Citation: 6B_1208/2020 E. 6.3.2

6.3.2. Das Appellationsgericht nimmt an, die vor Inkrafttreten des neuen Verjährungsrechts verübten angeklagten Handlungen seien absolut verjährt (angefochtenes Urteil S. 51; vgl. auch Urteil des Appellationsgerichts vom 30. Oktober 2017 S. 37). Das erste Berufungsurteil des Appellationsgerichts vom 30. Oktober 2017 ist in diesem Punkt mangels Beschwerdeerhebung seitens der Staatsanwaltschaft in Rechtskraft erwachsen. Dass dies im Dispositiv des angefochtenen Urteils im Gegensatz zum ersten appellationsgerichtlichen Urteil vom 30. Oktober 2017 nicht explizit festgehalten wird, schadet nicht, zumal der Beschwerdeführer in den fraglichen Anklagepunkten nicht schuldig gesprochen wurde. Eine unzulässige reformatio in peius liegt hierin jedenfalls nicht (vgl. BGE 146 IV 172 E. 3.3.3 mit Hinweisen). Die Vorinstanz nimmt denn auch explizit an, die Einstellung des Verfahrens wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung sowie Urkundenfälschung und Steuerbetruges für die vor dem 1. Oktober 2002 erfolgten Handlungen seien zufolge Eintritts der Verjährung nicht mehr zu überprüfen und die Retrozessionen seien vom Schuldspruch der Urkundenfälschung und des mehrfachen Steuerbetruges ausgenommen (angefochtenes Urteil S. 52 f., vgl. auch S. 137). Im Übrigen wäre das angefochtene Urteil in diesem Punkt mit dem erstinstanzlichen Urteil zu vergleichen, nicht mit dem vom Bundesgericht aufgehobenen ersten Urteil des Appellationsgerichts vom 30. Oktober 2017. Der Beschwerdeführer hätte in diesem Punkt gegebenenfalls eine Berichtigung im Sinne von Art. 83 Abs. 1 StPO verlangen müssen. Dasselbe gilt, soweit er geltend macht, im Dispositiv komme der Teilfreispruch im Zusammenhang mit den Retrozessionen nicht zum Ausdruck.