Citation: 9C_204/2023 E. A

A.A.________ (geb. 1980) lebt in U.________/SG und geht einer unselbständigen Erwerbstätigkeit nach, im Jahr 2020 mit einem Pensum von 80 Prozent. A.a. Aus der mittlerweile geschiedenen Ehe mit B.A.________ (geb. 1984) gingen zwei Töchter hervor: C.A.________ (geb. 12. Juli 2007) und D.A.________ (geb. 11. Juni 2009). A.A.________ und B.A.________ teilen sich die elterliche Sorge, die Obhut wird alternierend mit hälftigen Betreuungsanteilen ausgeübt. A.b. Im Jahr 2020 bezahlte A.A.________ für die zwei Kinder Unterhaltsbeiträge von insgesamt Fr. 19'158.- (Bar- und Betreuungsunterhalt inkl. Kinderzulagen) an B.A.________. Diese brachte er in der Steuererklärung 2020 von seinen Einkünften in Abzug. Zusätzlich machte er zwei halbe Kinderabzüge von je Fr. 5'100.- geltend, woraus ein deklariertes steuerbares Einkommen von Fr. 28'127.- und kein steuerbares Vermögen resultierten. A.c. Das Kantonale Steueramt gewährte keine Kinderabzüge. Es veranlagte A.A.________ für die Staats- und Gemeindesteuern 2020 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 39'000.- sowie ohne steuerbares Vermögen und für die direkte Bundessteuer 2020 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 40'900.-, jeweils zum Tarif für Alleinstehende.