Citation: 5D_98/2009 22.09.2009 E. 9

9. Im Einzelnen ist insbesondere darauf hinzuweisen, dass mit der Beschwerde in Zivilsachen die Verletzung von kantonalem Recht als solches nicht gerügt werden kann (vgl. Art. 95 BGG) bzw. mit der Beschwerde gegen Entscheide über vorsorgliche Massnahmen ohnehin nur die Verletzung verfassungsmässiger Rechte geltend gemacht werden kann (vgl. Art. 98 BGG). Somit verbliebe der Beschwerdeführerin einzig die Rüge der willkürlichen Anwendung von kantonalen prozessualen Vorschriften und damit eine Verletzung von Art. 9 BV. Eine willkürliche Anwendung der Prozessvorschriften wird jedoch vorliegend weder explizit geltend gemacht noch nachvollziehbar aufgezeigt. Auch hat die Beschwerdeführerin bereits vor Obergericht eine Verletzung der prozessualen Bestimmungen gerügt, worauf das Obergericht ihre Vorbringen einlässlich geprüft hat. Eine Auseinandersetzung mit den entsprechenden obergerichtlichen Urteilserwägungen fehlt jedoch in der Beschwerdebegründung. Betreffend den Vorwurf der Prozessverschleppung ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin während des Prozesses in unveränderter Höhe Unterhaltsbeiträge beziehen konnte. Weiter übersieht die Beschwerdeführerin, dass das Gutachten zu den Einkommensverhältnissen des Beschwerdegegners im Scheidungsverfahren erstellt wurde und im vorliegenden Massnahmeverfahren lediglich beigezogen worden ist. Der Vorwurf, wonach das Einholen dieses Gutachtens im betreffenden Massnahmeverfahren unnötig und in verfassungswidriger Weise unverhältnismässig gewesen sein soll, geht somit fehl. Ohnehin handelt es sich bei diesem Vorwurf um ein neues und damit vor Bundesgericht unzulässiges Vorbringen (Art. 99 Abs. 1 BGG). Inwiefern das Abstellen auf das gemäss Gutachten künftig zu erwartende Einkommen zudem willkürlich sein und weshalb stattdessen auf das durchschnittliche Einkommen der vorangehenden Jahre abgestellt werden sollte, ist nicht nachvollziehbar. Auf die obergerichtlichen Ausführungen zur Berechnung des Existenzminimums betreffend die Anrechnung eines hypothetischen Einkommens sowie den Einbezug der Besuchskosten, der Kosten für die Verpflegung und der Steuern geht die Beschwerdeführerin mit keinem Wort ein. Das Gesagte gilt auch für die kantonalen Ausführungen betreffend die rückwirkende Herabsetzung der Unterhaltsbeiträge und die Verrechnung der zu viel geleisteten mit den neu geschuldeten Beiträge sowie den kantonalen Kostenentscheid. Anzumerken ist schliesslich, dass die neue Unterhaltsregelung ab Gesuchseinreichung und damit nicht rückwirkend gilt. Überdies hat der Beschwerdegegner während der Dauer des Verfahrens die gemäss Trennungsvereinbarung geschuldeten Beträge weiterbezahlt, womit eine Verrechnung mit künftigen Leistungen nicht unhaltbar erscheint. Mit ihren Rügen und den allgemein gehaltenen Ausführungen kommt die Beschwerdeführerin den Begründungsanforderungen an eine Beschwerde vor Bundesgericht in keiner Weise nach (vgl. E. 1.3), weshalb auf ihre Beschwerde nicht eingetreten werden kann.