Citation: 6B_1113/2023 E. 3.3.4

3.3.4. Zum subjektiven Tatbestand bei der Gefährdung des Lebens hält die Vorinstanz fest, der Beschwerdeführer habe sich nicht darum geschert, wo genau sich B.________ und E.________ um das Fahrzeug herum aufgehalten haben, als er zu seinem brüsken Manöver angesetzt habe. Mangels rechtsgenüglicher Beweise sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer während des Zurücksetzens und des anschliessenden Vorwärtsfahrens B.________ und E.________ nicht bewusst wahrgenommen habe. Zwar sei das Verhalten des Beschwerdeführers äusserst gefährlich gewesen, jedoch sei der Geschehensablauf grundsätzlich offen und die Gefahr nicht derart evident gewesen, dass der Beschwerdeführer zwangsläufig um das Risiko einer Tötung habe wissen müssen. B.________, D.________ und E.________ hätten sich denn auch mit einem Schritt oder einem Sprung rechtzeitig aus der Gefahrenzone retten und eine Kollision vermeiden können. Aus den Tatumständen lasse sich nicht stichhaltig schliessen, dass der Beschwerdeführer in seinem Entschluss, die Flucht anzutreten, den Entscheid gegen das Leben von B.________, D.________ und E.________ miteingeschlossen habe. Der Beschwerdeführer habe in dieser Phase der Fluchtfahrt wohl eher darauf vertraut, dass er niemanden überfahren werde.