Citation: 1C_434/2022 E. C

Im Februar 2020 teilte D.________, Eigentümer einer dienstbarkeitsbelasteten Nachbarparzelle, dem Gemeinderat mit, dass das Ferienhaus von Familie A.B.________ und C.B.________ inzwischen wieder als Dauerwohnsitz genutzt werde, und ersuchte um Anordnung eines Nutzungsverbots. Am 30. Juni 2020 forderte der Gemeinderat A.B.________ und C.B.________ auf, ein nachträgliches Baugesuch für die Nutzung des Ferienhauses als Dauerwohnsitz einzureichen. Dieser Aufforderung kamen sie im Oktober 2020 nach. Der Nachbar erhob Einsprache gegen das Gesuch. Mit Verfügung vom 22. Februar 2021 verweigerte das AREG dem Umnutzungsgesuch die Zustimmung. Der Gemeinderat hiess die öffentlich-rechtliche und die privatrechtliche Einsprache von D.________ gut und wies das Gesuch ab. Den dagegen gerichteten Rekurs der Bauherrschaft wies das Baudepartement des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 30. September 2021 ab. Das Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen hiess die Beschwerde von A.B.________ und C.B.________ mit Urteil vom 7. Juni 2022 insoweit gut, als es die privatrechtliche Immissionseinsprache des Nachbarn abwies. In der Hauptsache blieb es bei der Abweisung des Zweckänderungsgesuchs.