Citation: 4A_211/2023 E. 4.4

4.4. Aber auch in Bezug auf eine Verletzung von Art. 17 Abs. 1 AKV fehlt es an schlüssigen Behauptungen, soweit nicht behauptet wird, die stillen Reserven per Bilanzstichtag liessen sich in den Folgejahren zu 100 % realisieren. Denn sollten sich die stillen Reserven per Bilanzstichtag nach dem gewöhnlichen Lauf generell nicht zu 100 % realisieren lassen oder kann dies im Voraus gar nicht verlässlich abgeschätzt werden, kann aus der unvollständigen Realisierung nicht auf eine wesentliche Verschlechterung der Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft geschlossen werden - vielmehr durfte diesfalls von Anfang an nicht mit Sicherheit angenommen werden, die stillen Reserven, so wie sie nach der Praxis der Gesellschaft berechnet wurden, liessen sich zu 100 % realisieren. In Bezug auf die angefangenen Arbeiten wird in der Beschwerde keine Rechtsverletzung aufgezeigt, und hat es beim angefochtenen Entscheid sein Bewenden.