Citation: 4C.81/2004 10.05.2004 E. 3

Die Vorinstanz hat ausgeführt, die Beklagte habe ungeachtet des Umstandes, dass sich der Kläger erst lange nach Ablauf des bis zum 25. Mai 2000 festgesetzten Termins zum Budget äusserte, die Anmeldungen zum Seminar vorgenommen und weitere organisatorische Vorkehren zu dessen Durchführung getroffen. Daraus folgert die Vorinstanz, dass die Beklagte selbst nicht an der von ihr festgesetzten Frist bis zum 25. Mai 2000 festgehalten habe. An dieser für das Bundesgericht verbindlichen Feststellung bricht sich die sinngemäss vorgetragene Rüge der Beklagten, die Vorinstanz habe, sollte im Budget 2000 eine verbindliche Offerte zu erblicken sein, Art. 5 Abs. 1 OR verletzt, indem sie verkannt habe, dass die am 7. August 2000 erfolgte Annahme zu spät erfolgt und die Beklagte damals nicht mehr daran gebunden gewesen sei. Soweit die Beklagte in diesem Zusammenhang geltend macht, der Kläger sei in seiner Annahmeerklärung bewusst zu ihren Lasten von den im Budget figurierenden Zahlen abgewichen, ist ihr Vorbringen nicht entscheiderheblich, wird doch im angefochtenen Urteil auf die von der Beklagten genannten Beträge abgestellt. Dass sich aber der Kläger in seinem Schreiben vom 7. August 2000 wesentlich auf das Angebot der Beklagten stützte und es damit im Grundsatz akzeptierte, stellt die Beklagte mit Recht nicht in Abrede.