Citation: 6B_125/2009 20.10.2009 E. 1

1.1 Der Beschwerdeführer rügt, die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz zum Tatmotiv und Eskalationsgrund (als Tatauslöser) sei willkürlich. Dabei habe diese bei ihrer Beweiswürdigung den Grundsatz "in dubio pro reo" verletzt, indem sie zu Unrecht Zweifel zugunsten des Angeklagten an seinem Tatmotiv angenommen habe. Es seien zwei mögliche Tatmotive, Geld bzw. Verrat, in Betracht gezogen worden. Die Vorinstanz habe zutreffenderweise die Version, wonach der Beschwerdegegner sein Opfer aufgrund eines Verrats getötet habe, verworfen. Dann habe sie schrittweise und schlüssig die Zweifel der ersten Instanz an einem finanziellen Motiv ausgeräumt und die Spannungen zwischen Täter und Opfer am Tatabend unmissverständlich auf das Thema Geld zurückgeführt. Im Ergebnis habe sie dennoch und ohne nähere Begründung das Motiv "Geld" ausgeschlossen bzw. das Tatmotiv in widersprüchlicher Weise offen gelassen, obwohl daneben kein anderes Motiv mehr im Raum gestanden habe. Sie habe die Tat einem schweren Aggressionsausbruch des Beschwerdegegners bzw. einer Provokation des Opfers zugeschrieben, was keine Stütze in den Akten finde. Eine Provokation des Opfers bzw. eine Affekthandlung des Beschwerdegegners sei eine reine Mutmassung und stehe im Widerspruch zu den Zeugenaussagen und dem Spurenbild. Dadurch sei die Vorinstanz in Willkür verfallen. 1.2 Der Beschwerdegegner führt in der Vernehmlassung aus, es sei möglich, dass weitere Motive hinter dem Tötungsdelikt standen. Die Vorinstanz habe detailliert begründet, weshalb sie das Tatmotiv offen lasse. Die Argumente des Beschwerdeführers reichten nicht aus, um Willkür zu begründen.