Citation: 1B_194/2009 08.12.2009 E. A

Mit Eingabe vom 27. Januar 2008 ans Bezirksgericht Bülach verlangte X.________, Y.________ wegen übler Nachrede, eventualiter wegen Verleumdung, zu bestrafen. Zur Begründung führte er an, es sei am 20. September 2007 in Dietlikon zwischen ihm und Y.________ zu einem Unfall gekommen. Er sei dabei verletzt worden und habe gegen sie Strafanzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung erhoben. In diesem Zusammenhang sei Y.________ am 15. Oktober 2007 polizeilich befragt worden. Dabei habe sie Folgendes zu Protokoll gegeben: "Mir wurde durch einen Gast telefonisch mitgeteilt, dass es sich bei X.________ um einen Betrüger handelt, ich solle vorsichtig sein. X.________ schulde einem weiteren Kollegen Geld. Ich könne ihn gerne als Zeugen nehmen, falls X.________ mich unter Druck setzen möchte, damit er von mir Schmerzensgeld erwirken kann. (..) Es passt jedoch zum Umstand, dass X.________ nun gegen mich Strafantrag stellt." Am 6. Februar 2009 sprach das Bezirksgericht Bülach die von X.________ angeklagte Y.________ vollumfänglich frei. Es auferlegte die Verfahrenskosten dem Ankläger und verpflichtete ihn zudem, der Freigesprochenen eine Parteientschädigung zu bezahlen.