Citation: 8C_343/2024 E. 4.2

4.2. Dementsprechend lässt sich damit keine wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit der Verneinung der Rente begründen, die geeignet wäre, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. E. 2.4 vorne). Die gegenteilige Annahme durch die Vorinstanz verletzt Bundesrecht. Anders als der Beschwerdegegner anzunehmen scheint, bestand ferner das Large-Vestibular-Aquaeduct-Syndrom (LVAS) bereits zu Beginn der Schwindelproblematik im Jahr 2007, wie die Gutachter im Spital B.________ ausführten, auch wenn es erst im Jahr 2013 mittels eines weiteren bildgebenden Verfahrens diagnostiziert wurde. Die HNO-Gutachter des Spitals B.________ liessen offen, ob die Diagnosenennung sechs Jahre nach Auftreten der Symptomatik einen Einfluss auf das subjektive Gesundheitsempfinden des Beschwerdegegners habe. Damit übereinstimmend hielten die asim-Gutachter fest, die Anomalie des erweiterten Aquaeductus vestibuli sei seit 2013 vordokumentiert, bzw. gemäss Aktenkonsil bereits im MRT von 2007 ersichtlich und habe zur linksseitigen Ertaubung geführt. Die qualitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bezog sich denn auch auf diesen Befund. Eine neuanmeldungsrechtlich relevante Veränderung des Gesundheitszustands lässt sich hieraus jedenfalls nicht ableiten.