Citation: 6B_710/2022 E. 2.3

2.3. Der Beschwerdeführer weist die vorinstanzliche Beurteilung nicht als bundesrechtswidrig aus, indem er vorträgt, niemand habe ausgesagt, dass er Vermögen für den Beschwerdegegner verwaltet habe. Der Beschwerdeführer erblickt in der Begründung der Vorinstanz einen Widerspruch. Er macht geltend, die Vorinstanz führe zuerst aus, der Beschwerdeführer sei kein Vermögensverwalter, weil er das erhaltene Geld unverzüglich an die D.________ AG hätte weiterleiten müssen. Dann werde gesagt, er sei Vermögensverwalter, weil er vom Beschwerdegegner dazu bestimmt worden sei, das Geld an die D.________ AG weiterzuleiten. Dies mag zutreffen. Doch tut der Beschwerdeführer damit keine Bundesrechtswidrigkeit dar. Denn der vorliegende Fall entspricht wertungsmässig dem erwähnten Urteil 6B_136/2008 vom 18. Juli 2008, wo sich ein Treuhänder Fr. 1'560'000.-- angeeignet hatte, die ihm zur Beschaffung eines Grosskredits bei einer Bank zur Aufbewahrung und anschliessenden Weiterleitung ausgehändigt worden waren. In beiden Fällen genoss der Täter als Treuhänder erhöhtes Vertrauen, weshalb die Verurteilung wegen qualifizierter Tatbegehung auch hier zu schützen ist (vgl. auch BGE 100 IV 30). Fehl geht die Argumentation des Beschwerdeführers, wonach die vorinstanzliche Beurteilung zur Folge habe, dass jede Person, welche in eine Geldtransaktion involviert sei, als berufsmässiger Vermögensverwalter gelte. Denn der Beschwerdeführer übersieht, dass dies nicht für jede Person gilt, sondern nur für Treuhänder, die ein erhöhtes Vertrauen geniessen. Dass der Beschwerdeführer den Beschwerdegegner lediglich beraten hätte, ohne selbstständig über dessen Vermögenswerte zu verfügen (vgl. dazu Urteile 6S.287/2003 vom 17. Oktober 2003 E. 4.1; 6S.249/2002 vom 21. November 2002 E. 1.2), macht der Beschwerdeführer zu Recht nicht geltend. Denn nachdem ihm der Beschwerdegegner das Bargeld von Fr. 1'330'000.-- übergeben hatte, konnte der Beschwerdeführer frei darüber verfügen.