Citation: 8C_537/2018 E. 5.6

5.6. Der Beschwerdeführer macht zudem geltend, Dr. med. D.________, FMH Facharzt für Orthopädische Chirurgie, habe die Arbeitsfähigkeit falsch beurteilt, insbesondere weil jahrelang ein postoperativer Infekt bestanden habe, was sich rückblickend herleiten lasse. Richtig ist, dass sich im Anschluss an die Operation vom 13. Januar 2011 ein Wundinfekt entwickelte, der mit Antibiotika behandelt wurde. Gemäss den medizinischen Berichten war allerdings der Infekt im Februar 2011 abgeheilt. Eine bakteriologische Untersuchung der Schulter zeigte im Übrigen kein Keimwachstum. Dr. med. D.________ wies sodann in seiner Beurteilung darauf hin, dass die Rehabilitation nach einem Infekt etwas länger dauere, was normal und nachvollziehbar sei. Demnach hat er die zumutbare Arbeitsfähigkeit - entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers - in Kenntnis und unter Berücksichtigung des postoperativen, jedoch inzwischen abgeheiltem Wundinfekts beurteilt. Mit dem Einwand, dass der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt der Einstellung der Taggelder bezüglich seiner rechten Schulter nicht "geheilt" war, vermag er auch nicht durchzudringen. Der Fallabschluss ist gemäss Art. 19 Abs. 1 UVG dann vorzunehmen, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten ist (E. 4.2 hiervor). Wie die Vorinstanz zu Recht erkannte, beurteilt sich dies nicht retrospektiv, sondern prospektiv (vgl. dazu E. 3.2). Aus dem blossen Umstand, dass der Beschwerdeführer seit der Operation vom 5. Dezember 2014 wieder unfallbedingt arbeitsunfähig war, kann deshalb auch nicht hergeleitet werden, dass der Fallabschluss verfrüht erfolgt ist. Aufgrund der Akten ist vielmehr belegt, dass zum Zeitpunkt des (vorläufigen) Fallabschlusses per Ende Oktober 2012, von ärztlicher Seite - abgesehen von Physiotherapie - keine medizinischen Behandlungen für die rechte Schulter vorgesehen waren. Auf die gutachterlich gestellte Frage, ob von einer weiteren ärztlichen Behandlung der Unfallfolgen eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands zu erwarten sei, antworteten die Gutachter, dass ein operativer Eingriff zur Stabilisierung der horizontalen Instabilität zwar erwogen werden könnte. Sie wiesen indessen darauf hin, dass der Erfolg dieses Eingriffs ungewiss sei. So empfahlen sie denn auch keine anderweitigen ärztlichen Behandlungen. Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit bestätigten sie die Ausführungen im konsiliarischen Bericht des Dr. med. D.________ vom 17. Mai 2011, wonach in einer angepassten Tätigkeit ohne schulterbelastende Arbeiten, ohne Autofahren, ohne Arbeiten über Kopf und ohne Heben von Gewichten über 5 kg eine volle Arbeitsfähigkeit bestehe. Schliesslich ergibt sich weder aus den Akten noch wird beschwerdeweise geltend gemacht, dass im Zeitpunkt des Fallabschlusses Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung zur Diskussion standen.