Citation: 5C.275/2001 20.06.2002 E. A

A.- Y.________ (geb. 1899) war Eigentümer der landwirtschaftlichen Liegenschaft "Aeffenberg". Am 29. März 1962 verfügte er letztwillig, dass seiner Schwester Z.________ seine Liegenschaft zum Ertragswert samt lebendem und totem landwirtschaftlichem Inventar zu Eigentum zukomme, während seine übrigen Geschwister ihr Erbbetreffnis in Geld erhalten sollen. Ferner wünschte er, dass Z.________ die Liegenschaft weder ganz noch teilweise veräussere, so dass nach ihrem Ableben seine anderen Geschwister oder deren Nachkommen in deren Besitz kommen würden. Y.________ verstarb am 12. Juni 1973. Während die Erbteilung hinsichtlich der übrigen Erbschaftsgegenstände vorgenommen wurde, unterblieb die notarielle Überschreibung der Liegenschaft auf Z.________, da die Zustimmung hierzu nicht von allen Erben erlangt werden konnte. Indessen waltete Z.________ in der Folge über die landwirtschaftliche Liegenschaft wie eine Eigentümerin. Am 4. Juli 1989 errichtete sie ein öffentliches Testament, das wie folgt lautet: "1. Ich hinterlasse keine pflichtteilsgeschützten Erben. Ich bestimme, dass mein Gesamteigentum an der Liegenschaft meines 1973 verstorbenen Bruders Y.________, Herrn X.________ zu Eigentum, zufallen soll. Für diese Verfügung sind folgende Gründe massgebend: Von Geburt an, seit bald neunzig Jahren, wohne ich auf dem Aeffenberg. Haus und Land sind mir deshalb als Heimat ans Herz gewachsen. Zusammen mit meinem Bruder habe ich immer zum Heimwesen Sorge getragen. Sein und mein Wunsch war und ist es, dass die Liegenschaft nicht zu Spekulationszwecken verkauft wird. Es schmerzt mich, wenn Nachbarliegenschaften, wie zur Zeit das Land Bubental, überbaut werden. Unserem schönen Aeffenberg soll dieses Schicksal nicht widerfahren! Es ist deshalb mein Wunsch, dass meine langjährige Pächterfamilie, zum jetzigen Zeitpunkt X.________, die Liegenschaft zum Ertragswert übernehmen kann. Da sein Hof Grütfeld an den Aeffenberg angrenzt, ist die Zusammenlegung der beiden Heimwesen ideal für eine gesicherte Existenz. Mein Anliegen ist es, dass er weiterhin Sorge trägt zu den Gebäuden, zum Land und zu den Bäumen. Ich hoffe, dass nach meinem Ableben diese letztwillige Verfügung erfüllt wird, und dass die Erbteilung friedlich vorgenommen wird.