Citation: 6A.21/2005 12.04.2005 E. 2

Die Vorinstanz geht in tatsächlicher Hinsicht davon aus, der Beschwerdeführer sei durch die enge und unübersichtliche Rechts-kurve überrascht worden. Als er im Bereich der Kurve habe bremsen wollen, habe das Vorderrad blockiert. Aus diesem Grund sei er zu Fall gekommen. Seine Behauptung, die Gefährlichkeit der Kurve sei ungenügend signalisiert, sei nicht stichhaltig. Bei der in Frage stehenden Strasse handle es sich um eine voralpine Bergstrecke, bei der stets mit schwierigen Kurven zu rechnen sei. Zudem sei die Kurve zwar tatsächlich unübersichtlich, was bei vorausschauender Fahrweise indessen rechtzeitig bemerkt werden könne. Dem Beschwerdeführer sei vorzuwerfen, dass er beim Befahren der Kurve die Geschwindigkeit nicht so weit verlangsamt habe, dass er sie gefahrlos hätte passieren können (vgl. im Einzelnen angefochtener Entscheid S. 4 - 6). Da als Vorinstanz eine Rekurskommission als unabhängige richterliche Behörde entschieden hat, ist das Bundesgericht an deren Darstellung gebunden, sofern sie den Sachverhalt nicht offensichtlich unrichtig, unvollständig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestim-mungen festgestellt hat (Art. 105 Abs. 2 OG). Der Beschwerdeführer macht geltend, zum Unfall sei es gekommen, weil er erschrocken sei und deshalb reflexartig gebremst habe (Beschwerde S. 2 Ziff. 1). Aus diesem Vorbringen kann er nichts für sich herleiten, denn es belegt nur, dass er, wie von der Vorinstanz festgestellt, durch die Kurve überrascht worden ist. Nach seiner Darstellung ist es ungewiss, welche Umstände zu seinem Erschrecken geführt haben (Beschwerde S. 3 Ziff. 3). Die Vorinstanz schliesst es nicht aus, dass er nicht nur durch die Kurve, sondern überdies auch durch das entgegenkommende Auto überrascht wurde (angefochtener Entscheid S. 6). Sie kommt jedoch in rechtlicher Hinsicht zu Recht zum Schluss, dass er sich durch beide Umstände nicht derart hätte überraschen lassen dürfen, dass er einen Fahrfehler beging und die Herrschaft über das Motorrad verlor (angefochtener Entscheid S. 6). Soweit er behauptet, er sei mit weit weniger als 40 km/h gefahren (Beschwerde S. 2 Ziff. 2), ist er nicht zu hören. Nach seiner eigenen im angefochtenen Entscheid erwähnten Zugabe ist er mit ungefähr 50 km/h gefahren (angefochtener Entscheid S. 5). Daran ist das Bundesgericht im vorliegenden Verfahren gebunden, denn es ist nicht ersichtlich, dass und inwieweit die Feststellung der Vorinstanz offen-sichtlich unrichtig wäre. Was der Beschwerdeführer schliesslich zu den Aussagen des beteiligten Autofahrers und zur Kollisionsstelle ausführt (vgl. Beschwerde S. 3 Ziff. 4 und 5), ist für die Beurteilung der Sache ohne Belang. Gesamthaft gesehen ist es nicht zu beanstanden, dass im vorliegenden Fall eine Administrativmassnahme ausgesprochen worden ist.