Citation: 5A_111/2016 E. 5.5

5.5. Sodann machte die Beschwerdeführerin im Berufungsverfahren gerade nicht geltend, dass der Wegfall ihres Dividendeneinkommens unbestritten geblieben sei. Das erstaunt umso mehr, als sie im Bestreitungsfall beweisen muss, nicht selbst für ihren eigenen gebührenden Unterhalt aufkommen zu können (Art. 8 ZGB; Urteil 5A_94/2011 vom 16. Juni 2011 E. 4.3). Soweit sie dieses Versäumnis nun vor Bundesgericht nachholen und dem Kantonsgericht vorwerfen will, es habe verkannt, dass der Wegfall des Dividendeneinkommens gar keine bestrittene Tatsache gewesen sei, ist ihre Rüge vor Bundesgericht unzulässig: Zu den Feststellungen, bezüglich derer das Bundesgericht an die vorinstanzlichen Feststellungen gebunden ist (Art. 105 Abs. 1 BGG), zählen auch jene über den Ablauf des vor- und erstinstanzlichen Verfahrens, also die Feststellungen über den Prozesssachverhalt (s. E. 3.3). In diese Kategorie fallen auch die vorinstanzlichen Erkenntnisse über die Parteivorbringen (Urteil 4A_247/2013 vom 14. Oktober 2013 E. 1.1), darunter die Feststellungen darüber, welche Partei welche Tatsachen bestritt. Untersteht ein Vorbringen im Verfahren der Beschwerde in Zivilsachen - wie diese Sachverhaltsrüge - aber dem Rügeprinzip (E. 2), so ergibt sich aus dem Erfordernis der Letztinstanzlichkeit des angefochtenen Entscheids (Art. 75 Abs. 1 BGG), dass die rechtsuchende Partei die ihr bekannten rechtserheblichen Einwände der Vorinstanz nicht vorenthalten darf, um sie erst nach dem Ergehen eines ungünstigen Entscheids im anschliessenden Rechtsmittelverfahren zu erheben (BGE 133 III 638 E. 2 S. 640 mit Hinweisen). Vielmehr muss sie sich in der Beschwerde an das Bundesgericht mit den Erwägungen der letzten kantonalen Instanz zu einer Rüge auseinandersetzen, die sie bereits vor dieser letzten kantonalen Instanz erhoben hat.