Citation: 1P.622/2004 09.02.2005 E. B

X.________ wurde am 1. Juli 1991 erneut probeweise aus dem Verwahrungsvollzug entlassen. Er wurde unter Schutzaufsicht gestellt und die Entlassung wurde mit Weisungen verbunden. Mit Verfügung vom 13. April 1992 musste er jedoch verwarnt werden und es wurden ihm zusätzliche Weisungen erteilt (Antabuseinnahme und Gesprächstherapie, regelmässige Arbeit). Da er in alkoholisiertem Zustand einem Mitarbeiter des Sozialdienstes gegenüber ausfällig geworden war und gegenüber einer Drittperson Morddrohungen ausgestossen hatte, musste er am 12. August 1993 in Sicherheitshaft genommen werden. Nach einer forensisch-psychiatrischen Begutachtung verzichtete die Justizdirektion am 6. Juli 1994 auf eine Rückversetzung von X.________ in den Verwahrungsvollzug. Er wurde am 29. Juli 1994 aus der Sicherheitshaft entlassen. Dabei wurde davon Vormerk genommen, dass er weiterhin als probeweise aus dem Verwahrungsvollzug entlassen gelte und dass die auferlegten Weisungen gemäss den Verfügungen vom 1. Juli 1991 und 13. April 1992 weiterhin gälten. Am 10. Februar 1995 wurde X.________ abermals in Sicherheitshaft versetzt, da gegen ihn eine Strafanzeige wegen Drohung und sexueller Belästigung eingegangen war. Weil sich X.________ nicht an die ihm auferlegten Weisungen gehalten hatte, widerrief das Amt für Straf- und Massnahmenvollzug (nachfolgend ASMV) die probeweise Entlassung vom 1. Juli 1991 am 24. Mai 1995. Mit Wirkung ab 10. Februar 1995 wurde X.________ in die Verwahrung zurückversetzt. Seit dem 14. Mai 1997 befindet er sich im Verwahrungsvollzug in der Strafanstalt Pöschwies. Die Verweigerung der probeweisen Entlassung aus dem Verwahrungsvollzug zog X.________ bis vor Bundesgericht. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wurde am 16. Dezember 1996 abgewiesen, soweit darauf eingetreten wurde (Urteil 6A.59/1996).