Citation: 7B.36/2001 21.02.2001 E. 1

1.- Schon im kantonalen Verfahren hatte der Beschwerdeführer (einzig) geltend gemacht, das Betreibungsamt sei zum fraglichen Zeitpunkt (noch) nicht befugt gewesen, eine neue Steigerungsanzeige zu erlassen, weil in dem von ihm am 13. Dezember 2000 (gegen die vorangegangene Steigerungsanzeige) eingeleiteten Beschwerdeverfahren am 4. Januar 2001 noch kein Entscheid vorgelegen habe. a) Die kantonale Aufsichtsbehörde hält dem entgegen, dass das Betreibungsamt die auf den 14. Dezember 2000 angesetzte und durch verfahrensleitende Verfügung ihres Präsidenten abgesetzte Versteigerung am 18. Dezember 2000 (dem Tag der Einreichung der Vernehmlassung zur Beschwerde vom 13. Dezember) im Sinne von Art. 17 Abs. 4 SchKG ersatzlos aufgehoben habe. Zu jenem Zeitpunkt habe der Devolutiveffekt der Beschwerde noch nicht voll gewirkt. Da der Devolutiveffekt nicht umfassend eingetreten bzw. dadurch wieder rückgängig gemacht worden sei, dass das Betreibungsamt vom Selbstberichtigungsrecht Gebrauch gemacht habe, sei das Amt frei geworden, das Steigerungsverfahren fortzuführen. Dass das am 13. Dezember 2000 eingeleitete Beschwerdeverfahren am 4. Januar 2001, als das Betreibungsamt die Steigerung neu ansetzte, formell noch nicht abgeschlossen war, hält die Vorinstanz für unerheblich, weil mit der vom Amt am 18. Dezember 2000 angeordneten ersatzlosen Aufhebung der angefochtenen Verfügung dem Begehren des Beschwerdeführers vollumfänglich entsprochen worden und das Beschwerdeverfahren deshalb bereits an jenem Tag gegenstandslos geworden sei. b) Eine bei der (unteren) kantonalen Aufsichtsbehörde angefochtene Verfügung kann das Betreibungsamt bis zu seiner Vernehmlassung im Beschwerdeverfahren in Wiedererwägung ziehen; trifft es eine neue Verfügung, so eröffnet es sie unverzüglich den Parteien und setzt die Aufsichtsbehörde in Kenntnis (Art. 17 Abs. 4 SchKG). Falls das Amt in seiner neuen Verfügung den Begehren des Beschwerdeführers vollumfänglich Rechnung trägt, wird die Beschwerde gegenstandslos und das Verfahren abgeschrieben (vgl. Franco Lorandi, Betreibungsrechtliche Beschwerde und Nichtigkeit, Basel 2000, N 322 zu Art. 17 SchKG; Pierre-Robert Gilliéron, Commentaire de la loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite, N 260 zu Art. 17). c) Einziger Gegenstand der Beschwerde vom 13. Dezember 2000 war die Anzeige vom 5. Dezember 2000, wonach die Steigerung des Pfandobjekts am 14. Dezember 2000 durchgeführt werde. Nur in diesem Umfang ging mit Erhebung der Beschwerde die Herrschaft über das Verwertungsverfahren auf die kantonale Aufsichtsbehörde über. Deren Präsident erkannte der Beschwerde noch am Tag ihres Eingangs aufschiebende Wirkung zu und verfügte gleichzeitig ausdrücklich, dass die für den nächsten Tag vorgesehene Steigerung abgesetzt werde. Diese Verfügung beruhte zwar nicht auf einer abschliessenden Prüfung der Sache, und es kam ihr formell einzig verfahrensleitender Charakter zu. Auf Grund der zeitlichen Gegebenheiten hatte sie jedoch zur Folge, dass der Streitgegenstand endgültig dahinfiel. Die (nachträgliche) Äusserung des Betreibungsamtes in der Vernehmlassung vom 18. Dezember 2000, es habe die angefochtene Verfügung in Wiedererwägung gezogen bzw. aufgehoben, war deshalb überflüssig und stiess ins Leere. Mit der endgültigen Ausserkraftsetzung der Steigerungsanzeige vom 5. Dezember 2000 (Festsetzung der Versteigerung auf den 14. Dezember 2000) erlosch hier sodann auch der Devolutiveffekt der Beschwerde und war die Zuständigkeit, über das weitere Vorgehen im Verwertungsverfahren zu bestimmen, wieder an das Betreibungsamt übergegangen. Dem Erlass der (neuen) Steigerungsanzeige vom 4. Januar 2001 stand demnach nichts entgegen.