Citation: 1C_25/2019 E. 6

In der Sache machen die Beschwerdeführer zunächst geltend, die Baubewilligung sei gestützt auf Bestimmungen der Bau- und Zonenordnung der Gemeinde Aeugst am Albis (BZO) erlassen worden, die bundesrechts- und richtplanwidrig seien. Der Weiler Habersaat ist gemäss BZO der Kernzone K2A zugeteilt. Die Kernzone K2A gilt als Bauzone (A 1.1 BZO). Neubauten sind in der Kernzone K2A gemäss BZO unter gewissen Voraussetzungen (vgl. B I. BZO) zulässig. Die Beschwerdeführer tragen vor, der Weiler Habersaat sei als Kleinsiedlung im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu qualifizieren, welche die Bauzonenkriterien von Art. 8a und Art. 14 RPG nicht erfülle und keiner Bauzone nach Art. 15 RPG zugewiesen werden dürfe. Diese Rechtsprechung sei im Kanton Zürich mit der Anpassung des kantonalen Richtplans nachvollzogen worden. So werde in Ziffer 2.2.2 des kantonalen Richtplans festgehalten, dass es sich bei den Kernzonen im Zusammenhang mit Kleinsiedlungen (Weilern) im Sinne von Art. 33 RPV um Nichtbauzonen handle, in welchen Neubauten nicht zulässig seien. Dass die Vorinstanz die Baubewilligung dennoch nicht aufgehoben habe, verstosse gegen Bestimmungen des RPG sowie gegen den Grundsatz des Vorrangs des Bundesrechts gemäss Art. 49 BV. Damit verlangen die Beschwerdeführer eine akzessorische Überprüfung der kommunalen BZO im Baubewilligungsverfahren.