Citation: 8C_592/2023 E. 7.2.2

7.2.2. Mit Urteil 8C_39/2021 vom 6. Juli 2021 betreffend einen Fall, bei dem der Versicherte mit einem Schlaginstrument an den Kopf geschlagen wurde (Sachverhalt lit. A und E. 6.1.1), erwog das Bundesgericht, in jüngerer Zeit habe es einen tätlichen Angriff von drei Individuen auf einen einzelnen Versicherten, bei dem dieser mit einer Flasche, einer Gürtelschnalle und einer Eisenstange gegen den Kopf geschlagen worden sei, als mittelschweren Unfall im eigentlichen Sinne beurteilt (Urteil 8C_595/2015 vom 23. August 2016 E. 4.3). Im Urteil 8C_96/2017 vom 24. Januar 2018 (das einen Fall betraf, in dem die versicherte Person in einer Bar mit einem Bierglas ins Gesicht geschlagen wurde) habe es die vorinstanzliche Qualifikation als mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu einem schweren Ereignis als vertretbar erachtet, die Frage letztlich aber offen gelassen. Dabei habe es immerhin festgehalten, es handle sich um einen Grenzfall. Die Qualifikation rechtfertige sich nur aufgrund der besonderen Umstände, weil der Versicherte durch den überraschenden Angriff mit einem zerbrochenen Glas aus kurzer Distanz im Gesicht entstellt worden sei. Vor diesem Hintergrund qualifizierte das Bundesgericht das Ereignis, bei dem der Versicherte mit einem Schlaginstrument am Kopf geschlagen wurde, als mittelschweren Unfall im eigentlichen Sinn (Urteil 8C_39/2021 vom 6. Juli 2021 E. 6.1.3).