Citation: 4A_241/2021 E. 3.5.3

3.5.3. Die Beschwerdeführer scheinen anzunehmen, sei eine Dauerüberwachung notwendig, sei damit auch der geltend gemachte Anspruch ausgewiesen. Sie zeigen aber nicht rechtsgenüglich auf, inwiefern es Recht verletzt, wenn die Vorinstanz mit Blick auf die Einwände der Gegenpartei nähere Informationen zu Art und Umfang der tatsächlich notwendigen Betreuung und zur Frage, wie die Überwachung gewährleistet werden kann, voraussetzt. Zur Frage, in welcher Form die Überwachung konkret geleistet werden muss, hat sich das Gutachten im Erstprozess nicht geäussert. 3.5.3.1. Ein Gutachten, das diese Fragen behandeln würde, haben die Beschwerdeführer nicht angeboten. Die Behauptung, mit "erneut" habe offensichtlich wieder das gleiche, bereits in der ersten Klageschrift beantragte Gutachten gemeint sein müssen, überzeugt nicht. Denn das "erneut" bezieht sich nach dem klaren Wortlaut auf die Begutachtung. Die Berücksichtigung des Gesamtzusammenhangs führt zu keinem anderen Ergebnis, haben die Beschwerdeführer doch einleitend festgehalten, der Betreuungsaufwand sei längst rechtsgenüglich ausgewiesen. Es geht um den Nachweis der Überwachungsbedürftigkeit, nicht um die von der Vorinstanz verlangte objektive Einordnung der tatsächlichen Betreuung der Patientin. 3.5.3.2. Wie die Vorinstanz zu Recht festhält, ergibt sich aus ihren Ausführungen in der Replik, dass die Beschwerdeführer der Einholung eines derartigen Gutachtens auch nicht im Eventualstandpunkt zugestimmt, sondern ausdrücklich gegen die Abnahme weiterer Beweise opponiert haben. Sie führten aus, die Vorbringen des Beschwerdegegners änderten nichts an den in der Klage detailliert aufgezeigten - und unter Verweis auf die bereits redundanten erstinstanzlichen Beweisergebnisse belegten - Eckdaten des geltend gemachten Schadens, insbesondere des offensichtlich nicht nur 5- sondern 24-stündigen Pflegebedarfs der Geschädigten, der dieser vollumfänglich abzugelten sei, wie wenn sie dazu rund um die Uhr eine Ersatzkraft angestellt hätte. Weitere diesbezügliche Abklärungen erübrigten sich unter Verweis auf diese umfassenden, vom Beschwerdegegner selbst als verbindlich attestierten Beweisergebnisse des erstinstanzlichen Verfahrens. Es ging den Beschwerdeführern nicht um eine qualitative Ausweitung des Beweisthemas zur Frage, wie das Bedürfnis nach Überwachung zu befriedigen war und welche Anforderung diese an die überwachende Person stellte. Selbst wenn man mit ihnen annehmen wollte, die Patientin habe rund um die Uhr eine Person als Überwachung benötigt, zeigen sie nicht rechtsgenüglich auf, weshalb es für den dieser Person geschuldeten Lohn (beziehungsweise für die geschuldete Entschädigung) keine Rolle spielen sollte, ob eine Dauerüberwachung vor Ort notwendig ist, oder ob die Überwachung auch mit Babyphone hätte gewährleistet werden können.