Citation: 9C_662/2022 E. 2.3

2.3. Die Beschwerdeführerin vertritt dagegen den Standpunkt, im Jahr 2007 seien insgesamt vierzehn verschiedene Transaktionen in einem Gesamtbetrag von Fr. 1'023'686.10 gegenüber C.________ getätigt worden, die alle über das Aufwandkonto xxx "Fremdleistungen C.________" gelaufen seien. Es handle sich um blosse Verfügungsgeschäfte, die schon anlässlich der Ausrichtung (welche vorliegend mit der Verbuchung zusammengefallen sei) effektiv erfolgt und so bereits dann fällig geworden seien, wie sich aus den Buchungen des besagten Aufwandkontos für das Jahr 2007 ergebe. Darin liege der Nachweis dafür, dass im Zeitpunkt der Buchungen auch die geldwerten Leistungen tatsächlich an C.________ geflossen, ausgerichtet und damit fällig geworden seien. Deshalb hätten auch die Verzugszinsen ab dem 31. Tag nach diesen Buchungen zu laufen begonnen. Dasselbe gelte für die geldwerten Leistungen an C.________ der Jahre 2008 und 2009 sowie für die geldwerten Leistungen betreffend die "Kosten Projekt D.________". Dabei argumentiert die Beschwerdeführerin, das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts sei nicht wegen der ihm zugrunde liegenden Beweiswürdigung bundesrechtswidrig, sondern aufgrund der rechtlichen Beurteilung, namentlich wegen einer gegen Art. 12 VStG verstossenden Rechtsanwendung. Wenn das Bundesverwaltungsgericht entschieden habe, dass die hier massgeblichen Verrechnungssteuerforderungen der Jahre 2007 bis 2009 erst mit der Genehmigung der jeweiligen Jahresrechnung entstanden und daher der Verzugszins erst ab dem 31. Tag nach der Genehmigung der betreffenden Jahresrechnung zu laufen beginne, so entspreche das einer falschen Auslegung des Begriffs der Fälligkeit im Sinne von Art. 12 Abs. 1 VStG und Art. 21 Abs. 2 VStV. Die Fälligkeit (von Erträgen) im verrechnungssteuerlichen Sinne sei weiter zu fassen als die rein zivilrechtliche Fälligkeit (auf die sich das Bundesverwaltungsgericht vermutlich abgestützt habe). Das habe insbesondere bei geldwerten Leistungen in Form von verdeckten Gewinnausschüttungen zu gelten. Bei anderen der Verrechnungssteuer unterliegenden Erträgen möge die Anknüpfung an die zivilrechtliche Fälligkeit durchaus gerechtfertigt sein, nicht jedoch - wie hier - bei geldwerten Leistungen in Form von reinen Verfügungsgeschäften.