Citation: 9C_417/2017 E. 4.5

4.5. Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, die Möglichkeit einer Rentenrevision nach den SchlBest. IVG sei längst verwirkt, weil das spezifische "Päusbonog"-Überprüfungsverfahren nach der Intention des Gesetzgebers zwingend zwischen Anfang 2012 und Ende 2014 eingeleitet werden müsse. Der Beginn des vorliegend zu beurteilenden Revisionsverfahrens liege vor dem Inkrafttreten der SchlBest. IVG und die spezifische Überprüfung sei frühestens mit der Anordnung eines Gerichtsgutachtens am 21. Januar 2016 in die Wege geleitet worden, allenfalls sogar erst mit der prozessleitenden Verfügung des kantonalen Gerichts vom 31. Oktober 2016. Wenn die IV-Stelle drei Jahre nach Inkrafttreten der SchlBest. IVG die Prüfung nicht vornehme, könne das verwirkte Recht der Verwaltung nicht in einem Rechtsmittelverfahren quasi wieder aufleben. Aus zeitlichen Gründen sei die von der Vorinstanz überprüfte und vorgenommene Rentenrevision deshalb nicht mehr zulässig gewesen; sie verstosse gegen das Legalitätsprinzip. Des Weitern habe das kantonale Gericht ihren Anspruch auf ein unabhängiges Gericht dadurch verletzt, dass es trotz Fehlens einer Prozesserklärung oder einer Stellungnahme der IV-Stelle eine "substituierte Rentenrevision" vorgenommen und damit den Anschein erweckt habe, eine Partei privilegiert zu behandeln.