Citation: 5A_561/2024 E. 5.2

5.2. Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz stelle den Sachverhalt willkürlich fest und verletze die persönliche Bewegungsfreiheit des Beschwerdeführers und seines Sohnes. Er habe in seiner Berufung konkret aufzeigen können, dass für den Fall einer Reise in den Iran für ihn und seinen Sohn kein Risiko bestehe, welches ein Reiseverbot rechtfertigen würde. Die Vorinstanz berufe sich auf die allgemein gehaltenen Empfehlungen des EDA und damit auf ein allgemein bekanntes Risiko, ohne konkrete Beweise oder Umstände zu berücksichtigen. Diese Empfehlungen gebe es schon seit Jahrzehnten, was darauf hindeute, dass sie möglicherweise nicht die aktuellen, nuancierten Realitäten der politischen Situation im Iran widerspiegeln. Es handle sich vorliegend nicht um eine reine Schutzmassnahme, sondern eine politisch motivierte Einschränkung, die ausserhalb des Mandats eines Familiengerichts liege. Jüngste politische Unruhen etwa in Frankreich und Grossbritannien hätten nicht zu ähnlichen gerichtlich verhängten Verboten geführt. Diese Diskrepanz unterstreiche den willkürlichen Charakter des Urteils und wecke Bedenken hinsichtlich der Fairness und Gleichbehandlung vor dem Gesetz. Der vorinstanzliche Entscheid sei willkürlich und ungerechtfertigt; der Grundrechtseingriff unverhältnismässig und rechtswidrig. Ebenso unverhältnismässig sei die fehlende zeitliche Beschränkung. Was die Ausstellung des Reisepasses anbelange, sei nicht ersichtlich, inwiefern diese eine Kindeswohlgefährdung darstellen könne.