Citation: 7B_1232/2024 E. 7.4.3

7.4.3. Dass die Vorinstanz keine Ersatzmassnahmen anstelle der Sicherheitshaft angeordnet hat, ist im Weiteren nicht zu beanstanden. Bei einer wie vorliegend bestehenden ausgeprägten Fluchtgefahr (vgl. E. 6 hiervor) erweisen sich Ersatzmassnahmen nach der Rechtsprechung regelmässig als nicht ausreichend (vgl. Urteile 1B_131/2022 vom 25. März 2022 E. 4.5; 1B_264/2020 vom 17. Juni 2020 E. 6.1). Der Beschwerdeführer bringt vor Bundesgericht nicht vor, weshalb es sich vorliegend anders verhalten sollte, sondern beschränkt sich im Wesentlichen darauf, das Vorliegen einer ausgeprägten Fluchtgefahr zu bestreiten. Unbehelflich ist auch sein Einwand, es stelle eine unzulässige Rechtsungleichbehandlung dar, wenn für ihn Sicherheitshaft angeordnet werde, wohingegen der Mitbeschuldigte B.________, gegen den gleich schwere Vorwürfe erhoben wurden, bereits im Dezember 2020 unter Auferlegung einer Kaution aus der Haft entlassen wurde. Bei der Beurteilung von Sicherheitshaft sind immer die konkreten Umstände des betreffenden Falls, insbesondere die gesamten Lebensumstände der beschuldigten Person ausschlaggebend. Ob auch für den Mitbeschuldigten Sicherheitshaft angeordnet wurde oder (allenfalls ungerechtfertigterweise) nicht, ist daher für die Prüfung der Rechtmässigkeit der Haft von vornherein ohne Bedeutung. Die Vorinstanz hat jedenfalls für den hier interessierenden Fall des Beschwerdeführers die Voraussetzungen für Sicherheitshaft zu Recht bejaht. Insofern braucht auf den Verweis des Beschwerdeführers auf andere Fälle im Kanton Aargau nicht weiter eingegangen zu werden.