Citation: 4A_6/2022 E. 3.5.3

3.5.3. Im Urteil 9C_21/2019 vom 10. April 2019 befasste sich das Bundesgericht mit den sozialversicherungsrechtlichen Folgen des Verkehrsunfalls, aus dem der Beschwerdeführer hier zivilrechtliche Ansprüche geltend macht. Im Jahr 2013 war ein Revisionsverfahren eingeleitet worden. Die zuständige IV-Stelle tätigte weitere Abklärungen und veranlasste eine polydisziplinäre Begutachtung des Beschwerdeführers. Wegen des Verdachts eines ungerechtfertigten Leistungsbezugs führte die IV-Stelle am 10. und 29. März 2016 eine Beweissicherung vor Ort durch. Anschliessend liess sie den Beschwerdeführer vom 20. April bis 11. August 2016 observieren. Gestützt auf die Überwachungsergebnisse wurde seine Rente am 3. Oktober 2016 sofort sistiert. Am 7. Februar 2017 stellte die IV-Stelle die Invalidenrente mittels prozessualer Revision rückwirkend per 1. Juli 2005 ein. Die dagegen gerichteten Rechtsmittel des Beschwerdeführers wiesen das Versicherungsgericht des Kantons Aargau und das Bundesgericht ab. Dem erwähnten Urteil 9C_21/2019 ist zu entnehmen, dass in somatischer Hinsicht spätestens seit April 2005 eine volle Arbeitsfähigkeit bestanden habe. In psychiatrischer Hinsicht sei das Verhalten des Beschwerdeführers simuliert. Seine Beeinträchtigungen und Leistungseinschränkungen beruhten auf einer lege artis diagnostizierten Simulation, weshalb keine versicherte Gesundheitsschädigung zu erblicken sei (vgl. zit. Urteil 9C_21/2019 E. 4-6).