Citation: 2C_421/2022 E. 5.3.2

5.3.2. Die Vorinstanz weist ferner darauf hin, dass ein Untertauchen aktuell umso wahrscheinlicher erscheine, nachdem sich der Beschwerdeführer am 11. April 2022, dem Tag, an dem Italien seine erneute Rückübernahme bestätigt habe und er aus der Schweiz weggewiesen worden sei, in der Haft selber verletzt habe (vgl. E. 3.2 des angefochtenen Urteils). Diese Würdigung ist nicht zu beanstanden: Der Beschwerdeführer erweckt mit seiner Selbstverletzung den Eindruck, eine Wegweisung nach Italien verhindern zu wollen. In Kombination mit seinem bisherigen, erheblich unkooperativen Verhalten ist die Dub-lin-Ausschaffungshaft somit geeignet, erforderlich und zumutbar, um seine Rückführung nach Italien sicherzustellen (vgl. Art. 76a Abs. 1 lit. b und lit. c AIG). In der Haftanordnung ist keine Verletzung des Grundsatzes der Verhältnismässigkeit zu erkennen.