Citation: 1P.162/2004 15.06.2004 E. 3

3.1 Das Ausstandsbegehren stützt sich auf die beiden Schreiben, die L.________ am 25. August 2003 beziehungsweise M.________ am 1. September 2004 an den Verteidiger der Beschwerdeführerin richteten. L.________ erklärte darin, er sei mit den Vernehmungsmethoden des Untersuchungsrichters X.________ des vergangenen Jahres in keiner Weise einverstanden. Herr X.________ habe "mit aller Macht" zu behaupten versucht und ihn "mit allem Druck" zur Bestätigung bringen wollen, dass zwischen der Firma G.________ AG und der Beschwerdeführerin eine Verbindung bestehe. Er habe erklärt, dass dies nicht der Wahrheit entspreche, was der Untersuchungsrichter aber nicht habe gelten lassen wollen. Am Schluss der Vernehmung habe ihn der Untersuchungsrichter zu beeinflussen versucht, gegen die Beschwerdeführerin Anzeige zu erstatten. Sein Gesamteindruck von der Vernehmung sei, dass der Untersuchungsrichter nur auf eine Anzeige gegen die Beschwerdeführerin aus war. M.________ erklärte in seinem Schreiben, der Untersuchungsrichter habe sich in einem an seine Einvernahme anschliessenden "Vieraugengespräch" von seinem Verhalten enttäuscht gezeigt, da er ihn bezüglich der "Bürgschaften / eidesstattlichen Versicherungen" nicht habe unterstützen können. Der Untersuchungsrichter habe ihm mitgeteilt, dass ausschliesslich er für die Verteilung der strittigen Gelder "Gewalt habe". Ausserdem habe er ihm mit der deutschen Staatsanwaltschaft gedroht, um ihn zu verunsichern und zu verängstigen. Durch die Art und Weise des Vorgehens habe er sich stark genötigt gefühlt.