Citation: 5A_525/2023 E. 3.2.2

3.2.2. Der Beschwerdeführer stellte sein erstes Abänderungsgesuch im Jahr 2018, welches erstinstanzlich am 27. August 2019 und zweitinstanzlich am 13. November 2020 beurteilt wurde (vgl. vorne Sachverhalt lit. D.a). Im damaligen Berufungsverfahren rügte der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit den finanziellen Verhältnissen der Beschwerdegegnerin, nicht nur nach der Rechtsprechung zum neuen Kindesunterhaltsrecht, sondern auch nach der alten Rechtsprechung (sog. 10/16-Regel) sei die Beschwerdegegnerin spätestens ab dem 16. Altersjahr des Sohnes und damit ab dem xx.xxx 2019 verpflichtet gewesen, einer Erwerbstätigkeit zu 100 % nachzugehen. Eine Übergangsfrist sei der Beschwerdegegnerin bereits gewährt worden. Da nun das Scheidungsverfahren länger andauere als mit dem Eheschutzentscheid angedacht, müsse eine weitere Abstufung der Unterhaltsbeiträge vorgenommen werden. Sowohl nach der alten als auch der neuen Rechtsprechung sei die Beschwerdegegnerin verpflichtet, einer Erwerbstätigkeit zu 100 % nachzugehen. Dies sei im Abänderungsgesuch dargelegt worden und das alleine stelle bereits einen Abänderungsgrund dar (Urteil 3B 19 46/3B 19 47 vom 13. November 2020 E. 4.4.2 S. 15 f.). Die Vorinstanz erwog diesbezüglich zusammengefasst, der Umstand, dass der Sohn 16 Jahre alt geworden sei und die Beschwerdegegnerin aufgrund wegfallender Betreuungspflichten ihr Arbeitspensum weiter auszudehnen hätte, stelle keinen Abänderungsgrund dar, zumal dies bereits Diskussionsgegenstand des Eheschutzverfahrens gewesen sei (a.a.O., E. 4.4.4 S. 17).