Citation: 2C_679/2023 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin beruft sich auf den Schutz ihres Privatlebens gemäss Art. 8 Ziff. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV aufgrund ihrer Aufenthaltsdauer in der Schweiz. Diesbezüglich ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin seit dem 24. August 2016 im Besitz einer Aufenthaltsbewilligung war, die mit Entscheid des Migrationsamts vom 29. April 2022 nicht mehr verlängert wurde. Seither ist ihr Aufenthalt in der Schweiz prozedural bedingt. Da die Aufenthaltsdauer der Beschwerdeführerin - selbst unter Einbezug des prozeduralen Aufenthalts - erst sieben Jahre beträgt, kann sie aus BGE 144 I 266 und der darin aufgestellten Vermutung, dass eine ausländische Person nach einem zehnjährigen rechtmässigen Aufenthalt als integriert gelten könne (vgl. dort E. 3.9), keinen Anspruch auf Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung ableiten. Besondere Umstände, wonach in ihrem Fall - trotz kürzerer Aufenthaltsdauer - eine besonders ausgeprägte Integration vorliegen soll (vgl. hierzu BGE 144 I 266 E. 3.5 und 3.9 und BGE 149 I 207 E. 5.3), legt sie nicht substanziiert dar. Ihre Vorbringen, wonach sie namentlich über eine Festanstellung in einem 100%-Pensum verfüge, sprachlich gut integriert sei, keine Schulden habe und keine Sozialhilfe beziehe, reichen nicht aus, um eine über eine normale Integration hinausgehende Verwurzelung bzw. eine besonders intensive Verbindung zur Schweiz darzutun. Folglich gelingt es ihr nicht, in vertretbarer Weise darzutun, dass sie einen potenziellen Bewilligungsanspruch gestützt auf den Schutz ihres Privatlebens (Art. 8 Ziff. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV) haben könnte. Im Übrigen fällt die Berufung auf den Schutz des Familienlebens gemäss Art. 8 Ziff. 1 EMRK ausser Betracht, zumal die Beschwerdeführerin - bis auf ihren minderjährigen Sohn - über keine Kernfamilie in der Schweiz verfügt. Aus dieser Beziehung könnte sie indessen keinen Bewilligungsanspruch ableiten, zumal die minderjährigen Kinder das ausländerrechtliche Schicksal des sorge- und betreuungsberechtigten Elternteils teilen und grundsätzlich mit diesem auszureisen haben (BGE 143 I 21 E. 5.4; Urteil 2C_669/2020 vom 28. August 2020 E. 2.2.2).