Citation: 1B_132/2009 18.06.2009 E. 2

§ 77 der Strafprozessordnung des Kantons Basel-Landschaft (StPO) sieht die Möglichkeit von strafprozessualer Haft vor, wenn ein dringender Verdacht der Begehung eines Verbrechens oder Vergehens besteht und soweit aufgrund konkreter Indizien Flucht-, Kollusions- oder Fortsetzungsgefahr zu befürchten sind. Die Haft ist nach § 78 StPO aufzuheben, wenn sie unverhältnismässig geworden ist; dies kann zutreffen, wenn Ersatzmassnahmen im Sinne von § 79 StPO möglich und ausreichend sind. Die Auslegung und Anwendung von solchen Bestimmungen des massgeblichen kantonalen Strafprozessrechts prüft das Bundesgericht bei Beschwerden, die sich auf Art. 10 Abs. 2 oder Art. 31 BV berufen, in Anbetracht der Schwere des Grundrechtseingriffs mit freier Kognition. Soweit jedoch reine Sachverhaltsfragen und damit Fragen der Beweiswürdigung zu beurteilen sind, greift das Bundesgericht nach Art. 97 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 105 Abs. 2 BGG nur ein, wenn die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz offensichtlich unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung beruhen (BGE 135 I 71 E. 2.5 S. 73).