Citation: 8C_366/2007 14.01.2008 E. 5

Aufgrund dieses medizinischen Zumutbarkeitsprofils ist zu prüfen, ob der Invaliditätsgrad des Versicherten mehr als 19 % beträgt. 5.1 Entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers rechnete die SUVA stets mit einem Valideneinkommen von Fr. 105'330.-. Sie stützte sich hierbei auf die Meldung der ehemaligen Arbeitgeberin des Versicherten vom 7. Februar 2005. Die Beschwerdegegnerin ging mithin davon aus, dass der Beschwerdeführer, dem die Stelle bereits vor dem Unfall und somit aus unfallfremden Gründen gekündigt worden war, ohne den Unfall wieder eine gleichwertige Stelle gefunden hätte. Das gestützt auf diese Annahme ermittelte Valideneinkommen ist daher nicht zu beanstanden. Selbst wenn man, wie der Versicherte geltend macht, davon ausgehen würde, dass er ohne Unfall bei der Lift AG tätig wäre und dabei ein Einkommen von Fr. 90'000.- plus Überstundenentschädigung zu erzielen vermöchte, so ist nicht nachvollziehbar, weshalb das Valideneinkommen deswegen auf Fr. 106'498.- erhöht werden müsste. 5.2 Vorinstanz und Verwaltung haben das Invalideneinkommen gestützt auf den Tabellenlohn der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2002 und unter Gewährung eines 10%igen Abzuges auf Fr. 85'166.- festgesetzt. 5.2.1 Der Beschwerdeführer anerkennt zu Recht (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 S. 475), dass grundsätzlich von den Tabellenlöhnen der LSE auszugehen ist. Allerdings wendet er gegen die Bemessung des Invalideneinkommens ein, es sei nicht korrekt, bei ihm von den Tabellenlöhnen im Anforderungsniveau 1 und 2 (Verrichtung höchst anspruchsvoller und schwierigster bzw. selbstständiger und qualifizierter Arbeiten) auszugehen. Sein Invalideneinkommen sei gestützt auf den Tabellenlohn im Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) festzusetzen. Dem kann nicht gefolgt werden. Der Versicherte hat bei seiner früheren Arbeitgeberin bewiesen, dass er in der Lage ist, selbstständige und qualifizierte Arbeiten zu verrichten und insbesondre auch Leitungsaufgaben zu übernehmen; er wurde auch dementsprechend entlöhnt. Insofern er nun geltend macht, der hohe Lohn sei ihm einzig aufgrund von Spezialwissen, welches er über die Jahrzehnte bei seiner Arbeitgeberin erworben habe und welches er bei einem anderen Arbeitgeber nicht verwerten könne, ausbezahlt worden, so erscheint dies wenig plausibel. Zudem wäre, da der Beschwerdeführer seine Arbeit aus unfallfremden Gründen verloren hat, dieser Umstand auch bei der Festlegung des Valideneinkommens zu berücksichtigen. Validen- und Invalideneinkommen wären diesfalls ausgehend von demselben Tabellenlohn zu bestimmen. Der daraus resultierende Prozentvergleich (vgl. BGE 104 V 135 E. 2b S. 137) würde indessen vorliegend zu Ungunsten des Versicherten ausfallen. 5.2.2 Der Beschwerdeführer verlangt weiter, der Abzug vom Tabellenlohn sei auf 15 % zu erhöhen. Die Frage nach der Höhe eines grundsätzlich angezeigten Abzuges vom Tabellenlohn ist eine Ermessensfrage (BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399). Da nach dem anwendbaren Prozessrecht das Bundesgericht die Angemessenheit des vorinstanzlichen Entscheides nicht überprüft (Ulrich Meyer, in: Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, Basel 2008, N. 30 zu Art. 105 BGG) und vorliegend weder ein Ermessensmissbrauch, noch eine Ermessensüber- oder -unterschreitung ersichtlich ist, muss es beim 10%igen Abzug gemäss vorinstanzlichem Entscheid sein Bewenden haben. 5.2.3 Anzumerken bleibt, dass bei einem Rentenbeginn am 1. August 2005 das Invalideneinkommen grundsätzlich ausgehend von den Zahlen der LSE 2004 zu bestimmen gewesen wäre und dass auf die Rundung von Zwischenresultaten zu verzichten ist (vgl. BGE 130 V 121). Da sich die Vorgehensweise der Verwaltung jedoch zu Gunsten des Versicherten ausgewirkt hat, ist nicht näher darauf einzugehen.