Citation: 5A_469/2022 E. 6.4

6.4. In der Sache wehrt sich die Beschwerdeführerin dagegen, wie der angefochtene Entscheid ihre Rechtsnachfolge in der Schuldnerstellung als hinreichend glaubhaft herleitet. Die Vorinstanz stütze sich auf die "vollkommen bedeutungslose Tatsache", dass die Gesellschaft B.________ nicht Vertragspartei der "Schuldanerkennung bzw. Schuldübernahme" ist. Eine solche Deduktion entbehre jeder Logik und sei krass willkürlich. Ebenso wenig sei verständlich, was die Vorinstanz mit der vermeintlichen alternativen Begründung ausdrücken wolle, wonach die Annahme einer vergleichsweisen Schuldanerkennung zum selben Ergebnis führen würde. Die Beschwerdeführerin erinnert daran, dass eine Schuldanerkennung nur abstrakt eine Vermutung zugunsten des Bestehens einer Schuld begründe, während eine Schuldübernahme ein rechtsverbindlicher Vertrag sei, der die Schuldpflicht "materiell übertragen lässt". Inwiefern im Kontext von Art. 271 Abs. 1 Ziff. 6 SchKG eine Schuldanerkennung mit einer Schuldübernahme gleichgesetzt werden könne, sei nicht nachvollziehbar. In der Folge legt die Beschwerdeführerin dar, weshalb auch die vorinstanzlichen Überlegungen zur materiellen Rechtskraft des Exequaturentscheids vollständig an der Sache vorbei gehen. Von der schieren Existenz des Schiedsspruchs und des Exequaturentscheids könne nicht logisch auf eine Übernahme der durch diese Urteile ausgewiesenen Forderung [recte: Schuld] geschlossen werden. Die grundsätzliche Existenz einer Schuld [recte: Forderung] gegenüber einem Dritten - hier gegenüber der Gesellschaft B.________ - habe nichts mit der Frage zu tun, ob die entsprechende Schuld von einer anderen Person übernommen wurde. Anders als das Schiedsurteil, das unbestrittenermassen einen definitiven Rechtsöffnungstitel im Sinne von Art. 271 Abs. 1 Ziff. 6 SchKG darstelle, nehme die "Schuldanerkennung bzw. Schuldübernahme" keineswegs ohne Weiteres an dessen Eigenschaft als Vollstreckungstitel teil.