Citation: U 141/05 21.09.2005 E. A

Die 1956 geborene V.________ arbeitete seit 15. November 1994 als Sozialarbeiterin bei der Institution X.________ und war bei der Zürich Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: Zürich) obligatorisch gegen die Folgen von Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 17. Dezember 1995 erlitt sie beim Schlittschuhlaufen einen Unfall, als sie auf der Kunsteisbahn auf den Hinterkopf und den Rücken stürzte. Dr. med. S.________, Spezialarzt FMH für Innere Medizin spez. Rheumaerkrankungen, welcher von der Versicherten am darauf folgenden Tag konsultiert wurde, diagnostizierte ein leichtes postcommotionelles Syndrom. Am 11. Januar 1996 überwies Dr. med. S.________ die Versicherte an Dr. med. F.________, Spezialarzt für Neurologie FMH, zu einer neurologischen Untersuchung. Im Überweisungsschreiben wies er darauf hin, dass sich die Versicherte verlangsamt fühle und gelegentlich unter Ohrenweh, Schwindelgefühlen, Kopfweh sowie Augen- und Sichtbeschwerden leide. Die neurologische Untersuchung durch Dr. med. F.________ ergab normale neurologische, elektroencephalographische und CT-Schädelbefunde (Bericht vom 6. Februar 1996). Am 8. Februar 1996 diagnostizierte Dr. med. U.________, Augenarzt FMH, neben eine Myopie beidseits eine Akkommodationsschwäche nach Schleudertrauma. Mit Zwischenbericht vom 7. Mai 1996 stellte Dr. med. S.________ die endgültige Diagnose eines protrahierten postcommotionellen Syndroms mit posttraumatischen Sehstörungen (Akkommodationsschwäche). Mit Schlussbericht vom 8. Juli 1996 stellte er unter Bestätigung der früher gestellten Diagnosen eine langsame Besserung der subjektiven Beschwerden sowie eine Tendenz zu depressiven Verstimmungen fest, gab aber gleichzeitig an, dass die Unfallbehandlung per 28. Juni 1996 abgeschlossen worden sei und die Arbeit per 3. Juni 1996 zu 100 % wieder habe aufgenommen werden können. Mit Bericht vom 18. Mai 1998 diagnostizierte Prof. Dr. med. B.________, Neurologische Klinik Spital A.________, unter Hinweis auf das Schädelhirntrauma vom 17. Dezember 1995 weiterhin ein persistierendes postcommotionelles Syndrom sowie einen Verdacht auf depressive Entwicklung. Es bestünden eine persistierende Stressempfindlichkeit, sturmer Kopf, Unsicherheit, Schwindel und Schmerzen. Die Versicherte sei zu 50 % arbeitsunfähig. Am 19. Februar 1999 meldete die Arbeitgeberin der Versicherten der Zürich Spätfolgen zum Unfall vom 17. Dezember 1995. Vom 6. Juli bis zum 3. August 1999 befand sich die Versicherte zur stationären Rehabilitation in der Klinik Y.________. Diese stellte folgende Diagnosen: Status nach Sturz auf Eis am 17. Dezember 1995 mit Contusio capitis mit leichter traumatischer Hirnverletzung (Commotio cerebri), Halswirbelsäule (HWS)-Distorsion, konsekutiv: zerviko-zephaler Symptomenkomplex, neuropsychologische Funktionsstörungen, vegetative Dysregulation, depressive Entwicklung; vorbestehendes weichteilrheumatisches Beschwerdebild. Mit Bericht vom 21. Januar 2000 vermeldete med. prakt. D.________, Äquivalenzbestätigung der FMH für Psychiatrie/Psychotherapie, eine weiterbestehende Symptomatik aus Kopfschmerzen, verminderter Belastbarkeit in Stresssituationen und bei emotionalen Reizen, Licht- und Lärmempfindlichkeit sowie Konzentrationsstörungen. Diagnostisch liege am ehesten ein organisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma (ICD-10: F07.2; postcommotionelles Syndrom) begleitet von einem depressiven Anteil vor. Aus psychiatrischer Sicht ergebe sich eine bleibende Arbeitsunfähigkeit von 70 %. Am 5. Februar 2000 erlitt die Versicherte einen weiteren Unfall, als sie beim Skifahren auf den Rücken und den Kopf stürzte. In der Folge stand sie in regelmässiger physiotherapeutischer Behandlung bei Frau T.________, Dipl. Physiotherapeutin. Mit Verfügungen vom 27. August 2001 sprach die Invalidenversicherung der Versicherten ab 1. April 2000 eine ganze Invalidenrente zu (Invaliditätsgrad von 70 % bis 28. Februar 2001 und von 100 % ab 1. März 2001). Im Auftrag der Zürich erstattete Dr. med. O.________, Arzt für Neurologie und Psychiatrie, Ärztlicher Direktor Spital H.________, am 19. November 2002 ein neurologisch-psychiatrisches Gutachten. Mit Verfügung vom 31. Oktober 2003 verneinte die Zürich ihre Leistungspflicht, wobei sie davon ausging, dass spätestens ab Juni 1996 die Folgen des Unfalles vom 17. Dezember 1995 abgeheilt gewesen seien; für allfällig weiter andauernde unfallbedingte psychische Beschwerden fehle die Adäquanz des Kausalzusammenhanges. Hiegegen erhoben sowohl die Versicherte wie auch die Wincare-Versicherungen als Krankenversicherer Einsprache. Mit Entscheid vom 25. Februar 2004 wies die Zürich beide Einsprachen im Wesentlichen mit der Begründung eines fehlenden natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen Unfallereignis und nach Juni 1996 weiter bestehenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen ab. Selbst wenn die natürliche Kausalität zwischen dem Unfall und den psychischen Beeinträchtigungen gegeben wäre, müsste die Adäquanz verneint werden.