Citation: 6B_595/2020 E. 5.4

5.4. Das angefochtene Urteil verletzt auch in diesem Punkt kein Bundesrecht. Zunächst ist nicht zu beanstanden, was die Vorinstanz zum Tatbestandsmerkmal der Vermögensverfügung erwägt. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 24) erschöpft sich die Vermögensverfügung nicht in der Erteilung der Vollmacht an den Mitangeklagten C.________ durch den Anlageausschuss, sondern in den durch diesen ausgelösten jeweiligen Kaufpreiszahlungen. Der Beschwerdeführer verkennt, dass die Vermögensverfügung nicht zwingend in einem einzigen Akt bestehen muss, sondern - namentlich in arbeitsteiligen Organisationsformen - auch stufenweise durch vermittelnde Zwischenhandlungen verschiedener Personen erfolgen kann, von denen erst die letzte die Vermögensverminderung herbeiführt (BGE 126 IV 113 E. 3a; Urteile 6B_236/2020 vom 27. August 2020 E. 4.3.1; 6B_97/2019 vom 6. November 2019 E. 2.1.1; je mit Hinweisen). Das angefochtene Urteil verletzt auch in Bezug auf die Berechnung des Vermögensschadens kein Bundesrecht. Dabei wendet sich der Beschwerdeführer zunächst zu Recht nicht grundsätzlich gegen die von der Vorinstanz angewandte Methode zur Schadensberechnung (Beschwerde S. 25). Ohne Grund beanstandet der Beschwerdeführer indes, dass die Vorinstanz nicht zum gutachterlich ermittelten Verkehrswert der Liegenschaften einen Aufschlag von 10% hinzugerechnet hat. Es mag zutreffen, dass der Verkehrswertschätzung eine gewisse Unsicherheit anhaftet, doch bringt der Beschwerdeführer zu Recht nicht vor, die in Auftrag gegebenen Gutachten seien mangelhaft und ihre Schlussfolgerungen in wesentlichen Punkten zweifelhaft. Dass das Bundesgericht anerkannt hat, dass bei Liegenschaftenschätzungen Abweichungen in der branchenüblichen Grössenordnung von rund +/- 10 % zu tolerieren sind, ohne dass deshalb von einer nicht mehr korrekten Bewertung gesprochen werden kann (Urteil 4A_202/2014 vom 18. Februar 2015 E. 5 mit Hinweisen), führt nicht dazu, dass der geschätzte Verkehrswert zwingend zugunsten des jeweilig Betroffenen nach oben oder unten angepasst werden muss. Soweit sich die Vorinstanz für die Schadensberechnung auf die Verkehrswertgutachten stützen kann, ist das angefochtene Urteil jedenfalls nicht zu beanstanden. Im Übrigen muss der Vermögensschaden nach der Rechtsprechung nicht ziffernmässig exakt bestimmt sein, sondern genügt es, wenn das Gericht diesen im Sinne eines Minimums frei schätzt (Urteil 6B_28/2018 vom 7. August 2018 E. 4.2.3 mit Hinweisen). Die Vorinstanz hält denn auch explizit fest, dass es sich bei den von den Verkehrswertgutachten ermittelten Zahlen nicht um exakte Berechnungen, sondern um Schätzungen handle, die lediglich eine - wenn auch konkrete - Grössenordnung angeben würden. Dementsprechend könne es bei der Berechnung des Schadens und des Deliktsbetrages auch nur um Grössenordnungen gehen (angefochtenes Urteil S. 81). Nicht zu beanstanden ist das angefochtene Urteil sodann, soweit der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe die Zinszahlungen nicht in vollem Umfang bei der Schadensberechnung berücksichtigt. Die Vorinstanz nimmt in diesem Zusammenhang an, die Verzinsung der ersten Kaufpreistranche im Umfang von 5% habe für die Beschwerdegegnerin 2 einen Mehrwert dargestellt, wobei diese primär eine Gegenleistung für die hohe Anzahlung gewesen sei, die lange Zeit vor dem teilweise mehr als zwei Jahre späteren Übergang von Nutzen und Gefahr an die F.________ Haubau AG geleistet worden sei, während welcher Zeit die Beschwerdegegnerin 2 das Geld nicht anderweitig habe anlegen können. Gestützt hierauf nimmt die Vorinstanz zutreffend an, die Zinszahlung sei im Umfang von 2,5% als Gegenleistung für die Anzahlung und im Umfang von ebenfalls 2,5% als geldwerten Vorteil der Beschwerdegegnerin 2 zu werten und bei der Schadensberechnung zu berücksichtigen (angefochtenes Urteil S. 81 f., 167). Inwiefern sie dabei von unsachlichen Kriterien ausgegangen sein soll und ihr Urteil gar unhaltbar sein soll, ist nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer auch nicht dargelegt. Es kann insofern auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden. Soweit die Schadensberechnung der Vorinstanz nicht zu beanstanden ist, ergibt sich in Bezug auf zwei Liegenschaften auch nicht ein Freispruch (Beschwerde S. 28). Die Beschwerde erweist sich auch in diesem Punkt als unbegründet.