Citation: 6B_1125/2020 E. 3.2.1

3.2.1. Das erstinstanzliche Gericht erwägt, gestützt auf den Untersuchungsbericht des FOR sei erwiesen, dass die Fahrzeugbeleuchtung des Motorfahrrads eingeschaltet gewesen sei. Zudem halte dieser Bericht fest, dass - vorbehältlich eines Glühbirnendefekts - die Voraussetzungen gegeben seien, dass die Glühbirne des Vorderlichts in Betrieb gewesen sei. Die technischen Voraussetzungen würden somit nicht gegen ein Brennen des Vorderlichts sprechen (vgl. erstinstanzliches Urteil S. 10). Der Beschwerdeführer und der Lenker des Lieferwagens, F.________, hätten nicht konkret gesehen, dass das Vorderlicht des Motorfahrrads nicht gebrannt habe. Sie hätten ihre Auffassung, wonach das Licht nicht an gewesen sei, einzig damit begründet, dass sie das Motorfahrrad nicht gesehen haben. In der Tat habe der Beschwerdeführer den Motorfahrradfahrer erst wahrgenommen, nachdem er mit diesem kollidiert sei. Er habe das Motorfahrrad folglich selbst dann nicht gesehen, als dieses sich in seinem Lichtkegel befunden habe, wodurch seine Ausführungen, wenn das Motorfahrrad Licht gehabt hätte, hätte er es wahrgenommen, erheblich relativiert würden. Gleiches gelte für F.________. Auch dieser habe den entgegenkommenden Motorfahrradfahrer trotz des am Lieferwagen eingeschalteten Volllichts nicht gesehen. Laut seinen Ausführungen, sei er im Übrigen eher auf die rechte Strassenseite orientiert gewesen. Seine Aufmerksamkeit sei somit primär auf die rechte Strassenseite gerichtet gewesen, wodurch sein Vorbringen, wonach der Motorfahrradfahrer kein Licht gehabt habe, ansonsten er ihn gesehen hätte, weiter an Gewicht verliere (vgl. erstinstanzliches Urteil S. 10 f.). Demgegenüber hätten der Fahrer (E.________) und Beifahrer (H.________) des ersten vom Beschwerdeführer überholten Fahrzeugs konstant und unabhängig voneinander ausgesagt, sie hätten gesehen, wie ihnen das Motorfahrrad des Verstorbenen mit eingeschaltetem Licht entgegenkam. Deren detailreichen und übereinstimmenden, auf eigenen Wahrnehmungen basierenden Aussagen seien glaubhaft. Die vom Beschwerdeführer behaupteten Widersprüche seien nicht geeignet die Glaubhaftigkeit zu erschüttern. Auch seien keine Anhaltspunkte ersichtlich, weshalb E.________ und H.________ den ihnen nicht näher bekannten Beschwerdeführer zu Unrecht belasten sollten. Bestätigt würde ihre Sachdarstellung zudem durch I.________, welcher kurz vor dem Unfall auf seinem Trottinett unterwegs war und ebenfalls in Richtung Schwyz gefahren sei. Auch dieser habe konstant und detailliert geschildert, dass ihm ein Motorfahrrad mit Licht entgegengekommen sei. Dass es sich dabei um das Motorfahrradlicht von G.C.________ sel. gehandelt haben muss, gehe aus der auf der Videoaufnahme ersichtlichen zeitlichen Abfolge hervor (vgl. erstinstanzliches Urteil S. 11 ff.). Die im Polizeirapport vermerkten "informellen Aussagen" von Drittpersonen, gemäss welchen Motorradfahrer ohne Licht gesichtet worden sein sollen, beträfen nicht den Zeitpunkt des Geschehens. Zudem würden sie sich teilweise auf das Hinterlicht beziehen und liessen keine Zuordnung zu G.C.________ sel. zu. Die Sachdarstellung von E.________, H.________ und I.________, welche unmittelbar vor dem Unfallzeitpunkt beobachtet hätten, dass das Motorfahrrad mit eingeschaltetem Vorderlicht fuhr, liessen sich damit nicht entkräften (vgl. erstinstanzliches Urteil S. 15 f.). Demnach sei in tatsächlicher Hinsicht erstellt, dass das Vorderlicht des Motorfahrrads von G.C.________ sel. vor der Kollision gebrannt habe (vgl. erstinstanzliches Urteil S. 16).