Citation: 6B_476/2015 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz setzt sich ausführlich und kritisch mit den Aussagen der Beschwerdegegnerin 3 auseinander. Sie erwägt, aus dem Umstand, dass die Beschwerdegegnerin 3 erst in den staatsanwaltlichen Einvernahmen auf die sexuellen Übergriffe zu sprechen kam, lasse sich nichts in Bezug auf ihre Glaubwürdigkeit ableiten. Trotz offensichtlicher Mühe, sich auszudrücken und das Geschehen verständlich zu schildern sowie zuverlässige zeitliche Angaben zu machen, schildere sie das Kerngeschehen sehr anschaulich und kämen ihre Gefühle von Machtlosigkeit und Ekel klar zum Ausdruck. Die Einbettung der Ereignisse in das Rahmengeschehen sei ebenfalls stimmig. Ein taktisch motiviertes Aussageverhalten mit Blick auf eine mögliche Genugtuungszahlung schliesst die Vorinstanz aus. Demgegenüber erachtet sie die Aussagen des Beschwerdeführers zu den beiden Übergriffen als teilweise widersprüchlich. Um den Eindruck von Authentizität zu vermitteln, schmücke er seine Darstellung mit völlig unwichtigen Details aus. Insgesamt vermöge er keine Zweifel an der Richtigkeit der Aussagen der Beschwerdegegnerin 3 zu streuen. Die Vorinstanz erachtet es als erstellt, dass der Beschwerdeführer die Beschwerdegegnerin 3 an zwei Nachmittagen im Februar 2011 nötigte, ihn oral zu befriedigen.