Citation: 8C_99/2009 03.07.2009 E. 4

4.1 Vorinstanz und Verwaltung nahmen in Würdigung der gesamten Akten, insbesondere gestützt auf die Stellungnahme des SUVA-Kreisarztes Dr. med. G.________ vom 27. August 2007 an, dass die bei der Versicherten diagnostizierte Tenosynovialitis De Quervain nicht zu mindestens 75 % durch die berufliche Tätigkeit verursacht worden ist. Die Beschwerdeführerin bringt gegen diese Sachverhaltswürdigung vor, der Kreisarzt sei zu Unrecht davon ausgegangen, ihre Tätigkeit sei nur mit einer sehr leichten Belastung der rechten Hand verbunden gewesen. Entgegen den Ausführungen des Betriebsinhabers liege die Gewichtsbelastung beim Einleimen von Kork- oder Kunststoffzapfen in Kunststoffdeckel weit höher als bei zehn Gramm. 4.2 Entgegen den Vorbringen der Versicherten gingen weder der Betriebsinhaber noch der Kreisarzt davon aus, dass zur Verleimung der Zapfen ein Pressdruck von lediglich zehn Gramm notwendig wäre. In den im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten technischen Unterlagen zu den angeblich verwendeten Klebstoffen werden für eine optimale Verleimung Pressdrucke von 0.25 Newton pro Quadratmillimeter und Presszeiten (bei Zimmertemperatur) von fünf bis dreissig Minuten genannt. Da die Beschwerdeführerin nach eigenen Angaben in der Lage war, mindestens 600 Zapfen pro Stunde zu verleimen, ist es offensichtlich, dass diese technischen Vorgaben nicht eingehalten wurden. Mit welchem Kraftaufwand die Beschwerdeführerin die Verleimung tatsächlich vornahm, kann jedoch aus folgendem Grund offenbleiben: Wie Dr. med. G.________ ausführt, müsste - damit eine berufliche Verursachung des Leidens als überwiegend wahrscheinlich erscheint - mindestens ein ständig repetitives und kraftvolles Fassen und Zupacken zwischen Daumen und Zeigefinger mit konstant nach radial und ulnar gewendeter Hand, wie dies beispielsweise für Blech- und Lederschneider zutrifft, nachgewiesen werden. Wesentlich erscheine die kraftvolle Beugung des opponierten Daumens bei abgewinkelter Hand. Ein - selbst kräftiges - Andrücken von Zapfen in Kunststoffdeckel führt indessen nicht zu einer kraftvollen Beugung des Daumens. Somit vermögen die Klebstoff-Datenblätter keine Zweifel an der Qualifikation der Arbeit der Versicherten als eine für den Daumen leichte Tätigkeit, die nicht mit jener eines Blech- oder Lederschneiders verglichen werden kann, zu begründen. Daraus folgt, dass Vorinstanz und Verwaltung zu Recht davon ausgegangen sind, die bei der Beschwerdeführerin diagnostizierte Tendovaginitis stenosans De Quervain sei allenfalls durch die berufliche Tätigkeit begünstigt, nicht jedoch überwiegend verursacht worden. 4.3 Wurde das Leiden nicht überwiegend durch die berufliche Tätigkeit verursacht, so kann es nicht im Rahmen von Art. 9 Abs. 2 UVG als Berufskrankheit anerkannt werden. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen.