Citation: 1C_158/2019 E. 2.6

2.6. Zwar wurde die Beschwerdeführerin 2 vor Erlass der strittigen Verfügung nicht angehört. In der von ihr fristgemäss erhobenen kantonalen Beschwerde konnte sie sich aber umfassend zur Sache äussern. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann sodann, trotz der formellen Natur des rechtlichen Gehörs, eine nicht besonders schwerwiegende Verletzung ausnahmsweise als geheilt gelten, wenn der Betroffene die Möglichkeit erhält, sich vor einer Rechtsmittelinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie auch die Rechtslage frei überprüfen kann. Unter dieser Voraussetzung ist selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör von einer Heilung des Mangels auszugehen, wenn die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wäre (BGE 137 I 195 E. 2.2 und 2.3.2 S. 197 f. mit Hinweisen). Da die Kognition der Vorinstanz nicht eingeschränkt war (vgl. Art. 51 VRG/GR), treffen diese Voraussetzungen vorliegend zu. Die Verletzung des rechtlichen Gehörs ist daher im vorinstanzlichen Verfahren geheilt worden. Im Übrigen wäre selbst, wenn vorliegend eine schwerwiegende Verletzung angenommen würde, diese als geheilt zu betrachten. Eine Rückweisung an die verfügende Behörde käme nämlich einem formalistischen Leerlauf gleich (vgl. BGE 137 I 195 E. 2.3.2 S. 197 mit Hinweisen), nachdem das Verwaltungsgericht die Verfügung des Stadtrats in Kenntnis der dagegen vorgebrachten Einwände der Beschwerdeführerin 2 bestätigt hat. Schliesslich ist auch nicht ersichtlich, inwiefern die Vorinstanz vorliegend Art. 5 VRG/GR verletzt haben soll. Wie erwähnt, konnten die Beschwerdeführer ihre Einwände zu den Vorwürfen des baurechtswidrigen Zustands vor der Vorinstanz vorbringen. Die von ihnen geforderte Sistierung drängte sich mithin nicht auf und die Fortführung des Verfahrens kann nicht als unhaltbar bezeichnet werden.