Citation: 1P.183/2006 21.08.2006 E. 3

3.1 Das angefochtene Urteil ist in sich schlüssig und legt in detaillierter und sorgfältiger Weise dar, weshalb sich das Obergericht von der Schuld des Beschwerdeführers überzeugt zeigen durfte. Es stützt sich dabei u.a. auf die Aussagen von Zeugen und Auskunftspersonen, amtliche Abklärungen und Bankbelege. Die Vorbringen des Beschwerdeführers erschöpfen sich dagegen weitgehend in appellatorischer Kritik. Was er insbesondere gegen die Würdigung der auf dem Rechtshilfeweg erhobenen Beweismittel vorbringt, sind durch nichts belegte Schutzbehauptungen. Wenn er unterstellt, seine Ex-Frau könnte beigetragen haben, das Patientenregister zu manipulieren, ist damit weder dargetan, dass die Beweiswürdigung des Obergerichtes willkürlich wäre, noch dass sich weitere Beweiserhebungen aufgedrängt hätten. Der Beschwerdeführer vermag insbesondere nicht in nachvollziehbarer Weise aufzuzeigen, dass der Entscheid von Tatsachen ausginge, die mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch ständen. 3.2 So führt das Obergericht in E. 3.4.1 des angefochtenen Urteils zu Recht aus, es sei nicht ersichtlich und nachvollziehbar, wieso die auf dem Rechtshilfeweg angeforderten Abklärungen über den angeblichen Klinikaufenthalt gefälscht sein sollten und wer ein Interesse daran haben sollte, die eingereichten Dokumente zu fälschen. Dass die Ex-Frau dies veranlasst habe, sei ausgeschlossen, nachdem die Abklärungen auf amtlichem Weg eingeholt worden seien. In den rechtshilfeweise getätigten Abklärungen habe der angeblich behandelnde Arzt den vom Beschwerdeführer eingereichten Bericht über den Behandlungsverlauf vom 3. Januar 2000 sowie seine Unterschrift als Fälschung bezeichnet, was die Erhebung im Spital bestätige, wonach der Beschwerdeführer im genannten Zeitraum dort nicht behandelt worden sei. Diese Beweiswürdigung ist nicht verfassungsrechtlich zu beanstanden. Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer im Hinblick auf die Berufungsverhandlung beantragt hatte, einen Arzt und früheren Leiter des Spitals N.________ (Albanien) als Zeugen für seinen angeblichen Aufenthalt im Spital einzuvernehmen; dieser habe den Beschwerdeführer in der Klinik besucht und sei über die dortigen Vorgänge im Bild (vgl. act. 55 des Bezirksgerichts Baden). Der Zeuge sagte jedoch anlässlich der Hauptverhandlung vom 23. Januar 2006 aus, in der fraglichen Zeit nicht im Spital N.________ gewesen zu sein (Protokoll der Berufungsverhandlung vom 23. Januar 2006, S. 6). Dies stützt die Schlussfolgerungen des Obergerichts. Zu den vom Beschwerdeführer anlässlich der Berufungsverhandlung eingereichten Auszügen aus dem Patientenregister vom 24. April 1997 bis 18. Mai 1997 und vom 2. Mai 2000 bis 10. Mai 2000 hält das Obergericht fest, es sei unklar, wie der Beschwerdeführer an diese Dokumente gelangt sei. Die auf amtlichem Weg erhobenen Abklärungen hätten ergeben, dass der Beschwerdeführer im Zeitraum vom 19. November 1999 bis 3. Januar 2000 weder ins Spital N.________ eingeliefert noch dort notfallmässig medizinisch behandelt worden sei. Es bestehe kein Anlass, an dieser auf offiziellem Weg eingeholten Feststellung zu zweifeln. Daran vermöchten die neu eingereichten Dokumente oder die angeblich falsch berechneten Aufenthaltstage im rechtshilfeweise erhältlich gemachten Auszug nichts zu ändern. Der Umstand, dass der Beschwerdeführer nach dem angeblichen Klinikaufenthalt nicht in die Schweiz zurückgekehrt ist und auch seinen Anwalt nicht über die Fortführung des hängigen Verfahrens vor dem Migrationsamt instruiert hat, ist denn für das Obergericht auch einzig damit erklärbar, dass er nach seinem fingierten Tod nicht mehr in Erscheinung treten durfte. Diese Argumentation hält vor der Bundesverfassung stand. 3.3 Das Obergericht legt im angefochtenen Urteil überzeugend dar, weshalb es von der Erhebung weiterer Beweismittel absehen durfte. Es ist in keiner Weise zu beanstanden, dass es erhebliche Zweifel verneint und sich von der Schuld des Beschwerdeführers überzeugt gezeigt hat.