Citation: 1D_1/2017 E. 6

Die Beschwerdeführerin beanstandet die Protokollierung des Einbürgerungsgesprächs durch die Bürgerrechtskommission. Ein Protokoll, welches von der Bürgerrechtskommission abgefasst worden sei und von ihr selbst nicht habe geprüft und unterzeichnet werden können, dürfe nicht die massgebliche Grundlage für die Sachverhaltsfeststellung bilden. Der Regierungsrat habe etwa zu Unrecht ausgeführt, sie habe die Martini-Zunft nicht gekannt, dabei habe sie sogar ausgeführt, wer diese organisiert habe. Es trifft zu, dass die Beschwerdeführerin die Gesprächsprotokolle nicht unterzeichnet hat. Zudem hatte sie offenbar nach den Gesprächen mit der Bürgerrechtskommission auch keine Möglichkeit, die Protokolle auf ihre Richtigkeit zu überprüfen. Bei einem derartigen Vorgehen können nachträglich Unklarheiten entstehen, wenn der Gesuchsteller der Auffassung ist, seine Aussagen seien nicht richtig wiedergegeben worden. Vorliegend fällt zudem auf, dass die Fragen der Kommission nicht aufgeführt und die Antworten lediglich in zusammenfassender Weise wiedergegeben wurden, was eine nachträgliche Überprüfung im Rechtsmittelverfahren zusätzlich erschwert. Die Aktenführungspflicht verlangt indessen, dass die Angaben, auf die sich der Einbürgerungsentscheid stützt, hinreichend detailliert und nachprüfbar sind (BGE 141 I 60 E. 4.3 S. 67 mit Hinweis). Soweit die Rüge der Beschwerdeführerin zutrifft, dass die Protokollierung durch die Bürgerrechtskommission zu einer mangelhaften Entscheidgrundlage geführt habe, erscheint dies jedoch für den Verfahrensausgang nicht entscheidend (Art. 97 Abs. 1 BGG). Die Beschwerdeführerin macht einzig in Bezug auf die Martini-Zunft hinreichend substanziiert geltend, das Protokoll sei falsch. Diesem Punkt mass das Kantonsgericht freilich keine Bedeutung bei und der Regierungsrat hielt im Ergebnis sogar fest, es falle auf, dass die Beschwerdeführerin einiges über die Gemeinde wisse. Vor diesem Hintergrund vermag die Kritik, auch wenn sie als zutreffend unterstellt wird, am Resultat nichts zu ändern.