Citation: 6B_520/2020 E. A

B.________ wird vorgeworfen, er habe in Bezug auf verschiedene Gesellschaften, namentlich die Y.________ Immobilien AG und die G.________ Inter AG seine aus dem Gesellschaftsrecht fliessenden Pflichten als Verwaltungsrat bzw. als Geschäftsführer verletzt. Im Weiteren wird ihm zur Last gelegt, er habe zusammen mit den weiteren Beschuldigten A.________ (Parallelverfahren 6B_460/2020), C.________ und D.________ in unterschiedlicher Zusammensetzung in Bezug auf verschiedene Gesellschaften Verrechnungsliberierungen vorgetäuscht, indem sie deren Aktienkapital ohne Zuschuss tatsächlicher Mittel erhöht hätten. Dabei waren namentlich die Gesellschaften E.________.ch AG, E.________ Holding AG, F.________ AG und G.________ Swiss AG involviert. Die Beschuldigten sind in diesen Sachverhaltskomplexen im Einzelnen so vorgegangen, dass einer in ihrem Einflussbereich stehenden zahlungsunfähigen Gesellschaft, deren Aktienkapital erhöht werden sollte, von einer anderen Gesellschaft, welche ebenfalls von den Beschuldigten beherrscht war, verschiedene Marken (z.T. mit Internetadressen oder sog. Wort-Bild-Marken) verkauft wurden, welche jedoch nicht aktivierbar und nicht bilanzierbar waren. Dabei handelte es sich um die Marken "E.________", "F.________", "G.________" und "H.________". In allen Fällen wurde der Kaufpreis für die Marken von der Käuferin jeweils nicht bezahlt, sondern in eine Darlehensschuld der Käuferin gegenüber der Verkäuferin umgewandelt. Diese Darlehensforderung wurde bei den Marken "E.________", "F.________" und "G.________" anschliessend mit der Herausgabe von Aktien der Käuferin an die Verkäuferin verrechnet und mithin zum Gegenstand einer Verrechnungsliberierung gemacht. Damit wurde das Aktienkapital der Käufergesellschaft erhöht, obwohl nie ein werthaltiger Verkaufsgegenstand vorhanden war und auch nie die Absicht oder die Möglichkeit bestand, einen solchen zu bezahlen. Bei der Marke "H.________" fand keine Aktienkapitalerhöhung statt, sondern wurde der Kaufpreis mit Vermögensbezügen bei der Käuferin durch die Verkäuferin bzw. durch Drittgesellschaften infolge Forderungsabtretung verrechnet.