Citation: 6B_145/2019 E. 4.6

4.6. Die Vorinstanz äussert sich zwar nicht explizit zum angewandten Nötigungsmittel. Aus den Aussagen der Beschwerdegegnerin 2, auf welche die Vorinstanz abstellt, geht jedoch klar hervor, dass diese nicht aus freiem Willen in die sexuelle Handlung mit dem Schraubenzieher einwilligte. Sie wurde vom Beschwerdeführer verbal vielmehr solange bearbeitet, bis sie die Handlung über sich ergehen liess. Bereits insofern befand sie sich in einer schwierigen Situation, als ihr der Beschwerdeführer emotional und körperlich überlegen war und sie sich vor seinen Wutausbrüchen fürchtete. Zwar lässt die Vorinstanz - anders als noch das Strafgericht (vgl. erstinstanzliches Urteil S. 51 ff.) - den vom Beschwerdeführer ausgeübten psychischen Druck für eine sexuelle Nötigung nicht genügen. Für den weiteren Verlauf der sexuellen Handlung mit dem Schraubenzieher kommt indes noch hinzu, dass die Beschwerdegegnerin 2 - nachdem der Beschwerdeführer den Schraubenzieher bereits vaginal in sie eingeführt hatte - zusätzlich in ihrer körperlichen Gegenwehr eingeschränkt war, zumal sie auch Schmerzen verspürte. Der Beschwerdeführer hätte den Willen der Beschwerdegegnerin 2 spätestens dann respektieren müssen, als diese ihm mitteilte, sie habe Schmerzen und er solle mit der sexuellen Handlung aufhören. Das Einführen des Schraubenziehers stellt ein körperlicher Akt dar, welchem sich die Beschwerdegegnerin 2 nur durch körperliche Gegenwehr hätte entziehen können. Solche war ihr aufgrund der von ihr geschilderten Situation und angesichts des auf sie ausgeübten psychischen Drucks nicht zuzumuten. Dass die weiteren anwesenden Personen zusätzlich zur Demütigung der Beschwerdegegnerin 2 beitrugen und sie von diesen keine Hilfe erwarten konnte, legte bereits die erste Instanz dar. Das Strafgericht erwägt nachvollziehbar, die Anwesenheit der Freunde des Beschwerdeführers habe den Druck auf die Beschwerdegegnerin 2 noch verstärkt und ihr den Widerstand erschwert, weil sie komplett auf sich allein gestellt gewesen sei (vgl. erstinstanzliches Urteil S. 52). Der Schuldspruch wegen sexueller Nötigung verstösst nicht gegen Bundesrecht.