Citation: 6B_931/2019 E. 1.4

1.4. Die Rügen des Beschwerdeführers erweisen sich als unbegründet. Soweit er die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz ergänzt oder von ihnen abweicht, ohne Willkür darzutun (vgl. BGE 141 IV 249 E. 1.3.1 S. 253 mit Hinweisen; zum Begriff der Willkür BGE 140 III 16 E. 2.1 S. 18 f. mit Hinweisen), ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn der Beschwerdeführer darlegt, der Vorwurf des Rasertatbestands hänge an einem einzigen Stundenkilometer (Beschwerde S. 6 Ziff. 19), denn gemäss Polizeirapport habe seine Geschwindigkeit nach Abzug der Messtoleranz lediglich 140 km/h betragen und erst das Gutachten habe die um 3 km/h höhere Geschwindigkeit ergeben (z.B. Beschwerde S. 4 f. Ziff. 12). Gleich verhält es sich, wenn der Beschwerdeführer geltend macht, aufgrund der örtlichen Gegebenheiten sei ihm nicht bewusst gewesen, dass er die zulässige Höchstgeschwindigkeit dermassen stark überschreite (Beschwerde S. 5 Ziff. 13). Bei Überschreitung der Schwellenwerte in Art. 90 Abs. 4 SVG ist grundsätzlich ebenso der subjektive Tatbestand - sowohl bezüglich der Verletzung einer elementaren Verkehrsregel als auch der Risikoverwirklichung - zu bejahen. Weder behauptet der Beschwerdeführer eine mit den von der Lehre genannten Beispielen vergleichbare besondere Situation, welche den subjektiven Tatbestand bei der besonders krassen Geschwindigkeitsüberschreitung im Sinne von Art. 90 Abs. 4 SVG ausnahmsweise ausschliessen würde, noch ist sie erkennbar. Der Hinweis des Beschwerdeführers auf die guten Witterungs-, Strassen- und Verkehrsverhältnisse geht an der Sache vorbei (vgl. etwa Urteil 6B_1325/2018 vom 5. März 2019 E. 2.2.2 zu Art. 90 Abs. 2 SVG mit Hinweisen). Im Lichte der von der Vorinstanz festgestellten Umstände - unter anderem nicht richtungsgetrennte Fahrbahn, Vorhandensein von Hecken und einer Wegeinmündung - sowie in Anbetracht des besonders krassen, den Schwellenwerte nach Art. 90 Abs. 4 lit. c SVG sogar überschreitenden Geschwindigkeitsexzesses, der Schwere der Sorgfaltspflichtverletzung sowie des nichtigen Grundes dafür (rechtzeitiges Erscheinen an einer Sitzung) verstösst die Vorinstanz nicht gegen Bundesrecht, indem sie erwägt, der Beschwerdeführer habe die Verwirklichung des geschaffenen, hohen Unfallrisikos mit Toten oder Schwerverletzten mindestens in Kauf genommen. Daran ändert nichts, dass er in erster Linie sich selber gefährdete. Ferner scheint der Beschwerdeführer zu verkennen, dass der subjektive Tatbestand von Art. 90 Abs. 3 und Abs. 4 SVG nur die Inkaufnahme der Risikoverwirklichung, nicht aber einer tatsächlichen Gefahr oder gar eines bestimmten Erfolges verlangt. Schliesslich vermögen seine Vorbringen an der Verbindlichkeit von Art. 90 Abs. 4 SVG für das Bundesgericht und andere rechtsanwendende Behörden nicht in Frage zu stellen (vgl. Art. 190 BV; Urteil 6B_1358/2017 vom 11. März 2019 E. 3.1). Die in diesem Zusammenhang erhobene Rüge der Verletzung von EMRK-Bestimmungen erweist sich als offensichtlich unbegründet (Beschwerde S. 8 f. Ziff. 23 ff.). Es besteht auch kein Anlass, die konstante bundesgerichtliche Rechtsprechung zum Eventualvorsatz bei Verkehrsdelikten zu ändern oder restriktiver anzuwenden.