Citation: 2C_357/2022 E. 6

Der Beschwerdeführer beruft sich schliesslich auf sein Recht auf Achtung des Privatlebens aus Art. 8 EMRK. Er wirft der Vorinstanz vor, sie sei zu Unrecht davon ausgegangen, dass der Schutzbereich dieses Grundrechts nicht tangiert sei. Laut dem Beschwerdeführer kann Art. 8 EMRK "bei einer fortgeschrittenen Integration bereits nach einem fünfjährigen Aufenthalt verletzt sein" (vgl. Beschwerde Ziff. 2.3.2). Die Frage, ob im Fall des Beschwerdeführers der Schutzbereich von Art. 8 EMRK trotz einer Aufenthaltsdauer von weniger als zehn Jahren eröffnet ist (vgl. dazu BGE 144 I 266 E. 3.9; vgl. jüngst auch Urteil 2C_528/2021 vom 23. Juni 2022 E. 4.8, zur Publikation vorgesehen), ist angesichts seiner "mässigen" Integration (vgl. oben E. 4.5.3) kaum zu bejahen, braucht hier aber nicht abschliessend beantwortet zu werden. Es wurde nämlich bereits dargelegt, dass der Widerruf der Niederlassungsbewilligung und die damit zusammenhängende Aufenthaltsbeendigung einem legitimen öffentlichen Interesse dienen und verhältnismässig sind (vgl. oben E. 4.4; vgl. zur übereinstimmenden Tragweite von Art. 8 Ziff. 2 EMRK und Art. 96 Abs. 2 AIG oben E. 4.5 mit Hinweisen). Die Beendigung des Aufenthalts des Beschwerdeführers in der Schweiz ist daher nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK so oder anders zulässig und verletzt Art. 8 EMRK nicht.