Citation: U 154/04 16.01.2006 E. 5

5.1 Zu prüfen bleibt die erwerbliche Seite. Nach der Rechtssprechung sind für den Einkommensvergleich die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs - hier im Juni 2003 - massgebend; Validen- und Invalideneinkommen sind dabei auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen (BGE 128 V 174, 129 V 222). Strittig sind sowohl das Validen- wie auch das Invalideneinkommen. Die Vorinstanz ermittelte einen Invaliditätsgrad von 34,9 % basierend auf einem Valideneinkommen von Fr. 57'400.- und einem Invalideneinkommen von Fr. 37'368.-. Der Versicherte rügt, es sei von einem Valideneinkommen von Fr. 64'327.- auszugehen; beim Invalideneinkommen sei nicht auf das Anforderungsniveau 3, sondern auf Anforderungsniveau 4 des Tabellenlohns gemäss der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebung (LSE) abzustellen. 5.2 Das Valideneinkommen ist der Verdienst, den der Versicherte im Jahr 2003 im hypothetischen Gesundheitsfall aufgrund der beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit verdienen würde (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 f. Erw. 3b mit Hinweis). Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen, wobei in der Regel vom letzten Lohn, welchen der Versicherte vor dem Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielt hat, auszugehen ist (ZAK 1980 S. 593 mit Hinweisen). Nachdem der vormalige Arbeitgeber am 28. März 2003 konkrete Angaben darüber gemacht hat, was der Versicherte im Jahr 2003 in seinem Betrieb verdient hätte, haben sich SUVA und Vorinstanz zu Recht darauf gestützt und ein Valideneinkommen von Fr. 57'400.- angenommen. Die Differenz zu dem vom Versicherten geltend gemachten Lohn von Fr. 64'327.- ergibt sich im Wesentlichen daraus, dass er auch die Familienzulagen berücksichtigt. Diese sind jedoch praxisgemäss nicht hinzuzuzählen (nicht publiziertes Urteil G. vom 10. November 1999, U 52/99, Erw. 6a; so auch Rz 3014 des Kreisschreibens des Bundesamts für Sozialversicherung über die Invalidität und Hilflosigkeit [KSIH]). 5.3 Das Invalideneinkommen entspricht dem Einkommen, welches der Beschwerdeführer nach Eintritt des Gesundheitsschadens im Vergleichszeitpunkt zumutbarerweise noch hätte verdienen können, unabhängig davon, ob er die Restarbeitsfähigkeit tatsächlich verwertet. Da der Versicherte keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgeht, ist praxisgemäss auf statistische Angaben abzustellen (BGE 129 V 475 Erw. 4.2.1, 126 V 76 Erw. 3b/bb mit Hinweisen). Gemäss Einschätzung des Prof. Dr. med. B.________ ist der Versicherte in einer Verweisungstätigkeit zu 75 % arbeitsfähig, wobei der Gutachter seine Möglichkeiten ausführlich erörtert hat. Die Vorinstanz stellte beim Tabellenlohn auf den Zentralwert für Männer mit Berufs- und Fachkenntnissen (Anforderungsniveau 3) ab. Dies ist mit Blick auf die aktenkundige gute Intelligenz, die beruflichen Fähigkeiten und die Assimilation des Versicherten nicht zu beanstanden. Der insbesondere mit Hinweis auf die Nationalität beantragte leidensbedingte Abzug von 25 % vom Tabellenlohn - anstelle der vom kantonalen Gericht gewährten 15 % - ist dabei nicht gerechtfertigt, fällt doch beim Versicherten einzig die leidensbedingte Einschränkung sowie der reduzierte Beschäftigungsgrad ins Gewicht. Die Nationalität hingegen spielt hier lediglich eine untergeordnete Rolle, lebt der Versicherte doch schon über zehn Jahre in der Schweiz und hat sich gute Deutschkenntnisse angeeignet (BGE 126 V 78 ff. Erw. 5, 129 V 481 Erw. 4.2.3). Die Höhe des leidensbedingten Abzugs ist damit im Rahmen der Angemessenheitskontrolle und mit Blick auf vergleichbare Fälle nicht zu beanstanden (Art. 132 lit. a OG; BGE 126 V 81 Erw. 6 mit Hinweisen). Auch im Übrigen hat die Vorinstanz das Invalideneinkommen mit Fr. 37'368.- in allen Teilen richtig ermittelt. 5.4 Vergleicht man das Valideneinkommen von Fr. 57'400.- mit dem Invalideneinkommen von Fr. 37'368.-, resultiert ein Invaliditätasgrad von 35 % (vgl. zur Rundung des Invaliditätsgrades BGE 130 V 121).