Citation: 8C_344/2014 E. 3.2.3

3.2.3. Aus rheumatologischer Sicht diagnostizierte die Gutachterin Dr. med. et Dr. sc. nat. ETH F.________ einen Verdacht auf undifferenzierte seronegative Polyarthritis, gegenwärtig in voller Remission (in Klinik, Labor und Szintigraphie) und attestierte eine volle Arbeitsfähigkeit für leichte Tätigkeiten mit Hantieren von Lasten bis zu 10 kg, ohne Exposition in Kälte, Nässe oder erheblichen Temperaturschwankungen. Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erwähnte die Fachärztin unter anderem ausgedehnte chronische Schmerzen. In der Beurteilung führte sie aus, seit dem Jahre 2000 sei bei der Versicherten eine undifferenzierte seronegative Polyarthritis postuliert worden, obwohl bisher nie eine Gelenkentzündung bildgebend habe dokumentiert werden können und Entzündungszeichen oder andere rheuma-immunologische Befunde fehlten. Seit sie vor rund fünf Jahren als Basismittel niedrig dosiertes parenterales Methotrexat und Cortison einnehme, hätten sich die Gelenkbeschwerden deutlich gebessert. In der klinischen Untersuchung konnte die Rheumatologin keinen wesentlichen Befund erheben und die Beschwerden daher im angegebenen Ausmass nicht objektivieren. Die seit einigen Jahren bekannte undifferenzierte Polyarthritis habe bisher keine erosiven Veränderungen verursacht und sei gegenwärtig in voller Remission. Es handle sich daher um eine äusserst milde Form der Erkrankung, falls diese je bestanden habe. Möglicherweise sei es sogar zu einer Heilung gekommen.