Citation: 6B_880/2009 30.03.2010 E. 6

6.1 Der Beschwerdeführer rügt, das angefochtene Urteil äussere sich nicht zum Tatbestand der Misswirtschaft nach Art. 165 StGB, womit die Begründungspflicht und sein Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt würden (Beschwerde S. 30). In der Berufungsbegründung setzte sich der Beschwerdeführer lediglich mit dem Vorwurf der qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung hinsichtlich der Karibik-Reise auseinander. Ausführungen, weshalb der Tatbestand der Misswirtschaft nicht erfüllt sei, fehlen. Aus diesem Grund trat die Vorinstanz auf die Berufung nicht ein (angefochtenes Urteil E. 2.1 S. 5). Von einer Verletzung der Begründungspflicht und dem Anspruch auf rechtliches Gehör kann keine Rede sein. 6.2 Hinsichtlich der Konkurrenz zwischen ungetreuer Geschäftsbesorgung und Misswirtschaft macht der Beschwerdeführer geltend, es sei nicht ersichtlich, inwiefern der Unrechtsgehalt nicht bereits durch eine der Bestimmungen abgedeckt sei. Er könne nicht wegen beider Straftatbestände verurteilt werden (Beschwerde S. 31). Dieselbe Handlung des Geschäftsführers kann im Fall der Eröffnung des Konkurses über die AG sowohl den Tatbestand der ungetreuen Geschäftsführung als auch den Tatbestand der Misswirtschaft erfüllen. Aufgrund der unterschiedlichen geschützten Rechtsgüter besteht Idealkonkurenz. Es handelt sich um eine überschneidende Idealkonkurrenz. Wenn infolge der den Tatbestand der ungetreuen Geschäftsführung erfüllenden Handlungen der Konkurs über die AG eröffnet wird, überschneiden sich die Tatbestände in ihrem Unrechtsgehalt nicht unerheblich (BGE 117 IV 259 E. 6 S. 269 mit Hinweis). Dies schliesst jedoch Idealkonkurrenz nicht aus, sondern betrifft das Ausmass der gemäss Art. 49 Abs. 1 StGB (bzw. Art. 68 Ziff. 1 Abs. 1 aStGB) vorzunehmenden Straferhöhung (BGE 113 IV 63 E. 3 S. 67). Dass die Strafe in Verkennung dieses Gesichtspunktes ausgefällt worden sei, wird aber in der Beschwerde nicht geltend gemacht und ist auch nicht ersichtlich.