Citation: 2C_30/2023 E. 6.6

6.6. Zwar mag es den Eltern aufgrund der langen Aufenthaltsdauer des Vaters und der gelungenen Integration nicht zumutbar sein, in die Heimat zurückzukehren. Allerdings bestehen auch keine besonders engen familiären Bande zwischen Vater und Kindern und haben beide Eltern gleichermassen freiwillig auf das familiäre Zusammenleben am selben Ort mit den Kindern verzichtet und damit akzeptiert, ihr Familienleben auf Distanz zu leben. Dies ist ihnen auch weiterhin zumutbar, da mit der Verweigerung des Familiennachzugs lediglich der Status quo aufrechterhalten bleibt. Die Beschwerdeführenden können keinen wichtigen Grund belegen, der den nachträglichen Familiennachzug ausnahmsweise rechtfertigen könnte. Ihr Interesse an der Familienzusammenführung nach jahrelangem freiwilligen Getrenntleben vermag das öffentliche Interesse an der Begrenzung der Einwanderung nicht zu überwiegen. Nach dem Gesagten erweist sich auch die vorinstanzliche Interessenabwägung als bundesrechtskonform.