Citation: 1B_422/2017 E. 4.2

4.2. Die Gutachterin hielt zur Möglichkeit der Anordnung von Ersatzmassnahmen fest, es bedürfe gestützt auf die vorläufige und damit unter Vorbehalten erfolgte diagnostische Einschätzung einer langfristigen Behandlung, im Rahmen derer sowohl die Sucht- als auch die Persönlichkeitsproblematik therapeutisch bearbeitet werden sollte. Eine kurzfristige psychiatrische Intervention sei angesichts fehlender Hinweise auf eine körperliche Entzugssymptomatik dagegen nicht geeignet, um die Legalprognose zu verbessern. Da das Rückfallrisiko als hoch eingeschätzt werde, bedürfe es eines gleichermassen therapeutischen wie sichernden und verbindlichen Rahmens.