Citation: 2C_860/2019 E. 1.2

1.2. Die Kantone werden weder durch die Bundesverfassung noch durch ein Bundesgesetz verpflichtet, eine kantonale Instanz zur Überprüfung der Verfassungsmässigkeit ihrer eigenen sowie der Erlasse ihrer Gemeinden einzurichten (BGE 142 I 99 E. 1.1 mit zahlreichen Hinweisen). Hat der betreffende Kanton - wie vorliegend der Kanton Wallis für rein fiskalische Erlasse (vgl. Urteile 2C_1147/2016 vom 8. Oktober 2018 E. 1.2, 2C_519/2016 vom 4. September 2017 E. 1.2.2) - kein kantonales abstraktes Normkontrollverfahren vorgesehen (Urteil 2C_947/2019 vom 13. Februar 2020 E. 1.2.2), kann der kommunale oder kantonale Erlass innert 30 Tagen nach der nach dem kantonalen Recht massgebenden Veröffentlichung des Erlasses beim Bundesgericht angefochten werden (Art. 82 lit. b, Art. 101 BGG). Vorliegend hat der Staatsrat des Kantons Wallis die angefochtenen Änderungen von Art. 5 Abs. 1 lit. b und von Art. 6 Abs. 2 des Kurtaxenreglements Bellwald an seiner Sitzung vom 4. September 2019 homologiert und diese Beschlüsse in der am 13. September 2019 erschienenen Ausgabe des Amtsblattes veröffentlicht. Die Beschwerde erweist sich mithin als rechtzeitig. Das Bundesgericht urteilt damit als erste und einzige Rechtsmittelinstanz (vgl. Urteil 2C_756/2015 vom 3. April 2017 E. 1.2, nicht publ. in: BGE 143 I 272).