Citation: 9C_834/2019 E. 6.3.2

6.3.2. Nicht willkürlich ist dabei die vorinstanzliche Beurteilung, es sei nicht auszuschliessen, dass die Beschwerdeführerin die psychiatrische Behandlung erst aufgrund der drohenden Rentenaufhebung wieder aufgenommen habe. Sie findet ihre Stütze in den Akten: Die behandelnde Ärztin führte in ihrem Bericht vom 15. August 2015 aus, die Versicherte habe sich nach dreijährigem Unterbruch (zuletzt am 6. Mai 2012) am 10. Juni 2015 erneut bei ihr gemeldet. Unmittelbarer Anlass sei der Vorbescheid der IV-Stelle gewesen, die ganze Rente ersatzlos zu streichen. Für die Indikatorenprüfung nichts zu ihren Gunsten ableiten kann die Beschwerdeführerin sodann aus dem Umstand, dass - während dieser mehrjährigen Therapiepause - die berufliche Integration in Form eines Jobcoachings nach rund einem halben Jahr beendet wurde, da eine weitere Steigerung der Arbeitsfähigkeit nicht als realistisch erachtet wurde.