Citation: 5A_873/2018 E. 7.4

7.4. Im bundesgerichtlichen Verfahren dürfen neue Tatsachen und Beweismittel nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). Tatsächliche Vorbringen können folglich zulässig sein, wenn sie erst aufgrund einer neuen überraschenden rechtlichen Argumentation der Vorinstanz Rechtserheblichkeit erlangt haben (BGE 136 III 123 E. 4.4.3 S. 129). Das öffentliche Wegrecht zugunsten der Gemeinde ab Ende der Gemeindestrasse über das Grundstück Nr. www und den Feldweg nach T.________/U.________ war bekannt und von Prozessbeginn an Gegenstand der Erörterungen im Verfahren. Der Beschwerdeführer selber hat das öffentliche Wegrecht in eine Karte eingeschrieben (Klageantwort-Beilage Nr. 10). Da sich der Streit um die Frage gedreht hat, ob die private Wegverbindung aufgrund des öffentlichen Wegnetzes zu löschen sei, durfte in rechtlicher Hinsicht auch nicht überraschen, dass für die Beurteilung die öffentliche Gemeindestrasse und das öffentliche Wegrecht entscheidend sein würden. Spätestens ab der Aussage des ehemaligen Gemeindeschreibers vom 23. Oktober 2015 im erstinstanzlichen Verfahren, wonach das öffentliche Wegrecht gelöscht werden sollte (S. 212 f. der kantonalen Akten), hätte der Beschwerdeführer ausreichend Grund und Gelegenheit gehabt, sich zum angeblich prekären Bestand des öffentlichen Wegrechts zu äussern. Dazu ist es heute zu spät.