Citation: I 393/03 21.07.2004 E. 2

Strittig sind die verbleibende Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers und der daraus resultierende Invaliditätsgrad. 2.1 Ausser Frage steht, dass der an einem chronischen Panvertebralsyndrom sowie einem residuellen Schmerzsyndrom des rechten distalen Oberschenkels leidende Beschwerdeführer von Juni 1998 bis Ende 1999 in seiner Tätigkeit als Leiter eines Büros im Bereich des Lehrlingswesens lediglich zu 50 % arbeitsfähig war und von 1. Juni 1999 (Ablauf des Wartejahres gemäss Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG) bis März 2000 Anspruch auf eine halbe Invalidenrente hatte. Obgleich diese unbestritten gebliebene Bezugszeit - als Teil des einen hier in Frage stehenden Rechtsverhältnisses - der richterlichen Überprüfungsbefugnis nicht entzogen ist (vgl. BGE 125 V 417 f. Erw. 2d, 369 Erw. 2, je mit Hinweisen; AHI 2001 S. 278 f. Erw. 1), besteht im Lichte der Aktenlage sowie der Parteivorbringen kein Anlass, sie letztinstanzlich einer erneuten materiellen Beurteilung zu unterziehen. Vielmehr rechtfertigt es sich, die Prüfung auf die allein strittige Frage zu beschränken, ob die vorinstanzlich bestätigte Befristung des Rentenanspruchs auf Ende März 2000 standhält. Voraussetzung hierfür ist, dass ab jenem Zeitpunkt eine revisionsrechtlich erhebliche, die Leistungseinstellung rechtfertigende Verbesserung des Gesundheitszustands eingetreten ist. 2.2 Vorinstanz und Verwaltung sind in einlässlicher Würdigung der medizinischen Akten zum Schluss gelangt, dass infolge einer positiven Gesundheitsentwicklung ab Januar 2000 neu von einer 75 %igen anstelle der bisher auf 50 % eingeschätzten Leistungsfähigkeit in der bisherigen beruflichen Tätigkeit ausgegangen werden kann. Soweit der Beschwerdeführer dies letztinstanzlich erneut unter Hinweis auf einen Widerspruch zwischen den Schlussfolgerungen im MEDAS-Gutachten vom 31. Juli 2000 und der ärztlichen Stellungnahme in dem zu Handen der MEDAS erstellten rheumatologischen Untergutachten des Dr. G.________ vom 30. Mai 2000 verneint, ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde unbegründet. In diesem Punkt kann im Wesentlichen auf die zutreffenden, den Vorwurf der Widersprüchlichkeit überzeugend widerlegenden Erwägungen der Vorinstanz - einschliesslich deren Bezugnahme auf den ersten Rechtsmittelentscheid vom 9. Mai 2001 - verwiesen werden. Nicht zu überzeugen vermag der Einwand des Beschwerdeführers, entgegen der vorinstanzlichen Darstellung sei an der abschliessenden, multidisziplinären "Konsenskonferenz" der MEDAS vom 8. Juni 2000 nicht über die Arbeitsfähigkeit gesprochen worden. Wohl mag zutreffen, dass der Arbeitsfähigkeitsgrad nicht ziffernmässig besprochen wurde; die medizinische Einschätzung der verbleibenden Leistungsfähigkeit jedoch war zentrales Thema der MEDAS-Abklärungen und die daraus gezogenen Schlüsse materiell zweifellos Gegenstand jener Besprechung. Massgebend bleibt aber ohnehin, dass in dem vom leitenden Arzt der MEDAS, PD Dr. B.________, und dem fallverantwortlichen Arzt, Dr. R.________, unterzeichneten Gesamtgutachten die Arbeitsfähigkeit im derzeit ausgeübten Beruf mit nachvollziehbarer und einleuchtender Begründung (Hinweis auf ideale Arbeitsbedingungen, insbesondere frei einteilbare Arbeitszeit, Möglichkeit häufiger Positionswechsel, kein Heben schwerer Lasten) ab Januar 2000 auf 75 % eingeschätzt wurde und diese Festlegung in Übereinstimmung mit den sonstigen ärztlichen Erkenntnissen steht. Unbehelflich ist ferner der weitere Einwand des Beschwerdeführers, das im Rahmen der MEDAS-Abklärungen eingeholte pneumologische Konsilium der Dres. med. U.________ und S.________ vom 16. Juni 2000 sei erst nach der Konsenskonferenz ausgefertigt worden. Zum einen steht fest, dass das genannte Untergutachten am 31. Juli 2000, als das Hauptgutachten verfasst wurde, vorlag. Zum andern wurde die pneumologische Beurteilung des Beschwerdeführers am 30. Mai 2000 vorgenommen, also vor der Konsenskonferenz vom 8. Juni 2000. Die pneumologischen Erkenntnisse waren in jenem Zeitpunkt also bereits bekannt, wenn auch noch nicht abschliessend schriftlich dokumentiert. Dabei verneinen die Begutachter mit Blick auf die aktuell ausgeübte Bürotätigkeit eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, was sich widerspruchsfrei in die Gesamtbeurteilung der MEDAS einfügt. Nach dem Gesagten ist mit Vorinstanz und Verwaltung von einer seit Januar 2000 bestehenden 75 %igen Arbeitsfähigkeit in der derzeit ausgeübten Tätigkeit als Leiter eines Büros im Bereich des Lehrlingswesens auszugehen.