Citation: I 842/05 01.06.2006 E. 3.2

3.3 Uneinigkeit herrscht unter den Verfahrensbeteiligten indessen darüber, in welchem Ausmass der Versicherte krankheitsbedingt eingeschränkt ist. Während das kantonale Gericht es dem Beschwerdeführer unter Bezugnahme auf die Schlussfolgerungen der Gutachter des Zentrums Y.________ vom 14. April 2004 zumutet, seiner angestammten Tätigkeit als Inhaber des per Ende 2002 aufgegebenen Reinigungsdienstes noch im Umfang von 65 % (60 % in Bezug auf den körperlichen sowie 5 % bezogen auf den administrativen Arbeitsanteil) nachgehen zu können, hält der Versicherte dem zur Hauptsache entgegen, die in der Expertise des Zentrums Y.________ auf 20 % geschätzte, psychisch bedingte Verminderung der Arbeitsfähigkeit wirke sich sowohl im Rahmen der aus somatischer Sicht noch für zumutbar erachteten 60%igen Arbeitstätigkeit wie auch in der auf 5 % veranschlagten administrativen Beschäftigung aus. 3.3.1 Hinsichtlich des dem Beschwerdeführer verbliebenen Leistungsvermögens steht gestützt auf das Gutachten des Zentrums Y.________ fest, dass rein manuelle, körperlich mittelschwere Tätigkeiten noch im Umfang von 60 % ausgeführt werden können. Psychiatrisch wurde eine Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit von 20 % attestiert, welche sich zur organisch begründeten Beeinträchtigung aber nicht additiv verhalte, da sich der Versicherte in der verbleibenden Zeit genügend erholen könne. 3.3.2 Diese Ausführungen sind nachvollziehbar und in Bezug auf die gezogenen Folgerungen schlüssig. Der Sinn einer multidisziplinären Abklärung - die Ärzte des Zentrums Y.________ haben internistische, rheumatologische sowie psychiatrische Untersuchungen vorgenommen - besteht nicht zuletzt auch darin, die kombinierten Auswirkungen verschiedener Symptomkreise zu ermitteln. Entgegen den Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde sind die auf Grund der internistisch-rheumatologischen Untersuchungen festgestellten Einschränkungen keineswegs zwingend mit den psychiatrisch erhobenen Werten zu addieren (Urteile A. vom 12. September 2005, I 430/05, Erw. 2.1, und N. vom 11. März 2003, I 372/02, Erw. 3.3 mit Hinweis auf die Rechtsprechung zur Gesamtinvalidität bei mehreren Unfällen [BGE 123 V 49 f. Erw. 3b]). Die Bezifferung der Arbeitsunfähigkeit auf insgesamt 40 % unter Einschluss der auf das psychische Geschehen zurückzuführenden Leistungsverminderung leuchtet namentlich vor dem Hintergrund ein, dass der Beschwerdeführer an einer leichten depressiven Episode leidet, welche, wie den Berichten des Dr. med. C.________ vom 1. Juli und 6. Dezember 2004 zu entnehmen ist, ab Mitte Juli 2004 lediglich eine therapeutische Behandlung monatlich notwendig machte. Dem Versicherten sollte es insbesondere möglich sein, die das Beschwerdebild u.a. kennzeichnende erhöhte Ermüdbarkeit in der ihm verbleibenden freien Zeit zu kompensieren bzw. sich während dieser Phase jeweils wieder erholen zu können. Offen bleiben kann, wie hiernach noch aufzuzeigen ist, ob dies auch für eine administrativ geprägte Tätigkeit, die sich durch zusätzliche Konzentrationserfordernisse auszeichnet, gelten würde. Keine hinreichenden Rückschlüsse lassen die medizinischen Akten demgegenüber bezüglich des Beginns der Arbeitsunfähigkeit zu. Die Aussage im Gutachten des Zentrums Y.________, wonach diese bereits seit Herbst 2001 bestehe, erscheint angesichts des zuvor dargestellten Beschwerdeverlaufs wenig wahrscheinlich und kann nicht ohne weiteres übernommen werden. Im Lichte der ärztlichen Angaben ist vielmehr davon auszugehen, dass diese im Verlaufe des Jahres 2002/anfangs 2003 eingetreten ist, als deren Folge der Beschwerdeführer denn auch sein Reinigungsunternehmen auf Ende 2002 eingestellt und sich am 3. April 2003 erneut bei der IV-Stelle angemeldet hat. Es wird Sache der Beschwerdegegnerin sein, an welche die Sache zurückzuweisen ist, durch entsprechende Nachfragen bei den beteiligten Ärzten diesbezüglich spezifischere Angaben zu erhalten. Erst dadurch wird es möglich sein, gestützt auf Art. 29 Abs. 1 lit. b in Verbindung mit Abs. 2 IVG den möglichen Rentenbeginn und damit auch den rechtsprechungsgemäss für die Ermittlung der erwerblichen Folgen der festgestellten Leistungseinschränkung massgeblichen Zeitpunkt (BGE 129 V 222) festzusetzen.