Citation: 1C_439/2018 E. 4.4

4.4. Bei der Beurteilung, ob die vom Beschwerdeführer realisierte Umgebungsgestaltung im Sinne von Art. 16 und Art. 16a RPG zonenkonform sei, hat sich die Vorinstanz unter anderem an der kantonalen Praxis orientiert, wonach Gartenanlagen bei altrechtlichen Wohnbauten im Sinne von Art. 24c RPG nur im Nahbereich des Wohnhauses bzw. grundsätzlich nur in einem 7 m-Radius erstellt werden dürfen. Gegen konkretisierende Richtlinien bei der Beurteilung der Zonenkonformität einer Gartenanlage in der Landwirtschaftszone - wie vorliegend der 7 m-Regel - ist von Bundesrechts wegen nichts einzuwenden, wenn sie im Interesse einer rechtsgleichen Praxis liegen und nicht starr, sondern im Sinne der bundesrechtlichen Vorgaben flexibel und ergänzend zu diesen gehandhabt werden. Dies ist hier geschehen. Die Mitberücksichtigung der kantonalen Praxis zu Art. 24c RPG rechtfertigte sich vorliegend umso mehr, als es sich beim Mehrfamilienhaus nicht um eine vollumfänglich in der Landwirtschaftszone zonenkonforme Baute, sondern um eine Mischbaute mit einem zonenkonformen und einem zonenfremden Teil handelt (vgl. E. 3 hiervor). Daran ändert auch der Einwand des Beschwerdeführers nichts, der Umschwung um das Mehrfamilienhaus werde ausschliesslich von ihm als Betriebsinhaber und eventuell seinen Eltern genutzt.