Citation: 6B_641/2021 E. 2.3.5

2.3.5. Nichts zu seinen Gunsten ableiten kann der Beschwerdeführer schliesslich aus dem Umstand, dass der durch die stationäre Massnahme bedingte Freiheitsentzug womöglich länger dauern wird als die ausgesprochene Freiheitsstrafe von drei Jahren. Zwar ist im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung auch der Dauer des bereits erfolgten Freiheitsentzugs Rechnung zu tragen (BGE 137 IV 201 E. 1.2; Urteil 6B_1516/2021 vom 28. Februar 2022 E. 1.3.2 mit Hinweisen). Die Massnahme wird indessen unabhängig von Art und Dauer der verhängten Strafe angeordnet. Die Dauer hängt von den Auswirkungen der Massnahme auf die Gefahr weiterer Straftaten ab, wobei die Freiheit dem Betroffenen nur so lange entzogen werden darf, als die von ihm ausgehende Gefahr dies zu rechtfertigen vermag. Die Massnahme dauert aber grundsätzlich so lange an, bis ihr Zweck erreicht ist oder sich eine Zweckerreichung als aussichtslos erweist (BGE 147 IV 209 E. 2.4.3; 145 IV 65 E. 2.3.3; 143 IV 445 E. 2.2; 142 IV 105 E. 5.4; Urteil 6B_1516/2021 vom 28. Februar 2022 E. 1.3.2;). Ohne weitere Anhaltspunkte ist eine Massnahme daher nicht schon allein deshalb unverhältnismässig, weil ihre Dauer die ausgesprochene Strafe übersteigen könnte (vgl. Urteil 6B_1225/2021 vom 7. Januar 2022 E. 3.9.2).