Citation: 9C_597/2016 E. 5.3.2

5.3.2. Lässt eine Auslegung der fraglichen Reglementsbestimmung nach dem Vertrauensprinzip somit einen entsprechenden Schluss ohne Weiteres zu, ist ein "nicht ausdrücklich geregelter Fall" im Sinne von Art. 19 des Reglements auszuschliessen. Für die in der Beschwerde geltend gemachte "Lückenfüllung" durch den Stiftungsrat "durch sinngemässe Anwendung und unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften" bleibt folglich kein Raum. Namentlich rechtfertigt sich angesichts der vorhandenen reglementarischen Ausgangslage keine Einzelfalllösung in Analogie zu Art. 339c Abs. 3 OR, wonach eine Abgangsentschädigung herabgesetzt werden oder wegfallen kann, wenn das Arbeitsverhältnis u.a. vom Arbeitgeber aus wichtigem Grund fristlos aufgelöst wurde. Vielmehr kann die Austrittsleistung, welche gemäss Art. 11 Abs. 2 Satz 1 des Reglements dem auf den Zeitpunkt des Austritts vorhandenen Altersguthaben entspricht (volle Freizügigkeit), regelmässig an eine allfällige Abgangsentschädigung nach Art. 339b ff. OR der Arbeitgeberin angerechnet werden (Art. 11 Abs. 2 Satz 2 des Reglements). Von einem geradezu missbräuchlichen und absolut stossenden Ergebnis kann vor diesem Hintergrund entgegen der Betrachtungsweise der Beschwerdeführerin nicht gesprochen werden. Die Rechtmässigkeit der fristlosen Entlassung bzw. der Ausgang des diesbezüglich hängigen arbeitsrechtlichen Verfahrens zwischen dem Beschwerdegegner und seiner vormaligen Arbeitgeberin vermag das vorliegende Verfahren demnach nicht zu beeinflussen, weshalb sich eine Sistierung bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen arbeitsrechtlichen Entscheids erübrigt. Darauf hinzuweisen ist überdies, dass dem Beschwerdegegner auf Grund der fristlosen Beendigung des Arbeitsverhältnisses am 22. Mai 2014 infolge Frühpensionierung eine vorsorgerechtliche Altersrente der Pensionskasse E.________ ausgerichtet wird. Dieser Umstand lässt gewisse Rückschlüsse darauf zu, dass es sich hier ebenfalls um die Auszahlung des Alterskapitals (gemäss Art. 8 des Reglements) - und nicht einer Freizügigkeitsleistung (nach Art. 11 des Reglements) - handeln könnte. Wie es sich damit verhält, braucht indessen angesichts des Ausgangs des Prozesses nicht abschliessend beurteilt zu werden.