Citation: 9C_325/2015 E. 1.2

1.2. Unter dem Titel "Obligatorische Kontaktaufnahme mit dem Zentrum für Telemedizin und obligatorische Inanspruchnahme der Beratung" hält das vorliegend massgebende Reglement (KVG) SanaCall (Ausgabe 2012) in Art. 5 Abs. 1 fest, dass die versicherte Person bei einem gesundheitlichen Problem verpflichtet ist, vor jeder Konsultation eines ambulanten Leistungserbringers bzw. vor jedem Eintritt in einen stationären Leistungserbringer mit dem Zentrum für Telemedizin telefonisch Kontakt aufzunehmen. In Art. 6 des Reglements wird geregelt, dass die von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung vorgesehenen Leistungen nur vergütet werden, wenn die im Reglement festgehaltenen Pflichten eingehalten wurden. Bei einer Notfallbehandlung ist die versicherte Person verpflichtet, zum erstmöglichen Zeitpunkt das Zentrum für Telemedizin zu orientieren, spätestens jedoch innert fünf Arbeitstagen (Art. 7 Abs. 4 Reglement). Als Sanktion ist vorgesehen, dass keine Kosten für vom Zentrum für Telemedizin nicht empfohlene Behandlungen erstattet werden bzw. jegliche direkte Kostenübernahme gegenüber den Leistungserbringern verweigert wird, sofern die versicherte Person den reglementarischen Pflichten zuwiderhandelt (Art. 8 Reglement).