Citation: 2C_446/2023 E. 3.7

3.7. Unter dem Titel der Beachtung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung hat die Vorinstanz festgehalten (Art. 105 Abs. 1 BGG), dass der Beschwerdeführer vom Bezirksgericht Horgen mit Urteil vom 23. September 2020 der qualifizierten groben Verletzung der Verkehrsregeln schuldig gesprochen wurde, nachdem dieser mit einem Personenwagen bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h mit einer Geschwindigkeit von 102 km/h unterwegs war. Das Bezirksgericht bestrafte den Beschwerdeführer mit einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten und schob den Vollzug der Strafe unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren auf. Soweit der Beschwerdeführer dagegen in appellatorischer Kritik vorbringt, das deliktische Verhalten sei während des Lockdowns erfolgt, d.h. der Beschwerdeführer habe nicht mit vielen Menschen rechnen müssen und schon gar nicht um diese Uhrzeit im Winter, ist darauf nicht weiter einzugehen (vgl. E. 2.2). Das Fahren mit derart übersetzter Geschwindigkeit innerorts - 102 km/h statt 50 km/h - bedeutet eine Gefährdung von Leib und Leben und stellt damit eine Gefährdung besonderer Rechtsgüter und entsprechend eine erhebliche Straftat dar. Unbeachtlich, soweit überhaupt begründet, ist der Einwand des Beschwerdeführers, wonach nach heutigem Verständnis die Strafbehörden im Rahmen von Art. 90 Abs. 3bis SVG über einen grösseren Ermessenspielraum verfügen und einen einmaligen Täter wie den Beschwerdeführer nicht mehr zu einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten verurteilen würden. Es ist vielmehr mit der Vorinstanz einig zu gehen, dass es sich bei der Strafe klar nicht um eine geringfügige handelt (vgl. auch Urteile 2C_797/2022 vom 22. März 2023 E. 3.3.6; 2C_162/2022 vom 11. Mai 2022 E. 5.2 in fine mit weiteren Hinweisen; 2C_541/2019 vom 22. Januar 2020 E. 3.4.3). An dieser Einschätzung ändert auch nichts, dass der Beschwerdeführer erst einmal zu einer (hohen) Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Der Beschwerdeführer hat sich zwar schon wiederholt in der Schweiz aufgehalten und sich, wie er geltend macht, nichts weiter zuschulden kommen lassen. Aus seiner Straffreiheit während (teilweise sehr) jungem Alter sowie während der zweijährigen Probezeit nach der Verurteilung im September 2020 kann er jedoch nichts zu seinen Gunsten ableiten, insbesondere Letzteres darf ohne Weiteres erwartet werden.