Citation: 8C_401/2022 E. 4

Was der Beschwerdeführer im Übrigen gegen die Beweiskraft des Gutachtens vorbringt, ist unbegründet. Dass die schmerztherapeutisch behandelnde Anästhesiologin Dr. med. D.________ auf Grund der geklagten Schmerzen zu einer im Vergleich zum Gutachten abweichenden Einschätzung hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit gelangte, vermag das Gutachten entgegen dem Beschwerdeführer nicht in Zweifel zu ziehen. Gleiches gilt für das hausärztliche Attest vom 25. Januar 2021 des Dr. med. E.________. Die Suva-Fachärztin für Allgemeinchirurgie und Traumatologie hielt mit Blick auf die neuesten medizinischen Berichte am 12. Mai 2021 fest, die für die chronische Schmerzsituation verantwortlichen somatischen Unfallfolgen hätten sich nicht verändert. Schmerzmittelanpassungen gehörten zum normalen Verlauf bei chronischen Schmerzpatienten. Eine wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes sei nicht ausgewiesen. Im Übrigen ist bei der Beweiswürdigung der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass behandelnde Ärzte im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen mitunter eher zugunsten ihrer Patienten aussagen. Dies gilt grundsätzlich nicht nur für Hausärzte (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.5; 125 V 351 E. 3a/cc), sondern auch für spezialärztlich behandelnde Medizinalpersonen (Urteil 8C_226/2022 vom 27. Oktober 2022 E. 4.2.2 mit Hinweisen). Soweit die Vorinstanz bei gegebener Aktenlage nach bundesrechtskonformer Beweiswürdigung gestützt auf das Gutachten von der verbleibenden Restarbeitsfähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit auf eine dauerhafte unfallbedingte Erwerbseinbusse von 70 % schloss, erhebt der Beschwerdeführer zu Recht keine Einwände.