Citation: 5A_252/2019 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz liess vorerst offen, ob der Beschwerdeführer überhaupt beschwert sei und somit ein Rechtsschutzinteresse an der Beschwerde habe. Angefochten sei eine Verfügung, die dem Schuldner eine Zahlungsfrist für einen angeblich falsch berechneten Nettoausfall ansetze. Strittig sei nämlich nicht der Rechnungsbetrag, sondern die Rückerstattung der Anzahlung und damit die Höhe der Ausfallschuld. In der Sache wies die Vorinstanz die Beschwerde ab. Im Wesentlichen hielt sie fest, dass die Anzahlung mit der Säumnis des Erstersteigerers ihre ursprüngliche Bedeutung verloren habe. Sie bleibe indes Teil des Steigerungserlöses und sei als Surrogat für die Grundstücke für die Gläubiger bestimmt. Mit der vom Beschwerdeführer verlangten Rückerstattung unter gleichzeitiger Ansetzung einer Frist zur Zahlung einer höheren Ausfallschuld würde ein vorhandenes Aktivum durch eine unsichere Forderung ersetzt. Dieser drohende Verlust an Haftungssubstrat widerspreche der sich aus Art. 72 Abs. 2 VZG ergebenden Wertung, wonach bestellte Sicherheiten dem Gläubiger bzw. dem Erwerber der Ausfallforderung zu übergeben sind. Dieser Gedanke sei ohne weiteres auf die Anzahlungen zu übertragen. Keine andere Lösung ergebe sich aus den Steigerungsbedingungen, die nur die Zahlungsmodalitäten regeln, aber sich nicht zum Fall der Nichtzahlung äusserten. Es gehe nicht um die Tilgung des Steigerungspreises, sondern um die vollstreckungsrechtliche Frage, wie mit der Anzahlung unter Berücksichtigung der gesetzlichen Ausfallhaftung zu verfahren sei.