Citation: 8C_53/2019 E. 5.2

5.2. Die Qualifikation des Ereignisses als mittelschweren Unfall im mittleren Bereich ist mit Blick auf die von Vorinstanz und Suva dargelegte Rechtsprechung nicht zu beanstanden. Soweit sich der Beschwerdeführer bei der Geltendmachung eines schweren Unfallereignisses auf das in RKUV 1995 Nr. U 215 S. 90 wiedergegebene Urteil U 53/86 vom 17. Oktober 1989 beruft, ist dies unbehelflich. In jenem Fall wurde das Ereignis als schwer qualifiziert bei einem Arbeiter, der von einem mit einer Geschwindigkeit von 50 km/h vorbeifahrenden Lastwagen am Kopf getroffen und weggeschleudert wurde und dabei eine schwere Commotio cerebri erlitt. Der Beschwerdeführer verkennt, dass nach der damaligen Praxis ein Unfall zum einen regelmässig dann als schwer qualifiziert wurde, wenn er zu ganz erheblichen, schweren Verletzungen führte. Auch schwerere Fälle im mittleren Bereich waren oft durch gravierende Verletzungen gekennzeichnet (vgl. RKUV 1999 Nr. U 330 S. 122 ff.; Urteil U 263/04 vom 9. Mai 2005, E. 3.3.1). Zum andern wurden im angerufenen Urteil nebst den erlittenen Verletzungen auch die "imponierenden" Begleitumstände in die Würdigung der Unfallschwere miteinbezogen. In seinen Urteilen U 503/05 vom 17. August 2006 und U 2/07 vom 19. November 2007 verdeutlichte das damalige Eidgenössische Versicherungsgericht (heute Bundesgericht) indessen, dass sich die Schwere des Unfalls allein nach dem augenfälligen Geschehensablauf (BGE 115 V 133 E. 6 Ingress S. 139) - und nicht nach den Kriterien, die bei der Beurteilung der Adäquanz bei mittelschweren Unfällen Beachtung finden - bestimmt.