Citation: 4A_530/2016 E. 8.1

8.1. Die Vorinstanz erwog, der Beurkundungszwang betreffe nicht nur die essentialia negotii, sondern durchaus auch accidentalia negotii, wenn sie die Leistung und Gegenleistung präzisierten (Konventionalstrafen, Übernahme von Hypotheken etc). Er beschränke sich aber auf die kaufvertragstypischen, objektiv und subjektiv wesentlichen Punkte. In der Darstellung beider Parteien stehe das Rückkaufsrecht nicht im Zusammenhang mit dem Grundstückkaufvertrag, sondern vielmehr mit dem Kreditvertrag respektive und insbesondere mit der Vereinbarung. Der innere Zusammenhang mit dem Kreditvertrag, den die Vereinbarung wie den Grundstückkaufvertrag (bloss) "ergänzen" solle, ergebe sich auch aus dem Wortlaut dieser Vereinbarung. Gemäss diesem solle nämlich eine Rücküberführung in das Eigentum der Beklagten nicht etwa dann geschehen, "wenn ihre finanzielle Lage dies zulasse", wie die Beschwerdeführer in ihrer Klageantwort geltend gemacht hätten, sondern diese solle dadurch bedingt sein, dass die Schulden der Beschwerdeführer gegenüber der E.________ GmbH gemäss dem Kreditvertrag (im Betrag von Fr. 1'780'000.--) "vollständig getilgt" seien. Nach der Aktenlage und den erstinstanzlichen Parteibehauptungen sei das Rückkaufsrecht damit nicht Teil des Synallagmas des Grundstückkaufvertrages, sondern des Kreditvertrages respektive seiner Zusatzvereinbarung, mit welchem die Details einer Schuldenbereinigung geregelt würden. Die Behauptung, das Rückkaufsrecht sei ein wesentlicher Teil des Kaufpreises gewesen, hätten die Beschwerdeführer demgegenüber erstmals in der Berufung vorgebracht, ohne sich über die Zulässigkeit dieses Novums zu äussern.