Citation: 9C_523/2017 E. 4.2

4.2. Sodann bringt der Beschwerdeführer vor, aus Berichten des Zentrums C.________ und der Pathologie D.________ vom 24. bzw. 28. Juni 2016, die er der Gutachterstelle nachträglich vorgelegt habe, ergebe sich, dass die Colitis ulcerosa nicht remittiert sei, da ein neuer Schub stattgefunden habe. Die fraglichen Berichte seien im Gutachten als zur Kenntnis genommen aufgeführt worden, hätten aber tatsächlich keine Berücksichtigung gefunden. Indem die Vorinstanz selber versucht habe, sie zu würdigen, anstatt den Fall an die IV-Stelle zurückzuschicken oder ein Gerichtsgutachten anzuordnen, habe sie Bundesrecht verletzt. Die Berichte vom Juni 2016 werden von der Vorinstanz lediglich als eine zusätzliche Quelle herangezogen, die belegt, dass (weiterhin) kein signifikanter histopathologischer Befund bestehe. Im Gutachten wurden sie, wie der Beschwerdeführer richtig darlegt, als zur Kenntnis genommen aufgeführt, und der gastroenterologische Gutachter hat am 12. Oktober 2016 mit seiner Unterschrift erklärt, dass er sämtliche Dokumente, die der Gutachtensstelle vorlagen, zur Verfügung gestellt bekommen habe. Ob die fraglichen Akten vom Fachgutachter nach seiner eigenen Untersuchung vom 20. April 2016 tatsächlich zur Kenntnis genommen wurden, kann im Ergebnis offen bleiben, ergibt sich doch aus ihnen kein vom gutachterlichen Schluss abweichender Befund, mit dem sich der Experte zwingend hätte auseinandersetzen müssen. Im Bericht der Pathologie D.________ wird ein Schub einer bekannten chronisch-inflammatorischen Darmerkrankung nicht - wie dies der Beschwerdeführer aktenwidrig behauptet - ärztlicherseits festgestellt, sondern für bloss möglich gehalten, während das Magendarm Zentrum Fellergut lediglich eine "diffuse erosive Entzündung" in den ersten fünf Zentimetern des Rektums festhält. Diese Befunde vermögen weder den Schluss des gastroenterologischen Gutachters, wonach sich die Colitis ulcerosa seit ca. drei Jahren in Remission befinde, noch dessen Einschätzung, wonach - aus gastroenterologischer Sicht - sowohl in der angestammten als auch in einer Verweistätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit bestehe, in Frage zu stellen. Der Beschwerdeführer legt weder dar, noch ist aus den Akten ersichtlich, inwiefern sich - entgegen der gutachterlichen Einschätzung - aus der leichtgradigen floriden Entzündung der Darmschleimhaut Ende August 2015, welche im Gutachten explizit berücksichtigt wurde bzw. aus der mässiggradigen floriden Entzündung derselben Ende Juni 2016, funktionelle Einschränkungen resp. Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ergeben.