Citation: U 265/98 22.02.2001 E. 3

3.- Die am ehesten auf eine psychosomatische Fehlentwicklung hinweisende Symptomatik mit den geschilderten, or- ganisch aber nicht erklärbaren Befunden entspricht zwar teilweise dem nach Schleudertraumata der Halswirbelsäule nicht selten beobachteten und insofern typischen Beschwerdebild. Obschon Dr. med. V.________ eine durch den Schlag ins Gesicht erlittene Distorsion der Halswirbelsäule nicht ausschliesst und insofern allenfalls ein zumindest in seinen Auswirkungen mit einem Schleudertrauma vergleichbares Ereignis angenommen werden könnte, ist nicht zu verkennen, dass im Vordergrund eindeutig eine psychische Entwicklung in Form einer Fehlverarbeitung des Erlebten steht. Unter diesen Umständen haben SUVA und Vorinstanz die Kausalitätsfrage aber zu Recht nach Massgabe der gemäss BGE 115 V 133 bei psychischen Folgeschäden anwendbaren Regeln geprüft (BGE 123 V 98). a) Bei der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und der anschliessend einsetzenden psychischen Fehlentwicklung mit Einschränkung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit ist nach der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom Unfallereignis auszugehen (BGE 115 V 138 ff. Erw. 6). Die Frage, ob sich das Unfallereignis und eine psychisch bedingte Arbeits- resp. Erwerbsunfähigkeit im Sinne eines adäquaten Verhältnisses von Ursache und Wirkung entsprechen, ist u.a. im Hinblick auf die Gebote der Rechtssicherheit und der rechtsgleichen Behandlung der Versicherten auf Grund einer objektivierten Betrachtungsweise zu prüfen. Entgegen der Argumentation in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist deshalb bei der der Adäquanzprüfung zu Grunde liegenden Unterteilung in leichte, mittlere und schwere Unfälle vom augenfälligen Geschehensablauf auszugehen. Für die von SUVA und Vorinstanz vorgenommene Zuordnung des Vorfalles vom 23. Februar 1995 zu den mittelschweren, eher in der Nähe der leichteren Unfälle liegenden Fälle - gegen welche im Übrigen nichts einzuwenden ist - waren deshalb weder die strafrechtliche Beurteilung noch die Schwere der erlittenen Persönlichkeitsverletzung noch die subjektive Einschätzung des Erlebnisses zu berücksichtigen. b) Einer eingehenden Prüfung unterzogen und gestützt darauf zu Recht bestätigt hat die Vorinstanz die zuvor durch die SUVA vorgenommene Verneinung der Adäquanz des Kausalzusammenhanges zwischen der psychogenen Fehlentwicklung mit den dadurch ausgelösten Beeinträchtigungen und dem Vorfall vom 23. Februar 1995. Diesbezüglich ist den überzeugenden Ausführungen im sorgfältig begründeten kantonalen Entscheid nichts beizufügen.