Citation: 9C_302/2018 E. 4.2.2

4.2.2. Weiter moniert die Beschwerdeführerin, es fehle in der Expertise eine vertiefte Diskussion über die Ausprägung der Symptome. Der psychiatrischen Expertise ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin bei der Untersuchung über einen depressiven Affekt, Insuffizienz- und Schuldgefühle, Erschöpfungsgefühle, eine leicht verminderte Freudfähigkeit und einen Libidoverlust berichtet habe, womit fünf Kriterien nach ICD-10 erfüllt seien, was eher für das Vorhandensein einer leichtgradigen depressiven Symptomatik spreche. Im durchgeführten Beck-Depressions-Inventar (BDI) habe sich hingegen ein Wert gezeigt, der eher für eine schwere depressive Symptomatik spreche. Hier sei darauf hinzuweisen, dass es sich beim BDI um ein Selbstbeurteilungsinstrument handle, welches nicht für Begutachtungssituationen validiert sei und somit mit Vorsicht zu interpretieren sei. Gemäss der Hamilton Depressionsskala (HAMD), einem Fremdbeurteilungsinstrument, habe die Versicherte 15 Punkte erzielt, was eher für eine leichte depressive Symptomatik spreche. Zu berücksichtigen seien hier auch gesamtklinisch die von der Versicherten geschilderten Fremdheitsgefühle und der Verlust des Selbstgefühls sowie die psychotischen Symptome, die aus gutachterlicher Sicht der depressiven Störung zugeordnet werden könnten. In der Gesamtschau sei somit von einer leicht- bis allenfalls mittelgradigen depressiven Symptomatik auszugehen. Damit hat sich der psychiatrische Gutachter eingehend mit der Symptomatik auseinandergesetzt und eine umfassende Beurteilung des psychischen Gesundheitszustandes - unter Einbezug von Messinstrumenten - vorgenommen. Es ist nicht bundesrechtswidrig, wenn die Vorinstanz darauf abstellte.