Citation: 9C_674/2021 E. B

B.a. Gegen den Entscheid vom 5. Februar 2021 gelangten die Steuerpflichtigen mit Beschwerde vom 1. März 2021 an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. Dabei beschränkten sie sich auf die Staatssteuer des Kantons Graubünden; zur Gemeindesteuer stellten sie keine Anträge. Hinsichtlich der direkten Bundessteuer erhoben sie am folgenden Tag bei der KSTV/GR Einsprache. Diese sistierte das Einspracheverfahren bis zum Entscheid im Bereich der Staatssteuern. Zur Staatssteuer machten die Steuerpflichtigen im verwaltungsgerichtlichen Verfahren hauptsächlich geltend, dass die Revision sich dann als best geeignetes Rechtsmittel erweise, wenn eine steuerpflichtige Person die Veranlagung im zweitveranlagenden Kanton hinnehmen und die Veranlagung im erstveranlagenden Kanton als unzutreffend darstellen wolle. Komme es alsdann im erstveranlagenden Kanton zur Abweisung des Revisionsgesuchs, so könne die steuerpflichtige Person diesen Entscheid nach Durchlaufen des kantonalen Instanzenzugs gegebenenfalls vor Bundesgericht anfechten. B.b. Das Verwaltungsgericht wies die Eingabe mit Urteil A 21 9 vom 20. Juli 2021 ab. Zunächst setzte es sich mit der unzutreffenden Rechtsmittelbelehrung auseinander. Dieser zufolge bestand einzig im Bereich der Staatssteuer - nicht aber der Gemeindesteuer - eine Anfechtungsmöglichkeit, worauf die Steuerpflichtigen (nur) hinsichtlich der Staatssteuern Beschwerde erhoben. Das Verwaltungsgericht erwog hierzu, dass die fachkundig vertretenen Steuerpflichtigen hätten erkennen müssen, dass (auch) die Gemeindesteuer beim Verwaltungsgericht anzufechten sei. Das Fehlen einer Rechtsmittelbelehrung entbinde die steuerpflichtigen Personen nicht davon, das Rechtsmittel rechtzeitig und formgerecht zu ergreifen, wenn sie oder ihre Rechtsvertretung die "betreffenden Erfordernisse ohne Weiteres dem Gesetzestext entnehmen kann". Die fachkundige Rechtsvertretung hätte den Mangel, so das Verwaltungsgericht, bei "Anwendung der gebührenden Sorgfalt erkennen können und müssen". Der angefochtene Entscheid sei mithin, was die Gemeindesteuern betreffe, in Rechtskraft erwachsen. B.c. In der Sache selbst führte das Verwaltungsgericht - hier zusammengefasst - aus, dass das Steuergesetz [des Kantons Graubünden] vom 8. Juni 1986 (StG/GR; BR 720.000) keinen Revisionsgrund vorsehe, der die interkantonale Doppelbesteuerung zum Inhalt habe. Ob ein Revisionsanspruch unmittelbar aus Art. 127 Abs. 3 BV hergeleitet werden könne, habe das Bundesgericht stets offengelassen. Zu prüfen sei einzig Art. 141 Abs. 1 lit. a StG/GR ("revisio propter nova"). Dieser Tatbestand setze insbesondere sorgfältiges Verhalten voraus. Obwohl die streitbetroffenen Eheleute einen Lebensmittelpunkt im Kanton Graubünden befürwortet hätten, seien sie gegen die Veranlagungsverfügung des Kantons Zürich vom 16. März 2018 nicht vorgegangen. Dies hätten sie aber tun müssen, so das Verwaltungsgericht weiter, um letztlich an das Bundesgericht gelangen zu können. Das Beschwerderecht der Steuerpflichtigen sei vor Bundesgericht ohnehin verwirkt, da sie den Anspruch des Kantons Zürich widerspruchsfrei entgegengenommen hätten. Ihre Revisionsgesuche hätten sie erst gestellt, als die Frist zur Einsprache in beiden Kantonen bereits verstrichen gewesen sei. Entgegen der Darstellung der Steuerpflichtigen bestehe keine Vertrauensgrundlage, die zu einem anderen Ergebnis führen könnte, zumal die Steuerpflichtigen keine für sie nachteiligen Dispositionen getroffen hätten.