Citation: 1C_22/2020 E. 3.4

3.4. Zur von der Beschwerdeführerin beanstandeten Vorgehensweise der Gestaltungskommission lässt sich den Akten Folgendes entnehmen: An der Sitzung der Gestaltungskommission vom 30. Oktober 2012 wurde das Richtprojekt vorgestellt. Insbesondere die Randbebauung, die Nutzung des Zentrums und die dem Bergkamm angepasste Gesamtform wurde durch die Gestaltungskommission begrüsst. Der grosszügige Hofraum mit der Möglichkeit privater Gärten biete eine gute Wohn- und Lebensqualität. Gesamthaft werde eindeutig ein besseres Resultat erreicht als mit der Regelbauweise. Die Grossform eigne sich zur Schaffung von qualitativ sehr hochwertigem Wohnraum mit hoher Freiraumqualität im grossen Innenhof und einem differenzierten Umgang mit der Abgrenzung von privaten und öffentlichen Bereichen. Angeregt wurde, die Gestaltung der Gebäudeenden, der Fassaden und des Raums zur Strasse zu überdenken. Fünf Geschosse (gegenüber dem Fachmarktcenter) wirkten besser als sechs. Am 9. Januar 2013 fand eine Sitzung der Bauherrschaft, der Architekten, der Landschaftsarchitekten und der zwei das Projekt begleitenden Mitglieder der Gestaltungskommission statt. Dabei wurde durch die Architekten erläutert, wie das Projekt aufgrund der Ausführungen der Gestaltungskommission vom 30. Oktober 2012 überarbeitet wurde. Neu waren danach fünf Vollgeschosse gegen den Kreisel, eine leichte Verschiebung der Gebäudevolumina und leicht veränderte Gebäudeecken geplant. Die Vertreter der Gestaltungskommission würdigten das Projekt insgesamt lobend und wiesen darauf hin, dass offene Detailfragen im Rahmen des Bauprojekts beantwortet werden könnten. Im Mitwirkungsbericht der kommunalen Abteilung Bau und Umwelt vom 17. April 2013 wurde das Protokoll der Gestaltungskommission vom 30. Oktober 2012 fast wörtlich übernommen, aber etwas umstrukturiert. Hingegen fanden das Protokoll der Sitzung vom 9. Januar 2013 und die dort dargestellten Änderungen keinen Eingang in den Mitwirkungsbericht. Da die Gemeindeversammlung beim Erlass des Überbauungsplans die maximale Vollgeschosszahl im Baubereich A1 von fünf auf vier Geschosse reduziert hatte, sah sich die Gestaltungskommission in ihrer Sitzung vom 2. Februar 2017 dazu veranlasst, die Protokolle vom 30. Oktober 2012 und vom 9. Januar 2013 mit folgendem Zusatz zu ergänzen: "Die Gestaltungskommission hat von den von der Gemeindeversammlung am Überbauungsplan vorgenommenen Änderungen Kenntnis genommen. Diese Änderungen sind ohne Einfluss auf die positive Beurteilung des Überbauungsplanes durch die Gestaltungskommission."