Citation: 6B_33/2022 E. 3.4.2

3.4.2. Der Beschwerdeführer ist ein zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils gesunder, 44-jähriger und seit sieben Jahren in der Schweiz lebender syrischer Staatsangehöriger. Mit der Verurteilung wegen versuchten sexuellen Handlungen mit Kindern gemäss Art. 187 Ziff. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB erfüllt er eine Katalogtat nach Art. 66a Abs. 1 lit. h StGB, die zu einer obligatorischen Landesverweisung führt. Die Vorinstanz schliesst nachvollziehbar auf eine fehlende Verwurzelung des Beschwerdeführers zur Schweiz. Zwar ist der Beschwerdeführer in beruflicher und wirtschaftlicher Hinsicht integriert, da er über eine feste Arbeitsstelle und somit ein regelmässiges Gehalt verfügt. Demgegenüber ergibt sich weder aus den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen noch den Vorbringen des Beschwerdeführers, dass er auch in sozialer oder kultureller Hinsicht in der Schweiz integriert ist. Zudem spricht er kein Deutsch. Einen Deutsch-Alphabetisierungskurs hat er erst am 31. August 2021 begonnen. Zwar leben seine Eltern, Geschwister und seit rund vier Jahren seine ebenfalls aus Syrien stammende, nicht erwerbstätige Frau in der Schweiz. Gemäss den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen wird die Frau jedoch unter anderem in der deutschen Sprache unterrichtet, verfügt über keine gefestigten Beziehungen zur Schweiz und kann mit dem Beschwerdeführer jederzeit die Schweiz verlassen. Bis anhin wurde die Ehe in der Schweiz nicht anerkannt. Weder stellt die Vorinstanz eine speziell enge familiäre Beziehung zu einer in der Schweiz gefestigt anwesenheitsberechtigten Person fest noch macht der Beschwerdeführer eine solche Beziehung geltend. Die vorinstanzlichen Erwägungen, wonach eine Ausreise nach Syrien zumutbar ist, geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Der Beschwerdeführer verbrachte die meiste Zeit seines Lebens, insbesondere die prägenden Kinder- und Jugendjahre, in seiner Heimat Syrien und ist folglich mit der dortigen Kultur sowie der Sprache vertraut. Im Ergebnis geht die Vorinstanz zu Recht davon aus, dass die Landesverweisung beim Beschwerdeführer keinen schweren persönlichen Härtefall bewirkt. Damit erübrigt sich eine Interessenabwägung zwischen den privaten Interessen des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz und dem öffentlichen Interesse an einer Landesverweisung. Die Anordnung der obligatorischen Landesverweisung erweist sich als rechtskonform.