Citation: U 145/02 02.12.2002 E. A

Der 1946 geborene R.________ war früher auf dem Bau tätig und ist seit dem 1. November 1995 arbeitslos. Am 9. Februar 1996 stürzte er bei Eisregen und zog sich dabei einen Schenkelhalsbruch rechts zu, weshalb er am 10. Februar 1996 im Spital F.________ operiert wurde. Anschliessend weilte er vom 21. Februar bis zum 6. März 1996 im Kurhaus K.________ zur Rehabilitation. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Der postoperative Verlauf gestaltete sich unauffällig; eine Röntgenkontrolle im Spital F.________ vom 3. April 1996 zeigte normale Verhältnisse. Gleichwohl klagte R.________ über starke Schmerzen. Im weiteren Therapieverlauf rieten sowohl der Hausarzt Dr. med. M.________, (Schreiben vom 26. Juni 1996) als auch der SUVA-Kreisarzt Dr. med. J.________ (kreisärztliche Untersuchung vom 23. Juli 1996) zu einer stationären Rehabilitation in B.________. Diese wurde vom 21. August bis zum 2. Oktober 1996 durchgeführt (Austrittsbericht vom 9. Oktober 1996). Mit Schreiben vom 27. November 1996 teilte die SUVA dem Versicherten mit, aufgrund der Beurteilung des ärztlichen Dienstes der Klinik B.________ sei ihm ab dem 1. Dezember 1996 eine 50% Arbeitaufnahme in einer sitzenden Tätigkeit zumutbar. R.________ berief sich dagegen auf eine von Dr. med. M.________ bescheinigte 100 %ige Arbeitsunfähigkeit (Brief vom 19. Dezember 1996), weshalb die SUVA eine ärztliche Beurteilung ihres Kreisarztes Dr. med. X.________ vom 7. Januar 1997 einholte. Mit Verfügung vom 28. Januar 1997 legte sie eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit ab 1. Dezember 1996 und eine vollständige Arbeitsfähigkeit ab 3. Februar 1997 fest. Dagegen erhob der Versicherte am 7. Februar 1997 Einsprache. Nach einer weiteren kreisärztlichen Untersuchung vom 14. Februar 1997 hielt die SUVA mit Einspracheentscheid vom 4. März 1997 an ihrer Beurteilung fest. Am 7. April 1997 meldete sich R.________ zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an. Nachdem die IV-Stelle Thurgau einen Invaliditätsgrad von 75 % mit Wirkung ab 1. Februar bis 30. September 1997 und von 100 % ab 1. Oktober 1997 festgestellt und am 11. September 1998 die Zusprechung entsprechender Renten verfügt hatte, liess R.________ am 7. Juli 2000 erneut um Prüfung einer SUVA-Rente ersuchen. Nach medizinischen (ärztliche Beurteilung durch Dr. med. J.________ vom 19. September und 3. Oktober 2000) und erwerblichen Abklärungen sowie Beizug der IV-Akten verfügte die SUVA am 2. November 2000, es bestehe weder ein Anspruch auf eine Invalidenrente noch auf eine Integritätsentschädigung gemäss Art. 24 UVG, da es sowohl an einer wesentlichen Behinderung als auch an einer unfallbedingten Erwerbseinbusse und an einer erheblichen Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität fehle. Es könnten daher keine weiteren Leistungen erbracht werden. Am 29. November 2000 erhob R.________ sinngemäss Einsprache und begründete diese am 21. Dezember 2000 damit, dass ihm zahlreiche Ärzte eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt hätten, weshalb er ein weiteres persönliches Gespräch mit dem Unfallversicherer wünsche. Am 12. Februar 2001 sprach der Versicherte bei der SUVA vor und erklärte, er sei infolge des am 9. Februar 1996 erlittenen Unfalls und der Schmerzen im rechten Knie, in Rücken und Ober-schenkel weiterhin vollständig arbeitsunfähig; er befinde sich nach wie vor in ärztlicher Behandlung. Mit Entscheid vom 29. Juni 2001 wies die SUVA die Einsprache ab.