Citation: U 147/01 04.04.2002 E. 3

3.- a) Das kantonale Gericht ist gestützt auf die medizinischen Akten mit Recht davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer anlässlich des Unfalls vom 25. April 1997 eine HWS-Distorsion erlitt und damit von einem Verletzungsmechanismus betroffen war, welcher einem Schleudertrauma der HWS äquivalent ist (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 Erw. 2). Im Weiteren ist aktenkundig und unbestritten, dass die verschiedenen mit bildgebenden Verfahren durchgeführten Untersuchungen keine Hinweise auf ossäre Läsionen oder andere organisch nachweisbare Verletzungen oder Funktionsausfälle ergaben (Berichte des Spitals Z.________ vom 25. April 1997, der Rehabilitationsklinik X.________ vom 12. Juni 1997 sowie des Radiologie-Instituts vom 23. Oktober 1998). Das zunächst diagnostizierte zervikocephale Syndrom (Bericht der Rehabilitationsklinik X.________ vom 18. Juni 1997) wurde durch spätere ärztliche Stellungnahmen nicht mehr bestätigt (Bericht des Dr. med. C.________ vom 22. Juli 1997; telefonische Auskunft von Frau Dr. med. O.________ vom 21. August 1997; Berichte des Dr. med. C.________ vom 2. September 1997, von Frau Dr. med. O.________ vom 2. März 1998, des Dr. med. U.________ vom 6. August 1998 und des Dr. med. C.________ vom 6. Januar 1999), sodass davon auszugehen ist, die entsprechenden Symptome seien in der Folge abgeheilt. Für die Zeit ab 8. September 1997 wurde der Versicherte durch Dr. med. C.________ als voll arbeitsfähig bezeichnet, was durch die folgenden Arztberichte - mit Einschluss derjenigen des Dr. med. P.________ vom 25. September und 11. Dezember 1998 - nicht in Frage gestellt wird. Erst Dr. med. B.________ attestierte mit Wirkung ab 1. Mai 1999 wieder eine vollständige Arbeitsunfähigkeit, dies in Übereinstimmung mit dem Psychiatrischen Dienst, welcher dem Versicherten für die Zeit ab 23. Juni 1999 (Erstkonsultation) ebenfalls eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % bescheinigt. b) Entgegen den Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist der vorinstanzlichen Feststellung zuzustimmen, das bei Schleudertraumen der HWS oder äquivalenten Verletzungen vergleichsweise häufig beobachtete und deshalb von der Rechtsprechung als typisch bezeichnete "bunte" Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. (BGE 117 V 360 Erw. 4b) liege nicht vor. Während das Auftreten von Kopfschmerzen bereits kurze Zeit nach dem Unfall dokumentiert ist, wurden die übrigen Symptome zunächst nicht erwähnt. So bestanden gemäss dem Bericht des Dr. med. C.________ vom 2. September 1997 keine vegetativen Symptome. Dagegen ergaben die ärztlichen Untersuchungen bereits einige Monate nach dem Unfall Hinweise auf eine psychische Problematik (Bericht des Dr. med. C.________ vom 22. Juli 1997), was in der Folge verschiedentlich bestätigt wurde (Stellungnahmen des Dr. med. P.________ vom 25. September und 11. Dezember 1998; Berichte des Dr. med. C.________ vom 6. Januar 1999, des Dr. med. B.________ vom 18. August 1999 und des Psychiatrischen Dienstes vom 10. Juli 2000). Soweit zum typischen Beschwerdebild gehörende Symptome gegeben sind, stehen sie demnach gegenüber der psychischen Problematik klar im Hintergrund, sodass die Adäquanz des Kausalzusammenhangs nach der für psychische Fehlentwicklungen nach Unfall geltenden Praxis (BGE 115 V 133) und nicht nach der Praxis zu den Folgen eines Schleudertraumas oder einer einem solchen äquivalenten Verletzung (BGE 117 V 359) zu beurteilen ist (BGE 123 V 99 Erw. 2a). An diesem Ergebnis vermag auch die mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereichte Stellungnahme des Dr. med. B.________ vom 15. April 2001 nichts zu ändern. Wie dargelegt, ist das Vorliegen einer Reihe der zum typischen Beschwerdebild gehörenden Symptome für einen langen Zeitraum nach dem Unfallereignis vom 25. April 1997 nicht dokumentiert. Die bereits frühzeitig erkannte psychische Problematik kann daher nicht mit dem massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 Erw. 5b, 125 V 195 Erw. 2, je mit Hinweisen) als Teil dieses Beschwerdebildes angesehen werden. Angesichts der vorhandenen ärztlichen Stellungnahmen hat die Vorinstanz zu Recht in antizipierter Beweiswürdigung von weiteren medizinischen Abklärungen abgesehen. c) Der Unfall vom 25. April 1997 verlief gemäss den Angaben des Beschwerdeführers wie folgt (ein Polizeirapport wurde nicht veranlasst): Der Versicherte sass als Beifahrer in einem Firmenauto (VW-Kleinbus). Dieses fuhr auf das davor fahrende Auto auf und wurde anschliessend seinerseits vom dahinter fahrenden Fahrzeug gerammt. Der Beschwerdeführer prallte zunächst mit dem Kopf an die Windschutzscheibe und wurde anschliessend zurück in die Kopfstütze geworfen. Im Rahmen der für die Adäquanzbeurteilung vorzunehmenden Einteilung (BGE 115 V 138 f.) ist dieses Ereignis als mittelschwerer Unfall einzustufen. Die Adäquanz des Kausalzusammenhangs ist demnach zu bejahen, falls ein einzelnes der unfallbezogenen Kriterien (BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa) in besonders ausgeprägter Weise gegeben ist oder die zu berücksichtigenden Kriterien insgesamt in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sind (BGE 115 V 140 f. Erw. 6c). Dies ist, wie die Vorinstanz zu Recht erwogen hat, nicht der Fall: Der Verkehrsunfall ereignete sich weder unter besonders dramatischen oder eindrücklichen Umständen, noch erlitt der Versicherte dabei schwere Verletzungen. Eine somatisch bedingte Arbeitsunfähigkeit ist jedenfalls für die Zeit ab 8. September 1997 nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit dokumentiert, sodass nicht von einer langen Dauer gesprochen werden kann. Ebenso wenig liegt eine ärztliche Fehlbehandlung vor, und es sind - wiederum bezogen auf die somatischen Beschwerden - weder ein schwieriger Heilungsverlauf noch erhebliche Komplikationen ersichtlich. Die rechtsprechungsgemäss erforderliche Häufung erfüllter unfallbezogener Kriterien liegt nicht vor. Die Adäquanz des Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis vom 25. April 1997 und den über den 19. Februar 1999 hinaus fortbestehenden Beschwerden ist deshalb zu verneinen.