Citation: 2C_1062/2019 E. A

Die 1966 geborene thailändische Staatsangehörige A.________ reiste im Oktober 1992 in die Schweiz ein. Nach der Heirat mit einem Schweizer Bürger im März 1993 erhielt sie eine Aufenthaltsbewilligung. Im November 1994 kam ihr älterer, aus einer früheren Beziehung stammender Sohn im Familiennachzug in die Schweiz. Im Juli 1998 erhielt sie die Niederlassungsbewilligung. Nach der Trennung von ihrem Ehemann bekam A.________ im Oktober 1999 aus einer neuen Beziehung ihren zweiten Sohn, B.________, der an Trisomie 21 (Down-Syndrom) leidet. Dieser besitzt seit Juli 2014 das Schweizer Bürgerrecht. Im November 1999 wurde die Ehe geschieden. Im August 2008 wurde A.________ wegen diverser Strafverfügungen und offener Verlustscheine von über Fr. 100'000.- ausländerrechtlich verwarnt. Mit Urteil des Regionalgerichts Oberland vom 3. Juni 2016 wurde A.________ wegen Verbrechen im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b, c und d i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG (SR 812.121) und mehrfacher Widerhandlung im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 24 Monaten (Probezeit: zwei Jahre) und einer Busse von Fr. 200.- verurteilt. Am 21. Juli 2017 widerrief die Einwohnergemeinde Thun die Niederlassungsbewilligung von A.________ und wies sie aus der Schweiz weg. Mit Urteil des Regionalgerichts Oberland vom 27. April 2018 wurde A.________ wegen Vergehens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c, d und g BetmG zu einer bedingten Freiheitsstrafe von neun Monaten (Probezeit: fünf Jahre) verurteilt. Die Probezeit für den bedingten Vollzug der Freiheitsstrafe von 24 Monaten wurde um ein Jahr verlängert. Am 7. Dezember 2018 heiratete sie den Schweizer C.________ (Art. 105 Abs. 2 BGG).