Citation: 4A_148/2024 E. 4.2

4.2. Auch diese Rüge zielt am angefochtenen Urteil vorbei. Die Vorinstanz stellte zwar nicht explizit fest, die geltend gemachte Schadenersatzforderung entstamme der mangelhaft erbrachten Leistung des Zusatzauftrags. Sie befasst sich aber explizit mit der Behauptung der Beschwerdeführerin, einzig sie habe einen Zusatzauftrag hinsichtlich der Abwasserdruckleitung erteilt. Die Vorinstanz erwog hierzu, dies spreche nicht gegen die Annahme einer einfachen Gesellschaft; wenn es diesbezüglich nach dem Abschluss des gemeinsamen Vertrages mit den Beschwerdegegnerinnen und der IBC Bedarf für eine Umplanung gegeben habe, ginge dies die IBC direkt nichts an, weshalb nicht auffällig sei, dass die Beschwerdeführerin diese Umplanung alleine in Auftrag gegeben habe. Dass die Mehrkosten intern von der Beschwerdeführerin getragen worden seien, ändere nichts daran, dass die beiden Auftraggeberinnen nach wie vor am gemeinsam erteilten Auftrag ein Interesse gehabt hätten. Dieses Interesse habe auch dann bestanden, wenn die Ausgestaltung der Abwasserleitung als Druckleitung schon zu Beginn festgestanden hätte; es spiele keine Rolle, dass dieses Element erst im Laufe des Projekts dazu gekommen sei. Die Beschwerdeführerin befasst sich nicht hinreichend mit dieser Erwägung der Vorinstanz, sondern beschränkt sich darauf, aus den fehlenden Feststellungen hinsichtlich des behaupteten Sekundäranspruchs einen Willkürvorwurf zu begründen, obwohl sich die Vorinstanz ausführlich mit der Frage des Zusatzauftrags im Zusammenhang mit der gemeinsamen Zweckverfolgung befasste. Damit vermag sie die strengen Begründungsanforderungen an eine Willkür- und Gehörsrüge nicht zu erreichen, weshalb darauf nicht eingetreten werden kann.