Citation: 8C_199/2023 E. 4.2.3

4.2.3. Entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin hat sich die Vorinstanz demnach sehr wohl zur Arbeitsfähigkeitsschätzung des Dr. med. D.________ geäussert. Dass dieser am 9. Juni 2020 und am 21. Dezember 2020 für leidensangepasste Tätigkeiten lediglich eine 50%ige Arbeitsfähigkeit attestierte, lässt noch keine Lücke in den medizinischen Abklärungen erkennen. Die Beschwerdeführerin macht denn auch nicht geltend, in diagnostischer Hinsicht bestünden Divergenzen zwischen den Einschätzungen des RAD-Arztes und des behandelnden Facharztes. Wohl trifft zu, dass Dr. med. D.________ von einer höheren Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ausging. Er begründete aber nicht näher, weshalb eine den Kniebeschwerden optimal angepasste Tätigkeit nur reduziert zumutbar sein soll. Insoweit war eine eingehendere Befassung des RAD-Arztes mit dem Bericht des behandelnden Arztes auch nicht angezeigt. In Bezug auf die Beurteilung des Dr. med. D.________ vom 21. Dezember 2020 wies Dr. med. B.________ zudem darauf hin, dass darin keinerlei Befunde oder Diagnosen erwähnt worden seien, welche noch nicht berücksichtigt worden wären. Sodann hielt der nachbehandelnde Orthopäde Dr. med. E.________ am 1. Dezember 2020 fest, der Verlauf sei sehr erfreulich. Es bestehe noch eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis zum 31. Dezember 2020, dann sei eine volle Reintegration in den Arbeitsprozess wieder möglich. Der Beschwerdeführerin ist zwar insofern beizupflichten, als der behandelnde Arzt damit in erster Linie auf den Status nach Ulna-Verkürzungsosteotomie rechts am 7. September 2020 bei Ulna-Impaktionssyndrom rechts Bezug nahm. Gleichwohl ist nicht davon auszugehen, dass er von einer vollen Reintegration in den Arbeitsprozess gesprochen hätte, wenn andere von ihm behandelte Beschwerden dieser Einschätzung entgegengestanden hätten. Dass er bei seiner optimistischen Prognose das gesamte sein Fachgebiet betreffende Beschwerdebild im Blick gehabt haben dürfte, ergibt sich auch aus seinem Bericht vom 10. Juli 2020, wo er betreffend Hüftbeschwerden angab, der weitere spontane Heilverlauf bleibe abzuwarten aufgrund der Knieproblematik und der Handgelenksprobleme. Die Beschwerdeführerin behauptet im Übrigen nicht und es ist auch nicht ersichtlich, dass Dr. med. E.________ ab 1. Januar 2021 eine Arbeitsunfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten attestiert hätte.