Citation: 4D_19/2007 13.08.2007 E. B

Die Beschwerdeführerin war an der Verhandlung vor dem Friedensrichter nicht anwesend und bestreitet, gültig vertreten gewesen zu sein. Daher ist sie der Auffassung, der Vergleich könne nicht ihre Ansprüche gegenüber der Beschwerdegegnerin 1 betreffen, da die an der Vergleichsverhandlung anwesenden Parteien darüber gar nicht hätten verfügen können. Mit Eingabe vom 13. März 2006 erhob sie beim Bezirksgericht Zürich Klage gegen die Beschwerdegegnerin 1 und die X.________ Versicherungsgesellschaft (Beschwerdegegnerin 2) auf Bezahlung von Fr. 3'425.45 nebst Zins. Mit Verfügung vom 18. Mai 2006 trat der Einzelrichter im ordentlichen Verfahren auf die Klage gegen die Beschwerdegegnerin 1 nicht ein. Er liess die strittigen Fragen, ob der Ehemann der Beschwerdeführerin an der Vergleichsverhandlung teilgenommen habe und ob dieser oder die Haftpflichtversicherung zur Vertretung der Beschwerdeführerin bevollmächtigt gewesen seien, offen. Er hielt fest, die Beschwerdeführerin habe die Verfügung des Friedensrichters, in welcher die Beschwerdeführerin als Partei aufgeführt sei, erhalten und nicht mittels Nichtigkeitsbeschwerde angefochten. Hätte die Beschwerdeführerin geltend machen wollen, sie sei nicht gültig vertreten gewesen, hätte sie nach Auffassung des Einzelrichters den Rechtsmittelweg beschreiten müssen. Da sie dies nicht getan habe, sei der Entscheid formell und materiell in Rechtskraft erwachsen und auch gegenüber der Beschwerdeführerin wirksam. Infolge eines Versehens regelte der Einzelrichter die Kosten des Verfahrens erst mit Verfügung vom 8. Dezember 2006. Gegen beide Verfügungen erhob die Beschwerdeführerin kantonale Nichtigkeitsbeschwerde. Nach Vereinigung der beiden Verfahren wies das Obergericht des Kantons Zürich die Nichtigkeitsbeschwerde am 15. März 2007 ab, soweit es darauf eintrat, wobei es festhielt, dass die Beschwerdeführerin in keiner Weise zur Begründung des Einzelrichters Stellung nehme, sondern es dabei bewenden lasse, die Vorinstanz der Aktenwidrigkeit oder der Verletzung klaren materiellen Rechts zu bezichtigen.