Citation: 8C_672/2020 E. 4.1.3

4.1.3. Ob und inwiefern Anpralltraumen geeignet sind, Sehnenmanschettenläsionen auszulösen oder zu verursachen, wird in der neueren medizinischen Literatur kontrovers diskutiert. Darauf hat das Bundesgericht auch schon hingewiesen und festgehalten, dass zur Beurteilung der Unfallkausalität dem Kriterium des Unfallmechanismus keine übergeordnete Bedeutung mehr beigemessen werde (Urteil 8C_59/2020 vom 14. April 2020 E. 5.3 f.). Es gehe vielmehr darum, die einzelnen Kriterien, die für oder gegen eine traumatische Genese der Verletzung sprächen, aus medizinischer Sicht gegeneinander abzuwägen und den Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich habe, der Wahrheit zu entsprechen. Dabei gelte es etwa die bildgebenden Befunde, die Vorgeschichte, den Unfallhergang, den Primärbefund und den Verlauf zu berücksichtigen. Vor diesem Hintergrund erscheint die Beurteilung der beratenden Ärzte schlüssig und nachvollziehbar. Anders als der Beschwerdeführer glauben machen will, erschöpfen sich die Stellungnahmen der beratenden Ärzte der AXA nicht darin, den geschilderten Unfallhergang als ungeeigneten Unfallmechanismus zu bewerten. So hat etwa Dr. med. C.________ auf das fehlende morphologische Korrelat im Schulterbereich hingewiesen (vgl. E. 4.1.1 hiervor). Dr. med. D.________ hat seinerseits dargelegt, dass gerade mit Blick auf das chronische Impingement der Supraspinatussehne die Unfallkausalität der Teilruptur der Supraspinatussehne nicht erstellt sei. Damit setzt sich der Beschwerdeführer in seiner Beschwerdeschrift nicht auseinander.