Citation: 6B_1194/2017 E. 1.1

1.1. Die Beschwerdeführerin erachtet das objektive Tatverschulden als mittel bis schwer. Der Beschwerdegegner habe nahezu neun Stunden auf seine beiden Zwillingstöchter eingewirkt und die Taten in der Folge verschwiegen. Die Verletzungen seien erst anlässlich einer Untersuchung im Kinderspital entdeckt worden. Nur aus Zufall hätten die Zwillinge überlebt. Anstatt bei seiner schlafenden Ehefrau oder deren Eltern Hilfe zu holen, habe er sie mit allen Mitteln ruhigstellen wollen und bis zum bitteren Ende misshandelt. Sein Verhalten sei grenzwertig zu einem Tötungsversuch. Sein subjektives Tatverschulden relativiere das objektive Tatverschulden nur leicht, da sich die Geständnisbereitschaft und das Nachtatverhalten nicht oder nur in geringem Mass strafreduzierend auswirken müssten. Die Erkenntnisse der Rechtsmedizin hätten ausgereicht, um die einzelnen Verletzungen einer Tathandlung zuordnen zu können. Bei der erdrückenden Beweislage sei kaum etwas Anderes übrig geblieben, als die Taten zu gestehen.