Citation: 8C_6/2018 E. 5.2

5.2. Bei Verlauf und Ausgang von Therapien handelt es sich um wichtige Schweregradindikatoren (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2 S. 299), die bei der Prüfung entscheidend in Anschlag gebracht werden dürfen (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 S. 416). Die IV-Stelle bringt in diesem Zusammenhang an sich zu Recht vor, dass die Ärzte des Sanatoriums B.________, Privatklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, wo sich die Beschwerdegegnerin vom 11. November bis 18. Dezember 2014, vom 8. Januar bis 6. Februar 2015 und vom 24. Februar bis 13. März 2015 aufgehalten hatte, jeweils von einem sich langsam aber stetig bessernden Gesundheitszustand sprachen (vgl. Austrittsberichte vom 5. Januar, 2. März und 2. Juni 2015). Ihre zurückhaltend geäusserte Auffassung, der psychische Gesundheitszustand lasse sich weiter verbessern, konnten die Fachpersonen des Medizinischen Zentrums C.________ welche die Beschwerdegegnerin ambulant weiter betreuten, in der Folge jedoch nicht bestätigen (vgl. Bericht vom 26. Mai 2015). Unter diesen Umständen ist entgegen den Vorbringen der IV-Stelle zumindest fraglich, ob noch therapeutische Möglichkeiten bestanden hatten, den Gesundheitszustand aus medizinischer Sicht zu verbessern. Jedenfalls erweist sich die vorinstanzliche Würdigung der medizinischen Akten und die daraus gezogene Schlussfolgerung, aus psychischen Gründen sei von einer dauernden Arbeitsunfähigkeit von 50 % auszugehen, auch im Lichte der neuen Rechtsprechung betrachtet nicht als offensichtlich unrichtig.