Citation: U 441/99 29.08.2000 E. 3

3.- Zwar ist unbestritten, dass der Versicherte am 20. August 1996 einen Unfall erlitten hat, bei dem die rechte Schulter betroffen wurde. Während den folgenden beinahe 1 ½ Jahren bestanden indessen weder eine Behandlungsbedürftigkeit noch eine Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit. Erst am 13. Februar 1998 suchte der Versicherte Dr. med. C.________, FMH Orthopädische Chirurgie, Leitender Arzt am Spital Y.________, auf. Im Arztzeugnis UVG vom 2. Juni 1998 führte der Arzt auf die Formularfrage, ob ausschliesslich Unfallfolgen vorliegen würden, aus, dies sei aus seiner Sicht nicht beurteilbar. Trotzdem beantwortete er die ihm von der Krankenkasse unterbreitete Frage, ob mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ein Zusammenhang der heutigen Beschwerden in der Schulter mit dem Ereignis vom 20. August 1996 bestehe, am 22. September 1998 mit Ja. Zur Begründung weist er darauf hin, der Versicherte habe vor dem Unfallereignis nie Schmerzen in der Schulter gehabt und seither würden diese persistieren. Der gefundene Schaden (Partialläsion des Supraspinatus rechts) könne bei jungen Patienten durchaus traumatisch bedingt sein. Diese vage Stellungnahme zur Kausalität, die im Übrigen der wiederholt verworfenen Formel "post hoc, ergo propter hoc" entspricht (BGE 119 V 341 f. Erw. 2b/bb), reicht für die Begründung eines Leistungsanspruches indessen nicht aus. Es kommt hinzu, dass die angeblich seit dem Unfall persistierenden Schmerzen einzig auf den medizinisch nicht weiter erhärteten Angaben des Versicherten beruhen. Auch die Stellungnahmen des Dr. med. D.________, Vertrauensarzt der Beschwerdegegnerin, basieren auf denselben Überlegungen. Demgegenüber hielt Dr. med. R.________, Medizinisch-Radiologisches Zentrum der Klinik Z.________, im Bericht vom 17. Februar 1998 fest, dass die Befunde auf ein Impingement-Syndrom, das heisst eine Funktionsbeeinträchtigung des Schultergelenks durch chronische Überlastung bei Tennis-, Golfspielern, Schwimmern und Werfern (Pschyrembel Klinisches Wörterbuch, 258. Aufl., Berlin/New York 1998, S. 751), hinweisen könnten. Diese Beurteilung schwächt die Annahme der Unfallkausalität umso mehr, als sich zudem hypertrophe degenerative Veränderungen des AC-Gelenkes fanden und es sich beim Versicherten um einen das Bogenschiessen wettkampfmässig ausübenden Sportler handelt. Es ist daher, entgegen der vorinstanzlichen Auffassung, nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt noch durch weitere medizinische Abklärungsmassnahmen beweisbar, dass die geklagten Schulterprobleme Folgen des Unfalls vom 20. August 1996 sind.