Citation: 2C_549/2022 E. 3.2.2

3.2.2. Ihre Ausführungen überzeugen nicht: Der Sachverhalt ergab sich hinreichend klar aus den Akten, weshalb die Vorinstanz das Gesuch um mündliche Anhörung willkürfrei in antizipierter Beweiswürdigung abweisen durfte (vgl. BGE 136 I 229 E. 5.3; Urteil 2C_1072/2018 vom 1. Juli 2019 E. 3.3 mit weiteren Hinweisen). Die eheliche Gemeinschaft der Beschwerdeführerin dauerte nur rund 10 Monate. Diese ist im Kosovo aufgewachsen und dort sozialisiert worden. Zudem hat sie dort eine höhere Berufsbildung als Primarlehrerin mit gutem Resultat abgeschlossen, womit davon ausgegangen werden kann, dass sie in ihrer Heimat zumindest mittel- bis längerfristig wieder ein Auskommen finden wird, auch wenn die Heimkehr für sie anfangs mit Schwierigkeiten verbunden sein mag. Sie ist mit den Verhältnissen und der Sprache im Kosovo nach wie vor vertraut. Sie wird bisherige soziale Netzwerke bzw. Kontakte wiederbeleben können, nachdem ihr Aufenthalt in der Schweiz nur von kurzer Dauer war. In der Anfangsphase wird sie auch durch ihre hiesige Familie psychisch und wirtschaftlich unterstützt werden können. Die Beschwerdeführerin begründet nicht, dass und allenfalls weshalb dies nicht möglich sein sollte.