Citation: 5A_58/2022 E. 4

In rechtlicher Hinsicht hält der Beschwerdeführer fest, er brauche keine Bevormundung; es sei seine persönliche Angelegenheit und gehe niemanden etwas an, wenn er jemandem Geld schenke. Dieser Standpunkt trifft an sich zu: Eine Person kann nicht allein deshalb verbeiständet werden, weil sie in einer Art und Weise mit ihrem Geld umgeht, die nach landläufiger Auffassung unvernünftig ist, denn das Erwachsenenschutzrecht dient dem Schutz der hilfsbedürftigen Person, nicht jenem der Erben oder des Gemeinwesens (vgl. Urteil 5A_773/2013 vom 5. März 2014 E. 4.1). Indes erfolgen die Geldschenkungen nach den Feststellungen im angefochtenen Entscheid im Rahmen wahnhafter Episoden, also wenn die intellektuelle Komponente und insbesondere auch die Steuerungsfähigkeit als Elemente der Urteilsfähigkeit offenkundig nicht gegeben sind. In diesem Kontext, aber auch in Bezug auf die weiteren Erwägungen (fehlende Einsicht in das Krankheitsbild, Fehlen eines unterstützenden Umfeldes) - was typischerweise geeignet ist, die getroffenen Massnahmen zu indizieren (vgl. Urteil 5A_770/2018 vom 6. März 2019 E. 6.3.4) - erfolgen keine Ausführungen, weshalb die Beschwerde letztlich unbegründet bleibt.