Citation: 4A_250/2021 E. 4

Das Verwaltungsgericht erwog, die Kündigung vom 8. Mai 2017 sei "als einseitige Willenserklärung" und angesichts ihrer "blossen Empfangsbedürftigkeit" rechtsgültig geworden. Sie sei denn von der Beschwerdegegnerin auch umgehend (am 18. Mai 2017) bestätigt worden - allerdings ohne dem Ersuchen der Beschwerdeführer um eine vorzeitige Vertragsauflösung stattzugeben, sondern durch genaue Bezeichnung des Beendigungszeitpunkts für jede einzelne Zusatzversicherung. Es liege daher keine - unzulässige - "bedingte" Kündigung vor. Den Beschwerdeführern habe zwangsläufig klar sein müssen, dass ihre Kündigung per Ende der ordentlichen Vertragsdauer am 31. Dezember 2019 Gültigkeit erlange. Sie hätten denn auch nicht auf die Kündigungsbestätigung reagiert. Hinzu komme, dass die Beschwerdeführer ihre Kündigung mit Schreiben vom 11. Juni 2018 (betitelt mit "Rückzug Kündigung Zusatzversicherungen [...]") wieder "zurückgezogen" hätten. Sie seien damit in diesem Zeitpunkt selbst noch von einer rechtsgültigen Kündigung der Zusatzversicherungen per 31. Dezember 2019 ausgegangen. Dies werde auch dadurch bestätigt, dass der Beschwerdeführer 1 am 28. November 2018 bei der Beschwerdegegnerin einen Versicherungsantrag für Zusatzversicherungen für die Zeit ab 1. Januar 2020 gestellt habe.