Citation: 2C_81/2023 E. 7.1

7.1. Die Beschwerdeführerinnen machen geltend, die Vorinstanz unterlasse es, sich mit der individuellen Beteiligung der Beschwerdeführerinnen am Informationsaustausch über die Treibstoffzuschläge auseinanderzusetzen. In einigen Fällen stelle die Vorinstanz den Inhalt der E-Mails eindeutig falsch dar. Damit, so die Beschwerdeführerinnen weiter, suggeriere die Vorinstanz, dass der Zweck des Informationsaustauschs darin bestanden habe, die Luftfahrtunternehmen über die Treibstoffzuschläge zu informieren. Der Informationsaustausch habe aber vielmehr der Information der Spediteure gedient. Die Vorinstanz habe sodann nirgends festgestellt, dass im betreffenden Zeitraum Informationen von den beiden Mitarbeitenden der Beschwerdeführerinnen in der Schweiz an den Hauptsitz übermittelt worden seien. Für die Preisfestsetzung seien allerdings die Mitarbeitenden am Hauptsitz verantwortlich gewesen. Im Weiteren bringen die Beschwerdeführerinnen mit Bezug auf die Nicht-Kommissionierung von Zuschlägen vor, sie hätten an keinem der von der Vorinstanz aufgeführten zwölf Treffen betreffend die Kommissionierungsfrage teilgenommen. Sie seien lediglich als Empfängerinnen zweier E-Mails im Zusammenhang mit O1.________ aufgeführt gewesen. Auf beide E-Mails hätten die Beschwerdeführerinnen nicht geantwortet. Gestützt auf dieses Tatsachenfundament könne keine Beteiligung an einer Abrede abgeleitet werden. Der blosse Umstand, dass die Beschwerdeführerinnen Mitglieder des "L1.________" gewesen seien, vermöge keine Beteiligung an einem Kartell nachzuweisen. Die europäischen Behörden seien denn auch zu einem anderen Beweisergebnis gelangt.