Citation: 5A_875/2022 E. 2.2

2.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, dass die Vorinstanz hätte prüfen müssen, ob zwischen der Schweiz und Frankreich ein Staatsvertrag bestehe, der die direkte Anerkennung der Wirkungen des französischen Sauvegarde-Verfahrens in der Schweiz vorsehe. Tatsächlich falle das Sauvegarde-Verfahren in den sachlichen Anwendungsbereich des französisch-schweizerischen Vertrags vom 15. Juni 1869 über den Gerichtsstand und die Vollziehung von Urteilen in Zivilsachen. Verneinendenfalls hätte die Vorinstanz nach Auffassung des Beschwerdeführers von sich aus nach den Art. 166 ff. IPRG prüfen müssen, ob das Sauvegarde-Verfahren in der Schweiz anerkannt werden könne. Wenn die Vorinstanz ausführe, dass die Art. 166 ff. IPRG nicht einschlägig seien, habe sie sich mit dem Wesen des Sauvegarde-Verfahrens offenkundig nicht befasst.