Citation: U 207/98 15.03.2000 E. A

A.- Der 1932 geborene L.________ arbeitete als Verkaufs-Metzger bei der Firma C.________ und war damit bei der ELVIA Versicherungen (nachstehend: ELVIA) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfall versichert. Am 8. August 1991 erlitt er als Lenker seines Personenwagens einen Auffahrunfall, bei welchem er sich eine Commotio cerebri, eine Thoraxkontusion, ein Hämatom am linken Bizeps humeri sowie ein leichtes HWS-Schleudertrauma zuzog (Bericht Dr. med. W.________, Spital X.________, vom 15. August 1991). Bis 9. September 1991 vollständig arbeitsunfähig, nahm er am 10. September 1991 seine Tätigkeit zur Gänze wieder auf, löste aber das Arbeitsverhältnis am 30. Oktober 1991 auf den 31. Dezember 1991 auf, ohne in der Folge eine neue Tätigkeit aufzunehmen. Mit Verfügung vom 23. Juni 1995 sprach ihm die Invalidenversicherung gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 100 % rückwirkend ab 1. Dezember 1992 eine ganze Invalidenrente zu. Am 4. Juli 1995 meldete L.________ der ELVIA einen Rückfall zum Unfall vom 8. August 1991. Dabei gab er an, auf Grund von psychischen Unfallfolgen seit Dezember 1991 voll arbeitsunfähig zu sein. Die ELVIA ordnete beim Zentrum für Medizinische Begutachtung (ZMB) eine Expertise an. Gestützt auf orthopädische, neurologische, rheumatologische, psychiatrische und neuropsychologische Untersuchungen diagnostizierten die begutachtenden Ärzte einen Status nach Commotio cerebri und wahrscheinlich leichtgradiger HWS-Distorsion (Inklinationsmechanismus) am 8. August 1991, ohne jegliche neurologischen Residuen, mit psychogener Pseudoparese und Pseudosensibilitätsstörung des rechten Arms im Sinne einer konversionsneurotischen Entwicklung, bzw. einer dissoziativen Bewegungsstörung (CD-10F44.4). Ein wahrscheinlicher Kausalzusammenhang mit dem Unfall bestehe lediglich für die psychogene Komponente (Gutachten vom 14. Oktober 1996). Mit Verfügung vom 18. März 1997 verneinte die ELVIA ihre Leistungspflicht für den gemeldeten Rückfall. An dieser Auffassung hielt sie im Einspracheentscheid vom 29. September 1997 fest.