Citation: 6B_162/2023 E. 1.6.1

1.6.1. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung von Art. 8 EMRK mit Blick auf seine familiäre Situation. Er führt aus, die Vorinstanz habe sich bei der Prüfung von Art. 8 EMRK ausserordentlich kurz gehalten und die Umstände des Einzelfalls ungenügend gewürdigt. Es stehe ausser Frage, dass die Ehefrau und Tochter als Kernfamilie des Beschwerdeführers unter den Schutzbereich von Art. 8 EMRK fallen würden und dieser mit der Landesverweisung des Beschwerdeführers berührt wäre. Ein Wegzug in den Irak sei weder der Tochter noch der Kindsmutter zumutbar. Die Kriegssituation, die politische Lage, die fehlenden Zukunftsaussichten sowie die hier geschlagenen Wurzeln aller einzelnen Familienangehörigen würden ein Verlassen der Schweiz ausschliessen. Es sei der Familie nicht möglich bzw. zumutbar, ihr Familienleben im Irak zu pflegen. Der Beschwerdeführer macht schliesslich geltend, die Vorinstanz hätte aufgrund des Eingriffs in das Familienleben des Beschwerdeführers i.S.v. Art. 8 Abs. 1 EMRK eine Güterabwägung i.S.v. Art. 8 Abs. 2 EMRK vornehmen müssen. Indem sie eine ausführliche Verhältnismässigkeitsprüfung unterlassen habe, verletze sie Völker- sowie Bundesrecht.