Citation: 4P.209/2005 02.11.2005 E. 4.1

4.1. Nach Art. 109 Abs. 1 ZPO UR kann der Richter die Prozesskosten nach Ermessen auferlegen, wenn besondere Umstände es rechtfertigen. Besondere Umstände liegen namentlich vor, wenn eine Partei durch das Urteil nicht wesentlich mehr erhält, als ihr von der Gegenpartei für die gütliche Beilegung des Streites angeboten wurde (Art. 109 Abs. 2 lit. b ZPO UR). Das Obergericht hat im angefochtenen Entscheid die erstinstanzliche Kostenverteilung geschützt in der Erwägung, zu einer Kostenverteilung nach Ermessen könne auch ein abgelehnter Vergleichsvorschlag im Laufe des erstinstanzlichen Verfahrens Anlass geben, zumal Art. 109 ZPO UR dem Richter generell ein weites Ermessen einräume. Das Gericht hat dabei auf die analoge Regelung eines andern Kantons verwiesen.