Citation: 5A_172/2021 E. 2.3.1

2.3.1. Was den Unterhalt betrifft, macht der Beschwerdeführer geltend, bei vorsorglichen Massnahmen entspreche es praxisgemäss der Regel, einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil zu bejahen. Weiter sei unbestritten, dass die Familie zur Deckung der das Einkommen übersteigenden Ausgaben über die Jahre Darlehen bei den Gesellschaften des Beschwerdeführers bezogen habe. Ferner sei nachgewiesen, dass die Firmen des Beschwerdeführers bis auf betriebsfremde Erträge defizitär gewirtschaftet hätten. Schliesslich sei belegt, dass die Gesellschaften der Firmengruppe nicht nur Kurzarbeit anmelden mussten, sondern auch COVID-Kredite beantragt und erhalten hätten. Die vorinstanzlich angeordneten Unterhaltsbeiträge setzten voraus, dass der Beschwerdeführer seine Darlehen gegenüber seinen Gesellschaften "massivst" erhöht. Dies sei nach den massgebenden Bestimmungen zu den COVID-Krediten nicht zulässig. Daher drohten hohe Bussen sowie die Kündigung der Darlehen mit damit verbunden Liquiditätsengpässen. Hinzu käme der immense Reputationsschaden der Unternehmensgruppe, sollte gegen Bestimmungen der COVID-Kredite verstossen werden. Dementsprechend sei der Beschwerdeführer nicht in der Lage, die angeordneten Unterhaltsbeiträge zu bezahlen, ohne vertragsbrüchig zu werden bzw. sich strafbar zu machen, was bereits vor Vorinstanz ausgeführt und glaubhaft gemacht worden sei. Hinzu komme, dass die Beschwerdegegnerin nicht nur umgehend einen Strafantrag gestellt, sondern den Beschwerdeführer auch betrieben habe. Damit bestehe ein auch für Dritte ersichtlicher Eintrag im Betreibungsregister, was unmittelbar einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil darstelle, welcher bei Gewährung der aufschiebenden Wirkung behoben werden könnte. Dem Beschwerdeführer drohe darüber hinaus mit der Fortsetzung des Betreibungsverfahrens auch die Pfändung seines Vermögens sowie dessen Verwertung. Der Verlust der Verfügungsmacht (bei Pfändung) oder des Eigentums (bei Verwertung) seien weitere drohende rechtliche und nicht wieder gutzumachende Nachteile. Auch in Bezug auf das Strafverfahren drohe sodann ein rechtlich nicht wieder gutzumachender Nachteil, sollte die Staatsanwaltschaft mangels aufschiebender Wirkung der Berufung einen Entscheid zum Nachteil des Beschwerdeführers fällen, da die Frist für ein Rechtsmittel gegen einen solchen Entscheid noch während laufendem Berufungsverfahren ablaufen würde. Ihm wäre daher gar nicht möglich, eine Gutheissung seiner Berufung im Strafverfahren (soweit notwendig) geltend zu machen. Es drohe damit das Risiko eines Entscheids gestützt auf einen noch nicht formell rechtskräftigen, aber vollstreckbaren Eheschutzentscheid.