Citation: 2C_575/2018 E. 4.4

4.4. Bei der letztgenannten Behauptung des Beschwerdeführers ("Untersuchungen in Zürich") handelt es sich um ein echtes Novum, welches vom Bundesgericht nicht zu berücksichtigen ist (vgl. Art. 99 Abs. 1 BGG; Urteil 2C_98/2018 vom 7. November 2018 E. 2.3 mit Hinweisen). Falls der Beschwerdeführer mit seinen Ausführungen eine Verletzung von Art. 62 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG in dem Sinne rügen sollte, dass eine fünfjährige Freiheitsstrafe noch keinen Widerrufsgrund darstellt, so geht er damit fehl. Gemäss bundesgerichtlicher Praxis liegt bei einer Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr eine "längerfristige Freiheitsstrafe" im Sinne von Art. 62 Abs. 1 lit. b AuG vor, sodass der Widerrufsgrund bezüglich Niederlassungsbewilligung erfüllt ist. Dies folgt auch ohne Weiteres aus dem vom Beschwerdeführer zitierten Urteil 2C_94/2016 (Urteil 2C_94/2016 vom 2. November 2016 E. 3; zur bundesgerichtliche Praxis vgl. BGE 139 I 31 E. 2.1 S. 32; Urteile 2C_634/2018 vom 5. Februar 2019 E. 4.1.1; 2C_112/2017 vom 14. September 2017 E. 2.1). Die "Reneja-Praxis", wonach einer ausländischen Person, welche mit einer Schweizerin oder einem Schweizer verheiratet ist, erstmals oder nach bloss kurzer Aufenthaltsdauer um die Erneuerung ihrer Bewilligung ersucht und zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt wurde, selbst dann kein Aufenthaltstitel mehr zu erteilen ist, wenn der schweizerischen Ehegattin (bzw. dem schweizerischen Ehegatten) die Ausreise nicht oder nur schwer zuzumuten ist, ist vorliegend nicht einschlägig (vgl. zur "Reneja-Praxis" BGE 139 I 145 E. 2.3 S. 148). Auch spielt es keine Rolle, dass vorliegend die fünfjährige Freiheitsstrafe im Rahmen eines abgekürzten Verfahrens gemäss Art. 358 ff. StPO (Schweizerische Strafprozessordnung vom 5. Oktober 2007; SR 312.0) ausgefällt wurde, denn für das Kriterium der längerfristigen Freiheitsstrafe ist alleine die Länge der entsprechenden Strafe massgebend. Ob trotz einer längerfristigen Freiheitsstrafe ein Aufenthaltsrecht zugestanden wird, hängt im Übrigen vom Ausgang der Verhältnismässigkeitsprüfung ab (dazu unten E. 5.5).