Citation: 6B_774/2017 E. 6.4

6.4. Der Beschwerdeführer fuhr am 27. Februar 2016 um 19.30 Uhr auf der Landstrasse durch das Dorf A.________. Die Strasse ist ein- und teilweise beidseitig bebaut, und es münden einige andere Strassen in sie ein. Der Beschwerdeführer befährt nach eigenen Aussagen die Strecke seit 18 Jahren alle zwei Wochen. Er fuhr nach eigenen Angaben vor der Anhaltung während zirka zwei bis drei Minuten mit der gemessenen Geschwindigkeit. Um 19.30 Uhr war mit schlecht sichtbaren Fussgängern zu rechnen. Unter diesen konkreten Umständen konnte dem Beschwerdeführer, auch wenn er in Gedanken an seinen schwer kranken Bekannten versunken war, nach der allgemeinen Lebenserfahrung nicht entgangen sein, dass er die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h innerorts deutlich überschritt, und kann ihm ohne Verletzung von Bundesrecht und willkürfrei vorgeworfen werden, er habe eine Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit innerorts um 31 km/h, d.h. um mindestens 25 km/h, in Kauf genommen. Der Beschwerdeführer machte sich daher nach der zutreffenden Auffassung der Vorinstanz der (eventual-) vorsätzlichen groben Verletzung der Verkehrsregeln schuldig. Bei diesem Ergebnis kann dahingestellt bleiben, ob eine Verurteilung wegen grobfahrlässiger grober Verkehrsregelverletzung mit dem Anklagegrundsatz vereinbar wäre.