Citation: I 117/01 17.09.2002 E. 2

Der Beschwerdeführer leidet an Zustand nach Hirninsult aa I, psychoorganischem Syndrom, sensomotorischer Disphasie, Diabetes mellitus und Arteriosklerose der Hirn- und übrigen Gefässe. Verwaltung und Vorinstanz stellen sich auf den Standpunkt, dass diese Leiden labile pathologische Geschehen darstellen, weshalb ein Versicherungsfall nur dann eintreten könne, wenn die Voraussetzungen gemäss Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG erfüllt seien. Der Beschwerdeführer ist demgegenüber der Auffassung, dass nicht von einer langdauernden Krankheit gesprochen werden könne, sondern dass mit dem Schlaganfall am 11. März 1996, spätestens aber am 10. Juni 1996 (Gutachten des jugoslawischen Sozialversicherers), ein Dauerzustand eingetreten sei. 2.1 Gemäss Rechtsprechung (BGE 111 V 23 Erw. 3) dient Art. 29 Abs. 1 IVG der Abgrenzung der Invalidenversicherung von der sozialen Krankenversicherung: Einerseits gelangt der Versicherte sofort in den Genuss der Rente, wenn seine Erwerbsunfähigkeit Dauercharakter angenommen hat und weder Heil- noch Eingliederungsmassnahmen eine Besserung erwarten lassen. Anderseits ist ein Rentenanspruch aber auch bei einem seit mindestens einem Jahr ohne Unterbruch dauernden Leiden möglich, selbst wenn ein Ende des Leidens abzusehen ist. Damit wird ein weitgehender Anschluss an die Leistungen der Krankengeldversicherung bezweckt (Erw. 3a mit Hinweisen). Das Kriterium der Stabilität, allenfalls ergänzt durch dasjenige der Irreversibilität, ist für die Abgrenzung der beiden Varianten vorbehaltlos massgebend (Erw. 3b mit Hinweisen). Es geht nicht an, die Voraussehbarkeit der bleibenden Erwerbsunfähigkeit bei Gesundheitsschäden anzunehmen, die nach erhärteten medizinischen Erfahrungen keine Tendenz zur Besserung aufweisen und bereits zu einer mindestens hälftigen, voraussichtlich durch keine Eingliederungsmassnahmen verminderbaren Erwerbsunfähigkeit geführt haben. Als Hauptkriterium gilt die Stabilität und dieses Erfordernis bezieht sich nicht auf die wirtschaftlichen Auswirkungen, sondern auf den Gesundheitsschaden selbst (Erw. 3c mit Hinweisen). An dieser Rechtsprechung hielt das Gericht auch in der Folge fest und ging stets davon aus, dass der Beginn des Rentenanspruchs danach zu bestimmen ist, ob der Gesundheitszustand stabil oder labil ist (AHI 1999 S. 80 Erw. 2a mit Hinweisen). 2.2 Aus dem Gesagten folgt, dass Verwaltung und Vorinstanz den Rentenanspruch zu Recht nach der Variante des Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG beurteilt haben. Zu Recht nicht bestritten ist, dass die Wartezeit frühestens am 11. März 1996 zu laufen begann und dass der Beschwerdeführer bei deren Ablauf weder innerstaatlich noch staatsvertraglich bei der schweizerischen Invalidenversicherung versichert war, weshalb die Verwaltungsgerichtsbeschwerde abzuweisen ist.