Citation: 4A_439/2021 E. 8.1

8.1. Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz bemängle, dass auf dem Arbeitsunfähigkeitszeugnis keine Diagnose stehe und keine prozentuale Aufteilung ihrer Leiden vorgenommen worden sei. Der ausstellende Arzt unterstehe dem strafrechtlich geschützten Berufsgeheimnis und auf den "simplen Arbeitsunfähigkeitszeugnissen" stünden keine Diagnosen. Arbeitsunfähigkeitszeugnisse könnten entgegen der Vorinstanz auch nicht rückwirkend ausgestellt werden. Mit einem rückwirkenden Attest würde sich der Arzt der Urkundenfälschung strafbar machen. Die Vorinstanz fordere einen Beweis, der so gar nicht beigebracht werden könne. Indem die Vorinstanz dies verlange, verletze sie Art. 9 BV.