Citation: 4A_277/2023 E. 6.1

6.1. Die Beschwerdegegnerin kann für den Fall, dass den Argumenten der Beschwerdeführerin gefolgt wird, Rügen als Eventualbegründung gegen den angefochtenen Entscheid vorbringen (BGE 140 III 456 E. 2.2.2; 136 III 502 E. 6.2). Die Beschwerdegegnerin machte bereits im erstinstanzlichen Verfahren geltend, die Parteien hätten einen Schriftformvorbehalt gemäss Art. 16 OR vereinbart. Die Erstinstanz hat einen solchen Vorbehalt nicht als nachgewiesen erachtet. Die Beschwerdegegnerin hat die diesbezüglichen Erwägungen der Erstinstanz im Berufungsverfahren beanstandet. Die Vorinstanz musste sich damit aber nicht auseinandersetzen, weil sie einen weiteren Aktienkaufvertrag bereits aus anderen (unzutreffenden) Gründen abgelehnt und die Klage abgewiesen hat. Im Verfahren vor Bundesgericht macht die Beschwerdegegnerin erneut geltend, das Vorliegen eines weiteren Aktienkaufvertrags zwischen den Parteien scheitere auch daran, dass sie konkludent einen Schriftformvorbehalt vereinbart hätten.