Citation: 1C_690/2021 E. 3.4.2

3.4.2. Die Beschwerdegegnerin, der Einwohnergemeinderat und die Vorinstanz halten die Beurteilung des BAFU für unzutreffend. Die Vorinstanz macht geltend, sie habe die einschlägigen Interessen durchaus in ihren Entscheid einfliessen lassen, und führt aus, wieso die privaten und öffentlichen Interessen an der geplanten Überbauung ihrer Ansicht nach die entgegenstehenden Gewässerschutzinteressen überwiegen. Der Einwohnergemeinderat hält fest, die konkreten Verhältnisse sprächen derart klar und offensichtlich für die Erteilung der umstrittenen gewässerschutzrechtlichen Ausnahmebewilligung, dass sich eine Rückweisung der Sache zur Ergänzung des Sachverhalts nicht nur als unnötig, sondern überdies als formalistischer Leerlauf erweisen würde, wovon wenn immer möglich abzusehen sei. Die Beschwerdegegnerin bringt vor, der für die Interessenabwägung notwendige Sachverhalt sei genügend erstellt worden. Die einschlägigen öffentlichen und privaten Interessen seien gegeneinander abgewogen und die relevanten Anforderungen an die Erteilung einer Ausnahmebewilligung berücksichtigt worden. Eine erneute Prüfung würde nicht zu einem anderen Ergebnis führen.