Citation: 9C_646/2016 E. 4.2.1

4.2.1. Dies gilt namentlich in Bezug auf die von der Vorinstanz als schlüssig und damit vollumfänglich beweiskräftig eingestuften Ausführungen im psychiatrischen Teilgutachten der MEDAS. Dass die behandelnde Ärztin Frau Dr. med. B.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, die Arbeits- und Leistungsunfähigkeit der Beschwerdeführerin - etwa im Rahmen ihrer Berichterstattung vom 24. Oktober 2013 - höher einschätzt, hat, wie durch das kantonale Gericht u.a. unter Hinweis auf die Stellungnahme des RAD vom 15. Juli 2014 zutreffend erkannt wurde, auf die Massgeblichkeit des Gutachtens keinen Einfluss. Während der psychiatrische Begutachter die gestellten Diagnosen und das formulierte Zumutbarkeitsprofil ausführlich begründet hat, wurde in den Berichten der Frau Dr. med. B.________ nicht näher erläutert, weshalb trotz grundsätzlich guter Prognose und festgestellter Verbesserung der psychischen Situation ab 2013 immer noch von einer erheblichen Einschränkung der Leistungskapazität auszugehen sein sollte. Zum andern ist in diesem Zusammenhang auf die bereits im angefochtenen Entscheid erwähnte Erfahrungstatsache hinzuweisen, wonach behandelnde Arztpersonen bzw. Therapiekräfte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5 S. 470 f. mit Hinweis). Wohl kann die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Behandlung oft wertvolle Erkenntnisse zeitigen; doch lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-) Person einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4 S. 175) nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen bzw. Therapiekräfte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil diese wichtige - und nicht rein subjektiver Interpretation entspringende - Aspekte benennen, die bei der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil 8C_677/2014 vom 29. Oktober 2014 E. 7.2 mit Hinweisen). Derartige Aspekte sind aus den Angaben der Frau Dr. med. B.________ nicht ersichtlich und werden auch nicht substanziiert aufgezeigt.