Citation: 2A.79/2002 27.01.2003 E. B

Am 8. Januar 2002 hiess die Eidgenössische Steuerrekurskommission eine Beschwerde der X.________AG teilweise gut und setzte die auf die Begünstigten zu überwälzende Verrechnungssteuer auf Fr. 1'055'073.70 fest. Der Steuerbetrag resultiert aus zwei Geschäften: 1) Einerseits geht es um ein Darlehen, welches die Y.________mbH in Hamburg dem Aktionär der X.________AG gewährte. Einzige Gesellschafterin der Y.________mbH war die X.________AG. Die Eidgenössische Steuerrekurskommission bezeichnete wie bereits die Eidgenössische Steuerverwaltung das Darlehen als simuliert und die Leistung als Ausschüttung an den Aktionär der X.________AG, den nigerianischen Staatsangehörigen A.________ mit Domizil in G.________, England. 2) Sodann standen Überweisungen der M.________Ltd., Malta, von Fr. 1'064'909.-- (1992) und Fr. 730'750.-- (1993) an die X.________AG in Frage. Die Eidgenössische Steuerrekurskommission erachtete den Einwand der X.________AG, wonach sie diese Beträge treuhänderisch für die von ihr zu 40 % beherrschte N.________Ltd., Nigeria, eingenommen habe, nicht als stichhaltig und behandelte die Transaktionen als Eigengeschäfte. Da die Einnahmen mit Ausnahme der Kommission nicht erfolgswirksam verbucht worden seien, müssten sie als geldwerte Leistungen an den Aktionär oder nahestehende Personen betrachtet werden. Was die Rückvergütung der U.________Inc., New York, an die X.________AG zu Gunsten der V.________, Nigeria, betrifft, erachtete die Eidgenössische Steuerrekurskommission den Nachweis nicht als erbracht, dass eine entsprechende Überweisung tatsächlich erfolgte. In diesem Punkt hiess sie die Beschwerde gut und sprach der teilweise obsiegenden X.________AG eine reduzierte Parteientschädigung zu.