Citation: 1P.434/2000 08.08.2000 E. B

B.- Am 31. Dezember 1999 reichte X.________ beim Kantonsgericht ein Revisionsgesuch gegen dessen Urteil vom 26. Januar 1999 ein. Darin machte er als neue Tatsache geltend, C.________ habe am 10. Dezember 1999 gegenüber dem Verhöramt ausgesagt, in der Nacht vom 6. September 1994 bei der Gartenwirtschaft F.________ mit dem Sturmgewehr von X.________ einen Schuss in die Luft abgegeben zu haben. Da bei der anschliessenden Durchsuchung der Örtlichkeiten nur eine verschossene Sturmgewehrpatrone gefunden worden sei, sei es unmöglich, dass er, X.________, in dieser Nacht ebenfalls mit seinem Sturmgewehr in Richtung zweier Polizisten geschossen habe, wofür er im Urteil vom 26. Januar 1999 verurteilt worden sei. Das Kantonsgericht wies das Revisionsgesuch mit Beschluss vom 30. Mai 2000 ab. Es anerkannte, dass der von C.________ behauptete Umstand, in der fraglichen Nacht mit dem Gewehr X.________s in die Luft geschossen zu haben, an sich eine neue Tatsache wäre. Eine Revision könne indessen nur zugelassen werden, wenn wahrscheinlich sei, dass durch die Abnahme des Beweismittels für die neue Tatsache der dem angefochtenen Urteil zugrunde liegende Sachverhalt zu Gunsten des Verurteilten verändert werde. Das sei nicht der Fall. X.________ sei wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte verurteilt worden, weil er zwei Polizeibeamte, die einen Dritten einer Kontrolle hätten unterziehen wollen, mit dem Sturmgewehr bedroht und zum Verschwinden aufgefordert habe. Ob C.________ vor diesem Vorfall einmal mit dem Sturmgewehr X.________s in die Luft geschossen habe oder nicht, vermöge an dieser Verurteilung von vornherein nichts zu ändern. Wegen Gefährdung des Lebens sei X.________ verurteilt worden, weil er einen Schuss in Richtung der beiden zurückweichenden Polizeibeamten abgefeuert habe. Auch an dieser Verurteilung könne die Aussage C.________s nichts ändern, da der Umstand, dass nur eine Patrone gefunden worden sei, noch nicht beweise, dass in dieser Nacht nicht zweimal geschossen worden sei. Die Revision sei aber auch deshalb nicht zuzulassen, weil die neue Aussage C.________s mit den Aussagen der weiteren anwesenden Personen nicht vereinbar und daher offensichtlich unglaubhaft sei.