Citation: 4A_62/2023 E. 8.2

8.2. Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz habe über die zwischen den Parteien strittigen Tatsachenbehauptungen kein Beweisverfahren durchgeführt. Insbesondere habe sie nicht abgeklärt, was die Parteien bezüglich der Nutzung des Online Tools vereinbart hätten, sowie ob und welche Instruktion zur Nutzung des Online Tools erfolgt sei. Die Unterlassung eines Beweisverfahrens über diese strittigen Punkte sei willkürlich und verletze Art. 152 ZPO und Art. 29 Abs. 2 BV. Die Rüge geht fehl. Die Beschwerdeführerin legt bereits nicht hinreichend dar, welche Beweismittel die Vorinstanz nicht abgenommen hat. Sie übergeht im Zusammenhang mit der Frage, ob eine Instruktion des Online Tools stattfand, dass das Beweisverfahren nicht dazu dient, fehlende (substanziierte) Behauptungen (hier der Hinweis auf die Möglichkeit, kostenpflichtig Bonitätsdaten zu beziehen) zu ersetzen oder zu ergänzen, sondern es solche vielmehr voraussetzt (Urteil 4A_24/2021 vom 24. Juni 2021 E. 6.4.2; 4A_449/2017 vom 26. Februar 2018 E. 4.3). Abgesehen vom Hinweis auf die Möglichkeit, kostenpflichtig Bonitätsdaten zu beziehen, betrifft die Frage, ob eine Instruktion stattfand, die angebliche vertragswidrige Verwendung des Online Tools. Die Vorinstanz durfte aber vorliegend die Frage offenlassen, ob die Verwendung des Online Tools vertragswidrig erfolgte. Entsprechend musste sie diesbezüglich auch kein Beweisverfahren durchführen. Damit konnte insbesondere auch offenbleiben, ob die vereinbarte Nutzung des Online Tools tatsächlich nur die Abfrage der X.________-Nummer durch manuelles Eintippen der Firma des betreffenden Unternehmens umfasste. Nicht einschlägig ist aus diesem Grund auch der Hinweis der Beschwerdeführerin, die Beschwerdegegnerin habe sich treuwidrig verhalten.