Citation: 4A_203/2023 E. 3.4

3.4. Die Beschwerdeführerin moniert unter Ziffer 7 ihrer Beschwerde eine Verletzung des Beweismasses. Sie macht geltend, sie habe sich in einem Beweisnotstand befunden, der mit einer Senkung des Beweismasses bzw. einer Anwendung von Art. 42 Abs. 2 OR hätte begegnet werden müssen. Dem kann nicht gefolgt werden. Es geht hier nicht um einen ziffernmässig nicht nachweisbaren Schaden im Sinne von Art. 42 Abs. 2 OR. Die Beschwerdeführerin macht einen vertraglichen Anspruch geltend, deren Voraussetzungen die Vertragsparteien im Vertrag selber definiert haben. In einer solchen Situation kann nicht von einem Beweisnotstand gesprochen werden, der Beweiserleichterungen erheischen würde, ebenso wenig davon, dass das Festhalten am strikten Beweis eine Vereitelung der jeweiligen Rechtsposition mit sich führen würde, so dass eine analoge Anwendung von Art. 42 Abs. 2 OR Platz greifen müsste (vgl. etwa BGE 128 III 271 E. 2b.bb). Es nützt der Beschwerdeführerin daher nichts, wenn sie dem Bundesgericht darlegt, dass sie beweismässig alles Zumutbare unternommen und taugliche Beweisanträge für die bestmögliche Bezifferung der Forderung gestellt habe. Dies zumal die Vorinstanz der Beschwerdeführerin insofern entgegenkam, als sie für die Kreditverträge gemäss act. 79/2, welche die C.________ AG der Beschwerdegegnerin übertragen hatte, Letzterer eine qualifizierte Bestreitungslast auferlegte. Da sie dieser nicht nachgekommen war, bejahte die Vorinstanz diesbezüglich zugunsten der Beschwerdeführerin die dritte Anspruchsvoraussetzung. Weshalb es geradezu willkürlich sein soll, wenn die Vorinstanz in Bezug auf die übrigen (nicht auf die Beschwerdegegnerin übertragenen) Verträge im Portfolio der C.________ AG aufgrund der erkannten Unsicherheiten nicht gleich verfuhr, vermag die Beschwerdeführerin nicht darzutun.