Citation: 6B_1327/2018 E. 5.4.1

5.4.1. Die Anklageschrift legt dem Beschwerdeführer zur Last, er habe nach der Gründung der S.________ GmbH vom 10. Mai 2012, dem Eintrag ins Handelsregister vom 15. Mai 2012 und der Überweisung des Stammkapitals vom 25. Mai 2012 vom Gründerkonto auf das Konto der Gesellschaft das Stammkapital in der Höhe von CHF 20'000.-- abzüglich CHF 200.-- Gebühren auf das Konto seiner Ehefrau transferiert. Das Konto der Gesellschaft habe mithin einen Saldo von CHF 0.-- ausgewiesen. Die in der Folge der Gesellschaft zugeflossenen, vom Strafkläger oder vom Beschwerdeführer einbezahlten Beträge seien von letzterem anschliessend wieder entnommen und für private Zwecke verwendet worden. Durch diese Vorgehensweise habe der Beschwerdeführer als alleiniger Geschäftsführer und Gesellschafter einerseits eine ungenügende Kapitalausstattung herbeigeführt und andererseits grob nachlässig gehandelt, indem er für die Gesellschaft keine wirkliche Geschäftstätigkeit aufgenommen und so die Überschuldung der Gesellschaft herbeigeführt habe. Dadurch habe er die S.________ GmbH geschädigt und sie in den Konkurs fallen lassen (Anklageschrift S. 9 f., C.4, Untersuchungsakten, Ordner 12, act. 4293/9 f.). Inwiefern in diesem Punkt die Anklageschrift den Anklagegrundsatz (vgl. oben E. 1.2) verletzen soll, ist nicht ersichtlich. Die Anklageschrift umschreibt den Schaden als Entzug des Stammkapitals, der zu einer Überschuldung und letztlich zum Konkurs geführt hat. Der Beschwerdeführer konnte ohne Weiteres ersehen, was ihm im Einzelnen vorgeworfen wurde, und war in der Lage, seine Verteidigungsrechte angemessen wahrzunehmen.