Citation: I 674/00 02.09.2002 E. 2

2.- a) In medizinischer Hinsicht ist davon auszugehen, dass 1989 erstmals Rückenbeschwerden auftraten, die eine mehrmonatige (Oktober bis Dezember 1989) vollständige Arbeitsunfähigkeit als Gardist bewirkten, bei konservativer Behandlung aber verhältnismässig gut ansprachen (Anmeldung zum Bezug von Leistungen der IV vom 6. August 1993; Gutachten des Dr. med. W.________ vom 3. Juli 1998). Nach deutlicher Zunahme der Symptomatik wurde der Beschwerdeführer am 11. und 19. Dezember 1992 an den Diskushernien (L4/L5 und L5/S1 rechts) zweimal operiert. Gemäss Bericht des Dr. med. X.________ (vom 21. Januar 1994) wurden am 17. Januar 1994 eine Revision L4/L5 und L5/S1 rechts, eine Dekompression der Wurzelabgänge L5 und S1 (nach Diagnose einer kleinen Rezidivhernie L5/S1) sowie eine interkorporelle Aufrichtung und Spondylodese instrumentiert im Stryker L4/L5 und S1 beidseits durchgeführt. Bei ungenügendem Schraubensitz wurden am 28. März 1994 der Stryker beidseits neu platziert, die mittleren und proximalen Schrauben tiefer gesetzt und die rechtsseitige Schraube L4 durch eine sogenannte emergency-screw ersetzt (Berichte des Dr. med. X.________ vom 30. März und 19. April 1994). Die heftigen lumbalen Schmerzen persistierten in der Folge, wobei ein erheblicher Schmerzmittelabusus auftrat (Bericht des Dr. med. Y.________ vom 9. August 1994). Gemäss Dr. med. Z.________ (Bericht vom 31. Januar 1995) gab der Beschwerdeführer an, ohne entsprechende Medikation (täglich bis zu einer Packung Ponstan) nicht einschlafen zu können. b) Die Vorinstanz hat eine revisionsrechtlich wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes zwischen dem Erlass der ursprünglichen Rentenverfügung (vom 22. September 1995) und der strittigen Revisionsverfügung (vom 18. Februar 1999) verneint. Sie stellte dafür ausschliesslich auf das Gutachten des Dr. med. W.________ (vom 3. Juli 1998) ab. Dieser beantwortete die Frage "nach einer Aenderung betreffend Arbeitsfähigkeit" seit der Berichterstattung von Dr. med. Z.________ vom 31. Januar 1995 dahingehend, soweit für ihn beurteilbar, habe sich im Beschwerdebild keine wesentliche Aenderung ergeben. Aus seiner Sicht bestünden einzig und allein belastungsabhängige lumbale Beschwerden, die insbesondere bei längerem Stehen als auch beim Sitzen auftreten würden, welche aber als tolerabel anzusehen seien. c) Zu berücksichtigen ist indes, dass Dr. med. Z.________ in seinem Bericht vom 7. Februar 1996 angab, der Beschwerdeführer habe seit der letzten Berichterstattung (vom 31. Januar 1995) zirka 20 Kilogramm abgenommen, den Konsum von Schmerzmitteln drastisch reduzieren können und benötige das Lendenmieder, welches ihm als Hilfsmittel abgegeben worden war, nur noch zeitweise. Diese Veränderungen finden im Gutachten des Dr. med. W.________ (vom 3. Juli 1998) insoweit ihre Bestätigung, als der Beschwerdeführer gemäss der darin erhobenen Eigenanamnese nunmehr keine Schmerzmittel mehr benötigt, wobei der Berichtstext nicht ganz schlüssig ist, ob sich dies einzig auf den als "positiv" umschriebenen "Hustenschmerz" oder auch auf die Rückenbeschwerden bezieht. Laut dem Gutachten (vom 3. Juli 1998) kann der Beschwerdeführer nach eigener Einschätzung jedenfalls gut mit den aktuellen Schmerzen leben. Er betone immer wieder, er habe sich an diese gewöhnt. Entgegen der Vorinstanz ist daher auf Grund der gesamten medizinischen Akten mit der Verwaltung davon auszugehen, dass sich der Gesundheitszustand im massgeblichen, rund dreieinhalb Jahre dauernden Vergleichszeitraum (22. September 1995 bis 18. Februar 1999) insoweit revisionsrechtlich wesentlich verbessert hat, als der Beschwerdeführer bei grundsätzlich gleichem Beschwerdebild (chronische Rückenschmerzen) nunmehr den Schmerzmittelabusus eingestellt hat, was u.a. auch indiziert, dass die (Ein-)Schlafstörungen weggefallen sind. Weiter ist in allgemeiner Weise und gemäss der Einschätzung des Beschwerdeführers davon auszugehen, dass nach insgesamt vier Rückenoperationen eine Verbesserung der Situation in dem Sinne eingetreten ist, als sich der Beschwerdeführer, soweit sich die Lage nicht auch objektiv wesentlich verbessert hat, jedenfalls an das Rückenleiden gewöhnt hat. Dies äussert sich auch darin, dass er laut Dr. med. Z.________ das als Hilfsmittel abgegebene Lendenmieder nurmehr zeitweise benötigt.