Citation: I 86/04 17.06.2004 E. 3

3.1 Auf Grund der Aktenlage ist davon auszugehen, dass eine Anzeige der 1989 ausgesprochenen Scheidung gegenüber der Invalidenversicherung erst Anfang Februar 2003 erfolgte, was denn auch in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht in Abrede gestellt wird. Weiter darf angenommen werden, dass der Beschwerdeführer auf die ihm obliegende, auch die persönlichen Verhältnisse und damit seinen Zivilstand umfassende Meldepflicht von Anfang an - unbestrittenermassen spätestens seit der erstmaligen Rentenzusprache am 4. Dezember 1990 - wiederholt aufmerksam gemacht worden ist. Aktenmässig erstellt jedenfalls ist zumindest der Hinweis auf die - ausdrücklich auch Zivilstandsänderungen beinhaltende - Meldepflicht in der im Rahmen einer Rentenüberprüfung erfolgten Anspruchsbestätigung vom 6. Oktober 1997. 3.1.1 Ein Irrtum in dem Sinne, dass der Beschwerdeführer Grund zur Annahme gehabt hätte, die Verwaltung wisse bereits von der Scheidung seiner Ehe, sodass es gar keine Veränderung zu melden gegeben habe, kann ebenfalls ausgeschlossen werden. Insoweit wird auf den kantonalen Entscheid verwiesen, wo die Vorinstanz ausführlich dargelegt hat, bei welcher Gelegenheit der Beschwerdeführer bei der gebotenen Aufmerksamkeit jeweils hätte erkennen müssen, dass der Zusprache einer Zusatzrente für die Ehefrau seitens der Verwaltung stets die Annahme zugrunde lag, er sei - wie im Zeitpunkt seiner Anmeldung zum Leistungsbezug vom 15. Februar 1988 - nach wie vor verheiratet. Zutreffen mag allenfalls, dass er den Beschluss der IV-Stelle vom 4. Dezember 1991 tatsächlich nicht erhalten hat - obschon zumindest sein damaliger Vertreter, dessen Handeln er sich als sein eigenes anrechnen lassen muss, in der Verteilerliste aufgeführt ist. Insgesamt ändert dies aber nichts daran, dass er bei zumutbarer Sorgfalt in all den Jahren hätte erkennen müssen, dass er bei der Verwaltung nach wie vor als verheiratet galt. 3.1.2 Der Auffassung des kantonalen Gerichts kann aber auch darin beigepflichtet werden, dass das Verhalten des Beschwerdeführers als schuldhaft einzustufen ist, genügt doch für eine solche Qualifikation nach ständiger Rechtsprechung bereits leichte Fahrlässigkeit (BGE 118 V 218 Erw. 2a mit Hinweis; SVR 1995 IV Nr. 58 S. 166 Erw. 2a). Eine solche liegt vor, nachdem mit der Vorinstanz davon auszugehen ist, dass es der Beschwerdeführer während Jahren unterlassen hat, den Organen der Invalidenversicherung den für den Anspruch auf die laufend bezogene Zusatzrente wesentlichen Umstand seiner Scheidung zu melden. 3.2 Unter diesen Umständen ist nicht zu beanstanden, dass Vorinstanz und Verwaltung auf eine Meldepflichtverletzung geschlossen haben, welche Anlass zur angefochtenen Rückerstattungsforderung gibt. Die Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ändern daran nichts. 3.2.1 Insbesondere lässt sich auch aus dem erneut aufgelegten Bestätigungsschreiben eines seinerzeit beigezogenen Rechtsanwaltes vom 13. Februar 1992, wonach die Rentenberechnungen der Invaliden- wie auch der Unfallversicherung "in Ordnung gehen", nichts zu Gunsten des Beschwerdeführers ableiten. 3.2.2 Die Einhaltung der - bei jeder für den Leistungsanspruch wesentlichen Änderung, namentlich einer solchen des Gesundheitszustandes, der Arbeits- oder Erwerbsfähigkeit, der Hilflosigkeit, aber auch der persönlichen und gegebenenfalls der wirtschaftlichen Verhältnisse bestehenden - Meldepflicht hängt nach dem Wortlaut von Art. 77 IVV allein von den leistungsberechtigten Versicherten, deren gesetzlichen Vertretern oder allfälligen Drittempfängern (Behörden und Dritten) ab. Praxisgemäss werden diese im Rahmen der Leistungszusprechung denn auch ausdrücklich auf Bestand und Inhalt dieser Pflicht hingewiesen (vgl. Rz 1159 der Wegleitung des BSV über die Renten [RWL], gültig ab 1. Januar 1996). Es lässt sich daher, entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers, durch nichts rechtfertigen, der Verwaltung die Beweislast bezüglich eines Vorganges zuzuweisen, der ihrem Verantwortungsbereich im Regelfall völlig entzogen ist, zumal die Rückerstattung zu viel ausgerichteter Leistungen einzig auf die Wiederherstellung der gesetzlichen Ordnung abzielt (BGE 122 V 139 Erw. 2c und 227 Erw. 6c mit Hinweis) und insofern nicht als ein Recht der Verwaltung zu sehen ist (nicht veröffentlichtes Urteil N. vom 22. Januar 1997 [I 82/96]).