Citation: 5A_625/2024 E. 4.2.1

4.2.1. Die Vorinstanz erwägt zusammengefasst, dass keine objektiven Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung vorliegen würden. Das Besuchsrecht sei daher nicht zu sistieren. Zu den Behauptungen der Beschwerdeführerin hinsichtlich der körperlichen Übergriffe des Beschwerdegegners zum Nachteil von A.________ führt sie aus, es sei ein Foto aktenkundig, das Striemen an A.________s Arm zeige, und der Beschwerdegegner habe eingeräumt, dass das auf dem Foto sichtbare Hämatom von ihm stamme. Indessen habe er plausibel erklärt, dass dieses Hämatom anlässlich einer Notsituation entstanden sei, als er A.________ aus Schock zurückgerissen habe, nachdem dieser auf die Strasse gerannt sei. Das Argument der Beschwerdeführerin, dass von dieser Erzählung damals keine Rede gewesen sei, überzeuge nicht, zumal sie anlässlich der Hauptverhandlung selbst ausgeführt habe, dass A.________ anscheinend über die Strasse gegangen sei. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin sei nach allgemeiner Lebenserfahrung sodann nicht ausgeschlossen, dass Striemen beim Zurückhalten eines Kindes entstehen können. Auch bezüglich der übrigen Vorwürfe (Ohrenziehen, Wasserpfeife-Rauchen, fragwürdige Erziehungsmethoden) stehe Aussage gegen Aussage. Hinsichtlich des weiteren Vorwurfs der Beschwerdeführerin, der Beschwerdegegner sei ihr gegenüber anlässlich eines Vorfalls vom 20. Mai 2021 gewalttätig geworden, hält die Vorinstanz fest, dass die von der Beschwerdeführerin in der Schweiz und in Deutschland eingeleiteten Strafverfahren gegen den Beschwerdegegner eingestellt worden seien. Darüber hinaus sei auch die Privatklage der Beschwerdeführerin mit Beschluss des Landgerichts Konstanz vom 23. August 2023 zweitinstanzlich als unbegründet verworfen worden.