Citation: 2C_686/2013 E. 4.1

4.1. Eine Steuerumgehung wird nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 138 II 239 E. 4.1; 131 II 627 E. 5.2 S. 635 f.; Urteil 2C_487/2011 vom 13. Februar 2013 E. 2.8, in: ASA 82 S. 241 E. 2.8; je mit Hinweisen) angenommen, wenn (1.) eine von den Beteiligten gewählte Rechtsgestaltung als ungewöhnlich (insolite), sachwidrig oder absonderlich, jedenfalls den wirtschaftlichen Gegebenheiten völlig unangemessen erscheint, (2.) anzunehmen ist, dass die gewählte Rechtsgestaltung missbräuchlich lediglich deshalb getroffen wurde, um Steuern einzusparen, die bei sachgemässer Ordnung der Verhältnisse geschuldet wären, und (3.) das gewählte Vorgehen tatsächlich zu einer erheblichen Steuerersparnis führen würde, sofern es von den Steuerbehörden hingenommen würde (zur Bedeutung dieser Kriterien, vgl. BGE 138 II 239 E. 4.1 und das zitierte Urteil 2C_487/2011 vom 13. Februar 2013 E. 2.8). Ob diese Voraussetzungen erfüllt sind, ist aufgrund der konkreten Umstände des Einzelfalls zu prüfen. Wird eine Steuerumgehung bejaht, ist der Besteuerung die Rechtsgestaltung zugrunde zu legen, die sachgemäss gewesen wäre, um den erstrebten wirtschaftlichen Zweck zu erreichen.