Citation: 8C_614/2019 E. 6.6

6.6. Zu klären bleibt, ob und - bejahendenfalls ab wann - der natürliche Kausalzusammenhang zwischen der Ringbandstenose und dem versicherten Ereignis entfallen ist. Die Beschwerdeführerin macht mit Verweis auf die Beurteilung des PD Dr. med. G.________ geltend, dass der Status quo sine vel ante 10 Wochen nach dem Unfall vom 7. November 2015, somit im Januar 2016 eingetreten sei. Dieser führte begründend aus, dass es sich um eine wenig dislozierte Basisfraktur des Metacarpale IV links handle, die konservativ mit Ruhigstellung behandelt worden sei. Eine solche Fraktur bedürfe einer Ruhigstellung bis zu Frakturheilung von vier Wochen. Dann werde der Finger ergotherapeutisch remobilisiert und rehabilitiert. Die volle Belastbarkeit entspreche der doppelten Heilungszeit, d.h acht Wochen. Für eine 100%ige Arbeitsfähigkeit seien zwei weitere Wochen zu veranschlagen. Diesen Darlegungen ist zu entnehmen, dass sich die Ausführungen des PD Dr. med. G.________ hinsichtlich des Status quo sine vel ante auf die Fraktur beziehen, statt auf die schnellenden Finger, die hier zur Diskussion stehen. Da diese erstmals am 9. Mai 2016 medizinisch dokumentiert wurden, konnten sie vor diesem Zeitpunkt (im Januar 2016) noch keinen Status quo sine vel ante erreicht haben. Auf die Einschätzung des PD Dr. med. G.________ kann in dieser Hinsicht nicht abgestellt werden. Ob der Status quo sine vel ante nach der Operation eingetreten ist, lässt sich aus den Akten jedenfalls nicht erschliessen, wurde doch im weiteren Verlauf bereits eine weitere chirurgische Intervention diskutiert. Demnach hat die Suva den Beweis des behaupteten Wegfalls der Kausalität nicht erbracht (vgl. hiervor E. 6.2). Entgegen der vorinstanzlichen Auffassung lässt sich indessen - ohne weitere medizinische Abklärungen - auch nicht eine über den strittigen Zeitpunkt hinausgehende Leistungspflicht der Suva bejahen.