Citation: 6B_888/2024 E. 4.4.1

4.4.1. Was die Alkoholisierung des Beschwerdeführers betrifft, erwägt die Vorinstanz, der Beschwerdeführer sei während der Tat alkoholisiert gewesen. Bereits die Erstinstanz befasste sich ausführlich mit diesem Aspekt. Sie kam zum Schluss, dass die alkoholbedingte Enthemmung die Taten nur in geringem Mass relativiere. Zwar habe der Beschwerdeführer mehr getrunken als D.________. Doch sei am Tag nach der Tat um 13:50 Uhr eine Blutalkoholkonzentration von 0.0 Gewichtspromille festgestellt worden. Demgegenüber gehe das unter Berücksichtigung der Trinkangaben des Beschwerdeführers erstellte Gutachten vom 2. Juli 2021 von einer zumindest mittelschweren Alkoholintoxikation von mindestens 1,5 Gewichtspromille aus und schliesse anhand der theoretisch errechneten Zahlen selbst eine schwere Intoxikation nicht aus. Die Vorinstanz erwägt dazu, hätte tatsächlich eine solch schwere Intoxikation bestanden, dann wären die Schutzreflexe erloschen, eine starke Atemdepression aufgetreten oder sogar schwere Bewusstseinsstörungen bis zum Koma. An solchen Symptomen habe der Beschwerdeführer während des Tatgeschehens offensichtlich nicht gelitten. Eine Beeinträchtigung im Sinne einer schweren Verminderung der Steuerungs- und Einsichtsfähigkeit schliesst die Vorinstanz mit dieser Begründung schlüssig aus. Denn sein behaupteter Alkoholkonsum von rund 25 Bierdosen lasse sich nicht halten. Als realistischer erweise sich der Konsum von etwa 10 kleinen Bierflaschen zu Hause bei D.________ mit Trinkbeginn zwischen 12:00 Uhr und 15:00 Uhr sowie 5 bis 6 grösseren Bierdosen später in der Bar. Dies ergebe eine Trinkmenge von rund sechs Litern Bier mit einer Alkoholisierung im Bereich von 2,2 bis 2,5 Gewichtspromille. Solche Alkoholisierungen entsprechen gemäss Vorinstanz einer Enthemmung in leichtem bis mittlerem Ausmass, weshalb die diesbezügliche Reduktion des Verschuldens im Vergleich zu D.________ stärker auszufallen habe und sich im Bereich von 2 Jahren bewege. Insgesamt bleibe es nach Würdigung sämtlicher objektiver und subjektiver Verschuldensaspekte bei einem Verschulden im mittleren Bereich. Doch sei dieses wegen der besonderen gegenseitigen Dynamik, wegen des Eventualvorsatzes und wegen der relativ stark enthemmenden Alkoholisierung an der Grenze zu einem keineswegs mehr leichten Verschulden anzusiedeln.