Citation: 5P.110/2006 29.08.2006 E. 4

Schliesslich kritisiert die Beschwerdeführerin das Gutachten über den Verkehrswert der Grundstücke im Jahr 1979. 4.1 Sie führt zunächst aus, der Gutachter bzw. das Obergericht hätten nicht auf die Auskunft des (heutigen) Gemeindeschreibers abstellen dürfen, welcher angab, der Wert vergleichbarer Grundstücke hätte im Jahr 1979 bei Fr. 200.-- bis Fr. 250.-- pro m2 gelegen. Die Ausführungen der Beschwerdeführerin stützen sich in diesem Punkt zu einem grossen Teil auf unzulässige neue Beweismittel (vgl. E. 2.2 oben). Diese sind folglich nicht zu beachten. Im Übrigen bestreitet sie in appellatorischer Weise die Wertangabe des Gemeindeschreibers und die Schlüssigkeit des Gutachtens. Mangels rechtsgenüglicher Begründung kann damit in diesem Punkt nicht auf die Beschwerde eingetreten werden (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Unbehelflich ist zudem der Vorwurf, die von ihr bezahlten Erschliessungskosten für die Grundstücke seien weder erhoben noch in Abzug gebracht worden. Das Obergericht hat diese nicht berücksichtigt, weil sie von der Beschwerdeführerin im kantonalen Verfahren nicht genügend substanziiert wurden (vgl. E. 5 nachfolgend). 4.2 Weiter rügt die Beschwerdeführerin, dass das Obergericht in diesem Punkt nicht weitere Beweismittel abgenommen hat. Namentlich hätte ein Amtsbericht über die Landwerte im Jahr 1979 eingeholt werden müssen. Zudem sei der (heutige) Gemeindeschreiber vom Gericht nicht als Zeuge einvernommen worden. Nicht gewürdigt habe das Obergericht zudem ein von ihr eingereichtes Zeitungsinserat, in welchem ein Architektur- und Generalunternehmungsbüro erschlossenes Bauland "in nächster Nähe" der strittigen Grundstücke zu einem Preis von Fr. 120.-- pro m2 zum Verkauf angeboten habe. Das Obergericht hat auch in diesem Punkt in antizipierter Beweiswürdigung auf die Abnahme weiterer Beweise verzichtet (vgl. dazu E. 3.2.1 oben). Es hat ausgeführt, der (heutige) Gemeindeschreiber habe seine Preisangabe für vergleichbare Grundstücke gemacht und es sei nicht ersichtlich, was ein weiterer Bericht der Gemeinde oder des Grundbuchamtes dazu an Neuem zu Tage bringen könnte. Ein Obergutachten sei von den Parteien nicht beantragt worden. Soweit die Beschwerdeführerin überhaupt auf diese Erwägung eingeht, weist sie keine Willkür nach: Sie behauptet namentlich nicht, die Einvernahme des (heutigen) Gemeindeschreibers beantragt zu haben. Dem Willkürverbot hält auch die Nichtberücksichtigung des erwähnten Zeitungsinserates stand: Die Beschwerdegegner weisen in ihren Vernehmlassungen zu Recht darauf hin, dass sich aus dem Inserat weder die genaue Lage des angebotenen (Industrie-)Baulandes, noch allfällig mit dem Kauf zusammenhängende Pflichten ergeben. Zudem ist darin nur ein Mindestpreis angegeben ("ab Fr. 120.--" pro m2).