Citation: 9C_48/2016 E. 2

Die Beschwerdegegnerin hat den Erlass der Rückerstattung der unrechtmässig bezogenen Leistungen (halbe Rente der Invalidenversicherung) in der Höhe von Fr. 85'461.- gemäss Urteil 9C_195/2014 vom 3. September 2014 wegen Fehlens des hierfür vorausgesetzten guten Glaubens nach Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG abgelehnt, was das kantonale Verwaltungsgericht bestätigt hat. Dieses ist in Anwendung der Rechtsprechung (statt vieler BGE 138 V 218 E. 4 S. 220) zum Ergebnis gelangt, die Beschwerdeführerin habe während des zu beurteilenden Zeitraums vom Juni 2008 bis März 2012 jederzeit damit rechnen müssen, dass sie die ohne rechtliche Grundlage (rechtskräftige Verfügung) ausbezahlte Rente zurückerstatten müsse. Der Umstand, dass selbst die Verwaltung diesen offensichtlichen Fehler nicht bemerkt habe, vermöge die anfänglich nicht vorhandene Gutgläubigkeit nicht wiederherzustellen.