Citation: 2C_825/2017 E. 4.3.1

4.3.1. Gemäss der gesetzlichen Vorgabe von Art. 21 Abs. 3bis TG/VS ist der durchschnittliche Belegungsgrad der entsprechenden Beherbergungsform für die Berechnung der Pauschale relevant. Als mögliche Beherbergungsformen kommen die Eigennutzung, die Eigennutzung mit gelegentlicher Vermietung und die gewerbliche Vermietung in Frage, weshalb sämtliche Varianten für die Berechnung massgeblich sind. Die Gemeinde hat die durchschnittliche Auslastung der Ferienwohnung wie folgt berechnet: Unterbäch durchschnittliche Belegung Eigenbedarf Vermietung Logiernächte 3319 11034 Übernachtungen mit LN-Pauschale 8745 8745 Total Logiernächte 12064 19779 Anzahl Betten 1424 651 Durchschnittliche Belegung (Tage) 8 30 Dunkelziffer 15 % k.A. 5 Total durchschnittliche Belegung k.A. 35 Unterbäch durchschnittliche Belegung Eigenbedarf Vermietung Logiernächte 3319 11034 Übernachtungen mit LN-Pauschale 8745 8745 Total Logiernächte 12064 19779 Anzahl Betten 1424 651 Durchschnittliche Belegung (Tage) 8 30 Dunkelziffer 15 % k.A. 5 Total durchschnittliche Belegung k.A. 35 In ihrem Mitbericht vom 3. August 2017 hielt die kantonale Dienststelle für Wirtschaftsentwicklung fest, die statistischen Grundlagen für die Berechnung der Eigenbelegung seien nicht sehr aussagekräftig; die effektive Belegung in Form der Eigennutzung könne auch bei bestem Willen nicht zweifelsfrei ermittelt werden. Die Gemeinde Unterbäch habe sich aufgrund der unsicheren Datenlage entschieden, für die Berechnung des durchschnittlichen Belegungsgrades die Daten der vermieteten Ferienwohnungen heranzuziehen, was eine durchschnittliche Auslastung von 30 Nächten ergebe. Hinzu habe die Gemeinde Unterbäch einen Zuschlag von 15 % für bisher nicht deklarierte Logiernächte gezählt und die durchschnittliche Belegung auf 35 Nächte festgesetzt, womit der Wert also nur fünf Nächte über der bisher gültigen Jahrespauschale liege. Der Wert erscheine als gerechtfertigt. Eine im Jahr 2016 durchgeführte Umfrage des Walliser Observatoriums mit über 1'200 Antworten habe gezeigt, dass die Besitzer im Schnitt über 50 Tage pro Jahr in ihrer Residenz verbringen würden. Diese Aussage bezieht sich aber nicht auf die betroffene Gemeinde.