Citation: 7B_780/2024 E. 5.4.3

5.4.3. Die Vorinstanz erwägt, das Familiengericht Aarau sei "offensichtlich" nicht mit der vorliegenden Strafsache befasst gewesen. Dieses habe nicht über die Strafsache befinden müssen, sondern einzig über eine C.________ betreffende Gefährdung. Dass die im Raum stehenden Vorwürfe den Anlass für die von ihm [d.h. vom Familiengericht] bejahte Gefährdung von C.________ gebildet hätten, ändere daran nichts. Sie verneint damit in Bezug auf das Kindesschutzverfahren - zumindest implizit - das Vorliegen einer "gleichen Sache" im Sinne von Art. 56 lit. b StPO (vgl. oben E. 5.3.3). Gemäss der Vorinstanz wäre eine Ausstandspflicht einzig denkbar, wenn sich der Beschwerdegegner als Mitglied des Familiengerichts Aarau in einer Art und Weise geäussert oder verhalten hätte, dass daraus auf eine Befangenheit im Sinne von Art. 56 lit. f StPO zu schliessen wäre. Dies sei gemäss der Vorinstanz aber nicht erkennbar. Erstens sei es nicht der Beschwerdegegner gewesen, der die Verfügung vom 1. März 2023 (betreffend die Anordnung der superprovisorischen Sistierung des Besuchswochenendes vom 3.-5. März 2023, die Einräumung eines zweiwöchentlichen Besuchsrechts und die Vorladung vor dem Familiengericht; vgl. oben E. 3.3) erlassen habe. Zweitens habe die genannte Verfügung offensichtlich einzig darauf abgezielt, einer einstweilen nur als möglich erachteten Gefährdung von C.________ in angemessener Weise Rechnung zu tragen. Die Vorinstanz hält weiter fest, mit der unsubstanziiert erhobenen Behauptung des Beschwerdeführers, wonach ihm "aufgrund des Verfahrens bei der Kindesschutzbehörde" seit mehreren Monaten mit Hinweis auf das laufende Strafverfahren jeglicher Kontakt zu C.________ untersagt werde, lasse sich die behauptete Befangenheit des Beschwerdegegners ebenfalls nicht begründen. Es sei nicht der Beschwerdegegner gewesen, der die Verfügung vom 1. März 2023 erlassen habe. Abgesehen davon sei die Geltendmachung dieses Ausstandsgrunds erheblich verspätet erfolgt, sei dem Beschwerdeführer die "Doppelfunktion" des Beschwerdegegners doch bereits seit Zustellung der Vorladung und Beweisverfügung vom 12. Februar 2024 bekannt gewesen. Schliesslich setzt sich die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid mit der vom Beschwerdegegner selbst als "kritisch" bezeichneten Bestellung eines Prozessbeistands für das laufende Strafverfahren auseinander. Sie erwägt, dass auch dieser Umstand ihn nicht als befangen erscheinen lasse.