Citation: 6B_138/2020 E. 4.5

4.5. Die Beschwerdeführerin vermag nicht aufzuzeigen, dass und inwiefern die Vorinstanz zu Unrecht eine willkürliche Beweiswürdigung durch das Bezirksgericht verneint haben soll. Gemäss dem Polizeirapport vom 1. Mai 2018 hat die Beschwerdeführerin anlässlich ihrer Befragung vom 6. April 2018 den Vorhalt, dass sich gemäss angetroffener Situation diverse brennbare Materialien in der Nähe oder gar auf dem Kochherd befunden haben und sie somit gegen die VKF-Brandschutzrichtlinien verstossen haben dürfte, bejaht. Die Feststellung, wonach sich der Wasserkocher zu nahe an der Herdplatte befunden habe, lässt sich sodann mit dem fotografisch dokumentierten Schadensbild in Einklang bringen und erscheint plausibel. Auf den direkt nach dem Löscheinsatz erstellten Fotos ist im Weiteren ersichtlich, dass auch weitere Gegenstände (Serviertablett, Messer, Keramiklöffel usw.) unmittelbar bei der Glaskeramikplatte oder sogar auf dieser deponiert waren. Dass diese Gegenstände erst nach dem Brandereignis von den Interventionskräften (Feuerwehr und Polizei) im Bereich des Brandherds deponiert sein könnten liegt mit der Vorinstanz ausserhalb jeder vernünftigen Betrachtungsweise. Ebensowenig lässt sich deren Position damit erklären, dass die Beschwerdeführerin zur Löschung des Brandes zwei mit Kaffeekapseln gefüllte Büchsen mit Wasser füllte und auf den Herd schüttete. Der Schluss der Vorinstanz, wonach das erstinstanzliche Gericht willkürfrei davon ausgehen konnte, dass der Wasserkocher und andere brennbare Gegenstände zu nahe am Kochfeld positioniert waren, ist nicht zu beanstanden. Mit ihrem Vorwurf, sie habe stets bestritten, dass sich der Wasserkocher und weitere brennbare Gegenstände zu nahe an der Herdplatte befunden hätten, was die Vorinstanz in Verletzung des rechtlichen Gehörs und der Begründungspflicht ignoriert habe, ist die Beschwerdeführerin sodann nicht zu hören. Dass die Vorinstanz den Ausführungen der Beschwerdeführerin nicht folgt und die Sachverhaltsfeststellungen der ersten Instanz trotz dieser Bestreitungen nicht als willkürlich beurteilt, stellt keine Gehörsverletzung dar. Auch eine Verletzung der Begründungspflicht ist nicht auszumachen. Sodann kann der Beschwerdeführerin nicht gefolgt werden, wenn sie ausführt, es könne nicht willkürfrei erstellt werden, dass sie es war, welche die Gegenstände in der Nähe oder auf dem Herd platziert habe. Ihre diesbezüglichen Vorbringen erschöpfen sich in einer blossen appellatorischen Kritik. Die Vorinstanz hat dargelegt, dass sie die von der Beschwerdeführerin in der zweiten Einvernahme gemachte Angabe, wonach sie selbst keine Gegenstände in der Nähe des Kochfeldes platziert habe, als taktisch motiviert bzw. als blosse Schutzbehauptung werte. Mit dem Hinweis, sie (sc. die Beschwerdeführerin) habe nie gesagt, dass sie die brennbaren Gegenstände dorthin gestellt habe, lässt sich nicht dartun, dass diese Auffassung schlechterdings unhaltbar und damit willkürlich im Sinne von Art. 9 BV wäre. Die Beschwerdeführerin verkennt, dass das Bundesgericht als oberste Recht sprechende Behörde (Art. 1 Abs. 1 BGG) die angefochtenen Urteile einzig auf ihre richtige Rechtsanwendung hin zu überprüfen hat und keine strafrechtliche Berufungsinstanz ist, die eine freie Prüfung in tatsächlicher Hinsicht vornimmt. Soweit die Beschwerdeführerin ausführt, dass B.________ am fraglichen Morgen den Herdschalter betätigt habe und damit eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür bestehe, dass sie auch Gegenstände wie den Wasserkocher bewegt und so nahe am Herd platziert habe, übersieht sie zudem, dass es zum Nachweis von Willkür nicht ausreicht, wenn eine andere Würdigung der Beweise ebenfalls vertretbar oder gar zutreffender erscheint (vgl. E. 4.4.1 hiervor). Die Vorinstanz hat die von der Beschwerdeführerin im Berufungsverfahren vorgebrachte Rüge der willkürlichen Beweiswürdigung zu Recht verneint. Insofern zielt auch der Vorwurf, die Vorinstanz habe den Grundsatz "in dubio pro reo" verletzt, ins Leere (vgl. E. 4.4.1 hiervor). Eine Verletzung der Beweislastregel ist ebenfalls nicht auszumachen.