Citation: U 250/99 05.02.2001 E. 2

2.- Der Beschwerdeführer stellt die Beweistauglichkeit des Berichtes des Dr. med. S.________, Spezialarzt FMH für Chirurgie, Ärzteteam Unfallmedizin der SUVA, vom 26. Februar 1998 grundsätzlich in Frage. Abzustellen ist seiner Auffassung nach auf den Bericht des Dr. med. E.________, Rehaklinik X.________, vom 4. August 1997; eventualiter beantragt er die Anordnung eines verwaltungsexternen Gutachtens zu den somatischen und psychogenen Unfallfolgen. Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 353 Erw. 3b/ee, 122 V 161 Erw. 1c). Im Lichte dieser Rechtsprechung vermag der Beschwerdeführer mit seinem Antrag auf weitere Abklärungen, insbesondere Einholung eines anstaltsfremden Gutachtens, zwar insoweit nicht durchzudringen, als es um die Frage geht, ob er beim Unfall ein Schleudertrauma erlitten und sich eine hirnorganische Schädigung zugezogen hat. Denn diesbezüglich hat Dr. med. S.________ seine vom Bericht des Dr. med. E.________ vom 4. August 1997 abweichende Stellungnahme einlässlich und nachvollziehbar begründet, weshalb insofern keine gegen die Zuverlässigkeit des anstaltsinternen Berichtes sprechende Umstände vorliegen. Anders verhält es sich aber in Bezug auf die thorakalen und lumbalen Wirbelsäulenbeschwerden, die Dr. med. E.________, die Latenz erklärend, für unfallbedingt hält (Berichte vom 4. August und 24. November 1997), während Dr. med. S.________ vom Ärzteteam Unfallmedizin der SUVA, wie bereits zuvor der Kreisarzt Dr. med. I.________ anlässlich der Untersuchung vom 19. Juni 1997, den natürlichen Kausalzusammenhang aufgrund der Latenz von sieben Monaten verneint (Bericht vom 26. Februar 1998). Da es Dr. med. S.________ diesbezüglich unterlassen hat, sich mit der ihm vorliegenden Stellungnahme des Dr. med. E.________ auseinanderzusetzen, rechtfertigt es sich, die Sache an die SUVA zurückzuweisen, damit sie zum natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den thorakalen und lumbalen Wirbelsäulenbeschwerden ein anstaltsfremdes Gutachten einhole. Soweit es schliesslich um die psychischen Unfallfolgen geht, erübrigen sich - wie nachfolgend in Erw. 4 dargelegt - weitere Abklärungen zum natürlichen Kausalzusammenhang, weil es an der Adäquanz fehlt.