Citation: 1C.2/1999 01.10.2002 E. 3.1.4

3.1.4. Im Übrigen wendet der Kläger ein, dass die erwähnten Vorwürfe der Haftverfügung nicht zu Grunde liegen; im Haftbefehl sei einzig das angebliche Ausstellen falscher Jahresrechnungen bzw. Revisionsberichte aufgeführt. In der Haftverfügung ist der Tatverdacht allgemein umschrieben und nur hinsichtlich der angeblich falschen Jahresrechnungen bzw. Revisionsberichte konkreter gefasst. Die schriftliche Begründung der Haftverfügung lässt jedoch keinen Zweifel offen, dass nebst dem genannten Vorhalt noch andere erhoben wurden, die den Tatbestand des Betrugs bzw. der Urkundenfälschung erfüllen würden. Diese Vorwürfe waren denn auch in der Inhaftierungseinvernahme zur Sprache gekommen. Entgegen der Ansicht des Klägers war deshalb nicht einzig der Verdacht, falsche Jahresrechnungen bzw. Revisionsberichte ausgestellt zu haben, für die Haftanordnung massgebend. Der klägerische Einwand ändert somit nichts daran, dass die Annahme eines dringenden Tatverdachts im oben dargelegten Sinn als gerechtfertigt erscheint. Eine andere Frage ist freilich, ob der Kläger bei der Hafteröffnung ausreichend über den Tatverdacht informiert worden ist (s. unten E. 4.1 ff.). Bei dieser Sachlage erübrigen sich vorderhand Ausführungen zum hinreichenden Tatverdacht bezüglich des Vorwurfs, falsche Jahresrechnungen bzw. Revisionsberichte ausgestellt zu haben.