Citation: 2C_403/2018 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz begründet ihren Schluss auf eine Scheinehe zwischen A.A.________ (Beschwerdeführer 1) und E.________ mit verschiedenen Indizien. Ins Gewicht falle neben dem grossen Altersunterschied von 23 Jahren insbesondere der Umstand, dass der Beschwerdeführer 1 rund zwei Jahre nach der Eheschliessung mit E.________ ein zweites Kind (D.A.________, Beschwerdeführer 4) mit seiner damaligen Exfrau B.A.________ (Beschwerdeführerin 2) gezeugt habe; dies allein spreche gegen das Vorliegen einer intakten Ehe und umgekehrt für die Existenz einer Parallelbeziehung im Heimatland. Zu berücksichtigen sei aber auch der zeitliche Ablauf der Geschehnisse. Zwischen der ersten Scheidung im Jahr 2002 und der Heirat mit E.________ seien nur knapp zwei Monate vergangen. Als dem Beschwerdeführer 1 dann im August 2008 die Niederlassungsbewilligung erteilt worden sei, habe die Ehe mit E.________ nicht einmal mehr ein Jahr gehalten. Zwar habe es nach der Scheidung von E.________ noch rund drei Jahre gedauert, bis sich der Beschwerdeführer 1 erneut mit seiner ersten Ehefrau (der Beschwerdeführerin 2) verheiratet und ein Nachzugsgesuch gestellt habe. Das Muster ähnle aber einer Vielzahl von Vergleichsfällen, in denen eine ausländische Person mit der Eheschliessung beabsichtige, sich in der Schweiz ein gesichertes Aufenthaltsrecht zu verschaffen und der Familie im Herkunftsland später den Nachzug zu ermöglichen; die vergleichsweise lange Zeitspanne zwischen der zweiten Scheidung des Beschwerdeführers 1 und der Wiederverheiratung mit B.A.________ falle auch deshalb nicht ins Gewicht, weil er währenddessen regelmässigen Kontakt zu ihr und den gemeinsamen Kindern gehalten habe und verschiedene gegenseitige Besuche stattgefunden hätten. Die Vorinstanz führt schliesslich ins Feld, es sei nicht plausibel, dass E.________ die aussereheliche Beziehung des Beschwerdeführers 1 und dessen regelmässige Reisen in die gemeinsame Heimat trotz angeblich gelebter Ehegemeinschaft jahrelang einfach hingenommen habe, um sich in ihrem Krankheitszustand seinen Beistand zu sichern, dann aber mit dem Fortschreiten der Krebserkrankung die Scheidung verlangt und jeglichen Kontakt abgebrochen habe.