Citation: 6B_714/2012 E. 3.6.4

3.6.4. Aus dem angefochtenen Entscheid geht nicht hervor, aufgrund welcher Umstände die Vorinstanz zum Schluss gelangt, dass MM.________ einem Irrtum über den Verwendungszweck der von ihr als Vermögensverwalterin von H.________ getätigten Investition erlag und dass dieser Irrtum auf einer arglistigen Täuschung durch den Beschwerdeführer beruhte. Solche Schlussfolgerungen lassen sich offensichtlich nicht aus der von der Vorinstanz zitierten Zeugenaussage von H.________ ziehen, wonach ihr der Beschwerdeführer anlässlich eines Besuches mehrfach versichert habe, die Anlage sei "o.k.". Der Beschwerdeführer tat diese angebliche Äusserung im April 2007 und somit mehrere Monate nachdem MM.________ aus dem Vermögen von H.________ EUR 3 Mio. auf Konten der C.________ AG überwiesen hatte. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern sich aus der angeblichen Äusserung des Beschwerdeführers gegenüber der Geschädigten H.________, die mehrere Monate nach der Investition erfolgte, der Schluss ziehen lässt, dass der Beschwerdeführer MM.________ über den Verwendungszweck der Investition arglistig getäuscht hat. Eine solche Schlussfolgerung lässt sich entgegen den Andeutungen im angefochtenen Entscheid (S. 78/79) auch nicht aus dem Umstand ziehen, dass MM.________ als Vermittlerin der C.________ AG und zeitweilige Übersetzerin bei den Verhandlungen mit anderen Geschädigten die wesentlichen Details des von der C.________ AG propagierten Chiemseekessel-Projekts kannte. Es ist somit im angefochtenen Urteil nicht rechtsgenügend erstellt, dass der Beschwerdeführer MM.________ über den Verwendungszweck der Investition arglistig täuschte und dadurch im Sinne eines Dreiecksbetrugs MM.________ zu einer Vermögensverfügung zum Schaden des von ihr verwalteten Vermögens von H.________ bestimmte.