Citation: 1C_369/2015 E. 2.1

2.1. Die Vorinstanz hat festgehalten, es gebe keine Hinweise auf Trunkenheitsfahrten der Beschwerdegegnerin und es seien keine Verstösse gegen Strassenverkehrsvorschriften bekannt. Wenn auch die aktenkundigen Konsumgewohnheiten der Beschwerdegegnerin unter gesundheitlichen und sozialen Aspekten bedenklich seien, bestehen aufgrund ihres unbescholtenen automobilistischen Leumunds und des Umstands, dass sie sich anscheinend vorwiegend zu Hause betrinke, keine erhärteten Indizien dafür, dass sie in Zukunft Trinken und Fahren nicht mehr zuverlässig werde auseinander halten können. Ihr Alkoholkonsum erscheine vor diesem Hintergrund als nicht verkehrsrelevant. Die Vorinstanz räumte zwar ein, die Anordnung einer verkehrsmedizinischen Begutachtung in Verbindung mit einem vorsorglichen Führerausweisentzug setze nicht zwingend voraus, dass die Betroffene unter Alkoholeinfluss ein Fahrzeug gelenkt habe. Es sei aber hervorzuheben, dass sich die Beschwerdegegnerin seit ihrer Entlassung aus der psychiatrischen Klinik der Problematik stelle, indem sie regelmässig ein Entwöhnungsmittel (Antabus) einnehme und ihren Hausarzt angewiesen habe, dem Strassenverkehrsamt Mitteilung zu erstatten, falls sie unentschuldigt nicht zum vereinbarten Einnahmetermin erscheinen oder falls sie die Antabus-Einnahme unterbrechen sollte. Daran habe sich die Beschwerdegegnerin bislang gehalten. Dies zeige die Ernsthaftigkeit ihrer Bemühungen. Solange die Beschwerdegegnerin Antabus einnehme, so die Einschätzung der Vorinstanz, sei die Wahrscheinlichkeit "verschwindend gering", dass sie sich alkoholisiert an das Steuer eines Motorfahrzeugs setze. Damit erscheine der sofort vollstreckbare vorsorgliche Führerausweisentzug unter dem Aspekt der Verhältnismässigkeit nicht mehr vertretbar. Er sei auch nicht erforderlich, um die Sicherheit des Strassenverkehrs zu gewährleisten, da diese durch weniger einschneidende Massnahmen (z.B. durch Einholen von Berichten und Gutachten des Hausarztes, eines Amtsarztes, Psychologen etc.) gewahrt werden könne. Zudem könne der Beschwerdeführer immer und sofort eingreifen, sollten sich die Umstände ändern.