Citation: 1P.622/2000 08.02.2001 E. A

A.- Mit Schreiben vom 21. März 1999 wandten sich mehrere Schüler des Schulhauses Hungerbühl an die Oberstufenschulpflege Embrach und verlangten, am Schulhausfest vom 29. April 1999 solle auf das Anbieten von Fleisch, insbesondere von Kebab, verzichtet werden, um "Tierleid" zu vermeiden. Wenn dem Anliegen nicht entsprochen werde, sei ihnen zu gestatten, mit Flugblättern über Fleisch und Kebab aufklären zu dürfen. Der Präsident der Oberstufenschulpflege Embrach führte daraufhin mit einem der gesuchstellenden Schüler ein (nicht protokolliertes) Gespräch, in dessen Verlauf er beide Anliegen abwies. Nach unbestrittener Darstellung der Oberstufenschulpflege hielt der Präsident dabei fest, dass auf dem Schulareal keine Flugblätter verteilt werden dürften. Hingegen dürften die Schüler ihre Meinung zum Fleischkonsum am Anschlagbrett kundtun. Entsprechende Texte seien vorgängig der Schulleitung vorzulegen, welche indessen keine inhaltliche Zensur vornehmen werde. In der Folge schaltete sich K.________, Präsident des VgT, ein. In einem Gespräch vom 20. April 1999 hielt der Präsident der Oberstufenschulpflege Embrach an seinem Standpunkt fest. Das Schulhausfest fand wie vorgesehen am 29. April 1999 statt, wobei anstelle von Kebab Hamburger angeboten wurden.