Citation: 8C_94/2019 E. 8.1

8.1. Der Beschwerdeführer wendet ein, in Ziff. 1.3 des strittigen Einspracheentscheides vom 23. April 2018 habe die Suva einen Wiedererwägungsgrund bejaht und die Sache frei überprüfen wollen. Sie habe sich mit allen Arztberichten auseinandergesetzt, den Unfallhergang untersucht und den Kausalzusammenhang verneint. Die Suva habe den Sachverhalt von 2010 bis 2018 somit frei überprüft. Dies seien das Anfechtungsobjekt und der Streitgegenstand gewesen, wie sie sich der Vorinstanz präsentiert hätten. Streitgegenstand sei also nicht bloss die Frage der zweifellosen Unrichtigkeit der Leistungseinstellung vom 24. Juli 2012 gewesen. Indem die Vorinstanz nur diese Frage geprüft bzw. seinen Leistungsanspruch nicht frei beurteilt habe, habe sie zu Unrecht ihre Kognitionsbefugnis verengt. Sie habe somit eine Ermessensunterschreitung und folglich eine Rechtsverletzung aber auch eine Rechtsverweigerung nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK, Art. 29 BV und Art. 14 Abs. 3 litt. c UNO Pakt II sowie eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 i. V. m. Art. 61 ATSG begangen.