Citation: 5P.31/2005 12.04.2005 E. 2

Entgegen der Vorschrift von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG wird in der staatsrechtlichen Beschwerde nicht einmal explizit aufgeführt, welches verfassungsmässige Recht durch den angefochtenen Entscheid verletzt sein soll (Art. 84 Abs. 1 lit. a OG). Bereits aus diesem Grund mangelt es der Beschwerde an genügender Substanziierung. Ohnehin erschöpfen sich die Ausführungen in appellatorischer Kritik, wie sie im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde unzulässig ist (BGE 107 Ia 186; 125 I 492 E. 1b S. 495; 130 I 258 E. 1.3 S. 262). Wird die Verletzung des Willkürverbots gerügt, reicht es nicht aus, die Rechtslage aus Sicht der Beschwerdeführer darzulegen und den davon abweichenden angefochtenen Entscheid als willkürlich zu bezeichnen; vielmehr wäre im Einzelnen darzulegen, inwiefern das kantonale Gericht willkürlich entschieden haben soll und der angefochtene Entscheid deshalb an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (BGE 117 Ia 10 E. 4b S. 11 f.; 125 I 492 E. 1b S. 495). Dies ist vorliegend nicht geschehen: Die Vorinstanzen haben nachvollziehbar und überzeugend ausgeführt, weshalb die Beschwerdeführer beim Friedensrichter ein Sühnebegehren gestellt und nicht die eigentliche Klageschrift eingereicht haben; mit dem blossen Verweis auf die Betitelung des Sühnebegehrens - nach Behauptung der Beschwerdeführer mit "Anfechtungsklage", in Wahrheit mit "Anfechtung/Forderung" - ist jedenfalls keine qualifizierte Unrichtigkeit der vorinstanzlichen Erwägungen darzutun. Ebenso wenig vermögen die Beschwerdeführer aufzuzeigen, inwiefern die vorinstanzliche Annahme, § 70 Abs. 2 ZPO/ZG sehe für die Anfechtungsklagen keine Sühneverhandlung vor, qualifiziert unrichtig sein soll; nichts ableiten können sie in diesem Zusammenhang aus dem Umstand, dass § 70 Abs. 3 ZPO/ZG die Arrestprosequierungsklage im Unterschied zu den Anfechtungsklagen ausdrücklich nennt, zählt doch § 70 Abs. 3 ZPO/ZG die wichtigsten Anwendungsfälle des in § 70 Abs. 2 ZPO/ZG statuierten Ausschlusses in einem nicht abschliessenden Katalog ("insbesondere") exemplarisch auf. Neu und damit auch aus diesem Grund unzulässig sind schliesslich die Vorbringen der Beschwerdeführer, es hätte ihnen eine Nachfrist im Sinn von § 91 ZPO/ZG bzw. Art. 32 Abs. 3 SchKG bzw. Art. 139 OG angesetzt werden müssen und sie seien durch den Friedensrichter in ihrem guten Glauben getäuscht worden, weil sie ihn um telefonische Mitteilung gebeten hätten, falls er sich als unzuständig erachte. Insbesondere handelt es sich dabei auch nicht um Noven, zu deren Geltendmachung erst die Begründung des angefochtenen Entscheides Anlass gab; vielmehr hätten die betreffenden Rügen angesichts der erstinstanzlichen Entscheidbegründung bereits vor Obergericht erhoben werden müssen (zum Novenverbot und seinen Ausnahmen: BGE 128 I 354 E. 6c S. 357; 129 I 49 E. 3 S. 57).