Citation: 2C_758/2020 E. 7.2.1

7.2.1. Richtig erkannt hat die Vorinstanz zwar, dass beim Handel mit gehebelten Produkten nicht ohne Weiteres der Wert der underlying assets zur Bestimmung des massgeblichen Transaktionsvolumens herangezogen werden kann. Da das Transaktionsvolumen nach dem Kreisschreiben der ESTV bei der Beurteilung des Vorliegens von gewerbsmässigem Wertschriftenhandel zum Fünffachen des Wertschriften- und Guthabenbestands zu Beginn der Steuerperiode ins Verhältnis zu setzen ist, handelt es sich nach der sachgerechten Konzeption in dieser Verwaltungsverordnung um eine Grösse, um die Kapitalumschlagsintensität zu beurteilen. Diese bemisst sich aber bei "gehebelten Produkten" nicht allein nach dem Verhältnis zwischen dem Wert der underlying assets und dem Wertschriften- und Guthabenbestand am Beginn der Steuerperiode, sondern hängt insbesondere auch von der Grösse des eingesetzten Hebels ab. Soweit die Vorinstanz andeutet, es sei statt auf den Wert der underlying assets auf die Summe der in den Depotauszügen ausgewiesenen verbuchten Beträge ("Booked Amount") abzustellen, ist ihr entgegenzuhalten, dass zum einen nicht nachvollziehbar ist, worum es sich bei diesen Beträgen konkret handelt, und zum anderen die entsprechenden Beträge im angefochtenen Urteil auch nicht festgestellt worden sind.