Citation: 6B_239/2022 E. B

Das Appellationsgericht bestätigte am 29. Oktober 2021 das erstinstanzliche Urteil, soweit angefochten. Es verpflichtete A.________, B.________ für das Berufungsverfahren eine Parteientschädigung von Fr. 6'050.80 (inkl. Mehrwertsteuer und Auslagen) zu bezahlen. Zudem auferlegte es A.________ die zweitinstanzlichen Verfahrenskosten von Fr. 1'000.--. Den amtlichen Verteidiger von A.________ entschädigte es für das Berufungsverfahren mit total Fr. 3'515.83 (inkl. Mehrwertsteuer und Auslagen). Dem Schuldspruch des Appellationsgerichts liegt folgender Sachverhalt zugrunde: A.________ fuhr am 26. März 2019 gegen 11.10 Uhr in Basel auf der Missionsstrasse in Richtung Pilgerstrasse. Dabei nahte er sich B.________ und sah, wie dieser um einen Lieferwagen in einer Durchfahrt herum zur Strasse kam, etwas auf die Fahrbahn trat und sich umdrehte, offenkundig in der Absicht, den Lieferwagen auf die Strasse zu lotsen. Kurz nachdem sich B.________ umgedreht hatte, passierte A.________ ihn mit einer Geschwindigkeit von 30 bis 35 km/h mit so geringem Abstand, dass dessen hinteres rechtes Bein und der hintere Fuss bzw. die Ferse vom Hinterrad des Fahrzeugs erfasst wurden, als B.________ einen Schritt nach vorne in Richtung Trottoir machte. B.________ stürzte infolge der Kollision zu Boden und erlitt einen Bruch des Sprunggelenks, der operativ versorgt werden musste. Ob A.________ B.________ mit seinem Fahrzeug lediglich streifte oder ob es sich um ein eigentliches Überfahren des Fusses handelte, lässt das Appellationsgericht offen. Ebenfalls offen lässt es, ob B.________ im Zeitpunkt, als A.________ herbeifuhr, konkret ein Stopp-Signal an seinen Kollegen im Lieferwagen und/oder an den herannahenden A.________ gab und aus welcher Entfernung A.________ B.________ wahrnahm.