Citation: 9C_282/2023 E. 4.2.6

4.2.6. Nicht näher einzugehen ist auf das Vorbringen, das psychiatrische Gutachten vom 22. Juni 2021 lasse Unsicherheiten in der Diagnosestellung erkennen. Für die Beurteilung des Rentenanspruchs ist weder die Diagnose noch die Ätiologie massgebend, sondern allein das Ausmass der Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit (Urteile 8C_95/2019 vom 3. Juni 2019 E. 5.2; 8C_590/2015 vom 24. November 2015 E. 4.2.3, nicht publ. in: BGE 141 V 585, aber in: SVR 2016 IV Nr. 33 S. 102). Aus demselben Grund ist die Rüge unbehelflich, die Diagnosen im psychiatrischen Gutachten und die attestierte Erwerbsfähigkeit wiesen keine Übereinstimmung auf. Zwischen Diagnose und Erwerbsfähigkeit besteht kein direkter und zwingender Zusammenhang (BGE 140 V 193 E. 3.1). In Bezug auf ihre Erwerbsfähigkeit legt die Beschwerdeführerin nicht (substanziiert) dar, inwiefern die vorinstanzliche Beweiswürdigung willkürlich sein soll.