Citation: 5P.64/2001 27.04.2001 E. 3

3.- Nach Art. 29 Abs. 1 BV hat jede Person in Verfahren vor Gerichts- und Verwaltungsinstanzen Anspruch auf Beurteilung innert angemessener Frist. Ein Verbot der Rechtsverzögerung ergibt sich auch aus Art. 6 Ziff. 1 EMRK und Art. 14 Abs. 3 lit. c des Internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte (SR 0.103. 2; UNO-Pakt II). Die Vormundschaftsbehörde hat es im eingeleiteten Entmündigungsverfahren nicht vermocht, mit dem Beschwerdeführer selber in Kontakt zu treten. Durch seine Ehefrau wurde bisher jede direkte Kontaktnahme verhindert. In der staatsrechtlichen Beschwerde wird erklärt, der Beschwerdeführer habe nicht die Absicht, seinen Aufenthaltsort den Behörden zu melden, und es gebe keine Verpflichtung zur Kooperation. Das Verwaltungsgericht erachtete trotz erheblicher Bemühungen der Vormundschaftsbehörde deren Vorgehen für ungenügend und zeigte in seinem Urteil auf, wie weiter vorzugehen sei. Die staatsrechtliche Beschwerde wendet sich gegen eine psychiatrische Begutachtung des Beschwerdeführers. Es wird damit freilich übersehen, dass eine solche durch die Vormundschaftsbehörde erst noch angeordnet werden muss. Das Verwaltungsgericht hat lediglich aufgezeigt, wie die Vormundschaftsbehörde zur Vermeidung ungebührlicher Verzögerungen vorzugehen hat. Wenn sich der Beschwerdeführer gegen die Anordnungen der Vormundschaftsbehörde wenden will, wird er dies zu gegebener Zeit tun müssen. Die Beschwerdeführung ist diesbezüglich verfrüht und daher insoweit unzulässig. Dem Beschwerdeführer geht es darum, die sofortige Einstellung des Entmündigungsverfahrens zu erwirken. Rechtsfolge einer verzögerten Entscheidfindung im Entmündigungsverfahren kann jedoch von vornherein nicht sein, dass dieses einzustellen wäre, zumal vormundschaftliche Massnahmen den Schutz der betroffenen Person zum Gegenstand haben. Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer es in der Hand hätte, eine beförderliche Entscheidung herbeizuführen, indem er sich den erforderlichen Abklärungen stellen würde. Aus dem Rechtsverweigerungs- und Rechtsverzögerungsverbot leitet sich auch nicht ein Anspruch darauf ab, dass zunächst der behandelnde Hausarzt Dr. K.________ und die Ärztin Dr. S.________ sowie die Ehefrau des Beschwerdeführers einzuvernehmen wären. Es ist Sache der Vormundschaftsbehörde, über die Zweckmässigkeit des Vorgehens zu befinden. Eine Verletzung des verfassungsrechtlichen Gehörsanspruchs läge erst vor, wenn taugliche Beweismittel nicht abgenommen würden.