Citation: 1F_18/2019 E. 2.2

2.2. Damit ergibt sich, dass der Rechtsvertreter der Beschwerdeführer glaubhaft und plausibel darlegt, dass die Beschwerde am 4. März 2019, kurz vor 19 Uhr, der Post übergeben wurde und dafür zwei Zeugen - sich selber und E.________ - anbietet. Für die weitere Behauptung, dass die Aufgabe nicht am 5. März 2019, 10.20 Uhr, erfolgt sein könne, bietet er sämtliche Kanzleimitarbeiter als Zeugen an. Auf der anderen Seite wurden vier von der Kanzlei am 4. März 2019 der Post übergebenen Sendungen nicht oder jedenfalls nur teilweise bzw. nicht auf Anhieb korrekt erfasst. Für die Beschwerde wurden, was die Post bestätigt, keine Empfangsquittungen ausgestellt. Eine plausible Erklärung für das Fehlen der Empfangsquittungen wäre offenkundig die, dass die Beschwerde versehentlich nicht erfasst wurde. Das erscheint auch deshalb nicht ausgeschlossen, weil ja auch bei der Erfassung von vier weiteren Sendungen unbestrittenermassen fehlerhaft gearbeitet wurde. Die Beschwerde wurde gemäss Track & Trace am 5. März 2019, um 10.20 Uhr, erfasst, nachdem vier andere Sendungen der Kanzlei um 10.17 Uhr "nacherfasst" worden waren. Diese zeitliche Nähe könnte daraufhin deuten, dass die Beschwerde und die vier Sendungen gemeinsam eingereicht und gemeinsam verarbeitet wurden, wobei die Beschwerde dabei möglicherweise erstmals - einen Tag zu spät - erfasst wurde. Die Post erklärt per E-Mail, sich auf ihr "Scanning" verlassen zu müssen, dessen Zuverlässigkeit sie aber wegen der fehlenden Empfangsquittungen in Bezug auf die Beschwerde nicht belegen kann. Somit bestehen ernsthafte Zweifel daran, dass der Track & Trace-Auszug der Post das Datum der Aufgabe der Beschwerde am 5. März 2019, 10.20 Uhr, zutreffend festhält. Unter diesen Umständen ist ohne Weiterungen auf die plausible und glaubhafte Darstellung des Anwalts abzustellen, dass die Beschwerde am 4. März 2019 aufgegeben wurde. Er wird sich allerdings überlegen müssen, ob er weiterhin (fristwahrende) Einschreibesendungen aufgeben will, ohne auf einer umgehenden Quittierung des Empfangs durch die Post zu beharren.