Citation: 8C_116/2024 E. 4.2

4.2. In Bezug auf die anschliessend geprüfte Dauer der krankheitsbedingten Reiseunfähigkeit, die ihm die Rückkehr in die Schweiz verunmöglicht hätte, erwog die Vorinstanz, es sei wenige Tage nach Einreise in die Türkei zu einer erheblichen gesundheitlichen Verschlechterung einhergehend mit einer Reiseunfähigkeit gekommen (radiologische Untersuchung vom 11. November 2020; Herzkatheteruntersuchung mit Stenteinlage am 17. November 2020; Covid-positiv-Testung am 27. November 2020). Ein ärztliches Attest oder anderweitige Belege über eine Reiseunfähigkeit seien jedoch nicht aktenkundig. Selbst wenn seinen Angaben gemäss eine einmonatige Bettlägrigkeit angenommen werde, ergäbe dies bei einer Infektion Ende November 2020 lediglich eine Reiseunfähigkeit bis höchstens Anfang Januar 2021. Die im Januar 2021 erneut manifest gewordenen Prostatabeschwerden und das Einsetzen eines Dauerkatheters liessen nicht auf eine Reiseunfähigkeit schliessen. Eine allfällige Reiseunfähigkeit im Anschluss an die Hospitalisation vom 23. bis 26. März 2021 wegen der am 23. März 2021 durchgeführten offenen Prostataektomie (bei benigner Prostatahyperplasie) sowie Korrektur der Inguinalhernie mit Implantat habe der Beschwerdeführer ferner bewusst in Kauf genommen und sei überdies nicht belegt. Diesbezüglich liege auch keine Notfalloperation vor, sondern ein geplanter Eingriff. Daher habe die Karenzfrist gemäss Art. 5 Abs. 3 lit. d ELG in Verbindung mit Art. 5 Abs. 5 ELG mit der Rückkehr in die Schweiz neu zu laufen begonnen.