Citation: 6B_1363/2019 E. B

Das Obergericht des Kantons Zürich bestätigte am 3. Oktober 2019 den erstinstanzlichen Schuldspruch wegen versuchter vorsätzlicher Tötung. Es bestrafte A.________ mit einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren und verpflichtete ihn, B.________ Fr. 40'000.-- zuzüglich 5 % Zins ab 18. Februar 2014 als Genugtuung zu bezahlen, wobei es von der bereits geleisteten Genugtuungszahlung von Fr. 20'000.-- Vormerk nahm. Das Schadenersatzbegehren verwies es wie bereits die erste Instanz zur Feststellung der genauen Schadenshöhe auf den Zivilweg. Dem Urteil des Obergerichts liegt folgender Sachverhalt zugrunde: B.________ (geb. 1994) und A.________ (geb. 1988) trafen sich am 18. Februar 2014 um ca. 3:50 Uhr in stark angetrunkenem Zustand an der Tramhaltestelle Milchbuck in Zürich, wo sie sich zunächst während rund zwanzig Minuten unterhielten, wobei A.________ eher auf B.________ reagierte, als das Gespräch selber zu gestalten. Um 4:10 Uhr drehte sich B.________ von A.________ weg Richtung Tramgleise. Als er sich zurückdrehte bzw. gerade zurückgedreht hatte, griff A.________ ihn an den Hals, schlug ihn gegen den Kopf und verpasste ihm Fusstritte. B.________ wehrte sich zunächst noch gegen den Angriff von A.________. Ab 4:13 Uhr lag er wehrlos, aber nicht gänzlich bewegungsunfähig am Boden. A.________ versuchte, B.________ vom Boden hochzuziehen, liess ihn aber wieder fallen und entfernte sich einige Meter von ihm. Danach kehrte er zurück und trat mehrfach gegen dessen Kopf, bevor er B.________ in den nächsten zwei Minuten ca. zwei Meter wegschleppte oder trug. Um 4:16 Uhr trat A.________ erneut gegen den Kopf von B.________. Nachdem dieser sich zur Seite gedreht hatte, trat A.________ gegen dessen Arm und um 4:17 Uhr gegen dessen Kopf. Danach bewegte sich A.________ ohne grosse Gestik um B.________ herum. Rund 17 Minuten später trat er mit grossen Ausholbewegungen noch mindestens dreimal gegen den Kopf des bewegungslos am Boden liegenden B.________. Danach verliess er den Tatort ruhigen Schrittes Richtung lrchelpark. Kurz darauf kehrte er an den Tatort zurück. Als er die anrückende Polizei bemerkte, floh er in den Tramtunnel. An der Tramhaltestelle Tierspital wurde er im Untergeschoss bei den Perrons um ca. 4:54 Uhr angehalten und widerstandslos verhaftet.