Citation: 2C_659/2015 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer ist mit 14 Jahren in die Schweiz gekommen. Er wurde hier als Erwachsener wiederholt straffällig. Handelte es sich anfänglich um Übertretungen des Betäubungsmittelgesetzes und (grobe) Verletzungen von Verkehrsregeln, beging er in der Folge auch Gewaltdelikte (Strafbefehl vom 26. Juli 2005 wegen einfacher Körperverletzung in mehrfacher Begehung). Ins Gewicht fällt in diesem Zusammenhang insbesondere die am 4. April 2012 gegen ihn ausgesprochene Freiheitsstrafe von vier Jahren wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung in mehrfacher und gemeinsamer Tatbegehung. Das Kreisgericht St. Gallen ging davon aus, dass der von ihm bei der Vergewaltigung eingesetzte Zwang grundsätzlich eine Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren rechtfertigen würde; straferhöhend berücksichtigte es, dass der gesamte Übergriff verhältnismässig lange gedauert hat und das Opfer neben ungeschütztem vaginalem auch oralen Verkehr (teilweise gleichzeitig) erdulden musste. Zwar war der Beschwerdeführer bei den Misshandlungen nicht die treibende Kraft, dennoch - so das Strafgericht - habe er rücksichtslos und zielgerichtet gehandelt und sei er im Unterschied zum Mittäter zudem nüchtern gewesen. Soweit der Beschwerdeführer wiederholt darauf hinweist, dass er "nur einmal" ein Sexualvergehen begangen habe, so verharmlost er die Tragweite seiner Handlungen und stellt sie ausserhalb seines übrigen Verhaltens, was willkürfrei auf eine gewisse fortdauernde Uneinsichtigkeit schliessen lässt.