Citation: C 70/02 12.12.2003 E. 3

3.1 Gemäss Art. 16 Abs. 1 AVIG hat der Versicherte zur Schadenminderung grundsätzlich jede Arbeit unverzüglich anzunehmen. Abs. 2 dieser Bestimmung enthält eine abschliessende Aufzählung der Ausnahmen dieser generellen Annahmepflicht (BGE 122 V 41 Erw. 4d). An die Schadenminderungspflicht sind sodann strenge Anforderungen zu stellen (vgl. BGE 122 V 39, 114 V 347 Erw. 2b; ARV 1990 Nr. 20 S. 133 Erw. 2a). Nach Auffassung des kantonalen Gerichts wäre es dem Beschwerdeführer trotz der geäusserten Einwendungen zumutbar gewesen, sich um die Stelle als Aussendienstmitarbeiter bei den Y.________ Versicherungen zu bewerben. Es führt weiter aus, dass von ihm als Langzeitarbeitslosem besonders intensive Anstrengungen hätten verlangt werden können; die ins Feld geführten Ablehnungsgründe seien nicht stichhaltig. Auch wenn die X.________ mit der Y.________ Versicherung zwischenzeitlich fusioniert habe, könne ausgeschlossen werden, dass der Versicherte im Falle einer Anstellung mit denjenigen Personen, welche er für die Kündigung seines Arbeitsverhältnisses bei der X.________ bzw. für das dieser zugrunde liegende Mobbing verantwortlich mache, hätte zusammenarbeiten müssen. Er habe somit eine ihm zugewiesene, zumutbare Arbeit nicht angenommen und sei daher zu Recht in der Anspruchsberechtigung eingestellt worden. Demgegenüber macht der Beschwerdeführer geltend, eine enge Zusammenarbeit mit den ehemaligen "Mobbern" wäre wegen den Eigenheiten der zugewiesenen Stelle unumgänglich gewesen. Dies umso mehr, als er entgegen den Ausführungen im angefochtenen Urteil vormals nicht in Zürich, sondern in der Zentralschweiz gearbeitet habe, was das Risiko eines Zusammentreffens mit seinen ehemaligen Vorgesetzten und Mitarbeitern erhöhe. 3.2 Dem Beschwerdeführer ist darin zuzustimmen, dass die Vorinstanz fälschlicherweise davon ausgegangen ist, er sei als Allbranchen-Schadeninspektor in Zürich und nicht im Raum Zentralschweiz tätig gewesen. Seine Einwendungen gegen die Bejahung der Zumutbarkeit der vermittelten Stelle im angefochtenen Entscheid erweisen sich aber gleichwohl als unbehelflich. Es wäre ihm möglich gewesen und er wäre auf Grund der ihn treffenden Schadenminderungspflicht auch gehalten gewesen, sich (zunächst) um die zugewiesene Stelle zu bewerben. Sollte sich in der Folge herausgestellt haben, dass die Zusammenarbeit mit Personen, die er für seine Entlassung bei der X.________ verantwortlich macht und gegen die er offenbar einen arbeitsrechtlichen Prozess führt, tatsächlich unumgänglich gewesen wäre, hätte er die angeführte Unzumutbarkeit immer noch geltend machen können.