Citation: I 391/03 06.04.2004 E. 6

Zu prüfen bleibt, ob der Beschwerdeführer der IV-Stelle die von April 2001 bis Februar 2002 bezogenen Rentenbetreffnisse zurückzuerstatten hat. 6.1 Nach Art. 47 Abs. 1 AHVG in Verbindung mit Art. 49 IVG hat eine Leistungsanpassung rückwirkend (ex tunc) zu erfolgen. In diesem Sinne ist vorzugehen, wenn der zur Wiedererwägung führende Fehler der Verwaltung bei der Beurteilung eines AHV-analogen Sachverhaltes (z.B. fehlende Versicherteneigenschaft, falsche Rentenberechnung usw.) unterlaufen ist. War hingegen ein spezifisch invalidenversicherungsrechtlicher Gesichtspunkt (z.B. alle Tatsachenänderungen, die im Bereich des Invaliditätsgrades von Bedeutung sind oder die Beurteilung der Notwendigkeit und Geeignetheit von medizinischen und beruflichen Eingliederungsmassnahmen) zu prüfen, ist die Änderung grundsätzlich bloss mit Wirkung ex nunc et pro futuro (Art. 85 Abs. 2 und Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV) vorzunehmen; ist indessen der Tatbestand der Verletzung der Meldepflicht gemäss Art. 77 IVV erfüllt, geschieht die Leistungsanpassung ebenfalls rückwirkend mit der Folge, dass zu viel bezogene Leistungen zurückzuerstatten sind (BGE 119 V 432 Erw. 2). 6.2 Bei dem hier zur Diskussion stehenden Revisionstatbestand handelt es sich um einen IV-spezifischen Gesichtspunkt. Eine Rückerstattung hat daher nur zu erfolgen, wenn der Beschwerdeführer seiner Meldepflicht nicht nachgekommen ist. Wie in Erwägung 5.3 hievor ausgeführt, gilt die Verletzung der in (dem bis 31. Dezember 2002 geltenden) Art. 71 IVV stipulierten Auskunftspflicht im Abklärungsverfahren in analoger Weise als Verletzung von Art. 77 IVV. Da der Beschwerdeführer die IV-Stelle nicht über seine Erwerbstätigkeit informiert hatte, wurde zu Recht die Rückerstattung der zu viel ausgerichteten Beträge verfügt. Dem kantonalen Gericht ist auch darin zu folgen, dass die Kausalität zwischen der Meldepflichtverletzung und dem eingetretenen Schaden ab März 2002 entfällt, nachdem die IV-Stelle im Februar Kenntnis vom Erwerbseinkommen des Beschwerdeführers beim Arbeitszentrum Y.________ erhielt. Schliesslich ist festzuhalten, dass die angefochtenen Verwaltungsakte sich nicht mit der im Revisionsgesuch vom 7. Dezember 2001 geltend gemachten gesundheitlichen Verschlechterung ab 1. August 2001 befassen. Die IV-Stelle wird darüber noch zu verfügen haben.