Citation: 2C_718/2019 E. 2.2

2.2. Nach Auflösung der Ehegemeinschaft besteht der entsprechende Bewilligungsanspruch gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG weiter, sofern die Ehegemeinschaft bei Auflösung der Ehe mindestens drei Jahre bestanden hat und kumulativ eine erfolgreiche Integration vorliegt (bis zum 31. Dezember 2018 gültige Fassung des AuG) bzw. die Integrationskriterien nach Art. 58a AIG erfüllt sind (seit 1. Januar 2019 gültige Fassung des AIG). Ob vorliegend eine erfolgreiche Integration vorliegt bzw. die Integrationskriterien nach Art. 58a AIG erfüllt sind, hat die Vorinstanz nicht geprüft, da sie bereits die gesetzliche Bewilligungsvoraussetzung einer mindestens drei Jahre bestehenden Ehegemeinschaft verneint hat. Strittig und zu beurteilen ist somit einzig, ob die Vorinstanz bundesrechtskonform und willkürfrei erwogen hat, dass die Dauer der Ehe des Beschwerdeführers mit seiner Ex-Ehefrau die gesetzlich verlangte Mindestdauer von drei Jahren gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG nicht erreicht hat. Vor diesem Hintergrund ist die Rüge des Beschwerdeführers, die Vorinstanz habe im angefochtenen Entscheid fälschlicherweise das AIG anstelle des zum Zeitpunkt des Widerrufs der Aufenthaltsbewilligung geltende AuG angewandt, unbegründet. Hinsichtlich der verlangten zeitlichen Mindestdauer der Ehegemeinschaft von drei Jahren sehen sowohl das AIG, wie auch die zum Zeitpunkt des Widerrufs geltende Fassung des AuG dieselben gesetzlichen Voraussetzungen vor.