Citation: 6B_703/2021 E. 3.4.1

3.4.1. Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, die Eichungen der Messgeräte seien nur solange gültig, wie keine Sicherungsmechanismen verletzt oder messrelevante Teile repariert worden seien. Darüber sowie betreffend die Wartung der Geräte und die Anzahl Messzyklen seien keinerlei Beweise erhoben worden. Mithin stehe nicht fest, ob die Eichzertifikate überhaupt noch gültig gewesen seien. Der Beschwerdeführer habe erfolglos beantragt, dass weitere Beweiserhebungen betreffend das Radargerät (Beizug der Zertifizierungsvorschriften, der Wartungsvorschriften, der Wartungshefte, der Wartungsprotokolle, der Beweise über Ersatzteile, Anzahl Messzyklen, Angaben betreffend die Erfüllung der erforderlichen Qualifikation der eingesetzten Messperson) vorzunehmen seien. Diese seien allesamt abgewiesen worden, womit die Vorinstanz den Untersuchungsgrundsatz verletzt habe. Gemäss Zeitungsberichten hätten Verkehrsgutachter zudem festgestellt, dass Messgeräte bei Autos mit LED-Lichtern (wie sie das Fahrzeug des Beschwerdeführers aufweise) die Geschwindigkeit falsch messen würden. Es lägen keine Beweise vor, dass die LED-Lichter des Beschwerdeführers die Messungen nicht verfälscht hätten. Im Übrigen habe die Schweiz das Messen der Geschwindigkeit an den europäischen Normenverbund ISO 9001 abgetreten. Die Verantwortung für der ISO-Norm widersprechende Messmethoden liege somit bei den Strafbehörden. Wenn die Messmethoden nicht den Normen entsprächen bzw. nicht überprüft würden, könne keine zweifelsfreie Geschwindigkeitsmessung durchgeführt werden.