Citation: 6B_28/2018 E. 3.2.4

3.2.4. Zuletzt sind auch die Voraussetzungen für die Wiederherstellung einer versäumten Frist nicht erfüllt. Gemäss Art. 50 Abs. 1 BGG wird die Frist wiederhergestellt, wenn eine Partei oder ihr Vertreter durch einen anderen Grund als die mangelhafte Eröffnung unverschuldeterweise abgehalten worden ist, fristgerecht zu handeln, sofern die Partei unter Angabe des Grundes innert 30 Tagen nach Wegfall des Hindernisses darum ersucht und die versäumte Rechtshandlung nachholt. Nach der Rechtsprechung kann Krankheit ein unverschuldetes Hindernis nach Art. 50 Abs. 1 BGG darstellen, sofern der Rechtssuchende durch sie daran gehindert wird, innert Frist zu handeln oder einen Vertreter beizuziehen (BGE 119 II 86 E. 2a S. 87; ferner Urteile 6B_28/2017 vom 23. Januar 2018 E. 1.3; 6B_1154/2016 vom 1. November 2016 E. 2; 6B_230/2010 vom 15. Juli 2010 E. 2.2; 6B_230/2010 vom 15. Juli 2010 E. 2.2; je mit Hinweisen). Hieran gebricht es im zu beurteilenden Fall schon deshalb, weil der Beschwerdeführer seine Beschwerde fristgemäss eingereicht hat und die Beschwerdefrist mithin nicht unbenutzt verstrichen ist. Dem Beschwerdeführer ist im Übrigen bereits mit Schreiben vom 17. Januar 2018 mitgeteilt worden, dass das während des Fristenlaufs gestellte Gesuch um Wiederherstellung verfrüht war (Dossier 6B_28/2018, act. 11). Die schwere Erkrankung des früheren erbetenen Rechtsvertreters des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt D.________, bzw. die darin begründete Notwendigkeit eines stationären Aufenthalts für eine dreitägige nuklearmedizinische Therapie (Beilage zum Gesuch um Erstreckung der Beschwerdefrist, Dossier 6B_28/2018, act. 2), steht ausser Frage. Doch führt dies zu keiner anderen Beurteilung. Der Beschwerdeführer ist im Verfahren neben Rechtsanwalt D.________ auch amtlich von Rechtsanwalt F.________ verteidigt und zudem in der vorinstanzlichen Verhandlung erbeten von Rechtsanwalt E.________ vertreten worden. Wie dem Beschwerdeführer mehrfach mitgeteilt worden ist, hätte es ihm bei Verhinderung von Rechtsanwalt D.________ ohne Weiteres offengestanden, Rechtsanwalt E.________ oder den amtlichen Verteidiger mit der Ausarbeitung der Beschwerde zu betrauen. Da die Spitalbehandlung seines früheren erbetenen Verteidigers zudem bereits seit Sommer 2017 terminiert gewesen ist, wäre es zudem Aufgabe der Verteidigung gewesen, sich im Hinblick auf ein allfälliges Verfahren vor Bundesgericht rechtzeitig zu organisieren und zu koordinieren (Schreiben des Präsidenten der Strafrechtlichen Abteilung vom 10. und 15. Januar 2018, Dossier 6B_28/2018, act. 4 und 7).