Citation: 6B_1105/2018 E. 2.2

2.2. Das Replikrecht beinhaltet nur das Recht, zu Eingaben der Gegenpartei Stellung zu nehmen. Der Beschwerdeführer willigte in ein schriftliches Verfahren ein, nachdem die Staatsanwaltschaft bereits bekannt gegeben hatte, dass sie sich am Berufungsverfahren nicht beteiligen werde (Akten Vorinstanz, pag. 858 und 888 f.). Der Beschwerdeführer hatte damit keinen Anlass, auf eine Berufungsantwort der Staatsanwaltschaft zu vertrauen, auf welche er hätte replizieren können. Unter dieser Prämisse kann offenbleiben, ob die Vorinstanz die Berufungsbegründung der Staatsanwaltschaft hätte zustellen müssen. Eine dreissigtägige Frist zur Einreichung einer Berufungsbegründung wurde dem Beschwerdeführer erstmals am 1. Februar 2018 angesetzt. Diese wurde aufgrund von entsprechenden Anträgen des Beschwerdeführers dreimal erstreckt und endete schliesslich am 16. April 2018 (Akten Vorinstanz, pag. 891 f., 901 f., 906 f. und 908 f.). Die zur Begründung der Berufung gewährte Zeit war hinreichend. Die Rüge ist unbegründet.