Citation: 8C_586/2016 E. 5.1

5.1. Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers wurde von der SUVA sorgfältig abgeklärt. Das gilt insbesondere auch bezüglich der Organizität der geltend gemachten Augen- und Kopfschmerzen. Der Versicherte wurde von zahlreichen Ophthalmologen untersucht und begutachtet. Sie alle kamen zur übereinstimmenden Überzeugung, dass sich die geklagten Schmerzen physiologisch nicht erklären lassen. Besonders ausführlich hat sich hiezu Dr. med. G.________ in ihrem Gutachten vom 22. Juli 2015 geäussert. Demnach wurde ein Akkomodationsschmerz - der allenfalls als Erklärung in Frage käme - evaluiert und ausgeschlossen. Andere Strukturen des Auges könnten keine Schmerzen verursachen. Anlässlich der gutachterlichen Untersuchung habe sich das rechte Auge auch nach 10-minütigem konzentriertem Fixieren reizlos gezeigt. Die Hornhaut sei gut befeuchtet gewesen, sodass auch eine nicht optimale Befeuchtung die Schmerzen nicht verursachen könne. Zudem könnte eine solche nicht erklären, warum nach Angabe des Versicherten die Beschwerden bei körperlicher Anstrengung auftreten würden. Zusammenfassend waren die beschriebenen Schmerzen ophthalmologisch nicht zu objektivieren. Die angegebene Lokalisation und die angegebene Schmerzanamnese passten nicht zum morphologischen Befund. Bei dieser Sachlage vermögen auch die Ausführungen des Dr. med. E.________ nichts an der vorinstanzlichen Beurteilung zu ändern. Ophthalmologisch wurden nach dessen Gutachten vom 1. September 2014 weitere Testungen vorgenommen. Dabei liessen sich Akkomodationsschmerzen - als eine von Dr. med. E.________ in Erwägung gezogene Ursache der Beschwerden - wie dargelegt ausschliessen. Auch eine psychiatrische Begutachtung führte zu keiner Diagnose, welche die Arbeitsfähigkeit einschränken würde. Der Arbeitsarzt führte unter anderem eine Konsistenz und Kohärenz der Schmerzangaben im Rahmen der Untersuchungen und Tests als Indiz für die Plausibilität der Angaben des Versicherten und damit für seine Beurteilung der Beschwerden als "überwiegend wahrscheinlich organisch objektivierbar" an. Dies wurde in der Folge durch Dr. med. G.________ aber stark relativiert, weil, wie dargelegt, die angegebene Lokalisation und die angegebene Schmerzanamnese nicht zum morphologischen Befund passten. Auch das im Eingliederungsverfahren der Invalidenversicherung gezeigte und im Gutachten des Dr. med. E.________ zitierte Verhalten, dass der Versicherte bei konzentrierter Arbeit alle 10 bis 15 Minuten eine Pause einlegen und infolge äusserst starker Kopfschmerzen die Arbeit abbrechen musste, damit er sich hinlegen konnte, wurde im Begutachtungsverfahren bei den Dres. med. G.________, H.________ und I.________ nicht beobachtet. So hielt Dr. med. H.________ fest, ein schmerzgeplagtes Verhalten sei während der zwei Stunden dauernden neurologischen Untersuchung nicht beobachtbar gewesen. Der Explorand habe die Schmerzintensität denn auch durchgehend mit NSR 2/10 angegeben. Der Versicherte brauchte nach der zwei Stunden dauernden neurologischen Untersuchung lediglich eine fünfminütige Rauchpause, bevor mit der psychiatrischen Untersuchung begonnen werden konnte. Damit wurde das Hauptargument des Dr. med. E.________, dass - trotz Fehlens eines erklärenden Mechanismus der Schmerzentstehung - ein organisch objektivierbarer unfallkausaler Gesundheitsschaden vorliege, entkräftet. Mit Blick auf die durchgeführten Untersuchungen und deren Interpretation durch Fachärzte wurde der medizinische Sachverhalt rechtsgenüglich abgeklärt. Das kantonale Gericht ist zu Recht von einem fehlenden organischen Korrelat der geltend gemachten Schmerzen ausgegangen.