Citation: 1B_396/2016 E. 3.1

3.1. Das Obergericht bejahte die Kollusionsgefahr in Bezug auf den jüngeren Bruder der Geschädigten. Der Beschwerdeführer habe diesen aufgefordert, in der Badewanne mit seinem Körper eine Brücke zu machen und dabei seinen Genitalbereich gefilmt. Der Beschwerdeführer bestreite dies nicht, doch bleibe unklar, was genau sich zwischen ihm und dem Jungen abgespielt habe. Dem Kind sei mittlerweile ein Prozessbeistand bestellt worden, doch eine Befragung habe noch nicht stattgefunden. Dass derartige Verfahrensschritte eine gewisse Zeit in Anspruch nähmen, sei nicht ungewöhnlich und liege auch nicht einzig im Einflussbereich der Staatsanwaltschaft. Der Geschädigte wohne in unmittelbarer Nachbarschaft des Beschwerdeführers und sei erst 9 Jahre alt. Ein Beeinflussungsversuch wäre mit grösster Wahrscheinlichkeit erfolgreich. Mit einer Ersatzmassnahme, etwa einem Kontaktverbot, könne der Kollusionsgefahr nicht hinreichend begegnet werden.