Citation: U 195/06 18.04.2007 E. 3

3.1 Der Versicherte macht letztinstanzlich neu geltend, mit in Rechtskraft erwachsener Verfügung vom 21. November 2005 habe ihm die IV-Stelle Basel-Landschaft ab 1. April 2001 eine ganze Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 73 % zugesprochen. Die SUVA habe zwar noch keine Komplementärrentenverfügung erlassen. Würde er aber die Rechtsgrundlagen für die Berechnung der Komplementärrente vorliegend nicht vorbringen, liefe er Gefahr, dass der versicherte Verdienst im Sinne einer res iudicata nach altem Recht festgelegt würde, währenddem bei der Festlegung der Obergrenze der Komplementärrente nach neuem Recht (Art. 20 Abs. UVG) verfahren würde. Art. 24 Abs. 2 UVV müsse analog auf Komplementärrenten Anwendung finden, wenn zwischen deren Festsetzung und dem Unfall mehr als fünf Jahre verstrichen seien. Er habe ein vitales Interesse daran, dass das Bundesgericht diese Frage im Sinne eines obiter dictums jetzt schon entscheide. 3.2 Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechtsverhältnisse zu überprüfen bzw. zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich - in Form einer Verfügung bzw. eines Einspracheentscheides - Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung bzw. der Einspracheentscheid den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung bzw. kein Einspracheentscheid ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1, 125 V 413 E. 1a S. 414, 119 Ib 33 E. 1b S. 36, je mit Hinweisen). Da die Komplementärrente nicht Gegenstand des Einspracheentscheides vom 22. Juni 2005 war, kann darüber vorliegend nicht befunden werden. In diesem Punkt ist auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde demnach nicht einzutreten. Dem Versicherten bleiben diesbezüglich alle Rechte gewahrt, da er gegen eine Komplementärrentenverfügung gegebenenfalls erneut den Rechtsweg beschreiten kann.