Citation: 5A_100/2016 E. 3.1

3.1. Das Handelsgericht ist davon ausgegangen, dass im Vertrag 2011 unzweideutig umschrieben worden sei, worum es gehe: "Die Eisenbahnbrücke beschlägt eine Dienstbarkeitsfläche von 2'097.4 m2. Die Differenz zur beanspruchten Fläche der Dammschüttung beträgt 1'977.6 m2. Die X.________ AG erstattet der Y.________ AG eine Ausgleichszahlung von Fr. 692'160.00 für die Reduktion der Dienstbarkeitsfläche (Fr. 350.00/m2)." Sodann werde auf die für die Reduktion der Dienstbarkeitsfläche massgeblichen Pläne hingewiesen. Der im Anhang zum Dienstbarkeitsvertrag befindliche Plan enthalte eine grün eingefärbte zeichnerische Hervorhebung der für das Eisenbahnviadukt beanspruchten Dienstbarkeitsfläche. Die Ausmasse der Fläche seien auf dem zugehörigen Spezialplan mit 2'097.4 m2 beziffert, wobei die massgebliche Fläche blau umrandet sei. Dabei seien auf beiden Plänen weder Flächen für Fuss- oder Fahrwege noch solche für die Bike&Ride-Anlage verzeichnet. Angedeutet bzw. eingezeichnet seien lediglich die Fussgängerstege, die als Haltestellenzugang dienen würden, wobei nur einer davon realisiert worden sei. Bei dieser Ausgangslage habe die Y.________ AG in guten Treuen davon ausgehen dürfen, dass die Ausgleichszahlung die um 1'977.6 m2 reduzierte Dienstbarkeitsfläche für das Eisenbahnviadukt samt Haltestelle und zwei Wartehallen betroffen habe. Das Fuss- und Fahrwegrecht werde hingegen nicht beziffert, bestehe aber weiterhin und sei damit offensichtlich nicht von der Flächenberechnung umfasst. Sodann hielt das Handelsgericht die objektive Wesentlichkeit des angeblichen Irrtums für nicht begründet und es erachtete diesen insbesondere als für die Gegenseite nicht erkennbar, weil der Vertrag 2011 nach Fertigstellung des Viaduktes, Vollendung sämtlicher Bauarbeiten und Inbetriebnahme der Bahn A.________ abgeschlossen wurde, so dass ersichtlich war, welche Bauten an welcher Stelle errichtet worden waren. Die Beschwerdeführerin versucht - ohne irgendwelche Willkürrügen zu erheben - vor Bundesgericht einen neuen Sachverhalt einzuführen, indem sie behauptet, die Ausgleichszahlungen im Vertrag 2011 erstreckten sich auf alle drei im Vergleich 2003 regulierten Flächen; es sei auf ihrem Grundstück ein nicht bewilligter Fuss- und Radweg mit einer Fläche von 150 m2errichtet worden. Daraus folge, dass die Flächenberechnung falsch und die errechnete Ausgleichszahlung um Fr. 52'500.-- zu hoch ausgefallen sei. Indem die Beschwerdeführerin sich diesbezüglich auf appellatorische Behauptungen beschränkt, worauf nicht eingetreten werden kann (dazu E. 1), stossen sämtliche weiteren Ausführungen ins Leere (betreffend Verfügung des AVEL, betreffend provisorische Radwegführung, betreffend objektive Wesentlichkeit, betreffend Erkennbarkeit für die Gegenpartei). Abgesehen davon erhebt die Beschwerdeführerin auch zu diesen weiteren Punkten nur appellatorische Ausführungen, obwohl es zu einem grossen Teil um Sachverhaltsfeststellungen geht.