Citation: 2C_746/2022 E. 1.1

1.1. Die A.________ ag mit Sitz in U.________/AR wurde von der kantonalen Steuerverwaltung Appenzell Ausserrhoden am 23. Juli 2019 erstmals gemahnt, die Steuererklärung 2018 einzureichen. Nachdem die A.________ ag hierauf nicht reagiert hatte, mahnte die kantonale Steuerverwaltung am 10. September 2019 ein zweites Mal. Im Rahmen der anschliessenden Korrespondenz zwischen dem Rechtsvertreter der A.________ ag und der kantonalen Steuerverwaltung schlug die A.________ ag der kantonalen Steuerverwaltung vor, die Frist zur Einreichung der Steuererklärung 2018 bis zum 30. September 2020 zu erstrecken. Am 4. Mai 2020 teilte die kantonale Steuerverwaltung dem Rechtsvertreter der A.________ ag mit, dass sie - nebst diversen weiteren Fristerstreckungen betreffend andere Gesellschaften - die Frist zur Einreichung der Steuererklärung 2018 der Beschwerdeführerin wie beantragt bis zum 30. September 2020 erstrecke. Sie hielt ausdrücklich fest, "dass diese Fristen als allerletzte Fristen gelten und nicht mehr erstreckt werden können. Bei Nichteinhalten erfolgt eine Busse wegen Nichteinreichung der Steuererklärung und gleichzeitig die Ermessensveranlagung infolge Nichteinreichen der Steuererklärung." Kurz vor Mitternacht des 30. September 2020, dem letzten Tag der Frist, sandte der Rechtsvertreter der A.________ ag der kantonalen Steuerverwaltung eine E-Mail mit dem Betreff "Rechtsanwaltliche Vertretung für rund 20 Firmen mit Sitz in AR - div. Anträge mit hoher zeitlicher Dringlichkeit: (02.10.2020) !" und stellte unter anderem den Antrag, die Frist zur Einreichung der Steuererklärung 2018 der A.________ ag erneut zu verlängern, diesmal mindestens bis zum 15. Oktober 2020.