Citation: 9C_708/2018 E. 5.3

5.3. Die Gutachter der MEDAS listen neben den psychiatrischen Diagnosen mit wesentlicher Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auch eine Gonalgie links, eine Schwerhörigkeit beidseits sowie eine hochgradige Myopie auf. Auffallend ist bei der Gesamtbeurteilung der Gutachter, dass die akzentuierten Persönlichkeitszüge (abhängig) ICD-10 Z73 und der Status nach Verdacht auf rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert, ICD-10 F33.4 als Diagnosen mit wesentlicher Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit angegeben werden, wogegen der Psychiater Dr. med. H.________ diese beiden Diagnosen als ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit qualifiziert. Gründe für diese unterschiedlichen Angaben nennen die Gutachter der MEDAS nicht. Bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen wie auch in einer anderen Tätigkeit erklärten die Experten, dass die Haupteinschränkung auf dem psychischen Leiden basiere. Daher ist die Wertung der Vorinstanz, der Indikator "Komorbidität" sei nicht als derart ausgeprägt zu betrachten, dass ihm im konkreten Fall Ressourcen hemmende Wirkung beizumessen wäre (BGE 143 V 418 E. 8.1 S. 429 sowie Urteil 9C_899/2017 vom 9. Mai 2018 E. 4.2.3), nicht als rechtsfehlerhaft oder aktenwidrig zu qualifizieren. Auch kann dem Verwaltungsgericht nicht vorgeworfen werden, es habe die somatische Erkrankung der Beschwerdeführerin ausgeblendet. Vielmehr beruht die Erkenntnis, dass hauptsächlich psychische Leiden die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen, gerade auf dem Gutachten der MEDAS.