Citation: 9C_272/2014 E. 3.4

3.4. Dem Beschwerdeführer ist darin Recht zu geben, dass bei den gegebenen Umständen, insbesondere seinem Alter von 623 /4 Jahren im Zeitpunkt der Verfügung vom 18. September 2013, der zeitliche Horizont für eine Anstellung zu kurz war. Seit der Erstellung des rheumatologischen Gutachtens am 8. Januar 2013 war zwar endgültig klar, dass die bisherige selbstständige Tätigkeit nicht weiter ausgeübt werden kann. Die Aufgabe einer Einzelfirma ist jedoch nicht von einem Tag auf den anderen zu bewerkstelligen. Es verblieb ihm somit nicht mehr eine Aktivitätsdauer von drei Jahren. Eine Umschulung war nicht mehr sinnvoll, eine Umstellung von der selbstständigen zur unselbstständiger Erwerbstätigkeit zwar zumutbar, aber nur theoretisch, da völlig unwahrscheinlich, dass er nach so langer Selbstständigkeit kurz vor Eintritt ins AHV-Alter noch eine Anstellung gefunden hätte, zumal er gesundheitliche Schwierigkeiten hat. Insgesamt fehlt es an einer wirtschaftlich verwertbaren Resterwerbsfähigkeit. Da der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs und die Rente vom Beginn des Monats an ausbezahlt wird, in dem der Rentenanspruch entsteht (Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG), hat der Beschwerdeführer, der sich am 14. Oktober 2011 zum Leistungsbezug anmeldete, Anspruch auf eine ganze Invalidenrente ab 1. April 2012.