Citation: 5A_1023/2015 E. 3.2.2

3.2.2. Wird gleichzeitig mit der Einrede gegen das Pfandrecht an den Miet- und Pachtzinsen auch Rechtsvorschlag gegen den Zahlungsbefehl bzw. den Bestand der Forderung und/oder des Pfandrechts am Pfandobjekt erhoben, so hat der Gläubiger (nach Aufforderung des Betreibungsamtes) die Zinsensperre wie folgt zu prosequieren: Entweder erhebt er innerhalb von 10 Tagen direkt Klage auf Anerkennung der Forderung und/oder auf Feststellung des Pfandrechts am Grundstück und den Miet- und Pachtzinsen, oder er verlangt die Rechtsöffnung (Art. 93 Abs. 1 VZG; u.a. KÄSER/HÄCKI, in: Kurzkommentar SchKG, 2. Aufl. 2014, N. 17 zu Art. 153a; FOËX, in: Commentaire romand, Poursuite et faillite, 2005, N. 12 zu Art. 153a).