Citation: 6B_590/2016 E. 1

Das Bezirksgericht Muri verurteilte den Beschwerdeführer am 26. November 2014 unter anderem wegen mehrfacher übler Nachrede und mehrfachen Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu Fr. 50.--, bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von vier Jahren, sowie zu einer Busse von Fr. 1'500.-- bzw. einer Ersatzfreiheitsstrafe von 30 Tagen. Nachdem der Beschwerdeführer fristgerecht die Berufung angemeldet und erklärt hatte, lud ihn das Obergericht des Kantons Aargau mit Verfügung vom 16. Februar 2016 unter Hinweis auf die Säumnisfolgen zur Verhandlung am 5. April 2016 vor. Am 21. März 2016 stellte der Beschwerdeführer sinngemäss den Antrag auf Sistierung und Neuansetzung der Berufungsverhandlung, da zuerst ein Urteil gegen den Strafkläger zu fällen sei. Dieser Antrag wurde am 23. März 2016 abgewiesen. Am 31. März 2016 beantragte der Beschwerdeführer erneut sinngemäss die Sistierung und Neuansetzung der Verhandlung, diesmal mit der Begründung, sein derzeitiger Gesundheitszustand lasse eine Befragung nicht zu. Mit Verfügung vom 1. April 2016 wies das Obergericht das Gesuch ab. Es machte den Beschwerdeführer darauf aufmerksam, dass er am 5. April 2016 zur Verhandlung erscheinen müsse. Es stehe ihm jedoch frei, vor dem Termin ein Arztzeugnis einzureichen, welches seine behauptete Verhandlungsunfähigkeit belege. Demgegenüber gelte ein unentschuldigtes Nichterscheinen als Rückzug der Berufung. Mit Eingaben vom 2. und 4. April teilte der Beschwerdeführer dem Obergericht erneut mit, dass er krank sei und demzufolge nicht zur Berufungsverhandlung erscheine. Nachdem der Beschwerdeführer am 5. April 2016 tatsächlich nicht zur Verhandlung erschienen war, teilte er dem Obergericht mit Schreiben vom 11. April 2016 mit, dass er erst an diesem Tag von der Verfügung vom 1. April 2016 Kenntnis genommen habe. Am Verhandlungstag sei er krank gewesen. Das Obergericht des Kantons Aargau schrieb das Berufungsverfahren mit Beschluss vom 26. April 2016 androhungsgemäss als durch Rückzug erledigt von der Kontrolle ab. Der Beschwerdeführer wendet sich ans Bundesgericht und beantragt sinngemäss, der Beschluss des Obergerichts vom 26. April 2016 sei in der vorliegenden Form aufzuheben. Es sei ein neues, den gesetzlichen Vorgaben nicht widersprechendes Verfahren vor dem Obergericht des Kantons Aargau durchzuführen.