Citation: 6B_556/2024 E. 4.3.2

4.3.2. Die Vorinstanz lud die Beschwerdegegnerin 2 zur Einvernahme als Auskunftsperson zur Berufungsverhandlung vor. Aus den diesbezüglich unangefochtenen Erwägungen der Vorinstanz (Urteil E. III.3.) ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin 2 (ärztlich bescheinigt) aufgrund ihrer psychischen Erkrankung und einer fortgeschrittenen Schwangerschaft nicht in der Lage war, der Vorladung zur Einvernahme als Auskunftsperson am 17. April 2024 Folge zu leisten. Dem angefochtenen Entscheid lässt sich im Weiteren entnehmen, dass die Beschwerdegegnerin 2 am 28. Oktober 2020 polizeilich und am 14. Dezember 2021 durch die Staatsanwaltschaft mittels Videoaufzeichnung befragt wurde, Letzteres in Anwesenheit des Beschwerdeführers und seines Verteidigers. Die Vorinstanz erwägt, auch wenn die Beschwerdegegnerin 2 bei der Befragung durch die Staatsanwaltschaft eine Hygienemaske getragen habe, habe ein Eindruck von ihr und ihrem Aussageverhalten gewonnen werden können. Die staatsanwaltliche Videoeinvernahme sei einer erstinstanzlichen Einvernahme gleichwertig, da sich die erkennende Kammer einen eigenen Eindruck vom Aussageverhalten der Beschwerdegegnerin 2 habe verschaffen können. Zudem hänge das Urteil nicht in entscheidender Weise vom Aussageverhalten ab, sondern vom Inhalt der Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 sowie insbesondere auch von den Aussagen des Beschwerdeführers selbst. Eine unmittelbare Beweisabnahme durch das Berufungsgericht sei daher nicht erforderlich.