Citation: H 44/00 15.03.2001 E. 6

6.- Zu prüfen bleibt, ob die Beiträge bereits für das Jahr 1996 im ausserordentlichen Verfahren (Gegenwartsbemessung) festzusetzen sind. a) Vorweg ist festzuhalten, dass die mit Steuermeldung vom 31. Januar 1997 mitgeteilten Einkommenszahlen auf einer rechtskräftigen Veranlagung beruhen; denn es wurde keine spezielle Art der Steuermeldung deklariert, weshalb von einer ordentlichen Meldung auszugehen ist. Beim vom Versicherten geltend gemachten hängigen Steuerverfahren geht es auch nicht darum, dass die Steuerverwaltung die Einkommen der Jahre 1993 und 1994 nicht korrekt ermittelt hätte, sondern um die Frage der Zwischenveranlagung per 1. März 1996. Diese hat jedoch keinen Einfluss auf die Höhe der Einkommen der Jahre 1993 und 1994. b) Die Vorinstanz hat zu Recht erwogen, dass die Voraussetzungen von alt Art. 25 Abs. 1 AHVV zur Anwendung des ausserordentlichen Verfahrens nicht erfüllt sind, dieses jedoch auf Grund von alt Art. 25 Abs. 2 AHVV allenfalls ab 1. Januar 1997 in Frage kommt. Denn während für die Anwendbarkeit von alt Art. 25 Abs. 2 AHVV die Einschränkung der Erwerbstätigkeit (mit entsprechendem, kausaladäquatem Einkommensrückgang; ZAK 1981 S. 346) genügt, verlangt alt Art. 25 Abs. 1 AHVV zur Anwendung der Gegenwartsbemessung zusätzlich die qualitative Änderung der Erwerbstätigkeit. Letzteres liegt jedoch gemäss konstanter Rechtsprechung weder bei Wegfall des grössten Auftraggebers noch bei Reduzierung des Arbeitspensums vor (ZAK 1992 S. 474 Erw. 2b/aa mit Hinweisen); beide mögen zwar unter Umständen einen erheblichen Einfluss auf das Geschäftsergebnis (Einkommenshöhe) haben, doch stellen sie keine Änderung der Einkommensgrundlagen dar. Die Neufestsetzung gemäss alt Art. 25 Abs. 2 AHVV gelangt erst ab dem der Erwerbstätigkeitseinschränkung folgenden Kalenderjahr zur Anwendung; dies ist denn auch der Grund, weshalb eine Gegenwartsbemessung frühestens ab dem 1. Januar 1997 denkbar ist. c) Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers impliziert eine steuerrechtliche Zwischenveranlagung keineswegs die Anwendung der Gegenwartsbemessung im ahv-rechtlichen Beitragsverfahren; vielmehr müssen auch in diesem Falle die Voraussetzungen von alt Art. 25 Abs. 1 oder Abs. 2 AHVV erfüllt sein (ZAK 1988 S. 512 Erw. 2e mit Hinweisen). d) Es liegen somit keine Gründe vor, welche die Anwendung des ausserordentlichen Festsetzungsverfahrens schon für das Beitragsjahr 1996 zu rechtfertigen vermöchten.