Citation: 6S.858/1999 16.08.2001 E. 3

3.- a) Der Beschwerdeführer macht wie bereits im kantonalen Verfahren geltend, dass das Handelsgericht des Kantons Zürich in seinem Urteil vom 9. Juni 1994 den inkriminierten Zeitungsartikel ganz anders interpretiert habe als die Vorinstanz. Diese gehe stets von der denkbar negativsten Interpretation der inkriminierten Äusserungen aus und setze sich mit der abweichenden Auslegung durch das Handelsgericht nicht auseinander. Die Vorinstanz lege auch nicht dar, wen sie sich unter dem durchschnittlichen "Weltwoche"-Leser vorstelle. Zudem habe die Vorinstanz dem von ihr supponierten, nicht näher definierten Durchschnittsleser bei der Interpretation der mehreren Äusserungen unterschiedlich grosse Fähigkeiten zu kreativen Gedankenkombinationen zugetraut; daher seien die diesbezüglichen Ausführungen im angefochtenen Entscheid auch widersprüchlich. Dass die Vorinstanz ihrer rechtlichen Beurteilung eine auf derartigen Mängeln beruhende Interpretation des Zeitungsartikels zu Grunde gelegt habe, habe sich in einer unrichtigen Anwendung von Art. 2 und Art. 3 lit. a UWG ausgewirkt (Nichtigkeitsbeschwerde S. 14 - 19). b) Mit diesen Ausführungen legt der Beschwerdeführer nicht rechtsgenüglich dar, inwiefern die vorinstanzliche Interpretation der Textpassagen bundesrechtswidrig sei. Gemäss den Ausführungen der Vorinstanz lassen sich dem inkriminierten Zeitungsartikel im Wesentlichen vier Aussagen entnehmen. Im angefochtenen Urteil werden diese vier sinngemässen Aussagen wiedergegeben und wird detailliert dargelegt, gestützt auf welche einzelnen (teils sinngemässen) Behauptungen der Leser dem Zeitungsartikel diese vier (sinngemässen) Aussagen entnimmt (angefochtenes Urteil S. 26 - 29). Die Vorinstanz war von Bundesrechts wegen nicht verpflichtet, sich mit dem - quasi zufälligerweise zeitlich früher ergangenen - Urteil des Zürcher Handelsgerichts vom 9. Juni 1994 auseinander zu setzen und darzulegen, weshalb sie der Interpretation der Textpassagen im Entscheid des Handelsgerichts nicht folgen könne. Die eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde ist daher in diesem Punkt abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.