Citation: 1B_395/2021 E. 2.5

2.5. Im 59 Seiten umfassenden angefochtenen Entscheid wird - im Wesentlichen zusammengefasst - Folgendes erwogen: Verdachtsgründe für qualifizierte Geldwäscherei habe die Staatsanwaltschaft lediglich zum Sachverhaltskomplex "F/G" substanziiert dargelegt. Die angeblichen deliktischen Vortaten (ungetreue Geschäftsbesorgung, Korruption, evtl. Betrug) hätten laut Staatsanwaltschaft in Venezuela stattgefunden. Impliziert seien auch in Hongkong und auf Malta domizilierte Gesellschaften. Eine Strafrechtshoheit zur Beurteilung dieser Vortaten in der Schweiz sei nicht ersichtlich. Für die Untersuchung von in der Schweiz verübter Geldwäscherei bestehe grundsätzlich ein internationalstrafrechtlicher Anknüpfungspunkt. Zwar gebe es gewisse Widersprüche in den Ausführungen der Staatsanwaltschaft zu den beiden gesperrten Konten. Aufgrund der Einlassungen des Beschwerdegegners im vorinstanzlichen Verfahren sei jedoch unbestritten, dass die gesperrten Konten mit den in der Geldflusstabelle aufgeführten Konten übereinstimmen. In der Anklageschrift der US-Behörden werde auf beschlagnahmte E-Mails hingewiesen, aus denen sich der Geldfluss von der C.________ über die Fa. M.________ an die Beschuldigten und weitere Beteiligte rekonstruieren lasse. Beispielsweise enthalte eine E-Mail zwischen dem Beschwerdegegner und Beteiligten einen Anhang mit der Überschrift "Operation 600T". Ein darin integriertes Arbeitsblatt zeige u.a. zehn Überweisungen der C.________ (zwischen dem 29. Dezember 2014 und 3. Februar 2015) in der Höhe von insgesamt ca. EUR 512 Mio. Dennoch bestünden hier - nach Ansicht der Vorinstanz - keine ausreichenden Verdachtsgründe für Geldwäscherei. Weder die amerikanische Anklageschrift noch die Staatsanwaltschaft hätten sich "in irgendeiner erkennbaren Weise" damit auseinandergesetzt, ob die in Venezuela begangene "Vortat F/G" in Venezuela strafbar wäre. Weder nähmen sie Bezug auf anwendbare venezolanische Strafnormen noch "auf entsprechende in Venezuela erfolgte Verurteilungen" oder auf "konkrete, auf Strafnormen gestützte Straftatvorwürfe irgendwelcher venezolanischer Behörden". "Pauschale, allein auf amerikanische und hiesige Bezeichnungen bzw. Umschreibungen von Straftatbeständen - Betrug, Veruntreuung, ungetreue Geschäftsbesorgung, Korruption, Bestechung - bezogene Vorwürfe" begründeten keinen hinreichenden Verdacht, wonach der Sachverhalt gemäss der "Vortat F/G" in Venezuela strafbar wäre. Zwar "wirkt dieses Geschäft" - auch nach Ansicht der Vorinstanz - "tatsächlich befremdlich", zumal es "nicht als Darlehensvertrag" erscheine, sondern als Devisentransaktion, bei welcher die privaten Firmen G.________ und F.________ unter Mitwirkung der staatlichen C.________ innerhalb von knapp zwei Monaten durch den Einsatz von 7,2 Mrd. Bolivar den Betrag von "USD 600 Mio. ins Ausland transferieren konnten" und (gemäss dem venezolanischen Urteil vom 16. September 2020) auch die C.________ "noch einen Profit von 3,4 Mrd. Bolivar erzielt" habe. Sodann erscheinen auch dem Obergericht die im "Criminal Complaint" dargestellten Unternehmungen mit gefälschten Dokumenten etc. zum Transfer der EUR 78,8 Mio., die vom 14. Januar 2015 bis zum 12. Februar 2015 überwiesen worden seien, "als verdächtig"; sie deuteten darauf hin, "dass die daran Beteiligten selber den Erwerb und/oder den Transfer dieser Gelder nicht als koscher betrachteten". Tatsächlich bestehe "der Verdacht, dass mit diesem Devisengeschäft" (F/G) "der venezolanische Staat bzw. das venezolanische Volk im Umfang von Hunderten Mio. USD geschädigt wurden und einige Wenige in diesem Umfang davon profitierten". Dieser Verdacht begründe "aber noch keinen hinreichenden Verdacht auf eine Straftat nach venezolanischem Recht".