Citation: 8C_369/2022 E. 5.2.2

5.2.2. Vorliegend ist unbestritten, dass das Mietverhältnis der Beschwerdeführerin für das Lokal in W.________ bis zum 31. März 2021 befristet wa r (E. 4.2.2 hiervor). Dieser Umstand ergab sich erstmals aus dem Mietvertrag vom 22. Februar 2018 (inkl. Nachtrag vom 28. Februar 2020), welchen die Beschwerdeführerin dem kantonalen Gericht mit Replik vom 3. Januar 2022 einreichte, und war dem Beschwerdegegner im Zeitpunkt der Verfügung vom 8. Februar 2021 somit unbekannt. Weiter verändert er auch die tatbeständliche Grundlage der Verfügung in erheblicher Weise, hätte der Beschwerdegegner bei Kenntnis der Befristung des Mietvertrags die Kurzarbeit für den Zeitraum ab April 2021 doch nicht ohne weitere diesbezügliche Abklärungen bewilligt. Damit sind die Voraussetzungen für eine prozessuale Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) der Verfügung vom 8. Februar 2021 gegeben, weshalb der Beschwerdegegner und die Vorinstanz den Anspruch der Beschwerdeführerin auf Kurzarbeitsentschädigung für die Abrechnungsperiode Mai 2021 zu Recht einer umfassenden Neuprüfung unterzogen. Gleiches gilt für die Verfügung vom 17. Mai 2021 bzw. den Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung für die Abrechnungsperiode Juni 2021, kommt hier - infolge der Schliessung des Lokals Anfang Mai 2021 - doch von vornherein bloss eine ursprüngliche Unrichtigkeit der Verfügung in Betracht.