die Beschwerdegegnerin heute nicht mehr Einkommen zur Verfügung habe als zum Scheidungszeitpunkt. Von einer dauerhaften und wesentlichen Einkommensverbesserung könne daher nicht die Rede sein.