Citation: U 30/99 13.11.2000 E. 2

2.- Streitig und zu prüfen ist einzig das Valideneinkommen. a) Die Vorinstanz erwog, der Beschwerdeführer verfüge über keine Ausbildung als Bodenleger. Er habe lediglich in den Jahren 1979 und 1980, mithin erst nach dem Primärunfall, während rund eineinhalb Jahren als ungelernter Mitarbeiter auf diesem Beruf gearbeitet. Ansonsten sei sein beruflicher Werdegang von ausgesprochen häufigen Stellen- und Berufswechseln geprägt gewesen. Zwischen 1973 und 1996 habe er insgesamt 13 Stellen inne gehabt, so unter anderem im internen Postdienst, als Lebensmittelverkäufer und als Hilfsarbeiter. Bei diesen Gegebenheiten könne nicht mit rechtsgenüglicher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass er - wie von ihm behauptet - heute ohne Unfall den Beruf eines Bodenlegers ausüben würde. Die Anstalt habe daher für die Berechnung des Valideneinkommens in grundsätzlicher wie masslicher Hinsicht zu Recht auf den Durchschnittslohn für Personen vom Qualifikationsniveau des Beschwerdeführers und nicht auf die überdurchschnittlichen Lohnansätze für einen Bodenleger abgestellt. b) Der ohne Invalidität erzielbare Verdienst ist unter Berücksichtigung der individuellen, persönlichen und beruflichen Verhältnisse des Versicherten zu bestimmen. Dabei sind nach ständiger Rechtsprechung theoretisch vorhandene berufliche Entwicklungs- oder Aufstiegsmöglichkeiten nur dann zu beachten, wenn sie mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eingetreten wären. Für die Annahme einer mutmasslichen beruflichen Weiterentwicklung wird daher der Nachweis konkreter Anhaltspunkte dafür verlangt, dass der Versicherte einen beruflichen Aufstieg und ein entsprechend höheres Einkommen auch tatsächlich realisiert hätte, wenn er nicht invalid geworden wäre. Es müssen konkrete Hinweise für das behauptete berufliche Fortkommen bestehen, so z.B. wenn der Arbeitgeber dies konkret in Aussicht gestellt oder gar zugesichert hat. Sodann genügen blosse Absichtserklärungen des Versicherten nicht. Vielmehr muss die Absicht, beruflich weiterzukommen, bereits durch konkrete Schritte kundgetan worden sein (BGE 96 V 29; AHI 1998 S. 171 Erw. 5a; RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 Erw. 3b). Diese Voraussetzungen sind hier nach den zutreffenden Ausführungen des kantonalen Gerichts (fehlende berufliche Konstanz, keine aktenmässigen Hinweise für eine Validenkarriere) nicht erfüllt. Was hiegegen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgebracht wird, vermag nicht zu einer anderen Beurteilung zu führen. Insbesondere kann der Versicherte aus den Auskünften der heutigen Arbeitgeberin vom 3. September 1996 und 24. Juni 1998, wonach der Beschwerdeführer wegen der unfallbedingten Abnützungserscheinungen "leider nicht bei Parkett-, Boden- und Teppichverlegarbeiten" eingesetzt werden könne, nichts zu seinen Gunsten ableiten, da die verlangten Hinweise auf das behauptete berufliche Fortkommen bereits im Zeitpunkt des (Primär-)Unfalls vorliegen müssen. Entsprechend erübrigen sich auch Aktenergänzungen, da hievon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. 1d mit Hinweis).