Citation: 2C_793/2015 E. 5.2

5.2. Das private Interesse an einem Verbleib in der Schweiz leitet sich hauptsächlich aus der langen Aufenthaltsdauer her. Der Beschwerdeführer kam im Alter von fünf Jahren in die Schweiz und lebte seither - mit einem Unterbruch von sechs Jahren im Erwachsenenalter - hier, wo er auch eine Familie gründete. Bei dieser Vorgeschichte ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in der Schweiz verwurzelt ist. Die Nichterteilung der Bewilligung trifft ihn, der einen grossen Teil seines Lebens in der Schweiz verbracht hat, relativ hart. Indessen hat der Beschwerdeführer nach eigenen Angaben als Erwachsener vier Jahre in Italien gelebt, was die Wiedereingliederung erleichtern dürfte. Ob er - wie die Vorinstanz annimmt - sechs Jahre in Italien verbracht hat oder nur deren vier, wie er geltend macht, ist für die Frage der Wiedereingliederung nicht von entscheidender Bedeutung. Es kann daher offen bleiben, ob die Vorinstanz in willkürlicher Weise davon ausgegangen ist, der Beschwerdeführer habe während seiner Abwesenheit von der Schweiz ausschliesslich in Italien gelebt. Entscheidend ist, dass der Beschwerdeführer sein Herkunftsland gut kennt und sich dort zurechtfinden kann. Die in der Schweiz erworbene Berufserfahrung als Maler wird ihm dabei zugute kommen. Umgekehrt ist der Beschwerdeführer beruflich in der Schweiz nicht in einer Weise etabliert, welche die Aufgabe der Tätigkeit unzumutbar erscheinen liesse. Auch familiär ist der Beschwerdeführer nicht gebunden, da er seit 2011 von seiner Frau getrennt lebt und sein Sohn im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils bereits erwachsen war. Die Rückkehr nach Italien kann ihm somit zugemutet werden.