Citation: 8C_441/2022 E. 4.2.3

4.2.3. Der Beschwerdeführer kritisiert diese Rechtsprechung. Wenn die damalige Rentenzusprache ohne explizite oder implizite Adäquanzprüfung erfolgt sei, liege ein Rechtsfehler vor. Bei einem Rechtsfehler sei aber danach zu Fragen, ob die Beurteilung nach damaligen Massstäben offensichtlich unrichtig erscheine. Er verweist auf THOMAS FLÜCKIGER, in: Frésard-Fellay/Klett/Leuzinger [Hrsg.], Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, Basel 2020, N. 66 zu Art. 53 ATSG), wonach ein Wiedererwägungsgrund nur vorliege, wenn der Entscheid auch im Ergebnis offensichtlich unrichtig sei. Es überzeuge nicht, die Wiedererwägung bei unterlassener Adäquanzprüfung selbst dann zuzulassen, wenn die Adäquanz nach damaliger Praxis zu bejahen wäre.