Citation: 4A_110/2016 E. 2.4.2

2.4.2. Diese Rüge beruht auf falschen Prämissen: Mit der Feststellung, dass die Parteien anlässlich der Vertragsverhandlungen die Situation eines Beteiligungsabbaus nicht erörtert haben, hat das Schiedsgericht keineswegs die Feststellung getroffen, dass eine solche Beteiligungssituation nach dem subjektiv übereinstimmenden Parteiwillen kein "Verhalten" im Sinne von Ziff. 1.3 Abs. 2 der Entflechtungsvereinbarung darstelle. Das Schiedsgericht hat damit im Gegenteil gerade festgestellt, dass sich in tatsächlicher Hinsicht kein subjektiv übereinstimmender Parteiwille hinsichtlich der Frage ermitteln lässt, ob die Beteiligungsreduktion ein solches Verhalten darstelle, was den Weg für eine objektivierte Auslegung geöffnet hat. Dass diese willkürlich sein soll, macht die Beschwerdeführerin nun aber nicht bzw. nicht in einer den Begründungsanforderungen nach Art. 77 Abs. 3 BGG genügenden Weise geltend. Der Hinweis auf eine E-Mail vom 1. April 2008 reicht hierzu jedenfalls nicht aus. Die Rüge ist unbegründet, soweit überhaupt darauf einzutreten ist.