Citation: 5P.241/2005 18.07.2005 E. 2

Zunächst rügt der Beschwerdeführer die Verletzung des Öffentlichkeitsgebots bzw. der Art. 30 BV und 6 EMRK (Ziff. 1), weil weder das Bezirksgericht noch das Obergericht ihre Urteile öffentlich verkündet hätten. Gemäss Art. 30 Abs. 3 BV sind Gerichtsverhandlung und Urteilsverkündung öffentlich. Nach Art. 6 Abs. 1 Satz 2 EMRK muss das Urteil öffentlich verkündet werden. Nach Lehre und Rechtsprechung ist diesem Erfordernis Genüge getan, wenn das Urteil öffentlich bekannt gegeben wird; dazu genügt die Auflage des Urteils bei einer der Öffentlichkeit zugänglichen Kanzlei (BGE 124 IV 234 E. 3e S. 240; 128 I 288 E. 2.3-2.6). Dass es eine solche öffentliche Bekanntgabe der Urteile und namentlich des vorliegenden im Kanton Thurgau bzw. beim Obergericht des Kantons Thurgau nicht gebe, wird nicht einmal behauptet. Auf die Rüge ist mangels Substantiierung nicht einzutreten (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG).