Citation: 2C_725/2017 E. 3.2

3.2. Betreffend Parteientschädigung für das vorinstanzliche Verfahren macht der Beschwerdeführer geltend, die Vorinstanz habe die Liste mit den spezifizierten Leistungen übersehen oder ignoriert, was eine Verletzung des rechtlichen Gehörs darstelle. Vorliegend ist unbestritten, dass die Vorinstanz, wie sie in ihrer Vernehmlassung festhält, die genannte Liste und damit die einzelnen Leistungen und den jeweiligen Zeitaufwand nicht zur Kenntnis genommen hat. Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV fliesst die Pflicht der Behörden, die Vorbringen des von einem Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen tatsächlich zu hören, zu prüfen und in der Entscheidfindung zu berücksichtigen (BGE 136 I 229 E. 5.2 S. 236; Urteile 2C_432/2016 vom 26. Januar 2018 E. 3.2.1; 2C_147/2017 vom 23. Januar 2018 E. 2.6.2; 8C_832/2012 vom 28. Mai 2013 E. 2.4). Weiter ergibt sich aus Art. 29 Abs. 2 BV die Pflicht der Behörden, ihre Entscheide zu begründen. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist der Richter indessen nicht immer gehalten, die Festsetzung der Parteientschädigung (einer obsiegenden Partei) oder des Honorars des amtlichen Vertreters zu begründen. Keine Begründung ist erforderlich, wenn die Entschädigung oder das Honorar sich innerhalb gesetzlich festgelegter Minimal- und Maximalbeträge bewegt. Bei Abweichen von diesen Grenzen, von einer eingereichten Kostennote (und Zusprechung einer Entschädigung unterhalb einer genau definierten Praxis) oder bei Geltendmachung ausserordentlicher Gesichtspunkte durch die betroffene Partei ist die Höhe der Entschädigung bzw. des Honorars jedoch vom Gericht zu begründen (BGE 139 V 496 E. 5.1 S. 503 f.; Urteil 5D_41/2016 vom 21. Juli 2017 E. 2.4). Der Einwand der Vorinstanz, die Kürzung der Kostennote beruhe auf der Höhe des Stundenansatzes und Zeitaufwandes, weshalb es auf die nicht geprüfte Liste gar nicht ankomme, überzeugt nicht. Zum einen ergibt sich aus der vorinstanzlichen Urteilsbegründung (E. 4.1 derselben), dass die Kürzung primär deshalb vorgenommen wurde, weil die Vorinstanz (unzutreffenderweise) bemängelte, der zeitliche Aufwand sei nicht spezifiziert, insbesondere sei nicht ersichtlich, zu welchem Zeitpunkt der Aufwand erbracht worden sei. Andererseits verlangt das rechtliche Gehör, dass die Vorinstanz sich tatsächlich mit der Liste der spezifizierten Leistungen auseinandersetzt, nämlich diese zur Kenntnis nimmt, prüft und bei der Festlegung der Parteientschädigung berücksichtigt. Dies ergibt sich im Übrigen bereits aus § 6 Abs. 1 des Gebührentarifs für Rechtsanwälte [des Kantons Schwyz] vom 27. Januar 1975 (SRSZ 280.411), wonach eine spezifizierte Kostennote eingereicht werden kann und diese, sofern sie angemessen erscheint, der Festsetzung der Vergütung zugrunde zu legen ist. Die Beurteilung der Angemessenheit setzt notwendigerweise voraus, dass die spezifizierten Leistungen zur Kenntnis genommen und geprüft werden. Vorliegend handelt es sich zudem nicht um einen Fall, welcher die Vorinstanz von der Begründungspflicht entbindet und die Festsetzung einer Pauschale erlaubt. Vielmehr hat die Vorinstanz die spezifizierten Leistungen gar nicht zur Kenntnis genommen und ist damit auch ohne Begründung von der Kostennote abgewichen (vgl. Urteil 5D_41/2016 vom 21. Juli 2017 E. 2.5). Demzufolge hat die Vorinstanz den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur. Dessen Verletzung führt ungeachtet der Erfolgsaussichten in der Sache selbst grundsätzlich zur Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides (BGE 137 I 195 E. 2.2 S. 197; 132 V 387 E. 5.1 S. 390; Urteil 8C_832/2012 vom 28. Mai 2013 E. 4.2). Eine nicht besonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs kann zwar ausnahmsweise geheilt werden, wenn die betroffene Partei sich vor einer Beschwerdeinstanz äussern kann, welche sowohl den Sachverhalt als auch die Rechtslage frei überprüfen kann (BGE 137 I 195 E. 2.3.2 S. 197 f.; Urteil 8C_832/2012 vom 28. Mai 2013 E. 4.2). Vorliegend fehlt es jedoch in Bezug auf den Zeitaufwand und die zu vergütenden Leistungen bereits an einer genügenden Sachverhaltsfeststellung, welche von der Vorinstanz nachzuholen ist. Ziff. 3 des vorinstanzlichen Dispositivs wird deshalb aufgehoben und die Angelegenheit dem Eventualantrag des Beschwerdeführers folgend an die Vorinstanz zurückgewiesen, damit letztere in Kenntnis und Prüfung der Liste der spezifizierten Leistungen über die Parteientschädigung für das vorinstanzliche Verfahren neu entscheidet.