Citation: 6B_1372/2021 E. 2.3.4

2.3.4. Der Beschwerdeführer wehrt sich gegen den vorinstanzlichen Vorwurf der hartnäckigen, mehrjährigen Delinquenz. Abgesehen von der vorliegenden Verurteilung sei er nur einmal im Strafregister verzeichnet. Er erachtet die vorinstanzliche Legalprognose als "unnötig ungünstig". Zwar erwähne die Vorinstanz positiv, dass er derzeit eine feste Anstellung habe, mache ihm aber seine kurzen temporären Arbeiten zum Vorwurf. Diese häufigen Stellenwechsel belegten seinen Arbeits- und Integrationswillen. Gegen den Beschwerdeführer wurde im Jahr 2014 wegen Vergehens im Sinne von Art. 105 Abs. 1 und 5 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (SR 837.0; Arbeitslosenversicherungsgesetz, AVIG) eine bedingte Geldstrafe von 75 Tagessätzen zu je Fr. 50.- sowie eine Busse von Fr. 500.-- ausgefällt. Die Vorinstanz entnimmt der Begründung des Strafbefehls, dass der Beschwerdeführer bei der B.________-Arbeitslosenkasse in U.________ als arbeitslos gemeldet war. Für die Monate Januar bis März 2011 und September 2011 bis März 2012 habe er angegeben, keiner Erwerbstätigkeit nachzugehen, obwohl er in Wirklichkeit bei zwei Firmen angestellt gewesen sei. Dadurch habe er die B.________-Arbeitslosenkasse um Fr. 16'037.80 geschädigt. Die Vorinstanz erwägt, diese Straftat sei nicht direkt einschlägig. Dennoch sei sie vergleichbar mit der aktuellen Tat. Denn der Beschwerdeführer habe ebenfalls mit unwahren oder unvollständigen schriftlichen Angaben zu seinen Einkommensverhältnissen staatliche Leistungen erschlichen. Die Vorinstanz weist zu Recht darauf hin, dass sich der Beschwerdeführer von der Vorstrafe nicht beeindrucken liess und erneut in ähnlicher Weise delinquierte. Seine aktuellen strafbaren Handlungen setzten kurz nach der Vorstrafe ein, noch während der Probezeit. Erschwerend weist die Vorinstanz darauf hin, dass der Beschwerdeführer die aktuellen Taten teilweise während einer damals laufenden Strafuntersuchung beging. Zwar sei das ebenfalls durch eine Strafanzeige der Sozialbehörde der Stadt U.______ im März 2016 ausgelöste Strafverfahren im November 2016 eingestellt worden. Dennoch werfe es kein gutes Licht auf den Beschwerdeführer, dass er sich trotz einer laufenden Strafuntersuchung nicht davon abhalten liess, strafbare Handlungen zu begehen. Dies zeuge wiederum von fehlendem Respekt gegenüber der Rechtsordnung. Diese überzeugenden Erwägungen der Vorinstanz sind nicht zu beanstanden.