Citation: 2P.152/2003 03.10.2003 E. 2

2.1 Gemäss § 29 des basel-landschaftlichen Personalgesetzes vom 25. September 1997 (PG) haben die öffentlichen Angestellten bei vergleichbarer Ausbildung und Erfahrung Anspruch auf gleichen Lohn für gleiche oder gleichwertige Arbeit. Gestaltung und Handhabung des Lohnsystems wird im Personaldekret vom 8. Juni 2000 (PD) näher geregelt (vgl. § 30 PG): Dessen § 11 sieht 28 Lohnklassen vor, welche je in 3 Anlauf- und 27 Erfahrungsstufen unterteilt sind. Für die Einreihung der öffentlichen Angestellten in Lohnklasse und Erfahrungsstufe ist grundsätzlich der Regierungsrat zuständig, welcher diese Kompetenz aber der zuständigen Anstellungsbehörde delegieren kann (§ 12 PD). Die Einreihung in die Lohnklasse richtet sich nach Einreihungsplan, "Modellumschreibung" und individuellem Stellenbeschrieb (§ 13 Abs. 1 PD); bei der "Modellumschreibung" handelt es sich um die abstrakte, gleichzeitig für mehrere verschiedene Funktionen gültige Beschreibung von Struktur und Arbeitswert einer Tätigkeit. Die Anlauf- oder Erfahrungsstufe wird nach der jeweiligen beruflichen und ausserberuflichen Erfahrung des betroffenen Angestellten bestimmt (§ 14 Abs. 1 PD). 2.2 Vorliegend ist unbestritten, dass die Funktion des Pfändungsbeamten im Einteilungsplan unter Ziff. 102 (administrative Funktionen, Sachbearbeitung 2) fällt, für welche die Lohnklassen 19 bis 13 vorgesehen sind (Anhang I zum Personaldekret). Unstreitig ist auch, dass sie den Modellumschreibungen 102.16a und 102.14a zugeordnet werden kann, was bedeutet, dass die Pfändungsbeamten im Bereich der Lohnklassen 16 bis 14 einzureihen sind. Gemäss den Feststellungen des Kantonsgerichts wird ein Pfändungsbeamter ohne spezifische Vorkenntnisse praxisgemäss in die Lohnklasse 16 eingereiht, bis er ein einfaches Pfändungsverfahren "selbständig und eigeninitiativ" planen und durchführen kann. Wenn er - in der Regel nach drei bis sechs Jahren Berufserfahrung - auch mittelschwere Verfahren selbständig zu bewältigen vermag und allenfalls sogar schwierige Fälle (unter Inanspruchnahme fachlicher Hilfe) erledigen kann, ist eine Einreihung in Lohnklasse 15 möglich. Erst wenn ein Pfändungsbeamter in der Lage ist, sämtliche im Pflichtenheft aufgeführten Aufgaben selbständig und "eigenverantwortlich" zu erfüllen, erfolgt schliesslich die Beförderung in die Lohnklasse 14. 2.3 Der Beschwerdeführer beanstandet diese Praxis und macht insbesondere geltend, nach der Besoldungsrevision müssten im Kanton Basel-Landschaft sämtliche Angestellten mit der gleichen Funktion in die gleiche Lohnklasse eingereiht werden. Zudem sei es auch deshalb willkürlich, für die Pfändungsbeamten nicht eine einzige Lohnklasse vorzusehen, weil sie alle identische Pflichtenhefte hätten. Soweit ein neu eingestellter Pfändungsbeamter noch nicht über alle für die Ausübung seines Berufs erforderlichen Fähigkeiten verfüge, sei diesem Umstand gemäss § 29 PG und § 13 f. PD zwingend mittels der Erfahrungsstufen Rechnung zu tragen. Diese seien gerade dazu bestimmt, innerhalb der massgebenden Lohnklasse die berufliche Erfahrung zu berücksichtigen. Es sei nicht haltbar, Angestellte, welche die gleiche Funktion ausübten, allein wegen unterschiedlicher Berufserfahrung in verschiedene Lohnklassen einzureihen.