Citation: 5A_1038/2020 E. 4.5.1

4.5.1. Schliesslich beruft sich der Beschwerdeführer darauf, dass seine allfällige Einlassung "ungültig und damit unwirksam" sei, weil er einem Willensmangel erlag. Zwar stelle die Vorinstanz zutreffend fest, dass bereits im Zeitpunkt der Klageanhängigmachung Anhaltspunkte bestanden hätten, den geltend gemachten letzten Wohnsitz des Erblassers in XXX.________ (AI) zumindest in Frage zu stellen. Dies könne seine wissentliche und willentliche Täuschung durch die Beschwerdegegner aber nicht ungeschehen machen. Im Gegenteil zeige die Tatsache, dass nicht nur er, sondern zumindest anfänglich auch das Bezirksgericht durch die falschen und irreführenden Angaben der Beschwerdegegner über den tatsächlichen Lebensmittelpunkt und damit den im Sinne von Art. 86 IPRG massgeblichen Wohnsitz des Erblassers getäuscht wurde, wie erheblich der rechtlich relevante Willensmangel tatsächlich gewesen ist. Indem das Kantonsgericht den Willensmangel nicht berücksichtige und stattdessen auf die angebliche Einlassung abstelle, verletze es das Bundesrecht. In der Folge verwahrt sich der Beschwerdeführer gegen die vorinstanzliche Erkenntnis, wonach ein Willensmangel in Bezug auf die Wirksamkeit einer Einlassung irrelevant wäre. Eine Einlassung könne "begriffsnotwendig" nur vorliegen, wenn sich eine Partei auf ein Verfahren vor einem, wie sie subjektiv meint, unzuständigen Gericht einlässt. Ging sie im Zeitpunkt der (angeblichen) Einlassung irrtümlich davon aus, das Gericht sei tatsächlich zuständig, so sei eine Einlassung von vornherein ausgeschlossen. Damit habe die Anerkennung der Zuständigkeit in der Klageantwort nicht die Wirkung einer Einlassung.