Citation: 6B_645/2022 E. 3.3.2

3.3.2. Die Vorinstanz bejaht zu Recht eine Tathandlung im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 StGB. Sie legt dar, wie der Beschwerdeführer seine Treuepflichten gegenüber der Beschwerdegegnerin 2 verletzte. Betroffen waren jene spezifischen Pflichten, die den Beschwerdeführer in seiner Stellung als Arbeitnehmer der Beschwerdegegnerin 2 generell trafen, aber auch bezüglich spezieller Geschäfte zum Schutz der Beschwerdegegnerin 2 (vgl. dazu BGE 142 IV 346 E. 3.2 mit Hinweisen). Die Zahlungen der drei Lieferanten im Betrag von USD 352'174.04 stellten im Grunde eine Preisreduktion dar, die der Beschwerdegegnerin 2 hätte zukommen müssen (vgl. dazu Urteil 6S.711/2000 vom 8. Januar 2003 E. 4.5). Die Vorinstanz weist darauf hin, dass der Beschwerdeführer gemeinsam mit dem ihm unterstellten chinesischen Mitarbeiter nicht nur die Zahlungen der drei Lieferanten zurückbehalten habe. Vielmehr habe er die Zahlungen im Sinne von Schmiergeldern als Gegenleistung für Geschäftsabschlüsse mit diesen drei Lieferanten verlangt. Es liegt auf der Hand, dass der Beschwerdeführer damit seine privaten Vermögensinteressen pflichtwidrig über diejenigen der Beschwerdegegnerin 2 stellte.