Citation: 9C_108/2019 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführer bringen ferner vor, sie hätten während des IV-Abklärungsverfahrens aufgrund der der Beschwerdeführerin von den behandelnden Ärzten attestierten vollen Arbeitsunfähigkeit davon ausgehen dürfen, die Beschwerdeführerin sei vollständig arbeitsunfähig. Zu verlangen, die Beschwerdeführerin hätte in diesem Zeitraum Arbeitsbemühungen tätigen und ein Erwerbseinkommen erzielen müssen, sei unzumutbar und völlig absurd. Die Vorinstanz erwog hingegen, die Beschwerdeführerin wäre auch während des laufenden IV-Verfahrens gehalten gewesen, das ihr Zumutbare zu tun, um ihre Resterwerbsfähigkeit auszuschöpfen. Damit verweist das kantonale Gericht, auf die dem gesamten Sozialversicherungsrecht und somit bereits der IV-Verfügung vom 16. März 2016 zugrunde liegende Schadenminderungspflicht und die daraus abgeleitete Selbsteingliederungspflicht (Urteil 9C_848/2016 vom 12. Mai 2017 E. 4.5.2 mit Hinweis auf BGE 113 V 22 E. 4a S. 28). Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer besteht diese Schadenminderungspflicht nicht erst nach der gutachterlichen Feststellung der Arbeitsfähigkeit oder anders ausgedrückt: Ein ärztliches Arbeitsunfähigkeitszeugnis entbindet nicht davon (vgl. Urteile 9C_848/2016 vom 12. Mai 2017 E. 4.5.2, 8C_590/2007 vom 6. Oktober 2008 E. 7.7.2). Dies gilt im Fall der Beschwerdeführerin umso mehr, als entgegen ihrer Darstellung ihr nicht von sämtlichen Ärzten stets eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert worden ist (vgl. die Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes vom 7. Dezember 2012 sowie die Berichte des PD Dr. med. C.________ vom 26. April 2013, des Spitals D.________ vom 10. März 2014 und der RehaClinic E.________ vom 20. November 2014), weshalb ihr die IV-Stelle auch bereits am 11. Februar 2014 mitteilte, es sei eine polydisziplinäre Begutachtung erforderlich. Die Beschwerdeführer können somit mit diesem Argument die Vermutung eines freiwilligen Verzichts nicht widerlegen.