Citation: 4C.79/2002 02.07.2003 E. 2

2.1 In der Berufung leitet der Kläger die Solidarität der Beklagten aus dem Umstand ab, dass er die Fr. 300'000.-- auf ein Konto überwiesen habe, über welches die Beklagte gegenüber der Bank solidarisch mit B.________ als Mitglied der einfachen Gesellschaft Z.________ verfügungsberechtigt gewesen sei. Sie sei daher durch seine Einzahlung bereichert. Wenn sich die Einzahlung als wegen Ungültigkeit des Vertrages vom 18. September 1997 als rechtsgrundlos erweise, stelle der Betrag von Fr. 300'000.-- sowohl für B.________ als auch für die Beklagte fremdes Geld dar, da B.________ dessen Auszahlung an die einfache Gesellschaft Z.________ nicht beanspruchen könne. Die Beklagte hafte deshalb solidarisch mit B.________ für den Anspruch des Klägers auf Rückerstattung nach Art. 62 OR, zumal sie die Einzahlung des Klägers im Umfang von Fr. 250'000.-- für die Deckung ihrer Forderung gegen B.________ aus dem Verlust des "Z.________ 1997" verwendet habe. Die Vorinstanz habe in Verkennung der Tragweite von Art. 62 OR die wesentliche Vorfrage der Gültigkeit des Vertrages vom 18. September 1997 offen gelassen. Eine Ablehnung des eingeklagten Bereicherungsanspruchs wäre nach Auffassung des Klägers zudem unbillig.