Citation: 4D_5/2008 11.03.2008 E. 3

Heisst das Bundesgericht die Beschwerde gut, entscheidet es gemäss Art. 107 Abs. 2 BGG in der Sache selbst oder weist diese zu neuer Beurteilung an die Vorinstanz zurück. Der Beschwerdegegner hat nicht substantiiert dargelegt, um was für Arbeiten es unter der Position "Kleine Belagsarbeiten" im Detail ging, obwohl es nach den Feststellungen des Obergerichts ein Leichtes gewesen wäre, den Werkvertrag und die detaillierte Schlussabrechnung ins Recht zu legen. Nach § 321 Abs. 1 ZPO AG sind im Rahmen der Appellation neue Angriffs- und Verteidigungsmittel nur zulässig, wenn eine Partei dartut, dass sie diese im erstinstanzlichen Verfahren nicht mehr hat vorbringen können. Besteht - entgegen der Annahme des Obergerichts - keine Notorietät hinsichtlich der Breite der für den Anschluss an die Haupterschliessungsanlagen erforderlichen Belagsarbeiten, bleibt unbewiesen, dass die Arbeiten der Randerschliessung dienten. Es erübrigt sich damit, die Sache zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen (BGE 133 III 507 E. 5.4 S. 510 f.). Die Klage des Beschwerdegegners ist abzuweisen.