Citation: 7B_448/2023 E. 3.5.10

3.5.10. Ebenso wenig zu beanstanden ist entgegen der Beschwerde (S. 7) die gutachterliche Feststellung, wonach nur wenige Prognoseinstrumente das Zieldelikt der Brandstiftung abdecken (Gutachten S. 29). Der Gutachter wendet vorliegend beim Beschwerdeführer das Prognoseinstrument FOTRES an. Er wählt dabei die Risikoeigenschaft "Brandstiftung" (a.a.O. S. 29 f.). Gemäss dem Gutachter stützen die Ergebnisse des Prognoseinstruments FOTRES die von ihm vorgenommene Risikoeinschätzung: Es bestehe eine deutliche Rückfallgefahr für Delikte ähnlich der aktuell vorgeworfenen Taten, also von Brandstiftungen (a.a.O. S. 40). Mit diesen gutachterlichen Feststellungen setzt sich der Beschwerdeführer nicht begründet auseinander (Art. 42 Abs. 2 BGG). Insbesondere macht er zu Recht nicht etwa geltend, dass sich der Gutachter allein bzw. im Wesentlichen auf die Ergebnisse von FOTRES gestützt hätte, ohne eine differenzierte und individuelle Einzelfallanalyse vorzunehmen (vgl. Urteil 6B_766/2022 vom 17. Mai 2023 E. 4.8, zur Publ. vorgesehen). Zu berücksichtigen ist zudem, dass es sich bei der Beurteilung der Rückfallgefahr immer um Wahrscheinlichkeitsangaben handelt, da Gefährlichkeitsprognosen naturgemäss unsicher und schwierig sind (vgl. oben E. 3.5.2). Dass der Gutachter vorliegend beim Beschwerdeführer das Prognoseinstrument FOTRES anwendet, ist nicht zu beanstanden, zumal im Rahmen der geltenden wissenschaftlichen Standards Methodenfreiheit besteht (vgl. Urteil 6B_766/2022 vom 17. Mai 2023 E. 4.2, zur Publ. vorgesehen).