Citation: 4A_553/2021 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz habe die Vertretungsmacht des Amtschefs erstmalig ins Spiel gebracht. Diese könnte nur rechtserheblich sein, wenn dies vom Beschwerdegegner (als Vertretenen) vor Aktenschluss behauptet oder zumindest thematisiert worden wäre. Weder mit seiner Klageantwort noch mit seiner Duplik habe er behauptet, der Amtschef habe ihn nicht vertreten können, sondern in der Klageantwort ausdrücklich ausgeführt, die Bauherrschaft bzw. der Kanton Wallis sei durch das Amt für Nationalstrassenbau ANSB vertreten. Als einziges (unzutreffendes) Argument gegen die Verbindlichkeit der anerkannten Vergleiche habe er den angeblichen Zustimmungsvorbehalt des ASTRA ins Feld geführt. Nicht einmal im Berufungsverfahren habe er sich auf den Standpunkt gestellt, der Amtschef habe ihn nicht rechtsverbindlich verpflichten können.