Citation: I 654/05 22.11.2006 E. 8.1

8.1.1 In erwerblicher Hinsicht ging die Vorinstanz gestützt auf den Bericht des behandelnden Arztes Dr. med. D.________ vom 30. September 2002 davon aus, die Arbeitsunfähigkeit der Versicherten bestehe seit 12. Oktober 2000 (Unfalldatum). Für das Jahr 2001 als potentiellem Rentenbeginn (Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG) sei von einem jährlichen Valideneinkommen von Fr. 35'178.- auszugehen. Gestützt auf die Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik für das Jahr 2000 ermittelte sie unter Berücksichtigung der Lohnentwicklung für Frauen für das Jahr 2001 ein Invalideneinkommen von Fr. 47'016.- (Tabelle TA1, Bruttolohn für Frauen im Anforderungsniveau 4 bei 100%igem Pensum). Weiter ging die Vorinstanz von einer Arbeitsfähigkeit der Versicherten von 75 % (Erw. 5.2 hievor) und von einem Tabellenlohnabzug von 15 % aus. Unter Berücksichtigung der medizinischen Einschränkung, der Aufenthaltskategorie C, der Sprachkenntnisse, des Alters (Jahrgang 1956) und des weiterhin hohen Beschäftigungsgrades der Versicherten sei kein höherer Abzug gerechtfertigt. Die Vorinstanz errechnete damit ein Invalideneinkommen von Fr. 29'973.- und verglichen mit dem Valideneinkommen von Fr. 35'178.- eine Einschränkung von 14,7 %. Unter Berücksichtigung der 90%igen Erwerbstätigkeit resultiere ein gewichteter Invaliditätsgrad von 13,2 %. Die Einschränkung im Haushalt betrage 32 %, was gewichtet entsprechend dem10%gen Einsatz zu einem Invaliditätsgrad von 3,2 % führe. Insgesamt betrage dieser 16,4 %. 8.1.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie habe bei der Firma G.________ AG zu 90 % gearbeitet. Es sei unklar, ob die Vorinstanz beim Valideneinkommen von Fr. 35'178.- von einem 90%- oder 100%-Pensum ausgegangen sei. Beim hypothetischen Invalideneinkommen habe sie auf ein 100%iges Pensum abgestellt. Für ein Pensum von 90 % ergebe sich für das Jahr 2001 ein jährliches Invalideneinkommen von Fr. 42'314.-. Unabhängig davon sei ihr Valideneinkommen unterdurchschnittlich tief gewesen; es liege rund 17 bis 25 % unter dem LSE-Einkommen gemäss Tabelle TA1, Anforderungsniveau 4, Position "Total". Dieser Umstand müsse bei der Gegenüberstellung von Validen- und Invalideneinkommen beachtet werden. Weiter sei ein Abzug von 25 % gerechtfertigt, da sich die leidensbedingten Einschränkungen, das Alter, die sprachlichen Schwierigkeiten und die fehlende Umschulungsmöglichkeit negativ bei der Stellensuche auswirkten. Unter Berücksichtigung aller Aspekte resultiere ein Invaliditätsgrad von mindestens 80 %. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde im UV-rechtlichen Verfahren (U 303/06) bringt die Versicherte zusätzlich vor, unzutreffend sei das vorinstanzliche Argument, gegen eine unterdurchschnittliche Entlöhnung spreche die lange Dauer der Anstellung bei der Firma G.________ AG, da sie ansonsten nach allgemeiner Erfahrung die Stelle gewechselt hätte. Dem sei entgegenzuhalten, dass sie während 10 Jahren bei dieser Firma schwere körperliche Arbeit ausgeführt habe. Kurz vor dem Unfall habe sie intern in die Apparatenmontage gewechselt und sei körperlich entlastet worden. Sie verfüge weder über eine Ausbildung noch über gute Deutschkenntnisse und habe teilzeitlich gearbeitet, was die Verdienstmöglichkeit von Frauen reduziere. Es müsse also davon ausgegangen werden, dass diese Umstände bei der Lohnfestsetzung durch die Firma G.________ AG ausschlaggebend gewesen seien. Der Grund für den Wechsel zu dieser Firma sei die Aussicht auf eine teilzeitliche Festanstellung mit einer höheren Entlöhnung gewesen. Ihr sei damit keineswegs eine grosse Auswahl an anderweitigen Arbeitsmöglichkeiten geboten worden, die eine höhere Entlöhnung versprochen hätten. Dies sei der Grund gewesen, weshalb sie trotz erheblich unterdurchschnittlicher Bezahlung über lange Jahre bei der Firma G.________ AG geblieben sei. 8.2 Im Rahmen der gemischten Methode sind bei der Bemessung der Invalidität im erwerblichen Bereich die Vergleichsgrössen Validen- und Invalideneinkommen im zeitlichen Rahmen der ohne Gesundheitsschaden (voraussichtlich dauernd) ausgeübten Teilerwerbstätigkeit zu bestimmen. Die Behinderung bei der Haushaltführung wird mittels eines Betätigungsvergleichs ermittelt. Dabei hat eine allfällige verminderte Leistungsfähigkeit in einem Teilbereich infolge der Beanspruchung im anderen Tätigkeitsfeld grundsätzlich unberücksichtigt zu bleiben (BGE 125 V 159 Erw. 5c/dd). Die so erhaltenen Teilinvaliditäten werden gewichtet, wobei der Anteil der Erwerbstätigkeit dem zeitlichen Umfang der von der versicherten Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgeübten Beschäftigung im Verhältnis zu der im betreffenden Beruf üblichen (Normal-)Arbeitszeit entspricht. Wird der so erhaltene Wert mit 'a' bezeichnet, beträgt der Anteil des Aufgabenbereichs (Art. 5 Abs. 1 IVG in der bis 31. Dezember 2002 gültig gewesenen Fassung; Art. 28 Abs. 2bis und 2ter IVG in der seit 1. Januar 2003 geltenden Fassung) die Differenz 1-a. Die Summe der so gewichteten Teilinvaliditäten ergibt den für den Rentenanspruch massgeblichen Invaliditätsgrad (vgl. BGE 125 V 148 ff. Erw. 2a und b mit Hinweisen; Urteil W. vom 6. Januar 2006 Erw. 5, I 753/03). Die Vorinstanz hat diese Rechtsprechung in grundsätzlicher Hinsicht richtig angewandt.