Citation: 5A_88/2024 E. 3.1

3.1. Das Verfahren vor den Kindesschutzbehörden des Kantons Glarus richtet sich, soweit das ZGB keine Regelung enthält, nach dem Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege (GS III G/1; VRG/GL) und subsidiär der Zivilprozessordnung (vgl. Art. 314 Abs. 1 i.V.m. Art. 450f ZGB sowie Art. 68 Abs. 1 EG ZGB/GL). Nachdem das ZGB diesbezüglich dazu schweigt, hat die Vorinstanz die hier entscheidende Frage, ob der Kostenvorschuss im kantonalen Beschwerdeverfahren rechtzeitig bezahlt worden ist (vgl. vorne Bst. B), zurecht nach Massgabe des VRG/GL beurteilt. Dieses sieht vor, dass die kantonalen Behörden von der Partei, die ein Beschwerde-, Klage- oder Revisionsverfahren einleitet, einen angemessenen Vorschuss für die ihr möglicherweise aufzuerlegenden amtlichen Kosten erhebt (Art. 133 Abs. 1 VRG/GL). Für die Leistung des Kostenvorschusses wird eine nicht erstreckbare Frist angesetzt. Leistet die Partei den Kostenvorschuss nicht, wird ihr eine nicht erstreckbare Nachfrist eingeräumt. Bleibt die Leistung des Kostenvorschusses auch während der Nachfrist aus, wird auf das Begehren nicht eingetreten (Art. 133 Abs. 3 VRG/GL).