Citation: 6B_912/2015 E. 2.2.2

2.2.2. Die Vorinstanz stützt ihre Fehlertheorie in erster Linie auf die unbestrittene Tatsache, wonach es sich bei der fraglichen CMO um einen Interest-only-Titel handelt. Dass ein solcher lediglich zu Zinszahlungen und nicht zu einer Kapitalrückzahlung berechtigt, ergibt sich aus der Sache selbst. Dieselbe Information lässt sich auch dem Private Placement Memorandum entnehmen. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers durfte die Vorinstanz in dieser Frage auf den Beizug eines Experten verzichten. Der vorinstanzliche Schluss, wonach die Ankündigung einer Kapitalrückzahlung fehlerhaft gewesen sei, ist unter den genannten Umständen nicht willkürlich. Ergänzend dazu erwägt die Vorinstanz, für die D.________ hätte kein Grund bestanden, den von ihr angekündigten "principal paydown" zu widerrufen, wenn es sich nicht um einen Irrtum gehandelt hätte. Auch dieser Schluss ist nicht zu beanstanden. Der Beschwerdeführer wendet ein, die Vorinstanz verstosse gegen den Grundsatz "in dubio pro reo", da sie sich bezüglich der Fehlerursache nicht eindeutig festlege und den Vorgang bei der D.________ nicht wie beantragt abgeklärt habe. Stattdessen stelle sie Vermutungen an. Weiter habe weder die United States Small Business Administration noch ein Sachverständiger bestätigt, dass eine grössere Zahlung auf dem Wertpapier, beispielsweise gebündelte Zinszahlungen, ausgeschlossen seien. Zudem seien beide SWIFT-Mitteilungen (Ankündigung und Widerruf) im Format MT564 erfolgt. Allerdings sei nicht überprüft worden, weshalb die SWIFT-Mitteilung betreffend den Widerruf korrekt gewesen sein soll, nicht jedoch die Avisierung. Schliesslich hätte der Text im Freitextfeld der SWIFT-Mitteilungen analysiert werden müssen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Mitteilung einen Vorgang korrekt wiedergegeben habe, liege bei 50 %. Mit dieser Argumentation bringt der Beschwerdeführer gleich selber zum Ausdruck, dass die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung nicht willkürlich ist. Jedenfalls genügt es für die Bejahung von Willkür nicht, dass eine andere Sachverhaltsvariante ebenfalls denkbar wäre. Die Vorinstanz hält zu Recht fest, es lägen keinerlei Anhaltspunkte dafür vor, dass der Widerruf fehlerhaft gewesen sei. Es handle sich um eine reine Spekulation. Nachdem willkürfrei erstellt wurde, dass die Gutschrift irrtümlich erfolgte, durfte die Vorinstanz in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 136 I 229 E. 5.3 mit Hinweisen) auf weitere Abklärungen in Zusammenhang mit der Fehlerursache sowie den SWIFT-Mitteilungen verzichten. Bereits im vorinstanzlichen Verfahren stellte sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, bei den USD 15.7 Mio. könnte es sich um gebündelte Zinszahlungen gehandelt haben. Dazu führt die Vorinstanz aus, die Behauptungen des Beschwerdeführers seien haltlos. Dass man in der Angelegenheit von Vorabzinsausschüttungen gesprochen habe, stehe im Widerspruch zu den Aussagen der Mitarbeiter der Beschwerdegegnerin wie etwa zu jenen von E.________. Gestützt werde dies zusätzlich durch dessen Bestätigungsmail an den Beschwerdeführer vom 29. September 2011. Dass Couponzahlungen (Zinszahlungen) auch Kapital seien, stelle nichts mehr als eine Wortspielerei des Beschwerdeführers dar. Weiter komme der Ausdruck "principal payment" im Memorandum und Supplement nicht vor. Lediglich das Wort "principal" tauche auf, dieses stehe allerdings nicht in Zusammenhang mit Zinszahlungen. Mit diesen Erwägungen setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander. Vielmehr legt er seine eigene Sicht der Dinge dar, indem er seine Ausführungen vor Vorinstanz wiederholt. Die Vorbringen des Beschwerdeführers sind nicht geeignet, die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung als willkürlich erscheinen zu lassen. Der Beschwerdeführer reicht ein Schreiben von F.________, einem Spezialisten für hypothekargesicherte Wertpapiere, vom 11. September 2015 ein, womit er belegen will, dass die Gutschrift aufgrund eines im August 2011 erfolgten Handels erfolgt sei und daher nicht auf einen Fehler zurückgeführt werden könne. Da das Schreiben erst nach dem angefochtenen Urteil verfasst wurde, ist es als unzulässiges echtes Novum im bundesgerichtlichen Verfahren nicht zu berücksichtigen (vgl. Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 139 III 120 E. 3.1.2; 133 IV 342 E. 2.1).