Citation: 1P.417/2002 31.01.2003 E. 2

2.1 Der Beschwerdeführer macht sinngemäss geltend, er sei von Anfang an gegen die Mandatsübernahme durch Fürsprecher B.________ gewesen. So habe er sich geweigert, sein Rechtsdomizil auf den amtlichen Verteidiger zu übertragen. Die von ihm vorgeschlagenen Anwälte habe man einfach nicht berücksichtigt. Der ihm beigeordnete Verteidiger sei vom Regierungsstatthalteramt bezahlt worden und habe im Oktober 2001 einen Vergleich "ertrogen". Er sei nicht unabhängig, da er auch als Verweser für das Regierungsstatthalteramt arbeite. Im Übrigen seien Zweifel an den Fähigkeiten Fürsprecher B.________'s als Verteidiger angebracht, sei dieser doch ein "Baurechtler". Der amtliche Vertreter missachte seine, des Beschwerdeführers, Interessen und habe ihm sowohl den Entscheid der JGK-Direktion als auch der Anklagekammer vorenthalten. Sinngemäss macht der Beschwerdeführer geltend, mit dem Schreiben vom 24. Januar 2001, in welchem der Anwalt Einsicht in die Akten des Regierungsstatthalteramtes verlange, weil sich aus diesen Unterlagen begründete Zweifel am Geisteszustand des Beschwerdeführers ergäben, wolle der Verteidiger nur den Privatkläger im Strafverfahren gegen den Beschwerdeführer entlasten. Beim ertrogenen Vergleich vom 29. Oktober 2001 habe man seine Verhandlungsfähigkeit nicht angezweifelt, aber jetzt, im Strafverfahren, berufe man sich auf seinen Gesundheitszustand, der schon seit langem durch diverse Arztzeugnisse belegt sei. 2.2 Die Anklagekammer hält in ihrem Entscheid dafür, die Akten bewiesen, dass Fürsprecher B.________ seinen amtlichen Auftrag in den beiden Verfahren vor dem Regierungsstatthalter und dem Gerichtspräsidenten 7 pflichtgemäss erfüllt habe. Den weitschweifenden und ausführlichen Eingaben des Beschwerdeführers lasse sich zwar entnehmen, dass er anderer Auffassung sei und dafür halte, dass Fürsprecher B.________ zu seinem Schaden vorgegangen sei. Dabei handle es sich indessen um subjektive Einschätzungen und Meinungen des Beschwerdeführers, die einer objektiven Grundlage entbehrten. Wenn der Beschwerdeführer behaupte, er sei bei der Instruktionsverhandlung vom 29. Oktober 2001 übertölpelt worden, müsse dem entgegengehalten werden, dass zum einen der Versuch, eine gütliche Einigung zu erzielen, objektiv gesehen durchaus im Interesse des Beschwerdeführers gewesen sei. Zum andern habe es dem Beschwerdeführer frei gestanden, den Vergleich zu akzeptieren. Wenn der amtliche Verteidiger mit Schreiben vom 24. Januar 2002 Akteneinsicht verlangt habe, um Zweifel am Geisteszustand des Beschwerdeführers zu begründen, liege darin nicht eine Befangenheit des Fürsprechers, sondern eine pflichtgemässe Wahrnehmung der Verteidigungsaufgaben. Wegen der Relevanz, welche die Zurechnungsfähigkeit im Strafverfahren habe, sei der Verteidiger sogar verpflichtet gewesen, den fraglichen Antrag zu stellen und zu begründen. 2.3 Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss eine staatsrechtliche Beschwerde die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. Im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren prüft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene Rügen (BGE 127 I 38 E. 3c S. 43 mit Hinweisen). Auf ungenügend begründete Rügen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (BGE 125 I 492 E. 1b S. 495). Die Anforderungen an die Antragsbegründung können bei Laienbeschwerden jedoch grosszügiger gehandhabt werden (vgl. auch BGE 116 II 745 E. 2b S. 748; 115 Ia 12 E. 2 S. 14). Aber auch unter dem Aspekt, dass der Beschwerdeführer ein juristischer Laie ist, vermögen die erhobenen Rügen den Begründungsanforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG in weiten Teilen nicht zu genügen. Auf die allgemeinen, nicht belegten Vorwürfe und Verdächtigungen des Beschwerdeführers gegen Behörden ist nicht einzutreten.