Citation: 6B_602/2017 E. 4.2.2

4.2.2. In rechtlicher Hinsicht kommt die Vorinstanz zum Schluss, die allzu grosszügige Handhabung der Vergabekriterien unter Verzicht auf Überprüfung gegenüber der E.________ AG, vor allem aber das vorgängige Telefonat an die C.________ GmbH und das Aufschneiden der Schutzwesten erfülle den Tatbestand der ungetreuen Amtsführung. Der Beschwerdeführer habe im Rahmen eines Submissionsverfahrens öffentliche Interessen geschädigt und private Interessen auf Kosten öffentlicher Interessen bevorzugt. Damit habe er das Vertrauen der Bürger in die rechtsgleiche Behandlung von Konkurrenten bei der Vergabe von staatlichen Aufträgen erheblich beeinträchtigt (angefochtenes Urteil S. 28 f.). In subjektiver Hinsicht bejaht die Vorinstanz Vorsatz und Vorteilsabsicht. Der Vorsatz ergebe sich schon aus dem Telefonat an die C.________ GmbH und dem Aufschneiden der Westen. Einen Vorteil habe einerseits die E.________ AG erlangt, weil sie auf einfachstem, billigstem Weg zu Kenntnissen für die Verbesserung der Westen gekommen sei. Andererseits sei ein Vorteil beim Kanton Basel-Stadt eingetreten, der diese Verbesserungen nun von der E.________ AG habe einfordern können und gratis oder zumindest sehr günstig erhalten habe. Schliesslich habe auch der Beschwerdeführer selbst einen ideellen unrechtmässigen Vorteil erlangt, indem er nicht mit der von ihm ungeliebten Firma habe zusammenarbeiten müssen (angefochtenes Urteil S. 30).