Citation: 2C_106/2022 E. 4.5.4

4.5.4. Darüber hinaus war es auch genesenen sowie repetitiv getesteten Schülerinnen und Schülern möglich, sich von der Maskentragpflicht befreien zu lassen. Dieser Umstand mildert die Ungleichbehandlung zwischen geimpften und ungeimpften Personen unter dem Gesichtspunkt der Verhältnismässigkeit erheblich: Insbesondere die Möglichkeit, sich mit der Teilnahme am kostenlosen, repetitiven Testen von der Maskentragpflicht zu befreien, eröffnete im Grundsatz sämtlichen Schülerinnen und Schülern, unabhängig von ihrem Impfstatus am Unterricht teilzunehmen, ohne eine Maske zu tragen. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers handelt es sich bei der Testmöglichkeit um keinen erheblichen Eingriff in die persönlich Freiheit. Nach den unbestrittenen vorinstanzlichen Feststellungen besteht das Testverfahren darin, den Mund mit einer Salzwasserlösung eine Minute lang zu spülen und die Lösung danach in ein Proberöhrchen zu spucken (vgl. E. 4.2.4.1 S. 14 des angefochtenen Urteils). Sodann wurde mit der Testmöglichkeit auch keine faktische Testpflicht eingeführt. Wer sich an diesem Testverfahren nicht beteiligen wollte, konnte den Unterricht nach wie vor maskentragend besuchen.