Citation: 4A_549/2014 E. 4.2.4

4.2.4. Die Beschwerdeführerin behauptet allerdings, die Beschwerdegegnerin 1 habe die behaupteten Initialbeschwerden nicht substanziiert bestritten und damit anerkannt. Die Anforderungen an die Substanziierung einer Bestreitung sind aber, da die ZPO vor der Vorinstanz noch nicht zur Anwendung kam, Gegenstand des kantonalen Prozessrechts, solange dieses nicht in Widerspruch zu Art. 8 ZGB gerät, welche Frage wiederum Bundesrecht beschlägt (vgl. BGE 117 II 113 E. 2 mit Hinweisen). Ob bereits das blosse Verneinen gegnerischer Tatsachenbehauptungen oder gar Stillschweigen als ausreichendes Bestreiten zu gelten hat, oder ob und inwieweit Bestreitungen zu detaillieren sind, ist daher nicht nach allgemeinen Grundsätzen, sondern aufgrund der konkreten prozessrechtlichen Regelung zu entscheiden (Urteil des Bundesgerichts 4P.80/1997 vom 25. Juni 1997 E. 2b; C. Jürgen Brönnimann, Die Behauptungs- und Substanzierungslast im Schweizerischen Zivilprozessrecht, 1989, S. 174 ff.; vgl. auch BGE 113 Ia 433 E. 4 S. 435 ff.). Für die Begründung der Rüge einer willkürlichen Anwendung kantonalen Prozessrechts genügt das blosse Vorbringen, eine Behauptung sei nicht hinreichend bestritten und daher anerkannt, ohne Ausführungen dazu, inwieweit das Gericht nach dem kantonalen Prozessrecht seinem Entscheid nicht substanziiert bestrittene Tatsachen zwingend zugrunde zu legen hat, nicht. Insoweit ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.