Citation: 5A_778/2019 E. 2

Die Vorinstanz hat im Ausgangspunkt erwogen, dass sich die Frage nach der Anerkennung und Vollstreckbarerklärung des Beschlusses des Landesgerichts für Zivilrechtssachen Graz vom 19. April 2017, die vorliegend antragsgemäss vorfrageweise im Verfahren der Rechtsöffnung zu prüfen sei, nach dem Haager Übereinkommen vom 15. April 1958 über die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen auf dem Gebiet der Unterhaltspflicht gegenüber Kindern (SR 0.211.221.432; im Folgenden Übereinkommen von 1958) richte, nachdem das Haager Übereinkommen vom 2. Oktober 1973 über die Anerkennung von Unterhaltsentscheidungen (SR 0.211.213.02) von Österreich nicht ratifiziert worden sei. Die Anwendbarkeit des Übereinkommens vom 15. April 1958 wird vom Beschwerdeführer nicht in Frage gestellt (vgl. dazu ARNET, Die Vollstreckbarerklärung schweizerischer Kindesunterhaltsverträge auf staatsvertraglicher Basis, Diss. Bern 2013, S. 49 ff., insbes. S. 51 Rz. 115; Art. 67 LugÜ). Unbestrittenermassen handelt es sich beim Beschluss des Landesgerichts für Zivilrechtssachen Graz vom 18. April 2017 um einen in einem der Vertragsstaaten ergangenen Entscheid über den Unterhaltsanspruch eines Kindes im Sinne von Art. 1 des Übereinkommens, der in den anderen Vertragsstaaten grundsätzlich anzuerkennen und zu vollstrecken ist.