Citation: 1B_529/2022 E. 2.3.3

2.3.3. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers ist schliesslich auch nicht ersichtlich, inwieweit er aufgrund der strittigen Verfahrenstrennung und der damit verbundenen Tatsache, dass die gegen ihn erhobenen Strafvorwürfe in zwei getrennten Sachurteilen abgehandelt werden, eine prozessuale Benachteiligung erfahren soll. Ergehen zwei getrennte Entscheide, verhindern die Vorgaben von Art. 49 Abs. 2 und 3 StGB von Gesetzes wegen eine Schlechterstellung der beschuldigten Person (vgl. Urteil 1B_499/2020 vom 4. Dezember 2020 E. 2.4 mit Hinweisen). In prozessualer Hinsicht wird durch Art. 34 Abs. 3 StPO zusätzlich sichergestellt, dass die materiell-rechtlichen Vorschriften der Gesamtstrafenbildung von der verurteilten Person auch wirksam durchgesetzt werden können (vgl. BGE 147 IV 108 E. 2.2).