Citation: 1C_645/2024 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Beschluss einlässlich begründet, wieso der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin die Beschwerde gegen den erwähnten Entscheid des Departements Bau und Volkswirtschaft nicht rechtzeitig eingereicht habe, indem er - wie er geltend macht - den betreffenden Briefumschlag am Freitag, 28. Juni 2024, d.h. am letzten Tag der Beschwerdefrist, am Abend ausserhalb der Bürozeiten unter der Türe des "Postbüros" im Erdgeschoss des Fünfeckpalastes in Trogen durchgeschoben habe. Sie hat dabei insbesondere dargelegt, wieso das besagte "Postbüro" weder räumlich noch funktionell dem Obergericht zuzuordnen sei, dessen Räumlichkeiten im ersten und zweiten Stock des Fünfeckpalastes lägen und keine direkte Verbindung zum "Postbüro" aufwiesen. Auch hat sie darauf hingewiesen, dass dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin um 22 Uhr noch genügend Zeit geblieben wäre, durch Einwurf des Briefumschlags unter Zeugenbestätigung in einen Postbriefkasten die Beschwerdefrist zu wahren, zumal sich ein solcher Briefkasten in Gehdistanz zum Fünfeckpalast in rund 200 m Entfernung direkt vor der Postfiliale im Dorfladen an der Speicherstrasse befinde. Im Sinne einer Eventualbegründung hat sie zudem ausgeführt, wieso unter den gegebenen Umständen der strikte Beweis der rechtzeitigen Beschwerdeeinreichung ungeachtet der Berufung des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin auf einen beigezogenen Zeugen auch beim Einwurf der Beschwerde in einen Postbriefkasten nicht hätte erbracht werden können.