Citation: 8C_195/2024 E. A

A.a. Die am xx. Mai 2018 geborene A.A.________ ist die Tochter von B.A.________. Diese lebte im Zeitpunkt der Geburt getrennt vom Vater des Kindes und hatte Wohnsitz in U.________ im Kanton Thurgau. Nach der Geburt kam B.A.________ mit A.A.________ bei ihrer Mutter C.A.________ in V.________ im Kanton St. Gallen unter. Am 29. Mai 2018 meldeten sich B.A.________ und C.A.________ bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Region V.________. Diese veranlasste am 1. Juni 2018 eine fürsorgerische Unterbringung von B.A.________. Mit in Form einer dringlichen Anordnung erlassenem Beschluss vom 4. Juni 2018 entzog sie sodann der Kindsmutter die Obhut über A.A.________, bestätigte deren Unterbringung bei C.A.________ und erliess ein Kontaktverbot zwischen B.A.________ und ihrer Tochter sowie ihrer Mutter. Nachdem B.A.________ mit E-Mail vom 3. Juli 2018 um "Stornierung" ihrer Anmeldung in V.________ ersucht hatte, teilte das Einwohneramt V.________ dem Einwohneramt U.________ am 10. Juli 2018 mit, die Anmeldung in V.________ müsse in Absprache mit B.A.________ aufgrund eines Rechtsstreits betreffend deren Tochter A.A.________ aufgehoben werden. Die KESB Region V.________ bestätigte mit Beschluss vom 5. November 2018/16. Januar 2019, dass den Kindseltern das Aufenthaltsbestimmungsrecht gegenüber A.A.________ gestützt auf Art. 310 Abs. 1 ZGB entzogen und A.A.________ bei ihrer Grossmutter C.A.________ untergebracht bleibe. Sie errichtete zudem eine Beistandschaft für A.A.________ gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB. Im Betreuungsvertrag vom 5. November/5. Dezember 2019 wurden die Einzelheiten der Betreuung von A.A.________ bei ihrer Grossmutter im Sinne einer Dauerbetreuung rückwirkend ab 4. Juni 2018 geregelt. A.b. Mit Beschluss vom 18. Februar 2020 lehnte die Fürsorgebehörde U.________ das Kostengutsprachegesuch der Pflegemutter C.A.________ auf Übernahme der Unterhaltskosten für A.A.________ ab Juni 2018 ab. Sie verwies auf die Politische Gemeinde (PG) V.________ als Kostenträgerin (am Unterstützungswohnsitz) und bestätigte die Übernahme der Krankenkassenprämien am zivilrechtlichen Wohnsitz in U.________. Das Sozialamt V.________ lehnte das Gesuch von C.A.________ um Übernahme der Unterhalts- und Pflegekosten für A.A.________ ab Juni 2018 mit Verfügung vom 14. April 2020 ebenfalls ab. Aufgrund des negativen Zuständigkeitskonflikts hielt es jedoch fest, dass die Stadt V.________ die Pflegekosten ab Dezember 2019 einstweilen und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht übernehme. Im Rahmen der Auseinandersetzung um die finanzielle Zuständigkeit unterbreitete das Amt für Soziales des Kantons St. Gallen dem Sozialamt des Kantons Thurgau am 5. Mai 2020 eine Unterstützungsanzeige. Dagegen erhob das Sozialamt des Kantons Thurgau am 5. Juni 2020 Einsprache. Mit Beschluss vom 22. September 2023 wies das Departement des Innern (DI) des Kantons St. Gallen die Einsprache ab und hielt fest, dass sich der Unterstützungswohnsitz von B.A.________ und A.A.________ in der PG U.________ im Kanton Thurgau befinde.