Citation: 6B_355/2022 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz stellt fest, dass sich B.A.________ am 3. Juni 2018 bei der kantonalen Notrufzentrale gemeldet und um Hilfe gebeten habe, weil der Beschwerdeführer sie umbringen wolle. Sie habe sich im Bad einschliessen können, befürchte jedoch, dass er wieder ins Haus zurückkehren werde. Die ausgerückten Polizeibeamten hätten Beschädigungen an der Badezimmertüre sowie verschiedene zerschlagene Bilderrahmen und zerrissene Familienfotos im Haus gefunden. Dabei sei die auf dem Anrufbeantworter hinterlassene Nachricht des Beschwerdeführers entdeckt worden. B.A.________ habe glaubhaft ausgesagt, sie habe am Morgen des 3. Juni 2018 ihr Handy ausgeschaltet, da ihr der Beschwerdeführer so viele Nachrichten geschrieben habe. Er habe sie via Festnetztelefon angerufen und sie aufgefordert, ihr Handy einzuschalten und die Nachrichten abzurufen. Er habe anschliessend mehrfach versucht, sie auf dem Festnetz anzurufen. Diese Anrufe habe sie nicht mehr entgegen genommen. Erst der Polizeibeamtin sei die vom Beschwerdeführer hinterlassene Sprachnachricht aufgefallen, welche sie zusammen abgehört hätten. B.A.________ habe ferner geschildert, dass sich im gemeinsamen Wohnhaus ein Büro befinde, das sie mit dem Beschwerdeführer gemeinsam benutzt hätte. Sie habe dort etwa ihre Zahlungen ausgeführt. Es sei Bestandteil des Hauses, das ihnen als Familienwohnsitz gedient habe. Weder seien dort Klienten gewesen noch deren Anrufe eingegangen. Der Beschwerdeführer habe seine Anwaltskanzlei in Vaduz geführt. Die "Hauptstation" des Telefonbeantworters habe sich im Wohnzimmer befunden. Im Haus habe es Inseltelefone gegeben, die miteinander verbunden gewesen und über den denselben Anrufbeantworter gelaufen seien. Gestützt auf die Aussagen von B.A.________ sowie den Rapport der Kantonspolizei St. Gallen zur Intervention im häuslichen Bereich vom 3. Juni 2018 gelangt die Vorinstanz zum Schluss, dass die Behauptung des Beschwerdeführers, die Sprachnachricht sei nicht auf dem Anrufbeantworter des Haustelefons, sondern nur auf dem separaten Anrufbeantworter seiner Anwaltskanzlei aufgezeichnet worden, nicht zutreffend sei. B.A.________ habe der Aufforderung des Beschwerdeführers, ihr Mobiltelefon einzuschalten und seine hinterlassenen Nachrichten abzurufen, keine Folge geleistet. Daraufhin habe er sie mehrfach auf dem Festnetzanschluss angerufen und habe schliesslich die besagte Sprachnachricht hinterlassen. Der Beschwerdeführer habe in Übereinstimmung mit den Aussagen von B.A.________ selbst angegeben, dass er versucht habe, sie am 3. Juni 2018 gegen 8.30 oder 8.40 Uhr telefonisch zu erreichen. Da sie gesehen habe, dass er der Anrufer sei, habe sie das Telefon nicht abgenommen. Die Sprachnachricht sei demnach offensichtlich für B.A.________ bestimmt. Es sei somit eine Schutzbehauptung, wenn der Beschwerdeführer geltend mache, diese Nachricht auf dem Anrufbeantworter seiner Anwaltskanzlei hinterlassen zu haben. Den Akten seien denn auch keinerlei Anhaltspunkte zu entnehmen, welche die Version des Beschwerdeführers auch nur im Ansatz stützen würden.