Citation: 6B_243/2022 E. 3.4.3

3.4.3. Die Vorinstanz beurteilt unter dem Aspekt der Verletzung des Beschleunigungsgebots mit detaillierter Begründung zutreffend, dass das Verfahren vor der Erstinstanz mit zweidreiviertel Jahren zu lang dauerte. Indem die Vorinstanz die Verfahrensverzögerung anerkennt und eine Strafreduktion von drei Monaten Freiheitsstrafe vornimmt, trägt sie den konkreten Umständen gebührend Rechnung. Sie überschreitet das ihr zustehende Ermessen auch nicht dadurch, dass sie eine gewisse Verzögerung des Verfahrens angesichts der ausserordentlichen Lage der Corona-Pandemie billigt, denn zwischen der Hauptverhandlung vom 23. Januar 2020 und der Urteilsfällung vom 9. Juli 2021 lag namentlich der landesweite Lockdown, und (auch) die Gerichtsbehörden mussten sich angesichts der Pandemielage neu organisieren. Die Berücksichtigung einer gewissen nicht vom Gericht alleine zu verantwortenden Verzögerung infolge der Covid-19-Pandemie ist nachvollziehbar (vgl. Urteile 1B_184/2021 vom 10. November 2021 E. 2.3; 1B_552/2020 vom 12. Februar 2021 E. 3.4.1). Unter Würdigung aller Umstände ist nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer auch nicht dargetan, dass die Vorinstanz bei der Berücksichtigung des Ausmasses der Verfahrensverzögerung und des Einflusses der Pandemie ihr Ermessen überschritten oder missbraucht hätte. Die Rüge erweist sich als unbegründet.