Citation: 6B_1341/2017 E. 1.3

1.3. Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, es sei wesentlich wahrscheinlicher, dass nicht er, sondern Y.________ am Boden liegend A.________ (Beschwerdegegner 2) in den Oberschenkel geschossen habe. Zusammenfassend macht der Beschwerdeführer geltend, die Vorinstanz gehe davon aus, dass die erste Schussabgabe durch Y.________ aus unmittelbarer Nähe erfolgt sei. Dieser habe aus einer liegenden oder allenfalls am Zaun sitzenden Position von unten her auf den stehenden Beschwerdegegner 2 geschossen. Obwohl der Schusskanal in dessen Oberschenkel von unten nach oben verlaufe, komme die Vorinstanz zum Ergebnis, dass nicht Y.________ vom Boden her, sondern er (der Beschwerdeführer) getroffen habe, wobei er deutlich entfernt leicht oberhalb gestanden haben soll. Die Vorinstanz folge damit dem vom Beschwerdegegner 2 geschilderten Geschehensablauf, den sie offenbar als plausibel erachtet habe. Um diese Prämisse zu bestätigen, ignoriere sie in willkürlicher Weise sowohl physikalische Gesetze als auch die Aussagen des Experten zur Entstehung von Schmauchspuren (Beschwerde S. 11). Damit der beim Beschwerdegegner 2 vorgefundene Schusskanal durch seine Schussabgabe überhaupt hätte entstehen können, hätte er (der Beschwerdeführer) seinen Arm nahezu waagrecht halten müssen, was die Vorinstanz gerade nicht feststelle. Gleichzeitig hätte der Beschwerdegegner 2 sein Bein anheben müssen, wofür es in den Akten keine Anhaltspunkte gebe, weder in den Aussagen der Beteiligten noch der Zeugen. Es sei auch in hohem Masse unwahrscheinlich, dass der Beschwerdegegner 2 sein Bein derart hoch angehoben habe, wie es nötig gewesen wäre, damit der im Oberschenkel von unten nach oben führende Schusskanal von einem Schuss herrühren könnte, der aus einer höheren Position abgegeben worden sei (Beschwerde S. 13). Wenn die Vorinstanz entgegen der ausdrücklichen Aussage des Beschwerdegegners 2 davon ausgehe, dass eine durch ihn erfolgte Rückwärtsbewegung und ein Anheben seines rechten Beines auf der Hand lägen, stelle sie dies willkürlich fest (Beschwerde S. 14). Aufgrund des Umstands, wonach die Schussbahn des abgegebenen Schusses und der Schusskanal im Oberschenkel des Beschwerdegegners 2 schwerlich übereinstimmten, hätte die Vorinstanz unter Beachtung des Grundsatzes "in dubio pro reo" zum Schluss kommen müssen, dass eine andere Sachverhaltsvariante (nämlich ein Treffer durch eine Schussabgabe von Y.________, der erwiesenermassen von unten nach oben geschossen habe) deutlich wahrscheinlicher sei. Es bestünden vernünftige, unüberwindliche Zweifel, dass er (der Beschwerdeführer) den Beschwerdegegner 2 in den Oberschenkel getroffen habe (Beschwerde S. 28 ff.).