Citation: 6B_208/2015 E. 3.3

3.3. Die polizeiliche Einvernahme des Beschwerdeführers vom 6. Juni 2012 ist nicht zu beanstanden. Aus der Unterzeichnung des Protokolls unter dem entsprechenden Text durch den Beschwerdeführer ergibt sich, dass dieser über seine Rechte und Pflichten als Beschuldigter gemäss Art. 158 StPO belehrt wurde (Untersuchungsakten, Ordner 1, act. 231). Das Befragungsformular beschränkt sich nicht nur auf den Hinweis auf die Gesetzesbestimmungen oder den blossen Vermerk, wonach die gesetzlichen Hinweise und Belehrungen erfolgt seien. Ebenfalls klar ersichtlich erscheint der Vorhalt der ihm vorgeworfenen Straftaten. Ausdrücklich aufgeführt sind namentlich das Missachten des Rotlichts, der Fahrstreifenwechsel zum Überholen auf einer Einspurstrecke, das Nichtbeachten der Markierung und eventuell das Nichtanpassen der Geschwindigkeit (Untersuchungsakten, Ordner 1, act. 231). Der Beschwerdeführer räumt denn auch selbst ein (Beschwerde S. 12), es sei ihm bewusst gewesen, dass es um den fraglichen Unfall ging. Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, der Vorhalt von "90/2" in der Einvernahme sei eine "kryptische Zahlen-Zeichen-Kombination, die einem Laien nichts sage" (Beschwerde S. 12), ist seine Beschwerde trölerisch. Insgesamt ist nicht ersichtlich, dass er nicht gewusst haben soll, was ihm in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht konkret vorgeworfen wurde, so dass er sich nicht ausreichend verteidigen konnte. Es kann ohne weiteres auf die zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Urteil verwiesen werden. Dasselbe gilt, soweit der Beschwerdeführer die fehlende Unterschrift des Beamten auf dem Befragungsprotokoll beanstandet. Unbegründet ist die Beschwerde auch, soweit der Beschwerdeführer die Einvernahme vom 15. Januar 2013 durch die Staatsanwaltschaft beanstandet. Wie die Vorinstanz zu Recht annimmt, wurde er korrekt über seine Rechte belehrt. Ausserdem wurde er ordnungsgemäss über die Eröffnung des Verfahrens orientiert. Im Übrigen wurde ihm bereits zu Beginn der Erstbefragung durch die Polizei der Deliktsvorwurf ordnungsgemäss vorgehalten. Damit ist den Anforderungen von Art. 158 Abs. 1 lit. a StPO Genüge getan. Im Rahmen von Art. 143 Abs. 1 lit. b StPO genügt ein rudimentärer Hinweis auf den Gegenstand des Verfahrens. Eine Pflicht, die ausführliche Belehrung vor jeder weiteren Einvernahme zu wiederholen, lässt sich aus Art. 143 Abs. 1 StPO nicht herleiten (Urteil 6B_518/2014 vom 4. Dezember 2014 E. 1.5). Die Bezugnahme auf die polizeiliche Befragung ist schon deshalb nicht zu beanstanden, weil diese entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht unverwertbar ist. Im Übrigen ist den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz nichts beizufügen.