Citation: 4P.126/2006 11.09.2006 E. 4

Dem Beschwerdeführer ist auch nicht zu folgen, soweit er eine Verletzung des Anspruchs auf Begründung rügt. Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) folgt unter anderem die grundsätzliche Pflicht der Behörden, ihren Entscheid zu begründen. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass der Betroffene den Entscheid gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Sie muss kurz die wesentlichen Überlegungen nennen, von denen sich das Gericht hat leiten lassen und auf die sich sein Entscheid stützt. Nicht erforderlich ist hingegen, dass sich der Entscheid mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinander setzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt (BGE 130 II 530 E. 4.3 S. 540; 129 I 232 E. 3.2; 126 I 97 E. 2b). Diesen Anforderungen wurde das Obergericht offensichtlich gerecht. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers begründete es seinen Entscheid nachvollziehbar und legte dar, auf welche Gründe sich seine erlangte Überzeugung gestützt hat. In verfassungsrechtlicher Hinsicht war es nicht erforderlich, dass sich das Obergericht mit jedem Vorbringen in der Appellationsbegründung des Beschwerdeführers auseinander setzte.