Citation: 4A_230/2022 E. 2

Die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin verkennt die obigen Grundsätze über weite Strecken. Das Bundesgericht ist keine Appellationsinstanz, die eine freie Würdigung in tatsächlicher Hinsicht vornimmt. Es hat daher grundsätzlich keine Beweise abzunehmen oder Tatsachen festzustellen, über die sich die Vorinstanz nicht ausgesprochen hat. Die Beschwerdeführerin stellt in ihrer Beschwerde hingegen zahlreiche Beweisanträge, ohne für jeden einzelnen dieser Beweisanträge hinreichend aufzuzeigen, dass sie ihn bereits vor den Vorinstanzen prozesskonform gestellt hat, ihm jedoch in Verletzung von Bundesrecht nicht entsprochen wurde. Weiter ergänzt sie an zahlreichen Stellen den vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt, ohne den entsprechenden Rügeanforderungen zu genügen. So reicht es insbesondere nicht aus, pauschal auf die Verfahrensakten oder auf (umfangreiche) Urkunden zu verweisen. Vielmehr ist mit präzisen Aktenverweisen darzulegen, dass die entsprechenden Tatsachen prozesskonform ins Verfahren eingebracht wurden. Die Vorinstanz wirft der Beschwerdeführerin an zahlreichen Stellen vor, sie habe sich nicht hinreichend mit den erstinstanzlichen Erwägungen auseinandergesetzt. Sie müsste daher im bundesgerichtlichen Verfahren aufzeigen, dass (entgegen der Vorinstanz) eine hinreichende Auseinandersetzung mit den erstinstanzlichen Erwägungen stattgefunden hat. Dies tut sie über weite Strecken nicht. So fehlt es in ihrer Beschwerde praktisch vollständig an (präzisen) Verweisen auf ihre Berufungsschrift.