Citation: 8C_301/2007 15.01.2008 E. 5.1

5.1.1 Massgebende Ursachen im Rahmen des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein die gesundheitliche Beeinträchtigung nicht oder nicht in gleicher Weise oder nicht zur gleichen Zeit eingetreten wäre. Daher ist nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist, sondern reicht es aus, dass das versicherte Ereignis zusammen mit anderen Faktoren für die Schädigung verantwortlich ist. Mit anderen Worten ist der natürliche Kausalzusammenhang gegeben, sobald der Unfall nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (Conditio sine qua non; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 402 E. 4.3.1 [mit Hinweisen] S. 406; vgl. Scartazzini, Les rapports de causalité dans le droit suisse de la sécurité sociale, Basel 1991, S. 9 ff.). Nach der Rechtsprechung gehören zu den im Sinne von Art. 6 Abs. 1 UVG massgebenden Ursachen auch Umstände, ohne deren Vorhandensein die gesundheitliche Beeinträchtigung nicht zur gleichen Zeit eingetreten wäre. Eine schadensauslösende traumatische Einwirkung wirkt also selbst dann leistungsbegründend, wenn der betreffende Schaden auch ohne das versicherte Ereignis früher oder später wohl eingetreten wäre, der Unfall somit nur hinsichtlich des Zeitpunkts des Schadenseintritts Conditio sine qua non war. Anders verhält es sich, wenn der Unfall nur Gelegenheits- oder Zufallsursache ist, welche ein gegenwärtiges Risiko, mit dessen Realisierung jederzeit zu rechnen gewesen wäre, manifest werden lässt, ohne im Rahmen des Verhältnisses von Ursache und Wirkung eigenständige Bedeutung anzunehmen (zum Ganzen: SVR 2007 UV Nr. 28 S. 94 E. 4, U 413/05). 5.1.2 Die med. pract. K.________ und J.________ sind in ihrem Gutachten vom 7. März 2005 hinsichtlich der Kausalitätsfrage zum Ergebnis gekommen, dass sich bei der Beschwerdeführerin mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ein eigenständiges psychisches Störungsbild im Sinne einer ängstlich-depressiven Verarbeitung von körperlichen Beschwerden entwickelt hat (zunächst funktionelle Überlagerung, im Anschluss daran Hinzutreten einer - zusehends chronifizierten - angstgeprägten und -bedingten Vermeidungs- und Schonhaltung sowie Herausbildung einer depressiven Symptomatik), wobei der Unfall der Anlass, aber nicht die psychiatrische Ursache dieser Fehlentwicklung gewesen sei. Im Lichte der hievor dargelegten Grundsätze kann aus den Ausführungen der psychiatrischen Experten ohne weiteres geschlossen werden, dass der Unfall, jedenfalls im Sinne einer Teilursächlichkeit, die Conditio sine qua non der anschliessenden gesundheitlichen Entwicklung bildet, zumal keinerlei Anhaltspunkte für eine vorbestehende psychische Störung oder Erkrankung ersichtlich sind. Die Aussage der Gutachter, das Unfallereignis stelle nicht die "psychiatrische Ursache" des nachfolgenden psychischen Geschehens dar, kann, wie sich aus dem gesamten Kontext ergibt, nicht als Hinweis auf eine - bei der Beurteilung der natürlichen Unfallkausalität unmassgebliche - Gelegenheitsursache verstanden werden, sondern lässt sich vielmehr als adäquanzrechtliche Wertung einordnen. Soweit das kantonale Gericht das Vorhandensein eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen Unfall und psychischem Gesundheitsschaden auf der Basis der geschilderten gutachterlichen Darlegungen verneint, kann ihm nicht gefolgt werden. 5.2 Die Vorinstanz hat der adäquanzrechtlichen Prüfung nach dem Gesagten zu Recht den in BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140 dargelegten Beurteilungsraster (mit der ihm inhärenten Differenzierung zwischen physischen und psychischen Beschwerdekomponenten; BGE 117 V 359 E. 6a in fine S. 367) zugrunde gelegt. Zutreffenderweise ist sie dabei, ausgehend von einem mittelschweren Unfallereignis, zum Schluss gelangt, dass die relevanten Adäquanzkriterien weder in gehäufter Form gegeben sind, noch eines der Kriterien in besonders ausgeprägter Weise vorliegt. Auf die entsprechenden Erwägungen im kantonalen Entscheid, denen das Bundesgericht nichts beizufügen und welchen auch die Beschwerdeführerin nichts Substanzielles entgegenzusetzen hat, wird vollumfänglich verwiesen. Namentlich ist entgegen den Vorbringen in der Beschwerde nicht von dramatischen Begleitumständen oder einer besonderen Eindrücklichkeit des Unfallereignisses (vgl. dazu etwa Urteil U 2/07 vom 19. November 2007, E. 5.3.1, sowie die in Rumo-Jungo, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, UVG, Zürich 2003, S. 58 ff. erwähnten Beispiele) auszugehen, noch kann das Kriterium der Dauerbeschwerden (im Sinne persistierender Kopf- und Nackenschmerzen) bejaht werden, wie die Vorinstanz einlässlich dargelegt hat. Selbst wenn im Übrigen das letztgenannte Kriterium als erfüllt zu betrachten wäre, genügte dieses alleine da nicht von erheblicher Intensität, nicht, eine Unfalladäquanz zu begründen. Es hat demnach beim kantonalen Gerichtsentscheid - und der darin bestätigten Leistungseinstellung per 1. Juli 1992 - sein Bewenden.