Citation: 8C_214/2021 E. 5.1

5.1. Soweit die Vorinstanz - im Gegensatz zur Beschwerdegegnerin - nach Prüfung der Standardindikatoren einen invalidisierenden Gesundheitsschaden verneinte, rügt der Beschwerdeführer, das kantonale Gericht habe Bundesrecht verletzt, indem es die Rechtsprechung zum strukturierten Beweisverfahren bei psychischen Störungen (BGE 141 V 281) falsch angewendet habe. Hinsichtlich der Einschätzungen zur Gesundheitsschädigung, Konsistenz und Ressourcenhemmung sei es bundesrechtswidrig von der Beurteilung des Dr. med. G.________ abgewichen. Mit Blick auf die gemäss psychiatrischem Gutachten 3 in einer adaptierten Tätigkeit nur - aber immerhin - um 50% eingeschränkte Leistungsfähigkeit verbleibe dem Beschwerdeführer auch unter Berücksichtigung seiner psychischen Gesundheitsstörung ein Bereich, innerhalb dessen er sich selten und in sehr geringem Umfang mit Freizeitaktivitäten beschäftigen könne. Unter Verweis auf das Urteil 9C_899/2017 vom 9. Mai 2018 E. 4.2.5 stelle ein täglich stundenlanges, passiv konsumierendes Tun (Fernsehen, Computer, Telefonieren) zu Hause keine fordernde Aktivität dar. Auch die fünfmal pro Jahr stattfindende zweistündige Treibjagd und vereinzelte Autofahrten schlössen einen invalidisierenden Gesundheitsschaden nicht aus. Die Vorinstanz habe in den Ausführungen zum funktionellen Schweregrad übersehen, dass seine zwanghaften Störungen aktenkundig auch mit Selbstverletzungen verbunden seien.