Citation: 6B_1145/2022 E. A

A.a. Mit Strafbefehl vom 18. September 2020 wurde B.________ wegen Verletzung des Geheim- oder Privatbereichs durch Aufnahmegeräte und Hausfriedensbruchs zu einer bedingt ausgefällten Freiheitsstrafe von 40 Tagessätzen zu Fr. 310.-- und einer Busse von Fr. 2'500.-- verurteilt. B.________ war im Wesentlichen vorgeworfen worden, während rund eines Monates mit Ausnahme der Wochenenden täglich jeweils morgens und abends durch das Garagenfenster das Innere der Autogarage von A.________ und dabei insbesondere den Personenwagen von C.________ fotografiert zu haben. Zu diesem Zweck habe er sich auf das Grundstück von A.________ begeben. Des Weiteren habe er Fotos von der gesamten Liegenschaft erstellt, und sich dabei jeweils auf der Strasse oder dem Feld hinter der Liegenschaft platziert. Mindestens zweimal habe er dabei den sich in oder vor der Garage befindlichen C.________ fotografiert. Dies sei ohne die Einwilligung der Betroffenen erfolgt und obwohl A.________ B.________ zuvor mitgeteilt gehabt habe, nicht zu wollen, dass er ihr Grundstück betrete und den Innenraum der Garage fotografiere. Sowohl B.________ als auch A.________ erhoben Einsprache gegen den Strafbefehl. A.b. Mit Urteil vom 18. August 2021 sprach das Gerichtspräsidium des Bezirksgerichts Zofingen B.________ vom Vorwurf des Hausfriedensbruchs frei und der Verletzung des Geheim- oder Privatbereichs durch Aufnahmegeräte schuldig. Er wurde mit einer bedingt ausgefällten Geldstrafe von 16 Tagessätzen zu Fr. 260.-- und einer Busse von Fr. 1'000.-- bestraft. Die Forderungen von A.________ (Zivil- und Strafklägerin) wurden auf den Zivilweg verwiesen. B.________ wurde verpflichtet, A.________ für das erstinstanzliche Verfahren und für das vor dem Obergericht des Kantons Aargau durchgeführte Beschwerdeverfahren je die Hälfte der richterlich genehmigten Anwaltskosten in der Höhe von Fr. 5'825.90 und von Fr. 2'423.-- und damit Fr. 2'912.95 und Fr. 1'211.50 zu bezahlen; zudem wurde ihm der hälftige Anteil der auf Fr. 900.-- festgesetzten Anklagegebühr und der weiteren Verfahrenskosten von Fr. 1'620.-- und damit Fr. 450.-- und Fr. 810.-- auferlegt. Der Restbetrag wurde auf die Staatskasse genommen. Dem Verteidiger von B.________ wurde eine Entschädigung im Umfang der Hälfte der genehmigten Kosten in der Höhe von Fr. 11'265.20 und damit der Betrag von Fr. 5'632.60 zugesprochen. Im Übrigen wurde B.________ verpflichtet, seine Parteikosten selber zu tragen.