Citation: 9C_553/2020 E. 5.1

5.1. Die Argumentation der Versicherten, die Superhip 2 Operation ebne den Weg für die spätere Beinverlängerung, dank der sie im Idealfall ein normales Leben ohne orthoprothetische Versorgung werde führen können, weshalb sie in der Gesamtbetrachtung einfach und zweckmässig sei, verfängt nicht. Der Gerichtsgutachter - dessen Fachkompetenz nicht bestritten ist - legte nachvollziehbar dar, dass eine Beinverlängerung um die hier notwendigen 30-35cm "höchstwahrscheinlich" nicht möglich sein werde. Selbst wenn diese gelinge, sei nach Abschluss der Verlängerungsoperationen mit erheblichen funktionellen Beeinträchtigungen zu rechnen. Ein späteres Laufen ohne Hilfsmittel sei "vollkommen unwahrscheinlich". Dies steht denn auch im Einklang mit den Berichten der behandelnden Ärzte, die den Nutzen des durch die Eltern gewünschten Vorgehens bezweifelten (vgl. etwa Berichte des Dr. med. F.________, leitender Arzt Kinderorthopädie in der Klinik G.________, vom 14. Juni 2013 und des Prof. Dr. med. H.________, Konsiliararzt Orthopädie und alt Chefarzt der kinderorthopädischen Klinik I.________, vom 4. Dezember 2013). Der Sachverhalt kann in diesem Sinne ergänzt werden (vgl. oben E. 1). Nach dem Gesagten ist weder dargetan noch ersichtlich, inwiefern ein Vorgehen nach der Superhip 2 Methode für die Versicherte einen grösseren Nutzen als die alternativen Vorgehensweisen erwarten liesse.