Citation: 1B_546/2019 E. 4.4.3

4.4.3. Diese Beurteilung ist bundesrechtlich nicht zu beanstanden. Aus den Akten des laufenden Strafverfahrens ergibt sich, dass der Beschwerdeführer neben der mutmasslichen Drohung mit einem Bierhumpen in zwei Fällen jeweils einer Person (wovon eine jüdischen Glaubens) gedroht haben soll, sie umzubringen. Im einen Fall soll er dabei auf den Balkon der betreffenden Person gestiegen und zu dieser gesagt haben, er sei gekommen, um ihr das Genick zu brechen, vielleicht klappe dies ja beim nächsten Mal. In einem vierten Fall hat er per Telefon Textnachrichten an eine weitere Person geschickt, in denen er diese bzw. Juden und "Israeli" allgemein beschimpft und mit Gewalt gegen Leib und Leben gedroht haben soll. In all den genannten Fällen richteten sich die mutmasslichen Drohungen des Beschwerdeführers somit gegen hochrangige Rechtsgüter (insbesondere Leben und körperliche Integrität). Zudem offenbaren sie und die Umstände der mutmasslichen Tatbegehung sowie der weitere Kontext, insbesondere die psychische Erkrankung des Beschwerdeführers (vgl. dazu unten E. 4.6) und dessen offenbar bestehende Abneigung gegen Personen jüdischen Glaubens, eine erhebliche Unberechenbarkeit und Gefährlichkeit. Die Vorinstanz durfte daher von schweren Vergehen im Sinne der genannten Rechtsprechung ausgehen. Sie durfte zudem das Vortaterfordernis als erfüllt erachten, obwohl der Beschwerdeführer die ihm vorgeworfenen Drohungen bestreitet und noch kein rechtskräftiges Urteil vorliegt. Aufgrund der Akten erscheint die Täterschaft des Beschwerdeführers als genügend wahrscheinlich im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, zumal das Strafgericht die Tatvorwürfe trotz seiner Einwände als begründet beurteilt hat.