Citation: 1C_448/2024 E. A

Die österreichischen Behörden ersuchten mit Ausschreibung im Schengener Informationssystem vom 23. Januar 2024 um Verhaftung und Auslieferung des österreichischen Staatsangehörigen A.________ zur Strafverfolgung wegen Beteiligung am illegalen Handel mit Drogen (insgesamt rund 28 kg Kokain). Sie stützten sich dabei auf die vom Landesgericht Feldkirch vom 22. Dezember 2023 bewilligte Anordnung der Festnahme der Staatsanwaltschaft Feldkirch vom 21. Dezember 2023. Am 23. Januar 2024 wurde A.________ im Kanton St. Gallen festgenommen und mit Haftanordnung des Bundesamtes für Justiz (BJ) vom gleichen Tag in provisorische Auslieferungshaft versetzt. Das Bundesministerium der Justiz der Republik Österreich ersuchte die Schweiz am 29. Januar 2024 um Auslieferung von A.________. Das BJ erliess am 20. Februar 2024 einen Auslieferungshaftbefehl gegen A.________, der unangefochten blieb. Es holte eine Stellungnahme ein beim Untersuchungsamt Altstätten zum Vorrang der Auslieferung von A.________ für Tathandlungen, für die auch eine schweizerische Strafhoheit besteht, sowie Zusatzinformationen bei den österreichischen Behörden namentlich zu dem ihm vorgeworfenen Sachverhalt. Am 8. Mai 2024 verfügte das BJ die Auslieferung von A.________ an Österreich für die im Auslieferungsersuchen des Bundesministeriums für Justiz der Republik Österreich vom 26. Januar 2024 zugrunde liegenden Straftaten. Die dagegen erhobene Beschwerde von A.________ wies das Bundesstrafgericht mit Entscheid vom 12. Juli 2024 ab.