Citation: 2C_213/2023 E. 5.2.5

5.2.5. Nach dem Dargelegten besteht aufgrund der Aufenthaltsdauer ein sehr grosses privates Interesse am Verbleib in der Schweiz. Dieses reduziert sich indes mit Blick auf die insgesamt nur teilweise gelungene Integration des Beschwerdeführers. Da seine Reintegrationschancen überdies intakt sind, ist von einem mittleren bis grossen privaten Interesse auszugehen. Das entgegenstehende öffentliche Interesse an der Aufenthaltsbeendigung ist als gross bis sehr gross zu qualifizieren, zumal sich die Verschuldung in jüngster Zeit lediglich verlangsamt hat und der Beschwerdeführer Forderungen teilweise nur unter erheblichem betreibungsrechtlichem Druck erfüllt. Es trifft folglich nicht zu, dass der Beschwerdeführer, wie er selbst geltend macht, seine Finanzen nun im Griff habe. Angesichts der fehlenden Rechtfertigung seiner Verschuldung und der unzureichenden Reaktion auf die Verwarnung besteht denn auch keinerlei Gewähr dafür, dass sich das Verhalten des Beschwerdeführers künftig ändern würde. Das öffentliche Interesse an der Aufenthaltsbeendigung überwiegt demnach das entgegenstehende private Interesse am Verbleib in der Schweiz. Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung erweist sich folglich als notwendig im Sinne von Art. 8 Ziff. 2 EMRK.