Citation: 6B_110/2022 E. 1.3

1.3. Die Beschwerdeführerin führt vor Bundesgericht aus, sie mache gegenüber den beiden früheren Verwaltungsräten aus der Zweckentfremdung des der (nunmehr konkursiten) D.________ AG gewährten Darlehens Ansprüche auf Schadenersatz gemäss Art. 41 OR geltend. Sie führt aus, es handle sich dabei um einen direkten Gläubigerschaden, wobei ihre Klageberechtigung eingeschränkt sei, da nebst ihrem Direktschaden auch ein Gesellschaftsschaden bestehe. Sie als direkt geschädigte Gläubigerin könne daher nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nur klagen, wenn sie sich auf Art. 41 OR, culpa in contrahendo oder eine gesellschaftsrechtliche Norm stützen könne, die ausschliesslich dem Gläubigerschutz diene. Die Art. 138, 146 und 158 StGB stellten solche Schutznormen dar, weshalb die Legitimation der Beschwerdeführerin gegeben sei.