Citation: 8C_130/2022 E. 3

Die Vorinstanz erwog, aufgrund der Unterlagen sei der medizinische Endzustand am 2. Juni 2017 erreicht gewesen. Der mutmassliche Rentenbeginn sei somit auf das Jahr 2017 zu verlegen. Für die Schätzung der Vergleichseinkommen seien somit die wirtschaftlichen Verhältnisse im Jahr 2017 massgebend. Da die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt des ersten Unfallereignisses gemäss Verfügung der IV-Stelle vom 22. Oktober 1999 bereits eine Viertelsrente der Invalidenversicherung bezogen habe, sei von einer vorbestehenden Verminderung der Leistungsfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 3 UVV auszugehen. Die Vorinstanz ermittelte in der Folge ausgehend von dem von der Beschwerdeführerin vor dem ersten Unfall erzielten Verdienst ein Valideneinkommen von Fr. 64'953.-. Das Invalideneinkommen bezifferte sie gestützt auf die Tabellen der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 2016 des Bundesamtes für Statistik und ausgehend von einer Arbeitsfähigkeit von 100 % in einer leidensangepassten Tätigkeit mit Fr. 54'799.-. Die Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen ergab einen Invaliditätsgrad von 16 %.