Citation: I 238/05 02.11.2005 E. 5.1

5.1.1 Soweit die Dres. med. B.________ und H.________ von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit seit 12. Dezember 1997 ausgingen, kann darauf nicht abgestellt werden, da sie die Versicherte erstmals am 19. April 1999 bzw. im September 1999 gesehen hatten (Erw. 3.3 und 3.5). Dr. med. H.________ stützte sich denn auch ausdrücklich auf die Angaben der früheren Hausärztin Frau Dr. med. K.________. Frau Dr. med. K.________ hat die Versicherte seit dem Unfalldatum bis August 1999, mithin auch in der vorliegend strittigen Zeit vom 9. März 1998 bis 11. Mai 1998 und vom 1. Dezember 1998 bis 19. Januar 1999 (Erw. 4.1 hievor), behandelt. Für die Zeit vom 16. Februar bis 22. Juni 1998 hat sie angegeben, die Versicherte sei wegen Krankheit zu 100 % arbeitsunfähig gewesen. Dem stehen die Angaben der Firma X.________ entgegen, wonach sie vom 9. März bis 11. Mai 1998 tatsächlich gearbeitet habe. Bei diesen Gegebenheiten kommt den Auskünften der Arbeitgeberin massgebende Bedeutung zu (vgl. auch SVR 1995 IV Nr. 52 S. 146 Erw. 4b und c). 5.1.2 Die Ausführungen des Herrn D.________ vom 22. Juli und 28. Oktober 2002, wonach die Versicherte während ihren Arbeitseinsätzen nach dem Unfall in der angestammten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig gewesen sei (Erw. 4.2.2 hievor), basieren nicht auf eigener Wahrnehmung, sondern auf Angaben der Herren U.________, C.________ und L.________. Indessen ist als Erstes zu beachten, dass die Darlegungen des Herrn U.________ (der auch Auskunftsperson bei der Abklärung vom 18. September 2000 war, Erw. 4.2.1 hievor), ebenfalls nicht auf eigener Wahrnehmung beruhen, sondern sich auf die Angaben der Abteilungsleiter C.________ und L.________ stützen. Im Bericht vom 14. Juli 2003 hat Herr U.________ denn auch angegeben, seine Ausführungen möglicher Gründe für den weniger motivierten Einsatz der Versicherten nach dem Unfall seien reine Spekulationen seinerseits, die er sich aus den Gesprächen mit den beteiligten Personen zusammen gereimt habe (Erw. 4.2.4 hievor). Die vom Rechtsvertreter der Versicherten am 31. Januar 2003 direkt schriftlich angefragten Herren C.________ und L.________ gaben entgegen den Herren D.________ und U.________ an, dass die Beschwerdeführerin nach dem Unfall gesundheitlich einen deutlich eingeschränkten Eindruck gemacht und zusätzliche Hilfe gebraucht habe. Sie sei nach dem Unfall nicht wieder an 30 aufeinanderfolgenden Tagen ohne Unterbruch ohne jede gesundheitliche Einschränkung arbeitsfähig gewesen (Erw. 4.2.3 hievor). Der Vorinstanz ist allerdings beizupflichten, dass den Anfragen des Rechtsvertreters an die Herren C.________ und L.________ ein suggestives Element nicht abzusprechen ist. Denn zum einen schrieb er in diesen Anfragen einleitend, er glaube, ihre Angaben seien in den IV-Akten missverständlich wiedergegeben worden; zum anderen führte er an, die Antworten seien "sehr wichtig für die Leistungspflicht der Versicherungen" im Fall der Versicherten. Im Weiteren ist festzuhalten, dass zwischen der Absenzübersicht der Firma X.________ (Erw. 4.1.1 hievor) und der von Herr C.________ am 6. Februar 2003 aufgelegten Einsatzliste der Versicherten Widersprüche bestehen. Für März 1998 ging Herr C.________ von 3-Tage-Wochen (vgl. auch Erw. 4.1.2 hievor) aus, währenddem die Versicherte gemäss der Absenzübersicht der Firma X.________ in der vierten Märzwoche fünf Tage aneinander gearbeitet hat. Weiter gab Herr C.________ an, die Versicherte habe im Mai 1998 nur am 8. und 9. gearbeitet und sei ab dem 10. krank gewesen. Demgegenüber hat sie gemäss der Absenzübersicht der Firma X.________ bis und mit dem 11. Mai 1998 gearbeitet, wobei vom 4. bis 8. Mai an fünf aufeinanderfolgenden Tagen. Schliesslich legte Herr C.________ dar, vom 2. bis 21. Januar 1999 habe die Versicherte 3 Tage gearbeitet, wogegen sich nach der Absenzübersicht der Firma X.________ vom 2. bis 19. Januar 1999 an insgesamt 10 Tagen im Einsatz war. Nach dem Gesagten sind die schriftlichen Auskünfte der Angestellten der Firma X.________ unklar sowie widersprüchlich und bilden keine voll beweiskräftige Entscheidungsgrundlage. Insbesondere kann auf die Angaben der Herren C.________ und L.________ vom 6. bzw. 10. Februar 2002 angesichts der suggestiven Fragestellung des Rechtsvertreters nicht abgestellt werden. 5.1.3 Weiter ist zu beachten, dass Frau Dr. med. K.________ im Bericht vom 3. Juli 2000 ausgeführt hat, ab Oktober 1998 habe sich die Versicherte in die Behandlung von Frau Dr. med. A.________ begeben, von der sie schliesslich operiert worden sei (Erw. 3.4 hievor). Über diese Behandlung befinden sich in den Akten keine Berichte. Es ist nicht auszuschliessen, dass die Unterlagen der Frau Dr. med. A.________ zur Klärung der Arbeitsfähigkeit der Versicherten in der Zeit vom 1. Dezember 1998 bis 19. Januar 1999 beitragen können. 5.2 Im Hinblick auf diese Unzulänglichkeiten der bisherigen administrativen Abklärungen bleibt nichts anderes übrig, als dass die Vorinstanz die Herren C.________ und L.________ unter Hinweis auf die Wahrheitspflicht als Zeugen zur Frage der Arbeitsfähigkeit der Versicherten vom 9. März bis 11. Mai 1998 und vom 1. Dezember 1998 bis 19. Januar 1999 einvernimmt. Zudem hat sie bei Frau Dr. med. A.________ die Akten betreffend die Versicherte einzuholen. Gestützt auf diese Abklärungen wird das kantonale Gericht über den Rentenbeginn neu zu entscheiden haben.