Citation: 1C_497/2021 E. 3.1.2

3.1.2. Was die Beschwerdeführer gegen die Rechts- und Parteifähigkeit des Beschwerdegegners vorbringen, überzeugt nicht. Die Versorgung der Vereinsmitglieder mit Trink- und Brauchwasser sowie der Bau und Betrieb der entsprechenden Anlagen sind im Lichte der Tatsache zu würdigen, dass der Beschwerdegegner selbst über keine Wasserbezugsrechte verfügt. Aus eigenem Recht kann er weder Wasser beziehen noch liefern. Neben der Interessenvertretung und der Kontaktpflege mit Behörden und den Beschwerdeführern als Grundeigentümer steht somit bereits aus sachenrechtlichen Gründen die Koordination technischer und administrativer Belange der Wasserversorgung zugunsten der Vereinsmitglieder im Vordergrund. Der Kreis der an der Quellfassung berechtigten Grundstücke ist dabei überblickbar und kann nicht beliebig ausgeweitet werden. Gestützt auf den vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt ist somit weder ersichtlich noch anzunehmen, dass der Beschwerdegegner mit der von ihm zu sichernden Wasserversorgung für seine Mitglieder ein nach kaufmännischer Art geführtes Gewerbe betreibt, um damit einen Gewinn zu erzielen und diesen unter den Mitgliedern aufzuteilen. Auch die Beschwerdeführer machen derartiges nicht geltend. Die Vorinstanz durfte daher bundesrechtskonform verneinen, dass der Beschwerdegegner eine im Sinne von Art. 60 Abs. 1 ZGB unzulässige wirtschaftliche Aufgabe erfüllt. Demnach ist der Beschwerdegegner - unabhängig von einem ohnehin bloss deklaratorischen Eintrag im Handelsregister - rechts- und parteifähig.