Citation: 9C_43/2024 E. 5.3.2

5.3.2. Aufgrund des Status der Beschwerdeführerin als Teilerwerbstätige ohne Aufgabenbereich ist zur Invaliditätsbemessung die Einkommensvergleichsmethode (Art. 16 ATSG) anwendbar. Dabei ist die zu ermittelnde Einschränkung im allein versicherten erwerblichen Bereich proportional - im Umfang der hypothetischen Teilerwerbstätigkeit - zu berücksichtigen (vgl. BGE 142 V 290 E. 7.3; SVR 2019 IV Nr. 34 S. 104, 9C_583/2018 E. 4.2). Der Invaliditätsgrad entspricht auf diese Weise der proportionalen Einschränkung im erwerblichen Bereich (SVR 2022 IV Nr. 56 S. 181, 8C_804/2021 E. 2.3). Die Beschwerdeführerin erzielte vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit im Jahr 2018 als Verkäuferin monatlich ein Erwerbseinkommen von Fr. 2'145.-. Somit liegt bei einem Arbeitspensum von 50 % ein Jahresverdienst (inkl. Anteil 13. Monatslohn und unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung bis 2020) von Fr. 28'417.35 vor. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz ist keine Hochrechnung des derart ermittelten Valideneinkommens auf ein Vollzeitpensum vorzunehmen (SVR 2022 IV Nr. 56 S. 181, 8C_804/2021 E. 4.3.4, mit Hinweis auf BGE 142 V 290 E. 7.3). Das Invalideneinkommen beträgt gemäss der Feststellung der Vorinstanz bei einer leidensangepassten Tätigkeit und mit einer Arbeitsfähigkeit von 50 % jährlich Fr. 26'746.70. Das wird von der Beschwerdeführerin grundsätzlich nicht bestritten, allerdings macht sie einen Leidensabzug in der Höhe von 25 % geltend. Selbst wenn ein solcher zu berücksichtigen wäre, resultierte kein rentenbegründender Invaliditätsgrad. Bei einem hypothetisch-erwerblichen Teilzeitpensum von 50 % und ausgehend von einem Invalideneinkommen mit maximalem Leidensabzug (Fr. 26'746.70 x 0.75 = Fr. 20'060.-) ergäbe sich ein Invaliditätsgrad von gerundet lediglich 29 % ([Fr. 28'417.35 - Fr. 20'060.-] x 100 : Fr. 28'417.35). Damit liegt keine rentenbegründende Invalidität vor und es bleibt bei der vorinstanzlich bestätigten Verneinung eines Rentenanspruchs.