Citation: 9C_833/2017 E. 4

Die Beschwerdeführerin rügt, mit der Vornahme eines leidensbedingten Abzugs vom Tabellenlohn habe die Vorinstanz Art. 16 sowie Art. 7 Abs. 2 ATSG verletzt. Auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt seien zahlreiche leichte Kontroll-, Überwachungs- oder administrative Tätigkeiten vorhanden, die ohne Weiteres dem Anforderungs- und Belastungsprofil des Beschwerdeführers entsprächen. Dieses berücksichtige die medizinischen Einschränkungen, insbesondere den erhöhten Pausenbedarf, die deshalb nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen dürften. Andere Umstände, die einen Abzug zu rechtfertigen vermöchten, lägen beim Versicherten nicht vor. Unmassgeblich sei, dass sie selber in der Verfügung vom 10. Februar 2015 noch einen leidensbedingten Abzug von 15 % gewährt habe. Dabei sei sie von einer vollen Arbeitsfähigkeit mit bloss qualitativer Einschränkung ausgegangen. Nachdem die Vorinstanz - dem Gerichtsgutachten vom 6. April 2017 folgend - den Einschränkungen bereits auf Stufe der Arbeitsfähigkeitsschätzung auch einen quantitativen Einfluss beigemessen habe, sei ein zusätzlicher leidensbedingter Abzug vom Tabellenlohn nicht mehr zulässig.