Citation: 4A_414/2022 E. 3.1.1

3.1.1. Die Beschwerdeführerin rügt, dass entgegen der Auffassung der Vorinstanz kein Arbeitsvertrag zwischen dem Beschwerdegegner und der E.________ AG zustande gekommen sei. Aus der E-Mail der Arbeitgeberin vom 12. November 2021 ergebe sich, dass das Arbeitsverhältnis nicht habe gekündigt werden müssen, da die Parteien beschlossen hätten, es gänzlich zu "annullieren". Der abgeschlossene Arbeitsvertrag sei "nie wirksam" gewesen. Im Weiteren sei die "Bewertung" des Schreibens vom 8. Juli 2021 seitens der Vorinstanz "falsch", wonach dieses als Kündigung des Arbeitsvertrages zu verstehen sei. Dieses Schreiben bestätige nur die zwischen den Parteien geführten Gespräche über die Aufhebung des Arbeitsvertrages. Da der zwischen den Parteien abgeschlossene Arbeitsvertrag nie habe Wirkung entfalten können, könne die Beschwerdeführerin auch nicht zur Zahlung von Taggeldern an den Beschwerdegegner verpflichtet werden. Die Vorinstanz habe den Sachverhalt offensichtlich falsch festgestellt.