Citation: 5A_677/2022 E. 4.3.1

4.3.1. Dazu führte das Obergericht aus, nach der Rechtsprechung trage der Geschäftsherr (hier: der Beschwerdegegner) nur die Beweislast für den durch die Führung des fremden Geschäfts erzielten Bruttoerlös, während der Geschäftsführer (hier: die Beschwerdeführerin) seine dafür erbrachten Aufwendungen zu beweisen habe. Die Bruttoeinnahmen von Fr. 4'500.-- seien unbestritten. Die Beschwerdeführerin hätte ihre vom Bruttoerlös abzuziehenden Aufwendungen beziffern und beweisen müssen. Sie sei ihrer Pflicht zur Substanziierung bereits vor der ersten Instanz nicht nachgekommen und habe die im Zusammenhang mit der Vermietung entstandenen Kosten nicht genügend behauptet, geschweige denn bewiesen. Oberinstanzlich mache die Beschwerdeführerin pauschal geltend, sie habe ihre Aufwände klar und nachvollziehbar geltend gemacht und aufgezählt. Wie hoch ihr Aufwand betragsmässig gewesen sein solle und an welcher Stelle sie hierzu erstinstanzlich Ausführungen gemacht habe, bringe sie jedoch nicht vor. Vielmehr räume sie ein, keine Aufzeichnungen über ihre Aufwendungen gemacht zu haben. Mangels Nachweises seien keine Aufwendungen vom Bruttoertrag abzuziehen.