Citation: 6B_1301/2021 E. 2.4.5

2.4.5. Bezugnehmend auf das schusswaffentechnische Ergänzungsgutachten vom 3. Juli 2017 hält die Vorinstanz betreffend Geschoss gemäss Fotoposition Nr. 51 fest, ein Schuss mit abfallender Schussrichtung aus relativ geringer Entfernung auf den Beschwerdeführer in Richtung des Kotflügels des Polizeifahrzeugs "Limmat 3" sei realistisch. Denn gemäss den Berechnungen im Ergänzungsgutachten betrage die Höhe der Schusswaffenmündung bei einer Distanz von 1.25 Metern zum Fahrzeug ca. 1.30 Meter. Dies sei bei einem 1.80 Meter grossen Schützen durchaus möglich. Nicht möglich sei indessen, dass der Schuss erst nach dem Aufstehen im Bereich, wo der Beschwerdeführer und der Beschwerdegegner 2 am Schluss zu Fall gekommen seien, abgefeuert worden sei. Denn bei dieser Distanz von mehreren (ungefähr) 5 Metern Entfernung hätte er aufgrund des Schusswinkels auf einer Höhe von ungefähr 1.90 Metern, d.h. über Kopf abgegeben worden sein müssen (angefochtenes Urteil S. 42 f.). Dagegen wendet der Beschwerdeführer ein, es sei ohne Weiteres möglich, dass der Beschwerdegegner 2 nach dem Aufstehen noch einige Schritte getätigt habe, bevor er auf ihn, den sich entfernenden Beschwerdeführer, geschossen habe. Die Vorinstanz argumentiere einzig aufgrund von Mutmassungen. Dieser Vorwurf fällt auf den Beschwerdeführer zurück. Das Vorbringen, womöglich habe der Beschwerdegegner 2 vor der Schussabgabe noch einen Schritt getätigt, bleibt Spekulation. Es ist weder geeignet, die vorinstanzlichen Erwägungen als unhaltbar erscheinen zu lassen noch, dem Beschwerdegegner 2 eine Schussabgabe nach dem Aufstehen auf den sich bereits entfernenden Beschwerdeführer nachzuweisen.