Citation: 5A_251/2023 E. 4.3.1

4.3.1. Sie bestätigt, in ihrem Gesuch die Auslandliegenschaften unerwähnt gelassen zu haben, macht aber geltend, das Obergericht lasse ausser Acht, dass sie seit mehreren Jahren an einer ärztlich attestierten Depression leide. Mit dieser Erkrankung gingen Konzentrations- und Gedächtnisstörungen einher. Aufgrund ihrer Erkrankung sei sie vergesslich. Es sei daher stossend, wenn das Obergericht als Bewertungsmassstab das Verhalten eines durchschnittlichen Dritten heranziehe und die Umstände des Einzelfalls unberücksichtigt lasse. Es mute seltsam an, dass das Obergericht im angefochtenen Entscheid auf die Erkrankung der Beschwerdeführerin Bezug nehme, dann aber aktenwidrig festhalte, sie sei erst Ende 2021 krank geworden, denn die Erkrankung bestehe seit Januar 2019. Fakt sei, dass sie schlichtweg aufgrund ihrer Erkrankung vergessen habe, in ihrem Gesuch die Auslandliegenschaften zu deklarieren bzw. offenzulegen.