Citation: 8C_123/2015 E. 3.3.1

3.3.1. Für die Bemessung des Einkommens, welches die Versicherte trotz des Gesundheitsschadens durch eine ihr zumutbare Tätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu erzielen vermöchte (Invalideneinkommen), zog das kantonale Gericht die vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) bei. Dabei ging es von der Feststellung aus, dass die zuletzt mit einem Teilpensum von 70 Prozent ausgeübte Tätigkeit als Busfahrerin wegen der vorwiegend sitzend zu verrichtenden Arbeit, ohne regelmässige Wechselbelastung nicht als optimal leidensangepasst einzustufen sei. Da sie mit dieser Tätigkeit ihre Restarbeitsfähigkeit nicht bestmöglich ausschöpfe, könne das dabei erzielte Einkommen nicht als Invalideneinkommen herangezogen werden. Gestützt auf das Gutachten des Zentrums D.________ vom 17. August 2010 ging das kantonale Gericht davon aus, dass der Versicherten eine körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit ganztags zumutbar sei, wenn sie vermehrt Pausen einschalten könne. Den Pausenbedarf veranschlagten die Experten auf eine Stunde pro Tag, entsprechend einer Arbeitsfähigkeit von 87.5 Prozent. Davon ausgehend errechnete die Vorinstanz unter Berücksichtigung des Tabellenlohnes von Fr. 4'225.- (LSE 2010, Tabelle TA1, Total Frauen, Anforderungsniveau 4) und der durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41.6 Wochenstunden ein Jahreseinkommen von Fr. 52'790.-. Unter Berücksichtigung der Arbeitsfähigkeit von 87.5 Prozent resultierte somit ein Invalideneinkommen von Fr. 46'191.25.