Citation: 4A_498/2023 E. A

A.a. Die A.________ AG (Klägerin 1, Beschwerdeführerin 1) betreibt an verschiedenen Standorten in der Schweiz Restaurants, unter anderem das Restaurant X.________ am Bahnhof Y.________ in U.________. Die B.________ AG (Klägerin 2, Beschwerdeführerin 2) ist deren Muttergesellschaft. Diese schloss am 27. Januar 2020, handelnd durch ihren Versicherungsbroker D.________ AG (fortan: D.________), mit der C.________ AG (Beklagte, Beschwerdegegnerin) das Versicherungsprodukt "Z.________" mit der Zusatzversicherung "Hygieneversicherung" ab. Als mitversichertes Unternehmen wird darin unter anderem die Klägerin 1 aufgeführt. Für diese Zusatzversicherung kommen die "Allgemeinen Bedingungen (AB) W.________" (fortan: AB) zur Anwendung. Ziff. C7.3.1 AB, welche den Umfang der Versicherung regelt, lautet wie folgt: "C7.3 Versicherte Gefahren und Schäden Versichert sind: C7.3.1 Schäden infolge behördlich verfügter oder empfohlener Massnahmen, um die Gefährdung der menschlichen Gesundheit durch Lebensmittel sowie Gebrauchs- und Verbrauchsgegenstände zu verhindern: a) Betriebsschliessung Versichert sind Unterbrechungsschäden, die entstehen, wenn der versicherte Betrieb infolge behördlich verfügter oder empfohlener Massnahmen nicht oder nur teilweise weitergeführt werden kann. -..]". A.b. Am 16. März 2020 stufte der Bundesrat die Situation in der Schweiz im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus als ausserordentliche Lage im Sinne von Art. 7 des Epidemiengesetzes ein. Er ordnete mit Wirkung ab dem 17. März 2020 die Schliessung von für das Publikum öffentlich zugänglichen Einrichtungen an, insbesondere von Restaurationsbetrieben (Verordnung 2 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus [COVID-19]; COVID-19-Verordnung 2; Änderung vom 16. März 2020). Ab diesem Datum waren die Betriebe der Klägerin 1 während der Dauer der Massnahme für das Publikum nicht mehr zugänglich.