Citation: 5A_986/2021 E. 4.1

4.1. Unbestritten beerbte die Beschwerdegegnerin im März 2019 ihre Mutter, wobei das Nachlassvermögen aus mehreren "Trusts" besteht (vgl. vorne Bst. A.b). Bereits im Verfahren vor dem Kantonsgericht hatte der Beschwerdeführer zahlreiche Beweisanträge zur Höhe des Nachlasses der Eltern der Beschwerdegegnerin, zur Höhe der Erträge der "Trusts" sowie den ausbezahlten Beträgen, zur Organisation der "Trusts" und zur Verfügungsmöglichkeit über das Trustvermögen gestellt. Das Kantonsgericht kam diesen Anträgen nicht nach, was das Obergericht nicht beanstandete. Entsprechend wies das Obergericht auch die bei ihm gestellten identischen Beweisanträge ab. Dabei erwog das Obergericht, die Erstinstanz habe sich in ihrem Entscheid auf ein Memorandum derjenigen Rechtsanwältin gestützt, die die Eltern der Beschwerdeführerin in der Nachlassplanung unterstützt habe und nun in die Abwicklung des Nachlasses involviert sei. Gestützt hierauf habe das Kantonsgericht annehmen dürfen, dass die Beschwerdegegnerin derzeit noch nicht über das Nachlassvermögen verfügen könne. Weitere Beweismassnahmen seien nicht notwendig gewesen, da diese zu keinem anderen Beweisergebnis geführt hätten. Abgesehen davon zeige der Beschwerdeführer nicht auf, dass er im erstinstanzlichen Verfahren unter Nennung spezifischer Beweismittel behauptet habe, die Beschwerdegegnerin könne über ihren Erbteil bereits verfügen. Angaben zur Rechtserheblichkeit der gestellten Beweisanträge vor dem Hintergrund der fehlenden Verfügungsmacht der Beschwerdegegnerin würden fehlen. Weiter sei glaubhaft, dass verschiedene von den Beweisanträgen erfasste Unterlagen noch nicht vorhanden seien, weil die Abänderungsklage nur zwei Monate nach dem Tod der Mutter erhoben worden sei. Die Beweisanträge seien ohnehin vielfach zu unspezifisch und würden sich teilweise auf die Zeit vor der Scheidung beziehen oder in keinem Zusammenhang mit dem strittigen Unterhalt stehen.