Citation: 5D_1/2009 13.02.2009 E. 1

A.a X.________ (Beschwerdeführerin) ist die Rechtsanwältin von Z.________, die sie in einem Kindesschutzverfahren vor dem Bezirksamt Brugg vertrat, nachdem die zuständige Vormundschaftsbehörde am 1. August 2007 den Entzug der Obhut über den Sohn Y.________ verfügt hatte. Am 10. Dezember 2007 wies das Bezirksamt Brugg als erstinstanzliche vormundschaftliche Aufsichtsbehörde die von Z.________ gegen den Entscheid vom 1. August 2007 geführte Beschwerde ab, hiess aber das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gut, setzte die Beschwerdeführerin als unentgeltliche Rechtsvertreterin ein und sprach dieser für dieses erstinstanzliche Beschwerdeverfahren eine Entschädigung von Fr. 5'732.25 (davon Fr. 5'115.-- Honorar zzgl. Auslagen und MwSt) zu. A.b Gegen diesen Entscheid erhob die Beschwerdeführerin namens der Z.________ Beschwerde bei der Kammer für Vormundschaftswesen als zweitinstanzliche vormundschaftliche Aufsichtsbehörde des Obergerichts des Kantons Aargau. Sie verlangte die Rückübertragung der Obhut an die Mutter sowie die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung auch für das oberinstanzliche Beschwerdeverfahren. Am 25. April 2008 wies die Kammer für Vormundschaftswesen die Beschwerde ab. Zudem hob sie von Amtes wegen den vorinstanzlichen Entscheid betreffend die Parteientschädigung von Fr. 5'732.25 auf (Dispositiv Ziff. 2) und reduzierte diese auf Fr. 1'538.15 (Fr. 1'210.-- Honorar zzgl. Auslagen und MwSt). Schliesslich gewährte die Kammer für Vormundschaftswesen auch für das oberinstanzliche Verfahren die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung (Dispositiv Ziff. 5) und sprach der Beschwerdeführerin eine Entschädigung für das oberinstanzliche Verfahren von Fr. 964.10 (Fr. 605.-- Honorar zzgl. Auslagen und MwSt) zu. A.c Gegen diesen Entscheid erhob die Beschwerdeführerin im Entschädigungspunkt subsidiäre Verfassungsbeschwerde mit den Anträgen, die Reduktion der Entschädigung für das erstinstanzliche Beschwerdeverfahren sei ersatzlos aufzuheben und die oberinstanzliche Entschädigung auf Fr. 4'245.90 festzusetzen. Mit Urteil 5D_88/2008 vom 14. August 2008 hiess das Bundesgericht die Beschwerde gut, hob die Ziffern 2 und 5 des Entscheids der Kammer für Vormundschaftswesen vom 25. April 2008 auf und wies die Sache zu neuer Beurteilung an diese zurück. Zur Begründung führte es an, die Kammer habe sich nicht oder zumindest nicht in vertretbarer Weise mit den Voraussetzungen der reformatio in peius auseinandergesetzt; die Annahme, bei jeder unangemessenen Kostenentscheidung erforderten wichtige öffentliche Interessen ein Eingreifen von Amtes wegen, sei in dieser allgemeinen Weise unhaltbar. Sodann sei der Entscheid auch deshalb aufzuheben, weil die pauschale Abgeltung der anwaltlichen Leistungen für das erstinstanzliche Beschwerdeverfahren mit Fr. 1'210.-- in einem offensichtlichen Missverhältnis zur geleisteten notwendigen Arbeit stehe und sich deshalb als willkürlich erweise. Entsprechend war auch die Entschädigung für das obergerichtliche Verfahren, welche in Abhängigkeit des erstinstanzlichen Verfahrens festgesetzt worden war, aufzuheben.