Citation: 6B_1159/2014 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer wendet ein, die Vorinstanz erachte zu Unrecht den Strafmilderungsgrund von Art. 54 StGB für nicht anwendbar. Die Vorinstanz verweist für die Strafzumessung auf die Erstinstanz und nimmt mit dieser an, der Strafmilderungsgrund von Art. 54 StGB sei nicht anzuwenden, da der Beschwerdeführer den Verlust seines Sohnes selbst herbeiführte. Die Betroffenheit als Vater werde im Rahmen des allgemeinen Verschuldens berücksichtigt. Denn der Beschwerdeführer habe nicht nur seinen Sohn verloren, sondern werde auch durch die Schuld, welche er durch die Tat auf sich geladen habe, belastet. Insgesamt werde die Einsatzstrafe von achteinhalb Jahren aufgrund dieser Betroffenheit und der akzentuierten Persönlichkeitszüge um zwei Jahre gemildert und damit diesen Umständen angemessen Rechnung getragen (Urteil S. 12). Art. 54 StGB ist bei Vorsatzdelikten anwendbar (BGE 121 IV 162 E. 2e S. 175 f. betreffend aArt. 66bis Abs. 1 StGB). Von einer Bestrafung wird abgesehen, wenn der Täter durch die unmittelbaren Folgen seiner Tat so schwer betroffen ist, dass eine Strafe unangemessen wäre. Nach dem Grundsatz "a maiore minus" kann anstelle einer Strafbefreiung die Milderung der Strafe nach freiem Ermessen treten. Neben der persönlichen Betroffenheit hängt der Entscheid über die Unangemessenheit der Strafe wesentlich vom Verschulden des Täters ab. Bei Vorsatztaten ist eine Strafreduktion zwar möglich, sollte aber nur zurückhaltend vorgenommen werden. Die Vorinstanz verfügt bei der Festsetzung der angemessenen Strafe über ein weites Ermessen (Urteil 6B_149/2014 vom 26. Juni 2014 E. 3.2). Nach der ratio legis betrifft Art. 54 StGB Grenzfälle, in denen meist schon das natürliche Rechtsgefühl sagt ( FRANZ RIKLIN, in: Basler Kommentar, Strafrecht, Band I, N. 6 zu Art. 54 StGB), dass der Täter durch die ihn unmittelbar selbst treffenden Folgen seiner Tat "schon genug bestraft erscheint und die Ausgleichsfunktion der Strafe bereits erfüllt ist" (BGE 137 IV 105 E. 2.3). Die unmittelbaren Folgen der Tat werden selber zur poena naturalis ( RIKLIN, a.a.O. mit Hinweisen). Es lässt sich nicht annehmen, dass die Ausgleichsfunktion der Strafe durch die Betroffenheit des Beschwerdeführers bereits erfüllt ist. Die Vorinstanz berücksichtigt die Tatfolgen in anderer Weise hinreichend.