Citation: 2P.292/2004 22.06.2005 E. 2

2.1 Nach konstanter Rechtsprechung liegt eine gegen Art. 127 Abs. 3 BV verstossende Doppelbesteuerung vor, wenn eine steuerpflichtige Person von zwei oder mehreren Kantonen für das gleiche Steuerobjekt und für die gleiche Zeit zu Steuern herangezogen wird (aktuelle Doppelbesteuerung) oder wenn ein Kanton in Verletzung der geltenden Kollisionsnormen seine Steuerhoheit überschreitet und eine Steuer erhebt, die einem anderen Kanton zusteht (virtuelle Doppelbesteuerung). Ausserdem darf ein Kanton eine steuerpflichtige Person grundsätzlich nicht deshalb stärker belasten, weil sie nicht in vollem Umfang seiner Steuerhoheit untersteht, sondern zufolge ihrer territorialen Beziehungen auch noch in einem anderen Kanton steuerpflichtig ist (Schlechterstellungsverbot; statt vieler: BGE 130 I 205 E. 4.1 S. 210, mit Hinweisen). 2.2 Die Beschwerdeführerin rügt gegenüber den Kantonen Aargau, Bern, Glarus, Luzern Obwalden, Schwyz, Wallis und Tessin eine aktuelle (effektive) Doppelbesteuerung, während sie gegenüber den Kantonen St. Gallen und Zürich (wo sie Steuerfreiheit geniesst) bloss eine virtuelle Doppelbesteuerung annimmt. Da der Barwertvorteil in der Buchhaltung der Beschwerdeführerin durch Bildung einer Rückstellung neutralisiert und damit von den übrigen Betriebsstättenkantonen offenbar gar nicht besteuert wurde, liegt noch keine aktuelle Doppelbesteuerung vor. In Frage steht aber eine virtuelle Doppelbesteuerung, falls sich die vom Kanton Graubünden vertretene objektmässige Ausscheidung des Barwertvorteils als nicht bundesrechtskonform erweist.