Citation: 2C_581/2021 E. 3.3.1

3.3.1. Die Beschwerdeführerinnen legen nicht substanziiert dar, inwieweit sie einen Rechtsanspruch auf Behandlung ihres Gesuchs um Untersuchung der Situation im ANZ E.________ besitzen. Daran ändert nichts, dass sie ihr Begehren vom 12. April 2021 als "Feststellungsbegehren" gestellt haben wollen. Ein blosser Rechtsbehelf vermittelt nicht alleine deshalb einen Anspruch auf Behandlung, nur weil Feststellungsanträge gestellt werden. Ein Anspruch auf Behandlung ergibt sich auch nicht aus der Bundesverfassung oder dem Völkerrecht. Die Beschwerdeführerinnen hatten Gelegenheit, die Zuweisung an das ANZ E.________ gerichtlich überprüfen zu lassen; weder das Bundesgericht noch der EGMR haben darin eine Verletzung von Grund- bzw. Menschenrechten gesehen. Dass die Beschwerdeführerinnen gemäss eigenen Angaben in diesem Verfahren das "Misshandlungsverbot" nicht angerufen haben, ist ihr eigenes prozessuales Versäumnis. Weiter haben die Beschwerdeführerinnen die Möglichkeit, bei wesentlich veränderten Verhältnissen ein Wiedererwägungsgesuch zu stellen und damit eine erneute Überprüfung der Zuweisung zu erwirken. Auch dies haben sie getan, aber letztlich nicht weiterverfolgt. Schliesslich können sich die Beschwerdeführerinnen, sollten sie im ANZ E.________ konkret Opfer einer Misshandlung werden, jederzeit an die Polizei wenden. Ist somit nicht ersichtlich, dass ein Rechtsanspruch auf Behandlung des Gesuchs besteht, sind die Beschwerdeführerinnen auch nicht berechtigt, Rechtsverweigerungsbeschwerde zu erheben.