Citation: 4A_155/2020 E. 3

Somit ist aufgrund des von der Vorinstanz willkürfrei festgestellten Sachverhalts deren Vertragsauslegung zu prüfen. Die Vorinstanz stellte nicht explizit fest, ob sie von einem tatsächlich übereinstimmenden Willen der Parteien ausging, oder den Vertrag nach dem Vertrauensprinzip auslegte. Sie zitierte aber die Rüge des Beschwerdeführers, die Erstinstanz habe zu Unrecht nicht den tatsächlichen Willen festgestellt, sondern direkt über das Vertrauensprinzip einen mutmasslichen Willen konstruiert. Indem sie in der Folge eine ausdrückliche Vereinbarung der Unentgeltlichkeit und damit einer entsprechenden tatsächlichen Willensübereinstimmung verneinte und vielmehr wie die Erstinstanz von einem "mutmasslichen Willen" der Parteien sprach, stü tzte sie sich implizit auf eine vertrauenstheoretische Auslegung. Eine solche prüft das Bundesgericht als Rechtsfrage frei (vgl. BGE 133 III 61 E. 2.2.1 S. 67; 132 III 24 E. 4 S. 28).