Citation: 5A_351/2017 E. 3.2.1

3.2.1. Das Betreibungsamt ist von Amtes wegen verpflichtet, im Rahmen der Pfandverwertung die Vormerkung einer Verfügungsbeschränkung im Grundbuch anzumelden. Zwar ist die Anmeldung im vorliegenden Fall erst nach Durchführung der Verkehrswertschätzung am 10. Januar 2017 und nicht umgehend nach Eingang des Verwertungsbegehrens erfolgt. Dieser Umstand ändert jedoch nichts an der Tragweite der Verfügungsbeschränkung. Die Vormerkung dient der Sicherung streitiger oder vollziehbarer Ansprüche gegenüber einem späteren dinglichen Recht am Grundstück (Art. 960 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB). Sie kann nur auf amtliche Anordnung erfolgen. Der Rechtsgrundausweis für eine Vormerkung muss die Bedingungen für die Ausübung des vorgemerkten Rechts und allfällige Beschränkungen seiner Dauer enthalten (Art. 77 Abs. 1 GBV). Dessen wesentlicher Inhalt muss aus der Vormerkung im Grundbuch hervorgehen (Art. 126 Abs. 2 lit. a GBV). Erfolgt die Vormerkung der Verfügungsbeschränkung auf Anmeldung einer Zwangsvollstreckungsbehörde, wird der Rechtsgrundausweis mit einem vollstreckbaren vorläufigen Entscheid der zuständigen Behörde erbracht (Art. 77 Abs. 2 und 3 GBV i.V.m. Art. 79 lit. a GBV). Dieser Rechtsgrundausweis enthält weder eine Bedingung für die Ausübung des Rechts noch eine zeitliche Beschränkung (FASEL, Kommentar Grundbuchverordnung, 2. Aufl. 2013, N. 7 zu Art. 77). Mit Blick auf die grundbuchrechtlichen Regeln kann der Beschwerdeführer nichts für die von ihm verlangte Löschung ableiten.