Citation: 5A_343/2022 E. 3

Das Kantonsgericht hat festgehalten, die Beschwerdeführerin unterlasse es, ihren Antrag auf Wiedererteilung der aufschiebenden Wirkung substanziiert zu begründen. Im Übrigen sei die Tochter von ihr im April 2021 überstürzt nach Belgien zum Vater gebracht worden, habe neun Monate in dessen dortiger Familie gelebt, sei zur Schule gegangen, habe sich gut eingelebt und schulisch positiv entwickelt. Wiederum unverhofft habe die Beschwerdeführerin sie am 6. Januar 2022 gegen den Willen des Vaters in die Schweiz zurückgebracht. Seit dem 25. Januar 2022 habe sie hier die Schule besucht, sei aber am 1. Februar 2022 bei der Einwohnerkontrolle noch nicht angemeldet gewesen. Aufgrund des superprovisorischen Entscheides der KESB vom 14. Februar 2022 wohne sie nunmehr wieder beim Vater in Belgien. Die nachträgliche Erteilung der aufschiebenden Wirkung würde sie nach zwei Monaten erneut aus ihrer gewohnten dortigen Umgebung herausreissen und im Zeitpunkt des definitiven Entscheides würde sie je nach Ausgang des Verfahrens wieder nach Belgien zurückkehren. Dies widerspreche dem Kindeswohl.