Citation: 5A_201/2016 E. 8.2

8.2. Die Beschwerdeführerin legt ihrer Argumentation die These zugrunde, dass anhand der in Art. 125 Abs. 2 ZGB aufgeführten Kriterien zu beurteilen sei, ob ihr eine Erwerbstätigkeit im Umfang von sechzig Prozent zugemutet werden kann. In der Folge erläutert sie eingehend, warum diese Frage mit Rücksicht auf die Aufgabenteilung während der Ehe (Art. 125 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB), die Dauer der Ehe (Art. 125 Abs. 2 Ziff. 2 ZGB), die Lebensstellung während der Ehe (Art. 125 Abs. 2 Ziff. 3 ZGB), das Alter und die Gesundheit (Art. 125 Abs. 2 Ziff. 4 ZGB), den Umfang und die Dauer der Betreuungspflichten (Art. 125 Abs. 2 Ziff. 6 ZGB) sowie die berufliche Ausbildung und die Erwerbsaussichten (Art. 125 Abs. 2 Ziff. 7 ZGB) zu verneinen sei. Der Vorinstanz wirft die Beschwerdeführerin vor, für die Beurteilung der Zumutbarkeit im Wesentlichen auf den Aspekt der Kinderbetreuung abgestellt und die übrigen Beurteilungskriterien gemäss Art. 125 Abs. 2 ZGB ohne rechtsgenügliche Begründung ausser Acht gelassen zu haben bzw. davon abgewichen zu sein. Das Obergericht habe sein Ermessen nicht ausgeschöpft bzw. unterschritten und das Bundesrecht verletzt. Auch gemessen an den Kriterien gemäss Art. 125 Abs. 2 ZGB, um die es der Beschwerdeführerin so sehr zu tun ist, erweist sich der Vorwurf als unbegründet. Das zeigen die nachfolgenden Erwägungen.