Citation: 5A_17/2017 E. 2.1

2.1. Die Vorinstanz erwog zusammengefasst, im September 2015 hätten die Eltern die bis dahin bestehende Kinderbetreuungsregelung mit Hilfe des Beistands abgeändert, da die Mutter neu von Mittwoch bis Freitag gearbeitet habe. Danach habe die Mutter die Kinder jeweils von Samstagmorgen, 09.00 Uhr, bis Mittwochmorgen betreut. Am Mittwoch habe der Vater die Kinder von der Schule abgeholt und sie bis Samstagmorgen, eingeschlossen ein Horttag, betreut. Die Kinder seien sodann jedes erste Wochenende im Monat von Samstag, 10.00 Uhr, bis Sonntagabend beim Vater gewesen und seien jeweils dort abgeholt worden, wo sie sich befunden hätten. Aus den Kinder- und Elternanhörungen vom Mai 2016 habe sich sodann ergeben, dass die Eltern die Kinder an den Wochenenden abwechselnd betreuen würden und die Kinder jeweils am Samstag um 10.00 Uhr zur Mutter wechselten. Am Freitag seien sie im Hort. Unerheblich sei, ob diese Regelung einvernehmlich erfolgt sei oder nicht. Relevant sei, dass die Betreuung seit Monaten effektiv so gelebt werde und den Wünschen und Bedürfnissen der Kinder entspreche. Die Kinder würden seit der Trennung von beiden Eltern gemeinsam betreut. Diese Lösung entspreche dem klaren, mehrfach geäusserten Wunsch der Kinder. Die beschriebene Betreuungsregelung habe bis dahin trotz der elterlichen Differenzen grundsätzlich auch geklappt. Den Kindern gehe es entsprechend, zumindest oberflächlich betrachtet, (noch) gut, auch wenn sich der Konflikt der Eltern zunehmend auf ihr Wohlbefinden auswirken möge. So besuchten sie regelmässig die Schule, übten in ihrer Freizeit verschiedene Aktivitäten aus und seien bei beiden Eltern in ein soziales Netz eingebunden. Sie würden von Mutter wie Vater offensichtlich ausreichend gut betreut. Es liege daher im Kindeswohl, die bisherige, seit langem gelebte Betreuungsregelung für die Übergangsphase bis zum Entscheid des Kantonsgerichts über die Nebenfolgen der Scheidung aufrecht zu erhalten. Das verleihe den Kindern in einer Phase der Unsicherheit bzw. einer Situation der Schwebe die für ihre Entwicklung notwendige Kontinuität, Sicherheit und Stabilität. Es bestehe kein Anlass, die Betreuungszeiten des Vaters bis Freitagmorgen zu beschränken. Der Horttag sei seit der Trennung der Eltern wichtiger Bestandteil im Alltag der Kinder und werde von beiden geschätzt. Auch sei der Horttag wegen der gesundheitlichen Beschwerde des Vaters eingeplant worden. Diese bzw. deren Einfluss auf die väterlichen Erziehungsmöglichkeiten schienen noch nicht geklärt, es laufe derzeit noch ein IV-Verfahren. Es bestehe daher kein Anlass, den Horttag zu streichen, wie der Vater dies wünsche. Hinsichtlich der Wochenenden ver diene die bisherige Lösung [Wochenenden alternierend] mit Blick auf die Kriterien der Kontinuität und Stabilität sowie den Wunsch der Kinder nach gleichmässiger Betreuung durch beide Elternteile der Vorzug. Es erscheine jedoch gerechtfertigt, dass die Kinder an den Wochenenden, die sie beim Vater verbrächten, bis zum Montagmorgen bei ihm bleiben und erst am Montagmittag zur Mutter wechseln würden. Das bringe zusätzliche Ruhe in den Alltag der Kinder und entspreche dem gemeinsamen Antrag der Eltern. Damit die Kinder gleich viel Zeit mit beiden Eltern verbringen könnten, hätten sie das Recht, die bevorstehenden Ferien je zur Hälfte mit der Mutter und je zur Hälfte mit dem Vater zu verbringen. Sodann hätten die Kinder das Recht, die Feiertage gleichmässig mit beiden Eltern zu verbringen, wobei die Beiständin die Details zu regeln habe. Diese sorge im Übrigen im grundsätzlich vorgegebenen Rahmen für einen reibungslosen Ablauf der persönlichen Kontakte zwischen den Eltern und den Kindern, vermittle zwischen Vater und Mutter, präzisiere die Regeln und schreibe, falls nötig, die Details vor.