Citation: U 280/01 23.06.2003 E. 4

In tatsächlicher Hinsicht wurde im angefochtenen Entscheid in letztinstanzlich bindender Weise festgestellt (vgl. Erw. 1.2 hievor), dass die Beschwerdeführerin in den Jahren 1997 und 1998 durch die Firma C.________ AG mit der Wartung der pharmazeutisch-technischen Geräte und Apparaturen auf deren Betriebsgelände im Sinne eines vorsorgenden Unterhalts sowie der Prüfung der Maschinen für die Freigabe an die Produktion beauftragt worden war. Sie erfüllte ihre vertragliche Pflicht, indem sie den in Deutschland wohnhaften deutschen Staatsbürger S.________ mit der Durchführung dieser Arbeiten betraute, wobei dieser selber für eine Arbeitsbewilligung besorgt war und sich in Deutschland bei der zuständigen Behörde als Einzelunternehmen hatte registrieren lassen. Seine Entschädigung für die Instandhaltung und den Unterhalt der Anlagen der Firma C.________ AG erfolgte auf Grund von Stundenrapporten zu einem fixen Preis pro Stunde und belief sich im Jahr 1997 insgesamt auf einen Betrag von Fr. 92'930.- sowie im Jahre 1998 auf Fr. 97'200.-. 4.1 In Würdigung der Aktenlage verneinte die Vorinstanz den Status selbstständiger Erwerbstätigkeit im Wesentlichen mit der Begründung, tatsächliche Leistungen für andere Auftraggeber als die Beschwerdeführerin seien für den fraglichen Zeitraum praktisch keine ausgewie-sen. Angesichts der eher bescheidenen Betriebsmittel, die zusätzlich oder gar ausschliesslich für das durch S.________ in Deutschland betriebene Kräutergeschäft benutzt worden seien, könne sodann von erheblichen Investitionen nicht die Rede sein. Ein unternehmerisches Risiko habe ferner auch insbesondere deshalb nicht bestanden, als ein Inkassorisiko vermieden werden konnte, indem S.________ seine Arbeiten direkt mit der Beschwerdeführerin abgerechnet habe. Da nach den gesamten Umständen die betriebswirtschaftliche und arbeitsorganisatorische Abhängigkeit von der Beschwerdeführerin bzw. deren Vertragspartnerin, der Firma C.________ AG, als nahezu einziger Auftraggeberin klar bejaht, die Tragung eines unternehmerischen Risikos hingegen verneint werden müsse, sei S.________ aus sozialver-sicherungsrechtlicher Sicht als Arbeitnehmer zu qualifizieren.