Citation: 5A_767/2015 E. 3.3.2

3.3.2. Die Beschwerdegegnerin beantragte vor erster Instanz in ihrem Schriftsatz vom 12. März 2012 die Scheidung der Ehe und stellte unter anderem Anträge betreffend die güterrechtliche Auseinandersetzung. Der Beschwerdeführer ersuchte seinerseits in der Vernehmlassung vom 12. März 2012 um güterrechtliche Auseinandersetzung und begehrte die ungeteilte Zuweisung der Liegenschaft an sich gegen volle Entschädigung der Beschwerdegegnerin. Ein weiterer Schriftenwechsel fand nicht statt. Schliesslich wurden die Parteien zur Hauptverhandlung vom 13. Februar 2013 geladen. Nach Eröffnung der Hauptverhandlung folgten die ersten Parteivorträge zur Hauptsache. Anlässlich dieser Parteivorträge stellte die Beschwerdegegnerin - entgegen den Ausführungen des Obergerichts - Anträge betreffend die Auflösung der einfachen Gesellschaft; überdies beantragte sie nunmehr ihrerseits die Zuweisung der Liegenschaft und erklärte, sie sei finanziell in der Lage, die Liegenschaft zu übernehmen. Erst an der Fortsetzungsverhandlung vom 27. August 2013 und damit im Lichte von Art. 229 Abs. 2 ZPO verspätet, reichte sie die Finanzierungsbestätigung der Bank D.________ AG vom 22. August 2013 und jene der E.________ AG vom 23. August 2013 ein. Entgegen der Auffassung des Obergerichts liegt kein Fall einer Stufenklage vor, geht es doch hier nicht um eine unbestimmte Forderungsklage, deren Rechtsbegehren nachträglich präzisiert werden sollen (zum Begriff: STAEHELIN/STAEHELIN/GROLIMUND, Zivilprozessrecht, 2. Aufl. 2013, S. 213 Rz. 6). Wie dargelegt, stellt sich vielmehr die Frage, bis zu welchem Zeitpunkt die erforderlichen Finanzierungsbestätigungen rechtswirksam beigebracht werden können.