Citation: 2C_848/2022 E. 7.3

7.3. Im von der Beschwerdeführerin verantworteten Leistungsverzeichnis sind mehrere Kategorien von technischen Spezifikationen vorgesehen. Zum einen sieht das Leistungsverzeichnis "Kann"-Kriterien vor, die nach Möglichkeit anzubieten sind. Zum anderen sind zwingende und nicht-zwingende "Muss"-Kriterien vorgesehen. Als (einziges) zwingendes "Muss"-Kriterium ist festgelegt, dass das Gesamtsystem der Strassenreinigungsmaschine ausschliesslich elektrisch betrieben werden muss. Die weiteren - mithin auch die vorliegend umstrittenen - technischen Spezifikationen sind demgegenüber als nicht-zwingende "Muss"-Kriterien ausgestaltet. Bei ihnen - so das Leistungsverzeichnis der Beschwerdeführerin - " (...) führen Abweichungen vom technischen Beschrieb noch nicht zu einem Ausschluss aus dem Vergabeverfahren, solange die verlangte Funktionalität dadurch nicht eingeschränkt ist. Bei Abweichungen, die zu einer wesentlichen Einschränkung der verlangten Funktionalität führen, wird das Angebot vom Vergabeverfahren ausgeschlossen." (Art. 105 Abs. 2 BGG). Alle drei vor Bundesgericht umstrittenen technischen Anforderungen sind in diesem Sinn als nicht-zwingende "Muss"-Kriterien definiert. Die Beschwerdeführerin selber hat diesbezüglich im Leistungsverzeichnis den Nachweis der funktionalen Gleichwertigkeit zugelassen. Sie ist wegen des Transparenzgebots verpflichtet, sich an diese Rahmenbedingungen zu halten (vgl. vorne E. 5.3; auch ETIENNE POLTIER, Droit des marchés publics, 2. Aufl. 2023, S. 237 und 239, Rz. 482, 488). Zu beurteilen ist somit nur noch, ob die Vorinstanz bei den drei strittigen technischen Spezifikationen in willkürlicher Weise von einer nicht wesentlich eingeschränkten Funktionalität ausgegangen ist.