Citation: 1C_57/2009 07.09.2009 E. 3

3.1 Der Beschwerdeführer beanstandet sodann den Umstand, dass die Vorinstanz seinen Antrag auf Durchführung eines Augenscheins abgelehnt habe. Ihre Begründung, der Sachverhalt sei dank Akten genügend klar gewesen, dem Internet könnten einschlägige Flugbilder entnommen und es könne auf einen vom Regierungsrat durchgeführten Augenschein abgestellt werden, treffe nicht zu. Der Wissensstand der Vorinstanz basiere vielmehr auf einer augenfällig und offensichtlich überholten Situation, weshalb ihr in antizipierter Beweiswürdigung vorgenommener Verzicht auf einen Augenschein willkürlich sei. Namentlich die Flugbilder, die im Aargauischen Geographischen Informationssystem (AGIS) am 22. Januar 2009 zugänglich gewesen seien, würden eine längst überholte Situation wiedergeben. Es fehlten darauf beispielsweise die neuen Erschliessungsanlagen und die entsprechenden Geländeanpassungen. Der Hang zwischen der Parzelle Nr. 139 und der Bauzone erscheine zudem als völlig unberührt, was heute nicht mehr der Fall sei; es habe neue Bauten, Böschungen usw. Sinngemäss macht der Beschwerdeführer geltend, diese Abweichungen von der Realität seien so gross, dass es willkürlich gewesen sei, dass die Vorinstanz (u.a.) in Verweisung auf die Flugbilder auf die Durchführung des beantragten Augenscheins verzichtet habe. 3.2 Der Beschwerdeführer hatte den vor der Vorinstanz gestellten Antrag auf Durchführung eines Augenscheins nicht näher begründet, sondern ihn im Zusammenhang mit der Sachverhaltsdarstellung vorgebracht, dass die Parzelle Nr. 139 am Südrand von Boniswil, an der Kantonsstrasse und am Bahngeleise liege, und dass sie mit einem Einfamilienhaus und verschiedenen Nebengebäuden überbaut sei. Diese Tatsachen waren auch vor der Vorinstanz unbestritten, sodass der von ihr in antizipierter Beweiswürdigung getroffener Entscheid, auf die Durchführung des beantragten Augenscheins zu verzichten, nicht als willkürlich zu beanstanden ist. Im Übrigen wurde bereits im Rahmen des Beschwerdeverfahrens vor dem Regierungsrat ein Augenschein durchgeführt. An den Ergebnissen dieses Augenscheins übte der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an die Vorinstanz keinerlei Kritik. Soweit der Beschwerdeführer behauptet, auf den im Internet publizierten Flugbildern erscheine der Hang zwischen der Parzelle Nr. 139 und der Bauzone als völlig unberührt, was heute nicht mehr zutreffe, hätte es an ihm gelegen, den nach seiner Auffassung relevanten Sachverhalt bei der Vorinstanz darzulegen, soweit er sich nicht bereits aus dem Genehmigungsbeschluss des Grossen Rats vom 28. August 2007 bzw. aus dem Protokoll des Augenscheins vom 15. Dezember 2006 ergab. Von den in der Beschwerde im Zusammenhang mit der Beurteilung der landschaftlichen Qualität des fraglichen Hangs namhaft gemachten Elementen (Kunstbauten bzw. Stützmauern von Strasse und Bahn, Feldwege, standortfremde Fichten, Häuser, neue Strasse, Böschungen, Bacheinlauf und Kiesplatz) findet sich in der Beschwerde an die Vorinstanz indessen kein Wort. Wie bereits erwähnt, war der Antrag auf Durchführung eines Augenscheins damals lediglich pauschal begründet und enthielt keine derartigen Hinweise. Die Rüge des Beschwerdeführers, der Verzicht der Vorinstanz auf die beantragte Durchführung eines Augenscheins sei willkürlich gewesen, ist somit unbegründet. Sein Antrag, die Vorinstanz sei anzuweisen, einen Augenschein durchzuführen, ist daher abzulehnen.