Citation: 5A_223/2023 E. 3.2.1

3.2.1. Es erwog, dem Wortlaut des Forderungsgrunds lasse sich entnehmen, dass mit der Betreibung Forderungen gegenüber dem Beschwerdegegner anlässlich der Wahl als bzw. aus seiner Tätigkeit als Verwaltungsrat bzw. CEO der C.________ AG geltend gemacht würden. Der Forderungsgrund sei ausreichend umschrieben, da ersichtlich werde, dass Grundlage der Forderung die Tätigkeit des Beschwerdegegners bei der C.________ AG sei. Der Beschwerdegegner sei mit GV-Beschluss vom 27. März 2017 in den Verwaltungsrat der C.________ AG gewählt worden. Ab Ende November 2018 habe er diese Funktion unbestrittenermassen nicht mehr ausgeübt. Soweit seitens der Beschwerdeführerin irgendwelche angeblichen Anspruchsgrundlagen vorgebracht worden seien, die die Zeit nach dessen Amtsausübung beträfen, seien entsprechende Forderungen gar nicht rechtsgültig in Betreibung gesetzt worden. Für die Frage, ob die Betreibung rechtsmissbräuchlich erfolgt sei, könnten Gründe hierfür auch nicht einfach nachgeschoben werden. Im Gegenteil könne eine solche nachgeschobene Begründung vielmehr gerade als Indiz gewertet werden, dass die Betreibung rechtsmissbräuchlich erfolgt sei. Dies treffe namentlich auf die angebliche schenkungsweise Einbringung der Aktien der C.________ AG durch D.________ in die G.________-Stiftung zu, was 2019 erfolgt sein soll. Auch die geltend gemachten Pläne, das Darlehen der Beschwerdeführerin an die C.________ AG zum Verschwinden zu bringen, datierten ab Dezember 2019. Selbiges treffe auch das behauptete Vorhaben, die C.________ AG zu verkaufen, denn die Unterlagen im Zusammenhang mit dem angeblichen Kaufangebot datierten vom März 2020. Soweit solche Pläne überhaupt umgesetzt worden wären, wäre dies demnach erst lange Zeit nach Abtritt des Beschwerdegegners als Verwaltungsrat der C.________ AG der Fall gewesen. Inwiefern die Beschwerdeführerin bzw. die C.________ AG diesbezüglich gegen den Beschwerdegegner im Zusammenhang mit dessen Tätigkeit als Verwaltungsrat und CEO eine Forderung erlangt haben sollen, ergebe sich nicht ansatzweise. Namentlich sei nicht vorstellbar, inwiefern bereits die Annahme der Wahl als Verwaltungsrat der C.________ AG im Frühjahr 2017 eine Forderung in Höhe von Fr. 100 Mio. begründet haben soll, selbst wenn diese tatsächlich in Verletzung des Gesetzes und der Statuten erfolgt sein sollte.