Citation: 4A_675/2014 E. 2.2

2.2. Die Beschwerdeführer bringen zutreffend vor, dass ihre Haftung nach Art. 754 OR eine schuldhafte Pflichtverletzung, einen Schaden und einen adäquaten Kausalzusammenhang zwischen Pflichtverletzung und Schaden voraussetzt (BGE 132 III 342 E. 4.1 S. 349). Sie stellen zu Recht nicht grundsätzlich in Frage, dass ihre Verantwortlichkeit gegeben ist, wenn sie zu Lasten der nunmehr konkursiten bzw. im Nachlass mit Vermögensabtretung befindlichen Gesellschaft ohne Gegenleistung Zahlungen ausgerichtet haben für Leistungen, die anderen Konzerngesellschaften zugute gekommen sind. Sie vertreten jedoch die Ansicht, die Vorinstanz hätte bei jeder Transaktion noch gesondert prüfen müssen, ob sie ihre Pflichten verletzt hatten. Es ist nicht ersichtlich, was sie damit vorbringen wollen: Soweit Aufwendungen (ausschliesslich) zu Lasten der D.________ verbucht wurden, die - mindestens auch - zugunsten der E.________ erfolgten, haben die Beschwerdeführer ihre Pflichten verletzt, wenn sie diese Aufwendungen nicht mindestens entsprechend dem konkreten Interesse daran auf die Gesellschaften aufteilten. Denn die Pflicht zur korrekten Buchführung - deren Verletzung die Verantwortlichkeit des Verwaltungsrates begründet (vgl. BGE 133 III 453 E. 7.2 S. 457) - umfasst stets auch das Gebot der Vollständigkeit und Klarheit, so dass die Vermögenslage der Gesellschaft möglichst zuverlässig beurteilt werden kann (Art. 662 und 662a aOR; vgl. dazu MEIER-HAYOZ/FORSTMOSER, Schweizerisches Gesellschaftsrecht, 11. Aufl. 2012, S. 223, PETER BÖCKLI, Schweizer Aktienrecht, 4. Aufl. 2009, S. 895). Soweit die Beschwerdeführer die E.________ nicht entsprechend ihrem Interesse mit den umstrittenen Aufwendungen belasteten, ist die Vorinstanz jedenfalls zu Recht davon ausgegangen, dass sie mit der Verbuchung der entsprechenden Aufwendungen zu Lasten der D.________ ihre Pflichten verletzt haben. Art. 754 OR ist nicht verletzt.