Citation: I 777/05 24.04.2006 E. 2

Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente. 2.1 Das kantonale Gericht ist in einlässlicher und sorgfältiger Würdigung der medizinischen Akten zum Schluss gelangt, zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei auf die Angaben im Gutachten der Medizinischen Abklärungsstelle Zentralschweiz vom 3. Februar 2004 abzustellen, wonach der Versicherte in der Lage sei, im Umfang von 100 % sowohl seiner langjährigen Tätigkeit als Lagerist als auch jeder anderen Tätigkeit nachzugehen, womit keine invaliditätsbedingte Erwerbsunfähigkeit vorliege und kein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung bestehe. 2.2 Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobenen Einwände vermögen daran nichts zu ändern, wobei die nach Ablauf der Rechtsmittelfrist aufgelegten Aktenstücke unbeachtlich sind, da diese weder neue erhebliche Tatsachen noch entscheidende Beweismittel im Sinne von Art. 137 lit. b OG enthalten, die eine Revision des Gerichtsurteils rechtfertigen könnten (BGE 127 V 355 ff. insbes. 357 Erw. 4). Sodann trifft die Behauptung des Beschwerdeführers, die Handgelenks- und Ellbogenbeschwerden seien noch nie durch einen Facharzt für Handchirurgie abgeklärt worden, nicht zu, zumal er selber auf ein Schreiben des Dr. med. F.________, Leitender Arzt Handchirurgie an der Chirurgischen Klinik und Poliklinik des Kantonsspitals Z.________, vom 3. Mai 2001, verweist. Zutreffend ist, dass sich dieser darin nicht zur Arbeitsfähigkeit äusserte. Seinen früheren Berichten vom 30. Januar und 19. März 2001 kann aber entnommen werden, dass er nach erfolgreich verlaufener Resektion eines palmaren Handgelenksganglions und Spaltung des ersten Strecksehnenfachs mit einer baldigen Arbeitsaufnahme rechnete und er die angegebenen Beschwerden im ganzen rechten Arm auch auf die Schonhaltung zurückführte, sodass er den Versicherten zu möglichst normalem Gebrauch der rechten Hand anhielt, was sehr wichtig sei. In seinem Schreiben vom 10. Dezember 2001 an die IV-Stelle wies Dr. med. F.________ zudem auf die "nicht übertriebene Motivation" des Versicherten hin und auf den fehlenden pathologischen Befund, sodass er sich allein auf die Schmerzangaben des Beschwerdeführers habe abstützen müssen. In Einklang hiermit schätzte ihn der damalige Hausarzt Dr. med. M.________, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, in Absprache mit seinem Vorgänger, Dr. med. T.________ und Dr. med. F.________, ab dem 30. Juli 2001 vollständig arbeitsfähig (Bericht vom 23. August 2001 [Versanddatum]). Was die geltend gemachten Beschwerden im linken Schulter- und Ellbogenbereich betrifft, deckt sich auch hier die fachärztliche Befunderhebung und Diagnosestellung im rheumatologischen Konsiliargutachten des Dr. med. U.________ vom 15. Dezember 2003, mit der übrigen medizinischen Aktenlage. Dieser gab an, nach drei erlittenen Bagatelltraumen zeige der Versicherte ein ausgeprägtes Schmerzverhalten mit extremer Aggravation. Klinisch und radiologisch seien keine nennenswerten pathologischen Befunde zu objektivieren, mit Ausnahme einer deutlich subjektiv gefärbten, ausgeprägten Berührungs- und Druckdolenz im Bereich des rechten Vorderarmes und der rechten Hand, der Lendenwirbelsäulen- und Beckenregion links, der Ellenbogenpartie links sowie diffus im Bereich beider Malleol. Die behandelnden Ärzte am Kantonsspital W.________ (Bericht vom 27. Mai 2002) führten ebenso aus, die klinischen Befunde seien nicht vereinbar mit der subjektiv ausgeprägten Schmerzsymptomatik am linken Ellbogen. Angesichts der übereinstimmenden Diagnosen in der gesamten medizinischen Aktenlage leuchtet die entsprechende Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im MEDAS-Bericht ein. Zwar liegt wohl eine ausgeprägte Schmerzproblematik vor. Der Psychiater Dr. med. K.________ konnte anlässlich seiner konsiliarisch am 4. Dezember 2003 durchgeführten Untersuchung aber keine psychiatrische Diagnose mit Krankheitswert stellen. Es bestehe weder eine depressive Verstimmung, noch Anhaltspunkte für eine Konversionsneurose oder eine überwiegend psychogene somatoforme Schmerzstörung, was der Beobachtung nicht widerspreche, wonach eine Schmerzausweitung und auch eine gewisse Schmerzverarbeitungsstörung vorliege. Vor diesem Hintergrund sind von zusätzlichen medizinischen Abklärungen, wie beantragt, keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb auch Vorinstanz und Verwaltung im Sinne antizipierter Beweiswürdigung (vgl. SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 4 [Urteil S. vom 8. Februar 2000, I 362/99]; BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. I/1d, mit Hinweisen) darauf verzichten durften. Ebenso wenig vermögen die mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereichten (undatierten) Zeugnisse des aktuellen Hausarztes Dr. med. Z.________ die Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit auf 100 % im MEDAS-Gutachten in Zweifel zu ziehen, zumal sie jegliche Begründung, warum der Versicherte vollständig arbeitsunfähig sein soll, vermissen lassen. Damit hat es beim vorinstanzlichen Entscheid sein Bewenden.