Citation: 6B_1118/2014 E. 4

In Anwendung von Art. 109 Abs. 3 BGG kann auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (vgl. Urteil S. 5-8 E. 4-5). Sie kommt zum Schluss, das Verfassen von Rechts- und anderen Schriften für Mitgefangene stelle einen unentgeltlichen Auftrag im Sinne von Art. 394 ff. OR und damit ein unerlaubtes Rechtsgeschäft gemäss § 20 der Hausordnung von Pöschwies dar. Zwar sei nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer mit dem Verbot Mühe bekunde, aber er verkenne die mit der Übernahme der Schreibarbeiten verbundenen Risiken. Probleme könnten z.B. entstehen, wenn er eine Rechtsschrift verfasse und im Falle des Unterliegens Verfahrenskosten auf seinen Auftraggeber zukommen. Zudem seien Rechtsgeschäfte zwischen Strafgefangenen geeignet, den geordneten Anstaltsbetrieb zu stören, weil damit Unruhe und Abhängigkeiten unter den Insassen geschaffen werden können. Im Übrigen wäre es ihm offen gestanden, um eine Bewilligung nachzusuchen, die unter gewissen Voraussetzungen erteilt werde und im Falle des Beschwerdeführers und eines Mitgefangenen am 20. Januar 2014 denn auch erteilt worden sei. Der Beschwerdeführer rügt, die Sanktionierung von normalem und korrektem sozialem Verhalten sei unverhältnismässig (Beschwerde S. 4). Er verkennt indessen, dass es wie oben dargelegt Gründe für das Verbot unkontrollierter Schreibarbeit für Mitgefangene gibt. Im Übrigen anerkennt er selber, dass seit 2011 ein entsprechendes Gesuch gestellt werden kann (Beschwerde S. 5). Inwieweit dieses Bewilligungsverfahren mit "Fallstricken, Haken und Ösen" versehen wäre, ist nicht ersichtlich. Davon, dass das Verbot es dem Gefangenen verunmöglichte, soziales Verhalten in der Form einer Hilfestellung für unbeholfenere Gefangene einzuüben, kann somit nicht die Rede sein.