Citation: 5A_93/2023 E. 5.5.3

5.5.3. Die Beschwerdegegner machen diverse Ausführungen zur Ausübung der Dienstbarkeit. So hätten sie und ihre Rechtsvorgänger seit 1933 keine weiteren oder grösseren Rechte oder überhaupt Mehrbelastungen geduldet. Zum einen stützen sie sich dabei jedoch auf Tatsachen, die sich nicht aus dem angefochtenen Entscheid ergeben (z.B. betr. Verkratzen von Fahrzeugen und angeblich bewilligten Parkplätzen auf der Wegrechtsfläche), ohne jedoch Sachverhaltsrügen zu erheben. Zum anderen belegen diese Ausführungen höchstens, dass die Ausübung der Dienstbarkeit bereits seit geraumer Zeit für Streitigkeiten sorgt. Hinweise auf die Art, wie die Dienstbarkeit während längerer Zeit unangefochten und in gutem Glauben ausgeübt worden ist, lassen sich daraus aber keine ableiten, so dass dies nichts am bisherigen Auslegungsergebnis ändert. Daran vermöchte auch eine (von der Vorinstanz nicht festgestellte) Bewilligung von Parkplätzen nichts zu ändern. Sodann zielt auch der Vorwurf ins Leere, die Beschwerdeführerin habe es beim Umbau versäumt, den Zugang zum tiefer gelegenen Teil der Parzelle baulich anders auszugestalten (z.B. mit einer Türe hin zum höher gelegenen Teil der Parzelle). Inwiefern dies möglich gewesen wäre und weshalb sie hierzu - obschon sie über eine Wegrechtsdienstbarkeit verfügte - verpflichtet gewesen wäre, vermögen die Beschwerdegegner nicht zu erklären. Von Rechtsmissbrauch kann jedenfalls keine Rede sein.