Citation: M 3/05 13.09.2005 E. 2

2.1 Im angefochtenen Entscheid werden die Grundsätze der Haftung der Militärversicherung für während des Dienstes oder nach dem Dienst festgestellte Gesundheitsschädigungen in den wesentlichen Zügen dargelegt (vgl. Art. 4 Abs. 1 MVG und Art. 5 f. MVG sowie BGE 123 V 138 Erw. 3a; Jürg Maeschi, Kommentar zum Bundesgesetz über die Militärversicherung [MVG], Bern 2000, S. 68 ff.). Darauf wird verwiesen. Zu ergänzen ist, dass der Begriff «sicher» gemäss Art. 5 Abs. 1 MVG nicht in einem naturwissenschaftlich-theoretischen, sondern im empirischen Sinne zu verstehen ist. Der Sicherheitsbeweis gilt als geleistet, wenn feststeht, dass nach der medizinischen Erfahrung eine Einwirkung verschlimmernder Faktoren während des Dienstes praktisch ausgeschlossen ist (vgl. BGE 111 V 146 Erw. 4 am Anfang, 105 V 230 Erw. 4a mit Hinweisen; vgl. auch BGE 111 V 372 Erw. 1b). 2.2 Spätfolgen im Sinne von Art. 6 MVG liegen vor, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden (mit oder ohne verbleibenden Defektzustand) im Verlaufe längerer Zeit organische oder auch psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem oft völlig anders gearteten Krankheitsbild führen. Beim Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise gar zu Arbeitsunfähigkeit kommt (BGE 123 V 138 Erw. 3a mit Hinweisen; Maeschi a.a.O. N 22 zu Art. 6; vgl. auch BGE 118 V 296 Erw. 2c und RKUV 1997 Nr. U 275 S. 191 Erw. 1c mit Hinweisen).