Citation: 5A_357/2023 E. 6.2

6.2. Darüber hinaus ist die Beschwerdeführerin der Auffassung, die Rechtsbegehren Ziff. 1.2.1 bis 1.2.4 müssten abgewiesen werden, da einem Aussichtswunsch des Beschwerdeführers nicht entsprochen worden sei. Tatsächlich hat der Beschwerdeführer in Rechtsbegehren Ziff. 1.2.1 und 1.2.3 jeweils neben der Feststellung der zulässigen Höhe der im Vergleich geregelten Bepflanzungen die Feststellung beantragt, dass die Beschwerdeführerin verpflichtet ist, die Bepflanzungen so unter Schnitt zu halten, dass die freie Sicht vom Wohngeschoss des Beschwerdeführers nach Westen auf den X.________ und das Gebirge W.________ gewährleistet ist. Nach Rückweisung durch die Vorinstanz hat die Erstinstanz, geschützt mit Endentscheid vom 28. März 2023, im Dispositiv jedoch keine eigenständige Pflicht zur Wahrung der Aussicht des Beschwerdeführers festgelegt, sondern diese gerade nur "insofern" geschützt, als die im Vergleich festgelegte Höhe einzuhalten sei. Davon, dass sich die zulässige Höhe nach dem Vergleich richtet, geht auch die Beschwerdeführerin aus. Der Pflicht zur Wahrung der Aussicht kommt folglich keine eigenständige Bedeutung zu, weswegen es sich erübrigt, auf die Kritik der Beschwerdeführerin hieran im Detail einzugehen.