Citation: 2C_1003/2016 E. 4.2

4.2. Die aufenthaltsbeendende Massnahme muss verhältnismässig sein, d.h. sie muss im Rahmen der Interessenabwägung nach Art. 13 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 36 Abs. 3 BV bzw. Art. 8 Ziff. 2 EMRK (Schutz des Familien- und Privatlebens) geeignet und erforderlich erscheinen, ihren Zweck zu erfüllen (Sicherung der nationalen oder öffentlichen Sicherheit, des wirtschaftlichen Wohls des Landes, der Aufrechterhaltung der Ordnung, der Verhütung von Straftaten, des Schutzes der Gesundheit oder der Moral oder der Rechte und Freiheiten anderer); sie hat zudem in einem angemessenen Verhältnis von Ziel und Zweck zu den damit für die betroffene Person verbundenen Konsequenzen zu stehen ("Übermassverbot"; vgl. Art. 96 AuG bzw. Art. 5 Abs. 2 BV). Zu berücksichtigen sind dabei praxisgemäss namentlich jeweils die Schwere des Delikts und des Verschuldens des Betroffenen, der seit der Tat vergangene Zeitraum, das Verhalten des Ausländers während diesem, der Grad seiner Integration bzw. die Dauer seiner bisherigen Anwesenheit, sein Gesundheitszustand sowie die ihm und seiner Familie durch die aufenthaltsbeendende Massnahme drohenden Nachteile (BGE 135 II 377 E. 4.3 E. 4.3 S. 381 f.). Keines dieser Elemente ist für sich allein ausschlaggebend; erforderlich ist eine Abwägung der gesamten Umstände im Einzelfall (vgl. das Urteil 2C_846/2014 vom 16. Dezember 2014 E. 2.4).