Citation: 1P.575/2000 03.01.2001 E. 2

2.- a) Das Verwaltungsgericht hat zunächst festgestellt, die Beschwerdeführerin, deren Grundstück von streitbetroffenen Wasserfläche 170 m Luftlinie entfernt liege, sei klarerweise vom Vorhaben der Beschwerdegegner nicht mehr berührt als jedermann. Eine legitimationsbegründende Betroffenheit im Sinne von § 70 Ziff. 1 VRPV - wonach legitimiert ist, wer ein rechtliches oder tatsächliches, schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung eines Entscheids hat - sei nicht zu erkennen. Diese Auffassung ist auch im Lichte der Argumentation der Beschwerdeführerin nicht bloss willkürfrei, sondern zutreffend. Namentlich folgt aus dem Umstand, dass auf dem Grundstück der Beschwerdeführerin möglicherweise ein Verbot lastet, eine weitere Bootssteganlage zu errichten, keineswegs ein faktisches oder rechtliches Interesse an der Anfechtung der vom Regierungsrat erteilten Bewilligung und Konzession. Die in diesem Zusammenhang vorgetragenen Ausführungen zu ähnlichen Beschränkungen auf der Parzelle Nr. 627 stellen im Übrigen neue und damit in der vorliegenden staatsrechtlichen Beschwerde unzulässige Tatsachenbehauptungen dar, auf die nicht einzutreten ist (Marc Forster, in Thomas Geiser/Peter Münch, Prozessieren vor Bundesgericht, 2. Auflage, Basel und Frankfurt a.M. 1998, Rz. 2.50). b) Auch in ihrer Eigenschaft als Eigentümerin der Strassenparzelle Nr. 867 ist die Beschwerdeführerin von der Konzession bzw. dem Bauvorhaben klarerweise nicht in rechtlichen oder tatsächlichen Interessen betroffen, die ihr Parteistellung verschaffen würden. Die Beschwerdeführerin macht denn auch keine solchen Interessen geltend. c) Schliesslich macht die Beschwerdeführerin geltend, kraft Art. 34 Abs. 1 WRG könnten Personen des öffentlichen und privaten Rechts gegen eine Verleihung wegen Verletzung öffentlicher oder privater Interessen Einsprache erheben. Diese Bestimmung sehe eine weiter gehende Legitimation vor als § 70 Ziff. 1 VRPV. Der Regierungsrat, auf dessen Erwägung das Verwaltungsgericht zustimmend verwiesen hat, hat ausgeführt, Art. 34 Abs. 1 WRG regle nicht die Einsprachebefugnis, sondern die Parteifähigkeit; er halte bloss fest, wer Partei im Einspracheverfahren sein könne. Die Legitimation zur Einsprache richte sich hingegen nach § 70 Ziff. 1 VRPV, wie sich aus § 64 Abs. 1 und § 1 Abs. 2 VRPV ergebe (vgl. Jürg Ruf, Staats- und Verwaltungsrechtspflege im Kanton Nidwalden, Diss. Bern 1990, S. 153). Die Beschwerdeführerin bringt nichts vor, was die Auslegung durch Regierungsrat und Verwaltungsgericht als willkürlich erscheinen liesse. Ihre Auslegung von Art. 34 Abs. 1 WRG liefe darauf hinaus, im Verfahren nach WRG die Popularbeschwerde zuzulassen. Eine solche gesetzgeberische Lösung wäre nach der in der Schweiz vorherrschenden Rechtsauffassung zur Einsprache- und Beschwerdelegitimation aussergewöhnlich und müsste sich zumindest aus den Materialien oder anderen Sekundärquellen erhärten lassen. Die Beschwerdeführerin macht nichts dergleichen geltend.