Citation: 1C_325/2018 E. 7.2

7.2. Gemäss Art. 24e Abs. 1 RPG werden bauliche Massnahmen in unbewohnten Gebäuden oder Gebäudeteilen, die in ihrer Substanz erhalten sind, bewilligt, wenn sie Bewohnern oder Bewohnerinnen einer nahe gelegenen Wohnbaute zur hobbymässigen Tierhaltung dienen und eine tierfreundliche Haltung gewährleisten. Die hobbymässige Tierhaltung gilt als Erweiterung der Wohnnutzung der nahe gelegenen Wohnbaute (Art. 42b Abs. 1 der Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000 [RPV; SR 700.1]). Art. 24e RPG trat zwar erst auf den 1. Mai 2014 und damit nach Ergehen des Rückweisungsentscheids des Bundesgerichts in Kraft. Er ersetzt aber den damals geltenden Art. 24d Abs. 1bis RPG (AS 3638) und ist als grosszügigere Regelung bei der vorliegend strittigen Neubeurteilung zu berücksichtigen (vgl. Urteil 1C_144/2013 vom 29. September 2014 E. 2). Diese betrifft entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers nicht bloss die Frage der hobbymässigen Tierhaltung, sondern in erster Linie die Bewilligungsfähigkeit des nachträglichen Baugesuchs zum Stall (vgl. vorne E. 4.3).