Citation: U 387/99 14.12.2000 E. 1

1.- a) In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird eine Verletzung der Justizgarantie gerügt. Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich sei wegen der Sitz- und Hausgemeinschaft mit der Kreisagentur Winterthur der SUVA, insbesondere in Anbetracht der Entstehungsgeschichte des Gerichts, eine «Behörde ohne die verfassungsrechtlich geforderte Unabhängigkeit». Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat sich in einem neuesten Urteil J. vom 19. Mai 2000 (U 161/98) einlässlich mit der Frage der Verfassungsmässigkeit der Sitzwahl des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich (Einmietung in einer Liegenschaft der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt, wo diese die Kreisagentur Winterthur führt) auseinandergesetzt und sie bejaht. Dabei konnte das Gericht die Frage offen lassen, ob Unabhängigkeit und Unparteilichkeit eines auf Gesetz beruhenden Gerichts als staatliche Institution, worum es vorliegend in erster Linie geht, in den Schutzbereich von Art. 58 Abs. 1 aBV resp. Art. 30 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK fallen, da auch im bejahenden Falle eine Verletzung von Bundesverfassung und Konvention nicht dargetan sei. Da Dr. Brusa auch im Fall U 161/98 der Rechtsvertreter des damals Beschwerde führenden J. war, es um die gleiche Vorinstanz geht und keine neuen Gesichtspunkte geltend gemacht werden, kann auf die entsprechenden Ausführungen in jenem Urteil verwiesen werden. b) Im Weitern wird dem kantonalen Gericht Willkür in der Verfahrensführung vorgeworfen. Gerügt werden unter anderem eine Verweigerung der Protokollführung, des gesetzmässigen Beweisverfahrens, der Behandlung verfahrensleitender Anträge durch Erlass formeller Beschlüsse sowie sinngemäss die Nichtgewährung der Einsichtnahme in die vom Unfallversicherer angelegten sogenannten internen Akten (vgl. dazu BGE 125 II 474 f. Erw. 4a und dortige Hinweise). Soweit die Vorinstanz zu diesen Vorwürfen nicht schon Stellung genommen und sie mit zutreffender Begründung abgewiesen hat, wie dies beispielsweise in Bezug auf die Frage der rechtsgenüglichen Bevollmächtigung des Rechtsvertreters der SUVA zutrifft, braucht darauf im Lichte der materiellen Streitentscheidung (vgl. nachstehende Erw. 3 und 4) nicht näher eingegangen zu werden, zumal nicht geltend gemacht wird, die behaupteten Rechtsverletzungen hätten die Beschwerdeführerin an einer wirksamen Rechtsverfolgung gehindert. Dabei kann die in BGE 125 II 473 nicht publizierte Erw. 1 aufgeworfene Frage offen bleiben, unter welchen Voraussetzungen datenschutzrechtliche Fragen, welche sich im Rahmen einer hängigen unfallversicherungsrechtlichen Streitigkeit stellen, im Sinne einer Kompetenzattraktion durch die materiell und für die Prüfung einer gerügten Verletzung des Akteneinsichtsrechts zuständigen kantonalen Versicherungsgerichte und das Eidgenössische Versicherungsgericht zu beurteilen sind und ob diese Bedingungen vorliegend erfüllt wären. Nicht zu beanstanden ist sodann aufgrund der gegebenen Umstände die Abweisung des replikweise gestellten, aber nicht näher begründeten Gesuchs um unentgeltliche Verbeiständung. Was schliesslich die im Zusammenhang mit dem Zwischenentscheid über die unentgeltliche Verbeiständung geltend gemachte Nichtigkeit von Prozesshandlungen bei sistiertem Verfahren anbelangt, hätte diese Rüge wie auch diejenige betreffend den Zeitpunkt der Beiladung des Krankenversicherers (nach Abschluss des zweiten Schriftenwechsels) schon in der hiegegen erhobenen Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgebracht werden können und müssen, weshalb hier nicht mehr darauf einzugehen ist.