Citation: 5P.361/2003 17.11.2003 E. 5

5.1 Zur Begründung der Willkür von Ziff. 3 des angefochtenen Entscheids lässt der Beschwerdeführer erklären, die Kosten des Rekursverfahrens seien durch die fehlerhafte Verfügung der Einzelrichterin verursacht und daher in willkürlicher Anwendung von Art. 79 Abs. 4 ZPO/BE (BSG 271.1) zur Hauptsache geschlagen worden. Angesichts des Verfahrensausgangs habe es sich aufgedrängt, sie nach den Art. 58 ff. ZPO und insbesondere in analoger Anwendung von Art. 63 ZPO/BE dem Staat aufzuerlegen. 5.2 Ob es sich beim angefochtenen Entscheid in diesem Punkt um einen letztinstanzlichen Endentscheid (Art. 86 Abs. 1 OG) oder aber um einen letztinstanzlichen Zwischenentscheid (Art. 87 Abs. 1 OG) mit nicht wieder gutzumachendem Nachteil handelt, kann offen bleiben, da in beiden Fällen auf die staatsrechtliche Beschwerde einzutreten wäre. Diese erweist sich als unbegründet. Wie der Appellationshof in seiner Vernehmlassung zu Recht ausführt, war die Einzelrichterin bzw. der Staat nicht Partei im Rekursverfahren, so dass die Kostenverlegung auch nicht nach den für die Parteien zugeschnittenen Regeln der Art. 58 ff. ZPO/BE bzw. in analoger Anwendung des Art. 63 ZPO/BE vorzunehmen war. Als spezielle Vorschrift sieht Art. 79 Abs. 4 ZPO/BE mit Bezug auf die Gerichtskosten des Verfahrens betreffend unentgeltliche Prozessführung aber vor, dass diese Kosten namentlich im Falle der Gutheissung des Gesuchs um unentgeltliche Prozessführung zur Hauptsache zu schlagen sind. Da dem Beschwerdeführer durch den Rekursentscheid das Recht der unentgeltlichen Prozessführung wieder eingeräumt worden ist, erscheint es nicht willkürlich, auch die Gerichtskosten des Rekursverfahrens in analoger Anwendung von Art. 79 Abs. 4 ZPO/BE zur Hauptsache zu schlagen.