Citation: 6B_599/2018 E. 3.2

3.2. Der Sachverhalt betreffend den äusseren Geschehensablauf gemäss Anklageschrift war im kantonalen Verfahren unangefochten und wird vom Beschwerdeführer ausdrücklich anerkannt. Demnach ist vom folgenden äusseren Geschehensablauf auszugehen: Der Beschwerdegegner war vom 1. Juli 2011 bis zum 6. Juni 2013 Geschäftsführer des Einzelunternehmens B.________ des Beschwerdeführers. In dieser Funktion war er mit der Planung des Objekts "F.________" in G.________ betraut, das D.________ vom Architekturbüro E.________ AG an die B.________ herangetragen hatte. Die B.________ führte das Baumanagement für dieses Projekt. Der Beschwerdegegner und der Beschwerdeführer beschlossen, Investoren für das Projekt zu suchen, weshalb der Beschwerdegegner an H.________ herantrat. Im Rahmen der Vorarbeiten wurde in mehreren Sitzungen beschlossen, zur Durchführung des Projekts die C.________ AG zu gründen, an welcher zu 40 % der Investor H.________, zu 30 % die B.________ und zu 30 % D.________ beteiligt waren. Den Anteil der B.________ wiederum teilten sich der Beschwerdegegner und der Beschwerdeführer je zur Hälfte. Zwischen H.________ und D.________ seitens der Auftrag gebenden C.________ AG einerseits sowie dem Beschwerdeführer und dem Beschwerdegegner als Auftrag nehmende B.________ andererseits, wurde ca. im September 2012 ein Mandatsvertrag für Projektentwicklung, Bautreuhand und Baumanagement sowie am 15. Oktober 2012 ein Maklervertrag mit Käuferbetreuung abgeschlossen. Am 1. November 2012 fand eine Besprechung zwischen dem Beschwerdegegner und D.________ statt, anlässlich welcher eine Provisionsvereinbarung abgeschlossen wurde, wonach sich der Beschwerdegegner und D.________ den Gewinn (Provision) generell hälftig teilen. Sodann kaufte die C.________ AG am 1. Dezember 2012 die Grundstücke zur Durchführung des Projekts. Da die B.________ das Projekt eingebracht und das Baumanagement durchgeführt hatte, bezahlte die C.________ AG der dem Beschwerdeführer gehörenden B.________ eine Projektvermittlungscourtage (Provision) von Fr. 330'000.--. Am 19. November 2012 stellte D.________ der B.________ zu Handen des Beschwerdeführers eine Rechnung in der Höhe von Fr. 154'513.85 als Aufwandentschädigung für die Wohnüberbauung "F.________". Der Beschwerdeführer veranlasste am 3. Dezember 2012 die Überweisung dieses Betrages. D.________ leitete von dem ihm überwiesenen Geld der E.________ AG eine Abfindung in der Höhe von Fr. 20'000.-- weiter und überwies am 11. Dezember 2012 dem Beschwerdegegner Fr. 76'954.--. Die involvierten Geschäftspartner zerstritten sich im Verlauf der Zeit. So zahlte D.________ auf Aufforderung von H.________ seinen Anteil von Fr. 77'000.-- an die C.________ AG zurück. Mit Schreiben vom 2. Mai 2013 verlangte der Beschwerdeführer von D.________ die Mehrwertsteuer für das obgenannte Projekt in der Höhe von Fr. 11'445.45 zurück, wogegen sich D.________ mit Schreiben vom 15. Mai 2013 wehrte. Am 24. April 2013 kündigte der Beschwerdeführer den Arbeitsvertrag des Beschwerdegegners zunächst ordentlich auf den 31. Juli 2013, wobei eine weitere Zusammenarbeit in der neu gegründeten B.________ AG in Aussicht gestellt wurde. Sodann wurde mit schriftlicher Vereinbarung zwischen dem Beschwerdegegner und dem Beschwerdeführer vom 24. Mai 2013 der Vertrag zwischen der B.________ und dem Beschwerdegegner per 31. Mai 2013 aufgelöst. Am 6. Juni 2013 erfolgte zudem eine fristlose Kündigung des Beschwerdegegners durch den Beschwerdeführer. Nachfolgend kam es zu einer arbeitsrechtlichen Streitigkeit zwischen dem Beschwerdeführer und dem Beschwerdegegner hinsichtlich des Lohnes sowie zu einem Forderungsstreit aus dessen Beteiligung am Unternehmen. Schliesslich erstattete der Beschwerdeführer am 28. August 2013 bei der Staatsanwaltschaft Strafanzeige gegen den Beschwerdegegner wegen Veruntreuung.