Citation: I 344/00 01.03.2001 E. 3

3.- Zu prüfen bleibt, wie sich die gesundheitsbedingte Verminderung der Leistungsfähigkeit des Versicherten erwerblich auswirkt. a) Die Vorinstanz hat das vom Versicherten ohne Invalidität erzielbare Einkommen (Valideneinkommen) in Übereinstimmung mit der Verwaltung ausgehend vom zuletzt im Jahr 1991 als Pferdepfleger erzielten Verdienst von monatlich Fr. 3200.- auf Fr. 42'100.- (Fr. 3508. 30 x 12) im Jahr festgesetzt. Der Beschwerdeführer wendet dagegen ein, unter Berücksichtigung der zwischen 1991 und 1996 eingetretenen Nominallohnentwicklung und des 13. Monatslohnes sei der Invaliditätsbemessung ein Valideneinkommen von Fr. 46'574.- zu Grunde zu legen. Wie sich der Auskunft der ehemaligen Arbeitgeberin vom 20. Februar 1995 entnehmen lässt, wurde der 13. Monatslohn separat ausbezahlt. Dem gilt es auch bei der Bemessung des Valideneinkommens Rechnung zu tragen. Nicht beigepflichtet werden kann dem Beschwerdeführer dagegen, dass sich die Lohnangaben auf eine 40-Stundenwoche beziehen. Die Arbeitgeberin präzisierte nämlich ausdrücklich, dass für die Tätigkeit als Pferdepfleger keine geregelte Arbeitszeit bestanden habe. In den Jahren 1991 bis 1996 stieg der Nominallohnindex von 1706 auf 1910 Punkte (Die Volkswirtschaft 1/98 Anhang S. 28 Tabelle B 10.3). Ein monatliches Einkommen von Fr. 3200.- im Jahr 1991 entspricht somit einem - knapp über dem von der Vorinstanz angenommenen Verdienst liegenden - Monatsgehalt im Jahr 1996 von Fr. 3582.- oder einem Jahreslohn von Fr. 46'574.- (Fr. 3582.- x 13). b) aa) Wenn das kantonale Gericht festhält, der Arbeitsmarkt kenne mancherlei Hilfstätigkeiten (Maschinenbedienung, Sortier-, Prüf- und Verpackungsarbeiten in Industrie und Gewerbe sowie im Dienstleistungsbereich), welche dem Beschwerdeführer durchaus zumutbar sind, ist dem beizupflichten, ohne dass zusätzliche Abklärungen erwerblicher Art erforderlich wären. Soweit in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde Eingliederungsschwierigkeiten infolge des Alters und einer mehrjährigen Arbeitsabstinenz angeführt werden, handelt es sich dabei um invaliditätsfremde Faktoren. bb) Das hypothetische Einkommen, welches der Beschwerdeführer trotz des Gesundheitsschadens durch eine ihm zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage zu erzielen vermöchte (Invalideneinkommen), setzten Vorinstanz und Verwaltung auf jährlich Fr. 28'900.- fest, indem sie von einem monatlichen Einkommen von rund Fr. 3440.- im Monat und einer Arbeitsfähigkeit von 70 % ausgingen. Dieses liegt tiefer als der Zentralwert gemäss Tabelle A 1 der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnerhebung (LSE) 1996 für die mit einfachen und repetitiven Aufgaben (Anforderungsniveau 4) beschäftigten Männer im privaten Sektor (bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden) von Fr. 4294.-, oder bei Annahme einer betriebsüblichen durchschnittlichen Arbeitszeit von 41.9 Stunden (Die Volkswirtschaft 2/2001 S. 80 Tabelle B 9.2) von monatlich Fr. 4498.-. Mit dem angenommenen Einkommen wird nach den Ausführungen des kantonalen Gerichts dem Umstand Rechnung getragen, dass sich der Versicherte als Gesunder dauernd mit einer bescheidenen Erwerbstätigkeit begnügt hat, obwohl ihm an sich besser entlöhnte Erwerbsmöglichkeiten offen gestanden hätten; zudem werde damit die Tatsache berücksichtigt, dass er keine körperliche Schwerarbeit mehr verrichten kann. cc) Der Beschwerdeführer kommt dagegen ausgehend vom Tabellenlohn von Fr. 4294.- bei einer Leistungsfähigkeit von 70 % und unter Vornahme eines Abzuges von 25 % auf ein Invalideneinkommen von jährlich Fr. 27'052.-. Zum Vornherein nicht gefolgt werden kann den in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ebenfalls erwähnten Angaben des Berufsberaters der IV-Stelle vom 4. September 1995, weil dieser das als Pferdepfleger realisierbare Valideneinkommen einfach unbesehen um die medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit von 50 % gemäss Arztbericht des Dr. med. S.________ vom 2. Mai 1995 gekürzt hat. Bei seiner Berechnung lässt der Beschwerdeführer unberücksichtigt, dass die Löhne gemäss LSE auf die betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit umzurechnen sind (vgl. BGE 126 V 81 Erw. 7a). Mit der Vorinstanz ist daher von einem Monatsgehalt von Fr. 4498.- auszugehen, was einen Jahreslohn von Fr. 53'976.- (Fr. 4498.- x 12) und bei einer Arbeitsfähigkeit von 70 % ein massgebendes Einkommen von Fr. 37'783.- ergibt. Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, beurteilt sich nach den gesamten persönlichen und beruflichen Umständen (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/ Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) im konkreten Einzelfall, wobei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 126 V 79 Erw. 5b/aa-cc). Bei einem höchstzulässigen Abzug von 25 % ergibt sich ein Invalideneinkommen von Fr. 28'337.- (37'783.- x 0.75), woraus im Vergleich zum Valideneinkommen (Fr. 46'574.-) ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von rund 39 % resultiert.