Citation: 6B_208/2023 E. 2.4

2.4. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer habe den Beschwerdegegner 2 völlig unvermittelt angegriffen (angefochtenes Urteil E. 4.3 S. 28). Er habe insgesamt 19-mal auf den Beschwerdegegner 2 eingestochen, obwohl sich dieser bereits nach der ersten, aus dessen Sicht völlig unerwartet erfolgten Stichverletzung am Hals mit dem Rücken an die Wand angelehnt und offensichtlich keinerlei Chance gehabt habe, sich gegen die weiteren Messerstiche zu wehren. Der Beschwerdeführer habe bereits mit dem ersten Stich gegen den Hals des Beschwerdegegners 2 alles unternommen, um dessen Tod herbeizuführen. Nichtsdestotrotz habe er danach nicht weniger als weitere 18-mal gegen die gesamte linke Oberkörperseite des Beschwerdegegners 2 (Schulter, Brustkorb, Bauchraum) zugestochen. Obschon der Beschwerdegegner 2 zum Tatzeitpunkt über den Kleidern eine Jacke mit Lederbesätzen getragen habe, sei es dem Beschwerdeführer gelungen, mit der verwendeten Stichwaffe 15-mal in die Haut des Opfers einzudringen. Damit habe er deutlich seine Intention offenbart, dem Beschwerdegegner 2 möglichst viele Schmerzen beizubringen. Angesichts der enormen Kadenz an Messerstichen, mit welcher der Beschwerdeführer auf den Beschwerdegegner 2 eingewirkt habe, sei im Übrigen davon auszugehen, dass er mit derselben Intensität weiter zugestochen hätte, wenn er nicht dadurch aufgehalten worden wäre, dass der Begleiter des Beschwerdegegners 2 von der Strassenseite wieder zum Hinterhofbereich der Bar zurückgekehrt sei (angefochtenes Urteil E. 4.4 S. 28 f.). Nach der Tat habe der Beschwerdeführer ausgerufen, dass er genau dafür hierher gekommen sei. Daraus lasse sich keine von langer Hand geplante Tat ableiten. Hingegen habe der Beschwerdeführer damit seinen Gefühlen von Triumph über die Tat Ausdruck verliehen, was angesichts des soeben begangenen brutalen Gewaltakts und der dem Beschwerdegegner 2 zugefügten Verletzungen als geradezu menschenverachtend erscheine (angefochtenes Urteil E. 4.5 S. 29 f.).