Citation: 6B_267/2023 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz verwirft die Behauptung des Beschwerdeführers, wonach er an C.________ vorbeigezielt habe. Auf der anderen Seite verneint sie aber auch einen direkten Tötungsvorsatz. Stattdessen geht sie zu Gunsten des Beschwerdeführers von Eventualvorsatz aus. Sie hält fest, der Beschwerdeführer habe auf den fliehenden C.________ geschossen und dabei nicht wissen können, wo sein Schuss einschlägt. Damit habe er einen tödlichen Treffer in Kauf genommen. Gemäss Vorinstanz ist plausibel, dass der Beschwerdeführer einzig aus verletztem Stolz und Rache gehandelt habe. Zudem sei aufgrund der objektiven Beweislage erwiesen, dass er mindestens seit dem 17. Mai 2019 die Konfrontation mit B.________ und C.________ gesucht habe. Doch lasse sich nicht mit letzter Sicherheit eruieren, weshalb er die beiden mit einer schussbereiten Waffe aufgesucht habe. Mit dieser Begründung verneint die Vorinstanz zu Gunsten des Beschwerdeführers eine besondere Skrupellosigkeit. Dass der Beschwerdeführer in Notwehr handelte, verwirft die Vorinstanz. Sie wertet seine diesbezüglichen Aussagen als "äusserst unglaubhaft" und hält fest, es bestünden keinerlei Anhaltspunkte, dass der fliehende C.________ zurückgeschaut hätte, rückwärts gelaufen wäre oder etwas aus seiner Seitentasche zu holen versucht hätte. Folgerichtig verneint die Vorinstanz eine rechtfertigende oder entschuldbare Notwehr.