Citation: 4A_236/2017 E. 5

5. Except in extraordinary circumstances, the Sole Arbitrator will refuse any request to admit new evidence of fact or law subsequent to Friday, 5 February 2016." Am 5. Februar 2016 informierten die Parteien den Einzelschiedsrichter, dass sie sich über eine Verschiebung des Stichtags für die Einreichung neuer Beweise auf den 8. Februar 2016 geeinigt hätten. Mit Verfahrensanordnung Nr. 8 vom 12. Februar 2016 stellte der Einzelschiedsrichter fest, dass das Herausgabebegehren der Beklagten vom 1. Februar 2016 zurückgezogen wurde, wies die von den Parteien gestellten Gesuche um Zulassung neuer Beweismittel ab und liess die kurz zuvor eingereichten neuen Beweismittel nicht zu. Insbesondere erachtete er die Eingaben als verspätet. Am 17. und 18. Februar 2016wurde in Genf die mündliche Verhandlung abgehalten, in deren Rahmen verschiedene Zeugen einvernommen wurden. Am 21. März 2016 reichten die Parteien dem Einzelschiedsrichter ihre Schriftsätze im Anschluss an die mündliche Verhandlung (Post-hearing briefs) ein und äusserten sich zu den Verfahrenskosten. Mit Eingaben vom 29. März 2016äusserten sich die Parteien jeweils zu den Kostennoten der Gegenpartei. Am 31. März 2016 machte die Beklagte geltend, die klägerische Eingabe vom 29. März 2016 enthalte unzulässige materielle Ausführungen, die keinen Bezug zu den Kosten aufwiesen. Der Einzelschiedsrichter erklärte die entsprechenden Ausführungen in der Folge für unbeachtlich. B.g. Mit Schiedsspruch vom 14. März 2017 verurteilte der Einzelschiedsrichter die Beklagte zur Zahlung von USD 471'529.66 (zuzüglich Verzugszins) an die Klägerin. Er sah die Behauptung der Beklagten, der Klägerin sei betrügerisches Verhalten hinsichtlich der verrechneten Anrufe vorzuwerfen, als nicht erwiesen an. Es fehle an einem wichtigen Grund für die ausgesprochene vorzeitige Kündigung des VoIP-Vertrags, weshalb die Beklagte der Klägerin den durch die Vertragsverletzung verursachten Schaden zu ersetzen habe.