Citation: 1C_600/2022 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz stellte im angefochtenen Urteil zusammengefasst fest, eine Betäubungsmittelabstinenz des Beschwerdeführers für den Zeitraum von etwa fünf bis sechs Monaten sei bestätigt. Der Beschwerdeführer habe jedoch seine Drogensucht nach wie vor ungenügend aufgearbeitet. Was den Alkoholkonsum betrifft, stellte die Vorinstanz unter anderem darauf ab, dass beim Beschwerdeführer für den Zeitraum von Ende Januar bis Ende Juli 2021 mittels Analyse von Kopfhaaren eine EtG-Konzentration von 35pg/mg ermittelt worden sei, womit unter Berücksichtigung der analytischen Messunsicherheit sowohl ein übermässiger, aber auch ein moderater Alkoholkonsum möglich sei. Der nachgewiesene Alkoholkonsum liege jedoch deutlich über dem risikoarmen Trinkverhalten, welches vom Beschwerdeführer gemäss Verfügung des SVA vom 11. Dezember 2018 für die Wiedererteilung des Führerscheins verlangt worden sei. Dies gehe auch aus den Angaben hervor, die der Beschwerdeführer dem Gutachter gegenüber getätigt habe. Mit Blick auf die Vorgeschichte des Beschwerdeführers sei nachvollziehbar, dass der festgestellte Alkoholkonsum als Substanzverlagerung interpretiert werden könne. Die Ausführungen des Gutachters, wonach der festgestellte Alkoholkonsum für eine bezüglich Substanzen nicht stabile Situation mit dem Risiko einer erneuten Suchtentwicklung spreche, würden überzeugen. Die Vorinstanz kam zum Schluss, es sei nicht zu beanstanden, dass das SVA auf das verkehrsmedizinische Gutachten vom 10. August 2021 abgestellt und die Fahreignung des Beschwerdeführers verneint habe. Der Beschwerdeführer wendet ein, die Vorinstanz habe zu Unrecht auf die Schlussfolgerungen des verkehrsmedizinischen Gutachtens vom 10. August 2021 abgestellt und verschiedene Fremdauskünfte von Fachärzten nicht beachtet. Das Gutachten sei sachfremd und unbegründet, soweit es sich zur Frage der Substanzverlagerung von Kokain auf Alkohol äussere. Es liege keine Alkoholsucht in dem Sinne vor, dass er Trinken und Fahren nicht trennen könne. Die Vorinstanz habe verschiedene Lebensphasen des Beschwerdeführers unzulässigerweise vermischt. Sie habe völlig ausgeblendet, dass er nicht einmal mit Alkohol im Strassenverkehr in Erscheinung getreten sei. Die Gewährleistung der Verkehrssicherheit sei auch mit milderen, ebenso zielführenden Mitteln zu erreichen, nämlich mit der Wiedererteilung des Führerausweises unter Auflagen.