Citation: 7B.249/2002 06.02.2003 E. 2

Gemäss Art. 46 Abs. 1 SchKG ist der Schuldner an seinem Wohnsitz zu betreiben; hat er keinen festen Wohnsitz, kann er da betrieben werden, wo er sich aufhält (Art. 48 SchKG). 2.1 Das Obergericht geht davon aus, der Beschwerdeführer habe bis 1989 in Y.________ gewohnt; dass er zum Zeitpunkt der Einleitung der strittigen Betreibung in Madrid Wohnsitz gehabt habe, sei jedoch nicht nachgewiesen. Die Vorinstanz hält dafür, dass der Beschwerdeführer unter diesen Umständen an seinem Aufenthaltsort habe betrieben werden dürfen. Als Aufenthaltsort im Sinne von Art. 48 SchKG bezeichnet sie Y.________, wo der Beschwerdeführer immer wieder und jeweils nicht nur zufällig weile und wo ihm in der D.________ gehörenden Liegenschaft eine Wohnung zur Verfügung stehe. Dass er zu Madrid eine engere Beziehung habe als zu Y.________, habe der Beschwerdeführer nicht darzutun vermocht. 2.2 Was in der Beschwerde diesen auf einer eingehenden Würdigung der tatsächlichen Gegebenheiten beruhenden Erwägungen entgegen gehalten wird, ist nicht geeignet, den angefochtenen Entscheid als bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen. Inwiefern das Obergericht Art. 54 SchKG (wonach gegen einen flüchtigen Schuldner der Konkurs an dessen letztem Wohnsitz eröffnet wird) angewendet haben soll, ist nicht erkennbar. Abgesehen davon, verkennt der Beschwerdeführer bei dem in diesem Zusammenhang Ausgeführten, dass die Vorinstanz keineswegs davon ausgegangen ist, bei ungeklärtem Wohnsitz gelte der letzte Wohnsitz als Betreibungsort, sondern vielmehr geprüft hat, ob ein Aufenthaltsort im Sinne von Art. 48 SchKG gegeben sei und wo. Der Beschwerdeführer beanstandet sodann im Wesentlichen - ausdrücklich - die Würdigung der von ihm eingereichten Schriftstücke und seiner Vorbringen durch das Obergericht und beschränkt sich im Übrigen weitgehend darauf, seine eigene Sicht der Dinge vorzutragen. Er übersieht dabei, dass die tatsächlichen Feststellungen der kantonalen Aufsichtsbehörde für die erkennende Kammer verbindlich sind, es sei denn, sie seien unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zustande gekommen oder würden auf einem offensichtlichen Versehen beruhen (Art. 63 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 81 OG). Mängel dieser Art sind hier nicht dargetan. Umgekehrt sind neue tatsächliche Ausführungen, zu deren Vorbringen schon im kantonalen Verfahren Gelegenheit und Anlass bestanden hätte und die im angefochtenen Entscheid keine Stütze finden, unbeachtlich (Art. 79 Abs. 1 zweiter Satz OG), was hier auf das Vorbringen, der Beschwerdeführer gehöre gar keiner Krankenkasse an, zutrifft. Dass die Vorinstanz unabhängig davon, ob ihre Auffassung, es lägen weder für Y.________ noch für Madrid Umstände vor, die auf einen Wohnsitz schliessen liessen, bundesrechtswidrig sei oder nicht, gegen Art. 48 SchKG verstossen hätte, macht der Beschwerdeführer schliesslich selbst nicht geltend.