Citation: 4C.385/2002 04.12.2003 E. 2.3

Mit diesen pauschalen Vorbringen kommt die Klägerin ihrer Begründungsobliegenheit offensichtlich nicht nach. Sie unterlässt es, in der Berufungsschrift selbst aufzuzeigen, welche Beweise sie zu welchen prozesskonform vorgetragenen Sachvorbringen anerboten hat. Es genügt nicht, in der Berufung einfach zu behaupten, es seien Zeugen angerufen und ein Gutachten beantragt worden. Wer vor Bundesgericht eine Verletzung des Rechts zum Beweis rügt, hat konkret darzulegen, welche von ihm angebotenen Beweise der Sachrichter hätte abnehmen sollen, mit den erforderlichen Hinweisen, dass er diese Beweisanträge form- und fristgerecht gestellt hat; ausserdem hat er aufzuzeigen, welche rechtserheblichen Tatsachen damit hätten bewiesen werden sollen (Poudret, Commentaire de la loi fédérale d'organisation judiciaire, Vol. II, Bern 1990, N 1.5.2.3 zu Art. 55 OG). Ebenso wenig sind allgemein gehaltene Vorbringen rechtlicher Art ohne Bezug zu bestimmten Stellen im angefochtenen Urteil beachtlich. Inwiefern die Vorinstanz durch überdehnte Substanziierungsanforderungen den Beweisführungsanspruch der Klägerin nach Art. 8 ZGB mit Bezug auf den behaupteten Schaden verletzt haben soll, ist der Berufung nicht ansatzweise zu entnehmen (zu den Substanziierungsanforderungen vgl. BGE 127 III 365 E. 2b S. 368, mit Hinweisen). Insoweit ist auf die Berufung nicht einzutreten.