Citation: I 260/99 30.05.2000 E. 2

2.- a) In dem von der Verwaltung eingeholten Bericht des Spitals X.________ (Rheumaklinik und Institut für Physikalische Medizin) vom 15. November 1996 wird ein chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom bei stati- scher Störung (Skoliose, Flachrücken), diffuser idiopathi- scher skelettaler Hyperostose und vordergründiger Schmerz- verarbeitungsstörung sowie Vitiligo diagnostiziert. Zur Arbeitsfähigkeit wird ausgeführt, unter Annahme einer mit- telschweren Belastung sei der Versicherte in der angestamm- ten Tätigkeit als Ofenchef in der Aluminiumindustrie voll arbeitsfähig; auch sei ihm jede leicht bis mittelschwer be- lastende Tätigkeit ohne Extrembelastungen in Bezug auf zu hebende Gewichte oder monotone Körperhaltungen zumutbar. Demgegenüber bestätigt die behandelnde Ärztin, Dr. med. P.________, Allgemeine Medizin FMH, am 10. September 1996 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit als Metallarbeiter ab 11. Oktober 1994 bei schweren degenerativen Veränderungen der distalen Lendenwirbelsäule mit Osteochondrosen, Spondy- lose und Spondylarthrose, Status nach Wirbelkörperfraktur lumbal, diffuser skelettaler Hyperostose, Spondylarthrosis cervicalis und thoracalis sowie rechtskonvexer BWS-Skolio- se. Gegenüber dem beteiligten Krankenversicherer gab die behandelnde Ärztin eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in der Zeit vom 24. November 1995 bis 28. Februar 1997, eine solche von 50 % vom 1. März bis 27. April 1997 sowie eine erneute vollständige Arbeitsunfähigkeit ab 28. April 1997 an, wobei zusätzlich eine aktivierte Gonarthritis erwähnt wurde. b) Die Vorinstanz hat die Stellungnahme des Spitals X.________ zur Arbeitsfähigkeit ihrer Zumutbarkeitsbeur- teilung zugrunde gelegt, weil der Bericht vom 15. November 1996 auf weitgehenden Abklärungen beruhe, umfassend sowie in sich schlüssig sei und spezifische Ausführungen zur Arbeitsfähigkeit enthalte. Demgegenüber vermöchten die Angaben der behandelnden Ärztin nicht zu überzeugen, da sie auf weniger umfassenden Abklärungen beruhten und von einer unzutreffenden Berufstätigkeit (Metallarbeiter) ausgingen; auch fehlten Angaben dazu, inwieweit dem Beschwerdeführer eine den Rücken nicht belastende Tätigkeit zugemutet werden könne. Der Beschwerdeführer hält dem entgegen, das Spital X.________ gehe von der falschen Annahme aus, dass die bisherige Tätigkeit als Ofenchef körperlich nur mittel- schwer gewesen sei; aufgrund der übereinstimmenden ärzt- lichen Berichten sei davon auszugehen, dass schwere degene- rative Veränderungen an der Wirbelsäule vorhanden seien. Die frühere Tätigkeit des Beschwerdeführers bei der R.________ AG dürfte als schwer zu bezeichnen sein, auch wenn die Arbeit als Ofenchef in einem Metallwerk je nach dem Stand der technischen Betriebseinrichtungen unter- schiedliche Anforderungen stellen kann. Der Beschwerde- führer hat jedoch ungeachtet des im Jahre 1960 erlittenen Rückenschadens und der ihm von der SUVA ausgerichteten Rente in der Zeit vom 30. April 1969 bis 30. November 1992 voll als Ofenchef gearbeitet und dabei einen normalen Ver- dienst erzielt. Anhaltspunkte dafür, dass er im Anschluss an den Unfall von 1960 eine Tätigkeit aufgenommen und in der Folge während mehr als 23 Jahren ausgeübt hat, welche ihm aus gesundheitlichen Gründen nicht zumutbar gewesen wäre, bestehen nicht. Nach den Angaben des Arbeitgebers entsprach der Lohn der Arbeitsleistung; krankheits- oder unfallbedingte Absenzen werden lediglich für die Zeit vom