Citation: 8C_27/2023 E. 5.2

5.2. Weiter legte das kantonale Gericht dar, der Beschwerdeführer habe seine Weigerung, am Einsatzprogramm B.________ teilzunehmen, mit Zwischenverdiensttätigkeiten im Pensum von 70 % begründet. Gemäss den Zwischenverdienstbescheinigungen der Schulleitung D.________, der E.________ AG und der F.________ AG habe das Arbeitspensum des Beschwerdeführers im Februar, März und April 2021 insgesamt jedoch bloss 54.9 %, 61.6 % bzw. 50.3 % und damit weit weniger als 70 % betragen. Insbesondere im Februar und April 2021 hätte er somit Kapazität für ein zusätzliches Pensum von mindestens 20 % gehabt, um am Einsatzprogram B.________ teilzunehmen. Zwischenverdiensttätigkeiten würden gegenüber arbeitsmarktlichen Massnahmen zwar Priorität geniessen, vorliegend wäre die Teilnahme jedoch zumindest teilweise mit den Tätigkeiten des Beschwerdeführers vereinbar gewesen. Im Rahmen der Bewerbung beim Einsatzprogramm hätte er seine zeitlichen Anliegen im Zusammenhang mit den Zwischenerwerbstätigkeiten geltend machen und beispielsweise einen für ihn günstigen Zeitraum für die Absolvierung des Programms wählen können, zumal davon auszugehen sei, dass er für die Erzielung des Zwischenverdienstes vorübergehend von der Teilnahme am Einsatzprogramm hätte dispensiert werden können. Durch sein Verhalten habe er nicht nur die Teilnahme am Einsatzprogramm abgelehnt, sondern auch eine für ihn gangbare Lösung vereitelt und damit die Schadenminderungspflicht verletzt. Dass die Teilnahme am Einsatzprogramm aus anderen Gründen im Sinne von Art. 16 Abs. 2 lit. c AVIG - etwa aufgrund der Betreuungspflichten gegenüber seinem Kind - unzumutbar gewesen wäre, mache der Beschwerdeführer nicht geltend und sei auch nicht ersichtlich. Da er ohne entschuldbaren Grund nicht am Einsatzprogramm teilgenommen habe, sei die Einstellung in der Anspruchsberechtigung wegen Nichtbefolgung von Weisungen der zuständigen Amtsstelle gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG rechtmässig erfolgt. Die Einstellungsdauer von 23 Tagen bewege sich im mittleren Bereich des mittelschweren Verschuldens. Gründe, welche ein Abweichen rechtfertigen würden, seien keine ersichtlich. Sowohl bezüglich der Einstellung in der Anspruchsberechtigung als auch der verfügten Einstelldauer sei der Einspracheentscheid des KIGA deshalb nicht zu beanstanden.