Citation: 5A_644/2013 E. 2.1

2.1. Im Zivilstandsregister werden Daten über Personen verzeichnet. Welche Zivilstandsereignisse und damit Daten über den Personenstand aufgenommen ("beurkundet") werden, bestimmt das Gesetz. Zum Personenstand gehören gemäss Art. 39 Abs. 2 ZGB insbesondere (1.) die eine Person unmittelbar betreffenden Zivilstandstatsachen wie die Geburt, die Heirat, der Tod, (2.) die personen- und familienrechtliche Stellung einer Person wie die Volljährigkeit, die Abstammung, die Ehe, (3.) die Namen, (4.) die Kantons- und Gemeindebürgerrechte und (5.) die Staatsangehörigkeit. Die einzutragenden Angaben hat der Bundesrat gestützt auf Art. 48 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB in der Zivilstandsverordnung vom 28. April 2004 (ZStV; SR 211.112.2) geregelt. In Ausführung von Art. 39 Abs. 2 ZGB werden darin einzeln aufgezählt die Zivilstandsereignisse, die erfasst werden (Art. 7 ZStV), und die Daten, die im Personenregister geführt werden (Art. 8 ZStV). Nicht vorgesehen ist die Aufnahme von Daten zur erbrechtlichen Stellung einer Person, also etwa Angaben wie "enterbt", "Vorerbe von X." oder "Vermächtnisnehmer". Die im Zivilstandsregister eingetragenen Daten über die personen- und familienrechtliche Stellung einer Person gestatten zwar Schlüsse auf die erbrechtlichen Verhältnisse. Deren Beurkundung gehört aber nicht zum Inhalt des Zivilstandsregisters (vgl. zur Bedeutung des Personenstands: TUOR/SCHNYDER/SCHMID, Das Schweizerische Zivilgesetzbuch, 13. Aufl. 2009, § 13 Rz. 1 S. 131).