Citation: 4A_21/2021 E. B

B.a. Mit Eingabe vom 30. April 2020 reichte das Handelsregisteramt beim Zivilkreisgericht Basel-Landschaft Ost einen "Antrag nach Art. 941a OR / Art. 154 Abs. 3 HRegV" ein. Es beantragte, bei der A.________ AG in Liquidation seien die erforderlichen Massnahmen gemäss dem (damaligen) Art. 941a OR respektive nach Art. 731b OR zu ergreifen. Diese Eingabe wurde mit Verfügung des Zivilkreisgerichts vom 4. Mai 2020 an die A.________ AG in Liquidation weitergeleitet, mit einer Frist bis 25. Mai 2020 zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands hinsichtlich des Verwaltungsrats und des Domizils. Für den Unterlassungsfall drohte das Zivilkreisgericht an, die Gesellschaft aufzulösen und die Liquidation nach den Vorschriften über den Konkurs anzuordnen. Diese Verfügung wurde zunächst per Post an den (ehemaligen) Sitz der A.________ AG in Liquidation verschickt und in der Folge - nachdem die Adressatin unter der angegebenen Adresse nicht ermittelt werden konnte und die Sendung an das Zivilkreisgericht retourniert worden war - im basellandschaftlichen Amtsblatt vom 7. Mai 2020 publiziert. Mit Urteil der Zivilkreisgerichtspräsidentin vom 4. Juni 2020 wurde die A.________ AG in Liquidation per 4. Juni 2020, 11.00 Uhr, aufgelöst sowie die konkursamtliche Liquidation der Gesellschaft angeordnet. Das Urteil wurde ohne schriftliche Begründung eröffnet und am 11. Juni 2020 im kantonalen Amtsblatt publiziert, unter Hinweis darauf, dass jede Partei innert 10 Tagen ab Zustellung eine schriftliche Begründung verlangen könne. Werde keine Begründung verlangt, gelte dies als Verzicht auf die Anfechtung des Urteils mit Berufung. Eine schriftliche Begründung wurde innert Frist nicht verlangt. Das Zivilkreisgericht stellte in der Folge fest, dass das Urteil am 23. Juni 2020 in Rechtskraft erwachsen sei. B.b. Am 29. Juli 2020 stellte die A.________ AG in Liquidation beim Zivilkreisgericht ein Gesuch um Wiederherstellung der Frist für den Antrag auf schriftliche Begründung des Urteils vom 4. Juni 2020. Sie begründete dies mit dem Argument, die Organisationsmängel seien im Zeitpunkt des Auflösungsurteils wieder behoben gewesen, weshalb das Urteil durch Postsendung - statt auf dem Ediktalweg - hätte zugestellt werden müssen. Die Zivilkreisgerichtspräsidentin wies das Fristwiederherstellungsgesuch mit Urteil vom 25. August 2020 ab. Die A.________ AG in Liquidation focht dieses Urteil mit Berufung beim Kantonsgericht Basel-Landschaft an. Dieses wies die Berufung mit Entscheid vom 10. November 2020 ab.