Citation: 6B_1201/2018 E. 5.3

5.3. Die Vorinstanz nimmt das Begehren um Beigabe eines unentgeltlichen Rechtsverteidigers als Gesuch um Anordnung einer amtlichen Verteidigung entgegen. Sie hält dafür, dass es sich vorliegend, mit Blick auf die Sanktion, um einen Bagatellfall handle. Sodann sei nicht ersichtlich, weshalb der Beschwerdeführer nicht in der Lage sein sollte, seinen Standpunkt selbstständig geltend zu machen. Dieser sei der deutschen Sprache mächtig und es bedürfe keiner besonderen Bewandtnis darzulegen, aufgrund der erstinstanzlichen Belehrung die persönliche Erscheinungspflicht nicht erkannt zu haben. Rechtliche oder tatsächliche Schwierigkeiten seien keine ersichtlich und vom Beschwerdeführer auch nicht konkret dargetan worden. Gesundheitliche Gründe, die den Beschwerdeführer an der Wahrnehmung seiner administrativen Aufgaben hindern könnten, würden nicht vorliegen (vgl. angefochtener Entscheid Ziff. 5.3 S. 8).