Citation: 2C_924/2021 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz erwog, der Beschwerdeführer und seine Ehefrau seien zwar noch verheiratet und ein Scheidungsverfahren sei noch nicht anhängig gemacht worden. Dennoch sei die Ehe als definitiv gescheitert zu betrachten. Zur Begründung führte sie zunächst aus, der Beschwerdeführer sei am 17. April 2020 aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen. Zudem ergebe sich aus den Akten, dass der Ehewille der Ehefrau erloschen sei. Bereits am 31. März 2020 habe diese die Gemeinde U.________ per E-Mail darüber informiert, dass sie sich von ihrem Ehemann trennen wolle. Dabei habe sie unter anderem ausgeführt, der Beschwerdeführer wolle nur mit ihr verheiratet bleiben, um in der Schweiz zu bleiben. Zudem würde er sie erschrecken und bedrohen, sodass sie sich sehr unwohl fühle. In einem weiteren Schreiben der Ehefrau vom 31. März 2020 - so die Vorinstanz weiter - habe die Ehefrau das Migrationsamt unter anderem darauf hingewiesen, dass sie seit März 2019 von ihrem Mann getrennt schlafe. Ferner habe sie anwaltliche Unterstützung in Anspruch genommen und eine Vereinbarung über die Scheidungsfolgen erstellen lassen, die dem Beschwerdeführer zur Unterzeichnung zugestellt worden sei. Die Vorinstanz erwog weiter, die Ehefrau habe den Sachverhalt auf Nachfrage des Migrationsamtes erneut bestätigt und anlässlich eines ausgefüllten Fragebogens vom 28. April 2020 darauf hingewiesen, dass erste Eheprobleme bereits im September 2018 begonnen hätten. Nachdem sie ihrer Ehe noch eine letzte Chance habe geben wollen, habe sie im Januar 2019 realisiert, dass sich ihr Ehemann nicht ändern werde und er nicht gut für sie sei. Gemäss den Aussagen der Ehefrau sei ihr Ehewille im März 2019 definitiv erloschen. Mit E-Mail vom 2. Juni 2020 an das Migrationsamt habe sie darauf hingewiesen, dass der Beschwerdeführer die Ehevereinbarung über die Scheidungsfolgen unterzeichnet habe und sie diese dem Gericht zustellen werde. Mit einer weiteren E-Mail vom 19. Juni 2020 habe sie ihren Scheidungswillen gegenüber dem Migrationsamt erneut bestätigt. Gestützt darauf gelangte das Verwaltungsgericht zum Schluss, dass die Ehefrau an einer Wiederaufnahme des ehelichen Zusammenlebens nicht interessiert sei und dass zwischen dem Beschwerdeführer und seiner Ehefrau keine relevante Ehegemeinschaft mehr vorliege.