Citation: 6B_79/2016 E. 2.4.1

2.4.1. Nicht zu beanstanden ist, dass die Vorinstanz aufgrund der verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen die Tatbeteiligung des Beschwerdeführers als mittäterschaftlich versuchte schwere Körperverletzung qualifiziert. Mittäterschaft kann auch durch die tatsächliche Mitwirkung bei der Tatausführung spontaner, nicht geplanter oder unkoordinierter Straftaten begründet werden. Der Beschwerdeführer hat gemeinsam mit den anderen Beschuldigten in der Anfangsphase der Übergriffe zusammengewirkt und während seiner Beteiligung die Gewalttätigkeiten in Form von Schlägen, Tritten und Kniestichen gegen den Kopf und den Körper des bereits in dieser Geschehensphase zeitweise am Boden liegenden Beschwerdegegners 2 aus nächster Nähe mitbekommen. Dieser war zudem stark alkoholisiert und hatte den gemeinsamen Übergriffen der ihm zahlenmässig (und körperlich) überlegenen Beschuldigten nichts entgegenzusetzen. Dass der Beschwerdeführer sich ab einem gewissen Zeitpunkt gegen die anderen Beschuldigten gestellt und versucht hat, eine weitere Eskalation zu vermeiden, zeugt davon, dass er (zu diesem Zeitpunkt) keine schwere Schädigung des Beschwerdeführers (mehr) wollte. Aufgrund der konkreten Tatumstände durfte die Vorinstanz jedoch, ohne in Willkür zu verfallen respektive Bundesrecht zu verletzen, zur Überzeugung gelangen, der Beschwerdeführer habe schwere Körperverletzungen in der Phase seines Mitwirkens für möglich gehalten und für den Fall des Eintritts billigend in Kauf genommen, auch wenn dies womöglich nicht sein (eigentlicher) Beweggrund war und sein Handlungsziel in einer Abfuhr für den Beschwerdeführer bestand. Dass er anschliessend versuchte, schlimmere Schläge und Tritte zu verhindern, lässt - was die Vorinstanz anzunehmen scheint - seinen vorgängigen Eventualvorsatz nicht rückwirkend entfallen. Die Tritte der Mitbeschuldigten gegen den bewusstlosen Beschwerdegegner 2 rechnet die Vorinstanz dem Beschwerdeführer hingegen nicht zu. Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, aufgrund der äusseren Umstände während seiner Tatbeteiligung könne nicht auf Eventualvorsatz hinsichtlich einer schweren Körperverletzung geschlossen werden, entfernt er sich von den verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen (vgl. vorstehend E. 1.4).