Citation: 5A_934/2017 E. 3.3.2

3.3.2. Zudem stellt sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, dass die Liegenschaft in U.________ weit über der Schätzung mit Grundpfändern belastet sei und daher nicht gepfändet werden dürfe. Aus diesem Grund sei die Liegenschaft V.________ von der Pfändung bereits ausgenommen worden. Hinzu kämen die durch die Verwertung anfallenden Grundstückgewinnsteuern von Fr. 532'600.--, die in der Position Nr. 3 der Pfändungsurkunde berücksichtigt werden müssten. Die Vorinstanz hat die Beschwerdeführerin darauf hingewiesen, dass anlässlich der Pfändung die Belastung der Liegenschaft anhand des Grundbuchauszugs aufgenommen werde und diese mit der tatsächlich gesicherten Forderungen nicht zwingend übereinstimmen müsse. Dies zu klären, bilde Gegenstand eines allfälligen Lastenbereinigungsverfahrens. Ob ein Vermögenswert mit Blick auf das zu erwartende Verwertungsergebnis überhaupt zu pfänden sei, stehe weitgehend im Ermessen des Betreibungsamtes. Es könne zudem auch später noch von einer Verwertung absehen, denn deren Ergebnis nicht einmal die Kosten decken würde. Die Vorinstanz hat in diesem Zusammenhang - ungeachtet der Pfändung oder des Verzichts darauf - betont, dass eine Angabe der Grundstückgewinnsteuer in der Pfändungsurkunde nicht zwingend sei, sondern auf einer blossen Spekulation über den Verwertungserlös beruhen würde. Daher bestehe auch hier ein erhebliches Ermessen des Betreibungsbeamten. Die Beschwerdeführerin beruft sich auch vor Bundesgericht auf Art. 92 Abs. 2 SchKG, wonach Gegenstände nicht gepfändet werden dürfen, bei denen von vornherein anzunehmen ist, dass der Überschuss des Verwertungserlöses über die Kosten so gering wäre, dass eine Wegnahme nicht gerechtfertigt ist. Zwar ist das Betreibungsamt im Rahmen der Pfändung zur entsprechenden Prüfung verpflichtet. Bei der Anwendung der erwähnten Bestimmung steht ihm allerdings ein Ermessen zu, welches der Kontrolle der Aufsichtsbehörden untersteht (BGE 85 III 118 S. 120/121; 100 III 16 E. 2; 119 III 118 E. 4; u.a. LORANDI, Betreibungsrechtliche Beschwerde und Nichtigkeit, 2000, N. 124 zu Art. 17, N. 36 zu Art. 18). Ein Rechtsverstoss liegt vor, wenn das Betreibungsamt bzw. die Aufsichtsbehörde das (in Art. 92 Abs. 2 SchKG gewährte) Ermessen missbraucht oder überschritten hat (BGE 134 III 323 E. 2; Urteil 5A_330/2011 vom 22. September 2011 E. 3.1). Eine rechtswidrige Ermessensausübung, d.h. eine Rechtsverletzung wird im bundesgerichtlichen Verfahren nicht dargetan. Statt sich mit dieser vorinstanzlichen Begründung auseinanderzusetzen, wiederholt die Beschwerdeführerin im Wesentlichen ihre im kantonalen Verfahren gemachten Vorbringen. Zudem besteht sie auf einem schutzwürdigen Interesse ihrerseits und der Gläubiger, die Grundstückgewinnsteuern auf jeden Fall in der Pfändungsurkunde eigens zu erwähnen. Zwar stellen die durch die Verwertung anfallenden Grundstückgewinnsteuern praxisgemäss Verwertungskosten dar und sind deshalb vom Bruttoerlös in Abzug zu bringen und vor der Verteilung des Nettoerlöses an die Gläubiger zu tilgen (BGE 134 III 37 E. 4.2 mit Hinweisen). Dessen ungeachtet lassen die Vorbringen der Beschwerdeführerin nicht erkennen, inwieweit das Betreibungsamt in Bezug auf die Position Nr. 3 der Pfändungsurkunde eine Rechtsverletzung begangen oder sein Ermessen überschritten haben sollte, als es die anfallenden Grundstückgewinnsteuern nicht bereits vorab berücksichtigt hat oder gar von einer Pfändung der Liegenschaft abgesehen hat. Damit kann auf den Antrag der Beschwerdeführerin, ihren Miteigentumsanteil an der Liegenschaft in U.________ aus der Pfändung zu entlassen, nicht eingetreten werden.