Citation: 4A_279/2023 E. 3.2.1

3.2.1. Gemäss Art. 40 VVG ist das Versicherungsunternehmen gegenüber dem Anspruchsberechtigten insbesondere dann nicht an den Vertrag gebunden, wenn der Anspruchsberechtigte Tatsachen, welche die Leistungspflicht des Versicherungsunternehmens ausschliessen oder mindern würden, zum Zwecke der Täuschung unrichtig mitgeteilt oder verschwiegen hat. Das Verwaltungsgericht stützte sich in seiner Eventualbegründung auf diese Bestimmung. Es kam im Lichte der Observationsergebnisse (vgl. Sachverhalt Bst. A.b) und eines Gutachtens von Dr. med. E.________ zum Ergebnis, dass der Beschwerdeführer gegenüber seinen behandelnden Ärzten unrichtige Angaben zu seinen medizinisch bedingten Einschränkungen gemacht habe. Es sei seine Absicht gewesen, weiterhin Taggelder auf Basis einer vollen Arbeitsunfähigkeit zu erhalten, wiewohl darauf angesichts seines Gesundheitszustands kein Anspruch bestanden habe. Die Voraussetzungen von Art. 40 VVG seien gegeben. Mit Recht sei die Beschwerdegegnerin vom Vertrag zurückgetreten und verweigere sie die Auszahlung der eingeklagten Taggelder.