Citation: 1A.49/2001 16.07.2001 E. 5

5.-Schliesslich rügt der Beschwerdeführer (eher beiläufig) noch eine Verletzung von Art. 3 Abs. 3 IRSG. Die ersuchende Behörde habe bereits am "13. November 1996" ein Rechtshilfegesuch eingereicht. Diesem Ersuchen sei anscheinend nicht entsprochen worden. "Nach Auffassung des Beschwerdeführers würden die von Amtes wegen durchzuführenden Abklärungen in diesem Punkt ergeben, dass das vorliegende Rechtshilfegesuch erneut - wie das abgewiesene - in Tat und Wahrheit auf die Verkürzung fiskalischer Abgaben gerichtet" sei. Art. 3 Abs. 3 IRSG sei "verletzt, da die entsprechenden Abklärungen" zum ersten Ersuchen "aufzeigen würden, dass Gegenstand des" vorliegenden "Verfahrens eine Tat ist, die auf die Verkürzung fiskalischer Abgaben gerichtet ist". Die Rüge erweist sich als offensichtlich unbegründet, soweit sie ausreichend substanziert erscheint. Zum einen ist nicht ersichtlich (und wird auch vom Beschwerdeführer nicht dargelegt), inwiefern sich die Beweggründe des hier zu beurteilenden Rechtshilfeersuchens vom 30. Juni 2000 aus einem Gesuch vom 13. November 1996 ergeben sollten. Nach Auskunft des Bundesamtes für Justiz vom 3. April 2001 wurde das betreffende Gesuch im Übrigen "nicht abgewiesen", sondern "durch die zuständigen Behörden des Kantons Tessin zum damaligen Zeitpunkt erledigt". Zum anderen wird aus dem hier zu beurteilenden massgeblichen Ersuchen deutlich, dass die hängige Untersuchung nicht fiskalischer Natur ist, sondern sich auf einen strafrechtlich relevanten rechtshilfefähigen Sachverhalt bezieht. Diesbezüglich enthält die angefochtene Schlussverfügung auch einen ausdrücklichen Spezialitätsvorbehalt (gemäss der Erklärung der Schweiz zu Art. 2 lit. a EUeR).