Citation: I 300/02 17.09.2002 E. 2

Streitig und zu prüfen ist, in welchem Ausmass die Beschwerdeführerin ohne gesundheitliche Beeinträchtigung einer Erwerbstätigkeit nachginge. 2.1 Gegenüber der Abklärungsperson der IV-Stelle hat die Beschwerdeführerin am 29. November 2000 und 5. April 2001 angegeben, selbst dann nicht mehr als 60 % erwerbstätig zu sein, wenn sie gesundheitlich nicht eingeschränkt wäre. Konfrontiert mit der Angabe ihres Rechtsvertreters, der aus finanziellen Gründen von einer vollzeitlichen Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall ausging, erklärte sie, dass sie ihren Vertreter nicht verstehe; sie bleibe dabei, auch bei guter Gesundheit höchstens 60 % erwerbstätig zu sein. Die Vorinstanz hat die Angaben der Versicherten gegenüber der Abklärungsperson der IV-Stelle als massgeblich qualifiziert und in Würdigung der persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse sowie der eherechtlichen Gesichtspunkte festgestellt, es sei nicht zu beanstanden, dass die Verwaltung von einer Teilzeiterwerbstätigkeit im Rahmen von 70 % ausgegangen sei. Demzufolge bestätigte sie die von der IV-Stelle nach der gemischten Methode vorgenommene Invaliditätsbemessung und die gestützt darauf erfolgte Berechnung einer ganzen Rente vom 1. Februar 1999 bis 30. November 1999 und einer halben Rente ab 1. Dezember 1999. 2.2 Die dagegen erhobenen Einwendungen der Beschwerdeführerin vermögen an diesem zutreffenden Ergebnis nichts zu ändern. Auf Grund der gesamten Umstände lässt sich nicht beanstanden, dass Verwaltung und Vorinstanz den Aussagen der Versicherten gegenüber der Abklärungsperson der IV-Stelle mehr Glauben geschenkt haben als der Behauptung ihres Rechtsvertreters, sie würde ohne Gesundheitsschaden einer vollzeitlichen Erwerbstätigkeit nachgehen. Anhaltspunkte für die Richtigkeit des Letzteren ergeben sich weder aus den Akten noch aus der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Insbesondere findet sich dafür keine Stütze, dass die Versicherte die Aussagen betreffend ihr mutmassliches Arbeitspensum unter dem Eindruck ihrer Krankheit getätigt und auf diese deshalb nicht oder nur mit Vorbehalten abgestellt werden könnte. Die Beschwerdeführerin wurde von der Abklärungsstelle der Invalidenversicherung am 29. November 2000 und 5. April 2001 eingehend befragt und über die abweichenden Auskünfte ihres Rechtsvertreters informiert, ohne dass sie von ihrem Standpunkt abgewichen wäre oder Anzeichen einer krankheitsbedingt getrübten Einschätzung der Situation erkennbar waren. Schliesslich lässt sich der Verwaltung im Rahmen der Abklärung der Statusfrage schon deshalb keine Verletzung der Auskunfts- bzw. Informationspflicht vorwerfen, weil sie nach dem Gesagten davon ausgehen konnte und musste, die Versicherte habe die Frage des Abklärungsdienstes, in welchem Ausmass sie heute ohne Behinderung eine Erwerbstätigkeit ausüben würde, richtig verstanden und wahrheitsgemäss beantwortet. Sodann ist für die Beurteilung dieser Frage, entgegen den Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, nicht entscheidend, ob die Ausübung einer Erwerbstätigkeit infolge Unterschreitens des Existenz-minimums wirtschaftlich notwendig wäre, sondern inwieweit sie bei den gegebenen Verhältnissen als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten ist (Urteil G. vom 19. August 2002, I 160/02). Schliesslich ist hinsichtlich der vorinstanzlichen Annahme von monatlichen Unterhaltsbeiträgen in der Höhe von Fr. 2'500.-- zu bemerken, dass es der Beschwerdeführerin, sollte sie nach rechtskräftigem Abschluss des Scheidungsverfahrens weniger oder keine Unterhaltszahlungen mehr erhalten, frei steht, sich erneut bei der Invalidenversicherung zu melden (SVR 2000 IV Nr. 10 S. 30 Erw. 3d).