Citation: 9C_62/2023 E. 3.2

3.2. Im vorliegenden Fall hatte die Beschwerdegegnerin die persönlichen Beiträge der Beschwerdeführerin für die Jahre 2009 und 2011 zunächst mit zwei Verfügungen vom 16. Dezember 2011 und 6. Januar 2012 rechtzeitig vor Eintritt der Verwirkung geltend gemacht. Die Beschwerdegegnerin hob diese Verfügungen indessen mit Einspracheentscheid vom 20. Februar 2012 auf, ohne gleichzeitig über die Berichtigung der für diese Periode geschuldeten Beiträge zu verfügen; eine solche Verfügung erliess sie erst Jahre später (am 18. Juli 2019) nach Ablauf der Verwirkungsfrist. Wie die Vorinstanz richtig erkannte, fiel damit die fristwahrende Wirkung der Verfügungen vom 16. Dezember 2011 und 6. Januar 2012 dahin. Entgegen den Einwänden in der Beschwerde ändert daran nichts, dass die Beschwerdegegnerin - anders als im Urteil H 115/04 vom 29. Dezember 2004 - die entsprechenden Beitragsjahre nicht für beitragsfrei erklärt hatte. Aus dem blossen Umstand, dass eine Ausgleichskasse in einem anderen Fall eine solche Erklärung abgegeben hatte, vermag die Beschwerdeführerin offensichtlich nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. Namentlich kann ihr insofern nicht gefolgt werden, als sie davon auszugehen scheint, nur im Falle einer solchen Erklärung könne die fristwahrende Wirkung einer Beitragsverfügung endgültig dahinfallen. Dieses Verständnis findet weder im Urteil H 115/04 (vgl. dortige E. 7.3.3) noch in der übrigen bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. E. 3.1 hievor) eine Stütze.