Citation: I 75/05 12.04.2005 E. 1

Zu prüfen ist, ob und gegebenenfalls in welchem Ausmass die Beschwerdeführerin eine leistungsbegründende Invalidität aufweist. 1.1 Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Einspracheentscheids (hier: 15. Januar 2004) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. BGE 129 V 4 Erw. 1.2 mit Hinweis). Ferner sind in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung hatten (BGE 130 V 259 Erw. 3.5, 333 Erw. 2.3, 425 Erw. 1.1, 447 Erw. 1.2.1, je mit Hinweisen). 1.2 Das kantonale Gericht hat den Begriff der 'Invalidität' (Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 Abs. 1 ATSG; vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar: Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000, Zürich 2003, N 5 ff. zu Art. 8) zutreffend dargelegt, worauf verwiesen wird. Richtig sind auch die Ausführungen über die Invaliditätsbemessung bei Erwerbstätigen nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 16 ATSG; vgl. Kieser, a.a.O., N 6 f. zu Art. 16) und über die den ärztlichen Arbeitsfähigkeitsschätzungen bei der Invaliditätsbemessung zukommende Bedeutung (BGE 125 V 261 Erw. 4, 115 V 134 Erw. 2, 114 V 314 Erw. 3c, 105 V 158 Erw.1). Die Voraussetzungen für einen Rentenanspruch und dessen Umfang nach der ab 1. Januar 2004 und damit im Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheids vom 15. Januar 2004 gültigen Regelung schliesslich (Art. 28 Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 2004 geltenden Fassung; vgl. lit. d Abs. 1 der Schlussbestimmungen der Änderung vom 21. März 2003 [4. IV-Revision]) sind in der dem kantonalen Gericht eingereichten Vernehmlassung der IV-Stelle vom 8. März 2004 korrekt wiedergegeben worden. 1.3 Zu ergänzen ist, dass sich, wie das Eidgenössische Versicherungsgericht in BGE 130 V 343 festgestellt hat, die im ATSG enthaltenen Begriffsumschreibungen für 'Arbeitsunfähigkeit' (Art. 6 ATSG), 'Erwerbsunfähigkeit' (Art. 7 ATSG), 'Invalidität' (Art. 8 ATSG), 'Einkommensvergleichsmethode' (Art. 16 ATSG) und 'Revision der Invalidenrente' (sowie anderer Dauerleistungen; Art. 17 ATSG) mit der früheren Rechtsprechung im Invalidenversicherungsbereich decken (vgl. Kieser, a.a.O., N 6 zu Art. 8). Dies ist insofern von Bedeutung, als das ATSG erst seit dem 1. Januar 2003 in Kraft steht und mithin die vorher ergangenen - vorliegend allerdings nicht mehr zu prüfenden - Verfügungen und damit auch der Gerichtsentscheid vom 29. Oktober 2001 noch auf den seinerzeit gültig gewesenen Normen beruhten.