Citation: 4A_142/2023 E. 5.5.2

5.5.2. Die Vorinstanz erwog, eine freie Spitalwahl in der ganzen Schweiz - ungeachtet der Tarifbindungen - entspreche nicht der Realität. Sodann seien Versicherer im stationären Bereich nicht zum Abschluss einer Zusatzversicherung verpflichtet, die die Mehrkosten der Behandlung bis zur Höhe des Privattarifs decke, sofern dadurch nicht echte Mehrleistungen abgegolten würden. Vielmehr seien die Versicherer angehalten, ihre Verträge mit den Leistungserbringern anzupassen oder neue Verträge abzuschliessen, um diesen Kriterien (Abgeltung echter Mehrleistungen) Rechnung zu tragen. Angesichts der geringen Anzahl nicht auf der Spitalliste der Beschwerdegegnerin enthaltenen Spitäler (12 von insgesamt ca. 310 Kliniken in der gesamten Schweiz gemäss unbestrittener Darlegung der Beschwerdegegnerin) könne nicht von einem erheblichen und ungerechtfertigten Missverhältnis zwischen den vertraglichen Rechten und Pflichten zum Nachteil des Beschwerdeführers gesprochen werden.