Citation: 4A_516/2018 E. B

Mit Klage vom 4. April 2014 gelangte das Mitglied an das Handelsgericht St. Gallen mit dem Rechtsbegehren, die Genossenschaft sei zu verpflichten, ihm Fr. 1'000'000.-- nebst Zins zu 5 % seit dem 15. Mai 2003 (mittlerer Verfall) zu bezahlen. Die Beklagte beantragte die Abweisung der Klage. Mit Entscheid vom 18. Mai 2018 verpflichtete das Handelsgericht des Kantons St. Gallen die Beklagte, dem Kläger Fr. 1'000'000.-- zuzüglich Zins von 5 % ab 4. April 2014 zu bezahlen. Das Gericht liess zunächst die Frage offen, ob der Streit privatrechtlicher Natur ist, da nach dem massgebenden kantonalen Recht jedenfalls der Zivilrichter zuständig sei. Es liess letztlich offen, ob die Kontroll- und Sicherheitsmassnahmen des Klägers hinreichend gewesen seien, um eine grobfahrlässige Ermöglichung des Schadens im Sinne von Art. 11bis Abs. 3 der Statuten der Beklagten auszuschliessen. Es kam zum Schluss, dass der Schaden jedenfalls auch bei Durchsetzung der zumutbaren Kontrollen nicht hätte verhindert werden können.