Citation: 6B_606/2015 E. 3.4

3.4. Das angefochtene Urteil ist auch in diesem Punkt nicht zu beanstanden. Nach den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz vertraute die Privatklägerin dem Beschwerdeführer ihre Bancomatkarte mit dem zugehörigen Code nicht über einen längeren Zeitraum mit der Befugnis zur Benutzung unter bestimmten Bedingungen an. Der Beschwerdeführer war mithin gegenüber Dritten nicht grundsätzlich zur Benutzung der Karte berechtigt. Insofern ist ohne Bedeutung, dass zwischen dem Beschwerdeführer und der Privatklägerin ein Vertrauensverhältnis bestand, welches jener missbrauchte, wenn er die Karte für eigene Zwecke verwendete. Die von der Privatklägerin erteilte Vollmacht zum Bezug von Bargeld an Bancomaten bezog sich vielmehr nur auf die jeweiligen einzelnen Bezüge. Nur für diese war der Beschwerdeführer autorisiert. Indem er über diese Einzelbefugnisse hinaus weitere Male mit der Karte Geld abhob, hat er die Karte nicht bloss im internen Verhältnis vertragswidrig verwendet, sondern auch die Datenverarbeitungsanlage über die Berechtigung zu ihrer Verwendung "getäuscht", wie wenn er einem Bankangestellten eine unbeschränkte Vollmacht zum Abheben des Geldes vorgetäuscht hätte (Arzt et al., Strafrecht, Besonderer Teil, 3. Aufl., Bielefeld 2015, § 21 N 40). Im Ergebnis hat die Verwendung somit zu einem unzutreffenden Datenverarbeitungsvorgang geführt. Der Schuldspruch wegen gewerbsmässigem betrügerischem Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage verletzt daher kein Bundesrecht.