Citation: 8C_474/2022 E. 5.2.2

5.2.2. Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, beim Befund "Labrum im anterosuperioren Quadranten abgerissen" gemäss Bericht zur Schulterarthroskopie vom 10. Mai 2013 handle es sich um eine unfallkausale organische Körperschädigung. Bereits Dr. med. H.________ stellte gestützt auf die Arthro-MRT-Aufnahme vom 20. März 2013 im Zusammenhang mit dem erhobenen Befund eines Buford-Komplexes ein "fehlendes anteriores Labrum" fest (E. 5.1). Der versicherungsinterne Chirurg Dr. med. K.________ äusserte sich ausführlich, nachvollziehbar und überzeugend zur Frage, ob der Abriss des Labrums im anterior-superioren Bereich überwiegend wahrscheinlich auf das Unfallereignis vom 12. September 2012 zurückzuführen sei. Dieser Labrumabriss sei aktenkundig nur einmalig im Operationsbericht des Dr. med. L.________ zur Schulterarthroskopie vom 10. Mai 2013 erwähnt worden. Ob Dr. med. L.________ die am 20. März 2013 festgestellte - unfallfremde (vgl. Urteil 8C_645/2022 vom 16. Februar 2023 E. 4.2) - anatomische Variante mit fehlendem anterosuperiorem Labrum (Buford-Komplex) als Abriss verkannt habe, könne nicht beurteilt werden. Unabhängig davon, ob die Normvariante eines Buford-Komplexes intraoperativ am 10. Mai 2013 versehentlich als Labrumabriss beschrieben worden sei, oder aber tatsächlich ein (kleiner) anterosuperiorer Labrumabriss vorgelegen habe, erachte er diesen Befund für die medizinische Beurteilung der aktuellen Beschwerden als irrelevant. In zahlreichen Untersuchungsberichten fänden sich keine konkreten Hinweise auf eine Symptomatik, welche auf eine Labrumpathologie zurückzuführen wäre (Instabilität, Schnappen der Schulter).