Citation: 7B_483/2023 E. 5.4.2

5.4.2. Entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin trifft weiter nicht zu, dass die Vorinstanz in einen unzulässigen "Schematismus" verfallen sei. Vielmehr legt die Vorinstanz eingehend und überzeugend dar, weshalb sie - nach Bejahung der objektiven Tatbestandsmässigkeit (vgl. oben E. 5.3.1) - das Vorliegen besonderer Umstände, welche das Fahrverhalten der Beschwerdeführerin subjektiv in einem milderen Licht erscheinen liessen (vgl. oben E. 5.2.4), verneint und mit der ersten Instanz von grober Fahrlässigkeit ausgeht (vgl. oben E. 5.3.2). Die von der Beschwerdeführerin angeführten Urteile sind nicht mit dem vorliegenden Sachverhalt vergleichbar. Daraus kann sie nichts zu ihren Gunsten ableiten. Selbst wenn - entsprechend der Darstellung der Beschwerdeführerin - gute Witterungs-, Strassen- und Verkehrsverhältnisse vorgelegen haben sollten, stellen diese nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung für sich allein keine besonderen Umstände dar, die das Verhalten der Beschwerdeführerin subjektiv in einem milderen Licht erscheinen liessen (vgl. Urteile 6B_180/2023 vom 27. Juni 2024 E. 3.2; 6B_466/2022 vom 9. September 2022 E. 3.4; je mit Hinweisen). Wenn die Beschwerdeführerin vorbringt, die vorinstanzliche Würdigung ihres Verschuldens als "leicht" im Rahmen der Strafzumessung stehe im "frappanten Widerspruch" zu einer angeblichen groben Verkehrsregelverletzung, zur Missachtung wichtiger Verkehrsvorschriften und zu einem rücksichtslosen Verhalten, erweist sich die Kritik als unbegründet. Ein bedenkenloses Verhalten gegenüber fremden Rechtsgütern, welches als rücksichtslos zu qualifizieren ist, kann auch in einem blossen (momentanen) Nichtbedenken der Gefährdung fremder Interessen bestehen (vgl. oben E. 5.2.3). Dass die Vorinstanz im Rahmen der Strafzumessung erwägt, das Gesamtverschulden der Beschwerdeführerin liege im "sehr leichten Bereich", steht dies einer Verurteilung wegen grober Verkehrsregelverletzung nicht entgegen.