Citation: 1A.185/2005 09.12.2005 E. 9

9.1 Die Beschwerdeführerin 1 wendet ein, die australischen Behörden verfolgten mit dem Rechtshilfeersuchen steuerliche Zwecke. 9.2 Das Vorbringen ist unbehelflich. Die Staatsanwaltschaft I hat in der Teil-Schlussverfügung vom 10. Januar 2005 ausdrücklich den Spezialitätsvorbehalt erklärt. Dabei hat sie insbesondere hervorgehoben, dass die direkte oder indirekte Verwendung der erhaltenen Unterlagen und der darin enthaltenen Angaben für ein fiskalisches Straf- und Verwaltungsverfahren in keinem Fall gestattet ist. Bei Staaten, die wie Australien mit der Schweiz durch einen Rechtshilfevertrag verbunden sind, darf aufgrund der Vermutung der Vertragstreue ohne weiteres davon ausgegangen werden, dass sie den Spezialitätsvorbehalt beachten werden (BGE 110 Ib 392 E. 5b S. 395; 107 Ib 264 E. 4b S. 271 f.; ZIMMERMANN, a.a.O. S. 525). Die Einholung einer entsprechenden Zusicherung erübrigt sich daher (BGE 115 Ib 373 E. 8 S. 377, mit Hinweis).