Citation: 1P.730/2000 14.12.2000 E. 2

2.- a) Der Beschwerdeführer rügt, das Obergericht habe ihm das rechtliche Gehör verweigert, weil es ihm nur in einen Teil der beim Erlass des angefochtenen Entscheids herangezogenen Akten Einsicht gewährt habe, und weil die Frist für die Stellungnahme zum Hafterstreckungsgesuch viel zu kurz bemessen worden sei. b) Der Anspruch auf rechtliches Gehör wird zunächst durch die kantonalen Verfahrensvorschriften umschrieben; unabhängig davon folgen aus Art. 29 Abs. 2 BV bundesrechtliche Minimalgarantien (vgl. BGE 116 Ia 94 E. 3a, mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer beruft sich auf § 47 Abs. 2 der kantonalen Strafprozessordnung vom 7. Juni 1970 (StPO), wonach die Hafterstreckungsverfügung nach Anhörung des Verhafteten ergeht und diesem schriftlich mit kurzer Begründung eröffnet wird. Diese Bestimmung gibt dem Betroffenen keinen über die bundesrechtlichen Minimalgarantien hinausgehenden Schutz. Aufgrund der formellen Natur des Anspruchs auf rechtliches Gehör führt seine Verletzung ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids (BGE 116 Ia 54 E. 2, mit Hinweisen).