Citation: U 120/04 12.07.2004 E. 3

3.1 Der Versicherte rügt, die SUVA habe seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, indem sie bei der Festsetzung des Invalideneinkommens gestützt auf ihre Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) die aktuelle bundesgerichtliche Rechtsprechung nicht berücksichtigt habe. Der Entscheid sei deshalb schon aus formellen Gründen aufzuheben. 3.2 Mit BGE 129 V 472 entschied das Eidgenössische Versicherungsgericht, ein Abstellen auf DAP-Löhne setze voraus, dass die SUVA zusätzlich zur Auflage von mindestens fünf DAP-Blättern Angaben mache über die Gesamtzahl der auf Grund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den Tiefstlohn sowie über den Durchschnittslohn der entsprechenden Gruppe. Sodann seien allfällige Einwendungen der versicherten Person bezüglich des Auswahlermessens und der Repräsentativität der DAP-Blätter im Einzelfall grundsätzlich im Einspracheverfahren zu erheben (Erw. 4.2.1 u. 4.2.2). Aus den Akten geht hervor, dass sich die SUVA bei der Festsetzung des Invalideneinkommens auf fünf zumutbare Arbeitsplätze stützte, wobei aus den entsprechenden DAP-Blättern jeweils auch das Lohnminimum und -maximum ersichtlich ist. Hingegen machte sie keine Angaben bezüglich des Durchschnittslohnes und der Gesamtzahl der in Frage kommenden Arbeitsplätze. Nachdem der zitierte BGE 129 V 472 jedoch erst am 28. August 2003, somit nach Erlass der Verfügung vom 29. April 2003, ergangen ist und eine Änderung oder Präzisierung der Rechtsprechung eine bereits erlassene Verfügung grundsätzlich unberührt lässt (BGE 115 V 314 Erw. 4a/dd mit Hinweisen), ist die Rüge des verletzten Gehörsanspruchs unbegründet. Im Übrigen unterliess es der Versicherte, im Einspracheverfahren Einwendungen gegen die verwendeten DAP-Blätter zu erheben. Soweit er bemängelt, die Vorinstanz habe ihre Begründungspflicht verletzt, indem sie ohne nachvollziehbare Berechnung auf die Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik abgestellt habe, betreffen diese Einwände nicht die Aussichtslosigkeit der im vorinstanzlichen Verfahren erhobenen Beschwerde, weshalb darauf nicht näher einzugehen ist.