Citation: 5A_39/2021 E. 5

Art. 26 Abs. 2 HKÜ sieht im Rückführungsverfahren Kostenlosigkeit vor. Ferner werden gestützt auf diese Norm regelmässig auch die Kosten der anwaltlichen Vertretung aus der Gerichtskasse bezahlt. Allerdings hat die Türkei diesbezüglich einen Vorbehalt gemäss Art. 26 Abs. 3 i.V.m. Art. 42 HKÜ angebracht und die Schweiz kann deshalb gestützt auf Art. 21 Abs. 1 lit. b des Wiener Übereinkommens über das Recht der Verträge (SR 0.111) Gegenrecht halten, mithin die Kosten nur unter dem Vorbehalt der unentgeltlichen Rechtspflege übernehmen. Wie die vorstehenden Erwägungen zeigen, konnte der Beschwerde angesichts der ungenügenden Rügen von Anfang an kein Erfolg beschieden sein, weshalb es an den materiellen Voraussetzungen der unentgeltlichen Rechtspflege fehlt (Art. 64 Abs. 1 BGG) und das entsprechende Gesuch abzuweisen ist.