Citation: 1B_221/2023 E. 4.4

4.4. Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, der Beschwerdegegner verfüge, entgegen der Auffassung der Vorinstanz, über Kontakte ins Ausland, wendet sie sich gegen deren Sachverhaltsfeststellung. Da die Beschwerdeführerin nicht darlegt, inwiefern diese willkürlich sein bzw. Bundesrecht verletzen soll, kann auf ihre Kritik nicht weiter eingegangen werden. Dasselbe gilt für ihre Ausführungen zur finanziellen Situation des Beschwerdegegners. Im angefochtenen Entscheid finden sich hierzu keine Sachverhaltsfeststellungen. Hält die Beschwerdeführerin die finanzielle Situation des Beschwerdegegners für entscheidrelevant und den Sachverhalt dementsprechend für unvollständig, hat sie dies vor Bundesgericht entsprechend zu rügen und zu begründen (vgl. Art. 42 Abs. 2 BGG; siehe E. 2 hiervor). Dies tut sie nicht. Im Übrigen ist nicht ersichtlich, inwiefern die Verneinung der Fluchtgefahr Bundesrecht verletzen soll: Die Vorinstanz hat den Beschwerdeführer persönlich angehört und keine Anhaltspunkte dafür ausmachen können. Für Fluchtgefahr spräche somit einzig die Schwere der dem Beschwerdegegner drohenden Reststrafe. Diese vermag jedoch für sich allein nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts keinen Haftgrund zu begründen, wie die Vorinstanz zutreffend erwägt. Unter diesen Umständen durfte sie Fluchtgefahr verneinen. Hieran ändert auch der Hinweis auf das Urteil 1B_548/2021 nichts, hat die Vorinstanz damals doch noch willkürfrei mitberücksichtigt, dass die Lebensverhältnisse des Beschwerdegegners instabil seien und dieser sporadischen Kontakt zu seinem im Kosovo lebenden Vater habe (E. 2.6). Schliesslich erweist sich auch die Gehörsrüge als offensichtlich unbegründet, hatte die Beschwerdeführerin im vorinstanzlichen Verfahren doch hinreichend Gelegenheit, sich zur Möglichkeit von Ersatzmassnahmen zur Bannung der von ihr geltend gemachten Fluchtgefahr zu äussern.