Citation: 6B_888/2024 E. 4.2

4.2. Die Verteidigung macht geltend, die Vorinstanz habe den Beschwerdeführer unnötig hart bestraft. Die Strafzumessung sei schon deshalb "komplett falsch", weil die Vorinstanz ihn für zwei versuchte Tötungsdelikte schuldig gesprochen habe, die er gar nicht begangen habe. Gerade auch bei der Strafzumessung habe sie zu wenig beachtet, dass von der gegnerischen Gruppierung nicht nur vier Brüder am Tatort gewesen seien, sondern gemäss den Aussagen von F.________ auch noch weitere Personen aus der Bar. Auch der professionelle Kampfsportler E.________ habe als Zeuge klar ausgeführt, dass A.B.________ den Beschwerdeführer angegriffen und zusammengeschlagen habe. Der Beschwerdeführer sei also selbst heftig angegriffen worden, "was das Verschulden bei der Eskalation insgesamt doch deutlich minimiert". Die Vorinstanz habe auch klar die Alkoholisierung des Beschwerdeführers zu wenig strafmindernd beachtet. Er habe zur Tatzeit rund 2,2 bis 2,5 Gewichtspromille Alkohol "intus" gehabt. Wenn die Vorinstanz deshalb ohne Einholung eines Gutachtens betreffend Einschränkung der Schuldfähigkeit nur von einer Enthemmung in leichtem bis mittlerem Ausmass ausgehe, so sei dies zu wenig.