Citation: 5A_947/2023 E. 4

Ausgehend von diesen Feststellungen legt die Beschwerdeführerin nicht dar, inwiefern das Kantonsgericht Recht verletzt, insbesondere Art. 307 Abs. 3 ZGB falsch angewandt haben soll. Primär beruft sie sich auf ihre persönliche Freiheit und macht eine Verletzung von Art. 10 BV geltend. Dabei übersieht sie, dass mit der elterlichen Verantwortung zwangsläufig eine Beschränkung eigener Grundrechte einhergeht und dass rechtsprechungsgemäss persönliche Bedürfnisse vor dem Kindeswohl zurückzutreten haben (BGE 131 III 209 E. 5; 142 III 612 E. 4.2). Soweit sie im Zusammenhang mit dem Besuchsrecht eine Verletzung von Art. 8 BV geltend macht, weil sich der Vater finanziell nicht am Kindesunterhalt beteilige, steht dies ausserhalb des möglichen Anfechtungsgegenstandes, der inhaltlich durch den angefochtenen Entscheid begrenzt wird (BGE 136 II 457 E. 4.2; 136 V 362 E. 3.4.2; 142 I 155 E. 4.4.2). Wenn sie geltend macht, das verfassungsmässig garantierte Recht auf Familie werde in Bezug auf ihren jüngsten Sohn F.________ (Halbbruder von C.________, D.________ und E.________) verletzt, wenn sie ihn nicht mehr in die Dominikanische Republik begleiten könne, weil er viel zu jung sei, um alleine zu reisen, so scheint es sich um ein neues und damit unzulässiges Vorbringen zu handeln (Art. 99 Abs. 1 BGG). Im angefochtenen Entscheid finden sich jedenfalls nirgends Feststellungen zu den familiären Beziehungen von F.________ in der Dominikanischen Republik und ob ein dortiger Vater ihn nicht auch in der Schweiz besuchen könnte. Ohnehin wäre aber das Vorbringen nicht geeignet, in Bezug auf die drei Kinder, um welche es vorliegend geht, eine Verletzung von Art. 307 Abs. 3 ZGB darzutun, indem nicht ihr Wohl die Leitmaxime hätte bilden dürfen, sondern stattdessen auf allfällige persönliche Bedürfnisse der Beschwerdeführerin oder des Halbbruders abzustellen gewesen wäre. An der Sache vorbei geht schliesslich, wenn die Beschwerdeführerin zum einen eine "Überbestrafung" wegen fehlender zeitlicher Beschränkung der Massnahme und zum anderen gewissermassen eine Verletzung des "Doppelbestrafungsverbotes" rügen will mit dem Vorbringen, wenn sie sich das Homeschooling nicht habe bewilligen lassen, so sehe das Gesetz hierfür eine Busse vor, die sie denn auch erhalten habe: Bei der in Bezug auf die Kinder verfügten Ausreise- und Passsperre geht es nicht um eine Strafe für die Beschwerdeführerin, sondern um eine Massnahme zum Schutz der Kinder, welche auf Art. 307 Abs. 3 ZGB und damit auf Zivilrecht basiert.