Citation: 6B_929/2019 E. A

A.________ werden strafbare Handlungen im Zusammenhang mit der Haltung von Ziegen, Wollschweinen, Rindern und der Hündin Bonita vorgeworfen. Gemäss Strafbefehl vom 19. Mai 2015 seien wiederholt tierschutzrechtlich relevante Mängel der Gehege und ein ungenügender Unterhalt von Weidezäunen festgestellt worden, so dass sich Tiere aus ihrem Gehege entfernen und beispielsweise auf angrenzende Gehöfte oder in den Wald gelangen konnten, wo sie zum Teil Frassschäden an Bäumen anrichteten. Zudem habe A.________ mehrfach gegen eine unter Strafandrohung ergangene Verfügung des kantonalen Veterinärdienstes verstossen. Schliesslich habe sie gegenüber einer Betreibungsbeamtin schwere Drohungen ausgestossen. In einem weiteren Strafbefehl vom 21. Dezember 2015 wurden ihr wiederum mehrfacher ungenügender Unterhalt des Geheges, nachteilige Nutzung des Waldes, das Nichtbeachten von Verfügungen des Veterinärdienstes und zudem eine Tätlichkeit zur Last gelegt. Das Bezirksgericht Rheinfelden erkannte A.________ schuldig: der Drohung, der Tätlichkeiten, der mehrfachen fahrlässigen nachteiligen Nutzung des Waldes (gemäss kantonalem Übertretungsstrafrecht), der mehrfachen fahrlässigen Widerhandlung gegen das Tierschutzgesetz (Art. 28 Abs. 2 TschG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 lit. c TSchV), der einfachen fahrlässigen Widerhandlung gegen das Tierschutzgesetz (Art. 28 Abs. 2 TSchG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 lit. a TSchV) und des mehrfachen Nichtbeachtens von Verfügungen des kantonalen Veterinärdienstes (Art. 28 Abs. 3 TSchG). Es sprach sie in zwei Fällen frei vom Vorwurf der einfachen vorsätzlichen Widerhandlung gegen das Tierschutzgesetz (Art. 28 Abs. 1 lit. a TSchG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 lit. b resp. lit. c TschV), in drei Fällen vom Vorwurf des mehrfachen Nichtbeachtens von Verfügungen des kantonalen Veterinärdienstes (vgl. Urteil des Obergerichts vom 4. Juni 2019, S. 34 E. 9 und Dispositiv-Ziff. 2). Ein Strafverfahren betreffend Widerhandlung gegen das Hundegesetz stellte das Bezirksgericht Rheinfelden ein. Es belegte A.________ mit einer bedingten Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 90.-- bei einer Probezeit von zwei Jahren, zudem mit einer Busse von Fr. 2'500.-- (Urteil vom 24. Mai 2018).