Citation: 7B_281/2022 E. 3.2

3.2. Zum subjektiven Tatbestand der Veruntreuung erwägt die Vorinstanz, der Beschwerdeführerin sei bewusst gewesen, dass die Kreditkarte nur zu geschäftlichen Zwecken zu verwenden gewesen sei, was bei einer geschäftlichen Kreditkarte offenkundig jedem Mitarbeiter klar sein müsse. In der vorliegenden Konstellation ergebe sich dies im Übrigen auch aus den internen Richtlinien der Bank B.________ AG. Die Beschwerdeführerin habe denn auch gar nie geltend gemacht, dass die Verwendung der Kreditkarte zu privaten Zwecken vorgängig explizit erlaubt worden sei, sondern habe sich auf den Standpunkt gestellt, sie habe die Abrechnung stets zur Kontrolle vorlegen müssen, wobei nie etwas beanstandet worden sei. Es ergebe sich aber weder aus ihren Aussagen noch aus jenen der weiteren befragten Personen, dass diese internen Richtlinien betreffend Verwendung der Geschäftskreditkarte für die Beschwerdeführerin nicht gegolten hätten. Das Bewusstsein der Beschwerdeführerin, dass die Geschäftskreditkarte nicht privat verwendet werden durfte, zeige sich auch an der Aussage, wonach sie immer Angst gehabt habe, dass ihr Vorgehen auffliegen könnte. Im Übrigen gehe, so die Vorinstanz weiter, auch das Bundesgericht in Erwägung 5 des Urteils 6B_701/2020 implizit davon aus, dass sämtliche objektiven und subjektiven Tatbestandselemente der Veruntreuung erfüllt seien.