Citation: 1C_571/2021 E. 3.3

3.3. Dass im GP Brunnenhöfli auf dem Baugrundstück kein Baubereich, sondern einzig das bestehende Haus eingetragen wurde, ist gemäss Feststellungen der Vorinstanz darauf zurückzuführen, dass beim Erlass des Gestaltungsplans davon ausgegangen wurde, das bestehende Haus werde belassen. Dies wird dadurch bestätigt, dass im Genehmigungsbeschluss bezüglich der künftigen Überbauung der Grundstücke von M.________ vom weiteren Bestand des bestehenden Wohnhauses mit eine Bruttogeschossfläche von 300 m² ausgegangen wurde (Ziff. 1.7) und entsprechend für das Baugrundstück keine maximalen Bauhöhen festgelegt wurden (Ziff. 2.33). Da der GP Brunnenhöfli klarerweise vom weiteren Bestand des auf dem Baugrundstück bereits errichteten Hauses ausging, wird die Frage, ob an seiner Stelle künftig ein allenfalls grösserer Ersatzbau errichtet werden darf, negativ beantwortet. Dieser Plan erweist sich daher nicht in dem Sinne als unvollständig, dass er diese Rechtsfrage nicht beantwortet. Demnach liegt insoweit keine Lücke vor, welche nachträglich gefüllt werden könnte (vgl. zum Begriff der echten Gesetzeslücke: BGE 146 V 121 E. 2.5; 147 V 423 E. 4.2; je mit Hinweisen). Das Kantonsgericht verfiel daher in Willkür, wenn es im Ergebnis davon ausging, der GP Brunnenhöfli weise im Bereich des Baugrundstücks namentlich bezüglich der Baubereiche und der Höhenbegrenzungen für künftige Bauten eine Lücke auf, die durch allgemeine baurechtliche Bestimmungen geschlossen werden dürfe. Da der GP Brunnenhöfli auf dem Baugrundstück abgesehen vom bestehenden Haus keine Überbauung vorsieht, erweist sich die vom Kantonsgericht bestätigte Bewilligung, auf diesem Grundstück das bestehende Haus abzubrechen und als Ersatzbau ein höheres sowie bezüglich seiner Grundfläche erheblich nach Süden verschobenes Mehrfamilienhaus zu errichten, als offensichtlich planwidrig. Daran vermag nichts zu ändern, dass Gestaltungspläne bei erheblich geänderten Verhältnissen angepasst werden können (vgl. E. 2.3 hievor), weil der GP Brunnenhöfli in Bezug auf das Baugrundstück bisher nicht abgeändert wurde und auch kein entsprechendes Anpassungsverfahren hängig ist.