Citation: 5A_106/2019 E. 5.2

5.2. Der Beschwerdeführer hält fest, dass er die Alleinsorge für sich beantragt habe, weil die Beschwerdegegnerin C.________s Wohl dauerhaft gefährde und verletze. Darin stecke "ganz offensichtlich" nicht der Antrag, die elterliche Sorge in jedem Fall einem Elternteil allein zuzuweisen. Die gemeinsame elterliche Sorge sei der alleinigen Sorge der Beschwerdegegnerin "absolut vorzuziehen". Die "unsinnige" Feststellung des Obergerichts, wonach er die Zuweisung der alleinigen Sorge für sich genommen nicht beanstande, habe nur den Zweck, die Auseinandersetzung mit der Frage der gemeinsamen Sorge, die sogar gesetzlich vorgesehen sei, "einfach zu umgehen". Dies soll "keinen Schutz finden". Das Obergericht hätte sich mit der Frage beschäftigen müssen, warum hier nicht die gemeinsame Sorge festgelegt wurde. Wenn ihm schon nicht die alleinige elterliche Sorge zugewiesen werde, gebe es "absolut" keinen Grund, ihm die elterliche Sorge komplett zu entziehen. Der Beschwerdeführer beteuert, dass er sich im Gegensatz zur Beschwerdegegnerin nie etwas habe zuschulden kommen lassen, was C.________ betreffe. Stattdessen sei er Garant für C.________s positive und altersgemässe Entwicklung gewesen, solange er regelmässig mit ihr zusammen gewesen sei und Kontakt zu ihr gehabt habe. Vehement widerspricht der Beschwerdeführer der (im angefochtenen Entscheid wiedergegebenen) Einschätzung des Bezirksgerichts, wonach die Situation derart verfahren sei, dass die gemeinsame elterliche Sorge nicht dem Kindeswohl entspreche. Schon in seiner Berufungsschrift habe er konkret ausgeführt, warum ihm die elterliche Sorge in keinem Fall entzogen werden dürfe. Klar sei, dass die Ausübung des Sorgerechts durch ihn das Kindeswohl nicht gefährde. Im Gegenteil seien die letzten Jahre der Nachweis, dass die faktische Hinderung der Ausübung seines Sorgerechts das Kindeswohl schädige. Der Beschwerdeführer besteht darauf, dass der Entzug der elterlichen Sorge also überhaupt nichts Positives bewirken, sondern im Gegenteil seinen möglichen positiven Einfluss auf C.________s Entwicklung zusätzlich erschweren würde. Dem Obergericht wirft er vor, sich mit dieser Rüge in keiner Weise auseinanderzusetzen und stattdessen einfach festzustellen, dass er die Zuweisung der Alleinsorge nicht beanstandet habe.