Citation: 6B_640/2024 E. 2.5.3

2.5.3. Der Beschwerdeführer ist verheiratet. Seine Ehefrau verfügt sowohl über die schweizerische als auch die sri-lankische Staatsbürgerschaft. Die beiden haben drei gemeinsame Kinder, die ebenfalls die schweizerische Staatsbürgerschaft besitzen. Die Familie wohnt in einer Dreizimmerwohnung. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer pflege zu seinen Söhnen (Jahrgang 1999, 2002, 2006) eine enge Beziehung. Er sei auch seinen Pflichten als Elternteil soweit ersichtlich bisher nachgekommen und kümmere sich gemeinsam mit seiner Ehefrau um den Unterhalt der Familie, nehme am Alltag seiner Kinder teil und sorge sich glaubhaft um deren Zukunft und Ausbildung. Gestützt darauf geht die Vorinstanz von einem intakten Familien- und Eheleben aus. Angesichts der tatsächlich gelebten familiären Beziehung zu seiner Ehefrau prüft die Vorinstanz, ob es dieser mit Blick auf die Rechtsprechung zu Art. 8 EMRK ohne Weiteres möglich bzw. zumutbar wäre, den Beschwerdeführer für die Dauer der Landesverweisung nach Sri Lanka zu begleiten. Diesbezüglich führt sie aus, die Ehefrau spreche ebenfalls Tamilisch und sei mit den Gegebenheiten sowie der Kultur des gemeinsamen Heimatlandes Sri Lanka vertraut. Zudem würden Teile ihrer Verwandtschaft dort leben. Die Söhne stünden in absehbarer Zeit finanziell "auf eigenen Beinen" und es bestünden seitens der Eltern im Zeitpunkt der Landesverweisung keine Betreuungspflichten mehr. Entsprechend bejaht die Vorinstanz die Zumutbarkeit, den Beschwerdeführer zu begleiten, und verneint gleichzeitig den Schutzbereich von Art. 8 Ziff. 1 EMRK mit Blick auf sein Recht auf Familienleben. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, vermag nicht zu überzeugen, zumal er erneut grösstenteils lediglich appellatorische Kritik übt und nicht auf die ausführlichen Erwägungen der Vorinstanz eingeht. Entgegen seiner Auffassung verkennt die Vorinstanz nicht, dass die Ehefrau bei einer Ausreise nach Sri Lanka den Kontakt zu den Söhnen weitgehend verlieren würde und die "Trennung sehr schmerzhaft" wäre. Vielmehr setzt sich die Vorinstanz durchaus mit der Situation der Ehefrau auseinander, sowohl für den Fall, dass sie ihn begleiten würde, als auch bei einem allfälligen Verbleib mit den Söhnen in der Schweiz, auseinander. Die vorinstanzliche Einschätzung steht Art. 8 Ziff. 1 EMRK nicht entgegen.