Citation: 5A_1033/2017 E. 6.2.2

6.2.2. Dem hält die Beschwerdeführerin entgegen, ihre Erwerbstätigkeit habe sie aufgrund der Kinderbetreuung reduzieren müssen. Gemäss der nach wie vor gültigen "10/16-Regel" sei sie als alleinbetreuender Elternteil nicht zu einer Vollzeittätigkeit verpflichtet. Das jüngste Kind sei erst 3 Jahre alt, weshalb sie nicht erwerbstätig sein müsse. Das Kantonsgericht verkenne weiter, dass Änderungen im gelebten Familienmodell mit der Trennung nötig werden könnten, vorliegend die Reduktion des Erwerbsgrads zur Sicherstellung der persönlichen Betreuung der Kinder. Der eheliche Lebensstandard dürfe nicht auf Kosten des Kindeswohls aufrechterhalten werden. Die Verringerung der Arbeitstätigkeit sei der Beschwerdeführerin daher nicht vorzuhalten, zumal die Obhut über die Kinder auch mit dem Argument dem Vater zugeteilt worden sei, die Beschwerdeführer lasse diese fremdbetreuen. Ohnehin wolle der Beschwerdegegner die Kinder nur betreuen, um keinen Unterhalt leisten zu müssen. Das Vorgehen des Kantonsgerichts sei krass ungerecht, willkürlich und Verstosse gegen das Gebot der Rechtsgleichheit und das Recht auf Ehe und Familie. Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, bis zum 31. Juli 2017 ein Einkommen von Fr. 5'100.-- erzielt und danach Sozialversicherungsleistungen im Umfang von Fr. 4'000.-- bezogen zu haben. Damit ist von vornherein nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz ihr die entsprechenden Beträge angerechnet hat (betreffend Leistungen der ALV vgl. Urteil 5A_964/2016 vom 19. Februar 2018 E. 6, in: FamPra.ch 2018 S. 471). Bezüglich der (künftigen) Reduktion des Arbeitspensums geht die Beschwerdeführerin sodann davon aus, dass sie die Kinder zur Hauptsache betreut. Dies trifft nicht zu, weshalb ihre Ausführungen von vornherein nicht geeignet sind, eine Verfassungswidrigkeit des angefochtenen Urteils aufzuzeigen. Auch im vorliegenden Zusammenhang kann der Beschwerdeführerin sodann nicht gefolgt werden, wenn sie geltend macht, in der Obhutszuteilung an den Beschwerdegegner liege eine für sie überraschende Rechtsanwendung (vgl. vorne E. 4.4).