Citation: 1C_551/2022 E. 3.4

3.4. Der beantragte Augenschein sollte dazu dienen, die Einordnung des Bauvorhabens im Sinne von Art. 10 BO Oberägeri zu beurteilen. Angesichts der ausführlichen Dokumentation ist nicht ersichtlich, dass dieser Aspekt einen Augenschein notwendig gemacht haben könnte. Das Verwaltungsgericht konnte vielmehr zu Recht davon ausgehen, dass von einem Augenschein keine neuen, entscheidrelevanten Ergebnisse zu erwarten seien. Es durfte somit in antizipierter Beweiswürdigung auf die Abnahme der beantragten Beweismittel verzichten (vgl. BGE 141 I 60 E. 3.3; 136 I 229 E. 5.3 mit Hinweis; zur willkürfreien Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz vgl. E. 5.2 hiernach). Die Beschwerdeführenden beantragen auch vor Bundesgericht, zusätzlich einen Augenschein durchzuführen. Dieser Antrag ist abzuweisen, weil sich der für den vorliegenden Entscheid rechtlich relevante Sachverhalt mit hinreichender Klarheit aus den Akten ergibt und nicht ersichtlich ist, inwiefern ein Augenschein zusätzliche entscheidwesentliche Erkenntnisse liefern könnte. Auch im bundesgerichtlichen Verfahren kann daher von der Durchführung des beantragten Augenscheins abgesehen werden. Hingegen hätte die Vorinstanz die antizipierte Beweiswürdigung begründen müssen. Allerdings ist aus den Erwägungen der Vorinstanz klar ersichtlich, von welchen Überlegungen sie sich hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt. Eine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV ist darin nicht zu erkennen.