Citation: 2C_685/2014 E. 5.2

5.2. Die Notwendigkeit einer Interessenabwägung ergibt sich auch aus Art. 8 Ziff. 2 EMRK. Danach ist ein Eingriff in das von Art. 8 Ziff. 1 EMRK geschützte Familienleben statthaft, wenn er gesetzlich vorgesehen ist und in einer demokratischen Gesellschaft für die nationale oder öffentliche Sicherheit, für das wirtschaftliche Wohl des Landes, zur Aufrechterhaltung der Ordnung, zur Verhütung von Straftaten, zum Schutz der Gesundheit oder der Moral oder zum Schutz der Rechte und Freiheiten anderer notwendig ist. Die Konvention verlangt demnach eine Abwägung der sich gegenüberstehenden privaten Interessen an der Bewilligungsverlängerung und den öffentlichen Interessen an deren Verweigerung, wobei Letztere in dem Sinn überwiegen müssen, dass sich der Eingriff als notwendig erweist (BGE 139 I 145 E. 2.2 S. 147 f.; 135 I 153 E. 2.2.1 S. 156; 135 I 143 E. 2.1 S. 147). Die Vorinstanz hat zu Unrecht erwogen, der Schutzbereich von Art. 8 Ziff. 1 EMRK sei vorliegend nicht tangiert (vgl. auch Urteile 2C_147/2014 vom 26. September 2014 E. 5.3; 2C_155/2014 vom 28. Oktober 2014 E. 5.3; BGE 135 I 153 E. 2.1 S. 155). Der Beschwerdeführer lebt in einer intakten Familiengemeinschaft, so dass eine Interessenabwägung nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK geboten ist.