Citation: 7B_1087/2024 E. 4.2.3

4.2.3. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt ist nicht stichhaltig. Es ist zwar zutreffend, dass der Gefängnisarzt in seinem Schreiben zuhanden der verfahrensleitenden Staatsanwältin vom 27. September 2024 ausführt, aufgrund der verschriebenen zusätzlichen Medikamente habe sich der anfangs psychotische Zustand des Beschwerdeführers verbessert und bestünden aus seiner Sicht keine Hinweise mehr auf eine akute Fremdgefährdung. Es gilt allerdings auch festzuhalten, dass der Gefängnisarzt gleichzeitig festhält, ein geordnetes Gespräch scheine erst ab der kommenden Woche möglich zu sein. Von einem medikamentös stabil eingestellten Krankheitsbild kann daher nicht ausgegangen werden, zumal der Gefängnisarzt gemäss der sich bei den Akten befindlichen Telefonnotiz am 26. September 2024 gegenüber der Staatsanwaltschaft noch von ausgeprägten Symptomen einer Schizophrenie berichtete. Darüber hinaus besteht zum aktuell sehr frühen Verfahrenszeitpunkt ohnehin noch keine Klarheit darüber, ob und welches psychiatrische Störungsbild beim Beschwerdeführer derzeit tatsächlich vorliegt. Aus der Vergangenheit und den aktuellen Akten bestehen insoweit zwar konkrete Indizien, die auf eine Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis hindeuten. Soweit aus den Akten ersichtlich, liegen die psychiatrischen Diagnosen indessen mehrere Jahre zurück. Daraus lassen sich deshalb keine verlässlichen Rückschlüsse hinsichtlich der aktuellen Gefährlichkeit des Beschwerdeführers ziehen. Unter diesen Umständen ist es nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz den Beschwerdeführer aufgrund seines derzeit noch unklaren Störungsbilds, der noch nicht stabil etablierten medikamentösen Behandlung und der in Haft geäusserten Gewaltphantasien als unberechenbar erachtet. Da es sich bei der angedrohten Gewalttat zudem um ein Tötungsdelikt handelt und der Beschwerdeführer wegen seiner psychischen Erkrankung in der Vergangenheit bereits einen Mord begangen hat, verletzt es kein Bundesrecht, wenn die Vorinstanz jedenfalls bis zum Vorliegen eines aktuellen psychiatrischen Fachgutachtens von Ausführungsgefahr im Sinne von Art. 221 Abs. 2 StPO ausgeht.