Citation: 4P.232/2001 17.12.2001 E. 2

2.- Der Beschwerdeführer macht geltend, das Obergericht habe den Grundsatz von Treu und Glauben und das Willkürverbot gemäss Art. 9 BV verletzt, indem es aufgrund einer Praxisänderung zu § 255 lit. d ZPO/SO für einen auf Geld- oder Sicherheitsleistung gerichteten Anspruch vorsorglichen Rechtsschutz gewährt habe. a) Der Vorwurf der Willkür bezieht sich auf die Auslegung der Bestimmung von § 255 lit. d ZPO/SO, die den folgenden Wortlaut hat: "Der Gerichtspräsident trifft auf Verlangen einer Partei, sofern sie die Berechtigung dazu glaubhaft gemacht hat, einstweilige Verfügungen: ...... d) Zum Schutz von anderen als auf Geld- oder Sicherheitsleistungen gerichteten fälligen Rechtsansprüchen, wenn bei nicht sofortiger Erfüllung dem Berechtigten ein erheblicher, nicht leicht zu ersetzender Schaden droht". Den Vorwurf der Willkür begründet der Beschwerdeführer damit, das Obergericht habe das wie eine Bankgarantie zu behandelnde Zahlungsversprechen nicht als einen auf Geld- oder Sicherheitsleistung gerichteten Anspruch qualifiziert. Dadurch habe es ausser Acht gelassen, dass für einen solchen Anspruch ein vorsorglicher Rechtsschutz nach dem Wortlaut von § 255 lit. d ZPO/SO gerade nicht gewährt werden könne. Der Beschwerdeführer übersieht, dass der Beschwerdegegner nicht die künftige Erfüllung einer Geldforderung sichern will und demnach auch nicht einen dem Arrest vergleichbaren Rechtsschutz anstrebt, der in der Tat dem Bundesrecht vorbehalten wäre (Vogel/Spühler, Grundriss des Zivilprozessrechts,