Citation: 7B_592/2024 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz erwägt im Wesentlichen Folgendes: Der Beschwerdeführer habe als Ausstandsgrund sinngemäss geltend gemacht, der das Berufungsverfahren leitende Bundesstrafrichter habe am 15. April 2024 willkürlich entschieden, das Verfahren bzw. die Vorbereitungen für die Berufungsverhandlung nicht zu "suspendieren". Diesbezüglich habe der Beschwerdeführer vorinstanzlich eine schwere Erkrankung vorgebracht. In diesem Zusammenhang sei kein Prozessfehler des Bundesstrafrichters und kein Ausstandsgrund dargetan. Im fraglichen Schreiben vom 15. April 2024 habe der Verfahrensleiter dem amtlichen Verteidiger des Beschwerdeführers mitgeteilt, das Bundesgerichtsurteil 7B_621/ 2023 / 7B_622/2023 vom 26. Februar 2024 sei in Rechtskraft erwachsen. In diesem Urteil habe das Bundesgericht die Strafsache CA.2024.13 an die Berufungskammer des Bundesstrafgerichtes zurückgewiesen, zwecks Fortführung des hängigen Berufungsverfahrens. Der Verfahrensleiter habe dem Verteidiger weiter mitgeteilt, dass damals kein Anlass ersichtlich gewesen sei, die gerichtlichen Vorbereitungen für die Ansetzung der Berufungsverhandlung zu sistieren. Eine Rechtsverletzung sei in diesem Zusammenhang nicht zu erkennen. Soweit der Beschwerdeführer vorinstanzlich geltend gemacht habe, das Verhalten des Verfahrensleiters widerspreche diversen Revisions- bzw. Beschwerdeanträgen des Beschwerdeführers bzw. seinen Gesuchen um aufschiebende Wirkung, habe dieser seine prozessualen Behauptungen weder belegt, noch plausibilisiert. In einem bei den Akten befindlichen Schreiben vom 9. April 2024 des amtlichen Verteidigers sei nur die Rede davon gewesen, dass der Beschwerdeführer in einem separaten Strafverfahren eine Beschwerde gegen einen Entscheid vom 19. März 2024 der Strafkammer des Bundesstrafgerichtes eingereicht und dort um aufschiebende Wirkung ersucht habe. Der Beschwerdeführer habe im Ausstandsverfahren aber nicht dargelegt, weshalb dieser Antrag zu nicht wiedergutzumachenden Nachteilen im Zusammenhang mit der Vorbereitung der Berufungsverhandlung (im Verfahren CA.2024.13) führen würde oder inwiefern diesbezüglich Recht verletzt worden wäre. Dabei sei neben dem Beschleunigungsgebot in Strafsachen auch mitzuberücksichtigen, dass allfällige Verhandlungstermine nötigenfalls auch noch rechtzeitig verschoben oder abgesetzt werden könnten. Ein gesetzlicher Ausstandsgrund sei in diesem Zusammenhang nicht einmal ansatzweise ersichtlich. Der Beschwerdeführer habe als weiteren Ausstandsgrund zwar erneut vorgebracht, dass der Verfahrensleiter offenbar keine ausreichenden Deutschkenntnisse habe. Die betreffenden Vorbringen im Ausstandsgesuch vom 17. April 2024 seien jedoch weitgehend identisch mit jenen im Ausstandsgesuch vom 23. März 2023, welche bereits im rechtskräftigen Beschluss der Berufungskammer CA.2023.8 vom 14. Mai 2023 und im Urteil des Bundesgerichtes 7B_287/2023 vom 12. September 2023 verworfen worden seien.