Citation: 6B_138/2020 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz sieht in den Ausführungen des erstinstanzlichen Gerichts keine Willkür. Die Beschwerdeführerin habe im Rahmen der polizeilichen Befragung vom 6. April 2018 zugegeben, dass sich diverse brennbare Gegenstände sehr nah oder sogar auf dem Kochherd befunden hätten, auch wenn sie diesen Umstand von Anfang an als nicht brandursächlich eingestuft habe. Erst in der zweiten Einvernahme habe sie behauptet, sie habe die Gegenstände nicht dorthin gestellt und sie wisse auch nicht, wer diese dort platziert habe. Aussagen zur ersten Stunde kämen erfahrungsgemäss besondere Beweiskraft zu, weil sie häufig weder taktisch motiviert noch mit Erinnerungsfehlern behaftet seien. Vorliegend sei daher auf die tatnahen Aussagen der Beschwerdeführerin abzustellen, zumal sie durch den Umstand verstärkt würden, dass sich im Zeitpunkt des Brandes nachweislich zahlreiche Gegenstände nah am Kochfeld oder sogar darauf befunden hätten. Die spätere Angabe der Beschwerdeführerin, wonach sie selbst keine Gegenstände in der Nähe des Kochfelds platziert habe, erscheine als taktisch motiviert bzw. als blosse Schutzbehauptung. B.________ habe im Übrigen zu Protokoll erklärt, keine brennbaren Gegenstände in der Nähe des Herdes abgestellt zu haben. Nachdem es sich um den Haushalt der Beschwerdeführerin gehandelt habe und B.________ lediglich zu Besuch gewesen sei, sei auch kein Grund ersichtlich, weshalb diese diverse Gegenstände im Bereich des Kochfeldes hätte platzieren sollen.