Citation: C 81/02 24.03.2003 E. 3

3.1 Es ist unbestritten und steht nach den Akten fest, dass der Beschwerdeführerin seitens der Verwaltung am 13. August 2001 eine vorübergehende Beschäftigung mit einem Pensum von 100 % als Büroangestellte/kaufmännische Angestellte in der Firma X.________ zugewiesen worden ist und sie sich am 22. August 2001 dort vorgestellt hat. Anlässlich des Vorstellungsgesprächs gab sie an, dass die umschriebenen Aufgaben (Daten in die EDV aufnehmen sowie Dossiers im Archiv holen und wieder versorgen) einer Lehrlingstätigkeit gleichkämen; es handle sich nicht unbedingt um eine Beschäftigung für sie als kaufmännische Angestellte mit einer 30-jährigen Berufserfahrung und mit Kenntnissen in drei Sprachen. Zudem gelte ihr Interesse eher einer langfristigen Anstellung. Falls ihr auf Grund ihrer Bewerbungsschreiben eine solche angeboten werde, werde sie natürlich diese annehmen. Es sei ihr allerdings klar, dass sie als Arbeitslose eigentlich auch eine Stelle annehmen müsste, die weit unter ihren Qualifikationen liege. Die Firma X.________ hat auf Anfrage des KIGA unter Hinweis auf die Bemerkungen der Versicherten, wonach sie "noch andere Eisen im Feuer" habe und die vorgesehene Arbeit für einen Lehrling/eine Lehrtochter sei, mitgeteilt, dass die Bewerberin nicht angestellt worden sei. Die Vorinstanz hat dazu in zutreffender Würdigung der Sachlage und der Vorbringen der Versicherten ausgeführt, kein seriöser Personalverantwortlicher würde eine Person einstellen, welche den Stellenantritt "mit einem Biss in einen sauren Apfel" vergleiche. Überqualifikation bedeute nicht Unzumutbarkeit, insbesondere wenn die Stelle ohnehin nur als Überbrückung gedacht sei. Die von der Verwaltung gestützt auf den Tatbestand des Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG verfügte Einstellung in der Anspruchsberechtigung erwies sich unter diesen Umständen als rechtens. 3.2 Die von der Beschwerdeführerin dagegen erhobenen Einwände vermögen nicht zu einem anderen Ergebnis zu führen. Soweit sie die bereits im vorinstanzlichen Verfahren entkräfteten Rügen wiederholt, kann vollumfänglich auf die richtigen Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden. Aus ihrer Behauptung, die Annahme der zugewiesenen Arbeit sei ihr nie ermöglicht worden, kann sie ebenfalls nichts zu ihren Gunsten ableiten. Durch ihre Äusserungen anlässlich des Vorstellungsgesprächs brachte sie klar zum Ausdruck, dass sie an einer befristeten Beschäftigung bei der Firma X.________ nicht interessiert war. Durch dieses Verhalten hat sie entscheidend zum Nichtzustandekommen eines Arbeitsvertrages beigetragen, was für die Erfüllung des Einstellungstatbestandes ausreicht (ARV 1999 Nr. 33 S. 196 Erw. 2). Im Rahmen der ihr obliegenden Schadenminderungspflicht durfte erwartet werden, dass sie diese, ihrer bisherigen beruflichen Tätigkeit entsprechende, zumutbare befristete Bürotätigkeit antrete oder zumindest einen Versuch wage. Nichts anderes ergibt sich aus der Tatsache, dass im Zeitpunkt des Vorstellungsgesprächs noch Antworten auf ihre Bewerbungsschreiben ausstehend waren. Die Möglichkeit, sich nach einer anderen - insbesondere unbefristeten - Arbeitsstelle umzusehen und an Vorstellungsgesprächen teilzunehmen, hätte ihr zweifellos auch im Rahmen ihrer vorübergehenden Beschäftigung für die Firma X.________ offen gestanden.