Citation: 1C_180/2021 E. 3.4

3.4. Es erscheint unter Berücksichtigung des behördlichen Ermessensspielraums und unter Berücksichtigung der genannten Grundsätze nicht als willkürlich, dass die Ausgangsverfügung des vorliegenden Verfahrens an die Beschwerdeführerin und die neuen Stockwerkeigentümer adressiert war. Der Umstand, dass die neuen Stockwerkeigentümer nicht an den Verfahren vor der Bau- und Verkehrsdirektion und der Vorinstanz beteiligt waren, steht sodann einer Vollstreckung des angefochtenen Urteils in der vorliegenden Konstellation nicht entgegen. Die gemäss diesem Urteil umzusetzenden Wiederherstellungsmassnahmen gehen nämlich weniger weit als diejenigen Massnahmen, die mit der Ausgangsverfügung angeordnet wurden und gegen welche die (neuen) Stockwerkeigentümer als Verfügungsadressaten Rechtsmittel hätten erheben können. Zwar lässt sich das angefochtene Urteil möglicherweise nicht vollstrecken, weil es trotz des Umstandes, dass es auch gemeinschaftliche Teile betrifft, der Stockwerkeigentümergemeinschaft nicht eröffnet worden ist (vgl. ZAUGG/LUDWIG, a.a.O., N. 12a zu Art. 46 BauG/BE). Die (allenfalls) noch fehlende Vollstreckbarkeit begründet aber entsprechend der erwähnten Rechtsprechung weder die Rechtswidrigkeit noch die Nichtigkeit des angefochtenen Urteils. Namentlich kann allein wegen des (angeblich) zu eng gezogenen Adressatenkreises nicht von einer Verletzung der Verfahrensgarantien von Art. 29 Abs. 1 BV ausgegangen werden. Die entsprechende Rüge der Beschwerdeführerin ist somit unbegründet. Offen gelassen werden kann unter diesen Umständen, ob die Beschwerdeführerin überhaupt befugt ist, den fehlenden Einbezug Dritter im vorliegenden Verfahren geltend zu machen.