Citation: 1A.131/2005 09.11.2005 E. 4

Schliesslich rügt der Beschwerdeführer die Ausführungen des Verwaltungsgerichts zur Unbefangenheit des DBU: Nach der Rechtsprechung des Thurgauer Verwaltungsgerichts kann eine kommunale Planungsbehörde nicht mehr als unbefangen und unparteiisch angesehen werden, wenn das Gemeinwesen einen erheblichen Anteil Land in ein Gestaltungsplangebiet einwirft, mit der Folge, dass diesfalls ein allfälliges Einspracheverfahren analog § 109 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 16. August 1995 (PBG) durch das DBU durchzuführen sei. Es führte aus, dass Analoges in Anwendung von § 109 Abs. 2 PBG gelten dürfte, wenn der Kanton Partei sei. Im vorliegenden Fall sei jedoch der Landanteil des Gemeinwesens im Wesentlichen auf Strassenland beschränkt; insgesamt falle dieser Landanteil nicht ins Gewicht und es seien auch keine anderen Abhängigkeiten ersichtlich. Der Beschwerdeführer macht dagegen geltend, dass die dem Kanton gehörende Parzelle Nr. 841 durch den Einbezug als Bauland in den Gestaltungsplan eine Wertsteigerung von über einer Million Franken erfahre. Dies kann jedoch nicht genügen, um die Unparteilichkeit des DBU in Zweifel zu ziehen: Das DBU ist im vorliegenden Verfahren nicht Planungs- sondern Rekursbehörde. Vom Rechtsdienst des mit der Wahrung des Bau- und Umweltrechts beauftragen Departements kann und muss erwartet werden, dass er Rekurse ohne Rücksichtnahme auf allfällige finanzielle Interessen des Kantons prüft. Die blosse Wertsteigerung einer einzelnen Parzelle durch die angefochtene Planungsmassnahme kann jedenfalls für sich allein nicht genügen, um die Befangenheit der kantonalen Rekursinstanz zu begründen.