Citation: 2C_112/2021 E. 1.2.3

1.2.3. Die SRG beantragte vor der UBI, die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden könne. Ihr Antrag deckte eine allfällige Nichtanhandnahme der Beschwerde mangels einer Prozessvoraussetzung, welche die UBI von Amtes wegen zu prüfen hatte, mit ab. Zwar hat die SRG die Beschwerdelegitimation des heutigen Beschwerdegegners nicht bestritten, da sie der (irrigen) Meinung war, dass die UBI im Rahmen einer Popularbeschwerde zu entscheiden hatte. Sie hat - trotz der Möglichkeit der Entgegennahme der Eingabe als Popularbeschwerde (Art. 94 Abs. 2 i.V.m. Abs. 3 RTVG [SR 784.40]) bei einer allfälligen Nachfristansetzung für die Beibringung der erforderlichen Unterschriften (vgl. hierzu DENIS MASMEJAN, in: Masmejan/Cottier/Capt [Hrsg.], CS Loi sur la radio-télévision [LRTV], Bern 2014, N. 17 ad art. 94 LRTV) - nach wie vor ein schutzwürdiges Interesse an der Beurteilung ihrer Einrede der fehlenden Beschwerdeberechtigung; ihr Vorgehen ist - entgegen der Auffassung des Beschwerdegegners - auch nicht rechtsmissbräuchlich.