Citation: 6B_452/2023 E. D

Das Obergericht des Kantons Zürich erklärte B.________ am 26. August 2022 in Gutheissung der Berufung der Staatsanwaltschaft des Mordes im Sinne von Art. 112 StGB und der Irreführung der Rechtspflege im Sinne von Art. 304 Ziff. 1 Abs. 1 StGB schuldig. Vom Vorwurf der strafbaren Vorbereitungshandlungen zu Mord im Sinne von Art. 260 bis Abs. 1 lit. b StGB sprach es ihn frei. Die erstinstanzlichen Freisprüche wegen versuchter Nötigung und mehrfachen versuchten Vergehens gegen das Waffengesetz erwuchsen unangefochten in Rechtskraft. Das Obergericht verurteilte B.________ zu einer Freiheitsstrafe von 17 Jahren und 3 Monaten. Den Antrag der Staatsanwaltschaft auf Verwahrung von B.________ wies es ab. Das Obergericht erachtet den Anklagesachverhalt mit Einschränkungen als erstellt. Es geht mit dem Bezirksgericht davon aus, B.________ und A.________ hätten das "Erpresserschreiben" inkl. Beilage von Fotos im Strafvollzug gemeinsam geplant und vorbereitet, wobei sich im Nachhinein nicht mehr sagen lasse, wer genau welchen Beitrag an das Schreiben geleistet habe bzw. wer genau welche Idee eingebracht habe. Entgegen der Anklage sei B.________ nicht ausschliesslicher Ideengeber und Verfasser des Inhalts des Erpresserschreibens gewesen. A.________ sei ebenfalls eine aktive Rolle zugekommen und er habe sich mit B.________ auf Augenhöhe bewegt. Beide hätten den Brief in gemeinsamem Zusammenwirken verfasst. Anders als das Bezirksgericht erachtet die Vorinstanz indes als erwiesen, dass A.________ bereits im Strafvollzug einen stichwortartigen Entwurf des "Erpresserschreibens" verfasste, den er (dem nicht deutschsprachigen) B.________ vorlegte und der ihm als Vorlage für das später auf dem Tablet verfasste Schreiben diente. Nicht erstellen lässt sich gemäss dem Obergericht, dass B.________ A.________ den Ratschlag erteilte, das Opfer mit einer Schusswaffe zu töten.