Citation: 8C_495/2018 E. 5.2

5.2. Der Beschwerdeführer macht sodann geltend, die Beschwerdegegnerin habe es in Verletzung ihrer Untersuchungspflicht unterlassen, Verlaufsberichte der behandelnden Ärzte einzuholen. Daher hätten sich die Experten nicht mit den abweichenden Einschätzungen zum Schweregrad der Diagnosen und dem Verlauf der Arbeitsunfähigkeit auseinandersetzen müssen, weshalb das ABI-Gutachten nicht umfassend und schlüssig sei. Dem ist mit der Vorinstanz entgegenzuhalten, dass kein Anlass bestand, solche Verlaufsberichte einzufordern, weil der Beschwerdeführer selbst mit der Neuanmeldung die seit der letzten Begutachtung durch die MEDAS Interlaken im Jahr 2012 ergangenen - und damit aktuellen - Berichte aufgelegt hatte. Die Gutachter kannten diese medizinischen Akten und nahmen dazu Stellung, wobei es den Beweiswert des Gutachtens unter den hier gegebenen Umständen nicht schmälert, dass die medizinischen Vorakten keine Beurteilungen der Arbeitsunfähigkeit enthalten.