Citation: 9C_643/2014 E. 4.2

4.2. Was den Einwand betrifft, eine Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sei rechtswidrig, weil sich nicht nur in psychischer, sondern auch in somatischer Hinsicht im Gesundheitszustand keine in Bezug auf den Invalidenrentenanspruch relevante Besserung ergeben habe, sind die Aussagen des Gutachters Dr. med. C.________ unbestimmt und zurückhaltend formuliert. So hielt der Rheumatologe auf die Frage nach dem Beginn der in allen drei für die Versicherte entscheidenden Funktionen (als Service-Disponentin, Museumsaufsicht und im Haushalt) sowie in möglichen Verweisungstätigkeiten auf 20 % eingeschätzten Arbeitsunfähigkeit fest, ca. 2005 habe die Symptomatik einer Brachialgie rechts begonnen. Diese Reizsymptomatik sei fluktuierend, manchmal vorhanden, manchmal nicht. Aufgrund der Annahme der Versicherten, dass die Symptomatik seit Jahren in etwa gleich sei, gehe er davon aus, dass die heutige Beurteilung schon 2004 Gültigkeit hatte. Aus dieser Beurteilung der Entwicklung des Gesundheitszustandes aus somatischer Sicht lässt sich keine Verbesserung ableiten, wie die Beschwerdeführerin zu Recht einwendet. Ergibt sich jedoch aus dem bidisziplinären Administrativgutachten keine für den Invalidenrentenanspruch erhebliche Verbesserung der gesundheitlichen Situation und des Leistungsvermögens, fällt eine revisionsweise Aufhebung der laufenden Viertelsrente ausser Betracht. Hieran ändert der Umstand nichts, dass die Vorinstanz eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit im Haushaltsbereich erkennt, indem sie darauf hinweist, dass 2005 bei den Haushaltsarbeiten eine Einschränkung von 26 % bestanden habe, wogegen nunmehr laut Angaben des Dr. med. C.________ nur noch eine Behinderung von 20 % ausgewiesen sei. Daraus kann keine rentenrelevante Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen abgeleitet werden. Denn die Differenz zwischen 26 % und 20 % ist nicht Ausdruck einer Verbesserung des Gesundheitszustandes, die ihre Entsprechung im Übrigen in den Darlegungen im Gutachten hätte finden müssen, sondern die Folge der unterschiedlichen Bemessungsmethoden. Während am 2. März 2005 eine Abklärung an Ort und Stelle mit Prüfung der Behinderung in den einzelnen Teilbereichen der Haushaltsbesorgung vorgenommen wurde, die zur erwähnten Einschränkung von 26 % führte, beruht die Aussage des Dr. med. C.________ auf einer blossen Schätzung; eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation ist aus Sicht des Arztes damit nicht verbunden. Vielmehr setzt er die Behinderung bei den Haushaltsarbeiten wie bei allen in Frage kommenden Tätigkeiten im Rahmen des ihm zustehenden Ermessens ebenfalls auf 20 % fest. Anhaltspunkte dafür, dass mit dieser Schätzung der Beeinträchtigung bei den Arbeiten im Haushalt eine Verbesserung der entsprechenden Leistungsfähigkeit attestiert werden sollte, finden sich nicht.