Citation: 4A_205/2019 E. 3.3.1

3.3.1. Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz habe ihr Argument, dass sie nicht passivlegitimiert sei, zu Unrecht als aussichtlos erachtet. Sie habe diesen Einwand im erstinstanzlichen Verfahren nicht verspätet vorgebracht; es sei falsch, dass die von ihr vorgebrachten Verweise auf ihre Klageantwort nicht einschlägig seien. In der Klageantwort habe sie erwähnt, dass die Beiträge der Vereinsmitglieder vor allem dafür vorgesehen gewesen seien, dem Verein eine Immobilie zu beschaffen. Da im Übrigen auch die Bemühungen Gewinne an der Börse zu erzielen, dem gleichen Ziel gedient hätten, sei es überspitzt formalistisch, anzunehmen, das Geld sei nicht für den Verein bestimmt gewesen. Nichts anderes ergebe sich aus ihrer Behauptung, wonach die Gelder der Klägerin zur Deckung des Verlusts bei einem Börsengeschäft verwendet worden sei. Die Rüge geht fehl. Die Vorinstanz hielt zu Recht fest, die Verweise der Beschwerdeführerin auf ihre Klageantwort seien nicht einschlägig. An den erwähnten Stellen wird jedenfalls nicht behauptet, das Freizügigkeitsguthaben sei nicht an die Beschwerdeführerin, sondern an den Verein übergeben worden. Sie zeigt auch nicht auf, dass sie ausdrücklich behauptet hätte, das von der Klägerin übergebene Freizügigkeitsguthaben sei als Vereinsbeitrag gedacht gewesen. Die allgemeinen Ausführungen an der zitierten Stelle in der Klageantwort, wonach der Verein eine eigene Immobilie habe erwerben wollen und zu diesem Zweck auch (erfolglos) an der Börse spekuliert habe, genügen dafür nicht, zumal sie auch nicht ausführt, es sei mit Vereinsvermögen an der Börse spekuliert worden. Dass allfällige Gewinne aus den Börsengeschäften für den Verein hätten verwendet werden sollen, ändert im Übrigen an der Passivlegitimation der Beschwerdeführerin nichts; wie die Vorinstanz zu Recht ausführt, kann sich eine Schadenersatzpflicht auch ergeben, wenn der Vermögensvorteil nicht bei ihr, sondern bei einem Dritten (vorliegend dem Verein) eintritt. Damit setzt sich die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde nicht auseinander, sondern behauptet nur, dies sei nicht einschlägig. Die Beschwerdeführerin zeigt in ihrer Beschwerde somit insgesamt nicht auf, dass die Vorinstanz bezüglich der Frage der Passivlegitimation die Prozesschancen ihrer Berufung falsch eingeschätzt hat.