Citation: 6B_28/2018 E. 4.3.3

4.3.3. Das Protokoll der Urteilseröffnung vom 30. September 2016 hält fest, dass der Gerichtsschreiber das Urteil der Vorinstanz verlesen hat und den Parteien anschliessend das Urteilsdispositiv ausgehändigt worden ist. Es hält weiter fest, dass der vorsitzende Richter das Urteil mündlich begründet hat (TPF 920 069). Das Protokoll der Urteilseröffnung vom 30. März 2017 hält fest, dass den anwesenden Parteien das Entscheiddispositiv ausgehändigt worden ist und dass der vorsitzende Richter den Entscheid mündlich begründet hat (TPF 920 073). Die mündliche Begründung des Urteils erscheint grundsätzlich als verzichtbar, soweit sie nicht wegen des Verzichts auf eine schriftliche Begründung gemäss Art. 82 Abs. 1 StPO notwendig ist (SCHMID/JOSITSCH, Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 3 Aufl. 2018, N 2 zu Art. 84). Soweit das Gericht das Urteil schriftlich begründen muss, ist in diesem Lichte besehen nicht zu beanstanden, wenn die mündliche Urteilsbegründung nicht oder nur rudimentär protokolliert wird, zumal ihr neben der schriftlichen Urteilsbegründung keine eigenständige Bedeutung zukommt. Von daher ist im zu beurteilenden Fall auch nicht zu beanstanden, dass dem Beschwerdeführer die Tonaufzeichnung der mündlichen Begründung des Urteils im Schuld- und Strafpunkt vor der Zustellung des schriftlich begründeten Urteils nicht ausgehändigt worden ist. Soweit der Beschwerdeführer mit dem Tonträger nachweisen will, dass er sich aufgrund der inkohärenten und nicht nachvollziehbaren mündlichen Begründung nicht hinreichend auf eine Beschwerde in einem solch komplexen Verfahren habe vorbereiten können (Beschwerde S. 15), und er insofern belegen will, dass die gesetzliche Frist zur Einreichung der Beschwerde an das Bundesgericht nicht angemessen ist, ist die Beschwerde, wie ausgeführt (vgl. oben E. 3.2), unbegründet.