Citation: 1B_172/2008 17.07.2008 E. C

Am 17. Juni 2008 verfügte der Haftrichter die Fortsetzung der Untersuchungshaft bis zum 14. September 2008, unter Hinweis darauf, dass innert Frist keine Stellungnahme des amtlichen Verteidigers des Angeschuldigten eingegangen sei. Am 18. Juni 2008 rief der Verteidiger beim Haftrichteramt an, weil die Fax-Leitung besetzt war. Der zuständige juristische Sekretär teilte ihm mit, dass man nichts von einem Fristerstreckungsgesuch wisse und auch keine Fristerstreckung bewilligt worden sei. Es stellte sich heraus, dass das Fristerstreckungsgesuch irrtümlich an die Staatsanwaltschaft gefaxt worden war. Der juristische Sekretär teilte dem Verteidiger daraufhin mit, dass seitens des Haftrichters nichts mehr getan werden könne, weil die Haftverfügung bereits verschickt und mithin eröffnet worden sei.