Citation: 9C_677/2023 E. 4.3.2

4.3.2. Soweit die Vorinstanz festhält, der Leiter der RAV habe die Marktchancen des Beschwerdeführers lediglich krankheits-, jedoch nicht arbeitsmarktbezogen beurteilt, ist darauf hinzuweisen, dass die Rechtsprechung zu Art. 34a Abs. 1 BVG respektive Art. 24 Abs. 1 BVV 2 keine rein arbeitsmarktbezogene Beurteilung voraussetzt, sondern auch persönliche Umstände dazu führen können, dass das Erzielen eines Invalideneinkommens trotz Teilarbeitsfähigkeit als unzumutbar erachtet wird (vgl. vorne, E. 3.3). Allerdings ist dem kantonalen Gericht zuzustimmen, dass eine bis zwei Stellenbewerbungen pro Monat nicht den Eindruck einer intensiven Stellensuche erwecken, auch wenn die Arbeitslosenkasse diese Arbeitsbemühungen offenbar als genügend bewertete. Rechtsprechungsgemäss dürfen von arbeitssuchenden Personen rund zehn bis zwölf Stellenbewerbungen pro Monat verlangt werden (BGE 141 V 365 E. 4.1; Urteil 9C_217/2023 vom 30. Mai 2023 E. 5.2.3). Aus welchen Gründen beim Beschwerdeführer von diesen Vorgaben abgewichen wurde, ist den Akten nicht zu entnehmen. Ein überwiegender Teil der Stellenbewerbungen scheint zudem in Form von Spontanbewerbungen erfolgt zu sein (Absagegrund: "Alle Stellen besetzt", "zurzeit keine Stelle frei" oder ähnliches). Ob die Konzentration auf Chauffeurstellen (insbesondere für Behinderten- und Schülertransporte) den Anforderungen an eine angepasste Tätigkeit (vgl. vorne, E. 4.1) genügt, erscheint ebenfalls fraglich. Dass er sich auch auf andere Stellen beworben habe, als auf den Nachweisblättern ersichtlich ist, macht der Beschwerdeführer nicht geltend. Er kann ferner auch aus dem Verweis auf das Urteil 9C_532/2021 vom 22. März 2022 (in: SVR, 2022 BVG Nr. 36 S. 126) nichts zu seinen Gunsten ableiten. Anders als im genannten Urteil, in dem die Beschwerdeführerin über 200 Bewerbungen getätigt hatte, sind in den Akten vorliegend lediglich 32 Bewerbungen zwischen Juli 2020 und November 2022 zu finden, was trotz der durchgehenden Ausrichtung von Arbeitslosentaggeldern nicht als ernsthafte und genügende Bemühungen um eine neue Arbeitsstelle gewertet werden kann. Unter diesen Umständen verletzt die Schlussfolgerung der Vorinstanz, die erfolglosen Arbeitsbemühungen vermöchten die Unverwertbarkeit seiner Restarbeitsfähigkeit nicht zu beweisen, kein Bundesrecht.