Citation: 5A_585/2009 08.12.2009 E. 5.1

5.1.1 Zunächst ist er der Auffassung, das Kantonsgericht habe der Beschwerdeführerin zu Unrecht Wohnkosten von Fr. 1'500.-- zugestanden. Diese verfüge nämlich über ein unentgeltliches Wohnrecht bei ihrem Bruder in Schwyz, wo sie auch gewohnt habe. Er könne nicht verpflichtet werden, ihr einen komfortablen Zweitwohnsitz im Tessin zu ermöglichen. Die Begründung des Kantonsgerichts, weshalb dieses Wohnrecht unbeachtlich bleibe, sei falsch. Aus diesen Gründen sei der Beschwerdegegnerin unter diesem Titel ein Betrag von Fr. 700.-- zuzubilligen. 5.1.2 Der Beschwerdeführer behauptet indes nicht und legt nicht dar, dass das testamentarisch vom Vater der Beschwerdegegnerin eingeräumte Wohnrecht auch nur annähernd dem Standard entspricht, worauf sie aufgrund des lebensprägenden Charakters der Ehe und der tatsächlich gelebten Lebenshaltung Anspruch hat. Genauer besehen handelt es sich, worauf die Beschwerdegegnerin hinweist, nicht einmal um eine Wohnung im üblichen Sinn, sondern um "ein Zimmer, sowie Mitbenützung von Treppenhaus, Abstellraum und Toilette" (Klagebeilage 16). Von Angemessenheit der Wohnung kann damit keine Rede sein. Mithin ist im Umstand, dass das Kantonsgericht einen üblichen Betrag für die Wohnkosten in der Bedarfsberechnung eingesetzt hat, keine Bundesrechtsverletzung zu erblicken. Die diesbezügliche Rüge ist unbegründet.