Citation: 2C_1055/2021 E. 3.4

3.4. Im Zusammenhang mit Art. 8 EMRK behaupten die Beschwerdeführer, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin verschlechtert habe. Sie haben dies vor den kantonalen Instanzen mit einem Bericht eines kosovarischen Internisten zu belegen versucht. Dieser Darstellung hat die Vorinstanz jedoch keinen Glauben geschenkt und darauf hingewiesen, dass sich die Beschwerdeführerin nun seit mehreren Jahren (illegal) in der Schweiz aufhalte. Es sei daher nicht ersichtlich, inwiefern ein kosovarischer Arzt zu ihrem aktuellen Gesundheitszustand verlässlich Auskunft geben könne (vgl. angefochtenes Urteil E. 2.2.5). Diese Beweiswürdigung erscheint jedenfalls nicht als offensichtlich unrichtig, sodass das Bundesgericht daran gebunden ist (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG). Dass sich der Sachverhalt noch in anderer Hinsicht potenziell wesentlich verändert hätte, behaupten die Beschwerdeführer nicht. Wie bereits die kantonalen Instanzen angedeutet haben, genügt der blosse Zeitablauf und die damit einhergehende zunehmende Entfremdung der Beschwerdeführerin von ihrer Heimat für sich alleine jedenfalls nicht. Dies gilt umso mehr, als die Beschwerdeführerin nicht nur ihre Ausreiseverpflichtung missachtet, sondern sich der Wegweisung durch (vorübergehendes) Untertauchen entzogen und sich damit qualifiziert rechtsmissbräuchlich verhalten hat (vgl. angefochtenes Urteil E. 2.2.6.1).