Citation: 9C_164/2023 E. 5.4

5.4. Nach der sozialversicherungsrechtlichen Praxis stellt die Vermietung möblierter Wohnungen oder Zimmer in der Regel Erwerbseinkommen dar, wogegen die Vermietung von unmöblierten Wohnungen eines sogenannten Renditehauses Vermögensverwaltung bildet, wenn und soweit diese Tätigkeit sich auf die Erzielung von Erträgnissen des Vermögensobjekts an sich beschränkt und die blosse Gebäudeverwaltung nicht übersteigt (SVR 2017 AHV Nr. 10 S. 27, 9C_591/2016 E. 7.1; BGE 111 V 81 E. 2-5; 110 V 83 E. 5a; ZAK 1987 S. 517, H 61/85 E. 3a; 1965 S. 37, H 31/64 E. 2; Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts H 36/03 vom 7. Juni 2004 E. 4.4). Diese Grenze überschreitet die Tätigkeit insbesondere, wenn den Mieterinnen und Mietern zusätzliche Dienstleistungen (beispielsweise bestehend in der Reinigung, dem Wechsel der Bettwäsche etc.) erbracht werden (ZAK 1987 S. 517, H 61/85 E. 3a; 1965 S. 37, H 31/64 E. 2; zum Ganzen: UELI KIESER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum AHVG, 4. Aufl. 2020, N. 37 f. zu Art. 9 AHVG; MICHEL VALTERIO, Droit de l'assurance-vieillesse et survivants [AVS] et de l'assurance-invalidité [AI], 2011, S. 131 f. Rz. 418 f.; HANSPETER KÄSER, Unterstellung und Beitragswesen in der obligatorischen AHV, 2. Aufl. 1996, S. 93 f. Rz. 3.75 zur steuerrechtlichen Praxis im Bereich der Vermietung möblierter Wohnungen vgl. auch Urteil 2C_135/2008 vom 27. Juni 2008 E. 3.2 und 3.3 [ebenfalls erwähnt in SVR 2017 AHV Nr. 10 S. 27, 9C_591/2016 E. 7.1]).