Citation: 2C_1044/2019 E. 5.2.3

5.2.3. Folglich vertritt die Vorinstanz entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht (implizit) die Ansicht, die Voraussetzungen für eine Ausnahmebewilligung für einen Arbeitsplatz ohne Sicht ins Freie lägen vor. Zwar bringt die Beschwerdeführerin zutreffend vor, dass ein Kontaktfenster (auch) als kompensatorische Massnahme bei einem Arbeitsplatz ohne Sicht ins Freie zur Diskussion stehen kann. Bei der vorliegend bestätigten Anordnung des Einbaus eines Kontaktfensters handelt es sich jedoch um keine kompensatorische Massnahme für einen Arbeitsplatz ohne Sicht ins Freie im Sinne von Art. 24 Abs. 5 ArGV 3, sondern um eine Massnahme zur Schaffung von Tageslicht im Sinne von Art. 15 Abs. 3 ArGV 3. Die Vorinstanz bestätigt die Anordnung des Kontaktfensters denn auch, um "für natürliches Licht zu sorgen" (vgl. E. 3.2 des angefochtenen Urteils; vgl. auch E. 5.2.1 hiervor; zu den kompensatorischen Massnahmen vgl. auch E. 6.2 hiernach).