Citation: 9C_532/2022 E. A

Die 1952 geborene A.________ bezog ab dem 1. April 2011 Ergänzungsleistungen zu ihrer Invalidenrente resp. (ab Februar 2016) zur Altersrente der Alters- und Hinterlassenenversicherung. Im September 2017 informierte sie die Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen als zuständige Durchführungsstelle (nachfolgend: SVA), dass sie am 28. August 2017 aus dem Nachlass ihres am 15. September 2014 verstorbenen Vaters eine Erbschaft von insgesamt Fr. 98'000.- erhalten habe. Mit Verfügungen vom 21. Februar 2018 resp. Einspracheentscheid vom 17. Juli 2019 setzte die SVA die Ergänzungsleistungen rückwirkend ab dem 1. Oktober 2014 neu fest, wobei sie auch einen Anteil an der bis zum 28. August 2017 noch unverteilten Erbschaft als anrechenbares Vermögen berücksichtigte. Gleichzeitig verpflichtete die SVA A.________, ihr im Zusammenhang mit den vom 1. Oktober 2014 bis zum 31. Dezember 2017 unrechtmässig bezogenen jährlichen Ergänzungsleistungen Fr. 17'348.- zurückzuerstatten. Auf eine dagegen (verspätet) erhobene Beschwerde trat das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 10. Dezember 2019 nicht ein. Im April 2020 liess A.________ um Erlass der Rückerstattungsschuld ersuchen. Die SVA wies das Gesuch mit Verfügung vom 28. Mai 2020 resp. Einspracheentscheid vom 10. September 2020 ab. Zur Begründung verwies sie auf die verspätete Meldung der Erbschaft und somit fehlende Gutgläubigkeit der Versicherten beim Leistungsbezug.