Citation: 4A_614/2014 E. 5.7.1

5.7.1. Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz habe die Nachfristansetzung mit der Unklarheit für die Beschwerdegegnerin begründet, ob die Beschwerdeführerin den Walzdraht noch annehmen wolle. Dies trifft nicht zu. Diese Ausführungen der Vorinstanz folgten lediglich ergänzend. Unter Hinweis auf eine Lehrmeinung ( ANTON K. SCHNYDER/RALF MICHAEL STRAUB, in: Kommentar zum UN-Kaufrecht, Honsell [Hrsg.], a.a.O., N. 102b zu Art. 49 CISG) verneinte die Vorinstanz das Vertragsaufhebungsrecht vielmehr grundsätzlich, wenn keine bestimmte Frist angesetzt wird. Darauf geht die Beschwerdeführerin nicht ein. Sie bestreitet somit nicht, dass keine Nachfrist angesetzt wurde. Im Übrigen entspricht es herrschender Lehre, dass die Frist bestimmt sein muss ( PETER HUBER, in: UN Convention on Contracts for the International Sale of Goods (CISG), Kröll und andere [Hrsg.], a.a.O., N. 49 zu Art. 49 CISG i.V.m. N. 8 zu Art. 47 CISG; MÜLLER-CHEN, a.a.O., N. 1 i.V.m. N. 4 zu Art. 47 CISG; DIANA AKIKOL/LUCIEN BÜRKI, in: UN-Kaufrecht - CISG, Brunner [Hrsg.], a.a.O., N. 3 i.V.m. N. 7 zu Art. 47 CISG).