Citation: 8C_16/2018 E. 6

Nach den vorinstanzlichen Feststellungen wird die Diagnose eines CRPS in den neuesten Berichten der behandelnden Ärzte Dr. med. D.________, Rheumatologie FMH, vom 15. Juli 2016 und Frau Dr. med. E.________, Innere Medizin, speziell Rheumatologie FMH, vom 15. Oktober 2015, auf die sich die Beschwerdeführerin zur Geltendmachung einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit beruft, praktisch ausschliesslich mit ihren subjektiven Angaben begründet. Bezüglich dieser Diagnose ist den medizinischen Akten anamnestisch zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin bereits im Jahr 1978, nach einer Kniekontusion, unter Kniebeschwerden gelitten habe. Im Jahr 1980 sei sie über das Kabel eines Racletteofens gestolpert. Es sei eine Arthroskopie erfolgt und danach ein CRPS aufgetreten. Auch nach einer Knietotalprothese am 22. November 2002 hätten eine Bewegungseinschränkung und chronische Beschwerden persistiert beziehungsweise habe sich erneut ein CRPS entwickelt (Berichte des Spitals F.________, Institut für Radiologie, vom 20. November 1997, der Frau Dr. med. C.________ vom 30. Oktober 2009 sowie vom 11. März 2011, der Dres. med. G.________, Rheumatologie FMH, und H.________, Anästhesiologie FMH, Klinik I.________, vom 3. Februar und vom 19. April 2010 und des Spitals K.________ vom 2. November 2011 sowie vom 28. August 2013). Die ab dem Jahr 2010 konsultierten Ärzte behielten sich bezüglich der CRPS-Diagnose indessen weitere Abklärungen vor (Dr. med. G.________, Bericht vom 3. Februar 2010), sprachen von CRPS-Residuen (Dr. med. H.________, Bericht vom 19. April 2010), verwiesen auf die fehlende Diagnostik, erachteten die Kriterien als nicht vollständig erfüllt beziehungsweise zogen eine Differentialdiagnose in Betracht (Spital K.________, Berichte vom 2. November 2011, vom 7. Februar 2012, vom 6. Mai 2013 und vom 28. August 2013). Die Diagnose eines CRPS wurde also, soweit für den hier streitigen Rentenanspruch ab dem 1. Dezember 2012 von Belang, nicht erhärtet. Des Weiteren wurde in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Spitals K.________ am 9. September 2013 die Verdachtsdiagnose einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren gestellt, die Frau Dr. med. L.________, Anästhesie FMH, Spital M.________, nach der Teilnahme der Beschwerdeführerin am ambulanten Schulungsprogramm für Schmerzpatienten am 18. April 2016 bestätigte. Eine aktuelle Stellungnahme zur Arbeitsfähigkeit findet sich einzig im Bericht der Frau Dr. med. E.________ vom 19. April 2016 im Sinne einer nicht weiter begründeten Bescheinigung, dass der Beschwerdeführerin keinerlei Tätigkeit mehr zuzumuten sei. Dass die Vorinstanz unter diesen Umständen in den jüngsten Berichten der behandelnden Ärzte keine auch nur geringen Zweifel an der Schlüssigkeit der versicherungsinternen Feststellungen zu erkennen vermochte, ist nicht zu beanstanden. Die RAD-Ärztin verwarf die CRPS-Diagnose unter anderem unter Hinweis insbesondere auf die verweigerte klinische Untersuchung, ein unauffälliges Hautcolorit, fehlenden Erguss und die gemäss den Abklärungen des Dr. med. N.________, orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, unauffällige Knochenstruktur. Das Leistungsvermögen in psychischer Hinsicht hat das kantonale Gericht praxisgemäss zulässigerweise eigenständig nach den normativen Vorgaben gemäss BGE 141 V 281 beurteilt (BGE 144 V 50 E. 4.3 S. 53 f.; Urteile 8C_431/2017 vom 24. Mai 2018 E. 3.4 und 5.1; 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 3.2). Daran vermag der Hinweis in der Beschwerde auf die Ergebnisse des Mini-ICF-APP angesichts der Dekonditionierung und des sekundären Krankheitsgewinns - beides im Gutachten erhoben - nichts zu ändern. Es fehlt an hinreichenden Anhaltspunkten dafür, dass die vorinstanzliche Feststellung der Zumutbarkeit einer vorwiegend sitzenden Tätigkeit im zeitlichen Umfang von 70 % offensichtlich unrichtig oder sonstwie bundesrechtswidrig wäre. Sie ist damit für das Bundesgericht verbindlich.