Citation: 4A_665/2016 E. 3.4.3

3.4.3. Die Vorinstanz durfte aus der identischen Regelung der wesentlichen Punkte der beiden Darlehensverträge und aus der Zusatzvereinbarung zwischen F.________ und G.________ ohne Willkür schliessen, dass zwischen den Darlehensverträgen eine Verbindung besteht und F.________ in den Abschluss des zweiten Vertrags involviert war. Wie die Vorinstanz richtig ausgeführt hat, spielt dabei keine Rolle, ob er zum Abschluss einer Haftungsbeschränkung befugt war. Selbst wenn die Vereinbarung für die Beschwerdeführerin keine bindende Wirkung hatte, so durfte die Vorinstanz bereits aus der Tatsache, dass F.________ überhaupt eine solche aufgesetzt und unterzeichnet hat, auf seine Beteiligung beim Abschluss des zweiten Darlehensvertrags schliessen. Daran ändert auch nichts, dass G.________ mit der Beschwerdeführerin einen Vergleich abgeschlossen hat. Für den Abschluss eines Vergleichs gibt es verschiedene Motive, darunter etwa auch die rasche Beendigung eines Rechtsstreits. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin ergibt sich aus der Zustimmung zum Vergleich nicht zwingend, dass G.________ der Ansicht war, der zweite Darlehensvertrag sei gültig und nicht simuliert. Die Vorinstanz durfte weiter die Abtretung der Darlehensforderung von F.________ an seine acht Tage zuvor geborene und in Ungarn lebende Tochter durchaus als Indiz dafür würdigen, dass dieser die Forderung vor den Strafverfolgungsbehörden hat verheimlichen wollen. Diese Absicht kann wiederum ohne Willkür als Indiz für eine Simulationsabrede gewürdigt werden, weil sie ein Motiv für eine Simulation darstellt. Die Erklärung der Beschwerdeführerin für die Überweisung der Darlehenszinsen auf ein Konto von F.________ überzeugt nicht, macht sie doch gleichzeitig geltend, die Abtretung sei zur Erfüllung von Unterhaltspflichten erfolgt. Wie er mit der Abtretung seine Unterhaltspflichten erfüllen will, wenn er die Zinsen des Darlehens weiter auf sein eigenes Konto überweisen lässt, leuchtet nicht ein. Die Beschwerdeführerin vermag auch mit der blossen Behauptung, sie sei entgegen den vorinstanzlichen Feststellungen nie davon ausgegangen, das Geld für die Auszahlung des ersten Darlehens stamme von einem in die Strafuntersuchung einbezogenen Konto, keine Willkür nachzuweisen. Die Vorinstanz hat sich bei ihrer Feststellung auf ein Aktenstück gestützt. Die Beschwerdeführerin zeigt nicht auf, inwiefern die Vorinstanz dieses Aktenstück willkürlich gewürdigt hätte. Die Beschwerdeführerin macht schliesslich geltend, weder aus der Ähnlichkeit der beiden Darlehensverträge noch aus einer allfälligen Motivation von F.________ zur Verschleierung ergebe sich je für sich alleine eine Simulationsabrede. Sie übersieht dabei, dass die Vorinstanz diese Umstände jeweils als Indizien gewürdigt hat, welche ihrer Ansicht nach insgesamt - zusammen mit weiteren Indizien - den Beweis für eine Simulationsabrede zu erbringen vermochten. Die Berücksichtigung der Verbindung zwischen den Darlehensverträgen und der Verschleierungsversuche von F.________ als Indizien für eine Simulationsabrede ist nicht willkürlich.