Citation: 6B_729/2007 06.01.2008 E. 2

Vom Beschwerdeführer angefochten werden die Schuldsprüche wegen mehrfacher Vergewaltigung (nachfolgend E. 2.1) und wegen Schändung (nachfolgend E. 2.2). 2.1 Die Verurteilung wegen mehrfacher Vergewaltigung (Art. 190 Abs. 1 StGB) basiert auf folgendem Sachverhalt: Der Beschwerdeführer und die Beschwerdegegnerin 1 unterhielten von Anfang September 2004 bis am 2. Januar 2005 eine Beziehung. Im Zeitraum von November bis Dezember 2004 vollzog der Beschwerdeführer insgesamt mindestens vier Mal den Geschlechtsverkehr mit der Beschwerdegegnerin 1, obwohl ihm diese ausdrücklich erklärt hatte, sie wolle keinen Sex mit ihm, und er solle sie in Ruhe lassen. Da der Beschwerdeführer ihr Gewalt androhte, falls sie nicht mit ihm schlafe, liess die Beschwerdegegnerin 1 den Geschlechtsverkehr jeweils über sich ergehen. In einem Fall versuchte sie, den Beschwerdeführer erfolglos wegzustossen, und dieser erzwang den Geschlechtsakt mit Gewalt. 2.2 Der Schuldspruch wegen Schändung (Art. 191 StGB) stützt sich auf folgenden Sachverhalt: An einem Freitagabend im November 2004 schlief die Beschwerdegegnerin 1, die sich nicht wohl fühlte und Fieber hatte, in der Wohnung des Beschwerdeführers bekleidet auf dem Sofa ein. Dieser entblösste in der Folge den Unterleib der Beschwerdegegnerin 1 und führte seinen Penis in die Scheide der Schlafenden ein. Als diese darob erwachte, stiess sie den Beschwerdeführer - der in diesem Moment zum Höhepunkt kam - von sich weg. 2.3 Das Bundesgericht ist an die Feststellung des Sachverhalts grundsätzlich gebunden (Art. 105 BGG). Diese kann nur gerügt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Der Beschwerdeführer stellt über weite Strecken der Beweiswürdigung der Vorinstanz lediglich seine eigene Sicht der Dinge gegenüber, ohne zu erörtern, inwiefern der Entscheid (auch) im Ergebnis verfassungswidrig sein sollte. Seine Vorbringen erschöpfen sich mithin weitgehend in einer unzulässigen appellatorischen Kritik am angefochtenen Urteil und genügen folglich den Begründungsanforderungen gemäss Art. 106 Abs. 2 BGG nicht. Insoweit kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden. 2.4 Der Beschwerdeführer wendet sich nicht gegen die rechtliche Würdigung im angefochtenen Urteil, sondern rügt einzig eine Missachtung des Grundsatzes "in dubio pro reo" (Art. 32 Abs. 1 BV) und eine Verletzung der Begründungspflicht (Art. 29 BV). Der Beschwerdeführer führt aus, zwischen ihm und der Beschwerdegegnerin 1 habe eine echte, wenn auch etwas unglückliche und unbefriedigende Beziehung bestanden. Die Tatsache, dass sie eine Beziehung unterhalten hätten, widerspreche den erhobenen Vergewaltigungs- bzw. Schändungsvorwürfen und lasse die Behauptungen der Beschwerdegegnerin 1 als retrospektive Überinterpretation erscheinen. Zudem habe die Beschwerdegegnerin 1 die angeblichen Vergewaltigungen ohne jegliche Details geschildert, was gegen die Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen spreche. Bei dieser Sachlage wäre es geboten gewesen, ihn gestützt auf den Grundsatz "in dubio pro reo" von den Anschuldigungen der mehrfachen Vergewaltigung und der Schändung freizusprechen. Zumindest aber hätte die Vorinstanz nähere Abklärungen zur psychischen Verfassung der Beschwerdegegnerin 1 im gesamten Tatzeitraum tätigen müssen.