Citation: 5A_51/2023 E. 1.2

1.2. Die Klage betrifft nachbarrechtliche Abwehransprüche (Art. 679 i.V.m. Art. 684 ZGB) und damit eine vermögensrechtliche Streitigkeit (BGE 52 II 292 E. 1; 45 II 402 E. 1; Urteil 5A_771/2021 vom 4. August 2022 E. 1.1). Die Widerklage betrifft teilweise ebenfalls vermögensrechtliche Aspekte (so die Anträge 1, 3 und 4), beinhaltet aber auch ein Begehren, das auf die Beseitigung einer behaupteten Persönlichkeitsverletzung gerichtet und daher nicht vermögensrechtlicher Natur (BGE 127 III 481 E. 1a) ist (Antrag 2). Die Zulässigkeit der Beschwerde in Zivilsachen ist grundsätzlich für jede dieser Klagen eigenständig zu beurteilen (vgl. Urteil 4A_317/2019 vom 30. Juni 2020 E. 1.3.1). Dies gilt mindestens dann, wenn sowohl Klage als auch Widerklage vermögensrechtliche Streitigkeiten betreffen, denn diesfallls werden für das Beschwerdeverfahren vor Bundesgericht die Streitwerte für Haupt- und Widerklage gesondert bestimmt (Art. 53 Abs. 1 BGG; siehe auch Urteil 5A_137/2010 vom 21. Mai 2010 E. 1.1). Werden die beiden Klagen hinsichtlich der Zulässigkeit der Beschwerde in Zivilsachen eigenständig beurteilt, so ergibt sich was folgt: Den Streitwert der Klage bestimmte die Vorinstanz auf Fr. 20'000.--, womit die Streitwertgrenze (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) grundsätzlich nicht erreicht wäre. Da eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung (Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG) nicht geltend gemacht wird, erwiese sich die Beschwerde in Zivilsachen in Bezug auf die Klage daher als unzulässig, womit die Beschwerde diesbezüglich einzig als subsidiäre Verfassungsbeschwerde (Art. 113 ff. BGG) entgegengenommen werden könnte. Die Widerklage hingegen weist sowohl vermögensrechtliche als auch nicht vermögensrechtliche Aspekte auf, womit für sie insgesamt kein Streitwerterfordernis gilt (vgl. Urteil 5A_274/2018 vom 21. September 2018 E. 1) und die Beschwerde in Zivilsachen daher offenstünde. Letztlich kann diese Frage hier aber offenbleiben, da sich die Beschwerde ohnehin als unbegründet erweist.