Citation: 1C_335/2022 E. 3.2

3.2. Das Verwaltungsgericht führte dazu aus, weder der Beschwerdeführer noch sein Sohn verfügten über eine Ausbildung zum Landwirt und beide seien auch nicht als Landwirte tätig. Der pensionierte Beschwerdeführer habe rund 38 Jahre als Steuersekretär, Gemeindeschreiber sowie Leiter verschiedener kommunaler Ämter gearbeitet, bevor er diese Tätigkeiten im Jahr 2018 aus gesundheitlichen Gründen eingestellt habe. Sein Sohn wiederum sei in der Software- und Finanzbranche tätig. Die von den beiden vorgelegten Sachkundeausweise "Geflügel" sowie der Nachweis des Winzerkurses durch den Beschwerdeführer hätten nichts mit einer landwirtschaftlichen Ausbildung gemein und seien - wenn überhaupt - als Indizien für eine Hobby- bzw. Freizeitlandwirtschaft zu werten. Nicht allein entscheidend, aber dennoch zu berücksichtigen sei, ob ein landwirtschaftlicher Betrieb im Sinne der Landwirtschaftsgesetzgebung vorliege. Der Betrieb des Beschwerdeführers sei nicht zum Bezug von Direktzahlungen berechtigt, was als Indiz zu berücksichtigen sei. Ebenso nicht ausreichend sei der Umstand, dass die Brombeeren über den neuen Landwirtschaftsbetrieb als vitaminreiches Lebensmittel vertrieben werden sollten und eine Gewinn- und Ertragsorientierung vorliege. Unter Berücksichtigung sämtlicher Indizien sei deshalb von einem Freizeitlandwirtschaftsbetrieb auszugehen. Dementsprechend sei der vorgesehene Brombeerzuchtstreifen mit Spaliererziehung in der Landwirtschaftszone nicht zonenkonform (Art. 34 Abs. 5 RPV) und könne gemäss Art. 16a RPG nicht bewilligt werden.