Citation: 2C_837/2019 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer rügt zunächst, erstmals im Rahmen des Entscheids des Verwaltungsgerichts mit dem für die ausgesprochene Disziplinarmassnahme letztlich entscheidenden Vorwurf konfrontiert worden zu sein. Diese Rüge ist unbegründet: Sowohl die Verfügung der Anwaltsaufsichtsbehörde wie auch das angefochtene Urteil basieren grundsätzlich auf dem Vorwurf, der Beschwerdeführer habe B.________ trotz Vorliegens einer Interessenkollision (weiter-) vertreten. Ein Unterschied besteht nur insoweit, als die Anwaltsaufsichtsbehörde davon ausging, die Interessenkollision habe schon zum Zeitpunkt der Mandatsübernahme bestanden, während die Vorinstanz sich insoweit nicht festlegte, und stattdessen feststellte, jedenfalls am 19. Juni 2012 sei der Interessenkonflikt für den Beschwerdeführer offensichtlich geworden. Um zu diesem Schluss zu gelangen, edierte die Vorinstanz zusätzliche Unterlagen aus dem gegen B.________ geführten Strafverfahren. Vor dem Entscheid in der Sache stellte sie dem Beschwerdeführer diese Unterlagen jedoch zu und gewährte ihm das Recht zur Stellungnahme. Davon machte der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 26. April 2019 Gebrauch. Dem Äusserungsrecht des Beschwerdeführers wurde damit im vorinstanzlichen Verfahren hinreichend Rechnung getragen.