Citation: 7B_114/2025 E. 3.3.1

3.3.1. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass ihm in Anbetracht des laufenden Verfahrens bei einer Verurteilung eine langjährige Freiheitsstrafe droht: Gegenüber ihm besteht der dringende Tatverdacht auf Handel mit über 17 kg Kokaingemisch mit einem Reinheitsgrad von 86%, was einer Menge von über 14.62 kg reinem Kokain entspricht. Damit wäre die von der Rechtsprechung festgesetzte Grenze von 18 g für die Annahme eines qualifizierten Falles nach Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG (vgl. BGE 145 IV 312 E. 2.1 mit Hinweisen) um ein Vielfaches überschritten. Die mengenmässig qualifizierten Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden gemäss Art. 19 Abs. 2 BetmG mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft; die Höchststrafe beträgt 20 Jahre Freiheitsstrafe (Art. 26 BetmG in Verbindung mit Art. 40 Abs. 2 Satz 1 StGB). Die Vorinstanz geht im angefochtenen Entscheid von einer dem Beschwerdeführer drohenden Freiheitsstrafe von 8.5 bis 9.5 Jahren aus. Diese Annahme wird vom Beschwerdeführer vor Bundesgericht nicht infrage gestellt und erscheint vor dem Hintergrund der in Literatur und Richtlinien angegebenen Strafmasse für Betäubungsmitteldelikte - welche vom Gericht als Ausgangspunkt bzw. Orientierungshilfe herangezogen werden können (vgl. Urteil 6B_355/2021 vom 22. März 2023 E. 4.4.2 mit Hinweisen) - auch als plausibel. Die drohende langjährige Freiheitsstrafe ist im aktuellen Verfahrenszeitpunkt als gewichtiger Fluchtanreiz zu werten.