Citation: 4A_352/2023 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz hielt fest, der Beschwerdeführer habe die in § 6 des Kaufvertrags vereinbarte Geheimhaltungspflicht verletzt, indem er den Auftraggeber über den Inhalt des abgeschlossenen Kaufvertrags informiert und ihm die Geheimhaltungspflicht nicht überbunden habe. Hätte sich der Auftraggeber aufgrund der überbundenen Geheimhaltungspflicht nicht bei der Verkäuferin nach dem speziell konfigurierten X.________ erkundigt, wäre der beabsichtigte Verkauf des Fahrzeugs auf dem Graumarkt nicht bekannt geworden und der X.________ wäre der Beschwerdegegnerin ausgeliefert worden. Da somit der Beschwerdeführer die subjektive Unmöglichkeit der Lieferung allein zu vertreten habe, sei die Beschwerdegegnerin so zu stellen, wie wenn sie ihre Leistung vertragsgemäss erbracht hätte. Sie habe daher grundsätzlich auch Anspruch auf die volle Gegenleistung des Beschwerdeführers, wobei sie sich diejenigen Aufwendungen anrechnen lassen müsse, die sie infolge der Befreiung von ihrer Leistung eingespart habe. Demnach habe sie dem Beschwerdeführer die als Kaufpreis anzusehende Anzahlung von Fr. 30'000.-- zurückzubezahlen. Demgegenüber stehe ihr die Prämie von EUR 45'000.-- als entgangener Gewinn zu.