Citation: 4C.103/2003 04.08.2003 E. 7

Nach dem Gesagten ist die Berufung abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Klägerin kostenpflichtig (Art. 156 Abs. 1 OG). Gemäss Art. 159 Abs. 2 hat die unterliegende Partei in der Regel der obsiegenden alle durch den Rechtsstreit verursachten notwendigen Kosten zu ersetzen. Dazu gehören insbesondere die Kosten für den Anwalt und die Auslagen. Daneben sind auch die durch den Prozess verursachten Umtriebe zu entschädigen, wenn besondere Verhältnisse deren Entschädigung rechtfertigen (Art. 2 des Tarifs über die Entschädigung an die Gegenpartei für das Verfahren vor dem Bundesgericht vom 9. November 1978; RS 173.119.1). Solche besonderen Umstände sind nach der Praxis des Bundesgerichts namentlich dann zu bejahen, wenn eine komplizierte Streitsache mit hohem Streitwert vorliegt und die Interessenwahrung einen hohen Arbeitsaufwand notwendig macht, der den Rahmen dessen überschreitet, was der Einzelne üblicher- und zumutbarerweise nebenbei zur Besorgung der persönlichen Angelegenheiten auf sich zu nehmen hat (BGE 125 II 518 E. 5b S. 519, mit Hinweisen). Erforderlich ist damit ein Arbeitsaufwand, welcher die normale z.B. erwerbliche Betätigung erheblich beeinträchtigt (BGE 110 V 72 E. 7 S. 82). Diese Voraussetzung ist im vorliegenden Fall nicht gegeben, da nicht anzunehmen ist, die Beklagte sei dadurch, dass sie durch ihren Rechtsdienst eine knapp siebenseitigen Vernehmlassung ausarbeiten liess, in ihrer normalen Erwerbstätigkeit während einiger Zeit erheblich beeinträchtigt worden. Damit entfällt die von ihr beantragte Parteientschädigung.