Citation: 7B_229/2022 E. 2.4.4

2.4.4. Hinsichtlich der Täterkomponenten ergibt sich aus dem angefochtenen Urteil, dass der Beschwerdegegner mit Strafbefehl vom 27. Juni 2012 wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand und Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes zu einer bedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je Fr. 100.-- und einer Busse von Fr. 800.-- sowie am 23. November 2015 wegen sexueller Handlungen mit Kindern zu einer bedingten Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu je Fr. 100.-- bei einer Probezeit von 3 Jahren und einer Verbindungsbusse von Fr. 3'600.-- verurteilt wurde. Die Vorinstanz berücksichtigt die mehrfachen Vorstrafen des Beschwerdegegners und wertet diese als straferhöhend. Das Wohlverhalten seit der Tatbegehung setzt sie als normal voraus und wertet dieses neutral. Sie erwägt weiter, der Beschwerdegegner habe die Taten bestritten, weshalb diesbezüglich keine Strafminderung in Frage komme. Daran ändere auch sein kooperatives Verhalten und die Therapie nichts. Schliesslich sind aus ihrer Sicht keine weiteren strafzumessungsrelevanten Täterkomponenten vorhanden. Dass der Beschwerdegegner die Delikte während laufender Probezeit des Strafbefehls vom 23. November 2015 begangen hat, ergibt sich aus dem vorinstanzlichen Urteil, welches als Ganzes zu lesen ist. Dabei lag die erste Vorstrafe aus dem Juni 2012 im Zeitpunkt der Tatbegehung (2016 bis 2018) länger zurück und war nicht einschlägig. Hingegen erweist sich die zweite Vorstrafe kurz vor der Tatbegehung als einschlägig. Indessen fällt bei der Straferhöhung im Rahmen der Täterkomponenten auch hier die vergleichsweise geringfügige Deliktsschwere bzw. das leichte Tatverschulden ins Gewicht. Schliesslich kann angesichts der Ausführungen im angefochtenen Urteil nicht behauptet werden, die Vorinstanz habe die Therapie ausser Acht gelassen. Vielmehr hat sie diese bloss nicht strafmindernd gewertet. Die Straferhöhung zufolge der Täterkomponenten um einen halben Monate hält sich im Rahmen des vorinstanzlichen weiten Ermessens, selbst wenn eine strengere Strafe durchaus möglich gewesen wäre. Insgesamt verstösst die vorinstanzliche Strafzumessung nicht gegen Bundesrecht.