Citation: 5A_413/2024 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer macht zusammengefasst geltend, bevor über die biologischen Verhältnisse Klarheit hergestellt werde, müsse entschieden werden, ob der Beschwerdegegner überhaupt noch einen Anspruch auf Feststellung der Vaterschaft habe oder dieser Anspruch (wegen Rechtsmissbrauchs) verwirkt sei, wie das die Erstinstanz erkannt hatte. Habe der Beschwerdegegner seinen Anspruch auf ein Gestaltungsurteil verwirkt, sei es rechtswidrig, unsinnig und rechtsmissbräuchlich, trotzdem die biologische Vaterschaft zu ermitteln. Die Auswirkungen eines solchen Vorgehens seien für die Verfahrensbeteiligten und ihre Angehörigen nur schwer zu verkraften. Das materielle Recht gehe dem Prozessrecht vor. Das von der Vorinstanz gewählte Vorgehen verletze daher Art. 2 Abs. 2 und Art. 263 ZGB.