Citation: 2C_860/2017 E. 7.3.1

7.3.1. Liegen hinreichend konkrete Anhaltspunkte dafür vor, dass eine bewilligungspflichtige Geschäftstätigkeit ausgeübt werden könnte, ist die FINMA - wie früher die Bankenkommission - befugt und verpflichtet (vgl. das Urteil 2C_929/2010 vom 13. April 2011 E. 4.1; BGE 115 Ib 55 E. S. 58), die zur weiteren Abklärung erforderlichen Informationen einzuholen und die nötigen Anordnungen zu treffen. Die FINMA hat in ihrer provisorischen Verfügung vom 19. November 2014 - entgegen der Kritik der Beschwerdeführer - die Aufgaben zuhanden des Untersuchungsbeauftragten hinreichend klar und nachvollziehbar umschrieben. In der ersten Phase der Abklärungen muss sie den Auftrag oft relativ weit fassen, weiss sie doch - aufgrund einer allfälligen Weigerung der Betroffenen zu kooperieren - oft nur wenig über die tatsächliche Geschäftstätigkeit, deren Unterstellungspflicht es im Hinblick auf die verschiedenen Verdachtsmomente zu prüfen gilt. Vor der Eröffnung des Enforcementverfahrens und der Einsetzung des Untersuchungsbeauftragten hat die FINMA mit mehreren Fragebögen und Gesprächen versucht, die Tätigkeit der Beschwerdeführer im Hinblick auf eine mögliche Bewilligungspflicht zu klären, doch scheiterte sie jeweils daran, dass die Betroffenen an der Sachverhaltsfeststellung nicht oder nur ungenügend mitwirkten. Es bestand für die FINMA somit vernünftigerweise keine andere Möglichkeit, als für die weiteren Abklärungen einen Untersuchungsbeauftragten zu bezeichnen. Die entsprechende Massnahme war verhältnismässig, nachdem die milderen Mittel (Fragebögen und Gesprächstermine) wegen des Verhaltens der Beschwerdeführer ohne Erfolg geblieben waren und die FINMA ihnen für diesen Fall die Einsetzung eines Untersuchungsbeauftragten ausdrücklich in Aussicht gestellt hatte.