Citation: 7B_1186/2024 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung der behördlichen Begründungspflicht gemäss Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 6 EMRK sowie eine Verletzung von Art. 84 Abs. 6 StGB und Art. 9 BV. Er bringt vor, ihm dürften Ausgänge beziehungsweise Urlaube nicht verweigert werden. Seine Resozialisierung müsse nämlich irgendwann und irgendwo beginnen. Konkret macht er geltend, entgegen der Auffassung der Vorinstanz seien zumindest die Voraussetzungen für polizeilich doppelbegleitete Ausgänge oder Urlaube erfüllt. Die Vorinstanz habe nicht begründet, weshalb Ausgänge oder Urlaube unter diesen sichernden Massnahmen nicht möglich sein sollten. Das Bundesgericht habe in einem vergleichbaren Fall im Urteil 6B_1408/2022 vom 17. Februar 2023, in welchem der Täter wegen mehrfachen Mordes und qualifizierten Raubes und weiterer Delikte zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt worden war, polizeilich doppelbegleitete Ausgänge bewilligt. Selbst in einem "Worst-Case-Szenario" wären - so der Beschwerdeführer - zwei bewaffnete Polizisten ohne Weiteres in der Lage, einen "Gewaltanwendungsversuch" abzuwenden. Einem Ausgang unter solchen Sicherheitsmassnahmen stehe auch das Gutachten nicht entgegen. Zum Zweck des Urlaubs bringt der Beschwerdeführer vo r, es verstehe sich von selbst, dass erste Ausgänge und Urlaube der Pflege der Beziehungen zur Aussenwelt, insbesondere zum familiären Umfeld, dienen sollten. Die Sicherheitsdirektion stelle offensichtlich überspannte Anforderungen an den "Lockerungszweck". Ferner habe das Bundesgericht im Urteil 6B_664/2013 vom 16. Dezember 2013 Urlaub aus humanitären Gründen als zulässig anerkannt. Sowohl die Sicherheitsdirektion als auch die Vorinstanz hätten auch diesbezüglich ihre Begründungspflicht verletzt. Ferner verkenne die Vorinstanz, dass bei einem Ausgang zur Pflege der Beziehungen zu seinem familiären Umfeld keine Gefahr von ihm ausgehe, denn es bestehe keine Gefahr von Delinquenz gegenüber seinen eigenen Familienangehörigen. Zu seiner angeblich fehlenden Mitwirkungsbereitschaft moniert der Beschwerdeführer mit Verweis auf das Urteil 1P.470/2004 vom 15. Oktober 2004, die Strafbehörden dürften die Urlaubsverweigerung grundsätzlich nicht dazu benutzen, die Einwilligung eines Gefangenen in eine Therapie zu erwirken.