Citation: 1B_315/2020 E. 5.4

5.4. Nach dem Gesagten verletzt die vorinstanzliche Beurteilung des Ausstandsgesuchs als unbegründet nicht Bundesrecht. Auch wenn die Vorinstanz das Gesuch zu Unrecht für verspätet gehalten hat, ist der angefochtene Entscheid deshalb zu schützen. Die weiteren Rügen der Beschwerdeführerin vermögen daran von vornherein nichts zu ändern, sind sie doch unbegründet. Mangels konkreter Anhaltspunkte für das Vorliegen eines Ausstandsgrunds verletzt es weder Art. 57 StPO noch sonst Bundesrecht, dass der Beschwerdegegner im Rahmen der Fallumteilung vom 10. Juli 2019 die ehemalige Abteilungsleiterin über seine frühere Tätigkeit in der Kanzlei (u.a.) des Beschuldigtenvertreters bloss in Kenntnis setzte und diese es mit dieser Information bewenden liess (vgl. BOOG, a.a.O., N. 1 ff. zu Art. 57 StPO); ebenso wenig hat die Vorinstanz in diesem Zusammenhang Art. 58 StPO verletzt. Aus dem gleichen Grund unbehelflich ist auch die - nicht gänzlich klare - Rüge, die Vorinstanz habe die Ausstandsgründe gemäss Art. 56 lit. b und f StPO nicht von Amtes wegen geprüft und damit diese Bestimmungen sowie Art. 30 Abs. 1 BV verletzt.