Citation: 7B_554/2023 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer rügt weiter eine Verletzung des Arztgeheimnisses. Aufgrund einer Entsiegelung der Bankunterlagen der betroffenen Gesellschaft könnten Dritte erfahren, wer damals seine Patientinnen und Patienten gewesen seien. Es treffe nicht zu, dass sämtliche Gutschriften über ein zentrales Zahlungssystem erfolgt seien. Diverse Patienten und Patientinnen seien auch "Selbstzahler" und hätten Rechnung ausserhalb eines zentralen Zahlungssystems verlangt. Aufgrund solcher Zahlungseingänge seien Patientennamen auf den Auszügen des Arztbetriebskontos der Gesellschaft ersichtlich. Aufgrund seines Berufsstandes als Arzt, bzw. als Minderheitsaktionär, ehemaliger Verwaltungsrat und ehemaliger Angestellter der Gesellschaft habe er, unabhängig von den Gewahrsams- und Besitzesverhältnissen an den Bankunterlagen, ein rechtlich geschütztes Interesse an der Geheimhaltung der betreffenden Asservate. Dass die Staatsanwaltschaft bei der Bank nur die Herausgabe von Belastungsanzeigen verfügt habe, sei irrelevant, da sowohl "Einzahlungen von Patienten als auch Rückvergütungen an diese vorhanden sein" könnten. Eine Schwärzung der Patientennamen sei nicht erfolgt. Er habe "substanziiert ausgeführt, dass bereits der Patientenname vom Arztgeheimnis mitumfasst" werde. Auch habe er dargelegt, dass ihm "eine konkretere Nennung der betroffenen versiegelten Unterlagen nicht möglich" gewesen sei, "ohne dass dabei das angerufene Geheimnisrecht bereits inhaltlich" hätte "offengelegt" werden müssen.