Citation: 5A_144/2023 E. 9.2.1

9.2.1. Zur Höhe der Mietkosten führt das Obergericht aus, der Beschwerdeführer habe nach eigener Darstellung den früheren Vertrag für die Familienwohnung gekündigt und dieselben Räumlichkeiten auf den 1. April 2022 für Fr. 400.-- mehr im Monat wieder gemietet. Sowohl der alte als auch der neue Mietvertrag habe der Beschwerdeführer mit seinem Vater abgeschlossen. Für dieses Vorgehen fehle es an objektiv nachvollziehbaren Gründen. Insbesondere erscheine die Erklärung widersprüchlich, der Vater habe dem Beschwerdeführer früher einen Vorzugspreis gewährt, damit mehr Geld für das Kind vorhanden sei, verlange seit der Trennung aber einen höheren Betrag. Auch nach der Trennung würden für den Sohn nicht weniger Kosten anfallen. Angesichts der erheblichen Mietzinserhöhung und mit Blick auf die familiären Beziehungen zwischen Vermieter und Mieter sei davon auszugehen, dass der neue Mietvertrag und die Erhöhung der Bedarfsposition im Hinblick auf das (Eheschutz-) Verfahren erfolgt sei, um den Zufluss von finanziellen Mitteln zum anderen Elternteil zu unterbinden.