Citation: 6B_405/2013 E. 1.4.2

1.4.2. Zudem lässt sich die dem Beschwerdeführer vorgeworfene Pflichtverletzung (eine allfällige Garantenstellung und Handlungspflicht vorausgesetzt) anhand der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen nicht überprüfen. Dass ihm das pflichtwidrige Ausrücken der Pistenfahrzeuge während der Betriebszeiten über die Passage an der Unfallstelle ("Traverse") in der Skisaison 2008/2009 bekannt war und er dies tolerierte, ergibt sich nicht aus der langjährigen Praxis vor Errichtung der Servicespur. Dies lässt sich nur aus dem von der Vorinstanz zu seinen Gunsten angenommenen Hinweis schliessen, C.________ auf das gegen das Pflichtenheft verstossende Verhalten der Fahrer hingewiesen zu haben. Von einem Tolerieren dieser pflichtwidrigen Praxis durch den Beschwerdeführer kann somit nicht gesprochen werden. Ob der einmalige Hinweis unzureichend war und der Beschwerdeführer C.________ zur Durchsetzung des Pflichtenheftes erneut hätte anhalten oder die sorgfaltswidrige Praxis eingenständig verbieten müssen, kann nicht überprüft werden. Die B.________ AG nahm den Betrieb in der Skisaison 2008/2009 am 13. Dezember 2008 auf. Der tödliche Unfall ereignete sich bereits zwei Wochen später am 27. Dezember 2008. Entscheidend ist, wann der Beschwerdeführer vom pflichtwidrigen Verhalten der Fahrer Kenntnis hatte und C.________ darauf aufmerksam machte, zumal er gemäss Funktionendiagramm diesen weder zu überwachen hatte, noch für die Pistensicherheit verantwortlich war. Hierzu äussert sich die Vorinstanz nicht. Die Feststellung, der Beschwerdeführer habe gewusst, dass nach seinem Hinweis keine Praxisänderung eingetreten sei, kann ohne den exakten Zeitlauf nicht getroffen werden und ist spekulativ.