Citation: 5A_740/2014 E. 6.1

6.1. Das Obergericht hat festgestellt, das Wegrecht diene heute nicht mehr als Zugang zum Haus auf dem Grundstück Nr. xxx und werde auch gar nicht mehr zu diesem Zweck benutzt. Bezeichnenderweise führe vom Weg auf dem Grundstück Nr. yyy ab der Grundstücksgrenze auf dem Grundstück Nr. xxx auch kein nach aussen erkennbarer Weg zum Haus Nr. xxx b. Vielmehr befinde sich ab der Grenze zwischen dem Grundstück Nr. yyy und Nr. xxx nur Rasen. Bereits daraus sei ersichtlich, dass die strittige Dienstbarkeit heute nicht mehr den Zugang zum Haus auf dem Grundstück Nr. xxx bezwecke (E. V/16.1 S. 17 mit Hinweis auf die Bilder 8-11 S. I/153 ff.). Das Obergericht hat weiter festgestellt, das Wegrecht diene heute für den Unterhalt des Gartens, für den Transport schwerer Sachen oder den Partyservice bei Feiern auf dem Grundstück Nr. xxx. Dass es mitunter für solche Arbeiten und Transporte gerade aufgrund des Gefälles einfacher und bequemer sei, beispielsweise den Rasenmäher auf den Rasen auf dem Grundstück Nr. xxx zu transportieren als vom südlichen Zugang vom A.________weg her, möge sein. Die heutige Nutzung des Wegrechts entspreche aber nicht mehr dem ursprünglichen Zweck. Dies werde auch daraus ersichtlich, dass die Bewohner des Hauses Nr. xxx b das Wegrecht selber gar nicht mehr benützten. Vielmehr werde es pro Jahr nur noch einige wenige Male zu den erwähnten Zwecken benützt. Daraus werde ersichtlich, dass der von der Beklagten geltend gemachte Zweck nicht mit dem ursprünglichen identisch sei. Ihr gehe es mit dem Wegrecht nicht mehr um den Zugang zum Haus auf dem Grundstück Nr. xxx. Dies dokumentierten auch die örtlichen Verhältnisse sowie die Tatsache, dass die Stockwerkeigentümer das Wegrecht als Zugang zum Haus nicht mehr benützten (E. V/16.2 S. 17 des angefochtenen Entscheids).