Citation: 5A_655/2025 E. 2.1

2.1. Die Beschwerdeführerin beruft sich - wie bereits vor Obergericht - auf die Einrede der Vorausverwertung der Pfänder (Art. 41 Abs. 1bis SchKG; beneficium excussionis realis). Für pfandgesicherte Forderungen wird die Betreibung auf dem Wege der Pfandverwertung fortgesetzt (Art. 41 Abs. 1 SchKG). Hat der Gläubiger statt der Betreibung auf Pfandverwertung die ordentliche Betreibung auf Pfändung oder Konkurs eingeleitet, kann der Schuldner mit Beschwerde (Art. 17 SchKG) verlangen, dass der Gläubiger vorerst das Pfand in Anspruch nimmt (Art. 41 Abs. 1bis SchKG). Wie bereits das Obergericht ausgeführt hat, ist diese Einrede mit Beschwerde gegen den Zahlungsbefehl geltend zu machen (BGE 140 III 180 E. 5.1.4; 120 III 105 E. 1; 117 III 74 E. 1; 110 III 5 E. 2; Urteile 5A_849/2018 vom 15. Januar 2019 E. 3.4; 5A_348/2015 vom 30. November 2015 E. 2.1). Wird gegen den Zahlungsbefehl keine Beschwerde mit dieser Einrede erhoben, verwirkt sie und die Art der Betreibung kann nicht mehr in Frage gestellt werden (BGE 117 III 74 E. 1; 110 III 5 E. 2). Mit einer Beschwerde gegen die Konkursandrohung kann die Einrede der Vorausverwertung nicht mehr erhoben werden. Daran ändern die Vorbringen der Beschwerdeführerin nichts. Ob die Pfanddeckung vollständig ist, wie die Beschwerdeführerin behauptet, ist in diesem Zusammenhang unerheblich. Ausserdem bestreitet die Beschwerdeführerin sinngemäss die obergerichtliche Erwägung, wonach ihr von Anfang an habe klar sein müssen, dass eine ordentliche Betreibung eingeleitet worden sei. Die Beschwerdeführerin bestreitet jedoch die obergerichtliche Feststellung nicht, dass mit dem Zahlungsbefehl vom 1. November 2023 eine ordentliche Betreibung auf Pfändung oder Konkurs eingeleitet wurde. Inwiefern ihr angesichts des klaren Wortlauts des Zahlungsbefehls nicht von Anfang an hätte klar sein müssen, dass die Betreibung auf dem Wege des Konkurses fortgesetzt werden würde (Art. 39 Abs. 1 Ziff. 9 SchKG), ist nicht ersichtlich. Schliesslich macht die Beschwerdeführerin geltend, sie habe vor und nach Zustellung des Zahlungsbefehls wiederholt auf die Pfanddeckung hingewiesen und eine Pfandverwertung verlangt. Abgesehen davon, dass die Beschwerdeführerin damit bloss in appellatorischer Weise den Sachverhalt schildert, behauptet sie selber nicht, sie habe Beschwerde gegen den Zahlungsbefehl erhoben. Ob sie gegenüber Dritten, etwa gegenüber dem Gläubiger, eine Pfandverwertung verlangt hat, ist unerheblich. Soweit die Beschwerdeführerin sich auf den Schutzgehalt von Art. 41 SchKG bezieht und geltend macht, die Einrede der Vorausverwertung solle den Schuldner vor der einschneidenden Konkursbetreibung bewahren und der vom Obergericht erwähnte Verzicht auf die Einrede im Kredit- und Sicherungsvertrag vom 30. Januar 2019 (Ziff. 4.3.1) rechtfertige keine vollständige Negierung des gesetzlichen Schutzes, verkennt sie, dass kein Nichtigkeitsgrund vorliegt, der jederzeit geltend gemacht werden könnte, wenn eine ordentliche Betreibung auf Pfändung oder Konkurs eingeleitet wird, statt der in Art. 41 Abs. 1 SchKG vorgesehenen Betreibung auf Pfandverwertung (BGE 97 III 49 E. 1; 120 III 105 E. 1). Die Vorausverwertung ist nicht zwingend; vielmehr ist sie dispositiv in mehrfachem Sinn, nämlich dahingehend, dass die Parteien eine davon abweichende Abrede treffen können, als auch dahingehend, als es dem Schuldner anheimgestellt ist, ob er die Einrede der Vorausverwertung erheben will (BGE 140 III 180 E. 5.1.4; 120 III 105 E. 1; 97 III 49 E. 1).