Citation: I 619/06 07.03.2007 E. 6

Im konkreten Einzelfall ist streitig, ob von den erwähnten Symptomen auch die Störung des Erfassens rechtsgenüglich ausgewiesen ist. Die Vorinstanz hat dies gestützt auf die Berichte des Dr. med. V.________, Facharzt FMH für Kinderneurologie, vom 29. Oktober 2004, 14. September 2005 und 28. November 2005 bejaht. Dem kann beigepflichtet werden. Im Rahmen der dem Gericht auferlegten engen Kognition (Erw. 2 hievor) lässt sich nicht behaupten, das kantonale Gericht habe den massgebenden Sachverhalt bundesrechtswidrig festgestellt. Insbesondere hat Dr. Eicher im Bericht vom 28. November 2005 schlüssig dargetan, weshalb eine auditive Erfassungsstörung vorliegt, die nicht durch andere Störungen wie beispielsweise eine Exekutivstörung vorgetäuscht wird. Eine zusätzliche visuelle Erfassungsstörung ist nach dem Wortlaut von Rz 404.5 KSME nicht notwendig. Damit ist die komplette Symptomatik eines angeborenen POS erfüllt und der kantonale Entscheid zu bestätigen.