Citation: 1B_635/2021 E. C

Am 15. Dezember 2020 verurteilte das Bezirksgericht Bülach A.________ wegen versuchter eventualvorsätzlicher Tötung und mehrfacher Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes zu 5 ½ Jahren Freiheitsstrafe (unter Anrechnung der Haft) und zu Fr. 600.-- Busse. Überdies verwies es ihn für 6 Jahre des Landes. Das Bezirksgericht erachtete es als erwiesen, dass A.________ in den frühen Morgenstunden des 3. November 2019 bei einer tätlichen Auseinandersetzung mit einem Fleischmesser (Klingenlänge 20 cm) Stichbewegungen gegen den Bauch eines Mannes (im Folgenden: Opfer) ausführte und diesen am Arm verletzte, welchen er schützend vor sich hielt. Eine rechtfertigende Notwehr oder einen entschuldbaren Notwehrexzess verneinte es. Mit Beschluss vom gleichen Tag ordnete das Bezirksgericht den Verbleib von A.________ in Sicherheitshaft an. Am 24. Dezember 2020 bewilligte der Verfahrensleiter des Bezirksgerichts A.________ den vorzeitigen Strafvollzug. Gegen das bezirksgerichtliche Urteil erhob A.________ Berufung. Die Staatsanwaltschaft verzichtete auf eine Anschlussberufung.