Citation: 6B_564/2022 E. 3.4

3.4. Im Einzelnen wendet die Beschwerdeführerin weiter ein, die Begründung der Strafbarkeit des Nichttragens einer Gesichtsmaske sei vorliegend so komplex, dass dessen Nachvollziehbarkeit von einer rechtsunkundigen Person nicht erwartet werden könne. Wenn sich die Ermittlung des Normgehalts als zu aufwendig und kompliziert erweise, wie es hier der Fall sei, werde dem Erfordernis der Bestimmtheit nicht mehr entsprochen. In einer so schnelllebigen Zeit solch hohe Erwartungen an Bürger zu stellen, laufe sowohl dem Erfordernis der Klarheit als auch jenem der Dauerhaftigkeit zuwider. Folglich sei das Bestimmtheitsgebot verletzt (Beschwerde S. 12 ff.).