Citation: 8C_348/2021 E. 5

Das kantonale Gericht stellte zu der für die obligatorische Versicherung vorausgesetzten Arbeitnehmereigenschaft unter anderem fest, dass der vom Beschwerdeführer aufgelegte Arbeitsvertrag seitens der Arbeitgeberin lediglich mit einem Stempel, nicht aber mit einer Unterschrift versehen sei. Auf den beiden Lohnabrechungen, auf die sich der Beschwerdeführer berief, seien zwar Abzüge auch für die AHV aufgelistet. Diese seien jedoch, so die Vorinstanz weiter, gestützt auf die von ihr ergänzend vorgenommenen Abklärungen gar nicht verabgabt worden Zudem lägen keine Belege dafür vor, dass je Gehaltszahlungen erfolgt wären. Inwiefern diese Feststellungen unrichtig sein sollten, vermag der Beschwerdeführer nicht darzutun. Auch lässt sich nicht ersehen, inwiefern das kantonale Gericht unter diesen Umständen Bundesrecht, vorab die massgeblichen Beweisgrundsätze (oben E. 3), verletzt haben sollte, indem es erkannte, dass es namentlich am Beweis für die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Lohnvereinbarung über Fr. 8500.- pro Monat fehle. Praxisgemäss (oben E. 3) könnte lediglich bei unselbstständigen Tätigkeiten, die ihrer Natur nach nicht auf die Erzielung eines Einkommens gerichtet sind, auf das Erfordernis einer Lohnabrede beziehungsweise eines Arbeitsvertrags verzichtet werden. Dass die Vorinstanz vom Fehlen eines Beschäftigungsverhältnisses im Sinne von Art. 1a UVG und damit auch der für die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten Versicherteneigenschaft ausging, ist damit nicht zu beanstanden. Gleiches gilt insoweit, als das kantonale Gericht erkannte, bei fehlender Versicherteneigenschaft sei die Gewährung von Versicherungsleistungen zweifellos unrichtig gewesen. Dass die Beurteilung der Versicherteneigenschaft mit dem Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit gefällt wurde, kann daran nichts ändern. Unbehelflich ist schliesslich auch der Einwand des Beschwerdeführers, das Verhalten der Beschwerdegegnerin sei (unter anderem) zufolge Verzögerung des Erlasses der Verfügung vom 12. April 2019 und des Einspracheentscheides vom 16. September 2020 sowie wegen der Änderung der jeweiligen Begründungen treuwidrig gewesen. Dass der Beschwerdeführer auf die Rechtmässigkeit der Leistungsgewährung vertraut habe, kann der Wiedererwägung nicht entgegenstehen (vgl. Art. 9 BV; BGE 143 V 341 E. 5.3.1; SVR 2020 UV Nr. 26 S. 105, 8C_341/2019 vom 30. Januar 2020 E. 4).