Citation: 4A_600/2014 E. 4.3.4

4.3.4. Es ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz unter den vorliegenden Umständen davon ausging, dass aus einem Begleitschreiben zur Verlängerung einer Versicherungspolice, in dem unter anderem erwähnt wird, dass erfreulicherweise die bisherigen Vorzugskonditionen auch in der neuen Vertragsperiode gewährt werden können, nicht nach Treu und Glauben gefolgert werden kann, dass die Beschwerdeführerin im Falle einer Teilarbeitsunfähigkeit Anspruch auf die vollen Taggelder gehabt hätte. Dass sich die Beschwerdegegnerin in einer gegen Art. 2 ZGB verstossenden Art widersprüchlich verhalten hätte, indem sie mit dem erwähnten Schreiben zunächst legitime Erwartungen geweckt und diese anschliessend enttäuscht hätte, ist daher nicht ersichtlich.