Citation: 1C_7/2015 E. 1.4

1.4. Unter Berücksichtigung des vorgelegten Mietvertrages und des Umstands, dass der Grundeigentümer im Schreiben vom 2. Oktober 2015 für seinen Widerruf keine Gründe nannte, erscheint es nicht ausgeschlossen, dass die Beschwerdegegnerin 1 den Grundeigentümer dazu verhalten kann, den Bau der geplanten Mobilfunkanlage zu dulden. Ob dies zutrifft, ist im zivilgerichtlichen Verfahren zu entscheiden, wenn keine gütliche Einigung gefunden wird (vgl. Urteile 1A.266/2004 vom 6. April 2005 E. 4.2; 1P.303/2004 vom 23. September 2004 E. 3). Unter diesen Umständen erscheint die Realisierung des Bauvorhabens nach wie vor möglich, weshalb die Beschwerdeführer weiterhin an der Verweigerung der Baubewilligung interessiert sind. Dieses Interesse ist schützenswert, zumal das aufwändige Baubewilligungsverfahren bereits durchgeführt wurde und der entsprechende Aufwand der Parteien und der Baubehörde bei einem Nichteintretensentscheid im Rechtsmittelverfahren nutzlos würde (vgl. Urteil 1A.266/2004 vom 6. April 2004 E. 4.3). Daran ändert nichts, dass das Bundesgericht einen anderslautenden kantonalen Entscheid als nicht willkürlich qualifizierte, weil damit nicht gesagt wurde, dass eine andere Lösung nicht ebenfalls vertretbar oder sogar vorzuziehen sei (vgl. Urteil 1P.303/2004 vom 23. September 2004 E. 2.2).