Citation: 2C_247/2020 E. A

Die Eheleute A.A.________ und B.A.________ wohnen im U.________ in der Gemeinde V.________/AG. Dort war A.A.________ als Landwirt selbständig erwerbstätig. Per 1. April 2009 gab er die selbständige Erwerbstätigkeit als Landwirt auf und verpachtete das ihm gehörende Landwirtschaftsland. Am 23. Juli 2010 teilten A.A.________ und B.A.________ dem Regionalen Steueramt W.________ die Aufgabe der Tätigkeit als Landwirt mit und beantragten einen Steueraufschub (Revers), wobei sie darauf hinwiesen, dass ihr 18-jähriger Sohn sich noch nicht festlegen könne, ob er später den Betrieb wie auch das Land übernehmen werde. Am 21. September 2011 parzellierte A.A.________ sein Grundstück GB V.________ Parzelle Nr. xxx im Halt von 8'323 m², das ein Wohnhaus (GBV Nr. yyy), eine Scheune (GBV Nr. zzz), eine Lagerhalle (GBV Nr. uuu), eine Werkstatt (GBV Nr. vvv) und eine Gartenlaube (GBV Nr. www) umfasste und in der Weilerzone U.________ (Landwirtschaftszone mit überlagerter Weilerzone) lag, wie folgt: Bezeichnung Fläche Gebäude Parzelle Nr. xxx (Stammparzelle Rest) 2'264 m² Wohnhaus, Werkstatt und Gartenlaube Parzelle Nr. rrr (neu) 1'733 m² Lagerhalle Parzelle Nr. sss (neu) 4'326 m² Scheune Total 8'323 m² Bezeichnung Fläche Gebäude Parzelle Nr. xxx (Stammparzelle Rest) 2'264 m² Wohnhaus, Werkstatt und Gartenlaube Parzelle Nr. rrr (neu) 1'733 m² Lagerhalle Parzelle Nr. sss (neu) 4'326 m² Scheune Total 8'323 m² Am selben Tag veräusserte A.A.________ die neue Parzelle Nr. sss für Fr. 461'880.-- an B.________. Im Kaufvertrag verpflichtete er sich, das baufällige Ökonomiegebäude (Scheune) bis auf die Grundmauern, d.h. inklusive Bodenplatte und Jauchegruben, bis Ende 2012 auf eigene Kosten abzureissen und den Bauschutt entsorgen zu lassen. Die Käufer verpflichteten sich, dem Steuerpflichtigen als Entschädigung für diese Leistung die pauschale Summe von Fr. 18'000.-- zu vergüten. Im Kaufvertrag wurde zudem Folgendes ausgeführt: "Im Weiteren ist gemäss Zustimmung durch Mitunterzeichnung des Departementes Finanzen und Ressourcen, Landwirtschaft Aargau, betreffend die gesamte bisherige Parzelle xxx festzustellen, dass diese den Bestimmungen des bäuerlichen Bodenrechtes nicht mehr untersteht. Demgemäss ist auf den drei Parzellen xxx, rrr und sss je die Anmerkung "kein landwirtschaftliches Grundstück im Sinne des BGBB" anzubringen." Nachdem A.A.________ per 31. Dezember 2011 die restlichen liegenschaftlichen Werte (einschliesslich seiner weiteren landwirtschaftlichen Parzellen GB V.________ Nr. ttt und qqq) aus seiner Buchhaltung ausgebucht hatte, veräusserte er am 30. März 2012 die Parzelle Nr. rrr für Fr. 413'995.-- und am 19. Oktober 2012 die Parzelle Nr. xxx (Restparzelle) für Fr. 1.3 Mio. In den Jahren 2011 und 2012 fanden somit folgende Veräusserungen statt: Grundstück Fläche Datum Preis Nr. sss (neu) 4'326 m² 21.9.2011 Fr. 461'880.-- Nr. rrr (neu) 1'733 m² 30.3.2012 Fr. 413'995.-- Nr. xxx (Rest) 2'264 m² 19.10.2012 Fr. 1'300'000.-- Total 8'323 m² Fr. 2'175'875.-- Grundstück Fläche Datum Preis Nr. sss (neu) 4'326 m² 21.9.2011 Fr. 461'880.-- Nr. rrr (neu) 1'733 m² 30.3.2012 Fr. 413'995.-- Nr. xxx (Rest) 2'264 m² 19.10.2012 Fr. 1'300'000.-- Total 8'323 m² Fr. 2'175'875.-- Für die Verkäufe gab A.A.________ jeweils Grundstückgewinnsteuererklärungen ab. Ausserdem reichten die Eheleute A.________ am 24. Februar 2012 einen Fragebogen Kapitalgewinne ein, mit dem sie aus der Überführung von Geschäftsvermögen in das Privatvermögen einen steuerbaren Liquidationsgewinn von Fr. 209'385.-- deklarierten. Gleichzeitig beantragten sie wegen Invalidität zur Weiterfüh rung des Betriebs eine Besteuerung dieses Gewinns mit einer separat vom übrigen Einkommen bezeichneten Jahressteuer zu 40 % des Tarifs gemäss § 45 Abs. 1 lit. f des Steuergesetzes des Kantons Aargau vom 15. September 1998 (StG/AG; SAR 651.100) bzw. mit einer separaten Jahressteuer zum Normaltarif gemäss Art. 37b Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11).