Citation: 5A_948/2018 E. 3.1.1

3.1.1. Beruht die Forderung auf einem vollstreckbaren gerichtlichen Entscheid eines schweizerischen Gerichtes, so kann der Gläubiger beim Richter die Aufhebung des Rechtsvorschlags (definitive Rechtsöffnung) verlangen. Gerichtlichen Entscheiden gleichgestellt sind unter anderem die Verfügungen schweizerischer Verwaltungsbehörden (Art. 80 Abs. 1 und Abs. 2 Ziff. 2 SchKG; BGE 143 III 162 E. 2.1). Der Richter gewährt die definitive Rechtsöffnung, sofern der Schuldner keine Einwendungen dagegen vorbringen kann (Art. 81 Abs. 1 SchKG). Während der Rechtsöffnungsrichter von Amtes wegen zu prüfen hat, ob die mit dem Gesuch um definitive Rechtsöffnung eingereichten Unterlagen eine vollstreckbare Verfügung darstellen, obliegt es dem Schuldner, durch Urkunden zu beweisen, dass die Schuld seit Erlass des Entscheides getilgt oder gestundet worden ist, oder die Verjährung anzurufen (BGE 124 III 501 E. 3a; KREN KOSTKIEWICZ, Schuldbetreibungs- & Konkursrecht, 3. Aufl. 2018, Rz. 590 f.).