Citation: 5A_875/2017 E. 2.3

2.3. Der Beschwerdeführer wirft der Vorinstanz vor, vor dem "unrechtmässigen Handeln der Kindsmutter" zu kapitulieren. Tatsächlich sei eine noch stärkere Instrumentalisierung der Tochter durch die Beschwerdegegnerin als bisher nicht vorstellbar. Unabhängig vom Entscheid über das Sorgerecht würden in Zukunft zwischen den Eltern Differenzen bestehen; die alleinige Sorge der Kindsmutter vermöge die Situation nicht zu entschärfen. Für die Bewältigung der Differenzen werde in erster Linie die Beistandschaft eine konstruktive Hilfestellung bieten. Entsprechend löse die alleinige Sorge der Mutter weder ein Problem, noch ergebe sich aus der Beibehaltung der gemeinsamen elterlichen Sorge zusätzliches Konfliktpotenzial. Vielmehr würde die Alleinsorge die Position der Mutter stärken, was das Kindeswohl gerade gefährde. Der vorliegende Fall sei denn auch nicht mit früher durch das Bundesgericht beurteilten Sachverhalten zu vergleichen: Es werde kein bestehender Konflikt über die Kinder ausgetragen, vielmehr bestehe der Konflikt gerade darin, dass die Mutter den Kontakt des Kindes mit dem Vater in kindswohlgefährdender Weise unterbinde. Es sei auch nicht so, dass bisher noch kein Kontakt zwischen Tochter und Vater stattgefunden habe. Der Beschwerdeführer sei in den ersten vier Lebensjahren des Kindes vielmehr ein aktiver, präsenter Vater gewesen. Nach dem Dafürhalten der Beschwerdegegnerin entspricht die Alleinsorge dem Kindeswohl. Gemeinsam könnten die Eltern das Sorgerecht unmöglich ausüben. Der Beschwerdeführer verkenne entscheidende Elemente der letzten vier Jahre und sie, die Mutter, könne nicht gegen den Willen der Tochter handeln. Zudem bestehe zwischen Vater und Tochter seit Jahren kein richtiger Kontakt mehr und ein solcher sei auch nicht absehbar. Die gemeinsame Sorge wäre eine "Farce", welche nicht ansatzweise gelebt werden könnte.