Citation: 1C_562/2023 E. 3.4.3

3.4.3. Unbehelflich ist der Einwand des Beschwerdeführers, er sei davon ausgegangen, seine ausserehelichen Kinder seien behördenbekannt, zumal er diese bei der zuständigen Behörde anerkannt habe. Die Anerkennung von ausserehelichen Kinder hat nicht zur Folge, dass die Vaterschaft gegenüber sämtlichen Behörden inner- oder ausserhalb des Gemeinwesens und damit auch gegenüber dem SEM als bekannt zu gelten hat. Der Beschwerdeführer durfte nicht annehmen, er sei von seiner (Mitwirkungs-) Pflicht befreit, das SEM über diese rechtlich relevanten Vorkommnisse zu informieren. Er musste sich bewusst sein, dass die Zeugung von ausserehelichen Kindern im Verfahren um erleichterte Einbürgerung bedeutsam ist, zumal aussereheliche Kinder ein Indiz für die Instabilität einer Ehe sein können und zwar unabhängig davon, ob die Ehefrau darüber informiert ist (vgl. E. 3.2 und E. 3.4.1 hiervor). Eine entsprechende Mitteilung war ihm auch ohne Weiteres zumutbar.