Citation: I 734/01 23.07.2003 E. 1

Streitig und zu prüfen ist vorab, ob die Sache zur erneuten Durchführung des Vorbescheidverfahrens an die IV-Stelle zurückzuweisen ist. Gemäss Art. 73bis IVV (in der bis 31. Dezember 2002 gültig gewesenen Fassung) hatte die IV-Stelle, bevor sie über die Ablehnung eines Leistungsbegehrens oder über den Entzug oder die Herabsetzung einer bisherigen Leistung beschloss, der versicherten Person oder ihrem Vertreter Gelegenheit zu geben, sich mündlich oder schriftlich zur geplanten Erledigung zu äussern und die Akten ihres Falles einzusehen (Abs. 1). Von der Anhörung konnte abgesehen werden, wenn die Versicherung offensichtlich nicht leistungspflichtig war (Abs. 3; vgl. zum Ganzen auch Rz. 3015 ff. des vom BSV herausgegebenen Kreisschreibens über das Verfahren in der Invalidenversicherung [KSVI]). Das Vorbescheidverfahren im Sinne von Art. 73bis IVV bezweckte - nebst der Entlastung der Verwaltungsrechtspflegeorgane - der versicherten Person den Anspruch auf rechtliches Gehör zu gewährleisten (BGE 124 V 182 Erw. 1c mit Hinweisen; vgl. dazu auch Art. 29 Abs. 2 BV). Wie das Eidgenössische Versicherungsgericht entschieden hat, liegt eine schwere Form der Verletzung des verfassungsrechtlichen Anspruchs auf rechtliches Gehör vor, wenn ein nach Erlass des Vorbescheids eingereichtes Begehren um Aktenedition oder eine Stellungnahme zum Vorbescheid unberücksichtigt geblieben ist, indem auf die Vorbringen nicht eingegangen wurde (BGE 124 V 182 Erw. 2). Im vorliegenden Fall erhielt die Versicherte zwar Gelegenheit, sich zum Vorbescheid zu äussern, wovon denn auch Gebrauch gemacht wurde. In der Verfügung vom 28. Dezember 2000 ist die Beschwerdegegnerin indes in keiner Weise auf die vorgebrachten Einwände eingegangen. Entsprechend der angeführten Rechtsprechung ist somit von einer schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs auszugehen. Indes ist eine Rückweisung zur Gewährung des rechtlichen Gehörs nicht mehr möglich, denn am 1. Januar 2003 ist das Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG) in Kraft getreten. Das ATSG regelt das Sozialversicherungsverfahren in den Art. 34 ff. und kennt kein Vorbescheidverfahren. Auf den 1. Januar 2003 wurde deshalb Art. 73bis Abs. 1 IVV ersatzlos aufgehoben (vgl. Änderung der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 11. September 2002; AS 2002 3723). Damit besteht keine Möglichkeit mehr, das fehlerhafte Vorbescheidverfahren erneut durchzuführen, weshalb die Sache nicht zu diesem Zwecke an die Verwaltung zurückgewiesen wird (Urteil E. vom 20. März 2003, I 238/02). Die Vorinstanz setzte sich im angefochtenen Entscheid mit der im Vorbescheidverfahren nicht berücksichtigten ärztlichen Stellungnahme des Dr. med. N.________ und zusätzlichen Berichten des genannten Hausarztes vom 19. und 21. Februar 2001 auseinander.