Citation: 4C.92/2001 11.07.2001 E. A

A.- K.________ und R.________ waren Miteigentümer des Grundstücks "Preussengut" in Leuk. Sie wollten das Grundstück mit Mehrfamilienhäusern überbauen und schlossen sich dazu in der einfachen Gesellschaft "X.________ Baugesellschaft" zusammen. Die Y.________ AG wurde am 29. Juni 1992 mit Sitz in Brig-Glis gegründet. Gründer und spätere Verwaltungsräte waren I.________, B.________, H.________ und M.________. Geschäftsführer der Gesellschaft war ab September 1992 C.________, ein Neffe von B.________ und I.________. Nachdem alle Verwaltungsräte im Mai und Juni 1994 zurückgetreten waren, wurde die Gesellschaft anschliessend liquidiert und am 19. Januar 1996 im Handelsregister gelöscht Mit einer vom 26. Mai 1993 datierten Vereinbarung verpflichtete sich die "X.________ Baugesellschaft" gegenüber der Y.________ AG zur Zahlung einer "Verkaufsmanagemententschädigung" von Fr. 87'000.--. In dieser Vereinbarung wurde auf einen Kaufvertrag vom 3. März 1993 zwischen der "X.________ Baugesellschaft" als Verkäuferin und der "Z.________ Baugenossenschaft" als Käuferin Bezug genommen. Der Vertrag hatte die Stockwerkeigentumsanteile der zweiten Bauetappe in der Überbauung "Preussengut" zum Gegenstand. Der Kaufvertrag konnte in der Folge nicht im Grundbuch eingetragen werden und wurde gemäss Bescheinigung des Grundbuchverwalters des Kreises Leuk vom 29. Mai 1995 "annulliert". In der Zwischenzeit hatte die Y.________ AG am 28. Mai 1993 zwecks Erlangung eines Zessionskredits ihren Provisionsanspruch gegenüber der "X.________ Baugesellschaft" der Bank A.________ abgetreten, welche die Zession der Schuldnerin anzeigte und sich von deren Mitgliedern, K.________ und R.________, am 3. bzw. 28. Juni 1993 folgende Verpflichtungserklärung geben liess: "Wir bestätigen den Empfang Ihres Schreibens, womit Sie uns mitteilen, dass Ihnen Y.________ AG (Pfandgeber) seine Forderung an uns verpfändet hat, Verkaufsmanagemententschädigung im Betrag von Fr. 87'000.-- mit der Ermächtigung, die Forderung zu kündigen und einzufordern. Wir werden keine Verfügung durch den Verpfänder ohne ihre Zustimmung zulassen und den genannten Betrag inkl. Zinsen ohne weitere Anzeige Ihrerseits ausschliesslich an Sie zahlen. Wir anerkennen die Schuld vorbehaltlos und verzichten auf sämtliche gegenwärtigen und zukünftigen Einwendungen und Einreden inbezug auf die verpfändete Forderung. Demgemäss werden wir unsere Schuld auch nicht mit Gegenforderungen an den Pfandgeber verrechnen.. " Als die Y.________ AG das Darlehen nicht zurückzahlte, forderte der Schweizerische Bankverein die Mitglieder der "X.________ Baugesellschaft" zur Zahlung auf. Darauf überwies R.________ am 21. Dezember 1995 der Bank einen Betrag von Fr. 56'797. 95, womit die Darlehensschuld der Y.________ AG getilgt war.