Citation: 6B_731/2022 E. 2

2. Das angefochtene Urteil ist aufzuheben. Die Vorinstanz beantragt in ihrer Vernehmlassung mit Verweis auf Urteil 6B_1177/2019 vom 17. Juni 2020 E. 4, die Sache sei im Falle der Gutheissung der Beschwerde an die erste Instanz zurückzuweisen, die als einzige über volle Kognition verfüge. In jenem Fall hatte das Bundesgericht allerdings mit Blick auf eine vorzunehmende Zeugeneinvernahme so entschieden (Urteil 6B_1177/2019 vom 17. Juni 2020 E. 3). In vorliegender Beschwerde bildet die Notwendigkeit einer weiteren Beweiserhebung demgegenüber kein Thema. Die Sache ist entsprechend an die Vorinstanz zur Neubeurteilung zurückzuweisen. Bei diesem Ergebnis kann dahingestellt bleiben, wie es sich mit den weiteren Rügen, insbesondere betreffend die Verwertbarkeit der Radarmessung sowie die Zulässigkeit der Durchführung eines schriftlichen Verfahrens verhält. Die Rückweisung zur Neubeurteilung gilt als Obsiegen des Beschwerdeführers. Für das bundesgerichtliche Verfahren sind keine Kosten zu erheben (Art. 66 Abs. 1 und 4 BGG). Der Kanton Aargau hat dem Beschwerdeführer eine angemessene Parteientschädigung zu bezahlen (Art. 68 Abs. 2 BGG).