Citation: 2C_1152/2014 E. 4.3

4.3. Mit Blick auf seine finanzielle Lage führt der Beschwerdeführer aus, dass er im Jahr 2008 unverschuldet arbeitslos geworden und im April 2010 - zehn Tage vor der erneuten Arbeitsaufnahme - Opfer einer Messerstecherei geworden sei, welche eine nicht versicherte Arbeitsunfähigkeit von 21 Monaten zur Folge gehabt habe. Die Nichterfüllung seiner finanziellen Verpflichtungen sei somit nicht mutwillig erfolgt. In Bezug auf seine Arbeitsunfähigkeit macht der Beschwerdeführer eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung durch die Vorinstanz geltend. Diese hielt mit Verweis auf das im Zusammenhang mit der Straftat ergangene Urteil nur eine zweiwöchige Arbeitsunfähigkeit für erwiesen, während der Beschwerdeführer seinerseits auf ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis verweist, welches von Rudolf Schneider, Facharzt für Allgemeinmedizin, ausgestellt wurde. Das betreffende Dokument ist vom 17. Januar 2012 datiert und bescheinigt dem Beschwerdeführer - rückwirkend - eine Arbeitsunfähigkeit zu 100% für die Zeit zwischen dem 24. April 2010 und dem 15. Januar 2012. Weitere Einzelheiten lassen sich dem Zeugnis nicht entnehmen. Der Beschwerdeführer erläutert nicht näher die genaue Ursache bzw. die näheren Umstände seiner Arbeitsunfähigkeit über diesen längeren Zeitraum. Ebenso wenig legt er dar, ob und inwiefern er in dieser Zeit ärztlich behandelt worden sei. Zweifel hinsichtlich der Begründetheit der 21-monatigen Arbeitsunfähigkeit ergeben sich auch aus dem Umstand, dass der Beschwerdeführer während dieser Zeit mehrere SVG-Delikte verübt hat. Wie es sich genau damit verhält, muss aber nicht abschliessend geklärt werden, da die genaue Dauer der Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers im Ergebnis nicht entscheidwesentlich ist. Insbesondere ändert seine angebliche Arbeitsunfähigkeit zwischen April 2010 und Januar 2012 nichts daran, dass er bereits seit 2003 kontinuierlich Schulden angehäuft hat, für deren Entstehung er keine plausible Erklärung liefert. Dies bestätigt die vorinstanzliche Würdigung, dass der Beschwerdeführer seinen finanziellen Verpflichtungen mutwillig nicht nachgekommen ist. Auch nach Januar 2012 ist beim Beschwerdeführer keine finanzielle Stabilisierung erfolgt. Der Beschwerdeführer behauptet zwar, er arbeite und bezahle seine Schulden. Er legt jedoch nicht ansatzweise dar, welche Bemühungen er zur Bereinigung seiner finanziellen Situation getätigt hätte bzw. zu tätigen gedenke. Den kantonalen Akten lässt sich im Gegenteil entnehmen, dass der Beschwerdeführer behördliche Auskunftsbegehren diesbezüglich beharrlich ignorierte (vgl. Schreiben des Migrationsamtes vom 14. Juni 2013 und 17. Juli 2013).