Citation: 6B_1040/2023 E. 3.4.3

3.4.3. In subjektiver Hinsicht ist mit der Vorinstanz angesichts der konkreten Umstände auf einen direkten Tötungsvorsatz des Beschwerdeführers zu schliessen. Die Vorinstanz berücksichtigt zu Recht die Schussbahnen der Projektile, die Aussagen des Beschwerdeführers, seine Beweggründe wie auch sein Vorgehen. Obschon der Beschwerdeführer geltend macht, einen (direkten) Tötungsvorsatz stets bestritten zu haben, anerkennt er selbst, dass bei Schüssen in den Oberkörper oder den Kopf mit tödlichem Ausgang gerechnet werden muss. Dabei umfasst der Oberkörper gerade auch den wie vorliegend getroffenen Unterleib. Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer die Tatumstände selbst herbeiführte und im Wissen darum die Tat ausführte. Zu keinem Ausschluss eines Tötungsvorsatzes führt, dass der Beschwerdeführer mit dem letzten Schuss "lediglich" in das Bein seiner ehemaligen Lebenspartnerin schoss. Ebenso wenig ist ein Tötungsvorsatz deshalb zu verneinen, weil er zu keinen anderweitigen Tatmitteln griff, nachdem das Magazin leer war. Nichtssagend und mutwillig ist das Argument des Beschwerdeführers, er habe mit D.________ sowie der Wohnung seiner ehemaligen Lebenspartnerin in einem dicht bewohnten Quartier bewusst ein Setting geschaffen, damit sie nicht sterbe und rasch Hilfe erhalte.