Citation: 5A_185/2023 E. 3.1

3.1. Zusammengefasst ging das Kantonsgericht davon aus, die vormalige Ehefrau des Beschwerdegegners habe den Lamborghini käuflich erworben und ihm diesen in der Folge geschenkt. Im Detail erwog es, der Beschwerdeführer beanspruche ein Pfandrecht am Lamborghini, womit er anerkenne, dass dieser nicht in seinem Eigentum stehe, sondern Eigentum einer anderen Person bilde. Dabei mache er nicht geltend, dass das strittige Fahrzeug Eigentum seines Mieters gewesen wäre und dass er dies im erstinstanzlichen Schriftenwechsel behauptet hätte. Als einzigen objektiven Beweis anerkenne er einen älteren Fahrzeugausweis, in welchem die vormalige Ehefrau des Beschwerdegegners als Halterin eingetragen sei. Genau diese Person bestätige nun aber als Zeugin die Darstellung des Beschwerdegegners, dass sie ihm den Lamborghini während des ehelichen Zusammenlebens geschenkt habe. Dem Beschwerdeführer sei zuzustimmen, dass die Zeugin dem Beschwerdegegner, mit welchem sie während 20 Jahren verheiratet gewesen sei, näher stehe als dem für sie fremden Beschwerdeführer. Dieser Umstand sei bei der richterlichen freien Beweiswürdigung zu berücksichtigen, schliesse indes nicht von vornherein aus, dass ihre Aussage für glaubhaft gehalten werde. Ein eigenes Interesse der Zeugin am Verfahrensausgang sei demgegenüber nicht ersichtlich. Denn mit der Scheidung habe die diesbezügliche Rechtsbeziehung geendet und es bestünden keinerlei Hinweise dafür, dass die Zeugin an einem Prozessgewinn ihres Ex-Gatten in irgendeiner Weise beteiligt wäre. Zu ihrem heutigen Verhältnis zueinander habe die Zeugin angegeben, seit ungefähr 30 Jahren vom Beschwerdegegner geschieden zu sein, eigentlich wenig miteinander zu tun zu haben und hin und wieder einmal zu telefonieren. Daraus könne geschlossen werden, dass das ehemalige Ehepaar nach der Scheidung nicht zerstritten sei, jedoch keinen engen Kontakt zueinander unterhalte, auch wenn es immerhin gelegentlich miteinander telefoniere. Dieser sporadische, unbelastete Umgang zueinander genüge in keiner Weise, um der Zeugin eine Falschaussage zu unterstellen. Wie der Beschwerdeführer selber vorbringe, habe diese die Echtheit ihrer angeblichen eidesstattlichen Erklärung nicht einfach bestätigt, mithin gerade nicht einseitig und unbesehen zugunsten des Beschwerdegegners ausgesagt, was generell für den Wahrheitsgehalt ihrer Ausführungen spreche. Zur Erklärung vom 10. Dezember 2018, welche ihr wohl nicht vorgelegt worden sei, habe sie keinerlei Angaben zu machen vermocht. Zurückhaltend sei sie auch in ihrer Aussage zu einem allfälligen Auftragsverhältnis des Beschwerdegegners zu C.________ gewesen. Sie habe klar und begründet festgehalten, dass sie diesen gekannt habe, weil sie bzw. ihre Firma in dessen grosser Werkstatt in V.________ ihre Autos hätten reparieren lassen. Weiter habe sie erklärt zu wissen, dass der Beschwerdegegner mit dem Lamborghini einen Unfall gebaut habe, wohingegen sie es als blosse Möglichkeit dargestellt habe, dass dieser das Fahrzeug C.________ zur Reparatur gebracht habe. Näheres dazu habe sie aber nicht gewusst. Demgegenüber habe sie wiederholt klar und unmissverständlich ausgeführt, dass sie den Lamborghini ihrem damaligen Ehemann zum Geburtstag geschenkt habe. Dass die Zeugin und der Beschwerdegegner in Einzelheiten zur Abwicklung des Autokaufes, welcher laut der Ersten rund 30-40 Jahre zurückliege, divergierten, vermöge an dieser Kernaussage, der Schenkung unter Ehegatten, nichts zu ändern. Weiter habe die Ex-Gattin bezeugt, dass der Beschwerdegegner mit dem Fahrzeug einen Unfall gehabt habe und dass es sich bei C.________ um ihren Garagisten in Deutschland gehandelt habe. Dass der Beschwerdegegner den durch ihn beschädigten Lamborghini unter diesen Umständen zu C.________ zur Reparatur gebracht habe, bei welchem sie ihre Fahrzeuge ja üblicherweise hätten reparieren lassen, erscheine naheliegend und glaubhaft. So sei nach der Übersiedlung von C.________ in die Schweiz auch der genannte Sportwagen hierhin gelangt. Demzufolge sei für das Kantonsgericht bewiesen, dass der Lamborghini Eigentum des Beschwerdegegners sei und sich das Fahrzeug lediglich zwecks Reparaturarbeiten bei C.________ befunden habe.