Citation: 2A.11/2002 11.02.2002 E. A

A.- A.________ betrieb bis Ende 1994 die Boutique "X.________" in B.________. Sie liquidierte in der Folge das Geschäft und gab die selbständige Erwerbstätigkeit auf. Am 28. Oktober 1998 setzte die Steuerbehörde den Liquidationsgewinn für die direkte Bundessteuer 1995 auf Fr. 150'000.-- fest. Mit Schreiben vom 16. November 1998 bestätigte die Vertreterin der Beschwerdeführerin die Liquidationsgewinnsteuerabrechnung und ersuchte um Bewilligung von Ratenzahlungen. Die Veranlagung erwuchs Ende November 1998 unangefochten in Rechtskraft. Im Dezember 1998 eröffnete A.________ die Boutique "Y.________" in C.________. Mit Eingabe vom 1. Mai 2000 ersuchte sie die kantonale Steuerverwaltung um Revision der Liquidationsgewinnsteuerveranlagung. Sie machte geltend, sie habe erst am 7. April 2000 bei einer Besprechung mit ihrem Anwalt erfahren, dass die Möglichkeit bestanden hätte, die im Jahre 1995 bei der Veräusserung von betriebsnotwendigem Anlagevermögen realisierten stillen Reserven im Rahmen einer Ersatzbeschaffung auf das betriebsnotwendige Ersatzobjekt zu übertragen. Es handle sich um eine neue erhebliche Tatsache, die ihr im Jahre 1998 noch nicht bekannt gewesen sei. Mit Entscheid vom 28. Juni 2000 trat die Bezirkssteuerkommission auf das Revisionsgesuch nicht ein, weil die Beschwerdeführerin bei der ihr zumutbaren Sorgfalt die neuen Tatsachen bereits im November 1998 mit Einsprache gegen die Veranlagungsverfügung vom 28. Oktober 1998 hätte vorbringen können.