Citation: U 222/06 27.12.2006 E. 5

Kreisarzt Dr. med. I.________ untersuchte den Versicherten eingehend. Überdies standen ihm alle wesentlichen medizinischen Unterlagen zur Verfügung. Insofern bildet sein Bericht vom 3. November 2004 eine beweistaugliche Grundlage für die Beurteilung der streitigen Kausalitätsfrage. Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde angeführten Gründe lassen nicht den rechtsgenüglichen Schluss auf Voreingenommenheit zu. Im Weitern trifft zwar zu, dass die Radiologen, Orthopäden und Rheumatologen des Spitals X.________ sowie des Spitals Y.________ sich nicht explizit zur Unfallbedingtheit der geklagten Rückenschmerzen äusserten. Aufgrund der im nahen Zeitraum nach dem Unfall vom 24. März 2004 erfolgten Untersuchungen kann indessen nicht zweifelhaft sein, dass starke degenerative Veränderungen vorbestanden hatten. Dazu kam eine deutliche Osteopenie, welche Dr. med. S.________ in seinem Bericht vom 19. November 2004 an Dr. med. I.________ im Bereich über LWK 4 sogar als manifeste Osteoporose bezeichnete. Die BWS- und LWS-Übersichtsaufnahmen 2E vom 22. Juni 2004 auf der Abteilung Röntgendiagnostik des Spitals Y.________ ergaben keinen Anhalt für frische ossäre Läsionen. Die Ganzkörperskelettszintigraphie vom 23. Juni 2004 zeigte keinen Hinweis von frischen Frakturen im Bereich der BWS. Die radiologisch festgestellten Frakturen im Bereich BWK 6 und 10 wurden als älter bezeichnet (Bericht vom 29. Juli/1. September 2004). Ebenfalls bestand unbestrittenermassen keine radikuläre Symptomatik. Die Feststellung des Kreisarztes, dass heute objektivierbare organische Unfallfolgen nicht mehr festgestellt werden könnten, wird somit durch die medizinischen Akten gestützt. In diesem Sinne äusserte sich im Übrigen auch Dr. med. S.________ in seinem ausführlichen ärztlichen Bericht vom 11. Januar 2005 zuhanden der Invalidenversicherung, wie das kantonale Gericht zutreffend festhält. Das ärztliche Attest des Dr. med. K.________ vom 28. April 2006 gibt zu keiner anderen Betrachtungsweise Anlass. Der vorinstanzliche Schluss auf das Fehlen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen den Rückenbeschwerden und dem Sturz vom 24. März 2004 steht schliesslich im Einklang mit der unfallmedizinischen Erfahrungstatsache bei vorbestehenden degenerativen Erkrankungen der Wirbelsäule, wonach eine Richtung gebende, insbesondere dauernde Verschlechterung nur als nachgewiesen gelten kann, wenn ein plötzliches Zusammensinken der Wirbel sowie das Auftreten und das Verschlimmern von Verletzungen nach einem Trauma radioskopisch erstellt sind (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45 [U 355/98]). Die Frage psychischer Unfallfolgen stellt sich aufgrund der Akten sowie der Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht. Der angefochtene Entscheid ist somit rechtens.