Citation: 5A_11/2025 E. 3

Die Mutter macht beschwerdeweise einen Anspruch auf vorgängige Anhörung und in diesem Zusammenhang eine Gehörsverletzung geltend, indem das Verwaltungsgericht im Rahmen der Instruktionsverfügung von sich aus eine Kindesvertretung eingesetzt hat, ohne vorher die Eltern zu dieser Frage anzuhören. Das Verwaltungsgericht macht vernehmlassungsweise geltend, über die Einsetzung einer Kindesvertretung sei von Amtes wegen zu entscheiden, dies auch im Rechtsmittelverfahren. Vorliegend habe der Vater im KESB-Verfahren einen Antrag auf Einsetzung der "bisherigen Kinderanwältin" als Kindesvertreterin gestellt und es hätte der Mutter bis zum Verhandlungstermin freigestanden, dazu Stellung zu nehmen; auch anlässlich des Termins vom 28. Oktober 2024 hätten beide Seiten Gelegenheit zu Parteivorträgen gehabt. Den Erwägungen des KESB-Entscheides sei zu entnehmen, dass dabei auch die Rolle der Kindesvertreterin thematisiert worden sei. Zwar habe die KESB auf eine Einsetzung verzichtet, aber deren E-Mail über die Kontaktierung seitens des Kindes sei in den Erwägungen des KESB-Entscheides gewürdigt worden. Den Parteien sei somit im Rahmen des KESB-Verfahrens das rechtliche Gehör zur Einsetzung einer Kindesvertretung gewährt worden, dies in zeitlicher Nähe zum verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren; die Gehörsgewährung sei mithin ausreichend gewesen und eine erneute Gewährung des rechtlichen Gehörs hätte nur Zeitverzögerung bedeutet. Der Vater bringt in seiner Vernehmlassung vor, der Sohn habe sich im KESB-Verfahren von sich aus an die frühere Kindesvertreterin gewandt und diese habe davon in einer an die Eltern und an die KESB gerichteten E-Mail berichtet; indem die KESB diese E-Mail zu den Akten genommen habe, sei implizit akzeptiert worden, dass Rechtsanwältin E.________ als Kindesvertreterin fungiere. Es sei logisch, dass das angerufene Rechtsmittelgericht die Vorakten prüfe und dann das Verfahren instruiere. Im Übrigen habe sich die Mutter zwischenzeitlich erklärt und sei dabei zu behaften, dass sie keine Kindesvertretung eingesetzt haben wolle; damit sei eine allfällige Gehörsverletzung jedenfalls geheilt.