Citation: 2C_419/2018 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Urteil erwogen, die Beschwerdeführerin sei seit über zehn Jahren auf Sozialhilfe angewiesen. Bis zum 18. Mai 2017 habe sich ihr Sozialhilfebezug auf Fr. 165'415.70 und derjenige der Gesamtfamilie auf Fr. 479'703.55 belaufen. Angesichts dessen, dass weder die Beschwerdeführerin noch ihr Ehemann im ersten Arbeitsmarkt tätig seien, sei in absehbarer Zeit nicht mit einer Ablösung von der Sozialhilfe zu rechnen, weshalb der Widerrufsgrund von Art. 62 Abs. 1 lit. e AuG erfüllt sei. Die aufenthaltsbeendende Massnahme erweise sich deswegen als verhältnismässig, weil der Sozialhilfebezug verschuldet sei. Die leicht- bis mittelgradige depressive Störung rezividierender oder episodischer Natur komme einzig als invalidisierende Krankheit in Frage, wenn sie therapieresistent sei; ein Gesuch um Invalidenrente sei offenbar am 3. Mai 2017 rechtskräftig abgewiesen worden. Die Beschwerdeführerin vermöge nicht darzutun, dass sie sich ernsthaft um eine Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt bemüht hätte: So habe sie erst im Herbst 2014 während eines Monats ein Arbeitsintegrationsprogramm in Form einer Basisbeschäftigung absolviert und übe seit April 2015 eine nicht entlöhnte Tätigkeit aus, die sich auf insgesamt sechs Stunden pro Woche beschränke. Dass sie aufgrund ihres Sohnes keine Arbeitstätigkeit habe ausüben können, sei deswegen nicht nachvollziehbar, weil ihr arbeitsloser Mann sich um das Kind hätte kümmern können. In der Interessenabwägung würde das öffentliche Interesse an ihrer Ausreise auch überwiegen, falls die Sozialhilfeabhängigkeit unverschuldet wäre, habe sich doch die Beschwerdeführerin während ihrer zwölfjährigen Aufenthaltsdauer weder in wirtschaftlicher noch sprachlicher Hinsicht integriert und würden sich die ausserfamiliären Kontakte auf eine Familie aus dem Kosovo beschränken. Mit dem Heimatstaat, in welchem ihr Ehemann ein kleines Haus besitze, sei die Beschwerdeführerin hingegen nach wie vor eng verbunden, telefoniere sie doch mehrmals wöchentlich mit ihren Eltern und verbringe ihre Sommerferien dort. Eine Rückreise sei auch ihrem Ehemann derselben Staatsangehörigkeit und ihrem noch schulpflichtigen Sohn ohne Schwierigkeiten möglich, weshalb auch die konventionsrechtliche Garantie von Art. 8 EMRK nicht berührt sei.