Citation: 1P.187/2002 27.06.2002 E. A

X.________ wurde der Veruntreuung, eventuell des Betrugs und der Urkundenfälschung dringend verdächtigt und deshalb am 22. November 2001 wegen Kollusionsgefahr in Untersuchungshaft gesetzt. Das Amtsstatthalteramt Hochdorf entliess ihn am 3. Dezember 2001 wieder aus der Haft und verfügte tags darauf mit der Begründung der Fluchtgefahr eine Pass- und Schriftensperre über den Schweizer Reisepass Nr. 9192173 sowie den Reisepass der Bundesrepublik Jugoslawien Nr. 002038285, beide lautend auf X.________. Dieser beantragte am 22. Januar 2002 die Aufhebung der Pass- und Schriftensperre, nachdem mit seiner Freilassung der in der Haftverfügung genannte Grund der Kollusionsgefahr weggefallen und die Voraussetzungen für die Pass- und Schriftensperre unter Berufung auf die Fluchtgefahr nicht erfüllt seien. Der Untersuchungsrichter bestätigte bzw. verfügte am 30. Januar 2002 die Pass- und Schriftensperre über die bereits eingezogenen Reisepässe sowie über die ebenfalls eingezogene Identitätskarte und stützte sich dabei auf den Haftgrund der Wiederholungsgefahr.