Citation: 4A_48/2019 E. 4.1.1

4.1.1. Der Gutachter kam zum Schluss, der geänderte Projektablauf rechtfertige keinen zusätzlichen Unternehmer-Honorarzuschlag auf die vereinbarten 4 % der honorarberechtigten Bausumme, da diese um die Planer-Honorare zu erhöhen sei. Die Risiken aus der Gewährleistungshaftung gegenüber dem Kanton hätten sich auf die Ausführungsplanung beschränkt und seien durch die um die Planer-Honorare erhöhte Bausumme zu entschädigen. Da die honorarberechtigte Bausumme von Fr. 16'174'650.85 die Planer-Honorare bereits enthalte, rechtfertigten sich keine "weiteren Zuschläge". Eine Erhöhung der prozentualen Prämienhöhe wäre nur gerechtfertigt, falls es sich um eine sehr komplexe anspruchsvolle Planungsaufgabe handeln würde. Im Falle eines Generalunternehmervertrages würde die honorarberechtigte Summe lediglich Fr. 14'337'078.60 betragen. Das erhöhte Kostenrisiko infolge eines Pauschalpreises erachtete der Gutachter als zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses bekannt und vernachlässigbar. Es habe offenbar vor Vertragsschluss ein Kostenvoranschlag bestanden, der inklusive einer 10 %-Kostenungenauigkeit tiefer als die Werksvertragsumme mit Pauschalpreis gewesen sei.