Citation: 4A_400/2020 E. 2

Die Beschwerdeführerin selbst gibt in ihrer Beschwerde an, der Streitwert betrage Fr. 7'500.--. Sie anerkennt, dass die Streitwertgrenze nach Art. 74 Abs. 1 BGG nicht erreicht wird, macht aber geltend, es stellten sich Rechtsfragen von grundsätzlicher Bedeutung. Sie habe sich im kantonalen Verfahren auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts in den Entscheiden BGE 141 III 23 und 5A_768/2012 berufen, wonach auf ein Gesuch im Rechtsschutz in klaren Fällen gemäss Art. 257 ZPO nur eingetreten werden könne, wenn dieses vollumfänglich gutgeheissen werde. Diesbezüglich habe sich das Bundesgericht in Erwägung 3.4 von BGE 141 III 23 klar und unmissverständlich ausgedrückt und Folgendes festgehalten: "Le juge est dans l'impossibitité d'admettre les conclusions de la requête dans leur intégralité". Daher hätte auf das Gesuch gesamthaft nicht eingetreten werden dürfen. Es stelle sich die Frage, ob die vom Bundesgericht in BGE 141 III 23 festgehaltene Rechtsprechung auch in miet- und pachtrechtlichen Ausweisungsverfahren nach Art. 257 ZPO, die im Rechtsschutz in klaren Fällen durchgeführt würden, zur Anwendung gelange. Die Frage, ob auf ein Ausweisungsbegehren eingetreten werden könne, obschon das Gesuch in Bezug auf einzelne Begehren bzw. einzelne Grundstücke nicht gutgeheissen werden könne, sei vom Bundesgericht bis anhin noch nie beantwortet worden und stelle daher eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung dar.