Citation: 6B_1208/2020 E. 6.10.3

6.10.3. Die Vorinstanz verneint zu Recht eine Verletzung des Anklageprinzips (angefochtenes Urteil S. 62 f.; 71, 72, 88, 133). Dass der Beschwerdeführer für Taten verurteilt worden wäre, bezüglich welcher die Anklageschrift den inhaltlichen Anforderungen nicht genügt, bzw. dass die Vorinstanz mit seinem Schuldspruch über den angeklagten Sachverhalt hinausgegangen wäre, ist nicht ersichtlich. Die Anklageschrift führt aus, dem Beschwerdeführer sei spätestens seit Erstellung der Steuererklärung 1998 der B.________ AG bzw. seit den Vorarbeiten zur Erstellung der Jahresrechnung 2004 klar gewesen, dass der Mitangeklagte C.________ unter dem Vorwand ihm angeblich zustehender Franchisinggebühren für die Produktion des "K.________" verdeckte Gewinnausschüttungen zulasten der B.________ AG bezog und dass er für die Vergabe von Druckaufträgen für die Zeitschrift von den Druckereien Kickbacks erhielt. Trotz dieser Kenntnis habe es der Beschwerdeführer in Verletzung der ihm als Verwaltungsrat der B.________ AG obliegenden Vermögensfürsorge- und Treuepflicht unterlassen, gegen diese schädigenden Handlungen des Geschäftsführers C.________ einzuschreiten. In Bezug auf den Steuerbetrug wird in der Anklageschrift ausgeführt, der Beschwerdeführer habe die verfälschten Jahresrechnungen, in welchen die Gewinnentnahmen handelsrechtswidrig als Franchisinggebühren bzw. als regulärer Geschäftsaufwand ausgewiesen worden seien, zusammen mit der Steuererklärung der Steuerverwaltung des Kantons Basel-Stadt eingereicht, wobei er beabsichtigt oder jedenfalls in Kauf genommen habe, Steuern zu hinterziehen (erstinstanzliches Urteil S. 12 f., 14 [Anklageschrift]). Damit umschreibt die Anklageschrift die dem Beschwerdeführer vorgeworfenen Punkte hinreichend klar, so dass die gegen ihn erhobenen Vorwürfe ohne Weiteres erkennbar waren und er entgegen seiner Auffassung in der Lage war, sich angemessen zu verteidigen. Ob der in der Anklageschrift umschriebene Sachverhalt nachgewiesen ist und ob er die angeklagten Tatbestände erfüllt, ist eine Frage der Beweiswürdigung und der rechtlichen Würdigung.