Citation: 5A_924/2012 E. 3.2.3

3.2.3. Vor dem Obergericht hatte die Beschwerdegegnerin geltend gemacht, wenn der Haftungsausschluss gemäss Art. 6.1 bis 6.6 des Astoria Agreements aufgrund von Art. 6.7 (welcher die Bedingung enthält) entfalle, würde diese Vertragsklausel für den Insolvenzfall (der Beschwerdegegnerin) bezwecken, der Sabena eine höhere Dividende zu ermöglichen. Das Obergericht hat festgehalten, dass mangels substantiierter Bestreitung (seitens der Beschwerdeführerin) davon auszugehen sei, dass es sich bei Art. 6.7 um eine Vertragsklausel für den Insolvenzfall handle. Diese stelle indes eine (gesetzesumgehende und daher) unzulässige Insolvenzklausel dar, weil offensichtlicher Grund für den Verzug die Zahlungsunfähigkeit der SAirGroup und SAirLines war und die Sabena sowie auch der belgische Staat im Mai 2001 erfahren hätten, dass Sabena keine weiteren Mittel zur Verfügung gestellt werden könnten. Da Art. 6.7 im Nachlassverfahren keine Gültigkeit beanspruchen könne, könne die Beschwerdeführerin keinen Schadenersatz- und andere Ansprüche aus den Januarverträgen geltend machen.