Citation: 6B_694/2024 E. 1.2.1

1.2.1. Die Vorinstanz erachtet folgenden Sachverhalt als erstellt: Am 23. Mai 2020 um 01:19 Uhr habe sich der Beschwerdeführer zum Beschwerdegegner 2 und dessen Begleiter begeben, die auf einer Parkbank am Seeufer Alkohol getrunken hätten. In einem zunächst freundschaftlichen Gespräch hätten sie festgestellt, dass sie sich beide für Kampfsport interessierten und gerne gegeneinander kämpfen würden. Nach dem Austausch der Kontaktinformationen hätten sich die Anwesenden von der Parkbank erhoben, um im Stand ihre Kampfpositionen zu vergleichen. Um 01:58 Uhr habe der Beschwerdeführer dem Beschwerdegegner 2 einen Faustschlag gegen den Kopf versetzt und damit die tätliche Auseinandersetzung begonnen. Der Beschwerdegegner 2 habe sich mit einem Faustschlag gewehrt, wodurch der Beschwerdeführer zu Boden gegangen sei. Anschliessend habe er sich auf diesen gestürzt und durch seinen Begleiter vom Beschwerdeführer getrennt werden müssen. Danach seien die beiden nochmals mindestens zweimal tätlich aufeinander losgegangen, wobei der Beschwerdeführer erneut hingefallen sei, und sich der Beschwerdegegner 2 über ihn lustig gemacht habe. Schliesslich habe sich der Beschwerdegegner 2 entfernt, woraufhin der Beschwerdeführer sein Taschenmesser behändigt habe und ihm gefolgt sei. Als der Beschwerdegegner 2 dies bemerkt habe, sei er auf den Beschwerdeführer zugegangen. Dieser habe bei der anschliessenden Begegnung mehrmals auf den Beschwerdegegner 2 eingestochen und ihm eine ca. 3 cm lange und 10 cm tiefe Stichverletzung am Brustkorb unterhalb der rechten Achsel, eine ca. 2 cm lange und 5 cm tiefe Stichverletzung am linken Unterbauch, eine ca. 0,5 cm lange und 0,2 cm tiefe Schnittverletzung am rechten Beckenkamm sowie eine oberflächliche Schnittverletzung an der rechten Wange zugefügt. Der Beschwerdegegner 2 habe umgehend die Flucht ergriffen und sei mit einem Taxi ins Kantonsspital gelangt, wo er umgehend notoperiert und bis zum 27. Mai 2020 versorgt wurde.