Citation: 5A_530/2022 E. 2.4.1

2.4.1. Nicht nachvollziehbar bzw. willkürlich sei ausserdem der Schluss, es sei von überhaupt keiner Einschränkung der Erwerbsfähigkeit auszugehen. Die Berichte aus dem Jahr 2016 seien zumindest im Rahmen eines Glaubhaftmachens sehr wohl relevant. Ausserdem lägen aus dem Jahr 2019 diverse medizinische Berichte vor, die eine weiter bestehende Leistungseinschränkung der Beschwerdeführerin erläutern würden, mit welchen sich die Vorinstanz unverständlicherweise überhaupt nicht auseinandergesetzt habe, so beispielsweise der Bericht von Dr. F.________, der eine Aufmerksamkeitsstörung beschreibe, und der Bericht von Dr. D.________ vom 18. April 2019. Falsch sei weiter die Aussage, es läge nur der Bericht von Dr. D.________ vom 10. Juni 2020 vor, der sich aktuell zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin äussere. Die Vorinstanz übersehe die Berichte von Dr. D.________ vom 2. September 2021 und vom 8. Januar 2021, in denen er seine früheren Einschätzungen eingehend und überzeugend verteidige.