Citation: 2C_1035/2014 E. A

Am 8. Juli 2007 unternahm die damals knapp 15 ½-jährige D.A.________ aus Regensdorf/ZH mit ihrer Schulklasse und ihrem Lehrer im Rahmen der Abschlussreise eine Riverrafting-Tour auf der Saane. Die Fahrt wurde mit drei Booten, je einem Führer pro Boot, und insgesamt 21 Teilnehmenden durchgeführt. In der Vanel-Schlucht, wo der Fluss in der Mitte durch einen Felsen geteilt wird, ereignete sich ein Unfall. Die erste Gruppe kam von der Fahrlinie ab und geriet auf die langsamer fliessende linke Flussseite. Ihr Boot touchierte anschliessend den Felsen und verkeilte sich in der Verengung zwischen Fels und rechtem Ufer. Das zweite Boot, mit D.A.________ an Bord, kollidierte mit dem ersten Boot und kenterte, wobei sämtliche Insassen ins Wasser fielen. D.A.________ blieb mit der Schwimmweste an einem Gegenstand im Wasser hängen und wurde durch den Wasserdruck unter die Wasseroberfläche gedrückt. Rettungsversuche der Bootsführer und der Teilnehmer aus den anderen Booten scheiterten zunächst. Erst als die Schwimmweste von D.A.________ durchschnitten werden konnte, gelang es, sie aus dem Wasser zu ziehen und mit der Rettungsflugwacht ins Inselspital Bern zu überführen. Dort erlag D.A.________ jedoch ihren Verletzungen. Ein gegen den Lehrer und drei weitere Personen eröffnetes Strafverfahren wegen fahrlässiger Tötung wurde von der zuständigen Staatsanwaltschaft des Kantons Bern eingestellt, zumal den Beteiligten keine Sorgfaltspflichtverletzung vorzuwerfen sei. Der Einstellungsbeschluss wurde vom Obergericht des Kantons Bern mit Entscheid vom 9. Januar 2013 bestätigt. Auf eine hiergegen erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht mit Urteil der Strafrechtlichen Abteilung 6B_165/2013 vom 17. Januar 2014 nicht ein, soweit beschwerdeweise die Einstellung des Strafverfahrens gegen den Lehrer beanstandet wurde. Betreffend zwei andere Beteiligte des Strafverfahrens überprüfte die Strafrechtliche Abteilung den Einstellungsbeschluss materiell und bestätigt diesen letztinstanzlich.