Citation: 4A_595/2014 E. 1.3

1.3. Die Vorinstanz hat mit dem erstinstanzlichen Gericht in Würdigung der Beweise geschlossen, dass nach dem wirklichen, übereinstimmenden Willen der Parteien ein Darlehensvertrag geschlossen wurde und ein von der Beschwerdeführerin behaupteter Schenkungswille nicht bewiesen sei. Sie hat erwogen, es bestehe entgegen der Annahme der Beschwerdeführerin keinerlei Vermutung dafür, dass unter Verlobten Geldübergaben "normalerweise als Schenkung betrachtet" würden und im Übrigen spreche das nachträgliche Verhalten der Beschwerdeführerin dagegen, dass sie selbst den Betrag von Fr. 200'000.-- als geschenkt erachtet hätte. So sei nicht nur in der Vollmacht an ihren damaligen Vertreter als Verfahrensgegenstand "Darlehen von Hr. B.________" angegeben, sondern sie habe auf die Kündigung des Darlehens durch den Beschwerdegegner am 22. Februar 2010 - in dem mehr als zehnmal von "Darlehen" und "Rückzahlung" die Rede war - geantwortet, sie sei zur Rückzahlung nicht in der Lage. In dieser Antwort der Beschwerdeführerin vom 3. März 2010 sei keine Rede davon gewesen, dass ihr der Betrag geschenkt sei und das dort gemachte Angebot, ihre Wohnung mit einem Schuldbrief über Fr. 200'000.-- zu belasten und "dieses Darlehen durch Schuldbrief abzusichern", sei mit der Behauptung einer Schenkung unvereinbar. Schliesslich habe die Beschwerdeführerin auch gegenüber den Steuerbehörden keine Schenkung deklariert.