Citation: 7B_1124/2024 E. 4.6.5

4.6.5. Was die Beschwerdeführerin hiergegen vorbringt, geht grösstenteils an der Sache vorbei. Sie äussert sich etwa einlässlich zum gutachterlich angenommenen Risiko einer erneuten Abhängigkeit von einer dysfunktionalen Beziehung, anerkennt die Schlussfolgerung der Gutachterin bezüglich der Alkoholproblematik aber ausdrücklich. Da die Gutachterin die beiden Elemente kumulativ und alternativ im Hinblick auf die Legalprognose kritisch sieht - mit anderen Worten ein Rückfall in die Alkoholabhängigkeit allein laut Gutachten mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit fremdaggressiver Handlungen insbesondere gegenüber B.________ einhergeht -, sind die Ausführungen der Beschwerdeführerin betreffend dysfunktionale Beziehungen nicht geeignet, eine positivere Beurteilung der Legalprognose nahezulegen. Ähnliches gilt, soweit die Beschwerdeführerin eine Gefährdung von Drittpersonen in Abrede stellt, geht doch die Vorinstanz vordergründig von einer Gefahr für B.________ aus. Weiter sind entgegen ihrem Dafürhalten zwischen dem Haupt- und dem Ergänzungsgutachten keine Widersprüche in der Prognosestellung auszumachen. So wird im Ergänzungsgutachten ausdrücklich festgehalten, dass sich die Einschätzung der Rückfallwahrscheinlichkeit im Vergleich zum Gutachten vom 7. Dezember 2022 nicht wesentlich verändert habe. Warum es einen Widerspruch darstellen sollte, wenn die Rückfallwahrscheinlichkeit im Ergänzungsgutachten nicht nochmals ausdrücklich quantifiziert wird, ist mit der Vorinstanz nicht ersichtlich. Die Beschwerdeführerin führt sodann aus, damit angenommen werden könnte, dass die Sicherheit von B.________ nach wie vor gefährdet sei, müsste sie im Rahmen einer aus ihrer Sicht immer noch bestehenden Beziehung eine Erwartungshaltung ihm gegenüber haben können. Abgesehen davon, dass sich eine solche Prämisse dem angefochtenen Entscheid und insbesondere den dort wiedergegebenen gutachterlichen Ausführungen nicht entnehmen lässt, beschränkt sich die Beschwerdeführerin in der Folge auf appellatorische Kritik, wenn sie behauptet, mit der Beziehung definitiv abgeschlossen zu haben. Zum einen beachtet die Vorinstanz ihre entsprechenden Aussagen gegenüber der Staatsanwaltschaft sehr wohl und sie legt dar, weshalb sie diesbezüglich Zweifel hat. Zum anderen kann sie sich bei ihrer Würdigung auf die gutachterliche Einschätzung stützen, wonach die Beziehung von der Beschwerdeführerin noch nicht hinreichend verarbeitet worden sei. Indem die Beschwerdeführerin einzelne aktenkundige Aspekte in diesem Zusammenhang anders gewürdigt haben möchte, vermag sie nicht aufzuzeigen, dass die vorinstanzliche Würdigung ihrer inneren Einstellung zur beendeten Beziehung schlechterdings unhaltbar wäre. Wenn die Beschwerdeführerin schliesslich mit der gleichen Argumentation die Aktualität und Unmittelbarkeit der drohenden Delikte bestreitet, ist ihr ebenfalls kein Erfolg beschieden.