Citation: 6B_272/2021 E. B

Das Obergericht des Kantons Zürich bestätigte auf Berufung von A.________ und Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl am 3. Dezember 2020 die Verurteilung wegen versuchten Betrugs und erhöhte unter Einbezug des widerrufenen Urteils des Regionalgerichts Emmental-Oberaargau vom 5. Juli 2016 die Gesamtfreiheitsstrafe auf 27 Monate, wovon für 15 Monaten der Vollzug unter Ansetzung einer Probezeit von vier Jahren aufgeschoben, 55 Tage als durch Haft erstanden und die Strafe im Übrigen als vollstreckbar erklärt wurde. Das Obergericht erachtet folgenden Sachverhalt als erwiesen: Zusammenfassend sei erstellt, dass A.________ an einer Betrugsmasche "Falsche Polizisten" beteiligt war. Der Geschädigte habe am 20. Februar 2018 ab etwa 11:40 Uhr Anrufe von einem "Herrn Schwarz, Kantonspolizei" erhalten, wobei die Absendernummer mithilfe von sog. Call-ID-Spoofing gefälscht gewesen sei. Die Anrufe hätten sich über den ganzen Tag erstreckt, wobei die Anrufer den Geschädigten unter Vorgabe von erfundenen Gegebenheiten hätten überzeugen wollen, ihnen seine Vermögenswerte zu überlassen. Dies unter dem Vorwand, in der Umgebung sei eingebrochen worden, wobei der Täter habe festgenommen werden können. Bei diesem seien die Daten des Geschädigten sichergestellt worden und man befürchte nun einen Überfall auf ihn durch andere Bandenmitglieder. Zur Sicherung seiner Vermögenswerte und um keine Probleme mit der Versicherung zu erhalten, solle er seine Vermögenswerte an die Polizei übergeben. Man habe vereinbart, dass ein Polizeibeamter die Wertsachen beim Geschädigten abholen werde. B.________ sei daraufhin beim Geschädigten vorstellig geworden und habe die Wertsachen an sich genommen. Unmittelbar nach der Übergabe seien er und der im Fahrzeug auf ihn wartende C.________ verhaftet worden. A.________ sei an diesem versuchten Betrug massgeblich beteiligt gewesen. Er sei am 14. Oktober 2018 von D.________ kontaktiert worden und habe eingewilligt, in der Schweiz bei der Abholung von Bargeld und Gold mitzuwirken. Der Tatbeitrag von A.________ habe insbesondere darin bestanden, als Bindeglied zwischen D.________, "E.________" und C.________ zu fungieren und die Abholung in Zürich zu orchestrieren. D.________ habe A.________ mit "E.________" in Kontakt gebracht, dessen Tatbeitrag nicht abschliessend habe eruiert werden können. A.________ habe am 20. Februar 2018 B.________ organisiert, um mit C.________ die Abholung der Wertsachen durchzuführen. Am frühen Nachmittag habe sich A.________ mit C.________ getroffen und diesem die Adresse des Geschädigten sowie die Telefonnummer von B.________ übergeben. Anschliessend habe C.________ B.________ abgeholt und sei mit diesem zum Geschädigten gefahren. Während des ganzen Tages und auch während der Abholung seien A.________ und C.________ telefonisch in Kontakt gestanden. A.________ sei von der Ehefrau von B.________ über die Verhaftung von B.________ und C.________ informiert worden, woraufhin er versucht habe, D.________ zu kontaktieren.