Citation: 5D_134/2022 E. 8

Hinsichtlich der unentgeltlichen Rechtspflege hat das Obergericht erwogen, die Rechtsbegehren der Beschwerdeführerin seien sowohl im erst- als auch im zweitinstanzlichen Verfahren aussichtslos gewesen, weshalb die entsprechenden Gesuche abzuweisen seien. Die Beschwerdeführerin macht geltend, es liege keine Aussichtslosigkeit vor, da die unentgeltliche Rechtspflege im Strafverfahren gegen den Beschwerdegegner und seinen Anwalt durch das Obergericht des Kantons Zürich gewährt worden sei. Es gehe immer nur um "ein einziges" Verfahren, nämlich das zürcherische Strafverfahren. Sie vermutet, in den Kantonen werde die unentgeltliche Rechtspflege unterschiedlich gehandhabt. Die Frage der Prozessaussichten bzw. der Aussichtslosigkeit stellt sich für jedes Verfahren gesondert. Dies gilt unabhängig davon, ob sie in verschiedenen Kantonen oder vor verschiedenen Gerichten und Instanzen stattfinden oder nicht. Entgegen dem, wovon die Beschwerdeführerin ausgeht, geht es vorliegend nicht um ein einziges Verfahren, auch wenn das zürcherische Strafverfahren im vorliegenden Rechtsöffnungsverfahren am Rande thematisiert worden ist. Aus der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Strafverfahren kann sie für das Rechtsöffnungsverfahren nichts zu ihren Gunsten ableiten. Sie legt auch nicht konkret dar, weshalb die für die Prozessaussichten bzw. die Aussichtslosigkeit relevanten Kriterien in den beiden Verfahren übereinstimmen sollen. Soweit sie überhaupt genügende Rügen erhebt, sind sie demnach unbegründet. Im Zusammenhang mit der unentgeltlichen Rechtspflege beruft sich die Beschwerdeführerin sodann auf die Staatshaftung des Kantons Aargau. Dabei ist weder ein Zusammenhang mit der Frage nach ihrem Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege ersichtlich noch sind Staatshaftungsansprüche Gegenstand des vorliegenden Verfahrens.