Citation: U 126/04 30.09.2004 E. 3

Streitgegenstand bildet die Leistungspflicht nach UVG aus den Ereignissen vom 20. März 2000 (Sturz vom Stuhl), vom 22. August 2000 (Zusammenprall beim Fussballtraining) und vom 7. Dezember 2000 (Auffahrkollision). 3.1 In Bezug auf das Ereignis vom 20. März 2000 kann mit dem kantonalen Gericht als erstellt gelten, dass sich der Beschwerdeführer eine Schädelprellung und Gehirnerschütterung (Commotio cerebri) zuzog, welche zu einem raschen Behandlungsabschluss und nur zu einer kurzzeitigen Arbeitsunfähigkeit führte (Bericht Spital X.________ vom 23. März 2000, Zeugnis Dr. med. H.________ vom 14. Mai 2000). Gegenüber dem SUVA-Kreisarzt gab der Beschwerdeführer am 28. November 2000 an, nach diesem Unfall keine besonderen Probleme, insbesondere keine eigentlichen Kopfschmerzen gehabt zu haben. Auch die Neurologin Dr. med. Y.________ hielt in ihrem Schreiben vom 11. Dezember 2000 fest, nach dem Unfall vom 20. März 2000 sei es zu einer vollständigen Restitution gekommen. Wie Verwaltung und Vorinstanz richtig feststellten, ist davon auszugehen, dass die vom ersten Unfall herrührenden initialen Beschwerden bereits vor dem zweiten Unfallereignis vollständig abgeklungen waren. 3.2 Nach dem Zusammenprall im Fussballtraining am 22. August 2000 war gemäss dem Bericht des Spitals X.________ (vom 23./24. August 2000) fremdanamnestisch keine Bewusstlosigkeit vorhanden. Man diagnostizierte eine erneute Commotio cerebri und erhob als Befunde eine zeitliche Desorientiertheit, eine Erinnerungslücke von zirka einem Tag sowie einen Druckschmerz vom Hinterkopf bis zur rechten Schläfe. Die Röntgenbefunde von Schädel und Wirbelsäule waren unauffällig. Nach dem komplikationsfreien Verlauf der angeordneten stationären Commotio-Überwachung wurde der Beschwerdeführer am nächsten Morgen in gutem Allgemeinzustand nach Hause entlassen. Vom 22. August bis 5. September 2000 bestand eine vollständige, vom 6. bis 17. September 2000 eine 30-prozentige und ab 18. September 2000 eine 20-prozentige Arbeitsunfähigkeit. In der Folge traten Nackenschmerzen, Schwindel, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen sowie Verspannungsgefühle (in der Nacken- und BWS-Gegend) auf. Die Neurologin Dr. med. Y.________ fand bei der Untersuchung des Versicherten am 6. Dezember 2000 kein klinisch fassbares neurologisches Korrelat für die von ihr als unspezifisch bezeichneten Beschwerden und beurteilte den Allgemeinzustand als gut. Sie empfahl ein körperlich aufbauendes Training, wobei die Arbeitsfähigkeit allmählich von 80% auf 100% zu steigern sei (Bericht vom 11. Dezember 2000). Mit Verwaltung und Vorinstanz ist davon auszugehen, dass zum Untersuchungszeitpunkt am 6. Dezember 2000 somit auch keine organisch nachweisbare gesundheitliche Beeinträchtigung mehr bestand, die auf den zweiten Unfall vom 22. August 2000 zurückzuführen war. 3.3 Hingegen steht fest, dass der Beschwerdeführer anlässlich des dritten Unfalls vom 7. Dezember 2000 eine Gesundheitsschädigung erlitten hat, welche nach der Rechtsprechung adäquanzrechtlich zum Formenkreis der Distorsionsverletzungen der HWS und milder Schädel-Hirntraumen zählt. Auf Grund der medizinischen Akten, insbesondere des Berichts des Hausarztes Dr. med. H.________ vom 9. Januar 2001 und seines Arztzeugnisses vom 23. Januar 2001, ist mit hinreichender Sicherheit erstellt, dass der Versicherte unmittelbar nach dem Unfall Symptome aufwies (Übelkeit, Zittern, Schwindel, vermehrte Nackenschmerzen), welche dem nach derartigen Verletzungen nicht selten beobachteten und deshalb von der Rechtsprechung als typisch bezeichneten "bunten" Beschwerdebild (BGE 119 V 338 Erw. 1, 117 V 360 Erw. 4b, 382 Erw. 4b) zuzurechnen sind. 3.4 Hinsichtlich aller drei Unfallereignisse liess das kantonale Gericht die Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang zunächst offen und prüfte zuvor die Frage nach der Adäquanz. Nach SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 ist dies ist nicht zu beanstanden.