Citation: 5A_679/2016 E. 8.1

8.1. Die Vorinstanz hat im Weiteren geprüft, ob ein zwischen den Parteien in den USA ausgetragener Sorgerechtsstreit gestützt auf Art. 27 Abs. 2 ZGB als wichtiger Grund für eine fristlose Kündigung des Gesellschaftsvertrages angesehen werden kann. Sie hat dies verneint und dazu im Einzelnen erwogen, die Beschwerdeführerin mache geltend, es sei ihr seit Sommer 2012 angesichts des Sorgerechtsstreits nicht mehr zumutbar gewesen, mit dem Beschwerdegegner in einer einfachen Gesellschaft zu verbleiben. Sie habe indes die Auflösung der Gesellschaft infolge Unzumutbarkeit erst im vorliegenden Prozess vorgetragen; die Vereinbarung über die Beilegung des Sorgerechtsstreits sei aber bereits am 9. Januar 2013 unterzeichnet worden. In dieser Vereinbarung habe sich die Beschwerdeführerin überdies verpflichtet, gegen die jeweilige Gegenpartei aus dem fraglichen Ereignis keine Rechte abzuleiten. An der Verbindlichkeit dieses Zugeständnisses ändere nichts, dass die Vereinbarung "nur dank der eigenen Befreiung von E.________" entstanden sei. Keine Rolle spiele überdies, dass es sich dabei um eine Standard-Klausel gehandelt habe. Die Beschwerdeführerin habe keine Nichtigkeitsgründe vorgetragen. Soweit sie nunmehr in der Berufung geltend mache, nach der Kündigung vom 24. November 2012 sei klar gewesen, dass der Beschwerdegegner ihr nur noch schaden und sie wirtschaftlich ruinieren wolle, handle es sich um ein unzulässiges Novum (2/27 f. E. 11.2).