Citation: 8C_355/2018 E. 4.3

4.3. Wie die Vorinstanz bereits zutreffend darlegte, ist nicht entscheidend, ob der Kreisarzt das geschilderte Unfallgeschehen als solches angezweifelt hatte, denn die Suva verneinte ihre weitere Leistungspflicht nicht mit der Begründung, es liege kein Unfall vor, sondern mit der fehlenden Kausalität zwischen dem Ereignis und den Schulterbeschwerden über den 30. April 2017 hinaus, weshalb sich das kantonale Gericht damit auch nicht näher zu befassen hatte. Die diesbezüglichen Einwendungen zielen daher ins Leere. Die im Zentrum stehende und vom Kreisarzt zu beantwortende Frage des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen den geklagten Schulterbeschwerden und dem geltend gemachten Ereignis (E. 3.2 hiervor) verneinte er schlüssig und nachvollziehbar - auch unter Bezugnahme auf die Berichte des Dr. med. E.________ vom 7. Februar und 19. Mai 2017 (kreisärztliche Untersuchung vom 5. April 2017 und ergänzende Stellungnahme vom 27. Juni 2017). Anhaltspunkte für fehlende Objektivität bestehen nicht. Die Vorinstanz durfte demnach ohne Verletzung von Beweiswürdigungsregeln und willkürfrei darauf abstellen, wobei sie sich hinlänglich mit den Ausführungen des Versicherten zur Unfallkausalität auseinandersetzte, weshalb sie seinen diesbezüglichen Anspruch auf rechtliches Gehör nicht verletzte. Unrichtige oder unvollständige Sachverhaltsfeststellungen oder darauf beruhende rechtsfehlerhafte Erwägungen sind im angefochtenen Entscheid nicht auszumachen. Soweit der Beschwerdeführer eine Unfallkausalität durch den am 5. September 2016 sonografisch festgestellten diskreten Erguss glenohumeral im rechten Schultergelenk begründen will, dringt er nicht durch. Dr. med. univ. C.________ führte dazu in seiner kreisärztlichen Untersuchung vom 5. April 2017 aus, die vom behandelnden Arzt Dr. med. E.________ am 5. September 2016 mittels Sonografie erhobenen Befunde (Erguss glenohumeral rechts sowie diverse schollige Verkalkungen der Subscapularissehne rechts bei unauffälliger Rotatorenmanschette und unauffälligem AC-Gelenk) seien typisch degenerativer Natur, vorbestehend und über längere Zeit entstanden. Dr. med. E.________ sei überdies bereits drei Tage vor dem behaupteten Ereignis vom 29. August 2016 wegen einer Polyarthralgie der grossen Gelenke, also auch des Schultergelenks, konsultiert worden. Dr. med. E.________ bestätigte in seinem Bericht vom 3. Februar 2017 die Mitbeteiligung der Schultergelenke bezüglich der Polyarthralgien und den Umstand, dass er aufgrund derselben erstmals am 26. August 2016 aufgesucht worden war. Die Behauptung in der Beschwerde, es sei bei dieser Konsultation um die Morgensteifigkeit der grossen Gelenke und nicht um eine spezifische Untersuchung oder Behandlung der Schulter gegangen, ist damit ebenso aktenwidrig wie die Rüge, der Befund eines glenohumeralen Ergusses habe der Kreisarzt mit keiner Silbe erwähnt. Insgesamt bestehen keine Anhaltspunkte, die auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Ausführungen des Dr. med. univ. C.________ zur Kausalitätsfrage begründen. Daran vermögen auch die Stellungnahmen der Dres. med. E.________ und F.________ vom 19. Mai und 15. Mai 2017 mangels einer medizinisch fundierten Begründung ihrer abweichenden Beurteilung, worauf bereits der Kreisarzt in seiner Stellungnahme vom 27. Juni 2017 überzeugend hinwies, nichts zu ändern. Die Vorinstanz berücksichtigte schliesslich beweiswürdigend auch den fehlenden Facharzttitel des Kreisarztes in Orthopädie, verwies aber zu Recht auf seine aktenkundige Ausbildung in chirurgischer und orthopädischer Hinsicht, weshalb dies die Beweiswertigkeit seiner Kausalitätsbeurteilung nicht schmälert.