Citation: 6B_339/2024 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs resp. der Begründungspflicht. Entgegen seinen Vorbringen basieren die angefochtenen Schuldsprüche der Vorinstanz nicht auf einer generellen Gleichsetzung einer Werterhaltungspflicht mit der Zweckgebundenheit. Die Vorinstanz hat in allen Fällen geprüft, ob anhand des Vertragsinhalts und der Angaben der Darlehensgeber auf eine Werterhaltungspflicht geschlossen werden kann und dies beispielsweise im Falle von F.________ verneint. In den anderen Fällen hat sie die Werterhaltungspflicht bejaht, da sie es als erwiesen erachtete, dass die Darlehen für die Gründung oder die laufenden Kosten der Firmen des Beschwerdeführers gewährt wurden und die Darleiher diese nicht zur Deckung der privaten Bedürfnisse des Beschwerdeführers gewährt hätten. Die Vorinstanz hat mithin eine Einzelfallprüfung vorgenommen und aus dem dargelegten Verwendungszweck ergibt sich jeweils, dass damit dem Risiko einer Schädigung entgegengewirkt werden sollte. Sofern der Beschwerdeführer vorbringt, Investitionen in ein risikobehaftetes Start-up, welche in der Hoffnung erfolgen, letztendlich am potenziellen Erfolg des Unternehmens zu partizipieren, seien nicht geeignet, das Risiko des Verlustes zu mindern, ist auf das vorstehend erwähnte Urteil 6B_1059/2020 vom 12. März 2024 zu verweisen. Demnach schliesst die Vereinbarung eines spekulativen Anlagegeschäftes die Werterhaltungspflicht nicht aus (Urteil 6B_1059/2020 vom 12. März 2024 E. 4.3). Wie in diesem Entscheid, liegt auch vorliegend der eingetretene Schaden der Darleiher nicht in der Realisierung von Ausfallrisiken, wie sie einem spekulativen Investment eigen sind. Massgebend ist vielmehr, welches Verhalten den Schadenseintritt tatsächlich herbeigeführt hat. Da der Beschwerdeführer die ihm zur Verfügung gestellten Gelder zu grossen Teilen in keiner Form angelegt, stattdessen für seine privaten Bedürfnisse verbraucht hat, hat er diesbezüglich von vornherein jegliche realistische Aussicht der Darleiher auf eine Darlehensrückzahlung zunichte gemacht resp. das Ausfallrisiko massiv erhöht. Die Zweckbestimmung der Verwendung der Darlehen für die Gründung seiner Unternehmen resp. deren operationelle Kosten diente daher der Begrenzung des Verlustrisikos. Soweit die Darleiher gleichzeitig Aktionäre der entsprechenden Gesellschaften waren, der die Darlehensbeträge zukommen sollten, lag der Zweck der Darlehen auch insofern nicht nur im Interesse des Beschuldigten, sondern auch der Darlehensgeber. Die Vorinstanz hat somit in den von ihr dem Schuldspruch zugrunde gelegten Fällen die Werterhaltungspflicht zurecht bejaht. Eine Verletzung von Bundesrecht ist zu verneinen.