Citation: 2C_34/2023 E. 4.3

4.3. Artikel 29 Abs. 2 BV verlangt, dass die Behörde die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tatsächlich hört, prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt insbesondere die Verpflichtung der Behörde, ihren Entscheid zu begründen. Dabei kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken (BGE 145 IV 99 E. 3.1; 143 III 65 E. 5.2). Die Vorinstanz erwägt im Hinblick auf die Rüge, die Beschwerdeführerin sei nicht verwarnt worden, ihr sei mit Schreiben vom 5. Juni 2020 mitgeteilt worden, dass erwogen werde, ihre Aufenthaltsbewilligung nicht zu verlängern und sie aus der Schweiz wegzuweisen (angefochtener Entscheid E. 4.2). Die Vorinstanz hat sich folglich in der gebotenen Kürze mit der Rüge befasst und eine explizite Verwarnung nicht für notwendig erachtet, nachdem die Beschwerdeführerin mit dem erwähnten Schreiben anderthalb Jahre vor der Wegweisungsverfügung des Migrationsamts auf die ausländerrechtlichen Konsequenzen ihres Verhaltens aufmerksam gemacht wurde. Die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs ist unbegründet.