Citation: 5P.256/2000 04.04.2001 E. 2

2.-Das Bundesgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob und inwieweit auf eine staatsrechtliche Beschwerde einzutreten ist (BGE 124 I 223 E. 1 S. 224 m.w.H.). a) Gemäss Art. 88 OG sind Bürger und Korporationen zur Beschwerdeführung u.a. dann legitimiert, wenn sie Rechtsverletzungen geltend machen, welche sie durch Verfügungen erlitten haben, die sie persönlich treffen. Da die staatsrechtliche Beschwerde ein Rechtsmittel zum Schutz der Träger verfassungsmässiger Rechte gegen Übergriffe der Staatsgewalt ist, ist eine Körperschaft wie die Beschwerdeführerin zur Beschwerdeführung nur ausnahmsweise legitimiert. Dies ist u.a. dann der Fall, wenn die Körperschaft nicht hoheitlich handelt, sondern sich auf dem Boden des Privatrechts bewegt oder sonstwie als dem Bürger gleichgeordnetes Rechtssubjekt auftritt und durch den angefochtenen Akt wie eine Privatperson betroffen wird. Ob diese Voraussetzungen erfüllt sind, bestimmt sich in erster Linie aufgrund der Rechtsnatur des Verhältnisses, das der Auseinandersetzung zugrunde liegt (BGE 125 I 173 E. 1b S. 175, 121 I 218 E. 2 S. 219 ff., 120 Ia 95 E. 1a S.97). Im vorliegenden Fall wird die Beschwerdeführerin nicht aus öffentlichem Recht, sondern in ihrer Eigenschaft als Grundeigentümerin der Centralstrasse und der Kanalisationsanlage bzw. als Werkeigentümerin, mithin wie irgendeine Privatperson belangt. Entgegen der Darstellung der Beschwerdegegnerin ist nicht massgeblich, dass die Tätigkeit der Beschwerdeführerin, aus welcher die Beschwerdegegnerin einen Haftungsanspruch glaubt herleiten zu können, in Wahrnehmung öffentlicher Aufgaben erfolgte. Die Legitimation der Beschwerdeführerin ist daher zu bejahen. b) An der Zulässigkeit der vorliegenden Beschwerde gegen den Endentscheid vom 30. November 1999 und den Zwischenentscheid vom 19. Dezember 1996 ändert auch der Umstand nichts, dass auf eine erste gegen den Zwischenentscheid vom 19. Dezember 1996 gerichtete Beschwerde wegen verspäteter Bezahlung des Kostenvorschusses nicht eingetreten wurde. Gemäss Art. 48 Abs. 3 OG bezieht sich eine Berufung gegen den Endentscheid auch gegen vorausgegangene Zwischenentscheide, die - wie im vorliegenden Fall - nicht materiell überprüft worden sind. Wenn aber eine Berufung sowohl gegen den Endentscheid als auch gegen den vorangegangenen Zwischenentscheid gegeben ist, muss das Gleiche auch für die staatsrechtliche Beschwerde gelten; die staatsrechtliche Beschwerde gegen einen Zwischenentscheid ist nämlich nach der Rechtsprechung ohne weiteres zulässig, wenn dagegen gleichzeitig zulässige Berufung erhoben wird (117 II 349 E. 2b S. 351, 108 Ia 204 E. 1). Auch insoweit ist auf die staatsrechtliche Beschwerde somit einzutreten.