Citation: 2C_1142/2018 E. 3.4.1

3.4.1. Eine (partielle) Ermessensveranlagung kann nur wegen offensichtlicher Unrichtigkeit angefochten werden (Art. 132 Abs. 3 DBG bzw. § 149 Abs. 4 StG/SO). Offensichtlich unrichtig ist eine Schätzung, die einen wesentlichen Gesichtspunkt übergangen oder falsch gewürdigt hat. Das Bundesgericht ist an die Ermessenseinschätzung gebunden, wenn sie auf einer richtigen und vollständigen Sachverhaltsermittlung und auf einer sachgerechten Abwägung der Gesamtheit der für die Veranlagung massgebenden Verhältnisse beruht, wobei den zuständigen Behörden ein gewisser Spielraum für die zahlenmässige Auswertung der Untersuchungsergebnisse zusteht; solange ihre Schätzung im Rahmen dieses Spielraums bleibt, kann das Bundesgericht nicht eingreifen (vgl. Urteil 2C_1101/2014, 2C_1104/2014 vom 23. November 2015 E. 6.3.1).