Citation: 1C_390/2020 E. 4.2.1

4.2.1. Die Vorinstanz erwog in diesem Zusammenhang, das strittige Bauprojekt sei Resultat eines jahrelangen Entwicklungsprozesses, wobei insbesondere acht verschiedene Standorte bzw. Standortvarianten evaluiert worden seien. Ebenso sei eine allfällige Erweiterung am jetzigen Betriebsstandort geprüft worden. Im Baubeschrieb vom 17. Februar 2016 werde nachvollziehbar und objektiv dargelegt, weshalb die nicht gewählten anderen Standorte nicht oder weniger gut geeignet bzw. nicht erhältlich gewesen seien. Weiter werde aufgezeigt, weshalb bereits bestehende Siedlungen im umliegenden Raum für die Realisierung des neuen Betriebs nicht geeignet seien. Anlässlich des verwaltungsgerichtlichen Augenscheins vom 6. November 2019 habe sodann festgestellt werden können, dass eine Erweiterung am bestehenden Betriebsstandort im Dorfinnern der Gemeinde keine praktikable Option sei. Neben den relativ beengten räumlichen Verhältnissen und den unbestritten gebliebenen Problemen mit einem Teil der Nachbarschaft falle entscheidend ins Gewicht, dass eine Weidewirtschaft im bestehenden Betrieb nicht möglich sei, die Tiere somit ganzjährig im Stall gefüttert werden müssten, wobei das Futter aufwendig von auswärts in den Viehstall transportiert werden müsse. Weiter habe im Rahmen des Augenscheins festgestellt werden können, dass sich das strittige Bauvorhaben optimal in die empfindliche Landschaft einpasse. Insbesondere sei im Vergleich zum ersten Projekt auf die Erstellung von zwei Silotürmen verzichtet worden. Auch das Farbkonzept sei entsprechend den Vorgaben der kantonalen Ämter angepasst worden.