Citation: 2C_581/2020 E. 2.3.2

2.3.2. Hinsichtlich der Betreuungsfähigkeit ihres Stiefgrossvaters führt die Beschwerdeführerin aus, dass es einerseits nicht zutreffend sei, wenn die Vorinstanz davon ausgehe, dass ein Kind in ihrem Alter weniger Betreuung als jüngere Kinder benötige. Andererseits habe die Vorinstanz verkannt, dass der Stiefgrossvater die dementsprechend notwendige Betreuung aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr leisten könne. Das Bundesgericht hat im Zusammenhang mit dem Familiennachzug bereits früher festgehalten, dass mit zunehmenden Alter der Kinder die gebotene Betreuungsintensität abnimmt (ausführlich dazu Urteil 2C_767/2015 vom 19. Februar 2016 E. 5.3.2 und 5.3.3). Bezüglich der Betreuungsfähigkeiten des Stiefgrossvaters ist auf die Mitwirkungspflicht der Beschwerdeführerin gemäss Art. 90 AuG zu verweisen, wonach es an der nachzugswilligen Person liegt, die entsprechenden Umstände nicht nur zu behaupten, sondern auch zu belegen (Urteil 2C_917/2019 vom 25. März 2020 E. 5.1.2 mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, inwiefern dieser aufgrund seiner körperlichen Beschwerden nicht mehr in der Lage sein sollte, für sie eine altersgerechte Betreuung sicherzustellen. Der in der Schweiz erstellte Arztbericht vom 13. November 2019 äussert sich dazu nicht, jedoch lässt sich aus der Reise in die Schweiz schliessen, dass der Stiefgrossvater (geb. 1959) zumindest über eine gewisse Mobilität verfügt.