Citation: 1P.807/2006 18.07.2007 E. 6.6

6.6.1 Der Beschwerdeführer rügt (S. 20 f.) eine willkürliche Beweiswürdigung auch im Zusammenhang mit seiner Verurteilung wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung. 6.6.2 Das Obergericht bemerkt (S. 40 ff.), dem Beschwerdeführer werde vorgeworfen, durch den Verkauf der Patente der Z.________ AG an F.________ für 74'000.-- und Behalten dieses Erlöses den Tatbestand der ungetreuen Geschäftsbesorgung nach Art. 158 StGB erfüllt zu haben. Der Beschwerdeführer sei als faktisches Organ der Z.________ AG Geschäftsführer im Sinne dieser Strafbestimmung gewesen. Der Gegenwert der Patente sei mit Fr. 74'000.-- zum Zeitpunkt des Verkaufs am 8. Februar 2000 offensichtlich zu tief gewesen. Indem der Beschwerdeführer ohne weitere Abklärungen die Patente für Fr. 74'000.-- an F.________ verkauft habe, habe er gegen seine ihm als faktisches Organ obliegenden Sorgfalts- und Treuepflichten verstossen. Der Schaden bestehe darin, dass ein Aktivum - nämlich die immateriellen Anlagen, die am 30. September 1998 mit Fr. 368'888.90 und am 30. September 1999 noch mit ca. Fr. 248'500.-- bilanziert worden und einziges Aktivum der Z.________ AG gewesen seien - Letzterer entzogen worden seien. Durch den Verkauf der Patente unterhalb des Wertes des Eigenkapitals sei die Z.________ AG in die Überschuldung getrieben worden. Dass ihr daraus ein Vermögensschaden entstanden sei, sei offensichtlich, sei sie doch in ihrer Existenz bedroht worden. Der objektive Tatbestand von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 StGB sei damit erfüllt. Zum subjektiven Tatbestand führt das Obergericht (S. 43 ff.) aus, weil der Beschwerdeführer zielstrebig und planmässig vorgegangen und sich anschliessend den Verkaufserlös selber angeeignet habe, könne kein ernsthafter Zweifel daran bestehen, dass er die schädigende Handlung mit Wissen und Willen ausgeführt habe. Dafür spreche auch, dass der Beschwerdeführer nach dem Verkauf der Patente kein Interesse mehr an einem Mandat im Verwaltungsrat gehabt habe. Nur folgerichtig sei es deshalb, dass er bereits kurz nach dem Verkauf der Patente, nämlich am 21. Februar 2000, gegenüber dem Handelsregister wieder aus dem Verwaltungsrat der Z.________ AG habe zurücktreten wollen. Klarer habe er nicht dokumentieren können, dass es ihm mit dieser Aktion ausschliesslich um die Befriedigung seiner eigenen Forderung und keineswegs um das Wohl der Gesellschaft gegangen sei. Dass auch der Beschwerderführer im Zeitpunkt des Verkaufs von einem höheren Wert der Patente als die verlangten Fr. 74'000.-- ausgegangen sei, belegten nicht nur seine eigenen Aussagen. Vielmehr sei auch der Umstand, dass er in den letzten 14 Monaten vor dem Verkauf Patentgebühren von über Fr. 50'000.-- bezahlt habe, ein Indiz dafür. Ansonsten sei nicht zu erklären, warum er so viel Geld in Patente investiert habe, die kaum mehr Wert als die anfallenden Jahresgebühren gehabt hätten. 6.6.3 Auch diese Ausführungen des Obergerichtes sind nicht offensichtlich unhaltbar. Der Beschwerdeführer übt auch im vorliegenden Punkt lediglich appellatorische Kritik. Seine Vorbringen sind nicht geeignet, Willkür darzutun.