Citation: 5A_339/2024 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführerin erachtet sodann den Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 6 Ziff. 1 EMRK) in verschiedener Hinsicht als verletzt. Diesbezüglich beanstandet sie vorab, die KESB habe sich auf Unterlagen gestützt, die aus dem Verfahren bezüglich ihrer Tochter stammten, ohne diese zu den Akten des vorliegenden Verfahrens - es betrifft ihre Söhne - zu nehmen. In den Akten des vorliegenden Verfahrens fänden sich dementsprechend keinerlei Hinweise auf die in jenem Verfahren dokumentierten Umstände sowie die dort vorgenommenen Handlungen und getroffenen Beschlüsse. Damit habe die KESB sowohl die Pflicht zur Aktenführung als auch den Anspruch der Beschwerdeführerin auf Akteneinsicht missachtet, was das Obergericht verkenne. Weiter habe die KESB sie, die Beschwerdeführerin, am 23. März 2023 telefonisch darüber informiert, dass F.________ zum Beistand für die Söhne ernannt werde, und habe ihre Zustimmung eingeholt. Indes sei die Beschwerdeführerin bulgarischer Muttersprache und der deutschen Sprache kaum mächtig und habe nicht verstanden, worüber sie informiert worden sei und wozu sie ihre Zustimmung erteilt habe. Die Beschwerdeführerin habe Anspruch darauf, sich zur Person des Mandatsträgers zu äussern und allfällige Ablehnungsgründe geltend zu machen. Darin, dass sie ihr Äusserungsrecht ohne Dolmetscher habe ausüben müssen, liege eine Verletzung des Gehörsanspruchs. Diese sei umso schwerer, als die KESB eine schriftliche Äusserungsmöglichkeit in Aussicht gestellt, indessen nie eingeräumt habe. Auch dies habe die Vorinstanz verkannt.