Citation: 8C_203/2018 E. 6.1

6.1. Im Bericht vom 17. Mai 2016 legten Dr. med. D.________ und Dr. med. F.________, Chefarzt Abteilung Kinderorthopädie, Spital E.________, unter Berufung auf medizinische Literatur dar, beim WBS komme es in jungem Alter an multiplen Gelenken zu einer übermässigen Beweglichkeit aufgrund des niedrigen Muskeltonus. Dies werde häufig von einer übermässigen Gelenkslaxizität begleitet. Deswegen komme es bei WBS-Patienten in bis zu 2 % der Fälle zu Dislokationen (Luxationen) des Gelenks. Die Hüftsubluxation der Versicherten sei Folge der Gelenkslaxizität im Rahmen des WBS, weshalb die IV-Stelle die Kosten der Hüftabduktionsschiene gemäss Ziff. 485 GgV-Anhang zu übernehmen habe. Am 29. März 2017 gaben diese Arztpersonen an, die muskuläre Hypotonie sei Teil des WBS und im Rahmen der in der medizinischen Literatur beschriebenen mechanischen Pathologie der Muskulatur als Ursache für die Hüftdezentrierung der Versicherten anzusehen. Diese sei somit eine Folge des WBS. In der Normalbevölkerung liege die Wahrscheinlichkeit einer spontanen Dezentrierung von initial gesunden Hüftgelenken bei 0 %. Somit sei die Wahrscheinlichkeit beim WBS mit 2 % im Vergleich zur Normalbevölkerung massiv gesteigert.