Citation: 1C_425/2016 E. 3.2

3.2. Nach Art. 157 BauG handelt es sich beim Strassenabstand um die kürzeste horizontale Entfernung zwischen dem Fahrbahnrand (einschliesslich Radstreifen) der Strasse und der Fassade (Abs. 1); er beträgt für öffentliche Strassen privater Eigentümer und Privatstrassen vier Meter (Abs. 2 Ziff. 4); der Gemeinderat kann im Sinne von Art. 28 Abs. 3 StrG diese Mindestabstände herabsetzen oder aufheben (Abs. 3). Gemäss Art. 28 StrG sind in den Ausführungsprojekten beidseitig der projektierten Strasse Baulinien festzulegen (Abs. 1); bei ihrer Bemessung ist namentlich auf die Anforderungen der Verkehrssicherheit und der Wohnhygiene sowie auf die Bedürfnisse eines allfälligen künftigen Ausbaus der Strasse Rücksicht zu nehmen (Abs. 2); nach Abs. 3 können die Strassenabstände gemäss Baugesetz durch den Gemeinderat mit Zustimmung der zuständigen Direktion herabgesetzt oder aufgehoben werden, wenn es zum Schutze bestehender oder für die planerische Gestaltung neuer Ortskerne erforderlich ist (Ziff. 1), im Rahmen von Gestaltungsplänen herabgesetzt werden, sofern es die Gestaltung erfordert und die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigt wird (Ziff. 2), oder herabgesetzt werden, wenn die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigt wird (Ziff. 3).