Citation: 2C_511/2019 E. 4.2.2

4.2.2. Nachdem die Beschwerdeführerin im Verfahren vor der Vorinstanz weder die Aufhebung der ehelichen Wohngemeinschaft bestritt noch wichtige Gründe für die getrennten Wohnorte geltend machte, bestand für die Vorinstanz kein Anlass zu diesbezüglichen näheren Ausführungen oder gar weiteren Abklärungen. Gemäss ihren Angaben in der Beschwerde übernachtet die Beschwerdeführerin drei- bis viermal pro Woche in Mastrils. Ausserdem ist bzw. war sie gemäss dem von der Vorinstanz verbindlich festgestellten Sachverhalt zumindest seit September 2016 an verschiedenen Orten in Österreich angemeldet, wozu sie sich nicht äussert. Damit erfüllt sie das Erfordernis des Zusammenwohnens mit ihrem Ehemann (Art. 42 Abs. 1 AIG) nicht (mehr), sodass wichtige Gründe für getrennte Wohnorte vorliegen müssten (Art. 49 AIG). Das Migrationsamt und die Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich verneinten das Vorliegen wichtiger Gründe in ihrer jeweiligen Verfügung mit der Begründung, dass die Berufstätigkeit beider Ehegatten nicht an einen bestimmten Ort innerhalb der Schweiz gebunden sei und es dem Ehemann möglich gewesen wäre, sich um eine Anstellung in der Nähe des Arbeitsorts der Beschwerdeführerin zu bemühen. Mit diesen Erwägungen setzt sich die Beschwerdeführerin nicht auseinander und legt nicht dar, dass resp. weshalb es nicht möglich gewesen sein soll, mit der Familie näher an ihren Arbeitsort zu ziehen. Die Anmeldung ihrer Familie im Kanton Graubünden erfolgte erst kurz nach dem Widerruf der Aufenthaltsbewilligung und vermutlich aus ausländerrechtlichen Gründen, sodass sie für die Frage der getrennten Wohnorte nicht von Bedeutung ist. Dass, wie die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht erneut ausführt, die örtliche Trennung arbeitsbedingt wegen der hohen Mietpreise in Zürich erfolgt sei, reicht für die Annahme wichtiger Gründe für die Auflösung der Wohngemeinschaft nicht aus. Schliesslich kann die Beschwerdeführerin auch aus dem vorgebrachten Umstand, dass ihre Aufenthaltsbewilligung nicht widerrufen worden sei, als sie sich als Wochenaufenthalterin in Brugg angemeldet habe, nichts zu ihren Gunsten ableiten, zumal seitens der Migrationsbehörden zu keinem Zeitpunkt ein wichtiger Grund für die Auflösung der Wohngemeinschaft festgestellt wurde. Ohnehin begründet der Umstand, dass ein Aufenthaltstitel zuvor nicht widerrufen bzw. verlängert wurde, kein berechtigtes Vertrauen im Hinblick auf einen allfälligen späteren Widerruf. Insgesamt ist festzuhalten, dass die Vorinstanz aufgrund des festgestellten Sachverhalts berechtigterweise davon ausging, die eheliche Wohngemeinschaft sei aufgehoben worden und es seien keine wichtigen Gründe i.S.v. Art. 49 AIG ersichtlich.