Citation: U 567/06 13.12.2007 E. 3

3.1 Dr. med. B.________ hielt in seinem Bericht vom 29. März 2000 multiple Schürfungen und Prellungen, insbesondere im Gesicht und Skrotum, sowie eine schmerzbedingt aufgehobene Beweglichkeit der HWS und des Nackens fest. Ein Schleudertrauma sei möglich. Der Versicherte sei nach dem Unfall bis zum 27. Februar 2000 voll und danach zu 50 % arbeitsunfähig. Der Behandlungsabschluss erfolge voraussichtlich in drei Wochen. 3.2 Am 4. Mai 2000 gab der Versicherte an, er sei nach dem Unfall nicht bewusstlos gewesen, kenne aber den genauen Unfallhergang nicht, da er geschlafen habe, und erinnere sich erst wieder, als er nach dem Unfall neben dem Bus am Strassenrand gesessen habe. Bereits auf der Unfallstelle habe er Nackenschmerzen verspürt. Er leide hin und wieder unter Kopfschmerzen. Die Kopfbeweglichkeit sei nicht optimal. Er könne normal durchschlafen. Am Morgen habe er eine steife Nackenpartie. Es bestehe keine Vergesslichkeit. Auch sei die Konzentrationsfähigkeit nicht eingeschränkt. In den ersten Tagen nach dem Unfall habe er Ausstrahlungen in die Arme verspürt. Heute komme dies selten vor. 3.3 Dr. med. B.________ berichtete der SUVA am 9. Mai 2000, der Versicherte sei ab 1. April 2000 wieder voll arbeitsfähig geschrieben. Seit diesem Zeitpunkt besuche er auch wieder das Training des FC X.________. Der Vater des Versicherten habe bezüglich der Arbeitsfähigkeit intervenieren wollen. Nach Ansicht des Dr. med. B.________ gehe es nicht an, Versicherungsleistungen zu erwarten, aber auf dem Fussballplatz voll leistungsfähig zu sein. Es bestünden wohl noch gewisse Restbeschwerden als Folge des Unfalls. Der Versicherte befinde sich weiterhin in physiotherapeutischer Behandlung. In seinem Bericht vom 14. Juni 2000 diagnostizierte Dr. med. B.________ ein posttraumatisches Cervikalsyndrom mit Blockierungen der oberen HWS. Die Beschwerden hätten sich soweit gebessert, dass eine volle Belastung möglich sei. Nach stärkeren Belastungen bestünden noch Schmerzen. Die Behandlung bei ihm sei abgeschlossen. Die Arbeitsunfähigkeit habe vom 7. bis 27. Februar 2000 100 % und vom 28. Februar bis 31. März 2000 50 % betragen. 3.4 Dr. med. M.________, Facharzt für Allgemeine Medizin, stellte am 11. Oktober 2000 eine leicht verspannte HWS-Muskulatur fest, hielt angesichts der Funktionsstörung sowie der noch vorhandenen Beschwerden eine Mobilisation der HWS für angezeigt und verschrieb weitere Physiotherapie. Auf Nachfrage hin gab Dr. med. M.________ an, er habe sich bewusst zur Arbeitsfähigkeit nicht geäussert, da er sich nicht in diese Angelegenheit einmischen wolle. Weitergehende Abklärungen halte er nicht für notwendig. 3.5 Dr. med. H.________, Chefarzt Rheumatologie, Medizinisches Zentrum Y.________, attestierte am 28. November 2001 wegen einer Beckenringentzündung eine volle Arbeitsunfähigkeit ab 7. November 2001 für vier Wochen. 3.6 Dr. med. W.________, Facharzt für Radiologie, Medizinisches Zentrum Y.________, hielt in der Normalposition verstärkte Lordose mit diskretem Retroglissement HWK4 gegenüber HWK5, einen funktionellen Blockwirbel HWK5/6 mit konsekutiver Hypermotilität der oberen Zervikalsegmente, entsprechend diskretem ventralem Gleiten HWK3 gegenüber HWK4 resp. HWK4 gegenüber HWK5 in Inklination sowie eine dorsale Spondylophytose HWK4 als mögliche Voraussetzung für eine Beeinträchtigung des Spinalkanals fest (Bericht vom 29. Januar 2002). 3.7 Am 14. Februar 2002 berichtete Dr. med. H.________, es bestünden nach wie vor Beschwerden im Bereich der HWS, welche er abklären lasse. Im Bericht vom 18. April 2002 hielt er fest, die im Februar 2000 zugezogene HWS-Distorsion habe zu einer Funktionsstörung geführt, welche nach wie vor Probleme in Beruf und Alltag bereite. 3.8 Am 27. November 2002 bescheinigte Dr. med. H.________ eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % seit 17. April 2002; die beschriebene volle Arbeitsunfähigkeit seit 7. November 2001 sei zu 50 % auf den Unfall zurückzuführen. Die fussballspezifischen krankheitsbedingten Veränderungen an Schambein und Leiste seien vollständig verschwunden. Im Vordergrund stehe die mit dem Unfall vom 7. Februar 2000 zusammenhängende schmerzbedingt eingeschränkte Funktion der mittleren und unteren HWS. 3.9 Dr. med. E.________, Facharzt für orthopädische Chirurgie, Versicherungsmedizin, SUVA, diagnostizierte in seinem Bericht vom 11. April 2003 Nackenbeschwerden ohne klar objektivierbares organisches Substrat, den Zustand nach mehreren Verletzungen des fibulotalaren Bandes am rechten oberen Sprunggelenk ohne derzeitige Symptomatik sowie thorakale und lumbale Rückenbeschwerden unklarer Genese. Die von Dr. med. H.________ angeführte Hypermobilität C5/6 sei am ehesten auf eine Wachstumsstörung (Blockwirbel) zurückzuführen. Es handle sich dabei um einen vor den Röntgenaufnahmen vom 24. Januar 2002 als nicht speziell erwähnenswert eingestuften Nebenbefund. Somit könne der von Dr. med. H.________ erwähnten traumatisch bedingten Instabilität C4/5 nicht gefolgt werden. So habe auch Dr. med. W.________ dies ausschliesslich als Folge des funktionellen Blockwirbels C5/6 gesehen. Es sei sehr unwahrscheinlich, dass Verletzungsfolgen in einem Ausmass oder in einer Art vorliegen würden, welche noch einer Therapie zugänglich seien. Medizinisch lasse sich nicht fundiert begründen, dass solche Verletzungen noch relevant den Alltag beeinträchtigen würden. 3.10 Auf entsprechende Nachfrage der Vorinstanz teilten Frau Dr. med. A.________, Chefärztin, Orthopädie Sportmedizin, und Prof. Dr. med. D.________, Chefarzt, Neurologie, Klinik Z.________, am 14. August 2006 mit, ohne Einsicht in die speziellen Akten zu haben dürfte ein (Hobby-)Sportler, der auf 1. und 2. Liganiveau wettkampfmässig Fussball spiele, bezüglich seiner HWS und des Bewegungsapparates im beruflichen Alltag nicht nennenswert eingeschränkt sein.