Citation: 1B_228/2017 E. A

Im November 2010 leiteten die deutschen Strafverfolgungsbehörden ein Ermittlungsverfahren gegen A.________ ein wegen Drogenhandels etc. Im Zusammenhang mit einem am 20. November 2010 in Kümmertshausen (TG) begangenen Tötungsdelikt leitete die Staatsanwaltschaft Kreuzlingen ein Strafverfahren gegen A.________ und weitere Beteiligte ein. Am 10. Januar 2012 wurde A.________ in Deutschland verhaftet und in Untersuchungshaft versetzt. Am 16. November 2012 verurteilte ihn das Landgericht Stuttgart wegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge zu einer Freiheitsstrafe von 7½ Jahren. In Bezug auf die Anklagepunkte der räuberischen Erpressung zum Nachteil von B.________ und C.________ (2), der versuchten räuberischen Erpressung zum Nachteil von D.________ (3), der gewerbsmässigen Menschenschleusung (4), der gewerbsmässigen Fälschung von Ausweisen (5 und 6) und des unerlaubten Besitzes von Munition (7) stellte das Landgericht das Verfahren ein, da die Strafe hinsichtlich dieser Anklagepunkte nicht mehr beträchtlich ins Gewicht fiele. Am 5. Januar 2015 stellte die Staatsanwaltschaft Kreuzlingen das Verfahren gegen A.________ wegen vorsätzlicher Tötung ein. Am 23. Januar 2015 erhob die Staatsanwaltschaft Kreuzlingen im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt und weiteren Delikten beim Bezirksgericht Kreuzlingen gegen 11 Personen, darunter A.________, Anklage. Diesem warf sie u.a. qualifizierte Erpressung zum Nachteil von D.________ (Anklagepunkt 2.1) und qualifizierte Erpressung zum Nachteil von B.________ und C.________ (Anklagepunkt 2.5) vor und beantragte als Zusatzstrafe zum Urteil des Landgerichts Stuttgart vom 16. November 2012 eine Freiheitsstrafe von 6 Jahren. Am 6. Januar 2016 trennte das Bezirksgericht Kreuzlingen das Verfahren gegen A.________ von den übrigen Verfahren ab und stellte es in Bezug auf die Anklagepunkte 2.1 und 2.5 ein. Am 20. April 2016 hob das Obergericht des Kantons Thurgau diese Einstellungsverfügung auf Beschwerde der Generalstaatsanwaltschaft hin auf und wies die Sache zur Neubeurteilung ans Bezirksgericht zurück. Am 15. März 2017 beschloss das Bezirksgericht, das Strafverfahren gegen A.________ bezüglich der Anklagepunkte 2.1 und 2.5 durchzuführen; eine Einstellung falle derzeit ausser Betracht. Mit Beschwerde von 27. März 2017 beantragte A.________ dem Obergericht, diesen Beschluss des Bezirksgerichts aufzuheben und das Verfahren gegen ihn bezüglich der Anklagepunkte 2.1 und 2.5 definitiv einzustellen. Am 4. Mai 2017 trat das Obergericht auf die Beschwerde nicht ein.