Citation: 6B_1284/2021 E. 5.5

5.5. Zusammengefasst bringt der Beschwerdeführer nichts Substanzielles vor, was die Annahme rechtfertigen würde, dass die kosovarischen Richter die Beweise nicht unvoreingenommen gewürdigt hätten und der Entscheid des erstinstanzlichen Gerichts in Gjakova nicht in EMRK-konformer Weise zustande gekommen sei. Insofern bestand auch von vornherein kein Anlass, das Beweismaterial für das zu vollstreckende Urteil von den Gerichten im Kosovo herauszuverlangen, um den Sachverhalt bzw. die Würdigung der Gerichte zu überprüfen (vgl. Beschwerde S. 9). Ein solches Vorgehen wäre zudem mit dem Grundsatz, wonach eine inhaltliche Überprüfung des ausländischen rechtskräftigen Entscheids im Rahmen eines Exequaturverfahrens nicht stattzufinden hat, kaum vereinbar. Indem das erstinstanzliche Gericht in Gjakova das Bestehen eines zinslosen Darlehens aufgrund der Ausführungen von C.C.________ verwarf, stützte es seinen Schuldspruch zudem nicht auf den Vorwurf, der Beschwerdeführer habe seine Unschuld nicht nachgewiesen. Auch ging es nicht davon aus, der Beschwerdeführer habe seine Unschuld zu beweisen. Für die Überbindung der Beweislast bestehen keine Anhaltspunkte. Die vorinstanzliche Verneinung einer offenkundigen Verletzung der Unschuldsvermutung durch die kosovarischen Gerichte ist damit auch unter dem Aspekt der Beweislastregel nicht zu beanstanden. Der in diesem Zusammenhang geltend gemachte Ausschlussgrund im Sinne von Art. 2 lit. a IRSG erweist sich demnach als unbegründet.