Citation: 6B_145/2019 E. 5.1

5.1. Der Beschwerdeführer ficht den Schuldspruch wegen Förderung der Prostitution an. Er rügt auch insofern eine Verletzung der Begründungspflicht, da nicht ersichtlich sei, welche Tatbestandsvariante von Art. 195 StGB ihm zur Last gelegt werde. Er beanstandet zudem, aus den Akten würden sich keine Hinweise auf eine Druckausübung ergeben. Offenbar habe eine gewisse Abhängigkeit der Beschwerdegegnerin 2 zu ihm bestanden, da diese durch ihn einfach an Drogen gekommen sei, welche sie gebraucht habe. Ein tatbestandsmässiges Verhalten liege jedoch nicht vor. Vielmehr entstehe der Eindruck, er habe die Beschwerdegegnerin 2 "beraten", da sie von der Prostitution keine Ahnung gehabt habe. Eine solche "Beratung" sei nicht strafbar im Sinne von Art. 195 StGB. Dass er Druck auf die Beschwerdegegnerin 2 ausgeübt habe, genügend Umsatz zu machen, oder sonst wie ihre Entscheidungsfreiheit bezüglich Ausübung der Prostitution über Gebühr eingeschränkt habe, sei nicht ersichtlich. Alleine die Tatsache, dass er das Geld des Freiers an sich genommen habe, begründe kein tatbestandsmässiges "Überwachen".