Citation: 6B_369/2022 E. 2.3.2

2.3.2. Hinsichtlich seiner familiären Verhältnisse hält die Vorinstanz fest, der Beschwerdeführer sei hierzulande mit einer Schweizerin verheiratet gewesen, im Jahre 2010 jedoch geschieden worden. Er habe keine Kinder. Er verfüge über einen Onkel in Lausanne, der mit einer Schweizerin verheiratet sei und vier Kinder habe. Diese seien nicht gesund, weshalb er ihn oft besuche und ihn unterstütze. Er pflege eigenen Angaben zufolge so oft wie möglich Kontakt zur Familie seiner Ex-Frau und habe hierzulande viele Freunde. Er lebe seit rund einem Jahr und ein paar Monaten mit einer Schweizerin in einer Partnerschaft, sie würden aber nicht zusammen wohnen. Der Verteidigung zufolge handle es sich bei seiner Freundin nun um seine Familie. Er sei mit ihr eng verbunden. Die Vorinstanz erwägt, es handle sich bei der Partnerschaft des Beschwerdeführers nicht um eine langjährige Beziehung, die beiden hätten keine gemeinsamen Kinder und lebten nicht zusammen und es läge auch sonst keine Anhaltspunkte für eine enge wirtschaftliche Gemeinschaft vor. Der Beschwerdeführer habe anlässlich einer Einvernahme erklärt, für keine anderen Personen finanziell aufzukommen. Auch wenn er und seine Partnerin eng verbunden seien, qualifiziere ihre Partnerschaft nicht als echte und eheähnliche Gemeinschaft im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung. Es bestehe zudem die Möglichkeit, die Beziehung via Besuche oder durch moderne Kommunikationsmittel aufrechtzuerhalten. Die Beziehung zur Familie seines Onkels sowie zu seiner Ex-Frau sei zudem nicht ausreichend, um einen Aufenthaltsanspruch gestürzt auf Art. 8 EMRK zu begründen. Die Erwägungen im angefochtenen Urteil erweisen sich auch diesbezüglich als zutreffend. Der Beschwerdeführer ist weder verheiratet, noch hat er Kinder. Er führt zwar seit zwei Jahren eine Beziehung mit einer Schweizerin, wohnt mit dieser aber weder zusammen noch unterstützt er sie finanziell oder anderweitig. Es liegen damit keine Hinweise für eine familiäre Beziehung im Sinne von Art. 8 EMRK vor (vgl. supra E. 2.2.3). Der Beschwerdeführer anerkennt denn auch implizit selber, dass seine Beziehung wohl kein Aufenthaltsrecht im Sinne von Art. 8 EMRK begründe. Der Vorinstanz ist im Übrigen zuzustimmen, wenn sie erwägt, der Kontakt zu seiner Partnerin könne mittels Besuchen oder durch moderne Kommunikationsmittel aufrecht erhalten werden. Die Trennung von seiner Partnerin im Falle einer Landesverweisung begründet damit vorliegend keinen Härtefall. Gleiches gilt für den Kontakt zu seinem Onkel und dessen Kindern in Lausanne. Auch dabei handelt es sich nicht um eine von Art. 8 EMRK geschützte Verbindung. Aus dem blossen Umstand, dass der Beschwerdeführer besagten Onkel bisweilen bei der Pflege seiner offenbar gesundheitlich angeschlagenen Kinder unterstütze, ergibt sich jedenfalls keine dafür hinreichende Intensität. Ebensowenig begründet der Umstand, dass der Beschwerdeführer "so oft wie möglich" Kontakt zur Familie seiner Ex-Frau und hierzulande viele Freunde habe besonders intensive resp. überdurchschnittliche soziale Verbindungen zur Schweiz. Der Beschwerdeführer kann sich damit auch nicht auf das Recht auf Privatleben im Sinne von Art. 8 EMRK berufen (vgl. supra E. 2.2.3).