Citation: 9C_276/2018 E. 4.3.2

4.3.2. Aus den gutachterlichen Aussagen folgt, dass (spätestens) seit der Anfang Januar 2017 durch Dr. med. E.________ und lic. phil. D.________ durchgeführten Begutachtung wieder eine 50%ige Arbeitsfähigkeit vorlag. Diese Leistungsfähigkeit wird von den Gutachtern - entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin - nicht von einer erfolgreichen medizinischen Behandlung der Kopfschmerzen abhängig gemacht. Das leuchtet insbesondere auch unter revisionsrechtlichen Gesichtspunkten ein, denn der von Dr. med. E.________ erhobenen Anamnese ist zu entnehmen, dass sich die Migräneproblematik nach Aufgabe der Erwerbstätigkeit tendenziell zurückbildete. Es präsentiert sich somit nun wieder ein Beschwerdeausmass, welches mit jenem bei Rentenzusprache am 13. September 2011 vergleichbar ist. Es ist daher nachvollziehbar, dass die Gutachter aufgrund des von ihnen festgestellten aktuellen Gesundheitszustandes eine 50%ige Arbeitsfähigkeit attestiert haben. Die gutachterlichen Ausführungen zum Ausbau der medikamentösen Therapie und zur angestrebten 50%igen Arbeitsfähigkeit beziehen sich somit lediglich darauf, dass selbst wenn sich die Migränebeschwerden mit der Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit verstärken sollten, unter adäquater Therapie nicht mit einer (anhaltenden) Verschlechterung gerechnet werden muss. Die Beschwerdeführerin ist in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen, dass sie bei einer allfälligen Verschlechterung in Anbetracht der ihr obliegenden Schadenminderungspflicht zu einer geeigneten Behandlung ihrer Kopfschmerzen gehalten ist (vgl. Art. 7 Abs. 2 lit. b IVG). Dieses Vorgehen stimmt mit der Empfehlung des Dr. med. E.________ überein.