Citation: 4P.129/2002 26.11.2002 E. 8

8.1 Alsdann macht die Beschwerdeführerin 1 geltend, der angefochtene Entscheid sei mit dem Ordre public gemäss Art. 190 Abs. 2 lit. e IPRG unvereinbar. 8.2 Nach der Rechtsprechung verstösst die materielle Beurteilung gegen den Ordre public, wenn sie fundamentale Rechtsgrundsätze verletzt und daher mit der schweizerischen Rechts- und Wertordnung schlechthin unvereinbar ist. Zu diesen Grundsätzen zählen etwa die Vertragstreue, der Vertrauensgrundsatz, das Rechtsmissbrauchs- oder das Diskriminierungsverbot (BGE 117 II 604 E. 3; 116 II 634 E. 4 mit Hinweisen). Zur Begründung der Verletzung dieser Grundsätze genügt es nicht anzugeben, der Entscheid richte sich nicht nach der anwendbaren Rechtsordnung sondern nach Billigkeitserwägungen. Vielmehr ist in der Beschwerde darzulegen, inwiefern der Ordre public im Ergebnis verletzt wird (BGE 116 II 634 E. 4a). 8.3 Diesen Begründungsanforderungen wird die Beschwerde nicht gerecht, soweit darin gerügt wird, der Schiedsrichter habe Beweise willkürlich gewürdigt und nach Billigkeit entschieden, obwohl die angerufene Schiedsklausel dies nicht erlauben würde. Welche Rechtsgrundsätze und inwiefern sie im Ergebnis verletzt würden, wird damit nicht dargetan. Dies gilt auch für die Angabe, das Schiedsgericht habe losgelöst von jeglicher Entschädigungsordnung oder Kostenvereinbarung mit den Parteien sich eine Gerichtsgebühr von Fr. 80'000.-- und der Beschwerdegegnerin eine Entschädigung von Fr. 50'000.-- zugesprochen, welche krass überhöht sei.