Citation: I 689/05 15.03.2006 E. 2

Das kantonale Gericht hat in Bestätigung des Einspracheentscheides vom 22. Dezember 2004 den Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung verneint. Es hat einen Einkommensvergleich durchgeführt, welcher einen nicht anspruchsbegründenden Invaliditätsgrad von gerundet 21 % ergab (Art. 28 Abs. 1 IVG). Zur Arbeitsfähigkeit als einem wesentlichen Faktor für die Bestimmung des Invalideneinkommens im Besonderen hat die Vorinstanz erwogen, gemäss Expertise des Ärztlichen Begutachtungsinstituts (ABI) vom 28. Juni 2004 seien wechselbelastende, körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten vollschichtig zumutbar. Diese Einschätzung sei schlüssig und darauf könne abgestellt werden. Das Gutachten überzeuge auch in der Gegenüberstellung mit den übrigen ärztlichen Unterlagen. Insbesondere deckten sich die Diagnosen der übrigen Ärzte mit jenen der Ärzte des ABI. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird vorgebracht, es sei nicht nachvollziehbar, dass gemäss dem Gutachten des ABI vom 28. Juni 2004 eine Arbeitsfähigkeit von 100 % in leichten bis mittelschweren Tätigkeiten bestehen soll, in den andern fünf fachärztlichen Gutachten bei gleichen Diagnosen jedoch davon ausgegangen werde, der Versicherte könnte höchstens sechs Stunden pro Tag arbeiten. Eine Erklärung für diese Diskrepanz lasse sich der Expertise des ABI nicht entnehmen. Sodann habe das kantonale Gericht zu Unrecht dem nach Erlass des Einspracheentscheides erstellten Gutachten des Psychiaters Dr. med. N.________ vom 22. Januar 2005 keinen Beweiswert zuerkannt. Die angeführten Gründe seien nicht stichhaltig. Gemäss diesem psychiatrischen Facharzt sei ein als schwergradig einzustufendes depressives Syndrom gegeben, weswegen seit Juli 2004 für jegliche Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % bestehe. Schon der Rheumatologe Dr. med. R.________ habe in seinem Bericht vom 27. August 2003 festgehalten, dass der Versicherte an Depressionen leide. Dem ABI-Gutachten vom 28. Juni 2004 könne schliesslich auch deshalb kein grösseres Gewicht als den übrigen ärztlichen Berichten zukommen, weil die Exploration nur kurze Zeit gedauert habe und u.a. die im Bericht des Spitals Y.________ vom 11./30. September 2002 vorgeschlagene Funktionsmyelographie nicht vorgenommen worden sei.