Citation: 8C_396/2020 E. 3

Das kantonale Gericht hat die Bestimmung von Art. 53 Abs. 1 ATSG über die prozessuale Revision wegen Entdeckung neuer Tatsachen oder Beweismittel und die dazu ergangene Rechtsprechung (BGE 143 V 105 E. 2.1 S. 106 f. und E. 2.3 S. 107 f.; 108 V 167 E. 2b S. 168; SVR 2012 UV Nr. 17 S. 63, 8C_434/2011 E. 7.1) zutreffend dargelegt. Dies gilt insbesondere auch hinsichtlich der dabei zu beachtenden relativen 90-tägigen Revisionsfrist. Hervorzuheben ist, dass diese praxisgemäss zu laufen beginnt, sobald eine sichere Kenntnis über die neue erhebliche Tatsache oder das entscheidende Beweismittel vorhanden ist (BGE 143 V 105 E. 2.4 S. 108). Bei noch unvollständiger Kenntnis sind medizinische Abklärungen innert angemessener Frist anzuordnen (SVR 2012 UV Nr. 17 S. 63, 8C_434/2011 E. 4.2; Urteil 9C_555/2012 vom 25. Juli 2013 E. 2.3.2). Die neue Tatsache ist erheblich, wenn sie sich eignet, die tatbeständliche Grundlage der Verfügung zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu einer andern Entscheidung zu führen (BGE 143 V 105 E. 2.3 S. 107 f.).