Citation: 8C_42/2008 19.01.2009 E. 4

4.1 Das im Gutachten der Medizinischen Abklärungsstelle Y.________ umschriebene zumutbare Leistungsprofil stimmt mit demjenigen der SUVA grundsätzlich überein, wie auch die Vorinstanz erkannte. Bezüglich der Leistungsbeurteilung schliessen sich die Gutachter der Medizinischen Abklärungsstelle Y.________ denn auch explizit der Einschätzung des Kreisarztes der SUVA anlässlich der Abschlussuntersuchung vom 12. August 2005 und der Untersuchung vom 27. Oktober 2006 an. Danach sind alle feinmechanischen, auf Tischhöhe auszuführenden Tätigkeiten mit minimaler Gewichtsbelastung der linken oberen Extremität und mithin auch die zuletzt ausgeübte Tätigkeit eines Feinmechanikers/Messtechnikers ohne Einschränkung der zeitlichen Belastbarkeit im Rahmen eines vollen Pensums zumutbar. Abweichend wird festgestellt, innerhalb dieses zumutbaren Arbeitszeitrahmens sei von einer schmerzbedingten Verminderung der Leistungsfähigkeit von maximal 20 % auszugehen. Dies wird damit begründet, dass aufgrund der kumulativen Schmerzbelastung, mit der selbst bei minimalem Krafteinsatz der linken oberen Extremität im Verlaufe eines Arbeitstages zu rechnen sei, eine gewisse qualitative Leistungsverminderung zu berücksichtigen sei. Im Gutachten der Medizinischen Abklärungsstelle Y.________ wird sodann ausgeführt, die Beschwerden im Bereich des linken Schultergürtels hätten ein partielles medizinisches Substrat im Sinne einer persistierenden Schultersteife, die sich als Periarthopathia bzw. Periarthrosis humeroscapularis bezeichnen lasse, wie auch im kreisärztlichen Bericht der SUVA vom 27. Oktober 2006 beschrieben werde. Dafür erhielt der Beschwerdeführer im Übrigen eine Integritätsentschädigung von 10 % zugesprochen. Zudem wird in Uebereinstimmung mit dem Kreisarzt auf die Diskrepanz zwischen dem objektivierbaren klinischen Befund und den subjektiven Schmerzangaben hingewiesen. 4.2 Beim Gutachten der Medizinischen Abklärungsstelle Y.________ vom 22. August 2007 handelt es sich um ein interdisziplinäres Gutachten, basierend auf einer psychiatrischen, internistisch-rheumatologischen, neurologischen und neuropsychologischen Untersuchung, das die von der Rechtsprechung aufgestellten Anforderungen an den vollen Beweiswert erfüllt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352). Es ist überzeugend und schlüssig und in der Darlegung der medizinischen Zustände, Entwicklungen und Zusammenhänge einleuchtend, differenziert und nachvollziehbar. Es wurde in Kenntnis der Vorakten insbesondere den SUVA-Akten abgegeben, beruht auf allseitigen interdisziplinären Untersuchungen und enthält eine fachübergreifende Gesamtbeurteilung. Die geklagten Beschwerden wurden wiedergeben und es fand eine Auseinandersetzung damit statt, so wurden auch die anlässlich der interdisziplinären Untersuchungen gefundenen Hinweise auf Aggravation und Simulation in die Beurteilung miteinbezogen. Mithin kommt dem Gutachten voller Beweiswert zu. Gestützt darauf ist von einer schmerzbedingten Einschränkung im Leistungsvermögen von maximal 20 % und zwar spätestens ab Begutachtung auszugehen. Dass diese Einschränkung zudem mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bereits vor dem hier massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheides bestand, lässt sich gestützt darauf ebenfalls bejahen. Das Gutachten der Medizinischen Abklärungsstelle Y.________ vom 22. August 2007 wurde zwar erst nach dem Einspracheentscheid. Zwischen der im Rahmen des Gutachtens der Medizinischen Abklärungsstelle Y.________ erfolgten ersten Untersuchung vom 12. Juni 2007 und dem Einspracheentscheid vom 4. Juni 2007 liegen allerdings nur wenige Tage. In dieser Zeit ist keine wesentliche Änderung des Gesundheitszustandes aktenkundig. Gleiches gilt für die Zeit zwischen der Verfügung vom 21. Dezember 2006 und dem Gutachten der Medizinischen Abklärungsstelle Y.________. So hält auch Prof. Dr. med. H.________, FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, in seinem Bericht vom 28. Februar 2007 fest, seit seiner Untersuchung vom 9. November 2005 habe sich im Wesentlichen nichts verändert. Im Gutachten der Medizinischen Abklärungsstelle Y.________ wird zur Frage, seit wann die medizinische begründete Arbeitsunfähigkeit besteht, festgehalten, die bisherigen Tätigkeiten und andere vergleichbare feinmechanische Tätigkeiten auf Tischhöhe wären ab dem Zeitpunkt der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung bereits vollschichtig zumutbar gewesen. Spätestens ab dem Zeitpunkt der Begutachtung gelte das von ihnen entwickelte Leistungsprofil. Die Berichte der SUVA, insbesondere derjenige, dem die Vorinstanz vollen Beweiswert zuerkannte, liegen sodann weiter zurück. Ferner handelt es sich dabei nicht um eine interdisziplinäre Beurteilung. Mit Blick auf diese Ausgangslage ist davon auszugehen, dass die gemäss Gutachten der Medizinischen Abklärungsstelle Y.________ spätestens seit der Begutachtung bestehende schmerzbedingte Einschränkung aufgrund der linken Schulter von maximal 20 % mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bereits zum Zeitpunkt der Verfügung vom 21. Dezember 2006 bestand. Dass es sich dabei um Unfallfolgen handelt, steht ausser Frage. Der Unfall aus dem Jahre 1969 führt zu keiner weiteren Einschränkung, wird doch im Gutachten der Medizinischen Abklärungsstelle Y.________ überzeugend dargelegt, dass daraus keine zusätzliche Beeinträchtigung des Leistungsvermögens resultiert. Schliesslich ergeben sich keinerlei Hinweise für eine aus psychischen Gründen bestehende Leistungsverminderung. Die von der Beschwerdegegnerin mit Verweis auf das Gutachten der Medizinischen Abklärungsstelle Y.________ angeführten unfallfremden Faktoren vermögen nichts zu ändern, sind diese doch gemäss der Expertise für die Leistungsfähigkeit in der bisherigen oder in vergleichbaren Tätigkeiten ohne Relevanz.