Citation: 9C_81/2020 E. 5.2.1

5.2.1. Vorab ist festzuhalten, dass die psychiatrische Begutachtung durch den Administrativsachverständigen indikatorenorientiert (BGE 141 V 281) erfolgte. In diesem Rahmen ist, entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin, Dr. med. B.________ (und ebenso auch das kantonale Gericht) nicht von einer gelungenen Eingliederung ausgegangen, sondern von einem erfolgreichen Abschluss der Eingliederungsmassnahmen respektive der Ausbildung zur Goldschmiedin. Dies ist mit Blick auf das 2017 erlangte Eidgenössische Fähigkeitszeugnis auch nicht in Frage zu stellen. Der Facharzt berücksichtigte daneben jedoch auch die Probleme der Beschwerdeführerin bei der Eingliederung ins Erwerbsleben respektive den Umstand, dass sie bis anhin noch keine (passende) Stelle gefunden hatte. Diesen Aspekt qualifizierte er explizit als Belastung (zum Ganzen: Expertise S. 2 f. Ziff. 1.1 f., S. 8 f. Ziff. 2.1, S. 11 f. Ziff. 2.2 und 5.1, S. 14 f. Ziff. 5.2 und 5.4). Es ist somit von einer umfassenden Würdigung der Umstände auszugehen.