Citation: 5C.48/2000 09.07.2001 E. 3

3.- a) Die Klägerin macht geltend, entgegen den vorinstanzlichen Ausführungen hätten sich die Parteien bezüglich der Höhe des Kindesunterhaltes auf Fr. 650.-- verständigt, wenn nicht der erstinstanzliche Einzelrichter sich dieser einvernehmlichen Regelung widersetzt hätte. Die Vorinstanz verkenne, dass dem Protokoll zwingend eine Einigung der Parteien über die Höhe des Unterhaltsbeitrages zu entnehmen sei. b) Das Obergericht hat in für das Bundesgericht verbindlicher Weise festgestellt (Art. 63 Abs. 2 OG), aus dem Verhandlungsprotokoll gehe nicht hervor, dass es zwischen den Parteien zum Abschluss einer Konvention gekommen sei. Das Protokoll halte lediglich fest, den Parteien werde ein ausformulierter Konventionsvorschlag zugestellt werden. Folglich sei nicht zu prüfen, ob eine Vereinbarung der Parteien zu genehmigen sei, sondern es sei über die Höhe des Kinderunterhaltsbeitrages ein Entscheid zu treffen. Indem die Klägerin diese vorinstanzliche Auffassung beanstandet, wendet sie sich gegen eine Tatsachenfeststellung, die für das Bundesgericht verbindlich ist und mit eidgenössischer Berufung nicht angefochten werden kann. Ob eine tatsächliche Willensübereinstimmung zustande gekommen ist, beurteilt das Sachgericht in erster Linie unter Würdigung des von ihm festgestellten wirklichen Parteiwillens (BGE 121 III 118 E. 4b/aa S. 123). Vorliegend hat die Vorinstanz aufgrund des wirklichen Parteiwillens dahin geschlossen, dass zwischen den Parteien keine Einigung zustande gekommen ist; dies ist für das Bundesgericht verbindlich, weshalb der Einwand der Klägerin, die Vorinstanz habe eine Tatsache rechtlich unrichtig beurteilt (Art. 43 Abs. 4 OG), fehl geht. Auf die klägerische Rüge ist demzufolge nicht einzutreten.