Citation: 8C_705/2022 E. 5.1.1

5.1.1. Was den psychischen Gesundheitszustand anbelangt, hat das kantonale Gericht erwogen, der psychiatrische Sachverständige der PMEDA habe im Teilgutachten vom 29. Dezember 2017 eine weitgehend remittierte Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion (ICD-10: F43.20) diagnostiziert. Bei geringfügiger Restsymptomatik mit Zukunftsängsten und nicht objektivierbaren Konzentrationsstörungen bestehe keine Erkrankung, die sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirke. Bereits Dr. med. I.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, der den Beschwerdeführer seit Oktober 2017 behandle, habe von innerer Anspannung und Unruhe sowie von einem auf die Zukunftssorgen (Lebens- und Zukunftsängste) eingeengten formalen Denken berichtet. Der Beschwerdeführer fürchte, keine geeignete leidensadaptierte Arbeit zu finden. Im Bericht vom 28. Februar 2018 diagnostiziere Dr. med. I.________ eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.1) und halte unverändert verminderten Antrieb und gesteigerte Ermüdbarkeit fest. Die von ihm - zudem hinsichtlich Schmerzen fachfremd - attestierte Arbeitsunfähigkeit von schätzungsweise 50 % entspreche bloss einer anderen, vom psychiatrischen Sachverständigen abweichenden Beurteilung desselben Sachverhalts. Gleiches gelte für seine Auskünfte vom 5. November 2019. Zudem scheine er zur Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit weitgehend auf die subjektiven Angaben des Beschwerdeführers abzustellen. Insgesamt gehe Dr. med. I.________, insoweit in Übereinstimmung mit dem psychiatrischen Experten der PMEDA, von einem reaktiven Geschehen in Folge des Unfalles vom 29. Mai 2012 aus, weshalb auf eine psychische Störung ohne invalidisierenden Krankheitswert zu schliessen sei (mit Hinweis auf BGE 143 V 124 E. 2.1). Bloss der Vollständigkeit halber sei darauf hinzuweisen, dass sich der Beschwerdeführer offenbar nicht mehr in psychiatrischer Behandlung befinde. Zusammenfassend sei festzuhalten, dass keine Anhaltspunkte bestünden, die Einschätzung der Beschwerdegegnerin, wonach ab Juni 2016 bis auf Weiteres von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätigkeiten auszugehen sei, in Frage zu stellen.