Citation: 4A_12/2020 E. 3.3.1

3.3.1. Im Rückweisungsentscheid (E. 2.7) hat das Bundesgericht sowohl die antizipierte Beweiswürdigung der Vorinstanz als auch die Würdigung des Parteigutachtens beanstandet beziehungsweise jedenfalls eine ungenügende Begründung gerügt. Die Rückweisung erfolgte, damit die Vorinstanz einerseits die inhaltlichen Einwände gegen das Parteigutachten behandle und andererseits über die Beweistauglichkeit des Gerichtsgutachtens neu entscheide. Zuvor (E. 2.5) hatte das Bundesgericht festgehalten, die Vorinstanz habe bei der Beurteilung der von der Beschwerdeführerin angerufenen Berichte der behandelnden Ärzte unter anderem auf das davon abweichende Privatgutachten abgestellt. Sie habe angenommen, auch mit einem Gutachten könne rückwirkend der Nachweis der Arbeitsunfähigkeit nicht gelingen. Wäre sie davon ausgegangen, mit den eingereichten Arztberichten und einem Gerichtsgutachten liesse sich der Beweis der Arbeitsunfähigkeit auch unabhängig vom Inhalt des Parteigutachtens nicht nachweisen, hätte sie dies in ihrer Begründung zum Ausdruck bringen müssen, um eine sachgerechte Anfechtung zu ermöglichen. Es sei daher davon auszugehen, dass dem Parteigutachten für das Scheitern des Beweises eine entscheidende Bedeutung zugekommen sei.