Citation: 5A_423/2014 E. 4

Kann aber ohne Willkür davon ausgegangen werden, die Widerrechtlichkeit der fürsorgerischen Freiheitsentziehung sei nicht gegeben, erübrigen sich Ausführungen zur zusätzlichen Begründung der Vorinstanz, wonach keine besondere Schwere der Verletzung gegeben sein soll und eine Genugtuung auch deshalb zu verweigern sei. Darauf und auf die entsprechenden Ausführungen der Beschwerdeführerin ist nicht weiter einzugehen. Da letztlich nur aufgrund des Urteils des Einzelrichters am Bezirksgericht Frauenfeld vom 19. Juli 2012 feststeht, dass die Beschwerdeführerin ab diesem Datum über eine Wohnmöglichkeit verfügte und sich zu einer weiteren ambulanten Behandlung bereit erklärte, ist die vollumfängliche Abweisung der Klage in Bezug auf den Genugtuungsantrag unter Willkürgesichtspunkten im Ergebnis nicht zu beanstanden. Bei dem als Schadenersatz geltend gemachten Posten der Gerichtskosten und der Kosten für die Vertretung (Fr. 8'712.--) handelt es sich um Parteikosten, welche der Beschwerdeführerin allein schon deshalb nicht zuzusprechen waren, da sie mit ihrer Klage bezüglich der Genugtuung mangels Widerrechtlichkeit der fürsorgerischen Freiheitsentziehung erfolglos blieb. Von daher ist die Abweisung des entsprechenden Begehrens nicht willkürlich.