Citation: 1P.730/2000 14.12.2000 E. A

A.- Das Untersuchungsrichteramt des Kantons Solothurn führt gegen B.________ eine Strafuntersuchung wegen des Verdachts auf Betrug und Veruntreuung in vielen Fällen. Am 21. September 2000 setzte es B.________ in Untersuchungshaft. Die Haft wurde zunächst bis zum 3. November 2000 verlängert. Als besonderen Haftgrund nannte das Obergericht des Kantons Solothurn Kollusionsgefahr. Der Untersuchungsrichter stellte am 30. Oktober 2000 ein Haftverlängerungsgesuch. Die für den Verteidiger bestimmte Kopie traf bei diesem am gleichen Tag um 19.57 Uhr per Fax ein. Nachdem der Verteidiger am folgenden Morgen um Akteneinsicht bis spätestens um 11.00 Uhr ersucht hatte, verfügte das Obergericht, dass ein Teil der Akten um ca. 15.00 Uhr beim Obergericht abgeholt werden könne. Die Frist zur Stellungnahme wurde bis am 2. November 2000, 12.00 Uhr, erstreckt. Der 1. November ist Allerheiligen und im Kanton Solothurn ein Feiertag. Mit Beschluss vom 3. November 2000 bewilligte das Obergericht unter Verweisung auf die weiterbestehende Kollusionsgefahr die Fortdauer der Haft bis 10 Tage nach Abschluss der Voruntersuchung, einstweilen bis am 31. Januar 2001.