Citation: 4P.224/2006 27.11.2006 E. 3.1

3.1.1 Die Beschwerdeführer werfen dem Obergericht eine Gehörsverletzung vor, weil im angefochtenen Entscheid nicht auf ihr Argument eingegangen worden sei, dass zwischen einem angeblich pflichtwidrigen Verhalten der Gründer - die unterlassene Übertragung eines Grundstückes als einziges Aktivum auf die Gesellschaft - und einem Schaden der Gesellschaft gar kein Kausalzusammenhang bestehe. Das Obergericht verkenne vollends, dass die Vermögenssituation der Gesellschaft von der formellen Eigentumsübertragung des Grundstückes unabhängig gewesen sei. Die Gesellschaft hätte nämlich vom Erlös im Rahmen der Zwangsverwertung des Grundstückes auch nichts erhalten, wenn sie formell als Grundeigentümerin im Grundbuch eingetragen gewesen wäre. Indem das Obergericht im angefochtenen Entscheid auf diese Begründung nicht eingegangen sei, habe es gegen das verfassungsmässige Recht des rechtlichen Gehörs verstossen. Ausserdem sei aus der Begründung nicht nachvollziehbar, weshalb des fehlerhafte Verhalten der Beschwerdeführer angeblich eine Teilursache für den eingetretenen Schaden bilden und damit der natürliche Kausalzusammenhang bestehen soll. Des weiteren sei aus der Begründung nicht nachvollziehbar, weshalb der natürliche Kausalzusammenhang geeignet gewesen sei, einen Erfolg von der Art des eingetretenen Schadens herbeizuführen. In casu sei deshalb auch die von der Bundesverfassung vorgeschriebene Begründungspflicht verletzt. 3.1.2 Die Rügen der Beschwerdeführer sind berechtigt. Zur Frage des Kausalzusammenhanges hält das Obergericht in seiner Begründung einzig fest, das fehlerhafte Verhalten der Beschwerdeführer bilde zumindest eine Teilursache für den eingetretenen Schaden, weshalb der natürliche Kausalzusammenhang zu bejahen sei. Das fehlerhafte Verhalten der Beschwerdeführer sei auch geeignet gewesen, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, so dass auch die adäquate Kausalität vorliege. Dem Einwand der Beschwerdeführer, die Beschwerdegegnerin wäre auch bei Übertragung der Liegenschaft auf die Gesellschaft leer ausgegangen, begegnet das Obergericht bloss mit dem Hinweis, dass es nicht um den unmittelbaren Gläubigerschaden der Beschwerdegegnerin gehe, sondern einzig um den Gesellschaftsschaden. Diese Begründung ist unzureichend. Die Beschwerdeführer hatten im Verfahren vor Obergericht vorgebracht, dass die auf dem Grundstück anfallenden Erschliessungskosten nicht mehr hätten bezahlt werden können, weshalb das Grundstück im Jahre 1999 öffentlich versteigert worden sei. Da ein geringer Kaufpreis erzielt worden sei, habe die Beschwerdegegnerin als Grundpfandgläubigerin nichts vom Verwertungserlös erhalten. Es ist offen, was sich daran geändert hätte, wenn das Grundstück zwischenzeitlich in das Eigentum der A.________ GmbH übergegangen wäre. Namentlich ist unklar, ob und in welchem Umfang die geänderte Eigentümerschaft den von der Gesellschaft erlittenen Schaden beeinflusst hätte. Müsste davon ausgegangen werden, dass der Schaden in jedem Fall eingetreten wäre, so würde es an der Kausalität fehlen. Das Obergericht hätte zu diesen Fragen Stellung nehmen und dabei auf die Einwände der Beschwerdeführer eingehen müssen. Indem es das nicht tat, verletzte das Obergericht den Anspruch auf rechtliches Gehör, was zur Aufhebung des angefochtenen Urteils führen muss.