Citation: 2C_539/2023 E. 5.3.4

5.3.4. Wie die Vorinstanz - im Ergebnis ebenso zutreffend - erkannt hat, konnte sich dieser Verzicht der Beschwerdeführerin auf ihre Forderung auf Wasserzinsreduktion gemäss Art. 50 Abs. 2 WRG indessen naturgemäss nur auf die gemäss der Planung der Kraftwerkserneuerung und -erweiterung vorhersehbaren Bruttoleistungseinbussen beziehen. Während ihr solche Einbussen nämlich bekannt waren, handelt es sich bei den unvorhersehbaren Einbussen begriffslogisch um solche, die ihr nicht bekannt waren und mit denen sie nicht rechnete. Trotz vorbehaltloser Zahlung des Wasserzinses 2008 und 2009 würde es daher zu weit führen, in diesem Verhalten einen Verzicht auf eine Wasserzinsreduktion mit Bezug auf unvorhersehbare Bruttoleistungseinbussen, d.h. auf einen unbekannten (zusätzlichen) Reduktionsanspruch infolge der Sanierung und Kapazitätserweiterung des Kraftwerks zu erblicken.