Citation: I 425/05 08.11.2005 E. 2

Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf Invalidenrente, namentlich der hierfür massgebende Invaliditätsgrad. 2.1 Im Wesentlichen gestützt auf den Bericht des Dr. med. L.________ vom 5. Mai 2003 ist die Vorinstanz davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Einrichter/Disponent in der Kunststoffproduktion aufgrund der festgestellten koronaren Herzkrankheit (2-Gefässerkrankung) nicht mehr auszuüben kann, ihm jedoch leichte (sitzende) Tätigkeiten ohne stressbedingte Belastung sechs Stunden pro Tag zumutbar seien, was einer Arbeitsfähigkeit von 72 % entspreche (vgl. Bericht der Berufsberatung vom 28. April 2004). 2.2 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers besteht kein Anlass, von dieser Beurteilung abzuweichen. Die diesbezüglichen Vorbringen hat das kantonale Gericht - ausgehend davon, dass die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis grundsätzlich der Zeitpunkt des Einspracheentscheids (hier: 2. November 2004) bildet (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweis; vgl. auch BGE 129 V 4 Erw. 1.2, 169 Erw. 1, 356 Erw. 1, je mit Hinweisen) - mit zutreffender Begründung, worauf verwiesen wird, entkräftet. Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass keine ärztliche Stellungnahme, auch nicht die des Hausarztes Dr. med. S.________, Arzt für Allgemeine Medizin FMH, vom 31. August 2004, die Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit auf 72 % in Frage zu stellen vermöchte. Dass der Versicherte an einer Vielzahl von gesundheitlichen Beschwerden leidet, steht zwar ebenso ausser Frage wie der Umstand, dass der diagnostizierte (seit zwanzig Jahren bestehende) Diabetes mellitus Typ II krankheitswertig ist. Diese Leiden ziehen aber keine weitere Arbeitsunfähigkeit nach sich. Bei ihrem Entscheid stützte sich die IV-Stelle sodann nicht nur auf die Einschätzung des behandelnden Kardiologen, welcher überdies die Beschwerden des metabolischen Syndroms nicht ausser Acht liess. Vielmehr geht ebenso aus den Berichten des Hausarztes vom 9. Mai 2003, des Spitals U.________ vom 19. Mai 2003 und des Spitals Z.________ vom 7. Mai 2003 übereinstimmend hervor, dass sich einzig die koronare Herzkrankheit auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt. Dementsprechend wies Dr. med. I._______, Assistenzarzt am Spital Z.________, auch darauf hin, dass die verminderte Leistungsfähigkeit vom Kardiologen festzulegen sei (Bericht vom 7. Mai 2003). Angesichts dieser medizinischen Aktenlage ist davon auszugehen, dass das metabolische Syndrom (einschliesslich der Zuckerkrankheit) keine wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bewirkt. Insoweit sich aus den Ausführungen des Hausarztes in seinem im Rahmen des Einspracheverfahrens abgegebenen Bericht (vom 31. August 2004) etwas anderes schliessen liesse, überzeugen diese nicht, da sie im Widerspruch zu seinen früheren Darlegungen (gemäss Bericht vom 9. Mai 2003) stehen. Der Bericht ist auch insofern nicht schlüssig, als er den Beschwerdeschilderungen keine nachvollziehbare Begründung folgen lässt, weshalb die geltend gemachten Beschwerden die Arbeitsfähigkeit wesentlich beeinträchtigten. Hinsichtlich der geltend gemachten Augenkrankheiten ist dem kantonalen Gericht beizupflichten, dass der Bericht des Augenarztes Dr. med. E.________ vom 31. August 2004 keinerlei Ausführungen zur Arbeitsfähigkeit enthält und dem Zeugnis vom 11. November 2004 einzig zu entnehmen ist, dass der Beschwerdeführer aus augenärztlicher Sicht keine Arbeiten ausführen kann, welche Höchstansprüche an die Augen stellen, da er Linsentrübungen aufweist und zudem aufgrund des Umstands, dass sein Gesichtsfeld konzentrisch eingeschränkt ist, nachts nicht Auto fahren darf. Diese Einschränkungen lassen sich durchaus mit der durch Dr. med. L.________ als zumutbar erachteten körperlich leichten Tätigkeit in Einklang bringen. Die weiteren Darlegungen des Dr. med. E.________ zur Arbeitsunfähigkeit beziehen sich auf einen möglichen zukünftigen Krankheitsverlauf und sind insofern für dieses Verfahren nicht aussagekräftig. Weiter verursache laut Hausarzt die seit Januar 2004 bestehende Heberden-Arthrose der Endgelenke an den Fingern beider Hände bei kräftigen Arbeiten vermehrt Schmerzen und beschleunige die Krankheit, leichte Arbeit sei daher aufgrund der behinderten Feinmotorik etwas eingeschränkt (Schreiben vom 9. November 2004). Mit der Vorinstanz sind auch diese Behinderungen im Sinne von leidensbedingten Einschränkungen im Rahmen der Einsatzmöglichkeiten zu beachten, begründen aber keine weitergehende Arbeitsunfähigkeit. Sodann ändert ebensowenig die aufgrund eines Sturzes am 5. September 2004 erlittene linksseitige posteriore Schulterluxation mit Ausriss des Tuberkulum minus (Bericht des Spitals Z.________ vom 7. September 2004) etwas an der vorliegenden Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im Umfang von 72 %, da zumindest im massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheids noch keine anspruchsbeeinflussende Verschlechterung des Gesundheitszustands im Sinne von Art. 88a Abs. 2 IVV vorlag (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweis). Bei dieser Sachlage sind weitere medizinischen Abklärungen, wie sie der Versicherte beantragt, unnötig (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 94 Erw. 4b; RKUV 2003 Nr. U 473 S. 50 Erw. 3.4 [U 131/02]).