Citation: 2P.292/2004 22.06.2005 E. B

Das EWZ deklarierte in der Steuererklärung 1998 für den Kanton Graubünden einen steuerbaren Gewinn von Fr. 5'476'300.-- (Quote GR: 13,214% von Fr. 41'442'800.--) und ein steuerbares Kapital von Fr. 517'595'800.--. Der Ertrag aus dem zugeflossenen Barwertvorteil wurde durch Bildung einer Rückstellung in gleicher Höhe neutralisiert. Mit Verfügung vom 7. März 2001 veranlagte die Steuerverwaltung des Kantons Graubünden das EWZ für das Steuerjahr 1998 auf einen steuerbaren Gewinn von Fr. 101'536'900.-- sowie ein steuerbares Kapital entsprechend der Selbstschatzung. Bei der Gewinnermittlung wurde die Rückstellung zur Neutralisierung des Barwertvorteils als geschäftsmässig nicht begründet angesehen und zum steuerbaren Gewinn hinzugerechnet, unter gleichzeitiger Berücksichtigung der auf der Aufrechnung anfallenden Gewinnsteuern. In der interkantonalen Steuerausscheidung wurde der Barwertvorteil aus der Leasingtransaktion als Ertrag aus unbeweglichem Vermögen qualifiziert und dem Kanton Graubünden zur ausschliesslichen Besteuerung zugewiesen. In seiner Einsprache vom 5. April 2001 beantragte das EWZ, der Barwertvorteil aus der Leasingtransaktion sei nicht objektmässig, sondern nach denselben Quoten auszuscheiden, wie sie für die Ausscheidung des übrigen Betriebsgewinns angewandt werden. Die Aufrechnung der Rückstellung wurde erst in einem Schreiben gerügt, das nach Ablauf der Einsprachefrist eingereicht wurde. Mit Entscheid vom 24. Oktober 2003 wies die Steuerverwaltung des Kantons Graubünden die Einsprache ab, wobei sie auf die Frage, ob die Rückstellung zu Recht aufgerechnet wurde, nicht eintrat. Ein Rekurs gegen die Einspracheverfügung wurde vom Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit Urteil vom 3. September 2004 abgewiesen.