Citation: 8C_618/2022 E. 4.1

4.1. Wie der Beschwerdeführer zu Recht einwendet, bestätigte einzig der vom Beschwerdegegner beauftragte Vertrauensarzt eine Arbeitsfähigkeit von 50 % ab dem 12. August 2021. Richtig ist auch, dass sich dieser hinsichtlich der hier hauptsächlich strittigen Periode vom 8. Juni bis am 11. August 2021 nicht, respektive nur ungenau äusserte. So hielt er lediglich fest, die Arbeitsunfähigkeit bestehe ab dem 27. April 2021 und werde wahrscheinlich bis im Dezember 2021 oder im Januar 2022 anhalten. Nähere Angaben, ob und weshalb der Beschwerdeführer vor dem 12. August 2021 klar weniger als zu 50 % arbeitsfähig gewesen sein soll, finden sich im vertrauensärztlichen Bericht vom 12. August 2021 keine. Demgegenüber äusserten sich die Ärzte der Klinik D.________ immerhin insoweit zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers, als dieser nach der erfolgreichen Rehabilitation vor Ort bei gutem Allgemeinzustand in sein häusliches Umfeld habe entlassen werden können (Austrittsbericht vom 7. Juni 2021). Der Hausarzt, Dr. med. E.________ attestierte in der Folge schon ab dem 8. Juni 2021 eine Arbeitsfähigkeit von 100 % (vgl. hausärztliches Zeugnis vom 8. Juni 2021). Diesen echtzeitlichen ärztlichen Angaben wird im vertrauensärztlichen Bericht vom 12. August 2021 in keiner Weise Rechnung getragen. Vielmehr lässt Dr. med. C.________ die entscheidende Frage nach dem Ausmass der Einschränkung vor dem 12. August 2021 und dem auf dieser Grundlage beruhenden zeitlichen Verlauf der Arbeitsfähigkeit (weitgehend) unbeantwortet. Nicht ansatzweise zu ersehen ist insbesondere, inwiefern sich die im vertrauensärztlichen Bericht thematisierten Einschränkungen durch das Dünndarmstoma vor dem 12. August 2021 allenfalls stärker auf die Arbeits- bzw. Vermittlungsfähigkeit ausgewirkt haben sollen als danach. Mit anderen Worten erweist sich die vertrauensärztliche Beurteilung vom 12. August 2021 in wesentlichen Punkten als unvollständig.