Citation: 6P.154/2002 31.03.2003 E. 8

Der Beschwerdeführer schildert die Umstände anlässlich seiner Verhaftung und insbesondere das angebliche Treffen mit dem Italiener S.________, welches das Kantonsgericht als Schutzbehauptung bezeichnet hat. Er erachtet es als willkürlich, dass das Kantonsgericht seine Darstellung verworfen habe, ohne deren Unrichtigkeit nachzuweisen. Der Beschwerdeführer wurde am 23. November 2000 frühmorgens nach längerer Observierung verhaftet. Er hatte namentlich einen Handbohrer bei sich sowie eine Fahrradspeiche, deren Spur an einem früheren Einbruchort festgestellt worden war, und er trug Schuhe, deren Abdrücke an andern Einbruchorten gesichert worden waren; in mehreren Nächten, als diese Einbrüche geschahen, war er in der Nähe der Einbruchorte observiert worden. Den Besitz der Schuhe und der Fahrradspeiche erklärte der Beschwerdeführer so, dass er sich am 23. November 2000 gegen 03.00 Uhr - also kurz vor der Verhaftung - in einem Wald bei Oberwil mit einem Italiener namens S.________ getroffen habe, mit dem er die Schuhe ausgetauscht und der ihm Werkzeug und Diebesgut zur Aufbewahrung übergeben habe. Die Darstellung des Beschwerdeführers mutet zumindest abenteuerlich an, und es fehlt jegliches Indiz, das für seine Darstellung sprechen würde. Der Beschwerdeführer hielt sich zur Tatzeit in der Nähe der Einbruchorte auf, wo die Schuh- und Fahrradspeichenspuren festgestellt wurden. Hinzu kommt das allgemein suspekte Verhalten des Beschwerdeführers während der acht Nächte, während denen er observiert wurde. Unter diesen Umständen war es keineswegs unhaltbar, seine Darstellung mit dem grossen Unbekannten zu verwerfen. Der Beschwerdeführer irrt über die Tragweite der Unschuldsvermutung; diese bedeutet nicht, dass der Beschuldigte irgend etwas behaupten kann und die Behörde es ihm glauben muss, wenn sie nicht in der Lage ist, die Behauptung mit negativem Beweis zu widerlegen.