Citation: 4C.46/2003 02.07.2003 E. 6

Die Berufung ist somit teilweise gutzuheissen. Die Vorinstanz hat zu Unrecht angenommen, die von der Beklagten hinterlegten Formen machten im Sinne von Art. 2 lit. b MSchG das Wesen der Ware aus. Auf dieser Grundlage hat sie zu Unrecht nicht geprüft, ob die beanspruchten Formen technisch notwendig seien und, soweit dies nicht der Fall ist, inwieweit sich die beanspruchten, an sich dem Gemeingut zugehörigen Formen im Verkehr als Unterscheidungsmerkmal für die Spielbausteine der Beklagten durchgesetzt haben. Der angefochtene Entscheid ist daher aufzuheben und die Sache zur Prüfung dieser Fragen und zur Feststellung der rechtserheblichen Tatsachen an die Vorinstanz zurückzuweisen (Art. 64 OG). Die Kosten sind diesem Verfahrensausgang entsprechend zu verlegen. Da keine der Parteien vollständig obsiegt und der Ausgang des Rechtsstreits noch offen bleibt, sind die Gerichtskosten den Parteien je zur Hälfte aufzuerlegen und die Parteikosten wettzuschlagen (Art. 156 Abs. 1 und 3 sowie Art. 159 Abs. 2 und 3 OG).