Citation: 5A_230/2022 E. 2.3.2

2.3.2. Der Beschwerdeführer beruft sich sodann im Wesentlichen darauf, die Vorinstanzen irrten, wenn sie eine eigentliche Kindeswohlgefährdung voraussetzen würden bzw. die aktuelle Situation das Kindeswohl im Sinne einer Gefährdung schädigen müsse und beruft sich insbesondere auf die Botschaft vom 16. November 2011 zur Revision der elterlichen Sorge (BBl 2011 9077 ff.). Dabei übersieht er jedoch, dass vorliegend gerade nicht Art. 298b, sondern Art. 298d ZGB zur Anwendung gelangt und Art. 298d ZGB gerade nicht gleich wie bzw. analog zu Art. 298b ZGB auszulegen ist. Seine diesbezüglichen Ausführungen sind ohne Belang für die vorliegende Rechtsfrage, weswegen nicht im Einzelnen darauf eingegangen wird.