Citation: 5A_147/2023 E. 2.3

2.3. Im Wesentlichen rügt der Beschwerdeführer, es sei willkürlich von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdegegnerin für die Zukunft und auf unabsehbare Zeit auszugehen gestützt auf "einfache" Arztzeugnisse, die keinerlei Auskunft über den Gesundheitszustand der Beschwerdegegnerin geben, wo doch ein ablehnender IV-Entscheid existiere. Die Vorinstanz habe den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, indem sie den IV-Entscheid vom 24. September 2020 nicht von Amtes wegen ediert habe, wozu sie im Rahmen der geltenden eingeschränkten Untersuchungsmaxime gehalten gewesen wäre. Ausserdem treffe die Beschwerdegegnerin die Behauptungs- und Beweislast und die Vorinstanz habe es der Beschwerdegegnerin zu ihrem Nachteil auslegen müssen, dass sie den IV-Entscheid nicht zu den Akten gereicht habe. Die Arztzeugnisse seien teilweise grosszügig rückdatiert, was weitere Zweifel an der vollständigen Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdegegnerin wecke. Aktuelle Arztberichte würden nicht vorliegen. Es sei auch offen, für welche Arbeitstätigkeit die Beschwerdegegnerin 100 % krank geschrieben sei. Trotz Rüge habe sich die Vorinstanz nicht damit befasst, inwiefern es der Beschwerdegegnerin möglich sei, als Immobilienfachfrau zu arbeiten, zu der sie im Rahmen einer IV-Massnahme umgeschult worden war und in diesem Bereich auch tatsächlich gearbeitet habe. Mit anderen Worten hätten die seit 2010 bestehenden psychologischen Probleme, die zum Verlust der Pilotenlizenz geführt hätten, nichts mit der Frage gemein, ob die Beschwerdegegnerin auch als Immobilienfachfrau oder in einer anderen Tätigkeit wegen dieser Probleme auf unbestimmte Zeit für die Zukunft arbeitsunfähig sei. Indem die Vorinstanz dies nicht beachtet habe, sei sie in Willkür verfallen und habe den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. Sinngemäss macht der Beschwerdeführer sodann geltend, die Vorgeschichte der Parteien sei nicht unbestritten geblieben. Er habe vor der Vorinstanz detailliert aufgezeigt, inwiefern sich die Aussagen der Parteien diesbezüglich widersprochen hätten. Namentlich habe die Beschwerdegegnerin vorgebracht, im Zeitraum von 2012 bis 2016 in dem von ihm gegründeten Unternehmen, der damaligen C.________ AG, hart und intensiv gearbeitet zu haben. Er dagegen habe im Eheschutzverfahren ausgeführt, die effektive Arbeitstätigkeit der Beschwerdegegnerin habe sich auf ein Kommen und Gehen beschränkt. Diese widersprüchlichen Parteibehauptungen habe die Vorinstanz dahingehend würdigen sollen, dass der effektive Gesundheitszustand der Beschwerdegegnerin im Zeitraum 2012 bis 2016 nicht erstellt sei. Sodann habe er nicht bestritten, dass die Beschwerdegegnerin seit 2010 unter psychischen Problemen leide. Vielmehr habe er habe ausgeführt, diese Feststellung sei für die Frage, ob die Beschwerdegegnerin künftig auf unbestimmte Zeit an gravierenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen leide, nicht relevant. Aufgrund der Aktenlage könne nicht gefolgert werden, dass die Beschwerdegegnerin gar keiner Arbeitstätigkeit mehr nachgehen könne. Sie habe ihre Eigenversorgungskapazität auszuschöpfen. Solange der Gesundheitszustand der Beschwerdegegnerin unbekannt sei, könne nicht gefolgert werden, dass sie auf unbestimmte Zeit für die Zukunft unter derart gravierenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen leide, welche jegliche Arbeitstätigkeit ausschliessen würden. Der angefochtene Entscheid sei im Ergebnis unhaltbar. Der Beschwerdegegnerin sei ein hypothetisches Einkommen von Fr. 94'000.-- brutto/Jahr anzurechnen.