Citation: 2C_1024/2019 E. 3

Nicht durchzudringen vermag vorab die Rüge, die Begründung der Vorinstanz zur fehlenden ehelichen Gewalt bzw. zur Möglichkeit der Wiedereingliederung sei ungenügend ausgefallen und damit sei der Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt worden (Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 6 Abs. 1 EMRK). Zwar folgt aus dem verfassungsrechtlichen Anspruch auf rechtliches Gehör die Verpflichtung der Behörde, ihren Entscheid zu begründen. Dabei ist es nicht erforderlich, dass diese sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich der Betroffene über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann (BGE 136 I 229 E. 5.2 S. 236). Inwiefern der angefochtene Entscheid ungenügend begründet sein sollte, ist nicht ersichtlich. Es ergibt sich daraus mit genügender Klarheit, weshalb die Vorinstanz das Fehlen häuslicher Gewalt sowie die intakten Chancen einer Wiedereingliederung der Beschwerdeführerin in ihrem Heimatland angenommen hat. Letztere hat ohne Weiteres erfassen können, welche Überlegungen das Kantonsgericht geleitet haben. Dass sie diese nicht teilt, belegt in keiner Weise eine ungenügende Begründung.