Citation: U 190/00 31.05.2001 E. 2

2.- a) Die Auffahrkollision vom 2. April 1995, bei welcher sich der Beschwerdegegner ein Schleudertrauma der HWS zuzog, ist dem mittleren Bereich, allerdings im Grenzbereich zu den leichten Fällen, zuzuordnen. Denn weder die verhältnismässig geringfügigen Beschädigungen an den beteiligten Personenwagen noch der Umstand, dass der Aufprall des in das Auto des Beschwerdegegners gestossenen Fahrzeugs nicht mit einer hohen Geschwindigkeit erfolgte, erlauben die Annahme, es handle sich um einen leichten Unfall im Sinne der Rechtsprechung, vergleichbar mit einem gewöhnlichen Sturz (Urteil W. vom 30. April 2001 [U 396/99]). Die diesbezüglichen Einwände in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vermögen an dieser Beurteilung nichts zu ändern. b) Nachdem der Unfall vom 2. April 1995 dem mittleren, im Grenzbereich zu den leichten Fällen zuzuordnen ist, ist der adäquate Kausalzusammenhang nur zu bejahen, wenn eines der unfallbezogenen Kriterien in besonders ausgeprägter Weise gegeben oder mehrere Kriterien erfüllt sind (BGE 117 V 366 Erw. 6). Die Auffahrkollision ereignete sich weder unter dramatischen Begleitumständen noch war sie besonders eindrücklich. Auch kann das erlittene Schleudertrauma der HWS nicht als schwer bezeichnet werden, und seine Auswirkungen waren nicht derart gravierend, als dass das Kriterium der besonderen Art der Verletzung als erfüllt zu betrachten wäre. Ebenso wenig kann von einer ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen verschlimmert hätte, die Rede sein, und es liegen weder ein schwieriger Heilungsverlauf noch erhebliche Komplikationen vor. Hingegen muss die ärztliche Behandlung, zu welcher auch die physiotherapeutische gehört (vgl. Urteil W. vom 30. April 2001 [U 396/99]), angesichts der andauernden Physiotherapie und dem noch 1997 als notwendig erachteten vierwöchigen stationären Aufenthalt in der Rehabilitationsklinik X.________, als ungewöhnlich lange bezeichnet werden. Das Kriterium der Dauerschmerzen ist unbestrittenermassen gegeben. Auch jenes bezüglich Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit ist zu bejahen, nachdem dem Beschwerdegegner mit Ausnahme von nicht einmal zwei Monaten während über zwei Jahren nach dem Unfallereignis vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde und er gemäss MEDAS Gutachten auch weiterhin zu 25 % in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist. Da somit die massgebenden Kriterien in gehäufter Weise zu bejahen sind, kommt dem Unfallereignis vom 2. April 1995 adäquat kausale Bedeutung für die seither andauernden Beschwerden mit Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu. Die Vorinstanz hat demnach zu Recht die Sache an die Zürich zurückgewiesen, damit diese über den Anspruch auf eine Invalidenrente neu verfüge.