Citation: 1B_328/2019 E. 4.2

4.2. Im Übrigen ist die Höhe der Gerichtsgebühr keineswegs unverhältnismässig, zumal die Vorinstanz nicht wie vom Beschwerdeführer behauptet, "beinahe das Maximum der Gebührenhöhe ausgeschöpft" hat. Die Gebühr von Fr. 1'500.-- hält sich vielmehr in der Mitte des der Vorinstanz zur Verfügung stehenden Rahmens von 300 bis 3'000 Taxpunkten (vgl. Art. 28 Abs. 1 des Dekrets betreffend die Verfahrenskosten und die Verwaltungsgebühren der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 24. März 2010 [BSG 161.12; Verfahrenskostendekret, VKD]) und ist für den Entscheid, der immerhin acht Seiten umfasst, nicht übersetzt und schon gar nicht willkürlich. Ebenfalls unbehelflich ist der Einwand des Beschwerdeführers, wonach selbst ein Verweis auf ein kantonales Dekret ungenügend gewesen wäre und Art. 5 BV verletzen würde. Mit Art. 28 Abs. 1 VKD liegt eine ausreichende gesetzliche Grundlage vor. Eine Parlamentsverordnung (Dekret) kann nämlich die Funktion eines formellen Gesetzes erfüllen, wenn die kantonale Verfassung in der betreffenden Materie die abschliessende Zuständigkeit des Parlaments vorsieht oder dafür Raum lässt (vgl. ADRIAN HUNGERBÜHLER, Grundsätze des Kausalabgaberechts, in: ZBI 104/2003, S. 505 ff., S. 514). Die Verfassung des Kantons Bern vom 6. Juni 1993 (BSG 101.1; KV/BE) sieht in Art. 74 Abs. 1 KV/BE vor, dass der Grosse Rat diejenigen Bestimmungen auf dem Dekretsweg erlassen darf, die das Gesetz bezeichnet. Gemäss Art. 68 des Einführungsgesetzes zur Zivilprozessordnung, zur Strafprozessordnung und zur Jugendstrafprozessordnung vom 11. Juni 2009 (BSG 271.1; EG ZSJ) regelt der Grosse Rat die Verfahrenskosten durch Dekret (Art. 424 StPO). Das einschlägige Verfahrenskostendekret sieht in Art. 28 Abs. 1 VKD für Beschwerdeverfahren nach Art. 393 ff. StPO den bereits erwähnten Kostenrahmen von Fr. 300.-- bis 3'000.-- vor. Damit ist die Gesetzmässigkeit des Kostenentscheids der Vorinstanz erstellt.