Citation: 2A.87/2002 22.02.2002 E. 2

2.1 Der in Art. 8 Ziff. 1 EMRK garantierte Anspruch auf Achtung des Familienlebens, auf den sich der Beschwerdeführer in seiner Eingabe beruft, gilt nicht absolut (vgl. BGE 120 Ib 22 E. 4a S. 24 f.). Praxisgemäss kommt deshalb dem nicht sorgeberechtigten ausländischen Elternteil eines Kindes, das über ein festes Anwesenheitsrecht in der Schweiz verfügt, nur dann ein Anspruch auf Aufenthaltsbewilligung zu, wenn zwischen ihm und seinem Kind in wirtschaftlicher und affektiver Hinsicht eine besonders enge Beziehung besteht, die sich zudem wegen der Distanz zwischen der Schweiz und dem Land, in dem der Ausländer leben müsste, praktisch nicht aufrechterhalten liesse; damit ein Aufenthaltsanspruch zur blossen Ausübung eines Besuchsrechts bejaht werden kann, ist zudem ein tadelloses Verhalten des betroffenen ausländischen Elternteils vorausgesetzt. Diese Rechtsprechung beruht auf der Tatsache, dass der nicht sorgeberechtigte Elternteil die familiäre Beziehung zu seinen Kindern zum Vornherein nur in einem beschränkten Rahmen, nämlich durch Ausübung des ihm eingeräumten Besuchsrechts, pflegen kann. Hierzu ist nicht unabdingbar, dass er dauernd im gleichen Land wie die Kinder lebt und dort über eine Aufenthaltsbewilligung verfügt. Den Anforderungen von Art. 8 EMRK ist regelmässig bereits Genüge getan, wenn das Besuchsrecht im Rahmen von bewilligungsfreien Kurzaufenthalten vom Ausland her ausgeübt werden kann, wobei allenfalls dessen Modalitäten entsprechend auszugestalten sind (vgl. BGE 120 Ib 1 E. 3c S. 5, 22 E. 4a/b S. 25 f.). 2.2 Vorliegend kann offen bleiben, wie die Beziehung des Beschwerdeführers zu seinem zweijährigen Sohn im Lichte des Gesagten zu beurteilen wäre. Der Beschwerdeführer vermag die Voraussetzungen, unter welchen ihm nach Art. 8 EMRK ein Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung zukommen würde, bereits in anderer Hinsicht offensichtlich nicht zu erfüllen: Es steht nämlich fest, dass er nicht, wie dies bei den gegebenen Umständen für eine Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung erforderlich wäre, ein tadelloses Verhalten gezeigt hat. Vielmehr wurde er am 1. Oktober 2001 wegen Tätlichkeit, Drohung und grober Verkehrsregelverletzung mit zehn Wochen Gefängnis und einer Busse von 450 Franken bestraft. Nachdem er diese Verurteilung - aus welchen Gründen auch immer - hat in Rechtskraft erwachsen lassen, können seine relativierenden Ausführungen hier nicht gehört werden. Im Übrigen ist er unbestrittenermassen auch in seiner Heimat wiederholt straffällig geworden, wenn auch offenbar nur in geringfügigem Ausmass. Es kann ergänzend auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides verwiesen werden.