Citation: H 175/06 30.03.2007 E. 6

Hinsichtlich der Beschwerdeführerin 2 präsentiert sich die Situation anders. Trotz gültigen Nachsendeauftrages an ihre neue Adresse in Y._________ übergab die Post den an die Beschwerdeführerin 2 adressierten Einspracheentscheid vom 26. April 2006 am darauf folgenden Tag ihrem geschiedenen Ehegatten R._________. Dabei handelte es sich offenkundig um einen Fehler der Poststelle, war der Beschwerdeführer 1 doch weder bevollmächtigt, Postsendungen für seine geschiedene Ehefrau entgegenzunehmen, noch lebten die Adressaten der beiden Einspracheentscheide im gleichen Haushalt. Die Schweizerische Post bestätigte denn auch mit Schreiben vom 21. September 2006 an die Rechtsvertreterin, dass die eingeschriebene Briefsendung aufgrund eines gültigen Nachsendeauftrages der Beschwerdeführerin 2 hätte zugestellt werden müssen, was unterblieben sei. Stattdessen sei die Sendung fälschlicherweise dem Beschwerdeführer 1 ausgehändigt worden. Unter Berücksichtigung dieses Irrtums der Post wurde die 30tägige Beschwerdefrist nicht mit der Aushändigung des Einspracheentscheides an den Beschwerdeführer 1 am 27. April 2006, sondern erst mit der Übergabe desselben an die Beschwerdeführerin 2 am 4. Mai 2006 in Gang gesetzt, gelangte der Einspracheentscheid doch erst an jenem Tag in ihren Gewahrsam. Die am 2. Juni 2006 der Post übergebene Beschwerde wurde somit rechtzeitig innerhalb der Frist von 30 Tagen eingereicht mit der Folge, dass die Vorinstanz darauf einzutreten und darüber materiell zu entscheiden haben wird.