Citation: 6B_523/2024 E. 1.10.5

1.10.5. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, die Anordnung der Verwahrung verletze Art. 5 EMRK, da nachträglich im Verlauf des Vollzugs aufgetretene Phänomene nicht zur Begründung herangezogen werden dürften (Beschwerde S. 10), ohne jedoch aufzuzeigen, dass bzw. inwieweit dies vorliegend der Fall sein soll, genügen seine Ausführungen den qualifizierten Begründungsanforderungen nicht (vgl. Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG). Im Übrigen ist auch keine Verletzung von Art. 5 EMRK ersichtlich. Wie dargelegt, wurden die Symptome der vom Sachverständigen B.________ diagnostizierten psychischen Störungen bereits in früheren Gutachten beschrieben. Auch sind die Diagnosen der früheren Gutachten mit jenen im Gutachten B.________ vergleichbar (vgl. E. 1.6.3 f.). Vorliegend knüpft die Anordnung der Verwahrung kausal (und nicht nur chronologisch) an die ursprüngliche Verurteilung an. Es handelt sich um eine Anpassung an Behandlungserkenntnisse während des Vollzugs der stationären therapeutischen Massnahme. Auch beruht der mit der Verwahrung einhergehende Freiheitsentzug auf denselben Gründen und verfolgt dasselbe Ziel wie bereits die mit dem ursprünglichen Strafurteil angeordnete therapeutische Massnahme. Damit ist der Kausalzusammenhang zwischen dem Strafurteil bzw. der darin angeordneten stationären therapeutischen Massnahme und dem später angeordneten bzw. abgeänderten Freiheitsentzug - der Verwahrung - gegeben (vgl. hierzu und zu den vom Beschwerdeführer genannten Urteile des EGMR: Urteil 6B_1107/2021 vom 10. Februar 2022 E. 3.3 mit Hinweisen).