Citation: 1C_22/2018 E. 3.4.1

3.4.1. Die Vorinstanz hat weiter geprüft, ob sich die Beschwerdeführer auf den guten Glauben berufen können. Sie hat erwogen, die Beschwerdeführer (respektive die Architektin) hätten sich bei den Baubehörden erkundigen müssen, ob sich das Höherlegen der Bodenplatte als bewilligungspflichtig erweise bzw. welche Auswirkungen diese Anpassung des bewilligten Projekts habe. Aufgrund der Erteilung einer Ausnahmebewilligung zur Überschreitung der Gebäudehöhe um 1 m sei klar gewesen, dass die Gebäudehöhe bereits mit dem ursprünglich bewilligten Projekt ohne Toleranz vollständig ausgeschöpft gewesen sei. Umso mehr habe von den Beschwerdeführern erwartet werden können, dass sie ein besonderes Augenmerk auf die Einhaltung der Gebäudehöhe bzw. auf allfällige Veränderungen des ursprünglichen Projekts in diesem Zusammenhang legten. Der Bauherrschaft sei somit zumindest ein fahrlässiges Verhalten vorzuwerfen, wobei nicht mehr von einer leichten Fahrlässigkeit ausgegangen werden könne. Dies schliesse eine Berufung auf den guten Glauben aus. Hinzu komme, dass sich die Bauherrschaft auch die von den beigezogenen Fachpersonen zu erwartende Sorgfalt bzw. Aufmerksamkeit anrechnen lassen müsse.