Citation: 1C_180/2023 E. 3.1

3.1. Vorliegend wies das BJ das Auslieferungsgesuch hinsichtlich des Vorwurfs der unerlaubten Herstellung und des Vertriebs von Cannabis und Cannabisöl ab, weil der THC-Gehalt des Cannabis nicht mehr ermittelt werden könne und daher nicht feststehe, ob der Besitz bzw. der Handel auch nach schweizerischem Recht strafbar sei. Dagegen bewilligte es die Auslieferung für die Wirkstoffe Kokain und Amphetamin. In den Erwägungen (nicht aber im Dispositiv) des Auslieferungsentscheids hielt es fest, es werde an den serbischen Behörden sein zu entscheiden, in welchem Umfang die ausgesprochene Freiheitsstrafe entsprechend zu reduzieren sei. Gestützt auf das völkerrechtliche Vertrauensprinzip könne davon ausgegangen werden, dass die serbischen Behörden eine angemessene Strafausscheidung vornehmen würden.