Citation: 2C_526/2017 E. 2.4

2.4. Das Verwaltungsgericht hat weiter geprüft, ob eine (sonst nach § 12 Abs. 1 erster Satz VRG ausgeschlossene) Verlängerung der gesetzlich vorgeschriebenen Beschwerdefrist zur Einreichung einer gültigen Beschwerde im Sinne einer Fristwiederherstellung nach § 12 Abs. 2 VRG gewährt werden könne, und dies verneint; es ist der Auffassung, eine Verhinderung für rechtzeitiges Handeln sei nicht glaubhaft gemacht, geschweige denn belegt worden; der Rechtsvertreter hätte sodann mindestens eine summarische Rechtsmittelbegründung liefern können und deshalb insofern auch müssen, als er auf eine solche ohne Nichteintretensfolge nicht einfach zu Gunsten eines Erstreckungsgesuchs habe verzichten dürfen (E. 2.2). Der Vertreter des Beschwerdeführers macht dazu geltend, er habe vergeblich versucht, seinen Klienten zu erreichen. Dieser habe sich, wegen Krankheit mit Spitalaufenthalt, erst am 19. September 2017 gemeldet (bei Ablauf der Beschwerdefrist am 21. September 2017); es sei zeitlich nicht mehr möglich gewesen, mit diesem zu besprechen, welche Teile des Rekursentscheids angefochten werden sollten und welche Sachverhaltsfeststellungen zu korrigieren seien; in der kurzen Zeit wäre es dem Klienten auch nicht möglich gewesen, Belege für seine krankheitsbedingte Unpässlichkeit zu besorgen. Schliesslich wird geltend gemacht, das Erfordernis, zumindest eine rudimentäre Begründung vorzulegen, sei sachlich nicht gerechtfertigt; zuerst eine summarische Begründung zu verlangen, um dann nach gewährter Fristerstreckung eine vollständige Begründung abzuwarten, bringe keinen Mehrwert für die Rechtsmittelinstanz; gerügt wird diesbezüglich ein nicht notwendiger und unbegründeter Formalismus. Der Beschwerdeführer wirft dem Verwaltungsgericht die Verletzung von Art. 29 Abs. 1 BV (namentlich überspitzten Formalismus) und von Art. 29 Abs. 2 BV vor. Die Rüge ist offensichtlich unbegründet: Zunächst geht es dem Verwaltungsgericht entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nicht darum, nach Eingang einer summarischen Beschwerdebegründung ohnehin eine Nachfrist zur Verbesserung anzusetzen. Vielmehr stellt das Verwaltungsgericht einzig fest, dass es dem Beschwerdeführer bzw. dessen Vertreter unter den konkreten Umständen des Falles möglich gewesen wäre, eine den Weg zur materiellen Beurteilung der Beschwerde öffnende hinreichende Beschwerdebegründung einzureichen. In der Tat hatte der Rechtsvertreter den Beschwerdeführer bereits im Rekursverfahren vor der Sicherheitsdirektion vertreten. Er war mit der Streitsache vertraut. Unerfindlich bleibt, warum der über volle Aktenkenntnis verfügende Anwalt ohne frühzeitige Kontaktnahme mit seinem Klienten darauf beschränkt gewesen sein will, in der Beschwerde an das Verwaltungsgericht bloss die Ausführungen in der Rekursschrift wiederzugeben (was in der Tat zu einem Nichteintretensentscheid geführt haben dürfte). Der Rekursentscheid war ihm, dem Vertreter, zugestellt worden und die Erwägungen der Sicherheitsdirektion waren ihm vollständig bekannt, sodass eine gezielte Auseinandersetzung damit möglich war. Es wird nichts geltend gemacht, was ihn daran gehindert hätte, auf diese Weise die Rechte seines Klienten wahrzunehmen. Es liegt geradezu ein klassischer Fall des Fehlens eines Fristwiederherstellungsgrundes vor, wenn die Partei (zwar möglicherweise) am rechtzeitigen Handeln verhindert ist, hingegen eine Person mit der Wahrung ihrer Rechte beauftragt hat, bei der ihrerseits kein Hinderungssgrund vorliegt; die Verantwortung für rechtzeitiges Handeln liegt in diesem Fall offensichtlich beim aktenkundigen Beauftragten (vgl. auch Art. 50 BGG). Auch in dieser Hinsicht, namentlich was die Zulässigkeit des Erfordernisses einer zumindest rudimentären Begründung betrifft, kann auf das Urteil 2C_319/2011 vom 26. Januar 2012 verwiesen werden; Gründe für eine abweichende Beurteilung des vorliegenden allein kantonales Recht betreffenden Rechtsstreits gibt es nicht.