Citation: 8C_512/2023 E. 6.4

6.4. Mit diesen Vorbringen vermag die Beschwerdeführerin nicht aufzuzeigen, inwiefern die vorinstanzliche Beweiswürdigung gegen Bundesrecht verstossen soll. Es steht fest und ist unbestritten, dass der Unfall vom 4. April 2007 zu zusätzlichen Läsionen (medialer Meniskusriss und ein kleine osteochondrale Läsion am medialen Femurkondylus) am bereits erheblich vorgeschädigten linken Knie geführt hatte. Die Gutachterin betonte mehrfach, wie schwierig es sei, den Kausalitätsanteil dieser Verletzungen an den aktuell bestehenden Beschwerden (Gonarthrose) zu beziffern. Obschon sie von einem geringen resp. vernachlässigbaren Anteil der dienstlichen Verletzungen ausging, stellte sie einen Kausalzusammenhang nie in Abrede. Es mag sein, dass das Risiko einer beschleunigten Degeneration des medialen Kompartiments bei isolierter Betrachtung des Dienstunfalls gering gewesen wäre (vgl. ergänzende Stellungnahme der PD Dr. med. B.________ vom 8. Juni 2022) und Hauptursache der posttraumatischen Arthrose die vordienstliche VKB-Ruptur ist. Dies ändert aber nichts daran, dass die im Militärdienst erlittenen Verletzungen in Kombination mit den übrigen vor- und nachdienstlichen Verletzungen zur Gonarthrose führten. Die Gutachterin legte damit nachvollziehbar dar, dass zwischen dem Dienstunfall und den nachdienstlich eingetretenen und heute noch bestehenden Schäden am linken Knie ein minimaler Teilkausalzusammenhang bestehe. Sie gewichtete den Anteil der dienstlichen Verletzungen am Gesamtschaden schliesslich mit 10 %. Freilich kann man sich fragen, ob ein Kausalitätsanteil von 10 % noch als minimal resp. vernachlässigbar betrachtet werden kann. Letztlich liegt die Quantifizierung aber im Ermessen der medizinischen Fachperson. Mit Blick auf die eingehende und sorgfältige gutachterliche Würdigung der Gesamtsituation besteht kein Anlass, die Kausalitätsschätzung in Frage zu stellen, wie sich auch aus dem Folgenden ergibt.