Citation: 8C_296/2023 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer wendet im Wesentlichen ein, die Stellungnahmen des Dr. med. G.________ erfüllten nicht die Kriterien für den Beweiswert ärztlicher Berichte. Denn zum einen habe er ihn nicht persönlich untersucht. Zum anderen sei er Facharzt für Chirurgie. Beim Beschwerdeführer sei aber eine Vielzahl medizinischer Diagnosen gestellt worden, die in die unterschiedlichsten Fachbereiche fielen, insbesondere Innere Medizin und Psychiatrie. Selbst Dr. med. H.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin/physikalische Medizin und Rehabilitation, Vertrauensarzt der Groupe Mutuel, habe in der Stellungnahme vom 29. Mai 2021 auf die Multimorbidität hingewiesen und die Einholung zusätzlicher Gutachten aus weiteren Fachbereichen empfohlen. Dr. G.________ habe dem am 2. Februar 2022 entgegengehalten, Dr. med. H.________ habe seine Empfehlung offensichtlich in Unkenntnis der Gutachten gemacht. Die beiden Gutachten seien aber vor vier bis fünf Jahren erstellt worden und damit nicht mehr aktuell. Seit 2019 seien gemäss dem Bericht des Dr. med. I.________, Allgemeinmedizin FMH, vom 2. März 2021 neue schwerwiegende Diagnosen dazugekommen wie die schwere obstruktive Schlafapnoe, das lumbospondylogene Syndrom mit schwerer rezessaler Stenose der Wurzel L5 rechts sowie die moderate Spinalkanalstenose L2/3. Die Diagnosen des Dr. med. I.________ seien entgegen der Auffassung des Dr. med. G.________ belegt und stützten sich auf den Bericht der Klinik J.________, Institut für Radiologie und Nuklearmedizin, vom 31. Januar 2019. Dieser Bericht sei im Rahmen des MEDAS-Gutachtens vom 18. April 2019 nicht berücksichtigt worden, da er nach den dortigen Untersuchungen erstellt worden sei. Zusammenfassend sei sein Gesundheitszustand in Verletzung von Bundesrecht nicht umfassend abgeklärt worden.