Citation: 2C_519/2022 E. 3.2.1

3.2.1. Vorab hat das Gericht erwogen, dass die gleichzeitige Erhebung einer (mengenabhängigen) Betriebsgebühr und einer (mengenunabhängigen) Grundgebühr nicht nur in den einschlägigen kommunalen Reglementen explizit vorgesehen sei, sondern auch den kantonalrechtlichen Vorgaben entspreche. Sie stimme zudem mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung überein, die es in ständiger Praxis als zulässig erachte, wenn zusätzlich zur Betriebsgebühr eine Grundgebühr erhoben werde (E. 4.1.2 a.U., m.H. auf BGE 128 I 46 E. 5b/bb; Urteile 2C_160/2014 vom 7. Oktober 2014 E. 6.4, 2C_995/2012 vom 16. Dezember 2013 E. 5 f., 2P.266/2003 vom 5. März 2004 E. 3.2). Eine solche Gebührenerhebung stelle auch - entgegen der Vorbringen der Beschwerdeführer - keine doppelte oder gar vierfache Gebührenerhebung dar: Während die Grundgebühren (auch als Bereitstellungsgebühren bezeichnet) als Entgelt für die Aufrechterhaltung der Infrastruktur konzipiert seien, richteten sich die Betriebsgebühren nach der tatsächlichen Benutzung der entsprechenden Anlagen. Den Beschwerdeführern könne auch insoweit nicht gefolgt werden, als diese die Meinung vertreten würden, dass die Gemeinde für die erhobenen Grundgebühren keine Leistung erbringe. Die Betroffenen würden aber nicht geltend machen, dass die von ihnen erhobenen Gebühren dem Äquivalenzprinzip oder dem Gleichheitsgebot widersprächen, wofür übrigens keine Anhaltspunkte bestünden (E. 4.1.2 a.U.).