Citation: U 341/06 19.06.2007 E. 3

3.1 Es ist unbestrittenermassen erstellt, dass der am 12. August 2003 verstorbene Versicherte an einer im Februar 2002 diagnostizierten Berufskrankheit in Form eines Pleuramesothelioms gelitten hat. Fest steht ebenfalls, dass bei ihm die kurative Behandlung nie abgeschlossen war, mit einer palliativen Behandlung somit nie begonnen wurde; noch im April 2003 sind eindeutig kurative Behandlungen ausgewiesen. Wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat, war die für die Zusprechung einer Integritätsentschädigung erforderliche Dauerhaftigkeit eines therapeutisch nicht mehr zu beeinflussenden, insofern stationären und zu palliativen Massnahmen Anlass gebenden Gesundheitszustand demzufolge nicht gegeben. Ein Zeitpunkt, in welchem ein allfälliger Anspruch auf eine Integritätsentschädigung geprüft werden könnte, wurde somit nie erreicht. Ob sich an dieser an die konkreten Umstände gebundenen Schlussfolgerung im Lichte des erwähnten Urteils M. etwas änderte, kann dahingestellt bleiben. 3.2 Denn selbst wenn man, entgegen der vorinstanzlichen Betrachtungsweise, die gesamte Behandlung bis zum Tod nicht als durchwegs kurativ qualifizieren wollte, hält der kantonale Entscheid im Ergebnis stand. Gemäss SUVA-Arzt Dr. med. R._______ (Ärztliche Beurteilung vom 6. Juni 2006) ist die Behandlung vom Auftreten eines Tumorrückfalles an als terminal und damit palliativ zu verstehen. Vorliegend stellte sich am 11. Oktober 2002 der später bestätigte Verdacht auf ein Rezidiv ein, weshalb anstelle der an sich geplanten Bestrahlung eine Chemotherapie durchgeführt wurde. Auf diesen Zeitpunkt wäre in dieser Sichtweise der Beginn der palliativen Behandlung festzusetzen, weshalb im Hinblick auf den Hinschied des Versicherten am 12. August 2003 das Erfordernis eines mindestens einjährigen stationären Zustandes im umschriebenen Sinne nicht erfüllt ist. Daran ist, entgegen den Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, aus Gründen der Rechtsgleichheit festzuhalten, weil die Integritätsentschädigung auch bei Unfällen und Berufskrankheiten, die nicht (kurzzeitig) zum Tode führen, stabile oder zumindest stationäre Verhältnisse voraussetzt.