Citation: 5A_606/2007 30.10.2007 E. 8

Soweit der Beschwerdeführer dem Obergericht vorwirft, entgegen seinem Antrag keine öffentliche Parteiverhandlung durchgeführt und damit Art. 6 Ziff. 1 EMRK verletzt und § 135 ZPO ZH verletzt zu haben, ist die Beschwerde materiell unbegründet. Das Verfahren vor der ersten Instanz ist mündlich und öffentlich durchgeführt worden. Ein weitergehender Anspruch besteht auch aufgrund von Art. 6 Ziff. 1 EMRK nicht. Was die Rüge der willkürlichen Anwendung von § 135 GVG anbelangt, so ist diese Rüge ebenso unbegründet. Diese Bestimmung sieht zwar vor, dass Verhandlungen öffentlich sind. Vorausgesetzt ist dabei indes, dass eine Verhandlung durchgeführt wird. Das Verfahren vor Obergericht ist aber nach der einschlägigen Zivilprozessordnung grundsätzlich schriftlich (§ 280 lit. b ZPO/ZH). Das Obergericht kann zwar eine mündliche Verhandlung durchführen, die neben der schriftlichen Vernehmlassung oder an deren Stelle durchgeführt werden kann (§ 280d ZPO/ZH). Im vorliegenden Fall hat das Obergericht keine Verhandlung durchgeführt. Eine willkürliche Anwendung von § 135 GVG/ZH ist damit nicht gegeben.