Citation: 1C_75/2018 E. 8.5

8.5. Ob die Beschwerdeführerin mit diesen Ausführungen rechtsgenüglich darlegte, inwiefern die Vorinstanz die kantonalen und kommunalen Einordnungsvorschriften in willkürlicher Weise angewendet haben soll, ist fraglich (vgl. E. 1.3 hievor), kann jedoch offen bleiben, weil die Rüge ohnehin unbegründet wäre. So kann die Kritik der SBK am nachträglich bewilligten Bauvorhaben gemäss der zutreffenden Meinung der Vorinstanz nicht unbesehen auf den strittigen Gestaltungsplan übertragen werden, weil sich das darin vorgesehene Richtprojekt namentlich bezüglich der Anordnung der Wohnbauten über dem Sockelgeschoss erheblich davon unterscheidet und mit der zusätzlichen Aufteilung der Wohnbauten über dem Sockelgeschoss eine teilweise Anpassung an die umliegenden kleineren Gebäude geschaffen wurde (vgl. E. 3.3 hievor). Sodann ist im Gestaltungsplangebiet richtplanmässig eine Verdichtung mit Hochhäusern bis maximal 35 m vorgesehen. Das Richtprojekt unterschreitet diese Höhe erheblich und gleicht seine Gesamthöhe gemäss den Feststellungen des Baurekursgerichts der Höhe der grösseren umliegenden Bauten an, was die Beschwerdeführerin nicht bestreitet. In diesem Umfeld ist vertretbar anzunehmen, der tiefere Sockelbau erreiche eine gute städtebauliche Gesamtwirkung. Zwar bilden die darüber vorgesehenen Wohnbauten zu den Sternbauten nördlich des Gestaltungsplangebiets und den Kleinbauten an der Bahnhofstrasse 105 - 115 einen höhenmässigen Kontrast. Dieser wird jedoch dadurch relativiert, dass - wie dargelegt - in der näheren baulichen Umgebung entlang der Bahnhofstrasse bereits mehrere ähnlich hohe Bauten errichtet wurden. Unter diesen Umständen durfte die Vorinstanz willkürfrei davon ausgehen, der im Gestaltungsplan vorgesehene Sockelbau mit darauf erstellten Wohnbauten erfülle unter Berücksichtigung der anzustrebenden Verdichtung und der heterogenen baulichen Umgebung die Anforderung an die Gesamtwirkung gemäss Art. 3 Ziff. 3 BZO und die Gestaltung gemäss § 71 PBG. Daran vermag nichts zu ändern, dass eine andere Lösung ebenfalls als vertretbar erscheint. So ist fraglich, ob der relativ geringe Abstand zwischen den bestehenden Kleinbauten und dem Sockelbereich gemäss dem Richtprojekt einer besonders guten Gestaltung gemäss § 71 PBG entspricht, da der öffentliche Raum dadurch stark fragmentiert wird, weshalb der Architekturbeirat empfahl, diese Zwischenräume bei der weiteren Bearbeitung noch einmal zu überprüfen (Beurteilungsbericht S. 8).