Citation: 5A_355/2007 03.10.2007 E. 3

Weiter hat die Vorinstanz in Bezug auf bereits erzielte Mietzinseinnahmen festgehalten, dass eine Einstellung der Betreibung gestützt auf Art. 22 Abs. 2 (i.V.m. Art. 101) VZG ausser Betracht falle, weil zur Deckung der Forderung einzig der Netto-Erlös (Erlös nach Bestreitung der Verwaltungsauslagen gemäss Art. 22 Abs. 1 VZG) aus den Mietzinseinnahmen zur Verfügung stehe. Da der effektiv erzielte Reinerlös zur Deckung der Betreibungsforderung nicht ausreiche, woran auch die behauptete unsorgfältige Zwangsverwaltung der Liegenschaft nichts ändern könne, müsse die Verwertung durchgeführt werden. 3.1 Die Beschwerdeführer behaupten im Wesentlichen, mit den während der Zwangsverwaltung eingenommenen Mietzinseinnahmen hätte die Betreibungsforderung gedeckt werden können. Der Einwand geht fehl. Die Beschwerdeführer stellen selber nicht in Abrede, dass es sich bei den nach ihrer Darstellung auf Fr. 686'000.-- belaufenden Mietzinseinnahmen um Brutto-Einnahmen handle. Diese sind jedoch in erster Linie für die Verwaltungsauslagen und die allfälligen Beiträge an den Schuldner und seiner Familie zu verwenden (vgl. Art. 22 Abs. 1 VZG; Gilliéron, a.a.O., N. 13 zu Art. 103, N. 29 zu Art. 155). Ob die Netto-Einnahmen die Forderung der Grundpfandgläubigerin gedeckt hätten, ist - wie im Folgenden darzulegen ist - nicht zu prüfen. 3.2 Damit die Betreibung eingestellt werden kann, muss - wie die Vorinstanz zu Recht festgehalten hat - der tatsächlich erzielte Reinerlös der Früchte und Erträgnisse aus der Liegenschaft (Art. 22 Abs. 2 VZG) ausreichen, um alle beteiligten Forderungen der Grundpfandgläubiger und Pfändungsgläubiger zu decken. Darauf gehen die Beschwerdeführer nicht ein. Sie halten selber fest, dass mit den während der Zwangsverwaltung "verschwundenen" Mietzinseinnahmen die Betreibungsforderung "hätte gedeckt werden können". Für die Feststellung, dass die Deckung allein für die in Betreibung gesetzte Kapitalforderung Fr. 770'000.-- tatsächlich vorhanden sei, findet sich jedoch im angefochtenen Entscheid keine Stütze (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Rüge der Beschwerdeführer, dass die Vorinstanz die Voraussetzungen zur Einstellung der Betreibung verkannt habe, ist unbegründet. 3.3 An diesem Ergebnis ändert der Hinweis in der Beschwerdeschrift auf die beigelegte Verwaltungsabrechnung per 31. Dezember 2006, die einen Saldo von Fr. 120'827.15 aufweise, nichts. Die Beschwerdeführer legen nicht dar, inwiefern die Feststellung der Vorinstanz, dass der gesamte effektive Reinerlös die Forderung der Grundpfandgläubigerin nicht zu decken vermöge, offensichtlich unrichtig sei oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhe (Art. 97 Abs. 1 BGG). Im Übrigen ist nicht ersichtlich, wie die Berücksichtigung des behaupteten Netto-Erlöses für das Jahr 2006 für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann, wenn nicht feststeht, dass der Restbetrag vorhanden ist, um die Betreibungsforderung zu decken.