Citation: U 404/01 08.10.2002 E. 3

3.1 Die Vorinstanz hat auf die massgebenden Arztberichte von Dr. med. B.________ und Dr. med. S.________ sowie auf die kreisärztlichen Untersuchungen von Dr. med. L.________ und Dr. med. T.________ abgestellt und daraus gefolgert, dass die Rückenbeschwerden ab 20. Juni 1999 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht mehr auf den Unfall vom 6. November 1998 zurückzuführen waren, da der status quo sine erreicht worden war. Das kantonale Gericht stellte dabei fest, der Versicherte leide seit rund 20 Jahren an Rückenproblemen und eine unfallkausale Veränderung habe somit höchstens zu einer vorübergehenden Schmerzexazerbation geführt. Schliesslich sei es unerheblich, dass der Beschwerdeführer trotz des vorbestehenden Rückenleidens vor dem Unfall während 10 Monaten voll gearbeitet habe und Dr. med. L.________ (fälschlicherweise) davon ausgegangen sei, er habe bereits früher auf Grund eines Invaliditätsgrades von 40 % eine Rente der Invalidenversicherung bezogen, da dieser Arzt daraus einzig abgeleitet habe, bezüglich des Rückens bestehe ein erheblicher Vorzustand. 3.2 Demgegenüber macht der Beschwerdeführer geltend, die Beurteilung von Dr. med. L.________, welcher davon ausging, der am 16. April 1999 in der kreisärztlichen Untersuchung festgestellte Gesundheitszustand entspreche demjenigen vor dem Unfall, sei nicht stichhaltig. Dies gehe einmal aus dem Bericht von Dr. med. S.________ hervor, der am 21. November 2000 bestätigt habe, der Gesundheitszustand habe sich seit dem Unfall verschlechtert. Zudem habe sich der Kreisarzt der SUVA gar nicht im Einzelnen ernsthaft mit dem Vorzustand und dessen Auswirkungen auf seine Arbeitsfähigkeit auseinandergesetzt und sei nicht in der Lage, eine überzeugende Begründung dafür abzugeben, weshalb sich der Gesundheitszustand auch ohne Unfall so entwickelt hätte. Nur schon der Umstand, dass die IV-Stelle ihm mit Wirkung ab 1. November 1999 eine ganze Rente zugesprochen hatte, währenddem er vor dem Unfall zu 100 % gearbeitet und keine Rente der Invalidenversicherung bezogen habe, beweise, dass - entgegen Dr. med. L.________ - seit dem Unfall eine sehr deutliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes eingetreten sei. 3.3 Die Vorinstanz hat festgehalten, die SUVA habe nicht zu beweisen, warum sich der Gesundheitszustand des Versicherten verschlechtert hat, sondern nur, dass diese Verschlechterung nicht bzw. nicht mehr auf den Unfall zurückzuführen ist. Dagegen wendet der Beschwerdeführer ein, der Nachweis für das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen könne nicht erbracht werden, ohne dass gleichzeitig belegt sei, weshalb die versicherte Person auch ohne Unfall auf Grund des Verlaufes des Vorzustandes im massgebenden Zeitpunkt an derselben Gesundheitsbeeinträchtigung leiden würde und im gleichen Ausmass arbeitsunfähig wäre. Es ist zwar richtig, dass sich der Unfallversicherer auf die Abklärung der Unfallkausalität der geklagten Beschwerden beschränken kann. Macht er indessen geltend, eine nach dem Unfall eingetretene Verschlimmerung der Beschwerden sei auf einen Vorzustand zurückzuführen, wird er kaum darum herumkommen nachzuweisen, dass die Ursache der Verschlimmerung wahrscheinlicher beim Vorzustand als beim Unfall liegt. Dazu kommt, dass die IV-Stelle P.________ mit Verfügung vom 4. Mai 2001 ab 1. November 1999 eine ganze Rente zugesprochen hat. Wie aus diesem, mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ins Recht gelegten Verwaltungsakt abzuleiten ist, ging die Invalidenversicherung von einer ab November 1998, somit von einer seit dem Unfallereignis gegebenen 69 %igen Arbeitsunfähigkeit (und von dem darauffolgenden Ablauf der Wartezeit gemäss Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG) aus. Zusammenfassend geht in beweisrechtlicher Hinsicht aus den Akten nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit hervor, dass der Unfall für die damals beginnende Verschlechterung des Gesundheitszustandes jegliche kausale Bedeutung verloren hat. 3.4 Nach dem Gesagten ist die Sache somit an die SUVA zurückzuweisen, damit sie die Unfallkausalität des geklagten Gesundheitsschadens gutachterlich abklären lasse und über allfällige Leistungsansprüche des Beschwerdeführers über den 20. Juni 1999 hinaus erneut befinde.