Citation: 1C_217/2023 E. 3.1

3.1. Die Beschwerdeführerinnen rügen eine Verletzung ihrer verfassungsrechtlich garantierten Autonomie als Planfestsetzungsbehörden. Bei der Projektierung eines Fusswegs verfügten die erstinstanzlichen Planungsbehörden über einen beachtlichen Ermessensspielraum. In diesen greife der angefochtene Entscheid in unzulässiger Weise ein. Auch richtplanerische Interessen seien tangiert, da der Fussweg durch das Bünisbachtobel in den jeweiligen kommunalen Richtplänen festgesetzt sei. Es bestehe ein gewichtiges öffentliches Interesse an der Realisierung des Fusswegs, der in erster Linie den naherholungssuchenden Bewohnerinnen und Bewohnern beider Gemeinden ein attraktives Naturerlebnis bieten solle. Die Beschwerdeführerinnen rügen in diesem Zusammenhang eine offensichtlich unrichtige bzw. rechtsverletzende Sachverhaltsfeststellung. Die Vorinstanz habe den geplanten Fussweg im Wesentlichen einzig wegen der Sichtung eines balzenden Baumfalkenpaares im Frühjahr 2018 bei der Bünishoferstrasse aufgehoben, ohne die (aktuelle) Präsenz eines solchen Brutstandorts fachkundig verifizieren zu lassen. Bei einer im Auftrag der Beschwerdeführerinnen durchgeführten neuen Begehung am 9. Mai 2023 durch B.________ (Quadra GmbH) habe kein brütendes Baumfalkenpaar im fraglichen Waldgebiet festgestellt werden können. Zudem habe das Verwaltungsgericht zu Unrecht nicht berücksichtigt, dass der fragliche Waldbereich schon bisher erheblichen Störungen ausgesetzt sei. Die Beschwerdeführerinnen beantragen die Durchführung eines bundesgerichtlichen Augenscheins und die Befragung von B.________ (Quadra GmbH) als Auskunftsperson.