Citation: I 660/05 01.05.2006 E. 3

3.1 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird die Berücksichtigung der Betriebsgewinne 1996/97 (Fr. 38'547.35), 1997/98 (Fr. 32'970.-) und 1998/99 (Fr. 91'553.70) bei der Ermittlung des Valideneinkommens beanstandet. Es wird im Wesentlichen geltend gemacht, es sei eine Tatsache, dass in den Neunzigerjahren in der Baubranche eine Rezession geherrscht habe, die in den Jahren 1996 bis 1999 ihre Talsohle durchlaufen habe. In diesem Zeitraum sei der Umsatz eingebrochen. Eine allenfalls aus betriebswirtschaftlicher Sicht nicht optimale Personalpolitik im Sinne einer Verzögerung in der Senkung der Personalkosten sei für die Gewinnrückgänge nicht der überwiegende und schon gar nicht der alleinige Grund gewesen. Nach Auffassung des kantonalen Gerichts sind die tiefen Betriebsgewinne 1996/97 und 1997/98 nicht oder jedenfalls nicht ausschliesslich rezessionsbedingt. Im Abklärungsbericht für Selbstständigerwerbende vom 16. Dezember 2002 werde als Erklärung eine falsche Personalpolitik genannt. Dies lasse sich anhand des Verhältnisses von Personalaufwand und Betriebsertrag erhärten, welches für die erwähnten Geschäftsjahre 59 % und 61 % gegenüber maximal 49 % in den Vorjahren resp. gegenüber dem Geschäftsjahr 1998/99 betrage. Es bestehe daher kein Anlass, die Betriebsgewinne 1996/97 und 1997/98 von der Bemessung des Valideneinkommens auszuklammern. 3.2 Dass eine zumindest rückblickend nicht als optimal zu bezeichnende Personalpolitik in dem Sinne, dass im Verhältnis zum Auftragsbestand zu viele Arbeitnehmer beschäftigt waren, mit ein Grund für die tiefen Betriebsgewinne 1996/97 und 1997/98 war und dieser Umstand allein es nicht rechtfertigt, die Ergebnisse dieser beiden Geschäftsjahre bei der Bemessung des Valideneinkommens nicht zu berücksichtigen, steht zu Recht ausser Frage. Soweit geltend gemacht wird, der Gewinnrückgang habe rein rezessionsbedingt zu gelten, ist Folgendes zu beachten. Unbestritten herrschte im gesamten Bemessungszeitraum 1992 bis 1999 im Baugewerbe Rezession. Dies spricht dagegen, Geschäftsjahre allein deshalb von der Bemessung des Valideneinkommens auszuklammern, weil sie vergleichsweise tiefe Betriebsgewinne ausweisen. Vielmehr müssten konsequenterweise Geschäftsjahre mit überdurchschnittlich hohen Gewinnen ebenfalls ausser Acht bleiben. Ein solches Vorgehen ist vorliegend jedoch umso weniger angezeigt, als abgesehen vom Geschäftsjahr 1995/96 die Betriebserträge zwischen Fr. 537'475.- (1992/93) und Fr. 744'856.75 lagen und in den gewinnschwächsten Jahren Fr. 625'587.10 (1996/97) und Fr. 626'795.90 (1997/98) betrugen (Abklärungsbericht für Selbstständigerwerbende vom 16. Dezember 2002). 3.3 Das Valideneinkommen entspricht somit dem durchschnittlichen Betriebsgewinn der Geschäftsjahre 1992/93 bis 1998/99 von Fr. 86'339.-, angepasst an die Nominallohnentwicklung im Baugewerbe von 1995 bis 2001 (1,2 % [1995/96], 0,2 % [1996/97], 0,4 % [1997/98], -0,5 % [1998/99], 1,9 % [1999/2000] und 2,8 % [2000/01]) (Die Volkswirtschaft 8/2001 S. 93 und 8/2003 S. 91, je Tabelle B10.2; Urteil Z. vom 6. Juni 2005 [I 499/04] Erw. 5 mit Hinweisen; BGE 129 V 222). Dies ergibt Fr. 91'617.70.