Citation: 6B_435/2019 E. 2.3

2.3. Die KoFako ist eine Kommission im Sinne von Art. 62d Abs. 2 StGB. Sie beurteilt auf Antrag einer Behörde aus den Kantonen des Strafvollzugskonkordats der Nordwest- und Innerschweiz die Gefährlichkeit von erwachsenen und jugendlichen Straftäterinnen sowie Straftätern und gibt Empfehlungen ab. Die Kommission setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern der Strafverfolgungsbehörden, der Strafvollzugsbehörden und der forensischen Psychiatrie. Die Vorinstanz geht zu Recht davon aus, dass die Mitgliedschaft der Gutachterin in der KoFako hier keine Vorbefassung begründet. Es ist unbestritten, dass die Sachverständige in der KoFako nie mit dem Fall des Beschwerdeführers befasst war. Im vorliegenden Verfahren um bedingte Entlassung aus der Verwahrung wurde zudem auf die Einholung einer Empfehlung der KoFako verzichtet (Beschluss S. 9). Die Tatsache, dass eine forensische Psychiaterin, die häufig Aufträge der Strafvollzugsbehörden erhält, als Expertin Mitglied einer interdisziplinären Fachkommission ist, vermag in einer objektiven Betrachtungsweise kein Misstrauen in ihre Unabhängigkeit und Unparteilichkeit zu wecken. Daran ändert auch nichts, dass die betreffende Fachkommission in einem Fall bereits Empfehlungen abgegeben hat oder voraussichtlich in Zukunft abgeben wird. Ein Anschein der Befangenheit der Gutachterin im vorliegenden Fall ist nicht ersichtlich. Darauf hinzuweisen ist, dass der Beschwerdeführer im Ergebnis faktisch eine Befangenheit der KoFako bei einer allfälligen Empfehlung in seinem Fall argumentiert, was aber nicht Prozessthema und somit nicht zu prüfen ist. Die Rüge erweist sich als unbegründet.