Citation: 1C_267/2022 E. 7.2

7.2. Die Vorinstanz führte zusammengefasst aus, der Ablauf der gemäss dieser Regelung rechtskräftig angesetzten Frist habe ohne weitere Anordnungen bzw. Verfügungen das Erlöschen der Baubewilligung bewirkt. Damit solle die Nachbarschaft und Öffentlichkeit vor dem Anblick einer Bauruine bewahrt und vor übermässig lange andauernden potentiellen Gefahren einer Baustelle geschützt werden. Die Gemeinde Vitznau habe in Anwendung von § 201 Abs. 1 lit. b PBG zwei unterschiedliche Fristen gesetzt und mit dem zum jeweiligen Zeitpunkt geforderten Stand der Arbeiten gemäss den Meldekarten "Erstellung Schnurgerüst" und "Vollendung Bauten und Anlegen" verknüpft. Das Bundesgericht habe die Zulässigkeit von zwei unterschiedlichen Fristen im Urteil vom 1. Juni 2021 bestätigt und die Frist für den Abschluss der für die Einreichung der Meldekarte "Erstellung Schnurgerüst" erforderlichen Bauarbeiten auf den 30. September 2021 festgesetzt. Die Nichtbeachtung dieser Frist führe gemäss § 201 Abs. 1 lit. b PBG zum Erlöschen der Baubewilligung. Davon sei auch die Beschwerdeführerin ausgegangen, zumal sie um die Erstreckung dieser Frist ersucht habe. Würde die Nichteinhaltung dieser Frist ohne die gesetzlich vorgeschriebene Sanktion bleiben, könnte die Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustands noch weiter hinausgezögert werden, was der Gesetzgeber habe verhindern wollen.