Citation: 2C_739/2022 E. 4.3

4.3. Auch soweit der Beschwerdeführer im Rahmen der Beurteilung der Rückfallgefahr seine Vorstrafen relativieren will, kann ihm nicht gefolgt werden: Der Beschwerdeführer wurde im Jahr 2006 durch ein deutsches Gericht wegen gemeinschaftlicher schwerer räuberischer Erpressung zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt, woraufhin er Deutschland verlassen musste. Diese Verurteilung mag bereits länger zurück liegen, doch handelt es sich um eine schwere und einschlägige Vorstrafe, die im Lichte der verfahrensauslösenden Verurteilung wegen Gehilfenschaft zum Raub vom 6. Februar 2019 auf eine anhaltende Rückfallgefahr schliessen lässt. Die weiteren gegen den Beschwerdeführer ergangenen Verurteilungen vom 22. Juli 2015 wegen Diebstahls (zu einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen) und vom 6. Juni 2018 wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln (zu u.a. einer bedingten Geldstrafe von 25 Tagessätzen) wiegen gewiss weniger schwer als die vorgenannten Delikte, sie sind mit Blick auf Art. 5 Anhang I FZA jedoch keinesfalls unwesentlich (vgl. vorstehende E. 3.3), wie der Beschwerdeführer behauptet. Vielmehr belegt die wiederholte Delinquenz des Beschwerdeführers, wie die Vorinstanz zutreffend festhält, seine Unbelehrbarkeit und Geringschätzung gegenüber der Rechtsordnung.