Citation: 5A_710/2018 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin vertritt die Ansicht, die Voraussetzungen für eine Beistandschaft seien nicht erfüllt. Abgesehen davon, dass überhaupt keine Kindeswohlgefährdung vorliege, sei es grotesk, dass man ihr fehlende Kooperationsbereitschaft vorwerfe, da sie es doch gewesen sei, die bei ihrer damaligen Überforderung nach der Geburt der Zwillinge aktiv geworden sei und Hilfe gesucht habe, um eben eine Kindeswohlgefährdung gar nicht erst entstehen zu lassen. Es fehle auch nicht an Problemeinsicht. Gleichzeitig betont sie, dass sie keinen Grund gesehen habe, mit den Behörden zu kooperieren, zumal ihrer Ansicht nach hierzu keine Pflicht bestanden habe. Weiter führt sie aus, wie es ausserdem zu Spannungen in der Ehe gekommen sei, weil ihr Mann ihr die Schuld für das Eingreifen der Behörden gegeben habe. Es habe viel Erklärungsarbeit gebraucht, den Ehemann zu überzeugen, dass sie an der weiteren behördlichen Einmischung keine Schuld trage und sie sich nur gemeldet habe, um einen Krippenplatz zu erhalten. Inzwischen sei die familiäre Situation geklärt. Weiter finden sich in der Beschwerde seitenlange appellatorische Ausführungen, zu denen auf vorstehende Erwägung 3.3 verwiesen werden kann. Jedenfalls bestreitet die Beschwerdeführerin die Verhältnismässigkeit der Beistandschaft. Eine derart einschneidende Massnahme sei unverhältnismässig und nicht erforderlich. Den Eltern hätten vielmehr spezifische Weisungen erteilt werden können, zum Beispiel sich einer Familienbegleitung zu unterziehen oder eine Familientherapie durchzuführen, oder sie, die Eltern, hätten verpflichtet werden können, die Kinder fremdbetreuen zu lassen.