Citation: 6B_839/2008 16.01.2009 E. 4

4.1 Nach Art. 77a StGB wird die Freiheitsstrafe in der Form des Arbeitsexternates vollzogen, wenn der Gefangene einen Teil der Freiheitsstrafe, in der Regel mindestens die Hälfte, verbüsst hat und nicht zu erwarten ist, dass er flieht oder weitere Straftaten begeht (Abs. 1). Im Arbeitsexternat arbeitet der Gefangene ausserhalb der Anstalt und verbringt die Ruhe- und Freizeit in der Anstalt. Der Wechsel ins Arbeitsexternat erfolgt in der Regel nach einem Aufenthalt von angemessener Dauer in einer offenen Anstalt. Als Arbeiten ausserhalb der Anstalt gelten auch Hausarbeit und Kinderbetreuung (Abs. 2). 4.2 Die Bewilligung des Arbeitsexternates setzt neben der günstigen Prognose voraus, dass der Gefangene über einen geeigneten Arbeitsplatz ausserhalb der Anstalt verfügt. Die Anstaltsleitung prüft vor dem Übertritt den Arbeitsvertrag und bewilligt das Arbeitsverhältnis mittels einer Verfügung, in welcher dem Arbeitgeber die besonderen Modalitäten des Arbeitsverhältnisses mitgeteilt werden und dieser die Bestimmungen des Halbfreiheitsregimes ausdrücklich anerkennt (BENJAMIN Brägger, Basler Kommentar, Strafrecht I, 2. Auflage, Art. 77a StGB, N. 3). Die Vollzugsstufe des Arbeitsexternats, wo der Betroffene ausserhalb der Anstalt in einem privaten oder öffentlichen Betrieb arbeitet, setzt damit voraus, dass der Gesuchsteller eine Arbeitsstelle und damit auch einen Arbeitsvertrag besitzt. Trotz Aufforderung unterliess es der Beschwerdeführer noch bei der Vorinstanz, eine entsprechende Bestätigung vorzulegen, was ihm ohne weiteres zuzumuten und wozu er auch verpflichtet war (vgl. Art. 75 Abs. 4 StGB). Der - durch einen Rechsanwalt vertretene - Beschwerdeführer begründet nicht näher, weshalb er dieser Verpflichtung nicht habe nachkommen können. Der heute eingereichte Arbeitsvertrag führt als Vertragsbeginn den 15. Oktober 2008 auf, weshalb er nicht geeignet ist, die vorinstanzliche Begründung in Frage zu stellen. Abgesehen davon, wäre der Vertrag als neue Tatsache und neues Beweismittel im vorliegenden Beschwerdeverfahren unzulässig (Art. 99 Abs. 1 BGG). Was der Beschwerdeführer im Übrigen vorbringt, vermag keine Bundesrechtswidrigkeit darzutun. Er hätte es in der Hand gehabt, sein behauptetes Arbeitsverhältnis bis zum vorinstanzlichen Entscheid zu belegen. Unter den gegebenen Umständen war die Vorinstanz nicht gehalten, von sich aus weitere Abklärungen zu treffen. Es kann auch keine Rede davon sein, dass er annehmen durfte, das Verfahren sei sistiert, hat er doch in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 28. Mai 2008 an die Vorinstanz selbst in Aussicht gestellt, den Vertrag nachzureichen. Weshalb die Vorinstanz ihr Ermessen missbraucht haben und einem überspitzten Formalismus verfallen sein soll, weil sie ihren Entscheid auf die fehlende Mitwirkung des Beschwerdeführers abstützt, ist nicht einsichtig und wird auch nicht näher dargetan. Die entsprechende Rüge ist unbegründet, soweit darauf überhaupt eingetreten werden kann.