Citation: 6S.435/2006 09.11.2006 E. A

Am 9. Januar 2002 eröffnete das Untersuchungsrichteramt des Kantons Solothurn gegen X.________ eine Voruntersuchung wegen Verdachts auf Begehung verschiedener Wirtschaftsdelikte (insbesondere Gehilfenschaft zur Veruntreuung, ungetreue Geschäftsbesorgung, Urkundenfälschung). Am 19. Februar 2003 trat das Untersuchungsrichteramt das Verfahren an die Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt ab. Diese stellte das Verfahren mit Verfügung vom 12. Oktober 2004 ein und sprach X.________ am 17. Dezember 2004 eine Parteientschädigung von Fr. 550.-- zu. Die Staatsanwaltschaft erwog, der Kanton Solothurn habe für die bis zur Übernahme des Verfahrens durch den Kanton Basel-Stadt entstandenen Parteikosten aufzukommen. Diesen Entscheid zog X.________ an die Rekurskammer des Strafgerichts Basel-Stadt weiter mit dem Rechtsbegehren, es sei ihm eine Entschädigung von Fr. 29'055.10 auszurichten. Am 22. Juli 2005 wies der Präsident der Rekurskammer das Begehren zum überwiegenden Teil ab. Die von X.________ gegen diesen Entscheid eingereichte Beschwerde wies das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt am 9. November 2005 ab. Diesen Entscheid focht X.________ nicht an. Parallel zum Verfahren im Kanton Basel-Stadt beantragte X.________ am 21. Dezember 2004 beim Untersuchungsrichteramt des Kantons Solothurn eine Parteientschädigung von Fr. 28'376.80. Mit Verfügung vom 3. Januar 2005 wies das Untersuchungsrichteramt das Begehren ab. Hiergegen erhob X.________ am 14. Januar 2005 Rekurs an das Obergericht des Kantons Solothurn. Nachdem dieses das Verfahren bis zum Entscheid des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt zwischenzeitlich sistiert hatte, wies es den Rekurs von X.________ mit Urteil vom 3. August 2006 ab.