Citation: I 232/00 30.10.2001 E. 2

2.- a) Der Beschwerdeführer erlitt am 17. August 1989 einen Unfall mit Verletzungen an der rechten Hand. In der Folge klagte er andauernd über Schmerzen im betroffenen Handgelenk. Nach übereinstimmender Ansicht der behandelnden Ärzte konnte er die bisherige Tätigkeit als Schaustellergehilfe nicht mehr ausüben. Vom 23. November 1992 bis 24. Februar 1994 wurde er in der Eingliederungsstätte X.________ (im Folgenden: BEFAS), zum Elektronikverdrahter umgeschult. Die Arbeitsfähigkeit in diesem Beruf betrug gemäss Berichten der BEFAS vom 27. Januar und 24. Februar 1994 50 %, da nur leichte Arbeiten ausführbar seien, welche für die rechte Hand keine grosse Kraftanstrengung oder Belastung bedeuteten. In einem Gutachten vom 28. Juli 1994 bestätigte die Klinik für Orthopädische Chirurgie am Spital Y.________ diese Einschätzung. Hierauf gewährte die IV-Stelle dem Versicherten eine halbe Invalidenrente. b) Im Rahmen des Revisionsverfahrens machte der Beschwerdeführer geltend, die Schmerzen im rechten Handgelenk hätten zugenommen. Die IV-Stelle veranlasste deswegen eine neue Untersuchung in der erwähnten Klinik. In ihrer Expertise vom 25. September 1996 kam diese zum Schluss, dass klinisch und radiologisch keine Verschlechterung im Vergleich zu den Untersuchungen von 1994 festzustellen seien. Im Gegenteil sei im Unterschied zu damals radiologisch keine Radiocarpalarthrose zu finden. Daher sei der Beschwerdeführer als Elektroverdrahter zu 100 % arbeitsfähig, weshalb sich die Ausrichtung einer Invalidenrente nicht mehr rechtfertigen lasse. Demgegenüber schätzte Hausarzt Dr. med. M.________, Spezialarzt für Innere Medizin FMH, die Arbeitsunfähigkeit im Bericht vom 2. Juni 1996 auf 75 %. In einem Bericht vom selben Tag an die Versicherungen Z.________, Unfallversicherung des Beschwerdeführers, schlug Dr. M.________ vor, die unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit auf 66 % zu erhöhen. Eine erneute berufliche Abklärung in der BEFAS ergab gemäss deren Bericht vom 21. Oktober 1997, dass die Leistung des Beschwerdeführers an sich nach wie vor bei 50 % liege, wegen zahlreichen Absenzen jedoch effektiv nur noch 33,6 % betragen habe. Die Arbeitsqualität sei weiterhin gut, das Arbeitstempo hingegen langsam. Der Beschwerdeführer wirke "sehr krank und kraftlos"; seine Belastbarkeit sei "physisch und psychisch sehr schwach". c) Die Vorinstanz erwog, für die subjektiv empfundene Schmerzzunahme habe sich gemäss dem zweiten orthopädischen Gutachten keine somatische Ursache eruieren lassen. Die Diagnose habe sich gegenüber dem ersten Gutachten nicht verschlechtert, sondern tendenziell gar verbessert, fehlten doch neuerdings Hinweise auf eine Arthrose. Eine Erhöhung des Invaliditätsgrades würde sich daher höchstens mit einer Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes rechtfertigen lassen. Der Beschwerdeführer habe denn auch eine psychiatrische Untersuchung beantragt. Indessen erübrige sich eine derartige Abklärung. Zwar weise der Bericht der BEFAS darauf hin, dass der Beschwerdeführer wegen einer depressiven Verstimmung nicht mehr die selbe Leistung erbracht habe wie anlässlich der Umschulung. Daraus lasse sich aber nicht ableiten, dass der Invaliditätsgrad angestiegen wäre. Der Versicherte sei während der einen Monat dauernden zweiten Abklärung in der BEFAS für kurze Zeit seelisch "ausser Form" gewesen. Es gebe keine Hinweise, dass der noch junge und daher noch flexible Beschwerdeführer nicht in der Lage wäre, die psychische Gesundheitsbeeinträchtigung zu überwinden und seine aus somatischer Sicht nach wie vor bestehende Arbeitsfähigkeit von 50 % zu verwerten. Selbst wenn ein Psychiater eine depressive Beeinträchtigung bestätigen würde, könnte dies bei der Invaliditätsbemessung keine Berücksichtigung finden, da sich diese Einschränkung durch eine zumutbare Willensanstrengung überwinden lasse. d) Hiegegen lässt der Beschwerdeführer geltend machen, er leide nunmehr seit 11 Jahren andauernd an Schmerzen und habe in dieser langen Zeitspanne keine Arbeit mehr ausüben können. Selbst in der Tätigkeit als Elektroverdrahter habe er bei seiner auf 50 % eingeschränkten Arbeitsfähigkeit keine Stelle gefunden. Solche Situationen führten erfahrungsgemäss zu Depressionen, die einen wesentlichen Persönlichkeitswandel mit sich brächten. Die Vorinstanz mache es sich zu einfach, wenn sie von ihm verlange, diese Probleme aus eigener Kraft zu überwinden.