Citation: 6B_159/2015 E. 1.2.1

1.2.1. Die Vorinstanz hält den angeklagten Sachverhalt für erstellt. Einzig nicht erwiesen sei, dass der Geschädigte den Fussgängerstreifen "wohl bei Grünlicht" überquerte (angefochtenes Urteil E. 7 S. 21). Die Indizien sprächen zwar eher dafür, dass dieser den Fussgängerstreifen nicht bei Rotlicht betrat. Letztlich nimmt die Vorinstanz zugunsten der Beschwerdeführerin jedoch an, die massgebende Fussgängerampel habe Rot angezeigt (angefochtenes Urteil E. 6.4 S. 15 ff.). Sie geht in dubio pro reo des Weiteren davon aus, dass die Strecke vom Betreten des Fussgängerstreifens durch den Geschädigten bis zum Kollisionsort 2,9 Meter betrug und dass dieser den Fussgängerstreifen mit einer konstanten Geschwindigkeit von 1,5 m/s überquerte, ohne zunächst am Fussgängerstreifen anzuhalten (angefochtenes Urteil S. 17 ff.).