Citation: 2C_512/2023 E. 5.2

5.2. Die Beschwerdeführerinnen berufen sich auf eine mündliche, durch den Projektleiter der Vergabebehörde gesetzte Vertrauensgrundlage. Zwischen den Verfahrensbeteiligten ist deren Inhalt strittig. Die Vorinstanz durfte von weiteren Abklärungen zum Gesprächsinhalt absehen, weil die Berufung auf den Vertrauensschutz bereits daran scheitert, dass der Projektleiter unter Vertrauensgesichtspunkten nicht als zuständige Auskunftsperson betrachtet werden kann (vgl. BGE 132 II 21 E. 8.1; 101 la 92 E. 3b). Die Beschwerdeführerinnen sind im Baugewerbe tätige Unternehmen (vgl. E. 3.5.2 i.f. hiervor). Für ihre Organe musste klar sein, dass allfällige Aussagen des Projektleiters zu juristischen Fragen - wie den Fristenlauf - kein Vertrauen begründen können.