Citation: 8C_677/2022 E. 5.2

5.2. Vor Bundesgericht beschränkt sich der Beschwerdeführer darauf, eine Verletzung des Gleichbehandlungsgebots gemäss Art. 8 BV geltend zu machen, da er im Vergleich zu einem 1979 geborenen Schweizer Bürger schlechter gestellt werde. Er fordert, er sei so zu behandeln, wie wenn er bei der Wohnsitznahme in der Schweiz erst 20 Jahre alt gewesen wäre. Aus seiner Berufung auf die Rechtsgleichheit kann der Beschwerdeführer allerdings nichts zu seinen Gunsten ableiten. Das anwendbare Recht (E. 4 hiervor) sieht kein Totalisierungs- und Proratisierungsverfahren vor, welches darin besteht, dass die Höhe des Rentenbetrags jedes Staates im Verhältnis zwischen den dort zurückgelegten Versicherungszeiten und der Gesamtheit der in den verschiedenen Staaten zurückgelegten Versicherungszeiten festgesetzt wird (vgl. BGE 130 V 51 E. 5.2 ff.). Soweit darin eine Ungleichbehandlung gegenüber Personen erblickt wird, die ihre Versicherungszeiten ausschliesslich in der Schweiz zurückgelegt haben, liegt sie in der Konzeption der Verordnungen Nr. 1408/71 und Nr. 883/2004 selbst begründet. Diesen geht es nicht um die inhaltliche Angleichung nationaler Systeme sozialer Sicherheit im Sinne einer Harmonisierung (vgl. Urteil 9C_9/2018 vom 19. Juni 2018 E. 3.2.2 mit Hinweis auf BGE 142 V 538 E. 6.3.2.3; vgl. im Übrigen auch BGE 143 V 402 E. 6.1 zur Reichweite des Gleichbehandlungsgebots nach Art. 3 Abs. 1 der Verordnung Nr. 1408/71 und Art. 4 der Verordnung Nr. 883/2004, verglichen mit dem Diskriminierungsverbot nach Art. 2 FZA). Die vom Beschwerdeführer angestrebte "Gleichstellung mit einem 1979 geborenen Schweizer Bürger" hätte unter Umständen zur Folge, dass er erheblich besser gestellt würde, als ein Versicherter, der einzig Beitragszeiten in der Schweiz aufweist, würde er doch nicht nur eine schweizerische Vollrente der Invalidenversicherung erhalten, sondern allenfalls gleichzeitig auch eine deutsche Rente.