Citation: 1C_203/2015 E. 2.2

2.2. Die Beschwerdeführer akzeptieren das vom Verwaltungsgericht ausgesprochene Verbot des Apéro- und Seminarbetriebs im Park ab 19.00 Uhr, nicht aber die vollständige Schliessung der Gartenanlage für Besucher (auch ohne Bewirtung) nach § 11 Abs. 4 SBV. Es gebe Gäste, die Freude an der Besichtigung des gepflegten Gartens hätten, oder vereinzelte Hotelgäste, die sich noch nach 19 Uhr in der Gartenanlage aufhalten wollten. Von einem absoluten Zutrittsverbot für den Garten sei im vorinstanzlichen Verfahren nie die Rede gewesen. Vielmehr sei bis zum verwaltungsgerichtlichen Entscheid immer zwischen den dem Gastronomiebetrieb dienenden Nutzungen (§ 11 SBV) und den sonstigen Nutzungen der Aussenanlagen (§ 13 SBV) unterschieden worden; letztere seien ohne Einschränkungen zugelassen worden. Auch der im Jahre 1999 geschlossene Vergleich mit den Beschwerdegegnern habe eine Besichtigung des Gartens durch Gäste oder den vereinzelten Aufenthalt von Hotelgästen darin nicht ausgeschlossen (jedenfalls bis 22.00 Uhr). Die Beschwerdeführer rügen in diesem Zusammenhang eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, weil die vollständige Schliessung der Gartenanlage von der Vorinstanz völlig überraschend angeordnet und nicht begründet worden sei. Es seien auch keine Abklärungen und Befragungen im Hinblick auf die bis anhin übliche Gartenbenutzung ohne Apéroausschank getätigt worden. Eine Einschränkung der ordentlichen Benutzung des Gartens durch Gäste (ohne Apéroausschank) sei lärmschutzrechtlich nicht geboten, weil sich nie 30 Personen gleichzeitig im Garten aufhielten. Im Übrigen handle es sich bei den Gästen des Hirschen um ein gehobenes Segment mit geringem Störpotential, wie bereits der Regierungsrat in seinem Beschwerdeentscheid festgehalten habe. Selbst ein - sehr seltener - Aufenthalt einzelner Personen nach 22.00 Uhr im Garten unterscheide sich nicht von einer privaten Gartennutzung. Schliesslich sei die vollständige Schliessung der Gartenanlage für die gelegentliche Begehung und Besichtigung durch Gäste auch unverhältnismässig, stelle sie doch einen wesentlichen Teil der Betriebsphilosophie des Landhotels Hirschen dar (biologische Produkte aus eigenem Anbau).