Citation: 5P.61/2006 31.03.2006 E. A

In einem Eheschutzverfahren zwischen Y.________ (Ehefrau) und X.________ (Ehemann) gab der Einzelrichter des Bezirksgerichts Winterthur am 16. Oktober 2002 das Kind V.________ einstweilen in die Obhut des Vaters und das Kind W.________ in die Obhut der Mutter. Zugleich ordnete er eine Erziehungsbeistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB an. Weil der Vater in A.________, die Mutter hingegen in B.________ wohnte, wurden die Vormundschaftsbehörden eingeladen, einen gemeinsamen Beistand zu bestellen. Nach Absprache zwischen den beiden Ämtern setzte die Vormundschaftsbehörde A.________ mit Beschluss vom 16. Dezember 2002 Amtsvormund Z.________ als Beistand für beide Kinder ein. Gestützt auf eine kinderpsychiatrische Empfehlung änderte der Eheschutzrichter am 20. Dezember 2002 seinen Entscheid ab und stellte auch den Sohn V.________ in die Obhut der Mutter. Darauf wurde die Beistandschaft mit Beschluss der Vormundschaftsbehörde A.________ vom 20. Januar 2003 an die Vormundschaftsbehörde B.________ übertragen. Diese übernahm sie mit Präsidialverfügung vom 22. Januar 2003 und ernannte Amtsvormund S.________ zum neuen Beistand. Dagegen erhob Y.________ am 4. Februar 2003 Beschwerde an das Justiz- und Polizeidepartement des Kantons St. Gallen (JPD) und verlangte, mit der Übernahme durch die St. Galler Behörden vorläufig zuzuwarten oder zumindest den bisherigen Beistand Z.________ im Amt zu belassen. Mitte März 2003 begab sich die Mutter in stationäre psychiatrische Behandlung und überliess die Kinder dem Vater. Am 15. April 2004 stellte der Eheschutzrichter die Kinder in die Obhut des Vaters und ordnete die Beibehaltung der Erziehungsbeistandschaft an. Am 17. Dezember 2004 anerkannte die Vormundschaftsbehörde A.________ ihre Zuständigkeit, hob die anders lautende frühere Verfügung auf und ernannte neu T.________ zur Beiständin. In Übereinstimmung mit dieser Verfügung widerrief auch die Vormundschaftsbehörde B.________ am 6. Januar 2005 ihren Beschluss vom 22. Januar 2003 betreffend die Übernahme der Erziehungsbeistandschaft. Dagegen erhob X.________ am 31. Januar 2005 Beschwerde beim JPD und stellte verschiedene Anträge. Im Entscheid vom 4. Juli 2005 behandelte das JPD sowohl die Beschwerde von Y.________ vom 4. Februar 2003 als auch diejenige von X.________ vom 31. Januar 2005. Das JPD schützte die Beschwerde von Y.________ und wies diejenige von X.________ ab. Der Rekurs an den Einzelrichter im Familienrecht des Kantonsgerichts St. Gallen blieb ohne Erfolg. Dieser wies den Rekurs am 4. Januar 2006 ab, soweit er darauf eintreten konnte.