Citation: 2C_866/2020 E. 8

Die Beschwerdeführerinnen rügen schliesslich, dass die strittigen Textstellen Art. 19 Abs. 4 lit. a DSG verletzen. Sie sind der Auffassung, dass ihre Abänderungsanträge notwendig seien, um ihre Persönlichkeitsrechte zu wahren, da die Publikationsversion 2 zu Unrecht insinuiere, dass die Beschwerdeführerinnen an angeblichen Absprachen und Kontakten mit globaler bzw. internationaler Dimension beteiligt gewesen seien. Gemäss Art. 19 Abs. 4 lit. a DSG haben Bundesorgane die Bekanntgabe von Daten abzulehnen, einzuschränken bzw. sie mit Auflagen zu verbinden, wenn wesentliche öffentliche Interessen oder offensichtlich schutzwürdige Interessen einer betroffenen Person es verlangen. Das Bundesgericht ist vorliegend zum Schluss gelangt, dass, solange die Publikationsversion 2 lediglich in indirekter Weise ein über die sanktionierten Strecken hinausgehendes kartellrechtswidriges Verhalten insinuiere, ihre Veröffentlichung mit Art. 48 KG vereinbar sei. Dasselbe gilt in Bezug auf den durch Art. 19 Abs. 4 lit. a DSG garantierten Persönlichkeitsschutz, weshalb auf die diesbezüglichen Erörterungen verwiesen werden kann (vgl. E. 6.6). Insofern die Publikationsversion 2 keinen direkten Bezug mit einem über die sanktionierten Strecken hinausgehendes kartellrechtswidrigen Verhalten kartellrechtswidrigen Verhalten herstellt, verstösst die Publikationsversion 2 nicht gegen Art. 19 Abs. 4 lit. a DSG. Die Rüge ist folglich unbegründet.