Citation: 6B_702/2009 08.01.2010 E. 7

Schliesslich wendet sich der Beschwerdeführer gegen den Schuldspruch der sexuellen Handlungen mit Kindern zum Nachteil von F.________. 7.1 Die Anklageschrift wirft dem Beschwerdeführer zur Last, er habe sich am 27. Mai 2006 via Internet-Chat gegenüber dem zu jenem Zeitpunkt 13-jährigen Geschädigten F.________ unter Verwendung eines Alias-Namens als Mädchen ausgegeben und diesen veranlasst, von sich mittels einer Digitalkamera Nacktfotos zu erstellen und ihm diese zuzusenden. Zudem habe er den Geschädigten durch anzügliche E-Mails veranlasst, während des gemeinsamen Chattens zu onanieren (Anklageschrift L, ND 13; angefochtenes Urteil S. 80 mit Hinweis auf das erstinstanzliche Urteil S. 67). 7.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, die rein elektronische Aufforderung via E-Mail zu onanieren stelle keine sexuelle Handlung dar, sondern sei lediglich als sexuelle Belästigung zu würdigen (Beschwerde S. 23). 7.3 Die Vorinstanz nimmt an, der Beschwerdeführer habe den Geschädigten F.________ im Rahmen des Chat-Verkehrs aufgefordert, zu onanieren. Damit habe er sich der sexuellen Handlung mit einem Kind schuldig gemacht (angefochtenes Urteil S. 83 f.). 7.4 Der Tatbestand der sexuellen Handlungen mit einem Kind gemäss Art. 187 Ziff. 1 Abs. 2 StGB erfasst auch das Verleiten zu einer sexuellen Handlung an sich selbst (vgl. STEFANIA SUTER-ZÜRCHER, Die Strafbarkeit der sexuellen Handlungen mit Kindern nach Art. 187 StGB, Zürich 2003, S. 63). Die Aufforderung zum Onanieren, welcher das Kind nachkommt, fällt zweifellos unter diesen Tatbestand. Die Anwesenheit des Täters bei den Handlungen ist, wie die erste Instanz zu Recht erkennt, nicht erforderlich (erstinstanzliches Urteil S. 71). Das angefochtene Urteil verletzt in diesem Punkt kein Bundesrecht.