Citation: 6B_673/2014 E. 3.1.2

3.1.2. Im Weiteren erblickt die Beschwerdeführerin eine Verletzung des rechtlichen Gehörs darin, dass die Vorinstanz ihren Antrag auf Einvernahme verschiedener Leumundszeugen, namentlich von Freunden und Freundinnen sowie einer ehemaligen Mitinsassin im Gefängnis, abgewiesen hat. Die Vorinstanz messe der Persönlichkeit bei der Beurteilung ihrer Tatbeteiligung eine wesentliche Bedeutung bei. Dabei stütze sie sich einseitig nur auf Aussagen von Personen, welche ein negatives Bild von ihr entworfen hätten. Die beantragten Zeugen und Zeuginnen, welche ihr seit Jahrzehnten naheständen, hätten demgegenüber darlegen können, dass sie auch über ganz andere Charaktereigenschaften als Dominanz und Härte verfüge (Beschwerde S. 35 ff.). Die Vorinstanz habe zudem zu Unrecht ihren Antrag auf Einvernahme von Zeugen zu ihrer angeblichen Motivlage, namentlich zu ihrer finanziellen Situation und zu ihrer Einstellung zum Geld, abgewiesen. In diesem Zusammenhang habe sich die Vorinstanz weder mit ihren Vorbringen zu ihrer finanziellen Lage und ihrer Einkommenssituation noch mit den in der Berufungsverhandlung zitierten zahlreichen Briefen von Bekannten, in welchen sie als geschätzte, liebenswürdige und hilfsbereite Person beschrieben werde, auseinandergesetzt. Darüber hinaus habe die Vorinstanz bei der Beurteilung der finanziellen Situation völlig ausser Acht gelassen, dass sie in einem der Schenkkreise in der Mitte gestanden habe, so dass sie von neu eintretenden Mitgliedern in naher Zukunft je Fr. 15'000.-- habe erwarten können. Schliesslich habe sie immer klar ausgesagt, den Mitangeklagten von einem Raub am 5. Juni 2009 abgeraten zu haben, weil sie gewusst habe, dass das Opfer A.________ zwar einen grösseren Betrag in Basel abgeliefert, aber nicht viel Geld zurückgebracht habe. Zuletzt habe die Vorinstanz nicht berücksichtigt, dass sie dem Mitangeklagten X.________ vor der Tat rund Fr. 2'300.-- geliehen habe und dass nach ihrer Verhaftung in ihrer Wohnung ein Betrag von Fr. 7'100.-- gefunden worden sei, was ebenfalls dagegen spreche, dass sie im Zeitpunkt der Tatbegehung zu wenig Geld gehabt habe, um ihre Bedürfnisse zu decken. Die Vorinstanz habe ihre Persönlichkeit und ihre angebliche Motivlage völlig einseitig gewürdigt und damit den Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt (Beschwerde S. 41 ff., 52 ff.).