Citation: 6B_553/2022 E. 4.3.3

4.3.3. Die Staatsanwaltschaft hält in ihrer Einstellungsverfügung fest, dass die USA auf ihr Rechtshilfegesuch hin einen Polizeibericht des FBI übersandten, wonach die beantragten Ermittlungen gescheitert seien, da die H.________ und die I.________ nicht hätten lokalisiert werden können; eingegangen seien die Kontounterlagen der Bank K.________. Die Staatsanwaltschaft setzt sich detailliert mit dem erwähnten Nachtrag vom 17. Februar 2020 auseinander. Sie weist darauf hin, dass in diesem Nachtrag, namentlich aus den Kontobewegungen bei der Bank K.________, der Verdacht abgeleitet werde, die Verantwortlichen der H.________ hätten die Investitionen unrechtmässig im eigenen Interesse verwendet. Ein entsprechender Anfangsverdacht lasse sich nicht von der Hand weisen und sei auch dem Rechtshilfegesuch zugrunde gelegen. Doch als Grundlage für eine Anklage bleibe diese Verdachtslage bei weitem zu schwach. Es bestehe keine Handhabe, die Hintergründe der Lastschriften auf dem Bank K.________-Konto abzuklären und auf Rechtmässigkeit zu überprüfen. Somit lasse sich der Tatverdacht im Sinne von Art. 319 Abs. 1 lit a StPO nicht erhärten, und es seien keine weiteren Untersuchungsmassnahmen ersichtlich, die geeignet seien, die verbleibende Unsicherheit zu beseitigen. In der anschliessenden Prüfung kommt die Staatsanwaltschaft zum Ergebnis, dass sich ein Betrugsverdacht nicht erhärtet habe (Einstellungsverfügung S. 13, 17). Auch die Staatsanwaltschaft ging somit zunächst von einem Anfangsverdacht aus, sodass sie das Rechtshilfegesuch stellen konnte, jedoch blieb die Verdachtslage ihrer Einschätzung nach zu schwach, da die Hintergründe nicht abzuklären waren. Die Vorinstanz stützt und teilt diese Beurteilung. Indem die Beschwerdeführer sich erneut insbesondere auf die in ihrem Nachtrag vom 17. Februar 2020 aufgelisteten Kontounterlagen stützen, steht ihr Unterfangen, mit einer noch akribischeren Analyse den hinreichenden Tatverdacht begründen zu wollen, von vornherein auf einem nicht tragfähigen Fundament. In dieser Weise werden die "Hintergründe" von Transaktionen bloss vermutungsweise behauptbar, aber nicht beweisrelevant erstellbar, umso weniger als diese Analyse durch die Zwecksetzung des Parteiinteresses determiniert eine weitergehende Strafuntersuchung schwerlich zu begründen vermag. Sie vermag einen Anfangsverdacht nicht zu einem anklagerechtfertigenden Tatverdacht zu verdichten, d.h. zu "erhärten".