Citation: 4A_462/2021 E. B

B.a. Am 25. Oktober 2017 leitete die Klägerin ein Schiedsverfahren nach den Swiss Rules of International Arbitration (2012) der Swiss Chambers' Arbitration Institution (nachfolgend: Gerichtshof) gegen die Beklagte und B.________ Singapur ein. Sie beantragte im Wesentlichen, es sei kostenfällig festzustellen, dass die Beklagten ihre vertraglichen Verpflichtungen verletzt hätten und die Klägerin das JVA rechtsgültig beendet habe. Die Beklagten seien zu verpflichten, der Klägerin wegen Vertragsverletzung einen (vorläufig) geschätzten Schadenersatz von USD 21'000'000 (später erhöht auf USD 22'140'000) zu bezahlen. B.b. Am 27. Februar 2018 wurden die beiden Co-Schiedsrichter durch den Gerichtshof bestimmt und am 23. Mai 2018 die Vorsitzende. Keine der Parteien erhob Einwände gegen die Mitglieder des Schiedsgerichts. B.c. B.________ Singapur bestritt die Zuständigkeit des Schiedsgerichts. Mit Entscheid vom 21. Juni 2019 verneinte das Schiedsgericht seine Zuständigkeit in Bezug auf B.________ Singapur und bestätigte sie hinsichtlich der Beklagten. Die Parteien fochten diesen Entscheid nicht an. B.d. Mit Klageantwort und Widerklage vom 25. September 2019 beantragte die Beklagte im Wesentlichen, die Klagebegehren seien kostenfällig abzuweisen. Es sei widerklageweise festzustellen, dass das JVA zwischen den Parteien beendet worden sei und die Klägerin dessen Art. 2.3 (a) verletzt habe. Gestützt darauf sei die Klägerin zu verpflichten, der Beklagten USD 960'000.-- nebst Zins zu bezahlen (später eventualiter erhöht auf USD 1'660'000.-- bzw. 2'570'000.--). Die Klägerin trug auf Abweisung der Widerklage an. B.e. Es folgten weitere Eingaben der Parteien. Vom 19. bis zum 24. Oktober 2020 fand die Beweisverhandlung in der Sache (Evidentiary Hearing) statt, die online (remotely) durchgeführt wurde. B.f. Mit Schreiben vom 19. Januar 2021 bestätigte das Schiedsgericht den Parteien, ihre Kostennoten erhalten zu haben und ergänzte, es werde das Verfahren zu gegebener Zeit abschliessen. B.g. Am 13. April 2021 wies die Klägerin auf ihre schwierige wirtschaftliche Lage hin und erkundigte sich, wann die Parteien mit dem Entscheid rechnen könnten. Das Schiedsgericht antwortete, es sei sich des Zeitplans bewusst, es arbeite am Entscheid und gehe davon aus, dass das Verfahren bis zum Sommer abgeschlossen werden könne. B.h. Mit Schreiben vom 22. Juni 2021 schloss das Schiedsgericht das Verfahren entsprechend Art. 29 der Swiss Rules. B.i. Mit Endschiedsspruch (Final Award) vom 15. Juli 2021 wies das Schiedsgericht sowohl Klage wie Widerklage ab und verpflichtete die Klägerin, der Beklagten eine Parteientschädigung von USD 1'115'443.40 zu bezahlen. Das Schiedsurteil erging als Mehrheitsentscheid.