Citation: 5A_1/2010 26.01.2010 E. 4

Der Beschwerdeführer erblickt darin, dass die Vorinstanz seinem Antrag, die Rapporte über die von ihr erwähnte Auseinandersetzung mit der Polizei beizuziehen, nicht entsprach, einen Verstoss gegen Art. 5 Ziff. 4 EMRK sowie Art. 31 Abs. 4 und Art. 29 Abs. 2 BV. 4.1 Der Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV hindert den Richter nicht daran, einem beantragten Beweismittel aufgrund einer vorweggenommenen Beweiswürdigung, weil er seine Überzeugung bereits aus anderen Beweisen gewonnen hat und davon ausgeht, dass weitere Abklärungen am massgeblichen Beweisergebnis nichts mehr zu ändern vermöchten, die Tauglichkeit abzusprechen. Als verfassungswidrig zu beanstanden ist das Übergehen des Beweisantrags in einem solchen Fall einzig dann, wenn die Annahme der Untauglichkeit des Beweismittels bzw. die vorweggenommene Beweiswürdigung willkürlich ist (dazu BGE 134 I 140 E. 5.3 S. 148 mit Hinweis). Anderes ergibt sich auch nicht aus den die gerichtliche Überprüfung eines Freiheitsentzugs garantierenden Bestimmungen von Art. 5 Ziff. 4 EMRK und Art. 31 Abs. 4 BV. 4.2 Der Beschwerdeführer bringt nichts vor, was die Annahme des Obergerichts, es sei ungeachtet der von ihm angerufenen Polizeirapporte von einem nicht zu unterschätzenden Aggressionspotential auszugehen, vollkommen unhaltbar erscheinen liesse. Die gegen die Unterlassung des Beizugs der Rapporte gerichtete Rüge stösst daher ins Leere.