Citation: 6B_891/2014 E. 1.6

1.6. Soweit der Beschwerdeführer eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 6 StPO) und des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 107 StPO) rügt, ist auf die Beschwerde einzutreten. Der Beschwerdeführer argumentiert, unter dem Titel "Sachverhalt" lege die Vorinstanz zunächst, wenn auch unvollständig, seine Sachverhaltsvorbringen dar. Nebst der Prozessgeschichte werde lediglich festgehalten, dass der Beschwerdeführer vom Strafgericht des Kantons Zug am 3. Dezember 2013 der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte schuldig gesprochen wurde. Auf den Sachverhalt gemäss Strafanzeige werde nicht näher eingegangen. Daneben stütze sich die Vorinstanz bezüglich des Sachverhalts auf das Strafurteil vom 3. Dezember 2013 sowie die in jenem Verfahren gemachten Aussagen. Die Vorinstanz übernehme unbesehen und unkritisch Sachverhaltsfeststellungen, die in einem anderen Strafverfahren gemacht worden seien, obwohl ein anderes Delikt Gegenstand jenes Verfahrens gewesen sei und dieses sich gegen einen anderen Beschuldigten gerichtet habe. Von einer Ermittlung des relevanten Sachverhalts aus eigener Initiative könne keine Rede sein. Die Vorinstanz gehe auf seine diesbezügliche Rüge nicht ein und komme ihrer Begründungspflicht nicht nach. Gemäss Art. 6 StPO klären die Strafbehörden von Amtes wegen alle für die Beurteilung der Tat und der beschuldigten Person bedeutsamen Tatsachen ab (Abs. 1). Dabei untersuchen sie die belastenden und entlastenden Umstände mit gleicher Sorgfalt (Abs. 2). Der in Art. 6 StPO verankerte Untersuchungsgrundsatz verpflichtet das Gericht indes nicht, von Amtes wegen Beweise zu erheben, wenn es aufgrund der bereits erfolgten Beweisaufnahme seine Überzeugung gebildet hat und in vorweggenommener Beweiswürdigung annehmen kann, dass die zusätzlichen Beweise nichts an seiner Überzeugung zu ändern vermögen (vgl. BGE 134 I 140 E. 5.3 S. 148 mit Hinweisen). Es trifft zu, dass die Vorinstanz für den Sachverhalt auf die Aussagen der Beteiligten im Verfahren gegen den Beschwerdeführer wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte abstellt. Soweit der Beschwerdeführer dies in formeller Hinsicht beanstanden und den Beizug von Akten eines anderen Verfahrens als unzulässig rügen sollte, ist seine Kritik unbegründet (vgl. Art. 194 Abs. 1 StPO). Im Übrigen liegt besagtem Verfahren derselbe Sachverhalt zugrunde wie dem vorliegenden. Die Aussagen wurden zeitnah nach dem Vorfall gemacht. Die Strafanzeige gegen die Beschwerdegegner 2 und 3 lag in diesem Zeitpunkt noch nicht vor. Insgesamt unterstreichen diese Umstände grundsätzlich die Glaubhaftigkeit und Zuverlässigkeit der Aussagen, ohne dass auf die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung näher einzugehen wäre. Soweit sich die Rügen des Beschwerdeführers von einer materiellen Beurteilung des Falles trennen lassen, sind jedenfalls keinerlei Gründe ersichtlich, weshalb die Vorinstanz nicht hätte auf die erwähnten Aussagen abstellen dürfen. Die Rügen des Beschwerdeführers erweisen sich als unbegründet.