Citation: 6B_1001/2008 25.03.2009 E. 6

6.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz habe ihr Ermessen bei der Festsetzung der Probezeit verletzt, indem sie diese auf die maximal mögliche Dauer von fünf Jahren festgelegt hat. Die Straftaten würden vier bis sechs Jahre zurückliegen. In dieser Zeit habe er sich nichts mehr zu Schulden kommen lassen. Er weise keine wesentlichen Vorstrafen auf, insbesondere nicht wegen vorsätzlicher Verbrechen oder Vergehen. Es seien keine triftigen Gründe gegeben, welche die lange Probezeit rechtfertigten. 6.2 Die Vorinstanz führt zur Dauer der Probezeit aus, der Beschwerdeführer habe eine Vielzahl von Delikten begangen und sich insbesondere durch die ausgesprochene Drohung renitent gezeigt. Es sei eine lange Probezeit erforderlich, um der Gefahr weiterer Straftaten zu begegnen. 6.3 Schiebt das Gericht den Vollzug einer Strafe ganz oder teilweise auf, so bestimmt es dem Verurteilten eine Probezeit von zwei bis fünf Jahren (Art. 44 Abs. 1 StGB). Die Bemessung der Probezeit richtet sich innerhalb des gesetzlichen Rahmens nach den Umständen des Einzelfalls, insbesondere nach der Persönlichkeit und dem Charakter des Verurteilten sowie der Rückfallgefahr. Je grösser diese Gefahr, desto länger muss die Probezeit sein, damit der Verurteilte von weiteren Delikten abgehalten wird. Ihre Dauer muss mit anderen Worten so festgelegt werden, dass sie die grösste Wahrscheinlichkeit zur Verhinderung eines Rückfalls bietet. Die Behörden verfügen in diesem Zusammenhang über einen weiten Ermessensspielraum. In diesen greift das Bundesgericht nur dann ein, wenn der Richter sein Ermessen in missbräuchlicher Weise überschreitet (BGE 95 IV 121 E. 1 S. 122 Urteil 6S.457/2006 vom 5. April 2006 E. 3). Keine Rolle spielt insoweit die Schwere der Tat (ROLAND M. SCHNEIDER/ROY GARRÉ, in: Basler Kommentar Strafrecht I, 2. Auflage 2007, N. 4 zu Art. 44 StGB). 6.4 Es steht fest, dass der Beschwerdeführer bereits über eine Vielzahl von Vorstrafen verfügt und dass er im laufenden Strafverfahren eine Drohung ausgesprochen hat. Daran vermögen die Vorbringen des Beschwerdeführers nichts zu ändern. In Anbetracht der Regelmässigkeit und Vielzahl der vom Beschwerdeführer begangenen Taten, die zwar für sich einzeln betrachtet nicht schwerwiegend erscheinen, sowie der ausgesprochenen Drohung hat die Vorinstanz ihr Ermessen nicht verletzt, indem sie die Probezeit auf die gesetzliche Höchstdauer von fünf Jahren festgesetzt hat.