Citation: 6S.119/2004 05.07.2004 E. A

Das Bezirksgericht Landquart sprach am 22. Januar 2003 X.________ in mehreren Anklagepunkten frei. Es fand ihn schuldig wegen mehrfacher Drohung (Art. 180 StGB), mehrfachen Missbrauchs einer Fernmeldeanlage (Art. 179 septies StGB), Nötigung (Art. 181 StGB), Tätlichkeiten (Art. 126 StGB), Diebstahls (Art. 139 Ziff. 1 StGB), Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung (Art. 292 StGB), Sachentziehung (Art. 141 StGB), mehrfachen Hausfriedensbruchs (Art. 186 StGB), Gefährdung des Lebens (Art. 129 StGB), mehrfacher einfacher Körperverletzung (Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB), Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 StGB), Missbrauchs und Verschleuderung von Material (Art. 73 Ziff. 1 MStG), Fahrens in angetrunkenem Zustand (Art. 91 Abs. 1 SVG), Geldfälschung (Art. 240 Abs. 1 und 2 StGB), mehrfacher Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG, Verletzung von Verkehrsregeln (Art. 31 Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 90 Ziff.1 SVG) sowie Fahrens trotz Führerausweisentzugs (Art. 95 Ziff. 2 SVG). Es bestrafte ihn mit 30 Monaten Gefängnis und Fr. 100.-- Busse. Die Straftaten richteten sich hauptsächlich gegen A.________, die am 6. Januar 2002 mit dem Kind die gemeinsame Wohnung verlassen hatte. Unter anderem bedrohte er sie und ihre Mutter wiederholt mit dem Tode (Urteil des Kantonsgerichts S. 28 f.). Insbesondere war er in der Nacht auf den 11. April 2002 im militärischen Tarnanzug und mit umgehängtem Sturmgewehr, in dessen Patronenlager sich eine Patrone befand, an den Balkonen hinauf bis zum 3. Stockwerk des Wohnhauses geklettert, in dem A.________ wohnte. Nachdem er auf dem Balkon zwei Zigaretten geraucht hatte, zertrümmerte er mit dem Gewehrkolben die untere Doppelverglasung der Balkontüre, liess das Gewehr auf dem Balkon zurück und drang in das Schlafzimmer ein. Dort warf er sich rittlings auf die schlafende A.________ und hinderte sie am Schreien. Dann würgte er sie. Beim Hinunterklettern stürzte er und zog sich Brüche am rechten Fuss und Unterschenkel zu (Anklage Ziffer 7; Urteil des Kantonsgerichts S. 41 ff.). Das Kantonsgericht von Graubünden (Kantonsgerichtsausschuss) wies am 1. Oktober 2003 eine Berufung von X.________ ab.