Citation: I 567/00 29.11.2001 E. 4

4.- Die Beschwerdeführerin macht geltend, bei einem von der Vorinstanz bestätigten Grad der Arbeitsfähigkeit von 50 % werde der psychischen Komponente ihrer Leiden nicht in ausreichendem Masse Rechnung getragen. Sie beantragt, es sei im Rahmen eines erneuten psychiatrischen Konsiliums abzuklären, ob und inwieweit sich bei ihr eine Arbeitsunfähigkeit aus rheumatologischer Sicht und eine solche aus psychiatrischer Sicht allenfalls kumulieren. Dem Antrag ist angesichts der vorstehenden Darlegungen (Erw. 1c hievor) nicht zu folgen. Die MEDAS-Gutachter haben die Versicherte persönlich untersucht, die zwei Konsiliarberichte vom 16. November 1998 und die Berichte der behandelnden Ärzte sowie die Ergebnisse zusätzlicher rheumatologischer und neurologischer Untersuchungen beigezogen, bevor sie den Grad der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin gesamthaft auf 50 % schätzten. Sie haben dabei insbesondere auch klar berücksichtigt, dass bei der Beschwerdeführerin psychopathologische Befunde vorliegen. Allerdings gelangten sie zu der Einschätzung, dass vor allem die rheumatologischen und weniger die psychopathologischen Befunde die Arbeitsfähigkeit einschränken. Dagegen ist nichts einzuwenden, hat doch der Psychiater Dr. med. B.________ gemäss seinem Bericht vom 19. November 1998 bei der Beschwerdeführerin keine psychischen oder psychosomatischen Beeinträchtigungen spezifiziert, denen im Sinne des Gesagten gegenüber der soziokulturellen Belastungssituation selbstständige Bedeutung und (teil-)invalidisierende, bei der Festsetzung des Arbeitsunfähigkeitsgrads zusätzlich ins Gewicht fallende Krankheitswertigkeit zukommt. Er hat sogar ausdrücklich betont, es sei bei der Versicherten eine eigentliche Depression nicht sichtbar, und er hat insbesondere auch keine Behandlungsbedürftigkeit allfälliger psychischer Leiden angegeben. Er hat zudem ausdrücklich auf "nicht IV-relevante Faktoren" hingewiesen. Als Ursache für den von ihm diagnostizierten psychischen Erschöpfungszustand nannte er im Wesentlichen eine Reihe persönlicher, familiärer und herkunftsbezogener Umstände der Versicherten, wie etwa die Mehrfachbelastung als Mutter und Berufstätige, ihren Teilverzicht auf die Rolle als Erzieherin ihrer Kinder und ganz allgemein kulturelle Faktoren. Der von den Ärzten geschätzte und von der Vorinstanz bestätigte Grad einer Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer leidensangepassten Tätigkeit ist somit zu bestätigen.