Citation: 8C_724/2022 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung des Grundsatzes von Treu und Glauben sowie eine fehlerhafte Ermessensausübung der Vorinstanz. Sie macht geltend, die Vorinstanz habe die Aufhebung der Hilflosenentschädigung im Jahr 2017 unter anderem mit Verweis auf die Mitwirkungspflicht des im gleichen Haushalt lebenden Sohnes bestätigt. Nachdem dieser nun ausgezogen sei, müsse von einer wesentlichen Veränderung und damit von einem Revisionsgrund ausgegangen werden. Der Hilfebedarf sei folglich einer umfassenden Prüfung zu unterziehen. Dieser sei im Abklärungsbericht vom 11. Juni 2021 viel zu tief festgesetzt worden. Insgesamt sei ein Hilfebedarf von wöchentlich 8,5 Stunden ausgewiesen, womit ein Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung für lebenspraktische Begleitung bestehe.