Citation: 9C_300/2019 E. 3.2

3.2. Der Versicherte macht im Wesentlichen geltend, die Formulierung "ab UVG-Lohn" im Vorsorgeplan sei nach dem Grundsatz "in dubio contra stipulatorem" (im Zweifel gegen den Vertragsverfasser; sogenannte Unklarheitsregel) dahingehend auszulegen, dass damit keine Limitierung der Versicherungsdeckung auf Lohnbestandteile über dem maximal in der Unfallversicherung versicherbaren Lohn gemeint sei, zumal der Begriff des UVG-Lohnes weder im Vorsorgereglement noch im Vorsorgeausweis als Höchstverdienst nach Art. 22 UVV definiert werde. Mit dem Begriff des UVG-Lohnes könne demnach nur der in Art. 22 Abs. 2 UVV definierte, für die AHV massgebende Lohn gemeint sein, ohne die Bestandteile, die nicht AHV-pflichtig bzw. nicht obligatorisch unfallversichert seien. Die Vertragsparteien hätten mit der gewählten Formulierung klarstellen wollen, dass die AHV-pflichtigen Löhne gegen Unfall und Krankheit versichert sein sollten, die Vorsorgeeinrichtung bei Unfall jedoch nur die fixen, AHV-pflichtigen Einkommensbestandteile versichern wolle und nicht auch die variablen Erfolgsbestandteile respektive "die in Art. 1 Abs. 1 BVV 2 genannten Fälle". Da andernfalls die massgebliche Grenze weder von ihm noch von einem anderen Versicherten hätte erreicht werden können, wäre die Angabe des Risikos Unfall in Vorsorgeplan und Vorsorgeausweis überflüssig gewesen; diese Angabe sei denn auch im vorausgehenden Vorsorgeplan und -ausweis nicht enthalten gewesen. Beim Risiko Krankheit stelle sich die Frage nach der Auslegung des Passus "ab UVG-Lohn" nicht, da sich dieser nur auf das Risiko Unfall beziehe.