Citation: 8C_606/2022 E. 5.2

5.2. Darüber hinaus macht der Beschwerdeführer einen schwierigen Heilungsverlauf mit erheblichen Komplikationen sowie eine ärztliche Fehlbehandlung geltend. Zumindest von einer ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmerte, kann jedoch mit der Vorinstanz und entgegen dem Beschwerdeführer keine Rede sein. Er vermag sich auf keinen einzigen medizinisch begründeten Bericht zu berufen, woraus Anhaltspunkte zu entnehmen wären, dass ein bestimmter behandelnder Arzt konkret nicht lege artis vorgegangen wäre, Sorgfaltspflichten verletzt oder einen Kunstfehler begangen hätte, welcher eine zivil- oder öffentlichrechtliche Haftung begründen würde (vgl. BGE 118 V 283 E. 2b i.f.; SVR 2014 UV Nr. 5 S. 13, 8C_99/2012 E. 4.1 mit Hinweisen). Allein aus der Tatsache, dass die im Juli 2007 am Mittelfinger der rechten Hand durchgeführte Beugesehnenrekonstruktion infolge eines insuffizienten Palmaris-longus-Transplantates zu einem Bowstringing führte, ist zwar auf ein unbefriedigendes Heilbehandlungsergebnis, jedoch nicht auf eine ärztliche Fehlbehandlung zu schliessen. Demgegenüber steht gemäss Austittsbericht der Klinik F.________ vom 21. April 2008 zum ersten stationären Aufenthalt vom 5. März bis 16. April 2008 fest, dass der Beschwerdeführer schon damals nicht von seiner persönlichen Überzeugung abzubringen war, die Ärzte hätten "bei der zweiten Operation [im Juli 2007] einen Fehler gemacht". Dennoch ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer trotz der - angeblichen - Fehlbehandlung im Sommer 2008 spätestens ab 2017 bei der neuen Arbeitgeberin D.________ AG (vgl. Sachverhalt lit. A.c) in Verwertung eines Vollzeitpensums wieder einen rentenausschliessenden Lohn ohne unfallbedingte Erwerbseinbusse zu erzielen vermochte.