Citation: 9C_729/2023 E. 1.1

1.1. Die A.________ AG, die ihren Sitz seit dem 6. April 2020 in T.________/TG hat (davor in U.________/AR), besass im Steuerjahr 2019 gemäss der Steuerausscheidung des Kantons Appenzell Ausserrhoden nebst Liegenschaften in U.________, V.________ und W.________ auch solche im Kanton Thurgau (in X.________, Y.________ und Z.________) und war daher dort beschränkt steuerpflichtig. Da die A.________ AG ihre Steuererklärung für die Steuerperiode 2019 nicht fristgerecht eingereicht hatte, wurde sie am 12. August 2020 durch die Steuerverwaltung des Kantons Thurgau (nachfolgend: Steuerverwaltung) gemahnt. Ein am 30. September 2021 gestelltes Fristverlängerungsgesuch beantwortete die Steuerverwaltung abschlägig. Gleichzeitig stellte sie klar, dass weder weitere Fristverlängerungen gewährt noch der Entscheid in Wiedererwägung gezogen würden. Am 5. Oktober 2021 mahnte sie die A.________ AG zum zweiten Mal. Sie erinnerte an die Mitwirkungspflichten, bat um Einreichung der vollständigen Unterlagen innert 14 Tagen und stellte für den Fall der Nichtbeachtung der Mahnung eine Steuerveranlagung nach pflichtgemässem Ermessen sowie die Möglichkeit einer Ordnungsbusse in Aussicht. Eine Reaktion seitens der A.________ AG erfolgte nicht.