Citation: I 72/00 11.09.2000 E. 3

3.- Zu Recht beanstandet die Beschwerdeführerin die von der Vorinstanz ohne weiteres übernommene Ermittlung des Invaliditätsgrades durch die Verwaltung. Sowohl in der Verfügung vom 11. August 1999 als auch im angefochtenen Entscheid fehlen jegliche Angaben zum Invaliden- und Valideneinkommen. Die Verwaltung hat offensichtlich, ohne einen rechtsgenüglichen Einkommensvergleich durchzuführen (vgl. Erw. 1), von der medizinischen Arbeitsunfähigkeit direkt auf den Invaliditätsgrad geschlossen, was nicht zulässig ist (vgl. BGE 114 V 314 Erw. 3c). Daran ändert nichts der von der Vorinstanz in der Vernehmlassung vom 4. Februar 2000 vorgenommene Einkommensvergleich, basiert doch dieser beim Invalideneinkommen auf den Lohnangaben der früheren Arbeitgeberin. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin kann der Einkommensvergleich vom Eidgenössischen Versicherungsgericht im letztinstanzlichen Verfahren nicht nachgeholt werden, da die Akten mit Ausnahme des von der ehemaligen Arbeitgeberin am 27. Januar 1997 ausgefüllten Fragebogens für den Arbeitgeber keinerlei Unterlagen zum Validen- und Invalideneinkommen enthalten. Die IV-Stelle, an welche die Sache nach dem Gesagten zurückzuweisen ist, wird die zur Durchführung eines Einkommensvergleichs erforderlichen Abklärungen zu treffen haben und danach, ausgehend von einem 50-prozentigen Leistungsvermögen im kaufmännischen Bereich oder im Verkauf, den Invaliditätsgrad festlegen und über den Rentenanspruch neu befinden. Bei dieser Gelegenheit wird sie auch die zwar unbestrittene prozentuale Aufteilung der Bereiche Erwerbstätigkeit und Haushaltführung (vgl. Erw. 2) überprüfen, geht doch aus den Akten hervor, dass sich die Beschwerdeführerin intensiv um die Pflege ihres zu 90 % erblindeten Ehemannes kümmert. Damit stellt sich zwangsläufig die Frage, ob die Versicherte auch im Gesundheitsfall ihre ausserhäusliche Erwerbstätigkeit aus invaliditätsfremden Gründen weiter und gegebenenfalls in welchem Umfang reduziert hätte, wozu die IV-Stelle die erforderlichen Abklärungen zu treffen hat.