Citation: 4A_226/2019 E. 7.3.1

7.3.1. Die Beschwerdeführerin beanstandet, es sei willkürlich, wenn die Vorinstanz die E-Mail vom 24. August 2014 nicht mehr berücksichtigen wolle. Ihre Begründung, das Fahrzeug sei zu diesem Zeitpunkt bereits verkauft gewesen, sei widersprüchlich, wenn sie gleichzeitig selber festhalte, der Beschwerdeführerin sei zu diesem Zeitpunkt der Weiterverkauf des Fahrzeugs nicht bekannt gewesen. Der Einwand der Beschwerdeführerin trifft insoweit zu, als die Vorinstanz selbst davon ausgeht, die Beschwerdeführerin habe zum Zeitpunkt des Versandes der E-Mail keine Kenntnis über den Weiterverkauf des Fahrzeugs gehabt. Aus der E-Mail ergibt sich nun zwar, dass die Beschwerdeführerin (zu diesem Zeitpunkt) nicht gewillt war, einem Weiterverkauf unter dem Mindestpreis von Fr. 65'000.-- zuzustimmen. Es ergibt sich daraus aber nicht, dass die Parteien einen Mindestverkaufspreis von Fr. 65'000.-- vereinbart hätten. Ebensowenig ergibt sich, dass (für die Beschwerdegegnerin erkennbar) bereits vor dem erfolgten Weiterverkauf des grünen Mercedes seitens der Beschwerdeführerin unter Fr. 65'000.-- keine Verkaufsbereitschaft bestanden hätte. Damit ist es jedenfalls im Ergebnis nicht willkürlich, wenn die Vorinstanz die E-Mail vom 24. August 2014 nicht berücksichtigt.