Citation: 8C_214/2013 E. 4.1.1

4.1.1. Im Gutachten S.________ wird ausgeführt, auf der etwa 18 m langen Wegstrecke zwischen dem Liftausgang und dem Besucherstuhl im Untersuchungszimmer sei keinerlei Hinken bzw. Schonverhalten bezüglich des linken Beins erkennbar gewesen. Während der fast dreistündigen Anamneseerhebung habe der Versicherte bis auf zwei Toilettengänge ruhig sitzen können. Die differenzierte Untersuchung der Beinfunktionen und Belastbarkeit insbesondere der Kniegelenke habe nur relativ geringe Hinweise auf Funktionsstörungen ergeben. Einschränkungen ergäben sich in erster Linie bei Arbeiten, die im Stehen und/oder Gehen bzw. im Wechselrhythmus ausserhalb des Sitzens auszuführen seien. So verlange das linke Kniegelenk in Bezug auf die Arbeitsbedingungen eine Berücksichtigung der Überlastungsgefährdung durch Wegstrecken von mehr als 500-1000 m, häufiges Besteigen von Treppen und insbesondere von Leitern und Gerüsten, Sprünge aus grösserer Höhe, Einnahme der Hock- und der Knieposition, gewaltsames Strecken und Beugen des linken Kniegelenkes sowie durch Heben und Tragen von mittelschweren und schweren Lasten. Aus Sicherheitsgründen sei das Besteigen von Sprossen- wie auch von Stufen-Leitern und Gerüsten wegen eventueller Absturzgefahr zu unterlassen. Treppensteigen sei nur im unvermeidbaren Rahmen auszuführen. Im Grossen und Ganzen entspreche das Anforderungsprofil einer Bürotätigkeit dem Leistungsvermögen des Versicherten, so dass an einem geeigneten Arbeitsplatz die Leistungsfähigkeit im Rahmen eines 100 %-Pensums möglich sei. Prognostisch hält der Experte fest, im kaufmännischen Bereich werde auf absehbare Zeit eine medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit von 100 % erhalten bleiben. Die Expertise S.________ beruht auf einer eingehenden fachärztlichen Untersuchung und einer nachvollziehbaren Würdigung der relevanten medizinischen Vorakten. Die daraus getroffenen Folgerungen sind überzeugend begründet. Das Gutachten ist daher mit der Vorinstanz als beweiswertig zu betrachten. Daran ändert nichts, dass es von der Invalidenversicherung eingeholt wurde, wird doch der unfallbedingte Knieschaden vom Experten umfassend beurteilt. Dessen Auffassung wird zudem bestätigt durch die Berichte des Dr. med. H.________, welcher den Beschwerdeführer in seiner Sprechstunde untersucht hat. Dr. med. H.________ hält fest, aus orthopädischer Sicht sei der Versicherte in einer angepassten, wenig bis nicht belastenden Tätigkeit mit wechselnder Position grundsätzlich bis 100 % arbeitsfähig.