Citation: 1C_254/2023 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz gelangte wie dargelegt zum Schluss, es sei nicht belegt, dass der Knall ohne hinreichende Sicherheitsvorkehren ertönt sei. Der Beschwerdeführer verliert sich in unzulässiger appellatorischer Kritik (vgl. E. 2), wenn er dem Bundesgericht bloss seine eigene Sicht der Dinge schildert und die "nur angedeutete" Beweiswürdigung der Vorinstanz als rein "sachlich völlig unsinnig/willkürlich und unlogisch" oder als "geradezu unlogisch widersprüchlich" bezeichnet. Soweit er die Frage aufwirft, weshalb er sich über eine rechtzeitige, klar erkennbare Schutzvorkehrung hätte hinwegsetzen sollen, ist dem entgegenzuhalten, dass ihm - der offenbar seinerseits Vorwürfe gegen den Baustellenleiter und den Inbetriebsetzer erhebt - ebenso gut selbst eine Nachlässigkeit unterlaufen sein könnte. So ist durchaus denkbar, dass der Beschwerdeführer den Raum trotz hinreichender Schutzvorkehren ohne Gehörschutz betreten haben könnte (weil er z.B. einen Warnruf überhört, ein Warnschild übersehen oder bewusst auf das Tragen eines Gehörschutzes verzichtet hat). Berechtigten Anlass zu Zweifeln an der Darstellung des Beschwerdeführers durfte die Vorinstanz in seinem Verhalten nach dem Vorfall erblicken, namentlich die späte Unfallmeldung und die Geltendmachung von arbeitsrechtlichen Ansprüchen gegenüber seiner ehemaligen Arbeitgeberin, ohne den Vorfall vom 20. Februar 2018 im Rahmen dieser Auseinandersetzung je zu erwähnen. Die vorinstanzliche Beweiswürdigung steht alsdann entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht im Widerspruch zum festgestellten Knalltrauma. Ein solches kann grundsätzlich die Folge eines selbstverschuldeten Unfalls sein und ist für sich genommen nicht geeignet zu beweisen, dass der Beschwerdeführer Opfer einer Straftat wurde. Die Leistungspflicht der Unfallversicherung hängt zudem nicht von einem straffälligen Verhalten einer Drittperson ab.