Citation: 9C_394/2020 E. 3.1.2

3.1.2. Weiter habe sich das Verwaltungsgericht nicht mit der Frage danach auseinandergesetzt, ob auch die sechs Beitragsmonate hinzuzurechnen seien, die sie als bei der BPK versicherte Pfarrerin in einer gemeindeeigenen Pfarrstelle absolviert habe, obwohl der Instruktionsrichter festgehalten habe, die Bestimmungen der Personalgesetzgebung fänden für die von den Kirchgemeinden besoldeten Geistlichen subsidiär Anwendung. Die Anstellung bei einer gemeindeeigenen Pfarrstelle sei gemäss Art. 5 der Verordnung über die kirchgemeindeeigenen Pfarrstellen (Kirchliche Erlasssammlung KES 31.210) einer kantonal besoldeten Pfarrstelle zwingend gleichgestellt. Tatsächlich befinde sich die Inhaberin einer kirchgemeindeeigenen Pfarrstelle in der exakt gleichen Situation wie Angestellte von Universität, Berner Fachhochschule und deutschsprachiger pädagogischer Hochschule. Sie alle seien nicht beim Kanton, sondern bei einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft angestellt, ihr Arbeitsverhältnis werde jedoch weitgehend durch das bernische Personalgesetz geregelt. Das Problem der Überwälzung der Mehrkosten könne ebenfalls kein Hindernis sein, zumal sich dieses auch bei Angestellten der erwähnten Einheiten stelle.