Citation: C 270/99 26.05.2000 E. 3

3.- Nach der Praxis kann bei einer Vorkehr, die schwergewichtig als Element einer allgemeinen beruflichen Weiterausbildung erscheint, in der Regel nicht von einer unmittelbaren Verbesserung der Vermittelbarkeit im Berufs- spektrum gesprochen werden (nicht veröffentlichte Urteile P. vom 15. März 2000 [C 417/99], D. vom 4. November 1994 [C 56/94] mit Hinweis auf ARV 1990 Nr. 9 S. 56 Erw. 2, H. vom 1. Februar 1994 [C 133/93] und P. vom 22. Dezember 1987 [C 84/87]). Von solchen anspruchsausschliessenden Sachver- halten zu unterscheiden sind Tatbestände, wo eine abge- schlossene Berufsausbildung Lücken aufweist, die der aktu- elle und voraussehbar künftige Arbeitsmarkt nicht oder nur sehr beschränkt toleriert. Eine diese Lücke schliessende Vorkehr kann unter Umständen eine arbeitsmarktliche Mass- nahme darstellen, wie das Eidgenössische Versicherungsge- richt im Falle eines Elektroingenieurs mit südafrikanischem Diplom (vergleichbar mit dem Abschluss als Ingenieur HTL in der Schweiz) entschied, der einen einjährigen Kurs in rechnerunterstütztem Maschinenbau absolvierte, weil er aus- bildungsmässig den Erfordernissen auf dem Gebiet der EDV nicht zu genügen vermochte (nicht veröffentlichtes Urteil R. vom 19. November 1986 [C 79/86]; vgl. auch Gerhards, AVIG-Kommentar, Bd. II, N 19 und 23 zu Art. 59).