Citation: 9C_351/2018 E. 4

Wie die Beschwerdeführerin zutreffend einwendet, lässt die Annahme der Vorinstanz, massgebender Vergleichszeitpunkt sei der 16. September 1997, als die ganze Invalidenrente bestätigt wurde, eine stichhaltige Begründung vermissen. Die (neuere) Mitteilung vom 15. Januar 2002, welche mit Bezug auf den Vergleichszeitpunkt einer Verfügung gleichgestellt ist (SVR 2010 IV Nr. 4 S. 7, 9C_46/2009), beruhte auf einer polydisziplinären Expertise der MEDAS Ostschweiz mit psychiatrischem und neuropsychologischem Konsilium. Dagegen basierte die vom kantonalen Gericht als erheblich erachtete Verfügung vom 16. September 1997 lediglich auf einem psychiatrischen Gutachten des Dr. med. C.________ vom 14. August 1997, das keine umfassende Sicht auf den Gesundheitszustand der Versicherten ermöglichte. Aufgrund dieser Umstände lässt sich kein hinreichender Anlass dafür erkennen, dass die Vorinstanz nicht auf die Mitteilung vom 15. Januar 2002 abgestellt hat. In der Tat ist der Versicherten beizupflichten, dass es kaum Vorkehren der Verwaltung gibt, mit welchen ähnlich klar wie mit der Anordnung eines polydisziplinären Gutachtens in einer MEDAS die revisionsweise Überprüfung eines Invalidenrentenanspruchs in die Wege geleitet wird. Wird nach Vorliegen der angeordneten Expertise eine Stellungnahme des RAD-Arztes eingeholt, sind die (medizinischen) Anforderungen an eine Revision der Invalidenrente erfüllt. Dass die Meinungsäusserung des RAD im vorliegenden Fall sehr kurz ausgefallen ist, ändert daran nichts. Indem die Vorinstanz anstelle der Mitteilung vom 15. Januar 2002 die über vier Jahre früher ergangene Verfügung vom 16. September 1997) herangezogen hat mit der Behauptung, der erwähnten Mitteilung habe keine Rentenrevision zugrunde gelegen, hat sie den rechtserheblichen Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt, weshalb das Bundesgericht nicht daran gebunden ist (E. 1 hievor). Zu beachten gilt es im Übrigen auch, dass sich der medizinische Dienst der Invalidenversicherung auch vor Erlass der Verfügung vom 16. September 1997 zumindest in Schriftform nicht ausführlich mit dem psychiatrischen Gutachten (vom 14. August 1997) und der gesundheitlichen Situation der Versicherten auseinandergesetzt hat, wie in der Beschwerde zu Recht vorgebracht wird. Vielmehr liess es der zuständige Arzt auf dem Feststellungsblatt für den Beschluss am 10. September 1997 bei ein paar nur schlecht lesbaren Wörtern und der Unterschrift bewenden; der seitens des Sozialversicherungsgerichts erhobenen Kritik an der Mitteilung vom 15. Januar 2002, wonach RAD-Arzt Dr. med. B.________ sein Einverständnis lediglich mit der Abkürzung "i.O." erteilt habe, ist damit die Grundlage entzogen.