Citation: 1C_398/2022 E. 3.4

3.4. Im Zürcher Recht ist der Natur- und Heimatschutz in den §§ 203 ff. des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG; LS 700.1) geregelt. Das Gemeinwesen hat in seiner Tätigkeit dafür zu sorgen, dass Schutzobjekte geschont und, wo das öffentliche Interesse an diesen überwiegt, ungeschmälert erhalten bleiben (vgl. § 204 Abs. 1 PBG). Diese Pflicht besteht gemäss § 1 der kantonalen Natur- und Heimatschutzverordnung vom 20. Juli 1977 (KNHV; LS 702.11) ohne förmliche Unterschutzstellung oder Aufnahme in ein Inventar. Sie ist namentlich beim Festlegen und Durchführen von Nutzungsplanungen und bei der Erteilung von Bewilligungen zu beachten, soweit der Behörde dabei Ermessen zusteht. Als Naturschutzobjekte gelten nach § 203 lit. g PBG seltene oder vom Aussterben bedrohte Tiere und Pflanzen sowie die für ihre Erhaltung nötigen Lebensräume. Zudem können Flächen als Naturschutzobjekte bezeichnet werden, welche dem ökologischen Ausgleich durch Vernetzung oder Wiederherstellung von Biotopen und Landschaften dienen sollen (§ 13 Abs. 2 KNHV). Wo planungsrechtliche Massnahmen (§ 205 lit. a PBG und § 14 KNHV) nicht genügen, sind Schutzmassnahmen nach § 205 lit. b-d PBG zu ergreifen (§§ 9 und 15 KNHV; vgl. auch Urteil 1C_663/2020 vom 2. November 2021 E. 5.2).