Citation: 2C_1008/2016 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz hat - entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers - durchaus zur Kenntnis genommen, dass dieser auch wegen Drogenkonsums verurteilt wurde. Sie hat aber in Einklang mit dem Strafurteil in einlässlicher und stringenter Darlegung festgehalten, dass eine wie vom Beschwerdeführer behauptete Drogensucht ihn nicht befähigt hätte, in einer derart hohen Position den Import von 10,54 kg reinem Kokain zu planen und zu organisieren. Abgesehen davon könne - wie die Vorinstanz weiter ausführt - eine solche Menge von reinem Kokain, welche dem Beschwerdeführer zugerechnet wurde, und dem dadurch erzielbaren Gewinn offensichtlich nicht mehr von einfacher Beschaffungskriminalität ausgegangen werden. Die Vorinstanz nimmt sodann auch auf die regierungsrätlichen Ausführungen Bezug, warum auf ein Gutachten über die Drogenabhängigkeit verzichtet wurde. Nach viereinhalb Jahren könne das seinerzeitige Konsumverhalten nicht mehr überprüft und eruiert werden. Der Beschwerdeführer ist ferner u.a. gestützt auf das Urteil 2C_361/2014 vom 22. Oktober 2015 der Auffassung, dass ein Gutachten zur Rückfallgefahr zwingend zu erstellen sei. Wie bereits die Vorinstanz festgehalten hat, besteht keine Verpflichtung, eine solches einzuholen. Nach Auffassung des Beschwerdeführers spricht für die Einholung eines Gutachtens, dass Erkenntnisse des Strafvollzugs zur Rückfallgefahr der Einschätzung des Kantonsgerichts diametral entgegengesetzt seien. Dies bildet indes entgegen seiner Auffassung keinen Anlass, ein Gutachten einzuholen. Denn Strafrecht und Ausländerrecht verfolgen unterschiedliche Ziele, eine positive Einschätzung und ein klagloses Verhalten im Strafvollzug schliessen eine Rückfallgefahr und eine fremdenpolizeiliche Ausweisung nicht aus (vgl. BGE 137 II 233 E. 5.2.2 S. 237).