Citation: C 105/02 17.09.2002 E. 2

2.1 Das kantonale Gericht hat die arbeitsmarktliche Indikation für den Besuch des streitigen Kurses verneint. In der Tat verfügt die Beschwerdeführerin über mehrere Ausbildungen, unter anderem als Berufsschullehrerin für Deutsch als Fremdsprache. Auch wenn die Vergabe von Lehraufträgen, wie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgebracht, regelmässig in Auftragsform erfolgt, steht ihr auf dem Arbeitsmarkt ein ausreichendes Angebot an Stellen zur Verfügung. Die Vorinstanz hat überdies zu Recht darauf hingewiesen, dass die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Ausbildung, der mehrjährigen Berufserfahrung und ihrer nur kurzen Arbeitslosigkeit auch ohne die spielpädagogische Weiterbildung in der Lage gewesen wäre, eine Stelle in ihrem angestammten oder einem verwandten Tätigkeitsgebiet zu finden, so dass der Einsatz von Präventivmassnahmen der Arbeitslosenversicherung nicht unmittelbar geboten war. Bei dieser Sachlage ist nicht zu beanstanden, dass Verwaltung und Vorinstanz das Kursgesuch abgelehnt haben. 2.2 Was die Versicherte dagegen vorbringt, vermag zu keinem anderen Ergebnis zu führen. Wie sich den Akten entnehmen lässt, sollen die Teilnehmer des streitigen spielpädagogischen Intensivseminars befähigt werden, sich selber spielend zu entfalten, ein pädagogisch reflektiertes Angebot an Spielen zu entwickeln und Spiele sowie spielerische Methoden in der Arbeit mit Gruppen, im Unterricht und in der Bildungsarbeit einzusetzen. Im Vordergrund steht damit nicht die Verbesserung der Einsatzmöglichkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, sondern das bildungsmässige Fortkommen (vgl. ARV 1993/94 Nr. 6 S. 44 Erw. 2). Sodann scheint es angesichts der Tatsache, dass die Versicherte das Intensivseminar auf eigene Kosten absolviert hat, naheliegend, dass ihr persönliches Interesse überwog und sie den Kurs auch besucht hätte, wenn sie - bei im Übrigen gleichen Verhältnissen - nicht arbeitslos (oder von Arbeitslosigkeit bedroht) gewesen wäre. Dass der Kursbesuch die Chancen innerhalb des angestammten Tätigkeitsbereiches erhöht und das Bewerbungsfeld erweitert, ist nicht entscheidend, da praktisch jede berufliche Massnahme wegen der dadurch vermittelten zusätzlichen Kenntnisse und Fertigkeiten Vorteile auf dem Arbeitsmarkt bringt (vgl. ARV 1999 Nr. 12 S. 66 Erw. 2). Die den Anspruch auf Leistungen der Arbeitslosenversicherung für den Besuch des spielpädagogischen Intensivseminars verneinende Verfügung des RAV ist damit rechtens.