Citation: U 297/05 16.08.2006 E. 2.1

2.1.1 Der Beschwerdeführer war als Hilfsmechaniker in einem Betrieb angestellt, welcher Fässer und andere Gebinde zur Reinigung entgegennimmt, in denen Chemikalien aufbewahrt und transportiert werden. Wie die Abklärungen der SUVA ergeben haben, handelt es sich bei der Mehrzahl der Gebinde um Metallfässer (Spundloch-Fässer). Sie werden nach einer Restentleerung in einer Reinigungsanlage (Waschstrasse) unter Verwendung chemischer Mittel mehrstufig gesäubert. Fässer, welche nach dieser Reinigung nicht sauber sind oder Flugrost aufweisen, werden in der Kettenmaschine weiter behandelt. Dabei wird eine Metallkette durch das Spundloch eingeführt, das Fass nach Beigabe chemischer Mittel (nach den Angaben der Arbeitgeberin vom 31. Januar 2003: Phosphorsäure) verschlossen und für eine gewisse Zeit maschinell gerollt, um anschliessend das gereinigte Fass erneut der automatischen Reinigungsanlage zuzuführen. In der Deckelfass-Abteilung erfolgt die Reinigung der Deckelfässer sowie Kunststoff-Gebinde mit chemischen Mitteln (nach den Angaben der Arbeitgeberin vom 18. Februar 2003: Toluol), indem Hochdruckdüsen in die Gebinde eingeführt und Rückstände abgesaugt werden. Metallfässer werden erforderlichenfalls aussen abgeschliffen und nach einer Dichtigkeitsprüfung neu lackiert (SUVA-Besuchsrapport vom 14. Mai 2002; SUVA-Arbeitsplatzbeurteilung vom 14. Juli 2003). 2.1.2 Nach den Abklärungen der SUVA war der Beschwerdeführer zu etwa 60 % der Arbeitszeit mit Wartungs- und Reinigungsarbeiten an den mechanischen Anlagen des Betriebs beschäftigt. Dazu gehörte das periodische Schmieren und Fetten der Kettenmaschine, seinen Angaben (vom 9. Dezember 2002) zufolge auch die gelegentliche Reinigung des Untergestells der Kettenmaschine und der mit Sägemehl ausgelegten Abtropfgrube. Des Weiteren hatte er in unterschiedlichen zeitlichen Abständen Wartungs- und Reinigungsarbeiten an der Abwasser-Destillationsanlage vorzunehmen, wobei er - wiederum seinen Angaben zufolge - auch den in einem Tank gesammelten "Destillationssumpf" entfernen musste. Bei der Deckelfass-Reinigung waren ebenfalls Wartungs- und Reinigungsarbeiten durchzuführen, wozu der Ausbau und die Reinigung von Pumpen gehörten. Diese Tätigkeit erforderte, dass der Beschwerdeführer in Tankräume (Diesel- und Heizöltank) sowie in Schächte im Bereich der Deckelfass-Reinigung stieg. Etwa ein Viertel der Arbeitszeit entfiel auf Reparaturarbeiten in der betriebseigenen Werkstätte und der Schlosserei. Dabei waren auch kleinere Pumpen und andere Anlageteile zu demontieren und zu reinigen. Im Umfang von 5-10 % der Arbeitszeit hatte der Beschwerdeführer Magazinertätigkeiten zu verrichten, wobei ihm insbesondere die Annahme und Ausgabe verschmutzter bzw. frisch gewaschener Überkleider oblag. Umgebungsarbeiten beanspruchten die restliche Arbeitszeit (von 5 - 10 %).