Citation: 6P.132/2004 29.11.2004 E. 3

3.1 In der staatsrechtlichen Beschwerde ist darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid verfassungsmässige Rechte verletzt (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Das Bundesgericht prüft dabei nur klar und detailliert erhobene Rügen, während es auf appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid nicht eintritt. Namentlich ist nicht ausreichend, mit pauschalen Vorbringen willkürliche Beweiswürdigung zu behaupten. Vielmehr ist im einzelnen in Auseinandersetzung mit der Begründung des angefochtenen Entscheids darzulegen, dass die Beweiswürdigung offensichtlich unhaltbar ist (BGE 125 I 492 E. 1b mit Hinweisen). 3.2 Diesen Anforderungen genügen die Ausführungen in der von der Beschwerdeführerin erhobenen Beschwerde nicht. Ihre Kritik am angefochtenen Entscheid beruht namentlich auf der Behauptung, die kantonalen Behörden hätten einzig gestützt auf die Krankengeschichte des Angeschuldigten angenommen, es liege keine Gesundheitsschädigung vor. Im angefochtenen Entscheid der Anklagekammer wird demgegenüber ausgeführt, der Bericht von Prof. Dr. med. A.________, Leiter forensische Medizin des Instituts für Rechtsmedizin Bern (IRM), stütze sich nicht nur auf die Aufzeichnungen des Angeschuldigten, sondern zusätzlich auf die Dokumente von Dr. med. B.________, Leiter pneumologische Abteilung des Lindenhofspitals, welche der Untersuchungsrichter ebenfalls eingeholt hatte. Die Beschwerdeführerin hatte in der Strafanzeige den Beizug der Krankengeschichte von Dr. med. B.________ und dessen Befragung als Zeugen beantragt. Dazu führte sie aus, dass die Untersuchungen im Lindenhofspital die falsche ärztliche Behandlung durch den Angeschuldigten aufzeigen würden. Da nicht nur die Aufzeichnungen des Angeschuldigten, sondern auch diejenigen von Dr. med. B.________ keine Gesundheitsschädigung erkennen lassen, trifft die Behauptung des Beschwerdeführers - die kantonalen Behörden hätten allein auf die vom Angeschuldigten verfasste Krankengeschichte abgestellt - nicht zu. Die betreffende Rüge entbehrt damit jeglicher Grundlage. 3.3 Damit ist auch auf die Rüge nicht einzutreten, hinsichtlich der Falsch- und Übermedikation hätte nicht auf den Bericht des IRM abgestellt werden dürfen, der diese Frage offen lasse. Die Anklagekammer hielt zutreffend fest, wenn keine Anzeichen für eine Gesundheitsschädigung vorhanden seien, könne keine vollendete Körperverletzung vorliegen. Eine fahrlässige Körperverletzung - verursacht durch eine falsche Medikation - fällt somit bereits mangels objektiver Tatbestandsmässigkeit ausser Betracht. Die Anklagekammer führte aus, für ein Vorsatzdelikt, bei welchem auch der Versuch strafbar wäre, bestünden keinerlei Anhaltspunkte. Die Beschwerdeführerin begründet nicht, weswegen diese Feststellung unhaltbar sein soll. Auf ihr Vorbringen, der Beschuldigte hätte zu diesem Punkt einvernommen werden müssen, ist daher mangels Begründung nicht einzutreten. 3.4 Auch der Vorwurf, das Vorliegen einer Lebensgefahr am 20./21. März 2003 hätte nicht gestützt auf die unvollständige und unleserliche Krankengeschichte verneint werden dürfen, stützt sich auf falsche Tatsachen. Die Anklagekammer zitierte in diesem Punkt die Krankengeschichte mit der Diagnose: "Seit gestern abend hochrote Dermatitis. Starke Schmerzen li[nks] unten. Starker Husten. Auswurf braun. 37,2 Temp[eratur], Frösteln - Schüttelfrost", womit der Rüge - es sei aufgrund einer unleserlichen Krankengeschichte entschieden worden - der Boden entzogen ist. Auch in diesem Punkt begründet die Beschwerdeführerin ihre staatsrechtliche Beschwerde ohne jeden Bezug zu den Darlegungen im angefochtenen Entscheid.