Citation: 1P.422/2005 19.10.2005 E. 2

Das Strafgericht ging bei der erstinstanzlichen Verurteilung davon aus, es könne nicht mit rechtsgenüglicher Sicherheit ausgeschlossen werden, dass der Beschwerdeführer und sein Komplize X.________ "nur" vorgehabt hätten, ihr Opfer ins Knie zu schiessen und sie erst, nachdem dieses selber eine Faustfeuerwaffe gezogen habe, einen Schuss auf dessen Bauch abgefeuert hätten. Das Kantonsgericht verwarf die Hypothese, das Opfer könnte selber eine Faustfeuerwaffe gezogen und versucht haben, sich damit zu verteidigen; es hielt für erwiesen, dass die beiden Angreifer ein wehrloses Opfer zusammengeschossen haben und verschärfte die Strafe erheblich. Der Beschwerdeführer wendet sich in der staatsrechtlichen Beschwerde nicht mehr dagegen, dass ihn das Kantonsgericht als einen der beiden Mittäter des Überfalls auf Y.________ identifizierte. Er macht indessen geltend, dieses habe den Sachverhalt insofern willkürlich gewürdigt und gegen den in der Unschuldsvermutung verankerten Grundsatz "in dubio pro reo" verstossen, als es die vom Strafgericht angenommene Hypothese verworfen habe, sie hätten auf ein bewaffnetes Opfer geschossen und den lebensgefährlichen Schuss erst abgegeben, nachdem dieses ebenfalls eine Faustfeuerwaffe gezogen habe.