Citation: 8C_460/2018 E. 4.3

4.3. Weiter rügt der Beschwerdeführer die Verletzung des Willkürverbots nach Art. 9 BV. Die Vorinstanz schütze die Höhe der ausbezahlten Hilfe damit, dass die SKOS-Richtlinien bei der Aushändigung von Barmitteln zur Überbrückung der Mittellosigkeit nicht gelten würden. Diese Argumentation verfange nicht, da er nicht bloss Nothilfe, sondern materielle Hilfe beziehe, woran nichts ändere, dass er vorübergehend über keine Wohnung verfügt habe. Da die SKOS-Richtlinien anwendbar seien, betrage die Existenzsicherung 70 % des Grundbedarfs, so dass dieser nicht unter Fr. 690.20 gekürzt werden könne. Wie bereits in E. 4.2 erwähnt, schliesst der Begriff der Nothilfe nicht aus, dass diese als materielle Hilfe in Form von Geldleistungen erfolgt. Im konkreten Fall hat sich die Gemeinde bei der Bemessung des Tagesansatzes von Fr. 14.50 zwar an den Pauschalen der SKOS-Richtlinien orientiert und diese durch nicht anfallende Kosten nach unten korrigiert (vgl. dazu die Aufstellung im Beschluss vom 14. August 2017); tatsächlich ist sie aber nicht von materieller Hilfe im Rahmen der regulären Sozialhilfe ausgegangen, sondern infolge des über weite Strecken unbekannten Aufenthalts des Beschwerdeführers von Nothilfe nach Art. 12 BV bzw. von Notfallhilfe am Aufenthaltsort nach § 5 der Sozialhilfe- und Präventionsverordnung des Kantons Aargau vom 28. August 2002 (SPV; SAR 851.211; vgl. zum Leistungskatalog der Nothilfe etwa DANIEL MOECKLI / REGINA KIENER, Hilfe in Notlagen nur bei Anwesenheit in der Notunterkunft?, ZBl 2018 S. 507 ff., 520 mit Verweis auf die entsprechenden Empfehlungen der Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und -direktoren vom 29. Juni 2012). So hält die Gemeinde denn auch im Beschluss vom 14. August 2017 fest, die Ausrichtung der täglichen Fr. 14.50 sei an das Fehlen eines Unterstützungswohnsitzes gebunden (Dispositivziffer 3) und bei erneuter Ausrichtung von regulärer Sozialhilfe würden die zu Unrecht erhaltenen Leistungen Dritter in monatlichen Raten in Abzug gebracht (Dispositivziffer 9). Angesichts der konkreten Umstände (Nichteinhaltung jeglicher Abmachungen; "flottanter" Lebensstil; unzureichende resp. fehlende eigene Bemühungen hinsichtlich Arbeit und Wohnung) ist nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer insbesondere auch nicht in einer den Anforderungen von Art. 106 Abs. 2 BGG genügenden Weise geltend gemacht, inwiefern es willkürlich sein soll, vorübergehend nur Leistungen im Sinne der Not (fall) hilfe nach § 5 SPV und Art. 12 BV zu erbringen.