Citation: 6B_987/2021 E. 4.6.3

4.6.3. Die Vorinstanz hält fest, dass erhebliche Bedenken an der Legalbewährung des Beschwerdeführers bestünden. Im Rahmen der Strafzumessung weist die Vorinstanz darauf hin, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der in diesem Strafverfahren zu beurteilenden Taten keine Vorstrafen aufwies. Im Weiteren erwägt sie, der Beschwerdeführer habe dem Geschädigten mit der Faust ins Gesicht geschlagen und diesen zweimal geschubst, u.a. um damit die Rückforderung des Portemonnaies zu verhindern bzw. sich das darin befindliche Geld zu sichern. Bei den erbeuteten Fr. 25.-- handle es sich objektiv betrachtet um einen geringfügigen Deliktsbetrag. Entsprechend gering wiege der rein monetäre Taterfolg. Der Faustschlag und das Schubsen seien nicht von grosser Intensität gewesen und hätten nicht lange gedauert. Der Geschädigte sei nur leicht verletzt worden. Die Vorinstanz hält unter Berücksichtigung der genannten Umstände zutreffend fest, dass das Tatverschulden des Beschwerdeführers nur leicht wiege und die Art und Weise der Tatausführung keine besondere Gefährlichkeit des Beschwerdeführers offenbare. Entgegen den vorinstanzlichen Ausführungen ist nicht einzusehen, weshalb das als leicht eingestufte Verschulden des Beschwerdeführers bei der Tatausübung im Rahmen der Interessenabwägung nicht berücksichtigt werden sollte. Der Beschwerdeführer wurde für den verübten Raub mit 150 Tagessätzen Geldstrafe als Zusatzstrafe zum Urteil des Gerichtspräsidiums Aarau vom 31. Mai 2021 bestraft. Diese Strafe bewegt sich im untersten Bereich des Strafrahmens. Zwar spricht der verübte Raub für ein gewisses öffentliches Interesse an einer Landesverweisung. Dennoch erreicht die Katalogtat aufgrund der konkreten Tatumstände nicht einen derartigen Schweregrad, dass die Landesveweisung zur Wahrung der inneren Sicherheit notwendig erscheint. Mit Urteil des Gerichtspräsidiums Aarau vom 31. Mai 2021 wurde der Beschwerdeführer wegen eines am 9. April 2020 begangenen Raufhandels zu einer bedingten Geldstrafe von 150 Tagessätzen à Fr. 30.-- und einer Busse von Fr. 1'000.-- verurteilt. Mit Bezug auf diese Verurteilung fällt zu Lasten des Beschwerdeführers ins Gewicht, dass er den Raufhandel während des laufenden Strafverfahrens beging. Gemäss den vorinstanzlichen Feststellungen verübte er aber nach diesen Taten keine weiteren Delikte. Bei den weiteren dem Beschwerdeführer vorgeworfenen Taten des Ungehorsam gegen eine amtliche Verfügung und des mehrfachen Konsums von Betäubungsmitteln handelt es sich um Übertretungstatbestände. Dasselbe gilt mit Bezug auf die beiden weiteren im vorinstanzlichen Urteil erwähnten Übertretungen (Strafbefehl vom 14. Juni 2018 wegen Wiederhandlung gegen das Personalbeförderungsgesetz und Strafbefehl vom 8. März 2018 wegen geringfügigen Diebstahls).