Citation: 6B_577/2024 E. 1.2.6

1.2.6. Die Erstinstanz erwog, die Kernfamilie des Beschwerdeführers lebe nicht mehr in Eritrea. Er habe dort kein familiäres Netz und keinen sozialen Empfangsraum. Wegen seiner zehnjährigen Abwesenheit frage sich, inwieweit er die Gepflogenheiten seiner Heimat noch kenne. Dazu bemerkt die Vorinstanz, die Kernfamilie des mittlerweile 34-jährigen Beschwerdeführers sei tatsächlich nicht mehr in Eritrea. Der Umstand, dass mehrere Verwandte in Schweden oder der Niederlande lebten, bedeute aber keineswegs, dass der Beschwerdeführer keine Verwandten oder Bekannte in seiner Heimat mehr habe. Die Vorinstanz hält richtig fest, dass der Beschwerdeführer grosse Schwierigkeiten bekunde, sich in der Schweiz zu integrieren. Vor diesem Hintergrund sei nicht anzunehmen, dass seine Chancen auf eine Eingliederung in Eritrea geringer wären.