Citation: 1C_531/2015 E. 3

Die Beschwerdeführerin wirft dem Verwaltungsgericht zunächst vor, den Sachverhalt willkürlich festgestellt zu haben, soweit es (in E. 2.4) festhielt, dass eine direkte Leitung vom Bodensee auf das Gelände der Verfahrensbeteiligten führe und u.a. damit die Gefahr einer Verschmutzung des Bodensees durch kontaminiertes Lösch- und Regenwasser begründe. Die Beschwerdeführerin macht, unter Verweis auf Pläne aus ihrem Archiv, geltend, dass es sich bei der "Seeleitung" um eine 1949 gebaute, ca. 400 m lange Saugleitung handle, durch die grosse Mengen Wasser aus dem Bodensee bezogen worden seien. Diese Leitung führe in einen Schacht am Ufer und könne mittels eines Schiebers verschlossen werden. Da es sich um ein Druckwassersystem handle, könne mit grosser Wahrscheinlichkeit weder Lösch- noch Meteorwasser durch diese Seeleitung retour in den Bodensee abfliessen. Ob es sich bei den Plänen um zulässige Noven handelt (Art. 99 Abs. 1 BGG), kann offen bleiben, da sie ohnehin keine Willkür belegen können: Dass eine direkte Leitung vom Areal in den Bodensee besteht (sog. Seeleitung), bestreitet auch die Beschwerdeführerin nicht. Zu deren Verlauf, Art und Zustand finden sich im angefochtenen Entscheid keine Feststellungen; im Augenscheinsprotokoll wurde lediglich die Aussage des Rechtsvertreters der Beschwerdegegnerin (S. 7) festgehalten, wonach bekannt sei, dass die Seeleitung 3 - 4 m unter dem Boden verlaufe und deren Pumpe kaputt sei; dagegen sei weder ihr genauer Verlauf noch ihr Gefälle bekannt. Man wisse nichts über den Zustand aller unterirdischen Wasserleitungen und ob diese allenfalls zerstört worden seien. Dieser Aussage widersprachen die Vertreter der Beschwerdeführerin am Augenschein nicht; auch nachträglich wurden keine Ergänzungen oder Korrekturen des Protokolls verlangt (Eingabe vom 11. September 2015). Unter diesen Umständen durfte das Verwaltungsgericht ohne Willkür von der Existenz einer direkten Leitung in den Bodensee ausgehen, deren Zustand ungewiss sei. Insofern erscheint es keinesfalls willkürlich, wenn es diese Leitung als eine von mehreren möglichen Quellen für die Verschmutzung des naheliegenden Bodensees erwähnte.