Citation: 9C_908/2014 E. 2

Weiter rügt die Beschwerdeführerin, mit dem angefochtenen Entscheid werde die Kompetenzabgrenzung gemäss Art. 23 Abs. 1 AHVV verletzt, da der Beschwerdegegnerin die Meldung der zuständigen Steuerbehörde gefehlt habe. Nach Art. 23 Abs. 1 AHVV ermitteln die kantonalen Steuerbehörden das für die Bemessung der Beiträge massgebende Erwerbseinkommen auf Grund der rechtskräftigen Veranlagung für die direkte Bundessteuer, das im Betrieb investierte Eigenkapital auf Grund der entsprechenden rechtskräftigen kantonalen Veranlagung unter Berücksichtigung der interkantonalen Repartitionswerte. Es steht fest, dass im Zeitpunkt der Verfügung vom 22. November 2010 noch keine rechtskräftige Veranlagung für 2004 vorlag, weder für die direkte Bundessteuer noch für die Kantons- und Gemeindesteuern. Die Beschwerdeführerin hatte nach unbestrittener Feststellung der Vorinstanz am 8. November 2012 gegen die betreffenden Verfügungen Rekurs bei der Steuerrekurskommission und gegen deren Entscheide vom 26. September 2012 Beschwerde bei der Verwaltungsrechtlichen Abteilung eingereicht, welche am 26. März 2013 einen Nichteintretensentscheid fällte. Bei Erlass des Einspracheentscheids vom 4. August 2014 lagen somit rechtskräftige Steuerveranlagungen im Sinne von Art. 23 Abs. 1 AHVV vor. Jedenfalls kann mit Bezug auf die streitige Beitragsfestsetzung für 2004 nicht von einer bundesrechtswidrigen Kompetenzüberschreitung durch Beschwerdegegnerin und Vorinstanz gesprochen werden (vgl. BGE 111 V 289 E. 3 S. 291 ff. zu den im Kontext massgebenden Aufgaben von Steuerbehörde und Ausgleichskasse; vgl. auch AHI 2000 S. 113 f.).