Citation: 9C_336/2019 E. 4.2

4.2. Unverfänglich ist die Rüge, die Vorinstanz habe den Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt und die Beweise willkürlich gewürdigt, weil sie ohne Begründung - namentlich ohne Würdigung der fachärztlichen Berichte des Dr. med. B.________, FMH Gynäkologie und Geburtshilfe, - auf die vertrauensärztlichen Beurteilungen vom vom 23. Mai, vom 16. Oktober und vom 28. November 2017 abgestellt habe. Entgegen diesen Einwänden hat die Vorinstanz neben diesen versicherungsinternen Einschätzungen auch jene des behandelnden Dr. med. B.________ in ihre Beweiswürdigung miteinbezogen. Sie kam indessen zum Schluss, ein therapeutischer Nutzen eines Implantatwechsels sei in Bezug auf die vom Behandler (neben der Kapselfibrose Stadium 2 nach Baker; vgl. dazu E. 4.1 hievor) im Bericht vom 2. November 2016 diagnostizierte Mastopathie mit Implantatdislokation links zu verneinen. Inwiefern die Vorinstanz damit den Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt oder die Beweise willkürlich gewürdigt haben soll (Art. 97 Abs. 1, Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG; BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 261; Urteil 9C_619/2014 vom 31. März 2015 E. 2.2), ist weder ersichtlich noch in der Beschwerde dargelegt. Willkür liegt nicht schon dann vor, wenn eine andere Lösung ebenfalls in Betracht zu ziehen oder gar vorzuziehen wäre, sondern nur, wenn der angefochtene Entscheid im Ergebnis offensichtlich unhaltbar ist (BGE 140 III 16 E. 2.1 S. 18 f.). Davon kann mit Blick insbesondere auf die Ausführungen des Dr. med. C.________, FMH Allgemeine Innere Medizin, keine Rede sein: Dieser hatte im Rahmen seiner vertrauensärztlichen Beurteilung vom 28. November 2017 ausgeführt, eine Mastopathie bzw. eine Verhärtung der linken Brust habe ärztlich nicht bestätigt werden können, habe doch in der Ultraschalluntersuchung auf beiden Seiten der gleiche Gehalt an fibroglandulärem Gewebe festgestellt werden können. Er wies weiter darauf hin, dass ein Implantatwechsel ohnehin unzweckmässig wäre, wenn ein erhöhter Anteil von Bindegewebe im Brustdrüsenkörper Ursprung der Schmerzen wäre. Schliesslich führte Dr. med. C.________ aus, eine Schmerzen verursachende Implantatdislokation hätte bei einer klinischen Untersuchung (Abtasten der Brüste) lokalisiert werden können, was in den Akten aber nirgends belegt sei. Tatsächlich hatte Dr. med. B.________ im Bericht vom 2. November 2016 diesbezüglich einen pathologischen Befund explizit verneint. Auch aus dessen Bericht vom 18. Juli 2017 geht kein solcher hervor. Damals wies er im Übrigen darauf hin, er könne über den Krankheitswert der Implantatdislokation keine Angaben machen. Insgesamt fehlt es an einer nachvollziehbaren Begründung für seine Aussage, die von der Beschwerdeführerin geklagten Schmerzen seien "mit aller Wahrscheinlichkeit aufgrund des Implantats bzw. der Implantatdislokation vorhanden".