Citation: I 344/06 18.09.2006 E. 5

5.1 Zu prüfen bleibt, ob die Vorinstanz das Invalideneinkommen korrekt ermittelt hat. In diesem Zusammenhang ist die Frage des leidensbedingten Abzugs (BGE 126 V 75) streitig. Der Beschwerdeführer geht von einem solchen von 25 % aus, während Verwaltung und Vorinstanz 15 % als gerechtfertigt erachten. Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs massgebend. Dabei sind Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu ermitteln. Allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass sind zu berücksichtigen (BGE 129 V 222 und 128 V 174). 5.2 Für die Ermittlung des hypothetischen Einkommens ohne Invalidität (Valideneinkommen) ist aufgrund der Angaben der Arbeitgeberin im Fragebogen vom 19. Dezember 2003 anzunehmen, dass das Arbeitsverhältnis aus wirtschaftlichen Gründen aufgelöst worden ist und der Versicherte auch ohne Gesundheitsschädigung nicht mehr bei der B.________ AG tätig wäre, weshalb nach den zutreffenden Feststellungen von IV-Stelle und Vorinstanz vom Tabellenlohn im Baugewerbe gemäss der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2002 auszugehen ist. Gemäss Tabelle A1 beträgt dieser im Anforderungsniveau 4 für Männer bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden Fr. 4'765.-. Umgerechnet auf eine betriebsübliche Arbeitszeit im Baugewerbe von 41.8 Stunden (Die Volkswirtschaft 2006, Heft 7/8, Tabelle B9.2, S. 90) und unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung von 1.0 % (Schweizerische Lohnentwicklung 2004, Tabelle 1.1.93) resultiert für das Jahr 2003 ein Valideneinkom-men von Fr. 60'351.- im Jahr. 5.3 Bei der Bestimmung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist - wie im hier zu beurteilenden Fall - kein tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, können rechtsprechungsgemäss Tabellenlöhne beigezogen werden (BGE 126 V 76 Erw. 3b/aa und bb mit Hinweisen), wobei sich unter Zugrundelegung eines Pensums von 50 % ein jährliches (teuerungsbedingtes) Einkommen für 2003 von Fr. 28'874.- (Tabelle A1 LSE 2002, Anforderungsniveau 4, monatlich Fr. 4'557.- umgerechnet auf 41.7 Wochenstunden, Teuerung 2003: 1.3 % [Schweizerische Lohnentwicklung 2004, Tabelle 1.1.93]) ergibt.