Citation: 6B_887/2022 E. 1.4.2

1.4.2. Die auf eine willkürliche Beweiswürdigung bzw. eine willkürliche Feststellung des Sachverhalts zielenden Vorbringen des Beschwerdeführers sind allesamt unbehelflich. Indem er mit Hinweis auf die vorinstanzlichen Feststellungen ausführt, er sei aufgrund seines langjährigen Aufenthalts in der Schweiz, seiner Ausbildung, des Aufenthalts seiner Geschwister in der Schweiz und des halbjährigen Aufenthalts seiner Eltern in der Schweiz sozial integriert und von einer gescheiterten wirtschaftlichen Integration infolge seiner Schulden und seiner Bezüge von der Sozialhilfe könne nicht die Rede, stellt er der Würdigung der Vorinstanz, wonach er weder beruflich noch sozial in der Schweiz wirklich integriert sei, seine eigene Darstellung gegenüber, ohne aufzuzeigen, inwiefern die Vorinstanz auf der Grundlage ihrer Feststellungen unhaltbare Schlussfolgerungen gezogen habe. Auf einen solchen Einwand ist deshalb nicht einzutreten (Art. 42 Abs. 2 und Art. 105 Abs. 1 und Abs. 2 BGG). Der Beschwerdeführer trägt im Weiteren vor, die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz, er sei regelmässig ferienhalber in den Kosovo gereist, sei falsch, wenn sie unter anderem auf dieser Grundlage zum Schluss gelange, seine wirtschaftliche und soziale Integration im Kosovo sei nicht wesentlich schwerer als in der Schweiz, weil sie ebenfalls feststelle, er sei für weitere Drogenentzüge in den Kosovo gereist, um sich in einem anderen Milieu zu befinden. Inwiefern dadurch eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz zu erblicken sei, substanziiert der Beschwerdeführer indes nicht, weshalb auf diese Rüge ebenfalls nicht einzutreten ist (Art. 42 Abs. 2 und Art. 105 Abs. 1 und Abs. 2 BGG). Soweit der Beschwerdeführer ausführt, er habe sich wegen seiner Drogensucht und der damit einhergehenden gesellschaftlichen Stigmatisierung vorübergehend aus dem sozialen Umfeld zurückgezogen und den Kontakt zur Aussenwelt auf das engste Umfeld beschränkt, namentlich die Eltern, die Geschwister und die Freundin, vermag er ebenfalls keine Willkür der Vorinstanz aufzuzeigen. Indem die Vorinstanz feststellt, dass sich seine sozialen Kontakte seit Langem auf seine Eltern, seine Geschwister, namentlich seinen Bruder, und seine Freundin beschränke, er ledig und kinderlos sei, er keinen Freundeskreis habe und keinem Verein angehöre, erscheint ihre Würdigung, der Beschwerdeführer sei sozial in der Schweiz nicht wirklich integriert, nicht willkürlich. Schliesslich vermag der Beschwerdeführer mit seiner Einwendung, die Vorinstanz berücksichtige nicht, dass er über eine Niederlassungsbewilligung verfüge und somit die Integrationskriterien nach Art. 58a Abs. 1 AIG, insbesondere die Teilnahme am Wirtschaftsleben nach lit. d, erfülle, die Ansicht der Vorinstanz, er sei beruflich bzw. finanziell in der Schweiz nicht wirklich integriert, nicht als willkürlich umzustossen, zumal die Vorinstanz entsprechend der bundesgerichtlichen Praxis (vgl. oben E. 1.3.2) gestützt auf Art. 31 Abs. 1 VZAE, welcher auf die in Art. 58a Abs. 1 AIG verankerten Integrationskriterien verweist, die für die Ermittlung seiner wirtschaftlichen Integration einschlägigen Aspekte in Erwägung zieht und dabei seiner Anlehre als Koch, seiner Arbeitslosigkeit sowie seiner finanziellen Abhängigkeit von den Eltern bzw. von der Sozialhilfe Rechnung trägt.