Citation: 7B_368/2023 E. 3.3.1

3.3.1. Soweit der Beschwerdeführer beanstandet, sein Verhalten erreiche die Intensität einer Androhung ernstlicher Nachteile nach Art. 181 StGB nicht, gehen seine Ausführungen an der Sache vorbei. So bringt er vor, die beiden Polizeibeamten seien es gewohnt, in Notsituationen, nachts und auf verkehrsreichen Strassen zu fahren, weshalb die Verfolgung durch ein Auto mit ungenügendem Abstand für sie konkret keine einzigartige, ihre Handlungsfreiheit beschränkende Situation dargestellt habe. Dabei verkennt der Beschwerdeführer, dass vorliegend nicht eine gewöhnliche Situation mit dichtem Verkehr auf der Autobahn zur Diskussion steht, sondern die Verfolgung mit einem Abstand von fünf bis zehn Metern über eine Strecke von rund zwei Kilometern bei einer beträchtlichen Geschwindigkeit von 120 km/h. Ein solches Verhalten ist aufgrund der damit einhergehenden Gefahr eines Auffahrunfalls ohne Weiteres geeignet, auch Beamte der Mobilen Einsatzpolizei mit viel Verkehrserfahrung in ihrer Handlungsfähigkeit zu beeinträchtigen und zu einem Spurwechsel zu veranlassen. Dies war vorliegend denn auch der Fall.