Citation: 1A.29/2005 24.03.2005 E. 4

Die Beschwerdeführer machen weiter eine willkürliche Anwendung der Ästhetikbestimmungen des Baugesetzes sowie des Bau- und Zonenreglements der Gemeinde Zermatt vom 8. Juni 1997 (BZR) geltend. Danach müssen sich Bauten und Anlagen namentlich hinsichtlich ihrer Grösse, Stellung, Form, Material und Farbe in die bauliche und landschaftliche Umgebung einordnen (Art. 17 Abs. 1 BauG). Gemäss Art. 36 BZR ist die Baubewilligung zu erteilen, wenn das Vorhaben ästhetisch befriedigt und das Orts- und Landschaftsbild nicht beeinträchtigt. 4.1 Das Kantonsgericht verneinte eine Ermessensüberschreitung der Gemeinde, die in erster Linie über die Ästhetik von Bauprojekten und deren Eingliederung in das Ortsbild und die Landschaft zu befinden habe, aus zwei Gründen: Zum einen erfolge die Erschliessung von Hangparzellen in Zermatt aufgrund der örtlichen Gegebenheiten oftmals über derartige Metalltreppen; zum anderen sei die umstrittene Treppe praktisch nur vom Gebäude der Beschwerdeführer aus sichtbar. Die Frage der Ästhetik und der Beeinträchtigung des Orts- und Landschaftsbildes sei aber nicht kleinräumlich zu beurteilen. 4.2 Die Beschwerdeführer bringen nichts vor, was diese Erwägungen und die ihnen zugrunde liegenden Sachverhaltsfeststellungen willkürlich erscheinen liesse. Insbesondere belegen sie nicht, weshalb die - nach der Feststellung des Kantonsgerichts nicht exponierte, durch das Terrain der nordwestlich angrenzenden Parzelle verdeckte - Treppe sich nachteilig auf die gesamte Umgebung auswirken sollte. Sie legen auch nicht dar, weshalb es willkürlich sei, für die Ästhetikklausel eine gross- und nicht eine kleinräumliche Betrachtungsweise zugrunde zu legen. 4.3 Schliesslich rügen die Beschwerdeführer, das Kantonsgericht hätte sich mit dem Gutachten des Architekturbüros K.________ nicht auseinander gesetzt. In ihrer Beschwerde an das Kantonsgericht (Ziff. 6 S. 11) hatten die Beschwerdeführer die Stellungnahme des Architekturbüros zusammengefasst. Zu den wesentlichen Punkten dieser Stellungnahme hat sich das Kantonsgericht in seinem Entscheid geäussert: Insbesondere legte es dar, weshalb die Treppe nicht von der gesamten Umgebung eingesehen werden könne und weshalb die Zumutbarkeit für die Wohnungseigentümer im Haus Lizi für die Handhabung der Ästhetikklausel keine Rolle spiele. Insofern ist das Kantonsgericht durchaus auf die von den Beschwerdeführern übernommenen Argumente des Architekturbüros eingegangen, auch wenn es dieses nicht namentlich erwähnt hat. Es liegt daher keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor.