Citation: 2P.26/2007 28.06.2007 E. 2

2.1 Dem Beschwerdeführer wurde nach einer Stellvertretung im Schuljahr 1988/89 (18 Wochenlektionen) ab dem Schuljahr 1989/90 an der Bündner Frauenschule jedes Jahr eine unterschiedliche Anzahl Lektionen zugeteilt. Die einzelnen Lehraufträge umfassten zwischen 12 und 25,5 Lektionen. Die Bündner Frauenschule war als Dienststelle bzw. Verwaltungsabteilung Teil der kantonalen Verwaltung, weshalb die jährlichen Stundenzuteilungen bis zum Schuljahr 2002/2003 durch das zuständige Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement eröffnet wurden. Die Lehrbeauftragten der Frauenschule unterstanden damit bereits vor der Zusammenführung der kantonalen Personalverordnung. Die Anstellungsverhältnisse am Bildungszentrum (eine selbständige Anstalt des kantonalen öffentlichen Rechts) richten sich ebenfalls nach der kantonalen Personalverordnung (Art. 13 AGSG/GR); die an den zu integrierenden Schulen bestehenden Anstellungsverhältnisse waren bis 1. Januar 2004 neu zu begründen (Art. 23 Abs. 2 AGSG/GR). Im Falle des Beschwerdeführers ist dies mit dem öffentlich-rechtlichen Vertrag vom 18. Juni 2004 geschehen. Von der Anwendbarkeit der kantonalen Personalverordnung auf sein Anstellungsverhältnis geht auch der Beschwerdeführer aus, beruft er sich doch auf die willkürliche Nichteinhaltung der Kündigungsformen und -fristen gemäss Art. 8 ff. aPV/GR bzw. die Nichtanwendung der entsprechenden Bestimmungen betreffend den Kündigungsschutz. 2.2 Gemäss den gestützt auf Art. 2 Abs. 2 aPV/GR von der Bündner Regierung am 25. März 1996 erlassenen Ausführungsbestimmungen über die Anstellungsbedingungen der Lehrbeauftragten an der Bündner Kantonsschule, am Bündner Lehrerseminar und an der Bündner Frauenschule ist die Anstellungsdauer der Lehrbeauftragten an diesen Schulen auf ein Schuljahr befristet (Art. 2). Da Art. 2 Abs. 2 aPV/GR nur teilzeitliche Mitarbeiter erfasst, die auf "einer Stelle im Stellenplan angestellt sind" - was beim Beschwerdeführer nicht der Fall war (Vernehmlassung des Bildungszentrums S. 5) und von ihm auch nicht behauptet wird - finden die Ausführungsbestimmungen auf ihn keine direkte Anwendung; davon geht der Beschwerdeführer selber aus (Beschwerde S. 11 Ziff. 13). Die Möglichkeit der Befristung von kantonalen Angestellten ergibt sich hingegen aus Art. 2 Abs. 3 aPV/GR. Diese Bestimmung sieht vor, dass Aushilfen für eine Tätigkeit ausserhalb des Stellenplans teilzeitlich oder temporär angestellt werden können. Der Beschwerdeführer war somit während seiner jeweils befristeten Lehrbeauftragtentätigkeit sowohl an der Bündner Frauenschule als auch am Bildungszentrum als Aushilfe im Sinne von Art. 2 Abs. 3 aPV/GR teilzeitlich bzw. temporär angestellt (vgl. Vernehmlassung des Bildungszentrums, S. 5). Fest angestellt waren nur Mitarbeiter auf Stellen im Stellenplan (vgl. Aktennotiz des Erziehungsdepartements Graubünden vom 29. Oktober 2004). 2.3 Unter diesem Umständen durfte das Verwaltungsgericht ohne willkürliche Rechtsanwendung davon ausgehen, dass sowohl die Bündner Frauenschule als auch das Bildungszentrum auf der Grundlage des kantonalen Personalrechts mit dem Beschwerdeführer als Lehrbeauftragtem grundsätzlich jeweils auf ein Schuljahr befristete Arbeitsverträge abschliessen durften.