Citation: 2C_742/2021 E. 4.5.3

4.5.3. Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe erst an der Stockwerkeigentümerversammlung realisiert, dass die Verwaltungsgesellschaft seinen Beizug nicht mit den Stockwerkeigentümern abgesprochen hatte. Selbst wenn dem so wäre, hätte sich der Beschwerdeführer erkundigen müssen, ob die Stockwerkeigentümer mit der Instruktion durch die Verwaltungsgesellschaft einverstanden waren. Er durfte sich jedenfalls nicht gutgläubig darauf verlassen, dass die Verwaltungsgesellschaft ihn nicht ohne Rücksprache mit den Stockwerkeigentümern mandatieren würde. Ohnehin unternahm der Beschwerdeführer aber selbst dann noch nicht die gebotenen Schritte, als ihm nach seinen eigenen Angaben an der Stockwerkeigentümerversammlung bewusst geworden war, dass ihn die Verwaltungsgesellschaft ohne Rücksprache mit den Stockwerkeigentümern mandatiert hatte. Keine Hilfe ist dem Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang der von ihm angerufene Art. 712t ZGB. Wenn es zuträfe, dass die gesetzliche Vertretungsbefugnis der Verwaltungsgesellschaft aus Art. 712t Abs. 1 ZGB die Mandatierung des Beschwerdeführers nicht abdeckte, hätte es sich für den Beschwerdeführer umso mehr aufgedrängt, sich bei den Stockwerkeigentümern zu erkundigen.