Citation: 4A_267/2021 E. 6.2

6.2. Dagegen stellt sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, die Vorinstanz habe die von ihm betreffend die Stellungnahme von Gerichtspräsident Gerber vorgetragenen Argumente zu Unrecht nicht berücksichtigt. Dieses Vorgehen verstosse gegen seinen Anspruch auf rechtliches Gehör. So sei nicht nachvollziehbar, wieso die Vorinstanz eine Stellungnahme anfordere, um dann aber die Ausführungen nicht beurteilen zu können. Die Vorinstanz argumentiere widersprüchlich, wenn sie die Nichteinholung einer Stellungnahme durch das Regionalgericht schütze, um dann aber selbst eine Stellungnahme im Beschwerdeverfahren einzuholen. Die Argumentation der Vorinstanz sei zudem rechtsfehlerhaft, da Noven im Beschwerdeverfahren zulässig seien, wenn der angefochtene Entscheid dazu Anlass gebe. Da der seinerzeit angefochtene erstinstanzliche Entscheid an einem Verstoss gegen den Anspruch auf rechtliches Gehör kranke, seien die Ausführungen aus der Stellungnahme dementsprechend zulässig und von Art. 326 ZPO nicht erfasst. Im Übrigen würde die Argumentation der Vorinstanz dazu führen, dass ein neuer Ausstandsgrund in der Beschwerdeinstanz denklogisch bei der nicht dafür zuständigen ersten Instanz geltend gemacht und beurteilt werden müsse. Das wäre systemwidrig und deshalb habe es bei der Regelung von Art. 49 Abs. 1 ZPO zu bleiben, wonach ein Ausstandsgesuch gegen eine Gerichtsperson dort geltend zu machen sei, wo dieser erstmals entdeckt werde. Hätte die Vorinstanz die Ausführungen aus der Stellungnahme berücksichtigen müssen, so hätte sie das Ausstandsgesuch wegen der Wortwahl und der damit belegten Feindseligkeit gutheissen müssen.