Citation: 6B_444/2021 E. 2.2.2

2.2.2. Der Beschwerdeführer wendet dagegen ein, es sei davon auszugehen, dass sich das EDA bereits vor dem Telefonat vom 13. Mai 2016 mit den Vorwürfen gegen die B.________ GmbH befasst habe. Dem EDA sei bereits damals klar gewesen, dass es die B.________ GmbH wegen mutmasslichen Widerhandlungen gegen das UWG ins Auge zu fassen gedenke, andernfalls es das SECO als zuständige Amtsstelle nicht beigezogen hätte. Das EDA sei auch nach dem Telefonat und trotz Kenntnis der UWG-relevanten Vorgänge bis zum Schreiben an die B.________ GmbH vom 25. Mai 2016 mit der Sache betraut gewesen. Dies lasse darauf schliessen, dass beim Bund - zumindest in diesem Fall - die Aufgaben zwischen dem SECO und EDA aufgeteilt worden seien und das EDA die Sache keinesfalls innert nützlicher Frist an das SECO weitergeleitet habe. Die gegenteilige vorinstanzliche Erwägung und der Schluss, dass keine Wissenzurechnung zwischen den Amtsstellen zu erfolgen habe, sei bundesrechtswidrig. Ferner rügt der Beschwerdeführer eine unvollständige Sachverhaltsfeststellung bzw. Verletzung des rechtlichen Gehörs, da die Vorinstanz den Beweisantrag auf Befragung von E.________ vom EDA abgewiesen und nicht festgestellt habe, wann das EDA von den UWG-relevanten Verhaltensweisen der B.________ GmbH Kenntnis erhalten habe. Eventualiter macht der Beschwerdeführer geltend, dass auch wenn der Wissensstand der SECO massgebend wäre, eine unvollständige Sachverhaltsfeststellung und Verletzung des rechtlichen Gehörs vorliege. Denn es sei durchaus möglich, dass bei dem Telefonat vom 13. Mai 2016 zusätzliche Informationen ausgetauscht worden seien.