Citation: 4C.158/2005 01.09.2005 E. A

A.a A.Y.________ (Klägerin und Berufungsbeklagte) ist die Ehefrau von B.Y.________, der mit X.________ (Beklagter und Berufungskläger) im März 1991 eine einfache Gesellschaft (X.+Y.________) mit dem Ziel einging, in M.________ (GR) Grundstücke zu erwerben, zu überbauen und die Wohnungen zu vermieten. Die Gesellschaft realisierte erhebliche Verluste. Am 10. Dezember 1994 entzog der Beklagte B.Y.________ die Vollmacht, für die einfache Gesellschaft zu handeln mit sofortiger Wirkung und behielt sich vor, ihn für das finanzielle Debakel zur Verantwortung zu ziehen. Die einfache Gesellschaft X.+Y.________ stand in Geschäftsbeziehungen zur C.________ AG, deren Gesellschaftszweck die Realisierung von Bauten war und deren Verwaltungsrat B.Y.________ war. Im Dezember 1993 wurde die Klägerin in den Verwaltungsrat der C.________ AG gewählt, ab 29. August 1994 war sie Verwaltungsratspräsidentin. B.Y.________ wurde aufgrund einer im Jahre 1995 eröffneten Strafuntersuchung im Zusammenhang mit der Überbauung in M.________ vom Kantonsgericht Graubünden mit Urteil vom 28./29. Juni 1999 zu einer bedingten Gefängnisstrafe von 12 Monaten verurteilt. Er wurde wegen mehrfacher Veruntreuung, mehrfacher Urkundenfälschung und ungetreuer Geschäftsführung verurteilt. Der Vollzug der Strafe wurde aufgeschoben unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren. Der Beklagte liess der Klägerin am 25. Oktober 1996 mitteilen, ein Teil des von B.Y.________ verursachten Schadens sei durch rechtswidrige Zahlungen an die C.________ AG entstanden, wofür sie als Verwaltungsratspräsidentin allenfalls haftbar gemacht werde. Er verlangte aus diesem Grund eine Erklärung, dass sie auf die Einrede der Verjährung verzichte, ansonsten er eine Betreibung gegen sie einleiten werde. A.b Am 21. November 1996 leitete der Beklagte gegen die Klägerin eine Betreibung für einen Betrag von 7 Millionen Franken nebst 5% Zins seit 1. Januar 1992 ein. Die Betreibung wurde in der Folge zurückgezogen, nachdem die Klägerin die Einleitung einer negativen Feststellungsklage in Aussicht gestellt hatte. Der Beklagte erklärte, er habe mit der Betreibung nur die Verjährung unterbrechen wollen. Im Laufe des Jahres 1997 ersuchte die Klägerin den Beklagten um eine Stellungnahme dazu, ob er nach wie vor an einer Schadenersatzforderung und gegebenenfalls in welcher Grössenordnung gegen sie festhalte. Der Beklagte erklärte, er behalte sich sämtliche Ansprüche vor. Nachdem die Klägerin im März 1998 wiederum um Stellungnahme zu allfälligen Forderungen ersucht hatte, leitete der Beklagte am 14. April 1998 beim Vermittleramt der Gemeinde Pfäfers eine Klage ein mit dem Rechtsbegehren, die Klägerin sei zur Bezahlung von Fr. 7'000'000.-- zuzüglich Zins zu 5% seit dem 1. Januar 1992 zu verpflichten. Nach Zustellung des Leitscheins am 1. Mai 1998 wurde die Klage jedoch nicht prosequiert. Am 27. Mai 2002 ersuchte die Klägerin den Beklagten erneut um detaillierte Mitteilung, inwiefern er an seiner Forderung festhalte. Der Beklagte liess am 4. Juni 2002 antworten, er werde gegebenenfalls auf die Anfrage zurückkommen.