Citation: 4A_272/2015 E. 2

Die Vorinstanz gelangte nach ausführlicher Auseinandersetzung mit den Parteivorbringen zum Ergebnis, die umstrittene Drittpfandbestellung sei rechtsgültig. In der Urteilsbegründung erwog sie zusammengefasst, zwischen der Beschwerdeführerin 1 und der Beschwerdegegnerin bestehe ein Auftragsverhältnis (Bankbeziehung). Die Beschwerdeführerin 2 sei nicht Vertragspartei dieses Auftragsverhältnisses. Ein daneben existierendes, selbständiges Vertragsverhältnis zwischen der Beschwerdeführerin 2 und der Beschwerdegegnerin sei nicht erstellt. Der Pfandvertrag sei sowohl von der Beschwerdeführerin 1 als auch von der Beschwerdegegnerin rechtsgültig unterzeichnet worden. Willensmängel oder Nichtigkeitsgründe lägen keine vor. Selbst wenn das Formular zur Pfandbestellung seitens der Beschwerdeführerin 1 durch die drei Direktoren blanko unterzeichnet worden wäre, hätte dies auf die Gültigkeit der Drittpfandbestellung keinen Einfluss, da bereits aus dem Inhalt des Formulars ersichtlich gewesen sei, dass es zur Bestellung eines Drittpfands verwendet werden würde. Ebenso wenig habe ein Insichgeschäft vorgelegen, welches die Gültigkeit des Pfandvertrages beeinträchtigen würde. Ferner sei eine Zustimmung seitens der Beschwerdeführerin 2 zur Drittpfandbestellung nicht notwendig gewesen. Weder sei sie Partei des Auftragsverhältnisses zwischen der Beschwerdeführerin 1 und der Beschwerdegegnerin gewesen, noch habe die Drittpfandbestellung unter der Suspensivbedingung der Zustimmung der Beschwerdeführerin 2 gestanden. Ebenso wenig sei erstellt, dass die drei Direktoren der Beschwerdeführerin 1 die umstrittene Drittpfandbestellung nicht rechtsgültig hätten vornehmen dürfen, ohne hierfür die Zustimmung der wirtschaftlich Berechtigten, der Beschwerdeführerin 2, einzuholen. Schliesslich erwog die Vorinstanz, selbst wenn Zweifel an der rechtsgültigen Verpflichtung der Beschwerdeführerin 1 durch die Leistung der Unterschrift der drei Direktoren bestehen würden, so sei der Pfandvertrag von der Beschwerdeführerin 1 doch spätestens in Ermangelung einer Reaktion innert Monatsfrist auf das Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 14. November 2011 genehmigt worden. Auch die Beschwerdeführerin 2 müsste mangels rechtzeitiger Reaktion auf das Schreiben vom 14. November 2011 die Genehmigungsfiktion gegen sich gelten lassen, falls sie Vertragspartei der Konto-/Depotbeziehung zwischen der Beschwerdeführerin 1 und der Beschwerdegegnerin geworden wäre, was jedoch nicht erstellt sei. Die Vorinstanz schloss, da die Drittpfandbestellung rechtmässig erfolgt sei, sei die Beschwerdegegnerin in ihrem Pfandrecht nicht einzuschränken. Die Beschwerdeführerinnen hätten daher auch keinen Anspruch auf einen Verzugszins auf die verpfändeten Vermögenswerte. Es seien "keine Editions-, Zins- oder Restitutionsansprüche" seitens der Beschwerdeführerinnen erstellt.