Citation: 6B_186/2024 E. 3.1

3.1. Das Bundesgericht greift in die vorinstanzliche Beweiswürdigung nur ein, wenn sie geradezu unhaltbar ist. Erforderlich ist, dass das angefochtene Urteil nicht nur in der Begründung, sondern auch im Ergebnis willkürlich ist. Namentlich genügt für die Annahme von Willkür nicht, dass eine andere Lösung oder Würdigung ebenfalls vertretbar oder gar zutreffender erscheint. Dies bedeutet, dass die Beweiswürdigung der vorinstanzlichen Gerichtsmehrheit nicht willkürlich erscheint, nur weil eine Gerichtsminderheit die Beschwerdeführerin "in dubio pro reo" freigesprochen hätte. In diesem Zusammenhang ist daran zu erinnern, dass der Unschuldsvermutung als Beweiswürdigungsregel im Verfahren vor Bundesgericht keine über das Willkürverbot hinausgehende Bedeutung zukommt (BGE 148 IV 409 E. 2.2; 146 IV 88 E. 1.3.1).