Citation: 5A_289/2015 E. 2.3

2.3. Das Obergericht hat zu den hier ausschliesslich strittigen Punkten (Verteilung der Gerichtskosten und der Parteientschädigung für das obergerichtliche Verfahren) erwogen, der Beschwerdeführer habe mit dem Hauptantrag der Berufung verlangt, der Entscheid des Bezirksgerichts Zofingen vom 20. September 2012 sei für ungültig zu erklären und das Verfahren sei vom Bezirksgericht auf der Basis von je einem Drittel pro Erbe zu wiederholen. Damit habe er den gesamten Entscheid des Bezirksgerichts angefochten. Das Obergericht habe diesen Antrag abgewiesen. Mit den Eventualanträgen habe er die ihm angerechneten Schulden von insgesamt Fr. 610'000.-- bestritten und sei diesbezüglich im Umfang von Fr. 507'000.-- durchgedrungen. Ferner habe er sich gegen die öffentliche Versteigerung der zum Nachlass gehörenden Liegenschaften gewandt und sei damit unterlegen. Die übrigen Eventualanträge in der Berufung vom 1. Mai 2013 und die Berufung vom 20. September 2013 fielen für die Verteilung der Prozesskosten nicht ins Gewicht. Die Kläger hätten das Nachlassvermögen in der Klage vom 30. Januar 2009 mit Fr. 1'657'514.95 angegeben und den Streitwert in der Honorarnote vom 25. Oktober 2012 auf Fr. 1'043'226.60 beziffert. Dies richte sich in etwa nach der Rechtsprechung, wonach bei erbrechtlichen Teilungsklagen als Streitwert der Gesamtwert der Masse gelte, wenn der Teilungsanspruch bei Gesamteigentum als solcher streitig sei, ansonsten die Höhe des grösseren Anteils oder der Wert des klägerischen Anteils. Sowohl die erste Instanz als auch das Obergericht seien von diesem Wert ausgegangen, da der Beschwerdeführer weder den einen noch den andern Wert substanziiert bestritten habe und kein Grund ersichtlich sei, deren offensichtliche Unrichtigkeit anzunehmen. Gemessen am Streitwert von 1'043'226.60 habe der Beschwerdeführer zu rund der Hälfte obsiegt, wenn vom Unterliegen bezüglich der öffentlichen Versteigerung der zum Nachlass gehörenden Liegenschaften abgesehen werde. Letzteres erscheine insofern gerechtfertigt, als die Frage für den Streitwert nicht von Bedeutung sei, ob die zum Nachlass gehörenden Liegenschaften einem Erben unter Anrechnung an seinen Erbteil zum Verkehrswert zuzuweisen oder öffentlich zu versteigern seien und der Erlös unter die Erben aufzuteilen sei. Daher seien die Gerichtskosten des obergerichtlichen Verfahrens den Parteien zur Hälfte aufzuerlegen und die Parteikosten wettzuschlagen.