Citation: 1A.114/2006 07.03.2007 E. 3

Vorab macht die Beschwerdeführerin geltend, das Verwaltungsgericht habe das Urteil auf das völlig unerwartete rechtliche Argument der Verwirkungsfrist gestützt. Damit macht sie implizit geltend, sie habe sich vor dem Erlass des Urteils nicht zu allen rechtlich relevanten Aspekten äussern können, was unter Annahme, dass der Vorwurf zutrifft, auf eine Verletzung des Gehörsanspruchs (Art. 29 Abs. 2 BV) im kantonalen Beschwerdeverfahren hinauslaufen würde (vgl. BGE 128 V 272 E. 5b/cc S. 279; 116 Ib 37 E. 4e S. 43). Wie indessen bereits vorne (Sachverhalt A.) erwähnt, hat sich der Kantonale Sozialdienst mit der Frage der Verwirkung der Opferhilfe-Ansprüche befasst und eine nochmalige Prüfung dieser Frage in einem allfälligen Beschwerdeverfahren sogar ausdrücklich vorbehalten. Der Vorwurf der Beschwerdeführerin, sie habe nicht damit rechnen müssen, dass das Verwaltungsgericht die Nichteinhaltung der Verwirkungsfrist als Grund zur Abweisung ihrer Beschwerde gegen die Verfügung des Kantonalen Sozialdienstes heranziehen könnte, trifft somit offensichtlich nicht zu.