Citation: 8C_247/2024 E. 4.2.1

4.2.1. Die Vorinstanz stellte nach einlässlicher Würdigung der durch Dr. med. B.________ erhobenen neurologischen und psychiatrischen Befunde sowie der neuropsychologischen Untersuchungsergebnisse fest, objektiv liege allenfalls eine minime neuropsychologische Störung vor. Zusammenfassend stehe die Präsentation einer erheblichen Behinderung nicht im Einklang mit der Verhaltensbeobachtung und dem klinischen Befund. Es ergebe sich ein unschlüssiges, inkonsistentes Bild. Mit dem unauffälligen psychopathologischen Befund lasse sich die subjektive Einschätzung der Beschwerdeführerin, überhaupt nicht mehr arbeiten zu können, nicht begründen. Die von der behandelnden Psychiaterin Dr. med. D.________ attestierte vollständige Arbeitsunfähigkeit wegen der diagnostizierten Myalgischen Enzephalomyelitis bzw. des Chronischen Fatigue Syndroms (ME/CFS; ICD-10 G93.3) nach Covid-Erkrankung (Berichte vom 14. Februar 2022, 6. Juni 2022, 15. Juni 2022 und 21. November 2022 sowie Schreiben vom 29. August 2022) sei daher gemäss Dr. med. B.________ nicht nachvollziehbar. Die neurologische Begutachtung habe ferner keine nachweisbaren neurologischen oder zentralnervösen Störungen ergeben. Die apparative Zusatzdiagnostik sowie die klinisch-neurologischen Untersuchungen seien weitgehend unauffällig gewesen. Auch dem im Schreiben vom 15. Februar 2023 u. a. festgehaltenen Long- oder Post-Covid-Syndrom hätten Dr. med. B.________ und Dr. sc. hum. dipl. psych. C.________ in ihrer Stellungnahme vom 20. März 2023 nicht folgen können. Die Vorinstanz stellte gestützt auf die Darlegungen der Experten fest, die behandelnde Psychiaterin habe auf die subjektiven Angaben abgestellt und unkritisch ein Post-Covid-Syndrom diagnostiziert, ohne Differentialdiagnosen zu erwägen.