Citation: 2C_510/2023 E. 3.4

3.4. Der Beschwerdeführer setzt sich mit den vorinstanzlichen Erwägungen zur Eigentumsgarantie nicht auseinander. Die Zertifikatspflicht betrifft im Wesentlichen seine Vertragsfreiheit als Teilgehalt der Wirtschaftsfreiheit, da er nicht alle Restaurantgäste nach seinem Belieben in den Innenräumen des Restaurants bewirten kann. Ob und inwieweit die Eigentumsgarantie diesen Schutzbereich aus einer anderen Optik umfasst, wird vom Beschwerdeführer nicht dargelegt. Die Eigentumsgarantie des Beschwerdeführers ist deshalb von der Zertifikatspflicht für Restaurants nicht tangiert. Selbst wenn in der Beschränkung der Gäste auf solche mit Zertifikat eine Beschränkung von Eigentümerbefugnissen erblickt würde, wäre zudem nur von einer leichten Grundrechtsbeschränkung auszugehen, welche die Voraussetzungen von Art. 36 BV erfüllt (vgl. E. 1.3.2.5 f. oben). Wie die Vorinstanz zu Recht erwogen hat, war der Restaurantbesuch mit Zertifikat für die grosse Mehrheit der Bevölkerung möglich (vgl. E. 3.2 oben), weshalb der Beschwerdeführer einen Grossteil der (potentiellen) Gäste im Innern des Restaurants bewirten konnte. Das Zertifikat diente ausserdem gerade dazu, eine völlige Schliessung der Restaurants zu verhindern (vgl. E. 4.2.3 und E. 4.5.2 angefochtenes Urteil). Aufgrund des nicht schwerwiegenden Grundrechtseingriffs wäre demnach die Schwelle zur materiellen Enteignung klarerweise nicht überschritten (vgl. BGE 140 I 176 E. 9.5).