Citation: 5A_556/2021 E. 6.2.3

6.2.3. Mit diesen Vorbringen überschätzt der Beschwerdeführer die Relevanz des Rechtsöffnungsentscheids für die Beurteilung seiner finanziellen Verhältnisse im Rahmen des Nachlassverfahrens. Im Rechtsöffnungsverfahren befindet das Gericht einzig darüber, ob ein für die Rechtsöffnung genügender Titel (Art. 80 bzw. 82 Abs. 1 SchKG) vorliegt und die Betreibung fortgesetzt werden kann (BGE 148 III 30 E. 2.2; 136 III 566 E. 3.3, 583, E. 2.3). Zwar ist es auch nicht am Nachlassgericht, im Rahmen der Prüfung der Aussichten auf Sanierung über den Bestand von umstrittenen Forderungen materiell zu befinden. Im Gegensatz zum Rechtsöffnungsgericht hat es jedoch eine Gesamtwürdigung mit spezifischer Ausrichtung vorzunehmen. Der Rechtsöffnungsentscheid und die (rechtliche) Begründung des Rechtsöffnungsgerichts bindet das Nachlassgericht in dieser Gesamtwürdigung der finanziellen Verhältnisse nicht. Die Vorinstanz hat auf die Unterschiede dieser beiden Verfahren hingewiesen. Sie hat es zu Recht als nicht willkürlich erachtet, dass das Nachlassgericht die in Betreibung gesetzten Darlehenszinsen auf der Passivseite berücksichtigte, auch wenn es zuvor als Rechtsöffnungsgericht für diese keine Rechtsöffnung erteilte.