Citation: 8C_216/2018 E. 5.2

5.2. Unbestritten ist, dass die von der Beschwerdeführerin gemietete Wohnung nicht den Richtlinien entspricht, weil sie zu teuer ist. Dafür liegt die Beweislast bei der verfügenden Behörde. Da die Sozialhilfebezügerin eine Notlage behauptet, welche den Abschluss des Mietvertrages bei einer Miete von Fr. 1'470.- ausnahmsweise als geboten zulassen würde, trifft sie diesbezüglich die Beweislast, weil sie aus dem behaupteten Faktum, der Notlage, Rechte für sich ableiten will. In Anwendung des Untersuchungsgrundsatzes hat der Einwohnergemeinderat Sarnen dargetan, dass es im Zeitraum, als sie eine Wohnung suchte, auf dem Gemeindegebiet ein genügendes Angebot gab. Hinzu kommt der Umstand, dass sich die Wohnungssuche auf ein bedeutend grösseres Gebiet erstrecken musste, was die Suche noch erleichtern sollte. Es geht also darum zu belegen, dass es trotz aller zumutbaren Bemühungen nicht möglich war, innert 16 Monaten im ganzen Kanton Obwalden und in der Agglomeration Luzern eine 2-1/2- bis 3-Zimmerwohnung für die Miete von Fr. 1'200.- zu finden. Es oblag damit der Beschwerdeführerin in Konkretisierung ihrer Mitwirkungspflicht ihre Bemühungen bezüglich Wohnungssuche darzutun. Die im Verfahren vor dem Regierungsrat vorgelegten Ausdrucke über ausgeschriebene Wohnungen in der Gemeinde Sarnen können dies offensichtlich nicht belegen. Sie betreffen auch nicht den hier relevanten Zeitraum vom März 2014 bis Juli 2015. Damit bleiben als Beweisangebot zwei Zeugen. Das kantonale Gericht hat indessen in antizipierter Beweiswürdigung und damit in Feststellung des Sachverhaltes und für das Bundesgericht verbindlich (vgl. E. 1) entschieden, dass auch die Einvernahme der angebotenen Zeugen nichts daran ändern könnte, dass die Erfolglosigkeit der Wohnungssuche über die lange Dauer deren geringe Intensität belegt. Damit durfte die Vorinstanz ohne in Willkür zu verfallen von einer ungenügenden Suche nach einer richtlinienkonformen Wohnung und damit auf ein treuwidriges Vorgehen erkennen. Damit wurde zu Recht nur ein Mietzins von Fr. 1'200.- an das Sozialhilfebudget angerechnet. Die Beschwerde ist unbegründet.