Citation: 2P.19/2003 29.07.2003 E. B

Die zürcherische Anwaltsprüfung erstreckt sich gemäss § 11 PVO auf folgende Gebiete des Bundesrechts und des zürcherischen Rechts: - Staats- und Verwaltungsrecht; - Obligationenrecht; - übriges Zivilrecht (einschliesslich internationales Privatrecht); - Zivilprozessrecht (einschliesslich Anwaltsrecht); - Schuldbetreibungs- und Konkursrecht; - Straf- und Strafprozessrecht. Sie besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil (§ 11 PVO). Die einzelnen Teilprüfungen werden von der Prüfungskommission als bestanden oder als nicht bestanden erklärt. Noten oder Qualifikationen werden, vorbehältlich der §§ 16 und 17 PVO, nicht erteilt. Die Zulassung zur mündlichen Prüfung (§ 15 PVO) setzt eine genügende schriftliche Prüfung voraus. Fällt die mündliche Prüfung ungenügend aus, so bestimmt die Prüfungskommission auf Grund des Gesamtergebnisses der schriftlichen und mündlichen Prüfung, ob die mündliche im ganzen Umfange oder in einzelnen Fächern zu wiederholen sei. Wird Teilwiederholung angeordnet, so sind die Leistungen des Bewerbers in den einzelnen Fächern zu bewerten, und es sind die Qualifikationen (sehr gut, gut, genügend oder ungenügend) zu protokollieren (§ 17 Abs. 1 PVO). Die Wiederholung findet in der Regel frühestens drei und höchstens neun Monate nach der ersten Prüfung statt. Fällt das Gesamtergebnis unter Mitberücksichtigung der früher bestandenen Teilprüfungen wiederum ungenügend aus, so weist die Prüfungskommission den Bewerber ab (§ 17 Abs. 2 PVO).