Citation: 9C_41/2024 E. 2.1

2.1. Die ESTV führt in ihrer zweiten Stellungnahme vor Bundesgericht aus, die Eventualanträge der Stiftungen seien neu und daher unzulässig (Art. 99 Abs. 2 BGG). Die Stiftung 1 macht ihrerseits geltend, die ESTV sei nicht zu hören, soweit sie die Umsatzabgabepflicht der beiden Stiftungen aus Art. 13 Abs. 3 lit. b Ziff. 2 (statt Ziff. 1) StG ableite. Der Streitgegenstand sei nach dem Urteil der Vorinstanz auf die Frage beschränkt, ob die Stiftungen als professionelle Händler gemäss Ziff. 1 derselben Bestimmung abgabepflichtig gewesen seien. Die von der ESTV aufgeworfene Frage befinde sich ausserhalb des Streitgegenstands. Schliesslich hätten die Stiftungen nur als professionelle Händler Anspruch auf die Befreiung nach Art. 14 Abs. 3 StG und würde die Qualifikation als Vermittler nach Art. 13 Abs. 3 lit. b Ziff. 2 StG für sie eine Verschlechterung bedeuten. Ausserdem verhalte sich die ESTV widersprüchlich, habe sie doch ihre Argumentation mehrmals geändert.