Citation: 6P.205/2006 23.04.2007 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) sowie des Willkürverbotes (Art. 9 BV). Er macht geltend, bis zum Verfahren vor Obergericht sei es immer nur um die Frage gegangen, ob er überhaupt berechtigt gewesen sei, in die Verzweigfläche hineinzufahren. Dass er den Vortritt missachtet habe, weil er zu schnell und damit zu wenig vorsichtig auf die Lagerstrasse gerollt sei, werde ihm erstmals im angefochtenen Urteil zur Last gelegt. Da er sich zu diesem Vorwurf nicht habe äussern können, verletze das Obergericht den Anklagegrundsatz und das rechtliche Gehör. Es verfalle ausserdem in Willkür, wenn es den Begriff "Schritttempo" wörtlich auslege und zum Schluss komme, er sei zu schnell gefahren. Schliesslich gehe es von der aktenwidrigen Annahme aus, der Kollisionsgegner sei korrekt gefahren. Die nachträglich erstellten Polizeifotos entsprächen nicht der Verkehrssituation im Zeitpunkt der Kollision und sämtliche Zeugen hätten ausgesagt, der Kollisionsgegner sei zu schnell gefahren.