Citation: 2C_417/2018 E. 6.3.1

6.3.1. Ausgangspunkt für die Beurteilung des migrationsrechtlichen Verschuldens ist die vom Strafgericht ausgesprochene Strafe (BGE 134 II 10 E. 4.2 S. 23; 129 II 215 E. 3.1 S. 216; Urteil 2C_126/2017 vom 7. September 2017 E. 2.4). Der Beschwerdeführer wurde im Rahmen seiner zwei Aufenthalte in der Schweiz wiederholt straffällig wegen Delikten gegen das Betäubungsmittelgesetz. Sodann wurde er zu einer Freiheitsstrafe von 22 Monaten wegen Gefährdung des Lebens, Freiheitsberaubung und Entführung, mehrfacher Nötigung und mehrfacher Drohung verurteilt. Wie die Vorinstanz zu Recht festhält, handelt es sich dabei nicht um untergeordnete Verstösse gegen die Rechtsordnung (vgl. E. 2.3.5 des angefochtenen Urteils). Der Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von 22 Monaten lagen folgende Vorfälle zugrunde: Im Jahr 2009, während eines Aufenthalts in der Türkei, warf der Beschwerdeführer seine ehemalige Ehefrau zu Boden, kniete sich über sie, packte sie mit beiden Händen am Hals und würgte sie bis zur Bewusstlosigkeit, worauf er von ihr abliess. Als sie wieder zu sich kam, sagte er ihr, dass er sie umbringen und den Leichnam bzw. den Sarg ihren Eltern schicken würde. Ein weiterer Vorfall ereignete sich im Jahr 2013 in der gemeinsamen Wohnung in Zürich. Dabei drohte er seiner Ex-Ehefrau, über sie und die gemeinsamen Kinder heisses Öl auszugiessen und sie und die beiden Kinder umzubringen. Wenige Tage später nahm der Beschwerdeführer seiner Ex-Ehefrau das Mobiltelefon und den Hausschlüssel weg, so dass diese bis am Abend in der gemeinsamen Wohnung bleiben musste. Schliesslich drohte er ihr mit dem Tod und forderte sie auf, ihn mit dem Auto nach Zürich zu bringen, um dort Drogen zu kaufen (Art. 105 Abs. 2 BGG). Durch seine Handlungen hat der Beschwerdeführer hohe Rechtsgüter verletzt. Gefährdung des Lebens sowie Freiheitsberaubung und Entführung stellen zudem Delikte dar, welche seit dem 1. Oktober 2016 Anlasstaten für eine obligatorische Landesverweisung bilden (Art. 121 Abs. 3 lit. a BV; Art. 66a Abs. 1 lit. b und g StGB). Auch wenn diese Regelung nicht rückwirkend auf den Beschwerdeführer Anwendung findet, darf bei einer Interessenabwägung berücksichtigt werden, dass der Verfassungs- und Gesetzgeber Gewaltdelikte als besonders verwerflich erachtet (vgl. Urteile 2C_393/2017 vom 5. April 2018 E. 3.3.1; 2C_172/2017 vom 12. September 2017 E. 3.3). Erschwerend kommt hinzu, dass der Beschwerdeführer nicht zum ersten Mal delinquierte, sondern bereits viermal zuvor wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz verurteilt wurde.