Citation: 2C_721/2019 E. 3.5.2

3.5.2. Gewichtige private Interessen, die das öffentliche Interesse an seiner Wegweisung aufwiegen, vermag der Beschwerdeführer nach Ansicht der Vorinstanz nicht vorzubringen: Trotz seines Aufenthalts in der Schweiz von fast zehn Jahren sei keine tiefgreifende Integration erkennbar. Der Beschwerdeführer spreche zwar Deutsch und verfüge über gewisse soziale Bindungen, dies sei aber nach einem Aufenthalt von fast zehn Jahren zu erwarten. Weiter habe er im Massnahmevollzug eine Lehre als Unterhaltspraktiker mit Eidgenössischem Berufsattest absolviert und strebe nun eine Ausbildung zum Fitnesstrainer an. Eine vertiefte wirtschaftliche Integration läge aber dennoch nicht vor, da er sich erst am Anfang seines beruflichen Werdegangs befinde und diesen somit ebenso gut in seinem Heimatland beginnen könne. Eine überdurchschnittlich gute soziale und wirtschaftliche Integration könne deshalb nach Ansicht der vorinstanzlichen prima facie Würdigung nicht angenommen werden. Weiter könne sich der volljährige Beschwerdeführer hinsichtlich der Beziehung zu seiner Mutter nicht auf Art. 8 Ziff. 1 EMRK berufen, da kein über die üblichen familiären Beziehungen hinausgehendes Abhängigkeitsverhältnis bestehe. Auch die seit September 2018 bestehende Beziehung zu seiner Partnerin, die das Schweizer Bürgerrecht besitzt, falle nicht in den Schutzbereich von Art. 8 EMRK, da er bereits zu Beginn der Beziehung damit rechnen musste, die Beziehung gegebenenfalls nicht in der Schweiz leben zu können (zum Ganzen E. 3.1.2 des angefochtenen Entscheids).