Citation: 4A_623/2014 E. 2.4.2

2.4.2. Auch diese Grundsätze verkennt die Beschwerdeführerin über weite Strecken. Unter dem Titel " 9. Zu den Beschwerdegründen und den Rügen im Einzelnen " (Beschwerde, S. 11 ff.) beruft sie sich zwar auf Rügegründe, die in Art. 190 Abs. 2 IPRG vorgesehen sind. Dabei vermag sie freilich dem strengen Rügeprinzip von Art. 106 Abs. 2 BGG nicht zu genügen, indem sie zunächst die von der Einzelschiedsrichterin angeblich begangenen Verfahrensfehler schildert, um dann im Sinne einer Auswahlsendung zu behaupten, damit seien die Rügegründe " im Sinne von Art. 190 Abs. 2 IPRG, eventualiter auch im Sinne von Art. 190 Abs. 2 lit. d IPRG, subeventualiter Art. 190 Abs. 2 lit. e IPRG " (Beschwerde, Ziff. 9.2 S. 12 f.) verwirklicht. Die Beschwerdeführerin muss vielmehr im Einzelnen darlegen, gestützt auf welche Erwägungen im angefochtenen Schiedsentscheid welcher konkrete Aspekt des zulässigen Rügegrundes betroffen ist. Ausführungen, die diesen Anforderungen nicht genügen, sind unbeachtlich. Dem strengen Rügeprinzip wird die Beschwerdeführerin nicht gerecht, indem sie einfach behauptet, sie habe " Anspruch darauf zu wissen, welche Tatsachenbehauptungen der Gegenseite Gegenstand des Schiedsverfahrens sind " (Beschwerde, S. 13). Sie muss vielmehr präzise darlegen, inwiefern dieser angebliche Anspruch aus dem rechtlichen Gehör oder dem Grundsatz der Gleichbehandlung der Parteien nach Art. 190 Abs. 2 lit. d IPRG oder einem anderen sich aus Art. 190 Abs. 2 IPRG ergebenden Verfahrensgrundsatz folgt. Mit der nicht weiter präzisierten Behauptung des Vorliegens von " fundamentalen prozessualen Regeln " (Beschwerde, S. 13), kann ihr dies nicht gelingen.