Citation: 6B_551/2021 E. 2.3.3

2.3.3. Die Vorinstanz weist den Antrag auf Befragung der zur Berufungsverhandlung vorgeladenen Zeugin, der Musiktherapeutin des Opfers, ab, deren Befragung aus Krankheitsgründen abgesagt worden war. Diese sei vom Sozialarbeiter der Jugendanwaltschaft im Rahmen von Vorabklärungen zur (zweiten) Videobefragung des Opfers vom 27. Mai 2019 befragt worden, weil dieses ihr gegenüber spontan Angaben zum Vorfall gemacht habe. Aufgrund dieser Vorabklärungen hätte diese Zeugin mutmasslich den Beschwerdeführer belastende Aussagen machen können. Aufgrund der Beweislage sei jedoch auf diese Befragung zu verzichten. Aus den vorinstanzlichen Feststellungen ergibt sich, dass es sich bei dieser Zeugin nicht um eine direkte Tatzeugin handelt und sie erst nach der Erstoffenbarung des Opfers vom Geschehen Kenntnis erhalten hat. Beim beantragten Zeugnis handelt es sich bloss um ein solches vom Hörensagen. Nachdem das Opfer, die am Tatort anwesenden Personen, nämlich der Beschwerdeführer und die Mutter des Opfers, weiter G.________, die zur Entstehungsgeschichte der Aussage Angaben machen konnte, befragt worden sind, verstösst die Abweisung des Beweisantrages nicht gegen Bundesrecht.