Citation: 5C.154/2000 02.10.2000 E. 3

3.-Vor diesem Hintergrund kann ohne weiteres festgehalten werden, dass das Kantonsgericht die Scheidungsklage zu Recht gutgeheissen hat. a) Gemäss nArt. 114 ZGB kann ein Ehegatte die Scheidung verlangen, wenn die Ehegatten beim Eintritt der Rechtshängigkeit der Klage oder beim Wechsel zur Scheidung auf Klage mindestens vier Jahre getrennt gelebt haben. Das Bundesgericht hat unlängst in Einklang mit der praktisch einhelligen Lehrmeinung entschieden, dass beim Wechsel zum neuen Scheidungsrecht von einer vierjährigen Trennungszeit im Sinne von nArt. 114 ZGB nicht nur dann auszugehen ist, wenn die Trennung bei Rechtshängigkeit schon vier Jahre gedauert hat, sondern auch dann, wenn das Getrenntleben im Zeitpunkt des Inkrafttretens des neuen Scheidungsrechtes schon mehr als vier Jahre gedauert hat (zur Publikation bestimmtes Urteil des Bundesgerichtes vom 10. Juli 2000 i.S. Ehel. C.). Die Beklagte hat denn in der Berufung zu Recht auch nicht geltend gemacht, dass das Erfordernis des vierjährigen Getrenntlebens nicht erfüllt sei. b) Auf die weiteren Beanstandungen in der Berufung, ist nicht einzugehen, weil sie sich auf den Fall beziehen, dass das bisherige Scheidungsrecht anwendbar sein sollte. Die Regelung der Nebenfolgen der Scheidung durch die Vorinstanz wird in der Berufung nicht kritisiert, so dass darauf ebenfalls nicht einzugehen ist. c) Zusammenfassend ergibt sich, dass die Berufung abzuweisen und der Entscheid des Kantonsgerichts St. Gallen vom 29. Mai 2000 zu bestätigen ist.