Citation: U 391/06 08.02.2007 E. 4

Näher zu prüfen sind nachfolgend die für den Rentenanspruch massgebenden Vergleichseinkommen. 4.1 Gemäss Angaben des ehemaligen Arbeitgebers vom 4. April 2005 hätte die Versicherte im Jahr 2004 ohne gesundheitliche Einschränkungen einen Verdienst (so genanntes Valideneinkommen) von Fr. 55'900.- (Fr. 4300.- x 13) zu erwirtschaften vermocht. Da, wie bereits die Vorinstanz zu Recht ausgeführt hat, keine konkreten Anhaltspunkte für einen über den Angaben des Arbeitgebers liegenden Lohnanstieg bestehen, ist die vorinstanzliche Bemessung des Valideneinkommens rechtens. 4.2 Für die Ermittlung des Invalideneinkommens ist bei Fehlen eines tatsächlich erzielten Erwerbseinkommens rechtsprechungsgemäss grundsätzlich nicht auf die unverbindlichen Empfehlungen des Schweizerischen Kaufmännischen Verbandes (SKV; heute: Kaufmännischer Verband [KV]) abzustellen, sondern auf die auf tatsächlich erzielten Gehältern beruhenden Tabellenlöhne gemäss der schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE; Urteil S. vom 23. November 2006, I 708/06, E. 4.6 mit Hinweisen). Die Salärempfehlungen des SKV/KV hat das Bundesgericht lediglich in Ausnahmefällen beigezogen, namentlich wenn diese (ausnahmsweise; vgl. etwa Urteil W. vom 2. Juni 2006, I 419/05, E. 4.2) bereits Grundlage für die Ermittlung des Invalideneinkommens bildeten (vgl. etwa Urteile M. vom 21. März 2003, I 7/03, E. 3, und M. vom 26. Januar 2005, I 543/04, E. 3.3.3). Gemäss Tabelle TA7 der LSE 2004 verdienten Frauen im Bereich "andere kaufmännisch-administrative Tätigkeiten" im Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) durchschnittlich Fr. 4797.- pro Monat, was aufgerechnet auf die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,6 Stunden (Die Volkswirtschaft 12/2006, S. 82, Tabelle B9.2, Total) ein Jahresgehalt von Fr. 59'867.- ergibt. Die Zürich ging im Einspracheentscheid vom 5. April 2005 von einem Abzug vom Tabellenlohn (vgl. BGE 126 V 79 f. E. 5b/aa-cc) von 10 % aus. Diese Betrachtungsweise ist nicht zu beanstanden. Dabei ist namentlich in Betracht zu ziehen, dass die Versicherte nach erfolgter Umschulung in ihrer neuen Tätigkeit nicht eingeschränkt ist und sich damit ein Abzug einzig rechtfertigt, weil sie voraussichtlich (ohne entsprechende Erfahrungen) im ersten Dienstjahr beginnen und dadurch eine Lohneinbusse hinnehmen muss. Nach Berücksichtigung des 10%igen Abzugs resultiert ein Jahreseinkommen von Fr. 53'880.-. 4.3 Die Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen (Valideneinkommen: Fr. 55'900.-; Invalideneinkommen: Fr. 53'880.-) führt zu einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 3,6 %.