Citation: 7B_455/2023 E. A

A.a. Am 6. Dezember 2019, um 12:55 Uhr, wurde A.________, als er mit dem Fahrzeug B.________, xxx, von Österreich herkommend beim Grenzübergang Au (SG) in die Schweiz einreisen wollte, von Beamten des Grenzwachtkorps einer Kontrolle unterzogen. Die Grenzwachtbeamten durchsuchten im Rahmen der Kontrolle den Kofferraum des von A.________ gelenkten Fahrzeuges. Dabei entdeckten sie mehrere Kartonschachteln mit insgesamt 175 Hanfsetzlingen. Weiter fanden die Grenzwachtbeamten in der Jackentasche von A.________ eine kleine Kartonschachtel mit 0,7 Gramm Marihuana. In der Folge wurde die Kantonspolizei St. Gallen beigezogen, die im Rahmen der polizeilichen Befragung vom 6. Dezember 2019 die Staatsanwaltschaft verständigte. A.b. Am 3. Juni 2020 erliess die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen, Untersuchungsamt Altstätten, einen Strafbefehl gegen A.________. Sie sprach ihn des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz (BetmG; SR 812.121) durch die Einfuhr von Marihuana-Hanfsetzlingen und der Übertretung des BetmG durch die Einfuhr von 0,7 Gramm Marihuana zum Eigenkonsum schuldig und verurteilte ihn zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 6 Monaten, unter Ansetzung einer Probezeit von drei Jahren, sowie zu einer Busse von Fr. 500.-- bzw. zu einer Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen bei schuldhafter Nichtbezahlung. Zudem verfügte sie die Einziehung und Vernichtung der sichergestellten Betäubungsmittel. Ausserdem auferlegte sie A.________ die Verfahrenskosten. Dagegen erhob A.________ fristgerecht Einsprache. Die Staatsanwaltschaft hielt in der Folge am Strafbefehl fest und überwies am 29. September 2020 die Akten an das Kreisgericht Rheintal zur Durchführung des Hauptverfahrens. A.c. Mit Entscheid vom 12. Mai 2021 sprach das Kreisgericht Rheintal A.________ vom Vorwurf der Übertretung des BetmG (Einfuhr von Betäubungsmitteln zum Eigenkonsum) frei. Hingegen sprach es ihn des Vergehens gegen das BetmG (Einfuhr von Betäubungsmitteln) schuldig. Es verurteilte ihn zu einer bedingten Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu je Fr. 30.--, unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren, dies als Zusatzstrafe zur (bedingt vollziehbaren) Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu je Fr. 30.-- gemäss Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn vom 10. Juni 2020 und zur (bedingt vollziehbaren) Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu je Fr. 30.-- gemäss Urteil des Einzelrichters des Strafgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 6. August 2020. Sodann zog es die 175 Hanfsetzlinge bzw. die daraus gezogenen Hanfpflanzen und das Marihuana (0,7 Gramm) zur Vernichtung ein. Die Verfahrenskosten von gesamthaft Fr. 3'960.-- auferlegte es zu 90 % A.________ und zu 10 % dem Staat. Den Antrag von A.________, wonach ihm vom Staat eine Entschädigung für seine Auslagen zu entrichten sei, wies das Kreisgericht ab. Schliesslich setzte es die Entschädigung der privaten Verteidigung fest. Gegen diesen Entscheid erhoben A.________ Berufung und die Staatsanwaltschaft Anschlussberufung.