Citation: 6B_210/2022 E. 1.3.2

1.3.2. Ferner beanstandet der Beschwerdeführer die vorinstanzliche Feststellung, im Zeitpunkt der Konsultation hätten keine Beschwerden bestanden, als willkürlich. Zunächst ist klarzustellen, dass die Vorinstanz keine solch pauschale Feststellung trifft. Ebenso wenig führt sie aus, den Akten lasse sich nicht entnehmen, dass es bei der Beschwerdegegnerin 2 regelmässig zu Beschwerden im Bereich des Bauchs gekommen sei (Beschwerde S. 10 f. Ziff. 14). Auf die diesbezüglichen Darlegungen des Beschwerdeführers ist daher nicht weiter einzugehen. Die Vorinstanz hält vielmehr differenziert und ohne Willkür fest, die vom Beschwerdeführer erwähnten gesundheitlichen Beschwerden der Beschwerdegegnerin 2 - vaginale und anale Blutungen - würden in der von ihm geschilderten dramatischen Form keine Entsprechung in ihrer Krankengeschichte finden. Anale und vaginale Blutungen seien in einem Eintrag vom 20. Juli 2019 erwähnt. Dass es regelmässig zu Beschwerden in diesem Bereich gekommen sei, lasse sich den Akten nicht entnehmen. Dies gelte insbesondere für den 1. Oktober 2019. Die Beschwerdegegnerin 2 habe zu diesem Zeitpunkt auch nicht an Bauchschmerzen gelitten. Im Verlaufsbericht sei ausdrücklich von Bauchschmerzen "ab und zu" die Rede. Zudem habe sie sich hinsichtlich ihrer gesundheitlichen Beschwerden bereits in ärztlicher Behandlung und unter ärztlicher Kontrolle befunden. Für die Folgewoche sei eine gynäkologische Untersuchung geplant gewesen. Weshalb das Risiko einer Eileiterschwangerschaft trotz fehlender Bauchschmerzen und des Umstands, dass die Beschwerdegegnerin 2 mit der Pille verhütet und zum Zeitpunkt der Konsultation ihre Periode gehabt habe, vom Beschwerdeführer als so hoch eingestuft worden sei, dass unverzüglich eine vaginale Untersuchung habe erfolgen müssen und nicht bis zum gynäkologischen Termin in der Folgewoche habe zugewartet werden können, ergebe sich nicht aus seinen Aussagen (Urteil S. 10 f. E. 2.3; kantonale Akten act. 7/6). Geradezu als abwegig erscheint der diesbezügliche Einwand des Beschwerdeführers, ein Arzt könne und dürfe sich nicht alleine auf die Angaben der Patientin stützen, ob es sich beim Blut ab Vagina um die Regelblutung handle (Beschwerde S. 12 Ziff. 14).