Citation: 6B_78/2016 E. 2.3

2.3. Nach dem Beschwerdeführer war im fraglichen Zeitraum der abgetrennten Feinfraktion von Strassensammlerschlämmen entgegen der vorinstanzlichen Beurteilung kein Code zugeordnet. Es sei irrelevant, ob "man" im Unternehmen bis zur Schliessung der bisher belieferten Reaktordeponie von Sonderabfall ausgegangen sei oder nicht. Es komme auf die "Analyse im konkreten Einzelfall" an (Beschwerde S. 4). "Bei der Analyse der ersten Probe [habe] sich Inertstoffqualität" ergeben (Beschwerde S. 5). Dass diese später offenbar nicht mehr eingehalten wurde, sei nicht ihm anzulasten. Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, die Angabe des Glührückstandes zur Messung der 95% gesteinsähnlicher Bestandteile sei erst im Jahre 2013 durch das Bundesamt für Umwelt im Dokument "Analysemethoden im Abfall- und Altlastenbereich" erfolgt. Erst seit diesem Datum könne man sich an eine Methode für das Vorliegen von Inertstoffen halten. Die Vorinstanz wähle aus den wissenschaftlich anerkannten Methoden willkürlich eine aus (Beschwerde S. 6 f.). Die Vorinstanz setzt sich u.a. mit der Verordnung vom 22. Juni 2005 über den Verkehr mit Abfällen (VeVA; SR 814.610), der Technischen Verordnung über Abfälle vom 10. Dezember 1990 (TVA; SR 814.600) und der Verordnung des UVEK über Listen zum Verkehr mit Abfällen vom 18. Oktober 2005 (SR 814.610.1) auseinander. Dabei verweist die Vorinstanz auf den UVEK-Liste-Code 19 02 05 S ("Schlämme aus der physikalisch-chemischen Behandlung, die gefährliche Stoffe enthalten"). Solche Schlämme sind nur dann nicht als Sonderabfall zu klassieren, wenn die abgepressten Feinschlämme Inertstoffe gemäss Ziff. 11 Abs. 2 lit. a Anhang 1 TVA sind (wenn "nachgewiesen" wird, dass "die Abfälle zu mehr als 95 Gewichtsprozent, bezogen auf die Trockenmasse, aus gesteinsähnlichen Bestandteilen wie Silikaten, Carbonaten oder Aluminaten bestehen"). Auf Inertstoffdeponien dürfen nur Inertstoffe abgelagert werden (Ziff. 1 Anhang 1 TVA). Wie die Vorinstanz feststellt, definierte die TVA die Methode zur Bestimmung der gesteinsähnlichen Anteile nicht (Urteil S. 8). Das Bundesgericht hat indessen nicht Nachweismethoden zu beurteilen, sondern die angefochtene Entscheidung im Rahmen bundesrechtskonformer Rügen (oben E. 2.1) unter Willkürgesichtspunkten zu überprüfen.