Citation: I 499/02 17.06.2003 E. A

Die 1965 geborene B.________ ist verheiratet und Mutter dreier Kinder (geboren 1982, 1984 und 1995). Ab August 1990 bis 1992 arbeitete sie zu 100 %, von 1993 bis Ende September 1994 zu 70 % bei der Firma X.________ in der Schalenproduktion. Seit August 1994 war sie als Selbstständigerwerbende im Lebensmittelgeschäft C.________ tätig; wegen Rückenbeschwerden gab sie diese Tätigkeit Ende Mai 1997 auf und verkaufte den Laden Ende 1997. Seit 1. Mai 1998 arbeitete sie zwei Stunden pro Woche als Reinigungsangestellte in der Kantine der Firma M.________ AG. Am 25. Mai 1998 meldete sie sich bei der Invalidenversicherung wegen Rückenbeschwerden zum Leistungsbezug an. Zur Abklärung der Verhältnisse holte die IV-Stelle Glarus diverse Arztberichte sowie einen Abklärungsbericht Haushalt vom 3. September 1998 ein. Mit Vorbescheid vom 30. Oktober 1998 eröffnete sie der Versicherten, es bestehe kein Rentenanspruch. Dabei ging sie davon aus, dass sie als Gesunde je zu 50 % ausserhäuslich und im Haushalt tätig wäre; sie ermittelte für die Erwerbstätigkeit keine Einschränkung und für die Haushaltstätigkeit eine solche von 69 %, was eine Gesamtinvalidität von 35 % ergab. Mit Schreiben vom 10. November 1998 und 11. Januar 1999 teilte die Versicherte der IV-Stelle mit, als Gesunde wäre sie zu 100 % erwerbstätig. Die IV-Stelle holte ein Gutachten der Medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS) vom 25. Januar 2000 ein. Mit weiterem Vorbescheid vom 9. März 2000 stellte sie der Versicherten wiederum die Ablehnung des Rentengesuchs in Aussicht. Sie ging nunmehr davon aus, dass sie ohne Gesundheitsschaden voll erwerbstätig wäre, und dass ihr trotz Gesundheitsschadens eine körperlich leichte bis vereinzelt mittelschwere Tätigkeit zu 80 % zumutbar wäre. Hieraus ermittelte sie aufgrund eines Einkommensvergleichs einen Invaliditätsgrad von 20 % (Einkommen ohne Behinderung Fr. 35'440.-, mit Behinderung Fr. 28'352.-). In der Folge reichte die Versicherte einen Bericht der Klinik K.________ vom 8. Juni 2000 ein, worauf die IV-Stelle eine zweite Expertise der MEDAS vom 6. Juli 2001 in Auftrag gab. Nach Erlass eines weiteren Vorbescheids sprach sie der Versicherten ab 1. April 2001 eine halbe Invalidenrente zu. Zur Begründung wurde ausgeführt, ihr Gesundheitszustand habe sich vom Januar 2000 (erste Begutachtung) bis April 2001 (zweite Begutachtung) verschlechtert. Ein genaues Datum lasse sich nicht mehr eruieren, weshalb die einjährige Wartefrist zum Rentenbezug im April 2001 abgelaufen sei. In einer körperlich eher leichteren bis vereinzelt mittelschweren Tätigkeit sei sie zu 50 % arbeitsunfähig. Ohne Behinderung könnte sie jährlich ca. Fr. 36'152.- verdienen, mit Behinderung bei einem leidensbedingten Abzug von 20 % Fr. 17'862.-, was einen Invaliditätsgrad von 50 % ergebe (Verfügung vom 5. Dezember 2001).