Citation: 7B.157/2005 11.11.2005 E. 3

3.1 Die Beschwerdeführerin bemerkt, sie habe schon im kantonalen Verfahren geltend gemacht, dass die vom Konkursamt am 3. August 2004 gewährte Fristerstreckung sich ausdrücklich nur auf die Zustimmung der Konkursgläubiger zu ihrem Kaufsangebot von Fr. 480'000.-- (Antrag Ziff. 3) bezogen habe, nicht aber, entgegen der Annahme des Obergerichts, auf die den Konkursgläubigern (unter Ziffer 4 der Anträge) eingeräumte Möglichkeit, ihre Offerte zu überbieten. Da aber, soweit ersichtlich, bis zum 9. August 2004 kein Gläubiger den auf ihrem Angebot beruhenden Antrag des Konkursamtes auf freihändigen Verkauf abgelehnt habe und somit das für die Zustimmung erforderliche Quorum erreicht worden sei, habe für sie, entgegen der Auffassung der kantonalen Aufsichtsbehörde, überhaupt kein Anlass bestanden, Beschwerde zu führen. Der von der Vorinstanz erhobene Vorwurf treuwidrigen Verhaltens stosse daher ins Leere. 3.2 Welche Tragweite der Fristerstreckung vom 3. August 2004 zugekommen war, braucht nicht näher erörtert zu werden. Von entscheidender Bedeutung ist, dass das Konkursamt der Beschwerdeführerin anerkanntermassen mit Schreiben vom 8. September 2004 das Angebot der Z.________ AG von Fr. 510'000.-- zur Kenntnis gebracht hat, das "innert erstreckter Frist" eingegangen sei. Mit der gleichzeitigen Aufforderung, bis Ende September 2004 mitzuteilen, was sie angesichts dieser Sachlage zu tun gedenke, namentlich etwa, ob sie ein höheres Angebot machen oder ob sie den Verkauf an die Z.________ AG abwarten und später ihr Kaufsrecht ausüben wolle, gab das Amt unmissverständlich zu verstehen, dass es die Offerte der Z.________ AG als rechtsgültig betrachtete. Der Auffassung der Beschwerdeführerin, es sei für sie erst mit der Ankündigung der Steigerung des einen Grundstücks ersichtlich geworden, dass sie die drei Grundstücke nicht gesamthaft zum Preis von Fr. 480'000.-- würde erwerben können, ist daher nicht beizupflichten. Unter den dargelegten Umständen hätte die Beschwerdeführerin (spätestens) innert zehn Tagen ab Empfang der konkursamtlichen Verfügung vom 8. September 2004 Beschwerde führen und die darin an sie gerichtete Fristansetzung anfechten müssen. Das erst mit der Beschwerde vom 26. Mai 2005 Geltendgemachte (Fehlen einer Erstreckung der Frist zum Höherangebot bzw. Unzulässigkeit der Erstreckung einer solchen Frist) wäre schon damals vorzubringen gewesen. Soweit die Beschwerdeführerin die Ansetzung der Steigerung des Grundstücks Nr. 1 mit der Begründung anficht, dieses müsse auf Grund ihres Kaufangebots ihr zukommen, hat die Vorinstanz die Beschwerde mithin zu Recht als verspätet bezeichnet. Ob auch die Beschwerdeführerin ein Exemplar der Fristerstreckungsverfügung vom 3. August 2004 zugestellt erhalten hatte, ist nach dem Gesagten ohne Belang. Das von der Beschwerdeführerin hierzu Vorgebrachte betrifft im Übrigen die Beweiswürdigung und wäre hier daher von vornherein nicht zu hören gewesen, zumal weder eine Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften noch ein offensichtliches Versehen geltend gemacht wird (vgl. Art. 63 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 81 OG). Sollte die Beschwerdeführerin der kantonalen Aufsichtsbehörde eine Verweigerung des rechtlichen Gehörs vorwerfen wollen, wäre diese Rüge ebenfalls mit staatsrechtlicher Beschwerde zu erheben gewesen (Art. 43 Abs. 1 zweiter Satz in Verbindung mit Art. 81 OG).