Citation: 8C_66/2024 E. 7.1

7.1. Die Beschwerdeführerin argumentiert weiter, in der Anmeldung vom 14. Januar 2022 und im Einwand vom 21. März 2023 habe sie auch diverse Hilfestellungen in den alltäglichen Lebensverrichtungen An-/Ausziehen, Essen und Körperpflege geltend gemacht. Diesen behinderungsbedingten Mehraufwand lasse die Vorinstanz nicht gelten. Entgegen der vorinstanzlichen Auffassung diene die Hörhilfe der Beschwerdeführerin nicht Behandlungs-/Therapiezwecken. Überdies verkenne die Vorinstanz, dass der Hilfsbedarf beim Einsatz von Hilfsmitteln gemäss den Vorgaben im IV-Abklärungsbericht sehr wohl bei den alltäglichen Lebensverrichtungen, insbesondere z.B. beim An- und Auskleiden angerechnet werde. Der Mehraufwand aufgrund des Einsatzes der Cochlea-Implantat-Prozessoren sei daher zu berücksichtigen, weshalb die Beschwerdeführerin in mindestens vier alltäglichen Lebensverrichtungen auf behinderungsbedingte Dritthilfe angewiesen und laut Art. 37 Abs. 2 lit. a IVG sogar Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung mittleren Grades habe.