Citation: 6B_916/2016 E. 5

Die Beschwerdeführerin wendet zudem ein, sie beziehe lediglich AHV und lebe von einer kleinen Rente von weniger als Fr. 1'000.--. Die Einziehung stelle für sie eine "unverhältnismässige Härte" dar. Die Einziehung ist gemäss Art. 70 Abs. 2 StGB ausgeschlossen, wenn ein Dritter die Vermögenswerte in Unkenntnis der Einziehungsgründe erworben hat und soweit er für sie eine gleichwertige Gegenleistung erbracht hat oder die Einziehung ihm gegenüber sonst eine unverhältnismässige Härte darstellen würde. Art. 70 Abs. 2 StGB schützt nach der Rechtsprechung nur Dritterwerber, nicht aber Direktbegünstigte, bei welchen Art. 70 Abs. 1 StGB zur Anwendung kommt. Als Dritterwerber gilt, wer einen deliktisch erlangten Vermögenswert nach der Tat im Rahmen eines Rechtsübergangs ohne Konnex zur Tathandlung erwirbt. Drittbegünstigt ist dagegen, wem der deliktisch erlangte Vermögenswert unmittelbar durch die Straftat direkt - d.h. nicht über einen anderen Vermögensträger - zukommt (Urteile 1B_95/2016 vom 28. April 2016 E. 2.3; 1B_365/2012 vom 10. September 2012 E. 3.2; 6B_80/2011 vom 8. September 2011 E. 4 mit Hinweisen; siehe auch FLORIAN BAUMANN, in: Basler Kommentar, Strafrecht I, 3. Aufl. 2013, N. 55 f. zu Art. 70/71 StGB). Als Mitinhaberin des Kontos bei der Bank B.________ war die Beschwerdeführerin durch die beurteilten Straftaten direkt begünstigt. Sie kann sich daher nicht auf Art. 70 Abs. 2 StGB berufen. Abgesehen davon ist eine "unverhältnismässige Härte" vorliegend auch nicht ersichtlich. Nicht gefolgt werden kann der Beschwerdeführerin insbesondere, wenn sie geltend macht, sie brauche die deliktischen Vermögenswerte für ihren Lebensunterhalt, da dies dem Grundsatz "Verbrechen soll sich nicht lohnen" widersprechen würde.