Citation: 6B_583/2013 E. A

Das Kantonsgericht Wallis sprach X.________ am 3. Mai 2013 im Berufungsverfahren vom Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung zum Nachteil von Y.________ frei. Dem Urteil liegt folgender Sachverhalt zu Grunde: X.________ und Y.________ sind Jäger. Am 19. September 2011 lagen beide in ihren Ansitzen, die sich in einem Graben zwischen zwei Waldgebieten befinden. X.________ hatte seinen Ansitz bereits am Vorabend bezogen, während Y.________ seinen bei Tagesanbruch erreichte. Der von X.________ benutzte Ansitz liegt rund fünf bis sechs Meter in Blick-/Schussrichtung hinter demjenigen von Y.________ und seitlich leicht links in Richtung Grabenmitte versetzt. Als einige Stunden später vom rechten Waldrand kommend in einer Entfernung von 50-60 Metern ein Hirsch im Graben erschien, schoss X.________ seitlich links an dem vor ihm postierten Y.________ vorbei und erlegte den Hirsch. Nach einer verbalen Auseinandersetzung wegen des Vorfalls, setzte Y.________ die Jagd fort und schoss zwei Stunden später eine Hirschkuh. Er trug während der Jagd keinen Gehörschutz. Am 21. September 2011 suchte Y.________ aufgrund von Ohrenpfeifen den Hals-Nasen-Ohren-Arzt Dr. Z.________ auf, der ein Knalltrauma sowie einen Tinnitus diagnostizierte.