Citation: 1C_30/2016 E. 3.1

3.1. Das Bundesgericht hat die Zulässigkeit der Nutzungsübertragung von einer bestimmten Zone auf eine andere Zone mit abweichenden Nutzungsvorschriften in ständiger Rechtsprechung verneint. Zur Begründung führte es aus, eine interzonale Ausnützungsanrechnung hätte zur Folge, dass für das Gebiet längs der Zonengrenze verschiedene Nutzungsziffern gelten würden und damit Bauten mit unterschiedlicher Ausnützung des Bodens entstünden, was nicht dem Sinn des Gesetzes entsprechen könne. Es würde zudem bedeuten, dass die vom Zonenplan festgelegten Zonengrenzen missachtet und durch gewöhnliche Verwaltungsverfügung die vom kommunalen Gesetzgeber beschlossene Unterteilung des Baugebiets verändert würden. Das Bundesgericht lässt jedoch Ausnahmen vom Verbot der interzonalen Ausnützungsanrechnung gestützt auf ausdrückliche Gesetzesvorschriften zu (BGE 109 Ia 188 E. 3 S. 190 f. mit Hinweisen; Urteil 1P.256/2006 vom 18. Juli 2006 E. 2.5). Dabei genügt eine gesetzliche Grundlage auf Verordnungsstufe, die gestützt auf eine genügende Delegationsregelung in einem formellen Gesetz erlassen wurde (Urteil 1P.256/ 2006 vom 18. Juli 2006 E. 2.5, in: ZBl 2007 S. 446 ff.; vgl. für die Einschränkung von Grundrechten: BGE 118 Ia 305 E. 2 S. 309).