Citation: 2C_220/2018 E. 3.4

3.4. Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz sei mit Blick auf die verfahrensauslösenden Delikte zu Unrecht von einem "schweren Verschulden" ausgegangen; dies widerspreche der Einschätzung des Obergerichts des Kantons Aargau, das in seinem Strafverdikt vom 9. Juni 2016 ein "mittelschweres Verschulden" festgestellt habe. Mit dieser Vorhaltung verkennt er, dass die Vorinstanz nicht das strafrechtliche, sondern das migrationsrechtliche Verschulden zu beurteilen hatte. Im strafrechtlichen Kontext dient der Verschuldensbegriff dazu, die Strafe zu bemessen (Art. 47 Abs. 1 StGB). Das migrationsrechtliche Verfahren verfolgt demgegenüber keine Strafzwecke (vgl. Urteile 2C_532/2017 vom 26. März 2018 E. 5.1 und 2C_116/2017 vom 3. Oktober 2017 E. 4.2). Vielmehr knüpft es an die durch das Strafgericht ausgesprochene Strafe an, um mit Blick auf die Gewichtung der öffentlichen Fernhalteinteressen das migrationsrechtliche Verschulden des betroffenen Ausländers festzustellen (BGE 139 I 145 E. 2.1 S. 147). Im Lichte der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. beispielsweise Urteile 2C_794/2018 vom 3. Dezember 2018 E. 2.2; 2C_262/2010 vom 9. November 2010 E. 3.3.1) ist dabei nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz das migrationsrechtliche Verschulden bei einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren als schwer taxierte und - auch unter Berücksichtigung der wiederholten Straffälligkeit des Beschwerdeführers und der Art der begangenen Delikte - von einem "äusserst grossen" öffentlichen Fernhalteinteresse ausging. Die Rüge ist unbegründet.