Citation: 1C_616/2014 E. 4.5

4.5. Entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin stellt das übrige Gemeindegebiet gemäss Zonenplan der Gemeinde Visperterminen Nichtbaugebiet dar (Art. 77 BZR/Visperterminen). Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, die Entfernung von Flussgeschiebe liege im öffentlichen Interesse, ist klarstellend festzuhalten, dass gemäss Wiederherstellungsverfügung vom 14. März 2013 die Ablagerung von Flussgeschiebe im Rahmen der Vereinbarung vom 30. April 2002 ausdrücklich erlaubt bleibt. Nicht im öffentlichen Interesse liegen hingegen die diversen anderen Materialablagerungen (insbesondere von mineralischen Bauabfällen und Asphalt) seitens der Beschwerdeführerin. Wie das BAFU als Fachbehörde im Rahmen seiner Vernehmlassung an das Bundesgericht überzeugend dargelegt hat, erhöhen diese Materialablagerungen im vorliegenden Umfang und an der fraglichen Stelle vielmehr die Gefahr, dass im Falle eines Hochwassers Steine und sonstige Materialien mitgerissen werden und in die Vispa gelangen. Dies kann gemäss BAFU zu einer Verklausung führen und so die Gefahr von Uferübertretungen der Vispa weiter erhöhen. Die Vorinstanz hat daher zu Recht geschlossen, dass neben den von ihr aufgeführten raumplanungs- und umweltrechtlichen Interessen (insb. Trennung des Baugebiets vom Nichtbaugebiet, Freihaltung des Gewässerraums) auch sicherheitspolizeiliche Überlegungen für die Wiederherstellung sprechen. Diese gewichtigen öffentlichen Interessen überwiegen die (finanziellen) Interessen der Beschwerdeführerin, zumal sich diese, wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat, der Rechtswidrigkeit der Ablagerungen bewusst sein musste. Weshalb die angeordnete Wiederherstellung, wie von der Beschwerdeführerin behauptet, gegen Treu und Glauben verstossen sollte, ist nicht nachvollziehbar. Namentlich machten die Behörden der Beschwerdeführerin keine Zusicherungen, auf welche diese berechtigterweise vertrauen konnte. Ferner rügt die Beschwerdeführerin keine willkürliche Anwendung kantonalen Rechts, d.h. von Art. 51 BauG/VS. Eine solche ist auch nicht ersichtlich. Insbesondere legt die Beschwerdeführerin nicht dar, dass die umstrittenen Materialablagerungen seit über zehn Jahren bestehen (vgl. insoweit Art. 51 Abs. 5 BauG/VS). Zusammenfassend erweist sich die von der Vorinstanz bestätigte Wiederherstellungsverfügung als rechtmässig. Damit begründet die Wiederherstellung entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin auch keinen unzulässigen Eingriff in die Eigentums- oder in die Wirtschaftsfreiheit.