Citation: 1P.45/2005 04.05.2005 E. A

X.________ hatte sich im April 2002 um die Miete der von F.Y.________ inserierten, im Eigentum ihres Vaters stehenden 4 1/2-Zimmerwohnung in Zermatt beworben. Zwischen den Parteien sind Einzelheiten der Vertragsverhandlungen strittig. Bevor ein schriftlicher Mietvertrag unterzeichnet worden war, erlaubte F.Y.________ X.________ und dessen Freundin A.________, in die Wohnung einzuziehen. In der Folge erfuhr sie, dass gegen X.________ Betreibungen in sechsstelliger Höhe liefen. Am 21. Juni 2002 erhob sie beim Bezirksgericht des Bezirkes Visp gegen X.________ und A.________ "Klage aus Besitzentziehung gemäss Art. 927 ZGB/Mieterausweisung". Anlässlich der Gerichtsverhandlung vom 12. Juli 2002 wurden F.Y.________ und X.________ nach richterlichem Hinweis auf die Wahrheitspflicht und auf die Straffolgen einer falschen Beweisaussage gemäss Art. 306 StGB einvernommen. Während F.Y.________ deponierte, sie habe X.________ gefragt, ob gegen ihn Betreibungen offen seien, was er verneint habe, gab X.________ an, nicht nach Betreibungen gefragt worden zu sein. F.Y.________ zog die Klage gegen A.________ an der Verhandlung zurück. Die Klage gegen X.________ wies der Richter II mit Urteil vom selben Tage ab.