Citation: 4A_537/2019 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin führt dazu aus, gemäss Art. 46 Abs. 1 Grundbuchverordnung nehme das Grundbuchamt eine Eintragung im Grundbuch nur auf Anmeldung hin vor. Diese müsse von der übertragenden Person unterzeichnet sein. Es hätte ihr nicht geholfen den Kreditbetrag (inkl. Zinsen, Kommissionen und Vorfälligkeitsentschädigung) zu hinterlegen, hätte dies doch die Beschwerdegegnerin nicht zur Unterzeichnung der Grundbuchanmeldung veranlasst. Denn die Beschwerdegegnerin spreche ihr die Berechtigung zur Intervention überhaupt - also noch aus weiteren Gründen - ab. Deshalb habe sie beantragt, die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, gegenüber dem zuständigen Grundbuchamt die Zustimmung zur Übertragung der Grundpfandverschreibung zu erteilen (Klagebegehren Ziff. 2). In Kenntnis des Tatbestands und der Rechtsfolgen von Art. 110 Ziff. 1 OR hätte dies selbstverständlich gegen die Bezahlung der offenen Schuld ("Zug um Zug") geschehen sollen. Dies sei entgegen der Vorinstanz zulässig, denn Art. 110 Ziff. 1 OR verlange keine Vorleistung.