Citation: C 265/01 17.12.2001 E. 4

4.- Ein Anspruch auf Insolvenzentschädigung kann nur entstehen, wenn sowohl die persönlichen als auch die sachlichen Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind (Gerhards, Kommentar zum Arbeitlosenversicherungsgesetz [AVIG], Band I, S. 556, Rz 25 zu Art. 51; Nussbaumer, a.a.O., Rz 507 und 508; in diesem Sinne auch: BGE 114 V 59 Erw. 3d, nicht publiziertes Urteil B. vom 18. Februar 2000 [C 362/98]). Dies trifft im voliegenden Fall anerkanntermassen nicht zu. Diese Regelung und deren Auswirkung, dass ein Arbeitnehmer u.U. keine Leistungen beziehen kann, verstossen weder gegen den Willen des Gesetzgebers, noch gegen das Gleichbehandlungsgebot. Die Insolvenzentschädigung war bei ihrer Einführung eine völlig neue Leistungsart, was Anlass zu einer entsprechend vorsichtigen und einschränkenden Gesetzgebung war (Gerhards, a.a.O., Band I, S. 541 ff., Vorbemerkungen zu Art. 51-58). Auch nach den Teilrevisionen 1990 und 1995 blieb der Schutz trotz des Ausbaus der Anspruchsvoraussetzungen in sachlicher und zeitlicher Hinsicht weiterhin ein begrenzter (Gerhards, a.a.O., Band III, S. 1286 f., Rz 1 ff. zu Art. 51). Der Beschwerdeführer beruft sich in seiner Kritik zu Unrecht auf BGE 114 V 58 Erw. 3c. In jenem Urteil hatte das Eidgenössische Versicherungsgericht nämlich nicht über die Anspruchsvoraussetzungen, sondern über den Umfang der zeitlichen Deckung des Lohnausfalls zu befinden. Zu entscheiden war, ob der damals geltende (und in der Zwischenzeit aufgehobene) Art. 75 AVIV, der eine Deckung des Lohnes für die drei unmittelbar vor der Konkurseröffnung bzw. dem Stellen des Pfändungsbegehrens liegenden Monate zuliess, gesetzmässig sei. Das Eidgenössische Versicherungsgericht verneinte dies und stellte fest, dem Schutzgedanken des Gesetzes werde nur entsprochen, wenn die letzten drei nicht bezahlten Löhne des Arbeitsverhältnisses gedeckt seien. Der vorinstanzliche Entscheid ist daher nicht zu beanstanden, weshalb auf dessen einlässliche Begründung verwiesen wird. Daran vermögen die weiteren Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nichts zu ändern.