Citation: U 190/01 05.03.2002 E. 2

2.- Streitig ist der Invaliditätsgrad. a) Prof. Dr. med. F.________ attestiert in seinem Zwischenbericht vom 24. März 1998 entgegen den Feststellungen des Kreisarztes wegen residuellen Schmerzen und Muskelatrophie eine Arbeitsunfähigkeit von 50 %, da er nicht glaube, dass der Versicherte vor seiner Pensionierung seine Arbeit mehr als einen Tag ausüben könne. Seine Einschätzung begründet er nicht näher. Auch in seinem ärztlichen Zeugnis vom 17. Mai 2001 hält er lediglich fest, dass nach Studium seiner Akten der Beschwerdeführer beim Abschluss der Behandlung am 25. Mai 1998 wegen residuellen belastungsabhängigen Beschwerden bei Status nach Tibiakopfosteotomie bei medialer Gonarthrose zu maximal 50 % arbeitsfähig gewesen sei. PD Dr. med. L.________, Facharzt für Chirurgie, B._________, kommt in seinem Bericht vom 15. Dezember 2000 zum Schluss, dass der Versicherte medizinisch korrekt beurteilt worden sei; er habe auch nach persönlicher Untersuchung des Versicherten und Anfertigung neuer Röntgenbilder nichts zuzufügen. Die Festsetzung der Arbeitsfähigkeit auf 50 % begründet er damit, dass die Verletzung und die aufwändige, langandauernde Nachbehandlung für den über 60-jährigen mit einer Leidenszeit verbunden sei und dieser als Alleinstehender neben seiner Arbeit auch noch den Haushalt besorgen müsse. b) Dr. med. G.________ hält in seinem Bericht vom 4. Februar 1998 fest, dass nach der Metallentfernung im Oktober 1997 radiologisch und funktionell ein sehr schönes Ergebnis vorliege. Es bestehe eine gute Mobilität bei diskreten Hinweisen auf eine femeropatellare Arthrose und es liege kein intraartikulärer Reizzustand vor. Klinische Symptome, die für intraartikuläre Restbeschwerden ursächlich seien, gebe es nicht. Die Muskulatur sei gut ausgebildet mit entsprechender Kraftmöglichkeit. Der Versicherte fühle sich psycho-physisch durch die Haushaltsarbeiten belastet. Vom Zumutbarkeitsprofil her habe der Versicherte eine ideale Arbeitsstelle mit Wechselbelastung, ebenerdiger Arbeit und ohne Heben grösserer Gewichte. Eine Arbeitsfähigkeit von 75 % sei vertretbar. In seinem Bericht vom 19. Mai 1998 hält er einen sehr guten Allgemeinzustand, ein unauffälliges Gangbild und eine geringe Muskelhypothrophie mit einer Volumendifferenz von 1 cm, welche sich kräftemässig nicht auswirke, fest. Er fand weder Anzeichen für eine Entzündung noch Sensibilitätsausfälle. Ideal seien Tätigkeiten mit Wechselbelastung; Arbeiten mit Gehen auf unebenem Gelände oder mit Treppen-/Leiternsteigen seien nicht angezeigt. Überwiegend sitzend ausgeübte Tätigkeiten mit leichtem Werkzeug oder feinmotorischer Art könnten ganztägig ausgeübt werden. Weder bei Handgelenk noch Wirbelsäule bestünden Einschränkungen, sodass damit verbundene Arbeiten vollumfänglich möglich seien. Die angestammte Arbeit sei im Rahmen einer 75 %-igen Leistung zumutbar. c) Die Vorinstanz hat zu Recht darauf verwiesen, dass für die Einschätzung der noch zumutbaren Arbeitsfähigkeit einer vor Invalidität vollzeitig erwerbstätigen Person das Ausmass der allfälligen Hausarbeit nicht berücksichtigt werden kann. Ebenso zutreffend sind die Ausführungen des kantonalen Gerichts über die Berücksichtigung des Alters des Versicherten (Art. 28 Abs. 4 UVV; BGE 122 V 418; RKUV 1998 Nr. U 296 S. 239 Erw. 3, je mit Hinweisen), denen das Eidgenössische Versicherungsgericht nichts anzufügen hat. d) Weder die nicht näher begründete Einschätzung des Prof. Dr. med. F.________ noch die unzulässigerweise auch die Haushaltsarbeit berücksichtigende Feststellung der Arbeitsfähigkeit durch PD Dr. med. L.________ sind geeignet, die ausführlichen und in sich schlüssigen Berichte des Dr. med. G.________ mit ihren begründeten Schlussfolgerungen und detaillierten Beschreibungen der zumutbaren Arbeit in Frage zu stellen. Die SUVA ist bei der Invaliditätsbemessung zu Recht von einer Arbeitsfähigkeit von 75 % ausgegangen. Bei dieser Sachlage erübrigen sich weitere medizinische Abklärungen.