Citation: 1B_156/2022 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz hat bezüglich dem besonderen Haftgrund der Fluchtgefahr festgehalten, der Beschwerdeführer sei bereits einschlägig vorbestraft. So sei er mit Urteil vom 22. März 2016 vom Bezirksgericht Baden, namentlich wegen gewerbsmässiger Hehlerei und gewerbsmässigem Diebstahl (zulasten eines anderen früheren Arbeitgebers), unter anderem zu einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten, davon 24 Monate bedingt mit einer Probezeit von vier Jahren, verurteilt worden. Ihm würde nun erneut gewerbsmässiger Diebstahl gemäss Art. 139 Ziff. 2 StGB vorgeworfen, worauf eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren stehe. Mit Blick auf die Vorstrafen des Beschwerdeführers, die im Raum stehenden Tatvorwürfe sowie einen allfälligen Widerruf der früher ausgesprochenen (teil-) bedingten Freiheitsstrafe drohe ihm deshalb eine mehrjährige Freiheitsstrafe, was einen starken Anreiz zur Flucht darstelle. Dies werde sodann verstärkt durch den Umstand, dass der Beschwerdeführer im Falle einer Verurteilung mit einer Landesverweisung gemäss Art. 66a Abs. 1 lit. c StGB rechnen müsse. Weiter habe er Schulden in der Höhe von insgesamt Fr. 70'000.--, was einen weiteren Fluchtanreiz darstelle. Eine allfällige Flucht werde sodann durch den Umstand erleichtert, dass er über die mazedonische Staatsangehörigkeit verfüge und sein Heimatland regelmässig besuche, der mazedonischen Sprache mächtig sei, sein Vater ein Haus in Mazedonien besitze, welches als Unterkunft dienen könnte, und er dort über Bezugspersonen (Cousinen und Cousins zweiten und dritten Grades) verfüge. Die Vorinstanz hat schliesslich in Betracht gezogen, dass der Beschwerdeführer zwar 1980 in Mazedonien geboren wurde, aber seit 1991 - und damit seit mehr als 30 Jahren - in der Schweiz lebe. Er verfüge über die Niederlassungsbewilligung C, spreche Schweizerdeutsch, sei Eigentümer einer Liegenschaft, die er gemeinsam mit seinen Kindern und seiner Ehefrau bewohne, und Inhaber eines eignen Transportunternehmens. Weiter würden sowohl seine Schwester als auch seine Eltern in der Schweiz leben. Diese Gründe würden gemäss der Vorinstanz zwar gegen eine Fluchtgefahr sprechen, ihnen könne aber keine ausschlaggebende Bedeutung zugemessen werden. Insbesondere habe der Beschwerdeführer seine berufliche Tätigkeit nachweislich bereits einmal für seine kriminellen Machenschaften genutzt, diese könne also nicht zum Nachweis seiner Integration herangezogen werden. Unter Berücksichtigung aller Umstände sei die Annahme einer ausgeprägten Fluchtgefahr deshalb zu bejahen.