Citation: 6B_1168/2020 E. 1.5.2

1.5.2. Soweit sich der Beschwerdeführer auf das zitierte Urteil 6B_571/2009 beruft, übt er lediglich unbeachtliche appellatorische Kritik. Die Vorinstanz hat sich mit diesem Einwand bereits auseinandergesetzt und festgehalten, die Erstinstanz habe nicht im Sinne eines Automatismus von der Haltereigenschaft auf die Täterschaft geschlossen, sondern die Haltereigenschaft lediglich als Indiz gewertet. Mit diesen Erwägungen setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander. Doch auch seine übrigen Vorbringen überzeugen nicht: Die Vorinstanz weist darauf hin, dass er zunächst keinerlei Angaben zu potenziellen Lenkern gemacht habe. Erst im Rahmen der Schlusseinvernahme habe er drei befreundete Personen genannt. Darüber hinaus habe er keine sachdienlichen Auskünfte gegeben bzw. geben wollen. Dieses Verhalten mute befremdlich an. Die von ihm genannten Personen hätten keine konkreten Angaben über die Nutzung des Fahrzeugs gemacht. Es wäre jedoch zu erwarten gewesen, dass sich zwischen vier potenziellen Lenkern ein modus vivendi in Bezug auf die Fahrzeugnutzung einstelle. Die Vorinstanz durfte dieses Aussageverhalten, ohne in Willkür zu verfallen, als unglaubhaft werten und deshalb - gestützt auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung (vgl. E. 1.5.1 hiervor) - in der Haltereigenschaft ein Indiz für die Täterschaft des Beschwerdeführers erblicken. Darin ist weder eine Verletzung der Unschuldsvermutung (vgl. E. 1.5.1 hiervor) noch des Grundsatzes "nemo tenetur" (vgl. Urteile 6B_843/2018 vom 8. Januar 2019 E. 1.4; 6B_439/2010 vom 29. Juni 2010 E. 5.4) zu erblicken.