Citation: 4A_296/2022 E. 3.1

3.1. Die Beschwerdeführerin machte geltend, dass im Kaufpreis von Fr. 604'000.-- die Mehrwertsteuer von 7.7%, d.h. Fr. 43'182.90, enthalten gewesen sei. Die Parteien hätten nie vereinbart, dass der Kaufpreis unabhängig davon, ob das betreffende Geschäft der Mehrwertsteuer unterliege oder nicht, Fr. 604'000.-- betragen soll. Die Beschwerdegegnerin habe mangels Mehrwertsteuerpflicht die 7.7% Mehrwertsteuer zu Unrecht aufgeschlagen und einen zu hohen Kaufpreis verlangt. Da keine Mehrwertsteuer geschuldet sei, habe die Klägerin Fr. 43'182.90 zu viel bezahlt. Die Beschwerdegegnerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, es sei ein Pauschalpreis vereinbart worden, in dem die von ihr bezahlten Mehrwertsteuern enthalten seien, unabhängig davon, ob diese direkt oder indirekt über die Totalunternehmerin an den Bund gegangen seien. Die Klägerin habe einen Kaufpreis von Fr. 604'000.-- akzeptiert, unabhängig davon, wie sich die Kosten zusammensetzen würden.