Citation: 5A_292/2023 E. 6.2.3

6.2.3. Vorliegend geht es nicht um die Frage, ob ab Sommer 2018 ein qualifiziertes Konkubinat bestand, welches den Unterhaltsanspruch der Beschwerdegegnerin ab jenem Zeitpunkt hätte untergehen lassen (vgl. BGE 138 III 97 E. 2.3.3). Streitig ist vielmehr, ob im fraglichen Zeitpunkt eine sog. (einfache) Wohn- und Lebensgemeinschaft vorlag, die Einsparungen in den Lebenshaltungskosten mit sich gebracht hätte. Entscheidend ist dabei der wirtschaftliche Vorteil, der aus der Partnerschaft gezogen wird, indem die Partner die gemeinschaftlichen Kosten anteilsmässig tragen, wobei es auf die tatsächliche Kostenaufteilung nicht ankommt (vgl. BGE 138 III 97 E. 2.3.2).