Citation: 8C_373/2008 28.08.2008 E. 3

3.1 Die Beschwerdeführerin macht zunächst geltend, dass sie ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen nicht nur - wie von Vorinstanz und Verwaltung angenommen - zu 80 %, sondern vollzeitig einer Erwerbstätigkeit nachgehen würde. 3.1.1 Die auf einer Würdigung konkreter Umstände basierende Festsetzung des hypothetischen Umfanges der Erwerbstätigkeit ist eine Tatfrage, welche für das Bundesgericht, ausser wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung beruht, verbindlich ist. Eine Rechtsfrage liegt hingegen vor, wenn der Umfang der Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall ausschliesslich auf die allgemeine Lebenserfahrung gestützt wird (Urteile I 693/06 vom 20. Dezember 2006, E. 4.1, sowie I 708/06 vom 23. November 2006, E. 3.1 und 3.2, je mit Hinweisen; vgl. auch BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399). 3.1.2 Das kantonale Gericht ist im Wesentlichen gestützt auf den Umstand, dass die Beschwerdeführerin seit anfangs 1999 - und damit bereits vor Eintritt ihrer gesundheitlichen Probleme - ein Erwerbspensum von 80 % inne gehabt hat, deren Ausführungen anlässlich der Erhebungen im Haushalt vom 17. Juli 2007, wonach sie bei guter Gesundheit weiterhin während vier Tagen pro Woche als Kinderbetreuerin gearbeitet hätte (vgl. Abklärungsbericht vom 18. Juli 2007, Ziff. 3.4), sowie den im Auszug aus dem Individuellen Konto (IK) der Versicherten vermerkten Einkommen, welche auf Teilzeitpensen schliessen liessen, zur Annahme einer im Gesundheitsfall zu 80 % ausgeübten Erwerbstätigkeit gelangt. Letztinstanzlich wird nichts vorgebracht, was diese - das Bundesgericht grundsätzlich bindende - Feststellung als fehlerhaft im genannten Sinne erscheinen liesse. Namentlich vermag der Einwand der Beschwerdeführerin, sie habe, zumal ihr Ehemann im Rahmen der kinderlosen Ehe seinen Anteil an der Hausarbeit immer selbstständig bewältigt habe, stets eine Vollzeitanstellung angestrebt, die aber von Arbeitgeberseite nur selten angeboten worden sei, keine offensichtliche Unrichtigkeit der vorinstanzlichen Erkenntnis zu begründen. Vielmehr handelt es sich dabei um einen Faktor der Arbeitsmarktsituation in diesem beruflichen Sektor, der nicht durch die Invalidenversicherung abzugelten ist (vgl. auch BGE 131 V 51 E. 5.1.2 S. 53). Im Übrigen bestehen keine Hinweise dafür, dass sich die Versicherte im Zeitraum von 1999 bis 2001, während der sie ihre 80 %ige Anstellung bei intakter Gesundheit zu verrichten in der Lage war - die sukzessive krankheitsbedingte Reduktion erfolgte erst ab 2002 -, bei der Arbeitslosenversicherung für ein zusätzliches 20 %-Pensum angemeldet oder entsprechende Leistungen bezogen hätte (siehe u.a. IK-Auszug). 3.2 Die Beschwerdeführerin bringt im Weiteren vor, dass, sofern eine für den Validitätsfall im Umfang von 80 % ausgeübte berufliche Beschäftigung als erwiesen angenommen werde, davon auszugehen sei, sie habe diese Reduktion des Arbeitspensums aus freien Stücken, namentlich um mehr Freizeit zu gewinnen, nicht aber für die Erledigung der Haushaltsarbeit (oder einer anderen Tätigkeit des Aufgabenbereichs gemäss Art. 27 IVV) vorgenommen. Die Invalidität sei daher rechtsprechungsgemäss (BGE 131 V 51) nach der Einkommensvergleichs- und nicht nach der gemischten Methode zu ermitteln. 3.2.1 Im vorinstanzlichen Entscheid wurde die Festsetzung der Invalidität ausschliesslich nach der Einkommensvergleichsmethode mit der Begründung verneint, dass die Versicherte im Rahmen der Haushaltsabklärung (vom 17. Juli 2007) ausdrücklich angegeben habe, der freie Tag hätte den Haushaltsverrichtungen - und nicht der Verfolgung besonderer Hobbys - gedient, um dafür das Wochenende frei nutzen zu können. Ferner mangle es entgegen der Argumentation der Beschwerdeführerin auch einem Zweipersonenhaushalt nicht an zeitintensiven Arbeiten, wie in casu namentlich der Umstand belege, dass es seit Eintritt des Gesundheitsschadens der beträchtlichen Mithilfe der Mutter der Versicherten wie auch des Ehemannes bedürfe, um die diesbezüglich anstehenden Aufgaben erfüllen zu können. 3.2.2 Die letztinstanzlich erhobenen Einwendungen vermögen an dieser Einschätzung der Sachlage keine Zweifel zu wecken. Gerade die klare Aussage der Beschwerdeführerin gemäss Abklärungsbericht Haushalt vom 18. Juli 2007 (Ziff. 3.4) lässt ohne weiteres den Schluss zu, dass der arbeitsfreie Tag nicht gezielt im Hinblick auf die Freizeitgestaltung in Form eines intensiv betriebenen Hobbys genutzt wurde, sondern primär dazu diente, die - in einem erweiterten Sinne verstandenen - Haushaltstätigkeiten unter der Woche zu erledigen, um auf diese Weise zusammen mit ihrem Ehemann ein diesbezüglich ungestörtes Wochenende geniessen zu können. Wohl trifft es zu, dass die Bewältigung der häuslichen Verrichtungen eines Zweipersonenhaushaltes ohne spezifische Pflichten gegenüber Kindern oder Betreuungsbedürftigen grundsätzlich einen geringeren Einsatz erfordert, zu welchem im Übrigen beide Partner ihren Teil beizutragen haben. Es kann indessen nicht angehen - und lässt sich auch nicht aus BGE 131 V 51 (insbesondere dessen E. 5.2 in fine [S. 54]) ableiten -, dass der Umstand einer Teilzeiterwerbstätigkeit in derartigen Fällen ohne nähere Anhaltspunkte stets im Sinne der Gewinnung von mehr Freizeit für Hobbys etc. zu interpretieren ist. Vielmehr bedarf es auch hierfür gewisser Hinweise, wie dies beispielsweise im in BGE 131 V 51 zu beurteilenden Sachverhalt der Fall war, in welchem die Versicherte ausdrücklich betont hatte, ihren freien Tag nicht dafür zu benützen, ihre Zweieinhalbzimmerwohnung in Ordnung zu bringen, sondern dadurch mehr Kapazität für ihre Hobbys, namentlich sportliche Aktivitäten, zu gewinnen (BGE 131 V 51 E. 5.3.1 S. 54; Urteil I 609/05 vom 1. Februar 2006, E. 4.3.2 mit Hinweisen). Davon kann vorliegend nicht ausgegangen werden. Zusammenfassend ist die Beschwerdeführerin für den Gesundheitsfall als im Umfang von 80 % erwerbstätig und zu 20 % im Haushalt beschäftigt einzustufen, sodass die Invaliditätsbemessung - mit Vorinstanz und Beschwerdegegnerin - nach der gemischten Methode zu erfolgen hat.