Citation: 6B_452/2023 E. 1.7.1

1.7.1. Die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl eröffnete gegen den Beschwerdeführer am 28. Juni 2016, d.h. vor dem Tötungsdelikt vom 30. Juni 2016, ein Strafverfahren wegen versuchter Nötigung. Der Beschwerdeführer wurde in diesem Verfahren am 3. Juli 2016 durch die Kantonspolizei Zürich einvernommen und zum am 28. Juni 2016 beim Parlamentsdienst des Rathauses Zürich eingegangenen Schreiben befragt, in welchem im Namen einer anonymen Täterschaft seine Freilassung gefordert wurde. Der Beschwerdeführer wurde verdächtigt, "Verfasser, Anstifter und Nutzniesser" des Briefes zu sein (vgl. kant. Akten, HD/12/6 Ziff. 92 S. 9). Er bestritt anlässlich der Befragung vom 3. Juli 2016, in irgendeiner Weise in das "Erpresserschreiben" involviert zu sein, und machte geltend, er höre davon zum ersten Mal (kant. Akten, HD/12/6).