Citation: I 1019/06 07.11.2007 E. 5

Ob die von der Vorinstanz getroffene Wahl der Tabelle TA7 (Pos. 28 und 33) mit Anforderungsniveau 3 richtig ist, stellt eine vom Bundesgericht frei zu beurteilende Rechtsfrage dar (BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399). 5.1 Wie die Beschwerdeführerin zu Recht vorbringt, ist der kantonale Gerichtsentscheid insofern nicht nachvollziehbar, als E. 3.3. des Rückweisungsurteils vom 27. Juni 2006 nicht im Sinne der Vorinstanz verstanden werden kann. Aus dieser Erwägung ergibt sich lediglich, dass einerseits die Vorsorgeeinrichtung am erstinstanzlichen Verfahren zu beteiligen ist und anderseits bei der Entscheidfällung zu beachten ist, dass gemäss Rechtsprechung (vgl. E. 4 hiervor) in der Regel von der Tabelle TA1 ausgegangen wird und ausnahmsweise die Tabelle TA7 beigezogen werden kann. Aufgrund der Akten steht fest und ist unbestritten, dass die zuletzt ausgeübte Tätigkeit mit Blick auf die gesundheitlichen Einschränkungen der Versicherten nicht mehr zumutbar ist. Damit kann das Invalideneinkommen entgegen der Vorinstanz nicht unter Annahme einer Tätigkeit als Laborantin/Drogistin festgesetzt werden. Die vorliegend u.a. in Frage kommende Verweisungstätigkeit als Telefonistin lässt sich in allen Branchen ausüben, weshalb vom Total (Produktion/Dienstleistung) auszugehen ist. Allerdings bleibt zu prüfen, ob eine Anstellung im öffentlichen Bereich ebenfalls wahrscheinlich ist, was zur Anwendung der Tabelle TA7 führen würde. Gemäss zutreffender Feststellung der Vorinstanz ist das frühere Arbeitsverhältnis der Versicherten in der Bundesverwaltung durch die Arbeitgeberin (die Eidgenössische Forschungsanstalt für Milchwirtschaft) aufgelöst worden und eine verwaltungsinterne Neuausrichtung bzw. Umschulung konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht realisiert werden. Zudem ist es dem Bund als ehemaligem Arbeitgeber der Versicherten nicht gelungen, ihr einen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen. Mit Blick auf diese Ausgangslage dürfte es für die Beschwerdeführerin schwierig sein, bei der Bundesverwaltung eine Anstellung zu finden. Daran vermag auch der Hinweis der PUBLICA auf Art. 4 des Bundespersonalgesetzes (BPG) nichts zu ändern. Damit besteht vorliegend kein Grund, von der im Normalfall anwendbaren Tabelle TA1 abzuweichen. Entgegen der Beschwerdeführerin kann allerdings nicht Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) herangezogen werden. Wie die PUBLICA zu Recht vorbringt, ist es der Versicherten aufgrund ihrer Fachausbildungen als Drogistin und Laborantin B sowie ihrer langjährigen Berufserfahrung und gestützt auf ihre damit einhergehenden Kenntnisse und Fähigkeiten (Abklärungsbericht der BFK Integration vom 17. Juni 2003) möglich, eine intellektuell anspruchsvollere Verweisungstätigkeit auszuüben. Damit steht der Anwendung von Anforderungsniveau 3, bei welchem Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt wird, nichts entgegen. 5.2 Der durchschnittliche monatliche Bruttolohn (Zentralwert) für Frauen, Anforderungsniveau 3, privater Sektor (Tabelle TA1, LSE 2002), aufgerechnet auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden (Die Volkswirtschaft 2006 Heft 7/8 S. 90 Tabelle B9.2 Zeile "Total"), betrug im Jahre 2002 Fr. 4'944,60.-, was einem Jahreseinkommen von Fr. 59'335.- entspricht. Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung (2003: 1.4 %, Die Volkswirtschaft 2006 Heft 7/8 S. 91 Tabelle B10.2), der auf 60 % reduzierten Arbeitsfähigkeit sowie eines zusätzlichen Abzugs vom Tabellenlohn von 20 %, der nicht beanstandet wird, resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 28'879.50. In Gegenüberstellung mit dem Valideneinkommen von Fr. 80'170.- ergibt sich ein Invaliditätsgrad von gerundet 64 %. Bei diesem Ergebnis hat die Beschwerdeführerin vom 1. Mai bis 31. Dezember 2003 Anspruch auf eine halbe Rente und ab 1. Januar 2004 auf eine Dreiviertelsrente der Invalidenversicherung.