Citation: 4A_616/2017 E. 3.3

3.3. Bezüglich der Form des Vertrages führte die Vorinstanz aus, sofern ein Vertrag wie hier gemäss Gesetz an keine Form gebunden sei, die Parteien aber eine solche vorbehalten hätten, werde vermutet, dass sie vor Erfüllung der Form nicht verpflichtet sein wollten (Art. 16 Abs. 1 OR). Im Zweifel sei also davon auszugehen, die Einhaltung der Form sei Gültigkeitserfordernis und nicht bloss zu Beweiszwecken gewollt. Diese Vermutung könne jedoch widerlegt werden. Dies etwa durch den Nachweis, dass die Parteien eine blosse Beweisform vereinbart hätten, oder durch den Nachweis, dass sie nachträglich konkludent auf die vorbehaltene Form verzichtet hätten, namentlich indem sie die vertraglichen Leistungen trotz Nichterfüllung der Form vorbehaltlos erbracht und entgegengenommen haben. Gestützt auf die Aussagen des Beschwerdeführers anlässlich seiner Befragung - und damit in Würdigung der Beweise, also im Rahmen der Sachverhaltsfeststellung - kam die Vorinstanz zum Schluss, für den Beschwerdeführer sei die korrekte Unterzeichnung des Vertrags (ebenso wie für die Gegenseite) eine reine Formsache (Beweiszweck) gewesen, nicht ein Gültigkeitserfordernis. Weiter führte sie aus, selbst wenn man der Behauptung des Beschwerdeführers folgen und davon ausgehen möchte, die Parteien hätten anlässlich der Unterzeichnung mit dem Formvorbehalt ein Gültigkeitserfordernis statuieren wollen, hätten sie nachträglich konkludent darauf verzichtet. Bewiesen sei nämlich, dass das Darlehen von der Lieferantin an die Kundin ausbezahlt worden sei. Zudem habe die Kundin diesbezügliche Amortisations- und Zinszahlungen geleistet. Der Beschwerdeführer widerspricht diesen vorinstanzlichen Erwägungen. Dafür stützt er sich allerdings primär entweder auf nicht zu hörende Sachverhaltsergänzungen (etwa bezüglich nicht erfolgter Vorlage einer ID und eines mindestens fünf Jahre dauernden Mietvertrags) oder setzt sich in direkten Widerspruch zur für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlichen Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz (etwa bezüglich der Darlehensauszahlung oder der Leistung von Amortisations- und Zinszahlungen). Abgesehen davon setzt er der vorinstanzlichen Feststellung, wonach die Parteien die Form zu Beweiszwecken und nicht als Gültigkeitserfordernis vereinbart hätten, nur wenig entgegen. Da es dabei um Beweiswürdigung geht, müsste er Willkür dartun. Ob seine Rüge den diesbezüglichen Anforderungen genügt, ist fraglich, kann aber offenbleiben. Er trägt bloss vor, dass er nicht kontrolliert habe, ob die Lieferantin den ihrerseits vollständig unterzeichneten Darlehensvertrag nachgereicht habe, hänge nicht mit einem fehlenden Gültigkeitserfordernis der Schriftform zusammen. Weshalb der gegenteilige Schluss der Vorinstanz im Rahmen ihrer Beweiswürdigung willkürlich wäre, ist damit nicht dargetan.