Citation: 1A.282/1999 08.12.2000 E. 24

24.- a) Wie dargelegt (E. 19) hat das UVEK die Lufthygienemassnahmen, die im Entwurf der Flughafendirektion zu einem "Teilplan zum kantonalen Luftprogramm 1999" umschrieben sind, als Auflagen in den Konzessionsentscheid Dock Midfield übernommen (vgl. Erwägungen S. 60 und Dispositiv Ziff. 2.3.1). Da damit die fünf Massnahmen durch hoheitlichen Akt konkret angeordnet worden sind, geht der Einwand des VCS, im Zeitpunkt der Projektgenehmigung habe es an einem überarbeiteten Luftprogramm und damit an vollziehbaren Massnahmen gefehlt, zum vornherein an der Sache vorbei. Es besteht daher auch kein Anlass, die Genehmigung des Luftprogramms 1999 abzuwarten und dannzumal dem Beschwerdeführer Gelegenheit zur Stellungnahme einzuräumen. b) Abzuweisen ist auch der Antrag der SAir Group und Mitbeteiligten, auf die Massnahme L3 (Installation von stationären Flugzeug-Energiesystemen für 400 Hz auf offenen Standplätzen) sei zu verzichten. Nach den Beschwerdeführern ist diese Massnahme weder zweckmässig noch wirtschaftlich und somit unverhältnismässig; und zwar, weil - wie in zwei Sätzen behauptet wird - die offenen Standplätze nur wenig belegt und die vorgeschriebenen Installationen umweltunverträglich seien, da sich z.B. bei 400-Hz-Leitungen grosse Übertragungsverluste auf längere Distanz ergäben. Da indessen die Flughafendirektion solche Installationen für sinnvoll und auch im Verhältnis zu den Kosten für nutzbringend hält, hätte es zumindest einer substantiierteren Begründung bedurft, um die fragliche Massnahme als unverhältnismässig und deshalb bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen.