Citation: 6A.86/2001 25.02.2002 E. 2

2.- a) In einer Eventualbegründung legt die Vorinstanz dar, dass auch auf Grund der allgemeinen Bemessungskriterien ein Entzug von sechs Monaten gerechtfertigt sei. Den Be- schwerdeführer treffe ein schweres Verschulden. Er habe die Geschwindigkeit vorsätzlich überschritten, da er sein Auto auf dessen Höchstgeschwindigkeit habe testen wollen. Auf- fallend sei die massive Geschwindigkeitsüberschreitung. Ge- mäss Rapport der Kantonspolizei habe ein zumindest schwaches Verkehrsaufkommen geherrscht. Der Beschwerdeführer habe wenig Einsicht in die Schwere des Fehlverhaltens gezeigt. Massnahmemildernd falle seine berufliche Sanktionsempfind- lichkeit ins Gewicht, wobei sich der Arbeitgeberbestätigung nur entnehmen lasse, dass er während des Führerausweisent- zuges nur für gewisse Montagearbeiten nicht eingesetzt würde. b) Die Vorinstanz begründet die fehlende Einsicht des Beschwerdeführers insbesondere damit, dass er "für eine derart massive Geschwindigkeitsüberschreitung einen Entzug im Rahmen der gesetzlichen Mindestentzugsdauer von einem Monat als angemessen" erachte, weshalb für sein künftiges Wohlverhalten keine günstige Prognose gestellt werden könne. Demgegenüber hatte der Beschwerdeführer in seinem Rekurs an die Vorinstanz beantragt, "es sei die Entzugsdauer von sechs Monaten auf drei Monate zu kürzen". Unter diesen Umständen ist der Vorwurf der fehlenden Einsicht des Beschwerdeführers in die Schwere seines Fehlverhaltens zumindest zu relati- vieren. Weiter hält die Vorinstanz fest, angesichts seines getrübten Leumunds als "Motorfahrzeuglenker" seien dem Be- schwerdeführer die Folgen der Nichtbeachtung von wesentli- chen Verkehrsregeln mit einer nachhaltig wirkenden Administ- rativmassnahme deutlich vor Augen zu führen. Mit dieser Argumentation hebt die Vorinstanz die Vorstrafen eines Motorfahrradlenkers auf die gleiche Stufe mit den Vorstrafen eines Autolenkers, was nicht zulässig ist (vgl. E. 1). Da die Vorinstanz diesbezüglich keine Unterscheidung traf, ist davon auszugehen, dass sie dem getrübten Fahrerleumund zu viel Gewicht beigemessen hat.