Citation: 4A_48/2019 E. 5.3

5.3. Der Gutachter hat eine Erhöhung des prozentualen Zuschlags neben der Erhöhung der honorarberechtigten Bausumme nicht kategorisch ausgeschlossen, sondern nur im konkreten Fall, weil die Aktiengesellschaft keine komplexe anspruchsvolle Planung habe leisten müssen. Er schätzte die übernommenen Risiken als gering ein. Dabei berücksichtigte er einerseits, dass es sich um ein standardisiertes Projekt gehandelt habe, da die Aktiengesellschaft bereits an drei anderen Orten ähnliche Projekte erstellt habe. Davon hatte sich der Gutachter anlässlich eines Augenscheins selbst überzeugt. Zudem war das Projekt schon in einem gewissen Mass gediehen, was die Risiken in den Augen des Gutachters minderte. Andererseits fiel für den Gutachter ins Gewicht, dass ein Kostenvoranschlag bestanden habe, der mehr als 10 % tiefer gelegen habe als der Vereinbarte Pauschalpreis. Unter anderem wieder mit Blick auf die in den drei früheren Projekten gewonnenen Erfahrungen war der Gutachter der Auffassung, der Aktiengesellschaft sei es möglich gewesen, die notwendigen Kosten hinreichend präzise vorherzusehen, so dass sie mit Blick auf die Höhe des Pauschalpreises gegenüber dem Kanton Zürich kein nennenswertes Risiko eingegangen wäre, das mit einer zusätzlichen Entschädigung hätte abgegolten werden müssen.