Citation: 1C_170/2022 E. 4.4

4.4. Vorliegend ist bereits fraglich, ob die Beschwerdeführerin ihre Willkürrüge überhaupt rechtsgenügend begründet. Sie stellt ihre eigene Auffassung der Rechtslage derjenigen des Verwaltungsgerichts und des Baurekursgerichts gegenüber, ohne jedoch aufzuzeigen, inwiefern der Entscheid des Verwaltungsgerichts eine Norm krass verletzt oder geradezu willkürlich ist. Dies ist auch nicht ersichtlich, stellt doch die Vorinstanz auf den klaren Wortlaut von Art. 14 Abs. 3 BZO ab und geht davon aus, dass keine Anhaltspunkte vorliegen, dass der Wortlaut nicht den wahren Sinn der Norm wiedergibt. Die Ausführungen der Beschwerdeführerin lassen diese Rechtsauffassung nicht als unhaltbar erscheinen. Bei dieser Auslegung sind zur Berechnung des für Art. 14 Abs. 3 BZO relevanten Gebäudeabstands die diesbezüglichen kantonalen und kommunalen Bestimmungen anwendbar, mithin a§ 260 Abs. 3 PBG/ZH, und nicht die Bestimmungen zur Bemessung der Fassadenlänge, namentlich a§ 27 Abs. 1 ABV/ZH. Die Rüge der willlkürlichen Anwendung der Grenzabstandsvorschriften erweist sich demnach - soweit sie überhaupt den Rüge- und Begründungsanforderungen genügt - als unbegründet.