Citation: 9C_436/2016 E. 7.2.2

7.2.2. Entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers hat sich die Vorinstanz in E. 4.2.3 des Entscheids vom 9. November 2011 durchaus damit befasst, ob bei der Beurteilung der Schadenersatzpflicht Herabsetzungsgründe durch ein Mitverschulden der Ausgleichskasse im Sinne einer groben Pflichtverletzung (Missachtung elementarer Vorschriften der Beitragsveranlagung und des -bezugs) zu berücksichtigen sind. Sie ist dabei in Würdigung des Beitragszahlungsverhaltens der B.________ AG zum vertretbaren, jedenfalls aber nicht offensichtlich unrichtigen Schluss gelangt, dass der - für eine allfällige Herabsetzung ebenfalls erforderliche - Kausalzusammenhang zwischen dem Verhalten der Ausgleichskasse und dem entstandenen Schaden fehle. Selbst wenn nämlich die Beschwerdegegnerin die Beiträge bereits nach Eingang der Jahresrechnung 2006 im April 2007 und nicht erst im Anschluss an die im März 2008 verspätet abgelieferte Jahresrechnung 2007 monatlich im Sinne von Art. 34 Abs. 1 lit. a AHVV - und nicht mehr quartalsweise - einverlangt hätte, sei nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass das Unternehmen seiner Beitragspflicht in vermehrtem Ausmass nachgekommen wäre. Dies gelte umso mehr, als sich, wie vom Beschwerdeführer angeführt, die Lohnsumme erst gegen Ende 2007 erhöht habe und bereits nach der Zahlung für das dritte Quartal 2007 offensichtlich Zahlungsschwierigkeiten aufgetreten seien, habe das Unternehmen die Lohnbeiträge für das vierte Quartal 2007 doch erst Ende Februar 2008 auf Zahlungsaufschub hin beglichen. Was die der Beschwerdegegnerin nachträglich vom Beschwerdeführer im Sinne eines Mitverschuldens angelasteten Stundungen der Lohnbeitragszahlungen anbelange, mangelte es auch diesfalls an einem entsprechenden Kausalzusammenhang. Die erste Stundung für Lohnbeiträge des Jahres 2008 sei erst am 4. April 2008 und damit in einer Zeit erfolgt, als die Gesellschaft bereits massive Liquiditätsprobleme beklagt habe. Auch die Verweigerung des Zahlungsaufschubs hätte somit kaum eine erhöhte Chance der Einbringlichkeit der fraglichen Beiträge bewirkt. Rückblickend erscheine es zugegebenermassen zwar nur schwer nachvollziehbar, weshalb die Beschwerdegegnerin im damaligen Zeitpunkt Zahlungsaufschübe bewilligt habe. Auf Grund der finanziellen Situation und des Umstands, dass das Unternehmen letztendlich ohnehin sämtliche Lohnbeiträge für das Jahr 2008 schuldig geblieben sei, sei ein Kausalzusammenhang zwischen dem Verhalten der Beschwerdegegnerin und dem entstandenen Schaden jedoch zu verneinen. Die Behauptung, dass das kantonale Gericht diesbezüglich "keine Feststellungen zum Sachverhalt" getroffen bzw. diesen "ungenügend festgestellt" habe, trifft vor diesem Hintergrund offenkundig nicht zu.