Citation: 4A_196/2022 E. 3.1

3.1. Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanzen würdigten die zwischen den Parteien strittige Frage der Tilgung des Mietzinses für den Monat März 2021 bundesrechtswidrig. Sie nähmen fälschlicherweise an, dass bei der Zahlung der Mietzinsen für den Monat März 2021 eine Zahlungslücke entstanden sei, sodass im Zeitpunkt der Kündigung ein Kündigungsgrund bestanden habe. Die Erstinstanz ziehe bei ihrer Beweiswürdigung das Vorbringen der Beschwerdeführerin nicht in Erwägung, dass mit der Auszahlung der Schlichtungsbehörde vom 24. Februar 2021 der Mietzins für den Monat März 2021 getilgt worden sei. Die Vorinstanz stelle im angefochtenen Entscheid in Abrede, dass diese Tilgung bereits Thema vor der Erstinstanz gewesen sei und behaupte, dies sei ein Vorbringen von neuen Tatsachen. Aus ihrer erstinstanzlichen Stellungnahme vom 12. Juli 2021, Seite 11 Rz. 36, lasse sich aber klar entnehmen, dass sie bereits vor der Erstinstanz vorgebracht habe, dass mit der Auszahlung der Schlichtungsbehörde der Mietzins für den Monat März 2021 getilgt worden sei. Eine allfällige Novenschranke könne nicht greifen.