Citation: 4P.105/2006 04.08.2006 E. 9

Was der Beschwerdeführer in den Randziffern 189-268 seiner Beschwerde unter dem Titel einer Verletzung des rechtlichen Gehörs bzw. subsidiär des Ordre public vorbringt, ist blosse appellatorische Kritik am Sachentscheid des TAS. Er legt ausführlich dar, weshalb seines Erachtens das TAS sein Teilnahmerecht mit einem Experten an der Analyse der B-Probe fälschlicherweise und gar willkürlich verneint habe. Damit wendet er sich gegen die vom TAS vorgenommene materiellrechtliche Beurteilung des Falles, ohne indessen aufzuzeigen, inwiefern diese mit dem Ordre public, der nicht mit dem Begriff der Willkür übereinstimmt (BGE 132 III 389 E. 2.2.2; 127 III 576 E. 2b; 121 III 331 E. 3a), im Widerspruch stehen soll. Nur dies könnte das Bundesgericht aber überprüfen. Es genügt nicht, einfach einzelne zum Ordre public zählende Grundsätze wie den Vertrauensgrundsatz oder den Grundsatz "pacta sunt servanda" anzuführen, ohne darzutun, inwiefern der angefochtene Entscheid diese Grundsätze konkret verletzt. Der Beschwerdeführer legt sodann eingehend dar, das TAS habe seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, indem es - anders als das erstinstanzliche FEI Judicial Committee - erwog, es seien im Dopingverfahren keine grundlegenden Verfahrensrechte von ihm verletzt worden. Dabei verkennt er, dass es beim Beschwerdegrund einer Verletzung des rechtlichen Gehörs nach Art. 190 Abs. 2 lit. d IPRG um die Frage geht, ob das Schiedsgericht im Schiedsgerichtsverfahren zum rechtlichen Gehör zählende Verfahrensgarantien des Beschwerdeführers verletzt hat. Was der Beschwerdeführer aber kritisiert, ist die vom TAS vorgenommene materiellrechtliche Beurteilung der Streitfrage, ob im Dopingverfahren Verfahrensrechte des Beschwerdeführers verletzt worden sind oder nicht. Auf diese Kritik kann nicht eingetreten werden.