Citation: 1C_451/2020 E. 4.4.1

4.4.1. Er gesteht ein, dass es in seiner Ehe mit seiner Ex-Ehefrau auch Konflikte gegeben habe. Diese seien im Einbürgerungszeitpunkt jedoch nicht derart schwerwiegend gewesen, um den Fortbestand der Ehe ernsthaft in Frage zu stellen. Vielmehr habe sich ihre lebendige Beziehung durch das Ansprechen der unterschiedlichen Standpunkte und das Finden von gemeinsamen Lösungen zunächst gar vertieft. Nachdem er die ersten drei Jahre der Beziehung ohne eigenes Einkommen ständig mit seiner damaligen Ehefrau verbracht habe, habe seine Arbeitsaufnahme im April 2010 die Beziehung sodann in finanzieller Hinsicht stark verbessert und damit bestehende Probleme aus dem Wege geschafft. Seine Ex-Ehefrau habe zwar Mühe damit bekundet, dass er vermehrt ausser Haus gewesen sei. Gleichwohl habe sie ihn aber bei der Arbeitssuche unterstützt. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz könne in seiner Arbeitsaufnahme somit nicht der Ursprung der meisten ihrer Eheprobleme gesehen werden.