Citation: 2C_1007/2020 E. 2.2

2.2. Als brasilianischer Staatsangehöriger kann der Beschwerdeführer aus dem FZA nicht einen eigenen Aufenthaltsanspruch ableiten, sondern nur einen abgeleiteten Anspruch aufgrund seiner Partnerschaft zu einem in der Schweiz wohnenden EU-Angehörigen. Nach den Feststellungen der Vorinstanz hat sich der Partner des Beschwerdeführers am 11. April 2019 nach Spanien abgemeldet. Die Vorinstanz zitiert sodann die vom Partner gegenüber der Polizei gemachten Aussagen, wonach er dauerhaft in Spanien wohne, im Jahre 2018 lediglich zwei Mal in die Schweiz gekommen sei und am 10. April 2019 zum ersten Mal in jenem Jahr. Der Beschwerdeführer bringt zwar appellatorisch vor, sie hätten gemeinsam in der Schweiz gewohnt; er rügt aber nicht die Feststellung der Vorinstanz, wonach sich der Partner am 11. April 2019 per 31. Januar 2017 nach Spanien abgemeldet habe. Davon ist folglich auszugehen (Art. 105 Abs. 1 BGG). Ergänzend ergibt sich aus den Akten (Art. 105 Abs. 2 BGG), dass der Beschwerdeführer bei seiner Befragung durch die Polizei vom 12. April 2019 selber angegeben hat, sein Mann wohne in Spanien und komme nur nach Zürich, wenn er etwas brauche. Lebt somit der Partner nicht (mehr) in der Schweiz, entfällt von vornherein ein Anspruch aufgrund des Familiennachzugs, und zwar unabhängig davon, ob die Partnerschaft noch besteht oder nicht. Damit sind die Voraussetzungen für einen Widerruf der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 23 VEP erfüllt (Urteil 2C_381/2018 vom 29. November 2018 E. 6.1).