Citation: 5A_723/2019 E. 6.3.2

6.3.2. Sodann erläutert der Beschwerdeführer, weshalb der Streit zwischen den Eltern über das Besuchsrecht nicht "einseitig durch Repressionen gegen die Kinder und ihren Vater gelöst werden" könne, sondern durch Anordnung einer Mediation zwischen den Eltern. Dabei solle "in Hinblick auf das Zusammenwirken der Eltern mit Bezug auf die Kinderbelange nach Lösungen" gesucht werden. Der angefochtene Entscheid verletzte Art. 307 Abs. 3 ZGB und Art. 18 KRK. Das Verwaltungsgericht hält demgegenüber dafür, in der gegebenen Situation verspreche nicht eine Mediation zwischen den Eltern, sondern eine Therapie des Beschwerdeführers Erfolg. Auch die Kindsmutter erachtet eine Mediation nicht als erfolgsversprechend. Gemäss Art. 307 Abs. 3 ZGB kann die Kindesschutzbehörde den Eltern Weisungen für die Pflege, Erziehung oder Ausbildung erteilen. Gestützt auf diese Bestimmung ist die Behörde namentlich befugt, Weisungen zur Durchführung einer Therapie oder einer Mediation zu erlassen, wobei unter Mediation in diesem Sinne eine Gesprächstherapie zwischen den Eltern zwecks Verbesserung der Kommunikation zu verstehen ist (Urteil 5A_522/2017 vom 22. November 2017 E. 4.7.3.2). Vorausgesetzt ist eine Gefährdung des Wohls des Kindes und dass die Eltern nicht von sich aus für Abhilfe sorgen oder hierzu nicht in der Lage sind. Ausserdem muss die Massnahme zum Schutz des Kindeswohls geeignet, das mildeste erfolgversprechende Mittel und der betroffenen Person zumutbar sein (Art. 307 Abs. 1 ZGB; Art. 5 Abs. 2 BV). Die Kindesschutzbehörde verfügt bei der Auswahl und Anordnung der zu treffenden Massnahme über einen grossen Ermessensspielraum (Urteil 5A_887/2017 vom 16. Februar 2018 E. 5.1 mit Hinweisen), in welchen das Bundesgericht nur mit Zurückhaltung eingreift (vgl. vorne E. 4.2). Der Beschwerdeführer legt in einiger Ausführlichkeit dar, weshalb die Unstimmigkeiten zwischen den Eltern seiner Ansicht nach mit Mediationsgesprächen bei einem erfahrenen Mediator aufgelöst werden könnten. Seine Ausführungen sind indessen appellatorisch gehalten. Ausserdem weicht er auch in diesem Zusammenhang von den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz ab, ohne dies weiter zu begründen, womit er mit den entsprechenden Vorbringen nicht zu hören ist (vgl. vorne E. 1.3). Damit gelingt es ihm mit Blick auf das Ermessen der Behörden nicht, die auf einem willkürfrei festgestellten Sachverhalt (vgl. vorne E. 2) gründenden Ausführungen der Vorinstanz als rechtsfehlerhaft erscheinen zu lassen. Zur Anordnung der Therapie erhebt er sodann keine weiteren Einwände, namentlich macht er nicht geltend, diese würde ihn unzumutbar hart treffen. Zwar führt er aus, die Anordnung einer Therapie sei "völlig unverhältnismässig" und "geradezu willkürlich". Er begründet indes nicht, wie er zu dieser Einschätzung gelangt, womit er damit nicht zu hören ist. Auch in diesem Zusammenhang äussert sich der Beschwerdeführer sodann nicht näher dazu, inwieweit die Kinderrechtskonvention verletzt sein sollte oder deren Garantien über die gesetzliche Regelung hinausgehen sollten (vgl. vorne E. 4.4).