Citation: 8C_187/2015 E. 3.2.3

3.2.3. Ausgehend von der - im Übrigen uneingeschränkten - Zumutbarkeit einer leidensadaptierten, wechselbelastend leichten bis höchstens gelegentlich mittelschweren Tätigkeit ohne Heben und Tragen von Lasten von mehr als 7,5 Kilogramm und ohne Zwangshaltungen der Hals- und Lendenwirbelsäule hat das kantonale Gericht die daraus resultierende Erwerbseinbusse in allen Teilen zutreffend ermittelt. Unbestritten ist der Jahreslohn von Fr. 80'600.-, den der Versicherte 2013 ohne Gesundheitsschaden erzielt hätte (Valideneinkommen). Strittig ist demgegenüber die Bestimmung des hypothetischen Einkommens, welches der Beschwerdeführer trotz seiner gesundheitsbedingten Einschränkungen zumutbarerweise 2013 hätte verdienen können (Invalideneinkommen). 3.2.3.1. Der Versicherte rügt, das (praxisgemässe) Abstellen auf den Durchschnittsverdienst gemäss der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebung (LSE) trage dem Umstand keine Rechnung, dass ihm aus gesundheitlichen Gründen nur noch eine sehr eingeschränkte Auswahl an Tätigkeiten zumutbar sei. Auch damit dringt der Beschwerdeführer nicht durch. Insbesondere vermag er keine Gründe für eine Praxisänderung darzutun. Bei versicherten Personen, die nach Eintritt eines Gesundheitsschadens lediglich noch leichte und intellektuell nicht anspruchsvolle Arbeiten verrichten können, ist vom Totalwert im niedrigsten (und am schlechtesten bezahlten) Anforderungsniveau 4 auszugehen. Davon abzuweichen besteht beispielweise Anlass, wenn der Verwertbarkeit der verbliebenen Arbeitsfähigkeit enge Grenzen gesetzt sind, etwa wenn alle produktionsnahen Tätigkeiten ausser Betracht fallen (RKUV 2001 Nr. U 439 S. 347, U 240/99 E. 3c/cc; Urteil 9C_633/2013 vom 23. Oktober 2013 E. 4.2). Dies trifft hier jedoch offensichtlich nicht zu. 3.2.3.2. In Bezug auf den von der Verwaltung berücksichtigten leidensbedingten Abzug vom LSE-Tabellenlohn in der Höhe von 5 % machte der Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfahren geltend, es sei ihm "mindestens ein leidensbedingter Abzug von 15 % zu gewähren". Nachdem die Vorinstanz mit angefochtenem Entscheid dargelegt hat, dass auch ein leidensbedingter Abzug von 15 % nicht zu einem anspruchsbegründenden Invaliditätsgrad von mindestens 40 % führen würde, ersucht der Versicherte nunmehr vor Bundesgericht darum, es sei "ihm mindestens und zusätzlichein leidensbedingter Abzug von 15 % zu gewähren" (Hervorhebung nachträglich hinzugefügt). Die Frage nach der Höhe des Abzuges ist eine typische Ermessensfrage, deren Beantwortung letztinstanzlicher Korrektur nur mehr dort zugänglich ist, wo das kantonale Gericht das Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hat, also Ermessensüberschreitung, -missbrauch oder -unterschreitung vorliegt (vgl. BGE 132 V 393 E. 3.3 in fine S. 399; Urteil 9C_973/2008 vom 19. Januar 2009 E. 3; vgl. auch BGE 137 V 71 E. 5.1 S. 72 f.). Ermessensmissbrauch ist gegeben, wenn eine Behörde zwar im Rahmen des ihr eingeräumten Ermessens bleibt, sich aber von unsachlichen, dem Zweck der massgebenden Vorschriften fremden Erwägungen leiten lässt oder allgemeine Rechtsprinzipien, wie das Verbot von Willkür oder rechtsungleicher Behandlung, das Gebot von Treu und Glauben sowie den Grundsatz der Verhältnismässigkeit verletzt (BGE 123 V 150 E. 2 S. 152 mit Hinweisen; Urteil 8C_652/2008 vom 8. Mai 2009 E. 4 i.f.). Eine Rechtsfehlerhaftigkeit der Ermessensausübung macht der Versicherte zu Recht nicht geltend und ist nicht ersichtlich. 3.2.3.3. Soweit sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt stellt, als 58-jähriger die ihm verbleibende funktionelle Leistungsfähigkeit auf dem massgebenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) nicht mehr erwerblich verwerten zu können, stützt er seine Auffassung auf nicht einschlägige Rechtsanwendungsfälle, welche sich allesamt auf ältere teilinvalide Personen beziehen. Im ausschlaggebenden Zeitpunkt des Feststehens der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-) Erwerbstätigkeit (BGE 138 V 457) war der Versicherte 57 Jahre alt und seine Resterwerbsfähigkeit somit zweifellos noch verwertbar.