Citation: C 182/99 08.05.2000 E. 3

3.- Am 25. Juni 1998 wurden nicht nur der Beschwerde- führer, sondern auch die übrigen Mitarbeiter der A.________ AG verhaftet. Als einziges Verwaltungsratsmitglied wäre lediglich W.________ befugt gewesen, die Kündigung gegen- über dem Beschwerdeführer in dessen Funktion als Geschäfts- führer auszusprechen oder das Arbeitsverhältnis im Einver- nehmen mit diesem aufzulösen. Auf Grund der Akten bestehen indes keine Anhaltspunkte, dass W.________ während seiner eigenen Untersuchungshaft bis Mitte Juli 1998 oder in der Zeit bis zu seinem Tod Ende Juli 1998 das Arbeitsverhältnis in irgendeiner Form aufgelöst hätte. Der einzige Kontakt zwischen W.________ und dem Beschwerdeführer während dieser Zeit bestand nach den Ausführungen in der Verwaltungsge- richtsbeschwerde in einem Telefongespräch zwischen Erstge- nanntem und dem Verteidiger des Beschwerdeführers, welches sich indes angesichts der Lage, in welcher sich die Betei- ligten befanden, kaum mit der Auflösung des Arbeitsverhält- nisses befasst haben dürfte. In Anbetracht der gesamten Um- stände erscheint eine derartige Handlung denn auch als sehr unwahrscheinlich. Vielmehr muss mit dem Beschwerdeführer davon ausgegangen werden, dass das Arbeitsverhältnis bis zur Haftentlassung anfangs Oktober 1998 weiterhin aufrecht erhalten blieb, wenn auch ohne Leistungserbringung seitens beider Vertragsparteien. Diese Schlussfolgerung wird auch durch den Antrag auf Arbeitslosenentschädigung vom 7. Okto- ber 1998 sowie die Arbeitgeberbescheinigung vom 12. Oktober 1998 erhärtet, worin die Fragen nach der Auflösung des Ar- beitsverhältnisses ("Wer hat gekündigt?", "Wann?", "Auf welchen Zeitpunkt?", "In welcher Form [mündlich oder schriftlich]?") offen gelassen wurden. An diesem Ergebnis vermag der im angefochtenen Entscheid betonte Umstand, dass der Beschwerdeführer gleichenorts auf die Fragen nach der Dauer des Arbeitsverhältnisses den 25. Juni 1998 genannt hat, nichts zu ändern. Diese Aussage bezieht sich offen- sichtlich auf den letzten, tatsächlich gearbeiteten Tag und ist nicht als Hinweis auf die rechtliche Beendigung der ar- beitsvertraglichen Beziehung zu verstehen. Der Einwand so- dann, falls das Arbeitsverhältnis auch während der Untersu- chungshaft weitergeführt worden wäre, hätte der Beschwerde- führer im gegen ihn erhobenen Pfändungsverfahren Lohnan- sprüche gegenüber der A.________ AG deklariert, geht mit Blick auf die in dieser Zeit bereits prekäre finanzielle Situation der Gesellschaft und der Aussichtslosigkeit der Geltendmachung von derartigen Forderungen fehl. Auf Grund des Gesagten kann dem Beschwerdeführer weder ein Verschulden nach Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG in Verbin- dung mit Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV noch nach Art. 30 Abs. 1 lit. b AVIG vorgeworfen werden.