Citation: 7B_554/2023 E. 5.1

5.1. Was den angefochtenen (Teil-) Nichteintretensentscheid betrifft, macht der Beschwerdeführer Folgendes geltend: Entgegen der Auffassung der Vorinstanz habe er "nach wie vor ein aktuelles und rechtlich geschütztes Interesse an einem Siegelungsbegehren". Die Staatsanwaltschaft hätte ihm für die mit Editionsverfügung vom 7. Februar 2023 edierten Bankunterlagen von Amtes die Möglichkeit einräumen müssen, ein Siegelungsbegehren stellen zu können. Die Siegelungsberechtigung erstrecke sich gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung auch auf Geheimnisschutzberechtigte, die nicht selbst Gewahrsinhaber der erhobenen Beweismittel (zum Arztbetriebskonto der betroffenen Gesellschaft) seien. Dies gelte jedenfalls für "offensichtlich" Geheimnisschutzberechtigte. Am 7. Februar 2023 sei er der Staatsanwaltschaft als involvierter Träger des Arztgeheimnisses bekannt gewesen. Ebenso sei ihr bekannt gewesen, "welche vermeintlichen (und bestrittenen) Straftaten" im Raum gestanden hätten "und dass die angeforderten Unterlagen eine strafrechtliche Relevanz haben könnten". Der Beschwerdeführer rügt in diesem Zusammenhang eine formelle Rechtsverweigerung bzw. eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, indem es ihm faktisch verunmöglicht worden sei, für die mit Editionsverfügung vom 7. Februar 2023 sichergestellten Bankunterlagen wirksam ein Siegelungsbegehren zu stellen. Die Vorinstanz habe ihm zudem den (in aArt. 248 StPO vorgesehenen) Rechtsschutz betreffend das von ihm angerufene Arztgeheimnis verweigert. Der Beschwerdeführer stellt sich weiter auf den Standpunkt, aus der "Vereitelung" seines Siegelungsbegehrens erfolge ein Verwertungsverbot betreffend die edierten Bankunterlagen. "Geheime" Editionen wie jene vom 7. Februar 2023 seien nicht zulässig bzw. setzten eine Verdunkelungsgefahr voraus, die hier aber nicht vorliege. Dass die Vorinstanz eine Unverwertbarkeit der edierten Bankunterlagen verneine, beruhe auf offensichtlich unrichtigen Sachverhaltsannahmen und sei überspitzt formalistisch. Er sei von einer "krassen Verletzung von hochstehenden Beschuldigtenrechten" betroffen. Dass die Erhebung der mittels Editionsverfügung vom 24. März 2023 erlangten Unterlagen auch ohne die beanstandete Editionsverfügung vom 7. Februar 2023 möglich gewesen wäre, erscheine zweifelhaft. Art. 197 StPO und der Anspruch auf rechtliches Gehör stellten Gültigkeitsvorschriften im Sinne von Art. 141 Abs. 2 StPO dar, aus "deren Verletzung üblicherweise ein Beweisverletzungsgebot" (recte: Beweisverwertungsverbot) resultiere. Im vorliegenden Fall sei auch keine ausnahmsweise Beweisverwertung zulässig, da ihm "keine schweren Straftaten" zur Last gelegt würden. Die Unverwertbarkeit hätte bereits im Entsiegelungsverfahren durch das Zwangsmassnahmengericht festgestellt werden müssen.