Citation: 6P.62/2006 14.11.2006 E. 1

1.1 Das Bundesgericht prüft im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren gegen einen Beschluss des Kassationsgerichts des Kantons Zürich frei, ob das Kassationsgericht auf eine in einer kantonalen Nichtigkeitsbeschwerde gegen ein Urteil des Obergerichts oder des Geschworenengerichts vorgebrachte Rüge der willkürlichen Beweiswürdigung hin zu Unrecht Willkür verneint hat. Diese Prüfung läuft regelmässig auf die Beurteilung hinaus, ob die Beweiswürdigung des Obergerichts bzw. des Geschworenengerichts mit sachlichen Gründen haltbar ist. Trifft dies nicht zu, hätte das Kassationsgericht Willkür bejahen müssen, im gegenteiligen Fall hat es Willkür zu Recht verneint. Bei der Begründung der Willkürrüge, darf und muss sich der Beschwerdeführer daher auch entsprechend mit den Erwägungen des Obergerichts bzw. des Geschworenengerichts auseinander setzen. Der Beschwerdeführer muss sich mithin materiell gegen die vom Kassationsgericht überprüfte und als nicht willkürlich befundene Beweiswürdigung des mit kantonaler Nichtigkeitsbeschwerde angefochtenen Urteils wenden. Dabei darf sich der Beschwerdeführer nicht auf eine reine Wiederholung der vor dem Kassationsgericht erhobenen Rügen beschränken, sondern hat sich zugleich, da Anfechtungsobjekt allein der Beschluss des Kassationsgerichts ist, mit dessen Begründung auseinander zu setzen. Andernfalls genügt seine staatsrechtliche Beschwerde den Begründungsanforderungen nicht (BGE 125 I 492 E. 1a/cc, mit Hinweis). 1.2 Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss die Beschwerdeschrift die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Erlass oder Entscheid verletzt worden sind. Im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren prüft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen (BGE 130 I 258 E. 1.3; 125 I 492 E. 1b; 115 Ia 27 E. 4a; 107 Ia 186). Es genügt mithin nicht, wenn der Beschwerdeführer nur pauschal vorbringt, das Urteil des Geschworenengerichts und damit auch der Beschluss des Kassationsgerichts seien willkürlich. Er hat vielmehr im Einzelnen darzulegen, inwiefern der Beschluss des Kassationsgerichts auf einer schlechterdings unhaltbaren oder widersprüchlichen Beweiswürdigung beruht und mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 131 I 467 E. 3.1; 129 I 8 E. 2.1 und 173 E. 3.1; 125 IV 492 E. 1b).