Citation: 1C_171/2022 E. A

A.A.________ wurde 1989 geboren und stammt aus dem Kosovo. Sie heiratete 2012 im Kanton Zürich den im Jahr 1974 geborenen Schweizer Bürger B.A.________ und zog zu ihm in die Schweiz. Sie erhielt eine Aufenthaltsbewilligung, später eine Niederlassungsbewilligung. 2017 wurde eine gemeinsame Tochter geboren. Mit Schreiben vom 17. November 2017 ersuchte A.A.________ um erleichterte Einbürgerung. In der Folge holte das Staatssekretariat für Migration (SEM) beim Gemeindeamt des Kantons Zürich einen Erhebungsbericht ein. Gestützt auf seine Erhebungen stellte das Gemeindeamt am 13. September 2018 einen negativen Antrag und begründete dies damit, dass bei der Gesuchstellerin Grundkenntnisse über die Schweiz fehlen würden. Nachdem A.A.________ von ihr verlangte Unterlagen (Sprachzertifikate, Bestätigungen über Integrationskurs, Referenzschreiben) sukzessive nachgereicht hatte, stellte ihr das SEM mit Schreiben vom 3. Juli 2020 die auszufüllenden Formulare betreffend das Beachten der Rechtsordnung und die eheliche Gemeinschaft zu. Am 16. Juli 2020 gingen beim SEM die beiden auf den 15. Juli 2020 datierten, unterzeichneten Formulare ein. Tags darauf folgte ein Schreiben von B.A.________. Er teilte dem SEM mit, dass er und seine Ehefrau sich in einer Trennungsphase befänden. Seine Ehefrau habe seine Unterschrift auf der Erklärung betreffend eheliche Gemeinschaft "verfälscht". Als Beweis legte er die Kopie seines Schweizer Passes bei, worauf seine Unterschrift ersichtlich war. Nach weiteren Erkundigungen im Zusammenhang mit einem zwischenzeitlich erfolgten Umzug der Eheleute innerhalb des Kantons Zürich gewährte das SEM A.A.________ das rechtliche Gehör. Mit Schreiben vom 15. Dezember 2020 brachte B.A.________ vor, A.A.________ habe seine Unterschrift nicht gefälscht. Seine Äusserung, sie befänden sich in einer Trennungsphase, rühre von einem Streit her. Die Ehe sei intakt. Mit Verfügung vom 22. April 2021 lehnte das SEM das Gesuch um erleichterte Einbürgerung ab. Am 25. Mai 2021 erhob A.A.________ gegen die Verfügung des SEM Beschwerde ans Bundesverwaltungsgericht. Dabei legte sie mehrere Beweismittel vor, insbesondere undatierte Ferien- und Familienaufnahmen, Fotos der Haustürklingel sowie eine weitere Äusserung von B.A.________ vom 25. Mai 2021 zur ehelichen Situation zum Zeitpunkt der Erklärung betreffend die eheliche Gemeinschaft. Am 7. Juni 2021 übermittelte das SEM dem Bundesverwaltungsgericht einen Rapport der Kantonspolizei Zürich vom 26. Mai 2021. Daraus geht hervor, dass zwischen B.A.________ und A.A.________ in der Nacht vom 8. zum 9. Mai 2021 an deren Wohnort eine heftige, zum Teil tätliche Auseinandersetzung stattgefunden hatte. Mit Urteil vom 9. Februar 2022 wies das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde von A.A.________ ab.