Citation: 9C_651/2016 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz erwog, die Versicherte sei gemäss dem SMAB- Gutachten vom 22. Mai 2014 allein aus psychischer Sicht in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Auch nach Einsicht in die von der IV-Stelle bei den SMAB-Gutachtern nachträglich eingeholte Stellungnahme vom 30. Juni 2014 seien allerdings von den gutachterlich gestellten Diagnosen lediglich die Anpassungsstörung (ICD-10 F43.2) und die schwere Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.1) nachvollziehbar. Das Vorliegen einer histrionischen Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.4) überzeuge nicht. Dies ergebe sich nicht nur aus der Stellungnahme von RAD-Arzt Dr. med. D.________ (Facharzt für Neurologie, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie) vom 4. Juli 2014, sondern auch aus ihrem eigenen Vergleich der in den Arztberichten dokumentierten Befunde mit den Kriterien gemäss ICD-10. Des Weitern falle auch die diagnostizierte mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) als Begründung für die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ausser Betracht, weil eine solche praxisgemäss in der Regel keine invalidisierende Wirkung habe. Nach einer Prüfung der Kriterien gemäss BGE 141 V 281 gelangte die Vorinstanz zum Ergebnis, dass die Versicherte infolge der schweren Somatisierungsstörung in ihrer Arbeitsfähigkeit massgeblich eingeschränkt sei. Es bestehe keine Veranlassung, von der im psychiatrischen SMAB-Teilgutachten vom 19. März 2014 festgestellten Restarbeitsfähigkeit von 50 % in einer Verweisungstätigkeit (d.h. in einer einfachen Tätigkeit mit klarer, vorgegebener Struktur und wenig direktem Einfluss auf die Arbeitsplanung) abzuweichen.