Citation: 8C_100/2018 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz legte namentlich gestützt auf Angaben des Versicherten anlässlich der Haushaltsabklärung und in Würdigung der konkreten Lebensumstände während der letzten Jahre schlüssig dar, weshalb der Beschwerdeführer ab 2003 als teilweise erwerbstätig zu qualifizieren ist. Wohl mag es zutreffen, dass er bereits dannzumal ein massives Alkoholproblem hatte, wie er vorbringt. So schloss die Vorinstanz nicht aus, dass sich der Alkoholkonsum schon zu diesem Zeitpunkt auf die Arbeitsfähigkeit ausgewirkt haben könnte. Sie hielt aber in nicht zu beanstandender Weise fest, mit Blick auf die medizinische Beurteilung der Arbeitsfähigkeit, wonach diese erst ab dem Jahr 2006 ausgewiesenermassen eingeschränkt sei, und in Berücksichtigung des Umstands, dass sich im Jahr 2003 auch die persönlichen und familiären Verhältnisse geändert hätten, sei er als Teilerwerbstätiger im Gesundheitsfall zu qualifizieren. So habe er ab dem Jahr 2003 seitens seiner damaligen Auftraggeberin, von der er wirtschaftlich abhängig gewesen sei, aus Gründen, die sich nicht auf seine gesundheitliche Verfassung zurückführen liessen, weniger Aufträge erhalten. Daher habe er begonnen, sich in dieser Zeit in zunehmendem Mass mit der Schriftstellerei zu befassen, während seine Ehegattin seit 2003 selbstständig als Lebensberaterin tätig sei und vollzeitlich arbeite. Wie die Vorinstanz feststellte, deckt sich dies mit seiner Angabe gegenüber der Abklärungsperson der IV-Stelle im Haushaltsbericht vom 15. Oktober 2015, wonach er sich im Gesundheitsfall vermehrt um den Haushalt kümmern würde. Jedenfalls sind keine Anhaltspunkte aktenkundig, die darauf schliessen liessen, dass er zwischen 2003 und 2006 sein Arbeitspensum wieder auf 100 % gesteigert hätte, wie er behauptet. Wenn Verwaltung und Vorinstanz unter den gegebenen Umständen davon ausgingen, dass der zur Invaliditätsbemessung massgebende Status derjenige eines Teilerwerbstätigen sei, ist diese Würdigung weder offensichtlich unrichtig noch rechtsfehlerhaft und daher für das Bundesgericht verbindlich. Zu keinem andern Ergebnis führt der Einwand, er hätte nie Hausmann sein wollen. Ob hier die für Teilerwerbstätige ohne Aufgabenbereich anwendbare Einkommensvergleichsmethode (BGE 142 V 290) oder die gemischte Methode (Art. 28a IVG in Verbindung mit Art. 16 ATSG) zur Anwendung gelangt, kann offen bleiben. Wie das kantonale Gericht zu Recht darlegte, resultiert bei der gemischten Methode zugunsten des Versicherten aus der zusätzlichen Berücksichtigung der Behinderung im Haushaltsbereich zur proportional - im Umfang des hypothetisch-erwerblichen Teilzeitpensums - festgelegten Einschränkung im erwerblichen Bereich, ein höherer Invaliditätsgrad. Damit bleibt es bei der vorinstanzlichen Feststellung einer im Gesundheitsfall ausgeübten 55%igen Teilerwerbstätigkeit und der Betätigung im Aufgabenbereich Haushalt im Umfang von 45 %.