Citation: 5A_948/2018 E. 3.1.2

3.1.2. Die kantonalen Ausgleichskassen sind seit der am 1. Januar 2012 in Kraft getretenen Teilrevision des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (SR 831.10; AHVG) berechtigt, den Schadenersatz gegenüber dem Arbeitgeber für die absichtliche oder grobfährlässige Missachtung von Vorschriften mit einer Verfügung geltend zu machen (Art. 52 Abs. 1 und 4 AHVG). Zu den gesetzlichen Pflichten des Arbeitgebers gehört auch die periodische Abrechnung mit der Ausgleichskasse über die abgezogenen und selbst geschuldeten Beiträge (Art. 51 Abs. 3 AHVG). Handelt es sich beim Arbeitgeber um eine juristische Person, so haften die Mitglieder der Verwaltung und weitere Personen subsidiär für den Schaden, welcher der Ausgleichskasse aus der Verletzung der Pflichten des Arbeitgebers entstanden ist. Sind mehrere Personen für den gleichen Schaden verantwortlich, so haften sie für den ganzen Schaden solidarisch (Art. 52 Abs. 2 AHVG). Der Schadenersatzanspruch verjährt zwei Jahre, nachdem die zuständige Ausgleichskasse vom Schaden Kenntnis erhalten hat, spätestens aber fünf Jahre nach Eintritt des Schadens. Diese Fristen können unterbrochen werden (Art. 52 Abs. 3 AHVG).