Citation: 9C_572/2023 E. 3.1

3.1. Das Verwaltungsgericht stufte das - auf im Dezember 2021 vorgenommenen internistischen, rheumatologischen, pneumologischen, psychiatrischen und neuropsychologischen Abklärungen basierende - Gutachten der medexperts AG vom 8. Februar 2022 mit dem RAD (Stellungnahme vom 2. März 2022) als in jeder Hinsicht beweiskräftig ein. Es kam gestützt darauf zum Schluss, die Beschwerdeführerin leide (mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit) an einer leichten bis mittelschweren neuropsychologischen Funktionsstörung mit verminderter psychophysischer Belastbarkeit im Zusammenhang mit einem hirnorganischen Psychosyndrom vermutlich im Zusammenhang mit einem Aarskog-Syndrom (ICD-10: F07.9), einer leichten Intelligenzminderung, akzentuierten Persönlichkeitszügen (emotional instabil, ICD 10: Z73.1), einer Gonarthrose und Retropatellargelenksarthrose beidseits (ICD-10: M17.9) sowie einem degenerativen Lendenwirbelsäulensyndrom mit moderater Spondylarthrose L3/4 und deutlicher teils lockernder Spondylarthrose L4/5 mit Pseudoventrolisthesis Grad 1 auf Höhe L4/5 (ICD-10: M47.9). Ihre bisherige Tätigkeit (Briefkastenzustellung bei Quickmail auf Abruf; Schülerlotsin etc.), die als leidensangepasst einzustufen sei, da sie kurze, selbstständig einteilbare Arbeitszeiten sowie eine Flexibilität der Belastung je nach Zustand ermögliche, könne die Beschwerdeführerin noch in einem Umfang von 60 % ausüben. Zusätzlich gelte folgendes Belastungsprofil: Leichte bis mittelschwere wechselbelastende, primär sitzende Tätigkeiten ohne ausschliessliches Stehen oder Gehen, ohne repetitive Überkopfarbeiten und ohne Wirbelsäulenzwangshaltungen. Spätestens ab März 2017 sei von einer schleichenden Veränderung des Gesundheitszustands auszugehen.