Citation: 5A_608/2018 E. 3.4.2

3.4.2. Die Vorinstanz erwog, dass das Ortsverbot für das gesamte Gemeindegebiet U.________ (mit Ausnahme der Autobahn) ernsthaft in die Bewegungsfreiheit (Art. 10 Abs. 2 BV) des Beschwerdegegners eingreife, zumal das Gemeindegebiet eine Fläche von 1700 Hektaren umfasse und auf halber Wegstrecke der Direktverbindung X.________-V.________ liege. Der Beschwerdegegner wohne im nahe gelegenen X.________ und sei im an U.________ angrenzenden V.________ aufgewachsen. Zwar habe die Beschwerdeführerin glaubhaft dargelegt, dass der Beschwerdegegner sie mit einer gewissen Intensität und wiederholt verfolgt habe und sie auch in Zukunft Eingriffe in ihre physische, psychische und soziale Integrität befürchten müsse. Das dem Beschwerdegegner auferlegte und von diesem nicht beanstandete Annäherungsverbot von 200 Meter stelle bereits eine permanente Abstandshaltung sicher. Um zu verhindern, dass der Beschwerdegegner der Beschwerdeführerin vor ihrem Haus auflauere oder ihr Gegenstände hinterlegen könne, genüge ein Rayonverbot für die Wohnstrasse der Beschwerdeführerin, namentlich E.________strasse und F.________strasse. Ein Verbot für die ganze Gemeinde U.________ sei daher nicht verhältnismässig und die aufgezeigten milderen Massnahmen anzuordnen.