Citation: I 357/00 08.05.2001 E. 2

2.- Streitig und zu prüfen ist, ob die Verwaltung die mit Verfügung vom 8. Juli 1993 zugesprochene ganze Invalidenrente des Versicherten zu Recht per 1. Februar 1998 auf eine halbe Rente reduziert hat, was mit dem angefochtenen kantonalen Gerichtsentscheid bestätigt wird. a) Die IV-Stelle führte in ihrer Verfügung vom 10. Dezember 1997 aus, die Anspruchsvoraussetzungen für die Invalidenrente seien neu geprüft worden. Bei Einhaltung einer adäquaten Rückenergonomie könne dem Versicherten in einer leichten manuellen Tätigkeit ein volles Arbeitspensum mit reduzierter Leistungsfähigkeit zu 50 % zugemutet werden, das in Anbetracht der bisherigen Tätigkeit in der Autobranche zu einer Erwerbseinbusse von 50 % führe. Die bisherige ganze Invalidenrente, deren Zusprechung auf einem Invaliditätsgrad von 100 % bzw. 79 % basiere, werde daher auf eine halbe reduziert. b) Auch die Vorinstanz geht nach Würdigung der medizinischen Berichte von einer Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers von 50 % für leichte manuelle Tätigkeiten aus. Die Arbeit als Hilfsarbeiter in der Autobranche erachtet sie als mit der Gesundheitsschädigung und den persönlichen Fähigkeiten vereinbar und kommt nach Durchführung des Einkommensvergleichs zum Schluss, dem Beschwerdeführer stehe aufgrund eines Invaliditätsgrades von 50 % eine halbe Rente zu. c) Bei diesen Beurteilungen scheinen Vorinstanz und Verwaltung übersehen zu haben, dass im vorliegenden Verfahren nicht eine erstmalige Invaliditätsbemessung, sondern die Änderung einer laufenden ganzen Rente Streitgegenstand bildet. Insbesondere wurde nicht geprüft, ob Änderungen tatsächlicher Natur im Sinne von Art. 41 IVG ausgewiesen sind, welche die Reduktion der bisher bezogenen ganzen Invalidenrente auf eine halbe rechtfertigen. Wohl hat die zuständige Stelle vor Erlass der Revisionsverfügung ein medizinisches Gutachten des Dr. med. G.________ und der Rheumatologischen Klinik und Poliklinik des Spitals X.________, einen Arztbericht des Dr. med. R.________ sowie Arbeitgeberauskünfte eingeholt, dies nachdem sie sich mit dem Versicherten über die Zumutbarkeit einer operativen Behandlung auseinander gesetzt und ihm die Einstellung der Rentenzahlungen als Säumnisfolge angedroht hatte. Den erwähnten Berichten kann jedoch keine wesentliche Verbesserung der tatsächlichen Verhältnisse entnommen werden, weder hinsichtlich des Gesundheitszustandes noch der erwerblichen Auswirkungen der Gesundheitsschädigung. aa) So diagnostizierte Dr. med. G.________ in seinem Bericht vom 26. Oktober 1994 Folgendes: "-Syndrome vertébral lombaire sur troubles statiques (scoliose) et dégénératifs (discarthrose L4-L5), -Status après cure de hernie discale L4-L5 en mai 91 avec récidive d'hernie discale à ce niveau - Syndrome vertébral cervical sur uncarthrose, -Asthme chronique sur terrain allergique, rhinite chronique et tabagisme, -Etat d'anxiété.. " Zur Entwicklung der Beschwerden hielt der Arzt sodann fest: "En conclusion il s'agit d'un patient de 46 ans, présentant une anamnèse de lombosciatique droite depuis 90, soldée en 91 par une opération d'hernie discale L4-L5 droite par le Dr Robert. Dès lors la situation ne s'est pas améliorée et les examens complémentaires ont pu mettre en évidence la récidive d'une grosse hernie discale médiane et latérale droite, au niveau opéré, légèrement luxée vers le bas avec souffrance de la racine L5 à droite.. " Zur Arbeitsfähigkeit schliesslich wurde im medizinischen Bericht wie folgt Stellung genommen: "Selon l'anamnèse la sciatalgie remonte à juin 90, date à laquelle l'incapacité était totale dès ce moment-là. La présence d'une récidive d'hernie discale connue dès oct. 92 avec présence au stade actuel d'une discarthrose lombaire, contre-indique toute activité nécessitant des efforts physiques. Dès janv. 93, le patient fonctionne comme commissionnaire à temps très partiel, activité ne représentant en soit aucun effort physique. L'exigibilité dans cette activité ainsi que celle de vendeur de voitures pourrait être estimée jusqu'à 50 % pour autant qu'il n'y ait pas de port de charges excédant quelques kilos, pour autant qu'il y ait la possibilité de changer fréquemment de position, pour autant enfin qu'il y ait possibilité de repos dans la journée, ce qui semble possible. ... Le pronostic dans ce cas est plutôt défavorable, en raison également du psychisme particulier du patient laissant entrevoir à travers son anamnèse, une marginalisation socio-professionnelle chez un sujet au bénéfice d'aucune formation professionnelle avec une scolarisation minimale. Dès lors, même si la capacité théorique de travail dans une situation adaptée pourrait aller jusque'à 50 %, elle risque de n'être effective qu'à 25 % dans toute activité future en raison du contexte psycho-social"Dr. med. R.________ diagnostizierte in seinem Bericht vom 16. Dezember 1996 ein chronisches Lumbovertebralsyndrom bei Status nach Diskushernienoperation L4/L5 im Mai 1991 sowie chronisch obstruktive Bronchopneumopathie. Seiner Meinung nach sind die Beschwerden etwa gleich geblieben und es hat sich an der Arbeitsunfähigkeit nichts geändert. Im Gutachten der Rheumatologischen Klinik und Poliklinik des Spitals X.________ vom 30. September 1997 schliesslich wurde folgende Diagnose gestellt: "1. Chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom mit/bei -Status nach Hemilaminektomie L5 rechts bei Diskushernie L4/5 rechts 1991 mit residuellem sensorischem Ausfallsyndrom L5 rechts -sekundärer Periarthropathia coxae links -segmentaler Ueberlastung zufolge statischen Veränderungen (Beckenschiefstand, linkskonvexe Skoliose)