Citation: 1P.648/2004 14.03.2005 E. A

Das Einzelrichteramt des Kantons Zug bestrafte X.________ für die ihr vorgeworfenen Verkehrsregelverletzungen vom 21. September 2002 und 24./25. September 2002 mit Strafbefehl vom 6. Januar 2003 und auferlegte ihr dabei eine Busse von Fr. 1'500.--. Auf Einsprache hin befand sie der Einzelrichter des Kantons Zug mit Urteil vom 10. August 2004 der mehrfachen Verkehrsregelverletzung gemäss Art. 90 Ziff. 1 i.V.m. Art. 31 Abs. 1 SVG und des pflichtwidrigen Verhaltens bei Unfall gemäss Art. 92 Abs. 1 i.V.m. Art. 51 Abs. 3 SVG für schuldig. Vom Vorwurf der groben Verkehrsregelverletzung im Sinne von Art. 90 Ziff. 2 i.V.m Art. 31 Abs. 2 SVG wurde sie freigesprochen. Das Verfahren betreffend Übertretung von Art. 143 Ziff. 3 der Verkehrszulassungsverordnung (VZV; SR 741.51) wurde zufolge Verjährung eingestellt. Im Rahmen dieses Urteils wurde die Busse auf Fr. 1'200.-- herabgesetzt. Die Parteiverhandlung vor dem Einzelrichter hatte am 6. August 2004 stattgefunden. Anwesend gewesen war der erbetene Verteidiger der Beschuldigten, Rechtsanwalt Eric Stern, nicht aber die Beschuldigte selbst. Ein von ihr eingereichtes ärztliches Zeugnis bescheinigte ihr eine Verhandlungsunfähigkeit.