Citation: 4C.22/2003 16.05.2003 E. B

Im März 1990 schied C.R.________ aus der J.R.________ AG Bauunternehmung aus und verkaufte im Einverständnis mit seinem Bruder B.________ sein Aktienpaket an A.________. Gemäss Kaufvertrag vom 15. März 1990 betrug der Kaufpreis für die 60 Namenaktien Fr. 1'450'000.--. Im Oktober 1992 trat auch B.R.________ als Verwaltungsrat zurück. Sein Arbeitsverhältnis mit der Gesellschaft wurde auf Ende 1992 aufgelöst. In der Folge forderte B.R.________ seinen Bruder A.________ unter Hinweis auf die Regelung im Schenkungsvertrag vom 22. Dezember 1983 auf, ihm die 60 Namenaktien der J.R.________ AG abzukaufen. Nachdem sich die beiden Brüder nicht über den Preis der Aktien einigen konnten, leitete B.R.________ ein gerichtliches Befehlsverfahren ein, das mit Entscheid des Obergerichts des Kantons Luzern vom 17. Januar 1996 abgeschlossen wurde. Damit wurde A.R.________ befohlen, der Revisionsstelle der J.R.________ AG, der D.________ Treuhand AG in G.________, den Auftrag zur Festlegung des Kaufpreises der Namenaktien zu erteilen. Die D.________ Treuhand AG kam in ihrem schriftlichen Gutachten vom 29. Januar 1997 zum Ergebnis, das für die Preisbestimmung massgebende Eigenkapital der Gesellschaft betrage Fr. 3'842'775.--, was einen Wert von Fr. 19'214.-- pro Aktie ergebe. Mit einem solchen Kaufpreis waren weder B.________ noch A.________ einverstanden.