Citation: 2C_392/2020 E. 2.5.3

2.5.3. Mithin bildet die steuerrechtliche Qualifikation lediglich ein - wenn auch gewichtiges - Indiz im Rahmen der Würdigung der gesamten wirtschaftlichen Gegebenheiten, die die Ausgleichskasse oder das Sozialversicherungsgericht vorzunehmen haben (BGE 122 V 281 E. 5d S. 289; Art. 8 und 9 AHVG). Entsprechend kann auch Beschwerde gegen die Verfügung der Ausgleichskasse erhoben werden mit der Begründung, bei den angeblichen Einkünften aus selbständiger Erwerbstätigkeit (Art. 18 Abs. 1 DBG) handle es sich in Wahrheit um Erträge aus unbeweglichem Vermögen (Art. 21 Abs. 1 lit. a DBG). Ein irreversibler Nachteil durch die Umqualifikation entsteht den Steuerpflichtigen auch AHV-rechtlich nicht.