Citation: 2C_636/2017 E. 4.1.4

4.1.4. Der Beschwerdeführer gibt an, er sei bereits einmal verwarnt worden. Die Vorinstanz erwähnt jedoch keine (fremdenpolizeiliche) Verwarnung; eine entsprechende Verfügung ist - soweit ersichtlich - in den Akten nicht vorhanden. Es ist daher davon auszugehen (vgl. E. 2.2), dass der Beschwerdeführer nie verwarnt wurde. Es ist wünschbar, dass bei der ersten einschlägigen Verurteilung eines sehr jungen Täters, der in der Schweiz geboren und aufgewachsen ist, eine ausländerrechtliche Verwarnung ergeht, auch wenn der Widerrufsgrund erfüllt ist ("letzte Chance", vgl. Urteil 2C_94/2016 vom 2. November 2016 E. 3.4). Liegt unmittelbar eine schwere Delinquenz vor, kann diese ohne vorgängige Verwarnung direkt zu einem Widerruf führen (vgl. Urteile 2C_516/2014 vom 24. März 2015 E. 6; 2C_480/2013 vom 24. Oktober 2013 E. 4.5.3). So verhält es sich hier: Als der Beschwerdeführer den Strafbefehl vom 17. Januar 2013 erwirkte, hatte sich der erste Vorfall (13. September 2012) wegen Raubs, Nötigung und Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz bereits ereignet; das Ermittlungsverfahren war im Gang. Weder die zwei Tage Untersuchungshaft Ende November 2012 noch der Strafbefehl vom 17. Januar 2013 hielten den Beschwerdeführer davon ab, seine Delinquenz fortzusetzen (Vorfälle von Februar und März 2013). Eine Verwarnung hätte sich allenfalls noch aufgrund des jungen Alters des Beschwerdeführers aufgedrängt. Dieser liess sich jedoch auch durch den teilbedingten Strafvollzug im Zusammenhang mit der Verurteilung zu der Freiheitsstrafe von 30 Monaten nicht beeindrucken (vgl. E. 4.1.2), so dass fraglich ist, welche Wirkung eine Verwarnung auf ihn gehabt hätte. Sein Verschulden erscheint durch die Tatsache, dass das Migrationsamt auf eine Warnung verzichtete, nur geringfügig reduziert.