Citation: 6B_347/2012 E. 4.4

4.4. Die Verlegung der Kosten richtet sich nach dem Grundsatz, wonach Kosten zu tragen hat, wer sie verursacht (BGE 138 IV 248 E. 4.4.1). So gründet die Kostentragungspflicht des Beschuldigten im Falle eines Schuldspruchs (Art. 426 Abs. 1 StPO) auf der Annahme, dass er Einleitung und Durchführung des Strafverfahrens als Folge seiner Tat veranlasst hat und daher zur Tragung der Verfahrenskosten verpflichtet sein soll (BGE 138 IV 248 E. 4.4.1 mit Hinweisen; NIKLAUS SCHMID, Praxiskommentar, Art. 426 N 1; ders., Handbuch des Schweizerischen Strafprozessrechts, 2009, N 1782). Wird das Verfahren gegen mehrere Angeklagte geführt, verfügt das Gericht bei der Verlegung der Kosten über einen Ermessensspielraum. Das Bundesgericht greift auf Beschwerde hin nur ein, wenn das kantonale Gericht sein Ermessen überschreitet oder missbraucht und damit Bundesrecht verletzt. Am 1. Oktober 2009 wurde die Strafverfolgung gegen den Mitangeklagte X.________ wegen Betruges eröffnet und am 5. Mai 2010 um den Vorwurf der Urkundenfälschung erweitert. Mit selbem Datum wurde das Strafverfahren auf die Beschwerdeführerin wegen Urkundenfälschung und Betruges, eventuell wegen Gehilfenschaft zum Betrug sowie Begünstigung ausgedehnt. Der Mitangeklagte X.________ wurde wegen Betruges und Urkundenfälschung überwiesen, die Beschwerdeführerin wegen Betruges, eventuell wegen Gehilfenschaft zum Betrug, subeventualiter wegen versuchter Begünstigung. Es mag zutreffen, dass der Mitangeklagte X.________ bei den Verhandlungen mit dem Vertreter der Beschwerdegegnerin 2 im Vordergrund agiert hat. Daraus ergibt sich indes nicht, dass die Beschwerdeführerin im Verfahren geringere Kosten verursacht hat. Es ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die erstinstanzlichen Kosten den beiden Angeklagten grundsätzlich je zur Hälfte auferlegt hat. Jedenfalls hat sie dadurch ihr Ermessen nicht verletzt. Ebenfalls kein Bundesrecht verletzt die Verlegung der Kosten im Rechtsmittelverfahren. Die Beschwerdeführerin ist mit ihren Anträgen im zweitinstanzlichen Verfahren im selben Masse unterlegen wie der Mitangeklagte X.________. Von daher besteht kein Anlass für eine abweichende Verlegung der Kosten.