Citation: 4C.333/2005 03.01.2006 E. 3

3.1 Der Kläger wirft der Vorinstanz sinngemäss vor, den Vertrauensgrundsatz verletzt zu haben, indem sie im Schreiben des Klägers vom 29. Januar 1999 lediglich eine Absichtserklärung erblickt habe. Vielmehr habe der Kläger gestützt darauf nach Treu und Glauben davon ausgehen dürfen, dass eine geschäftliche Vereinbarung zustande gekommen sei. 3.2 Der Kläger rügt zwar, die Vorinstanz sei nicht hinreichend auf den Gehalt seines eingehenden, zwei Seiten umfassenden Bestätigungsschreibens eingegangen. Inwiefern daraus nach Treu und Glauben hervorgehen soll, der Kläger gehe davon aus, die Beklagte habe sich rechtsgültig verpflichtet, durch Käufe bei der neuen Firma einen jährlichen Umsatz von Fr. 250'000.- zu erzielen, zeigt er jedoch in der Berufung nicht rechtsgenügend auf. Daher ist fraglich, ob die Begründungsanforderungen an eine Berufung überhaupt erfüllt sind. Die Frage kann offen bleiben, da das Urteil der Vorinstanz den bundesrechtlichen Vorschriften über die Auslegung nach dem Vertrauensprinzip standhält, schrieb doch der Kläger in der Schlussbemerkung des angeführten Briefes: "Ein weiteres mal bestätige ich Ihnen, dass ich für den Restbetrag den entsprechenden Anteil nach Abzug der Provisionen in WIR zurückerstatten werde. Auch einer Verzinsung, welche Sie bitte noch mit Hr. D.________ besprechen, sehe ich nichts im Wege." Damit anerkannte der Kläger auch für den Fall, dass die vollständige Tilgung durch Verrechnung mit Provisionen misslingen sollte, seine Zahlungspflicht, womit er zu erkennen gab, dass auch er nicht von einer Abnahmepflicht im genannten Umfang ausging. Von einer Verletzung der bundesrechtlichen Grundsätze über die normative Auslegung kann nicht die Rede sein. Umstände, die ein treuwidriges Vereiteln von Verträgen mit der neuen Firma durch die Beklagte nahe legen würden, sind nicht festgestellt.