Citation: 5A_186/2023 E. 3.2.4

3.2.4. Zu den die Jahresfrist unterbrechenden Klagen gehört auch die Klage nach Art. 85 und Art. 85a SchKG während der gerichtlich verfügten Einstellung der Betreibung (AMONN/WALTHER, Grundriss des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, 9. Aufl. 2013, § 22 Rz. 12). Das Bezirksgericht Weinfelden nahm am 22. September 2021 eine Klage (die gegen die Rechtsöffnung erhobene Aberkennungsklage) als negative Feststellungsklage im Sinne von Art. 85a SchKG entgegen. Nach dem Sachverhalt wurde in diesem Verfahren mit Bezug auf die Betreibung, in welcher der Gläubiger die provisorische Rechtsöffnung bereits erwirkt hatte, keine (auch nur vorsorgliche) Einstellung angeordnet. Wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat (mit Hinw. auf SIEVI, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 3. Aufl. 2021, N. 23 zu Art. 88) und zu Recht unstrittig ist, hat vorliegend die umgewandelte negative Feststellungsklage nach Art. 85a SchKG keine Verlängerung der Jahresfrist der Gültigkeit des Zahlungsbefehls zur Folge.