Citation: 8C_122/2018 E. 3.1

3.1. Bezüglich der Arbeitsfähigkeit stellte das kantonale Gericht gestützt auf das als beweiskräftig angesehene ABI-Gutachten fest, psychiatrischerseits habe der Gutachter Dr. med. D.________ eine dissoziative Sensibilitäts- und Empfindungsstörung (ICD-10 F44.6) diagnostiziert und sei von einer seit 2010 um 40 % eingeschränkten Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit sowie in einer anderen den Fähigkeiten entsprechenden Tätigkeit ausgegangen. Im ophtalmologischen Teilgutachten habe Dr. med. E.________ folgende Diagnosen gestellt: anlagebedingte Fehlsichtigkeit (rechtes Auge: Hyperopie, Astigmatismus, ICD-10 H52.0/H52.2); Alterssichtigkeit (ICD-10 H52.5); Zustand nach phototherapeutischer Keratektomie (linkes Auge); Amblyopie (rechtes Auge, ICD-10 H53.0); Zustand nach Schiel-Operation; chronische Benetzungsstörung (ICD-10 H19.3); Cataracta incipiens (rechtes Auge, ICD-10 H25.0; Hinterkammerlinsen-Pseudophakie (linkes Auge, ICD-10 Z96.1) sowie Zustand nach Pars plana Vitrektomie (linkes Auge). Aufgrund der Monokelsituation und der ausgeprägten Benetzungsstörung am funktionell letzten Auge bestehe eine um 30 % eingeschränkte Arbeitsfähigkeit für alle in der freien Wirtschaft verwertbaren Tätigkeiten mit durchschnittlichen Anforderungen an die Sehfähigkeit. Potenziell gefährliche Arbeitsplätze (z.B. mit Gerüsten oder schnell drehenden Maschinen) seien wegen des fehlenden Stereosehens nicht geeignet. Weitere die Arbeitsfähigkeit einschränkende Diagnosen lägen nicht vor. Aus polydisziplinärer Sicht sei für jegliche leichten bis mittelschweren Tätigkeiten, insbesondere für die angestammte Tätigkeit als Arztsekretärin, eine 60%ige Arbeitsfähigkeit anzunehmen. Im Haushalt sei sie maximal zu 15 % eingeschränkt. Die Vorinstanz führte weiter aus, in der Stellungnahme vom 15. Dezember 2015 sei gutachterlicherseits überdies nachvollziehbar dargelegt worden, dass die im Rahmen der Untersuchung vom ophtalmologischen Teilgutachter festgestellten, falschen Angaben der Versicherten (im Sinne von aggravatorischem Verhalten) mit der Diagnose einer dissoziativen Störung berücksichtigt worden seien, da aggravatorisches Verhalten diagnoseimmanent sei.