Citation: B 138/05 20.01.2007 E. 4

Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird gerügt, die Rücktrittserklärung sei zu wenig begründet. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin genügt das Schreiben des Versicherers vom 17. April 2003 jedoch - selbst ohne die Ergänzungen vom 14. August 2003 und vom 27. Mai 2004 - den Anforderungen, welche eine Erklärung zum Rücktritt vom Vertrag erfüllen muss. 4.1 So hat der Versicherer schon am 17. April 2003 geltend gemacht, dass die Versicherte ihre Arbeitsunfähigkeit im Zeitpunkt der Beantwortung der Fragen in der Gesundheitserklärung - am 10. April 2002 - nicht erwähnt habe. Zur diesbezüglichen Verletzung der Anzeigepflicht ist später einzugehen (Erw. 4.5). 4.2 Des Weiteren hat der Versicherer in jenem Schreiben vom 17. April 2003 aber auch ausdrücklich bemängelt, dass die Fraktur des Steissbeines anlässlich eines Treppensturzes - unter deren Folgen die Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt der Gesundheitserklärung nachweislich gelitten hat (dazu Erw. 4.1) - und eine Schmerzausstrahlung von den Ellbogen nicht deklariert worden sei. Damit sind offensichtlich die Frage "Bestehen bei Ihnen Folgen einer Krankheit oder eines Unfalls (Ziff. 2)" und die Anschlussfrage, "unter welcher Krankheit oder welchem Unfall" die Versicherte gelitten habe oder noch leide, falsch bzw. unvollständig beantwortet worden. Indem der Versicherer darauf hingewiesen hat, dass die Versicherte auch auf konkrete Frage hin verschiedene Leiden verschwiegen hat, ist sein Rücktrittsschreiben als genügend begründet zu qualifizieren.