Citation: 8C_8/2007 15.01.2008 E. 5

Für die Adäquanzbeurteilung ist an das (objektiv erfassbare) Unfallereignis anzuknüpfen (BGE 117 V 359 E. 6a S. 366 f.). Dieses ist aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufes im mittleren Bereich und hier eher im Grenzbereich zu den leichten als zu den schweren Unfällen einzuordnen. Von den weiteren, objektiv fassbaren und unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehenden oder als Folge davon erscheinenden Umständen, welche als massgebende Kriterien in die Gesamtwürdigung einzubeziehen sind (BGE 117 V 359 E. 6a S. 367), müssten demnach für eine Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges entweder ein einzelnes in besonders ausgeprägter Weise oder aber mehrere in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sein (BGE 117 V 359 E. 6b S. 367 f.). Besonders dramatische Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit des Unfalls liegen nicht vor. Nicht gegeben ist auch das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzungen. Anders verhält es sich beim Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung: Aus den Akten ergibt sich, dass eine regelmässige und zielgerichtete Behandlung unfallbedingter Beschwerden erfolgt ist, welche die bei Schleudertraumen und äquivalenten Verletzungen der HWS üblichen zwei bis drei Jahre Dauer (SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81, U 479/05, E. 8.3.3; RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236, U 380/04, E. 5.2.4, je mit Hinweisen) deutlich übertrifft. Das Kriterium ist daher erfüllt. Gleiches gilt mit Blick auf die über den gesamten Zeitraum andauernden, intensiven Beschwerden für das Kriterium der Dauerbeschwerden (SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81, U 479/05, E. 8.4; RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236, U 380/04, E. 5.2.6). Das Kriterium von Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit kann aufgrund der ausgewiesenen mehrjährigen vollen Beeinträchtigung, welche nur von kurzen und jeweils gesundheitsbedingt wieder beendeten Arbeitsversuchen unterbrochen wurde, ebenfalls bejaht werden (vgl. die in RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544, U 56/00, exemplarisch aufgeführten Präjudizien). Da zumindest die Kriterien der Dauer der ärztlichen Behandlung und der Dauerbeschwerden auch in ausgeprägter Weise vorliegen, ist der adäquate Kausalzusammenhang zu bejahen, ohne dass die weiteren Kriterien (ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen) noch geprüft werden müssten. SUVA und Vorinstanz haben einen weiteren Leistungsanspruch somit zu Unrecht mit der Begründung der fehlenden Kausalität verneint, was zur Gutheissung der Beschwerde führt.