Citation: H 261/02 07.05.2003 E. 3

3.1 Auf Grund der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist in erster Linie streitig, ob in dem vom kantonalen Gericht angenommenen Umfange (Fr. 57'889.70) ein Beitragssubstrat vorliegt, für dessen Ausfall der Beschwerdeführer zu Recht schadenersatzpflichtig erklärt wurde. Während die Vorinstanz B.________ als Selbstständigerwerbenden qualifizierte, schloss sie im Falle von A.________ auf unselbstständige Erwerbstätigkeit. Es liege keine separate Vereinbarung vor, wonach er für die Firma O.________ AG, M.________, als Berater oder dergleichen tätig werden sollte. Bezeichnenderweise habe er der Gesellschaft nie entsprechend Rechnung gestellt. Er habe auch nicht nachgewiesen, dass er ausserhalb der Firma O.________ AG über eine berufliche Infrastruktur verfügte und weitere Kunden besass oder dass er der Firma O.________ AG Dienste erbracht hätte, die in keinem direkten Zusammenhang mit seiner Organstellung stünden. Die von A.________ im Zusammenhang mit dem Kaufvertrag zwischen der Firma O.________ AG und der D.________, im Umfange von Fr. 200'000.- erhaltene Provision qualifizierte das Gericht als massgebenden Lohn. Gestützt auf die Arbeitgeberkontrollberichte der S.________ AG vom 17. Juni und 30. August 1999 sei davon auszugehen, dass die Firma O.________ AG A.________ im Monat etwa Fr. 10'000.- ausgerichtet habe, was dieser anlässlich der Instruktionsverhandlung als durchaus realistisch bezeichnet habe. 3.2 Die dagegen erhobenen Einwendungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde lauten dahin, die Bezüge A.________s seien nicht nachgewiesen; der Beschwerdeführer habe von einer Zahlung von Fr. 200'000.- der D.________ an diesen nichts gewusst und es sei auch unklar, wofür dieses Geld geflossen sei und ob dafür Beiträge geschuldet seien; da Zweifel an der Beitragspflicht in guten Treuen angebracht seien, sei ein grobfahrlässiges Verhalten ausgeschlossen. Diese Vorbringen sind nicht geeignet, die vorinstanzlichen Tatsachenfeststellungen als offensichtlich unrichtig und die daraus gezogenen Schlussfolgerungen als bundesrechtswidrig (Erw. 1) erscheinen zu lassen. Der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vertretene Standpunkt würde darauf hinauslaufen, dass A.________ für die von ihm beherrschte Firma O.________ AG unentgeltlich tätig gewesen wäre, was jeglicher Lebenserfahrung widerspricht und bei den gegebenen Verhältnissen nicht anzunehmen ist. Den Verstoss der Abrechnungspflicht durch die Firma hat der Beschwerdeführer als unstreitig formelles Organ mit beherrschender Stellung im Rahmen der Haftung nach Art. 52 AHVG praxisgemäss zu vertreten. Nach der sie treffenden Mitwirkungspflicht hätte es den in Pflicht genommenen Organen oblegen, die effektiven Bezüge von der nachmals konkursiten AG und ihre Verabgabung im Rahmen der behaupteten selbstständigen Erwerbstätigkeit darzulegen. Nichts von alledem. Die Schätzung des von A.________ bezogenen Entgeltes und die darauf bemessene paritätische Beitragsforderung von Fr. 31'989.40 kann keinesfalls als ermessensmissbräuchlich (Erw. 1) bezeichnet werden, so wenig wie die Qualifizierung der erhaltenen Provision im Umfange von Fr. 200'000.- als massgebenden Lohn bundesrechtswidrig ist. Die weiteren Haftungsvoraussetzungen sind offensichtlich erfüllt, handelt es sich doch bei der vom Beschwerdeführer verwalteten Firma O.________ AG um eine Arbeitgeberin, mit deren Geschäftsgebaren (Ordnungsmässigkeit der Buchhaltung) es nicht zum Besten stand und welche über die fraglichen Erwerbsverhältnisse mit der Kasse während Jahren nicht abgerechnet hatte. Von einem Grenzfall in der beitragsrechtlichen Stellung des A.________ kann auf Grund der von der Vorinstanz verbindlich festgestellten Tatsachen keine Rede sein.