Citation: 1C_157/2023 E. 4.4

4.4. Bis zum erstinstanzlichen Urteil im Strafverfahren verstrichen rund vier Jahre, bis zum zweitinstanzlichen Urteil des Kantonsgerichts Graubünden vom 23. März 2021 vergingen weitere drei Jahre und sieben Monate. Wie die Vorinstanz festhielt, sind im erst- und zweitinstanzlichen Strafverfahren längere Phasen behördlicher Inaktivität festzustellen. Auch angesichts der Komplexität des Verfahrens und der Ausschöpfung des Rechtsmittelwegs durch den Beschwerdeführer erachtete die Vorinstanz das strafrechtliche Verfahren zu Recht als zu lang. Die Verletzung des Beschleunigungsgebots wurde im Strafverfahren denn auch anerkannt und dieser dadurch Rechnung getragen, dass das Kantonsgericht Graubünden die Strafe reduzierte. Zudem hat die Sicherheitsdirektion als Erstinstanz im Administrativverfahren im Dispositiv festgestellt, dass im Strafverfahren der Anspruch auf Beurteilung innert angemessener Frist verletzt worden ist, und dies bei der Kostenverteilung berücksichtigt. Sodann wurde das Administrativverfahren nach dem Strafurteil des Bundesgerichts 6B_884/2021 vom 10. Januar 2022 ohne Verzögerungen durchgeführt (vgl. Urteil 1C_630/2022 vom 25. Juli 2023 E. 6.2).