Citation: 8C_774/2019 E. 4.1

4.1. Das kantonale Gericht mass dem Gutachten des Dr. med. C.________ vom 17. Oktober 2017 (mit ergänzender Stellungnahme vom 11. April 2018) Beweiskraft bei. Danach leide der Beschwerdeführer an einer kombinierten Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61.0) mit narzisstischen, emotional expressiven/histrionischen und emotional instabilen/impulsiven Anteilen. Zusätzlich lasse sich gemäss Gutachter eine hyperkinetische Störung (ICD-10 F90; ADS/ADHS) bestätigen. Diese werde angemessen und erfolgreich behandelt. Die in den medizinischen Vorakten in unterschiedlicher Ausprägung diagnostizierte depressive Störung sei inzwischen remittiert (ICD-10 F33.4); entsprechende ICD-Kriterien seien nicht (mehr) erfüllt. Alsdann habe sich der multiple Substanzgebrauch gestützt auf die subjektiven Angaben des Beschwerdeführers und die medizinischen Laborwerte aktuell auf einen (un) regelmässigen Konsum von Alkohol, Tabak und Cannabinoiden reduziert. Der Konsum sei versicherungsmedizinisch als "sekundär" einzuordnen. Er sei Ausdruck der Persönlichkeitsstörung und habe sich parallel zu anderen Zeichen der Persönlichkeitsstörung entwickelt. Die mit dieser Störung verbundenen objektivierbaren psychopathologischen Befunde seien gegenwärtig nicht ausgeprägt und es hätten sich keine Hinweise auf schwere, dauerhafte pathologische Persönlichkeitsstrukturen ergeben. Aufgrund der Angaben des Versicherten im Rahmen des MMPI-2 (Minnesota Multiphasic Personality Inventory 2) sei eine Aggravation anzunehmen. Zudem bestünden krankheitsfremde Belastungsfaktoren (Migration, junges Lebensalter, fehlender Berufsabschluss, Abstinenz vom und Lage am Arbeitsmarkt, persönliche Berufswünsche, allein lebend, finanzielle Sorgen). Die Vorinstanz stellte fest, bei all dem sei dem Beschwerdeführer zufolge der leicht ausgeprägten Persönlichkeitsstörung seit Ende der Schulzeit eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit zu attestieren.