Citation: I 180/06 06.02.2007 E. A

M.________, spanischer Staatsangehöriger, geboren 1952, arbeitete seit 1979 als Gerüstmonteur für die Firma X.________ AG (nachfolgend: Arbeitgeberin). Am 13. Mai 1994 erliess die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), bei welcher M.________ obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert war, eine Nichteignungsverfügung in Bezug auf Arbeiten mit Kontakt zu Zement, Chromverbindungen sowie Kobalt und dessen Verbindungen, weil der Versicherte infolge einer Kontaktallergie ein chronisch-rezidivierendes Hand- und Vorderarmekzem beidseits entwickelt hatte (Bericht des behandelnden Dermatologen Dr. med. S.________ vom 15. März 1994). Dr. med. S.________ attestierte ihm deshalb in der angestammten Tätigkeit ab 7. März 1994 eine anhaltende volle Arbeitsunfähigkeit. Am 18. März 1994 meldete sich M.________ bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Verschiedene Eingliederungsversuche der IV-Stelle Bern (unter anderem auch in einer Gartenbau- und einer Bürohilfstätigkeit) scheiterten in den Jahren 1994 bis 1997 am Wiederauftreten des allergischen Kontaktekzems. Nach Angaben des behandelnden Dermatologen vom 30. Mai 1995 hatte sich eine ausserordentlich hochgradige Sensibilisierung auf Kaliumdichromat und Kobaltchlorid eingestellt, welche sogar bei Hautkontakt mit Druckerschwärze auf Papier oder Karton, mit feinem Plastic-Staub und überfärbtem Plastic-Material zu erneuten Ekzemschüben führen konnte. Gemäss Bericht des Dr. med. H._______ vom 12. Juni 1996 waren im Rahmen der Eingliederungsmassnahmen zusätzlich zum bekannten dermatologischen Leiden ein schweres Facettensyndrom sowie eine Diskushernie L5/S1 zu berücksichtigen, welche auch aus internistisch-rheumatologischer Sicht zu einer vollen Arbeitsunfähigkeit ab 10. Juni 1996 führten. Gestützt auf die Ergebnisse einer polydisziplinären Begutachtung durch die Medizinische Abklärungsstelle in Z.________ (MEDAS), welche ihr Gutachten am 16. Oktober 1998 (nachfolgend: MEDAS-Gutachten) erstattete, sowie unter Mitberücksichtigung des dermatologischen Gutachtens des Spitals Y.________ vom 25. Juni 1999, wonach der Versicherte nicht nur am bekannten allergischen Kontaktekzem, sondern auch an einer wahrscheinlichen atopischen Diathese leide, sprach ihm die IV-Stelle mit Verfügung vom 3. Mai 2000 bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 51 % mit Wirkung ab 1. März 1995 eine halbe Invalidenrente zu. Auf die hiegegen erhobene Beschwerde des Versicherten hin verlangte das Verwaltungsgericht des Kantons Bern von der IV-Stelle weitere medizinische Abklärungen (Entscheid vom 9. Februar 2001). Nach Kenntnisnahme der Ergebnisse des polydisziplinären Gutachtens vom 15. April 2002 des Ärztlichen Begutachtungsinstituts in L.________ (nachfolgend: ABI-Gutachten 1) und nach dem Beizug weiterer Arztberichte verfügte die IV-Stelle am 15. September 2003 im Rahmen einer "Überprüfung des Invaliditätsgrades", M.________ habe bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 63,66 % "weiterhin Anspruch auf die bisherige Invalidenrente". Obwohl der Versicherte gemäss Bericht des Psychiaters Dr. med. W.________ vom 5. Februar 2003 angeblich "mit einer halben Invalidenrente zufrieden" gewesen wäre, liess er hiegegen einspracheweise die Zusprechung einer ganzen Invalidenrente sowie eventualiter eine ergänzende polydisziplinäre MEDAS-Begutachtung beantragen. Die IV-Stelle hob daraufhin die angefochtene Verfügung auf mit der Begründung, zur Beantwortung der Frage, ob keine anspruchsrelevante Änderung des Invaliditätsgrades feststellbar sei, bedürfe es einer Nachbegutachtung (Einspracheentscheid vom 19. November 2003). Nachdem die SUVA M.________ bis 30. September 1998 eine Übergangsentschädigung ausgerichtet hatte, sprach sie ihm mit unangefochten in Rechtskraft erwachsenem Einspracheentscheid vom 17. Dezember 2003 unter ausschliesslicher Berücksichtigung des Handekzems mit Wirkung ab 1. Oktober 1998 eine Invalidenrente auf der Basis einer Erwerbsunfähigkeit von 18 % zu und verneinte einen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung. Auf Grund der Ergebnisse des im Auftrag der IV-Stelle angefertigten polydisziplinären Gutachtens vom 23. August 2004 des Ärztlichen Begutachtungsinstituts in L.________ (nachfolgend: ABI-Gutachten 2) ermittelte die IV-Stelle nunmehr anhand eines Einkommensvergleichs auf der Grundlage der Verhältnisse des Jahres 2003 einen Invaliditätsgrad von 29 % und teilte dem Versicherten mit, die bis anhin ausgerichtete halbe Invalidenrente werde "nach Zustellung der Verfügung auf Ende des folgenden Monats wiedererwägungsweise aufgehoben" (Verfügung vom 5. Oktober 2004). Mit Einspracheentscheid vom 1. August 2005 verfügte die IV-Stelle unter Dispositiv-Ziffer 1: "Die Einsprache wird abgewiesen. Der Versicherte hat keinen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung."