Citation: 6B_592/2019 E. 5

Abgesehen davon erscheint die Beschwerde auch in der Sache offensichtlich unbegründet. Die Vorinstanz verneint einen Anfangsverdacht im Sinne von Art. 303 Ziff. 1 und Art. 307 Abs. 1 StGB. Sie legt im angefochtenen Entscheid ausführlich dar, weshalb keine Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Beschwerdegegner 2 wider besseres Wissen objektiv falsche Aussagen machte. Die vom Beschwerdeführer geltend gemachte krasse Aktenwidrigkeit sei in keiner Weise erstellt. Die Aussagen des Beschwerdegegners 2 würden durch die Videoaufzeichnung und die Akten vielmehr gestützt (angefochtener Entscheid S. 8 ff.). Der Beschwerdeführer begründet den angeblichen Anfangsverdacht gegenüber dem Beschwerdegegner 2 wegen falscher Anschuldigung und falschen Zeugnisses sinngemäss damit, dass seine (des Beschwerdeführers) Schuld nicht erwiesen sei und somit auch nicht ausgeschlossen werden könne, dass der Beschwerdegegner 2 ihn zu Unrecht beschuldigte, auf B.________ eingeschlagen zu haben. Die Aussagen des Beschwerdegegners 2 würden den Aussagen des Zeugen C.________ widersprechen, womit zwingend einer der beiden Zeugen nicht die Wahrheit gesagt habe. Damit lässt sich ein Tatverdacht im Sinne von Art. 303 und Art. 307 StGB indes nicht begründen, ansonsten bei Strafverfahren mit unklarer Beweislage und mehreren, sich teils widersprechenden Zeugenaussagen immer Strafverfahren gegen die Zeugen wegen falscher Zeugenaussage zu eröffnen wären, ohne dass konkrete Anhaltspunkte für eine bewusste Falschaussage des einen oder anderen Zeugen vorlägen. Dies kann nicht angehen, zumal damit unzulässiger Druck auf die Zeugen ausgeübt würde. Ob die Aussagen des Beschwerdegegners 2 glaubhaft sind und darauf abgestellt werden kann, ist wie bereits erwähnt im hängigen Strafverfahren gegen den Beschwerdeführer wegen Raufhandels zu prüfen. Hierfür bedarf es keines separaten Verfahrens wegen falscher Anschuldigung oder falscher Zeugenaussage. Kommt es zu einer Verurteilung des Beschwerdeführers wegen Raufhan dels, scheidet ein Schuldspruch wegen falscher Anschuldigung im Sinne von Art. 303 StGB von vornherein aus. Gleiches gilt grundsätzlich für den Tatbestand des falschen Zeugnisses im Sinne von Art. 307 StGB.