Citation: 5A_852/2021 E. 2.3.1

2.3.1. Die Kläger werfen dem Obergericht zunächst vor, Art. 689 Abs. 2 ZGB verletzt zu haben, indem es mit Bezug auf das Kriterium "zum Schaden des Nachbarn" hätte prüfen müssen, ob eine übermässige Immission im Sinn von Art. 684 ZGB vorliege. Damit äussern sie sich zu einer Rechtsfrage, welche nach Auffassung des Obergerichts nicht (mehr) Streitgegenstand des Berufungsverfahrens war (vgl. E. 2.2.1). Das Obergericht ist auf die diesbezügliche in der Berufung vorgetragene Argumentationslinie nicht eingetreten. Streitgegenstand des bundesgerichtlichen Verfahrens ist damit allein die Frage, ob das Obergericht zu Unrecht gefolgert hat, Thematik des Berufungsverfahrens bilde einzig die Frage des Rechtsmissbrauchs. Dazu äussern sich die Kläger nicht; weder behaupten sie, ihren Standpunkt entgegen der Beurteilung des Obergerichts begründet zu haben, noch legen sie dar, inwiefern sie sich im Berufungsverfahren mit den Erwägungen des erstinstanzlichen Urteils auseinandergesetzt haben sollen. Mangels einer rechtsgenüglichen Beschwerdebegründung (E. 1.2) kann auf diese und die damit in Zusammenhang stehenden Ausführungen der Kläger zum Begriff "Schaden des Nachbarn" im Sinn von Art. 689 Abs. 2 ZGB bzw. der "übermässigen Einwirkung" im Sinn von Art. 684 ZGB nicht eingetreten werden.