Citation: C 97/02 15.10.2002 E. 4.1

Im angefochtenen Entscheid wurde die Frage nach der Vermittlungfähigkeit des Versicherten bis zum Stellenantritt, in welche Zeit die Monate Mai, Juni und Juli fallen, geprüft und bejaht. Der Beschwerdeführer rügt letztinstanzlich indes lediglich die Einstellung in der Anspruchsberechtigung. Die nicht beanstandete Vermittlungsfähigkeit gehört deshalb nicht zum Streitgegenstand. Weil aber die Vermittlungsfähigkeit in engem Sachzusammenhang mit der Einstellung steht - die Einstellung setzt die grundsätzliche Anspruchsberechtigung voraus (BGE 126 V 520) - darf das Gericht auch diesen Aspekt prüfen. Hierzu ist es auch gestützt auf den Grundsatz, dass das Recht von Amtes wegen anzuwenden ist, berechtigt (Art. 103 Abs. 4 zweiter Satz AVIG; BGE 122 V 36 Erw. 2b). 4.2 Rechtsprechungsgemäss ist bei arbeitslosen Versicherten, welche eine geeignete, aber nicht unmittelbar freie Stelle finden und annehmen, unter bestimmten Voraussetzungen die Vermittlungsfähigkeit bis zum Stellenantritt nicht weiter zu prüfen; dies weil die Aussichten, während dieser relativ kurzen Zeit von einem weiteren Arbeitgeber angestellt zu werden, verhältnismässig gering sind (BGE 110 V 207). Erforderlich ist indessen, dass der Betreffende in Erfüllung seiner Schadenminderungspflicht alle jene Vorkehren getroffen hat, die man vernünftigerweise von ihm erwarten darf, damit er so rasch als möglich eine neue Stelle antreten kann. Einem Versicherten ist es nicht zuzumuten, im Hinblick auf einen - theoretisch zwar möglichen, praktisch jedoch wenig wahrscheinlichen - früheren Stellenantritt mit dem Abschluss des neuen Arbeitsvertrages zuzuwarten und dadurch das Risiko einer allenfalls noch längeren Arbeitslosigkeit auf sich zu nehmen. Auf diese Rechtsprechung mit Erfolg berufen kann sich jedoch nur, wer zumindest bis zum Finden der neuen Stelle tatsächlich vermittlungsfähig war (ARV 1998 Nr. 46 S. 267). Dies kann - wie das vorinstanzliche Gericht einlässlich dargelegt hat und worauf zu verweisen ist - beim Beschwerdegegner zweifellos bejaht werden.