Citation: 2C_682/2021 E. 4.1.2

4.1.2. Die Ehe der Beschwerdeführerin 1 hat vom 18. Dezember 2017 bis zum 16. März 2021 gedauert. Der ehemalige Gatte hat erklärt, dass seit Mai 2018 keine Beziehung mehr bestanden habe; auch die Beschwerdeführerin 1 hat dies im Oktober 2018 so bestätigt. Die Vorinstanz hat darauf abgestellt, dass der gemeinsame Haushalt spätestens am 15. Juli 2018 aufgelöst worden sei, nachdem die Ehegatten dies im Verfahren um Eheungültigkeit so vereinbart hatten. Dies ist nicht willkürlich, sondern entspricht der Aktenlage. Die Ehegemeinschaft bestand somit vom 18. Dezember 2017 bis zum 15. Juli 2018 und damit deutlich weniger lang als die erforderlichen drei Jahre. Hieran ändert nichts, dass der ehemalige Gatte der Beschwerdeführerin 1 ihr später noch gewisse Gegenstände aushändigen musste. Fehlt es an der erforderlichen Dauer der Anwesenheit, genügt auch eine überdurchschnittliche Integration nicht, um einen Anspruch gestützt auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG begründen zu können: Die beiden Bedingungen gelten kumulativ (BGE 136 II 113 3.3.3 S. 119; Urteil 2C_970/2016 vom 6. März 2017 E. 3.1).