Citation: 9C_261/2008 19.11.2008 E. 4

Die medizinischen Akten ergeben folgendes Bild: Mit Bericht vom 28. Dezember 2005 gab Dr. med. F.________, leitender Arzt Gefässchirurgie am Spital X.________, an, der Versicherte benötige orthopädische Serienschuhe, allenfalls mit orthopädischen Änderungen, aber keine orthopädischen Massschuhe. Am 11. Mai 2006 ersuchte der Orthopäde Dr. med. A.________ die IV-Stelle um einen Kostenbeitrag für ein weiteres Paar Serienschuhe und begründete auf entsprechende Anfrage der IV-Stelle am 29. Mai 2006 diesen Mehrverbrauch aus medizinischer Sicht. Am 17. November 2006 wurde von der Abteilung allgemeine Chirurgie am Spital X.________ ein Paar orthopädische Massschuhe verordnet. Mit Schreiben vom 26. März 2007 führten die Dres. med. B.________ und C.________ aus, an der medizinischen Notwendigkeit einer Versorgung mit orthopädischen Serienschuhen - wie sie von Dr. med. A.________ am 29. Mai 2006 beschrieben worden sei - habe sich nichts verändert. Nach wie vor bestehe die Indikation zum ständigen Tragen von Serienschuhen mit massgebetteten Einlagen. Auf entsprechende Nachfrage der IV-Stelle gab Dr. med. C.________ mit undatierter Stellungnahme an, der Beschwerdeführer benötige aus orthopädischer Sicht Serienschuhe mit massgebetteter Einlage. Dr. med. D.________ führte in seinem Attest vom 20. Dezember 2007 aus, der Versicherte könne ausschliesslich in orthopädischen Massschuhen gehen. Diese müsse er "vom Aufstehen bis zum ins Bett gehen" tragen, weshalb ein zweites Paar Massschuhe absolut notwendig sei, damit er tagsüber die Schuhe wechseln könne und sich dadurch weitere Druckstellen - welche sehr gefährlich seien, da sie zu Nekrosen und erneuten Amputationen führen könnten - verhindern liessen. Auch müssten die Schuhe ab und zu kontrolliert und allenfalls ausgebessert werden. Sodann sei es insbesondere für Diabetiker wichtig, aus hygienischen Gründen die Schuhe wechseln zu können, um Pilzinfektionen zu vermeiden. Schliesslich würden sich sowohl die Schuhe als auch die Füsse "mit der Zeit etwas verändern bzw. abnutzen", weshalb der Beschwerdeführer einmal pro Jahr neue orthopädische Massschuhe benötige. Im letztinstanzlich aufgelegten Schreiben vom 10. April 2008 führte Dr. med. E.________ (zu Handen des behandelnden Dr. med. D.________) aus, die mit dem Versicherten befassten Ärzte entschuldigten sich für das Schreiben vom 26. März 2007. Bei der noch vorhandenen Rückfussform seien orthopädische Serienschuhe nicht die richtige Versorgung und es müssten Massschuhe mit orthopädischer Bettung angepasst werden; dies sei schon im März 2007 der Fall gewesen. Der Hausarzt solle sich daher mit dem Versicherten und dem Orthopädie-Techniker in Verbindung setzen "zwecks Neuanfertigung von 2 Mass-Schuhen mit orthopädischer Fuss-Bettung". Abschliessend sei zu bemerken, dass der Beschwerdeführer bereits ein Paar Massschuhe besitze.