Citation: 2C_822/2014 E. 5.6

5.6. Wie hiervor in E. 1.2 aufgezeigt, kann das Bundesgericht die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz von Amtes wegen berichtigen oder ergänzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). Im Unterschied zu Art. 105 Abs. 2 des vormaligen, bis zum 31. Dezember 2006 in Kraft gewesenen Bundesgesetzes vom 16. Dezember 1943 über die Organisation der Bundesrechtspflege (Bundesrechtspflegegesetz, OG; BS 3 531) erwähnt Art. 105 Abs. 2 BGG die unvollständige Sachverhaltsfeststellung nicht mehr ausdrücklich, doch anerkennt die herrschende Lehre, dass eine unvollständige Beurteilungsgrundlage auch eine Rechtsverletzung gemäss Art. 95 BGG darstelle, weswegen es sich rechtfertige, die bisherige Rechtsprechung zu Art. 105 Abs. 2 OG auch unter der Geltung des Bundesgerichtsgesetzes weiterzuführen (Meyer/Dormann in: Niggli/ Uebersax/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar - Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl. 2011, Rz. 59 mit Hinweis auf die Gesetzesmaterialien; Seiler in: Seiler/von Werdt/Güngerich [Hrsg.], Bundesgerichtsgesetz [BGG], 2007, Rz. 24 zu Art. 97; Corboz in: Corboz/Wurzburger/Ferrari/ Frésard/Aubry Girardin [Hrsg.], Commentaire de la LTF, 2. Aufl. 2014, Rz. 5 zu Art. 105). Eine unvollständige Erhebung des Sachverhaltes liegt indes nur dann vor, wenn die für die Beurteilung des streitigen Rechtsverhältnis erforderlichen Tatsachen nicht festgestellt worden sind (BGE 134 V 53 E. 4.3 S. 62; Meyer/Dormann, a.a.O., Rz. 59 m.w.H.). In seiner Rechtsprechung zu Art. 105 Abs. 2 OG ging das Bundesgericht von der Vollständigkeit der Sachverhaltsfeststellung aus, wenn sich die rechtserheblichen Tatsachen aus der Begründung des angefochtenen Entscheids selber oder ohne Weiteres aus den von den vorinstanzlichen Behörden beigezogenen und dem Bundesgericht vorgelegten Akten ergeben (BGE 123 II 49 E. 5 S. 51 ff.; Meyer/Dormann, a.a.O., Rz. 25).