Citation: 9C_37/2023 E. 3.5.7

3.5.7. Damit fallen weder das Sicherheitseigenkapital als solches noch der veröffentliche kalkulatorische Zinssatz in Betracht. Wie mehrfach dargelegt, ruft der Begriff der "Gestehungskosten" nach einer "breiten Kostenbasis", was unmittelbar aus Art. 58 Abs. 3 DBG hervorgeht. Der (unbestimmte) Begriff der Gestehungskosten ist vor dem Hintergrund seines klaren betriebswirtschaftlichen Konzepts zu sehen und verlangt nach dem Einbezug der kalkulatorischen Zinsen des eingesetzten Kapitals (dazu wiederum BAUMHOFF, a.a.O., Rz. 5.42). Das "Ob" ergibt sich damit unmittelbar aus Art. 58 Abs. 3 DBG und äussert sich darin, dass das gesamte offene Eigenkapital zu verzinsen ist. Insoweit besteht kein Handlungsspielraum. Anders verhält es sich in Bezug auf das "Wie", indem die Methode und die Höhe des Zinssatzes (auch) aufgrund betriebsspezifischer Eigenheiten gewählt werden können. Im Sinne eines Zwischenfazits ist daher festzustellen, dass der von der Veranlagungsbehörde vertretene Ansatz (durchschnittliches offenes Eigenkapital) grundsätzlich zu überzeugen vermag. Damit ist den Erfordernissen von Art. 58 Abs. 3 DBG Genüge getan.