Citation: 2C_832/2010 02.02.2011 E. 2.2

2.2.1 Gerügt werden kann indessen nur die Verletzung verfassungsmässiger Rechte (Art. 98 BGG). Das Bundesgericht prüft entsprechende Vorbringen bloss, soweit der Beschwerdeführer diese hinreichend begründet, d.h. klar und, falls möglich, belegt dartut (Art. 42 und Art. 106 Abs. 2 BGG). Auf rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein. Behauptet der Beschwerdeführer der kantonale Entscheid sei willkürlich, muss er darlegen, dass und inwiefern dieser offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 134 II 349 E. 3; 134 I 83 E. 3.2 S. 88). Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe den Sachverhalt falsch festgestellt, legt aber in diesem Zusammenhang keine Verfassungsverletzung dar. Seine Ausführungen beschränken sich in rein appellatorischer Kritik am angefochtenen Entscheid; er stellt lediglich seine Sichtweise jener des Appellationsgerichts gegenüber, ohne sich im Einzelnen mit dessen Ausführungen zu seinen Einwänden auseinanderzusetzen und aufzuzeigen, inwiefern dessen Feststellungen offensichtlich unhaltbar wären. In der Sache selber macht er nicht geltend, dass und inwiefern der Entscheid der Vorinstanz gegen das Willkürverbot (Art. 9 BV) verstossen würde. 2.2.2 Soweit er das Verhältnismässigkeitsgebot gemäss Art. 5 Abs. 2 BV anruft, verkennt er, dass es sich hierbei nicht um ein eigenständiges verfassungsmässiges Recht handelt. Das Bundesgericht schreitet wegen Verletzung des Verhältnismässigkeitsgebots nur ein, wenn die kantonalrechtliche Anordnung offensichtlich unverhältnismässig ist und damit gleichzeitig gegen das Willkürverbot verstösst (Art. 98 BGG), was wiederum rechtsgenügend gerügt werden muss. Soweit der Beschwerdeführer sich auf Art. 11 BV beruft, verkennt er, dass auch diese Bestimmung kein verfassungsmässiges Recht darstellt: Nach Art. 11 BV haben Kinder und Jugendliche zwar Anspruch auf besonderen Schutz ihrer Unversehrtheit und auf Förderung ihrer Entwicklung; diese Bestimmung ist jedoch programmatischer Natur und begründet keinen unmittelbaren Anspruch auf die Erteilung einer ausländerrechtlichen Bewilligung (vgl. BGE 126 II 377 ff.) oder auf einen Verbleib im Land. Die entsprechenden Vorgaben sind jedoch bei der Interessenabwägung nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK (bzw. Art. 13 BV) zu berücksichtigen (BGE 135 I 153 E. 2.2.2). 2.2.3 Der Beschwerdeführer beruft sich zwar auch auf Art. 8 EMRK. Er legt indessen nicht dar, inwiefern das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens verletzt wird, wenn er den Ausgang des Rechtsmittelverfahrens gegen den Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung in der Heimat abwarten muss, wo er noch über Angehörige verfügt. Seine Frau und seine Kinder haben die gleiche Staatsbürgerschaft wie er und können ihm gegebenenfalls in ihre Heimat folgen. Im Übrigen ist es möglich, die familiären Beziehungen für die Dauer des Verfahrens auch über die Landesgrenzen hinweg zu pflegen (Post, Telefon, Internet); selbst punktuelle wechselseitige Besuche sind nicht ausgeschlossen. Dies ist der Familie mit Blick auf das Alter der Kinder auch bei Berücksichtigung von deren Interessen zumutbar. Sollte das Widerrufsverfahren zugunsten des Beschwerdeführers ausgehen, könnte er wieder in die Schweiz zu seinen Angehörigen reisen, sollten diese ihm in der Zwischenzeit nicht in die gemeinsame Heimat nachfolgen wollen. Zurzeit arbeitet der Beschwerdeführer in der Firma eines Angehörigen, der selber in das Tötungsdelikt verwickelt war. Er legt nicht dar, weshalb er bei einer Gutheissung seiner Beschwerde nicht wieder dort arbeiten könnte und ihm damit diesbezüglich ein relevanter Nachteil drohte.