Citation: 4A_665/2014 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz hat das Vorliegen dieser Voraussetzungen verneint. Dem Vorbringen der Beschwerdeführerin, es bestehe ein Zusammenhang mit dem Verfahren gemäss Art. 85a Abs. 2 SchKG vor Bezirksgericht Hochdorf betreffend Nichtigkeit der Betreibung Nr. xxx des Betreibungsamtes Emmen, hielt sie entgegen, vorliegend gehe es um einen reinen Forderungsprozess. In diesem werde entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin nicht über die Verwertung der beiden in ihrem Eigentum stehenden Grundstücke entschieden, da der negativen Feststellungsklage gemäss Art. 88 ZPO die spezifisch betreibungsrechtliche Wirkung der Klage nach Art. 85a SchKG abgehe. Somit gehe es nicht um einen Prozess über das einzige Aktivum der Beschwerdeführerin. Überdies sei nicht klar, wer an der Beschwerdeführerin wirtschaftlich berechtigt sei. Der an der mündlichen Verhandlung betreffend unentgeltliche Rechtspflege befragte Verwaltungsratspräsident C.________ habe angegeben, es seien "verworrene Verhältnisse". Seines Erachtens sei D.________ der wirtschaftlich Berechtigte. Wäre er es aber nicht, so wäre es E.________. Auch dieser sei aber mittellos, andernfalls seine (C.________s) Betreibung gegen E.________ (Forderung betreffend Parteientschädigung für die Verfahren im Kanton Aargau) erfolgreich gewesen wäre. Da somit beide möglichen wirtschaftlich Berechtigten mittellos seien, so der Befragte C.________, komme es nicht darauf an, wer tatsächlich wirtschaftlich Berechtigter sei. Nach Auffassung der Vorinstanz hat aber eine juristische Person darzulegen und zu beweisen, welche natürlichen Personen an ihr wirtschaftlich berechtigt und interessiert sind und dass diese Personen mittellos sind. Ob allenfalls E.________ wirtschaftlich Berechtigter sei, liess die Vorinstanz offen, weil die Beschwerdeführerin die Mittellosigkeit von E.________ zwar behauptet, aber nicht belegt habe. Die Vorinstanz kam sodann zum Schluss, im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung habe wohl auch C.________ ein wirtschaftliches Interesse an der Beschwerdeführerin. Er habe anlässlich seiner Befragung selbst angegeben, er sei nicht mittellos. In Bezug auf D.________ ging sie davon aus, sofern er selbst bedürftig sei und keine Investoren finde, könne er die Aktien der Beschwerdeführerin nicht erwerben und komme als wirtschaftlich Berechtigter nicht in Betracht. Daher sei der Entscheid der Einzelrichterin am Bezirksgericht Luzern unabhängig von den finanziellen Verhältnissen von D.________ nicht zu beanstanden.