Citation: 6B_652/2021 E. 3.5

3.5. Unter dem gerügten Gesichtspunkt der Kognitionsausübung fällt in formaler Hinsicht auf, wie sich die Vorinstanz auf die Sicherheitsdirektion bezieht - das ist aber auch, auf die gesetzlich primär zuständige verwaltungsrechtliche Fachbehörde für die bedingte Entlassung gemäss Art. 86 Abs. 1 StGB -, indem sie in der Motivation des Beschlusses wortlautgemäss deren Beurteilung als nicht bundesrechtswidrig qualifiziert (wobei sie diese indessen ausdrücklich als mit der eigenen in Übereinstimmung erklärt; bspw. oben E. 3.4.5). Wie sich ergibt, handelt es sich dabei lediglich um eine der bundesgerichtlichen Redaktionstechnik angenäherte Motivierung des Beschlusses. Angesichts des vorinstanzlich zugrunde gelegten Kognitionsbegriffs (oben E. 1.7.3) und der minutiösen Erwägungen bleibt nicht zweifelhaft, dass die Vorinstanz ihre Prüfungsbefugnis effektiv ausschöpft. Im Übrigen ist der Beschluss in begrifflich klaren Worten motiviert. Ein "Argumentationsschleier" (oben E. 3.3.1) ist nicht auszumachen.