Citation: 5A_309/2015 E. 2

Die Beschwerdegegnerin stützt ihr Rechtsöffnungsgesuch auf ihr Schreiben vom 23. Juli 2013, mit dem sie offene Honorarforderungen im Umfang von Fr. 86'807.20 (für das Scheidungsverfahren vor erster Instanz) und Fr. 78'572.15 (für das zweitinstanzliche Scheidungsverfahren) geltend machte (total Fr. 165'379.35). Sie bat darin den Beschwerdeführer, dieses Schreiben als Schuldanerkennung zu unterzeichnen. Vor Obergericht war unumstritten, dass dieses vom Beschwerdeführer unterzeichnete Schreiben einen provisorischen Rechtsöffnungstitel im Sinne von Art. 82 Abs. 1 SchKG darstellt und die Forderung fällig ist. Hingegen brachte der Beschwerdeführer zahlreiche Einwendungen vor (Art. 82 Abs. 2 SchKG), nämlich Grundlagenirrtum (Art. 24 Abs. 1 Ziff. 4 OR), absichtliche Täuschung (Art. 28 OR), Nichtigkeit (Art. 20 OR), Übervorteilung (Art. 21 OR), Fehlen einer Honorarabrede, Schlechterfüllung und Verrechnung. Das Obergericht schützte die Einwendung der Verrechnung teilweise, und zwar im Umfang von Fr. 17'000.-- (Anspruch des Beschwerdeführers auf Rückerstattung eines an die Beschwerdegegnerin geleisteten Vorschusses in dieser Höhe, nachdem diese in der Scheidungssache die Frist für eine Beschwerde an das Bundesgericht verpasst hatte). Die anderen Einwendungen erachtete es nicht als glaubhaft gemacht. Auf die einzelnen Einwendungen ist nachfolgend nur insoweit einzugehen, als der Beschwerdeführer an ihnen festhält.