Citation: 1C_277/2021 E. 4.3.2

4.3.2. Der Schluss der Vorinstanz, wonach das Bauprojekt die kantonalen Vorschriften zur Gebäudehöhe einhält, erweist sich entgegen den Beschwerdeführern jedenfalls im Ergebnis als willkürfrei. Ob die Vorinstanz zu Recht die Auffassung vertritt, dass bloss auf ein imaginäres Gebäudeprofil ("Käseglocke") abzustellen ist und die Messweise gemäss § 280 Abs. 1 PBG/ZH gar nicht zur Anwendung kommt, weil die Gemeinde Männedorf in ihrer BZO auf die Festlegung von Geschosszahlen verzichtet hat (vgl. angefochtenes Urteil, E. 4.3), kann dabei offen bleiben. Die genannte Bestimmung sieht in der hier anwendbaren Fassung (vgl. Abs. 2 der Übergangsbestimmung zur Änderung des PBG/ZH vom 14. September 2015) vor, dass "[d]ie zulässige Gebäudehöhe [...] von der jeweiligen Schnittlinie zwischen Fassade und Dachfläche auf den darunterliegenden gewachsenen Boden gemessen" wird. Diese Messweise der Gebäudehöhe ist auf Gebäude mit klassischen Schrägdächern zugeschnitten. Bei anderen Dachformen muss jeweils im Einzelfall eine dem Sinn und Zweck der Bestimmung über die Gebäudehöhe gerecht werdende Messweise ermittelt werden (vgl. Christoph Fritzsche/Peter Bösch/Thomas Wipf/Daniel Kunz, Zürcher Planungs- und Baurecht, 6. Aufl. 2019, Bd. 2, S. 1175). Der Begriff der Fassade ist sodann auslegungsbedürftig. Die kantonale Rechtsprechung und Lehre vertreten die Auffassung, für den Begriff der Fassade sei auf die optische Erscheinung abzustellen. Entscheidend sei, inwieweit zurückliegende Gebäudeteile, wie z.B. ein oberstes Vollgeschoss, in einer Gesamtbetrachtung fassadenbildend wirken würden. Der Fassadenverlauf sei mithin nicht geschossweise zu bestimmen (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich VB.2009.00254 vom 3. September 2009 E. 2.2; Fritzsche/Bösch/Wipf/ Kunz, a.a.O., S. 1178 f. und S. 1190).