Citation: 2C_451/2017 E. 4.3

4.3. Angesichts des erstellten Sachverhaltes kann keine Rede davon sein, dass der vorinstanzliche Entscheid in der Begründung und im Ergebnis eine kantonale Norm krass verletzen oder gar in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderlaufen würde. Da der Betrieb des Beschwerdeführers innert drei Jahren schon zum zweiten Mal vorläufig geschlossen werden musste und dort schwer wiegende unordentliche Zustände herrschten oder gegen die guten Sitten verstossende Handlungen begangen worden sind (insb. Drogendelikte durch dort tätige Personen, Vorhandensein einer Schusswaffe), lassen sich in jedem Fall willkürfrei die obligatorischen Widerrufsgründe gemäss Art. 39 Abs. 2 lit. a und lit. c ÖGG/FR als erfüllt erachten. Ebenso durfte die Vorinstanz ohne in Willkür zu verfallen davon ausgehen, dass der Beschwerdeführer als Bewilligungsinhaber durch sein Verhalten angesichts der zu den früheren Schliessungen führenden Mängel (fehlende Bewilligungen, mangelhafte Sanitäranlagen, Beschäftigung von zu vielen Prostituierten) nicht mehr die nötige Sicherheit dafür bietet, dass der Betrieb in Einhaltung der Bestimmungen des Prostitutionsgesetzes geführt wird. Ausserdem beugte der Beschwerdeführer nicht wirksam jeglichen Beeinträchtigungen der öffentlichen Ordnung und Sicherheit vor, was sich durch den im Betrieb stattfindenden Drogenhandel sowie das Auffinden einer Feuerwaffe eindrücklich manifestierte. Somit durfte willkürfrei ein Fehlen von entsprechenden persönlichen Anforderungen des Bewilligungsinhabers (Art. 8 Abs. 1 lit. e des Prostitutionsgesetzes) resp. eine Verletzung der einschlägigen Pflichten des Bewilligungsinhabers (Art. 12 Abs. 1 lit. e des Prostitutionsgesetzes) angenommen werden. Dies führt gemäss Art. 13 Abs. 1 lit. a und lit. b des Prostitutionsgesetzes zum Entzug der Bewilligung zur Bereitstellung von Räumlichkeiten, die zur Ausübung der Prostitution bestimmt sind. Unter der hier massgeblichen Willkürkognition wäre es auch nicht erforderlich gewesen, zuerst eine Verwarnung auszusprechen und Massnahmen zur Mängelbeseitigung zu verlangen. Solche Massnahmen wurden bereits anlässlich der früheren provisorischen Schliessungen angeordnet und haben sich als nicht hinreichend erwiesen, um einen dauerhaft regelkonformen Betrieb des Etablissements zu gewährleisten.