Citation: C 193/03 16.01.2004 E. 3

Bei der Stelle der procap handelte es sich um ein Praktikum. Somit stand der Ausbildungszweck, d.h. der Erwerb weiterer Kenntnisse, im Vordergrund. Auch die Vorinstanz räumt ein, dass bei diesem Praktikumsplatz der Ausbildungscharakter überwog. Zur Erweiterung ihrer beruflichen Kenntnisse nahm die Versicherte denn auch eine namhafte Erwerbseinbusse in Kauf. Wäre es ihr in erster Linie darum gegangen, ihre nach Abschluss der IV-Leistungen eingetretene Arbeitslosigkeit zu beenden, hätte sie eine derart schlecht bezahlte Stelle nicht angetreten, sondern sogleich nach einer normal entlöhnten Alternative gesucht (erwähntes Urteil L. vom 4. August 2003). Demnach kommt gemäss der in Erw. 1 hievor dargelegten Rechtsprechung eine Abrechnung von Zwischenverdienst nicht in Frage. Vielmehr hat die Versicherte für die Zeitspanne ihres Praktikums bei der procap im Umfang des dabei absolvierten Pensums vom 50 % keinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung. Dafür, dass sich die Beschwerdegegnerin möglicherweise auch durch gewisse Äusserungen des Berufsberaters der Invalidenversicherung zum Antritt der Praktikumsstelle bewegen liess, hat nicht die Arbeitslosenversicherung einzustehen.