Citation: 1P.633/2003 04.03.2004 E. A

X.________ verursachte mit ihrem Personenwagen am 27. August 2001 um 16.50 Uhr einen Verkehrsunfall zwischen ihr und einem vortrittsberechtigten Mofalenker. Dieser kollidierte mit dem Front-bereich des Fahrzeuges von X.________, wurde auf die Kühlerhaube gehoben und gegen die Windschutzscheibe geschlagen. Dabei erlitt er eine Unterschenkelfraktur und musste hospitalisiert werden. X.________ zog sich leichte Verletzungen an den Fingern zu, weil der Mofalenker die Windschutzscheibe durchschlug. Da sie zudem den Eindruck von Angetrunkenheit erweckte, wurde sie ebenfalls ins Spital gebracht. Sie verweigerte eine Blutentnahme zur Bestimmung der Blutalkoholkonzentration. Später gab sie an, unter Schock gestanden und nicht realisiert zu haben, dass eine Blutentnahme erfolgen sollte. X.________ wurde am 24. September 2001 wegen Nichtgewährens des Rechtsvortrittes verurteilt. Dagegen erhob sie am 28. September 2001 Einsprache. Die zuständige Bezirksgerichtskommission Steckborn sandte die Akten am 14. Februar 2002 zur Ergänzung der Untersuchung und allfälliger ergänzender Anklageerhebung an die Staatsanwaltschaft des Kantons Thurgau. X.________ zog ihre Einsprache am 26. Juni 2002 wieder zurück.