Citation: 1A.360/1999 05.04.2000 E. 2

2.-a) Personen, gegen die sich das ausländische Strafverfahren richtet, können Verfügungen nur anfechten, wenn eine Rechtshilfemassnahme sie persönlich und direkt betrifft und sie ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung haben (Art. 21 Abs. 3 IRSG). b) Auch zur Beschwerdeführung gegen kantonale Schlussverfügungen (im Sinne von Art. 80d und Art. 80f Abs. 1 IRSG) ist nur berechtigt, wer persönlich und direkt von den angeordneten Rechtshilfemassnahme betroffen ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 80h lit. b IRSG). c) Ein schutzwürdiges Interesse liegt nicht schon dann vor, wenn jemand irgendeine Beziehung zum Streitobjekt zu haben behauptet. Vielmehr muss eine vom einschlägigen Bundesrecht erfasste "spezifische Beziehungsnähe" dargetan sein. Eine blosse mittelbare Betroffenheit genügt hingegen nicht (BGE 125 II 356 E. 3b/aa S. 361 f.; 123 II 153 E. 2b S. 156). Als persönlich und direkt betroffen (im Sinne von Art. 80h lit. b und Art. 21 Abs. 3 IRSG) wird im Falle der Erhebung von Konteninformationen der jeweilige Kontoinhaber angesehen (Art. 9a lit. a IRSV), im Falle von Hausdurchsuchungen der jeweilige Eigentümer oder Mieter (Art. 9a lit. b IRSV). Das Analoge gilt nach der Rechtsprechung für Personen, gegen die unmittelbar Zwangsmassnahmen angeordnet wurden (BGE 123 II 153 E. 2b S. 157). d) Bloss wirtschaftlich an einem Konto oder an einer direktbetroffenen Gesellschaft Berechtigte sind nur in Ausnahmefällen selbständig beschwerdelegitimiert. Dies kann etwa der Fall sein, wenn eine juristische Person, über deren Konto Auskunft verlangt wird, aufgelöst wurde und deshalb nicht mehr handlungsfähig ist (BGE 123 II 153 E. 2c - d S. 157 f.). Die Beweislast für die Liquidation der Gesellschaft obliegt dem Rechtsuchenden. Für bloss indirekt Betroffene, insbesondere Personen, die zwar in den erhobenen Kontenunterlagen erwähnt werden, aber nicht direkt von Zwangsmassnahmen betroffen bzw. Inhaber der fraglichen Konten sind, ist die Beschwerdebefugnis grundsätzlich zu verneinen (BGE 123 II 153 E. 2b S. 157, 161 E. 1d S. 164, je mit Hinweisen; 122 II 130 E. 2b S. 132 f.). e) Der Beschwerdeführer behauptet nicht, er sei unmittelbar von Zwangsmassnahmen betroffen oder Inhaber der fraglichen Konten. Von den Rechtshilfemassnahmen direkt betroffen sind die Kontoinhaber, nämlich die Firma C.________ sowie der A.________ Trust und der P.________ Trust. Der Beschwerdeführer macht jedoch sinngemäss geltend, er sei an der Firma C.________ und am P.________ Trust wirtschaftlich berechtigt. Die beiden Gesellschaften seien mittlerweile aufgelöst worden und daher nicht mehr selbständig handlungsfähig. Die Ausführungen des Beschwerdeführers zur wirtschaftlichen Berechtigung an der Firma C.________ sind allerdings widersprüchlich. Einerseits wird auf Seite 10 (Ziff. 18) der Beschwerdeschrift ausgeführt: "Der Beschwerdeführer insistiert, dass er der wirtschaftlich Berechtigte an der Firma C.________ war". Anderseits heisst es kurz zuvor auf der gleichen Seite (Ziff. 17): "Wie nachfolgend noch gezeigt (...), war der Beschwerdeführer während der fraglichen Zeit nicht der wirtschaftlich Berechtigte an der Firma C.________". f) Soweit die Beschwerde sich nicht gegen die Weiterleitung von Kontenunterlagen der Firma C.________ und des P.________ Trust richtet, ist der Beschwerdeführer zur Anfechtung der angeordneten Rechtshilfemassnahmen nicht legitimiert. Dementsprechend ist auch dem diesbezüglichen Akteneinsichtsbegehren des Beschwerdeführers keine Folge zu leisten und erschiene auch die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs seitens der kantonalen Instanzen als unbegründet. Wie aus den nachfolgenden Erwägungen hervorgeht, kann offen bleiben, ob der Beschwerdeführer zur Anfechtung der Weiterleitung von Kontenunterlagen der Firma C.________ und des P.________ Trust berechtigt wäre. Insbesondere braucht nicht geprüft zu werden, ob die betreffenden Gesellschaften tatsächlich aufgelöst wurden und ob deren Liquidation im vorliegenden Fall vorgeschoben oder rechtsmissbräuchlich erschiene (vgl. BGE 123 II 153 E. 2d S. 157 f.).