Citation: 6B_634/2016 E. 2.4

2.4. Weiter wendet der Beschwerdeführer ein, die erste Instanz habe eine Gesamtstrafe von 90 Tagessätzen ausgefällt. Die Vorinstanz lege für die fahrlässige Tötung allein eine Einsatzstrafe von 270 Tagessätzen fest. Dabei handle es sich um eine massive, unverhältnismässige Erhöhung, was unhaltbar sei, zumal er im Berufungsverfahren nicht einmal persönlich angehört worden sei. Ohnehin sei der Gerichtspräsident bekannt dafür, öffentlich strengere Strafen zu fordern. Es müsse daher an seiner Objektivität gezweifelt werden. Dem Beschwerdeführer kann nicht gefolgt werden. Die Berufungsinstanz fällt ein neues Urteil (Art. 408 StPO) und hat die Strafe nach ihrem eigenen Ermessen festzusetzen. Unter dem Vorbehalt der "reformatio in peius" muss sie sich nicht daran orientieren, wie die erste Instanz die einzelnen Strafzumessungsfaktoren gewichtet (Urteil 6B_1252/2014 vom 4. Mai 2015 E. 4.3 mit Hinweis). Die Vorinstanz geht im Vergleich zur ersten Instanz von einem schwereren Verschulden aus. Sie durfte daher auch eine höhere Einsatzstrafe für die fahrlässige Tötung festlegen. Indem die Vorinstanz für die fahrlässige Tötung unter Annahme eines mittelschweren Verschulden die Einsatzstrafe auf 270 Tagessätze festsetzt, verletzt sie das ihr zustehende Ermessen nicht. Unbedeutend ist in diesem Zusammenhang, dass das Berufungsverfahren schriftlich geführt wurde. Der Beschwerdeführer wurde mit Verfügung vom 23. September 2015 darauf hingewiesen, dass ein schriftliches Verfahren vorgesehen sei, was allerdings von seinem Einverständnis abhängig sei. Unter diesen Umständen erübrigt es sich, auf die Behauptung des Beschwerdeführers einzugehen, dem Gerichtspräsidenten fehle es an der nötigen Objektivität. Ohnehin entschied der Gerichtspräsident vorliegend nicht als Einzelrichter, sondern es handelt sich um einen Entscheid eines Dreiergremiums, wobei es der Beschwerdeführer unterlässt, darzulegen, weshalb dem Richtergremium insgesamt mangelnde Objektivität vorzuwerfen sei.