Citation: 1C_19/2022 E. 4.8

4.8. Die streitbetroffene Mobilfunkanlage erreicht bereits im Frequenzband von 800 MHz in beide Senderichtungen eine maximale Sendeleistung von 100 WERP und fällt daher nicht in den Anwendungsbereich der Ausnahmeregelung gemäss Ziff. 61 des Anhangs 1 der NISV für sehr kleine Sendeantennen, die im massgebenden Betriebszustand maximal 6 WERP aufweisen. Selbst wenn mit den Beschwerdeführenden angenommen würde, mit der vorliegend bewilligten Sendeleistung könne keine Makro-, sondern nur eine Kleinzelle mit Mobilfunkleistungen versorgt werden, würde die streitbetroffene Mobilfunkanlage in diesem Rahmen einen Beitrag zur Mobilfunkversorgung in einem dicht besiedelten Gebiet leisten. Demnach kann die Anlage gemäss den nachvollziehbaren Angaben des BAFU mit den bewilligten Sendeleistungen sinnvoll betrieben werden, weshalb diese Leistungen entgegen der Annahme der Beschwerdeführenden für einen sinnvollen Betrieb nicht zwingend überschritten werden müssen. Zudem durfte die Vorinstanz willkürfrei davon ausgehen, das bewilligte Standortdatenblatt sei im Sinne von § 310 Abs. 1 PBG/ZH für die Beurteilung des Bauvorhabens tauglich gewesen.