Citation: 6B_968/2021 E. 5

Die Beschwerde ist teilweise gutzuheissen und der angefochtene Entscheid aufzuheben. Die Sache ist zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen. Der Kanton St. Gallen und der Beschwerdegegner 2 haben die Beschwerdeführerin im Umfang ihres teilweisen Obsiegens angemessen mit jeweils Fr. 1'000.-- zu entschädigen (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird im Umfang der vom Kanton St. Gallen auszurichtenden Parteientschädigung gegenstandslos. Es ist im Übrigen gutzuheissen, da die Bedürftigkeit der Beschwerdeführerin erstellt scheint und ihre Beschwerde gegen die Einstellung des Strafverfahrens nicht aussichtslos war. Die ihr vom Beschwerdegegner 2 auszurichtende Entschädigung von Fr. 1'000.-- hat angesichts von dessen Bedürftigkeit als uneinbringlich zu gelten und ist aus der Bundesgerichtskasse auszurichten. Im Übrigen ist der als unentgeltliche Rechtsbeistand eingesetzte Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin für seine Aufwendungen im bundesgerichtlichen Verfahren aus der Bundesgerichtskasse mit Fr. 1'000.-- zu entschädigen. Die Parteientschädigung des teilweise obsiegenden Beschwerdegegners 2 von insgesamt Fr. 1'000.-- ist von der Beschwerdeführerin ebenfalls im Umfang ihres Unterliegens und damit mit Fr. 300.-- zu tragen (Art. 68 Abs. 2 BGG). Sie hat angesichts von deren Bedürftigkeit als uneinbringlich zu gelten und ist aus der Bundesgerichtskasse auszurichten. Im Betrag von Fr. 700.-- ist der bereits als unentgeltlicher Rechtsbeistand eingesetzte Rechtsvertreter des Beschwerdegegners 2 für seine Aufwendungen im bundesgerichtlichen Verfahren ebenfalls aus der Bundesgerichtskasse zu entschädigen. Der Kanton St. Gallen trägt keine Gerichtskosten (Art. 66 Abs. 4 BGG).