Citation: C 154/03 16.02.2004 E. 2

2.1 Zunächst gilt es zu prüfen, ob der Anspruch des Versicherten auf rechtliches Gehör gewahrt wurde (Art. 29 Abs. 2 BV). Dies beurteilt sich nach der Rechtslage bei Verfügungserlass (Erw. 1.2 hievor). Für die Beantwortung dieser Frage nicht anwendbar ist daher die Neuregelung in Art. 42 Satz 2 ATSG, nach der die Parteien nicht angehört werden müssen vor Verfügungen, die durch Einsprache anfechtbar sind. 2.2 Der Gehörsanspruch umfasst die Rechte der Parteien auf Teilnahme am Verfahren und auf Einflussnahme auf den Prozess der Entscheidfindung. Bevor die Behörde einen Entscheid trifft, der in die Rechtsstellung des Einzelnen eingreift, hat sie ihn davon in Kenntnis zu setzen und ihm Gelegenheit zu geben, sich vorgängig zu äussern (BGE 126 V 131 Erw. 2b). Rechtsprechungsgemäss ist daher vor Erlass einer Einstellungsverfügung das rechtliche Gehör zu gewähren, wobei dies für alle Einstellungstatbestände Geltung hat. 2.3 Das Recht, angehört zu werden, ist formeller Natur. Die Verletzung des rechtlichen Gehörs führt ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Es kommt mit anderen Worten nicht darauf an, ob die Anhörung im konkreten Fall für den Ausgang der materiellen Streitentscheidung von Bedeutung ist, d.h. die Behörde zu einer Änderung ihres Entscheides veranlasst wird oder nicht (BGE 127 V 437 Erw. 3d/aa, 126 V 132 Erw. 2b mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung kann eine - nicht besonders schwerwiegende - Verletzung des rechtlichen Gehörs als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei überprüfen kann. Die Heilung eines - allfälligen - Mangels soll aber die Ausnahme bleiben (BGE 127 V 437 Erw. 3d/aa, 126 I 72, 126 V 132 Erw. 2b, je mit Hinweisen). 2.4 Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung für die Dauer von 52 Tagen erging - gemäss Aktenlage - ohne vorgängige Anhörung des Versicherten und stellt somit eine schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs dar. Wie die Vorinstanz zu Recht festhielt, geht aus den Akten hervor, dass der Versicherte mit der Verwaltung mehrere Gespräche bezüglich der fristlosen Kündigung führte und auch an den verwaltungsinternen Rechtsdienst verwiesen wurde. Es ist davon auszugehen, dass er über die drohende Sanktion orientiert war und entlastende Gründe hätte vorbringen können, zumal ihm seitens des Rechtsdienstes offenbar auch nahegelegt wurde, auf arbeitsgerichtlichem Weg gegen die ehemalige Arbeitgeberin vorzugehen, sofern keine gütliche Einigung erzielt werden könne. Zudem ist der Sachverhalt hinreichend abgeklärt und der Versicherte konnte im zweistufigen Beschwerdeverfahren zu den relevanten Fragen Stellung nehmen. Des Weiteren bemängelt der Beschwerdeführer diesen Punkt selbst nicht und zeigte nie durch einen Antrag auf Rückweisung der Sache an die Verwaltung, dass ihm an einem formell richtigen Verfahren mehr liegt als an einer beförderlichen Verfahrenserledigung. Damit ist dem Gehörsanspruch - im Sinne einer Ausnahme - anderweitig hinreichend Genüge getan worden, sodass unter diesen Umständen von einer Rückweisung an die Verwaltung abzusehen ist. 2.5 Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung für die Dauer von 52 Tagen erging - gemäss Aktenlage - ohne vorgängige Anhörung des Versicherten und stellt somit eine schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs dar. Wie die Vorinstanz zu Recht festhielt, geht aus den Akten hervor, dass der Versicherte mit der Verwaltung mehrere Gespräche bezüglich der fristlosen Kündigung führte und auch an den verwaltungsinternen Rechtsdienst verwiesen wurde. Es ist davon auszugehen, dass er über die drohende Sanktion orientiert war und entlastende Gründe hätte vorbringen können, zumal ihm seitens des Rechtsdienstes offenbar auch nahegelegt wurde, auf arbeitsgerichtlichem Weg gegen die ehemalige Arbeitgeberin vorzugehen, sofern keine gütliche Einigung erzielt werden könne. Zudem ist der Sachverhalt hinreichend abgeklärt und der Versicherte konnte im zweistufigen Beschwerdeverfahren zu den relevanten Fragen Stellung nehmen. Des Weiteren bemängelt der Beschwerdeführer diesen Punkt selbst nicht und zeigte nie durch einen Antrag auf Rückweisung der Sache an die Verwaltung, dass ihm an einem formell richtigen Verfahren mehr liegt als an einer beförderlichen Verfahrenserledigung. Damit ist dem Gehörsanspruch - im Sinne einer Ausnahme - anderweitig hinreichend Genüge getan worden, sodass unter diesen Umständen von einer Rückweisung an die Verwaltung abzusehen ist.