Citation: 4C.317/2003 18.03.2004 E. 2

Im Berufungsverfahren hat das Bundesgericht seiner Entscheidung die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz zugrunde zu legen, es sei denn, sie beruhten auf einem offensichtlichen Versehen, seien unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zustande gekommen oder bedürften der Ergänzung, weil das kantonale Gericht in fehlerhafter Rechtsanwendung einen gesetzlichen Tatbestand nicht oder nicht hinreichend klärte, obgleich ihm die entscheidwesentlichen Behauptungen und Beweisanträge frist- und formgerecht unterbreitet wurden (Art. 63 und 64 OG; BGE 127 III 248 E. 2c). Eine blosse Kritik an der Beweiswürdigung des Sachrichters ist im Berufungsverfahren ausgeschlossen (BGE 127 III 73 E. 6a). 2.1 Der Kläger rügt, die Vorinstanz habe die bundesrechtliche Beweisvorschrift von Art. 8 ZGB verletzt. Diese Bestimmung regelt im Bereich des Bundesprivatrechts zunächst die Verteilung der Beweislast und verleiht darüber hinaus der beweisbelasteten Partei das Recht, zum ihr obliegenden Beweis zugelassen zu werden. Art. 8 ZGB schreibt dem Sachgericht dagegen nicht vor, mit welchen Mitteln der Sachverhalt abzuklären ist oder wie die Beweise zu würdigen sind. Die Schlüsse, die das kantonale Gericht in tatsächlicher Hinsicht aus Beweisen und konkreten Umständen zieht, sind im Berufungsverfahren nicht überprüfbar (BGE 122 III 219 E. 3c). Der Kläger beanstandet unter Berufung auf mehrere Privatgutachten den Schluss der Vorinstanz, dass seine Erwerbsunfähigkeit zu 25 % unfallbedingt sei. Er bringt vor, seine Erwerbsunfähigkeit sei zu 60 % auf den Unfall zurückzuführen. Damit kritisiert er den Schluss, den die Vorinstanz in Würdigung der Beweise - namentlich aufgrund des Gerichtsgutachtens - gezogen hat. Er ist damit nicht zu hören. Inwiefern in diesem Zusammenhang bundesrechtlich relevant sein sollte, dass der Gerichtsgutachter nicht schon im Hauptbericht, sondern erst im Ergänzungsbericht die angeblich fehlenden traumatischen Verletzungen feststellte, ist nicht ersichtlich. Auch hinsichtlich der Schluckbeschwerden hat die Vorinstanz eingehend dargelegt, weshalb sie sich den Folgerungen des Gerichtsgutachters anschliesst und in Würdigung der Beweise für das Bundesgericht verbindliche Feststellungen getroffen hat. Art. 8 ZGB wird damit gegenstandslos. Weiter rügt der Kläger, die Vorinstanz stütze ihre Ausführungen zum Ausmass des krankheitsbedingten Vorzustands der Wirbelsäule im Zeitpunkt des Unfalls einzig auf das Gerichtsgutachten. Sein Privatgutachten und sein Beweisergänzungsantrag betreffend die Verknöcherungsneigung seien unberücksichtigt geblieben. Der Kläger übersieht, dass die Vorinstanz zu einem Beweisergebnis gelangt ist und nicht auf Beweislosigkeit geschlossen hat, womit Art. 8 ZGB entgegen seiner Auffassung nicht verletzt ist (BGE 114 II 289 E. 2a). 2.2 Der Kläger beanstandet, die Vorinstanz habe nicht berücksichtigt, dass die als Klagebeilage Nr. 7 eingereichte Gehaltsabrechnung vom 20. November 1992 einen höheren Lohn ausweist. Sie habe somit aktenwidrig geurteilt. Soweit der Kläger damit nicht die Anwendung kantonalen Prozessrechts (unzulässigerweise) beanstanden und sinngemäss ein offensichtliches Versehen rügen will, verkennt er die Tragweite dieser Rüge. Ein offensichtliches Versehen gemäss Art. 55 Abs. 1 lit. d OG liegt nur vor, wenn die Vorinstanz eine bestimmte Aktenstelle übersehen oder unrichtig wahrgenommen hat (BGE 104 II 108 E. 3a). Dass dies hier der Fall sei, behauptet der Kläger zu Recht nicht. Was er vorbringt, ist wiederum unzulässige Kritik an der vorinstanzlichen Beweiswürdigung (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG).