Citation: 1C_179/2021 E. 3

Im Kanton Schwyz beträgt der einzuhaltende Grenzabstand für Bauten bis und mit 30 m Gebäudehöhe 50 % der Gebäudehöhe, mindestens aber 3 m (§ 60 Abs. 1 PBG/SZ). Gemäss § 60 Abs. 2 PBG/SZ gilt als Gebäudehöhe das Mass vom ausgemittelten gewachsenen Boden in der Fassadenmitte bis zum Schnittpunkt der Fassade mit der Dachhaut, bei Flachdächern bis zur Oberkante des Dachabschlusses. Bei in der Höhe gestaffelten Bauten wird die Gebäudehöhe jedes Baukörpers gesondert bestimmt (§ 60 Abs. 5 PBG/SZ). Die Gemeinden können einen grösseren Grenzabstand vorschreiben (§ 52 Abs. 1 und 2 PBG). § 59 Abs. 1 PBG/SZ definiert den Grenzabstand als die kürzeste Verbindung zwischen Grenze und Fassade. Er wird senkrecht auf die Fassade und über die Ecken mit dem kleineren Radius gemessen. Über die Fassade vorspringende Gebäudeteile, wie Dachvorsprünge, Balkone, Erker usw. werden nur insoweit mitberechnet, als ihre Ausladung 1.5 m übersteigt (§ 59 Abs. 2 PBG/SZ). Dieselbe Regelung findet sich auch im Baureglement der Gemeinde U.________ vom 2. Dezember 1990 (BauR/U.________). In Art. 36 BauR/U.________ wird festgelegt, dass einseitig über die Fassade vorspringende, auch abgestützte Gebäudeteile, wie Dachvorsprünge, Treppen, Erker, Balkone usw. nur soweit mitberechnet werden, als ihre Ausladung 1.5 m übersteigt oder ihre Länge, mit Ausnahme der Dachvorsprünge, mehr als einen Drittel der Fassadenlänge beträgt. Gemäss Art. 71 BauR/U.________ beträgt in der Wohnzone W2 der kleine Grenzabstand 60 % der Gebäudehöhe.