Citation: 5P.96/2006 23.06.2006 E. 1

1.1 Der Beschwerdeführer rügt zunächst eine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV bzw. von Art. 6 Ziff. 1 EMRK: Der erstinstanzliche Eheschutzrichter habe sein mehrfach vorgebrachtes Begehren um Einsichtnahme in das Protokoll der Verhandlung vom 14. Juli 2005 abgelehnt. Nachdem er, der Beschwerdeführer, seinen Antrag im Rekursverfahren wiederholt habe, sei ihm das verlangte Protokoll vom Kantonsgericht zwar zugestellt worden, aber nur einen Tag vor Erlass des angefochtenen Entscheids und lediglich zur Kenntnisnahme. Letzteres indiziere, dass die kantonale Rekursinstanz eine Stellungnahme auch gar nicht mehr zugelassen hätte. Da er mithin sich zum erwähnten Protokoll nicht habe äussern können, sei sein Anspruch auf rechtliches Gehör missachtet worden. 1.2 Der Anspruch auf Gewährung des rechtlichen Gehörs umfasst als Teilgehalt auch das Recht, Einsicht in alle Akten zu nehmen, die geeignet sind, Grundlage des späteren Entscheids zu bilden, und sich dazu zu äussern (BGE 129 I 85 E. 4.1 S. 88 f.; 121 I 225 E. 2a S. 227; 119 Ib 12 E. 6b S. 20). Das in Frage stehende Verhandlungsprotokoll hat der Beschwerdeführer nach seinen eigenen Ausführungen kurz vor Fällung des angefochtenen Entscheids zugestellt erhalten. Er legt in keiner Weise dar, dass und inwiefern er den Rekurs an das Kantonsgericht anders begründet hätte, wenn er vom Inhalt des Protokolls früher Kenntnis erlangt hätte, und macht denn auch keine Widersprüche zwischen dem Entscheid der ersten Instanz und dem Protokoll geltend. Ist aber mithin nicht dargetan, dass eine (frühere) Kenntnis des Protokolls für den weiteren Verfahrensverlauf, namentlich für die Begründung des kantonalen Rekurses, von Bedeutung gewesen wäre, stösst die Rüge der Gehörsverweigerung ins Leere.