Citation: I 314/03 17.11.2003 E. 4

Vorweg ist demnach zu prüfen, ob Verwaltung und Vorinstanz zu Recht auf das ZMB-Gutachten abgestellt haben. 4.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, die IV-Stelle sei nicht auf die rechtzeitige Stellungnahme zum Vorbescheid eingegangen und habe zu Unrecht auf weitere medizinische Abklärungen verzichtet. Dies sei nicht korrekt, da das ZMB-Gutachten fachspezifisch auf die psychiatrischen Probleme kaum eingegangen sei. Die Beurteilung der trotz Gesundheitsschaden noch zumutbaren Beschäftigung sei viel zu optimistisch ausgefallen. Sie könne nämlich gar nicht arbeiten, wie der behandelnde Hausarzt bestätige. Die Invalidenversicherung wolle einen Invaliditätsgrad von 50 % feststellen. Diese Feststellung stehe jedoch, wenn man die Krankengeschichte in Betracht ziehe, im krassen Widerspruch zur aktenkundigen Situation der Versicherten. Sie leide "nach wie vor an den immer gleich schlimmen physischen Beschwerden". Des Weiteren habe sich in psychiatrischer Hinsicht ihr Zustand drastisch verändert. Sie sei nun in der langen Zeit der ertragenen Qualen depressiv erkrankt. Deshalb sei es nicht nachvollziehbar, weshalb die Versicherte "bei dem von der IV in Auftrag gegebenen ZMB-Gutachten nicht psychiatrisch abgeklärt" worden sei. 4.2 Entgegen der beschwerdeführerischen Behauptung beruht das ZMB-Gutachten auf allseitigen Untersuchungen der Versicherten - insbesondere auch einer psychiatrischen Exploration (ZMB-Gutachten S. 15-17) -, ist für die streitigen Belange umfassend, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und wurde in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) erstellt. Unzutreffend ist sodann die sinngemäss vertretene Auffassung der Beschwerdeführerin, zur somatisch bedingten Einschränkung der Leistungsfähigkeit müsse die geltend gemachte Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit aus psychischen Gründen addiert werden. Demgegenüber ist festzuhalten, dass eine blosse Addition der mit Bezug auf einzelne Funktionsstörungen und Beschwerdebilder geschätzten Arbeitsunfähigkeitsgrade aus psychischer und somatischer Hinsicht nicht zulässig ist, dass aber beim Zusammentreffen verschiedener Gesundheitsbeeinträchtigungen der Grad der Arbeitsunfähigkeit auf Grund einer sämtliche Behinderungen umfassenden ärztlichen Gesamtbeurteilung zu bestimmen ist (RDAT 2002 I Nr. 72 S. 485; Urteil E. vom 3. März 2003, I 850/02, Erw. 6.4.1 mit Hinweisen). Nach dem Gesagten erweisen sich die von der Beschwerdeführerin erhobenen Zweifel an der Zuverlässigkeit der Schlussfolgerungen des umfassenden ZMB-Gutachtens als unbegründet. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass Verwaltung und Vorinstanz auf die nachvollziehbaren, widerspruchsfreien und schlüssigen Ergebnisse der interdiziplinären ZMB-Begutachtung abgestellt haben, wonach der Versicherten in ihrer angestammten Tätigkeit als Bürofachkraft trotz gesundheitlicher Einschränkungen eine 50 %ige Leistungsfähigkeit entsprechend einem Halbtagespensum zumutbar ist.