Citation: 6B_1363/2019 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, seine Einsichts- und Steuerungsfähigkeit sei im Zeitpunkt der Tat vom 18. Februar 2014 vollständig aufgehoben gewesen, was durch die Privatgutachten von Prof. Dr. med. C.________ und Dr. med. D.________ sowie durch die von ihm eingeholten Einschätzungen von Dr. med. E.________ und Dr. med. F.________ bestätigt werde. Auch die amtliche Zweitgutachterin Dr. med. G.________ halte einen vollständigen Verlust der Einsichts- und Steuerungsfähigkeit für möglich. Die Vorinstanz stelle in Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" und des Willkürverbots auf das amtliche Erstgutachten von Prof. Dr. med. H.________ ab, obschon dieser in seiner Stellungnahme ausdrücklich bestätigt habe, dass die Meinungen der anderen Experten ebenfalls schlüssig und nachvollziehbar seien. Liege aus fachärztlicher Sicht eine Aufhebung der Einsichts- resp. Steuerungsfähigkeit vor, müsse das Gericht von der Schuldunfähigkeit im Sinne von Art. 19 Abs. 1 StGB ausgehen. Die Vorinstanz mache stattdessen eigene Mutmassungen und Feststellungen dazu, was sich in objektiver und subjektiver Hinsicht zum Tatzeitpunkt zugetragen habe. Damit greife sie in die Sachkompetenz der Experten ein und masse sie sich willkürlich medizinische Fachkompetenz an. Die Vorinstanz habe ihre eigene Meinung aus Fragmenten von Aspekten zweier Experten und eigener laienmedizinischer Einschätzung gebildet, womit sie in Willkür verfallen sei. Sie gehe gestützt auf die amtlichen Gutachten davon aus, es verbleibe ein Bemessungsspielraum, der forensisch-psychiatrisch nicht ausgefüllt werden könne, sondern eine juristisch-normative Entscheidung erfordere. Sie verkenne, dass der Grundsatz "in dubio pro reo" auch in diesem Kontext greife. Die Vorinstanz habe bei der Entscheidfindung verschiedene erstellte Fakten zu seinen Ungunsten willkürlich ausgeklammert. Bei objektiver Bewertung stünden zwei gleichwertige Varianten im Raum. Indem die Vorinstanz von der für ihn ungünstigeren Variante ausgehe, verletze sie Art. 9 BV. Der Beschwerdeführer rügt weiter eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör. Er beanstandet insoweit, eine nachvollziehbare Auseinandersetzung mit der Meinung der Zweitgutachterin und der Privatgutachter fehle im angefochtenen Entscheid. Die Vorinstanz habe es zudem unterlassen, im Rahmen ihrer juristisch-normativen Entscheidfindung nachvollziehbar und damit überprüfbar darzulegen, auf welche Kriterien sie konkret abstelle.