Citation: 9C_242/2010 29.11.2010 E. 4.3

4.3.1 Es trifft zu, dass die Vorinstanz sich im Rahmen ihrer Beweiswürdigung weder ausdrücklich mit dem konkreten Beweiswert der Stellungnahmen des Dr. med. dent. A.________ vom 18. November 2007 und 7. Februar 2008 auseinandergesetzt noch unter expliziter Bezugnahme darauf begründet hat, weshalb nicht dem dort vertretenen Standpunkt zu folgen ist, wonach es angesichts der paradontalen Schädigung nicht erstaune, "dass sich die Zähne bei geringer Krafteinwirkung verschieben" und diese Verschiebung "jederzeit auch bei alltäglicher Kaubelastung (hätte) auftreten können" (18. November 2007) resp. die Zähne aufgrund der Vorerkrankung "so instabil verankert" waren, dass "die nun aufgetretenen Probleme zu erwarten gewesen" seien (7. Februar 2008). In der Sache hat sich das kantonale Gericht jedoch sehr wohl zur betreffenden Auffassung des Vertrauenszahnarztes geäussert, weshalb von einer geradezu willkürlichen Beweiswürdigung (Art. 9 BV) nicht die Rede sein kann. Ob die Beweiswürdigung darüber hinaus in allen Teilen den bundesrechtlichen Anforderungen an die pflichtgemässe freie Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) genügt, braucht nicht abschliessend geprüft zu werden. Wie nachfolgend dargelegt, wäre das vorinstanzliche Beweisergebnis auch bei unterstellter Rechtsverletzung (Art. 61 lit. c ATSG; BGE 132 V 393 E. 4.1 S. 400; Urteil 9C_204/2009 vom 6. Juli 2009 E. 4.1, nicht publ. in: BGE 135 V 254; Urteil 8C_763/2008 vom 19. Juni 2009 E. 1, nicht publ. in: BGE 135 V 306) und somit fehlender Verbindlichkeit der gerügten vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen (E. 1 hievor) zu bestätigen. 4.3.2 Die vorinstanzlich nicht ausdrücklich gewürdigten Stellungnahmen des Dr. med. dent. A.________ vom 18. November 2007 und 7. Februar 2008 sind mit vier resp. fünf Zeilen äusserst kurz gehalten. Zur Begründung der angeblich jederzeit möglichen (Sub-)Luxation der Zähne 11 und 12 (vgl. E. 4.3.1 hievor) wird einzig auf die starke, über Jahre hinweg progressiv fortschreitende paradontale Schädigung mit Osteolyse (Knochengewebeauflösung/-abbau) resp. die fehlende knöcherne Verankerung von Zahn 11 und den "massiven" Knochenabbau bei Zahn 12 hingewiesen. Die Stellungnahmen genügen damit - insbesondere hinsichtlich Darlegung der zahnmedizinischen Befunde und Begründung der ärztlichen Schlussfolgerungen - den bundesrechtlichen Anforderungen an den Beweiswert ärztlicher Berichte und Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352, mit Hinweis) offensichtlich nicht, weshalb ihnen der Beweiswert abzusprechen ist. Demgegenüber äussert sich der Bericht des Dr. med. dent. B.________ vom 16. Dezember 2008 relativ detailliert und differenziert zum Gesundheitszustand der Zähne im März 2007 (letzte zahnärztliche Kontrolle) und implizit auch zu den Einschätzungen des Dr. med. dent. A.________. Dabei leugnet er weder die im Unfallzeitpunkt vorbestandene Erkrankung noch das damalige Risiko der Versicherten, ihre Zähne 11 und 12 schneller zu verlieren als Versicherte mit einem völlig gesunden Gebiss. Er legt jedoch nachvollziehbar dar, dass das betreffende Risiko nur bei einem nicht alltäglichen Schlag auf die Zähne bestand, diese dagegen für normale Belastungen hinreichend stabil und funktionstüchtig waren. Für die Richtigkeit dieser tatsächlichen Annahme spricht nach den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz auch der Umstand, dass die Beschwerdegegnerin nach ihren - als glaubhaft einzustufenden - Angaben ab März 2007 bis zum Unfallzeitpunkt keine Probleme beim normalen Kauakt (ohne äussere, als Unfall im Rechtssinne zu qualifizierenden Einwirkungen wie Bisse auf harte, ungewöhnliche Gegenstände etc.) hatte und nach Lage der Akten bis September 2007 denn auch keine zahnärztlichen Behandlungen vorgesehen oder durchgeführt worden waren. Wäre das Gebiss im Zeitpunkt der letzten zahnärztlichen Kontrolle so geschwächt gewesen, dass selbst bei alltäglicher Belastung jederzeit mit einer folgenschweren Schädigung der eingetretenen Art hätte gerechnet werden müssen, hätte Dr. med. dent. B.________ aller Wahrscheinlichkeit nach - wie erfahrungsgemäss jeder verantwortungsvolle Zahnarzt - nicht gänzlich auf weitere Behandlungsschritte verzichtet. Vor diesem Hintergrund ist dessen Einschätzung, wonach das Gebiss im Unfallzeitpunkt für normale Belastungen stabil resp. funktionstüchtig war und das Ereignis vom 7. September zumindest zu einer richtunggebenden Verschlimmerung der Zahnsituation (mit luxationsbedingtem Verlust von Zahn 11 und Notwendigkeit einer Frontbrücke) geführt hat, als einleuchtend und am wahrscheinlichsten den Tatsachen entsprechend einzustufen; im Rahmen pflichtgemässer Beweiswürdigung ist ihr daher ausschlaggebendes Gewicht beizumessen. Dass die Prognose des Dr. med. dent. B.________, wonach die Versicherte ohne den Unfall "noch Jahrzehnte" mit ihrer eigenen Bezahnung hätte leben können, aufgrund der Schwere der paradontalen Erkrankung als zweifelhaft erscheint, mindert den Beweiswert des Berichts in der Frage der natürlichen Unfallkausalität nicht, zumal hierfür einzig entscheidend ist, ob dem Unfall hinsichtlich Art oder Zeitpunkt der konkreten Schädigung zumindest teilweise eigenständige Bedeutung zukommt (vgl. E. 3.2 hievor). Eben dies bejaht Dr. med. dent. B.________ überzeugend, weshalb die zumindest teilweise, insbesondere zeitlich determinierte natürliche Unfallkausalität als erstellt gelten darf. Auf zusätzliche Abklärungen kann ohne Bundesrechtsverletzung (Art. 61 lit. c ATSG; Art. 29 Abs. 2 BV; vgl. SVR 2010 AlV Nr. 2 S. 3) verzichtet werden, da davon keine neuen Erkenntnisse - namentlich auch keine zusätzlichen Röntgenbilder aus der Zeit vor und unmittelbar nach dem Unfallereignis - zu erwarten sind, welche dieses Ergebnis umzustossen vermöchten. Lediglich ergänzend sei festgehalten, dass daran auch dann festzuhalten wäre, wenn der letztinstanzlich eingereichte Bericht des Prof. Dr. Dr. H.________ vom 14. März 2010 entgegen des unter E. 2 hievor Gesagten im Rahmen der Beweiswürdigung mitzuberücksichtigen wäre, zumal darin die Funktionsfähigkeit der Zähne für normale (nicht "starke") Belastungen nicht in Abrede gestellt wird. 4.4 Da rechtsgenüglich erstellt ist, dass das Gebiss der Versicherten im Unfallzeitraum trotz Vorschädigung alltäglichen Belastungen standgehalten hätte (E. 4.3 hievor), durfte die Vorinstanz nebst dem natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 7. September 2007 und der anschliessend behandelten Schädigung der Zähne 11 und 12 rechtsfehlerfrei auch die adäquate Kausalität bejahen (vgl. E. 3.3 hievor). Vor- wie letztinstanzlich ist die Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit (Art. 32 Abs. 1 KVG) der durchgeführten Behandlung - nach Lage der Akten zu Recht - unbestritten geblieben, sodass sich diesbezügliche Ausführungen erübrigen (Art. 107 Abs. 1 BGG) und es beim vorinstanzlichen Entscheid sein Bewenden hat.