Citation: 1C_279/2020 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz hat erwogen, dass Abs. 2 subsidiär im Verhältnis zu Abs. 1 von § 8 RBV # sei. Demgegenüber würden Abs. 1 lit. a und lit. b nach der kantonalen Praxis bei Fällen, in denen der gestaltete Geländeverlauf seit mindestens 30 Jahren bestehe, gleichwertige Alternativen bilden. Entgegen dem Beschwerdeführer sei in solchen Fällen nicht zwingend auf den ursprünglichen Geländeverlauf abzustellen, wenn dessen Nachweis gelinge. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts (Urteil 1C_157/2016 vom 6. September 2016 E. 3.4.2) dränge sich ein Abweichen vom gestalteten Terrain - d.h. ein Rückgriff auf das natürlich gewachsene Terrain - nur dort auf, wo die Abweichung des gestalteten Terrains vom natürlichen Geländeverlauf offensichtlich sei und das Abstellen auf das bestehende Terrain zu baupolizeilich unhaltbaren Ergebnissen führe. Im konkreten Fall sei seit mehr als 30 Jahren nicht auf den Terrainverlauf bei der Bauparzelle eingewirkt worden. Am Gerichtsaugenschein habe sich gezeigt, dass sich diese Parzelle ortstypisch in das Quartier einfüge und die benachbarten Grundstücke sich auf ähnlicher Höhenlage befänden. Zwar bringe der Beschwerdeführer vor, dass der natürliche Geländeverlauf auf der Bauparzelle gemäss dem von ihm mit Parteigutachten behaupteten Höhenmodell rund 1 m tiefer als das bestehende, gestaltete Terrain liege. Er mache aber nicht geltend, dass das bestehende Terrain deutlich erkennbar vom natürlichen Terrainverlauf abweiche. Das umstrittene Bauprojekt wirke sich für das oberhalb am Hang liegende Wohnhaus des Beschwerdeführers ungünstig aus, weil ihm dadurch die Aussicht eingeschränkt werde. Dabei sei zu beachten, dass der Beschwerdeführer auf seinem Grundstück eine eingeschossige Liegenschaft erstellt habe, obwohl in der massgeblichen Bauzone W2a zwei Vollgeschosse zulässig seien. Das Abstellen auf das bestehende Terrain beim umstrittenen Bauprojekt führe nicht zu baupolizeilich unhaltbaren Ergebnissen. Deshalb sei die Massgeblichkeit von Abs. 1 lit. b im konkreten Fall nicht zu beanstanden.