Citation: 8C_523/2024 E. 5.8

5.8. Nach dem Gesagten gingen Dr. med. D.________ und Dr. med. F.________ gestützt auf eigene Untersuchungen von einem Fremdkörper im Mittelfinger der linken Hand des Beschwerdegegners aus. Im histologischen Befund konnte ein Fremdkörper allerdings nicht nachgewiesen werden. Der Suva-Arzt Dr. med. C.________ verneinte einen Fremdkörper im Mittelfinger unter Verweis auf die zeitnah durchgeführten bildgebenden Abklärungen (MRT, Sonographie und Röntgen). Eine persönliche Untersuchung nahm er indessen nie vor. Mit Blick auf die sich widersprechenden ärztlichen Beurteilungen lässt sich für den medizinischen Laien nicht zuverlässig beurteilen, ob es im Rahmen der Schnitt- resp. Stichverletzung zu einem Fremdkörpereinschluss gekommen ist oder nicht. Unklar bleibt etwa, weshalb der fragliche Fremdkörper im Rahmen der zeitnah durchgeführten bildgebenden Abklärungen und insbesondere bei der histologischen Untersuchung nicht erkennbar gewesen sein soll. Die Vorinstanz hat lediglich für die sonographische Untersuchung durch Dr. med. G.________ im Juni 2022 eine einleuchtende Erklärung: Diese sei schmerzbedingt nur eingeschränkt möglich gewesen. Für die vom Beschwerdegegner in seiner Vernehmlassung verfochtene Theorie, der Fremdkörper sei vom Körper nahezu vollständig resorbiert worden, findet sich in den Akten hingegen kein entsprechender medizinischer Beleg. Die Frage, ob es im Rahmen der Schnitt- resp. Stichverletzung zu einem Fremdkörpereinschluss gekommen ist, ist für den Ausgang des Verfahrens aber ohnehin nicht entscheidend, wie sich aus dem Folgenden ergibt.