Citation: 1B_203/2023 E. 2.3.2

2.3.2. Der Beschwerdeführer begründet den ihm drohenden nicht wieder gutzumachenden Nachteil mit der am 1. Februar 2024 eintretenden Verfolgungsverjährung. Er argumentiert, als praktizierender Gynäkologe habe er ein vitales Interesse an einer materiell begründeten Einstellungsverfügung oder an einem materiell begründeten Freispruch durch das Gericht. Eine Einstellungsverfügung zufolge Eintritts der Verfolgungsverjährung sei in rechtlicher Hinsicht nicht dasselbe wie die materiell begründete Feststellung seiner Unschuld. Als Arzt könne er selbst nach Eintritt der strafrechtlichen Verfolgungsverjährung noch disziplinarisch belangt werden; zudem könnte sein berufliches Fortkommen und seine Reputation als Arzt durch eine "Einstellung zweiter Klasse" beeinträchtigt werden. Werde auf die Beschwerde eingetreten und diese gutgeheissen - so der Beschwerdeführer - müsste die Staatsanwaltschaft unverzüglich und in rechtskonformer Weise einen Gutachtensauftrag erteilen. Die Chancen seien "sicher intakt", dass das Gutachten noch rechtzeitig erstellt werden und die Staatsanwaltschaft eine (materiell begründete) Einstellungsverfügung erlassen oder Anklage gegen ihn erheben könne. Falls jedoch auf die Beschwerde nicht eingetreten werde, bleibe es bei der "fehlerbehafteten Erteilung des Gutachtensauftrags". Dies könne zwar auch zum Erlass einer Einstellungsverfügung führen, im Falle einer Anklageerhebung käme es aber "mit jeglicher Wahrscheinlichkeit" nicht zu einem Sachurteil, sondern - wegen Mangelhaftigkeit des Gutachtens bzw. Gutachtensauftrags - zu weiteren prozessleitenden Schritten und damit zum Eintritt der Verfolgungsverjährung.