Citation: 1C_490/2023 E. 2.6

2.6. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführenden, wonach der Gewässerraum nicht dem Schutz des Landschaftsbilds diene, durfte das Verwaltungsgericht im Rahmen der Interessenabwägungen, die nach dem Ausgeführten eine umfassende ist, auch die ästhetische Wirkung der strittigen Anlagen berücksichtigen. Da der betreffende Uferbereich stark verbaut ist, fällt dieses öffentliche Interesse allerdings nicht stark ins Gewicht. Dasselbe gilt freilich auch für das private Interesse der Beschwerdeführenden, den Sitzplatz und den Jacuzzi direkt am Ufer anzulegen. Der Gewässerraum ist nach Art. 36a GSchG möglichst freizuhalten. Die Erteilung einer Ausnahmebewilligung setzt daher ein sachlich und objektiv begründetes Bedürfnis an dessen Beanspruchung voraus. Dieses Bedürfnis fehlt, wenn ein Grundstück auch unter Wahrung des Gewässerraums angemessen überbaut werden kann (BGE 139 II 470 E. 4.5; Urteile 1C_282/2020 vom 10. Februar 2021 E. 7.3, in: URP 2021 S. 501; 1C_106/2018 vom 2. April 2019 E. 5.8, in: URP 2019 S. 745; je mit Hinweisen). Die Beschwerdeführenden behaupten nicht, die Feststellung des Verwaltungsgerichts, wonach das Grundstück bereits über einen Sitzplatz verfügt und auch für den Jacuzzi diverse andere Standorte denkbar sind, sei willkürlich (vgl. Art. 97 Abs. 1 BGG). Damit ist weder dargetan noch ersichtlich, dass eine sinnvolle Nutzung der Bauparzellen ohne Inanspruchnahme des Gewässerraums nicht möglich wäre. Eine Ausnahmebewilligung fällt mithin ausser Betracht.