Citation: 2C_350/2023 E. 5.3.1

5.3.1. Damit die Bewirtschaftung für die Beschwerdeführenden unzumutbar oder unmöglich wäre und sie folglich von der Pflicht, ihre Wohneinheiten der Hotelbetreiberin zur Verfügung zu stellen, zu entbinden wären, müsste ihr Eigentum in seiner Substanz tangiert sein (vorne E. 4.2). Die Beschwerdeführenden können lediglich mit einem Beitrag an ihre laufenden Kosten rechnen und tragen einen Teil des wirtschaftlichen Risikos der hotelmässigen Bewirtschaftung (vorne E. 4.2). Deshalb führt ein Verlust bezogen auf die Vermietungszeit, d.h. den Zeitraum, während dessen die Wohneinheit den Eigentümerinnen und Eigentümern nicht zur Eigennutzung zur Verfügung steht (vgl. BGE 132 II 171 E. 2.2), nicht per se zur Unzumutbarkeit der Bewirtschaftungspflicht. Zugleich ist nicht jeder Verlust hinzunehmen. Entsteht bezogen auf den bewirtschafteten Zeitraum hingegen ein markantes Missverhältnis zwischen den laufenden Kosten und der Entschädigung, welche die Hotelbetreiberin zu leisten hat, kann sich eine Aufhebung der Bewirtschaftungspflicht mangels Zumutbarkeit aufdrängen, insbesondere wenn zugleich die Eigennutzungsmöglichkeiten stark eingeschränkt sind (vgl. BGE 132 II 171 E. 2.2; Urteile 2C_904/2022 vom 15. Januar 2025 E. 7.2; 2C_981/2022 vom 15. Januar 2025 E. 7.2.2). In die Berechnung der laufenden Kosten sind dabei die Kapital- und die Betriebskosten einzubeziehen (vgl. BGE 132 II 171 E. 2.2).