Citation: 2C_31/2024 E. 5.4.6

5.4.6. Demnach ergibt sich, dass der Beschwerdeführer vor allem aufgrund seiner langen Anwesenheitsdauer über ein erhebliches Interesse am Verbleib in der Schweiz aufweist. Auch seine familiäre Situation ist auf die Schweiz ausgerichtet; allerdings liesse sich der Kontakt zu seinen Eltern und vier Geschwistern auch durch moderne Kommunikationsmittel sowie im Rahmen von Besuchen in Serbien leben. Diese Beziehungen, die ihrerseits nicht von Art. 8 Ziff. 1 EMRK geschützt sind (E. 5.2.1 hiervor), können mit anderen Worten ortsungebunden gelebt werden. Die wirtschaftliche Integration des Beschwerdeführers muss mit Blick auf die privaten Schulden und die Sozialhilfeschulden als mangelhaft bezeichnet werden (vgl. dazu die Urteile Veljkovic-Jukic, § 51; Hasabanic, § 59). Die wiederholte und anhaltende Delinquenz des Beschwerdeführers begründet ein sehr starkes Fernhalteinteresse der Schweiz (vgl. dazu die Urteile Udeh, § 47; Emre, § 72-76). Unter Berücksichtigung der sozialen und sprachlichen Anknüpfungspunkte, über welche der gesunde Beschwerdeführer in Serbien verfügt, erweist sich eine Rückkehr nach Serbien als verhältnismässig (vgl. [e contrario] Urteil Emre, § 80). Insgesamt hält die Aufenthaltsbeendigung damit vor Art. 8 Ziff. 2 EMRK stand.