Citation: 2C_486/2023 E. 4.2.3

4.2.3. Schliesslich beruft sich der Beschwerdeführer auf Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG: Mit Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG sieht das Gesetz einen Rechtsanspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung vor, wenn "wichtige persönliche Gründe" einen "weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen" (Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG). Dabei geht es darum, Härtefälle bei der Bewilligungsverlängerung nach der Auflösung der ehelichen Gemeinschaft zu vermeiden (BGE 138 II 393 E. 3.1; 137 II 345 E. 3.2.1; BGE 136 II 1 E. 5.3; Urteil 2C_47/2023 vom 31. März 2023 E. 3.3). Bei der Beurteilung der wichtigen persönlichen Gründe sind jeweils sämtliche Aspekte des Einzelfalls zu berücksichtigen (Urteile 2C_10/2023 vom 31. Mai 2023 E. 3.2; 2C_388/2022 vom 6. März 2023 E. 3.2.2). Wird geltend gemacht, bei einer Rückkehr erweise sich die soziale Wiedereingliederung als stark gefährdet, genügen allgemeine Hinweise nicht. Die befürchtete Beeinträchtigung muss im Einzelfall aufgrund der konkreten Umstände glaubhaft erscheinen; die ausländische Person trifft bei den Feststellungen des entsprechenden Sachverhalts eine weitreichende Mitwirkungspflicht (Art. 90 AIG; zum Ganzen: BGE 138 II 229 E. 3.2.3; Urteile 2C_335/2020 vom 18. August 2020 E. 3.3; 2C_668/2019 vom 19. November 2019 E. 2.3). Auch diesbezüglich ist die summarische Prüfung der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid nicht zu beanstanden. Insbesondere weist das Verwaltungsgericht zu Recht darauf hin, dass es am - anwaltlich vertretenen - Beschwerdeführer gewesen wäre, die geltend gemachte starke Gefährdung der Wiedereingliederung in seinem konkreten Fall ausreichend darzutun, und dass allgemein gehaltene Hinweise auf eine schlechte Sicherheits- und Wirtschaftslage sowie Menschenrechtsverletzungen hierfür grundsätzlich nicht genügen (vgl. Urteil 2C_854/2022 vom 14. Februar 2023 E. 3.3.2 mit Hinweisen). Daran vermag auch nichts zu ändern, dass der Beschwerdeführer über keinen Schulabschluss auf Oberstufenniveau verfügt und seit vielen Jahren nicht mehr in Pakistan gewesen sein will, zumal er seiner in Pakistan lebenden Mutter monatlich Fr. 200.-- überweist, was auf das Bestehen von sozialen Kontakten hinweist, welche ihn auch bei der sozialen Wiedereingliederung unterstützen können. Im Rahmen der summarischen Prüfung von Art. 29 Abs. 3 BV reichen diese Vorbringen jedenfalls nicht, um die Beschwerde in Bezug auf Art. 50 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 50 Abs. 2 AIG entgegen der Beurteilung der Vorinstanz als aussichtsreich erscheinen zu lassen.