Citation: 5A_469/2022 E. 5.1

5.1. Dem angefochtenen Entscheid zufolge soll die C.________ erteilte Vollmacht laut einem von D.________ unterzeichneten Dokument vom 29. September 2006 widerrufen worden sein. Einem weiteren, von der Beschwerdeführerin aufgelegten Dokument sei zu entnehmen, dass diese C.________ am 23. Juli 2008 betreffend Interessenwahrung in einem Vollstreckungsverfahren bevollmächtigte. Das Kantonsgericht zitiert Art. 34 Abs. 3 OR und erinnert daran, dass der gute Glaube des Dritten nicht schon durch den Eingang der Widerrufserklärung zerstört werde, sondern die Kenntnis des Widerrufs oder zumindest ein Kennensollen nötig sei. Wie es sich im konkreten Fall mit dem behaupteten Widerruf verhält, müsse nicht vertieft werden. Umstände, die nahelegen würden, dass die Beschwerdegegnerin vom Widerruf Kenntnis hatte oder hätte haben müssen, seien weder ersichtlich noch von der Beschwerdeführerin behauptet worden. Daran ändere aus der Perspektive der Beschwerdegegnerin auch die am 23. Juli 2008 ausgestellte Vollmacht nichts. Dass die Beschwerdegegnerin diese Vollmacht kannte oder hätte kennen müssen, habe die Beschwerdegegnerin nie so behauptet. Davon abgesehen sei fraglich, dass aufgrund der im Jahr 2008 ausgestellten Vollmacht zwingend auf den Wegfall der ursprünglichen Vollmacht geschlossen werden müsste. Ebenso würden sich weitere Ausführungen zum Auftreten und Handeln von C.________ gegenüber Gemeindebehörden und Privaten und zu seiner Rolle im Schiedsverfahren zwischen der Beschwerdegegnerin und der Gesellschaft B.________ erübrigen.