Citation: 6B_347/2019 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz nimmt in Bezug auf die Verfahrenskosten an, die Beschwerdeführerin unterliege im Berufungsverfahren mit ihrem Antrag auf zusätzliche Freisprüche, obsiege aber mit ihrem Antrag zur Sanktion. Die Staatsanwaltschaft unterliege mit ihrer Anschlussberufung im Strafpunkt. Der Beschwerdegegner unterliege mit seinem Antrag auf einen zusätzlichen Schuldspruch teilweise, mit seinem Antrag im Zivilpunkt zu ungefähr 1/4 und seinem Antrag hinsichtlich der Einziehung vollumfänglich. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien demnach der Beschwerdeführerin und dem Beschwerdegegner je zu 1/3 aufzuerlegen und im Übrigen auf die Staatskasse zu nehmen. Im Weiteren spricht sie der Beschwerdeführerin eine Prozessentschädigung für die Kosten der erbetenen Verteidigung von insgesamt CHF 13'000.-- für beide Instanzen zu. Mit der Prozessentschädigung gemäss Anwaltsgebührenverordnung sei auch der Aufwand im Zusammenhang mit der Adhäsionsforderung des Beschwerdegegners abgedeckt. In Bezug auf die Parteientschädigung zulasten des Beschwerdegegners nimmt die Vorinstanz an, der Stundenaufwand der Verteidigung in beiden gerichtlichen Verfahren im Zusammenhang mit der Adhäsionsklage und derjenige im Zusammenhang mit den Anträgen des Beschwerdegegners im Strafpunkt im Berufungsverfahren lasse sich nicht sachgerecht vom übrigen Verteidigungsaufwand abgrenzen. Die zulasten der Gerichtskasse festgesetzte Prozessentschädigung basiere daher auf dem Gesamtaufwand der Verteidigung unter Berücksichtigung des Verfahrensausgangs. Die Festsetzung einer Entschädigung auch zulasten des Beschwerdegegners würde bei dieser Ausgangslage zu einer doppelten Entschädigung und folglich zu einer ungerechtfertigten Bereicherung der Beschwerdeführerin führen (angefochtenes Urteil S. 50 f.).