Citation: 4C.209/2004 26.10.2004 E. 3

Was die Frage der Umstossung der Verschuldensvermutung anbelangt, nimmt der Beklagte den Standpunkt ein, seit der Besprechung vom 30. April 1992 habe die Klägerin nicht mehr in guten Treuen davon ausgehen dürfen, der Kostenvoranschlag mit Eigenleistungen könne ohne Weiteres, insbesondere ohne Erbringung ihrer Eigenleistungen eingehalten werden. Die Argumentation des Beklagten ist angesichts der Feststellung der Vorinstanz, dass die Klägerin die an der Besprechung vom 30. April 1992 in Aussicht gestellte Kostenüberschreitung nicht akzeptiert hat, sondern dass die Parteien gemeinsam nach Einsparungsmöglichkeiten suchten (S. 26 des angefochtenen Urteils), nicht nachvollziehbar. Dass der Beklagte die Klägerin anlässlich der Besprechung vom 30. April 1992 klar darauf hingewiesen hätte, die veranschlagten Kosten könnten nur bei vermehrten Eigenleistungen eingehalten werden, und dass die Klägerin damit säumig geblieben wäre, geht aus dem angefochtenen Urteil nicht hervor. Auch in diesem Punkt ist auf die Berufung nicht einzutreten.