Citation: 6B_1081/2009 07.01.2010 E. 5

Die Vorinstanz gewährt für die neue Strafe den bedingten Strafvollzug, widerruft indessen die frühere bedingte Entlassung und erklärt die Reststrafe von 289 Tagen für vollziehbar. Auch insoweit kann in Anwendung von Art. 109 Abs. 3 BGG auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (vgl. angefochtenen Entscheid S. 9 - 13 E. 4 und 5). Der Beschwerdeführer ist türkischer Staatsangehöriger. Er macht im Zusammenhang mit dem Vollzug der Reststrafe geltend, die Vorinstanz habe sein "Problem mit dem Militärdienst nicht gewürdigt oder falsch verstanden". Er habe den normalen Militärdienst aufgeschoben und müsse statt dessen nur einen Monat Dienst leisten. Wenn er nun ins Gefängnis müsste, könnte er diesen Dienst nicht leisten, und es fiele der Aufschub dahin. Er könnte dann nicht mehr in die Türkei, weil er sonst an der Grenze verhaftet und in den ordentlichen Militärdienst geschickt würde, der 18 Monate dauere. Der Strafvollzug stelle für ihn somit eine unangemessene Härte dar (Beschwerde S. 2). Davon, dass die kantonalen Richter in Bezug auf den Militärdienst etwas "nicht gewürdigt oder falsch verstanden" hätten, kann nicht die Rede sein. Die erste Instanz hat festgestellt, der Beschwerdeführer habe sowohl in der polizeilichen Einvernahme als auch an der Verhandlung vor Gericht angegeben, er habe das Ziel, in der Türkei den obligatorischen Militärdienst zu absolvieren (Urteil Bezirksgericht Kulm vom 5. November 2008 S. 9 E. 5.1.2.4). In der Berufungsschrift vom 24. März 2009 (vgl. S. 6 - 9 E. 6 - 9, 11) hat der Beschwerdeführer sich zum vorgesehenen Militärdienst in der Türkei nicht geäussert. Die Vorinstanz hat deshalb ebenfalls nur festgehalten, der Beschwerdeführer gehe davon aus, er werde in nächster Zeit den Militärdienst in der Türkei absolvieren (angefochtener Entscheid S. 8/9). Was er vor Bundesgericht vorbringt, ist neu und damit unzulässig (s. oben E. 3).