Citation: 5A_485/2007 19.12.2007 E. 3

Der Beschwerdeführer rügt in verschiedener Hinsicht, das Obergericht habe ohne Begründung von ihm angebotene Beweise ohne Erklärung nicht abgenommen und dadurch gegen Art. 8 ZGB verstossen bzw. seinen Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) missachtet. 3.1 Die in erster Linie die Verteilung der Beweislast regelnde Bestimmung von Art. 8 ZGB verleiht der belasteten Partei einen bundesrechtlichen Anspruch auf Abnahme von Beweisen, die zum Nachweis rechtserheblicher Tatsachen - nach Massgabe des kantonalen Prozessrechts frist- und formgerecht - angeboten worden sind. Das Bundesrecht bestimmt indessen nicht, wie der Sachrichter das Ergebnis der Beweiserhebungen zu würdigen habe, und verbietet ihm somit namentlich nicht, einem beantragten Beweismittel auf Grund einer vorweggenommenen Beweiswürdigung, weil er seine Überzeugung bereits aus anderen Beweisen gewonnen hat und davon ausgeht, dass weitere Abklärungen am massgeblichen Beweisergebnis nichts mehr zu ändern vermöchten, die Tauglichkeit abzusprechen (dazu BGE 130 III 591 E. 5.4 S. 601 f.; 129 III 18 E. 2.6. S. 24 f., mit Hinweisen). Die im erwähnten Sinn vorweggenommene Beweiswürdigung vermag das Übergehen eines Beweisantrags freilich nur insofern zu rechtfertigen, als nicht dargetan ist, dass sie gegen das Willkürverbot (Art. 9 BV) verstösst (vgl. BGE 130 III 321 E. 5 S. 327 mit Hinweisen). 3.2 Der vom Beschwerdeführer ebenfalls als verletzt betrachtete Anspruch auf rechtliches Gehör im Sinne von Art. 29 Abs. 2 BV gebietet, dass das Gericht die rechtserheblichen Vorbringen der Parteien anhört und bei der Entscheidfindung berücksichtigt (BGE 124 I 241 E. 2 S. 242). Damit sich die Parteien ein Bild über die Erwägungen des Gerichts machen können, hat dieses ferner seinen Entscheid zu begründen. Dabei ist jedoch nicht erforderlich, dass sich der Entscheid mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinander setzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr genügt es, wenn sich aus den Erwägungen ergibt, dass und warum das Gericht die Darstellung einer Partei nicht für stichhaltig erachtet hat, damit diese den Entscheid sachgerecht anfechten kann (BGE 129 I 232 E. 3.2 S. 236 mit Hinweisen).