Citation: 1B_241/2017 E. 3

Die Vorinstanz hat zusammenfassend erwogen, der Beschwerdeführer sei mit Strafbefehl vom 9. Dezember 2013 insbesondere wegen einfacher Körperverletzung und versuchter Nötigung zu 60 Stunden Arbeitsleistung nach Jugendstrafrecht verurteilt worden. Zudem würden in der Anklageschrift sechs fremdaggressive Vergehen bzw. Verbrechen aufgeführt (Ziffern 2, 4, 5, 7, 9 und 10 der Anklageschrift). Die Beweislage sei grösstenteils erdrückend. Das Erfordernis der schweren Vortaten sei somit zu bejahen. Die dem Beschwerdeführer in der Anklageschrift vorgeworfenen Körperverletzungsdelikte stellten eine erhebliche Bedrohung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung dar. Die Art, Anzahl und Häufigkeit der angeklagten Taten zeigten das Bild eines jungen Mannes von erschreckender Gewaltbereitschaft, welcher beim kleinsten Anlass zuschlage und drohe. Hinzu komme, dass die vorgeworfenen Delikte zunehmend gravierender geworden seien. Es sei daher eine sehr ungünstige Rückfallprognose zu stellen (angefochtenes Urteil E. 4.2). Der Beschwerdeführer sei bereits als 18-Jähriger, vom 28. Dezember 2013 bis 7. Januar 2014, in Untersuchungshaft gewesen, was ihn aber ab August 2014 nicht von der Begehung weiterer Straftaten abgehalten habe. Er habe während hängiger Verfahren stetig weiter delinquiert, was für eine erhebliche Unbelehrbarkeit spreche. Der Beschwerdeführer sei in der Vergangenheit bereits mehrmals therapeutisch behandelt worden und habe zeitweilig eine Arbeitsbeschäftigung ausgeübt, ohne dass dies zu einer nachhaltigen Änderung seines Verhaltens geführt hätte. Wiederholungsgefahr sei zu bejahen (angefochtenes Urteil E. 4.3).