Citation: 6B_985/2016 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des Akkusationsprinzips. Der als Anklageschrift überwiesene Strafbefehl vom 21. Mai 2014 umschreibe die auf den Vorsatz hinweisenden äusseren Umstände nicht. In Bezug auf den Tatbestand der Misswirtschaft ergebe sich aus dem Umstand, dass er keine Überschuldungsanzeige nach Art. 725 Abs. 2 OR gemacht habe, lediglich die Erfüllung des objektiven Tatbestandes. Damit stehe aber noch nicht fest, ob er die Anzeige vorsätzlich unterlassen habe. Die Wiedergabe der Floskel, wonach der Beschuldigte den Erfolg in Kauf genommen habe, ohne nachvollziehbaren Nachweis, aufgrund welcher Umstände darauf zu schliessen sei, genüge nicht (Beschwerde S. 3 ff., 11). Auch beim Tatbestand der Gläubigerbevorzugung umschreibe die Anklageschrift die Umstände, die auf den Vorsatz hindeuteten, nicht. Sie lege insbesondere nicht dar, inwiefern er im Bewusstsein der Zahlungsunfähigkeit und in der Absicht, einzelne Gläubiger zu bevorzugen, gehandelt habe. Beim Anklagepunkt der Misswirtschaft schildere die Anklageschrift zudem nicht, worin die arge Nachlässigkeit bestehen solle und welche Anhaltspunkte für eine solche sprächen. Sie verweise lediglich auf die verspätete Überschuldungsanzeige, erörtere aber nicht, worin das arge Fehlverhalten liegen solle. Nicht jede verspätete Anzeige der Überschuldung stelle indes eine arge Nachlässigkeit dar. Bestraft würden lediglich krasse Fälle geschäftlichen Fehlverhaltens (Beschwerde S. 6 f.). Schliesslich sei der Anklageschrift auch nichts zum Kausalzusammenhang zwischen einer allfälligen Unterlassung seinerseits und der Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft zu entnehmen (Beschwerde S. 8).