Citation: 8C_623/2007 22.08.2008 E. A

D.________, geboren 1959, ist Staatsangehörige Kroatiens und heiratete am 9. November 1992 zum zweiten Mal. Der achtzehn Jahre ältere Ehegatte italienischer Staatsangehörigkeit brachte zwei Söhne (geboren 1975 und 1979) mit in die Ehe. D.________ trennte sich 1998 von diesem Ehemann. Im Februar 2003 wurde ihre zweite Ehe geschieden. Ab 22. Dezember 1995 war sie im Service an der Bar X.________ tätig, wo sie zuletzt am 14. April 1996 bis ca. 16.00 Uhr arbeitete. In dieser Eigenschaft war sie bei der Winterthur-Versicherungen (nachfolgend: Winterthur oder Beschwerdegegnerin) gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 12. Mai 1996 war sie als Beifahrerin in dem von ihrem Mann gelenkten BMW 528i auf der Autobahn von Mailand Richtung Verona mit einer übersetzten Geschwindigkeit von ca. 150 km/h (gemäss Angaben des BMW-Lenkers auf der Schadenanzeige vom 14. Mai 1996) unterwegs, als dieser am Steuer von einer Staubildung infolge einer Umleitung überrascht wurde, sein Fahrzeug auf dem nassen neuen Asphaltbelag nicht mehr rechtzeitig abzubremsen vermochte und am Ende der stehenden Kolonne in das Heck eines Renault Twingo prallte. Durch den Rückstoss kollidierte der BMW sodann seitlich mit einem Renault 9, welcher dadurch ins Heck eines Citroën XM stiess und diesen Wagen schliesslich in den davor stehenden Alfa Romeo 33 schob. Am BMW, welcher an der Front sowie seitlich beidseits stark beschädigt wurde, und den beiden Renault-Fahrzeugen entstand laut Schadenanzeige vom 14. Mai 1996 Totalschaden. Die Fahrzeuginsassen des Citroën berichteten am 8. Oktober 2007 zu Handen des Rechtsvertreters der Versicherten, dass ein Rettungshelikopter zum Notfalltransport einer verletzten Person an die Unfallstelle beigezogen worden sei. Der Renault Twingo sei durch den Aufprall am Heck so stark beschädigt worden, dass ein allfälliger Mitfahrer in diesem Auto auf der Rücksitzbank den heftigen Aufprall angesichts der zusammengedrückten hinteren Sitzreihe kaum überlebt hätte. Weil "es im Spital in T.________ keinen Platz mehr für die Versicherte gab", wurde sie noch am Unfalltag von einem Kollegen in die Schweiz nach Hause gefahren (letztinstanzliche Beschwerdeschrift vom 12. Oktober 2007 S. 22). Der am 15. Mai 1996 erstbehandelnde Dr. med. A.________ diagnostizierte ein Distorsionstrauma der Halswirbelsäule (HWS), fand vom Sicherheitsgurt her stammende Kontusionsmarken über Sternum und Clavicula rechts, verneinte Läsionen gestützt auf die von Italien mitgebrachten Röntgenbilder von HWS, Sternum, Clavicula rechts und Schulter rechts, attestierte eine volle Arbeitsunfähigkeit und verordnete das Tragen eines Schaumstoffkragens sowie eine medikamentöse Therapie. Der Unfall führte bei D.________ weder zu einer Amnesie noch zu Lähmungserscheinungen. Gemäss Angaben des Dr. med. A.________ vom 24. Juni 1996 auf dem Fragebogen bei HWS-Verletzungen litt die Versicherte nach einer Latenzzeit von 2,5 Stunden an Schwindel, okzipitalen Kopfschmerzen, beidseitigen Nackenschmerzen, linksseitigen Schulterschmerzen mit Ausstrahlung in den linken Arm sowie an einer in alle Richtungen eingeschränkten Beweglichkeit der HWS und an Schlafstörungen. Sowohl ossäre Läsionen wie auch Luxationen vermochte Dr. med. A.________ anhand der röntgenologischen Untersuchungsergebnisse auszuschliessen. Bei anfänglich unklarem versicherten Verdienst erbrachte die Winterthur ein Taggeld und übernahm die Heilbehandlung. Ab 20. Januar 1997 war die Versicherte nach Einschätzung ihres behandelnden Arztes wieder zu 50% arbeitsfähig. In der Folge stellte D.________ ab diesem Zeitpunkt im Ausmass eines Teilzeitpensums von 50% Antrag auf Arbeitslosenentschädigung. Von der Invalidenversicherung bezog sie ab 1. Mai 1997 bei einem Invaliditätsgrad von 62% eine halbe und mit Wirkung ab 1. Mai 2002 bei einem Invaliditätsgrad von 100% eine ganze Rente. Am 28. Dezember 2000 verfügte die Winterthur: "1.- Rückwirkend vom 1. Januar 1999 bis 31. Dezember 2000 besteht ein Taggeldanspruch von Fr. 15'330.-. Per 31. Dezember 2000 werden die Taggeldleistungen eingestellt.