Citation: 5A_251/2023 E. 7

Für den nun eingetretenen Fall, dass es bei der Abweisung des Gesuchs um Leistung eines Prozesskostenvorschusses bleibt, bestreitet die Beschwerdeführerin die vom Obergericht für den Fall, dass das Kantonsgericht das noch bei ihm hängige Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege bewilligen sollte, auf Fr. 7'321.45 festgesetzte Entschädigung der unentgeltlichen Anwältin. Der Anspruch gegenüber dem Staat auf Entschädigung steht allein der unentgeltlichen Rechtsvertreterin zu (vgl. BGE 141 I 124 E. 3.1). Deshalb ist nur diese zur Geltendmachung und Anfechtung ihrer Entschädigung legitimiert (Urteil 5A_361/2023 vom 24. November 2023 E. 1.2.1 mit Hinweis). Hingegen hat die vertretene Partei - hier: die Beschwerdeführerin - objektiv kein Interesse daran, dass die Rechtsbeiständin eine höhere Entschädigung erhält (zum Ganzen: Urteil 5A_588/2023 vom 20. Februar 2024 E. 1.3.2 mit Hinweis). Grundsätzlich hätte sich demnach die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin in eigenem Namen an das Bundesgericht wenden müssen, soweit sie die Höhe ihres Honorars als unentgeltliche Rechtsvertreterin anfechten wollte. Das hat sie nicht getan. Daher kann auch in diesem Punkt nicht auf die Beschwerde eingetreten werden. Ohnehin besteht vorliegend die Besonderheit, dass das Obergericht die Höhe des Honorars bedingt festgelegt hat, nämlich für den Fall, dass das Kantonsgericht das bisher nicht beurteilte Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gutheissen sollte. Mit anderen Worten steht noch gar nicht fest, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege für das erstinstanzliche Verfahren hat. Ebenso wenig steht fest, dass die (noch gar nicht amtlich eingesetzte) Rechtsvertreterin einen Anspruch gegenüber dem Staat hat. Selbst wenn die Rechtsvertreterin im eigenen Namen Beschwerde geführt hätte, hätte sie diese bedingt erheben müssen (für den Fall, dass das Kantonsgericht das bislang noch nicht beurteilte Gesuch gutheissen sollte). Bedingte Beschwerden sind aber von vornherein unzulässig (vgl. BGE 134 III 332 E. 2). Daher könnte auf eine Beschwerde nicht eingetreten werden. Falls Rechtsanwältin C.________ dereinst (rückwirkend) als amtliche Rechtsbeiständin eingesetzt werden sollte, kann sie, sofern ihr daran liegt, die festgelegte Entschädigung noch anfechten.