Citation: 1P.290/2002 20.12.2002 E. 3

Die vom Verwaltungsgericht der Beschwerdeführerin zuerkannte Enteignungsentschädigung setzt sich aus folgenden Positionen zusammen: - einer Verkehrswertentschädigung in Höhe von Fr. 13'360.-- (167 m2 ohne bauliche Nutzung à Fr. 80.--/m2); - Fr. 2'500.-- für die Beeinträchtigungen während der Bauzeit; und - Inkonvenienzentschädigungen von Fr. 13'500.-- für den Verlust von drei Parkplätzen und von Fr. 20'000.-- für den Verlust an mit dem Werkhofkran bedienbarer Lagerfläche. Die Beschwerdeführerin akzeptiert die Verkehrswertentschädigung in Höhe von Fr. 13'360.--; sie wendet sich in der staatsrechtlichen Beschwerde einzig gegen die ihrer Auffassung nach zu tiefen Entschädigungen für die Inkonvenienzen während der Bauzeit und für dauernde Betriebserschwernisse. 3.1 In kantonalen Enteignungssachen prüft das Bundesgericht frei, ob die kantonalen Normen dem Grundsatz der vollen Entschädigung gemäss Art. 26 Abs. 2 BV entsprechen. Ebenfalls mit freier Kognition wird geprüft, ob die Enteignungsentschädigung und ihre Höhe methodisch richtig ermittelt wurden und ob insoweit dem verfassungsrechtlichen Anspruch auf volle Entschädigung Rechnung getragen wurde. Soweit mit der Beschwerde hingegen die bei der Anwendung dieser Methoden getroffenen tatsächlichen Feststellungen oder Annahmen kritisiert werden, ist das angefochtene Urteil lediglich auf Willkür hin zu überprüfen (BGE 122 I 168 E. 2c S. 173, mit Hinweisen). 3.2 Willkürlich ist ein Entscheid, der mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Dabei genügt es nicht, dass die Begründung unhaltbar ist, der Entscheid muss sich vielmehr im Ergebnis als willkürlich erweisen (BGE 125 I 166 E. 2a; 125 II 10 E. 3a; 129 E. 5b; 122 I 61 E. 3a je mit Hinweisen). 3.3 Aus dem in Art. 29 Abs. 2 BV festgehaltenen Anspruch auf rechtliches Gehör ergibt sich für den Richter die Pflicht, seinen Entscheid zu begründen. Er muss wenigstens kurz die wesentlichen Überlegungen anführen, von denen er sich dabei hat leiten lassen, sodass der Entscheid vom Betroffenen in voller Kenntnis der Sache angefochten und von der Rechtsmittelinstanz überprüft werden kann. Dabei muss sich der Richter nicht mit allen tatsächlichen Behauptungen und rechtlichen Einwänden auseinandersetzen. Er kann sich vielmehr auf die für seinen Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 126 I 97 E. 2b; 122 IV 8 E. 2c; 121 I 54 E. 2c, je mit Hinweisen).