Citation: 6P.180/2004 13.03.2005 E. 9.3

9.3.1 Macht sich der Täter des untauglichen Versuchs gemäss Art. 23 Abs. 1 StGB schuldig, kann der Richter die Strafe nach freiem Ermessen mildern (Art. 66 StGB). Ob der Richter die Strafe beim untauglichen Versuch mildern will, steht in seinem Ermessen. Das Bundesgericht greift in dieses wie bei der Strafzumessung auf Nichtigkeitsbeschwerde hin nur ein, wenn er von rechtlich nicht massgebenden Gesichtspunkten ausgegangen ist oder wenn er wesentliche Gesichtspunkte ausser acht gelassen bzw. in Überschreitung oder Missbrauch seines Ermessens falsch gewichtet hat (vgl. BGE 127 IV 101 E. 2; 123 IV 49, 150, je mit Hinweisen). 9.3.2 Die kantonalen Instanzen haben den Umstand, dass es im vorliegenden Fall bei einem untauglichen Versuch geblieben ist, lediglich innerhalb des ordentlichen Strafrahmens stark strafmindernd berücksichtigt. Dies ist nicht zu beanstanden. Denn der Beschwerdeführer konnte nicht erkennen, dass es sich bei seinem Unterfangen um einen ungefährlichen Versuch handelte, weil es sich bei "Sandro" in Wahrheit nicht um einen 14-jährigen Jüngling, sondern um einen verdeckten Ermittler der Staatsanwaltschaft gehandelt hatte. Insofern erscheint das von ihm verwirklichte Unrecht nicht geringer als dasjenige eines aus anderen Gründen gescheiterten Versuchs (vgl. Jenny, a.a.O., Art. 23 N 11). Dass die kantonalen Instanzen von einer Strafmilderung abgesehen haben verletzt daher kein Bundesrecht. Jedenfalls haben sie damit ihr Ermessen nicht überschritten. Die Beschwerde ist auch in diesem Punkt unbegründet.