Citation: 8C_163/2009 25.03.2009 E. 3

3.1 Die Vorinstanz hat zutreffend erwogen, dass die adäquate Kausalität zwischen dem Unfall vom 22. April 2007 und den bestehenden gesundheitlichen Beschwerden der Versicherten in Anwendung der Rechtsprechung zu den psychischen Unfallfolgen zu beurteilen ist (BGE 115 V 133 ff.). Weiter hat die Vorinstanz auf Grund einer Gesamtwürdigung des Unfallgeschehens und der unfallbezogenen Kriterien richtig erkannt, dass die adäquate Kausalität zwischen dem Unfall und den anhaltenden gesundheitlichen Beschwerden der Versicherten zu verneinen ist, weshalb die SUVA die Leistungen zu Recht auf den 30. Juni 2008 eingestellt hat. Es wird auf die entsprechenden überzeugenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen (Art. 109 Abs. 3 BGG). 3.2 Sämtliche Einwendungen der Versicherten vermögen an diesem Ergebnis nichts zu ändern. Sie hat sich mit der Adäquanzfrage insgesamt nicht substanziiert auseinandergesetzt (vgl. E. 1 hievor). Aus den pauschalen Einwänden, sie sei seit dem Unfall wegen ihren gesundheitlichen Beschwerden in medizinischer, medikamentöser sowie therapeutischer Behandlung, die Vorinstanz habe das Kriterium der Dauerschmerzen anerkannt, sie arbeite zu 75 % und eine volle Erwerbstätigkeit sei trotz ihrer Anstrengungen nicht gelungen, kann die Versicherte nichts zu ihren Gunsten ableiten. Gleiches gilt für die Vorbringen, sie betrachte den Unfall (abgesehen vom hohen Delta-v-Wert) als eindrücklich. Diesbezüglich ist festzuhalten, dass die kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung (Delta-v) des Autos der Versicherten beim Auffahrunfall vom 22. April 2007 knapp innerhalb oder oberhalb eines Bereichs von 10-15 km/h lag (vgl. biomechanische Kurzbeurteilung [Triage] der Arbeitsgruppe für Unfallmechanik [AGU] Zürich vom 29. Oktober 2007). Die Vorinstanz hat richtig erkannt, dass der Unfall aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs (vgl. SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26 E. 5.3.1 [U 2/07]) als mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten Unfällen zu qualifizieren ist; hieran ändert nichts, dass es zwischen den unfallbeteiligten Fahrzeugen nach dem Heckaufprall noch zu einer Streifkollision kam, bei der nach obiger biomechanischer Kurzbeurteilung das Delta-v unterhalb eines Bereichs von 10-15 km/h gelegen haben dürfte (vgl. auch RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236 E. 5.1.2 [U 380/04]; Urteil 8C_252/2007 vom 16. Mai 2008 E. 6.2). Weiter ist zu beachten, dass eine unfallanalytische oder biomechanische Analyse allenfalls gewichtige Anhaltspunkte zur - einzig mit Blick auf die Adäquanzprüfung relevanten - Schwere des Unfallereignisses zu liefern vermag; sie bildet jedoch für sich allein in keinem Fall eine hinreichende Grundlage für die Kausalitätsbeurteilung (RKUV 2003 Nr. U 489 S. 357 E. 3.2 [U 193/01]). Ergänzend sei angefügt, dass die adäquate Kausalität klarerweise selbst dann zu verneinen ist, wenn sie nach der so genannten Schleudertrauma-Praxis (BGE 134 V 109 E. 10 S. 126 ff.) beurteilt wird. Eine zusätzliche medizinische Abklärung ist nicht durchzuführen, da hievon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 131 I 1 E. 3 S. 157, 124 V 90 E. 4b S. 94).