Citation: 5A_702/2014 E. 1.5

1.5. Bei der Prüfung, ob ausländisches Recht willkürlich angewendet wurde, kann ein nach Erlass des angefochtenen Urteils erstelltes Rechtsgutachten nur berücksichtigt werden, soweit damit die im kantonalen Verfahren verfochtene Auffassung unterstützt werden soll (vgl. Urteil 5P.422/1999 vom 13. März 2000 E. 2a; zuletzt bestätigt in BGE 135 III 608, nicht publ. E. 1.3, publ. in: SJ 2010 I 247). Das Gutachten vom 14. September 2014, welches die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht neu einreicht, soll nicht das Rechtsgutachten unterstützen, welches sie bereits im kantonalen Verfahren eingereicht hat, sondern zeigen, dass "vielleicht beide der Vorinstanz (von ihr selber und der Gegenpartei) vorgelegten Gutachten unzutreffend" seien. Soweit die Beschwerdeführerin mit dem neuen Gutachten ihre Vorbringen im kantonalen Verfahren in Frage stellen sollen, kann es nicht berücksichtigt werden. Ob die Vorinstanz den hinreichenden Nachweis ausländischen Rechts (Art. 16 Abs. 1 IPRG) aufgrund der Parteivorbringen annehmen durfte, ist als Rüge an entsprechender Stelle zu behandeln.