Citation: 8D_4/2014 E. 3.1

3.1. Die Personalrekurskommission ist der Auffassung der Volksschulgemeinde gefolgt. Das kantonale Gericht hat dies bestätigt. Es hat im Wesentlichen erwogen, zwar sei unbestritten, dass eine Lehrperson nicht nur für das Vorbereiten, Halten und Nachbereiten der Lektionen, sondern auch für damit zusammenhängende Aufgaben (Zeugnisse und Berichte schreiben, Material beschaffen, organisieren, planen, Elterngespräche führen, schulische Anlässe organisieren, etc.) besoldet werde. Diese Arbeiten seien im Lohn enthalten, welcher sich hier denn auch auf Fr. 141'282.70 belaufe. Es bestehe aber bezüglich der Regelung der Arbeitszeit ein wesentlicher Unterschied zwischen den Regelungen gemäss der Verordnung des Regierungsrates über die Rechtsstellung des Staatspersonals vom 9. Dezember 2003 (RB 177.112; nachfolgend: RSV SP) und der Verordnung des Regierungsrates über die Rechtsstellung der Lehrpersonen an den Volksschulen vom 25. Januar 2005 (RB 411.114; nachfolgend: RSV VS). Während beim - übrigen - Staatspersonal eine Jahresarbeitszeit (§ 65 f. RSV SP) und ein Ferienanspruch (§ 42 RSV SP) vorgesehen seien, lege die RSV VS für die Lehrpersonen weder das eine noch das andere fest. Ein Vollzeitpensum resp. die daraus resultierende Besoldung werde einzig nach der Anzahl der zu haltenden Lektionen definiert. Mangels einer geregelten Jahresarbeitszeit gebe es folgerichtig auch keine Überstunden/Überzeit im eigentlichen Sinne, die - wie der Beschwerdeführer fordere - während der Unterrichtszeit zu kompensieren wären. Mangels eines geregelten Ferienanspruchs bestehe auch keine Grundlage für die vom Beschwerdeführer behauptete Ermittlung der Lohnkürzung von 1/47 der Arbeitswoche auf der Grundlage von 47 Arbeits- und fünf Ferienwochen. Zu beachten sei in diesem Zusammenhang auch § 44 RSV VS (lautend: "Die Grundbesoldung deckt die Unterrichtstätigkeit im Rahmen des Pflichtpensums und die Aufgaben gemäss Berufsauftrag ab. Anspruch auf eine zusätzliche Entschädigung besteht nur, wo ein Auftrag erteilt wurde, welcher eine erhebliche Mehrbelastung mit sich bringt"). Das von der Grundbesoldung abgedeckte Stundenpensum werde somit ausserhalb der zu haltenden Lektionen weder definiert noch kontrolliert. Eine solche Regelung nehme in Kauf, dass einzelne Lehrkräfte tatsächlich mehr als andere arbeiteten - womit allerdings noch nichts zur Qualität der Arbeit gesagt sei - und dennoch die gleiche Besoldung erhielten. Sowohl der einzelnen Lehrperson als auch der Schulbehörde/-leitung werde dadurch viel Freiheit belassen, was auch im Interesse der Lehrkräfte sein dürfte. Eine Mehrentschädigung sei grundsätzlich nur möglich, wenn die Schule sich damit einverstanden erkläre. Aufgrund des bestehenden Systems liege es also letztlich in der Verantwortung der einzelnen Lehrperson, zum einen zu beurteilen, ob die in der RSV VS festgelegten Besoldungsansätze zu einer angemessenen Entschädigung für die von ihr geleistete Arbeit führten, und zum anderen, falls dies ihres Erachtens nicht zutreffe, die Schule zu informieren und entweder um eine Entlastung oder um eine zusätzliche Entschädigung zu ersuchen. Dieser Grundsatz müsse auch dann gelten, wenn die Besoldung wegen unbezahlten Urlaubs gemäss § 46 Abs. 3 RSV VS gekürzt werde.