Citation: U 108/03 10.05.2004 E. 4

4.1 Die Vorinstanz verneint den natürlichen Kausalzusammenhang zwischen Unfallereignis und psychischer Gesundheitsstörung unter Hinweis auf die Beurteilung durch Dr. med. B.________, der in seinem ergänzenden Schreiben zuhanden der MEDAS vom 7. Mai 2001 ausführt, es bestehe nur eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit einer Kausalität oder Teilkausalität zwischen dem in Frage stehenden Unfall und dem heutigen psychiatrischen Zustandsbild. Der Beschwerdeführer bezeichnet die Ausführungen des Spezialarztes als in sich widersprüchlich und erachtet die Kausalitätsfrage als aus psychiatrischer Sicht ungenügend geklärt. 4.2 Dr. med. B.________ führt in seinem Schreiben vom 7. Mai 2001 einerseits aus, die festgestellte Anpassungsstörung beziehe sich auf die heutige gesundheitliche und soziale Situation des Beschwerdeführers, die zwar wohl irgendwelche Zusammenhänge mit dem Unfall haben möge. Auf der anderen Seite bezeichnet er die Wahrscheinlichkeit einer Kausalität oder Teilkausalität des Unfall für das aktuelle psychiatrische Zustandsbild als sehr gering. Wird aber ein - wie auch immer gearteter - Zusammenhang zwischen Unfall und heutiger gesundheitlicher Situation angenommen und eine Anpassungsstörung mit Bezug auf diese gesundheitliche Situation diagnostiziert, so spricht dies für einen natürlichen Kausalzusammenhang im Sinne der rechtsprechungsgemäss (BGE 126 V 361 Erw. 5c mit Hinweisen) ausreichenden notwendigen Bedingung. In den Schlussfolgerungen des MEDAS-Gutachtens wird als zusätzliches Argument gegen das Vorliegen einer überwiegend wahrscheinlichen Kausalität der lange Zeitraum von 1984 bis 1997 angeführt, während dem der Beschwerdeführer nach Lage der Akten nicht nur körperlich, sondern auch in seelischer Hinsicht praktisch beschwerdefrei war. Dieser Hinweis auf das lange beschwerdefreie Intervall ist aber in den psychiatrischen Stellungnahmen von Dr. med. B.________ nicht enthalten. Die Einschätzung, der natürliche Kausalzusammenhang zwischen Unfallereignis und psychischem Gesundheitsschaden sei aus diesem Grund zu verneinen, beruht demzufolge nicht auf einer spezialärztlichen Beurteilung. Unter diesen Umständen kann der natürliche Kausalzusammenhang, entgegen der Auffassung der Vorinstanz, nicht ohne weitere Abklärungen verneint werden. Eine Rückweisung der Sache zur Ergänzung der diesbezüglichen Untersuchungen erübrigt sich allerdings; selbst wenn der natürliche Kausalzusammenhang zu bejahen wäre, fehlt es - wie die nachstehenden Erwägungen zeigen - an der Adäquanz des Kausalzusammenhangs.