Citation: I 932/05 16.11.2006 E. 4

4.1 In den Zeiträumen, welche für die Rentenbestimmung bis 31. Dezember 2002 und ab 1. November 2003 massgeblich sind, ist gestützt auf die Berichte des Dr. med. R.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 2. Januar und 20. Juli 2003 sowie 5. Februar 2004 und unbestrittenermassen schon alleine aus psychischen Gründen von einer vollen Arbeitsunfähigkeit (und Erwerbsunfähigkeit) auszugehen. In der Zeit vom 1. Januar bis 31. Juli 2003 bestand gemäss Dr. med. R.________ aus psychiatrischer Sicht aufgrund einer vorübergehenden gesundheitlichen Verbesserung eine Arbeitsfähigkeit von 50 %. Soweit hiegegen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingewendet wird, der Facharzt habe seine entsprechende Stellungnahme in Unkenntnis des festgestellten Schilddrüsenkarzinoms abgegeben, ist dies unbegründet. Denn Dr. med. R.________ hat mit Bericht vom 5. Februar 2004, als ihm der karzinogene Charakter der Schilddrüsenerkrankung bereits bekannt war, erneut und ausdrücklich eine volle Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen erst wieder ab 1. August 2003 bestätigt und dies auch einlässlich begründet. Darauf kann abgestellt werden. Streitig und zu prüfen bleibt, ob in der Zeit der (nur) hälftigen Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht vom 1. Januar bis 31. Juli 2003 zusätzlich eine somatisch bedingte Einschränkung bestand. 4.2 Das kantonale Gericht verneint dies. Es stützt sich dabei namentlich auf das von der IV-Stelle eingeholte Gutachten des Spitals Z.________ vom 23. April 2003. Danach besteht auf der körperlichen Ebene keine gesundheitsbedingte Beeinträchtigung und ist die zuletzt ausgeübte Tätigkeit aus somatischer Sicht voll und ohne Einschränkung der Leistungsfähigkeit zumutbar. Diese ärztliche Stellungnahme beruht auf einer eingehenden Untersuchung der Versicherten und der Kenntnis der medizinischen Vorakten. Sie trägt den geklagten Beschwerden, namentlich auch dem Erschöpfungszustand der Versicherten, Rechnung, ist einlässlich begründet und überzeugt hinsichtlich der getroffenen Schlussfolgerungen. Sie ist mit der Vorinstanz als beweiswertig anzusehen (vgl. BGE 125 V 353 Erw. 3a). Was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgetragen wird, rechtfertigt keine andere Betrachtungsweise. Die in der Folge bestätigte Verdachtsdiagnose eines Schilddrüsenkarzinoms war den begutachtenden Ärzten bekannt und wurde von ihnen in die Beurteilung einbezogen. Zweifel an deren Richtigkeit vermögen auch die Berichte des Dr. med. F.________, vormals Klinik Y.________, nun Zentrum W.________ für Komplementärmedizin, nicht zu begründen. Zunächst ist festzuhalten, dass Dr. med. F.________ der behandelnde Arzt ist, was eine zurückhaltende Gewichtung seiner Aussagen rechtfertigt (BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc). Letztere vermögen die Beurteilung gemäss Expertise vom 23. April 2003 auch inhaltlich nicht in Frage zu stellen. Dies gilt erst recht, wenn berücksichtigt wird, dass Dr. med. F.________ Arzt für Allgemeine Medizin ist, während zumindest einer der begutachtenden Ärzte des Spitals Z.________ als Facharzt für Onkologie besonders befähigt ist, zu Diagnose und Auswirkungen der als bösartig qualifizierten Schilddrüsenerkrankung, welche auch gemäss Bericht des Dr. med. F.________ vom 28. April 2005 in somatischer Hinsicht im Vordergrund steht, Stellung zu nehmen. Aus den Berichten des Dr. med. R.________ lässt sich ebenfalls nichts Abweichendes herleiten. Namentlich stellt der Psychiater keine - gegebenenfalls in Bezug auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit relevante - somatische Diagnose, was auch nicht seinem medizinischen Fachbereich entsprechen würde. Es kann im Übrigen auf die zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden. 4.3 Dass in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Juli 2003 zusätzlich zur psychischen eine relevante somatische Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestand, lässt sich nach dem Gesagten zuverlässig verneinen. Von ergänzenden medizinischen Abklärungen ist entgegen der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vertretenen Auffassung kein entscheidrelevanter neuer Aufschluss zu erwarten, weshalb davon abgesehen wird. 4.4 IV-Stelle und Verwaltung gehen davon aus, dass sich die demnach hälftige Arbeitsfähigkeit in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Juli 2003 erwerblich in einer Einschränkung von 50 % auswirkte. Dies wurde von der Versicherten weder vor- noch letztinstanzlich in Frage gestellt und bedarf nach Lage der Akten keiner weiteren Ausführungen. Damit bestand vorübergehend und aufgrund der in Art. 88a Abs. 2 IVV vorgesehenen, ab Eintritt der anspruchsbeeinflussenden Veränderung laufenden Dreimonatsfrist bis 31. Oktober 2003 Anspruch nur auf eine halbe Invalidenrente. Einsprache- und angefochtener Entscheid sind demnach rechtens.