Citation: 9C_682/2017 E. 4.3

4.3. In der Beschwerde wird schliesslich geltend gemacht, falls keine Gründe für eine materielle Revision gegeben seien, müsse jedenfalls die Möglichkeit einer prozessualen Revision im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG bejaht werden, weil nach der Mitteilung vom 26. Juli 2013 erhebliche Tatsachen oder Beweismittel entdeckt worden seien, die zuvor nicht hätten beigebracht werden können. Dass die Vorinstanz auch die Voraussetzungen der prozessualen Revision verneine mit dem Hinweis, die gesundheitlichen Beeinträchtigungen seien bereits seit Längerem bekannt und stellten insofern keine neu entdeckte Tatsache dar, greife zu kurz. Es müssten auch Erkenntnisse "aus dem Handeln gemäss den Erwartungen der IV-Stelle" berücksichtigt werden. So habe man vor dem Abschluss der beruflichen Massnahmen, die im geschützten Rahmen erfolgt seien, noch nicht gewusst, wie die Versicherte auf den Druck in der freien Wirtschaft reagiere. Wenn die Versicherte nachträglich habe erkennen müssen, dass sie dort nicht bestehen könne, stelle dies eine neu entdeckte Tatsache dar, die eine prozessuale Revision ermöglichen müsse.