Citation: 4A_80/2009 05.06.2009 E. A

Im Herbst 2002 begann A.________ (Beschwerdeführer, nachfolgend Kläger) sich um die finanziellen Angelegenheiten von B.________ (ebenfalls Beschwerdeführerin, nachfolgend Beklagte) zu kümmern. Am 16. April 2003 schloss er mit der C.________ AG mit Sitz in Triesen (Liechtenstein) zunächst einen Kooperationsvertrag ab, welcher am 26. Mai 2004 durch einen im Wesentlichen inhaltsgleichen Partnerschaftsvertrag ersetzt wurde. Der Kläger verpflichtete sich, seine Kunden in die C.________ AG einzubringen. Die Kunden sollten gemeinsam, aber nach Vorgabe des Klägers betreut und dieser so von administrativen Tätigkeiten entlastet werden. Die Erträge aus den eingebrachten Kundenbeziehungen sollten zwischen den Parteien aufgeteilt werden, wobei der Kläger 50 % erhalten sollte, wenn er die Kunden primär selbst betreute, andernfalls 25 %. Es gelang ihm, die Beklagte als Kundin der C.________ AG zu gewinnen. Die Beklagte liess von der C.________ AG am 8. August 2003 eine Vermögensanalyse durchführen. Anlässlich der Präsentation der Vermögensanalyse stellte ihr der Geschäftsführer der C.________ AG einen weiteren Mitarbeiter, D.________, als Finanz- und Steuerexperten vor. D.________ hatte den Geschäftsführer, einen Bekannten aus der gemeinsamen Gymnasialzeit, allerdings über seine Qualifikationen getäuscht.