Citation: 8F_12/2021 E. 2

Soweit der Beschwerdeführer sodann die Beweiswertigkeit des BEGAZ-Gutachtens in Abrede stellt, indem er das zuhanden des Krankentaggeldversicherers erstellte bidisziplinäre Gutachten des Medizinischen Gutachtenzentrum Region St. Gallen GmbH vom 1. Februar und 6. März 2015 anruft, kann ebenfalls auf die zutreffenden Erwägungen des kantonalen Gerichts verwiesen werden. Demnach finden sich keine den BEGAZ-Gutachtern verborgen gebliebenen Erkenntnisse, welche hinsichtlich des Neuanmeldeverfahrens und dem damit einhergehenden frühestmöglichen allfälligen Rentenbeginn ab Juni 2019 von Bedeutung gewesen wären. Entscheidend ist nicht die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit, sondern in einer dem Leiden angepassten. Sodann ist zwar einzuräumen, dass der am polydisziplinären Gutachten mitwirkende Psychiater allenfalls zu Unrecht von einer fehlenden Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers durch die behandelnde Psychiaterin ausgegangen ist. Indessen hat er deren Diagnosestellung aufgegriffen und in Würdigung der weiteren in den Akten liegenden Arztberichten und auf der Grundlage eigener Untersuchungen nachvollziehbar dargelegt, weshalb aus fachärztlicher Sicht für den fraglichen Zeitraum von einer fehlenden Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustands seit der letzten Leistungsbeurteilung im Jahr 2014 auszugehen ist. Weiter wurden die Auswirkungen der geltend gemachten chronischen Schmerzstörung auf die Arbeitsfähigkeit in nicht zu beanstandender Weise polydisziplinär bewertet. Schliesslich wurde von den Gutachtern der seit dem Jahr 2014 vorhandenen depressiven Störung sehr wohl ein invalidisierender Charakter zugesprochen, was bei der Gesamteinschätzung der Restarbeitsfähigkeit entsprechend Eingang fand. Allein der Umstand, dass dies nicht im vom Beschwerdeführer geforderten und von der behandelnden Psychiaterin attestierten Umfang geschehen ist, setzt die Beweiswertigkeit des polydisziplinären Gutachtens nicht herab. Dementsprechend durfte das kantonale Gericht bei der Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit darauf abstellen und nach willkürfreier Beweiswürdigung von weiteren Abklärungen absehen.