Citation: 2C_1116/2018 E. 7.7.3

7.7.3. Die Beschwerdeführerinnen betonen sodann zwar zutreffend, dass Art. 52 Abs. 3 und 4 DBG im Sinne einer optionalen Regelung lediglich die Möglichkeit, nicht aber eine Verpflichtung zur provisorischen Übernahme ausländischer Betriebsstätteverluste durch das Stammhaus eines schweizerischen Unternehmens vorsehen (vgl. OESTERHELT/SCHREIBER, a.a.O., N. 30 zu Art. 52 DBG). Auch wenn die in den Schreiben vom 11. Dezember 2008 und 12. November 2010 festgehaltene Methode damit bloss eine gesetzlich vorgesehene freiwillige Übernahme von Verlusten der ausländischen Betriebsstätten ausschliesst, erscheint dieser Ausschluss entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerinnen als gesetzwidrig. Dabei handelt es sich im Übrigen - wie gesehen - nur um eines von mehreren Elementen, welche die Methode als nicht gesetzeskonform erscheinen lassen.