Citation: 9C_467/2019 E. 4

Die Beschwerdeführerin erblickt im Schluss des kantonalen Gerichts, die Darlehensgeberin habe nicht damit rechnen müssen, dass das gewährte Darlehen nicht zurückbezahlt werde, im Wesentlichen eine Ermessensunterschreitung. Die Vorinstanz habe von ihrem Ermessen rechtsfehlerhaft keinen Gebrauch gemacht, indem sie von der unbelegten Annahme ausgegangen sei, der Steuerwert der Liegenschaft liege einiges tiefer als der Verkehrswert. Dabei handle es sich um eine vermutungsweise Argumentation, welche sich auf keinerlei Fakten zu stützen vermöge. Vielmehr ergebe sich aus der Steuerveranlagung 2011 die Überschuldung der Liegenschaft bereits 2011 bzw. bei Aufnahme der selbständigen Tätigkeit. Auch insgesamt ergäben sich aus der Steuerveranlagung verlässliche Schlüsse auf eine Überschuldung des Sohnes im Zeitpunkt der Darlehenshingabe.