Citation: 8C_692/2015 E. 3.2

3.2. Was die Beschwerdeführerin geltend macht, dringt nicht durch. Den Verfügungen vom 10. März 2004 und 4. März 2008, wonach sie ab 1. November 2001 Anspruch auf eine Viertels- und - bei unverändertem Gesundheitszustand - ab 1. Dezember 2006 auf eine halbe Invalidenrente hatte, lag das Gutachten der ABI vom 17. Februar 2003 zugrunde. Die medizinischen Sachverständigen hielten - entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin - klar fest, dass die psychiatrischen Diagnosen (anhaltende somatoforme Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren [ICD-10 F45.4]; neurasthenisches Syndrom mit dysthymer Symptomatik [ICD-10 F48/F43.1]) im Vordergrund standen und im Wesentlichen die Arbeitsunfähigkeit von 50 % begründeten. Laut Expertise der ABI vom 24. November 2014 konnte diese frühere psychiatrische Beurteilung nicht mehr hinreichend bestätigt werden; so konnte neben der somatoformen Störung keine neurasthenische und dysthyme Symptomatik mehr festgestellt werden, die sich leistungsmindernd auf die Arbeitsfähigkeit auswirkte; die Explorandin beanspruchte denn auch seit Jahren keine psychiatrisch-/psychotherapeutische Behandlung mehr und nahm auch keine Psychopharmaka mehr ein. Unter diesen Umständen ist eine anspruchsrelevante Verbesserung des Gesundheitszustands anzunehmen, zumal die Beschwerdeführerin gemäss den das Bundesgericht bindenden Feststellungen des kantonalen Gerichts ihre Einwendungen nicht mit medizinisch einschlägigen Unterlagen untermauerte, womit das Gutachten der ABI vom 24. November 2014 voraussichtlich in Frage zu stellen sein werde. Auch die mit BGE 141 V 281 begründete Rechtsprechungsänderung muss im vorliegenden Fall - entgegen den Vorbringen in der Beschwerde - nicht zwingend zu Weiterungen führen. Denn nebst dem schon erwähnten Fehlen jeglicher Behandlungsbemühungen sticht ins Auge, dass nach dem 23. März 2007 über all die Jahre kein einziger Arztbericht verfasst worden war, der Zweifel an der gutachterlichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit begründen könnte. Auch unter diesem Blickwinkel kann die vorinstanzliche Einschätzung der Erfolgschancen der kantonalen Beschwerde nicht geradezu als bundesrechtswidrig betrachtet werden.