Citation: 8C_384/2023 E. 3.3.2

3.3.2. Ob das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder der besonderen Eindrücklichkeit erfüllt ist, wird objektiv und nicht aufgrund des subjektiven Empfindens bzw. Angstgefühls der versicherten Person beurteilt. Zu beachten ist zudem, dass jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit eigen ist, die somit noch nicht für dessen Bejahung ausreichen kann (BGE 148 V 301 E. 4.4.3 mit Hinweisen). Das Kriterium kann als gegeben gelten, wenn objektiv eine unmittelbare Lebensbedrohung bestand (Urteile 8C_703/2022 vom 1. September 2023 E. 4.3; 8C_500/2022 vom 4. Mai 2023 E. 5.2.3; 8C_799/2008 vom 11. Februar 2009 E. 3.2.3). Eine solche behauptet der Beschwerdeführer zwar, indem er vorbringt, von den schweren Verletzungen hätten durchaus auch Gefässe oder die Augen betroffen sein können, was zum Tod oder zum Verlust des Augenlichts hätte führen können. Weder macht er jedoch objektive Umstände mit einem unmittelbar lebensbedrohenden Charakter geltend, noch ergeben sich entsprechende Anhaltspunkte aus der medizinischen Aktenlage. Inwiefern das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder der besonderen Eindrücklichkeit des Unfallereignisses gar in ausgeprägter Weise oder aber mindestens zwei weitere Adäquanzkriterien gegeben wären, wird in der Beschwerde nicht aufgezeigt und ist auch nicht ersichtlich.