Citation: 8C_467/2017 E. 4.3

4.3. Die Beschwerdeführerin bringt weiter unter Hinweis auf die im Bericht des Zentrums B.________ vom 2. März 2017 erwähnte Blockierung des Nervus femoralis links und dem in Kenntnis dieses Berichts erstatteten Privatgutachten des PD Dr. med. C.________, Chefarzt Neurologie, RehaCenter D.________, vom 20. April 2017 vor, das von ihr entwickelte Schmerzsyndrom habe als organisch nachgewiesen zu gelten. Ob die im Zentrum B.________ durchgeführten Abklärungen grundsätzlich den Nachweis einer im Sinne der Rechtsprechung organisch hinreichend nachweisbaren Unfallfolge erbringen können, erscheint aufgrund des Umstandes, dass die Untersuchungsmethode offenbar nicht gänzlich unabhängig von den Angaben des Patienten ist, als zweifelhaft, braucht aber nicht abschliessend geprüft zu werden: Selbst wenn man von einer nachgewiesenen Schädigung des Nervus fermoralis ausgehen würde, ergäbe sich noch keine Leistungspflicht der Unfallversicherung. Wie PD Dr. med. C.________ überzeugend ausführt, korrelieren die geklagten Schmerzen - die im Bereich der Nervi peroneus et cutaneus surae lateralis und damit ausserhalb des Versorgungsgebiets des Nervus fermoralis auftreten - nicht mit dem Schaden an letzterem Nerv. Zudem lässt nach Ansicht desselben Experten das Ansprechen auf Medikamente keine Schlüsse auf das Ausmass einer Gewebe- oder Nervenschädigung oder deren Ursache zu. In den von der Beschwerdeführerin angerufenen medizinischen Berichten wird nirgendwo die These vertreten, ein Schaden der Nervi peroneus et cutaneus surae lateralis sei organisch nachgewiesen. Auch unter der Berücksichtigung dieser Berichte erscheint daher das im Versorgungsgebiete jener Nerven aufgetretene Schmerzsyndrom der Versicherten nicht als organisch hinreichend nachgewiesen und ist daher - mangels Adäquanz organisch nicht hinreichend nachgewiesener Unfallfolgen (vgl. E. 4.1 hievor) - nicht geeignet, einen Rentenanspruch der Unfallversicherung auszulösen. Ein solcher kann somit verneint werden, ohne dass weitere Abklärungen zum Bestand und Ausmass dieses Schmerzsyndroms nötig wären.