Citation: 6A.91/2006 28.12.2006 E. 2

Der Beschwerdeführer richtet sich nicht gegen den vorsorglichen Entzug des Führerausweises (Beschwerde S. 1 unten Ziff. 4), sondern nur dagegen, dass die kantonalen Behörden ein neues Fahreignungsgutachten angeordnet haben. Im Gegensatz zu seiner Auffassung (Beschwerde S. 2 Ziff. 3) kann das Bundesgericht nicht die Unangemessenheit, sondern nur prüfen, ob die Vorinstanz das ihr zustehende Ermessen überschritten oder missbraucht hat (vgl. Art. 104 OG). In Bezug auf das neue Fahreignungsgutachten kann in Anwendung von Art. 36a Abs. 3 OG zunächst auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (vgl. angefochtenen Entscheid S. 8/9 E. 5). Angesichts der Vorgeschichte (vgl. angefochtenen Entscheid S. 6 E. 4a) und des neuen Vorfalls vom 14. Mai 2006 besteht offensichtlich ein erheblicher Verdacht, dass beim Beschwerdeführer eine Alkoholabhängigkeit vorliegt. Daran vermag der von ihm eingereichte Bericht seines Hausarztes vom 10. Juli 2006 nichts zu ändern. Sogar der Hausarzt stellt fest, er habe das Gefühl, dass in den letzten Jahren und Monaten ein gelegentlicher Alkoholkonsum stattgefunden habe, "welcher vereinzelt vielleicht bis zu einem Kontrollverlust führen könnte" (Antwort zu Frage 2). Die Prognose sei denn auch "sehr heikel und schwierig", denn er - der Hausarzt - könne sich vorstellen, "dass ... Phasen kommen werden, wo Selbstzweifel, Verzweiflung und Eigensinnigkeit zu einem übermässigen und damit sich und die anderen gefährdenden Alkoholkonsum führen könnten" (Antwort zu Frage 5.3). Dazu kommt, dass der Hausarzt mit keinem Wort auf den neuen Vorfall vom 14. Mai 2006 eingeht. Unter den gegebenen Umständen ist die angeordnete Fahreignungsuntersuchung bundesrechtlich nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist abzuweisen.