Citation: 2C_611/2021 E. 3.1.1

3.1.1. Die Vorinstanz verneinte einen aus Art. 12 Anhang I FZA abgeleiteten Anspruch mit der Begründung, es sei dem Beschwerdeführer nicht gelungen, eine existenzsichernde Tätigkeit nachzuweisen. Der Beschwerdeführer lege nicht glaubhaft dar, dass er mit seiner Einzelfirma F.________ ein regelmässiges, einigermassen konstantes monatliches Einkommen generiere; insbesondere habe er keine ordnungsgemäss geführte Buchhaltung, sondern nur rudimentäre Aufschriebe über einen keineswegs existenzsichernden Gewinn von Fr. 9'048.44 für das Jahr 2019 vorgelegt. Auch habe er es dabei bewenden belassen, für das Jahr 2020 Quittungen im Betrag von Fr. 10'300.-- sowie Privatkontoauszüge mit diversen Zahlungseingängen im Zusammenhang mit Internetverkäufen im Betrag von total Fr. 3'643.50 einzureichen. Die eingereichten Belege reichten für die Annahme einer auch nur ansatzweise existenzsichernden selbständigen Erwerbstätigkeit nicht aus. Daran vermöchten auch die Corona-Pandemie samt Lockdown und die an den Beschwerdeführer ausbezahlte Erwerbsersatzentschädigung von Fr. 2'250.-- nichts zu ändern. Die angespannte finanzielle Situation des Betriebs des Beschwerdeführers habe sich seit dem 14. August 2019 nicht verbessert. Auch wenn der Sozialhilfebezug am 31. August 2019 beendet worden sei, bestehe die akute Gefahr, dass der Beschwerdeführer und seine Familie - sollte sie in die Schweiz zurückkommen - in absehbarer Zeit wieder auf Sozialhilfe angewiesen seien. Diese Gefahr werde durch allfällige Versicherungsleistungen betreffend das Unfallereignis vom 11. September 2014 nicht entscheidend beeinflusst. Ebenso wenig hätten die Einkünfte, die die Frau des Beschwerdeführers ab dem 1. März 2021 erzielt habe, etwas daran geändert (E. 3.3.4 des angefochtenen Urteils).