Citation: 5A_304/2024 E. 5.2.1

5.2.1. Der Beschwerdeführer besteht darauf, dass der Wert der Liegenschaft in U.________ (SZ) nach Abschluss der Parteivorträge zwischen den Parteien unstrittig und der Antrag der Beschwerdegegnerin vom 6. April 2018 betreffend Neubegutachtung verspätet war. Indem die Vorinstanz (recte wohl: die erste Instanz) über den Wert der Liegenschaft dennoch Beweis abgenommen habe, habe sie §§ 133 und 54 Abs. 1 und 2 ZPO/ZH willkürlich angewendet, ergebe sich doch aus diesen Vorschriften, dass über unstrittige Tatsachen kein Beweis abzunehmen und eine Partei auf einer erfolgten Anerkennung zu behaften ist. Wenn nun das Obergericht annehme, dass die einmal unstreitige Tatsache des Liegenschaftswerts durch Zeitverlauf "doch wieder strittig werden" und sich ein entsprechender Beweisantrag auf § 115 Ziff. 1 ZPO/ZH stützen könne, begehe sie eine krasse und offensichtliche Rechtsverletzung. Von der Ausnahme zum Aktenschluss, der zufolge eine Partei nach dem letzten Vortrag bzw. der letzten Rechtsschrift einen erst im Laufe des Prozesses veranlassten Antrag gleichwohl noch stellen kann, sei nur sehr zurückhaltend Gebrauch zu machen. Ausserdem müsse es sich um einen Antrag handeln, der sich erst aufgrund der Duplik oder einer Ergänzungseingabe der Gegenpartei oder durch das Beweisverfahren ergeben hat. Vorliegend sei keine dieser Voraussetzungen auch nur ansatzweise gegeben. Wie sich aus der Eingabe vom 6. April 2018 ergebe, werde der Antrag bloss mit dem Zeitablauf begründet; die anderen Vorbringen seien "offensichtlich fadenscheinig". Allein das Argument des Zeitablaufs könne nicht genügen, um von einer nicht erfolgten Bestreitung bzw. einer Anerkennung des Liegenschaftswerts zurückzutreten, zumal es notorisch sei, dass Scheidungsverfahren zuweilen lange dauern. Den Beweisantrag der Beschwerdegegnerin vom 6. April 2018 gestützt auf § 115 Ziff. 1 ZPO/ZH zuzulassen, stelle eine willkürliche Anwendung dieser Norm dar. Im selben Zusammenhang beklagt sich der Beschwerdeführer über eine Verletzung von Art. 214 ZGB. Indem die Parteien in ihren letzten Parteivorträgen "beide gleichgerichtet" einen Verkehrswert von Fr. 1,4 Mio. behauptet hätten, sei ohne Weiteres von einer jedenfalls impliziten Einigung über die Bewertung auszugehen. Auch wenn er, der Beschwerdeführer, sich nicht explizit auf diese "Einigungsmöglichkeit punkto Bewertung" berufen habe, hätten die kantonalen Instanzen aufgrund des Grundsatzes der Rechtsanwendung von Amtes wegen eine solche Einigung prüfen und im konkreten Fall bejahen müssen.