Citation: 6B_1175/2016 E. 9.2

9.2. Die Vorinstanz stellt fest, die Vorladung zur ersten Hauptverhandlung vom 26. April 2016 sei den Beschwerdeführern am 18. Februar 2016 zugestellt worden. Die Zustellung der Vorladung zur zweiten Hauptverhandlung vom 7. Juni 2016 sei am 4. Mai 2016 erfolgt. Die Beschwerdeführer hätten die Vorladungen erhalten. Sie seien zu beiden Verhandlungen ordnungsgemäss und rechtzeitig vorgeladen worden (Urteile S. 4 f. E. 3). Dies stellen die Beschwerdeführer zu Recht denn auch nicht in Abrede. Die Vorinstanz hält weiter fest, die Beschwerdeführer hätten dem Gericht jeweils einen Tag vor der angesetzten Hauptverhandlung umfangreiche Eingaben eingereicht, in welchen sie im Wesentlichen die Verfahrensführung und die Untersuchung beanstandet sowie zahlreiche Verfahrensanträge gestellt hätten. Ausführungen zu einer Verhinderung fänden sich in den Eingaben vom 25. April 2016 im Hinblick auf die erste Verhandlung, wo eine Befreiung vom persönlichen Erscheinen verlangt werde und die derzeitige Verhandlungsunfähigkeit beider Beschwerdeführer aufgrund bestehender Schmerzen festgestellt werde. Als Erklärung werde angeführt, die Beschwerdeführer würden Schmerzen im Bereich der Zähne sowie die Beschwerdeführerin auch im Bereich des Magens erleiden, die bis heute nicht behoben worden seien, da der Kanton die Behandlung ablehne. Ausführungen zu den Auswirkungen dieser Schmerzen auf die Verhandlungsfähigkeit würden fehlen. Arztzeugnisse oder andere Belege für die angebliche Verhandlungsunfähigkeit seien nicht beigelegt worden. In den Eingaben vom 6. Juni 2016 werde geltend gemacht, bei den Krankheiten der Beschwerdeführer handle es sich entgegen der Behauptungen der ersten Instanz nicht um Dauerleiden, sondern um die Leiden, die auf Befehl der kantonalen Behörden nicht behandelt worden seien und deshalb fortwirken würden. Es sei bekannt, dass ein Mensch mit starken Zahnschmerzen nicht in der Lage sei, sich vor Gericht zu verteidigen. Ärztliche Zeugnisse oder andere Belege zu den behaupteten Beschwerden seien wiederum nicht beigelegt worden (Urteil S. 5 E. 4).