Citation: 6B_1204/2016 E. 2.2.1

2.2.1. Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer der Durchführung eines schriftlichen Verfahrens ausdrücklich zugestimmt hat. Er nennt auch keine Gründe, die darauf schliessen liessen, dass er sich der Trageweite seines Verzichts nicht bewusst gewesen wäre oder dass ihn die Vorinstanz dazu gedrängt hätte. Seiner Erklärung ist im Gegenteil zu entnehmen, dass der Verzicht in Abwägung der Vor- und Nachteile erfolgte. Er begründet diesen mit seinen ausführlichen schriftlichen Eingaben sowie dem Anliegen, "die Rechtspflege mit diesem Fall [nicht] über Gebühr beanspruchen [zu wollen]". Der Verzicht auf ein mündliches Verfahren ist daher gültig und unwiderruflich. Daran ändert nichts, dass der Beschwerdeführer gleichzeitig den Wunsch äusserte, seine Standpunkte bestmöglich darzulegen. Die Berufung auf einen Formfehler erscheint unter den genannten Umständen als rechtsmissbräuchlich. Die Vorinstanz durfte somit das schriftliche Verfahren selbst dann anordnen, wenn Tatsachen streitig waren (BGE 139 IV 290 E. 1.1), zumal ein Urteil eines Einzelgerichts Gegenstand der Berufung bildete.