Citation: 5A_802/2018 E. 3

Das Appellationsgericht hat erwogen, der Aufschub der Vollstreckbarkeit (Art. 325 Abs. 2 ZPO) bilde die Ausnahme. Es müssten dafür besondere Gründe vorliegen, die von der Beschwerdeführerin nachzuweisen oder jedenfalls glaubhaft zu machen seien. Sie berufe sich auf "extreme finanzielle Nachteile" und darauf, dass keine kumulative Schuldübernahme, sondern eine formungültige Bürgschaft vorliege. Das Appellationsgericht hat dazu erwogen, der angefochtene Rechtsöffnungsentscheid habe für die Beschwerdeführerin insofern finanzielle Konsequenzen, als der Gläubiger für die Forderung ein Fortsetzungsbegehren stellen könne, was bei ausbleibender Zahlung zu einer Pfändung führen könne. Diese Rechtsfolge sei aber jedem gutheissenden Rechtsöffnungsentscheid inhärent und könne alleine nicht als besonderer Grund gelten, der die Anordnung der aufschiebenden Wirkung rechtfertigen könnte. Darüber hinausgehende besondere Gründe bzw. besondere schwer wieder gutzumachende Nachteile würden von der Beschwerdeführerin nicht substantiiert vorgebracht. Mit dem blossen Hinweis auf "extreme finanzielle Nachteile" würden diese nicht glaubhaft gemacht, geschweige denn nachgewiesen. Namentlich mache die Beschwerdeführerin nicht geltend, dass sie nicht in der Lage sei, die Forderung zu begleichen oder dass bei einer Zahlung im Falle einer Gutheissung ihrer Beschwerde eine Rückforderung nicht möglich sei.