Citation: 6B_1381/2022 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz erwägt, soweit der Beschwerdeführer geltend mache, der Belastungszeuge habe sich bei der ersten Schussabgabe nicht im, sondern neben dem Auto befunden, erscheine das Revisionsgesuch als offensichtlich unbegründet, habe doch das Berufungsgericht in seinem Urteil vom 13. März 2020 in diesem Kontext nicht allein auf die Aussagen des Belastungszeugen, sondern vor allem auch auf die Aussagen des Beschwerdeführers abgestellt. Dieser habe an der Berufungsverhandlung zu Protokoll gegeben, er habe dem Belastungszeugen mit dem ersten Schuss Angst machen wollen, damit dieser aus dem Auto aussteige. An diesen Zugeständnissen zu zweifeln, gebe es keinen Anlass. Es sei unabhängig von der Vorgeschichte nicht ersichtlich, weshalb sich der Beschwerdeführer insofern zu Unrecht hätte selbst belasten sollen. Im Übrigen habe sein Bruder, der kein erkennbares Falschbelastungsmotiv habe, im Vorverfahren ebenfalls ausgesagt, dass der Belastungszeuge nicht aus dem Auto ausgestiegen sei (angefochtener Entscheid E. 3.1 S. 3 f.). Der Beschwerdeführer habe selber eingeräumt, dass er auf das Fahrzeug geschossen habe, nachdem der Belastungszeuge damit losgefahren sei, was im Übrigen auch mit der Rekonstruktion durch die Kantonspolizei übereinstimme. Entsprechend könne der Belastungszeuge in diesem Moment nicht irgendwo neben dem Fahrzeug gestanden haben (angefochtener Entscheid E. 3.2 S. 4). Hinsichtlich der Vorgeschichte der Auseinandersetzung, welche in der Schussabgabe mündete, erwägt die Vorinstanz, das Berufungsgericht habe in seinen diesbezüglichen Ausführungen den Konflikt zwischen dem Beschwerdeführer und dem Belastungszeugen hinreichend berücksichtigt. Es habe auf die Empfindungen des Beschwerdeführers und somit auf die für ihn günstigste Variante abgestellt (angefochtener Entscheid E. 3.3 S. 5).