Citation: 1C_763/2021 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer hat sich einer verkehrspsychologischen Abklärung der charakterlichen Fahreignung durch eine Fachpsychologin für Verkehrspsychologie FSP unterzogen. Laut den Ausführungen der Vorinstanz legte diese ihrer Beurteilung - neben den erwähnten drei Vorfällen im Strassenverkehr - auch zwei frühere Widerhandlungen des Beschwerdeführers zugrunde: Am 7. Juli 2007 habe er beim Hintereinanderfahren den genügenden Abstand nicht eingehalten und einen Unfall verursacht und am 20. Juni 2013 auf der Autobahn den Pannenstreifen befahren und rechts überholt. Die Verkehrspsychologin kam im Gutachten vom 8. März 2021 zum Schluss, dass die charakterliche Fahreignung des Beschwerdeführers aus verkehrspsychologischer Sicht zum aktuellen Zeitpunkt negativ beurteilt werden müsse. Gesamthaft gesehen hinterlasse er einen überheblichen und rechthaberischen Eindruck; sein Verhalten sei als nur bedingt situationsadäquat zu bewerten. Der Beschwerdeführer ereifere sich mehrfach; aggressive Tendenzen seien implizit feststellbar. Es werde sehr deutlich, dass er sich primär als Opfer staatsanwaltlicher bzw. behördlicher Willkür sehe. Dies sei auch konsistent damit, wie sein Verhalten an mehreren Stellen in den Akten beschrieben werde. Aus verkehrspsychologischer Sicht müsse aufgrund der inadäquaten Aufarbeitung der eigenen Anteile an den Vorfällen im Strassenverkehr bzw. des wenig realitätsnahen Selbstbilds des Beschwerdeführers von einem erhöhten Risiko für unangepasstes Verhalten im Verkehr ausgegangen werden. Zur Wiedererlangung der Fahreignung sollte sich der Beschwerdeführer einer Psychotherapie im Umfang von mindestens 20 Stunden unterziehen, sinnvollerweise verteilt über mindestens ein Jahr. Im Fokus der Therapie solle die Förderung eines realitätsnahen Selbstbilds stehen. Der Erfolg der Massnahme sollte im Rahmen einer erneuten verkehrspsychologischen Untersuchung geprüft werden. Im angefochtenen Entscheid fand eine eingehende Auseinandersetzung mit dem Gutachten und den vom Beschwerdeführer dagegen erhobenen Rügen statt. Anschliessend hielt die Vorinstanz fest, der Beschwerdeführer vermöge die Schlüssigkeit des verkehrspsychologischen Gutachtens vom 8. März 2021 nicht zu erschüttern.