Citation: 8C_230/2022 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz mass dem SMAB-Gutachten vom 26. Juni 2019 Beweiskraft zu. Mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bezüglich der letzten Tätigkeit diagnostizierten die Experten eine beginnende Coxarthrose beidseits, links mehr als rechts, eine knöchern konsolidierte distale Fraktur des linken Femurs vom 1. Dezember 2014 mit einem stationären pyramidenförmigen Knochendefekt der distalen medialen Diaphyse des linken Femurs, eine mediale Gonarthrose und eine beginnende Retropatellararthrose beidseits, links stärker als rechts, sowie eine leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0; DD: Dysthymia F34.1). Gestützt darauf sei die Beschwerdeführerin in ihrer bisherigen Tätigkeit als Mitarbeiterin in einem Altersheim seit 1. Dezember 2014 vollständig arbeitsunfähig. Die psychiatrische Gutachterin sei aufgrund der leichten depressiven Episode (DD: Dysthymia) von einer 80 %igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen. Ob dieser Einschätzung aus rechtlicher Sicht zu folgen sei, könne aufgrund des Verfahrensausgangs ohne Indikatorenprüfung nach BGE 141 V 281 offen bleiben. Auch somatischerseits stützte sich die Vorinstanz auf die Schlussfolgerungen im MEDAS-Gutachten vom 26. Juni 2019, woraus sich eine vollständige Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ergebe. Bezüglich des gesundheitlichen Verlaufs sei bis Anfang Mai 2016 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit und ab dieser Zeit eine vollständige bzw. eine 80%-ige Arbeitsfähigkeit in einer Verweisungstätigkeit anzunehmen. Die operativen Eingriffe hätten jeweils zu einer vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit geführt. Es stehe gemäss Gutachten fest, dass die postoperativen Nachbehandlungen bezüglich der arthroskopischen Rotatorenmanschetten-Rekonstruktion am 1. Dezember 2016 drei Monate und der Dekompression des Nervus medianus im Karpaltunnel links am 10. September 2018 sowie der Osteosynthesematerialentfernung am distalen Femur links am 6. Februar 2019 vier Wochen gedauert hätten. Die nach Mai 2016 erfolgten Operationen hätten zu keiner mehr als dreimonatigen Einschränkung geführt. Die seit Mai 2016 bestehende gesundheitliche Verbesserung sei ein Revisionsgrund.