Citation: 4A_495/2024 E. 4.1.5

4.1.5. Weiter machte der Beschwerdeführer im Berufungsverfahren geltend, die Erstinstanz habe den Vertrag zwischen ihm und der D.________ AG rechtlich nicht gewürdigt und so die Begründungspflicht verletzt. Fälschlicherweise habe sie die Beweislast für die Gegenforderung über Fr. 40'630.60 ihm statt der Beschwerdegegnerin auferlegt. Die Beschwerdegegnerin habe ihre Einwände gegen das Bestätigungsschreiben von E.________ weder substanziiert noch bewiesen. Dementsprechend hätte die Erstinstanz die Umwidmung der Sicherheitsleistung in eine Akontozahlung als erstellt betrachten müssen. Die Umwidmung sei nachweislich erfolgt und nicht rechtsgenüglich bestritten worden. Er sei folglich nicht gehalten gewesen, seine Gegenforderung zu substanziieren und zu beweisen. Die Beschwerdegegnerin habe die von ihm behauptete Saldoanerkennung durch die D.________ AG nicht bestritten. Die Wirkung einer Saldoanerkennung bestehe darin, dass die Partei, welche die Richtigkeit des anerkannten Saldos bestreite, die Unrichtigkeit zu beweisen habe. Somit hätte die Beschwerdegegnerin beweisen müssen, welche Positionen nicht gerechtfertigt seien. Die Erstinstanz hätte ihn in Ausübung ihrer Fragepflicht darauf hinweisen müssen, dass er es versäumt habe, erhebliche Tatsachen zu behaupten. Aus diesem Grund hätte auch die Noveneingabe vom 11. August 2022 berücksichtigt werden müssen. Mit den nachgereichten Unterlagen habe er den Nachweis der Gegenforderung erbracht.