Citation: 8C_383/2019 E. 3

Gemäss vorinstanzlichem Entscheid ist erstellt, dass die Beschwerdeführerin von Mai 2007 bis November 2016 einzelzeichnungsberechtigte Gesellschafterin und Geschäftsführerin der B.________ GmbH und in dieser Funktion auch im entsprechenden Zoofachhandel tätig war. Ebenso steht fest, dass sie bis Dezember 2012 kein Erwerbseinkommen aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit erzielt hatte und damit nicht als Arbeitnehmerin im Sinne von Art. 1a UVG in Verbindung mit Art. 1 UVV galt. Das ist unbestritten. Weiter stellte das kantonale Gericht fest, die Krankheit der Beschwerdeführerin (Asthma bronchiale) sei seit ca. 1978 bekannt. Durch die Tierfutter- und Heuschreckenallergene habe sich diese spätestens ab Februar 2011 verschlimmert, weshalb die behandelnden Ärzte im Dezember 2012 (wiederholt) ein Betretungsverbot des Zoogeschäfts ausgesprochen hätten. Der Ausbruch der Krankheit sei auf Februar 2011 zu datieren. Da die Beschwerdeführerin damals noch nicht gemäss UVG versichert gewesen sei, habe die Mobiliar auch keine Leistungen für die Berufskrankheit zu erbringen. Damit sei die formlose Ausrichtung von Taggeld in der Zeit vom 21. Juli 2016 bis 31. Oktober 2016 im wiedererwägungsrechtlichen Sinne zweifellos unrichtig gewesen. Die Mobiliar habe erst im Rahmen der Kausalitätsbeurteilung durch die Suva im Juli 2016 erfahren, dass das Asthma bronchiale in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit der Tätigkeit in der Zoohandlung gestanden habe, weshalb sie die zu Unrecht ausgerichteten Taggeldleistungen zurückfordern durfte. Mit der Rückforderungsverfügung vom 8. Mai 2017 sei die einjährige Verwirkungsfrist gewahrt.