Citation: 5C.208/2005 14.02.2006 E. 1

Die Beklagte begründet ihren Nichteintretensantrag damit, dass der Kläger seit Jahren keinen Rappen an Unterhaltszahlungen überweise und er deshalb gar kein Rechtsschutzinteresse an einem abändernden Entscheid habe. Dem ist entgegenzuhalten, dass sich der Kläger aufgrund der gerichtlich festgesetzten Unterhaltsverpflichtungen jedenfalls potentiell mit Nachforderungen der Klägerin bzw. Rückforderungen der Behörden aus Alimentenbevorschussung konfrontiert sieht. Insofern hat er ein Interesse an der materiellen Herabsetzung bzw. Aufhebung der Unterhaltspflicht. Auf die Berufung ist somit einzutreten.