Citation: 5A_986/2018 E. 3.1

3.1. Das Kantonsgericht hat die Streitfrage mangels einschlägiger Rechtsprechung anhand der Lehre eingeordnet (E. 6 S. 13 ff.). Es ist wie zuvor das Zivilkreisgericht davon ausgegangen, die Rechtsnatur der Ungültigkeitsklage, der als Gestaltungsklage ausnahmsweise lediglich relative Wirkung unter den einbezogenen Prozessbeteiligten zukomme, führe bei einer Klage auf Ungültigkeit einer letztwillig verfügten Willensvollstreckereinsetzung zu einem unerwünschten und nicht praktikablen Ergebnis. Es mache wenig Sinn, wenn sich ein Richterspruch auf Absetzung eines Willensvollstreckers nur unter den Prozessparteien auswirke und der Willensvollstrecker für andere erblich Bedachte weiterhin im Amt bliebe. Die Einsetzung bzw. Absetzung eines Willensvollstreckers sei als "unteilbare Einheit" zu betrachten und somit eine passive notwendige Streitgenossenschaft anzunehmen, da ein Ergebnis mit unterschiedlicher Aussenwirkung für die Amtsausübung des Willensvollstreckers, je nach dem ob ein Erbe oder Vermächtnisnehmer Prozesspartei sei oder nicht, unannehmbar sei. Dieses Ergebnis trage der Rechtsnatur einer Ungültigkeitsklage Rechnung. Die Stellung sämtlicher Erben als Hauptparteien in notwendiger Streitgenossenschaft im Ungültigkeitsprozess gründe auf ihrem Interesse am Fortdauern des Willensvollstreckermandats. Besonders in hochstrittigen Auseinandersetzungen, zu denen aufgrund der bisherigen diversen bekannten Verfahren auch der vorliegende Erbenstreit gehöre, sei die zwingende Parteistellung sämtlicher Erben gerechtfertigt, da es in ihrem Sinn sein könne, dass der vom Erblasser eingesetzte Willensvollstrecker weiterhin im Amt bleibe und als neutraler Verwalter des Nachlasses und Vollstrecker der letztwillig verfügten Dispositionen des Erblassers seine ordnende Funktion ausüben könne. Diese seien im Verfahren zwingend einzubeziehen und anzuhören (E. 7 S. 15 ff.). Das Kantonsgericht hat die vom Beschwerdeführer gegen den erstinstanzlichen Entscheid erhobenen Einwände verworfen und insbesondere dafürgehalten, dass die Möglichkeit einer Nebenintervention dem den Erben zuerkannten eigenständigen Interesse an der Prozessbeteiligung nicht hinreichend Rechnung trage, dass BGE 44 II 107 zu keinen abweichenden Schlüssen zwinge und dass sich auch aus einem Vergleich des Ungültigkeitsprozesses mit dem Verfahren der Aufsicht über den Willensvollstrecker nichts für oder gegen eine notwendige Streitgenossenschaft bei einer Ungültigkeitsklage ableiten lasse (E. 8 S. 17 ff.). In seiner Zusammenfassung ist das Kantonsgericht folglich zum Ergebnis gelangt, dass die ausschliesslich gegen den Willensvollstrecker erhobene Klage mangels Einbezugs der Miterben und übrigen Bedachten im Ungültigkeitsprozess betreffend die letztwillige Anordnung der Willensvollstreckung abzuweisen sei (E. 9 S. 20 des angefochtenen Entscheids).