Citation: 1C_100/2017 E. A

Der Dorfbach (auch Hochrütibach/Tannenbach) führt das Wasser seines Einzugsgebiets in das Dorf von Buttisholz. Dieses wurde in den letzten Jahren wiederholt durch grössere Hochwasserereignisse stark gefährdet, so in den Jahren 2003, 2005, 2007 und 2013. Zusätzlich zum bereits realisierten Hochwasserrückhaltebecken im Gebiet Fürti beabsichtigt der Kanton Luzern im Rahmen eines integralen Hochwasserschutzes auch den Ausbau des Dorfbachs im Siedlungsgebiet von Buttisholz, wodurch das Risiko von Hochwasserschäden weiter reduziert werden soll. Das Wasserbauprojekt lag im Jahr 2010 erstmals auf. Aufgrund der dagegen erhobenen Einsprachen und nach Einspracheverhandlungen am 16. Februar und 20. Dezember 2011 wurde das Projekt angepasst. Namentlich wurde es in vier Teilprojekte (Lose 1-4) unterteilt. Auf dem Grundstück Gbbl. Nr. 1027, gelegen in der Kernzone A gemäss Zonenplan der Gemeinde Buttisholz, sind im Rahmen von Los 4 (Abschnitt Gemeindehaus - Fürtistrasse) zwei Bachöffnungen und der Neubau eines offenen Betonkanals vorgesehen. Das genannte Grundstück steht im Eigentum von A. D.________. Es wird vermietet an B. D.________, Inhaber des Einzelunternehmens D.________. Das angepasste Wasserbauprojekt lag vom 27. September bis 16. Oktober 2013 öffentlich auf. Innert der Einsprachefrist gingen vier Einsprachen ein, darunter jene von A. D.________ und B. D.________ vom 15. Oktober 2013. Am 29. Januar 2014 fand eine Einspracheverhandlung statt. Mit Entscheid vom 20. Oktober 2015 bewilligte der Regierungsrat des Kantons Luzern das Wasserbauprojekt mit veranschlagten Kosten von Fr. 1'035'000.-- unter Bedingungen und Auflagen, beschloss dessen Ausführung und erteilte dem Kanton das Enteignungsrecht für den diesbezüglichen Landerwerb. Dabei wies der Regierungsrat die Einsprache von A. D.________ und B. D.________ im Sinn der Erwägungen ab, soweit er darauf eintrat, und erklärte die übrigen drei Einsprachen als erledigt. Gleichzeitig legte er für die betroffenen Grundstücke Baulinien fest. Es wurden keine amtlichen Kosten erhoben. Gegen diesen Entscheid reichten A. D.________ und B. D.________ am 11. November 2015 Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Kantonsgericht Luzern ein. Dieses führte am 9. November 2016 einen Augenschein durch. Mit Urteil vom 11. Januar 2017 wies das Kantonsgericht die Beschwerde ab, soweit es auf diese eintrat. Es erhob keine amtlichen Kosten und verpflichtete den Kanton Luzern, A. D.________ und B. D.________ eine (reduzierte) Parteientschädigung von Fr. 2'000.-- zu entrichten.