Citation: 1P.401/2003 21.04.2004 E. B

Mit Beschluss vom 5. Dezember 2000 genehmigte der Gemeinderat verschiedene Projektänderungen, welche die Fassadenöffnungen und die Balkonauskragung im Ober- und Dachgeschoss der Südwestfassade betrafen. Da die Bauherrschaft in der Folge wiederholt von den bewilligten Plänen abwich, musste sich der Gemeinderat nachträglich mit der Bewilligungsfähigkeit dieser Änderungen befassen. Dabei verweigerte er mit Beschluss vom 22. Mai 2001 eine - teilweise bereits realisierte - Projektänderung, welche im Dachbereich des Anbaus auf der Nordwestseite eine begehbare Terrasse (Zinne) ohne Überdachung vorsah. Zugleich verlangte der Gemeinderat unter Androhung der Ersatzvornahme, dass bezüglich der nicht bewilligten Teile des bereits ausgeführten Bauvorhabens der Zustand entsprechend den mit Beschluss vom 29. September 1998 bewilligten Plänen herzustellen sei. Dafür setzte er der Bauherrschaft eine Frist von 30 Tagen ab Rechtskraft des Beschlusses. Zur Begründung hielt der Gemeinderat im Wesentlichen fest, dass die Änderung weit über das gemäss Art. 6 Abs. 2 BZO erlaubte Mass für Abweichungen gegenüber dem Erscheinungsbild des ursprünglichen Ökonomiegebäudes hinausgehe. Zudem genüge das Projekt auch nicht den Gestaltungsanforderungen im Sinne von Art. 4 BZO.