Citation: 1A.15/2004 13.07.2004 E. 2

Gegenstand der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist die Frage, ob das Kantonsgericht im angefochtenen Urteil Umweltschutzrecht des Bundes, insbesondere Bestimmungen, die den Lärmschutz betreffen, verletzt hat. 2.1 Das Kantonsgericht hat sich im angefochtenen Urteil mit den einzelnen Lärmimmissionen befasst, die von dem umstrittenen Gewerbebetrieb ausgehen könnten, und insbesondere festgehalten, die beim Umladen der Geräte entstehenden Lärmimmissionen seien praktisch vernachlässigbar, obwohl dies in den heiklen Zeiten am Morgen früh und mittags geschehe. Da der Geräteumschlag in der Regel nur von Einsatzort zu Einsatzort geschehe und die Geräte selten ins Lager zurückgeschoben oder von dort abgeholt werden müssten, sei auch die durch den Zubringerverkehr bedingte Lärmstörung als geringfügig zu qualifizieren, zumal zusätzlich zum Betriebsinhaber lediglich ein freier Mitarbeiter während ca. zwei Tagen beschäftigt werde. Anlässlich des Augenscheins sei schlüssig dargelegt worden, dass ein zweiter Angestellter lediglich durch eine unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit des Betriebsinhabers temporär zum Einsatz gelangt sei bzw. immer noch gelange. Die Wartungsarbeiten an den Geräten bewirkten keine in der Umgebung wahrnehmbaren Immissionen. Das Ausblasen der Filter, woran sich der Beschwerdeführer erheblich gestört habe, werde nunmehr andernorts ausgeführt und die demontablen Filter der Trocknungsgeräte würden in der Waschküche ausgespült oder in der Haushaltwaschmaschine gewaschen. Abgesehen vom sporadischen Be- und Entladen und dem Zubringerverkehr seien somit keine weitern Lärmquellen gegeben. Ferner habe sich schlüssig ergeben, dass die Liegenschaft nur dann mit Lastwagen angefahren werde, wenn alte Geräte durch neue ersetzt werden müssten, was selten geschehe und daher unter Lärmaspekten keine Bedenken hervorrufe. Der von der Beschwerdegegnerin angebotene 24-Stunden-Service führe ebenfalls kaum zu zusätzlichen Immissionen. Üblicherweise würden lediglich Sofortmassnahmen am betroffenen Ort ergriffen, eine zusätzliche Belastung der Nachbarschaft in den lärmempfindlicheren Zeiten von 22 bis 7 Uhr und an Sonn- und Feiertagen sei nicht zu befürchten. 2.2 Diese gerichtlichen Feststellungen des Sachverhalts binden das Bundesgericht (Art. 105 Abs. 2 OG). Der Beschwerdeführer bestreitet diese Feststellungen letztlich nicht und widerspricht insbesondere auch der Feststellung des Kantonsgerichts nicht, er habe anlässlich der Parteiverhandlung selbst eingeräumt, dass eine Verletzung der Lärmgrenzwerte nicht vorliegt. Nachdem für die streitbezogene Liegenschaft die Lärmempfindlichkeitsstufe 2 massgebend und diese somit unbestrittenermassen eingehalten ist, verletzt die Bewilligung des umstrittenen Betriebes das Umweltschutzrecht des Bundes nicht. Ebenso wenig ist das massgebende Zonenreglement verletzt, soweit mit der Beschränkung der Zulässigkeit von Gewerbebetrieben auf "nicht störende" Betriebe in der Wohnzone 2a der Schutz der Wohnbevölkerung vor Lärmimmissionen gewährleistet werden soll, welche von Gewerbebetrieben ausgehen. Das Kantonsgericht hat die Einhaltung der kantonalen bzw. kommunalen Zonenvorschriften nur unter dem Gesichtswinkel der städtebaulichen (raumplanerischen) Aspekte und der Verkehrssicherheit geprüft. Selbst wenn diese Vorschriften auch den Wohncharakter beeinträchtigende Lärmimmissionen zum Gegenstand hätten, wie der Beschwerdeführer jedenfalls sinngemäss geltend machen will, wären diese nicht geeignet, über das Umweltschutzrecht hinausgehende Lärmimmissionsgrenzen zu begründen. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde erweist sich daher als unbegründet und ist abzuweisen.