Citation: 1A.5/2006 09.02.2006 E. B

Mit Rechtshilfeersuchen vom 1. März 2005 ersuchte die Generalstaatsanwaltschaft beim Appellationsgericht Athen um Rechtshilfe. Sie beantragte die Edition von Kontounterlagen der Angeschuldigten, A.________ und X.________, sowie deren Schwester, Y.________, bei der Bank D.________ in Zürich. Zudem sei der zuständige Kundenberater und der Compliance-Beamte der Bank D.________ als Zeuge einzuvernehmen. Mit Eintretensverfügung vom 29. April 2005 ordnete die Bundesanwaltschaft die Rechtshilfemassnahmen an. Die Bank D.________ kam den Editionsbegehren am 30. Mai und 23. Juni 2005 nach. Aufgrund von Rückfragen der Bank D.________ (Unklarheit über das Geburtsjahr von Y.________) übermittelte die Bundesanwaltschaft der ersuchenden Behörde am 10. Juni 2005 eine Passkopie von Y.________, die mit dem Stempel des Kundenberaters versehen war. Nachdem das Schreiben der Bundesanwaltschaft an die Presse gelangt war und mehrere Artikel in der griechischen Tagespresse erschienen waren, belegte die Bundesanwaltschaft am 10. August 2005 ihre Rückfrage mitsamt der Passkopie gegenüber der ersuchenden Behörde mit einem absoluten Verwertungsverbot und ersuchte die ersuchende Behörde um Zurückhaltung gegenüber der Presse.