Citation: 1B_95/2009 25.05.2009 E. B

Nachdem sich der Angeschuldigte noch während eines früheren Strafverfahrens wegen gewerbsmässigen Betrugs mit einem Deliktsbetrag von Fr. 5.4 Mio. zu Beginn des Jahres 2004 nach Brasilien abgesetzt hatte, wurde er aufgrund von Haftbefehlen am 6. Oktober 2004 dort in Auslieferungshaft genommen. Inzwischen war am 1. März 2004 gegen ihn und drei Mitangeschuldigte im vorliegenden zweiten Strafverfahren Anzeige erstattet worden. Am 16. August 2007 - in der Zwischenzeit unter Hausarrest - tauchte er unter und floh aus Brasilien. Am 23. April 2008, nach vorheriger Kontaktaufnahme mit dem Verhöramt des Kantons Schwyz, stellte sich der Angeschuldigte den argentinischen Behörden und wurde noch am gleichen Tag in Auslieferungshaft genommen. Am 5. Mai 2008 wurde er auf freien Fuss gesetzt und am 4./5. Juli 2008 in die Schweiz überführt, wo er sich bis am 8. Juli 2008 in Untersuchungshaft befand. Auf dieses Datum hin wurde er entlassen unter der Voraussetzung, dass er - ohne in Freiheit zu gelangen - den Vollzug der Strafe aus dem ersten Verfahren antrete. Der Haftgrund der Fluchtgefahr gelte im vorliegenden Verfahren so lange als beseitigt, als der Angeschuldigte nicht in Freiheit gelange. In diesem Sinne trat X.________ am 8. Juli 2008 den Strafvollzug der mit Urteil des Kantonsgerichts Schwyz vom 23. August 2007 ausgefällten teilbedingten Strafe von 29 Monaten und 25 Tagen Freiheitsstrafe, respektive die zu vollziehenden 14 Monate (abzüglich 6 Tage Untersuchungshaft) an. Am 26. März 2009 bewilligte ihm das Amt für Justizvollzug auf Gesuch hin den Beziehungsurlaub mit Wirkung ab 27. März 2009. Das Verhöramt des Kantons Schwyz ordnete daraufhin sofort Untersuchungshaft wegen Fluchtgefahr an. Auf eine vorgängige Hafteinvernahme hatte der Angeschuldigte verzichtet.