Citation: 2C_447/2023 E. 6.3

6.3. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers hat die Vorinstanz nicht festgehalten, der Vorwurf der Gefährdung des Lebens ergebe sich eindeutig aus den Akten. Sie erwog vielmehr, dass aufgrund der Aussagen des Beschwerdeführers feststehe, dass er gegenüber seiner aktenkundig unter gesundheitlichen Problemen leidenden Ehefrau einen Würgegriff um ihren Hals bzw. Kiefer ausgeführt hat, was als erhebliche und potentiell lebensbedrohliche Gewalteinwirkung zu qualifizieren sei. Inwiefern hierin eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung bzw. Beweiswürdigung liegen soll, ist nicht erkennbar. Der Beschwerdeführer hat anlässlich seiner Einvernahmen zu den Vorfällen vom 21. und 24. Juni 2022 selber eingeräumt, dass er die Kontrolle über sich verloren und zumindest bei der Auseinandersetzung vom 24. Juni 2022 unter Alkohol- und Drogeneinfluss gestanden hatte sowie dass es an beiden Tagen zu von ihm ausgeübten Gewalteinwirkungen auf den Körper seiner Ehefrau und dabei auch zu einem heftigen einhändigen Packen ihres Halses bzw. Kiefers gekommen war. Dass die Vorinstanz diese Handlungen des Beschwerdeführers im Rahmen der Interessenabwägung als fehlbares Verhalten berücksichtigt und negativ gewertet hat, hält der Rechtskontrolle stand. Gleiches gilt mit Blick auf den Auffahrunfall, den der unter Alkoholeinfluss stehende und durch sein Mobiltelefon abgelenkte Beschwerdeführer Ende Mai 2022 verursacht und dessen Verursachung er hernach gestanden hat: Das Führen eines Motorfahrzeugs unter Alkoholeinfluss stellt eine Gefährdung von Drittpersonen bzw. der Rechtsgüter von Leib und Leben dar und ist ausländerrechtlich im Bereich der mittelschweren Delinquenz anzusiedeln (vgl. Urteile 2C_884/2022 vom 16. Januar 2024 E. 5.4.2; 2C_499/2022 vom 23. März 2023 E. 7.1; 2C_360/2020 vom 26. August 2020 E. 4.3.3). Soweit der Beschwerdeführer von einem vernachlässigbaren Ereignis ausgeht, ist ihm daher nicht zu folgen.