Citation: 4C.380/2000 14.01.2002 E. 2

2.- Im Berufungsverfahren ist das Bundesgericht an die Feststellungen der letzten kantonalen Instanz gebunden. Ausnahmen von dieser Bindung bestehen insoweit, als das kantonale Sachgericht bundesrechtliche Beweisvorschriften verletzt hat oder ihm offensichtliche Versehen unterlaufen sind (Art. 63 Abs. 2 OG). Vorbehalten bleibt ferner die Vervollständigung eines Sachverhalts, der lückenhaft ist, weil Feststellungen über - im kantonalen Verfahren rechtzeitig und in zulässiger Form vorgebrachte - Tatsachenbehauptungen fehlen, deren Abklärung im Hinblick auf die Anwendung des Bundesrechts unerlässlich ist (Art. 64 OG). Dass die Voraussetzungen solcher Ausnahmen gegeben sind, hat die Partei, die den Sachverhalt berichtigt oder ergänzt wissen will, im Einzelnen darzutun und mit Aktenhinweisen zu belegen (BGE 115 II 484 E. 2a). Eine blosse Kritik an der Beweiswürdigung ist unzulässig (BGE 120 II 97 E. 2b). Der Beklagte macht keine Ausnahmen im Sinne von Art. 63 Abs. 2 OG gehörig geltend. Er beanstandet in seiner eventualiter vorgetragenen Rüge, dass die Vorinstanz den Kausalzusammenhang zwischen der Verletzung seiner auftragsrechtlichen Pflichten und dem Schaden des Klägers zu Unrecht bejaht habe. Dabei stützt er sich jedoch auf einen Sachverhalt, welcher den Feststellungen im angefochtenen Urteil insofern widerspricht, als er davon ausgeht, der vom Kläger am 13. Oktober 1994 der D.________ AG mit Check überreichte Betrag von USD 500'000.-- sei nicht auf das "Notarkonto" bei der Bank E.________ gelangt. Die Vorinstanz ist indessen in Würdigung der Beweise zum Ergebnis gelangt, dass der vom Kläger der D.________ AG bezahlte Betrag dem "Notarkonto" gutgeschrieben worden ist. Inwiefern die Vorinstanz Bundesrechtsnormen verletzt haben sollte, wenn sie auf der Grundlage dieser Tatsachenfeststellung eine - für den Schaden des Klägers adäquat kausale - Unsorgfalt bei der Erfüllung des Auftrags durch den Beklagten bejahte, ist der Begründung der Berufungsschrift nicht zu entnehmen. Die Berufung erschöpft sich in diesem Punkt in unzulässiger Kritik an den Feststellungen der Vorinstanz, auf die nicht weiter einzugehen ist.