Citation: 2C_129/2021 E. 3.2

3.2. Das Verwaltungsgericht hat die Voraussetzungen der Fristwiederherstellung dargelegt (vgl. E. 3.1 der angefochtenen Verfügung) und erwogen, der Rechtsvertreter rechtfertige das Fristversäumnis damit, dass sich der Beschwerdeführer in Bezug auf den Beginn des Fristenlaufs geirrt habe, weshalb kein grobes Verschulden vorliege (vgl. E. 3.2 der angefochtenen Verfügung). Aus diesen Ausführungen könne geschlossen werden, dass es der Rechtsvertreter unterlassen habe, seinen Klienten über die korrekte Berechnung der Kautionsfrist zu informieren und allenfalls selbst fristwahrende oder fristerstreckende Massnahmen vorzunehmen. Dies sei als grobes Verschulden zu beurteilen. Die geforderte Sorgfalt des anwaltlichen Handelns verlange, dass es der Vertreter nicht dabei bewenden lassen dürfe, seinem Klienten fristgebundene behördliche Auflagen zur Erledigung weiterzuleiten. Der Rechtsvertreter habe klarzustellen, durch wen die Vornahme der innert Frist geforderten Handlung erfolgen solle. Habe der Klient diese vorzunehmen, habe der Vertreter dies durch rechtzeitige Mitteilung und Instruktion zu veranlassen und vor Fristablauf zu kontrollieren. Im Zweifelsfall habe er die Kaution entweder selber zu bezahlen oder die Frist rechtzeitig erstrecken zu lassen. Werden diese Vorkehrungen vor Fristablauf unterlassen, sei die Sorgfaltspflicht verletzt und könne keine Fristwiederherstellung beansprucht werden, da der Klient sich das Verhalten seines Vertreters anrechnen lassen müsse (vgl. E. 3.3 der angefochtenen Verfügung).