Citation: 1C_286/2020 E. 6.3

6.3. Die Vorinstanz erwog, entgegen den Ausführungen des Baurekursgerichts liege keine geringfügige flächenmässige Abweichung vom bauordnungsgemässen Zustand vor, da ursprünglich eine Parkierfläche von ungefähr 19 m² bewilligt worden sei und die heutige Abstellfläche deutlich grösser sei. Wie die Bausektion in ihrem Entscheid vom 25. Oktober 2016 festgestellt habe, überschreite die Vorgartenöffnung am Sädlenweg den praxisgemäss zugelassenen Drittel deutlich. Zudem wirke sich die Verlängerung des Strassenanstossbereichs im Verbund mit der Begradigung der nordwestlichen Begrenzung nachteilig auf die Gestaltung des Vorgartenbereichs aus, zumal es diesbezüglich nicht allein auf die bauliche Ausgestaltung des Platzes ankomme, sondern auch auf das Erscheinungsbild, wie es sich aus seiner Nutzweise ergebe. Dabei mache es einen erheblichen Unterschied, ob im Vorgarten nur eines oder mehrere Fahrzeuge parkiert werden könnten, weil Letzteres zu einer ästhetisch problematischeren Situation führe. Es bestehe somit ein nicht unerhebliches öffentliches Interesse an der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands. Dagegen seien erhebliche private Interessen nicht feststellbar. Der Rückbau des Platzes auf das verlangte Mass sei problemlos und mit geringem Aufwand möglich. Für den Beschwerdeführer sei auch der Verzicht auf die zusätzliche Parkierfläche zumutbar, da diese keine Pflichtparkplätze betreffe und er im Rekursverfahren angegeben habe, er stelle auf der Parkierfläche jeweils nur ein Fahrzeug ab und sporadisch Fahrzeuge von Besuchern. Somit könne das private Interesse an einer grösseren Parkierfläche nicht überwiegen.