Citation: 6B_444/2021 E. 4.7.3

4.7.3. Es ergibt sich weder aus den vorinstanzlichen Erwägungen noch aus der vorliegenden Beschwerde, dass der Beschwerdeführer vor dem bundesgerichtlichen Verfahren verbrachte, die Studieninteressierten hätten die Angaben B.________ GmbH überprüfen können (und müssen). Entsprechend fehlen tatsächliche Feststellungen zur Auffindbarkeit der Daten im Internet und zur Frage, ob eine Überprüfung der Angaben der B.________ GmbH vom angesprochenen Adressatenkreis generell erwartet werden kann. Dies ist aufgrund der nicht hinreichend substanziierten Beschwerde auch nicht ersichtlich, zumal mit Blick auf den guten Ruf der Bildung in der Schweiz, auf welchen auch der Beschwerdeführer hinweist, die Angaben der B.________ GmbH bei Studieninteressierten nicht zwingend Misstrauen erwecken mussten. Auf der anderen Seite hat sich der Beschwerdeführer die von ihm nicht bestrittene erstinstanzliche Feststellung entgegenhalten zu lassen, wonach verschiedene Aktenstellen auf die tatsächliche Irreführung hinweisen würden. Mit Blick auf dieses Indiz, das für eine bestehende Täuschungs- und Irreführungsgefahr spricht (MATHIS BERGER, in: Basler Kommentar Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb [BSK UWG], 2013, N. 52 zu Art. 3 Abs. 1 lit. b UWG), ist der Vorinstanz keine Verletzung von Bundesrecht vorzuwerfen, indem sie aufgrund des Wortlauts der Textpassage von einem Verstoss gegen Art. 3 Abs. 1 lit. b UWG ausgeht. Daran vermag auch nichts zu ändern, dass es in der Schweiz mehr als drei Wirtschaftsuniversitäten gibt. Denn aufgrund der von der B.________ GmbH gewählten Formulierung ist anzunehmen, dass eine nicht unerhebliche Anzahl der Adressaten davon ausgeht, die B.________ GmbH habe Bezug auf einen Vergleich von Universitäten oder Studienbedingungen verschiedener Länder genommen und die Schweizer Wirtschaftsuniversitäten (inkl. B.________ GmbH) hätten in diesem Rahmen den dritten Rang belegt.