Citation: 1C_81/2010 04.05.2010 E. 3

3.1 Die Beschwerdeführerin rügt weiter, die Vorinstanz habe § 13 BO offensichtlich falsch und damit willkürlich angewandt, indem sie die gute Einordnung der geplanten Zufahrt zur Garage des Hauses B ins Quartier bejaht habe. Der geplante Neubau sehe eine Stichstrasse ab dem Langrütiweg vor, welche 22 Meter entlang des südlichen Gartens der Liegenschaft der Beschwerdeführerin vorbeiführe, was den über 46 Jahren gewachsenen Aussenraum massiv beeinträchtige. Die rückwärtige Garagenerschliessung von Haus B respektiere die vorherrschende Aussenraumgestaltung im Langrütiquartier nicht. Da die Zufahrt die Umgebung stark negativ beeinträchtige, könne nicht von einer guten Einordnung gesprochen werden. Nach § 13 BO müssen sich Gebäude hinsichtlich Grösse, Lage, Gestaltung und Oberfläche des Baukörpers sowie dessen Aussenraums so in die Umgebung einordnen, dass eine gute Gesamtwirkung entsteht (Abs. 1). Bauten, Anlagen, Anschriften, Farbgebungen, Antennen und Reklamen dürfen insbesondere Landschaften sowie Orts-, Quartier- und Strassenbilder nicht erheblich beeinträchtigen (Abs. 2). 3.2 Gemäss Art. 9 BV hat jede Person Anspruch darauf, von den staatlichen Organen ohne Willkür behandelt zu werden. Willkürlich ist ein Entscheid nicht schon dann, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre, sondern erst dann, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, zur tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Willkür liegt nur vor, wenn nicht bloss die Begründung eines Entscheids, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (BGE 133 I 149 E. 3.1 S. 153; 132 I 13 E. 5.1 S. 17; 127 I 54 E. 2b S. 56). 3.3 Selbst wenn davon auszugehen ist, dass die geplante Zufahrt zur Garage des Hauses B mit einer gut 20 Meter langen Stichstrasse in das Grundstück für das Quartier nicht typisch ist, ist nicht zu sehen, inwiefern die Vorinstanz § 13 BO willkürlich angewendet haben soll. Mit den allgemein gehaltenen Ausführungen, diese Art der Erschliessung sei dem Quartier "völlig fremd" und widerspreche "einem der ungeschriebenen Grundprinzipien des Langrütiquartiers, wonach die einzelnen Grundstücke frei von Verkehrsflächen sind" (Beschwerde an das Verwaltungsgericht, S. 11), ist Willkür nicht darzutun. Art. 9 BV ist nicht verletzt. Auf weitere Ausführungen, die über das im vorinstanzlichen Verfahren Vorgebrachte hinausgehen, ist nicht einzutreten, abgesehen davon, dass sie den Begründungsanforderungen (Art. 106 Abs. 2 BGG) nicht entsprechen. 3.4 Die Beschwerdeführerin beantragt im Zusammenhang mit der Rüge der willkürlichen Anwendung von § 13 BO die Durchführung eines bundesgerichtlichen Augenscheins. Der Antrag ist abzuweisen, da sich der Sachverhalt aus dem angefochtenen Entscheid und insbesondere den in den Akten liegenden Plänen mit hinreichender Klarheit er-gibt.