Citation: 6B_706/2022 E. 3.3.1

3.3.1. Zunächst ist nicht ersichtlich, dass die Vorinstanz mit Bezug auf die Widerhandlungen gegen das SpoFöG willkürlich oder in Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" davon ausgegangen wäre, dass der Beschwerdeführer die Mittel zu Dopingzwecken abgegeben hat und um deren Einsatz vorwiegend in der Bodybuilder-Szene wusste. Dies ist bereits angesichts der vertriebenen Mittel - anabole Steroide und Wachstumshormone - schlüssig und gilt umso mehr, als der Hauptabnehmer des Beschwerdeführers ein ehemaliger Profi-Bodybuilder war. Wie die Vorinstanz zutreffend erwägt, ist für die Strafbarkeit weder relevant, ob der Beschwerdeführer die Endabnehmer namentlich kannte noch, ob diese den Sport vereins- oder wettkampfmässig betrieben. Die Anwendung von Art. 22 SpoFöG ist nicht mehr auf Wettkämpfe beschränkt, sondern umfasst auch den Breitensport. Zudem handelt es sich um ein schlichtes Tätigkeitsdelikt (oben E. 3.1.1). Beides scheint der Beschwerdeführer zu verkennen. Entgegen seiner Darstellung setzt die Kenntnis des Einsatzzwecks weder seine persönliche Anwesenheit, als sich B.________ aus dem Lager bediente, voraus, noch brauchte er die Abnehmer zu kennen. Daran ändert auch nichts, dass die Produkte teilweise für andere als zu Dopingzwecken eingesetzt werden können, was die Vorinstanz schlüssig als bloss theoretische Möglichkeit verwirft. Gleichfalls nicht willkürlich ist die vorinstanzliche Annahme zum Verwendungszweck der Substanzen etwa mit Bezug auf das Hormon Testosteron, welches auch zur Kompensation von altersbedingten Vitalitätseinbussen, d.h. als Arzneimittel, eingesetzt worden sein könnte. Dies würde selbst dann gelten, wenn diese Möglichkeit mit dem Beschwerdeführer näher läge als der Einsatz zur Förderung der Leistungsfähigkeit. Solches genügt zum Nachweis von Willkür gerade nicht (oben E. 3.1.3).