Citation: 9C_139/2021 E. 4.2

4.2. Das 2016 eingeleitete Revisionsverfahren schloss die Beschwerdeführerin u.a. auf der Grundlage des Auszugs aus dem Individuellen Konto (IK) der Versicherten vom 16. August 2016 mit der Feststellung ab, die Beschwerdegegnerin sei in der Lage gewesen, trotz ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen 2015 einen Verdienst von insgesamt Fr. 45'876.- zu erzielen. Dieses (Invaliden-) Einkommen stelle vor dem Hintergrund von Art. 31 Abs. 1 IVG, wonach die Rente im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG revidiert werde, sofern eine versicherte Person neu ein Erwerbseinkommen erzielen oder ein bestehendes Erwerbseinkommen erhöhen könne und die Einkommensverbesserung jährlich mehr als Fr. 1500.- betrage, im Vergleich zu dem der Rentenbemessung zugrunde gelegten Invalidenlohn von Fr. 37'439.40 eine erhebliche Veränderung der tatsächlichen Umstände dar. Da sich die Erhöhung angesichts des Valideneinkommens im Betrag von Fr. 127'005.85 auch revisionsrechtlich auswirke, indem sich daraus ein Invaliditätsgrad von nurmehr 64 % - und damit der Anspruch auf eine Dreiviertelsrente statt der bisherigen ganzen Rente - ergebe, sei der Rentenanspruch rechtsprechungsgemäss umfassend ("allseitig") zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen bestehe (BGE 141 V 9). Der auf der Basis der LSE 2016 vorzunehmende aktuelle Einkommensvergleich münde, nominallohnbereinigt, in einen Invaliditätsgrad von 55 % (Valideneinkommen: Fr. 111'763.25; Invalideneinkommen: Fr. 50'337.85), welcher neu den Anspruch auf eine halbe Rente begründe.