Citation: 5A_180/2021 E. 3

Das Kantonsgericht hat erwogen, dass angesichts des Alters des Kindes dem Vater bereits ein sehr grosszügiges Besuchsrecht eingeräumt werde. Eine Kindeswohlgefährdung sei allerdings nicht ersichtlich, zumal die Mutter selbst sage, dass es dem Kind beim Vater nicht schlecht gehe, er habe sich einfach nie körperlich um C.________ gekümmert. Allerdings sei das Gericht nicht zweifelsfrei überzeugt, ob dem Vater insbesondere die Wichtigkeit der Beinschiene und die Gefahren auf einer Alp (Transport mit dem Aebi; Heugaden; Absturzgefahr) wirklich bewusst seien. Grundsätzlich spreche aber nichts gegen den Umfang des von der Mutter akzeptierten Besuchsrechts. Allerdings komme eine Ausdehnung des ohnehin bereits sehr grosszügig bemessenen Besuchsrechts nicht in Frage. Ein dreijähriges Kind brauche noch eine relativ intensive Betreuung. Der Vater sei mit einem Pensum von 100 % als Maurer angestellt und auf Fremdbetreuung angewiesen; sodann verbringe er die Sommermonate auf der Alp im D.________, welche er ganztägig bewirtschafte. Demgegenüber arbeite die Mutter mit einem Pensum von 30 % als Pflegefachfrau im Kinderspital Luzern; sie könne ihre Arbeitstage selbst bestimmen und auch auf die Besuchswochenenden legen. Problematisch scheine nicht zuletzt, dass der Vater mehrfach die Besuchszeiten nicht eingehalten und C.________ nach den Wochenenden wiederholt nicht zur Mutter zurückgebracht habe. Kleine Kinder seien jedoch auf Stabilität und Verlässlichkeit angewiesen.