Citation: 6B_336/2017 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, die Vorinstanz hätte ohne ein interdisziplinäres Zweitgutachten zur Frage seiner Hafterstehungsfähigkeit die Vorladung zum Strafantritt nicht erlassen dürfen. Er rügt die Verletzung seines rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) und eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung. Ihm könne das Recht, auf eine schlüssige Sachverhaltsfeststellung zu bestehen, nicht abgesprochen werden. Wechselwirkungen zwischen den im Gutachten vom 29. März 2016 beschriebenen gesundheitlichen Einschränkungen seien offensichtlich. Er habe zweimal auf ein einschneidendes Ereignis (Eröffnung des obergerichtlichen Urteils vom 13. Januar 2014 am 15. Januar 2014 und Zustellung des Urteils des Bundesgerichts vom 27. August 2015 am 15. September 2015) mit einem Schlaganfall reagiert. Weder hätten die Gutachter, denen das notwendige Fachwissen in psychiatrischer Hinsicht fehle, diesen Zusammenhang erkannt, noch hätten die Vorinstanzen sich damit auseinandergesetzt. Dieser zentrale Umstand hätte eine interdisziplinäre Begutachtung indiziert. Die Frage der Hafterstehungsfähigkeit sei auch unter Beizug eines psychiatrischen Experten zu prüfen. Die Vorinstanz habe, indem sie auf eine Beurteilung durch einen Psychiater vor dem Strafantritt verweise, implizit die Unvollständigkeit der bisherigen Sachverhaltsfeststellungen anerkannt (Beschwerde S. 7 ff.).