Citation: 5C.219/2001 21.09.2001 E. 1

1.- a) Gemäss Art. 44 lit. f OG ist die Berufung in Fällen der fürsorgerischen Freiheitsentziehung zulässig. Das Berufungsrecht beschränkt sich nicht auf die Anordnung der fürsorgerischen Freiheitsentziehung, sondern ist generell zulässig gegen alle gestützt auf Art. 397a - f ZGB ergangenen Entscheide, mithin auch gegen eine Verfügung, mit der ein Entlassungsgesuch abgewiesen (Poudret/Sandoz-Monod, Commentaire de la loi fédérale d'organisation judiciaire, Band II, N. 2.6 zu Art. 44 OG) oder darauf nicht eingetreten worden ist. Insoweit ist auf die Berufung einzutreten. b) Mit Berufung kann die Verletzung von Bundesrecht geltend gemacht werden. Bundesrecht ist verletzt, wenn ein in einer eidgenössischen Vorschrift ausdrücklich ausgesprochener oder sich daraus ergebender Rechtssatz nicht oder nicht richtig angewendet worden ist (Art. 43 Abs. 1 und 2 OG). Umstritten ist, ob im Schreiben der Vormundschaftskommission vom 13. Juli 2001 eine Abweisung eines Entlassungsgesuchs zu erblicken ist. Gemäss Art. 397d Abs. 2 ZGB kann die von einer fürsorgerischen Freiheitsentziehung betroffene Person gegen die Abweisung eines Entlassungsgesuchs innert 10 Tagen nach der Mitteilung schriftlich das Gericht anrufen (Art. 397d Abs. 2 ZGB). Ob ein im Sinne dieser Bestimmung anfechtbarer Entscheid vorliegt, ist eine bundesrechtliche Frage. Auch insoweit ist auf die Berufung einzutreten.