Citation: U 194/06 22.02.2007 E. 2

2.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad des Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 22 Abs. 1 Satz 1 UVG, in Kraft gestanden bis 31. Dezember 2002). Anlass zur revisionsweisen Überprüfung der Rente gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist somit nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 349 f. E. 3.5, 113 V 275 E. 1a; siehe auch BGE 112 V 372 E. 2b und 390 E. 1b). Ist ein Revisionsgrund gegeben, besteht keine Bindung an die frühere Invaliditätsbemessung und es sind die massgebenden Vergleichseinkommen frei überprüfbar (RKUV 2005 Nr. U 533 S. 41 [Urteil vom 19. August 2004, U 339/03], E. 3.2 Urteil vom 25. November 2004, U 182/04, E. 2.1 vgl. auch AHI 2002 S. 164 ff. [Urteil vom 12. März 2002, I 652/00], E. 2a). 2.2 Die am 1. Januar 2003 in Kraft getretene und gemäss Art. 2 ATSG und Art. 1 Abs. 1 UVG auch in der obligatorischen Unfallversicherung anwendbare Bestimmung von Art. 17 Abs. 1 ATSG über die Revision von Invalidenrenten und andere Dauerleistungen stimmt inhaltlich mit alt Art. 22 Abs. 1 UVG grundsätzlich überein (RKUV 2004 Nr. U 529 S. 527 ff. [Urteil vom 22. Juni 2004, U 192/03], E. 1.2 und E. 1.3; Urteile vom 25. November 2004, U 182/04, E. 2, und vom 19. August 2004, U 339/03, E. 1.3; vgl. auch BGE 130 V 349 E. 3.5). Auch sind die Begriffe der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG), der Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG) sowie der Invalidität (Art. 8 ATSG) im Sinne der bisherigen Rechtsprechung auszulegen und erfolgt die Invaliditätsbemessung (Art. 16 ATSG) nach den gleichen Regeln (BGE 130 V 343 ff.). Die Übergangsbestimmung von Art. 82 Abs. 1 Satz 1 ATSG und die allgemeinen intertemporalen Grundsätze (BGE 130 V 445 ff.) sind für den vorliegenden Fall somit ohne wesentliche Bedeutung.