Citation: 5A_154/2022 E. 4.2.2

4.2.2. Was den Vorwurf der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) angeht, geht aus der Beschwerde nicht klar hervor, worüber sich die Beschwerdeführerin genau beklagen will (s. zu den Teilgehalten des Gehörsanspruchs etwa BGE 142 III 48 E. 4.1.1). Soweit sie eine Verletzung der behördlichen Begründungspflicht ausgemacht zu haben glaubt, übersieht sie, dass sich die Behörde nicht zu allen Punkten einlässlich äussern und auch nicht jedes einzelne Vorbringen widerlegen muss, sondern sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken kann (s. zum Ganzen BGE 146 II 335 E. 5.1; 145 III 324 E. 6.1; 143 III 65 E. 5.2 mit Hinweisen). Ob diese Anforderungen erfüllt sind, beurteilt sich anhand des Ergebnisses des Entscheids, das im Urteilsspruch zum Ausdruck kommt und das allein die Rechtsstellung der betroffenen Person berührt (BGE 145 III 324 a.a.O.). Eingedenk dieser Vorgaben ist der angefochtene Entscheid nicht zu beanstanden. Die vorinstanzlichen Erwägungen lassen sehr wohl erkennen, weshalb das Obergericht die Beschwerde abweist. Ob bzw. inwiefern sich das Obergericht mit Blick auf die zu entscheidende Streitfrage auf die Impfempfehlung des BAG und der EKIF stützen durfte, ist keine Frage des rechtlichen Gehörs, sondern eine solche der korrekten Sachverhaltsfeststellung und Rechtsanwendung.