Citation: 5A_920/2023 E. 2.2.2

2.2.2. Sodann belaufe sich dem angefochtenen Entscheid zufolge das monatliche Nettoeinkommen des Beschwerdegegners auf Fr. 20'000.-- und sein Bedarf liege bei etwa Fr. 5'700.--, woraus ein Überschuss von gut Fr. 14'300.-- pro Monat resultiere. Ziehe man davon den Barunterhalt gemäss angefochtenem Entscheid (ohne Überschussanteile von je Fr. 200.--) ab, so betrage der durchschnittliche Nettoüberschuss des Beschwerdegegners noch ungefähr Fr. 10'800.-- pro Monat. Es widerspreche jeglicher Logik und sei nicht nachvollziehbar, wie man bei solchen Verhältnissen auf einen Überschussanteil der Beschwerdeführer von Fr. 200.-- kommen könne. Dies mache pro Kind 1,85 % des Überschusses des Beschwerdegegners aus, was geradezu stossend tief sei. Würde vorliegend der Überschussanteil nach grossen und kleinen Köpfen berechnet, so ergäbe sich pro Kind ein Überschussanteil von je Fr. 2'950.--. Die Beschwerdeführer würden anerkennen, dass ihr Anteil hier betragsmässig begrenzt werden müsse, allerdings nicht auf Fr. 200.-- pro Monat, sondern auf mindestens Fr. 1'200.--, was rund 10 % des Nettoüberschusses des Beschwerdegegners ausmache. Der Überschussanteil solle den Beschwerdeführern ihre bisherige Lebensführung auch nach der Trennung weiterhin ermöglichen. Die Kosten für Hobbys (Schwimmkurs, Schlittschuhfahren, Skifahren, Reiten, Ballett, Museumsbesuche) sowie für Ferien (Skiferien, Ferien am Meer, Ausflüge ins Legoland usw.) seien bereits umfangreich dokumentiert. Es treffe keinesfalls zu, dass die Beschwerdeführer sehr bescheiden gelebt hätten. Im Übrigen habe die Vorinstanz bei ihrer Unterhaltsberechnung unberücksichtigt gelassen, dass Kinder mit zunehmendem Alter mehr kosten, was einen grösseren Anteil am Überschuss bedinge.