Citation: 6B_870/2024 E. 3.3.2

3.3.2. Verhandlungsfähig ist eine beschuldigte Person, die körperlich und geistig in der Lage ist, der Verhandlung zu folgen (Art. 114 Abs. 1 StPO). An die Verhandlungsfähigkeit dürfen keine hohen Anforderungen gestellt werden und sie wird lediglich in Ausnahmefällen verneint (Urteile 6B_828/2021 vom 29. November 2021 E. 2.4.1; 6B_123/2020 vom 26. November 2020 E. 2.1; je mit Hinweisen). Ob Verhandlungsfähigkeit vorliegt, ist eine Rechtsfrage (Urteil 6B_29/2008 vom 10. September 2008 E. 1.3), wobei zu deren Beantwortung nebst dem ärztlichen Attest vom 28. Juni 2024 insbesondere auch das sich aus den Protokollen ergebende Aussageverhalten des Beschwerdeführers heranzuziehen ist. Die Vorinstanz legt ausführlich dar, dass und weshalb sie der Überzeugung ist, die Verhandlungsfähigkeit des Beschwerdeführers sei nicht beeinträchtigt gewesen. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz gelange zu Unrecht zu diesem Schluss, setzt sich indes nicht ausreichend mit der Begründung der Vorinstanz auseinander, sondern beschränkt die Kritik darauf, seine eigene subjektive Sicht auf seine gesundheitliche Verfassung und die Interpretation des ärztlichen Attests vom 28. Juni 2024 vorzubringen. Die Einwände des Beschwerdeführers überzeugen nicht, soweit er damit überhaupt den Anforderungen an eine begründete Auseinandersetzung mit dem angefochtenen Entscheid genügt (Art. 42 Abs. 2 BGG). Gestützt auf die Depositionen des Beschwerdeführers in den Einvernahmen - insbesondere in derjenigen anlässlich der Berufungsverhandlung - gibt die Feststellung der Vorinstanz, wonach das Aussageverhalten des Beschwerdeführers an der Berufungsverhandlung keinen Hinweis auf eine in irgendeiner Art und Weise beeinträchtigte Verhandlungsfähigkeit hindeute, zu keinen Bemerkungen Anlass. Weder der Beschwerdeführer selbst noch sein Verteidiger brachten während oder unmittelbar nach Beendigung der Einvernahme denn auch vor, der Beschwerdeführer wäre nicht verhandlungsfähig gewesen. Ebenso wenig lässt sich dem vom Beschwerdeführer eingereichten ärztlichen Attest vom 28. Juni 2024 ein Hinweis auf eine Verhandlungsunfähigkeit entnehmen. Dieses enthält unter "Anamnese" die Wiedergabe der Angaben des Beschwerdeführers und dessen Verdachtsäusserung auf eine ischämische Attacke sowie die Empfehlung für weitere Abklärungen; objektivierbare medizinische Hinweise auf eine tatsächlich erfolgte ischämische Attacke oder gar einen Schlaganfall wurden hingegen - wie die Vorinstanz überzeugend erwägt - nicht diagnostiziert. Zu Recht bejaht die Vorinstanz damit die Verhandlungsfähigkeit des Beschwerdeführers. Seine entsprechende Rüge erweist sich als unbehelflich. Damit erübrigt sich auch eine Auseinandersetzung mit der Rüge des Beschwerdeführers, wonach der Sachverhalt willkürlich festgestellt worden sei, da die Vorinstanz trotz mangelnder Verhandlungs- bzw. Vernehmungsfähigkeit die Aussagen des Beschwerdeführers gewürdigt und diese als nicht glaubhaft eingestuft habe.