Citation: 2C_260/2023 E. 6.2

6.2. Sodann hat die Vorinstanz die Vereinbarkeit von Art. 8 Abs. 1 der Directive mit der Disziplinarordnung der EPFL sowie mit dem Urheberrechtsgesetz (URG; SR 231.1) geprüft und bejaht. Sie hat im Wesentlichen erwogen, Art. 8 Abs. 1 der Directive wolle verhindern, dass eine Arbeit oder Teile davon als eigene ausgegeben würden. Die Zitierregeln würden dazu dienen, dem Leser die Herkunft der Informationen zu vermitteln und gleichzeitig der Urheberschaft gerecht zu werden; ansonsten würde der Eindruck vermittelt, dass es sich um einen neuen persönlichen Beitrag handle, was Betrug darstelle. Referenzen hätten ihrerseits zum Zweck, die ursprünglichen Quellen aufzufinden. Weiter hat das Bundesverwaltungsgericht festgehalten, dass es mit Blick auf den Schutz der Urheber von Werken einen Unterschied mache, ob der Betroffene seine Quellen lediglich als Fussnoten aufführe und eine Kennzeichnung als wörtliches Zitat unterlasse oder ob er entsprechend den Vorgaben ein Wortzitat als solches kennzeichne (vgl. E. 5.2.1 des angefochtenen Urteils). Schliesslich stehe die Directive mit Art. 25 URG im Einklang, dessen Abs. 2 vorsieht, dass ein Zitat als solches und die Quelle bezeichnet werden müssen. Diese Voraussetzung sei gemäss der herrschenden Lehre dann gegeben, wenn das Zitat erkennbar sei, d.h. von der zitierten Darstellung unterschieden werden könne, beispielsweise durch Anführungs- und Schlusszeichen. Werde ein Zitat nicht als solches gekennzeichnet, liege Plagiat vor (vgl. E. 5.2.2 des angefochtenen Urteils).