Citation: 6B_900/2024 E. 3.3.3

3.3.3. Was der Beschwerdeführer gegen die Tatherrschaft vorbringt, verfängt nicht. Wie aus den vorinstanzlichen Erwägungen hervorgeht (vgl. E. 3.3.2), beherrschte er an den vorgenannten Treffen den Geschehensablauf. Er übte einen bestimmenden Einfluss auf die Dritten aus, indem er bei ihnen einen Sachverhaltsirrtum hervorrief. Deren Tatausführung gründete auf der Fehlvorstellung, dass D.________ mit den sexuellen Handlungen einverstanden ist. Dieses Defizit, d.h. die Diskrepanz zwischen den tatsächlichen und (irrtumsbedingt) angenommenen Gegebenheiten, kennzeichnete das Verhältnis zwischen dem Beschwerdeführer sowie den Dritten und erlaubte Ersterem, den Geschehensablauf zu steuern. Zu keinem anderen Schluss führt, wenn der Beschwerdeführer einwendet, die Dritten seien in Bezug auf die Vornahme der sexuellen Handlungen in ihrem Entscheid frei gewesen. Es trifft zwar zu, dass der Beschwerdeführer keinen Zwang auf die tatausführenden Dritten vor und während der sexuellen Handlungen ausübte. Doch verkennt diese Sichtweise, dass die Tatherrschaft des mittelbaren Täters nicht nur auf einem durch Zwang hervorgerufenen überlegenen Willen, sondern ebenso auf einem durch Täuschung erlangten überlegenen Wissen beruhen kann (vgl. auch E. 3.2). Letztgenannte Überlegenheit machte sich der Beschwerdeführer vorliegend zunutze. Zu Recht schloss die Vorinstanz deshalb auf die (alleinige) Tatherrschaft des Beschwerdeführers. Er liess kraft seines überlegenen Wissens als mittelbarer Täter (Hintermann) die Tathandlung (Beischlaf) durch die nicht vorsätzlich handelnden Vordermänner (Tatmittler) ausführen. Die Rüge ist demnach unbegründet.