Citation: 9C_506/2021 E. 5.1

5.1. Im Verfahren vor Bundesgericht dürfen neue Tatsachen und Beweismittel nur soweit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG; zum Begriff der neuen Tatsachen und Beweismittel: BGE 136 V 362 E. 3.3.1 mit Hinweisen). Neue Begehren sind unzulässig (Art. 99 Abs. 2 BGG). Neue rechtliche Begründungen sind vor Bundesgericht im Rahmen des Streitgegenstands zulässig (Art. 95 lit. a und Art. 106 Abs. 1 BGG). Unzulässig ist dies nur, wenn dazu neue Tatsachen im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG festgestellt werden müssten. Hingegen kann eine neue rechtliche Begründung jedenfalls dann erfolgen, wenn sie sich auf aktenkundige Tatsachen stützt (BGE 136 V 362 E. 4.1 mit Hinweisen). Streitgegenstand bildet vorliegend der fortdauernde Anspruch des Beschwerdegegners auf eine ganze Invalidenrente. Die Frage nach einem verbesserten psychischen Gesundheitszustand ist Teil des Streitgegenstandes. Dass sich die Beschwerdeführerin für ihre Begründung auf neue Tatsachen oder Beweismittel stützt, ist nicht ersichtlich, beruft sie sich doch insbesondere auf das aktenkundige ergänzende Gutachten von Dr. med. B.________ vom 16. Februar 2019. Aus dem Urteil 8C_18/2007 vom 1. Februar 2007 kann der Beschwerdegegner nichts zu seinen Gunsten ableiten: Für die Beschwerdeführerin bestand mit Blick auf die Begründung in ihrer Verfügung vom 17. Juni 2020 keine Veranlassung zu Weiterungen im Rahmen des vorinstanzlichen Beschwerdeverfahrens. Die Vorbringen im vorliegenden Verfahren sind somit zulässig.