Citation: 1C_602/2021 E. 4.1

4.1. Das BAFU hat das Standortdatenblatt vom 19. Dezember 2016 überprüft und kommt demgegenüber zum Schluss, dass die Ausführungen des Lufthygieneamts korrekt seien. Für das Nachbargebäude an der Schützenmattstrasse 83, wo sich der Ort mit empfindlicher Nutzung Nr. 2 befindet, sei keine Gebäudedämpfung berücksichtigt worden. Dies entspreche den Empfehlungen des BAFU, wonach sowohl für Ziegeldächer als auch für Glas (Fenster) eine Gebäudedämpfung von 0 dB (resp. Abschwächungsfaktor 1, was gleichbedeutend ist mit gar keiner Dämpfung) gelte (vgl. dazu Vollzugsempfehlung zur NISV. Mobilfunk- und WLL-Basisstationen, BUWAL [nun BAFU], 2002, Ziff. 2.3.1). Vorliegend von Bedeutung sei jedoch die Abschattung der Antennenstrahlung durch das Standortgebäude der umstrittenen Anlage (Schützenmattstrasse 85). Für dieses Gebäude könne eine Dämpfung von 15 dB geltend gemacht werden (Eisenbeton). Für die Berechnung der elektrischen Feldstärke am Ort mit empfindlicher Nutzung Nr. 2 sei auf die Höhe von 1.5 Metern oberhalb des Fussbodens des obersten bewohnten Stockwerks abzustellen (vgl. die oben zitierte Vollzugsempfehlung zur NISV, Ziff. 2.1.3). Auf dieser Höhe werde die Liegenschaft Schützenmattstrasse 83 vom Standortgebäude vollständig abgeschattet. Das BAFU kommt zum Ergebnis, dass der Anlagegrenzwert am Ort mit empfindlicher Nutzung Nr. 2 eingehalten sei. Der angefochtene Entscheid sei deshalb aus seiner Sicht konform mit der Umweltschutzgesetzgebung des Bundes.