Citation: 7B_300/2023 E. 3.2

3.2. Die Beschwerde ist begründet: Der Beschwerdeführer hat nach der Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz am 14. April 2023, d.h. am Tag nach der Sicherstellung seiner Aufzeichnungen und Gegenstände, die Siegelung wegen "private[r] Sachen" verlangt. Gleichzeitig stellte er in Aussicht, dass er den Siegelungsantrag präzisieren und ergänzen werde. In der Folge machte er insbesondere noch geltend, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich unter den sichergestellten Gegenständen und Aufzeichnungen noch Anwaltskorrespondenz befinde. Damit hat er die Siegelung, entgegen der Auffassung der Vorinstanz, rechtzeitig und gültig beantragt. Soweit die Vorinstanz zur Gültigkeit des Siegelungsantrags erwägt, der Beschwerdeführer sei seiner Substanziierungsobliegenheit nicht nachgekommen, verkennt sie, dass er seine Geheimnisinteressen nicht im Siegelungsantrag (oder der angekündigten Ergänzung desselben), sondern erst im nachfolgenden Entsiegelungsverfahren substanziieren muss (vgl. E. 2 hiervor). Indem die Vorinstanz trotz gültigem Siegelungsantrag nicht auf das Entsiegelungsgesuch eingetreten ist, hat sie Bundesrecht verletzt.