Citation: C 72/02 03.09.2002 E. 3

3.1 Das Amt für Wirtschaft und Arbeit begründet seine Verfügung damit, der Beschwerdeführer habe sich auf Anweisung des RAV bei der Firma J.________ für die Stelle eines Betriebsmitarbeiters/Hilfsmechanikers zwar gemeldet, die Annahme der Stelle jedoch mit der Begründung abgelehnt, er wolle nicht unter einem Bruttolohn von Fr. 7000.- pro Monat (plus 13. Monatslohn) arbeiten. Die Frist zur schriftlichen Stellungnahme gegenüber dem RAV habe er unbenutzt verstreichen lassen. 3.2 Der Beschwerdeführer macht demgegenüber geltend, es habe gar kein Vorstellungsgespräch stattgefunden. Er habe sich bei der Firma J.________ gemeldet und seinem Ansprechpartner seine letzte Lohnabrechnung gezeigt. Dieser habe gesagt, es tue ihm leid, und er habe wieder gehen müssen. Er sei zum ersten Mal arbeitslos und habe sprachliche Probleme. Er habe nicht gewusst, was er machen sollte. Leider habe er auch die Frist zur schriftlichen Stellungnahme verpasst. 3.3 Die Vorinstanz hat den Mitarbeiter der Firma J.________, M.________, als Zeugen und den Versicherten als Partei befragt. In sorgfältiger Würdigung des Beweisergebnisses hat das kantonale Gericht sodann einlässlich und überzeugend dargelegt, dass davon auszugehen sei, dass M.________ dem Beschwerdeführer Auskunft gegeben und der Versicherte wegen der schlechteren Entlöhnung kein Interesse an der Stelle gezeigt hat. Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde hiegegen erhobenen Einwände vermögen zu keinem andern Ergebnis zu führen. Wenn der Beschwerdeführer - wie bereits im kantonalen Verfahren - auf sprachliche Probleme hinweist, widerspricht dies seiner Aussage anlässlich der Instruktionsverhandlung vor dem Versicherungsgericht des Kantons Solothurn, wonach er keine Mühe mit Deutsch habe. Er verstehe alles; sprechen könne er besser hochdeutsch. Hätte effektiv kein Gespräch stattgefunden, bzw. hätte sich dieses in der Bemerkung "es tut mir leid" erschöpft, wäre dem Beschwerdeführer demzufolge zumindest ein Nachfragen möglich gewesen. Dem Einwand sodann, er sei das erste Mal arbeitslos und kenne die Vorschriften nicht, ist die Behauptung in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, er hätte keinen Grund gehabt, die vorgeschlagene Arbeit abzulehnen, sei ihm doch auch klar gewesen, dass die Arbeitslosenkasse die Differenz begleichen würde, entgegenzuhalten. Auch in Anbetracht dieser Ungereimtheiten ist der Vorinstanz darin beizupflichten, dass mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer das Nichtzustandekommen einer zumutbaren Anstellung in Kauf genommen und dadurch den Tatbestand des Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG erfüllt hat.