Citation: 2C_261/2024 E. 4.5.1

4.5.1. Mit der Vorinstanz ist das öffentliche Fernhalteinteresse als ausgesprochen gewichtig einzustufen. Die Verurteilung aus dem Jahr 2020 zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren spiegelt ein erhebliches straf- und ausländerrechtliches Verschulden wider. Wie die Vorinstanz zutreffend erwog, beging der Beschwerdeführer mehrere schwere Straftaten im Sinn der migrationsrechtlichen Praxis, so namentlich einen Raub und eine schwere Körperverletzung. Hinzu kommt der hohe Organisations- und Koordinationsgrad der deliktischen Darlehensgewährung. Entsprechend wurde der Beschwerdeführer wegen gewerbsmässigen Wuchers und Betrugs verurteilt (angefochtenes Urteil, E. 3.2.3.2). Soweit der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang rügt, die Vorinstanz nehme eine "migrationsrechtliche Neubeurteilung" der strafrechtlichen Sachverhalte vor, was unzulässig sei, kann ihm nicht gefolgt werden. Die Vorinstanz würdigt vielmehr differenziert die unterschiedlichen Delikte, die zum Urteil aus dem Jahr 2020 führten. Eine unzulässige "Schlechterbewertung" liegt darin nicht, zumal im Ausländerrecht eine strengere Betrachtungsweise als im Strafrecht zulässig ist (BGE 140 I 145 E. 4.3; Urteil 2C_71/2020 vom 28. April 2020 E. 5.2.1). In die Beurteilung miteinzubeziehen ist sodann die frühere Delinquenz des Beschwerdeführers, die am 26. Januar 2011 zu einer Verwarnung durch das Migrationsamt führte. Ungeachtet dessen setzte der Beschwerdeführer seine Delinquenz fort. Einige der vor diesem Zeitpunkt begangenen Straftaten sind zwar dem Bagatellbereich zuzuordnen, nicht aber die Verurteilung wegen einfacher Körperverletzung mit einem gefährlichen Gegenstand und Angriffs (Urteil vom 22. März 2010). In Kenntnis der Verwarnung vom 26. Januar 2011 beging der Beschwerdeführer sodann weitere Straftaten, die unter anderem mit Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau aus dem Jahr 2020 rechtskräftig beurteilt wurden. Die bisherige Delinquenz begründet bereits unter generalpräventiven Gesichtspunkten, die eine Rolle spielen dürfen (E. 4.2 hiervor, am Ende), ein gewichtiges öffentliches Interesse.