Citation: 8C_940/2009 08.03.2010 E. 4

4.1 Es ist im Weiteren unbestritten, dass der Versicherte seit spätestens 1999 an einer schweren COPD litt. Streitig und zu prüfen ist, ob auch diese als Berufskrankheit hätte anerkannt werden müssen und ob den Erben des Versicherten rückwirkend Leistungen aufgrund dieses Leidens zuzusprechen sind. Vorinstanz und Verwaltung gingen gestützt auf die Beurteilung des SUVA-Arztes Dr. med. R.________, Facharzt für Dermatologie, Venerologie und Arbeitsmedizin, vom 7. November 2007 davon aus, dass die COPD des Versicherten nicht durch die Asbestexposition verursacht wurde. Demgegenüber machen die Beschwerdeführerinnen eine solche Verursachung unter Hinweis auf das erwähnte Privatgutachten des Dr. med. C.________ vom 13. August 2008 geltend. 4.2 Da Asbeststaub auf der Liste der schädigenden Stoffe im Anhang 1 der UVV aufgeführt wird und die Beschwerdeführerinnen einen Zusammenhang zwischen einer Asbeststaub-Exposition und dem Leiden des Versicherten geltend machen, ist entgegen den Erwägungen der Vorinstanz das Vorliegen einer Berufskrankheit nach Art. 9 Abs. 1 UVG und nicht einer solchen nach Art. 9 Abs. 2 UVG streitig. Daran vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass COPD von der SUVA offenbar praxisgemäss grundsätzlich nicht als durch Asbeststaub verursacht anerkannt werden. Demnach bestünde bereits dann eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin, wenn erstellt wäre, die Krankheit sei "vorwiegend" durch die berufsbedingte Exposition verursacht, ohne dass eine "stark überwiegende" Verursachung des Leidens durch die berufliche Tätigkeit nachgewiesen werden müsste. 4.3 Auf die Berichte versicherungsinterner Ärzte kann rechtsprechungsgemäss dann abgestellt werden, wenn auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfolgerungen bestehen (BGE 8C_216/2009 E. 4.7). Auch wenn das Privatgutachten des Dr. med. C.________ nicht vollständig nachvollziehbar ist und wissenschaftlich weniger stark abgestützt als die Stellungnahme des SUVA-Arztes Dr. med. R._________ erscheint, so vermag es doch zumindest geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit der Schlussfolgerungen des versicherungsinternen Arztes zu begründen (vgl. BGE 8C_216/2009 E. 4.6). Demgegenüber kann aus dem Umstand, dass sich die behandelnden medizinischen Fachpersonen nicht zur Ätiologie des Leidens äusserten, nichts abgeleitet werden. Demnach ist die Beschwerde gutzuheissen, Einsprache- und kantonaler Gerichtsentscheid sind aufzuheben und die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese ein versicherungsexternes (Akten-)Gutachten zur Frage einhole, ob das COPD des Versicherten vorwiegend durch die Asbeststaub-Exposition verursacht worden war. Anschliessend wird sie über die Leistungsansprüche des Versicherten bzw. dessen Erben neu zu verfügen haben.