Citation: H 155/99 16.02.2000 E. 3

3.- Soweit das BSV auch materielle Einwendungen er- hebt, sind diese unbegründet. Es kann dazu auf die ausführ- liche Vernehmlassung des kantonalen Gerichts im vorliegen- den Prozess verwiesen werden. Aus dieser Eingabe geht her- vor, dass der Vergleich der Vorinstanz nicht von den Par- teien vorgelegt wurde, sondern unter Mitarbeit des in- struierenden Richters und erst nach eingehender Befragung der Parteien zum Sachverhalt zu Stande kam. Demnach hat das Gericht entgegen der Behauptung des BSV das Verfahren nicht einfach auf Grund einer gemeinsamen Parteierklärung abge- schrieben, sondern die Übereinstimmung mit Tatbestand und Gesetz im Rahmen seiner Mitwirkung geprüft. Laut Vergleich erhält die Ausgleichskasse von jedem der vier Belangten einen Betrag von Fr. 20'000.-, somit total Fr. 80'000.-, und nicht nur Fr. 60'000.-, wie in der Verwaltungsgerichts- beschwerde vorgetragen wird. Ziffer 2 des Vergleichs kann sodann nur so verstanden werden, dass eine allfällige Kon- kursdividende der Kasse zusätzlich zu den erwähnten Fr. 80'000.- anfallen würde. Die Vorinstanz bestätigt dies in ihrer Vernehmlassung und weist darauf hin, dass diese Regelung eine Gegenleistung an die Ausgleichskasse dar- stellt, welche auf die Geltendmachung der solidarischen Haftung verzichtet hat. Sodann führt die Vorinstanz ein- leuchtend aus, dass die Forderung der Kasse umstritten gewesen sei und beide Parteien angesichts der Beweisschwie- rigkeiten eine vergleichsweise Lösung angestrebt hätten. Unter solchen Umständen war die Frage einer Herabsetzung des Schadens wegen eines allfälligen Mitverschuldens der Kasse nicht zu beurteilen. Die Einwendungen des BSV sind daher nicht geeignet, den Vergleich als mit der Akten- oder Rechtslage unvereinbar in Zweifel zu ziehen.