Citation: P 64/99 04.05.2000 E. 3

3.- Im Lichte dieser Rechtsprechung ist nicht zu bean- standen, dass die Vorinstanz zum Schluss gelangt ist, dass der Versicherte, der seit Anfang Mai 1998 bei der Arbeits- losenversicherung ausgesteuert ist, aus invaliditätsfremden Gründen ausserstande sei, die ihm verbliebene theoretische Resterwerbsfähigkeit von 50 % tatsächlich zu verwerten bzw. wirtschaftlich zu nutzen. Der Beschwerdegegner, der für die Zeit von Dezember 1997 bis April 1998 zahlreiche erfolglose Arbeitsbemühungen nachweist, hat in rechtsgenügender Weise glaubhaft gemacht, dass er vorab angesichts seines Alters, seiner fehlenden Ausbildung, der mangelnden Sprachkenntnis- se und der Dauer der Abwesenheit vom Berufsleben keine zu- mutbare Arbeit finden kann. Eine schwierige Vermittelbar- keit auf dem Arbeitsmarkt wurde denn auch bereits in der Abschlussqualifikation durch die Beschäftigungswerkstätte O.________ im Mai 1996 prognostiziert. Nicht stichhaltig ist der Einwand der Beschwerdeführe- rin, der Versicherte habe für den Zeitraum ab 1. Juni 1998, ab welchem er Ergänzungsleistungen beansprucht, keinen Nachweis erbracht, dass er sich darum bemüht habe, die ihm verbliebene Resterwerbsfähigkeit zu verwerten. Wäre, wie die Ausgleichskasse zu meinen scheint, der Beschwerdegegner nicht arbeitswillig und seine Stellenlosigkeit auf schlech- ten Willen zurückzuführen, wäre es im vierjährigen Verlauf des Taggeldbezuges bei der Arbeitslosenversicherung mit Si- cherheit zu Einstellungen oder gar zur Verneinung der Ver- mittlungsfähigkeit im Sinne der Vermittlungsbereitschaft gekommen. Nichts weist in den Akten in diese Richtung. Die Ausgleichskasse macht in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde auch keine entsprechenden Einwände. Damit muss es bei der vorinstanzlich entschiedenen Nichtanrechnung hypothetischen Erwerbseinkommens sein Bewenden haben. Die Sache geht daher gemäss vorinstanzlichem Entscheid an die Beschwerdeführerin zurück, damit sie das anrechenba- re Einkommen neu ermittle und über den Anspruch des Versi- cherten auf Ergänzungsleistungen mit Wirkung ab 1. Juni 1998 neu verfüge. Dabei wird sie auch über eine allfällige Anrechnung der geltend gemachten Mietnebenkosten zu befin- den haben. Ebenso wird sie prüfen müssen, wie es sich hin- sichtlich der Vorbringen in der Vernehmlassung zur Verwal- tungsgerichtsbeschwerde betreffend Einnahmen aus der beruf- lichen Vorsorge verhält (vgl. zur Zulässigkeit dieser Vor- bringen BGE 106 V 249 und ZAK 1986 S. 298 Erw. 1).