Citation: 1C_131/2023 E. 5

Nach Art. 42 Abs. 1 BGG haben Rechtsschriften die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Gemäss Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe ergeben sich aus den Art. 95 ff. BGG. Erhöhte Anforderungen an die Begründung gelten, soweit die Verletzung von Grundrechten sowie von kantonalem und interkantonalem Recht gerügt wird (Art. 106 Abs. 2 BGG). Die Beschwerde muss sich wenigstens kurz mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzen; rein appellatorische Kritik reicht nicht aus. Genügt die Beschwerde den Begründungsanforderungen nicht, ist auf sie nicht einzutreten (BGE 140 V 136 E. 1.1; 138 I 171 E. 1.4). Die Vorinstanz führte im angefochtenen Urteil aus, für die Anfechtung von im Anzeigeverfahren nach § 325 Abs. 1 PBG/ZH ergangenen Baubewilligungen, welche der Nachbarschaft nicht von Amtes wegen zugestellt werden, bestünden gewisse Besonderheiten. Nach dem Grundsatz von Treu und Glauben sei der Nachbar zur Wahrung des Rekursrechts verpflichtet, sich umgehend um die Zustellung der baurechtlichen Bewilligung zu bemühen, sobald er erfahren habe, dass eine Baubewilligung vorliege. Die Bemühung um Zustellung des relevanten Bauentscheids nach erstmaliger Information über die Bewilligung sei vorauszusetzende Handlung zur Wahrung der Rekursfrist. Vorliegend hätten die Beschwerdeführenden gemäss Vorinstanz trotz Inkenntnissetzung über das Vorliegen einer Baubewilligung durch die Bauherrschaft am 21. November 2021 erst im März 2022 ein Gesuch um Zustellung des Bauentscheids gestellt. Bei dieser Sachlage lasse sich das Vorgehen der Beschwerdeführenden nach Treu und Glauben nicht als ausreichende Bemühung um einen möglichst baldigen Erhalt der streitbetroffenen Baubewilligung qualifizieren. Die Beschwerdeführenden erklären in ihrer Beschwerde, sie hätten mit E-Mail vom 1. Dezember 2021 an den Hochbauausschuss Stäfa um Auskunft ersucht, ob das geplante Bauvorhaben des Beschwerdegegners den Grenzabstand nicht unterschreite. Sie behaupten jedoch nicht, dass sie damit ein Begehren um Zustellung des baurechtlichen Entscheids stellten. Vielmehr bestätigen sie die vorinstanzliche Feststellung, dass es sich dabei um kein solches Begehren gehandelt habe. Sie behaupten auch nicht, von der Baubewilligung erst nach dem 21. November 2021 erfahren zu haben. Ebensowenig bringen sie vor, dass sie mit ihrer Eingabe vom März 2022 ein rechtzeitiges Gesuch gestellt hätten oder ein Anzeigeverfahren für das streitgegenständliche Bauprojekt an sich ausgeschlossen gewesen wäre. Sie machen lediglich geltend, der Hochbauausschuss Stäfa hätte sie nach ihrem E-Mail vom 1. Dezember 2021 auf die Möglichkeit des Begehrens um Zustellung des Bauentscheids aufmerksam machen müssen; ihr habe nicht bewusst sein können, dass bei einer im Anzeigeverfahren eingereichten Baubewilligung auch zwei Jahre nach erfolgter Bewilligung der baurechtliche Entscheid verlangt werden könne. Woraus die Beschwerdeführenden eine solche Pflicht des Hochbauausschusses zur Information ableiten, erklären sie nicht. Ihre Beschwerde genügt damit Art. 42 Abs. 2 BGG nicht. Soweit sie sinngemäss eine Verletzung des Willkürverbots oder des Grundsatzes von Treu und Glauben (Art. 9 BV) geltend zu machen versuchen, liegt auch mit Blick auf Art. 106 Abs. 2 BGG keine hinreichende Begründung vor. Damit ist auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG nicht einzutreten.