Citation: 6B_97/2019 E. 3.4.2

3.4.2. In Bezug auf die Vollendung nimmt die Vorinstanz zunächst zu Recht an, dass beim Anlagebetrug der Vermögensschaden des Anlegers regelmässig in demjenigen Zeitpunkt eintritt, in welchem die Gelder der Anleger in den Machtbereich des (Haupt-) Täters gelangen, der diese Mittel von vornherein statt zur Anlage zu wesentlichen Teilen zur Finanzierung von Rückleistungen an andere Anleger, von Betriebskosten, Vermittlerprovisionen, persönlichen Ausgaben oder spekulativen Vorhaben bzw. nicht werthaltigen Anlagen bestimmt (angefochtenes Urteil S. 26 f.). Entsprechend tritt die Vollendung des im Rahmen eines Ponzi-Systems erfolgten Betruges, welches auf Einzahlungen einer Vielzahl von Anlegern gründet, auf den Zeitpunkt des Eintritts des Vermögensschadens der jeweiligen Investoren ein (angefochtenes Urteil S. 28, 37). Im zu beurteilenden Fall ist die letzte Einzahlung eines Kunden von B.________ auf eines der vom Beschwerdeführer geführten Konten und damit in das Betrugssystem mit Valuta vom 24. November 2009 erfolgt (angefochtenes Urteil S. 37 f.). Unklar ist demgegenüber, bis zu welchem Zeitpunkt im vorliegenden Fall Gehilfenschaft zur Haupttat möglich war. Der Beschwerdeführer stellt sich diesbezüglich auf den Standpunkt, der Vermögensschaden der Kunden und die unrechtmässige Bereicherung des Haupttäters seien zeitgleich erfolgt, der Betrug sei mithin mit der letzten Einzahlung eines Kunden vom 24. November 2009 sowohl vollendet als auch beendet gewesen (Beschwerde S. 13). Hievon geht bei voneinander abgrenzbaren Vermögensverschiebungen grundsätzlich auch die Vorinstanz aus, wenn sie annimmt, die Verschiebung des Vermögens in den Machtbereich des Täters bewirke sowohl den Schaden der Anleger als auch dessen Vermögensvorteil und damit die Bereicherung (angefochtenes Urteil S. 27). Unter Berücksichtigung der Besonderheiten beim Betrugsmodell eines Ponzi-Schemas kommt die Vorinstanz indes zu einem anderen Ergebnis. Bei derartigen Betrugsmodellen sei der Zeitpunkt des letzten, bei den betroffenen Anlegern erfolgten Mittelabflusses massgebend, zumal jede vermeintliche Rendite- und/oder Kapitalrückzahlung dem Zweck diene, den beim Begünstigten erweckten individuellen Irrtum weiter zu unterhalten und so die Weiterexistenz des ganzen Betrugssystems zu garantieren. Die Vorinstanz erachtet demnach die Beendigung der Vortat erst mit dem Zusammenbruch des gesamten Schneeball-Anlagesystems bzw. mit der letzten Auszahlung vom 3. Mai 2010 als eingetreten (angefochtenes Urteil S. 28 f., 38 f.).