Citation: 1C_362/2021 E. 4.1

4.1. Das kantonale Recht normiert den Quartierplan in den Art. 51 ff. KRG/GR sowie Art. 16 ff. KRVO/GR. Quartierpläne regeln im Rahmen der Grundordnung die Gestaltung und Erschliessung von Bauzonen mit Folgeplanung oder von weiteren Teilgebieten der Bauzone im Detail (Art. 51 Abs. 1 Satz 1 KRG/GR). Das Planungsgebiet kann ausnahmsweise auf Grundstücke ausserhalb der Bauzonen ausgedehnt werden, falls die Planung dies erfordert (Art 51 Abs. 1 Satz 2 KRG/GR). Quartierpläne gemäss KRG/GR und KRVO/GR sind Bestandteil der Nutzungsplanung im Sinne von Art. 14 ff. RPG (SR 700). Das Quartierplanverfahren gliedert sich nach kantonalem Recht in mehrere Abschnitte. Beim amtlichen Quartierplanverfahren ist zunächst über die Einleitung zu beschliessen (vgl. Art. 16 KRVO/GR i.V.m. Art. 53 KRG/GR). Der Gemeindevorstand gibt die Absicht zur Einleitung einer Quartierplanung unter Hinweis auf den Zweck der Planung und die Durchführung einer allfälligen Landumlegung bekannt und legt den Plan mit der vorgesehenen Abgrenzung des Planungsgebietes öffentlich auf (Art. 16 Abs. 1 KRVO/GR). Während der öffentlichen Auflage kann beim Gemeindevorstand gegen die beabsichtigte Einleitung des Verfahrens und die Abgrenzung des Planungsgebietes Einsprache erhoben werden. Einwendungen gegen das Verfahren an sich und das Planungsgebiet können im weiteren Verfahren nicht mehr erhoben werden (Art. 16 Abs. 2 und 3 KRVO/GR). Nach Abschluss des Auflageverfahrens erlässt der Gemeindevorstand den Einleitungsbeschluss (Art. 16 Abs. 4 KRVO/GR). Erst nach Rechtskraft des Einleitungsbeschlusses wird der Quartierplan erarbeitet und beschlossen (Art. 17 ff. KRVO/GR).