Citation: 5C.36/2001 29.10.2002 E. A

Im Jahre 1996 lieferte die Firma B.________ (im Folgenden: Klägerin) Garn für vier portugiesische Gesellschaften. Die Bestellung ging von C.________ aus, der die Verträge vermittelte und mit der Klägerin verhandelte. Die Klägerin bzw. ihr Spediteur in Italien, die Firma D.________, verschiffte das Garn in fünf Containern mit dem Seefrachtführer E.________ ab Z.________ nach Lissabon. Von dort gingen die Container auf dem Schienenweg nach Y.________ in der Nähe von Porto. Die Konnossemente wurden für die ersten drei Container an C.________ versendet, für den vierten und fünften Container hingegen an die Firma F.________, die Schiffsagentin des Frachtführers in Lissabon. Das einzelne Konnossement ("Bill of Lading") war an Order der jeweiligen Käuferin gestellt und führte diese als erste und C.________ als zweite "notify party" auf. Von der Firma F.________ wurde C.________ über das zeitlich gestaffelte Eintreffen der Container informiert. Er nahm die Ware in Empfang, lieferte diese jedoch nicht an die Käuferinnen ab.