Citation: 5D_213/2015 E. 3.1

3.1. Das Kantonsgericht betont, dass es sich "eine gewisse Zurückhaltung auferlege", wenn eine Verletzung von Bestimmungen über die Kostenverlegung oder die Kostenfestsetzung gerügt werde. Der erstinstanzliche Richter kenne den Fall unmittelbar und könne insbesondere das Verhalten der Parteien im Verfahren würdigen, weshalb ihm ein gewisses Ermessen zustehe. Dabei habe er allerdings dem Umstand Rechnung zu tragen, dass die Anforderungen an die Begründungsdichte bei Ermessensentscheiden eher hoch seien. Um die Kostenverlegung oder -festsetzung zu korrigieren, könne unter der Herrschaft der Schweizerischen Zivilprozessordnung zwar nicht mehr verlangt werden, dass die Vorinstanz ihr Ermessen offensichtlich überschritten hätte und sich ihr Entscheid mit sachlichen Argumenten schlechterdings nicht mehr begründen lasse. Dies hindere das Kantonsgericht aber nicht daran, gerade auch in familienrechtlichen Angelegenheiten den Ermessensentscheid der ersten Instanz, wie ihn Art. 107 Abs. 1 Bst. c ZPO erlaube, bloss zurückhaltend zu überprüfen.