Citation: 8C_394/2023 E. 5.2.2

5.2.2. Angesichts des vorinstanzlich zutreffend festgestellten Engagements im Rahmen der selbstständigen Erwerbstätigkeit ab Sommer 2021 und der fehlenden Bereitschaft zur jederzeitigen Aufgabe der entsprechenden Bestrebungen im Zusammenhang mit der Selbstständigkeit legte die Vorinstanz nicht dar und ist nicht ersichtlich, inwiefern der Beschwerdegegner gestützt auf eine angeblich mit Verfügung vom 28. Januar 2021 unterlassene Beratung konkret nachteilige Dispositionen getätigt haben soll. Mit Blick auf diese Verfügung bestreitet der Beschwerdeführer zu Recht, die Verwaltung habe damit bei voller Kenntnis der Sachlage über einen längeren Zeitraum auf eine Überweisung zur Entscheidung auch im Falle einer zweifelhaften Vermittlungsfähigkeit verzichtet. Vielmehr steht fest, dass der Beschwerdegegner mit Verfügung vom 28. Januar 2021 ausdrücklich darauf hingewiesen wurde, vorgängig der Aufnahme von Aktivitäten im Rahmen der geplanten Selbstständigkeit das RAV zwecks erneuter Überprüfung der Vermittlungsfähigkeit zwingend informieren zu müssen. Dass der Beschwerdeführer durch unterlassene Beratung dem Beschwerdegegner am 28. Januar 2021 in vertrauensschutzrechtlich relevanter Weise zugesichert hätte, auf eine solche Überprüfung künftig zu verzichten, ist nicht belegt.