Citation: 8C_512/2022 E. 6.1

6.1. Gemäss der vorinstanzlichen Begründung war für die Schlussfolgerung, es sei im massgeblichen Zeitraum keine Verschlechterung eingetreten, vorab der Umstand entscheidwesentlich, dass die behandelnde Psychiaterin bereits im früheren Verfahren, das zur Rentenaufhebung führte, eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt habe. Eine Veränderung im Psychostatus, so das kantonale Gericht, werde in den Berichten jedoch nicht beschrieben. Die Diagnosestellung, variierend zwischen mittelgradiger und schwergradiger depressiver Störung, sei nicht nachvollziehbar, zumal gemäss Vorinstanz auch Widersprüchlichkeiten bestünden. Die Psychiaterin habe im November 2019 - bei massiver Antriebsstörung - noch eine schwergradige depressive Episode, im Dezember 2020 dann jedoch trotz Angabe einer Verschlechterung lediglich noch eine mittelgradige depressive Episode diagnostiziert. Trotz angegebener zwischenzeitlicher Verschlechterung hätten Ende 2020 nur Therapien in Abständen von vier bis sechs Wochen stattgefunden. Zudem habe die Psychiaterin damals keine Antidepressiva verschrieben, angeblich, so das kantonale Gericht, weil dem Beschwerdeführer von anderen Ärzten eine erhebliche Menge abgegeben worden sei. Schliesslich hätten, entgegen den früheren Angaben, gemäss Bericht vom 24. Januar 2022 alle zwei bis drei Wochen Behandlungen stattgefunden, ohne dass die Psychiaterin jedoch begründe, seit wann und aus welchem Grund nun eine engmaschigere Betreuung erforderlich sei.