Citation: 8C_491/2020 E. 7.2.2

7.2.2. Bei Gegenstandslosigkeit des kantonalen Beschwerdeverfahrens besteht ein bundesrechtlich begründeter (Art. 61 lit. g ATSG) Entschädigungsanspruch der Beschwerde führenden Partei, wenn es die Prozessaussichten rechtfertigen, wie sie sich vor Eintritt der Gegenstandslosigkeit darboten (Urteile 8C_164/2012 vom 7. Mai 2012 E. 2.1; C 56/03 vom 20. August 2003 E. 3.1, in: SVR 2004 ALV Nr. 8 S. 21 E. 3.1). Entscheidend ist demnach in erster Linie der mutmassliche Ausgang des Prozesses (BGE 125 V 373 E. 2a S. 374; Urteil 8C_212/2012 vom 10. Oktober 2012 E. 3.2). Dabei geht es nicht darum, die Prozessaussichten im Einzelnen zu prüfen und dadurch weitere Umtriebe zu verursachen. Vielmehr soll es bei einer knappen, summarischen Beurteilung der Aktenlage sein Bewenden haben. Auf dem Weg über den Kostenentscheid soll nicht ein materielles Urteil gefällt werden (BGE 142 V 551 E. 8.2 S. 568; SUSANNE BOLLINGER, in: Basler Kommentar ATSG, N. 82 zu Art. 61 ATSG).