Citation: 6B_846/2020 E. 2.1

2.1. In der Sache bestreitet der Beschwerdeführer, das ihm vorgeworfene Überholmanöver ausgeführt zu haben. Zunächst macht er geltend, die Unschuldsvermutung sei verletzt, da er mehrfach angefragt worden sei, seine Unschuld mittels einer von ihm aufgezeichneten Videoaufnahme zu beweisen. Weiter rügt er die fehlende Einvernahme sowohl des Lenkers des angeblich überholten Fahrzeugs als auch des Polizisten B.________, welcher als einer von drei Polizisten im Polizeifahrzeug gesessen habe, aus dem das fragliche Überholmanöver beobachtet worden sei. Der Beschwerdeführer kritisiert im Weiteren, die Vorinstanz habe diverse Punkte ausser Acht gelassen. Sie habe ignoriert, dass sich der einvernommene Polizist C.________ an entscheidende Faktoren nicht mehr erinnert habe, namentlich an die Anzahl der angeblich rechts überholten Fahrzeuge und an den Anhaltevorgang. Unbeachtet geblieben sei auch, dass sich der Polizist C.________ und der ebenfalls einvernommene Polizist D.________ an der Berufungsverhandlung geweigert hätten, den nach dem Vorfall erfolgten Anhaltevorgang zu beschreiben, und dass das vom Polizisten C.________ vor Bezirksgericht noch geschilderte Anhaltemanöver angesichts der örtlichen Verhältnisse gar nicht möglich gewesen sei. Die Vorinstanz habe ferner nicht beachtet, dass sich das ihm angelastete Fahrmanöver für ihn als sinnlos erwiesen hätte und die Videoaufnahme der Autobahnüberwachung nach 72 Stunden gelöscht worden sei. Schliesslich hätten ebenso seine Hinweise keine Berücksichtigung gefunden, dass Fahrzeuge wie sein schwarzer BMW häufig allein wegen der Marke und der Farbe kontrolliert würden, und dass er während der Kontrolle wegen seiner Nationalität diskriminiert worden sei und sich rassistische Aussagen habe anhören müssen.