Citation: 8C_68/2022 E. 4.1.2

4.1.2. Gemäss den vom Buchhalter erstellten Lohnabrechnungen und dem Zusammenzug des Jahres 2016 wurden dem Beschwerdeführer im Jahr 2016 Fr. 37'500.- auf sein Bankkonto überwiesen. Dazu habe er Fr. 40'531.- in bar bezogen und Fr. 20'263.35 seien ins Kontokorrent gebucht worden. Diese Dokumente wurden erst Monate nach dem Unfall vom Februar 2017 erstellt. Die Angaben des Buchhalters sind demnach kritisch zu würdigen, zumal sie auch in Widerspruch stehen zu den anfänglich eingereichten (nicht datierten) Lohnabrechnungen des Jahres 2016, wonach der (gesamte) Lohn auf das Privatkonto des Beschwerdeführers überwiesen wurde. Zwischen den früher eingereichten und den nach dem Unfall erstellten Lohnabrechnungen besteht auch eine Diskrepanz hinsichtlich der Höhe des Nettolohnes, was ebenfalls Fragen aufwirft. Die Angaben des Buchhalters decken sich im Übrigen auch nicht mit den vom Beschwerdeführer gestützt auf den Auszug aus dem Bankkonto der Arbeitgeberin geltend gemachten Lohnbezügen. Weder ist erkennbar, wem das via Maestrokarte bezogene Geld tatsächlich zugeflossen ist noch ist der Rechtsgrund der Barbezüge bekannt, so dass mit diesem Beweismittel der Nachweis von Lohnbezug nicht gelingt. Hinsichtlich der geltend gemachten Lohnüberweisungen fällt sodann auf, dass der Bankauszug zahlreiche geschwärzte Stellen enthält, so dass sich der Grund der Überweisungen teilweise nicht eruieren lässt. Dies schmälert den Beweiswert dieses Dokuments erheblich. Zur Gutschrift eines Teils des Lohnes auf dem Kontokorrentkonto des Beschwerdeführers ist ferner festzuhalten, dass weder der Beschwerdeführer noch die B.________ AG je Einblick in das entsprechende Buchhaltungskonto gewährten, weshalb eine Überprüfung auch nicht möglich war. Abgesehen davon könnte eine solche Buchung auf ein internes (Aktionärs) konto jedenfalls nur dann beachtet werden, wenn jeder Missbrauch im Sinne eines fiktiven Lohnes objektiv betrachtet praktisch auszuschliessen wäre (vgl. Urteil 8C_250/2011 vom 3. Juni 2011 E. 3.2 mit Hinweisen), was nach den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz hier gerade nicht der Fall ist.