Citation: 4A_490/2017 E. 3.3.2

3.3.2. Bei Statutenbestimmungen fallen je nach Art der juristischen Person unterschiedliche Auslegungsmethoden in Betracht. Für die Auslegung von Statuten grosser juristischer Personen wird eher auf die Methoden der Gesetzesauslegung zurückgegriffen. Die Auslegung von Statutenbestimmungen kleiner juristischer Personen erfolgt eher nach den Methoden der Vertragsauslegung, mithin nach dem Vertrauensprinzip (BGE 140 III 349 E. 2.3 mit Hinweisen; Urteil 4A_600/2016 vom 29. Juni 2017 E. 3.3.4.1). Diese Grundsätze hat das Bundesgericht auch in Fällen angewendet, in denen es Statuten oder andere bedeutsame Bestimmungen grosser Sportverbände wie der UEFA oder der FIFA auszulegen hatte, so insbesondere - wie dies auch im konkreten Fall zutrifft - bei Statutenbestimmungen betreffend Fragen der Zuständigkeit (Urteile 4A_600/2016 vom 29. Juni 2017 E. 3.3.4.1; 4A_392/2008 vom 22. Dezember 2008 E. 4.2.1 mit Hinweisen). Die Berufungskammer des TAS hat ihrer Beurteilung der Zuständigkeitsregelung nach den Competition Rules der Beschwerdegegnerin, einem bedeutsamen Sportverband mit weltweitem Tätigkeitsfeld, zutreffend eine objektive Auslegung zugrunde gelegt, wie sie der Gesetzesauslegung eigen ist. Die Beschwerdeführerin macht auch nicht etwa geltend, dass sich aus dem monegassischen Recht - der Rechtsordnung am Sitz der Beschwerdegegnerin und dem nach Artikel 42.23 Competition Rules auf den Rechtsstreit subsidiär anwendbaren Recht - abweichende Auslegungsgrundsätze ergeben würden.