Citation: U 243/98 12.04.2001 E. 2

2.- Die Beschwerdeführerin rügt in formeller Hinsicht, die Vorinstanz habe in Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör die Replikschrift vom 19. Januar 1998 wegen ungebührlichen Inhalts aus dem Recht gewiesen. a) Richtigerweise wird diese Rüge erst mit der vorliegenden, gegen den Endentscheid des kantonalen Gerichts gerichteten Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgebracht. Denn die verfahrensleitende Verfügung vom 23. Januar 1998, mit welcher die Nichtberücksichtigung der fraglichen Rechtsschriften beschlossen wurde, bewirkte keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil, sodass eine gesonderte Anfechtung dieser Verfügung zulässig gewesen wäre (vgl. BGE 124 V 85 Erw. 2 und 87 Erw. 4, 121 V 116, je mit Hinweisen). b) Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat unlängst im Urteil P. vom 28. November 2000 (U 279/00) ausgeführt, dass sich im Prozessrecht des Kantons Aargau keine Bestimmung findet, welche die vom kantonalen Versicherungsgericht gewählte Vorgehensweise erlaube, weshalb mangels gesetzlicher Grundlage ein Nichteintreten auf eine ungebührliche Eingabe nur bei Rechtsmissbrauch in Frage kommen könne. Davon kann aber mit Bezug auf die Eingaben der Beschwerdeführerin keine Rede sein. Somit hat die Vorinstanz mit der Nicht-Berücksichtigung der Replikschriften den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. Diese Rechtsverletzung erweist sich vorliegend indessen nicht als gravierend. Denn die Versicherte hatte bereits in der Beschwerdeschrift Gelegenheit, sich zur Sache zu äussern, und in der Beschwerdeantwort finden sich keine Noven, welche das Einholen einer Replikschrift durch die Vorinstanz zwingend erfordert hätten. Durch die Berücksichtigung der fraglichen Rechtsschriften entsprechend dem Antrag der Beschwerdeführerin kann daher die durch die Vorinstanz begangene Verletzung des rechtlichen Gehörs als geheilt gelten (vgl. BGE 126 I 72, 126 V 132 Erw. 2b, je mit Hinweisen). Zu ergänzen ist, dass beim Fehlen einer ausdrücklichen Vorschrift nach dem Vorbild von Art. 30 Abs. 3 OG einem kantonalen Gericht (und auch dem Unfallversicherer, dem im Einspracheverfahren eine solche Norm ebenfalls nicht zur Verfügung steht; vgl. Art. 108 Abs. 1 UVG; unveröffentlichtes Urteil F. vom 15. März 2001, U 269/98) nur die Möglichkeit bleibt, allenfalls standesrechtliche Massnahmen gegen den Verfasser einer ungebührlichen Eingabe ins Auge zu fassen.