Citation: 9C_109/2009 15.07.2009 E. 5

Schliesslich könnte der geforderte Verzugszins höchstens durch eine analoge Anwendung von Art. 104 f. OR gerechtfertigt werden (BGE 119 V 131 E. 4c S. 135), was die Fälligkeit der Forderung voraussetzt. Solange der unfallbedingte Anteil der Invalidität nicht feststand, war der Anspruch des Beschwerdeführers aus der überobligatorischen Berufsvorsorge indes nicht fällig und die Zürich als Schuldnerin demzufolge nicht im Verzug. An dieser fehlenden Fälligkeit als Grundvoraussetzung für den Verzug und seine Zinsfolgen nach Art. 105 Abs. 1 OR hätte die Anhebung einer Betreibung oder Klage nichts geändert. Erst nach Verfügungserlass der Vaudoise am 19. Juli 2006 trat die Fälligkeit ein (vgl. hiezu auch die für die Personalfürsorgestiftung für die Angestellten der E.________ AG und deren schweizerischer Tochtergesellschaften, im Rahmenvertrag Nr. ... gültigen Allgemeinen Bedingungen für die Kollektivlebensversicherung, Risikoversicherungen, der Vita Lebensversicherungs-Gesellschaft, Ausgabe 19.., Art. 16, wonach die Leistungen ausbezahlt werden, sobald die Versicherung sich von der Richtigkeit des Anspruches überzeugt hat und Zinsen ausgeschlossen sind für nicht von der Versicherung verursachte Verzögerungen in der Auszahlung). Diese Folgerung ist nicht nur rechtlich sondern auch sachlich geboten. Hätte die Zürich nämlich die Rentenbetreffnisse bereits früher an den Beschwerdeführer überwiesen, hätte sie den entsprechenden Betrag zurückfordern müssen, wenn die medizinischen Abklärungen der Unfallversicherung einen anderen Ausgang genommen hätten. Es kann nicht sein, dass eine Vorsorgeeinrichtung Leistungen erbringen muss, bevor feststeht, in welcher Höhe diese geschuldet sind, nur um zu verhindern, allenfalls Verzugszinsen zahlen zu müssen. Die anders lautende Argumentation des Beschwerdeführers geht daher fehl.