Citation: 8C_927/2009 17.12.2009 E. 3

3.1 Das kantonale Gericht ging gestützt auf die medizinischen Unterlagen, insbesondere den Bericht der Dermatologischen Klinik Allergologie, Dermato-Onkologie, Venerologie des Spitals Y.________ vom 21. Oktober 2003, das pneumologische Gutachten des Dr. med. E.________ vom 5. April 2004 und das im Rahmen der Begutachtung des Spitals X.________ erstellte pneumologische Untergutachten vom 20. Oktober 2006 davon aus, dass die Beschwerdeführerin stark allergisch auf verschiedene Pollen, Wildseide und Hausstaub reagiert, wodurch Atembeschwerden ausgelöst werden, welche die Ärzte als leichtes Bronchialasthma bezeichneten. Sowohl Dr. med. E.________ wie auch die Lungenspezialisten des Spitals X.________ und die Ärzte des Spitals Y.________ hätten aus somatischer Sicht eine vollständige Arbeitsfähigkeit attestiert. Das psychiatrische Fachgutachten des Spitals X.________ vom 23. Oktober 2006 gehe von einer Dysthymia (ICD-10 F34.1) und einer Arbeitsfähigkeit von 60 bis 80 Prozent aus. Im Rahmen der Gesamtbeurteilung hätten die Gutachter mit schlüssiger Begründung eine Arbeitsfähigkeit von insgesamt 80 Prozent attestiert, wobei eine Staub- und Pollenexposition zu vermeiden sei und nur Arbeiten in gut gelüfteten Räumen oder im Freien in Frage kämen. Diese Feststellung beruht weder auf einer unrichtigen oder unvollständigen Sachverhaltsermittlung, noch verstösst die dieser Einschätzung zugrunde liegende Beweiswürdigung gegen Bundesrecht. Diese Tatsachenfeststellungen sind für das Bundesgericht verbindlich und auch nicht umstritten. 3.2 Die Beschwerdeführerin wendet ein, die Vorinstanz sei auf ihre Vorbringen im Zusammenhang mit den Verweisungstätigkeiten und dem daraus abgeleiteten Invalidenlohn nicht näher eingegangen und habe sich nicht mit den konkreten Arbeitsmöglichkeiten ohne Staub- und Pollenexposition auf dem schweizerischen Arbeitsmarkt auseinandergesetzt. Darin erblickt sie eine Verletzung der aus Art. 29 Abs. 2 BV hergeleiteten Begründungspflicht und von Art. 16 ATSG. 3.3 Gemäss Art. 16 ATSG wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Ob der für die Bestimmung des Invalideneinkommens massgebliche ausgeglichene Arbeitsmarkt dem gegebenen Zumutbarkeitsprofil entsprechende Stellen anbietet, ist eine (vom Bundesgericht frei überprüfbare) Rechtsfrage, wenn die Vorinstanz auf die allgemeine Lebenserfahrung abgestellt hat. Um eine (nur eingeschränkt überprüfbare) Tatfrage geht es hingegen, wenn aufgrund einer konkreten Beweiswürdigung entschieden wurde (Urteil 8C_776/2008 vom 18. Juni 2009 E. 5.2). 3.4 Das kantonale Gericht hat hiezu erwogen, die volle Arbeitsfähigkeit bedinge eine leidensangepasste Tätigkeit ohne Allergieexposition. Insbesondere seien eine Staub- und Pollenexposition zu vermeiden und Arbeiten in gut gelüfteten Räumen oder im Freien vorzuziehen. An die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten sind rechtsprechungsgemäss keine übermässigen Anforderungen zu stellen. Die Sachverhaltsermittlung hat nur soweit zu gehen, dass im Einzelfall eine zuverlässige Ermittlung des Invaliditätsgrades gewährleistet ist (SVR 2008 IV Nr. 62 S. 203, 9C_830/2007 E. 5.1; AHI 1998 S. 287 E. 3b; Urteile 8C_776/2008 vom 18. Juni 2009 E. 5.3, 9C_494/2007 vom 6. Mai 2008 E. 3.3). Die Umschreibung im angefochtenen Entscheid genügt den entsprechenden formell- und materiellrechtlichen Erfordernissen, weshalb sich die Rüge einer Verletzung des rechtlichen Gehörs im Sinne von Art. 29 Abs. 2 BV als unbegründet erweist. Dies gilt umso mehr, als bereits im pneumologischen Fachgutachten vom 20. Oktober 2006 zu möglichen Verweistätigkeiten Stellung genommen wurde. Danach ist ein stark sensibilisierender Arbeitsplatz, beispielsweise in einer Bäckerei mit Mehlexposition nicht zu empfehlen. Auch eine erhöhte Exposition zu Dämpfen ist laut Gutachten des Spitals X.________ vom 1. Dezember 2006 ungeeignet. Hingegen sind alle körperlich leichten Tätigkeiten ohne solche Expositionen aus pneumologischer Sicht zumutbar. Die Berufsberatung der IV-Stelle nennt im Bericht vom 15. Februar 2007 als behinderungsangepasste Tätigkeiten beispielsweise Konfektions-, Abfüll- oder Kontrollarbeiten. Darauf stellte die IV-Stelle in ihrer Verfügung vom 27. Juni 2007 ab. Aufgrund des breiten Spektrums verbleibender Einsatzmöglichkeiten ist nach allgemeiner Lebenserfahrung davon auszugehen, dass der ausgeglichene Arbeitsmarkt genügend Tätigkeiten bietet, welche dem medizinischen Zumutbarkeitsprofil entsprechen.