Citation: 8C_551/2022 E. 4.4

4.4. Mit dem Beschwerdeführer ist deshalb davon auszugehen, dass die akute Bedrohungslage von rund 20 Minuten mit unmittelbarer Todesgefahr nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung mit Blick auf die zu berücksichtigende weite Bandbreite von Versicherten geeignet war, beim prätraumatisch erheblich vorbelasteten Beschwerdeführer langjährige, die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigende psychische Beschwerden auszulösen. Der adäquate Kausalzusammenhang zwischen den psychischen Störungen und dem Ereignis vom 18. März 2017 ist daher nach der allgemeinen Adäquanzformel über Ende Juli 2021 hinaus zu bejahen, womit eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin einhergeht.