Citation: 6B_506/2019 E. 1.4

1.4. Die vorinstanzlichen Erwägungen sind unter Willkürgesichtspunkten nicht zu beanstanden. Die Vorinstanz würdigt nicht nur die Chatkonversationen, sondern auch das Verhalten des Beschwerdeführers ausserhalb des Chat-Rooms in vertretbarer Weise. Sie zeigt zunächst detailliert auf, weshalb es sich bei den Erklärungsversuchen des Beschwerdeführers um Schutzbehauptungen handelt. Ihre Erwägung, der Beschwerdeführer habe vorab ausgelotet, welche sexuellen Handlungen anlässlich des Treffens mit "Lars" möglich seien, ist nicht isoliert, sondern vor dem Hintergrund des gesamten Chatverlaufs und Verhaltens des Beschwerdeführers zu betrachten. Die Vorinstanz hat anschaulich aufgezeigt, dass der Beschwerdeführer die Konversation schnell auf ein mögliches Treffen lenkte, den 13-jährigen "Lars" mit Komplimenten umwarb und versuchte, Hemmschwellen abzubauen. Er tat in unmissverständlicher Weise seine Absicht kund, zusammen mit "Lars" sexuelle Handlungen vorzunehmen. Die geplanten Handlungen beschrieb er im Detail. Schliesslich fuhr er zum vermeintlichen Domizil von "Lars". Die Vorinstanz stellt zu Recht fest, dass der Beschwerdeführer auszuloten versuchte, zu welchen sexuellen Handlungen "Lars" bereit wäre. Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers wusste "Lars", worum es beim Treffen gehen sollte und hatte den Handlungen im Chat zugestimmt. Bei dieser Sachlage ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz annimmt, erklärtes Handlungsziel des Beschwerdeführers sei die Vornahme der von ihm erwähnten sexuellen Handlungen mit dem 13-jährigen "Lars" gewesen, wobei es nach seiner Vorstellung zu sexuellen Handlungen - nicht lediglich zu Umarmungen - gekommen wäre, wenn tatsächlich ein 13-jähriger Knabe allein zu Hause gewesen wäre. Ob er damit die Schwelle zum strafbaren Versuch bereits überschritten hat, stellt eine Frage der rechtlichen Würdigung dar und ist im Folgenden zu prüfen.