Citation: 5A_340/2021 E. 9.1

9.1. Ausgehend von einem Streitwert von Fr. 100'000.-- legte das Regionalgericht der Festsetzung der Parteientschädigung den Tarifrahmen von Fr. 3'900.-- bis Fr. 23'700.-- gemäss Art. 5 Abs. 1 der bernischen Verordnung über die Bemessung des Parteikostenersatzes vom 17. Mai 2006 (PKV; BSG 168.811) zugrunde. Unter Berücksichtigung der Bedeutung des Streits, der Komplexität der sich stellenden rechtlichen Fragen und des Zeitaufwands erachtete es eine Ausschöpfung des Tarifrahmens zu 70 % als gerechtfertigt. Unter Berücksichtigung von Auslagen und Mehrwertsteuer bestimmte die erste Instanz die Parteientschädigung auf Fr. 19'772.60. Das Obergericht stellt klar, dass für die Ausschöpfung des Tarifrahmens nicht die effektiv geleisteten Stunden, sondern die Kriterien nach Art. 41 des Kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 (KAG; BSG 168.11) massgeblich seien. Was den konkreten Fall angeht, konstatiert es, dass sich der Beschwerdeführer mit dem Ausschöpfungsgrad bzw. mit den entsprechenden Kriterien gar nicht erst auseinandersetze. Diesbezüglich verfehle der Beschwerdeführer die Begründungsanforderungen; die entsprechenden Rügen seien zurückzuweisen. Die Festsetzung der Parteientschädigung für das Berufungsverfahren beruht wiederum auf dem erwähnten Tarifrahmen, dessen Obergrenze die Vorinstanz gemäss Art. 7 PKV, wonach das Honorar in Rechtsmittelverfahren bis zu 50 % des Honorars gemäss Art. 5 PKV betrage, auf Fr. 11'850.-- reduziert. Das geforderte Honorar von Fr. 4'990.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 70.-- und Mehrwertsteuer von Fr. 384.25 entspreche einer Ausschöpfung des Tarifrahmens von 40 % und sei angesichts der Kriterien von Art. 41 KAG nicht zu beanstanden.