Citation: 6B_287/2016 E. 2.4.4

2.4.4. Schliesslich kann offen bleiben, ob im vorliegenden Fall die Voraussetzungen von Art. 241 Abs. 3 StPO erfüllt waren. Zum einen hält Niklaus Schmid dafür, bei fehlender Gefahr in Verzug sei tendenziell eine Ordnungsvorschrift verletzt (Niklaus Schmid, a.a.O., Rz. 1064 und Fn. 263; vgl. auch BGE 139 IV 128 E. 1.7 S. 135). Zum anderen dürften die Beweise verwertet werden, selbst wenn die Stadtpolizei Zürich bei der Durchsuchung Gültigkeitsvorschriften verletzt hätte. Denn Raub und strafbare Vorbereitungshandlungen dazu sind zweifellos schwere Straftaten im Sinne von Art. 141 Abs. 2 StPO. So handelt es sich dabei um Verbrechen, die im Katalog von Art. 269 Abs. 2 StPO aufgeführt sind (vgl. dazu BGE 137 I 218 E. 2.3.5.2 S. 224; Marc Jean-Richard-dit-Bressel, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 30 zu Art. 278 StPO). Vorliegend braucht demnach nicht geprüft zu werden, was generell unter "schwere Straftaten" im Sinne von Art. 141 Abs. 2 StPO zu verstehen ist.