Citation: 6B_859/2023 E. 2.1

2.1. Die Vorinstanz würdigt die vorhandenen Beweismittel umfassend und sorgfältig. Zusammenfassend gelangt sie zum Schluss, dass der Beschwerdeführer vom 1. Februar 2019 bis 11. Februar 2020 einen Pub in U.________ führte, wo sich zahlreiche Jugendliche unter 16 Jahren aufhielten und alkoholische Getränke konsumierten. Der Beschwerdeführer habe ihre Anwesenheit geduldet und beim Eintritt keine Alterskontrollen durchgeführt. Der wiederholte problematische Aufenthalt betrunkener Jugendlicher im Pub im Herbst 2019 sei nur wegen der Strafanzeige der Schulbehörde und entsprechenden Aussagen nachgewiesen. Die Intervention der Schulbehörde indiziere ein ernsthaftes, wiederkehrendes Problem. Sogar der Beschwerdeführer gebe an, betrunkene Jugendliche gepflegt zu haben. Er sei sich der Problematik bewusst gewesen und habe die Jugendlichen dennoch in den Pub gelassen und dort bewirtet. Der Beschwerdeführer brachte im kantonalen Verfahren vor, die Trunkenheit der Jugendlichen sei nicht auf alkoholische Getränke zurückzuführen, die er ihnen veräussert habe. Die Vorinstanz hält für glaubhaft, dass Jugendliche alkoholische Getränke in einen Pub schmuggeln, um sie dort zu konsumieren. Zudem sei es im Kanton Wallis nicht unüblich, dass eine Person turnusmässig für alle Tischnachbarn die Getränke beziehe. Es sei auch nicht auszuschliessen, dass eine ältere Person legal alkoholische Getränke kaufe und diese anschliessend an eine jüngere Person weitergebe. Allerdings habe der im Gastronomiegewerbe erfahrene Beschwerdeführer mit einem solchen Verhalten rechnen müssen. Der Beschwerdeführer habe regelmässig allein hinter der Bar gearbeitet. Der Pub sei übersichtlich, weshalb eine entsprechende Kontrolle habe erwartet werden dürfen. Der Beschwerdeführer habe von der Bar aus in das Fumoir mit zwei Tischen gesehen. Ihm sei bekannt gewesen, dass sich dort regelmässig Jugendliche aufhalten. Es erscheine unglaubhaft, dass er im relativ kleinen und wenig frequentierten Pub die Übersicht verloren habe. Der Beschwerdeführer müsse festgestellt haben, wer sich in das kleine Fumoir begebe. Er habe den Jugendlichen gratis Wasser oder Coca-Cola abgegeben. Dies lohne sich für einen gewinnorientierten Betrieb nur, wenn gleichzeitig alkoholische Getränke verkauft würden. Der Beschwerdeführer habe vor dem Konsum alkoholischer Getränke nicht bloss die Augen verschlossen, er habe ihn sogar gefördert. Der Beschwerdeführer gebe zu, dass er am 8. November 2019 einen Bierkrug von 5 Litern verkauft und mit 6 Gläsern übergeben habe. Er habe gewusst, dass sich die Jugendlichen unter 16 Jahren im Fumoir befinden, und davon ausgehen müssen, dass diese und insbesondere C.________ vom Bier trinken würden, da diese am Tisch mit der Käuferschaft im Fumoir gesessen seien. D.________ und C.________ hätten ausserdem angegeben, an diesem Abend einen Smirnoff-Vodka an der Bar geholt zu haben. Die Vorinstanz erachtet es aus diesen Gründen als bewiesen, dass der Beschwerdeführer "bewusst, direkt und indirekt" alkoholische Getränke an Jugendliche unter 16 Jahren veräussert hat. Dies treffe namentlich auf den 5-Liter-Krug mit Bier und die beiden Smirnoff-Vodkas zu, welche C.________ überlassen worden seien. Der Beschwerdeführer habe gewusst oder zumindest in Kauf genommen, dass die beachtliche Menge Bier an einen Tisch mit Jugendlichen geht, die zumindest teilweise die Altersgrenze noch nicht erreicht haben. Mehrere Jugendliche unter 16 Jahren, unter anderen C.________, hätten sich anschliessend am Bier frei bedienen können. C.________ sei an jenem Abend laut Schulbehörde so stark betrunken gewesen, dass er auf dem Boden herumgelegen sei.