Citation: 9C_641/2023 E. 5.4

5.4. Selbst wenn vorliegend die Voraussetzungen einer Wiedererwägung gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG zu bejahen wären, würde eine solche im konkreten Fall keine rückwirkende Aufhebung der Leistungen ermöglichen. In Fällen der zweifellosen Unrichtigkeit einer Verfügung aufgrund einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes erübrigt es sich rechtsprechungsgemäss, den damals rechtserheblichen Sachverhalt weiter abzuklären und auf dieser nunmehr hinreichenden tatsächlichen Grundlage den Invaliditätsgrad zu ermitteln. Abgesehen davon, dass einen weiter zurückliegenden Zeitraum betreffende Abklärungen häufig keine verwertbaren Ergebnisse zu liefern vermögen, geht es im Kontext darum, mit Wirkung ex nunc et pro futuro einen rechtskonformen Zustand herzustellen (Urteile 8C_456/2017 vom 23. Februar 2018 E. 3.1; 9C_19/2008 vom 29. April 2008 E. 2.1).