Citation: 6B_590/2015 E. 2.3

2.3. Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz sei nicht daran interessiert gewesen, die von der Verteidigung aufgeworfene Frage, ob die Beschwerdeführerin gewusst haben musste, unter welchen Bedingungen die Beschwerdegegnerin 2 in der Schweiz wird arbeiten müssen, mit der gebotenen Fairness zu prüfen. Anstatt diese Frage beweismässig zu prüfen, halte die Vorinstanz fest, der Kammer sei aus anderen Fällen - unter anderem auch vom D.________-Weg in Bern - hinlänglich bekannt, unter welchen Bedingungen thailändische Prostituierte arbeiten. Die Rüge ist unbegründet. Die Vorinstanz prüft und begründet, weshalb sie zur Überzeugung gelangt, die Beschwerdeführerin habe um die Arbeitsbedingungen der Beschwerdegegnerin 2 in der Schweiz gewusst (Urteil S. 9; hinten E. 2.5). Ihr Entscheid genügt den gesetzlichen Begründungsanforderungen. Entgegen dem Einwand der Beschwerdeführerin begnügt sich die Vorinstanz hierfür nicht mit dem Hinweis, der Kammer seien die Arbeitsbedingungen von thailändischen Prostituierten bekannt. Damit äussert sich diese ausschliesslich zu ihrem eigenen Wissen und keineswegs zu demjenigen der Beschwerdeführerin. Dass die Vorinstanz die Arbeitsbedingungen der thailändischen Prostituierten am D.________-Weg in Bern verkannt haben soll, behauptet die Beschwerdeführerin nicht.