Citation: 9C_70/2008 15.02.2008 E. 3

3.1 Als erstes ist die Frage zu prüfen, in welchem Ausmass die Beschwerdeführerin noch arbeitsfähig ist. 3.1.1 Die Vorinstanz hat in einlässlicher Würdigung der medizinischen Akten, insbesondere des Gutachtens des Dr. med. A.________, Psychiatrie & Psychotherapie FMH, vom 19. Februar 2006, festgestellt, dass die Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Beschwerden die bisherige und alternative Tätigkeiten zu 50 % ausüben kann. Was die IV-Stelle dagegen vorbringt, vermag diese Entscheidung über eine Tatfrage (BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 397) als weder offensichtlich unrichtig noch sonstwie bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen: 3.1.2 Dass das genannte Gutachten die von der Rechtsprechung aufgestellten Anforderungen an eine beweistaugliche und beweiskräftige Expertise (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) erfüllt, wird auch von der Beschwerdeführerin nicht in Abrede gestellt. Sie bringt vielmehr vor, das kantonale Gericht sei ohne Anlass von der Einschätzung des Experten abgewichen, aus psychiatrischer Sicht sei die Versicherte zu 70 % arbeitsfähig. Es habe einen Erfahrungswert eingefügt, wonach bei einer mittelgradigen depressiven Episode die Arbeitsfähigkeit bei 50 % liege. Mit dieser Argumentation übersieht die Beschwerdeführerin, dass der begutachtende Psychiater nicht nur eine Stellungnahme zur Arbeitsfähigkeit aus rein psychiatrischer Sicht sondern auch eine gesamthafte abgegeben hat. Er hat sich dabei entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht zur Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus somatischer Sicht geäussert, was ihm mangels weiterer einschlägiger Facharztausbildung (z.B. Rheumatologie, Orthopädische Chirurgie oder Radiologie) in der Tat nicht zustehen würde (vgl. Urteil vom 20. November 2007, I 142/07, E. 3.2.3 mit weiteren Hinweisen). Er hat vielmehr eine durchaus plausible, weil die Wechselwirkungen zwischen den somatischen (starke und behindernde Rückenbeschwerden) und psychischen Beschwerden gebührend berücksichtigende, Gesamtbeurteilung der Leistungsfähigkeit der Versicherten vorgenommen und dergestalt auf eine Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit von 50 % geschlossen. Demgegenüber beruhen die vom psychiatrischen Gutachten abweichenden Stellungnahmen der Ärztin des RAD u. a. vom 15. März und 1. November 2006 auf keiner psychiatrisch-spezialärztlichen Grundlage und klammern die Wechselwirkungen aus. Die auf das Gutachten gestützte Feststellung der Vorinstanz, die Versicherte könne aufgrund ihrer Beschwerden die bisherige und alternative Tätigkeiten noch zu 50 % ausüben, ist jedenfalls nicht klar falsch und bleibt daher für das Bundesgericht verbindlich (E.1). 3.2 Das kantonale Gericht hat anhand eines in allen Teilen überzeugenden und der Rechtsprechung entsprechenden Einkommensvergleichs einen Invaliditätsgrad von 55 % ermittelt. Die IV-Stelle setzt sich mit diesen Erwägungen nicht auseinander, weshalb sich Weiterungen dazu erübrigen.