Citation: 2C_167/2024 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz hat in sachverhaltlicher Hinsicht erwogen, dass der Beschwerdeführer zwar formell nach wie vor mit einer EU-Angehörigen verheiratet sei, doch werde die Ehe spätestens seit Mitte Januar 2023 getrennt gelebt. So hat sie unter Würdigung der vorhandenen Beweise (insbesondere schriftliche Mitteilung der Ehefrau an die zuständigen Einwohnerdienste betreffend Beendigung der Ehe, Einleitung der Scheidungsklage durch die Ehefrau, gerichtlicher Vormerk der Trennung der Eheleute seit 1. Dezember 2022, Zuweisung der ehelichen Wohnung an die Ehefrau) festgehalten, dass der Ehewille der Ehefrau des Beschwerdeführers zumindest im damaligen Zeitpunkt erloschen gewesen sei. Konkrete Anhaltspunkte für eine Änderung dieser Situation lägen nicht vor. Vor diesem Hintergrund ist das Verwaltungsgericht in rechtlicher Hinsicht zum Schluss gelangt, dass die Ehe des Beschwerdeführers offensichtlich einzig noch dazu diene, die ausländerrechtlichen Zulassungsvorschriften zu umgehen und somit rechtsmissbräuchlich sei, sodass er aus dem FZA keinen Bewilligungsanspruch mehr ableiten könne. Weiter hat die Vorinstanz einen allfälligen Anspruch des Beschwerdeführers auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung gestützt auf Art. 50 Abs. 1 lit. a und b AIG (SR 142.20) geprüft und verneint.