Citation: 8C_550/2022 E. 2.1

2.1. Das kantonale Gericht verneinte den Anspruch der Beschwerdeführerin auf Kurzarbeitsentschädigungen für den Zeitraum vom 1. Juni bis 30. November 2021 mit zwei Begründungen. Zum einen erwog es, der geltend gemachte Arbeitsausfall stehe nicht in Zusammenhang mit der Pandemie resp. den in diesem Kontext ergriffenen behördlichen Massnahmen, wobei es insbesondere die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten (pandemiebedingten) Ängste der Kundschaft im Zusammenhang mit den EMS-Trainings (Elektromyostimulation) als nicht plausibel erachtete. Damit bestätigte es die Auffassung des Beschwerdegegners, wonach der Arbeitsausfall nicht auf wirtschaftliche Gründe zurückzuführen sei (vgl. Art. 32 Abs. 1 lit. a erster Teilsatz AVIG [SR 837.0]). Zum anderen legte es dar, die Beschwerdeführerin habe mit der Anschaffung von neuen Geräten, die personalunabhängig von den Kunden selbstständig bedient werden könnten, "kaum zur Verminderung der Arbeitsausfälle beigetragen". Überdies habe sie die beiden EMS-Personaltrainer auch neu angestellt, obwohl der Betrieb einen Arbeitsausfall verzeichnet habe. Diese beiden Argumente beschlagen die Schadenminderungspflicht und damit die Unvermeidbarkeit des Arbeitsausfalls (vgl. diesbezüglich Art. 32 Abs. 1 lit. a zweiter Satzteil AVIG). Um einen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung zu begründen, müssen beide Voraussetzungen kumulativ vorliegen (BGE 121 V 371 E. 2a), d.h. der Arbeitsausfall muss - um anrechenbar zu sein - sowohl auf wirtschaftliche Gründe zurückzuführen als auch unvermeidbar sein.