Citation: 6P.82/2000 22.01.2001 E. 17

17.- a) Der Beschwerdeführer beanstandet die Feststellung des Kantonsgerichts als willkürlich, er habe durch das Nichtangeben seines Aktienbesitzes dem Pfändungsbeamten Vermögenswerte vorsätzlich verheimlicht. Die Aktien seien verpfändet gewesen, weshalb er habe annehmen dürfen, insoweit bestehe keine Deklarationspflicht; zudem hätten die Untersuchungsbehörden nicht abgeklärt, ob der Beschwerdeführer Alleineigentümer der Aktien gewesen sei, und schliesslich verletze das Kantonsgericht den Grundsatz "in dubio pro reo" als Beweislastregel, wenn es dem Beschwerdeführer vorwerfe, ihm könne ganz grundsätzlich kein Glaube mehr geschenkt werden, weil er gegenüber dem Betreibungsbeamten konsequent falsche Angaben gemacht habe (Beschwerdeschrift S. 69 ff. lit. d). b) Das Kreisgericht Ilanz hatte den Beschwerdeführer am 8. März 1984 wegen Pfändungsbetrugs verurteilt. In der Urteilsbegründung (Akten der Staatsanwaltschaft, act. 51 S. 11) führte das Gericht unter anderem aus: "Die Aussage des Angeklagten, wonach er die fraglichen Kassenobligationen nur leihweise von seinen Geschwistern bekommen hatte und dass das erwähnte Kontokorrentguthaben ihm nur treuhänderisch zur Verfügung stand, ist deshalb irrelevant. Rechtlich gehörten die fraglichen Vermögensstücke zum Eigentum des Angeklagten. Er hätte sie deshalb dem Betreibungsbeamten bei der Aufstellung des Pfändungsprotokolles erwähnen müssen. Er hätte auch sagen müssen, dass daran Drittansprüche bestehen. Über die Begründetheit von solchen Ansprüchen wäre dann im Widerspruchsverfahren entschieden worden. Indem der Angeklagte dem Betreibungsbeamten diese Vermögenswerte nicht angegeben hat, hat er eindeutig Vermögensstücke zum Nachteil seiner Gläubiger verheimlicht.. " Im Lichte dieser Verurteilung ist die Beweiswürdigung des Kantonsgerichts jedenfalls nicht willkürlich, wenn es festhält, der Argumentation des Beschwerdeführers könnte allenfalls Glauben geschenkt werden, wenn es sich bei ihm um eine in Betreibungsangelegenheiten unerfahrene Person handeln würde und die unterlassene Deklaration der Aktien als alleiniger Sachverhalt zur Diskussion stünde; nachdem der Beschwerdeführer aber gegenüber dem Betreibungsbeamten konsequent falsche Angaben gemacht habe, könne ihm auch in diesem Punkt kein guter Glaube zugestanden werden (angefochtener Entscheid S. 51 unten). Das Kantonsgericht führt weiter aus (S. 52 unten), selbst wenn der ganze Aktienbesitz verpfändet gewesen wäre, hätte es nicht im Ermessen des Schuldners gelegen zu entscheiden, ob diese Vermögenswerte im Rahmen des Pfändungsvollzugs anzugeben gewesen wären. Angesichts dieser Eventualbegründung sind sämtliche Rügen unbehelflich, die sich mit der Frage befassen, ob die Aktien im fraglichen Zeitpunkt verpfändet waren und ob der Beschwerdeführer frei darüber hätte verfügen können. Dasselbe gilt für seine Ausführungen, das Kantonsgericht habe sich - obwohl er mit seiner Frau den Güterstand der Gütertrennung vereinbart habe - nicht darüber ausgesprochen, ob und wie viele Aktien im Alleineigentum des Beschwerdeführers gestanden hätten. Damit erweisen sich die Rügen als offensichtlich unbegründet, soweit darauf überhaupt eingetreten werden kann.