Citation: 2C_855/2013 E. 2.2

2.2. Eine Untätigkeit während mehr als zwei Monaten liegt hier aber nicht vor. Wie den Akten zu entnehmen ist und vom Bundesamt für Migration in seiner Stellungnahme vom 1. Oktober 2013 zu Recht bestätigt wurde, bestand zwischen kantonalen Behörden und dem Bundesamt für Migration - jedenfalls vom 5. Juni 2013 bis zum hier massgeblichen Zeitpunkt der Haftverlängerung - eine rege Zusammenarbeit, die auf die Ermöglichung der Ausschaffung des Beschwerdeführers gerichtet war und in deren Rahmen auch mit der nigerianischen Botschaft Kontakte aufgenommen worden sind. Auch die Befragung des Beschwerdeführers durch eine nigerianische Delegation stand am 30. August 2013 bereits in Aussicht (angefochtenes Urteil, E. 2). Im gleichen Zusammenhang und entgegen der Meinung des Beschwerdeführers ist im Übrigen hinzuzufügen, dass der Ausschaffungshaft gerade auch eine gewisse Zwangswirkung zukommt, da der Ausländer es in der Hand hat, seinerseits mit einer Kooperation das Wegweisungsverfahren zu beschleunigen und die Zwangsmassnahme zu verkürzen oder gar zu beenden (Urteil 2C_101/2013 vom 21. Februar 2013 E. 2.3.1). Selbstverständlich werden die Behörden das Beschleunigungsgebot auch weiterhin zu beachten haben. Unter diesen Umständen erweist sich die Verlängerung der Haft bis zum 4. Dezember 2013 auch als verhältnismässig.