Citation: 1B_525/2022 E. 1

Der Einzelrichter am Strafgericht des Kantons Zug sprach A.________ mit Urteil vom 26. April 2022 des mehrfachen Führens eines Motorfahrzeuges trotz Entzugs des Führerausweises und der Beschimpfung schuldig und bestrafte ihn - als Zusatzstrafe zum Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Abteilung 3 Sursee vom 12. März 2020 - mit einer Geldstrafe von 70 Tagessätzen zu Fr. 30.--. Auf den Widerruf der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 12. September 2017 ausgesprochenen bedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 110.-- und der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zug vom 15. März 2018 ausgesprochenen bedingten Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu Fr. 30.-- wurde verzichtet. Gleichzeitig widerrief der Einzelrichter am Strafgericht des Kantons Zug die amtliche Verteidigung und entliess Rechtsanwältin B.________ per Beendigung der Hauptverhandlung aus ihrem Mandat. Gegen dieses Urteil meldete A.________ an der mündlichen Urteilseröffnung vom 26. April 2022 mündlich zu Protokoll Berufung an. Mit Eingabe vom 9. September 2022 erklärte A.________, dass er gegen das Urteil Widerspruch einlege; er ersuchte um Gewährung der unentgeltlichen amtlichen Verteidigung für das Berufungsverfahren unter Einsetzung von Rechtsanwältin B.________ als amtliche Verteidigerin. Die Strafabteilung des Obergerichts des Kantons Zug wies mit Präsidialverfügung vom 22. September 2022 das Gesuch um unentgeltliche amtliche Verteidigung ab. Sie führte zur Begründung zusammenfassend aus, dass es sich vorliegend um einen Bagatellfall handle. A.________ sei in der Lage, sich im Verfahren zurecht zu finden. Weder der Vorwurf des mehrfachen Führens eines Motorfahrzeuges trotz Entzugs des Führerausweises noch der Vorwurf der Beschimpfung biete in rechtlicher, tatsächlicher oder anderer Hinsicht Schwierigkeiten. Dass eine Verurteilung möglicherweise zu einem erneuten Führerausweisentzug führe, lasse die Sachlage nicht anders erscheinen.