Citation: 5A_175/2018 E. 5.2

5.2. In ihrer Vernehmlassung zur Stellungnahme des Obergerichts hält die Beschwerdegegnerin fest, sie habe aufgrund der Erwägungen des Obergerichts davon ausgehen dürfen, dass die Ausgleichszahlung korrekt berechnet worden sei, und es dürften ihr keine Kosten im bundesgerichtlichen Verfahren erwachsen, sollte dem Obergericht tatsächlich ein Fehler unterlaufen sein. Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts trägt die Gegenpartei im Falle des Unterliegens grundsätzlich das Kostenrisiko, auch wenn sie den vorinstanzlichen Entscheid nicht zu vertreten hat (BGE 123 V 156 E. 3 und 159 E. 4). Praxisgemäss rechtfertigt sich eine Ausnahme, wenn ein gravierender, vom Rechtsmittelbeklagten nicht mitverschuldeter Verfahrensfehler (Justizpanne) zur Gutheissung des Rechtsmittels führt und der Rechtsmittelbeklagte entweder die Gutheissung des Rechtsmittels beantragt oder sich eines Antrags enthalten hat (Urteil 5A_61/2012 vom 23. März 2012 E. 4 mit Hinweisen; zuletzt: Urteile 5A_280/2018 vom 21. September 2018 E. 7; 5A_932/2016 vom 24. Juli 2017 E. 2.2.4). Die Voraussetzungen sind hier nicht erfüllt, zumal die Beschwerdegegnerin im Hauptantrag ausdrücklich auf Abweisung der Beschwerde schliesst, an diesem Antrag in Kenntnis der Stellungnahme des Obergerichts ausdrücklich festhält und in der Begründung ihrer Beschwerdeantwort das angefochtene Urteil zu stützen sucht. Folglich bleibt es bei der Kosten- und Entschädigungspflicht der Beschwerdegegnerin entsprechend dem Ausgang des bundesgerichtlichen Verfahrens.