Citation: 6B_692/2024 E. 2.4.3

2.4.3. Der Beschwerdeführer plädiert wie in einem appellatorischen Verfahren. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn er die vorinstanzliche Feststellung kritisiert, wonach er seine Aufmerksamkeit nach dem Abbiegeentschluss nicht mehr hinreichend auf den Gegenverkehr gerichtet habe. Hier stellt er der vorinstanzlichen Beweiswürdigung bloss seine eigene Sicht der Dinge entgegen. Gleiches gilt, wenn er vorbringt, es sei offen, ob der Privatkläger schon vor Beginn der Bremsspur zu bremsen begonnen habe, was die Berechnung der maximalen Ausgangsgeschwindigkeit im C.________-Gutachten "stark in Frage" stelle. Die AGU komme zum Schluss, die Geschwindigkeit des Privatklägers "könnte auch höher gewesen sein". Damit belegt der Beschwerdeführer keine Willkür. Weiter bringt er vor, es sei schlichtweg falsch, dass es 4,75 Sekunden gedauert habe zwischen seinem Abbiegeentschluss und der Kollision. Willkür zeigt er auch damit nicht auf, hält er doch selbst fest, dass das C.________-Gutachten von 3,75 bis 4,75 Sekunden ausgeht. Auf solche und ähnliche Rügen ist nicht einzutreten. Der Beschwerdeführer ist daran zu erinnern, dass für die Annahme von Willkür nicht einmal genügen würde, wenn eine andere Lösung oder Würdigung ebenfalls vertretbar oder gar zutreffender erscheint. Daran ändert auch das vom Beschwerdeführer zitierte Urteil 6B_355/2012 vom 28. September 2012 E. 2.9 nichts. Gleiches gilt für das vom Beschwerdeführer erwähnte Urteil 6B_804/2017 vom 23. Mai 2018 E. 2.2.3.3, welches dem BGE 144 IV 345 entspricht.