Citation: 2C_272/2024 E. 7.2

7.2. Die Beschwerdeführerin hält dem entgegen, das SECO sei in jahrelanger Verwaltungspraxis von der Zulässigkeit des strittigen Arbeitszeitmodells ausgegangen. Es lägen keine veränderten Verhältnisse vor, z.B. andere Arbeitsbedingungen. Ebenfalls nicht ersichtlich sei, inwiefern die neue Praxis dem geltenden Recht besser entspreche. Die Vorinstanz verkenne in diesem Zusammenhang, dass die Beschwerdeführerin die einzige Herstellerin von Halbleitern in der Schweiz sei. Es gebe keine vergleichbaren Betriebe, gegenüber denen eine Praxis rechtsgleich gehandhabt werden könnte. Schliesslich vermische das Bundesverwaltungsgericht den Anspruch auf Vertrauensschutz mit den Voraussetzungen, die erfüllt sein müssten, damit eine Behörde ihre Praxis ändern dürfe.