Citation: 4A_227/2013 E. 5.3

5.3. Entscheidend erscheint vorliegend indessen, dass die Staatsanwaltschaft in ihrem Schreiben vom 27. Juli 2012 darum bat, dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführer die Akten, konkret das beigelegte Rechtshilfeersuchen vom 9. November 2010 (und die erste Fassung vom 6. Oktober 2010), nicht zu eröffnen, da dieser bisher noch keine Kenntnis davon erlangt habe, es sei denn im Rechtshilfeverfahren von den deutschen Behörden, was der Staatsanwaltschaft allerdings nicht bekannt sei. Damit berief sich die Staatsanwaltschaft und ihr folgend die Vorinstanz auf überwiegende öffentliche Interessen im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ZPO, die dem Anspruch auf Akteneinsicht entgegenstünden (vgl. dazu auch BGE 130 III 42 E. 3.2.1 S. 44; 129 I 249 E. 3 S. 253; 121 I 225 E. 2a mit Hinweisen). Dass die Vorinstanz solche - ohne weiteres erkennbare - Interessen zu Unrecht bejaht hätte, vermögen die Beschwerdeführer nicht aufzuzeigen, indem sie vorbringen, der Staatsanwalt habe in seinem Schreiben vom 27. Juli 2012 wortwörtlich ausgeführt, überwiegende Interessen, welche der Aktenübersendung entgegenstehen würden, seien keine ersichtlich. Wird die angerufene Passage des Schreibens in ihrem Zusammenhang betrachtet, erhellt ohne weiteres, dass die Staatsanwaltschaft bloss überwiegende öffentliche oder private Interessen verneinte, die der Aktenübersendung an das Kantonsgerichtentgegenstünden, nicht aber solche, die gebieten, von der Eröffnung der Akten gegenüber den Beschwerdeführern abzusehen, ging es der Staatsanwaltschaft doch darum, das Rechtshilfeverfahren zur Beschlagnahmung des Erlöses aus den Garantien zur Deckung der Ersatzforderung nicht zu beeinträchtigen. Es ist damit nicht - jedenfalls nicht rechtsgenügend - dargetan, dass die Vorinstanz das Akteneinsichtsrecht der Beschwerdeführer verletzt hätte, indem sie den Beschwerdeführern unter Berufung auf öffentliche Interessen die beantragte Einsicht verweigerte. Es besteht damit keine Grundlage für eine Zustellung der beanspruchten Akten an die Beschwerdeführer durch das Bundesgericht oder für eine Anweisung an die Vorinstanz, die betreffenden Akten herauszugeben.