Citation: 9C_763/2015 E. 4.1

4.1. Soweit sich die Versicherte gegen die Sachverhaltsermittlung des kantonalen Gerichts wendet, beschränkt sie sich weitgehend auf appellatorische Kritik an der vorinstanzlichen Beweiswürdigung, auf die im Rahmen der dem Bundesgericht zustehenden Überprüfungsbefugnis nicht einzugehen ist (E. 1 hievor). Eine willkürliche oder sonst wie bundesrechtswidrige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts wirft sie der Vorinstanz nicht vor. Wenn diese beim Valideneinkommen lediglich die Entlöhnung für das Arbeitspensum im kaufmännischen Bereich, nicht aber die Einkünfte aus den Nebenerwerbstätigkeiten, herangezogen hat, liegt darin keine Rechtsverletzung und ebenso wenig eine unvollständige Feststellung des Sachverhalts. Denn massgebend ist nicht, in welchem Ausmass und in welchen Bereichen eine versicherte Person vor Eintritt der Invalidität gelegentlich und in unterschiedlichem Umfang tätig war. Vielmehr steht die Frage im Zentrum, welche Arbeiten die versicherte Person verrichten würde, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Es geht hier mit anderen Worten um die hypothetische Tätigkeit der Beschwerdeführerin. Und diesbezüglich kann der Vorinstanz keine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Willkür vorgeworfen werden, wenn sie die Aussage der Beschwerdeführerin bei der Abklärung an Ort und Stelle als entscheidend erachtet hat. Wie dem angefochtenen Entscheid im Übrigen zu entnehmen ist, hat die Versicherte die teilzeitliche selbstständige Erwerbstätigkeit aufgenommen, weil sie keine Anstellung im kaufmännischen Bereich gefunden hatte. Auch aus diesem Grund ist nicht überwiegend wahrscheinlich, dass die Beschwerdeführerin nebst einer kaufmännischen Tätigkeit von 80 % teilzeitlich noch selbstständig arbeiten würde. Betreffend die für die Invaliditätsbemessung nach der gemischten Methode massgebenden Anteile Erwerbstätigkeit und Haushalt hat sich die Vorinstanz auf die Angaben der Versicherten bei der Abklärung an Ort und Stelle vom 1. Juli 2013 berufen. Inwiefern die darauf basierende Feststellung der Anteile (80 % Erwerbstätigkeit; 20 % Haushalt) offensichtlich unrichtig sein soll, vermag die Beschwerdeführerin nicht darzutun. Hinreichende Anhaltspunkte dafür, dass die Aussagen der Versicherten von der Abklärungsperson ungenau festgehalten wurden, liegen nicht vor. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs seitens der Verwaltung ist nicht erkennbar.