Citation: 6P.105/2006 02.11.2006 E. 3

Einem Beschuldigten ist es grundsätzlich unbenommen, gegen den letztinstanzlichen kantonalen Entscheid innert der 30-tägigen Frist mehrere Eingaben an das Bundesgericht einzureichen, in denen die Verletzung eidgenössischen Rechts gerügt wird. Diese mehreren Eingaben sind indessen, auch wenn jede einzelne den formellen Anforderungen der Nichtigkeitsbeschwerde genügt, nicht als mehrere selbstständige Nichtigkeitsbeschwerden, sondern rechtlich als Teile einer einzigen Nichtigkeitsbeschwerde zu behandeln. Entsprechendes gilt, wenn die mehreren Eingaben von verschiedenen Anwälten unterzeichnet worden sind, und zwar auch, wenn diese unabhängig und ohne Wissen voneinander gehandelt haben. Denn Beschwerdeführer sind nicht die Anwälte, sondern Beschwerdeführer ist einzig der von den Anwälten vertretene Beschuldigte. Die von Fürsprecher A.________ unterzeichnete Nichtigkeitsbeschwerde und die von Rechtsanwältin B.________ unterzeichnete Nichtigkeitsbeschwerde sind somit nicht als zwei selbstständige Beschwerden, sondern als Teile einer einzigen im Namen des Beschwerdeführers eingereichten Nichtigkeitsbeschwerde zu behandeln. Eingabe von Rechtsanwältin B.________