Citation: 6B_621/2016 E. 1.5.3

1.5.3. Was der Beschwerdeführer gegen die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz einwendet, erschöpft sich weitgehend in appellatorischer Kritik am angefochtenen Urteil, auf welche das Bundesgericht nach ständiger Rechtsprechung nicht eintritt. Soweit er auf die vorinstanzlichen Erwägungen Bezug nimmt, beschränkt er sich darauf, seine eigene Sichtweise des Geschehens darzulegen und noch einmal sämtliche Einwände vorzutragen, die er bereits im kantonalen Verfahren erhoben hat. Damit ist seine Beschwerde nicht geeignet, Willkür darzutun. Ohnehin ist nicht ersichtlich, inwiefern die vorinstanzliche Annahme willkürlich sein soll, wonach die Fussgängerin den Bereich zwischen Hecke und Fahrzeug des Beschwerdeführers während des Rückwärtsfahrens durchschritten haben müsse. Die Behauptung des Beschwerdeführers, der Sturz der Frau könne auch erfolgt sein, während er an der gelben Linie vor dem Trottoir gestanden sei, ist unsubstanziiert und stellt lediglich eine eigene Interpretation der Beweismittel dar. In diesem Zusammenhang beruft sich der Beschwerdeführer auf die Videoaufnahmen, welche er im vorinstanzlichen Verfahren eingereicht hat. Diese aus verschiedenen Perspektiven gemachten Aufnahmen sollen zeigen, wie sich der Unfall beim Vorwärtsfahren abgespielt haben könnte. Es soll damit bewiesen werden, dass sich der Unfall auch dann zugetragen hätte, wenn der Beschwerdeführer die Ausfahrt vorwärtsfahrend verlassen hätte. Jedenfalls sei es möglich, dass eine Frau hinter der Hecke laufe, stolpere und unter das Fahrzeug zu liegen komme, ohne dass all dies aus der Sicht des Fahrzeuglenkers erkennbar sei. Diesbezüglich kann auf die zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen werden. Demnach könne ausgeschlossen werden, dass die Fussgängerin aufgrund eines wissenschaftlich nicht erklärbaren Phänomens hinter das Auto des Beschwerdeführer zu liegen gekommen sei. Es sei müssig, irgendwelche Hypothesen aufzustellen. In der Anklageschrift gehe es um den Vorwurf, dass der Beschwerdeführer in besagter, gefahrenträchtigen Situation trotz klarer einschlägiger Vorschriften beim Rückwärtsfahren keine Hilfsperson beigezogen habe. Auch Ausführungen zu Sichtwinkeln sowie toten Winkeln und Sichtbeeinträchtigungen erübrigten sich. Allfällige Beweisschwierigkeiten und Spekulationen in einem Fall wie dem vorliegenden habe der Gesetzgeber bewusst vermeiden wollen, indem er die Pflicht zum Beizug einer Hilfsperson beim Rückwärtsfahren in unübersichtlichen Strassensituationen bzw. bei beschränkter Sicht zwingend postuliere.