Citation: 2A.220/2002 22.05.2002 E. 1

Mit Verfügung vom 19. Juni 2001 stellte die Fremdenpolizei des Kantons Glarus fest, die kroatische Staatsangehörige X.________ habe sich vom 1. Januar 1999 bis zum 29. Februar 2000 während 14 Monaten ununterbrochen im Ausland aufgehalten; somit sei ihre Niederlassungsbewilligung erloschen (Art. 9 Abs. 3 lit. c ANAG), und sie verfüge in der Schweiz über kein Aufenthaltsrecht mehr. Am Schluss der Verfügung war, klein gedruckt, folgende Rechtsmittelbelehrung angebracht: "Gegen diese Verfügung kann innert 30 Tagen, von der Mitteilung an gerechnet, an den Regierungsrat des Kantons Glarus, Rekurs erhoben werden. Die Rekursschrift muss in deutscher Sprache abgefasst sein, und einen begründeten Antrag enthalten. Verfügung und Beweismittel sind beizulegen oder genau zu bezeichnen." X.________ nahm diese Verfügung am 20. Juni 2001 entgegen. Mitte August 2001 sprach sie bei der Fremdenpolizei des Kantons Glarus vor; sie wurde darauf hingewiesen, dass der zuständige Sachbearbeiter bis gegen Ende August in den Ferien weile. X.________ gelangte am 30. August 2001 nochmals an die Fremdenpolizei. Der zuständige Sachbearbeiter teilte ihr mit Schreiben vom 31. August 2001 mit, dass sie Einwendungen gegen die Verfügung vom 19.Juni 2001 umgehend in schriftlicher Form bei der Fremdenpolizei oder der Regierungskanzlei einreichen solle; das Schreiben enthielt den Hinweis, dass nicht feststehe, ob die Rechtsmittelfrist eingehalten sei. X.________ setzte sich daraufhin in einem an die Fremdenpolizei gerichteten Schreiben vom 3.September 2001 mit der Verfügung vom 19. Juni 2001 auseinander. Die Fremdenpolizei leitete die Eingabe am 10. September 2001 zuständigkeitshalber an den Regierungsrat des Kantons Glarus weiter. Der Regierungsrat nahm die Eingabe vom 3. September 2001 als Beschwerde gegen die Verfügung vom 19. Juni 2001 entgegen; mit Entscheid vom 13. November 2001 trat er darauf wegen Verspätung nicht ein. Mit Entscheid vom 26. März 2002 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Glarus die Beschwerde gegen den regierungsrätlichen Nichteintretensentscheid ab. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht vom 7. Mai 2002 stellt X.________ die Anträge, der Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 26. März 2002 sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass ihre Beschwerde vom 3. September 2001 gegen die Verfügung der Fremdenpolizei vom 19. Juni 2001 fristgerecht erhoben worden sei, und es sei daher der Regierungsrat anzuweisen, die Beschwerde vom 3. September 2001 materiell zu behandeln und auf diese einzutreten; eventuell sei die Angelegenheit an die Vorinstanz zur vollständigen Sachverhaltsabklärung zurückzuweisen. Das Bundesgericht hat bei der Fremdenpolizei des Kantons Glarus deren Verfügung vom 19. Juni 2001 angefordert. Die Verfügung ist am 15. Mai 2002 per Fax durch das Verwaltungsgericht an das Bundesgericht übermittelt worden. Weitere Akten sind nicht eingeholt und ein Schriftenwechsel ist nicht angeordnet worden.