Citation: 1B_341/2008 13.01.2009 E. 4

4.1 Der Beschwerdeführer rügt (S. 8 f.) eine Verletzung des Beschleunigungsgebots nach Art. 31 Abs. 3 BV und Art. 5 Ziff. 3 EMRK. Er macht geltend, das Verfahren sei nicht hinreichend beförderlich vorangetrieben worden. 4.2 Nach der Rechtsprechung ist die Rüge, das Strafverfahren werde nicht mit der verfassungs- und konventionsrechtlich gebotenen Beschleunigung geführt, im Haftprüfungsverfahren nur soweit zu beurteilen, als die Verfahrensverzögerung geeignet ist, die Rechtmässigkeit der Untersuchungshaft in Frage zu stellen und zu einer Haftentlassung zu führen. Dies ist nur der Fall, wenn sie besonders schwer wiegt und zudem die Strafverfolgungsbehörden, z.B. durch eine schleppende Ansetzung der Termine für die anstehenden Untersuchungshandlungen, erkennen lassen, dass sie nicht gewillt oder nicht in der Lage sind, das Verfahren nunmehr mit der für Haftfälle verfassungs- und konventionsrechtlich gebotenen Beschleunigung voranzutreiben und zum Abschluss zu bringen (BGE 128 I 149 E. 2.2.1 S. 151 f.). 4.3 Die Polizei nahm den Beschwerdeführer am 3. Oktober 2008 fest und befragte ihn. Am 5. Oktober 2008 führte die Staatsanwaltschaft eine Einvernahme mit ihm durch. Am 7. Oktober 2008 erteilte die Staatsanwaltschaft den Auftrag für ein Gutachten zur Gehaltsbestimmung der beschlagnahmten Betäubungsmittel. Das Gutachten wurde am 22. Oktober 2008 erstattet. Am 29. Oktober 2008 fand eine Konfrontationseinvernahme statt; am 16. Dezember 2008 die Schlusseinvernahme. Zwar ist einzuräumen, dass zwischen der Konfrontationseinvernahme vom 29. Oktober 2008 und der Schlusseinvernahme vom 16. Dezember 2008 eine vergleichsweise lange Zeitspanne liegt. Es handelt sich jedoch um ein Strafverfahren mit mehreren Angeschuldigten. Überdies hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren jedenfalls bis zur Konfrontationseinvernahme sehr beförderlich vorangetrieben. Deshalb ist bei der Beurteilung der Frage, ob zwischen der Konfrontations- und der Schlusseinvernahme eine zu lange Zeitspanne liege, ein weniger strenger Massstab anzulegen (vgl. Urteil 1B_295/2007 vom 22. Januar 2008 E. 2.3). Die gesamte Zeitspanne von der Festnahme bis zur Schlusseinvernahme von knapp 2 ½ Monaten kann zudem nicht als lange bezeichnet werden. Mit Blick darauf ist jedenfalls eine besonders schwer wiegende Verfahrensverzögerung, die nach der dargelegten Rechtsprechung einzig zur Haftentlassung führen könnte, zu verneinen. Überdies ist nicht ersichtlich, dass die Staatsanwaltschaft nicht in der Lage oder gewillt wäre, das Verfahren mit der für Haftfälle verfassungs- und konventionsrechtlich gebotenen Beschleunigung voranzutreiben und zum Abschluss zu bringen. Die Beschwerde erweist sich somit auch im vorliegenden Punkt als unbegründet. Ob überhaupt eine Verletzung des Beschleunigungsgebots vorliegt und wie dem Rechnung getragen werden könnte (vgl. dazu BGE 133 IV 158 E. 8 S. 170, mit Hinweis), wird gegebenenfalls der Sachrichter zu entscheiden haben.