Citation: 6B_28/2010 19.03.2010 E. 2.1

2.1.1 Der Beschwerdeführer wendet sich gegen die "offensichtlich unrichtige und somit willkürliche Sachverhaltsfeststellung" der Vorinstanz, wodurch sie Bundesrecht sowie den Grundsatz "in dubio pro reo" verletzt habe. Konkret zweifelt der Beschwerdeführer die Glaubwürdigkeit der Aussagen des Opfers A.________ sowie der Zeugin D.________ an (Beschwerde, S. 7). Er habe immer geltend gemacht, dass er das Messer mit der rechten Hand in die Luft gehalten und er mit diesem von oben herab gegen das Gesicht und die Halsgegend des Opfers einen Schnitt geführt habe. B.________ habe ihn stark am Oberarm gezogen, weshalb sich das Messer von oben gegen dessen Gesicht bewegt habe. B.________ habe von ihm das Messer verlangt, weil dieser sich am Opfer wegen einer früher zugefügten Schnittverletzung habe rächen wollen. Deshalb habe er das Messer aus seiner Jackentasche genommen und in die Luft gehalten (Beschwerde, S. 7 f.). 2.1.2 Es habe keine Untersuchung darüber stattgefunden, ob seine Darstellung des Geschehens zutreffe. Es sei beispielsweise nicht nachgeprüft worden, ob die im Gesicht des Opfers festgestellte Schnittbewegung des Messers bei einem Unfallgeschehen möglich wäre. Die Vorinstanz behaupte im Sinne einer unbelegten Hypothese, dass die Dynamik eines willentlichen Schnitts gegenüber derjenigen eines unfallmässigen Geschehens eine völlig andere sei (Beschwerde, S. 8 f.). 2.1.3 Willkürlich nehme die Vorinstanz weiter an, die Aussagen seiner Begleiter und B.________ seien grundsätzlich zwar nicht glaubwürdig, dies gelte jedoch nicht bezüglich der Tathintergründe sowie der von ihm ihnen gegenüber gemachten Aussagen (Beschwerde, S. 11 ff.). 2.1.4 Nicht akzeptabel sei die Deutung seines Aussageverhaltens. Die Vorinstanz behaupte ohne Begründung, seine Aussagen wiesen zahlreiche Lügensymbole auf, zudem sei er nie um eine Ausrede verlegen und schiebe die Schuld anderen zu. Vielmehr habe er konstant den Vorgang eines unfallmässigen Geschehens und seine Nicht-Teilnahme am Angriff zu Beginn der Auseinandersetzung geschildert (Beschwerde, S. 21). 2.1.5 Das Abstellen auf das psychiatrische Gutachten sei problematisch, da ihn die Gutachterin ohne Beizug eines qualifizierten Übersetzers befragt und die Exploration teilweise nur wenige Minuten gedauert habe. Die Gutachterin habe das Gutachten vor allem gestützt auf die von den Strafverfolgungsbehörden zur Verfügung gestellten Aussagen von ihm verfasst, die teilweise aus den Akten hätten entfernt werden müssen, weil sie ohne Beizug eines Dolmetschers erstellt worden seien (Beschwerde, S. 22). 2.1.6 Schliesslich seien die vorinstanzlichen Ausführungen bezüglich der objektiven Beweismittel widersprüchlich und stimmten nicht mit der Aktenlage überein. Es sei klar, dass er nicht Teilnehmer des Angriffs gegen das Opfer gewesen sei, da B.________ eingeräumt habe, auf dieses eingeschlagen zu haben (Beschwerde, S. 25). Von keiner Seite sei zudem je geltend gemacht worden, er habe ihm auch die beiden anderen Schnittverletzungen im Gesicht zugefügt. Die Zeugin D.________ habe nur einen Schnitt erwähnt. Dennoch habe die Vorinstanz angenommen, er habe dem Opfer drei Schnittverletzungen zugefügt. Weshalb das Tatmesser auch DNA-Spuren von B.________ aufweise, könne die Vorinstanz zudem nicht plausibel erklären (Beschwerde, S. 22 ff.).