Citation: 1C_472/2015 E. 3.2

3.2. Das Verwaltungsgericht hält gestützt auf diesen Sachverhalt fest, die gesetzlich vorgesehenen Kontrollen hätten seit Längerem nicht reibungslos durchgeführt werden können. Es sei von einer mehrfachen Verletzung des Waffengesetzes - insbesondere von der mehrfachen Verletzung der Pflicht, Kontrollen zu dulden (Art. 29 WG i.V.m. Art. 53 Abs. 2 der Verordnung vom 2. Juli 2008 über Waffen, Waffenzubehör und Munition [Waffenverordnung, WV; SR 514.541]) - auszugehen. Ob der Beschwerdeführer 1 auf die Einladungen im Jahr 2013 nicht reagiert habe oder ob er diese gar nicht erhalten habe, könne dahingestellt bleiben. Die Kontrollen seien mit Blick auf das öffentliche Interesse zwingend geboten, zumal die Beschwerdeführerin 2 über eine Waffenhandelsbewilligung verfüge und im Besitz von sieben Seriefeuerwaffen sei. Die Gefahr für die polizeilichen Schutzgüter sei umso grösser, je gefährlicher die zu kontrollierenden Waffen seien. Es sei deshalb nicht zu beanstanden, wenn das Regierungsstatthalteramt auf eine gegenwärtige und erhebliche Gefahr im Sinn von Art. 39 Abs. 1 lit. a des Polizeigesetzes des Kantons Bern vom 8. Juni 1997 (PolG; BSG 551.1) geschlossen habe. Der Eingriff in die Garantie der Unverletzlichkeit der Wohnung gemäss Art. 8 EMRK, Art. 13 BV und Art. 12 Abs. 3 KV/BE (SR 131.212) sei zulässig. Es sei zu befürchten gewesen, dass die Beschwerdeführer eine abermals angekündigte Kontrolle verhindern würden und die Kontrollpflichten nur mittels Betretungsermächtigung durchgeführt werden konnten. Ein milderes Mittel habe nicht bestanden.