Citation: 9C_452/2022 E. 4.2

4.2. Die Frage, ob sich eine Arbeits (un) fähigkeit in einem bestimmten Zeitraum in einem revisionsrechtlich relevanten Sinne verändert hat, ist Tatfrage (vgl. E. 1.2 hievor). Das Bundesgericht ist nur dann befugt, die Beweiswürdigung eines kantonalen Gerichts zu korrigieren, wenn diese offensichtlich unrichtig ist (vgl. E. 1.1 hievor). Eine Beweiswürdigung ist nicht bereits dann offensichtlich unrichtig, d.h. willkürlich (zum Begriff der Willkür: BGE 144 II 281 E. 3.6.2), wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre, sondern erst dann, wenn der Entscheid - im Ergebnis - offensichtlich unhaltbar ist, zur tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht oder auf einem offenkundigen Fehler beruht (BGE 144 V 50 E. 4.2; 141 V 385 E. 4.1). Die Vorinstanz hat nach umfassender Würdigung der medizinischen Akten gestützt insbesondere auf die Gerichtsexpertise vom 4. November 2021 und das Administrativgutachten vom 14. März 2019 für das Bundesgericht verbindlich festgestellt, der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers habe sich ab Oktober 2018 wesentlich verbessert. Weiter schloss sie, es sei bis zu diesem Zeitpunkt gestützt unter anderem auf die Einschätzung des behandelnden Psychiaters Dr. med. D.________ von einer vollen Arbeitsunfähigkeit und danach von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % für eine adaptierte Tätigkeit auszugehen. Was der Beschwerdeführer gegen diese Feststellungen vorbringt, vermag sie - soweit überhaupt geltend gemacht - nicht als willkürlich oder sonstwie bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen. Mit Blick auf die Überprüfungsbefugnis des Bundesgerichts ist jedenfalls nicht zu beanstanden, dass das kantonale Gericht der Auffassung des Dr. med. C.________ folgte, wonach bereits anlässlich der Begutachtung bei Dr. med. B.________ im Oktober 2018 ein im Vergleich zu früher verbesserter Gesundheitszustand vorgelegen habe. Nichts zu seinen Gunsten abzuleiten vermag der Beschwerdeführer zudem aus dem Hinweis, es sei mit Blick auf den wechselhaften Gesundheitszustand nicht auszuschliessen, dass es in der Zeit zwischen den beiden Begutachtungen im Oktober 2018 und im November 2021 zu weiteren Wechseln in der Höhe der Arbeitsunfähigkeit gekommen sei. So sind revisionsrechtlich relevante Veränderungen des Gesundheitszustands in diesem Zeitraum weder ersichtlich noch vom Beschwerdeführer substanziiert dargetan.