Citation: 5C.147/2006 19.10.2006 E. 2.5

2.5.1 Zu guter Letzt bringt die Berufungsklägerin vor, sie habe mit der Berufungsbeklagten eine Summenversicherung abgeschlossen, weshalb die IV-Leistungen bei der Berechnung der Überentschädigung nicht angerechnet werden dürfen. 2.5.2 Die Vorinstanz hält in diesem Zusammenhang fest, dass offen bleiben könne, ob im konkreten Fall eine Summen- oder Erwerbsausfallversicherung abgeschlossen worden sei. Auf jeden Fall habe die Berufungsbeklagte nach Art. 23 Abs. 1 AVB nur die Differenz zwischen den Leistungen der Invalidenversicherung und dem versicherten Verdienst zu erbringen. Im angefochtenen Urteil finden sich keine Feststellungen zum tatsächlichen Willen der Parteien bei Vertragsabschluss. Damit ist ausschliesslich auf die AVB abzustellen. In Art. 23 Abs. 1 AVB wird festgehalten, dass sämtliche Leistungen gemäss den vorliegenden Allgemeinen Versicherungsbedingungen im Nachgang zu andern Versicherern erbracht werden. Eine weitere Bestimmung hinsichtlich der Subsidiarität findet sich in den AVB nicht. Daraus folgt, dass Art. 23 Abs. 1 AVB unabhängig der Qualifikation der vorliegenden Versicherung zum Tragen kommt. Was die Berufungsklägerin an dieser Stelle vorträgt, erschöpft sich in tatsächlichen Vorbringen und allgemeinen Ausführungen zur Abgrenzung der Schadens- von der Summenversicherung. Dass mit der Anwendung der Regel von Art. 23 Abs. 1 AVB im vorliegenden Fall die Grundsätze der Vertragsauslegung verletzt würden, ist damit auf keinen Fall dargetan.