Citation: 2C_860/2022 E. 5.2

5.2. Während die Erwägungen der Vorinstanz in Bezug auf das Nichtbestehen der Beziehung zwischen dem Beschwerdeführer und C.________ für den Zeitraum bis 2018 ohne Weiteres vertretbar (und damit nicht willkürlich) erscheinen, fehlt es in Bezug auf den Zeitraum ab 2018 an einer belastbaren Grundlage für diese Annahme. Die Bestätigungen der Familienangehörigen, aber auch die Behördenkontakte in Bern betreffend Kantonswechsel und Reisevisa sowie die Modalitäten des Vollzugs der letzten Freiheitsstrafe (mit Fussfessel an der Adresse der Familienwohnung in U.________; Art. 105 Abs. 2 BGG) weisen alle darauf hin, dass der Beschwerdeführer wie geltend gemacht Anfang 2018 nach U.________ umgezogen ist und seither wieder mit C.________ zusammenwohnt. In Bezug auf seine Erwerbstätigkeit seit 2018 lässt (alleine) der Umstand, dass es sich um von Familienangehörigen geführte Betriebe handelt, nicht ohne weiteres den Schluss auf eine Gefälligkeitshandlung zu, insbesondere zumal der Beschwerdeführer in dieser Zeitperiode weder der öffentlichen Fürsorge zur Last gefallen ist noch weitere Schulden angehäuft hat. In Bezug auf diese zwei Punkte erweist sich die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz als willkürlich (Art. 9 BV). Es ist entsprechend im Folgenden davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer Anfang 2018 wieder mit seiner früheren Partnerin zusammengezogen ist und einer regulären Erwerbstätigkeit nachging.