Citation: 1C_106/2023 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdeführenden selbst setzten sich in ihren Vorbringen im vorinstanzlichen Verfahren eingehend mit dem Begriff des "bestehenden landwirtschaftlichen Gewerbes" auseinander und kritisierten die diesbezügliche Praxis des BVU. Das Verwaltungsgericht war gehalten, sich mit dieser Kritik auseinanderzusetzen. Es lag auf der Hand, dass es sich in diesem Rahmen zur Frage äussern würde, zu welchem Zeitpunkt ein landwirtschaftliches Gewerbe bestehen muss. Dass es zum Schluss kommen könnte, der massgebliche Zeitpunkt sei die Umnutzung, das heisst die Aufnahme der Pferdehaltung im Sinne von Art. 16a bis RPG, lag nicht ausserhalb dessen, was die Beschwerdeführenden erwarten konnten. Eine überraschende Rechtsanwendung, zu der sie vorgängig hätten angehört werden müssen, ist zu verneinen.