Citation: P 26/99 20.12.2000 E. 1

1.- a) Gemäss Art. 128 OG beurteilt das Eidgenössische Versicherungsgericht letztinstanzlich Verwaltungsgerichtsbeschwerden gegen Verfügungen im Sinne von Art. 97, 98 lit. b-h und 98a OG auf dem Gebiet der Sozialversicherung. Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechtsverhältnisse zu überprüfen bzw. zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich - in Form einer Verfügung - Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist (BGE 119 Ib 36 Erw. 1b, 118 V 313 Erw. 3b, je mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts kann das verwaltungsgerichtliche Verfahren aus prozessökonomischen Gründen auf eine ausserhalb des Anfechtungsgegenstandes, d.h. ausserhalb des durch die Verfügung bestimmten Rechtsverhältnisses liegende spruchreife Frage ausgedehnt werden, wenn diese mit dem bisherigen Streitgegenstand derart eng zusammenhängt, dass von einer Tatbestandsgesamtheit gesprochen werden kann, und wenn sich die Verwaltung zu dieser Streitfrage mindestens in Form einer Prozesserklärung geäussert hat (BGE 122 V 36 Erw. 2a mit Hinweisen). b) Gegenstand der Verfügung vom 20. Juli 1995 und damit vorinstanzlich Anfechtungsgegenstand bilden die (rückwirkende) Zusprechung von Ergänzungsleistungen zur Invalidenrente (samt Zusatzrente) ab Februar 1995 sowie die Rückerstattungsforderung von Fr. 4972. -, nicht der Erlass der Rückforderung. Der Umstand, dass die Verfügung vom 5. September 1995 den Erlass der Rückforderung zum Gegenstand hat, ist insoweit unerheblich, als eine von der Verwaltung pendente lite erlassene Verfügung rechtsprechungsgemäss nicht geeignet ist, den Prozessgegenstand über den Anfechtungsgegenstand hinaus auszudehnen (Erw. 2a des nicht veröffentlichten Urteils T. vom 7. August 2000, I 184/00). Da der Bestand der Rückforderung und deren Erlass, insbesondere auch mit Blick auf die vorinstanzlichen Vorbringen des Beschwerdeführers, in casu eng zusammenhängen und sich die Ausgleichskasse in ablehnendem Sinne zur Frage des Erlasses aussprach, ist es indes nicht zu beanstanden, wenn das kantonale Gericht im Ergebnis den Anfechtungsgegenstand ausgedehnt und den Erlass der Rückforderung ebenfalls beurteilt hat.