Citation: 5A_838/2019 E. 3

Die Beschwerdeführerin rügt an 18 Stellen in ihrer Beschwerde eine Verletzung der Begründungspflicht als Teilgehalt ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV bzw. Art. 53 Abs. 1 ZPO). Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör fliesst die Pflicht, einen Entscheid so abzufassen, dass der Betroffene ihn gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Daher müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich das Gericht hat leiten lassen und auf welche sich sein Entscheid stützt. Dabei ist nicht erforderlich, dass es sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann es sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Um den Vorgaben von Art. 53 ZPO, Art. 29 Abs. 2 BV oder Art. 6 Ziff. 1 EMRK zu genügen, muss die Begründung so abgefasst sein, dass sich die betroffene Person über die Tragweite des angefochtenen Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. Zu begründen ist das Ergebnis des Entscheides, das im Urteilsspruch zum Ausdruck kommt und das allein die Rechtsstellung der betroffenen Person berührt. Die Begründung ist also nicht an sich selbst, sondern am Rechtsspruch zu messen (zum Ganzen: BGE 145 III 324 E. 6.1; 143 III 65 E. 5.2; je mit Hinweisen). Im konkreten Fall ergibt sich aus den vorinstanzlichen Erwägungen sehr wohl, welche Überlegungen das Obergericht angestellt hat, um zu seinem im Dispositiv ausgewiesenen Ergebnis zu gelangen. Wie die nachfolgenden Erwägungen aufzeigen, konnte die Beschwerdeführerin den Entscheid auch sachgerecht anfechten. Der Vorwurf der Verletzung der Begründungspflicht ist unbegründet. Soweit die Beschwerdeführerin dem Obergericht vorwirft, seinen Entscheid nicht auf nachvollziehbare Weise zu begründen, läuft die Rüge auf die Geltendmachung einer Rechtsverletzung hinaus, die als solche zu beanstanden ist.