Citation: 6B_1327/2018 E. 4.3.2

4.3.2. Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, er habe sich lediglich der Anstiftung zum Versuch (recte: der versuchten Anstiftung) strafbar gemacht, weil sich der Brand wegen der Explosion nicht verwirklicht habe (Beschwerde S. 33). Der Einwand des Beschwerdeführers ist unbegründet. Gemäss Art. 24 Abs. 1 gilt als Anstifter, wer jemanden vorsätzlich zur Begehung eines Verbrechens oder Vergehens bestimmt. Zunächst steht aufgrund der tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz ausser Frage, dass der Beschwerdeführer nicht nur den Versuch einer Brandstiftung herbeiführen wollte, sondern sich sein Vorsatz darauf richtete, dass die beiden Mitangeklagten die Haupttat tatsächlich vollendeten (vgl. TRECHSEL/JEAN RICHARD, Schweizerisches Strafgesetzbuch Praxiskommentar, 3. Aufl., 2018, N 6 f. zu Art. 24; MARC FOSTER, in: Basler Kommentar, Strafrecht I, 4. Aufl. 2019, N 57 ff. zu Art. 24). Sodann trifft auch nicht zu, dass die Explosion als Ersatzursache zwischen die Verwirklichung der Brandstiftung getreten sei. Wie die Vorinstanz zu Recht annimmt (angefochtenes Urteil S. 55), sind im vorliegenden Fall Explosion und Vollbrand gleichzeitig durch denselben Zündvorgang ausgelöst bzw. ist die Feuersbrunst durch die Explosion von Feuer entwickelnden Stoffen verursacht worden. In diesem Fall liegt nach der Rechtsprechung Idealkonkurrenz vor, soweit das Gefährdungspotential der Explosion weiterreicht als dasjenige der Brandstiftung (vgl. Urteil 6S.33/2005 vom 30. April 2005 E. 4.3.2; vgl. auch Urteil 6B_913/2016 13. April 2017 E. 2.1 und 6B_722/2011 vom 12. November 2012 E. 5.2.1 [zur Konkurrenz zwischen Art. 221 und 224 StGB]; ferner BRUNO ROELLI, in: Basler Kommentar, Strafrecht II, 4. Aufl. 2019, N 28 zu Art. 221). Dass die in Auftrag gegebene Brandstiftung durch den Eintritt der Explosion gewissermassen überholt worden wäre, lässt sich somit nicht sagen. Unbehelflich ist schliesslich, was der Beschwerdeführer in Bezug auf den Vorsatz gegen das angefochtene Urteil vorbringt. Wer den Auftrag erteilt, eine in einer Lagerhalle eingelagerte Schallplattensammlung in Brand zu setzen, nimmt ohne Weiteres in Kauf, dass auch andere am selben Ort befindliche Gegenstände und die Halle selbst abbrennen oder Schaden nehmen. Zudem genügt für das Merkmal der Gemeingefahr, dass das Feuer auf benachbarte Gebäude oder andere Sachen übergreift (Urteil 6B_725/2017 vom 4. April 2018 E. 1.3). Jedenfalls ist dieser Schluss nicht unhaltbar. Dass die konkrete Anstiftungshandlung nicht bekannt ist, ändert daran nichts. Damit verletzt der Schuldspruch wegen Anstiftung zur Brandstiftung kein Bundesrecht.