Citation: 5A_783/2023 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwog, es sei unbestritten, dass das Besuchs- und Ferienrecht neu geregelt werden müsse, nachdem die Vereinbarung aus dem Jahr 2010 längst überholt sei. Der Beschwerdeführer habe sodann nicht bestritten, dass die bald 15-jährige Tochter hinsichtlich des Besuchs- und Ferienrechts urteilsfähig sei. Vielmehr habe er bestätigt, dass sie sich klar und reflektiert äussern könne und keine Mühe habe, ihre Anliegen und Wünsche zu formulieren und durchzusetzen. Die Tochter sei am 21. Oktober 2022 angehört worden und habe deutlich zu Protokoll gegeben, dass sie es gut finde, beide Elternteile regelmässig zu sehen. Sie wolle jedoch ab und zu öfters bei ihrer Mutter bleiben, weil sie sich dort etwas mehr daheim fühle. Sie wolle insbesondere am Donnerstagabend mehr Flexibilität. Teilweise sei sie jedoch froh, den Donnerstagabend bei ihrem Vater zu verbringen. Auch sei ihr die Ferienregelung 50/50 zu viel, weil sie sich mehr Freiraum wünsche. Diese Aussagen habe die Tochter an der gemeinsamen Anhörung mit den Eltern am 3. März 2023 bestätigt. Sie habe differenziert Auskunft gegeben und sei fähig gewesen, sowohl die Qualität ihrer Beziehung zum Vater als auch ihren Wunsch nach mehr Autonomie und Flexibilität nachvollziehbar zu äussern. Ihre Wünsche, gerade was die Freizeit betreffe, entsprächen dem natürlichen Bedürfnis einer Jugendlichen in diesem Alter. Typischerweise würden Freundschaften und ausserfamiliäre Aktivitäten in dieser Lebensphase an Bedeutung zunehmen, weshalb es zu einer Ablösung von den Kindseltern komme. Die Tochter habe folglich einem alterstypischen Wunsch Ausdruck verliehen, der auch mit ihrer sozialen und schulischen Einbettung gut vereinbar sei. Es seien keine Gründe ersichtlich, die gegen die Urteilsfähigkeit der bald 15-jährigen Tochter sprechen würden, weshalb ihr Wille ernst zu nehmen und massgeblich zu berücksichtigen sei. Eine Gefährdung der Tochter bei der Flexibilisierung der Kontakte zum Vater sei ferner weder ersichtlich noch behauptet, zumal der Kontakt erhalten bleibe und die Tochter den Vater regelmässig besuche. Die Wünsche der Tochter entsprächen ihren Entwicklungsaufgaben, nämlich insbesondere der Loslösung vom Elternhaus und dem Aufbau ihrer sozialen Kompetenzen. Dafür benötige sie den nötigen zeitlichen und örtlichen Spielraum, wozu auch gehöre, dass sie über ihre Ferien eigenständiger entscheiden könne. Die Besuchsrechtsregelung der KESB nehme auf die familiären und persönlichen Lebensumstände der Tochter Rücksicht und erscheine entgegen den Behauptungen des Beschwerdeführers auch angemessen. Der Beschwerdeführer stelle vielmehr einzig seine Interessen in den Vordergrund. Da das Fussballtraining der Tochter nunmehr am Montag und Mittwoch stattfinde, bleibe es auch beim Telefontermin am Dienstag.