Citation: 1C_129/2019 E. 3.1

3.1. Die Beschwerdeführer gehen mit dem Verwaltungsgericht einig, dass die Erteilung der Baubewilligung ohne Vorliegen eines Entscheids über die Schutzwürdigkeit zulässig sei, wenn eine Beeinträchtigung des Schutzobjekts offensichtlich ausgeschlossen werden könne. Sie sind jedoch der Auffassung, vorliegend handle es sich nicht um einen derartigen Fall. Wie sich aus dem Entscheid des Baurekursgerichts vom 11. Dezember 2018 betreffend die Unterschutzstellung ergebe, sei der Sachverhalt noch nicht hinreichend festgestellt. Zudem sei offensichtlich falsch, davon auszugehen, dass der Tulpenbaum im Grenzbereich der Parzellen Nrn. 5994, 5993 und 8933 stehe. Das Verwaltungsgericht habe § 211 Abs. 2 PBG, wonach der Gemeindevorstand die Schutzmassnahmen für Objekte von kommunaler Bedeutung trifft, willkürlich ausgelegt (Art. 9 BV). Die Missachtung dieser Zuständigkeitsordnung führe auch zu einer Verletzung von Art. 25a RPG (SR 700), Art. 29 Abs. 1 BV, des Grundsatzes der Gewaltenteilung sowie von Art. 5 Abs. 1 BV und Art. 6 Abs. 1 EMRK. Zudem werde die Eigentumsgarantie verletzt.