Citation: 4A_605/2019 E. A

A.a. Bei einer Arztkonsultation im April 2003 wurden bei B.________, (Kläger; Beschwerdegegner) eine Hypertonie und eine leichte periphere Verschlusskrankheit festgestellt. Im Mai 2003 klagte er über Schmerzen in der rechten Hand mit "Weisswerden" von Mittel- und Ringfinger. Daraufhin wurde die blutdrucksenkende Medikation geändert. Am 2. Juni 2003 stellte der Hausarzt Hinweise auf eine mangelnde Durchblutung und eine beginnende Nekrotisierung im Bereich der Endglieder von Ring- und Mittelfinger der rechten Hand fest. Bei einer der zwei Hauptarterien zur Blutversorgung des rechten Unterarms war zudem kein Puls fühlbar. Daher überwies der Hausarzt den Kläger an das Spital X.________ zur weiteren Abklärung. Die dort durchgeführte Untersuchung ergab an allen Fingern der rechten Hand den Befund "schwer pathologisch" oder "Nulllinie". Zur weiteren Abklärung wurde durch Zuweisung an das von der C.________ AG (Spitalbetreiberin) betriebene Spital Y.________ die Angiografie zur Darstellung des Aortabogens und der rechten Arteria subclavia sowie der rechten Arm- und Handarterien veranlasst. A.a.a. Bei der Abklärung durch die leitende Radiologin kam es zu Schwierigkeiten beim Einbringen des Katheters, so dass der Chefarzt Radiologie beigezogen werden musste. Kurz vor dessen Eintreffen begann der Kläger zu gähnen, was von der leitenden Radiologin als Folge des wegen Anstiegs des Blutdrucks verabreichten Phethidin interpretiert wurde. Nach Wechsel des Katheters gelang dem Chefarzt nach mehreren Versuchen die Sondierung der Arteria subclavia. Der Chefarzt übergab die Untersuchung wieder der leitenden Radiologin. Es wurde ein Kontrastmittel injiziert, ein vorübergehender Spasmus festgestellt und dem Kläger eine Kapsel Nitroglyzerin verabreicht. Es liess sich eine gute Darstellung der Handarterien erreichen, wobei dem schläfrigen Patienten die Hand gehalten werden musste, um keine verwackelten Aufnahmen zu erzielen. A.a.b. Nach Beendigung der Angiografie war der Kläger nicht mehr in der Lage, adäquate Antworten zu geben, und dessen rechter Arm war gelähmt. Der Kläger hatte im Verlauf der Untersuchung einen ischämischen Schlaganfall erlitten und wurde auf die Intensivpflegestation der Spitalbetreiberin verlegt. Auf eine systematische Thrombolysetherapie wurde verzichtet. Am 18. Juni 2003 wurde ein Computertomogramm des Schädels erstellt. Es zeigte eine frische Schädigung des Gehirns im Bereich der betroffenen Arterie. Der Kläger ist seit dem Hirninfarkt rechtsseitig gelähmt und in seiner Sprechfähigkeit und in anderen im Alltag erforderlichen Fähigkeiten stark behindert. A.b. Vor dem Bezirksgericht Hinwil verlangte der Kläger vertreten durch Rechtsanwalt A.________ von der Spitalbetreiberin wegen fehlender Aufklärung und mangelhafter Behandlung einen Betrag von über Fr. 1 Mio. gemäss gerichtlicher Bestimmung als Schadenersatz sowie Fr. 160'000.-- als Genugtuung. Seine Ehefrau forderte Fr. 80'000.-- Genugtuung, alles jeweils nebst Zins. A.b.a. Auf übereinstimmenden Antrag der Parteien wurde das Prozessthema auf die gutachterlich zu klärende Frage nach Behandlungsfehlern und deren allfällige natürliche Kausalität für den aktuellen Gesundheitszustand des Klägers beschränkt. Das Bezirksgericht Hinwil holte zu dieser Frage bei Dr. med. D.________ und Prof. Dr. E.________ ein Gutachten ein. Nachdem das Gutachten am 2. Oktober 2009 erstattet worden war, wurde den Parteien Frist angesetzt, um dazu Stellung zu nehmen und eine allfällige Ergänzung oder Erläuterung zu beantragen. Während die Spitalbetreiberin diese Möglichkeit nutzte, wurden die Kläger säumig. Ihr Fristwiederherstellungsgesuch wies das Bezirksgericht ab. Daraufhin beauftragten der Kläger und seine Ehefrau einen anderen Rechtsanwalt mit der Wahrung ihrer Interessen. Nachdem die Gutachter in einem Ergänzungsgutachten die Ergänzungsfragen der Spitalbetreiberin beantwortet und die Parteien dazu Stellung genommen hatten, wies das Bezirksgericht Hinwil die Klage ab. Gleich entschied am 10. Juli 2012 das Obergericht des Kantons Zürich. Mit Bezug auf den Schlaganfall erachtete es eine Pflichtverletzung für nachgewiesen. Wegen der Schläfrigkeit des Klägers hätten früher Abklärungen getroffen und dieser an das Spital X.________ überwiesen werden müssen. Dort hätte nach notfallmässigen Untersuchungen gegebenenfalls eine thrombolytische Behandlung installiert werden können. Den Nachweis der Kausalität der Pflichtverletzung für den eingetretenen Schaden erachtete es dagegen nicht für erbracht, da gemäss Gutachten auch bei einer thrombolytischen Behandlung mit 77 % Wahrscheinlichkeit mit einem schlechten Verlauf hätte gerechnet werden müssen. Damit spreche keine überwiegende Wahrscheinlichkeit für einen adäquaten Kausalzusammenhang zwischen der Sorgfaltspflichtverletzung und der eingetretenen körperlichen Schädigung. A.b.b. Die vom Kläger und seiner Ehefrau gegen diesen Entscheid angestrengte Beschwerde in Zivilsachen wies das Bundesgericht mit Urteil 4A_516/2012 vom 8. Februar 2013 ab, soweit es darauf eintrat.