Citation: 2C_77/2017 E. 4.4

4.4. Die Vorinstanz hat die Kapitalhingabe des Beschwerdeführers 1 an C.________ aufgrund des Vertrags vom 26. September 2004 zutreffend als Darlehen charakterisiert. Hingegen hat sie nicht festgestellt, dass diese Kapitalhingabe die Tatbestandselemente einer Obligation im Sinne von § 29 Abs. 1 lit. a und lit. b StG/AG und Art. 20 Abs. 1 lit. a und lit. b DBG erfüllt hätte. Der Vermögenszugang aus der Wandlung des Darlehens müsste deshalb als Zinsen aus Guthaben im Sinne von § 29 Abs. 1 lit. a StG/AG erscheinen, um als Vermögensertrag der Einkommenssteuer unterworfen zu sein. Unerheblich ist in diesem Zusammenhang, dass das Steuerharmonisierungsgesetz in Art. 7 Abs. 1 StHG weniger detailliert ausfällt als § 29 Abs. 1 lit. a StG/AG und Art. 20 Abs. 1 lit. a DBG. Denn jedenfalls verbietet es Art. 7 Abs. 4 lit. b StHG den Kantonen nicht, Einkünfte als Vermögenserträge zu besteuern, die auch der Bund nach Art. 20 Abs. 1 lit. a DBG der Einkommenssteuer unterwirft. Entspricht die kantonale Regelung wie vorliegend weitestgehend jener auf Bundesebene, ist es überdies nicht willkürlich, sie gleich wie die Regelung auf Bundesebene auszulegen.