Citation: 6S.245/1999 27.04.2000 E. 2

2.- Der Beschwerdeführer wendet sich sodann gegen seine Verurteilung wegen qualifizierter Veruntreuung zum Nachteil von A.________ und J.________ (Beschwerde, S. 7). a) Nach den verbindlichen tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz erwarben A.________ und J.________ im Dezember 1991 durch Vermittlung des Beschwerdeführers eine Liegenschaft. Eine Restkaufpreisforderung von Fr. 120'000. -- blieb als Darlehen bestehen, wofür ein Schuldbrief errichtet wurde. Dieser ging an die R.________ AG "zur Verwaltung". Im Januar 1992 hinterlegte der Beschwerdeführer den Schuldbrief als Sicherheit zur Krediterhöhung des Betriebskontokorrents der R.________ AG bei der Bank X.________. In der Folge überwiesen die Geschädigten dem Beschwerdeführer Fr. 120'000. -- zur Amortisation der Darlehensschuld. Der Beschwerdeführer verwendete den Betrag jedoch nicht wie vereinbart zur Auslösung des Schuldbriefs, weshalb die Bank X.________ auf die Geschädigten zurückgriff (angefochtenes Urteil, S. 9 f.). Die Vorinstanz sprach den Beschwerdeführer deswegen der qualifizierten Veruntreuung i.S. von Art. 138 Ziff. 2 StGB schuldig. In Ergänzung ihrer allgemeinen Ausführungen zur Veruntreuung, die grundsätzlich für alle Veruntreuungsvorwürfe gelten würden (angefochtenes Urteil, S. 4 f.), stellt die Vorinstanz fest, dass der Beschwerdeführer nicht in der Lage war, den Schuldbrief auszulösen. Eine Ersatzbereitschaft sei damit ausgeschlossen (angefochtenes Urteil, S. 10). b) Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor, es lasse sich dem angefochtenen Urteil nicht entnehmen, worin die Tathandlung erblickt werde. Diese könnte einerseits in der Nichtüberweisung des Betrags an die Bank X.________ liegen, andererseits aber auch im Vorenthalten des Schuldbriefes. In beiden Fällen sei der Tatbestand der Veruntreuung nicht erfüllt. Die Fr. 120'000. -- seien ihm von den Geschädigten nicht anvertraut worden. Vielmehr habe es sich um eine "reine Schuldbegleichung" gehandelt. Die Tathandlung könne aber auch nicht in der "Nichtauslösung" des Schuldbriefes liegen, da er (der Beschwerdeführer) berechtigt gewesen sei, ihn als Sicherheit bei der Bank X.________ zu hinterlegen (Beschwerde, S. 7). c) Diese Einwände sind unbehelflich. Wie die Vorinstanz verbindlich festgestellt hat, überwiesen die Geschädigten den Betrag von Fr. 120'000. -- an die R.________ AG im Rahmen eines Verwaltungsauftrages zwecks Auslösung des Schuldbriefes bzw. Begleichung ihrer gegenüber dem Liegenschaftsverkäufer verbleibenden Darlehensschuld. Der Beschwerdeführer hatte die Vermögenswerte folglich mit der Verpflichtung empfangen, sie im Interesse der Geschädigten an die Darlehensgläubigerin abzuliefern unter gleichzeitiger Auslösung des Schuldbriefs. Das Geld war dem Beschwerdeführer somit anvertraut i.S. von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB (vgl. BGE 120 IV 117 E. 2b S. 119; 276 E. 2 S. 278). Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, das Geld treuwidrig zu eigenen Zwecken verbraucht zu haben (vgl. dazu die allgemeinen Erwägungen im angefochtenen Urteil, S. 4). Er wendet sich auch nicht gegen die Bejahung der Qualifikation (Stellung als berufsmässiger Vermögensverwalter, Art. 138 Ziff. 2 StGB) und des subjektiven Tatbestandes. Seine Verurteilung wegen qualifizierter Veruntreuung ist bundesrechtlich nicht zu beanstanden.