Citation: 5A_957/2014 E. 3.8.2

3.8.2. Die Prozesskosten, bestehend aus den Gerichtskosten und der Parteientschädigung, werden sowohl im erstinstanzlichen wie auch im zweitinstanzlichen kantonalen Zivilverfahren grundsätzlich der unterliegenden Partei auferlegt (Art. 106 Abs. 1 i.V.m. Art. 95 Abs. 1 lit. a und b ZPO). Hat keine Partei vollständig obsiegt, so werden die Prozesskosten nach dem Ausgang des Verfahrens verteilt (Art. 106 Abs. 2 ZPO). Das Gericht kann unter anderem in familienrechtlichen Verfahren von diesen Verteilungsgrundsätzen abweichen und die Prozesskosten nach Ermessen verteilen (Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO). Die Vorinstanz hat die Kosten des Berufungsverfahrens zu zwei Dritteln der Beschwerdeführerin und zu einem Drittel dem Beschwerdegegner auferlegt. Dies mit der Begründung, der Beschwerdegegner habe mehrheitlich obsiegt, indem die vom Kantonsgericht ausgesprochene Rente zeitlich und auch quantitativ begrenzt sowie Ziffer 8 lit. a des Urteils des Kantonsgerichts von Appenzell Ausserrhoden mit dem vom Beschwerdegegner beantragten Zusatz versehen worden sei. Die Kostenauflage widerspiegelt damit den prozessualen Ausgang von Obsiegen und Unterliegen des Berufungsverfahrens und steht in keinem Zusammenhang mit einem allfälligen Verschulden am Scheitern der Ehe der Parteien. Mit der Begründung der Vorinstanz zur Kostenauflage setzt sich die Beschwerdeführerin nicht auseinander. Auf diese Rüge ist deshalb ebenfalls nicht einzutreten.