Citation: 5A_224/2023 E. 2.4.3

2.4.3. Wie schon vor der Vorinstanz gibt sich der Beschwerdeführer in der Sache grösstenteils damit zufrieden, seine Beanstandungen aus dem kantonalen Verfahren zu wiederholen und der vorinstanzlichen Beurteilung einfach seine eigene Sichtweise gegenüberzustellen oder seine Kritik anstatt gegen die vorinstanzlichen Erwägungen direkt gegen das Gutachten zu richten. Auf der Strecke bleibt dabei die Beschäftigung mit dem angefochtenen Entscheid, um die es bei der Begründung einer Beschwerde an das Bundesgericht geht. Denn Art. 42 Abs. 2 BGG verlangt von der rechtsuchenden Partei, auf den angefochtenen Entscheid einzugehen und in gezielter Auseinandersetzung mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen plausibel aufzuzeigen, worin eine Verletzung von Bundesrecht liegen soll. Die Begründung muss sachbezogen sein und sich auf den Streitgegenstand beziehen und beschränken; die erhobene Kritik soll an den als rechtsfehlerhaft erachteten Erwägungen der Vorinstanz ansetzen (BGE 143 II 283 E. 1.2.2; 140 III 115 E. 2). Im Wesentlichen ist der Beschwerdeführer nicht einverstanden mit der von C.________ gewählten Bewertungsmethode; er insistiert, dass der Verkehrswert der zwanzig Namenaktien der D.________ AG gestützt auf eine am Ertragswert orientierte Begutachtung hätte ermittelt werden müssen, und geht mit seinen Reklamationen von der nicht näher belegten Prämisse aus, dass der Ertragswert der besagten Gesellschaft erheblich unter dem Substanzwert liege. Mit den vorinstanzlichen Erklärungen, weshalb die vom Gutachter gewählte Bewertungsmethode schlüssig und nachvollziehbar sei, mag er sich jedoch nicht beschäftigen. Weder stellt er die vorinstanzliche Erkenntnis in Frage, dass die D.________ AG eine klassische Immobiliengesellschaft sei, noch legt er dar, weshalb die im konkreten Fall angewendete Methode für Gesellschaften dieser Art nicht zu verlässlichen Bewertungsergebnissen führen kann. Einfach unablässig darauf zu pochen, dass die Berücksichtigung von Ertragswertkomponenten im Rahmen der Substanzwertmethode ungenügend und C.________s Gutachten deshalb im Sinne von Art. 188 Abs. 2 ZPO unvollständig sei, genügt nicht. Das Gesagte gilt sinngemäss mit Bezug auf den Vorwurf, es hätten weder die ordentlichen Ertrags- und Kapitalsteuern noch der Zinsaufwand Eingang in das Gutachten gefunden. Dass diese Punkte im angefochtenen Entscheid nicht aufgegriffen würden, stimmt nicht. Zu den vorinstanzlichen Erwägungen, wonach sowohl die Steuern als auch der Finanzierungsaufwand in die Berücksichtigung des Unternehmensergebnisses vom 1. Januar bis 31. Mai 2020 eingeflossen seien, will sich der Beschwerdeführer vor Bundesgericht nicht äussern, noch ist seinem Schriftsatz eine fundierte Erklärung zu entnehmen, weshalb die Berücksichtigung des besagten Unternehmensgewinns der Schlüssigkeit des Gutachtens entgegenstehen soll. Abermals begnügt sich der Beschwerdeführer mit der pauschalen Behauptung, dass der Unternehmensgewinn mit der Berechnung des Unternehmensertrags nicht in Verbindung stehe. Mithin laufen auch diese Beanstandungen auf den Vorwurf hinaus, dass die gutachterliche Bewertung der D.________ AG von der Substanzwertmethode ausgehe. Ins Leere laufen auch die weiteren Beanstandungen. Entgegen dem, was der Beschwerdeführer glauben machen will, diskutiert das Obergericht durchaus auch den "Bewertungsanlass", weist es doch darauf hin, dass das Gutachten auf einer konkreten Verkehrswertschätzung der Geschäftsliegenschaft "im Ruchstuck" beruhe, weshalb nicht gesagt werden könne, dass keine Einzelfallbeurteilung stattgefunden habe. Sodann beruhen die vorinstanzlichen Erwägungen, weshalb das Gutachten schlüssig sei, nicht auf der Annahme, dass die Veräusserung des Unternehmens bevorstehe. Ausschlaggebend ist vielmehr die bereits erwähnte, als überzeugend erachtete Erkenntnis des Gutachters, dass die Substanzwertmethode unter Berücksichtigung der Verkehrswertschätzung der besagten Liegenschaft als massgebliche Aktivenposition für die D.________ AG als klassische Immobiliengesellschaft geeignet sei. Soweit der Beschwerdeführer dem Obergericht unterstellen will, nicht zwischen "Betrieb" und "Unternehmung" unterscheiden zu können, übersieht er, dass sich das Unverständnis der Vorinstanz nicht auf diese Unterscheidung als solche, sondern auf den Vorwurf bezieht, dass die Unterscheidung dem Gutachter nicht geläufig sei. Was er daraus zu seinen Gunsten ableiten will, mag der Beschwerdeführer auch im hiesigen Verfahren nicht erklären. Vergeblich empört sich der Beschwerdeführer schliesslich über die Formulierung, wonach die (in der Discounted-Cashflow-Berechnung berücksichtigten) Bewirtschaftungskosten unbestrittenermassen auch die anfallenden Steuern und Verwaltungsratshonorare "decken" würden. Aus dem Zusammenhang ergibt sich ohne Weiteres, dass das Obergericht das Zeitwort "decken" im Sinne von "einschliessen" verwendet.