Citation: 5A_11/2010 18.03.2010 E. 6

Eine Bundesrechtsverletzung erblickt der Beschwerdeführer darin, dass das Obergericht die Dauer seiner Unterhaltspflicht nicht auf Ende Februar 2016 und damit auf den Zeitpunkt befristet hat, in dem das jüngere Kind das 16. Altersjahr erreichen wird (S. 8 ff. Ziff. 3 und 4 der Beschwerdeschrift). 6.1 Die Vorbringen des Beschwerdeführers gehen von unzutreffenden rechtlichen Gesichtspunkten aus. Bereits unter dem Scheidungsrecht von 1907/12 wurde die Dauer der Unterhaltspflicht nicht einfach entsprechend der halben oder ganzen Dauer der Ehe befristet, obwohl es eine derartige Praxis in einzelnen Kantonen offenbar gegeben hat (vgl. BGE 109 II 286 E. 5b S. 290). Entscheidend war vielmehr, ob sich der geschiedene Ehegatte auf längere Sicht eine wirtschaftliche Situation wird schaffen können, die die durch die Scheidung erlittenen Nachteile auszugleichen vermag und die Zusprechung einer Unterhaltsersatzrente nur für eine bestimmte Zeit rechtfertigt (vgl. zuletzt: BGE 117 II 211 E. 4a S. 216). 6.2 An der Fragestellung hat die ZGB-Revision von 1998/2000 nichts Grundsätzliches geändert (vgl. BGE 127 III 136 E. 2a Abs. 2 S. 138). Vermag der geschiedene Ehegatte für den ihm gebührenden Unterhalt unter Einschluss einer angemessenen Altersvorsorge auf Dauer nicht selber aufzukommen, ist nachehelicher Unterhalt im Grundsatz unbefristet geschuldet oder zumindest bis zum Eintritt des Leistungspflichtigen in das Rentenalter, weil in diesem Zeitpunkt die verfügbaren Mittel häufig zurückgehen und der bisher gepflegte Lebensstandard auch bei fortgeführter Ehe sinken würde (vgl. BGE 132 III 593 E. 7.2 S. 596). 6.3 Dass die Beschwerdegegnerin für den ihr gebührenden Unterhalt nie mehr selbst aufzukommen vermag und deshalb im Grundsatz einen dauernden Anspruch auf nachehelichen Unterhalt hat, belegen die obergerichtlich festgestellten Bedarfs- und Einkommenszahlen, die der Beschwerdeführer erfolglos anzufechten versucht hat (E. 5.3 hiervor). Gleichwohl ist das Obergericht davon ausgegangen, nachehelicher Unterhalt sei hier nicht lebenslänglich oder - wie von der Beschwerdegegnerin beantragt - bis zu ihrem Eintritt in die AHV-Berechtigung (Ende April 2033) geschuldet. Dass es die Unterhaltsbeitragspflicht bis Ende Februar 2020 befristet hat, bedeutet insoweit ein Abweichen von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, dessen Berechtigung mangels Anfechtung von Seiten der Beschwerdegegnerin nicht zu prüfen ist. Stichhaltige Gründe für eine noch kürzere Unterhaltsdauer aber sind weder ersichtlich noch vom Beschwerdeführer dargetan. Die Beschwerde muss deshalb auch abgewiesen werden, was die Dauer der Leistung von nachehelichem Unterhalt angeht.