Citation: 6B_1415/2020 E. 4

Die Einwände in der Beschwerde gehen an der Sache vorbei oder erweisen sich als unbegründet, soweit sie den Begründungsanforderungen überhaupt genügen. Der Beschwerdeführer macht vor Bundesgericht nicht geltend, der Strafbefehl sei ihm nicht ordnungsgemäss zugestellt worden. Er behauptet auch nicht, vom Strafbefehl keine Kenntnis erhalten zu haben. Er bestreitet jedoch dessen Rechtskraft und bringt vor, gegen den Strafbefehl nicht nur fristgerecht schriftlich Widerspruch bzw. Einsprache erhoben, sondern dagegen auch (erneut) Beschwerde eingereicht zu haben, was von der Staatsanwaltschaft ignoriert worden sei. Bei seinen Vorbringen handelt es sich indessen um blosse Behauptungen, die weder mit Beweismitteln untermauert noch aktengestützt sind. Eine solche unsubstanziierte Kritik genügt nicht, um die vorinstanzliche Feststellung, innert Frist sei keine Einsprache gegen den Strafbefehl erhoben worden, als willkürlich erscheinen zu lassen. Entsprechend ist auch nicht ersichtlich, inwiefern die Vorinstanz mit ihrem Schluss, der Strafbefehl sei (unangefochten) in Rechtskraft erwachsen, Bundesrecht verletzt haben könnte. Aus den Ausführungen des Beschwerdeführers erhellt zudem, dass er das Wesen des Revisionsverfahrens verkennt. Dieses dient nicht dazu, Versäumnisse im rechtskräftig abgeschlossenen Einsprache- und Gerichtsverfahren nachzuholen. Wie sich aus dem angefochtenen Beschluss ergibt, hat der Beschwerdeführer bereits anlässlich der polizeilichen Einvernahme vom 10. August 2013 bestritten, selber gefahren zu sein. Er habe zur Tatzeit als operativer Zahnchirurg gearbeitet. In der Bestreitung der eigenen Täterschaft ist die Bekundung mitenthalten, ein anderer sei (fehlbarer) Lenker des Motorrads gewesen. Weshalb der Beschwerdeführer nach Zustellung des Strafbefehls von einer Einsprache absah und damit auf die Möglichkeit verzichtete, seinen Standpunkt im ordentlichen Gerichtsverfahren einzubringen, bleibt unerfindlich. Auf Einsprache hin hätte das zuständige Gericht nach Abnahme und Würdigung der Beweise hierüber im ordentlichen Verfahren entschieden. Im Revisionsverfahren ist der Beschwerdeführer damit, wie die Vorinstanz zutreffend erwägt, nicht (mehr) zu hören, zumal die blosse namentliche Individualisierung des angeblich fehlbaren Lenkers in Anbetracht der stets bestrittenen eigenen Täterschaft weder eine neue Tatsache noch ein neues Beweismittel im Sinne von Art. 410 Abs. 1 lit. a StPO darstellt (sondern lediglich eine revisionsrechtlich nicht bedeutsame reine Parteibehauptung, die ohne jegliche Begründung und ohne jeglichen Beleg rund sieben Jahre nach der abgeurteilten Verkehrsverletzung in den Raum gestellt wurde). Soweit der Beschwerdeführer schliesslich einwendet, die Staatsanwaltschaft habe gegen den Untersuchungsgrundsatz verstossen, verkennt er, dass allfällige Verfahrensmängel mittels Revision grundsätzlich nicht korrigierbar sind (vgl. BGE 145 IV 197 E. 1; BGE 137 IV 59 E. 5.1.4; Urteil 6B_1055/2018 vom 27. Juni 2019 E. 3). Abgesehen davon ist sein Vorbringen vor Bundesgericht neu und damit ohnehin unzulässig (Art. 99 BGG). Dass und inwiefern der Strafbefehl an einem Revisionsgrund leiden bzw. die Vorinstanz einen solchen zu Unrecht verneint haben könnte, ist nach dem Gesagten weder dargetan noch ersichtlich. Der vorinstanzliche Nichteintretensbeschluss verletzt kein Bundesrecht.