Citation: U 588/06 11.12.2007 E. 6

6.1 Für die Adäquanzprüfung ist an das (objektiv erfassbare) Unfallereignis anzuknüpfen (BGE 115 V 133 E. 6 Ingress S. 139). Abhängig von der Unfallschwere sind je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien mitzuberücksichtigen (BGE 115 V 133 E. 6 S. 138 ff.). 6.2 Der Sturz vom 18. Oktober 2003 ist aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs (höchstens) im Bereich der mittelschweren Unfälle einzuordnen. Von den weiteren, objektiv fassbaren und unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehenden oder als Folge davon erscheinenden Umständen, welche als massgebende Kriterien in die Gesamtwürdigung einzubeziehen sind (BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140), müssten demnach für eine Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges entweder ein einzelnes in besonders ausgeprägter Weise oder aber mehrere in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sein (BGE 115 V 133 E. 6c/bb S. 140). Die Beschwerdegegnerin liess im kantonalen Verfahren geltend machen, die Kriterien der besonderen Eindrücklichkeit des Unfalles, der Dauerschmerzen, der Dauer der ärztlichen Behandlung sowie der Dauer und des Grades der Arbeitsunfähigkeit seien erfüllt. Weitere der rechtsprechungsgemäss in Betracht kommenden Kriterien stehen, nach Lage der Akten zu Recht, nicht zur Diskussion. Die SUVA erachtet keines der adäquanzrelevanten Kriterien für gegeben. 6.3 Als besonders eindrücklicher oder von dramatischen Umständen begleiteter Unfall lässt sich der Sturz vom 18. Oktober 2003 in der Tat nicht qualifizieren. Der von der Versicherten erlittene Schrecken hielt sich im Rahmen des bei Unfällen Üblichen. Eine länger dauernde regelmässige und zielgerichtete ärztliche Behandlung physischer Beschwerden ist nicht ausgewiesen, weshalb das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung zu verneinen ist. Gleiches gilt für das Kriterium von Grad und Dauer der unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit, muss doch aufgrund der Akten davon ausgegangen werden, dass die ärztlich bestätigte Arbeitsunfähigkeit schon bald nach dem Unfall in der psychischen Problematik begründet lag. Selbst wenn sodann das Kriterium der Dauerschmerzen bejaht würde, wäre es jedenfalls nicht in besonders ausgeprägter Weise erfüllt und lägen die Adäquanzkriterien nicht in gehäufter oder auffallender Weise vor. Es fehlt damit am adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 18. Oktober 2003 und den persistierenden Beschwerden, weshalb die Beschwerdeführerin einen Anspruch auf weitere Leistungen zu Recht verneint hat.