Citation: 2C_99/2019 E. 5.2.1

5.2.1. Der Beschwerdeführer beschloss mit Kollegen in der Nacht vom 28. auf den 29. Oktober 2011, eine Prostituierte ohne Gegenleistung zur Vornahme von sexuellen Handlungen zu zwingen. Nach einem ersten Sexualverkehr durch einen der Mittäter übernahm der Beschwerdeführer die Gasdruckpistole, stieg ins Auto und verlangte von seinem Opfer Oralsex und weitere sexuelle Handlungen, wobei er die Betroffene mit der Pistole bedrohte und ihr die Waffe auch ins Gesicht (Nase) schlug. Das Kantonsgericht wertete das Tatverschulden als erheblich bzw. mittelschwer; das Vorgehen des Beschwerdeführers habe als "aggressiv und rücksichtslos" zu gelten und sei zudem von einer "gewissen Gefühlskälte" gezeichnet. Der Beschwerdeführer habe rein egoistisch zur Befriedigung seiner sexuellen Bedürfnisse gehandelt. Besonders bedrohlich sei - neben dem Auftreten als Gruppe - der Einsatz der Gasdruckpistole gewesen, die zur Einschüchterung mit der Drohung gegen den Kopf des Opfers gerichtet wurde, dieses umzubringen. Die Vergewaltigung mit all ihren Begleitumständen hatte für die betroffene Prostituierte "traumatisierende" Folgen.