Citation: U 70/02 30.12.2002 E. 3

Die Vorinstanz stufte die Auffahrkollision am 29. Juni 1992 als mittelschweren Unfall ein. Sie gelangte zum Schluss, dass die Kriterien der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung und der Dauerbeschwerden sowie der Dauer der Arbeitsunfähigkeit erfüllt seien, weshalb die Adäquanz des Kausalzusammenhangs und damit die Leistungspflicht der Beschwerdeführerin zu bejahen seien. Die Allianz wendet sich gegen diese Betrachtungsweise, indem sie geltend macht, die Physiotherapien, welchen sich die Beschwerdegegnerin nach dem Unfall unterzogen hatte, könnten nicht dem Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung zugeordnet werden; die eigentliche ärztliche Behandlung habe nicht übermässig lange gedauert. Ebenso wenig gegeben sei das Kriterium des Grades und der Dauer der Arbeitsunfähigkeit, weshalb der adäquate Kausalzusammenhang rechtsprechungsgemäss verneint werden müsse.