Citation: 7B_984/2023 E. 3.1.3

3.1.3. Während die Vorinstanz das Beschwerdeverfahren UB230148-O zur ersten Anordnung der Sicherheitshaft vom 13. September 2023 durchführte, verlängerte das Zwangsmassnahmengericht am 3. Oktober 2023 - nachdem es gleichentags aufgrund eines Versäumnisses vom erneuten Antrag der Beschwerdegegnerin vom 12. September 2023 Kenntnis erlangt hatte - die Untersuchungshaft bis zum Entscheid über die Sicherheitshaft. Am 12. Oktober 2023 ordnete das Zwangsmassnahmengericht ein zweites Mal die Fortdauer der bereits vorbestehenden strafprozessualen Haft in Form von Sicherheitshaft an. Gleichentags hob die Vorinstanz im besagten Verfahren UB230148-O die zunächst angeordnete Sicherheitshaft auf. Dass die Verletzung des Beschleunigungsgebots derart gravierend ist, um die Rechtmässigkeit der Haft zu verneinen, und deshalb den Beschwerdeführer aus der Haft zu entlassen wäre, ist aufgrund dieser konkreten Umstände nicht ersichtlich. Sodann ist weder erkennbar noch näher dargetan, dass die Strafbehörde nicht gewillt oder nicht in der Lage ist, das Verfahren mit der für Haftfälle konventions- und bundesrechtlich gebotenen Beschleunigung voranzutreiben. Die Vorinstanz hat entsprechend der bundesgerichtlichen Rechtsprechung die formell-rechtliche Ungültigkeit der Haft im Urteilsdispositiv festgestellt und bei den Kosten- und Entschädigungsfolgen berücksichtigt. Damit wird dem Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren eine hinreichende Wiedergutmachung ("satisfaction équitable"; vgl. Art. 41 EMRK) verschafft (vgl. BGE 136 I 274 E. 2.3 mit Hinweisen und Urteil 1B_253/2016 vom 28. Juli 2016 E. 4.5). Da die Vorinstanz die Verletzung des Beschleunigungsgebots in teilweiser Gutheissung der Beschwerde erkannt und im Urteilsdispositiv vermerkt hat, ist auf diesen Antrag des Beschwerdeführers mangels materieller Beschwer nicht einzutreten und deren erneute Feststellung nicht angezeigt (Art. 89 Abs. 1 BGG; vgl. Urteil 1B_375/2022 vom 4. August 2022 E. 3.6).