Citation: 2C_295/2024 E. 4.3

4.3. Vorliegend ergaben sich die Höhe des Vorschusses (Fr. 2'000.--), die Zahlungsfrist (20 Tage ab Rechtskraft) sowie die Säumnisfolge (Nichteintreten) klar und unmissverständlich aus dem Dispositiv des Entscheids betreffend die unentgeltliche Rechtspflege vom 19. Juli 2023. Zudem wurde der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 13. September 2023, mit welchem sein Sistierungsgesuch abgewiesen wurde, erneut auf den Kostenvorschuss und die Zahlungsfrist hingewiesen. Damit wurde der - zudem rechtlich vertretene - Beschwerdeführer im Rahmen der verfassungsrechtlichen Anforderungen rechtsgenüglich informiert. Gleichzeitig liegt keine Ausnahmekonstellation im Sinn der Rechtsprechung vor, nachdem die Regelung im Dispositiv des Entscheids des Verwaltungsgerichts vom 19. Juli 2023 eine fristgerechte Zahlung nach Abweisung seines Rechtsmittels durch das Bundesgericht ohne Weiteres ermöglicht hätte. Schliesslich sind die Kantone wie dargelegt nicht verpflichtet, eine Nachfrist für die Bezahlung des Kostenvorschusses vorzusehen. Das VRG/TG enthält denn auch keine solche Bestimmung, sondern verlangt für die Erstreckung behördlich angesetzter Fristen grundsätzlich, dass vor Ablauf der Frist mit zureichenden Gründen darum nachgesucht wird. Zudem sieht das Gesetz ausdrücklich vor, dass im Säumnisfall die angedrohten Folgen eintreten, und dass eine einmal versäumte Frist nur bei fehlendem Verschulden des Säumigen oder seines Vertreters wiederhergestellt werden kann (vgl. vorne E. 4.1). Der Beschwerdeführer hat vorliegend erst am 27. Februar 2024 und damit nach Ablauf der Frist zur Zahlung des Kostenvorschusses um Erstreckung respektive Wiederherstellung der diesbezüglichen Frist ersucht. Angesichts der klaren und unmissverständlichen Kommunikation der Frist zur Zahlung des Kostenvorschusses durch das Verwaltungsgericht ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz nicht von einem Fall fehlenden Verschuldens im Sinne von § 26 VRG/TG ausgegangen ist.