Citation: 6B_139/2022 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer verweist auf Bestätigungen laufender Alimentenzahlungen sowie von seit Jahren nicht mehr bezogener Sozialhilfe und bringt vor, der Kinderbeistand (oben E. 1) solle bestätigen, dass die Wahrnehmung des Besuchsrechts an der Interessenlosigkeit der Mutter und ihrer Drogensucht oft gescheitert sei und nicht an seinem fehlenden Willen. Die Vorinstanz habe "trotz kaum gerechtfertigter Vorwürfe" an seine Adresse den nachträglich beantragten Beizug einer Bestätigung des Kinderbeistands "zwar erwähnt (...), aber nicht mehr ausgeführt". Der verspätete Antrag sei auf die Weigerung des Beistands zurückzuführen, die Bestätigung ohne gerichtliche Anordnung abzugeben, was erst am Tag der Verhandlung bekannt geworden sei. Sollte dieser Umstand relevant sein, wäre eine Rückweisung zur Aktenergänzung zu veranlassen (Beschwerde S. 11 f.). Nach der Vorinstanz fand am 8. Oktober 2021 die Berufungsverhandlung statt. Am 11. Oktober 2021 beantragte der Beschwerdeführer, den Beistand der Kinder zur Berichterstattung bezüglich der Kindesbesuchsrechte einzuladen (Urteil S. 6). Die Vorinstanz stellt unter Hinweis auf das Urteil 6B_63/2013 vom 4. März 2013 E. 1.3 und die Literatur fest, Beweisanträge würden nach Abschluss des Beweisverfahrens unabänderlich; sie seien so zu formulieren, dass klar werde, was der Rechtsmittelkläger erreiche wolle (Urteil S. 7). Weiter führt die Vorinstanz aus, nach eigenen Angaben sehe der Beschwerdeführer die Kinder etwa zwei- bis dreimal pro Monat im Rahmen eines begleiteten Besuchsrechts. Zur Mutter der Kinder habe er keinen Kontakt. Er bezahle Unterhaltsbeiträge für die beiden Söhne. Aktenmässig sei erstellt, dass er seinen Unterhaltspflichten vorher jahrelang nicht regelmässig nachgekommen sei. Insgesamt, insbesondere aber aufgrund der Fremdplatzierung, könne somit nicht von einer nahen, echten und tatsächlich gelebten Beziehung zwischen dem Beschwerdeführer und den beiden Söhnen gesprochen werden. Dabei sei das Verhalten der Mutter der Kinder nicht weiter von Belang, weshalb in antizipierter Beweiswürdigung auf die Einholung eines Berichts des Beistands verzichtet werden könne (Urteil S. 15 f.). Entgegen der Beschwerde beurteilt die Vorinstanz die Sachfrage und stellt erstens den Beweisantrag und zweitens unter Verweisung auf das Urteil 6B_63/2013 vom 4. März 2013 E. 1.3 die verspätete und ungenügende Antragstellung fest. Die Anträge sind nach Abschluss des Beweisverfahrens zu stellen und (klar) zu begründen (Art. 346 Abs. 1 i.V.m. Art. 379 StPO). Drittens verzichtet die Vorinstanz in antizipierter Beweiswürdigung auf die Einholung eines Berichts. Damit setzt sich der Beschwerdeführer nicht in der erforderlichen qualifizierten Weise auseinander (oben E. 2). Darauf ist nicht einzutreten.