Citation: 1C_390/2022 E. 4.3

4.3. Die Beschwerdeführenden machen geltend, das Verwaltungsgericht habe die allgemeinen Prinzipien des intertemporalen Rechts und damit Bundesrecht verletzt. Da Art. 8a BauG/BE auf den Planungszielen und -grundsätzen von Art. 1 und 3 RPG zum haushälterischen Umgang mit landwirtschaftlichen Nutzflächen beruhe, seien auch diese Bestimmungen verletzt. Angesichts des grossen raumplanerischen Interesses am grösstmöglichen quantitativen und qualitativen Schutz landwirtschaftlich nutzbarer Flächen liege es auf der Hand, dass eine sofortige Anwendbarkeit dieser neuen Begriffsdefinition klar gewollt, ja sogar unumgänglich gewesen sei, da landwirtschaftliche Flächen, die eingezont und überbaut würden, für die landwirtschaftliche Nutzung unwiederbringlich verloren seien. Damit lägen auch zwingende, besonders wichtige Gründe für die sofortige bzw. rückwirkende Geltung der neuen Begriffsdefinition vor; dies hätte das Verwaltungsgericht von Amtes wegen prüfen müssen.