Citation: 4A_248/2018 E. 3.1

3.1. Der Anlageberatungsvertrag zeichnet sich in Abgrenzung von der reinen Konto-/Depot-Beziehung dadurch aus, dass der Kunde die Anlageentscheide zwar selbst trifft, die Bank ihm jedoch dabei beratend zur Seite steht (BGE 144 III 155 E. 2.1.1 S. 157 mit Hinweisen). Wie weit die Aufklärungs- und Beratungspflicht bei der Anlageberatung geht, kann nicht allgemein festgelegt werden, sondern hängt von den Umständen des Einzelfalls ab, namentlich von der Ausgestaltung des jeweiligen Beratungsverhältnisses, der Art des konkreten Anlagegeschäfts sowie der Erfahrung und den Kenntnissen des Kunden (Urteile 4A_54/2017 vom 29. Januar 2018 E. 5.1.3; 4A_436/2016 vom 7. Februar 2017 E. 3.1; 4A_593/2015 vom 13. Dezember 2016 E. 7.1.3). Der Kunde ist hinsichtlich der Risiken der beabsichtigten Investitionen aufzuklären, soweit er um diese Risiken nicht bereits weiss. Dabei obliegt dem Beauftragten namentlich auch, sich durch Befragung einlässlich über den Wissensstand und die Risikobereitschaft des Kunden zu informieren (BGE 124 III 155 E. 3a; Urteile 4A_54/2017 vom 29. Januar 2018 E. 5.1.3; 4A_593/2015 vom 13. Dezember 2016 E. 7.1.3; je mit Hinweisen).