Citation: U 196/06 23.02.2007 E. 6

6.1 Nachdem sich aus den medizinischen Unterlagen verschiedentlich Anhaltspunkte für eine psychische Störung ergeben, stellt sich die Frage, ob eine dominierende psychisch bedingte Beeinträchtigung für die geklagten Leiden verantwortlich ist. Eine umfassende psychiatrische Begutachtung, welche diesbezüglich die erforderlichen Aufschlüsse vermitteln könnte, ist bis anhin nicht erfolgt. Für die Belange des vorliegenden Verfahrens kann davon indessen abgesehen werden, da die von einer solchen Begutachtung zu erwartenden Erkenntnisse, wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen ergibt, auf die Anspruchsberechtigung der Beschwerdeführerin zum Vornherein keinen Einfluss haben können. 6.2 Die Frage, ob der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychischer Fehlentwicklung gegeben ist, beurteilt sich gemäss BGE 115 V 133 und somit unter Berücksichtigung bloss der somatischen Unfallfolgen. Die Vorinstanz hat diese Rechtsprechung im angefochtenen Entscheid im Zusammenhang mit der Darlegung der Praxis zur Adäquanzbeurteilung bei Schleudertraumen der HWS zutreffend wiedergegeben, weshalb darauf verwiesen werden kann. 6.3 Da der erlittene Skiunfall mit SUVA und Vorinstanz höchstens im mittleren Bereich, hier aber an der Grenze zu den leichten Unfällen anzusiedeln ist, müssten für eine Bejahung der Adäquanzfrage mehrere der massgebenden Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sein, was indessen nicht zutrifft. Das Unfallereignis war weder von besonders dramatischen Begleitumständen geprägt noch zeichnete es sich durch besondere Eindrücklichkeit aus. Entgegen den Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der Verletzungen, unter welchen ausschliesslich die somatischen zu verstehen sind, nicht erfüllt. Jedenfalls konnten schwere Verletzungen weder bei der Erstbehandlung noch bei den verschiedenen späteren Untersuchungen festgestellt werden. Ebenso wenig kann aus somatischer Sicht von einem schwierigen Heilungsverlauf oder gar ärztlicher Fehlbehandlung und dadurch bewirkten Komplikationen und einer ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung gesprochen werden. Die Vorinstanz bejahte die Kriterien der Dauerschmerzen und von Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit, dies allerdings aus der Optik der Beurteilung der Adäquanz nach der Rechtsprechung zu Schleudertrauma-Fällen (also ohne Differenzierung zwischen somatischen und psychischen Komponenten). Auf Grund der medizinischen Unterlagen lassen sich körperliche Dauerschmerzen nicht verneinen, wobei beizufügen ist, dass sie sich auch kaum objektivieren liessen. Die Versicherte war sodann ab dem 29. Januar bis 5. Februar 2003 zu 100 % arbeitsunfähig. Eine vorgesehene Steigerung der Arbeitsfähigkeit konnte in der Folge nicht realisiert werden. Dabei gilt es aber zu berücksichtigen, dass auf Grund der rein körperlichen Beschwerden keine lang andauernde Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen ist, weshalb das Kriterium von Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit nicht in ausgeprägter Weise erfüllt ist. So ging Frau Dr. med. E.________ aus rheumatologischer Sicht ab 15. November 2003 während vier Wochen von einer 25%igen Arbeitsfähigkeit aus, mit anschliessender Steigerung auf 60 % und weiterer Evaluation durch den Hausarzt. 6.4 Zusammengefasst ist daher - im Ergebnis mit der Vorinstanz - festzuhalten, dass die massgebenden Kriterien weder in gehäufter noch in auffallender Weise gegeben sind. Unter diesen Umständen kann für den Fall einer dominierenden psychischen Gesundheitsschädigung die Adäquanz nicht bejaht werden.