Citation: 4A_267/2022 E. 2

Voraussetzung einer Aberkennungsklage nach Art. 83 Abs. 2 SchKG ist grundsätzlich, dass der Gläubiger provisorische Rechtsöffnung erhalten hat. Im vorliegenden Fall erteilte das Kantonsgericht Zug mit Entscheid vom 20. April 2020 die provisorische Rechtsöffnung, worauf die Beschwerdegegnerin am 11. Mai 2020 die hier zur Diskussion stehende Aberkennungsklage eingereicht hat. Parallel dazu focht sie - erfolgreich - den Rechtsöffnungsentscheid an; mit Urteil vom 3. September 2020 hob das Obergericht den kantonsgerichtlichen Entscheid auf und wies das Gesuch um Erteilung der provisorischen Rechtsöffnung ab. Die Vorinstanz thematisierte die Frage nicht, welche Auswirkungen dieser Obergerichtsentscheid (Aufhebung der provisorischen Rechtsöffnung) auf den hängigen Aberkennungsprozess hat, und die Parteien äussern sich dazu vor Bundesgericht nicht. Es ist daher nicht weiter darauf einzugehen.