Citation: 7B_212/2022 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdeführer stellt sich im Wesentlichen auf den Standpunkt, gemäss dem für das Hotel- und Gastgewerbe massgeblichen BGE 125 IV 124 (E. 3b) liege keine arglistige Täuschung im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB vor, wenn der Hotelgast lediglich über seine Zahlungsfähigkeit und Zahlungswilligkeit täusche. Vielmehr greife gemäss diesem Leitentscheid die Opfermitverantwortung des Beherbergungsbetriebs. Diesem sei es vergleichsweise einfach möglich, die Zahlungsfähigkeit seiner Gäste zu überprüfen, indem bei der Anreise eine Kreditkarte oder eine Vorauszahlung verlangt werde. Da er bei jedem der einzelnen Tatvorwürfe lediglich über seine Zahlungsfähigkeit und Zahlungswilligkeit getäuscht und sich keiner weiteren, qualifizierten Täuschungshandlungen bedient habe, sei das Tatbestandsmerkmal der Arglist nicht erfüllt. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz könne es namentlich keine Rolle spielen, dass es sich bei den geschädigten Hotel- und Gaststätten um kleine Familienbetriebe und nicht um grosse Hotelketten handle. Auch diese könnten in der heutigen Zeit eine Vorauszahlung verlangen oder anderweitig die Zahlungsfähigkeit ihrer Gäste prüfen.