Citation: 5A_677/2014 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz erwägt, dass eine behördliche Hilfestellung in den allgemeinen administrativen und finanziellen Angelegenheiten sowie den persönlichen Belangen nicht erforderlich erscheine, die Beschwerdeführerin jedoch in der Regelung ihrer administrativen Belange bezüglich Krankenversicherung, Sozialversicherung und Steuern der Unterstützung durch eine Fachperson bedürfe. Aus den während der Dauer der Beistandschaft periodisch erstellten Rechenschaftsberichten erhelle, dass die Zusammenstellung der Einnahmen und Ausgaben zahlreiche Positionen umfasse, welche ihrerseits offensichtlich aus mehreren einzelnen Positionen zusammengesetzt seien. Die administrative Abwicklung der Aufwendungen und Rückerstattung für Gesundheitskosten sei nicht ganz einfach und zeitintensiv, da die Beschwerdeführerin mit verschiedenen Rechnungsstellern abrechnen bzw. verschiedenen Kostenträgern gegenüber ihre Ansprüche geltend machen müsse. Neben den Gesundheitskosten fielen regelmässig verschiedene andere Auslagen an und es seien z.B. jährlich Steuererklärungen einzureichen, welche ihrerseits auch bei unkomplizierten finanziellen Verhältnissen ein Mindestmass an Aufmerksamkeit bezüglich Sorgfalt und Vollständigkeit der einzureichenden Unterlagen verlangen würden. Auch in den Genuss von Ergänzungsleistungen oder Prämienverbilligungen komme die Beschwerdeführerin nur, wenn Änderungen in den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen umgehend gemeldet bzw. beantragt würden. Aus dem Rechenschaftsbericht über die Periode 2009 bis November 2011 erhelle, dass im Rahmen einer periodischen Überprüfung durch das Amt für Zusatzleistungen bekannt geworden sei, dass Vermögenswerte bei der Bank B.________ bis dahin nicht deklariert worden seien, was zu einer Neuberechnung des Anspruchs und einer Rückforderung geführt habe. Im gleichen Bericht werde dargelegt, dass die Haltung der Beschwerdeführerin bezüglich Zusatzleistungen widersprüchlich sein soll: so interessiere sie sich einerseits nicht für diese Leistungen und kümmere sich entsprechend nicht darum, um handkehrum gleichwohl Unterstützungsleistungen erhalten zu wollen. Dies zeige die Komplexität und auch Schwierigkeit administrativer Belange, mit denen die Beschwerdeführerin konfrontiert sei und zugleich deren Ambivalenz in der Geltendmachung gesetzlicher Ansprüche. Die Beschwerdeführerin scheine sich zwar zu bemühen, den Anforderungen der administrativen Abläufe selbstverantwortlich nachkommen zu können, sie benötige jedoch für die Erledigung der Post und der Bezahlung von Rechnungen Anstoss. Mit dem Lebenspartner der Beschwerdeführerin sei eine ihr wohlgesinnte und auch fähige Person vorhanden, welche die erwähnten administrativen Angelegenheiten besorgen könnte. Ob sich eine derartige Delegation der Verantwortlichkeiten günstig auf das persönliche Verhältnis der Beschwerdeführerin zu ihrem Lebenspartner auswirken würde, müsse jedoch in Frage gestellt werden, da er diese Hilfestellung als persönliche Belastung empfunden habe. Hinzu komme, dass die Beschwerdeführerin dazu neige, sich von Personen verfolgt und gehetzt zu fühlen, und auch ihr nahestehende Personen in ihr Wahnsystem einzubauen.