Citation: 4A_104/2008 08.05.2008 E. 4.7.2

4.7.2. Weiter rügen die Beschwerdeführerinnen, die Vorinstanz habe gegen die Verhandlungsmaxime und damit gegen Art. 8 ZGB verstossen, indem sie auf einen tatsächlichen Übertragungswillen von C.________ geschlossen habe, obwohl die Beschwerdegegnerin nie behauptet habe, C.________ habe einen Übertragungswillen gehabt und sämtliche ihm zustehenden Urheberrechte an der Bahnhofsuhr nicht durch Verzicht, sondern durch Rechtsgeschäft auf die SBB übertragen wollen. Darauf kann nicht eingetreten werden. Es kann dabei offen bleiben, wie es sich mit der Behauptung verhält, die Beschwerdegegnerin habe nie einen Übertragungswillen von C.________ behauptet. Die Beschwerdeführerinnen verkennen, dass es sich bei der Verhandlungsmaxime nicht um einen aus Art. 8 ZGB abgeleiteten bundesrechtlichen, sondern um einen kantonalrechtlichen Grundsatz handelt (BGE 127 III 248 E. 1b S. 251; 127 IV 215 E. 2d S. 218; 106 II 201 E. 3b), dessen Ausgestaltung von gewissen Ausnahmen abgesehen den Kantonen belassen ist (vgl. Kummer, Berner Kommentar, N. 12 f. zu Art. 8 ZGB). Als solcher kann ihn das Bundesgericht nur prüfen, wenn die Verletzung von diesbezüglichen kantonalen Normen mit einer rechtsgenüglich begründeten Willkürrüge geltend gemacht wird. Eine solche lassen die Beschwerdeführerinnen indes vermissen und tun nicht dar, welche kantonalrechtlichen Verfahrensbestimmungen die Vorinstanz qualifiziert unrichtig angewendet haben soll und inwiefern (vgl. BGE 110 Ia 1 E. 2a S. 3 f.).