Citation: 6B_328/2009 06.08.2009 E. 4

4.1 Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, es bestünde keine gesetzliche Grundlage, welche das Halten eines freilaufenden Jungstiers zusammen mit angebundenen Kühen und freilaufenden Kälbern verbieten würde. Die Behauptung der Zeugin A.________, wonach vorliegend ein erhöhtes Verletzungsrisiko bestanden habe, könne die fehlende Rechtsgrundlage nicht ersetzen. 4.2 Die Vorinstanz hat erwogen, die Haltung von angebundenen Kühen respektive von freilaufenden Kälbern gemeinsam mit einem freilaufenden Jungstier führe zu einer erhöhten Verletzungsgefahr, weshalb diese Haltungsform nicht zulässig sei. 4.3 Art. 5 aTSchV statuiert Anforderungen an Gehege. Als Gehege gelten umgrenzte Flächen und Räume, in denen Tiere gehalten werden (Abs. 1). Gehege müssen so gebaut und eingerichtet sein, dass die Verletzungsgefahr gering ist (Abs. 2). Werden Gehege mit mehreren Tieren besetzt, so muss der Tierhalter dem Verhalten in der Gruppe Rechnung tragen (Abs. 4). 4.4 Aus Art. 5 Abs. 2 aTSchV folgt, dass die Räume, in welchen Rindvieh gehalten wird, so eingerichtet sein müssen, dass die Verletzungsgefahr gering ist. Die Vorinstanz hat namentlich unter Bezugnahme auf die Einschätzungen der Zeugen A.________ und B.________ vor Ort, wonach im konkreten Fall bei dieser Kombination von Anbinde- und Freilaufhaltung ein erhöhtes Verletzungsrisiko bestanden habe, gefolgert, die Haltung von angebundenen Kühen und freilaufenden Kälbern zusammen mit einem freilaufenden Jungstier sei nicht zulässig, weil die Kühe diesfalls keine Möglichkeit hätten, auszuweichen und sich respektive ihre Kälber vor dem Jungstier zu schützen. Inwiefern diese Erwägungen Bundesrecht verletzen sollten, ist nicht einsichtig. An dieser Beurteilung ändert insbesondere der Umstand nichts Entscheidendes, dass der freilaufende Jungstier der kleinwüchsigen Rasse Galloway entstammt, zumal auch dieses Tier kräftig genug war, um negativ auf die angebundenen Kühe und die freilaufenden Kälber einzuwirken.