Citation: 5A_93/2022 E. 3.2

3.2. Das Gericht begründet seinen Entscheid vor dem Hintergrund des in Art. 29 Abs. 2 BV verankerten Gehörsanspruchs dann hinreichend, wenn dieser so abgefasst ist, dass sich die betroffene Person über seine Tragweite Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. Nicht erforderlich ist hingegen, dass sich der Entscheid mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt (BGE 146 II 335 E. 5.1; 143 III 65 E. 5.2). Diesen Anforderungen genügt der angefochtene Entscheid: Das Obergericht hat sich in den massgebenden Punkten ausreichend und verständlich geäussert, sodass die Tragweite des Entscheids erkenntlich war und er sachgerecht angefochten werden konnte. Dies hat die Beschwerdeführerin denn auch getan, wohlgemerkt unter Auslassung gewisser Aspekte, die sie in ihrer Beschwerde ans Obergericht noch gerügt hatte und die sich durch den vorinstanzlichen Entscheid offenbar geklärt haben. Keine Frage des Anspruchs auf rechtliches Gehör ist dagegen die inhaltliche Richtigkeit des angefochtenen Entscheids (BGE 145 III 324 E. 6.1), wie die Beschwerdeführerin sie etwa mit dem Vorbringen - es trifft ohnehin nicht zu (vgl. hinten E. 6.2 und 6.3) - anspricht, es sei die Anordnung milderer Massnahmen nicht geprüft worden.