Citation: 8C_62/2022 E. 3.3.2

3.3.2. Soweit der rechtskundig vertretene Beschwerdeführer geltend macht, die vom kantonalen Gericht angeführte Rechtsprechung "AGVE 2007 S. 191 ff." sei ihm nicht bekannt, ist darauf hinzuweisen, dass diese sowohl in Buchform als auch im Internet publiziert und damit ohne Weiteres auffindbar ist. Sodann ist ihm zwar beizupflichten, dass die dargelegte Rechtsprechung aus dem Jahr 2007 nicht Art. 92 Abs. 2 der erst am 1. Januar 2011 in Kraft getretenen schweizerischen ZPO betraf, sondern § 20 Abs. 2 der zuvor noch geltenden kantonalen ZPO. Aus diesem Umstand vermag er jedoch nichts zu seinen Gunsten abzuleiten, stimmen die Regelungen von § 20 Abs. 2 ZPO AG und von Art. 92 Abs. 2 ZPO doch beinahe wörtlich überein. Von vornherein ins Leere zielt auch die Rüge, die Vorinstanz könne nicht unter Hinweis auf eine kantonale Rechtsprechung von Art. 92 Abs. 2 ZPO abweichen, weil diese Bestimmung als Bundesrecht kantonalem Recht vorgehe (zum sog. "Vorrang des Bundesrechts" vgl. Art. 49 Abs. 1 BV; BGE 148 II 121 E. 8.1 mit Hinweis). Übernimmt kantonales Recht Bestimmungen des Bundesrechts, gelten diese nicht als Bundesrecht, sondern als subsidiäres Recht des Kantons (BGE 140 I 320 E. 3.3 mit Hinweisen). Bei Art. 92 Abs. 2 ZPO, welcher vorliegend über den Verweis in § 4 des kantonalen Anwaltstarifs zur Anwendung gelangt, handelt es sich somit um kantonales Recht. Wie bereits dargelegt, prüft das Bundesgericht die Anwendung kantonalen Rechts im hier interessierenden Zusammenhang schliesslich nur insoweit, als diese auf eine Verletzung von Bundesrecht hinausläuft, wobei insbesondere das Willkürverbot im Vordergrund steht (E. 2.1 hiervor). Inwiefern die dargelegte kantonale Rechtsprechung bzw. deren vorliegende Anwendung durch die Vorinstanz geradezu willkürlich - d.h. schlechterdings unhaltbar - sein sollte, vermag der Beschwerdeführer nicht aufzuzeigen. Der von ihm ebenfalls erhobenen Rüge, das angefochtene Urteil verstosse aufgrund des vorinstanzlichen Abweichens von Art. 92 Abs. 2 ZPO gegen das Legalitätsprinzip (Art. 5 Abs. 1 BV), kommt neben den unbehelflichen Willkürrügen keine selbstständige Bedeutung zu (vgl. BGE 135 I 43 E. 1.3, 134 I 153 E. 4), weshalb darauf nicht weiter einzugehen ist.