Citation: 5A_668/2007 21.12.2007 E. 3

3.1 Einerseits erblickt die Beschwerdeführerin eine Verletzung der Art. 307 ff. ZGB darin, dass das Kantonsgericht weder zur Frage, inwieweit das Wohl von Z.________ tatsächlich gefährdet sei, noch zur Frage, wie einer allenfalls drohenden Gefährdung des Knaben am besten begegnet werden könne, den Rat von unabhängigen Fachleuten eingeholt, insbesondere kein Gutachten angeordnet habe. Die Vorinstanz habe vielmehr lediglich auf einzelne Berichte von direkt betroffenen Familienmitgliedern oder Lehrkräften abgestellt, die sie als Gefährdungsmeldungen taxiert habe, denen aber klarerweise nicht die Beweiskraft eines unabhängigen Gutachtens zugesprochen werden könne und die somit keine taugliche Entscheidungsgrundlage darstellten. 3.2 Der beim Kantonsgericht - von ihr persönlich - eingereichten Beschwerde vom 24. Mai 2007 hatte die Beschwerdeführerin einen Bericht des Z.________ betreuenden Psychotherapeuten lic. phil. W.________ vom 5. Mai 2007 beigelegt. Gleichzeitig verlangte sie, es sei von dieser Fachperson ein aktueller Bericht einzuholen. Den Feststellungen des Kantonsgerichts ist sodann zu entnehmen, dass anlässlich der Hauptverhandlung vom 12. September 2007 der Rechtsvertreter, den die Beschwerdeführerin inzwischen beigezogen hatte, keine Begutachtung beantragt hat. Neben dem - nur drei Wochen vor Einreichung der kantonalen Beschwerde erstatteten - Bericht von lic. phil. W.________ lagen dem Kantonsgericht eine Reihe weiterer Akten vor. Darunter befanden sich Erklärungen und Empfehlungen verschiedener Personen, die durchaus als Fachleute anzusehen sind (Schulpsychologe, Logopädin). Wenn das Kantonsgericht unter diesen Umständen davon abgesehen hat, bei lic. phil. W.________ einen neuen Bericht oder sonst ein Gutachten einzuholen, ist dies nicht zu beanstanden und liegt darin namentlich nicht eine Missachtung von Art. 310 ZGB.