Citation: 2A.318/2001 14.11.2001 E. 1

1.-a) Mit der vorliegenden, gegen den Beschwerdeentscheid des Sicherheitsdepartements des Kantons Luzern gerichteten Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird zur Hauptsache gerügt, die Verweigerung des Familiennachzugs verstosse gegen das in Art. 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) verankerte Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens. Damit werden Einwendungen erhoben, die auf die Geltendmachung eines Rechtsanspruches auf die anbegehrten Aufenthaltsbewilligungen hinauslaufen. Solche Einwendungen sind nach einem kürzlich ergangenen Grundsatzentscheid des Bundesgerichts (BGE 127 II 161) im Verfahren der eidgenössischen Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu erheben, unabhängig davon, ob der behauptete, nach Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG für die Zulässigkeit dieses Rechtsmittels massgebende Rechtsanspruch tatsächlich besteht. Der dargelegte Rechtsweg setzt indessen voraus, dass zuvor ein Entscheid der nach Art. 98a OG zuständigen kantonalen Gerichtsinstanz erwirkt wird, und zwar auch in Kantonen, in denen - wie im Kanton Luzern (vgl. § 19 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über die Niederlassung und den Aufenthalt sowie über die Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht vom 1. Dezember 1948 sowie § 148 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 3. Juli 1972) - dieses kantonale Rechtsmittel seinerseits nur bei Vorliegen eines Rechtsanspruches offen steht (BGE 127 II 161 E. 1b sowie 2a/b S. 165 f.). Auf direkt gegen abschlägige Entscheide kantonaler Verwaltungsbehörden gerichtete Verwaltungsgerichtsbeschwerden tritt das Bundesgericht mangels Erschöpfung des kantonalen Instanzenzugs (Art. 98 lit. g in Verbindung mit Art. 98a Abs. 1 OG; vgl. BGE 123 II 231 E. 7 S. 237) nicht ein, wobei es künftig auch bei Kantonen mit "anspruchsabhängigem" Rechtsmittel nicht mehr prüft, ob ein Anspruch auf die streitige fremdenpolizeiliche Bewilligung besteht. b) Diese Rechtsprechung war dem Beschwerdeführer bei Einreichung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde noch nicht bekannt. Seine Eingabe ist daher nach der bisherigen Praxis zu behandeln. Danach ist zunächst zu prüfen, ob auf die anbegehrte Aufenthaltsbewilligung ein (grundsätzlicher) Rechtsanspruch besteht. Ist ein Anspruch gegeben, steht der Weg der eidgenössischen Verwaltungsgerichtsbeschwerde offen (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG; BGE 127 II 60 E. 1a S. 62 f.; 126 II 377 E. 2 S. 381, 425 E. 1 S. 427, mit Hinweisen), womit die Sache zur materiellen Beurteilung an das nach Art. 98a OG zuständige kantonale Gericht zu überweisen wäre (vgl. hiezu und zur bisherigen Praxis: BGE 123 II 145 E. 1c S. 147 f. sowie E. 3 S. 152). Besteht dagegen kein solcher Anspruch, so erweist sich die Verwaltungsgerichtsbeschwerde (gemäss Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG) als unzulässig; zugleich fehlt es diesfalls zur Anfechtung des abschlägigen Beschwerdeentscheids mit staatsrechtlicher Beschwerde - von der Möglichkeit gewisser Verfahrensrügen abgesehen (BGE 126 I 81 E. 3b S. 86; 126 II 377 E. 8e S. 398, je mit Hinweisen) - an der nach Art. 88 OG erforderlichen Legitimation (BGE 123 I 25 E. 1 S. 26; 122 I 267 E. 1a S. 270; 126 I 81 E. 2a S. 84 bzw. E. 7a S. 94; 126 II 377 E. 8e S. 398).