Citation: 2C_720/2022 E. A

A.a. Die kosovarische Staatsangehörige A.________ (geb. 1947) reiste am 15. November 1995 zusammen mit drei ihrer insgesamt sieben, inzwischen allesamt erwachsenen, Kindern im Rahmen des Familiennachzuges zu ihrem Ehemann in die Schweiz. Am 14. Dezember 1995 wurde ihr eine Aufenthaltsbewilligung erteilt und seit dem 30. August 2000 ist sie im Besitz der Niederlassungsbewilligung, deren Kontrollfrist letztmals bis zum 31. Oktober 2024 verlängert wurde. A.b. Während ihres Aufenthalts in der Schweiz wurde A.________ von 2010 bis 2020 wiederholt straffällig, fünfmal wegen Ungehorsams des Schuldners im Betreibungs- und Konkursverfahren sowie einmal wegen Überschreitens der zulässigen Parkzeit und zweimal wegen nicht oder nicht gut sichtbarem Anbringen der Parkscheibe am Fahrzeug. Dabei wurde sie zu Bussen von insgesamt Fr. 1'820.-- verurteilt. A.c. In der Folge tätigte das Amt für Migration und Integration des Kantons Aargau (nachfolgend: Migrationsamt) Abklärungen zum Lebensmittelpunkt von A.________, wobei sich herausstellte, dass sie und ihr Ehemann sich vom 27. September 2019 bis 17. Juni 2020 im Kosovo aufgehalten hatten. Mit Schreiben vom 14. Oktober 2020 erklärte das Migrationsamt, dass die Niederlassungsbewilligung von A.________ von Gesetzes wegen erloschen sei und forderte sie auf, die Schweiz bis zum 31. Januar 2021 zu verlassen. Daraufhin stellte A.________ mit Eingabe ihres Rechtsvertreters am 14. Dezember 2020 ein Gesuch um Wiederzulassung für den Fall, dass sich die Auffassung des Migrationsamts als zutreffend erweisen sollte. Nach weiteren Abklärungen stellte das Migrationsamt am 1. Februar 2021 fest, dass die Niederlassungsbewilligung von A.________ erloschen sei und ihrem Gesuch um Wiederzulassung nicht entsprochen werden könne. Die Ausreisefrist wurde bis zum 28. Februar 2021 verlängert. A.________ erklärte sich damit nicht einverstanden und verlangte eine anfechtbare Verfügung.