Citation: 6B_739/2021 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer begründet sein Gesuch um Wiederherstellung der Frist vom 19. Juni 2021 damit, dass der ebenfalls bevollmächtigte Rechtsanwalt Dr. iur. C.________ die mittels qualifizierter elektronischer Signatur unterzeichnete Beschwerdeschrift samt Beilagen und einem Begleitbrief am 18. Juni 2021 und damit am letzten Tag der 30-tägigen Beschwerdefrist um 22:55 Uhr zuhanden des Schweizerischen Bundesgerichts versandt habe. Unmittelbar darauf, ebenfalls um 22:55 Uhr, habe Dr. iur. C.________ eine Abgabequittung von IncaMail erhalten. Aus dieser ergebe sich, dass das Einschreiben mit den Anhängen am 18. Juni 2021 um 22:55 Uhr auf der Abgabeplattform von IncaMail angenommen worden und Empfängerin das Schweizerische Bundesgericht sei. Am 19. Juni 2021 um 00:06 Uhr habe Dr. iur. C.________ eine Systemmeldung von IncaMail erhalten, gemäss welcher die Nachricht bis anhin nicht an die Empfängerin kanzlei@bger.ch habe zugestellt werden können. Aufgrund der Systemmeldung und der mutmasslich zu grossen Dateigrösse sei davon auszugehen, dass die E-Mail Nachricht und damit auch die Beschwerdeschrift nicht beim Bundesgericht eingehen würde, weshalb ein Gesuch um Wiederherstellung der Frist gemäss Art. 50 Abs. 1 BGG gestellt werde. Die Frist im Sinne von Art. 48 Abs. 2 BGG sei grundsätzlich gewahrt worden. Da die Systemmeldung betreffend Nichtzustellung erst am 19. Juni 2021 um 00:06 Uhr und damit nach Fristablauf eingegangen sei, sei Dr. iur. C.________ daran gehindert gewesen, fristgerecht zu handeln, womit ein Anwendungsfall von Art. 50 Abs. 1 BGG vorliege. Die Beschwerdeschrift sei mit einer qualifizierten elektronischen Signatur versehen und über eine anerkannte Plattform versandt worden. Der Versand sei mehr als eine Stunde vor Fristablauf erfolgt, womit bei einer allfälligen Fehlermeldung oder dem Nichterhalt einer Abgabequittung noch genügend Zeit zur Verfügung gestanden hätte, die Beschwerde erneut zu versenden. Sämtliche sich aus dem ReRBGer und dessen Anhang ergebenden Regelungen seien eingehalten worden, mit Ausnahme von Art. 4 Abs. 1 ReRBGer, wonach jedes Dokument als einzelne pdf-Datei zu liefern sei. Dies hätte indes vorliegend nichts geändert, weil der Umfang des E-Mails noch grösser gewesen wäre, wenn statt zwei pdf-Dokumenten alle Beilagen separat als Anhang hinzugefügt worden wären. Aus der Abgabequittung ergebe sich zudem, dass die Anhänge eine Grösse von 16.2 und 1.4 MB gehabt hätten. Damit habe davon ausgegangen werden können, dass die Grösse der gesamten Nachricht deutlich unter 20 MB betrage. Die Zustellung von E-Mails dieser Grösse stelle für die meisten Empfänger kein Problem dar und fänden sich weder auf der Webseite des Schweizerischen Bundesgerichts noch im ReRBGer Hinweise auf eine maximal zulässige Dateigrösse. Es sei nicht absehbar gewesen, dass die Systemmeldung betreffend Nichtzustellung erst nach mehr als einer Stunde nach dem Versand des IncaMail-Einschreibens und damit nach Fristablauf eingehen würde. Damit sei die Säumnis unverschuldet. Mit dem Gesuch um Fristwiederherstellung werde die versäumte Rechtshandlung nachgeholt und damit die Beschwerdeschrift inklusive Beilagen und Begleitbrief postalisch nachgereicht. Veränderungen seien keine vorgenommen worden. Zwecks Überprüfung werde ein USB-Stick eingereicht. Anhand der auf der Abgabequittung ersichtlichen Hash-Werte lasse sich die vollständige Übereinstimmung zwischen den versandten Anhängen, den beiliegenden elektronischen Daten und der heute eingereichten Beschwerde überprüfen.