Citation: U 128/01 21.05.2002 E. 2

2.- a) Der Gesuchsteller legt neue ärztliche Berichte von Dr. med. M.________, Spezialarzt FMH für Otorhinolaryngologie, Hals und Gesichtschirurgie, vom 29. Dezember 2000, Dr. med. G.________, Spezialarzt FMH für Innere Medizin, vom 10. Februar 2001 und Dr. med. B.________, Spezialarzt für Neurologie FMH, EEG, EMG, Dopplersonographie, Verhaltensneurologie, vom 15. Februar 2001 ins Recht. Gestützt auf diese Unterlagen macht er geltend, es seien objektivierbare organische Schäden festgestellt worden, welche als Unfallfolgen zu qualifizieren seien. Dementsprechend sei die Invalidenversicherung denn auch von der Beurteilung der SUVA abgewichen und habe ihm auf Grund reiner Unfallfolgen eine ganze Rente zugesprochen. Die IV-Stelle habe die vom Eidgenössischen Versicherungsgericht im Urteil vom 4. Februar 2000 geschützte, leistungsablehnende Haltung der SUVA auf Grund der damaligen Aktenlage als vertretbar bezeichnet; angesichts der heutigen Unterlagen erweise sich diese Würdigung jedoch als Irrtum. Dem widerspricht SUVA-Arzt Dr. med. A.________, Facharzt FMH für Ohren-, Nasen- und Halskrankheiten, Hals- und Gesichtschirurgie und Arbeitsmedizin in einem Bericht vom 15. Mai 2001, in welchem er insbesondere verneint, dass die gegenwärtigen Beschwerden Unfallfolgen seien. b) Soweit die neuen medizinischen Unterlagen die Unfallkausalität der heute geklagten Leiden bejahen, kann sich dies nur auf den natürlichen Kausalzusammenhang beziehen. Denn die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs ist eine Rechtsfrage, welche nicht von den Ärzten zu entscheiden ist (BGE 123 V 105 Erw. 3a in fine). Der Gesuchsteller macht denn auch einzig organische Leiden geltend, nicht jedoch solche psychischer Art. Die im Urteil vom 4. Februar 2000 verneinte adäquate Kausalität der psychischen Leiden zum Unfall vom 14. August 1995 steht somit vorliegend nicht zur Diskussion. c) Das Urteil vom 4. Februar 2000 stützte sich rechtsprechungsgemäss (BGE 116 V 248 Erw. 1a) auf den Sachverhalt, welcher sich bis zum Datum des Einspracheentscheids der SUVA vom 11. März 1998 ergeben hatte. Demnach ist zu prüfen, ob sich der Gesuchsteller vorliegend auf neue Tatsachen oder Beweismittel im dargelegten Sinn (Erw. 1 hievor) stützen kann, welche den bis 11. März 1998 festgestellten Sachverhalt in prozessual revisionsrechtlich relevanter Weise beschlagen. d) Gemäss Bericht der Abteilung für Audiologie und Neurootologie am Spital X.________ vom 17. September 1996 habe der Gesuchsteller beidseits eine normale cochleovestibuläre Funktion aufgewiesen. Die Schwindelbeschwerden seien nicht objektivierbar. Die Rehabilitationsklinik Y.________ gab im Austrittsbericht vom 12. Juni 1997 an, eine neuropsychologische Funktionsstörung habe ausgeschlossen werden können. Ausser lokalen Sensibilitätsstörungen rechts infraorbital hätten sich keine verwertbaren neurologischen Ausfälle ergeben. Laut dem neurologischen Konsilium vom 9. Mai 1997, welches dem Austrittsbericht beilag, sei eine nochmalige neurootologische Abklärung sicher nicht indiziert. Eine milde traumatische Hirnverletzung sei "möglich". e) Die neu eingereichten Berichte beschreiben wohl die bei der jeweiligen Untersuchung (Ende 2000 bis Februar 2001) diagnostizierten gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Indessen enthalten sie keine neuen tatsächlichen Feststellungen über Befunde, welche bereits am 11. März 1998 vorhanden gewesen, aber damals unbewiesen geblieben wären. Dass der Gesuchsteller an Schwindel litt, hatte bereits das Spital X.________ erwähnt. Eine milde Hirnverletzung war ebenfalls schon früher als möglich bezeichnet worden. Die neuen Arztberichte gelangen zu anderen Schlussfolgerungen, ohne jedoch prozessual revisionsrechtlich relevante neue Elemente tatsächlicher Natur zu nennen, d.h. gesundheitliche Beeinträchtigungen, die schon in dem für die letztinstanzliche Beurteilung massgeblichen Zeitraum bis zum Einspracheentscheid bewiesenermassen bestanden hätten. Demnach liegen keine Tatsachen vor, welche dem Eidgenössischen Versicherungsgericht bei der Fällung des Urteils vom 4. Februar 2000 nicht bekannt gewesen wären. Daher ist das Revisionsgesuch unbegründet.