Citation: 2C_688/2017 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz ist zum Ergebnis gekommen, sowohl der Aufenthalt des Stiefvaters in Deutschland als auch die Übersiedlung des Beschwerdeführers und seines Stiefvaters in die Schweiz im November 2015 würden nicht der Aufrechterhaltung der familiären Beziehungen dienen, sondern der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers. Sie stützt sich dabei auf folgende Umstände bzw. Indizien: Der Beschwerdeführer habe mehrere Male erfolglos versucht, in der Schweiz ein Aufenthaltsrecht zu erhalten. Im Monat nach Ablauf der Wegweisungsfrist habe der Stiefvater in U.________ eine Zweizimmerwohnung gemietet, in der er sich gemäss polizeilichen Ermittlungen im Jahr 2011 nur zeitweilig aufgehalten habe. Der Stiefvater habe sich offensichtlich erst im Laufe des deutschen Nachzugs- bzw. Rechtsmittelverfahren tatsächlich regelmässig in Deutschland aufgehalten, wodurch sich der Verdacht eines verfahrensangepassten Verhaltens aufdränge. Der Stiefvater habe in seiner Befragung durch die Stadtpolizei Zürich vom 16. Februar 2012 erklärt, er habe die Wohnung in U.________ für den Beschwerdeführer mieten müssen, weil dieser dies nicht tun könne, da er keine Aufenthaltsbewilligung bekomme. Der Beschwerdeführer müsste dafür eine Deutsche heiraten, was er auch mache, wenn er eine finde. Der Stiefvater habe wiederholt bekräftigt, die Wohnung nur aus Goodwill gemietet zu haben, damit der Beschwerdeführer einen Wohnsitz habe, wenn er in Deutschland eine Bewilligung bekäme. Der Beschwerdeführer habe sinngemäss im Mai 2016 gegenüber der Stadtpolizei Zürich bestätigt, die Wohnsitznahme in Deutschland sei erfolgt, weil er dort habe arbeiten wollen. In der Schweiz habe der Beschwerdeführer am 1. Dezember 2015 eine Stelle angetreten und er habe in seinem Gesuch vom 25. November 2015 die Aufnahme dieser Erwerbstätigkeit als Aufenthaltszweck angegeben. Mitte November 2015 sei er direkt zu seiner Schwester an die F.________-Strasse gezogen, habe also keine familiäre Gemeinschaft mit Mutter und Schwiegervater begründet. Es sei ihm somit nicht Kost und Logis bei Mutter und Stiefvater gewährt worden. Insgsamt erweise sich die Geltendmachung eines freizügigkeitsrechtlichen Nachzugsanspruchs als offensichtlich rechtsmissbräuchlich, ebenso eines Anspruchs nach Art. 42 Abs. 2 AuG.