Citation: 6B_1004/2024 E. 3.3.2

3.3.2. Im Sinne einer Eventualbegründung hält die Vorinstanz fest, das Privatgutachten weiche ohnehin nicht mit überlegenen Gründen vom Gutachten der B.________ AG ab, die geeignet wären, die tatsächlichen Feststellungen, auf die sich der Strafbefehl stütze, zu erschüttern. Der Privatgutachter führe aus, der Hauptbremszylinder sei defekt. Ein Versagen könne wegen der verschlissenen Dichtkante der Topfmanschette und der sehr geringen Einschubkraft nicht ausgeschlossen werden. Erfahrungsgemäss träten Funktionsstörungen nur sporadisch auf. Durch mehrmaliges Betätigen des Bremspedals könne der Hauptbremszylinder wieder normal funktionieren. Dazu erwägt die Vorinstanz, gemäss Privatgutachten sei weder nachgewiesen noch sehr wahrscheinlich, dass die Bremsen beim Unfall versagten. Gemäss Privatgutachten könne ein Versagen des Hauptbremszylinders nicht ausgeschlossen werden. Dies gehe nicht über bloss abstrakte oder theoretische Zweifel hinaus, die nicht massgebend seien und immer vorkommen könnten. Die Vorinstanz verweist zutreffend auf das Urteil 6B_863/2022 vom 4. Oktober 2022 E. 1.1 und hält fest, eine Änderung des Strafbefehls erscheine nicht als sicher, höchstwahrscheinlich oder wahrscheinlich (vgl. auch BGE 120 IV 246 E. 2b; 116 IV 353 E. 5a; Urteile 6B_1353/2020 vom 22. Dezember 2020 E. 2.3.1; 6B_14/2020 vom 20. April 2020 E. 3.3.1).