Citation: 1C_572/2020 E. 7.5

7.5. Gemäss der im Gesamtentscheid ARE/SZ (S. 9) genannten Stellungnahme des Amtes für Natur, Jagd und Fischerei des Kantons Schwyz (ANJF) ist namentlich der Sitzplatz mit fest installierter Sonnenstore und einer Schutzwand aus Glas mit den Zielen des Landschaftsschutzes gemäss Art. 5 Abs. 1 der Verordnung über das Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler (VBLN; SR 451.11) nicht vereinbar, da er nicht der traditionellen ortsüblichen Bauweise entspricht und auffällig in Erscheinung tritt. Dies wird durch die aktenkundigen Fotografien bestätigt, die erkennen lassen, dass der mit naturfremden Materialien (Beton-Terassenplatten) errichtete Sitzplatz (unabhängig vom Windschutz aus Glas und der Sonnenstore) in der Landwirtschaftszone einen Fremdkörper schafft, der den ländlichen Charakter der Umgebung des Hauses beeinträchtigt (vgl. z.B. S. 1 und 4 der Verkaufsbroschüre). Sitzplätze mögen zwar der Wohnhygiene der Bewohner dienen und auch damit zumindest indirekt die Qualität des bewohnbaren Raumes steigern (Urteil 1C_77/2021 vom 25. Mai 2021 E. 6.3.3). Dies kann indessen vorliegend nicht entscheidend sein, weil die Beschwerdegegner nach eigenen Angaben Tische und Stühle vor dem Gadenhaus auch auf die Wiese stellen können. Zudem werden mit der verlangten Schaffung einer offenen Laube auch gedeckte Sitzplätze geschaffen. Demnach kann der Sitzplatz nicht mit den Erfordernissen einer zeitgemässen Wohnnutzung gerechtfertigt werden, weshalb das ARE/SZ Art. 24c Abs. 4 RPG verletzte, wenn es gestützt auf diese Bestimmung für den Sitzplatz eine Ausnahmebewilligung erteilte.