Citation: 4A_35/2021 E. 4.2

4.2. Soweit die Klägerin erstinstanzlich zu verschiedenen Einzelforderungen festhielt, diese seien im Kostenvoranschlag der Komplettsanierung von Fr. 14 Mio. und damit im Globalpreis von Fr. 19 Mio. enthalten und ansonsten keine Kritik anbringt, ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz die Forderungen im Grundsatz als betragsmässig anerkannt erachtete. Eine Verletzung von Art. 17 OR ist nicht zu erkennen. Der Hinweis auf die Fr. 14 Mio. vor dem Hintergrund des eventuell geltend gemachten Circa-Preises lässt sich ohne Willkür dahingehend verstehen, dass die Klägerin bereit wäre, den verlangten Preis in der geforderten Höhe zu bezahlen, soweit sich der Gesamtpreis innerhalb des vereinbarten Circa-Preises hält. Auch in Bezug auf den Globalpreis kann ohne Willkür geschlossen werden, die Klägerin beanstande die verrechneten Leistungen ausschliesslich deshalb, weil der Gesamtbetrag den Globalbetrag übersteigt. Die Vorbringen lassen erkennen, dass es sich nicht um unbestellte Leistungen handelt (vgl. zu diesen: Urteil des Bundesgerichts 4A_376/2016 vom 2. Dezember 2016 E. 5.2) und dass die fraglichen Leistungen tatsächlich erbracht wurden. Unbestellte Leistungen wären nicht im Globalpreis enthalten, sondern gar nicht zu erbringen gewesen. Konnte die Vorinstanz von einer Anerkennung ausgehen, lässt sich entgegen der Beschwerdeführerin aus Art. 156 Abs. 1 ZPO/GR, der die Folgen einer fehlenden Bestreitung regelt, nichts ableiten. Hätte die Klägerin den Betrag auch für den Fall als zu hoch erachtet, dass kein Globalpreis vereinbart worden war, oder der Maximalpreis eingehalten wurde, hätte sie die Tragweite ihrer Behauptung klarstellen müssen. Die Rüge einer Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV), indem sich die Vorinstanz weigere, diese Forderungen im Einzelnen zu prüfen, geht ins Leere.