Citation: 5A_152/2007 24.09.2007 E. 3.3

3.3.1 Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, dass ihm auch für die Zeit bis zum Erreichen des Mündigkeitsalters des Kindes K.________ (d. h. bis Ende Juli 2006) mindestens ein Zuschlag von 20 % auf seinen Grundbetrag von Fr. 1'100.-- zu gewähren sei. 3.3.2 Der Notbedarf (betreibungsrechtliches Existenzminimum) eines Elternteils bildet die Grenze der Pflicht zur Leistung von Beiträgen an den Unterhalt eines unmündigen Kindes (BGE 123 III 1 E. 3b/bb S. 4). Demgegenüber ist einem Unterhaltspflichtigen eines mündigen Kindes ein grösserer finanzieller Existenzspielraum zu sichern (sog. erweitertes Existenzminimum), indem ihm ein um ungefähr 20 % erhöhter Notbedarf verbleibt. Die Unterhaltspflicht der Eltern gegenüber dem unmündigen Kind (Art. 277 Abs. 1 ZGB) ist im Gegensatz zum Mündigenunterhalt (Art. 277 Abs. 2 ZGB) nicht ausdrücklich an die Voraussetzung der Zumutbarkeit gebunden, so dass bei nur beschränkter Leistungsfähigkeit der Eltern das unmündige Kind grundsätzlich vorgeht und insoweit eine von den mündigen Kindern verschiedene Behandlung gerechtfertigt sein kann. 3.3.3 Der vom Beschwerdeführer verlangte Zuschlag auf den Notbedarf wurde vom Obergericht zu Recht nicht gewährt. Im Gegenteil darf von einem Unterhaltsschuldner sogar verlangt werden, dass er sich zu Gunsten des unmündigen Kindes in seinen persönlichen Bedürfnissen einschränkt. Der Beschwerdeführer vermengt in diesem Zusammenhang unzulässigerweise eine Mangelsituation (auf der Bedarfsseite) mit der Feststellung eines hypothetischen Einkommens (auf der Ertragsseite). Dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer ein hypothetisches Einkommen angerechnet hat, lässt nicht darauf schliessen, dass bei ihm als Unterhaltsschuldner keine finanzielle Mangellage vorläge. Vielmehr war dem Obergericht die Feststellung des tatsächlich erzielten Einkommens des Beschwerdeführers nicht sachgerecht möglich.