Citation: 4P.50/2005 13.05.2005 E. B

B.a Am 16. April 1997 gelangte die Beschwerdeführerin an das Kantonsgericht Zug mit dem Begehren, es seien die Beschwerdegegner 1 - 3 unter solidarischer Haftung sowie unter dem ausdrücklichen Vorbehalt der Nachklage zu verpflichten, der Beschwerdeführerin Fr. 1'000'000.-- nebst Zins zu bezahlen. Mit Urteil vom 16. Mai 2002 verpflichtete das Kantonsgericht Zug den Beschwerdegegner 1, der Beschwerdeführerin Fr. 1'000'000.-- zuzüglich Zins zu 5 % seit 15. Februar 1996 zu bezahlen. Die Klagen gegen den Beschwerdegegner 2 und gegen die Beschwerdegegnerin 3 wurden abgewiesen. Das Kantonsgericht führte aus, die D.________ AG sei nach dem gerichtlich angeordneten Gutachten in den Jahren 1986 bis 1989 und 1991 mit grösster Wahrscheinlichkeit überschuldet gewesen. Trotzdem habe es der Beschwerdegegner 1 unterlassen, sowohl eine Zwischenbilanz zu erstellen wie den Richter zu benachrichtigen. Den Schaden hielt das Gericht für ausgewiesen. Es hielt dazu fest, die Beschwerdeführerin sei aufgrund einer im Zusammenhang mit dem N.________-Vertrag eingegangen Bürgschaft für total DM 1'804'007.07 in Anspruch genommen worden; das Gericht hielt es "somit" für erstellt, dass die Gläubigergemeinschaft einen Schaden von mindestens Fr. 1'000'000.-- erlitten habe. Dagegen kam das Gericht zum Schluss, der Beschwerdegegner 2 sei nicht faktisches Organ der D.________ AG gewesen und die Beschwerdegegnerin 3 habe als Kontrollstelle ihre Pflichten nicht verletzt. B.b Gegen dieses Urteil erhob die Beschwerdeführerin Berufung an das Obergericht des Kantons Zug. Sie brachte im Wesentlichen vor, die D.________ AG sei bereits im Jahre 1986, spätestens aber 1987 überschuldet gewesen. Durch die Pflichtverletzungen der Beschwerdegegner sei insbesondere die rechtzeitige Benachrichtigung des Richters unterblieben. Ohne die Pflichtverletzungen hätte sie die drei Verträge mit der konkursiten D.________ AG nicht abgeschlossen und es wäre ihr kein Schaden entstanden. Eingeklagt wurde nach Darstellung der Beschwerdeführerin der aus dem N.________-Vertrag entstandene Schaden im Teilbetrag von Fr. 1'000'000.--. Mit Urteil vom 7. Dezember 2004 hob das Obergericht in teilweiser Gutheissung der Berufung der Beschwerdeführerin und in Gutheissung der Berufung des Beschwerdegegners 1 das Urteil des Kantonsgerichts vom 16. Mai 2002 in den Ziffern 1, 3 und 4 auf und wies die Klage gegen den Beschwerdegegner 1 ab. Im Übrigen wurde das Urteil der Vorinstanz bestätigt. Die teilweise Gutheissung der Berufung der Beschwerdeführerin betrifft die Kosten. Materiell führte das Gericht aus, die Beschwerdeführerin lege den Beschwerdegegnern die Verletzung von Normen mit doppelter Schutzfunktion zur Last, das heisst von Bestimmungen, die sowohl den Interessen der Gesellschaft wie auch dem Schutz der Gläubiger dienten. Die Beschwerdeführerin könne ihren unmittelbaren Schaden nicht geltend machen. Den eingeklagten Gesellschaftsschaden wies das Gericht mangels Substanziierung ab; denn die Beschwerdeführerin hatte praktisch ausschliesslich Ausführungen zu ihrem direkt erlittenen Schaden gemacht. In einer Eventualerwägung fügte das Gericht an, die Klagen gegen den Beschwerdegegner 2 und die Beschwerdegegnerin 3 wären selbst dann abzuweisen, wenn der Schaden substanziiert wäre. Es bestätigte den erstinstanzlichen Schluss, wonach es der Beschwerdeführerin nicht gelungen sei, eine faktische Organschaft des Beschwerdegegners 2 zu begründen und dass die Beschwerdegegnerin 3 ihre Pflichten nicht verletzt habe, da sie die Generalversammlung mehrmals auf eine Überschuldung der Gesellschaft hingewiesen und den Verwaltungsrat ausdrücklich an seine Pflichten gemäss Art. 725 aOR gemahnt habe.