Citation: 1C_634/2019 E. 4.5

4.5. Die Vorinstanz kommt dagegen zum Schluss, dass das Bauprojekt die Vorschriften von § 44 BO Baar auch bezüglich maximal zulässiger Fassadenhöhe einhalte. Gemäss § 13 Abs. 1 aV PBG/ZG sei die Fassadenhöhe der senkrecht gemessene Abstand zwischen Fussbodenhöhe des Erdgeschosses und dem Schnittpunkt der Fassade mit der Unterkante der Dachkonstruktion. Als rechtlich massgebende Dachkonstruktion gelte die obere Begrenzung des obersten anrechenbaren Vollgeschosses und nicht des Attikageschosses, dies unabhängig davon, ob eine oder mehrere Wände des Attikageschosses fassadenbündig mit dem darunterliegenden Vollgeschoss gebaut würden. Dies lasse sich im Übrigen § 25 der seit dem 1. Januar 2019 geltenden V PBG/ZG entnehmen, welcher das Attikageschoss als auf dem Flachdach aufgesetztes zusätzliches Geschoss definiert, das unter eingehaltenen baulichen Vorgaben nicht anrechenbar sei. Demgegenüber werde erst mit der Firsthöhe (dem Abstand zwischen Fussbodenhöhe des Erdgeschosses und dem obersten Punkt des Daches) definiert, welche physische Höhe ein Gebäude erreichen bzw. nicht überschreiten dürfe. Veranschaulicht werde diese rechtliche Auffassung in den Erläuterungsskizzen zur Verordnung zum Planungs- und Baugesetz der Baudirektion, Amt für Raumplanung (Version 2014). Im vorliegenden Fall betrage die Fassadenhöhe 5.85 Meter, was zulässig sei.