Citation: 1C_517/2023 E. 2.1

2.1. Die Vorinstanz erwog, dass der dem Strafbefehl vom 29. September 2022 zugrunde liegende Sachverhalt für ihre rechtliche Beurteilung verbindlich sei. Vorliegend habe der Beschwerdeführer seine Einsprache gegen den Strafbefehl zurückgezogen. Weiter erwog die Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe als Lenker eines Lieferwagens seine Aufmerksamkeit auf der Autobahn A 1 vom vorausfahrenden Verkehr abgewandt und sei dann mit dem vorausfahrenden Personenwagen kollidiert, nachdem dessen Lenker das Fahrzeug abgebremst habe; Verletzte habe es keine gegeben. Dem Beschwerdeführer sei anzulasten, dass er durch seine Unaufmerksamkeit eine konkrete Gefahr für sich und den Unfallgegner verursacht habe. Zudem habe auch eine abstrakte Gefahr bestanden, dass weitere Verkehrsteilnehmende in einen Folgeunfall verwickelt würden. Ohne die pflichtwidrige Unaufmerksamkeit des Beschwerdeführers hätte der Unfall ohne Weiteres vermieden werden können, selbst wenn eine durch Sonneneinstrahlung hervorgerufene Blendung eine weitere Mitursache gewesen wäre. Für die Annahme eines leichten Falles fehle es vorliegend bereits an der Geringfügigkeit der Gefährdung. Damit liege eine mittelschwere Widerhandlung im Sinne von Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG vor. In Anbetracht dessen könne offenbleiben, ob das Verschulden als gering oder schwer einzustufen sei.