Citation: 9C_124/2008 16.01.2009 E. 4

4.1 Die seit der Kindheit der Beschwerdegegnerin bestehenden schweren Angstzustände mit Panikattacken und die deswegen sowie als Folge eines unterdurchschnittlichen IQ aufgetretenen Schwierigkeiten bezüglich ihrer beruflichen Eingliederung stehen fest. In den bei den Akten befindlichen medizinischen Unterlagen ist indes nirgends eine Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen vor dem 24. Oktober 2001 dokumentiert und ausgewiesen, worauf der vorinstanzliche Entscheid korrekt hinweist. Ganz im Gegenteil hat die Beschwerdegegnerin gemäss dem vom Zentrumsleiter des Zentrums X.________ ausgestellten Arbeitszeugnis vom 2. Mai 2006 im Nacht- und Tagdienst gute und zuverlässige Arbeit geleistet, sie sei an ihrer Aufgabe sehr interessiert gewesen und habe sich als ungelernte Kraft umfassend informiert und versucht, Neues dazuzulernen. Sie habe sehr gut mit ihren Kolleginnen und Vorgesetzten zusammengearbeitet, sei teamfähig und gegenüber der Heimleitung habe sie sich als Angestellte jederzeit korrekt und konstruktiv verhalten. Die Arbeitsqualität sei für eine ungelernte Kraft sehr gut gewesen. Es lässt sich diesen Bestätigungen kein Anhaltspunkt für eine aus psychischen Gründen eingeschränkte Arbeitsfähigkeit der Beschwerdegegnerin während der Dauer des Arbeitsverhältnisses vom 15. März 1997 bis 31. Oktober 1999 oder für ein sich klar negativ auf die Arbeitsleistung der Beschwerdegegnerin auswirkendes Leiden entnehmen. Dokumentierte Phasen von Arbeitsunfähigkeit vom 17. März bis 9. Mai 1999 und vom 14. August bis 31. Oktober 1999 sind auf Handgelenksbeschwerden zurückzuführen. Nicht qualifiziert unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG stellte die Vorinstanz mithin für diese Zeit das Fehlen einer psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeit fest. 4.2 Zwischen dem Zeitpunkt der Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit dem Zentrum X.________ am 31. Oktober 1999 und dem Antritt der Stelle bei der Firma Y.________ AG am 5. Juni 2001 ist in den Akten keine Arbeitsunfähigkeit dokumentiert. Somit ergibt sich eine ärztlich attestierte und ausgewiesene Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen, die schliesslich zur Invalidität führte, erst ab 24. Oktober 2001, wie die Vorinstanz in für das Bundesgericht verbindlicher Weise festgestellt hat (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann somit dahingestellt bleiben, ob bloss eine volle und dauerhafte Integration in den Arbeitsprozess, nicht jedoch das Teilpensum im Zentrum X.________ die zeitliche Konnexität hätte unterbrechen können, wie die Beschwerdeführerin dafür hält. 4.3 Die Beschwerdeführerin geht demgegenüber davon aus, die Beschwerdegegnerin sei schon seit ihrer Kindheit psychisch beeinträchtigt, weshalb vom Eintritt ins Erwerbsleben an eine Teil-Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20 % mehr oder weniger dauernd bestanden hat. Sie würdigt die Stelle bei der Firma Y.________ AG unter diesem Gesichtswinkel als letztlich gescheiterten Arbeitsversuch und verweist in diesem Sinn auf das Urteil des Eidg. Versicherungsgerichtes B 35/05 vom 9. November 2005 (in: SZS 2006 S. 370 und S. 542). Vor allem macht sie auch geltend, man habe während dieses Arbeitsverhältnisses nie von der objektiven Wahrscheinlichkeit ausgehen können, die Beschwerdegegnerin habe die Erwerbsfähigkeit dauerhaft wieder erlangt (BGE 134 V 20 E. 3.2.1 S. 22 und Urteil B 95/06 vom 4. Februar 2008 E. 3.1). Für diese Betrachtungsweise gibt es tatsächlich verschiedene Anhaltspunkte. Angesichts der schon 1995 und 1996 festgestellten, seit der früheren Kindheit aufgetretenen und offenbar ins Gewicht fallenden psychischen Probleme spricht Einiges dafür, dass die Beschwerdegegnerin einem vollen Arbeitspensum aus psychischen Gründen nie auf längere Dauer gewachsen war. Das Arbeitspensum im Zentrum X.________ war kein volles, und bei der Firma Y.________ AG kam es nach rund fünfmonatiger Tätigkeit zur klaren 100-prozentigen psychischen Arbeitsunfähigkeit. Trotzdem ist entscheidend, dass die Beschwerdegegnerin gemäss den für das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz die Stelle beim Zentrum X.________ während rund zwei Jahren klaglos versehen hat, ohne dass sich irgendwelche psychische Probleme gestellt hätten, und auch im Rahmen der Vollzeitstelle bei der Firma Y.________ AG vor dem 24. Oktober 2001, also während rund fünf Monaten, keine Einschränkung der Arbeitsleistung wegen einer psychischen Erkrankung dokumentiert ist. Schliesslich ist noch einmal auf das Fehlen einer medizinisch ausgewiesenen Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen vor dem 24. Oktober 2001 hinzuweisen, womit eine dadurch bedingte teilweise Arbeitsunfähigkeit vor dem Eintritt der Beschwerdegegnerin in die Pensionskasse nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit belegt ist. Die Arbeitsunfähigkeit, welche schliesslich zur Invalidität führte (Art. 23 lit. a BVG), ist nach dem Gesagten in der Zeit der berufsvorsorgerechtlichen Versicherungsdeckung bei der Beschwerdeführerin aufgetreten. Aus diesen Gründen ist die Beschwerde nicht begründet.