Citation: U 371/02 04.09.2003 E. 2.2

2.2.1 In der unfallchirurgischen Expertise des IMB vom 10. April 2001 spricht sich Dr. med. W.________ klar gegen eine Unfallkausalität der bestehenden Beschwerden aus. Unter Berücksichtigung des unfallanalytischen Gutachtens vom 13. Juli 1999, worin eine kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung Delta-v von 10,5 bis 13,7 km/h (Mittelwert 12,1 km/h) angegeben wird, gelangt er zum Schluss, beim Unfall sei es zu keinem funktionalen oder sogar strukturellen Körperschaden gekommen. Der ohne nachweisbare verletzungsspezifische Befunde mehr als dreijährige Verlauf mit Symptomausweitung sei nicht zuletzt auch als "Therapieschaden" zu werten. Die ebenfalls postulierte Stirnprellung rechts sei pathomechanisch auszuschliessen. Das heutige Beschwerdebild sei unspezifisch und lasse sich organisch nicht zuordnen. Die bei der klinischen Untersuchung gezeigte massive Einschränkung der aktiven HWS-Beweglichkeit entspreche keinem objektiven Befund und stehe in Diskrepanz zur allseits weichen Nacken- und Schultergürtelmuskulatur. Es könne aus somatisch-medizinischer Sicht keine Diagnose von Krankheitswert gestellt werden. Es lägen (gemäss psychiatrischem Gutachten) ausschliesslich unfallfremde Beeinträchtigungen vor. Im psychiatrischen Gutachten des IMB vom 11. Januar 2001 führt Dr. med. T.________ aus, da eine organische Hirnschädigung ausgeschlossen sei, stelle sich die Frage nach einer posttraumatischen Belastungsstörung. Hiefür fehlten indessen die Voraussetzungen. Bei den vorbestandenen Kopfschmerzen und psychischen Problemen hätte auch jedes andere im privaten Bereich vorkommende Ereignis in naher Zukunft eine Verschlimmerung bewirkt, sodass es sich beim Unfall lediglich um eine Gelegenheitsursache für das spätere Beschwerdebild handle. Allenfalls könnten die subjektive Verschlimmerung der Kopfschmerzen und der depressiven Verstimmungen als möglicherweise mit dem Unfall in Zusammenhang stehend betrachtet werden. Die heute bestehenden Beschwerden und die Arbeitsunfähigkeit liessen sich aber nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das bagatelläre Ereignis vom 25. September 1997 zurückführen. Bei der Versicherten liege im Rahmen einer rezidivierenden depressiven Störung eine aktuell leichte bis mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1) vor, welche der Behandlung bedürfe. Wegen der ausgeprägten psychosozialen Problematik und emotionalen Konflikte lasse sich auch die Differenzialdiagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) stellen, welche aber nicht unfallkausal sei. 2.2.2 Die Beschwerdeführerin bestreitet den Beweiswert des psychiatrischen Gutachtens mit der Begründung, es beruhe auf ungenügenden Untersuchungen; zudem sei Dr. med. T.________ offensichtlich voreingenommen gewesen. Nicht abgestellt werden könne auch auf die Beurteilung durch Dr. med. W.________. Nach dem Gutachten von Dr. med. K.________ bestünden objektive körperliche Befunde (leichte traumatische Hirnverletzung, mässige neuropsychologische Minderfunktion, kleine subligamentäre Diskushernie, leichte Impression des Rückenmarks auf Höhe C5/6), welche auf den Unfall zurückzuführen seien. Im Privatgutachten vom 20. April 2002 vertritt Dr. med. K.________ die Auffassung, die heute bestehenden Beschwerden seien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 25. September 1997 zurückzuführen. Die Versicherte habe keine einfache HWS-Distorsion, sondern einen Abknickmechanismus mit direkter Einwirkung auf die HWS erlitten. In dessen Folge seien eine kleine Diskushernie sowie eine Impression des Rückenmarks auf Höhe C5/6 festgestellt worden. Aus dem Umstand, dass die Versicherte vor dem Unfall nicht unter Beschwerden der HWS gelitten habe, sei abzuleiten, dass es sich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit um Unfallfolgen handle. Die Versicherte habe beim Unfall eine leichte Commotio cerebri mit Bewusstlosigkeit und kurzer Amnesie erlitten. Neuropsychologisch sei eine leichte traumatische Hirnverletzung ausgewiesen. Unfallfremde Ursachen spielten keine überwiegende Rolle. Es sei nicht anzunehmen, dass die Versicherte ohne den Unfall unter den heute bestehenden Nacken- und Kopfschmerzen, Schwindel, Vergesslichkeit, Müdigkeit, Depression und daneben Schmerzen in den Armen leiden würde. Diese Beschwerden bildeten eindeutig Unfallfolgen und führten zu einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit.