Citation: 2A.435/2005 02.03.2006 E. 3

3.1 Kein Rechtsanspruch auf Nachzug der Ehefrau des Beschwerdeführers ergibt sich vorliegend aus den ausländerrechtlichen Bestimmungen des Landesrechts: Art. 17 Abs. 2 ANAG setzt für den Familiennachzug das Vorliegen einer Niederlassungsbewilligung voraus (BGE 130 II 281 E. 2.2 S. 284 mit Hinweisen), über welche der Beschwerdeführer nicht verfügt. Nichts zu seinen Gunsten vermag der Beschwerdeführer ferner aus Art. 38 BVO abzuleiten, wonach die kantonalen Fremdenpolizeibehörden den Familiennachzug bewilligen können, falls die Voraussetzungen von Art. 39 BVO erfüllt sind (gefestigter Aufenthalt bzw. gefestigte Erwerbstätigkeit, angemessene gemeinsame Wohnung, finanziell gesicherter Unterhalt, gesicherte Betreuung der Kinder), vermag doch die Begrenzungsverordnung keine über das Gesetz hinausgehenden Bewilligungsansprüche zu begründen. Die kantonale Behörde bleibt bei ihrem Entscheid frei (Art. 4 ANAG), selbst wenn die entsprechenden Voraussetzungen gegeben sind (BGE 130 II 281 E. 2.2 S. 284 mit Hinweisen). 3.2 Wieweit der Beschwerdeführer, welcher ursprünglich in den Status seiner Eltern als vorläufig aufgenommener Flüchtling einbezogen war, allenfalls aus den einschlägigen asylrechtlichen Bestimmungen über die Familienvereinigung (Art. 51 Abs. 5 AsylG [SR 142.31] in Verbindung mit Art. 39 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen [AsylV 1; SR 142.311]) im Hinblick auf den Nachzug seiner Ehefrau Rechte hätte ableiten können, bedarf vorliegend keiner weiteren Prüfung. Es genügt die Feststellung, dass dem Beschwerdeführer auf dessen Ersuchen hin die Aufenthaltsbewilligung erteilt wurde, womit die vorläufige Aufnahme von Gesetzes wegen erloschen ist (Art. 14b Abs. 2 Satz 2 ANAG) und für die Frage des Familiennachzugs jene Bestimmungen zur Anwendung gelangen, welche das Fremdenpolizeirecht für Jahresaufenthalter vorsieht (Art. 38/39 BVO). Im Übrigen gilt nach der Rechtsprechung der Schweizerischen Asylrekurskommission zum Familienasyl gemäss Art. 51 Abs. 1-4 AsylG der Grundsatz der Nichtweiterübertragung einer abgeleiteten Flüchtlingseigenschaft ("kein Einbezug in den Einbezug", vgl. EMARK 2000 Nr. 23, 1997 Nr. 1 sowie 1998 Nr. 9). Danach können die Ehefrau und die Kinder eines Flüchtlings, welche in dessen Flüchtlingseigenschaft einbezogen wurden, diese abgeleitete (formelle) Flüchtlingseigenschaft nur dann weiterübertragen, wenn sie ihrerseits auch die materielle Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Analog dürfte es sich bei Personen verhalten, welche - wie der Beschwerdeführer - als Kind in den Status ihrer Eltern bzw. eines Elternteils als vorläufig aufgenommener Flüchtling einbezogen wurden. So oder so lassen sich aus den erwähnten asylrechtlichen Bestimmungen für das vorliegende Verfahren keine Rechtsansprüche auf die für die Ehefrau des Beschwerdeführers anbegehrte fremdenpolizeiliche Bewilligung ableiten. 3.3 Ein Anspruch auf Familiennachzug der Ehefrau des Beschwerdeführers könnte sich demzufolge einzig aus dem in Art. 8 EMRK (bzw. mit gleicher Tragweite in Art. 13 Abs. 1 BV) verankerten Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens ergeben, auf welches sich der Beschwerdeführer in seiner Eingabe ebenfalls beruft.