Citation: 4A_103/2018 E. 2.1.1

2.1.1. Sie erwog erstens, aus den AGB der Beschwerdeführerin würden sich keine konkreten Anforderungen an die Schlussrechnung ergeben. Sofern die Beschwerdeführerin geltend mache, die Beschwerdegegnerin schulde eine detaillierte, nach Positionen des Leistungsverzeichnisses aufgeschlüsselte Schlussrechnung, Lieferscheine, Dokumentationen und weitere Leistungsnachweise, finde sich hierfür keine Grundlage in ihren AGB. Auch aus der SIA-Norm 118 würden sich keine einschlägigen Anforderungen an die von der Beschwerdeführerin verlangte Schlussrechnung ergeben. Die Schlussabrechnung gemäss Art. 153 SIA-Norm 118 müsse lediglich bei Leistungen nach Einheitspreisen die Feststellung der Schlussabrechnungssumme aufgrund der endgültigen Ausmasse enthalten. Zweitens hätten die Parteien für die Hebeschiebetüren, die als Nachtrag offeriert worden seien, einen Pauschalpreis vereinbart, welchen die Beschwerdeführerin mit Entgegennahme der Leistung akzeptiert habe. Es fehle somit an einem schützenswerten Interesse daran, eine Rechnung zu erhalten, welche die erbrachten Leistungen im Detaillierungsgrad der Offerte wiedergebe. Drittens sei das Verhalten der Beschwerdeführerin rechtsmissbräuchlich, wenn sie sich im Rahmen einer bestehenden Geschäftsbeziehung erst Jahre später und nach zwei Mahnungen darauf berufe, die Rechnungsstellung sei nicht genügend. Die Beschwerdeführerin könne viertens ebenfalls nicht einwenden, sie habe auch bezüglich der übrigen werkvertraglichen Arbeiten keine Schlussrechnung erhalten, weil die diesbezügliche Rechnung der Beschwerdegegnerin vom 16. Dezember 2009 keine Schlussrechnung gewesen sei. In dieser Rechnung seien Nachträge ausgenommen gewesen; die einzige von der Beschwerdeführerin behauptete ausstehende Arbeit seien aber die Hebeschiebetüren gewesen. Die Rechnung vom 16. Dezember 2009 sei von der Beschwerdeführerin vorbehaltlos bezahlt worden, wobei keine Anhaltspunkte dafür bestünden, dass es sich nur um eine Akontorechnung gehandelt habe.