Citation: 9C_503/2014 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin stellt die Beweiskraft der medizinischen Expertise vom 17. März 2013 nicht in Frage. Sie rügt aber, das kantonale Gericht sei mit Bezug auf die wechselseitige Verminderung der Leistungsfähigkeit in Erwerb und Haushalt von der gutachterlichen Beurteilung abgewichen, obwohl die Gutachter eingehend begründet hätten, weshalb die Belastbarkeit im Erwerbsbereich unter Berücksichtigung der Haushalt- und Familienarbeit maximal 30 % betrage. D ie Hilfe von Tochter und Ehemann sowie die Anstellung einer Haushalthilfe (trotz kleinem Einkommen) belegten, dass sie nebst der 30 %igen Erwerbsarbeit kaum mehr in der Lage sei, im Haushalt viel beizutragen. Das kantonale Gericht habe die Anteile der Familienmitglieder und der angestellten Haushalthilfe von ihren Aufgaben im Haushalt abgezogen und damit die Schadenminderungspflicht überstrapaziert. Die Mitarbeit des Ehemannes, welcher im Sommer 2009 ein Burn-out erlitten habe und sich aktuell in einer Umschulung befinde, sei gesundheitsbedingt eingeschränkt, jene der im Jahr 2000 geborenen Tochter ausbildungs- und altersmässig limitiert. Indem die Vorinstanz von den gutachterlichen Beurteilungen abgewichen sei, habe sie den Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt und Beweise willkürlich gewürdigt. Sodann habe die Vorinstanz zu Unrecht den der Verfügung vom 12. August 2005 zu Grunde liegenden Sachverhalt mit demjenigen im Zeitpunkt der Verfügung vom 30. Dezember 2013 verglichen. Korrekt wäre auf den Sachverhalt bei Erlass des Einspracheentscheides vom 13. Juni 2007 abzustellen gewesen.