Citation: 8C_379/2019 E. 6

Wenn das kantonale Gericht mit Blick auf die fehlenden neurologisch, neuroophthalmologisch oder neuroradiologisch ausgewiesenen pathologischen Befunde und aufgrund der Verhaltensbeobachtung während der Untersuchungen im ABI keine Veranlassung sah, weitere Abklärungen im Sinne einer neuropsychologischen Begutachtung oder einer Ableitung der visuellen evozierten Potentiale zu veranlassen, so ist dies nach dem Gesagten nicht zu beanstanden. Es ist denn auch nicht ersichtlich, inwiefern mittels weiterer Untersuchungen ein organisches Korrelat für die beklagten Sehstörungen gefunden werden könnte und - insbesondere - was damit für die Beschwerdeführerin im Hinblick auf das Beweisthema (wesentliche Sachverhaltsveränderung; vgl. dazu E. 7 hiernach) überhaupt gewonnen wäre. Damit ist - entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin - im Verzicht der Vorinstanz auf die Abnahme weiterer Beweise keine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 61 lit. c ATSG) oder des Anspruchs auf rechtliches Gehör bzw. Beweisabnahme (Art. 29 Abs. 2 BV) zu erblicken (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236 f. mit Hinweisen; 124 V 90 E. 4b S. 94).