Citation: 2C_890/2017 E. 4

Der ausländische Ehegatte einer schweizerischen Staatsangehörigen hat Anspruch darauf, dass seine Aufenthaltsbewilligung verlängert wird, wenn er mit seiner Ehefrau zusammen wohnt. Dieser Anspruch erlischt insbesondere, wenn Widerrufsgründe im Sinne von Art. 63 AuG vorliegen (Art. 51 Abs. 1 lit. b AuG); als Widerrufsgrund gilt unter anderem die Verurteilung zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe (Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG in Verbindung mit Art. 62 Abs. 1 lit. b AuG). Mit seiner strafrechtlichen Verurteilung am 1. Juli 2014 zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren wegen versuchter vorsätzlicher Tötung (begangen am 7. Juli 2012) hat der Beschwerdeführer diesen Widerrufsgrund gesetzt, woran die Schilderung der eigenen Sichtweise der Tatumstände bzw. seines Verhaltens im Strafverfahren nichts zu ändern vermag. Unbehelflich ist insbesondere sein Vorbringen, er habe entgegen der Darstellung der Vorinstanz nicht in Tötungsabsicht gehandelt. Das Obergericht des Kantons Bern hat in seinem Urteil vom 1. Juli 2014 ausdrücklich festgehalten, dass der Beschwerdeführer sein Opfer "in Tötungsabsicht mit einem Messer" verletzt habe (vgl. S. 31 des Urteils, E. 4.4). Soweit der Beschwerdeführer mit seinen Vorbringen den Schuldspruch der eventualvorsätzlich versuchten Tötung in Frage zu stellen versucht, übersieht er, dass rechtsprechungsgemäss im migrationsrechtlichen Verfahren kein Raum bleibt, die Beurteilung des Strafrichters in Bezug auf das strafrechtliche Verschulden zu relativieren (vgl. Urteil 2C_169/2017 vom 6. November 2017 E. 3.4). Auf die diesbezüglichen Ausführungen des Beschwerdeführers ist deshalb nicht weiter einzugehen.