Citation: 8C_705/2023 E. A

A.________, geboren 1972, beantragte am 21. Dezember 2021 bei der Öffentlichen Arbeitslosenkasse des Kantons Solothurn (fortan: Arbeitslosenkasse oder Beschwerdeführerin) Arbeitslosenentschädigung ab 1. Dezember 2021, nachdem sein Arbeitsverhältnis infolge Kündigung durch die Arbeitgeberin am 30. November 2021 geendet hatte. Er gab an, zu 100 % arbeitsunfähig und bei der Invalidenversicherung angemeldet zu sein, in Zukunft aber eine Vollzeitstelle anzustreben. Mit Verfügung vom 6. April 2022 verneinte das Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit des Kantons Basel-Landschaft (im Folgenden: KIGA) in seiner Funktion als kantonale Amtsstelle die Vermittlungsfähigkeit von A.________ für die Zeit vom 1. bis 24. Dezember 2021 und ab 1. März 2022 wegen voller Arbeitsunfähigkeit. Es vermerkte, über den entsprechenden Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung nach Art. 28 AVIG habe die Arbeitslosenkasse zu entscheiden. Weiter hielt das KIGA fest, dass der Versicherte vom 25. Dezember 2021 bis 28. Februar 2022 im Rahmen der Vorleistungspflicht der Arbeitslosenversicherung gegenüber der Invalidenversicherung im Umfang eines Arbeitsausfalls von 100 % vermittlungsfähig gewesen sei. Mit Verfügung vom 7. April 2022 verneinte die Arbeitslosenkasse den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung für die Zeit ab 1. Dezember 2021 bis auf weiteres, weil A.________ die von ihr verlangten Unterlagen nicht eingereicht habe und die Akten unvollständig seien; sein Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung sei daher am 1. April 2022 erloschen. Auf Einsprache hin hielt sie daran fest (Einspracheentscheid vom 23. Juni 2022).