Citation: 2C_9/2016 E. 2.1.3

2.1.3. Die Universität Luzern hat gestützt auf § 16 Abs. 1 lit. d des Gesetzes über die universitäre Hochschulbildung vom 17. Januar 2000 (UniG/LU) in Verbindung mit § 31 des Statuts der Universität Luzern vom 12. Dezember 2001 eine Zulassungsrichtlinie erlassen, welche sich hinsichtlich der für die Anerkennung erforderlichen Kriterien an den Empfehlungen der Rektorenkonferenz der Schweizerischen Universitäten (CRUS) vom 7. September 2007 für die Bewertung ausländischer Reifezeugnisse ausrichtet (BGE 140 II 185 E. 3.1 S. 188, E. 5.1 S. 192). Diese Empfehlungen orientieren sich ihrerseits am Bildungsziel der gymnasialen Maturität (vgl. Art. 5 der Verordnung über die Anerkennung von gymnasialen Maturitätsausweisen vom 15. Februar 1995 [MAV; SR 413.11]). Ziff. 2.2.1 der Zulassungsrichtlinien 2012/2013 sieht unter Kategorie 4 (Naturwissenschaften) vor, dass der Unterricht die Fächer Biologie, Chemie oder Physik umfasst haben muss; massgeblich für die Äquivalenz ist, ob die Ausbildungslehrgänge im spezifischen Einzelfall vergleichbar sind oder die Äquivalenz wegen eines Unterschiedes verneint werden muss, der legitimerweise als "wesentlich" im Sinne der direkt anwendbaren Regelung von Art. VI.1 des Lissabonner Übereinkommens qualifiziert werden kann (BGE 140 II 185 E. 5.3 S. 194).