Citation: C 103/02 02.07.2002 E. 3

3.- a) Mit der unangefochten gebliebenen Verfügung des AWA vom 25. Mai 2001 wurde die Vermittlungsfähigkeit des Beschwerdeführers für die Zeit vom 29. Februar bis 30. Juni 2000 rechtskräftig verneint. Dadurch erweist sich die früher vorgenommene Taggeldauszahlung im Nachhinein als materiell unrechtmässig, weshalb die erste Rückforderungsvoraussetzung nach Art. 95 Abs. 1 AVIG erfüllt ist. b) Die Verneinung der Vermittlungsfähigkeit erfolgte, nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Firma, als deren Geschäftsführer und Inhaber der Beschwerdeführer tätig gewesen war, zwar den operativen Betrieb per 28. Februar 2000 eingestellt hatte, jedoch bis 30. Juni 2000 Liquidationsmassnahmen im Gange waren (Verkauf des Inventars, Auflösung der Garage), für welche der Beschwerdeführer persönlich besorgt war. Den Organen der Arbeitslosenversicherung wurden diesbezügliche erste Hinweise nach Lage der Akten erst im Juni 2000 bekannt, worauf entsprechende Abklärungen eingeleitet wurden. Diese führten schliesslich zum Ergebnis, der Beschwerdeführer sei bis 30. Juni 2000 nicht vermittlungsfähig gewesen. Dabei handelt es sich um eine neue Tatsache, welche die Verwaltung bei Ausrichtung der Leistungen nicht kennen konnte und die geeignet war, zu einer anderen rechtlichen Beurteilung zu führen. Die Voraussetzungen einer prozessualen Revision sind damit erfüllt. Da somit ein Rückkommenstitel hinsichtlich der Leistungsausrichtung für die Zeit vom 29. Februar bis 30. Juni 2000 gegeben ist, erfolgte die Rückforderung der für diesen Zeitraum bezogenen Arbeitslosenentschädigung von Fr. 9947. 35 zu Recht.