Citation: 9C_108/2019 E. 4.4

4.4. Die Beschwerdeführer führen schliesslich aus, die Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit sei auch nicht möglich gewesen wegen der Betreuungspflichten der Beschwerdeführerin gegenüber ihrem hilflosen Ehemann. Es sei nicht möglich, nebst den über den ganzen Tag verteilt zu erbringenden Hilfestellungen einem 50%-Pensum nachzugehen, das sich bis zu sechs Stunden hinziehen könne. Die Vorinstanz stellte demgegenüber fest, die Beschwerdeführerin könne die notwendigen Hilfestellungen vor und nach der Arbeit leisten. Diese vorinstanzliche Feststellung ist angesichts der Einschätzung des Dr. med. F.________ vom 12. April 2016 nicht offensichtlich unrichtig. Danach bedarf der Beschwerdeführer aufgrund von Verschleisserscheinungen des Bewegungs- und Stützapparates, besonders der Schultern, beim Aufstehen, Abliegen, Bücken, An- und Auskleiden sowie der Körperpflege Unterstützung. Der Beschwerdeführer kann sich jedoch noch ohne Gehilfen bewegen und auch die Erkrankung der Harnblase wirkt sich nicht auf die alltäglichen Lebensverrichtungen aus. Dass die Beschwerdeführerin keine weitergehenden Pflegeleistungen für ihren Ehemann erbringen muss, ist auch vor dem von ihr gegenüber den ABI-Gutachtern geschilderten Tagesablauf schlüssig und dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin - soweit ersichtlich - ohne Weiteres ab 1. Juli 2016 eine Arbeit in einem 50%-Pensum antreten konnte.