Citation: 9C_439/2024 E. 5.1.4

5.1.4. Weiter kann die Beschwerdeführerin auch nichts zu ihren Gunsten aus der Finanzmarktgesetzgebung ableiten. So zielt die Argumentation der Beschwerdeführerin, dass im Finanzmarktrecht klar zwischen "Vermögensverwaltung", "Anlageberatung" und "Execution Only" unterschieden werde (so Art. 3 lit. c des Bundesgesetzes über die Finanzdienstleistungen vom 15. Juni 2018 [Finanzdienstleistungsgesetz, FIDLEG; SR 950.1]) und diese Unterscheidung auch durch die Mehrwertsteuerpraxis berücksichtigt werde, welche zwischen ausgenommenen Vermittlungsleistungen (vgl. MBl Nr. 14, Ziff. 6.1.6 [Vermittlung von Wertpapieren]) und steuerbaren Vermögensverwaltungen (vgl. MBl Nr. 14 Ziff. 6.1.5 [Beratung]) unterscheide, ebenfalls ins Leere. Vorliegend hervorzuheben ist, dass die Beschwerdeführerin Vermögensverwaltungsleistungen erbringt. Die Entschädigung für genannte Leistung setzt sich aus einer Transaktionsgebühr (in der Höhe von 1,2%) und einer Management Fee (in der Höhe von 0,2%) zusammen. Die genaue Bezeichnung ist nicht wesentlich in dem Sinne, dass es sich - wie erwähnt - qualitativ nicht um "Courtagen" handelt. Aus den genannten Unterscheidungen resp. Abgrenzungen in der MBl Nr. 14 kann die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang daher auch nichts weiter zu ihren Gunsten ableiten, ebensowenig, dass von mehreren separat erbrachten Leistungen auszugehen wäre.