Citation: 2E_3/2022 E. 6.4

6.4. Weshalb das Epidemiengesetz entgegen dieser Rechtsprechung nicht anwendbar sein soll, vermögen die Kläger nicht aufzuzeigen: Es muss als allgemeinnotorisch gelten, dass Covid-19 eine durch das Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöste Infektionskrankheit darstellt, die von Mensch zu Mensch übertragen wird (vgl. BGE 147 I 450 E. 3.3.1). Demgegenüber präsentieren die Kläger für ihre Behauptung, der Krankheitserreger SARS-CoV-2 sei nicht nachgewiesen, keinerlei wissenschaftliche Belege. Die Rüge, dass das Epidemiengesetz mangels Nachweises eines Krankheitserregers nicht anwendbar sein soll, ist deshalb unbegründet. Auch die hilfsweise Argumentation der Kläger, das Epidemiengesetz bilde deshalb keine Rechtsgrundlage für die Corona-Massnahmen, weil es auch am Nachweis einer "epidemiologisch gefährlichen Lage" gefehlt habe, überzeugt nicht: Das Bundesgericht hat eine Gefährdung der öffentlichen Gesundheit aufgrund der Covid-19-Epidemie für den hier relevanten Zeitraum in konstanter Praxis bejaht (s. im Detail betreffend den Schutz der öffentlichen Gesundheit nachstehende E. 7.1 und 7.4; vgl. ferner BGE 147 I 393 E. 5.2; Urteil 2C_740/2022 vom 1. Mai 2023 E. 6.3.3 mit Hinweisen).