Citation: 1A.313/2005 01.09.2006 E. 6

6.1 Es ist unbestritten, dass die beiden Grundstücke am Stichtag von einem GKP erfasst wurden. Nach Einschätzung des Verwaltungsgerichts ist Parzelle Nr. 868 als erschlossen zu betrachten. 6.2 Parzelle Nr. 602 ist nach Auffassung des Verwaltungsgerichts bezüglich Sauberwasser, Kanalisation und Strom ebenfalls ganz erschlossen gewesen. Verkehrsmässig könne bei Parzelle Nr. 602 indessen nur die erste Bautiefe entlang der Rigistrasse als grob erschlossen gelten. Im oberen Teilbereich des Grundstücks wäre eine Zufahrt ab der Oberen Bodenbergstrasse unumgänglich gewesen. Dass die Anforderungen für eine Erschliessung ab dieser Privatstrasse nicht erfüllt sind, wird von der Beschwerdeführerin nicht bestritten. Sie behauptet jedoch, das ganze Grundstück sei verkehrsmässig ab der Rigistrasse erschliessbar gewesen. 6.3 In diesem Zusammenhang wirft die Beschwerdeführerin dem Verwaltungsgericht in zweifacher Hinsicht eine unrichtige und unvollständige Feststellung des Sachverhalts vor. Diese Einwände betreffen nicht den Sachverhalt, d.h. die Beschaffenheit der Parzelle, sondern die daraus gezogenen rechtlichen Schlussfolgerungen. 6.3.1 Unbestrittenermassen fällt das Gelände auf Parzelle Nr. 602 steil ab. Die Erwägungen im angefochtenen Entscheid lassen sich nicht anders verstehen, als dass das Verwaltungsgericht eine Zufahrt zum oberhalb liegenden Teil der Parzelle verlangte; es erachtete eine solche von der Rigistrasse her wegen der Beschaffenheit des Grundstücks als kaum möglich. Demgegenüber ist die Beschwerdeführerin der Meinung, eine zentrale Parkierungsanlage an der Rigistrasse und ein Zugang zu Gebäuden im oberhalb liegenden Grundstücksbereich hätten genügt. Dieser Ansicht der Beschwerdeführerin kann nicht gefolgt werden. Das Verwaltungsgericht legt im angefochtenen Entscheid dar, dass die Erschliessung unter anderem eine hinreichende gesundheits- und feuerpolizeiliche Erreichbarkeit der geplanten Bauten gewährleisten soll. Die Beschwerdeführerin zeigt nicht auf, wie diese Anforderung allein aufgrund von Zugängen zu weiter oben im Hang gelegenen Gebäuden erfüllt werden könnte. 6.3.2 Eine weitere Sachverhaltsrüge hat im Wesentlichen die Würdigung der Naturobjekte zum Gegenstand, die am Stichtag auf dem Grundstück Nr. 602 vorhanden waren. Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts ist eine Zufahrt zum oberen Grundstücksteil ab der Rigistrasse nicht nur aufgrund der Steilheit des Geländes nahezu ausgeschlossen, sondern auch wegen des Waldes und der Naturobjekte, welche die Beschwerdeführerin selbst als schützenswert bezeichnet habe. Eine Linienführung über die entsprechenden Flächen komme nicht infrage. Bei der Beurteilung, um welche Flächen es dabei geht, stellte das Gericht auf einen Gestaltungsplanentwurf ab. Der ab 1988 erarbeitete Planentwurf sollte eine Einfamilienhaus-Überbauung auf den beiden umstrittenen und zwei weiteren, im Hang oberhalb gelegenen Parzellen ermöglichen, namentlich auf der erwähnten Liegenschaft Nr. 1511. Auf dem zum Entwurf gehörenden Übersichtsplan sind auf den Parzellen Nr. 602 und 868, zusätzlich zum Wald, bedeutende Grundstücksteile wegen der Findlinge und vorhandener Baumgruppen als schützenswert ausgeschieden. Den Gestaltungsplan hatte die Beschwerdeführerin, mit weiteren Beteiligten, im Frühjahr 1990 bei der Gemeinde zur Genehmigung eingereicht; das Gesuch wurde jedoch angesichts des Baubanns bzw. der anschliessenden Planungszone nicht bewilligt. Die Beschwerdeführerin stellt das Vorhandensein der Naturobjekte am Stichtag nicht infrage. Sie lehnt es aber ab, dass aus dem Gestaltungsplanentwurf eine eingeschränkte Überbaubarkeit bzw. Erschliessbarkeit ihres Grundstücks abgeleitet wird. Es ist nicht zu beanstanden, dass das Verwaltungsgericht den von der Beschwerdeführerin mitgetragenen Planentwurf berücksichtigte. Es kann davon ausgegangen werden, dass dieser Plan eine für die Beschwerdeführerin vorteilhafte bauliche Ausnützung der beiden Grundstücke ermöglichen sollte. Die Beschwerdeführerin hat sich entsprechend anrechnen zu lassen, dass sie selbst vorschlug, zusätzlich zum Wald Bereiche mit den fraglichen Naturobjekten freizuhalten. Obwohl die Parzelle Nr. 602 eine erhebliche Ausdehnung aufweist, standen die von der Beschwerdeführerin im Plan als schützenswert bezeichneten Naturobjekte der Erstellung einer Zufahrt zu dem höher gelegenen Grundstücksbereich entgegen. 6.4 Ferner hat das Verwaltungsgericht festgestellt, dass die Beschwerdeführerin etwa Fr. 35'000.-- für die Erschliessung der beiden Grundstücke ausgegeben habe; dabei ging es um Investitionen für Wasserleitungen. Die Kosten für die Erarbeitung des Gestaltungsplans anerkannte das Verwaltungsgericht hingegen nicht als massgebliche Aufwendungen an. Dabei hielt es einerseits, in Übereinstimmung mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 125 II 431 E. 5b S. 437; unveröffentlichte E. 5.2 von BGE 132 II 218 mit weiteren Hinweisen), fest, blosse Planungs- und Projektierungskosten würden dafür nicht genügen. Anderseits seien diese Ausgaben zur Hauptsache angefallen, nachdem die Gemeindebehörden die Beschwerdeführerin auf die (allgemeine) Unsicherheit der Überbaubarkeit wegen der bevorstehenden Zonenplanrevision hingewiesen hätten. Insgesamt erachtete das Verwaltungsgericht die von ihm anerkannten Ausgaben der Beschwerdeführerin als nicht erheblich. Dieser Würdigung kann beigepflichtet werden; auch die Beschwerdeführerin bringt im vorliegenden Verfahren keine Einwände mehr vor.