Citation: 5A_702/2014 E. 3.2.4

3.2.4. Von Willkür in der Anwendung ausländischen Rechts kann nicht gesprochen werden. Die Beschwerdeführerin erblickt im Wesentlichen einen "Widerspruch" darin, dass "der Gutachter der Beschwerdegegnerin das unbeschränkte Ermessen des Direktors bei der Bestimmung des Gesellschaftsinteresses betont, während für ihren Gutachter dem Ermessen des Direktors objektive Grenzen gesetzt sind". Damit wendet sie sich dagegen, wie die Vorinstanz die organschaftliche Vertretungsmacht im Rahmen der LLC im Wesentlichen verstanden hat. Nach dem Verständnis des Appellationsgerichts ist indes die Vertretungsmacht - subjektiv - umfassend ("taking whatever actions he deems appropriate in its interest"), jedoch - objektiv - auf die in den Statuten angegebenen Gegenstände der Gesellschaft beschränkt. Im konkreten Fall sind keine statutarischen Beschränkungen enthalten, sondern ist die Verpfändung ausdrücklich erwähnt (u.a. "to mortgage"). Unzutreffend ist, wenn die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang vorbringt, die Vorinstanz habe sich "diskussionslos" der Auffassung des von der Gegenseite vorgelegten Gutachtens angeschlossen. Das Appellationsgericht hat betreffend Vertretungsmacht des Direktors für die in den Statuten genannten Befugnisse ausdrücklich auf das (Ergänzungs-) Gutachten der Beschwerdeführerin Bezug genommen. Wenn die Vorinstanz daher mit Blick auf die Statuten festgehalten hat, im konkreten Fall liege die Verpfändung des Gesellschaftskontos für Gesellschaftszwecke und für private Zwecke des Direktors innerhalb des Rahmens seiner umfassenden Befugnisse, und sie daher die Bindungswirkung für die C.________ LLC bejaht hat, kann von Willkür in der Anwendung ausländischen Rechts nicht gesprochen werden.