Citation: 1P.219/2001 12.07.2001 E. 1

1.- Das Bundesgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob und in welchem Umfang auf eine staatsrechtliche Beschwerde einzutreten ist (BGE 126 I 207 E. 1 S. 209). a) aa) Nach Art. 84 Abs. 2 OG ist die staatsrechtliche Beschwerde nur zulässig, wenn die behauptete Rechtsverletzung nicht sonstwie durch Klage oder Rechtsmittel beim Bundesgericht oder einer andern Bundesbehörde gerügt werden kann. Es ist deshalb zu prüfen, ob der Beschwerdeführer Fragen aufwirft, die Gegenstand einer Nichtigkeitsbeschwerde gemäss Art. 268 ff. BStP sein können. bb) Mit Nichtigkeitsbeschwerde kann beim Kassationshof des Bundesgerichts geltend gemacht werden, ein letztinstanzliches kantonales Strafurteil verletze eidgenössisches Recht (Art. 268 Ziff. 1 und Art. 269 Abs. 1 BStP). Zum Bundesrecht im Sinne dieser Vorschriften gehören die Bestimmungen des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB). Nach dessen Art. 10 ist der zur Tatzeit unzurechnungsfähige Täter nicht strafbar; bei verminderter Zurechnungsfähigkeit des Täters kann der Richter die Strafe nach freiem Ermessen mildern (Art. 11 StGB). Die Frage, ob die kantonalen Instanzen einen Angeklagten für die ihm vorgeworfenen Taten zu Recht als voll zurechnungsfähig eingestuft haben, ist somit eine solche des materiellen Strafrechts, die dem Bundesgericht mit Nichtigkeitsbeschwerde zu unterbreiten ist. Eine mit staatsrechtlicher Beschwerde zu rügende Tatfrage ist dagegen, ob die kantonalen Gerichte die Beweise willkürlich gewürdigt haben (BGE 106 IV 236 E. 2a S. 238, mit Hinweisen). cc) Soweit der Beschwerdeführer eine willkürliche Beweiswürdigung durch das Obergericht rügt, ist auf seine Beschwerde einzutreten. Soweit er jedoch zu behaupten scheint, das Obergericht hätte ihm entgegen der im Gutachten erhobenen medizinischen Befunde eine verminderte Zurechnungsfähigkeit zubilligen und die Zuchthausstrafe entsprechend dem Grad der Verminderung reduzieren müssen, kritisiert er die Anwendung von Art. 11 StGB. Dies ist eine Rechtsfrage, die dem Bundesgericht mit Nichtigkeitsbeschwerde zu unterbreiten ist. Gleiches gilt, soweit der Beschwerdeführer geltend macht, bei der Beurteilung der Zurechnungsfähigkeit sei zu Unrecht der Milderungsgrund von Art. 64 letzter Absatz StGB nicht berücksichtigt worden. Im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde ist auf diese Rügen nicht einzutreten. b) Der Beschwerdeführer macht weiter eine Verletzung von § 114 Abs. 2 des kantonalen Gesetzes über die Strafrechtspflege geltend. Er legt jedoch nicht in einer Art. 90 Abs. 1 lit. b OG genügenden Weise dar, inwiefern das Obergericht kantonales Recht verletzt haben soll (vgl. BGE 125 I 492 E. 1b S. 495, mit Hinweisen). Auf diese Rüge ist ebenfalls nicht einzutreten.