Citation: 1C_330/2021 E. 4.6.1

4.6.1. Geht auch die Vorinstanz davon aus, dass mit modernen Fenstern aus Metall oder Kunststoff zumindest zu Beginn eine vergleichbare optische Wirkung erzielt werden kann wie mit traditionellen Holzfenstern, darf zwar mit einer gewissen Berechtigung die Frage gestellt werden, inwiefern die Verwendung von Metallfenstern im vorliegenden Fall das Ortsbild zu stören und damit einer guten ästhetischen Einordnung im Sinne von § 238 Abs. 2 PBG/ZH entgegenzustehen vermag. Nach der im angefochtenen Entscheid dargelegten kantonalen Rechtsprechung sind kommunale Vorgaben über die Verwendung historisch korrekter Materialien ausserhalb der Denkmalpflege schliesslich nur zulässig, wenn sich diese optisch von anderen Materialien unterscheiden. Unter Bezugnahme auf sich in der Kernzone befindliche Gebäude mit Holzfenstern mit aussenliegenden Sprossen führt der Beschwerdeführer jedoch selber aus, dass diese aufgrund der wetterbedingten Verwitterung nach einiger Zeit optisch erkennbare Unterschiede zu Kunststoff- oder Aluminiumfenstern mit vergleichbarer Gestaltung aufwiesen. Die vorinstanzliche Feststellung, aufgrund des Verwitterungsprozesses unterschieden sich Holzfenster in ihrer Erscheinung nach einiger Zeit merklich von Fenstern aus modernen Materialien, kann vor diesem Hintergrund jedenfalls nicht als geradezu unhaltbar bezeichnet werden. Nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz handelt es sich bei der streitgegenständlichen Liegenschaft um eine aus dem Jahr 1693 stammende Liegenschaft, deren Südwestfassade gemäss kantonalem Ortsbildinventar Teil der das Ortsbild stark prägenden Blockrandbebauung entlang der charakteristischen Seeuferfront von Stäfa bildet. Nicht substanziiert bestritten wird vom Beschwerdeführer sodann, dass die Südwestfassade aufgrund ihrer an das Kunsthandwerk der früheren Schreinermeister erinnernden Gestaltung den traditionellen Baustil in der Kernzone repräsentiert. Unbestritten geblieben ist auch die vorinstanzliche Feststellung, wonach der historische Fensterbaustoff in der Kernzone Holz ist. Handelt es sich bei der Liegenschaft des Beschwerdeführers somit um eine historische Baute mit traditioneller Machart, was die bei den Akten liegenden Fotos bestätigen, erweist es sich nicht als willkürlich, wenn die Vorinstanz aufgrund der vorstehend dargelegten optischen Unterschiede festhielt, authentische Holzfenster griffen die Charakteristik der Liegenschaft sowie des damit zusammenhängenden Ortsbilds besser auf als Aluminium- oder Kunststofffenster. Nicht zu beanstanden ist weiter die vorinstanzliche Feststellung, nur mit aussenliegenden Sprossen könne eine die traditionelle Machart repräsentierende Feingliederung der Fenster mit gleichzeitiger Unterbrechung der Sonnenspiegelung erreicht werden. Zwar moniert der Beschwerdeführer, bereits aus wenigen Metern Abstand sei für das blosse Auge nicht mehr erkennbar, ob ein Fenster innen-, zwischen- oder aussenliegende Sprossen aufweise. Mit diesem Vorbringen stellt er jedoch lediglich seine eigene, subjektive Einschätzung an die Stelle derjenigen der Vorinstanzen und zeigt nicht auf, inwiefern das Verwaltungsgericht im Rahmen der Beweiswürdigung in Willkür verfallen sein soll (vgl. vorne E. 2.2 und 2.3). Die Rüge erweist sich daher als unbegründet, soweit darauf überhaupt eingetreten werden kann.