Citation: 6B_771/2008 02.04.2009 E. 2

2.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Feststellungen der Vorinstanz, dass "die B.________ über die gelieferten bzw. zu liefernden Waffen grundsätzlich frei verfügen konnte und weder gegenüber der A.________ AG noch gegenüber der E._________ verpflichtet war, diese an die C.________ bzw. D.________ weiterzuliefern", und dass "jedenfalls ... die Verantwortlichen der B.________ nicht rechtshilfeweise befragt (wurden), um zu diesem Punkt nähere Kenntnis zu erhalten" (angefochtenes Urteil S. 15 E. 3.3), seien offensichtlich unrichtig und aktenwidrig. Zur Begründung beruft sie sich auf das in den Rechtshilfevollzugsakten aus Prag enthaltene Protokoll der Zeugeneinvernahme des Geschäftsreferenten der B.________, F.________, samt beglaubigter Übersetzung ins Deutsche. Die Vorinstanz habe dieses in den Akten enthaltene Protokoll der Zeugeneinvernahme offensichtlich gar nicht beachtet und nicht in ihre Beurteilung einbezogen (Beschwerde S. 3-5). Aus den Aussagen des Zeugen F.________ lässt sich indessen im Wesentlichen bloss ableiten, dass sich die B.________ gegenüber der C.________ bzw. der D.________ zur Lieferung von Pistolen verpflichtet hatte, dass zwischen dem Geschäft zwischen der A.________ AG und der B.________ einerseits und dem Geschäft zwischen der B.________ und der C.________ beziehungsweise der D.________ andererseits ein enger Zusammenhang bestand und das eine Geschäft vom Zustandekommen des anderen abhing, was den Beschwerdegegnern klar war. Aus der Zeugenaussage ergibt sich jedoch nicht, dass sich die B.________ gegenüber der A.________ AG verpflichtet hatte, die Waffen an die C.________ beziehungsweise die D.________ weiterzuliefern, und auch nicht, dass sich die A.________ AG gegenüber den guatemaltekischen Firmen zur Lieferung verpflichtet hatte. Dass die B.________ gegenüber der A.________ AG nicht zur Weiterlieferung der Pistolen an die guatemaltekischen Firmen verpflichtet war, ergibt sich im Übrigen auch daraus, dass die A.________ AG die Lieferung der bereits in einem Flugzeug auf dem Flughafen Zürich-Kloten verladenen 138 Pistolen an die B.________ auf Verlangen der Letzteren stoppen und die Pistolen wieder zurücknehmen musste, nachdem das Geschäft zwischen der B.________ und der D.________ wegen Streitigkeiten zwischen diesen beiden Firmen geplatzt war. Bei diesem Ergebnis kann dahingestellt bleiben, ob die Beschwerdegegner die Pistolen im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. d KMG an die guatemaltekischen Firmen geliefert hätten, wenn die B.________ gegenüber der A.________ AG verpflichtet gewesen wäre, ihrerseits mit den guatemaltekischen Firmen Verträge über die Lieferung der Pistolen abzuschliessen und die Pistolen in Erfüllung dieser Verträge zu liefern.