Citation: 4A_142/2021 E. 3.3

3.3. Der Beschwerdeführer bringt dagegen im Wesentlichen vor, eine Arbeitsunfähigkeit zwischen 2013 und 2017 sei nie echtzeitig und beweiskräftig bestätigt worden. Er sei sodann nachweislich im Zeitpunkt des Beginns des Versicherungsvertrags voll arbeits- und leistungsfähig gewesen. Daraus leitet der Beschwerdeführer ab, dass eine rückfallgefährdete Krankheit, die vor Vertragsschluss bestanden habe, aber sehr lange nicht mehr zu einer Arbeitsunfähigkeit geführte habe, nicht als eingetretenes Ereignis im Sinne von Art. 9 VVG gelten könne. Indem die Vorinstanz davon ausgehe, dass eine Krankheit, die schon irgendwann einmal zu einer Arbeitsunfähigkeit geführt habe, für die Frage der Nichtigkeit eines in der Zwischenzeit abgeschlossenen Versicherungsvertrages massgeblich sei, falle die Vorinstanz auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zurück, welche die Krankheit und nicht die Arbeitsunfähigkeit als befürchtetes Ereignis ansehe. Könne die versicherte Person in der Zwischenzeit wieder einer vollen Arbeitstätigkeit nachgehen, so müsse davon ausgegangen werden, dass die Arbeitsunfähigkeit als befürchtetes Ereignis eben nicht eingetreten sei.