Citation: B 88/04 15.07.2005 E. 3

Der Beschwerdeführer war bis 31. Oktober 1998 bei der S.________ AG angestellt und damit für die Risiken Tod und Invalidität bis 30. November 1998 bei der Pensionskasse versichert (Nachdeckung; Art. 10 Abs. 3 BVG). Streitig und zu prüfen ist somit, ob bis zu diesem Zeitpunkt eine Arbeitsunfähigkeit eingetreten ist, die zur späteren Invalidität, welche mit Wirkung ab 1. März 2001 den Anspruch auf eine Viertels- und ab 1. Juni 2001 auf eine halbe Rente der Invalidenversicherung begründete, in einem engen sachlichen und zeitlichen Zusammenhang steht. 3.1 Die Vorinstanz hat in einlässlicher Würdigung der medizinischen Unterlagen zutreffend festgestellt, dass die ursprüngliche Arbeitsunfähigkeit als Magaziner auf ein Lumbovertebralsyndrom zurückzuführen war. Dieses hatte zur Folge, dass der Versicherte die bisherige Tätigkeit als Lagerist zumutbarerweise nicht mehr ausüben, Arbeiten mit leichter körperlicher Belastung in wechselnder Position ohne Heben von schweren und mittelschweren Lasten aber weiterhin verrichten konnte. Anhaltspunkte für eine psychische Gesundheitsschädigung finden sich in den Arztberichten aus der Zeit vor der ersten Verfügung der IV-Stelle vom 24. Februar 2000 nicht. Das Eidgenössische Versicherungsgericht sah dann auch im Urteil vom 16. Mai 2002 keinen Anlass, in Bezug auf einen möglichen psychischen Gesundheitsschaden zusätzliche medizinische Abklärungen anzuordnen, nachdem bereits das kantonale Gericht laut Entscheid vom 17. Oktober 2001 keinerlei Hinweise auf eine psychische Störung mit Krankheitswert gefunden hatte. Erst im Attest des Psychiaters Dr. med. lic. phil. B.________, Zürich, vom 7. Januar 2002 ist von einem psychischen Leiden die Rede. Der Arzt diagnostizierte eine depressive Somatisierungsstörung hinsichtlich des globalen neuropsychischen Funktionspotentials (psychopathologisch, neuro- kognitiv, interaktionell) relativ zur Habitualpersönlichkeitsstruktur leichten Ausprägungs- grades, klinisch unter dem Bild einer leichten Anpassungsstörung. Die daraus resultierende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit veranschlagte Dr. med. B.________ auf 20-30 %. Die IV-Stelle erkannte gestützt auf diese fachärztlichen Angaben auf eine Verschlechterung des Gesundheitsschadens mit Zunahme des Grades der Arbeitsunfähigkeit auf 35 % seit Februar 2002. 3.2 Die psychsiche Erkrankung ist demnach erst mehr als drei Jahre nach Ende der Versicherungsdeckung bei der Pensionskasse (30. November 1998) diagnostiziert worden. Eine Leistungspflicht der Vorsorgeeinrichtung bestünde indessen nur, wenn zwischen der ursprünglichen, während der Zugehörigkeit zur Pensionskasse eingetretenen Arbeitsunfähigkeit und der leistungsbegründenden Invalidität ein enger sachlicher und zeitlicher Zusammenhang gegeben ist. 3.3 Ein enger sachlicher Zusammenhang zwischen der auf das Lumbovertebralsyndrom zurückzuführenden Arbeitsunfähigkeit und der anspruchsbegründenden Invalidität, welche zu einem grossen Teil die Folge der von Dr. med. B.________ im Attest vom 7. Januar 2002 diagnostizierten psychischen Erkrankung darstellt, ist nicht ausgewiesen, wie die Beschwerdegegnerin zu Recht einwendet. Denn es trifft nicht zu, dass der der Invalidität zu Grunde liegende Gesundheitsschaden im Wesentlichen derselbe ist, der seiner Zeit zur Arbeitsunfähigkeit geführt hatte. Eine enge Verknüpfung zwischen dem rein körperlichen Rückenleiden, das eine Arbeitsunfähigkeit im bisherigen Beruf bewirkte, und dem psychischen Gesundheitsschaden des Versicherten liegt nicht vor. Vielmehr können verschiedene Faktoren, die in keinem Kontext zur ursprünglichen Arbeitsunfähigkeit stehen, für das von der Invalidenversicherung als invalidisierend anerkannte Krankheitsbild ursächlich sein, namentlich der Stellenverlust aus betrieblichen Gründen und die damit verbundene Arbeitslosigkeit oder das von der Pensionskasse erwähnte, erfolglos verlaufene Verfahren betreffend den Rentenanspruch gegenüber der Invalidenversicherung. Fehlt es demnach an einem engen sachlichen Zusammenhang zwischen der während der Dauer der Versicherungsdeckung eingetretenen Arbeitsunfähigkeit und der späteren Invalidität, entfällt die Leistungspflicht der Pensionskasse. Eine Prüfung der Frage, ob die Rentenzusprechung durch die Invalidenversicherung im Sinne der Ausführungen des kantonalen Gerichts als offensichtlich unrichtig zu qualifizieren ist, erübrigt sich damit.