Citation: 5A_495/2023 E. 2

Das Kantonsgericht hat festgestellt und erwogen, dass sich die Zusammenarbeit zwischen den bisherigen Beistandspersonen und den Parteien seit jeher schwierig gestalte. Ebenso wenig könnten sie auf Elternebene kooperieren und kommunizieren. Das vom Vater angerufene Gutachten von Dr. C.________ datiere vom 3. Dezember 2019 und sei aufgrund des weiteren Betreuungsverlaufes nicht mehr aktuell; ohnehin gehe es nicht um die Frage, welche Partei an der heutigen verfahrenen Situation ein "Verschulden" treffe. Vielmehr gehe es darum, dass zur Wahrung des Kindeswohles die offenkundig bestehenden gravierenden Kommunikationsschwierigkeiten auf elterlicher Ebene mit fachlicher Unterstützung anzugehen seien. Der Schwerpunkt des Kurses liege bei den emotionalen und erzieherischen Kompetenzen der Eltern, bei familiensystemischen Aspekten sowie bei der Kommunikation und dem Umgang mit Konflikten. Inwiefern die persönliche Freiheit und Integrität des Vaters durch den vorgesehenen Kurs in relevanter Weise betroffen sein soll, erhelle umso weniger, als es sich um eine niederschwellige und milde Massnahme handle. Es gehe um sieben Abende à drei Stunden und der Kurs koste pro Elternteil lediglich Fr. 150.--. Dass der Vater die (zwischenzeitlich 9 und 13 Jahre alten) Kinder an sieben Abenden alleine lassen oder eine Fremdbetreuung organisieren müsste, sei kein Grund, ihn von der Kursteilnahme zu dispensieren, zumal die Mutter anbiete, an den betreffenden Abenden die Betreuung zu übernehmen.