Citation: 5A_17/2017 E. 2.3.6

2.3.6. Ebenfalls als appellatorische Kritik erweist sich der Vorwurf der Beschwerdeführerin, die Vorinstanz verharmlose die bestehenden Konflikte. Es waren die anhaltenden Konflikte der Eltern, insbesondere der Umstand, dass sich die Beschwerdeführerin nicht mehr an die seit Monaten gelebte Betreuungsregelung halten wollte, welche die Vorinstanz dazu veranlasste, losgelöst von Parteianträgen die Betreuung der Kinder vorsorglich zu regeln und das Konfliktverhalten der Eltern bzw. dessen Auswirkungen auf ihre Erziehungsfähigkeit und das Wohl der Kinder mit einem Gutachten klären zu lassen. Appellatorischer Natur sind auch die Ausführungen der Beschwerdeführerin, ab dem Zeitpunkt der Trennung habe immer sie dafür gesorgt, dass die Kinder einen engen Kontakt zu ihrem Vater hätten aufrecht erhalten können, und mit der von ihr beantragten Besuchsregelung könnten die Kinder ihren Vater besuchen und den Kontakt zu ihm aufrechterhalten, aber seien dennoch mehrheitlich bei der Mutter, die ihnen die nötige Stabilität und Begleitung geben könne. Die Beschwerdeführerin legt lediglich ihre Sicht der Konfliktsituation dar und zeigt nicht auf, inwiefern mit der bisher gelebten Betreuungsregelung die nötige Stabilität nicht gegeben wäre. Vielmehr steht die einstweilige Beibehaltung der bisherigen Betreuungsregelung im Zeichen der Kontinuität und Stabilität. Indem die Vorinstanz auf die bisherige Betreuungsregelung verweist, die trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung des Beschwerdegegners, welche bereits seit Anfang der Ehe bestand, während welcher die Betreuung der Kinder mit Hilfe einzelner Horttage noch einvernehmlich dem Beschwerdegegner überlassen wurde, während die Beschwerdeführerin arbeitete, sieht sie einstweilen keine Auswirkungen einer allfälligen physischen und/oder psychischen Beeinträchtigung des Beschwerdegegners auf dessen Betreuungsfähigkeit.