Citation: 2C_107/2016 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer kann sich nicht auf den Schutz seines Familienlebens berufen (Art. 13 Abs. 1 BV; Art. 8 EMRK), da er sich von seiner Gattin vor Jahren getrennt hat. Aus der Beziehung sind keine Kinder hervorgegangen. Der Beschwerdeführer lebt somit keine familiären Kontakte in der Schweiz, die in den Schutzbereich von Art. 8 EMRK fallen würden. Zwar geht die jüngere Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (teilweise) davon aus, dass unabhängig davon, ob ein "Familienleben" im klassischen Sinn vorliegt, eine aufenthaltsbeendende Massnahme eines Einwanderers, der einen sicheren Platz in der Gemeinschaft gefunden hat, als Eingriff in das Recht auf Achtung des Privatlebens zu werten ist, doch stellt auch er dabei - wie das Bundesgericht - im Rahmen der erforderlichen Interessenabwägung nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK bzw. Art. 96 AuG jeweils entscheidend auf den Grad der erreichten Integration ab (vgl. ANDREAS ZÜND/THOMAS HUGI YAR, Aufenthaltsbeendende Massnahmen im schweizerischen Ausländerrecht, insbesondere unter dem Aspekt des Privat- und Familienlebens, in: EuGRZ 40/2013 S. 1 ff., dort S. 5 N. 14 mit Hinweisen).