Citation: 9C_298/2019 E. 3.2.2

3.2.2. Zum anderen macht die Beschwerdeführerin geltend, die Vorinstanz habe verkannt, dass das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz (mit Entscheid vom 16. Oktober 2012) einen Rentenanspruch nicht wegen fehlender Arbeitsunfähigkeit abgelehnt habe, sondern davon ausgegangen sei, die mittelgradige Depression beeinträchtige ihre Erwerbsfähigkeit nur vorübergehend. Nachdem nun der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) festgestellt habe, dass dies gerade nicht der Fall sei, hätte auf diese veränderte Feststellung abgestellt werden müssen, anstatt willkürlicherweise am rechtskräftigen Entscheid festzuhalten, wonach keine Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit und entsprechend auch keine Invalidität vorgelegen habe. Diese Vorbringen der Beschwerdeführerin zielen an den Erwägungen des kantonalen Gerichts vorbei. Dieses stellte fest, die Verfügung der IV-Stelle vom 2. April 2012 entfalte Bindungswirkung, nachdem dieser IV-Entscheid mit Blick auf dessen gerichtliche Überprüfungen durch das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz und das Bundesgericht nicht als unhaltbar zu qualifizieren sei. Diese vorinstanzlichen Erwägungen verletzen kein Bundesrecht. Wie das kantonale Gericht zutreffend erkannte, akzeptierte die Beschwerdegegnerin die IV-Verfügung vom 2. April 2012 bzw. die diese bestätigenden Gerichtsentscheide in inhaltlicher Hinsicht, auch wenn sie in das IV-Verfahren nicht einbezogen worden war. Eine freie Überprüfung des Sachverhalts hat nicht zu erfolgen. Der Entscheid der Organe der IV entfaltet somit Bindungswirkung, wenn er nicht offensichtlich unrichtig ist. Die IV-Stelle hat mit Verfügung vom 2. April 2012, das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit Entscheid vom 16. Oktober 2012 und das Bundesgericht mit Urteil 8C_980/2012 vom 18. April 2013 einen Rentenanspruch mit Blick auf die Anmeldung der Beschwerdeführerin vom 19. November 2009 verneint. Die IV-Stelle zog in ihrer damaligen Verfügung in Erwägung, gemäss RAD sei kein pathologisches Geschehen festzustellen, welches die Arbeitsfähigkeit einschränke. Das Verwaltungsgericht bestätigte dies. Es berücksichtigte verschiedene Gesichtspunkte betreffend die Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion bzw. die im Mai 2010 diagnostizierte mittelgradige depressive Episode. Erstens hielt es fest, dass dies keinem dauerhaften Krankheitszustand entspreche und zweitens keine schwere Komorbidität zur Fibromyalgie darstelle, weshalb die Überwindbarkeit der Schmerzen zumutbar sei. Das Bundesgericht schloss sich dieser Ansicht an. Es erwog, dass den zahlreichen Untersuchungsberichten aus den verschiedensten fachärztlichen Disziplinen keine Hinweise auf eine anhaltende invalidisierende Gesundheitsstörung zu entnehmen seien, welche nach der massgebenden Rechtsprechung (BGE 137 V 64 E. 4.2 f. S. 68 f., Urteil 9C_302/2012 vom 13. August 2012 E. 4.2.1), auf eine unüberwindbare dauerhafte Einschränkung der Erwerbsfähigkeit schliessen lasse. Diese Feststellungen sind - wie die Vorinstanz zu Recht erkannte - nach der damaligen Aktenlage nicht offensichtlich unrichtig, stand doch bei der Beschwerdeführerin ein Schmerzgeschehen im Vordergrund, das somatisch nicht hinreichend erklärt werden konnte, und das auch unter Berücksichtigung der depressiven Symptome als überwindbar eingeschätzt wurde. Vor diesem Hintergrund greift die Argumentation der Beschwerdeführerin, ein invalidisierender Gesundheitsschaden sei in Bezug auf die mittelgradige Depression einzig mit der Begründung abgelehnt worden, dass diese nur vorübergehender Natur sei, zu kurz. Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, die obgenannten Entscheide der IV-Organe seien mit Blick auf den RAD-Bericht - gemeint ist jener vom 2. Dezember 2014 - willkürlich, ist darauf hinzuweisen, dass für die Beurteilung der Frage, ob die Invaliditätsbemessung der Invalidenversicherung offensichtlich unhaltbar ist, aufgrund der Aktenlage zu entscheiden ist, wie sie sich bei Verfügungserlass am 2. April 2012 präsentierte (vgl. E. 2 hiervor). Der RAD-Bericht vom 2. Dezember 2014 ist in diesem Zusammenhang somit nicht zu berücksichtigen.