Citation: 9C_606/2007 31.01.2008 E. 5

Wie der Beschwerdeführer zu Recht anführt, ist die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung insofern unrichtig, als es nicht zutrifft, dass er den behandelnden Zahnarzt Dr. med. dent. U.________ nicht über die Immunsuppression und die damit verbundenen erhöhten Anforderungen an die Mundhygiene informiert hat. Der Zahnarzt hat in dem von der Vorinstanz interpretierten Schreiben vom 23. Dezember 2005 lediglich ausgeführt, weder er noch sein Patient seien von den die Immunsuppression verschreibenden Ärzten der Universitätsklinik Y.________ über mögliche Zahnproblematiken als Folge der Einnahme informiert worden. Damit hat er nicht gesagt, er sei über die Immunsuppression nicht informiert gewesen. Aus den Akten geht denn auch hervor, dass Dr. med. dent. U.________ schon die im Hinblick auf die Herztransplantation erforderlichen zahnärztlichen Verrichtungen vornahm und den Beschwerdeführer auch in der Folge während des gesamten hier relevanten Zeitraums behandelte. Der Vertrauenszahnarzt Dr. med. dent. B.________ hat aber in seiner Stellungnahme vom 29. Januar 2004 nachvollziehbar und überzeugend ausgeführt, dass, falls die Immunsuppression zu einer verminderten Speichelfliessrate geführt hätte, dies schon lange dokumentiert und der Beschwerdeführer einem Intensivhygieneregime hätte zugeführt werden müssen. Für beides fehlten Anhaltspunkte. Die jetzt notwendigen zahnärztlichen Behandlungen seien nicht auf Folgen von allfälligem Speichelmangel zurückzuführen. Endodontische Konsequenzen (d.h. Wurzelbehandlungen) ebenso wie Überkronungen wegen tiefen kariösen Läsionen seien durch frühzeitiges Erkennen und entsprechende Abwehrmassnahmen anlässlich regelmässiger zahnärztlicher Routinekontrollen vermeidbar, an welchen es aber hier gefehlt habe. Beide Aussagen sind nach dem Stand der Akten überwiegend wahrscheinlich richtig. Wie in E. 3 dargelegt, konnten anlässlich einer Untersuchung an der Universität X.________ am 27. März 2006 ein verminderter Speichelfluss und eine Trockenheit der Mundschleimhaut ausgeschlossen werden. Auch fehlen nach der zutreffenden vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung für die Zeit nach 1999 Aufzeichnungen über zahnärztliche und Dentalhygieneleistungen, nachdem der Beschwerdeführer vor 1999 mehrfach in zahnärztlicher Behandlung war und zwischen 1992 und 1998 zwei Termine für spezielle Dentalhygieneleistungen ausgewiesen sind. Es drängt sich der vom Vertrauenszahnarzt in seiner Beurteilung vom 2. November 2005 gezogene Schluss auf, dass schwer erklärbar wäre, wie die hier bestandenen tiefen kariösen Läsionen entstehen konnten, ohne dass der Zahnarzt früher eingegriffen hätte, wenn der Beschwerdeführer die vor 1999 eingehaltene Behandlungsfrequenz beibehalten hätte. Ein solcher Ablauf lässt sich ohne Widerspruch mit der Aussage des behandelnden Arztes im Schreiben vom 23. Dezember 2005 an die Beschwerdegegnerin vereinbaren, dass der Beschwerdeführer während Jahren seine Zähne bestens gepflegt und kein Anlass zu irgendwelchen Besorgnissen bestanden habe, und erst in den letzten zwei bis drei Jahren die multiplen kariösen Läsionen aufgetreten seien. Die Vorinstanz hat nach dem Gesagten der Rechts- und im Ergebnis der Sachverhaltslage in bundesrechtskonformer Weise Rechnung getragen.