Citation: U 234/02 26.05.2003 E. 4

Streitig ist im Weiteren die Höhe des Integritätsschadens. Die Vorinstanz hat einen diesbezüglichen Anspruch verneint, da in dieser Hinsicht einzig die Beinverkürzung zu berücksichtigen sei und gemäss Feinraster der SUVA für eine - hier vorliegende - Beinverkürzung bis zu 2 cm keine Integritätsentschädigung auszurichten sei. Der Beschwerdeführer geht demgegenüber davon aus, dass die Beinverkürzung 2.5 cm betrage und schon aus diesem Grund eine Integritätseinbusse von mindestens 5% vorliege; zudem müsse auch der psychische Gesundheitsschaden bei der Bemessung der Integritätsentschädigung berücksichtigt werden. 4.1 Da betreffend psychischen Gesundheitsschadens kein adäquat kausaler Zusammenhang zum Unfall von November 1997 vorliegt (vgl. Erw. 3.3.2 hievor), besteht kein Anspruch auf eine Integritätsentschädigung für die geklagten psychischen Beschwerden. Das in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragte psychiatrische Gutachten ist deshalb nicht notwendig. 4.2 Der SUVA-Arzt Dr. med. W.________ geht in seinem Bericht vom 8. Februar 2000 von einer korrigierten Beinverkürzung links von 1 cm aus. Die Integritätseinbusse wird jedoch - mit Ausnahme der Sehhilfen - ohne Berücksichtigung von Hilfsmitteln beurteilt (Ziff. 1 in fine des Anhangs 3 zur UVV), so dass von der unkorrigierten Beinverkürzung auszugehen ist. Diese wird von den meisten Ärzten mit 2 bis 2.5 cm beziffert, so z.B. vom früheren Hausarzt Dr. med. Z.________, Arzt für Allgemeine Medizin FMH, im Bericht vom 19. Februar 1998, von der Orthopädischen Klinik des Spitals X.________ im Bericht vom 13. Oktober 1999 (im Bericht vom 22. Februar 1999 sprach sie dagegen noch von knapp 4 cm im Liegen) sowie vom SUVA-Arzt Dr. med. W.________ im Bericht vom 2. November 1999, während die Klinik Y.________ im Bericht vom 6. Januar 2000 von 1.5 cm spricht. Im Weiteren führt diese Beinverkürzung gemäss den vorliegenden medizinischen Berichten zu funktionellen Störungen, geht doch der SUVA-Arzt Dr. med. W.________ im Bericht vom 2. November 1999 von einer muskulären Dysbalance und die Klinik Y.________ im lumbalen Bereich von einer musculoligamentären Überlastungssymptomatik im Rahmen der Fehlbelastung durch die Beinlängendifferenz (und dem ungenügenden Ausdauertrainingszustand) aus. Tabelle 2 des Feinrasters der SUVA (vgl. dazu Erw. 2 hievor mit Hinweis) sieht für eine Beinverkürzung von 3 bis 4 cm eine Integritätseinbusse von 10% vor, während eine Beinverkürzung bis maximal 2 cm ohne zusätzliche morphologische oder funktionelle Störung nicht als Integritätsschaden aufgefasst wird. Vorliegend bestehen sowohl eine Beinverkürzung zwischen 2 und 3 cm wie auch gewisse funktionelle Störungen, so dass sich eine Integritätsentschädigung von 5% rechtfertigt.