Citation: 1P.665/2000 13.11.2000 E. A

A.- Das Bezirksgericht Baden verurteilte M.________ am 7. September 2000 wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 und 2 lit. a BetmG sowie Widerhandlung gegen Art. 23 Abs. 1 al. 4 ANAG unter Anrechnung von 219 Tagen Untersuchungshaft zu drei Jahren Zuchthaus und 1'000 Franken Busse. Gleichzeitig beschloss das Gericht, M.________ zur Sicherung des Strafvollzugs in Haft zu behalten. M.________ erhob gegen die Anordnung von Sicherheitshaft Beschwerde beim Obergericht des Kantons Aargau. Zur Begründung führte er im Wesentlichen an, es bestehe kein dringender Tatverdacht gegen ihn, weshalb nicht zu erwarten sei, dass das bezirksgerichtliche Urteil im Rechtsmittelverfahren geschützt würde. Das Obergericht wies die Beschwerde am 22. September 2000 ab. Es erwog, mit der erstinstanzlichen Verurteilung sei der dringende Tatverdacht erstellt, und es sei vorläufig mit diesem Urteil davon auszugehen, dass M.________ mit einer Strafe von drei Jahren zu rechnen habe. Angesichts des bloss kurzen Aufenthaltes in der Schweiz und seiner illegalen Einreise sei damit zu rechnen, dass sich M.________ dem Strafvollzug durch Flucht entziehen könnte, weshalb die Voraussetzungen für die Fortsetzung der Haft nach § 67 Abs. 1 Ziff. 1 und Abs. 2 der Strafprozessordnung vom 11. November 1958 (StPO) gegeben seien.