Citation: 2C_738/2022 E. 6.2

6.2. Der Beschwerdeführer hat die ersten knapp 16 Jahre seines Lebens im Heimatland verbracht und wurde dort sozialisiert. Er ist danach regelmässig noch dorthin zurückgekehrt. Er spricht zudem die dortige Landessprache (vorinstanzliches Urteil E. 4.3.1). Es ist daher mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass er trotz seiner langjährigen Abwesenheit mit den kulturellen und gesellschaftlichen Gepflogenheiten in Ecuador nach wie vor vertraut ist. Er ist nach den vorinstanzlichen Feststellungen gesund und arbeitsfähig (vorinstanzliches Urteil E. 4.3.1). Auch wenn sich die wirtschaftliche Integration in Ecuador insbesondere auch wegen seines Alters nicht einfach gestalten wird, ist ihm eine Rückkehr grundsätzlich dennoch möglich und zumutbar. Die lange Aufenthaltsdauer in der Schweiz, die entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers von der Vorinstanz berücksichtigt wurde (vorinstanzliches Urteil E. 4.1 und 4.4), ändert unter Berücksichtigung seines hiesigen Verhaltens während seiner bisherigen Anwesenheit hieran nichts. Die in der Schweiz gemachten Erfahrungen werden dem Beschwerdeführer die berufliche Integration in seiner Heimat erleichtern. Ausserdem lebt der (zwar schon betagte) Vater des Beschwerdeführers - wie er selbst einräumt - noch dort; er kann ihn bei der Wiedereingliederung unterstützen. Im Übrigen bringt der Beschwerdeführer keine anderen spezifischen persönlichen Umstände vor, welche eine Ausreise als unzumutbar erscheinen liessen.