Citation: 5A_403/2018 E. 3.1

3.1. Zur von der Beschwerdeführerin beantragten Bestellung eines Kindesvertreters erwog die Vorinstanz in ihrem Entscheid, die Beschwerdeführerin habe zur Begründung der Einsetzung einer Kindesvertretung geltend gemacht, die Vertretung sei zur umfassenden und differenzierten Darstellung des Willens des Kindes notwendig und man habe sich im bisherigen Verlauf des Verfahrens kaum die Mühe gemacht, nach dem subjektiven Interesse des Kindes zu fragen. Die Erhebung des Willens des Kindes habe jedoch grundsätzlich im Rahmen von dessen Anhörung stattzufinden und vermöge für sich allein keine Errichtung einer Kindesvertretung zu rechtfertigen. Im vorliegenden Verfahren habe vor dem Familiengericht Baden keine solche Anhörung stattgefunden. Die entsprechende Anhörung sei daher durch den instruierenden Richter am 15. Februar 2018 nachgeholt worden. Mit dieser nachgeholten Anhörung habe auch die Erhebung des Willens von C.A.________ stattfinden können. Damit sei gleichzeitig die in der Beschwerde vorgetragene Begründung zur Bestellung einer Kindesvertretung weggefallen. Darüber hinaus bestehe kein Grund zur Anordnung einer Kindesvertretung, da die sorgeberechtigte Mutter ebenso wie der getrennt lebende Vater von C.A.________ darin übereinstimmten, den Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts abzulehnen. Inwieweit die Willensäusserung von C.A.________ seinerseits selbst- oder fremdbestimmt sei, könne von der Vorinstanz aufgrund der Anhörung ohne Anordnung einer Kindesvertretung gewürdigt werden und mit Bezug auf die Frage, ob er mit Aufenthalt bei seiner Mutter gefährdet wäre, sei ohnehin aufgrund der aktenkundigen erstinstanzlichen Erhebungen zu entscheiden.