Citation: 1C_438/2016 E. A

D.________ litt seit Jahren an einer Alkoholsucht. Im Oktober 2014 wurde er deshalb in die Klinik E.________ eingeliefert. Am 5. Dezember 2014 fanden zwei Sitzungen statt, anlässlich derer die Möglichkeit einer Vertretungsregelung gemäss Erwachsenenschutzrecht geprüft wurde. Bei dieser Gelegenheit wiesen die Angehörigen von D.________ auf die Gefahr eines Suizides hin. C.________ nahm als Mitglied der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) und Protokollführerin daran teil. Am 6. Dezember 2014 wurde D.________ tot aufgefunden, nachdem er Suizid begangen hatte. Daraufhin erstatteten seine Töchter, A.________ und B.________, Strafanzeige gegen die Klinik und zwei für diese tätige Ärzte. Am 9. Mai 2016 ersuchten sie um Ausweitung der Strafuntersuchung wegen fahrlässiger Tötung auf C.________. Die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich überwies die Akten am 15. Juni 2016 via Oberstaatsanwaltschaft an das Obergericht des Kantons Zürich zum Entscheid über die Erteilung bzw. Nichterteilung der Ermächtigung zur Durchführung einer Strafuntersuchung gegen die angezeigte Person. Sie beantragte dabei, die Ermächtigung nicht zu erteilen, weil nach summarischer Prüfung kein deliktsrelevanter Verdacht vorliege. Nachdem A.________ und B.________ zur Stellungnahme eingeladen worden waren und sie die Ermächtigungserteilung anbegehrt hatten, entschied das Obergericht mit Beschluss vom 15. Juli 2016, der Staatsanwaltschaft die Ermächtigung zur Strafverfolgung von C.________ nicht zu erteilen.