Citation: 8C_161/2024 E. 6.2.2

6.2.2. Die erstmalige Prüfung des Rentenanspruchs beinhaltet auch die Bestimmung der Methode der Invaliditätsbemessung (BGE 144 I 28 E. 2.2). Dabei ist grundsätzlich hypothetisch - nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit - zu beurteilen, ob eine versicherte Person im Gesundheitsfall ganz, teilzeitlich oder überhaupt nicht erwerbstätig wäre (sog. Statusfrage), was je zur Anwendung einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Art. 28a IVG; Einkommensvergleich, gemischte Methode, Betätigungsvergleich) führt (BGE 144 I 28 E. 2.3; 141 V 15 E. 3.1). Im vorliegenden Fall kann aufgrund der zweifelhaften Beweiskraft des PMEDA-Gutachtens nicht von vornherein davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin im Haushalt keine Einschränkungen erleidet. Deshalb muss vorgängig zur Invaliditätsbemessung geprüft werden, welche Methode zur Ermittlung des Invaliditätsgrades hier zur Anwendung gelangen muss. Zur vorinstanzlich offen gelassenen Frage, ob die Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsbeeinträchtigung voll- oder teilzeitlich erwerbstätig wäre, sind daher weitere Abklärungen zu treffen. Je nach Ergebnis wird auch eine weitere Haushaltsabklärung notwendig sein.