Citation: 6B_1300/2020 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz hält bei der Strafzumessung einleitend fest, anwendbar sei das vor dem 1. Januar 2018 geltende Recht, weil das neue Recht für den Beschwerdeführer nicht milder sei (Urteil S. 19 E. 2), was dieser nicht beanstandet. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer sei innerhalb der letzten fünf Jahre nicht zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten oder einer Geldstrafe von mindestens 180 Tagessätzen verurteilt worden, weshalb grundsätzlich die Vermutung einer günstigen Prognose gelte. Er sei jedoch mit sechs Vorstrafen im Strafregister verzeichnet, die hauptsächlich dem Ausländerstrafrecht zuzuordnen seien. Die Legalprognose sei zudem getrübt, da er sich unbesehen vom wiederholten Vollzug mehrmonatiger Freiheitsstrafen nicht von der Begehung weiterer Straftaten habe abhalten lassen. Weiter sei zu berücksichtigen, dass er sich seit knapp elf Jahren jeglichen behördlichen Anordnungen verweigere und keine Anzeichen für ein Umdenken erkennbar seien. Daher könne nicht davon ausgegangen werden, dass ihn der bedingte Strafvollzug vor weiterer Delinquenz abhalte, zumal entgegen dessen Ausführungen eine weitere Eingrenzung gegen den Beschwerdeführer verfügt werden könne (angefochtenes Urteil S. 23 f. E. 3). Ferner hält die Vorinstanz fest, die Vollstreckungsprognose habe anhand der konkret festgesetzten Anzahl und Höhe der Tagessätze zu erfolgen. Beim Beschwerdeführer falle diese negativ aus, da dessen einzige Einnahmequelle in der ihm täglich ausgerichteten Nothilfe im Betrag von Fr. 10.-- bestehe. Die angemessene Tagessatzhöhe der auszufällenden Geldstrafe von 90 Tagessätzen wäre folglich mit Fr. 10.-- zu bemessen. Angesichts der vom Beschwerdeführer seit nunmehr knapp elf Jahren an den Tag gelegten Verweigerungshaltung gegenüber jeglichen behördlichen Anordnungen könne nicht von einer entsprechenden Zahlungsbereitschaft ausgegangen werden. Eine Geldstrafe falle daher ausser Betracht, weshalb in Anwendung von Art. 41 Abs. 1 aStGB [recte: aArt. 41 Abs. 1 StGB] eine Freiheitsstrafe auszusprechen sei (angefochtenes Urteil S. 22 f. E. 6).