Citation: 5P.53/2007 14.01.2008 E. 6

Schliesslich kritisiert der Beschwerdeführer das Urteil des Appellationsgerichtes hinsichtlich des Kostenpunktes. 6.1 Er widersetzt sich zunächst dagegen, dass das Appellationsgericht den von ihm der Beschwerdegegnerin geleisteten Anwaltskostenvorschuss für verfallen erklärt hat. Aus der Begründung des angefochtenen Urteils muss geschlossen werden, dass die fragliche Verfall-Erklärung nur bedeutet, dass die Gerichtskosten des erstinstanzlichen Verfahrens dem heutigen Beschwerdeführer auferlegt wurden, diese jedoch mit dem Anwaltskostenvorschuss verrechnet worden sind, den er für die Beschwerdegegnerin bezahlt hatte. Es handelt sich also um einen Entscheid im Kostenpunkt, auch wenn der Berufungskläger vorbringt, die Berufungsbeklagte hätte den Vorschuss wegen der angefallenen Erbschaft zurückerstatten müssen. Kostenentscheide kantonaler Gerichtsverfahren beruhen auf kantonalem Recht; in der Beschwerdeschrift vermisst man aber jeglichen Hinweis auf eine Norm des kantonalen Rechts, welche willkürlich angewandt worden wäre. Es kann folglich gar nicht geprüft werden, ob das Appellationsgericht das kantonale Recht denn tatsächlich willkürlich ausgelegt und angewandt hat. Zudem diskutiert der Beschwerdeführer die eigentliche Begründung des Appellationsgerichtes, wonach der erstinstanzliche Kostenentscheid sich trotz seines teilweisen Obsiegens vor der letzten kantonalen Instanz immer noch halten lasse, überhaupt nicht. Auf die Rüge ist mangels einer einschlägigen Begründung folglich nicht einzutreten. 6.2 Haltlos sind auch seine Einwendungen gegen die Auflage der zweitinstanzlichen Kosten. Die Feststellung des Appellationsgerichtes, dass sein teilweises Obsiegen vor der letzten kantonalen Instanz auf Dokumente zurückzuführen sei, die er vor der ersten Instanz einzureichen unterlassen habe, weshalb er die Folgen seiner Unterlassung selber tragen müsse, kann nicht dadurch erschüttert werden, dass er vor erster Instanz nicht anwaltlich vertreten war, oder weiter dadurch, dass die Beschwerdegegnerin bereits im Sommer 1997 von seinen Plänen einer Früh-Pensionierung gewusst haben soll. Letzterer Umstand ergibt sich aus dem angefochtenen Urteil sowieso nicht, weshalb darauf nicht abgestellt werden könnte. Die weitere Behauptung des Beschwerdeführers, das Zivilgericht hätte dies ohne weiteres auch wissen müssen, weil er laufend Lohnausweise habe abgeben müssen, aus denen sich die Abzüge für den Einkauf eines Zusatzbeitrages bei der Pensionskasse ergäben, grenzt an Mutwilligkeit: Der Beschwerdeführer darf nicht ernsthaft erwarten, dass der Scheidungsrichter von selbst, ohne entsprechende Parteibehauptungen, auf solche Folgerungen komme - ungeachtet dessen übrigens, ob er dies tun dürfte. Eine Pflicht, den Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln, trifft ihn von Bundesrechts wegen ohnehin nicht (BGE 128 III 411 E. 3.2.2 S. 414); ob eine solche gestützt auf kantonalem Recht bestehe, legt der Beschwerdeführer denn aber nicht dar.