Citation: 8C_844/2016 E. 6.2

6.2. Bei den Renten der Invalidenversicherung ist grundsätzlich jede Änderung des Sachverhalts, die zu einer Über- oder Unterschreitung eines Schwellenwertes (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG) führt, als erheblich zu betrachten (BGE 133 V 545 E. 6 und 7 S. 546 ff.; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 165, 9C_8/2010 E. 3.1). Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig zu prüfen (SVR 2011 IV Nr. 81 S. 245, 9C_223/2011 E. 3.1; vgl. auch BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 10). Indessen genügt für eine Rentenanpassung nicht bereits "irgendeine" Veränderung im Sachverhalt. Fällt lediglich ein verändertes erwerbliches Arbeitspensum in Betracht, bildet dies nur dann einen Revisionsgrund, wenn es den Rentenanspruch berührt (BGE 141 V 9 E. 5.2 S. 12 f.; SVR 2011 IV Nr. 81 S. 245 E. 3.2). Dass dies im vorliegenden Fall zuträfe und sich die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit im erfolgten Ausmass für sich alleine auf den Rentenanspruch der Beschwerdegegnerin auswirken würde, ist nicht erstellt. Anderseits macht die IV-Stelle auch keine Gründe für eine diesbezügliche Praxisänderung (vgl. BGE 140 V 538 E. 4.5 S. 541) geltend.