Citation: 6B_141/2022 E. 2.2.5

2.2.5. Zu den Aussagen des Beschwerdeführers hält die Vorinstanz fest, er bestreite, den Geschlechtsverkehr je gegen den Willen der Beschwerdegegnerin 2 vollzogen zu haben und führt anschliessend seine Aussagen dazu an. Sie gibt sowohl seinen Einwand wieder, wonach er im Herbst 2015 aufgrund einer Operation seines Bizeps über keine Kraft im Arm verfügt habe und es mit Ausnahme von ca. eineinhalb Monaten im Januar/Februar 2016 zu keinem Unterbruch des gemeinsamen Beischlafs gekommen sei, als auch sein Vorbringen, wonach der letzte gemeinsame Geschlechtsverkehr im Juli 2016 in den Ferien in U.________ gewesen sei (Urteil S. 17 f.). Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer habe eingeräumt, im Jahr 2015 als Automechaniker mit dem operierten Arm Grobarbeiten durchgeführt zu haben. Damit erscheine es jedenfalls nicht ausgeschlossen, dass er im Herbst 2015 (trotz Operation) dazu in der Lage gewesen sei, mit seinen Armen, insbesondere mit dem rechten Arm, den für die vorgeworfene Vergewaltigung notwendigen Kraftaufwand aufzubringen, zumal er für das Herunterdrücken bzw. Fixieren von Beinen und Händen der Beschwerdegegnerin 2 den rechten Bizeps-Muskel kaum benötigt haben dürfte. Insgesamt, so die Vorinstanz, liessen die Aussagen des Beschwerdeführers nicht an der Glaubhaftigkeit der Angaben der Beschwerdegegnerin 2 zweifeln (Urteil S. 18).