Citation: 6S.549/2006 17.03.2007 E. A

Am 14. Dezember 2003 um ca. 19:30 Uhr kam es gemäss Anklageschrift zwischen X.________, B.________ und A.________ in einer Zelle des Flughafengefängnisses Zürich-Kloten zu einer Auseinandersetzung, in deren Verlauf B.________ X.________ einen derart heftigen Faustschlag ins Gesicht versetzte, dass dieser zu Boden sank. X.________ erhob sich in der Folge jedoch sogleich wieder und ging erneut gegen B.________ vor, der sich entsprechend zur Wehr setzte. Als X.________ blutend auf dem Boden lag, trat B.________ gemeinsam mit A.________ gegen den Bauch- und Brustbereich des am Boden Liegenden ein. Während der Faustschlag ins Gesicht unter anderem zu einer Blutung unter der harten Hirnhaut führte und sich als unmittelbar lebensgefährlich erwies, blieben die Fusstritte gegen den Bauch- und Brustbereich X.________s folgenlos. Die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich verlangte die Bestrafung von B.________ wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung, vorsätzlicher einfacher Körperverletzung und versuchter vorsätzlicher einfacher Körperverletzung. Eventualiter beantragte sie, mangels rechtzeitigen Strafantrags lediglich auf die Anklage wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung einzutreten. In Bezug auf A.________ forderte die Staatsanwaltschaft eine Verurteilung wegen versuchter vorsätzlicher einfacher Körperverletzung; eventualiter verlangte sie, es sei auf die Anklage mangels rechtzeitigen Strafantrags nicht einzutreten.