Citation: 1B_514/2018 E. 3.4

3.4. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Anklageschriften vom 22. November 2017 und 14. Februar 2018 seien unvollständig. Auch sei es in einigen Anklagepunkten zu Freisprüchen bzw. Einstellungen gekommen. Im Übrigen kritisiert er die im erstinstanzlichen Urteil vom 31. Mai 2018 erfolgten Schuldsprüche. Wie das Bundesgericht bereits in seinem Urteil vom 30. Mai 2018 (E. 2) festgestellt hat, besteht gegen den Beschwerdeführer der dringende Verdacht von diversen Vergehen (vgl. Art. 221 Abs. 1 Ingress StPO). Dieser Verdacht hat sich unterdessen noch erhärtet, nachdem der Beschuldigte am 31. Mai 2018 (wegen mehrfacher Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte, mehrfacher versuchter Nötigung, versuchter einfacher Körperverletzung, Drohung, mehrfacher Sachbeschädigung, falscher Anschuldigung und Irreführung der Rechtspflege)erstinstanzlich verurteilt worden ist. Was er in der Beschwerdeschrift vorbringt, lässt das Strafurteil (aus der Sicht des Haftrichters) nicht als klarerweise fehlerhaft erscheinen; ebenso wenig sind im hängigen Berufungsverfahren Freisprüche von allen Anklagepunkten mit erheblicher Wahrscheinlichkeit zu erwarten. Die Annahme des allgemeinen Haftgrundes durch die Vorinstanz verletzt nach dem Gesagten kein Bundesrecht. Die Vorbringen in den Berufungseingaben sind nicht vom Haftrichter zu prüfen, sondern vom zuständigen Appellationsgericht.