Citation: 6B_1038/2015 E. A

Am 7. Mai 2007 rutschten auf einer Baustelle bei Arbeiten an einer Baugrubenböschung, die von X.________ projektiert worden waren, Erdmassen ab und kippten ein Schalungselement um. Dadurch wurde ein Arbeiter tödlich verletzt, während ein anderer sich durch einen Sprung aus der Gefahrenzone retten konnte. Gemäss Anklage soll X.________ sich der fahrlässigen Tötung sowie der fahrlässigen Gefährdung durch Verletzung der Regeln der Baukunde schuldig gemacht haben. In seiner Funktion als projektierender Ingenieur und örtlicher Bauleiter habe er pflichtwidrig den erforderlichen Sicherheitsnachweis für die Böschung nicht erstellt und sich nicht an die Empfehlungen des geotechnischen Gutachtens gehalten sowie den stellvertretenden Gruppenführer vor Ort nicht ausreichend instruiert.