Citation: 5A_69/2008 20.08.2008 E. 8

Strittig ist ferner die Berechnung der Herabsetzungsansprüche. 8.1 Das Obergericht erwog, dass der Verkauf der V.________ AG an die S.________ AG eine Verfügung unter Lebenden zu Gunsten der Beschwerdeführerin darstelle, welche nicht der Ausgleichung, jedoch der Herabsetzung unterstellt sei. Der Wert der V.________ AG habe Fr. 17'500'000.-- betragen, sodass nach Abzug des Kaufpreises von Fr. 8'000'000.-- eine gemischte Schenkung von Fr. 9'500'000.-- vorgelegen habe. Der Erblasser habe diesen Betrag offensichtlich unter dem Einfluss der Beschwerdeführerin zwecks Umgehung der Verfügungsbeschränkungen veräussert und damit den Tatbestand von Art. 527 Abs. 4 ZGB erfüllt. Da die Summe aller Pflichtteile Fr. 15'009'079.70 betrage und das Nachlassvermögen von Fr. 14'514'527.50 (unter Einschluss der Vorempfänge) übersteige, seien die einzelnen Pflichtteile im entsprechenden Verhältnis, somit auf 96,705% zu kürzen. 8.2 Die Beschwerdeführerin macht dagegen geltend, dass aus der fehlenden Werthaltigkeit des Darlehens (s. oben, E. 5.1 ff.) auch die fehlende Werthaltigkeit des Eigentums an der S.________ AG folge, sodass sie im Zeitpunkt des Erbgangs nicht mehr bereichert und damit nicht zur Herabsetzung verpflichtet gewesen sei. Worauf die Beschwerdeführerin diese Vorbringen stützt und in welchem Umfang eine solche Wertverminderung eingetreten sein soll, ergibt sich aus der Beschwerde jedoch nicht. 8.3 Weiter wendet die Beschwerdeführerin ein, die Kürzung ihres Pflichtteils sei nicht zulässig, da sie den Anspruch auf den Pflichtteil verletze. Sie führt jedoch nicht an, auf welchen Grundlagen eine Überprüfung der Pflichtteilsberechnung durch die Vorinstanz vorzunehmen wäre. Insbesondere geht aus der Beschwerde nicht hervor, aus welchem Rechtsgrund und in welchem Umfang Erbansprüche bestehen. Damit kann auch nicht ermittelt werden, ob und in welchem Umfang der Erblasser Pflichtteile verletzt hat, und damit ebenfalls nicht, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang die Vorinstanz zu Ungunsten der Beschwerdeführerin entschieden haben soll. 8.4 Was die Berechnung der Herabsetzungsansprüche betrifft, erweist sich die Beschwerde somit ebenfalls als unsubstanziiert, sodass auf sie insofern nicht einzutreten ist.