Citation: 5A_759/2018 E. 2.3

2.3. Im Gutachten vom 3. Mai 2018 werden bei der Beschwerdeführerin psychische Störungen im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB (Demenz leichten Grades am ehesten gemischt degenerativer Genese [Differenzialdiagnose: Alkoholdemenz], schweres chronisches Alkoholabhängigkeitssyndrom mit zum Teil schweren Krankheitsepisoden und rezidiven Stürzen) sowie diverse somatische (teils aethyltoxisch bedingte) Beschwerden diagnostiziert (u.a. anhaltende neuropathische Schmerzstörung aufgrund einer Polyneuropathie, Leberzirrhose Child A). Das Gutachten stellt fest, es bestehe eine Selbstgefährdung (Rückfallgefahr mit massiven Alkoholintoxikationen und rezidiven Stürzen sowie akuter Eigengefährdung, Verwahrlosung mit Unterernährung sowie falscher Ernährung), sollte die Beschwerdeführerin nicht platziert werden. Die Experten führen einerseits aus, sie erachten eine stationäre Betreuung als indiziert, und andererseits, eine ambulante Behandlung mit Unterbringung in einer betreuten Wohnung sei ausreichend. In dieser Hinsicht lässt das Gutachten die notwendige Klarheit vermissen. Demgegenüber äussert sich der Überprüfungsbericht vom 16. Juli 2018 hierzu auf genügende Weise. Darin wird festgehalten, die im Gutachten beschriebene psychiatrische und somatische Situation habe sich nicht verbessert. Eine stationäre Betreuung in einer pflegerischen Institution mit Erfahrung in der Betreuung Demenzkranker sei notwendig; entsprechende Anmeldungen seien bereits erfolgt. Bei der Beschwerdeführerin bestehe keine Krankheitseinsicht. Sie benötige eine 24-Stunden-Betreuung, erkenne ihren Betreuungsbedarf aber nicht.