Citation: 6P.90/2002 06.02.2003 E. 3

Der Beschwerdeführer macht geltend, die Ablehnung seines Antrags auf Beizug der Akten betreffend des im Kanton Basel-Landschaft gegen E.________ und F.________ geführten Strafverfahrens verletze seinen Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 6 Abs. 1 EMRK) sowie seinen Anspruch auf ein faires Verfahren und auf Durchsetzung seiner Verteidigungsrechte (Art. 32 Abs. 2 BV, Art. 6 Abs.1 EMRK). Das Obergericht habe seinen Antrag mit der Begründung abgelehnt, die relevanten Aktenauszüge seien bereits aktenkundig. Damit habe es eine unzulässige antizipierte Beweiswürdigung vorgenommen, welche ebenfalls den Grundsatz der Unschuldsvermutung verletze. Da die Akten nicht beigezogen worden seien, sei es eben nicht klar, ob sich alle relevanten Aktenauszüge bereits in den Akten des vorliegenden Verfahrens befänden. Die Rüge genügt den Begründungsanforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG nicht (vgl. E. 1). Der Beschwerdeführer beschränkt sich auf die Behauptung, das in Basel-Landschaft gegen E.________ geführte Verfahren betreffe dieselben Delikte wie jene, die ihm selber vorgeworfen würden. Obwohl er also den Sachverhalt kennt, unterlässt er es darzulegen, was er im Einzelnen mit dem Beizug der Akten in Sachen E.________ bezwecken möchte, und er zeigt nicht auf, welche Sachverhalte er damit belegen will und inwiefern diese in seinem Verfahren von Bedeutung sein könnten. Zu dem gegen F.________ geführten Verfahren und den möglichen daraus resultierenden für sein Verfahren relevanten Beweisergebnissen macht der Beschwerdeführer überhaupt keine Angaben. Auf seine Rüge kann daher mangels hinreichender Begründung nicht eingetreten werden. Im Übrigen ist der Einstellungsbeschluss des Besonderen Untersuchungsrichteramts des Kantons Basel-Landschaft in die kantonalen Akten des Verfahrens gegen den Beschwerdeführer aufgenommen worden. Wie unten (E. 4.1) ausgeführt wird, bezog sich das Strafverfahren gegen E.________ auf einen Sachverhalt, der nicht identisch ist mit jenem, der zur Verurteilung des Beschwerdeführers führte.