Citation: 5D_213/2015 E. 3.3

3.3. Hinzu kommt für das Kantonsgericht, dass die Vertretungskosten im Fall gewährter unentgeltlicher Rechtspflege unter Vorbehalt der Rückforderung nach Art. 123 ZPO zu Lasten des Staates gingen. Dies bedinge, dass der Vertretungsaufwand in einem angemessenen Rahmen gehalten werden müsse, um die Kosten nicht allzu sehr in die Höhe zu treiben. In dieselbe Richtung ziele die Überlegung, wonach der Zeitaufwand wohl einen bedeutsamen Faktor für die Bemessung der Kostennote darstelle, vom Staat (und damit vom Steuerzahler) aber nicht eine Entschädigung verlangt werden könne, die ein selbst zahlender Klient seinem Anwalt nicht entrichten würde. In diesem Sinn sei eine Gesamtschau der erforderlichen Bemühungen im Vergleich zu ähnlich gelagerten Fällen (Komplexität des Sachverhalts und der Rechtsfragen) nötig.