Citation: 4A_501/2021 E. 7.1

7.1. Die Beklagte rügt, es genüge nicht, dass der Gläubiger eine Hoffnung in den Schuldner gesetzt habe, welche dieser enttäusche. Der Gläubiger müsse vielmehr im Vertrauen auf die richtige Erfüllung des Vertrags, also hinsichtlich effektiv vertraglich geschuldeter Leistungen, Schäden erlitten haben. Wie sie vor der Vorinstanz ausgeführt habe, habe es keine Zusicherung und keine Vertragspflicht gegeben, dass die Maschine ab einem gewissen Datum operativ sein würde. Die Miete der Fabrikhalle sei daher nicht im Vertrauen auf die korrekte Erfüllung des Vertrags, sondern in der Hoffnung eines erfolgreichen Durchlaufens der Tests und insofern auf eigenes Risiko erfolgt. Die Vorinstanz habe anstelle effektiver Vertragspflichten auf die zeitlichen Modalitäten abgestellt.