Citation: 5A_740/2022 E. 8.3.1

8.3.1. D as Regionalgericht hatte hier zu erwogen, es liege weder ein zuzurechnender Rechtsschein noch ein guter Glaube des Beschwerdeführers vor. Diese Ausführungen beurteilte das Obergericht als nicht zu beanstanden, weswegen sich eine Auseinandersetzung mit den weiteren Voraussetzungen der Rechtsscheinhaftung erübrige. Es sei nämlich nicht ersichtlich, welche Handlungen der Beschwerdegegnerin vom Beschwerdeführer gutgläubig als Verpflichtung der Beschwerdegegnerin hätten verstanden worden sein sollen. Der Hinweis des Beschwerdeführers auf ein angebliches Vertrauensverhältnis zwischen der Beschwerdegegnerin bzw. Personen aus ihrer Führungsebene und dem Beschwerdeführer ändere daran nichts. Nur weil möglicherweise ein vertrauensvoller Umgang zwischen gewissen Personen bestanden habe, habe der Beschwerdeführer noch lange nicht davon ausgehen dürfen, dass sich die Beschwerdegegnerin auch ohne Unterzeichnung einer Schiedsklausel unterwerfe. Es sei denn auch nicht nachvollziehbar, warum der Beschwerdeführer von den zeichnungsberechtigten Personen nicht die Unterzeichnung der Vereinbarung im Namen der Beschwerdegegnerin verlangt habe, wenn ihre Bindung an die Schiedsklausel für ihn die Grundlage bedeutender Dispositionen gewesen sei.