Citation: 8C_446/2007 28.12.2007 E. 7

7.1 Im Einspracheentscheid vom 16. September 2005 ist die SUVA zum Schluss gelangt, dass der Versicherte zwar nicht an organischen Unfallfolgen im Sinne struktureller Veränderungen, jedoch an klinisch fassbaren Beschwerden leide, welche zum typischen Beschwerdebild nach Schleudertraumata und schleudertraumaähnlichen Verletzungen der HWS (BGE 117 V 359 E. 4b S. 360) gehören. Sie hat den natürlichen Kausalzusammenhang zwischen den geklagten Beschwerden und den versicherten Unfallereignissen bejaht, die Adäquanz des Kausalzusammenhangs indessen verneint, wobei sie von den für psychische Unfallfolgen geltenden Regeln ausgegangen ist (BGE 115 V 133 ff.). Demgegenüber verneint die Vorinstanz den natürlichen Kausalzusammenhang auch bezüglich der Kopfschmerzen und der zervikothorakalen Beschwerden insbesondere im Hinblick darauf, dass für die Jahre 2000 bis 2004 keine Hinweise auf entsprechende Beschwerden vorhanden seien und neurologische Untersuchungen unauffällige Befunde ergeben hätten. 7.2 Auf Grund der Akten steht fest, dass die Unfallbehandlung nach günstigem Verlauf am 2. Juni 2000 abgeschlossen werden konnte, nachdem der Beschwerdeführer die Arbeit bereits am 26. Oktober 1999 wieder voll aufgenommen hatte (Berichte Dr. med. M.________ vom 1. Februar und 5. Juni 2000). Für die folgende Zeit und bis zur Rückfallmeldung Anfang 2005 liegen keine Arztberichte vor. Seinen Angaben gegenüber dem Aussendienst der SUVA vom 9. März 2005 zufolge verspürte der Versicherte keine Nackenbeschwerden mehr, litt jedoch seit den Unfällen an Kopfschmerzen und an Sehbeschwerden. Hinzu kamen psychische Probleme und Schlafstörungen. Im Bericht vom 27. Februar 2005 führt die Psychiaterin Dr. med. D.________ aus, der Versicherte habe aus gesundheitlichen Gründen die Stelle wechseln müssen und nehme zur Zeit an einem Beschäftigungsprogramm der Arbeitslosenversicherung teil, welches er aus gesundheitlichen Gründen kaum zu absolvieren vermöge; zu den Kopfschmerzen seien weitere Beschwerden dazugekommen, wie Schlaflosigkeit, Lärmempfindlichkeit, depressive Verstimmung und Kraftlosigkeit im ganzen Körper. Gestützt auf diesen Bericht hat der Ärztliche Dienst der SUVA Brückensymptome zu den versicherten Unfallereignissen und deren Folgen bejaht, was nicht zu beanstanden ist. Mit der SUVA ist daher davon auszugehen, dass der natürliche Kausalzusammenhang zwischen den geklagten Beschwerden und diesen Ereignissen zumindest im Sinne einer Teilkausalität zu bejahen ist. Weil nachweisbare organische Unfallfolgen fehlen, hat eine spezifische Adäquanzbeurteilung zu erfolgen.