Citation: 8C_604/2022 E. 5.1.3

5.1.3. Unabhängig davon läge auch in gesundheitlicher Hinsicht ein Revisionsgrund vor. Im psychiatrischen Gutachten vom 6. Juni 2018 gelangte Dr. med. B.________ zwar noch zum Schluss, es zeigten sich seit September 1999 und auch im Vergleich zum Referenzzeitpunkt vom 12. Juni 2002 eine durchgehend stabile Symptomatik und Diagnosen. Wie bereits die Vorinstanz festhielt, vermerkte der Gutachter im Verlaufsgutachten vom 8. Oktober 2020 und der ergänzenden Stellungnahme vom 25. Februar 2021 diesbezüglich jedoch, dass ihm zum damaligen Zeitpunkt wesentliche Informationen über den Beschwerdeführer (Verkauf und Tausch von Autos seit 2013 bzw. von 40 Autos in den Jahren 2017-2019, tägliche halbstündige Pflege des Facebook-Accounts, Einkaufen, Gartenarbeiten, regelmässige Schulwegbegleitung des jüngsten Sohnes, Einkaufen in der Stadt, Autoreisen in den Kosovo bei täglich zurückgelegten Strecken von 800 oder 1'000 Kilometern, Heimreise per Flugzeug trotz extremer Flugangst) nicht zur Verfügung gestanden seien. Wie die Vorinstanz weiter darlegte, zeigte Dr. med. B.________ im Verlaufsgutachten und in der ergänzenden Stellungnahme sodann überzeugend auf, dass die vom behandelnden Psychiater Dr. med. C.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, seit 2001 postulierten mittel- bis schwergradigen depressiven Zustände mit den neu bekannt gewordenen Aktivitäten des Beschwerdeführers nicht in Einklang zu bringen seien, sondern er vielmehr über bisher nicht bekannte Ressourcen verfüge, um seine Symptomatik zu kontrollieren bzw. zu regulieren. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers sind die ausführlichen Erläuterungen des Dr. med. B.________ ebenso nachvollziehbar wie die darauf basierende Einschätzung einer vollen Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten. Soweit in der letztinstanzlichen Beschwerde erneut auf einzelne Berichte des behandelnden Psychiaters und des Hausarztes verwiesen wird, ist festzuhalten, dass diese Dr. med. B.________ vorlagen und schon die Vorinstanz darlegte, weshalb sie den Beweiswert des Verlaufsgutachtens nicht mindern würden. Darauf ist nicht weiter einzugehen. Indem die Vorinstanz auch in gesundheitlicher Hinsicht einen Revisionsgrund bejahte, verletzte sie kein Bundesrecht.