Citation: I 10/06 06.11.2006 E. 4.3

4.3. Auch die weiteren Vorbringen des Versicherten sind nicht stichhaltig. Zunächst ist angesichts dessen, dass die Gutachter an der RehaClinic Y.________ im Wesentlichen dieselben Befunde erhoben, wie sie im Gutachten des Prof. Dr. med. B.________ enthalten sind, unter Berücksichtigung des fachärztlich festgestellten stationären Verlaufs (Erw. 4.2 hievor) nicht zu beanstanden, dass im Rahmen der Begutachtung in Baden kein zusätzliches MRI angefertigt wurde. Auch von weiteren medizinischen Abklärungen ist in antizipierter Beweiswürdigung abzusehen. Sodann weisen die Gutachter der RehaClinic Y.________ ausdrücklich darauf hin, dass längeres (vorgeneigtes) Sitzen zu vermeiden ist und führen - gestützt auf die detaillierte Evaluation der EFL vom 5. Oktober 2004 - aus, das Tragen von Gewichten von mehr als 15 kg bzw. Heben von Gewichten von mehr als 20 kg sei nicht mehr möglich. Bezüglich der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit erwägt das kantonale Gericht zutreffend, dass die Ausführungen des Prof. Dr. med. B.________, wonach der Versicherte in administrativen Tätigkeiten "zumindest um etwa 20 %" eingeschränkt, hingegen bei einer Kontrolltätigkeit nicht behindert sei, wenig einleuchtend ist. Eine administrative Tätigkeit geht nicht zwangsläufig mit dauerndem oder zumindest längerem (vorgeneigtem) Sitzen einher, sondern kann - insbesondere bei entsprechender ergonomischer Gestaltung des Arbeitsplatzes (beispielsweise Verwendung eines Stehpultes) und angepasster Arbeitsorganisation - auch wechselbelastend ausgeübt werden (vgl. Urteil S. vom 29. März 2005, I 273/04, Erw. 4.2).