Citation: 5A_629/2024 E. 3

Hingegen könnte eine Rechtsverzögerung bzw. Rechtsverweigerung zur Debatte stehen, die jederzeit mit Beschwerde geltend gemacht werden kann (Art. 72 Abs. 1, Art. 94 und Art. 100 Abs. 7 BGG). Abklärungen beim Obergericht des Kantons Bern, in deren Rahmen namentlich der erstinstanzliche Eheschutzentscheid und die obergerichtliche Instruktionsverfügung eingeholt wurden, haben Folgendes ergeben: Mit Eheschutzentscheid vom 27. Oktober 2023 stellte das Regionalgericht Emmental-Oberaargau die beiden Kinder der Beschwerdeführerin unter die alternierende Obhut der Eltern mit Wohnsitz beim Vater, unter Regelung der Betreuungsanteile und des Kindesunterhaltes. Hiergegen erhob die Beschwerdeführerin am 15. August 2024 (mit anwaltlicher Vertretung) eine Berufung und am 26. August 2024 erging die obergerichtliche Instruktionsverfügung, bei welcher u.a. ein schriftlicher Entscheid ohne Parteiverhandlung in Aussicht gestellt wurde. Die Beschwerdeführerin äussert sich jedoch mit keinem Wort dazu, inwiefern es im zur Zeit hängigen Berufungsverfahren zu einer Rechtsverweigerung oder Rechtsverzögerung gekommen sein soll. Vielmehr besteht die Beschwerde gewissermassen aus einem Rundumschlag, in welchem sich die Beschwerdeführerin zu ihrem Ehemann, zum in ihren Augen dysfunktionalen (Rechts-) System, zur Sozialhilfe, zu den Betreibungsämtern, zur Polizei u.ä.m. äussert. Die Beschwerde bleibt somit gänzlich unbegründet, soweit sie den Aspekt der Rechtsverweigerung bzw. Rechtsverzögerung betrifft. Ohnehin wäre eine solche auch nicht ersichtlich, nachdem eben erst die Berufung eingereicht worden ist.