Citation: 7B_291/2022 E. 2.4

2.4. Mit diesen Ausführungen sind der Lebenssachverhalt und das der Beschwerdeführerin zur Last gelegte Verhalten hinreichend konkretisiert. Dass die Bereicherungsabsicht in der Anklageschrift nicht explizit erwähnt und umschrieben wird, schadet dabei nicht. Wie die Vorinstanz zutreffend festhält, impliziert der in der Anklage beschriebene Diebstahl die Bereicherungsabsicht und schliesst diesen Vorwurf mit ein. Hätte die Beschwerdeführerin die Gegenstände nach Ansicht der Staatsanwaltschaft nicht mit der Absicht, einen wirtschaftlichen Vorteil zu erzielen, mitgenommen, wäre ihr, wie im angefochtenen Urteil zu Recht angeführt wird, kein Diebstahl zum Vorwurf gemacht worden, zumal dieser Tatbestand die Bereicherungsabsicht ausdrücklich voraussetzt. Für die Beschwerdeführerin war ersichtlich, was ihr zum Vorwurf gemacht wird. Sie wusste, welches Verhalten ihr vorgeworfen wird und welchen Straftatbestand sie dadurch erfüllt haben soll. Dass und inwiefern ihr eine wirksame Verteidigung nicht möglich gewesen wäre, ist weder dargetan noch erkennbar. Die Kritik der Beschwerdeführerin, wonach die Staatsanwaltschaft entlastende Elemente in der Anklage nicht erwähnte, erfolgt sodann ohne Grund. Aus Art. 325 Abs. 1 lit. f StPO folgt, dass sich die Anklageschrift zu den belastenden Tatumständen, nicht jedoch zu den entlastenden Elementen äussern muss. Entlastende Umstände können indes von der Verteidigung ins Gerichtsverfahren eingebracht werden und sind vom Gericht, auch wenn sie in der Anklageschrift nicht erwähnt sind, von Amtes wegen zu beachten (vgl. Urteil 6B_205/2019 vom 9. August 2019 E. 1.2.1). Ob der Beschwerdeführerin Bereicherungsabsicht nachgewiesen werden kann, ist im Übrigen eine Frage der Beweiswürdigung, welche dem Gericht obliegt (BGE 145 IV 407 E. 3.3.2 mit Hinweisen). Desgleichen gilt für die Frage, wer den Pizzaofen und das "Heisse-Steine-Set" angeschafft hat. Die vorinstanzliche Feststellung, wonach diese Gegenstände von C.________ erworben worden seien, geht nicht über den Anklagesachverhalt hinaus. Der Erwerb dieser Gegenstände erfolgte nach den unbestritten gebliebenen vorinstanzlichen Erwägungen mit Geld von E.B________, weshalb sich durchaus - wie in der Anklageschrift festgehalten - sagen lässt, die Ehegatten B.________ hätten den Pizzaofen und das "Heisse-Steine-Set" angeschafft. Die Rüge der Beschwerdeführerin erweist sich damit insgesamt als unbegründet. Eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 6 Abs. 2 StPO ist ebenso wenig ersichtlich wie die Verletzung des Anklagegrundsatzes.