Citation: 4A_359/2018 E. 1.3.2

1.3.2. Auch die weitere Teilvoraussetzung, dass mit einem Endentscheid ein bedeutender Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren erspart werden könnte, ist erfüllt. Der Beschwerdeführer macht geltend, der Beschwerdegegner werfe ihm vor, in sorgfaltswidriger Weise während Jahren eine Anlagestrategie verfolgt zu haben, die nicht seinen Bedürfnissen entsprochen habe. Die Behauptung, die von ihm getätigten Anlagegeschäfte stellten eine Vertragsverletzung dar, habe er bestritten. Im weiteren Verfahren würde er darlegen, dass der Beschwerdegegner bewusst eine risikoreiche Anlagestrategie gewünscht habe. Für den Fall, dass das Bezirksgericht eine Vertragsverletzung annähme, würde er aufzeigen, dass der Vermögensverlust der schwierigen Börsenlage im Jahr 2008 geschuldet sei. Der Beschwerdeführer beschreibt in seiner Beschwerde verschiedene Gutachten, welche er als Beweismittel beantragen würde. Darunter insbesondere auch ein Gutachten über die Entwicklung des verwalteten Vermögens bei pflichtgemässer Erfüllung des Vermögensverwaltungsvertrags. Die Erstellung einer solchen Expertise ist naturgemäss zeitaufwändig und teuer. Denn in diesem Gutachten müsste die Entwicklung des tatsächlich verwalteten Vermögens ( effektives Portfolio) verglichen werden mit der Entwicklung eines Vermögens, das unter Beachtung der vertraglichen Sorgfaltspflichten verwaltet worden wäre ( hypothetisches Portfolio). Dieses hypothetische Portfolio müsste durch den Gutachter erst erstellt und anschliessend dessen Wert berechnet werden. In zeitlicher Hinsicht ist zudem zu beachten, dass ein gestaffeltes Beweisverfahren durchgeführt werden müsste: Zuerst wäre in einem ersten Schritt zu ermitteln, welche Anlagestrategie bei pflichtgemässer Erfüllung des Vermögensverwaltungsvertrages gewählt worden wäre. In diesem Zusammenhang hat der Beschwerdeführer insbesondere bestritten, dass es sich beim anvertrauten Vermögen um die Altersvorsorge des Beschwerdegegners gehandelt habe. Erst wenn die Frage der bei pflichtgemässer Erfüllung zu wählenden Anlagestrategie geklärt ist, könnte in einem zweiten Schritt das Gutachten über die Entwicklung des Vermögens bei pflichtgemässer Erfüllung erstellt werden. Durch einen Endentscheid im Falle der Gutheissung der Beschwerde würde sich folglich eine erhebliche Zeit-, Kosten- und Aufwandsersparnis ergeben.