Citation: 4A_447/2018 E. 5.5.2

5.5.2. Die Beschwerdeführerinnen rügen, die Argumentation der Vorinstanz ziele an der Sache vorbei. Die Vorinstanz gehe im Wesentlichen auf die Besprechung vom 9. Oktober 2009 ein und werfe ihnen diesbezüglich eine ungenügende Substanziierung vor. Diese Besprechung sei aber gar nicht relevant. Sie hätten in ihrer Replik und Klage ausgeführt, ihrer Offerte vom 7. Oktober sei das Dokument " Allgemeine Präzisierungen sowie Angebotsgrundlagen [Angebot BKP 211] " (act. 3/44) beigelegen, das mit Annahme der Offerte Vertragsbestandteil geworden sei. Die Beschwerdeführerinnen haben vor der Vorinstanz das Dokument "Allgemeine Präzisierungen sowie Angebotsgrundlagen" datierend vom 7. Oktober 2009 sowie eine E-Mail vom 7. Oktober 2009 von Herrn F.________ an Herr G.________ (act. 3/44) als Beweismittel eingereicht und substanziiert behauptet, dieses Dokument enthalte den entsprechenden Vorbehalt. Im entsprechenden Dokument steht: "Dem Angebot geht die Annahme voraus, das mind. 5000m2 Wand der Grundlage Pauschalisierungsplänen, in Mauerwerk BN oder KN anstelle Betonwand ausgeführt werden kann". Die Beschwerdeführerinnen haben geltend gemacht, die Auftragsbestätigung (act. 3/2) halte explizit fest, der Auftrag würde gestützt auf das Angebot vom 7. Oktober 2009 erteilt. Die Präzisierungen (act. 3/44) hätten einen Bestandteil dieser Offerte gebildet. Es ist daher nicht ersichtlich, weshalb die Präzisierungen (act. 3/44) nicht Vertragsbestandteil hätten bilden sollen, zumal auch der Vorspann zum Werkvertrag in Ziffer 2.2 (Rangordnung) explizit das " (Bereinigte[s]) Angebot des Unternehmers (ohne eigene Vertragsbedingungen) " als Vertragsbestandteil aufführt. Die Beschwerdegegnerin legt denn auch nicht substanziiert dar, weshalb die Präzisierungen nicht Vertragsbestandteil bilden sollten. Der Hinweis "ohne eigene Vertragsbedingungen" in der zitierten Stelle im Vorspann zum Werkvertrag deutet - entgegen der Vorinstanz und der Beschwerdegegnerin - nicht daraufhin, sondern ist vielmehr so zu verstehen, dass damit die AGB ausgeschlossen werden sollten. Die Bedingung hinsichtlich der Ausführung des Mauerwerks ist somit Vertragsinhalt geworden. Es verletzt daher Bundesrecht, wenn die Vorinstanz davon ausgeht, dieser Nachweis sei nicht erbracht, weil gewisse Umstände betreffend die Besprechung vom 9. Oktober 2009, welche von den Beschwerdeführerinnen nur ergänzend angeführt wird, nicht substanziiert seien.