Citation: 6B_663/2019 E. 3.3

3.3. Schliesslich bringt der Beschwerdeführer vor, das angefochtene Urteil verletze den Grundsatz der freien Beweiswürdigung und die Unschuldsvermutung auch deswegen, weil die Vorinstanz von ihm namhaft gemachte Widersprüche und Ungereimtheiten von Zeugenaussagen ignoriere. Er zählt eine Reihe von Punkten auf, denen das Obergericht hätte nachgehen müssen, so u.a.: dass die Mutter des Strafklägers und ein anwesender Freund keine Faustschläge und keine Beleidigungen des Strafklägers gegenüber dem Beschwerdeführer gesehen haben wollten, obwohl dem so gewesen sei, wie die rechtskräftige Verurteilung des Strafklägers zeige; dass die Mutter und der Freund einen Faustschlag an die Nase - nicht wie angeklagt an das (linke) Auge - des Strafklägers gesehen haben wollten; dass der Freund mehrere Faustschläge (statt nur einen, wie angeklagt) wahrgenommen haben wolle. Diese Vorbringen erschüttern die vorinstanzliche Beweiswürdigung nicht. Es ist nicht ersichtlich, was die Vorinstanz an Wesentlichem übersehen haben sollte. Insbesondere vermag der Beschwerdeführer keine generelle Unglaubwürdigkeit von Auskunftspersonen oder Zeugen darzutun, welche die vorinstanzliche Beweiswürdigung als willkürlich hinstellen würde. Dass schliesslich ein Faustschlag in den Bereich des inneren Augenwinkels zwangsläufig auch ein solcher in den Bereich der Nase ist, hat schon die Vorinstanz dargelegt (angefochtenes Urteil S. 15 E. 4.3.2 und S. 18 E. 6.2.1).