Citation: C 173/01 07.02.2003 E. 2

2.1 Die Vorinstanz hat unter Hinweis auf Art. 11 Abs. 2 AVIG in Verbindung mit Art. 6 Abs. 4 sowie Art. 8 Abs. 1 lit. e AVIV und der Rechtsprechung gemäss BGE 120 V 390 Erw. 4c/bb und BGE 110 V 213 Erw. 2a ausgeführt, die Verneinung der Vermittlungsfähigkeit habe in denjenigen Fällen zu unterbleiben, in welchen der Versicherte die einzelnen Arbeitsverhältnisse nicht von sich aus auf eine kurze Zeit begrenze - gewissermassen um sich eine freie Lebensführung zu ermöglichen -, sondern weil dieser Wechsel der ausgewiesenen Ausübung des Berufes entspreche. Da es an Anhaltspunkten dafür fehle, dass der Beschwerdegegner die Möglichkeit gehabt hätte, ein Arbeitsverhältnis in seinem Beruf von voraussichtlich längerer Dauer einzugehen, und dieser grundsätzlich an einer dauerhaften 100%igen Stelle interessiert sei, gelte dieser als vermittlungsfähig. 2.2 Das Beschwerde führende seco wendet ein, der vorinstanzliche Entscheid beruhe auf überholter Rechtsprechung. Die Auflistung einer bestimmten Berufsgattung in Art. 8 AVIV entbinde nicht von der Stellensuche in einem berufsfremdem Bereich und damit von der Schadenminderungspflicht. Der Beschwerdegegner sei offenkundig nicht bereit, Dauerstellen ausserhalb seiner Berufe als Kameramann und Regisseur zu suchen und anzutreten. Unter diesen Umständen seien die für seine Tätigkeiten als normal zu bezeichnenden Arbeitsausfälle nicht über die Arbeitslosenversicherung zu entschädigen.