Citation: 5A_695/2019 E. 3.5

3.5. Im Weiteren hat der Einzelrichter des Bezirksgerichts von der Löschung der Beschwerdeführerin 1 im Handelsregister Kenntnis genommen und ihre Teilnahme am hängigen Verfahren als hinfällig erachtet (Ziff. 3). Die Vorinstanz hat sich zum Vorwurf geäussert, dass den Parteien das rechtliche Gehör vor Erlass des Entscheides nicht gewährt worden sei. Sie hat dabei betont, dass den Beschwerdeführerinnen einzig ein Rechtsschutzinteresse zustehe, soweit sie die Missachtung ihres eigenen Anspruches geltend machen und sie diesbezüglich nicht für andere Parteien auftreten können. Zudem erweise sich die Berufung auf das rechtliche Gehör als rechtsmissbräuchlich, da es Sache der Beschwerdeführerin 2 als nach wie vor für die Beschwerdeführerin 1 auftretende Verwaltungsrätin gewesen wäre, das Bezirksgericht über die Löschung zu orientieren. Zudem habe sich die Beschwerdeführerin 2 bereits in einer Eingabe vom 16. April 2019 dahingehend geäussert, am Verfahren nicht mehr teilnehmen zu wollen, da die Voraussetzungen der Streitverkündung dahingefallen seien. Im Weiteren hat sich die Vorinstanz zu den materiellen Voraussetzungen geäussert, unter welchen eine Gesellschaft während eines laufenden Verfahrens im Handelsregister gelöscht werden könne und welche Folgen dieser Vorgang habe. Sodann hat sie auf die Möglichkeit einer Wiedereintragung hingewiesen, wofür das Gericht am Sitz der gelöschten Gesellschaft zuständig sei.