Citation: 2C_830/2019 E. 12.2

12.2. Soweit die Vorinstanz vorliegend erkannt hat, dass die zweite (im internen Verhältnis vom Beschwerdeführer zu tragende) Hälfte der Solidarschuld und die auf den Beschwerdeführer lautende Hypothekarschuld von Fr. 12 Mio. nicht als Schulden von der für die Beschwerdeführerin massgebenden Steuerbemessungsgrundlage abgezogen werden können, erscheint dies weder als rechtsverletzende Anwendung der erwähnten harmonisierungsrechtlichen Vorgaben noch als willkürliche Anwendung des kantonalen Rechts (vgl. so schon JEAN ELIE GOETSCHEL, Der Schuldenabzug in der schweizerischen Vermögenssteuer, 1943, S. 63, wonach Grundpfandbestellungen für zukünftige oder bloss mögliche Forderungen nicht zum Schuldenabzug bei der Vermögenssteuer berechtigen, weil nur tatsächlich bestehende Schulden zum Abzug zugelassen sind). Auch verstösst dies nicht gegen den Grundsatz der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (Art. 127 Abs. 2 BV). Diesem Grundsatz ist nämlich jedenfalls im Privatvermögensbereich mit der in Art. 62 Abs. 1 und 4 StG/BE vorgesehenen, vorliegend freilich nicht greifenden Möglichkeit des Schuldenabzuges Genüge getan. Wenn (unentgeltlich) Drittpfänder begründet werden, ist dies die freie Wahl der Pfandgeberin, jedoch vermögenssteuerlich bei ihr nicht zu berücksichtigen (vgl. dazu DZAMKO-LOCHER/TEUSCHER, in: Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG], 3. Aufl. 2017, N. 34 zu Art. 14 StHG; siehe ferner RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 3. Aufl. 2013, N. 42 zu § 39 StG/ZH). Nach dem Gesagten ist der angefochtene Entscheid in Bezug auf die Bemessungsgrundlage der Vermögenssteuer 2012 der Beschwerdeführerin zu bestätigen.