Citation: 4A_459/2023 E. A

Die B.________ Ltd (Beklagte 2, Beschwerdeführerin 2) bezweckt gemäss Handelsregister unter anderem die Gründung und Verwaltung von Gesellschaften aller Art sowie die Buchhaltung, Unternehmensberatung, Finanzplanung, Vermögensverwaltung und Erbringung von damit zusammenhängenden Beratungstätigkeiten. A.________ (Beklagter 1, Beschwerdeführer 1) ist deren alleiniger Aktionär, einziges Verwaltungsratsmitglied mit Einzelunterschrift und Geschäftsführer. C.________ (Kläger, Beschwerdegegner) ist ein in Spanien wohnhafter russischer Staatsangehöriger, der seit 2005 ein Vermögen von rund Fr. 40'000'000.-- von den Beklagten verwalten liess. Der Kläger gewährte den Beklagten im Jahr 2012 ein Darlehen von EUR 380'000.--, welches im Jahr 2013 um EUR 85'000.-- erhöht wurde und in der Folge durch eine Umwandlung in einen Kaufvertrag mit 14 kg Gold aus Ghana zu tilgen war. Der Kläger hält dafür, die Beklagten hätten das Gold nicht vertragsgemäss geliefert. Aus der misslungenen Beförderung, bei der das Gold in Ghana gestohlen worden sei, könnten die Beklagten nichts für sich ableiten, da eine Bringschuld vorliege und die Gefahr des Untergangs nicht auf ihn übergegangen sei. Er habe Anspruch auf Rückerstattung des Kaufpreises. Die Beklagten halten dagegen, vertraglich gebunden sei nur die Beklagte 2. Ein abweichender Lieferort sei nicht vereinbart worden, weshalb ein Versendungskauf vorliege. Im Übrigen sei abgemacht worden, dass der Kläger selbst einen Beförderer beauftrage und die Verantwortung für die Beförderung der 14 kg Gold übernehme. Das Gold sei dem Beförderer in Ghana übergeben worden, die vertragliche Pflicht der Beklagten 2 sei erfüllt und ein Anspruch auf Rückerstattung des Kaufpreises ausgeschlossen.