Citation: 2C_113/2021 E. 6.4.1

6.4.1. Gemäss Art. 56 aKGVG FR (Artikelüberschrift "Ortsbefund"; unter Abschnitt "A. Pflichten im Schadenfall") dürfen unter Vorbehalt der durch die Polizeibehörden angeordneten Sicherheits- und Erhaltungsmassnahmen "keine Veränderungen an den beschädigten Teilen eines von einem Schadenfall betroffenen Gebäudes vorgenommen werden, bevor nicht der Schaden endgültig festgestellt und abgeschätzt worden ist" (Abs. 1). "Bei Nichterfüllung dieser Pflicht kann der Versicherte seines Anspruches auf Entschädigung ganz oder teilweise sowie im Rekursfall auf Neueinschätzung verlustig gehen" (Abs. 2). Laut Art. 60 (Artikelüberschrift "Ermittlungsfaktoren") wird der Schaden "bei teilweiser Zerstörung gemäss einem bestimmten Prozentsatz der Versicherungssumme entsprechend dem Verhältnis zwischen dem Wert des zerstörten oder beschädigten Gebäudeteiles und demjenigen des gesamten Gebäudes" festgesetzt (Abs. 1 lit. b). Für Gebäude, die im Umbau begriffen sind, erhöht sich der Schadensbetrag, der nach Massgabe der Versicherungssumme errechnet wird, entsprechend dem Schaden, der an den Umbauarbeiten entstanden ist (Abs. 2).