Citation: 8C_91/2013 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdeführerin hat mit Verfügung vom 19. Januar 2012 aufgrund der leidensbedingten Einschränkungen (vgl. E. 2 hievor) einen Abzug von 10% berücksichtigt und verneint, dass weitere einkommensbeeinflussende Merkmale im Rahmen einer gesamthaften Schätzung (vgl. E. 3.1 hievor) einen behinderungsbedingten Abzug von mehr als 10% sachlich zu rechtfertigen vermögen. Demgegenüber hält die Vorinstanz den von der IV-Stelle gewährten leidensbedingten Abzug von 10% für zu gering mit der Begründung, die Beschwerdegegnerin sei aufgrund ihrer wiederkehrenden Ohnmachtsanfälle auf ein erhebliches Entgegenkommen eines Arbeitgebers angewiesen. Die vom Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) vermittelte vorübergehende Beschäftigung in der Küche eines Restaurants habe vom Betriebsleiter nach Kenntnisnahme des Sturzrisikos angesichts der im Betrieb vorhandenen Treppen aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden müssen. Aufgrund dieser leidensbedingten Einschränkungen sei die Versicherte auf dem Arbeitsmarkt gegenüber gesunden Arbeitnehmerinnen erheblich benachteiligt [...], was sich lohnsenkend auswirke. Diesem Umstand sei mit einem Maximalabzug von 25% Rechnung zu tragen.