Citation: 2C_493/2018 E. 4.2

4.2. Dass zur Tochter A.C.________ eine enge affektive Beziehung besteht, ist unbestritten. In Bezug auf die zwei anderen Töchter hält das vorinstanzliche Urteil das Vorliegen einer affektiven Beziehung ohne weitere Ausführungen für "fraglich", verneint jedoch eine solche Beziehung nicht. Der Sachverhalt ist diesbezüglich lückenhaft. Aus den Akten ergibt sich (Art. 105 Abs. 2 BGG), dass die Kindsmutter von A.B.________in mehreren Schreiben an das Amt für Migration (2004, 2005, 2009 und 2017) und einer Befragung vom 17. März 2006 im Wesentlichen ausführt, ihre Tochter verbringe regelmässig Zeit mit dem Beschwerdeführer, auch am Wochenende, und blühe in seiner Gegenwart auf. Das Amt für Migration selbst hält dazu in einem Schreiben an das Bundesamt für Migration vom 23. September 2008 fest: "Diese Kindsbeziehung wird definitiv gelebt. Der Schreibende sieht den Kindsvater mehrmals unter der Woche in Begleitung seiner Tochter durch die Gemeinde X.________ spazieren." In der Aufenthaltsbewilligung vom 24. Oktober 2008 führt das Amt für Migration zudem aus: "Sie sind Vater der am 8. August 2003 geborenen Tochter A.B.________, unsere Abklärungen haben ergeben, dass die Kindsbeziehung tatsächlich gelebt ist und eine starke Bindung zwischen Ihnen und der Tochter besteht." Letztere hat mit Schreiben an das Amt für Migration vom 1. Juli 2017 diese Bindung beschrieben und bestätigt. Daraus ergibt sich, dass eine enge, affektive Beziehung zwischen dem Beschwerdeführer und seiner Tochter A.B.________ besteht. Bezüglich der Beziehung zur jüngsten Tochter A.D.________ ergibt sich aus den Akten, dass die Regelung der Modalitäten des gegenseitigen Besuchsrechts des Beschwerdeführers und der Tochter den Eltern überlassen wird. Ob und in welchem Umfang dieses Besuchsrecht ausgeübt wird, ist den Akten nicht zu entnehmen. Die Voraussetzung der wirtschaftlich engen Beziehung kann rechtsprechungsgemäss nicht nur durch finanzielle Unterhaltsleistungen, sondern auch durch Naturalleistungen erfolgen. Die entsprechenden Anforderungen haben sich im Rahmen des Möglichen und Vernünftigen zu bewegen (BGE 144 I 91 E. 5.2.2 S. 99 mit Hinweisen; Urteil 2C_1125/2014 vom 9. September 2015 E. 4.6). Die Vorinstanz hat sachverhaltsmässig festgestellt, bei der Regelung des Getrenntlebens sei für die Tochter A.C.________ angesichts der (schlechten) finanziellen Lage kein Unterhaltsbeitrag festgelegt worden (lit. A vorinstanzliches Urteil). Gleichzeitig bemängelt sie, die Finanzierung einiger Kurse (für A.C.________) genüge nicht, um eine wirtschaftliche Verbindung zu begründen. Allerdings können im Gesamtzusammenhang auch Beiträge von bloss "symbolischer Natur" ausreichen (Urteile 2C_904/2018 vom 24. April 2019 E. 4.2; 2C_1125/2014 vom 9. September 2015 E. 4.6.1). Ausserdem hat der Beschwerdeführer zumindest mit den Töchtern A.C.________ und A.B.________ relativ viel Zeit verbracht. Ausschlaggebend bezüglich der engen Beziehung in affektiver wie in wirtschaftlicher Hinsicht ist der tatsächlich gelebte Kontakt zum Kind im Rahmen des jeweils Möglichen und Zumutbaren (Urteile 2C_904/2018 vom 24. April 2019 E. 4.2; 2C_1125/2014 vom 9. September 2015 E. 4.6.2). Insgesamt ist deshalb von einer genügend engen wirtschaftlichen Beziehung auszugehen.