Citation: 1P.638/2004 21.01.2005 E. 2.5

2.5.1 Der Beschwerdeführer bringt sodann vor, der Einzelrichter hätte die involvierten Mobiltelefonanschlüsse überprüfen lassen müssen, weil er davon ausgeht, dass es sich bei Z.________ um einen vom Beschwerdeführer "bestellten" Zeugen handelt. Z.________ habe bestätigt, dass er nicht auf der Busspur, sondern korrekt auf der für Personenwagen vorgesehenen Spur gefahren sei. Den Aussagen des Zeugen hätten sehr wohl sachdienliche Hinweise entnommen werden können. Das Obergericht sei in Willkür verfallen, weil es den Standpunkt des Einzelrichters schütze, dass auf die Prüfung der Mobiltelefonanschlüsse verzichtet werden könne und auf die Ausführungen über die Glaubwürdigkeit des Zeugen nicht weiter eingegangen werden müsse. 2.5.2 Gemäss dem angefochtenen Beschluss des Obergerichts ergibt sich aus den Aussagen von Z.________, dass dieser das eigentliche Unfallgeschehen gar nicht gesehen, sondern nur den Knall der Kollision gehört hat. Daher lasse sich aus den Aussagen dieses Zeugen nichts Sachdienliches ableiten. Dies sei der hauptsächliche Grund gewesen, weshalb der Einzelrichter auf die Prüfung der Mobiltelefonanschlüsse verzichtet habe. Im Übrigen sei dem Einzelrichter zuzustimmen, dass die Angaben von Z.________ fragwürdig erscheinen, da der Zeuge sich nur zum Fahrverhalten des Beschwerdeführers äussern, über dasjenige von Y.________ aber nichts Genaues aussagen konnte. Die antizipierte, unter Auslassung der Prüfung der Mobiltelefongespräche erfolgte Beweiswürdigung des Einzelrichters sei daher nicht willkürlich. 2.5.3 Diese Sicht des Obergerichts ist nicht zu beanstanden. Wie das Obergericht hervorhob, lag der eigentliche Grund für den Verzicht auf die Prüfung der mit dem Mobiltelefon getätigten Gespräche darin, dass die Aussagen von Z.________ nicht sachdienlich genug erschienen. Dieser Verzicht ist nicht willkürlich, soweit die kantonalen Gerichte in antizipierter Beweiswürdigung ohne Willkür davon ausgehen durften, die Prüfung der Mobiltelefonanschlüsse würde an ihrer Überzeugung nichts ändern. Das Obergericht warf dem Beschwerdeführer vor, in der Nichtigkeitsbeschwerde nicht dargelegt zu haben, inwiefern die Aussagen von Z.________ sachdienlich sein sollten. Auch vor Bundesgericht zeigt der Beschwerdeführer dies nicht auf, sondern beschränkt sich auf Ausführungen darüber, weshalb Z.________ gesehen haben will, wie er auf der für Personenwagen vorgesehenen Spur gefahren sei. Ausserdem ist seine Behauptung, der Einzelrichter habe dem Zeugen unterstellt, den Unfall nicht gesehen, sondern nur den Knall gehört zu haben, aktenwidrig. So sagte Z.________ gemäss Protokoll des Polizeirichteramtes vom 6. Juni 2002 (S. 3) aus: "Ich habe gesehen, woher der rote Wagen kommt. Das Taxi hatte ich schon vorher gesehen, wo ich es auf meiner Skizze gezeichnet habe. Wie der Unfall passierte, sah ich nicht." Und weiter: "Ich habe gesagt, dass ich nicht gesehen habe, wie der Unfall passierte, ich sagte ausdrücklich, dass ich das Geräusch gehört habe, aber nicht gesehen, woher der rote kam. Ich habe im Rückspiegel gesehen, nach dem Kollisionsgeräusch". Das Obergericht durfte daher willkürfrei annehmen, dass auf die Prüfung der Mobiltelefonanschlüsse verzichtet werden kann und auf die Ausführungen des Beschwerdeführers zur Glaubwürdigkeit des Zeugen nicht einzugehen ist. Die staatsrechtliche Beschwerde erweist sich auch in diesem Punkt als unbegründet.