Citation: 5P.291/2005 13.01.2006 E. 2

Die Beschwerdeführerin macht zunächst geltend, die Aussagen der als Zeugen einvernommenen Angestellten der Beschwerdegegnerin, namentlich der Bahnbeamten V.________ und W.________, seien nicht zu verwerten. Diese seien durch ein Memo beeinflusst worden, welches die Rechtsvertreterin der Beschwerdegegnerin den Zeugen vor der Einvernahme zugestellt habe. 2.1 Das Kassationsgericht hat bezüglich der Zustellung des erwähnten Memos anerkannt, dass das Vorgehen der damaligen Rechtsvertreterin der Beschwerdegegnerin unhaltbar und als klar unzulässig und unprofessionell zu tadeln sei. Die Art und Weise der Kontaktnahme der Rechtsvertreterin zu den Zeugen und der Inhalt des entsprechenden Memos seien jedoch offen gelegen, also für die Vorinstanzen und die Parteien einsehbar. Ebenfalls sei den Vorinstanzen bekannt gewesen, welche Stellung die Rechtsvertreterin und die Zeugen, allesamt Arbeitnehmer der Beschwerdegegnerin, inne haben oder gehabt haben. Es sei somit den Vorinstanzen möglich gewesen einzuschätzen, wieweit das Memo sowie allfällige Loyalitätskonflikte der Zeugen geeignet gewesen seien, die Aussagen zu beeinflussen. Dies wiederum hätten die Vorinstanzen bei der Beweiswürdigung berücksichtigen können. Eine Würdigung dieser Zeugenaussagen sei somit möglich und eine Verwertung zulässig. 2.2 Die Beschwerdeführerin würdigt in ihrer Beschwerdeschrift in ausführlicher Weise das umstrittene Memo und legt dar, weshalb die Zeugen ihrer Ansicht nach dadurch beeinflusst worden seien. Hingegen geht sie auf die konkrete Erwägung des Kassationsgerichts nur am Rande ein. Sie legt nicht dar, inwiefern es geradezu willkürlich sein soll, wenn das Kassationsgericht die Zeugenaussagen nicht als gänzlich unverwertbar angesehen hat, sondern der Auffassung gewesen ist, der Problematik des Memos sowie des Arbeitsverhältnisses zwischen den Zeugen und der Beschwerdegegnerin könne im Rahmen der freien Beweiswürdigung Rechnung getragen werden. Die Begründung der Rüge genügt damit den gesetzlichen Anforderungen nicht, so dass nicht darauf eingetreten werden kann (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Ins Leere stossen im Übrigen die Ausführungen zur angeblichen Beeinflussung des Zeugen R.________. Nach der unbestrittenen Feststellung des Kassationsgerichts hat weder das Bezirksgericht noch das Obergericht auf die Aussagen dieses Zeugen abgestellt.