Citation: I 445/03 22.12.2003 E. 3

Zu beurteilen sind ferner die erwerblichen Auswirkungen der festgestellten Arbeitsunfähigkeit mittels Einkommensvergleichs (Art. 28 Abs. 2 IVG; vgl. Erw. 1 hievor), wohingegen weder im Lichte der Akten noch auf Grund der Vorbringen der Parteien Anlass zur näheren Prüfung des auf Grund einer Abklärung vor Ort durch einen Betätigungsvergleich ermittelten Behinderungsgrades im Haushalt (50 %) besteht (vgl. BGE 125 V 415 und 417). Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass für den Einkommensvergleich die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns eines allfälligen Rentenanspruchs massgebend sind; Validen- und Invalideneinkommen sind dabei auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen (BGE 128 V 174; SVR 2003 IV Nr. 11 S. 31). 3.1 Das hypothetische Einkommen ohne Invalidität (Valideneinkommen) beläuft sich gestützt auf die Angaben der Firma Y.________ vom 28. Januar 2002 für das vorliegend relevante Vergleichsjahr 1999 auf Fr. 24'310.- jährlich (Fr. 1870.- x 13). Anhaltspunkte dafür, dass es sich dabei um einen auf Grund des Gesundheitszustandes der Versicherten bereits reduzierten Verdienst gehandelt hätte, sind nicht erkennbar. 3.2 Was die Bestimmung des Einkommens anbelangt, welches die Beschwerdeführerin zumutbarerweise mit ihren gesundheitlichen Beeinträchtigungen bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage zu erzielen vermöchte (Invalideneinkommen), hat die IV-Stelle gestützt auf sog. DAP (Dokumentation von Arbeitsplätzen der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt [SUVA])-Zahlen für das Jahr 2002 nach Massgabe einer um 70 % verminderten Leistungsfähigkeit ein Einkommen von Fr. 13'621.- als massgeblich erachtet. Darauf kann indessen, abgesehen vom nicht korrekten Vergleichsjahr, bereits deshalb nicht abgestellt werden, weil mit bloss drei aufgelegten DAP-Blättern gemäss neuester höchstrichterlicher Rechtsprechung (BGE 129 V 472 Erw. 4.2.1 und 4.2.2; vgl. auch Urteil R. vom 1. Oktober 2003, I 479/00, Erw. 3.1) die Basis für die Beurteilung der Repräsentativität der verwendeten DAP-Blätter zu schmal und die Ermittlung des Invalideneinkommens somit nicht bundesrechtskonform ist. 3.3 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 76 f. Erw. 3b/aa und bb). Gemäss Tabelle TA1 der LSE 1998 betrug der monatliche Bruttolohn (Zentralwert, basierend auf 40 Wochenstunden) für Arbeitnehmerinnen mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) im privaten Sektor Fr. 3505.-, was umgerechnet auf die betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit im Jahre 1999 von 41,8 Stunden (Die Volkswirtschaft, 11/2003, S. 98, Tabelle B9.2) sowie in Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung für Frauen von 1998 auf 1999 von rund 0,6 % (Die Volkswirtschaft, a.a.O., S. 99, Tabelle B10.3; BGE 129 V 408) bei einer Arbeitsfähigkeit von 30 % einem Einkommen von Fr. 13'265.- entspricht. Die Voraussetzungen für einen leidensbedingten Abzug vom Tabellenlohn (vgl. dazu BGE 126 V 78 ff. Erw. 5 mit Hinweisen), hat das kantonale Gericht zu Recht implizit verneint. Selbst wenn sich die im Gutachten der Institution X.________ vom 30. Oktober 2001 genannten leidensbedingten Einschränkungen (nur körperlich leichte Tätigkeiten, eingeschränkter Bewegungsapparat) auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt lohnmindernd auswirken sollten, träfe dies nur in geringem Masse zu, zumal diesen bereits mit der Annahme einer Leistungseinbusse von 70 % Rechnung getragen wurde. Eine Herabsetzung des Tabellenlohnes lässt sich damit jedenfalls nicht rechtfertigen, gilt es doch auf der anderen Seite zu berücksichtigen - wie bereits im angefochtenen Entscheid zutreffend festgehalten wurde -, dass sich bei Frauen im Rahmen von einfachen und repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) eine Teilzeitarbeit von 30 % proportional zu einer Vollzeitbeschäftigung berechnet sogar lohnerhöhend auswirkt (vgl. Tabelle 6* der LSE 1998, S. 20; Urteil T. vom 9. September 2003, I 72/03, Erw. 3 mit weiteren Hinweisen). Andere einkommensbeeinflussende Faktoren, welche gegebenenfalls einen Abzug als angemessen erscheinen lassen würden, sind bei der seit 1972 in der Schweiz lebenden und seit März 1997 das schweizerische Bürgerrecht besitzenden, im Jahre 1999 47-jährigen Versicherten nicht auszumachen. Es bleibt daher bei einem Invalideneinkommen von Fr. 13'265.-. 3.4 Aus der Gegenüberstellung von Validen- (Fr. 24'310.-) und Invalideneinkommen (Fr. 13'265.-) ergibt sich ein Invaliditätsgrad im erwerblichen Bereich von 45 %. Im Haushalt beträgt die Einschränkung sodann unbestrittenermassen 50 % (Erw. 3 hievor), woraus in Anwendung der gemischten Methode eine Gesamtinvalidität von 47,3 % (0,54 x 45 % + 0,46 x 50 %) und damit ein Anspruch auf eine Viertelsrente resultiert. Hinweise für relevante Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass bestehen nicht, sodass es im Ergebnis bei der zugesprochenen Viertelsrente sein Bewenden haben muss, zumal nach unwidersprochen gebliebener Feststellung der Verwaltung auch kein Härtefall in Sinne von Art. 28 Abs. 1bis IVG vorliegt.