Citation: U 321/06 25.04.2007 E. 5

Zutreffend hat die Vorinstanz den am 30. April 2003 erlittenen Verkehrsunfall dem mittleren Bereich im Grenzbereich zu den leichten Unfällen zugeordnet. Damit die Adäquanz des Kausalzusammenhangs bejaht werden könnte, müsste somit ein einzelnes der in die Beurteilung einzubeziehenden Kriterien (BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140) in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sein oder die zu berücksichtigenden Kriterien müssten in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sein (BGE 115 V 133 E. 6c/bb S. 140). 5.1 In Beurteilung der einzelnen Kriterien ist im Lichte der Rechtsprechung mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass der Unfall nicht als besonders dramatisch oder eindrücklich bezeichnet werden kann und dass auch das Kriterium einer ärztlichen Fehlbehandlung im vorliegenden Fall zu verneinen ist. 5.2 Entgegen der Ansicht des kantonalen Gerichts und wie die Beschwerdeführerin in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zutreffend dargelegt hat, bedeutet das Vorliegen der für HWS-Distorsionen typischen Beschwerden nicht, dass die Kriterien der Dauerbeschwerden und der besonderen Art und Schwere der Verletzungen ohne weiteres zu bejahen wären. Aus den medizinischen Akten geht einerseits nicht hervor, dass die Beschwerdegegnerin am 30. April 2003 schwere Verletzungen erlitten hätte. Andererseits wäre das Kriterium der körperlichen Dauerbeschwerden allenfalls zu bejahen, erscheint allerdings nicht besonders ausgeprägt, da es sich um unspezifische Schmerzen handelt. 5.3 Verneint werden muss im vorliegenden Fall auch das Kriterium einer langen Dauer der ärztlichen Behandlung. Nach der Aktenlage hat sich die Versicherte nebst zwei Aufenthalten in der Rehaklinik X.________ von einigen Wochen in der Tat nur unregelmässig ambulanten Behandlungen unterzogen. 5.4 Aus einem am 4. Oktober 2004 erstellten ärztlichen Bericht von Dr. med. L.________ geht hervor, dass kein schwieriger Heilverlauf mit Komplikationen vorlag und dass die Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdegegnerin nur bis ungefähr Ende 2004 ausgewiesen ist. Aber selbst wenn die Beurteilung der Adäquanz nach der Schleudertraumapraxis vorzunehmen wäre und daher weiterhin eine psychisch bedingte Arbeitsunfähigkeit relevant wäre, würde dies für die Bejahung des Kausalzusammenhangs für sich allein und auch noch zusammen mit dem allenfalls erfüllten Kriterium der Dauerbeschwerden nicht genügen.