Citation: I 347/99 04.09.2001 E. 1

1.- Der Beschwerdeführer rügt unter anderem eine gegen Art. 4 Abs. 1 aBV (nunmehr Art. 29 Abs. 1 BV) verstossende Rechtsverzögerung, da zwischen Urteilsspruch und Zustellung der Urteilsbegründung 15 Monate vergangen seien. Auf diese Rüge kann weder unter dem Titel des Art. 85 Abs. 2 lit. g AHVG (anwendbar auf dem Gebiet der Invalidenversicherung nach Art. 69 IVG) noch der Rechtsverzögerung nach Art. 29 Abs. 1 BV eingetreten werden. Bei der Frist von Art. 85 Abs. 2 lit. g AHVG, wonach die Entscheide, mit einer Begründung und einer Rechtsmittelbelehrung versehen, innert 30 Tagen seit der Ausfällung schriftlich zu eröffnen sind, handelt es sich um eine blosse Ordnungsvorschrift. Sie entspricht dem Grundsatz, dass das Verfahren einfach und rasch sein soll (Art. 85 Abs. 2 lit. a AHVG). Wird die Bestimmung nicht befolgt, so lässt sich der Mangel nicht mehr beheben. Nach der Rechtsprechung ist das Eidgenössische Versicherungsgericht nicht befugt, sich mit einer auf Art. 85 Abs. 2 lit. g AHVG gestützten Rüge materiell zu befassen (EVGE 1968 S. 53 Erw. 1; ZAK 1992 S. 116 Erw. 4). Ebenso wenig eingegangen werden kann auf das Begehren betreffend Feststellung einer Rechtsverzögerung. Ein solches ist grundsätzlich, von hier nicht ineressierenden Ausnahmen abgesehen (vgl. dazu BGE 118 Ia 493 Erw. 3a mit Hinweisen), nur zulässig, wenn und solange die Instanz, welche der Vorwurf trifft, in der ihr unterbreiteten Sache noch nicht entschieden hat, mithin ein schutzwürdiges Interesse im Sinne von Art. 103 lit. a OG für die beantragte Feststellung besteht (Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl. , S. 226 f.; Kölz/Häner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, Zürich, 1993 S. 186 Rz 316; zur Rechtslage, wenn das aktuelle Interesse nach Einreichung der Beschwerde wegfällt vgl. Art. 72 BZP in Verbindung mit Art. 40 OG und BGE 118 Ib 7 Erw. 2). Da vorliegendenfalls das kantonale Gericht den begründeten Entscheid eröffnet hat, fehlt es an der formellen Eintretensvoraussetzung des aktuellen Interesses im Sinne von Art. 103 lit. a OG (vgl. BGE 125 V 374 Erw. 1 mit Hinweis).