Citation: 1C_286/2015 E. 3.3.4

3.3.4. In der Strafanzeige vom 1. März 2015, die Gegenstand des angefochtenen Entscheids bildet, erneuert der Beschwerdeführer seine Vorwürfe. Bezirksrichter Derungs habe im Rahmen der Vorladung zur Hauptverhandlung betreffend Ehescheidung wiederum nicht angeordnet, dass der Sohn des Beschwerdeführers ärztlich behandelt werde. Deshalb kämen die Straftatbestände der Körperverletzung, der Beihilfe zur Körperverletzung, der unterlassenen Hilfeleistung und des Amtsmissbrauchs in Frage. In Bezug auf die behauptete Unterlassung der Nothilfe (Art. 128 StGB) hat das Obergericht mehrmals hervorgehoben und ausführlich begründet, dass keine Anhaltspunkte für das Bestehen einer unmittelbaren Lebensgefahr des Sohnes des Beschwerdeführers gegeben seien (TB130229 vom 27. Februar 2014 E. 3.3 S. 5 und TB130166 vom 16. Dezember 2013 E. 3.3 S. 6). An diesem Befund vermögen auch die Ausführungen in der vorliegenden Beschwerde nichts zu ändern, zumal der Beschwerdeführer darin keine neuen Tatsachen nennt, die auf strafrechtlich relevantes Verhalten hinweisen könnten. Gleiches gilt in Bezug auf den Vorwurf des Amtsmissbrauchs (Art. 312 StGB), den der Beschwerdeführer namens seines Sohnes bereits in einer früheren Strafanzeige gegen den Beschwerdegegner erhoben hat (TB140064 vom 24. Juni 2014). Den Akten ist auch nicht zu entnehmen, inwiefern Anhaltspunkte für eine einfache Körperverletzung im Sinne von Art. 123 bzw. Art. 125 StGB vorliegen sollen. Dass ein Arzt angeblich einen "Verdacht auf eine depressive Entwicklung" beim Sohn des Beschwerdeführers geäussert haben soll, sich jedoch in der Folge geweigert habe, diese Diagnose schriftlich zu bestätigen, genügt offensichtlich nicht. Da sich somit weder die Tat- noch die Rechtslage geändert hat, konnte die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid auf frühere Beschlüsse zur gleichen Sache verweisen, ohne das rechtliche Gehör zu verletzen.