Citation: 5A_657/2014 E. 2.2

2.2. Das Grundstück Nr. vvv der Klägerinnen ist seit dem 25. April 2014 in Stockwerkeigentum mit zwei Stockwerkeinheiten aufgeteilt. Bestehende Dienstbarkeiten wurden dabei als "Recht" bzw. "Last" auf das Stammgrundstück Nr. vvv eingetragen und nicht auf die beiden Stockwerkeinheiten verlegt. Das streitige Benützungsrecht am Autoabstellplatz lautet zugunsten des Stammgrundstücks Nr. vvv und zulasten des Grundstücks Nr. uuu (Beschwerde-Beilage Nr. 3). Ist somit das Stammgrundstück grunddienstbarkeitsberechtigt, steht die Ausübungsbefugnis in der Regel - abweichende, hier aber weder behauptete noch bewiesene Umstände vorbehalten - den einzelnen Stockwerkeigentümern zu und nicht der Stockwerkeigentümergemeinschaft. Letztere ist deshalb auch nicht als Beschwerdegegnerin in das Verfahren einzubeziehen. Gegenteiliges ergibt sich aus den zitierten Urteilen nicht, in denen der Rechtsstreit nicht die Berechtigung, sondern die Belastung des Stammgrundstücks betraf und insoweit die Prozessfähigkeit der Stockwerkeigentümergemeinschaft anerkannt wurde (vgl. WERMELINGER, Zürcher Kommentar, 2010, N. 59, N. 142γ und N. 149 zu Art. 712l ZGB; z.B. für Autoabstellplätze in einer Tiefgarage: Urteile 5A_2/2012 und 5A_3/2012 je vom 21. Februar 2012 E. 4).