Citation: 9C_253/2015 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer wendet ein, die Diagnose Angst und Depression gemischt (ICD-10 F41.2) zähle nicht zu den pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern. Entgegen den Ausführungen der Vorinstanz handle es sich um eine eigenständige objektivierbare Diagnose, die bei Vorliegen und in Kombination beider Beschwerdebilder zur Anwendung gelangt. Aus medizinischem Gesichtswinkel fehle es an einer hinreichenden Grundlage, um diese Diagnose als Begleiterscheinung zu den Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage zu qualifizieren. Dem Gutachten der Klinik C.________ lasse sich nicht entnehmen, dass Bewegungsangst, phobischer Schwankschwindel sowie die hypochondrisch-ängstliche Selbstbeobachtung in sehr engem Zusammenhang mit der Schmerzstörung stehen. Mit der Aufteilung der Diagnose Angst und Depression gemischt in zwei separate Krankheitsbilder habe die Vorinstanz das ihr zustehende Ermessen überschritten. Sodann bestehe für die Annahme, die depressive Symptomatik führe in Verbindung und in Kombination mit der Angstsymptomatik zu einem überwindbaren Leiden im Sinne einer somatoformen Schmerzstörung, keine Grundlage. Wenn eine Invalidenrente sowohl für unklare als auch für erklärbare Beschwerden zugesprochen wurde, welche diagnostisch zwar unterscheidbar sind, bezüglich der damit verbundenen Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit aber keine exakte Abgrenzung erlauben, falle eine Aufhebung oder Herabsetzung der Invalidenrente nach lit. a Abs. 1 der Schlussbestimmungen zur 6. IV-Revision ausser Betracht.