Citation: 9C_296/2021 E. 5.2.2

5.2.2. Am 1. Juli 2012 nahm die Beschwerdeführerin wieder eine Tätigkeit in ihrem angestammten Beruf im bereits früher ausgeübten Umfang von 80 % auf. Das Pensum von 80 % - das sie laut Vorinstanz bis mindestens bis Ende 2012 ausübte - war von Anfang an befristet. Die nachfolgende Reduktion des Pensums auf 65 % vereinbarte die Beschwerdeführerin mit der Stiftung E.________ ebenfalls bereits mit Arbeitsvertrag vom 21. Mai 2012. Die Arbeitgeberin berichtete, die Beschwerdeführerin habe aufgrund ihrer Leistungseinschränkung seit 2013 kein höheres Pensum als 65 % antreten können, was mit Blick auf die für das Bundesgericht verbindlichen Tatsachen keine Stütze in den medizinischen Akten findet (E. 5.1 hiervor). Alleine mit dem Hin weis auf den Umfang ihrer Anstellung im angestammten Beruf von 65 % vermag die Beschwerdeführerin noch keine gesundheitliche Beeinträchtigung mit sinnfälliger Auswirkung auf das Arbeitsverhältnis darzutun. Selbst wenn hier im Sinne der Beschwerdeführerin von einer Schubkrankheit auszugehen wäre und ein nicht (allzu) strenger Massstab angelegt würde (Urteil 9C_333/2018 vom 25. Januar 2019 E. 6.1 mit weiteren Hinweisen), ist ein Leistungsabfall vor der Arbeitszeitreduktion auf 65 %, der etwa durch entsprechende Feststellung oder gar Ermahnung der Arbeitgeberin oder durch gehäufte aus dem Rahmen fallende gesundheitlich bedingte Arbeitsausfälle ausgewiesen wäre (E. 5.2.1), nicht ersichtlich und macht die Beschwerdeführerin auch nicht geltend. Ein solcher Leistungsabfall ist gemäss Vorinstanz im Zeitpunkt der Neuanmeldung der Beschwerdeführerin bei der Invalidenversicherung im Oktober 2016 anzunehmen. So stellte das kantonale Gericht fest, dass die Neuanmeldung auf Anraten der Arbeitgeberin erfolgt sei, die eine Einbusse des Leistungsvermögens bemerkt habe. Diese Einschränkung finde nun eine Bestätigung in den medizinischen Akten (Bericht des Dr. med. F.________ vom 21. Januar 2017). Dass diese Tatsachen offensichtlich unrichtig oder sonstwie bundesrechtswidrig sein sollen, macht die Beschwerdeführerin nicht geltend. Vor diesem Hintergrund liegt während vier Jahren keine arbeitsrechtlich in Erscheinung getretene (sinnfällige) Leistungseinbusse vor.