Citation: 6P.29/2007 27.04.2007 E. 5

5.1 Der Beschwerdeführer macht zunächst geltend, das Kantonsgericht habe in willkürlicher Weise angenommen, er hätte Wertberichtigungen auf dem Darlehenskonto vornehmen müssen. Das Obergericht des Kantons Zürich habe in einem Urteil vom 9. Juli 2002 angenommen, er habe in den Jahren 1993 bis 1996 über ein Nettovermögen von rund Fr. 7 Mio. verfügt. Er habe daher davon ausgehen dürfen, dass die Darlehensforderung der A.________ AG hinreichend gesichert gewesen sei (staatsrechtliche Beschwerde S. 3 f.). 5.2 Die kantonalen Instanzen nehmen an, der Beschwerdeführer hätte als Organ der A.________ AG angesichts der angespannten Lage im Immobilienmarkt, in welchem er sein Vermögen investiert gehabt habe, entweder Sicherheiten für das an ihn selbst als Privatperson ausgerichtete Darlehen einfordern oder den Kredit aufkünden müssen. Eine Wertberichtigung des Darlehens, das zu jener Zeit mehr als zwei Drittel der Aktiven der Gesellschaft ausgemacht habe, sei unabdingbar gewesen. Aus dem vom Beschwerdeführer angerufenen Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich lasse sich nicht ableiten, die Vermögenslage des Beschwerdeführers habe im hier massgeblichen Zeitraum von 1997 bis 2000 die Sicherheit des Darlehens als unbedenklich erscheinen lassen (erstinstanzliches Urteil S. 6 ff.; angefochtenes Urteil S. 5 ff.). 5.3 Das Obergericht des Kantons Zürich hatte den Beschwerdeführer mit Urteil vom 9. Juli 2002 in zweiter Instanz des betrügerischen Konkurses sowie des mehrfachen versuchten Steuerbetruges im Sinne von § 192 aStG und von Art. 186 Abs. 1 DBG schuldig erklärt und ihn zu 12 Monaten Gefängnis, mit bedingtem Strafvollzug bei einer Probezeit von 5 Jahren, und einer Busse von Fr. 3'000.-- verurteilt. Von der Anklage der ungetreuen Geschäftsführung gemäss Art. 159 Abs. 1 aStGB bzw. der untreuen Geschäftsbesorgung im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 StGB sowie des Steuerbetruges in einzelnen Punkten hatte es ihn freigesprochen. Im Anklagepunkt der ungetreuen Geschäftsbesorgung war dem Beschwerdeführer zur Last gelegt worden, er habe sich persönlich am 23. Dezember 1993 als Alleinaktionär und einziger Verwaltungsrat der B.________ AG ein Darlehen in der Höhe von rund Fr. 774'000 gewährt, welches nachträglich bis zum 31. Dezember 1996 auf rund Fr. 1'483'000.-- aufgestockt worden sei. Als die Darleiherin in Konkurs gefallen sei, sei der Beschwerdeführer nicht in der Lage gewesen, das nur durch wertlose Schuldbriefe gesicherte Darlehen zurückzuzahlen (Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich vom 9.7.2002, S. 4, Beschwerdebeilage 3). Der Beschwerdeführer hatte sich in jenem Verfahren auf den Standpunkt gestellt, er sei im Zeitpunkt der Darlehensgewährung bzw. -erhöhung durchaus in der Lage gewesen, dieses zurückzuerstatten. Er berief sich hiefür auf einen von einer Treuhandkanzlei erstellten Vermögensstatus per 30. September 1996. Das Obergericht hatte diesbezüglich trotz Zweifeln an der Aussagekraft der fraglichen Dokumente zu Gunsten des Beschwerdeführers angenommen, er habe im Zeitpunkt der Darlehensgewährung bzw. -erhöhung über ein Nettovermögen von rund Fr. 7 Mio verfügt, und sei mithin persönlich durchaus leistungsfähig gewesen sei. Unter diesen Umständen hatte es eine schadensgleiche Vermögensgefährdung im Zeitpunkt der Ausrichtung des Darlehens verneint (Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich vom 9.7.2002, S. 5 f.). Die zitierten Erwägungen des obergerichtlichen Urteils beziehen sich ausschliesslich auf den Zeitraum Dezember 1993 bis Ende 1996. Wie das Kantonsgericht zutreffend festhält, lässt sich daraus nichts für den Zeitraum 1997 bis 2000 ableiten. Ein Vermögensstatus für diesen Zeitraum liegt nicht vor. Aus dem Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich ergibt sich sodann, dass der Beschwerdeführer das Darlehen im Zeitpunkt des Konkurses der B.________ AG am 25. März 1999 nicht zurückzahlen konnte (Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich vom 9.7.2002, S. 4). Der Schluss des Kantonsgerichts ist jedenfalls nicht schlechterdings unhaltbar.