Citation: 9C_406/2024 E. 4

Die Vorinstanz erwog, der Beschwerdeführer sei nach seiner Einreise in die Schweiz durch den zuständigen Kanton bei der Beschwerdegegnerin für die obligatorische Krankenpflegeversicherung versichert worden und habe dem Versicherungsobligatorium nach dem Erhalt der Aufenthaltsbewilligung B weiterhin unterstanden. Bis Ende Januar 2017 habe sich die B.________ AG um die administrativen Belange im Zusammenhang mit seiner Krankenpflegeversicherung gekümmert, ab Februar 2017 die Gemeinde U.________. Geändert habe sich dies mit Wirkung auf 1. März 2023, ab welchem Zeitpunkt der Beschwerdeführer keine Sozialhilfe mehr bezogen habe, weshalb die Gemeinde der Beschwerdegegnerin am 15. Februar 2023 mitgeteilt habe, dass die Gesundheitskosten inkl. Prämienzahlungen wieder über ihn als Versicherungsnehmer laufen würden. Anders als der Beschwerdeführer annehme, sei er im Übrigen nie über einen Kollektivvertrag der Gemeinde U.________ krankenversichert gewesen. Nach der Ablösung von der Sozialhilfe sei der Beschwerdeführer als Versicherungsnehmer selber für die Zahlung der Prämien verantwortlich gewesen, basierend auf dem nach der Einreise in die Schweiz geschlossenen, trotz Prämienerhöhungen in den Jahren zwischen 2017 und 2023 nie gekündigten Versicherungsvertrag. Die Grundlage für die Prämienrechnungen ab März 2023 sei mithin nicht etwa ein neuer Versicherungsvertrag; gewechselt habe einzig die Zuständigkeit für die administrativen Belange. Der Beschwerdeführer verhalte sich widersprüchlich, wenn er einen Versicherungsvertrag mit der Beschwerdegegnerin negiere, obwohl er in der Zeit zwischen dem 8. März und dem 9. Oktober 2023 bezogene ärztliche Leistungen mit der Beschwerdegegnerin abgerechnet habe. Da die Prämienrechnungen unbezahlt geblieben seien, sei die Beschwerdegegnerin von Gesetzes wegen gezwungen gewesen, sie auf dem Betreibungsweg einzufordern. Sie habe die gesetzlichen Vorgaben vor der Betreibungsanhebung eingehalten; so sei überwiegend wahrscheinlich, dass dem Beschwerdeführer sowohl die Zahlungserinnerung vom 18. Mai als auch die Zahlungsaufforderung vom 15. Juni 2023 zugegangen seien. Die Betreibung über Fr. 482.20 (Prämien März und April 2023) sei damit rechtmässig erfolgt. Da einzig der die Monate März und April 2023 betreffende Einspracheentscheid vom 12. Februar 2024 Anfechtungsgegenstand bilde, könne auf die beschwerdeführerischen Anträge, in welchen es um die Prämien Mai bis September 2023 gehe (vgl. dazu Verfügung vom 14. Februar 2024, Zahlungsbefehl vom 3. Januar 2024 in der Betreibung Nr. yyy), nicht eingetreten werden.