Citation: 8C_102/2022 E. 3

Die Vorinstanz erwog, obwohl der Beschwerdeführer die Tätigkeit für die B.________ GmbH im Monat Oktober 2019 belegt habe, ergäben sich verschiedene Ungereimtheiten. Die behauptete Barauszahlung des Lohnes sei vom Empfänger nicht quittiert worden. Die Bestätigung einer Barauszahlung durch die Arbeitgeberin habe der Beschwerdeführer erst eingereicht, nachdem die Beschwerdegegnerin diese in ihrer vorinstanzlichen Beschwerdeantwort in Zweifel gezogen habe. Das Dokument über die arbeitgeberseitig bestätigte Tätigkeit im Oktober 2019 trage sodann dasselbe Datum (5. August 2020) wie die Arbeitgeberbescheinigung betreffend das Arbeitsverhältnis von Februar bis Juni 2020. Es sei unerklärlich, weshalb die umstrittene Tätigkeit im Oktober 2019 in der Arbeitgeberbescheinigung nicht erfasst worden sei, nachdem die Beschäftigungszeiten der letzten zwei Jahre anzugeben gewesen seien. Ebenso wenig sei einleuchtend, weshalb der Beschwerdeführer in seiner Einsprache im Verwaltungsverfahren nur seine zusätzlich zu berücksichtigende stundenweise Beschäftigung vom 1. bis 7. Juli 2020 bei der B.________ GmbH angegeben habe, nicht aber bemerkt haben wolle, dass der Einsatz im Oktober 2019 ausser Acht gelassen worden sei. Das behauptete Einkommen sei ferner zwar im Auszug aus dem Individuellen Konto (IK) erfasst und gegenüber der Steuerbehörden in der Steuererklärung für das Jahr 2020 deklariert worden. Dies sei jedoch erst geschehen, nachdem die Vorinstanz entsprechende Auskünfte bei den Behörden eingeholt habe. Es sei ferner nicht glaubhaft, dass der Beschwerdeführer für dieselbe Arbeitgeberin im Februar 2020 wieder tätig geworden sei, wenn er für die im Oktober 2019 geleistete Arbeit erst ein halbes Jahr später im März 2020 mit Fr. 2400.- brutto entschädigt worden sein soll. Deshalb könne der Beschwerdeführer hieraus nichts zu seinen Gunsten ableiten. In Würdigung der gesamten Umstände sei zu vermuten, dass die Bescheinigungen bezüglich der Arbeitstage im Juli 2020 und im Oktober 2019 bloss gefälligkeitshalber seitens der früheren Arbeitgeberin ausgestellt worden seien. Es sei daher insgesamt nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt, dass der Beschwerdeführer im Oktober 2019 eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt habe, weshalb die Mindestbeitragszeit von zwölf Monaten nicht erfüllt sei.