Citation: 4A_478/2023 E. A

Die A.________ GmbH (Beschwerdeführerin) bezweckt die Führung und Beratung von Gastronomiebetrieben. Sie fordert von der B.________ AG (Beschwerdegegnerin) Schadenersatz aus der fehlerhaften Ausübung eines Beratungsmandats als Versicherungsmaklerin. Die Beschwerdegegnerin habe sie nicht darauf hingewiesen, dass der neue Versicherungsvertrag bei der Helvetia im Unterschied zur gekündigten Police bei der Zürich keine Deckung im Fall einer Betriebsschliessung infolge des Auftretens einer Infektionskrankheit enthalte und dass bei der Helvetia für Ertragsausfall und Mehrkosten bei Betriebsschliessung und Tätigkeitsverbot eine Zusatzversicherung hätte abgeschlossen werden können. Infolgedessen habe die Beschwerdeführerin nach der Covid-bedingten behördlich angeordneten Betriebsschliessung 2020 weder einen Anspruch bei der bisherigen noch bei der neuen Versicherung gehabt. Auch sei sie nicht in den Genuss des standardisierten Vergleichsangebots der Helvetia für die Schliessung während der ersten Welle im März 2020 gekommen.