Citation: 5A_1038/2020 E. 5.3.4

5.3.4. In der Folge kommt der Beschwerdeführer auf "diverse Gründe" zu sprechen, die einer Anrechnung der sieben Zahlungen von 1998 bis 2002 entgegenständen und von der Vorinstanz willkürlich übergangen würden. Im Vordergrund steht der Einwand, dass der Erblasser die Vereinbarung vom 21. April 1998 vorbehaltlos habe weiterbestehen lassen, obwohl die von 1998 bis 2002 vorgenommenen Zahlungen den Umfang der maximal erwarteten Erfolgsprämie überschritten hatten. Der vorinstanzlichen Erwägung, dass seine Eintreibungsbemühungen damals noch im Gang gewesen seien und kein Anlass bestanden habe, auf die Entschädigungsvereinbarung zurückzukommen, hält der Beschwerdeführer seine kantonalen Eingaben und verschiedene Aktenstellen entgegen. Der Schluss des Kantonsgerichts, dass der Erblasser im Fall TT mit Rückzahlungen von USD 2 Mio. gerechnet habe, sei aktenwidrig und willkürlich. Wie sich aus dem Memorandum der amerikanischen Anwaltskanzlei vom 7. November 2000 ergebe, sei schon im Jahr 2000 bekannt gewesen, dass nicht mit USD 2 Mio. gerechnet werden konnte. Vielmehr sei stets von einer erwarteten Summe von USD 1,5 Mio. die Rede gewesen, was einer Erfolgsprämie von USD 300'000.-- entspreche. Am meisten ins Gewicht falle der "glasklare" und "penible" Charakter des Erblassers. Aufgrund dessen sei ausgeschlossen, dass der Erblasser nach Erreichen des erwarteten Maximalbetrags wortlos weitere Zahlungen tätigte und die Erfolgsprämien-Vereinbarung vollumfänglich weiterbestehen liess. Ebenso sei unbestritten, dass dem Erblasser Vorschussleistungen zuwider waren. All dies lasse die Vorinstanz unberücksichtigt. Die Argumentation des Beschwerdeführers fusst also auf der These, dass der Erblasser im Fall TT mit höchstens USD 1,5 Mio. gerechnet und die diesem Betrag entsprechende Erfolgsprämie von USD 300'000.-- bereits im Jahr 2000 ausbezahlt habe. Dass der Erblasser die Vereinbarung vom 21. April 1998 weiterbestehen liess und Zahlungen auslöste, belege, dass er davon ausging, die Erfolgsprämien-Vereinbarung werde erst noch "eingelöst". Damit sei ein "Umstand" im Sinne von § 57 Abs. 2 Satz 2 NEG nicht gegeben. Der Beschwerdeführer begnügt sich damit, dem angefochtenen Entscheid seine eigene Sichtweise gegenüber zu stellen. Ob bzw. zu welchem Zeitpunkt für den Erblasser feststand, in welcher Grössenordnung er seine Investitionen zurückgewinnen würde, kann offenbleiben. Der angefochtene Entscheid beruht auf der Erkenntnis, dass "zumindest" die bis am 28. April 2000 erfolgten Zahlungen in Anrechnung an die am 21. April 1998 vereinbarte Erfolgsprämie von 20 % erfolgten (s. E. 5.3.3). Der Beschwerdeführer legt nicht dar, weshalb die Geldsummen, die der Erblasser ihm nach dem 28. April 2000 zukommen liess, geradezu zwingend zum Schluss führen müssen, dass (auch) hinsichtlich der bis zu diesem Datum geleisteten Zahlungen ungewiss bleibt, ob sie vereinbarungsgemäss in Anrechnung an die Erfolgsprämie von 20 % erfolgten. Auch mit den Erwägungen des Kantonsgerichts, weshalb jedenfalls bezüglich der bis am 28. April 2000 erfolgten Zahlungen klar von einer Anrechnungspflicht auszugehen ist, setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander. Dies gilt namentlich für die vorinstanzliche Feststellung, wonach er selbst auf der Rückseite der Quittung vom 28. April 2000 in einer handschriftlichen Aufstellung die bisher erhaltenen Zahlungen von einem zu diesem Zeitpunkt erwarteten Erfolgshonorar von USD 400'000.-- auf der Basis eines geschätzten Wiedereinbringungswerts von USD 2 Mio. in Abzug bringt.