Citation: 6B_907/2014 E. 2.4

2.4. Dies war vorliegend nicht der Fall. Die Vorinstanz war verpflichtet, sich bei der Beweiswürdigung mit der Anklage und den von der Staatsanwaltschaft angerufenen Beweismitteln auseinanderzusetzen und zu begründen, ob sie die angeklagten Vorwürfe für erwiesen erachtet. In diesem Zusammenhang verleiht sie - im Anschluss an die Würdigung der einzelnen Beweise - ihrer Überzeugung Ausdruck, wonach "grundsätzlich von einer Manipulation der Verträge" auszugehen sei. Im Ergebnis gelangt sie jedoch zum Schluss, der Anklagevorwurf lasse sich nicht zweifelsfrei beweisen, weshalb die Beschwerdeführerin in Anwendung des Grundsatzes "in dubio pro reo" freizusprechen sei (Urteil S. 74). Von einer Verletzung der Unschuldsvermutung kann daher keine Rede sein. Die Vorinstanz hält vielmehr unmissverständlich fest, die Beschwerdeführerin habe sich in den Anklagepunkten Ziff. II.1. und II.3. nicht strafbar gemacht und sei freizusprechen.