Citation: 6B_98/2024 E. A

A.________ wird unter anderem und zusammengefasst vorgeworfen (Anklageziffer A), er sei am 1. August 2021 beim Hintereingang des Clubs C._________ an der U.________strasse in V.________ mit grossen Schritten auf B.________ zugegangen, habe ihn beschimpft und mit beiden Händen am Hals gepackt und ihn gegen die Hauswand gedrückt. Sodann habe er mit einem spitzigen Gegenstand, mutmasslich einer Messerklinge, ein Mal kräftig und mit Schwung von oben herab auf den linken Hals von B.________ eingestochen, wobei dieser sich gerade noch mit der rechten Hand vor dem Kopf/Hals zu schützen versucht habe und seitlich nach hinten ausgewichen sei. Trotzdem habe ihn die Messerklinge am Hals und an der rechten Hand getroffen und an den besagten Körperstellen zwei blutende Schnitt-/Stichverletzungen verursacht. Unmittelbar danach habe A.________ mit der Messerklinge noch ein zweites Mal zugestochen, dieses Mal kräftig in die linke untere Bauchflanke, wobei die Spitze durch das Hautepithel durchgedrungen und ins Körperinnere gedrungen sei. Da der Stich schnell erfolgt sei, habe B.________ keine Abwehrbewegung tätigen oder ausweichen können. B.________ habe mehrere Stich-/Schnittverletzungen erlitten, die im Spital notfallmässig hätten operiert werden müssen. Die Anklage wirft A.________ in subjektiver Hinsicht vor, anlässlich der beiden wuchtigen Einstiche in die linke Halsseite und den Unterbauch von B.________ mit der Messerklinge habe er um das möglicherweise Anstechen von in unmittelbarer Nähe zu den Stichverletzungen entfernten lebenswichtigen Organen und die damit verbundenen tödlichen Folgen für B.________ gewusst. A.________ habe diese Todesfolge gewollt oder sie zumindest in Kauf genommen. Nur dank der schnellen Reaktionsfähigkeit von B.________ sei die Messerklinge nicht tiefer in den Körper eingedrungen und habe nicht zu dessen Ableben geführt.