Citation: 1P.513/1999 03.07.2000 E. 6

6.- Bei den "übrigen Verfahrenskosten" von Fr. 15'840. --, die dem Beschwerdeführer in Ziff. 2d der Einstellungsverfügung zu einem Viertel mit Fr. 3'960. -- überbunden wurden, handelt es sich nach den Angaben in der genannten Verfügung um Kosten für Telefonkontrollen sowie um Zeugengelder und Auslagen. Die Staatsanwaltschaft führte in diesem Punkt aus, dem Beschwerdeführer sei mangelnde Aufsicht über den Geschäftsführer B.________ vorzuwerfen. Er hätte sich nicht damit begnügen dürfen, in den Stiftungsratssitzungen von 1985 und 1986 je einmal am Rande auf Ungereimtheiten in der Spesenpraxis hinzuweisen. Zudem habe er die Protokolle der Stiftungsratssitzungen mangelhaft geführt. In einem aufwendigen Beweisverfahren habe geklärt werden müssen, welche Beschlüsse zum Beispiel über die Projekthonorare gefällt worden seien. Ferner habe der Beschwerdeführer der Aargauer Kantonalbank (AKB) ein Zinszahlungsversprechen für B.________ offeriert. Die Offerte sei von der AKB abgelehnt worden, da diese Sicherheit einerseits als nicht zwingend erachtet worden sei, anderseits die AKB dies als zweckwidrige Verwendung des Stiftungsvermögens betrachtet habe. Mit diesem Vorgehen habe der Beschwerdeführer den Verdacht erregt, dass er auch bei anderen Geschäften die Interessen der Stiftung nicht oder nur ungenügend gewahrt haben könnte. Die Staatsanwaltschaft betonte, das Verschulden von B.________, der die Strafuntersuchung veranlasst habe, sei eindeutig grösser und intensiver als dasjenige des Beschwerdeführers. Es sei stets zu untersuchen gewesen, ob B.________ nicht unrechtmässig in seine Tasche gewirtschaftet habe, während der Vorwurf an den Beschwerdeführer dahin gehe, dass er die Interessen von B.________ gefördert bzw. gedeckt habe und diejenigen der Stiftung vernachlässigt bzw. durch mangelhafte Geschäftsführung Verdachtsmomente erregt oder umfangreichere Abklärungen verursacht habe. Das Obergericht hat die Verfügung der Staatsanwaltschaft in diesem Punkt bestätigt.