Citation: 2C_481/2018 E. 1.3

1.3. Der Beschwerdeführer hat mit seinem Rechtsmittel eine Statistik des BFM eingereicht, mit welcher er zu belegen versucht, dass im Kanton Wallis bislang keine Sensibilität für Härtefälle besteht. Das entsprechende Beweismittel ist unbeachtlich: Nach Art. 99 Abs. 1 BGG dürfen neue Tatsachen und Beweismittel im bundesgerichtlichen Verfahren lediglich insoweit vorgebracht werden, als der angefochtene Entscheid hierzu Anlass gibt. Die eingereichte Statistik ist im Sinne dieser Bestimmung als neu zu qualifizieren, da sie nicht ohne Recherche aufgefunden werden kann und damit nicht als notorisch gilt (vgl. BERNHARD CORBOZ, in: ders./Wurzburger/Ferarri/Frésard/Aubry Girardin [Hrsg.], Commentaire de la LTF, 2. Aufl. 2014, N. 13b zu Art. 99 BGG, mit Hinweis). Der Beschwerdeführer hätte die Statistik rechtzeitig in das kantonale Verfahren einbringen können und müssen. Die Problematik, in deren Kontext der Beschwerdeführer dieses Dokument vorlegt, bildete schon bei der Vorinstanz Verfahrensgegenstand, und die nachgereichte Statistik bestand bereits im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Verfahrens. Nur weil das Kantonsgericht Wallis nicht der rechtlichen Beurteilung des Beschwerdeführers gefolgt ist, gibt der angefochtene Entscheid nicht bereits Anlass, im bundesgerichtlichen Verfahren die Beweismittel zu ergänzen. Dazu müsste das kantonale Gericht materielles Recht derart angewendet haben, dass bestimmte Sachumstände neu und erstmals - durch den angefochtenen Entscheid - Rechtserheblichkeit erhielten. Dies ist hier nicht der Fall, wurde das Nachzugsgesuch doch durch sämtliche Instanzen mit analoger Begründung im Rahmen von Art. 47 Abs. 4 AuG (heute AIG) abgewiesen (vgl. auch Urteile 2C_323/2018 vom 21. September 2018 E. 1.4; 2C_50/2017 vom 22. August 2018 E. 3; 2C_1071/2014 vom 28. Mai 2015 E. 1.4).