Citation: 4A_2/2023 E. 3.3

3.3. Unbehelflich ist zunächst das Vorbringen des Beschwerdeführers, das TAS hätte auf die Berufung des Beschwerdegegners mangels Einhaltung der Berufungsfrist gar nicht eintreten dürfen. Die Einhaltung der Berufungsfrist ist eine Voraussetzung für die Zulässigkeit der Berufung an das TAS, die nicht die Zuständigkeit des Schiedsgerichts betrifft. Daher fällt der Einwand, die Berufungsfrist im Verfahren vor dem TAS sei nicht eingehalten worden, nicht unter die Zuständigkeitsrüge nach Art. 190 Abs. 2 lit. b IPRG (dazu Urteil 4A_406/2021 vom 14. Februar 2022 E. 4.1 und 4.2 mit Hinweisen). Ebenso wenig verfängt der im gleichen Zusammenhang erhobene Einwand, mit dem Entscheid der FIFA-Kommission für den Status von Spielern vom 11. August 2020 hätte eine abgeurteilte Sache mit Rechtskraftwirkung ( res iudicata) vorgelegen, die vom Schiedsgericht hätte beachtet werden müssen. Der Beschwerdeführer verkennt, dass es sich bei verbandsinternen Entscheidungsorganen nach ständiger Rechtsprechung nicht um Schiedsgerichte handelt und deren Entscheidungen keine Rechtsprechungsakte darstellen (BGE 148 III 427 E. 5.2.3; 119 II 271 E. 3b; Urteile 4A_420/2022 vom 30. März 2023 E. 5.5.4; 4A_344/2021 vom 13. Januar 2022 E. 5.2; 4A_612/2020 vom 18. Juni 2021 E. 4, nicht publ. in BGE 147 III 500). Dies gilt auch für die hier in Frage stehende FIFA-Kommission (BGE 148 III 427 E. 5.2.3; Urteil 4A_344/2021, a.a.O., E. 5.2 mit Hinweisen). Damit zielt auch der gleichzeitig erhobene Vorwurf der Verletzung des verfahrensrechtlichen Ordre public (Art. 190 Abs. 2 lit. e IPRG) ins Leere. Abgesehen davon, dass der Beschwerdeführer in unzulässiger Weise die Sachverhaltsfeststellung im angefochtenen Schiedsentscheid kritisiert, wonach der Beschwerdegegner vor der FIFA-Kommission für den Status von Spielern Einwände gegen die Zuständigkeit erhob, zeigt er zudem mit seinen Vorbringen zum verbandsinternen Verfahren keinen nach Art. 190 Abs. 2 IPRG zulässigen Beschwerdegrund auf.