Citation: 1C_308/2022 E. 1.3.3

1.3.3. Das Bundesgericht hatte sich in BGE 147 I 308 im Rahmen einer abstrakten Normenkontrolle mit der am 14. Dezember 2019 in Kraft getretenen Teilrevision des kantonalen Denkmalschutzgesetzes zu befassen. Dabei hielt das Bundesgericht unter anderem fest, dass § 25 Abs. 1 lit. a DMSG/ZG, der für die Unterschutzstellung eines Objekts ein Denkmal von äusserst hohem wissenschaftlichen, kulturellen oder heimatkundlichen Wert voraussetzt, im Einklang mit der Granada-Konvention ausgelegt werden könne und müsse (BGE 147 I 308 E. 7.2 und 7.6). Unter Berücksichtigung dieses Bundesgerichtsurteils hat die Vorinstanz im angefochtenen Urteil eine sorgfältige Beurteilung vorgenommen, wie die betreffende Bestimmung des Denkmalschutzgesetzes in Übereinstimmung mit dem Granada-Übereinkommen ausgelegt werden kann, ohne dabei dem Willen des Gesetzgebers, die Anforderungen an eine Unterschutzstellung zu verschärfen, zu widersprechen. Eine Unterschutzstellung kommt nach der Vorinstanz demnach nur in Frage, wenn ein Objekt von mehr als sehr hohem wissenschaftlichem, kulturellem oder heimatkundlichem Wert ist (vgl. E. 4.2 und 5.1 des angefochtenen Urteils). Auf dieser Grundlage setzte sich die Vorinstanz anschliessend umfassend mit der Unterschutzstellung der betreffenden Gebäude auseinander und gelangte zum Schluss, dass die Voraussetzungen für eine Unterschutzstellung vorliegend nicht gegeben seien. Ob die durch die Vorinstanz im angefochtenen Urteil vorgenommene Auslegung des kantonalen Denkmalschutzgesetzes zur Bestimmung der Schutzwürdigkeit der betreffenden Gebäude in Übereinstimmung mit der Granada-Konvention und dem zitierten Bundesgerichtsurteil erfolgte, ist eine Frage materieller Natur. Tatsächlich kritisiert der Beschwerdeführer, obwohl er eine Verletzung des rechtlichen Gehörs rügt, mit seinen Vorbringen nichts anderes als die durch die Vorinstanz vorgenommene materielle Begründung der Schutzwürdigkeit nach kantonalem Denkmalschutzgesetz. Soweit unter diesen Umständen überhaupt von einer (rechtsgenüglichen) Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs auszugehen ist (vgl. Art. 106 Abs. 2 BGG), kann diese unabhängig vom Entscheid in der Sache nicht beurteilt werden und ist sie daher unzulässig (vgl. E. 1.3.1 hiervor). Auf die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs kann folglich auch vor dem Hintergrund der sog. Star-Praxis nicht eingetreten werden.