Citation: 4P.250/2006 17.01.2007 E. 6

Die Beschwerdeführerin wirft dem Obergericht vor, es habe eine aktenwidrige tatsächliche Annahme getroffen und sei insofern in Willkür verfallen, als es auf Grund der Aussagen von K.________ und I.________ davon ausging, die beiden Zeugen seien sich der Solidarschuldnerschaft bewusst gewesen. 6.1 Offensichtlich aktenwidrige tatsächliche Feststellungen trifft das Gericht dann, wenn es sich infolge Versehens mit den Akten in Widerspruch gesetzt hat, sei es, dass es Aktenstellen übersehen oder ihnen einen anderen als den wirklichen Inhalt beigemessen hat, sei es, dass es irrig davon ausgegangen ist, eine Tatsache sei aktenmässig belegt, während die Akten in Wirklichkeit darüber keinen Aufschluss geben (BGE 131 I 45 E. 3.6 S. 49). In berufungsfähigen Fällen können derartige falsche tatsächliche Feststellungen als auf einem offensichtlichen Versehen beruhend mit Berufung angefochten werden (Art. 55 Abs. 1 lit. d und 63 Abs. 2 OG). Die Rüge ist in diesem Fall unzulässig (Art. 84 Abs. 2 OG; vgl. auch BGE 96 I 193; Urteil 4P.232/1995 vom 4. Juni 1996, E. 4b). Aktenwidrigkeit ist nicht mit Beweiswürdigung gleichzusetzen, sondern liegt nur vor, wenn der Richter bei der Beweiswürdigung von unrichtigen tatsächlichen Prämissen ausgeht (BGE 131 I 45 E. 3.6 S. 49 f. mit Hinweisen). Beim Vorwurf, die Vorinstanz habe die Aussagen von Zeugen falsch ausgelegt, geht es hingegen um die Frage der Beweiswürdigung. Eine derartige Rüge muss in der staatsrechtlichen Beschwerde als willkürliche Beweiswürdigung erhoben und substanziiert werden (vgl. auch Urteil 4C.283/1994 vom 15. November 1994, E. 2b, publiziert in: SJ 1995 S. 262 ff.). 6.2 Wenn es bei den Vorbringen der Beschwerdeführerin tatsächlich um die Rüge der Aktenwidrigkeit im oben dargelegten Sinn ginge, wäre diese mit Berufung geltend zu machen, was die Beschwerdeführerin im Übrigen auch tut. Die Annahme des Obergerichts, K.________ und I.________ sei es bewusst gewesen, dass es sich um eine Solidarschuld handelte, beruht allerdings auf einer Auslegung der Aussagen dieser beiden Zeugen, und damit auf Beweiswürdigung. Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, inwiefern diese Beweiswürdigung willkürlich sein soll. Die Rüge ist damit unzulässig (vgl. E. 4).