Citation: 6B_264/2020 E. 1.4.4

1.4.4. Der Beschwerdeführer bringt vor, er habe den Beschwerdegegner 2 auf der Brust und nicht wie von der Vorinstanz festgehalten am Kinn getroffen. Bei der auf dem Videomaterial erkennbaren leichten Kopfbewegung des Beschwerdegegners 2 nach rechts habe es sich um eine reflexartige Ausweichbewegung gehandelt. Zudem verweist er auf das Parteigutachten von Prof. em. Dr. med. G.________ vom 11. Juni 2019, welches festhält, dass aus der Kopfhaltung des Beschwerdegegners 2 abgeleitet werden könne, dass dieser nicht am Kopf getroffen worden sei. Der Beschwerdeführer legt unter Berufung auf das Privatgutachten dar, dass sich unter Umständen auch ein Faustschlag auf die Brust erklären liesse. Ein Privatgutachten hat indes nicht den gleichen Stellenwert wie ein Gutachten, das von der Untersuchungsbehörde oder vom Gericht eingeholt wurde. Es bildet bloss Bestandteil der Parteivorbringen. Die Qualität eines Beweismittels kommt ihm nicht zu. Ein Parteigutachten kann jedoch geeignet sein, die Erstellung eines (zusätzlichen) Gutachtens zu rechtfertigen (vgl. Art. 189 lit. b StPO) oder darzulegen, dass das gerichtliche oder amtliche Gutachten mangelhaft oder nicht schlüssig ist (BGE 141 IV 305 E. 6.6.1 S. 315 mit Hinweisen; Urteile 6B_1363/2019 vom 19. November 2020 E. 1.2.5; 6B_1220/2018 vom 27. Juni 2019 E. 1.2.1; 6B_232/2016 vom 21. Dezember 2016 E. 1.3.1). Der Privatgutachter bestätigte, dass sich das Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach es sich bei dem Schlag um einen Brusttreffer gehandelt habe, erklären lässt. Dass das Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin mangelhaft oder nicht schlüssig wäre, geht daraus indes nicht hervor und wird vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht. Entgegen seinen Vorbringen ist nicht ersichtlich, weswegen die Vorinstanz gehalten gewesen wäre, ein Obergutachten einzuholen oder den Privatgutachter an der Hauptverhandlung zu befragen. Der Beschwerdeführer vermag nicht aufzuzeigen, dass die Vorinstanz gestützt auf die auf dem Videomaterial erkennbare Seitwärtsbewegung des Kopfs des Beschwerdegegners 2, der Analyse des rechtsmedizinischen Instituts der Verletzungen in der Schlüsselbeinregion des Beschwerdegegners 2 sowie den Umstand, dass kurz vor dem Schlag die Faust des Beschwerdeführers auf Kopfhöhe des Privatklägers zu sehen ist, in willkürlicher Weise festgestellt hat, dass der Beschwerdeführer den Beschwerdegegner 2 am Kopf getroffen hat (oben E. 1.3). Die gerügte Verletzung des Willkürverbots ist zu verneinen. Sofern sich der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang auf die Aussagen des Zeugens H.________ bezieht, ohne sich mit den vorinstanzlichen Erwägungen auseinanderzusetzen, wonach diese nicht überzeugend seien, vermag er den Begründungsanforderungen nicht zu genügen.