Citation: H 15/04 08.02.2005 E. 2

2.1 Hinsichtlich der für die Beurteilung der Streitfrage massgebenden Rechtsgrundlagen (Art. 52 AHVG in Verbindung mit Art. 34 ff. AHVV in der bis Ende 2000 gültig gewesenen Fassung; Art. 82 Abs. 1 AHVV, in Kraft gestanden bis Ende 2002) sowie der hierzu ergangenen Rechtsprechung (insbesondere BGE 123 V 15 Erw. 5b) wird im Wesentlichen auf die zutreffenden Erwägungen im Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 30. Januar 2001 sowie die ausführlichen Darlegungen im Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 3. Juli 2002 verwiesen. 2.2 Präzisierend ist festzuhalten, dass die Verantwortlichkeit eines Verwaltungsratsmitglieds nach ständiger Rechtsprechung zu Art. 52 AHVG in der Regel längstens bis zum Moment seines tatsächlichen Austritts aus dem Verwaltungsrat und nicht bis zur Löschung der Funktion im Handelsregister dauert. Der tatsächliche Austritt als zeitliche Haftungsgrenze ist praxisgemäss dann erfolgt, wenn der oder die Betroffene keinen massgeblichen Einfluss mehr auf den Geschäftsgang hat und nachweislich auch keine Entschädigung für die Verwaltungsratsstellung mehr bezieht (vgl. BGE 126 V 61 Erw. 4c, mit Hinweisen). Normalerweise fällt dieser Zeitpunkt mit der Demissionserklärung/Abberufung zusammen (vgl. BGE 112 V 4 f. Erw. 3c; Urteil J. vom 21. Oktober 2004 [H 251/03] Erw. 6.1); er kann aber auch zeitlich davor liegen (vgl. Urteil S. vom 13. September 2004 [H 327/03] Erw. 2.2, F. vom 6. Februar 2003 [H 263/02] Erw. 3.2). Die Rechtsprechung, wonach die AHV-rechtliche Verantwortlichkeit grundsätzlich mit dem tatsächlichen Austritt aus dem Verwaltungsrat endet, findet auch dann Anwendung, wenn nach Ablauf der gesetzlichen oder statutarischen Amtsdauer eine Wiederwahl unterbleibt und besondere Verhältnisse im Einzelfall vermuten lassen, dass bei Durchführung der Erneuerungswahl eine Bestätigung im Amt nicht erfolgt wäre. Wie im Falle des Rücktritts und der Abberufung ist auch hier allein ausschlaggebend, dass die Funktion des Verwaltungsrates tatsächlich nicht mehr ausgeübt wird. Da die Verhältnisse bei stillschweigendem Auslaufen und Nichterneuerung des Verwaltungsratsmandates nach Ablauf der Amtsdauer nicht so klar zu Tage treten wie bei den - sich in entsprechenden Erklärungen, Protokollen usw. niederschlagenden - Akten des Rücktritts oder der Abberufung, ist in beweismässiger Hinsicht zu verlangen, dass die fehlenden Bindungen, mithin die vollständige Loslösung des früheren Organs von der Firma, klar ausgewiesen sind (zum Ganzen BGE 126 V 62 Erw. 4b).