Citation: 4A_455/2022 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer verlangt mit seiner auf Vertrag gestützten Klage Ersatz für den Schaden, welcher im Rahmen eines auf russische Rubel lautenden Termingeschäfts entstanden ist. Er hatte - so drückte sich der Beschwerdeführer im Berufungsverfahren aus - mit dem streitgegenständlichen Termingeschäft "seine Schweizer Franken in RUB" angelegt und mithin russische Rubel auf Termin in Erwartung einer Wertsteigerung erworben. Der Beschwerdeführer wollte (so die Beschwerdegegnerin unwidersprochen in ihrer Beschwerdeantwort) einen auf russische Rubel lautenden Gewinn erzielen. Nach den Feststellungen des Bezirksgerichts (auf welche das Obergericht verwies) hätte der Beschwerdeführer mit Auslaufen der Geschäfte russische Rubel ausbezahlt erhalten und das hypothetische Vermögen ohne die angebliche Vertragsverletzung wäre ein Vermögen in russischen Rubeln gewesen. Die Vermögensverminderung sei - so schliesst das Bezirksgericht - in russischen Rubeln eingetreten. Es entspricht der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, dass für die (behauptete) Schadenersatzforderung in solchen Fällen - die Anwendung schweizerischen Rechts vorausgesetzt - auf jene Währung abzustellen ist, in welcher die Vermögensverminderung eintrat respektive auf welche das Bankgeschäft lautete (Urteile 4A_341/2016 / 4A_343/2016 vom 10. Februar 2017 E. 2.2: 4A_232/2008 vom 27. März 2009 E. 5.3.1 f.; 4C.191/2004 vom 7. September 2004 E. 6; ferner BGE 137 III 158 E. 3.2.2; vgl. im Übrigen bereits BGE 47 II 190 E. 2b). Dieser Grundsatz gilt auch hier, woran nichts ändert, dass die Beschwerdegegnerin die Vermögensausweise jeweils in Schweizer Franken ausgestellt hat. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist auch nicht jene Währung massgebend, "in welcher der Bankkunde denkt". Die Vorinstanzen gingen zutreffend davon aus, dass - wenn überhaupt - eine Fremdwährungsschuld vorliegt, und nicht eine Schuld in Schweizer Franken.