Citation: 4A_449/2017 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, die Schadenselemente soweit möglich und zumutbar vorgebracht zu haben. Die Vorinstanz hätte Art. 42 Abs. 2 OR anwenden müssen und sie stelle überspitzte Anforderungen an die Substanziierung. Der Beschwerdeführer zeigt alsdann auf, welche unfallkausalen Krankheitskosten die Erstinstanz für das Jahr 2015 als ausgewiesen erachtete. Anschliessend hält er fest, er habe geltend gemacht, vergleichbare unfallkausale Behandlungskosten würden auch weiterhin anfallen. Mit "KB 64 Blatt 5" habe die Fortdauer der ambulanten psychiatrischen Behandlung aufgezeigt werden können. Sodann habe er dargetan, dass es ihm nicht möglich und zumutbar sei, die weiter entstehenden Kosten für die unfallbedingte Behandlung genau zu beziffern. Gestützt auf die Erfahrungswerte 2015 hätten sich die künftigen Kosten aber im Quantitativ berechnen lassen, habe er doch dargelegt, dass dieselben Behandlungen und Behandlungskosten auch weiterhin anfallen würden. Die verlangte zusätzliche Substanziierung sei daher bundesrechtswidrig und verstosse zudem gegen die Schadenschätzung nach Art. 42 Abs. 2 OR. Dass die unfallbedingte Behandlung weitergeführt werden müsse, habe er in der Berufung mit Hinweisen auf das Gerichtsgutachten untermauert. Auch aufgrund dieser gutachterlichen Feststellungen hätte die Vorinstanz zwingend auf eine weitere unfallbedingte Behandlungsbedürftigkeit schliessen müssen. Ausserdem habe er in der Klageänderung vom August 2011 behauptet, er müsse auch weiterhin unfallbedingte Behandlungen mit Selbstbehalts- und Franchisekosten erfahren, und habe Antrag auf ein Gutachten gestellt. Das Gericht habe zwar Fragen an die Gutachter gestellt, nicht aber zu den zukünftigen Behandlungen. Er habe einen dahingehenden Antrag gestellt und es wäre Aufgabe des Gerichts gewesen, die entsprechenden Fragen zu stellen. Indem dies unterblieben sei, sei sein Beweisführungsanspruch nach Art. 8 ZGB verletzt worden.