Citation: 2C_114/2020 E. 2.4.2

2.4.2. Ob die Verjährungsunterbrechung bereits mit der Vornahme der jeweiligen Handlung oder erst im Zeitpunkt der Mitteilung an den Betroffenen erfolgt, wird im kantonalen Recht nicht geregelt. Die Vorinstanz führte diesbezüglich aus, aufgrund des Umstandes, dass das Disziplinarverfahren dem Strafverfahren nachgebildet sei, gelte bereits der Beschluss vom 4. Dezember 2018 und nicht erst die Mitteilung an den Beschwerdeführer vom 7. Januar 2019 als verjährungsunterbrechend (vgl. E. 1.4 des angefochtenen Urteils mit Hinweis auf POLEDNA, a.a.O., N. 4 zu Art. 19 BGFA). Sie wies sinngemäss auf Art. 309 Abs. 3 StPO hin, wonach die Verfügung der Staatsanwaltschaft über die Eröffnung eines Verfahrens nicht begründet und eröffnet zu werden braucht. Der Beschwerdeführer macht zwar geltend, es sei schleierhaft, warum ausgerechnet das Strafrecht sinngemäss angewendet worden sei, begründet jedoch nicht weiter, weshalb die vorinstanzlichen Erwägungen offensichtlich unhaltbar bzw. willkürlich sein sollen. Es kann somit auf die Auffassung des Verwaltungsgerichts abgestellt werden, wonach die Verjährungsfrist bereits am 4. Dezember 2018 unterbrochen wurde. Damit erfolgte die verjährungsunterbrechende Handlung hinsichtlich der Verträge Y und Z noch innerhalb der einjährigen Verjährungsfrist.