Citation: 8C_447/2015 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin rügt, der Versicherung sei eine Rechtsverzögerung vorzuwerfen, weil sie den Einspracheentscheid erst nach Vorliegen des in Auftrag gegebenen Gutachtens, somit voraussichtlich erst Ende 2015, fällen wolle. Die Beschwerdegegnerin sei nicht berechtigt, das Verfahren so lange zu verzögern, bis sie die Untersuchungshandlungen nachgeholt habe. Bei dieser Argumentation übersieht die Beschwerdeführerin, dass das kantonale Gericht bereits am 2. Juli 2014 über eine erste Rechtsverzögerungsbeschwerde entschieden und die Versicherung verpflichtet hatte, umgehend über den Taggeldanspruch zu verfügen. Die Beschwerdegegnerin hatte diesem Gerichtsentscheid Folge geleistet, indem sie wenig später, am 22. Juli 2014, eine entsprechende Verfügung erlassen hatte. Dagegen erhob die Beschwerdeführerin am 22. August 2014 Einsprache. Im vorliegenden Verfahren macht sie geltend, die Versicherung sei gehalten, die Einsprache aufgrund der bisherigen Akten zu beurteilen und später, nach einer neuen Begutachtung, eine weitere Verfügung zu erlassen. Mit dem Entscheid des kantonalen Gerichts vom 2. Juli 2014 wurde die Versicherung verpflichtet, umgehend eine Verfügung betreffend Taggeldanspruch zu erlassen. Damit war die Beschwerdegegnerin allerdings ihrer Verpflichtung nicht enthoben, die dazu noch erforderlichen Sachverhaltsabklärungen zu treffen (Art. 43 ATSG). Da das kantonale Gericht sie angehalten hatte, "umgehend" zu verfügen, kam sie dieser Aufforderung nach und verlegte die aus ihrer Sicht notwendige Begutachtung ins Einspracheverfahren. Es kann keine Rede davon sein, dass sich die Versicherung anschliessend bei der Organisation der Begutachtung rechtsverzögernd verhalten hätte. Sie reagierte prompt auf die zahlreichen Eingaben der Beschwerdeführerin, welche ihre abweichenden Vorstellungen namentlich bezüglich der begutachtenden Personen, der Ausgestaltung des Fragenkatalogs und der den Experten vorzulegenden Akten umfassend einbringen wollte. Es ist nicht zu übersehen, dass dieses Verhalten der Beschwerdeführerin (wie auch ihre anfängliche, lange Zeit anhaltende Weigerung, sich einer neuerlichen Begutachtung zu unterziehen) massgeblich zur Verlängerung des Einspracheverfahrens beitrug. Eine unzulässige Rechtsverzögerung durch die Beschwerdegegnerin liegt offensichtlich nicht vor, weshalb der vorinstanzliche Gerichtsentscheid insoweit zu bestätigen ist.