Citation: 4A_254/2020 E. 3.2.3

3.2.3. Sie beruft sich schliesslich - wie bereits vor Vorinstanz - auf das Urteil 4A_364/2017 vom 28. Februar 2018 (teilweise publ. in: BGE 144 III 100), wobei nicht ganz klar ist, ob sie daraus ableiten will, die Tatsachen zur Begründung der Urteilsfähigkeit müssten nicht von der Partei vorgebracht werden, sondern wären von Amtes wegen abzuklären. Solches lässt sich allerdings aus diesem Entscheid nicht ableiten. Das Bundesgericht hält vielmehr in ständiger Rechtsprechung zu Art. 16 ZGB fest, wer das Nichtvorhandensein der Urteilsfähigkeit behaupte, müsse einen der in Art. 16 ZGB erwähnten Zustände beweisen (BGE 144 III 264 E. 6.1.2 S. 271 f.; 124 III 5 E. 1b S. 8; Urteile 5A_325/2017 vom 18. Oktober 2017 E. 6.1.1 und 5A_951/2016 vom 14. September 2017 E. 3.1.2), was selbstverständlich auch die Behauptung der zu beweisenden Tatsachen impliziert (vgl. BUCHER/ AEBI-MÜLLER, in: Berner Kommentar, 2. Aufl. 2017, N. 128 zu Art. 18 ZGB). Damit stösst auch der Vorwurf einer Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 53 ZPO) und des Beweisführungsanspruchs (Art. 152 Abs. 1 ZPO) zufolge Nichteinvernahme der zum Gesundheitszustand beantragten Zeugen ins Leere.