Citation: 8C_710/2018 E. 7.2

7.2. Mit dem kantonalen Gericht ist davon auszugehen, dass der ausgeglichene Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG; BGE 138 V 457 E. 3.1 S. 459, 134 V 64 E. 4.2.1 S. 70 f.) Tätigkeiten für Primarlehrerinnen bereithält, bei welchen den vorhandenen Einschränkungen im Bereich der Motorik und insbesondere beim Tragen von schweren Lasten sowie bei Arbeiten über Brust- und Kopfhöhe Rechnung getragen werden kann. Die Vorinstanz nannte beispielsweise Stellen, an denen moderne elektronische Tafeln zur Verfügung stünden, sodass kein Schreiben an der klassischen Wandtafel mehr erforderlich sei. Auch seien Stellen zu finden, bei welchen kein Turnunterricht zu geben sei oder bei welchen dieser von einer anderen Lehrperson übernommen werde. Dem ist beizupflichten. Die Beschwerdeführerin hat denn auch selber den Beweis dafür erbracht, dass es entsprechende Stellen gibt, wenngleich dafür ein soziales Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers nötig war. Solche Nischenarbeitsplätze werden vom ausgeglichenen Arbeitsmarkt umfasst (vgl. E. 7.1 hiervor). Dass ihr die Gemeinde B.________ kein Vollzeitpensum mit ausschliesslich leidensangepassten Tätigkeiten anbieten kann, ändert daran nichts. Denkbar wären etwa auch ergänzende Pensen in anderen Gemeinden, wie der Schulleiter der Gemeinde B.________ bereits früher einmal antönte (vgl. Protokoll der Case Management-Konferenz vom 27. Februar 2012, S. 2).