Citation: 1C_421/2024 E. 1.3

1.3. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob mit Bezug auf die Genehmigung des Schutzvertrags ein selbständig anfechtbarer Teilentscheid (Art. 91 BGG) vorliegt. Von einem eigenständigen End- bzw. Teilentscheid ging das Bundesgericht bei einem während hängigem Baubewilligungsverfahren gestützt auf ein Provokationsbegehren gemäss § 213 PBG gefällten negativen Unterschutzstellungsentscheid aus, weil es sich dabei um ein selbständiges Verfahren handle und der entsprechende denkmalschutzrechtliche Entscheid auch dann seine Gültigkeit behalten hätte, wenn die parallel hängigen Baubewilligungsgesuche zurückgezogen worden wären (vgl. Urteil 1C_98/2022 vom 12. Juni 2024 E. 1.2.4). In koordinationsrechtlicher Hinsicht war für das Bundesgericht entscheidend, dass ein negativer Schutzentscheid unter den konkreten Umständen unabhängig der Bauabsichten auf der betroffenen Parzelle beurteilt werden konnte (a.a.O., E. 1.2.4 in fine). Hier liegen die Dinge anders: Auch wenn es sich beim streitigen Schutzvertrag nicht um einen projektbezogenen Schutzentscheid handelt, wie die Vorinstanz zu Recht festhält, steht er aufgrund der dargelegten Bedingung doch in einem engen sachlichen Zusammenhang mit dem Baubewilligungsverfahren. Das strittige Baugesuch wurde auf Basis der mitgenehmigten Anhänge des Schutzvertrags (Baubereiche, Plan "Grundrisse Fassaden Baurecht") eingereicht. Mit dem Baurekursgericht und der Beschwerdegegnerschaft ist damit von einem projektbezogenen Schutzvertrag auszugehen (vgl. zu diesem Institut Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich VB.2022.00093 vom 23. März 2023 E. 5.2; RASTER/WIPF, in: Zürcher Planungs- und Baurecht, Bd. I, 7. Aufl. 2024, S. 357). Aufgrund dieser inhaltlichen Verknüpfung des Schutzvertrags und der Baubewilligung kann bei ersterem vorliegend nicht von einem Teilgegenstand im Sinne von Art. 91 lit. a BGG die Rede sein, der sich unabhängig vom zweiten Teilgegenstand (d.h. der Baubewilligung) beurteilen liesse. Ob das Bauvorhaben das Schutzobjekt beeinträchtigt, kann nicht in zwei separaten Rechtsmittelverfahren geprüft werden, ohne dass das Risiko sich widersprechender Urteile bestünde. Folgerichtig hatte denn auch bereits das Baurekursgericht die bei ihm hängigen Rekursverfahren vereinigt. Ein selbständig anfechtbarer Teilentscheid mit Bezug auf die Genehmigung des Schutzvertrags liegt demnach nicht vor.