Citation: 5A_311/2023 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz erwägt, dass der Beschwerdeführer gemeinsam mit seiner Ehefrau über eine Nutzniessung an der vormaligen ehelichen Liegenschaft in U.________ (BE) verfüge. Weiter befänden sich zwei Ferienwohnungen im Wallis im gemeinsamen Eigentum der Ehegatten. In U.________ (BE) verfüge der Beschwerdeführer gemäss seinen Ausführungen zudem über eine komplette Werkstatt mit Werkzeugen, Maschinen, Drehbank, Schweissanlage, Kompressor sowie einem umfassenden Lager an Ersatzteilen für Oldtimerfahrzeuge. Er besitze nebst seinem Fahrzeug für den täglichen Gebrauch vier Oldtimerfahrzeuge. Ein früherer Hotelbus (Jg. 1930) sei eingelöst und entsprechend fahrtauglich. Drei weitere Oldtimerfahrzeuge (Jg. 1962-1967; Opel Kapitän, Triumph Spitfire bzw. Vitesse) seien aktuell nicht eingelöst. Gewisse Restaurationsarbeiten seien gemäss dem Beschwerdeführer jedoch bereits durchgeführt worden. Diese Vermögensverhältnisse stuft das Obergericht als komplex ein. Als Folge davon habe der Beschwerdeführer seine finanziellen Verhältnisse umfassend darzustellen und seien erhöhte Anforderungen an seine Mitwirkung zu stellen. So sei der Beschwerdeführer insbesondere verpflichtet gewesen, im Einzelnen darzulegen, weshalb Vermögenswerte nicht für die Finanzierung des Verfahrens verwendet werden könnten, zumal er mit Verfügung vom 16. Februar 2023 ausdrücklich dazu aufgefordert worden sei. Dieser erhöhten Mitwirkungspflicht sei der Beschwerdeführer nicht nachgekommen. Als Nachweis seiner Verkaufsbemühungen habe der Beschwerdeführer ein Inserat aus einem Fachmagazin (Ausgabe Juni/Juli 2022) beigelegt. In diesem werde ein Fiat-Hotelbus für Fr. 50'000.-- angeboten. Weiter behaupte der Beschwerdeführer zusätzlich mündliche Verkaufsbemühungen, ohne diese näher zu spezifizieren. Gestützt auf dieses Inserat könne nicht geschlossen werden, dass das eingelöste Oldtimer-Fahrzeug unverkäuflich sei. Möglicherweise seien einfach auch die Preisvorstellungen des Beschwerdeführers übersetzt gewesen. Der Beschwerdeführer lege in keiner Art dar, dass er das Fahrzeug auch zu einem tieferen Preis angeboten habe. Sodann sei nicht ohne Weiteres anzunehmen, dass die übrigen Oldtimer-Fahrzeuge unverkäuflich seien. Auch hinsichtlich der komplett eingerichteten Werkstatt würden Ausführungen zu Versuchen einer (teilweisen) Versilberung fehlen. Weiter konstatiert das Obergericht, dass der Beschwerdeführer nicht geltend mache, einen Verzehr der vorgenannten Vermögenswerte zur Finanzierung seiner Lebenskosten geplant zu haben. Die Einkommensverhältnisse müssten nicht näher geprüft werden, da der Beschwerdeführer das Verfahren mit den vorhandenen Vermögenswerten finanzieren könne. Abschliessend stellt das Obergericht klar, dass es nicht am Gericht sei, im Einzelnen abzuschätzen, welche Erträge durch die Veräusserung von Vermögensgegenständen erzielt werden könnten. Entsprechende Darlegungen hätte der Beschwerdeführer im Rahmen seiner Mitwirkungspflicht machen können. Nachdem der Beschwerdeführer Miteigentümer von Immobilien sei und selbst davon ausgehe, im Nachgang zur Scheidung über ausreichend liquide Mittel zu verfügen, könne ihm auch kein Notgroschen angerechnet werden, der über die Saldi der bekannten Konti hinausgehe. Im Ergebnis habe der Beschwerdeführer seine Bedürftigkeit nicht ausreichend nachweisen können, weshalb sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege abzuweisen sei.