Citation: 8C_289/2019 E. 5.1

5.1. Zunächst ist festzuhalten, dass der Auffassung des kantonalen Gerichts und des Beschwerdegegners, im Zeitpunkt der Rentenaufhebungsverfügung vom 6. Juli 2016 habe kein Revisionsgrund vorgelegen, nicht gefolgt werden kann. Der Unfall vom 20. März 2013 und dessen Folgen (Oberschenkelfraktur mit Infektion) bildeten unbestritten den Anlass, dass die IV-Stelle den Rentenanspruch von Gesetzes wegen revisionsweise zu überprüfen hatte. Wie bei der Neufestsetzung des Rentenanspruchs ex nunc et pro futuro wird die Verwaltung oftmals, nicht zuletzt aufgrund der Langsamkeit des Abklärungsverfahrens, in die Lage versetzt, im Rentenrevisionsverfahren rückwirkend den eingetretenen Tatsachenänderungen, die zu einer Erhöhung, Herabsetzung oder Aufhebung des Rentenanspruchs führen können, Rechnung zu tragen. Etwas anderes ergibt sich aus der Rechtsprechung nicht (vgl. MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, Zürich/Basel/Genf 2014, Art. 30 bis 31 Rz. 19 S. 423 mit Hinweisen). Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen, dass die Sachverständigen der MEDAS festhielten, angesichts des über Jahre hinweg stabil gebliebenen Zustands im Bereich der rechten Hand (Handverletzung mit Fingerteilamputationen) müsse davon ausgegangen werden, dass durch Gewöhnung und Anpassung eine faktische und funktionelle Verbesserung über die Zeit bis zum Jahr 2013 eingetreten sei. Aktuell könne klinisch keine funktionelle Einschränkung der rechten Hand gesehen werden. Ein kompletter Funktionsverlust, wie bei einem "funktionellen Einhänder" liege nicht vor, was auch dadurch untermauert werde, dass der Explorand weiterhin rechtshändig schreibe. Auch aus diesen Angaben des beweiskräftigen Gutachtens der MEDAS ergibt sich, dass sich der Gesundheitszustand infolge Gewöhnung an die Amputationen an zwei Fingern der rechten Hand in revisionsrechtlich erheblicher Weise verbessert hatte und damit einen Revisionstatbestand darstellte (vgl. E. 3.1 hievor).