Citation: 6B_438/2015 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz verletze Art. 125 StGB und Art. 12 Abs. 3 StGB. Sie stütze den Schuldspruch nicht auf den konkreten Ablauf des Vorfalls und würdige die Unfallursachen einseitig. Sie definiere den Kollisionsort nicht abschliessend und begründe den Schuldspruch ausschliesslich mit seiner grundsätzlichen Vortrittsbelastung, ohne das Fahrverhalten des Beschwerdegegners zu berücksichtigen. Die Vorinstanz zeige nicht auf, welche Umstände der Beschwerdeführer ausser Acht gelassen habe bzw. noch hätte berücksichtigen müssen. Die Kollision sei nicht vermeidbar gewesen, da der Beschwerdegegner in Verletzung von Art. 7 Abs. 1 VRV die Kreuzung in einem Bereich befahren habe, in welchem der Beschwerdeführer auch bei äusserster Vorsicht nicht mit einem ihm "fadengerade" entgegenkommenden Fahrzeug hätte rechnen müssen. Er hätte den Unfall einzig dadurch vermeiden können, überhaupt nicht in den Bereich der Kreuzung zu gelangen bzw. die Kreuzung nicht zu befahren. Zudem erfüllten leichte Prellungen und Blutergüsse gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht den Tatbestand der einfachen Körperverletzung.