Citation: 1C_229/2019 E. 5.4.2

5.4.2. Dass das Bauvorhaben der Beschwerdegegnerin die zu Spitzenzeiten ohnehin stark beanspruchten Verkehrsanlagen in der Umgebung, namentlich den Kreisel "Acherli" und dessen Zufahrten, zusätzlich belasten würde, ist naheliegend und wurde von der Vorinstanz auch nicht in Abrede gestellt. Zu berücksichtigen ist indessen, dass es sich beim umstrittenen Bauvorhaben nicht um ein grosses Einkaufszentrum handelt, sondern um einen mittelgrossen Lebensmittelmarkt mit beschränktem Kundenverkehr. Die durch diesen verursachte zusätzliche Belastung der Bahnhofstrasse und des Kreisels "Acherli" fällt im Verhältnis zum Gesamtverkehr gering aus, wenn man von der im Verkehrsgutachten 2013 für die Spitzenstunden werktags und samstags prognostizierten und von den kantonalen Behörden sowie der Vorinstanz für korrekt befundenen Anzahl von je 72 bzw. 81 Zu- und Wegfahrten ausgeht. Dafür, dass die prognostizierte Anzahl von Zu- und Wegfahrten nicht überschritten wird, sorgen die mit der Baubewilligung verknüpften Auflagen (vgl. Sachverhalt Lit. A). Nachvollziehbar hat die Vorinstanz in diesem Zusammenhang sodann berücksichtigt, dass es sich bei einem Teil der Zu- und Wegfahrten nicht um zusätzliche Fahrten, sondern um sogenannte "en-passant-Fahrten" handelt, wobei der prognostizierte Anteil von 40 % der ohnehin am Lebensmittelmarkt vorbeifahrenden Kundinnen und Kunden aufgrund der Lage des Bauvorhabens und der weiteren Umstände jedenfalls nicht geradezu willkürlich erscheint. Dass nicht nur die Besucher des Lebensmittelmarkts aus Richtung Sattel und die vom Lebensmittelmarkt wegfahrenden Kunden aus Richtung Schwyz um den Kreisel "Acherli" wenden, sondern auch die von der Autobahnausfahrt A4 Seewen her kommenden Kundinnen und Kunden den Kreisel "Acherli" zweimal befahren müssen, nämlich einmal bei der Zufahrt und einmal bei der Wegfahrt, ist mit Blick auf die in den Akten liegenden Plänen so offensichtlich, dass dies der Vorinstanz bewusst sein und im angefochtenen Entscheid nicht ausdrücklich erwähnt werden musste. Das Gleiche gilt für den Umstand, dass ein Teil der Kundinnen und Kunden, die ohnehin am Lebensmittelmarkt vorbeifahren würden, den Kreisel zwei- statt einmal befahren wird. Die Anzahl der von der Vorinstanz insofern angeblich nicht bedachten zusätzlichen Fahrten um den Kreisel "Acherli" ist im Verhältnis zum gesamten Verkehr am Kreisel indessen ohnehin so klein, dass deren Nichtbeachtung für den Ausgang des Verfahrens nicht ins Gewicht fiele.