Citation: 2C_314/2018 E. 6.1

6.1. Die kantonale Vorinstanz hat den verschiedenen Fortschritten während des Massnahmenvollzugs in ihrem Urteil vom 21. Februar 2018 zu wenig Gewicht beigemessen und die Rückfallgefahr als erheblich eingestuft, was (zumindest teilweise) in einem verfassungswidrigen Widerspruch zu den Akten und den massnahmenvollzugsrechtlichen Beurteilungen steht. Sie hat den Sachverhalt gestützt auf die vorstehenden, in die Beurteilung miteinzubeziehenden Elemente unvollständig ermittelt bzw. die Unterlagen bezüglich des Massnahmenvollzugs offensichtlich einseitig gewürdigt und gestützt hierauf bundesrechtswidrig entschieden (Urteil 2C_50/2018 vom 14. August 2018 E. 5.4.3 in fine; vgl. die vorstehende E. 2.2.2). Das Verwaltungsgericht hat sich schwergewichtig auf die negativen Aspekte in den jeweiligen Berichten konzentriert und den Sachverhalt ohne genügende Berücksichtigung der einzelnen positiven Elemente seinem Entscheid zugrunde gelegt. Der Verlauf der Massnahme wurde - wie dargelegt - nach anfänglichen Schwierigkeiten durch die zuständigen Betreuer und Behörden regelmässig positiv gewertet, auch wenn es hinsichtlich des Cannabiskonsums in einer frühen Phase des Massnahmenvollzugs noch zu einzelnen Rückfällen gekommen war. Dass der Beschwerdeführer sich erst im strafrechtlichen Massnahmenvollzug bewährt hat, steht dem Umstand nicht entgegen, die dort erzielten Erfolge im ausländerrechtlichen Verfahren mitzuberücksichtigen (vgl. die vorstehende E. 3.3), auch wenn nach der ausländerrechtlichen Praxis ein korrektes Verhalten gemeinhin erwartet werden darf. Im Massnahmenvollzug erreichte wesentliche Änderungen des Verhaltens, die auf eine erfolgreiche Integration in die Gesellschaft hindeuten, sollen nicht ohne gewichtigen Grund durch aufenthaltsbeendende Massnahmen seitens der Migrationsbehörden zunichte gemacht werden. Kann die Massnahme nach Art. 61 StGB als erfolgreich abgeschlossen gelten, rechtfertigt es sich, dem Betroffenen, der sich seit längerer Zeit im Land aufhält und wie der Beschwerdeführer keine Gewaltdelikte begangen hat, noch eine letzte Chance zu geben, zumal die letzte ausländerrechtliche Verwarnung des Beschwerdeführers hier aus dem Jahr 2010 stammt.