Citation: 5P.337/2001 20.12.2001 E. 2

2.- a) Anlass zur vorliegenden Beschwerde gibt die vom Kantonsgericht den Beschwerdegegnern zugebilligte Ausübung der Dienstbarkeit. Diese teilen dem Bundesgericht nun den Verzicht mit, auf dem Grundstück der Beschwerdeführerin eine Lichtsignalanlage zu erstellen, da sie eine Ersatzlösung auf einer Nachbarparzelle gefunden hätten. Das Verfahren werde damit gegenstandslos. Bei der Kostenregelung sei immerhin zu beachten, dass der angefochtene Entscheid keinesfalls willkürlich sei. Selbst ohne die im zweitinstanzlichen Verfahren eingereichten Belege hätte das Kantonsgericht zum Schluss gelangen dürfen, dass die geplante Lichtsignalanlage in der Dienstbarkeit enthalten sei. b) Zur staatsrechtlichen Beschwerde ist nur legitimiert, wer durch den Streitgegenstand berührt und ein schutzwürdiges Interesse am Ausgang des Verfahrens hat(Art. 88 OG). Ein solches muss nicht nur im Zeitpunkt der Beschwerdeeinreichung, sondern in der Regel auch im Zeitpunkt der Urteilsfällung noch aktuell und praktisch vorhanden sein. Diese Praxis stellt sicher, dass das Bundesgericht konkrete und nicht nur theoretische Fragen beantwortet. Fällt das schutzwürdige Interesse im Verlaufe des Verfahrens dahin, so wird der Rechtsstreit gegenstandslos und die Sache wird als erledigt erklärt (Art. 40 OG in Verbindung mit Art. 72 Abs. 1 BZP; BGE 123 II 285 E. 4 S. 286 ff.). c) Mit dem Verzicht auf das strittige Bauvorhaben ist der Streitgegenstand, nämlich die Auslegung der Dienstbarkeit in diesem Zusammenhang, an sich erledigt. Nun wendet die Beschwerdeführerin aber ein, dass gleichwohl ein Rechtsschutzinteresse an der Behandlung der staatsrechtlichen Beschwerde bestehe. Einerseits fehle die nötige Baubewilligung zu Erstellung der Lichtsignalanlage auf dem benachbarten Grundstück und die Realisierung dieses Projektes werde auch nicht belegt. Andererseits werde im Hinblick auf ein allfälliges ordentliches Verfahren bloss unpräjudiziell verzichtet. d) In der Tat ist aus dem Verzicht der Beschwerdegegner nicht bereits ersichtlich, ob kein Interesse am strittigen Bauvorhaben mehr besteht. Dies wird von der Beschwerdeführerin bestritten, so dass sich das Bundesgericht nicht mit der Behauptung der Beschwerdegegner begnügen darf (FelixAddor, Die Gegenstandslosigkeit des Rechtsstreites, Diss. Bern 1997, S. 144). Inwieweit im Übrigen der angefochtene Entscheid im Hinblick auf ein ordentliches Verfahren über die Auslegung der Dienstbarkeit rechtskräftig wird, ist eine Frage des kantonalen Rechts. Wie es sich damit verhält, braucht indessen nicht geprüft zu werden. Entscheidend ist, dass letztlich nicht garantiert ist, ob die Beschwerdegegner gestützt auf den angefochtenen Entscheid nicht doch auf der Erstellung der Lichtsignalanlage bestehen. Dies könnte beispielsweise dann der Fall sein, wenn sich die geplante Alternative nicht verwirklichen lässt. Damit besteht weiterhin ein rechtlich geschütztes Interesse der Beschwerdeführerin an der Beurteilung der staatsrechtlichen Beschwerde.