Citation: K 69/01 09.05.2003 E. 3

Unter dem alten Recht hat sich die vom Eidgenössischen Versicherungsgericht in ständiger Rechtsprechung angewendete Praxis herausgebildet, wonach eine Mammareduktionsplastik medizinisch indiziert ist und dem Erfordernis der Zweckmässigkeit genügt, sofern eine Gewebereduktion von gegen 500 g oder mehr beidseits vorgesehen ist bzw. durchgeführt wurde und wenn gleichzeitig Beschwerden geltend gemacht werden, 'die auf die Hypertrophie zurückgeführt werden können (könnten) und keine Adipositas vorliegt'. Dabei gilt eine Person als übergewichtig (adipös), wenn der Body Mass Index (BMI), also der Quotient von Körpergewicht (kg) und Körperlänge im Quadrat (m2) grösser als 25 ist (RKUV 1996 Nr. K 972 S. 3 ff. Erw. 5a-c mit Hinweisen). Im vorliegenden Fall steht fest, dass im Zeitpunkt des Eingriffs am 3. Februar 1997 das Körpergewicht 59,5 kg betrug. Das entspricht bei einer Körpergrösse von 1,48 m einem BMI von rund 27,2. Im Weitern wurden bei der Operation beidseitig 620g resp. 650 g (Fett- und Drüsen-)Gewebe reseziert.