Citation: 2C_620/2024 E. 6.2.2

6.2.2. Nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist die Verwaltungsbehörde grundsätzlich an die Tatsachenfeststellungen des Strafgerichts gebunden. Sie darf davon nur abweichen, wenn sie Tatsachen feststellt und ihrem Entscheid zugrunde legt, die dem Strafgericht unbekannt waren, wenn sie zusätzliche Beweise erhebt oder wenn das Strafgericht bei der Rechtsanwendung auf den Sachverhalt nicht alle Rechtsfragen abgeklärt hat (BGE 137 I 363 E. 3.2). Nicht gebunden ist die Verwaltungsbehörde an die rechtliche Beurteilung des Strafgerichts (BGE 136 I 345 E. 6.4; 136 II 447 E. 3.1; Urteil 1C_415/2020 vom 17. Februar 2021 E. 2.2; vgl. auch HANSJÖRG SEILER, Parallele Straf-, Zivil- und Verwaltungs[justiz]verfahren, ZBl 2024, S. 59 ff., S. 80).