Citation: 5A_455/2008 07.10.2008 E. 4

4.1 Damit hat sich die Vorinstanz auf die ihr im Zeitpunkt des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege vorgelegenen Unterlagen gestützt. Zwischen dem Gesuch und dem erstinstanzlichen Urteilsspruch liegt fast ein Jahr, welcher Zeitraum für eine Beurteilung der Prozesschancen indes durchaus noch realistisch sein dürfte. Aus diesem Grunde musste die Vorinstanz im Hinblick auf die Prüfung der Prozessaussichten für die Regelung des persönlichen Verkehrs die Beschwerdeführerin nicht bereits anhören. 4.2 Aufgrund der Berufungserklärung ist nicht erkennbar, inwiefern die Beschwerdeführerin vor Obergericht neue Tatsachen und Beweise anbringen will. Dies ist gemäss kantonalem Recht im Scheidungsverfahren zulässig und hat anlässlich der Begründung und Beantwortung der Berufung oder Anschlussberufung zu erfolgen (Art. 349 Abs. 3 ZPO/SH). Gemäss Aktenlage war dies bisher nicht der Fall und eine Verhandlung hat ebenfalls noch nicht stattgefunden (Art. 350 Abs. 1 ZPO/SH). Damit fehlen jegliche Angaben über die Einwände der Beschwerdeführerin gegen die erstinstanzliche Regelung des persönlichen Verkehrs. Die Prozessaussichten sind daher im Rahmen der nunmehr erhobenen Rügen und anhand des angefochtenen Sachentscheides sowie der kantonalen Akten zu beurteilen. Dass ihr das kantonale Verfahrensrecht einen Anspruch auf vorgängige Anhörung zu den Prozessaussichten einräumt, macht die Beschwerdeführerin nicht geltend. Sie bringt indes vor, dass die Vorinstanz bis anhin die Praxis gepflegt habe, dem Gesuchsteller bei unklaren Prozessaussichten Gelegenheit zur Stellungnahme einzuräumen. Indem sie im konkreten Fall nicht so vorgegangen sei, habe diese ihr rechtliches Gehörs verletzt. Der Hinweis auf die kantonale Gerichtspraxis wird von der Beschwerdeführerin in keiner Weise belegt, so dass offen bleiben kann, ob ihr in einem solchen Fall ein Recht auf Stellungnahme zu den Prozessaussichten zugestanden hätte. 4.3 Die Beschwerdeführerin führt aus, in der Zwischenzeit habe sich die Beziehung zwischen Vater und Tochter massiv verschlechtert. Y.________ sei nicht mehr zu bewegen, den Vater zu besuchen. Auch die Beiständin habe keine Lösung des Problems herbeiführen können. Damit könne sie nichts zur Durchsetzung der an sich gutgemeinten und sinnvollen Besuchsrechtsregelung beitragen. Bei diesem Vorbringen handelt es sich um ein echtes Novum, das im vorliegenden Verfahren nicht berücksichtigt werden kann (E. 1.2). Die Vorinstanz hat die Aussichtslosigkeit des Begehrens um eine Einschränkung des persönlichen Verkehrs mit dem Hinweis auf den Bericht der Vormundschaftsbehörde, dem Einverständnis der Eltern sowie der Verantwortung der Beiständin begründet (E. 3). Dazu lässt sich die Beschwerdeführerin mit keinem Wort vernehmen. Die Beschwerde erschöpft sich damit in unzulässigen und ungenügend begründeten Vorbringen.