Citation: 6B_1427/2020 E. 3.3

3.3. Begeht der bedingt Entlassene während der Probezeit eine Straftat und zeigt er damit, dass die Gefahr, der die Massnahme begegnen soll, fortbesteht, so kann das für die Beurteilung der neuen Tat zuständige Gericht gemäss Art. 62a Abs. 1 StGB nach Anhörung der Vollzugsbehörde die Rückversetzung anordnen (lit. a), die Massnahme aufheben und, sofern die Voraussetzungen dazu erfüllt sind, eine neue Massnahme anordnen (lit. b) oder die Massnahme aufheben und, sofern die Voraussetzungen dazu erfüllt sind, den Vollzug einer Freiheitsstrafe anordnen (lit. c). Wohl handelt es sich beim Verfahren nach Art. 62a Abs. 1 lit. b StGB streng genommen nicht um ein selbständiges Massnahmenverfahren im Sinne von Art. 363 Abs. 1 StPO, da über die neue Massnahme nicht selbständig, sondern im Rahmen eines Strafverfahrens wegen neuer Delikte befunden wird. Dennoch richtet sich die Beurteilung nach Art. 363 ff. StPO (zur Publikation bestimmtes Urteil 6B_82/2021 vom 1. April 2021 E. 1.5.2). Der Beschwerdeführer legt seinem Standpunkt einer auf Art. 62a Abs. 1 lit. b StGB gestützten Zuständigkeit der Strafbehörden des Kantons Basel-Stadt die Annahme zugrunde, das zu beurteilende Verfahren sei wegen der (angeblichen) Sicherstellung von Kokain beim Beschwerdeführer anlässlich seiner Anhaltung in Basel-Stadt (oben Sachverhalt A.e) und damit wegen neuer Delinquenz eingeleitet worden. Die Vorinstanz stellt hingegen für das Bundesgericht verbindlich fest (Art. 105 Abs. 1 BGG), das Verfahren sei infolge des forensischen Gutachtens gestützt auf Art. 62c Abs. 1 lit. a StGB (oben Sachverhalt A.d) eingeleitet worden. Auf dieser tatsächlichen Feststellung gründet die vorinstanzliche Rechtsauffassung. Tatsächliche Feststellungen können nur gerügt werden, wenn sie offenkundig unrichtig (Art. 97 Abs. 1 BGG) und das heisst "willkürlich" sind (BGE 147 I 73 E. 2.2). Willkür liegt nach ständiger Rechtsprechung nur vor, wenn die vorinstanzliche Beweiswürdigung schlechterdings unhaltbar ist, d.h. wenn die Behörde in ihrem Entscheid von Tatsachen ausgeht, die mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch stehen oder auf einem offenkundigen Fehler beruhen. Dass eine andere Lösung ebenfalls möglich erscheint, genügt nicht. Die Willkürrüge muss explizit vorgebracht und substanziiert begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG). Auf ungenügend begründete Rügen oder allgemeine appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 146 IV 88 E. 1.3.1). Der Beschwerdeführer vertritt seine Rechtsauffassung auf der Grundlage eines abweichenden Sachverhalts, ohne die massgebende vorinstanzliche Feststellung als willkürlich aufzuzeigen. Damit ist seiner Argumentation die Grundlage entzogen.