Citation: 6B_1219/2015 E. 4.2.1

4.2.1. Im Weiteren ist grundsätzlich nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz die Höhe des verursachten Sachschadens bei der Brandstiftung als erheblichen Betrag wertet, welcher ein leichtes bis mittelgradiges Verschulden bewirke. Es fällt aber auf, dass die Vorinstanz für die Brandstiftung die gleiche Einsatzstrafe (3 1/2 Jahre) ausgefällt hat, wie im ersten Berufungsurteil vom 13. November 2013 (angefochtenes Urteil S. 19; Urteil der Vorinstanz vom 13. November 2013 S. 21), obwohl das Bundesgericht die Strafzumessung in verschiedenen Punkten kritisiert hat. So hat das Bundesgericht in seinem Rückweisungsentscheid zum Beispiel beanstandet, dass die Vorinstanz den Umstand, wonach die Brandlegung geplant und die Rollenverteilung klar gewesen sei, als mittelschwer verschuldenserhöhend gewürdigt hat. Die Erwägungen des Bundesgerichts, wonach aus dem Handeln in Mittäterschaft für sich allein keine erhöhte Vorwerfbarkeit resultiere, solange davon jedenfalls keine grössere Gefährdung für das bedrohte Rechtsgut ausgehe, und eine derartige erhöhte Gefährdung habe nicht vorgelegen, zumal die Verwirklichung der Brandstiftung mehrere Anläufe erfordert habe, so dass die gesamte Vorgehensweise als eher unbeholfen erschienen sei (Rückweisungsentscheid E. 2.4, 3. Absatz), gelten nach wie vor. Dem hat die Vorinstanz keine Beachtung geschenkt. Ebenfalls ausser Acht gelassen hat sie die Erwägung, die Gewichtung des direkten Vorsatzes als stark verschuldenserhöhend verletze Bundesrecht (Rückweisungsentscheid E. 2.4, 4. Absatz). Diese Gesichtspunkte hätten sich in einer tieferen Festsetzung der Einsatzstrafe niederschlagen müssen. Die Vorinstanz wird diese in ihrem neuen Entscheid entsprechend herabsetzen müssen. Sodann mag in Bezug auf die subjektiven Tatkomponenten zutreffen, dass der Beschwerdeführer aus finanziellen Motiven gehandelt hat und dass seine Geschäfts- und privaten Schulden nicht erdrückend gewesen sind. Doch anerkennt auch die Anklageschrift, dass der Beschwerdeführer aufgrund finanzieller Probleme gehandelt hat und geht auch die Vorinstanz von prekären finanziellen Verhältnissen aus. Der Beweggrund erscheint deshalb in einem anderen Licht als etwa ein blosses egoistisches Gewinnstreben. Die Wertung als stark verschuldenserhöhend wird diesem Umstand nicht gerecht. Dass die Tat grundsätzlich vermeidbar war, hat demgegenüber keine eigenständige Bedeutung. Wesentlich ist, dass der Entscheidungsspielraum aufgrund der anerkannten finanziellen Probleme jedenfalls eingeschränkt war. Das Bundesgericht hat bereits im Rückweisungsentscheid ausgeführt, dass die pauschale Erwägung, wonach die drückenden finanziellen Schwierigkeiten den Beschwerdeführer in seiner Freiheit, sich gegen das Unrecht zu entscheiden, nicht beeinträchtigt hätten, als Begründung nicht ausreiche (Rückweisungsentscheid E. 2.4, 6. Absatz a.E.). Unbeachtlich ist demgegenüber, was der Beschwerdeführer zur Strafzumessung für seine Mittäter ausführt. Zu beurteilen ist nur die Strafe des Beschwerdeführers. Ob die Mittäter im Vergleich zu ihm zu Unrecht zu milde bestraft wurden, d.h. ob für sie nicht eine strengere Strafe angemessen gewesen wäre, bildet nicht Gegenstand der Beurteilung.