Citation: 1C_38/2017 E. 3.4

3.4. Ein weiterer Beschwerdepunkt betrifft die Frage nach einer Koordinationspflicht im Sinne von Art. 25a RPG (SR 700) zwischen dem Strassenprojekt und dem Baubewilligungsverfahren auf dem Grundstück des Beschwerdegegners. Art. 25a Abs. 1-3 RPG regelt die Koordination paralleler Bewilligungsverfahren. Diese Grundsätze sind auf das Nutzungsplanungsverfahren sinngemäss anwendbar (Art. 25a Abs. 4 RPG), d.h. die Nutzungsplanung muss mit Bewilligungen koordiniert werden, die bereits im Nutzungs- bzw. Sondernutzungsplanungsverfahren einzuholen sind. Nutzungsplan- und Baubewilligungsverfahren stehen dagegen auf verschiedenen Ebenen des planerischen Stufenbaus (Richtplan - Nutzungsplan - Baubewilligung) und ergehen in der Regel zeitlich gestaffelt (vgl. Urteil 1A.230/2005 vom 4. April 2006 E. 4.1, erwähnt in: ZBl 108/2007 S. 519). Die Erteilung einer Baubewilligung setzt gemäss Art. 22 Abs. 2 lit. b RPG voraus, dass das Bauland erschlossen ist. Im vorliegenden Fall sind die Rechtswirkungen des Strassenprojekts unabhängig vom Baubewilligungsverfahren des Beschwerdegegners. Letzteres ist zu Recht sistiert worden. Wie die Vorinstanz erwogen hat, drohen bei dieser Sachlage keine Widersprüche zwischen dem Strassenprojekt und einer allfälligen Baubewilligung für den Beschwerdegegner.