Citation: 5A_36/2022 E. 3.2.3

3.2.3. Die von der Beschwerdeführerin angeführte Zurückhaltung kann entgegen ihrer Ansicht nicht so weit führen, dass die Wiedereröffnung eines Konkurses durch (vermeintliche) Zugeständnisse der zentralen Tatsache im Ergebnis in die Disposition der Parteien gestellt wird (vgl. HASENBÖHLER, in: Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO), Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], 3. Aufl. 2016 Sutter-Somm, N. 21 zu Art. 150 ZPO). Im angefochtenen Urteil führt die Vorinstanz aus, die Beschwerdegegner hätten das Vorliegen von nachträglich entdeckten Vermögenswerten bestritten. Sie hätten behauptetet, die Beschwerdeführerin habe bereits vor der Eröffnung des Konkurses sehr genaue Kenntnis von den angeblichen Verfehlungen der Organe gehabt und hätten die Verantwortlichkeitsansprüche auch bereits vor der Einstellung des Konkursverfahrens beziffern können. Diese Behauptungen stehen der von der Beschwerdeführerin behaupteten nachträglichen Entdeckung entgegen. Inwiefern die Vorinstanz vor diesem Hintergrund auch bei Zurückhaltung unter Geltung der eingeschränkten Untersuchungsmaxime die für das vorliegende Wiedereröffnungsverfahren zentrale Tatsache als unbestritten hätte annehmen sollen, erschliesst sich aus den Vorbringen der Beschwerdeführerin nicht. Eine Verletzung der Untersuchungsmaxime ist nicht ersichtlich.