Citation: 1P.281/2006 29.06.2006 E. 6

Nach dem Gesagten ist die staatsrechtliche Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Der Beschwerdeführer beantragt die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung, weil er nicht in der Lage sei, für die Verteidigungskosten des bundesgerichtlichen Verfahrens aufzukommen. Es erscheint fraglich, ob die Beschwerde angesichts der sorgfältigen Beweiswürdigung des Obergerichts ernstliche Aussichten auf Erfolg hatte. Immerhin ist zu berücksichtigen, dass es um einen tiefgreifenden Eingriff in die Rechtsstellung des Beschwerdeführers ging und dieser in erster Instanz zumindest vom Vorwurf der sexuellen Nötigung freigesprochen worden war. Insofern lässt sich die Auffassung vertreten, dass auch eine Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zur Beschwerdeführung entschlossen hätte. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung ist deshalb gutzuheissen (Art. 152 OG). Der anwaltlich vertretenen Beschwerdegegnerin ist eine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 159 OG).