Citation: 8C_737/2019 E. 5.1.4

5.1.4. Wenn die Vorinstanz unter anderem mit Blick auf die Angaben der orthopädischen und psychiatrischen Experten zum Schluss gelangte, das MEDAS-Gutachten vom 22. Januar 2018 sei in Kenntnis der Vorakten ergangen und die Experten hätten sich mit den Einschätzungen der behandelnden Ärzte genügend auseinandergesetzt, und gestützt darauf eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit feststellte, so ist dies nicht zu beanstanden. Denn eine vertiefte Auseinandersetzung mit jedem einzelnen Bericht ist nicht erforderlich, wenn sich - wie hier - insgesamt ein vollständig und schlüssig ermitteltes Bild des Gesundheitszustandes und der Entwicklung seit der Begutachtung im Jahr 2016 ergibt (vgl. Urteil 8C_642/2011 vom 14. Februar 2012 E. 5.2). Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden Gutachten externer Spezialärzte darf Beweiswert zuerkannt werden, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470; Urteil 9C_18/2019 vom 14. Juni 2019 E. 2.2 mit Hinweisen). Solche vermag der Beschwerdeführer nicht aufzuzeigen. Ein Administrativgutachten ist denn auch nicht stets dann in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn behandelnde Ärzte zu einem anderen Ergebnis gelangen; vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil sie wichtige Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. statt vieler SVR 2017 IV Nr. 49 S. 148; 9C_119/2020 vom 18. Mai 2010 E. 3.2.3). Inwiefern solche Aspekte aus den medizinischen Akten hervorgingen, ist weder ersichtlich noch in der Beschwerde rechtsgenüglich dargetan.