Citation: I 88/04 24.05.2005 E. 5

Es bleibt damit noch zu entscheiden, ob sich die Reduktion durch veränderte Verhältnisse im Sinne einer Revision gemäss Art. 17 ATSG (bzw. Art. a41 IVG) begründen lässt. Das kantonale Gericht ist zur Überzeugung gelangt, dass die vorhandenen Akten nicht ausreichen, um diese Frage abschliessend zu beantworten. Auch in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird nicht mehr damit argumentiert, die Verhältnisse hätten sich wesentlich verändert. Die Beschwerdeführerin beruft sich - neben der Wiedererwägung in Bezug auf den Aufwand für die Sehschulung - auf die Beweiskraft des Abklärungsberichts vom 11. Dezember 2002. Hiezu bleibt anzumerken, dass sie selbst sich im Verlaufe des Verfahrens nicht an die dort gemachten Vorgaben gehalten hat. Im genannten Bericht wird der totale Mehraufwand mit 2 Stunden und 22 Minuten beziffert. In der Verfügung vom 27. Januar 2003 wird er mit 2 Stunden und 37 Minuten quantifiziert. Eine eingehende Auseinandersetzung mit allen von den Eltern gemachten Bemühungen im Einspracheentscheid vom 3. Juli 2003 lässt die Beschwerdeführerin zum Schluss kommen, der Mehraufwand betrage 3 Stunden und 37 Minuten. In der Beschwerdeantwort zum vorinstanzlichen Verfahren und der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird dieser schliesslich auf 2 Stunden und 10 Minuten geschätzt. Damit steht fest, dass auch die Beschwerdeführerin selbst nicht gänzlich auf den von ihr als "voll beweiskräftig" bezeichneten Abklärungsbericht abstellt. Vielmehr kann nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit festgestellt werden, welchen anrechenbaren Mehraufwand die Eltern oder beigezogene Fachpersonen im Zeitpunkt des Einspracheentscheides für die Versicherte täglich zu erbringen hatten. Das kantonale Gericht hat die Sache daher zu Recht zu weiteren Abklärungen und neuer Entscheidung an die Verwaltung zurückgewiesen. Dabei werden die rechtsprechungsgemässen Grundsätze über die Zusammenarbeit zwischen dem Arzt einerseits und der Verwaltung sowie dem Gericht andererseits zu berücksichtigen sein (vgl. BGE 128 V 93 f. Ew. 4; AHI 2000 S. 319 f. Erw. 2b).