Citation: 1C_590/2023 E. 3

Die streitige Mobilfunkanlage besteht aus einem Mast mit neun Sendeantennen in den Frequenzbändern 700-900 MHz (Antennen Nrn. 1-3), 1400-2600 MHz (Nrn. 4-6) und 3600 MHz (Nrn. 7- 9). Gemäss dem mit dem Baugesuch eingereichten Standortdatenblatt vom 15. Oktober 2019 sind in den Frequenzbändern 700-900 MHz und 1400-2600 MHz konventionelle Antennen des Typs AHP4518 vorgesehen. Im Frequenzband 3600 MHz sollen Antennen des Typs AIR3239B78.-36.ENV001 zum Einsatz kommen; dabei handelt es sich um adaptive Antennen. Während für die konventionellen Antennen jeweils ein mechanischer und ein elektrischer Neigungswinkel ("down tilt") angegeben wird, fehlt ein solcher für die Antennen Nrn. 7- 9, d.h. es wird ein Neigungswinkel von +0 angegeben. Die Sendeleistung variiert gemäss Standortdatenblatt für die Antennen Nrn. 1-6 zwischen 500 und 2'200 W ERP; für die Antennen Nrn. 7 und 8 beträgt sie 350 W ERP und für die Antenne Nr. 9 50 W ERP. Die Vorinstanzen gingen alle davon aus, dass die adaptiven Antennen Nrn. 7-9 auch adaptiv betrieben werden sollen, und beurteilten diese im sog. "Worst-Case-Szenario", wie zum Zeitpunkt der Einreichung des Baugesuchs vom BAFU empfohlen (vgl. dazu Urteil 1C_100/2021 vom 14. Februar 2023 E. 6.2), ohne Anwendung eines Korrekturfaktors. Sie gelangten zum Ergebnis, dass die Anlagegrenzwerte gemäss Art. 4 Abs. 1 der Verordnung vom 23. Dezember 1999 über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV; SR 814.710) i.V.m. Ziff. 65 Anh. 1 NISV an allen Orten mit empfindlicher Nutzung (OMEN) eingehalten würden und die Anlage daher bewilligt werden könne. Dies wird auch vom BAFU in seiner Vernehmlassung bestätigt.