Citation: 1C_565/2022 E. 3.3.3

3.3.3. Wie die Vorinstanz richtig ausführte, ergeben sich aus den Akten sodann auch keine Anhaltspunkte für ein strafrechtlich relevantes Verhalten des Beschwerdegegners im Zusammenhang mit der Durchführung der Einvernahme oder der Durchsuchung des Mobiltelefons. Aus dem Einvernahmeprotokoll geht hervor, dass eine Rechtsbelehrung stattfand und der Beschwerdeführer diese zur Kenntnis nahm. Sodann zeigen die aktenkundigen Fotoaufnahmen, dass der Beschwerdegegner einzig das Startbild der Foto- und Videoapplikation des Mobiltelefons fotografierte und die gemachten Aufnahmen die letzten gespeicherten Fotos und Videos der jeweiligen Dateiordner zeigen. Dass auf den Fotos auch Dateien mit Datum vor der fraglichen Billettkontrolle vom 13. Februar 2022 abgebildet sind, liegt einzig darin begründet, dass die Applikation beim Antippen der gespeicherte Ordner direkt eine Auswahl der letzten gemachten Aufnahmen anzeigt und belegt kein strafrechtlich relevantes Verhalten. Schliesslich ergeben sich aus den Akten auch keinerlei Hinweise, dass der Beschwerdegegner sämtliche auf dem Mobiltelefon gespeicherten Dateien wahllos durchsucht hätte, war der Beschwerdeführer doch während der Sichtung der Dateien unbestrittenermassen im Raum anwesend und ist im Einvernahmeprotokoll nirgends vermerkt, dass er gegen die vom Beschwerdegegner gewählte Vorgehensweise protestiert hätte.