Citation: 6B_1144/2023 E. 1.4.2

1.4.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz verfalle in Willkür und verletze Bundesrecht, indem sie davon ausgehe, er habe neben der Einhaltung des Sicherheitsabstands von einem Meter zusätzlich die Pflicht gehabt, brennbare Bauteile und Anschlüsse abzuschirmen. Die Rüge erweist sich als begründet. Die Vorinstanz führt in diesem Zusammenhang einzig aus, die Pflicht zum Abschirmen brandgefährdeter Bauteile bestehe zusätzlich zur Pflicht, einen Mindestabstand einzuhalten (vgl. Urteil S. 20). Worauf sie diese Annahme stützt, erläutert sie nicht weiter, womit sich mit dem Beschwerdeführer die Frage stellen lässt, ob die Vorinstanz ihre Begründungspflicht verletzt (vgl. Beschwerde S. 11). Dies kann jedoch offenbleiben, da der Beschwerdeführer überzeugend aufzeigt, dass die Vorinstanz in diesem Punkt kantonales Recht willkürlich anwendet und damit Bundesrecht verletzt. Aus dem Merkblatt "Arbeiten mit offener Flamme bei Abdichtungen von Hochbauten" und dem Brandschutzmerkblatt "Brandverhütung auf Baustellen" ergibt sich, dass eine Abdeckung bzw. Abschirmung der brandgefährdeten Bauteile nur notwendig ist, wenn der Sicherheitsabstand nicht eingehalten wird (vgl. E. 1.3.2). Da der Beschwerdeführer und seine Hilfsperson den notwendigen Sicherheitsabstand gemäss den verbindlichen tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz eingehalten haben, war eine Abdeckung der brandgefährdeten Bauteile entgegen der Vorinstanz gestützt auf die genannten Merkblätter nicht nötig. Folglich wendet die Vorinstanz kantonales Recht willkürlich an und verletzt Bundesrecht, indem sie davon ausgeht, der Beschwerdeführer habe sorgfaltspflichtwidrig gehandelt, indem er keine Abdeckungen anbrachte. Gleiches gilt, soweit die Vorinstanz eine Sorgfaltspflichtverletzung des Beschwerdeführers darin erblickt, dass er seine Hilfsperson nicht instruierte, die gefährdeten Bauteile abzuschirmen (vgl. Urteil S. 20 f.). Wie dargelegt bestand keine Pflicht des Beschwerdeführers die gefährdeten Bauteile abzudecken, da der notwendige Abstand zu An- und Abschlüssen an Bauteilen mit brennbaren Anteilen eingehalten wurde, womit er auch nicht verpflichtet war, seine Hilfsperson entsprechend zu instruieren.