Citation: 8C_515/2020 E. 4.2.3

4.2.3. Ferner trifft es - entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers - auch nicht zu, dass die Vorinstanz einzig das ABI-Gutachten berücksichtigt und die übrigen Beweismittel ausser Acht gelassen hätte. Vielmehr hat sie sich hinreichend mit den Berichten der behandelnden Ärzte auseinandergesetzt und nachvollziehbar begründet, weshalb sich daraus keine konkreten Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise ergeben (vgl. E. 2.2 hiervor). Dabei durfte sie rechtsprechungsgemäss auch der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass behandelnde Ärzte resp. Therapiekräfte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten der Versicherten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5 S. 470). Eine Verletzung des Grundsatzes der freien Beweiswürdigung (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG) ist nicht erkennbar. Im Übrigen legt der Beschwerdeführer nicht dar, welche ärztliche Einschätzung die Vorinstanz übersehen haben soll. Ausserdem scheint er fälschlicherweise (vgl. E. 2.2 hiervor) davon auszugehen, dass bereits geringe Zweifel an der Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen genügen, um weiteren Abklärungsbedarf zu begründen.