Citation: 6B_300/2016 E. 7.4

7.4. Das angefochtene Urteil verletzt auch in diesem Punkt kein Bundesrecht. Wie die Vorinstanz zutreffend erkennt, ergibt sich eine schadensgleiche Gefährdung des Vermögens bereits aus der Nichtbestellung von Sicherheiten bei der im Zeitpunkt der Darlehensgewährung mangelnden Bonität des Beschwerdeführers und dem Verzicht auf die Vereinbarung eines Verrechnungsverbots. Ob darüber hinaus bereits in der fehlenden Schriftlichkeit der Darlehensgewährung eine Beeinträchtigung der Vermögensinteressen liegt (angefochtenes Urteil S. 9), kann offenbleiben. Was der Beschwerdeführer hiegegen einwendet, führt zu keinem anderen Ergebnis. Nach den verbindlichen tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz hatte der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt der Darlehensgewährung sein gesamtes Wertschriftenvermögen bei der Bank J.________ verpfändet und war eine über den Betrag von CHF 550'000.- hinausgehende Belehnung von der Bank abgelehnt worden (angefochtenes Urteil S. 10). Die Vorinstanz nimmt daher zu Recht an, die Kreditwürdigkeit des Beschwerdeführers sei zu diesem Zeitpunkt ausgeschöpft und Einbringlichkeit der Darlehensforderung der Privatklägerin fraglich gewesen. Jedenfalls ist dieser Schluss nicht willkürlich. Die Revisionsstelle der Privatklägerin hat denn auch per Ende 2010 eine Wertberichtigung der nicht schriftlich fixierten Forderung vorgenommen (SB Anzeigenbeilage 98, 132). Der Verzicht auf eine Bonitätsprüfung ist daher nicht zu beanstanden. Dem vom Beschwerdeführer in Auftrag gegebenen Gutachten der K.________ AG kommt lediglich die Bedeutung einer der freien Beweiswürdigung unterliegenden Parteibehauptung zu (BGE 141 IV 369 E. 6.2, mit Hinweisen). Nicht zu beanstanden ist schliesslich, dass die Vorinstanz die Höhe des Vermögensschaden nicht genau beziffert. Nach der Rechtsprechung genügt es für die Bejahung des Gefährdungsschadens, wenn das Ausfallrisiko so objektivierbar ist, dass im Geschäftsverkehr Abzüge vom Nennwert der Forderung oder Rückstellungen etc. gemacht werden müssen (BGE 122 IV 279 E. 2a). Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt nicht vor. Ob das Darlehen der Privatklägerin an den Beschwerdeführer im Gegensatz zu demjenigen, welches der Beschwerdeführer der H.________ AG gewährt hat, nicht nachrangig war und ob daher die Privatklägerin bei einer Zession des Darlehensvertrages der H.________ AG noch schlechter gestellt gewesen wäre (Beschwerde S. 16, 19 und 24), ist im vorliegenden Kontext ohne Bedeutung, da die Nichtübertragung des Darlehens nicht Gegenstand der Anklage bildet. Schliesslich ist auch der Hinweis auf die gesetzlichen Bestimmungen über den Darlehensvertrag und die Verrechnungsbestimmungen unbehelflich. Das Gesetz sieht beim Darlehen eine Zinszahlungspflicht bei mangelnder Abrede nur im kaufmännischen Verkehr vor (Art. 313 Abs. 2 OR). Wie es sich damit verhält, kann indes offen bleiben. Denn ein Vermögensschaden ergibt sich hier in jedem Fall schon aus der fehlenden Vereinbarung von Sicherheiten.