Citation: 8C_844/2016 E. 4

Das kantonale Gericht erwog, für die Beurteilung der Zulässigkeit der Rentenrevision seien die Verhältnisse im Zeitpunkt der rentenbestätigenden Mitteilung vom 12. Dezember 2003 mit denjenigen bei Verfügungserlass am 28. November 2014 zu vergleichen. Der Vergleich der Diagnosen im polydisziplinären Gutachten der Klinik C.________ vom 4. Juli 2002 mit denjenigen im bidisziplinären MGSG-Gutachten vom 14. September 2009 zeige, dass der Gesundheitszustand im Wesentlichen unverändert sei. Dr. med. D.________, Innere Medizin/ Rheumatologie FMH, sei im Bericht vom 5. Juni 2015 - wie bereits die Gutachter der Klinik C.________ - aus somatischer Sicht von 20%iger Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ausgegangen. Auch in psychischer Hinsicht liege ein im Wesentlichen unveränderter Gesundheitszustand vor, woran lediglich geringfügige Differenzen in der Diagnose (bei identischer Codierung) und die zusätzlich erwähnten Somatisierungstendenzen nichts änderten. Ein wesentlich veränderter Gesundheitszustand, der Anlass zu einer Rentenrevision geben könnte, sei damit nicht auszumachen. Die Versicherte habe am 28. August 2003 einen Sohn und am 6. März 2007 eine Tochter geboren. Indessen sei sie aufgrund der Feststellungen im Abklärungsbericht Beruf und Haushalt vom 16. April 2014 weiterhin als zu 100 % Erwerbstätige zu qualifizieren. Was sodann die am 1. Oktober 2009 bei der E.________ GmbH im Umfang von 2-4 Stunden pro Woche bzw. einem Pensum von 5-10 % und einem monatlichen Bruttoeinkommen von Fr. 350.- aufgenommene Erwerbstätigkeit anbelange, könne darin keine wesentliche Veränderung der erwerblichen Situation erblickt werden. Denn das Gutachten der Klinik C.________ vom 4. Juli 2002 habe für eine angepasste Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von höchstens 20 % ausgewiesen, worauf die Verwaltung am 12. Dezember 2003 den Anspruch auf eine ganze Renten bei einer Arbeitsfähigkeit von 20 % und einem Invaliditätsgrad von 100 % bestätigt habe. Die ihr insofern mögliche Arbeitstätigkeit schöpfe die Beschwerdegegnerin mit ihrem Pensum von 5-10 % bei weitem nicht aus. Zusammenfassend lasse sich daher kein Revisionsgrund ausmachen, weshalb die Beschwerdegegnerin weiterhin Anspruch auf eine ganze Rente habe.