Citation: 1A.112/2002 18.06.2002 E. A

Das Bundeskriminalamt Wiesbaden beantragte beim Bundesamt für Justiz (im Folgenden abgekürzt: BJ) mit Schreiben vom 27. Mai 2002 die Auslieferung des italienischen Staatsangehörigen X.________ zur Verfolgung wegen der diesem im Haftbefehl der 3. Strafkammer des Landgerichts Neuruppin vom 18. März 2002 zur Last gelegten Straftaten (Betrug in zwei Fällen). Am 30. Mai 2002 ordnete das BJ die provisorische Auslieferungshaft gegen X.________ an. Dieser wurde am gleichen Tag in Zürich festgenommen. Bei seiner Befragung durch den Bezirksanwalt am Morgen des 31. Mai 2002 stimmte er einer formlosen Auslieferung zu. Das BJ bewilligte am selben Tag um 13.25 Uhr die vereinfachte Auslieferung von X.________ an Deutschland. Mit Faxeingabe seines Anwalts vom 31. Mai 2002, die um 14.27 Uhr beim BJ einging, widerrief X.________ die Zustimmung zur vereinfachten Auslieferung. In der Folge teilte das BJ dem Anwalt mit, dass es die Auslieferung bereits bewilligt habe und der Widerruf unbeachtlich sei.