Citation: 6B_1234/2023 E. 3.6.2

3.6.2. Fehl geht der Vorwurf des Beschwerdeführers, die Vorinstanz gebe seine vorinstanzlichen Aussagen zu seiner familiären Situationen verzerrt wieder und nehme willkürlich an, er verfüge über ein familiäres Netzwerk und eine Unterkunft in der Republik Kosovo. Dem ist entgegenzuhalten, dass die Vorinstanz die familiären Strukturen im Heimatstaat nicht als eigentliches Netzwerk bezeichnet, sondern - weitaus zurückhaltender - lediglich feststellt, der Beschwerdeführer verfüge dort aktuell über einen "zumindest rudimentären Empfangsraum", der "zumindest für die initiale Umgewöhnungsphase" ausreichend sein werde (Urteil S. 13 E. II.4.5). Diese Feststellungen sind nicht zu beanstanden, beruhen sie doch auf den eigenen Aussagen des Beschwerdeführers, der vor Vorinstanz zu Protokoll gab, aktuell seien seine Grossmutter sowie sein als Maler tätiger Onkel in U.________ wohnhaft, wo er mit seiner Familie in den Sommerferien in einer dann jeweils leer stehenden Wohnung von (weit entfernten) Verwandten leben könne (kantonale Akten, OG GD 14 S. 10 f.). Daran ändert nichts, dass der Beschwerdeführer ergänzend darauf hinwies, sein Onkel wolle es beruflich im Ausland versuchen und kläre derzeit mit der slowenischen Regierung den Erhalt einer Aufenthaltsbewilligung ab (kantonale Akten, OG GD 14 S. 10). Abzustellen ist auf die im Zeitpunkt der vorinstanzlichen Beurteilung massgeblichen Verhältnisse und nicht auf mögliche künftige Ereignisse.