Citation: 6B_812/2018 E. 1.3

1.3. Der Beschwerdeführer rügt des Weitern, dass die Vorinstanz keine weiteren Beweismassnahmen zur Klärung des Tatmotivs getroffen hat. Sie sehe das Motiv im Umstand, dass das Opfer nicht in der Lage gewesen sei, dem Täter aus Heroinlieferungen geschuldete 30'000 Euro zurückzubezahlen. Diese Annahme sei nur statthaft, wenn die Akten beigezogen würden, welche eine polizeiliche Überwachung des späteren Opfers A.________ ("Aktion F.________") dokumentierten. Ausserdem hätte die Polizistin, die A.________ am 7. Januar 2009 observiert hat, auch über die seit ca. März 2008 laufende Überwachung befragt werden müssen. Es gehe darum herauszufinden, ob der Beschwerdeführer dem A.________ tatsächlich Drogen übergeben habe. Beides sei nicht geschehen. Somit bleibe ungeklärt, weshalb A.________ ihm, dem Beschwerdeführer, eine solche Summe schulden sollte. Mit der Abweisung der Beweisanträge werde er nicht zum Entlastungsbeweis zugelassen, dass er gar nicht im Drogenhandel tätig gewesen war, A.________ ihm somit auch kein Geld schuldete und er mit diesem (entgegen der Aussage der Witwe) nicht im Streit lag. Es sei davon auszugehen, dass sich in den Akten der "Aktion F.________" Belege dafür finden liessen, dass die vorinstanzlichen Annahmen nicht zutreffen. Die Vorinstanz hält es nicht für erwiesen, dass die Geldschuld aus dem Drogenhandel stammt. Die Aussage der Zeugin C.________ mit Bezug auf eine seit zwei Jahren offene Schuld in Höhe von 30'000 Euro sei aber klar und eindeutig. Nicht ersichtlich sei im Übrigen, inwiefern die Beweisanträge in Zusammenhang mit der "Aktion F.________" die Behauptung stützen könnten, A.________ sei einem "Ehrenmord" durch Dritte zum Opfer gefallen. Die vorinstanzliche Abweisung der Beweisanträge ist bundesrechtskonform. Vorauszuschicken ist, dass das Tatmotiv angesichts der gesamten Beweis- und Indizienlage nicht von erheblicher Bedeutung für die Feststellung der Täterschaft ist. Die Vorinstanz durfte schon von daher, ohne in Willkür zu verfallen, auf die Erhebung von Beweisen verzichten, welche allenfalls (weiteren) Aufschluss darüber erteilt hätten, ob der Beschwerdeführer gemeinsam mit A.________ Drogenhandel betrieb. Abgesehen davon wäre der Beweisstand hinsichtlich des Tatmotivs selbst dann immer noch der Gleiche, wenn sich - den Vorstellungen des Beschwerdeführers entsprechend - aus den Akten zur "Aktion F.________" und aus einer Befragung der (am Tag der Tat) observierenden Polizistin keinerlei weitere einschlägige Hinweise ergeben würden. Denn die Vorinstanz geht bloss davon aus, Hintergrund des Tötungsdelikts sei eine offene Geldschuld, lässt aber dahingestellt, ob diese Schuld ihren Grund wie vermutet in einem gemeinsam betriebenen Drogenhandel hat. Der Beschwerdeführer behauptet sodann zu Recht nicht, dass die Beweisgrundlage der Feststellungen über die Geldschuld als solche (Zeugenaussage von C.________) und über das sich in der Zeit vor der Tat verschlechternde Verhältnis zwischen Beschwerdeführer und Opfer (Befragung der Witwe des Opfers) so dünn sei, dass die Feststellungen als solche und das daraus abgeleitete Tatmotiv willkürlich wären.