Citation: 5A_35/2024 E. 3.2.3

3.2.3. Zu welchem Zeitpunkt das Kind über die rechtsgenügliche Kenntnis der Vaterschaft bzw. des Abstammungsverhältnisses ( dazu E. 3.2) verfügt, hängt wiederum von den Umständen des Einzelfalls ab. So erachtete das Bundesgericht die Vaterschaft spätestens ab jenem Moment als rechtsgenüglich bekannt, als die ausserehelich geborene Tochter den mutmasslichen Vater zum ersten Mal getroffen hatte, wobei dieser seine Vaterschaft nie bestritt (zit. Urteil 5A_423/2016 E. 5.1.1 und Sachverhalt Bst. A.b). In einer Konstellation, in welcher die Erben des bereits verstorbenen mutmasslichen Vaters die Nachkommenschaft bestritten hatten, erwog das Bundesgericht, das Kind habe die Identität seines Erzeugers erst gekannt, nachdem eine DNA-Analyse durchgeführt worden war (Urteil 5A_518/2011 vom 22. November 2012 E. 4.4).