Citation: 4A_454/2019 E. 5

Die Beschwerdeführerin rügt schliesslich eine Verletzung von Art. 412 Abs. 2 OR, Art. 398 Abs. 2 OR sowie Art. 97 Abs. 1 OR. Die Beschwerdeführerin geht mit der Vorinstanz davon aus, dass insoweit Mäklervertrags- bzw. Auftragsrecht (vgl. den Verweis auf allgemeines Auftragsrecht in Art. 412 Abs. 2 OR) anzuwenden ist, als sich die Beschwerdegegnerin im Rahmen des TU-Vertrages des Weiteren dazu verpflichtete, für Erstmieter zu sorgen. Dies erscheint zutreffend, womit die geltend gemachte Schadenersatzforderung unter dem Blickwinkel einer auftragsrechtlichen Sorgfaltspflichtverletzung (Art. 398 Abs. 2 und Art. 97 OR) zu prüfen ist. Die Vorinstanz verwarf jegliche Argumente der Beschwerdeführerin, aus denen sie ableitete, die Beschwerdegegnerin habe ihre Sorgfaltspflicht im Sinne von Art. 398 Abs. 2 OR verletzt. Die Beschwerdeführerin vermag diese Schlussfolgerung der Vorinstanz nicht als bundesrechtswidrig auszuweisen. Denn sie bezieht sich in ihrer Rügebegründung jeweils auf die sich als unzutreffend erwiesene Prämisse der zugesicherten Nutzung als Verkaufsfläche seitens der Beschwerdegegnerin. Inwiefern die Beschwerdegegnerin ihre Sorgfaltspflicht verletzt haben kö nnte, wenn sie schlicht mit den fraglichen Unternehmen Mietverträge abschloss, ist nicht dargetan. Vielmehr erfüllte die Beschwerdegegnerin damit ihre auftragsrechtliche Pflicht zur Erstvermietung; eine darüber hinausgehende Verpflichtung zur Übernahme der Folgen einer fehlenden Bewilligung der von den Mietparteien vorgesehenen Projekte übernahm sie nicht, womit eine Pflichtverletzung insoweit von vornherein ausgeschlossen ist. Die Rügen einer Verletzung von Art. 412 Abs. 2 OR, Art. 398 Abs. 2 OR sowie Art. 97 Abs. 1 OR sind unbegründet.