Citation: 5A_1034/2021 E. 6.2.1

6.2.1. Zuwendungen mit Zweckbestimmung an eine Mehrheit von Personen insgesamt werden, wenn dieser das Recht der Persönlichkeit nicht zukommt, von allen Zugehörigen unter der vom Erblasser aufgestellten Zweckbestimmung erworben oder gelten, wo dieses nicht angeht, als Stiftung (Art. 539 Abs. 2 ZGB). In BGE 100 II 98 hat das Bundesgericht die Formulierung "Je donne: le restant de mon argent pour les lépreux" für zu unbestimmt befunden, um das Vermögen unmittelbar an Lepra erkrankten Personen zukommen zu lassen; hingegen hat es erkannt, dass der angestrebte Zweck mittels einer Stiftung erreicht werden könne (E. 3b: "le but visé peut être atteint par la constitution d'une fondation nouvelle composée du capital net de l'héritage"). Im vorliegenden Fall ist der Kreis der potentiellen Empfänger ebenfalls unbestimmt. Anders als im erwähnten Entscheid fehlt hier jedoch jeglicher Hinweis auf den Zweck, für welchen das Vermögen eingesetzt werden soll. Damit kommt eine Konversion der letztwilligen Verfügung vom 5. Oktober 1998 in eine Stiftung nicht infrage.