Citation: 5A_100/2016 E. 10

Als vierte Verrechnungsforderung machte die Beschwerdeführerin gestützt auf den Vergleich 2003 Ersatz von Planungskosten von Fr. 325'799.-- geltend. Das Handelsgericht prüfte die behauptete Verrechnungsforderung, weil unbestrittenermassen öffentlich-rechtlicher Natur, summarisch und kam dabei zum Schluss, dass sie mit baulichen Massnahmen im Zusammenhang mit den im Vergleich 2003 erwähnten Immissionen und der Statik in Verbindung stehen müsste und überdies die Mehrkosten unvermeidbar und ausgewiesen sein müssten. Mit den eingereichten Dokumenten, namentlich der Honorarberechnung nach SIA LHO 102/2003 und der Aktennotiz von G.________ vom 6. Februar 2015, könne die Forderung nicht glaubhaft gemacht werden; eine Kostenschätzung vermöge keine Kosten auszuweisen. Gleiches gelte für den Verweis auf angeblich vorliegende Stundenlisten. Sodann seien weder die Unvermeidbarkeit noch die Voraussetzung, dass es sich bei den Kosten um Mehrkosten handeln würde, substanziiert. Im Übrigen könne auch ein beantragtes Gutachten die erforderliche substanziierte Behauptung nicht ersetzen. Die geltend gemachte Verrechnungsforderung erscheine aussichtslos und sie sei nicht zu berücksichtigen, ohne dass weitere Anordnungen zu treffen wären. Die appellatorische Behauptung der Beschwerdeführerin, aus ihrer gutachterlichen Untersuchung ergebe sich detailliert eine Vielzahl von Mehrkosten im Zusammenhang mit den Themen der Statik und Immissionen, scheitert an den gegenteiligen Sachverhaltsfeststellungen des Handelsgerichtes, welche mit Willkürrügen anzufechten wären. Soweit die Beschwerdeführerin wiederum geltend macht, das Handelsgericht masse sich die Beurteilung öffentlich-rechtlicher Forderungen an, kann auf E. 9.2 verwiesen werden.