Citation: 6B_788/2009 27.11.2009 E. 1

Sachverhaltlich ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin am 20. April 2007 im Mittagsverkehr mit ihrem VW Touareg vor einem Tramgeleise anhielt und die vortrittsberechtigten Verkehrsteilnehmenden passieren liess. Beim langsamen Anfahren übersah sie einen Fussgänger und kollidierte mit ihm. 1.1 Die Beschwerdeführerin geht in der Beschwerde von diesem Sachverhalt aus, wendet jedoch ein, die Vorinstanz habe die zusätzliche Annahme erfunden, "dass sie mit ihrem Fahrzeug den Fussgänger anfuhr und ihn dadurch offensichtlich zu Boden warf". Weder sie noch der Fussgänger hätten eine solche Aussage gemacht. 1.2 Die Vorinstanz begründet ihre Annahme in der zitierten Stelle ("zu Boden warf") mit dem unmittelbar anschliessenden Satz: "[...] da er nach den Aussagen der Appellantin anschliessend 'sofort wieder rechts neben dem Fahrzeug' stand" (mit Verweisung auf Akten S. 15). Diese Aktenstelle enthält die Einvernahme der Beschwerdeführerin als Auskunftsperson. Diese erklärte, dass der Fussgänger "dann" vor der linken Front ihres Fahrzeugs war. "Ich stiess den Fussgänger. Ich meine, der Fussgänger konnte sich noch mit der rechten und der linken Hand auf der Motorhaube abstützen. Die rechte Hand war sicher weiter oben auf der Motorhaube. Der Fussgänger stand aber sofort wieder rechts neben dem Fahrzeug" (Akten S. 15). 1.3 Aus dieser Aussage ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin den Fussgänger mit der linken Front ihres Fahrzeugs "stiess", dass er aber sofort wieder rechts neben dem Fahrzeug "stand". Hieraus schliesst die Vorinstanz, dass die Beschwerdeführerin den Fussgänger "offensichtlich zu Boden warf" (angefochtenes Urteil S. 4). Diese Würdigung erscheint entgegen der Beschwerde nicht als "offensichtlich unrichtig" (Art. 97 Abs. 1 BGG), d.h. willkürlich (BGE133 II 249 E. 1.2.2).