Citation: 1C_617/2021 E. 5

Die Beschwerdeführerin bestreitet ihre Handlungspflicht, weil sie nicht Eigentümerin der stillgelegten Wasserleitung sei. Sie beruft sich hierfür auf das Akzessionsprinzip, wonach sich das Eigentum am Grund und Boden auf alle Bauten, einschliesslich Wasserleitungen, erstrecke (Art. 667 Abs. 2 ZGB). Eine Abweichung davon setze gemäss Art. 676 Abs. 2 und 3 ZGB den Eintrag einer Dienstbarkeit an der Leitung im Grundbuch voraus. Daran fehle es vorliegend, weil zwar am 4. August 1986 ein Durchleitungsvertrag mit dem Rechtsvorgänger des Beschwerdegegners geschlossen, dieser aber nicht im Grundbuch eingetragen worden sei.