Citation: 8C_536/2017 E. 4.3.3

4.3.3. Soweit Letztere sich vor Bundesgericht darauf beruft, im Zeitraum vom 20. September 2010 bis 29. Februar 2012 sei "keine echtzeitliche Arbeitsunfähigkeit" ausgewiesen, liegt die Beweislast in Bezug auf die anspruchsaufhebende Tatfrage nach der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit nicht beim Versicherten, sondern beim Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 12, 8C_901/2009 E. 3.2 mit Hinweisen). Nicht nur die behandelnde Augenärztin, sondern auch der von der Beschwerdeführerin als fachärztlicher Experte beauftragte Dr. med. F.________ gingen übereinstimmend von einer anhaltenden 20%-igen Arbeitsunfähigkeit auch in einer leidensangepassten Tätigkeit aus. Nach dem Gesagten hat die SWICA in Bezug auf die Taggeldeinstellung die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen, zumal sie nicht nur in Verletzung von Art. 49 Abs. 1 ATSG auf den Erlass einer schriftlichen Verfügung verzichtete, sondern in der Folge auch die ihr obliegende Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) vernachlässigte.