Citation: I 479/05 26.09.2005 E. 2

2.1 Die Medizinische Abklärungsstelle (MEDAS) stellte beim Versicherten verschiedene Leiden fest (Gutachten vom 14. September 2002). Die koronare Herzkrankheit, eine arterielle Hypertonie und eine leicht- bis mittelgradige depressive Episode trügen zur Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bei. Unfallresiduen nach einer 1992 erlittenen Handverletzung, beidseitige chronische Augenbeschwerden sowie ein chronifiziertes, "nicht-organisch überlagertes somatogenes unteres Rückenleiden bei degenerativer Diskopathie L5/S1 mit degenerativen Überlastungsschäden der Intervertebralgelenke L4/5 und L5/S1" wurden derweil als Diagnosen ohne wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, aber mit Krankheitswert betrachtet. Nach der im Sommer 2002 stattgefundenen Begutachtung hat sich eine Verschlechterung vor allem des kardiologischen Zustandes eingestellt (Berichte der Klinik L.________ vom 23. Februar 2004 und der Kardiologen Dres. S.________ vom 16. April 2004 und H.________ vom 18. November 2003). 2.2 Verwaltung und kantonales Gericht haben den Eintritt der leistungswirksamen Verschlimmerung des kardiologischen Gesundheitsschadens anhand der Akten auf Juni 2003 (ergometrisch ausgewiesene stark reduzierte Leistungsfähigkeit; vgl. Befundblatt vom 23. Oktober 2003 zum Bericht des Dr. S.________) terminiert und die Rentenerhöhung demgemäss ab dem 1. September 2003 zugesprochen (Art. 88a Abs. 2 IVV). 2.3 Der Beschwerdeführer macht nun geltend, im Entscheid über die Rentenrevision sei die Tragweite der Rückenbeschwerden vernachlässigt worden. Das seit langer Zeit bestehende rezidivierende Lumbovertebralsyndrom (vgl. den Bericht des Dr. J.________ vom 24. März 2000) wurde im Sommer 2002 durch die MEDAS beurteilt und - wie erwähnt - zwar als Diagnose mit Krankheitswert, aber ohne wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit eingestuft. Dem rheumatologisch-orthopädischen Teilgutachten ist zu entnehmen, die vorrangig beklagte Verminderung der Gehleistung sei mit den Befunden kaum zu vereinbaren. Nicht auszuschliessen sei, dass die wegen der anhaltenden Polymorbidität strapazierte Schmerzverarbeitung zu einer Akzentuierung des Leidens geführt habe. Eine Arbeitsunfähigkeit (im angestammten Beruf des Kellners) lasse sich daraus aber nicht ableiten (Konsilium des Dr. B.________ vom 20. Juni 2002). Aus dieser Stellungnahme geht hervor, dass die Kreuzschmerzen durchaus anerkannt werden, dieses Leiden unter Gesichtspunkten der Zumutbarkeit jedoch nicht auf die für die Invaliditätsbemessung relevante Leistungsfähigkeit durchschlägt. Die Akten enthalten im Weiteren keine Hinweise, dass sich die Rückenproblematik nach der Begutachtung durch die MEDAS verschärft haben könnte. Der Versicherte machte in seiner Einsprache vom 8. August 2003 geltend, die Rückenbeschwerden liessen es ihm nicht zu, länger als eine halbe Stunde sitzend zu verbringen. Eine entsprechende ärztliche Behandlung scheint er aber nicht in Anspruch genommen zu haben. So beziehen sich die Angaben im Verlaufsbericht des Allgemeinmediziners Dr. P.________ vom 11. März 2004 allein auf eine Verschlechterung der kardialen Situation und auf die inzwischen neu gestellte Verdachtsdiagnose eines Schlafapnoesyndroms. Es sind aber keine Hinweise auf eine zunehmende Beeinträchtigung des Zustands im Bereich der Lendenwirbelsäule zu finden.