Citation: 2A.346/2005 07.10.2005 E. 3.3

3.3.1 Der Beschwerdeführer rügt schliesslich, die SBB seien ihren gesamtarbeitsvertraglichen Pflichten ( u.a. Ausarbeiten eines Plans zur Reintegration oder Umplatzierung) nicht nachgekommen; kein einziger konkreter Vorschlag einer "leidensangepassten Stelle" sei dokumentiert, weshalb feststehe, dass die SBB durch ihr unzweckmässiges und GAV-widriges Vorgehen die gesundheitliche Verschlechterung (mit-) verursacht hätten. 3.3.2 Gemäss Ziff. 95 Abs. 1 GAV sind die SBB verpflichtet, durch Integrationsbestrebungen die Interessen des Personals und der Unternehmung wahrzunehmen, um die negativen Auswirkungen bei beeinträchtigter Arbeitsfähigkeit möglichst gering zu halten. Aus den Akten ergibt sich, dass der Ärztliche Dienst nicht nur umfangreiche medizinische Abklärungen getätigt hatte, sondern dass auch zahlreiche Kontakte zwischen dem Ärztlichen Dienst und dem zuständigen Personalcoach stattgefunden hatten. Daneben sind Gespräche über die aktuelle und künftige gesundheitliche und berufliche Situation des Beschwerdeführers zwischen dem Personalcoach und dem Beschwerdeführer dokumentiert. Es trifft zwar zu, dass dem Beschwerdeführer kein einziger konkreter Vorschlag einer "leidensangepassten Stelle" unterbreitet wurde. Dies kann den SBB indessen nicht zum Vorwurf gemacht werden, denn aufgrund der auf unbestimmte Zeit andauernden vollständigen Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers war ein solches Angebot gar nicht möglich. Insofern fiel eine Weiterbeschäftigung in der Betriebswerkstatt oder an einem ähnlichen Arbeitsort zum vornherein ausser Betracht. Angesichts der Komplexität des Krankheitsbildes und des sich zunehmend verschlechternden Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers ist nicht zu beanstanden, wenn sich die Bemühungen des Personalcoaches vor allem darauf konzentrierten, abzuklären, ob überhaupt eine generelle Wiedereingliederung in Betracht falle. Vor diesem Hintergrund sind auch die Kontaktnahmen des Personalcoaches zur IV-Stelle Bern und zur SUVA zu betrachten, die unter anderem dazu dienten, im Interesse des Beschwerdeführers dessen versicherungsrechtliche Situation zu klären. Mit der Vorinstanz ist deshalb davon auszugehen, dass die Rüge der mangelnden Integrationsbemühungen mit Blick auf die Anstrengungen der Personalverantwortlichen nicht durchzudringen vermag und der Vorwurf, die SBB seien ihren Pflichten gemäss Ziff. 95 GAV nicht nachgekommen, nicht begründet ist. Da wie erwähnt (E. 3.2) die Bestimmungen des Kapitels G des GAV auf den Beschwerdeführer keine Anwendung finden, kann von einer Verletzung von Art. 128 ff. GAV zum vornherein keine Rede sein. 3.4 Zusammengefasst beruht die angefochtene Auflösung des Arbeitsverhältnisses auf mangelnder medizinischer Tauglichkeit des Beschwerdeführers, die im Arbeitsvertrag vereinbarte Arbeit zu verrichten, und damit auf einem zulässigen Grund gemäss Ziff. 139 lit. c GAV SBB. Der angefochtene Entscheid verstösst somit nicht gegen Bundesrecht.