Citation: 4A_546/2023 E. 5.2.1

5.2.1. Die Erstinstanz sei zutreffend zum Schluss gelangt, dass sich die Arbeitszeit des Beschwerdegegners (ergebnisorientiert) aus dem für die Erfüllung der übernommenen Funktion erforderlichen Zeitaufwand ergebe. Zudem seien (nicht konkurrenzierende) Nebentätigkeiten weder ausgeschlossen noch als bewilligungspflichtig bezeichnet worden. Auch habe die Erstinstanz zutreffend erwogen, dass die Beschwerdeführerin nicht substanziiert behauptet habe, inwiefern zwischen ihr und der J.________ GmbH bzw. der K.________ AG überhaupt eine Konkurrenzsituation bestehe. Unbehelflich sei auch der Hinweis auf das Urteil 4C.325/2006 vom 28. November 2006 E. 2.2. Dort habe das Bundesgericht festgehalten, dass bereits der Anschein einer Konkurrenzierung eine fristlose Kündigung zu rechtfertigen vermöge. Da die Beschwerdeführerin aber nicht substanziiert behauptet habe, inwiefern zwischen ihr und den betreffenden Gesellschaften überhaupt eine Konkurrenzsituation bestanden habe, sei nicht ersichtlich, inwiefern der Beschwerdegegner auch nur den Anschein einer Konkurrenzierung hätte erwecken können. Auch habe sie den Beschwerdegegner am 22. April 2020 explizit für "die nicht genehmigte Übernahme konkurrenzierender Tätigkeiten" (Herv. beigefügt) abgemahnt.