Citation: 5A_857/2024 E. 3.3.3

3.3.3. Die Beschwerdeführerin rügt, auf das von der Vorinstanz eingeholte Gutachten vom 29. November 2024 könne nicht abgestellt werden, da es widersprüchlich und nicht nachvollziehbar sei. 3.3.3.1 Das Gutachten stützt sich auf die (Kranken-) Akten der Beschwerdeführerin, ein Gespräch mit einer Pflegeperson sowie mit der Beschwerdeführerin selbst. Der Gutachter führt aus, dass seines Wissens zwar bis heute keine Hinweise auf selbstschädigendes Verhalten im Sinne von Suizidalität vorlägen, in den psychotischen Zuständen der Beschwerdeführerin müsse jedoch von einer erheblichen potenziellen und teilweise durchaus realen Gefahr im Sinne von Eigengefährdung ausgegangen werden. So werde in den Unterlagen z.B. von einer höchstwahrscheinlichen Vergewaltigung im Zusammenhang mit der letzten Kosovo-Reise, die die Beschwerdeführerin in deutlich psychotischem Zustand angetreten habe, berichtet. Zudem sei wissenschaftlich klar belegt, dass mit zunehmender Anzahl psychotischer Dekompensationen und Krisen die Wahrscheinlichkeit für eine schizophrene Chronifizierung erheblich zunehme und damit verbunden das generelle Lebensfunktionsniveau sinke. Die Beschwerdeführerin benötige dringend integrierte psychiatrische Hilfe, was in der jetzigen Situation dringend den Schutz durch einen stationären Aufenthalt mit entsprechender medikamentöser Behandlung beinhalte. In Beantwortung der an ihn gestellten Fragen führt der Gutachter sodann aus, es müsse aktuell klar von einer Selbstgefährdung im Sinne einer fehlenden adäquaten Selbstfürsorge und damit verbunden mit dem ausserordentlich hohen Risiko einer erneuten psychotischen Dekompensation mit den entsprechenden Gefahren ausgegangen werden. 3.3.3.2 Es ist nicht ersichtlich, inwiefern das Gutachten, wie von der Beschwerdeführerin bemängelt, widersprüchlich oder nicht nachvollziehbar sein sollte. Die Vorinstanz hat sich bei ihrer Beurteilung daher zu Recht unter anderem auf dieses Gutachten abgestützt. Ob die vom Gutachter beschriebene und von der Vorinstanz gestützt nicht nur auf das Gutachten, sondern die gesamten vorhandenen Akten, die die langjährige Krankengeschichte der Beschwerdeführerin abbilden, festgestellte Selbstgefährdung für die Anordnung einer Behandlung ohne Zustimmung ausreicht, ist eine hiervon zu unterscheidende Frage (dazu sogleich).