Citation: 2A.214/2001 16.05.2001 E. 3

3.- a) Die Fremdenpolizei hat den Beschwerdeführer am 9. April 2001 formlos aus der Schweiz weggewiesen. Der Vollzug dieser Massnahme ist momentan noch nicht möglich, da die Identität des Beschwerdeführers noch nicht einwandfrei geklärt ist und entsprechend noch keine Reisepapiere vorliegen. Es bestehen aber keine Hinweise darauf, dass der Vollzug der Wegweisung nicht in absehbarer Zeit durchführbar ist. Die Anordnung der Ausschaffungshaft ist daher rechtmässig, falls einer der in Art. 13b Abs. 1 ANAG genannten Haftgründe besteht. b) Nach Art. 13b Abs. 1 lit. c ANAG kann Ausschaffungshaft verfügt werden, wenn konkrete Anzeichen befürchten lassen, dass sich der Ausländer der Ausschaffung entziehen will (Gefahr des Untertauchens). Der Vollzug der Wegweisung muss erheblich gefährdet erscheinen. Dass der Betroffene sich illegal in der Schweiz aufhält, genügt hierfür ebensowenig wie die Tatsache, dass er keine Papiere besitzt und nur mangelhaft an deren Beschaffung mitwirkt. Die Gefahr des Untertauchens ist hingegen bei strafrechtlich relevantem Verhalten regelmässig zu bejahen, ist bei einem straffällig gewordenen Ausländer doch eher als bei einem unbescholtenen davon auszugehen, er werde in Zukunft behördliche Anordnungen missachten (vgl. BGE 122 II 49 E. 2a S. 50 f.). Der Beschwerdeführer ist aus wirtschaftlichen Gründen mit Hilfe eines Schleppers und unter Verletzung der Ein- reisevorschriften in die Schweiz eingereist, wo er sich gemäss eigenen Angaben seit Juli oder August 2000 nicht nur illegal aufhält - was nach dem Gesagten für die Bejahung der Untertauchensgefahr noch nicht genügt -, sondern überdies schwarz arbeitet; dies unter anderem aufgrund der Verpflichtung, die seinem Schlepper gegenüber bestehenden Schulden abzuzahlen. Angesichts dieses strafrechtlich relevanten Verhaltens bietet er aber kaum Gewähr dafür, dass er sich zu gegebener Zeit, wenn die Reisepapiere vorliegen, für den Vollzug der Ausschaffung zur Verfügung halten wird. c) Damit erweist sich die Anordnung der Ausschaffungshaft als rechtmässig.