Citation: 2C_413/2021 E. 2.2

2.2. Das Verwaltungsgericht hat erwogen, dass die aufsichtsrechtliche Anzeige nach Art. 101 Abs. 1 des Gesetzes (des Kantons Bern) vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG/BE; BSG 155.21) ein Rechtsbehelf sei, der - anders als die ordentlichen oder ausserordentlichen Rechtsmittel und die Klage - keinen Rechtsschutzanspruch der anzeigenden Person vermittle. Sie habe keinen Anspruch auf (justizmässige) Behandlung und Erledigung ihres Begehrens und verfüge nicht über Parteirechte; sie könne aber verlangen, dass ihr Auskunft über die Erledigung der Anzeige gegeben werde (Art. 101 Abs. 2 VRPG/BE). Die Auskunft regle kein Rechtsverhältnis mit dem Gemeinwesen und der anzeigenden Person, weshalb sie nicht Verfügungscharakter habe und demzufolge nicht angefochten werden könne. Auch das Recht auf eine wirksame Beschwerde (Art. 13 EMRK) und die Rechtsweggarantie (Art. 29a BV) vermittelten kein Anfechtungsrecht. Soweit sich die Beschwerdeführerin gegen angebliche Verleumdungen und die Verletzung von Persönlichkeitsrechten wehren wolle, stehe ihr der Straf- und Zivilrechtsweg offen.