Citation: 1B_289/2022 E. 5.5

5.5. Zusammenfassend hat die Vorinstanz kein Bundesrecht verletzt, wenn sie gestützt auf das Gutachten vom 22. April 2022 von einer ungünstigen Gefahrenprognose ausgegangen ist und, mit Blick auf das Vorliegen der weiteren Voraussetzungen (vgl. E. 3 und 4 hiervor), den besonderen Haftgrund der Wiederholungsgefahr im Sinne von Art. 221 Abs. 1 lit. c StPO bejaht hat. Eine Verletzung des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes, namentlich im Hinblick auf die mögliche Anordnung von Ersatzmassnahmen (Art. 237 StPO) oder das Vorliegen von Überhaft (Art. 212 Abs. 3 StPO), wird nicht gerügt und ist auch nicht ersichtlich.