Citation: 5A_569/2021 E. 2.2.3

2.2.3. Der Beschwerdeführer rügt streng genommen lediglich eine Verletzung der Begründungspflicht. Im Ergebnis geht es ihm aber wohl darum, der Beschwerdegegnerin für die Jahre 2017 bis 2021 ein (hypothetisches) Einkommen von Fr. 3'000.-- (anstatt dem ermittelten tatsächlichen Einkommen) anzurechnen. 2.2.3.1. Was die angebliche Verletzung der Begründungspflicht angeht, so ist mit der Beschwerdegegnerin auszuführen, dass sich das Gericht nicht zu allen Punkten einlässlich zu äussern hat und auch nicht jedes einzelne Vorbringen widerlegen muss. Vielmehr kann es sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich die betroffene Person über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann (BGE 146 II 335 E. 5.1; 145 III 324 E. 6.1; 143 III 65 E. 5.2). Diese Voraussetzungen sind erfüllt: Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend ausführt, hat die Vorinstanz die Ermittlung ihres Einkommens ausführlich dargelegt. 2.2.3.2. Betreffend die (Nicht-) Berücksichtigung der von der Beschwerdegegnerin im erstinstanzlichen Verfahren als Einkommen für die Jahre 2017 bis 2021 angeblich selbst akzeptierten Fr. 3'000.-- sei (unter Hinweis auf E. 2.1.3 oben) nur Folgendes bemerkt: In Bezug auf den Kindesunterhalt kommen stets die Offizialmaxime und die uneingeschränkte Untersuchungsmaxime im Sinne der Erforschungspflicht zur Anwendung (Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO). Die Vorinstanz war daher nicht an ein von der Beschwerdegegnerin angeblich erfolgtes Zugeständnis in Bezug auf ihr Einkommen für die Jahre 2017 bis 2021 gebunden.