Citation: 6B_454/2022 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz erwägt, "die Beschuldigten" hätten sich mit ihrem Verhalten am Angriff auf den Beschwerdegegner 2 beteiligt bzw. diesen erst möglich gemacht. Die Beschwerdeführerin und G.C.________ hätten D.C.________ im Vorfeld zum 28. März 2015 mehrmals darum gebeten, mit dem Beschwerdegegner 2 über die bestehenden Probleme zu sprechen, welche aufgrund der Beziehung zwischen dem Beschwerdegegner 2 und C.C.________ entstanden seien. "Die Beschuldigten" hätten D.C.________, welcher den Beschwerdegegner 2 damals nicht gekannt habe, immer wieder von den Problemen erzählt, welche dieser ihnen bereite, insbesondere dass er C.C.________ unterdrücke, die Familie bedrohe etc. (angefochtener Entscheid E. IV.4.1). Am 28. März 2015 hätten "die Beschuldigten" D.C.________ und seine fünf Kollegen trotz (anfänglich) grösster Bedenken in der Wohnung der Beschwerdeführerin auf den Beschwerdegegner 2 warten lassen und den Beschwerdegegner 2 trotz des für sie wahrnehmbaren, sehr realen und konkreten Gewaltpotentials über die Anwesenheit von D.C.________ belogen, um ihn in die Wohnung der Beschwerdeführerin und damit "quasi in einen Hinterhalt" zu locken. Schliesslich hätten sie den Beschwerdegegner 2 in die Wohnung eintreten lassen und gar die Türe hinter diesem verschlossen (angefochtener Entscheid E. V.2.2). In der Sache bejaht die Vorinstanz - ohne dies ausdrücklich zu sagen - ein mittäterschaftliches Zusammenwirken der Beschwerdeführerin, von G.C.________ und von E.C.________ bei ihrer Beteiligung am Angriff auf den Beschwerdegegner 2. Inwieweit die Annahme von Mittäterschaft gegen Bundesrecht verstossen soll, tut die Beschwerdeführerin nicht dar. Statt sich mit der ausführlichen Beweiswürdigung der Vorinstanz zum Zusammenwirken zwischen der Beschwerdeführerin, G.C.________ und E.C.________ im Einzelnen auseinanderzusetzen, behauptet sie bloss pauschal, aufgrund der im Urteil geschilderten Geschehnisse könne keinesfalls von Mittäterschaft ausgegangen werden. Damit verfehlt sie bereits die Begründungsanforderungen (siehe Erwägung 1) und kann sie deshalb von vornherein keine Bundesrechtsverletzung belegen. Demgegenüber sind die Feststellungen der Vorinstanz zu den einzelnen Unterstützungshandlungen der Beschuldigten vor Bundesgericht nicht mehr umstritten. Wenn die Beschwerdeführerin meint, bei einer sachlich unterstützenden, psychischen oder verbalen Mitwirkung zugunsten der angreifenden Partei, wie sie hier zu beurteilen ist, komme ohnehin bloss eine Teilnahme im Sinne von Art. 24 f. StGB in Frage, verkennt sie, dass Art. 134 StGB nicht den tätlichen Angriff als solchen, sondern die Beteiligung daran, unter Strafe stellt (siehe Erwägungen 2 und 4.2). Da die Vorinstanz eine tatbestandsmässige Beteiligung am Angriff durch die Beschwerdeführerin, G.C.________ und E.C.________ bejaht, ist es folgerichtig, wenn sie eine Bestrafung wegen Gehilfenschaft oder Anstiftung nicht in Betracht zieht.