Citation: 2C_836/2021 E. 6.2.3

6.2.3. Die anhaltende Straffälligkeit ungeachtet von Verurteilungen, Probezeiten und ausländerrechtlichen Verwarnungen zeugt von einer Unverbesserlichkeit sowie Gleichgültigkeit gegenüber der geltenden Rechtsordnung. Der Beschwerdeführer wurde bis 2017 fast im Jahresrhythmus verurteilt; mit seinen Strassenverkehrsdelikten gefährdete er immer wieder hochwertige Rechtsgüter. Gestützt auf die zahlreichen Verurteilungen muss von einer entsprechend hohen Rückfallgefahr ausgegangen werden. Dass sich der Beschwerdeführer in jüngster Vergangenheit straffrei verhielt, reicht demgegenüber (noch) nicht aus, um dieses erhebliche Rückfallrisiko entscheidwesentlich zu verringern (vgl. BGE 139 II 121 E. 5.5.2; Urteile 2C_4/2022 vom 11. August 2022 E. 6.3; 2C_514/2020 vom 20. November 2020 E. 3.3.2). In der Gesamtbetrachtung ist damit ein persönliches Verhalten zu erkennen, das - unter Berücksichtigung der betroffenen Rechtsgüter - eine tatsächliche und hinreichend schwere, gegenwärtige Bedrohung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Sinne von Art. 5 Abs. 1 Anhang I FZA darstellt.