Citation: 9C_492/2008 06.03.2009 E. 2

Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung hat. Dabei steht einzig in erwerblicher Hinsicht in Frage, ob im Rahmen des Einkommensvergleichs bei dem nach den Tabellenlöhnen gemäss LSE 2000 bestimmten Invalideneinkommen ein Abzug vorzunehmen ist. 2.1 Die Vorinstanz erwog dazu, Dr. med. F.________ sei im Gutachten vom 15. Juli 2002 grundsätzlich von einer vollen Arbeitsfähigkeit ausgegangen. Im Einspracheentscheid vom 1. Dezember 2003, der sich unter anderem auf Dr. med. F.________ abgestützt habe und dann vom Gericht aufgehoben worden sei, sei ein Leidensabzug von 20 % in Erwägung gezogen worden. Dr. med. G.________, der das psychiatrische Teilgutachten des ABI erstellt habe, rede nunmehr von einer Verschlechterung des Zustandes gegenüber 2002, was zu der erwähnten Leistungseinschränkung von 20 % führe. Wenn die IV-Stelle dem Beschwerdeführer nun statt eines 20%igen Leidensabzuges eine Leistungseinschränkung von 20 % zubillige, sei der festgestellten Verschlechterung nicht Rechnung getragen worden. Das errechnete Invalideneinkommen sei darum leidensbedingt um 20 % zu vermindern, was zu einem Betrag von Fr. 35'610.- und verglichen mit dem Valideneinkommen von Fr. 61'152.- zu einem Invaliditätsgrad von 41.8 % führe. 2.2 Dagegen wendet die beschwerdeführende IV-Stelle ein, es bestehe kein Anlass für die Vornahme eines Abzuges. Dem Versicherten seien immer noch selbst mittelschwere Tätigkeiten intermittierend zumutbar. Die Reduktion der Leistungsfähigkeit um 20 % berücksichtige ausdrücklich die Einschränkung aus psychiatrischer Sicht. Alter (Jahrgang 1960), Nationalität und Aufenthaltskategorie (Niederlassungsbewilligung) sowie Dauer der Betriebszugehörigkeit rechtfertigten keinen Abzug. Es liege lediglich eine reduzierte Leistungsfähigkeit vor, d.h. dass der Versicherte ein Vollzeitpensum mit entsprechend reduzierter Leistung wahrnehmen könne. Die Vorinstanz habe sich mit diesen bereits in der Verfügung vom 9. Februar 2006 angestellten Erwägungen nicht auseinandergesetzt und stattdessen in willkürlicher Weise einen - weit übersetzten - Abzug von 20 % vorgenommen.