Citation: 2C_71/2024 E. 3.5

3.5. Vorliegend geht es um die Herausgabe von Unterlagen (Patientendossiers), bei denen ohne Weiteres davon ausgegangen werden kann, dass sie dem Arztgeheimnis unterstehen. Sodann trifft es zu, wie der Beschwerdeführer vorbringt, dass das Bundesgericht im Zusammenhang mit Beschwerden gegen Entsiegelungsentscheide die Voraussetzung des drohenden nicht wieder gutzumachenden Nachteils i.S.v. Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG in der Regel bejaht, so insbesondere wenn im Falle der Entsiegelung eine Verletzung des Arztgeheimnisses droht (vgl. BGE 147 IV 27, nicht publ. E. 1; Urteile 1B_91/2016 vom 4. August 2016 E. 1.4; vgl. auch BGE 143 IV 462 E. 1 betreffend das Anwaltsgeheimnis). Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers kann diese Praxis indessen nicht ohne Weiteres auf Fälle wie der vorliegende angewendet werden, wo es um ein Aufsichtsverfahren gegen den Geheimnisträger geht. Zwar kann dem Arztgeheimnis im Rahmen eines Aufsichtsverfahren kein geringerer Stellenwert zukommen als namentlich in einem Entsiegelungsverfahren. Allerdings gilt es zu prüfen, ob und inwiefern dem Beschwerdeführer im konkreten Fall ein nicht wieder gutzumachender Nachteil droht, so namentlich, weil er einer strafrechtlichen Verfolgung ausgesetzt sein könnte. Dabei ist auch den Interessen der Patienten, deren Akten herausgegeben werden sollen, hinreichend Rechnung zu tragen.