Citation: 6B_343/2020 E. 4.3.2

4.3.2. Im Weiteren erwägt die Vorinstanz, dem Beschwerdeführer seien amtliche Tätigkeiten übertragen gewesen, die der Erfüllung von dem Gemeinwesen zustehenden öffentlich-rechtlichen Aufgaben gedient hätten. Insofern habe er als Beamter im Sinne von Art. 110 Abs. 3 StGB gehandelt. Er habe zwar bezüglich der angeklagten Verbandsbeiträge keine endgültigen Entscheidungen treffen können, es sei ihm jedoch aufgrund seines Fachwissens und seiner zentralen Stellung als geschäftsführendes und stimmberechtigtes Mitglied der D.________-Kommission hinsichtlich der Zusprechung von Geldern aus dem Sportförderungsfonds faktische Entscheidungskompetenz zugekommen. Die Lotteriegelder seien gemäss Verordnung für den freiwilligen Breitensport zu verwenden gewesen und der Regierungsrat habe das "Projekt A" des Beschwerdeführers, obwohl es von der D.________-Kommission und den Sportverbänden gutgeheissen worden sei, nicht bewilligt. Erst mit der am 1. Januar 2013 in Kraft getretenen Änderung der Verordnung hätten Beiträge auch zur persönlichen Talent- und Nachwuchsförderung ausgerichtet werden können. Indem der Beschwerdeführer die dem Sportverband C.________ jährlich aus dem kantonalen Sportförderungsfonds ausgerichteten Beiträge auf das ihm zuzurechnende F.________-Konto habe überweisen lassen, auf das er allein habe zugreifen können, und diese ohne förmliche Genehmigungen faktisch nach eigenem Gutdünken weiterverteilt und schliesslich auch privat verwendet habe, habe er den begünstigten Sportverband umgangen und verhindert, dass die Beiträge ihrer Zweckbestimmung entsprechend zur Förderung des freiwilligen Breitensports verwendet worden seien. Damit sei auch das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Integrität der Verwaltung und in die rechtsgleiche Behandlung, namentlich darauf, dass die Finanzhilfen aus dem Fonds zur Sportförderung planvoll und zielstrebig nach einer objektiven Prioritätenordnung rechtsgleich, neutral und willkürfrei vergeben würden, erschüttert worden. Zudem habe der Beschwerdeführer sich und anderen unter Umgehung der in der Verordnung formulierten Ziele und der einschlägigen Bestimmungen in einem nicht vorgesehenen Verfahren ungerechtfertigt Vorteile verschafft (angefochtenes Urteil S. 30 ff., 38 ff., 40 f., 43 ff.).