Citation: 6B_670/2019 E. 1.6

1.6. Der Beschwerdeführer beanstandet diese vorinstanzlichen Erwägungen. Er führt aus, die Begründung der Vorinstanz sei nicht nachvollziehbar. Selbstverständlich dürfe sich ein Lärmgutachten, welches die Lärmimmissionen eines Bauvorhabens betreffe, nicht ausschliesslich auf eine Seite der Empfängerliegenschaften beziehen. Liege das Bauvorhaben beispielsweise an der Südseite der Empfängerliegenschaft, verursache aber auf der Nordseite erheblichen Mehrverkehr, so sei dieser Mehrverkehr auch relevant. Wenn auf dieser Nordseite der Grenzwert bereits vor Jahren überschritten worden sei - wie im Verwaltungsgerichtsurteil aus dem Jahr 2008 festgestellt - dann müsse ernsthaft in Zweifel gezogen werden dürfen, dass trotz Mehrverkehr und Betriebslärm in Zukunft die Planungswerte eingehalten werden könnten. Dies habe der Beschwerdeführer ausführlich begründet dargetan und er habe darüber hinaus der Gegenpartei unterstellt, hinter den erwähnten Fehlern im Lärmgutachten, welche sich zu ihren Gunsten auswirkten, stecke Absicht. Dafür hätten nach dem Ausgeführten gute Gründe bestanden und eine solche Aussage müsse bei dieser Ausgangslage in einem Prozess straflos möglich sein. Hinzu komme, dass das Bau- und Justizdepartement des Kantons Solothurn in der Verfügung vom 15. Juni 2018 zuletzt die Differenz zwischen den Werten im Lärmgutachten aus dem Jahr 2015 und den Lärmwerten im Strassenlärmkataster aus dem Jahr 2005 im Widerspruch zu den Beschwerdegegnern (und der Vorinstanz) nicht mit anderen Messpunkten, sondern mit einer zwischenzeitlichen Lärmsanierung der Z.________strasse begründet habe. Damit komme nochmals ein anderer Erklärungsversuch hinzu. Dieser weitere, den Beschwerdegegnern und der Vorinstanz widersprechende Erklärungsversuch zeige, dass die Diskrepanzen real und die möglichen Gründe undurchschaubar gewesen seien. Dies genüge für den Nachweis, dass der Beschwerdeführer gute Gründe gehabt habe, die Korrektheit des Lärmgutachtens in Zweifel zu ziehen und den Gegenparteien ein bewusstes Erstellen (-lassen) des zu ihren Gunsten ausfallenden Gutachtens zu unterstellen. Der Beschwerdeführer habe weiter die notwendigen Schritte unternommen, um die Richtigkeit seiner Aussagen zu prüfen. Es sei aktenkundig, dass er sich intensiv mit der Angelegenheit befasst habe. Er habe eine Vielzahl ihm relevant erscheinender Dokumente beigezogen und weitere Unterlagen herausverlangt. Er habe auch wiederholt bei den Gemeindebehörden Auskunft verlangt. Die Diskrepanzen hätten dennoch nicht ausgeräumt werden können. Die Vorinstanz werfe dem Beschwerdeführer vor, seine Äusserungen vorgebracht zu haben, obwohl das Verwaltungsgericht zuvor in seinem Urteil vom 18. November 2015 festgehalten habe, es bestünden keine Anhaltspunkte dafür, dass das Lärmgutachten geschönt sei. Dieser Vorwurf sei nicht stichhaltig, laufe er doch darauf hinaus, dem Beschwerdeführer den gesetzlichen Instanzenzug zu verwehren. Das Argument impliziere, der Beschwerdeführer hätte sich mit dem Entscheid der damaligen Vorinstanz des Bundesgerichts zufriedengeben und diesem Glauben schenken müssen. Dass solches nicht verlangt werden dürfe, müsse hier nicht weiter begründet werden. Zudem sei anzumerken, dass das Verwaltungsgericht in seinem Entscheid aus dem Jahr 2008 Fehler im früheren Lärmgutachten festgestellt habe. Soweit die Vorinstanz schliesslich festhalte, der Beschwerdeführer hätte seinen Standpunkt behaupten können, ohne den Beschwerdegegnern 2 und 3 unlautere bis kriminelle Machenschaften zu unterstellen, betreffe dies nicht den Gutglaubensbeweis, sondern allenfalls den Rechtfertigungsgrund und die Tatbestandsmässigkeit. Zusammengefasst sei festzuhalten, dass der Beschwerdeführer aufgrund der aktenkundigen Diskrepanzen zwischen dem damals geltenden Lärmkataster und dem Lärmgutachten zum Handelszentrum aus dem Jahr 2015 ernsthafte Gründe gehabt habe, die Daten und das Ergebnis des Lärmgutachtens in Zweifel zu ziehen. Seinen - bei Äusserungen in einem Prozess nicht zu hoch zu gewichtenden - vorgängigen Informationspflichten sei er nachgekommen. Aufgrund des Gesamtzusammenhangs und der bereits im Rahmen des früheren Bauvorhabens aufgetretenen Unregelmässigkeiten mit dem damaligen Lärmgutachten habe der Beschwerdeführer gute Gründe gehabt, die Korrektheit des Lärmgutachtens in Zweifel zu ziehen und den Gegenparteien ein bewusstes Erstellen (-lassen) des zu ihren Gunsten ausfallenden Gutachtens zu unterstellen.