Citation: 8C_231/2023 E. 5.2

5.2. Nach der Beschwerdeführerin sei zu Unrecht ihr mittlerweile weiter fortgeschrittenes Alter und ihre langjährige Abwesenheit vom Arbeitsmarkt unberücksichtigt geblieben. Wie Dr. med. B.________ in seinem Gutachten darlegte, habe sich die Beschwerdeführerin beruflich nie wirklich etablieren können. Die Berufsanamnese sei brüchig mit einer Vielzahl von Stellenwechseln und wiederholten Phasen von Arbeitslosigkeit. Die längste Anstellung und zugleich die letzte Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt habe 13 Monate gedauert, dies in den Jahren 2001/2002 als Verkäuferin in einem Schuhgeschäft. Die danach von der Invalidenversicherung gewährten beruflichen Massnahmen, den Besuch einer Handelsschule, habe sie wegen Überforderung nach drei Monaten abgebrochen. Indessen wurde der Beschwerdeführerin bereits anlässlich einer ersten Abklärung im Zentrum für Medizinische Begutachtung ZMB, Basel, Ende 2006 eine mindestens 50%ige Arbeitsfähigkeit in leidensangepassten Tätigkeiten bescheinigt. Wenn sie in den letzten 20 Jahren dennoch keiner Erwerbstätigkeit nachging, vermag sie daraus von vornherein nichts zu ihren Gunsten abzuleiten (Urteile 8C_257/2022 vom 21. Februar 2023 E. 6.3; 8C_192/2022 vom 7. Juli 2022 E. 7.2.3 mit Hinweisen). Dass die Vorinstanz die blosse Veränderung in Form des zunehmenden Alters ausser Acht liess beziehungsweise sich zu der im kantonalen Verfahren erhobenen Rüge nicht weitergehend äusserte, bedeutet unter diesen Umständen keine Verletzung des rechtlichen Gehörs.