Citation: 4C.47/2004 09.12.2004 E. 2

Nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz wäre der Schaden der Klägerin aufgrund ihrer ohne Abwarten einer allfälligen Negativmeldung seitens der Beklagten getätigten Zahlungen auch bei hypothetischer Vornahme der (angeblich) pflichtwidrig unterlassenen Handlung der Beklagten eingetreten. Mangels natürlicher Kausalität verneinte die Vorinstanz eine Haftung der Beklagten aus unerlaubter Handlung. 2.1 Die Klägerin bringt vor, die Vorinstanz habe zu Unrecht den natürlichen Kausalzusammenhang verneint. Damit ist sie nicht zu hören. Denn ob ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen dem geltend gemachten Schaden und dem haftungsbegründenden Verhalten gegeben sei, ist eine Tatfrage, an die das Bundesgericht - von hier nicht gegebenen Ausnahmen abgesehen - gebunden ist (BGE 128 III 22 E. 2d, mit Hinweisen). Dies gilt auch für den hypothetischen Kausalzusammenhang, sofern die entsprechende Schlussfolgerung auf dem Weg der Beweiswürdigung aus konkreten Anhaltspunkten getroffen wurde und nicht ausschliesslich auf allgemeiner Lebenserfahrung beruht (BGE 127 III 453 E. 5d, mit Hinweisen). Diese Voraussetzung ist im vorliegenden Fall erfüllt. Die Vorinstanz schloss nicht allein gestützt auf die Lebenserfahrung, der Schaden wäre auch bei Vornahme der Meldung bezüglich des fehlenden Versicherungsschutzes durch die Beklagte nicht verhindert worden. Sie zog diesen Schluss vielmehr auch aus konkreten Anhaltspunkten, namentlich dem von der Klägerin geschilderten Ablauf der Leasinggeschäfte (oben E. 1.5); ausserdem berücksichtigte sie, dass die Klägerin sogar nach einer Meldung der Beklagten im Dezember 2000, wonach nur vier bis fünf Fahrzeuge bei ihr versichert waren (d.h. für über 180 Fahrzeuge kein Versicherungsschutz bestand), keine Abklärungen tätigte; vielmehr schloss die Klägerin weitere 35 Leasingverträge ab und nahm solche Abklärungen erst vor, als bei ihr Zweifel an der Echtheit der von C.________ für einen weiteren Leasingvertrag vorgelegten Dokumente aufkamen. 2.2 Steht fest, dass - wie hier - die natürliche Kausalität nicht gegeben ist, erübrigt sich die Prüfung der adäquaten Kausalität (Brehm, Berner Kommentar, N. 120 zu Art. 41 OR). Die von der Klägerin in diesem Zusammenhang vorgebrachten Rügen sind unbeachtlich.