Citation: 8C_600/2022 E. 5.2

5.2. Bezüglich der vorinstanzlich vorgenommenen Erhöhung des Integritätsschadens um 15 % infolge der bisher nicht berücksichtigten Hyposmie beantragt die Suva die Rückweisung zu weiteren Beweiserhebungen, namentlich zur Einholung einer entsprechenden versicherungsinternen Beurteilung. Diesem Antrag ist stattzugeben. Hyposmie ist, wie die Suva korrekt darlegt, eine Riechstörung mit herabgesetztem Riechvermögen, wohingegen der Verlust des Riechvermögens als Anosmie bezeichnet wird (Klinisches Wörterbuch Pschyrembel, online unter www.pschyrembel.de, Stichworte "Hyposmie" und "Anosmie" [besucht am 5. Juli 2023]). Indem das kantonale Gericht allein wegen der Diagnose Hyposmie in Anwendung der Richtlinien des Anhangs 3 zur UVV ohne weitere Abklärungen einen diesbezüglichen Integritätsschaden von 15 % als angemessen erachtet, verkennt es, dass dieser Richtwert in der Skala für den Verlust des Geruchssinns nicht für eine blosse Einschränkung des Riechvermögens steht. Auch darin liegt eine Verletzung von Bundesrecht.