Citation: 6B_671/2022 E. 1.3

1.3. Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie habe durch die medizinische Behandlung der Beschwerdegegnerin 2 körperliche Beeinträchtigungen erlitten, die zumindest einer Tätlichkeit nach Art. 126 StGB, wenn nicht sogar einer einfachen Körperverletzung nach Art. 123 Ziff. 1 StGB gleichkommen. Sie wolle im Adhäsionsverfahren Schadenersatz nach Art. 41 bzw. Art. 46 OR und Genugtuung nach Art. 49 OR beanspruchen. Diese Ausführungen genügen für die Begründung der Beschwerdelegitimation in der Sache im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG nicht. Die Beschwerdeführerin beschränkt sich auf abstrakte Definitionen der von ihr behaupteten Anspruchsgrundlagen. Inwieweit ihr durch den angezeigten Sachverhalt hingegen konkret Kosten oder wirtschaftliche Nachteile entstanden sein sollen, führt sie nicht aus. So fehlen Angaben zu ihrer Arbeitstätigkeit, zur Höhe des Erwerbseinkommens, zur Dauer und zum Grad der Arbeitsunfähigkeit und zur Höhe des Erwerbsausfalles. Mit ihren Ausführungen, dass bei Körperverletzung grundsätzlich Auslagen für eine ärztliche Behandlung als Schadensposition "in Betracht" fallen können, ist nicht gesagt, ob, wie oft und weswegen die Beschwerdeführerin medizinische Hilfe in Anspruch genommen bzw. ob und welche (von der Krankenkasse ungedeckten) Kosten sie selbst getragen hat. In der Beschwerdebegründung fehlen schliesslich Angaben, weshalb die geltend gemachten Beeinträchtigungen derart aussergewöhnlich schwer sein sollen und in ihren Auswirkungen das Mass einer Aufregung oder einer alltäglichen Sorge klar übersteigen, so dass eine Genugtuung gerechtfertigt wäre (vgl. Urteile 6B_807/2022 vom 2. August 2022 E. 2; 6B_1105/2021 vom 11. Oktober 2021 E. 3; 6B_559/2021 vom 29. Juni 2021 E. 1.4; je mit Hinweisen). Die bloss unbelegte Behauptung, sie sei durch die Behandlung bis heute traumatisiert, erfüllt die Begründungsanforderungen nicht. Eine Beschwerdelegitimation nach Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 6 BGG fällt ausser Betracht, da es vorliegend nicht um das Strafantragsrecht als solches geht.