Citation: 1C_510/2023 E. 3.5

3.5. Aus den vom Beschwerdeführer zitierten Stellen der Ausnahmebewilligungen der Dienststelle rawi vom 30. Oktober 2012 und 1. Oktober 2014 sowie deren Stellungnahme vom 30. Januar 2013 geht entgegen seiner Behauptung nicht hervor, dass sie die bestimmungsgemässe Nutzbarkeit bejahte. Vielmehr wird das Erfordernis an den zitierten Stellen gar nicht erwähnt. Zutreffend ist, dass neue Beweismittel im bundesgerichtlichen Verfahren gestützt auf Art. 99 Abs. 1 BGG vorgebracht werden dürfen, wenn die Vorinstanz in einer Weise urteilt, dass bestimmte Sachumstände neu und erstmals rechtserheblich werden (Urteile 8C_367/2019 vom 6. August 2019 E. 2.1; 9C_920/2008 vom 16. April 2009 E. 2.3, nicht publ. in: BGE 135 V 163 mit Hinweisen). Ob dies hier zutrifft, kann offen bleiben, da aus dem eingereichten Fotobuch nichts hervorgeht, was die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung als offensichtlich falsch erscheinen lassen würde, und da nicht erkennbar ist, welche zusätzlichen Erkenntnisse sich aus einem Augenschein und einer Befragung des Beschwerdeführers ergeben könnten. Der von der Vorinstanz erwähnte Planungsbericht war vom damaligen Architekten des Beschwerdeführers verfasst und von Letzterem seinem Baugesuch aus dem Jahr 2012 beigelegt worden. Der Beschwerdeführer behauptet nicht, dass die darin enthaltene Beschreibung des Zustands des Gebäudes unzutreffend gewesen wäre. Da daraus hervorgeht, dass sich das Wohnhaus bereits damals in einem äusserst schlechten Zustand befand und Teile davon gar akut einsturzgefährdet waren, stellt es keine Bundesrechtsverletzung dar, wenn das Kantonsgericht das Erfordernis der bestimmungsgemässen Nutzbarkeit verneinte (vgl. Urteil 1C_301/2016 vom 4. Januar 2017 E. 2, insbes. E. 2.4). In welchem Zustand sich die auf der benachbarten Parzelle gelegene Doppelhaushälfte befindet, ist in dieser Hinsicht ebensowenig relevant wie der Umstand, dass das nun abgebrochene Wohnhaus vor dem Erwerb durch den Beschwerdeführer bewohnt gewesen war und über Elektrizität, Wasser etc. verfügte. Wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen ergibt, durfte der Beschwerdeführer zudem nicht davon ausgehen, zum Abriss des Wohnhauses berechtigt zu sein. Die damit einhergehende Zerstörung eines Beweismittels hat er sich entgegenhalten zu lassen. Selbst wenn am beschriebenen Zustand des Gebäudes und seiner bestimmungsgemässen Nutzbarkeit gewisse Zweifel blieben, könnten sich diese deshalb nicht zu seinen Gunsten auswirken (vgl. Urteil 1C_125/2012 vom 30. Oktober 2012 E. 2.3 mit Hinweis).