Citation: 4A_45/2023 E. 3

Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung der Rechtsweggarantie (Art. 29a BV). Sie führt aus, dass sie bereits den Gerichtskostenvorschuss nur mit Mühe und dank "der grosszügigen Mithilfe von Drittpersonen" habe begleichen können. Durch die zusätzliche Verpflichtung zur Leistung einer Sicherheit in Höhe von Fr. 30'000.-- werde ihr "der Gang ans Gericht faktisch verunmöglicht". Diese Kritik ist, sofern überhaupt hinreichend begründet (Erwägung 2), in der Sache unzutreffend. Eine Person, die nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und deren Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint, hat Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege (Art. 117 ZPO). Diese umfasst unter anderem die Befreiung von Sicherheitsleistungen (Art. 118 Abs. 1 lit. a ZPO). Wird das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege - wie vorliegend (Sachverhalt Bst. A.a) - mangels Erfolgsaussichten abgewiesen und die Ansprecherin in der Folge zur Sicherheitsleistung angehalten, liegt darin keine Missachtung der Rechtsweggarantie. Soweit die Beschwerdeführerin die Anordnung einer Kaution im Allgemeinen für unzulässig hält und damit Kritik an der geltenden Rechtslage übt, kann sie vor Bundesgericht nicht gehört werden. Die bundesgesetzliche Regelung (Art. 99 ZPO) ist massgebend (Art. 190 BV).