Citation: 2C_865/2022 E. 3.6

3.6. Der Beschwerdeführer beanstandet weiter, die Vorinstanz habe den Text für die Leistungen vom 6. Dezember 2021 ("Ausbooten von A.________, Gestaltungsvarianten"), die der verzeigte Anwalt der Gesellschaft fakturiert habe, nicht richtig gewürdigt. Nur streitende Gesellschafter könnten ein Interesse daran haben, einen Gesellschafter "auszubooten". Indem der verzeigte Anwalt für die beiden Mehrheitsaktionäre auf Ebene der Gesellschaft Abklärungen zum "Ausbooten des Beschwerdeführers" vorgenommen und der Gesellschaft fakturiert habe, sei er einem fortwährenden konkreten Interessenkonflikt unterlegen. Die Vorinstanz hat erwogen, auch wenn dem Beschwerdeführer das Arbeitsverhältnis per 12. Oktober 2021 fristlos durch den verzeigten Anwalt namens der Gesellschaft gekündigt worden und der Beschwerdeführer am 25. November 2021 aus dem Verwaltungsrat ausgeschieden sei, sei er gleichwohl immer noch Minderheitsaktionär der Gesellschaft gewesen und das zerstrittene Verhältnis zwischen ihm und den Mehrheitsaktionären habe entflochten werden müssen. Die rechtlichen Abklärungen des Verzeigten seien somit durchaus auch im Interesse der Gesellschaft gelegen. Der Beschwerdeführer bringt nicht vor, der verzeigte Rechtsanwalt habe die Leistungen vom 6. Dezember 2021 nicht im Auftrag der Gesellschaft erbracht. Inwiefern der verzeigte Rechtsanwalt unter diesen Umständen durch die Fakturierung an die Gesellschaft einem Interessenkonflikt unterlegen sein soll, begründet er nicht näher. Auch legt er nicht dar, inwiefern die Gesellschaft ein (den Interessen der Mehrheitsaktionäre entgegenstehendes) Interesse gehabt hat, das Verhältnis mit dem Beschwerdeführer nicht zu entflechten. Auch insofern ist somit nicht dargetan, dass durch die Vertretung sowohl der Mehrheitsaktionäre als auch der Gesellschaft das Risiko eines konkreten Interessenkonflikts bestand.