Citation: 1C_510/2023 E. 5.2

5.2. Das Kantonsgericht erwog, im Schreiben vom 30. Januar 2013 habe die Dienststelle rawi ausgeführt, die Auffassung zu teilen, dass im Rahmen einer Gesamtinteressenabwägung ein Abbruch und Wiederaufbau des Wohnhauses als zulässig erachtet werde. Einzuräumen sei, dass dieses Schreiben unglücklich formuliert sei. Jedoch sei dem Beschwerdeführer der Ablauf des Baubewilligungsverfahrens und auch die Notwendigkeit, bei einer Planänderung ein neues Baubewilligungsgesuch einzureichen, bekannt gewesen. Hinzu komme, dass er mit fachkundigen Personen (Bauunternehmer, Architekt) zusammengearbeitet habe. Diesen habe ohne Weiteres klar sein müssen, dass jegliche Änderung an zonenwidrigen Bauten ausserhalb der Bauzonen sowohl eine kommunale als auch eine kantonale Bewilligung voraussetze. Dieses Wissen habe sich der Beschwerdeführer anrechnen zu lassen. Zudem falle auf, dass zwischen dem Schreiben vom 30. Januar 2013 und dem Beginn der Abbrucharbeiten im Herbst 2018 mehr als fünf Jahre vergangen seien. Weiter enthalte auch der Entscheid der Dienststelle rawi vom 1. Oktober 2014 keinen Hinweis auf einen Abbruch des Wohnhauses. Aus den Erkundigungen des Gemeindeschreibers und des Leiters des Bauamts, wann mit den Bauarbeiten begonnen werde, könne der Beschwerdeführer ebenfalls kein begründetes Vertrauen auf die Rechtmässigkeit eines Ersatzneubaus ableiten.