Citation: 1C_62/2016 E. 3.1

3.1. Zunächst beanstanden sie, das Verwaltungsgericht habe ihre Rügen nur im Sinne einer Eventualbegründung behandelt; in erster Linie sei es - mit Hinweis auf ein angeblich im Kanton Graubünden geltendes Rügeprinzip und dem Ausschluss aller nicht schon im Einspracheverfahren vorgebrachten Einwände rechtlicher Art - auf die Lärmrügen nicht eingetreten. Damit habe das Verwaltungsgericht das kantonale Verfahrensrecht willkürlich ausgelegt und Art. 33 RPG verletzt. Im Übrigen seien die Immissionen schon im Einspracheverfahren ein Thema gewesen. Gemäss Art. 110 BGG muss zumindest eine kantonale richterliche Instanz den Sachverhalt frei prüfen und das massgebende Recht von Amtes wegen anwenden. Zudem bestimmt Art. 111 BGG ("Einheit des Verfahrens"), dass die unmittelbare Vorinstanz des Bundesgerichts mindestens dieselbe Prüfungsbefugnis haben muss wie das Bundesgericht (ANNETTE DOLGE, in: Spühler/Aemisegger/Dolge/Vock, Praxiskommentar zum Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl., Art. 111 Rz. 11 f.). Vor Bundesgericht sind neue rechtliche Vorbringen im Rahmen des Streitgegenstandes grundsätzlich zulässig (BGE 142 I 155 E. 4.4.3-4.4.6 S. 156 ff. mit Hinweisen). Den Parteien steht es - vorbehältlich einer Verletzung von Treu und Glauben im Prozess - frei, ihre rechtliche Argumentation im Laufe des Rechtsmittelverfahrens anzupassen, ohne dass darin eine unzulässige Veränderung des Streitgegenstands oder gar ein unzulässiges Novum zu sehen wäre (Urteil 2C_124/2013 vom 25. November 2013 E. 2.2.2 mit Hinweis, in: ASA 82 S. 379; ZBl 115/2014 S. 663; RDAF 2015 I S. 311). Im vorliegenden Fall hat das Verwaltungsgericht die lärmrechtlichen Einwände der Beschwerdeführer geprüft. Dass es seine diesbezüglichen Erwägungen als "obiter dictum" oder als "Eventualbegründung" bezeichnete, ändert nichts.