Citation: 6S.878/2000 02.03.2001 E. 3

3.- a) Zum Schuldspruch wegen Urkundenfälschung (Art. 251 StGB) führt die Vorinstanz aus, der Beschwerdeführer habe (zusammen mit F.________) vier verschiedene Dokumente angefertigt, in welchen nicht er oder F.________, sondern ein G.________ als Aussteller figuriert habe. Er hätte damit eine Identitätstäuschung vorgenommen. Da vom Beschwerdeführer eine unechte Urkunde hergestellt worden sei, erübrige sich eine Stellungnahme zur Frage, ob diese Urkunde inhaltlich unwahr sei respektive ob es sich bei deren Inhalt um eine blosse schriftliche Lüge handle, welcher keine erhöhte Beweiskraft zukomme. Erfüllt seien auf jeden Fall die Voraussetzungen der Urkundenfälschung im eigentlich Sinn (angefochtenes Urteil S. 35). b) Der Beschwerdeführer macht geltend, die vier Dokumente enthielten zwar eine Bestätigung des G.________, vermöchten aber nicht zu belegen, dass das Geld wirklich zu diesem angeblichen G.________ in Tschechien geflossen sei. Solche Beträge würden mittels Bankanweisung oder Einzahlung erledigt, wofür Belege existieren müssten. Dies gelte umso mehr, wenn der Empfänger des Geldes - wie im vorliegenden Fall - angeblich in Tschechien wohnhaft sei. Da nicht davon habe ausgegangen werden können, das Geld sei bar nach Tschechien überbracht worden, hätte zu der Bestätigung ein Bankbeleg oder die Quittung einer Einzahlung hinzukommen müssen. Die hergestellten Dokumente seien nicht geeignet gewesen zu beweisen, dass G.________ tatsächlich Geld im Betrag von Fr. 215'000.-- erhalten habe. Es fehle an der Beweiseignung der Urkunden. c) Die Urkundenfälschung im eigentlichen Sinne gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB betrifft das Herstellen einer unechten Urkunde, deren wirklicher Aussteller mit dem aus ihr ersichtlichen Autor nicht identisch ist (BGE 123 IV 17 E. 2a/aa; oben E. 2d/bb). Zutreffend nimmt die Vorinstanz eine Identitätstäuschung an. Der Beschwerdeführer stellte eine unechte Urkunde her. Unerfindlich ist, warum dieser Urkunde keine Beweiseignung zukommen sollte. Zusätzliche Bankbelege oder Quittungen waren nicht erforderlich. Der Tatbestand ist mit der Herstellung erfüllt. Die Vollendung der Urkundenfälschung bedarf nicht des Gebrauchs der unechten Urkunde. Die nachfolgende Verwendung durch den Hersteller gilt in der Regel als mitbestrafte Nachtat (vgl. BGE 120 IV 122 E. 5 am Ende).