Citation: 5A_126/2021 E. 2.2

2.2. Im vorliegenden Fall erstellte das mit der Durchführung des Konkurses über die D.________ AG befasste Konkursamt am 11. März 2020 das Lastenverzeichnis und legte es zur Einsicht auf. Bei der hierfür örtlich zuständigen Instanz ging dagegen weder eine Beschwerde ein, noch wurde eine Kollokationsklage erhoben. Am 16. Juni 2020 gelangte die Beschwerdeführerin an das rechtshilfeweise mit der Verwertung beauftragte Konkursamt und verlangte u.a. die Streichung der Forderungen von C.________ im Lastenverzeichnis und machte Rechtsmissbrauch und Nichtigkeit geltend. Zudem dürfe dieser oder ihm nahestehende Personen die Grundstücke aus der Konkursmasse der D.________ AG nicht direkt oder indirekt erwerben. Das angesprochene Konkursamt erklärte sich für die Streichung von Forderungen im Lastenverzeichnis als nicht zuständig und verwies die Beschwerdeführerin an das verfahrensleitende Konkursamt. Im Weiteren hielt es fest, dass aufgrund der Steigerungsbedingungen jedermann an der öffentlichen Steigerung mitbieten könne und sich aus der Vereinbarung vom 5. Juni 2014 nicht ableiten lasse, dass C.________ davon ausgeschlossen werde. Das Begehren der Beschwerdeführerin vom 26. August 2020 um Nachbereinigung des Lastenverzeichnisses wurde vom verfahrensleitenden Konkursamt mit Hinweis auf die seinerzeit eingereichten Verträge und Schuldbriefe am 31. August 2020 abgewiesen. Gegen die abweisende Stellungnahme der jeweiligen Konkursämter wurde keine Beschwerde eingereicht. Die Steigerungsbedingungen wurden von dem rechtshilfeweise mit der Durchführung der Verwertung beauftragten Konkursamt erstellt und blieben ebenfalls unangefochten.