Citation: 9C_256/2024 E. 4.3

4.3. Nach Art. 49 Abs. 1 aMWSTG verjährt die Steuerforderung fünf Jahre nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem sie entstanden ist. Die Verjährung wird durch jede Einforderungshandlung und durch jede Berichtigung durch die zuständige Behörde unterbrochen (Art. 49 Abs. 2 Satz 1 aMWSTG). Die Einforderungshandlung im Sinne von Art. 49 Abs. 2 Satz 1 aMWSTG ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung an keine besondere Form gebunden. Der Begriff der Einforderungshandlung ist daher weit zu fassen: Verjährungsunterbrechende Wirkung kommt bereits der blossen Mitteilung zu, mit welcher eine spätere Veranlagung erst in Aussicht gestellt wird (vgl. BGE 126 II 1 E. 2; Urteil 2C_426/2008 vom 18. Februar 2009 E. 6.3). Dies gilt insbesondere auch für ein Schreiben, mit welchem die Durchführung einer Revision bekanntgegeben wird (Urteil 2C_146/2010 vom 15. August 2012 E. 3.1.2).