Citation: 1C_356/2022 E. 2.3

2.3. Im kommunalen Beschwerdeverfahren wendeten die Beschwerdeführenden ein, die gemäss dem GEP auf der Bauparzelle geplante Strasse sei trotz ihrer privaten Finanzierung eine öffentliche Strasse im Sinne von Art. 43 Abs. 1 BauG, weil sie der Feinerschliessung mehrerer Grundstücke diene. Dies entspreche der Auslegung des Begriffs der öffentlichen Strassen gemäss Art. 1 Abs. 1 des Strassenverkehrsgesetzes (SVG; SR 741.01). Die geplante Erschliessungsstrasse sei daher von ihrer Funktion her als Gemeindestrasse im Sinne von Art. 63 Abs. 1 BauG zu qualifizieren. Den Abstand von 5 m zu dieser Strasse halte das projektierte Zweifamilienhaus nicht ein.