Citation: 9C_54/2018 E. 4.4.1

4.4.1. Es stellt sich indessen die Frage, ob sich die gestützt auf eine revisionsweise Anpassung nach Art. 17 ATSG verfügte Rentenaufhebung vom 10. April 2017 mit der substituierten Begründung der Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG schützen lässt. Diesbezügliche Hinweise scheinen vorhanden (vgl. zu den Voraussetzungen: BGE 141 V 405 E. 5.2 S. 414 f. mit Hinweisen; Urteile 8C_746/2017 vom 22. Dezember 2017 E. 2.2 und 9C_491/2017 vom 26. September 2017 E. 2 mit Hinweisen). So hatte es die Beschwerdegegnerin, obgleich in den der Berentung zugrunde gelegenen Arztberichten vom 25. Februar und 3. März 2014 leidensangepassteine bis Mitte August 2014 vollständig wiederhergestellte Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers prognostiziert worden war, unterlassen, diese in Aussicht gestellte Verbesserung der Arbeitsfähigkeit ärztlicherseits vor Erlass der Rentenverfügung vom 5. September 2014, mit welcher rückwirkend ab 1. Februar 2014 basierend auf einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % und einem Invaliditätsgrad von 65 % eine unbefristete Dreiviertelsrente zugesprochen wurde, verifizieren zu lassen.