Citation: 1P.12/2000 02.02.2000 E. 3

3.- a) Der Beschwerdeführer bestreitet den dringenden Tatverdacht, indem er die Glaubwürdigkeit der ihn belastenden Mitangeschuldigten in Frage stellt bzw. geltend macht, sie hätten ihre Belastungen zurückgezogen. Die Bestreitung des Tatverdachts grenzt an mutwillige Prozessführung. Wie der Besondere Untersuchungsrichter bereits in seinem Entscheid vom 22. August 1999 und die Überweisungsbehörde im angefochtenen Entscheid darlegen, wird der Beschwerdeführer von verschiedenen Mitangeschuldigten unabhängig voneinander (G.________, M.________, A.________, C.________, G.K.________) schwer belastet, wobei der Beschwerdeführer in der Replik selber zugesteht, dass eine Absprache zwischen M.________ und G.________ durch nichts belegt sei. Damit ist der Tatverdacht ohne Weiteres gegeben, ohne dass in diesem Stadium des Verfahrens eine abschliessende Beurteilung der Glaubwürdigkeit der Aussagen der verschiedenen Mitangeschuldigten erforderlich wäre. Es kann für den Tatverdacht vielmehr auf die zutreffenden Ausführungen der Überweisungsbehörde im angefochtenen Entscheid (S. 28 ff.) sowie des Besonderen Untersuchungsrichters im Entscheid vom 22. August 1999 und seiner Vernehmlassung vom 14. Januar 2000 verwiesen werden (Art. 36a Abs. 3 OG). Der Beschwerdeführer übersieht offensichtlich die unterschiedlichen Anforderungen an die Bejahung eines dringenden Tatverdachts und den Nachweis der Tat (vgl. BGE 116 Ia 143 E. 3c). b) Der Beschwerdeführer bringt vor, es bestehe keine Fluchtgefahr, da er mittlerweile bereits 9 Monate bzw. im Cosco-Prozess 17 1/2 Monate Untersuchungshaft ausgestanden und eine "engere" Beziehung zur Schweiz habe. Auch die Bestreitung der Fluchtgefahr grenzt an Trölerei. Für die Begründung der Fluchtgefahr kann ebenfalls auf die zutreffenden Ausführungen im angefochtenen Entscheid, mit denen sich der Beschwerdeführer nicht in einer Art. 90 Abs. 1 lit. b OG genügenden Weise auseinander setzt, verwiesen werden (Ziff. 5 S. 33 f.; Art. 36a Abs. 3OG). c) Der Beschwerdeführer verlangt seine Entlassung gestützt auf § 78 Abs. 2 lit. b StPO. Er habe für die ihm vorgeworfenen Delikte eine Strafe von höchstens 18 Monaten zu gewärtigen. Die ausgestandene Untersuchungshaft von 9 Monaten erreiche daher die Hälfte der in Aussicht stehenden Strafe, weshalb er freigelassen werden müsse. Der Beschwerdeführer hat indessen, wenn sich der Tatverdacht bestätigt, nach seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft im Cosco-Verfahren, von diesem unbeeindruckt mit grosser krimineller Energie weiterdelinquiert und sich an verschiedenen ähnlich gelagerten Wirtschaftsstraftaten mit einer Deliktssumme von mehreren Millionen Franken beteiligt. Seine Einschätzung, es drohe ihm eine Freiheitsstrafe von höchstens 18 Monaten, ist daher unrealistisch; er hat vielmehr, wie der Besondere Untersuchungsrichter und die Überweisungsbehörde übereinstimmend ausführen, mit einem mehrjährigen Freiheitsentzug zu rechnen. Unter diesen Umständen bleibt die Fortsetzung der Haft aus verfassungsrechtlicher Sicht unbedenklich, und sie wäre auch im Lichte von § 78 Abs. 2 lit. b StPO, wenn die Bestimmung hier bereits anwendbar wäre (oben E. 2b), nicht zu beanstanden.