Citation: 8C_381/2020 E. 4.3.2

4.3.2. Mit ihren übrigen Vorbringen vermag die Beschwerdeführerin keine Bundesrechtswidrigkeit des angefochtenen Entscheids aufzuzeigen. Die Vorinstanz unterzog die vorliegend massgebende Gesetzesbestimmung einer Auslegung gemäss dem vom Bundesgericht hiefür vorgesehenen Methodenpluralismus (BGE 146 V 51 E. 8.1 S. 63 mit Hinweisen). Sie zeigte unter Verweis auf BGE 142 V 448 E. 5.3 S. 454 ff. auf, dass Sinn und Zweck des zweiten Satzes von Art. 95 Abs. 1bis AVIG - insbesondere unter Berücksichtigung des Wortlauts sowie der historischen und teleologischen Auslegung - die betragliche Begrenzung des Rückforderungsanspruchs der Arbeitslosenkasse im Zusammenhang mit ihrer Vorleistungspflicht auf die Höhe der von anderen Versicherern ausgerichteten Leistungen ist. Das ist auch seitens der Beschwerdeführerin unbestritten. Soweit diese dann aber bestreitet, dass mit "ausgerichteten" wohl "erhaltene" Leistungen gemeint sein sollen, fehlt eine substanziierte Begründung für eine diesbezügliche Bundesrechtswidrigkeit. Das kantonale Gericht legte in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung vielmehr überzeugend dar, dass durch den seit 1. Juli 2003 in Kraft stehenden Art. 95 Abs. 1bis AVIG verhindert werden sollte, dass die versicherte Person für den nicht durch andere Versicherungen gedeckten Teil der Rückforderung erstattungspflichtig wird.