Citation: 2C_653/2022 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz führte diesbezüglich im Wesentlichen aus, dass angesichts der Schwere der Anlasstat und der ernsthaften Rückfallgefahr das sicherheitspolizeiliche Interesse an der Aufenthaltsbeendigung hoch einzustufen sei. Demgegenüber komme zwar auch den privaten Interessen des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz ein beträchtliches Gewicht zu, zumal er seinem langjährigen Aufenthalt entsprechend integriert und der hier niederlassungsberechtigten Ehefrau und dem gemeinsamen Sohn eine Ausreise nicht ohne weiteres zumutbar sei. Allerdings hätten selbst seine berufliche Integration und die Familie ihn nicht davon abgehalten, in schwerer Weise straffällig zu werden. Eine allfällige Trennung der Familie führe sodann nicht zum Abbruch des Kontakts. Weiter erwog die Vorinstanz, dass der Reintegration des Beschwerdeführers in Nordmazedonien keine Hindernisse entgegenstünden: er habe bis zum zwanzigsten Altersjahr in seiner Heimat gelebt und dort die prägende Kindheits- und Jugendzeit verbracht; es sei davon auszugehen, dass er in seinem Heimatland über ein familiäres und soziales Netz verfüge und ihm seine beruflichen Erfahrungen und seine Sprachkenntnisse den Einstieg ins Arbeitsleben erleichtern. Unter diesen Umständen könnten die privaten Interessen des Beschwerdeführers die öffentlichen Interessen am Widerruf der Niederlassungsbewilligung nicht überwiegen.