Citation: 6B_1079/2022 E. 9.3

9.3. Die Dauer der Landesverweisung von zehn Jahren erscheint in Berücksichtigung der familiären Bindung des Beschwerdeführers zu seiner in der Schweiz lebenden Tochter (geb. 2016) zwar eher lang, liegt jedoch noch im vorinstanzlichen Ermessen. Die Vorinstanz berücksichtigt zutreffend das vom Beschwerdeführer ausgehende grosse Risiko für die öffentliche Sicherheit und Ordnung. Mit den vom Beschwerdeführer erwähnten Umständen setzt sich die Vorinstanz im Zusammenhang mit der Frage nach der Landesverweisung auseinander. Aus dem angefochtenen Entscheid ergibt sich u.a., dass der aus Serbien stammende Beschwerdeführer im Jahr 2015 im Alter von 22 Jahren in die Schweiz kam, dass er mit seiner neuen Partnerin zusammenlebt, welche er jedoch erst nach der Entlassung aus dem vorzeitigen Strafvollzug kennenlernte, dass er seine Tochter alle 14 Tage im Rahmen eines begleiteten Besuchsrechts in Anwesenheit seiner Ex-Frau sieht, dass er mit der Bezahlung der Unterhaltsbeiträge im Rückstand war, diese nach Möglichkeit jedoch bezahlt, und dass er zwei nicht einschlägige Vorstrafen hat, welche mit bedingten Geldstrafen geahndet wurden. Die Vorinstanz weist in rechtlicher Hinsicht zutreffend darauf hin, dass die Dauer der Landesverweisung bei einer schwerwiegenden Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung individuell unter "Berücksichtigung der persönlichen Umstände" zu bestimmen ist (angefochtenes Urteil S. 66). Es ist daher davon auszugehen, dass sie den erwähnten persönlichen Umständen auch bei der Bestimmung der das gesetzliche Minimum übersteigenden Dauer der Landesverweisung Rechnung trug, auch wenn sie für die Begründung der Dauer der Landesverweisung ausschliesslich die vom Beschwerdeführer ausgehende grosse Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung anführt. Die Landesverweisung von zehn Jahren erscheint insgesamt verhältnismässig. Eine Verletzung von Bundesrecht liegt nicht vor.