Citation: 2C_485/2014 E. 3.2

3.2. Bei schweren Straftaten, wozu namentlich Drogendelikte aus finanziellen Motiven gehören, und bei Rückfall bzw. wiederholter Delinquenz besteht regelmässig ein wesentliches öffentliches Interesse, die Anwesenheit eines Ausländers zu beenden, der dermassen die öffentliche Sicherheit und Ordnung beeinträchtigt. Drogenhandel stellt nach der Rechtsprechung eine schwere und gegenwärtige Gefährdung der öffentlichen Ordnung im Sinne von Art. 5 Anhang I FZA dar. Vorliegend ist die Vorinstanz ausserdem zurecht von einer erheblichen Rückfallgefahr des Beschwerdeführers ausgegangen. Sollte er selbst wieder Drogen konsumieren, spricht vieles dafür, dass er - wie in der Vergangenheit - seinen Konsum mit Drogenhandel finanzieren und damit eine Vielzahl von Personen gefährden würde. Nach einer so lange andauernden - suchtbedingten - deliktischen Lebensführung kann das Risiko eines (weiteren) Rückfalls und damit verbundener Straffälligkeit von vornherein nicht leichthin ausgeschlossen werden; dies gilt beim Beschwerdeführer umso mehr, als bei ihm verschiedene frühere Therapieversuche gescheitert sind und die Zeitspanne, die auf eine drogenfreies Leben hoffen lässt (unter Ausserachtlassung der in Deutschland in Haft verbrachten Zeit), noch nicht lange dauert.