Citation: 8C_316/2016 E. 4.2.2

4.2.2. Das im Rahmen des Revisionsverfahrens eingeholte Gutachten des ABI erfüllt, wie das kantonale Gericht erkannte, die von der Rechtsprechung (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) gestellten Anforderungen. Es beruht auf eigenen Untersuchungen und setzt sich insbesondere auch mit den anderen medizinischen Berichten auseinander. Bereits Dr. med. B.________ hatte in ihrem Gutachten im Juni 2009 ausgeführt, es sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass sich die psychische Situation der Explorandin stabilisiere und eine weitere Verbesserung der Situation auf der psychischen Seite erzielt werden könne. Eine solche hielt sie sogar mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit für möglich. Es ist daher nachvollziehbar, dass sich diese ärztliche Prognose innerhalb der folgenden fünf Jahre tatsächlich verwirklichte, weshalb Dr. med. C.________ im Rahmen der MEDAS-Begutachtung im Juli 2014 keine psychiatrische Diagnose mehr stellen musste. Wie das kantonale Gericht im angefochtenen Entscheid bereits treffend ausführte, kann aus der Bemerkung des Dr. med. C.________, aus seiner Sicht sei die Arbeitsfähigkeit niemals während längerer Zeit eingeschränkt gewesen, unter den gegebenen Umständen nicht abgeleitet werden, der Gesundheitszustand der Versicherten habe sich nicht verändert. Es liegt ein Revisionsgrund vor.