Citation: 6B_1391/2019 E. 1.3

1.3. Die Vorinstanz erwägt, als Halterin der Fahrzeuge sei einzig die B.________ GmbH eingetragen. Einzig diese Gesellschaft sei deshalb berechtigt, über den Einsatz der Fahrzeuge zu entscheiden. Betriebsinhaberin im Sinne von Art. 2 lit. b ARV 1 sei somit die B.________ GmbH. A.B.________ und A.A.________ seien als einzelzeichnungsberechtigte Geschäftsführer zwar befugt, für die Gesellschaft zu handeln. Sie würden in dieser Funktion den Einsatz der Fahrzeuge aber nicht für sich selbst, sondern stellvertretend für das Unternehmen als eigenständiges Rechtssubjekt bestimmen. Keiner der Beschwerdeführer sei deshalb als Betriebsinhaber im Sinne von Art. 2 lit. b ARV 1 zu qualifizieren, womit auch das Verwandschaftsverhältnis unter ihnen keinen selbständigen Erwerb begründe. Die Vorinstanz erwägt weiter, auch eine sozialversicherungs- bzw. handelsrechtliche Betrachtung würde dieses Ergebnis stützen. Die Beschwerdeführer hätten sich mit der Gründung der GmbH bewusst dafür entschieden, ihre eigene Haftung zu beschränken und sich hinter ein unabhängiges Rechtssubjekt zu stellen. Es sei deshalb durchaus von Bedeutung, in welchem "Kleid" sich das Familienunternehmen präsentiere. Bezeichnend sei schliesslich, dass die Beschwerdeführer im Jahr 2017 bei der Ausgleichskasse des Kantons Bern als Arbeitnehmer der B.________ GmbH angemeldet gewesen seien (Urteil, S. 9 f.).