Citation: 2C_1008/2016 E. 2.2

2.2. Zunächst ist deshalb zu prüfen, ob das FZA überhaupt Anwendung findet. Die Vorinstanzen gehen davon aus, dass sich der Beschwerdeführer als Ehemann einer tschechischen Staatsangehörigen, die in der Schweiz ein Aufenthaltsrecht hat, auf das FZA berufen könne (Art. 3 Abs. 2 lit. a Anh. I FZA). Der Beschwerdeführer hat zwar eine tschechische Ehefrau, doch ist diese im Familiennachzug über das Bundesgesetz vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAG; BS 1 121) in die Schweiz gekommen (Art. 105 Abs. 2 BGG). Damit der Beschwerdeführer sich als Drittstaatsangehöriger auf das FZA berufen kann, müsste die Ehefrau ihrerseits einen originären Aufenthaltsanspruch nach Art. 6, 12 oder 24 Anh. I FZA haben (BGE 129 II 249 E. 4.2 S. 260 i.i.). Anhaltspunkte, dass die Ehefrau als Arbeitnehmerin gearbeitet haben könnte, finden sich zwar in den Akten, doch Abklärungen, ob die Anforderungen des FZA tatsächlich gegeben sind, fehlen. Allerdings kann dies hier offen bleiben. Am Ergebnis ändert sich nichts, gleichgültig ob Art. 5 Anh. I FZA oder nur das AuG angewendet wird.