Citation: 5A_967/2021 E. 4.7

4.7. Der Vorwurf, das Kantonsgericht habe die vom Beschwerdegegner erwähnte Drohung, mit dem Kind nach Serbien zu ziehen, "nicht einmal mit einem einzigen Satz erwähnt", trifft - sofern man seine Aussage an der von der Beschwerdeführerin angeführten Stelle überhaupt als entsprechende Drohung verstehen muss - isoliert betrachtet zu. Immerhin wertete das Kantonsgericht die Aussage des Beschwerdegegners anlässlich der Anhörung vom 26. August 2021, wonach "er extra dumm getan [habe], was blöd gewesen sei", als Ausdruck von Einsicht und Reue, worunter auch die angesprochene Drohung zu subsumieren ist. Mit dieser Erwägung setzt sich die Beschwerdeführerin nicht auseinander. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs in seinem Teilgehalt der Begründungspflicht (dazu BGE 143 III 65 E. 5.2 mit Hinweisen) ist nicht ersichtlich. Sodann scheitert die in diesem Zusammenhang erhobene Kritik, es bei einer blossen Abmahnung belassen zu haben, obwohl aufgrund seines Verhaltens klar sei, dass sich der Beschwerdegegner um Ermahnungen keinen Deut scheren werde, an den Begründungsanforderungen, denn mit dieser Kritik beschränkt sich die Beschwerdeführerin darauf, ihre Sicht der Dinge als zutreffend darzustellen.