Citation: 8C_352/2022 E. 3.3

3.3. Im vorliegenden Verfahren geht es um den Anspruch auf eine Rente der Unfallversicherung sowie auf eine Erhöhung der zugesprochenen Integritätsentschädigung, nachdem der Beschwerdeführer am 18. November 2020 bei der Suva infolge einer Verschlechterung seines Gesundheitszustandes einen Rückfall zum Unfall vom 15. Dezember 2014 angemeldet hatte. Die Suva verneinte im Wesentlichen gestützt auf die kreisärztliche Aktenbeurteilung vom 25. November 2020 eine erhebliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes und mithin einen Anspruch auf weitere Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung. Der Beschwerdeführer beantragte vor Vorinstanz primär die Rückweisung der Sache an die Suva zur umfassenden Abklärung des medizinischen Sachverhaltes mittels Einholung eines polydisziplinären Gutachtens. Namentlich unter Berufung auf Berichte des Dr. med. C.________, Neurologie, Psychiatrie und Psychologie FMH, vom 3. September 2020 und 8. April 2021 sowie des Prof. Dr. med. D.________, Chefarzt Rheumatologie Klinik E.________, vom 6. April 2021 machte er insbesondere geltend, auf die kreisärztliche Aktenbeurteilung vom 25. November 2020 könne nicht abgestellt werden, da diese nicht die gesamten Akten berücksichtige und damit die Beurteilung nicht einleuchtend und nicht nachvollziehbar sei. Diesen im kantonalen Verfahren vorgebrachten Einwänden kann nicht von vornherein jegliche Bedeutung abgesprochen werden. Die Argumente waren sachbezogen und für die zu beurteilende Streitfrage grundsätzlich relevant. Wenn die Vorinstanz nach Würdigung der medizinischen Aktenlage zusammenfassend festhielt, die Beschwerde sei unbegründet, entschied sie damit bereits über die Streitsache, die Gegenstand der öffentlichen Verhandlung hätte bilden sollen. Wie in E. 2.2 hiervor dargelegt, könnte zudem von der Durchführung einer öffentlichen Verhandlung nur bei offensichtlicher Unbegründetheit der Beschwerde abgesehen werden. Selbst wenn die Vorinstanz den entsprechenden Antrag unter Hinweis auf die offensichtliche Unbegründetheit der Beschwerde abwies, kann von einer solchen in Anbetracht ihrer vorgängigen materiellen Erwägungen nicht ausgegangen werden.