Citation: 6B_1051/2021 E. B

Das Obergericht des Kantons Zürich stellte am 15. Juni 2021 auf Berufung von A.________ die Rechtskraft u.a. des Schuldspruchs wegen qualifizierten Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1, Ziff. 3 Abs. 3 und Ziff. 4 StGB (Dossier 1) fest und sprach ihn bezüglich Dossier 2 des Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 StGB sowie in zahlreichen weiteren Anklagepunkten schuldig. Es erkannte ihn insbesondere des mehrfachen Mordes (Dossier 1 und 2) schuldig. Es bestrafte ihn mit einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe (wovon 1836 Tage durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft sowie vorzeitigen Strafvollzug erstanden sind). Es ordnete keine Verwahrung an. Die beiden als Mord qualifizierten Tötungsdelikte, die die Staatsanwaltschaft veranlassten, eine Verwahrung zu beantragen, fasste das Obergericht wie folgt zusammen: B.a. Zur Tötung von F.B.________ (Dossier 1) stellte das Obergericht fest, A.________ habe zweifellos wissentlich und willentlich den Tod durch Zukleben von Mund und Nase und damit mit direktem Vorsatz verursacht. Er habe sich zur Tötung eines beinahe fremden Menschen entschlossen, um sich dessen Lastwagen anzueignen, Spuren der Tat bzw. einen Tatzeugen zu beseitigen und nicht für die Tat zur Verantwortung gezogen zu werden. Das Vorgehen durch Verkleben der Atemwege des Opfers zeuge von besonderer Grausamkeit und habe für dieses einen schlimmen Todeskampf bei vollem Bewusstsein gebracht. Die Wahl der Tötung, nachdem das Opfer bereits über mehrere Stunden gefesselt in einem Anhänger menschenunwürdig transportiert worden sei und Todesangst erlebt haben müsse, zeuge von ausgesprochener Kaltblütigkeit und Gefühlskälte. Zweck und Ausführung der Tat seien besonders verwerflich (zum Sachverhalt zudem Urteile 6B_1034/2021 und 6B_1052/2021 vom 3. März 2022). B.b. Zur Tötung von G.C.________ (Dossier 2) stellte das Obergericht fest, A.________ habe damit bezweckt, die vorgängige Überwältigung und Gefangennahme des Opfers und die illegale Wegnahme der beiden Fahrzeuge zu vertuschen (Eliminationstötung). Die Angst vor Vergeltung durch das Opfer und seine Familie dürfte neben der Angst vor der Strafverfolgung im Vordergrund gestanden haben. Hinzu komme das Rachemotiv wegen Verlusts von Fr. 40'000.--, für den er das Opfer verantwortlich gemacht habe. Besondere Skrupellosigkeit sei durch das Vorgehen mit Verschliessung der Atemwege im Rahmen eines Raubes zu bejahen.