Citation: 5A_292/2023 E. 4.3

4.3. Entgegen seiner Auffassung lässt sich aus dem Rückweisungsurteil nichts Derartiges ableiten. Die bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach durch Erbanfall erworbenes Vermögen in der Regel nicht anzuzehren ist, stellt lediglich einen Grundsatz auf, von dem in Ausnahmefällen abgewichen werden kann. Die Vorinstanz hatte in ihrem früheren Entscheid nicht erläutert, weshalb sie von diesem Grundsatz abgewichen war. Das Bundesgericht konnte mithin nicht beurteilen, ob allenfalls sachliche Gründe für die Annahme eines Ausnahmefalles bestehen, sodass sich die Bindungswirkung seines Rückweisungsurteils nicht auf diese Frage erstrecken kann. In dieser Hinsicht ist der angefochtene Entscheid nicht zu beanstanden.