Citation: 2C_213/2023 E. 5.2.2

5.2.2. Die Vorinstanz ist davon ausgegangen, dass ein sehr grosses öffentliches Interesse an der Beendigung des Aufenthalts des Beschwerdeführers besteht. Hierfür sprechen zunächst die Höhe der Schulden und der Umstand, dass diese trotz Verwarnung im Jahr 2015 kontinuierlich angewachsen sind. Es liegen zudem keine Sanierungsbemühungen vor. Vielmehr begleicht der Beschwerdeführer seine laufenden Verpflichtungen gemäss vorinstanzlichen Feststellungen nur unter erheblichem betreibungsrechtlichem Druck. Eine plausible Erklärung für die anhaltende Verschuldung ist sodann nicht ersichtlich. Es ist daher zu befürchten, dass der Beschwerdeführer weitere Schulden anhäuft. Auch wenn andere Gründe, die eine Aufenthaltsbeendigung rechtfertigen, mitunter schwerer wiegen können (vgl. Urteile 2C_573/2019 573/2019 vom 14. April 2020 E. 2.2; 2C_789/2017 vom 7. März 2018 E. 3.3.1), besteht vorliegend ein grosses bis sehr grosses dahingehendes öffentliches Interesse. Dass der Beschwerdeführer keine Sozialhilfe bezogen hat, dürfte auch auf seine Verschuldung zurückzuführen sein, weshalb dieser Umstand das öffentliche Interesse nicht schmälert. Der Vorinstanz ist im Übrigen insofern beizupflichten, als sie aus der Straffälligkeit keine entscheidrelevante Erhöhung des öffentlichen Interesses ableitete, da die wenigen Verurteilungen seit der letzten Verwarnung bereits länger zurückliegen und relativ geringfügige Delikte betroffen haben (vgl. vorne A.c.).