Citation: 6B_249/2020 E. 2.5.1

2.5.1. Wie sie zunächst mit Recht ausführt, ist nicht ersichtlich, weshalb der Beschwerdeführer ein Geständnis über eine verkaufte Menge von 20 kg Marihuana hätte ablegen sollen, wenn es in Wahrheit, wie inzwischen geltend gemacht, nur 6-7 kg und damit rund dreimal weniger gewesen wären. Seine hierfür vorgebrachte Begründung, wonach er bei seiner ersten Einvernahme nicht fit gewesen sei und das kurzfristige Ziel verfolgt habe, möglichst schnell aus der Untersuchungshaft entlassen zu werden, überzeugt nicht. Gleiches gilt für seine Argumentation betreffend den eingestandenen Gewinn und seine dabei verwendete Wortwahl. Der Beschwerdeführer führte anlässlich seiner Befragung am 23. Februar 2018 auf Vorhalt des zuvor von der Staatsanwaltschaft errechneten Gewinns von Fr. 24'000.-- aus: "Ich kann es nicht genau sagen. Vielleicht ist diese Zahl in etwa zu hoch. Sagen wir Fr. 20'000.00 Gewinn kommt so in etwa hin". Das "sagen wir" wird hier als gängige Redewendung verwendet und bedeutet soviel wie "schätzungsweise" oder "ungefähr". Entgegen seiner Auffassung ist daraus nicht zu schliessen, der Beschwerdeführer habe diese Zahl mit dem einvernehmenden Polizisten gemeinsam, in einer nicht protokollierten Diskussion, festgelegt oder sie sei ihm in den Mund gelegt worden. Demnach durfte die Vorinstanz trotz des späteren Widerrufs willkürfrei darauf abstellen, dass der Beschwerdeführer anfänglich ein Geständnis über eine Verkaufsmenge von 20 kg Marihuana und einen Reingewinn von Fr. 20'000.-- abgelegt hatte.