Citation: 4A_108/2023 E. B

B.a. Am 24. Dezember 2019 leitete die Klägerin ein Schiedsverfahren nach den Regeln der Internationalen Handelskammer (ICC) gegen die Beklagten ein und beantragte, diese seien solidarisch zur Zahlung von Schadenersatz von mindestens USD 8 Mio. (alternativ Fr. 7'858'310.--, HKD 62,355,500.--, INR 567,616,000.-- oder EUR 7,219,310.--) zuzüglich Zins zu 5 % zu verpflichten. Die Beklagten widersetzten sich der Klage und beantragten deren Abweisung. B.b. Am 9. März 2020 teilte das Sekretariat des ICC-Gerichtshofs den Parteien mit, dass der Generalsekretär den von den Parteien gemeinsam bezeichneten Einzelschiedsrichter bestätigt habe. Nach Abschluss des Schriftenwechsels fand vom 8. bis 12. November 2021 die mündliche Verhandlung (per Videokonferenz) statt, wobei verschiedene von den Parteien aufgerufene Zeugen befragt wurden. Am 14. Januar 2022 reichten die Parteien ihre Schriftsätze nach der mündlichen Verhandlung (Post Hearing Briefs) ein. B.c. Mit Schiedsentscheid vom 11. Januar 2023 bejahte das Schiedsgericht mit Sitz in Zug seine Zuständigkeit (Dispositiv-Ziffer 1) und wies die Schiedsklage ab (Dispositiv-Ziffer 2). Zudem regelte es die Verfahrenskosten (Dispositiv-Ziffer 3 und 4) und wies sämtliche weiteren Anträge der Parteien ab (Dispositiv-Ziffer 5).