Citation: 7B_248/2022 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz geht davon aus, dass der Beschwerdeführer den objektiven und subjektiven Tatbestand von Art. 163 Ziff. 2 StGB mehrfach erfüllt habe, indem er durch verschiedene Tatbeiträge die Begehung eines Pfändungsbetruges im Sinne von Art. 163 Ziff. 1 StGB durch B.________ sel. gefördert habe. Anders als die Erstinstanz spricht sie ihn hierfür nicht der mehrfachen Gehilfenschaft zum (mehrfachen) Pfändungsbetrug im Sinne von Art. 163 Ziff. 2 StGB, sondern des mehrfachen Pfändungsbetruges im Sinne von Art. 163 Ziff. 2 StGB schuldig. Sie hält fest, dass die explizite Erwähnung der Gehilfenschaft im Erkenntnis nicht notwendig sei, da diese der Ziff. 2 des Tatbestandes immanent sei. Mit dieser Erwägung setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander. Inwiefern die Vorinstanz das Anklageprinzip oder seinen Gehörsanspruch verletzt haben sollte, ist auch nicht ersichtlich, wird doch nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung die Teilnahme an einer Tat gemäss Ziff. 1 von Art. 163 StGB durch dessen Ziff. 2 erfasst (vgl. Urteil 6S.268/2002 vom 6. Februar 2003 E. 4.2 mit Hinweis auf BGE 112 Ib 225 E. 3a). Der Grund für die geringere Strafdrohung beim Dritten liegt darin, dass dieser im Gegensatz zum Schuldner keine unmittelbaren Pflichten gegenüber den Gläubigern hat. Auch wenn der Dritte als Gehilfe oder Anstifter des Schuldners handelt, unterliegt er - in Anwendung von Art. 26 StGB - der geringeren Strafdrohung von Ziff. 2 (vgl. BGE 126 IV 5 E. 2d in Bezug auf Art. 164 StGB, wobei mit Hinweis wiederum auf BGE 112 Ib 225 E. 3a). Dass die Staatsanwaltschaft den erstinstanzlichen Schuldspruch des Beschwerdeführers an sich nicht angefochten hatte, ändert nichts am Ganzen. Wenn der Beschwerdeführer des Weiteren behauptet, aufgrund des "unzutreffenden, spekulativen und in sich nicht stimmigen" Anklagesachverhalts sei völlig unklar, wann (bzw. wann im Frühling 2015) er von B.________ sel. über die wahren Umstände in Kenntnis gesetzt worden sein soll, verkennt er, dass die Angabe eines bestimmten Zeitraums genügt, wenn sich die zeitlichen Verhältnisse nicht exakt rekonstruieren lassen, solange für die beschuldigte Person kein Zweifel besteht, welches Verhalten ihr vorgeworfen wird. Das Gesetz verlangt nicht das präzise Datum, sondern die "Beschreibung von [...] Zeit", die üblicherweise in der Angabe eines Datums erfolgen kann. Die Zeit-Angabe ist indes nur eine der Angaben zur Umschreibung der Tatausführung. Es hängt wesentlich von Beweissituation und Gewährleistung effektiver Verteidigungsmöglichkeiten und damit von der Verfahrensfairness ab, ob ein längerer Zeit-Rahmen noch als im Sinne von Art. 325 Abs. 1 lit. f StPO genügend bestimmt beurteilt werden kann (vgl. Urteile 6B_959/2022 vom 7. August 2023 E. 2.1; 6B_1187/2020 vom 13. Juni 2022 E. 2.2.1; 6B_1003/2020 vom 21. April 2021 E. 1.2.1). Dass der Beschwerdeführer nicht in der Lage gewesen wäre, seine Verteidigungsrechte wirksam wahrnehmen zu können, ist weder dargetan noch ersichtlich. Die Rügen erweisen sich als unbegründet, soweit sie überhaupt den vor Bundesgericht geltenden Anforderungen entsprechen.