Citation: C 243/04 25.04.2005 E. 3

Zu prüfen ist einzig, ob die Erlassvoraussetzungen gegeben sind. 3.1 Diesbezüglich hat das kantonale Gericht in zutreffender Weise auf Ziffer 6 der von kantonalen Arbeitsämtern den Arbeitgebern abgegebenen Informationsbroschüre "Kurzarbeitsentschädigung", Ausgabe 2000, wie auch das Antragsformular für Kurzarbeitsentschädigung verwiesen, worin unmissverständlich festgehalten ist, dass der Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung eine betriebliche Arbeitszeitkontrolle ("z.B. Stempelkarten, Stundenrapporte", Zitat Informationsbroschüre) voraussetzt. In Art. 46b Abs. 1 AVIV ist dies ebenfalls ausdrücklich erwähnt. 3.2 Entweder haben die Verantwortlichen der Firma weder die Verordnung, das Antragsformular noch die Informationsbroschüre konsultiert oder sie haben diese nicht mit der gebotenen Aufmerksamkeit gelesen. Anhand der darin befindlichen klaren Hinweise hätten sie bei Anwendung eines Mindestmasses an Aufmerksamkeit erkennen können und müssen, dass die von ihnen gewählte, unter Erw. 2.1 hievor dargelegte Vorgehensweise den Anforderungen nicht oder kaum genügen dürfte. Wie von der Vorinstanz zutreffend erwogen, hätte es damit an der Firma gelegen, die Zweifel durch eine konkrete Anfrage bei der Kasse auszuräumen. Denn praxisgemäss obliegt es der Antrag stellenden Firma abzuklären, ob ihr Zeiterfassungssystem eine im Hinblick auf die Anspruchsberechtigung ausreichende Kontrolle gewährleistet (vgl. ARV 2002 Nr. 37 S. 255 Erw. 4b). Unterlässt sie dies, trägt sie die damit verbundenen Risiken. 3.3 Demnach sind die Beschwerdeführerin und ihre verantwortlichen Organe dem unter den gegebenen Umständen gebotenen Mindestmass an Sorgfalt nicht nachgekommen. Ihr Verhalten hat das kantonale Gericht richtigerweise nicht mehr als leichte Nachlässigkeit eingestuft, womit es an der Erlassvoraussetzung des guten Glaubens fehlt. Die Diskussion über das Vorliegen der für den Schuldenerlass zusätzlich geforderten grossen Härte konnte und kann damit entfallen.