Citation: I 425/03 08.04.2004 E. 2

2.1 Die Vorinstanz hat erwogen, aufgrund der bei den Akten liegenden medizinischen Berichte bleibe unklar, wie sich das Leiden der Versicherten auf die künftige Berufsbildung und Erwerbstätigkeit auswirken werde. Ebenfalls nicht beurteilt werden könne, ob die anbegehrte Psychotherapie geeignet und notwendig sei, um einen allfällig drohenden Defekt mit seiner negativen Wirkung ganz oder in wesentlichem Ausmass zu verhindern. Nicht erstellt sei auch, ob es sich um eine zeitlich begrenzte Vorkehr oder um eine Dauertherapie handle. Zudem fehle es an einer eindeutigen Diagnose. 2.2 Nach Ansicht der IV-Stelle steht auch ohne ergänzende spezialärztliche Abklärungen fest, dass die im Jahre 1998 eingeleitete Psychotherapie mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht geeignet ist, einen die Ausbildung oder Erwerbstätigkeit beeinträchtigenden Defektzustand zu verhindern. Die Versicherte leide an einem erheblichen intellektuellen Defizit, welches sich sowohl psychisch (Konzentrationsstörungen, Affektinkontinenz, Angstzustände) wie auch schulisch auswirke. Obwohl die Therapie in bestimmten Bereichen wie Kontakt mit Gleichaltrigen, Gebundenheit an die Mutter eine gewisse Stabilisierung gebracht habe, könnten mit der Psychotherapie die Probleme nicht behoben werden. Denn wegen der Minderintelligenz würden immer wieder schulische Schwierigkeiten auftreten, was wiederum depressive Verstimmungen zur Folge habe. In ähnlicher Weise werde dies auch später bei der beruflichen Ausbildung und der Ausübung einer Erwerbstätigkeit der Fall sein.