Citation: 2F_15/2015 E. 1.1

1.1. Mit Urteil vom 14. Juli 2015 wies das Bundesgericht die Beschwerde der türkischen Staatsangehörigen A.________ gegen einen Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Solothurn vom 26. Mai 2015 ab, soweit es darauf eintrat. Die kantonalen Behörden hatten es abgelehnt, die Aufenthaltsbewilligung von A.________ zu verlängern, da es sich bei der Beziehung zu ihrem niederlassungsberechtigten Gatten um eine sog. Umgehungsehe handle. Das Bundesgericht schützte diese Annahme aufgrund der gesamten Umstände (entsprechende, später widerrufene Aussage der Betroffenen selber; Alter der Beteiligten; lediglich telefonische Kontakte zum Kennenlernen; wiederholtes polizeiliches Nichtantreffen der Gatten in der ehelichen Wohnung; einschlägige Aussagen des Wohnungsnachbarn, Aussageverhalten der weiteren Beteiligten usw.). Die nicht hinreichend dargelegten gesundheitlichen Probleme von A.________ begründeten ihrerseits keine konkrete Gefährdung im Sinne der Rechtsprechung zu Art. 10 Abs. 3 BV bzw. Art. 3 EMRK (Schutz vor unmenschlicher Behandlung). Das Vorliegen der begründeten Annahme, es bestehe eine Umgehungsehe, genüge ausländerrechtlich, die Bewilligung nicht mehr zu verlängern und den Verlängerungsanspruch dahin fallen zu lassen; eine strafrechtliche Verurteilung (vgl. Art. 118 AuG) sei hierfür nicht erforderlich.