Citation: I 73/01 24.05.2002 E. 2

2.- a) Wie das kantonale Gericht insbesondere zu Recht ausführt, bildet bei einer Verfügung über Versicherungsleistungen grundsätzlich einzig die Leistung Gegenstand des Dispositivs. Die Beantwortung der Frage, welcher Invaliditätsgrad der Rentenzusprechung zugrunde gelegt wurde, dient demgegenüber in der Regel lediglich der Begründung der Leistungsverfügung. Sie könnte nur dann zum Dispositiv gehören, wenn und insoweit sie Gegenstand einer Feststellungsverfügung ist. Da in jedem Fall nur das Dispositiv anfechtbar ist, muss bei Anfechtung der Motive einer Leistungsverfügung im Einzelfall geprüft werden, ob damit nicht sinngemäss die Abänderung des Dispositivs beantragt wird. Sodann ist zu untersuchen, ob der Beschwerdeführer allenfalls ein schutzwürdiges Interesse an der sofortigen Feststellung hinsichtlich des angefochtenen Verfügungsbestandteils hat (BGE 115 V 418 Erw. 3b/aa mit Hinweisen; vgl. auch BGE 113 V 159, 110 V 52 oben, 109 V 60 Erw. 1; ZAK 1988 S. 42 Erw. 1b; RKUV 1987 Nr. K 727 S. 170 Erw. 1a). An dieser Rechtsprechung ist festzuhalten. b) Entgegen der Meinung des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin kann im erstinstanzlichen Beschwerdebegehren kein Antrag auf Abänderung des Dispositivs der hier zu beurteilenden Leistungsverfügung erblickt werden. Denn eine halbe Invalidenrente ist der Beschwerdeführerin am 24. März 2000 verfügungsweise bereits zugesprochen worden, und eine höhere Rente könnte ihr auch bei einem Invaliditätsgrad von rund 52 % oder 64 %, wie in der vorinstanzlichen Beschwerde geltend gemacht wurde, nicht ausgerichtet werden als die ab 1. Januar 1994 auf Grund einer Invalidität von 40 % gewährte halbe Härtefallrente (Art. 28 Abs. 1 IVG). Die von der Beschwerdeführerin verlangte Bemessung der Invalidität mit mehr als 40 % hätte daher keinen Einfluss auf das Dispositiv der angefochtenen Verfügung. Demzufolge bleibt nur zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin im Sinne von Art. 25 Abs. 2 VwVG ein schutzwürdiges Interesse an der sofortigen Feststellung des behaupteten Invaliditätsgrades hat. c) Ein solches Interesse würde bestehen, wenn die Beschwerdeführerin die Voraussetzungen für den Härtefall in Kürze nicht mehr erfüllen oder wenn sie beabsichtigen würde, demnächst die Schweiz zu verlassen (Art. 28 Abs. 1ter IVG). Da indessen nach den zutreffenden Darlegungen der Vorinstanz keine dieser Möglichkeiten zur Zeit aktuell ist, muss ein schutzwürdiges Interesse am Erlass einer Feststellungsverfügung über den behaupteten Invaliditätsgrad verneint werden. Der vorinstanzliche Nichteintretensentscheid entspricht damit ständiger, von der Lehre anerkannter Rechtsprechung (vgl. Erw. 2a hievor sowie Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl. S. 154; Maurer, Schweizerisches Sozialversicherungsrecht, Bd. 1, S. 457), von welcher auch anhand der Einwendungen der Beschwerdeführerin nicht abzugehen ist. Es wird auf die Erwägungen des kantonalen Gerichts sowie auf die auch vorliegend geltenden Ausführungen in BGE 106 V 93 Erw. 2 verwiesen, denen das Eidgenössische Versicherungsgericht nichts beizufügen hat.