Citation: 1C_467/2015 E. 2.4

2.4. Die Parteien sind übereinstimmend der Auffassung, Art. 22 Abs. 4 BZO sei an die Bestimmung von § 292 des Zürcher Bau- und Planungsgesetzes (PBG) angelehnt. Diese lautet wie folgt: § 292. Wo nichts anderes bestimmt ist, dürfen Dachaufbauten, ausgenommen Kamine, Anlagen zur Nutzung von Sonnenenergie und kleinere technisch bedingte Aufbauten, insgesamt nicht breiter als ein Drittel der betreffenden Fassadenlänge sein, sofern sie a. bei Schrägdächern über die tatsächliche Dachebene hinausragen b. [...] Der Wortlaut von Art. 22 Abs. 4 BZO bzw. von § 292 PBG spricht für die Auslegung der Vorinstanz. Dies ergibt sich namentlich aus der Formulierung, wonach die Aufbauten nicht mehr als einen Drittel der betreffenden Fassadenlänge ausmachen dürfen. Diese Wortwahl lässt darauf schliessen, dass sich die Drittelsregelung bei Schrägdächern nur auf jene Aufbauten bezieht, welche über die Dachebene der jeweils interessierenden Dachfläche selbst hinausragen. Dies trifft für Dachaufbauten der andern Seite des Dachs nicht zu, auch wenn diese sichtbar sind. Hätte der Gesetzgeber Dachaufbauten (im Sinne des Beschwerdeführers) bloss in einem engeren Umfang zulassen wollen, hätte er die Fassadenlänge etwa in Bezug zu den bei einem Längsschnitt sichtbaren Aufbauten setzen können. Zum selben Ergebnis führt auch die Berücksichtigung des Sinns von § 292 PBG bzw. Art. 22 Abs. 4 BZO: Diese Bestimmungen stellen Ästhetiknormen dar und sollen sicherstellen, dass Dachgeschosse als solche erkennbar bleiben und nicht den Eindruck von Vollgeschossen vermitteln (FRITZSCHE/BÖSCH/WIPF, Zürcher Planungs- und Baurecht, 5. Aufl. 2011, Bd. 2, S. 941 mit Hinweis auf die kantonale Rechtsprechung). Diese Gefahr besteht in einem Fall wie dem vorliegenden nicht, wenn von der einen Seite der Baute her gesehen auch Aufbauten sichtbar sind, die eine andere Dachebene durchstossen. Die Auslegung des Beschwerdeführers würde ausserdem zu einer Benachteiligung von Häusern mit Walmdach gegenüber solchen mit Satteldach führen, denn bei den erstgenannten sind Dachaufbauten der angrenzenden Dachebenen regelmässig sichtbar.