Citation: 2C_179/2021 E. 6.4

6.4. Die betroffene E-Mail zielt inhaltlich nicht auf die Feststellung der Steuerfaktoren und damit der Steuerforderung. Vielmehr ging die Steuerverwaltung davon aus, dass die Steuerforderung bereits festgestellt sei, und zwar rechtskräftig. Die Mitteilung, die Steuerveranlagung 2011 müsse allenfalls bestritten werden und sei ausserdem mangels Bestreitung in Rechtskraft erwachsen, weist zudem auch keinen Bezugscharakter auf. Sie dient nicht dazu, die Einforderung vorwärts zu treiben, sondern erschöpft sich in der blossen Mitteilung von (nicht zutreffenden) Umständen. Nachdem die Steuerpflichtigen noch gleichentags (3. Oktober 2014) mit eingeschriebenem Brief die Zustellung einer ordentlichen Veranlagung bestritten, wäre es der Steuerverwaltung ohne Weiteres möglich gewesen, mit einem geeigneten Schreiben die Veranlagungsverjährung zu unterbrechen. Stattdessen erfolgte gemäss vorinstanzlicher Sachverhaltsfeststellung zumindest bis zum 31. Dezember 2016 keinerlei Reaktion seitens der Steuerverwaltung (vgl. Bst. B in fine angefochtenes Urteil). Demzufolge wurde die Veranlagungsverjährung vorliegend auch nicht unterbrochen.