Citation: U 199/04 14.07.2005 E. 10

Es verbleibt die Frage der unentgeltlichen Verbeiständung. SUVA und Vorinstanz haben sie mit der Begründung der Aussichtslosigkeit von Einsprache und vorinstanzlicher Beschwerde verneint. Von Aussichtslosigkeit kann indessen nicht gesprochen werden. Dies gilt zumal für das vorinstanzliche Verfahren, wurde doch ein zweifacher Schriftenwechsel durchgeführt und das Verfahren auf die Frage der Unfallkausalität des psychischen Leidens ausgedehnt. Die Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Verbeiständung sind für Einspracheverfahren und kantonales Beschwerdeverfahren grundsätzlich die gleichen. Allerdings gelten gemäss Rechtsprechung zu alt Art. 105 Abs. 1 UVG im Einspracheverfahren höhere Anforderungen, insbesondere in sachlicher und zeitlicher Hinsicht (BGE 125 V 34 Erw. 2 mit Hinweis auf BGE 117 V 409 Erw. 5b und BGE 114 V 235 Erw. 5b), welche auch im Rahmen von Art. 37 Abs. 4 ATSG zu beachten sind (Urteil O. vom 20. April 2005 Erw. 7.1, I 507/04, mit Hinweisen). SUVA und Vorinstanz werden daher die jeweiligen übrigen Voraussetzungen noch zu prüfen haben.