Citation: I 494/01 04.06.2003 E. 2

2.1 Das kantonale Gericht konnte wegen fehlenden aussagekräftigen Arztberichten seit letztmaliger Leistungszusprechung vom 16. November 1995 nicht abschliessend beantworten, ob die Geburtsgebrechen weiterhin, das heisst über den 30. April 1999 hinaus, einer medizinischen Behandlung zu Hause bedurften und gegebenenfalls in welchem Umfang. Es wies die Angelegenheit an die Verwaltung zurück, damit sie eine ärztliche Beurteilung zu dieser Frage einhole und hernach über den Anspruch auf Hauspflegebeiträge und allenfalls deren Umfang ab Mai 2000 (recte: 1999) neu verfüge. 2.2 Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, überzeugt nicht. Sie übersieht, dass die Notwendigkeit medizinischer Massnahmen zur Behandlung von Geburtsgebrechen sich im Verlaufe der Zeit ändern kann. Tritt dies ein, sind einmal zugesprochene Hauspflegebeiträge einer Revision zugänglich. Vorliegend finden sich in den Akten Hinweise auf eine veränderte Gesamtsituation: So erkannte etwa die Abklärungsperson bereits im Bericht vom 3. September 1997, die Versicherte habe erfreuliche Fortschritte gemacht. Anlässlich einer neuerlichen Abklärung an Ort und Stelle vom 27. Dezember 1999 äusserte eine andere Mitarbeiterin der IV-Stelle begründete Zweifel an der (fortbestehenden) medizinischen Notwendigkeit der geltend gemachten Hilfeleistungen (Bericht vom 26. Januar 2000). Eine ärztliche Stellungnahme zu diesen Aussagen findet sich in den Akten aber keine, weshalb die Rückweisung rechtens ist. Erst wenn feststeht, ob und gegebenfalls welche medizinischen Massnahmen aus ärztlicher Sicht eine häusliche Hilfeleistung über Ende April 1999 hinaus gebieten, kann über das Ausmass der damit zusammenhängenden Pflegeleistungen entschieden werden (vgl. BGE 128 V 93 Erw. 4). Notwendige medizinische Massnahmen zu Hause vorausgesetzt, bedarf es alsdann einer die ärztlichen Feststellungen berücksichtigenden Abklärung an Ort und Stelle. Diese muss nicht zwingend durch eine versicherungsexterne Person vorgenommen werden. Wie bereits von der Vorinstanz dargetan, lässt allein die Tatsache, dass ein Bericht durch eine interne Abklärungsstelle verfasst wird, nicht auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen (vgl. BGE 120 V 364 Erw. 3a; RKUV 1999 Nr. U 332 S. 193 mit Hinweisen; SVR 2001 UV Nr. 2 S. 8 Erw. 4a). Ob ein Abklärungsbericht beweistauglich und -kräftig ist, beurteilt sich übrigens analog zur Rechtsprechung zur Beweiskraft von Arztberichten gemäss BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis (näheres dazu: BGE 128 V 93 Erw. 4), welche die Vorinstanz in Erw. 4b des angefochtenen Entscheids auf den Bericht vom 26. Januar 2000 angewandt hat. An gleicher Stelle hat die Vorinstanz die letztinstanzlich wiederholte Rüge der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör entkräftet, indem die im Vorbescheidverfahren vorhanden gewesene Möglichkeit, zu den Abklärungsberichten Stellung zu nehmen, erwähnt wurde. Obwohl von zentraler Bedeutung für die Beurteilung des Anspruchs auf Beiträge an die Hauspflege und im Hinblick auf die Beweiswürdigung regelmässig zumindest wünschenswert, besteht keine strikte Verpflichtung, die an Ort und Stelle erfassten Angaben der versicherten Person (oder ihrem gesetzlichen Vertreter) zur Durchsicht und Bestätigung vorzulegen. Nach Art. 73bis Abs. 1 IVV genügt es, wenn ihr im Rahmen des Anhörungsverfahrens das volle Akteneinsichtsrecht gewährt und ihr Gelegenheit gegeben wird, sich zu den Ergebnissen der Abklärung zu äussern (BGE 128 V 94 Erw. 4).