Citation: 1A.108/2002 02.10.2002 E. 2

2.1 Einerseits wurden dem Beschwerdeführer im Gebiet Y.________ am 31. März 1983 zwei getrennte, je rund 50 m3 grosse Teiche bewilligt. Er beabsichtigte dort ursprünglich eine Forellenzucht aufzuziehen. Im Laufe der Zeit gestaltete er diese Teiche zu einem einzigen Teich um und erhöhte den Damm entlang des Teiches um rund 1 m. Zweck dieser Veränderung war, das nördlich des Teiches gelegene, für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung benötigte Hirschgehege über die Dammkrone zu begradigen sowie eine Flachwasserzone für eine grössere Artenvielfalt zu schaffen. Durch die Dammaufschüttung verdoppelte sich die Wasserfläche der bisherigen Teiche. Nach dem Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 1. Mai 1997 verkleinerte der Beschwerdeführer die Wasserfläche wieder. Für den Wasserablauf bestehen drei Ausgänge: das Überlaufwasser führt direkt in den Meliorationsschacht, etwas höher führt ein Ablaufrohr mit einem Durchmesser von 15 cm durch den Damm und darüber liegt das dritte Ablaufrohr mit einem Durchmesser von 40 cm. Dieses geht ebenfalls durch den Lehmdamm hindurch. Der Zufluss wird durch eine 5 cm-Röhre sichergestellt; die Röhre ist mit einem Hahn versehen, sodass der Zufluss unterbrochen werden kann. Der Wasserspiegel steht 5 cm unterhalb des 15 cm-Rohres. Gemäss dem Gutachter kann der Wasserstand nur bis zum alten 15 cm-Ablaufrohr steigen. Bei Normalwasserstand soll der Ablauf in der Mitte der Senke ausreichen. 2.2 Andererseits geht es um eine Senke zwischen dem Stall und der Scheune im Gebiet X.________. Beim Erwerb des Hofes im Jahre 1979 bestand an dieser Stelle bereits eine Senke, welche durch einen alten Steinkanal entwässert wurde. Der Gemeinderat bewilligte dem Beschwerdeführer 1982 die Erstellung vier kleiner Teiche. Im Rahmen der Totalsanierung des Bauernhauses im Jahre 1983 und zusammen mit der Anpassung der Umgebung wurde mit anfallendem Aushubmaterial eine Zufahrt zum Stall aufgeschüttet. Bereits 1982 im Zusammenhang mit einer Wegverlegung sowie 1985 (Erstellung des Schlachthauses) und 1990 (Erstellung der Einstellhalle) wurde so verfahren. Durch diese baulichen Massnahmen vertiefte sich die Senke, insbesondere durch die Aufschüttung des Zugangsweges zum Stall. Sodann baute die Wasserversorgung Walchwil 1989 eine ihrer im betreffenden Gebiet liegenden Anlagen um und leitete den Überlauf des Lotenbaches in die Senke des Beschwerdeführers ein. Dies führte dort zu einer Verwässerung, was den Beschwerdeführer veranlasste, einen weiteren Biotop-Teich anzulegen. Die Entwässerung der Senke war mit der Wasserversorgung abgesprochen und wurde teilweise von ihr übernommen. Im Jahre 1993 erschloss der Beschwerdeführer den Stall rückseitig durch eine erneute Wegaufschüttung. Durch eine bewilligte Einebnung der Jauchegrube (Verlegung unter die Erde) entstand sodann vor dem Stall auf der zugedeckten Jauchegrube ein Freigehege für Kühe. Dazu entnahm der Beschwerdeführer der Senke 80-100 m3 Material, wodurch diese bis 2.7 m tief wurde. Gleichzeitig schüttete er einen Zufahrtsweg zum Stall auf (Materialbedarf 6 m3, Aufschüttung um 30 cm), um die Zugänglichkeit zu diesem zu verbessern. Wie er ausführt, erfolgte diese Aufschüttung ohne Bewilligung, aus Unkenntnis über die Bewilligungspflicht. Eine vom Gemeinderat und der Baudirektion des Kantons Zug bewilligte Teicherweiterung von 1'000 m2 auf 1'250 m2 bzw. 3'500 m3 hob das Verwaltungsgericht am 1. Mai 1997 wieder auf. Die Wegaufschüttung zum Stall steht nach der Ansicht des Beschwerdeführers nicht mit der Teicherweiterung in Zusammenhang, da der beantragte Teich nach dem Urteil des Verwaltungsgerichts nie erstellt wurde. Das Wasser fliesst heute durch 4 Meliorationsstränge mit einem Durchmesser von je zweimal 4 und 10 cm direkt in den in der Mitte des Teiches angebrachten Schacht ein. Der Abfluss wird durch im Schacht angebrachte Rohre von einmal 10 cm und zweimal 20 cm sichergestellt. Das Wasser läuft daher zuerst in die Schachtwand ein und wird dann von den Rohren abgeführt.