Citation: 8C_719/2022 E. 6.1

6.1. Gemäss kantonalem Gericht steht ein zeitlicher Aufwand von etwas mehr als 90 Minuten zur Beurteilung. Inwiefern die diesbezüglichen vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen offensichtlich unrichtig wären, ist nicht erkennbar. Entsprechendes wird auch nicht dargetan, soweit das BSV einen höheren Wert von 116,5 Minuten ins Spiel bringt, und kann daher entgegen der Beschwerdegegnerin nicht als unbestritten gelten. Eine diesbezügliche offensichtliche Unrichtigkeit des angefochtenen Entscheides vermag auch die beschwerdeführende IV-Stelle nicht aufzuzeigen, indem sie einwendet, dass zu Unrecht beim Pflegeaufwand Einschränkungen berücksichtigt worden seien, die bereits bei der erforderlichen Hilfe bei der Lebensverrichtung "Essen" miteinbezogen worden seien. Eine rechtlich relevante unzulässige Doppelanrechnung hat nicht stattgefunden, nachdem Art. 37 Abs. 3 lit. a IVV nicht zum Zuge kommt. Zudem ist nicht erkennbar, dass im Abklärungsbericht Bemühungen, die von der Sache her der Hilfe im Rahmen der Lebensverrichtung "Essen" zugeschlagen werden müssten, bei der zu beurteilenden pflegerischen Hilfeleistung berücksichtigt worden wären und die Vorinstanz bei der Ermittlung des zeitlichen Aufwands von etwas mehr als 90 Minuten insoweit unrichtige Sachverhaltsfeststellungen getroffen hätte.