Citation: 6B_454/2022 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz verletzt kein Bundesrecht, wenn sie von einem Angriff und nicht von einem Raufhandel ausgeht. Dass der Beschwerdegegner 2 am 28. März 2015 in der Wohnung der Beschwerdeführerin von D.C.________ und einigen seiner Kollegen tätlich angegangen wurde, stellt die Beschwerdeführerin nicht in Abrede. Alleine, dass er versuchte, sich zu schützen, macht aus dem Angriff keine wechselseitige tätliche Auseinandersetzung im Sinne eines Raufhandels, zumal im angefochtenen Urteil nicht festgestellt ist und in der Beschwerde auch nicht behauptet wird, dass er die Grenzen der erforderlichen Abwehr überschritten hätte. Die Beschwerdeführerin argumentiert zwar, die Tätlichkeit sei vom Beschwerdegegner 2 ausgegangen, indem dieser sie gleich zu Beginn gegen die Wand gestossen habe. Indessen ist dies im angefochtenen Urteil nicht festgestellt und tut die Beschwerdeführerin auch nicht dar, weshalb sie zu einer dahingehenden Berichtigung oder Ergänzung des Sachverhalts berechtigt sein soll (siehe Erwägung 1).