Citation: 2C_573/2018 E. 3.1

3.1. Die von der Beschwerdeführerin verübten Delikte (gewerbsmässiger Betrug und gewerbsmässige Erpressung) zogen die Verurteilung zu einer dreijährigen Freiheitsstrafe und die Anordnung einer stationären Massnahme nach sich. Die zur Diskussion stehenden Straftaten wiegen schwer. Bei ihnen handelt es sich um Anlasstaten, welche gemäss Art. 66a Abs. 1 lit. c StGB seit dem 1. Oktober 2016 eine obligatorische Landesverweisung zur Folge haben können. Zwar findet diese Regelung nicht rückwirkend auf die Beschwerdeführerin Anwendung; dennoch darf bei der Interessenabwägung berücksichtigt werden, dass der Gesetzgeber gewerbsmässig begangene Vermögensdelikte als besonders verwerflich erachtet.