Citation: 8C_458/2018 E. 5.2.2

5.2.2. In Bezug auf die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen ersten Arbeitsmarkt hat das kantonale Gericht die gegensätzlichen Einschätzungen seitens des Lehrbetriebes (vgl. insbesondere den Abschlussbericht vom 11. Juni 2015) einerseits und der Arbeitgeberin andererseits eingehend gewürdigt. Der Einsatz bei der Arbeitgeberin begann als Arbeitsversuch mit dem Ziel einer Festanstellung im ersten Arbeitsmarkt, einer Festigung der fachlichen Kompetenzen und einer sukzessiven Steigerung der Arbeitsfähigkeit ausgehend von 60 %. Die IV-Stelle leistete Kostengutsprache für ein Job-Coaching während dieses Arbeitsversuchs vom 30. November 2015 bis 29. Mai 2016. Nach unbestrittener Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz gestaltete sich die Zusammenarbeit zwischen dem Job-Coach und der Arbeitgeberin sehr schwierig. Laut Bericht des Job-Coachs vom 8. Januar 2016 lehnte die Arbeitgeberin das Hilfsangebot (wöchentliche Job-Coachings mit vereinzelten Sequenzen von praktischer Arbeitsbegleitung im Betrieb) zur Steigerung der Arbeitsfähigkeit ab. Gemäss angefochtenem Entscheid akzeptierte die Arbeitgeberin Unterstützungsvorschläge (z.B. die Erstellung von Checklisten für bestimmte Arbeitsabläufe oder das Anbringen von Zeichnungen an Kästen zwecks Erleichterung des Auffindens von Arbeitsutensilien) des Job-Coachs nicht, dies mit der Begründung, sie beabsichtige, die Einschränkungen des Versicherten gegenüber den anderen Angestellten möglichst geheim zu halten.