Citation: 6B_137/2024 E. 4.2.2

4.2.2. Die Vorinstanz legt weiter dar, dass und weshalb eine Landesverweisung des Beschwerdeführers einen Eingriff in seinen Anspruch auf das in Art. 8 EMRK verankerte Recht auf Achtung des Familienlebens bewirkt und sie folglich von einem schweren persönlichen Härtefall gemäss Art. 66a Abs. 2 StGB ausgeht. Konkret erwägt sie, dass der im Urteilszeitpunkt 48 Jahre alte Beschwerdeführer seine prägenden Kinder- und Jugendjahre in Nordmazedonien verbracht hat, er aber bereits seit 26 Jahren in der Schweiz lebt, nachdem er im Rahmen des Familiennachzuges im Jahr 1997 im Alter vom 22 Jahren zu seiner Ehefrau in die Schweiz gekommen war. Die vier gemeinsamen Kinder sind in der Schweiz geboren und hier aufgewachsen und verfügen, wie ihre Mutter, über die schweizerische Staatsbürgerschaft. Die beiden älteren Kinder sind volljährig und wirtschaftlich selbstständig, während die beiden jüngeren ________ und ________e 13 und 16 Jahre alt sind. ________e hat ihre obligatorische Schulzeit abgeschlossen und absolviert aktuell eine Praktikum in der Kinderbetreuung. Damit einhergehend berücksichtigt die Vorinstanz, dass die erstmalige Berufswahl eine prägende Entscheidung darstellt. ________ befindet sich in der sechsten Primarklasse. Die Ehefrau des Beschwerdeführers ist im Jahr 1990 mit 15 Jahren eingereist. Auch sie stammt aus Nordmazedonien. Ihre Familie und Angehörigen leben ebenfalls in der Schweiz. Die Vorinstanz gelangt zum Schluss, dass eine Ausreise nach Mazedonienen weder den beiden minderjährigen Kindern noch der Ehefrau des Beschwerdeführers zumutbar ist. Da durch eine Landesverweisung das intakte Familienverhältnis nicht ohne Weiteres aufrecht erhalten werden könne, erachtet sie den Schutzbereich des Rechts auf Familienleben gemäss Art. 8 EMRK als betroffen.