Citation: M 9/99 09.05.2000 E. 1

1.- a) Nach einem allgemeinen prozessualen Grundsatz kommt der Verwaltungsgerichtsbeschwerde als ordentlichem Rechtsmittel Devolutiveffekt zu. Das bedeutet, dass mit Einlegung des Rechtsmittels die Streitsache an die funktio- nell übergeordnete Rechtsmittelinstanz geht. Die obere Instanz wird damit zuständig, sich mit der Angelegenheit zu befassen; auf der anderen Seite verliert die Vorinstanz mit der Überwälzung der Zuständigkeit die Befugnis, sich der Sache als Rechtspflegeinstanz anzunehmen, beispielsweise ihren Entscheid in Ansehung der Rechtsmittelvorbringen zu ändern (BGE 125 V 348 Erw. 2b/aa mit Hinweisen). Das Bun- desrechtspflegegesetz kennt keine auf das Verwaltungsge- richtsbeschwerdeverfahren anwendbare Bestimmung, welche den Devolutiveffekt in gleicher Weise wie Art. 58 VwVG für das Verwaltungsbeschwerdeverfahren einschränken würde. Ein nach der Einreichung einer Verwaltungsgerichts- beschwerde ergehender neuer Entscheid der Vorinstanz ist nichtig, es kommt ihm lediglich die Bedeutung eines Antrags an das Eidgenössische Versicherungsgericht zu (BGE 109 V 236 Erw. 2, ARV 1998 Nr. 35 S. 198 Erw. 1b). In diesem Zusammenhang ist an das lateinische Rechtssprichwort "lata sententia iudex desinit iudex esse" zu erinnern, wonach der Richter ab dem Zeitpunkt der Verkündung seines Urteils auf dieses nicht mehr zurückkommen kann (BGE 122 I 99 Erw. 3a/bb; RKUV 1997 Nr. U 288 S. 444 Erw. 2b/cc; abweichend: BGE 121 IV 66). b) Vorliegend hat die Vorinstanz nach Kenntnisnahme der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 4. November 1999 gestützt auf die darin vorgebrachte Begründung mit Ent- scheid vom 17. November 1999 jenen vom 22. September 1999 aufgehoben und über die Parteientschädigung neu befunden. Nach den vorstehend dargelegten Grundsätzen kommt diesem Entscheid lediglich die Bedeutung eines Antrags an das Eidgenössische Versicherungsgericht zu. c) Nach Art. 106 Abs. 2 lit. g MVG hat die im kantona- len Verfahren obsiegende Partei Anspruch auf eine Partei- entschädigung. Nachdem beide Parteien die von der Vorin- stanz im Entscheid vom 17. November 1999 auf Fr. 1400.- zuzüglich 7,5 % Mehrwertsteuer festgesetzte Parteientschä- digung in quantitativer Hinsicht als angemessen anerkennen, und da zudem gemäss BGE 122 V 278 der Entschädigungsan- spruch auch einem durch S.________ vertretenen Beschwerde- führer zusteht, setzt das Eidgenössische Versicherungsge- richt die dem Beschwerdeführer für das kantonale Verfahren zustehende Parteientschädigung auf den genannten Betrag fest.