Citation: 1C_115/2017 E. 2.1

2.1. Die Vorinstanz erwog, der Zugang zum geplanten Mehrfamilienhaus sollte über die Grunddienstbarkeit SP 413 erfolgen, die ein gegenseitiges unbeschränktes Fuss- und Fahrwegrecht von und nach der Quartierstrasse vorsehe. Änderten sich die Bedürfnisse des berechtigten Grundstücks, so dürfe dem aus der Dienstbarkeit Verpflichteten eine Mehrbelastung nicht zugemutet werden. Die durch eine Vergrösserung auf dem herrschenden Grundstück verursachte stärkere Befahrung stelle jedoch grundsätzlich keine verbotene Mehrbelastung dar, weshalb die Errichtung eines Vier- an Stelle eines Einfamilienhauses nicht gegen das Mehrbelastungsverbot verstosse. Um Autos in der über einen Autolift erschlossenen Tiefgarage parkieren zu können, müssten die Anwohner vor dem Lift auf dem Grundstück der Beschwerdeführer anhalten, ihn hochfahren lassen und das Auto danach im Liftkubus platzieren und darin mit dem Fahrzeug in die Tiefgarage hinunterfahren. Je nach Liftmodell könne das Warten auf den Lift zwischen zwei bis drei Minuten dauern. Ein solches kurzes Anhalten verstosse gemäss der Rechtsprechung nicht gegen den Sinn und Zweck der Dienstbarkeit, zumal ein Fahrwegrecht die Möglichkeit beinhalten müsse, das Fahrzeug für eine kurze Zeitspanne anzuhalten, um Güter ein- und auszuladen oder ein Schiebe- oder Gartentor zu bedienen.