Citation: 4A_317/2024 E. 4

Die Beschwerdeführerin beanstandet das vorinstanzliche Urteil in verschiedener Hinsicht. Zusammengefasst macht sie geltend, die Vorinstanz sei aktenwidrig davon ausgegangen, die Beschwerdegegnerin sei wegen ihres Alters von der Schlichtungsverhandlung dispensiert worden. Die Beschwerdegegnerin sei nämlich aus "gesundheitlichen Gründen" und damit wegen Krankheit dispensiert worden. Die Vorinstanz gehe auch fehl in der Annahme, die Beschwerdegegnerin habe ihr Dispensationsgesuch erst im erstinstanzlichen Verfahren beweisen müssen. Tatsächlich entscheide der Friedensrichter über das Dispensationsgesuch, während das erstinstanzliche Bezirksgericht die Gültigkeit der Klagebewilligung prüfe. Es sei daher notwendig, dass die gesuchstellende Partei ihr Gesuch vor der Schlichtungsverhandlung stelle, belege und begründe, was die Beschwerdegegnerin gerade nicht getan habe. Schliesslich habe die Vorinstanz auch Art. 204 Abs. 3 lit. b ZPO verletzt, indem sie bei der Beschwerdegegnerin aufgrund ihres Alters von einem zulässigen Dispensationsgrund ausgegangen sei. Inwiefern sich die Rügen der Beschwerdeführerin als begründet erweisen, kann aus nachfolgenden Erwägungen offen bleiben (vgl. E. 5 hiernach).