Citation: 4A_302/2018 E. 3.2.3

3.2.3. Inwiefern die im Zahlungsbefehl enthaltenen Angaben zur zu tilgenden Forderung für eine Mahnung im Sinne von Art. 102 Abs. 1 OR unzureichend sein sollten, wird in der Beschwerdeantwort nicht hinreichend begründet und ist auch nicht ersichtlich. Die Vorinstanz ist demnach zu Unrecht davon ausgegangen, mit der am 3. Oktober 1994 erfolgten Zustellung des Zahlungsbefehls Nr. yyy des Betreibungsamts U.________ sei keine Mahnung nach Art. 102 Abs. 1 OR erfolgt. Entgegen dem angefochtenen Entscheid wurde die Beschwerdegegnerin mit Zustellung des Zahlungsbefehls in Verzug gesetzt, womit sie ab diesem Zeitpunkt Verzugszinsen von 5 % schuldet (Art. 104 Abs. 1 OR). Weder mit dem Vorbringen, Zinsen von 5 % seien im derzeitigen Marktumfeld "bar jeglicher wirtschaftlicher Realität" noch mit der - nicht weiter begründeten - Behauptung, die Beschwerdeführerin habe "ohne legitime Gründe über 20 Jahre [zugewartet]", vermag die Beschwerdegegnerin die klägerische Zinsforderung als rechtsmissbräuchlich (Art. 2 Abs. 2 ZGB) auszuweisen.