Citation: 7B_83/2022 E. 5

Der Beschwerdeführer rügt ergänzend eine Verletzung des Anklagegrundsatzes. Diese erblickt er darin, dass der beabsichtigte unrechtmässige Vorteil gemäss den vorinstanzlichen Erwägungen darin bestanden habe, dass er seine Reputation hätte verbessern und seinen Patientenstamm hätte erweitern können. Im als Anklageschrift fungierenden Strafbefehl sei hingegen nur davon die Rede, dass er mehr hätte "abrechnen" können. Auch mit diesem Einwand ist er nicht zu hören: Die Anklage hat die der beschuldigten Person zur Last gelegten Delikte in ihrem Sachverhalt so präzise zu umschreiben, dass die Vorwürfe in objektiver und subjektiver Hinsicht genügend konkretisiert sind (BGE 147 IV 439 E. 7.2; 143 IV 63 E. 2.2; 141 IV 132 E. 3.4.1; je mit Hinweisen). Wenn im Falle eines Arztes von einem (vermehrten) "Abrechnen" aufgrund des Schmückens mit einem gefälschten Diplom die Rede ist, so ist ohne Weiteres klar, dass damit auch die Steigerung des Ansehens und die Erweiterung des Patientenkreises als Voraussetzungen des "Abrechnens" gemeint sind. Von einer Verletzung des Anklagegrundsatzes kann keine Rede sein.