Citation: 8C_181/2023 E. 4

Strittig ist die beruflich-erwerbliche Seite der Invaliditätsbemessung (Art. 16 ATSG). Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, vor dem Unfall vom 27. September 2001 sei der Beschwerdeführer Inhaber und Geschäftsführer der B.________ AG gewesen. Es sei nicht per se abwegig, dass der Konkurs seines Unternehmens im April 2008 auch im Zusammenhang mit seiner gesundheitlichen Situation gestanden habe. Das Bundesgericht habe sich jedoch mit seinem Fall bereits mit Urteilen 9C_530/2012 vom 21. September 2012 E. 6 (Invalidenversicherung [IV]), 8C_716/2012 von 3. Mai 2013 E. 4.4 (Unfallversicherung [UV]) und 9C_675/2016 vom 18. April 2017 E. 3 (IV) befasst. Im erstgenannten Urteil habe es in E. 4.2 festgehalten, der Konkurs des Unternehmens des Beschwerdeführers sei Anlass für die revisionsweise Rentenüberprüfung. Die Konkursgründe, insbesondere, ob dabei auch sein Gesundheitszustand eine Rolle gespielt habe, sei für die Wahl der Bemessungsmethode jedoch nicht von Bedeutung. In E. 6 sei das Bundesgericht sodann zum Schluss gekommen, der Invaliditätsgrad sei neu durch einen Einkommensvergleich auf der Grundlage derselben statistischen Durchschnittslöhne zu ermitteln. Er entspreche somit dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung des Tabellenlohnabzugs gemäss BGE 126 V 75. Hieran habe das Bundesgericht in den Urteilen 8C_716/2012 vom 3. Mai 2013 E. 4.4 und 9C_675/2016 vom 18. April 2017 E. 3 festgehalten. Dass beim Valideneinkommen heute von einer anderen beruflich-erwerblichen Situation auszugehen wäre, sei weder ersichtlich noch werde dies geltend gemacht. Es bestehe deshalb kein Anlass von der vom Bundesgericht festgelegten Methode abzuweichen, so dass auf statistische Werte abzustellen sei. Gleiches gelte betreffend die vom Bundesgericht in allen drei Urteilen propagierte Ermittlung des Invalideneinkommens auf der Basis derselben statistischen Durchschnittslöhne wie beim Valideneinkommen. Unbehelflich sei das Vorbringen des Beschwerdeführers, im Gegensatz zu der für das Urteil 8C_716/2012 vom 3. Mai 2013 massgebenden Situation leide er aufgrund der Unfälle vom 4. Mai 2011 und 10. Oktober 2013 zusätzlich an erheblichen körperlichen Einschränkungen, die eine Tätigkeit als Geschäftsführer verunmöglichten. Denn einerseits sei nicht ersichtlich, dass das Bundesgericht in seinen bisherigen Urteilen zwingend angenommen habe, er würde weiterhin als Geschäftsführer tätig sein. Andererseits seien die durch die Unfälle vom 4. Mai 2011 und 10. Oktober 2013 entstandenen körperlichen Einschränkungen im Ausmass, wie sie der Kreisarzt Dr. med. D.________ am 11. Dezember 2015 festgestellt habe (vgl. E. 3 hiervor), im Verfahren, das zum Urteil 9C_675/2016 vom 18. April 2017 geführt habe, berücksichtigt worden. Damals habe nämlich das kantonale Verwaltungsgericht mit Urteil vom 25. August 2016 aufgrund der seit dem Urteil 9C_530/2012 vom 21. September 2012 hinzugetretenen körperlichen Beschwerden den zu berücksichtigenden Leidensabzug von 15 % auf 20 % erhöht, woran das Bundesgericht mit Urteil 9C_675/2016 vom 18. April 2017 festgehalten habe. Dennoch habe es entschieden, dass nach wie vor auf dieselben statistischen Vergleichseinkommen abzustellen sei und die bestehenden Einschränkungen mit dem 20%igen Abzug ausreichend berücksichtigt würden. Gründe für ein Abweichen von dieser Auffassung seien nicht ersichtlich. Daran ändere nichts, dass die Unfallversicherung nicht an die Invaliditätsschätzung der IV gebunden sei. Somit seien Validen- und Invalideneinkommen nach wie vor nach denselben statistischen Durchschnittslöhnen zu ermitteln. Der Invaliditätsgrad ergebe sich daher aus der 50%igen Arbeitsunfähigkeit in einer leidensbedingten Tätigkeit sowie dem leidensbedingten Abzug von 20 % und betrage 60 % ([1 - 0.5 x 0.8] x 100 %). Die Beschwerde sei deshalb abzuweisen.