Citation: 7B_76/2024 E. 2.2

2.2. In verfahrensrechtlicher Hinsicht richtet sich die Genehmigung und nachträgliche Anfechtung von technischen Überwachungen nach Art. 274-279 StPO (Art. 281 Abs. 4 StPO). Gemäss Art. 274 Abs. 1 StPO reicht die Staatsanwaltschaft dem ZMG innert 24 Stunden seit der Anordnung der Überwachung die Anordnungsverfügung zur Genehmigung ein (lit. a) sowie ihre Begründung und die für die Genehmigung wesentlichen Verfahrensakten (lit. b). Ein Anspruch auf Beizug von Beweismitteln aus konnexen - früheren bzw. andere Personen betreffenden - Verfahren und Untersuchungsmassnahmen, die mittelbar zur angefochtenen Überwachung geführt haben, besteht nach der Praxis des Bundesgerichtes, sofern die betreffenden Akten benötigt werden, um die Gesetzmässigkeit der Überwachung zu prüfen. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn die Strafbehörde zur Begründung des dringenden Tatverdachtes (Art. 269 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 281 Abs. 4 StPO) auf Zufallsfunde aus einem konnexen Verfahren verweist (BGE 140 IV 40 E. 4.2-4.3).