Citation: 5A_325/2023 E. 6.4.1

6.4.1. Nach Ansicht des Beschwerdeführers ist der Vorhalt aktenwidrig und steht mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch, er habe in der Berufung nur ungenügend auf die Akten verwiesen und nicht aufgezeigt, wie der neue Mietvertrag sich auf seine finanzielle Situation auswirke. Tatsächlich fänden sich in der vor Obergericht eingereichten Rechtsschrift zu den behandelten Themenbereichen zahlreiche und genaue Hinweise auf die Akten, namentlich aber in den S. 29 ff. betreffend seinen Bedarf. Auch habe er auf S. 30, 36 und 42 ff. der Berufungsschrift aufgezeigt, wie seine Situation sich durch die neu eingetretenen Umstände verändere. Die Durchsicht der Berufungsschrift vom 16. September 2022 (Akten Obergericht, Urkunde 1) bestätigt die Darstellung des Beschwerdeführers. Dieser hat in der Rechtsschrift hinsichtlich des jeweils in Frage stehenden Berechnungspostens die zugehörigen Aktenstellen angegeben. Wie er vor Bundesgericht korrekt ausführt, verweist er beispielsweise auf S. 24 der Berufung bezüglich seines Erwerbseinkommens auf die Urkunde 292/17 und auf S. 32 hinsichtlich der Bezahlung der Mietzinsen auf die Urkunden 331/129 und 130. Im Zusammenhang mit seinem Bedarf hat er sodann die Eingabe vom 1. November 2021 genannt. Anders als das Obergericht dies darstellt, erfolgte dieser Verweis jedoch nicht pauschal, sondern spezifizierte der Beschwerdeführer, es seien die S. 11 bis 18 relevant (vgl. S. 30 der Berufungsschrift). An dieser Stelle kann offen bleiben, ob die genannten Dokumente geeignet sind, den Standpunkt des Beschwerdeführers zu stützen. Der Vorwurf, es fehle in der Berufungsschrift an den nötigen Aktenverweisen, erweist sich jedenfalls als aktenwidrig und steht mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch (vgl. BGE 143 IV 241 E. 2.3.1; 137 I 58 E. 4.1.2; Urteil 1C_48/2022 vom 29. März 2023 E. 3.1).