Citation: U 88/01 24.12.2002 E. 3

3.1 Umstritten ist zunächst, welche gesundheitlichen Beeinträchtigungen in ei-nem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfallereignis ste-hen. 3.2 Gemäss den ärztlichen Feststellungen zog sich die Beschwerdegegnerin beim Unfall vom 9. Oktober 1993 eine hintere Hüftluxation links mit Acetabu-lumfraktur, eine vordere Beckenringfraktur rechts, eine Rissquetschwunde präti-bial am linken Unterschenkel sowie diverse Kontusionen zu. Die in der Folge erstatteten medizinischen Stellungnahmen enthalten übereinstimmend die Diag-nose einer (leichten) Coxarthrose des linken Hüftgelenks und einer Läsion des Nervus ischiadicus links, welche unbestrittenermassen in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfallereignis stehen. Die Adäquanz des Kausal-zusammenhangs ist bei körperlichen Gesundheitsschäden regelmässig ohne weiteres zu bejahen (BGE 118 V 291 Erw. 3a mit Hinweisen). Die Frage, ob auch die seit März 1995 auftretenden Rückenbeschwerden eine Unfallfolge darstellen, wird kontrovers beantwortet (Stellungnahmen des SUVA-Kreisarztes Dr. med. Z.________ vom 10. März 1997 einerseits und des Dr. med. P.________ vom 17. September 1997 andererseits). Mit der Vorinstanz kann jedoch gestützt auf das MEDAS-Gutachten vom 23. Dezember 1996 und das Gutachten der Klinik für Orthopädische Chirurgie des Spitals G.________ vom 11. Mai 1995 davon abgesehen werden, innerhalb des somatischen Beschwerdebildes unfallfremde Anteile auszuscheiden, denn diese haben, falls sie vorliegen sollten, jedenfalls keinen wesentlichen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit.