Citation: 9C_146/2023 E. 4.1

4.1. Wie bereits im kantonalen Verfahren hält der Beschwerdeführer dafür, die im Jahr 2006 gewährte Befreiung dürfe mangels eines Rückkommenstitels nicht neu beurteilt werden. Darüber hinaus sei er in seinem Vertrauen, weiterhin von der Krankenpflegeversicherung befreit zu sein, zu schützen. Die bernischen Behörden (welche als einzelne Verwaltungseinheit für die gesamtschweizerische Krankenversicherung gehandelt hätten) seien ihrer Beratungspflicht nach Art. 27 Abs. 2 ATSG während zwölf Jahren nicht nachgekommen, obwohl sie jedes Mal, wenn er umgezogen sei, Anlass dazu gehabt hätten. Dass sie ihn nicht informiert hätten, komme einer falschen Auskunft gleich. Die vorinstanzliche Verneinung eines Vertrauenstatbestandes verletze Art. 27 Abs. 2 ATSG.