Citation: I 287/04 07.10.2004 E. 3

3.1 Die IV-Stelle macht in erster Linie geltend, entgegen der Auffassung des kantonalen Gerichts habe sie kein Mahn- und Bedenkzeitverfahren einleiten müssen, weil es in Bezug auf die Tätigkeit als Technischer Kaufmann am Eingliederungswillen und somit an der subjektiven Eingliederungsfähigkeit gefehlt habe. Ein solcher Vorwurf wird ihr indessen nicht gemacht. Die Vorinstanz hat lediglich, wenn auch in missverständlichem Zusammenhang, die Zweifel der Verwaltung am ernstlichen Willen des Versicherten, eine geeignete Stelle zu suchen, bestätigt. Ob es dem Beschwerdeführer tatsächlich an der Bereitschaft fehlte, die angebotene Eingliederungsmassnahme (Unterstützung bei der Suche eines geeigneten Arbeitsplatzes) in Anspruch zu nehmen, ist hier nicht näher zu prüfen. Weder gehört die Arbeitsvermittlung nach Art. 18 Abs. 1 IVG zum Streitgegenstand, noch legt die IV-Stelle dar, inwiefern dieser Punkt für die Rentenfrage von Bedeutung ist. Dem ist beizufügen, dass die Beendigung der Arbeitsvermittlung mangels rechtsgenüglichem Eingliederungswillen zu verfügen und der versicherten Person zu eröffnen ist (vgl. AHI 2002 S. 109 Erw. 3a in fine). Vorliegend schloss der zuständige Berufsberater der IV-Stelle die berufliche Eingliederung am 18. Oktober 2000 ab. Dies wurde dem Versicherten nach Lage der Akten weder schriftlich noch mündlich mitgeteilt. Insofern hält die Vorinstanz zu Recht fest, die IV-Stelle habe den erfolgreich begonnenen Eingliederungsprozess fortzusetzen und gesetzeskonform abzuschliessen. 3.2 Im Weitern rügt die IV-Stelle, das kantonale Gericht habe die «Berufsinformation 'Technischer Kaufmann/Technische Kauffrau'» vom 15. November 2002 nicht berücksichtigt. Dieses Dokument befinde sich entgegen den anders lautenden Ausführungen im angefochtenen Entscheid in den Akten. Darauf werde in der Stellungnahme der MEDAS vom 20. März 2003 und auch in der Beschwerde hingewiesen. Die Vorinstanz hat dieses Aktenstück offensichtlich übersehen. Indessen wusste sie von der Existenz des fraglichen Informationsblattes. Nahm die Verwaltung im Einspracheentscheid Bezug darauf, hätte das kantonale Gericht daher das vermeintlich fehlende Dokument einholen müssen. Dass sie dies unterliess, stellt eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes dar. Deshalb den angefochtenen Entscheid aufzuheben, beantragt die IV-Stelle zu Recht nicht. Das Informationsblatt enthält denn auch weit weniger Angaben zu den betrieblichen Einsatzmöglichkeiten technischer Kaufleute als das «Berufsbild 'Technischer Kaufmann/Technische Kauffrau' mit eidg. Fachausweis» des SVTK. Abgesehen davon legt die Verwaltung nicht dar, inwiefern die fragliche «Berufsinformation 'Technischer Kaufmann/Technische Kauffrau'» vom 15. November 2002 die von der Vorinstanz angeordneten Abklärungen als überflüssig erscheinen lassen. 3.3 Schliesslich bringt die IV-Stelle vor, die Feststellung des kantonalen Gerichts, der Versicherte sei als Technischer Kaufmann aufgrund seiner erheblichen körperlichen Einschränkungen nicht überall einsatzfähig, treffe nicht zu. Die Vorinstanz stelle selber fest, in einer wechselbelastenden Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 75 %. Dieser Einwand zielt am Abklärungsgegenstand gemäss angefochtenem Entscheid vorbei. Es geht darum, auf der Grundlage der medizinisch-theoretischen Einschätzung der verbliebenen Arbeitsfähigkeit die konkret in Betracht fallenden Tätigkeiten zu umschreiben und gestützt darauf das Invalideneinkommen zu bestimmen. Dem Technischen Kaufmann steht zwar ein weites Feld von Betätigungsmöglichkeiten offen. Trotzdem ist rentenrechtlich insofern von einem engen Berufsspektrum zu sprechen, als für die Ermittlung des Invalideneinkommens nicht auf die Schweizerischen Lohnstrukturerhebungen des Bundesamtes für Statistik abgestellt werden kann. Das Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes als ein zentrales lohnbestimmendes Merkmal lässt sich bei technischen Kaufleuten nicht allgemein angeben. Es kann von 3 bis 1 variieren. Die IV-Stelle hat denn auch insoweit richtig das Invalideneinkommen aufgrund von zwei konkreten Beispielen ermittelt (Bericht des Berufsberaters vom 13. Juni 2001). Dies kann indessen in quantitativer Hinsicht nicht genügen. Sodann muss in Bezug auf solche Stellen klar sein, ob die Arbeit wechselbelastend ist oder vorwiegend im Sitzen ausgeübt werden muss. Davon hängt der Grad der Arbeitsfähigkeit (75 % oder 50 %) ab, wie im angefochtenen Entscheid richtig festgehalten wird. Dies wiederum kann entscheidend dafür sein, ob lediglich eine Teilzeitanstellung überhaupt möglich ist. In diesem Zusammenhang ist auf die Grundsätze hinzuweisen, welche bei der Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund von so genannten DAP-Löhnen zu beachten sind (BGE 129 V 472). 3.4 Die Vorbringen der IV-Stelle gegen den Rückweisungsentscheid sind somit unbegründet.