Citation: 4C.177/2001 01.02.2002 E. 1

1.- a) Im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren ist festgehalten worden, nach deutschem Recht sei die Auffassung nicht willkürlich, die gesicherte Darlehensforderung könne mit den diesbezüglichen Sicherheiten weiter abgetreten werden, wobei der Zedent die Zinsforderung als ungesicherten Anspruch behalten könne, ohne hiefür die Zustimmung des Sicherungsgebers einholen zu müssen. Somit fällt die Behauptung des Beklagten, der erzielte oder jedenfalls erzielbare Erlös sei nicht nur an die Kapitalforderung sondern auch an die Zinsforderung anzurechnen, dahin. Auch sind sämtliche Rügen, die bereits in der staatsrechtlichen Beschwerde vorgebracht und behandelt wurden, im Rahmen der vorliegenden Berufung nicht mehr zu hören. Zu prüfen bleibt lediglich, ob und in welchem Umfang die Klägerin eine nach schweizerischem Recht zu beurteilende Sorgfaltspflicht bezüglich der Verwertung der Sicherheiten trifft, die der Beklagte im vorliegenden Verfahren geltend machen könnte. b) Der Beklagte behauptet in diesem Zusammenhang, es komme gemäss der in der Faustpfandverschreibung enthaltenen Rechtswahl das schweizerische Recht ausschliesslich auf die unstreitig erfolgte Verpfändung der 2000 Partizipationsscheine (recte: des Partizipationsscheines über 2 Millionen Franken), jedoch nicht auf die 4000 Aktien der Klägerin zur Anwendung, obwohl er in der Folge ausdrücklich erwähnt, dass es um den Verwertungserlös geht, den die Y.________ AG durch Selbsteintritt in den Partizipationsschein und die Aktien der Klägerin erzielt hat. Indessen ist das Appellationsgericht unter Hinweis auf das Gutachten Prof. Schlechtriems, d.h. in Anwendung der Lex rei sitae (zumal es sich um Verbriefungen der Beteiligungsrechte an einer Aktiengesellschaft nach schweizerischem Recht handelt und das Gesellschaftsstatut ebenfalls auf schweizerisches Recht verweist) davon ausgegangen, dass sich die rechtlichen Fragen in Bezug auf die Verwertung des Sicherungseigentums, das bei der Y.________ AG als Zessionarin durch Surrogation entstanden ist, nach schweizerischem Recht richten. Diese Auffassung erweist sich zumindest im Ergebnis als zutreffend, ist doch der Selbsteintritt der Klägerin in die Aktien nichts anderes als eine zulässige Privatverwertung (Zobl, Berner Kommentar, Systematischer Teil der Art. 884 - 887 ZGB, N 1486 ff, insbes. N 1488). Der Begriff "verwerten", zu dem der Selbsteintritt gehört, umfasst jede Handlung, die es dem Pfandgläubiger erlaubt, sich den Wert des Pfandgegenstandes anzueignen (vgl. BGE 119 II 344 E. 2a), und auf die infolgedessen das im Pfandvertrag gewählte schweizerische Recht anwendbar ist (Art. 105 IPRG).