Citation: 4A_477/2023 E. A

Die A.________ GmbH (Klägerin, Beschwerdeführerin) bezweckt namentlich den An- und Verkauf von Fahrzeugen. Ihre Gesellschafter sind C.________, D.________, E.________ und F.________. Die B.________ GmbH wurde im Herbst 2020 in die B.________ AG (Beklagte, Beschwerdegegnerin) umgewandelt. Sie bezweckt den internationalen Handel mit Medizingütern. Ihr Verwaltungsrat setzt sich zusammen aus G.________ (Präsident) sowie D.________ und E.________ (Mitglieder). Im April 2020 kaufte die Klägerin von der H.________ AG einen Bentley Continental (nachfolgend: Bentley) zum Preis von Fr. 417'000.-- sowie von der I.________ AG einen Rolls-Royce Wraith (nachfolgend: Rolls-Royce) zum Preis von Fr. 270'000.--. Die Klägerin verkaufte der Beklagten den Bentley zum Preis von Fr. 417'100.-- und den Rolls-Royce zum Preis von Fr. 270'100.-- weiter. Die beiden Kaufverträge datieren vom 16. April 2020 und wurden für beide Vertragsparteien jeweils von D.________ und E.________ unterzeichnet. Mit Schreiben vom 22. Dezember 2020 wandte sich die Klägerin an die Beklagte und monierte, die von den Gesellschaftern D.________ und E.________ getätigten Weiterverkäufe der beiden Fahrzeuge stellten verdeckte Gewinnausschüttungen dar. Der verdeckte Gewinn entspreche der ihr entgangenen Gewinnmarge von 8 % (insgesamt Fr. 56'111.70).