Citation: 6B_688/2019 E. 1.3

1.3. Die Vorinstanz äussert sich weder im angefochtenen Urteil noch in den vorangehenden verfahrensleitenden Verfügungen zum Grund der Verfahrenstrennung. Dem Beschwerdeführer ist beizupflichten, dass die Vorinstanz seinen Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV verletzt. Sie kommt ihrer Begründungspflicht, warum die Verfahren getrennt geführt wurden, nicht nach. Indessen ergibt sich der Grund für die Abtrennung des Strafverfahrens des Beschwerdeführers von den Strafverfahren gegen die Mitbeschuldigten aus dem erstinstanzlichen Urteil und den Vorakten. Die erstinstanzliche Gerichtsverhandlung gegen die Mitbeschuldigten fand am 19. Januar 2017 statt. Der Beschwerdeführer war zu diesem Zeitpunkt landesabwesend und sein genauer Aufenthaltsort unbekannt. Sein Verteidiger gab die Adresse im Ausland erstmals mit Schreiben vom 6. Februar 2017 bekannt. Er stellte am 21. März 2017 ein Gesuch um freies Geleit, worauf das Verfahren formlos sistiert worden und Abklärungen beim serbischen Justizministerium zur rechtsgültigen Zustellung der Vorladung getätigt wurden. Am 18. Februar 2018 wurde der Beschwerdeführer am Flughafen Zürich festgenommen und in Sicherheitshaft versetzt, als er zwecks Familienbesuchs in die Schweiz einreisen wollte. Auch wenn eine Verfahrenstrennung mitbeschuldigter Personen nach Art. 30 StPO die Ausnahme bildet, war sie vorliegend wegen des Aufenthalts des Beschwerdeführers im Ausland inhaltlich gerechtfertigt. Damit wurde eine ungebührliche Verfahrensverzögerung der anderen Strafverfahren von über einem Jahr vermieden. Dies gilt umso mehr, als der Beschwerdeführer durch seinen Verteidiger im Plädoyer vor Vorinstanz geltend machen liess, er selbst sei nicht oder bestenfalls am Rande an den Straftaten beteiligt, was einen guten Grund für eine getrennte Verfahrensführung darstelle. Insgesamt erübrigt sich eine Rückweisung des angefochtenen Urteils an die Vorinstanz, da dies einem prozessualen Leerlauf gleichkäme. Die Rüge ist abzuweisen.