Citation: 1P.574/2003 10.12.2003 E. A

X.________ wurde mit Strafverfügung des Justiz-, Polizei- und Sanitätsdepartements Graubünden vom 28. Februar 2003 der fahrlässigen Widerhandlung gegen die Verordnung über die Ausübung von Berufen des Gesundheitswesens (VO ABG) schuldig gesprochen und zu einer Busse von Fr. 300.-- verurteilt. Ihr wurde einerseits vorgeworfen, ohne Berufsausübungsbewilligung mit der Craniosacraltherapie gesundheitliche Störungen behandelt und dadurch gegen Art. 3 VO ABG verstossen zu haben. Andererseits verfüge sie zwar über das Diplom als Krankenschwester. Gemäss Art. 9 Abs. 1 VO ABG sei es ihr jedoch untersagt, auf ihrem Briefpapier ohne die entsprechende kantonale Berufsausübungsbewilligung ihre Tätigkeit als Krankenschwester anzukündigen. Gleiches gelte für die Arbeit als Naturheilpraktikerin. Auf Beschwerde von X.________ hin bestätigte das Kantonsgericht von Graubünden, Kantonsgerichtsausschuss, diesen Schuldspruch am 18. Juni 2003.