Citation: C 200/05 27.04.2006 E. 2

Das kantonale Gericht hat zutreffend dargelegt, dass die Absichten und das gesamte Verhalten des Beschwerdeführers auf eine selbständige Erwerbstätigkeit gerichtet waren. Im Einzelnen kann auf die umfassenden Ausführungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden. Richtig ist insbesondere auch, dass die Motive (Alter, Beurteilung der Chancen auf dem Arbeitsmarkt etc.), die für den persönlichen Entscheid massgebend waren, in diesem Zusammenhang keine Bedeutung haben (BGE 112 V 329 Erw. 3c; ARV 2002 S. 55 Erw. 2b). Die dokumentierten Dispositionen gehen einerseits über das Mass hinaus, welches noch die Annahme einer bloss vorübergehenden selbständigen Tätigkeit zur Überbrückung der Zeit zwischen dem Stellenverlust und dem Antritt einer weiteren Arbeit im Angestelltenverhältnis zuliesse; als selbständige Zwischenerwerbstätigkeiten kommen nur zeitlich beschränkte und investitionsarme Tätigkeiten in Frage (ARV 2002 S. 56 Erw. 2b). Die verhältnismässig wenigen Bewerbungen bestätigen das Bild eines Versicherten, der seine berufliche Zukunft nunmehr in einer unternehmerischen Tätigkeit sah. Zum andern waren die sachbezüglichen Vorkehrungen schon im massgebenden Zeitraum von Februar bis anfangs Juni 2004 auf ein vollzeitliches Engagement angelegt, so dass der Beschwerdeführer nebenher kaum noch über ausreichend zeitliche Kapazität zur Annahme und Ausübung einer Lohnarbeit verfügt hat (vgl. wiederum das soeben zitierte Präjudiz, S. 55 Erw. 2b). Verwaltung und Vorinstanz haben die Vermittlungsfähigkeit als Anspruchsvoraussetzung für Arbeitslosenentschädigung ab dem 1. Februar 2004 daher zu Recht verneint. Gleichwohl sei festgehalten, dass sich die Organe der Arbeitslosenversicherung in derartigen Fällen davor hüten sollten, von einem möglichen Vorliegen eines strafrechtlichen Tatbestandes (hier wegen angeblicher Verletzung der Auskunftspflicht) zu sprechen (so geschehen im Schreiben der Arbeitslosenkasse an das AWA vom 9. Juni 2004); zu bedenken ist, dass die Wahrnehmung des eigenen Verhaltens durch den Versicherten und die Interpretation desselben Vorgangs durch die Verwaltung weit auseinanderliegen können. Sodann können solche nicht näher überprüfte und im gegebenen Verfahrenszusammenhang unerhebliche Mutmassungen dazu führen, den Blick eines Versicherten auf die effektiv zu beantwortenden Fragen zu verstellen und diesen so zur Einlegung aussichtsloser Rechtsmittel verleiten.