Citation: 9C_302/2021 E. 4.2

4.2. Wie der Beschwerdeführer unter Hinweis auf die Rechtsprechung richtig einwendet, kann unter Umständen auch ein früher nicht gezeigtes Verhalten eine im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG relevante Tatsachenänderung darstellen, wenn sich dieses auf den Invaliditätsgrad und damit auf den Umfang des Rentenanspruchs auswirken kann. Dies trifft etwa zu bei Versicherten mit einem Beschwerdebild, auf das die Rechtsprechung gemäss BGE 141 V 281 anwendbar ist, wenn ein Ausschlussgrund vorliegt, d.h. die Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen Konstellation beruht, die eindeutig über die blosse (unbewusste) Tendenz zur Schmerzausweitung und -verdeutlichung hinausgeht (Urteil 9C_602/2016 vom 14. Dezember 2016 E. 5.2.2 mit Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 2.2.1 und Urteil 9C_899/2014 vom 29. Juni 2015 E. 4.2, in: SVR 2015 IV Nr. 38 S. 121). Diesbezüglich hat die Vorinstanz keine Feststellungen getroffen. Diese lassen sich durch das Bundesgericht ergänzen.