Citation: 5A_669/2021 E. 3.3

3.3. Damit geht es, wie die Beschwerdegegnerin richtig bemerkt, von vornherein an der Sache vorbei und vermag der Beschwerdeführer keine Willkür darzutun, wenn er geltend macht, die Vorinstanz negiere im Ergebnis die Notwendigkeit eines Gutachtens und erachte die übrigen Beweismittel als ausreichende Sachverhaltsgrundlage. Das Kantonsgericht hat das Gutachten in den entscheidenden Teilen vielmehr als nach wie vor massgeblich erachtet (dazu sogleich). Es kann ihm denn auch kein widersprüchliches Verhalten vorgeworfen werden, weil es ein Gutachten als nicht notwendig beurteilt und gleichzeitig eine Verschärfung des Elternkonflikts festgestellt habe, wie der Beschwerdeführer dies vorbringt. Was die Aktualität des Gutachtens betrifft (vgl. dazu BGE 133 III 553 E. 5; Urteil 5A_266/2017 vom 29. November 2017 E. 6.3), führt der Beschwerdeführer aus, diese sei anerkanntermassen bzw. augenscheinlich nicht gegeben. Es entspreche der allgemeinen Lebenserfahrung, dass sich gerade in hoch konfliktbelasteten Situationen in drei Jahren neue Gesichtspunkte ergeben könnten bzw. Feststellungen sich weiter verstärkten. Beziehungen könnten sich wandeln und das Kind würde sich weiterentwickeln, sodass andere Indikationen und Beobachtungen möglich bzw. sehr wahrscheinlich seien. Er, der Beschwerdeführer, habe denn auch mehrfach dargelegt, dass sich bei der Beschwerdegegnerin die Einschränkung des Wohlverhaltens, der Kooperativität und der Bindungstoleranz in den letzten Jahren verstärkt habe. Mit diesen rein appellatorischen Ausführungen setzt der Beschwerdeführer sich nicht hinreichend mit den einschlägigen Erwägungen der Vorinstanz auseinander (vgl. vorne E. 2.2). Insbesondere äussert er sich nicht zur Überlegung des Kantonsgerichts, in den einzelnen Teilen könne das Gutachten noch beigezogen werden und würden seine Ergebnisse durch die jüngsten Vorfälle bestätigt. Es hilft dem Beschwerdeführer daher auch nicht entscheidend weiter, wenn er sich ausführlich zum Beweiswert der weiter vom Kantonsgericht angerufenen Beweismittel äussert, zumal er diese nicht in Bezug zu den gutachterlichen Erkenntnissen setzt.