Citation: 8C_33/2017 E. 5.2.1

5.2.1. Aufgrund des Gutachtens vom 21. Januar 2014 bleiben verschiedene Aspekte, welche zur Vornahme einer Indikatorenprüfung geklärt sein müssen, vage oder offen. So fehlen Angaben zum Schweregrad beziehungsweise den funktionalen Auswirkungen der psychischen Störungen, namentlich der somatoformen Störung und der Angststörung. Auch Fragen bezüglich Intensität und Häufigkeit der im Gutachten erwähnten psychiatrischen Therapie, zu den sozialen Kontakten und beispielsweise auch der Organisation des Haushaltes, zum konkreten Medikamentenkonsum beziehungsweise dessen mögliche Auswirkung auf die Leistungsfähigkeit können anhand der Expertise nicht rechtsgenüglich beantwortet werden. Es finden sich zwar Hinweise auf eine Überzeichnung oder Symptomausweitung, auf Inkonsistenzen, aber auch auf vorhandene Ressourcen. Indessen werden diese in Bezug auf die Vergangenheit verdeutlicht und es bleibt offen, ob sie auch im Begutachtungszeitpunkt vorhanden waren. Eine Aussage zur Bedeutung des komorbiden Geschehens fehlt gänzlich.