Citation: 5P.300/2000 13.10.2000 E. 3

3. A., N. 19 zu § 54). Daran hat sich das Obergericht gehalten. Zum einen hatte sich der Beschwerdeführer selber vor Obergericht darauf berufen, die Beschwerdegegnerin habe die Aktien gar nie angeboten, so dass bereits deswegen seine Leistungspflicht entfalle. Demnach hat das Obergericht entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers, der die Einrede des nicht erfüllten Vertrages gemäss Art. 82 OR erhoben hatte, nicht von sich aus ein neues Element in den Prozess hineingetragen; ebenso wenig hat es das Rechtsbegehren der Beschwerdegegnerin geändert. Zum anderen hat das Kassationsgericht die Tatsachenfeststellung des Obergerichts, dass die Beschwerdegegnerin die Herausgabe der Aktien ausdrücklich angeboten hatte, als willkürfrei erachtet; der Beschwerdeführer behauptet zwar diesbezüglich erneut Willkür, erblickt in dieser Auffassung des Kassationsgerichts indessen ausdrücklich keinen Beschwerdegrund (vgl. E. 3c hiernach). Gemäss Art. 82 OR, den das Obergericht von Amtes wegen anzuwenden hatte (§ 57 ZPO/ZH; vgl. BGE 107 II 119 E. 2a 122), konnte daher an Stelle der Verurteilung zu bedingungsloser Erfüllung nur die Pflicht zur Leistung Zug um Zug treten. Diese stellt offensichtlich die Folge richterlicher Rechtsanwendung dar; sie bedurfte im kassationsgerichtlichen Beschluss nicht noch einer besonderen Begründung (BGE 126 I 97 E. 2b S. 102, m.H.) und ergab sich mit aller Deutlichkeit bereits aus dem Urteil des Obergerichts. Im Weiteren verlangte die Beschwerdegegnerin sowohl vor Bezirksgericht als auch vor Obergericht die Verurteilung des Beschwerdeführers zur Zahlung von 8 Mio. US-Dollars zuzüglich Verzugszins sowie Ersatz des Währungsschadens zuzüglich Verzugszins; sie forderte damit die Erfüllung seiner Erklärung vom 6. August 1984 ("Personal Guarantee"), mit der er sich verpflichtet hatte, die verpfändeten Aktien durch ein entsprechendes Festgeld als Sicherheit zu ersetzen. Unter diesen Umständen ist nicht ersichtlich, dass das Obergericht durch seine Verurteilung zur Leistung Zug um Zug gegen Herausgabe der verpfändeten Aktien durch die Beschwerdegegnerin die Natur des eingeklagten Anspruchs verändert oder umgewandelt hätte. Soweit der Beschwerdeführer schliesslich seine Rüge auf die Kostenverlegung und die Vollstreckung des obergerichtlichen Urteils stützen will, sind seine Vorbringen unbehelflich; weder die Art der Kostenverlegung noch die Weise, in der das Urteil des Obergerichts zu vollstrecken sein wird, vermögen etwas darüber auszusagen, ob ein anderer als der eingeklagte Anspruch zuerkannt worden ist. c) Insoweit erweist sich der Vorwurf des Beschwerdeführers, das Kassationsgericht habe in unhaltbarer Weise das Urteil des Obergerichts geschützt, als unbegründet.