Citation: 1C_505/2017 E. 4.2

4.2. Das ARE schliesst sich diesen Erwägungen an. Das BAFU bestätigt, dass Altschnee, der längere Zeit gelegen habe oder ins Verkehrswegeabwasser gelangt sei, mit Schadstoffen aus dem Verkehrsbetrieb belastet sei und eine Gewässerverschmutzung bewirken könne (mit Hinweis auf BUWAL, Wegleitung, Gewässerschutz bei der Entwässerung von Verkehrswegen, 2002, Tabelle 1, S. 22); eine solche Ablagerung wäre im Gewässerschutzbereich AU unzulässig. Es teilt jedoch die Auffassung der Vorinstanz, dass mit dem Merkblatt des AfU, das die Schneeablagerungen im gesamten Kanton verbindlich regle, und der behördenverbindlichen Festlegung von Schneeablagerungsstandorten die nötigen Vorkehrungen getroffen worden seien. Der vorliegend streitige Standort liege weder in der Grundwasserschutzzone noch bei einer Quelle und sei damit als geeigneter Standort zu qualifizieren. Bei Einhaltung der Vorgaben des Merkblatts bestünden keine Anhaltspunkte für einen Verstoss gegen die Gewässerschutzgesetzgebung oder eine Gefährdung der Gewässer. Nach Auffassung des BAFU ist auch keine Ausnahmebewillgung nach Art. 22 Abs. 2 NHG wegen Eingriffs in die Ufervegetation erforderlich. Zwar sei eine Beeinträchtigung der Schilfbestände am Ufer des Sihlsees durch die Ablagerung von verunreinigtem Schnee denkbar. Dagegen liege kein Eingriff vor, der die Ufervegetation im Sinne von Art. 21 Abs. 1 NHG zum Absterben bringen würde.