Citation: 6B_210/2022 E. 1.3.1

1.3.1. Im Einzelnen kritisiert der Beschwerdeführer die vorinstanzliche Feststellung, betreffend der vaginalen Untersuchung seien keine weiteren Erklärungen erfolgt, sei willkürlich. Diese Vorbringen des Beschwerdeführers sind unbegründet, sofern darauf überhaupt eingetreten werden kann. Grösstenteils gehen seine Ausführungen an der Sache vorbei. Dies ist etwa der Fall, wenn er geltend macht, es sei willkürlich anzunehmen, es habe bezüglich der Untersuchungen keine Aufklärung stattgefunden, zumal die Beschwerdegegnerin 2 selbst ausgesagt habe, das mit ihm geführte Vorgespräch habe rund 30 Minuten gedauert. Aus der Dauer eines Gesprächs lässt sich nichts über dessen Inhalt ableiten. Ebenso unbehelflich ist es, wenn der Beschwerdeführer aus dem Umstand, dass die Beschwerdegegnerin 2 oft ärztliche Beratung in Anspruch genommen hatte, darauf schliessen will, dass sie deshalb bei der Konsultation vom 1. Oktober 2019 nicht von einer kurzen Konsultation ausging. Es ist unbestritten, dass sie an diesem Tag das Ärztezentrum aufsuchte, weil sie wegen Erkältungssymptomen ein ärztliches Arbeitsunfähigkeitszeugnis brauchte. Im Weiteren kann dem Beschwerdeführer nicht gefolgt werden, wenn er behauptet, bereits gestützt auf den Verlaufseintrag sei davon auszugehen, dass auch die Untersuchung im Vaginalbereich anlässlich des Vorgesprächs ausführlich besprochen worden sei. Der Beschwerdeführer stellt nicht in Abrede, dass im Verlaufseintrag weder die vaginale Untersuchung - im Gegensatz zur digital-rektalen Untersuchung - noch eine entsprechende Aufklärung darüber dokumentiert sind (Urteil S. 15 f. E. 3.2; erstinstanzliches Urteil S. 11 f. E. 4.2.4 f.; kantonale Akten act. 7/6). Im Übrigen ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz erwägt, es sei wenig wahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer die vaginale Untersuchung aus Versehen nicht im Verlaufseintrag erwähnt habe. Eine Untersuchung im Intimbereich sei heikel und in Anbetracht der im Verlaufseintrag erwähnten Symptome der Beschwerdegegnerin 2 sowie des Umstands, dass für die Folgewoche eine gynäkologische Untersuchung geplant gewesen sei, sei sie zumindest erklärungsbedürftig (Urteil S. 15 f. E. 3.2), weshalb eine entsprechende Erwähnung als unverzichtbar erscheint.