Citation: 2C_608/2015 E. 5

Bei Würdigung sämtlicher Umstände ergibt sich, dass die öffentlichen Interessen an einer Ausreise des Beschwerdeführers überwiegen. Nebst der erheblichen Intensität der vom Beschwerdeführer verübten Straftaten erscheint vorliegend wesentlich, dass er während einer Dauer von mehr als 10 Jahren wiederholt delinquiert hat, wobei die Schwere der Delikte im Verlauf der Zeit zunahm. Das beachtliche Interesse der Familienangehörigen an seinem Verbleib in der Schweiz wird demgegenüber durch den Umstand relativiert, dass der Beschwerdeführer in den Jahren 2004 und 2006 und damit bereits vor der Geburt des ersten Sohnes ausländerrechtlich verwarnt worden war. Auch die Heirat fand erst statt, nachdem der Beschwerdeführer wegen seiner Betäubungsmitteldelikte Mitte 2010 in Haft gesetzt worden war. Die Ehegatten mussten damit bereits im Zeitpunkt der Zeugung ihrer Kinder und der Heirat damit rechnen, die familiäre Beziehung gegebenenfalls nicht in der Schweiz leben zu können (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.4 S. 149 m.H. auf die Rechtsprechung des EGMR). Die Vorinstanz hat somit kein Bundes- oder Völkerrecht verletzt, indem sie das öffentliche Interesse an einem Widerruf der Niederlassungsbewilligung höher gewichtete als das private Interesse am Verbleib des Beschwerdeführers in der Schweiz. Das vorinstanzliche Urteil erweist sich als verhältnismässig, sodass die Beschwerde abzuweisen ist. Ergänzend bleibt darauf hinzuweisen, dass die strafrechtlichen Verurteilungen des Beschwerdeführers die Erteilung einer neuen Aufenthaltsbewilligung nicht zwingend ein für allemal verunmöglichen. Unter gewissen Voraussetzungen kann nach einer angemessenen Bewährungsdauer im Heimatland eine Neubeurteilung durch die zuständigen Migrationsbehörden angezeigt sein (vgl. Urteil 2C_1170/2012 vom 24. Mai 2013 E. 3.3 mit Hinweisen).