Citation: 8C_44/2021 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, hinsichtlich der bei den Unfällen vom 19. Oktober 2004 und 26. November 2014 verletzten rechten Schulter sei der Kreisarzt Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparats, im Bericht vom 21. Dezember 2017 zu Recht von einem Endzustand ausgegangen. Gleiches gelte hinsichtlich der beim Unfall vom 19. Oktober 2004 erlittenen Verletzungen im Beckenbereich. Auch bezüglich des chronischen Infektgeschehens im rechten Becken/Iliosacralbereich (fistulierender Low-Grade-Infekt) sei der Bericht des Dr. med. F.________ schlüssig. Dieser Infekt sei eine Komplikation nach operativer Versorgung infolge des Unfalls vom 19. Oktober 2004. Die Fistelbildungen hätten verschiedentlich zu Sanierungen (Fistelexzisionen) mit stationären Spitalaufenthalten geführt, nämlich vom 13. Juni bis 8. Juli 2016, vom 6. bis 20. Februar 2017 und vom 18. Februar bis 25. Februar (richtig März) 2019. Dieses entzündliche Geschehen vermöge lediglich während den stationären Behandlungen und der Rehabilitation befristete Arbeitsunfähigkeiten auch in angepassten Tätigkeiten zu begründen. Eine durchgehende Arbeitsunfähigkeit lasse sich den Akten nicht entnehmen. Dies um so weniger, als der Infekt den Beschwerdeführer nicht daran gehindert habe, seine Schalertätigkeit auf dem Bau bis zum Unfall vom 26. November 2014 wieder auszuüben. Damit überzeuge es, dass Dr. med. F.________ bezüglich der Infektproblematik von einem Endzustand ausgegangen sei. Nachdem zahlreiche Eingriffe und Therapien vorgenommen worden seien und der Unfall vom 26. November 2014 mehr als viereinhalb Jahre vor dem strittigen Einspracheentscheid vom 19. Juni 2019 datiere, sei die Bejahung des Endzustandes nachvollziehbar. Prognostisch hätten im Zeitpunkt der Taggeldeinstellung per 31. März 2018 keine Therapieoptionen mehr vorgelegen, die eine Besserung bzw. Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit hätten erwarten lassen. Hieran ändere nichts, dass gemäss dem Bericht des Universitätsspitals D.________ vom 25. März 2019 im Februar 2019 nach Auftreten eines neuen Fistelrezidivs eine weitere Infektsanierung erfolgt sei. Denn der Infekt habe immer latent bestanden und - wie gesagt - keine dauernde Arbeitsunfähigkeit begründet. Der Fallabschluss per 31. März 2018 mit Taggeldeinstellung sei somit nicht zu beanstanden.