Citation: 6B_405/2013 E. 1.1

1.1. Die Vorinstanz erwägt, das Befahren der Unfallstelle mit Pistenfahrzeugen während der Betriebszeiten ohne Sicherheitsmassnahmen habe eine über das erlaubte Risiko hinausgehende, unerlaubte Gefahr geschaffen. Den Skifahrern sei es im Unfallbereich nicht mehr möglich gewesen, ein entgegenkommendes Pistenfahrzeug vorschriftsgemäss mit einem seitlichen Sicherheitsabstand von mindestens 3 m zu passieren. Aufgrund der grossen Anzahl von Skifahrern, die den engen Zugang vom Skigebiet zum Dorf kurz vor Pistenschluss nützten, sei mit Stürzen, die zu gefährlichen oder tödlichen Kollisionen mit Pistenfahrzeugen führen könnten, zu rechnen. Die atypische Fahrtrichtung des Pistenfahrzeugs und die rotierende Nachlauffräse hätten die Gefahr akzentuiert. Der Beschwerdeführer sei als Ressortleiter "Betrieb Zubringer" und Stellvertreter der Verwaltung nicht für die Sicherheit auf den Pisten verantwortlich gewesen. Diese falle aufgrund der arbeitsteiligen Organisationsstruktur der B.________ AG in den Zuständigkeitsbereich von C.________ in dessen Funktion "Chef Betrieb Sportanlagen". Den Beschwerdeführer treffe weder ein Auswahlverschulden hinsichtlich der Mitglieder der Geschäftsleitung noch ein Organisationsmangel. Als CEO und Vorsteher der Geschäftsleitung habe er sich jedoch nicht auf ein pflichtgemässes Verhalten von C.________ verlassen dürfen. Er habe gewusst, dass die Fahrer gegen das Pflichtenheft verstiessen und den Engpass bei der Traverse regelmässig vor Pistenschluss und ohne Rücksprache mit den Pistenpatrouilleuren befuhren. Dies sei jahrelange Praxis gewesen. Als oberster operativer Leiter der B.________ AG und direkter Vorgesetzter von C.________ habe er eine besondere Verantwortung zum Schutz der Bahnbenutzer vor Betriebsgefahren gehabt, weshalb er verpflichtet gewesen sei, das ihm bekannte sorgfaltswidrige Verhalten zu unterbinden. Zudem komme ihm in seiner Funktion als Vorsitzender der Geschäftsleitung eine Informationspflicht und Entscheidungsgewalt hinsichtlich des Sicherheitsdispositivs zu. Sein einmaliger Hinweis an C.________, die Pistenfahrzeuge dürften erst nach Betriebsschluss losfahren, sei ungenügend gewesen, denn er habe gewusst, dass danach keine Praxisänderung erfolgt sei. Er hätte erneut intervenieren und C.________ zur Durchsetzung des Pflichtenheftes anhalten oder aber die sorgfaltswidrige Praxis eigenhändig verbieten müssen, wie er dies verspätet am Tag nach dem Unfall gemacht habe. Das Vorgehen des Beschwerdeführers sei nicht nachzuvollziehen und entspreche nicht dem, was nach schweizerischem Strafrecht von einem Geschäftsherrn erwartet werde.