Citation: 2C_533/2021 E. 5.3

5.3. Es gibt vorliegend keinen Grund, von diesem Präjudiz abzuweichen. Dem Beschwerdeführer ist zwar zuzugestehen, dass es nicht restlos stimmig ist, wenn lediglich Unterhaltsbeiträge für die knapp drei Monate nach der Trennung abgezogen werden können, die Ehegatten jedoch für die gesamte Steuerperiode getrennt besteuert werden. Wie das Bundesgericht aber bereits im zitierten Urteil festgehalten hat, ist ein gewisser Schematismus im Steuerrecht hinzunehmen. Pauschalierungen und Schematisierungen sind im Interesse der Praktikabilität erlaubt und letztlich auch geboten, soweit dadurch das Rechtsgleichheitsgebot nicht allzu stark berührt wird (vgl. dazu unten E. 9.3; Urteil 2C_1145/2013 / 2C_1146/2013 vom 20. September 2014 E. 5.2.2, in: StE 2015 B 29.3 Nr. 49, StR 70/2015 S. 162). Zudem wäre das Bundesgericht nach Art. 190 BV auch dann an die unmissverständliche Regelung von Art. 33 Abs. 1 lit. c DBG gebunden, wenn das Rechtsgleichheitsgebot für den Abzug von Unterhaltszahlungen vor der Trennung sprechen würde.