Citation: 9C_509/2018 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer wurde ursprünglich wegen einer somatoformen Schmerzstörung (ICD-10 F45.40) berentet. Eine solche hatte nicht nur Dr. med. G.________ im psychiatrischen Gerichtsgutachten vom 10. Oktober 2000 diagnostiziert, sondern auch der behandelnde Psychiater Dr. med. H.________ im Bericht vom 25. April 1999. Bei beiden fehlen Hinweise auf komorbide Störungen depressiver oder anderer Art. Dr. med. E.________ diagnostizierte in seiner der Rentenaufhebung zugrunde gelegenen psychiatrisch-psychotherapeutischen Expertise vom 12. September 2013 eine somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.40) sowie zusätzlich eine Dysthymia (ICD-10 F34.1). Anders als der angefochtene Entscheid zumindest vermuten lässt, lag der erstmaligen Berentung des Beschwerdeführers somit keine Schubkrankheit zugrunde (vgl. auch die Kasuistik bei ISABELLE VETTER-SCHREIBER, Kommentar zur beruflichen Vorsorge, 3. Aufl. 2013, N. 35 zu Art. 23 BVG). Daran ändert nichts, dass Dr. med. F.________ am 4. Februar 2016 retrospektiv unter anderem eine bereits seit 1997 bestehende rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1) mit zwischenzeitlichen Symptomen einer Dysthymia (ICD-10 F34.1) diagnostizierte. Diesbezüglich hatte bereits Dr. med. E.________ im Gutachten vom 12. September 2013 zu Recht ausgeführt, die echtzeitlich dokumentierten objektiven psychopathologischen Befunde liessen allenfalls knapp den Schluss auf ein unspezifisches dysthymes Syndrom zu. Derlei (wiederholte) blosse depressive Verstimmungszustände, wie sie namentlich auch im psychiatrischen Gutachten des Dr. med. I.________ vom 14. September 1998 und im psychiatrischen Konsilium des Dr. med. J.________ vom 10. März 2001 beschrieben wurden, erfüllen den Begriff der Schubkrankheiten ebenfalls nicht. Solche, wie namentlich die Multiple Sklerose oder die Schizophrenie, sind im Besonderen geprägt durch ihren wellenförmigen Verlauf mit sich ablösenden Perioden von akuter Exazerbation und Remission (vgl. Urteil 9C_333/2018 vom 25. Januar 2019 E. 6.2 mit Hinweis auf MARC HÜRZELER, in: BVG und FZG, 2010, N. 29 zu Art. 23 BVG). Es rechtfertigt sich nicht, bei der Beurteilung des zeitlichen Konnexes nach Massgabe der Rechtsprechung zu den Schubkrankheiten (vgl. dazu Urteile 9C_658/2016 vom 3. März 2017 E. 6.4.1 mit Hinweis auf 9C_126/2013 vom 13. August 2013 E. 4.1 und B 95/06 vom 4. Februar 2008 E. 3.4) einen weniger strengen Massstab anzuwenden.