Citation: 1P.642/2002 24.01.2003 E. 3

Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde der E.________ AG gutzuheissen und der Entscheid der Präsidentin des Verfahrensgerichts in Strafsachen des Kantons Basel-Landschaft vom 15. Oktober 2002 aufzuheben ist. Somit erübrigt sich die Prüfung der weiteren Vorbringen zur willkürlichen Sachverhaltsfeststellung bezüglich der Frage der Verfahrens- und Parteikosten vor den Gerichten in Luxemburg. Immerhin sei erwähnt, dass auch hier fraglich ist, ob die Begründung des angefochtenen Entscheids, es werde nicht ersichtlich, welches der Gegenstand des Rechtsstreites ist und ob eine anwaltliche Vertretung notwendig sei, vor der Verfassung standhält. Im Rahmen der Prüfung des Herausgabebegehrens werden die kantonalen Instanzen sich die Frage stellen müssen, ob es nicht genügt, wenn ihnen bekannt ist, dass es um zivilrechtliche oder betreibungsrechtliche Streitigkeiten geht. Dies ist dann der Fall, wenn für alle derartigen Streitigkeiten vor luxemburgischen Gerichten die anwaltliche Vertretung zwingend ist. Sollte die Beschwerdeführerin nach Ansicht der kantonalen Instanzen trotz Anwaltszwang ihr Millionenguthaben bei der Bank D.________ in Luxembourg nicht verteidigen dürfen, wären dazu nähere Ausführungen unerlässlich.