Citation: 4C.327/2004 22.12.2004 E. A

Am 19. Juni 1996 erlitt B.________ (Klägerin) einen Verkehrsunfall. Während sie am Steuer ihres Autos vor einem Rotlicht korrekt wartete, fuhr die Lenkerin C.________ von hinten mit einer Geschwindigkeit von 10 km/h auf den Wagen der Klägerin auf. Der Neurologe Dr. D.________ diagnostizierte ein Schleudertrauma und eine seit dem Unfall andauernde Arbeitsunfähigkeit. Dr. E.________ sieht in seinem Bericht vom 21. April 1997 die Ursache der bei der Klägerin auftretenden Beschwerden in einer Halswirbelsäulenabknickungsverletzung und einer milden traumatischen Gehirnverletzung infolge des Unfalls. Dr. F.________ erachtete in seinem Gutachten vom 29. Mai 1998 die adäquate Kausalität zwischen dem Auffahrunfall und dem posttraumatischen Cervikalsyndrom als gegeben, nicht aber diejenige zwischen dem Auffahrunfall und dem Hirnleistungsdefizit. Das Strafgericht Basel-Landschaft stützte sich auf das Gutachten von Dr. F.________ und verurteilte die Verursacherin des Unfalles mit Urteil vom 15. Februar 1999 wegen fahrlässiger einfacher Körperverletzung zu einer Busse von Fr. 200.--. Gleichzeitig hiess das Strafgericht ebenfalls aufgrund des erwähnten Gutachtens die Entschädigungs- und Genugtuungsforderung der Klägerin im Sinne von Art. 9 Abs. 3 Opferhilfegesetz (OHG, SR 312.5) dem Grundsatz nach gut und verwies die Klägerin im Übrigen an das Zivilgericht.