Citation: I 35/06 03.07.2006 E. 2

Die Vorinstanz hat die Frage, ob die Kosten der Ergotherapie gestützt auf Art. 13 IVG als Teil der Behandlung des Geburtsgebrechens Nr. 446 (angeborene Schwerhörigkeit) durch die Invalidenversicherung zu übernehmen seien, ausdrücklich offen gelassen. Die Leistungszusprechung erfolgte vielmehr als medizinische Massnahme gemäss Art. 12 Abs. 1 IVG. Danach haben Versicherte Anspruch auf medizinische Massnahmen, die nicht auf die Behandlung des Leidens an sich, sondern unmittelbar auf die Eingliederung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich gerichtet und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit und die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, dauernd und wesentlich zu verbessern oder vor wesentlicher Beeinträchtigung zu bewahren. Die Massnahmen müssen nach bewährter Erkenntnis der medizinischen Wissenschaft angezeigt sein und den Eingliederungserfolg in einfacher und zweckmässiger Weise anstreben. Bei Personen, die das 20. Altersjahr noch nicht vollendet haben, kann die Invalidenversicherung die medizinische Eingliederungsmassnahmen ausnahmsweise auch übernehmen, wenn noch nicht stabile oder relativ stabilisierte Zustände bestehen, nämlich dann, wenn die auszuführenden Massnahmen mit hinlänglicher Zuverlässigkeit erwarten lassen, dass damit einem später drohenden stabilen, nur schwer korrigierbaren Defekt vorgebeugt werden kann, der sich wesentlich auf die Erwerbstätigkeit oder die Berufsbildung auswirken würde. Das kantonale Gericht hat diese genannten Voraussetzungen bejaht.