Citation: 8C_500/2022 E. 5.1

5.1. Inwiefern das kantonale Gericht unrichtige Sachverhaltsfeststellungen getroffen haben sollte, indem es davon ausging, dass unmittelbar nach dem Unfall weder Nackenbeschwerden noch andere für ein Schleudertrauma typische Beschwerden dokumentiert worden seien, ist nicht erkennbar. Entgegen den Einwänden der Beschwerdeführerin lässt sich insbesondere aus dem Bericht des erstbehandelnden Arztes vom 4. Januar 2019 mit der Diagnose einer Lumboischialgie mit dem Hinweis auf "M54.4" und dem Vermerk, dass die Krankheit nicht von Dritten verursacht worden sei, nichts anderes schliessen. Auch bestehen keine Anhaltspunkte für eine ungenaue oder unvollständige Übersetzung des originalen Arztberichts. Des Weiteren vermag die Beschwerdeführerin nicht aufzuzeigen, inwiefern die Stellungnahmen der behandelnden Ärzte auch nur geringe Zweifel am versicherungsinternen Bericht des Dr. med. D.________ vom 21. Mai 2020 zu begründen vermöchten. Dies gilt insbesondere insoweit, als nach seiner Beurteilung gestützt auf die bildgebenden Untersuchungen im Februar 2019 keine traumatischen Strukturveränderungen ausgewiesen seien und daher selbst unter Annahme einer Distorsion der Halswirbelsäule, allerdings lediglich von Grad I (QTF), höchstens von einer vorübergehenden Verschlimmerung des seit 2005 dokumentierten Vorzustandes während drei Monaten ausgegangen werden könne. Es lässt sich nicht ersehen, dass die behandelnden Ärzte objektive Aspekte erwähnt haben sollten, die bei der versicherungsinternen Beurteilung unberücksichtigt geblieben wären (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.5; 125 V 351 E. 3b/cc; SVR 2017 IV Nr. 7 S. 19, 9C_793/2015 E. 4.1; Urteile 8C_630/2020 vom 28. Januar 2021 E. 4.2.1; 8C_370/2020 vom 15. Oktober 2020 E. 7.2). Im Übrigen bestehen entgegen den Einwänden der Beschwerdeführerin auch keine Anhaltspunkte dafür, dass die elektronisch verfassten versicherungsinternen Beurteilungen zugunsten der Beschwerdegegnerin gefälscht sein könnten. Dass die Vorinstanz gestützt darauf davon ausging, der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 23. Dezember 2018 und den geklagten Rücken- und Nackenbeschwerden sei drei Monate später dahingefallen, ist nicht zu beanstanden. Bei diesem Ergebnis entfällt mangels nach dem 23. März 2019 noch vorliegender unfallbedingter Beschwerden zudem von vornherein ein Anspruch auf eine weitergehende Behandlung. Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, der Fallabschluss sei verfrüht erfolgt, vermag sie damit nicht durchzudringen. Dass zu jenem Zeitpunkt noch andere durch den Unfall verursachte Beschwerden vorgelegen hätten, ist nicht erkennbar.