Citation: 5A_625/2023 E. 4.1.1

4.1.1. Das Kantonsgericht hat bezüglich des Einkommens der Beschwerdegegnerin erwogen, es habe bereits mit der Präsidialverfügung vom 16. März 2023 die Beweisanträge des Beschwerdeführers zurückgewiesen. Sein Auskunftsersuchen zu den Prämienverbilligungen der Beschwerdegegnerin und der Kinder für das Jahr 2022 sei abzuweisen, da sich die entsprechenden Beiträge aus der Klageantwortbeilage ergäben und von der ersten Instanz im Einkommen der Beschwerdegegnerin und der Kinder berücksichtigt worden seien. Bekanntlich seien die Prämienverbilligungsbeiträge für minderjährige Geschwister, die im gleichen Haushalt lebten, identisch. Beim Antrag auf Einholung eines Auszugs aus dem individuellen Konto (IK-Auszug) bei den AHV-Ausgleichskassen der Beschwerdegegnerin handle es sich um ein unechtes Novum zum Einkommen der Beschwerdegegnerin. Der entsprechende Antrag hätte bereits im erstinstanzlichen Verfahren gestellt werden müssen. Zudem seien die vom Beschwerdeführer vermuteten Arbeitgeber der Beschwerdegegnerin, für welche sie F.________- und G.________-Produkte im Rahmen eines Direktvertriebs verkaufe, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht beitragspflichtig und damit nicht im IK-Auszug der Beschwerdegegnerin aufgeführt. Mit der Berufungsantwort habe die Beschwerdegegnerin eigens erstellte Erfolgsrechnungen und Belege betreffend ihre Verkaufstätigkeit von F.________-Produkten (August bis Dezember 2022) und G.________-Produkten (September bis Dezember 2022) eingereicht, womit sie glaubhaft Auskünfte über diese Nebenbeschäftigung erteilt habe und das Auskunftsersuchen bei F.________ sowie betreffend das Twint-Konto abgewiesen werden könne. Auch das Auskunftsersuchen des Beschwerdeführers betreffend die Vergütung von Fr. 800.-- auf das H.________-Konto der Beschwerdegegnerin am 30. April 2021 müsse abgewiesen werden. Die vom Beschwerdeführer bestrittene Behauptung der Beschwerdegegnerin, dass es sich bei dieser Transaktion um einen Geldtransfer vom eigenen I.________-Konto handle, sei insofern glaubhaft, als auf dem Transaktionsbeleg der Name und die Adresse der Beschwerdegegnerin als Absender der Zahlung aufgeführt seien. Somit könne eine vom Beschwerdeführer vermutete Lohnzahlung in Höhe von Fr. 800.-- verneint werden. Das Kantonsgericht hat weiter erwogen, angesichts der geltenden unbeschränkten Untersuchungsmaxime in Kinderbelangen sei das Einkommen der Beschwerdegegnerin gestützt auf die im Berufungsverfahren eingereichten Einkommensbelege zu aktualisieren. Gemäss den Lohnausweisen 2022 der Beschwerdegegnerin habe sie im betreffenden Jahr mit ihrer Hauswarttätigkeit ein Nettoeinkommen von Fr. 43'358.-- (exkl. Kinderzulagen) bzw. von Fr. 3'614.-- pro Monat und mit ihrer Tätigkeit in der Waldspielgruppe ein solches von Fr. 4'000.-- im Jahr oder Fr. 333.-- pro Monat erzielt. Zum Nebeneinkommen aus der Spielgruppentätigkeit führe die Beschwerdegegnerin aus, dass die Waldspielgruppe neu auch an einem zusätzlichen Tag stattfinde und sie als Springerin aushilfsweise weitere Einsätze gehabt habe. Im Jahr 2023 werde dies weniger oft der Fall sein, zumal die Einsätze auch von Absenzen anderer Mitarbeitenden abhängig seien. Es sei davon auszugehen, dass die Beschwerdegegnerin auch im Jahr 2023 aufgrund des zusätzlichen Waldspielgruppentags mehr Einsätze haben werde als im Jahr 2021, so dass es sich rechtfertige, ihr ein Nettoeinkommen aus der Waldspielgruppentätigkeit von monatlich Fr. 300.-- anzurechnen. Darüber hinaus ergebe sich aus den eingereichten Erfolgsrechnungen und weiteren Belegen der Beklagten zu ihrer Verkaufstätigkeit von F.________- und G.________-Produkten, dass aus den F.________-Verkäufen ein Verlust resultiert, sie hingegen aus den G.________-Verkäufen in den ersten vier Monaten einen durchschnittlichen Gewinn von rund Fr. 60.-- pro Monat erzielt habe. Es dürfe angenommen werden, dass die Beschwerdegegnerin aus ihrer Verkaufstätigkeit auch in Zukunft Einkünfte von durchschnittlich Fr. 60.-- pro Monat erwirtschaften könne, zumal sie nicht sage, dass diese Verkaufstätigkeit absolut nicht rentiere. Der Beklagten sei demzufolge ein Nettoeinkommen von insgesamt Fr. 3'974.-- anzurechnen, wobei noch die Prämienverbilliungsbeiträge hinzuzurechnen seien.