Citation: 8C_26/2021 E. 3

Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, gestützt auf das beweiswertige Gutachten des Psychiaters Dr. med. D.________ vom 6. Juli 2018 sei die Beschwerdeführerin in der bisherigen und in einer alternativ in Frage kommenden Tätigkeit seit 1. Januar 2015 vollständig arbeitsunfähig. Seit 1. September 2017 sei sie zu 20 % und seit 15. Juni 2018 zu 70 % arbeitsfähig gewesen. Unbestritten sei, dass sie im Gesundheitsfall zu 100 % erwerbstätig wäre. Ab 1. Mai 2016 bis zur Verbesserung der Erwerbsfähigkeit am 15. Juni 2018 (Begutachtungszeitpunkt) habe die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine ganze Invalidenrente. Ab 15. Juni 2018 betrage der Invaliditätsgrad noch 30 %, weshalb ab 1. Oktober 2018 (Art. 88a Abs. 1 IVV) grundsätzlich kein Rentenanspruch mehr bestehe. Beim trotz Gesundheitsschadens erzielbaren Invalideneinkommen der Beschwerdeführerin sei kein leidensbedingter Abzug gerechtfertigt. Zu prüfen sei, ob sie über genügend Selbsteingliederungspotential verfüge, da sie bereits im Begutachtungszeitpunkt am 15. Juni 2018, seit welchem ihr die Ausübung der bisherigen oder auch einer Verweisungstätigkeit rentenausschliessend zumutbar sei, älter als 55 Jahre gewesen sei. Die IV-Stelle habe ihr ab 16. August 2016 ein mehrmals verlängertes Belastbarkeits- und Aufbautraining bei der E.________ GmbH, gewährt. Ab 18. September 2017 sei die Beschwerdeführerin zu 20 % als kaufmännische Allrounderin bei der C.________ angestellt worden, wobei der vereinbarte Lohn über dem entsprechenden Medianlohn gelegen habe. Zudem habe ihr die IV-Stelle ab 25. September 2017 einen PC-Kurs "Schulung Finanz- und Rechnungswesen" vor Ort im Betrieb gewährt, wobei es auch um die Einarbeitung in eine branchenspezifische Software gegangen sei. Während des Aufbautrainings habe die Beschwerdeführerin gelernt, wie man sich richtig bewerbe. Die Beschwerdeführerin sei somit zeitnah durch verschiedene berufliche Eingliederungsmassnahmen begleitet worden und habe selber eine Festanstellung mit marktgerechter Entlöhnung umsetzen können. Die Eingliederungsfachperson habe sie für das Finden einer weiteren ähnlichen Anstellung als ausreichend gerüstet angesehen. Es sei nicht ersichtlich, was mit weiteren beruflichen Massnahmen hätte erreicht werden können. Vielmehr sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin selber in der Lage gewesen sei, eine weitere Anstellung im kaufmännischen (oder allenfalls in einem anderen) Bereich zu finden und ihre zusätzlich erlangte Restarbeitsfähigkeit in rentenausschliessendem Umfang auszuschöpfen. Die IV-Stelle habe den Anspruch auf weitere berufliche Massnahmen somit zu Recht verneint.