Citation: 1C_297/2015 E. 5.2.1

5.2.1. Die Vorinstanz hat erwogen, die Vereinbarung mit der Jungfraubahn Holding AG über den Entwicklungsfonds sei erst am Tag der Versammlung vom 24. Oktober 2014 getroffen worden, sodass nicht früher habe informiert werden können. Weshalb es den Anwesenden nicht möglich gewesen sein sollte, das - doch relativ simple - Konzept des Fonds aufgrund einer mündlichen Präsentation ohne vorgängige schriftliche Information zu erfassen, sei nicht ersichtlich. Jedenfalls liege nicht bereits darum eine Beeinträchtigung der Meinungsbildung der Stimmbürgerschaft vor, weil der streitige Vertragszusatz weder vorgängig bekannt gemacht, noch an der Versammlung schriftlich im Volltext abgegeben worden sei. Die Zusatzvereinbarung betreffend den Entwicklungsfonds habe auch nicht öffentlich aufgelegt werden müssen. Da an der Gemeindeversammlung ein Beschluss über planungsrechtliche Fragen zu fassen gewesen sei, sei die Information für die Stimmbürgerschaft nicht derart wesentlich gewesen, dass eine vorgängige Auflage erforderlich gewesen wäre. Die Präsentation des neuen Elements des Infrastrukturvertrags sei sachlich erfolgt. Unerheblich sei, dass die Versammlung in diesem Zeitpunkt offenbar bereits gut fünfzig Minuten gedauert habe.