Citation: 6B_661/2020 E. 2.2

2.2. In der Sache erwägt die Vorinstanz, gemäss dem Gutachten von Dr. med. B.________ vom 24. Mai 2017 sei vorliegend nach wie vor von der Massnahmebedürftigkeit des Beschwerdeführers auszugehen. Hinsichtlich der Massnahmefähigkeit führt die Vorinstanz aus, zu Beginn der Massnahme seien die Massnahmeberichte noch positiv ausgefallen. Erst mit der Verlegung des Beschwerdeführers auf die offene Abteilung des Massnahmezentrums Uitikon im Mai 2019 und der Rückverlegung auf die geschlossene Abteilung im Juni 2019 habe sich der Verlauf zunehmend verschlechtert. Aufgrund der eher kurzen Zeitspanne, während der sich der Massnahmeverlauf verschlechtert habe, erscheine es fraglich, ob bereits von Massnahmeunfähigkeit ausgegangen werden müsse. Dies gelte insbesondere vor dem Hintergrund, dass der Beschwerdeführer bewusst versucht habe, mit seinem Verhalten den Abbruch der Massnahme zu erzwingen, was jedoch keinen Rechtsschutz verdiene. Bezüglich der Massnahmefähigkeit seien jedenfalls weitere Abklärungen erforderlich, weshalb ein Gutachten eingeholt worden sei. Schliesslich dränge sich auch bezüglich der Massnahmewilligkeit eine neue fachliche Begutachtung auf, zumal das Gutachten von Dr. med. B.________ bereits rund drei Jahre alt sei und die Risikoeinschätzung im Massnahmeschlussbericht einer vertieften Prüfung bedürfe. Insgesamt sei aufgrund der Akten davon auszugehen, dass die Unterbringung ihren Zweck bisher nicht erreicht habe und auch ihren erzieherischen bzw. therapeutischen Zweck noch nicht habe entfalten können. Dies habe zumindest bis zum Vorliegen des neuen Gutachtens zu gelten. Die Voraussetzungen für die Aufhebung der Massnahme gemäss Art. 19 JStG seien somit nicht gegeben. Die Vorinstanz weist die Beschwerde mit dieser Begründung ab. Hinsichtlich des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege und Vertretung erwägt sie, aufgrund der vorstehenden Erwägungen müsse die Beschwerde als aussichtslos bezeichnet werden. Entsprechend sei die unentgeltliche Rechtspflege bzw. Rechtsvertretung nicht zu gewähren.