Citation: 2C_106/2022 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, aus Studien ergäbe sich, dass das Risiko von Nebenwirkungen bei unter 40-Jährigen höher sei als der Nutzen der Impfung. Gemäss Art. 9a Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes vom 15. Dezember 2000 über Arzneimittel und Medizinprodukte (Heilmittelgesetz, HMG; SR 812.21) sei indes eine befristete Zulassung eines Arzneimittels bloss möglich, wenn von deren Anwendung ein grosser therapeutischer Nutzen zu erwarten sei. Die Vorinstanz übersehe, dass bei Kindern und Jugendlichen jede Unterscheidung anhand des Impfstatus aufgrund der bloss befristeten Zulassung der Impfstoffe von vornherein ausgeschlossen sei, da der therapeutische Nutzen nicht überwiegen könne. Solange keine ordentliche Zulassung vorliege, sei jede Unterscheidung anhand des Impfstatus bei Kindern und Jugendlichen nicht im Einklang mit der Verfassung. Überdies zeige die am 8. November 2021 bei der Vorinstanz eingereichte Lancet-Studie vom 28. Oktober 2021, dass sich die Virenlast zwischen geimpften und ungeimpften Personen nicht signifikant unterscheide und die Impfung gerade nicht besser vor einer Ansteckung schütze.