Citation: U 253/06 15.03.2007 E. 3

3.1 Die Mediziner des Zentrums Y.________ diagnostizierten im Gutachten vom 17. Mai 2001 aufgrund einer orthopädisch-neurologisch-psychiatrisch-neuropsychologischen Gesamtbeurteilung ein chronisches cervicocephales Syndrom rechtsbetont nach Accelerationstrauma der HWS mit Instabilität und Retrolisthesis in C3, radikulärer Irritation in C8/Th1 rechts und posttraumatisch verstärkter, vorbestehender Migräne. Zudem wiesen sie auf folgenlos abgeheilte Traumatisierungen der HWS in den Jahren 1989 und 1995 hin. Von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung war ihrer Ansicht nach keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten. Sie empfahlen jedoch eine regelmässige, vor allem stützende Führung durch den Hausarzt. Die Arbeitsfähigkeit in der angestammten beruflichen Tätigkeit als Pflegehelferin schätzten sie auf 50 % und bei einer anderen, den Behinderungen angepassten Erwerbstätigkeit, wie sie bei der Firma P.________ ausgeübt werde, auf 60 % (vgl. auch die Stellungnahme der Ärzte des Zentrums Y.________ vom 13. September 2001). Den Integritätsschaden veranschlagten die Gutachter auf 15 %. 3.2 Dem kantonalen Gericht ist darin beizupflichten, dass eine interdisziplinäre Begutachtung durch die MEDAS angezeigt und zumutbar war, nachdem die Beschwerdeführerin sich im Januar 2002 in die Behandlung von Frau Dr. med. J.________ begeben und diese eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes bei schwerem Schmerzsyndrom und ausgeprägtem depressivem Zustandsbild festgehalten und damit verbunden ab 13. März 2002 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert (Bericht vom 8. April 2002) und der von der Versicherten am 21. August 2002 konsultierte Dr. med. C.________ ein durch eine chronische Migräne überlagertes chronifiziertes Schmerzsyndrom festgestellt, auf die Möglichkeit einer Somatisierung und Unfallverarbeitungsstörung ohne offensichtliche Depression hingewiesen und eine nochmalige neurologische und psychologische Beurteilung erwogen hatte (Bericht vom 24. Februar 2004). 3.3 Das Mahn- und Bedenkzeitverfahren gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG ist formrichtig durchgeführt worden, was denn auch von keiner Seite in Frage gestellt wird. Die Vorinstanz hat sodann mit zutreffender Begründung, auf welche vollumfänglich verwiesen wird, dargelegt, dass und weshalb die Weigerung der Beschwerdeführerin, sich der Untersuchung bei der MEDAS zu unterziehen, nicht entschuldbar war. Insbesondere musste es der Beschwerdegegnerin möglich sein, die Ergebnisse der Untersuchungen der von der Versicherten nach Vorliegen des Gutachtens des Zentrums Y.________ konsultierten Ärzte zu überprüfen, indem sie ihrerseits medizinische Abklärungen in die Wege leitete. Dass den Experten dabei auch Fragen zum natürlichen Kausalzusammenhang zwischen Unfall und geltend gemachtem Gesundheitsschaden unterbreitet werden sollten, obwohl die Beschwerdegegnerin diesen bisher anerkannt hatte, stellt keinen Rechtfertigungsgrund für die ablehnende Haltung der Versicherten dar. Der Hinweis auf eine Verletzung des Anspruchs der Versicherten auf rechtliches Gehör ist unbehelflich, da diese durchaus zum erweiterten Fragenkatalog Stellung nehmen konnte. Davon hat sie Gebrauch gemacht, indem sie die Notwendigkeit zusätzlicher Fragen bestritten hat. Welche Fragen schliesslich den Experten unterbreitet werden, unterliegt im Rahmen der Abklärung des medizinischen Sachverhaltes von Amtes wegen (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) dem Ermessen des Versicherungsträgers. Daher kann auch der Einwand einer Verletzung des Fairnessgebotes im Sinne von Art. 6 Abs. 1 EMRK und des Grundsatzes der Verhältnismässigkeit nicht gehört werden. 3.4 Nach dem Gesagten war die Beschwerdegegnerin befugt, gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG vorzugehen und einen Entscheid aufgrund der Akten zu fällen.