Citation: 8C_260/2017 E. 5.2.2

5.2.2. Zur Kritik, es läge eine mittelgradige bis schwere und nicht bloss eine gegenwärtig leicht- bis mittelgradige depressive Störung vor, ist nochmals festzuhalten, dass grundsätzlich die begutachtende Arztperson zuständig ist für die Beschreibung des Gesundheitszustands und Stellung der Diagnosen (vgl. E. 4.2.4 hiervor mit Verweis auf BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195). In diesem Zusammenhang ist ferner zu berücksichtigen, dass die psychiatrische Exploration von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen kann und dem oder der medizinischen Sachverständigen deshalb praktisch immer einen gewissen Spielraum eröffnet, innerhalb welchem verschiedene Interpretationen möglich, zulässig und im Rahmen einer Exploration lege artis zu respektieren sind (vgl. statt vieler Urteil 9C_353/2015 vom 24. November 2015 E. 4.1; vgl. zum Ganzen Urteil 9C_634/2015 vom 15. März 2016 E. 6.1).