Citation: 1C_534/2020 E. 3.6

3.6. Ein Verstoss gegen das Vertrauensprinzip ist ebenfalls zu verneinen. Das Aargauer Verwaltungsprozessrecht unterscheidet, wie erwähnt, zwischen der Befugnis, eine Partei in einem Rechtsmittelverfahren zu vertreten, und dem Anspruch, sich die Aufwendungen der Rechtsvertretung mittels Parteientschädigung ersetzen zu lassen. Die WIPA war unstreitig befugt, die Beschwerdeführerin im Verfahren vor dem Regierungsrat zu vertreten und für diese gültig Rechtshandlungen vorzunehmen. Angesichts der Regelung der Parteientschädigung im Kanton Aargau kann diese aus dem Umstand, dass die Staatskanzlei als instruierende Behörde die Treuhandgesellschaft als Rechtsvertreterin "akzeptiert" hat, nichts Weitergehendes ableiten.