Citation: 5A_742/2019 E. 1.4

1.4. Der Beschwerdeführer hat das Gesuch der Beschwerdegegnerin vor Handelsgericht mit einer Eingabe von 8 Seiten beantwortet, reicht dem Bundesgericht aber nunmehr eine 63 Seiten umfassende Rechtsschrift ein. Er übersieht, dass neue Vorbringen in Verfahren, die der Kognitionsbeschränkung des Art. 98 BGG unterstehen, nur beschränkt zulässig sind. Für Tatsachen und Beweismittel setzt Art. 99 Abs. 1 BGG voraus, dass sie nur so weit vorgebracht werden dürfen, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt. Die Voraussetzung ist in der Beschwerdeschrift darzutun (BGE 133 III 393 E. 3 S. 395; 143 V 19 E. 1.2 S. 22). Rechtliche Einwände, die schon vor Handelsgericht bekannt waren, erstmals vor Bundesgericht in das Verfahren einzuführen, verbietet der Grundsatz von Treu und Glauben (Urteil 5A_878/2014 vom 17. Juni 2015 E. 2.2, nicht publ. in: BGE 141 III 270; für handelsgerichtliche Verfahren: Urteile 4A_50/2019 vom 28. Mai 2019 E. 4.3.2; 4A_446/2018 vom 21. Mai 2019 E. 3.4, nicht publ. in: BGE 145 III 303). Dass der Beschwerdeführer vor Handelsgericht als Gesuchsgegner teilgenommen hat, ändert daran nichts (Urteile 5A_267/2014 vom 15. September 2014 E. 5.2; 5A_848/2017 vom 15. Mai 2018 E. 6.2; 5A_176/2019 vom 26. Juni 2019 E. 2.2). Auch auf die Zulässigkeit seiner neuen Vorbringen wird im Sachzusammenhang zurückzukommen sein.