Citation: 5C.243/2005 07.04.2006 E. 1

Beide Berufungen richten sich gegen dasselbe Urteil, betreffen dieselben Parteien und haben zum gemeinsamen Gegenstand die Ausgestaltung der Besuchsrechtsregelung zwischen dem Beklagten und dem Kind. Weitere Streitpunkte sind die Beistandschaft, welche die Klägerin bis zum 14. Altersjahr des Kindes beibehalten haben möchte, während der Beklagte, der sie ursprünglich bekämpft hatte, sich nun im vom Obergericht festgelegten Rahmen damit abgefunden hat; streitig ist ferner die Unterhaltsregelung, die vom Beklagten angefochten wird, von der Klägerin hingegen nicht. Obwohl also zu diesen zwei Punkten nicht diametral entgegengesetzte Anträge zur Diskussion stehen, ist dennoch offensichtlich, dass auch sie mit den zu beantwortenden Rechtsfragen eng verknüpft sind. Folglich sind beide Berufungen zu vereinigen und ist über sie in einem einzigen Urteil zu entscheiden (vgl. Art. 24 BZP i.V.m. Art. 40 OG; BGE 124 III 382 E. 1a; 113 Ia 390 E. 1 S. 394, je mit weiteren Hinweisen.).