Citation: 2C_688/2023 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführerin begann ihr Studium unter der Promotionsordnung der Juristischen Fakultät vom 23. Mai 1991 (nachfolgend: PO 1991), wonach in den Prüfungsbereichen Privatrecht und Öffentliches Recht je eine schriftliche Klausur und eine mündliche Prüfung abzulegen waren (vgl. § 9, § 10 Abs. 1 und 3 sowie § 11 Abs. 1 und 2 PO 1991). Gemäss § 14 Abs. 1 PO 1991 bestand das Lizentiat unter anderem nicht, wer in beiden Prüfungen des Privatrechts oder in beiden Prüfungen des Öffentlichen Rechts oder - wie die Beschwerdeführerin (vgl. A.b hiervor) - in drei verschiedenen Prüfungen eine nicht ausreichende Leistung erbrachte (zweiter Spiegelstrich) oder den Notendurchschnitt von 4.0 Punkten verfehlte (dritter Spiegelstrich). Nach Abs. 2 konnte das Lizentiat einmal wiederholt werden, wobei grundsätzlich alle Prüfungen erneut abzulegen waren. Nur eine mit sechs oder mehr Punkten bewertete Prüfungsleistung brauchte nicht wiederholt zu werden (Abs. 3).