Citation: 8C_284/2023 E. 5.2

5.2. Die Argumentation des Beschwerdeführers ist letztlich so zu verstehen, dass das Invalideneinkommen - entgegen der Verfügung der IV-Stelle - nicht durchgehend auf der Basis der LSE-Tabellenlöhne des BFS, sondern für die Zeit zwischen dem Unfall vom 18. Oktober 2020 und dem 1. Juni 2021 anhand des ihm damals noch möglichen Arbeitspensums als Zahnarzt hätte ermittelt werden müssen. Wie er in letzter Instanz zutreffend geltend macht, setzte sich das kantonale Gericht mit diesem Vorbringen nicht auseinander, sondern prüfte lediglich, ob die IV-Stelle bei der Berechnung des Invalideneinkommens auf die richtige LSE-Tabelle abgestellt hatte. Indem es nicht einmal implizit auf die Argumentation des Beschwerdeführers einging, verletzte es dessen Gehörsanspruch, was grundsätzlich zur Gutheissung der Beschwerde und zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids führt (BGE 149 I 91 E. 3.2; 137 I 195 E. 2.2; je mit Hinweis). Eine Rückweisung an die Vorinstanz ohne materielle Prüfung würde jedoch, wie sogleich dargelegt wird, vorliegend zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu einer unnötigen Verzögerung des Verfahrens führen, weshalb darauf zu verzichten ist (vgl. BGE 142 II 218 E. 2.8.1 mit Hinweisen).