Citation: I 1087/06 01.05.2007 E. 4

Streitig ist, ob S.________ an einem POS im Sinne von Ziff. 404 GgV Anhang leidet, was die IV-Stelle gestützt auf die Stellungnahme ihres Regionalen Ärztlichen Dienstes entgegen der Auffassung des behandelnden Arztes verneint hat. Die Vorinstanz hat erwogen, dass der Sachverhalt in medizinischer Hinsicht nicht hinreichend geklärt sei. Sie wies die Sache daher an die IV-Stelle zurück und ordnete die Durchführung einer unabhängigen medizinischen Abklärung der Frage an, ob beim Versicherten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vor Vollendung des 9. Altersjahrs die komplette Symptomatik des Geburtsgebrechens Ziff. 404 GgV Anhang bestanden habe. Des Weiteren sei zu prüfen, wann nach erstmaliger Stellung der Diagnose POS erstmals eine POS-spezifische Behandlung durchgeführt worden sei. Die Beschwerde führende IV-Stelle macht im Wesentlichen geltend, der Sachverhalt sei genügend abgeklärt. Aufgrund der vom behandelnden Arzt veranlassten fachpsychologischen Untersuchungen sei die IV-Stellenärztin in der Lage gewesen, die erforderlichen Fragen schlüssig zu beantworten, und auf ihre Stellungnahme könne daher abgestellt werden.