Citation: 5A_977/2020 E. 2.4.1

2.4.1. In seiner Stellungnahme zum Rechtsöffnungsgesuch hat der Beschwerdeführer die Aussetzung des Verfahrens verlangt, bis die Anwaltskommission des Kantons Schwyz ihm die Entbindung vom Anwaltsgeheimnis erteilt habe. Sein Antrag stand in Zusammenhang mit möglichen Schadenersatzansprüchen gegen den Gesuchsteller, deren Klärung nicht im hängigen Verfahren erfolgen könne. Die Vorinstanz hat eingeräumt, dass die Rechtsöffnungsrichterin dazu nicht ausdrücklich Stellung genommen habe. Indes habe sie über sein Begehren konkludent befunden, indem sie aufgrund seiner Ausführungen in der Gesuchsantwort und der eingereichten Akten entschieden hatte. Damit falle die Aufhebung des angefochtenen Entscheides wegen einer Gehörsverletzung ausser Betracht. Zudem würde - aufgrund der freien Prüfung im konkreten Verfahren - eine Rückweisung nur einen formalistischen Leerlauf verursachen. Die Sistierung aus Gründen der Zweckmässigkeit, namentlich wenn der Entscheid vom Ausgang eines andern Verfahrens abhängig sei (Art. 126 Abs. 1 ZPO), stehe im Widerspruch zur gebotenen Raschheit des Rechtsöffnungsverfahrens. Konkret seien die Einwände sofort glaubhaft zu machen (Art. 82 Abs. 2 SchKG) und die Einräumung zur Stellungnahme habe sofort zu erfolgen und der Entscheid über das Gesuch müsse innert fünf Tagen gefällt werden (Art. 84 Abs. 2 SchKG). Zudem trete mit der Stellungnahme des Gesuchsgegners grundsätzlich der Aktenschluss ein, womit spätere Beweiseingaben von seiner Seite nicht möglich seien. Damit falle eine Sistierung des Verfahrens zur Aufhebung des Anwaltsgeheimnisses und anschliessender Klärung der Schadenersatzansprüche offensichtlich ausser Betracht.