Citation: 4A_111/2016 E. 3.2

3.2. Das erstinstanzliche Verfahren wurde mit Klage vom 17. Oktober 2007 beim Bezirksgericht Bülach eingeleitet. Entsprechend war auf das erstinstanzliche Verfahren noch die ZPO/ZH anwendbar (vgl. Art. 404 Abs. 1 ZPO). Auf das Rechtsmittelverfahren gegen das Urteil des Bezirksgerichts vom 4. Juni 2014 war hingegen die ZPO anwendbar (vgl. Art. 405 Abs. 1 ZPO). Entscheidet die Rechtsmittelinstanz auch über die Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens, so hat sie das im Rechtsmittelverfahren geltende Verfahrensrecht anzuwenden (Urteile 4A_17/2013 vom 13. Mai 2013 E. 4.1; 4A_45/2013 vom 6. Juni 2013 E. 3; 4A_364/2013 vom 5. März 2014 E. 15.3; offengelassen jedoch in Urteil 4A_180/2014 vom 20. August 2014 E. 7.2). Das kantonale Verfahrensrecht wäre einzig anwendbar, wenn die Rechtsmittelinstanz über die korrekte Handhabung dieses Verfahrensrechts durch das erstinstanzliche Gericht zu entscheiden hätte (BGE 138 III 512 E. 2.1 S. 513; 138 I 1 E. 2.1 S. 3; vgl. auch Urteil 4A_17/2013 vom 13. Mai 2013 E. 4.1). Dies war hier nicht der Fall. Die Vorinstanz ging im angefochtenen Urteil zwar auf die Kostenverlegung durch die Vorinstanz und die Parteistandpunkte dazu ein. Sie war aber nicht gehalten, die Kostenverlegung durch das Bezirksgericht zu überprüfen. Vielmehr oblag es ihr einzig, die Kosten aufgrund des Verfahrensausgangs vor Bundesgericht in eigener Kompetenz neu zu verlegen (vgl. auch Urteil 4A_17/2013 vom 13. Mai 2013 E. 4.1). Die Vorinstanz hat bei der Verlegung der erstinstanzlichen Gerichtskosten somit zu Unrecht die ZPO/ZH angewendet.