Citation: 1C_123/2023 E. 11

Im Zusammenhang mit der gewählten Linienführung rügen die Beschwerdeführenden überdies eine Verletzung des Vertrauensschutzprinzips bzw. des Prinzips von Treu und Glauben (Art. 9 BV). Sie machen geltend, die DFM habe ihnen zugesichert, die von ihnen favorisierte Variante umzusetzen. Weiter habe die DFM sich dahingehend geäussert, dass es der Umsetzung dieser Variante dienlich wäre, wenn die zu enteignenden Grundstücke sich nicht im Eigentum zahlreicher Personen, sondern im Eigentum einer einzelnen Person befänden. Wegen dieser Äusserungen hätten die Beschwerdeführenden in den Jahren 2005 bis 2019 zahlreiche Landkäufe getätigt. Die Vorinstanz führte dazu im angefochtenen Urteil aus, die DFM habe den Beschwerdeführenden am 12. Mai 2021 mitgeteilt, unter bestimmten Voraussetzungen die nun genehmigte Variante umsetzen zu wollen, während die Maximalvariante mit den hohen Stützmauern nicht mehr zur Diskussion stehe. In den Akten und in den von den Beschwerdeführenden eingereichten Beilagen befänden sich keine Dokumente, wonach den Beschwerdeführenden von Vertretern des Kantons die Umsetzung der von den Beschwerdeführenden favorisierten Variante zugesichert worden sei. Die Beschwerdeführer würden auch nicht darlegen, welche kantonale Behörde oder welche Person eine solche Zusicherung abgegeben haben soll. Die Behauptung der Beschwerdeführenden, die DFM habe ihnen zugesichert, die von ihnen favorisierte Variante umzusetzen, bleibt unbelegt. Die Beschwerdeführenden erklären zwar, die Zusicherung durch die DFM sei bereits in den Jahren vor 2021 erfolgt. Sie haben jedoch keine entsprechenden Belege eingereicht und führen auch nicht näher aus, wann und von wem eine entsprechende Zusicherung gemacht worden sein soll. Damit fehlt es bereits an einer Vertrauensgrundlage und erweist sich die Rüge der Verletzung des Vertrauensschutzprinzips bzw. des Prinzips von Treu und Glauben (Art. 9 BV) als unbegründet.