Citation: 8C_408/2022 E. 5.2

5.2. In Bestätigung und Präzisierung von BGE 130 V 570 erwog das Bundesgericht im Urteil SVR 2018 EL 18 44, 9C_877/2017, dass nach dem klaren Wortsinn von Art. 52 Abs. 3 Satz 2 ATSG ("Parteientschädigungen werden in der Regel nicht ausgerichtet") der Gesetzgeber die ausnahmsweise Zusprechung einer Parteientschädigung im Einspracheverfahren lediglich unter einer Bedingung als zulässig und geboten erachtet hat: Der Einsprecher, der nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, um die Anwaltskosten selbst zu tragen, und der im Falle des Unterliegens die unentgeltliche Verbeiständung (Art. 37 Abs. 4 ATSG) hätte beanspruchen können, soll bei Obsiegen vom unterliegenden Versicherungsträger entschädigt werden (E. 8.2).