Citation: 1P.579/2001 17.12.2001 E. 1

Das Bundesgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob es auf die bei ihm eingereichte staatsrechtliche Beschwerde eintreten kann (BGE 127 III 41 E. 2a S. 42 mit Hinweisen). 1.1 Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen Ziffer 3 des Dispositivs des Urteils der Kassationsabteilung des Nidwaldner Obergerichts vom 8. Juli 1999, mit welcher der Beschwerdeführer zur Bezahlung einer Entschädigung an die Strafklägerinnen A.________, B.________ und C.________ verpflichtet wurde. Der Beschwerdeführer hatte dieses Urteil im gleichen Umfang bereits am 13. Oktober 1999 mit einer staatsrechtlichen Beschwerde angefochten. Das Bundesgericht trat auf die Beschwerde nicht ein. Es hielt in der Begründung seines Urteils fest, nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung könne der Betroffene gegen die in einem Zwischenentscheid enthaltene Kostenregelung auch dann im Anschluss an den kantonalen Endentscheid staatsrechtliche Beschwerde führen, wenn ihm die Legitimation zur Anfechtung des Endentscheids in der Sache selber fehle (BGE 117 Ia 251 E. 1b S. 253 ff.). Demzufolge könne der Beschwerdeführer gegen die in Frage stehende Kostenauflage selbst im Anschluss an einen für ihn günstig lautenden Endentscheid staatsrechtliche Beschwerde erheben, die sich ausschliesslich gegen die im Zwischenentscheid vom 8. Juli 1999 getroffene Kostenregelung zu richten hätte. Diese habe daher für den Beschwerdeführer keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 87 OG zur Folge. Das Obergericht hat am 8. Juni 2001 die von den Strafklägerinnen gegen das kantonsgerichtliche Urteil vom 27. September 2000 eingelegte Appellation vollumfänglich abgewiesen. Damit ist das Urteil des Kantonsgerichts, mit dem der Beschwerdeführer freigesprochen wurde, in Rechtskraft erwachsen und das Strafverfahren gegen den Beschwerdeführer abgeschlossen. Das Kantonsgericht hatte in seinem Urteil vom 27. September 2000 die Verfahrenskosten dem Staat überbunden und dem amtlichen Verteidiger des Beschwerdeführers eine Entschädigung zu Lasten der Finanzverwaltung Nidwalden zugesprochen. Es befasste sich jedoch nicht mit der im Urteil der Kassationsabteilung des Obergerichts vom 8. Juli 1999 den Strafklägerinnen zu Lasten des Beschwerdeführers zugesprochenen Entschädigung. Durch die Auferlegung dieser Kosten ist der Beschwerdeführer somit nach wie vor beschwert. Obgleich ihm die Legitimation zur Anfechtung des kantonalen Endentscheids vom 8. Juni 2001 in der Sache selber fehlt, ist er nach der erwähnten Rechtsprechung des Bundesgerichts befugt, im Anschluss an den Endentscheid die im Zwischenentscheid vom 8. Juli 1999 getroffene Kostenregelung mit staatsrechtlicher Beschwerde anzufechten. Auf die vorliegende Beschwerde ist daher einzutreten, soweit der Beschwerdeführer die Aufhebung von Ziffer 3 des Dispositivs dieses Entscheids beantragt. 1.2 Abgesehen von hier nicht zutreffenden Ausnahmen ist die staatsrechtliche Beschwerde rein kassatorischer Natur, d.h. es kann mit ihr nur die Aufhebung des angefochtenen Entscheids, nicht aber der Erlass positiver Anordnungen durch das Bundesgericht verlangt werden (BGE 127 II 1 E. 2c S. 5; 125 I 104 E. 1b S. 107 mit Hinweisen). Auf den Antrag des Beschwerdeführers, die Anwaltskosten der Strafklägerinnen seien der Staatskasse Nidwalden aufzuerlegen, ist demnach nicht einzutreten.