Citation: 2C_459/2023 E. 1.2.2

1.2.2. Unter Berufung auf das Recht auf Privatleben kann nach einer rechtmässigen Aufenthaltsdauer von rund zehn Jahren regelmässig davon ausgegangen werden, dass die sozialen Beziehungen hier so eng geworden sind, dass es für die Aufenthaltsbeendigung besonderer Gründe bedarf; im Einzelfall kann es sich freilich anders verhalten und die Integration zu wünschen übrig lassen (BGE 149 I 72 E. 2.1.2; 149 I 66 E. 4.3; 144 I 266 E. 3.9). Vorliegend spricht der Aufenthalt des Beschwerdeführers von rund 30 Jahren für ein solches Aufenthaltsrecht. Allerdings bietet u.a. das Ausmass seiner Verschuldung Anlass, daran zu zweifeln, ob er dafür genügend integriert ist. Diese Frage ist umstritten, weswegen sie vorliegend nicht bereits als Eintretensvoraussetzung, sondern erst im Rahmen der materiellen Beurteilung zu prüfen ist. Ein potenzieller Aufenthaltsanspruch des Beschwerdeführers gestützt auf das Recht auf Achtung des Privatlebens ist in vertretbarer Weise dargetan. Seine Beschwerde ist insoweit zulässig.