Citation: 4A_501/2021 E. 7.1.1

7.1.1. Die Vorinstanz erwog, betreffend die Frage, ob die Klägerin generell mit dem Vertrag die Miete einer Fabrikhalle begründen könne, seien die Ablieferungsmodalitäten zu berücksichtigen. Nach dem ursprünglich beabsichtigten Zeitplan - gemäss Purchase Order vom 10. November 2014 - habe die Vor-Abnahme-Probephase in der letzten Woche des März 2015 stattfinden sollen. Die Lieferung habe anschliessend Anfang April 2015 erfolgen sollen. Zur Lieferung habe aber auch die Positionierung und Installation der Maschine gezählt. Dabei hätte die Beklagte den genauen Liefertermin in Abhängigkeit der Verfügbarkeit ihres Installationsteams bestimmen können. Eine Pflicht, auf die Bedürfnisse der Klägerin Rücksicht zu nehmen, habe hingegen nicht bestanden. Daraus könne aber auch geschlossen werden, dass die Klägerin im Zeitpunkt der Vor-Abnahme-Probephase bereits über genügend Platz für die Lieferung und Inbetriebnahme der Maschine habe verfügen müssen. Nur so habe sichergestellt werden können, dass die Klägerin bei Lieferung der Maschine nicht in Annahmeverzug geraten würde, was auch im Interesse der Beklagten gewesen sei. Insbesondere habe die Klägerin das erfolgreiche Durchlaufen der Tests nicht abwarten können, weil sie die Lieferung danach innert kurzer Zeit habe erwarten müssen und die Vorbereitung der Fabrikhalle Zeit in Anspruch genommen habe.