Citation: 1C_489/2015 E. A

A.a. Auf der in der Wohnzone W2 liegenden Parzelle Nr. 4169 an der Maurmöslistrasse 20/22 in Worb wird seit 1944 eine Möbelwerkstätte-Schreinerei betrieben. Nach einem Brand im Jahr 1999 erteilte die Einwohnergemeinde Worb dem damaligen Betriebsinhaber W.________ am 16. Dezember 1999 die Baubewilligung für einen Neuaufbau. Die Bauarbeiten wurden im Jahr 2000 abgeschlossen. Im Januar 2010 verlegten die Firma X.________ und die Y.________ GmbH ihre Tätigkeiten in das Gebäude an der Maurmöslistrasse 20/22. Im Frühjahr 2010 wurden im Erdgeschoss eine Balkenlage mit einer neuen Späneabsauganlage eingebaut und weitere Maschinen ersetzt oder neu angeschafft. Der Betrieb ist nun hauptsächlich auf Bauschreinerarbeiten ausgerichtet. Auf eine Anzeige hin stellte das Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland am 15. Dezember 2010 fest, dass sowohl die Nutzungsintensivierung als auch die baulichen Massnahmen einer Baubewilligung bedürfen. Daraufhin reichte die A.________ AG, an welche die Parzelle Nr. 4169 in der Zwischenzeit übertragen worden war, ein nachträgliches Baugesuch ein. Die Gemeinde Worb erteilte am 20. Mai 2011 die Baubewilligung und wies die von zahlreichen Nachbarn gegen das Baugesuch erhobene Einsprache ab. Weiter verpflichtete sie die A.________ AG, den bestehenden Kamin um ca. 260 cm zu verlängern. Eine von Nachbarn dagegen erhobene Beschwerde hiess die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) mit Entscheid vom 29. Februar 2012 gut, soweit das Verfahren nicht gegenstandslos geworden war. Sie hob den Entscheid der Gemeinde Worb mit Ausnahme der Anordnung bezüglich des Kamins auf und wies die Sache zum Entscheid über die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands an die Gemeinde zurück. Die A.________ AG erhob gegen diesen Entscheid Beschwerde ans Verwaltungsgericht des Kantons Bern. Dieses wies das Rechtsmittel mit Urteil vom 2. April 2013 ab. A.b. Am 24. Mai 2013 forderte die Gemeinde Worb die A.________ AG auf, zum weiteren Vorgehen Stellung zu nehmen. Die A.________ AG reichte daraufhin ein am 18. Juli 2013 unterzeichnetes Baugesuch ein, das Schallisolationsmassnahmen am Haupttor, ein neues Parkplatzregime sowie die Verlängerung des Heizungskamins um 260 cm umfasste. Zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands reichte sie zudem ein Betriebskonzept ein und hielt fest, gegebenenfalls seien weitere Massnahmen zu verfügen (Schallschutzfenster, Drosselung der Absauganlage, Lärmmessung). Gegen das Bauvorhaben einschliesslich der Genehmigung des Betriebskonzepts erhoben unter anderem die im Rubrum als Beschwerdegegner aufgeführten Personen Einsprache. Mit Verfügung vom 22. November 2013 bewilligte die Gemeinde Worb das Bauvorhaben unter Bedingungen und Auflagen (Ziff. I der Verfügung: Gesamtbauentscheid) und erliess folgende Anordnungen zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands (Ziff. II der Verfügung: Wiederherstellungsentscheid) : "1. Zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes wird gegenüber der A.________ AG und gegenüber allfälligen anderen im Betrieb tätigen natürlichen und juristischen Personen Folgendes angeordnet: a. [Nachrüstung der bestehenden Absauganlage] b. [Bauliche Schallschutzmassnahmen an der Südfassade] c. [Zeitliche Beschränkung des Betriebs der Absauganlage] d. Türen, Tore und Fenster sind geschlossen zu halten, wenn lärmintensive Anlagen betrieben werden. e. Am Standort Maurmöslistrasse 20/22 dürfen maximal acht Personen tätig sein. f. Sämtliche Wegfahrten von der Schreinerei an der Maurmöslistrasse 20/22 mit motorisierten Fahrzeugen haben gegen Süden zu erfolgen, über die Gurnigelstrasse oder über den Mooshübeliweg. g. Anlieferungen mit Lastwagen (ab 3,5 t) sind nur zulässig für Baumaterial, das am Standort Maurmöslistrasse 20/22 verarbeitet oder bearbeitet wird. Verbrauchsmaterial und Baumaterial, das keiner Bearbeitung bedarf, muss direkt auf die Baustelle geliefert oder in ein externes Lager transportiert werden und darf nicht an den Standort Maurmöslistrasse 20/22 angeliefert werden. Die A.________ AG hat der Bauabteilung monatlich unaufgefordert Kopien der Lieferscheine zuzustellen. Die Bauabteilung behält sich das Recht vor, Stichproben durchzuführen. h. Die Zu- und Wegfahrt mit Lastwagen über 7,5 t zum Betrieb ist untersagt. Pro Jahr steht ein Kontingent von 6 Zu- und Wegfahrten mit schwereren Lastwagen zur Verfügung. Die Wegfahrt über den Mooshübeliweg hat eine Höhenbeschränkung von 3,70 m (Unterführung Bahn). Sollten die Lastwagen höher sein, ist in den kontingentierten 6 Fällen die Wegfahrt über die Maurmöslistrasse gestattet. i. Pro Jahr dürfen mit Lastwagen (ab 3,5 t-7,5 t) maximal 40 Zu- und Wegfahrten zum Betrieb stattfinden. j. Die Schreinerei darf nur von Montag bis Freitag (ohne Feiertage) zwischen 07:00 und 12:00 Uhr und zwischen 13:00 und 17:30 Uhr betrieben werden. Die Bauabteilung behält sich das Recht vor, Stichproben durchzuführen. k. Motorfahrzeuge sind auf den mit dieser Baubewilligung festgelegten Parkplätzen abzustellen. Die Parkplätze 1-5 vor dem Gebäude sind gut sichtbar an der Fassade zu beschriften. Das Parkieren auf der Wiese ist untersagt. Die Parkplätze 1-5 sind freizuhalten, wenn Anlieferungen erfolgen. l. Mehr als nicht störende gewerbliche Nutzungen, die funktionell nicht zur besitzstandsgeschützten Schreinerei gehören, sind untersagt, insbesondere auch in den Räumlichkeiten im Keller.