Citation: 6B_212/2015 E. 1.3

1.3. Aus der Sicht des Beschwerdeführers ist nicht nachvollziehbar, weshalb die Vorinstanz nach seinem Wechsel auf die rechte Fahrspur von einem Abstand von ein bis zwei Wagenlängen zum vorangehenden Wagen ausgehe. Die Annahme des Abstandes sei nicht einmal ansatzweise plausibel, da er sich gut sichtbar auf der Höhe des Endes eines Leitlinienstriches befunden habe, während das vorausfahrende Fahrzeug den nächsten Leitlinienstrich bereits passiert habe, sodass richtigerweise von einem Abstand von über 18 Metern auszugehen sei. Damit beruft sich der Beschwerdeführer auf die eigene Interpretation einer Momentaufnahme aus der Videoaufzeichnung, ohne darzulegen, inwiefern die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz hinsichtlich der Sequenz nach dem Einschwenken auf die rechte Fahrbahnspur willkürlich sein soll. Abgesehen davon, dass bei Geschwindigkeiten von rund 90 km/h auch ein Abstand von 18 Metern unzureichend ist, setzt der Beschwerdeführer seine Sicht der Dinge anstelle des von der Vorinstanz sorgfältig ermittelten Sachverhalts. Die Rüge ist daher unbegründet.