Citation: 5A_994/2018 E. 5.4

5.4. In Bezug auf den Umfang des Ferienrechts ist der Beschwerdeführer der Auffassung, die vorinstanzliche Regelung verstosse gegen das Rechtsgleichheitsgebot (Art. 8 BV), insbesondere gegen das Verbot der Diskriminierung aufgrund des Geschlechts. Für eine ungleiche Verteilung der Ferienzeiten auf die Eltern liege keine gesetzliche Grundlage vor. Wenn sich die Vorinstanz für die Begründung ihres Entscheides auf die Praxis berufe, welche Väter benachteilige, liege im schlimmsten Fall eine "strukturelle Diskriminierung" vor. Grundrechte entfalten ihre Schutzwirkung grundsätzlich nur im Verhältnis zwischen Bürger und Staat. Art. 8 BV hat keine unmittelbare Drittwirkung in den Beziehungen zwischen Privatpersonen. Indessen sind bei der Auslegung der Vorschriften des Zivilrechts die besonderen Anforderungen zu berücksichtigen, die sich aus den Grundrechten ergeben (BGE 137 III 59 E. 4.1 S. 61 f.). Allerdings setzt dies voraus, dass sich der Beschwerdeführer konkret mit den zivilrechtlichen Normen auseinandersetzt und nicht einfach abstrakt auf Grundrechte beruft (vgl. BGE 107 Ia 277 E. 3a S. 280 f.; 143 I 217 E. 5.2 S. 219; Urteile 5P.40/2003 vom 27. Mai 2003 E. 4; 5D_8/2016 vom 3. Juni 2016 E. 3; 5A_362/2016 vom 20. Februar 2017 E. 6.3; 5A_252/2017 vom 21. Juni 2017 E. 5; 5A_98/2016 vom 25. Juni 2018 E. 3.3). Die Frage der Ausgestaltung des Besuchs- bzw. Ferienrechts wird in Art. 273 ff. ZGB geregelt (vgl. E. 5.3). Soweit der Beschwerdeführer pauschal eine Verletzung von Art. 8 BV geltend macht, zeigt er nicht auf, inwiefern die Regelung von Art. 273 ff. ZGB mit dem übergeordneten Verfassungsrecht unvereinbar wäre bzw. sich aus diesen abstrakten Normen weitergehende Ansprüche als aus der konkretisierenden Gesetzesregelung ableiten liessen. Mangels Substanziierung der Verfassungsrüge kann auf diese deshalb nicht eingegangen werden (vgl. E. 2.1).