Citation: 2C_165/2024 E. 5.3

5.3. Der Anspruch auf umgekehrten Familiennachzug setzt unter anderem voraus, dass in wirtschaftlicher Hinsicht eine besonders enge Beziehung zum Kind besteht (BGE 147 I 149 E. 4; 144 I 91 E. 5.1 f.; Urteil 2C_473/2023 vom 21. Februar 2024 E. 5.3). Eine solche liegt vor, wenn die gerichtlich angeordneten Unterhaltszahlungen im Rahmen des Möglichen und Zumutbaren entrichtet werden (BGE 144 I 91 E. 5.2.2). Die Beziehung gilt in wirtschaftlicher Hinsicht aber auch dann als besonders eng, wenn Naturalleistungen (in Form von Betreuungsleistungen) erbracht werden, die einer alternierenden Obhut gleichkommen (BGE 144 I 91 E. 5.2.2; 143 I 21 E. 6.3.2, E. 6.3.4 f.; Urteile 2C_95/2024 vom 8. August 2024 E. 4.3.2; 2C_271/2023 vom 12. Februar 2024 E. 5.5.2; je mit Hinweisen). Alternierend bedeutet, dass sich der nicht obhutsberechtigte Elternteil etwa hälftig an der Betreuung des Kindes beteiligt (BGE 147 I 149 Bst. A.b und E. 4; 143 I 21 E. 5.5.2; Urteile 2C_95/2024 vom 8. August 2024 E. 4.3.4; 2C_271/2023 vom 12. Februar 2024 E. 5.5.3; 2C_243/2021 vom 25. Oktober 2022 E. 3.4).