Citation: 6B_1370/2021 E. 1.4.2

1.4.2. Die Vorinstanz legt sodann in willkürfreier Beweiswürdigung dar, weshalb sie die Sachdarstellung der Beschwerdeführerin für unglaubhaft hält. Die Feststellung von Widersprüchen in ihren Aussagen betreffend die Anzahl und Grösse der behaupteten Steine beanstandet die Beschwerdeführerin nicht. Sie verweist lediglich darauf, es sei wegen der Fläche mit Kieselsteinen "durchaus naheliegend", dass sich solche auf der Fahrbahn befunden hätten. Dass Steine die Fahrt der Beschwerdeführerin behindert hätten, konnte die Vorinstanz indes willkürfrei ausschliessen angesichts der insoweit widersprüchlichen Aussagen der Beschwerdeführerin, der Fotodokumentation, welche keine Steine auf der Fahrbahn zeigt, und der Tatsache, dass weder die Polizeibeamten, deren Aufgabe es gerade war, die Unfallörtlichkeit zu dokumentieren und zu sichern, noch die zu Hilfe geeilten Zeugen Steine auf der Fahrbahn festgestellt haben (ausser bei der Unfallendlage, verursacht durch die Fahrt der Beschwerdeführerin durch das Kiesbankett; vgl. angefochtener Entscheid E. 3.5.3 S. 8 mit Hinweis auf die kantonalen Akten). Die Umstände allein, dass die Fotodokumentation die Fahrlinie der Beschwerdeführerin nicht vollumfänglich abbildet und der Ehemann der Beschwerdeführerin Steine auf der Fahrbahn gesehen haben will, lassen diese Sachverhaltsfeststellung entgegen der Beschwerdeführerin nicht als willkürlich erscheinen, zumal die Vorinstanz den Aussagen des Ehemanns keinen eigenständigen Beweiswert beimisst und weder dargetan noch ersichtlich ist, inwiefern dies zu beanstanden wäre (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.5.4 S. 9 f.). Die Beschwerdeführerin vermag im Weiteren a uch den vorinstanzlichen Erwägungen, gemäss welchen ein zu einer derartigen Kollision führender Kontrollverlust bei dem behaupteten Ausweichmanöver unwahrscheinlich sei, nichts entgegenzusetzen. Auf die diesbezüglichen Ausführungen der Vorinstanz geht sie im Einzelnen nicht ein. Ihr Einwand, sie müsse vor dem Aufprall gebremst haben, weil der Airbag nicht aufgegangen und sie unverletzt geblieben sei, ist unbehelflich. Einerseits spricht die Tatsache, dass nach der verbindlichen vorinstanzlichen Feststellung (Art. 105 Abs. 1 BGG) bei der Kollision ein Betriebswegweiser samt massivem Betonsockel ausgerissen wurde und das Fahrzeug einen Totalschaden erlitten hat, unabhängig vom Auslösen des Airbags gegen eine Geschwindigkeitsreduktion mittels eines Bremsmanövers; Bremsspuren wurden im Übrigen nicht gefunden (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.5.3 S. 9). Andererseits ist nicht nachvollziehbar, warum die Beschwerdeführerin im Fall des behaupteten Ausweichens und des angeblich deshalb erlittenen Kontrollverlusts, der sich laut dem verbindlichen Sachverhalt über eine gewisse Strecke hingezogen hat (zuerst auf der Gegenfahrbahn, danach auf dem linksseitigen Wiesenbord und zuletzt auf dem Kiesbankett; vgl. auch die Fotodokumentation und Skizze: kantonale Akten pag. 10 ff. und 15), nur "ein wenig" abgebremst haben sollte, wie sie dies in der Beschwerde betont (vgl. Beschwerde Rz. 27 S. 7). Es ist vielmehr zu erwarten, dass in einer solchen, eine gewisse Zeit andauernden Fahrsituation gerade eine erfahrene Fahrzeuglenkerin, wie es nach der unbeanstandet gebliebenen vorinstanzlichen Feststellung die Beschwerdeführerin ist, erheblich gebremst hätte, um eine (gravierende) Kollision wie die vorliegende zu verhindern. Warum dies nicht erfolgte, bleibt bei der beschwerdeführerischen Sachdarstellung offen und lässt sich auch nicht mit den bauartbedingten Fahreigenschaften des Smart erklären. Die vorinstanzliche Feststellung, wonach das behauptete Ausweichmanöver und der dadurch bedingte Kontrollverlust nicht glaubhaft dargetan bzw. unwahrscheinlich seien (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.5.3 S. 9), ist mithin ebenfalls frei von Willkür. Geradezu abwegig erscheint schliesslich der Einwand der Beschwerdeführerin, es sei unrealistisch, dass sie nur so kurz vor ihrem Fahrziel eingeschlafen wäre. Die Erwägungen im angefochtenen Entscheid sind ebenso in Bezug auf die Folgerungen betreffend das Einschlafen am Steuer, welche die Vorinstanz unter sorgfältiger Auseinandersetzung mit den dafür massgeblichen Umständen trifft, schlüssig (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.6 S. 10 ff.). Indem die Beschwerdeführerin dem ihre eigene Würdigung der aus ihrer Sicht relevanten Umstände entgegenhält, bringt sie nichts vor, was die vorinstanzlichen Ausführungen als willkürlich erscheinen liesse.