Citation: 6B_400/2018 E. A

X.________ bemerkte am 8. April 2016, dass die im siebten oder achten Monat trächtige Kuh V.________ im Stall festlag und nicht aufstehen konnte. Der herbeigerufene Tierarzt untersuchte die Vitalparameter der Kuh und stellte eine Parese (unvollständige Lähmung) mit unbekannter Genese fest. Er besprach mit X.________ die Behandlungsalternativen "sectio brutalis" (was der Tierarzt mit den Worten "man schiesst die Kuh, macht den Bauch auf und holt das Kalb" umschrieb) und die Überführung der Kuh auf die Wiese zwecks weiterer Beobachtung. X.________ entschied sich für die zweite Variante und transportierte die Kuh V.________ auf der Heckschaufel seines Traktors auf die Weide, legte sie unter einem Baum ab, versorgte sie mit Wasser und Heu und - da es kalt war - deckte sie mit einer Decke zu. Am 9. April 2016 brachte X.________ der Kuh Futter und Wasser. Für einen kurzen Augenblick stand die Kuh ohne fremde Hilfe auf. Am selben Tag schaute sich der Tierarzt, der den Hof wegen eines Fohlens besuchte, die Kuh V.________ nochmals an. Das Tier konnte sich selbständig von einer Seite auf die andere drehen und sich robbend vorwärts bewegen. Es frass und trank, sein Fell war schön und es schien, dass es keine Schmerzen hatte. In den Folgetagen blieb der Gesundheitszustand konstant. Tierärztliche Behandlungen fanden nicht statt. Am 18. April 2016 trat anhaltender Regen ein. Gleichentags wurde die Kuh V.________ getötet.