Citation: 8C_125/2024 E. 5.2.2

5.2.2. Abgesehen davon, dass der Beschwerdeführer vorliegend nur noch leichte bis mittelschwere Tätigkeiten ausüben kann, sind keine weiteren Einschränkungen vorhanden. Das medizinische Anforderungs- und Belastungsprofil stellt praxisgemäss eine zum zeitlich zumutbaren Arbeitspensum hinzutretende qualitative oder quantitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit dar, wodurch in erster Linie das Spektrum der erwerblichen Tätigkeiten (weiter) eingegrenzt wird, welche unter Berücksichtigung der Fähigkeiten, Ausbildung und Berufserfahrung der versicherten Person realistischerweise noch in Frage kommen. Davon zu unterscheiden ist die Frage, ob mit Bezug auf eine konkret in Betracht fallende Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage verglichen mit einem gesunden Mitbewerber nur bei Inkaufnahme einer Lohneinbusse reale Chancen für eine Anstellung bestehen. Lediglich wenn auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt unter Berücksichtigung solcher Einschränkungen, die personen- oder arbeitsplatzbezogen sein können, kein genügend breites Spektrum an zumutbaren Verweistätigkeiten mehr besteht, rechtfertigt sich allenfalls ein (zusätzlicher) Abzug vom Tabellenlohn (Urteile 8C_359/2024 vom 20. Dezember 2024 E. 4.3.1; 8C_48/2021 vom 20. Mai 2021 E. 4.3.3). Angesichts des genannten Zumutbarkeitsprofils ist vorliegend von einem genügend breiten Spektrum an realisierbaren Verweistätigkeiten auszugehen. Folglich können unter dem Titel des leidensbedingten Abzuges grundsätzlich nur Umstände berücksichtigt werden, die auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt als ausserordentlich zu bezeichnen sind (Urteile 8C_151/2020 vom 15. Juli 2020 E. 6.2; 8C_174/2019 vom 9. Juli 2019 E. 5.2.2). Solche Umstände sind vorliegend nicht ersichtlich. Zu wiederholen ist sodann, dass der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 eine Vielzahl leichter Tätigkeiten umfasst, weshalb der Umstand allein, dass dem Beschwerdeführer nur noch leichte bis mittelschwere Arbeiten zumutbar sind, keinen Abzug rechtfertigt.