Citation: 4A_222/2024 E. 6.2

6.2. Was die Beschwerdeführerin gegen diese vorinstanzlichen Ausführungen einwendet, beschränkt sich über weite Strecken in der Ausübung appellatorischer Kritik. Damit genügt sie den Anforderungen an eine Willkürrüge im bundesgerichtlichen Verfahren nicht (vgl. hiervor E. 3). Es ist nicht ersichtlich, weshalb die Beschwerdegegnerin aufgrund der langen Dauer des Arbeitsverhältnisses und der Regelmässigkeit der Arbeitseinsätze im konkreten Einzelfall nicht von einem Grundpensum hätte ausgehen dürfen. Im Übrigen weist die Beschwerdeführerin die vorinstanzliche Feststellung, wonach von ihr nicht mehr bestritten sei, dass im Grundsatz eine Lohnersatzforderung bestehe, nicht als willkürlich aus. Entsprechend sind ihre Ausführungen, wonach die Verpflichtung zur Zuweisung von Arbeit in einem bestimmten Umfang während der Kündigungsfrist vorliegend keinen Sinn ergebe, ohnehin verspätet. Denn damit das Bundesgericht auf eine Rüge eintreten kann, ist nicht nur erforderlich, dass der kantonale Instanzenzug formell durchlaufen wurde, sondern auch, dass die Rügen, die dem Bundesgericht unterbreitet werden, soweit möglich schon vor der Vorinstanz vorgebracht wurden (sog. materielle Erschöpfung des Instanzenzugs; BGE 143 III 290 E. 1.1 mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin kritisiert weiter die vorinstanzliche Berechnung der Lohnersatzansprüche, ohne hinreichend darzutun, wie die korrekte Berechnung der Lohnersatzansprüche für die Monate November und Dezember 2020 ihres Erachtens hätte aussehen müssen. Im Übrigen würde allein der Umstand, dass eine andere Berechnung ebenfalls möglich oder gar besser geeignet wäre, ohnehin keine Willkür begründen. Willkür liegt nach der Rechtsprechung nicht schon dann vor, wenn eine andere Lösung in Betracht zu ziehen oder gar vorzuziehen wäre (vgl. hiervor E. 3). Unbegründet ist insbesondere auch der Einwand der Beschwerdeführerin, dass die Vorinstanz nicht begründet habe, weshalb sie auf Durchschnittswerte abstelle. Sie hat einerseits erwogen, diese Vorgehensweise trage allfälligen Schwankungen besser Rechnung als eine einzelkursbezogene Betrachtungsweise, andererseits hat sie anhand einer Unstimmigkeit in der erstinstanzlichen Begründung aufgezeigt, dass sie eine einzelkursbezogene Betrachtungsweise als zu fehleranfällig erachtet. Wenn die Beschwerdeführerin ausführt, die Geltendmachung der Erwartung auf Zuteilung von zusätzlichen Kursen sei widersprüchlich, nachdem sich die Beschwerdegegnerin im September 2020 unbestrittenermassen für eine Reduktion ihrer Arbeitsleistung ausgesprochen habe, fehlt es erneut an einer eigentlichen Auseinandersetzung mit den vorinstanzlichen Erwägungen. Die Vorinstanz erwog zutreffend, die Beschwerdeführerin habe den Wunsch der Beschwerdegegnerin nach einer Reduktion des Pensums nicht dahingehend verstehen dürfen, dass diese unmittelbar eine sehr massive Einkommensreduktion in Kauf genommen hätte. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz (nur) von einer Reduktion des Pensums im Umfang von 30 Stunden pro Monat ausgegangen ist. Entgegen der Beschwerdeführerin liegt jedenfalls keine Ermessensüberschreitung vor. Zusammenfassend vermag die Beschwerdeführerin die vorinstanzliche Berechnung der Lohnersatzansprüche für die Monate Oktober und November 2020 nicht als willkürlich oder sonstwie bundesrechtswidrig auszuweisen.