Citation: 8C_38/2013 E. 3

Das kantonale Gericht hat erwogen, seit der eine halbe Rente zusprechenden Verfügung der IV-Stelle vom 4. August 1999 habe sich der Sachverhalt in erwerblicher und gesundheitlicher Hinsicht verändert, so dass der Rentenanspruch einer umfassenden revisionsrechtlichen Überprüfung zu unterziehen sei. Zu dieser Auffassung gelangte es aufgrund der Feststellung, dass sich die Auswirkungen des Diabetes mellitus Typ 1 gemäss den (im Grundsatz, jedoch nicht im Ausmass) übereinstimmenden medizinischen Unterlagen derart verändert haben, dass dem Versicherten ab September 2008 der angestammte Beruf als Schreiner nicht mehr zumutbar sei, auch nicht in der seit 1. Januar 1999 ausgeübten, behinderungsangepassten Form als Bankschreiner, welche bei der ursprünglichen Prüfung des Rentenanspruchs noch als die bestmögliche Eingliederung und Umsetzung der verbliebenen Arbeits- und Erwerbsfähigkeit betrachtet worden sei. Der medizinische Dienst der IV-Stelle habe damals in Übereinstimmung mit den medizinischen Akten eine höhere Arbeitsfähigkeit in einer besser angepassten Tätigkeit verneint und damit unter anderem dem Umstand Rechnung getragen, dass der Versicherte aufgrund seines langjährigen Arbeitsverhältnisses und der beruflichen Erfahrung Umstände vorgefunden habe, welche eine bestmögliche erwerbliche Integration und Verwertung der Restarbeitsfähigkeit begünstigt habe. Wenn die Vorinstanz davon ausging, die damalige Betrachtungsweise sei nicht qualifiziert unrichtig, so dass kein Raum für die von der Verwaltung vorgenommene Wiedererwägung ihrer formell rechtskräftigen Verfügung vom 4. August 1999 gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG bestehe, beruht dies mit Blick auf die für die Beurteilung der Frage einer zweifellosen Unrichtigkeit der Rentenverfügung relevanten Sachlage im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung (E. 2.5 hievor) nicht auf einer falschen Rechtsanwendung.