Citation: 8C_531/2007 31.07.2008 E. 3

Der Beschwerdeführer macht geltend, das kantonale Gericht habe die natürliche Kausalität dieser Beschwerden zu Unrecht verneint. 3.1 Die Vorinstanz ist dabei der Auffassung der SUVA gefolgt, wonach mit Blick auf die im psychiatrischen Gutachten des Dr. med. E.________ genannten vielfältigen unfallfremden Faktoren und der grossen zeitlichen Distanz zwischen Unfall und Auftreten des psychischen Krankheitszustandes ein natürlicher Konnex nicht angenommen werden könne. 3.2 Nach eingehender Exploration nannte der begutachtende Psychiater Dr. med. E.________ als unfallfremde Faktoren die Trennung von der Ehefrau, die damit verbundene Einsamkeit, den Verlust einer geliebten Arbeit, die Arbeitslosigkeit, die schwierige finanzielle Situation und allenfalls zuletzt den Tod der Mutter, mit alldem verbunden das Gefühl, dadurch alleine und gemieden zu sein. Eine prozentuale Aufführung sei rein hypothetisch und seriös nicht punktgenau vorzunehmen. Die unfallfremden Faktoren dürften aber den überwiegenden, wenn nicht sogar weit überwiegenden Anteil der aktuellen Beschwerden ausmachen. Aus seiner Sicht war von einer Reduktion der Arbeitsfähigkeit um 20-30 % auszugehen, dies bei Diagnose einer leichten Depression (nachdem das höchstens leichte depressive Zustandsbild mehr als zwei Jahre angedauert hatte) und Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zufolge leichter Verminderung der Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, einer eher leichten Verminderung der Durchhaltefähigkeit und allenfalls einer Verminderung der Gruppen- und Konfliktfähigkeit sowie einer verminderten Belastbarkeit in Drucksituationen. Die mit der früher gestellten Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung einhergehenden Beschwerden würden schon seit Beginn der psychiatrischen Betreuung als regredient beschrieben. 3.3 Was die zeitliche Distanz zwischen Unfall und Auftreten des psychischen Leidens betrifft, steht fest, dass der Beschwerdeführer die Psychiaterin Frau Dr. med. S.________ erst knapp zwei Jahre nach dem Unfall, am 13. März 2002, wegen depressiver Verstimmung und Schlafstörung aufgesucht hat. Diesbezüglich ist zwar zu beachten, dass bei psychischen Störungen die Wahrscheinlichkeit eines ursächlichen Zusammenhangs mit einem Unfall entsprechend dem zeitlichen Abstand zwischen diesem und dem Auftreten von Symptomen einer psychogenen Gesundheitsstörung abnimmt, weil das Unfallerlebnis in der Regel mit der Zeit verarbeitet und verkraftet wird. Je grösser das zeitliche Intervall zwischen einem Unfall und dem Eintritt psychischer Störungen ist, desto strengere Anforderungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen Kausalzusammenhanges zu stellen (SVR 2003 UV Nr. 12 S. 35 [U 78/02] E. 4.3.1 mit Hinweisen). Indessen spricht die zeitliche Distanz zwischen Unfall und Auftreten der psychischen Störung nicht grundsätzlich gegen den natürlichen Kausalzusammenhang. Auch Unfallfolgen können eine schwere psychische Belastung darstellen und im Laufe der Zeit eine psychische Störung bewirken (so etwa Dauerschmerzen, lange Arbeitsunfähigkeit, lange Dauer der ärztlichen Behandlung; vgl. BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140). 3.4 Ob ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und den von Dr. med. E.________ erhobenen Befunden und der festgestellten Arbeitsunfähigkeit besteht oder ob von unfallfremden Faktoren auszugehen ist, kann offenbleiben, da es jedenfalls an der Adäquanz des Kausalzusammenhangs mangelt (E. 4).