Citation: 8C_154/2016 E. 4.1.2

4.1.2. Dieses Vorbringen ist nicht stichhaltig. Frau Dr. med. E.________ legte im Gutachten vom 24. September 2012, das von den medizinischen Sachverständigen des ZMB in allen Teilen bestätigt wurde (vgl. Gutachten vom 15. April 2014), dar, dass mit den im März 2012 radiologisch festgestellten diskreten breitbasigen Diskusprotrusionen auf Höhe der Halswirbelkörper C3 bis C6 ein Status quo ante belegt und dieser sechs Monate nach dem Unfall vom 3. Februar 2012 wieder erreicht worden sei. Wie das kantonale Gericht zutreffend erkannt hat, können nach ständiger Rechtsprechung Diskushernien und -protrusionen nur ausnahmsweise als unfallbedingt angesehen werden, so wenn der Unfall von besonderer Schwere und geeignet war, eine Schädigung der Bandscheiben herbeizuführen. Dies war hier angesichts der kollisionsbedingten Geschwindigkeitsänderung des Personenwagens der Versicherten beim ersten Aufprall zwischen 8.3 und 12.3 km/h und beim zweiten bis maximal 8.6 km/h (vgl. unfallanalytisches Gutachten der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG, Zürich, vom 1. Juni 2012) nicht der Fall, weshalb nicht von einer massiven Gewalteinwirkung auszugehen war; die Ärzte konnten denn auch radiologisch keine Läsionen an Bändern oder Knochen feststellen. Dem ist anzufügen, dass praxisgemäss eine traumatische Verschlimmerung eines klinisch stummen degenerativen Vorzustandes an der Wirbelsäule in der Regel nach sechs bis neun Monaten, spätestens aber nach einem Jahr, als abgeschlossen zu betrachten ist (Urteil 8C_601/2011 vom 9. Januar 2012 E. 3.2.2; vgl. auch SVR 2009 UV Nr. 1 S. 1, 8C_677/2007 E. 2.3.2 mit Hinweisen). Auch unter diesem Gesichtspunkt betrachtet lassen sich die Gutachten der Dr. med. E.________ und des ZMB nicht beanstanden. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass sich der angerufene Chiropraktor mit dieser Sachlage nicht auseinandersetzte, sondern explizit lediglich seine Auffassung wiedergab. Zusammenfassend ist festzustellen, dass eine richtunggebende Verschlimmerung der vorbestehenden Diskusprotrusionen radiologisch nicht nachgewiesen werden konnte.