Citation: 4A_384/2024 E. 4.3.3

4.3.3. Hier geht es nicht um einen allgemeinen Informationsanspruch bei Informationsdefiziten, sondern um Fälle, in denen der Schuldner eine betraglich nicht im Voraus bestimmte Geldleistung verspricht, die eine Abrechnung voraussetzt und von Umständen abhängt, die der Gläubiger nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge im Gegensatz zum Schuldner nicht kennen kann, so dass eine Kontrolle, ob er wirklich erhält, was ihm versprochen wurde, ohne Mitwirkung des Schuldners praktisch nicht möglich wäre. Im konkret zu beurteilenden Fall kommt hinzu, dass nicht nur die Höhe des Anspruchs, sondern auch der Zeitpunkt des Anspruchs auf Leistung von Umständen abhängt (hier dem Ende des Prozesses), die zwar dem Schuldner, nicht aber dem Gläubiger ohne Weiteres bekannt sind.