Citation: 4A_491/2023 E. 6.2

6.2. Der Beschwerdeführer trägt weiter vor, sein Taggeld hätte sich nur unwesentlich verringert, wenn er der Beschwerdegegnerin gemeldet hätte, dass er am 1. September 2018 gearbeitet habe. Auch dies lässt die vorinstanzlichen Feststellungen nicht als willkürlich erscheinen. Im Gegenteil war sich die Vorinstanz durchaus bewusst, dass der erzielte Vermögensvorteil aus dem Verschweigen des Arbeitseinsatzes am 1. September 2018 verhältnismässig gering war. Sie verwies auf Ziff. B.1.2 der AVB, wonach die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen entsprechend dem Grad der Arbeitsunfähigkeit erbringt. Sodann erwog sie, die Beschwerdegegnerin hätte für den 1. und 2. September 2018 keine vollen Taggelder ausgerichtet, wenn sie gewusst hätte, dass der Beschwerdeführer damals höchstens zu 90 % arbeitsunfähig gewesen sei. Die Vorinstanz gab ausdrücklich zu bedenken, dass dies im Vergleich zu den gesamthaft im Raum stehenden Beträgen gering erscheinen möge. Sie verwies aber zutreffend auf das Urteil 5C.125/2006 von 12. Dezember 2006 E. 3, gemäss dem "das Gewicht der Unkorrektheit bzw. das Verhältnis des g eltend gemachten Mehrbetrags zum gesamten Schaden ohne Bedeutung " ist. Entsprechend liess die Vorinstanz offen, ob der Beschwerdeführer schon vor dem 1. September 2018 arbeitsfähig war.