Citation: 6B_141/2020 E. 1.4

1.4. Der Beschwerdeführer setzt sich damit zu Unrecht nicht auseinander und legt nicht dar, dass und weshalb die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen geradezu willkürlich sein könnten. Nicht zu hören ist er daher, soweit er von den vorinstanzlichen Feststellungen abweicht und geltend macht, er habe auf die von einem Kollegen bzw. der Polizei erhaltenen Informationen vertraut. Dies stellt die Vorinstanz gerade nicht fest. Die Vorinstanz hält gestützt auf die Aussagen des Beschwerdeführers vielmehr willkürfrei für erwiesen, dass sich dieser der Unrechtmässigkeit seines Verhaltens bewusst war. Gemäss Art. 97 Abs. 1 lit. f SVG wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer falsche oder verfälschte Kontrollschilder verwendet. Originalgetreue Kopien echter Kontrollschilder sind gemäss der Rechtsprechung falsch im Sinne von Art. 97 Abs. 1 lit. f SVG (BGE 143 IV 515 E. 1.2.2 S. 518). Lediglich mit einer Busse wird gemäss Art. 96 Abs. 1 lit. a SVG jedoch bestraft, wer ein Motorfahrzeug ohne die erforderlichen Kontrollschilder führt. Unerheblich ist, dass der Beschwerdeführer diese Unterscheidung nicht kannte. Entscheidend für die Annahme eines Rechtsirrtums ist gemäss den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz nicht, ob dieser die rechtliche Qualifikation seines Verhaltens als Missbrauch von Kontrollschildern im Sinne von Art. 97 Abs. 1 lit. f SVG und damit als Vergehen (vgl. Art. 10 Abs. 3 StGB) kannte, sondern dass er um die Unrechtmässig keit seines Verhaltens wusste.