Citation: 8C_160/2024 E. 6

Die Beschwerdeführerin zeigt nicht auf, inwiefern die von der Vorinstanz vorgenommene Beweiswürdigung willkürlich erfolgt sein soll. Allein darauf hinzuweisen, bei einer Schubkrankheit wie Multipler Sklerose sei es nicht unüblich, dass sich der Gesundheitszustand innerhalb von 18 Monaten (seit der MEDAS-Begutachtung) wesentlich verändere, reicht nicht aus. Genau so wenig genügt es, auf die im Bericht vom 16. Mai 2023 von Dr. med. B.________ getätigte Aussage zu verweisen, er betreue die Beschwerdeführerin fachärztlich bei hochaktiver Multipler Sklerose seit dem 27. Februar 2023. Das kantonale Gericht wies in diesem Zusammenhang auf die von Dr. med. B.________ anlässlich der ersten Berichterstattung getätigte Aussage hin. Demnach vertrage die Beschwerdeführerin das (seit Juli 2021 verabreichte) Medikament Ocrevus nicht nur gut, sondern es würden dabei auch keine eindeutigen Schübe auftreten. Somit dürfe von einer wirksamen Behandlung ausgegangen werden ("sei das Richtige"). Darüber hinaus habe Dr. med. B.________ nichts Ausserordentliches angeordnet, was ebenfalls gegen eine akute Verschlechterung spreche. Damit übereinstimmend begründete die RAD-Ärztin Dr. med. C.________ in ihrer Stellungnahme vom 6. April 2023 fundiert und nachvollziehbar, aus diesem ersten Bericht des behandelnden Facharztes ergebe sich keine relevante Verschlechterung des Gesundheitszustands. Der zweite Bericht wiederholt die darin bereits getätigte Diagnosestellung. Darüber hinaus wird lediglich auf die seit dem 27. Februar 2023 bestehende fachärztliche Betreuung der Patientin durch den Verfasser des Berichts verwiesen, von einer hochaktiven Multiplen Sklerose gesprochen und die Arbeitsfähigkeit eingeschätzt. Dass die Behandlung mit Ocrevus nunmehr keine Wirkungen mehr zeigen und sich der Gesundheitszustand in letzter Zeit verändert haben soll, wird nicht ausgeführt. Mit anderen Worten durfte das kantonale Gericht angesichts dieser Umstände von einem im Wesentlichen unveränderten Gesundheitszustand seit der Begutachtung durch die MEDAS ausgehen und auf weitere Beweismassnahmen verzichten, ohne in Willkür zu verfallen. Daran ändert insbesondere die von der Beschwerdeführerin geäusserte Kritik an der Beurteilung der RAD-Ärztin nichts.