Citation: U 89/99 10.07.2000 E. 2

2.- Die Vorinstanz hat die Rechtsprechung zur Adäquanz von psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 133) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. Im Hinblick auf die gegensätzlichen Standpunkte, welche in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde einerseits und der Vernehmlassung der Vorinstanz andererseits zur Frage, ob bei der Beurteilung der Adäquanz vom objektiven Unfallgeschehen oder vom subjektiven Unfallerlebnis auszugehen sei, ist Folgendes festzuhalten: Gemäss BGE 115 V 133, insbesondere 135 Erw. 4b und 138 f. Erw. 6 (vor Erw. 6a), erfolgt die Einteilung der Unfälle in die Kategorien der banalen oder leichten Unfälle, der schweren Unfälle und der Unfälle des mittleren Bereichs auf der Grundlage des objektiv erfassbaren Unfallereignisses selbst, massgebend ist der augenfällige Geschehensablauf. Ist in der Folge über die Adäquanz eines Unfalls aus dem mittleren Bereich zu entscheiden, kann nicht auf den Unfall allein abgestellt werden. Vielmehr müssen weitere Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen oder als dessen direkte oder indirekte Folgen erscheinen, in die Beurteilung miteinbezogen werden. Solche - unfallbezogenen - Umstände können als Beurteilungskriterien dienen, weil sie ihrerseits nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet sind, in Verbindung mit dem Unfall zu einer psychisch bedingten Erwerbsunfähigkeit zu führen (BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa). Sodann ist die Frage, ob ein Unfall nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, eine psychische Gesundheitsschädigung herbeizuführen, in der sozialen Unfallversicherung nicht auf den psychisch gesunden Versicherten zu beschränken. Vielmehr ist auf eine weite Bandbreite der Versicherten abzustellen. Hiezu gehören auch jene Versicherten, die auf Grund ihrer Veranlagung für psychische Störungen anfälliger sind und einen Unfall seelisch weniger gut verkraften als Gesunde (BGE 125 V 462 Erw. 5c).