Citation: I 151/04 05.08.2004 E. 5

5.1 Das kantonale Gericht und die IV-Stelle erachten im Revisionszeitpunkt neu die gemischte Methode der Invaliditätsbemessung für anwendbar, wobei von einer hälftigen Aufteilung der Erwerbs- und Haushaltstätigkeit auszugehen sei. Die Versicherte habe seit dem 1. Dezember 1994 bis Ende Mai 1996 zu 100 % als Schwesternhilfe und im Hausdienst sowie ab Juni 1996 bis zur Kündigung per 28. Februar 2002 noch zu 50 % als Raumpflegerin bei der Klinik P.________ AG gearbeitet. Ab 1. Mai 2002 bis im Sommer 2003 sei sie sodann während 7 ½ Stunden wöchentlich mit der Reinigung einer Arztpraxis beschäftigt gewesen. Im Lichte dieser beruflichen Verhältnisse, dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin Ende Juli 2001 ihr zweites Kind geboren habe sowie insbesondere der Aussage anlässlich der Haushaltsabklärung vom 14. November 2002, wonach die Versicherte auf Grund ihrer Auslastung mit dem Kleinkind und dem 4-Personen-Haushalt ohne Behinderung (lediglich) zu 50 % arbeiten würde, erscheine die von der Beschwerdeführerin nachträglich behauptete Vollzeittätigkeit im Gesundheitsfall nicht nachvollziehbar. 5.2 Was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde dagegen vorgebracht wird, ist nicht stichhaltig. 5.2.1 Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, auf die im Haushaltsbericht vom 14. November 2002 festgehaltene Äusserung auf die Frage, ob aktuell ohne Behinderung einer Erwerbstätigkeit ausgeübt würde, könne nicht abgestellt werden, da insbesondere nicht klar sei, wer die Befragung durchgeführt habe und ob diese Person der portugiesischen und/oder italienischen Sprache mächtig sei, dringt sie damit nicht durch. Aus dem Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 28. Oktober 2002, unterzeichnet durch Frau S.________, wie auch dem Bericht Haushalt/Rente vom 14. November 2002, welcher auf der ersten Seite links oben den Hinweis "S.________" aufweist, und der Aktennotiz "Protokoll" zum Abklärungshergang, die den Vermerk "29.11.02 / pic" beinhaltet, kann ohne weiteres geschlossen werden, dass Frau S.________ - und nicht der auf dem Bericht Haushalt als zuständig genannte D.________ - die Abklärungen vorgenommen hat. Im Übrigen erscheint es kaum glaubhaft, dass die Versicherte sich nicht einmal mehr daran zu erinnern vermögen soll, ob die Abklärungen bei ihr zu Hause von einer Frau oder einem Mann getätigt worden sind. Was die Verständigung anbelangt, geht aus dem Bericht nicht hervor, in welcher Sprache die Unterredung geführt worden ist. Jedenfalls scheinen aber diesbezüglich keine grösseren Probleme entstanden zu sein, wären solche doch sicherlich erwähnt worden. Zum anderen weist auch die Tatsache, dass die Versicherte trotz des Schreibens vom 28. Oktober 2002, in welchem sie für den Fall nicht genügender Deutschkenntnisse um den Beizug einer Übersetzungsperson gebeten worden ist, am Tage der Abklärung allein in der Wohnung anwesend war, auf das Vertrauen in die eigenen sprachlichen Fähigkeiten hin. Im Übrigen hat die Beschwerdeführerin diesen Punkt weder nach Zustellung des Abklärungsberichtes Anfang Dezember 2002, noch im Einsprache- oder vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren je beanstandet. Entgegen der auch von Dr. med. G.________ in ihrer Stellungnahme vom 19. April 2003 geäusserten Auffassung, die Versicherte habe die Frage nach der im Gesundheitsfall noch ausgeübten Erwerbstätigkeit missverstanden und sei damit gleichsam in die ihr seitens der Abklärungsperson gestellte Falle getreten, bestehen nach dem Gesagten keine Anhaltspunkte für sprachliche Verständigungsschwierigkeiten, die es der Beschwerdeführerin verunmöglicht hätten, den wahren Sinngehalt der besagten Frage zu verstehen, zumal - wie das "Protokoll" vom 29. November 2002 aufzeigt -, die Versicherte durch die IV-Abklärungsperson über die möglichen Folgen ihrer Antwort aufgeklärt worden war. Daran vermag die Beschwerdeführerin mit ihrem Hinweis auf eine Telefongesprächsnotiz vom 13. Mai 1998, wonach ihr damaliger Arbeitgeber, Herr H.________ der Klinik P.________ AG, ihr keine guten Deutschkenntnisse attestiert habe, nichts zu ändern, wurde diese Einschätzung doch beispielsweise vom zuständigen Mitarbeiter für die berufliche Eingliederung nicht geteilt oder fehlt doch zumindest ein entsprechender Vermerk in dessen Bericht über die berufliche Abklärung vom 25. August 1998. 5.2.2 Der von der Versicherten letztinstanzlich einmal mehr - u.a. unter Berufung auf die Angaben der Frau Dr. med. G.________ (in deren Stellungnahmen vom 19. April und 2. Mai 2003) - hervorgehobene Umstand, dass sie auch nach der Geburt ihres zweiten Sohnes Ende Juli 2001 zu 50 % erwerbstätig sein wollte und sich wiederholt um entsprechende Arbeitsstellen bemüht hat, wird schliesslich von keiner Seite bestritten. So ist doch die Verwaltung ebenfalls nie von einer gänzlichen Aufgabe der Erwerbstätigkeit, sondern stets davon ausgegangen, dass die Beschwerdeführerin als Gesunde weiterhin im Umfang eines 50 %-Pensums, d.h. in dem Ausmass, welches ihr nun noch - im Rahmen einer leidensadaptierten Beschäftigung - tatsächlich zumutbar ist (vgl. Erw. 3 hievor), gearbeitet hätte. 5.2.3 Kein Argument für die Annahme einer Vollzeittätigkeit im Gesundheitsfall bildet im Weiteren der Hinweis darauf, dass die Beschwerdeführerin auch während der Wachstumsphase ihres älteren Sohnes immer zu 100 % einer ausserhäuslichen Tätigkeit nachgegangen sei. Wie dem Abklärungsbericht Haushalt vom 14. November 2002 zu entnehmen ist - der diesbezüglichen Aussage wurde nicht opponiert -, wuchs der 1982 geborene Sohn bis zu seinen 14. Lebensjahr in Spanien auf und lebt erst seit 1996 bei der Beschwerdeführerin in der Schweiz. Da die Versicherte aber seit Juni 1996 aus gesundheitlichen Gründen nurmehr ein 50 %-Pensum verrichtete, hat sie bisher, auch wenn für die Zeit bis zur Geburt ihres zweiten Sohnes Ende Juli 2001 hypothetisch von einer im Gesundheitsfall vollzeitlich ausgeübten Erwerbstätigkeit ausgegangen wird (vgl. die Rentenverfügungen vom 7. Januar 1999 und 5. September 2001), faktisch nie neben der Kinderbetreuung noch zu 100 % gearbeitet. 5.2.4 Dass die persönlichen Verhältnisse, namentlich die Arbeitszeiten des Ehemannes und des älteren, noch bei seiner Mutter lebenden Sohnes, eine aktive Mithilfe aller Familienangehörigen bei der Beaufsichtigung des jüngeren Sohnes sowie der Bewältigung der Haushaltsaufgaben eine Vollzeittätigkeit der Beschwerdeführerin zuliessen oder jedenfalls stark erleichtern würden, vermag allein keine andere Beurteilung herbeizuführen, sofern die übrigen Kriterien mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit gegen die Weiterführung des bisherigen Pensums sprechen. Im Übrigen stellt sich vorliegend die finanzielle Situation mit einem monatlichen Einkommen des Ehegatten von Fr. 4800.- bis Fr. 5200.- brutto sowie einem Lehrlingslohn des älteren Sohnes - wie die Vorinstanz bereits zutreffend erkannt hat - als nicht derart prekär dar, dass eine vollschichtige Tätigkeit der Versicherten praktisch unabdingbar wäre. 5.2.5 Zudem ist - ganz allgemein - der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass spätere, anders lautende Erklärungen oftmals von Überlegungen sozialversicherungsrechtlicher Natur beeinflusst sein können (AHI 2000 S. 197 Erw. 2d; Erw. 3 des in RKUV 2001 Nr. U 437 S. 342 ff. auszugsweise publizierten Urteils C. vom 18. Juli 2001, U 430/00; Urteil Z. vom 2. September 2003, I 77/03, Erw. 3.2.3; vgl. auch BGE 121 V 47 Erw. 2a mit Hinweisen).