Citation: 4C.113/2003 02.09.2003 E. 3.2

3.2.1 Der Kläger rügt eine Verletzung von Art. 8 ZGB, indem die Vorinstanz dem Kläger fälschlicherweise die Beweislast für seine Ver-mittlungsfähigkeit im Sinne von Art. 8 Abs. 1 lit. f AVIG und für die beschränkte Geltung des seine Arbeitsunfähigkeit bestätigenden Arztzeugnisses auf den Arbeitsplatz bei der Steuerverwaltung auferlegt und es abgelehnt habe, den behandelnden Arzt als Zeugen einzuvernehmen. 3.2.2 Art. 8 ZGB regelt einerseits die Beweislastverteilung und gibt anderseits der beweispflichtigen Partei einen Anspruch darauf, zum Beweis zugelassen zu werden, sofern ihr Beweisantrag rechtserhebliche Tatsachen betrifft und nach Form und Inhalt den Vorschriften des kantonalen Prozessrechts entspricht. Mit welchen Mitteln der Sachverhalt abzuklären und wie das Ergebnis davon zu würdigen ist, schreibt diese Bestimmung dem Gericht allerdings nicht vor. Wo das Gericht in Würdigung der Beweise zur Überzeugung gelangt, ein Sachverhalt sei bewiesen oder widerlegt, ist Art. 8 ZGB gegenstandslos. Die Würdigung der Beweise ist nicht im Berufungsverfahren, sondern im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde zu rügen (BGE 129 III 18 E. 2.6 S. 24; 128 III 271 E. 2b/aa S. 277, je mit Hinweisen). 3.2.3 Die Vorinstanz stützte ihren Standpunkt, dass der Kläger in der Zeit vom 12. April bis zum 30. November 2000 generell, d.h. nicht nur in Bezug auf die Stelle bei der Steuerverwaltung arbeitsunfähig war, auf Arztzeugnisse und auf das Verhalten des Klägers in der fraglichen Zeitspanne ab. Es liegt somit Beweiswürdigung vor, welche der Überprüfung durch das Bundesgericht im Berufungsverfahren entzogen ist. Auf die Berufung ist insoweit nicht einzutreten.