Citation: 5A_1033/2017 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz verschiedene Fehler bei der Erstellung des Gutachtens vor: Die Gutachterin habe die Interaktion zwischen den Kindern und dem Beschwerdegegner nicht evaluiert, das Gutachten sei unvollständig und beruhe auf lückenhaften Sachverhaltsfeststellungen und es sei unberücksichtigt geblieben, dass der Beschwerdegegner die Kinder nach der Trennung monatelang nicht betreut, sich nicht gemeldet und den Unterhalt nicht bezahlt habe, weshalb die Beschwerdeführerin allein habe stabile Rahmenbedingungen für die Kinder schaffen müssen. Das Gutachten enthalte "praktisch keine Informationen" in Bezug auf die Betreuung der Kinder durch den Beschwerdegegner. Auch die Schlüssigkeit des Gutachtens stellt die Beschwerdeführerin in verschiedener Hinsicht in Frage. Willkürlich habe die Gutachterin weiter die Aussagen und Auffassungen der Parteien ungleich berücksichtigt. Denselben Vorwurf erhebt die Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit der Klärung der Bindungstoleranz der Parteien auch gegenüber dem Kantonsgericht. Alles in allem gehe es nicht an, dem Beschwerdegegner die Erziehungsfähigkeit gutachterlich zu attestieren. Stossend sei die Feststellung, dass die Betreuung durch Kinderbetreuerinnen ("Nannies") nicht optimal sei. Ausserdem habe das Kantonsgericht "wiederholt nicht auf professionelle und gut ausgebildete Gutachter" abgestellt "und damit die Verfahrensgarantien verletzt". Die Würdigung des Gutachtens und der weiteren Beweise rügt die Beschwerdeführerin sodann im Zusammenhang mit der Beziehung des Beschwerdeführers zu den Kindern bzw. dessen Übernahme von Betreuungsaufgaben als willkürlich. Willkürlich seien auch verschiedene Überlegungen des Kantonsgerichts rechtlicher Art. So hätte die Vorinstanz die erst zweijährige Tochter als Kleinkind zwingend unter die Obhut der Hauptbezugsperson stellen müssen, d.h. der Mutter. Da die Kinder unbestritten nicht zu trennen seien, hätten beide in ihre Obhut gegeben werden müssen. Der Beschwerdegegner übe sein Besuchsrecht nicht aus und betreue die Kinder nicht persönlich und schon gar nicht alleine. Die Obhut könne ihm daher nicht übertragen werden, zumal dadurch das Prinzip des Vorranges der Eigenbetreuung verletzt werde. Eine Obhutsumteilung dürfe ohnehin nicht ohne Not erfolgen, insbesondere dann nicht, wenn die Kinder seit über zwei Jahren durch die Mutter betreut würden und sich bei dieser wohl fühlten. Auch mit diesen weitschweifigen und sich teilweise wiederholenden Ausführungen begnügt die Beschwerdeführerin sich im Wesentlichen damit, ihre Sicht der Dinge sowie ihre Einschätzung der Sach- und Rechtslage dem angefochtenen Urteil gegenüberzustellen und dieses als willkürlich oder sonstwie verfassungswidrig zu bezeichnen. Dies genügt den an die Beschwerde zu stellenden Begründungsanforderungen nicht. Auf die Beschwerde ist auch insoweit nicht einzutreten.