Citation: 6B_402/2022 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz erachtet aufgrund der Art der Tat sowie des Alters und der Vorgehensweise des Beschwerdeführers eine Freiheitsstrafe als gerechtfertigt. Sofern der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit der Sanktionsart seine Würdigung der Tat darlegt und ausführt, wie die strafzumessungsrelevanten Umstände im Hinblick auf die Sanktionsart anders hätten gewichtet werden können, vermag er nicht aufzuzeigen, dass die Vorinstanz ihr Ermessen bei der Festlegung der Sanktionsart überschritten hat, rechtlich von nicht massgebenden Kriterien ausgegangen ist oder wesentliche Gesichtspunkte ausser Acht gelassen hat. Im Zusammenhang mit der Festlegung der Einsatzstrafe hält die Vorinstanz unter anderem fest, der Beschwerdeführer habe durch seine brutale Salve von Schlägen ein beachtliches Mass an krimineller Energie offenbart. Dem Beschwerdeführer ist insoweit zu folgen, als dass ein geradezu beachtliches Mass an krimineller Energie dem Verhalten des Beschwerdeführers kaum zu entnehmen ist. Das Bundesgericht kann jedoch, solange sich die Strafe unter Beachtung aller relevanten Faktoren im Rahmen des dem Sachgericht zustehenden Ermessens hält, das angefochtene Urteil auch bestätigen, wenn dieses in Bezug auf die Erwägungen zum Strafmass einzelne Unklarheiten und Unvollkommenheiten enthält (Urteile 6B_144/2021 vom 9. Dezember 2022 E. 4.2.3; 6B_132/2020 vom 29. Juni 2020 E. 2.3; je mit Hinweisen). Indem die Vorinstanz unter Berücksichtigung der Heftigkeit der Schläge und der dadurch geschaffenen Lebensgefahr sowie den langfristigen körperlichen und kognitiven Beeinträchtigungen des Beschwerdegegners 2 von einer Einsatzstrafe von sieben bis acht Monaten ausgeht, überschreitet oder missbraucht sie ihr Ermessen im Ergebnis nicht. Aufgrund des Notwehrexzesses und der mit dem Ergänzungsgutachten vom 20. November 2017 festgehaltenen leichtgradigen Verminderung der Schuldfähigkeit des Beschwerdeführers reduziert die Vorinstanz die Strafe um zwei Monate. Das Nachtatverhalten führt zu einer weiteren Strafreduktion. Die Vorinstanz erachtet insgesamt eine Strafe von vier Monaten als gerechtfertigt. Zu den Ausführungen des Beschwerdeführers ist darauf zu verweisen, dass die Vorstrafenlosigkeit nach der Rechtsprechung grundsätzlich neutral zu werten ist. Besondere Umstände, welche eine ausnahmsweise Berücksichtigung rechtfertigen würden (vgl. BGE 136 IV 1 E. 2.6.4), macht der Beschwerdeführer nicht geltend. Die Strafe von vier Monaten Freiheitsentzug hält sich im Rahmen des sachrichterlichen Ermessens.