Citation: 6B_1388/2021 E. 1.3.2

1.3.2. Der Beschwerdeführer verlangt eine andere Würdigung der Täterkomponente. Seiner Meinung nach tragen die vorinstanzlichen Erwägungen seinem Nachtatverhalten ungenügend Rechnung. Zudem will er sein Geständnis stärker gewichtet haben. Schliesslich verweist er auf seine freiwilligen Therapien. Er setze aus eigenem Antrieb alles daran, nicht mehr rückfällig zu werden. Ein solches Nachtatverhalten sei vorbildlich und müsse wesentlich stärker strafmindernd ins Gewicht fallen. Die Täterkomponente sei also keineswegs neutral zu werten. Die strafmindernden Faktoren würden eindeutig überwiegen. Was die Täterkomponente anbelangt, verwies die Vorinstanz auf das erstinstanzliche Urteil, was gemäss Art. 82 Abs. 4 StPO zulässig ist und auch vom Beschwerdeführer nicht beanstandet wird. Mit den entsprechenden Erwägungen setzt sich der Beschwerdeführer aber nicht hinreichend auseinander. Auf die überzeugenden Erwägungen zu seinen diversen Vorstrafen und zu seiner durchschnittlichen Strafempfindlichkeit geht er überhaupt nicht ein. Das umfassende Geständnis des Beschwerdeführers berücksichtigen die Vorinstanzen angemessen. Nach der Rechtsprechung können Geständnisse grundsätzlich strafmindernd berücksichtigt werden, namentlich wenn sie Ausdruck von Einsicht und Reue des Täters sind (vgl. BGE 121 IV 202 E. 2d/cc). Ein Verzicht auf Strafminderung kann sich demgegenüber aufdrängen, wenn das Geständnis die Strafverfolgung nicht erleichtert hat, weil die beschuldigte Person nur aufgrund einer erdrückenden Beweislage oder gar erst nach Ausfällung des erstinstanzlichen Urteils gestand (Urteile 6B_786/2014 vom 10. April 2015 E. 1.6.2; 6B_473/2011 vom 13. Oktober 2011 E. 5.4; 6B_426/2010 vom 22. Juli 2010 E. 1.5; 6B_974/2009 vom 18. Februar 2010 E. 5.4; 6B_737/2007 vom 14. April 2008 E. 1.2; 6S.531/2006 vom 24. Januar 2007 E. 3.6.3; je mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer legte sein Geständnis erst an der erstinstanzlichen Hauptverhandlung ab. Damals war die Untersuchung durch die Polizei und die Staatsanwaltschaft abgeschlossen. Daher weisen die Vorinstanzen zu Recht darauf hin, dass das Geständnis die Strafverfolgung nicht erheblich erleichtert hat. Daran ändert nichts, dass sein Geständnis ein Ausdruck wachsender Unrechtseinsicht und Reue sein mag, wie der Beschwerdeführer vorträgt. Ohnehin würdigen die Vorinstanzen, dass er an der Hauptverhandlung Einsicht und Reue zeigte. Ausserdem berücksichtigen sie sein Entschuldigungsschreiben an die Privatklägerin. Der Beschwerdeführer zeigt nicht auf und es ist auch in keiner Weise ersichtlich, weshalb es bundesrechtswidrig sein sollte, dies als leicht bis mittelgradig strafmindernd zu würdigen. Nach dem Gesagten gelangen die Vorinstanzen zum überzeugenden Schluss, dass sich die straferhöhenden und die strafmindernden Umstände die Waage halten, weshalb die Einsatzstrafe zu Recht unverändert blieb.