Citation: 5A_763/2018 E. 8.2.1

8.2.1. Für die Gerichtskosten gelangt im Kanton Thurgau die Verordnung des Grossen Rates vom 13. Mai 1992 über die Gebühren der Strafverfolgungs- und Gerichtsbehörden (VGG; RB 638.1) zur Anwendung. Danach bemisst sich die Verfahrensgebühr innerhalb des vorgesehenen Rahmens nach dem Aufwand der Behörde; zu berücksichtigen sind ausserdem die Bedeutung des Falles, die Vermögensverhältnisse der kostenpflichtigen Partei und der Streitwert (§ 3 Abs. 1 VGG). In besonders aufwendigen Verfahren kann die Gebühr bis auf höchstens das Doppelte erhöht werden (§ 3 Abs. 2 VGG). Nach § 11 Abs. 1 Ziff. 1.4 VGG erhebt das Bezirksgericht bei Urteilen in Zivilsachen mit bestimmbarem Streitwert von über 1 Mio. Franken eine Gebühr zwischen 1,0 % und 3,0 % des Streitwertes und nach § 13 Abs. 1 Ziff. 1.6 VGG erhebt das Obergericht bei Urteilen in Zivilsachen mit bestimmbaren Streitwert von über 1 Mio. Franken eine Gebühr zwischen 1,5 % und 4,5 % des Streitwertes.