Citation: 2C_8/2014 E. 3.2.3

3.2.3. Die Beziehung des Beschwerdeführers zu seinen hier aufenthaltsberechtigten minderjährigen Kindern ist intakt, weshalb sich der Beschwerdeführer diesbezüglich auf Art. 8 EMRK und Art. 13 BV berufen kann. Wie erwähnt, lebt der Beschwerdeführer seit drei Jahren nicht mehr mit seinen Kindern zusammen und verfügt bloss über ein Besuchsrecht. Um das Besuchsrecht wahrzunehmen, ist in der Regel nicht erforderlich, dass der ausländische Elternteil über eine Anwesenheitsbewilligung in der Schweiz verfügt. Unter dem Gesichtspunkt des Anspruchs auf Familienleben (Art. 8 Ziff. 1 EMRK sowie Art. 13 Abs. 1 BV) ist es grundsätzlich ausreichend, wenn das Besuchsrecht im Rahmen von Kurzaufenthalten vom Ausland her ausgeübt werden kann, wobei allenfalls die Modalitäten des Besuchsrechts entsprechend auszugestalten sind. Für eine Bewilligungserteilung wird neben einem tatsächlich wahrgenommenen Besuchsrecht eine besonders intensive wirtschaftliche Beziehung zwischen dem Kind und dem nicht sorgeberechtigten Elternteil sowie ein tadelloses Verhalten der ausländischen Person vorausgesetzt (vgl. BGE 139 I 315 E. 2.2. S. 319 mit Hinweisen). Finanziell war der Beschwerdeführer bis anhin nicht in der Lage zum Unterhalt der Kinder beizutragen, da er keiner Erwerbstätigkeit nachging. Aufgrund seiner wiederholten Straffälligkeit fehlt es zudem ohnehin am klaglosen Verhalten. Abgesehen davon, dass das Urteil des EGMR Udeh gegen Schweiz vom 16. April 2013 [Nr. 12020/09] kein Grundsatzentscheid darstellt und vielmehr als spezifischer Anwendungsfall der bisherigen Praxis des EGMR erscheint (Urteil 2C_536/2013 vom 30. Dezember 2013 E. 2.5.5 mit Hinweisen, nicht publiziert in: BGE 140 II 129), unterscheidet sich der dort beurteilte Sachverhalt in wesentlichen Punkten von den vorliegenden Umständen, weshalb der Beschwerdeführer daraus nichts zu seinen Gunsten abzuleiten vermag und es dazu keiner weiteren Ausführungen bedarf. Im Übrigen hat der Beschwerdeführer bereits früher während mehreren Jahren freiwillig getrennt von seinen Kindern und seiner Ehegattin gelebt, als diese 2002 nach Polen übersiedelten und der Beschwerdeführer allein in Deutschland verblieb. Gegen die Annahme der Vorinstanz, er werde die familiäre Beziehung im Rahmen von gegenseitigen Besuchen und mittels der üblichen Kommunikationsmittel weiter pflegen können, ist somit nichts einzuwenden.