Citation: 5A_765/2023 E. 1

Geht es um Geldforderungen, sind die Begehren bei reformatorischen Rechtsmitteln zu beziffern (BGE 134 III 235 E. 2; 143 III 111 E. 1.2), jedenfalls soweit sich nicht aus der Begründung ohne weiteres ergibt, auf welchen Betrag der Rechtssuchende eine Geldleistung festgesetzt wissen will (BGE 125 III 412 E. 1b). Ein Begehren um "Festlegung des Geschuldeten" oder "angemessene Reduktion" ist unstatthaft (BGE 121 III 390 E. 1). Dies gilt ebenfalls im Zusammenhang mit Unterhaltsbegehren, und zwar nicht nur für das Verfahren vor Bundesgericht, sondern ausdrücklich auch für die Berufung gemäss der schweizerischen ZPO (Art. 311 Abs. 1 ZPO; BGE 137 III 617 E. 4.3), und zwar selbst dort, wo im Zusammenhang mit Unterhaltsforderungen für Kinder die Offizialmaxime und der Untersuchungsgrundsatz zum Tragen kommen (BGE 137 III 617 E. 4.5 bzw. E. 5). Vorliegend ist zwar eine Bezifferung im bundesgerichtlichen Verfahren entbehrlich, weil das Obergericht auf die Berufung nicht eingetreten ist und deshalb das Bundesgericht nicht selbst in der Sache entscheiden, sondern einzig das obergerichtliche Urteil aufheben und die Sache zur materiellen Beurteilung zurückweisen könnte. Indes setzt eine Rückweisung voraus, dass im Berufungsverfahren bezifferte Anträge gestellt worden sind, denn dies ist Voraussetzung, dass das Obergericht die Berufung, welche die Festsetzung des Kindesunterhaltes betrifft, materiell überhaupt beurteilen könnte. Mithin scheitert die inhaltliche Beurteilung der auf Rückweisung gerichteten Beschwerde bereits daran, dass im Berufungsverfahren keine bezifferten Begehren gestellt worden sind (angefochtenes Urteil S. 2 unten) und das Obergericht festgehalten hat, dass auch aus der Berufungsbegründung nicht ersichtlich sei, auf welchen Betrag der Beschwerdeführer die Kindesunterhaltsbeiträge festgesetzt bzw. in welchem Umfang er diese reduziert haben wolle (angefochtenes Urteil S. 8 oben).