Citation: 5P.267/2004 01.09.2004 E. 5

Weiter verlangt der Beschwerdeführer, ihm sei für Unterhaltskosten der ehelichen Liegenschaft ein Pauschalbetrag von Fr. 3'515.-- pro Jahr zuzugestehen, da dieser Pauschalabzug von den Steuerbehörden akzeptiert worden sei. Das Obergericht hat die Unterhaltskosten nur in dem von der Beschwerdegegnerin anerkannten Umfang von Fr. 150.-- pro Monat angerechnet, weil der Beschwerdeführer keine konkreten Aufwendungen für den Liegenschaftsunterhalt habe nachweisen können. Dieses Vorgehen weist keine Willkür auf: Bei der Festsetzung von Unterhaltsbeiträgen ist grundsätzlich vom tatsächlichen Leistungsvermögen des Pflichtigen auszugehen (BGE 128 III 4 E. 4a S. 5). Daher sind ihm auch nur Auslagen anzurechnen, die er tatsächlich und nachweislich getätigt hat. Die von den Steuerbehörden akzeptierten Pauschalabzüge, welche unabhängig vom konkreten Aufwand geltend gemacht werden können, sind für den Eheschutzrichter nicht bindend.