Citation: 2A.374/2002 02.08.2002 E. 3

Der Beschwerdeführer wurde zunächst durch die kantonale Fremdenpolizei formlos weggewiesen. Hernach hat auch das Bundesamt für Flüchtlinge in seinem Entscheid vom 5. Juli 2002 eine Wegweisung ausgesprochen. Es bestehen keine Anzeichen, dass der Vollzug der Wegweisung nicht in absehbarer Zeit bewerkstelligt werden könnte. Auch das nach der formlosen Wegweisung gestellte Asylgesuch steht dem nicht entgegen (vgl. BGE 125 II 377 E. 2b S. 380). Sodann lässt sich den Behörden bislang nicht vorwerfen, dass sie es unterlassen hätten, die momentan möglichen und für den Vollzug notwendigen Massnahmen zu ergreifen. Schliesslich ist der Haftgrund der Untertauchensgefahr gemäss Art. 13 Abs. 1 lit. c des Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAG; SR 142.20) gegeben (hiezu näher Urteil 2A.465/2001 vom 31. Oktober 2001, Pra 91/2002 Nr. 35 S. 183, E. 2c; BGE 122 II 49 E. 2a S. 50 f.). Entscheidend ist, dass der Beschwerdeführer - wie den Akten zu entnehmen ist - widersprüchliche Angaben unter anderem zu seiner Herkunft gemacht hat. Zudem hat er anlässlich der Verhandlung vom 16. Juli 2002 erklärt, nicht bereit zu sein, in seine Heimat zurückzukehren. Zwar kann einem Asylbewerber die Aussage, er wolle die Schweiz nicht verlassen, grundsätzlich nicht vorgehalten werden. Vorliegend trat das Bundesamt für Flüchtlinge auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers, das er erst drei Wochen nach seiner Verhaftung stellte, aber gerade deshalb nicht ein, weil er dieses offensichtlich nur zur Verhinderung seiner Ausschaffung gestellt hatte. Ausserdem entzog es einer etwaigen Beschwerde die aufschiebende Wirkung; hiegegen ist der Beschwerdeführer nicht fristgerecht vorgegangen. Mangels gültiger Papiere kann der Beschwerdeführer auch nicht auf legale Weise in einen Drittstaat ausreisen. Hinzu kommt, dass er weder einen festen Aufenthaltsort noch Bezugspersonen in der Schweiz hat, mittellos ist und illegal einreiste. Nach dem Gesagten bestehen insgesamt genügend Anzeichen, die befürchten lassen, dass sich der Beschwerdeführer einer Ausschaffung entziehen will.