Citation: 6B_1118/2023 E. 2.6.3

2.6.3. Im Weiteren argumentiert der Beschwerdeführer, bei der turn-over-Rate sei nicht bekannt, um wie viel höher die Grenze für ein Indiz für Churning bei intensivem Handel sei. Es fehle eine definierte Grenze, an der man sich bei einer intensiven Handelstätigkeit orientieren könne. So oder anders würden sich die vorliegenden turn-over-Raten diametral von der 216-fachen Umschichtung in BGE 142 IV 346 unterscheiden. Ein Indiz für Churning liege demnach diesbezüglich nicht vor (Beschwerde S. 15 ff. N. 49 ff.). Diese Vorbringen sind unbegründet. Wie soeben dargelegt, handelt es sich bei den fraglichen Kennzahlen nicht um starre Grenzwerte, sondern vielmehr um flexible Richtwerte, bei denen ausserdem noch die jeweilige Anlagestrategie einzubeziehen ist (E. 2.6.2). Ob übermässiges Handeln vorliegt, wird nicht aufgrund präziser Kriterien, sondern aufgrund von Indizien beurteilt (siehe MATTHIAS KUSTER, a.a.O., S. 468 mit Hinweisen). Entgegen der Meinung des Beschwerdeführers ist sodann alleine aufgrund der Tatsache, dass sich die turn-over-Raten und die Werte bei der break-even-Betrachtung im vorliegenden Fall von denjenigen in BGE 142 IV 346 unterscheiden, nicht darauf zu schliessen, dass die hier errechneten Werte insbesondere auch im Lichte der gesamten Umstände nicht dennoch auf Churning hinweisen können.