Citation: 6B_1187/2020 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer rügt zunächst eine Verletzung des Anklageprinzips. Er bringt vor, es hätte von der Beschwerdegegnerin 2 erwartet werden müssen, dass sie ihre Vorwürfe (zeitlich) einigermassen genau eingrenze, zumal sie relativ kurz danach ausgesagt habe und es sich nicht um einen besonders langen (Tat-) Zeitraum handle. Ansonsten wäre es an der Untersuchungsbehörde gewesen, mit allen Mitteln, namentlich mit Hilfe von Fixdaten wie Geburts- oder Feiertagen, zu versuchen, eine solche zeitliche Bestimmtheit zu erreichen. Entgegen der Vorinstanz hätte gerade die angebliche Änderung seines Verhaltens dazu führen müssen, dass die Beschwerdegegnerin 2 die für sie angeblich neuen Verhaltensweisen des Beschwerdeführers zeitlich (und örtlich) hätte eingrenzen können, zumal sie bereits über Jahre eine sexuelle Beziehung gepflegt hätten. Die Vorinstanz verkenne zudem, dass es nicht um ein "Unvermögen" seinerseits gehe, Alibis zu beschaffen, sondern vielmehr um die Unmöglichkeit, solche Alibis überhaupt beschaffen zu können. Sie verfalle in eine Art willkürliche antizipierte Beweiswürdigung, wenn sie ihm vorwerfe, er sei selbst bei einer genauen Datierung der Vorfälle kaum im Stande, zuverlässig zu eruieren, wo und mit wem er stattdessen seine Zeit verbracht haben soll. Auch sei es willkürlich und verletze das Fairnessgebot, wenn von ihm auf der anderen Seite verlangt werde, zur Beschaffung eines Alibis entsprechende Beweisanträge zu stellen. Schliesslich habe die Vorinstanz selbst im Rahmen ihrer Beweiswürdigung immer wieder darauf hingewiesen, dass die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 u.a. in zeitlicher Hinsicht sehr unpräzise seien. Im Weiteren verletze die Vorinstanz das Anklageprinzip, wenn sie explizit offenlasse, ob der Beschwerdeführer in der Wohnung der Beschwerdegegnerin 2 effektiv eine funktionstüchtige Kamera zu deren Überwachung installiert habe, und dennoch Anklageziffer 2.2 als erstellt erachte, obwohl dem Beschwerdeführer diesem Anklagepunkt zufolge die Installation einer funktionstüchtigen Kamera vorgeworfen werde. Zudem komme einer Verletzung des Anklagegrundsatzes gleich, wenn die Vorinstanz in Bezug auf Anklageziffer 3.3 davon ausgehe, der Vorfall sei am 25. August 2016 geschehen (Beschwerde S. 3 ff., S. 30).