Citation: 1B_487/2020 E. 4.2

4.2. Eine solche Untersuchungsrelevanz ("Deliktskonnexität") ist auch nicht ersichtlich: Die Staatsanwaltschaft hat in ihrem Entsiegelungs- und Durchsuchungsantrag vom 24. Juni 2020 zunächst den Tatverdacht gegen den Beschwerdeführer und dessen Freundin erläutert. Sodann hat sie ausgeführt, es seien diverse Umfelderhebungen im sozialen Kontaktbereich der Beschuldigten durchzuführen, um Umgang und Verhalten der Eltern mit ihren Neugeborenen aufzuzeigen und es würden auch die Telefone und Kontakte der Eltern zu erheben und auszuwerten sein. Die Staatsanwaltschaft hat also die Entsiegelung des Mobiltelefons bzw. der darauf gespeicherten Daten ebenfalls nur zur Ermittlung des Umgangs und des Verhaltens des Beschwerdeführers und seiner Partnerin mit den Neugeborenen als erforderlich erachtet. In diesem Umfang leuchtet die Forderung nach Entsiegelung des Mobiltelefons ein, denn es ist gut vorstellbar, dass sich der Beschwerdeführer in den Wochen zwischen der Geburt der Zwillinge und seiner Verhaftung mit seiner Partnerin oder Dritten über Probleme im Umgang mit den Kindern ausgetauscht haben könnte. Demgegenüber ist nur schwer zu erkennen, inwiefern ältere, vor der Geburt der Kinder datierende Aufzeichnungen auf dem sichergestellten Mobiltelefon für die Abklärung der mutmasslichen Straftaten hilfreich sein könnten; ein untersuchungsrelevanter Zusammenhang zwischen dem Vorleben des Beschwerdeführers und der ihm vorgeworfenen schweren Körperverletzung wird von keiner Seite geltend gemacht, geschweige denn konkretisiert. Die Vorinstanz äussert sich dazu - wie der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe zu Recht geltend macht - im angefochtenen Entscheid nicht, und auf eine Vernehmlassung vor dem Bundesgericht hat sie verzichtet.