Citation: 5A_507/2010 15.12.2010 E. 3

Willkür erblickt der Beschwerdeführer darin, dass das Obergericht zur Begründung auf die Ausführungen des Kantonsgerichts verwiesen hat, obwohl er neue Beweismittel, insbesondere seinen Vertrag mit der H.________ AG vom 28. Juli 1982 eingereicht habe (S. 4 Ziff. 3.2), und dass das Obergericht sich mit dem im Recht liegenden öffentlich beurkundeten Vertrag vom 7. März 2002 bzw. seinen Vorbringen dazu nicht auseinandergesetzt habe (S. 4 Ziff. 3.4 der Beschwerdeschrift). 3.1 Soweit die zweite Instanz das angefochtene Urteil bestätigt und auch mit der Begründung einig geht, darf sie auf die Begründung der ersten Instanz verweisen, ausser der Beschwerdeführer habe vor der zweiten Instanz beachtliche Gründe vorgebracht, zu denen die erste Instanz noch nicht Stellung bezogen hat, sei es, dass diese Gründe vor erster Instanz noch nicht vorgebracht wurden, aber trotzdem vor zweiter Instanz neu vorgebracht werden dürfen, oder sei es, dass sie vor erster Instanz schon vorgetragen wurden, diese aber dazu in der Urteilsbegründung nicht Stellung bezogen hat. Dieser Grundsatz folgt aus der verfassungsmässigen Begründungspflicht (Art. 29 Abs. 2 BV; BGE 103 Ia 407 E. 3a S. 409; 123 I 31 E. 2c S. 34) und auch aus den bundesgesetzlichen Anforderungen an kantonale Urteile (Art. 112 Abs. 1 lit. b BGG; BGE 119 II 478 E. 1d S. 480 f., zum entsprechenden Art. 51 Abs. 1 lit. c des Bundesrechtspflegegesetzes, OG, von 1943). 3.2 Das Obergericht hat sich an die bundesrechtlichen Vorgaben gehalten. Einem eigenen Sachverhalt mit Prozessgeschichte (E. I S. 3 ff.) folgen eigene materielle Erwägungen (E. II S. 6 ff.), die mit einem Verweis auf die Ausführungen des Kantonsgerichts abschliessen (E. II/3 S. 9 des angefochtenen Urteils). Das Obergericht hat dabei den neu eingereichten Vertrag vom 28. Juli 1982 zwischen der H.________ AG und dem Beschwerdeführer - entgegen dessen Darstellung - nicht übersehen. Während das Kantonsgericht davon ausgegangen ist, der Beschwerdeführer sei an der südlichen Leitung nicht dinglich berechtigt (E. III/5 S. 11), hat das Obergericht gestützt auf Vertrag vom 28. Juli 1982 (act. 27) dargelegt, die H.________ AG habe ihre Rechte und Pflichten an der südlichen Leitung dem Beschwerdeführer abgetreten (E. I/1c S. 3 f. des angefochtenen Urteils). Die Frage nach der Berechtigung des Beschwerdeführers an der südlichen Leitung wird somit von der Verweisung auf die kantonsgerichtlichen Ausführungen nicht erfasst, sondern im angefochtenen Urteil selbstständig erläutert. 3.3 Von der Verweisung erfasst wird hingegen die Frage, welcher Beweiswert dem öffentlich beurkundeten Abtretungsvertrag vom 5. März 2002 zukommt. Der Beschwerdeführer hat im kantonalen Verfahren geltend gemacht, der Vertrag habe als öffentliche Urkunde erhöhte Beweiskraft (Art. 9 ZGB) und nenne unter den Liegenschaften, die mit unentgeltlichen Ab- und Durchleitungsrechten belastet sind, auch die Parzellen Nrn. 654 und 718 der Beschwerdegegner. Das Kantonsgericht hat darauf nicht abstellen wollen, weil der Abtretungsvertrag vom 5. März 2002 zwischen dem Beschwerdeführer und der Brunnenkorporation allein die nördliche Leitung betreffe und die Brunnenkorporation dem Beschwerdeführer auch nur die Rechte an der nördlichen Leitung habe abtreten können (E. III/5 S. 11). Darauf hat das Obergericht verwiesen (E. II/3 S. 9 des angefochtenen Urteils). Die Begründung genügt den formellen Anforderungen.