Citation: 9C_194/2019 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführerin wendet sich gegen die ihr vorgeworfene Verletzung der Schadenminderungspflicht. Namentlich macht sie eine willkürliche Würdigung des Sachverhalts geltend, weil das kantonale Gericht darauf schloss, die von den den Gutachtern des ZVMB retrospektiv (unter Hinweis auf die Einschätzungen der behandelnden Ärzte) ab Mai 2013 attestierte vollständige Arbeitsunfähigkeit hätte bei konsequenter Einnahme des ärztlich verordneten und von der Beschwerdeführerin eigenhändig abgesetzten Medikaments (Humira) überwiegend wahrscheinlich nicht bestanden. Die Beschwerdeführerin macht geltend, dieser Schluss lasse sich nicht mit aktenkundigen medizinischen Berichten stützen. Sie habe denn die medikamentöse Behandlung auch erst im Dezember 2013 eingestellt, wohingegen eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bereits ab Mai 2013 attestiert worden sei. Eindeutig unzutreffend sei im Übrigen die Feststellung des kantonalen Gerichts, sie habe die Zumutbarkeit einer weiterführenden Medikation nicht bestritten. Bereits im Einwandschreiben vom 17. April 2015 habe sie eine subjektive Unzumutbarkeit der Medikation geltend gemacht.