Citation: 1P.216/2006 03.07.2006 E. 4

Die Beschwerdeführer bringen vor, es sei ungewiss, ob der Grenzbetrag für eine qualifizierte Sachbeschädigung mit "grossem Schaden" erreicht werde. Da eine einfache Sachbeschädigung bereits verjährt wäre, hätte das Verfahren gegen die Beschwerdeführer nach dem Grundsatz "in dubio pro reo" eingestellt werden müssen. 4.1 Der aus der Unschuldsvermutung (Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK) abgeleitete Grundsatz "in dubio pro reo" besagt als Beweiswürdigungsregel, dass sich der Strafrichter nicht von der Existenz eines für den Angeklagten ungünstigen Sachverhalts überzeugt erklären darf, wenn bei objektiver Betrachtung erhebliche und nicht zu unterdrückende Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt so verwirklicht hat (BGE 127 I 38 E. 2a S. 41; 124 IV 86 E. 2a S. 88). 4.2 Angesichts der willkürfreien Schadensfeststellung (E. 3.4) besteht kein Anlass zu vernüftigen Zweifeln an der Schadenshöhe. Das Obergericht durfte in den genannten Fällen ohne Verletzung von Verfassungsrecht von den getroffenen Sachannahmen ausgehen. Die Rüge, der Grundsatz "in dubio pro reo" sei verletzt, ist unbegründet.