Citation: 1C_473/2020 E. 5.3

5.3. Die Beschwerdeführerin macht sinngemäss geltend, die geplanten Sondierbohrungen könnten zu einer zusätzlichen Vermischung verschiedener Aquifere führen, wodurch Menge oder Qualität des Grundwassers beeinträchtigt werden könnten. Sie bringt vor, es sei nicht klar, ob die bereits bestehende Vermischung des "Tal-Aquifers" und des "Mineralwasser-Aquifers" natürlichen Ursprungs sei. Sie weist sodann auf einen von ihr in Auftrag gegebenen Fachbericht vom 23. Mai 2019 zur Einschätzung des Gefährdungspotentials des Projekts der Beschwerdegegnerin hin, worin unter dem Titel "Potentielle Gefährdungen" unter anderem festgehalten wird, es bestehe die Gefahr, dass die hydraulischen Fliessverhältnisse und -gradienten im Gesamtsystem durch Sondierbohrungen irreversibel verändert werden könnten, wenn mit den Bohrungen eine hydraulische Verbindung von zwei Aquiferen geschaffen werde. Ausserdem bestehe die Gefahr, dass beim Anbohren der Felsoberfläche ungewollte hydraulische Druckveränderungen im Gesamtsystem entstünden, welche irreversibel seien und sich negativ auf die Ergiebigkeit der bestehenden Fassungen und/oder auf die Mineralwasserzusammensetzung auswirken könnten.