Citation: 5A_145/2024 E. 3.2.1

3.2.1. Die Vorinstanz erwog, auch diesbezüglich genügten die Berufungsanträge den gesetzlichen Anforderungen nicht. Nicht nur die Zuweisungs- und Teilungsansprüche wären zu konkretisieren gewesen, wie es der Beschwerdeführer hinsichtlich der Zuweisung der Liegenschaft getan habe, sondern auch der zu leistende güterrechtliche Geldanspruch, d.h. vorliegend die Ausgleichszahlung, wäre zu beziffern gewesen. Zwar bestreite der Beschwerdeführer den vom Bezirksgericht angenommenen Liegenschaftswert und habe er einen Beweisantrag auf Einholung einer Schätzung der ehelichen Liegenschaft gestellt. Für den Fall, dass eine Bezifferung der Ausgleichszahlung erst nach Einholung dieser Schätzung möglich wäre, wäre ihm offengestanden, eine unbezifferte Forderungsklage nach Art. 85 Abs. 1 ZPO zu erheben. Indessen ergebe sich weder aus dem Rechtsbegehren noch sinngemäss aus der entsprechenden Begründung der diesfalls als vorläufiger Streitwert anzugebende Mindeststreitwert. Mangels Bezifferung und Angabe eines Mindeststreitwerts sei auch auf die Rechtsbegehren Ziff. 2 und 3 der Berufung nicht einzutreten. Im Übrigen habe der Beschwerdeführer die beantragte güterrechtliche Auseinandersetzung nicht substanziiert und vermöge selbst der gestellte Beweisantrag dies nicht zu ersetzen. Der Beschwerdeführer habe nicht dargelegt, inwiefern ihm ein überwiegendes Interesse an der ungeteilten Zuweisung des Eigentums an der bislang gemeinschaftlich besessenen Liegenschaft zukäme. Auch diesbezüglich sei er seinen prozessualen Obliegenheiten nicht nachgekommen.