Citation: 5A_577/2015 E. 2.3

2.3. Mit Bezug auf die Notwendigkeit der Behandlung und Betreuung führt das Obergericht gestützt auf das Gutachten aus, die Beschwerdeführerin sei nicht in der Lage, Informationen über gesundheitliche Empfehlungen und Risiken vernünftig abzuwägen und deren Vor- und Nachteile zu erkennen. Es ergäben sich Hinweise auf schwerwiegende Defizite bei der Fähigkeit, eine Situation angemessen zu beurteilen. So nehme die Beschwerdeführerin bei der Behandlung des Ulkus am Fuss gravierende Risiken für ihre Gesundheit in Kauf. Selbst unter Einnahme der neuroleptischen Medikamente sei sie der Meinung, die Wunde am Fuss rühre von einer Glasscheibe her. Den Rat, den Fuss weniger zu belasten, um so die Heilungschancen zu verbessern, könne sie nicht nachvollziehen. Die Beschwerdeführerin sei kaum krankheits- noch behandlungseinsichtig. Durch eine falsche Beurteilung der Lage und einen Abbruch der Behandlung der Diabetes und den damit zusammenhängenden Erkrankungen könne es unmittelbar zu schweren gesundheitlichen Komplikationen (Infektion, Amputation), mithin zu einer Gefährdung der Gesundheit kommen. Damit hat das Obergericht eine konkrete Selbstgefahr angenommen und aufgrund dieser Gefahr zu Recht die Notwendigkeit der Behandlung und Betreuung bejaht. Was die Beschwerdeführerin dagegen vorträgt, erweist sich zum einen als appellatorische Kritik am Sachverhalt. Zum andern geht sie nicht im Einzelnen auf die Erwägungen des obergerichtlichen Urteils ein und sagt nicht rechtsgenügend, inwiefern die Vorinstanz damit Bundesrecht verletzt haben soll. Darauf ist nicht weiter einzugehen.