Citation: U 279/06 08.03.2007 E. 3

Die SUVA beantragt eine Disziplinierung des beschwerdeführenden Anwalts, weil dieser in der Beschwerde der SUVA vorwarf, sie habe die fraglichen Akten in das Verfahren "hineingeschmuggelt". Grundsätzlich ist es korrekt, wenn die Anstalt seit Einreichung ihrer Beschwerdeantwort neu erhaltene Akten ebenfalls dem Gericht zustellt. Allerdings wäre es angezeigt gewesen, das Gericht ausdrücklich darauf aufmerksam zu machen, damit dieses die Gegenpartei entsprechend informieren kann; denn es kann dem Gericht nicht zugemutet werden, bei Rücksendung von Akten diese systematisch daraufhin zu untersuchen, ob neue Aktenstücke eingefügt wurden. Die Verantwortung für die unterlaufene Gehörsverletzung liegt damit mindestens teilweise bei der SUVA. Die Reaktion des Anwalts ist daher verständlich und es ist von einer Disziplinierung abzusehen.