Citation: 2C_810/2020 E. 1.2

1.2. Nachdem A.________ am 26. Juli 2017 in V.________/SG ein Gesuch um Bewilligungsverlängerung bzw. ein Gesuch um Verlängerung der Kontrollfrist eingereicht hatte, stellte das Migrationsamt des Kantons St. Gallen mit Verfügung vom 11. Juni 2018 fest, dass die Niederlassungsbewilligung von A.________ erloschen sei. Das Migrationsamt verweigerte sodann A.________ die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA und wies sie aus der Schweiz weg. Zur Begründung führte das Migrationsamt aus, A.________ habe seit Februar 2016 gar keinen Wohnsitz mehr in der Schweiz gehabt, weil sie ihren Lebensmittelpunkt nach U.________ (AT) verlegt habe. Weil sie sich bis zu einer erneuten, am 26. Juli 2017 erfolgten Anmeldung in V.________/SG mehr als sechs Monate im Ausland aufgehalten habe, sei die Niederlassungsbewilligung von Gesetzes wegen erloschen. Eine neue Aufenthaltsbewilligung könne ihr nicht erteilt werden, weil sie in strafrechtlicher und finanzieller Hinsicht zu erheblichen Klagen Anlass gegeben habe und mit ihren (Alters-) Renten offenkundig ihren Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten könne. Die hiergegen erhobenen kantonalen Rechtsmittel blieben ohne Erfolg (Entscheid des Sicherheits- und Justizdepartements des Kantons St. Gallen vom 19. Februar 2020, Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 13. August 2020).