Citation: 7B_734/2023 E. 2.3.1

2.3.1. Es trifft zu, dass die Vorinstanz im angefochtenen Urteil wiederholt von der Möglichkeit von Verweisen nach Art. 82 Abs. 4 StPO Gebrauch macht. Dies betrifft jedoch zu einem gewichtigen Teil theoretische Grundlagen und abstrakte rechtliche Ausführungen, so etwa die Verweise in E. 4.2.1, E. 4.3.1 und E. 8.1. Die Nachvollziehbarkeit der vorinstanzlichen Erwägungen wird dadurch nicht beeinträchtigt und die Verweise scheinen mit Blick auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung unproblematisch. Weiter finden sich teilweise auch bei der Sachverhaltsfeststellung Verweise, namentlich bei der Frage nach dem Tötungsvorsatz (E. 2.9.4) oder der Genugtuung (E. 8.2). Diese Verweise ergehen aber jeweils in Ergänzung zu den von der Vorinstanz selber angestellten Überlegungen und sind damit ebenfalls mit der Rechtsprechung vereinbar. Schliesslich verweist die Vorinstanz vereinzelt auf die erste Instanz in Punkten, die vom Beschwerdeführer gar nicht gesondert angefochten wurden, nämlich die Geldstrafe (E. 5.3.2) und die ambulante Massnahme (E. 6.1). Inwiefern dies eine Verletzung von Art. 82 Abs. 4 StPO zur Folge haben sollte, ist von Vornherein nicht ersichtlich. Die von der Rechtsprechung aufgestellten Vorgaben zur Anwendung dieser Bestimmung wurden insoweit gewahrt. Problematischer scheint der Umstand, dass die Vorinstanz auch bei der Strafzumessung für die Gesamtstrafenbildung, die Strafart und die Berechnung der Geldstrafe auf die erstinstanzliche Begründung verweist (E. 5.1.5). Da sie sich in der Folge aber mit der Kritik des Beschwerdeführers an der erstinstanzlichen Strafzumessung auseinandersetzt, scheint ihre Begründungspflicht dennoch, wenn auch knapp, als eingehalten.