Citation: 8C_475/2020 E. 5.4

5.4. Wie der Beschwerdegegner mit Beschwerdeantwort vom 6. Oktober 2020 zu Recht beanstandet, trifft entgegen der SWICA nicht zu, dass das Valideneinkommen mit Verfügung vom 5. Dezember 2002 auf Fr. 50'422.85 festgesetzt worden sei. Statt den Invaliditätsgrad selbstständig zu bestimmen, verwies die Beschwerdeführerin in der Verfügung vom 5. Dezember 2002 einzig auf den Invaliditätsgrad der Invalidenversicherung (vgl. E. 5.3). Bei der Lohnsumme von Fr. 50'422.85 handelt es sich vielmehr um den vom 30. Mai 1999 bis 29. Mai 2000 erzielten versicherten Verdienst. Im Zeitpunkt der ursprünglichen Zusprache der Komplementärrente waren jedoch die hypothetischen Einkommensverhältnisse des Jahres 2002 massgebend. Das kantonale Gericht, welches im Streitfall das Valideneinkommen ohne Bindung an die der ursprünglichen Rentenverfügung zu Grunde liegende Qualifikation frei überprüfen konnte (vgl. hievor E. 5.2 i.f.), hat die Tatfrage nach der Ermittlung des 2002 ohne Unfallfolgen hypothetisch erzielten Einkommens in konkreter Beweiswürdigung dahingehend beantwortet, dass das damals relevante Valideneinkommen auf Fr. 58'200.- festzusetzen sei. Während die SWICA mit Verfügung vom 25. April 2018 die Auffassung vertrat, diese Summe sei für das Jahr 2002 nicht realistisch, stellte das kantonale Gericht fest, die Beschwerdeführerin habe bereits das Taggeld basierend auf dem Valideneinkommen von Fr. 58'200.- berechnet.