Citation: 2C_183/2018 E. 5.1

5.1. Der Beschwerdeführer macht hierzu geltend, die teilweise Erfolgsbedingtheit der Entschädigung sei für die Zulässigkeit der Liegenschaftsvermittlung nicht relevant und müsse vor dem Hintergrund des Zwecks der notariellen Unvereinbarkeitsregeln unbeachtlich bleiben. Wenn der Nichterfolg der Liegenschaftsvermittlung ausserhalb jeder Wahrscheinlichkeit liege, was in casu der Fall sei, bestehe kein unzulässiges Sonderinteresse des Notars. Auch die Möglichkeit eines vollständigen Nichterfolgs - also des Scheiterns der Liegenschaftsvermittlung - und die Erfolgsbedingtheit des Honorars würden nicht zu einer Interessenkollision und damit einer Gefährdung seiner Unabhängigkeit oder seines Ansehens führen. Eine erfolgsabhängige Vergütung begründe mithin kein unzulässiges Sonderinteresse. Alleine aufgrund einer gewissen theoretischen Gefährdung der Unabhängigkeit des Notars, wie sie jede wirtschaftliche Tätigkeit mit sich bringe, alle Beteiligungsformen am Wirtschaftsleben zu verbieten, sei unverhältnismässig und willkürlich. Diesbezüglich würden im angefochtenen Urteil Sachverhaltsfeststellungen fehlen. Der Sachverhalt sei entsprechend zu ergänzen. Angesichts der zu verkaufenden Liegenschaft habe der Beschwerdeführer nicht im Entferntesten damit rechnen müssen, dass die Vermittlung scheitern könnte bzw. er keine Kaufofferte in der Höhe des vereinbarten Mindestverkaufspreises erhalten würde. Es habe daher unter keinem Titel die Gefahr einer Interessenkollision bestanden. Die Schaffung einer abstrakten Gefahr sei zudem nicht ausreichend für eine Berufspflichtverletzung. Ziel der Regeln des KS LH 2012 sei, eine Kollision der persönlichen Interessen der Urkundsperson mit denjenigen der Klientinnen und Klienten zu verhindern. Aus der teilweisen Erfolgsbedingtheit des Honorars auf die Möglichkeit einer solchen Kollision zu schliessen, verletze in krasser Weise den Verhältnismässigkeitsgrundsatz. Das vorinstanzliche Verständnis der Richtlinien erweise sich als willkürlich.