Citation: 6B_530/2024 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz erwog, die langjährige Stellung des Beschwerdeführers als Bankkundenberater von C.B.________ sei massgeblich für die Entstehung eines Vertrauensverhältnisses gewesen. Auf Grundlage dieser 17-jährigen Beziehung sei die Tathandlung, das Abheben der Geldbeträge und das Einlagern in einem Tresor, möglich geworden. Das Geld sei vor den Barabhebungen der Bank, handelnd durch den Beschwerdeführer als deren Mitarbeiter, anvertraut gewesen. C.B.________ habe keine grundlegende Änderung ihrer Anlagestrategie beabsichtigt, sondern den Tresor analog des bisherigen Bankkontos als rentablen Aufbewahrungsort ihres Geldes bei der Bank angesehen. Die Werterhaltungspflicht sei eindeutig eine Bedingung für die Übergabe des Geldes gewesen. Im Zentrum stehe der Vertrauensmissbrauch, nicht die Täuschung. Die Täuschung darüber, dass der Beschwerdeführer die Gelder nicht wie versprochen in einem Tresor für C.B.________ bereit gehalten, sondern sich die anvertrauten Gelder angeeignet habe, habe im Rahmen dieses bestehenden Vertrauensverhältnisses stattgefunden. Es sei folglich in erster Linie die Veruntreuung zu prüfen. In Bezug auf den Tatbestand der Veruntreuung stellte die Vorinstanz fest, es liege im Ergebnis eine Vermögensveruntreuung vor, da C.B.________ ihr Vermögen wie bisher bei der Bank deponiert wissen wollte. Bezeichnend sei ihre Auffassung, im Tresor herrschten bessere Konditionen als auf dem Bankkonto. Ausserdem liege eine Gattungsschuld vor. Deshalb sei der Sachverhalt analog zu dem einer Vermögensveruntreuung in Bezug auf ein Bankkonto zu betrachten. Das Geld sei der Bank wirtschaftlich fremd, und C.B.________ habe - soweit diese nicht von der Bank erfüllt worden sei - nach wie vor eine obligatorische Restitutionsforderung gegenüber der Bank. Die Bank, handelnd durch den Beschwerdeführer, sei zur Werterhaltung verpflichtet gewesen. Der Beschwerdeführer habe die ihm anvertrauten Bargelder für sich selbst verwendet, und damit den Willen bekundet, den obligatorischen Anspruch der Treugeberin zu vereiteln. Er habe direkt-vorsätzlich und in Bereicherungsabsicht und damit vorsätzlich gehandelt, und habe als berufsmässiger Vermögensverwalter i.S.v. Art. 138 Ziff. 2 StGB agiert. Dass er über zweieinhalb Jahre hinweg wiederholt Geld abgehoben habe, lasse eine Tatmehrheit vorliegen. Dementsprechend sprach die Vorinstanz den Beschwerdeführer der qualifizierten Vermögensveruntreuung in sieben Fällen schuldig, und verzichtete auf die Prüfung des alternativ angeklagten gewerbsmässigen Betrugs sowie der eventualiter angeklagten ungetreuen Geschäftsbesorgung.