Citation: I 171/06 08.05.2007 E. 4

Die Parteien sind sich vorliegend darin einig, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit der erstmaligen Rentenzusprache verschlechtert hat. Uneinigkeit herrscht hinsichtlich der Auswirkungen dieser Verschlechterung auf die Erwerbsfähigkeit. 4.1 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde beruft sich die Beschwerdeführerin auf Zeugnisse ihres Hausarztes Dr. med. B.________, wonach ihr wegen massiven chronischen Schmerzen überhaupt keine Tätigkeit mehr zumutbar sei. Im weiteren lässt sie die Schlussfolgerungen des MEDAS-Gutachtens insoweit kritisieren, als darin bei je einer attestierten 50%igen Arbeitsfähigkeit aus rheumatologischer und psychiatrischer Sicht auch gesamthaft lediglich eine Arbeitsunfähigkeit in dieser Höhe attestiert wird. Da sich ihr Gesundheitszustand verschlechtert habe, müsse auch die Arbeitsfähigkeit niedriger sein, als bei der erstmaligen Rentenzusprechung im Jahre 1996. Zusammenfassend wird das Gutachten vom 25. Februar 2004 als widersprüchlich erachtet, weshalb beantragt wird, es sei eine weitere Expertise zu erstellen. 4.2 Auch die die Beschwerdeführerin behandelnden Ärzte stellen keine anderen oder weitergehenden Diagnosen, als sie im Gutachten angeführt sind. So beschränkt sich die Kritik in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde letztlich auf die Interpretation der sich aus Befunden ergebenden Folgen für die Arbeitsfähigkeit. Verschlechtert hat sich der Gesundheitszustand mit den Diagnosen einer Tendinitis der Supraspinatussehne beidseits und einer depressiven Reaktion. Es ist nachvollziehbar, dass sich insbesondere Erstere auf die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Monteurin in Akkordarbeit auswirkt. So schätzen die Gutachter diese nunmehr noch auf 30 % gegenüber den bisherigen 50 % bei einer Ganztagespräsenz. Ungünstig ist dabei die rein sitzende Position (Rückenproblematik) mit der feinmotorischen Arbeit im Akkord (Tendinits der Supraspinatussehne). Indessen ist einleuchtend, dass die Arbeitsfähigkeit an einer angepassten Arbeitsstelle mit einer körperlich leichten Tätigkeit, welche einen regelmässigen Positionswechsel erlaubt, höher ist und 50 % beträgt. Entgegen der Darstellung in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist ebenso einleuchtend, dass sich die rheumatologische und die psychiatrische Einschränkung nicht addieren. Gemäss den Befunden der Dr. med. H.________, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, wirkt sich ihre Diagnose einer längeren depressiven Reaktion in einer gedrückten, pessimistischen Stimmung mit reduziertem Antrieb, Müdigkeit und Energielosigkeit aus, wobei sie keine Konzentrations-, Auffassungs- und Gedächtnisstörungen fand. Die depressive Symptomatik sei als Reaktion auf die Lebensumstände zu werten. Ganz klar drückt sich die Expertin in der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aus, welche sie mit "weiterhin" 50 % angibt. Entgegen der Darstellung in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist auf das MEDAS-Gutachten vom 25. Februar 2004 abzustellen. Die darin angeführten Schlussfolgerungen sind begründet und leuchten nachvollziehbar ein. Die von der Rechtsprechung an eine medizinische Expertise gestellten Anforderungen (BGE 125 V 352 E. 3a) sind erfüllt. Der Antrag auf eine weitere Begutachtung wird abgewiesen. 4.3 Die Beschwerdeführerin wendet weiter ein, der leidensbedingte Abzug vom hypothetisch auf Grund statistischer Werte anhand der Tabellen der Schweizerischen Lohnstrukturerhebungen (LSE) ermittelten Invalidenlohn sei auf 25 % festzusetzen. Hiefür ist mit der Vorinstanz kein Anlass zu sehen. Der von der Verwaltung verfügte und im angefochtenen Entscheid bestätigte Abzug von 15 % trägt den lohnrelevanten Faktoren, welche rechtsprechungsgemäss einen Abzug vom anhand von Tabellenlöhnen bestimmten Invalideneinkommen zu begründen vermögen (BGE 126 V 75), angemessen Rechnung. Es kann hiezu auf die zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen werden. Insbesondere wirkt sich die Nationalität der seit Jahren integrierten und gut deutsch sprechenden Beschwerdeführerin entgegen der Darstellung in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde bei der Lohnfestsetzung für eine Arbeit auf dem niedrigsten Anforderungsniveau ebenso wenig aus wie mangelnde Schulbildung und das mittlere Alter der Versicherten. Das Vorgehen der Vorinstanz entspricht auch im Übrigen Gesetz und Praxis. Der angefochtene Entscheid ist somit rechtens.