Citation: 1C_403/2022 E. 4.6

4.6. Die Beschwerdeführenden wenden vor Bundesgericht ein, die Vorinstanz lasse offen, von welchem Antennendiagramm die Beschwerdegegnerin den von ihr verwendeten Wert der horizontalen Richtungsabschwächung (von 1,1 dB) entnommen habe. Wie die Vorinstanz richtig festhalte, hätten den Beschwerdeführenden nur ausgedruckte Versionen der Antennendiagramme zur Verfügung gestanden, aus denen die horizontale Richtungsabschwächung nicht exakt und nachvollziehbar hätte herausgelesen werden können. Dennoch habe die Beschwerdegegnerin trotz Infragestellung der von ihr angenommenen horizontalen Richtungsabschwächung den kantonalen Instanzen und den Beschwerdeführenden kein Antennendiagramm vorgelegt, das ein exaktes Ablesen dieser Abschwächung erlaubt hätte. Zudem habe das Baurekursgericht beim (neuen) OMEN 6 eine höhere elektrische Feldstärke berechnet als die Beschwerdegegnerin, obwohl es von einer grösseren Richtungsabschwächung ausgegangen sei. Dies sei widersprüchlich, weil bei einer grösseren horizontalen Richtungsabschwächung eine tiefere elektrische Feldstärke resultieren müsse. Dies zeige, dass die Berechnungen der Strahlenbelastung beim (neuen) OMEN 6 gestützt auf die bei den Akten liegenden Antennendiagramme nur ungenau berechnet werden und eine Überschreitung des Anlagegrenzwerts von 6 V/m nicht ausgeschlossen werden könne. Das angefochtene Urteil sei daher aufzuheben und die Angelegenheit an die Vorinstanz zurückzuweisen, die bezüglich der Berechnung der Strahlenbelastung am OMEN 6 eine neutrale Expertise einzuholen habe.