Citation: 4A_605/2019 E. 7.1

7.1. Nachdem das Regionalgericht festgehalten hatte, sowohl nach dem Bezirksgericht Hinwil als auch nach dem Obergericht des Kantons Zürich sei der Beweis nach dem Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit bereits bei Erreichen eines Prozentsatzes von 51 % erbracht, erkannte die Vorinstanz, das Bezirksgericht Hinwil habe sich nicht explizit zum erforderlichen Prozentsatz geäussert. Dem Entscheid könne nur implizit entnommen werden, dass ein Prozentsatz von 51 % genügt hätte, indem ausgeführt werde, die Wahrscheinlichkeit liege deutlich unter 50 %, womit offensichtlich keine überwiegende Wahrscheinlichkeit gegeben sei. Das Obergericht des Kantons Zürich habe dagegen explizit ausgeführt, von einer überwiegenden Wahrscheinlichkeit könne definitionsgemäss erst ausgegangen werden, wenn sie wenigstens über 50 % liege. Dass das Obergericht bei einer vertieften Prüfung von diesem Prozentsatz abgewichen wäre und einen Wert von 75 % angenommen hätte, sei nicht ersichtlich. Es habe das Abstellen auf 51 % unter Hinweis auf seine frühere Rechtsprechung (ZR 88/1989, Nr. 67 und ZR 88/1989 Nr. 66) begründet, so dass nicht davon ausgegangen werden könne, der Entscheid sei ohne eingehende Auseinandersetzung mit der Materie gefällt worden. Ob diese Einschätzung vertretbar war, hielt die Vorinstanz für fraglich, nahm aber an, das Bundesgericht hätte angesichts der Wahrscheinlichkeit von 72 % die Annahme, der Beweis sei nach dem Mass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erbracht, im Ergebnis nicht als willkürlich beanstandet.