Citation: 2C_832/2018 E. 3.4

3.4. Die vorinstanzliche Interessenabwägung ist nicht zu beanstanden. Der Beschwerdeführer erfüllt die Voraussetzungen, um einen Aufenthaltsanspruch aus dem Recht auf Achtung des Privatlebens gemäss Art. 8 EMRK abzuleiten, nicht. Sein Lebensmittelpunkt liegt zwar in der Schweiz, er ist jedoch alles andere als unbescholten, sondern hat sich im Gegenteil mehrfach strafbar gemacht, hohe Schulden angehäuft und beruflich nie Fuss fassen können. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass dieses Ergebnis auch im Einklang mit der Rechtsprechung steht, wonach der Aufenthalt eines Ausländers nach langjähriger Anwesenheit wie vorliegend nur mit Zurückhaltung beendet werden darf, bei wiederholter bzw. schwerer Straffälligkeit dies jedoch selbst dann nicht ausgeschlossen ist, wenn der Ausländer hier geboren ist und sein ganzes bisheriges Leben im Land verbracht hat (Urteile 2C_116/2017 vom 3. Oktober 2017 E. 3.2; 2C_112/2017 vom 14. September 2017 E. 2.2 mit Hinweisen). Bei schweren Delikten, wozu namentlich Drogendelikte aus finanziellen Motiven gehören und bei Rückfall bzw. wiederholter Delinquenz besteht regelmässig ein wesentliches öffentliches Interesse, die Anwesenheit eines Ausländers zu beenden, der dermassen die öffentliche Sicherheit und Ordnung beeinträchtigt (Urteile 2C_453/2015 vom 10. Dezember 2015 E. 3.2.2; 2C_519/2014 vom 15. Januar 2015 E. 3.3; 2C_611/2013 vom 13. Oktober 2014 E. 2.2). Stellt die Tat wie vorliegend Drogenhandel zudem eine Anlasstat gemäss Art. 121 Abs. 3 BV dar, die nach dem Verfassungsgeber dazu führt, dass der Täter aus der Schweiz ausgewiesen und unabhängig von ausländerrechtlichen Status sein Aufenthaltsrecht und alle Rechtsansprüche auf Aufenthalt in der Schweiz verliert, so ist dies zu berücksichtigen. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist diese Bestimmung zwar nicht unmittelbar anwendbar, doch ist den darin enthaltenen verfassungsrechtlichen Wertentscheidungen Rechnung zu tragen, soweit dies zu keinem Widerspruch mit übergeordnetem Recht führt (BGE 139 I 31 E. 2.3.2 S. 34; Urteile 2C_536/2013 vom 30. Dezember 2013 E. 2.5.3, nicht publ. in: BGE 140 II 129; 2C_453/2015 vom 10. Dezember 2015 E. 3.2.2; 2C_519/2014 vom 15. Januar 2015 E. 3.3).