Citation: 4A_426/2015 E. A

A.a. Die B.________ AG (Schiedsbeklagte und Beschwerdeführerin) ist ein schweizerisches Rohstoff-Unternehmen mit Sitz in U.________. Die A.________ AG (Schiedsklägerin und Beschwerdegegnerin) ist eine schweizerische Aktiengesellschaft mit Sitz in V.________, welche die Gewinnung, die Verarbeitung und den Handel von Rohstoffen, insbesondere von Kupfer aus W.________, bezweckt. Die C.________ (im Folgenden: C.________) ist die Betreiberin einer Kupfer-Mine in X.________ (W.________). A.b. Seit den 1990er-Jahren erwarb B.________ regelmässig Kupferkonzentrat direkt von C.________. Trotz finanziellen und technischen Schwierigkeiten in den Jahren 1999 und 2000 konnte C.________ die Kupferlieferungen aufrecht erhalten. B.________ war indessen an stabileren und gleichmässigeren Lieferungen interessiert und auch daran, dass die Abläufe bei der Mine in X.________ verbessert werden. Vor diesem Hintergrund traten B.________ und A.________ miteinander in Kontakt, um die Zukunft der Mine zu diskutieren. Am 26. Februar 2003 unterzeichneten B.________ und A.________ ein "Memorandum of Understanding ", gemäss dessen Ziff. 2.2 und 2.3 die Parteien den Abschluss folgender Vereinbarungen planten: Einerseits sollte A.________ von C.________ die gesamte Kupferkonzentrat-Produktion kaufen; andererseits sollte A.________ das von C.________ gekaufte Kupferkonzentrat an B.________ weiterverkaufen. Ebenfalls am 26. Februar 2003 schlossen B.________ und A.________ einen Liefervertrag bezüglich des gesamten von der X.________ Mine in den Jahren 2004-2013 produzierten Kupferkonzentrats ("A.________-B.________-Agreement "). Am 8. Juli 2003 schlossen A.________ und C.________ einen Vertrag betreffend die Lieferung des gesamten von der X.________ Mine in den Jahren 2004-2015 produzierten Kupferkonzentrats ("A.________-C.________-Agreement "). Die beiden Verträge, also das "A.________-B.________-Agreement " und das "A.________-C.________-Agreement", wurden zusammen als "Back-to-Back-Agreements" bezeichnet. A.c. Im November 2003 fand in W.________ die sog. Rosenrevolution statt, infolge derer die Regierung von W.________ abtreten musste. Zu dieser Zeit basierten die Lieferungen von C.________ an B.________ auf direkten Lieferverträgen mit C.________. Die "Back-to-Back Agreements" sollten erst anfangs 2004 in Kraft treten. In der Folge kam es aber nicht zur Umsetzung der "Back-to-Back Agreements ". Vielmehr regelten A.________ und B.________ ihre Vertragsbeziehungen zu Beginn des Jahres 2004 neu mit einem "Assignment Agreement " und einem "Agency Agreement" (zusammen: "AA Agreements"). Unter dem "Assignment Agreement" zedierte A.________ sämtliche Kupferlieferungsansprüche, die während der Laufzeit des "Assignment Agreements" fällig würden, an B.________. Im "Agency Agreement" verpflichtete sich B.________, A.________ als Gegenleistung für die Abtretung der Lieferansprüche eine "Assignment Fee" sowie eine "Agency Fee" zu bezahlen. Die beiden Verträge wurden am 5. Februar 2004 in Zürich unterzeichnet und hätten per 1. März 2004 in Kraft treten sollen. Am 19. Februar 2004, also zwei Wochen nach der Unterzeichnung der "AA Agreements ", handelte B.________ eine Verlängerung seiner direkten Lieferverträge mit C.________ bis Ende 2004 aus. Am 26. Mai 2004 verlangte A.________ von B.________ die Zahlung der Assignment Fee und Agency Fee für die Kupferkonzentrat-Lieferungen von C.________ an B.________ für die Monate März, April und Mai 2004. A.d. Mit Schreiben vom 8. Juni 2004 erklärte B.________ der A.________, dass dieser keine Forderungen aus den "AA Agreements" zustünden, da diese Verträge gar nie wirksam geworden seien. Eventualiter kündigte B.________ die "AA Agreements". Mit Schreiben vom 19. Juli 2004 bestritt A.________ alle von B.________ in deren Schreiben vom 8. Juni 2004 aufgeworfenen Punkte. Am 31. März 2011 reichte A.________ beim Betreibungsamt Zürich ein Betreibungsbegehren gegen die B.________ über Fr. 96'297'600.-- ein.