Citation: 5P.256/2006 04.10.2006 E. 1

Die Beschwerdeführerin rügt zunächst eine Verletzung der Begründungspflicht als Teilgehalt des Anspruchs auf rechtliches Gehör (S. 14 ff.). 1.1 Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör folgt die grundsätzliche Pflicht der Behörden, ihre Entscheide zu begründen. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass der Betroffene sie gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Dies ist nur möglich, wenn sowohl er wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheids ein Bild machen können. In diesem Sinn müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf welche sich ihr Entscheid stützt. Es ist jedoch nicht nötig, dass sich die Behörde mit jeder tatsächlichen Behauptung und mit jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 121 I 54 E. 2c S. 57; 126 I 97 E. 2b S. 102; 129 I 232 E. 3.2 S. 236). 1.2 Die Rüge der Beschwerdeführerin scheitert bereits daran, dass sie offensichtlich in der Lage war, den obergerichtlichen Entscheid umfassend und sachgerecht anzufechten, wie ihre über 40-seitige staatsrechtliche Beschwerde zeigt. Ohnehin hat das Obergericht die für seinen Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte aufgeführt und den Entscheid nachvollziehbar begründet. Es hat dabei insbesondere auch die von der Beschwerdeführerin als Beweismittel angerufenen E-Mails erwähnt. Dabei kann es ihm nicht zum Vorwurf gereichen, wenn es diese aktenkundigen Dokumente nicht umfassend in ihrem Wortlaut wiedergegeben, sondern summarisch zusammengefasst hat. Gleiches gilt für die Frage der Finanzierung des Hauskaufs und der Gründung der Beschwerdegegnerin Ziff. 4, wofür das Obergericht im Einzelnen auf die aktenkundigen Ausführungen der Beschwerdegegnerin Ziff. 2 verwiesen hat. Was für Schlüsse das Obergericht aus diesen Ausführungen und den erwähnten E-Mails gezogen hat, ist sodann eine Frage der Beweiswürdigung und nicht eine solche des rechtlichen Gehörs, weshalb auf die im Rahmen der Gehörsrügen vorgebrachte Kritik an den Folgerungen des Obergerichts nicht einzugehen ist.