Citation: 8C_343/2024 E. 4.3.1

4.3.1. Was die linksseitige peripher-vestibuläre Funktionsstörung betrifft, stellte die Vorinstanz fest, im ORL-Teilgutachten sei auf der linken Seite eine hochgradige, an Ertaubung grenzende sensorineurale Hörminderung bei erweitertem Aquaeductus vestibuli (LVAS) mit aktuell zentral kompensierter peripher-vestibulärer Unterfunktion und deutlicher Überlagerung sowie eine PPPD erhoben worden. Die kalorisch aufgetretene peripher-vestibuläre Unterfunktion sei gemäss Gutachten des Spitals B.________ im Jahr 2019 (noch) nicht vorhanden gewesen. Der pathologische Befund in der Gleichgewichtsanalyse könne sodann nicht durch die peripher-vestibuläre Funktionsstörung erklärt werden, was ebenfalls für eine Verdeutlichung spreche. Eine peripher-vestibuläre Unterfunktion habe zudem bereits im Jahr 2007 für die Dauer von zwei Monaten bestanden. Dadurch sei ein hoch dysfunktionaler Umgang mit dem Schwindel getriggert worden, woraus sich möglicherweise die differenzialdiagnostisch erhobene PPPD entwickelt habe. Dieser von der Vorinstanz festgestellte schwankende Verlauf bezüglich der peripher-vestibulären Unterfunktion wurde in der gutachterlichen Gesamtbeurteilung festgehalten. Sehr wahrscheinlich sei es im Verlauf der Jahre zu einer zunehmenden Verfestigung und Verselbstständigung der dysfunktionalen Überzeugungs- und Verhaltensmuster gekommen, die sich stark chronifiziert hätten.