Citation: 8C_188/2019 E. 4.3

4.3. Zu Recht verweist die Beschwerdeführerin darauf, dass nach BGE 143 V 409 und 418 nunmehr sämtliche gesundheitlichen Störungen mit ressourcenhemmender Wirkung diagnosenunabhängig als rechtlich bedeutsame Komorbiditäten in Betracht fallen und folglich einem strukturieren Beweisverfahren (BGE 141 V 281) zu unterziehen sind. Die Rechtsprechung von BGE 141 V 281 gelangt auch auf Rentenüberprüfungen gemäss SchlBest. IVG zur Anwendung (SVR 2016 IV Nr. 20 S. 58, 9C_354/2015 E. 5 i.f.). Verwaltung und Vorinstanz stellten in Bezug auf die Beantwortung der revisionsrechtlich ausschlaggebenden Tatfragen auf das beweiskräftige SMAB-Gutachten ab (vgl. Sachverhalt lit. A). Dies hat die Versicherte zutreffend erkannt. Soweit sie unter Berufung auf die Rechtsprechung zu Art. 17 ATSG den Beweiswert des SMAB-Gutachtens in Frage stellt, sind ihre Ausführungen unbegründet. Hier steht nicht eine Rentenrevision nach Art. 17 ATSG, sondern eine Rentenüberprüfung nach lit. a Abs. 1 SchlBest. IVG zur Diskussion, welche eben gerade keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG voraussetzt. Indem die Beschwerdeführerin beanstandet, das SMAB-Gutachten genüge den besonders hohen Anforderungen an die Abklärung nicht, beschränken sich ihre Vorbringen im Wesentlichen auf appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid. Weder eine mangelnde Aktualität der Untersuchungen noch fehlende Aussagen zu den Wiedereingliederungschancen sind mit Blick auf das SMAB-Gutachten zu beanstanden. Entgegen der früheren Rechtsprechung (BGE 139 V 547 E. 10.2 in Verbindung mit E. 10.1.3 S. 569) waren die "Foerster-Kriterien" hier nicht mehr relevant (vgl. zu den neu massgebenden Standardindikatoren BGE 141 V 281 E. 4.1.3 S. 297 f.). Gestützt auf die den praxisgemässen Anforderungen entsprechenden Ausführungen im SMAB-Gutachten traf die Vorinstanz die rechtserheblichen Sachverhaltsfeststellungen. Auch wenn sie dabei nicht explizit auf die Standardindikatoren im Sinne von BGE 141 V 281 E. 4.1.3 S. 297 f. Bezug nahm, ist dem angefochtenen Entscheid doch klar zu entnehmen, dass die Versicherte über gute Ressourcen in den komplexen Ich-Funktionen verfügt und insbesondere die Grundfunktionen (Erleben, Handeln, Gestalten und Wollen) hinlänglich erhalten sind. Einzig dem aus neurologischer Sicht relevanten Kombinationskopfschmerz massen die SMAB-Gutachter - jedoch ausdrücklich nur minimale - Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit bei. Dennoch fanden weder der neurologische SMAB-Gutachter noch die beigezogene ophtalmologische Gutachterin Dr. med. C.________ eine fassbare organische Ursache für diese Einschränkung der Belastbarkeit. Auch im Zeitpunkt der Rentenüberprüfung lag demnach ausschliesslich ein unklares Beschwerdebild (vgl. BGE 139 V 547 E. 10.1.2 S. 569) vor, was der ausführlichen Wiedergabe von Auszügen aus dem SMAB-Gutachten im angefochtenen Entscheid ohne Weiteres zu entnehmen ist. An der Beweiskraft des SMAB-Gutachtens ändert nichts, auch wenn der SMAB-Psychiater - nach Massgabe der heutigen Beweisanforderungen (vgl. BGE 141 V 281) wohl zu Recht - die Auffassung vertrat, dass auch retrospektiv die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht nicht erheblich eingeschränkt war. Dass die von der Vorinstanz gestützt auf das SMAB-Gutachten gezogenen Schlüsse nicht mit der Darstellung der beschwerdeführenden Partei übereinstimmen, belegt keine Willkür. Auf ungenügend begründete Rügen oder bloss allgemein gehaltene appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid geht das Bundesgericht nicht ein (BGE 141 IV 249 E. 1.3.1 S. 253; 140 III 264 E. 2.3 S. 266 mit Hinweisen).