Citation: 9C_315/2020 E. A

Die 1961 geborene A.________ war seit August 2000 als Produktionsmitarbeiterin in einer Metzgerei tätig. Im März 2013 erhielt sie die Diagnose eines invasiven duktalen Mammakarzinoms links, welches in der Folge operativ und mittels Chemotherapie sowie Bestrahlung behandelt wurde. Anfang September 2013 meldete sie sich bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle des Kantons Thurgau zog u.a. ein zuhanden des zuständigen Krankentaggeldversicherers erstelltes monodisziplinäres Gutachten der MEDAS Ostschweiz vom 17. Juni 2014 bei und nahm mehrfach Rücksprache mit ihrem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD; Auskünfte vom 18. und 30. Juni 2015); ferner liess sie A.________ polydisziplinär begutachten (Expertise der Ärztliches Begutachtungs-Institut [ABI] GmbH, Basel, vom 8. Juni 2015) und die Verhältnisse vor Ort im Haushalt abklären (Bericht vom 1. Oktober 2015). Auf dieser Basis stufte sie die Versicherte als im Gesundheitsfall teilerwerbstätig ein (90 % Erwerb/10 % Aufgabenbereich) und ermittelte gestützt auf die gemischte Bemessungsmethode einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad (Verfügung vom 10. Juni 2016). Auf Beschwerde hin hob das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau die angefochtene Verfügung auf und wies die Sache zu weiteren Abklärungen und anschliessendem neuen Entscheid an die Verwaltung zurück (Entscheid vom 29. März 2017). Die IV-Stelle veranlasste daraufhin erneute medizinische Untersuchungen durch das ABI (Expertise vom 26. September 2017 samt ergänzender Stellungnahme vom 22. Mai 2018) sowie Abklärungen im Haushalt (Bericht vom 6. Februar 2018). Nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens sprach sie A.________ mit Verfügung vom 18. September 2018 bei einem Invaliditätsgrad von 91 % eine ganze Invalidenrente für die Zeit vom 1. März bis 31. August 2014 zu; für den anschliessenden Zeitraum veranschlagte sie die Invalidität auf nurmehr 36 % respektive 12 %.