Citation: 8C_397/2020 E. 5.2

5.2. Vorweg ist mit dem kantonalen Gericht festzuhalten, dass in den bisherigen Tätigkeiten als Serviceangestellte, Hausdienstmitarbeiterin, Schuhverkäuferin im Detailhandel und Druckereimitarbeiterin aufgrund der Hauterkrankung - entgegen der von der Beschwerdegegnerin mit Vorbescheid vom 28. Juni 2016 und Verfügung vom 25. Februar 2019 vertretenen Auffassung - jedenfalls keine volle Arbeitsfähigkeit mehr wiedererlangt wurde. Denn gemäss Medas-Gutachten trifft nicht zu, dass die Beschwerdeführerin "weiterhin die Tätigkeit als Hilfsmitarbeiterin im Bereich Verkauf, Service oder Hausdienst unter Berücksichtigung von nicht Hände-belastenden Tätigkeiten im 100% Pensum ausführen" kann. Statt dessen gelangten die Medas-Gutachter in der polydisziplinären Konsensbeurteilung betreffend Arbeitsfähigkeit in der angestammten/bisherigen Tätigkeit vielmehr zur Überzeugung, dass "in den bisherigen Tätigkeiten als Serviceangestellte, Hausdienstmitarbeiterin, Schuhverkäuferin im Detailhandel und Druckereimitarbeiterin [...] aufgrund der Hauterkrankung keine Arbeitsfähigkeit (AUF 100%) " besteht. Einzig Beschäftigungen, welche die Hände nicht belasten würden (z.B. Tätigkeiten in einem Call-Center oder mit optischer Kontrollfunktion), seien in Bezug auf ein 100%-Pensum uneingeschränkt zumutbar. Die Medas-Gutachter hatten sich gemäss ausdrücklichem Auftrag der IV-Stelle nicht zum Verlauf der Arbeitsfähigkeit zu äussern. Eine retrospektive gutachterliche Überprüfung der zwischen 2010 und 2012 tatsächlich massgebenden Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit erfolgte daher nicht.