Citation: 8C_833/2016 E. 6.1

6.1. Die bei der Adäquanzbeurteilung zu berücksichtigende Schwere des Unfalles (vgl. E. 4.1 hievor) ist aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs mit den sich dabei entwickelnden Kräften zu beurteilen (SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26, U 2/07 E. 3.1). Dabei werden einfache Auffahrkollisionen auf ein haltendes Fahrzeug in der Regel als mittelschwerer Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen betrachtet (RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236, U 380/04 E. 5.1.2). Am 15. November 1997 wurde die angeschnallte Versicherte in einen Auffahrunfall verwickelt. Während ihr Fahrzeug stand, fuhr der Unfallgegner von hinten auf. An ihrem Fahrzeug entstand ein Sachschaden von rund Fr. 1'500.-. Die vorinstanzliche Qualifikation des Ereignisses als mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten Unfällen ist somit nicht zu beanstanden. Die Adäquanz eines Kausalzusammenhanges wäre somit nur dann zu bejahen, wenn vier der massgeblichen Kriterien (oder eines der Kriterien ausgeprägt) erfüllt wären (vgl. Urteil 8C_899/2013 vom 14. Mai 2014 E. 5.1 mit Hinweis auf das Urteil 8C_487/2009 vom 7. Dezember 2009 E. 5) Der Katalog dieser Kriterien lautet (vgl. BGE 134 V 109 E. 10.3 S. 130) : - besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; - die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; - fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung; - erhebliche Beschwerden; - ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich ver- schlimmert; - schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; - erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen.