Citation: 4C.57/2005 11.04.2005 E. 1

1.1 In der Berufung sind neue Rechtsbegehren ausgeschlossen (Art. 55 Abs. 1 lit. b OG; BGE 109 II 153 E. 1b S. 155). Auf Eventual- und Subeventualanträge, die neu sind und schon im vorinstanzlichen Verfahren hätten gestellt werden können, ist daher nicht einzutreten, soweit sie nicht bloss ein Minus darstellen, das noch im Berufungsverfahren erstmals anbegehrt werden kann (BGE 126 III 223, nicht publ. E. 1c; 111 II 305 E. 5c; Poudret/Sandoz-Monod, Commentaire de la loi fédérale d'organisation judiciaire, Bd. II, Bern 1990, N. 1.4.3. zu Art. 55 OG). Soweit das Obergericht aufgrund der Parteianträge davon ausgehen durfte, bestimmte Begehren seien zugestanden, und daher keinen Anlass hatte, die Begehren umfassend zu überprüfen, kann die Überprüfung nicht erstmals vor Bundesgericht verlangt werden (Poudret/Sandoz-Monod, a.a.O., N. 1.4.3 lit. b S. 426 und 1.5.3.6 S. 441 zu Art. 55 OG; BGE 94 II 209 E. 4 S. 211; 93 III 96 E. 1 S. 100). Zwar können dem Bundesgericht neue rechtliche Argumente unterbreitet werden. Die Rechtsprechung hielt sich aber stets streng daran, dass vor der letzten kantonalen Instanz und vor Bundesgericht Identisches verlangt werden muss (Bundesgerichtsurteil 4C.465/1995 vom 27. Juni 1996 E. 5b; vgl. auch 4P.273/1991, E. 2a vom 30. April 1992). 1.2 Nach dem angefochtenen Urteil hat die Beklagte den Ansatz von Fr. -.65 pro Kilometer zur Berechnung der von der Klägerin geschuldeten Nutzungsentschädigung nicht bestritten. Soweit die Beklagte diesen Ansatz in der Berufung erstmals als zu tief beanstandet, ist sie damit nicht zu hören. 1.3 Dem angefochtenen Urteil ist auch nicht zu entnehmen, dass sich die Beklagte im kantonalen Verfahren für den Eventualfall der Zulässigkeit der Wandelung zum Zinsenlauf geäussert hätte, und sie erhebt in dieser Hinsicht keine substanziierte Sachverhaltsrüge nach Art. 63 Abs. 2 und Art. 64 OG, die dem Bundesgericht eine Überprüfung der tatsächlichen Feststellungen des Sachgerichts erlauben würde (BGE 130 III 102 E. 2.2 S. 106). Sie legt auch nicht dar, weshalb das Obergericht bei Gutheissung der Klage den von der Klägerin verlangten Zins als nicht zugestanden hätte betrachten müssen. Auf die diesbezüglichen Vorbringen in der Berufung und den Subeventualantrag ist daher nicht einzutreten. Im Übrigen wäre die Rüge auch unbegründet, sind doch im Rahmen der Rückabwicklung eines Kaufvertrages Zinsen ab dem Tag der tatsächlichen Geldübergabe geschuldet (Honsell, Basler Kommentar, 3. Auflage, N. 2 zu Art. 208 OR).