Citation: 1F_14/2023 E. 2.2

2.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, dass das Bundesgericht seinen Antrag, die Nichtbehandlung seines Haftentlassungsgesuchs vom 29. März 2023 durch die Staatsanwaltschaft und die zuständigen kantonalen Gerichte stelle eine Rechtsverweigerung dar, nicht behandelt habe, obwohl nach Art. 94 BGG für Rechtsverweigerungsbeschwerden keine Rechtsmittelfristen vorgesehen seien. Dieser Rechtsauffassung kann nicht gefolgt werden, da der Grund für den Nichteintretensentscheid des Bundesgerichts nicht die verstrichene Rechtsmittelfrist von 10 Tagen gemäss Art. 396 Abs. 1 StPO war, sondern in der fehlenden Ausschöpfung des kantonalen Instanzenzugs lag (vgl. Sachverhalt lit. A). Zudem verkennt der Beschwerdeführer mit seinen Vorbringen, dass das Zwangsmassnahmengericht Wil in seinem Entscheid vom 13. April 2023, der im bundesgerichtlichen Verfahren 1B_261/2023 angefochten war, sehr wohl über sein Haftentlassungsgesuch vom 29. März 2023 entschieden hatte (vgl. Urteil 1B_261/2023 vom 17. Mai 2023 E. 1). Mithin lag insoweit keine Rechtsverweigerung, sondern ein taugliches Anfechtungsobjekt für den kantonalen Rechtsmittelweg vor, weshalb für das Bundesgericht kein Anlass zur Prüfung bestand, ob die Beschwerde in Strafsachen als Rechtsverweigerungsbeschwerde im Sinne von Art. 94 BGG entgegenzunehmen war. Mit anderen Worten wurde der Antrag auf Feststellung einer Rechtsverweigerung durch die Staatsanwaltschaft oder die kantonalen Gerichte im Zusammenhang mit der Behandlung des Haftentlassungsgesuchs vom 29. März 2023 vom Bundesgericht stillschweigend mitbeurteilt, weshalb mit Blick auf die vorerwähnte Rechtsprechung kein Revisionsgrund vorliegt (vgl. vorne E. 2.1).