Citation: 4P.33/2006 27.03.2006 E. 1

Die Beschwerdeführerin hatte sich im kantonalen Verfahren auf den Standpunkt gestellt, der Beschwerdegegner sei nicht bei ihr angestellt gewesen, weshalb sich die Forderungsklage zu Unrecht gegen sie richte und mangels Passivlegitimation abzuweisen sei. Das Obergericht hielt dazu fest, A.Z.________ habe den Arbeitsvertrag mit dem Beschwerdegegner im Namen der Beschwerdeführerin geschlossen, indem er seinem Namen in Klammern die Firma der Beschwerdeführerin beigefügt habe. Nach den gesamten Umständen stehe fest, dass die Beschwerdeführerin nicht lediglich Eigentümerin der Liegenschaft "Restaurant M.________" sei, sondern - ihrem statutarischen Zweck entsprechend - auch die operative Führung des Gastbetriebes wahrnehme. A.Z.________ sei sodann im Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung zwar nicht als zeichnungsberechtigte Person der Beschwerdeführerin im Handelsregister eingetragen gewesen. Indessen sei er als faktisches Organ der Beschwerdeführerin zu betrachten, denn er bestimme in massgeblicher Weise die Geschicke des Restaurants M.________ und auch der Beschwerdeführerin als für die Führung der Gastwirtschaft verantwortlichen Gesellschaft. Diese sei offensichtlich nur ein Instrument von ihm und stehe ihm vollauf zu Diensten. Der Abschluss des Arbeitsvertrages mit dem Beschwerdegegner durch den im Namen der Beschwerdeführerin handelnden A.Z.________ sei demnach der Beschwerdeführerin anzurechnen und der Arbeitsvertrag sei mit ihr als Arbeitgeberin zustande gekommen.