Citation: 1C_586/2020 E. 3.2

3.2. Der Gestaltungsplan "Müliberg" greift somit in das durch die Eigentumsgarantie gemäss Art. 26 BV geschützte Grundeigentum der Beschwerdeführerin ein, indem sich ein Teil ihrer Strassenparzelle Nr. 255 im Planungsperimeter befindet und in die strassenmässige Erschliessung des Gestaltungsplangebiets einbezogen wird. Da der betreffende, mittels Strassenlinien gekennzeichnete Parzellenteil durch freiwillige Abtretung oder durch formelle Enteignung ins Eigentum der Gemeinde überführt werden soll und der Gestaltungsplan insoweit einen Enteignungstitel bildet, handelt es sich um einen schwerwiegenden Eingriff in die Eigentumsgarantie, was unbestritten ist. Der Eingriff ist daher nur rechtmässig, wenn er auf einer genügenden Grundlage in einem formellen Gesetz beruht und im öffentlichen Interesse sowie verhältnismässig ist (vgl. Art. 36 BV; BGE 145 I 156 E. 4.1; 140 I 168 E. 4 mit Hinweisen; zum Grundsatz der Verhältnismässigkeit vgl. etwa BGE 140 I 2 E. 9.2.2 mit Hinweisen).