Citation: 1C_100/2024 E. 3.1

3.1. Es ist unbestritten, dass die beschwerdeführende Einwohnergemeinde im Bereich der Ortsplanung autonom ist (vgl. BGE 142 I 177 E. 4.2.3). Sofern eine Gemeinde Bau- und Zonenvorschriften für Mobilfunkanlagen aufstellt, hat sie jedoch die Schranken des übergeordneten Rechts, insbesondere des Umweltschutz- und Fernmelderechts, zu beachten. Das Kantonsgericht hat die Rechtsprechung des Bundesgerichts zur Planung von Mobilfunkantennenstandorten zutreffend wiedergegeben (E. 4.1 des angefochtenen Entscheids). Es erwog, wenn sich die drei Mobilfunkanbieterinnen lediglich fünf Standorte teilen müssten, käme es zu einer unerwünschten Konzentration von Mobilfunkanlagen mit hoher Sendeleistung. Alternativstandorte würden nicht angeboten. Zwei der fünf vorgeschriebenen Standorte befänden sich ausserhalb der Bauzone. Zudem verfüge Zermatt über eine Gewerbezone, in der die ideellen Immissionen beim Bau von Mobilfunkanlagen weniger stark zu gewichten seien. Die in Abs. 1 und 2 der neuen Reglementsbestimmung vorgesehene Positivplanung sei vor diesem Hintergrund mit der Wirtschaftsfreiheit und dem öffentlichen Interesse an einer guten Mobilfunkversorgung sowie dem Grundsatz der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet unvereinbar. Hinsichtlich der weiteren Absätze von Art. 62ter BZR kam das Kantonsgericht zum Schluss, dass sich diese teilweise wohl rechtskonform auslegen liessen, jedoch mit Ausnahme von Abs. 5 ohne die gemäss dem Ausgeführten als rechtswidrig zu qualifizierenden Bestimmungen sinn- und zwecklos erschienen.