Citation: 4C.365/1999 11.01.2000 E. 3

3.- a) Auch in Bezug auf die zweite Investitionstranche (Fr. 30'000.--) besteht kein Grund zu einer Haftungsreduktion nach Art. 43 Abs. 1 OR. Für diese Tranche vereinbarten die Parteien keine "stop loss order". Dies hat das Obergericht berücksichtigt und den Anspruch des Klägers wegen Einwilligung in das hohe Risiko um einen Viertel gekürzt. Nach den Feststellungen des Obergerichts unterliess es der Beklagte aber, den Kläger über die bisherigen Verluste zu informieren, worin das Obergericht eine Verletzung der geschäftlichen Kontroll- und Überwachungspflichten sieht. b) Weshalb diese Verletzung anders als in Bezug auf die erste Einlage (Fr. 100'000.--) zu gewichten sein soll, zeigt der Beklagte nicht auf. Er beschränkt sich auf die - unbegründete - Rüge, die Vorinstanz habe eine Verschuldensabwägung unterlassen. Ein Verstoss gegen Art. 43 OR ist mithin nicht ersichtlich. In den übrigen Punkten beanstandet der Beklagte den angefochtenen Entscheid nicht.