Citation: I 306/02 26.06.2003 E. 4

4.1 Mit der Vorinstanz ist gestützt auf den Abklärungsbericht Haushalt vom 7. August 2001 davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin hinsichtlich der üblichen Tätigkeiten im Haushalt zu insgesamt 27 % invalid ist. Die von der Beschwerdeführerin hiegegen letztinstanzlich erhobenen Einwendungen vermögen, soweit sie nicht bereits durch das kantonale Gericht einlässlich und überzeugend widerlegt wurden, zu keinem anderen Ergebnis zu führen. 4.1.1 Die Akten enthalten keinerlei Anhaltspunkte dafür, die Kompetenz und Unbefangenheit der Abklärungsperson der IV-Stelle in Frage zu stellen. Die Behauptung, die Abklärungsperson habe wiederholt "überspitzt" gehandelt, entbehrt ebenso jedweder Grundlage, wie jene, es sei davon auszugehen, dass sie die Familie der Beschwerdeführerin nicht "möge". Die von der Beschwerdeführerin erhobene Rüge der Befangenheit ist unbegründet. 4.1.2 Die Pflicht zur Schadenminderung stellt einen allgemeinen Grundsatz des Sozialversicherungsrechts dar. Er beansprucht rechtsprechungsgemäss auch bei der Bestimmung der relevanten Einschränkung im häuslichen Tätigkeitsbereich Geltung, indem die versicherte Person die übliche Mithilfe der anderen Familienangehörigen in Anspruch zu nehmen hat (Urteil H. vom 22. Februar 2001, I 511/00, mit Hinweisen). Adressat der Obliegenheit zur Schadenminderung ist, entgegen der offenbaren Rechtsauffassung der Beschwerdeführerin, die versicherte Person, die eine Invalidenrente beansprucht, und nicht ihre Familienangehörigen. 4.1.3 Die Schlüssigkeit und die Überzeugungskraft des Abklärungsberichts Haushalt vom 7. August 2001 werden nicht dadurch erschüttert, dass eine erwerbliche Tätigkeit als Raumpflegerin nach Einschätzung von Dr. med. C.________ (Bericht vom 14. September 2000) zu 100 % ausser Betracht fällt. Im Abklärungsbericht (vom 7. August 2001) wird die Leistungseinbusse im Bereich Wohnungspflege (Gewichtung: 10 %) mit einlässlicher Begründung in adäquater Weise auf 40 % veranschlagt, wobei einerseits auf die Mitwirkungspflichten der älteren Kinder verwiesen und andererseits ausgeführt wird, die versicherte Person sei mit Ausnahme jener Tage, an denen sie sich nicht wohl fühle, in der Lage, den "täglichen Kleinkehr" selber zu besorgen. Hinzu kommt, dass die Erwerbsarbeit als Raumpflegerin mit Reinigungsarbeiten in der eigenen Wohnung nur beschränkt vergleichbar ist, was etwa der Umstand verdeutlicht, dass der Zeitdruck bei Erwerbsarbeit in der Regel grösser ist und die Möglichkeit, die Arbeit frei einzuteilen und Pausen einzulegen im erwerblichen Bereich nur beschränkt besteht. 4.2 Gegenüber der Abklärungsperson der IV-Stelle hat die Beschwerdeführerin im Rahmen der Haushaltsabklärung vom 7. August 2001 erklärt, dass sie als Mutter von sechs Kindern auch ohne gesundheitliche Beschwerden nicht erwerbstätig sein würde. Dies indiziert für sich allein betrachtet, die Invaliditätsbemessung nach der spezifischen Methode vorzunehmen. Der Umstand, dass die zuletzt ausgeübten teilzeitlichen Erwerbstätigkeiten als Raumpflegerin in die Jahre 1996 und 1997 zurückreichen, die Beschwerdeführerin somit mehrere Jahre über die Geburt des am 9. Mai 1994 auf die Welt gekommenen jüngsten Kindes hinaus erwerbstätig war, spricht seinerseits dafür, sie als Teilerwerbstätige zu qualifizieren. Mit der Vorinstanz wäre dabei gestützt auf die Angaben der letzten beiden Arbeitgeber, ausgehend von einem (ausserhäuslichen) Arbeitspensum von drei Stunden wöchentlich, auf einen Erwerbsanteil von 7.16 % und einen Haushaltsanteil von 92.84 % zu erkennen. Mit Blick darauf, dass bei Anwendung der gemischten Methode ein Invaliditätsgrad von 32.23 %, unter Zugrundelegung der spezifischen Methode ein entsprechender Wert von 27 % resultiert, mithin so oder anders der Anspruch auf eine Invalidenrente durch Verwaltung und Vorinstanz zu Recht verneint wurde, braucht über die Frage nach dem Status der Beschwerdeführerin nicht abschliessend befunden zu werden.