Citation: 6B_855/2022 E. 2.8

2.8. Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, die streitige Weisung führe faktisch zu einer Verlängerung der stationären therapeutischen Massnahme, genügen seine Ausführungen den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG nicht. Diese verlangen eine klare und detaillierte Auseinandersetzung mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids (vgl. BGE 140 III 115 E. 2; Urteile 6B_49/2019 vom 2. August 2019 E. 5.3, nicht publ. in: BGE 145 IV 329; 6B_305/2021 vom 28. April 2022 E. 1.4.1; je mit Hinweisen). An einer solchen fehlt es vorliegend. Seine Kritik hat der Beschwerdeführer bereits im kantonalen Verfahren vorgebracht. Daraufhin hat die Vorinstanz zur Frage, inwiefern sich das Setting während des Massnahmenvollzugs von demjenigen nach der bedingten Entlassung unterscheidet, eigens einen Bericht beim AJV eingeholt. Gestützt darauf führt sie aus, es werde dem Beschwerdeführer durch die bedingte Entlassung trotz Anordnung eines Wohn- und Beschäftigungssettings möglich sein, im Vergleich zum Massnahmenvollzug weitere Freiheiten wahrzunehmen. Im Vollzugsregime sei er bezüglich Dauer des täglichen Ausgangs und Tagesurlaube noch deutlich eingeschränkt gewesen. Nach der bedingten Entlassung könne er sich frei bewegen, sogar ins Ausland reisen und seine familiären Beziehungen ungehindert pflegen. Er müsse sich lediglich an- und abmelden. Ausserdem könne er innerhalb der Stiftung eine beliebige Wohnform wählen und beispielsweise eine Wohnung in der Aussenwohngruppe beziehen. Mit diesen Ausführungen, welche die Unterschiede vom Massnahmenvollzug zur bedingten Entlassung mit Weisungen veranschaulichen, setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander. Auf seine Kritik wird daher nicht weiter eingegangen.