Citation: 6F_12/2024 E. 4.1

4.1. Der Gesuchsteller bringt in seinem Gesuch kurz zusammengefasst vor, das Obergericht habe sich nur selektiv mit den Beweisen befasst. Es sei nur den belastenden Aspekten nachgegangen. Alle entlastenden Punkte seien mit oberflächlichen Ausflüchten abgetan oder gar nicht bzw. nicht seriös überprüft worden. Das eingereichte Phython-Script sei als Beweismittel abgewiesen worden, ohne durch einen Experten oder die IT-Forensik überhaupt gesichtet worden zu sein. Der Bericht der IT-Forensik sei von Anfang an als fehlerhaft und fachlich falsch gerügt worden. Die IT-Forensik habe auf dem falschen Gerät nach Software gesucht; die Programmierung habe auf dem Macbook stattgefunden. Es wäre notwendig gewesen, sich mit seinen technischen Einwänden zu befassen und einen zweiten Bericht zu erstellen. Jegliche Kritik am Bericht sei indessen nicht kommentiert worden und habe somit auch nicht den Weg von der mündlichen Verhandlung in das schriftliche Urteil des Obergerichts gefunden. Die offerierten Beweismittel seien ohne Kommentar abgelehnt worden. Da sich diese "Informationen" (vornehmlich) in den Audioprotokollen der Verhandlungen "verbergen" würden, sei es für das Bundesgericht nicht offensichtlich gewesen, was er mit seinem Vorbringen zur selektiven Beweisbefassung durch das Obergericht gemeint habe. Als Folge sei das Bundesgericht von einem falschen Sachverhalt ausgegangen, weshalb ihm ein faires Verfahren verwehrt geblieben sei.