Citation: 7B_219/2022 E. 3.3

3.3. Allerdings ist nicht ersichtlich, dass der Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit den genannten beiden Deliktsvorwürfen überhaupt Kosten überbunden wurden. Auferlegt wurden der Beschwerdeführerin letztlich einzig die Kosten der amtlichen Verteidigung, des Gutachtens sowie des Schreiners (vgl. E. 2.3 hiervor). Die Vorinstanz erwägt, die Beschwerdeführerin habe eingestanden, mehrfach an unterschiedlichen Tagen die Fassade der B.________ AG beschossen zu haben. Mit dem Beschuss der Liegenschaft mit einer Armbrust und Feuerwerkskörpern habe die Beschwerdeführerin den Verdacht einer Vielzahl von möglicherweise erfüllten Tatbeständen erweckt, was die Eröffnung des Strafverfahrens nach sich gezogen habe. Angesichts der Verdachtslage habe die Staatsanwaltschaft begründeten Anlass gehabt, eine Hausdurchsuchung bei der Beschwerdeführerin durchzuführen, um nach der Armbrust sowie weiteren Waffen oder gefährlichen Gegenständen zu suchen. Anlässlich der Hausdurchsuchung habe die Eingangstür der Liegenschaft der Beschwerdeführerin zwecks deren Verhaftung gewaltsam geöffnet werden müssen, wodurch die Schreinerkosten entstanden seien. Des Weiteren habe Anlass bestanden, die Beschwerdeführerin psychiatrisch begutachten zu lassen, weshalb auch diese Kosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen seien. Die Vorinstanz stellt die auferlegten Verfahrenskosten damit in erster Linie in einen Zusammenhang zu den am 30. Juli 2021 eingestellten Delikten und verneint somit einen Zusammenhang dieser Kosten zum Vorwurf der Widerhandlung gegen das Waffengesetz. Die Beschwerdeführerin legt in der Beschwerde an das Bundesgericht nicht konkret dar, inwiefern die vorinstanzlichen Erwägungen unzutreffend sein sollten. Im Gegenteil machte sie noch in der Beschwerde vom 13. Oktober 2021 vor der Vorinstanz geltend, die Kosten für das Gutachten stünden in keinem Zusammenhang zur Strafuntersuchung betreffend die Widerhandlung gegen das Waffengesetz. Weiter führte sie aus, die Untersuchungshaft sei in Bezug auf die anderen, bereits rechtskräftig eingestellten Deliktsvorwürfe angeordnet worden und die amtliche Verteidigung wiederum sei aufgrund der Inhaftierung notwendig gewesen. Damit bestätigt die Beschwerdeführerin selbst, dass ihr in Bezug auf die untersuchten Widerhandlungen gegen das Waffen- sowie das Fernmeldegesetz keine Kosten auferlegt worden sind. Folglich erweist sich die Beschwerde auch in diesem Punkt als unbegründet.