Citation: 5A_875/2017 E. 1.6

1.6. Vor Bundesgericht umstritten ist die Regelung der elterlichen Sorge über die Tochter der Parteien, der persönliche Verkehr zwischen Tochter und Vater (inkl. Strafandrohung und Anpassung der Aufgaben der Beistandsperson) sowie der Kindesunterhalt und der nacheheliche Unterhalt. Beim Entscheid über diese Fragen ist das Sachgericht verschiedentlich auf sein Ermessen verwiesen (Art. 4 ZGB; vgl. zur elterlichen Sorge Urteile 5A_467/2017 vom 13. März 2018 E. 1.4 und 5A_34/2017 vom 4. Mai 2017 E. 5.1, zum persönlichen Verkehr Urteile 5A_570/2016 vom 1. März 2017 E. 2 und 5A_450/2015 vom 11. März 2016 E. 3.3, nicht publiziert in: BGE 142 III 481, zum nachehelichen Unterhalt BGE 135 III 59 E. 4.4 und 134 III 577 E. 4 sowie zum Kindesunterhalt Urteile 5A_20/2017 vom 29. November 2017 E. 4.2, in: FamPra.ch 2018 S. 592, und 5A_90/2017 vom 24. August 2017 E. 3.3). Bei der Überprüfung solcher Entscheide auferlegt sich das Bundesgericht Zurückhaltung. Es schreitet nur ein, wenn die kantonale Instanz grundlos von in Lehre und Rechtsprechung anerkannten Grundsätzen abgewichen ist, wenn sie Gesichtspunkte berücksichtigt hat, die keine Rolle hätten spielen dürfen, oder wenn sie umgekehrt rechtserhebliche Umstände ausser Acht gelassen hat. Aufzuheben und zu korrigieren sind ausserdem Ermessensentscheide, die sich als im Ergebnis offensichtlich unbillig, als in stossender Weise ungerecht erwiesen haben (BGE 142 III 617 E. 3.2.5; 141 III 97 E. 11.2).