Citation: 6B_262/2024 E. B

B.a. Das Obergericht des Kantons Aargau bestätigte am 8. Januar 2024 die erstinstanzlichen Schuldsprüche wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung mit Bereicherungsabsicht und mehrfachen Pfändungsbetrugs. Zusätzlich sprach es A.________ des Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB zum Nachteil der Bürgschaftsgenossenschaft B.________ und der Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB schuldig. Es widerrief die mit Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau vom 22. Oktober 2019 und mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm vom 12. September 2019 bedingt ausgesprochenen Strafen, erklärte dementsprechend die Geldstrafen von Fr. 14'400.-- (180 Tagessätze zu Fr. 80.--) und Fr. 10'800.-- (40 Tagessätze zu Fr. 270.--) für vollziehbar und verurteilte A.________ in Berücksichtigung der Freiheitsstrafe von 10 Monaten gemäss Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau vom 22. Oktober 2019 zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 41/2 Jahren. B.b. Dem Urteil liegt folgender Sachverhalt zugrunde: A.________ war seit der Gründung der C.________ AG am 16. September 2009 als Geschäftsführer im Handelsregister eingetragen. Einziger Verwaltungsrat bzw. einzige Verwaltungsrätin war vom Gründungszeitpunkt bis zum 16. Juni 2015 D.________, vom 16. Juni 2015 bis 30. September 2016 E.________ und vom 30. September bis 9. November 2016 F.________. Seit dem 9. November 2016 war A.________ neben seiner Tätigkeit als Geschäftsführer auch einziger Verwaltungsrat der C.________ AG. A.________ war Alleinaktionär der C.________ AG und der G.________ AG, welche im Jahr 2023 mit der C.________ AG fusionierte. Seit der Fusion ist die C.________ AG als AG mit A.________ als Geschäftsführer und Verwaltungsrat bzw. Verwaltungsratspräsident im Handelsregister eingetragen. Das Kontokorrent A.________ stieg in der Buchhaltung der C.________ AG von Fr. 260'474.63 am 30. September 2013 bis auf Fr. 541'440.09 am 30. September 2019 an. A.________ tätigte als Alleinaktionär der C.________ AG in dieser Höhe über die Kreditkarte der C.________ AG Bezüge für private Zwecke. Beim Kontokorrent handelte es sich formell um ein verzinsliches Darlehen, das in der Buchhaltung und den Steuerunterlagen der C.________ AG ausgewiesen wurde. Das Obergericht wirft A.________ vor, er habe seine Pflichten als Verwaltungsrat und Geschäftsführer der C.________ AG verletzt, da das Reinvermögen der C.________ AG im Umfang von Grundkapital und gebundenen Reserven dadurch angegriffen worden und der Gesellschaft ohne adäquate Gegenleistung und ohne adäquate Sicherheiten Liquidität entzogen worden sei. A.________ war im Zeitraum vom 2. September 2014 bis 11. Mai 2020 mit einer Lohnpfändung belegt, in deren Rahmen er gegenüber dem Betreibungsamt Menziken-Burg nur den monatlichen Nettolohn von Fr. 4'263.30 angab, nicht jedoch die zuvor erwähnten Privatbezüge über das Kontokorrent A.________, welche er formell als Darlehen verbuchte. In der Tatzeit wurden gegenüber A.________ Verlustscheine ausgestellt, wobei die Gläubiger nachträglich befriedigt wurden. Das Obergericht wirft A.________ vor, er habe die Zwangsvollstreckung durch die Nichtdeklaration der Privatbezüge verzögert und erschwert. Er habe gewusst, dass er ein zu tiefes Einkommen auswies. Er habe seine Gläubiger grundsätzlich irgendwann befriedigen wollen, was er in der Folge auch getan habe. Er habe in der Absicht gehandelt, die zusätzlichen Einkünfte vor dem Betreibungsamt zu verstecken. Damit habe er sich besserstellen und mehr Mittel zur Verfügung haben wollen, als er mit der regulären Lohnpfändung gehabt hätte. Am 26. März 2020 beantragte A.________ für die C.________ AG bei deren Hausbank, der Bank H.________, einen Covid-19-Kredit in der Höhe von Fr. 500'000.--. Der Kredit wurde gewährt und der Betrag von Fr. 500'000.-- am 27. März 2020 auf das Konto der C.________ AG bei der Bank H.________ ausbezahlt. Am 30. März 2020 überwies A.________ Fr. 350'000.-- auf ein auf seinen Namen lautendes Privatkonto bei der Bank H.________. Gleichentags eröffnete er ein Depot von Namenaktien der Zürich Insurance Group AG (nachfolgend: Zürich Versicherung) und kaufte 1'000 Namenaktien im Wert von Fr. 328'613.--. Diese verkaufte er (nach der Dividendenausschüttung) am 28. April 2020 für einen Betrag von Fr. 308'721.--. Am 30. April 2020 kaufte er erneut Aktien der Zürich Versicherung für Fr. 322'726.--. Weiter kaufte er am 6. April 2020 für Fr. 14'150.-- einen Firmenmantel, den er für eine grössere Überbauung benötigte. Sodann verwendete er den Kredit für die Bezahlung von vorbestehenden Rechnungen. Das Obergericht wirft A.________ vor, er habe mit der Unterzeichnung der Kreditvereinbarung wahrheitswidrig bestätigt, die C.________ AG sei "aufgrund der Covid-19-Pandemie" namentlich hinsichtlich des Umsatzes "wirtschaftlich erheblich beeinträchtigt". Weiter habe er in der Kreditvereinbarung bestätigt, dass er den Kredit ausschliesslich zur Sicherung der "laufenden Liquiditätsbedürfnisse" verwenden werde, dies, obschon er bereits im Zeitpunkt der Antragstellung beabsichtigt habe, den Kredit einerseits für die Bezahlung bereits vorbestehender Schulden und andererseits insbesondere für einen geldvermehrenden Aktienkauf sowie allenfalls den Kauf eines Firmenmantels und damit zweckwidrig zu verwenden. Der Kredit wurde schliesslich vollständig zurückbezahlt.