Citation: 4A_154/2018 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin behauptet, für die Berechnung des Verzugsschadens wäre richtigerweise die Differenz zwischen Kaufpreis und 70 % des Marktpreises des Rohöls per 31. Dezember 2014 zu ermitteln gewesen, was nach ihrer Berechnung einen Verzugsschaden von USD 2'093'336.-- ergibt. Sie verkennt damit, wie sowohl die Vorinstanz als auch die Beschwerdegegnerin in ihren Stellungnahmen zutreffend darlegen, dass bei den von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Voraussetzungen für die Berechnung des Verzugsschadens auch bei Eintritt des Verzugs 70 % des Brent-Preises eingesetzt werden müssten, womit der vereinbarte Kaufpreis nicht mehr erreicht wird. In diesem Fall würde sich die Berechnung aus der Differenz von 70 % des Brent-Preises bei Verzugseintritt (USD 58.55 oder für 58'000 Barrel USD 3'395'900.--) und 70 % des Brent-Preises bei Verzugsende (USD 39.72 oder für 58'000 Barrel USD 2'303'760.--) ergeben. Die Differenz von USD 1'092'140.-- ist geringer als der von der Vorinstanz ermittelte Schaden aus Gläubigerverzug von USD 1'106'060.--. Die von der Beschwerdeführerin befürwortete Berechnungsweise des Schadenersatzes ist im Ergebnis für sie ungünstiger.