Citation: 8C_229/2022 E. 4.2.2

4.2.2. Gemäss der von der Vorinstanz angewandten kantonalen Rechtsprechung (AGVE 2005 S. 285) werden Auflagen und Weisungen, wie die Bestimmungen über die Aufnahme einer Arbeit oder die Teilnahme an einem Beschäftigungsprogramm, zur Verbesserung der Lage der Hilfe suchenden Person angeordnet. Sie umschreiben die Anspruchsvoraussetzungen in grundsätzlicher Weise und sind daher auf Dauer angelegt. Entsprechend ihrem Zweck und der Zielsetzung haben solche Weisungen Wirkung für die gesamte Dauer der Ausrichtung der materiellen Hilfe an den Betroffenen. Die Auflagen oder Weisungen mit einer Kürzungsandrohung müssen daher dem Betroffenen nicht vor jeder Kürzung formell und in Form einer Verfügung neu angedroht werden und können auch beim Bezug zukünftiger Leistungen durchgesetzt werden. Diese Praxis des kantonalen Verwaltungsgerichts ist in Buchform und im Internet publiziert. Die Beschwerdeführer zeigen nicht auf und es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern diese Rechtsprechung willkürlich oder bundesrechtswidrig sein soll. Insbesondere ist entgegen der Auffassung weder eine Verletzung des Legalitätsprinzips nach Art. 5 Abs. 1 BV noch des Rechts auf Hilfe in Notlagen nach Art. 12 BV ersichtlich. Folglich kann nicht gesagt werden, zwischen den Kürzungsandrohungen vom 3. April 2017 bzw. 31. Mai 2018 und der Leistungskürzung vom 7. April 2021 habe die zeitliche Konnexität gefehlt.