Citation: 8C_255/2024 E. 5.3

5.3. Dass die Vorinstanz unter Mitberücksichtigung der Ausführungen der ZMB-Gutachter vom 22. Februar 2022 auf eine angeblich zumutbare Leistungsfähigkeit von "mindestens 70%" schloss, überzeugt nicht. Wie das kantonale Gericht angesichts dieser ausdrücklichen Erläuterungen der ZMB-Gutachter zur Feststellung gelangen konnte, die in der Konsensbeurteilung vertretene Auffassung der Sachverständigen, wonach sich die Arbeitsunfähigkeitsatteste des ZMB-Psychiaters und des ZMB-Orthopäden vollständig decken würden, könne nicht zutreffend sein, ist nicht nachvollziehbar. Vielmehr wiederholten die ZMB-Gutachter am 22. Februar 2022 auf Nachfrage der Beschwerdegegnerin hin ihre bereits anlässlich der Konsensbeurteilung unmissverständlich klar zum Ausdruck gebrachte Auffassung, wonach die Arbeitsunfähigkeitsatteste aus den einzelnen fachärztlichen Spezialgebieten nicht zu addieren seien. Trotz dieser nicht zu rechtfertigenden Abweichung des kantonalen Gerichts von dem - im Übrigen zu Recht als voll beweiskräftig erkannten - ZMB-Gutachten und den Ergänzungen der ZMB-Gutachter vom 22. Februar 2022 kann unter den gegebenen Umständen ausnahmsweise von einer Rückweisung an die Vorinstanz zur Einholung eines neuen polydisziplinären Gerichtsgutachtens abgesehen werden.