Citation: 8C_598/2014 E. 3.3.2

3.3.2. Was der Beschwerdeführer vorbringt, ist nicht stichhaltig. Der vorliegende Sachverhalt ist in Bezug auf die Beurteilung des Kriteriums der besonders dramatischen Begleitumstände oder besonderen Eindrücklichkeit mit dem im Urteil 8C_799/2008 vom 11. Februar 2009 beurteilten Fall nicht zu vergleichen. Danach (E. 3.2.3) war der Versicherte bei starkem Verkehr mit hoher Geschwindigkeit auf der Autobahn unterwegs, als das linke Hinterrad des von ihm gelenkten Personenwagens abbrach; das Fahrzeug geriet ins Schleudern und überquerte zweimal die Normalspur; der Beifahrer wurde, als sich das Auto überschlug, durch das Dach aus dem Wagen geschleudert. Aufgrund dieser Umstände hatte das Ereignis objektiv betrachtet einen dramatisch und unmittelbar lebensbedrohenden Charakter. Weiter beruft sich der Beschwerdeführer auf das Urteil 8C_116/2009 vom 26. Juni 2009 E. 4.3, wonach sich die versicherte Person bei einem vergleichsweise banalen Sturz rücklings auf die Kante eines Trottoirs eine instabile Fraktur des LWK1 zuzog; daher war das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzung zu bejahen. Vorliegend erlitt der Beschwerdeführer indessen lediglich nicht-dislozierte Fissuren (unvollständige Frakturen; vgl. Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 263. Aufl., Berlin/Boston 2011, S. 675 und 698) an den LWK2 beidseits und LWK3 zu, die ohne invasive Massnahmen innert kurzer Zeit vollständig ausheilten, wie die Vorinstanz richtig festgehalten hat. Sodann übersieht der Beschwerdeführer, dass bei der Prüfung der Kriterien der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung sowie des schwierigen Heilverlaufs und erheblichen Komplikationen nur die somatischen Beschwerden zu berücksichtigen sind (vgl. BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112); der vom Kreisarzt der SUVA empfohlene Aufenthalt in der Klinik D.________ diente allein der aktiven Physiotherapie zur körperlichen Rekonditionierung bzw. Beweglichkeitsverbesserung sowie zum Aufbau der Kraft und Belastungsfähigkeit (Bericht vom 25. Juli 2012). Die geltend gemachten körperlichen Dauerschmerzen waren spätestens im Zeitpunkt der kreisärztlichen Untersuchung vom 23. Juli 2012 keinem (hinreichenden) somatischen Korrelat mehr zuzuordnen (vgl. den erwähnten Bericht des Kreisarztes a.a.O.). Der Beschwerdeführer übersieht, dass gemäss Austrittsbericht der Klinik D.________ vom 9. Januar 2013 die aktive Physiotherapie wegen der psychiatrischen Befunde am 20. Dezember 2012 abgebrochen und er zur stationären Behandlung in die psychiatrische Klinik E.________ überwiesen werden musste. Schliesslich hat das kantonale Gericht zutreffend darauf hingewiesen, dass zwar seit dem Unfall vom 27. April 2011 bis zur Leistungseinstellung (15. Februar 2013) ärztlich durchwegs eine vollständige Arbeitsunfähigkeit als Lastwagenchauffeur bescheinigt wurde, indessen aus rein somatischer Sicht spätestens seit der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung bzw. dem Abbruch der Rehabilitation in der Klinik D.________ wohl eine ganztägige Erwerbstätigkeit ohne Leistungseinschränkung zumutbar gewesen war. Letztlich konnte offen bleiben, ob das Kriterium des Grades und der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit erfüllt wäre, zumal es jedenfalls nicht in ausgeprägter Weise vorliegen würde. Der Beschwerdeführer verkennt die Gesetzeslage, wonach bei langer Dauer der Arbeitsunfähigkeit auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf zu berücksichtigen ist (Art. 6 Abs. 1 Satz 2 in Verbindung mit Satz 1 ATSG).