Citation: 9C_105/2018 E. 3

Der behandelnde orthopädische Chirurg und Traumatologe Prof. Dr. med. C.________ hielt in seinem Bericht vom 16. Februar 2017 fest, Dr. med. D.________, Fachärztin FMH für Neurologie, habe im Rahmen einer elektrophysiologischen Untersuchung als Ursache für die beschriebenen Beschwerden eine Reizleitungsstörung der Nervenwurzeln L5 und L4 rechts gefunden. Die Schmerzen und die Sensibilitätsstörung im rechten Bein seien auf die mediolaterale Diskushernie L4/L5 rechts zurückzuführen, welche im Rahmen einer fortgeschrittenen Abnützung der Lendenwirbelsäule am lumbosakralen Übergang aufgetreten sei. Die Patientin leide an einer schweren Degeneration L4/L5, L5/S1, etwas weniger L2/L3 und L3/L4. Die Vorinstanz hat dem Bericht des Prof. Dr. med. C.________ vom 16. Februar 2017 keine Bedeutung beigemessen, weil entgegen seinen Ausführungen aus dem Bericht von Dr. med. D.________ vom 8. Februar 2017 nicht hervorgehe, dass diese eine Reizleitungsstörung der Nervenwurzeln L5 und L4 rechts eindeutig als Ursache der beschriebenen Schmerzen festgestellt hätte. Die neueren Befunde von Dr. med. D.________ deckten sich im Übrigen weitestgehend mit denen in ihrem Bericht vom 4. Februar 2016, welcher den Gutachtern bereits bekannt gewesen sei. Die letzte Feststellung ist offensichtlich unrichtig (Art. 105 Abs. 2 BGG), datiert doch die Expertise der Klinik B.________ vom 1. September 2015. Sodann schliesst die Vorinstanz - zu Recht -eine Reizleitungsstörung der Nervenwurzeln L5 und L4 rechts als (organisch nachweisbare) Ursache der beschriebenen Schmerzen nicht aus. Ob Prof. Dr. med. C.________ mit seiner Beurteilung die Berichte von Dr. med. D.________ richtig interpretierte, kann mangels nötiger Fachkunde nicht von den rechtsanwendenden Behörden entschieden werden. In Anbetracht der Bedeutung der Frage nach der Ätiologie der Rückenschmerzen für die Einschätzung des tatsächlich erreichbaren zumutbaren Leistungsvermögens unter dem Gesichtspunkt "funktioneller Schweregrad" der Schmerzstörung, namentlich somatische Komorbiditäten, und "Konsistenz" bzw. "Ausschlussgründe" (BGE 141 V 281 E. 2.2 S. 287 f.) sind diesbezügliche Abklärungen unerlässlich (zur Bedeutung der klinischen Untersuchung bei die Wirbelsäule betreffenden Diagnosen Urteil 9C_335/2015 vom 1. September 2015 E. 4.4.2).