Citation: 6B_911/2020 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz erwägt, vorliegend stelle sich die Frage, ob ein hinreichender Tatverdacht hinsichtlich der Sachentziehung bestehe. Die Beschwerdegegnerin 2 bestreite, die Kartonschachteln mit Kleidern des Beschwerdeführers diesem entzogen zu haben. Gemäss den Ausführungen des Beschwerdeführers habe sich der Tatverdacht aufgrund der Äusserungen der Beschwerdegegnerin 2 im Rahmen der Einvernahme vom 12. März 2020 erhärtet. Aus ihren Aussagen ergebe sich, dass sie nicht die Wahrheit gesagt habe. Die Begründung des Beschwerdeführers überzeuge allerdings nicht und seine Ausführungen seien überwiegend spekulativer Natur. So lasse sich kein hinreichender Tatverdacht aus dem Umstand ableiten, dass sich die Beschwerdegegnerin 2 erst bei der letzten Frage zur eigentlichen Straftat geäussert habe. Vielmehr sei dieses Aussageverhalten aus dem "polizeilichen Frageaufbau" erklärbar. Ferner lasse sich aus den relativ knappen Antworten der Beschwerdegegnerin 2 nicht schlussfolgern, dass sie "offensichtlich" nicht die Wahrheit gesagt habe. Weiter nehme der Beschwerdeführer fälschlicherweise an, dass die Täterschaft primär an die Frage anknüpfe, ob sich die Kartonschachteln mit den Kleidern am 31. Januar 2020 im Keller befunden haben oder nicht. Vorliegend müssten dagegen alle objektiven und subjektiven Tatbestandsmerkmale des Straftatbestands erwiesen sein. Der Tatbestand der Sachentziehung erfordere, dass die Tat vorsätzlich begangen werde. Vorliegend führe der Beschwerdeführer jedoch keine tauglichen Beweismittel an, mit denen nachgewiesen werden könnte, dass die Beschwerdegegnerin 2 die Kleider weggebracht bzw. die Sachentziehung wissentlich und willentlich begangen habe. Dies schliesse auch den in der Beschwerdeschrift formulierten Indizienbeweis mit ein. So könne nicht ohne Weiteres vom vermeintlichen Wissen der Beschwerdegegnerin 2 über die Existenz der Kleider auf die Tatbegehung oder den Vorsatz geschlossen werden. Schliesslich habe die Staatsanwaltschaft die Beweisanträge des Beschwerdeführers auf Befragung seiner aktuellen Lebenspartnerin und des Rechtsberaters zu Recht abgelehnt, da nicht ersichtlich sei, was sich aus diesen Aussagen für den vorliegenden Fall ergeben könnte. Nebst den vom Beschwerdeführer gemachten Ausführungen und Beweisanträgen seien aber auch ganz allgemein keine tauglichen Beweismittel ersichtlich, die den Nachweis erbringen könnten, dass sich die Beschwerdegegnerin 2 der Sachentziehung strafbar gemacht haben könnte. Vor diesem Hintergrund sei der Staatsanwaltschaft darin zu folgen, dass der Beschwerdegegnerin 2 die geltend gemachte Sachentziehung nicht nachgewiesen werden könne. Die Verfahrenseinstellung sei somit zu Recht erfolgt.