Citation: 4A_34/2024 E. 3.1

3.1. Die Beschwerdeführerin wirft dem Schiedsgericht eine Kompetenzüber- bzw. -unterschreitung vor (Art. 190 Abs. 2 lit. b IPRG), subsidiär ein Urteilen infra petita (Art. 190 Abs. 2 lit. c IPRG), sodann eine Verletzung ihres Gehörsanspruchs (Art. 190 Abs. 2 lit. d IPRG) und des materiellen Ordre public (Art. 190 Abs. 2 lit. e IPRG). Sie baut alle vier Rügen auf dem Vorwurf eines behaupteten doppelten Fehlers ("double erreur") des Schiedsgerichts auf: Dieses stelle zum einen auf einen verkürzten Referenzzeitraum ab, nämlich auf die Periode 1./2. März 2016 bis Oktober 2016, anstatt 1. Oktober 2014 bis 1. Oktober 2016. Entsprechend berücksichtige es die vor dem 1./2. März 2016 seit Oktober 2014 eingetretenen Änderungen der Umstände zu Unrecht nicht. Zum anderen habe es diese verkürzte Referenzperiode nur auf einen Teil der Ansprüche der Parteien angewendet, hingegen bei den zugesprochenen Ansprüchen der Beschwerdegegnerin die ganze Periode berücksichtigt. Diese Inkohärenz sei "choquante".