Citation: K 75/06 07.12.2006 E. 2

2.1 Im konkreten Fall hat das Eidgenössische Versicherungsgericht mit Urteil vom 2. Februar 2005 entschieden, dass in Bezug auf die oberen Weisheitszähne 18 und 28 die Frage der Verlagerung nicht abschliessend beantwortet werden müsse, weil die Pathologie und die notwendigen Massnahmen zu deren Beseitigung oder Verringerung für das Vorliegen des gemäss Art. 17 lit. a Ziff. 2 KLV erforderlichen qualifizierten Krankheitswertes nicht ausreichen, sodass die Voraussetzungen für eine Leistungspflicht der obligatorischen Krankenpflegeversicherung mangels Anhaltspunkten für irgendwelche Schwierigkeiten oder besondere Komplikationen bei der Entfernung der oberen Weisheitszähne nicht erfüllt sind. 2.2 In Bezug auf die unteren Weisheitszähne 38 und 48 hingegen hat das Eidgenössische Versicherungsgericht im erwähnten Urteil festgestellt, dass der qualifizierte Krankheitswert bei der vorliegenden Dentition in Entwicklung in Form der Behinderung einer geordneten Gebissentwicklung trotz des sich im Rahmen haltenden Behandlungsaufwandes erfüllt ist. Erschwerend gewichtete es dabei praxisgemäss den Umstand, dass die reguläre Entwicklung der Dentition besonders anfällig war, weil die Beschwerdeführerin in kieferorthopädischer Behandlung stand und im Frontbereich des Unterkiefers einen Retainer trug (vgl. Urteil S. vom 28. Dezember 2004, K 142/02). Es wies die Sache an das kantonale Gericht zurück, damit es zur Frage der Verlagerung der Zähne 38 und 48 als erster Voraussetzung der Leistungspflicht der obligatorischen Krankenpflegeversicherung ein Obergutachten einhole und anschliessend über den Anspruch der Beschwerdeführerin auf Übernahme der Behandlungskosten für die beiden unteren Weisheitszähne neu entscheide.