Citation: 5A_397/2018 E. 1.4

1.4. Der Beschwerdeführer verlangt mit Begehren Ziff. 6 die Prüfung einer Regelung für den Fall, dass er in Solothurn einen Zweitwohnsitz begründen würde. Wie bereits das Obergericht dem Beschwerdeführer erklärt hat, war dies nicht Gegenstand des erstinstanzlichen Verfahrens. Zudem geht die Hypothese eines möglichen Zweitwohnsitzes auch über das durch das bundesgerichtliche Rückweisungsurteil vorgegebene Prozessthema hinaus. Entsprechend hatte sich das Obergericht hierzu nicht näher zu äussern und ist im bundesgerichtlichen Verfahren auf dieses Anliegen ebenfalls nicht einzutreten. Der Vollständigkeit halber sei festgehalten, dass das Anliegen materiell am Regelungsinhalt von Art. 301a ZGB insofern vorbeiginge, als dieser in der schliesslich vom Gesetzgeber verabschiedeten Fassung nur die Veränderung des Aufenthaltsortes des Kindes, nicht auch den Umzug eines Elternteils erfasst (vgl. dazu BGE 142 III 481 E. 2.4 S. 487 f.) und sich der aktuelle Aufenthaltsort des Kindes bei einem Wohnortswechsel des Vaters nach Solothurn offensichtlich nicht verändern würde. Dem Beschwerdeführer ist es freilich unbenommen, nach Solothurn zu ziehen und dann eine erneute Prüfung der Obhutsfrage aufgrund veränderter Umstände zu verlangen; dies wäre aber keine Fragestellung, welche unter Art. 301a ZGB fiele.