Citation: 2C_306/2021 E. 2.3.1

2.3.1. Das Kantonsgericht hat das in erster Linie gegebene öffentliche Interesse an der Wegweisung der Beschwerdeführerin darin gesehen, dass sie über lange Jahre und mutwillig eine immer grössere Schuldenlast angehäuft hat. Dabei hat die Vorinstanz sich auf folgende Betreibungen und Verlustscheine (jeweils im Gesamtbetrag) gegen die Beschwerdeführerin gestützt: im April 2009 50 Betreibungen (Fr. 114'474.--) und 17 Verlustscheine (Fr. 47'620.--); im Juli 2011 56 Betreibungen (Fr. 122'827.--) und 38 Verlustscheine (Fr. 67'749.--); im März 2020 (gemäss Betreibungsregisterauszug) 118 Betreibungen (Fr. 239'920.80) und 103 Verlustscheine (Fr. 193'942.35). Zu Recht hat die Vorinstanz erwogen, dass auch das zusätzliche Erfordernis der Mutwilligkeit bei der Beschwerdeführerin erfüllt ist. Wie aus den oben genannten Beträgen ersichtlich wird, wuchs ihre Verschuldung mit jeder ausländerrechtlichen Verwarnung in beträchtlichem Umfang an. Trotz ihrer immer höheren Verschuldung nahm sie weiterhin Kredite im Umfang von mehreren zehntausend Franken auf. Zudem unterliess sie es gänzlich, etwas gegen die bereits vorhandene Verschuldung zu unternehmen und das Generieren von neuen Schulden zu verhindern. Bemühungen hinsichtlich einer Schuldensanierung sind nicht aktenkundig und werden von ihr auch nicht geltend gemacht. Dazu kommt gemäss dem Kantonsgericht Folgendes: Beträchtliche Schulden beruhen darauf, dass die Beschwerdeführerin Rechnungen nicht beglich, welche seit Beginn ihres Sozialhilfebezuges von den Sozialhilfebeiträgen eigentlich hätten gedeckt sein sollen. Das gilt u.a. für die Zeit ab Juni 2016, da sie vollständig von der Sozialhilfe unterstützt wird; dadurch sollte ihr Lebensunterhalt eigentlich finanziert sein; trotzdem generierte sie auch danach weiterhin Schulden. Selbst die drei gegen die Beschwerdeführerin ergangenen ausländerrechtlichen Verwarnungen führten zu keiner Verbesserung der Situation.