Citation: 1B_624/2021 E. 5.3.3

5.3.3. Sodann bestreitet der Beschwerdeführer die Annahme der Vorinstanz, er könnte die Kontrolle verlieren, wenn er seiner Ex-Ehefrau wieder begegnen sollte. Seiner Ansicht nach ist ein entsprechender Kontrollverlust ausgeschlossen, weil er weder Alkohol noch Drogen konsumiere, geistig gesund sei und sich während der bisherigen Haft nicht aggressiv verhalten habe. Selbst wenn beim Beschwerdeführer kein Alkohol- oder Drogenkonsum gegeben wäre und er sich in der Untersuchungshaft bislang wohl verhalten hätte, droht seiner Ex-Ehefrau im Fall seiner Haftentlassung ein untragbares Risiko und ist damit eine ungünstige Prognose zu stellen. Denn nebst dem dringenden Tatverdacht sprechen verschiedene weitere Umstände (namentlich Todesdrohungen und konkrete Hinweise auf die Missachtung einer Fernhalteverfügung) dafür, dass der Beschwerdeführer bei einem Zusammentreffen mit seiner Ex-Ehefrau schwere Delikte gegen die körperliche Integrität begehen könnte (vgl. E. 5.2).