Citation: 4P.195/2004 16.11.2004 E. 3

3.1 Die Beschwerdeführerin rügt, das Kantonsgericht habe willkürlich angenommen, dass die Parteien keine Vereinbarung über die Vergütung der Mehrleistungen getroffen hätten. Sie beruft sich auf eine Anzahl im Recht liegender Urkunden, aus denen sich ergeben soll, dass die Beschwerdegegnerin selbst der Ansicht gewesen sei, sie habe für Mehrleistungen keine Entschädigung zugute. Die erwähnten Beweismittel und Tatsachenbehauptungen habe das Kantonsgericht willkürlich unberücksichtigt gelassen. Das Verhalten der Prozessparteien während der Ausführung der angeblichen Mehrarbeiten (keine Thematisierung einer Mehrforderung; keine Unterzeichnung von Regierapporten; keine Vereinbarung von Nachtragspreisen; langes nicht in Rechnung Stellen der angeblichen Mehrforderung) und insbesondere das Verhalten und die Erklärungen der Prozessparteien nach Ausführung der angeblichen Mehrarbeiten weise die Feststellung des Kantonsgerichts, dass keine Vereinbarung betreffend die Vergütung getroffen worden sei, als willkürlich aus. 3.2 Im angefochtenen Urteil werden die Vorbringen der Parteien im kantonalen Verfahren wiedergegeben. Eine Behauptung der Beschwerdeführerin, wonach die Beschwerdegegnerin die unentgeltliche Erbringung der vom Pauschalvertrag nicht erfassten Leistungen versprochen habe, findet sich ebenso wenig darunter wie ein Zugeständnis der Beschwerdegegnerin, dass sie die Unentgeltlichkeit der im Pauschalvertrag nicht enthaltenen Arbeiten zugesichert habe. Da es die Beschwerdeführerin unterlässt, substanziiert unter Hinweis auf die Aktenstelle aufzuzeigen, dass sie sich prozesskonform darauf berufen hat, die Parteien hätten die Unentgeltlichkeit der Zusatzleistungen vereinbart, ist Willkür bei der Wiedergabe der Parteivorbringen nicht ersichtlich. Im Übrigen lässt sich die in der staatsrechtlichen Beschwerde behauptete Einigung dahin, dass die Beschwerdegegnerin sämtliche Mehrleistungen unentgeltlich zu erbringen habe, denn auch schlecht mit dem von der Beschwerdeführerin im kantonalen Verfahren eingenommenen Standpunkt vereinbaren, die Beschwerdegegnerin habe keinerlei Mehrleistungen erbracht, jedenfalls keine, welche die Beschwerdeführerin angeordnet habe. Fehlt es aber an einer klaren Behauptung, dass die Unentgeltlichkeit der Mehrleistungen vereinbart worden sei, verfiel das Kantonsgericht nicht in Willkür, wenn es die Akten nicht nach entsprechenden Beweisen absuchte.