Citation: 9C_439/2024 E. A

Die A.________ AG (nachfolgend: Steuerpflichtige) ist als Vermögensverwalterin tätig und seit dem 1. Januar 2003 im Register der Mehrwertsteuerpflichtigen eingetragen. A.a. Im Rahmen einer Kontrolle im Oktober 2020 stellte die ESTV unter anderem fest, dass die Steuerpflichtige Erlöse für über die Banken B.________ AG und C.________ (Schweiz) AG (nachfolgend: Bank 1 für B.________ AG und Bank 2 für C.________ [Schweiz] AG) abgewickelte Transaktionen als von der Steuer ausgenommen abrechnete. Die ESTV qualifizierte diese Umsätze indes als zum Normalsatz steuerbar und rechnete der Steuerpflichtigen diesbezüglich für die Jahre 2015 bis 2019 Fr. 31'310.- auf. Insgesamt belastete die ESTV der Steuerpflichtigen mit Einschätzungsmitteilung Nr. xxx vom Januar 2021 Fr. 32'076.- Mehrwertsteuer nach. A.b. Mit E-Mails vom 15. Dezember 2020 und 19. Januar 2021 wandte sich die Steuerpflichtige an die ESTV und hielt dafür, dass ihr Entgelt für Transaktionen am Kapitalmarkt von der Steuer ausgenommen sei. Mit Schreiben vom 28. September 2022 forderte die ESTV die Steuerpflichtige auf, diverse Vertragsunterlagen sowie je zwei kauf- und verkaufsseitige, an die Vermögensverwaltungskunden gerichtete Transaktionsbelege nachzureichen. Zudem erkundigte sich die ESTV, ob den Vermögensverwaltungskunden der Steuerpflichtigen nebst den Transaktionsbelegen der Bank 1 bzw. 2 zusätzlich Rechnung gestellt werde. Für den Fall, dass dies zutreffe, bat sie die Steuerpflichtige, fünf Rechnungsbelege einzureichen. Mit Schreiben vom 25. Oktober 2022 reichte die Steuerpflichtige die besagten Unterlagen ein und hielt fest, dass den Vermögensverwaltungskunden nebst dem Transaktionsbeleg der Bank nicht zusätzlich Rechnung gestellt werde. A.c. Mit Verfügung vom 15. November 2022 bestätigte die ESTV die mit Einschätzungsmitteilung Nr. xxx vom Januar 2021 vorgenommene Steuernachbelastung für die Steuerperioden 2015 bis 2019 und hielt fest, dass die Steuerpflichtige Fr. 32'076.- Mehrwertsteuer zzgl. gesetzlich geschuldetem Verzugszins seit dem 30. Juni 2018 zu bezahlen habe.