Citation: 2C_510/2014 E. 4.4.2

4.4.2. Die Beschwerdeführer machen diesbezüglich geltend, seit der Gemeindefusion seien sie auch Steuerzahler der Gemeinde Glarus Süd, welche auf dem ganzen Gemeindegebiet die Strassenlast trage. Sie würden für die Strassen im Ortsteil Braunwald doppelt bezahlen, nämlich einerseits durch ihre Gemeindesteuern und andererseits durch die Abgaben an die Beschwerdegegnerin. Die Grundeigentümer des Ortsteils Braunwald würden dadurch rechtsungleich behandelt gegenüber denjenigen in den anderen Teilen der Gemeinde. Es hätte genügend Zeit zur Verfügung gestanden, die Verfassungsverletzung rechtzeitig auf das Inkrafttreten der Gemeindefusion zu beheben. Die Lösung, die per 1. Januar 2014 gefunden worden sei (Übernahme von rund 60 % der Gemeindestrassen in Braunwald durch die Gemeinde Glarus Süd) wäre schon früher möglich gewesen. Auch sei die Höhe der Doppelbelastung gesamthaft beträchtlich. Die Vorinstanz hätte sich daher nicht mit einem Appellentscheid begnügen dürfen, sondern hätte dem Rechtsgleichheitsgebot zum Durchbruch verhelfen müssen.