Citation: 6B_702/2021 E. 1.1

1.1. Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung von Art. 139 Ziff. 2 und 3 in Verbindung mit Art. 27 StGB. Sie bringt vor, sowohl bei der Gewerbsmässigkeit als auch bei der Bandenmässigkeit handle es sich um sogenannte persönliche Merkmale im Sinne von Art. 27 StGB, die nur bei demjenigen Täter und Teilnehmer berücksichtigt werden dürften, bei dem sie tatsächlich vorliegen würden. Ihre Verurteilung wegen Gehilfenschaft zum gewerbs- und bandenmässigen Diebstahl würde mithin voraussetzen, dass sie selbst gewerbsmässig gehandelt und den Ladendiebstählen als Mitglied einer Bande Vorschub geleistet habe. Die Vorinstanz behaupte mit ihren Ausführungen gerade nicht, dass sie (die Beschwerdeführerin) die beiden Qualifikationsmerkmale in eigener Person erfüllt habe. Stattdessen versuche die Vorinstanz, ihr die durch die Haupttäter verwirklichten Qualifikationsmerkmale mittels eines diffusen "Gesamtzusammenhangs" "zuzurechnen". Zudem lege die Vorinstanz auch nicht dar, welche der von ihr summarisch aufgeführten Umstände ihrer Ansicht nach konkret auf das persönliche Merkmal der Gewerbsmässigkeit und welche davon auf das persönliche Merkmal der Bandenmässigkeit schliessen liessen. Aus der vorinstanzlichen Sachverhaltsdarstellung ergebe sich nicht, dass sie aus dem Deliktsgut überhaupt je etwas direkt oder indirekt erhalten habe. Ebenso wenig sei erstellt, dass sie mit ihren grösstenteils belanglosen Beihilfehandlungen die Erzielung von deliktischen Einkünften angestrebt habe. Folgerichtig mache die Vorinstanz nicht geltend, sie (die Beschwerdeführerin) habe von den Diebstählen in irgendeiner Form finanziell profitiert. Weiter sei die Vorinstanz zu Recht zum Schluss gelangt, sie (die Beschwerdeführerin) habe nicht als Mittäterin gehandelt. Damit falle sie als Bandenmitglied von vornherein ausser Betracht. Im Ergebnis sei sie vom Vorwurf der Gehilfenschaft zum gewerbs- und bandenmässigen Diebstahl freizusprechen und stattdessen der mehrfachen Gehilfenschaft zum (einfachen) Diebstahl gemäss Art. 139 Ziff. 1 in Verbindung mit Art. 25 StGB schuldig zu sprechen (Beschwerde S. 3 ff.).