Citation: 6B_594/2013 E. 1.1.2

1.1.2. Die Vorinstanz stellt fest, dass der Beschwerdeführer am 25. Juli 2009 einem Journalisten eine E-Mail sandte, welcher er unter dem Namen "Grabschi.pdf" die Strafanzeige vom 28. September 2005 gegen den Beschwerdegegner 2 wegen sexueller Handlungen mit seinen Kindern angehängt hatte (Urteil S. 8 ff.). Die Vorinstanz erachtet auch als erstellt, dass der Beschwerdeführer die Datei "Grabschi.pdf" am 28. Juli 2009 um 03:21:08 Uhr auf die Webseite der A.________ AG lud. In Würdigung der Aussagen der Zeugen B.________ und C.________ gelangt die Vorinstanz zum Schluss, dass die Änderungen an der Webseite von überall auf der Welt und von jedem Computer vorgenommen werden konnten, sofern man über Benutzername und Passwort verfügte. Der Beschwerdeführer habe am Abend des 27. Juli 2009 oder Morgen des 28. Juli 2009 die Zugangsdaten der Webseite erhalten, über die bisher nur der Beschwerdegegner 2 und B.________ verfügt hätten. Letzterer habe am Abend des 27. Juli 2009 noch an der Webseite gearbeitet und am 28. Juli 2009 gegen 10.00 Uhr nicht mehr darauf zugreifen können. Dies beweise, dass im Tatzeitpunkt einzig das Passwort des Beschwerdeführers zugelassen und nicht gleichzeitig mehrere Zugangsdaten aktiv gewesen seien. Der Beschwerdegegner 2 habe am 28. Juli 2009 neue Zugangsdaten angefordert und erhalten. Als der Beschwerdeführer festgestellt habe, dass er nicht mehr auf das System zugreifen könne, habe er wiederum das Passwort verlangt. Daraus schliesst die Vorinstanz, der Beschwerdeführer sei auf der Webseite aktiv gewesen und habe Veränderungen vornehmen wollen. Ferner habe er über einen externen Zugriff und die Software zur Bearbeitung der Webseite verfügt. Auch die zeitliche Nähe zum Versand der Datei "Grabschi.pdf" an den Journalisten spreche dafür, dass der Beschwerdeführer die Datei auf die Webseite geladen habe. Die Täterschaft eines Dritten schliesst die Vorinstanz aus (Urteil S. 10 ff. und 18 f.). Die beantragten Beweismittel ändern nach Ansicht der Vorinstanz an dieser Beweiswürdigung nichts. Gemäss Beschwerdeführer hätten vier Zeugen bestätigen können, dass er im Tatzeitpunkt keinen Zugang zu den Örtlichkeiten der A.________ AG hatte und auch andere Personen Zugriff auf den "Web-Site-Computer" gehabt hätten. Da von überall auf der Welt auf die Webseite habe zugegriffen werden können und die theoretische Möglichkeit einer anderweitigen Täterschaft diese nicht automatisch wahrscheinlich mache, könne auf die weiteren Zeugeneinvernahmen verzichtet werden. Auch eine "Spiegelung" des Notebooks des Beschwerdeführers würde nichts am bisherigen Beweisergebnis ändern. Selbst wenn die benötigte Software nicht auf dem Notebook installiert wäre, bedeute dies nicht, dass der Beschwerdeführer die Datei nicht von einem anderen Computer auf die Webseite geladen habe (Urteil S. 14 f.). Die Vorinstanz stellt fest, dass auch die Einvernahme von D.________ nichts am Gesamtbild ändern würde. Dieser könne gemäss Beschwerdeführer bestätigen, dass sie in der Tatnacht gemeinsam im Tessin waren, wo der Beschwerdeführer über keinen Computer verfügt habe. Die Vorinstanz führt aus, es sei nicht bekannt, von welchem Ort auf die Webseite zugegriffen wurde. Zudem sei unklar, ob jemand während vier Stunden Änderungen vorgenommen habe oder ob die gesamte Webseite neu geladen worden sei. Es sei irrelevant, wo sich der Beschwerdeführer aufgehalten habe (Urteil S. 15 ff.). Angesichts des Beweisergebnisses müsse nicht bis ins Detail nachvollziehbar sein, wie die Datei auf die Webseite geladen wurde. Auf die drei beantragten Gutachten des Telekommunikationsunternehmens könne verzichtet werden (Urteil S. 19).