Citation: 1C_682/2020 E. 4

Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Genehmigung der Teilrevision des Zonenplans im Gebiet Herdschwand und die Genehmigung des Bebauungsplanes Neuschwand seien für sie mit einem Nachteil verbunden, weil damit die Wahrscheinlichkeit, dass ihr Grundstück entsprechend einem von ihr im Jahr 2012 gestellten, nach wie vor hängigen Gesuch umgezont bzw. der viergeschossigen Wohnzone W4 zugewiesen werde, verringert würde. Die kantonalen Behörden hätten in diesem Kontext verkannt, dass sich die Beschwerdelegitimation von Dritten im Raumplanungsverfahren gemäss neuerer bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht allein danach richte, ob Immissionen vom Nachbargrundstück drohten. Wie sich aus BGE 141 II 50 ergebe, könne nämlich auch der praktische Nutzen einer gleichzeitigen und gemeinsamen raumplanungsrechtlichen Beurteilung von benachbarten und miteinander vergleichbaren Gebieten legitimationsbegründend sein. Aus der beantragten Aufhebung der Genehmigung der streitbetroffenen Planungsmassnahmen würde der Beschwerdeführerin ein praktischer Nutzen in diesem Sinne erwachsen. Umgekehrt liege es auf der Hand, dass die Beschwerdeführerin vorliegend durch die Genehmigung der vorgezogenen Teilrevision Herdschwand einen Nachteil erleide, da damit ihr Grundstück nicht in eine aufgrund des Alters des Zonenplans bundes- und kantonalrechtlich gebotene gleichzeitige planungsrechtliche Beurteilung und Behandlung der Gebiete Herdschwand und Rosenau mit einbezogen werde. Der Regierungsrat und die Vorinstanz vertreten demgegenüber die Auffassung, dass sich aus BGE 141 II 50 nichts zugunsten der Beschwerdeführerin ableiten lasse.