Citation: 6B_1219/2015 E. 4.2.2

4.2.2. Die Vorinstanz verletzt ihr Ermessen auch, soweit sie die Tatkomponenten hinsichtlich des versuchten Betruges als mittelschwer verschuldenserhöhend einstuft. In diesem Zusammenhang fällt zunächst auf, dass die Vorinstanz bei der Würdigung der Strafzumessungskriterien dem Umstand nicht genügend Rechnung trägt, dass die Brandstiftung und der versuchte Versicherungsbetrug als einheitliches deliktisches Geschehen erscheint und vom selben Vorsatz getragen wird. Ferner schliesst sie zu Unrecht "aus dem Ausmass des verschuldeten Erfolgs" auf ein schweres Verschulden (angefochtenes Urteil S. 20). Denn der Deliktsbetrag ist, wie die Vorinstanz selbst einräumt, in Wirklichkeit nicht realisiert worden. Die Tat ist vielmehr im Stadium des Versuchs stecken geblieben, wobei auch die Vorinstanz zum Schluss gelangt, eine Schädigung der Versicherung habe nicht besonders nahe gelegen. Die Würdigung der Tatkomponenten beim Betrug als mittelschwer verschuldenserhöhend sind bei dieser Sachlage nicht nachvollziehbar. Es trifft zwar zweifellos zu, dass Versicherungsleistungen von bis zu Fr. 700'000.-- (vgl. Urteil der Vorinstanz vom 14. November 2013 E. 7.3.3) in ihrem Ausmass beträchtlich sind. Doch ist der Deliktsbetrag - wenn auch ein wichtiger - keineswegs ein vorrangiger strafzumessungsrelevanter Faktor (Urteil 6B_157/2014 vom 26. Januar 2015 E. 3.2). Es kann für die Würdigung des Verschuldens mithin nicht allein auf die Höhe des angestrebten Deliktsbetrages abgestellt werden. Im Vordergrund steht im vorliegenden Kontext, in welchem Ausmass die Versicherung als Täuschungsopfer tatsächlich gefährdet war, einen Schaden zu erleiden. Diese Gefahr war im zu beurteilenden Fall offensichtlich gering. Das ergibt sich, wie auch die Vorinstanz einräumt, ohne weiteres aus den offenkundigen und angesichts des Umstands, dass die Täter Einbruchspuren an einer nicht verschlossenen Türe vortäuschten, auch eher unbeholfenen Vertuschungsbemühungen. Wie das Bundesgericht in seinem Rückweisungsentscheid festgehalten hat, ist eine straferhöhende besondere Hinterhältigkeit nicht erkennbar (Rückweisungsentscheid E. 2.4, 4. Absatz). Die Wertung des verschuldeten Erfolgs als verschuldensmässig schwer und der Vortäuschung eines Einbruchdiebstahls durch die Verwüstung der Büroräumlichkeiten als leicht verschuldenserhöhend, verletzt daher ebenfalls Bundesrecht. In Bezug auf die Beweggründe fällt zunächst auf, dass die Vorinstanz das egoistische Motiv, das Handeln zum Zwecke der Geldbeschaffung, bereits im Kontext der Brandstiftung als verschuldenserhöhend gewürdigt hat. Im Übrigen gilt auch hier, was bei den Erwägungen zur Brandstiftung ausgeführt wurde, dass nämlich die finanziellen Probleme des Beschwerdeführers bzw. seiner Gesellschaft der eigentliche Auslöser für die Tat waren.