Citation: U 6/04 31.01.2005 E. 2

Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer für die Zeit nach dem 31. Juli 2002 Anspruch auf Taggelder hat. 2.1 Das kantonale Gericht erwog, es sei nicht zu beanstanden, dass die SUVA, welche das Vorliegen eines Schädelhirntraumas anerkannt habe, hauptsächlich gestützt auf den Bericht der Neurologisch-Neurochirurgischen Poliklinik am Spital X.________, vom 24. Juni 2002 und der Beurteilung des SUVA-Kreisarztes Dr. med. V.________ vom 2. Juli 2002 zum Schluss gelangt sei, in somatischer Hinsicht bestünden keine Residuen des Unfalls vom 3. April 2002. Aufgrund der übereinstimmenden medizinischen Akten sei das Unfallereignis bezüglich der persistierenden Beschwerden psychischen Ursprungs nicht adäquat kausal, wobei das Gericht die Adäquanzbeurteilung nach der für die Fälle einer psychischen Fehlentwicklung nach dem Unfall geltenden Rechtsprechung vornahm. Der Versicherte führt demgegenüber aus, seit dem Unfall leide er an starken Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen, Angstzuständen, Depressionen und Schlafstörungen. Vor dem Ereignis habe er unter keinerlei Beschwerden gelitten, daher sei evident, dass zwischen den geklagten Leiden und dem Unfallgeschehen ein Kausalzusammenhang bestünde, weshalb die SUVA weiterhin leistungspflichtig sei. 2.2 Der erstbehandelnde Arzt am Spital X.________, welcher den Versicherten gleich nach dem Unfall untersuchte, gelangte zum Schluss, es bestehe kein Hinweis für eine commotio (Arztzeugnis des Dr. med. D.________ vom 2. Mai 2002). Ebenso berichtete der Hausarzt Dr. med. B.________ am 22. Mai 2002 der SUVA, es läge eine Schädel- und HWS-Kontusion mit vor allem somatoformer Schmerz-entwicklung, nebst einem rechtsseitigen Lumbovertebralsyndrom vor. In den Berichten der Neurologisch-Neurochirurgischen Poliklinik am Spital X.________ (vom 29. Mai und 24. Juni 2002) wurden ein Status nach Schädelhirntrauma mit leichtgradiger Commotio cerebri, posttraumatische Spannungskopfschmerzen und vor allem ein posttraumatisches Zervikalsyndrom ohne neurologische Ausfallsymptomatik, ferner Drehschwindelattaken unklarer Ätiologie (laut Differenzialdiagnose psychogen verstärkt bei möglicher somatoformer Störung und posttraumatisch bei Labyrinthkontusion) sowie ein chronisches Lumbovertebralsyndrom diagnostiziert. Im Anschluss an den Unfall sowie im weiteren Verlauf traten verschiedene Symptome (wie Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrationsstörungen, rasche Ermüdbarkeit) auf, welche dem nach Schleudertraumen der HWS und Schädelhirntraumen nicht selten auftretenden und deshalb von der Rechtsprechung als für solche Verletzungen typisch bezeichneten "bunten" Beschwerdebild (BGE 119 V 338 Erw. 1, 117 V 360 Erw. 4b, 382 Erw. 4b) zuzurechnen sind. Ob der Beschwerdeführer lediglich eine Kopfkontusion oder ein Schädelhirntrauma erlitten hat, kann letztlich aber aus den nachfolgenden Gründen offen bleiben.