Citation: 5A_26/2015 E. 2.1

2.1. Das Bezirksgericht ist der Behauptung der Beschwerdeführerin gefolgt, dass dieser Betrag zu 4/7 ihrem Eigengut und zu 3/7 ihrer Errungenschaft zuzuordnen sei. Der Ehemann machte berufungsweise geltend, dass der Beweis für die teilweise Zuordnung zum Eigengut nicht erfolgt und deshalb Art. 200 Abs. 3 ZGB verletzt sei. Das Obergericht hielt fest, als Beweis sei der Kontoauszug Juli 1995 des auf beide Parteien lautenden Mietzinskontos Bank D.________ Nr. yyyeingereicht worden. Auf diesem sei am 6. Juli 1995 ein Zahlungseingang von Fr. 500'000.-- verzeichnet mit dem Vermerk: "Verguetung A.A.________ U.________ Uebertrag Eigenmittel betr. Finanzierung C.________strasse www". Sodann habe sie die Kontoauszüge Mai und Juni 1995 des auf ihren Namen lautenden Kontos Bank D.________ Nr. zzz zu den Akten gegeben. Auf dem Kontoauszug Mai 1995 seien am 2. Mai 1995 eine Belastungsanzeige bezüglich einer Zahlung an die E.________ AG über den Betrag von Fr. 348'900.-- und die Anzeige einer Gutschrift bezüglich des gleichentags erfolgten Eingangs einer Zahlung der E.________ AG von Fr. 3'200'000.-- ersichtlich. Gestützt auf diese Kontoauszüge lasse sich nicht rechtsgenüglich eruieren, ob der auf das gemeinsame Konto überwiesene Betrag von Fr. 500'000.--, von welchem unbestrittenermassen Fr. 380'000.-- zur Finanzierung des Grundstückerwerbs verwendet worden seien, tatsächlich ab dem auf die Beschwerdeführerin lautenden Konto Bank D.________ Nr. zzz überwiesen worden sei, denn sie habe nur die Auszüge Mai und Juni 1995 dieses Kontos, nicht aber den Auszug Juli 1995, auf welchem eine entsprechende Belastung verzeichnet sein müsste, eingereicht. Eventualiter hat das Obergericht erwogen, dass selbst bei einem Nachweis, dass der Betrag ab dem Konto Bank D.________ Nr. zzz überwiesen worden wäre, noch nicht die Zugehörigkeit zum Eigengut dargetan wäre, weil auf dem betreffenden Konto viele Bewegungen stattgefunden hätten und somit die Herkunft aus dem Aktienverkauf nicht sicher wäre. Subeventualiter erwog das Obergericht, dass selbst wenn das ab dem Konto Bank D.________ Nr. zzz überwiesene Geld tatsächlich aus dem Aktienverkauf gestammt hätte, noch nicht erstellt wäre, dass es sich dabei um jenen Teil des Verkaufserlöses gehandelt hätte, welchen das Bezirksgericht ihrem Eigengut zuordnete.