Citation: K 112/98 10.02.2000 E. 1

1.- a) Gemäss Art. 103 OG (in Verbindung mit Art. 132 OG) ist legitimiert zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Eidgenössische Versicherungsgericht das in der Sache zu- ständige Departement oder, soweit das Bundesrecht es vor- sieht, die in der Sache zuständige Dienstabteilung der Bundesverwaltung u.a. gegen eine Verfügung einer letzten kantonalen Instanz (lit. b) oder jede andere Person, Orga- nisation oder Behörde, die das Bundesrecht zur Beschwerde ermächtigt (lit. c). Laut Art. 27 Abs. 2 KVV kann das Bundesamt für Sozial- versicherung gegen Entscheide der kantonalen Versicherungs- gerichte und Schiedsgerichte (Art. 86-89 KVG) beim Eidge- nössischen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbe- schwerde erheben. b) Wie das Eidgenössische Versicherungsgericht in BGE 124 V 296 entschieden hat, ist zur Beschwerde gegen kanto- nale Entscheide betreffend die Befreiung von der obligato- rischen Versicherung das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) berechtigt, nicht jedoch das BSV. Zur Begrün- dung führte es an, Art. 27 Abs. 2 KVV beziehe sich aus- schliesslich auf Entscheide der kantonalen Versicherungs- gerichte und Schiedsgerichte im Sinne von Art. 86 und Art. 89 KVG. Vor dem kantonalen Versicherungsgericht seien angesichts von Art. 85 und Art. 86 Abs. 1 KVG lediglich Einspracheentscheide der Versicherer anfechtbar (vgl. auch Art. 80 Abs. 1 KVG). Gleich verhält es sich bei Streitig- keiten im Zusammenhang mit Prämienverbilligungen nach Art. 65 KVG, die ebenfalls nicht unter die Rechtspflege- bestimmungen der Art. 85 bis 91 KVG fallen (BGE 124 V 21 Erw. 2b mit Hinweis auf Spira, Le contentieux en matière d'assurance-maladie selon le nouveau droit, in: Revue jurassienne de jurisprudence [RJJ] 1996 S. 197 f.). Die Beschwerdelegitimation kommt daher auch im vorliegenden Fall lediglich dem EDI zu. Da das BSV die Verwaltungsge- richtsbeschwerde vor Erlass des Urteils BGE 124 V 296 ein- gereicht hat, ist ihm in Anwendung dieses Urteils Gelegen- heit gegeben worden, eine Vollmacht des EDI einzureichen. Am 28. Januar 2000 hat das EDI dem BSV nachträglich die Vollmacht erteilt, in seinem Namen im vorliegenden Fall eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den vorinstanz- lichen Entscheid vom 27. März und 29. Mai 1998 zu erheben. Unter dem Titel Beschwerdelegitimation steht daher einem Eintreten auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nichts mehr im Wege.