Citation: 2C_620/2023 E. 4.1

4.1. Nachdem die Eltern der Beschwerdeführerin im Januar (Mutter) respektive März (Vater) 2022 mit einem Besuchsvisum in die Schweiz eingereist sind und hier über keine dauerhafte Aufenthaltsbewilligung verfügen, ist für die Beurteilung der Unterhaltsgewährung auf die Verhältnisse an ihrem Herkunftsort in Belarus abzustellen (vgl. vorne E. 3.2). Dabei geht auch die Vorinstanz davon aus, dass die Beschwerdeführer die Eltern der Beschwerdeführerin in Belarus vor deren Übersiedlung in die Schweiz in erheblichem Mass unterstützt haben (Zahlungen von insgesamt EUR 9'500.-- zwischen dem 12. Mai 2021 und dem 28. Februar 2022). Umstritten ist nur, ob die Eltern der Beschwerdeführerin tatsächlich auf den finanziellen Unterhalt der Beschwerdeführenden angewiesen waren (Voraussetzung der Unterhaltsbedürftigkeit). Es ist zu prüfen, ob den Beschwerdeführern mit den von ihnen eingereichten Tabellen zu den Lebenshaltungskosten der Eltern der Beschwerdeführerin in Belarus im Dezember 2021 - dem letzten ganzen Monat, in welchem beide Elternteile noch gemeinsam in Belarus gelebt haben - der Nachweis der Unterstützungsbedürftigkeit gelungen ist.