Citation: 2C_45/2010 04.05.2010 E. A

Mit "Schenkungsvertrag und Abtretungsvertrag mit Leibrente" vom 1. Februar 2005 schenkte der in Denia/Spanien ansässige B X.________ seiner ebenfalls dort ansässigen Ehefrau C X.________ das Grundstück GB ________ Nr. ________. Gleichzeitig übertrug diese das Grundstück auf ihre Tochter aus erster Ehe, A.________, gegen Einräumung einer auf das Leben von B und C X.________ gestellten Leibrente von monatlich Fr. 2'000.--. Der Kapitalwert der Rente belief sich auf Fr. 420'480.-- und der Verkehrswert des Grundstücks betrug Fr. 1'200'000.--. Mit Veranlagungsverfügung vom 7. Mai 2007 verpflichtete das Steueramt des Kantons Solothurn A.________ zur Bezahlung von Schenkungssteuern in Höhe von Fr. 38'321.--. In der Differenz zwischen dem Verkehrswert des Grundstücks (Fr. 1'200'000.--) und dem Kapitalwert der Leibrente (Fr. 420'480.--) erblickte es einen unentgeltlichen Vermögensübergang in Höhe von Fr. 779'520.-- und nach Abzug des Freibetrags von Fr. 13'100.-- eine steuerbare Schenkung von Fr. 766'420.--. Zwar wären sowohl die Schenkung unter Ehegatten als auch die Schenkung der Mutter an die Tochter an sich steuerfrei. Das Steueramt beurteilte aber das gewählte Vorgehen als Steuerumgehung, zumal bei einer direkten Schenkung des Stiefvaters an die Stieftochter die Schenkungssteuer erhoben wird.