Citation: 6B_825/2024 E. 2.2.4

2.2.4. Zur Möglichkeit einer postoperativen Ursache der Strecksehnenverletzung erwägt die Vorinstanz, nach Auffassung des Experten komme hierfür aufgrund der Operations- und Visitenberichte des Beschwerdegegners 2 nur eine zusätzliche postoperative Verletzung im Sinne einer externen Gewalteinwirkung durch Schnittverletzungen, etwa mit einer Schere, oder stumpfe Gewalt in Frage. Durch einen Sturz auf die Hand oder die Finger hätten die Sehnen hingegen nicht an der besagten Stelle reissen können. Selbstverletzungen, die nur schwer ersichtlich seien, seien gemäss Experten möglich und daher nicht ausgeschlossen. Dies, obwohl der Beschwerdeführer bis zur gänzlichen Ruptur der Sehnen keine externe Gewalteinwirkung beschrieben habe und solches, auch von Dr. med. D.________, nicht dokumentiert sei. Nicht ganz auszuschliessen sei eine präoperative Ursache der Verletzung, mithin eine Vorschädigung der Sehnen. Verifizieren lasse sich dies indes ebenfalls nicht. Der von der Erstinstanz eingehend erläuterte Ablauf der Operation lasse eine präoperative Ursache aber als eher unwahrscheinlich erscheinen. Zusammenfassend sei, so die Vorinstanz, ein strafbares Verhalten des Beschwerdegegners 2 nicht erstellt.