Citation: 8C_269/2010 12.08.2010 E. A

Der am 7. Juni 1998 geborene S._______ leidet an einer Sprachstörung, weshalb ihm die IV-Stelle des Kantons Thurgau mit Verfügungen vom 20. Juli 2005 und 5. Juli 2007 für die Zeit vom 1. August 2005 bis 31. Juli 2008 Sonderschulmassnahmen gewährte. Wegen einer rezidivierenden psychosozialen Dekompensation mit Wutanfällen und Vergiftungsunterstellungen blieb S._______ vom 13. bis 22. August 2008 im Spital M.________ hospitalisiert. Ab September 2008 behandelte ihn die Psychotherapeutin G.________ welche gemäss Bericht vom 14./18. April 2009 zusammen mit Dr. med. H.________ die bereits früher festgestellten sprachlichen und motorischen Teilleistungsstörungen bestätigte und zusätzlich ein Asperger-Syndrom (F84.5 nach ICD-10) sowie eine Aufmerksamkeitsstörung diagnostizierte. Am 11. März 2009 liess S._______ durch seine Mutter die IV-Stelle um Übernahme der Kinder-Psychotherapie als medizinische Massnahme ersuchen. Nach medizinischen Abklärungen und Durchführung des Vorbescheidverfahrens lehnte die IV-Stelle die Übernahme der Psychotherapie mit Verfügung vom 9. September 2009 sowohl gestützt auf Art. 12 IVG (allgemeiner Anspruch auf medizinische Massnahmen) als auch im Rahmen von Art. 13 IVG (Anspruch auf medizinische Massnahmen bei Geburtsgebrechen) ab.