Citation: 4A_29/2024 E. 5.3

5.3. Zwar ist Rechtsmissbrauch wegen widersprüchlichen Verhaltens auch ohne Enttäuschung berechtigten Vertrauens denkbar (vgl. E. 5.1.2 hiervor). Dabei geht es aber nicht darum, dass eine Partei von einem früheren Standpunkt abweicht, sondern vielmehr darum, dass sie gegenwärtig und gleichzeitig Standpunkte einnimmt, die sich gegenseitig ausschliessen (vgl. BGE 143 III 55 E. 3.4: "On ne peut pas vouloir tout et son contraire.") : Das ist beispielsweise der Fall, wenn eine Partei kumulativ Ansprüche erhebt, die sich gegenseitig ausschliessen. Darum geht es hier nicht.