Citation: 4A_73/2020 E. 3.1.2

3.1.2. Der Rechtsvertreter des Beschwerdegegners stützte sich vor den kantonalen Instanzen auf eine undatierte Vollmacht, die lediglich den Vermerk "Beratung" enthielt und weder ein konkretes Verfahren noch eine konkrete Gegenpartei nannte. Dennoch kam die Vorinstanz aufgrund der gesamten Umstände zum Schluss, dass diese Vollmacht genüge. Ob diese vorinstanzliche Auffassung Bundesrecht verletzte und die Vorinstanz eine datierte, aktualisierte oder spezifischere Vollmacht hätte verlangen sollen (vgl. Urteil 5A_561/2016 vom 22. September 2016 E. 3.3), braucht nicht beurteilt zu werden: Der Beschwerdegegner reichte vor Bundesgericht eine neue Vollmacht zu Gunsten seines Rechtsvertreters ein. Darin wird Rechtsanwalt Däppen ausdrücklich zur Vertretung des Beschwerdegegners für die Verfahren vor dem Regionalgericht und dem Kantonsgericht in der vorliegenden Angelegenheit bevollmächtigt (Erwägung 1.2). Selbst wenn mit der Beschwerdeführerin davon ausgegangen würde, dass vor den kantonalen Instanzen die bisherige Vollmacht nicht rechtsgenüglich gewesen wäre, hätte der Beschwerdegegner mit der Unterzeichnung der Vollmacht Ende Februar 2020 die bisherigen Rechtshandlungen seines Rechtsvertreters vor den Vorinstanzen genehmigt und seine Handlungen sind damit wirksam (Urteil 4A.2/2005 vom 28. November 2005 E. 2.2; vgl. auch Urteil 5D_142/2017 vom 24. April 2018 E. 3.1, publ. in SJ 2018 I S. 394 f.).