Citation: 9C_969/2008 30.06.2009 E. 3.4

3.4.1 Der angefochtene Entscheid stellt unter dem Gesichtswinkel von Art. 17 ATSG einen zur erstmaligen Rentenfestsetzung unveränderten Gesundheitszustand fest, weil die Dres. med. L.________ und H.________ im interdisziplinären Gutachten vom 16. April 2007 die vormals von den Dres. med. S.________ und G.________ erhobenen Befunde und Diagnosen bestätigen. Gemäss Vorinstanz hat Dr. med. S.________ im Bericht vom 27. Februar 2002 ein chronisches tendomyotisches Thorakolumbalsyndrom mit lumbospondylogener Schmerzsymptomatik, rechtsdominant, bei Spinalkanalstenose L4-S1, eine kleine mediane Diskusprotrusion L5/S1 und Osteochondrose L4/5 mit Schmerzchronifizierung im Rahmen einer somatoformen Schmerzstörung, ferner ein allgemeines Deconditioning und eine depressive Entwicklung erhoben. Darüber hinaus erwähnt der Entscheid vom 20. August 2008 den Befundbericht des Dr. med. G.________ vom 20. Juni 2002, welcher eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung und eine leichte depressive Episode anführt. Demgegenüber konnte Dr. med. L.________ im Gutachten vom 16. April 2007 die von Dr. med. S.________ erhobenen somatischen Befunde im Wesentlichen nicht mehr bestätigen. Die Steifheit der Wirbelsäule habe sich weitgehend zurückgebildet, und es sei bloss noch eine diskrete Beweglichkeitseinschränkung der Brustwirbelsäule (BWS) vorhanden. Für Nervendehnungsschmerzen, Verkürzungen der Muskulatur, namentlich des Muskulus Trapezius oder der langen Rückenstrecker bestünden keine Anzeichen mehr. Im Weiteren fehlten Tendinosen im Bereich der Beckenkämme und ein allgemeines Deconditioning war im Gegensatz zu früher nicht erkennbar. Der Gutachter führt ausdrücklich aus, es sei von einer Verbesserung des Gesundheitszustandes auszugehen, wenn auf ausschliesslich objektivierbare somatisch-pathologische Aspekte abgestützt werde. 3.4.2 Aufgrund der Expertise vom 16. April 2007 steht fest, dass sich die im Jahr 2002 erhobenen organisch objektivierbaren Befunde weitgehend zurückgebildet haben. Im Wesentlichen war der Zustand dem Alter entsprechend und eine diskutierte, sich entwickelnde Hyperostose klinisch nicht mit den Beschwerden in Verbindung zu bringen (rheumatologisches Gutachten des Dr. med. L.________). Die Verspannung der Wirbelsäule mit einer deutlich eingeschränkten Beweglichkeit mit Schmerzausstrahlung in die Beine, welche gemäss Rheumatologe Dr. med. S.________ die Arbeitsunfähigkeit von 75 % erklärten, war nicht mehr vorhanden und aus der rheumatologischen Expertise des Dr. med. L.________ gehen organisch im Wesentlichen unauffällige Verhältnisse hervor. Unter diesen Umständen ist die vorinstanzliche Feststellung von seit der erstmaligen Rentenfestsetzung (Rentenverfügung vom 14. November 2002) unveränderter Befunde im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG offensichtlich unrichtig, weshalb das Bundesgericht daran nicht gebunden ist (Art. 105 Abs. 1 BGG). Schliesslich kann dem kantonalen Gericht darin nicht gefolgt werden, die IV-Stelle gehe mittlerweile ebenfalls von einem gleich gebliebenen Zustand aus. In der Beschwerdeantwort vom 22. Januar 2008 führte diese aus, die objektivierbaren somatisch-pathologischen Befunde hätten sich verbessert, worin ihr zuzustimmen ist.