Citation: 2C_106/2017 E. 3.4

3.4. Im vorliegenden Fall sind die verhängten Strafen eher niedrig ausgefallen. Über einen Zeitraum von rund 15 Jahren kumulierte der Beschwerdeführer Gefängnisstrafen von insgesamt etwas über neun Monaten, Geldstrafen in der Höhe von zwölf Tagessätzen und Bussen von rund Fr. 10'000.--. Auch wenn die vom Beschwerdeführer begangenen Straftaten mehrheitlich nicht als schwerwiegend bezeichnet werden können, ergibt sich dennoch aus ihrer Vielzahl, dass er grosse Mühe bekundet, die hiesige Rechtsordnung zu beachten. Offensichtlich lässt er sich weder von strafrechtlichen Massnahmen noch von ausländerrechtlich angedrohten Konsequenzen zur Veränderung seines Verhaltens bewegen. Dieser Schluss drängt sich umso mehr auf, als er zwei Drittel seiner insgesamt 24 Verurteilungen nach der zweiten ausländerrechtlichen Verwarnung erwirkte und zuletzt sogar schwerer delinquierte, wurde er doch im Jahr 2015 erstmals wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz verurteilt. Bei den übrigen Straftaten handelt es sich zudem nicht nur um Bagatelldelinquenz (Einbruchdiebstähle, Führen eines Motorfahrzeugs in angetrunkenem Zustand). Zu beachten ist ferner, dass der Beschwerdeführer über Jahre hinweg seinen öffentlich- und privatrechtlichen Verpflichtungen nicht nachgekommen ist (75 Betreibungen in der Höhe von über Fr. 100'000.-- und 47 Verlustscheine im Gesamtbetrag von knapp Fr. 85'000.--, darunter hohe Steuer- und Krankenkassenschulden). Anstatt sich um die Sanierung seiner Schulden zu bemühen, hat er die Schuldenbildung durch Bussen und Geldstrafen weiter vorangetrieben. Wenn die Vorinstanz bei dieser Sachlage zum Schluss kommt, dass der Beschwerdeführer weder gewillt noch fähig ist, sich an die Rechtsordnung zu halten, und den Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG als gegeben erachtet, ist dies mit Blick auf die oben aufgeführte Kasuistik rechtlich vertretbar.