Citation: 7B_267/2022 E. 6.1

6.1. Zur Begründung führt sie aus, sie habe ihre enge 2.5-Zimmer-Wohnung, die sie mit ihrer zehnjährigen Tochter teile, nur zwischen 7.00 und 19.00 Uhr verlassen und sich dabei lediglich in den Gemeinden U.________ und V.________ aufhalten dürfen. Die Einschränkungen der persönlichen Freiheit, die sich daraus für sie und ihre Tochter ergeben hätten, seien ausserordentlich einschneidend und damit "massiv" im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung. Sie hätten zur Folge gehabt, dass sie sozial stark vereinsamt sei und auf dem Arbeitsmarkt keine Chance gehabt habe, da in der Pflege vor allem auch nachts gearbeitet werde. Sie habe sich während der Ersatzmassnahme sehr vorbildlich verhalten. Angesichts dessen sei die Massnahme zu mindestens 2/3, ausmachend 687 Tage, an die zu verbüssende Freiheitsstrafe anzurechnen.