Citation: 1B_241/2022 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erachtet insofern alle materiellen Entsiegelungsvoraussetzungen als erfüllt. Hingegen verneint die Einzelrichterin des Zwangsmassnahmengerichtes die Voraussetzung von Art. 197 Abs. 1 lit. c StPO (Subsidiarität). Dazu erwägt sie Folgendes: Die privaten Beschwerdegegner hätten geltend gemacht, dass die Staatsanwaltschaft Einvernahmen von beteiligten Personen (mutmasslichen Monteuren) vorgesehen habe, was beweise, dass sie "auch ohne die Hausdurchsuchung vom Januar 2022 an die entsprechenden Namen gekommen" sei. Zwar habe sie im Entsiegelungsverfahren dargelegt, dass den versiegelten Bewerbungsunterlagen Informationen über den Ausbildungsstand des eingesetzten Personals entnommen werden könnten und dies wiederum Rückschlüsse auf Auswahl, Instruktion und Überwachung durch die Beschuldigten ermögliche. Weshalb "der Ausbildungsstand des Personals nicht mittels Befragung ermittelt werden könnte", leuchte dem Zwangsmassnahmengericht indessen nicht ein. Ebenso wenig sei für die Entsiegelungsrichterin ersichtlich, aus welchen Gründen "Akten zu Lieferanten, Material und Werkvertrag unentbehrlich" sein sollten. Demnach sei die Notwendigkeit einer Durchsuchung der Unterlagen nicht gegeben.