Citation: 1C_546/2022 E. 6.2

6.2. Das Baurekursgericht hielt in seinem Entscheid fest, die Herabsetzung der Firsthöhen der grau und rot bezeichneten Teile des Gebäudes X.________strasse 19 führe nicht zu einer massgeblichen Veränderung der Erscheinung der Ersatzbauten. Zumal die obersten Wohnungen der beiden Gebäude über eine genügende Raumhöhe verfügen und einen grossen "Luftraum" aufweisen würden, sei die Änderung ohne Weiteres möglich. Die Anpassung der Firsthöhe führe - wenn überhaupt - zu einer kleinen Änderung an der Südwest- und Nordostfassade des grau bezeichneten Gebäudes, indem das oberste Fenster ebenfalls einige Zentimeter herabgesetzt werden müsse. Eine Aufhebung der Baubewilligung zur erneuten Prüfung der Einordnung sei daher nicht erforderlich. Die Vorinstanz gestand dem Baurekursgericht als Fachgericht bei der Beantwortung der Frage, ob Mängel eines Bauvorhabens mit einer Nebenbestimmung geheilt werden könnten oder eine Bauverweigerung auszusprechen sei, einen gewissen Beurteilungsspielraum zu. Das Baurekursgericht habe in seinem Entscheid ausführlich dargelegt, weshalb der Mangel hinsichtlich der Firsthöhen mittels Nebenbestimmung geheilt werden könne. Die Mängel des Bauvorhabens seien untergeordneter Natur und würden keine wesentlichen Projektänderungen nach sich ziehen. Ein Identitätsverlust des Bauprojekts wegen der Korrektur der Verstösse sei ebenfalls nicht erkennbar. Das Baurekursgericht habe ihren Beurteilungsspielraum bei der Heilung des festgestellten Mangels daher nicht überschritten.