Citation: 8C_698/2022 E. 6.3.2

6.3.2. Die Vorinstanz verwies auf die Urteile U 78/07 vom 17. März 2008 E. 5.1 f. und 8C_137/2014 vom 5. Juni 2014 E. 6.1 f., wonach Motorradunfälle als eigentlich mittelschwer qualifiziert wurden, auch wenn der Motorradfahrer nach dem Aufprall weggeschleudert wurde (vgl. E. 6.1.1 hiervor). Dem ist entgegenzuhalten, dass nach der neueren Rechtsprechung gemäss SVR 2020 UV Nr. 34 S. 136, 8C_627/2019 E. 5.3.3 f. bei Kollisionen zwischen Motorrädern und Personenwagen u.a. das Wegschleudern des Motorradfahrers über mehrere Meter als erschwerender Umstand in Betracht zu ziehen ist. Diese Praxis erging in Berücksichtigung des Urteils 8C_137/2014 vom 5. Juni 2014 E. 6.1 f. (vgl. E. 5.2 hiervor).