Citation: 5A_1004/2021 E. 2.9

2.9. Die Beschwerdeführerin hat im Rechtsöffnungsgesuch weiter geltend gemacht, dass die Forderung mit der Zustellung der Genehmigungserklärung am 25. Oktober 2020 (gemeint wohl: 25. August 2020) fällig geworden sei und daher auch seit jenem Zeitpunkt die Verzugszinsen von 5 % geschuldet seien. Damit hat die Beschwerdeführerin jedoch dem Umstand keine Rechnung getragen, dass sich der Zinsanspruch vorliegend nicht nach Art. 104 Abs. 1 OR, sondern nach dem deutschen BGB richtet (oben E. 2.4). Wie erwähnt (oben E. 2.3), trifft den Betreibenden die Obliegenheit, den Inhalt des ausländischen Rechts bezüglich der anspruchsbegründenden Elemente nachzuweisen. Dies gilt insbesondere auch für die Höhe des Verzugszinses (VEUILLET/ABBET, a.a.O., N. 253 zu Art. 82 SchKG). Nachdem die Beschwerdeführerin sich dazu mit keinem Wort geäussert hat, kann für den Verzugszins die Rechtsöffnung nicht gewährt werden.