Citation: 2A.378/2005 14.06.2005 E. 2

2.1 Gemäss Art. 103 lit. a OG ist zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde berechtigt, wer durch die angefochtene Verfügung berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung hat. Im Allgemeinen ist ein Interesse im Sinne dieser Bestimmung nur schutzwürdig, wenn der Beschwerdeführer ein aktuelles praktisches Interesse an der Aufhebung oder Änderung der angefochtenen Verfügung hat (BGE 128 II 34 E. 1b S. 36; 111 Ib 56 E. 2a S. 58 f. mit Hinweisen). 2.2 Der Pass für eine ausländische Person war im Falle des Beschwerdeführers bis zum 7. Mai 2005 gültig; seine Gültigkeitsdauer war gestützt auf Art. 8 Abs. 2 RPAV auf ein Jahr begrenzt worden. Nach der seit 1. Dezember 2004 geltenden Regelung kann die Gültigkeitsdauer nicht verlängert werden (Art. 10 Abs. 5 RDV, anders noch Art. 8 RPAV); vielmehr muss - bei der kantonalen Ausländerbehörde, welche das Gesuch mit ihrer Stellungnahme an das Bundesamt für Migration weiterleitet - die Ausstellung eines neuen Dokumentes beantragt werden (vgl. Art. 11 RDV). Unter diesen Voraussetzungen ist nicht ersichtlich, welches Interesse der Beschwerdeführer an der Behandlung der Frage haben könnte, ob die Voraussetzungen für den Entzug des Passes vor dem 7. Mai 2005 erfüllt waren. So oder anders muss das Bundesamt für Migration im Gesuchsverfahren um Ausstellung eines neuen Passes aufgrund der aktuellen Verhältnisse darüber befinden, ob dem Beschwerdeführer ein Pass ausgestellt werden kann. Dieser wird gegen einen allfälligen negativen Entscheid Beschwerde an das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement erheben und dannzumal die Überprüfung der Rechtslage erwirken können. Wie das Departement in seinem Schreiben an den Beschwerdeführer vom 1. Juni 2005 dargelegt hat, hätte es die Beschwerde am 26. Mai 2005 selbst dann als gegenstandslos abgeschrieben, wenn keine Rückzugserklärung eingegangen wäre. Dies wäre nach dem vorstehend Ausgeführten nicht zu beanstanden gewesen, sodass - schon darum - auch kein eigenständiges schützenswertes Interesse an der Beantwortung der Frage besteht, ob bzw. unter welchen Bedingungen auf eine vorbehaltlos erklärte Rückzugserklärung zurückgekommen werden kann und wann das Schreiben des Beschwerdeführers vom 25. Mai 2005 dem Departement zugekommen ist. 2.3 Da der Beschwerdeführer bereits zu jenem Zeitpunkt kein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung des angefochtenen Abschreibungsentscheids hatte, als er die Verwaltungsgerichtsbeschwerde einreichte, kann auf diese nicht eingetreten werden. Das Urteil, mit dessen Ausfällung das Gesuch um aufschiebende Wirkung, welches unter den gegebenen Umständen ohnehin ins Leere stiess, gegenstandslos wird, ergeht im vereinfachten Verfahren (Art. 36a OG), ohne Schriftenwechsel oder andere Instruktionsmassnahmen. 2.4 Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die bundesgerichtlichen Kosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 156 in Verbindung mit Art. 153 und 153a OG).