Citation: 6B_370/2020 E. 1.4.4

1.4.4. Schliesslich bestreitet der Beschwerdeführer die natürliche Kausalität seines Verhaltens für das Herunterfallen der Eier und die in diesem Zusammenhang stehende Erkenntnis der Vorinstanz, dass die Saatkrähen die eigenen Eier und Nester zerstört hätten, weil sie nach ihrer Rückkehr gemerkt hätten, dass sich bei den Nestern etwas verändert habe. Der Beschwerdeführer rügt zutreffend, dass diese vorinstanzliche Würdigung blosse Spekulation ist. Mit der Mutmassung des Wildhüters, es könnte so gewesen sein, lässt sich eine solche Annahme nicht erhärten, zumal keine Beobachtungen oder andere objektivierbaren Hinweise auf ein Verhalten der Saatkrähen schliessen lassen, wonach diese ihre Brut selbst zerstört hätten. Dabei konnte die Vorinstanz in zeitlicher Hinsicht auch nicht feststellen, wann die Eier vom Baum gefallen sind. Dass der Wildhüter ca. 19 Stunden nach dem Entfernen der Nester durch den Beschwerdeführer Teile von Nestern und Eierschalen am Boden fand, lässt sich nicht zweifelsfrei auf das Verhalten des Beschwerdeführers zurückführen. Nichtsdestotrotz hat die Vorinstanz willkürfrei festgestellt, das Verhalten des Beschwerdeführers in Kombination mit dem verursachten Lärm habe die Saatkrähen aufgeschreckt. Dass die brütenden Saatkrähen aufgeschreckt wurden, genügt für die Erfüllung des objektiven Tatbestands. Insoweit ändert die Spekulation der Vorinstanz zum Grund für die sich am Boden befindlichen Eier im Ergebnis nichts an der Strafbarkeit des Verhaltens des Beschwerdeführers. Soweit der Beschwerdeführer im Übrigen frei und ohne konkreten Bezug auf die Erwägungen des angefochtenen Urteils seine Sicht der Dinge schildert, übt er sich in appellatorischer Kritik. Darauf tritt das Bundesgericht nicht ein (vgl. BGE 146 IV 114 E. 2.1 mit Hinweisen).