Citation: 2C_216/2020 E. 2.3

2.3. Was zunächst die subjektive Zuordnung der Unterhalts-, Betriebs- und Verwaltungskosten betrifft, die im Zusammenhang mit dem im hälftigen Miteigentum gehaltenen Liegenschaft anfallen und nach den vorinstanzlichen Feststellungen von der Steuerpflichtigen aufgebracht werden, kann auf die detaillierten Ausführungen im Urteil 2C_427/2014 / 2C_428/2014 vom 13. April 2015 E. 5 verwiesen werden. Dort hat das Bundesgericht diesen Aspekt in Bezug auf die Steuerpflichtige bereits geklärt. Demnach fällt nicht nur der Mietwert hälftig an (Art. 21 Abs. 1 lit. b DBG), sondern auch der Abzug für Unterhalts-, Betriebs- und Verwaltungskosten (Art. 32 Abs. 2 DBG). Massgebend sind mithin die sachenrechtlichen Gegebenheiten, unabhängig vom Zivilstand der beiden Miteigentümerinnen. Da die Steuerpflichtige hälftige Miteigentümerin ist, steht ihr direktsteuerlich lediglich der Abzug dieser einen Hälfte zu, wenngleich sie die gesamten Kosten getragen hat.