Citation: 6B_593/2023 E. 6.4

6.4. Soweit der Beschwerdeführer eine Verletzung von Art. 29 Abs. 3 BV rügt, ist auf seine Beschwerde mangels hinreichender Begründung nicht einzutreten, da er in diesem Punkt mit keinem Wort auf die Begründung der Vorinstanz eingeht (vgl. Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG). Hinsichtlich der gerügten Verletzung von Art. 29a BV legt der Beschwerdeführer nicht hinreichend dar, dass und weshalb die Auferlegung der Kosten seinen Anspruch auf Beurteilung durch eine richterliche Behörde verletzt. Ferner steht es ihm frei, um Stundung, Herabsetzung oder Erlass der Verfahrenskosten zu ersuchen (vgl. Art. 425 StPO). Betreffend die Nichtgewährung einer amtlichen Verteidigung erweist sich die Beschwerde als begründet. Der Beschwerdeführer berief sich vor der Vorinstanz in der Hauptsache auf neue Tatsachen und Beweismittel im Sinne von Art. 410 Abs. 1 lit. a StPO. Er stellte sich im Wesentlichen auf den Standpunkt, das Zweigutachten zeige grobe Fehler im Erstgutachten auf und sei geeignet, die tatsächlichen Grundlagen des zu revidierenden Urteils zu erschüttern. Unzweifelhaft liegt angesichts der angeordneten stationären therapeutischen Behandlung von psychischen Störungen kein Bagatelfall vor. Insbesondere mit Blick darauf, dass das Zweitgutachten zu einer vom Erstgutachten abweichenden Diagnose kommt, dieses kritisiert, und die BVD die Massnahme gestützt auf die Einschätzungen des Zweitgutachters aufhoben, kann nicht gesagt werden, dass das Revisionsgesuch von vornherein aussichtslos war. Da die Ergreifung von (nicht aussichtslosen) Rechtsmitteln zur gebotenen Wahrung von Parteiinteressen im Sinne von Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO gehört (Urteil 6B_616/2016 vom 27. Februar 2017 E. 4.4, nicht publ. in: BGE 143 IV 122), verletzt die Vorinstanz Bundesrecht, indem sie dem Beschwerdeführer die amtliche Verteidigung wegen Aussichtslosigkeit des Rechtsmittels verweigert. Da auch von der Mittellosigkeit des Beschwerdeführers auszugehen ist (die Vorinstanz bezeichnet ihn als "vermutlich mittellos"), hat die Vorinstanz das sinngemässe Gesuch um Beiordnung einer amtlichen Verteidigung gutzuheissen.