Citation: 5A_796/2013 E. 5.2

5.2. Das Kantonsgericht hat die Erklärung des Beschwerdegegners an der Hauptverhandlung dahin gehend ausgelegt, dass die Zufahrt zu seinem Grundstück für die landwirtschaftliche Nutzung von hauptsächlicher Bedeutung sei (E. III/4c S. 21 des angefochtenen Entscheids). Mit Rücksicht auf die unbestrittene Tatsache, dass zum Landwirtschaftsbetrieb "S.________hof" ein Wohnhaus gehört und der Beschwerdegegner darin wohnt, erscheint die Annahme nicht als willkürlich, das beanspruchte Wegrecht diene hauptsächlich, aber nicht ausschliesslich landwirtschaftlichen Zwecken und damit der bestimmungsgemässen Benutzung des Grundstücks, sondern auch Wohnzwecken des (jeweiligen) Eigentümers des Grundstücks. Daran ändert nichts, dass der Beschwerdegegner mit Jahrgang 1926 nach eigenen Angaben kein Motorfahrzeug besitzt (act. 60) und dass nach Ansicht der Beschwerdeführer auszuschliessen ist, der Beschwerdegegner könnte im vorgerückten Alter noch Autofahrer werden (act. 62). Denn zu denken ist auch an einen nicht landwirtschaftlichen und durch Wohnzwecke bedingten Zubringerdienst (z.B. Taxifahrten, Möbeltransporte und Fahrten von Reparatur-, Sanitäts- oder anderen Unternehmen). Auszugehen ist somit davon, dass das Wegrecht dem Zugang und der Zufahrt sowohl zur Arbeits- als auch zur Wohnstätte der bäuerlichen Familie bzw. des Betriebsleiters zu dienen hat (vgl. BGE 117 II 536 E. 4a S. 537 f.).