Citation: 8C_597/2019 E. 4

Die Vorinstanz stellte fest, dass die medizinischen Einschätzungen zur Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zufolge neuropsychologischer Defizite zum Zeitpunkt der Rentenzusprechung nicht einhellig gewesen seien. Echtzeitliche bildgebende Untersuchungen zu einer beim Unfall allenfalls erlittenen Hirnschädigung hätten gefehlt. Insbesondere der neurologische Gutachter der Klinik G.________ sei dennoch davon ausgegangen, dass eine solche Hirnschädigung auch weiterhin die vom Beschwerdeführer subjektiv geklagten neuropsychologischen Defizite verursache. Diese hätten jedoch anlässlich der RAD-Untersuchung durch Dr. phil. K.________, Fachpsychologe für Neuropsychologie FSP, nicht bestätigt werden können. Vor diesem Hintergrund, insbesondere mangels schlüssigen Nachweises einer Hirnschädigung, erachtete das kantonale Gericht den medizinischen Sachverhalt zum damaligen Zeitpunkt als nicht hinreichend geklärt. Die IV-Stelle hätte sich nicht damit begnügen dürfen, dem RAD insoweit zu folgen, als gemäss Dr. med. L.________ wahrscheinlich auch ein Psychiater von einem psychoreaktiven Geschehen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ausginge. Eine erneute Begutachtung wäre unabdingbar gewesen. Die Rentenzusprechung sei deshalb zweifellos unrichtig gewesen. Nach einlässlicher Würdigung der im Revisionsverfahren eingeholten Berichte, namentlich auch des MEDAS-Gutachtens, erachtete die Vorinstanz das letztere zur Beurteilung des Rentenanspruchs für die Zukunft als voll beweiskräftig. Gestützt darauf sei der Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit als Metzger beziehungsweise als Leiter einer Grossmetzgerei voll arbeitsfähig. Es sei keine Psychopathologie feststellbar gewesen. Aus neuropsychologischer Sicht hätten keine validen Befunde erhoben werden können. Gemäss neurologischem Teilgutachten hätten einerseits nie bildgebende Anhaltspunkte für eine schwere Hirnverletzung bestanden und seien anderseits die vom Beschwerdeführer angegebenen Beeinträchtigungen auch nicht typisch für eine traumatische Hirnverletzung. Insgesamt hätten daher keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden können. Gemäss Vorinstanz ist eine Selbsteingliederung zumutbar.