Citation: 6S.359/2002 07.08.2003 E. 1

Die kantonalen Instanzen stellen für den Kassationshof verbindlich fest (Art. 277bis Abs. 1 BStP), der Beschwerdeführer habe von ca. 1993 bis zu seiner Entlassung Ende Dezember 1999 als Pflegehelfer in der Psychiatrischen Universitätsklinik Burghölzli, Zürich, gearbeitet. In dieser Funktion habe er die Geschädigte kennen gelernt, welche als stationäre Patientin in die Klinik eingewiesen worden war. Im November 1999 sei es zwischen dem Beschwerdeführer und der Geschädigten zu verschiedenen Malen zu sexuellen Handlungen gekommen, wobei die Initiative hiezu im Wesentlichen von der Geschädigten ausgegangen sei. Dabei habe der Beschwerdeführer, die Brüste und die Vagina der Geschädigten - teilweise über den Kleidern - teilweise unter den Kleidern - liebkost sowie ihre Klitoris durch Reibungen mit seinem Finger stimuliert. Die Geschädigte habe ihrerseits die Hoden und den Penis des Beschwerdeführers - mindestens einmal bis zur Ejakulation - gestreichelt. Die unter Vormundschaft stehende Geschädigte sei auf Grund ihrer diagnostizierten Geistesschwäche und Intelligenzminderung sowie ihren Verhaltensstörungen nicht in der Lage gewesen, vernunftgemäss zu handeln und sich dem Ansinnen des Beschwerdeführers zu widersetzen. Dieser habe nicht nur den Zustand der Geschädigten gekannt, sondern ihr darüber hinaus auch befohlen, niemandem von den sexuellen Kontakten zu erzählen, weil er dann seine Arbeitsstelle verlieren würde, was die Geschädigte in einen schweren Loyalitätskonflikt gebracht habe. Ausserdem habe sie befürchtet, bei Bekanntwerden der Vorfälle auf eine andere Station der Klinik verlegt zu werden.