Citation: 1C_118/2019 E. 9.1

9.1. Das Oberforstamt legte in seiner Waldfeststellungsverfügung ausführlich dar, dass die streitige Bestockung Wohlfahrts-, Schutz- und Nutzfunktion erfülle: Gestützt auf die Stellungnahme der Fachstelle für Natur- und Landschaftsschutz vom 8. Mai 2012 und die eigene Einschätzung hielt es fest, das Gehölz auf einer Felsrippe sei stark landschaftsprägend und bilde einen ökologisch wertvollen Trittstein, namentlich für trockene und wärmeliebende Gehölze, Insekten und Reptilien, weshalb ihm in besonderem Masse Wohlfahrtsfunktion zukomme. Zudem erfülle der Wald Schutzfunktion, befinde sich doch im fraglichen Gebiet gemäss der Gefahrenhinweiskarte ein Anrissgebiet für Rutschungen. Die FS Geotechnik AG, St. Gallen, habe in ihrer Beurteilung vom 10. Mai 2012 bestätigt, dass die Bestockung einen positiven Einfluss auf die Stabilität der anstehenden Sandsteinschicht habe (Durchwurzelung des Lockergesteins, Schutz des Felsgefüges vor Verwitterung). Auch wenn keine ausgeprägte Naturgefahr bestehe, könne zumindest von einer potenziellen Schutzwirkung des Waldes gesprochen werden. Schliesslich seien die auf der bestockten Fläche vorhandenen Baumarten aus forstlicher Sicht zur Erzeugung von Stammholz sowie Energie- und Brennholz geeignet, weshalb die Nutzfunktion eindeutig gegeben sei.