Citation: 1P.462/2003 10.09.2003 E. B

Am 12. März 2003 wurde ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag gegeben. Der amtliche Verteidiger des Angeschuldigten stellte am 2. April 2003 ein Haftentlassungsgesuch, da keine Kollusionsgefahr mehr bestehe. Mit Verfügung vom 5. April 2003 lehnte der Haftrichter das Gesuch ab und verlängerte die Untersuchungshaft bis 27. Juli 2003. Mit Gesuch vom 25. Juni 2003 beantragte der Angeschuldigte erneut die Haftentlassung. Die Wiederholungsgefahr werde von der Geschädigten selber gesetzt, weil sie nicht aus seiner Wohnung ausziehe. Der Haftrichter lehnte das Gesuch am 28. Juni 2003 wiederum ab. Er wies darauf hin, dass eine weitere Haftverlängerung nach dem 27. Juli 2003 nur in Frage kommen könne, wenn die Untersuchungsbehörde zwingende Gründe dartue und das mutmasslich beantragte Strafmass in der Begründung hinreichend konkret darlege. Der Bezirksanwalt V für den Kreis Zürich stellte am 22. Juli 2003 Antrag auf Fortsetzung der Untersuchungshaft. Er machte unter anderem geltend, der psychiatrische Vorbericht vom 12. Juli 2003 besage, dass beim Angeschuldigten eine hohe Gefahr bestehe, dass dieser sich in gleicher oder ähnlicher Weise wie bisher in Konfliktspannungen gegenüber Beziehungspersonen zu gewalttätigen Ausbrüchen hinreissen lasse. Ausstehend sei noch das psychiatrische Gutachten, welches nun nach Erhalt der neurologischen Untersuchungsergebnisse bis Ende August 2003 fertiggestellt werde, allenfalls schon etwas früher. Sobald das Gutachten vorliege, könne an sich nach der Schlusseinvernahme umgehend ein vorzeitiger Massnahmeantritt erfolgen, wenn dies der Beschuldigte wünschen sollte. Der Haftrichter folgte diesem Antrag und verfügte am 25. Juli 2003 die Fortsetzung der Untersuchungshaft bis 31. August 2003.