Citation: 1C_398/2022 E. 3.3

3.3. Gemäss Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz vom 1. Juli 1966 (NHG; SR 451) ist dem Aussterben einheimischer Tier- und Pflanzenarten durch die Erhaltung genügend grosser Lebensräume (Biotope) und andere geeignete Massnahmen entgegenzuwirken (Satz 1). Bei diesen Massnahmen ist schutzwürdigen land- und forstwirtschaftlichen Interessen Rechnung zu tragen (Satz 2). Besonders zu schützen sind nach Art. 18 Abs. 1 bis NHG insbesondere Riedgebiete und Moore sowie weitere Standorte, die eine ausgleichende Funktion im Naturhaushalt erfüllen oder besonders günstige Voraussetzungen für Lebensgemeinschaften aufweisen. Die Kantone scheiden die Biotope von regionaler und lokaler Bedeutung aus und sorgen für ihren Schutz und Unterhalt (Art. 18b NHG). Sie ordnen auch den Schutz und Unterhalt der Biotope von nationaler Bedeutung (Art. 18a Abs. 2 Satz 1 NHG). Art. 18b Abs. 2 NHG sieht vor, dass die Kantone in intensiv genutzten Gebieten für ökologischen Ausgleich zu sorgen haben. Der ökologische Ausgleich bezweckt gemäss Art. 15 Abs. 1 der Verordnung vom 16. Januar 1991 über den Natur- und Heimatschutz (NHV; SR 451.1) insbesondere, isolierte Biotope miteinander zu verbinden, nötigenfalls durch die Neuschaffung von Biotopen, die Artenvielfalt zu fördern, eine möglichst naturnahe und schonende Bodennutzung zu erreichen, Natur in den Siedlungsraum einzubinden und das Landschaftsbild zu beleben (vgl. Urteil 1C_98/2018 vom 7. März 2019 E. 3.1).