Citation: I 261/04 23.09.2004 E. 3

Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Rente der Invalidenversicherung. Umstritten sind einerseits die Gewichtung der Anteile der Erwerbs- und der Haushalttätigkeit im Rahmen der gemischten Methode sowie andrerseits die Bemessung der Einschränkung in den beiden Bereichen. 3.1 Was zunächst die Gewichtung der Anteile der Erwerbs- und Haushalttätigkeit anbelangt, geht aus den Akten hervor und ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin ab 11. Februar 1999 im Rahmen von 12,5 Stunden pro Woche, d.h. in einem Pensum von 33,6 %, als Raumpflegerin tätig war. Wenn in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erneut geltend gemacht wird, es sei gerichtsnotorisch, dass eine gesunde Frau in der Situation der Beschwerdeführerin ihre Erwerbstätigkeit bei Grösserwerden der Kinder auf ca. 75 % oder mehr ausdehnen würde, ist dem entgegenzuhalten, dass keine hinreichenden Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die Versicherte im Gesundheitsfall die Erwerbstätigkeit ausweiten würde. Vielmehr ist mit der Vorinstanz auf die Aussagen der Beschwerdeführerin anlässlich der Haushaltabklärung abzustellen, wo sie auf ausdrückliches Nachfragen der Übersetzerin bestätigte, sie würde heute, auch wenn sie gesund wäre, weiterhin 12,5 Stunden pro Woche arbeiten, obwohl die Kinder grösser seien. Inwiefern diese Aussage falsch wiedergegeben sein sollte, wird nicht dargelegt und ist nicht ersichtlich. 3.2 Für die Festlegung der Einschränkung der Versicherten im Erwerbsbereich haben IV-Stelle und Vorinstanz im wesentlichen auf das Gutachten des Instituts A.________ vom 14. November 2002 abgestellt. Das kantonale Gericht hat in einlässlicher und sorgfältiger Würdigung der umfangreichen medizinischen Aktenlage die verschiedenen Berichte einander gegenübergestellt und dargelegt, dass das Gutachten des Instituts A.________ den Anforderungen genügt und mit den übrigen medizinischen Berichten - abgesehen von teilweise abweichenden Schlussfolgerungen zugunsten und zuungunsten der Versicherten bezüglich der noch vorhandenen Arbeitsfähigkeit - nicht im Widerspruch steht. Die unterschiedlichen Äusserungen zur Leistungsfähigkeit hat die Vorinstanz gewürdigt und aufgezeigt, dass das Gutachten des Instituts A.________ überzeugt und dass zu diesem Punkt keine weiteren Abklärungen erforderlich sind. Diesen Ausführungen hat das Eidgenössische Versicherungsgericht nichts beizufügen, zumal in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde keine neuen Einwendungen erhoben werden. Soweit die Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfahren auf neuere Untersuchungen in der Klinik B.________ aus dem Jahr 2004 verweist, ist festzuhalten, dass sich daraus für die Arbeitsfähigkeit im massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheids nichts Neues ergibt. Die in Aussicht gestellten, noch nicht vorhandenen medizinischen Berichte können sodann, wie aus Erw. 1 hervorgeht, nicht berücksichtigt werden. Soweit die Beschwerdeführerin eine Verschlimmerung des Gesundheitszustandes und eine grössere Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit geltend macht, kann dies im vorliegenden Verfahren ebenfalls nicht berücksichtigt werden. Es kann jedoch darauf hingewiesen werden, dass bei einer rentenrelevanten Verschlimmerung des Gesundheitszustandes die Möglichkeit einer Neuanmeldung offen steht. Zusammenfassend ist demzufolge mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin im massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheids in einer körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeit, worunter auch die Arbeit als Raumpflegerin fällt, zu 50 % arbeitsfähig war und ein Pensum von bis zu 4 Stunden täglich ohne zusätzliche Pausen oder verlangsamtes Arbeiten bewältigen konnte. Zu Recht wurde daher eine Einschränkung im Erwerbsbereich verneint. Daran vermögen die bereits im kantonalen Verfahren erhobenen Einwendungen der Beschwerdeführerin nichts zu ändern. Mit der Vorinstanz ist nochmals darauf hinzuweisen, dass die behauptete überproportional schlechtere Entlöhnung von teilzeitlich Beschäftigten nicht bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit, sondern bei der Bemessung des Invalideneinkommens zu berücksichtigen wäre. Der Vollständigkeit halber kann indessen erwähnt werden, dass gemäss der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 2002 des Bundesamtes für Statistik teilzeitbeschäftigte Frauen in einfachen und repetitiven Tätigkeiten mit einem Pensum zwischen 25 und 49 % proportional sogar besser entlöhnt waren als Volllzeitbeschäftigte (S. 28 T 8*). 3.3 Was schliesslich die Einschränkung der Versicherten bei der Haushalttätigkeit anbelangt, haben IV-Stelle und Vorinstanz auf den Abklärungsbericht vom 28. November 2001 abgestellt und die Einschränkung in diesem Bereich auf 36,4 %, bezogen auf den Anteil Haushalttätigkeit gegenüber Erwerbstätigkeit von 66,4 % auf 24,2 % festgesetzt. Mit den fast wörtlich bereits im vorinstanzlichen Verfahren erhobenen Einwendungen hat sich das kantonale Gericht einlässlich auseinandergesetzt. Auf diese überzeugenden Ausführungen kann - mangels neuer Argumente - vollumfänglich verwiesen werden. 3.4 Die Anwendung der gemischten Methode führt demzufolge zu einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von gerundet 24 % (0 % bei der Erwerbstätigkeit und 24,2 % bei der Haushalttätigkeit). Die Vorinstanz hat der Vollständigkeit halber dargelegt, dass sich selbst bei einem Einschlag von 25 % im Erwerbsbereich zur Berücksichtigung der behaupteten behinderungsbedingten Einschränkung bei der bisherigen Tätigkeit ein rechnerisches Ergebnis von 32,6 %, gerundet 33 % (BGE 130 V 121), ergäbe. Die Verneinung eines Rentenanspruches ist daher zu Recht erfolgt.