Citation: 1B_45/2021 E. F

Am 14. Januar 2021 ersuchte A.________ unter Hinweis auf die nunmehr vorliegende schriftliche Begründung des kantonsgerichtlichen Urteils vom 2. September 2020 um unverzügliche Haftentlassung. Er machte insbesondere geltend, der dringende Tatverdacht der versuchten vorsätzlichen Tötung und des qualifizierten Raubes könne im Lichte dieser Begründung nicht mehr bejaht werden. Dazu nahm die Staatsanwaltschaft am 19. Januar 2021 Stellung mit dem Antrag, das Haftentlassungsgesuch abzuweisen. Gleichentags reichte sie dem Obergericht ihre Berufungserklärung ein. Darin beantragt sie, A.________ sei auch schuldig zu sprechen der versuchten vorsätzlichen Tötung und des qualifizierten Raubes. Es sei ihm eine Freiheitsstrafe von 12 Jahren und eine unbedingte Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je CHF 30.-- aufzuerlegen. Mit Verfügung vom 20. Januar 2021 wies die Präsidentin des Obergerichts das Haftentlassungsgesuch ab. Sie bejahte trotz des kantonsgerichtlichen Freispruchs den dringenden Tatverdacht der versuchten vorsätzlichen Tötung und des qualifizierten Raubes sowie Fluchtgefahr. Die Fortführung der Sicherheitshaft bis zum rechtskräftigen Abschluss des Berufungsverfahrens erachtete sie als verhältnismässig.