Citation: 4P.300/1999 27.03.2000 E. A

A.- Andreas Gentinetta und Martin Andereggen vereinbar- ten am 16. November 1990, gemeinsam unter der Bezeichnung "Konsortium MERIKA BRIGERBAD" in der Gemeinde Brig eine Überbauung mit mehreren Häusern zu realisieren. Andereggen, Inhaber eines Architekturbüros, übernahm dabei Planung und Bauleitung des Projektes. Mit Werkvertrag vom 30. Oktober 1991 übertrug das Konsortium Roland Schnydrig die Erstellung der sanitären Installationen der Wohnsiedlung Merika. Schnydrig hatte unter anderem PE-Kanalisationsrohre zu lie- fern und in die Bodenplatten der Häuser A und B zu verlegen. Die Installationspläne und die Offertunterlagen für die Sa- nitärinstallationen waren vom Sanitäringenieur Hans Albrecht erarbeitet worden. Auf dessen Plänen ist der Vermerk "Gefäl- le 1%" doppelt unterstrichen angebracht. Die Verlegung der Rohre in den Bodenplatten der beiden Häuser erfolgte zwischen dem 9. und dem 16. April 1991. Am 15. April 1991 verfasste Roland Schnydrig ein Bau- stellenprotokoll, in dem er darauf hinwies, dass die Leitun- gen nicht die Normalgefälle aufwiesen, und liess es von Mar- tin Andereggen als bauleitenden Architekten und Vertreter der Bauherrschaft unterzeichnen. Noch vor Fertigstellung der Überbauung wurde das Konsortium MERIKA BRIGERBAD aufgelöst. Andreas Gentinetta übernahm mit Vereinbarung vom 25. Juni 1992 sämtliche Akti- ven und Passiven der Überbauung Merika und verblieb als al- leiniger Bauherr. In der Folge zeigte sich, dass die Kana- lisation im Haus A nicht funktionierte und dauernd Verstop- fungen aufwies.