Citation: 5A_46/2023 E. 2.3.2

2.3.2. Mit dieser Sichtweise verkennt der Beschwerdeführer, dass die Dauer der Einkommenspfändung vom Zeitpunkt zu unterscheiden ist, an dem der Pfändungsverlust berechnet werden kann. So hat das Betreibungsamt in seiner Stellungnahme an die Erstinstanz vom 24. Januar 2022 darauf hingewiesen, dass die Ausstellung des Verlustscheins erst erfolgen kann, wenn die Verteilungsliste und der Kollokationsplan erstellt und dem Pfändungsgläubiger zugestellt worden sind. Sodann müsse abgewartet werden, ob dagegen eine Beschwerde erhoben werde. Aus den kantonalen Akten (vgl. Art. 105 Abs. 2 BGG) ergibt sich, dass das Betreibungsamt am 18. August 2021 die Auszahlung des Nettoerlöses an dem Pfändungsgläubiger vorgenommen und ihm am 21. September 2021 den Verlustschein ausgestellt hat. Vor diesem Hintergrund kann von einer verzögerten Ausstellung des Verlustscheines und damit einer Verletzung der Rechte des Schuldners nicht die Rede sein (vgl. HUBER/SOGO, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 3. Aufl. 2021, N. 33 zu Art. 149).