Citation: 9C_15/2024 E. 5.4.2

5.4.2. Es trifft zu, dass die Vorinstanzen bei der Vertragsauslegung nicht zwischen subjektiver und objektiver Auslegung unterschieden haben. Darin ist allerdings keine Verfassungsverletzung und namentlich keine Gehörsverletzung zu sehen. Aus den Erwägungen der Vorinstanz und des Staatsrats (vgl. vorne E. 5.2) geht hinreichend hervor, dass beide Instanzen in der Vergleichsvereinbarung keine Grundlage sehen, um die Gemeinde zum vorgängigen Erlass einer Feststellungsverfügung zu verpflichten. Soweit die Beschwerdeführerin diesbezüglich eine Verletzung von Art. 18 OR bzw. der dazu ergangenen Rechtsprechung rügt, ist sie schon deshalb nicht zu hören, weil diese Bestimmung im vorliegenden Fall nicht anwendbar ist.