Citation: 1C_103/2016 E. 5.1

5.1. Das Verwaltungsgericht hielt fest, dass die geplante Deponie bei korrekter Anlage, d.h. bei Einhaltung der Auflagen zur Hangstabilität und zur Entwässerung, keine negativen Auswirkungen auf den Bach bzw. dessen Anlage haben werde. Die projektierten Abstände der Deponie zum Bach seien (mit 7 m zum Bach und 6 m zur Stockgrenze) ausreichend und ihre Einhaltung werde durch die Auflage gewährleistet, die Deponiegrenze zum Brüschhaldenbach gut sichtbar auszustecken. Schliesslich sei im UVB auch der Nachweis erbracht worden, dass der Einfluss der geplanten Deponieerweiterung (in der Betriebs- und der Endphase) auf die Hydrologie des Brüschhaldenbachs gering sei. Hierfür verwies das Verwaltungsgericht insbesondere auf die Stellungnahme des Amts für Wasserbau vom 1. Juli 2014 und der ILU AG vom 4. September 2013. Diese hatte berechnet, dass die Erweiterung der Deponie Aahus IV nur 3.2 ha, d.h. 8 % des gesamten Einzugsgebiets des Brüschhaldenbachs (41 ha) betrage. Durch das Erweiterungsprojekt werde das Einzugsgebiet nicht vergrössert; einzig das Gefälle der Böschungen werde verändert. Das Hochwasser des Brüschhaldenbachs betrage gemäss Bericht der hsk-Ingenieure 2006 aktuell ca. 1.1. m3 /s. Die Überprüfung mit dem BAFU-Programm HAKESCH für kleine Einzugsgebiete habe mit der Methode "modifiziertes Fliessverfahren" ein HQ50 von 1.3 m3 /s mit einem Abflusskoeffizienten von 0.15 ergeben, was für Wiesland mit einem guten Bodenaufbau plausibel sei. Die grössere Steilheit der Böschung könne durch eine Verdoppelung des Abflusskoeffizienten für das Teilgebiet der Deponieerweiterung dargestellt werden. Damit ergebe sich rechnerisch ein HQ50 von 1.39 m3 /s, d.h. eine Erhöhung um 7 %. Diese Erhöhung sei weit kleiner als der Streubereich der Berechnungsmethoden gemäss Programm HAKESCH. Die Auswirkungen der Deponie auf die Hydrologie des Brüschhaldenbachs seien daher als gering zu beurteilen; eine Korrektur des Renaturierungsprojekts sei nicht notwendig. Das Verwaltungsgericht führte weiter aus, es sei nicht ersichtlich, inwiefern verschmutztes Abwasser den Bach gefährden sollte, da nur unverschmutztes Abraummaterial deponiert werden dürfe und das Abwasser über ein Absetzbecken in den Bach geleitet werde. Es wies auch die Eventualanträge der Beschwerdeführerin ab, weil diese seit Abschluss der Deponie Aahus III genügend Zeit für die Erstellung des Brüschhaldenbachs gehabt hätte. Die eingetretenen Verzögerungen dürften nicht zu Lasten der Beschwerdegegnerin gehen.