Citation: 1B_31/2023 E. 4.2

4.2. Das Bundesgericht hat sich während des laufenden Strafverfahrens schon mehrfach zur vom Beschwerdeführer ausgehenden Fluchtgefahr geäussert. Im Urteil 1B_177/2021 vom 22. April 2021 kam es zum Schluss, es bestehe ein erheblicher Fluchtanreiz, weil der Beschwerdeführer erstinstanzlich zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt und für acht Jahre des Landes verwiesen worden sei. Der Beschwerdeführer sei türkischer Staatsangehöriger. Zwar sei er in der Schweiz geboren und aufgewachsen, lebten seine Kinder in der Schweiz und befinde sich sein Lebensmittelpunkt in der Schweiz. Er habe sich in den Jahren 2011 bis 2013 aber mehrfach und insgesamt für längere Zeit in der Türkei aufgehalten. Damit sei davon auszugehen, dass sich der Beschwerdeführer in der Türkei ohne Weiteres zurechtfinden würde, auch wenn er angebe, dort über keinerlei Beziehungen mehr zu verfügen. Hinzu komme, dass sich der Beschwerdeführer mit dem Aufenthalt in der Türkei in den Jahren 2011 bis 2013 dem Vollzug einer Reststrafe durch die schweizerischen Strafverfolgungsbehörden entzogen habe, was bei der Beurteilung der Fluchtgefahr zu berücksichtigen sei (a.a.O., E. 4.2). Im Urteil 1B_363/2022 vom 25. Juli 2022 erwog das Bundesgericht, eine wesentliche Veränderung der Verhältnisse, welche zur Bejahung der Fluchtgefahr geführt hätten und inzwischen eine andere Beurteilung erfordern könnten, sei nicht erkennbar (a.a.O., E. 5). Im Urteil 1B_463/2022 vom 30. September 2022 führte das Bundesgericht aus, der Beschwerdeführer bestreite den Haftgrund der Fluchtgefahr erneut, bringe aber nichts vor, was an der vormaligen Beurteilung etwas ändern würde (a.a.O., E. 3).