Citation: U 17/04 05.05.2004 E. 2

Der Neurologe Dr. med. L.________ stellte im Gutachten vom 5. Juni 2001 folgende Diagnose: Status nach Sturz am 5. Dezember 1990 mit: Commotio cerebri, Vorderkantenfraktur BWK 11, Kontusion /Distorsion von HWS, BWS und LWS sowie paroxysmalem Lagerungsschwindel; im Verlauf: chronisches cervico-cephales und panvertebrales Schmerzsyndrom bei Wirbelsäulenfehlhaltung und -fehlform (vorbestehender M. Scheuermann) sowie muskulärer Dysbalance; depressive Entwicklung sowie Verdacht auf somatoforme Schmerzstörung; Status nach spontaner Subarachnoidalblutung 7/87 (Angiographie negativ 7/97); Adipositas. Gemäss den Berichten des Dr. med. G.________ vom 21. Januar 1993 und des Kreisarztes Dr. med. W.________ vom 23. April 1993 war der Versicherte als Kranführer zu 50 % arbeitsfähig. Gemäss letztgenanntem Bericht war dem Versicherten zudem eine leichte wechselbelastende Tätigkeit ganztags zumutbar. Dies führte zur Ausrichtung einer 50%igen Invalidenrente (Verfügung vom 25. Juni 1993). Aufgrund des Gutachtens des Dr. med. L.________ ist der Versicherte unter Berücksichtigung der unfallbedingten Beschwerden organischer Genese als Kranführer zu 80 % arbeitsfähig; wechselnd belastende Tätigkeiten ohne Tragen schwererer Lasten sind ihm zu 100 % zumutbar. Demnach ist eine Verschlimmerung der objektivierbaren somatischen Folgen des Unfalls vom 5. Dezember 1990 nicht nachgewiesen. Da ein Rückfall einen besonderen revisionsrechtlichen Tatbestand darstellt (BGE 118 V 297 Erw. 2d) und die Voraussetzungen einer Revision eindeutig nicht gegeben sind, kann an sich dahingestellt bleiben, ob überhaupt ein Rückfall im technischen Sinne vorliegt, was die Vorinstanz verneint. Was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde aus dem Gutachten des Dr. med. L.________ abgeleitet wird, ist nicht durchschlagend. Dieser Arzt äussert sich abschliessend zu den unfallbedingten Beschwerden organischer Genese. Aus dem Umstand, dass er den Versicherten als "glaubhaft leidend" beschreibt und den Unfall als "auslösendes Moment" für den aktuellen Zustand bezeichnet, kann entgegen dem Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht auf eine "ganz klare Unfallkausalität" der als Rückfall vorgebrachten Beschwerden geschlossen werden. Vielmehr ist zu beachten, dass Dr. med. L.________ aus somatischer Sicht lediglich die laufende 50%ige Berentung (Verfügung vom 25. Juni 1993) als gerechtfertigt erachtet; eine weitergehende Einschränkung müsse psychiatrisch begründet werden (dazu Erw. 3 hienach).