Citation: 1C_335/2022 E. 4.3.3

4.3.3. Schliesslich greift auch die Schlussfolgerung des Beschwerdeführers zu kurz, wonach sein Betrieb zumindest als landwirtschaftlicher Nebenerwerbsbetrieb zu qualifizieren sei, weil er bereits bei Einreichen des Gesuchs den notwendigen SAK-Wert erreicht habe, welcher in Zukunft noch weit höher liegen werde. Dass der Betrieb einen hohen Arbeitsaufwand verursacht und der Beschwerdeführer unter dem Aspekt der berechneten SAK Anspruch auf Direktzahlungen hätte (Art. 5 DZV verlangt dafür ein Mindestarbeitsaufkommen von 0.2 SAK), ist angesichts der bereits geschilderten Umstände nicht entscheidend. Der zeitliche Aufwand für Freizeitbeschäftigungen kann durchaus beträchtlich sein, ohne dass bereits eine berufliche Tätigkeit vorliegt. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann beispielsweise bei einem jährlichen Arbeitsaufwand von fast 1'200 Stunden oder gar auch bei Aufgabe der bisherigen beruflichen und vollständiger Hingabe an die landwirtschaftliche Tätigkeit Freizeitlandwirtschaft vorliegen (vgl. die bereits wiederholt zitierten Urteile 1C_516/2016 vom 5. Dezember 2017 E. 5.8 und 1C_8/2010 vom 29. September 2010 E. 2.3).