Citation: 4A_284/2018 E. 4.5

4.5. Soweit der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit der Frage der Wahl von F.________ als Interimspräsident am Kongress vom 17. Juli 2015 eine weitere Gehörsverletzung darin erblicken will, dass massgebliche Vorbringen hinsichtlich der Anzahl der Delegierten in den beiden parallelen Versammlungen übergangen worden seien, kann ihm nicht gefolgt werden. Zunächst verkennt er, dass das Schiedsgericht davon ausging, dass er nach dem erfolgten Rücktritt im fraglichen Zeitpunkt (d.h. am 17. Juli 2015) keinen Kongress der IFAF mehr leiten konnte, weshalb die von ihm geleitete Versammlung von vornherein keine für die IFAF wirksamen Beschlüsse habe treffen können. Auf die Anzahl der Delegierten, die an dem von ihm angeführten Kongress teilnahmen, kam es daher nicht an, weshalb die entsprechenden Vorbringen ins Leere stossen. Soweit der Beschwerdeführer die Feststellungen des Schiedsgerichts hinsichtlich der an der Wahl von F.________ beteiligten Delegierten in Frage stellt, kritisiert er lediglich in unzulässiger Weise die schiedsgerichtliche Beweiswürdigung sowie die Erwägungen zur Beweislastverteilung. Abgesehen davon lässt er ausser Acht, dass es sich bei den Erwägungen im angefochtenen Entscheid zur Frage des Quorums lediglich um eine Eventualbegründung handelte, ging das Schiedsgericht doch in erster Linie davon aus, dass keine qualifizierte Mehrheit erforderlich sei, sondern nach den Statuten eine Mehrheit der abgegebenen Stimmen ausreiche. Ebenso wenig zeigt der Beschwerdeführer eine Gehörsverletzung auf im Zusammenhang mit seinem Einwand, der IFAF-Kongress vom 17. Juli 2015 hätte von F.________ und nicht von den Herren G.________ und/oder E.________ eröffnet und geleitet werden müssen. Er verkennt, dass sich das Schiedsgericht nicht ausdrücklich mit jedem einzelnen Vorbringen der Parteien auseinandersetzen muss. Indem der Beschwerdeführer vor Bundesgericht einmal mehr vorbringt, die Wahl von F.________ sei ungültig, weil er laut den anwendbaren Statuten mindestens 60 Tage im voraus hätte nominiert werden müssen, übt er unzulässige inhaltliche Kritik am angefochtenen Schiedsentscheid, in dem der entsprechende Einwand als unbegründet erachtet wurde. Er zeigt keinen in Art. 190 Abs. 2 IPRG vorgesehenen Beschwerdegrund auf, indem er die schiedsgerichtliche Erwägung als "nachweislich falsch und vollständig willkürlich" bezeichnet. Im Übrigen setzte sich das Schiedsgericht auch eingehend mit der Frage auseinander, ob der Beschwerdegegner 6 gültig als IFAF-Präsident gewählt wurde. Der Beschwerdeführer anerkennt in seiner Beschwerdeeingabe selber, dass das Schiedsgericht den Einwand der fehlenden Vertretungsbefugnis der Delegierten am 17. September 2016 in seinem Schiedsentscheid ausdrücklich erwähnte. Er verkennt auch in diesem Zusammenhang, dass sich das Schiedsgericht nicht ausdrücklich mit jedem einzelnen Vorbringen auseinandersetzen muss, um den Gehörsanspruch der Parteien zu wahren. Dies gilt auch für sein Vorbringen in der Klageantwort, wonach es sich beim Nationalverband von Kenia nicht um ein stimmberechtigtes Mitglied gehandelt habe. Abgesehen davon zeigt der Beschwerdeführer nicht auf, inwiefern diese einzelne Stimme einen Einfluss auf die Gültigkeit der erfolgten Wahl gehabt hätte.