Citation: I 159/05 16.03.2006 E. 2

Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen und Grundsätze über den Anspruch auf erstmalige berufliche Ausbildung (Art. 16 IVG) und Umschulung (Art. 17 IVG), deren Abgrenzung (vgl. BGE 121 V 186 Erw. 5b, 118 V 14 Erw. 1c/cc, AHI 2000 S. 189, SVR 2004 IV Nr. 33 S. 105 [Urteil F. vom 29. Oktober 2003, I 301/02]) im Hinblick auf die unterschiedlichen Taggeldbemessungsvorschriften (Art. 22 Abs. 1, Art. 23 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 24 Abs. 1 und Abs. 3 IVG; vgl. AHI 1997 S. 161 ff. Erw. 2a und b mit Hinweisen) und zum Beweiswert ärztlicher Berichte und Gutachten (BGE 125 V 352 Erw. 3a) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. Für die Abgrenzung der beiden Leistungsarten kommt es entscheidend darauf an, ob der Versicherte vor Eintritt der Invalidität - im Sinne des für die Eingliederungsmassnahme spezifischen Versicherungsfalles (Ulrich Meyer-Blaser, Zum Verhältnismässigkeitsgrundsatz im staatlichen Leistungsrecht, Diss. Bern 1985, S. 168, Fussnote 734) - in ökonomisch bedeutsamem Ausmass erwerbstätig gewesen ist oder nicht (BGE 121 V 186 Erw. 5b, 118 V 7, AHI 2000 S. 189, Urteil M. vom 19. August 2004, I 147/04). Nur auf diese Weise wird - vorbehältlich Art. 6 Abs. 2 IVV, welcher bei invaliditätsbedingtem Abbruch einer erstmaligen beruflichen Ausbildung die neue berufliche Ausbildung unter den dort näher beschriebenen Voraussetzungen der Umschulung gleichstellt - eine Abgrenzung erreicht zwischen der Umschulung gemäss Art. 17 IVG und der gemäss Art. 16 Abs. 2 lit. b IVG einer erstmaligen beruflichen Ausbildung gleichgestellten beruflichen Neuausbildung invalider Versicherter, die nach dem Eintritt der Invalidität eine ungeeignete und auf die Dauer unzumutbare Erwerbstätigkeit aufgenommen haben (BGE 118 V 14 Erw. 1c/cc, Urteil M. vom 19. August 2004, I 147/04).