Citation: 6B_747/2014 E. 2

Die Beschwerdeführerin hält entgegen der Auffassung der Vorinstanz daran fest, dass sie damals die Fahrerin gewesen sei. Durch die Ablehnung von Beweisanträgen habe die Vorinstanz ihre Rechte verletzt (Beschwerde S. 5). Die Beweiswürdigung kann vor Bundesgericht gerügt werden, wenn die Vorinstanz den Sachverhalt offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG bzw. willkürlich im Sinne von Art. 9 BV festgestellt hat. Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör folgt, dass der Richter rechtzeitig und formrichtig angebotene erhebliche Beweismittel abzunehmen hat. Dies verwehrt es ihm indessen nicht, einen Beweisantrag abzulehnen, wenn er ohne Willkür in freier, antizipierter Würdigung der beantragten zusätzlichen Beweise zur Auffassung gelangen durfte, dass weitere Beweisvorkehren an der Würdigung der bereits abgenommenen Beweise voraussichtlich nichts mehr ändern würden. Willkür liegt vor, wenn der angefochtene Entscheid im bemängelten Punkt offensichtlich unhaltbar ist oder mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht. Dass eine andere Lösung ebenfalls möglich ist, genügt nicht (BGE 138 III 378 E. 6.1, 137 I 1 E. 2.4). Die Vorinstanz führt aus, aufgrund des Beweisergebnisses stehe fest, dass es sich beim Täter um einen Mann gehandelt habe (Urteil S. 6). So stellte auch das Bundesgericht im von der Vorinstanz erwähnten Urteil 6B_791/2011 vom 4. Juni 2012 fest, eine Zeugin habe eine Frau als Lenkerin ausdrücklich ausgeschlossen (E. 1.4.2). Was die Beschwerdeführerin vorbringt, ist unbehelflich (vgl. Beschwerde S. 2/3). Nachdem sich die Vorinstanz auf ein Beweisergebnis abstützt, trifft der Einwand, die Beschwerdeführerin sei als Täterin alleine wegen ihres Geschlechts "logisch ausgeschlossen" worden, von vornherein nicht zu. Auf den von ihr im kantonalen Verfahren eingereichten Fotos, die angeblich sie und ihren Partner zeigen, ist das Geschlecht der abgebildeten Personen tatsächlich nicht zu erkennen (KA act. 25/1). Indessen hat z.B. die vom Bundesgericht erwähnte Zeugin den Fahrer unter anderem aufgrund seiner auffallenden Aggressivität als Mann identifiziert (vgl. KA act. 5/6 S. 2/3, auf welche Aussage im angefochtenen Urteil auf S. 8 verwiesen wird). Unter diesen Umständen vermögen die nicht sehr aussagekräftigen Fotos das Beweisergebnis nicht umzustossen. Nach den Feststellungen der Vorinstanz sass die Beschwerdeführerin am fraglichen Tag um 1800 Uhr noch an ihrem Arbeitsplatz in Uster und konnte deshalb nicht um "ca. 1800 Uhr" am Tatort im Milchbuck-Tunnel sein (Urteil S. 6/7). Dazu macht sie geltend, der genaue Zeitpunkt des Vorfalls sei nicht bekannt, weshalb sie rechtzeitig mit dem Motorrad beim Milchbuck habe sein können (Beschwerde S. 3). Indessen kann von Willkür nicht die Rede sein. Im von der Vorinstanz zitierten Rapport hat die Polizei als Zeit "ca. 1800 Uhr" angegeben (KA act. 5/1 S. 2). Diese Zeitangabe wurde auch zwei Zeugen vorgehalten, die nicht geltend machten, das Ereignis habe sich deutlich später zugetragen (KA act. 5/2 und 5/3). Unter diesen Umständen konnte die Vorinstanz willkürfrei davon ausgehen, dass sich der Vorfall nicht sehr viel später als 1800 Uhr ereignete. Wenn man berücksichtigt, dass die Beschwerdeführerin nach dem Gang vom Schreibtisch zum Parkplatz, dem Anziehen eines Teils der Motorradausrüstung und dem herrschenden starken Verkehrsaufkommen sicherlich später als 1820 Uhr und kaum deutlich vor 1830 Uhr hätte am Tatort sein können, ist die Schlussfolgerung, sie habe die Tat aus zeitlichen Gründen nicht begehen können, jedenfalls nicht willkürlich. Nach dem Gesagten ist davon auszugehen, dass der Täter ein Mann war und die Beschwerdeführerin die Tat aus zeitlichen Gründen nicht begangen haben kann. Dann aber ist die Schlussfolgerung der Vorinstanz, die Beschwerdeführerin habe sich der Irreführung der Rechtspflege und der versuchten Begünstigung schuldig gemacht, nicht zu beanstanden. Mit den Ausführungen im angefochtenen Urteil und in der Beschwerde zur Sachbeschädigung eines Rückspiegels, wofür der Partner der Beschwerdeführerin rechtskräftig verurteilt wurde, muss sich das Bundesgericht im vorliegenden Verfahren nicht befassen.