Citation: 8C_266/2022 E. 5.3

5.3. In Anbetracht dieser Ausführungen findet die vorinstanzliche Auffassung umso weniger eine Stütze. Wohl ist die Frage nach den zumutbaren Arbeitstätigkeiten und -leistungen in erster Linie durch die Ärzte zu beantworten (vgl. E. 2.3 hievor). Indessen hat das kantonale Gericht die soeben aufgezeigten und in der Beschwerde zu Recht geltend gemachten Resultate der seit Oktober 2021 durchgeführten Eingliederungsmassnahmen vollkommen ausser Acht gelassen. Demnach ist die aus ärztlicher Sicht in Aussicht gestellte Stabilisierung des Gesundheitszustands eingetreten, nachdem sich die Beschwerdeführerin für ein unterstützendes Wohn- und Arbeitsumfeld entschieden hatte und sie dort entsprechend begleitet wurde. Unter diesen Bedingungen war die Beschwerdeführerin in der Lage, den beruflichen Anforderungen - wenn auch erst im geschützten Rahmen - gerecht zu werden, ohne dass die im Juli 2021 noch festgestellten Symptome der emotional instabilen Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ nennenswert in Erscheinung getreten wären. Demzufolge erweist sich die vorinstanzliche Sichtweise, wie in der Beschwerde zu Recht gerügt, als überholt. Vielmehr hätte vor dem Hintergrund der nunmehr ausgewiesenen Stabilisierung Anlass bestanden, eine medizinische Standortbestimmung einzuholen, wie sie bereits Anfang Oktober 2021 ärztlicherseits explizit empfohlen worden war ("Es ist [...] eine Überprüfung im Verlauf sinnvoll."; vgl. Bericht der Psychiatrie D.________ vom 6. Oktober 2021).