Citation: 2A.8/2005 30.06.2005 E. 2

2.1 Die zuständige Behörde entscheidet im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und der Verträge mit dem Ausland über die Bewilligung von Aufenthalt und Niederlassung nach freiem Ermessen (Art. 4 ANAG). Es besteht kein Anspruch auf die Bewilligung, sofern der Ausländer oder seine in der Schweiz lebenden Angehörigen sich hierfür nicht auf eine entsprechende Sondernorm des Bundesrechts oder eines Staatsvertrags berufen können (BGE 130 II 281 E. 2.1 S. 284; 128 II 145 E. 1.1.1 S. 148 mit Hinweisen). 2.2 Aus dem innerstaatlichen Gesetzes- und Verordnungsrecht ergibt sich vorliegend kein solcher Anspruch: Art. 17 Abs. 2 ANAG setzt für den Familiennachzug das Bestehen einer Niederlassungsbewilligung voraus (BGE 119 Ib 91 E. 1b S. 93). Die Beschwerdeführerin verfügt lediglich über eine humanitäre Aufenthaltsbewilligung und kann aus dieser Bestimmung somit nichts zu ihren Gunsten ableiten (BGE 126 II 377 E. 2a S. 382). Dasselbe gilt für Art. 38 BVO, wonach die kantonalen Fremdenpolizeibehörden den Familiennachzug bewilligen können, falls die Voraussetzungen von Art. 39 BVO erfüllt sind (gefestigter Aufenthalt bzw. gefestigte Erwerbstätigkeit, angemessene gemeinsame Wohnung, finanziell gesicherter Unterhalt, gesicherte Betreuung der Kinder): Die Begrenzungsverordnung begründet keine über das Gesetz hinausgehenden Bewilligungsansprüche; die kantonalen Behörden bleiben bei ihrem Entscheid frei, selbst wenn die entsprechenden Voraussetzungen gegeben sind (BGE 130 II 281 E. 2.2 S. 284; 119 Ib 81 E. 2b S. 86, 91 E. 1d S. 95; 122 II 186 ff.).