Citation: 6B_941/2019 E. 2.4

2.4. Die Vorinstanz befasst sich in ihrem Entscheid nicht mit der Frage, ob der Freund der Mutter der Beschwerdegegnerin hätte einvernommen werden müssen. Der Beschwerdeführer warf diese Frage im vorinstanzlichen Verfahren auch nicht mehr explizit auf. An der von ihm erwähnten Stelle des Plädoyers führte er aus, insbesondere der Mutter der Beschwerdegegnerin hätte etwas auffallen müssen. Einen Antrag auf Befragung des Freunds der Mutter der Beschwerdegegnerin stellte er jedoch nicht. Die Vorinstanz erachtete eine Befragung auch nicht als erforderlich. Sie stützt ihren Entscheid im Wesentlichen auf die bereits von der Staatsanwaltschaft bzw. der ersten Instanz erhobenen Beweise, was dem gesetzlich vorgesehenen Grundsatz der beschränkten Unmittelbarkeit des Gerichtsverfahrens entspricht (vgl. Art. 343 StPO). Jedenfalls ist der Untersuchungsgrundsatz nicht bereits deshalb verletzt, weil die Strafverfolgungsbehörden nicht jeden erdenklichen Beweis erhoben haben. Soweit die Einwände des Beschwerdeführers überhaupt rechtzeitig erfolgten, ist nach dem Gesagten weder dargetan noch ersichtlich, inwiefern der Anspruch auf rechtliches Gehör, der Untersuchungsgrundsatz, die Verfahrensfairness oder die "Beweiserhebungsgrundsätze" verletzt sein sollten.