Citation: 4C.226/2001 21.11.2001 E. 6

6.- Die Vorinstanz hat die von den Beklagten behauptete absichtliche Täuschung im Sinne von Art. 28 OR mit der Begründung verneint, einerseits hätten die Beklagten bloss allgemeine Behauptungen vorgebracht, worüber sie getäuscht worden seien, und andererseits seien die von den Beklagten angerufenen Beweismittel zum Nachweis einer Täuschungshandlung nicht geeignet. Die Beklagten beharren vor Bundesgericht auf der Behauptung absichtlicher Täuschung, wobei sie der Begründung der Vorinstanz entgegenhalten, dass sich der Täuschungstatbestand klar aus einem Vergleich der Strategiepapiere mit dem Zugeständnis der Kläger im Prozess ergebe. Sie verkennen indes, dass das Zugeständnis auch in diesem Zusammenhang keine entscheidende Rolle spielen kann. Massgebend ist vielmehr, ob die Beklagten im Zeitpunkt des Vertragsschlusses von den Klägern absichtlich getäuscht wurden und diese Täuschung für die Willenserklärung der Beklagten kausal war. Die Kausalität bzw. Täuschung fehlt jedoch, wenn die Beklagten den wahren Sachverhalt kannten oder die Willenserklärung auch bei dessen Kenntnis abgegeben hätten (Schwenzer, Basler Kommentar, Obligationenrecht I, 2. Aufl. , N. 14 zu Art. 28 OR). Nach den schon zitierten Feststellungen der Vorinstanz konnten die Beklagten im Zeitpunkt des Vertragsschlusses nicht ernsthaft damit rechnen, dass die Kläger zukünftig Leistungen der bereits erwähnten Art für die P.________ AG erbringen würden. Die Vorinstanz hält zudem fest, dass in den Strategiepapieren keine Leistungen zugesichert worden seien und es sich allenfalls um blosse Absichtserklärungen ohne rechtliche Bindungen für eine der Parteien handelte; diese hätten kein Vertrauen in die Verbindlichkeit solcher Leistungen und damit auch keinen Irrtum der Beklagten bewirken können. Damit steht aber fest, dass die Beklagten über den Sachverhalt, den sie angeblich bei Vertragsschluss als feststehend betrachtet haben, nicht getäuscht worden sind, womit die Anwendung von Art. 28 OR ausser Betracht fällt. Der Vorinstanz kann auch in diesem Punkt keine Verletzung von Bundesrecht vorgeworfen werden.