Citation: 4A_35/2021 E. 3.4.5

3.4.5. Genügen die von der Partei, die einen Anspruch im Prozess geltend macht, gelieferten Angaben dem Anspruchsgegner nicht, um abzuschätzen, ob und in welchem Umfang der Anspruch tatsächlich besteht, muss aus der Erwiderung des Anspruchsgegners nicht nur ersichtlich werden, dass die entsprechenden Punkte umstritten sind, sondern auch, dass er für ein substanziiertes Bestreiten auf weitere Informationen angewiesen ist (Urteile des Bundesgerichts 4A_591/2012 vom 20. Februar 2013 E. 3.2 mit Hinweisen; 4A_9/2018 vom 31. Oktober 2018 E. 3.1 f. und 4.2.3) und welche diese sind. Denn die behauptungsbelastete Partei kann im Voraus nicht mit Sicherheit wissen, unter welchen Gesichtspunkten der Anspruchsgegner ihre Vorbringen bestreiten wird und über welche Informationen er bereits verfügt. Eine hinreichende Bestreitung lässt sie erkennen, welche ihrer Behauptungen sie weiter zu substanziieren und welche Behauptungen sie schliesslich zu beweisen hat (Urteil des Bundesgerichts 4A_225/2011 vom 15. Juli 2011 E. 2.3 mit Hinweis).