Citation: 5A.7/2005 12.05.2005 E. B

B.a Am 4. Dezember 1996 stellte X.________ ein Gesuch um erleichterte Einbürgerung. Dabei erwähnte er im Antragsformular unter der Rubrik "unverheiratete ausländische Kinder unter 20 Jahren" ausschliesslich die am 19. April 1990 geborene Tochter Z.________. Am 7. November 1998 hatte er zusammen mit seiner Ehefrau eine Erklärung unterzeichnet, wonach sie beide in einer tatsächlichen, ungetrennten ehelichen Gemeinschaft an derselben Adresse leben würden und zur Kenntnis nähmen, dass "die erleichterte Einbürgerung nicht möglich ist, wenn vor oder während des Einbürgerungsverfahrens einer der Ehegatten die Trennung oder Scheidung beantragt hat oder keine tatsächliche eheliche Gemeinschaft mehr besteht". Am 18. November 1998 erhielt X.________ gestützt auf Art. 27 BüG das Schweizer Bürgerrecht. Am 25. Februar 1999 reichte die schweizerische Ehefrau beim zuständigen Gericht eine Scheidungsklage ein. Dabei wurde eine von den Ehegatten gemeinsam unterzeichnete Scheidungskonvention vom 12. Februar 1999 vorgelegt. Die Ehe wurde am 5. Mai 1999 geschieden. Am 6. Januar 2000 verheiratete sich X.________ erneut mit seiner libanesischen Ex-Ehefrau. B.b Mit Schreiben vom 13. Juli 2001 teilte das Bundesamt für Ausländerfragen (BFA; zwischen 1. Mai 2003 und 31. Dezember 2004: IMES; seit 1. Januar 2005 neu: Bundesamt für Migration: BFM) X.________ mit, man erwäge, die Einbürgerung gestützt auf Art. 41 Abs. 1 BüG nichtig zu erklären. Seine Ehe sei nur 5 Monate nach Gewährung der erleichterten Einbürgerung aufgelöst worden, was vermuten lasse, er habe im Einbürgerungsverfahren falsche Angaben gemacht oder erhebliche Tatsachen verheimlicht. Er wurde dabei zur Stellungnahme aufgefordert und ersucht, die Scheidungsakten offen zu legen. Auf Veranlassung des BFA hin wurde die schweizerische Ex-Ehefrau am 16. Januar 2003 von der Kantonspolizei Zürich rogatorisch einvernommen. X.________ nahm am 26. März 2003 zu den vom BFA betreffend das Einvernahmeprotokoll gemachten Bemerkungen abschliessend Stellung. B.c Mit Verfügung vom 12. November 2003 erklärte das IMES (Bundesamt für Zuwanderung, Integration und Auswanderung) die erleichterte Einbürgerung nichtig. Zur Begründung wurde festgehalten, der Eingebürgerte habe den Einbürgerungsbehörden gegenüber seine beiden 1993 und 1995 geborenen Kinder verheimlicht. Weiter habe er auch verschwiegen, dass er während seiner Ehe mit einer Schweizer Bürgerin ein eheähnliches Verhältnis mit seiner libanesischen Ex-Ehefrau aufrecht erhalten habe. Ein in die Zukunft gerichteter Ehewille sei bei den Ehegatten schon im Zeitpunkt, in dem die Erklärung zur Qualität der Ehe abgegeben worden sei, nicht mehr vorhanden gewesen. Die von X.________ dagegen eingereichte Verwaltungsbeschwerde wurde vom Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement mit Entscheid vom 13. Januar 2005 abgewiesen.