Citation: U 415/00 08.02.2001 E. A

A.- E.________, geboren 1961, ist gelernter Bäcker und Konditor und war bei der K.________ AG in Z.________ als stellvertretender Abteilungsleiter in der Margarineproduktion tätig. Am 29. September 1993 stiess er mit dem Motorrad auf dem Weg zur Arbeit mit einem Personenwagen zusammen, dessen Lenker das Vortrittsrecht missachtete. Seinen Angaben zufolge wurde er über die Front des Personenwagens geschleudert und stürzte zu Boden. Unmittelbar danach stand er auf, richtete die Gabel des Motorrades und fuhr, ohne dass die Polizei benachrichtigt worden wäre, an die Arbeit. Wegen Schmerzen in der rechten Hüfte begab er sich gleichentags zu Dr. med. W.________, S.________, welcher eine Kontusion der linken Hüfte und der Lendenwirbelsäule (LWS) sowie ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule (HWS) und der rechten Schulter diagnostizierte (Bericht vom 29. September [recte: Oktober] 1993). Nachträglich aufgetretene Kopf- und Nackenbeschwerden wurden in Abwesenheit des Hausarztes chiropraktisch behandelt, worauf es zu Gefühlsstörungen in den Extremitäten kam. Nachdem auch Hirnleistungsstörungen und psychische Beeinträchtigungen aufgetreten waren, ordnete die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) einen Aufenthalt in der Rehabilitationsklinik B.________ vom 8. Dezember 1993 bis 26. Januar 1994 an, wo eine leichte bis mittelschwere Hirnfunktionsstörung nach HWS-Trauma diagnostiziert wurde, die in der Folge neuropsychologisch behandelt wurde. Im März 1994 nahm E.________ teilzeitlich eine leichtere Tätigkeit beim bisherigen Arbeitgeber auf. Ab August 1994 absolvierte er zu Lasten der IV eine Handelsschulausbildung, die er im Februar 1996 aufgab, um ein Fachgeschäft für Bogen- und Armbrustsport zu übernehmen. Am 10. Februar 1996 erstattete Dr. med. R.________, A.________, zuhanden des beteiligten Haftpflichtversicherers ("Zürich" Versicherungs-Gesellschaft) ein Aktengutachten, worin festgestellt wurde, dass der Versicherte spätestens seit einem Jahr nach dem Unfall wieder voll in seinem Beruf arbeiten könnte. Nach einer kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 27. August 1997 erfolgte am 17. Februar 1998 eine erneute neurologisch-neuropsychologische Untersuchung in der Rehabilitationsklinik B.________, wo noch leichte kognitive Defizite und psychische Auffälligkeiten festgestellt wurden, die wahrscheinlich zur Hauptsache reaktiv bzw. stressbedingt sind. Auf Betreiben des Rechtsvertreters des Versicherten ordnete die "Zürich" im Einvernehmen mit der SUVA eine polydisziplinäre Begutachtung durch das Zentrum für medizinische Begutachtung (ZMB) in Basel an. In dem am 1. Februar 1999 erstatteten Bericht gelangten die Gutachter zum Schluss, dass die bestehenden somatischen Befunde überwiegend wahrscheinlich unfallkausal seien, die Arbeitsfähigkeit jedoch nicht beeinträchtigten. Für die vorhandenen psychischen Beeinträchtigungen sei der Unfall als auslösender Faktor zu betrachten bei einer wahrscheinlich vorbestandenen neurotischen Persönlichkeitsstruktur. Gestützt hierauf erliess die SUVA am 26. April 1999 eine Verfügung, mit welcher sie den Fall abschloss und mangels Unfallkausalität der noch bestehenden Beschwerden die Ausrichtung weiterer Leistungen ablehnte. Mit Einspracheentscheid vom 11. August 1999 hielt sie an dieser Verfügung fest.