Citation: 4P.76/2003 11.07.2003 E. A

Im Dezember 1991 begab sich A.________ (damals Delegierter des Verwaltungsrats der Y._______ [Schweiz] AG [Beschwerdegegnerin]) nach Budapest (Ungarn), um mit der Firma B.________ die Belieferung des ungarischen Marktes mit Autopneus aufzubauen. Dabei wurde A.________ von C.________ (Präsident der X._______ Finance AG [Beschwerdeführerin]) begleitet. Nach Rücksprache mit der Y._______ [Europe] S.A. teilte A.________ am 8. März 1992 C.________ mit, er könne der Beschwerdeführerin nunmehr die Bestätigung zugehen lassen, aus der sich ergebe, dass sie der Verkaufskanal für die Y._______ [Schweiz] AG und die Y._______ [Europe] S.A. für sämtliche Verkäufe an die B.________ sei. Dies bedeute jedoch nicht, dass sie für den gesamten Markt in Ungarn die Exklusivität habe. Vielmehr beschränke sich diese nur auf diesen einen Kunden. In der Folge bezog die B.________ über die Beschwerdeführerin im Jahr 1992 Autoreifen für ca. Fr. 2'300'000.-- und im Jahr 1993 für ca. Fr. 6'500'000.--. Am 20. Dezember 2003 teilte A.________ der Beschwerdeführerin unter Bezugnahme auf deren Bestellung vom 8. Dezember 1993 mit, sie könne nicht mehr beliefert werden, da die Bridgestone Japan bzw. die Y._______ [Europe] S.A. ein Exklusivabkommen mit der Firma D.________ & Co. für Osteuropa abgeschlossen habe. Mit Schreiben vom 5. Januar 1994 protestierte die Beschwerdeführerin gegen dieses Vorgehen. Sie forderte die Beschwerdegegnerin auf, den Lieferboykott aufzuheben und sie weiterhin gemäss Budget und Bestellungen zu beliefern oder über die Vertragsauflösung zu verhandeln bzw. sie für den erlittenen Schaden zu entschädigen.