Citation: 8C_249/2023 E. A

Die 1970 geborene A.________, Mutter von drei Kindern (Jahrgänge 1995, 1997 und 2003), meldete sich am 28. August 2017 zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung an. Sie wies darauf hin, dass sie an Brustkrebs erkrankt und durch die Chemotherapie beeinträchtigt sei. Die IV-Stelle Schaffhausen klärte den Sachverhalt im Erwerbs- und Aufgabenbereich sowie in medizinischer Hinsicht ab. Unter anderem prüfte sie den Anspruch auf Integrationsmassnahmen und gewährte ein Belastbarkeitstraining bei der Stiftung B.________ (Verfügung vom 8. März 2019). Zudem holte sie das auf innermedizinischen, onkologischen, psychiatrischen und rheumatologischen Untersuchungen beruhende Gutachten der Swiss Medical Assessment- und Business-Center AG Bern (SMAB AG) vom 28. Oktober 2020 ein. Die Sachverständigen hielten fest, aus onkologischer Sicht sei die Leistungsfähigkeit durch die noch bestehende antihormonelle Therapie in der Grössenordnung von 10 bis 20 % eingeschränkt. Aus psychiatrischer Sicht liege die Arbeitsfähigkeit in der letzten Tätigkeit (Reinigungs- und Mesmerdienst in einer Kirchgemeinde) sowie in einer anderen leidensadaptierten Beschäftigung aufgrund der depressiven Symptomatik (mittelgradige depressive Episode) bei 60 % (Präsenz: 80 %; Leistungsfähigkeit: 80 %). Dabei sei die durch das Cancer Releated Fatigue Syndrom bedingte allgemeine Müdigkeit berücksichtigt und nicht additiv zu verstehen. Schliesslich veranlasste die IV-Stelle eine Haushaltabklärung an Ort und Stelle, die am 10. Dezember 2020 vorgenommen wurde (Abklärungsbericht Haushalt vom 5. Januar 2021). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren sprach sie A.________ mit Verfügung vom 11. November 2021 ab 1. bis 30. April 2018 eine Dreiviertels- und ab 1. Mai 2018 bis 31. März 2019 sowie für Juni 2019 eine halbe Invalidenrente zu. Vom 1. April bis 31. Mai 2019 bezog die Versicherte Taggeldleistungen im Rahmen der gewährten beruflichen Massnahme, weshalb für diesen Zeitraum kein Rentenanspruch bestand. Der Invaliditätsgrad wurde nach der gemischten Methode ermittelt (Erwerbsbereich: 60 %; Haushalt: 40 %).