Citation: 2A.466/2006 16.01.2007 E. 2

2.1 Der Beschwerdeführer bringt zunächst vor, für ihn stehe die Unabhängigkeit und Unbefangenheit des Präsidenten des Verwaltungsgerichts und des Vertreters des kantonalen Steueramtes in Frage, weil diese gemeinsam das Buch "Wegweiser durch das st. gallische Steuerrecht" herausgegeben hätten. Soweit er damit sinngemäss eine Verletzung des Anspruchs auf Beurteilung durch ein unabhängiges Gericht geltend machen will (Art. 30 Abs. 1 BV), ist die Rüge offensichtlich unbegründet: Die Tatsache allein, dass der Präsident des Verwaltungsgerichts als Mitherausgeber jenes Werkes zeichnet, beeinträchtigt seine Unbefangenheit in keiner Weise. Der Wegweiser äussert sich nämlich nicht zum speziellen Fall des Beschwerdeführers, sondern zu den allgemeinen Regeln des Steuerrechts, wie die Eidgenössische Steuerverwaltung in ihrer Vernehmlassung zutreffend ausführt. Inwiefern insbesondere die anwendbaren kantonalen Ausstandsvorschriften verletzt sein sollen (Art. 7 des st. gallischen Gesetzes vom 16. Mai 1965 über die Verwaltungsrechtspflege), ist nicht ersichtlich und auch nicht dargetan. Im Übrigen hätte der Beschwerdeführer ein allfälliges Ausstandsbegehren früher stellen müssen (vgl. z.B. BGE 124 I 121 E. 2, mit Hinweis). 2.2 Weiter behauptet der Beschwerdeführer, von ihm angebotene Beweise und beantragte Beweismittel (Expertise) seien nicht berücksichtigt worden. So sei die Konsolidierung der Y.________ Treuhand sowie der Z.________ Treuhand GmbH nicht beachtet worden; dadurch sei keine "gesamtheitliche Prüfung der Zusammenhänge" erfolgt und namentlich die aus der "Aufwertung" resultierende Doppelbesteuerung ausser Acht gelassen worden. Er rügt damit sinngemäss eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 166 des st. gallischen Steuergesetzes vom 9. April 1998, StG/SG). Auch diese Rüge erweist sich als unbegründet: Der Beschwerdeführer übersieht, dass er als natürliche Person und Inhaber des Treuhandbüros einerseits und die Z.________ Treuhand GmbH anderseits zwei verschiedene Steuersubjekte sind, die steuerlich gesondert behandelt werden. Das schweizerische Recht kennt (mit Ausnahme einzelner Bestimmungen) kein eigentliches Konzernrecht; es behandelt jede Gesellschaft als rechtlich selbständiges Gebilde (ASA 65, 51 E. 3b, mit Hinweisen). Deshalb brauchten die Vorinstanzen auf die konsolidierten Unterlagen nicht weiter einzugehen und auch kein Gutachten einzuholen. Im Übrigen ist eine Doppelbesteuerung im Sinn von Art. 127 Abs. 3 BV hier schon deshalb ausgeschlossen, weil es an der Subjektidentität sowie an der Kollision zweier Steuerhoheiten fehlt (vgl. Urteil 2P.338/2004 und 2A.757/2004 vom 26. April 2006, E. 11.3). Aber auch eine wirtschaftliche Doppelbelastung liegt nicht vor, wie in den folgenden Erwägungen dargelegt wird.