Citation: 4P.111/2003 14.10.2003 E. 8

Wie bereits dargelegt, erwog das Obergericht, der Aktionärbindungsvertrag, insbesondere die Verpflichtung, einem Verkauf der Z.________ GmbH vor Ablauf von fünf Jahren die Zustimmung zu verweigern, sei auch sinnvoll, wenn in dieser Phase die im Aufbau begriffene Unternehmung einen Misserfolg erleide. Die Beschwerdeführerin rügt daher zu Unrecht, das Obergericht habe ihr Argument unberücksichtigt gelassen, wonach der Verkauf in einer Situation, in welcher der Anteilverkauf die einzige Alternative zur Konkurseröffnung dargestellt habe, keine Vertragsverletzung bedeutet habe. Auch insoweit ist dem Obergericht keine Verfassungsverletzung vorzuwerfen. Nicht Streitgegenstand ist die Frage der Gültigkeit des Gesellschafterbeschlusses vom 4. April 1995, weshalb sich das Obergericht entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht damit auseinander zu setzen hatte.