Citation: 5A_974/2022 E. 1.2.3

1.2.3. 1.2.3.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, während des hängigen Hauptverfahrens könne er seine Mitgliedschaftsrechte nicht wahrnehmen; dieser Nachteil könne nicht wieder gutgemacht werden. 1.2.3.2. Die Anfechtungsklage nach Art. 75 ZGB bewirkt keine Aufschiebung der Wirksamkeit des angefochtenen Vereinsbeschlusses; bis zum rechtskräftigen Entscheid in der Hauptsache befindet sich die Frage, ob der Beschwerdeführer noch Vereinsmitglied ist oder nicht, gewissermassen in einem Schwebezustand (SCHERRER/BRÄGGER, in: Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch, 7. Aufl. 2022, N. 31b zu Art. 75 ZGB). Insofern kann der Beschwerdeführer, der gemäss dem in der Hauptsache angefochtenen Vereinsbeschluss aus dem Verein ausgeschlossen wurde, seine Mitgliedschaftsrechte, die ihm kraft seiner (bisherigen) Mitgliedschaft zustanden, vorläufig nicht mehr ausüben. Dieser Umstand allein begründet indes keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinn von Art. 93 Abs. 1 Bst. a BGG (vgl. SPRECHER, in: Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2017, N. 35 zu Art. 261 ZPO, der unter Hinweis auf ZR 1986 Nr. 105 darin sogar keinen nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteil zu erblicken vermag). Zum einen behauptet der Beschwerdeführer nicht und zeigt nicht auf, inwiefern der angefochtene Entscheid einen präjudizierenden Charakter für den Entscheid in der Hauptsache haben könnte. Zum anderen benennt er keine konkreten Nachteile, die ihm zufolge des - gegebenenfalls vorübergehenden - Ausschlusses von seiner Mitgliedschaft drohen, die nachträglich nicht mehr rückgängig gemacht werden könnten; dass er nicht an einer Vereinsversammlung teilnehmen kann, begründet wie gesagt keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil.