Citation: 8C_212/2016 E. 2.3

2.3. Materiell-rechtlich wird geltend gemacht, die psychischen Probleme seien zumindest teilweise auf das erlittene Schädel-Hirntrauma zurückzuführen, weshalb diese ein somatisches Substrat hätten und daher die neue bundesgerichtliche Rechtsprechung zu den psychosomatischen Leiden nicht anwendbar sei. Die Schlussfolgerung, es liege kein invalidisierender Gesundheitsschaden vor, sei nicht zulässig, wobei es bundesrechtswidrig sei, auf die Durchführung eines strukturierten Beweisverfahrens anhand der Standardindikatoren gemäss BGE 141 V 281 E. 4 S. 296 ff. zu verzichten. Sodann gehe es nicht an, das psychiatrische Gutachten als schlüssig und beweiskräftig anzusehen, jedoch die vom Experten attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50 % nicht zu übernehmen. Insgesamt würden sowohl psychische wie auch somatische Beschwerden vorliegen, weshalb ein Einkommensvergleich vorzunehmen sei. Schliesslich sei ihm zu Unrecht aufgrund der zumindest in somatischer Hinsicht erlittenen Verletzungen zwischen dem 1. Juni 2008 (Ablauf des Wartejahres) und dem 30. März 2009 eine ganz Invalidenrente zugesprochen worden.