Citation: 1C_511/2023 E. 4.6.1

4.6.1. Die Vorinstanz hat sich im angefochtenen Entscheid ausführlich zur Lage des streitbetroffenen Baugrundstücks sowie dessen Eingliederung in das übrige Gemeindegebiet geäussert und einen Ausnahmetatbestand verneint. Sie erwog zusammengefasst, der Ortsteil Gross in der Gemeinde Einsiedeln, in welchem sich das Baugrundstück befinde, sei mehrheitlich mit Ein- und Mehrfamilienhäusern überbaut. Dazwischen lägen grosszügige Gärten und Grünanlagen. Das in der Bauzone W1 liegende Baugrundstück sei von Grünflächen und teilweise unüberbauten Parzellen umgeben. Selbst entlang der Hauptstrasse durch das Dorf befänden sich diverse nicht versiegelte Grünflächen. Eine Zentrumsfunktion oder gar ein Entwicklungsschwerpunkt liege nicht vor. Von einem dicht überbauten Gebiet könne, anders als beim "regionalen Zentrum" Einsiedeln, keine Rede sein. Die Vorplatz- und Umgebungsgestaltung sei zudem auf einer bereits überbauten Parzelle errichtet worden, wobei die Überbauungsziffer für Hauptbauten auf dem Baugrundstück ausgeschöpft sei. Weder mit der Positionierung der Luft/Wasser-Wärmepumpe noch den unbewilligten Anlageteilen (wie Parkplätze, Bodenpflästerung) könne ein Beitrag zu verdichteten Bauten geleistet werden. Auch sei der Gewässerraum nördlich und südlich des Baugrundstücks nicht derart verbaut, dass die Freihaltung des Gewässerraums auf dem Baugrundstück sinnlos erscheine. Damit erübrige sich die Prüfung, ob einer Ausnahmebewilligung allenfalls überwiegende öffentliche Interessen entgegenstünden.