Citation: 6B_422/2024 E. 2.5.2

2.5.2. Sodann berücksichtigt die Vorinstanz, dass der Führerausweisentzug mit Blick auf die berufliche Situation des Beschwerdeführers von besonderer Wichtigkeit ist, da er als selbständiger Sanitärinstallateur darauf angewiesen ist. Daraus leitet sie ab, dass der Beschwerdeführer die fehlende Fahrerlaubnis hinsichtlich seiner beruflichen Tätigkeit rechtzeitig und sorgfältig einplanen müsse, wenn er sich daran halten wolle. Der Beschwerdeführer machte bereits im Berufungsverfahren geltend, er habe die Entzugsdauer verkannt, weil er Defizite bei der Selbstorganisation habe. Dies hält die Vorinstanz für unplausibel. Sie verweist auf andere Angaben des Beschwerdeführers, die für eine hinreichende Selbstorganisation sprächen. So habe er angegeben, er habe vorgehabt, den Führerausweis dem Strassenverkehrsamt nach den Ferien zuzusenden. Auch habe er darauf verwiesen, dass er die Organisation und Administration bei seiner Firma meistens selbst erledige. Gemäss Vorinstanz ist zudem unglaubhaft, dass der Beschwerdeführer praktisch unmittelbar vor einem verfügten Führerausweisentzug rund 10 Tage in die Ferien gehe und keinen Gebrauch von der Möglichkeit mache, den Vollzugstermin für den Führerausweisentzug nach vorne zu verschieben. Es müsse davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer von dieser Option gewusst habe, zumal in der Verfügung vom 12. Oktober 2021 darauf hingewiesen worden sei und ihm bereits mehrmals der Führerausweis entzogen worden sei.