Citation: 5P.81/2005 15.07.2005 E. 4

Die Ungültigkeit des Erbvertrags hat nach Auffassung des Kantonsgerichts zur Folge, dass die Beschwerdeführer 1 und 3 bis 5 das Darlehen des Erblassers den Beschwerdegegnern im Betrag von Fr. 292'800.-- nebst Zins zu erstatten haben. (E. 7 S. 19 f. des angefochtenen Urteils). Die Beschwerdeführer wenden auch dagegen Willkür ein (S. 18 ff. Ziff. 26-33 der Beschwerdeschrift). Mit staatsrechtlicher Beschwerde können weder Tatsachen und Beweismittel noch rechtliche Argumente vorgebracht werden, die nicht bereits im kantonalen Verfahren vorgebracht worden sind. Neue Vorbringen werden ausnahmsweise dann zugelassen, wenn zu deren Geltendmachung erst die Begründung des angefochtenen Entscheids Anlass gibt oder wenn sie Gesichtspunkte betreffen, die sich derart aufdrängen, dass sie von der kantonalen Instanz von Amtes wegen hätten berücksichtigt werden müssen (BGE 129 I 49 E. 3 S. 57). Den Anspruch der Beschwerdegegner auf Rückerstattung des Darlehens hat das Kantonsgericht sowohl anhand der Vorschriften über die Erbschaftsklage (Art. 598 ff. ZGB) als auch nach den Bestimmungen über die ungerechtfertigte Bereicherung (Art. 62 ff. OR) beurteilt. Zur Bereicherungsklage hat es festgehalten, "die Beklagten (heute: Beschwerdeführer) haben denn auch nicht eingewandt, sie seien nicht mehr bereichert" (E. 7 S. 20). Zu dieser prozessualen Feststellung, dass sie ihre Bereicherung im kantonalen Verfahren gar nicht bestritten hätten, äussern sich die Beschwerdeführer nicht. Sie erheben vielmehr Rügen in der Sache und machen mit Aktenhinweisen geltend, das Kantonsgericht habe bezüglich der drei Geschwister F.________ in unhaltbarer Weise und aktenwidrig eine Bereicherung angenommen. Das Nachholen kantonal unterbliebener Vorbringen ist im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde unzulässig. Eine Ausnahme von dieser Regel liegt nicht vor. Die Klage der Beschwerdegegner hat sich auch gegen die drei beschwerdeführenden Geschwister gerichtet, die damit Anlass gehabt hätten, ihre Bereicherung vor Kantonsgericht zu bestreiten. Die heute nachgeholte Bestreitung ist neu und unzulässig. Auf die staatsrechtliche Beschwerde kann in diesem Punkt nicht eingetreten werden.