Citation: 2C_837/2022 E. 3.2

3.2. Vorliegend sind die Interessen der Beschwerdeführerin und ihrer Tochter mit Bezug auf den beantragten Familiennachzug gleichgerichtet. Zudem hatte die Beschwerdeführerin gemäss dem vorinstanzlichen Urteil Gelegenheit, sich zur Situation ihrer Tochter, insbesondere hinsichtlich ihrer Betreuungssituation sowie ihrer Integrationsfähigkeit in der Schweiz umfassend zu äussern. Es ist somit nicht ersichtlich, welche entscheidrelevanten Tatsachen nur in einer Anhörung der Tochter hätten ermittelt werden können. Folglich durfte die Vorinstanz - ohne Völker- oder Bundesrecht zu verletzen - auf eine Anhörung der Tochter verzichten.