Citation: 2C_679/2015 E. 6.2.2

6.2.2. Der Beschwerdeführer verletzte sein Gegenüber in der Brustregion und hat damit eine schwere Gefährdung der körperlichen Integrität des Opfers zumindest in Kauf genommen. Die Schwere der Tat kommt denn auch in der Verurteilung zu 24 Monaten Freiheitsentzug zum Ausdruck. Entgegen seinem Vorbringen vermögen weder die Wiederversöhnung mit dem Geschädigten noch die von diesem eingereichte Desinteressenerklärung an der Schwere des Verschuldens etwas zu ändern: Bei der Festsetzung des Strafmasses werden sämtliche mildernden Umstände bereits mitberücksichtigt, womit im ausländerrechtlichen Verfahren kein Raum bleibt, die Beurteilung des Strafgerichts hinsichtlich des Verschuldens zu relativieren (Urteile 2C_129/2015 vom 1. September 2015 E. 4.2.2; 2C_103/2014 vom 13. Januar 2015 E. 4.1 mit Hinweisen). Zwar ist der Beschwerdeführer seit der fraglichen Tat, die er am 22. April 2011 begangen hatte, nicht mehr straffällig geworden, doch vermag dieser Umstand das Interesse an der Wegweisung nicht entscheidend zu mindern. Zum einen befand er sich zunächst während eines halben Jahres in Untersuchungshaft (bis 21. Oktober 2011), zum anderen stand er seit dem Urteil vom 13. März 2012 unter dem Druck der zweijährigen Probezeit und des hängigen ausländerrechtlichen Verfahrens (vgl. Urteile 2C_1000/2013 vom 20. Juli 2014 E. 3.2; 2C_836/2013 vom 10. Februar 2014 E. 3.2).