Citation: 4A_62/2009 23.06.2009 E. 3

Nach Art. 190 Abs. 2 lit. c IPRG kann gegen einen internationalen Schiedsspruch eingewendet werden, das Schiedsgericht habe über Streitpunkte entschieden, die ihm nicht unterbreitet worden seien oder es habe Rechtsbegehren unbeurteilt gelassen. 3.1 Der Beschwerdeführer beruft sich auf den zweiten Teil dieses Rügegrundes. Er macht geltend, wenn das Schreiben der FIFA vom 12. August 2008 einen Entscheid darstelle, was entgegen der Ansicht des TAS der Fall sei, so bestehe ein Anfechtungsgegenstand und der Entscheid der Vorinstanz stelle einen Verstoss gegen das Verbot dar, ein Rechtsbegehren unbeurteilt zu lassen. Der Beschwerdeführer führt in der Folge aus, inwiefern seine rechtliche Stellung durch das Schreiben vom 12. August 2008 tangiert worden sei und aus welchen Gründen es sich dabei um einen Nichteintretensentscheid handle. Daraus leitet er ab, es habe entgegen dem angefochtenen Entscheid ein Anfechtungsgegenstand vorgelegen, weshalb die Vorinstanz seine Rechtsbegehren unzulässigerweise unbeurteilt gelassen habe. 3.2 Die Rüge geht fehl. Die Vorinstanz ist mittels Auslegung des Schreibens der FIFA vom 12. August 2008 zum Schluss gelangt, dass dieses keine Rechtswirkungen entfalte, sondern lediglich informativer Natur sei. Damit fehle es an einem anfechtbaren Entscheid nach R47 des TAS Code de l'arbitrage en matière de sport sowie Artikel 63.1 der Statuten der FIFA, weshalb der erhobene Appeal unzulässig sei. Nachdem die Vorinstanz die Voraussetzungen eines Weiterzugs an das TAS verneinte, hat es den Appeal folgerichtig für unzulässig erklärt und hat auf eine Prüfung der weiteren Rechtsbegehren des Beschwerdeführers verzichtet. Der Beschwerdeführer stellt denn auch nicht in Frage, dass die Verneinung eines Anfechtungsobjekts diese Folge zeitigt; er wehrt sich vielmehr gegen die rechtliche Einordnung des Schreibens vom 12. August 2008 durch das TAS. Damit wird jedoch nicht die fehlende Beurteilung von Rechtsbegehren gerügt, sondern der Entscheid der Vorinstanz an sich in Frage gestellt, was im Rahmen von Art. 190 Abs. 2 lit. c IPRG nicht zulässig ist (vgl. BGE 128 III 234 E. 4a S. 242 f.). Eine Verletzung von Zuständigkeitsbestimmungen nach Art. 190 Abs. 2 lit. b IPRG macht der Beschwerdeführer nicht geltend.