Citation: 8C_278/2023 E. 4

Im bereits genannten Urteil 8C_315/2022 vom 23. Januar 2023 erwog das Bundesgericht, der Beschwerdegegner habe nach einem Gespräch mit dem Arbeitgeber vom 11. Dezember 2019 wählen können, ob letzterer das Arbeitsverhältnis auf Ende Juni oder erst auf Ende Dezember 2020 kündigen würde. In beiden Fällen wäre der Beschwerdegegner - wenn auch in unterschiedlichen Teams und Tätigkeitsgebieten - als kaufmännischer Angestellter und bei gleichem Lohn weiterbeschäftigt worden. Indem er sich vor diesem Hintergrund für die Verlängerung des Arbeitsverhältnisses nur bis Ende Juni 2020 entschied, ohne auf diesen Zeitpunkt bereits eine Anschlusslösung gefunden zu haben, sei seine (krankheitsbedingt erst per) 1. August 2020 eingetretene Arbeitslosigkeit im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG selbstverschuldet. In diesem Zusammenhang verwarf das Bundesgericht auch die Argumentation des Beschwerdegegners, er habe sich aufgrund der Schadenminderungspflicht für die kürzere Option entscheiden müssen, weil nur diese eine Chance auf Weiterbeschäftigung geboten und er durch den gewonnenen Einblick ins Prozessmanagement auch seinen Lebenslauf aufgewertet habe (vgl. E. 4.3 des genannten Urteils).