Citation: 6B_227/2019 E. 1.4

1.4. Der Beschwerdeführer macht geltend, es sei darauf abzustellen, ob seine Handlungen der Beschwerdegegnerin Schmerzen verursacht oder ob sie sie in Schrecken versetzt haben. Er verkennt, dass körperliche Schmerzen für die Qualifikation einer Handlung als Tätlichkeit nicht vorausgesetzt werden. Ebenfalls nicht ausschlaggebend ist die Frage, ob seine Handlungen die Beschwerdegegnerin in Schrecken versetzt haben. Vielmehr genügt es, dass seine Handlungen ihr ein deutliches Missbehagen verursacht haben (oben E. 1.2). Die Vorinstanz stellt im Übrigen, anders als von ihm vorgebracht, zutreffend auf das allgemein übliche und gesellschaftlich geduldete Mass der physischen Einwirkung und nicht einzig auf das subjektive Empfinden der Beschwerdegegnerin ab. Schliesslich fliesst der Umstand, dass die Beschwerdegegnerin als Minderjährige leichter in ihrem körperlichen Wohlbefinden zu erschüttern war, zurecht in die vorinstanzliche Würdigung des allgemein üblichen und gesellschaftlich geduldeten Masses der physischen Einwirkung mit ein. Nicht massgeblich ist, ob sich die Gäste des Restaurants über die Handlungen des Beschwerdeführers beschwert haben. Die Vorinstanz hat zutreffend darauf hingewiesen, dass nicht erstellt sei, inwiefern die Handlungen für die Gäste sichtbar gewesen seien und deren Reaktionen ohnehin durchaus unterschiedlich sein können.