Citation: 6B_429/2021 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer habe während einer rund zwei Minuten dauernden Fahrt die Grenzwerte des Art. 90 Abs. 4 SVG mehrfach, sowohl inner- als auch ausserorts und zum Teil massiv überschritten und im Innerortsbereich ein waghalsiges Überholmanöver vollzogen. Dabei habe er Fussgängerstreifen, Strassenverzweigungen, Bushaltestellen, parkierte Fahrzeuge und Fussgänger passiert, sei entlang von Trottoirs und Fahrradwegen gefahren und habe immer wieder entgegenkommende Fahrzeuge gekreuzt. Die Strasse sei teilweise von einer Betonmauer und einer Böschung gesäumt. Nach der Autobahnunterführung befinde sich linkerhand ein gut frequentierter Parkplatz und lägen Restaurants und ein Ruderclub an der Strecke. Das Ausmass der Verkehrsgefährdung wiege selbst im Quervergleich mit anderen denkbaren qualifiziert groben Verkehrsregelverletzungen überdurchschnittlich schwer. Die objektive Tatschwere erhöhend wirke sich aus, dass der Beschwerdeführer das Fahrverhalten seines eben erst tiefer gelegten Fahrzeuges nicht gekannt habe. Zu dessen Gunsten sei zu berücksichtigen, dass die Strassen- und Sichtverhältnisse nicht beeinträchtigt gewesen seien und die Fahrt mutmasslich nicht von langer Hand geplant gewesen sei. Insgesamt sei von einer objektiven Tatschwere deutlich über dem mittelschweren Bereich bzw. von einer solchen im Grenzbereich vom zweiten zum dritten Drittel des abstrakten Strafrahmens auszugehen (angefochtenes Urteil S. 13). In subjektiver Hinsicht sei von direktem Vorsatz auszugehen. Der Beschwerdeführer habe aus seinem Auto das Mögliche "herausholen" wollen. Er habe seinen Cousin instruiert, die Fahrt zwecks Posting auf E.________ und damit zwecks Prahlerei aufzuzeichnen. Die massiven Tempoüberschreitungen seien ganz bewusst erfolgt, worauf auch das übrige Videomaterial deute. Die anderslautenden, mit den Aussagen des Cousins übereinstimmenden Angaben, seien als Schutzbehauptungen zu qualifizieren. Der Beschwerdeführer sei in seiner Fähigkeit, sich korrekt zu verhalten, nicht eingeschränkt gewesen. Sein Verhalten vom 19. August 2017 korrespondiere mit früheren Verhaltensweisen. Inwiefern eine depressive Symptomatik, eine verzögerte Trauerarbeit oder die Nachricht des Todes eines Kollegen mit der "Raserfahrt" in Zusammenhang stünden, sei nicht ersichtlich. Auch die diagnostizierte Persönlichkeitsakzentuierung mit emotional instabilen Zügen von impulsivem Typus habe ihn nicht daran gehindert, sich korrekt zu verhalten. Insgesamt erscheine eine "Einsatzstrafe" von 36 Monaten als angemessen. Unter Berücksichtigung der "doch zahlreichen Vorstrafen" und der insgesamt zehn Einträge im Register über Administrativmassnahmen einerseits und der grundsätzlichen Geständigkeit und Kooperationsbereitschaft andererseits, erscheine eine Erhöhung der Strafe um vier Monate als angemessen, welche indes wegen der auszusprechenden Landesverweisung wiederum um vier Monate zu reduzieren sei. Damit bleibe es bei einer unbedingt auszusprechenden Freiheitsstrafe von 36 Monaten.