Citation: 1C_5/2020 E. 3.2

3.2. Das kantonale Gericht hat im Weiteren erwogen, die Frage nach der Zulässigkeit zweier gleichzeitig eingereichter Baugesuche könne offenbleiben, da der Beschwerdegegner das eine Gesuch bereits vor dem Entscheid des Gemeinderates wieder zurückgezogen habe. Entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführer erweist sich diese Erwägung nicht als bundesrechtswidrig: Geht man von einer grundsätzlichen Unzulässigkeit zweier gleichzeitig eingereichter, sich ausschliessender Baugesuche für das gleiche Grundstück aus, so wäre der Gemeinderat nach Treu und Glauben (Art. 5 Abs. 3 BV) gehalten gewesen, den Eigentümer auf die Unzulässigkeit aufmerksam zu machen und ihm Gelegenheit zu geben, sich für eines der Projekte zu entscheiden. Da der Eigentümer des Grundstückes aufgrund der Einsprache von sich aus eines der Gesuche zurückzog, erübrigte sich für den Gemeinderat eine solche Vorgehensweise.