Citation: 2C_235/2017 E. 3.2.1

3.2.1. Nach Art. 9 BV hat jede Person Anspruch darauf, von den staatlichen Organen ohne Willkür und nach Treu und Glauben behandelt zu werden. Eine willkürliche Rechtsanwendung liegt vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (vgl. BGE 142 II 369 E. 4.3 S. 368 mit Hinweisen). Steht die materielle Beurteilung einer Prüfungsleistung zur Diskussion, schreitet das Bundesgericht im Rahmen einer Willkürprüfung erst ein, wenn sich die Behörde von sachfremden oder sonst wie unhaltbaren Erwägungen hat leiten lassen, sodass ihr Entscheid unter rechtsstaatlichen Gesichtspunkten als nicht mehr vertretbar und damit als willkürlich erscheint. Das gilt auch dann, wenn das Bundesgericht aufgrund seiner Fachkenntnisse sachlich zu einer weitergehenden Überprüfung befähigt wäre, so namentlich bei Rechtsanwalts- und Notariatsprüfungen (vgl. BGE 136 I 229 E. 6.2 S. 238; 131 I 467 E. 3.1 S. 473; Urteil 2D_23/2015 vom 14. September 2015 E. 6.1).