Citation: 6B_885/2022 E. 1.3.1

1.3.1. Der Beschwerdeführer bestreitet, den Jugendlichen geschlagen zu haben. Der Jugendliche sei der erst- und zweitinstanzlichen Verhandlung trotz ordnungsgemässer Vorladung ferngeblieben und deshalb rechtskräftig gebüsst worden. Die Vorinstanz blende aus, dass der Jugendliche nicht zu den beiden Verhandlungen erschienen sei, weil er den Beschwerdeführer zu Unrecht belastet habe. Die Rüge ist unbegründet. Die Vorinstanz lässt letztlich offen, warum der Jugendliche der erst- und zweitinstanzlichen Verhandlung fernblieb. Sie hält es aber für denkbar, dass er den Kontakt mit den Strafverfolgungsbehörden vermeidet, weil er in der Vergangenheit bereits mehrfach mit Justiz und Polizei in Konflikt geriet. So habe er auch auf eine Strafanzeige gegen den Beschwerdeführer verzichtet. Vor diesem Hintergrund wäre sein Fernbleiben konsequent. Entgegen der Argumentation des Beschwerdeführers lasse die Abwesenheit des Jugendlichen nicht den Schluss zu, er habe etwas zu verbergen. Zudem habe er bereits zweimal zur Sache ausgesagt, wovon einmal in Anwesenheit der Verteidigung. Damit wurde auch der Anspruch des Beschwerdeführers auf Konfrontation mit dem Belastungszeugen resp. Opfer nach Art. 147 StPO gewahrt (vgl. dazu BGE 133 I 33 E. 3.1; 476 E. 2.2; Urteil 6B_173/2022 vom 27. April 2022 E. 1.3.1 mit Hinweisen). Hingegen schadet es insoweit nicht, dass der Jugendliche den Gerichtsverhandlungen trotz Vorladungen fernblieb. Im Übrigen übersieht der Beschwerdeführer mit seiner Argumentation, dass die Aussagen des Jugendlichen und dessen damaliger Betreuerin für die Verurteilung überhaupt keine entscheidende Rolle spielten. Vielmehr stützt die Vorinstanz ihre Sachverhaltsfeststellung hauptsächlich auf das rechtsmedizinische Gutachten und die Aussagen des Beschwerdeführers sowie des anderen Polizisten. Dass der Jugendliche auf der Polizeiwache vom Beschwerdeführer befragt wurde, ist nicht strittig.