Citation: 6B_561/2022 E. 1.1

1.1. Er macht geltend, mit Eingabe vom 26. Oktober 2021 habe er beantragt, B.________ sei als Zeugin zu befragen. Sie sei seine Mutter und seine einzige tragende Beziehung. Am 28. Oktober 2021 habe die Verfahrensleitung den Beweisantrag abgewiesen mit dem Hinweis darauf, dass er anlässlich der Hauptverhandlung erneut gestellt werden könne. Anlässlich der Hauptverhandlung habe er den Antrag entsprechend erneut gestellt, weil der familiäre Hintergrund im Zusammenhang mit der Landesverweisung relevant sei. Daraufhin habe der Verfahrensleiter mitgeteilt, darüber werde anlässlich der Beratung in der Hauptsache entschieden. Der Beschwerdeführer rügt, dem angefochtenen Entscheid sei nicht zu entnehmen, ob über den Beweisantrag im Rahmen der Beratung in der Hauptsache entschieden worden sei. Dies verletze sowohl die Garantien auf ein faires Verfahren gemäss Art. 6 EMRK als auch den Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV. Dies gelte für den Fall, dass über den Beweisantrag entgegen der Ankündigung des Präsidenten gar nicht entschieden worden sei sowie auch für den Fall der nur fehlenden Begründung. Der Anspruch auf die Stellung von Beweisanträgen sei über die Vorgaben der Verfassung hinaus auch in Art. 107 und Art. 345 StPO niedergelegt, jener auf die Begründung eines Entscheids in Art. 81 StPO (Beschwerde Ziff. 2).