Citation: 8C_110/2022 E. 4.3

4.3. Betreffend die Statusfrage stellte das kantonale Gericht auf die Haushaltsabklärung vom 8. Februar 2017 ab, wonach die Versicherte im Gesundheitsfall vom 1. August 2014 bis 31. Juli 2015 zu 50 % und vom 1. August 2015 bis 31. Juli 2016 zu 70 % erwerbstätig gewesen wäre. Die restliche Zeit wäre sie die übrigen 50 % respektive 30 % im Haushalt tätig gewesen. Ab dem 1. August 2016 wäre sie einer Vollzeiterwerbstätigkeit nachgegangen. Da die Beschwerdeführerin ihre Stelle ohnehin gekündigt hätte, ermittelte das kantonale Gericht unter Berücksichtigung ihrer Ausbildung und des frühstmöglichen Rentenbeginns basierend auf den Lohnstrukturerhebungen (LSE) des Bundesamtes für Statistik ein ohne Gesundheitsschaden hypothetisch erzielbares Valideneinkommen von Fr. 54'775.55 für das Jahr 2015 (70 % des Tabellenlohns der LSE 2014, Tabelle TA1_tirage_skill_level, Sektor 3 Dienstleistungen, Kompetenzniveau 3). Demgegenüber betrage das Invalideneinkommen Fr. 42'306.86 (70 % des Tabellenlohns der LSE 2014, Tabelle TA1_tirage_skill_level, Total, Kompetenzniveau 2). Ein Leidensabzug sei unter Einbezug aller in Betracht fallenden Umstände nicht zu gewähren. Damit resultiere vom 1. Oktober 2015 bis 31. Juli 2016 in Anwendung der dazumal geltenden gemischten Methode ein nicht anspruchsbegründender Invaliditätsgrad von gerundet 16 % im ausserhäuslichen Bereich; ab 1. August 2016 betrage dieser nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs gerundet 46 %, was ab diesem Zeitpunkt zur Zusprache einer Viertelsrente führe.