Citation: 8C_385/2017 E. 5.3.2

5.3.2. Auf medizinische Massnahmen seitens der Invalidenversicherung hat der Beschwerdeführer aufgrund seines Alters keinen Anspruch (vgl. Art. 12 Abs. 1 IVG in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fassung; Urteil 8C_606/2011 vom 13. Januar 2012 E. 2 f.). Vielmehr hat er die im Gutachten des Universitätsspitals C.________ vom 9. Februar 2015 vorgeschlagenen medizinisch-therapeutischen Massnahmen im Rahmen der Pflicht zur Selbsteingliederung zulasten der sozialen Krankenpflegeversicherung in Anspruch zu nehmen (ULRICH MEYER/MARCO REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Aufl. 2014, S. 291 Rz. 5). Indessen hatte die IV-Stelle weder das Resultat dieser Massnahmen abzuwarten noch den Beschwerdeführer zur Absolvierung derselben im Sinne von Art. 21 Abs. 4 ATSG aufzufordern (hierzu vgl. nicht publ. E. 5a des Urteils BGE 122 V 218 [AHI 1997 S. 36]; Urteil 8C_657/2010 vom 19. November 2010 E. 4). Denn die Vorinstanz hat richtig erkannt, dass die vom Universitätsspital C.________ empfohlenen Massnahmen der Steigerung der Leistungsfähigkeit und der Kräftigung der Rückenmuskulatur dienen (E. 5.1.1 hiervor). Sie sind nicht spezifisch und unmittelbar auf die Eingliederung ins Erwerbsleben gerichtet, sondern entsprechen einer Behandlung des Leidens an sich. Massnahmen dieser Art sind IV-rechtlich irrelevant, obgleich die Behandlung des Leidens an sich gewöhnlich auch einen günstigen Effekt auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit hat (vgl. Urteil 9C_432/2015 E. 5.2.1 f.). Nach dem Gesagten durfte die Vorinstanz von der Fiktion einer zumutbaren Verwertung der - vorerst noch - rein medizinisch-theoretischen 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ausgehen (vgl. E. 3 hiervor).