Citation: I 811/04 29.06.2005 E. 2

Das kantonale Gericht hat erwogen, die Ärzte der SUVA und des Psychiatriezentrums X.________ hätten übereinstimmend eine somatoforme Schmerzstörung diagnostiziert. Bei Anwendung der neuesten Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts zu dieser unter die Kategorie der psychischen Leiden fallenden gesundheitlichen Beeinträchtigung (vgl. BGE 130 V 252 und 396 sowie Urteile B. vom 9. August 2004 [I 767/03] und P. vom 6. Mai 2004 [I 655/03]) ergebe sich, dass die Versicherte aus somatischer Sicht die verbleibende Leistungsfähigkeit in zumutbarer Weise umzusetzen vermöge. Gemäss Ergänzungsbericht des Psychiatriezentrums X.________ vom 24. Januar 2003 zum Verlaufsbericht vom 8. Oktober 2002 seien täglich zwei Stunden Arbeit mit der Möglichkeit, sitzend und in Bewegung zu sein, bei geringen Anforderungen an Konzentration und Ausdauer sowie nicht zu langer Beanspruchung der Sehkraft zumutbar. Eine psychiatrische Komorbidität läge nicht vor. Die in der Diagnose der Ärzte des Psychiatriezentrums X.________ aufgeführte ängstlich-depressive Symptomatik (F41.2 ICD-10) sei nicht schwerwiegend gewesen, sei sie doch mit «anfangs» und «eher» beschrieben worden. Bei der vorbestehenden neurotischen Persönlichkeitsstörung (F60.8 ICD-10) handle es sich um ein Verhaltensmuster, welches als nicht so schwerwiegend bezeichnet worden sei, als dass es der Versicherten nicht zumutbar wäre, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Chronische körperliche und psychische Begleiterkrankungen seien nicht gegeben. Von einem Verlust der sozialen Integration könne nicht gesprochen werden, gestalte doch die Versicherte seit Frühling 2002 ihren Alltag wieder aktiv. Sie habe begonnen, etwa fünf bis sechs Stunden pro Woche bei Bekannten zu putzen. Sodann habe sie die Aufgabenhilfe an einer Schule in X.________ an zwei Nachmittagen pro Woche übernommen. Im Weitern hüte sie oft die Kinder ihrer Töchter und engagiere sich im Samariterverein, pflege regelmässigen Kontakt zu Bekannten und besuche den Turnverein. Es sprächen somit aus rechtlicher Sicht keine Gründe dafür, dass die psychischen Ressourcen nicht erlaubten, trotz der subjektiv empfundenen Schmerzen während zwei Stunden täglich einer leichten Arbeit mit der Möglichkeit, sitzend und in Bewegung tätig zu sein, nachzugehen. Nichts anderes ergebe sich aus dem aktuellsten Verlaufsbericht des Psychiatriezentrums X.________ vom 2. Juni 2004. Auf der Grundlage der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im Bericht vom 8. Oktober 2003 hat die Vorinstanz in Anwendung der auch unter der Herrschaft des ATSG sowie nach In-Kraft-Treten der 4. IV-Revision geltenden Gerichts- und Verwaltungspraxis zur gemischten Methode (vgl. BGE 125 V 148 f. Erw. 2a-c in Verbindung mit BGE 130 V 393 sowie BBl 2001 3287) einen Invaliditätsgrad von 35 % (0,51 x 53 % + 0,49 x 16 %) ermittelt.