Citation: 1B_36/2008 28.02.2008 E. B

Am 28. Dezember 2007 beantragte die Leitung der Justizvollzugsanstalt Lenzburg die erneute Einweisung von X.________ für vorerst sechs Monate ab 3. Januar 2008 in den dortigen Sicherheitstrakt. Mit Verfügung vom 8. Januar 2008 hiess der Präsident der Beschwerdekammer das Gesuch gut. Er erwog, es sei mehrfach aktenkundig und unumstritten, dass X.________ seine Auslieferung in die Vereinigten Staaten von Amerika unbedingt verhindern wolle, um dort möglichen Repressalien als Folge seiner offenbar früher stattgefundenen Agententätigkeit aus dem Weg zu gehen. Das Auslieferungsverfahren sei nunmehr beim Bundesgericht hängig und die Situation für X.________ daher aufs Äusserste zugespitzt und angespannt. Vor diesem Hintergrund habe der Fund eines (äusserst geschickt versteckten) Mobiltelefongeräts in seiner Zelle eine ungleich akutere Bedeutung, als das für einen anderen Gefangenen im Normalvollzug der Fall wäre, und manifestiere sich darin eine akute Fluchtgefahr, welcher nur mit der Einweisung in den Sicherheitstrakt begegnet werden könne. Denn X.________ sei ausgedehnte Gelegenheit zum bewilligten Telefonverkehr eingeräumt worden, weshalb sein Versuch für unbewilligte Telefonkontakte den dringenden Verdacht auf fluchtbezogene Aktivitäten nahe lege. Es sei zudem mehrfach aktenkundig, dass X.________ offenbar seine Umgebung zu manipulieren und Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen verstehe, womit die Fluchtgefahr noch zusätzlich akzentuiert werde und auch eine Gefahr für Personal und Mitgefangene als Folge solcher Fluchtaktivitäten nicht ausgeschlossen werden könne. Dem Versetzungsgesuch sei daher zu entsprechen.