Citation: U 260/02 02.09.2003 E. 4

4.1 Bezüglich des trotz der gesundheitsbedingten Behinderung in einer leidensangepassten Tätigkeit zumutbarerweise noch erzielbaren Verdienstes haben SUVA und Vorinstanz auf die Dokumentation über Arbeitsplätze (DAP) abgestellt. Die SUVA ermittelte das Invalideneinkommen, indem sie aufgrund von fünf DAP-Unterlagen vom Durchschnitt von Fr. 42'600.- ausging. Das kantonale Gericht hat diese Bemessung ebenfalls bestätigt. Bei den herangezogenen Arbeitsplätzen handelt es sich um Tätigkeiten als Lackierer (DAP-Nr. 1676), Verpackungsmitarbeiter (DAP-Nr. 2919 und Nr. 3385), Mitarbeiter in einer Schlachterei (DAP-Nr. 3461) und in einer Stickerei (DAP- Nr. 5584). Der Beschwerdeführer bezweifelt, dass es sich dabei tatsächlich um leidensangepasste Arbeitsmöglichkeiten handelt. Unklar sei auch, ob dies nicht nur Marktnischen seien, zumal ein vergleichsweise hoher Lohn angeführt werde. Wie es sich damit verhält kann offen bleiben, weil sich die Invaliditätsbemessung auch bei Anwendung der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) als rechtens erweist. Lässt sich das Invalideneinkommen nicht konkret ermitteln, weil die versicherte Person die restliche Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit nicht zumutbarerweise voll ausnützt, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne herangezogen werden. Wird im vorliegenden Fall auf die LSE abgestellt, ist jeweils vom Zentralwert (Median) der standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) auszugehen (BGE 126 V 76 Erw. 3b/bb). Zum Ausgleich lohnmindernder Faktoren kann vom Tabellenlohn ein Abzug vorgenommen werden, welcher unter Berücksichtigung sämtlicher persönlicher und beruflicher Umstände (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) nach pflichtgemässem Ermessen zu schätzen ist, wobei der Abzug höchstens 25 % beträgt (BGE 126 V 79 Erw. 5b/aa-cc). 4.2 Im vorliegenden Fall ist vom monatlichen Bruttolohn von Arbeitnehmern im privaten Sektor für Tätigkeiten im Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) von Fr. 4437.- (LSE 2000, S. 31, Tabelle TA1) auszugehen. Umgerechnet auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit im Jahre 2000 von 41.8 Stunden (Die Volkswirtschaft 1/2003, S. 94 Tabelle B 9.2) ergibt sich ein Jahreseinkommen von Fr. 55'640.-. Da für den Einkommensvergleich die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs massgebend sind (BGE 128 V 174) ist dieses der Nominallohnentwicklung im Jahr 2001 anzupassen (2.5 %; Die Volkswirtschaft 1/2003, S. 95 Tabelle B 10.3), was Fr. 57'031.- ergibt. Vom Tabellenlohn ist ein leidensbedingter Abzug vorzunehmen, weil der Beschwerdeführer auch im Rahmen einer leichteren Tätigkeit eingeschränkt ist und zusätzlich Pausen einzulegen sind, was sich erfahrungsgemäss lohnmindernd auswirken kann. Selbst wenn der maximalzulässige Abzug von 25 % vorgenommen würde - was bezogen auf die Behinderung des Beschwerdeführers allerdings als überaus grosszügig erscheint -, ergäbe sich noch ein Invalideneinkommen von Fr. 42'773.-. Wenn SUVA und Vorinstanz ein Invalideneinkommen von Fr. 42'500.- ermittelt haben, lässt sich dies somit nicht beanstanden. 4.3 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird geltend gemacht, beim Arbeitstraining im Rahmen der Abklärungen der Invalidenversicherung habe der Versicherte bei einer leidensangepassten, nicht kraftorientierten, feinmotorischen Arbeit eine Leistung von lediglich 70 % bis 80 % erbringen können. Gemäss Abschluss-Bericht des Berufsberaters der IV-Stelle vom 20. Juli 1999 erzielte der Versicherte bei nicht kraftorientierten feinmotorischen Arbeiten eine überdurchschnittliche Qualität, welche in der freien Wirtschaft einer Leistung von 70 % bis 80 % bei voller Präsenzzeit entsprechen würde. Die Einschränkung sei durch die Notwendigkeit vermehrter Pausen bedingt, in denen der Versicherte die Körperstellung ändern und Entlastungsbewegungen durchführen könne. Da sich aus ärztlicher Sicht lediglich eine Behinderung bei Elevationen oberhalb der Horizontalen ergibt, wird mit einem grosszügigen Abzug für die einzuschaltenden Pausen den gesundheitlichen Einschränkungen hinreichend Rechnung getragen. 4.4 Aus dem Vergleich des Valideneinkommens von Fr. 56'225.- mit dem Invalideneinkommen von Fr. 42'500.- resultiert ein Invaliditätsgrad von 24,41 %.