Citation: 4A_141/2008 08.12.2009 E. 16

Die Vorinstanz lehnte die von der Klägerin unter dem Titel "Kostenüberschreitung" geltend gemachte Forderung ab, da es bereits an der genügenden Darlegung der angefallenen Mehrkosten mangelte. Sie auferlegte der Klägerin die Behauptungs- und Beweislast dafür, dass die bis zur Vertragsauflösung (19. Januar 2002) angefallenen Kosten im Vergleich zu den Kosten, die in der ursprünglichen Planung für den bis dann erreichten Baufortschritt vorgesehen wurden, zu hoch waren und in welchem Umfang. Die Klägerin rügt eine Verletzung von Art. 8 ZGB. Was sie zur Begründung ihrer Rüge vorträgt, verfängt nicht. Sie bringt nicht vor, die Vorinstanz habe bundesrechtswidrige Anforderungen an die Substanziierungspflicht gestellt. Vielmehr behauptet sie lediglich in appellatorischer Weise, es könne nicht die Rede davon sein, sie habe nicht genügend substanziiert, welche Mehrkosten bis zum Zeitpunkt der Vertragsauflösung entstanden seien. Dabei verweist sie - wie in der Klageschrift - auf die von der Beklagten berechnete Kostenkontrolle vom 18. Dezember 2001, worin keine Mehrkosten enthalten seien, die erst nach der Vertragsbeendigung entstanden seien. Sie will daraus ableiten, die Beklagte habe die darin berechneten Mehrkosten anerkannt. Die Vorinstanz hätte daher die Forderung wegen Kostenüberschreitung mindestens im Umfang von Fr. 500'297.-- ohne weitere Prüfung als richtig hinnehmen müssen. Laut dem angefochtenen Urteil hatte die Beklagte demgegenüber geltend gemacht, die entstandenen Mehrkosten seien nicht gleichbedeutend mit von der Beklagten zu vertretenden Kostenüberschreitungen. Es ist daher nicht nachvollziehbar, dass die Vorinstanz aus der Kostenkontrolle der Beklagten vom 18. Dezember 2001 eine Anerkennung der Forderung wegen Kostenüberschreitung hätte ableiten müssen. Vor allem aber, so die verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz, ersetzte die Klägerin die Berechnung gemäss Kostenkontrolle der Beklagten vom 18. Dezember 2001, von der sie in der Klagschrift ausgegangen war, in der Replik durch eine neue Berechnung, bei der sie sich vollumfänglich auf die von der Z.________ AG erstellte Bauabrechnung per 31. Dezember 2004 stützte. Sie kann deshalb vor Bundesgericht nicht wieder auf die Kostenkontrolle der Beklagten vom 18. Dezember 2001 zurückkommen und der Vorinstanz vorwerfen, sie hätte daraus eine Anerkennung der Beklagten ableiten müssen. Eine Verletzung von Art. 8 ZGB ist nicht dargetan. Das angefochtene Urteil hält demnach auch in Bezug auf die abgelehnte Forderung wegen Kostenüberschreitung der bundesgerichtlichen Überprüfung stand.