Citation: 6B_1391/2016 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz konnte nicht ausschliessen, dass die Beschwerdeführerin den Bankkontoauszug vom 6. August 2003, den sie A.________ unter anderem vorzeigte, von deren Ehemann erhalten hatte, weshalb sie die Beschwerdeführerin insoweit vom Vorwurf der Verletzung des Schriftgeheimnisses (Art. 179 StGB) freisprach (siehe angefochtenes Urteil S. 28). Den Bankkontoauszug vom 6. Juli 2004, den die Beschwerdeführerin am 2. August 2004 im Rahmen des inkriminierten Erpressungsversuchs A.________ ebenfalls vorzeigte, konnte die Beschwerdeführerin aber nicht vom Ehemann von A.________ erhalten haben, da dieser am 9. Mai 2004 verstorben war. Die Vorinstanz lässt offen, ob die Post die diesen Bankkontoauszug enthaltende Postsendung versehentlich in den Briefkasten der Beschwerdeführerin eingeworfen oder ob diese die Postsendung aus dem Briefkasten von A.________ behändigt habe. Jedenfalls sei davon auszugehen, dass der Bankkontoauszug, wie dies üblich sei, in einem verschlossenen Kuvert verschickt worden sei und dass die Beschwerdeführerin dieses zwecks Kenntnisnahme des Inhalts geöffnet habe, wodurch sie den Tatbestand von Art. 179 StGB erfüllt habe (angefochtener Entscheid S. 29 f.).