Citation: U 264/01 05.11.2002 E. 4

Streitig ist ausserdem, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Integritätsentschädigung hat. 4.1 Die Beurteilung des Integritätsschadens basiert auf dem medizinischen Befund. In einem ersten Schritt fällt es dem Arzt oder der Ärztin zu, sich unter Einbezug der in UVV, Anhang 3 und gegebenenfalls in den SUVA-Tabellen aufgeführten gesundheitlichen Beeinträchtigungen dazu zu äussern, ob und inwieweit ein Gesundheitsschaden vorliegt, welcher dem Typus von Verordnung, Anhang oder Weisung entspricht. Verwaltung und Gericht obliegt es danach, gestützt auf die ärztliche Befunderhebung die rechtliche Beurteilung vorzunehmen, ob ein Integritätsschaden gegeben ist, ob die Erheblichkeitsschwelle erreicht ist und, bejahendenfalls, welches Ausmass die Schädigung angenommen hat. Der Umstand, dass von den medizinischen Angaben auszugehen ist, ändert nichts daran, dass die Beurteilung des Vorliegens eines Integritätsschadens als Grundlage des gesetzlichen Leistungsanspruches letztlich Sache der Verwaltung, im Streitfall des Gerichts, und nicht des Arztes oder der Ärztin ist. Der Entscheidungsfreiheit von Verwaltung oder Gericht sind jedoch insofern Grenzen gesetzt, als dem nicht von ihnen zu erbringenden Einsatz medizinischen Wissens für die Anspruchsbeurteilung ein sehr hoher Stellenwert zukommt (nicht veröffentlichtes Urteil M. vom 15. Oktober 1999, U 235/98). 4.2 Das kantonale Gericht hat gestützt auf die entsprechende Aussage des SUVA-Kreisarztes Dr. med. T.________ (Bericht vom 31. Mai 1999) das Vorliegen der erforderlichen dauernden erheblichen Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität verneint. Dies ist nicht zu beanstanden. Dr. med. T.________ äusserte klar die Auffassung, ein medizinischer Befund, welcher einen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung begründen würde, sei nicht gegeben. Die Vorinstanz hatte keinen Anlass, an der Zuverlässigkeit dieser Beurteilung zu zweifeln, enthalten doch die Akten trotz zahlreicher vorgenommener Untersuchungen keine Grundlage für die Annahme, eine in Tabelle 7 der von der SUVA unter dem Titel "Integritätsentschädigung gemäss UVG" herausgegebenen Richtlinien erwähnte Wirbelsäulenaffektion sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gegeben.