Citation: 6B_703/2021 E. 6.3

6.3. Die Argumentation des Beschwerdeführers ist spitzfindig und überzeugt nicht. Unbestritten ist, dass er um die zulässige Höchst- sowie die auf dem Tachometer angezeigte Geschwindigkeit wusste. Erstere betrug 120 km/h resp. 100 km/h. Dafür, dass der Tachometer des Beschwerdeführers defekt gewesen wäre, nennt er keinerlei konkrete Anhaltspunkte. Wenn der Beschwerdeführer sodann vorbringt, er habe (zusätzlich zur üblicherweise etwas zu hohen Anzeige auf dem Tachometer) noch mit dem Abzug der Sicherheitsmarge gerechnet, so scheint er damit implizit die Inkaufnahme einer gewissen Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit einzugestehen. Unpräzise ist es, wenn er gestützt darauf beteuert, er habe sich seinen ungefähren Berechnungen zufolge immer noch innerhalb der zulässigen Höchstgeschwindigkeit bewegt. Der Beschwerdeführer vertraute viel mehr darauf, dass seine potentielle Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit durch den Abzug der Sicherheitsmarge ausgeglichen und damit nicht geahndet würde. Ein diesbezüglicher Irrtum ist freilich - wie von der Vorinstanz zu Recht erwogen - unbeachtlich und die Berufung auf die reine Mutmassung, wonach dies "jeder" Autofahrer so handhabe, unbehelflich. Belege dafür, dass Messungen und Gutachten bei kleinen Abweichungen unzuverlässig seien, führt er sodann nicht an.