Citation: 2C_601/2014 E. 3.6

3.6. Anwendbar bleibt somit das ANAG: Nach dessen Art. 7 Abs. 1 hat der ausländische Ehegatte eines Schweizer Bürgers Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Im Unterschied zu Art. 42 Abs. 1 AuG wird damit grundsätzlich an das formale Bestehen der Ehe angeknüpft und nicht an das Zusammenleben der Ehegatten. Indessen war auch nach dieser früheren Rechtslage eine rechtsmissbräuchliche Berufung auf eine von Anfang an oder auch später noch bloss zum Schein bestehende Ehe unbehelflich (Art. 7 Abs. 2 ANAG; BGE 127 II 49 E. 4 und 5 S. 55 ff.; 128 II 145 E. 2 S. 151). Vorliegend steht einerseits fest, dass die Ehe der Beschwerdeführerin mit C.________ jedenfalls bis 2007 eine Scheinehe war (vorne E. 3.2). Anderseits leben die Ehegatten seit spätestens Ende 2011, nach Angaben der Beschwerdeführerin selber sogar seit 2010, also nunmehr seit mindestens drei oder vier Jahren getrennt. Selbst wenn zwischen 2007 und 2010 eine Phase gemeinsamen Ehelebens stattgefunden haben sollte, wäre die Berufung auf die bloss formal noch bestehende Ehe heute rechtsmissbräuchlich, so dass kein Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung besteht.