Citation: 6B_885/2023 E. 1.3.2

1.3.2. Der kriminelle Ursprung der Waffe ist vorliegend unbestritten. Angefochten ist einzig, ob der Beschwerdeführer um diesen wissen musste. Die Vorinstanz erwägt, dem Beschwerdeführer zufolge habe ihn ein aus dem Kosovo stammender Mann gefragt, ob er Interesse an Waffen habe und ihn daraufhin mit einem Albaner bekannt gemacht. Er habe diesen Albaner am Bahnhof in Basel getroffen. Nachdem der Beschwerdeführer ihm sein Interesse an einer Waffe bekundet habe, seien sie zusammen in einen Park in der Nähe des Bahnhofs gefahren. Dort habe ihm der Albaner Fotos von Waffen gezeigt. Der Beschwerdeführer habe sich für die Pistole D.________ entschieden und ihm den Preis von Fr. 1'400.-- oder Fr. 1'500.-- bezahlt. Daraufhin habe der Albaner die Waffe geholt und sich danach entfernt. Obwohl der Beschwerdeführer den Albaner nicht gekannt habe, habe er von diesem eine Pistole mit Schalldämpfer und Magazin gekauft, wobei der Kaufpreis in bar, ohne Ausstellung einer Quittung oder eines schriftlichen Vertrages bezahlt worden sei. Der Beschwerdeführer habe unter diesen Umständen sowie aufgrund seiner Kenntnisse betreffend die geltenden Vorschriften in Bezug auf Waffen mit dem Wissen gehandelt, dass die Pistole mindestens möglicherweise deliktischer Herkunft gewesen sei. Auf eine illegale Herkunft der Waffe habe insbesondere der Umstand hingedeutet, dass eine Person, die aufgrund ihrer mutmasslichen Nationalität gar keine Waffen besitzen dürfe, eine Vielzahl von Waffen ohne Einhaltung der für einen Waffenkauf obligatorischen Formalien und ohne Erwerbsnachweis zum Verkauf angeboten habe. Hinzu komme, dass der Erwerb von Schalldämpfern eine Ausnahmebewilligung erfordere, was den Verdacht habe untermauern müssen, dass der unbekannte Verkäufer deliktisch erworbene Ware anbiete.