Citation: 2D_5/2021 E. 4.2

4.2. Vorliegend ist nicht ersichtlich, welchen wesentlichen Beitrag an der Entscheidfindung die Befragung des Lehrgangsleiters und die Edition der strittigen E-Mail geleistet hätten. Gemäss den Ausführungen der Beschwerdeführerin soll der Lehrgangsleiter in der strittigen E-Mail die Lehrkräfte lediglich darum gebeten haben, bei Schülern mit einem knappen Ergebnis eine Zweitkorrektur vorzunehmen und sie nach Möglichkeit nicht durchfallen zu lassen. Aus dieser Formulierung, sollte sie zutreffen, könnte indessen kein Anspruch auf Anhebung einzelner Noten bei allen oder bei gewissen Schülern abgeleitet werden, was die Beschwerdeführerin im Übrigen auch nicht behauptet. Ebensowenig könnte diese E-Mail als verbindliche Anweisung an alle Lehrkräfte verstanden werden, bei allen Schülern mit knappem Ergebnis die Noten zu erhöhen. Vielmehr ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass selbst wenn die Lehrperson bzw. Berufsfachschule (aufgrund dieser E-Mail) bei einzelnen geprüften Personen eine Notenanpassung vornehmen würde, dies nicht zu einem Rechtsanspruch auf Anhebung der Noten bei allen geprüften Personen führen würde. Wie das Verwaltungsgericht schliesslich zu Recht festhält, wurden die Prüfungsleistungen der Beschwerdeführerin anlässlich der Behandlung ihres Wiedererwägungsgesuchs nochmals geprüft, wobei die Berufsfachschule keinen Anlass sah, die Punktezahl zu erhöhen (vgl. E. 4.3 des angefochtenen Urteils). Im Ergebnis durfte die Vorinstanz ohne Willkür in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. E. 4.1 hiervor) auf die Abnahme der angebotenen Beweismittel verzichten.