Citation: 9C_386/2020 E. 4.2

4.2. Vorliegend begründete das kantonale Gericht die Reduktion des Honorars des unentgeltlichen Rechtsvertreters mit Verweis auf die in IV-Rentenverfahren praxisgemäss angewandten Entschädigungsansätze gemäss Aargauischem Anwaltstarif. Ausgehend von der üblichen Grundentschädigung von Fr. 2500.- erhöhte es die Entschädigung aufgrund der erstatteten Replik um 10 % und reduzierte sie zugleich wegen fehlender Verhandlung um 10 %. Weiter kürzte es sie um 25 %, da der Rechtsvertreter den Versicherten bereits im Vorbescheidverfahren vertreten hatte. Schliesslich addierte es die Spesenpauschale von 3 % sowie die Mehrwertsteuer von 7.7 %, was eine Entschädigung von total Fr. 2100.- ergab. Die Vorinstanz erwog, angesichts des nicht überdurchschnittlich komplexen Prozesses sei der vom Anwalt geltend gemachte Aufwand (von Fr. 3611.90 entsprechend 14.8 Stunden zu Fr. 220.- zuzüglich Auslagen und Mehrwertsteuer) überhöht, zumal ein ausserordentlicher Aufwand weder substanziiert dargelegt noch ersichtlich sei. Die dem Fall angemessenen anwaltlichen Bemühungen seien demnach durch die pauschale Entschädigung ausreichend abgegolten.