Citation: 8C_909/2017 E. 3

Streitig und zu prüfen ist, ob das kantonale Gericht Bundesrecht verletzte, indem es die Invalidenrente und die Hilflosenentschädigung per 30. April 2016 revisionsweise aufhob. Es erwog im Wesentlichen, bei der Rentenzusprache vom 7. Dezember 2001sei die IV-Stelle davon ausgegangen, die Versicherte sei aus psychischen Gründen vollständig arbeitsunfähig gewesen. Grundlage der Zusprache der Hilflosenentschädigung vom 5. März 2004 sei zudem der Abklärungsbericht Hilflosigkeit vom 17. November 2003 gewesen. Das von der IV-Stelle veranlasste Gutachten des Psychiaters Dr. med. C.________ vom 28. November 2016 sei beweiskräftig. Er sei zum Ergebnis gelangt, dass der Beschwerdeführerin psychischerseits sowohl die frühere Tätigkeit als Hilfsarbeiterin in einer Fabrik wie auch jede andere, dem Ausbildungsstand entsprechende Tätigkeit zumutbar sei. Somit bestünden aus fachärztlicher Sicht ab 27. April 2016 keine medizinischen Befunde, welche die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit in für einen Rentenanspruch relevanter Weise beeinträchtigen könnten. Das Parteigutachten des Psychiaters Dr. med. D.________ vom 14. August 2017 vermöge das Gutachten des Dr. med. C.________ nicht in Frage zu stellen. Schliesslich liessen sich in den Unterlagen solche Inkonsistenzen und Diskrepanzen finden, dass auch von einer zusätzlichen Abklärung keine Plausibilierung des Ausmasses der geklagten Einschränkungen zu erwarten wäre. Weiter führte die Vorinstanz aus, nicht gefolgt werden könne dem Gutachten des Dr. med. C.________ vom 28. November 2016, soweit er rückwirkend ab 2011 - d.h. seit der Existenz von im Internet veröffentlichten Bildern der Versicherten - vom Fehlen einer Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit ausgegangen sei. Da echtzeitliche Befunderhebungen in den hier interessierenden Jahren fehlten, erweise es sich als spekulativ, lediglich gestützt auf Internet-Bilder von einer vor Jahren vollständig erlangten Leistungs- und Arbeitsfähigkeit auszugehen. Somit sei die Beschwerde insoweit teilweise gutzuheissen, dass die mit Verfügung vom 27. April 2016 vorsorglich sistierten Renten und Hilflosenentschädigungen per 30. April 2016 aufgehoben würden.