Citation: 1C_6/2022 E. 3.3.2

3.3.2. Die Beschwerdeführer argumentieren, die Rechtswidrigkeit bestehe darin, dass der Initiativtext unzulässigerweise abgeändert worden sei. Damit machen sie jedoch, wie die Vorinstanz zu Recht festgehalten hat, nicht geltend, der Text der Initiative sei für sich widerrechtlich, sondern, dass das Vorgehen, den Initiativtext zu ändern, rechtswidrig sei. Diese Rüge betrifft das Verfahren, weshalb es nicht zu beanstanden ist, dass die Vorinstanz Art. 163 und nicht Art. 164 GG/SG für anwendbar hält. Bei Verfahrensmängeln handelt es sich zwar auch um Rechtswidrigkeiten, doch kann dieser Umstand entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer nicht dazu führen, dass auch Verfahrensmängel nach den Regeln von Art. 163 GG/SG anzufechten sind. Insofern bildet Art. 164 GG/SG in Bezug auf Verfahrensmängel die speziellere Norm, weshalb sie die Vorinstanz vorliegend zu Recht angewendet hat.