Citation: 6B_1047/2015 E. 4.1

4.1. Dem Beschwerdeführer wird unter dem Titel Misswirtschaft vorgeworfen, er habe zusammen mit dem Mitangeklagten X.________ in der Zeit von Herbst 2007 bis zur Konkurseröffnung der A.________ Ltd. am 2. Juli 2010 bei der Verwaltung der Vermögen von B.________ und der Brüder E.________ durch Investitionen in risikobehaftete Finanzanlagen mit spekulativem Charakter sowie durch leichtsinniges Gewähren von Krediten, die Zahlungsunfähigkeit der A.________ Ltd. herbeigeführt. Die Gesellschaft habe im Zeitraum vom 22. November 2007 bis 26. Januar 2009 Kredite in einer Gesamthöhe von CHF 391'683.30 und EUR 1'110'000.-- ohne reelle Sicherheiten an Borger gewährt, deren Bonität habe zweifelhaft erscheinen müssen. Diese habe sie aus Geldern Dritter finanziert, für deren getreue Verwaltung sie verantwortlich gewesen sei. Genügendes Eigenkapital als Deckungssubstrat für hoch riskante Darlehen habe nicht existiert. Da während der gesamten Periode keine Rückzahlungen erfolgt seien, sei die ganze Darlehenssumme als Gesamtrisiko zu werten. Die Kreditgewährungen seien leichtsinnig im Sinne von Art. 165 StGB gewesen und hätten zur Illiquidität und zum Konkurs der A.________ Ltd. geführt. Der Beschwerdeführer habe dabei als Mitarbeiter dieser Firma mit selbstständigen Entscheidbefugnissen im Bereich Vermögensverwaltung anvertrauter Gelder (seit 2007) und ab 22. September 2008 als Mitglied der Geschäftsleitung der A.________ Ltd. gehandelt (angefochtenes Urteil S. 55 ff.).