Citation: 8C_813/2018 E. 5.1

5.1. Das kantonale Gericht setzte sich zunächst mit dem Vorwurf der Beschwerdeführerin auseinander, der Regierungsstatthalter habe sich von ihren Miterbinnen instrumentalisieren lassen und sich in ein zivilrechtliches Verfahren eingemischt. Es erwog, es gehöre zu den Aufgaben des Regierungsstatthalters, sich mit vormundschaftlichen Massnahmen zu befassen und in diesem Zusammenhang allenfalls Abklärungen zu treffen. Dies schliesse mögliche Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit einer Person mit ein. Wie im Schreiben des Regierungsstatthalters an das Betreibungsamt Oberland vom 13. Dezember 2010 zum Ausdruck komme, habe er Anzeichen für derartige Schwierigkeiten erkannt. Inwiefern er bei seiner Einschätzung von Dritten, namentlich den Miterbinnen der Beschwerdeführerin, manipuliert oder gar instrumentalisiert worden sein soll, sei nicht ersichtlich. Sodann habe auch aufgrund einer Anzeige der a.o. Gerichtspräsidentin im Rahmen eines bei ihr hängigen Zivilverfahrens hinreichender Anlass bestanden, ein (altrechtliches) Entmündigungsverfahren zu eröffnen, resp. vormundschaftliche Massnahmen zumindest zu prüfen. Jedenfalls lasse die damalige Einschätzung des Regierungsstatthalters ihn im hier interessierenden Verfahren betreffend Rückerstattung von Sozialhilfe nicht befangen erscheinen, zumal Verhältnisse betroffen seien, die mehrere Jahre zurücklägen. Weiter lasse sich eine Befangenheit auch nicht mit der angeblich "direkten, ungefragten" Einmischung in einen Zivilprozess begründen. So sei der Regierungsstatthalter im Rahmen seiner gesetzlichen Kompetenzen tätig geworden. Es bestünden keine Hinweise dafür, dass er sich bei seinen Abklärungen von unsachlichen Motiven habe leiten lassen oder persönliche Interessen verfolgt hätte.