Citation: 7B.97/2006 17.08.2006 E. 3

Aus der Beschwerdebegründung lässt sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer in der Sache im Wesentlichen beantragt, es seien die Freihandverkäufe (vom 26. April und 9. Mai 2005) aufzuheben. 3.1 Was die freihändige Verwertung der Konkursaktiven anbelangt, so hat die Vorinstanz im Wesentlichen erwogen, dass die Veräusserung an die Z.________ GmbH zulässig sei, zumal die Gewähr für die Entrichtung des Verkaufspreises bestehe. Sodann sei nicht zu beanstanden, dass im vorliegenden, summarischen Konkursverfahren das Konkursamt bestimmte Konkursaktiven ohne Gläubigerbeschluss freihändig verwertet habe. Das Konkursamt habe den Gläubigern keine Möglichkeit zum Höhergebot geben müssen, zumal es offensichtlich nicht um Stücke von bedeutendem Wert gehe, worunter nur Werte im fünf-, eher sechs- oder siebenstelligen Betrag bzw. (unter Hinweis auf kantonale Rechtsprechung; BlSchK 1999 S. 112) Inventarwerte nicht unter Fr. 50'000.-- zu verstehen seien. 3.2 Das summarische Konkursverfahren zeichnet sich dadurch aus, dass es einfach, rasch und weitgehend formlos ist (BGE 131 III 280 E. 2.1 S. 284). Es liegt zur Hauptsache in den Händen der Konkursverwaltung; Gläubigerversammlungen finden nur ausnahmsweise statt (Art. 231 Abs. 1 Ziff. 1 SchKG; BGE 121 III 142 E. 1b S. 143). Die Verwertung ist nach den in Art. 256 Abs. 2-4 SchKG festgelegten Regeln und unter bestmöglicher Wahrung der Interessen der Gläubiger durchzuführen (Art. 231 Abs. 3 Ziff. 2 SchKG). Art. 256 Abs. 1 SchKG, wonach ein freihändiger Verkauf der zur Masse gehörenden Vermögenswerte einen entsprechenden Beschluss der Gläubiger voraussetzt, ist hier nicht anzuwenden. Indessen hat die Konkursverwaltung, die im summarischen Verfahren einen Freihandverkauf anstrebt, Art. 256 Abs. 3 SchKG zu beachten und demnach bei Vermögensgegenständen von bedeutendem Wert und bei Grundstücken den Gläubigern die Gelegenheit einzuräumen, höhere Angebote zu machen (vgl. Gilliéron, Poursuite pour dettes, faillite et concordat, 4. Aufl. 2005, S. 377 Rzn. 2031 f.). 3.3 Der Beschwerdeführer bringt im Wesentlichen lediglich vor, "mit dem Verkauf von mehreren Gegenständen an Z.________" würden die Gläubigerinteressen nicht wahrgenommen. Er übergeht, dass das Konkursamt die Gegenstände nicht dem Gemeinschuldner, sondern einer am 29. Oktober 2004 gegründeten GmbH, in welcher der Gemeinschuldner gemäss Handelsregister als Geschäftsführer (ohne Eigenschaft als Gesellschafter) tätig ist, verkauft hat. Der Beschwerdeführer legt nicht dar, inwiefern die Vorinstanz zu Unrecht angenommen habe, dass die Gläubigerinteressen gewahrt worden seien, wenn das Konkursamt die Gegenstände an die erwähnte GmbH verkauft habe, welche Gewähr für die Bezahlung bietet und im Übrigen - was aus dem Konkursinventar vom 29. Juli 2005 hervorgeht - für die Gegenstände den Schätzwert oder mehr bezahlt. Auf die insoweit nicht substantiierte Beschwerde kann nicht eingetreten werden (Art. 79 Abs. 1 OG). 3.4 Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, bei den verkauften Vermögenswerten handle es sich "nicht nur um sehr geringfügige Gegenstände". Er wendet sich damit gegen die Auffassung der Vorinstanz, dass es offensichtlich nicht um Stücke von bedeutendem Wert gehe, welche das Konkursamt freihändig verkauft habe. Inwiefern die obere Aufsichtsbehörde den Begriff der "Gegenstände von bedeutendem Wert" im Sinne von Art. 256 Abs. 3 SchKG unrichtig angewendet habe, legt der Beschwerdeführer nicht dar (Art. 79 Abs. 1 OG), so dass sich Erörterungen zur Frage des Betrages erübrigen. Der Beschwerdeführer behauptet selber nicht, dass das Konkursamt Vermögenswerte veräussert habe, deren Schätzwert die von der Vorinstanz angenommene Grenze übersteige; aus dem in den Akten liegenden Konkursinventar vom 29. Juli 2005 geht im Übrigen hervor, dass der höchste Inventarwert (Nr. 37, Motorrad) eines Verkaufsobjektes lediglich Fr. 3'500.-- beträgt. Soweit der Beschwerdeführer den Schätzwert der verkauften Objekte kritisiert, kann er nicht gehört werden, da im vorliegenden Verfahren nur die gesetzwidrige Ermessensausübung gerügt werden kann und die Überprüfung von blossen Ermessensfragen - wie diejenige des Schätzwertes - nicht möglich ist (Art. 19 Abs. 1 SchKG). Unter diesen Umständen ist nicht ersichtlich, dass die Vorinstanz die dargelegten Regeln über die Kompetenzen des Konkursamtes betreffend die Verwertung im summarischen Konkursverfahren oder die Rechte der Gläubiger beim freihändigen Verkauf von Gegenständen von bedeutendem Wert verletzt habe, wenn sie die strittigen Freihandverkaufsverfügungen bestätigt hat.