Citation: 1P.305/2004 16.08.2004 E. 2

2.1 Die Beschwerdeführer beanstanden nicht, dass in der Einstellungsverfügung ausgeschlossen wurde, dass der Unfall durch aktive Dritteinwirkung - etwa durch Mitschüler - (mit-)verursacht worden sein könnte. Sie machen nur geltend, es sei ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Tötung (Art. 117 StGB) und Gefährdung durch Verletzung der Regeln der Baukunde (Art. 229 StGB) zu eröffnen, da nicht genügend abgeklärt worden sei, ob nicht bauliche Mängel zum Unfall geführt hätten und ob die dafür Verantwortlichen in strafrechtlicher Hinsicht zur Verantwortung gezogen werden müssten. Sie werfen dem Obergericht vor, es habe die Voraussetzungen für die Eröffnung eines Verfahrens in willkürlicher Weise verneint. 2.2 Willkürlich handelt ein Gericht, wenn es seinem Entscheid Tatsachenfeststellungen zugrunde legt, die mit den Akten in klarem Widerspruch stehen. Im Bereich der Beweiswürdigung besitzt der Richter einen weiten Ermessensspielraum. Das Bundesgericht greift im Rahmen einer staatsrechtlichen Beschwerde nur ein, wenn die Beweiswürdigung offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht oder auf einem offenkundigen Versehen beruht (BGE 124 I 208 E. 4a; 117 Ia 13 E. 2c; 18 E. 3c je mit Hinweisen).