Citation: 6B_941/2015 E. 4.2

4.2. Den Akten und vorinstanzlichen Entscheiden ist zu entnehmen, dass die Muttersprache des Beschwerdeführers Lingala ist. Er spricht und versteht französisch. Wie es sich in dieser Hinsicht hingegen mit der deutschen Sprache verhält, steht offenbar nicht abschliessend und zweifelsfrei fest (vgl. Entscheid der Justizdirektion vom 7. Juli 2015, E. 4 S. 4). Aus den Akten ergeben sich zudem konkrete Hinweise auf psychische Probleme des Beschwerdeführers, teilweise übermässigen Alkoholkonsum und eine Minderintelligenz (vgl. Entscheid der Justizdirektion vom 7. Juli 2015, E. 3.1 S. 4). Ein ärztlicher Bericht vom 8. Februar 2011 attestiert dem Beschwerdeführer deutlich eingeschränkte intellektuelle Fähigkeiten, wobei der Intelligenzquotient nach Zahlenverbindungstest bei knapp 60 liege. Gemäss dem psychologischen Befund der psychiatrischen Klinik Zugersee vom 12. Juli 2011 ist die aktualisierte Intelligenz des Beschwerdeführers aufgrund der Verhaltensbeobachtung und der problematischen Herangehensweise an die Aufgaben unterdurchschnittlich (vgl. kantonale Akten, Haft- und Vollzugstitel, act. 2/7/1, Verfügung des Bezirksgerichts Zürich vom 15. Juni 2015). Namentlich gestützt darauf gelangte das Bezirksgericht Zürich am 15. Juni 2015 zum Schluss, dass ernsthafter Anlass bestehe, an der Schuldfähigkeit des Beschwerdeführers zu zweifeln, zumal dessen Aussagen anlässlich der staatsanwaltlichen Einvernahme vom 11. Mai 2015 zum Vorwurf der Missachtung einer Ein- oder Ausgrenzung im Sinne von Art. 119 Abs. 1 AuG darauf hindeuteten, dass er nicht verstanden habe, was ihm vorgeworfen wird. Das Bezirksgericht Zürich sistierte das Verfahren und wies die Sache an die zuständige Staatsanwaltschaft zur Vervollständigung der Untersuchung (Einholung einer sachverständigen Begutachtung im Sinne von Art. 20 StGB) zurück (vgl. kantonale Akten, a.a.O).