Citation: 1P.220/2005 19.04.2005 E. 2

2.1 Beim angefochtenen Entscheid des Obergerichts handelt es sich um einen letztinstanzlichen kantonalen Endentscheid (Art. 86 Abs. 1 OG). Der Beschwerdeführer ist durch die strafrechtliche Verurteilung in seinen rechtlich geschützten Interessen berührt (Art. 88 OG), weshalb er befugt ist, die Verletzung verfassungsmässiger Rechte zu rügen. Unzulässig ist der Antrag, auch das erstinstanzliche Urteil aufzuheben (Art. 86 Abs. 1 OG). 2.2 Die staatsrechtliche Beschwerde ermöglicht indessen keine Fortsetzung des kantonalen Verfahrens. Das Bundesgericht prüft in diesem Verfahren nur in der Beschwerdeschrift erhobene, detailliert begründete und soweit möglich belegte Rügen. Der Beschwerdeführer muss den wesentlichen Sachverhalt darlegen, die als verletzt gerügten Verfassungsbestimmungen nennen und überdies dartun, inwiefern diese verletzt sein sollen (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; BGE 127 I 38 E. 3c; 125 I 492 E. 1b; 122 I 70 E. 1c). Soweit im Folgenden auf Ausführungen in der Beschwerde nicht eingegangen wird, genügen sie diesen Anforderungen nicht. 2.3 Der Beschwerdeführer macht sinngemäss eine Verletzung von Art. 29 Abs. 3 BV geltend. Danach hat jedermann, der nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und dessen Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint, Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege und, soweit dies für die Wahrung seiner Rechte erforderlich ist, Anspruch auf unentgeltlichen Rechtsbeistand. Der Beschwerdeführer sieht diesen Anspruch verletzt, weil ihm in den kantonalen Verfahren kein solcher zugestanden wurde. Falls Oberrichter Schenk den entsprechenden Antrag des Beschwerdeführers mit den Worten, für eine solche Lappalie gebe er ihm keinen unentgeltlichen Rechtsbeistand, abwies, so mag das zwar im Ton fragwürdig sein, ist aber in der Sache nicht zu beanstanden. Die dem Beschwerdeführer vorgeworfenen Straftaten wiegen objektiv nicht schwer, es drohte ihm von Anfang an höchstens eine bedingte Gefängnisstrafe von einigen Tagen. Der Anklagesachverhalt war nicht kompliziert, und der Beschwerdeführer ist, wie sich aus der staatsrechtlichen Beschwerde ergibt, in der Wahrung seiner Rechte keineswegs ganz unbeholfen. Unter diesen Umständen waren die kantonalen Gerichte verfassungsrechtlich nicht verpflichtet, ihm einen unentgeltlichen Rechtsbeistand zur Seite zu stellen. Die Rüge ist unbegründet. 2.4 Der Beschwerdeführer rügt in der Sache die Beweiswürdigung des Obergerichts sinngemäss als willkürlich. Willkürlich handelt ein Gericht, wenn es seinem Entscheid Tatsachenfeststellungen zugrunde legt, die mit den Akten in klarem Widerspruch stehen. Im Bereich der Beweiswürdigung besitzt der Richter einen weiten Ermessensspielraum. Das Bundesgericht greift im Rahmen einer staatsrechtlichen Beschwerde nur ein, wenn die Beweiswürdigung offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht oder auf einem offenkundigen Versehen beruht (BGE 124 I 208 E. 4a; 117 Ia 13 E. 2c; 18 E. 3c je mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer legt in seiner Kritik an der obergerichtlichen Beweiswürdigung bloss seine Sicht der Dinge dar, wonach er einem Komplott der Belastungszeugen zum Opfer gefallen sei. Dem Obergericht sind die teilweise problematischen Beziehungen der Beteiligten untereinander keineswegs entgangen (angefochtener Entscheid S. 6 oben), doch ist es nach sorgfältiger Würdigung der Beweise zum Schluss gekommen, dass die gegen den Beschwerdeführer erhobenen Vorwürfe zutreffen. Dieser bringt - was auch einem Laien durchaus möglich wäre - nichts vor, was geeignet wäre, die obergerichtliche Schlussfolgerung als unhaltbar nachzuweisen. Das genügt den gesetzlichen Anforderungen an die Begründung einer staatsrechtlichen Beschwerde nicht, weshalb darauf nicht einzutreten ist. 2.5 Mit Beschwerdeergänzung vom 10. April 2005 macht der Beschwerdeführer geltend, mittels E-Mails vom 8. April 2005 beweisen zu können, dass ein massgeblicher Belastungszeuge gelogen habe. Dies wäre allenfalls ein Grund, aus dem er nach Art. 368 ff. des Gesetzes über das Strafverfahren des Kantons Bern vom 15. März 1995 die Revision seiner Verurteilung verlangen könnte. Der Einwand ist hingegen nicht geeignet, den angefochtenen Entscheid als verfassungswidrig nachzuweisen und damit in der staatsrechtlichen Beschwerde unzulässig.