Citation: 1B_198/2010 05.07.2010 E. 3

Der Beschwerdeführer bringt (Beschwerde S. 8 ff. Ziff. 6) vor, bis zur erstinstanzlichen Gerichtsverhandlung werde es wohl noch gegen ein Jahr dauern. Eine solche Haftdauer sei nicht mehr verhältnismässig. Verletzt werde damit auch das Beschleunigungsgebot nach Art. 29 Abs. 1 BV. Der Einwand geht fehl. Zu prüfen ist hier, ob die Haft derzeit als verhältnismässig beurteilt werden kann. Dies ist offensichtlich zu bejahen. Wie gesagt, geht es um einen schweren Tatvorwurf und muss der Beschwerdeführer deshalb mit einer empfindlichen Strafe rechnen. Die Haftdauer von ca. drei Monaten ist bei Weitem noch nicht in grosse zeitliche Nähe der im Falle einer Verurteilung zu erwartenden Freiheitsstrafe gerückt. Dass die Staatsanwaltschaft das Beschleunigungsgebot bisher verletzt habe, macht der Beschwerdeführer nicht substanziiert geltend und ist nicht ersichtlich. Darüber zu spekulieren, wie lange der Beschwerdeführer noch in Haft wird bleiben müssen, besteht hier kein Anlass. Die Zürcher Behörden werden die Sache auch künftig mit der für Haftfälle gebotenen besonderen Beschleunigung voranzutreiben haben. Sollten sie dem nicht nachkommen, wird sich der Beschwerdeführer mit den ihm zur Verfügung stehenden Rechtsmitteln dagegen wehren können.