Citation: 9C_248/2017 E. 6.2.1

6.2.1. Was die Berichte des Hausarztes Dr. med. C.________, FMH Innere Medizin, vom 11. März 2016, des behandelnden Psychiaters, Dr. med. D.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 17. März 2016, sowie des Dr. med. E.________, Leitender Arzt des Spitals B.________, vom 22. März 2016, betrifft, so wies die Vorinstanz zu Recht auf die ständige Rechtsprechung zur anerkannten Verschiedenheit von Behandlungs- und Begutachtungsauftrag hin (BGE 137 V 210 E. 1.2.4 S. 224; 124 I 170 E. 4 S. 175). Die behandelnden Medizinalpersonen haben sich in erster Linie auf die Behandlung der versicherten Personen zu konzentrieren. Deren Berichte verfolgen nicht den Zweck einer den abschliessenden Entscheid über die Versicherungsansprüche erlaubenden objektiven Beurteilung des Gesundheitszustands und erfüllen deshalb kaum je die materiellen Anforderungen an ein Gutachten gemäss BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 (BGE 135 V 465 E. 4.5 S. 470). Wohl kann die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Behandlung oft wertvolle Erkenntnisse zeitigen; doch lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-) Person einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits nicht zu, ein Administrativgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil diese wichtige Aspekte benennen, die bei der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteile 8C_325/2015 vom 21. Juli 2015 E. 4.4 mit Hinweisen; 8C_677/2014 vom 29. Oktober 2014 E. 7.2). Aus sämtlichen genannten Berichten geht hervor, dass die Ärzte jeweils die geklagten Beeinträchtigungen der Versicherten im Alltag übernommen haben und wiedergeben. Es wird in keiner Stellungnahme näher begründet, weshalb sie beim An- und Auskleiden eingeschränkt und auf eine lebenspraktische Begleitung angewiesen sein soll. Die Beschwerdeführerin kann somit aus den genannten Berichten der behandelnden Ärzte keine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz (vgl. E. 2.1) hinsichtlich der Lebensverrichtung An- und Auskleiden sowie der lebenspraktischen Begleitung ableiten. Nichts anderes ergibt sich aus dem von der Versicherten angerufenen Bericht des Spitals B.________ vom 20. Januar 2016, welcher sich lediglich zu einem Tätigkeitsprofil äussert (Arbeiten in Nässe, Kälte und unter Temperaturschwankungen seien zu meiden).