Citation: 4A_389/2015 E. 4.2.3

4.2.3. Es kann offen bleiben, inwiefern die einzelnen Begründungen der Vorinstanz zu bestimmten Kürzungen zutreffen. Denn insgesamt ist die Kürzung auf rund 15 Stunden nicht willkürlich. Der Gesetzgeber hat mit der Schaffung des vereinfachten Verfahrens bewusst auch verfahrensökonomische Ziele verfolgt. Der Prozess sollte einfach und kostengünstig sein (Botschaft vom 28. Juni 2006 zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, BBl 2006 7237; LAURENT KILLIAS, in: Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2012, N. 1 und 3 Vorb. zu Art. 243 ff. ZPO). Entsprechend einfach gestaltete er sich auch vorliegend. Das eigentliche Verfahren beschränkte sich auf die mündliche Verhandlung, an der die Klage begründet wurde, eine Stellungnahme zu einem Eventualantrag der Beschwerdegegnerin und das Studium einer Stellungnahme der Beschwerdegegnerin zu medizinischen Unterlagen (vgl. Sachverhalt Ziff. 1.3). Hinzu kam ein Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege, das jedoch sehr einfache finanzielle Verhältnisse betraf. Auch wenn rund fünfzehn Stunden hierfür als sehr knapp erscheinen, so kann die vorinstanzliche Einschätzung doch nicht als geradezu willkürlich bezeichnet werden.