Citation: 4A_585/2015 E. 6

Die Beschwerdegegnerin beantragt für das bundesgerichtliche Verfahren die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege unter Einschluss der Verbeiständung. Soweit das Gesuch die Gerichtskosten betrifft, wird es gegenstandslos, da die Beschwerdegegnerin keine Gerichtskosten zu tragen hat (Urteil 5A_849/2008 vom 9. Februar 2009 E. 2.2.1 mit Hinweisen). Soweit es die Entschädigung betrifft, verlangt der Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, dass die Anwältin einer unentgeltlich verbeiständeten Partei vom Staat entschädigt wird, wenn bei Obsiegen die kostenpflichtige Gegenpartei nicht mit Erfolg belangt werden kann. Entsprechend darf ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege nicht schon deshalb abgewiesen werden, weil eine Parteientschädigung zulasten des Prozessgegners zugesprochen wird (BGE 122 I 322 E. 2 u. 3 S. 324 ff.; zit. Urteil 5A_849/2008 E. 2.2.2 mit Hinweis). Bevor feststeht, dass die Parteientschädigung uneinbringlich ist, braucht allerdings (noch) nicht über das Gesuch befunden zu werden. Vielmehr erklärt das Bundesgericht dieses in der Regel auch bezüglich der Entschädigung als gegenstandslos, wenn es von deren Einbringlichkeit ausgeht; gegebenenfalls wäre das Gesuch nachträglich zu behandeln (vgl. Urteil 5G_1/2015 vom 18. März 2015 E. 2 mit Hinweisen).