Citation: 5A_86/2019 E. 3.2.2

3.2.2. Im Zuge der SchKG-Änderung von 2013 wurde nicht nur das Nachlassverfahren neu geregelt, sondern eine Reihe weiterer Gegenstände geordnet oder geändert, wie die sachlich zusammenhängenden Verfahren (Art. 4a SchKG), die Betreibungsferien (Art. 56 SchKG), die Konkurseröffnung (Art. 174, Art. 192 SchKG), die Dauerschuldverhältnisse (Art. 211a SchKG), das Anfechtungsrecht (Art. 285 ff. SchKG) sowie die Privilegienordnung der Gläubiger (Art. 219 SchKG). Mit der letzterwähnten Änderung wurde lit. e von Art. 219 Abs. 4 Zweite Klasse SchKG gestrichen und damit die Privilegierung von Steuerforderungen aus dem Mehrwertsteuergesetz aufgehoben. Das Bundesgesetz vom 21. Juni 2013 enthält indes nur eine - erwähnte - Übergangsbestimmung betreffend das "Nachlassverfahren", ohne die anderen geänderten Gegenstände wie u.a. im Konkursrecht zu erwähnen. Darauf ist mit Bezug auf die geänderte konkursrechtliche Privilegienordnung - im Folgenden - einzugehen.