Citation: 8C_144/2023 E. 4.2

4.2. Hinsichtlich der weiteren Voraussetzungen von Art. 46 Abs. 2 UVG erwog die Vorinstanz, gegenüber sämtlichen Behörden und Durchführungsstellen seien unterschiedliche Lohnangaben getätigt worden, die jeweils zum Vorteil des Beschwerdeführers ausgefallen seien. Er streite nicht ab, von den Unstimmigkeiten Kenntnis gehabt zu haben, zumal er einen Grossteil der Angaben ohnehin selber getätigt habe. Dass die Angabe eines zu hohen Lohns gegenüber der Suva zu höheren Leistungen führen würde, sei für ihn erkennbar gewesen. Insgesamt sei darauf zu schliessen, dass die falsche Angabe absichtlich erfolgt sei, um höhere Versicherungsleistungen zu erzielen. Nachdem der Beschwerdeführer vermutlich selbst nicht einmal gewusst habe, wieviel er tatsächlich eingenommen habe, der Suva ungeachtet dessen jedoch nicht nur wissentlich eine zu hohe Lohnsumme gemeldet, sondern diese nachträglich auch mit zweifelhaften Dokumenten zu belegen versucht habe, sei die gänzliche Einstellung und Rückforderung der Taggeldleistungen ferner verhältnismässig. Im Rahmen einer Sanktionierung habe die Suva gestützt auf Art. 46 Abs. 2 UVG demnach zu Recht weitere Taggeldleistungen verweigern und die bereits erbrachten Taggelder zurückfordern dürfen.