Citation: 6B_1135/2014 E. 1.4.3

1.4.3. Die Beschwerdeführerin wendet ein, da sie immer über mehrere Globusgeschenkkarten mit zum Teil höheren Beträgen verfügt habe, sei es glaubhaft, dass ihr die zusätzliche Karte in ihrem Portemonnaie nicht aufgefallen sei (Beschwerde S. 6 f. Ziff. 3.1 f.). Es ist nicht willkürlich, dass die Vorinstanz zum Schluss gelangt, es sei wenig glaubhaft, dass die Beschwerdeführerin nicht bemerkt haben wolle, dass sie ihre Einkäufe im Globus mit der gestohlenen Geschenkkarte getätigt habe. Selbst wenn sie öfters mit Geschenkkarten für grössere Beträge eingekauft habe, seien Fr. 500.-- ein namhafter Betrag, insbesondere im Verhältnis zu ihrem Bruttolohn und Vermögen. Ein derart hoher zusätzlicher Betrag hätte ihr daher auffallen müssen, zumal sie die Karte nicht nur einmal, sondern gar dreimal benutzt habe. Auch ihr Verhalten an der polizeilichen Einvernahme sei verdächtig. Zum einen habe sie erst auf Vorhalt gestanden, mit der gestohlenen Geschenkkarte bezahlt zu haben. Zum anderen wolle ihr nicht aufgefallen sein, dass sie über eine zusätzliche Geschenkkarte im Betrag von Fr. 500.-- verfügt habe, obwohl sie drei Monate später noch gewusst habe, dass sie drei Smartboxen gekauft und den Restbetrag mit einer weiteren Geschenkkarte bezahlt habe. Ein solches Erinnerungsvermögen in Bezug auf einen alltäglichen Vorgang - insbesondere bezüglich der Zahlungsmodalitäten - sei erstaunlich und weise darauf hin, dass die Beschwerdeführerin die finanziellen Verhältnisse im Zusammenhang mit den Globusgeschenkkarten sehr wohl zu überblicken vermocht habe (Urteil S. 15 E. 8.4).