Citation: I 7/00 09.11.2000 E. 4

4.- a) Mit Verfügung vom 29. Januar 1998 hat die IV-Stelle ihren Verwaltungsakt vom 16. September 1997 aufgehoben und - bestätigt durch das kantonale Gericht - dem Beschwerdeführer ab 1. Dezember 1995 eine bis 30. September 1996 befristete halbe Härtefallrente zugesprochen. Sie stützte sich hiebei im Wesentlichen auf das MEDAS-Gutachten vom 27. November 1996, welches dem Versicherten aus psychiatrischer Sicht vom 15. Dezember 1994 "bis heute" (27. September 1996: Datum der Schlussbesprechung der MEDAS-Ärzte) eine 40 %ige Arbeitsunfähigkeit sowie ab diesem Zeitpunkt wiederum ein uneingeschränktes Leistungsvermögen attestiert hatte. b) Der Auffassung von Vorinstanz und Verwaltung kann angesichts der medizinischen Aktenlage bezüglich der Rentenbefristung auf Ende September 1996 nicht gefolgt werden. Zu berücksichtigen ist namentlich der im MEDAS-Gutachten vom 27. November 1996 enthaltene prognostische Hinweis, dass, falls auch in Zukunft keine Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung erteilt würde, mit einer Verschlechterung der psychosozialen Situation und der Arbeitsfähigkeit durch eine chronifizierende Entgleisung im Sinne einer Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen zu erwarten sei. Da sich der Beschwerdeführer ausweislich der Akten zumindest bis im März 1998 noch immer ohne Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz aufgehalten hat, erscheint es mit Blick auf die gutachtliche Prognose sowie den Umstand, dass keinerlei gegenteilige ärztliche Beurteilungen vorliegen, durchaus möglich, dass sich der psychische Gesundheitszustand verschlechtert und damit auch die Arbeitsfähigkeit des Versicherten seit Oktober 1996 reduziert hat. Obgleich demnach aktenkundige Anhaltspunkte gegeben waren, welche zusätzliche Abklärungen indiziert hätten (vgl. hiezu BGE 117 V 282 Erw. 4a mit Hinweisen), hat es die IV-Stelle anlässlich der lite pendente eingeleiteten Neuüberprüfung ihres Verwaltungsaktes vom 16. September 1997 unterlassen, den medizinischen Sachverhalt bis zum vorliegend relevanten Zeitpunkt des Verfügungserlasses (29. Januar 1998; BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen) zu eruieren. Die Sache ist daher an die Verwaltung zurückzuweisen, welche die betreffenden Abklärungen vorzunehmen und hierauf über einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers ab 1. Oktober 1996 zu befinden haben wird. Anzumerken bleibt, dass die versicherungsmässigen Voraussetzungen für die Ausrichtung einer Viertels- oder Härtefallrente bei Versicherten, welche in der Schweiz keinen Wohnsitz begründen, nur solange gegeben sind, als sie sich ohne wesentliche Unterbrechung ständig hier aufhalten (Art. 8 lit. f des Sozialversicherungsabkommens [vgl. Erw. 3 hievor]; BGE 119 V 98). Sollte der Beschwerdeführer die Schweiz verlassen müssen, stünde ihm lediglich eine Rente zu, wenn er mindestens zu 50 % invalid wäre (Art. 8 lit. b und e des Abkommens; Art. 28 Abs. 1ter IVG).