Citation: 5A_658/2014 E. 6.4

6.4. Die Beschwerdeführer beklagen sich auch über die Art und Weise, wie das Handelsgericht das Novenrecht handhabt. Sie werfen der Vorinstanz vor, auf "sämtliche Sachvorbringen" in ihrer Noveneingabe vom 10. Februar 2012, in ihrer Stellungnahme vom 24. April 2012 zur Eingabe der Beschwerdegegnerinnen betreffend die Noveneingabe vom 10. Februar 2012 sowie in ihrer Stellungnahme vom 24. April 2012 zur Duplik der Beschwerdegegnerinnen vom 17. Februar 2012 überhaupt nicht einzutreten. Das Handelsgericht äussert sich lediglich zur zuletzt erwähnten Eingabe. Es verweist auf die Verfügung des Instruktionsrichters vom 6. März 2012. Daraus gehe klar hervor, dass die Beschwerdeführer eingeladen wurden, nur zu den Dupliknoven Stellung zu nehmen, nicht jedoch ihre zuvor aufgestellten Behauptungen nachzusubstanziieren. Solche Behauptungen seien verspätet und daher als nicht in den Prozess eingebracht zu behandeln. Dass das Handelsgericht das Novenrecht damit vom Prinzip her in bundesrechtswidriger Weise angewendet hätte, behaupten die Beschwerdeführer nicht. Sie machen lediglich geltend, ihre Vorbringen in der fraglichen Eingabe seien durch das Verhalten der Beschwerdegegnerinnen erst veranlasst worden und beträfen substanziierte Gegenbehauptungen zu Behauptungen, welche die Beschwerdegegnerinnen erst in der Duplik in bestreitbarer Form aufgestellt hätten. Dass das Handelsgericht neue tatsächliche Vorbringen von vornherein nicht zugelassen hätte, lässt sich dem angefochtenen Entscheid jedoch nicht entnehmen.