Citation: 8C_74/2017 E. 5.2

5.2. Wenn die Beschwerdeführerin behauptet, die Vorinstanz habe für die Annahme eines Zwischenverdienstes unzulässigerweise auf eine notwendige Veränderung des Charakters einer Nebenverdiensttätigkeit verwiesen, ist ihr nicht zu folgen. Wie in BGE 125 V 575 E. 5a S. 478 festgehalten wurde, liegt ein Nebenverdienst ausserhalb der in Art. 23 Abs. 1 AVIG festgeschriebenen Normalität; er hat ausserordentlichen Charakter. Wird dementgegen eine Tätigkeit nicht mehr ausserhalb der normalen üblichen Arbeitszeit ausgeübt und ein erheblicher Mehrverdienst erzielt, sind diese Einnahmen grundsätzlich als Zwischenverdienste abzurechnen, weil dieser Verdienst dadurch den ausserordentlichen Charakter verliert. Diese Wertung hat die Vorinstanz bei der Beurteilung, ob ein anzurechnender Zwischenverdienst vorliegt oder nicht, daher zu Recht einfliessen lassen, weshalb die von der Beschwerdeführerin vorgenommene, rein prozentuale Berechnung der Steigerung der im Jahr 2012 erzielten Verdienste im Verhältnis zum Vorjahr oder eventualiter zum Durchschnitt der Jahre 2007 bis 2009 und 2011 (Handelsschule E.________) und 2006 bis 2009 sowie 2011 (Schulen D.________) fehl geht. Allein schon der Umstand, dass ein jährlicher Mehrverdienst von Fr. 89.- bei der Handelsschule E.________ gegenüber einem langjährigen Durchschnittsverdienst von Fr. 252.- eine erhebliche Ausweitung eines Nebenverdienstes darstellen soll, zeigt, dass diese Auffassung nicht zutreffen kann. Nicht zu beanstanden ist, dass sich das kantonale Gericht auf die über mehrere Jahre erzielten Werte stützte, um ein möglichst zuverlässiges Bild über die erzielten Verdienste zu erhalten. Wie der Beschwerdegegner plausibel darlegte, ergeben sich die Schwankungen der Einnahmen als Prüfungsexperte aus der in jedem Jahr unterschiedlichen Anzahl der ihm zugeteilten Dossiers. Wenn die Vorinstanz auf eine nicht erhebliche Steigerung der Tätigkeit aufgrund der Arbeitslosigkeit schloss, lässt sich dies nicht beanstanden.