Citation: 4P.293/2001 12.03.2002 E. A

A.- Die A.________ stellt medizinische Geräte her und handelt mit diesen. Ihr Geschäftsführer, C.________, lernte im August 1991 B.________ kennen, der unter der Firma "D.________" Instrumente für die Augenchirurgie herstellt. Dabei wurde erstmals über eine mögliche Zusammenarbeit zwischen der A.________ und B.________ sowie dem ebenfalls anwesenden E.________ gesprochen. Im November 1991 einigten sich C.________ und B.________ darüber, dass die A.________ bei der Teilnahme an der bevorstehenden "Medica 91", einer Fachmesse, einige Produkte Arns mitnehmen werde. C.________ unterbreitete B.________ und E.________ bei dieser Gelegenheit den Entwurf eines Zusammenarbeitsvertrags hinsichtlich der Vermarktung chirurgischer Produkte, doch lehnten beide die Unterzeichnung dieses Vertrages ab. Die A.________ behauptet, an der "Medica 91" im Interesse B.________s verschiedene Geschäftskontakte geknüpft zu haben. Es steht aber einzig fest, dass B.________ durch Vermittlung der A.________ der F.________ GmbH im Anschluss an die Messe drei Skalpelle liefern konnte. Im September 1992 unterbreitete C.________ neuerdings den Entwurf eines Zusammenarbeitsvertrags, dessen Unterzeichnung B.________ aber ablehnte. Mit Rechnungen vom 16. März und 3. September 1992 verlangte B.________ von der A.________ die Zahlung von Fr. 2'392.-- für die drei an die F.________ GmbH gelieferten Skalpelle sowie von Fr. 1'036.-- für die Lieferung eines Messers an die A.________. Am 7. Oktober 1992 mahnte er sie wegen der offenen Rechnungsbeträge und verlangte die Rückgabe der Instrumente, welche er ihr für Demonstrationszwecke zur Verfügung gestellt hatte. Die A.________ hatte B.________ ihrerseits am 24. April und am 30. September 1992 für ihre Bemühungen Rechnung über Fr. 22'400.-- und Fr. 14'200.-- gestellt. Mit Schreiben vom 16. Oktober 1992 lehnte dieser die Bezahlung der in Rechnung gestellten Beträge ab. Vorher hatte ihm die A.________ mit Brief vom 12. Oktober 1992 mitgeteilt, sie fasse sein Begehren um Rückgabe der Instrumente als Kündigung des Zusammenarbeitsvertrags auf.