Citation: 4A_537/2022 E. 1.4

1.4. Es ist zwar zutreffend, dass Bildung in der Schweiz einen hohen Stellenwert geniesst und Weiter- und Zusatzausbildungen weit verbreitet sind. Das allein genügt aber nicht, damit es sich bei der von der Beschwerdeführerin vorgelegten Rechtsfrage um eine solche von grundsätzlicher Bedeutung handelt. Es ist an der Beschwerdeführerin, vor Bundesgericht aufzuzeigen, dass ein allgemeines und dringendes Interesse besteht, dass das Bundesgericht die von ihr aufgeworfene Rechtsfrage beantwortet, etwa wenn von unteren Instanzen viele gleichartige Fälle zu beurteilen sein werden. Solches zeigt sie nicht rechtsgenüglich auf, sondern gesteht vielmehr selbst ein, dass es sich bei einer kurzfristigen Absage der Prüfung aus "unzureichenden Gründen" ohne zeitnahe Verschiebung des Examens um eine Ausnahme handelt. Hinzu kommt im vorliegenden Fall, dass die Prüfung aufgrund einer speziellen Situation kurzfristig abgesagt wurde, nämlich nachdem der Bundesrat aufgrund der Bedrohung durch COVID-19 in der Schweiz die sog. ausserordentliche Lage anordnete, die höchste Gefahrenstufe gemäss Epidemiengesetz. Der Beschwerdeführerin gelingt es nicht darzutun, dass sich in diesem Kontext eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellen würde, die nach einer höchstrichterlichen Klärung ruft.