Citation: 2C_378/2022 E. 4.4.2

4.4.2. Der Beschwerdeführer ist wegen mehrfacher Veruntreuung, einfacher Körperverletzung, mehrfachen Ungehorsams als Schuldner im Betreibungs- und Konkursverfahren sowie verschiedener Strassenverkehrsdelikte zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 20 Monaten verurteilt worden. Dass das Strafgericht das Verschulden als gering betrachtet hat, hindert nicht, das Verschulden in migrationsrechtlicher Hinsicht als schwer zu qualifizieren (vgl. E. 4.3). Die durch das Strafgericht gefällte Freiheitsstrafe von 20 Monaten liegt entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers nicht nur knapp über der für das Vorliegen eines Widerrufsgrunds massgeblichen Dauer der Freiheitsstrafe von einem Jahr. Gegen den Beschwerdeführer liegen zudem nebst den durch das Strafgericht abgeurteilten Straftaten mehr als 30 Strafbefehle vor. Unter diesen Umständen ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz das Verschulden des Beschwerdeführers in migrationsrechtlicher Hinsicht als schwer beurteilt hat. Das Vorbringen des Beschwerdeführers, die Vorinstanz habe zu wenig berücksichtigt, dass die zugegebenermassen grosse Menge an Strafbefehlen keine allzu schwerwiegenden Gesetzesverstösse betreffe und der Beschwerdeführer aufgrund seines Berufs als Automechaniker in besonderer Weise gefährdet sei, Strassenverkehrsdelikte zu begehen, vermag an dieser Beurteilung nichts zu ändern. Wie sich aus den verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz ergibt, betrafen die Strafbefehle zum Teil massive Überschreitungen der zulässigen Höchstgeschwindigkeit um 31, 25, 17 und 13 km/h nach Abzug der Sicherheitsmarge auf der Autobahn und um 32 km/h nach Abzug der Sicherheitsmarge ausserorts. Bei diesen Geschwindigkeitsüberschreitungen, die er neben zahlreichen weiteren Geschwindigkeitsüberschreitungen beging, handelt es sich - wie die Vorinstanz zu Recht festhielt - angesichts des dadurch abstrakt gefährdeten Rechtsguts von Leib und Leben Dritter um Delikte von nicht unerheblichem Gewicht. Auch die Veruntreuung, das Inumlaufsetzen falschen Geldes und das Vergehen im Sinn von Art. 87 AHVG, welche ebenfalls durch Strafbefehl abgeurteilt wurden, sind nicht als bloss geringfügige Delikte zu beurteilen.