Citation: 6S.310/2004 17.11.2004 E. A

Z.________, der Vater von Y.________, richtete am 11. März 2002 ein Schreiben an seinen Bruder X.________. Darin führte er aus, seine Tochter habe seit längerer Zeit psychische Probleme, die eine fachärztliche Betreuung unumgänglich gemacht hätten. Nun lägen die Fakten vor. Es gehe auf das Jahr 1967 zurück: "Y.________, eben erst 8 Jahre alt geworden, weilte bei Euch in den Ferien. Dort wurde sie Opfer einer massiven seelischen und körperlichen Attake seitens ihres Onkels. Die Geschichte ist derart unappetitlich, dass ich nicht in Details eintreten mag. Wir wollen keine weiteren Kontakte mehr. (...)" (Urteil des Kantonsgerichts S. 2 f.). X.________ reichte beim Kreisamt Chur je eine Klage gegen Z.________ und Y.________ wegen übler Nachrede und Verleumdung bzw. Beschimpfung ein.