Citation: 2C_397/2018 E. 6.3

6.3. Der vorinstanzliche Entscheid hält fest, Art. 8 EMRK sei nicht tangiert und verweist diesbezüglich auf E. 10 des Einspracheentscheides. Dieser führt lediglich aus, in der Schweiz lebten keine nahen Angehörigen des Beschwerdeführers, weshalb eine Berufung auf Art. 8 EMRK ausser Betracht falle. An anderer Stelle hält der Einspracheentscheid (E. 3.3) jedoch fest, C.________ habe am 10. Februar 2016 bei den Genfer Migrationsbehörden ein Familiennachzugsgesuch für ihre vier Kinder gestellt, welches gemäss weiteren Ausführungen am 31. Mai 2016 noch hängig war, wobei die Genfer Behörden eine Ablehnung in Aussicht stellten. Aus den Akten ergibt sich, dass zumindest am 15. April 2016 die Kinder immer noch beim Beschwerdeführer in U.________ wohnten. Der vorinstanzliche Entscheid, welcher vom 27. März 2018 datiert, enthält dazu keine weiteren Sachverhaltsfeststellungen, obwohl in der Beschwerde an die Vorinstanz geltend gemacht wurde, entgegen dem Einspracheentscheid lebten die vier Kinder mit einer Aufenthaltsbewilligung bei ihrer Mutter in Genf. Auch wenn der Untersuchungsgrundsatz im Ausländerrecht durch die Mitwirkungspflicht relativiert wird (Art. 90 AIG), wäre es bei dieser Ausgangslage seitens der Vorinstanz geboten gewesen, den neuesten Stand des Aufenthaltsstatus der Kinder abzuklären und sachverhaltsmässig festzustellen. Dies rechtfertigt sich insbesondere angesichts des Umstandes, dass die Aargauer und Genfer Migrationsbehörden bereits Informationen zum vorliegenden Fall austauschten und die Genfer Migrationsbehörden wohl über noch exaktere Informationen zum Aufenthaltsstatus der Kinder in ihrem Kanton verfügen als der Beschwerdeführer (vgl. zum Verhältnis Mitwirkungspflicht und Untersuchungsgrundsatz BGE 141 I 60 E. 5 S. 67 ff.; 140 I 285 E. 6.3.1 S. 298 f.; Urteil 2C_866/2017 vom 7. März 2018 E. 3.1.2).