Citation: 1C_275/2018 E. B

Am 11. Dezember 2013 ersuchten die Grundeigentümerinnen die Schätzungskommission nach Enteignungsgesetz des Kantons Luzern um Zusprechung einer Entschädigung aus materieller Enteignung in der von der Schätzungskommission zu ermittelnden Höhe, mindestens jedoch im Betrag von Fr. 2'232'000.-- zuzüglich Zinsen. Ausserdem verlangten sie eine angemessene Entschädigung für ihre Planungsaufwendungen, mindestens Fr. 97'266.35 zuzüglich Zinsen. Am 3. Oktober 2014 verstarb die Mutter von A.________. Die Schätzungskommission sprach mit Urteil vom 14. Dezember 2016 A.________ eine Entschädigung aus materieller Enteignung zu. Sie verpflichtete die Gemeinde Dagmersellen, ihr für die Wertverminderung des Grundstücks Nr. 442 aufgrund materieller Enteignung Fr. 2'625'000.-- und für Inkonvenienzen Fr. 1'500.-- zu bezahlen, je zuzüglich näher bestimmter, zeitlich abgestufter Zinsen. Das von der Gemeinde Dagmersellen angerufene Kantonsgericht Luzern hob am 27. April 2018 das Urteil der Schätzungskommission in der Sache auf. Es verneinte das Vorliegen einer materiellen Enteignung und wies das von A.________ gestellte Entschädigungsbegehren vollumfänglich ab.