Citation: 6B_741/2021 E. 2.4

2.4. Anlässlich der Befragung durch die Staatsanwaltschaft äusserte sich die Beschwerdegegnerin 2 auch zu den Telefonanrufen vom 28. August 2018. Dazu führte sie insbesondere aus, der Beschwerdeführer habe sie öfters angerufen. Sie könne nicht mehr ganz genau sagen, wann er angerufen und was gesagt habe. Er habe das Gespräch nicht lange geführt, sondern nur kurz, gedroht, beleidigt und dann sofort wieder aufgelegt. Bei diesem Anruf sei eine Kollegin bei ihr gewesen; sie seien bei ihr zu Hause gewesen. Sie habe auf Lautsprecher geschaltet; die Kollegin habe das alles gehört und ein Video davon gemacht. In Bezug auf die konkrete Bezeichnung als "Hure" und "Schlampe" bestätigte sie ihre frühere Aussage. Damit machte die Beschwerdegegnerin 2 gegenüber der Staatsanwaltschafteigene Angaben zum hier interessierenden Vorfall. Sie legte die Umstände dar und erklärte plausibel, weshalb und inwieweit sie sich nicht mehr an alles erinnerte. Bei der Antwort "ja, das stimmt" handelt es sich somit nicht um eine bloss formale und daher unverwertbare Bestätigung der früheren Aussage. Die Vorinstanz verletzt kein Bundesrecht, indem sie sie in die Beweiswürdigung einbezieht. Das gilt auch, wenn mit dem Beschwerdeführer angenommen wird, die Staatsanwaltschaft habe, indem sie die Beschwerdegegnerin 2 mit ihrer früheren Aussage konfrontierte, eine Suggestivfrage gestellt (vgl. Urteil 6B_1401/2016 vom 24. August 2017 E. 2.4).