Citation: 8C_282/2023 E. 6.1

6.1. Bleibt die Frage der Verzugszinspflicht zu klären. Mit der Vorinstanz gilt analog zum Privatrecht im Verwaltungsrecht als allgemeiner Rechtsgrundsatz, dass der Schuldner Verzugszins zu bezahlen hat, wenn er mit der Zahlung in Verzug ist, sofern das Gesetz nichts anderes vorsieht (zur amtl. Publ. bestimmtes Urteil 9C_165/2022 vom 16. März 2023 E. 7.1; BGE 145 V 18 E. 4.1). Unter Bezugnahme auf § 19 Abs. 1 SHG, wonach Private zu Unrecht bezogene Leistungen samt Zins zurückzuerstatten haben, hat die Vorinstanz eine Verzugszinspflicht dementsprechend auch für die Beschwerdegegnerin als Fürsorgebehörde bejaht, was nicht gerügt wird. Weiter hat die Vorinstanz zutreffend erkannt, dass im Privatrecht Voraussetzung für den Schuldnerverzug erstens die Fälligkeit der Forderung ist und zweitens die Mahnung durch den Gläubiger (Art. 102 Abs. 1 OR; BGE 143 II 37 E. 5.2.2; 130 III 591 E. 3). Unbestritten ist ebenfalls, dass gemäss privatrechtlicher Lehre und Rechtsprechung bei der rechtsgrundlosen Zahlung (condictio sine causa), die Forderung aus ungerechtfertigter Bereicherung schon mit der (ungerechtfertigten) Zahlung zur Rückzahlung fällig wird (BGE 145 V 18 E. 4.1).