Citation: 9C_47/2019 E. 4.2

4.2. Der weitere Einwand der Beschwerdeführerin gegen eine Bindung an die Verfügung der IV-Stelle verfängt: Aufgrund der Anmeldung bei der Invalidenversicherung durch den Versicherten im Juli 2014, womit ein Rentenanspruch der Invalidenversicherung frühestens ab 1. Januar 2015 entstehen konnte (Art. 29 Abs. 1 IVG), stellte die IV-Stelle mit Verfügung vom 17. Juni 2016 fest, es liege seit 30. Juni 2014 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ohne wesentlichen Unterbruch vor. Folglich sprach sie ihm ab 1. Juni 2015 eine Rente zu. Mit der Festsetzung des Beginns der einjährigen Wartezeit per 30. Juni 2014 wurde gleichzeitig (implizit, aber zwangsläufig) erkannt, dass davor die Arbeitsunfähigkeit durchgehend weniger als 20 % betragen oder an mindestens dreissig aufeinanderfolgenden Tagen volle Arbeitsfähigkeit bestand hatte (Art. 29 ter IVV). Diese Festlegungen betrafen die BVK in dem Masse unmittelbar, als der Beschwerdegegner während der Anstellung vom 21. Oktober 2013 bis 31. Januar 2016 (zuzüglich Nachdeckungsfrist) bei ihr vorsorgeversichert war (vgl. auch Urteil 9C_340/2016 vom 21. November 2016 E. 6.2, die es insoweit zu präzisieren gilt, als dort irrtümlicherweise von Arbeitsfähigkeit, statt Arbeitsunfähigkeit von durchgehend weniger als 20 % gesprochen wird). Gleichwohl kann die Verfügung der IV-Stelle im Hinblick auf einen allfälligen Streit um berufsvorsorgerechtliche Invalidenleistungen nur insoweit Verbindlichkeit erlangen, als die Vorsorgeeinrichtung ein schutzwürdiges Interesse nach Art. 59 ATSG hatte bzw. gehabt hätte, die Verfügung der IV-Stelle ihrerseits anzufechten mit dem Begehren, es sei festzustellen, dass bereits bei Beginn des Vorsorgeverhältnisses am 21. Oktober 2013 eine auf dem invalidisierenden Gesundheitsschaden beruhende Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20 % bestanden und ohne wesentlichen Unterbruch bis zum von der IV-Stelle festgestellten Beginn der Wartezeit angedauert hatte. Dies betrifft initial einen Zeitraum der in invalidenversicherungsrechtlicher Hinsicht nicht massgeblich war. Nachdem die BVK im Übrigen die IV-rechtliche Leistungszusprache nicht in Frage stellt, sondern einzig eine über den Beginn des Wartejahres nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG zurückreichende Arbeitsunfähigkeit im berufsvorsorgerechtlich massgebenden Umfang von 20 % behauptet, war die BVK als BVG-Versicherer nicht legitimiert, Rechtsmittel im Verfahren nach IVG einzureichen (Urteil 9C_340/2016 vom 21. November 2016 E. 6.2.1 mit Hinweisen).