Citation: 8C_284/2023 E. 7.1

7.1. Diesbezüglich hielt das kantonale Gericht fest, der Beschwerdeführer habe 1996 an der Universität Y.________ zum Humanmediziner promoviert. In der Folge sei er insgesamt 28 Monate im Krankenhaus Z.________ in wechselnden Abteilungen (Unfallchirurgie, Chirurgie, Orthopädie und Gynäkologie) tätig gewesen, bevor er an der Universität Y.________ die Facharztausbildung zum Zahnmediziner aufgenommen und 2001 mit Diplom abgeschlossen habe. Von 2008 bis 2011 habe er in V.________, von 2011 bis 2021 in U.________ eine eigene Zahnarztpraxis geführt. Zwar sei er nicht mehr in der Lage, seiner früheren Tätigkeit als Zahnarzt nachzugehen. Als ausgebildeter Mediziner verfüge er indes über einen universitären Hochschulabschluss, könne langjährige Berufserfahrung vorweisen und habe langjährig als Selbstständiger eine eigene Zahnarztpraxis geführt. Angesichts der Erwerbsbiographie des Beschwerdeführers sei daher nicht die Tabelle TA1_tirage_skill_level der LSE 2018 heranzuziehen. Da sich das Zumutbarkeitsprofil (leichte, wechselbelastende Tätigkeiten ohne Heben, Tragen und Transportieren von mittelschweren und schweren Lasten, ohne beidseitiges Arbeiten in Armvorhalteposition oder Überkopf, etc.) im Rahmen von Medizinalberufen, bspw. als Versicherungsmediziner oder in der Pharmazie, weiterhin vielfältig verwerten lasse, dränge sich vielmehr die Anwendung der LSE-Tabelle T11 (Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert und Quartilbereich] nach Ausbildung, beruflicher Stellung und Geschlecht) auf. Nach jahrelanger Selbstständigkeit mit eigener Praxis lasse sich auch eine gewisse Führungserfahrung im Sinne einer Kaderstellung nicht von der Hand weisen. Es rechtfertige sich daher, auf das Total für Männer mit universitärem Hochschulabschluss als Mittelwert zwischen Kaderposition und Tätigkeiten ohne Kaderposition abzustellen. Ausgehend vom monatlichen Bruttolohn von Fr. 10'831.- ergebe sich ein an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden und die Entwicklung der Nominallöhne bis zum Jahr 2021 angepasstes Invalideneinkommen von Fr. 136'754.90.