Citation: 6P.157/2002 26.05.2003 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt eine willkürliche Anwendung von Art. 19 Ziff. 2 lit. c BetmG. Er macht geltend, die Feststellung des Obergerichts, wonach der Ertrag aus dem Hanfanbau von Fr. 33'700.-- auch unter Berücksichtigung der aufgewendeten Mittel einen wesentlichen Bestandteil seines Jahreseinkommens (rund Fr. 40'200.-- aus der Steuerveranlagung 1995/1996) darstelle, sei unhaltbar und verletze den Grundsatz "in dubio pro reo". Das Obergericht hätte den über zwei Jahre erzielten rechtswidrigen Umsatz beim Vergleich mit dem Einkommen entsprechend durch zwei teilen müssen. Zudem hätte es nicht auf das steuerbare Einkommen, sondern auf das Reineinkommen abstellen sollen. Schliesslich habe das Obergericht seine Aufwendungen für den Anbau, die Ernte sowie das Trocknen des Hanfes nicht ermittelt und damit den Nettoertrag willkürlich nicht beziffert (Beschwerde, S. 3 ff.). 2.1 Auf die Beschwerde ist nicht einzutreten, soweit der Beschwerdeführer die fehlerhafte Anwendung von Bundesrecht geltend macht. Das betrifft die rechtlichen Wertungen des Obergerichts, wonach der Ertrag aus dem Hanfanbau einen "wesentlichen Bestandteil seines Jahreseinkommens" darstellte (Beschwerde, S. 3), der Beschwerdeführer einen "namhaften Gewinn" erwirtschaftet habe (Beschwerde, S. 5 ff.) und die Frage, ob für die Prüfung der Qualifikation gemäss Art. 19 Ziff. 2 lit. c BetmG durch zwei zu teilen bzw. auf zwei Kalenderjahre aufzuteilen war (Beschwerde, S. 3). Es handelt sich dabei um Rechtsfragen, die dem Bundesgericht mit Nichtigkeitsbeschwerde zur Überprüfung zu unterbreiten wären. 2.2 Im Übrigen ist die Beschwerde unbegründet. Inwiefern das Obergericht in Willkür verfallen sein soll, indem es statt das vom Beschwerdeführer behauptete "Reineinkommen" von rund Fr. 50'000.-- das tiefere steuerbare Einkommen zum Vergleich herangezogen hat (Beschwerde, S. 4 f.), ist nicht ersichtlich. Die Berücksichtigung eines höheren Vergleichseinkommens konnte sich nur zu Gunsten des Beschwerdeführers auswirken. Der Beschwerdeführer macht geltend, das Obergericht hätte vom festgestellten Ertrag von Fr. 33'700.-- aus dem Hanfanbau die aufgewendeten Mittel von angeblich Fr. 15'000.-- abziehen müssen (Beschwerde, S. 4). Dieser Einwand ist an sich berechtigt. Das Obergericht legt den vom Beschwerdeführer betriebenen Aufwand zwar dar (angefochtenes Urteil, S. 20 f.) und hält fest, die aufgewendeten Mittel seien vom Bruttoertrag abzuziehen, doch beziffert es den Aufwand nicht (angefochtenes Urteil, S. 21). Damit ist nicht erkennbar, wie hoch der Nettoertrag des Beschwerdeführers ausgefallen ist. Da dieser in der Beschwerde nur einen Aufwand von insgesamt Fr. 15'000.-- behauptet, wovon Fr. 7'290.-- in den Akten belegt sind, und das Obergericht selbst bei einem Nettoertrag in der Grössenordnung von Fr. 20'000.-- im Deliktszeitraum (vgl. dazu die parallel eingereichte Nichtigkeitsbeschwerde) zu den gleichen rechtlichen Schlüssen gelangen durfte, erweist sich das angefochtene Urteil jedenfalls im Ergebnis nicht als verfassungswidrig.