Citation: 9C_431/2023 E. 4.3

4.3. Dem Beschwerdeführer ist zuzugestehen, dass der Wortlaut von Art. 29 TG/VS keinen Anhaltspunkt für eine Taxenpflicht von kantonsfremden Vermietern von Ferienwohnungen liefert. Im Gegenteil ist die Bestimmung ihrem Wortlaut nach so zu verstehen, dass Abs. 1 den Kreis der Personen, die von den Gemeinden der Tourismusförderungstaxe unterworfen werden dürfen, auf juristische Personen und selbständig erwerbende natürliche Personen begrenzt, die ihren Sitz oder Wohnsitz im Kanton haben. Eine Erweiterung dieses Kreises auf kantonsfremde Personen lässt sich dem Wortlaut von Abs. 2 entgegen der Vorinstanz kaum entnehmen. Vielmehr legt die Verwendung des Begriffs der "Taxenpflichtigen" ("assujettis") in Abs. 2 logisch zumindest nahe, dass dieser bereits durch Abs. 1 abschliessend definiert ist. Zudem deutet die Verweisung auf die Bestimmungen über die interkommunale Steueraufteilung (Art. 185 und 188 StG/VS) an, dass Abs. 2 die Situation betrifft, in der eine nach Abs. 1 taxenpflichtige Person - d.h. eine juristische oder selbständigerwerbende natürliche Person mit Sitz bzw. Wohnsitz im Kanton Wallis - in mehreren Walliser Gemeinden Anknüpfungspunkte für die Taxenerhebung aufweist.