Citation: 1C_645/2018 E. 4.3

4.3. Diese Interessenabwägung wurde vom Verwaltungsgericht im angefochtenen Entscheid bestätigt. Zwar sei (entgegen der Rechtsauffassung der VOL) davon auszugehen, dass die fragliche Fläche nach wie vor Wald im Rechtssinne darstelle, weil die Rodungsbewilligung nicht ausgenutzt worden sei, trotz der im Zonenplan eingetragenen Waldgrenze. Es käme jedoch einem prozessualen Leerlauf gleich, die Waldgrenze an die tatsächlichen Verhältnisse anzupassen, um sie allenfalls wenig später im früheren Umfang wieder festzustellen. Ein Vergleich des Rodungsplans vom 16. Dezember 2003 (mit Änderung vom 29. November 2007) mit dem Rodungsplan vom Mai 2018 zeige, dass in etwa dieselbe Fläche gerodet werden solle, die das AGR bereits im Jahr 2008 bewilligt und die für den Eintrag der umstrittenen Waldgrenze im Nutzungsplan massgebend gewesen sei. Überwiegende Interessen sprächen daher für die vorläufige Beibehaltung der umstrittenen Waldgrenze, weshalb mit der Plananpassung bis auf Weiteres zuzuwarten sei.