Citation: 5A_35/2024 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer wirft der Vorinstanz eine Verletzung von Art. 263 Abs. 3 ZGB vor. Er führt insbesondere aus, der Wegfall des wichtigen Grundes setze sichere Kenntnis über die Vaterschaft voraus; allfällige Gerüchte oder Verdachtsmomente würden nicht ausreichen. Selbst wenn er seit den Äusserungen seiner Mutter im Juli 2021 von der sehr wahrscheinlichen biologischen Realität ausgegangen sei, der Beschwerdegegner sei sein Vater, würde dies keine sichere Kenntnis im Sinn von Art. 263 Abs. 3 ZGB konstituieren. Eine den wichtigen Grund entfallen lassende Kenntnis der Vaterschaft setze das Vorliegen eines DNA-Tests oder weiterer Hinweise auf das Vorhandensein der Vaterschaft voraus. Anlässlich der Konfrontation des Beschwerdegegners (und auch noch während der Hauptverhandlung) habe dieser seine Vaterschaft jedoch bestritten. Eine sofortige Klageeinreichung nach Erhalt der Information hätte überdies den Aufbau einer persönlichen Beziehung mit dem potentiellen Vater von Anfang an gefährdet. Mit der Konfrontation des Beschwerdegegners habe der Beschwerdeführer das Naheliegendste unternommen, sich über die tatsächlichen Verhältnisse Klarheit zu verschaffen.