Citation: 2A.185/2006 13.06.2006 E. 2

Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet. Sie kann daher ohne Einholung von Vernehmlassungen im vereinfachten Verfahren nach Art. 36a OG mit summarischer Begründung und unter Bezugnahme auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid erledigt werden. Der Beschwerdeführer erhielt die Aufenthaltsbewilligung nach Art. 7 Abs. 1 Satz 1 ANAG (SR 142.20). Wie das Verwaltungsgericht zutreffend festgehalten hat, steht der weiteren Bewilligung des Aufenthaltes nach Art. 7 Abs. 1 ANAG das Rechtsmissbrauchsverbot entgegen (vgl. hierzu BGE 130 II 113 E. 4.2 S. 117; 128 II 145 E. 2.1 S. 151; 127 II 49 E. 5a S. 56). Am 4. Mai 2005, demnach knapp vier Jahre nach der Einreise des Beschwerdeführers und somit vor Ablauf der gemäss Art. 7 Abs. 1 Satz 2 ANAG ausschlaggebenden Fünfjahresfrist (vgl. BGE 128 II 145 E. 1.1.4 S. 149; Urteil 2A.221/2005 vom 6. September 2005, E. 2.4), erklärte die Ehefrau, ihr Ehewille sei zwischenzeitlich endgültig erloschen; sie lebe seit mehr als einem halben Jahr in einer neuen festen Beziehung. Hierauf gestützt durften und mussten die Vorinstanzen schliessen, dass die Ehe spätestens ab diesem Zeitpunkt definitiv gescheitert war und sich der Beschwerdeführer deshalb nicht mehr auf Art. 7 Abs. 1 ANAG für die Erneuerung seiner Aufenthaltsbewilligung berufen konnte. Unerheblich ist, ob bei der Trennung der Eheleute und dem Abschluss einer Vereinbarung über die Folgen des Getrenntlebens im Juni/Juli 2003 noch Aussicht auf eine Wiederaufnahme der ehelichen Gemeinschaft bestand, da nicht allein auf diese Umstände abgestellt wurde. Dementsprechend geht ebenso die Behauptung des Beschwerdeführers fehl, die Vorinstanz stelle "stur einzig darauf" ab, ob die Haushaltsgemeinschaft weiterbestehe. Nach dem Gesagten braucht hier auch nicht weiter auf die Rüge eingegangen zu werden, die Behörden des Kantons St. Gallen würden nach einer Trennung von zwei Jahren unzulässigerweise Rechtsmissbrauch vermuten. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers kommt es nach der Feststellung des Rechtsmissbrauchs nicht mehr auf eine Verhältnismässigkeitsprüfung in Bezug auf Art. 7 Abs. 1 ANAG an. Das kantonale Justiz- und Polizeidepartement hat zwar (richtigerweise) eine Interessenabwägung mit Blick auf eine eventuelle Bewilligung des Aufenthaltes nach Art. 4 ANAG vorgenommen. Der insoweit ebenfalls negativ ausgefallene (und vom Verwaltungsgericht bestätigte) Entscheid ist jedoch angesichts von Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG mangels diesbezüglichen Anspruchs durch das Bundesgericht nicht überprüfbar (vgl. BGE 128 II 145 E. 1.1.1 S. 148). Der Beschwerdeführer beruft sich schliesslich vergeblich auf den Schutz des Privatlebens gemäss Art. 8 EMRK (vgl. hierzu allgemein BGE 130 II 281 E. 3.2 S. 286 ff.; 126 II 377 E. 2c/aa S. 384 f., je mit Hinweisen). Er hat nur eine verhältnismässig kurze Zeit seines Lebens in der Schweiz verbracht. Seinen eigenen Bekundungen zufolge war er im Übrigen noch vor kurzer Zeit den Traditionen seiner Heimat zutiefst verhaftet, was zu den ehelichen Problemen geführt hatte.