Citation: 4C.460/2004 24.06.2005 E. 4

Die Vereinbarung äussert sich nicht dazu, in welcher Weise der Schuldbrief auf den Kläger zu übertragen ist. Da der Beklagte den Schuldbrief zu Gunsten des Klägers hält, ist es mangels anderer Abreden einzig am Kläger zu entscheiden, was mit dem Schuldbrief zu geschehen hat. Mit Anschlussberufung wie schon im kantonalen Verfahren verlangt er die Übertragung zu Eigentum. Diesem Begehren ist entgegen der Auffassung der Vorinstanz stattzugeben. Umstände, die darauf schliessen liessen, eine Herausgabe zu Eigentum widerspräche dem Zweck der getroffenen Vereinbarung, sind weder festgestellt noch ersichtlich. Die Vorinstanz übersieht, dass bei einer Herausgabe zu Faustpfand der Beklagte formell Eigentümer des Schuldbriefes bliebe, treuhänderisch für den Faustpfandgeber. Der Kläger ist nach dem eindeutigen Vertragstext indessen die einzige Person, zu deren Gunsten die Treuhandschaft ausgeübt wird, so dass für eine Übergabe zu Faustpfand mit Fortbestand der Treuhandschaft zu Gunsten eines Dritten kein Raum bleibt. Da der Beklagte selbst keinen Anspruch auf den Schuldbrief erheben kann, hat er ihn durch Indossament an den Kläger zu übertragen.