Citation: 8C_400/2013 E. 4

Die Versicherte bringt vor, Art. 49 Abs. 1 ATSG sowie ihr Anspruch auf rechtliches Gehör und die Rechtsweggarantie (Art. 29 BV; Art. 6 EMRK) seien verletzt worden. Denn die Helsana habe offensichtlich sämtliche Leistungen eingestellt, ihr dies aber nicht mitgeteilt. Nicht einmal nach 1 1/2 Jahren habe sie erfahren, dass ihr Fall abgeschlossen sei. Die Helsana habe ihr lediglich eine Rückfallmeldung zugestellt, die sie alsdann eingereicht habe. Erst danach habe sie die Verfügung vom 17. August 2010 erlassen. Sie habe den Grundfall mithin nicht - wie praxisgemäss erforderlich - zumindest mit schriftlicher Mitteilung abgeschlossen. Somit könne nicht von einem Rückfall gesprochen werden, sondern habe sich die Vorinstanz ohne Weiteres mit dem Sachverhalt zu befassen. Der Fallabschluss hat in Form einer Verfügung zu erfolgen, wenn und solange die (weitere) Erbringung erheblicher Leistungen zur Diskussion steht (BGE 132 V 412 E. 4 S. 417; Art. 124 UVV). Erlässt der Versicherer stattdessen nur ein einfaches Schreiben, erlangt dieses in der Regel jedenfalls dann rechtliche Verbindlichkeit, wenn die versicherte Person nicht innerhalb eines Jahres Einwände erhebt (BGE 134 V 145). Standen zu einem bestimmten Zeitpunkt indessen keine Leistungen mehr zur Diskussion, kann ein Rückfall auch vorliegen, ohne dass der versicherten Person mitgeteilt wurde, der Versicherer schliesse den Fall ab und stelle seine Leistungen ein. In dieser Konstellation ist entscheidend, ob zum damaligen Zeitpunkt davon ausgegangen werden konnte, es werde keine Behandlungsbedürftigkeit und/oder Arbeitsunfähigkeit mehr auftreten. Dies ist im Rahmen einer ex-ante-Betrachtung unter Berücksichtigung der konkreten Umstände zu beurteilen (Urteil 8C_185/2008 vom 17. Dezember 2008 E. 4.3 mit Hinweisen). Die Vorinstanz hat mit einlässlicher Begründung erkannt, dass hier ein Abschluss des Grundfalls auch ohne förmliche Mitteilung durch die Helsana angenommen werden kann, zumal die Versicherte seit 10. März 2008 wieder zu 100 % arbeitsfähig war und der Helsana danach erst wieder mitgeteilt wurde, sie sei seit 26. Mai 2010 erneut behandlungsbedürftig (vgl. auch E. 6 hienach). Dagegen bringt die Versicherte keine substanziierten Einwände vor. Die der Helsana im Jahre 2010 gemeldeten Beschwerden sind somit - der Vorinstanz folgend - als Rückfall zu beurteilen.