Citation: 2C_27/2018 E. 2.3

2.3. Aus dem angefochtenen Urteil geht hervor, dass der Beschwerdeführer gemäss einem Betreibungsregisterauszug am 31. Oktober 2000 mit 32 Betreibungen im Betrag von rund Fr. 52'600.-- und zehn offenen Verlustscheinen im Betrag von rund Fr. 19'000.-- verzeichnet war, weshalb er mit Schreiben vom 22. November 2000 verwarnt wurde. Im Jahr 2002 verlor der Beschwerdeführer seine Arbeitsstelle. Seit März 2005 wird ihm krankheitshalber neben einer ordentlichen IV-Rente eine Hilflosenentschädigung sowie eine BVG-Rente ausbezahlt, wobei die Vorinstanz deren Betrag nicht bezifferte. Im Jahr 2009 beliefen sich die Verlustscheine des Beschwerdeführers gemäss der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung auf einen Betrag von insgesamt Fr. 155'600.-- bzw. diejenigen gegen seine Ehefrau auf einen Gesamtbetrag von Fr. 42'600.-- und die offenen Steuerforderungen wurden mit Fr. 56'000.-- beziffert, weshalb der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 5. Oktober 2009 erneut verwarnt wurde. Ende August 2014 war die Zahl der Verlustscheine des Beschwerdeführers auf 86 im Gesamtbetrag von Fr. 197'000.-- bzw. diejenigen seiner Ehefrau auf 42 im Gesamtbetrag von 47'900.-- angewachsen. Hinsichtlich des erschwerenden (Tatbestands-) Merkmals der Mutwilligkeit der Schuldenwirtschaft, d.h. der subjektiven Vorwerfbarkeit im Sinne eines Verschuldens, erwog die Vorinstanz, angesichts der Vorgeschichte und der Misswirtschaft des Beschwerdeführers wäre es an diesem gelegen, nachvollziehbar darzulegen, dass er sich um einen seinem geringen Einkommen angepassten Lebensstil und das Abtragen der Schulden bemüht habe. Auch der Einwand des Beschwerdeführers, ihm und seiner Ehefrau würden von einem totalen Einkommen von Fr. 4'542.55 Fr. 1'195.25 gepfändet, weshalb keine ernsthafte Schuldentilgung möglich sei, sei unbehelflich. Vielmehr müsse ohne gegenteiligen Nachweis seitens des Beschwerdeführers davon ausgegangen werden, dass sein Einkommen zur Deckung des Lebensbedarfs ausreiche. Angesichts dessen, dass ein nicht unerheblicher Teil der offenen Forderungen auf nicht bezahlte Steuern und Krankenkassenprämien zurückgehe, welche wegen ihrer Anpassung an die individuelle wirtschaftliche Leistungsfähigkeit bezahlbar gewesen wären, müsse von einer widerlegbaren Vermutung der mutwilligen Nichterfüllung ausgegangen werden, wenn nicht gleichzeitig bestehende Schulden getilgt würden.