Citation: 5A_734/2019 E. C

C.a. Mit Urteil vom 7. Dezember 2017 befand das Bezirksgericht Horgen die Beschwerdegegnerin für erbunwürdig (Dispositiv-Ziffer 1). Der Nachlass wurde auf Fr. 1'066'323.19 zuzüglich Zinsen festgesetzt (Ziff. 2). Die Beschwerdegegnerin wurde verpflichtet, dem Nachlass ein Darlehen von gut Fr. 100'000.-- zurückzuzahlen (Ziff. 3). Der Nachlass sei je zu 9/32 an die Beschwerdeführerin und die Erbengemeinschaft des verstorbenen Bruders und zu 7/16 an die Erbengemeinschaft der Mutter auszuzahlen (Ziff. 4). C.b. Sowohl die Beschwerdeführerin als auch die Beschwerdegegnerin erhoben gegen dieses Urteil Berufung beim Obergericht des Kantons Zürich. Die Beschwerdeführerin kritisierte insbesondere die güterrechtliche Auseinandersetzung und die daraus folgende Bezifferung des Nachlasses. Die Beschwerdegegnerin wehrte sich insbesondere gegen die Feststellung sie sei erbunwürdig und sie stellte Anträge zur Höhe des Nachlasses sowie zur Erbteilung. C.c. Das Obergericht entschied mit Urteil vom 23. Juli 2019. Es wies die Berufung der Beschwerdeführerin ab. Die Berufung der Beschwerdegegnerin hiess das Obergericht teilweise gut und es hob die Ziffern 1-4 des Urteils des Bezirksgerichtṣ auf. Neu stellte das Obergericht einen Nachlass von Fr. 1'024'989.79 zuzüglich Zinsen fest (Dispositiv-Ziffer 1). Hiervon seien je 3/16 auszuzahlen an die Beschwerdeführerin, die Beschwerdegegnerin und an die Erben des Bruders. Vom Anteil der Beschwerdegegnerin seien Fr. 26'666.67 abzuziehen. Die restlichen 7/16 fielen in den Nachlass der Mutter (Ziff. 2). Weiter regelte das Obergericht die Kosten und Entschädigungen für beide Instanzen.