Citation: U 118/05 07.06.2005 E. 4

Zu prüfen bleibt die Unfalladäquanz der psychischen Störungen, die natürlich teilkausal auf den Unfall zurückzuführen sind. 4.1 Da die psychische Problematik von Beginn weg ganz im Vordergrund stand, ist dabei nach Massgabe von BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa vorzugehen und nicht nach der schleudertraumaspezifischen Rechtsprechung gemäss BGE 117 V 367 Erw. 6a (BGE 123 V 99 Erw. 2a). Dies bedeutet, dass für die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und einer in der Folge eingetretenen psychischen Fehlentwicklung bei der Betrachtung der einzelnen Kriterien zwischen physischen und psychischen Komponenten differenziert wird; weil letztere nicht einbezogen werden dürfen, erfolgt die Beurteilung der Adäquanz ausschliesslich anhand der somatisch bedingten Faktoren.