Citation: 1P.93/2006 25.04.2006 E. 3

Nach dem Gesagten ist die staatsrechtliche Beschwerde begründet und gutzuheissen. Der Beschwerdeführer beantragt die Aufhebung des angefochtenen Entscheids, soweit das Obergericht den Zinsanspruch verneinte. Da das Obergericht davon ausging, dass der Beschwerdeführer kein Entschädigungsbegehren gestellt hatte, nimmt das Dispositiv des angefochtenen Urteils auf das Entschädigungsbegehren nicht Bezug. Dementsprechend ist das angefochtene Urteil insoweit aufzuheben, als dem Beschwerdeführer keine Gelegenheit gegeben wurde, ein Entschädigungsbegehren im Sinn von § 36 Abs. 1 StPO/SO zu stellen. Das Obergericht wird dies nachholen und die Frage des Zinsverlustes in einem separaten Entscheid beurteilen müssen. Bei diesem Verfahrensausgang sind keine Kosten zu erheben (Art. 156 Abs. 2 OG). Hingegen hat der Kanton Solothurn dem obsiegenden Beschwerdeführer eine angemessene Parteientschädigung zu zahlen (Art. 159 Abs. 2 BV).