Citation: 5A_933/2017 E. 3.3.1

3.3.1. Die Vorinstanz hielt diesbezüglich fest, für die Bemessung der Dauer der Übergangsfrist sei den konkreten Umständen Rechnung zu tragen, so allfälligen gesundheitlichen Problemen oder Schwierigkeiten bei der Stellensuche. Die rückwirkende Anrechnung eines hypothetischen Einkommens sei nicht bundesrechtswidrig, wenn die geforderte Umstellung für den betroffenen Ehegatten voraussehbar war. Alleine der Umstand, dass eine Partei (allenfalls) seit der Trennung mit dem endgültigen Scheitern der Ehe rechnen musste, rechtfertige die rückwirkende Anrechnung eines hypothetischen Einkommens, welche die Ausnahme bleiben müsse, allerdings nicht. Die Beschwerdegegnerin habe vor der Eröffnung des erstinstanzlichen Eheschutzentscheides keine Veranlassung gehabt, davon ausgehen zu müssen, dass sie ihr Arbeitspensum werde ausweiten müssen. An dieser Einschätzung vermöchte nichts zu ändern, dass sie bereits ab September 2016 auf Stellensuche war. Zudem gelte als erstellt, dass sich die Beschwerdegegnerin seit dem 14. August 2017 bis voraussichtlich Mitte Oktober 2017 in teilstationärer psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung befinde. Sie leide an einer Anpassungsstörung (ICD-10 F43.2) mit "abhängigen Persönlichkeitszügen" (ICD-10 Z73.1). Berücksichtige man weiter, dass sie bald 50 Jahre alt werde, die Stellensuche für sie mithin erfahrungsgemäss nicht einfach sein dürfte, erscheine die bis Ende Mai 2018 angesetzte Frist für die Arbeitssuche gerechtfertigt.