Citation: 2P.101/2002 16.08.2002 E. 2

2.1 Art. 50 Abs. 1 BV gewährleistet die Gemeindeautonomie nach Massgabe des kantonalen Rechts. Eine Gemeinde ist in einem Sachbereich autonom, wenn das kantonale Recht diesen nicht abschliessend ordnet, sondern ihn ganz oder teilweise der Gemeinde zur Regelung überlässt und ihr dabei eine relativ erhebliche Entscheidungsfreiheit einräumt (BGE 128 I 3 E. 2a S. 8, mit Hinweisen). Gemäss Art. 19 Abs. 2 letzter Satz des Bundesgesetzes über die Raumplanung (RPG; SR 700) regelt das kantonale Recht die Erschliessungsbeiträge der Grundeigentümer; Art. 6 des Wohnbau- und Eigentumsförderungsgesetzes vom 4. Oktober 1974 (WEG; SR 843) setzt nur den Rahmen und die Grundsätze fest, nach denen das kantonale Recht über die Finanzierung der Erschliessungen durch Kausalabgaben auszugestalten ist (BGE 112 Ib 235 E. 2d S. 239). Wie das Bundesgericht wiederholt festgestellt hat, sind die Bündner Gemeinden in weiten Bereichen der Raumplanung und des Bauwesens autonom (BGE 128 I 3 E. 2b S. 8; 118 Ia 446 E. 3c S. 454, mit Hinweisen). Dies gilt klarerweise auch für die Erschliessung des Gemeindegebiets und die damit zusammenhängende Erhebung von Grundeigentümerbeiträgen. Diesen Bereich können die Bündner Gemeinden in eigener Kompetenz ordnen und über die Mindestbestimmungen hinausgehende Vorschriften erlassen (vgl. Art. 19 und 22 Ziff. 6 lit. c des Raumplanungsgesetzes für den Kanton Graubünden vom 20. Mai 1973 und Art. 1 Abs. 2 des Perimetergesetzes des Kantons Graubünden vom 28. September 1980). 2.2 Da der Beschwerdeführerin im streitgegenständlichen Bereich Autonomie zusteht, kann sie sich mit staatsrechtlicher Beschwerde dagegen zur Wehr setzen, dass eine kantonale Behörde im Rechtsmittel- oder Genehmigungsverfahren ihre Prüfungsbefugnis überschreitet oder die den betreffenden Sachbereich ordnenden kommunalen, kantonalen oder bundesrechtlichen Normen falsch anwendet. Soweit nicht die Handhabung von eidgenössischem oder kantonalem Verfassungsrecht zur Diskussion steht, prüft das Bundesgericht das Vorgehen der kantonalen Behörde aber nur unter dem Gesichtswinkel der Willkür (BGE 128 I 3 E. 2b S. 9; 126 I 133 E. 2 S. 136; 120 Ia 203 E. 2a S. 204, je mit Hinweisen).