Citation: 6B_657/2019 E. 1.3

1.3. Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, er sei auf der A3 nur mit etwa 80 km/h gefahren. Deshalb sei es nicht möglich, dass er und der schneller fahrende A.________ bereits Abschnitte der A3 gleichzeitig befahren hätten. Wäre er, der Beschwerdeführer, im Bereich der Verzweigung A3/A1 tatsächlich schneller als 80 km/h gefahren, hätte eine Verzeigung wegen Geschwindigkeitsübertretung erfolgen müssen. Das sei aber gerade nicht geschehen. Damit sei klar, dass auch die Staatsanwaltschaft nicht von einer zu hohen Geschwindigkeit ausgegangen sei. Dieser Schluss ist unzulässig: Aus dem Umstand, dass eine (allfällige) Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit nicht strafrechtlich verfolgt worden ist, kann nicht gefolgert werden, dass die Staatsanwaltschaft von einem geringeren Tempo ausgegangen ist; der hier strittige Tatvorwurf setzt die höhere Geschwindigkeit im Streckenabschnitt zwischen den beiden Videostandorten gerade voraus. In diesem Zusammenhang bringt der Beschwerdeführer vor, die Vorinstanz ziehe falsche Rückschlüsse aus seiner Aussage, er sei auf dem Streckenabschnitt A1 mit 100 km/h unterwegs gewesen. Es sei willkürlich, daraus zu folgern, er sei auch auf dem vorherigen Abschnitt, also auf der A3, gleich schnell gefahren. Indem die Staatsanwaltschaft die Aussagen des Beschwerdeführers betreffend die gefahrene Geschwindigkeit auf der A3 nicht prüfe, habe sie gegen den Untersuchungsgrundsatz (Art. 6 Abs. 2 StPO) verstossen. Dem ist einmal entgegenzuhalten, dass die Vorinstanz, was den Streckenabschnitt auf der Autobahn A3 betrifft, nichts aus dem nachfolgenden Fahrverhalten (auf der A1) ableitet. Vielmehr hat sie sich dafür auf die im Bild festgehaltene Fahrzeugkonstellation einerseits und auf die Berechnungen der METAS anderseits gestützt (dazu angefochtenes Urteil S. 6 oben). Auf weitere Abklärungen durfte sodann ohne Verstoss gegen den strafprozessualen Untersuchungsgrundsatz verzichtet werden.