Citation: 2C_732/2022 E. 5.5.2

5.5.2. Entscheidendes Gewicht mass das Verwaltungsgericht sodann den Wohn- und Meldeverhältnissen der Eheleute in der Schweiz zu. So habe der Beschwerdeführer in seinem Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung als Wohnadresse die Adresse des Ehepaars B.________ in S.________ angegeben. Am 1. März 2021 habe seine Ehefrau dem Einwohnermeldeamt S.________ den Wegzug des Ehepaars nach T.________ gemeldet. Die am 16. März 2021 von der Kantonspolizei Zürich durchgeführte Wohnungskontrolle habe indessen ergeben, dass keiner der an der betreffenden Liegenschaft angebrachten Briefkästen und auch keine Türklingel mit dem Namen des Beschwerdeführers und / oder seiner Frau beschriftet gewesen sei. Weiter führte die Vorinstanz aus, erst anlässlich einer eine Woche später durchgeführten Wohnungskontrolle sei oberhalb des Briefkastens der Familie C.________ ein handbeschriebener Klebestreifen mit den Namen des Ehepaars gefunden worden. Eine effektive Wohnsitznahme des Beschwerdeführers und seiner Frau habe nach näherer Prüfung, insbesondere aufgrund widersprüchlicher Aussagen der Ehegatten C.________, ausgeschlossen werden können: So habe die Ehefrau angegeben, dass der Beschwerdeführer nicht bei ihnen wohne, während der Ehemann das Gegenteil behauptet und ausgesagt habe, dass er einen Mietvertrag mit ihm unterzeichnet habe. Weiter führte das Verwaltungsgericht aus, dass die Polizisten den Beschwerdeführer gleichentags an seiner früheren Adresse, in der Wohnung der Familie B.________ in S.________, angetroffen hätten. Dort habe er ihnen ein Zimmer gezeigt, von welchem er behauptet habe, es handle sich um das gemeinsame Zimmer von ihm und seiner Frau. Allerdings seien im Schrank nur wenige Kleider des Beschwerdeführers sowie ein T-Shirt und eine leichte Jacke seiner Ehefrau aufbewahrt worden. Im Bad seien keine Utensilien der Ehefrau gefunden worden. Der Beschwerdeführer habe angegeben, dass seine Ehefrau sich zu jenem Zeitpunkt in Tschechien aufgehalten und die meisten ihrer Kleider mitgenommen habe. Schliesslich ist gemäss den vorinstanzlichen Feststellungen am gleichen Tag ein ab 1. März 2021 gültiger Mietvertrag mit dem Beschwerdeführer und seiner Ehefrau über eine Dreieinhalbzimmerwohnung in S.________ eingereicht worden. Die Unterschrift der Ehefrau sei aber gefälscht worden, wie diese später bestätigt habe (vgl. E. 4.1.1 des angefochtenen Urteils).