Citation: 9C_28/2022 E. 4.2.1

4.2.1. Die Vorinstanz hat vorab eine Bindungswirkung des invalidenversicherungsrechtlichen Entscheids betreffend Festlegung des Eintritts der massgeblichen Arbeitsunfähigkeit verneint. Im Zusammenhang mit der vorliegend interessierenden Frage nach der (medizinischen) Einordnung der per Oktober 2013 erfolgten Pensumsreduktion hat sie sich sodann im Wesentlichen darauf beschränkt, zu prüfen, ob der Beschwerdeführerin bis Ende September 2013 eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit attestiert worden ist oder vor der Pensumsreduktion eine Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen arbeitsrechtlich in Erscheinung getreten ist. Ersteres hat sie echtzeitlich verneint und die retrospektive Einschätzung von Dr. med. F.________ vom 31. Juli 2017 betreffend als spekulativ beurteilt. Letzteres hat sie ebenfalls abschlägig beurteilt. Dabei hat das kantonale Gericht jedoch verkannt, dass neben krankheitsbedingten Arbeitsausfällen oder einem Abfall der Leistungen vor der Pensumsreduktion auch andere Umstände den Schluss nahelegen können, dass die Reduktion aus gesundheitlichen Gründen erfolgt ist. Die Beschwerdeführerin sieht in der unvollständigen Prüfung zu Recht eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Das Recht ist hier von Amtes wegen anzuwenden (E. 2 und 3.2.3 hiervor).