Citation: 6B_56/2020 E. 2.4

2.4. Was der Beschwerdeführer gegen die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz einwendet, erschöpft sich in weiten Teilen in einer unzulässigen appellatorischen Kritik am angefochtenen Urteil, die für die Begründung einer willkürlichen Feststellung des Sachverhalts nicht genügt. Der Beschwerdeführer hätte darlegen müssen, inwiefern die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz nach seiner Auffassung offensichtlich unhaltbar sein oder mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch stehen und die vorhandenen Beweise andere Schlussfolgerungen geradezu aufdrängen sollen. Diesen Anforderungen wird seine Beschwerde weitgehend nicht gerecht. So ist namentlich nicht ersichtlich, inwiefern die Vorinstanz mit ihrer Annahme, beim Vorfall habe es sich um einen einzigen Angriff und nicht um zwei voneinander unabhängige Geschehen gehandelt, in Willkür verfallen sein soll. Aus der ganzen Vorgeschichte und namentlich aus der Bewaffnung der Mittäter nach dem Parken des Personenwagens und dem Versuch des Beschwerdeführers, sich mit einem Strassenpfosten auszurüsten, ergibt sich ohne Weiteres, dass eine gemeinsame Aktion bevorstand, die sich gegen alle Personen der brasilianischen Gruppe richten würde. Jedenfalls ist dieser Schluss nicht schlechterdings unhaltbar. Was der Beschwerdeführer hiegegen einwendet, ist - soweit er sich mit dem angefochtenen Urteil überhaupt hinreichend auseinandersetzt - nicht geeignet Willkür darzutun. Nichts anderes gilt hinsichtlich des behaupteten Widerspruchs zwischen den Erwägungen der Vorinstanz zum Grundsatz "ne bis in idem" und der rechtlichen Würdigung des Sachverhalts als Angriff. Die Vorinstanz hat in Bezug auf den Grundsatz "ne bis in idem" lediglich festgehalten, der Sachverhalt sei durch die Teileinstellung des Verfahrens gegen den Beschwerdeführer wegen eventualvorsätzlicher Tötung nicht auch hinsichtlich der Anklage wegen Angriffs rechtskräftig erledigt, weil es nicht bloss um die rechtliche Würdigung ein und desselben Lebenssachverhalts gehe. In Bezug auf den Handlungskomplex des Angriffs lässt sich daraus nichts für den Standpunkt des Beschwerdeführers ableiten. Insbesondere liegt hierin nicht eine Aufteilung des Sachverhalts in zwei voneinander unabhängige Angriffe. Es mag zutreffen, dass eine Würdigung der Beweise, wie sie der Beschwerdeführer für richtig ansieht, ebenso in Betracht gezogen werden könnte. Doch genügt für die Begründung von Willkür praxisgemäss nicht, dass das angefochtene Urteil mit der Darstellung der beschwerdeführenden Partei nicht übereinstimmt oder eine andere Lösung oder Würdigung der Beweise denkbar wäre (BGE 144 V 50 E. 4.2 S. 53; 143 IV 241 E. 2.3.1 S. 244; 141 IV 305 E. 1.2 S. 308 f. und 369 E. 6.3 S. 375).