Citation: 4C.47/2004 09.12.2004 E. A

Die X.________ (Klägerin) ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in ________ und tätigt Bankgeschäfte im europäischen Raum. Sie betreibt insbesondere auch das Leasinggeschäft, das bis anfangs 2001 von der A.________ GmbH geführt und alsdann im Rahmen einer Geschäftsübernahme mit Aktiven und Passiven auf die Klägerin übertragen worden ist. Die Y.________ (Beklagte) ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in ________ und bezweckt den Betrieb von Versicherungs- und Rückversicherungsgeschäften. Die Klägerin schloss im Rahmen ihrer Aktivitäten als Leasinggesellschaft in den Jahren 1998 bis 2001 zahlreiche Kaufverträge mit der Einzelfirma B.________ (heute B.________ AG) und überliess die Fahrzeuge mittels Leasingverträgen den jeweiligen Leasingnehmern. Die Leasingnehmer waren gemäss den Allgemeinen Leasingbedingungen gehalten, für die im Eigentum der Klägerin verbliebenen Fahrzeuge eine Vollkasko-Versicherung abzuschliessen. Auf die von den Leasingnehmern unterzeichneten Kaskobestätigungen und Zessionserklärungen hin bezahlte die Klägerin jeweils den Kaufpreis an die B.________. Im Jahre 2001 stellte sich heraus, dass die Klägerin Kaufpreiszahlungen für über 200 nichtexistente Fahrzeuge geleistet hatte. Im gegen die einzelnen Leasingnehmer und den für die B.________ tätigen C.________ eingeleiteten Strafverfahren hat die Klägerin ihre Zivilansprüche adhäsionsweise geltend gemacht. Gemäss Darstellung der Klägerin habe der des Betrugs bezichtigte C.________ Personen gesucht, die sich für ein Entgelt von Fr. 1'000.-- bis 3'000.-- als fingierte Leasingnehmer zur Verfügung gestellt hätten; die entsprechenden Personalien habe C.________ jeweils einem Filialmitarbeiter der Beklagten mitgeteilt, worauf dieser die Angaben in das Zentralsystem der Beklagten eingegeben habe; dies sei zwischen C.________ und dem Mitarbeiter der Beklagten so vereinbart gewesen; bis zur Entdeckung des Betrugs habe C.________ mittels der von den Leasingnehmern an ihn weitergeleiteten Einzahlungsscheine über mehrere Jahre die monatlichen Leasingraten an die Klägerin bezahlt.