Citation: 4A_25/2023 E. 8.1.3

8.1.3. Explizit erwähnt wird das Erfordernis eines dinglichen Vertrags ("un contrat réel entre le constituant et l'acquéreur") in einem publizierten Bundesgerichtsentscheid im Zusammenhang mit der Begründung eines Pfandrechts an Fahrnis (BGE 142 III 746 E. 2.1; vgl. auch bereits die Urteile 4A_314/2016 und 4A_320/2016 vom 17. November 2016 E. 4.1; 5A_583/2012 vom 6. Dezember 2012 E. 3.1.2; 6B_994/2010 vom 7. Juli 2011 E. 5.3.3.2). In der Lehre ist die Frage nach dem Erfordernis eines dinglichen Vertrags zur Übertragung von Eigentum an Fahrnis umstritten. (Das Erfordernis eines dinglichen Vertrags vertreten u.a.: PAUL-HENRI STEINAUER, Les droits réels, Band II, 5. Aufl. 2020, S. 327 Rz. 2959; TUOR/ SCHNYDER/SCHMID/JUNGO, Das Schweizerische Zivilgesetzbuch, 14. Aufl. 2015, S. 1175 N. 5; RUSCH/SCHWANDER in: Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch, Bd. II, 7. Aufl. 2023, N. 5 zu Art. 714 ZGB. Ein selbstständiges Erfordernis eines dinglichen Vertrags lehnen u.a. ab: HAAB/ SIMONIUS/SCHERRER/ZOBL, Zürcher Kommentar, 2. Aufl. 1977, N. 40 zu Art. 714 ZGB; HANSJÖRG PETER, Der Eigentumsübergang an Fahrnis, BlSchK 2017, S. 137 ff., 137 f.; THOMAS SUTTER-SOMM, Dinglicher Vertrag und dingliche Einigung im schweizerischen Privatrecht, in: ZGB gestern - heute - morgen, 2007, S. 181 ff., 193 ff.; Für einen Überblick über die verschiedenen Lehrmeinungen vgl. RUSCH/SCHWANDER, a.a.O., N. 6 zu Art. 714 ZGB).