Citation: 1C_222/2021 E. 2.2

2.2. Das Obergericht hat im angefochtenen Entscheid ausgeführt (E. II S. 4 f.), D.________ habe sich am 5. Februar 2020 aus eigenem Antrieb zur Polizei begeben und geschildert, wie er von der Beschwerdeführerin geschubst, beschimpft und gekniffen worden sei. Er habe den bedingungslosen Willen zum Ausdruck gebracht, diese sei aufgrund dieses Lebenssachverhaltes wegen Beschimpfung und Tätlichkeiten strafrechtlich zu verfolgen, womit er einen rechtsgültigen Strafantrag gestellt habe. Die Stadtrichterin habe ihre Amtspflichten nicht überschritten, indem sie den zuständigen Polizeibeamten angehalten habe, nähere Details zur Anzeige einzuholen und sich den bereits mündlich rechtsgültig erhobenen Strafantrag schriftlich bestätigen zu lassen. Auch B.________ habe sich nicht strafbar gemacht, indem er den Auftrag der Stadtrichterin pflichtgemäss ausgeführt habe. Es bestehe kein Anfangsverdacht auf ein strafbares Verhalten der Beschwerdegegner, weshalb die Ermächtigung zu ihrer strafrechtlichen Verfolgung nicht zu erteilen sei.