Citation: 5C.106/2003 07.11.2003 E. 1

Wie bereits im kantonalen Verfahren geht es um die Frage, ob die Taggeld-Leistungen aus der Zusatzversicherung zur Vermeidung einer Überentschädigung gekürzt bzw. gänzlich gestrichen werden können (Standpunkt der Beklagten) oder ob sie unabhängig von den anderen Versicherungsleistungen und der tatsächlich erlittenen Einbusse geschuldet sind (Standpunkt der Klägerin). Der massgebliche Art. 8 der AVB der Beklagten lautet wie folgt: 1 Die Versicherung X.________ bezahlt bei voller Arbeitsunfähigkeit das auf der Police aufgeführte Taggeld. 2 Das Taggeld wird soweit gekürzt, als es mit Sozialversicherungsleistungen zusammentrifft und den mutmasslich entgangenen Verdienst übersteigt. Der mutmasslich entgangene Verdienst entspricht jenem Verdienst, den der Versicherte ohne Unfall erzielen würde. 3 Im übrigen gelten die Bestimmungen des UVG; die Versicherung X.________ verzichtet jedoch auf einen Abzug für Unterhaltskosten bei Aufenthalt in einer Heilanstalt.