Citation: 5D_56/2020 E. 3

Das Kantonsgericht bejahte den Verfügungsanspruch der Beschwerdegegnerin, welche als öffentlich-rechtliche Körperschaft Eigentümerin und selbständige Besitzerin der Kathedrale ist, indem der Beschwerdeführer sie in der Ausübung des Besitzes störe. Er wolle mit seinem Protest die Kirche zum Dialog wegen angeblicher Misstände zwingen, wobei er sich dabei unerlaubter Mittel bediene; selbst wenn die Vorhalte des Beschwerdeführers zuträfen, würde kein die Besitzesstörung rechtfertigender Notstand im Sinn von Art. 52 Abs. 2 OR oder Art. 701 ZGB bestehen. Sodann bejahte das Kantonsgericht auch den Verfügungsgrund; der Nachteil ergebe sich bereits daraus, dass sich die Beeinträchtigung im Nachhinein nicht rückgängig machen lasse. Ferner bejahte es auch die Dringlichkeit.