Citation: 6B_553/2021 E. 4.6.4

4.6.4. Indem der Beschwerdeführer vorbringt, aus dem Bericht des Dr. med. E.________ ergebe sich die Unkenntnis der aktuellsten Verurteilung nicht, legt er den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz und ihrer Beweiswürdigung lediglich seine eigene Sicht der Dinge gegenüber, ohne aufzuzeigen, inwiefern die vorinstanzlichen Feststellungen auch im Ergebnis schlechterdings unhaltbar sein sollen. Weder mit dem Hinweis darauf, dass der Beschwerdeführer bis zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils keine weiteren Raub- oder Gewaltdelikte verübt hat, noch mit dem Verweis auf den geplanten Lehrabschluss im Sommer 2021 vermag der Beschwerdeführer aufzuzeigen, inwiefern die vorinstanzliche Feststellung einer nach wie vor bestehenden ernsthaften Störung des Sozialverhaltens unhaltbar sein soll. Die Massnahme für junge Erwachsene ist denn auch nicht auf die Zeit bis zum Lehrabschluss beschränkt (vgl. Art. 61 Abs. 3 StGB). Dass sich der Beschwerdeführer laut Bericht des Heims U.________ freundlich, gut gelaunt und kommunikativ zeigt sowie gute Arbeitsleistungen erbringt, lässt ebenfalls nicht auf erheblich veränderte Verhältnisse schliessen, wies doch der Betreuer des Heims U.________ bereits anlässlich der von den Gutachtern eingeholten Fremdanamnese darauf hin, dass der Beschwerdeführer im Arbeitsbereich zuverlässig sei und dass er - wenn er nicht konsumiert habe - humorvoll und zu Spässen aufgelegt sei. Zwar bewegt sich der Beschwerdeführer gemäss Dr. med. E.________ in der zwischenmenschlichen Kommunikation und Anpassung im Rahmen des Heimes und der Therapie kaum ausserhalb der adoleszenten Norm. Gleichzeitig erachtete aber auch er die Fortführung der (ambulanten) Behandlung als angezeigt, um eine nachhaltige Verarbeitung adoleszenter, teils delinquenter Verhaltensstörungen und eine gelingende Persönlichkeitsentwicklung zur Überwindung von Belastungsfolgen aus schwierigen biographischen und sozialen Umständen zu fördern. Bei diesen Gegebenheiten ist der vorinstanzliche Schluss, wonach weiterhin eine erhebliche Störung der Persönlichkeitsentwicklung im Sinne von Art. 61 Abs. 1 StGB vorliegt, bundesrechtskonform. Die Gutachter haben im Übrigen schlüssig aufgezeigt, dass ein ambulantes Setting zur Besserung der Legalprognose nicht ausreicht. Mit Blick auf das weitere deliktische Verhalten des Beschwerdeführers nach der Begutachtung erscheint es jedenfalls nicht bundesrechtswidrig, dass die Vorinstanz eine engmaschigere Betreuung weiterhin als angezeigt erachtet.