Citation: 2C_432/2020 E. 5.3

5.3. Rechtsprechungsgemäss besteht bei schweren Straftaten regelmässig ein wesentliches öffentliches Interesse, die Anwesenheit einer ausländischen Person zu beenden, welche dermassen die öffentliche Sicherheit und Ordnung beeinträchtigt. Dies gilt auch dann, wenn die betroffene Person schon sehr lange in der Schweiz lebt oder hier geboren ist (BGE 139 I 31 E. 2.3.1 S. 33 mit Hinweisen). Vorliegend hat die Vorinstanz in Anbetracht der Schwere der verübten Taten die Verhältnismässigkeit der Massnahme zu Recht bejaht. Ausschlaggebend ist hier, dass der bislang vornehmlich während des Haftvollzugs im Rahmen des Möglichen gelebten Partnerschaft im Vergleich zum Verschulden des Beschwerdeführers in der Interessenabwägung geringes Gewicht zukommt. Die Vorinstanz hat rechtmässig festgehalten, dass ihm und seiner Partnerin zuzumuten ist, den Kontakt über die Distanz bzw. durch wechselseitige Besuche aufrechtzuerhalten, sollte diese ihm nicht nach Spanien folgen wollen. Von Gewicht ist ferner das Argument, dass der Beschwerdeführer und seine heutige Partnerin bereits bei Aufnahme ihrer partnerschaftlichen Beziehung mit einer Wegweisung des Beschwerdeführers zu rechnen hatten. Was die Beziehung des Beschwerdeführers zu seinen zwei über das Schweizer Bürgerrecht verfügenden Töchtern anbelangt, hält die Vorinstanz zutreffend fest, dass infolge des Strafvollzugs bislang keine über Briefe hinausgehende echte Kontaktnahme möglich war. Daraus folgt, dass eine räumliche Trennung von den Töchtern, mit denen der Beschwerdeführer nie zusammengelebt hat, keinen ungerechtfertigten Einschnitt in die Beziehung bewirkt. Bei der zweiten Tochter ist zudem zu berücksichtigen, dass sie das Opfer der Tat ist, für welche er die Strafe verbüsst hat. Soweit der Kontakt durch die Töchter bzw. ihre Mütter erwünscht ist, kann der Beschwerdeführer die Beziehung zu diesen auch von Spanien aus mittels Telefonaten, Besuchen und mit Hilfe von elektronischen Medien pflegen.