Citation: 1C_244/2019 E. 3.4.4

3.4.4. Diese Vorbringen vermögen den Vorwurf der ungenügenden Massnahmenprüfung nicht zu entkräften. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung muss vor der Erteilung einer Ausnahmebewilligung nach Art. 31 Abs. 2 LSV nachgewiesen sein, dass alle in Betracht fallenden baulichen und gestalterischen Massnahmen gemäss Art. 31 Abs. 1 lit. b LSV geprüft worden sind. Erst wenn erstellt ist, dass sämtliche verhältnismässigen Massnahmen ausgeschöpft worden sind, kommt als "ultima ratio" die Gewährung einer Ausnahme in Betracht (Urteil 1C_106/2018 vom 2. April 2019 E. 4.2; Urteil 1C_568/ 2018 vom 4. Dezember 2019 E. 4.4.2 f., zur Publikation vorgesehen). Der Nachweis obliegt dem Baugesuchsteller. Vorliegend wurde dieser Nachweis nicht erbracht. Die Beschwerdegegner legten keine entsprechenden Unterlagen vor. Abgesehen vom späten und vagen Vorbringen des Amts für Raum und Verkehr bestehen auch keine Anhaltspunkte, dass das Amt für Umwelt die erforderliche Massnahmenprüfung selbst vorgenommen hätte. Dass es jene Massnahmen beurteilt hätte, die das BAFU als Fachbehörde als prüfenswert beurteilt, macht das Amt für Raum und Verkehr zudem nicht geltend, bringt es doch lediglich vor, es seien ähnliche Massnahmen geprüft worden, ohne näher darzulegen, welche. Auch sonst ist, wie ausgeführt, nicht ersichtlich, dass die erforderliche Massnahmenprüfung im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens und des vorinstanzlichen Verfahrens vorgenommen worden wäre.