Citation: 1P.58/2003 15.04.2003 E. 3

Zunächst macht der Beschwerdeführer geltend, das angefochtene Urteil verstosse gegen den Grundsatz "in dubio pro reo" als Beweislastregel, indem das Appellationsgericht festgehalten habe, die Behauptung des Beschwerdeführers, mit der Belastungszeugin nie telefoniert und sie demnach auch nicht telefonisch beschimpft oder bedroht zu haben, werde durch keine besonderen Faktoren gestützt. Im angefochtenen Urteil wird jedoch die Verurteilung nicht mit dem Argument begründet, der Angeklagte habe seine Unschuld nicht nachgewiesen. Ebenso wenig ergibt sich aus dem Urteil, dass das Appellationsgericht von der falschen Meinung ausgegangen wäre, der Beschwerdeführer hätte seine Unschuld zu beweisen. Vielmehr liegt dem Schuldspruch eine ausführliche Indizienkette zugrunde. Die blosse Erwägung, die Behauptung des Beschwerdeführers werde durch keine besonderen Faktoren gestützt, stellt keinen Verstoss gegen den Grundsatz "in dubio pro reo" als Beweislastregel dar. Analoges gilt für den Umstand, dass das Appellationsgericht die Erklärungsversuche des Beschwerdeführers zu seinen sprachlichen Fähigkeiten für nicht überzeugend erachtet bzw. als Schutzbehauptung ansieht. Auch in der Gegenüberstellung der Glaubwürdigkeit einerseits des Beschwerdeführers und andererseits der Belastungszeugin kann keine Umverteilung der Beweislast erblickt werden.