Citation: 8C_467/2022 E. 4.3

4.3. Dr. med. E.________ hat sich mehrmals mit den advokatorisch anmutenden Schreiben des Prof. Dr. med. F.________ (vgl. zum Beispiel dessen unter dem Titel "Replik auf die 2. Ärztliche Stellungnahme von Dr. med. E.________ vom 30. April 2021" verfassten Bericht vom 27. Mai 2021) befasst. In der Stellungahme vom 16. Juli 2021 weist Dr. med. E.________ erneut darauf hin, weder aufgrund des Verlaufs des Krankheitsgeschehens, noch aufgrund der anderen ärztlichen Beurteilungen sowie der medizinischen Literatur sei die Auffassung des Prof. Dr. med. F.________ haltbar. Die von ihm postulierte schwere Verletzung (akutes axiales Translationstrauma mit Schwächung des diskalen und ligamentären Apparates auf Höhe HWK C3/4) hätte unverzüglich akut massive zervikale Schmerzen mit pseudoradikulären Ausstrahlungen auslösen müssen, wovon angesichts des Berichts und der therapeutischen Verordnungen des Dott. C.________ nicht die Rede sein könne. Er hätte andernfalls den Beschwerdeführer sofort stationär abklären und behandeln lassen. Anlässlich der Sprechstunde der neun Monate danach konsultierten Hausärztin habe der Beschwerdeführer den Sturz auf den Hinterkopf nicht einmal erwähnt. Prof. Dr. med. F.________ orientiere sich nicht am echten klinischen Verlauf des Krankheitsgeschehens. Der Beschwerdeführer habe bis zur Konsultation bei der Hausärztin keine Analgetika eingenommen. Er habe sogar noch im Juni 2018 eine neue leitende Stelle in der Gastronomie beginnen können. Entgegen der konstruierten Hypothese des Prof. Dr. med. F.________ habe der Beschwerdeführer unmittelbar nach dem Unfall vom 22. Dezember 2017 während längerer Zeit an keinen lokalisierbaren Symptomen gelitten. Vielmehr ergebe sich aus der Anamnese, wie auch Prof. Dr. med. F.________ angebe, dass der Beschwerdeführer drei bis vier Jahre vor dem Unfall symmetrisch zunehmende Taubheitsgefühle in den Fingern entwickelt habe mit zunehmender Gangstörung und Kraftasymmetrie. Die Auffassung des Prof. Dr. med. F.________ einer kaskadenhaften Entwicklung eines unfallbedingten Krankheitsgeschehens ist auch in Anbetracht der von Dr. med. E.________ zitierten medizinischen Literatur wenig nachvollziehbar. Jedenfalls ist der Schlussfolgerung des kantonalen Gerichts beizupflichten, dass an den internen versicherungsärztlichen Stellungnahmen des Dr. med. E.________ keine auch nur geringen Zweifel angebracht seien, weshalb darauf abzustellen ist.