Citation: 5D_213/2015 E. 3.6

3.6. Die Bemühungen der Beschwerdeführerin bzw. ihrer Rechtspraktikantin im Massnahmeverfahren hätten im Wesentlichen aus der Teilnahme an der Verhandlung vom 16. Januar 2013 bestanden, die insgesamt 2.25 Stunden gedauert und zugleich als Instruktionsverhandlung für den Scheidungsprozess gedient habe. Dazu gekommen seien das Gesuch vom 9. November 2012 im Umfang von fünf Seiten, davon zwei Seiten mit materiellen Ausführungen, sowie zwei weitere Schreiben im Umfang von einer bzw. eineinhalb Seiten. Angesichts des insgesamt getätigten Aufwands gebe die Festsetzung der Kostennote auf pauschal Fr. 1'000.-- zu keinen Beanstandungen Anlass; eine mangelhafte Ermessensausübung lasse sich darin nicht erblicken, zumal die Gegenanwältin, die ebenfalls an der Instruktionsverhandlung teilgenommen und Eingaben in ähnlichem Umfang verfasst habe, ihren Honoraranspruch mit Fr. 935.-- beziffert habe. Im Scheidungsprozess habe die Beschwerdeführerin zunächst eine neunseitige Klageantwort eingereicht, von der rund fünf Seiten auf materielle Ausführungen entfallen seien; hinzu seien vornehmlich der Protokollvermerk zum anwendbaren Recht, der Antrag um Einholung einer Bestätigung des iranischen Konsulats betreffend die Wohnung der Klägerin in U.________ (Iran) und die Ausstellung iranischer Reisepässe, drei Stellungnahmen zu gerichtlichen Vergleichsvorschlägen sowie das circa sieben Seiten umfassende Plädoyer für die Hauptverhandlung gekommen. Zur Entschädigung berechtigten schliesslich auch die Teilnahme an der Instruktionsverhandlung vom 16. Januar 2013, die indes partiell bereits über die Honorarnote für das Massnahmeverfahren abgegolten werde, sowie jene an der ungefähr zweistündigen Hauptverhandlung vom 2. April 2014.