Citation: 5D_213/2015 E. 4.6

4.6. Was ihr Aufwand für Besprechungen betreffe (15 Stunden in drei Jahren), befasse sich die Vorinstanz nicht mit dem Einwand, dass dieser Aufwand angesichts der Bedeutung des Falles für den Klienten notwendig gewesen sei. Vielmehr begnüge sich die Vorinstanz mit dem Hinweis, dass die Scheidung für die Frau genauso bedeutungsvoll sei. Dies möge zutreffen. Es werde dabei aber noch keine Gewichtung gemacht, dass für ihren Klienten der Aufwand angesichts des Vorgehens der Frau in Bezug auf ihre Liegenschaft im Iran besonders gross gewesen sei. Ihr Klient habe es nicht begreifen können, dass seine Frau dermassen vor Gericht habe lügen können (hinsichtlich ihrer Mieteinnahmen und der Übertragung des Miteigentumsanteils an der iranischen Liegenschaft). Sie sei als Anwältin schier nicht in der Lage gewesen, die Forderungen ihres Klienten auf ein sinnvolles Mass zu reduzieren. Dessen Kränkung durch seine Frau erscheine als unheilbar. Die Eigenheiten des Klienten seien nicht beachtet worden, was nicht sachgerecht sei.