Citation: 4A_315/2017 E. 4.2

4.2. Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Dazu gehören sowohl die Feststellungen über den streitgegenständlichen Lebenssachverhalt als auch jene über den Ablauf des vor- und erstinstanzlichen Verfahrens, also die Feststellungen über den Prozesssachverhalt (BGE 140 III 16 E. 1.3.1 mit Hinweisen). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder ergänzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willkürlich" (BGE 140 III 115 E. 2 S. 117; 135 III 397 E. 1.5). Überdies muss die Behebung des Mangels für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein können (Art. 97 Abs. 1 BGG). Neue Tatsachen und Beweismittel dürfen nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). Die Partei, welche die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz anfechten will, muss klar und substanziiert aufzeigen, inwiefern diese Voraussetzungen erfüllt sein sollen (BGE 140 III 16 E. 1.3.1 S. 18 mit Hinweisen). Wenn sie den Sachverhalt ergänzen will, hat sie zudem mit präzisen Aktenhinweisen darzulegen, dass sie entsprechende rechtsrelevante Tatsachen und taugliche Beweismittel bereits bei den Vorinstanzen prozesskonform eingebracht hat (BGE 140 III 86 E. 2 S. 90). Genügt die Kritik diesen Anforderungen nicht, können Vorbringen mit Bezug auf einen Sachverhalt, der vom angefochtenen Entscheid abweicht, nicht berücksichtigt werden (BGE 140 III 16 E. 1.3.1 S. 18). Die Parteien können somit von vornherein nicht gehört werden, soweit sie in ihren Eingaben von den Feststellungen der Vorinstanz abweichen und diese ergänzen, ohne zulässig begründete Sachverhaltsrügen zu formulieren. Das gilt insbesondere für die Beschwerdeführerin, wenn sie in Randziffer 46 und der Zusammenfassung ihrer Beschwerde die Motive der Kläger vor dem ersuchenden Gericht beschreibt, und ebenso für die Beschwerdegegnerinnen, wenn diese in Randziffer 6 ihrer Beschwerdeantwort Ausführungen zum Verhältnis zwischen den Beklagten vor dem ersuchenden Gericht und der Beschwerdeführerin machen und als Beilage 2 ein Beweismittel einreichen, ohne zu begründen, inwiefern sie hierzu vor Bundesgericht noch berechtigt sein sollen. Immerhin besteht kein Anlass, den Verweis der Beschwerdegegnerinnen in der Beschwerdeantwort auf das "Model for Letters of Request" "aus dem Recht zu weisen", wie es die Beschwerdeführerin verlangt, zumal die Beschwerdegegnerinnen mit diesem nicht den Sachverhalt, sondern die Rechtslage illustrieren möchten (siehe Erwägung 5). Dies ist im Verfahren vor Bundesgericht nicht zu beanstanden (vgl. Art. 106 Abs. 1 BGG). Dagegen können die Beschwerdegegnerinnen jedenfalls nicht gehört werden, wenn sie sich in ihrer Eingabe vom 30. August 2017 weiter zum Verfahren vor dem ersuchenden Gericht äussern, zumal nicht erkennbar ist, dass erst die Ausführungen der Beschwerdeführerin dazu Anlass gegeben haben (vgl. BGE 132 I 42 E. 3.3.4).