Citation: 1C_79/2008 29.09.2008 E. 3

3. Der Gemeinde sei es somit um den Schutz jener Gebäudegruppen, Einzelobjekte und Aussenräume gegangen, die sich innerhalb des Perimeters befinden; hätte der Ortsbildschutzperimeter sich auch auf Räume ausserhalb dieser Grenzziehung beziehen sollen, hätte der Wortlaut anders gefasst werden müssen. Die räumliche Ausdehnung der Schutzzone sei von der Gemeinde im Schutzzonenplan klar durch Sternchen (*) abgegrenzt worden und verlaufe eng entlang der bestehenden Bauten. Über diese Grenzziehung habe sich das Verwaltungsgericht willkürlich hinweggesetzt. 3.1 Zwar trifft es zu, dass Abs. 2 und 3 von Art. 7 PBR bauliche Massnahmen innerhalb des Ortsbildschutzperimeters regeln, d.h. innerhalb des mit Sternchen zumindest ungefähr abgegrenzten Gebiets. Dieses umfasst im Wesentlichen die bestehenden Bauten des Weilers mit Landumschwung. Das Verwaltungsgericht stützte sich jedoch nicht auf Art. 7 Abs. 2 und 3 PBR, sondern nahm eine Interessenabwägung gestützt auf Art. 16a RPG i.V.m. Art. 34 Abs. 4 lit. b RPV bzw. Art. 24 lit. b RPG vor. In diesem Rahmen berücksichtigte es, dass der Weiler Vogelshus gemäss Art. 7 Abs. 1 PBR als Ortsbild, d.h. als Ensemble, besonders geschützt sei. Der Weiler befinde sich zudem ausserhalb der Bauzone, d.h. er solle von neuen Bauten und Anlagen grundsätzlich frei gehalten und es solle einer Zersiedelung des Landes entgegengewirkt werden. Das Verwaltungsgericht kam zum Ergebnis, dass ein erhebliches Interesse an der Erhaltung der Gesamterscheinung des Weilers, seiner charakteristischen räumlichen Verhältnisse und der schönen und unversehrten umgebenden Landschaft bestehe. Dieses Interesse werde durch die strittige Schweinemasthalle mit ihren enormen Ausmassen erheblich beeinträchtigt, unabhängig davon, ob diese noch teilweise innerhalb oder knapp ausserhalb des Ortsbildschutzperimeters liege. Diese Erwägungen verletzen kein Bundesrecht. 3.2 Nach dem Gesagten durfte das Verwaltungsgericht die Frage, ob die geplante Baute im Ortsbildschutzperimeter liegt, als nicht entscheiderheblich erachten und offen lassen. Die diesbezüglichen Sachverhaltsrügen des Beschwerdeführers stossen daher ins Leere.