Citation: U 405/04 20.04.2005 E. 4

4.1 Bei der Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs ist an das Unfallereignis anzuknüpfen. Die Auffahrkollision vom 16. April 2001 ist aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufes und der erlittenen Verletzungen im Lichte der Rechtsprechung (siehe RKUV 2003 Nr. U 489 S. 360 Erw. 4.2 mit Hinweisen; vgl. auch die von Urs Müller, Die Rechtsprechung des EVG zum adäquaten Kausalzusammenhang beim Schleudertrauma, in: SZS 2001 S. 434 ff., namentlich auch S. 441, erwähnten Präjudizien) als mittlerer Unfall einzustufen. Ein Grenzfall zu den schweren Unfällen oder gar ein solcher liegt entgegen der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vertretenen Auffassung trotz des heftigen Aufpralles des nachfolgenden Fahrzeuges nicht vor. Dagegen spricht unter anderem auch, dass der Versicherte gemäss den polizeilich protokollierten Zeugenaussagen nach dem Ereignis in der Lage war, aus dem Auto auszusteigen und mit dem Unfallgegner zu disputieren. Er bedurfte zudem erst anderntags ärztlicher Betreuung. 4.2 Von den weiteren, objektiv fassbaren und unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehenden oder als Folge davon erscheinenden Umständen, welche als massgebende Kriterien in die Gesamtwürdigung einzubeziehen sind (BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa), müssten demnach für eine Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges entweder ein einzelner in besonders ausgeprägter Weise oder aber mehrere in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sein (BGE 115 V 140 Erw. 6c/bb). Dies trifft, wie das kantonale Gericht im angefochtenen Entscheid einlässlich dargelegt hat, nicht zu. Die Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde führen zu keinem anderen Ergebnis: Verletzungen, welche aufgrund ihrer Schwere oder besonderen Art erfahrungsgemäss geeignet wären, psychische Fehlentwicklungen auszulösen, hat der Versicherte nicht erlitten. Dies gilt auch unter Berücksichtigung der - im Übrigen auf sehr diskutabler Grundlage erfolgten - Erwähnung einer wahrscheinlichen milden traumatischen Hirnverletzung durch einen Arzt. Sodann sind die physischen Beschwerden höchstens in einem zeitlich eng beschränkten Rahmen für die notwendige ärztliche Behandlung verantwortlich zu machen. Gleiches gilt in Bezug auf die nach dem Unfallereignis eingetretene, anhaltende Arbeitsunfähigkeit, welche daher als massgebendes Adäquanzkriterium ebenfalls nicht berücksichtigt werden kann. Hieran ändert nichts, dass die SUVA bis Ende März 2003 Heilbehandlung gewährt und ein Taggeld ausgerichtet hat (vgl. BGE 130 V 384 Erw. 2.3.1). Selbst wenn schliesslich das als Letztes geltend gemachte Kriterium der körperlichen Dauerschmerzen mit Blick auf die geklagten persistierenden Kopf- und Nackenschmerzen bejaht werden könnte, wäre dies jedenfalls nicht in besonders ausgeprägter Weise der Fall. Unfallversicherer und Vorinstanz haben die Adäquanz somit zu Recht verneint. Es kann im Übrigen auf die einlässlichen Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden. 4.3 Darin wird auch zutreffend und ohne dass hiegegen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde Einwände erhoben würden, eine für den streitigen Leistungsanspruch relevante Bedeutung der mehreren weiteren ebenfalls bei der SUVA versicherten Unfälle aus den Jahren 1986 bis 1996 sowie vom 4. September 2002 verneint. Von weiteren Beweismassnahmen ist kein entscheidrelevanter neuer Aufschluss zu erwarten, weshalb das kantonale Gericht richtigerweise davon abgesehen hat (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 94 Erw. 4b; RKUV 2003 Nr. U 473 S. 50 Erw. 3.4, 2002 Nr. U 469 S. 527 Erw. 2c.). Zu keinem anderen Ergebnis führt schliesslich die Zusprechung einer ganzen Rente der Invalidenversicherung, waren doch hiebei die kausalen Zusammenhänge, deren Dahinfallen einen weiteren unfallversicherungsrechtlichen Leistungsanspruch ausschliesst, nicht massgebend.