Citation: 1C_451/2017 E. 2.6

2.6. Schliesslich unterscheidet die Rechtsprechung die Rechtslage bei visuell wahrnehmbaren von derjenigen bei visuell nicht wahrnehmbaren Mobilfunkantennen. Danach kann zwar das blosse Wissen um eine visuell nicht wahrnehmbare Antenne, ob innerhalb eines Gebäudes erstellt oder sonstwie kaschiert, in der unmittelbaren Nachbarschaft Ängste hervorrufen oder andere unerwünschte Auswirkungen zeitigen, zumindest wenn ihr Standort bekannt ist und Furcht vor ihrer Strahlung besteht. Diesfalls ist das öffentliche Interesse an der Verhinderung ideeller Immissionen aber derart gering, dass die Beschränkung der Standortwahl unverhältnismässig wird (Urteil des Bundesgerichts 1C_51/2012 und 1C_71/2012 vom 21. Mai 2012 E. 5.5).