Citation: U 551/06 14.12.2007 E. 7

7.1 Aus den Berichten und Abklärungen der Klinik I.________ ergibt sich, dass die Beschwerden der Versicherten psychisch dominiert sind. Gemäss der behandelnden Psychiaterin können die Schmerzen mit den in I.________ erlernten Übungen positiv angegangen werden, doch ist die Versicherte aus psychischen Gründen nicht in der Lage, diese durchzuführen. Auch dem Bericht über den Aufenthalt im Spital W.________ im Oktober 2005 lässt sich entnehmen, dass die Exazerbation der Schmerzen auf eine psychische Belastung zurückzuführen ist. Damit ist aber erwiesen, dass die psychische Problematik ausgeprägt ist und die physischen Leiden in den Hintergrund gedrängt hat. Verwaltung und Vorinstanz haben demnach zu Recht die Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs nach der Rechtsprechung zu den psychischen Fehlentwicklungen nach Unfällen (BGE 115 V 133) vorgenommen. 7.2 Die Vorinstanz hat den Unfall vom 26. Dezember 2004 im Bereich der mittleren Unfälle eingeordnet. Die Versicherte sieht den Unfall mindestens im Grenzbereich zu den schweren Fällen. Unter Berücksichtigung des augenfälligen Geschehensablaufs ist höchstens von einem Unfall im eigentlichen mittleren Bereich auszugehen (vgl. die Kasuistik zu den Unfällen im mittleren Bereich an der Grenze zu den schweren Fällen: RKUV 2005 Nr. U 548 S. 228 E. 3.2.2 [U 306/04] und 1999 Nr. U 330 S. 122 E. 4b sowie SZS 2001 S. 431 ff., je mit Hinweisen). Somit ist der adäquate Kausalzusammenhang zu bejahen, wenn eines der Kriterien in besonders ausgeprägter Weise oder die zu berücksichtigenden Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sind. 7.3 Der Unfall vom 26. Dezember 2004 hat sich nicht unter besonders dramatischen Begleitumständen ereignet noch war er - objektiv betrachtet (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 207 E. 3b/cc) - von besonderer Eindrücklichkeit. Er hatte auch keine schweren Verletzungen oder Verletzungen besonderer Art zur Folge. Ebenso ist die somatisch bedingte ärztliche Behandlung nicht als ungewöhnlich lang zu bezeichnen; denn abgesehen davon, dass physiotherapeutische und medikamentöse Behandlung nach der Rechtsprechung nicht einer planmässigen, auf die Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichteten Behandlung entsprechen (vgl. dazu etwa RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236 E. 5.2.4 [U 380/04] sowie Urteile U 167/06 vom 31. Januar 2007, E. 5.2, U 488/05 vom 20. Oktober 2006, E. 3.2.3, oder U 265/05 vom 21. Juni 2006, E. 3.2.2), war die ärztliche Behandlung schon wenige Monate nach dem Unfall auf die Behandlung der psychischen Beschwerden fokussiert. Mit der Vorinstanz sind körperliche Dauerschmerzen mangels eines somatischen Substrats zu verneinen. Eine ärztliche Fehlbehandlung liegt nicht vor und wird auch nicht behauptet. Ebenso sind ein schwieriger Heilungsverlauf oder erhebliche Komplikationen aus physischer Sicht zu verneinen. Schliesslich sind auch Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit nicht im erforderlichen Ausmass gegeben, da die andauernde Arbeitsunfähigkeit auf psychischen Gründen beruht. 7.4 Nach dem Gesagten sind die massgebenden Kriterien weder gehäuft noch in ausgeprägter Weise gegeben, so dass Verwaltung und Vorinstanz den adäquaten Kausalzusammenhang und damit weitere Leistungen zu Recht verneint haben.