Citation: 6B_1149/2020 E. 2.3.4

2.3.4. 2.3.4.1. Diese Beweiswürdigung vermag der Beschwerdeführer nicht als willkürlich auszuweisen. Die Vorinstanz würdigt die Beweismittel sorgfältig und begründet unter Einbezug der relevanten Aspekte nachvollziehbar den von ihr als erstellt erachteten Sachverhalt. Der Beschwerdeführer legt zwar in zahlreichen Punkten unter Bezugnahme auf diese Begründung dar, warum die Sachverhaltsfeststellung ungenügend sein soll, zeigt aber im Einzelnen nicht auf, weshalb der vorinstanzliche Schluss auf eine von ihm zu verantwortende Erpressung und Nötigung wegen der kritisierten Unzulänglichkeiten insgesamt geradezu unhaltbar und damit willkürlich wäre. 2.3.4.2. Dies gilt zunächst für diverse seiner Vorbringen, mit denen er losgelöst von der vorinstanzlichen Würdigung der zentralen Beweise, d.h. der Erkenntnisse aus den Überwachungsmassnahmen und der Angaben von E.________, einzelne Elemente kritisiert. Namentlich gilt dies für seine Rügen, die Vorinstanz habe nicht dargelegt, weshalb ein an der erstinstanzlichen Hauptverhandlung präsentiertes Schreiben von C.________ vom 15. April 2019 ohne jeden Beweiswert sein soll, die Vorinstanz habe Aussagen von ihm und von C.________ ohne weitere Begründung unbeachtet gelassen, sie habe nicht berücksichtigt, dass keine der befragten Personen je einen wie auch immer gearteten Auftrag von ihm (dem Beschwerdeführer) bestätigt habe, und sie habe nicht bedacht, dass an ihn schon vor dem Treffen vom 17. Januar 2015 eine Nachfrage seitens C.________ betreffend Aussagenberichtigung gerichtet worden sei und dass aus den von Letzterem geäusserten Bedenken am Erfolg eines Rückzugsschreibens nicht auf einen fehlenden eigenen Willen zur Aussagenberichtigung geschlossen werden könne. Weshalb diese Umstände bzw. angeblichen Mängel zur Folge haben müssten, dass den einschlägigen Beweismitteln nicht das ihnen beigemessene Gewicht zukommen dürfte und der vorinstanzliche Schluss auf ein vom Beschwerdeführer initiiertes und geleitetes Vorgehen geradezu willkürlich erschiene, geht aus der Beschwerde nicht nachvollziehbar hervor. Es genügt wie erwähnt nicht, eine auf mehreren Indizien und Beweisen beruhende Beweiswürdigung in einzelnen Punkten als willkürlich zu kritisieren, ohne darzutun, weshalb sie als Gesamtes unhaltbar wäre (vgl. E. 2.3.2.1 f. oben). Die vom Beschwerdeführer im Sinne eines Fazit getroffene Behauptung, die Indizienkette sei mehrfach unterbrochen, vermag eine solche Begründung nicht zu ersetzen. Der betreffenden (Einzel-) Kritik des Beschwerdeführers an der Sachverhaltsfeststellung kann bereits aus diesem Grund nicht gefolgt werden. 2.3.4.3. Die Sachverhaltsrügen des Beschwerdeführers vermögen aber auch insoweit nicht durchzudringen, als sich diese konkret auf die von der Vorinstanz als massgeblich erachteten Beweismittel beziehen und sich die Relevanz für die Beweiswürdigung daher zumindest implizit ergibt: 2.3.4.4. So vermag die Rüge, die Glaubwürdigkeit von E.________ und die Glaubhaftigkeit seiner Aussagen seien nicht geprüft und die Hintergründe sowie das Zustandekommen seiner Angaben seien ungeklärt gelassen worden, obwohl diverse Umstände Zweifel an der Richtigkeit seiner Schilderungen weckten, nicht zu verfangen. Zum einen ist zu bemerken, dass der Beschwerdeführer nach der unbeanstandeten und gemäss Art. 105 Abs. 1 BGG deshalb verbindlichen Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz das Treffen vom 17. Januar 2015 als solches nicht bestritt und die Vorinstanz jedenfalls insoweit keinen besonderen Anlass hatte, Angaben von E.________ vertieft zu hinterfragen, die sich auf das Treffen als solches beziehen. Zum anderen ist festzuhalten, dass die Vorinstanz die Angaben von E.________ zum Gegenstand des Treffens den Schilderungen des Beschwerdeführers anlässlich seines Telefonats mit I.________ vom 20. Januar 2015 gegenüberstellt und insoweit durch Vergleich mit einem anderen (objektiven) Beweismittel den Beweiswert der Angaben von E.________ prüft (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.3.4 insbesondere S. 20). Die Vorinstanz berücksichtigt im Zusammenhang mit den Aussagen von E.________, wonach er im Auftrag eines Hintermanns gehandelt habe, ausserdem dessen späteren gegenteiligen Aussagen, in denen er von einem eigenmächtigen Handeln spricht, und legt dar, weshalb sie diesen späteren Aussagen nicht folgt, nämlich wegen der Widersprüchlichkeit zu den ersten Aussagen und der Hinweise auf bei E.________ aufgekommene Angst vor Repressalien, die zur plötzlichen Aussageänderung geführt habe. Die These eines eigenmächtigen Handelns verwirft die Vorinstanz überdies mit dem Hinweis auf die dann keinen Sinn ergebende Befehlskette zwischen den involvierten Personen (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.3.5 S. 21 und E. 3.3.4 S. 20 in fine, sowie E. 2.3.3.2 oben). Die Vorinstanz würdigt und hinterfragt folglich ebenfalls insoweit die Aussagen von E.________. Wenn auch sie konkrete Aussagen zu dessen Glaubwürdigkeit und zur Glaubhaftigkeit seiner Aussagen nicht trifft, so kann ihr nicht vorgeworfen werden, seine Aussagen unsorgfältig oder nur pauschal miteinbezogen zu haben. Vielmehr prüft sie deren Beweiswert hinreichend. Inwiefern die vom Beschwerdeführer angeführten, nach seinem Dafürhalten Zweifel an den Aussagen von E.________ schürenden Umstände die vorinstanzliche Beweiswürdigung als unhaltbar erscheinen liessen, ist nicht ersichtlich. Die Rüge, die erste Einvernahme von E.________ sei unrichtig protokolliert worden und ihr sei folglich auch wegen dieses formellen Fehlers ein falsches Gewicht in der Beweiswürdigung zugekommen, erhebt der Beschwerdeführer alsdann soweit ersichtlich erstmals vor Bundesgericht. Er legt weder dar noch ist erkennbar, weshalb er diesen Einwand - gleich wie seine diesbezügliche Unverwertbarkeitsrüge - nicht schon im kantonalen Verfahren hätte vorbringen können. Darauf ist nicht einzutreten (vgl. E. 2.2.3.2 f. oben). 2.3.4.5. Soweit der Beschwerdeführer beanstandet, die Vorinstanz habe den Beweiswert der abgehörten Telefongespräche nicht hinreichend begründet und insbesondere im Zusammenhang mit den Telefongesprächen zwischen F.________ und C.________ die Glaubwürdigkeit von F.________ sowie die Glaubhaftigkeit dessen Aussagen keiner näheren Prüfung unterzogen, ist anzumerken, dass es sich bei den entsprechenden Tonaufzeichnungen um objektiv feststehende Beweise handelt. Eine Würdigung der Glaubwürdigkeit der sprechenden Person und der Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen ist daher nicht gleich wie bei Aussagen in einer Einvernahme erforderlich, sondern die Überzeugungskraft der Beweise ist (in anderer Weise) frei unter Beachtung der relevanten Umstände zu beurteilen. Dem kommt die Vorinstanz ausreichend nach, indem sie die fraglichen Telefongespräche in den Gesamtkontext der übrigen Beweismittel setzt. 2.3.4.6. Nicht zu überzeugen vermag die Kritik des Beschwerdeführers im Weiteren, wenn er sinngemäss vorbringt, es ergebe sich kein Zusammenhang zwischen der von C.________ geschilderten Angst einerseits und den konkreten Forderungen sowie seiner Person andererseits, und für diesen Befund einzig das Telefongespräch zwischen F.________ und C.________ vom 31. Januar 2015 und die von E.________ versandten Droh-SMS berücksichtigt. Dazu, dass sich ein entsprechender Zusammenhang unmittelbar aufgrund seiner eigenen aufgezeichneten Äusserungen im Telefonat mit I.________ vom 20. Januar 2015 ergibt, namentlich der von der Vorinstanz zitierten Aussagen, "Er habe dies [die 'Einfahraktion'] machen müssen [...]" und "Ich habe C.________ drei Optionen gegeben. Den Schaden zu zahlen, auf den Mond zu fliegen oder sich eine Kugel zu geben." (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.3.4 S. 19), äussert sich der Beschwerdeführer nicht bzw. nur insoweit, als er in appellatorischer Weise und ohne weitere Begründung seinen bereits im Berufungsverfahren vertretenen Standpunkt wiederholt, die zitierten Schilderungen würden nicht der Wahrheit entsprechen. 2.3.4.7. Dass sich die Vorinstanz mit dem betreffenden Standpunkt des Beschwerdeführers, wonach seine Schilderungen im Telefonat vom 20. Januar 2015 nicht der Wahrheit entsprächen, nicht auseinandergesetzt habe, wie der Beschwerdeführer bemängelt, trifft ausserdem nicht zu. Die Vorinstanz geht auf diese Argumentation des Beschwerdeführers ein. Sie führt aus, soweit er an der Berufungsverhandlung geltend mache, dass er das fragliche Telefonat mit I.________ in einer "emotionalen Ausnahmesituation" geführt habe und damit möglicherweise habe Eindruck bei Letzterem erwecken wollen, seien seine Ausführungen nicht nachvollziehbar. Einerseits habe der Beschwerdeführer in jenem Telefonat sehr sachlich über weitere Punkte sprechen können und andererseits wäre es ein zu grosser Zufall, dass die "Einfahraktion" wie vom Beschwerdeführer geschildert abgelaufen sei, obwohl er nach seiner Darstellung nichts Konkretes darüber "über die Gasse" gehört habe (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.3.4 S. 19 letzter Absatz). Eine willkürliche Beweiswürdigung oder gar Verletzung des Gehörsanspruchs des Beschwerdeführers kann insoweit nicht ausgemacht werden. 2.3.4.8. Hinsichtlich der Kritik des Beschwerdeführers an den Feststellungen zu den Geldzahlungen bleibt schliesslich Folgendes festzuhalten: Der Beschwerdeführer macht unter Hinweis auf die Aussagen von C.________ an der Berufungsverhandlung geltend, es sei nicht willkürfrei erstellt, dass C.________ den insgesamt abgehobenen Betrag von Fr. 90'000.-- F.________ übergeben und Letzterer das Geld tatsächlich in den Machtbereich von ihm (dem Beschwerdeführer) gebracht habe. C.________ bejahte an der Berufungsverhandlung indes - wie der Beschwerdeführer selber in seiner Beschwerde konstatiert - die Übergabe jedenfalls des Teilbetrags von Fr. 20'000.-- an F.________ am 30. Januar 2015; einzig die Übergabe des Restbetrags von Fr. 70'000.-- bestritt er (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.3.6.2 S. 23 in fine). Weshalb die Vorinstanz nicht hätte annehmen dürfen, auch letzterer Betrag sei F.________ zur Überbringung in die Bar J.________ übertragen worden, zeigt der Beschwerdeführer nicht näher auf und ist nicht ersichtlich. Die Vorinstanz legt hinsichtlich beider Summen anhand der Bankbelege und Erkenntnisse aus den Überwachungsmassnahmen überzeugend dar, dass C.________ die Gelder an F.________ übergeben hat zwecks Verbringung in die Bar J.________. Deshalb und nachdem C.________ an der Berufungsverhandlung nicht angeben konnte, wofür er die abgehobene Geldsumme von Fr. 70'000.--, wenn nicht für die Übergabe an F.________, verwendet hätte, ist der Vorinstanz keine Willkür vorzuwerfen, wenn sie die abweichenden Ausführungen von C.________ an der Berufungsverhandlung als unglaubhaft taxiert bzw. diese als Versuch bewertet, niemanden zu belasten (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.3.6.2 S. 21 ff., insbesondere S. 23 in fine; vgl. auch E. 2.3.3.3 oben). Dass beide Teilbeträge in der Folge via F.________ den Weg in die Bar J.________ genommen haben, kritisiert der Beschwerdeführer ferner nicht eigenständig und wird von der Vorinstanz ebenfalls nachvollziehbar begründet. Der vom Beschwerdeführer gerügte Umstand, die Vorinstanz lasse offen, ob die Geldbeträge tatsächlich in der Bar J.________ abgegeben wurden, ist für die Tatbestandsverwirklichung im Übrigen nicht relevant (vgl. E. 2.4.3.1 unten). Darauf und auf seine Vermutung, F.________ könnte sich selber an den Geldern bereichert haben, ist nicht weiter einzugehen.