Citation: 2D_28/2023 E. 3.3.1

3.3.1. Anders als die Beschwerdeführerin vorbringt, ist vorliegend nicht zu beanstanden, wenn das Kantonsgericht in analoger Weise die Rechtsprechung betreffend Einsicht in die Unterlagen von Prüfungskandidaten angewendet hat, zumal das hier strittige Vergabeverfahren gewisse Ähnlichkeiten zu einem Prüfverfahren aufweist. Wie die Vorinstanz zu Recht erwogen hat, geht es vorliegend nicht primär um die Auswahl einer oder weniger Personen, die am besten geeignet sind, sondern darum, ob die Beschwerdeführerin die Ausschreibungskriterien erfüllt und somit als Anbieterin zu den öffentlichen Standplätzen zugelassen werden kann. Dazu ist ein Quervergleich zwischen verschiedenen Mitbewerbern nicht entscheidend. Vielmehr dient die Akteneinsicht in diesem Fall primär dazu, die Beurteilung der eigenen Bewerbung nachzuvollziehen und allenfalls ein Rechtsmittel dagegen einzulegen (vgl. analog BGE 121 I 225 E. 2b; Urteil 2D_7/2017 vom 6. Juni 2017 E. 3.1 mit Hinweisen). Gemäss dem angefochtenen Urteil erhielt die Beschwerdeführerin unbestrittenermassen Einsicht in ihr eigenes Teilnahmedossier. Zudem wurde ihr die Bewertung mündlich erläutert und sie erhielt eine anonymisierte Dossierübersicht, aufgrund derer sie ihr erzieltes Ergebnis einordnen konnte. Gestützt darauf war sie in der Lage, den Vergabeentscheid anzufechten.