Citation: 2C_994/2022 E. 6.3

6.3. Eine in wirtschaftlicher Hinsicht enge Beziehung liegt vor, wenn die gerichtlich angeordneten Unterhaltszahlungen im Rahmen des Möglichen und Zumutbaren entrichtet werden. Werden Naturalleistungen (in Form von Betreuungsleistungen) erbracht, die einer alternierenden Obhut gleichkommen, kann ebenfalls auf eine enge wirtschaftliche Verbundenheit geschlossen werden (BGE 144 I 91 E. 5.2.2; Urteile 2C_8/2023 vom 3. Mai 2023 E. 3.3; 2C_402/2018 vom 19. September 2018 E. 2.1). Was die Vorinstanz dazu erwogen hat, ist nicht zu beanstanden: Der Beschwerdeführer ist der gemäss Eheschutzentscheid auferlegten Pflicht zur Bezahlung von Kinderalimenten praktisch ausnahmslos nicht nachgekommen, weshalb diese von der Alimentenhilfe Kreuzlingen bevorschusst werden mussten. Ausserdem lassen die im Scheidungsurteil festgesetzten Unterhaltsbeiträge von Fr. 300 für ein in der Schweiz lebendes Kind kaum auf eine enge Eltern-Kind-Beziehung in wirtschaftlicher Hinsicht schliessen. Daran ändert nichts, dass der Beschwerdeführer die Alimente teilweise an die Alimentenstelle zurückerstattet hat. Der Beschwerdeführer hat seine finanzielle Verantwortung vorwiegend auf die öffentliche Hand überwälzt und keinerlei Anstrengungen unternommen, seinen familiären Verpflichtungen selbst nachzukommen.