Citation: 1C_27/2021 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz erwog zusammengefasst, zwar hätten die Beschwerdeführer ein privates Interesse an der Vergrösserung ihres Wohnraums und der Ausschöpfung der noch vorhandenen Nutzungsreserve. Indessen erlaube die 1996 vorgenommene Gestaltungsplanänderung die gewährte Nutzungsreserve innerhalb der damals angepassten Mantellinie zu konsumieren, wenn eine Erweiterung und bauliche Massnahmen über zwei Stockwerke vorgenommen und nicht auf das Untergeschoss beschränkt würden, wie es die Beschwerdeführer vorsehen. Zudem sei das betroffene Haus gegen Westen und Osten mit den Nachbarhäusern zusammengebaut, weshalb es nur an der Süd- und der Nordfassade möglich sei, eine natürliche Besonnung durch Fenster zu schaffen. Daher können im Geschoss, in dem die Erweiterung vorgesehen sei, mit der beantragten Gestaltungsplanänderung entgegen den Ausführungen im Erläuterungsbericht vom 18. Oktober 2018 keine zusätzlichen Zimmer mit hinreichender natürlicher Belichtung geschaffen werden. Insofern sei das private Interesse an der Schaffung von neuen Wohnräumen zu relativieren und auch das Kriterium einer zweckmässigeren Nutzung nicht bzw. nur in beschränktem Mass erfüllt. Auch könne nicht gesagt werden, die vorgesehene Änderung der Mantellinie entspreche den raumplanerischen Zielsetzungen einer sinnvollen Verdichtung innerhalb des Baugebiets deutlich besser als die geltende Ordnung, da die Ausschöpfung der bestehenden Nutzungsreserve zwecks Realisierung von Erweiterungsbauten wie Balkonverglasungen, Wintergärten und Zimmervergrösserungen auch ohne Verlegung der Mantellinie realisierbar wäre.