Citation: 1B_43/2023 E. 2.3

2.3. Der Beschwerdeführer macht geltend, entgegen der Auffassung der Vorinstanz habe er seine Geheimhaltungsinteressen hinreichend substanziiert. So habe er in seiner kantonalen Beschwerde erklärt, dass die Daten seines E-Mail-Kontos Informationen zu seinem Privat- und Geheimbereich enthielten, etwa betreffend seine Scheidung von seiner ersten Ehefrau oder betreffend seine Nachlassplanung. Auch das Gutachten von E.________ vom 21. Februar 2022 beweise, dass sich nach wie vor Anwaltskorrespondenz und rein private Daten von ihm unter den Akten befänden, darunter etwa Korrespondenz mit Ärzten und Spitälern. Im Übrigen stelle die Vorinstanz "überhöhte Substanziierungsanforderungen" an ihn. Angesichts der umfangreichen Akten sei es ihm nicht möglich, für konkrete Dokumente die jeweils betroffenen Geheimhaltungsinteressen einzeln darzulegen. Auch sei die Annahme, diese umfangreichen Akten enthielten keinerlei mit berechtigten Geheimhaltungsinteressen beschlagene Dokumente, schlichtweg "lebensfremd". Die Vorinstanz habe somit zu Unrecht nicht geprüft, ob zum Schutz seiner berechtigten Geheimhaltungsinteressen Massnahmen nach Art. 102 Abs. 1 StPO anzuordnen seien. Er führt weiter aus, er beantrage zwar keine "materielle Beschränkung" des Akteneinsichtsrechts im Sinne von Art. 108 Abs. 1 StPO. Das von ihm beantragte Kopierverbot könne aber auch gestützt auf Art. 108 Abs. 1 lit. b StPO ausgesprochen werden. So sei in der Praxis ein solches schon für einen Rechtsbeistand ausgesprochen worden, wenn diesem Einsicht in besonders sensible Informationen gewährt worden sei. Im vorliegenden Fall habe dies für die nicht verfahrensrelevanten Dokumente zu gelten, die sich unter den Verfahrensakten befänden. Schliesslich rügt er auch eine Verletzung von Art. 73 Abs. 2 StPO. Er wolle keine weiteren Strafanzeigen verhindern, wie die Vorinstanz zu Unrecht erwäge, sondern vielmehr dafür sorgen, dass keine verfahrensrelevanten Akten potenziellen Zeugen, wie etwa dem neuen Anzeigeerstatter F.________, gezeigt würden, bevor sie selbst einvernommen werden. F.________ werde ebenfalls vom Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerinnen vertreten, wodurch ein Risiko bestehe, dass er "frühzeitig" Kenntnis von Verfahrensakten erhalte und gestützt darauf verfälschte Aussagen machen werde.