Citation: 8C_122/2018 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz legte nachvollziehbar dar, weshalb das Gutachten des ABI den Anforderungen an die Beweiskraft genügt. Insbesondere führte es zutreffend aus, dass sich die beklagten Funktionseinbussen bei beiden Augen gerade nicht ophtalmologisch objektivieren liessen, da keine ophtalmologischen Erkrankungen bestehen, die eine praktische Erblindung verursachen könnten. Somatisch sind damit funktionelle Einbussen lediglich durch die diagnostizierte mässiggradige Einschränkung der Sehfähigkeit beidseits mit Blendungsempfindlichkeit und das wegen der Monokelsituation eingeschränkte Sehfeld sowie das fehlende Stereosehen auszumachen, woraus Dr. med. E.________ eine Arbeitsunfähigkeit von 30 % ableitete. Nicht zu beanstanden ist daher der vorinstanzliche Schluss, dass eine darüber hinaus bestehende Arbeitsunfähigkeit, nachdem weder aus neurologischer, orthopädischer oder allgemein-internistischer Sicht der Experten eine eingeschränkte Arbeitsfähigkeit anzunehmen ist, einzig mit der psychischen Erkrankung in Form der dissoziativen Sensibilitäts- und Empfindungsstörung begründet werden kann. In Kenntnis der somatischen Befunde schätzte der Psychiater Dr. med. D.________ die Arbeitsfähigkeit auf 60 % und nahm anlässlich der Stellungnahme vom 15. Dezember 2015 zum seitens des Ophtalmologen festgestellten teilweisen aggravatorischen Verhalten der Versicherten Stellung (vgl. Beurteilung des regionalen ärztlichen Dienstes [RAD] vom 24. November 2015). Dementsprechend fehl geht der Einwand der Beschwerdeführerin, die beiden Teilgutachten seien nicht aufeinander abgestimmt. Auch mit der konsensualen Einschätzung der somit um 40 % eingeschränkten Arbeitsfähigkeit erklärte sich der Ophtalmologe unterschriftlich einverstanden, weshalb die Vorinstanz diese Einschätzung ohne Bundesrecht zu verletzen übernehmen durfte. Dass bei der Beschwerdeführerin eine krankheitswertige Störung vorliegt, deren funktionellen Auswirkungen auch rechtlich zu berücksichtigen sind, ist unbestritten. Etwas Gegenteiliges, wie die Beschwerdeführerin behauptet, kann dem angefochtenen Entscheid nicht entnommen werden. Dass die vorinstanzlichen Feststellungen hinsichtlich Arbeitsfähigkeit offensichtlich unrichtig sein sollen, ist sodann nicht stichhaltig dargetan und ergibt sich auch nicht im Lichte der Rechtsprechung von BGE 141 V 281. In der ergänzenden Stellungnahme des ABI vom 15. Dezember 2015 äusserten sich der psychiatrische Teilgutachter sowie der ärztliche Leiter zum Schweregrad der Gesundheitsschädigung, zu den Ressourcen, zum Verlauf und den Behandlungsmöglichkeiten sowie zur Konsistenz. Die Vorinstanz zeigte in Würdigung der Aktenlage auf, dass ein stimmiges Gesamtbild vorliegt, dass auf eine erhebliche funktionelle Behinderung im gutachterlich festgestellten Ausmass schliessen lässt. Ihre Feststellung, die dissoziative Störung sei zumindest theoretisch behandelbar, hat die Vorinstanz nicht zum Nachteil der Versicherten verwendet, weshalb es keiner Weiterungen hierzu bedarf. Eine eingehendere Prüfung der Indikatoren erübrigte sich nach dem Gesagten (vgl. BGE 143 V 218 E. 7.1 S. 428; BGE 141 V 281 E. 4.1.1 S. 296 f. und E. 8 S. 309), zumal die Beschwerdeführerin nicht darzulegen vermag, dass die Beweiswürdigung und Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz hinsichtlich des Ausmasses der Arbeitsunfähigkeit Bundesrecht verletzt. Somit bleibt die auf dem Gutachten beruhende Feststellung betreffend die Arbeitsfähigkeit verbindlich (E. 1).