Citation: 5A_891/2020 E. 3.2

3.2. Im Zusammenhang mit der verwiesenen bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist der Beschwerdeführer der Meinung, diese betreffe nur Wegzugsentscheide. Indes ist nicht zu sehen, inwiefern das Kantonsgericht BGE 138 III 565 und BGE 144 III 469 in willkürlicher Weise angewandt haben soll. Die beiden Entscheide (wobei im ersten der Fokus auf der Obhut und im zweiten auf dem Aufenthaltsort des Kindes liegt) betreffen die Frage der Obhutsregelung sowie den damit verbundenen Aufenthaltsort bzw. Wohnsitz und damit auch den Schulort des Kindes. Der vorliegend interessierende und vom Kantonsgericht willkürfrei verstandene Eckpunkt der betreffenden Rechtsprechung ist, dass dort, wo bislang eine alternierende Obhut bestand, während des Rechtsmittelverfahrens in der Regel der bisherige Zustand aufrechtzuerhalten ist, weil mit der unverzüglichen Vollstreckung vollendete Tatsachen geschaffen würden und die entsprechende präjudizierende Wirkung in Bezug auf den Sachentscheid - im Unterschied zum Fall, wo immer schon der eine Elternteil die Hauptbezugsperson war und er dies voraussichtlich auch in Zukunft bleiben wird - eine Missachtung der Neutralität der Ausgangssituation bedeuten würde (vgl. BGE 138 III 565 E. 4.3.2 S. 566; 144 III 469 E. 4.2.1 S. 472). Eine Willkürrüge würde substanziierte Ausführungen zur Frage voraussetzen, dass und inwiefern das Kantonsgericht aufgrund der konkreten Situation im vorliegenden Fall zwingend von den bundesgerichtlichen Regelvorgaben hätte abweichen müssen. Eine solche Darlegung erfolgt nicht. Im Übrigen könnte umso weniger gegeben sein, als - in der kantonsgerichtlichen Begründung nicht erwähnt - nach der bisherigen Regelung sich der Wohnsitz von C.________ bei der Mutter befindet und diese das Kind primär an den Wochentagen betreut, während die Mehrheit der väterlichen Betreuungszeit auf das Wochenende entfällt, für welches die Kindergartenfrage irrelevant ist.