Citation: 8C_479/2021 E. 6.2.3

6.2.3. Bei der Feststellung der Validenkarriere der versicherten Person handelt es sich um eine Beurteilung hypothetischer Geschehensabläufe, welche eine für das Bundesgericht grundsätzlich verbindliche Tatfrage betrifft, soweit sie auf konkreter Beweiswürdigung beruht. Dies gilt selbst dann, wenn auch Schlussfolgerungen aus der allgemeinen Lebenserfahrung mitberücksichtigt werden (Urteil 9C_271/2018 vom 19. März 2019 E. 4.1). Da im vorliegenden Fall willkürfrei davon auszugehen ist, dass die Wahl des Berufs als Detailhandelsfachfrau EFZ im Jahr 2012 nicht durch die Schizophrenie oder durch allfällige Vorläufer davon beeinflusst war, kann der Vorinstanz keine Bundesrechtsverletzung vorgeworfen werden, wenn sie mittels Anwendung des Art. 26 Abs. 2 IVV eine Validenkarriere als Detailhandelsfachangestellte annimmt, indem sie der Bemessung des Valideneinkommens die entsprechenden statistischen LSE-Werte zugrunde legt (vgl. Urteil 8C_99/2016 vom 24. Mai 2016 E. 3). Der berufliche Werdegang der Beschwerdeführerin entspricht dem Wortlaut von Art. 26 Abs. 2 IVV, wo von Versicherten die Rede ist, die eine begonnene berufliche Ausbildung wegen ihrer Invalidität nicht abschliessen konnten (E 4.3.2 hiervor).