Citation: 1C_469/2023 E. C

C.a. Mit Urteil vom 28. September 2021 hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden die Beschwerde von A.________ gut, hob den angefochtenen Bau- und Einspracheentscheid auf und wies die Angelegenheit zu neuem Entscheid im Sinne der Erwägungen an die Gemeinde St. Moritz zurück. Zur Begründung führte das Verwaltungsgericht im Wesentlichen aus, es sei nicht glaubhaft gemacht, dass eine effektive Nachfrage nach Erstwohnungen im luxuriösen Segment in St. Moritz bestehe. Es fehlten genauere Angaben zum Leerbestand von Erstwohnungen im Luxussegment, zur Anzahl der erstellten Erstwohnungen im betreffenden Marktsegment sowie zum Verhältnis von Erst- und Zweitwohnungen der entsprechenden Art. Damit bleibe unklar, ob tatsächlich eine Nachfrage nach Erstwohnungen im luxuriösen Segment bestehe. Da die Gemeinde somit ihrer Abklärungspflicht nicht genügend nachgekommen sei, dränge es sich auf, die Angelegenheit zur Abklärung des Immobilienmarktes in St. Moritz zurückzuweisen. C.b. Mit Verfügung vom 8. November 2021 erliess die Gemeinde St. Moritz einen Baustopp und verbot der Beschwerdegegnerin, am Neubau auf der Parzelle 1855 weitere Bauarbeiten vorzunehmen. Zudem wurde sie aufgefordert, innert Monatsfrist eine Bewerbung zu nennen, die die Voraussetzungen im Sinne der Erwägungen (ernsthafte und konkrete Zusicherung für den Erwerb durch einen ganzjährigen Bewohner) erfülle. Im Unterlassungsfall werde die Gemeinde zulasten der Beschwerdegegnerin die vom Verwaltungsgericht geforderten Abklärungen bezüglich Erstwohnungsbedarf treffen. Daraufhin reichte die Beschwerdegegnerin der Gemeinde St. Moritz eine öffentliche Urkunde eines Notars ein, welche die Gemeinde nicht als ausreichend erachtete. Im Anschluss daran führte die Beschwerdegegnerin aus, dass sie von ihrer bisherigen Verkaufsstrategie Abstand genommen habe und nun C.________, wirtschaftlicher Eigentümer der Beschwerdegegnerin, beabsichtige, das Wohnhaus auf der Parzelle 1855 nach dessen Fertigstellung selbst und dauerhaft zu bewohnen. C.c. Weil sie die zugesicherte Erstwohnnutzung durch C.________ auf Dauer als nicht gesichert erachtete, beauftragte die Gemeinde St. Moritz in der Folge die D.________ AG, Zürich, im Rahmen eines Gutachtens den Bedarf an Erstwohnungen im Segment des fraglichen Einfamilienhauses in St. Moritz abzuklären. In diesem kamen die Gutachter zum Schluss, es werde als realistisch erachtet, dass eine Liegenschaft wie jene auf Parzelle 1855 als Erstwohnsitz erworben werde. Gestützt darauf wies die Gemeinde St. Moritz mit Bau- und Einspracheentscheid vom 11. Juli 2022 die Einsprache von A.________ ab und bewilligte das Baugesuch mit der Auflage einer Erstwohnungsverpflichtung.