Citation: 2C_361/2022 E. 6.3

6.3. Vorliegend befand sich der Beschwerdeführer im Zeitraum vom 3. September bis 21. Oktober 2020 widerrechtlich in Ausschaffungshaft (vorstehende E. 5.3). Bei einem konventionswidrigen Freiheitsentzug nach Art. 5 Abs. 1 lit. f EMRK von knapp 50 Tagen ist gestützt auf die Praxis des Bundesgerichts sowie gestützt auf die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (vorstehende E. 6.1 f.) ohne Weiteres von einem immateriellen Schaden auszugehen, der geldwerte Genugtuungsansprüche begründet. Die Auffassung der Vorinstanz, die notwendige Schwere des vom Beschwerdeführer geltend gemachten immateriellen Schadens sei nicht nachgewiesen, erweist sich folglich als unzutreffend.