Citation: 4C.200/2006 20.09.2006 E. 1

1.1 Die Beklagte macht in erster Linie geltend, die Klage sei wegen Verjährung abzuweisen. Die Vorinstanz habe das Vertragsverhältnis zwischen den Parteien zutreffend als Kaufvertrag und die Empfehlung für die Wahl des verwendeten Produktes als Zusicherung von bestimmten Eigenschaften im Sinne von Art. 197 OR qualifiziert. Nach Art. 210 Abs. 1 OR würden nun aber Klagen auf Gewährleistung wegen Mängeln der Kaufsache mit Ablauf eines Jahres nach der Ablieferung an den Käufer verjähren. In der Zeit zwischen Frühjahr 1999 (Einbringen des Bodenbelages bzw. Ablieferung der entsprechenden Materialien) bis zur Einreichung der Klage im August 2001 - fälschlicherweise - beim Kantonsgericht Schaffhausen bzw. bis zum Zahlungsbefehl vom 21. Februar 2002 seien keine verjährungsunterbrechenden Handlungen vorgenommen worden, so dass die Forderung verjährt sei. 1.2 Demgegenüber stellt sich die Klägerin in der Berufungsantwort auf den Standpunkt, zwischen den Parteien sei neben dem Kaufvertrag ein Beratungsvertrag zustande gekommen, auf welchen nach herrschender Auffassung grundsätzlich Auftragsrecht anzuwenden sei. Weil in diesem Fall die ordentliche zehnjährige Verjährungsfrist gemäss Art. 127 OR gelte, erübrigten sich weitere Ausführungen zur Verjährungsproblematik nach Kaufvertragsrecht.