Citation: I 291/01 24.09.2001 E. 2

2.- a) Nach dem Austrittsbericht der Höhenklinik X.________ vom 21. September 1998 wies der Versicherte eine chronische obstruktive Bronchitis bei Status nach Nikotinabusus und Berufsnoxe auf. Diagnostiziert wurden ferner eine koronare Herzkrankheit, periphere arterielle Verschlusskrankheit Stadium II, muskuläres Panvertebralsyndrom bei degenerativen Veränderungen der Lendenwirbelsäule und ISG-Arthrose, Fibromyalgie-Syndrom und Psoriasis. Die Ärzte führten zudem aus, der Versicherte sei für schwere Arbeiten ab 28. Juli 1998 zu 50 % arbeitsfähig. b) Auf die Beurteilung der Höhenklinik X.________ ist mit der Vorinstanz abzustellen. Der Einwand, der Austrittsbericht sei entgegen der Annahme der Vorinstanz nicht von Dr. med. E.________ verfasst worden, ist zwar berechtigt, ändert jedoch nichts an der Glaubwürdigkeit und Schlüssigkeit der darin enthaltenen Schlussfolgerungen. Das kantonale Gericht hat übersehen, dass Dr. med. E.________, welcher die Überweisung in die Klinik veranlasst hatte, lediglich Adressat des Berichts vom 21. September 1998 war. Die im kantonalen Gerichtsentscheid vorgenommene Gewichtung des Berichts im Rahmen der Beweiswürdigung lässt sich jedoch nicht beanstanden. Die Ärzte geben den medizinischen Sachverhalt für den massgeblichen Beurteilungszeitpunkt des Verfügungserlasses (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen) vom 3. Juli 1998 umfassend wieder. Ihre Beurteilung stützt sich auf einen Beobachtungszeitraum von vier Wochen während des vom 2. bis 28. Juli 1998 durchgeführten stationären Aufenthaltes. Sie beruht auf allseitigen Untersuchungen unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden und enthält eine gesamtheitliche Betrachtung unter Einbezug aller bekannten gesundheitlichen Probleme. Der im Rahmen der Abklärungen konsiliarisch beigezogene Rheumatologe schätzte die Arbeitsunfähigkeit als Strassenarbeiter auf zwischen 40 % und 50 %. Auf Grund der von ihm empfohlenen Therapie trat bis zum Klinikaustritt eine gewisse Besserung des Beschwerdebildes auf. Wenn die Lungenklinik unter Einbezug sämtlicher diagnostizierten Leiden die Arbeitsunfähigkeit für schwere Arbeiten bei Austritt auf 50 % schätzte, ist darin kein Widerspruch zu erblicken. Weitere invalidisierende Leiden lassen sich auch den übrigen bei den Akten liegenden Arztberichten nicht entnehmen. Dr. med. von M.________ ging in seinem Bericht vom 26. Juli 1997 von schubweisen Gelenkentzündungen aus, welche für Tage bis wenige Wochen zu einer vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit führten. Dr. med. E.________ schätzte die Arbeitsunfähigkeit für die Zeit vom 27. Juni bis 13. Juli 1997 auf 50 % und ab 14. Juli 1997 bis auf weiteres auf 100 % (Bericht vom 5. August 1997). In der Folge veranlasste die IV-Stelle verschiedene spezialärztliche Abklärungen. Gemäss Bericht vom 29. Oktober 1997 sah der Kardiologe Dr. med. N.________ aus Sicht seines Fachgebietes keinen Grund für eine Arbeitsunfähigkeit als Strassenbauarbeiter. Auch aus angiologischer Sicht bestand laut Dr. med. U.________ keine Arbeitsunfähigkeit (Bericht vom 19. Januar 1998). Dr. med. I.________, Spezialarzt für Lungenkrankheiten, empfahl auf Grund der von ihm erhobenen Befunde eine stationäre Rehabilitation in der Höhenklinik X.________ (Bericht vom 17. Februar 1998), während der Orthopäde Dr. med. W.________ von einer vollen Arbeitsfähigkeit als Strassenbauarbeiter ausging (Bericht vom 17. April 1998). Weshalb nochmals ein Bericht des Dr. med. E.________ hätte einverlangt werden müssen, wie die Beschwerdeführer geltend machen, ist nicht ersichtlich, nachdem sich dieser Arzt im August 1997 bereits geäussert hatte. Auch von einer gesamtheitlichen Expertise konnte abgesehen werden, nachdem die Ergebnisse des stationären Aufenthaltes in der Höhenklinik X.________ vorlagen. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs ist demnach nicht gegeben. c) Wie dem Schreiben des Dr. med. E.________ vom 23. April 1999 zu entnehmen ist, wurden im Rahmen einer am 20. April 1999 durchgeführten Computertomographie multiple Hirnmetastasen festgestellt, während der Primärtumor unbekannt blieb. Anhaltspunkte dafür, dass die nachträglich diagnostizierte Tumorerkrankung die Arbeitsfähigkeit bereits im Zeitpunkt des Verfügungserlasses weitergehend beeinträchtigt hätte, liegen nicht vor. Die Bewusstseinsstörungen, welche Anlass zur bildgebenden Untersuchung gaben, wurden von Dr. med. E.________ als neu bezeichnet. Auch diesbezüglich kann daher von ergänzenden Abklärungen abgesehen werden.