Citation: I 554/04 03.03.2005 E. 3

Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwaltung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei überwiegend wahrscheinlich und weitere Beweismassnahmen könnten an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten (antizipierte Beweiswürdigung; Erw. 2.3 hievor). Angesichts dessen, dass nach den Einschätzungen der Frau Dr. med. G.________, auf welche nach dem Gesagten abzustellen ist (Erw. 2.2.2 hievor), aus psychiatrischer Sicht volle Arbeitsfähigkeit besteht, der Rheumatologe Dr. med. B.________ für leichte bis mittelschwere Arbeit mit Wechselpositionen ebenfalls eine 100 %ige Arbeitsfähigkeit attestierte und lediglich Hausarzt Dr. med. E.________ am 2. Mai 2003 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit in einer leichten Tätigkeit bescheinigte, durften Vorinstanz und Verwaltung unter Berücksichtigung der übrigen eher geringfügigen somatischen Befunde ohne Durchführung einer (stationären) beruflichen Abklärung von uneingeschränkter Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ausgehen. Dies gilt umso mehr, als Hausärzte im Zweifel im Hinblick auf ihre Vertrauensstellung mitunter eher zugunsten ihrer Patienten aussagen, was das Gericht als Erfahrungstatsache in seine Erwägungen einbeziehen darf (BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc mit Hinweisen), und selbst Dr. med. E.________ ausführte, der Gesundheitszustand sei stationär bis besserungsfähig; die Prognose sei nicht allzu schlecht (Bericht vom 1. Juni 2003). Eine Abklärung, ob der Versicherte die Anforderungen der sich in den Akten befindlichen Arbeitsplatzprofile tatsächlich erfüllen könnte, war nicht angezeigt, zumal ärztlicherseits abgesehen von den genannten generellen keine spezifischen Einschränkungen angeführt wurden. Für leichte Tätigkeiten mit Wechselbelastung sind Vorinstanz und Verwaltung zu Recht von einer generellen uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit ausgegangen. Im Übrigen ändert auch ein Abstellen auf die vom Bundesamt für Statistik herausgegebene, nicht auf einzelne Arbeitsplätze beschränkte Lohnstrukturerhebung (LSE) am Ergebnis nichts (Erw. 4 hienach).