Citation: 8C_315/2019 E. 3.1.2

3.1.2. Weiter hat die Vorinstanz ausgeführt, im Zusammenhang mit dem infrage stehenden Anforderungsniveau sei entscheidend, dass die Versicherte über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfüge. Daher rechtfertige es sich, den standardisierten Bruttolohn für das Anforderungsniveau 3 (Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt) heranzuziehen. Entgegen der Auffassung der AXA sei Art. 28 Abs. 3 UVV (herabgesetzte Leistungsfähigkeit aufgrund nicht versicherter Gesundheitsschädigung) vorliegend nicht anwendbar. So sei nicht ersichtlich, dass die Leistungsfähigkeit der Versicherten vor dem Eintritt der Berufskrankheit aus unfallfremden Gründen dauernd herabgesetzt gewesen sei. Vielmehr sei dem Arbeitszeugnis der C.________ AG vom 12. Juni 1999 zu entnehmen, dass die Beschwerdegegnerin unter anderem selbstständig und zuverlässig abwechslungsreiche Patisserie und Backwaren unter Einhaltung der Hygienevorschriften hergestellt und insgesamt die ihr anvertrauten Aufgaben zur vollsten Zufriedenheit ihrer Vorgesetzen ausgeführt habe. Aus diesen Angaben könne nicht geschlossen werden, die Versicherte sei wegen der berufskrankheitsfremden Schwerhörigkeit und frühkindlichen Entwicklungsstörung eingeschränkt leistungsfähig gewesen. Dies ergebe sich auch aus dem Bericht der Beruflichen Abklärungsstelle Burgdorf (BEFAS) vom 13. Januar 2009.