Citation: 1C_390/2020 E. 4.3.1

4.3.1. Die vorinstanzlichen Ausführungen zur Standortwahl werden von der Beschwerdeführerin nicht bestritten (vgl. Art. 97 Abs. 1 BGG). Dass der Sachverhalt diesbezüglich offensichtlich unrichtig oder im Sinne von Art. 95 BGG rechtsverletzend festgestellt worden wäre (vgl. Art. 105 Abs. 2 BGG; oben E. 2), ist sodann nicht ersichtlich: Insbesondere dem bereits von der Vorinstanz erwähnten Baubeschrieb vom 17. Februar 2016 ist zu entnehmen, dass bereits mit Blick auf das erste, im Jahr 2014 eingereichte Baugesuch der gegenwärtige Standort des Betriebs sowie bestehende Siedlungen im umliegenden Raum für die beabsichtigte Erweiterung und Entwicklung geprüft wurden und weshalb diese Standorte nicht in Frage gekommen sind. Das ARE/TG verweigerte die Erteilung einer ordentlichen Baubewilligung mit Entscheid vom 6. Oktober 2014, da dem geplanten Bauvorhaben "überwiegende öffentliche Interessen des Landschaftsschutzes" entgegenstanden. Gemäss Baubeschrieb wurde das Projekt anschliessend überarbeitet und wurden erneute sowie zusätzliche Abklärungen hinsichtlich genutzter und ungenutzter landwirtschaftlicher Gebäude im umliegenden Raum getätigt. Die Beschwerdegegner hätten dann entschieden, die Ökonomiegebäude aufzulösen und kleinere Einheiten zu bilden. Im August 2015 sei das überarbeitete Projekt visiert worden und habe eine Begehung zusammen mit den Umweltverbänden, den kantonalen Ämtern, der Güterzusammenlegung Salenstein und der politischen Gemeinde Salenstein stattgefunden. Dabei sei die Auflösung der Ökonomiegebäude für gut befunden, die Standorte seien jedoch hinterfragt worden. Die von den Umweltverbänden anschliessend vorgeschlagenen Standorte seien im Oktober 2015 begangen und besprochen worden. Dabei sei man zum Schluss gelangt, am Standort der Begehung vom August 2015 festzuhalten, das Bauprojekt aber noch zu verschieben und zu optimieren. Das hierauf ausgearbeitete Projekt sei im Dezember 2015 den Umweltverbänden, dem kantonalen Amt für Landwirtschaft sowie der Gemeinde vorgestellt worden. Die Überarbeitung sei von allen Anwesenden positiv beurteilt worden. Die allgemein gehaltenen Vorbringen der Beschwerdeführerin, wonach die Vorinstanzen nicht geprüft hätten, ob bestehende, leerstehende Bauten umgenutzt werden könnten, ob die Neubauten als Ersatzbauten an Stelle von bisherigen, nicht mehr benötigten Bauten errichtet werden könnten oder ob die Beanspruchung der Landschaft minimiert werden könnte, indem bestehende, nicht mehr benötigte Bauten abgerissen würden, vermögen vor diesem Hintergrund nicht zu überzeugen. Auch kann ihr nicht gefolgt werden, wenn sie geltend macht, die kantonalen Behörden und Instanzen hätten sich nur mit der Farbgestaltung und der optischen Einpassung des geplanten Bauvorhabens in das Gelände auseinandergesetzt, nicht aber mit dem Umstand, dass das Bauvorhaben in einer Schutzzone errichtet werden solle. Vielmehr dürften die wiederholten Standortevaluationen und Überarbeitungen des Bauprojekts gerade auf Letzteres zurückzuführen sein (vgl. dazu auch nachfolgend). Wie erwähnt, wurde das erste, im Jahr 2014 eingereichte Baugesuch denn auch aufgrund von entgegenstehenden überwiegenden öffentlichen Interessen des Landschaftsschutzes nicht bewilligt. Inwiefern das geplante Bauvorhaben den Zonenzweck im Sinne von § 13 PBV/TG beeinträchtigen sollte, zeigt die Beschwerdeführerin nicht auf. Jedenfalls ergibt sich dies auch nicht aus ihrer nicht weiter substanziierten Feststellung, dass das Bauvorhaben eine Fläche von mehr als 2'500 m² beanspruche.