Citation: 5P.121/2006 18.07.2006 E. 2

2.1 Der Beschwerdeführer wirft der letzten kantonalen Instanz eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör vor (Art. 29 Abs. 2 BV). Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheides dar, welcher in die Rechtsstellung des Einzelnen eingreift. Dazu gehört insbesondere das Recht des Betroffenen, sich vor Erlass eines in seine Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern, Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 106 Ia 161 E. 2b; 127 I 54 E. 2b). 2.2 Das Obergericht hat den Beschwerdeführer zwar als "Verfahrensbeteiligten" im Rubrum des angefochtenen Entscheids aufgeführt und ihn damit in das aufsichtsrechtliche Verfahren einbezogen, wie dies Art. 8 EMRK verlangt (vgl. dazu Schwenzer, Basler Kommentar, N. 5 zu Art. 275 ZGB), hat aber zugegebenermassen das durch vormundschaftlichen Beschluss vom 19. November 2002 gewährte, im Verhältnis zur Regelung im Scheidungsurteil erweiterte Besuchsrecht des Beschwerdeführers eingeschränkt, ohne diesen im Verfahren zur Sache anzuhören. Damit hat es den Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör, wie es in Art. 29 Abs. 2 BV umschrieben wird, verletzt. Der angefochtene Entscheid ist daher antragsgemäss in den Ziffern 1, 2 und 4 aufzuheben, ohne dass auf die weiteren Rügen einzugehen wäre.