Citation: 5C.207/2001 07.11.2001 E. 1

1.- a) Weil hier ein blosser Rückweisungsantrag nicht genügen würde (BGE 106 II 201 E. 1 S. 203; 104 II 209 E. 1 S. 211) und der Aufhebungsantrag ebenfalls nicht ausreicht, stellt sich die Frage, ob die vorliegende Berufung Art. 55 Abs. 1 lit. b OG genügt. In Auflockerung von Satz 2 der genannten Vorschrift genügt ein materiell nicht hinreichend präzisierter Antrag, wenn aus dem angefochtenen Entscheid und der Berufungsschrift insgesamt klar wird, welchen Sachentscheid der Beklagte anstrebt (Poudret/Sandoz-Monod, Commentaire de la loi fédérale d'organisation judiciaire, Bd. II, Bern 1990, N 1.4.1, 1.4.1.1, 1.4.1.4 und 1.4.2 zu Art. 55 OG; Messmer/Imboden, Die eidgenössischen Rechtsmittel in Zivilsachen, Rz 113 S. 151 f.). Da aus der Berufungsschrift, in der auch um Gutheissung der vor Obergericht eingelegten Appellation ersucht wird, und dem Urteil der Vorinstanz eindeutig hervorgeht, dass der Beklagte zweitinstanzlich die Abweisung der Klage beantragt hatte und er dies sinngemäss auch vom Bundesgericht verlangt, steht Art. 55 Abs. 1 lit. b OG dem Eintreten auf die Berufung nicht entgegen. b) Fraglich ist, ob im vorliegenden Fall, wo einzig um eine güterrechtliche Frage im weitesten Sinne gestritten wird, der nach Art. 46 OG erforderliche Streitwert erreicht ist (vgl. zur Beachtung der Streitwertgrenze, wenn in einer Statussache nur die vermögensrechtlichen Nebenfolgen vor Bundesgericht angefochten sind BGE 116 II 493 E. 2b S. 495 f.; 95 II 68 E. 2d S. 75). Angaben zum Streitwert fehlen sowohl im angefochtenen Urteil (Art. 51 Abs. 1 lit. a OG) als auch in der Berufungsschrift (Art. 55 Abs. 1 lit. a OG). Überschritten wäre die Streitwertgrenze bei strenger Betrachtung möglicherweise nur, wenn das Scheidungsurteil vom 26. Februar 1998 sicher nicht vollstreckbar gewesen wäre und das nun strittige Urteil in Jugoslawien ohne Zweifel vollstreckt werden könnte. Denn diesfalls entspräche der Streitwert im vorliegenden Verfahren der güterrechtlichen Forderung, die in allen Urteilen mit total Fr. 132'500.-- beziffert wird. Ob dies die einzige Möglichkeit ist, den Streitwert zu ermitteln, und ob Fr. 8'000.-- hier überschritten sind, kann hier ausnahmsweise offen bleiben, wenn die Berufung ohnehin nicht durchdringt. c) Soweit der Beklagte in der Berufungsschrift die gleichen Rügen vorbringt, die mit staatsrechtlicher Beschwerde vorgebracht werden müssen (dazu E. 3 bis 5 des Urteils im Beschwerdeverfahren), ist auf sie hier nicht einzutreten.