Citation: 4A_150/2014 E. 1.4

1.4. Die Beteiligung an einer einfachen Gesellschaft, einer Kollektiv- oder Kommanditgesellschaft setzt Handlungsfähigkeit grundsätzlich nicht voraus ( EUGEN BUCHER, in: Berner Kommentar, 3. Aufl. 1976, N. 117 zu Art. 19 ZGB). Gemäss Art. 574 Abs. 1 Satz 1 OR i.V.m. Art. 545 Abs. 1 Ziff. 3 OR wird eine Kollektivgesellschaft aber aufgelöst, wenn ein Gesellschafter unter umfassende Beistandschaft gestellt wird. Dabei handelt es sich um einen gesetzlich mittelbaren Auflösungsgrund, welcher die Auflösung nicht eo ipso herbeiführt, sondern den Gesellschaftern ein Gestaltungsrecht gibt, die Auflösung zu verlangen ( HANDSCHIN/VONZUN, in: Zürcher Kommentar, N. 101 zu Art. 545 - 547 OR). Anstelle der Auflösung kann mit dem Beistand des umfassend verbeiständeten Gesellschafters auch die Fortführung der Gesellschaft vereinbart werden ( STAEHELIN, in: Basler Kommentar, N. 17a zu Art. 545 f. OR). Diesfalls wird die Gesellschaft mit dem umfassend Verbeiständeten fortgesetzt. Daraus folgt, dass die Kollektivgesellschaft bis zum Entscheid über die Auflösung bzw. Fortführung der Gesellschaft keineswegs (im untechnischen Sinne) "handlungsunfähig" wird; vielmehr fungiert der Beistand diesfalls als gesetzlicher Vertreter des umfassend verbeiständeten Gesellschafters. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers kann ein urteilsfähiger, umfassend Verbeiständeter mit Zustimmung des gesetzlichen Vertreters denn auch durchaus für die Gesellschaft handeln ( FELLMANN/MÜLLER, in: Berner Kommentar, N. 85 zu Art. 543 OR). Dass die Beschwerdegegnerin urteilsunfähig wäre, macht der Beschwerdeführer nicht geltend. Damit ist aber nicht ersichtlich, inwiefern dem Beschwerdeführer durch die Nichtgewährung der aufschiebenden Wirkung des vorinstanzlich hängigen Rechtsmittels ein nicht wieder gutzumachender Nachteil entstünde, womit die Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG nicht erfüllt sind.