Citation: 5P.485/2000 23.01.2001 E. 3

3.- Die Beschwerdeführerin macht geltend, das Kantonsgericht, welches sich als Erstinstanz mit dem Fall befasst habe, hätte zusätzlich instruieren oder die Sache zur weiteren Instruktion an das instruierende Bezirksgericht zurückweisen müssen, wenn es die über sechs Jahre zusammengetragenen Akten nicht als materiell beurteilbar erachtet habe. Dies gestützt auf Art. 76 aZPO, wonach die Leitung des Prozesses, soweit sie nicht durch Handlungen der Parteien bedingt sind, dem Richter zusteht und er dafür zu sorgen hat, dass die gesetzlichen Vorschriften und richterlichen Anordnungen beobachtet werden und der Streit möglichst rasch seine Erledigung findet. Der instruierende Bezirksrichter, der nachweislich während den sechs Prozessjahren zahlreiche prozessleitende Verfügungen erlassen habe, sei bei der Überweisung der Akten an das Kantonsgericht zur Urteilsausfällung davon ausgegangen, das Verfahren sei urteilsreif. Es trifft zwar zu, dass das Kantonsgericht der Beschwerdeführerin nach der Ortsschau noch eine Frist zum Beibringen von gültigen Vereinbarungen mit den drei Eigentümern hätte ansetzen und die Klage erst nach dem unbenutzten Ablauf dieser Frist hätte abweisen können. Dies wäre wohl auch sinnvoll gewesen. Art. 76 aZPO verpflichtet aber das Kantonsgericht nicht zu diesem Vorgehen. Selbst wenn aus dieser Bestimmung ein Gebot zu einem solchen Vorgehen abzuleiten wäre, legt die Beschwerdeführerin nicht dar, welches verfassungsmässige Recht und inwiefern dieses verletzt sein könnte, wenn das Gericht gleichwohl darauf verzichtet hat (BGE 119 Ia 197 E. d S. 201; 120 Ia 369 E. 3a; 123 I 1 E. 4a, mit Hinweisen). Der Beschwerdeführerin als Klägerin obliegt es zu entscheiden, welche Parteien sie einklagen will. Sie hätte es in der Hand gehabt, die drei verbleibenden Grundeigentümer durch rechtzeitige Klageerhebung in das Verfahren einzubeziehen. Eine Klage gegen bestimmte Personen einzureichen, ist aber eine Handlung, welche gemäss Art. 76 aZPO die Partei vorzunehmen hat und nicht dem Gericht auferlegt werden kann.