Citation: 1P.419/2000 16.01.2001 E. 3

3.-Darüber hinaus erwiesen sich die vorgebrachten Rügen auch materiell als unbegründet, soweit sie überhaupt ausreichend substanziiert erscheinen (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass er anlässlich der Hauptverhandlung durch einen Offizialverteidiger verbeiständet war, der sowohl französisch als auch deutsch sprach. Zur Verhandlung wurde gemäss Protokoll auch eine Gerichtsdolmetscherin beigezogen. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes besteht grundsätzlich kein Anspruch eines fremdsprachigen Angeklagten auf integrale Übersetzung sämtlicher Akten, des Urteils oder der ganzen Hauptverhandlung (BGE 121 I 196 E. 5a S. 204 f.; 118 Ia 462 E. 2a S. 464 f.; 115 Ia 64 E. 6b - c S. 65). Wie den Akten zu entnehmen ist, wurden im vorliegenden Fall wichtige Teile der Verhandlung auf deutsch übersetzt. So räumt der Beschwerdeführer selbst ein, dass z.B. seine Befragung (mittels Dolmetscherin) auf deutsch erfolgte. Wie aus dem Protokoll hervorgeht, wurde er durch den Gerichtspräsidenten und die Anklagevertreterin befragt, und gewisse Aktenstellen wurden ihm auf deutsch vorgelesen. Seine Behauptung, er habe auf Fragen nur "mit ja oder nein" antworten können, ist aktenwidrig. Wie dem Protokoll zu entnehmen ist, konnte er auf Befragung des Gerichtspräsidenten und der Staatsanwältin ausführlich Stellung nehmen. Der Beschwerdeführer legt nicht dar, welche weiteren wesentlichen Vorgänge der Hauptverhandlung - entgegen seinen Anträgen oder denjenigen seines Verteidigers - nicht auf deutsch übersetzt worden wären (vgl. BGE 118 Ia 462 E. 2a - b S. 464 f.). Auch die nicht näher substanziierte Behauptung, er sei von seinem Rechtsvertreter über den Prozessverlauf nicht ausreichend informiert worden, findet in den Akten keine Stütze.