Citation: 4C.75/2005 13.06.2005 E. B

X.________ arbeitete vom 19. Januar 1998 bis 31. Januar 2001 bei der Genossenschaft A.________ Luzern als Verkäufer; zuerst bis Ende Dezember 1999 teilzeitlich im Stundenlohn und danach fest angestellt im Monatslohn. Die erwähnten Geldleistungen der IV, die während dieser Zeit die Gesamthöhe von mehr als Fr. 76'000.-- erreichten, wurden von der Ausgleichskasse A.________ der Arbeitgeberin überwiesen. Diese leitete lediglich Fr. 11'115.55 an den Arbeitnehmer weiter und behielt den Rest für sich. X.________ erhob am 28. Mai 2003 beim Amtsgericht Luzern-Land Klage gegen die Genossenschaft A.________ Luzern mit dem Antrag, die Beklagte zur Zahlung von Fr. 65'089.30 nebst 5 % Zins seit 25. September 2001 zu verpflichten. Damit forderte der Kläger die Zahlung des Restbetrags der von der Ausgleichskasse A.________ an die Beklagte überwiesenen IV-Leistungen. Mit Urteil vom 4. Mai 2004 verpflichtete das Amtsgericht die Beklagte zur Zahlung von Fr. 65'089.30 nebst 5 % Zins seit 26. September 2001. Dieser Entscheid wurde auf Appellation der Beklagten vom Obergericht des Kantons Luzern mit Urteil vom 22. Dezember 2004 bestätigt.