Citation: 6B_1381/2022 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer rügt in formeller Hinsicht, die Besetzung des Revisionsgerichts mit Mitgliedern der gleichen Berufungsstrafkammer, welche über den Straffall in der Sache zweitinstanzlich entschieden habe, tangiere die richterliche Unabhängigkeit und verstosse gegen Art. 21 Abs. 3 StPO. Die ratio legis von Art. 21 Abs. 3 StPO bestehe darin, die Unabhängigkeit zwischen Berufungsgericht und Revisionsgericht zu gewährleisten. Diese Unabhängigkeit sei nicht mehr gegeben, wenn die Richter des Berufungsgerichts einerseits und des Revisionsgerichts andererseits der gleichen Kammer angehören würden. Zumindest ergebe sich der Anschein der gegenseitigen Abhängigkeit, da er annehmen müsse, dass die gleiche Kammer eines Strafgerichts nicht divergierende Urteile fälle.