Citation: 6S.7/2007 24.04.2007 E. 3.7

3.7.1 Der Beschwerdeführer macht eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör geltend, weil er nicht am Augenschein und der Experteninstruktion vom 23. Dezember 2003 teilnehmen konnte. Er sei dazu nicht eingeladen worden, weil er zu jenem Zeitpunkt weder Angeklagter noch Auskunftsperson war. 3.7.2 Gemäss Art. 29 Abs. 2 BV haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Dazu gehört insbesondere das Recht des Betroffenen, mit erheblichen Beweisen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 129 II 497 E. 2.2 S. 505; 127 I 54 E. 2b S. 56). Der Beschwerdeführer begründet nicht näher, inwiefern der Augenschein oder die Experteninstruktion für die Entscheidfindung wesentlich ist. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs ist nicht dargetan, weshalb auf die entsprechende Rüge nicht einzutreten ist. 3.8 Der Beschwerdeführer macht weiter eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör geltend, weil er keine Gelegenheit gehabt habe, sich zur Annahme des Kantonsgerichts zu äussern, bei einer talseitig erkennbaren Abgrenzung von der Publikumspiste wäre der Unfall vermieden worden. Dieser neu vorgebrachte Vorwurf sei weder in den beiden Gutachten noch in der Anklageschrift oder im erstinstanzlichen Urteil enthalten. Er habe deshalb weder Veranlassung noch Gelegenheit gehabt, zu dieser ihm vorgeworfenen Sorgfaltspflichtverletzung Stellung zu nehmen. 3.8.1 In der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 18. Januar 2005 wird unter anderem ausgeführt, dass im Zielauslauf der Absicherungszaun wesentlich nach unten zu verlängern und der Zielraum nach unten hin abzuschliessen gewesen wäre. Damit war dem Beschwerdeführer klar, welche Unterlassung ihm in rechtlicher Hinsicht vorgeworfen wurde. Es kann deshalb keine Rede davon sein, er habe sich mit einer Rechtsnorm oder einem Rechtsgrund konfrontiert gesehen, mit deren Erheblichkeit er nicht rechnen musste (vgl. BGE 115 Ia 96). Die Rüge ist unbegründet.