Citation: 5A_240/2017 E. 1.2

1.2. Bei der Aufnahme des Retentionsverzeichnisses (Art. 283 SchKG) geht es - genauso wie etwa beim Arrestvollzug (Art. 275 SchKG), der nicht unter die vorsorglichen Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG fällt (zuletzt: Urteil 5A_394/2017 vom 25. September 2017 E. 2.1; vgl. auch LEVANTE, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 2. Aufl. 2010, N. 71 f. zu Art. 19 SchKG) - um betreibungsamtliche Verfügungen, welche als solche nicht vorläufig sind. Auf Beschwerde gemäss Art. 17 SchKG hin kann u.a. überprüft werden, ob die in der Retentionsurkunde verzeichneten Gegenstände pfändbar sind (BGE 90 III 99 E. 1 S. 101; ROHNER, in: Kurzkommentar SchKG, 2. Aufl. 2014, N. 16 zu Art. 283 SchKG). Eine Beschränkung der Beschwerdegründe vor Bundesgericht auf die Verletzung verfassungsmässiger Rechte scheint insofern nicht sachgerecht. Das Bundesgericht hat in einem nicht in der Amtlichen Sammlung publizierten Entscheid demgegenüber erwogen, die Aufnahme des Retentionsverzeichnisses sei eine vorsorgliche Massnahme im Sinne von Art. 98 BGG, weshalb mit der Beschwerde an das Bundesgericht lediglich die Verletzung verfassungsmässiger Rechte, nicht aber die Verletzung des Gesetzes gerügt werden könne (Urteil 5A_361/2015 vom 28. Januar 2016 E. 1.2, in: BlSchK 2016 S. 232 f.). Ob daran festgehalten werden kann, kann vorliegend offenbleiben, da die Begründung der Beschwerde im einen oder anderen Fall den gesetzlichen Anforderungen nicht genügt.