Citation: I 837/04 08.07.2005 E. 3

Mit ausführlicher Begründung, worauf verwiesen wird (Art. 36a Abs. 3 OG), erkannte die Vorinstanz zutreffend, dass in Bezug auf die strittige, von der Beschwerdeführerin verfügte Ablehnung des Leistungsgesuchs unter den gegebenen Umständen nicht allein auf die Stellungnahme ihres beratenden Arztes vom 5. Februar 2004 abgestellt werden kann. Daran ändert nichts, dass die IV-Stelle mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde auf eine ausführliche Aktenbeurteilung des Dr. med. B.________ vom 23. September 2004 verweist, welche im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren versehentlich nicht eingereicht worden sei. Ausschlaggebend ist, dass dieser - wenngleich sehr ausführliche und in weiten Teilen nachvollziehbare - Bericht vom 23. September 2004 nicht auf allseitigen Untersuchungen des Versicherten (vgl. BGE 125 V 352 Erw. 3a), sondern auf einer reinen Aktenbeurteilung beruht und Dr. med. B.________ ebenso wenig wie der behandelnde Hausarzt Dr. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie ist. Denn im Gegensatz zu Dr. med. B.________, welcher sich keinen persönlichen Eindruck vom Beschwerdegegner verschaffen konnte, erachteten nicht nur der Hausarzt, sondern auch die im Dezember 2002 während dem stationären Aufenthalt im Spital I.________ behandelnde Ärztin Dr. med. F.________ eine psychiatrische Abklärung des Versicherten für unerlässlich, weshalb sie eine psychiatrische Konsiliaruntersuchung durch Dr. med. S.________ veranlasste. Nicht nachvollziehbar ist schliesslich der Hinweis des Dr. med. B.________, "am Entscheid von Dr. med. U.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, [sei] festzuhalten". Gemäss Aktennotiz des IV-Arztes vom 20. Dezember 2004 hat er das Dossier des Versicherten von Dr. med. U.________ übernommen. Den Akten ist jedoch weder ein Schriftstück dieser Psychiaterin noch ein Hinweis auf eine psychiatrische Begutachtung des Beschwerdegegners zu entnehmen. Zu Recht hat daher die Vorinstanz den Berichten der Dres. med. E.________ und B.________ keinen vollen Beweiswert zuerkannt. Nach dem Gesagten ist der angefochtene Entscheid, womit die Vorinstanz den Einspracheentscheid vom 30. Juni 2004 aufhob und die Sache zur ordnungsgemässen psychiatrischen Untersuchung und Neuverfügung über das Leistungsgesuch an die Beschwerdeführerin zurück wies, in Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes (Erw. 2) erfolgt.