Citation: 4P.43/2006 12.05.2006 E. 3

Im angefochtenen Urteil wird festgestellt, dass sich aus einem IV-Bericht vom 30. August 1993, in welchem die Äusserungen der Beschwerdeführerin gegenüber einer Berufsberaterin festgehalten sind, ergebe, dass das Ziel der Beschwerdeführerin die Tätigkeit in einem Reisebüro gewesen sei, und sie den Weg der Handelsschule gewählt habe, um dieses Ziel zu erreichen. Es treffe daher nicht zu, dass für die Beschwerdeführerin lediglich anfänglich nur eine Stelle in einem Reisebüro in Frage gekommen sei und sie sich nachher zu etwas anderem entschlossen habe. Vielmehr habe sie einen anderen Weg gewählt, um sich das notwendige Wissen im Hinblick auf dieses Ziel (Tätigkeit in einem Reisebüro) anzueignen. Demnach sei bei der Berechnung des Valideneinkommens nach Lehrabschluss vom Lohn in einem Reisebüro auszugehen. Die Beschwerdeführerin bezeichnet diese Feststellungen als willkürlich. Es gelingt ihr indessen nicht, ihre Rüge überzeugend zu begründen. Nach der Feststellung des Obergerichts hat die Beschwerdeführerin gegenüber der Berufsberaterin gesagt, sie habe den Wunsch gehabt, eine Ausbildung zu absolvieren, welche sie befähige, in einem Reisebüro zu arbeiten; eine andere Tätigkeit sei für sie nicht in Frage gekommen. In der Beschwerdeschrift wird bloss eingewendet, es sei lebensfremd und daher unhaltbar, die Beschwerdeführerin ob diesem einmal geäusserten Berufswunsch ausschliesslich auf die Reisebürobranche zu fokussieren, nachdem sie ohne den Unfall 1994 mit der KV-Ausbildung eine breite Ausbildung genossen hätte. Mit diesen allgemeinen, auf keine Belege gestützten Behauptungen kann keine Willkür aufgezeigt werden. Bei der Beweiswürdigung steht dem Sachgericht nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts ein weiter Spielraum des Ermessens zu (BGE 83 I 7 S. 9; 120 Ia 31 E. 4b S. 40). Das Obergericht hat sich im vorliegenden Fall an diesen Spielraum gehalten. Die Rüge willkürlicher Beweiswürdigung oder Sachverhaltsfeststellung erweist sich als unbegründet, soweit sie überhaupt den Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG gerecht wird.