Citation: 2C_323/2018 E. 8.3.6

8.3.6. Entgegen der Kritik der Beschwerdeführer sind auch die Darlegungen des Verwaltungsgerichts hinsichtlich allfälliger alternativer Pflegemöglichkeiten nicht offensichtlich unhaltbar und damit willkürlich, selbst wenn davon ausgegangen wird, dass die Familienbetreuung in Bangladesch ausschliesslich den Töchtern bzw. Schwiegertöchtern obliegt: Die Ehefrau von D.F.________ (Sohn von G.I.________) hatte lediglich ihren 1996 geborenen Sohn zu betreuen, welcher bei Ablauf der Nachzugsfrist im Februar 2015 bereits 19 Jahre alt war. Auch die Kinder der Ehefrau von E.F.________ (Sohn von G.I.________) waren zu diesem Zeitpunkt bereits in einem Alter, in welchem keine permanente Betreuung mehr erforderlich war (geb. 1997 und 1999). Die Kinder von H.I.________ (Tochter von G.I.________; geb. 1967) waren vor Ablauf der Nachzugsfrist volljährig und bedurften ebenfalls keiner besonderen Beaufsichtigung mehr (geb. 1989 und 1991). Zwar mochte H.I.________ nach dem Tod ihres Ehemanns (13. August 2008) während fünf Jahren (bis 2013) psychisch weniger belastbar gewesen sein, es ist aber nicht nachvollziehbar, warum sie für die Betreuung der Mutter ungeeignet gewesen wäre und sie die Beschwerdeführerin erst nach Ablauf der Nachzugsfrist in ihren Pflegeaufgaben hat ablösen können.