Citation: 2C_476/2023 E. 5.5.3

5.5.3. Die Beschwerdeführerin ist zwar im Rekursverfahren mit ihrem Hauptantrag, von der Euthanasierung des Pferdes abzusehen, durchgedrungen. Es ist jedoch unter Willkürgesichtspunkten nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz vorliegend die Kosten gestützt auf Billigkeitserwägungen verteilte. So begründete sie die Kostenauflage an die Beschwerdeführerin mit dem Umstand, dass die Euthanasierungsanordnung ursprünglich rechtmässig gewesen und erst nachträglich, nach der Verhaltensbesserung des Pferdes während des Rekursverfahrens, unverhältmässig geworden sei, was zur teilweisen Gutheissung des Rekurses geführt habe. Die Vorinstanz begründete die Abweichung vom Unterliegerprinzip somit mit der Berücksichtigung von Noven, die sich die Beschwerdeführerin nicht anrechnen konnte. Nachdem auch in der Literatur die Ansicht vertreten wird, dass das Vorliegen von Noven eine Kostenverteilung nach Billigkeitserwägungen rechtfertigen kann (vgl. E. 5.5.2 hiervor), erscheint die Kostenauflage aus diesem Grund nicht als willkürlich (vgl. zudem zu einer ähnlichen Novenkonstellation in 2C_13/2013 vom 5. September 2013 E. 6, wobei die dortige beschwerdeführende Partei ebenfalls die vorinstanzlichen Kosten zu tragen hatte).