Citation: 6B_563/2021 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, die Beschwerdegegnerin 2 sei anlässlich ihrer Einvernahme vom 9. Februar 2012 nicht auf die Straffolgen einer falschen Anschuldigung, einer Irreführung der Rechtspflege und einer Begünstigung hingewiesen worden. Indem die Vorinstanz ihre Aussagen dennoch für verwertbar erklärt habe, habe sie Art. 181 Abs. 2 StPO verletzt. Selbst wenn aufgrund der Tatvorwürfe eine Verwertung nach Art. 141 Abs. 2 StPO zugelassen würde, dürfte der Belehrungsfehler nicht unberücksichtigt bleiben. Bei der Würdigung der Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 wäre jedenfalls zu berücksichtigen, dass diese nicht auf die Strafdrohung einer falschen Anschuldigung hingewiesen worden sei. Die Aussagen wären daher besonders sorgfältig und zurückhaltend zu würdigen, was die Vorinstanz nicht getan habe.