Citation: 2C_109/2022 E. 4.5.2

4.5.2. Vorliegend zielt das vom Beschwerdegegner eingereichte Schreiben der Informationsinhaberin vom 10. Februar 2021 im Kern auf den steuerrechtlichen Wohnsitz im ersuchten Zeitraum. Die Informationsinhaberin bestätigt darin nämlich, dass ein Domizilland "Südkorea" im relevanten Zeitraum für diese Kundenbeziehung nicht registriert gewesen sei. Vielmehr sei im Zeitraum von 2011 bis zur Saldierung des Bankkontos im Jahr 2017 als Domizilland "Indonesien" in den Systemen der Informationsinhaberin registriert gewesen (vgl. E. 3.3 des angefochtenen Urteils). Indem die Vorinstanz dieses Schreiben vom 10. Februar 2021 als entscheidrelevant berücksichtigt und den Bezug zu Südkorea deshalb als wenig wahrscheinlich erachtet, nimmt sie im Ergebnis eine unzulässige Vorabwürdigung des steuerrechtlichen Wohnsitzes im internationalen Kontext vor. Vor diesem Hintergrund ist es in tatsächlicher Hinsicht nicht von Belang, dass sich die Verfahrensbeteiligten mit Blick auf das Verständnis der im Schreiben vom 10. Februar 2021 verwendeten Begriffe des Domizilcodes, Domizillands und der Domiziladresse uneinig sind (vgl. Art. 97 Abs. 1 BGG).