Citation: U 445/04 11.07.2005 E. 6

6.1 Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat der Versicherte Anspruch auf Heilbehandlung. Dabei hat der Versicherer die Pflegeleistungen nur so lange zu erbringen, als davon eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann (Art. 19 Abs. 1 UVG; Locher, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 2. Aufl. S. 170 N 11; Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, S. 274). 6.2 Nach umfassender Würdigung der vorhandenen Akten gelangte das kantonale Gericht zur Überzeugung, gestützt auf die durch die Invalidenversicherung veranlassten Berichte der Dres. med. H.________ (Psychiater) vom 20. November 2000 und K._______ (Chirurg) vom 24. November 2000 sei erstellt, dass der Beschwerdeführer spätestens Ende 1999 nicht mehr aus gesundheitlichen (somatischen und/oder psychischen Beeinträchtigungen mit Krankheitswert) daran gehindert war, die ihm verbleibende (ärztlich attestierte) Arbeitsfähigkeit zu verwerten. Die mit den medizinischen Expertisen der Invalidenversicherung weitgehend übereinstimmenden Abklärungsergebnisse gemäss polydisziplinärem Gutachten liessen Verwaltung und Vorinstanz mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit darauf schliessen, dass der Versicherte ab 1. Januar 2000 nur noch an einer nicht invalidisierenden und nicht unfallkausalen Schmerzverarbeitungsstörung gelitten habe. Dem Gutachten (S. 18) ist zu entnehmen, unfallfremde psychosoziale Einflussfaktoren, ohne dass diese im Sinne einer psychiatrischen Diagnose krankheitswertig seien, hätten in erheblichem Ausmass den Heilungsverlauf mitbeeinflusst. Spätestens sechs Monate nach der letzten Operation vom 3. August 1999 sei damit zu rechnen, dass die üblichen postoperativen Schmerzen weitgehend regredient seien. Weder aus orthopädischer noch aus sonstiger rein somatischer Sicht könne von einer weiteren Behandlung eine namhafte Besserung erwartet werden. Einerseits lägen keine behandlungsbedürftigen Pathologien - insbesondere gemäss psychiatrischem Zusatzgutachten des Dr. med. B._______ von der Psychiatrischen Poliklinik des Spitals Y._______ vom 29. Oktober 2002 auch keine krankheitswertige psychische Störung - vor und andererseits sei von einer Fortsetzung der Behandlung kaum eine Linderung der geklagten Beschwerden zu erwarten. Daraus ist zu schliessen, dass die von der Allianz verfügte und vorinstanzlich bestätigte Einstellung der unfallbedingten Heilbehandlung per Ende 1999 nicht zu beanstanden ist.