Citation: 8C_507/2018 E. 3.1

3.1. Das kantonale Gericht fasst bezüglich des Protokolls der Vorsorgekommission der A.________ AG, datierend vom 1. März 2001, zusammen, dass dieses - nunmehr auch gemäss Angaben der Beschwerdeführerin - erst nach der Betriebsrevision vom 23. Januar 2017 erstellt und rückdatiert worden sei. Demgemäss übernehme die Arbeitgeberin rückwirkend ab 1. Januar 1999 sämtliche Beiträge an die berufliche Vorsorge. Allerdings müsse diesem Schriftstück die Beweiskraft abgesprochen werden. Die Reglemente und Vorsorgepläne seien im Laufe der Jahre mehrfach neu ausgestellt worden, so in den Jahren 2006, 2014 und 2015, und entgegen dem angeblichen Beschluss der Vorsorgekommission sei darin immer noch die hälftige Finanzierung der Vorsorgebeiträge durch die Arbeitnehmer und Arbeitgeber vorgesehen. Zudem habe die Helvetia der Beschwerdeführerin erst am 8. September 2017 den Erhalt des Vorsorgekommissionsbeschlusses bestätigt. Diese Bestätigung sei schon deshalb nicht massgeblich, weil die Vorsorgeeinrichtung darin allein wiedergebe, was die Beschwerdeführerin ihr mitgeteilt habe. Ein auf das Jahr 2001 zurückgehender Beschluss, wonach die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge von der Arbeitgeberin allein übernommen werden, sei damit mangels echtzeitlicher Belege und anderer Beweise nicht erstellt. Folglich sei von den in den Jahren 2012 bis 2015 gültigen Reglementen der Vorsorgeeinrichtung auszugehen. Darin sei durchgehend und unmissverständlich eine paritätische Finanzierung der Vorsorgeleistungen durch die Arbeitgeberin und die Arbeitnehmer statuiert. Eine reglementarische Grundlage zur arbeitgeberseitigen Bezahlung der Arbeitnehmerbeiträge für die Jahre 2012 bis 2015 sei demgemäss nicht vorhanden. Die allfällige Regelung im Anstellungsreglement, wie sie von der Beschwerdeführerin geltend gemacht, jedoch nicht belegt werde, könnte keine hinreichende reglementarische Grundlage darstellen, da die Vorsorgeeinrichtung an einem solchen Reglement nicht als Partei beteiligt wäre. Die Verordnung setze für die Anerkennung einer Ausnahme vom beitragspflichtigen Lohn eine normative Verpflichtung der Arbeitgeber zur Bezahlung der Arbeitnehmerbeiträge voraus, die hier folglich nicht existiere. Darum ändere auch die Behauptung nichts an der Qualifikation der Arbeitnehmerbeiträge als massgebender Lohn, wonach die A.________ AG seit der Unternehmensgründung stets sämtliche Beiträge übernommen habe.