Citation: 4A_246/2019 E. A

A.________ LLC, B.________ LLC, C.________ LLC, D.________ LLC, E.________ LLC, F.________ LLC, G.________ LLC, H.________ LLC, I.________ LLC, J.________ LLC und K.________ LLC (Klägerinnen, Beschwerdegegnerinnen) sind nach ukrainischem Recht gegründete Gesellschaften. Sie erwarben und betrieben zwischen 2000 und 2010 gemeinsam 31 Tankstellen auf der Halbinsel Krim. Die beiden Gesellschaften J.________ LLC und K.________ LLC waren Eigentümerinnen zweier Lagerstätten in den Städten Simferopol und Sevastopol, die zur Lagerung von Treibstoffreserven und Erdölerzeugnissen dienten. Zudem besassen die Klägerinnen verschiedene weitere Vermögenswerte, so etwa ein Bürogebäude in der Stadt Feodosia. Die Krim war damals Teil des ukrainischen Staatsgebiets. Die Klägerinnen behaupten, die Russische Föderation (Beklagte, Beschwerdeführerin) habe im Rahmen der Eingliederung der Krim-Halbinsel im Jahre 2014 - am 21. März 2014 wurde der Eingliederungsvertrag ratifiziert und das Integrationsgesetz erlassen - Massnahmen getroffen, welche die erwähnten Vermögenswerte auf der Krim betrafen und zu deren Enteignung führten. Damit habe die Beklagte in verschiedener Hinsicht gegen das Abkommen vom 27. November 1998 (in Kraft seit 27. Januar 2000) z wischen der Regierung der Beklagten und dem Ministerkabinett der Ukraine über die Förderung und den gegenseitigen Schutz von Investitionen (Agreement on the Encouragement and Mutual Protection of Investments, nachfolgend: Investitionsschutzabkommen 1998 bzw. ISA 1998) verstossen und sei daher zu einer Entschädigung verpflichtet.