Citation: 4A_489/2014 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz wies den Beweisantrag der Beschwerdeführerin auf Durchführung eines Augenscheins ab, weil die Schlittelpiste zwischenzeitlich nicht mehr an der damaligen Unfallstelle vorbeiführe und sich gestützt darauf die tatsächlichen Gegebenheiten zum Unfallzeitpunkt, insbesondere der Pistenverlauf, ganz zu schweigen von der Pistenbeschaffenheit, nicht mehr genau rekonstruieren liesse. Vielmehr seien die bei den Akten liegende Fotodokumentation und die Unfallskizze der Kantonspolizei Graubünden zur Beurteilung der damaligen konkreten örtlichen Verhältnisse beizuziehen. Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, vermag keine Verletzung des rechtlichen Gehörs aufzuzeigen. Sie macht geltend, es sei unbestritten, dass die Schneeverhältnisse nicht mehr rekonstruierbar seien, doch sei die Skipiste nach W.________, der Stall, der Feldweg in Richtung V.________ sowie die Topografie von U.________ zur Unfallstelle mit Flachstücken und Hängen, unverändert. Gemäss BGE 130 III 193 sei es Aufgabe des Sachgerichts zu entscheiden, ob die in einem bestimmten Zeitpunkt zu beurteilende örtliche Situation erhöhte Sicherheitsvorkehrungen erfordert hätte. Genau diese örtlichen Verhältnisse würde ein Augenschein aufzeigen. Damit legt sie aber keineswegs dar, weshalb die Fotodokumentation von der Unfallstelle mit den tatsächlichen Gegebenheiten sowie die Unfallskizze, auf welche beide Vorinstanzen abgestellt haben, diese örtlichen Verhältnisse nicht (genügend) aufgezeigt hätten bzw. weshalb die Vorinstanz im Rahmen ihrer antizipierten Beweiswürdigung nicht hätte darauf abstellen dürfen und einen Augenschein hätte einholen müssen.