Citation: 8C_689/2022 E. 4.2.1

4.2.1. Mit Blick auf das entscheidende Mass der Entscheidungsbefugnis im Betrieb steht fest, dass dem Beschwerdegegner - gemäss dem arbeitsvertraglich umschriebenen Aufgaben- und Kompetenzbereich (Arbeitsvertrag vom 24. April 2017) und dem Funktionsbeschrieb des Geschäftsführers (Version: 1/2017) - über das operative Tagesgeschäft hinausgehende, sehr weitreichende Kompetenzen zustanden, wie die Vorinstanz einräumte. So trug der Geschäftsführer der GmbH laut Funktionsbeschrieb die Gesamtverantwortung für die selbstständige und eigenverantwortliche Führung des Unternehmens. Er legte die Finanz-, Personal-, Lohn-, Einkaufs-, Logistik- und Verkaufspolitik fest und war als "oberster Chef" verantwortlich für die Qualität der Produkte und Dienstleistungen sowie generell für die Kundenzufriedenheit. Er verantwortete persönlich alle operativen und strategischen Bereiche und Resultate des Unternehmens. Der Arbeitsvertrag vom 24. April 2017 sah vor, dass der Beschwerdegegner vor der Umwandlung der Firma B.________ GmbH in die Firma B.________ AG dem Inhaber/Gesellschafter unterstellt und Mitglied der Geschäftsführung war. Nach Umwandlung in die Aktiengesellschaft wurde der Geschäftsführer dem Verwaltungsrat unterstellt. Als primäre Zielsetzung für das Geschäftsjahr 2017 wurde die Liquiditätserhaltung der GmbH bezeichnet und die Sicherung des Fortbestands der Unternehmung.