Citation: 1C_363/2022 E. A

Deutschland ersuchte mit Ausschreibung im Schengener Informationssystem (SIS) vom 27. Juli 2020 um Fahndung und Festnahme des deutschen Staatsangehörigen A.________ zwecks Auslieferung. Der Gesuchte wurde am 4. Februar 2022 in der Schweiz angehalten und gestützt auf eine Haftanordnung des Bundesamtes für Justiz (BJ) in provisorische Auslieferungshaft versetzt. Mit Schreiben vom 16. Februar 2022 ersuchte Deutschland die Schweiz um seine Auslieferung im Hinblick auf die Vollstreckung einer Reststrafe von 326 Tagen. Diese Reststrafe stützt sich auf ein Strafurteil des Amtsgerichts Altötting vom 20. August 2014 und ein zweites des Amtsgerichts Eggenfelden vom 23. Oktober 2014 sowie auf den Beschluss des Amtsgerichts Altötting vom 21. September 2017, womit eine Gesamtfreiheitsstrafe von 2 Jahren und 5 Monaten festgelegt wurde. Am 29. März 2022 verfügte das BJ die Auslieferung von A.________ an Deutschland für die unter Ziff. 4.1.2-4.1.9 aufgeführten Straftaten, die dem Auslieferungsersuchen vom 16. Februar 2022 zugrunde liegen. Für die unter Ziff. 4.1.1 geschilderten Handlungen lehnte das BJ die Auslieferung ab. Am 12. April 2022 hob das BJ die provisorische Auslieferungshaft auf, nachdem A.________ eine Vereinbarung betreffend Ersatzmassnahmen unterzeichnet hatte. A.________ erhob gegen den Auslieferungsentscheid Beschwerde ans Bundesstrafgericht. Mit Entscheid vom 2. Juni 2022 wies dieses das Rechtsmittel ab.