Citation: 9C_11/2020 E. 5.3

5.3. Das kantonale Gericht hat basierend auf den beweiskräftigen Berichten zur Abklärung vor Ort und des RAD sowie unter Hinweis auf Rz. 8035 des Kreisschreibens über die Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung (KSIH; Stand ab 1. Januar 2018) die Notwendigkeit einer dauernden persönlichen Überwachung verneint, dies insbesondere mit der Begründung, dass sich der Begriff der dauernden persönlichen Überwachung nicht auf die allgemeinen Lebensverrichtungen beziehe, womit die (indirekt) geltend gemachte Einschränkung nachts nicht als persönliche Überwachung anzusehen sei. Die Beschwerdeführerin hält dieser Feststellung die Aussagen ihrer behandelnden Ärzte entgegen, wonach sie einer Rundumbetreuung, also auch der persönlichen Pflege während der Nacht bedürfe. Mit dieser allgemeinen Aussage ihres Arztes vermag sie jedoch nicht aufzuzeigen, inwiefern die vorinstanzliche Erwägung auf einer willkürlichen Sachverhaltsfeststellung oder anderweitigen Bundesrechtsverletzung beruht, gibt die Beschwerdeführerin doch selbst an, die Hilfestellungen in der Nacht stünden im Zusammenhang mit den alltäglichen Lebensverrichtungen (Verrichten der Notdurft). Aus dieser Hilfsbedürftigkeit kann die Beschwerdeführerin auch nichts zu ihren Gunsten unter dem Titel "lebenspraktische Begleitung" ableiten, entspricht es doch dem Willen des Gesetzgebers, dass AHV-Rentnerinnen und -Rentner, die vor Erreichen des AHV-Rentenalters keiner lebenspraktischen Begleitung bedurften, vom Anspruch auf Hilflosenentschädigung aus diesem Grunde ausgeschlossen bleiben (Art. 43bis Abs. 5 AHVG i.V.m. Art. 66bis Abs. 1 AHVV; BGE 133 V 569 E. 5.4 und 5.5 S. 573 f.).