Citation: K 129/02 16.04.2003 E. 2

Streitig und zu prüfen ist die Übernahme der Kosten für die Extraktion eines Milchzahnes und die nachfolgende Brückenversorgung durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung. 2.1 Das Gesuch um Kostenübernahme vom 30. November 1999 begründete die Versicherte damit, dass gemäss Dr. med. T.________ zwischen ihren chronischen Dickdarmentzündungen und dem eingewachsenen Milchzahn im Oberkiefer ein energetischer Zusammenhang bestehe und die Extraktion dieses Zahnes eine rasche Ausheilung der Darmprobleme bewirken würde. 2.2 Die Krankenkasse verneinte eine Leistungspflicht mit der Begründung, dass die Kosten für zahnärztliche Behandlungen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung nur in eingeschränktem Masse, nämlich nur in den in Art. 17-19a KLV abschliessend aufgelisteten Fällen, überbunden werden könnten. Die vorliegend durchgeführte zahnärztliche Behandlung falle nicht darunter. 2.3 Nachdem die Beschwerdeführer anfänglich von einem zahnärztlichen bzw. zahnchirurgischen Eingriff sprachen, stellten sie sich im Laufe des vorinstanzlichen Verfahrens auf den Standpunkt, mit einer zahnärztlichen Behandlung habe der vorliegende Fall nichts zu tun, vielmehr liege ein chirurgischer Eingriff am Verdauungstrakt, welcher den Mundbereich einschliesse, zur Behebung einer schweren Darmstörung vor. Das neuraltherapeutische Vorgehen sei wissenschaftlich anerkannt.