Citation: 2C_939/2020 E. 2

Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist unzulässig gegen Entscheide auf dem Gebiet des Ausländerrechts betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das Völkerrecht einen Anspruch einräumt (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG). Art. 84 Abs. 5 AIG (SR 142.20) gibt keinen solchen Anspruch (Urteil 2C_689/2017 vom 1. Februar 2018 E. 1.2.1). Die Beschwerdeführerin beruft sich ausschliesslich auf den Anspruch auf Achtung des Familienlebens nach Art. 8 Ziff. 1 EMRK. Wie allerdings bereits das Verwaltungsgericht zutreffend festgehalten hat, wird ihr Familienleben durch die Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung gar nicht tangiert, weil sie nach wie vor vorläufig aufgenommen ist und daher das Familienleben in der Schweiz leben kann (vgl. E. 2 des angefochtenen Urteils). Denn Art. 8 EMRK verleiht keinen Anspruch auf eine bestimmte Bewilligungsart (BGE 126 II 335 E. 3a S. 342; Urteil 2C_34/2020 vom 15. Januar 2020 E. 2.1). Die Verweise der Beschwerdeführerin auf verschiedene Urteile des Bundesgerichts u.a. zum umgekehrten Familiennachzug und ein Urteil des EGMR gehen von vornherein fehl, weil sich diese Entscheide mit aufenthaltsbeendenden Massnahmen befassen, die im vorliegenden Fall wie erwähnt nicht zur Debatte stehen. Die Vorbringen der Beschwerdeführerin, wonach sie ihr Familienleben ohne Aufenthaltsbewilligung nicht "kindeswohlgerecht" leben könne, sind unsubstanziiert und nicht nachvollziehbar, wie bereits das Verwaltungsgericht zutreffend erwogen hat. Namentlich aus dem Umstand, dass der Fussballclub ihres Sohnes manchmal Spiele im Ausland bestreitet und es für sie wegen ihres Aufenthaltsstatus schwierig ist, (auch ferienhalber) ins Ausland zu reisen, ergibt sich keine massgebliche Beeinträchtigung des Familienlebens, geschweige denn des Kindeswohls. Daran vermag auch die eingereichte ärztliche Stellungnahme nichts zu ändern. Zudem kann die Beschwerdeführerin auch als vorläufig Aufgenommene eine Erwerbstätigkeit ausüben (Art. 85a AIG). Besitzt die Beschwerdeführerin somit keinen Rechtsanspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung, ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht zulässig.