Citation: 5P.98/2006 15.06.2006 E. 3

Der Beschwerdeführer macht zunächst geltend, er habe die Beschwerde ans Obergericht ohne anwaltliche Hilfe verfasst. An diese Beschwerde hätten daher geringere Anforderungen gestellt werden müssen, insbesondere da § 300 Abs. 2 ZPO/AG bei familienrechtlichen Streitsachen die Erforschung des Sachverhaltes von Amtes wegen vorsehe. Das Obergericht habe damit nicht ohne weiteres "übliche Sachverhalte und Abläufe" voraussetzen dürfen. Indem es dies getan habe, verletze es Art. 9 BV. Zudem wende es kantonales Recht falsch an. Der in § 300 Abs. 2 ZPO/AG geregelte Untersuchungsgrundsatz bedeutet, dass der Richter von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen hat. Der Beschwerdeführer zeigt nicht auf, welche rechtserheblichen Sachverhaltselemente das Obergericht vorliegend nicht abgeklärt haben soll (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Namentlich ergibt sich aus der Untersuchungsmaxime nicht die Pflicht des Richters, die Parteien in prozessualen Fragen zu beraten und sie schreibt auch nicht vor, wie der Richter die Beweise zu würdigen hat. Die in diesem Zusammenhang vom Beschwerdeführer vorgebrachten Beispiele bezüglich Einkommen der Beschwerdegegnerin und Teilung des Überschusses (vgl. nachfolgend E. 4 und 5) betreffen nicht den Untersuchungsgrundsatz. Auf die Beschwerde kann damit in diesem Punkt nicht eingetreten werden.