Citation: 6B_1222/2016 E. 6.3.1

6.3.1. Die Vorinstanz hat den Beschwerdeführer des Betrugs nach Art. 146 Abs. 1 StGB zu Lasten der B.________-Bank schuldig gesprochen. Der Beschwerdeführer bestreite den Sachverhalt gemäss Anklageschrift Ziff. 3.1 nicht, verneine aber die ihm vorgeworfene Arglist. Diese sei aber gegeben, da die Voraussetzungen der Opfermitverantwortung nicht erfüllt seien. Vielmehr habe der Sohn dem Antrag auf einen Kleinkredit vom Beschwerdeführer gefälschte Dokumente (Arbeitsvertrag, Lohnabrechnungen und Bankkontoauszug) beigelegt. Damit liege nach der Rechtsprechung Arglist vor, da im Geschäftsverkehr grundsätzlich auf die Echtheit von Urkunden vertraut werden dürfe, sofern sich aus diesen keine Anhaltspunkte für deren Unechtheit bzw. Unwahrheit ergäben. Aus den dem Kreditantrag beigelegten Unterlagen seien jedoch keine Anhaltspunkte für deren Unwahrheit ersichtlich. Auch hätten Anfragen beim letzten Arbeitgeber des Sohnes nichts genützt, habe es sich dabei doch um den Beschwerdeführer gehandelt. Zwar treffe es zu, dass sich der Sohn um die Rückzahlung des Kleinkredites bemühe. Dies schliesse jedoch eine Vermögensschädigung nicht aus, da auch eine bloss vorübergehende ausreiche.