Citation: 4A_360/2017 E. 8.2

8.2. Nach Ansicht der Vorinstanz hat die Beschwerdeführerin mit ihren Ausführungen nicht zu entschuldigen vermocht, dass sie den Geschäftsverkehr erst nach dem erstinstanzlichen Urteil prüfte. Dagegen bringt die Beschwerdeführerin vor, es gehöre nicht zur prozessualen Sorgfaltspflicht, wegen einer Rechtsstreitigkeit die ganze Buchhaltung zu überprüfen. Erforderlich wäre indessen nicht eine Überprüfung der gesamten Buchhaltung gewesen, sondern einzig des Zahlungsverkehrs mit der Beschwerdegegnerin 2. Nachdem zwischen den Parteien zahlreiche Forderungen in Bezug auf etliche verschiedene Kunden streitig waren, durfte von einer sorgfältigen Partei erwartet werden, dass sie die der Beschwerdegegnerin 2 geleisteten Zahlungen nachprüft. Die Rüge der Verletzung von Art. 317 Abs. 1 ZPO ist somit unbegründet.