Citation: 4A_210/2020 E. 8.1

8.1. Die Vorinstanz hielt fest, die Erstinstanz sei davon ausgegangen, dass das Portfolio der Beschwerdeführer beim Eingehen der strittigen Anlage nicht die erforderliche Liquidität aufgewiesen habe und die fragliche Investition daher unzulässig gewesen sei. Diesbezüglich rüge die Beschwerdegegnerin eine Verletzung von Art. 2 ZGB, da die Beschwerdeführer dem Eingehen der Option bei voller Kenntnis ihrer Liquiditätssituation zugestimmt hätten. Es sei ihnen insbesondere bekannt gewesen, dass sie gegebenenfalls Fr. 1'200'000.-- hätten bereitstellen müssen. Dazu verweise die Beschwerdegegnerin namentlich auf die erstinstanzliche Befragung der Beschwerdeführerin 1. Die Beschwerdeführer ihrerseits brächten vor, das Fehlen der notwendigen Liquidität sei erstellt, da die Liquidität des unter Verwaltung stehenden Portfolios massgebend sei. Ausserdem sei nicht über die notwendige Liquidität gesprochen worden. Die Vorinstanz erwog, nach Ziffer 2 des Besprechungsprotokolls hätten sich die Anlagestrategie und die Anlageentscheide auf das Gesamtvermögen zu beziehen. Dem hätten die Beschwerdeführer zugestimmt und darauf hätten sie sich behaften zu lassen. Es gehe daher nicht an, sich im Nachhinein darauf zu berufen, die Liquidität sei nicht ausreichend gewesen, weil die Beschwerdegegnerin nur Teile ihres Vermögens verwaltet habe. Im Übrigen habe die Beschwerdeführerin 1 bei ihrer Befragung durch die Erstinstanz zunächst ausgeführt, sie könne nicht mehr genau wiedergeben, was seitens der Beschwerdegegnerin bezüglich Liquidität gesagt worden sei, um dann die weitere Frage - ob dem Beschwerdeführer 2 in Telefonaten gesagt worden sei, es seien gemäss Vertrag liquide Mittel von 1.2 Mio. Franken bereitzustellen gewesen - zu bejahen. Darüber hinaus habe sie auch Angaben zum Zusammenhang machen können, in dem davon die Rede gewesen sei. Es treffe daher nicht zu, dass über die Liquidität nicht gesprochen worden sei. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer könne daher die Short Put-Option nicht als unzulässige Anlage aufgrund fehlender Liquidität bezeichnet werden. Damit sei auch keine unzulässige Hebelwirkung entstanden.