Citation: 1C_25/2016 E. 2.3

2.3. Im Administrativverfahren über den Entzug eines Führerausweises sind die Behörden grundsätzlich an die tatsächlichen Feststellungen im Strafverfahren gebunden (vgl. BGE 124 II 103 E. 1c S. 106 f.; 119 Ib 158). Ein Ausnahmetatbestand, wie er von der Rechtsprechung in engem Rahmen zugelassen wird (vgl. BGE 124 II 103 E. 1c/aa S. 106), liegt hier nicht vor und wird auch vom Beschwerdeführer nicht behauptet. Wer weiss, dass ihm ein Verfahren auf Führerausweisentzug droht, ist nach Treu und Glauben verpflichtet, seine Einwände und Beweisanträge in tatsächlicher Hinsicht bereits im Strafverfahren zu erheben und allenfalls die nötigen Rechtsmittel zu ergreifen (BGE 123 II 97 E. 3c/aa S. 103 f.). Der Beschwerdeführer zog seine Einsprache gegen den Strafbefehl zurück. In diesem wurde festgehalten, er habe den Unfall wegen eines Sekundenschlafs begangen. Darauf kann er im Administrativverfahren nicht mehr zurückkommen. Daran ändert nichts, dass das Verwaltungsgericht im angefochtenen Entscheid nicht ebenfalls ausdrücklich auf den Begriff des Sekundenschlafs zurückgreift, sondern als im Strafverfahren verbindlich festgestellt ausführt, der Beschwerdeführer sei unmittelbar vor dem Selbstunfall kurz eingeschlafen.