Citation: 1C_281/2015 E. 2

Die Vorinstanz hat auf die Durchführung eines Augenscheins verzichtet. Nach Auffassung des Beschwerdeführers konnte das Verwaltungsgericht daher "das Ausmass bzw. die räumliche Wirkung der geplanten baulichen Veränderungen" gar nicht beurteilen. In formeller Hinsicht rügt der Beschwerdeführer damit sinngemäss eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör. Aus Art. 29 Abs. 2 BV ergibt sich für die Parteien das Recht, Beweisanträge zu stellen, und für die Behörden die Pflicht, rechtzeitig und formgültig angebotene Beweisbegehren entgegenzunehmen und zu berücksichtigen. Keine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt indes vor, wenn ein Gericht auf die Abnahme beantragter Beweismittel verzichtet, weil es aufgrund der bereits abgenommenen Beweise seine Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür in vorweggenommener Beweiswürdigung annehmen kann, dass seine Überzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert würde (BGE 136 I 229 E. 5.2 und 5.3 S. 236 f.). Der Entscheid darüber, ob ein Augenschein angeordnet wird, steht im pflichtgemässen Ermessen der anordnenden Behörde. Eine dahin gehende Pflicht besteht nur, wenn die tatsächlichen Verhältnisse auf andere Weise nicht abgeklärt werden können (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_76/2012 vom 6. Juli 2012 E. 2.3 mit Hinweis). Der Beschwerdeführer hat vor der Vorinstanz bloss "vorsorglich" und ohne weitere Begründung eine Durchführung eines Augenscheins beantragt. Aus den Akten des DBU geht jedoch hervor, dass am 21. August 2012 bereits ein Augenschein in Anwesenheit des Beschwerdeführers stattgefunden hat. Dass sich die tatsächlichen Verhältnisse seither derart verändert haben, dass die Vorinstanz einen erneuten Augenschein hätte vornehmen müssen, ist nicht ersichtlich, zumal die Sachlage in den Akten ausführlich dokumentiert ist. Ob die Voraussetzungen von Art. 24c RPG hinsichtlich der vorgesehenen Nutzungsänderung erfüllt sind, stellt zudem in erster Linie eine Rechtsfrage dar (dazu sogleich E. 3). Die Vorinstanz konnte daher ohne Willkür von der Durchführung eines Augenscheins absehen. Damit erweist sich die Rüge der Gehörsverletzung als unbegründet und ist abzuweisen.