Citation: 9C_514/2019 E. 4

Die Vorinstanz verneinte den streitigen Hilfsmittelanspruch. Zur Begründung hat sie im Wesentlichen erwogen, da die Beschwerdeführerin keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgehe, stehe bei der Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen von Art. 2 Abs. 2 HVI (Abgabe nur für spezifische Tätigkeiten) einzig die Notwendigkeit des Treppenlifts für einen Aufgabenbereich in Frage. Der dem Erwerbsleben gleichgestellte Aufgabenbereich (vgl. Art. 5 Abs. 1 und Art. 7 Abs. 2 IVG sowie Art. 8 Abs. 3 ATSG) werde in Art. 27 IVV (SR 831.201; in der bis 31. Dezember 2017 gültig gewesenen Fassung) umschrieben. Danach gelten als Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen Versicherten insbesondere die übliche Tätigkeit im Haushalt, die Erziehung der Kinder sowie gemeinnützige und künstlerische Tätigkeiten (Satz 1). Die von der Beschwerdeführerin ins Feld geführte ehrenamtliche Arbeit im Rahmen des Projekts X.________, umfassend drei zweistündige Sitzungen, eine drei- bis vierstündige Begehung sowie als Abschluss die Eröffnung, könne nicht als gemeinnützige Tätigkeit im Sinne von Art. 27 IVV betrachtet werden. Daran ändere die (geltend gemachte) aktive Teilnahme an verschiedenen Veranstaltungen nichts, zumal diesbezüglich einzig ein Podiumsgespräch belegt sei. Im Weitern oblägen die im Rahmen der Selbstsorge notwendigen Haushaltsarbeiten allen (vollzeitlich) Erwerbstätigen und jedem Nichterwerbstätigen bzw. Bezüger einer Altersrente der AHV. Die Führung des eigenen Haushalts stelle daher keinen Aufgabenbereich im Sinne der gesetzlichen Voraussetzungen für den Bezug eines Hilfsmittels nach Art. 2 Abs. 2 HVI dar. Andernfalls hätte jeder im eigenen Haushalt wohnende Rentner über die Besitzstandsgarantie Anspruch auf ein mit (*) bezeichnetes Hilfsmittel, was nicht Sinn und Zweck von Art. 4 HVA sein könne.