Citation: 8C_92/2018 E. 5.2.1

5.2.1. Es fällt auf, dass die Vorinstanz die Chirurgische Beurteilung des Dr. med. H.________ sinngemäss anhand der Richtlinien beurteilt, die nach der Rechtsprechung für die Beweiswürdigung von Gutachten versicherungsexterner Spezialärzte gelten. Demnach ist externen Beurteilungen, die nach Art. 44 ATSG im Verwaltungsverfahren eingeholt wurden, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. BGE 137 V 210 E. 1.3.4 S. 227; 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). Beim Bericht des Dr. med. H.________ handelt es sich jedoch um eine versicherungsinterne Aktenbeurteilung, die unter wesentlich weniger strengen Voraussetzungen erschüttert werden kann, da (wie in E. 2.2 gezeigt) bereits bei geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit an einer solchen Abklärung nicht mehr darauf abgestellt werden darf. Indem die Vorinstanz diesen Grundsatz nicht beachtete, verletzte sie Bundesrecht.