Citation: 1B_181/2016 E. 4.2

4.2. Ein Anfangsverdacht auf betrügerische Machenschaften ergibt sich bereits aus den in oben E. 4.1 Absatz 1 wiedergegebenen irreführenden Angaben zum Gesellschaftszweck gegenüber der Bank X.________. Der nach der plausiblen und nicht substantiell bestrittenen Darstellung der Bank angegebene Zweck - die Erstellung von Markt- und Unternehmensstudien, die Übernahme von Public-Relations sowie die Organisation von Roadshows - schliesst Aktienhandel klarerweise nicht mit ein. B.________ habe auf ihre Nachfrage jegliche Auskünfte zur Geschäftstätigkeit verweigert, und sein Vater, der als Geschäftsführer der Beschwerdeführerin aufgetreten war und über die Unterschriftsberechtigung für deren Konten bei der Bank X.______ verfügte, hatte darüber angeblich keinerlei Kenntnisse. Unter diesen Umständen erscheint es jedenfalls nachvollziehbar, dass die Bank am 12. November 2015 die Verdachtsmeldung einreichte, ohne weitere Stellungnahmen von B.________ und dessen Vater abzuwarten. Der Umstand, dass die Bank bei der Kontoeröffnung über den wahren Gesellschaftszweck der Beschwerdeführerin mutmasslich getäuscht wurde und die beiden auf Nachfrage keine Angaben zu deren Geschäftstätigkeit machen konnten oder wollten, ist offensichtlich ein Indiz für unlautere Absichten.