Citation: 7B_71/2022 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz erwägt in diesem Zusammenhang Folgendes: Es bestehe der hinreichende Verdacht, dass der Beschwerdeführer sich eines Vergehens nach Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG (Anbau von Betäubungsmitteln) schuldig gemacht habe. Anlässlich der polizeilichen Durchsuchung eines vom Beschwerdeführer gemieteten Raumes, bei der er angehalten worden sei, seien unter anderem 308 Marihuanapflanzen sowie einschlägige Lampen, Filteranlagen und Ventilatoren sichergestellt worden. Er habe ausgesagt, die Hanfstecklinge angepflanzt und geplant zu haben, das gewonnene Marihuana bzw. Cannabis zu ernten und "zum Rauchen" zu verkaufen. Der Beschwerdeführer bestreitet den hinreichenden Tatverdacht ausdrücklich nicht (Art. 197 Abs. 1 lit. b StPO). Es wird ihm vorgeworfen, erhebliche Mengen Marihuana angebaut zu haben in der Absicht, diese zu ernten und an Dritte zu verkaufen. Die gesetzliche Strafdrohung umfasst eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe (Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG). Die Ansicht der Vorinstanz, die Bedeutung der untersuchten Straftat rechtfertige grundsätzlich die Entsiegelung und Durchsuchung des beim Beschwerdeführer sichergestellten Mobiltelefons, hält vor dem Bundesrecht (Art. 197 Abs. 1 lit. d StPO) stand.