Citation: 6B_535/2019 E. 1.2

1.2. Der Beschwerdeführer macht zusammengefasst geltend, es sei nicht erstellt, dass der Aschenbecher nicht mit Wasser gefüllt gewesen sei. Nach dem Grundsatz in dubio pro reo müsse deshalb angenommen werden, dass sich in diesem zumindest etwas Wasser befunden habe. In objektiver Hinsicht sei der Tatbestand der fahrlässigen Verursachung einer Feuersbrunst jedenfalls erfüllt. Er sei aber irrtümlich davon ausgegangen, die Zigarette vollständig gelöscht zu haben. Dabei handle es sich um einen Vorgang, den er täglich und damit routinemässig ausübe. Bis zum damaligen Zeitpunkt sei nie etwas geschehen, womit er habe annehmen können, dass er sich in diesem Zusammenhang immer korrekt verhalten habe. Er habe sich aus seiner Sicht nicht anders verhalten als sonst. Subjektiv habe er alles in seiner Macht stehende unternommen, um den eingetretenen Erfolg abzuwenden. Strafrechtlich müsse ihm - anders als im Zivilrecht - ein individueller Fahrlässigkeitsvorwurf gemacht werden können, was vorliegend nicht der Fall sei. Ihm könnte höchstens der Vorwurf gemacht werden, dass er das Vorhandensein seiner spezifischen Sicherheitsvorkehrungen vorgängig nicht abschliessend überprüft habe und davon ausgegangen sei, der Aschenbecher sei mit Wasser gefüllt gewesen. Diese Sachverhaltsvariante sei aber nicht angeklagt worden.