Citation: 5D_198/2019 E. 2.3.2

2.3.2. Der Beschwerdeführer besteht demgegenüber auch vor Bundesgericht darauf, dass der Inhalt der strittigen Unterhaltsklausel sich nicht mit Sicherheit ermitteln lasse, weshalb die Gewährung der definitiven Rechtsöffnung an einem qualifizierten Mangel leide; er beruft sich dabei auf den BGE 143 III 564 (E. 4.3.2). Das Bundesgericht hat in diesem Urteil vorerst die Kompetenzen von Sachrichter und Rechtsöffnungsrichter abgegrenzt. Erweist sich ein Entscheid als unklar oder unvollständig, so hat sich einzig der Sachrichter damit zu befassen. Der Rechtsöffnungsrichter hingegen hat den Entscheid nicht auf seinen materiellen Gehalt zu prüfen oder ungenaue Formulierungen auszulegen. Er hat hingegen nicht nur das Dispositiv, sondern auch die Erwägungen eines Entscheides zu berücksichtigen, um sich über dessen Qualität als definitiver Rechtsöffnungstitel auszusprechen. Dabei kann er selbst auf weitere Belege abstellen, falls der Entscheid auf solche verweist. Bleibt das Dispositiv nach einer solchen Prüfung immer noch unklar, ist die definitive Rechtsöffnung zu verweigern. Daraus folgt, dass nicht jede gerichtlich genehmigte Vereinbarung, die eine Auslegung erfordert und allenfalls die Kenntnisnahme der Erwägungen des Entscheides nötig macht, auf eine ungeschickte Formulierung des Sachrichters zurückgeht und den Kompetenzbereich des Rechtsöffnungsrichters verlässt. Inwiefern die Lesart der Vorinstanz in Bezug auf die in Frage stehende Dispositivziffer 3/3 der gerichtlich genehmigten Konvention für den Rechtsöffnungsrichter nicht nachvollziehbar sein sollte, legt der Beschwerdeführer nicht dar. Er beschränkt sich auf die Behauptung, dass sich seine Zahlungspflicht über die Volljährigkeit hinaus nicht mit Sicherheit ermitteln lasse. Damit genügt er den Begründungsanforderungen an eine Willkürrüge an dieser Stelle nicht. Auf die Vorbringen ist nicht einzutreten.