Citation: 8C_183/2020 E. 4.3.2

4.3.2. Entgegen der Sichtweise der Vorinstanz scheidet eine Leistungspflicht des Unfallversicherers nicht bereits aufgrund der durchwegs gegebenen vollständigen Arbeitsfähigkeit und der dadurch fehlenden Möglichkeit einer Steigerung derselben aus. Wie das Bundesgericht jüngst bestätigt hat, erfolgt die Beurteilung der namhaften Besserung nicht ausschliesslich nach Massgabe der Arbeitsfähigkeit, zumal dies mit dem Gesetzeswortlaut von Art. 19 Abs. 1 UVG kaum in Einklang zu bringen wäre (vgl. Urteil 8C_614/2019 vom 29. Januar 2020 E. 5.3 mit Hinweisen). Das kantonale Gericht erwog indessen auch, dass mit der Fortsetzung der medizinischen Behandlung (namentlich in Form von Akupunktur) prognostisch bestenfalls noch eine leichte Linderung der Beschwerden resp. eine Verbesserung der Befindlichkeit hätte erzielt werden können, was - auch unter dem Blickwinkel von Art. 10 UVG - nicht genüge. So habe der behandelnde Arzt Dr. med. D.________, Praktischer Arzt und Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, jeweils von einer bloss leichten Besserung der Beschwerden berichtet. Ausserdem stelle sein Bericht vom 10. September 2019 einerseits in Bezug auf den Fallabschluss per 17. Oktober 2018 keine prognostische Einschätzung dar und andererseits sei die Aussage, dass eine Heilung der Symptomatik aktuell nicht ausgeschlossen erscheine, zu vage, um auch nur geringe Zweifel an der vertrauensärztlichen Beurteilung zu wecken. Ferner habe auch Dr. med. E.________, Facharzt für Oto-Rhino-Laryngologie, bereits am 21. Juni 2018 festgehalten, die bisher durchgeführte Akupunktur sowie die Behandlung mittels Tebokan seien ohne grossen Erfolg geblieben und es hätten sich unveränderte Befunde gezeigt. Die Vorbringen des Beschwerdeführers vermögen die vorinstanzliche Beweiswürdigung nicht als offensichtlich unrichtig oder sonstwie bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen. Wie sich aus seinen Ausführungen ergibt, dient die Akupunkturbehandlung denn auch in erster Linie der Stabilisierung des Erreichten sowie einer Verbesserung der Befindlichkeit, was zur Annahme einer namhaften Besserung des Gesundheitszustands im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG nicht genügt (vgl. Urteile 8C_493/2019 vom 12. September 2018 E. 4.3.3; 8C_402/2007 vom 23. April 2008 E. 5.1.2.2).