Citation: 9C_427/2015 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführerin rügt eine unrichtige Beweislastverteilung, somit eine Verletzung von Beweiswürdigungsregeln im Zusammenhang mit der Frage, ob zwischen dem Eintritt der Arbeitsunfähigkeit während der Deckungszeit (19. Januar 2010) und der nachfolgenden Invalidität ein sachlicher Zusammenhang bestehe. Beweispflichtig für den fehlenden sachlichen Zusammenhang bzw. für die rechtsaufhebende Tatsache sei, so die Beschwerdeführerin, die Vorsorgeeinrichtung. Des weiteren sei die Sachverhaltsermittlung des kantonalen Gerichts insofern unvollständig, als diese Grundlage für die Verneinung der erforderlichen Konnexität sei. Die medizinischen Einschätzungen in all den zeitnahen ärztlichen Berichten, welche von einem Beschwerdebild "als Ganzes" sprächen, seien unberücksichtigt geblieben. Damit habe das kantonale Gericht den Untersuchungsgrundsatz verletzt. In der Tat ist aus den beiden zeitnahen Berichten bzw. dem Auszug aus der Krankengeschichte des Dr. med. F.________ vom 16./18. August 2010, auf die sich die Vorinstanz hauptsächlich stützte, in aller Deutlichkeit zu entnehmen, dass ein "gesamthaftes muskuloskelettales Beschwerdebild mit multiplen Läsionsstellen" vorliegt. Obwohl das kantonale Gericht diese beiden zeitnahen Berichte des Dr. med. F.________ als aussagekräftiger qualifizierte, fehlt im Entscheid jegliche Wiedergabe dieser zahlreichen und zentralen medizinischen Hinweise, wonach Zusammenhänge im Beschwerdebild respektive eine Ähnlichkeit im degenerativen Charakter der Erkrankungen bestehen (degenerative Tendinose an der Achillessehne, Bursitis am Vorderfuss, Chondromalazie am Knie, Arthrose am rechten Zeigefinger). Diese Beweiswürdigung des kantonalen Gerichts ist einseitig und daher unhaltbar (vgl. auch MARKUS SCHOTT, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl. 2011, N. 11 zu Art. 97 BGG). Dass der RAD-Arzt Dr. med. D.________ ein halbes Jahr später lediglich in allgemeiner Formulierung eine "Gonarthrose rechts" und ein lumbospondylogenes Syndrom HWS und LWS als invalidisierend qualifizierte, nicht aber die Fingerarthrose erwähnte, ändert nichts daran, dass die aussagekräftigeren echtzeitlichen Berichte von einem Gesamtbild ausgingen. So attestierte Dr. med. F.________ im Bericht vom 18. August 2010 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %, wobei er als Grund ein muskuloskelettales Schmerzsyndrom auf multiplen Etagen angab und nicht bloss einen Arthroseschmerz im Grundgelenk des Zeigefingers der rechten Hand. Ferner trifft die vorinstanzliche Feststellung nicht zu, dass gemäss Dr. med. E.________ die Arthrosebeschwerden nur zu einer vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit bis zum 20. Februar 2010 führten. Vielmehr ging dieser Facharzt für die Zeit danach von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % aus, wobei repetitive Belastungen ausbleiben sollten, was wiederum im Belastungsprofil des RAD-Arztes Dr. med. D.________ seinen Niederschlag fand.