Citation: 2C_451/2017 E. 2.2

2.2. Das Gesetz des Kantons Freiburg vom 17. März 2010 über die Ausübung der Prostitution (Prostitutionsgesetz; SGF 940.2) setzt für die Bewilligung zur Bereitstellung von Räumlichkeiten, die zur Ausübung der Prostitution bestimmt sind, in persönlicher Hinsicht insbesondere voraus, dass die gesuchstellende Person durch ihr Vorleben und ihr Verhalten die nötige Sicherheit dafür bietet, dass der Betrieb in Einhaltung der Bestimmungen dieses Gesetzes und seiner Vollzugsregelung geführt wird (Art. 8 Abs. 1 lit. e). Art. 9 Abs. 1 des Prostitutionsgesetzes schreibt zudem vor, dass die betreffenden Räumlichkeiten den in der Spezialgesetzgebung auf dem Gebiet der Bau- und der Feuerpolizei vorgesehenen Anforderungen an die Sicherheit, Sauberkeit und Hygiene genügen müssen. Gemäss Art. 11 Abs. 1 lit. a Prostitutionsgesetz führt die Bewilligungsinhaberin oder der Bewilligungsinhaber u.a. ein Register mit der Identität aller Personen, die in den Räumlichkeiten als Prostituierte arbeiten, die sie oder er selber zur Verfügung stellt oder vermittelt. Sodann muss der Bewilligungsinhaber sich versichern, dass die Räumlichkeiten den Anforderungen an Sicherheit, Sauberkeit und Hygiene gemäss der Spezialgesetzgebung über die Bau- und die Feuerpolizei und gemäss der Vollzugsregelung zu diesem Gesetz genügen (Art. 12 Abs. 1 lit. c), sich versichern, dass in Räumlichkeiten, die sie oder er selber zur Verfügung stellt oder vermittelt, keine Prostituierten arbeiten, die gegen die Gesetzgebung über die Ausländer verstossen (Art. 12 Abs. 1 lit. d) sowie jeder Beeinträchtigung der öffentlichen Ruhe und Ordnung vorbeugen (Art. 12 Abs. 1 lit. e). Gemäss Art. 13 Abs. 1 des Prostitutionsgesetzes wird die Bewilligung entzogen, wenn (lit. a) die Inhaberin oder der Inhaber die von diesem Gesetz oder dessen Vollzugsregelung auferlegten Pflichten nicht erfüllt, oder (lit. b) eine der Voraussetzungen für ihre Erteilung nicht mehr erfüllt ist. Art. 13 Abs. 2 des Prostitutionsgesetzes sieht vor, dass der Entzug in leichten Fällen durch eine Verwarnung ersetzt wird.