Citation: 2P.260/2001 20.11.2001 E. 3

3.-Es ist nachfolgend zu prüfen, ob auf das subsidiäre (Art. 84 Abs. 2 OG) Rechtsmittel der staatsrechtlichen Beschwerde wegen Verletzung von Art. 9 (Willkür in der Sachverhaltsfeststellung und in der Anwendung kantonalen Verfahrensrechts) und 29 Abs. 2 BV (rechtliches Gehör) eingetreten werden kann. a) Da der Beschwerdeführer keinen Rechtsanspruch auf Bewilligung hat, erleidet er durch die Verweigerung der Nachzugsbewilligung keine Rechtsverletzung. Er ist somit zur staatsrechtlichen Beschwerde in der Sache selbst, insbesondere zur Willkürrüge gemäss Art. 9 BV, wenn damit die Sachverhaltsfeststellung (einschliesslich Beweiswürdigung) und die materielle Rechtsanwendung beanstandet werden, nicht legitimiert (Art. 88 OG; BGE 126 I 81 E. 2-6, mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer kann jedoch die Verletzung von Verfahrensvorschriften, deren Missachtung eine formelle Rechtsverweigerung darstellt, geltend machen (grundlegend: BGE 114 Ia 307 E. 3c; vgl. auch BGE 127 II 161 E. 3b; 126 I 81 E. 3b u. 7b). Er kann sich auf die Parteirechte berufen, die ihm nach dem kantonalen Verfahrensrecht oder aufgrund der Bundesverfassung zustehen. Dabei sind aber Verfahrensrügen nicht zu hören, die im Ergebnis auf eine materielle Überprüfung des Bewilligungsentscheids abzielen, so die Behauptung, Beweisanträge seien wegen Unerheblichkeit oder willkürlicher antizipierter Beweiswürdigung abgelehnt worden (BGE 114 Ia 307 E. 3c; vgl. auch BGE 126 I 81 E. 7b; 120 Ia 157 E. 2a/bb). b) Der Beschwerdeführer beanstandet in sachlicher und rechtlicher Hinsicht die Auffassung des Verwaltungsgerichts, welches wie die Vorinstanzen den Familiennachzug unter Hinweis auf das rechtsmissbräuchlich erschlichene Anwesenheitsrecht des Beschwerdeführers verweigerte (Scheinehe mit der zweiten Ehefrau). Das Verwaltungsgericht sei zu diesem Schluss aufgrund von Indizien gekommen, die auf einseitiger, verfassungswidriger Berücksichtigung einzelner Beweise gründeten. Das Verwaltungsgericht habe damit den ihm zustehenden Ermessensspielraum willkürlich ausgeübt. Insbesondere habe es auf die (erneute) Zeugenbefragung seiner Ex-Ehefrau C.________, die nunmehr anderes aussagen würde, willkürlich verzichtet. Ferner habe das Verwaltungsgericht willkürlicherweise auf die seines Erachtens untauglichen Aussagen einer Auskunftsperson, die ihre Identität dem Beschwerdeführer gegenüber nicht preisgeben wolle, abgestellt. Jedenfalls habe das Verwaltungsgericht diese Beweise willkürlich gewürdigt, weil die beiden Aussagen nur zum Teil übereinstimmten. Es gehe schliesslich nicht an, dass das Verwaltungsgericht das kantonale Ausländeramt ausdrücklich auffordere, dem Beschwerdeführer die nächste Jahresaufenthaltsbewilligung nicht mehr zu erteilen, da ansonsten der Erwerb der Niederlassungsbewilligung drohe und dem Beschwerdeführer dann ein Anspruch aus Art. 8 EMRK zustehen würde. Dieses Verhalten widerspräche "den Grundsätzen der Inzidenzkontrolle und der Gewaltenteilung". c) Die Vorbringen der Beschwerdeführer richten sich im Wesentlichen gegen den Entscheid in der Sache selbst (soweit sie die Sachverhaltsfeststellung und die Würdigung der Indizien für das Vorliegen einer Scheinehe betreffen), oder können von der Prüfung in der Sache selbst nicht getrennt werden (so hinsichtlich der Beweiswürdigung und die Ablehnung der Beweisanträge). Dies gilt namentlich für die Rüge, das rechtliche Gehör sei verletzt worden, indem die Zeugenaussage der zweiten Ehefrau zum Vornherein als nicht erheblich betrachtet wurde, obschon diese inzwischen etwas anderes als bei der ersten Befragung aussagen würde. Darauf kann, wie gesagt, nicht eingetreten werden (BGE 114 Ia 307 E. 3c). Dass es das kantonale Verfahrensrecht dem Verwaltungsgericht verboten hätte, auf die Aussage einer Auskunftsperson abzustellen, deren Namen dem Beschwerdeführer nicht bekannt gegeben wurde, wird nicht in tauglicher Weise gerügt (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; zum Rügeprinzip: BGE 117 Ia 393 E. 1c; 110 Ia 1 E. 2a; 107 Ia 186 E. b), so dass darauf ebenfalls nicht einzutreten ist. Gegen den in Art. 29 Abs. 2 BV verankerten Anspruch auf rechtliches Gehör würde dieses Vorgehen jedenfalls nicht verstossen, zumal der Beschwerdeführer im kantonalen Verfahren vom wesentlichen Inhalt der Aussage der betreffenden Person Kenntnis erhielt und ausserdem Gelegenheit hatte, dazu Stellung zu nehmen (vgl. hiezu auch Art. 28 VwVG). Soweit sich der Beschwerdeführer schliesslich daran stösst, dass das Verwaltungsgericht die Fremdenpolizei auffordert, ihm selber die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung zu verweigern, ist darauf hinzuweisen, dass diese Frage nicht Gegenstand des Verfahrens bildet; das Dispositiv des angefochtenen Entscheids enthält denn auch keine solche "Weisung".