Citation: 2C_749/2022 E. 1.2

1.2. Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers ist mit dem bundesgerichtlichen Urteil 2C_53/2016 vom 23. Juni 2016 rechtskräftig geworden (Art. 61 BGG); seine weitere Anwesenheit in der Schweiz stützte sich auf das prozedurale Anwesenheitsrecht gemäss Asylrecht (Art. 42 AsylG). Wird nach einer rechtskräftigen Aufenthaltsbeendigung wie hier ein Gesuch um Aufenthaltsbewilligung gestellt, so geht es nicht um ein Wiederaufleben der früheren Bewilligung, sondern es handelt sich um eine neue Bewilligung, die voraussetzt, dass im Zeitpunkt ihrer Erteilung die dannzumal geltenden Bewilligungsvoraussetzungen erfüllt sind (Urteile 2C_141/2021 vom 13. April 2021 E. 1.2; 2C_663/2020 vom 2. März 2021 E. 2.2; 2C_885/2020 vom 1. Dezember 2020 E. 1.2.1; vgl. ferner Urteil 2C_734/2022 vom 3. Mai 2023 E. 5.3, zur Publikation vorgesehen). Da das Bundesgericht im Rahmen der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nur Anspruchsbewilligungen prüfen kann (vorstehende E. 1.1), ist die Beschwerde nur zulässig, wenn aktuell ein Rechtsanspruch auf die neue Bewilligung besteht. Andernfalls ist nur die Verfassungsbeschwerde zulässig (Urteile 2C_141/2021 vom 13. April 2021 E. 1.2; 2C_663/2020 vom 2. März 2021 E. 2.2; 2C_221/2020 vom 19. Juni 2020 E. 1.2.1; 2D_37/2018 vom 29. Oktober 2018 E. 2.2).