Citation: 6B_1144/2023 E. 1.4.3

1.4.3. Der Beschwerdeführer argumentiert, der Brand hätte auch nicht vermieden werden können, wenn er eine Brandwache von vier Stunden gestellt und einen Schaumlöscher auf der Terrasse platziert hätte. Einerseits hätte die geforderte vierstündige Brandwache um 19.30 Uhr geendet, und es würden keinerlei Anhaltspunkte dafür bestehen, dass bis zu diesem Zeitpunkt bereits Anzeichen eines Glimmbrands erkennbar gewesen seien. Andererseits hätte ein sich im Arbeitsbereich befindender Schaumlöscher nach Ablauf der Überwachungszeit von ihm nicht mehr bedient werden können. Die Vorinstanz äussert sich einzig in Zusammenhang mit der unterlassenen Abdeckung der brandgefährdeten Stellen zu der Voraussehbarkeit und der Vermeidbarkeit (Urteil S. 21). Nachdem in diesem Punkt keine Sorgfaltspflichtverletzung vorliegt (vgl. E. 1.4.2), ist darauf nicht weiter einzugehen. Im Hinblick auf die (unbestrittenen) Sorgfaltspflichtverletzungen betreffend fehlender Brandwache und fehlendem Schaumlöscher finden sich keine Ausführungen der Vorinstanz zur Voraussehbarkeit und Vermeidbarkeit. Betreffend die fehlende Brandwache führt die Vorinstanz einzig aus, ob der Beschwerdeführer, hätte er wie gefordert vier Stunden nach Abschluss der Heissarbeiten um 19.30 Uhr den Arbeitsbereich nochmals kontrolliert, den (Glimm-) Brand hätte wahrnehmen können, sei nicht erstellt und könne beim vorliegenden Ergebnis offen gelassen werden (Urteil S. 20). Da nach dem Gesagten betreffend die unterlassene Abdeckung keine Sorgfaltspflichtverletzung vorliegt, kann die Frage der hypothetischen Kausalität der festgestellten Sorgfaltspflichtverletzungen nicht offen gelassen werden. Weil diese vorliegend anhand der konkreten Umstände zu beurteilen ist, handelt es sich um eine Tatfrage (vgl. BGE 132 V 393 E. 3.3; Urteile 6B_1058/2022 vom 29. Januar 2024 E. 3.3; 6B_1055/2020 vom 13. Juni 2022 E. 4.3.4; je mit Hinweisen), die nicht erstmals vom Bundesgericht geprüft werden kann. Die Vorinstanz wird ihre Sachverhaltsfeststellungen - sofern möglich - ergänzen und anhand dieser sowie in Berücksichtigung des Grundsatzes "in dubio pro reo" beurteilen müssen, ob der Beschwerdeführer den (Glimm-) Brand bei einer Brandwache bis um 19.30 Uhr hätte wahrnehmen können, mithin ob der Brand für ihn vermeidbar war. Es erübrigt sich daher, in diesem Punkt auf die Argumente der Parteien einzugehen. Sollte die Vorinstanz in ihrem neuen Urteil zum Schluss gelangen, dass der Brand vermeidbar war, wird sie sich ferner zur Voraussehbarkeit äussern, mithin prüfen müssen, ob die Unterlassungen des Beschwerdeführers für den Brand adäquat kausal waren. Schliesslich wird sie auch über die Kosten- und Entschädigungsfolgen neu befinden müssen, weshalb sich Ausführungen hierzu erübrigen.