Citation: 1C_304/2023 E. 2.3

2.3. Um dem Vorsorgeprinzip Rechnung zu tragen, ist in einem Baugesuch mindestens summarisch die technische Möglichkeit und wirtschaftliche Tragbarkeit für eine Anlage mit einer vergleichbaren Leistung an alternativen Innen- und Aussenstandorten darzulegen (vgl. Urteil 1C_389/2019 vom 27. Januar 2021 E. 4.3 in Bezug auf eine Aussenanlage). Damit die Plausibilität eines Ausschlusses von Alternativstandorten beurteilt werden kann, kann es erforderlich sein, einen bloss behaupteten Sachverhalt weiter zu substanziieren bzw. mit Beweismitteln zu belegen. Es lässt sich der Begründung der Vorinstanz jedoch nicht entnehmen, ab welchem Zeitpunkt im Verfahren bzw. gestützt auf welche Beweismittel sie davon ausgegangen ist, der Ausschluss von alternativen Innen- und Aussenstandorten sowie von weiteren lärmmindernden Massnahmen und damit die Einhaltung des Vorsorgeprinzips sei plausibel dargetan. Sollte eine plausibilisierbare Aussage erst mit nachgereichten Angaben bzw. Beweismitteln - entweder anlässlich des Rekursverfahrens oder des verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahrens - möglich gewesen sein, wäre dies bei der Kostenliquidation (Gerichtskosten und Parteientschädigung) zu berücksichtigen gewesen.