Citation: 2C_863/2021 E. B

B.a. Am 19. Juni 1977 wurde am Pflichtlagertank Nr. 2 der damaligen D.________ AG ein Entwässerungsschieber durch eine unbekannte Täterschaft gewaltsam geöffnet. In der Folge liefen ca. 270'000 Liter Heizöl aus, wovon der grösste Teil im Boden versickerte. Der Standort der Pflichtlager-Tankanlage befindet sich im "Gewässerschutzbereich B" der Gemeinde U.________ und ist 440 Meter von deren Grundwasserfassung entfernt. B.b. Nach Bekanntwerden dieses Schadenereignisses ordnete das damalige Amt für Gewässerschutz und Wasserbau des Kantons Zürich unverzüglich Sicherungs- und Beschränkungsmassnahmen zum Schutz des Grundwassers an. Das schadstoffbelastete Erdreich wurde ca. 0.5 m tief ausgehoben (Teilaushub) und durch unverschmutztes Material ersetzt. Durch diese Massnahmen konnten ca. 100'000 Liter des ausgeflossenen Heizöls zurückgewonnen werden. Gleichzeitig ordnete das Amt für Gewässerschutz und Wasserbau eine periodische Überwachung des kontaminierten Erdreichs und eine Bodenversiegelung an. Eine vollständige Sanierung des Grundstücks wurde mit den angeordneten Sicherungs- und Beschränkungsmassnahmen nicht angestrebt. B.c. Mit Schreiben vom 24. Juni 1977 teilte die A.________ AG der B.________ unter dem Titel "Maschinenbruchversicherung" mit, dass aus dem durch Sabotageakt geöffneten Tank Nr. 2 223'823 Kg Heizöl extraleicht ausgelaufen seien und die Behörden die Rückgewinnung aus dem Boden veranlasst hätten. Die A.________ AG stellte der B.________ in Aussicht, nach Abschluss der Rückgewinnungsbemühungen die Berechnung ihres Nettoverlusts zu melden. Die Maschinenbruchversicherung der B.________ bezahlte der A.________ AG in der Folge rund Fr. 63'000.-- für das verlustig gegangene Heizöl. B.d. Am 8. Juli 1977 verfügte das Amt für Gewässerschutz und Wasserbau, dass die D.________ AG als Eigentümerin des betroffenen Grundstücks die Kosten für die bereits angeordneten und die noch erforderlichen Massnahmen zu tragen habe. Diese Kostenverfügung focht die D.________ AG bei sämtlichen Instanzen ohne Erfolg an. Im Urteil A.59/1981 vom 7. Oktober 1981 (publ. in: ZBl 83/1982 S. 541 ff.) hielt das Bundesgericht fest, die D.________ AG sei sowohl Zustandsstörerin (E. 3b) als auch Verhaltensstörerin. Die Haftung als Verhaltensstörerin ergebe sich aus einer erheblichen Verletzung ihrer Sorgfaltspflichten, weil sie die Anlage nicht genügend gegen den Zutritt Unbefugter abgesichert habe (E. 3c und E. 5). B.e. Mit Abrechnung vom 20. Mai 1983 stellte das Amt für Gewässerschutz und Wasserbau der D.________ AG Sanierungskosten im Gesamtbetrag von Fr. 1'470'335.20 in Rechnung. Die Haftpflichtversicherung der Tanklagerbetreiberin schloss am 2. Februar 1984 mit dem Kanton Zürich eine Vereinbarung zur Kostentragung der Teilsanierung ab. Die Versicherung übernahm von den in Rechnung gestellten Kosten vergleichsweise pauschal Fr. 1'250'000.--. Diese Vereinbarung enthält eine Saldoerklärung.