Citation: C 196/02 23.04.2003 E. 3

3.1 Die Vorinstanz hat im Wesentlichen erwogen, der Versicherte wäre verpflichtet gewesen, eine zumutbare Vollzeitstelle anzunehmen, nachdem er im Antrag auf Arbeitslosenentschädigung angegeben habe, eine solche zu suchen. Er habe mit seinem Verhalten die Beendigung seiner Arbeitslosigkeit verhindert und sei deshalb in der Anspruchsberechtigung einzustellen. Bei mehreren Einstellungsgründen sei grundsätzlich für jeden eine separate Einstellung zu verfügen. Liege hingegen ein einheitlicher Willensentschluss vor, habe nur eine Einstellung zu erfolgen, da diese nicht nur den Zweck einer administrativen Sanktion habe, sondern auch auf das Verhalten des Betroffenen einwirken solle. Vorliegend seien dem Versicherten beim Erlass der ersten Einstellungsverfügung am 19. März 2001 bereits alle drei abgelehnten Stellen zugewiesen worden. Zumindest die erste und zweite Ablehnung einer Vollzeitstelle seien noch vor der ersten Einstellungsverfügung erfolgt, weshalb er keine Gelegenheit gehabt habe, sein Verhalten zu ändern. Die dritte Stelle habe der Beschwerdegegner hingegen erst mit dem Schreiben vom 27. März 2001 definitiv abgelehnt, als er bereits in Kenntnis der ersten Einstellungsverfügung vom 19. März 2001 gewesen sei. Für diese dritte Weigerung könne demnach nicht mehr von einem einheitlichen Willensentschluss ausgegangen werden. Die ersten beiden Tatbestände seien daher gemeinsam mit einer Sanktion zu belegen, die Ablehnung der dritten zugewiesenen Stelle hingegen separat zu beurteilen. Das Gericht kam zum Schluss, es rechtfertige sich, den Versicherten wegen der Ablehnung der Stellen L.________ und Restaurant X.________ für 31 Tage (Beginn 25. Februar 2001) und für das Nichtbefolgen der Stellenzuweisung im Restaurant O.________, für 40 Tage (Beginn 28. März 2001) in der Anspruchsberechtigung einzustellen. 3.2 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird beanstandet, die Vorinstanz habe es fälschlicherweise unterlassen, die Dauer der ersten Einstellung angemessen zu erhöhen, nachdem ihr zwei Stellenablehnungen zugrunde lägen. Auch wenn das edukative Element nicht zum Tragen komme, liege doch eine doppelte Verletzung der Schadenminderungspflicht vor. Gemäss "Einstellraster" (Kreisschreiben über die Arbeitslosenentschädigung Januar 2002 Sanktionen [Teil D]) müsse die zweite Ablehnung einer zugewiesenen Stelle mit 46 bis 60 Tagen sanktioniert werden. Gesamthaft halte die Beschwerdeführerin daher eine erste Einstellung für die Dauer von 45 und eine zweite von 55 Tagen für angemessen.