Citation: 2A.10/2000 17.05.2000 E. 6

6.- a) Ein Widerruf der Niederlassungsbewilligung gemäss Art. 9 Abs. 4 ANAG setzt nach der Rechtsprechung nicht nur voraus, dass der Ausländer wissentlich falsche Angaben machte oder wesentliche Tatsachen verschwieg, sondern auch, dass dies in der Absicht erfolgte, gestützt darauf die Niederlassungsbewilligung zu erhalten (BGE 112 Ib 473 E. 3b S. 475). Eine solche Absicht des Beschwerdeführers ist zu bejahen. Das Verschweigen des Getrenntlebens von seiner Ehefrau und der Geburt seines Kindes ebenso wie die Scheidung seiner Ehe genau auf den Zeitpunkt des Erwerbs der Niederlassungsbewilligung lassen auf ein planmässiges Vorgehen des Beschwerdeführers schliessen. Dies bestätigt auch der Umstand, dass der Beschwerdeführer kurz nach der Scheidung mit seiner jetzigen Ehefrau ein zweites, am 28. Oktober 1995 geborenes Kind gezeugt und in der Folge für seine jetzige Ehefrau und seine beiden Kinder den Familiennachzug beantragt hat. b) Zusammenfassend hat das Verwaltungsgericht zu Recht angenommen, die Voraussetzungen von Art. 9 Abs. 4 ANAG seien erfüllt.