Citation: 6B_992/2019 E. 2.3

2.3. Im Rahmen des Strafverfahrens wurden in der Liegenschaft der Beschwerdeführerin eine Bananenschachtel mit persönlichen Gegenständen von D.________, ein Multifunktionsgerät "Brother" und diverse "übrige Gegenstände" beschlagnahmt. Die Vorinstanz verweist in Bezug auf die Gegenstände, die der Beschwerdeführerin herausgegeben werden sollen (alle beschlagnahmten Gegenstände ausser die Bananenschachtel, die an D.________ herausgegeben wird sowie das Multifunktionsgerät "Brother"), auf das erstinstanzliche Urteil und führt aus, diese scheine im Vergleich zu D.________ eher an diesen Gegenständen legitimiert, weshalb diese Herausgabe zu bestätigen sei. Weil die Beschwerdeführerin vom Vorwurf der Sachentziehung freigesprochen werde, sei ihr auch das Multifunktionsgerät "Brother" zuzusprechen (angefochtenes Urteil S. 25 f.). Bei den übrigen beschlagnahmten Gegenständen handelt es sich gemäss den Ausführungen von D.________ vor erster Instanz um Hausrat, den er bei seinem Auszug aus der Liegenschaft der Beschwerdeführerin zur Zwischenlagerung dort gelassen hat. Daraus ergibt sich sinngemäss, dass D.________ im Zeitpunkt der Beschlagnahme nicht mehr in der fraglichen Wohnung wohnte. Die Beschwerdeführerin ihrerseits machte vor erster Instanz geltend, die Wohnung, welche D.________ bewohnt hatte, sei bei dessen Einzug möbliert gewesen und die Wohnungseinrichtung gehöre ihr, mit Ausnahme eines Kastens. Weiter führte sie aus, eine gewisse E.________ habe für sie Büroeinrichtungen gekauft und die fraglichen Räume ausgestattet (erstinstanzliches Urteil S. 22 f.). Die erste Instanz erwägt in Bezug auf die "übrigen beschlagnahmten Gegenstände", diese seien in der Wohnung der Beschwerdeführerin aufgefunden worden. D.________ behaupte, diese Gegenstände gehörten ihm, was die Beschwerdeführerin bestreite. D.________ könne keine Belege zu diesen Gegenständen vorweisen. Deshalb erscheine die Beschwerdeführerin eher an diesen Sachen legitimiert. Daher seien ihr diese übrigen beschlagnahmten Gegenstände herauszugeben. Abgesehen davon habe D.________ die Gegenstände zwischenzeitlich neu angeschafft und wolle primär finanziellen Ersatz von der Beschwerdeführerin (erstinstanzliches Urteil S. 22 ff. und S. 35).