Citation: 5A_547/2018 E. 1.6

1.6. Im Bereich des Erwachsenenschutzes hängt die Wahl der richtigen Massnahme stark von den Umständen des Einzelfalls ab. Deshalb kommt der Sachbehörde ein weiter Ermessensspielraum zu (Art. 4 ZGB; Urteil 5A_438/2018 vom 30. Oktober 2018 E. 3 mit Hinweis). Derartige Ermessensentscheide überprüft das Bundesgericht nur mit Zurückhaltung (vgl. BGE 142 III 617 E. 3.2.5; 141 III 97 E. 11.2; je mit Hinweis). Es schreitet nur ein, wenn die kantonale Instanz von ihrem Ermessen offensichtlich falschen Gebrauch gemacht hat. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn sie Gesichtspunkte berücksichtigt hat, die keine Rolle hätten spielen dürfen, wenn sie umgekehrt rechtserhebliche Umstände ausser Acht gelassen hat oder wenn sich der Ermessensentscheid im Ergebnis als offensichtlich unbillig oder ungerecht erweist (BGE 142 III 612 E. 4.5; 136 III 278 E. 2.2.1; 135 III 121 E. 2; je mit Hinweisen).