Citation: 5C.102/2003 25.06.2003 E. 1

Gemäss den kantonalen Sachverhaltsfeststellungen haben die Erblasser in ihren Testamenten das Erbrecht ihres Heimatstaates für anwendbar erklärt, was zulässig ist (Art. 90 Abs. 2 IPRG). Folgerichtig hat das Obergericht des Kantons Graubünden die Vorschriften des niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuches (Burgerlijk Wetboek) angewandt. Mit Berufung kann einerseits die Verletzung von Bundesrecht geltend gemacht werden (Art. 43 Abs. 1 OG) und andererseits, der angefochtene Entscheid habe zu Unrecht nicht ausländisches Recht angewandt oder zu Unrecht festgestellt, dessen Ermittlung sei nicht möglich (Art. 43a Abs. 1 OG). Bei nicht vermögensrechtlichen Zivilstreitigkeiten kann ausserdem geltend gemacht werden, der angefochtene Entscheid wende das ausländische Recht nicht richtig an (Art. 43a Abs. 2 OG). Vorliegend wird - soweit nicht über weite Strecken die kantonale Sachverhaltsfeststellung gerügt wird, was im Berufungsverfahren von vornherein unzulässig ist (Art. 55 Abs. 1 lit. c und Art. 63 Abs. 2 OG) - sinngemäss die fehlerhafte Anwendung materiellen Rechts geltend gemacht. Die Erbteilungsklage ist indes vermögensrechtlicher Natur (BGE 112 II 206 E. 1c S. 208; 127 III 396 E. 1b/cc S. 398), weshalb die inhaltlich richtige Anwendung des niederländischen Rechts nach den oben genannten Grundsätzen nicht überprüft werden kann.