Citation: 2C_23/2018 E. 4.3.3

4.3.3. Im Unterschied zu verschiedenen anderen vom Bundesgericht beurteilten Fällen (vgl. beispielsweise Urteile 2C_665/2017 vom 9. Januar 2018 E. 4.3.3; 2C_14/2016 vom 6. Juni 2016 E. 4.3.4), ist der Beschwerdeführer zudem soweit ersichtlich nie strafrechtlich belangt worden. Das öffentliche Interesse an der Wegweisung ist damit rein finanzieller Natur, und es kommen keine sicherheitspolizeilichen Motive zum Tragen. Unter Berücksichtigung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach untergeordnete Verstösse gegen die öffentliche Ordnung nicht so stark gewichtet werden sollen, dass sie die anderen Kriterien (Grad der tatsächlichen affektiven und wirtschaftlichen Intensität der Beziehung zum Kind, zivilrechtliche Regelung der familiären Verhältnisse nach Auflösung der Gemeinschaft, Dauer des Aufenthalts im Land, Grad der Integration) zum Vornherein aufwiegen (BGE 140 I 145 E. 4.3 S. 150; Urteile 2C_1125/2014 vom 9. September 2015 E. 4.4; 2C_728/2014 vom 3. Juni 2015 E. 4.1), kann dem Sozialhilfebezug in einer Gesamtgewichtung daher nur untergeordnetes Gewicht beigemessen werden.