Citation: 7B_268/2022 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz erklärt die polizeiliche Einvernahme vom 29. November 2019 zwar ausdrücklich als verwertbar. Es ist jedoch nicht ersichtlich, wie diese Beurteilung sich beweismässig zum Nachteil des Beschwerdeführers ausgewirkt haben könnte. Eingeständnisse, welche der Beschwerdeführer anlässlich dieser umstrittenen Einvernahme machte, hat er später im Verfahren anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung sowie der Berufungsverhandlung im Beisein seiner Verteidigung im Wesentlichen wiederholt (Protokoll vom 16. Juni 2021, S. 18 ff. und Protokoll vom 13. Juli 2022, S. 8 ff.). Diese Einvernahme ist unbestrittenermassen verwertbar. Nebst dem stellt die Vorinstanz bei der Erstellung des rechtserheblichen Sachverhalts vor allem auf die Videoaufnahmen aus dem Club, ferner auf die Aussagen des Beschwerdegegners 2 und des Mitbeschuldigten C.________, die ärztlichen Berichte über den Beschwerdegegner 2 sowie das DNA-Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin ab. Soweit sie den angeklagten Sachverhalt als erstellt erachtet, stützt sie sich hingegen nicht in entscheidender Weise auf die vom Beschwerdeführer am 29. November 2019 getätigten Aussagen. Da es letztlich zu keiner Verwertung der umstrittenen Einvernahme zuungunsten des Beschwerdeführers kam, braucht nicht weiter geprüft zu werden, ob am 29. November 2019 bereits ein Fall erkennbarer notwendiger Verteidigung vorgelegen hat. Ebenfalls nicht weiter zu klären ist, ob die Untersuchung der Staatsanwaltschaft damals überhaupt schon eröffnet war (vgl. Urteil 1B_159/2022 vom 13. April 2022 E. 4.5.3, wonach die notwendige Verteidigung anlässlich der ersten Befragung im selbstständigen polizeilichen Ermittlungsverfahren nicht vorgesehen ist) und wie es sich mit den intertemporalrechtlichen Fragen rund um Art. 131 Abs. 2 StPO und dessen Anwendung auf den vorliegenden Fall verhält.