Citation: 4A_243/2009 01.09.2009 E. 6

In einem letzten Eventualstandpunkt machte die Beschwerdeführerin Vertrauenshaftung geltend. Die Vorinstanz verneinte unter Bezugnahme auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung (insb. BGE 133 III 449 E. 4.1. S. 452) eine solche namentlich mit dem Argument, dass die Beschwerdeführerin nicht dargetan habe, weshalb ihr aufgrund der Machtverhältnisse und Abhängigkeiten ein Vertragsschluss nicht möglich und ein Verzicht auf das Geschäft nicht zumutbar gewesen sei. Unter Hinweis auf verschiedene Stellen in der Klagschrift und auf Klagbeilagen behauptet die Beschwerdeführerin, sie habe mit der Beschwerdegegnerin seit 1985 regelmässig gut zusammengearbeitet. Auf dieses langjährige Geschäftsverhältnis sei auch die Kontaktaufnahme von A.________ im Frühling 2002 mit der Beschwerdeführerin zurückzuführen. Gestützt auf diese langjährige, gute und von gegenseitigem Vertrauen geprägte Zusammenarbeit mit der W.________-Gruppe habe die Beschwerdeführerin Vertrauen in die Beschwerdegegnerin haben dürfen, dass sie ihre Tätigkeit in Bezug auf das Projekt Gachnang entschädigen werde, zumal diese Arbeiten in ihre statutarische Tätigkeit fielen. Auch habe die Beschwerdegegnerin im Zusammenhang mit der nachmaligen Darlehensgewährung der X.________ Immobilien AG im Sommer 2003 zugesagt, der Beschwerdeführerin ihren Aufwand bis zur Rechtskraft der Baubewilligung zu ersetzen. Die Parteien hätten nicht nur seit 1985 enge Geschäftsbeziehungen unterhalten, sondern auch vor und nach dem Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 1. Oktober 2002 im Rahmen der Projektierung intensiv zusammengearbeitet. Diese intensive Zusammenarbeit sei nur aufgrund des zwischen den Parteien bestehenden engen Vertrauensverhältnisses möglich gewesen. Es liege daher durchaus eine sehr spezielle Situation vor, die geeignet sei, eine Vertrauenshaftung der Beschwerdegegnerin zu begründen. Diese Vorbringen lassen sich in tatsächlicher Hinsicht nicht auf die Feststellungen des angefochtenen Entscheids stützen und können daher vom Bundesgericht nicht beachtet werden (vgl. Art. 105 Abs. 1 BGG), zumal die Beschwerdeführerin keine substantiierte Sachverhaltsrüge erhebt, sondern einfach in unzulässiger Weise den Sachverhalt ergänzt. Sie vermag auch nicht aufzuzeigen, dass sie - entgegen den Erwägungen der Vorinstanz - vor dem Appellationsgericht dargetan hätte, weshalb ihr ein Vertragsschluss nicht möglich und ein Verzicht auf das Geschäft nicht zumutbar gewesen sei. Mit ihren Vorbringen gegen die Verneinung einer Vertrauenshaftung tut sie keine Bundesrechtsverletzung dar. Da die Vorinstanz mithin eine Vertrauenshaftung zu Recht abgelehnt hat, erübrigt es sich, zur Frage der Verjährung, welche die Beschwerdegegnerin vor Bundesgericht aufwirft, Stellung zu nehmen.