Citation: 6B_502/2024 E. 3.5.2

3.5.2. Allfällige Vollzugshindernisse spielen schon bei der strafgerichtlichen Anordnung der Landesverweisung nach Art. 66a Abs. 2 StGB, das heisst bei der dort vorgesehenen Interessenabwägung, eine Rolle (BGE 147 IV 453 E. 1.4.5; 145 IV 455 E. 9.4; je mit Hinweisen). Das Sachgericht berücksichtigt solche Hindernisse, soweit die massgeblichen Verhältnisse stabil und die rechtliche Durchführbarkeit der Landesverweisung definitiv bestimmbar sind (Urteile 6B_926/2023 vom 13. Januar 2024 E. 5.6.2; 6B_695/2024 vom 20. November 2024 E. 5.1.4; 6B_1242/2023 vom 2. Oktober 2024 E. 5.5.1 mit Hinweisen). Liegt ein definitives Vollzugshindernis vor, so hat der Sachrichter auf die Anordnung der Landesverweisung zu verzichten (BGE 147 IV 453 E. 1.4.5; 145 IV 455 E. 9.4; 144 IV 332 E. 3.3; je mit Hinweisen). Im Übrigen sind die Vollzugsbehörden zur Prüfung allfälliger Vollzugshindernisse, welche zum Zeitpunkt des Sachurteils noch nicht feststehen, zuständig (Urteile 6B_926/2023 vom 13. Januar 2024 E. 5.6.2; 6B_695/2024 vom 20. November 2024 E. 5.1.5; 6B_717/2024 vom 12. November 2024 E. 1.4.3; je mit Hinweisen).