Citation: 4A_57/2023 E. 3.2

3.2. Hingegen hält der Beschwerdeführer an seiner Verrechnungsforderung fest. Diese begründet er mit dem Bestand einer Vereinbarung zwischen den drei Geschwistern, wonach sie je einen Drittel der Lebenshaltungskosten ihrer Mutter (sel.) übernommen hätten. Er habe daraus "Vorleistungen" zugunsten der Beschwerdegegnerin erbracht. Die Vorinstanz verwarf die Verrechnungsforderung mit einer doppelten, je den Entscheid selbstständig tragenden Begründung: Zum einen habe der hierfür beweispflichtige Beschwerdeführer den Bestand der Verrechnungsforderung, namentlich die Vereinbarung und die Vorleistungen zugunsten der Beschwerdegegnerin, weder hinreichend substantiiert behauptet noch bewiesen. Zum anderen scheitere die Verrechnungsforderung angesichts der bestehenden Erbengemeinschaft oder allenfalls einfachen Gesellschaft ohnehin an der fehlenden Gegenseitigkeit.