Citation: 5P.39/2006 31.03.2006 E. 3

Beinhaltet ein angefochtener Entscheid - wie hier - eine Haupt- und eine Eventualbegründung, so muss sich ein Beschwerdeführer mit beiden Erwägungen auseinandersetzen und bezüglich jeder hinreichend dartun, dass der Entscheid verfassungswidrig ist (BGE 119 Ia 13 E. 2 S. 16; 129 I 185 E. 1.6 S. 189). Diese Voraussetzung erfüllt die Beschwerdeführerin insbesondere in Bezug auf die Eventualbegründung nicht: Sie legt zwar ausführlich dar, weshalb es ihrer Meinung nach gegen Treu und Glauben verstösst, dass der Einzelrichter angenommen hat, der Verzicht auf den Prozesskostenvorschuss habe gleichzeitig auch den Rückzug bzw. das Dahinfallen des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege zur Folge. Dabei übersieht sie indes, dass das Kantonsgericht diese Frage offen gelassen hat, da es zum Schluss gelangt ist, das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege hätte ohnehin abgewiesen werden müssen. Mit den Erwägungen zur materiellen Unbegründetheit des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege - namentlich mit der Problematik der Subsidiarität - setzt sich die Beschwerdeführerin indes in ihrer Rechtsschrift nicht substantiiert auseinander und zeigt nicht auf, inwiefern die kantonsgerichtlichen Erwägungen in diesem Punkt gegen Verfassungsrecht verstossen. Damit kann mangels rechtsgenüglicher Begründung auf die staatsrechtliche Beschwerde nicht eingetreten werden (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Bei diesem Ergebnis kann offen bleiben, ob es das Willkürverbot verletzt, wenn das Kantonsgericht zum Schluss gelangt ist, gegen die Schreiben des Einzelrichters sei der Rekurs nach § 204 ZPO/SZ nicht gegeben.