Citation: 5A_534/2021 E. 4.1

4.1. Das Obergericht hat dem Beschwerdeführer in Abänderung des erstinstanzlichen Entscheids basierend auf einem Vollzeitpensum ein monatliches Nettoeinkommen von Fr. 6'750.-- angerechnet. Es würden beim 57-jährigen Beschwerdeführer gegen eine Vollzeitarbeit keine gesundheitlichen Bedenken bestehen. Auch die Betreuungsregelung stelle angesichts der gegebenen Umstände kein Hindernis dar, einer vollen Erwerbstätigkeit nachzugehen. Die Kinder würden ab Sommer 2021 mindestens den Freitagmorgen im Kindergarten bzw. in der Primarschule verbringen. Es dürfe dem Beschwerdeführer daher spätestens mit dem Kindergarteneintritt von D.A.________ im August 2021 zugemutet werden, seine volle Erwerbskraft auszuschöpfen und die am Freitagnachmittag versäumten Arbeitsstunden am Wochenende oder an kinderfreien Zeiten unter der Woche nachzuholen. Der Beschwerdeführer habe den Beruf des Tiefbauzeichners erlernt. Später habe er sich namentlich in den Bereichen Immobilienbewertung und Finanzanlagen weitergebildet. Im Verlaufe seiner jahrzehntelangen Erwerbstätigkeit habe er diverse verantwortungsvolle Tätigkeiten im Immobilien- und Finanzsektor ausgeübt. Insbesondere sei er von 1995 bis 2013 Teilhaber seiner heutigen Arbeitgeberin, der E.________ AG, sowie einige Jahre Präsident des Verwaltungsrats dieser Gesellschaft gewesen. Die Beschwerdegegnerin habe anschaulich dargestellt, dass der Beschwerdeführer in den letzten Jahren stets Netto-Einkünfte von mehr als Fr. 77'000.-- jährlich erzielen konnte. Der Beschwerdeführer sei arbeits- und leistungsfähig, spreche perfekt Deutsch, verfüge über sehr gute Englischkenntnisse und sei aufgrund seiner jahrzehntelangen beruflichen Tätigkeiten gut vernetzt. Auch ein allfälliger Karrierebruch oder die zeitweilige Arbeitslosigkeit würden unter den gegeben Umständen kein Hindernis darstellen, unter Anwendung besonderer Anstrengungen zukünftig einen deutlich höheren durchschnittlichen Lohn als aktuell zu erzielen. Der Beschwerdeführer habe im Übrigen im Berufungsverfahren keine Bemühungen bei der Stellensuche im letzten Jahr dokumentiert. Auf den derzeitigen Arbeitsvertrag könne unter diesen Umständen nicht abgestellt werden. Die E.________ AG sei im Bereich Buchhaltung, Steuer- und Finanzberatung tätig. Der Medianlohn im Finanzdienstleistungssektor für eine Person im Alter des Beschwerdeführers mit abgeschlossener Berufsbildung, rund 20-jähriger Erfahrung und ohne Kaderposition liege im Kanton Zürich gemäss Salarium bei Fr. 8'174.--, bei einer unteren Kaderposition bei Fr. 9'502.--. Nach den Abzügen für die Beiträge an die Sozialversicherungen und dem altersbedingten, sehr hohen BVG-Abzug von insgesamt rund 20 bis 25 % würden Nettoeinkommen zwischen Fr. 6'130.-- und Fr. 7'600.-- resultieren. Der Medianlohn in der Immobilienbranche ergebe bei Unternehmensgrössen von 20 bis 49 Angestellten vergleichbare Werte. Es sei daher von einem realisierbaren Nettoeinkommen von Fr. 6'750.-- (Jahressalär Fr. 81'000.--) auszugehen, zumal der Beschwerdeführer in seiner Berufskarriere deutlich höhere Saläre und selbst in den letzten Jahren, sogar bei gegebener Teil-Arbeitslosigkeit, Einkünfte von rund Fr. 80'000.-- netto im Jahr habe erzielen können.