Citation: 2C_214/2023 E. 9.3.4

9.3.4. Die pandemische Lage mag zu diesem Zeitpunkt zwar schon seit 10 Monaten bestanden haben, wie die Beschwerdeführerin vorbringt, allerdings hatte sich die Situation seit Oktober 2020 kontinuierlich verschlechtert, im Dezember 2020 massiv verschärft und war am 13. Januar 2021 äusserst angespannt. Trotz der ergriffenen Massnahmen war die Lage am 20. Januar 2021, 5 Tage vor Verhängung der Quarantäne über die Beschwerdeführerin, nach wie vor angespannt. Es darf davon ausgegangen werden, dass die (Über-) Sterblichkeit und die Belastungen der Spitäler (noch) höher gewesen wären, wären keine Massnahmen angeordnet worden (BGE 147 I 450 E. 3.3.4). Zu diesem Zeitpunkt war zudem nicht klar, ob die neuen Virusmutationen ansteckender und auch für Kinder gefährlicher sein könnten (BGE 148 I 89 E. 7.3; angefochtener Entscheid E. 4.3). Insofern war es folgerichtig, dass die Massnahmen verschärft und gegen Kontaktpersonen die Quarantäne verhängt werden durfte.