Citation: 2C_412/2022 E. 3.1.3

3.1.3. Wie im angefochtenen Entscheid weiter angeführt wird, habe der Bezirksgerichtspräsident der Vollständigkeit halber den zivilprozessualen Notbedarf des Nachzahlungsschuldners (samt Ehefrau und Tochter) berechnet: Fr. 7'276.24. Verglichen mit dem gemäss Steuererklärung 2020 ausgewiesenen monatlichen Einkommen von Fr. 9'082.85 resultiere ein monatlicher Überschuss von Fr. 1'806.61. Damit sei er in der Lage, die vorgemerkten Kosten zurückzuzahlen, so dass das Gesuch selbst mit rechtsgenüglicher Mitwirkung gutzuheissen gewesen wäre (vgl. E. 2.2 u. 2.3 a.E.). Nebst dem Überschuss aus seinem Einkommen sei es dem Beschwerdeführer zudem möglich, die vorgemerkten Verfahrenskosten aus dem ihm zur Verfügung stehenden Vermögen zu bezahlen (per 15. November 2020: ein Bankguthaben von Fr. 136'625.83; Beteiligungen und Darlehen gegenüber zwei Gesellschaften in der Höhe von insgesamt Fr. 325'100.--; im Jahr 2020 für Fr. 975'000.-- gekaufte Liegenschaft, und potenzieller Nettoerlös von Fr. 185'000.--, nach Rückzahlung der Hypothek, sofern bei einem Verkauf der Liegenschaft derselbe Preis erzielt würde). Verbindlichkeiten, welche diesen Vermögenswerten gegenüberstehen würden, seien weder klar noch vollständig belegt worden und würden auf jeden Fall nichts an der Nachzahlungsfähigkeit des Beschwerdeführers ändern (vgl. E. 2.2 u. 2.3 a.E.).