Citation: 9C_666/2020 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin bringt dagegen im Wesentlichen vor, es sei nicht nur die Dysgnathie, sondern auch die Osteoarthrose und anteriore Diskusluxation des linken Kiefergelenks zu behandeln gewesen. Es handle sich um eine ärztliche Behandlung. Selbst wenn eine zahnärztliche Behandlung angenommen würde, bestehe eine Kostenübernahmepflicht. Denn aufgrund der im Gutachten beschriebenen Beschwerden könne der Kiefergelenksarthrose der Krankheitswert nicht ohne Weiteres abgesprochen werden. Hinsichtlich der Wirksamkeit der Behandlung verweist die Beschwerdeführerin auf das Gutachten vom 12. Oktober 2019, wonach die Mehrzahl der Publikationen auf eine klare Besserung der Kiefergelenksproblematiken nach orthognather Chirurgie hindeuten würden. Indem die Vorinstanz von dem durch sie als beweiskräftig angesehenen Gutachten ohne triftige Gründe abgewichen sei, habe sie Bundesrecht verletzt.