Citation: I 674/03 21.04.2004 E. 2

Unter den Verfahrensbeteiligten auf Grund der Aktenlage zu Recht unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin auch als Valide teilerwerbstätig wäre, weshalb die gemischte Methode der Invaliditätsbemessung nach Art. 27bis IVV zur Anwendung gelangt. Streitig und zu prüfen ist demgegenüber, in welchem Umfang die Versicherte ohne gesundheitliche Beeinträchtigung eine Erwerbstätigkeit ausüben würde. Während Vorinstanz und Verwaltung von einem Pensum von 57 % ausgehen, macht die Beschwerdeführerin geltend, auf Anfang 2000 - mit Volljährigkeit ihres Sohnes - ihre Erwerbsquote auf 80 % gesteigert zu haben. 2.1 Aus den vorhandenen Unterlagen ergibt sich hinsichtlich der Berufstätigkeit der Versicherten folgendes Bild: Vom 1. Februar 1991 bis 28. Februar 2000 hat sie während zwanzig Stunden wöchentlich beim Postamt X.________ als Raumpflegerin gearbeitet, was angesichts einer durchschnittlichen betrieblichen Wochenarbeitszeit von 42 Stunden einen Beschäftigungsgrad von 47,62 % ergibt (Arbeitgeberbericht vom 18. September 2000). Ab. 1. März 2000 wurde das Pensum auf 15 Wochenstunden, d.h. auf 35,71 % gesenkt. Um diese Kürzung verdienstmässig kompensieren zu können (vgl. den Bericht des SUVA-Schadeninspektors vom 7. Februar 2001), begann die Beschwerdeführerin - ebenfalls auf den 1. März 2000 - zehn Stunden pro Woche im Reinigungsunternehmen ihres Ehemannes zu arbeiten, woraus, angesichts einer Wochenarbeitszeit von 45 Stunden, ein zusätzliches Arbeitspensum von 22,22 % resultierte (Arbeitgeberbericht vom 24. Januar 2001). Ab 1. März 2000 war die Versicherte somit zu knapp 58 % erwerbstätig. 2.2 Hiervon für die Verhältnisse im Gesundheitsfall abzuweichen, besteht entgegen den Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kein Grund. Zum einen scheinen die Aussagen der Beschwerdeführerin zu diesem Punkt insofern widersprüchlich, als sie gegenüber der SUVA etwa mit Schreiben vom 12. Mai und 21. August 2000 angegeben hatte, infolge des fortgeschrittenen Alters ihres Sohnes - er sei bereits 17 Jahre alt - als Valide zu 100 % erwerbstätig zu sein. Dem Bericht des SUVA-Inspektors vom 7. Februar 2001 wiederum kann entnommen werden, dass sie insgesamt "einfach einen mindestens 50%-Job ausüben" wolle. Der IV-Abklärungsperson Haushalt erklärte sie demgegenüber, sie hätte ohne gesundheitliche Beeinträchtigung "im gleichem Ausmass, zu ca. 50 %, weitergearbeitet", wobei sie eventuell das Pensum auf 70 %, ca. sechs Stunden pro Tag, hätte erhöhen wollen. Durch ihren Rechtsvertreter liess sie auf den Vorbescheid hin mit Schreiben vom 22. Oktober 2002 schliesslich ausführen, sie hätte ihre Arbeitstätigkeit ohne Unfall auf den 1. Januar 2000 auf 80 % aufgestockt, da ihr Sohn damals bereits 18-jährig und damit nicht mehr betreuungsbedürftig gewesen sei, woran sie schliesslich sowohl vor- wie auch letztinstanzlich festhielt. Eine Erhöhung des Arbeitspensums ist damit nicht mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ausgewiesen, erwecken die Angaben dazu doch den Eindruck der Willkürlichkeit. Im Übrigen hatte der noch zu Hause lebende Sohn im Zeitpunkt der Erhebungen im Haushalt vom 15. Mai 2002 seine Lehre als Polymechaniker offenbar noch nicht abgeschlossen, sodass auch die allfällige Beendigung seiner Ausbildung keinen Grund für eine glaubhafte Pensumserhöhung darstellen konnte, welcher - wie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erläutert - zu einer "deutlichen Abnahme der Haushaltsarbeiten" geführt hätte. Wäre es der Versicherten mit der Steigerung des Beschäftigungsgrades ernst gewesen, hätte sie eine solche zudem bereits vor dem Unfall vom 30. Juni 1999, als der Sohn auch schon über 16 Jahre alt und damit weitgehend selbstständig war, durch Stellensuche oder eine sicherlich schon damals mögliche Aufnahme einer Tätigkeit bei ihrem Ehemann herbeiführen können. Derartige Bemühungen werden jedoch weder behauptet, noch sind sie aus den Akten ersichtlich. Es ist demnach eine Erwerbstätigkeit ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen von 58 % - und folglich eine Haushaltsquote von 42 % - anzunehmen. Im Übrigen ergäbe sich auch bei Annahme einer Erwerbstätigkeit von 80 % keine rentenbegründende Invalidität (vgl. Erw. 6 nachfolgend).