Citation: 8C_266/2019 E. 4.2.2

4.2.2. Bezüglich Invalideneinkommen macht die Versicherte zunächst geltend, es sei auf ihr effektiv erzieltes Einkommen bei der Gesellschaft G.________ abzustellen. Das kantonale Gericht hat indes zu Recht festgestellt, dass das dort vereinbarte Bruttosalär auf einer Leistungsfähigkeit von 30 % basiert und die zumutbare Leistungsfähigkeit von 40 % damit nicht voll ausgeschöpft wird. Die Beschwerdeführerin macht sodann, wie bereits vorinstanzlich, geltend, bei der Annahme eines hypothetischen Lohnes wäre ihr aufgrund der Benachteiligung bei der Stellensuche gegenüber Gesunden sowie der leidensbedingten Einschränkungen minimal ein Leidensabzug von 20 % zu gewähren. Ob ein behinderungsbedingt oder anderweitig begründeter Abzug vom Tabellenlohn vorzunehmen ist, stellt eine frei überprüfbare Rechtsfrage dar. Dagegen ist die Höhe des (im konkreten Fall grundsätzlich angezeigten) Abzuges eine Ermessensfrage und daher letztinstanzlich nur bei Ermessensüberschreitung, -missbrauch oder -unterschreitung korrigierbar (BGE 137 V 71 E. 5.1 S. 72 f. mit Hinweis; 132 V 393 E. 3.3 S. 399; Urteil 8C_83/2019 vom 6. Mai 2019 E. 6.2.2). Das kantonale Gericht hat dargelegt, dass die Defizite der Versicherten bereits bei der Schätzung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit berücksichtigt worden sind und kein anderer Grund einen Abzug rechtfertige. Allein die Tatsache - so die Vorinstanz -, dass der Beschwerdeführerin nicht sämtliche Tätigkeiten im kaufmännischen Bereich offen stünden, rechtfertige jedenfalls nicht einen Leidensabzug von 25 %. Selbst bei einem Abzug von 20 % jedoch resultiere nach wie vor ein Invaliditätsgrad von weniger als 70 %. Mit dieser Begründung setzt sich die Beschwerdeführerin nicht ansatzweise auseinander.