Citation: 6B_781/2019 E. 2

Es stellt sich vorab die Frage nach der Rechtzeitigkeit der Beschwerde. Eine Beschwerde an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung eines Entscheids einzureichen (Art. 100 Abs. 1 BGG). Der angefochtene Entscheid vom 11. Januar 2019 wurde, wie das Obergericht vernehmlassungsweise ausführt, praxisgemäss dem (allenfalls nur vermeintlichen) Rechtsvertreter zugestellt. Darauf kann vorliegend für die Fristberechnung nach Art. 100 BGG indes nicht abgestellt werden, da die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde vor Bundesgericht gerade geltend macht, es habe an einer Bevollmächtigung des Rechtsvertreters für eine Beschwerdeeinreichung an das Obergericht gefehlt. Massgebend für die Berechnung der Frist gemäss Art. 100 BGG ist daher der Zeitpunkt, in welchem die Beschwerdeführerin vom angefochtenen Entscheid tatsächlich Kenntnis erhalten hat. Sie nennt insoweit den 4. Juni 2019. In seiner Vernehmlassung bestätigt das Obergericht das genannte Zustelldatum vom 4. Juni 2019 als plausibel. Die Frist für die Einreichung der Beschwerde an das Bundesgericht begann folglich am 5. Juni 2019 zu laufen und endete am 4. Juli 2019. Die Beschwerde vom 27. Juni 2019 wurde innert Frist erhoben und erweist sich damit als rechtzeitig.