Citation: 9C_151/2014 E. 4

Die Vorinstanz erwog, Art. 4 Abs. 1 lit. a ELV, welcher explizit eine gemeinsame Berechnung für rentenberechtigte Hinterlassene bestimme, gelange vorliegend zur Anwendung. Die Beschwerdeführerin lebe mit ihrem Stief- bzw. Pflegevater sowie ihrem Halbbruder im gemeinsamen Haushalt, auch bezögen alle drei infolge Todes der Mutter der Beschwerdeführerin eine Waisen- bzw. Witwerrente. Ein verwandtschaftliches Verhältnis zwischen den einzelnen Hinterlassenen (insbesondere ein Kindesverhältnis zwischen Witwer und Halbwaisen) werde vom Gesetz nicht vorausgesetzt. Die Beschwerdeführerin habe schon vor dem Tod ihrer Mutter in einem gemeinsamen Haushalt mit ihrem Stief- bzw. Pflegevater und ihrem Halbbruder gelebt. Dieses Familienleben werde nun fortgesetzt. Es erscheine somit auch im Ergebnis angebracht, dass ihr Anspruch gleich beurteilt werde wie dies bei einer "normalen Familie" der Fall wäre. Ferner sei nicht erkennbar, dass der Bundesrat mit dem Erlass von Art. 4 ELV seine Kompetenzen überschritten habe. Auch könne keine Verfassungswidrigkeit dieser Bestimmung ausgemacht werden, nur weil die Unterhaltszahlungen des Kindsvaters offenbar nicht erhältlich gemacht werden könnten. Es könne nicht argumentiert werden, der Existenzbedarf der Beschwerdeführerin sei nicht gedeckt, nur weil die Finanzierung der Kosten gemäss Pflegevertrag nicht gewährleistet sei.