Citation: 8C_505/2009 23.02.2010 E. 4.2

4.2.1 Mit dem kantonalen Gericht ist die Kollision vom 11. September 2000 den Unfällen im mittleren Bereich im engeren Sinne zuzuordnen. Der Auffassung der Beschwerdeführerin, anhand der spärlichen und unvollständigen Akten sei es nicht möglich, die Schwere des Unfalles festzustellen, weshalb hiezu weitere Abklärungen notwendig seien, ist nicht beizupflichten. Es liegt ein fachgerecht erstellter Polizeirapport vom 17. Oktober 2000 vor. Die darin erwähnte Fotodokumentation war zwar, wie Nachforschungen der Zürich bei der Polizei sowie dem Amtsstatthalteramt B.________ ergaben, nicht mehr auffindbar (vgl. Schreiben der Zürich vom 22. Juni 2007). Immerhin lag gemäss unfallanalytischem Gutachten vom 4. Dezember 2006 eine Fotografie des Heckschadens mitsamt Reparaturkalkulation desjenigen Automobils vor, in das der Personenwagen der Versicherten katapultiert wurde. Zusammen mit den aufgrund der Angaben im Polizeirapport zu treffenden Annahmen, die unter anderem auch die Masse der beteiligten Fahrzeuge berücksichtigte, war es dem Unfallanalytiker möglich (vgl. auch dessen Stellungnahme vom 20. Februar 2007), die kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung des von der Versicherten gelenkten Personenwagens sowohl beim Heckaufprall (Delta-v = 15.5 bis 22.6 km/h), als auch beim nachfolgenden Frontalzusammenstoss (Delta-v = 10.2 bis 15.4 km/h) genügend zuverlässig zu berechnen. Der weitere Einwand zur vorinstanzlich beurteilten Schwere des Unfalls, es habe eine Mehrfachkollision stattgefunden, beschlägt das unfallbezogene Adäquanzkriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder besonderen Eindrücklichkeit, welches hier eindeutig ebensowenig gegeben ist (vgl. z.B. Sachverhalt und E. 6.2.2 des Urteils 8C_661/2007 vom 11. April 2008, wo es um eine Mehrfachkollision in einem Tunnel ging), wie dasjenige der Schwere oder besonderen Art des erlittenen HWS-Schleudertraumas oder der ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat. Die Adäquanz des Kausalzusammenhangs kann daher nur bejaht werden, wenn ein einzelnes der weiter zu prüfenden Kriterien in besonders ausgeprägter Weise oder gesamthaft betrachtet mehrere davon erfüllt sind.