Citation: 4P.135/2005 20.09.2005 E. 1

Die B.________ AG (Beschwerdegegnerin) vermittelt Versicherungsverträge. Ihr damaliger Agent C.________ bereitete für sie eine Vereinbarung mit A.________ (Beschwerdeführer) vor, die dieser am 2. April 2003 unterschrieb. 1.1 Nach Ziffer 1 der Vereinbarung vom 2. April 2003 wurde die als "Makler" bezeichnete Beschwerdegegnerin vom als "Kunde" bezeichneten Beschwerdeführer beauftragt, ihn im Zusammenhang mit dem Abschluss einer Versicherungspolice zu beraten und den Abschluss mit der Versicherungsgesellschaft zu vermitteln. Nach Ziffer 2 dieser Vereinbarung sollte die Beschwerdegegnerin vom Beschwerdeführer ein Beratungs- und Vermittlungshonorar von Fr. 3'100.-- erhalten, das mit dem Abschluss des Versicherungsvertrags gemäss Anhang entstehen sollte. Nach Ziffer 3 sollte die von der Versicherungsgesellschaft an die Beschwerdegegnerin (Makler) bezahlte Vermittlungsprovision auf das Honorar gemäss Ziffer 2 angerechnet werden, so dass der Beschwerdeführer unter Vorbehalt von Ziffer 4 nicht zur entsprechenden Zahlung verpflichtet sein sollte. Ziffer 4 bestimmt Folgendes: "Löst der Kunde innerhalb der nächsten 3 oder 4 Jahre (egal aus welchen Gründen) den Versicherungsvertrag gemäss Anhang auf und wird der Makler deswegen zur ganzen oder teilweisen Rückzahlung der Provision an die Versicherungsgesellschaft verpflichtet, hat der Kunde dem Makler das Beratungs- und Vermittlungshonorar (bzw. bei nur teilweiser Stornierung der Provision der Versicherungsgesellschaft die entsprechende Differenz zum Beratungs- und Vermittlungshonorar) zu bezahlen." 1.2 Mit Klage vom 19. Oktober 2004 stellte die Beschwerdegegnerin beim Kantonsgerichtspräsidium Zug das Rechtsbegehren, den Beschwerdeführer zu verpflichten, ihr den Betrag von Fr. 3'100.-- nebst Zins zu 5% seit 1.7.2004 sowie Betreibungskosten von Fr. 70.-- und die Kosten der Sühneverhandlung von Fr. 90.-- zu bezahlen; der in Betreibung Nr. YZ.________ erhobene Rechtsvorschlag sei aufzuheben und definitive Rechtsöffnung zu erteilen. Sie brachte vor, der Vertrag mit der Versicherungsgesellschaft X.________ sei mit Wirkung ab 9. April 2003 zwar zustande gekommen; die Versicherungspolice sei jedoch auf den 1. November 2003 aufgelöst worden, da der Beschwerdeführer die fälligen Prämien nicht bezahlt habe. 1.3 Mit Urteil vom 19. April 2005 verpflichtete der Einzelrichter im ordentlichen Verfahren am Kantonsgericht Zug den Beschwerdeführer, der Beschwerdegegnerin Fr. 3'100.-- nebst 5% Zins seit 4. August 2004 sowie die Betreibungskosten von Fr. 70.-- zu bezahlen; den Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. YZ.________ hob er auf und erkannte, dass die Beschwerdegegnerin die Betreibung für den Betrag von Fr. 3'100.-- nebst Zins zu 5% seit dem 4. August 2004 fortsetzen könne. Der Kantonsgerichtspräsident kam zum Schluss, der Beschwerdeführer habe die behauptete Täuschung durch den Agenten der Beschwerdeführerin nicht beweisen können; eine unzulässige Doppelmaklerei liege im vorliegenden Fall nicht vor; ausserdem seien die Voraussetzungen für eine Teilungültigkeit der Vereinbarung durch Reduktion der Leistung des Beschwerdeführers nicht erfüllt; schliesslich sei die als Wandelpön zu qualifizierende Leistung des Beschwerdeführers auch nicht nach richterlichem Ermessen herabzusetzen. 1.4 Mit staatsrechtlicher Beschwerde stellt der Beschwerdeführer das Begehren, es sei das Urteil des Kantonsgerichtspräsidiums aufzuheben und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen; ausserdem sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu gewähren. Er rügt, im angefochtenen Urteil seien seine durch die Zeugenbefragung vom 3. März 2005 bestätigten Behauptungen jeweils völlig losgelöst vom Gesamtzusammenhang gewürdigt worden, was zum absolut unhaltbaren Schluss geführt habe, dass er nicht getäuscht worden sei. Ausserdem rügt der Beschwerdeführer, der Kantonsgerichtspräsident gehe im angefochtenen Entscheid davon aus, dass "der Zeuge bzw. die Gegenpartei" nicht als Vermittlungsmakler tätig geworden sei, wobei die Begründungspflicht "evident" verletzt sei, weil diese Prämisse mit keinem Wort erläutert werde. 1.5 Die Beschwerdegegnerin stellt in der Vernehmlassung das Rechtsbegehren, die staatsrechtliche Beschwerde sei abzuweisen. Der Kantonsgerichtspräsident verzichtet grundsätzlich auf Vernehmlassung; er weist jedoch darauf hin, dass dem Zeugen dessen Aussagen nicht vorgelesen worden seien, weshalb er nach der Zustellung des Protokolls seine Aussagen habe ergänzen oder berichtigen können. 1.6 Mit Verfügung vom 26. Mai 2005 wurde das Gesuch des Beschwerdeführers um aufschiebende Wirkung abgewiesen.