Citation: 6B_223/2024 E. 5

Der im kantonalen Verfahren verteidigte Beschwerdeführer reichte im Berufungsverfahren über 50 eigene Eingaben ein. Am 13. September 2023 ordnete das Obergericht an, seine künftigen Eingaben würden der amtlichen Verteidigung übermittelt und erst nach deren Mitteilung, an welchen Anträgen festgehalten werde, bearbeitet (Urteil S. 6). Auf die vom Beschwerdeführer erhobenen, mehrheitlich als rechtsmissbräuchlich beurteilten Rechtsverweigerungsbeschwerden ist die II. strafrechtliche Abteilung des Bundesgerichts nicht eingetreten (statt vieler siehe Urteile 7B_951/2023 vom 11. Juni 2024, 7B_1033/2023 vom 18. Januar 2024, 7B_767/2023 vom 20. November 2023). Darauf ist nicht mehr einzugehen. Soweit der Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren darüber hinaus das Recht auf Selbstverteidigung als verletzt rügt, zeigt er nicht auf, inwiefern das Obergericht seine Verteidigungsrechte und seinen Gehörsanspruch beschnitten haben könnte. Er bleibt den Nachweis schuldig, welche seiner zahlreichen Eingaben/Schreiben bzw. welche seiner (Beweis-) Anträge - und zwar unabhängig von der beanstandeten obergerichtlichen Anordnung vom 13. September 2023 - zu Unrecht nicht behandelt worden sein sollen. Ebenso wenig substanziiert er - soweit er sich in seinen Ausführungen namentlich auf die von ihm persönlich eingereichte Berufungserklärung bezieht - mit welchen rechtserheblichen Überlegungen und Aspekten sich das Obergericht noch hätte befassen müssen. Er verkennt, dass ein genereller Anspruch auf umfassende gerichtliche Auseinandersetzung mit jedwelchen Eingaben und Argumentationen nicht existiert. Gerichte dürfen sich nach der Rechtsprechung vielmehr auf die für die Behandlung des Entscheids wesentlichen Punkte beschränken (vgl. BGE 148 III 30 E. 3.1; 143 III 65 E. 5.2).