Citation: U 256/00 21.06.2001 E. A

A.- Die 1966 geborene H.________ arbeitet seit Januar 1988 als Bürohilfe im elterlichen Schlosserei- und Metallbaubetrieb X.________, einem der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) unterstellten Betrieb. Am 28. April 1989 erlitt sie als Lenkerin eines Personenwagens einen Verkehrsunfall. Der erstbehandelnde Arzt, Dr. med. R.________, stellte gleichentags keine Schmerzen und eine frei bewegliche Halswirbelsäule (HWS) fest. In der Nacht erbrach die Versicherte gemäss eigenen Angaben jedoch und verspürte am darauffolgenden Tag Kopfweh diffus über den Augen, Schläfen und occipital. Den Hausarzt suchte sie erst am 14. Juni 1989 wieder auf und erwähnte dabei Kopfschmerzen, verschwommenes Sehen und Erbrechen. Anlässlich der Untersuchung war die Nackenmuskulatur verspannt und die Muskelansätze occipital waren druckdolent. Dies veranlasste Dr. med. R.________ zur Diagnose einer HWS-Distorsion mit protrahierten vegetativen Symptomen (Zeugnis vom 28. Juni 1989). Die neurologische Untersuchung bei Dr. med. B.________ ergab ein cervikales Kopfweh bei Funktionsstörung C4 oder 5 (Bericht vom 20. Juli 1989). Dieselbe Diagnose stellte auch der Rheumatologe Dr. med. T.________ (Bericht vom 24. August 1989). In der Folge nahm die Häufigkeit der Kopfschmerzen ab und die Versicherte konnte gemäss Bericht des Dr. med. R.________ vom 29. November 1989 die Erwerbstätigkeit ab 1. November 1989 - mit Unterbruch vom 8. bis 15. November 1989 - wieder vollumfänglich aufnehmen. Am 7. Januar 1992 suchte die Versicherte erneut den Hausarzt auf, da die nach der seinerzeitigen Physiotherapie nur noch selten aufgetretenen Kopfschmerzen in den letzten Monaten wieder häufiger geworden seien und sie fast täglich darunter leide. Dies wurde der SUVA am 10. Januar 1992 als Rückfall gemeldet. Dr. med. T.________ diagnostizierte erneut cervikale Kopfschmerzen (Bericht vom 12. Mai 1992), während der Neurochirurge Dr. med. S.________ vom Spital X.________ im Bericht vom 5. August 1992 von einem ungewöhnlichen Kopfschmerztyp sprach, der an eine Migraine accompagnée erinnere. Dr. med. I.________ von der Neurologischen Klinik und Poliklinik des Spitals Y.________ diagnostizierte am 9. September 1992 chronische posttraumatische Kopfschmerzen nach Schleuder- bzw. Torsionstrauma und Kopfkontusion. Kreisarzt Dr. med. C.________ ging in der ärztlichen Abschlussuntersuchung vom 25. März 1994 davon aus, dass kein Schleudermechanismus stattgefunden hat, sondern eine Schädigung der HWS bei Kopfanprall, wobei er sich bezüglich Diagnose Dr. med. S.________ anschloss; die Unfallkausalität bezeichnete er als fraglich. Nachdem am 27. Mai 1994 Dr. med. R.________ von der SUVA-Abteilung Unfallmedizin eine ärztliche Beurteilung abgegeben hatte, verneinte die SUVA, welche bis Ende Juni 1994 für die Heilkosten aufgekommen und ein Taggeld ausgerichtet hatte, mit Verfügung vom 11. Juli 1994 ihre Leistungspflicht ab 1. Juli 1994. Daran hielt sie nach Beizug weiterer medizinischer Unterlagen mit Einspracheentscheid vom 7. November 1994 fest. Die hiegegen erhobene Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau mit Entscheid vom 4. Oktober 1995 teilweise gut, indem es den natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 28. April 1989 und den geltend gemachten Beschwerden bejahte und die Sache zur Beurteilung des Leistungsanspruchs im Sinne der Erwägungen an die SUVA zurückwies. Die daraufhin von der SUVA eingereichte Verwaltungsgerichtsbeschwerde hiess das Eidgenössische Versicherungsgericht mit Urteil vom 6. September 1996 in dem Sinne gut, dass es die Sache in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids an das kantonale Gericht zurückwies, damit dieses nach erfolgter Aktenergänzung neu entscheide. Zur Begründung führte es im Wesentlichen an, angesichts der teilweise erheblichen Beurteilungsdiskrepanz der beteiligten Ärzte drängten sich beweismässige Weiterungen bezüglich des Unfallherganges wie auch zum natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den als Rückfall geltend gemachten Beschwerden auf.