Citation: 6B_1049/2015 E. 1

Die Privatklägerschaft ist zur Beschwerde gegen eine Einstellungsverfügung nur legitimiert, wenn der angefochtene Entscheid sich auf die Beurteilung ihrer Zivilansprüche auswirken kann (Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG). In erster Linie geht es um Ansprüche auf Schadenersatz und Genugtuung gemäss Art. 41 ff. OR, die üblicherweise vor den Zivilgerichten geltend gemacht werden müssen. Richtet sich die Beschwerde gegen die Einstellung eines Verfahrens, hat die Privatklägerschaft nicht notwendigerweise bereits vor den kantonalen Behörden eine Zivilforderung erhoben. Selbst wenn sie bereits adhäsionsweise privatrechtliche Ansprüche geltend gemacht hat, werden in der Einstellungsverfügung keine Zivilklagen behandelt (Art. 320 Abs. 3 StPO). In jedem Fall muss die Privatklägerschaft im Verfahren vor Bundesgericht darlegen, aus welchen Gründen sich der angefochtene Entscheid inwiefern auf welche Zivilforderungen auswirken kann. Das Bundesgericht stellt an die Begründung der Legitimation strenge Anforderungen. Genügt die Beschwerde diesen Begründungsanforderungen nicht, kann darauf nur eingetreten werden, wenn aufgrund der Natur der untersuchten Straftat ohne Weiteres ersichtlich ist, um welche Zivilforderungen es geht (BGE 141 IV 1 E. 1.1 S. 4 f. mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin bringt zu ihrer Beschwerdeberechtigung vor, sie sei als Opfer des zu beurteilenden strafbaren Verhaltens zur Beschwerde legitimiert. Als Folge der erlittenen Verletzungen sei ihr Gehör beeinträchtigt und aufgrund des Schädel-Hirn-Traumas lägen weitreichende kognitive Beeinträchtigungen vor. Ob inskünftig ein Invaliditätsschaden eintrete, stehe noch nicht fest und hänge davon ab, wie sie trotz der kognitiven Beeinträchtigungen die schulische und berufliche Ausbildung werde absolvieren können. Der Ausgang des Strafverfahrens habe zwar keine unmittelbare Bindungswirkung für das Zivilverfahren, wirke sich aber stark präjudizierend aus. Dies gelte nicht nur für ein allfälliges separates Zivilverfahren, sondern auch für die adhäsionsweise geltend gemachten Schadenersatzansprüche. Die Beschwerdeführerin erlitt beim Vorfall vom 28. Februar 2013 schwere Verletzungen, die zu Zivilforderungen im Sinne von Art. 41 ff. OR führen können. Sie erklärte denn auch ausdrücklich, sich als Zivilklägerin am Strafverfahren beteiligen zu wollen. Damit legt die Beschwerdeführerin hinreichend dar, dass sich der angefochtene Entscheid auf ihre Zivilforderungen auswirken kann. Auf die Beschwerde ist einzutreten.