Citation: 2A.222/2002 04.09.2002 E. 2

Gemäss Art. 8 Abs. 1 lit. a WUStB ist - mit Ausnahme der in Art. 11 WUStB genannten Tatbestände - als Grossist steuerpflichtig, wer im Inland Waren liefert (Art. 15 WUStB) oder im Eigenverbrauch verwendet (Art. 16 WUStB). Grossist ist nach Art. 9 Abs. 1 lit. a WUStB der Händler, der jährlich im Inland für mehr als Fr. 35'000.-- Waren liefert oder im Eigenverbrauch verwendet, sofern von diesem Umsatz mehr als die Hälfte auf Engroslieferungen (Art. 15 Abs. 3 WUStB) oder ein Betrag von mehr als Fr. 35'000.-- auf Lieferungen gebrauchter Waren entfällt. Als Händler gilt, wer gewerbsmässig Waren erwirbt, um sie ohne weitere Verarbeitung oder Bearbeitung wieder zu veräussern (Art. 10 Abs. 1 WUStB). Als Grossist gilt nach Art. 9 Abs. 1 lit. b WUStB auch der Hersteller, der jährlich im Inland für mehr als Fr. 35'000.-- Waren liefert oder im Eigenverbrauch verwendet, gleichgültig, ob es sich um selbst hergestellte oder um Ware handelt, die ohne weitere Verarbeitung oder Bearbeitung weiterveräussert oder verwendet wurde. Als Herstellung gilt jede Verarbeitung, Bearbeitung, Zusammensetzung, Instandstellung, Veredelung oder sonstige Umgestaltung (Art. 10 Abs. 2 Satz 2 WUStB). Die Vorinstanz ist davon ausgegangen, dass die von der X.________-Kleidung AG vorgenommenen Änderungsarbeiten an den von der X.________ & Co. verkauften Kleidern als Herstellung im Sinne des Warenumsatzsteuerbeschlusses zu qualifizieren sind. Das wird in der Beschwerde zu Recht nicht beanstandet (vgl. Urteil 2A.586/1999 vom 27. November 2000, E. 6). Es ist auch nicht streitig, dass die erbrachten Herstell-Umsätze in den Jahren 1992 - 1994 die in Art. 10 Abs. 3 WUStB verlangte Umsatzgrenze von Fr. 35'000.--überstiegen. Gegenstand der Beschwerde bildet einzig die Frage, ob die von der X.________-Kleidung AG als Herstellerin erzielten Umsätze warenumsatzsteuerrechtlich der Beschwerdeführerin zugerechnet werden durften.