Citation: 8C_368/2021 E. 7.1

7.1. Weiter wendet die Beschwerdeführerin ein, seit Dezember 2004 sei sie zeichnungsberechtigte Gesellschafterin der von der Vorinstanz angeführten Kollektivgesellschaft und Geschäftsführerin eines Hotels. Diese Arbeit ähnle einer selbstständigen Tätigkeit. Da im Gastgewerbe instabile bzw. schwankende Verhältnisse herrschten, wäre es angezeigt gewesen, den Invaliditätsgrad nach Massgabe eines Betätigungsvergleichs zu bestimmen. Die Vorinstanz habe festgestellt, dass sie mit Bezug auf ihre angestammte Tätigkeit bloss zu 70 % arbeitsfähig (richtig: arbeitsunfähig) und in einer angepassten Tätigkeit vollumfänglich arbeitsfähig sei. Entsprechend hätte die Vorinstanz den Betätigungsvergleich im Hinblick auf dieses Zumutbarkeitsprofil vornehmen und feststellen müssen, ob es sich bei der von ihr tatsächlich ausgeübten Tätigkeit als Gesellschafterin bzw. zeichnungsberechtigte Geschäftsführerin eines Hotels um die angestammte Tätigkeit oder eine eigentliche Verweisungstätigkeit handle, inwieweit sie hierbei eingeschränkt sei und sich diese Einschränkung im Rahmen der wirtschaftlichen Gewichtung als eigentliche Erwerbsunfähigkeit manifestiere.