Citation: 6B_70/2023 E. 7.4.2

7.4.2. Die Kritik des Beschwerdeführers an der vorinstanzlichen Mordqualifikation ist nicht nachvollziehbar. Die Tötung eines Menschen im Zusammenhang mit einem Raub ist wie dargelegt vielmehr ein typischer Anwendungsfall des Mordes im Sinne von Art. 112 StGB. Dies gilt nach ständiger Rechtsprechung auch, wenn die Tötung des Opfers nicht geplant war, sondern es sich um einen an sich unerwünschten Erfolg des durch den Überfall in Gang gesetzen, eskalierenden Tatgeschehens handelt (vgl. etwa Urteil 6B_939/2013 vom 17. Juni 2014 E. 3.2.3). Das subjektive Qualifikationsmerkmal des nichtigen Beweggrunds bzw. Tatmotivs kann auch gegeben sein, wenn der Täter um die tödlichen Folgen seines Handelns nicht sicher weiss, diese im Sinne des Eventualvorsatzes wie vorliegend jedoch für möglich hält und in Kauf nimmt. Gegenteiliges kann auch den vom Beschwerdeführer zitierten Bundesgerichtsurteilen 6B_215/2012 vom 24. Oktober 2012 E. 2.3.1 und 6B_355/2011 vom 23. September 2011 E. 5.1 (vgl. Beschwerde Ziff. 81 S. 28) nicht entnommen werden. Das Bundesgericht bestätigt darin vielmehr, dass ein Mord im Sinne von Art. 112 StGB eventualvorsätzlich begangen werden kann, wobei es im Urteil 6B_355/2011 vom 23. September 2011 wie vorliegend um einen Raubmord und im Urteil 6B_215/2012 vom 24. Oktober 2012 um einen versuchten Mord aus nichtigem Beweggrund (Urteil, a.a.O., E. 2.2.2) ging. Weshalb entgegen der Vorinstanz die beabsichtigte Aneignung von Deliktsgut nicht der Beweggrund der Tötung gewesen sein soll, ist nicht erkennbar und substanziiert der Beschwerdeführer nicht näher. Soweit sich dieser damit gegen die vorinstanzliche Beweiswürdigung wendet, vermag seine Beschwerde den erhöhten Begründungsanforderungen an eine Willkürrüge zudem nicht zu genügen.