Citation: 2C_235/2021 E. 3.2

3.2. Das in Art. 29 Abs. 1 BV verankerte Beschleunigungsgebot garantiert in Verfahren vor Gerichts- und Verwaltungsinstanzen den Anspruch auf Beurteilung innert angemessener Frist, wobei die Angemessenheit unter Würdigung sämtlicher konkreter Umstände zu prüfen ist und insbesondere Kriterien wie die Art des Verfahrens, die Komplexität und der Umfang der Streitfragen, die Bedeutung des Verfahrens für die Beteiligten und das Verhalten der Verfahrensbeteiligten zu berücksichtigen sind (BGE 144 I 318 E. 7.1; 135 I 265 E. 4.4). Im Urteil 12T_3/2007 vom 11. Dezember 2007 E. 4.2 hat das Bundesgericht eine Periode von 28 Monaten, während welcher ein Fall beim Gericht lag und keinerlei nennenswerte weitere Aktivitäten zu verzeichnen waren, wobei das Urteil sogar erst nach drei Jahren zu erwarten war, als Verletzung des Beschleunigungsgebots erachtet. In einem weiteren Urteil wurde die Dauer von 23 Monaten ab Abschluss des Schriftenwechsels bis zur Urteilsfällung als zu lange qualifiziert (Urteil 12T_4/2017 vom 26. Juni 2018 E. 3.7).