Citation: 6B_57/2023 E. 1.3

1.3. Die Anklage wirft dem Beschwerdegegner vor, er habe in seiner Wohnung seinen am 3. November 2018 geborenen Sohn, C.A.________, ohne dessen Kopf zu stützen: - zwischen ca. 25. Juli 2019 und ca. 26. Juli 2019 mit beiden Händen kräftig am Brustkorb gepackt und ihn kräftig geschüttelt. Dadurch habe C.A.________ ein lebensgefährliches Schädel-Hirn-Trauma mit Unterblutungen der harten und weichen Hirnhaut mit akuten bis subakuten Gewebeuntergängen im Grosshirn, in den Stammganglien, im Mittelhirn und Kleinhirn, eine konsekutive Hirnschwellung, eine Einengung der Seitenventrikel in den vorderen und mittleren Abschnitten sowie eine beginnende obere und untere Einklemmung erlitten, welche am 2. August 2019 zu dessen Tod (sauerstoffmangelbedingter Hirnschaden mit Eintritt einer zentralen Atemlähmung) geführt hätten. - zwischen 19. April 2019 und ca. 19. Juli 2019 mit beiden Händen am Körper gepackt und ihn mittelkräftig bis kräftig geschüttelt. Dadurch habe C.A.________ ein lebensgefährliches Schädel-Hirn-Trauma mit Unterblutungen der harten und weichen Hirnhaut erlitten. - zwischen ca. 23. Juli 2019 und ca. 26. Juli 2019 mit beiden Händen gepackt und ihn leicht bis mittelkräftig geschüttelt. Dadurch habe C.A.________ ein für sich alleine nicht lebensgefährliches Schädel-Hirn-Trauma mit Einblutungen zwischen dem Sehnerv und der Sehnervscheide beider Augen erlitten. - zwischen 3. November 2018 und ca. 8. Juli 2019 mit beiden Händen am Oberkörper gepackt und kräftig zugedrückt. Dadurch habe C.A.________ nicht lebensgefährliche Brüche der wirbelsäulennahen rechten sechsten, siebten sowie linken zwölften Rippe und eine Lungeneinblutung erlitten. - am ca. 24. Juli 2019 auf nicht genau eruierbare Art und Weise einen kräftigen Schlag gegen den linken Unterarm von C.A.________ versetzt. Dadurch habe C.A.________ einen nicht lebensgefährlichen Querbruch des rechten Unterarms (Speiche) erlitten.