Citation: 6B_593/2023 E. 4.2.2

4.2.2. Dieser vorinstanzlichen Begründung ist in allen Teilen zuzustimmen. Weder schränkt die Vorinstanz ihre Kognition ein noch verhindert sie ein faires Verfahren. Sie zeigt einzig auf, dass dem Obergericht bekannt war, dass der Beschwerdeführer unter anderem gegen den Geschädigten Vorwürfe erhoben und diesbezüglich bzw. betreffend den in diesem Zusammenhang ergangenen Einstellungsverfügungen auf die ausführliche Begründung der ersten Instanz verwiesen hat (vgl. Urteil vom 15. November 2019 S. 10). Mit dem Hinweis auf die bundesgerichtlichen Erwägungen legt die Vorinstanz dar, dass der Beschwerdeführer in der Beschwerde in Strafsachen vorbringen konnte und auch geltend gemacht hat, dass das Obergericht die fraglichen Umstände seines Erachtens zu wenig gewichtet hat. Das Bundesgericht gelangte zum Schluss, dass sich das Obergericht angesichts der rechtskräftigen Einstellungsverfügung, mit der das Verfahren gegen den Geschädigten unter anderem betreffend den Vorfall vom 19. November 2016 eingestellt wurde, da kein Tatverdacht gegen ihn erhärtet werden konnte, nicht (mehr) mit den Vorwürfen des Beschwerdeführers gegen den Geschädigten betreffend den angeblichen Vorfall vom 19. November 2016 habe auseinandersetzen müssen. Es genüge, dass das Obergericht in seiner Urteilsbegründung auf die Verfahren bzw. deren Einstellung hinweise (vgl. Urteil 6B_648/2020 vom 15. Juli 2020 E. 2.4.1). Wie dargelegt, gelten Tatsachen und Beweismittel revisionsrechtlich als neu, wenn das Gericht zum Zeitpunkt der Urteilsfällung keine Kenntnis von ihnen hatte, sie ihm mithin nicht in irgendeiner Form zur Beurteilung vorlagen. Nicht als neu gelten Beweismittel, wenn sie in ihrer Tragweite falsch gewürdigt worden sind (vgl. E. 2.2.1). Aus dem Vorstehenden ergibt sich, dass das Obergericht die Akten zum angeblichen Vorfall vom 19. November 2016 entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers nicht schlicht übersehen hat, sondern in Kenntnis um sie bewusst nicht darauf eingegangen ist. Aus seiner Begründung ergibt sich, dass der Beschwerdeführer diese Würdigung des Obergerichts und des Bundesgerichts als falsch empfindet. Damit vermag er jedoch nicht darzulegen, dass es sich bei seinen Vorbringen im Revisionsgesuch um eine neue Tatsache oder ein neues Beweismittel handelt. Vielmehr bildeten seine Vorwürfe bereits Gegenstand des obergerichtlichen (und bundesgerichtlichen) Verfahrens und wurden im zu revidierenden Urteil auch thematisiert. Der Umstand, dass das Obergericht auf seine Anschuldigungen nicht in der vom Beschwerdeführer gewünschten Tiefe einging, ändert daran nichts. Damit erweist sich die vorinstanzliche Beurteilung weder als willkürlich noch verletzt sie Bundesrecht.