Citation: 6B_255/2021 E. 1.2.3

1.2.3. In Bezug auf das Freizügigkeitsabkommen führt die Vorinstanz aus, der Beschwerdeführer sei rechtskräftig wegen mehrfachen unrechtmässigen Bezugs von Leistungen einer Sozialversicherung verurteilt worden. Damit habe er in die öffentlichen Finanzen und die öffentliche Ordnung eingegriffen. Sie weist darauf hin, dass er bereits drei Mal straffällig geworden sei, zwei Mal davon einschlägig. Besonders gravierend sei, dass er nach dem gegen ihn ausgefällten Strafbefehl vom 15. März 2017 bereits ab Mai 2017 innert laufender Probezeit erneut einschlägig delinquiert habe. In seinem deutlich relativierenden Geständnis und auch anlässlich der Berufungsverhandlung sei kaum ein Ausdruck aufrichtiger Reue zu erkennen gewesen. Das Strafverfahren scheine bei ihm wenig Eindruck hinterlassen zu haben. Seine finanzielle Lage gestalte sich trotz Festanstellung ab 1. Januar 2021 nach wie vor schlecht. Angesichts dieser Umstände sei seine Legalprognose ungünstig. Entsprechend schwer wiege die vom Beschwerdeführer weiterhin zu erwartende Gefahr für die öffentlichen Finanzen und die öffentliche Ordnung. Die Landesverweisung sei daher auch mit dem Freizügigkeitsabkommen vereinbar.