Citation: 6B_907/2014 E. 3.7

3.7. Mit den von der Beschwerdeführerin abgeänderten Verwaltungsvollmachtsmandaten beauftragten und ermächtigten die Kunden die Bank zur Verwaltung ihres Vermögens in einem bestimmten Sinne. Die Dokumente enthalten Vollmachten, die nach der Rechtsprechung als Urkunden im Sinne von Art. 110 Abs. 4 StGB zu qualifizieren sind (vgl. BGE 122 IV 332 E. 2c), dies unabhängig davon, ob die Schriftstücke auch von der Bank unterzeichnet wurden (vgl. Beschwerde Ziff. 49). Die Vorinstanz legt dar, auch die Beschwerdeführerin sei nie davon ausgegangen, es handle sich um blosse Arbeitspapiere, ansonsten sie nicht die scheinbare Erhöhung der Kreditlimiten mittels gefälschter Zeichen der Kunden hätte legitimieren müssen (Urteil S. 77 und 80). Am Urkundencharakter der Verwaltungsvollmachtsmandate ändert auch nichts, dass diese nach den Investmentverträgen mit den beiden Kunden (oben E. 2.2) unterzeichnet wurden. Ob die Investmentverträge die Kundenbeziehungen - wie von der Beschwerdeführerin behauptet - umfassend regelten, ist eine Frage der Vertragsauslegung, die auf den Urkundencharakter der Verwaltungsvollmachtsmandate keinen Einfluss hat.