Citation: 6B_590/2015 E. 2.4

2.4. Sodann rügt die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz habe mit der Erstinstanz zu Unrecht als unbestritten taxiert, dass sie (die Beschwerdeführerin) die schwierigen Verhältnisse (praktisch 24 Stunden am Tag im Studio und immer einsatzbereit, nie frei gehabt, keine Kunden ablehnen, immenser Druck durch die Salonbesitzerin C.________, ständige Angst, wegen der Illegalität und der hohen Schulden entdeckt zu werden), unter denen die Beschwerdegegnerin 2 anschaffen musste, gekannt habe. Demnach erachte die Vorinstanz in willkürlicher Beweiswürdigung als unbestritten, dass sie (die Beschwerdeführerin) um die von der Erstinstanz unter "unbestrittener Sachverhalt" geschilderten schwierigen Verhältnisse gewusst habe. Die Vorinstanz verweist auf die Erwägungen der Erstinstanz zum "unbestrittenen Sachverhalt". Als unbestritten taxierten die Erst- und mit ihr die Vorinstanz lediglich die schwierigen Verhältnisse, unter denen die Beschwerdegegnerin 2 arbeiten musste. Dass die Beschwerdeführerin diese Verhältnisse im Einzelnen gekannt hätte, wird in den Erwägungen "unbestrittener Sachverhalt" nicht festgehalten. Vielmehr wurde die Frage, was die Beschwerdeführerin über die Arbeitsbedingungen der Beschwerdegegnerin 2 wusste, ausdrücklich als bestrittener Sachverhaltsteil bezeichnet und behandelt (Urteil S. 7). Die entsprechende Willkürrüge erweist sich als unbehelflich.