Citation: 8C_517/2019 E. 6.1

6.1. Dass die Vorinstanz den Verzicht der Suva auf eine umfassende Neuüberprüfung mangels anspruchsrelevanter Veränderung des Sachverhalts im Sinne einer revisionsbegründenden erheblichen Gesundheitsveränderung (vgl. oben E. 5.3) geschützt hat, ist nicht zu beanstanden (vgl. BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11). Daran kann zunächst nichts ändern, dass die Suva die DAP, die sie bei der ursprünglichen Rentenzusprechung zur Ermittlung des Invalideneinkommens beigezogen hat, zwischenzeitlich nicht mehr weiterführt. Gleiches gilt insoweit, als eine Invaliditätsbemessung in Abstimmung mit der Invalidenversicherung beantragt wird. Dabei ist zusätzlich zu berücksichtigen, dass die Invaliditätsschätzung der Invalidenversicherung gegenüber dem Unfallversicherer keine Bindungswirkung entfaltet (BGE 131 V 362). Die IV-Stellen und die Unfallversicherer haben die Invaliditätsbemessung praxisgemäss in jedem einzelnen Fall selbstständig vorzunehmen. Sie dürfen sich ohne weitere eigene Prüfung nicht mit der blossen Übernahme des Invaliditätsgrades des Unfallversicherers oder der IV-Stelle begnügen (BGE 133 V 549 E. 6.1 S. 553). So sind in der Invaliditätsschätzung der Unfallversicherung lediglich die natürlich und adäquat kausalen gesundheitlichen und erwerblichen Unfallfolgen zu berücksichtigen, während bei der Invalidenversicherung auch unfallfremde gesundheitliche Beeinträchtigungen wie krankhafte Vorzustände oder psychische Fehlentwicklungen mit einzubeziehen sind (Urteil 8C_665/2016 vom 24. November 2016 E. 5.2 mit Hinweis auf BGE 133 V 549 E. 6.2 S. 554).