Citation: C 295/00 26.04.2002 E. 2

2.- Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin für die Zeit vom 16. Juni bis 31. Juli 1997 Anspruch auf Insolvenzentschädigung hat. a) Zwar ist davon auszugehen, dass das Arbeitsverhältnis mit der Firma X.________ AG in zivilrechtlicher Hinsicht erst auf den 31. Juli 1997 aufgelöst wurde. Wie die Vorinstanz richtig unter Hinweis auf BGE 121 V 377 erwog, ist aber der zivilrechtliche Bestand des Arbeitsverhältnisses für die Beurteilung des streitigen Anspruchs nicht entscheidend. Die Insolvenzentschädigung deckt vielmehr nur den Lohnanspruch für tatsächlich geleistete Arbeit (BGE 121 V 379 Erw. 2a mit Hinweisen). Für die arbeitsgerichtlich zugesprochenen Lohnforderungen für die Zeit nach der faktischen Beendigung des Arbeitsverhältnisses am 15. Juni 1997 hat die Beschwerdeführerin keine Arbeitsleistung mehr erbracht, sodass ihr hiefür kein Anspruch auf Insolvenzentschädigung zusteht. Anderseits hat sie mit Blick auf ihre faktische Arbeitslosigkeit (BGE 119 V 156) ab 16. Juni 1997 Taggelder nach Art. 8 ff. AVIG bezogen. b) In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird einzig die Rechtmässigkeit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses auf den 15. Juni 1997 bestritten, was - wie dargelegt -, für die Beurteilung des Anspruchs auf Insolvenzentschädigung nicht relevant ist. Die Versicherte verkennt, dass selbst bei teilweiser Gutheissung der arbeitsgerichtlichen Klage im Umfang von Fr. 15'916. 80 netto (zuzüglich einer Umtriebsentschädigung von Fr. 250.-) hievon nicht einfach die bereits ausgerichtete Insolvenzentschädigung (Auszahlungen vom 27. Oktober, 15. Dezember 1997 sowie 13. Mai 1998) in Abzug zu bringen ist, woraus die Höhe des Insolvenzentschädigungsanspruchs resultiert, da nicht auf die rechtliche, sondern auf die tatsächliche Beendigung des Arbeitsverhältnisses abgestellt wird. Unbestritten ist, dass die Versicherte ab 16. Juni 1997 die Kontrollvorschriften erfüllte, sich der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stellte und ab diesem Datum Arbeitslosenentschädigung bezog. Wie die Vorinstanz mit zutreffender Begründung erkannte, besteht ab diesem Zeitpunkt ein Anspruch auf Arbeitslosen- und nicht auf Insolvenzentschädigung (BGE 121 V 379 Erw. 2b).