Citation: 6B_355/2021 E. 2.4.3

2.4.3. Die Vorinstanz würdigt die mehrfache Delinquenz während der vierjährigen Probezeit zu Recht als negativ. Dabei durfte sie berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer sowohl hinsichtlich der Widerhandlungen gegen das BetmG als auch der harten Pornografie und der Gewaltdarstellung einschlägig vorbestraft ist, was eine besondere Uneinsichtigkeit indiziert. Ob ihre Erwägung, wonach er im Vergleich zu seinen früheren Taten "im Betäubungsmittelverstoss einen noch grösseren Aufwand betrieb" überzeugt, muss nicht restlos geklärt werden. Angesichts dessen, dass der Beschwerdeführer - neben dem Besitz von 83 Ecstasy Pillen und 8 g Haschisch - im Gegensatz zu seinem früheren Betäubungsmitteldelikt neu einen internationalen Drogenhandel beging, hierbei mit 10 kg Marihuana eine grössere Drogenmenge als bei seinen früheren Widerhandlungen im Spiel war und er bei der in Mittäterschaft begangenen Betäubungsmitteleinfuhr auf einer mittleren Hierarchiestufe agierte (vgl. angefochtenes Urteil S. 15), ist die erneute Betäubungsmitteldelinquenz insgesamt jedenfalls nicht zu bagatellisieren. Daran vermag auch die von der Vorinstanz für die einzelnen Betäubungsmitteldelikte vorgenommene Verschuldensbewertung nichts zu ändern. Inwiefern sich die Vorinstanz zur Art und Schwere der Delikte weitergehend hätte äussern müssen und diesem Kriterium in Überschreitung ihres Ermessens ein falsches Gewicht zugemessen hätte, ist nicht erkennbar.