Citation: 7B_31/2022 E. 2.5

2.5. Die Vorinstanz geht in rechtlicher Hinsicht zutreffend von einer impliziten Verfahrenseinstellung hinsichtlich derjenigen Sachverhalte aus, welche sich vor dem Tod von A.________ ereignet haben, welche als "res iudicata" eine Beurteilung in der Sache verunmöglicht. Die Delikte vor und nach dem Tod von A.________ waren Gegenstand der staatsanwaltschaftlichen Untersuchung, was sich aus der Aktennotiz vom 16. Juli 2018 ergibt. Die Staatsanwaltschaft schloss das Strafverfahren mittels Strafbefehl ab (Art. 352 ff. StPO), ohne sich hinsichtlich der vor dem Tod von A.________ begangen Delikte zu äussern. Dies kommt einer impliziten Verfahrenseinstellung gleich, welche mit Beschwerde nach Art. 393 ff. StPO zu rügen gewesen wäre (vgl. E. 2.2 hiervor). Diese Diskrepanz zwischen dem Gegenstand der Ermittlungen und dem Inhalt des Strafbefehls war erkennbar und ist auch dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführer nicht entgangen, wie sich aus der Einsprache vom 27. Juli 2018 gegen den Strafbefehl vom 19. Juli 2018 ergibt. Darin beantragt er die Verurteilung der Beschwerdegegnerin 2 wegen gewerbsmässigen Diebstahls, mehrfachen versuchten Diebstahls und mehrfachen Hausfriedensbruchs, und verlangt damit die Fortführung des Strafverfahrens hinsichtlich der Delikte vor und nach dem Tod von A.________. Denn eine Verurteilung wegen Gewerbsmässigkeit impliziert die Erzielung regelmässigen Einkommens durch die Delikte, was fraglos beim im Strafbefehl umschriebenen Sachverhalt allein für die Delikte nach dem Tod von A.________ (einmalige Deliktsbeute von Fr. 50.--) nicht zutrifft, hingegen in Bezug auf die Vorwürfe vor dem Tod von A.________ durchaus zutreffen könnte. Die Beschwerdeführer haben unbestrittenermassen keine Beschwerde gegen die implizite Verfahrenseinstellung, die einen Verfahrensfehler der Staatsanwaltschaft darstellt, erhoben, obwohl gemäss ständiger Rechtsprechung nur dieses Rechtsmittel ihnen den Weg eröffnet hätte, die Handlungen vor dem Tod von A.________ weiter zu verfolgen (BGE 138 IV 241 E. 2.6 mit Hinweisen). Dass die strikte Anwendung der bekannten prozessualen Regeln gegen die von den Beschwerdeführern genannten Bundesrechts- oder Verfassungsbestimmungen (Beschwerde S. 11: "in dubio pro duriore" und Legalitätsprinzip gemäss Art. 5 Abs. 1 BV und Art. 2 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 319 Abs. 1 und Art. 324 Abs. 1 StPO; Beschwerde S. 13 f.: Verletzung des Gehörsanspruchs im Sinne einer formellen Rechtsverweigerung) verstossen würde, ist nicht ersichtlich (zumal sich der Sachverhalt anders präsentiert als etwa im Urteil 6B_1354/2017 vom 14. Juni 2018 E. 5.4, wonach der beschuldigte Beschwerdeführer mangels Beschwer - ganz im Gegensatz zu den vorliegenden Privatklägern - keinen Anlass hatte, eine implizite Teileinstellung anzufechten). Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, darf die Kenntnis des korrekten Rechtsmittels gegen eine Teileinstellung (s. BGE 138 IV 241 E. 2.6) vom beruflich als Rechtsanwalt tätigen Rechtsvertreter der Beschwerdeführer vorausgesetzt werden.