Citation: 6B_372/2018 E. 2.3.3

2.3.3. Die Geschwindigkeitskontrolle erfolgte vorliegend mit einem stationären Messsystem, das autonom betrieben wurde, im Sinne von Art. 6 lit. b VSKV-ASTRA. Gestützt auf das Fallprotokoll, das Messprotokoll sowie das Eichzertifikat für das eingesetzte Radargerät (pag. 14, 23 und 24 der kantonalen Akten) hält die Vorinstanz den anlässlich der Berufungsverhandlung erneut erhobenen Zweifeln an der Geschwindigkeitsmessung entgegen, dass die entsprechenden Weisungen des ASTRA bezüglich der Korrektheit der Messung an sich eingehalten wurden und keine Anzeichen vorliegen, welche an der Messung Zweifel aufkommen lassen. Das Bundesgericht ist an den vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt gebunden (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Einhaltung der entsprechenden Weisungen des ASTRA bezüglich der Korrektheit der Messung an sich werden denn auch vor Bundesgericht nicht mehr bestritten und eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung wird seitens des Beschwerdeführers diesbezüglich auch nicht gerügt. Vorliegend erfolgte die Radarkontrolle grundsätzlich gestützt auf eine gesetzliche Grundlage und durch die zur Vornahme solcher Geschwindigkeitskontrollen auf dem Gebiet des Kantons Bern legitimierte kantonale Polizeibehörde. Aufstellen und Einrichten des Radarmessgerätes sind als Realakte im Rahmen der Erfüllung der spezifischen sicherheits- und verkehrspolizeilichen Aufgaben der Kantonspolizei Bern zu betrachten, die in den Bereich der Vorermittlungen fallen. Somit stehen vorliegend der Verwertbarkeit der Geschwindigkeitsmessung und des daraus hervorgegangenen Radarbildes die Beweisverwertungsverbote der Strafprozessordnung nicht entgegen.