Citation: I 646/05 23.05.2006 E. 2.2

2.2.1 Die Beschwerdeführerin beanstandet in erster Linie die vorinstanzliche Beurteilung der zumutbarerweise verwertbaren Restarbeitsfähigkeit, welche sich im Wesentlichen auf den u.a. von Dr. med. K.________, Facharzt FMH für Physikalische Medizin und Rehabilitation, speziell Rheumaerkrankungen, unterzeichneten BEFAS-Schlussbericht vom 10. November 2003 mit ergänzender Stellungnahme vom 8. Dezember 2003 stützt. Danach besteht eine 50%ige Leistungsfähigkeit in körperlich leichten, insbesondere die obere rechte Extremität nur gering belastenden Tätigkeiten bei genügender Möglichkeit zur Wechselbelastung und unter Vermeidung von monotonen Arbeitsbelastungen (anhaltend über mehr als ein- bis einhalb Stunden), wiederholten Armeinsätzen rechts über Schulterhöhe und grösseren Kraftaufwendungen mit der rechten Hand; wiederholte Gewichtsbelastungen von über fünf bis zehn Kilogramm sollten ebenfalls vermieden werden und nach Möglichkeit überwiegend mit dem linken Arm bewältigt werden können; unter diesen Umständen seien Präsenzzeiten von täglich vier bis maximal sechs Stunden zumutbar. Als leidensangepasste Tätigkeiten im 50 %-Pensum kämen etwa Arbeiten im Bereich Beratung/Verkauf, geeignete Überwachungsfunktionen ohne relevante manuelle Belastungen oder einfache Büroarbeiten (wie Kopieren, Bereitstellen, Ablegen etc.) in Frage; Arbeiten am Computer seien eine halbe Stunde bis Dreiviertelstunde pro Tag möglich. 2.2.2 Die ärztliche Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit hat zum einen das in funktioneller Hinsicht zumutbare Leistungsprofil zu umschreiben und zum andern allfälligen zeitlichen oder sonstigen Limitierungen innerhalb der betreffenden, leidensangepassten Tätigkeit Rechnung zu tragen. Dies geschieht im BEFAS-Schlussbericht in nachvollziehbarer und einleuchtender Weise, indem das unter Berücksichtigung sämtlicher Leiden aus medizinisch-theoretischer Sicht zumutbare Tätigkeitsfeld präzise bezeichnet und aufgrund der selbst hier beschränkten Belastbarkeit der Versicherten eine Reduktion des Arbeitspensums auf 50 % anerkannt wird. Nach den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz sind diese Schlussfolgerungen überzeugend und beweiskräftig, weshalb darauf abzustellen ist. Soweit die Beschwerdeführerin dem kantonalen Gericht in diesem Punkt eine Verletzung der aus Art. 29 Abs. 2 BV fliessenden Begründungspflicht vorwirft, kann ihr nicht gefolgt werden. Zwar ist die Begründung der Vorinstanz knapp, doch wird - insbesondere auch mit dem Hinweis, es lägen keine der BEFAS-Einschätzung widersprechenden ärztlichen Stellungnahmen zur Arbeitsfähigkeit vor - klar erkennbar, von welchen Überlegungen sich die Vorinstanz hat leiten lassen und worauf sie ihren Entscheid stützt, so dass sich die Beschwerdeführerin ein Bild über die Tragweite des Entscheids machen und diesen sachgerecht anfechten konnte. Damit ist den verfassungsrechtlichen Anforderungen des Art. 29 BV Genüge getan; insbesondere verlangt die Begründungspflicht nicht, dass sich die Behörde ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzt (BGE 129 I 236 Erw. 3.2, 126 I 102 Erw. 2b, 124 V 181 Erw. 1a mit Hinweisen; SZS 2001 S. 563 Erw. 3b [Urteil B. vom 26. September 2001, B 61/00]). Nicht durchzudringen vermag die Beschwerdeführerin sodann mit dem Einwand, die im BEFAS-Bericht (Ziff 2.3) genannten Einschränkungen funktioneller Art seien bei der vorinstanzlichen Anerkennung einer 50%igen Arbeitsfähigkeit unberücksichtigt geblieben. Letztere bezieht sich ausdrücklich auf leidensangepasste, d.h. den körperlichen Limitierungen Rechnung tragende Tätigkeiten. Im Weiteren sind die Hinweise in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde auf die attestierten vollen Arbeitsunfähigkeiten im Jahre 1998 nicht geeignet, die vorinstanzlich als ausschlaggebend erachtete Einschätzung des Leistungsvermögens durch die BEFAS in Zweifel zu ziehen; denn die erwähnten früheren Angaben beziehen sich allesamt auf die bisher als Gesunde ausgeübte Sachbearbeiterfunktion und - im Unterschied zur BEFAS-Einschätzung - nicht auf leidensadaptierte, mit Blick auf die Optimierung der Restarbeitsfähigkeit ins Auge zu fassenden Tätigkeiten. Keine abweichende Beurteilung ergibt sich schliesslich aus dem letztinstanzlich neu ins Recht gelegten Bericht des Dr. med. B.________, Facharzt FMH für Innere Medizin und Rheumatologie, vom 13. September 2005 sowie dem bereits vorinstanzlich eingereichten Bericht desselben Arztes vom 15. März 2005. Die betreffenden Stellungnahmen des seit 8. Dezember 2004 für die Versicherte zuständigen Hausarztes liefern für den hier massgebenden Zeitraum bis zum Einspracheentscheid vom 13. Juli 2004 weder neue Erkenntnisse über den Gesundheitszustand noch enthalten sie Angaben zum Grad der Arbeitsunfähigkeit bis Juli 2004, weshalb hier nicht näher darauf einzugehen ist; offen bleiben kann damit namentlich die Beweistauglichkeit der erstmals im September 2005 geäusserten, nicht explizit auf leidensangepasste Tätigkeiten bezogenen Einschätzung, es bestehe seit Dezember 2004 eine volle Arbeitsunfähigkeit. 2.2.3 Nach dem Gesagten ist mit Vorinstanz und Verwaltung von einer 50%igen Restarbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit im Sinne der Ausführungen im BEFAS-Schlussbericht vom 10. November 2003 (bestätigt mit Stellungnahme vom 8. Dezember 2003) auszugehen.