Citation: 1P.93/2000 29.09.2000 E. A

A.- Die 1986 geborene P.W.________ besuchte von 1992 bis 1998 die Primarschule Oberrieden. Aufgrund ihrer Teilleistungsschwäche lehnten ihre Eltern den Wechsel in die Real- oder Oberschule für das Schuljahr 1999/2000 ab und schickten P.W.________ stattdessen in eine heilpädagogische Kleinklasse der Freien Evangelischen Schule Zürich. Am 22. März 1999 ersuchten die Eltern von P.W.________ die Schulpflege Oberrieden, die nicht durch die IV gedeckten Kosten der Sonderschulung in der Höhe von jährlich 16'500 Franken zu übernehmen. Mit Entscheid vom 14. Juni 1999 lehnte die Schulpflege Oberrieden das Gesuch ab. Sie erklärte sich indessen bereit, einen Beitrag an die Schulungskosten in der Höhe von 8'800 Franken pro Jahr zu übernehmen, was dem Betrag entspricht, den sie einer anderen Bezirksgemeinde für die Plazierung eines Kindes in einer Sonderklasse bezahlen müsste. Ein Wiedererwägungsgesuch der Eltern wies die Schulpflege am 12. Juli ab. Mit Rekurs an die Bezirksschulpflege Horgen beantragten die Eltern W.________, die Sonderschulbedürftigkeit von P.W.________ festzustellen und sie der Sonderklasse der Freien Evangelischen Schule Zürich zuzuweisen. Am 14. September 1999 hiess die Bezirksschulpflege den Rekurs gut und verpflichtete die Schulpflege Oberrieden, die Sonderschulungskosten von P.W.________ in der Freien Evangelischen Schule Zürich für das Schuljahr 1999/2000 vollumfänglich zu übernehmen. Die Schulpflege Oberrieden focht diesen Entscheid bei der Schulrekurskommission des Kantons Zürich an. Diese hiess den Rekurs mit Entscheid vom 17. Januar 2000 gut und stellte fest, dass die Schulpflege Oberrieden nicht verpflichtet sei, die Kosten für die Privatschulung von P.W.________ zu übernehmen.