Citation: 6B_73/2020 E. 2

Die Beschwerdeführerin beantragt mit Beschwerde in Strafsachen im Hauptpunkt, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Angelegenheit im Sinne der Erwägungen zu neuer Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Sie rügt sinngemäss, die Vorinstanz wende aArt. 248 ff. StP/SG willkürlich an, indem sie ihre Legitimation zur Stellung eines Revisionsbegehrens (recte: Wiederaufnahmegesuchs) verneine. Sie (die Beschwerdeführerin) sei durch den vom Beschwerdegegner verursachten Autounfall in ihren rechtlich geschützten Interessen betroffen und somit gemäss aArt. 42 StP/SG im damaligen kantonalen Verfahren berechtigt gewesen, Strafklage zu erheben und im Strafverfahren Parteirechte auszuüben. Diese umfassten auch die Legitimation zur Einreichung eines Wiederaufnahmegesuchs, auch wenn aArt. 249 StP/SG eine solche für die Privatklägerin nicht erwähne. Ihr wurde im damaligen Verfahren weder eine Genugtuung noch Schadensersatz zugesprochen, weshalb sie durch den Entscheid, dessen Wiederaufnahme sie beantragt habe, in ihren rechtlichen Interessen betroffen sei. Zudem verletze die Vorinstanz ihre Begründungspflicht, da sie nicht prüfe, ob bei aArt. 249 StP/SG von einem qualifizierten Schweigen des Gesetzgebers auszugehen sei oder eine Lücke im Gesetz vorliege.