Citation: 8C_798/2013 E. 6.1

6.1. Die vorinstanzliche Gutheissung der Beschwerde stützt sich namentlich auf die Beurteilung der Leistungsfähigkeit durch Frau Dr. med. H.________ vom 7. Februar 2013. Die RAD-Ärztin verweist allerdings in ihrem Bericht lediglich auf die anlässlich der Ausbildung des Versicherten zum Mechapraktiker und der nachfolgenden Arbeitstätigkeit bei der A.________ AG gewonnenen Erfahrungswerte und gibt zusätzlich - aber ohne weitere Präzisierungen - an, es solle dem Umstand Rechnung getragen werden, dass die Belastungen im Berufsalltag höher sein könnten. Gemäss Abschlussbericht der Ausbildungsstätte vom 29. Juni 2011 kann der Beschwerdegegner bei einem Arbeitspensum von sechs Stunden pro Tag einen durchschnittlichen "Leistungsgrad" von 70 bis 80 % erzielen. Die eingeschränkte Leistung entstehe durch ein eher langsames Arbeitstempo, welches gegen Mittag und Feierabend noch zusätzlich abnehme, durch vermehrte Flüchtigkeitsfehler und die verminderte Konzentrationsspanne. Die Vorinstanz nimmt gestützt auf die Einschätzung der Genossenschaft B.________ als Leistungsfähigkeit einen Mittelwert von 75 % in einem sechsstündigen Tagespensum als Grundlage für die Berechnung des Invalideneinkommens an. Allerdings bleibt dabei unberücksichtigt, dass der Versicherte nach der Wahrnehmung der Institution nicht nur durch das damalige Arbeitspensum, sondern auch durch die aufgrund seiner Vorkenntnisse als Maschinenzeichner verkürzte Lehrdauer und den langen Arbeitsweg an die Grenzen seiner Belastbarkeit gelangte. Es ist der Beschwerdeführerin beizupflichten, dass die Leistung während der Ausbildung nicht ohne Weiteres mit der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Beschäftigung, nach Wegfall sowohl belastender (u.a. langer Arbeitsweg, neben der Arbeit zusätzlich Schule, Prüfungsvorbereitungen) als auch entlastender (Ausbildung im geschützten Rahmen) Faktoren, gleichgesetzt werden kann. Ebenso wenig kann der Einsatz bei der aktuellen Arbeitgeberin als absolute Vorgabe für die Festlegung der Arbeitsfähigkeit gelten, da der Versicherte nach seiner Ausbildung zum Mechapraktiker nicht in dieser Funktion tätig bleiben konnte und seine Aufgaben im Betrieb laufend seiner Verfassung angepasst und flexibler gestaltet wurden. Bereits auf den 1. Februar 2012 hatte die A.________ AG den Lohn des Versicherten ein erstes Mal auf monatlich Fr. 1'800.- brutto herabgesetzt, weil die Leistungen nicht befriedigend waren und ein Einsatz selbst bei "einfachsten Arbeiten" nicht möglich sei, nachdem sie in der Anfangszeit der Anstellung vom 12. September bis 11. Dezember 2011 durch Einarbeitungszuschüsse der Invalidenversicherung unterstützt worden war. Der Beschwerdegegner erhebt andererseits ebenfalls zu Recht den Einwand, das IB-Gutachten sei nicht verlässlich. Die Experten stellen nämlich letztlich für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit - ebenso undifferenziert wie die RAD-Ärztin - darauf ab, dass der Versicherte während der beruflichen Umschulung innerhalb der zeitlichen Belastungsdauer von sechs Stunden täglich sehr gute Leistungen erbracht hatte, weshalb sie nicht von einer weiteren Leistungsminderung innerhalb dieses Zeitrahmens ausgehen. Mit dem Umstand, dass der Beschwerdegegner während der Umschulung von seinen Vorkenntnissen aus früheren Berufserfahrungen profitieren und allenfalls deshalb gute Noten erzielen konnte, setzt sich die Expertise nicht auseinander. Auf die Schwierigkeiten in der praktischen Tätigkeit für die A.________ AG wird nicht eingegangen, weil ohne weiteres eine volle Leistungsfähigkeit in einem auf sechs Stunden täglich eingeschränkten Pensum als Mechapraktiker angenommen wird. Ohne medizinische Erklärung lässt sich dieser Schluss jedoch nicht nachvollziehen. Die Ergänzung der IB-Gutachter vom 28. Februar 2013, wonach die Leistungsfähigkeit aus pragmatischen Gründen auf sechs Arbeitsstunden pro Tag festgelegt worden sei, obwohl der Versicherte de facto auch eine siebte oder achte Stunde pro Tag - mit entsprechend niedriger Leistungsfähigkeit - arbeiten könnte, beantwortet die offenen Fragen nicht. Denn sie stützen ihre Beurteilung unverändert auf den Umstand, dass der Beschwerdegegner während seiner Ausbildung zum Mechapraktiker sechs Stunden pro Tag arbeitete, dabei sehr gute Resultate erzielte und sogar mehr als die anderen Lernenden leistete. Da diese - gemäss Berichterstattung der Genossenschaft B.________ - guten Leistungen allenfalls schwergewichtig auf die bisherige Berufserfahrung zurückgeführt werden müssen und eine praktische Erprobung während der Ausbildung auf dem freien Arbeitsmarkt nicht stattfand, lassen sich daraus keine Schlüsse für eine leidensangepasste Beschäftigung ausserhalb des geschützten Rahmens ziehen.