Citation: 2C_113/2023 E. 5.7.4

5.7.4. Im Hinblick auf die Kinder des Beschwerdeführers ist ferner festzuhalten, dass gemäss Art. 3 Abs. 1 KRK das übergeordnete Kindesinteresse bei allen Massnahmen, welche Kinder betreffen, vorrangig zu berücksichtigen ist. Indes verschafft die KRK keinen unmittelbaren, eigenständigen Aufenthaltsanspruch (BGE 144 I 91 E. 5.2; 143 I 21 E. 5.5.2). In der ausländerrechtlichen Interessenabwägung im Rahmen von Art. 8 EMRK ist das Kindeswohl rechtsprechungsgemäss nicht das allein ausschlaggebende, aber ein wesentliches Element (BGE 143 I 21 E. 5.5.1 und 5.5.4 mit Hinweisen; Urteil des EGMR B.F. gegen die Schweiz vom 4. Juli 2023 [Nr. 13258/18] § 119). Es beinhaltet auch das grundlegende Bedürfnis des Kindes, in möglichst engem Kontakt mit beiden Elternteilen aufwachsen zu können (Art. 3 KRK, BGE 144 I 91 E. 5.2; 143 I 21 E. 5.5.1; Urteile 2C_ 994/2022 vom 22. Juni 2023 E. 6.2; 2C_499/2022 vom 23. März 2023 E. 8.3; vgl. Urteil des EGMR B.F. gegen die Schweiz vom 4. Juli 2023 [Nr. 13258/18] § 120).