Citation: 5C.100/2001 02.07.2001 E. 2

2.- Auf Grund von Art. 7a Abs. 3 SchlTZGB ist hier Art. 153 (a)ZGB, der bis zum 31. Dezember 1999 in Kraft stand, anwendbar. Nach dessen Abs. 2 wird eine Bedürftigkeitsrente unter anderem dann aufgehoben oder herabgesetzt, wenn die Vermögensverhältnisse des Pflichtigen der Rentenhöhe nicht mehr entsprechen. Erforderlich ist, dass die wirtschaftliche Lage des Rentenpflichtigen sich erheblich und auf Dauer verschlechtert hat und dass diese Entwicklung nicht schon bei der Festlegung der Rente vorauszusehen war (vgl. BGE 118 II 229 E. 2 S. 230 f.). Ob die Voraussetzungen für eine Herabsetzung oder eine Aufhebung der Rente eingetreten seien, ist vom Abänderungsrichter nach Recht und Billigkeit zu entscheiden (Art. 4 ZGB; BGE 108 II 30 Erw. 8 S. 32 mit Hinweisen; Bühler/Spühler, Berner Kommentar, N. 69 zu Art. 153 [a]ZGB). Zu beachten ist, dass die Rente aus der Sicht der gesamten Leistungsfähigkeit des Pflichtigen und des Bedarfs des Berechtigten angemessen bleiben muss (vgl. BGE 96 II 301 E. 5b S. 304). Ist die Weiterzahlung nicht mehr zumutbar, ist die vom Scheidungsrichter zugesprochene Rente abzuändern.