Citation: 4A_496/2019 E. A

A.a. A.________ (Beklagte, Beschwerdeführerin) war die (seit 2004 geschiedene) Ehefrau von B.B.________, der zusammen mit anderen Personen im sog. X.________-Skandal betrügerische Handlungen im Deliktsbetrag von mehreren Milliarden DM verübt hatte. 1995 hatten die Eheleute B.________ eine Güterstandsvereinbarung geschlossen, in der sich B.B.________ verpflichtete, der Beklagten aus Güterrecht DM 110 Mio. zu bezahlen (abzüglich bereits geleisteter DM 12 Mio.). Diese Zahlung wurde geleistet. lm Anschluss an die Verhaftung von B.B.________ im Jahr 2000 wurde in Deutschland das Insolvenzverfahren über ihn eröffnet. Der deutsche Insolvenzverwalter Rechtsanwalt D.________ reichte im Jahr 2001 in Deutschland eine Anfechtungsklage mit einem Streitwert von DM 176 Mio. nach § 129 ff. der deutschen Insolvenzordnung (vergleichbar der paulianischen Anfechtung gemäss Art. 285 ff. SchKG) ein, die er 2003 jedoch zurückzog. Ebenfalls im Jahr 2001 hatte die Beklagte mit dem Insolvenzverwalter am 30. April eine (erste) "Vergleichs- und Auseinandersetzungsvereinbarung" und am 17. September eine "zweite Ergänzungsvereinbarung" geschlossen. Die hier zu beurteilenden Ansprüche stützen sich im Wesentlichen auf die zweite der genannten Vereinbarungen. Gemäss der ersten Vereinbarung sollte die Beklagte dem Insolvenzverwalter ihr ganzes Vermögen (Orientierungswert DM 366.7 Mio.) herausgeben bzw. sonstwie übertragen, wofür sie DM 20 Mio. erhalten und von einer Verpflichtung gegenüber einer Drittperson freigestellt werden sollte. Beide Vereinbarungen wurden von einem Basler Notar in Basel verurkundet. Zum Zeitpunkt der Verurkundung der Vereinbarungen hatte die Beklagte ihren Wohnsitz (noch) nicht in der Schweiz, sondern in Deutschland. In den beiden Vereinbarungen erwähnt und vorliegend relevant ist unter anderem ein Grundstück in St. Moritz, das die Beklagte offenbar aus Mitteln ihres Ehemannes erworben hat und aufwändig umbauen liess. Aus hier nicht näher interessierenden bewilligungsrechtlichen Gründen konnte die Beklagte dieses Grundstück nur zu 40 % halten, während ihr Schwiegervater C.B.________ sen. als Eigentümer der anderen 60 % ins Grundbuch eingetragen wurde. ln der ersten Vereinbarung von April 2001 verpflichtete sich die Beklagte - gegen eine hier nicht näher interessierende Gegenleistung - das Eigentum an dem ihr gehörenden Grundstück auf Insolvenzverwalter D.________ zu übertragen. Ausserdem versprach sie zu gewährleisten, dass Schwiegervater C.B.________ sein Grundstück ebenfalls unentgeltlich an den Insolvenzverwalter übertragen werde. Wegen der gesetzlichen Regeln betreffend Grundstückerwerb durch Ausländer in der Schweiz wurde in der zweiten Ergänzungsvereinbarung vom September 2001 von einer (bewilligungspflichtigen) Übertragung des Anteils der Beklagten an Insolvenzverwalter D.________ abgesehen, und erstere verpflichtete sich dazu, letzterem eine unwiderrufliche Verkaufsvollmacht einzuräumen (was auch geschah) und zukünftige Verkaufserlöse an ihn abzutreten. Ausserdem verpflichtete sie sich, dass Schwiegervater C.B.________ zugunsten von Insolvenzverwalter D.________ ebenfalls eine Verkaufsvollmacht und eine Abtretungserklärung bezüglich seines Grundstücks abgebe, was dieser dann auch tat, diese allerdings rund ein Jahr später widerrief. Am 28. November 2005 teilte die Beklagte dem Insolvenzverwalter mit, sie erachte die genannten Vereinbarungen für sittenwidrig und nichtig. Am 30. Mai 2006 verkaufte die mittlerweile in der Schweiz wohnhafte Beschwerdeführerin die in den Vereinbarungen genannte Liegenschaft in St. Moritz zu einem Preis von Fr. 17'500'000.--, den sie für sich behielt. A.b. Am 23. Dezember 2008 verklagte der neue Insolvenzverwalter E.________ als Nachfolger des verstorbenen D.________ die wie dargelegt bereits vor dem Verkauf der Liegenschaft in die Schweiz übersiedelte Beklagte vor dem Bezirksgericht Meilen unter Vorbehalt des Nachklagerechts auf Zahlung von Fr. 17'500'000.-- zuzüglich Verzugszinsen. Er verlangte mit der Klage die Herausgabe des Verkaufserlöses aus dem Verkauf ihrer Liegenschaft in St. Moritz. Mit abschliessendem Urteil 4A_389/2011 vom 26. Oktober 2011 (teilweise publiziert in: BGE 137 III 631) verneinte das Bundesgericht die Prozessführungsbefugnis des Insolvenzverwalters. Auf eine von der Beklagten erhobene Widerklage betreffend Ungültigkeit der Vereinbarungen von 2001 sowie Rückgabe von bereits Geleistetem trat das Bezirksgericht Meilen, bestätigt durch das Obergericht und das Bundesgericht (Urteil 4A_380/2012 vom 18. Februar 2013, teilweise publiziert in: BGE 139 III 236) ebenfalls nicht ein. A.c. Auf Gesuch des Insolvenzverwalters anerkannte das Bezirksgericht Meilen am 23. Februar 2012 den Beschluss des Amtsgerichts Karlsruhe vom 1. Mai 2000 betreffend Konkurseröffnung über B.B.________ im Sinne von aArt. 166 IPRG (vgl. für die zwischen dem 1. Mai 2000 [Beschluss des Amtsgerichts Karlsruhe betreffend die Konkurseröffnung] bis zum 27. Juli 2012 [Klageeinleitung der Hilfskonkursmasse] geltende Fassung der aArt. 166 ff. IPRG: AS 1988 1818 ff., sowie für aArt. 172 Abs. 1 lit. b und aArt. 174 Abs. 1 IPRG: AS 1995 1316 und für Art. 169 Abs. 2 Satz 1 IPRG [sowie die keiner Revision unterzogenen Artikel] die geltende Fassung [SR 291] oder: https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19870312/201101010000/291.pdf zuletzt besucht am 18. Januar 2020) für das Gebiet der Schweizerischen Eidgenossenschaft, eröffnete den sog. Hilfskonkurs und beauftragte das Konkursamt Küsnacht mit dem Vollzug.