Citation: 7B_234/2022 E. 2.5

2.5. Der Beschwerdeführerin wird ein Verstoss gegen Art. 117 aAuG und Art. 87 Abs. 2 AHVG in mehreren Fällen zur Last gelegt. Sie soll ab November 2015 bis Ende August 2016 mehrfach Arbeitnehmer bewusst ohne ausländerrechtliche Bewilligung für die E.________ GmbH wie folgt beschäftigt haben: F.________ von November 2015 bis Mitte März 2016 und von Ende März 2016 bis Ende April 2016 sowie G.________ durchgehend von Ende November 2015 bis Ende April 2016, an jeweils sechs Tagen wöchentlich bei einem bar ausbezahlten Monatslohn von Fr. 3'200.--. Ebenso habe sie H.________ von Mitte bis Ende April 2016 während drei bis vier Tagen pro Woche arbeiten lassen. Schliesslich habe sie trotz der Polizeikontrolle im April 2016 G.________ am 24. August 2016 erneut auf einer Baustelle der E.________ GmbH in U.________/ZH arbeiten lassen. Auch I.________ habe dort für sie gearbeitet. Selbst wenn die Arbeiter im August durch C.________ hinzugezogen worden seien, habe sie bei der Abgabe des Geschäftsfahrzeugs gewusst, um wen es sich gehandelt habe und dass beide keine ausländerrechtliche Bewilligung hätten. Sie hätte als Organ der E.________ GmbH die AHV-pflichtigen Löhne von G.________ und F.________ dem Sozialversicherungzentrum des Kantons Thurgau bzw. der mit der Buchführung beauftragten Treuhandgesellschaft melden müssen. Dies habe sie unterlassen, weshalb die gemeldeten Abrechnungen der AHV-pflichtigen Löhne vom 23. Januar 2016 und vom 16. Januar 2017 falsch gewesen seien.