Citation: 1B_208/2022 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz geht im angefochtenen Entscheid von folgendem Sachverhalt aus: Die Kanzlei A.________ Rechtsanwälte AG, handelnd durch den Beschwerdeführer, habe als "Security Payment Agent" die gegenseitigen Ansprüche zweier Parteien eines Kaufvertrages abgesichert. Der Beschwerdeführer wäre dabei verpflichtet gewesen, den von der Käuferin am 22. Juli 2020 als Sicherheitszahlung hinterlegten Betrag von USD 1'253'750.-- für mindestens 72 Stunden auf ihrem Treuhandkonto zu belassen. Vor Freigabe der Sicherheitszahlung hätte er zudem die Bestätigung, dass bestimmte Bedingungen erfüllt worden seien, abwarten müssen. Kontoauszüge hätten jedoch gezeigt, dass der Beschwerdeführer am 23. Juli 2020 einen Betrag von EUR 649'138.-- an eine dritte Gesellschaft und am 24. Juli 2020 einen Betrag von EUR 120'000.-- an eine Drittperson überwiesen haben soll. Letztere sei dabei als Organ der Verkäuferin aufgetreten. Dem Beschwerdeführer werde somit vorgeworfen, zweck- und pflichtwidrig vom Treuhandkonto einen Betrag von insgesamt USD 900'000.-- abgebucht zu haben. Nach der Vorinstanz besteht ein hinreichender Tatverdacht gegen den Beschwerdeführer. Sie erwägt, die fraglichen Transaktionen könnten den betreffenden Kontoauszügen entnommen werden. Zudem habe der Beschwerdeführer, trotz entsprechender Ankündigung, bisher nicht belegt, dass er von der Käuferin instruiert worden sei, die Zahlungen zu veranlassen.