Citation: 6P.81/2000 28.09.2000 E. 8

8.- Der Beschwerdeführer macht im Fall M.________ (Anklageziffer X; angefochtenes Urteil S. 123 - 141) eine Verletzung von Art. 9 und 29 BV (Willkürverbot, Gleichbehandlungsanspruch und Anspruch auf rechtliches Gehör) sowie eine Verletzung von Garantien gemäss Art. 6 Ziff. 1 EMRK geltend (Beschwerde S. 90 - 115). Nach Wiedergabe der kantonalen Nichtigkeitsbeschwerde sowie des angefochtenen Urteils führt der Beschwerdeführer im für das staatsrechtliche Verfahren massgeblichen Teil seiner Beschwerde (S. 115 - 119) analog den bereits oben (E. 5) erwähnten Vorbringen aus, das Kassationsgericht halte fest, dass das Obergericht seine Begründung auf die Zeugen N.________, O.________ und P.________ abgestellt habe, und dass, sofern auf diese Aussagen abgestellt und nichts anderes ausgeführt werde, das Obergericht von der Glaubwürdigkeit dieser Aussagen ausgegangen sei (Beschwerde S. 115). Es räume damit ein, dass die Glaubwürdigkeit dieser Zeugen weder generell noch im Einzelfall geprüft worden sei. Damit werde sein Gehörsrecht und Art. 29 Abs. 2 BV verletzt. Er habe diese Einwendungen bereits im obergerichtlichen Verfahren vorgebracht, ohne dass sich das Obergericht damit eingehend befasst hätte (Beschwerde S. 116). Er habe ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es nicht zwingend sei, dass ein Geldgeber die Zuwendung einer grösseren Summe mit der erkennbaren Absicht verbinde, den Empfänger zu pflichtwidrigen Amtshandlungen zu bewegen (Beschwerde S. 117). Entgegen der Beschwerde räumt das Kassationsgericht nicht ein, die Glaubwürdigkeit der Zeugen sei vom Obergericht weder generell noch im Einzelfall geprüft worden, wie sich aus den Ausführungen im angefochtenen Urteil S. 15 und 16 ergibt, auf die der Beschwerdeführer im Übrigen hinweist (Beschwerde S. 115 unten). Das Kassationsgericht verweist in diesem Zusammenhang auf seine früheren Ausführungen (angefochtenes Urteil S. 124 sowie S. 8 - 15). Der Beschwerdeführer rief die damaligen Mitarbeiter und Beamten der Finanzdirektion als Zeugen an und machte dann geltend, sie seien Sachverständige, die er aus Gründen der Befangenheit ablehne. Die fraglichen Zeugen hatten über interne Abläufe, Kompetenzen usw. sowie ihre diesbezüglichen Erfahrungen und Wahrnehmungen Auskunft zu geben. Das Obergericht hielt dazu fest, dass Zeugen etwa befangen seien, stelle nicht die Ausnahme dar. Ihre besondere Interessenlage sei bei der Würdigung ihrer Aussagen stets zu berücksichtigen (Urteil Obergericht S. 28 f., E. 3.6). Es sind weder Anhaltspunkte für eine besondere Problematik ihrer Glaubwürdigkeit ersichtlich noch wird das vom Beschwerdeführer in der staatsrechtlichen Beschwerde dargetan. Die integralen Wiedergaben von Teilen der kantonalen Nichtigkeitsbeschwerde sowie des angefochtenen Urteils bilden keine Auseinandersetzung mit dem angefochtenen Urteil. Schliesslich wird erneut nicht nachvollziehbar, inwiefern das Kassationsgericht mit der antragsgemässen Überprüfung der Beweiswürdigung des Obergerichts das Gehörsrecht des Beschwerdeführers und den Grundsatz des fairen Verfahrens verletzt haben sollte. Das Kassationsgericht hat in einem über 200-seitigen Urteil die 149 Seiten umfassenden Einwendungen des Beschwerdeführers gegen das 175-seitige obergerichtliche Urteil eingehend geprüft und sorgfältig begründet. Der Beschwerdeführer scheint die Sache unter dem Titel des Gehörsrechts (Art. 29 BV) und der Fairness (Art. 6 Ziff. 1 EMRK) anfechten und auf diesem Wege den Anforderungen an die Willkürbeschwerde (Art. 9 BV; Art. 90 OG) ausweichen zu wollen. Auch diesbezüglich genügt indes die Beschwerde den Begründungsanforderungen von Art. 90 OG nicht. Die Beschwerde erweist sich als appellatorisch.