Citation: I 449/05 14.12.2005 E. 4

4.1 Was die vorgenommene Invaliditätsbemessung nach der für Teilerwerbstätige geltenden gemischten Methode anbelangt, ist die verbliebene Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin im erwerblichen Bereich nicht mehr umstritten. Gestützt auf den Bericht des Dr. med. L.________ vom 5. Februar 2004 ist die Vorinstanz von einer noch zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 30 % ausgegangen. Die erwerblichen Auswirkungen dieser Leistungseinbusse als Raumpflegerin hat das kantonale Gericht sodann in Abweichung von der IV-Stelle zu Recht anhand der Tabellenlöhne "Gesundheits- und Sozialwesen", nicht anhand derjenigen für "Persönliche Dienstleistungen", ermittelt. Auf die überzeugenden Ausführungen kann verwiesen werden. 4.2 Streitig und näher zu prüfen ist indessen nach wie vor die Einschränkung im Haushaltbereich. Verwaltung und Vorinstanz haben diesbezüglich gestützt auf den Abklärungsbericht vom 7. April 2004 einen Invaliditätsgrad von 17 % ermittelt. Die Beschwerdeführerin indessen hält die eingesetzten Einschränkungsgrade bei einzelnen Haushaltsbereichen für nicht nachvollziehbar und verweist insbesondere auch auf den Bericht des Dr. med. L.________ vom 5. Februar 2004, in welchem für die Tätigkeit "Hauspflegerin/ Familienfrau" eine Einschränkung von 65 % attestiert worden sei. Rechtsprechungsgemäss bildet die in Art. 69 Abs. 2 IVV vorgesehene Abklärung an Ort und Stelle grundsätzlich die geeignete und im Regelfall auch genügende Vorkehr zur Ermittlung der gesundheitlichen Einschränkungen im Haushalt (BGE 130 V 61, 128 V 93, je mit Hinweisen) und kommt ärztlichen Schätzungen der Arbeitsfähigkeit kein genereller Vorrang gegenüber den Ergebnissen einer von der Invalidenversicherung durchgeführten Haushaltabklärung zu. Vorliegend erscheint indessen - wie die Beschwerdeführerin geltend macht - die Differenz zwischen der Einschränkung als Hauspflegerin, welche mit der ärztlichen Einschätzung übereinstimmt, und derjenigen als Hausfrau in der Tat sehr gross. Die Verwaltung wird die Einschränkung im Haushaltbereich anhand der substanziierten Kritikpunkte der Beschwerdeführerin und vor dem Hintergrund, dass auch geistig-psychische Beschwerden in Form allgemeiner Minderbelastbarkeit mit Leistungsabfall neuropsychologisch mit Aufmerksamkeits-, Konzentrations-, Denk- und Gedächtnisstörung diagnostiziert sind, nochmals zu überprüfen haben.