Citation: 2C_738/2019 E. 4.4.1

4.4.1. Dem angefochtenen Urteil kann entnommen werden, dass der Beschwerdeführer im April 2001 im Alter von 11 Jahren in die Schweiz eingereist ist und sich somit seit 18 Jahren hier aufhält. Damit ist von einer langen Anwesenheit in der Schweiz auszugehen, die jedoch mit Blick auf die Dauer des vorliegenden ausländerrechtlichen Verfahrens und die in Haft verbrachte Zeit teilweise zu relativieren ist. Zwar hat das Bundesgericht in einem neueren Urteil festgehalten, dass nach einer rechtmässigen Aufenthaltsdauer von rund zehn Jahren regelmässig davon ausgegangen werden könne, dass die sozialen Beziehungen in diesem Land so eng geworden seien, dass es für eine Aufenthaltsbeendigung besonderer Gründe bedarf; im Einzelfall kann es sich jedoch anders verhalten und die Integration zu wünschen übrig lassen (BGE 144 I 266 E. 3.9 S. 278). Angesichts der konkreten Umstände drängt sich vorliegend der Schluss auf, dass die Länge der Aufenthaltsdauer des Beschwerdeführers nicht mit seiner sozialen und wirtschaftlichen Integration korreliert. Bereits seine mehrfache, teilweise schwere Delinquenz spricht gegen eine gelungene Integration (vgl. E. 4.2 hiervor). Zudem kann dem angefochtenen Urteil entnommen werden, dass der Beschwerdeführer diverse Schulden hat und gegen ihn Verlustscheine bestehen (vgl. E. 4.4.2 des angefochtenen Urteils). Den vorinstanzlichen Feststellungen, wonach er über keine gefestigten Kontakte und Freundschaften zur einheimischen Bevölkerung verfügt (vgl. E. 4.4.2 des angefochtenen Urteils), bringt er nichts Substantiiertes entgegen, sondern beschränkt sich im Wesentlichen darauf, die vorinstanzlichen Ausführungen zu bestreiten. Zwar ist positiv zu würdigen, dass der Beschwerdeführer gemäss dem angefochtenen Urteil nie Sozialhilfe bezogen hat, eine Anlehre abgeschlossen hat und über eine Arbeitsstelle verfügt (vgl. E. 4.4.2 des angefochtenen Urteils). Entgegen seiner Auffassung fällt seine einigermassen gelungene berufliche Integration angesichts seiner Delinquenz nicht entscheidend ins Gewicht. Auch der Umstand, dass er den lokalen Dialekt spricht, zeugt nicht von einer besonders guten Integration, kann dies doch aufgrund der langen Aufenthaltsdauer von ihm erwartet werden.