Citation: 5A_710/2018 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin rügt vorab, sämtliche Abklärungen durch die Behörden seien willkürlich erfolgt, mangelhaft dokumentiert und daher nicht verwertbar. Es habe nämlich nie eine Gefährdungsmeldung gegeben, weshalb die Behörden nie hätten tätig werden dürfen. Die Sache sei nur ins Laufen gekommen, weil sie um Hilfe ersucht habe bei der Suche nach einem Krippenplatz. Mangels Gefährdungsmeldung hätten die Behörden nicht tätig werden dürfen. Ohne offizielles Verfahren wiederum habe aber nie eine Pflicht zur Kooperation mit irgendeiner Behörde bestanden, weshalb sie und ihr Mann auch keinen Grund gesehen hätten, zu Gesprächen zu erscheinen, was ihnen nun nicht vorgeworfen werden könne. Auch Lehrer und Ärzte seien nicht tätig geworden, bevor sich die KESB eingemischt habe. Die Einmischung der Behörden verletze ihr Recht auf Privatsphäre und Achtung des Familienlebens gemäss Art. 13 BV. Ausserdem ist sie der Ansicht, beide Elternteile hätten vorab um Einwilligung resp. Entbindung der angefragten Ärzte von der ärztlichen Schweigepflicht ersucht werden müssen, was zumindest im Falle ihres Ehemannes nicht oder zumindest zu spät erfolgt sei. Die Ausführungen zum Fehlen einer Gefährdungsmeldung gehen insofern ins Leere, als die Beschwerdeführerin selbst um Hilfe bei der Suche nach einem Krippenplatz für die Zwillinge ersuchte. Dass sie ihr Gesuch möglicherweise anders verstanden hat, ändert nichts daran, dass damit ein Verfahren eröffnet wurde. Angesichts der wiederholten Einladungen durch die zuständige Sozialarbeiterin hätten die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann überdies genügend Gelegenheit gehabt, das allfällige Missverständnis zu klären. Die Beschwerdeführerin und ihr Mann können es nicht auf die Behörde abwälzen, dass sie darauf verzichtet haben und das Verfahren damit seinen Lauf nahm. In der Beschwerde findet darüber hinaus keine Auseinandersetzung mit den Erwägungen der Vorinstanz statt. Die Vorinstanz hatte sinngemäss erwogen, dass es - wenn eine Kindeswohlgefährdung erstellt ist - keine Rolle (mehr) spielt, weshalb das Verfahren ins Rollen kam. Die Vorinstanz erläuterte sodann, dass Lehrpersonen und die KESB gemäss Art. 25 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Abs. 2 KESG Informationen austauschen können. Weiter wies sie die Beschwerdeführerin auf Art. 448 Abs. 1 und 2 ZGB hin und verneinte eine Geheimnisverletzung in Bezug auf den ersten Absatz der Bestimmung. Aufgrund des hohen Schutzbedürfnisses von Kindern und weil eine Kindeswohlgefährdung im Raum gestanden und sich schliesslich bestätigt habe, überwiege sodann das Interesse des Kindes an der Wahrheitsfindung gegenüber dem Geheimhaltungsinteresse auch was die Auskunft gebenden Kinderärzte anbelange. Der Abklärungsbericht könne unabhängig von einer allfälligen Schweigepflichtverletzung verwendet werden (unter Hinweis auf Art. 19 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 152 Abs. 2 ZPO). Damit ist weder eine Verletzung von Art. 13 BV dargetan noch eine Verletzung von Gesetzesrecht. Es ist somit nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz auf den Abklärungsbericht abgestützt hat. Soweit die Beschwerdeführerin darüber hinaus eine Verletzung ihres rechtlichen Gehörs rügen möchte, obwohl die Abklärungen getätigt und berücksichtigt werden durften, kommt sie ihren Rügeanforderungen nicht nach (vgl. E. 1.2).