Citation: 2C_405/2018 E. 2.3

2.3. Zur Verhältnismässigkeit der aufenthaltsbeendenden Massnahme hat die Vorinstanz erwogen, Ausgangspunkt und Massstab des ausländerrechtlichen Verschuldens seien das Strafurteil, wobei mangels Ausführungen zum Tathergang auch auf Strafanträge der Anklage, die Anklageschrift, die Anträge der Verteidigung, der Plädoyers der Anklage und Verteidigung sowie dem von der Polizei festgestellten und in der Anklageschrift noch detaillierter ausgeführten Sachverhalt abgestellt werden könne. Der erstellte Sachverhalt basiere auf Videoaufnahmen der clubeigenen Überwachungskameras, in dem sich der Vorfall grösstenteils ereignet habe. Entscheidend sei, dass das Ausmass an Gewalt, das der Beschwerdeführer ausgeübt habe, völlig unverhältnismässig gewesen und der Beschwerdeführer Selbstjustiz geübt habe; der Beschwerdeführer habe sich als eine Art Vollzugsinstanz erachtet. Deren Rechtfertigung deute darauf hin, dass der Beschwerdeführer das Unrecht seiner Tat bis heute nicht einsehe. Beim Beschwerdeführer handle es sich um eine Person, die zumindest in gewissen Situationen eine überdurchschnittliche Gewaltbereitschaft zeige, bis hin zu Fusstritten gegen den Kopf, und sich offenbar in gewaltbereiten Kreisen bewege, was durch das Auftreten der Unterstützungsclique (die übrigen Türsteher) während der Tat belegt werde. Ausländerrechtlich sei alleine aufgrund des Tathergangs und der fehlenden Einsicht von einer signifikanten Wiederholungsgefahr auszugehen, zumal sich in den Akten keine Hinweise dafür finden lassen würden, dass der Beschwerdeführer eine Therapie zur Verbesserung seines Umgangs mit Konflikten besuchen würde. Angesichts dessen, dass nicht ausgeschlossen werden könne, dass der Beschwerdeführer wieder als Türsteher arbeiten werde, könne auch eine Rückfallgefahr nicht ausgeschlossen werden. Gegen eine Rückfallgefahr spreche nicht, dass sich der Beschwerdeführer unter dem Druck der angesetzten Probezeit wohlverhalten habe. Obschon sich der Beschwerdeführer seit über 15 Jahren in der Schweiz aufhalte, sprachlich integriert und zu keinen finanziellen Klagen Anlass gegeben habe, lasse seine rechtliche Integration zu wünschen übrig, weil er offenbar die Selbstjustiz der staatlichen vorziehe. Der Beschwerdeführer hätte den Geschädigten ohne Weiteres nach dem Einladen in das Taxi der Polizei zuführen können, was er unterlassen habe. Auszugehen sei davon, dass der kinderlose und unverheiratete Beschwerdeführer, welchem die Kultur und die Muttersprache seines Heimatstaates in seinem Elternhaus vermittelt worden seien, sich ohne überdurchschnittliche Schwierigkeiten in seinem Heimatstaat zurechtfinden werde, weshalb das öffentliche Interesse an seiner Ausreise dasjenige an einem weiteren Verbleib in der Schweiz überwiege.