Citation: 8C_653/2023 E. 3.1.1

3.1.1. Das kantonale Gericht erkannte, zur Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsunfähigkeit sei auf das in allen Teilen beweiskräftige Gutachten der Medexperts AG vom 29. Juli 2020 abzustellen. Der Beschwerdeführer habe zwar im Verwaltungsverfahren zu Recht vorgebracht, dass den Sachverständigen die Laborberichte aus den Jahren 2015 und 2019 (Werte mit Hinweisen auf eine allfällige Lyme-Borreliose) sowie die Diagnosenliste der Dr. med. B.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 11. Juli 2017 nicht bekannt gewesen seien. Diese Unterlagen seien jedoch zur Beurteilung der funktionellen Einschränkungen nicht von Bedeutung. Die Beschwerdegegnerin habe die Laborberichte im Nachgang zur Begutachtung dem RAD vorgelegt, der sich dazu am 17. Februar 2021 geäussert habe. Danach könne angesichts der moderaten positiven Ergebnisse keine chronische Lyme-Borreliose diagnostiziert werden. Die Lyme-Borreliose sei eine rein somatische Erkrankung, die unter ICD-10: A69.2 codiert sei. Bezeichnenderweise fänden sich in den gesamten Akten keine Berichte von Ärzten somatischer Fachrichtung, welche diese Diagnose auswiesen. Einzig Dr. med. B.________ habe sie, auch im Bericht vom 9. Februar 2021, aufgelistet, allerdings ohne sie herzuleiten. Der neurologische Sachverständige der Medexperts AG habe eine eingehende Untersuchung durchgeführt und diese beschrieben. Er habe die neurologischen Beeinträchtigungen in die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit einbezogen. Den Berichten der Klinik C.________ von Anfang 2020, die den Gutachtern ebenfalls nicht bekannt gewesen seien, könne keine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit entnommen werden. Zudem würden keine Befunde genannt, die den Sachverständigen der Medexperts AG unbekannt gewesen seien. Insgesamt zeigten sie schlüssig auf, weshalb der Beschwerdeführer aufgrund neurologischer und rheumatologischer Funktionseinschränkungen (Schmerzen), die sich nicht kumulierten, zu 20 % arbeitsunfähig sei.