Citation: 7B_283/2022 E. 1

Gemäss Art. 81 Abs. 1 BGG ist zur Beschwerde in Strafsachen berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten (lit. a) und ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids hat (lit. b). Legitimiert ist nach Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG insbesondere die Privatklägerschaft, wenn sich der angefochtene Entscheid auf die Beurteilung ihrer Zivilansprüche auswirken kann. Dies ist hier der Fall. Die der Beschwerdeführerin aufgrund des Vorfalls vom 9. Januar 2019 erstinstanzlich zugesprochene Genugtuung - eine Zivilforderung im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG (vgl. BGE 146 IV 76 E. 3.1 mit Hinweis) - wurde von der Vorinstanz zufolge anderer rechtlicher Würdigung des Vorgefallenen auf Fr. 7'000.-- reduziert. Die Beschwerdeführerin, die vor Bundesgericht einen Schuldspruch wegen versuchter Tötung und eine Genugtuung von Fr. 10'000.-- verlangt, ist somit zur Beschwerde legitimiert. Die übrigen Eintretensvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass, weshalb auf die Beschwerde grundsätzlich einzutreten ist.