Citation: 1C_203/2014 E. 5.1

5.1. Die Beschwerdeführer machen dagegen geltend, dass die bestehende Überbauung nicht auf der vom Verwaltungsgericht favorisierten, sondern einer strengeren Messweise beruhe: Das Verwaltungsgericht habe erstmals im Urteil R 00 30/31 vom 27. Juni 2000 entschieden, dass im Quartierplangebiet Seglias gemäss Legende zum Quartiergestaltungsplan 1977 die Gebäudehöhe nur an der tiefstliegenden Schnittlinie eingehalten werden müssen; in den 23 Jahren davor sei stets verlangt worden, dass die Gebäudehöhe nirgends überschritten werde, d.h. an allen Schnittstellen zwischen Dachhaut und Aussenmauern eingehalten werde; dies gehe insbesondere aus dem Urteil der Verwaltungsgerichts VGE 466/93 vom 15. Dezember 1993 hervor (E. 2b S. 9 und E. 2c S. 10). In dieser Zeitspanne seien 28 der heute im Quartier erstellten 30 Gebäude errichtet worden. Von den beiden Gebäude, die nach 2000 errichtet wurden, halte nur dasjenige auf Parzelle 2868 die Gebäudehöhe nicht an allen Schnittpunkten ein. Somit seien 95 % der Bauten (einschliesslich der Baute der Beschwerdeführer) nach einer Messmethode erstellt worden, die noch strenger sei als die heute geltende Regel gemäss Art. 26 BauG/Sils. Von einer Diskriminierung könne daher keine Rede sein, zumal der Beschwerdegegner von einer liberaleren Berechnung der BGF und einer Ausnahmebewilligung für das Überschreiten der Baulinie profitiere. Die übrigen zwei unüberbauten Grundstücke stünden ohnehin im Eigentum der Gemeinde.