Citation: 5A_303/2021 E. 3.2

3.2. Mit Blick auf diese Rechtslage überzeugt das Vorbringen des Beschwerdeführers von vornherein nicht, eine Revision des Scheidungsurteils vom 6. Oktober 2015 komme nicht in Betracht, weil die Beschwerdegegnerin "als anwaltlich vertretene Prozesspartei in ihrem Scheidungsverfahren [...] die Konvention als verfahrensbeendende[r] Vergleich unterzeichnet und damit diesen einem Revisionsverfahren entzogen" habe. Die mit anwaltlicher Unterstützung geschlossene Scheidungskonvention sei vom Gericht zum Urteil erhoben worden. Über das Ehegüterrecht habe unter den Parteien Einigung bestanden und es sei "eine verfahrensbeendende Dispositionsakte abgeschlossen" worden. "Gegen solche können die Revisionsgründe von Art. 328 ZPO nicht angerufen werden". Dem Kantonsgericht kann mithin keine Bundesrechtsverletzung vorgeworfen werden, weil es das Vorliegen eines Revisionsgrundes prüfte. In demselben Abschnitt der Beschwerdeschrift führt der Beschwerdeführer mit einiger Widersprüchlichkeit freilich ebenfalls aus, die Unwirksamkeit des Vergleichs zufolge Willensmängel könne zwar zu einer revisionsweisen Aufhebung des Scheidungsurteils führen, die kantonalen Instanzen hätten indes "zivilrechtlich unwirksame Parteierklärungen [...] nicht plausibel" darlegen können. Ob die Vorinstanz die Revision zu Recht zugelassen hat, ist nachfolgend zu prüfen.