Citation: 1C_558/2012 E. 3.1

3.1. Die massgeblichen Ereignisse liefen wie folgt ab: Heirat im Dezember 2000; Einreise der Beschwerdeführerin im März 2001; Gesuch um erleichterte Einbürgerung im Oktober 2004; gemeinsame Erklärung im Juni 2005; erleichterte Einbürgerung im Juli 2005; gemeinsames Scheidungsbegehren im April 2006; Scheidung im Juni 2006. Demnach reichten die Eheleute lediglich 9 Monate nach der Einbürgerung ein gemeinsames Scheidungsbegehren ein, worauf sie 2 Monate später rechtskräftig geschieden wurden. Eine derart enge zeitliche Abfolge von Einbürgerung und Scheidung legt die Vermutung nahe, dass die Beschwerdeführerin während des Einbürgerungsverfahrens vom Oktober 2004 bis Juli 2005 nicht mehr in einer stabilen ehelichen Gemeinschaft lebte (vgl. E. 2.1 oben; BGE 130 II 482 E. 3.3 S. 487 f.; u.a. auch Urteil 1C_260/2010 vom 6. Oktober 2010 E. 3.3).