Citation: 5A_92/2024 E. 4.2

4.2. Aus dem in den Akten liegenden bewilligten Nachlassvertrag (Art. 105 Abs. 2 BGG) geht hervor, dass der Beschwerdegegner nicht verpflichtet ist, die Nachlassdividenden der übrigen privilegierten Forderungen gemäss Art. 219 SchKG sicherzustellen, sondern die privilegierten Gläubiger gemäss Art. 306 Abs. 1 Ziff. 2 SchKG darauf verzichten. Der (unbegründete) Entscheid über die Bewilligung der Nachlassstundung (vom 26. Juli 2023) enthält keine Anhaltspunkte über das Gläubigerquorum und die Bewilligungsvoraussetzungen. Anhaltspunkte, dass die Beschwerdeführerin einem Verzicht auf die angemeldete privilegierte Forderung zugestimmt hätte, bestehen insoweit nicht. Ob dem Hinterlegungsantrag der Beschwerdeführerin ein erklärter Verzicht entgegensteht (vgl. GUGGISBERG/JAKOB, a.a.O., N. 33 zu Art. 315; JUNOD MOSER/GAILLARD, a.a.O., N 17 zu Art. 315), muss jedoch nicht erörtert werden. Das Obergericht hat den Antrag auf Hinterlegung nach Art. 315 Abs. 2 SchKG nicht wegen fehlender Berechtigung zur Antragsstellung abgewiesen, sondern weil es sachlich - wie dargelegt (E. 3) - willkürfrei annehmen durfte, dass das für die eingeklagte Forderung verlangte Privileg nicht besteht.