Citation: 7B_299/2023 E. 4.5

4.5. Die Beschwerdeführer räumen ein, dass die Beschwerdegegnerin die vom Obergericht in dessen Entscheid vom 3. April 2014 verlangte Wiederholung von Einvernahmen durchführte, bevor sie am 26. November 2014 ihre zweite Einstellungsverfügung erliess. Zur Rechtmässigkeit dieser zweiten Einstellung gingen die Ansichten der kantonalen Beschwerdeinstanz und des Bundesgerichtes auseinander. Während das Obergericht die Einstellung in seinem Entscheid vom 27. August 2015 als bundesrechtskonform schützte, verlangte das Bundesgericht in seinem Urteil 6B_1016/2015 vom 26. Januar 2017 noch zusätzliche Abklärungen. Mit Beschluss vom 22. Februar 2017 wies das Obergericht deshalb die Sache zur ergänzenden Sachverhaltsabklärung, insbesondere durch Beizug der einschlägigen Akten des am Kantonsgericht Zug hängigen konnexen Zivilverfahrens, an die Staatsanwaltschaft zurück. Zudem wurde die Beschwerdegegnerin eingeladen zu prüfen, ob zur Vermeidung sich widersprechender Urteile eine Sistierung des Untersuchungsverfahrens gestützt auf Art. 314 Abs. 1 lit. b StPO zweckmässig sei. Die zweite Einstellungsverfügung vom 26. November 2014 erscheint vor diesem Hintergrund ebenfalls nicht als krass falsch; sie begründet keinen objektiven Anschein einer Befangenheit der Beschwerdegegnerin: Zum einen gingen die Meinungen der Rechtsmittelinstanzen, ob überhaupt eine Verletzung von Bundesrecht vorlag, auseinander. Zum anderen stellt die Vorinstanz willkürfrei fest, dass die Beschwerdegegnerin sowohl den Erwägungen und Anweisungen des Bundesgerichtes als auch denjenigen des Obergerichtes (in dessen Beschluss vom 22. Februar 2017) sachgerecht Rechnung trug und insbesondere weitere Abklärungen zum Bestehen eines Treuhandverhältnisses traf. Zudem sistierte die Beschwerdegegnerin am 4. Mai 2017, wie vom Obergericht angeregt, das Untersuchungsverfahren bis zum Abschluss des hängigen konnexen Zivilverfahrens. Am 9. November 2020 ersuchten die Beschwerdeführer die Beschwerdegegnerin um Wiederaufnahme des Strafverfahrens, da das Zivilverfahren vom Bundesgericht unterdessen, mit Urteil 4A_323/ 2019 vom 22. November 2019, rechtskräftig abgeschlossen worden war. Am 17. März 2021 stellte die Beschwerdegegnerin daraufhin die Strafuntersuchung zum dritten Mal ein.