Citation: 8C_536/2017 E. 6.1

6.1. Obwohl die SWICA die genauen Umstände des Unfalles aus den Strafakten seit Ende November 2009 kannte, hat sie die Integritätsentschädigung und Taggelder bisher ungekürzt ausgerichtet. Sie zog die Prüfung einer Kürzung der Geldleistungen gemäss Art. 39 UVG in Verbindung mit Art. 49 Abs. 2 UVV erstmals anlässlich der vorinstanzlichen Gerichtsverhandlung in Erwägung. Weshalb sie die tatsächlichen Vorbringen zu den konkreten Umständen des schädigenden Faustschlages im Einzelnen erstmals vor Bundesgericht neu geltend macht (vgl. Art. 99 Abs. 1 BGG), legt sie nicht dar. Der vorinstanzliche Verfahrensausgang allein bildet jedenfalls keinen hinreichenden Anlass für die Zulässigkeit unechter Noven, die bereits im kantonalen Verfahren ohne Weiteres hätten vorgebracht werden können (Urteil 8C_690/2011 vom 16. Juli 2012 E. 1.2, nicht publ. in: BGE 138 V 286, aber in: SVR 2012 FZ Nr. 3 S. 7). Da die Beschwerdeführerin nicht dartut, dass ihr letzteres trotz hinreichender Sorgfalt prozessual unmöglich oder objektiv unzumutbar gewesen wäre, können diese Vorbringen hier nicht mehr gehört werden (SVR 2017 UV Nr. 1 S. 1, 8C_257/2016 E. 5.2.2 mit Hinweisen).