Citation: 6B_145/2008 18.07.2008 E. 3

Der Beschwerdeführer wendet gegen die Annahme einer Mittäterschaft ein, eine Fesselung habe mit Sicherheit nie stattgefunden, es sei kein Pfefferspray eingesetzt worden, und X.________ habe nie eine Strumpfmaske getragen. Er selber habe weder die Polizei noch eine andere Behörde wegen eines angeblichen Raubüberfalls alarmiert. Die Vorinstanz habe ihn ohne Prüfung allfälliger ihm zuzuordnender Tatbeiträge schuldig gesprochen. Damit habe sie § 298 StGB/FL in Verbindung mit Art. 6 Ziff. 1 [a]StGB sowie Art. 1 StGB verletzt. Art. 1 StGB bedeute nämlich auch, dass niemand ohne konkrete Tathandlung einem gesetzlichen Straftatbestand unterstellt und bestraft werden dürfe (Beschwerde S. 36 ff.). Nach den obigen Ausführungen geht die Vorinstanz willkürfrei von einer Beteiligung des Beschwerdeführers am fingierten Raub und damit an der Verdeckungshandlung für die gemeinsam geplante und durchgeführte Veruntreuung aus, wobei dem Beschwerdeführer die Veruntreuung nur im Umfang des ihm von X.________ übergebenen Deliktsbetrags von Fr. 560'000.-- zugerechnet wird (angefochtenes Urteil S. 12). Wegen des Sonderdeliktscharakters von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB wurde der Beschwerdeführer als Extraneus lediglich der Gehilfenschaft zur Veruntreuung schuldig gesprochen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6S.55/2006 vom 23. April 2006, E. 4). Nach dem Beweisergebnis planten sie gemeinsam einen raffinierten Coup, mit welchem die Veruntreuung dieser Fr. 560'000.-- hätte vertuscht werden sollen. Dabei war der Beschwerdeführer die treibende Kraft, die den Raubüberfall plante und in die Tat umsetzte (erstinstanzliches Urteil S. 40, 55). Mittäter ist, wer bei der Entschliessung, Planung oder Ausführung eines Delikts vorsätzlich und in massgebender Weise mit anderen Tätern zusammenwirkt (ausführlich BGE 130 IV 58 E. 9.2.1). Die Annahme einer Mittäterschaft liegt vorliegend auf der Hand und damit auch der Schuldspruch wegen Gehilfenschaft zur Veruntreuung und Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung (aber nachfolgend E. 4), was vom Beschwerdeführer denn auch nicht weiter in Frage gestellt wird (Art. 42 Abs. 2 BGG).