Citation: 9C_166/2020 E. 3.2.1

3.2.1. In der angefochtenen Nichtsistierungsverfügung wurde erwogen, dass gemäss Art. 126 Abs. 1 ZPO, welche Bestimmung gestützt auf § 28 lit. a des Gesetzes des Kantons Zürich vom 7. März 1993 über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer; LS 212.81) in sozialversicherungsrechtlichen Beschwerdeverfahren sinngemäss Anwendung finde, Verfahren sistiert würden, wenn die Zweckmässigkeit dies verlange, etwa wenn der Entscheid vom Ausgang eines anderen abhänge. Das kantonale Gericht ist vor diesem Hintergrund zum Schluss gelangt, die Beurteilung, ob die von der Beschwerdegegnerin verfügte Rückforderung der vom 1. Oktober 2005 bis 31. Dezember 2017 ausgerichteten Rentenleistungen rechtmässig sei, hänge nicht vom Ausgang des gegen den Beschwerdeführer eingeleiteten Strafprozesses sondern in erster Linie vom - noch hängigen - Verfahren betreffend rückwirkender Aufhebung der Invalidenrente ab. Ferner gelte es, so die vorinstanzlichen Ausführungen im Folgenden, bezüglich der in Art. 25 Abs. 1 Satz 1 in Verbindung mit Abs. 2 ATSG für die Rückerstattung unrechtmässig bezogener Leistungen verankerten Verwirkungsfrist zu unterscheiden zwischen der ordentlichen fünfjährigen Frist gemäss Satz 1 der letztgenannten Bestimmung und derjenigen gemäss Satz 2, deren (längere) Dauer sich nach der allenfalls im Raum stehenden strafbaren Handlung richte. Der Ausgang des strafrechtlichen Prozesses wirke sich deshalb insofern auf den Umfang des zu beurteilenden Rückforderungsanspruchs aus, als zu prüfen sei, ob die längere strafrechtliche Verjährungsfrist gemäss Art. 25 Abs. 2 Satz 2 ATSG zur Anwendung gelange. Sollte aber, wie das kantonale Gericht im Weiteren darlegt, das Strafverfahren noch längere Zeit andauern, werde hinsichtlich der Rückerstattung der innerhalb der ordentlichen Verwirkungsfrist möglicherweise zu Unrecht bezogenen Rentenleistungen ein Teilentscheid zu fällen und gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt das derart abgetrennte Verfahren, welches sich auf die Frage der Rückerstattung der weiter zurückliegenden Rentenauszahlungen beschränkte, zu sistieren sein. Abschliessend sei somit aktuell kein Grund ersichtlich, der eine Sistierung des Verfahrens bis zum Abschluss des Strafprozesses als zweckmässig erscheinen lasse.