Citation: 8C_658/2022 E. 10.3

10.3. Nach dem Gesagten ist zusammenfassend festzuhalten, dass der rechtserhebliche Sachverhalt zur Beurteilung der Rechtsfrage nach der wirtschaftlichen Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit nicht mit hinreichender Zuverlässigkeit vollständig geklärt ist. Dies betrifft einerseits die Entwicklung der tatsächlich massgebenden Einkommensverhältnisse der Beschwerdeführerin ab 2019 (vgl. E. 10.2.4 f.). Trotz der seit 2014 in einer leidensangepassten Tätigkeit im Ausmass von 50% grundsätzlich unverändert zumutbar gebliebenen Leistungsfähigkeit (E. 5.2 und 8.2), verschlechterte sich in diesem Zeitraum der Gesundheitszustand (E. 7 und 10.2.2). Wie sich dieser Verlauf ab 2020 auf die krankheitsbedingten Ausfallstunden auswirkte, ist aktuell nicht rechtsgenüglich geklärt. Andererseits finden sich auch keine schlüssigen Anhaltspunkte zur Beantwortung der Frage, ob die ab Juni 2014 ausgeübte Tätigkeit in der Stiftung C.________ mit Blick auf die Mitteilung des erfolglosen Abschlusses der beruflichen Massnahmen vom 23. Juni 2014 seither zu einer Zunahme der Belastbarkeit als Voraussetzung für die erneute Prüfung weiterer Eingliederungsmassnahmen geführt hat (vgl. E. 10.2.3 i.f.). Von diesen ergänzenden Sachverhaltsfeststellungen der IV-Stelle wird schliesslich abhängen, ob - und gegebenenfalls mit welchem willkürfrei festzusetzenden Invalideneinkommen - der Beschwerdeführerin auf dem ersten Arbeitsmarkt die Verwertung einer leidensangepassten Tätigkeit bei einer verbleibenden Restleistungsfähigkeit von 50% realistischerweise noch zumutbar ist (vgl. dazu Urteil 9C_766/2019 vom 11. September 2020 E. 4.4 i.f.; vgl. auch SVR 2022 IV Nr. 57 S. 185, 8C_52/2022 E. 4.4), oder ob ihr bei fehlender Verwertbarkeit auf dem ausgeglichenen ersten Arbeitsmarkt ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente zusteht (vgl. Urteil 9C_766/2019 vom 11. September 2020 E. 4.5).