Citation: U 337/04 30.03.2005 E. 4

4.1 Wie bereits dargelegt, setzte die Arbeitgeberin den Anfangslohn des Versicherten in der neuen, dem Leiden angepassten Tätigkeit mit Ausnahme der wegfallenden Schichtzulage auf die gleiche Höhe wie den zuletzt ohne Invalidität erzielten Verdienst fest, ging aber von einer tatsächlichen Leistungsreduktion von 20 % aus, worauf denn auch die ursprüngliche Rentenverfügung basierte. Nachdem nunmehr die Leistungseinschränkung weggefallen ist, besteht kein Grund, für die Bemessung des Invalideneinkommens nicht zumindest auf den tatsächlichen Verdienst abzustellen. Ob der Versicherte darüber hinaus wieder seine angestammte Arbeit in der Produktion ausüben könnte, wovon Vorinstanz und Verwaltung auf Grund verbesserter Hilfsmittel ausgehen, was aber vom Beschwerdeführer bestritten wird, und damit einen noch höheren Verdienst erwirtschaften könnte, bleibt unklar. Ebenso wenig kann anhand der Akten abschliessend beurteilt werden, ob dem Versicherten aus gesundheitlicher Sicht der ebenfalls einen höheren Verdienst erwarten lassende Einsatz als Springer zugemutet werden kann. Wie es sich damit verhält, kann jedoch mit Blick auf die nachstehenden Erwägungen offen bleiben. 4.2 Der Beschwerdeführer verdiente im Jahr 2002 Fr. 4150.- im Monat, was bei einer Ausgangsgrösse von Fr. 3725.- einer Lohnerhöhung seit 1999 von rund 8,5 % entspricht. Im gleichen Zeitraum hat sich der Nominallohn im Sektor 2, welchem die ursprüngliche Arbeit zuzurechnen ist, gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Tabellen zur Lohnentwicklung, T 1.93, durchschnittlich um lediglich 6 % erhöht (111.3 / 105 = 1.06). Daraus kann entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht abgeleitet werden, dass sich der Lohn als Gesunder (Valideneinkommen) besser als das Invalideneinkommen abzüglich Schichtzulagen entwickelt hätte. Für den behaupteten beruflichen Aufstieg zum Schichtleiter sodann fehlt es an konkreten Anhaltspunkten (BGE 96 V 29; EVGE 1968 S. 93 Erw. 2b; RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 Erw. 3b). Allein der Umstand, dass im bisherigen Arbeitsbereich zwischenzeitig die Stelle des Vorarbeiters neu besetzt worden ist, genügt nicht (vgl. auch Urteil S. vom 19. August 2004, U 339/03). In diesem Sinne hat sich die Firma denn auch noch am 4. Februar 2003 geäussert, als sie den mutmasslichen Verdienst ohne Unfall im Jahr 2003 auf Fr. 4200.-, zuzüglich einer Schichtzulage von Fr. 150.-, und jenen mit Unfall auf Fr. 4200.- (ohne Schichtzulage) festlegte. Wenn die Arbeitgeberin später anlässlich einer Besprechung zwischen dem Personalverantwortlichen, dem Betriebsleiter, dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers wie auch dem SUVA-Mitarbeiter vom 28. Mai 2003 das Valideneinkommen auf Fr. 4350.-, zuzügl. Schichtzulage, einschätzt, so beruht diese Aussage auf dem tatsächlichen Verdienst eines in der Produktion tätigen Arbeiters, der vom Jahrgang, der Betriebszugehörigkeitsdauer und der Leistung her mit dem Versicherten als vergleichbar eingestuft wurde. Die tatsächliche Lohndifferenz des Versicherten demgegenüber beschränkte sich aber bereits im Jahr 1999 lediglich auf die weggefallene Schichtzulage. Die im Zusammenhang mit den mutmasslichen Lohnverhältnissen im Jahre 2002 vom Betriebsleiter am 28. August 2002 gemachte Aussage, wonach im ersten Jahr nach Eintritt des Gesundheitsschadens anders als bei der bisherigen Stelle vorgesehen keine Lohnerhöhung gewährt worden sei, steht in diesem Zusammenhang übrigens im Widerspruch zu den von ihm und dem Stellvertreter der Personalchefin bereits an anderer Stelle gemachten Äusserungen vom 22. Oktober 1998 und 13. Januar 1999: Danach wäre dem Versicherten 1998 auch in seiner angestammten Tätigkeit keine Lohnerhöhung gewährt worden, und im folgenden Jahr erhöhte sich das Invalidengehalt bereits wieder (um Fr. 100.- monatlich). All dies führt zu einer mutmasslichen Lohneinbusse in den Jahren 2002 und 2003 von maximal 3 % (2002: [4150 x 13] / [4300 x 12 + 4150], 2003: [4200 x 13] / [4350 x 12 + 4200]). Auf jeden Fall ist aber der Invaliditätsgrad deutlich unter die seit 1. Juli 2001 in Art. 18 Abs. 1 UVG festgeschriebene Massgeblichkeitsgrenze von 10 % gefallen, womit sich die von der Beschwerdegegnerin auf Anfang November 2002 vorgenommene Rentenaufhebung nicht beanstanden lässt.