Citation: 4A_110/2016 E. 3.2

3.2. Gegen diese Erwägungen wendet die Beschwerdeführerin ein, dass die Frage, ob und wann auf einer Geldforderung Verzugszins geschuldet sei, keine Tatfrage sei, sondern davon abhänge, ob und wann die Geldforderung fällig und eine Mahnung erfolgt seien. Diese Rechtsfragen könnten nun aber entgegen der Auffassung des Schiedsgerichts von einer Prozesspartei nicht "anerkannt" werden, sondern seien von Amtes wegen zu beurteilen, was das Schiedsgericht aber gerade nicht getan habe, wenn es lediglich auf ein angebliches implizites Zugeständnis der Schiedsklägerin abgestellt habe. Damit habe das Schiedsgericht den Zinsenlauf willkürlich festgelegt und in unhaltbarer Weise gegen Art. 102 Abs. 1 OR und Art. 104 Abs. 2 OR verstossen. Denn richtigerweise könne die Fälligkeit des Entbündelungsentgelts erst mit der Verfügung der Übernahmekommission vom 7. August 2013 eingetreten sein und nicht bereits zwei Wochen vorher am 21. Juni 2013.