Citation: 4A_623/2017 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin hält dem entgegen, gemäss BGE 142 III 23 könnten pflichtwidrige Handlungen zu einem Schaden durch Verminderung des Verwertungssubstrats führen und dieser Schaden im Rahmen einer Verantwortlichkeitsklage geltend gemacht werden. Das Bundesgericht habe solche Schäden nicht vom Anwendungsbereich der Verantwortlichkeitsklage ausgenommen, sondern einzig die Aktivlegitimation der Konkursverwaltung zur Geltendmachung solcher Ansprüche beschränkt. Könnten aber solche Ansprüche im Rahmen einer Verantwortlichkeitsklage eingeklagt werden, müsse auch feststehen, dass ein Abtretungsgläubiger nach Art. 260 SchKG solche Ansprüche einklagen könne. Denn der Abtretungsgläubiger vereine sämtliche Rechte auf sich: Er könne eigene Rechte und eigenen Schaden geltend machen; er könne als Vertreter der Masse die Ansprüche der Masse einklagen und er könne schliesslich drittens als Prozessstandschafter der Gläubigergesamtheit den einheitlichen Anspruch der Gläubigergesamtheit und somit auch Schäden anderer Gläubiger geltend machen. Es bestehe kein Grund, die Aktivlegitimation des Abtretungsgläubigers einzuschränken, denn er sei der letzte verbliebene potenziell Aktivlegitimierte, nachdem die Konkursverwaltung und die andern Gläubiger auf eine Durchsetzung der Verantwortlichkeitsansprüche verzichtet hätten.