Citation: 6B_683/2022 E. 1.2.3

1.2.3. Die Vorinstanz erwägt, der Bluthochdruck der Beschwerdeführerin stelle ihre Hafterstehungsfähigkeit nicht in Frage. Gemäss Arztbericht könne die bisherige Therapie ohne weitere Abklärungen fortgeführt werden. Sodann wendet sich die Vorinstanz den leichten depressiven Episoden zu. Gemäss Hausarzt gehe die Beschwerdeführerin einer geregelten Arbeit nach, könne den Alltag selbständig bewältigen und erscheine einmal pro Woche, um Medikamente zur Behandlung ihrer Abhängigkeit von Benzodiazepinen zu erhalten. Die Psychiatrischen Dienste hätten anamnestisch festgestellt, es sei nichts bekannt von psychiatrischen Erkrankungen, Hospitalisationen oder Suizidversuchen. Zudem sei die Beschwerdeführerin "von Suizidalität klar distanziert und absprachefähig". Die Vorinstanz leitet aus diesen ärztlichen Einschätzungen ab, dass keine Begutachtung indiziert sei. Die Vorinstanz nimmt an, dass die depressive Episode während des Vollzugs behandelt werden kann, zumal die Beschwerdeführerin neben Medikamenten auch therapeutische Unterstützung in Anspruch nehmen könnte. Beim Eintritt in den Strafvollzug erfolge eine detaillierte Abklärung durch den Gesundheitsdienst. Die medizinische Grundversorgung in den Schweizer Haftanstalten sei gut. Wenn nötig, sei die Verlegung in eine forensisch-psychiatrische Klinik möglich. Es sei nicht damit zu rechnen, dass der Strafvollzug das Leben oder die Gesundheit der Beschwerdeführerin gefährdet.