Citation: 1P.407/2003 10.09.2003 E. 6

Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist, gutzuheissen ist. Im Sinne von Art. 156 Abs. 2 OG werden dem Kanton Solothurn trotz seines Unterliegens keine Kosten auferlegt. Da die Beschwerdeführer obsiegen, wird ihr Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gegenstandslos. Einer nicht anwaltlich vertretenen Partei steht, unabhängig davon ob es sich um einen juristischen Laien oder einen Rechtsanwalt handelt, unter besonderen Voraussetzungen eine Parteientschädigung zu. Der Tarif über die Entschädigung an die Gegenpartei für das Verfahren vor Bundesgericht unterscheidet denn auch zwischen den Anwaltskosten (Art. 3) und der Parteientschädigung, die den Ersatz der Auslagen und eine angemessene Entschädigung für weitere Umtriebe der Partei selber vorsieht, "wo besondere Verhältnisse dies rechtfertigen" (Art. 2). Dies ist nach der Praxis des Bundesgerichts namentlich der Fall, wenn es sich um eine komplizierte Sache mit hohem Streitwert handelt und die Interessenwahrung einen hohen Arbeitsaufwand notwendig macht, der den Rahmen dessen überschreitet, was der Einzelne üblicher- und zumutbarerweise nebenbei zur Besorgung der persönlichen Angelegenheiten auf sich zu nehmen hat (BGE 110 V 72 E. 7 S. 81, 132 E. 4d S. 134; 113 Ib 353 E. 6b S. 356 f.). Diese Voraussetzungen sind vorliegend nicht erfüllt, so dass den Beschwerdeführern keine Parteientschädigung zuzusprechen ist.