Citation: 4A_473/2022 E. 4.3.1

4.3.1. Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör. Sie verweist auf zwei in der Klageantwort als Beilage erwähnte Aktendossiers. Sie habe die Vorinstanz im März 2022 vergeblich um Zustellung sämtlicher Akten ersucht und im April 2022 unter Hinweis auf eine Verletzung des rechtlichen Gehörs darauf aufmerksam gemacht, das eine Dossier sei nicht zugestellt worden. Die Vorinstanz habe geurteilt, ohne dass die Beschwerdeführerin Einsicht in die verlangten Akten habe nehmen können. Wie es sich mit der Zustellung der fraglichen Akten verhält, kann offenbleiben. Denn die Vorinstanz informierte die Parteien am 11. August 2022, dass sie eine Verhandlung zur Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts nicht als notwendig erachte. Darauf antworteten die Parteien am 25. August 2022 und 8. September 2022, dass sie auf die Durchführung einer Hauptverhandlung verzichten. Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht einwendet, ist nicht nachvollziehbar, weshalb die Beschwerdeführerin keine Hauptverhandlung verlangte, um auf die angeblich fehlenden Akten zu verweisen. Zudem stellt der Gehörsanspruch (vgl. dazu allgemein: BGE 142 I 86 E. 2.2; 135 I 187 E. 2.2 mit Hinweis) trotz seiner formellen Natur keinen Selbstzweck dar. Wenn nicht ersichtlich ist, inwiefern die Verletzung des rechtlichen Gehörs einen Einfluss auf das Verfahren haben könnte, besteht kein Interesse an der Aufhebung des angefochtenen Entscheids (BGE 147 III 586 E. 5.2.1 mit Hinweisen). In der Beschwerde wird aber nicht rechtsgenüglich aufgezeigt, inwiefern die entsprechenden Akten für den angefochtenen Entscheid mit Blick auf dessen Begründung von Bedeutung sein könnten (beanstandet wird [vgl. E. 4.3.3. hiernach] die mangelnde Substanziierung von Tatsachen aus dem eigenen Wahrnehmungsbereich der Beschwerdeführerin, nämlich inwiefern sie durch ihre gesundheitliche Situation in ihrer Arbeit funktionell eingeschränkt wird).