Citation: 1C_332/2023 E. 4.3.3

4.3.3. Dem ist zuzustimmen. Der Wechsel des eingesetzten Mobilfunkstandards hat für sich allein keine Änderung der Anlage i.S.v. Ziff. 62 Abs. 5 NISV zur Folge. Wird kein Korrekturfaktor zur Anwendung gebracht, muss die bewilligte maximale Sendeleistung im massgebenden Betriebszustand jederzeit eingehalten werden. Solange keine zusätzlichen Antennen eingebaut bzw. konventionelle durch adaptive Antennen ersetzt werden, ändert sich auch nichts an der räumlichen Verteilung der nichtionisierenden Strahlung. Werden die bisherigen Antennen unverändert beibehalten, erfolgt in aller Regel auch keine Änderung des Frequenzbands. Die in Anh. 1 und 2 NISV festgelegten Immissions- und Anlagegrenzwerte variieren je nach Frequenz der Strahlung, sind aber nicht von der Mobilfunktechnologie abhängig und gelten damit unabhängig davon, ob es sich um 2G (GSM), 3G (UMTS), 4G (LTE) oder 5G (New Radio) handelt. Die Auswirkungen der Umstellung auf 5G für Raum und Umwelt sind daher, für sich allein, nicht gewichtig genug, um eine präventive Kontrolle im Baubewilligungsverfahren zu begründen. Einwände gegen 5G (als Technologie) können jedoch im Rahmen einer Einsprache gegen damit zusammenhängende baubewilligungspflichtige Änderungen, namentlich dem Einbau adaptiver Antennen oder der Anwendung des Korrekturfaktors, vorgebracht werden.