Citation: 2C_798/2017 E. 3.2.3

3.2.3. Diese Einschätzung hält vor Art. 8 Abs. 1 BV bzw. Art. 14 Abs. 1 GEGB/VS, der darüber nicht hinausgeht, stand. Die streitbetroffene Parzelle unterscheidet sich von den als Referenzgrösse herangezogenen Grundstücken Nr. rrr und qqq ganz wesentlich dadurch, dass sie sich in nördlicher Richtung recht weit erstreckt, eine Tiefe von 70 Metern erreicht (deutlich mehr als die beiden Referenzparzellen) und eine Erschliessung aus Norden daher zumindest denkbar ist. Zu berücksichtigen ist auch, wie dies schon der Staatsrat tat, das Gefälle des Terrains. Dem kartographischen Material und der Fotodokumentation zufolge, die sich im Dossier befinden und von Amtes wegen, ergänzend zu den Feststellungen der Vorinstanz, beigezogen werden können (Art. 105 Abs. 2 BGG; BGE 141 II 14 E. 1.6 S. 24), steigt das gewachsene Terrain von Süden nach Norden beträchtlich an. Die Eigentümerin macht in ihrer Beschwerde mehrfach auf den Umstand aufmerksam, dass die Erschliessung aus nördlicher Richtung eine Mitbenutzung der bestehenden Stichstrasse erfordern würde und dass es sich dabei um eine Privatstrasse handle. Davon ist aber auch die Vorinstanz bereits ausgegangen. Staatsrat und Kantonsgericht haben hierfür die Akten, Luftbilder, das amtliche Kartenmaterial des Bundesamtes für Landestopographie (Swisstopo) und die von der Eigentümerin beigebrachten Dokumente gewürdigt. Nach den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz, die von der Eigentümerin jedenfalls nicht in einer Weise bestritten werden, die den Anforderungen von Art. 105 Abs. 1 und Art. 106 Abs. 2 BGG (vorne E. 2.2 und 2.4) genügen könnte, erscheint eine (zumindest teilweise) Erschliessung aus nördlicher Richtung jedenfalls nicht als völlig abwegig. Entsprechend ist es verfassungsrechtlich haltbar, wenn die Vorinstanz beweiswürdigend zum Schluss gelangt, eine Erschliessung der nördlichen Teilparzelle aus nördlicher Richtung erscheine als realistisch.