Citation: 5A_326/2016 E. 5.2

5.2. Es trifft zu, dass die Vorinstanz nur die Gewinnanteile zur Ausgleichung brachte, die der Beschwerdegegner 1 anlässlich der Veräusserung der Liegenschaften GB xxx, uuu, yyy und zzz realisierte. Dies ist nicht zu beanstanden (E. 4.2). Die Frage, ob die Vorinstanz Art. 619bis Abs. 1 aZGB verletzt hat, stellt sich nicht. Nach Art. 94 Abs. 3 BGBB behält ein bei Inkrafttreten dieses Gesetzes bestehender Gewinnanspruch auch unter dem neuen Recht seine Gültigkeit. Soweit vertraglich nichts Abweichendes vereinbart worden ist, richten sich jedoch Fälligkeit und Berechnung nach dem Recht, das im Zeitpunkt der Veräusserung gilt (E. 4.1.1). Auch nach neuem Recht beurteilt sich, ob ein Veräusserungstatbestand eingetreten ist (THOMAS MEYER, Der Gewinnanspruch der Miterben im bäuerlichen Bodenrecht, 2004, Rz 1534). Der Beschwerdegegner 1 hat die Parzellen GB vvv und www seinen Schwestern in den Jahren 1997 und 1998 und damit nach dem Inkrafttreten des BGBB am 1. Januar 1994 geschenkt (s. Sachverhalt Bst. B.c). Als Veräusserung im Sinn des Gewinnanspruchsrechts gelten der Verkauf und jedes andere Rechtsgeschäft, das wirtschaftlich einem Verkauf gleichkommt. Eine Schenkung fällt nicht darunter (LORENZ STREBEL/JEAN-MICHEL HENNY, Das bäuerliche Bodenrecht, Kommentar zum Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht vom 4. Oktober 1991, 2. Aufl. 2011, N 9b zu Art. 29 BGBB; a.M. MEYER, a.a.O., Rz 483 ff.). Die Vorinstanz hatte deshalb keine Veranlassung, dem Beschwerdegegner 1 gleichsam einen hypothetischen Gewinn aufzurechnen, weil er - im Übrigen im Einvernehmen mit dem Erblasser - die Parzellen GB vvv und www seinen Schwestern D.________ und E.________ schenkte.