Citation: 4P.77/2005 27.04.2005 E. A

X.________ (Kläger und Beschwerdegegner) war vom 31. Dezember 2000 bis 31. Januar 2003 als Schichtverkäufer bei der A.________ GmbH, Davos (Beklagte und Beschwerdeführerin), im 24-Stunden-Shop in St. Moritz angestellt. Am 29. Oktober 2002 schlossen die Parteien einen neuen Arbeitsvertrag ab. Dabei setzten sie den Bruttolohn auf monatlich Fr. 3'200.-- fest und wandelten das Arbeitsverhältnis in ein unbefristetes Verhältnis. Am 7. August 2002 wies die Beschwerdeführerin den Beschwerdegegner in einem als "Verwarnung" betitelten Schreiben darauf hin, dass der Konsum von Alkohol und das Kiffen während der Arbeitszeit sowie die Entwendung von Waren und Geld untersagt sei. Zudem wurde er darauf aufmerksam gemacht, dass die Arbeitsstunden in den Rapporten zu erfassen seien und letztere jeweils am Sonntagabend abzugeben seien. Am 24. September 2002 wurde der Beschwerdegegner schriftlich verwarnt, weil er ohne den Geschäftsführer zu informieren, am Morgen desselben Tages das Geschäft geschlossen hatte. Ausserdem wurde er aufgefordert, die geleisteten Stunden in den Stundenblättern einzutragen. Für den Fall einer erneuten Verfehlung dieser Art, wurde ihm die fristlose Kündigung angedroht. Einen Tag später, am 25. September 2002, wurde der Beschwerdegegner erneut von der Beschwerdeführerin verwarnt, weil er das Überwachungssystem verstellt und den Merkzettel entfernt hatte, der darauf hinwies, dass die Einstellungen der Kameras und der Monitore nur vom Shopmanager geändert werden dürften. Am 30. Januar 2003 war der Beschwerdegegner für die Frühschicht eingeteilt. An diesem und dem darauf folgenden Tag erschien er nicht zur Arbeit. Am 31. Januar 2003 fand ein Telefongespräch zwischen B.________, dem Geschäftsführer der Beschwerdeführerin, und dem Beschwerdegegner statt. Über den Inhalt des Gesprächs sind sich die Parteien nicht einig. Vom 1. bis 3. Februar 2003 war der Beschwerdegegner wegen einer viralen Gastroenteritis hospitalisiert und laut Arztzeugnis am 4. und 5. Februar 2003 zu 100 % arbeitsunfähig. Mit Schreiben vom 4. Februar 2003 teilte ihm die Beschwerdeführerin mit, sie sei nicht mehr in der Lage, das Arbeitsverhältnis mit ihm aufrecht zu erhalten; aufgrund der mündlichen Kündigung des Beschwerdegegners vom 31. Januar 2003 sei das Arbeitsverhältnis aufgelöst im Sinne von Art. 337d OR.