Citation: 5A_94/2007 31.05.2007 E. B

B.a Nach Anhörung des Kindes und des Kindsvaters wurde mit Beschluss der Vormundschaftsbehörde Aarau vom 3. Juli 2006 gestützt auf Art. 310 Abs. 1 ZGB dem Vater die Obhut über das Kind X.________ für unbestimmte Zeit entzogen. X.________ wurde bis zum erneuten Entscheid der Vormundschaftsbehörde betreffend Platzierung in einer Pflegefamilie im Haushalt ihres Vaters belassen. Sodann wurde für X.________ eine Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB errichtet, und als Beiständin wurde Y.________, Amtsvormundin, eingesetzt, welche beauftragt wurde, einen geeigneten Pflegeplatz für das Kind zu suchen. Dem Beschluss wurde gemäss Art. 314 Ziff. 2 ZGB und § 44 Abs. 1 VRPG die aufschiebende Wirkung entzogen. B.b Das Kind X.________ lebt mit Einwilligung des Kindsvaters seit Beginn der Sommerferien 2006 bei den Grosseltern mütterlicherseits (nachfolgend: Beschwerdegegner), wobei es die 6. Klasse, eine Kleinklasse, im Schulhaus in B.________ besucht. Nach Schulschluss hält sich X.________ im Elternhaus in B.________ auf und verbringt dort auch die schulfreien Nachmittage bei den Brüdern und dem Kindsvater. B.c Mit undatiertem Schreiben, das am 10. Juli 2006 bei der Vormundschaftsbehörde Aarau einging, ersuchten die Beschwerdegegner um Fremdplatzierung des Kindes X.________ bei ihnen. Die Vormundschaftsbehörde liess diesen Antrag durch die Beiständin überprüfen, die in ihrem Bericht vom 21. August 2006 eine Fremdplatzierung des Kindes X.________ bei den Beschwerdegegnern "trotz all den positiven Eindrücken als "falsch" bezeichnete. Mit Beschluss vom 11. September 2006 ordnete die Vormundschaftsbehörde Aarau die Fremdplatzierung des Kindes in der heilpädagogischen Pflegefamilie T.________ in C.________ per 15. September 2006 an (Ziff. 1). Dagegen erhoben die Beschwerdegegner fristgemäss Beschwerde an das Bezirksamt Aarau als vormundschaftliche Aufsichtsbehörde. Das Bezirksamt erteilte mit Verfügung vom 29. September 2006 der Beschwerde aufschiebende Wirkung, wies mit Verfügung vom 29. November 2006 das Rechtsmittel ab und verfügte, X.________ sei sobald wie möglich bei der Familie T.________ in C.________ zu platzieren (Ziff. 1). Gestützt darauf ordnete die Vormundschaftsbehörde Aarau mit Vollstreckungsbeschluss vom 4. Dezember 2006 an, der allein sorgeberechtigte Vater, T.________, werde angewiesen, seine Tochter X.________ bis spätestens Dienstag, 12. Dezember 2006, um 18 Uhr in die heilpädagogische Pflegefamilie T.________ in C.________ zu bringen. Nach unbenütztem Verstreichen dieser Frist werde die Beiständin Y.________ ermächtigt, die Zwangsvollstreckung wenn nötig unter Beizug der Polizei durchzuführen. B.d Die Beschwerdegegner und der Kindsvater vereitelten diese Vollstreckungsanordnung, indem sie das Kind X.________ für die Vollstreckungsorgane unauffindbar bei den Grosseltern väterlicherseits in D.________ versteckten.