Citation: 6B_1359/2020 E. 3.2.3

3.2.3. Gemäss Dispo-Ziff. 1 des angefochtenen Urteils wird die Beschwerde teilweise gutgeheissen und die Einstellungsverfügung vom 8. Januar 2020 aufgehoben, soweit die Strafuntersuchung gegen B.________ betreffend Vergewaltigung eingestellt wurde. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. Im vorinstanzlichen Entscheid wird zudem eine Gehörsverletzung mit Bezug auf die geltend gemachte Nötigung durch die Vorinstanz geheilt. Wie vorstehend dargelegt, sind in einem solchen Fall nur diejenigen Verfahrenskosten aus der Staatskasse zu nehmen, die auf einem Fehler der ersten Instanz beruhen. Soweit das staatliche Handeln als rechtmässig beurteilt und die Beschwerde abgewiesen wird, hat die beschwerdeführende Partei die anteilsmässigen Kosten zu tragen. Die Vorinstanz verlegt somit, soweit sie die Beschwerde abweist, die Verfahrenskosten zu Recht nach Art. 428 Abs. 1 StPO. Die Beschwerdeführerin begründet ihre Rüge damit, sie habe im Hauptanklagepunkt, der Vergewaltigung, obsiegt, was ein Obsiegen von drei Vierteln bedeuten müsse. Angesichts der zusätzlich festgestellten Gehörsverletzung gebe es keinen Grund mehr für eine hälftige Kostenverlegung. Soweit sich die Beschwerdeführerin in ihren Ausführungen darauf beschränkt, dem vorinstanzlichen Entscheid ihre eigene Sicht der Dinge gegenüberzustellen, ohne darzulegen, inwiefern dieser auch im Ergebnis schlechterdings unhaltbar und damit willkürlich sein soll, verfällt sie in unzulässige appellatorische Kritik. Darauf ist nicht näher einzugehen. Die Vorinstanz prüft die Einstellung diverser Delikte und setzt sich nicht nur mit der Vergewaltigung auseinander, sondern weist die Beschwerde vielmehr im Umfang der behaupteten Tatbestände Betrug, Veruntreuung, Drohung, Erpressung und Nötigung ab. Angesichts des Ausgangs des Verfahrens liegt damit die hälftige Kostenverteilung ohne Weiteres im Rahmen des vorinstanzlichen Ermessensspielraums. Die Rüge der Beschwerdeführerin erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.