Citation: 2C_889/2021 E. B

Mit Verfügung vom 17. Dezember 2018 widerrief die Einwohnergemeinde Bern, Einwohnerdienste, Migration und Fremdenpolizei, die Niederlassungsbewilligung von A.A.________, wies ihn aus der Schweiz weg und setzte ihm eine Ausreisefrist. Weiter lehnte sie den Familiennachzug von B.A.________ und C.A.________ ab. B.a. Gegen die Verfügung vom 17. Dezember 2018 erhob A.A.________ am 16. Januar 2019 Beschwerde bei der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (heute: Sicherheitsdirektion). Nach Einbezug von B.A.________ und C.A.________ als Parteien in das kantonale Verfahren wies die Polizei- und Militärdirektion die Beschwerde mit Entscheid vom 28. Oktober 2019 ab. Dagegen erhoben A.A.________, B.A.________ und C.A.________ am 11. November 2019 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern. Während des hängigen kantonalen Verwaltungsgerichtsverfahrens reichte die Einwohnergemeinde Bern am 5. März 2020 einen Strafbefehl ein, mit dem A.A.________ am 24. April 2019 wegen Widerhandlung gegen das Ausländergesetz (SR 142.20) durch Täuschung der Behörden rechtskräftig verurteilt worden war. Mit Urteil vom 17. Juni 2020 wies das Verwaltungsgericht die Beschwerde unter anderem mit Hinweis auf die Bindungswirkung des Strafbefehls vom 24. April 2019 ab. B.b. Die gegen das Urteil vom 17. Juni 2020 von A.A.________, B.A.________ und C.A.________ erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten hiess das Bundesgericht mit Urteil 2C_606/2020 vom 5. März 2021 gut. Es hob das Urteil vom 17. Juni 2020 mit der Begründung auf, das Verwaltungsgericht sei zu Unrecht davon ausgegangen, dass der Strafbefehl vom 24. April 2019 in der vorliegenden Konstellation für das ausländerrechtliche Verfahren eine Bindungswirkung entfalte. Das Verwaltungsgericht habe das Vorliegen eines Widerrufsgrunds selbständig zu prüfen. Mit Verfügung vom 23. April 2021 nahm das Verwaltungsgericht das kantonale Verfahren wieder auf. Am 17. Juni 2021 räumte der Instruktionsrichter den Verfahrensbeteiligten Gelegenheit für eine Stellungnahme ein. A.A.________, B.A.________ und C.A.________ liessen sich nicht vernehmen. Mit Urteil vom 6. Oktober 2021 wies das Verwaltungsgericht die Beschwerde erneut ab und setzte A.A.________ eine Frist zum Verlassen der Schweiz bis zum 30. November 2021.