Citation: 1C_191/2009 07.10.2009 E. 7

Für die neu erstellte Remise kommt somit weder eine Bewilligung nach Art. 16a, noch eine solche nach Art. 24c oder Art. 24 RPG in Betracht. Sie erweist sich daher als materiell widerrechtlich. Dieser grundlegende Rechtsmangel kann durch eine angeblich gute Einordnung der Baute in das bestehende Weilerbild nicht behoben werden, weshalb auf das entsprechende Vorbringen des Beschwerdeführers nicht weiter einzugehen ist. Es bleibt somit zu prüfen, ob die Rückbauanordnung verfassungskonform ist. 7.1 Bei der Beurteilung materiell rechtswidriger Bauten sind unter anderem die allgemeinen verfassungs- und verwaltungsrechtlichen Prinzipien des Bundesrechts zu berücksichtigen. Zu ihnen gehören namentlich die Grundsätze der Verhältnismässigkeit und des Schutzes des guten Glaubens. So kann der Abbruch der streitigen Baute unterbleiben, wenn die Abweichung vom Erlaubten nur unbedeutend ist oder der Abbruch nicht im öffentlichen Interesse liegt, ebenso, wenn der Bauherr in gutem Glauben angenommen hat, er sei zur Bauausführung ermächtigt, und der Beibehaltung des ungesetzlichen Zustands nicht schwerwiegende öffentliche Interessen entgegenstehen (BGE 132 II 21 E. 6 S. 35; 111 Ib 213 E. 6 S. 221 mit Hinweisen). 7.2 Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, es sei ihm als Laien nicht bekannt gewesen, dass er für eine Ersatzbaute eine Baubewilligung einreichen müsse, kann auf die Erwägungen der Vorinstanz (E. 7.2) verwiesen werden. Sie führt zu Recht aus, es sei hinlänglich bekannt, dass für den Bau einer Remise, auch wenn sie als Ersatzbaute gedacht sei, eine Baubewilligung erforderlich sei. Dies habe auch dem Beschwerdeführer klar sein müssen. Wenn er sich trotzdem und ohne sich vorgängig bei der zuständigen Behörde zu informieren, über die Bewilligungsbedürftigkeit seines Bauvorhabens hinweggesetzt habe, könne ihm kein guter Glaube attestiert werden. Indessen muss auch bei einem Abbruchbefehl gegenüber einem Bauherrn, der sich nicht auf den Gutglaubensschutz berufen kann, der Verhältnismässigkeitsgrundsatz beachtet werden. Er muss aber in Kauf nehmen, dass die Behörden aus grundsätzlichen Erwägungen, nämlich zum Schutz der Rechtsgleichheit und der baurechtlichen Ordnung, dem Interesse an der Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustands erhöhtes Gewicht beilegen und die dem Bauherrn allenfalls erwachsenden Nachteile nicht oder nur in verringertem Masse berücksichtigen (BGE 132 II 21 E. 6.4 S. 39 f.; 123 II 248 E. 4a S. 255; 111 Ib 213 E. 6b S. 224). Die fragliche Baute widerspricht den materiellen Bauvorschriften; von einer bloss geringfügigen Missachtung der Vorschriften kann nicht gesprochen werden, zumal beim Neubau der Remise die Identität der Baute nicht mehr gewahrt blieb (siehe E. 5.3 hiervor). Dementsprechend ist das öffentliche Interesse an der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands gross. Inwiefern dem Ortsbild bei einem Rückbau der streitigen Remise wie vom Beschwerdeführer behauptet ein irreversibler Schaden zugefügt würde, wird von ihm nicht näher ausgeführt und ist auch nicht ersichtlich. Den gewichtigen öffentlichen Interessen stehen an privaten Interessen im Wesentlichen Vermögensinteressen des Beschwerdeführers entgegen. Gestützt auf dessen Angaben wurden im angefochtenen Entscheid die Kosten, die ihm bei einem Abbruch der Remise entstehen, mit insgesamt rund Fr. 32'000.-- bis 34'000.-- beziffert (Erstellungskosten: Fr. 20'000.-- bis Fr. 22'000.-- [inkl. Eigenleistungen], Rückbaukosten: Fr. 12'000.--). Die privaten Interessen wiegen somit nicht leicht. Da es vorliegend jedoch nicht mehr nur um eine geringfügige Abweichung vom Erlaubten geht und dem Beschwerdeführer zudem kein Gutglaubensschutz zukommt, ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz dem öffentlichen Durchsetzungsinteresse an der baurechtlichen Ordnung gegenüber den geltend gemachten privaten Interessen ein überwiegendes Gewicht eingeräumt hat. Der angefochtene Entscheid erweist sich daher auch insofern als verfassungskonform, als der Rückbaubefehl bestätigt wird.