Citation: 5A_156/2022 E. 3.2

3.2. Zu den konkreten Erwägungen des Obergerichts (oben E. 2.3) äussert sich die Beschwerdeführerin nur am Rande. Zum Konto I.________ macht sie geltend, das Obergericht habe tief in den Beilagen zur erstinstanzlichen Klageantwort gesucht, aber übergangen, dass am gleichen Ort (kantonale Akten, act. 24/53) das Gegenteil belegt gewesen sei, nämlich, dass sich auf dem Konto keine werthaltigen Vermögenswerte befänden. Beim genannten Aktenstück handelt es sich um ein Schreiben der Beschwerdeführerin an die Bank B.________ vom 1. August 2013, in welchem sie ihr Absicht kundtat, den Auftrag umgehend zu beenden, und darum bat, keine weiteren Gebühren zu erheben, was sie damit begründete, dass es nichts zu verwalten gebe ("non c'è nulla da amministrare e gestire"). Letzteres ist jedoch keine Bestätigung des Kontostands, sondern bloss die damalige Aussage der Beschwerdeführerin, die sich im Übrigen nicht zwingend auf die Höhe des Kontostands zu beziehen braucht, sondern auch dahingehend verstanden werden könnte, dass sie damals keine weiteren Verwaltungshandlungen wünschte. Zudem wird durch dieses Aktenstück auch nicht erklärt, was mit den Mitteln geschehen ist. Insbesondere bestreitet sie nicht, dass sie später, nämlich am 13. Oktober 2014, die Bank B.________ angewiesen hat, die liquiden Mittel dieses Kontos auf das Konto ihres Rechtsvertreters bei der J.________ AG zu überweisen (vgl. oben E. 2.2 und 2.3.1). Zum Konto F.________ bringt die Beschwerdeführerin vor, aus der amtlichen Bestätigung von Dr. L.________ gehe klar hervor, dass die Beschwerdeführerin nicht über dieses Vermögen verfüge. Die Bestätigung sei nicht beachtet worden. Diesbezüglich kann auf bereits Gesagtes zur Bestätigung von Dr. L.________ verwiesen werden, nämlich, dass sie sich gerade nicht in allgemeiner Weise zur Vermögenslage der Beschwerdeführerin äussert und die Beschwerdeführerin auch nicht dartut, inwiefern dies - entgegen den obergerichtlichen Erwägungen - der Fall sein soll (vgl. oben E. 3.1). Soweit die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang dem Obergericht vorwirft, es unterstelle Dr. L.________ eine Urkundenfälschung, geht dies an den Erwägungen des Obergerichts vorbei. Zum Konto bei der K.________ und dem Darlehen der Tochter macht die Beschwerdeführerin geltend, das Obergericht gehe von einer veralteten Momentaufnahme aus und ignoriere bewusst die Belege. Aktenkundig habe die Tochter das Darlehen bald nach der Erteilung wieder zurückgefordert und der Beschwerdeführerin die Verfügungsbefugnis über die Vermögenswerte auf dem Konto entzogen. Die Beschwerdeführerin dürfe darüber seit über sieben Jahren nicht mehr verfügen. Das habe bereits die erste Instanz rechtskräftig anerkannt. Das ergebe sich auch aus der Bestätigung von Dr. L.________. Entgegen diesen Ausführungen hat das Obergericht durchaus zur Kenntnis genommen, dass C.________ die Beschwerdeführerin bereits 2016 gebeten hat, keine Bezüge vom Konto mehr zu tätigen (vgl. oben E. 2.3.3). Die Beschwerdeführerin setzt sich aber nicht mit den weitergehenden Erwägungen des Obergerichts auseinander, dass nur geringe Rückzahlungen erfolgt sind, dass sie keinen aktuellen Kontoauszug eingereicht hat, dass sie sich vor Obergericht zum Darlehen nicht geäussert hat und dass schliesslich bei einem Weiterbestand des Darlehens bezweifelt werden müsste, dass die Tochter das Darlehen zu Lebzeiten der Beschwerdeführerin noch zurückfordern werde. Dass die diesbezügliche Beurteilung durch das Bezirksgericht für das Obergericht nicht bindend ist, wurde bereits ausgeführt (oben E. 3.1). Was den Inhalt der Bestätigung von Dr. L.________ betrifft, kann ebenfalls auf bereits Gesagtes verwiesen werden (vorstehender Absatz sowie oben E. 3.1).