Citation: 6B_1006/2014 E. 1

Mit Strafbefehl vom 5. Juni 2014 wurde der Beschwerdeführer wegen Beschimpfung und Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte zu einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu Fr. 100.--, bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von zwei Jahren, und einer Busse von Fr. 180.-- bzw. einer Ersatzfreiheitsstrafe von zwei Tagen verurteilt. Der Strafbefehl wurde ihm am 17. Juni 2014 zugestellt. Innert Frist erhob er am 23. Juni 2014 per E-Mail Einsprache. Diese war in französischer Sprache abgefasst und nicht unterzeichnet. Mit Brief vom 23. Juni 2014 machte die Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn den Beschwerdeführer darauf aufmerksam, dass die Einsprache zufolge fehlender Unterschrift ungültig sei. Er habe Gelegenheit, eine unterzeichnete Einsprache einzureichen, sofern die Einsprachefrist von zehn Tagen noch laufe. Zudem wurde darauf hingewiesen, dass im Kanton Solothurn die Amtssprache Deutsch sei, weshalb schriftliche Eingaben in dieser Sprache zu formulieren seien. Am 24. Juni 2014 ging per Post die gleiche Eingabe wie am 23. Juni 2014 ein, wobei auch diese Eingabe nicht unterzeichnet war. Mit Verfügung vom 30. Juni 2014 stellte die Amtsgerichtspräsidentin von Olten-Gösgen fest, dass die Einsprache vom 23. Juni 2014 nicht unterzeichnet wurde und deshalb ungültig sei. Diese Verfügung wurde dem Beschwerdeführer am 4. August 2014 zugestellt. Am 5. August 2014 erhob er Beschwerde, wobei auch diese Eingabe nicht unterzeichnet war. Mit einer in französischer Sprache abgefassten Verfügung vom 13. August 2014 wurde ihm Gelegenheit gegeben, die Beschwerde bis zum 22. August 2014 unterzeichnet einzureichen. Dieser Aufforderung kam er fristgerecht nach. Das Obergericht des Kantons Solothurn wies die Beschwerde am 5. September 2014 ab. Es stellte fest, die Postaufgabe der Einsprache vom 23. Juni 2014 sei zwar fristgerecht. Indessen sei sie nicht unterzeichnet, obwohl der Beschwerdeführer nicht nur im Schreiben der Staatsanwaltschaft vom 23. Juni 2014, sondern überdies bereits in der Rechtsmittelbelehrung des Strafbefehls darauf aufmerksam gemacht wurde, dass eine Einsprache eigenhändig unterschrieben werde müsse. Gemäss seinen eigenen Angaben spreche er Deutsch. Dennoch habe er es versäumt, eine unterzeichnete Fassung seiner Einsprache einzureichen, obwohl er dies innert Frist noch hätte tun können. Der Beschwerdeführer wendet sich ans Bundesgericht und beantragt sinngemäss, das Urteil vom 5. September 2014 sei aufzuheben.