Citation: 6B_583/2013 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwägt, die Beschwerdegegnerin sei nicht verpflichtet, die Anklage zu erweitern. Da sie dies nicht getan habe, sei lediglich zu prüfen, ob der Beschwerdegegner sich der fahrlässigen Körperverletzung schuldig gemacht hat. Mangels einer nachgewiesenen Verletzung durch die Schussabgabe des Beschwerdegegners seien sämtliche Straftatbestände der Körperverletzung nicht erfüllt. Im Rahmen der Kostenfestsetzung führt die Vorinstanz aus, laut Sachverständigem sei es unter Jägern üblich, dass die erste Person vor Ort schiesse bzw. dass die später eintreffende Person dieser den Vortritt lasse. Es entspreche jedoch einer waidmännischen Regel, sich in einer solchen Situation zu kontaktieren. Dies vorausgesetzt, hätte auch der Experte an der Stelle des Beschwerdegegners geschossen, was eine unmittelbare Gefährdung für das Leben des Beschwerdeführers ausschliesse. Demnach sei der Tatbestand der Gefährdung des Lebens nicht gegeben, zumal dem Beschwerdegegner auch kein direkter Vorsatz vorgeworfen werden könne.