Citation: 5A_531/2023 E. 5

Weiter hatte der Beschwerdeführer im kantonalen Verfahren vorgebracht, das Kind befinde sich in schlechtem Gesundheitszustand. Es habe im November 2022 mit 12 Monaten ca. 19 kg gewogen und sei somit stark übergewichtig gewesen. Es sei äusserst schlecht ernährt worden, namentlich mit Süssgetränken und Chips. Die Zähne seien nicht geputzt worden und es leide an Karies. Das Kind hätte oft im Krankenhaus behandelt werden müssen und an Durchfall gelitten. Auch wegen Kopfverletzungen sei es mehrmals im Krankenhaus gewesen. Zudem habe es im März 2023 eine Brandverletzung gehabt, welche nach seinem Wissen von einer Zigarette gestammt hätte. Das Obergericht hat diesbezüglich beweiswürdigend festgestellt, dass die eingereichten Fotos tatsächlich darauf hindeuten würden, dass das Kind im November 2022 übergewichtig gewesen sei. Sodann treffe zu, dass Übergewicht zu Folgeerkrankungen und gesundheitlichen Risiken führen könne. Indes seien keine derartigen Beeinträchtigungen des heute knapp zweijährigen Kindes ersichtlich, dass dessen Gesundheit unmittelbar gefährdet wäre, zumal allfällige Probleme auch in Brasilien angegangen werden könnten. Gleiches gelte für Karies und den geltend gemachten Eisenmangel. Auch die weiteren angeführten Krankheiten und Verletzungen (Durchfall, Hautverletzungen etc.) würden nicht auf eine ernsthafte Gesundheitsgefährdung schliessen lassen, welche im Sinn von Art. 13 Abs. 1 lit. b HKÜ einer Rückführung entgegenstehen würde.