Citation: 2D_72/2019 E. 4.3

4.3. Dem vorliegenden Streit liegt ein Staatshaftungsanspruch zugrunde, der gemäss Art. 63 Abs. 1 lit. c des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 31. August 2006 des Kantons Graubünden (VRG/GR; BR 370.100) im Klageverfahren durch das Verwaltungsgericht beurteilt wird. Dessen Entscheid kann sodann mit zivilrechtlicher Beschwerde oder Berufung beim Kantonsgericht angefochten werden (Art. 85b Abs. 1 VRG/GR). Auf das Rechtsmittelverfahren hat das Kantonsgericht Art. 321 ZPO als subsidiäres kantonales Verfahrensrecht angewendet (vgl. Art. 65 Abs. 2 VRG/GR). Es ist mithin vorliegend zu prüfen, ob die Vorinstanz in Verletzung des Willkürverbots festgestellt hat, dass die bei ihr eingereichte Beschwerde den Anforderungen von Art. 321 ZPO nicht entspricht. Gemäss dieser Bestimmung hat der Beschwerdeführer substanziiert vorzutragen, aus welchen Gründen der angefochtene Entscheid fehlerhaft ist. Im zweitinstanzlichen Verfahren hat er sich vornehmlich mit den Erwägungen der Vorinstanz auseinanderzusetzen und kann nicht lediglich die vor der ersten Instanz vorgetragenen Vorbringen wiederholen (vgl. dazu Karl Spühler, in: Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2017, N. 15 zu Art. 311 ZPO). Die Begründung muss hinreichend genau und eindeutig sein, um von der Beschwerdeinstanz mühelos verstanden werden zu können. Dies setzt voraus, dass der Beschwerdeführer im Einzelnen die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnet, die er anficht, und die Aktenstücke nennt, auf denen seine Kritik beruht (vgl. BGE 138 III 374 E. 4.3.1 S. 375).