Citation: 1C_455/2020 E. 3.2

3.2. Sodann führen die Beschwerdeführerinnen aus, wenn die Vereinbarung betreffend die Aufhebung der Auflagen nichtig sei, dann müsse der Entscheid des Gemeinderats betreffend den ÜP S.________ mit den darin festgelegten Auflagen gelten. Bezüglich der Rechtswirksamkeit der Auflagen ist jedoch zu beachten, dass die Beschwerdeführerinnen vor dem DBU geltend machten, die Auflage Ziff. 1 lit. e betreffend die Überarbeitung der Gestaltung der Quartierstrassen im Sinne der Stellungnahme der Geko sei unzulässig, weil sie eine komplette Revision des ÜP S.________ zur Folge hätte. Damit übereinstimmend ging das DBU in seinem Beschwerdeentscheid davon aus, diese Auflage sei unzulässig, weil sie keine geringfügige Änderung eines Überbauungsplans im Sinne von Art. 29 Abs. 5 des Raumentwicklungs- und Baugesetzes des Kantons Glarus vom 2. Mai 2010 (RBG; RS/GL VII B/1/1) betreffe; da die Anpassung der Quartierstrassen öffentliche Interessen gemäss lit. a dieser Regelung betreffe und zu einer Änderung des dem ÜP zu Grunde liegenden Konzepts nach lit. b dieser Norm führe, habe der Gemeinderat diese Auflage nicht ohne erneute öffentliche Auflage verfügen dürfen. Die Vorinstanz verwies auf diese ihres Erachtens zutreffende Erwägung des DBU, wogegen die Beschwerdeführerinnen keine Einwände erheben. Demnach ist davon auszugehen, dass die Auflage in Ziff. 1 lit. e des Gemeinderatsentscheids vom 20. Dezember 2017 rechtlich unzulässig ist.