Citation: H 39/00 27.10.2000 E. 3

3.- a) Unbestritten ist, dass gemäss rechtskräftiger Steuereinschätzung 1995/96 vom 15. April 1999 für die Direkte Bundessteuer das steuerpflichtige Einkommen Fr. 0.- betrug. Der Beschwerdeführer macht geltend, angesichts dieser Steuereinschätzung habe er keinen Anlass gehabt, gegen die Verfügung vom 15. April 1999 ein Rechtsmittel einzulegen. Er habe erst auf Grund der Meldung des Amtes für Steuern vom 13. Juli 1999 Kenntnis davon erhalten, dass sein Erwerbseinkommen nicht entsprechend den Angaben in seiner Steuererklärung vom 3. Februar 1997 festgesetzt worden sei. Er müsse deshalb seine Rechte im vorliegenden Beitragsverfahren wahrnehmen können. b) Die Vorinstanz hat diese Einwände des Beschwerdeführers mit zutreffender Begründung abgewiesen. Was der Beschwerdeführer vorbringt, ist, soweit erheblich, nicht stichhaltig. Gemäss BGE 110 V 373 Erw. 3b ist es in Fällen, in denen ein Steuerjustizverfahren dem Pflichtigen wegen Geringfügigkeit des im Spiele stehenden Steuerbetrages nicht zumutbar ist, gleich zu halten wie dort, wo sachliche Umstände gewürdigt werden müssen, die steuerrechtlich belanglos, sozialversicherungsrechtlich aber bedeutsam sind. Dies gilt auch, wo, wie vorliegend, das steuerbare Einkommen mit rechtskräftiger Verfügung der Steuerbehörden auf Fr. 0.- festgesetzt wurde. Eine Überprüfung durch die Sozialversicherungsorgane und im Beschwerdeverfahren durch das Gericht beschränkt sich indessen auf "klar ausgewiesene Irrtümer". Ob der Pflichtige die Anfechtung der Steuerveranlagung wegen Geringfügigkeit des Steuerbetrages unterliess oder weil er daraus die für die Festsetzung des sozialversicherungsrechtlichen Beitrages bedeutsamen Faktoren nicht erkennen konnte, ist unerheblich. So oder so gebietet die vom Gesetz vorgenommene Kompetenzabgrenzung zwischen Steuer- und Sozialversicherungsorganen eine Beschränkung auf die Korrektur klar ausgewiesener Irrtümer. c) Aus den Akten ist ersichtlich, dass vorliegend die Differenz zwischen dem selbst deklarierten Einkommen und dem von der Steuerbehörde veranlagten Einkommen in erster Linie in einer anderen Bemessung der Verwaltungskosten des Beschwerdeführers begründet liegt. Von einem klar ausgewiesenen Irrtum kann keine Rede sein. Es war somit der Ausgleichskasse und der Vorinstanz verwehrt, von den Angaben der Steuerbehörde abzuweichen.