Citation: 1P.347/2006 11.08.2006 E. 2

2.1 Die Beschwerdeführer machen unter anderem eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend. Das Verwaltungsgericht habe zwar festgestellt, dass der Regierungsrat sie zu Unrecht nicht ins Unterschutzstellungsverfahren einbezogen habe, daraus aber nicht die richtigen Konsequenzen gezogen. Ihrer Ansicht nach hätte diese Würdigung von Amtes wegen zur Aufhebung des regierungsrätlichen Entscheids und Rückweisung der Angelegenheit zur korrekten Durchführung des Verfahrens führen müssen. 2.2 Im vorinstanzlichen Verfahren haben die Beschwerdeführer nicht den Standpunkt vertreten, sie hätten bereits in den Entscheidfindungsprozess bei der Unterschutzstellung mit einbezogen werden müssen. In ihrer Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 20. Juni 2005 hatten sie lediglich beantragt, der Regierungsrat sei anzuweisen, in Zukunft beschwerdefähige Entscheide kommunaler und kantonaler Behörden entweder im Nidwaldner Amtsblatt zu publizieren oder den beschwerdeberechtigten Organisationen schriftlich mitzuteilen. Dieses Begehren war im Umstand begründet, dass die Beschwerdeführer erst auf Nachfrage hin vom ablehnenden Regierungsratsbeschluss Kenntnis erhalten hatten und darum die ursprüngliche Beschwerdefrist nicht einhalten konnten. In diesem Zusammenhang vertritt das Verwaltungsgericht im angefochtenen Entscheid u.a. die Auffassung, der Regierungsrat hätte sämtlichen Betroffenen die Gelegenheit geben müssen, sich zur beantragten Massnahme schriftlich zu äussern und ihnen im Anschluss daran einen begründeten Entscheid zustellen müssen. Als Betroffene erachte es zumindest all jene Personen und Organisationen, welche nach dem Gesetz über den Schutz der Kulturdenkmäler vom 4. Februar 2004 (Denkmalschutzgesetz, DSG/NW; NG 322.2) beschwerdelegitimiert seien. Den Beschwerdeführern sei darin zuzustimmen, dass das Wissen um den Vorfall Voraussetzung sei für die Wahrnehmung des gesetzlich verbürgten Beschwerderechts. Eine ähnliche Publikationsregelung könne auch dem NHG entnommen werden. Unter diesen Umständen sei nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdeführer ihre Eingabe erst am 20. Juni 2005 beim Gericht eingereicht hätten. 2.3 Das Verwaltungsgericht hatte mithin diesbezüglich einzig zu beurteilen, ob die Beschwerdefrist eingehalten war. Die zitierten Erwägungen stehen in direktem Zusammenhang mit der Problematik der Fristwahrung, nicht mit der Stellung der Beschwerdeführer im Unterschutzstellungsverfahren: Zur Diskussion stand, ob der Regierungsrat seinen Entscheid hätte publizieren müssen, um beschwerdelegitimierten Drittbetroffenen die Möglichkeit einzuräumen, rechtzeitig Beschwerde dagegen einzulegen. War jedoch deren Einbindung in die vorhergehende Entscheidfindung gar nie Prozessthema, musste sich das Verwaltungsgericht auch in der Folge nicht dazu äussern. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs ist zu verneinen.