Citation: 4C.178/2005 20.12.2005 E. 1

Gemäss Art. 55 Abs. 1 lit. b OG ist in der Berufungsschrift genau anzugeben, welche Punkte des vorinstanzlichen Entscheides angefochten werden und welche Änderungen beantragt werden. 1.1 Der Beklagte beantragt in seinem "Primärbegehren", es sei festzustellen, dass die Vorinstanz zu Unrecht Bundesrecht statt kantonales Recht angewandt habe und es sei die Angelegenheit an die kantonal zuständigen Gerichtsbehörden zu überweisen. Der Antrag auf Überweisung bzw. Rückweisung der Sache an die kantonal zuständigen Gerichtsbehörden zu neuer Entscheidung ist im Berufungsverfahren grundsätzlich unzulässig (vgl. BGE 125 III 412 E. 1b). Es ist nicht Sache des Bundesgerichts, die nach kantonalem Recht zuständige Behörde zu bestimmen. Aus dem als Feststellungsbegehren formulierten Antrag ergibt sich indessen sinngemäss, dass der Beklagte die Vorinstanz als sachlich unzuständig erachtet und dafür hält, die Vorinstanz hätte auf die Klage nicht eintreten dürfen. Der Antrag, das angefochtene Urteil sei aufzuheben und auf die Klage sei nicht einzutreten, ist zulässig. 1.2 Im Eventualbegehren beantragt der Beklagte einzig die Aufhebung des von der Vorinstanz der Klägerin für Unterhaltskosten zugesprochenen Ersatzes von Fr. 85'000.-- (Dispositivziffer 1b). Er verlangt somit die Aufhebung des angefochtenen Urteils insoweit nicht, als er zur Zahlung von Fr. 50'000.-- (bestehend aus den Betreuungskosten für die beiden anderen Kinder sowie der Erwerbseinbusse der Klägerin) nebst Zins als Schadenersatz (Dispositivziffer 1a) und Fr. 5'000.-- nebst Zins als Genugtuung (Dispositivziffer 1c) verpflichtet wird. Sein Eventualbegehren ist als Antrag auf weitergehende Abweisung der Klage in dem Sinne zu verstehen, es sei Dispositivziffer 1b des angefochtenen Urteils aufzuheben und die Klage in Bezug auf die Schadenersatzforderung für Kindesunterhaltskosten abzuweisen. 1.3 Im Subeventualbegehren schliesst der Beklagte auf Aufhebung der Anwendung des Kapitalisierungszinsfusses von 2,5 % für die Berechnung der Unterhaltskosten. Das Bundesgericht verlangt in konstanter Rechtsprechung die genaue Angabe der Geldsumme, zu deren Bezahlung die Gegenpartei verpflichtet werden soll (vgl. BGE 125 III 412 E. 1b S. 414; 119 II 333 E. 3 mit Hinweisen). Zumindest aus der Berufungsbegründung muss dieser Betrag ersichtlich sein. Die Vorinstanz hat die Unterhaltskosten mit 2,5 % kapitalisiert und einen Gesamtunterhaltsbetrag von Fr. 90'564.-- errechnet. Diesen Betrag hat sie in Anwendung von Art. 43 Abs. 1 OR ermessensweise auf Fr. 85'000.-- gekürzt. Bei Anwendung des vom Beklagten verlangten Kapitalisierungszinsfusses von 3,5 % ergibt sich nach der vorinstanzlichen Berechnungsweise ein Unterhaltsbetrag von insgesamt Fr. 82'764.-- (vgl. hinten E. 5.4). Eine Herabsetzung dieses Betrages verlangt der Beklagte weder im Subeventualantrag noch in der Begründung. Aus dem Subeventualantrag ergibt sich sinngemäss der bezifferte Antrag, dass der als Unterhaltsersatz in Dispositivziffer 1b des angefochtenen Urteils zugesprochene Betrag auf Fr. 82'764.-- zu reduzieren sei. 1.4 Die - in ungewohnter Weise formulierten - Rechtsbegehren des Beklagten sind sinngemäss wie folgt zu verstehen: Hauptsächlich beantragt er das Nichteintreten auf die Klage; eventuell schliesst er auf weitergehende Abweisung der Klage durch Aufhebung der Dispositivziffer 1b des angefochtenen Urteils und Nichtgewährung von Unterhaltskostenersatz; subeventuell verlangt der Beklagte die Abweisung der Klage bezüglich der Unterhaltskosten in dem den Betrag von Fr. 82'764.-- übersteigenden Umfang.