Citation: 8C_679/2021 E. 6.1

6.1. Nach der Verletzung seiner rechten Schulter vom 25. August 1999 war der Versicherte nie mehr ganz beschwerdefrei. Gemäss angefochtenem Urteil verkaufte er laut beweiskräftigem Abklärungsbericht Landwirtschaft vom 4. Oktober 2019 (nachfolgend: Abklärungsbericht) seinen früheren Landwirtschaftsbetrieb mit Mutterschweinehaltung samt Bauland 2011, um als Ersatzinvestition einen neuen Betrieb mit Pferdezucht und Pensionspferdehaltung (sowie etwas Ackerbau) zu erwerben und führen. Dies sei schon immer sein Steckenpferd gewesen. Seit 2012, spätestens 2013 sei der neue Betrieb im normalen Rahmen gelaufen. Anders als bei einem selbstständig Erwerbenden gebe es in der Landwirtschaft keine längere Aufbauphase. Die von einer professionellen Treuhandfirma fachmännisch erstellten Betriebsergebnisse zeigten ein schlüssiges und konsistentes Bild über die finanziellen Verhältnisse der letzten Jahre, so dass für die Bestimmung des (ohne Gesundheitsschaden erzielbaren) Valideneinkommens genügend verifizierbar darauf abzustellen sei. Für das hinsichtlich des Einkommensvergleichs massgebende Jahr des Rentenbeginns (2017) sei gestützt auf den Abklärungsbericht von einem Valideneinkommen von Fr. 35'547.- auszugehen. Seitens des Invalideneinkommens sei dem Beschwerdeführer demgegenüber - trotz seiner Gesundheitsschäden - in Verwertung einer leidensangepassten Tätigkeit auch unter Berücksichtigung einer zusätzlichen Leistungsminderung von 20% ab 1. Juni 2019 immer noch die Erzielung eines Jahreseinkommens von Fr. 53'954.- zumutbar. Mit Blick auf die Erwerbsbiographie stehe fest, dass der Beschwerdeführer die von 1986 bis 2003 ausgeübte unselbstständige Erwerbstätigkeit in der B.________ AG nicht aus finanziellen Gründen, sondern aus Leidenschaft für die Pferdehaltung aufgegeben habe. Laut Abklärungsbericht habe der Beschwerdeführer nach eigenen Angaben seinen 2011 erworbenen Landwirtschaftsbetrieb bereits etwa 2016 zum Verkauf ausgeschrieben, weil es ihm bewusst geworden sei, dass er den Betrieb so nicht weiterführen könne. Mit Blick auf die dem Beschwerdeführer obliegende Schadenminderungspflicht sei ihm die Aufgabe des Berufes als selbstständiger landwirtschaftlicher Unternehmer und der Wechsel in eine leidensangepasste Tätigkeit zumutbar. An einer solchen angepassten, auf dem ausgeglichen Arbeitsmarkt verfügbaren Arbeitsstelle vermöge er die ihm verbleibende Restarbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise erwerblich besser zu verwerten.