Citation: 5A_634/2020 E. 4

Was die Kritik anbelangt, der angefochtene Entscheid sei während der Betreibungsferien, mithin zur Unzeit erlassen und eröffnet worden, so stellt der Rechtsöffnungsentscheid tatsächlich eine Betreibungshandlung dar, auf welche Art. 56 Ziff. 2 und 3 SchKG Anwendung findet (BGE 115 III 91 E. 3a S. 93; Urteile 5A_371/2010 vom 31. August 2010 E. 3.2; 5A_120/2012 vom 21. Juni 2012 E. 3.2). Die Rechtsöffnung hätte mithin nicht am 20. Juli 2020 erteilt werden dürfen. Indes führt dies nicht etwa zur Nichtigkeit des Entscheides oder Ähnlichem, sondern die Rechtswirkung einer während der Betreibungsferien vorgenommenen Betreibungshandlung gilt als auf das Ferienende aufgeschobe und führt damit zu einer allfälligen Fristverlängerung im Sinn von Art. 63 SchKG (BGE 121 III 284 E. 2b S. 285; 127 III 173 E. 3b S. 176; Urteil 5A_120/2012 vom 21. Juni 2012 E. 3.3). In Bezug auf die Kritik, das Appellationsgericht habe keine Stellungnahme bei der Gegenpartei eingeholt, kann auf Art. 322 Abs. 1 ZPO verwiesen werden, wonach bei offensichtlich unbegründeten Beschwerden davon abgesehen werden kann.