Citation: 5A_626/2022 E. 4.1

4.1. Im konkreten Fall dreht sich der Streit um die Fahrwegverbindung zwischen dem Betriebszentrum in V.________ (LU) und den streitgegenständlichen landwirtschaftlichen Grundstücken. Was die von den Beschwerdeführern bezeichnete Wegstrecke über die W.________ebene angeht, pflichtet das Kantonsgericht dem Schluss des Bezirksgerichts bei, wonach der ortsübliche Bewirtschaftungsbereich unter Berücksichtigung der ortsüblichen Verhältnisse bei einer Fahrdistanz von leicht unter 6 km und einer Fahrstrecke mit erheblichen Höhenunterschieden nicht mehr gewahrt ist. Dem angefochtenen Entscheid zufolge ist die Klage "bereits aus diesem Grund" abzuweisen. Zusätzlich befasst sich das Kantonsgericht auch noch mit der Befahrbarkeit der Strecke über die W.________ebene für die benötigten landwirtschaftlichen Fahrzeuge. Es schliesst sich der Erkenntnis des Bezirksgerichts an, der zufolge diese Strecke für Fahrten mit Lasten und Anhänger nicht geeignet sei, da sie zumindest eine schwer passierbare Stelle aufweise und überdies auf einem Teilstück der Winterdienst nicht gewährleistet sei. Selbst wenn die Fahrdistanz noch als hinreichend bewertet würde, wäre den Erschwernissen bei der Befahrbarkeit bei der Bemessung des ortsüblichen Bewirtschaftungsbereichs Rechnung zu tragen und als zusätzliches Argument, dass der ortsübliche Bewirtschaftungsbereich bei der gegebenen Fahrdistanz nicht eingehalten sei, zu berücksichtigen. In der Folge sei somit auf die Route über die S.________strasse abzustellen, die eine Distanz von deutlich über 8 km aufweise und somit ausserhalb des ortsüblichen Bewirtschaftungsbereichs liege.