Citation: 1B_289/2022 E. 4.5

4.5. Weiter ist darauf hinzuweisen, dass gemäss Gutachten vom 21. April 2021 der Beschwerdeführer nicht nur (aggressive) Stimmen höre, die ihn namentlich zur Begehung des versuchten Raubes angehalten haben, sondern zudem auch unter Verfolgungs- und Beeinträchtigungswahn leide und infolgedessen subjektiv - je nach Schwere der Symptomatik - in einer Welt voller Gegner oder Feinde lebe. Gegen diese sei er bereit sich zu verteidigen, namentlich mit Messern oder Metallstangen, allenfalls auch durch das Legen von Feuer. Es bestehe deshalb ein enger Zusammenhang zwischen Schwere der Symptomatik und möglichem fremdgefährdenden Verhalten. Auch diese Bereitschaft, sich gegen allfällige imaginäre Feinde zu verteidigen, kann eine Gefahr für die Sicherheit anderer darstellen (vgl. Urteil 1B_207/2022 vom 18. Mai 2022 E. 4.4.3).