Citation: 6B_1006/2017 E. 2.4

2.4. Anlässlich der Berufungsverhandlung stellte die Beschwerdeführerin den Antrag, es sei ein aussagepsychologisches Gutachten zu erstellen. Vor erster Instanz seien kulturelle Gegebenheiten und Lebenszusammenhänge überhaupt nicht miteinbezogen worden. Dadurch seien die Aussagen der Beschwerdeführerin willkürlich und irrig interpretiert und es seien völlig falsche Schlüsse gezogen worden. Die Vorinstanz hiess den Antrag gut und hielt dazu fest, in den Aussagen der Beschwerdeführerin seien gewisse Widersprüche zu erkennen, deren Beurteilung aufgrund der besonderen Umstände des vorliegenden Falles ohne spezifische Fachkenntnisse Probleme bereite. Deshalb erscheine es gerechtfertigt, ein Gutachten über die Beschwerdeführerin einzuholen, das sich über die Aussagetüchtigkeit, Aussagequalität und Aussagezuverlässigkeit auszusprechen habe (Urteil S. 11 E. 6.1; vorinstanzliche Akten act. 136).