Citation: 2C_499/2023 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdeführer ist mehrfach vorbestraft (vgl. A.c vorstehend). Unbestritten ist, dass Verurteilungen im Ausland für die Frage der Bewilligungsverweigerung massgeblich sind. Ebenso unbestritten ist, dass die langen Haftstrafen ohne Weiteres einen Widerrufsgrund nach Art. 62 Abs. 1 lit. b AIG, der auch im Anwendungsbereich vom FZA massgeblich ist, darstellen (vgl. zum Ganzen 2C_613/2023 vom 16. November 2023 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen). Mit Blick auf die fünf Vorstrafen des Beschwerdeführers mögen die drei Jugendstrafen etwas weniger ins Gewicht fallen. Bei den beiden Verurteilungen vom 16. Januar 2013 und 18. Juli 2015, welche sich auf Freiheitsstrafen von 2 Jahren und 10 Monaten bzw. 8 Jahren belaufen, handelt es sich jedoch um schwere Straftaten. Insbesondere die Verurteilung vom 18. Juli 2015 betrifft neben schwerem Bandendiebstahl auch das Herbeiführen von Sprengstoffexplosionen in drei Fällen tateinheitlich mit Diebstahl, was nach Schweizer Recht als qualifizierter Raub (Art. 140 Ziff. 2 StGB) zu bezeichnen ist und unter Umständen zur Beeinträchtigung der physischen Integrität Dritter hätte führen können (vgl. E. 3.3 des vorinstanzlichen Entscheides). Die damaligen Straftaten bilden einen schweren Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung.