Citation: 5A_182/2024 E. 6.2

6.2. Der Beschwerdeführer rügt eine ungenügende Sachverhaltsabklärung und eine Verletzung von Art. 276 i.V.m. Art. 285 ZGB. Er erinnert daran, dass er den Beschwerdegegner eine gewisse Zeit lang nicht nach Italien habe mitnehmen dürfen. Um ihn zwei Tage hintereinander betreuen zu können, habe er in Schweizer Hotels übernachten müssen, was die KESB Sarganserland und die Beiständin bestätigen könnten. Diese unausweichlichen Betreuungskosten nicht zu berücksichtigen, komme einem bundesrechtswidrigen Eingriff in sein betreibungsrechtliches Existenzminimum gleich und verunmögliche ihm den Aufbau einer stabilen Beziehung zu seinem Sohn. Das Recht auf Familie sei verletzt, wenn eine Betreuung des Kindes nicht mehr möglich sei, weil er, der Beschwerdeführer, sich ein Wochenende in der Schweiz mit seinem Sohn nicht mehr leisten könne und sich verschulden müsse. Ohne die Hilfe seiner Familie und der "immer weiteransteigenden Schuldenanhäufung" könnte er den Beschwerdegegner in der Schweiz gar nicht besuchen, was aufzeige, dass in sein betreibungsrechtliches Existenzminimum eingegriffen werde. Allein dass er von seinen eigenen Eltern unterstützt werde, heisse nicht, dass er diese Kosten nicht zurückzahlen müsse. Nachdem auf ein "Bring/Bring System" verzichtet worden sei und er für alle Übergaben aufkommen müsse, sei in der Unterhaltsberechnung zu seinen Gunsten zu berücksichtigen, dass die Kindsmutter keine Fahrtkosten habe. Gestützt auf diese Argumentation hält der Beschwerdeführer daran fest, in der Unterhaltsberechnung die vorinstanzlich ermittelten Fahrtkosten von monatlich Fr. 746.-- einzusetzen; eventualiter macht er Besuchsrechtskosten von mindestens Fr. 400.-- geltend. Was die Hotelübernachtungen in der Schweiz angeht, reicht der Beschwerdeführer im bundesgerichtlichen Verfahren Urkunden ins Recht, die für die Zeit vom 13. Juni 2022 bis zum 30. Januar 2024 Übernachtungskosten von insgesamt EUR 2'248.95 belegen sollen. Er folgert, dass ihm für Übernachtungen durchschnittlich monatliche Kosten von EUR 112.44 oder ca. Fr. 110.-- entstanden seien. Diese Kosten seien als Besuchsrechtskosten zu berücksichtigen, nachdem sich die Mutter Besuchswochenenden in Italien bis anhin widersetze. Bei fehlender Leistungsfähigkeit des besuchsberechtigten Elternteils sei eine Teilung der Kosten angezeigt und ein Ausgleich zwischen dem Nutzen des Besuchskontakts für das Kind und dem Interesse an der Deckung des Kindesunterhalts zu suchen. Ein solcher Ausgleich sei hier notwendig, um die Vater-Sohn-Beziehung zu ermöglichen. Der angefochtene Entscheid stehe zur tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch; die Leistungsfähigkeit von ihm, dem Beschwerdeführer, sei als Tatsache nicht berücksichtigt und Art. 276 i.V.m. Art. 285 ZGB damit krass verletzt worden.