Citation: 9C_576/2020 E. 4.5.2

4.5.2. Die Vorinstanz erwog im Entscheid vom 26. August 2009, dass weitere medizinische Erhebungen und solche zur (von der B.________ an den Beschwerdeführer ausbezahlten) Spesenpauschale nötig seien. Selbst wenn die IV-Stelle diese Abklärungen vorgenommen hätte, wären keine Erkenntnisse über die Zusammenarbeit der B.________ mit der C.________ AG gewonnen worden. Der IV-Stelle kann deshalb keine Beweisvereitelung mit Blick auf die hier massgebenden Sachverhaltselemente vorgeworfen werden. Hinzu kommt, dass die behördliche Abklärungspflicht sich nur auf rechtserhebliche Tatsachen bezieht, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist (BGE 146 V 240 E. 8.1 S. 248). Nachdem aufgrund der neuen medizinischen Abklärungen auf eine volle Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit zu schliessen (vgl. Gutachten der MEDAS Zentralschweiz vom 23. August 2012) und deshalb unabhängig von der genauen Höhe des Valideneinkommens auf eine ganze Rente zu erkennen war (Verfügung vom 23. Januar 2013), durfte die IV-Stelle damals auf weitere Abklärungen zum Valideneinkommen verzichten. Die Voraussetzungen für eine Umkehr der Beweislast sind deshalb nicht erfüllt (vgl. BGE 138 V 218 E. 8.1 S. 223; SVR 2011 UV Nr. 11 S. 39, 8C_693/2010 E. 12).