Citation: 6B_96/2018 E. A

Am 6. Januar 2006 kaufte X.________ die Grundstücksparzelle Nr. xxx in B.________ (Gemeindegebiet C.________). Per 1. Januar 2012 übernahm A.________ die benachbarte Parzelle Nr. yyy. Die Liegenschaften Nr. yyy und Nr. xxx sind - wie die übrigen Parzellen im Gebiet B.________ - über eine Ende der 1960er-Jahre gebaute Zufahrtsstrasse erschlossen. Gemäss den Grundbuchauszügen räumten sich die ursprünglichen Eigentümer der an die Erschliessungsstrasse grenzenden Grundstücke gegenseitig verschiedene Fuss- und Fahrwegrechte ein. Zwischen den Nachbarn X.________ und A.________ kam es in den letzten Jahren wiederholt zu Differenzen über die Ausübung von Nachbarrechten. Diese spitzten sich noch zu, nachdem X.________ an der nördlichen Seite seiner Remise eine Sickerleitung eingebaut und die entlang der Grenze zur Parzelle Nr. yyy eingebauten Rasengittersteine entfernt hatte. Dadurch wurde der Zugang zu seinem Ferienhaus enger und X.________ musste mit seinem Personenwagen zumindest teilweise die gemeinsame Grundstücksgrenze der Parzellen Nr. yyy und Nr. xxx überfahren, um die Remise nördlich zu passieren. Am 11. November 2013 steckte A.________ während der Abwesenheit von X.________ die gemeinsame Grenze zwischen den Parzellen Nr. yyy und Nr. xxx über eine Länge von rund 20 Meter von der Erschliessungsstrasse her mit einem Zaun aus Holzpfosten und Draht ab und setzte zwei Stauden an der Grenze seiner Parzelle. Nach seiner Rückkehr am 4. März 2014 stellte X.________ fest, dass ihm der von A.________ erstellte Zaun die Zufahrt zu seinem Ferienhaus verunmöglichte. Nach Konsultation der Kantonspolizei und des zuständigen Grundbuchamtes brach X.________ in der Woche vom 31. März bis 4. April 2014 den Zaun von der Zufahrtsstrasse her auf einer Länge von rund 10 Meter ab, ohne A.________ vorgängig zu kontaktieren. Die beiden Stauden entfernte er ebenfalls. Des Weiteren trug X.________ die Grasnarbe auf der benachbarten Parzelle von A.________ auf einer Fläche von rund 20 Quadratmeter ab und glich den Untergrund mit Kies aus. Die Staatsanwaltschaft Graubünden wirft X.________ vor, damit unbefugterweise in das Eigentum von A.________ eingegriffen zu haben. Am 12. Oktober 2016 erhob die Staatsanwaltschaft beim Bezirksgericht Surselva Anklage gegen X.________ wegen Sachbeschädigung. Das Bezirksgericht Surselva sprach X.________ am 24. November 2016 der Sachbeschädigung schuldig und bestrafte ihn mit einer bedingten Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu Fr. 15.-- und einer Busse von Fr. 200.--. A.________ wurde mit seiner Schadenersatzforderung auf den Zivilweg verwiesen.