Citation: 1C_84/2023 E. A

Das Grundstück Nr. 90, im Eigentum der Wohnbaugenossenschaft I.________, und das Grundstück Nr. 1968, im Miteigentum von J.J.________ und K.J.________, beide Grundbuch (GB) Sursee, bildeten bereits Gegenstand von mehreren Gestaltungsplan- bzw. Zonenplanverfahren: Am 19. August 1999 genehmigte der Stadtrat Sursee den heute geltenden Gestaltungsplan Geuensee- und Klosterstrasse (nachfolgend: bestehender Gestaltungsplan) über die Grundstücke Nrn. 90 und 1968 (damals: Grundstücke Nrn. 90 und 1851). Zum damaligen Zeitpunkt lagen die Grundstücke in der zweigeschossigen Gewerbe- und Wohnzone mit Gestaltungsplanpflicht. Im bestehenden Gestaltungsplan ist der Bau von fünf Einfamilienhäusern vorgesehen, wovon bisher nur das Wohnhaus mit Garage auf dem Grundstück Nr. 1968 realisiert wurde. Im Rahmen der Revision der Zonenplanung im Jahr 2000 wurden die beiden Grundstücke der dreigeschossigen Gewerbe- und Wohnzone mit Gestaltungsplanpflicht zugewiesen. Im Rahmen der letzten Gesamtrevision der Ortsplanung beschloss die Gemeindeversammlung der Stadt Sursee am 19. März 2019 eine Zuteilung zur Mischzone A mit Gestaltungsplanpflicht (genehmigt durch den Regierungsrat des Kantons Luzern am 26. November 2019). Die Grundstücke liegen im Perimeter des Bundesinventars der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung (ISOS) und sind mit archäologischen Fundstellen überlagert. Die auf dem Grundstück Nr. 90 (vormals: Grundstücke Nrn. 1966 und 1967) stehenden Gebäude (Geräte- und Holzhaus mit Einstellgebäude sowie Wohnhaus) wurden im Jahr 2020 abgebrochen. Im März 2021 unterbreitete die Wohnbaugenossenschaft I.________ dem Stadtrat Sursee den neuen Gestaltungsplan Geuenseestrasse (nachfolgend: neuer Gestaltungsplan) zur Genehmigung. Dieser sieht basierend auf einem Richtprojekt die Errichtung von drei Mehrfamilienhäusern mit gesamthaft 22 Wohnungen (Baubereiche A, B und C) und einem gemeinsamen Untergeschoss (unter anderem eine Einstellhalle mit 27 Parkplätzen für Personenwagen) auf dem Grundstück Nr. 90 vor. Das Chalet "Sonnenblick", das im kantonalen Bauinventar als erhaltenswert eingetragen ist, soll als Wohnhaus bestehen bleiben. Für das Grundstück Nr. 1968, welches ebenfalls im Perimeter des neuen Gestaltungsplans liegt, ist für eine mögliche spätere Bebauung der Baubereich D definiert. Während der öffentlichen Auflage erhoben unter anderem A.A.________ und B.A.________, C.C.________ und D.C.________, E.E.________ und F.E.________ sowie G.G.________ und H.G.________ Einsprache gegen den neuen Gestaltungsplan. An den Einspracheverhandlungen im Juni und Juli 2021 kam keine umfassende Einigung zustande. Die Wohnbaugenossenschaft I.________ erklärte sich jedoch bereit, auf den Bonus für preisgünstigen Wohnungsbau nach Art. 41 des Bau- und Zonenreglements der Stadt Sursee vom 19. März 2019 (nachfolgend: BZR) zu verzichten und reichte entsprechende Änderungen zum neuen Gestaltungsplan ein. Die erwähnten Einsprechenden hielten an ihren Einsprachen fest. Der Stadtrat Sursee hob mit Entscheid vom 1. Dezember 2021 den bestehenden Gestaltungsplan vom 19. August 1999 auf und genehmigte den neuen Gestaltungsplan Geuenseestrasse auf den Grundstücken Nrn. 90 und 1968 unter Bedingungen und Auflagen. Die Einsprachen hiess er teilweise gut oder erklärte sie als erledigt und wies sie im Übrigen ab. In Bezug auf die privatrechtlichen Einsprachepunkte wurden die Einsprechenden an das Zivilgericht verwiesen.