Citation: 1B_367/2017 E. 2.2

2.2. Sicherheitshaft kann nach Art. 221 Abs. 1 StPO unter anderem angeordnet werden, wenn ein dringender Tatverdacht in Bezug auf ein Verbrechen oder Vergehen sowie Wiederholungsgefahr besteht. Wird die Sicherheitshaft im Verfahren bezüglich der nachträglichen Abänderung einer Massnahme angeordnet, so steht die Täterschaft des Betroffenen aufgrund der rechtskräftigen Verurteilung bereits fest, womit die Prüfung des dringenden Tatverdachts entfällt. Hingegen ist zu prüfen, ob die Anordnung einer stationären Massnahme oder einer Verwahrung als wahrscheinlich erscheint und ein besonderer Haftgrund besteht (BGE 137 IV 333 E. 2.3.1).