Citation: K 92/06 17.04.2007 E. 3

3.1 Zu prüfen ist sodann, inwieweit die Helsana Versicherungen AG die Kosten hinsichtlich der für die Diagnosestellung erforderlichen Abklärungen zu übernehmen hat. Sie anerkennt mit der letztinstanzlich eingereichten Beschwerdeantwort eine Leistungspflicht aus der obligatorischen Krankenpflegeversicherung für die erste fachärztliche Untersuchung (Fr. 65.10) sowie das Zahnschadenformular (Fr. 68.20), verneint hiegegen eine solche hinsichtlich des angefertigten Röntgenbildes (Orthopantomogramm) und der verabreichten Medikamente. Zur Begründung führt sie aus, zum einen sei das von ihr angeforderte Röntgenbild vor der Prüfung des Schadenfalles erstellt, mithin nicht von ihr angeordnet worden, zum anderen liege keine Pflichtleistung nach KVG vor. 3.2 Nach der Rechtsprechung muss der Krankenversicherer zusätzliche Abklärungen betreffend die Leistungspflicht der obligatorischen Krankenpflegeversicherung bei zahnärztlichen Behandlungen vornehmen, wenn greifbare Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person eine Zahnschädigung aufweist, die in den rechtlichen Einzugsbereich der lit. a-c des Art. 31 Abs. 1 KVG und der entsprechenden Ausführungsbestimmungen (Art. 17-19 KLV) fallen könnte (Urteil K 11/06 vom 11. Juli 2006 E. 3). Besteht aufgrund lege artis klinisch erhobener Befunde der Verdacht auf eine bestimmte behandlungsbedürftige Erkrankung, sind der genauen Diagnosestellung dienende Abklärungen grundsätzlich zu vergüten, sofern sie dem Gebot der Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit der Leistungen gemäss Art. 32 Abs. 1 KVG genügen (Urteil K 5/06 vom 21. August 2006 E. 3). 3.3 Zur Frage, ob diese Voraussetzungen hier in Bezug auf die Orthopantomographie vom 9. Juni 2004 (vgl. letztinstanzlich eingereichte Honorarrechnung des Dr. med. et med. dent. S.________ vom 5. Oktober 2004) ex ante betrachtet (vgl. Urteil K 112/03 vom 2. September 2004 E. 5.1 mit Hinweisen, publ. in: RKUV Nr. KV 307 S. 468) zutreffen, hat die Beschwerdegegnerin nicht Stellung genommen. Weiter ist festzuhalten, dass der chirurgische Eingriff vom 22. Juni 2004 wegen eines bestehenden Herzfehlers (mitrale Herzinsuffizienz) eine Endokarditisprophylaxe mit Antibiotika erforderte (vgl. Berichte der Dres. med. S.________ vom 22. Juni 2004 und D.________, Spezialarzt FMH für Innere Medizin, spez. Kardiologie, vom 23. Januar 2004). Die Helsana Versicherungen AG hat die Übernahme der Kosten der Totalnarkose der nicht kassenpflichtigen Operation mit der Begründung anerkannt, dass die Beschwerdeführerin an einer Überempfindlichkeit (Allergie) auf lokale Anästhetika leidet. Daher ist nicht ohne weiteres ersichtlich, weshalb sie generell eine Leistungspflicht für die verabreichten Medikamente verneint. Die Sache ist unter diesen Umständen an die Helsana Versicherungen AG zurückzuweisen, damit sie nach Rücksprache mit dem Vertrauensarzt über diese Punkte unter Einbezug der im letztinstanzlichen Verfahren anerkannten Leistungspflicht für die erste fachärztliche Konsultation sowie das Zahnschadenformular neu befinde.