Citation: U 435/06 19.06.2007 E. 5

5.1 Unbestrittenermassen stellten sich bei der Beschwerdeführerin ab ca. Mitte 2004 vermehrt Symptome einer Fibromyalgie ein (vgl. Berichte des Dr. med. S.________ vom 17. August 2004 und des Dr. med. W.________ vom 7. Oktober 2004 [insbes. S. 3 und S. 5]). Dieses Leiden hat die Rechtsprechung bislang nicht als Teil des typischen bunten Beschwerdebildes eines HWS-Traumas betrachtet, sondern ausgehend von Art und Pathogenese der Störung sowie unter Berücksichtigung der jeweiligen konkreten unfallfremden Faktoren als selbstständige sekundäre Gesundheitsschädigung qualifiziert (Urteile des Bundesgerichts U 339/06 vom 6. März 2007, E. 5.1, und des Eidg. Versicherungsgerichts U 20/05 vom 5. April 2006, E. 4.2.2, je mit Hinweisen). Die Adäquanzprüfung hat bei solchen Schädigungen nicht nach den für ein Schleudertrauma oder eine schleudertraumaähnliche Verletzung geltenden Kriterien (BGE 117 V 359 ff.) zu erfolgen, sondern es ist nach den in BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140 für Unfälle mit psychischen Folgeschäden aufgestellten Kriterien vorzugehen (Urteile des Bundesgerichts U 339/06 vom 6. März 2007, E. 5.1, und des Eidg. Versicherungsgerichts U 20/05 vom 5. April 2006, E. 4.2.2, je mit Hinweisen). 5.2 Zu einer hievon abweichenden Beurteilung besteht vorliegend - mit dem kantonalen Gericht - auch unter Berücksichtigung der Stellungnahme des PD Dr. med. F.________ vom 6. Dezember 2004, welcher einen Zusammenhang zwischen dem Unfall und den aktuellen, in der Fibromyalgie begründeten gesundheitlichen Beeinträchtigungen bejaht, keine Veranlassung. Nach derzeitigem Wissensstand ist die Ätiologie einer Fibromyalgie unklar und sind die Ursachen mit grosser Wahrscheinlichkeit vielschichtig (Urteile des Eidg. Versicherungsgerichts I 288/04 vom 13. April 2006, E. 5.1, und U 20/05 vom 5. April 2006, E. 4.2.2, je mit Hinweisen). Da die HWS-Problematik im hier massgebenden Zeitpunkt als abgeklungen bzw. nicht mehr behandlungsbedürftig zu betrachten ist (vgl. E. 4.2 hievor), kann ein Konnex zwischen dieser und dem fibromyalgischen Beschwerdebild - wenn überhaupt - höchstens im Sinne einer Verlagerung der unfallbedingten Problematik auf eine andere, psychosomatisch begründete Ebene in Form eines sekundären gesundheitlichen Geschehens gesehen werden (vgl. dazu auch die Berichte der Dres. med. W.________ und P.________ vom 7. Oktober 2004 und 14. Januar 2005). Wird davon ausgegangen, dass die Fibromyalgie natürlich kausal durch den versicherten Unfall (mit-)verursacht wurde, mangelt es indes am Erfordernis des adäquaten Kausalzusammenhangs. Ausgehend vom Geschehensablauf, wie er sich aus den Akten ergibt (Unfallprotokoll vom 26. Januar 2002, Bericht der Beschwerdegegnerin vom 5. April 2002), ist im Rahmen der für die Beurteilung der adäquaten Kausalität vorzunehmenden Einteilung (BGE 115 V 133 E. 6 S. 138 unten ff.) von einem mittelschweren Ereignis auszugehen (vgl. die in SZS 2001 S. 431 ff. erwähnte Rechtsprechung; ferner auch das Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts U 306/04 vom 28. Februar 2005, publ. in: RKUV 2005 Nr. U 548 S. 228; RKUV 1999 Nr. U 330 S. 122, 1998 Nr. U 307 S. 449 E. 3a). Die Adäquanz des Kausalzusammenhangs wäre daher zu bejahen, wenn die Kriterien gemäss BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140 (mit der ihnen inhärenten Differenzierung zwischen physischen und psychischen Beschwerdekomponenten; BGE 117 V 359 E. 6a in fine S. 367) gehäuft gegeben wären oder eines der Kriterien in besonders ausgeprägter Weise vorliegen würde. Dafür finden sich vorliegend keine Anhaltspunkte, wobei auch diesbezüglich vollumfänglich auf die einlässlichen Erwägungen (9.4.3 und 9.4.4) der Vorinstanz verwiesen werden kann. Es hat demnach beim kantonalen Gerichtsentscheid sein Bewenden.