Citation: 9C_59/2016 E. 6.1

6.1. Im psychiatrischen Gutachten des PD Dr. med. B.________ wurden als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung (F62.0) sowie der Verdacht auf eine kombinierte Persönlichkeitsstörung (F61.0) gestellt. Dass dem Gutachten in diagnostischer Hinsicht Beweiswert zukommt, ist unbestritten und gibt zu keinen Bemerkungen Anlass. Umstritten ist hingegen die vom Experten daraus abgeleitete 70 %ige Arbeitsunfähigkeit ab März 2009 (ausgenommen die Zeiträume von August 2010 bis März 2011 und von November 2011 bis Februar 2012 mit je 50 %iger Arbeitsunfähigkeit) bzw. 60 %ige Arbeitsunfähigkeit ab September 2014. Wie die Beschwerdeführerin zu Recht vorbringt, ist es eine frei überprüfbare Rechtsfrage, ob die im Gutachten des PD Dr. med. B.________ gestellten psychiatrischen Diagnosen einen invalidisierenden Gesundheitsschaden nach Art. 4 Abs. 1 IVG darstellen (BGE 140 V 193 E. 3.1 f. S. 195 f.; Urteil 8C_441/2015 vom 21. August 2015 E. 3). Im psychiatrischen Kontext kommt es grundsätzlich nicht auf die Diagnose, sondern einzig darauf an, welche Auswirkungen eine Erkrankung auf die Arbeitsfähigkeit hat. Massgebend ist in erster Linie der lege artis erhobene psychopathologische Befund und der Schweregrad der Symptomatik (statt vieler: Urteile 9C_190/2016 vom 20. Juni 2016 E. 4 und 9C_634/2015 vom 15. März 2016 E. 6.1; je mit Hinweisen).