Citation: 8C_481/2021 E. A

Die 1965 geborene A.________ war ab Juli 2009 als Gastronomiemitarbeiterin im Umfang von 60 % im Restaurant B.________ tätig gewesen. Sie meldete sich am 10. November 2016 (unter ihrem damaligen Namen) wegen einer Polymyalgie und psychischen Belastungen zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung an. Vom 9. bis 30. Januar 2017 absolvierte sie eine ambulante Rehabilitation in der Klinik D.________. Deren Ärzte diagnostizierten ein chronisches zervikobrachiales Syndrom, eine Polymyalgia rheumatica, eine Anpassungsstörung (DD: Dysthymie) sowie verdachtsweise eine sekundäre Fibromyalgie (Berichte der Klinik D.________ vom 31. Oktober 2016 und 6. Februar 2017). Mit Mitteilung vom 10. April 2017 sprach die IV-Stelle des Kantons St. Gallen A.________ Massnahmen zum Arbeitsplatzerhalt zu. Die Arbeitgeberin unterbreitete ihr am 7. Juli 2017 eine Änderungskündigung mit der Weiterbeschäftigung beim Take away im Stundenlohn. A.________ teilte dieser mit, es sei aufgrund ihrer gesundheitlichen Situation ungewiss, ob sie ab 1. Oktober 2017 eine Teilerwerbstätigkeit aufnehmen könne (Schreiben vom 26. Juli 2017). Der zuständige Krankentaggeldversicherer veranlasste daraufhin eine Begutachtung durch die Dres. med. E.________, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates (Expertise vom 2. August 2017), und F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, (Expertise vom 8. August 2017). Hieraus ergab sich eine vollständige Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit im bisherigen Umfang. Am 25. September 2017 schloss der Eingliederungsverantwortliche der IV-Stelle den Fall wegen anhaltender 100%-iger Arbeitsunfähigkeit bzw. instabilem Gesundheitszustand ab. Das Gesuch um berufliche Massnahmen wies die IV-Stelle mit Mitteilung vom 10. November 2017 ab. Die Haushaltsabklärung vom 31. Mai 2018 erhob aufgrund der Angaben von A.________ eine Einschränkung von insgesamt 36 %, wobei die Abklärungsperson die Glaubwürdigkeit dieser Angaben nicht einschätzen konnte und zur Plausibilitätsbeurteilung die Einholung einer medizinischen Expertise vorschlug. Gemäss der daraufhin veranlassten bidisziplinären (orthopädisch/psychiatrischen) Begutachtung bei der Swiss Medical Assessment- and Business-Center AG (SMAB; Expertise vom 20. März 2019) bestand ab September 2017 eine vollständige Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit. Die erhobene 36%-ige Einschränkung im Haushalt konnte gutachterlich nicht objektiviert werden. Gestützt hierauf und die Einschätzung des RAD-Arztes Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin (Stellungnahmen vom 10. April und 5. August 2019) verneinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch (Verfügung vom 21. August 2019).