Citation: 2C_972/2018 E. 10.1

10.1. Die Beschwerdeführerin stellt sich auf den Standpunkt, die Vorinstanz habe den Sachverhalt zur Frage, ob die Abschreibungszeitpunkte vertretbar sind, nicht hinreichend abgeklärt. Sie macht in diesem Zusammenhang geltend, die Ausführungen im angefochtenen Entscheid seien widersprüchlich. Im Wesentlichen stützt sich die Beschwerdeführerin dabei auf die Erwägungen der Vorinstanz, wonach mangels Angaben unklar sei, ob die gewählten Abschreibungszeitpunkte vertretbar seien (vgl. E. 3.3.3.1 des angefochtenen Urteils). Diese Ausführungen der Vorinstanzen lassen sich nach Auffassung der Beschwerdeführerin nicht mit dem im angefochtenen Urteil gezogenen Schluss vereinbaren, dass die streitbetroffenen Abschreibungen periodenfremd seien. Der implizit erhobene Vorwurf der willkürlichen Sachverhaltsfeststellung ist unbegründet: Zwar hat die Behörde grundsätzlich die Pflicht, den Sachverhalt zu ermitteln, und fällt ihr damit prinzipiell die Beweisführungslast (bzw. die Obliegenheit, den erforderlichen Beweis zu führen) zu (BGE 138 V 218 E. 6; Urteil 2C_165/2018 vom 19. September 2018 E. 2.2.2 m.w.H.). Die Untersuchungsmaxime findet aber ihre Grenze in der Mitwirkungspflicht der Parteien (vgl. BGE 138 V 86 E. 5.2.3 S. 97; 130 II 482 E. 3.2 S. 485 f.; 125 V 193 E. 2 S. 195). Vorliegend hat die Vorinstanz (wie ausgeführt) verschiedene Sachverhaltselemente festgestellt, welche gegen die Periodengerechtigkeit der Abschreibungen sprechen (nämlich insbesondere die jahrelange Anhäufung offener Forderungen und das negative Eigenkapital der Schuldnerin im Jahr 2009). Es wäre unter diesen Umständen im Rahmen ihrer Mitwirkungspflicht Sache der Beschwerdeführerin gewesen, bei der Vorinstanz substantiiert Tatsachen zu benennen, welche die gewählten Abschreibungszeitpunkte gleichwohl als vertretbar erscheinen lassen. Es ist aber nicht ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin Letzteres getan und in diesem Kontext Beweisanträge gestellt hätte. Deshalb lässt sich der Vorinstanz nicht vorwerfen, sie habe in diesem Punkt den Sachverhalt auf willkürliche Weise festgestellt. Soweit die Vorinstanz gestützt auf die (wie gesehen) genügend ermittelten Sachumstände den Schluss gezogen hat, dass die vorgenommenen Abschreibungen nicht periodengerecht sind (vgl. E. 3.3.3.2 des angefochtenen Urteils), erscheint dies nicht als willkürlich.