Citation: 8C_124/2008 17.10.2008 E. 5

5.1 Streitig und zu prüfen ist die Frage, ob die SUVA ihre Leistungen für die Folgen des Unfalls der Beschwerdeführerin vom 22. November 2002 zu Recht auf den 30. September 2006 eingestellt hat (Einspracheentscheid vom 17. November 2006), vorbehältlich einer allenfalls notwendigen Erneuerung des Kompositaufbaus am Zahn 44 (E. 3.2.2 hievor). 5.2 Im polydisziplinären (psychiatrischen, neuropsychologischen und neurologischen) MEDAS-Gutachten vom 12. Mai 2006 wurden - gestützt auf eine Gesamtbeurteilung aufgrund einer gemeinsamen interdisziplinären Besprechung des Ärzteteams - folgende Hauptdiagnosen mit Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit gestellt: diffuses chronisches Schmerzsyndrom craniocephal und -brachial beidseits sowie panvertebral und pectoral mit vielen vegetativen Begleitbeschwerden und dissoziativen Störungen in den Extremitäten und im Gesicht; Angst und Depression gemischt, ursprünglich Anpassungsstörung; anhaltende somatoforme Schmerzstörung; Status nach Heckauffahrunfall am 23. (recte 22.) November 2002; stark akzentuierte Persönlichkeit mit sensitiv-paranoischen, narzisstischen und histrionischen Zügen, DD: Persönlichkeitsstörung mit sensitiv-paranoischen, narzisstischen und histrionischen Zügen; multifaktorell, hauptsächlich durch physische sowie Schmerzfaktoren bedingte kognitive Leistungsschwankungen/-beeinträchtigungen von leicht bis mittelschwerer Ausprägung. Weiter wurde hinsichtlich der HWS-Problematik ausgeführt, im engeren Sinne objektivierbar als organische Genese seien lediglich diskrete Abnützungserscheinungen vorwiegend der 5. Bandscheibe mit begleitenden Arthrosen der benachbarten Wirbelgelenke, die ein übliches Altersausmass nicht überstiegen. Die diffus ausgebreiteten Schmerzen nahe einem Ganzkörper-Schmerzsyndrom gingen weit über das "typische Beschwerdebild eines Schleudertraumas" hinaus, wobei auch typische Beschwerden beklagt würden, die aber nicht messbar seien und in diesem Ausmass nicht nachvollzogen werden könnten. Es bestünden überwiegend wahrscheinlich keine organischen unfallbedingten Beschwerden mehr. Eine unfallkausale Arbeitsunfähigkeit bestehe körperlicherseits nicht mehr und bezüglich der psychischen Folgen nur möglicherweise. Die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit als Büroangestellte werde auf 50 % geschätzt. In körperlich eher leichten, wechselbelastenden Tätigkeiten ohne besondere Stressbelastungen, Handeln mit Wechselbelastung und Gelegenheit zu Pausen bestehe eine halbe Leistungsfähigkeit bei ganztägiger Arbeitspräsenz.