Citation: 7B_267/2022 E. 4.1

4.1. Auch hier fusst ihr Begehren in einer Kritik an der Anklageschrift. Diese äussere sich nicht zur fehlenden Einwilligung der Privatklägerin, welche für die Erfüllung des Tatbestands vorausgesetzt sei. Die Formulierung, wonach die Beschuldigten gewusst hätten, dass sie "zumindest möglicherweise ohne Einwilligung" der Geschädigten vorgegangen seien, sei zur Begründung des Tatbestands zu wenig bestimmt. Die Vorinstanz übernehme auch hier in unzulässiger Weise die Funktion und Aufgabe der Anklägerin, indem sie die komplett fehlenden inhaltlichen Anforderungen der Anklageschrift, nämlich die Angabe, welche einzelnen Vorfälle dem objektiven Tatbestandselement der fehlenden Einwilligung entsprächen, durch eigene, in der Anklage nicht dargestellte Feststellungen zum Sachverhalt ersetze.