Citation: 5A_835/2012 E. 6.2

6.2. Dazu gesellen sich weitere, aktenmässig aus dem Beweisverfahren erstellte (dazu vorne E. 5.1) Indizien, die den Beschwerdegegner zu noch grösserer Vorsicht hätten mahnen sollen, allen voran der vom Obergericht festgestellte Umstand, dass der Beschwerdegegner den Kaufpreis von Fr. 10'000.-- nicht sofort durch eine Geldzahlung beglichen, sondern bis ins Jahr 2009 durch die Übernahme von Ferienspesen seines Vaters getilgt hat. Indem der Beschwerdegegner seine Vertragspflicht auf die erwähnte Art erfüllte, ist er für Leistungen aufgekommen, die sein Vater unwiederbringlich verbraucht hat, mit der Folge, dass der als Kaufpreis vereinbarte Geldbetrag gar nie in das Vermögen des Vaters gelangte und damit auch der Zwangsvollstreckung entzogen blieb. Nun entspricht es aber einer Erfahrungstatsache, dass wirtschaftliche Zusammenhänge dieser Art einer Person, die - wie der Beschwerdegegner - über eine akademische Ausbildung in ökonomischer Richtung verfügt und sogar promoviert hat, schlechterdings nicht verborgen bleiben konnten. Schon unter diesem Gesichtspunkt kann man sich fragen, ob sich der Beschwerdegegner nicht darüber hätte wundern müssen, dass sich sein Vater mit dieser Art der Vertragsabwicklung einverstanden erklärte. Dazu kommt, dass der Schuldner kurze Zeit zuvor die eheliche Liegenschaft, die er mit seiner Ehefrau gemeinsam bewohnte und die den Eheleuten je zur Hälfte gehörte, auf seine Ehefrau überschrieben hatte, was dem Beschwerdegegner ebenfalls bekannt war. Als Grund, weshalb er die neun Grundstücke verkaufe, hatte der Schuldner schliesslich angegeben, er wolle sich aus dem Geschäftsleben zurückziehen. Dies steht in einem offensichtlichen Widerspruch zur weiteren Angabe des Schuldners, die Grundstücke seien wertlos, weil nicht mehr überbaubar: Dem Beschwerdegegner konnte nicht entgehen, dass solche Grundstücke für den auf dem Immobilienmarkt tätig gewesenen Schuldner ohnehin beruflich uninteressant waren. Stutzig machen müssen aus der Sicht eines neutralen Beobachters schliesslich auch die Widersprüche, in die sich der Beschwerdegegner selbst verstrickt: So hat er sich ganz offensichtlich aus freien Stücken verpflichtet, über Fr. 10'000.-- für Reisespesen seines Vaters aufzukommen, obwohl er die ihm übertragenen Grundstücke, wie er auch vor Bundesgericht beteuert, für "wertlos" hält, weil es sich um so genannte "Restparzellen ohne jeden Wert und ohne bauliche Ausnützung" handle.