Citation: 9C_851/2018 E. 4.1.4

4.1.4. Sodann macht der Beschwerdeführer geltend, die von Dr. med. B.________ gestellten Diagnosen seien mit der angestammten Tätigkeit nicht in Einklang zu bringen. Zwischen ärztlich gestellter Diagnose und Arbeitsunfähigkeit besteht keine unmittelbare Korrelation (BGE 140 V 193 E. 3.1 S. 195 mit Hinweis; Urteil 9C_636/2018 vom 20. Dezember 2018 E. 6.4). Massgebend sind vielmehr die konkreten funktionellen Auswirkungen auf das Leistungsvermögen der betroffenen Person (Urteil 9C_570/2018 vom 18. Februar 2019 E. 3.2.1). Dr. med. B.________ bezeichnete als ideal adaptierte Tätigkeiten "KV-, PC- und Bürotätigkeiten", die keine besonders erhöhten Anforderungen an die Konzentrationsfähigkeit, die Ausdauer, die sozialen Kompetenzen sowie die Stress- und Frustrationstoleranz stellen. Zudem sind laut interdisziplinärer Beurteilung häufige Pausen, jeweils nach einer Arbeitszeit von 45 bis 50 Minuten angezeigt. Aus dem Arbeitszeugnis vom 19. Dezember 2012 und der "Job Description" vom 15. Januar 2010 ergibt sich, dass der Versicherte seit 1979 bis im Dezember 2012 bei einem Speditionsunternehmen angestellt war, zuletzt in der Funktion als Geschäftsführer. Dabei oblagen ihm die Leitung des Unternehmens gemäss Budgetvorgaben und Konzernweisungen, die disziplinarische und fachliche Führung von rund 15 Mitarbeitenden sowie weitere Aufgaben. Dr. med. B.________ hielt die zuletzt ausgeübte Tätigkeit in reduziertem Ausmass für zumutbar, weil der Versicherte darin über langjährige Erfahrung verfüge. Das kantonale Gericht hat diese Begründung für vertretbar gehalten. Sie ergibt indessen nur Sinn, wenn angenommen wird, dass sie sich auf die konkrete frühere Arbeitsstelle bezieht. Die von den Experten nachvollziehbar formulierten qualitativen Anforderungen an eine angepasste Arbeit stehen einer anspruchsvollen Führungs- und Leitungsfunktion im Rahmen einer anderen Anstellung entgegen. Die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung betreffend die Arbeitsfähigkeit (E. 2) ist - zumindest - in diesem Sinn zu präzisieren. Eine mit der bisherigen vergleichbare Tätigkeit ist dem Versicherten nicht mehr zumutbar.