Citation: 1B_534/2022 E. 2.2

2.2. Wie die Vorinstanz feststellt, hat die Beschwerdeführerin im Entsiegelungsverfahren keine gesetzlich geschützten Geheimnisinteressen dargelegt. Das Zwangsmassnahmengericht hat deshalb auf eine Aussonderung allfälliger geheimnisgeschützter Aufzeichnungen und Datenträger verzichtet (vgl. angefochtener Entscheid, E. II/G/1-2, S. 12 f.). In der Beschwerdeschrift wird zur Sachurteilsvoraussetzung des drohenden nicht wieder gutzumachenden Rechtsnachteils Folgendes ausgeführt: "Der nicht wiedergutzumachende Nachteil besteht darin, dass aus den im nachfolgenden materiellen Teil dieser Beschwerde dargelegten Gründen die Entsiegelung und Durchsuchung der sichergestellten Asservate unzulässig ist, da der Staatsanwaltschaft ein erheblicher Verfahrensfehler vorzuwerfen ist, welcher zur Rückgabe der sichergestellten Asservate und zur Vernichtung der zu Unrecht durch Spiegelung erstellten Datensicherungen führen muss (...). Mit der Durchsuchung der fraglichen Asservate (Schriftstücke und Datenträger) würde daher in unzulässiger Weise in die Privatsphäre der Beschwerdeführerin eingegriffen. Dieser Eingriff liesse sich naturgemäss jedoch nicht mehr rückgängig machen, was somit einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken würde. Schliesslich geht es beim Entsiegelungsverfahren im Ergebnis gerade darum, die Einsichtnahme der Strafbehörde in die Unterlagen und deren Verwertung zu verhindern." Damit substanziiert die Beschwerdeführerin auch vor Bundesgericht keine konkreten geschützten Geheimnisse und damit keinen drohenden nicht wieder gutzumachenden Rechtsnachteil. Sie übersieht, dass die ausreichende Darlegung dieser gesetzlichen Sachurteilsvoraussetzung für die Beschwerde in Strafsachen (Art. 93 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 42 Abs. 1-2 BGG) nicht mit ihren prozessualen Rügen gegen den angefochtenen Entscheid (Art. 95-97 BGG) zusammenfällt. Ihr pauschaler Hinweis auf ihre "Privatsphäre" reicht nach der oben dargelegten Praxis nicht aus zur Substanziierung eines nicht wieder gutzumachenden Nachteils infolge einer drohenden Offenlegung von konkreten geschützten Geheimnissen. Zweck des Entsiegelungsverfahrens im strafprozessualen Vorverfahren ist es, durch das Zwangsmassnahmengericht vorab prüfen zu lassen, ob geschützte Geheimnisinteressen, die vom Inhaber oder der Inhaberin der sichergestellten Aufzeichnungen angerufen werden, deren Durchsuchung durch die Staatsanwaltschaft entgegenstehen (Art. 246-248 StPO). Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, welche der umfangreichen Datenspeicher und Unterlagen konkrete geheimnisgeschützte Aufzeichnungen enthielten. Die Sachurteilsvoraussetzung von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG ist nicht erfüllt.