Citation: 6B_144/2016 E. A

Am 23. November 2012 erliess die Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg einen Strafbefehl gegen X.________ wegen Tätlichkeiten zum Nachteil von A.________. Letztere erhob Einsprache und verlangte, X.________ sei nicht nur wegen Tätlichkeiten, sondern wegen einfacher Körperverletzung zu verurteilen. Dem Strafbefehl lag folgender Sachverhalt zugrunde: Am 24. August 2012 war X.________ an ihrem damaligen Arbeitsplatz in Streit mit ihrer Mitarbeiterin A.________ geraten. Nach einer verbalen Auseinandersetzung hatte sie ihre Mitarbeiterin am Unterarm rechts festgehalten, damit diese sich nicht entfernen konnte. Im weiteren Verlauf hatte sie A.________ zuerst an den Oberarmen festgehalten, danach am Kopf und schlug diesen gegen die Wand. Weiter hatte X.________ versucht, diese zu küssen. Gemäss Arztbericht des Spitals Rheinfelden erlitt A.________ eine Contusio capitis und ein Quetschtrauma am rechten Unterarm. Am 31. August 2012 stellte A.________ einen Strafantrag gegen X.________ wegen Tätlichkeiten. Am 12. Februar 2015 verurteilte die Präsidentin des Bezirksgerichts Rheinfelden X.________ wegen Tätlichkeiten zu einer Busse von Fr. 200.--. Sie auferlegte ihr die Verfahrenskosten und wies die Zivilforderungen von A.________ ab.