Citation: 6B_762/2023 E. 3.2.3

3.2.3. Mit Bezug auf den Vorfall vom 5. Juli 2018 steht fest, dass die Beschwerdegegnerin 2 dem Beschwerdeführer verbal und durch Abwehrbewegungen der Hände zu verstehen gab, dass sie das Einführen der Aubergine nicht wollte und dass er sich über ihren ausdrücklich erklärten Willen hinwegsetzte. Damit liegt eine Nötigungshandlung vor. Diese erfolgte sodann vorsätzlich, nachdem der Beschwerdeführer von früheren Gegebenheiten wusste, dass die Beschwerdegegnerin 2 sein Tun missbilligte und sie ihm überdies ihren Widerwillen ausdrücklich zu verstehen gab. Im Übrigen begründet die Vorinstanz schlüssig, weshalb sie von einer sozialen Abhängigkeit der Beschwerdegegnerin 2 vom Beschwerdeführer ausgeht und vor diesem Hintergrund den Tatbestand bejaht. Die Beschwerdegegnerin 2 war erst im April 2018 aus Sri-Lanka zum Beschwerdeführer und dessen Sohn gezogen und verfügte über keinerlei eigenes Beziehungsnetz in der Schweiz. Sie war mithin völlig vom Beschwerdeführer abhängig. Dies galt, wie die Vorinstanz zutreffend erwägt, auch in Bezug auf ihren Aufenthaltsstatus. Es ist daher überzeugend anzunehmen, dass die Beschwerdegegnerin 2 das Einführen der Aubergine aufgrund ihrer Abhängigkeit letztlich - gegen ihren Willen - geschehen liess. Dies gilt umso mehr, nachdem ihr der Beschwerdeführer gesagt hatte, sie könne ansonsten nicht weiter bei ihm leben, worin die Vorinstanz zu Recht ein unzulässiges und hinreichend schweres Nötigungsmittel erblickt. Ob dies auch auf die Ankündigung des Beschwerdeführers zutrifft, ansonsten zu seiner Freundin zu gehen, kann offenbleiben.