Citation: 1A.191/2000 12.02.2001 E. 8

8.- a) Schliesslich bestreitet die Beschwerdeführerin die Verpflichtung, Zinsen für die Dauer des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens zahlen zu müssen. Von der Einreichung des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens am 25. August 1995 bis zur Zustellung des Urteils am 15. Mai 1999 seien fast fünf Jahre verstrichen; von Anfang 1996 bis Ende 1999 sei das Verfahrens faktisch sistiert gewesen. Diese übermässig lange Dauer des Rechtsmittelverfahrens verstosse gegen Art. 6 EMRK und Art. 29 Abs. 1 BV. b) Der Regierungsrat hatte in seinem Beschwerdeentscheid erstmals festgehalten, dass auch der Zinsausfall des Staates, der diesem durch die Vorfinanzierung der Gewässerschutzmassnahmen entstehe, zu den zu ersetzenden Kosten gehöre. Der Regierungsrat wies daher das Baudepartement an, nach Rechtskraft des Entscheides anhand der einzelnen Rechnungen den zu ersetzenden Schadenszins zu berechnen und ihn in einer ergänzenden Verfügung auf die Kostenpflichtigen zu verteilen. Massgebend sei dabei der Zinssatz der Aargauischen Kantonalbank für bestehende Darlehen an öffentlichrechtliche Körperschaften (sog. "Oerk-Satz"). Diese Verzinsungspflicht war im verwaltungsgerichtlichen Verfahren nicht umstritten; das Verwaltungsgericht änderte den Entscheid des Regierungsrates daher nur insoweit ab, als es allein die Beschwerdeführerin für ersatzpflichtig und damit auch für verzinsungspflichtig hielt. Dementsprechend wies es das Departement an, in einer ergänzenden Verfügung den von der A.________ AG zu ersetzenden Schadenszins und Verzugszins einzufordern. Diese Anweisung ist im vorliegenden Verfahren insoweit abzuändern, als auch die X.________ AG einen Kostenanteil trägt, der grundsätzlich zu verzinsen ist. c) Bisher ist jedoch über den Umfang der Zinsforderung des Kantons nicht verbindlich entschieden worden; die ergänzende Verfügung über den Schadens- und Verzugszins ist noch nicht erlassen worden. Insofern handelt es sich bei Disp.-Ziff. 2 des verwaltungsgerichtlichen Entscheides um einen blossen Zwischenentscheid. Dieser bestätigt zwar die grundsätzliche Verpflichtung der Beschwerdeführerin, Schadens- und Verzugszinsen zu zahlen, legt aber Dauer und Höhe der Zinspflicht nicht verbindlich fest und befasst sich insbesondere nicht mit dem - erst im bundesgerichtlichen Verfahren erhobenen - Einwand der Beschwerdeführerin, dass sie keine Zinsen für die ihres Erachtens unangemessen lange Dauer des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens schulde. Da die Beschwerdeführerin noch die Möglichkeit hat, die ergänzende Verfügung des Baudepartements über die Zinspflicht anzufechten, entsteht ihr durch die Zwischenverfügung des Verwaltungsgerichts kein nicht wieder gutzumachender Schaden i.S.v. Art. 45 VwVG. Auf den diesbezüglichen Teil der Beschwerde ist daher nicht einzutreten.