Citation: 5P.451/2000 29.01.2001 E. 5

5.- Willkürliche "Schlussfolgerungen" macht die Beschwerdeführerin auch im Zusammenhang mit der grundsätzlich hälftigen Teilung der Steuerschulden geltend. Sie bringt vor, das Obergericht sei für sie zu Unrecht von einem Lohneinkommen von Fr. 68'700.-- (für 1993) und von Fr. 62'800.-- (für 1994) ausgegangen. Aus den Akten ergebe sich, dass ihr Erwerbseinkommen im Jahre 1993 Fr. 0.-- und im folgenden Jahr 1994 Fr. 42'825.-- betragen habe. Im Weiteren habe das Obergericht dem Beschwerdegegner den Eigenmietwert seiner Liegenschaft nicht als zusätzliches Einkommen aufgerechnet. Ausserdem zeigten die Duplikbeilagen 3 und 4, dass sich die Parteien für den Zeitraum vom 1. August 1993 bis zum 31. Juli 1994 auf die Bezahlung der Steuern durch den Beschwerdegegner geeinigt hätten. Unter diesen Umständen sei die hälftige Aufteilung der noch offenen Steuerbetreffnisse pro 1993 und 1994 unhaltbar und stossend. Nach den Ausführungen des Obergerichts können die nur einen beschränkten Zeitraum umfassenden Auszüge aus den Haushaltbuchhaltungen (Duplikbeilagen 3 und 4) nicht als Übereinkunft betreffend die Bezahlung aller Steuern in der interessierenden Periode durch den Beschwerdegegner betrachtet werden. Das Obergericht hat es zudem abgelehnt, davon auszugehen, dass sich diese Abmachungen auch auf die erst später festgesetzten Nachsteuern beziehen. Was an dieser Sichtweise willkürlich sein soll, legt die Beschwerdeführerin nicht in einer Art. 90 Abs. 1 lit. b OG genügenden Weise dar(BGE 122 I 70 E. 1c S. 73). Das Gleiche gilt hinsichtlich der Aufrechnung des Eigenmietwerts; inwiefern die Aufrechnung das massgebende Einkommen des Beschwerdegegners verändern würde und die Aufteilung der Steuerschulden beeinflussen müsste, wird auch nicht ansatzweise dargetan. Schliesslich reichen die Hinweise der Beschwerdeführerin auf Vorakten (Antwortbeilage 7 im summarischen Verfahren vor dem Bezirksgericht Bremgarten und Beilage 6 der Eingabe vom 22. April 1998 an das Bezirksgericht) in keiner Weise aus, um eine willkürliche Beweiswürdigung aufzuzeigen. Es handelt sich bei diesen Beilagen - soweit interessierend - um Steuererklärungen (Selbstdeklarationen), denen das Obergericht keinen massgebenden Beweiswert zumessen musste, nachdem sich gezeigt hatte, dass die Parteien Nachsteuern zu entrichten und mithin ihr Einkommen nicht vollständig deklariert hatten. Die Beschwerde ist hinsichtlich der Beweiswürdigung im Zusammenhang mit den Steuerschulden abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.