Citation: U 214/99 30.08.2001 E. 5

5.- a) Bezüglich der Integritätsentschädigung haben Vorinstanz und SUVA auf die Einschätzung des Dr. E.________ vom 4. September 1997 abgestellt. Dr. E.________ hat der Bemessung des Integritätsschadens Tabelle 7 (Integritätsschaden bei Wirbelsäulenaffektionen) der von der SUVA unter dem Titel "Integritätsentschädigung gemäss UVG" veröffentlichten Richtwerte zu Grunde gelegt und in Anwendung des für Osteochondrosen über ein bis fünf Segmente ohne radikuläre Symptome bei Schmerzgrad ++ (geringe Dauerschmerzen, bei Belastung verstärkt, auch in Ruhe) geltenden Richtwertes von 5-10 % den Integritätsschaden mit 7,5 % bemessen. Im Hinblick auf den Vorzustand hat Dr. E.________ die zu entschädigende unfallbedingte Integritätseinbusse auf 3,75 % festgesetzt. b) Es besteht kein Grund, von dieser Einschätzung abzugehen. Nach ständiger Rechtsprechung stellen die von der SUVA herausgegebenen Tabellen eine geeignete Bemessungsgrundlage dar, soweit sie lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung der Versicherten gewährleistet werden soll (BGE 124 V 32 Erw. 1c). Offenbar hat der Arzt die den gesamten Integritätsschaden des Zervikalsyndroms ebenfalls beeinflussenden (nicht unfallbedingten) Diskushernien C5/6 und C7/Th1 mit radikulärer Symptomatik bereits in einem ersten Schritt vom gesamten Integritätsschaden ausgeklammert, ohne dies ausdrücklich zu erwähnen, indem er nicht von dem für Diskushernien bei Schmerzgrad ++ geltenden Richtwert von 10-20 %, sondern von dem um 50 % geringeren für Osteochondrosen ohne radikuläre Ausfälle ausgegangen ist und dessen Mittelwert allein wegen der (unfallfremden) Vorzustände (im Einzelnen Erw. 2a hievor) um die Hälfte gekürzt hat (Art. 36 Abs. 2 Satz 1 UVG). Der Beschwerdeführer bringt keine triftigen Gründe vor, die eine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen liessen (Art. 132 lit. a OG; vgl. zur Ermessenskontrolle BGE 114 V 316 Erw. 5a mit Hinweisen). Er übersieht, dass die Integritätseinbusse auf Grund des chronischen Schmerzsyndroms mit Zervikalgie festzusetzen ist. Die Beeinträchtigungen auf Grund unfallfremder Vorzustände oder interkurrenten Erkrankungen, d.h. die nicht unfallbedingten Diskushernien C5/6 und C7/Th1 mit radikulärer Symptomatik, der Schwindel und die ebenfalls nicht mit dem Unfall in Verbindung zu bringenden neuropsychologischen Defizite sowie die psychogene Störung im Rahmen der Schmerzverarbeitungsproblematik sind hingegen nicht zu entschädigen.