Citation: 6B_462/2013 E. 4.3

4.3. Im Rahmen des Vollzugs der stationären therapeutischen Massnahme wurde die Beschwerdeführerin am 2. August 2012 von den Anstalten A.________ in die Psychiatrische Klinik B.________ versetzt. Die sie behandelnden Ärzte und Psychologen sprachen sich am 12. Dezember 2012 sowie - auf ergänzende Fragen der Vorinstanz hin - am 9. Januar 2013 zum Therapieverlauf aus. Diesen Berichten kommt keine über die Bewertung des Therapieverlaufs hinausgehende Bedeutung zu. Sie haben insbesondere nicht die Qualität von Gutachten (vgl. MARIANNE HEER, in: Basler Kommentar StPO, 2013, Art. 184 Rz. 10 sowie Art. 189 Rz. 9; DIESELBE, in: Basler Kommentar StGB, 3. Aufl., 2013, Art. 56 Rz. 48 und 60a). Der ergänzende Therapieverlaufsbericht vom 9. Januar 2013 wurde der anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin zur Kenntnisnahme zugestellt (kantonale Akten, Verhandlungsprotokoll). Anlässlich der vorinstanzlichen Verhandlung erhielt sie überdies die Möglichkeit, sich dazu zu äussern und entsprechende Kritik anzubringen (kantonale Akten, Verhandlungsprotokoll; Entscheid, S. 7). Damit wurde der Gehörsanspruch der Beschwerdeführerin gewahrt. Weitergehende Ansprüche auf Anhörung und Mitwirkung bestehen mangels Gutachtenqualität der Therapieverlaufsberichte nicht. Die Vorinstanz musste der Beschwerdeführerin keine Gelegenheit einräumen, den Verfassern des Berichts vom 9. Januar 2013 Ergänzungsfragen zu unterbreiten. Sie konnte diesen Antrag ohne Rechtsverletzung abweisen.