Citation: 4A_489/2014 E. 5.3

5.3. Der Beschwerdeführerin ist insoweit zuzustimmen, als dass sich die Rechtsprechung des Bundesgerichts im Zusammenhang mit der Verkehrssicherungspflicht im Bereich der Pistensicherung vorwiegend auf Skipisten und damit Skiunfälle bezieht. Gestützt auf die SKUS- und die SBS-Richtlinien (Ausgabe 2002, welche vorliegend anwendbar sind), hielt das Bundesgericht fest, dass die Pistenbetreiber im Rahmen ihrer Verkehrssicherungspflicht gehalten sind, den (Ski-) Pistenrand zu markieren und diesen vor Absturzgefahren oder Hindernissen zu sichern. Gemäss Ziffer 27 der SKUS-Richtlinie und Ziffer 22 der SBS-Richtlinie erstreckt sich die Verkehrssicherungspflicht auch auf den unmittelbaren Grenzbereich der Piste, wobei ein Randstreifen von zwei Metern Breite gemeint ist. Zweck der Sicherung dieses zusätzlichen Randbereichs ist es, den (Ski-) Pistenbenützern ein gefahrloses Abschwingen und Stehenbleiben unmittelbar am Pistenrand zu ermöglichen. Zudem sollen Pistenbenützer, die infolge eines Sturzes in der Nähe des Pistenrandes geringfügig über die Piste hinausgeraten, vor Gefahrenstellen geschützt werden, die nicht erkennbar oder selbst für verantwortungsbewusste Pistenbenützer schwer vermeidbar sind. Dabei hielt das Bundesgericht wiederholt fest, dass die Breite dieses Streifens von zwei Metern zur Gewährleistung der Sicherheit von verantwortungsbewussten Pistenbenützern in der Regel ausreicht, da das Vermeiden einer Überschreitung des Pistenrandes den Pistenbenützern grundsätzlich möglich und zumutbar ist, vor allem durch die Einhaltung einer entsprechenden Fahrweise (vgl. BGE 130 III 193 E. 2.4.1 und 2.4.2 S. 197 f. mit Hinweisen).