Citation: 2C_911/2020 E. 4.3.1

4.3.1. Der Beschwerdeführer kam im Alter von 11 Jahren in die Schweiz und lebte im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils seit 15 Jahren hier. Die Dauer seines Aufenthalts fällt bei der Verhältnismässigkeitsprüfung zwar zu seinen Gunsten ins Gewicht (vgl. BGE 130 II 281 E. 3.2.1; Urteil 2C_512/2013 vom 17. Februar 2014 E. 3.1 f. mit Hinweisen), doch ist er wiederholt und schwer straffällig geworden. Zur Integration des Beschwerdeführers lässt sich dem Urteil nichts weiter entnehmen, die Vorinstanz begnügt sich mit einem Verweis auf den Rekursentscheid der Sicherheitsdirektion vom 23. August 2019, mit welchem sich der Beschwerdeführer nicht weiter auseinandergesetzt habe. Wie bereits erwähnt (vorne E. 3.3.2), kann das Bundesgericht diesen Entscheid zur Ergänzung beiziehen. Gemäss dessen E. 15.3 wurde der Beschwerdeführer aus der begonnenen Schreiner-/Fensterbaulehre wegen Disziplinproblemen entlassen. In der Folge war er stellenlos und erledigte in temporärer Anstellung diverse Arbeiten. Danach war er bei zwei verschiedenen Coiffeuren tätig und seit dem 1. März 2018 arbeitet er als Coiffeur für die B.________ GmbH, wo er ab April 2019 als Geschäftsführer angestellt war und von seinem Arbeitgeber sehr geschätzt wurde. Zwar hat er nie Sozialhilfe bezogen, doch sind offene Gerichtskosten und nach eigenen Angaben diverse Betreibungen vorhanden. Die Sicherheitsdirektion kam deshalb zum Schluss, dass nicht von einer gelungenen wirtschaftlichen Integration auszugehen und die soziale Integration durchschnittlich sei. Die Vorinstanz hat diese Einschätzung übernommen und sie erscheint nicht als offensichtlich falsch. Daran ändern auch die verschiedenen Empfehlungsschreiben nichts, welche aber im Verfahren vor Bundesgericht ohnehin nicht zu hören sind (vgl. E. 1.5).