Citation: 6B_929/2019 E. 2

Sodann wendet sich die Beschwerdeführerin gegen die vorinstanzliche Abweisung ihres Gesuchs, das Verfahren zu sistieren, bis in diversen von ihr selbst mit Strafanzeige angestrengten Verfahren rechtskräftig entschieden sein würde. Angesichts des Beschleunigungsgebotes verweist die Vorinstanz die Beschwerdeführerin auf den Weg der Revision, sollten die Anzeigen tatsächlich zu Verurteilungen führen (angefochtenes Urteil S. 13 E. 2.2). Die Beschwerdeführerin hält entgegen, die aargauische Justiz verfolge faktisch nur noch Verfahren gegen sie und stelle Verfahren zurück, in welchen sie Anzeigestellerin sei. Zu Unrecht gingen die Strafbehörden davon aus, dass zuerst die Verfahren gegen sie abzuschliessen seien, bevor andere Verfahren weitergeführt werden. Einen Entscheid des Obergerichts vom 28. Mai 2019 mit einer entsprechenden Erwägung habe man bereits vor Bundesgericht angefochten (Beschwerde vom 16. August 2019, Verfahren 1B_402/2019). Es liegt auf der Hand, dass die Vorinstanz, wie im obergerichtlichen Urteil vom 28. Mai 2019 E. 2.2 ausgeführt, sachlogisch zuerst in dem gegen die Beschwerdeführerin geführten Verfahren klärt, ob sie schuldig oder nichtschuldig ist, bevor die Verfahren gegen die Personen, denen die Beschwerdeführerin falsche Anschuldigung oder Verleumdung vorwirft, weitergeführt werden. Freilich müssen die Strafbehörden in den gegen die Beschwerdeführerin geführten Verfahren mögliche Wechselwirkungen der gegenseitigen Beschuldigungen berücksichtigen. Dafür, dass dem zu wenig Rechnung getragen worden wäre, gibt es, wie erwähnt, keine Anhaltspunkte.