Citation: 2C_623/2016 E. A

A.________ (Jahrgang 1987) ist serbischer Staatsangehöriger. Er reiste am 5. Juni 1995 im Alter von acht Jahren mit seiner Mutter und Schwestern im Rahmen des Familiennachzuges in die Schweiz ein. Er erhielt die Niederlassungsbewilligung. Während seines Aufenthalts in der Schweiz wurde A.________ mehrfach straffällig und wegen folgenden Delikten verurteilt: - Strafbefehl des Bezirksamtes Aargau vom 3. April 2009 wegen Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz vom 19. Dezember 1958 (SVG; SR 741.01) (Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit in einer Tempo-30-Zone), begangen am 30. Januar 2009, bedingte Geldstrafe zehn Tagessätze und Busse von Fr. 800.--; - Strafbefehl Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 26. Januar 2010, Vergehen gegen das Bundesgesetz über Waffen, Waffenzubehör und Munition vom 20. Juni 1997 (WG; SR 514.54) (Mitführen eines Schlagringes), begangen am 13. Dezember 2009, Geldstrafe 50 Tagessätze; - Strafbefehl Staatsanwaltschaft Frauenfeld vom 21. Juli 2011, Ungehorsam gegen amtliche Verfügung des Migrationsamtes im Zusammenhang mit dem Kantonswechsel, begangen am 31. Dezember 2010, Busse Fr. 150.--; - Strafbefehl Staatsanwaltschaft Frauenfeld vom 26. Juli 2012, Ungehorsam im Betreibungsverfahren durch Nichtbefolgung von betreibungsamtlichen Vorladungen, begangen ab 27. Februar 2012, Busse Fr. 150.--; - Strafbefehl Staatsanwaltschaft Kanton St. Gallen vom 5. September 2013, mehrfaches Führen eines Personenwagens in nicht vorschriftsgemässem Zustand, begangen am 6. und am 9. Juli 2013, Busse Fr. 500.--; - Urteil des Bezirksgerichts Münchwilen vom 19. August 2014, Raub und Missbrauch von Ausweisen und Schildern, begangen am 6. Juli 2012 zusammen mit zwei Mittätern, zu einer Freiheitsstrafe von 22 Monaten, wovon 13 Monate bedingt mit einer Probezeit von vier Jahren. Ab 12. Dezember 2013 war A.________ für das Betreibungsamt Aadorf nicht mehr erreichbar. Per 28. Februar 2014 wurde A.________ im Zentralen Migrationsinformationssystem (ZEMIS) mit automatisiertem Wegzug erfasst. Am 4. April 2014 heiratete er im Ausland eine mazedonische Staatsangehörige. Gemäss Bericht der Kantonspolizei Thurgau vom 4. August 2014 konnte er an seinem Wohnort in der Schweiz nicht angetroffen werden. Auf Nachfrage bei seinen Eltern gab sein Vater gegenüber der Kantonspolizei an, dass sich A.________ seit mehreren Monaten in Serbien aufhalte und vorerst nicht zurückkommen werde. Auch der Arbeitgeber des Vaters habe die Auskunft erteilt, dass eine Rückkehr von A.________ nicht geplant sei. Mit Verfügung vom 7. November 2014 erwog das vormalige Bundesamt für Migration (heute: Staatssekretariat für Migration), A.________ habe sich ohne Abmeldung ins Ausland abgesetzt und sich dadurch dem Teil-Vollzug der Freiheitsstrafe gemäss Urteil des Bezirksgerichts Münchwilen vom 19. August 2014 entzogen, weshalb ein bis 6. November 2018 gültiges Einreiseverbot gegen ihn erlassen werde. Als A.________ am 8. November 2014 von Mazedonien kommend über den Flughafen Zürich in die Schweiz einreiste, verweigerten die Beamten ihm die Einreise, nahmen ihm seinen bis 15. Dezember 2018 gültigen Ausländerausweis ab und wiesen ihn anschliessend nach Mazedonien aus. Auf Gesuch des Rechtsvertreters von A.________ hin erliess das Migrationsamt des Kantons Thurgau am 23. Januar 2015 eine anfechtbare Verfügung. Das Migrationsamt stellte fest, dass die Niederlassungsbewilligung von A.________ nach ununterbrochenem Auslandaufenthalt von mehr als sechs Monaten von Gesetzes wegen erloschen sei, und ordnete an, er werde aus der Schweiz weggewiesen.