Citation: 2C_533/2022 E. 4.3.3

4.3.3. Der Beschwerdeführer weist mit dem Begriff "Abwasserpotential" zwar zutreffend darauf hin, dass auch bei Schematisierungen die Ausgestaltung einer Kanalisationsanschlussgebühr einen genügenden Bezug zur effektiv produzierten Abwassermenge aufweisen muss, damit dem Äquivalenzprinzip genügt werden kann. Ein entsprechender Bezug liegt aber nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auch bereits dann vor, wenn auf den Gebäudeversicherungswert oder die Bruttogeschossfläche abgestellt wird (oben E. 4.3.1). Wieso derlei bei der ZGF, welche jedenfalls nicht schematischer ist als die erwähnten dem Verursachergedanken genügenden Anknüpfungspunkte, nicht so sein sollte, ist nicht ersichtlich. Wie die Vorinstanz schliesslich zu Recht ausführt, ist bei der baulichen Ausnutzung eines Grundstücks mit einem Sechsfamilienhaus auch ein offensichtliches Missverhältnis zwischen Gebühr und objektivem Wert der Leistung nicht ersichtlich. Von einer "krass systemwidrige[n]" Konstellation, bei der die schematischen Kriterien zu unhaltbaren Ergebnissen oder zu Unterschieden führen, die sich nicht mehr sachlich begründen lassen (E. 4.3.2), kann entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht gesprochen werden. Die Rüge der Verletzung des Äquivalenz- und des Verursacherprinzips erweisen sich als unbegründet.