Citation: 8C_799/2019 E. 3.3.1

3.3.1. Die Beschwerdegegnerin und die Vorinstanz gingen bei der Bemessung des Invalideneinkommens von einem Anwendungsfall von Art. 28 Abs. 4 UVV aus. Im angefochtenen Entscheid wurde diesbezüglich ausgeführt, es liege zwar keine Altersgebrechlichkeit vor, doch wirke sich der Altersfaktor in erwerblicher Hinsicht aus. Der seit 1987 als Gartenbauer tätige Beschwerdeführer sei im Zeitpunkt des Einspracheentscheids vom 8. September 2017 bereits im Pensionsalter gewesen, weshalb sich ein Berufswechsel oder gar eine Umschulung als illusorisch gezeigt habe. Das kantonale Gericht bestätigte daher das Vorgehen der Beschwerdegegnerin, die anhand der LSE-Tabellenlöhne das Erwerbseinkommen festlegte, das eine versicherte Person im mittleren Alter bei einer entsprechenden Gesundheitsschädigung erzielen könnte. Gestützt auf die LSE 2014, Tabelle TA1, Total Privater Sektor, Männer, Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art) sei mithin von einem monatlichen Bruttolohn von Fr. 5'312.- bei einer Arbeitszeit von 40 Stunden pro Wochen auszugehen. Umgerechnet auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit (aller Wirtschaftszweige) von 41,7 Stunden resultiere für das Jahr 2014 somit ein Invalideneinkommen von Fr. 66'453.-, wobei für die Vornahme eines leidensbedingten Abzugs kein Anlass bestehe. Aus der Gegenüberstellung mit dem Valideneinkommen von Fr. 54'000.- ergebe sich keine Erwerbseinbusse. Ergänzend könne darauf hingewiesen werden, dass selbst bei einem maximal möglichen leidensbedingten Abzug vom Invalideneinkommen von 25 %, wofür jedoch jegliche Grundlage fehle, aus dem Einkommensvergleich ein Invaliditätsgrad von lediglich 7,7 % resultieren und daher ebenfalls kein Anspruch auf eine Invalidenrente bestehen würde.