Citation: 1F_16/2020 E. 3

Gemäss Art. 121 lit. b BGG kann die Revision eines Entscheids des Bundesgerichts verlangt werden, wenn das Gericht einer Partei mehr oder, ohne dass das Gesetz es erlaubt, anderes zugesprochen hat, als sie selbst verlangt hat, oder weniger als die Gegenpartei anerkannt hat. Dieser Revisionsgrund ist vorliegend offensichtlich nicht erfüllt: Das Bundesgericht hat die Beschwerde abgewiesen und damit nichts zugesprochen. Es liegt auch keine Anerkennung durch die Gegenpartei vor. Dabei kann offenbleiben, ob eine solche vor Bundesgericht überhaupt beachtlich wäre (vgl. MATTHIAS HÄRRI, in: Basler Kommentar zum BGG, 3. Aufl., Art. 32 N. 18), jedenfalls in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (vgl. Urteil 2C_299/2009 vom 28. Juni 2010 E. 1.3 mit Hinweis). Die im Verfahren 1C_22/2019 zur Vernehmlassung eingeladenen kantonalen Behörden, d.h. der Staatsrat und das Kantonsgericht Wallis, haben die Beschwerde weder ganz noch teilweise anerkannt, sondern Beschwerdeabweisung beantragt. Der Staatsrat hat die Stellungnahme der KBK vom 7. Februar 2019 lediglich seiner Eingabe vom 13. Februar 2019 beigelegt, ohne sie sich zu eigen zu machen. Das Kantonsgericht hat sich in seinem Revisionsentscheid vom 12. August 2019 ausführlich mit der Stellungnahme der KBK vom 7. Februar 2019 auseinandergesetzt und die darin enthaltenen Aussagen als unrichtig erachtet: Es kam zum Ergebnis, dass alle auf den Parzellen der Gesuchstellern bestehenden Bauten schon vom Wiederherstellungsbefehl der KBK umfasst gewesen seien und dies auch von den Gesuchstellern so verstanden worden sei (E. 2.4.2 in fine). Zudem hielt es fest, dass der Fortbestand der 1967 bewilligten Baute ausgeschlossen werden könne (E. 3.3.2).