Citation: 6B_836/2017 E. 2.3

2.3. Die formellen Voraussetzungen einer bedingten Entlassung (u.a. zeitliches Erfordernis, Verhalten im Vollzug) sind nicht strittig. Die Vorinstanz verweist auf den Austrittsbericht der Justizvollzugsanstalt Thorberg vom 24. November 2016, wonach das Verhalten des Beschwerdeführers tadellos gewesen sei, auf den Führungsbericht des Untersuchungsgefängnisses Olten vom 9. Februar 2017, welcher ihm wiederum ein einwandfreies Verhalten attestierte, sowie auf das Schreiben der Bewährungshilfe vom 16. März 2017, in welchem - wie schon im Frühjahr 2016 - Vollzugslockerungen empfohlen werden. Laut einer Stellungnahme der Justizvollzugsanstalt vom 25. April 2017 scheine die positive Entwicklung allerdings zu stagnieren, weil der Beschwerdeführer keine Bereitschaft zeige, sich aktiv an der weiteren Tataufarbeitung zu beteiligen. Er sei der Auffassung, es stehe ihm eine bedingte Entlassung zu. Es sei jedoch davon auszugehen, dass er einer Vollzugsöffnung im Rahmen von begleiteten Ausgängen und danach einer Versetzung in eine offene Anstalt oder in eine Übergangswohnung zustimmen würde. Die Frage nach den nächsten sinnvollen Schritten lasse sich erst beantworten, wenn sich der Beschwerdeführer im Rahmen von Vollzugsöffnungen bewähren könne. Diese Vorkehrungen seien "schrittweise so zu gestalten, dass letztendlich eine Versetzung in ein offenes Vollzugssetting [...] resultiere und folgend die bedingte Entlassung bewilligt werden könne". Dies vorausgesetzt, der Beschwerdeführer halte sich an die jeweiligen Vorgaben. Die Vorinstanz folgert, es gebe Hinweise auf legalprognostisch relevante Fortschritte. Der Beschwerdeführer arbeite seit kurzem wieder kooperativer mit der Vollzugsanstalt und der Vollzugsbehörde zusammen. Das Amt für Justizvollzug habe denn auch am 1. Juni 2017 begleitete Ausgänge bewilligt. Dennoch habe sich bis jetzt nichts an der Tatsache geändert, dass sich der Beschwerdeführer noch nicht im Rahmen von Vollzugsöffnungen habe bewähren können. Es sei demnach abzuwarten, wie er mit grösseren Freiheiten umgehen werde. Es lägen taugliche Vorschläge für eine schrittweise Vollzugsöffnung vor, deren Umsetzung vor allem an der mangelnden Kooperation des Beschwerdeführers zu scheitern drohe.