Citation: 5A_266/2022 E. 2

Der Beschwerdeführer hatte eine akute und schwere Erkrankung eines nahen Familienmitgliedes geltend gemacht und dem Kantonsgericht verschiedene Zeugnisse seines Hausarztes eingereicht, wonach er aufgrund eines unerwarteten und schweren familiären Ereignisses nicht in der Lage sei, Eingabefristen oder Gerichtstermine wahrzunehmen. Das Kantonsgericht hat indes (unter sehr detaillierter Auflistung) erwogen, dass er in der fraglichen Zeit eine Vielzahl von E-Mails und Schreiben an das Friedensgericht, an die Schule, an den Beistand der Kinder und an den Kundendienst der Post verfasst, dass er ein längeres Telefongespräch mit der Friedensrichterin geführt, dass er der Lehrperson des Sohnes diverse Termine für ein Elterngespräch vorgeschlagen und auch Schreiben im Briefkasten eingeworfen habe, weshalb nicht ersichtlich sei, inwiefern er in Bezug auf die Beschwerdeerhebung nicht innert Frist hätte handeln können, zumal er selbst vorbringe, dass er sich angesichts der Erkrankung seiner Mutter nicht mit Lappalien wie "Gerichtskindergarten" beschäftigen könne, sondern sich um Wichtigeres (Betreuung seines Vaters, Betreuung der Kinder, Firma) kümmern müsse; abgesehen davon würden die stets neuen Arztzeugnisse keine plötzliche Erkrankung der Mutter belegen, sondern habe es sich um eine mindestens seit Ende November 2021 bestehende Situation gehandelt, welche es dem Beschwerdeführer erlaubt hätte, sich entsprechend zu organisieren.