Citation: 2C_313/2021 E. 4.3

4.3. Insgesamt laufen die Vorbringen des Beschwerdeführers darauf hinaus, dass seines Erachtens die Verschlechterung seines physischen und psychischen Gesundheitszustandes eine erneute Interessenabwägung gebieten würde, die anders als im rechtskräftigen Urteil des Bundesgerichts 2C_517/2017 vom 4. Juli 2018 zu seinen Gunsten ausfallen müsste. Ein solches Vorgehen ist angesichts fehlender Geltendmachung von Revisionsgründen (Art. 121 ff. BGG) jedoch nicht zulässig (Urteile 2C_577/2020 vom 25. September 2020 E. 2.4.5; 2C_13/2020 vom 8. Mai 2020 E. 5.3.1). Ohnehin würde eine erneute Interessenabwägung weiterhin zu seinen Ungunsten ausfallen. Dem Beschwerdeführer wurde seine Niederlassungsbewilligung wegen schwerwiegenden Verstössen gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz gestützt auf Art. 63 Abs. 1 lit. b AIG widerrufen. Dabei hat das Bundesgericht eine umfassende Interessenabwägung vorgenommen und erachtete den Widerruf der Bewilligung als verhältnismässig im Sinne von Art. 96 Abs. 1 AIG und Art. 8 Ziff. 2 EMRK. Angesichts der Vielzahl seiner Delikte sei ein Rückfall des Beschwerdeführers nicht ausgeschlossen und unter Sicherheitsaspekten bestehe folglich ein grosses öffentliches Interesse daran, dass er das Land verlasse. Erschwerend komme hinzu, dass er seinen finanziellen Verpflichtungen in mutwilliger Weise nicht nachgekommen sei (E. 5.1). Diese öffentlichen Interessen an der Beendigung seines Aufenthaltes bestehen nach wie vor, auch wenn der Beschwerdeführer behauptet, es gehe von ihm keine Rückfallgefahr aus, was auch das psychiatrische Gutachten vom 28. Mai 2018 unterstreiche. Dies ist jedoch kein hinreichender Grund, um von der Bewährungsfrist abzusehen (vorne E. 3.3 f.). Seine persönliche Situation wiederum hat sich, wie soeben gesehen, nicht wesentlich verändert. Hinsichtlich Finanzen sowie der Beziehung zu seiner Tochter ergaben sich seit dem massgeblichen Urteil keine neuen rechtserheblichen Sachumstände. Auch die Krankheit des Beschwerdeführers war zu diesem Zeitpunkt bereits bekannt und floss in die Interessenabwägung mit ein, inkl. der nun eingetroffenen negativen Entwicklung.