Citation: U 345/02 30.04.2004 E. 3

3.1 Die Beschwerdegegnerin hat drei Unfälle erlitten, den ersten bei der SUVA versicherten am 19. September 1989, den zweiten und dritten bei der Allianz Suisse versicherten am 9. Dezember 1994 und am 27. September 1995. Die Vorinstanz hat den versicherten Verdienst für die Berechnung des Rentenanspruchs gegenüber der Allianz Suisse auf Fr. 69'022.- festgesetzt. Dabei ist sie in Anwendung von Art. 24 Abs. 4 UVV vom mutmasslichen Lohn ausgegangen, den die Versicherte vor den Unfällen von 1994 und 1995 bezogen hätte, wenn im Jahre 1989 kein Unfall eingetreten wäre. Dieses Einkommen entspreche dem von der SUVA gemäss Verfügung vom 24. Juni 2002 für das Jahr 1996 ermittelten Valideneinkommen als kaufmännische Angestellte oder als voll leistungsfähige Helikopterpilotin von Fr. 67'200.- im Jahr und unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung Fr. 69'022.- im Jahr 1998. 3.2 Die Allianz Suisse vertritt demgegenüber die Auffassung, für die Festsetzung des für die Rentenberechnung massgebenden Jahresverdienstes komme keine Sonderregel zur Anwendung. Vielmehr sei von der Grundregel im Sinne von Art. 22 Abs. 4 UVV auszugehen und der Lohn, den die Beschwerdegegnerin im Jahr vor dem Unfall bei der Y.________ SA erzielt habe, als für die Rente massgebender versicherter Verdienst heranzuziehen. Gemäss Lohnausweis hätte die Versicherte im Jahre 1995 Fr. 19'962.- verdient. Die von der Vorinstanz angewandte Sonderregelung von Art. 24 Abs. 4 UVV sei schon deshalb nicht einschlägig, weil die Beschwerdegegnerin im Zeitpunkt des Unfalles vom 27. September 1995 keine Rente einer Sozialversicherung bezogen habe. Da die Versicherte sodann nicht wegen Krankheits- oder Unfallfolgen einer Tätigkeit nachgegangen sei, die unter den Anforderungen ihres Ausbildungsstandes lagen, sei auch der Tatbestand von Art. 24 Abs. 1 UVV nicht erfüllt. Obwohl aus medizinischer Sicht nichts gegen die Aufnahme einer besser bezahlten Bürotätigkeit gesprochen habe, habe sie eine schlechter bezahlte Tätigkeit als Aussendienstmitarbeiterin in Kauf genommen. Der niedrige Verdienst bei der Y.________ SA sei daher keine direkte Folge vorbestandener gesundheitlicher Beeinträchtigungen. Zudem sei die Tätigkeit als Aussendienstmitarbeiterin wegen der weitgehend selbstständigen Ausgestaltungsmöglichkeiten besser geeignet gewesen, die Erwerbstätigkeit mit der Kindererziehung und der Haushaltführung zu verbinden. Dafür habe der Unfallversicherer indessen nicht einzustehen. Absatz 2 und 3 von Art. 24 UVV sind nach Meinung der Allianz Suisse für die streitige Rentenfestsetzung zum Vornherein nicht anwendbar.