Citation: 5A_184/2023 E. 6.2

6.2. Laut dem Beschwerdeführer hat die Vorinstanz verkannt, dass er hinsichtlich der Unterhaltsbeiträge ab dem 9. März 2018 zu weit mehr als 70 % obsiegt habe. Der Beschwerdegegnerin seien Fr. 10'800.-- bzw. Fr. 10'040.-- zugesprochen worden, während sie einen Betrag von Fr. 45'000.-- geltend gemacht habe. Demgegenüber habe er der Beschwerdegegnerin Fr. 4'722.35 zugestanden, was eine Differenz zum zugesprochenen Betrag von rund Fr. 5'300.-- ergebe. Die Abweichungen stünden im Verhältnis von 1 zu 7. Entsprechend habe der Beschwerdeführer zu 87 % obsiegt. Der Beschwerdeführer habe deutlich und nicht nur "überwiegend" obsiegt. Ausser Acht gelassen habe die Vorinstanz auch, dass nicht nur ihm, sondern auch der Beschwerdegegnerin die aufschiebende Wirkung ihrer Berufung verweigert worden sei. Auch dadurch sei ein wesentlicher Punkt unberücksichtigt geblieben und das rechtliche Gehör verletzt worden (Art. 29 Abs. 2 BV). In rechtlicher Hinsicht wirft der Beschwerdeführer der Vorinstanz vor, ihren Kostenentscheid einzig mit Blick auf die unterschiedliche Leistungsfähigkeit der Parteien gefällt zu haben. Darin erblickt der Beschwerdeführer Willkür (Art. 9 BV). Die Vorinstanz hätte zumindest auch berücksichtigen müssen, dass der Unterhalt nach der einstufig-konkreten Methode festgelegt worden sei. Die Beschwerdegegnerin habe insofern volle Kenntnis über ihre eigenen Bedarfspositionen, ohne dass sie von der Bezifferung des Bedarfs des Beschwerdeführers für eine allfällige Überschussverteilung abhängig gewesen sei. Das Urteil des Kantonsgerichts lade eine Partei förmlich dazu ein, unrealistische Unterhaltsforderungen zu stellen, was absolut stossend sei. Überhaupt sei der Anwendungsfall eines sehr ungleichen wirtschaftlichen Kräfteverhältnisses der Parteien in der Lehre umstritten. Die Beschwerdegegnerin verfolge rein persönliche Interessen: In diesem Fall dürfe die (unterschiedliche) Leistungsfähigkeit nicht in den Ermessensentscheid nach Art. 107 ZPO einfliessen. Die Vorinstanz habe ihr Ermessen grob verletzt. Auch im Ergebnis sei die Kostenregelung offensichtlich haltlos. Einerseits sei der Beschwerdeführer nicht derart leistungsfähig, wie die Vorinstanz annehme; andererseits habe das Kantonsgericht der Beschwerdegegnerin den beantragten Prozesskostenvorschuss mangels Bedürftigkeit verwehrt. In völligem Widerspruch dazu betrachte sie die Beschwerdegegnerin im Zusammenhang mit der Kostenregelung als nicht leistungsfähig. Auch habe die Beschwerdegegnerin während bald fünf Jahren jeden Monat Fr. 5'000.-- zu viel an Unterhalt erhalten. Letztlich gehe es nicht mehr um Bestreitung des Unterhalts der Beschwerdegegnerin, sondern um eine unrechtmässige Vermögensanhäufung auf ihrer Seite.