Citation: 1A.250/2006 18.06.2007 E. 5

Die Beschwerdeführerin 1 macht geltend, das Vermögen auf dem gesperrten Konto diene der Finanzierung der Ausbildung und Lebenshaltung einer dritten Person, nämlich der (nicht beschwerdebefugten) Beschwerdeführerin 3, welche in London lebe. Diese benötige monatlich ca. CHF 14'500.--. Damit legt die Beschwerdeführerin 1 keinen eigenen drohenden und nicht wieder gutzumachenden Nachteil dar. Darüber hinaus macht die (im Fürstentum Liechtenstein domizilierte) Beschwerdeführerin 1 auch nicht geltend und glaubhaft, dass es sich bei dem gesperrten Konto in der Schweiz um die einzigen Vermögenswerte handeln würde, die zur Finanzierung der Ausbildung und Lebenshaltung der in London lebenden Tochter des Angeschuldigten herangezogen werden könnten. Laut Ersuchen soll der angeschuldigte ehemalige Staatspräsident ca. USD 15,5 Mio. veruntreut und auf ausländische Konten transferiert haben. Nur ein kleiner Teil des mutmasslichen Deliktserlöses (nämlich ca. USD 338'000.--) sei in die Schweiz geflossen. Im Übrigen weist die BA darauf hin, dass laut Kontenunterlagen keine Anhaltspunkte dafür bestünden, dass das fragliche Konto bisher der Finanzierung von Ausbildungs- und Lebenshaltungskosten in London gedient hätte. Es seien vor allem Zahlungsaufträge für Wertschriftenkäufe und Festgeldanlagen erfolgt. Wie die BA ausserdem darlegt, stünde der Beschwerdeführerin 1 ferner "die Möglichkeit offen, begründete Teil-Deblockierungsgesuche einzureichen, sofern tatsächlich konkrete Zahlungsverpflichtungen vom gesperrten Konto zu begleichen wären".