Citation: 5A_975/2022 E. B

B.a. Am 16. April 2018 reichte die Mutter beim Bezirksgericht Kriens Abänderungsklage ein und stellte Anträge zur Obhut, zum Besuchsrecht, zum Kindesunterhalt (inkl. ausserordentliche Unterhaltskosten), zu den finanziellen Verhältnissen des Vaters und zu den Ausweisdokumenten der Tochter. B.b. Mit Entscheid vom 29. März 2021 beliess das Bezirksgericht die Tochter in alleiniger Obhut der Mutter, legte den Wohnsitz der Tochter bei der Mutter fest und regelte den persönlichen Verkehr zwischen Vater und Tochter wie folgt: jedes zweite Wochenende von Donnerstagabend nach Schulschluss bis Sonntagabend, 18 Uhr, und in der Folgewoche nach dem Betreuungswochenende jeweils von Donnerstagabend, 18 Uhr, bis Freitagabend, 18 Uhr. Ab Januar 2022 sei der Vater berechtigt und verpflichtet, die Tochter in der Folgewoche nach dem Betreuungswochenende bereits von Mittwochabend, 18 Uhr, bis Freitagabend, 18 Uhr, zu betreuen. Anschliessend regelte das Bezirksgericht das Ferien- und Feiertagsbesuchsrecht. Ferner erteilte das Bezirksgericht dem Vater die Weisung nach Art. 273 Abs. 2 ZGB, sich nicht mehr unbekleidet zur Tochter ans Bett zu begeben und ins Bett zu legen sowie die Tochter nicht mehr unbekleidet zu fotografieren oder zu filmen. Weiter berechtigte das Bezirksgericht die Mutter, die Tochter beim kinderpsychologischen Dienst (KJPD) anzumelden und kinderpsychologische Betreuung für die Tochter in Anspruch zu nehmen. Die Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 2 ZGB erklärte es weiterzuführen. Schliesslich legte es den vom Vater zu zahlenden Kindesunterhalt fest.