Citation: 1A.50/2001 11.09.2001 E. 2

2.1 Umstritten ist die Bewilligung einer Anlage für die Aufbereitung und Zwischenlagerung von Bauschutt. Wie schon das Verwaltungsgericht zu Recht erwogen hat, geht es entgegen den etwas irreführenden Baugesuchsunterlagen um mehr als bloss einen Ablagerungsplatz für Recyclingmaterial. Gemäss ihren Angaben bereitet die Beschwerdeführerin auf dem Recyclingplatz - offenbar mit mobilen Maschinen - Belagsaufbruch, Beton, Mischabbruch, Strassenaufbruch und Altholz auf. Die verarbeitete Menge variiert je nach konjunktureller Lage, liegt aber im Durchschnitt bei 10'000 m3 pro Jahr. Soweit auch Altholz aufgearbeitet wird, liegt eine Verarbeitung nicht bloss von mineralischen, sondern auch von organischen Bauabfällen vor, was Konsequenzen für die zu treffenden Umweltschutzmassnahmen hat. 2.2 Gemäss Art. 22 Abs. 2 RPG setzt eine ordentliche Baubewilligung insbesondere voraus, dass die Baute oder Anlage dem Zweck der Nutzungszone entspricht. Das Verwaltungsgericht hat auf Grund eingehender Erwägungen festgestellt, dass die Abbau- und Deponiezone gemäss Art. 17 BZR keine Bauzone im Sinne von Art. 15 RPG darstellt. Auf diese überzeugenden Ausführungen kann verwiesen werden, umso mehr, als ihnen die Beschwerdeführerin ausdrücklich zustimmt. 2.3 Die nachgesuchte Bewilligung ist daher nur zu erteilen, wenn das Vorhaben dem spezifischen Zweck der Abbau- und Deponiezone gemäss Art. 17 BZR entspricht und somit ohne Ausnahmebewilligung zulässig ist, obwohl es ausserhalb der Bauzone liegt, oder wenn dafür eine Ausnahmebewilligung gemäss Art. 24 RPG erteilt werden kann. Wie das Verwaltungsgericht ausführt, hat dies verfahrensrechtlich zur Folge, dass über die Frage der Zonenkonformität nicht die kommunale Baubehörde, sondern das Raumplanungsamt zu entscheiden gehabt hätte. Nachdem das Raumplanungsamt die Zonenkonformität verneinte, wäre es auch für die materielle Behandlung des Baugesuchs - d.h. für die Beurteilung der Ausnahmebewilligung - zuständig gewesen (Art. 25 Abs. 2 RPG; § 182 Planungs- und Baugesetz vom 7. März 1989, PBG; SRL 735). Das Verwaltungsgericht hat erwogen, trotz dieser Verfahrensfehler erübrige sich eine Rückweisung der Angelegenheit an das Raumplanungsamt, da dies angesichts der konkreten Umstände einen verfahrensrechtlichen Leerlauf darstellte. Die Beschwerdeführerin beanstandet diese Beurteilung nicht, weshalb das Bundesgericht keinen Anlass hat, darauf näher einzugehen.