Citation: 1C_411/2020 E. 2.1

2.1. Die Beschwerdeführerin 1 rügt, für die Abgabe fehle eine hinreichende gesetzliche Grundlage. § 32 der Verordnung des Kantons Zug vom 15. Dezember 2011 über die Kosten in der Zivil- und Strafrechtspflege (Kostenverordnung Obergericht, KoV OG; BGS 161.7), auf die sich die angefochtene Verfügung stütze, reiche nicht. Ausnahmen vom strengen abgaberechtlichen Legalitätsprinzip seien gemäss der Rechtsprechung nämlich einzig zulässig, wenn es um Kanzleigebühren gehe, wenn das Kostendeckungs- und das Äquivalenzprinzip die Funktion des Gesetzesvorbehalts erfüllten oder wenn die Gebühr auf einer lang andauernden Übung beruhe. Keine dieser drei Voraussetzungen sei hier erfüllt. Die Abgabe sei zudem prohibitiv hoch und trage dem Prinzip der Justizöffentlichkeit nicht Rechnung.