Citation: 9C_542/2022 E. 4.3.1

4.3.1. Im Rückweisungsurteil vom 20. Januar 2020 erwog das kantonale Gericht u.a., die Untersuchungen durch die asim-Experten hätten im September 2016 stattgefunden. Anlässlich der Abklärung an Ort und Stelle vom 8. Februar 2018 habe die Beschwerdeführerin von einem seit der Begutachtung verschlechterten Gesundheitszustand berichtet; insbesondere habe sie bei einem Sturz im April 2017 ihr Knie verletzt und rund drei Monate später ein Handgelenk gebrochen. Die Veränderungen ihres Gesundheitszustandes seien ungewiss. Die IV-Stelle werde daher im Hinblick auf den Zeitablauf seit der (asim-) Begutachtung zu prüfen haben, ob eine Verlaufsbegutachtung angezeigt sei. Zur Beweiskraft des asim-Gutachtens (samt nachträglicher Stellungnahme) für den Zeitraum bis zur Begutachtung äusserte sich die Vorinstanz nicht. Weiter erwog das kantonale Gericht, die Abklärung an Ort und Stelle gemäss Bericht vom 1. März 2018 sei hinsichtlich der gesundheitlichen Schwierigkeiten der Versicherten, der notwendigen Pflegeleistungen für ihren Ehemann und dessen allfälliger Mithilfe im Haushalt im Rahmen der Schadenminderungspflicht unvollständig.