Citation: 5A_747/2020 E. 3.2.5

3.2.5. Angesichts dieser Vorgaben erweckt der angefochtene Entscheid Bedenken. Die Vorinstanz übersieht Passagen im erstinstanzlichen Schriftenwechsel, auf die es hier gerade ankommt. So behauptete die Beschwerdegegnerin in ihrer Klageantwort vom 21. Oktober 2014, der Beschwerdeführer verfüge über Säule 3a-Guthaben, "welche der güterrechtlichen Auseinandersetzung unterliegen". Die Beschwerdegegnerin fordert Auskunft und benennt und beziffert die drei erwähnten Guthaben. Auf Seite 88 seiner Replik vom 2. Juni 2015 bestritt der Beschwerdeführer die gegnerischen Ausführungen "zu allfälligen weiteren Säule 3a Konti" und erklärte, er habe ausser einer C.________ Versicherung mit einem Rückkaufswert von Fr. 136'471.20 per 22. September 2011 keine weiteren Säule 3a-Guthaben. Auf Seite 105 der besagten Eingabe wiederholte er seine Bestreitung der Ausführungen der Beschwerdeführerin zur Berücksichtigung von Säule 3a-Guthaben und betonte: "Massgeblich ist der Stichtag der güterrechtlichen Auseinandersetzung". Dass dies der 22. September 2011 ist, auf den die Gütertrennung angeordnet wurde (s. Sachverhalt Bst. A) und auf den es für den Bestand von Errungenschaft und Eigengut ankommt (Art. 207 Abs. 1 ZGB), musste im gegebenen Kontext sowohl den anwaltlich vertretenen Parteien als auch dem Gericht bekannt und bewusst sein. Mit den zitierten Passagen aus der Replik vom 2. Juni 2015, insbesondere dem ausdrücklichen Hinweis auf den Berechnungszeitpunkt des Rückkaufswerts des als einzigen von ihm anerkannten Säule 3a-Guthabens bringt der Beschwerdeführer hinreichend deutlich zum Ausdruck, dass er den Bestand jeglicher weiterer Säule 3a-Guthaben jedenfalls im für die güterrechtliche Auseinandersetzung massgeblichen Stichtag bestreitet. Zugleich stellt er damit einen direkten Bezug zur gegnerischen Behauptung her, wonach er über güterrechtlich relevante Säule 3a-Konti verfüge. Konnten seine Ausführungen in der Replik vom 2. Juni 2015 auch als Behauptung verstanden werden, dass es die zwei weiteren, von der Beschwerdegegnerin ins Spiel gebrachten Säule 3a-Guthaben "nicht mehr" gebe, so trifft den Beschwerdeführer unter den gegebenen Umständen jedenfalls nicht der Vorwurf, seine Bestreitung sei zu vage und hätte weiterer Präzisierung bedurft. Das Obergericht mag denn auch nicht erklären, in welcher Hinsicht die Bestreitung des Beschwerdeführers unvollständig ist bzw. inwiefern dieser seine Ausführungen hätte konkretisieren müssen, um den gesetzlichen Anforderungen zu genügen. Die Behauptung der Beschwerdegegnerin, dass in der güterrechtlichen Auseinandersetzung die Positionen "C.________ (Vertrag Nr. xxx) " mit Fr. 100'000.-- und "D.________" mit Fr. 120'771.50 zu berücksichtigen seien, kann also nicht als unbestritten gelten. Was es mit diesen angeblichen Guthaben aus freiwilliger Vorsorge auf sich hat, wird im Rahmen eines Beweisverfahrens festgestellt werden müssen. Weitere Erörterungen dazu erübrigen sich.