Citation: 1C_95/2016 E. 3.1

3.1. Die projektierte Wegverbindung ist als Werk, für deren Realisierung die öffentliche Hand über ein Enteignungsrecht verfügt, nur dann mit der verfassungsrechtlich geschützten Eigentumsgarantie (Art. 26 BV) vereinbar, wenn die Voraussetzungen von Art. 36 BV erfüllt sind (Urteil 1C_203/2010 vom 24. Januar 2011 E. 3.1). Danach bedürfen Eingriffe in das Eigentum einer gesetzlichen Grundlage (deren Vorliegen hier nicht bestritten wird), müssen durch ein öffentliches Interesse oder durch den Schutz von Grundrechten Dritter gerechtfertigt sein und haben sich als verhältnismässig zu erweisen (BGE 125 II 129 E. 8 S. 141 mit Hinweis). Im kantonalen Recht werden diese Grundsätze in den Art. 25 und 26 des Strassengesetzes vom 3. September 1965 des Kantons Wallis (StrG/VS; SGS 725.1) konkretisiert. Danach sind beim Bau von öffentlichen Verkehrswegen namentlich die technischen und wirtschaftlichen Anforderungen des Verkehrs, der Schutz des Menschen und seiner natürlichen und bebauten Umwelt, die Verkehrssicherheit sowie der Schutz der Verkehrsteilnehmer, insbesondere der Fussgänger, zu beachten. Ob ein Grundrechtseingriff im öffentlichen Interesse liegt und verhältnismässig ist, prüft das Bundesgericht frei (BGE 131 I 425 E. 6.1 S. 434 mit Hinweisen). Es auferlegt sich aber Zurückhaltung, sofern die Beurteilung von besonderen örtlichen Verhältnissen abhängt, welche die kantonalen Behörden besser kennen und überblicken, und wenn sich ausgesprochene Ermessensfragen stellen (BGE 132 II 408 E. 4.3 S. 416; 129 I 337 E. 4.1 S. 337; je mit Hinweisen).