Citation: 1C_103/2016 E. 4.5

4.5. Mit Verfügung vom 1. Dezember 2016 lud das Bundesgericht das BAFU ein, sich zur Frage zu äussern, ob die ergänzenden Eingaben genügten, um den Nachweis nach Ziff. 1 Abs. 2 Anh. 2 TVA (heute: Ziff. 1.2.1 sowie 2.4.2 Anh. 2 VVEA) zu erbringen. Dies bejahte das BAFU in seiner Eingabe vom 31. Januar 2017: Aufgrund der ergänzenden Informationen zu den Entwässerungsanlagen und deren Funktionieren, die nachvollziehbar und plausibel seien, sei nachgewiesen worden, dass mit grösster Wahrscheinlichkeit auf der Deponie Aahus keine Verformungen auftreten werden, welche das Funktionieren des Entwässerungssystems beeinträchtigen könnten. Die Beschwerdeführerin hat daraufhin eine "Beurteilung der Auswirkungen auf die Renaturierung des Brüschhaldenbachs" der CSD Ingenieure AG, Kriens, vom 13. März 2017 eingereicht (nachfolgend: Beurteilung CSD). Diese kritisiert, die Stabilitätsbeurteilung der Geotest AG berücksichtige verschiedene, für die Stabilität der Deponie wesentliche Elemente, nicht, wie namentlich den neu anzulegenden Bachlauf am Böschungsfuss, mögliche Hang- respektive Grundwasser im Deponiekörper, die mögliche Beschädigung bestehender Drainagen, Deformationen und Gerinneveränderungen sowie Erosionseffekte durch dynamische Gewässerraumveränderungen. Unter Berücksichtigung dieser Sachverhalte sei die Stabilität entlang dem Brüschhaldenbach bzw. entlang dem Schüttfuss nicht ausgewiesen. Im Übrigen könne auch nicht ausgeschlossen werden, dass im Deponiekörper der Etappen I-IV teilweise ungünstigere Baugrundverhältnisse vorliegen als in den Berechnungen angesetzt. Die Rammsondierungen seien ungenügend, weil sie nicht mittels direkter Aufschlüsse geeicht respektive ergänzt worden seien.