Citation: 5C.143/2000 09.11.2000 E. 5

5.- a) In güterrechtlicher Hinsicht hat die Vorinstanz das Urteil des Kantonsgerichts bestätigt, wonach die Klägerin dem Beklagten Fr. 29'250.-- zu bezahlen hat, und die übrigen güterrechtlichen Anträge der Parteien abzuweisen sind. Der Betrag von Fr. 29'250.-- entspricht der Hälfte der von der Klägerin bezogenen Mietzinsen für die Einliegerwohnung in der Liegenschaft X.________-Strasse in Y.________, welche den Parteien als Miteigentümer je zur Hälfte gehört und der Klägerin nach Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes zu alleiniger Benützung zugewiesen worden war. Die Klägerin rügt, sie habe im erstinstanzlichen Verfahren geltend gemacht, Fr. 30'000.-- für den Unterhalt der Liegenschaft aufgewendet zu haben, was unwidersprochen geblieben sei, und schulde daher maximal Fr. 14'250.-- (Fr. 58'500.-- abzüglich Fr. 30'000.--, geteilt durch zwei). Im angefochtenen Urteil finden sich jedoch keine Feststellungen in Bezug auf die behaupteten Ausgaben. Wollte die Klägerin eine Sachverhaltsergänzung gemäss Art. 63 Abs. 2 oder Art. 64 OG verlangen, hätte sie darüber genaue Angaben mit Aktenhinweisen machen (Art. 55 Abs. 1 lit. d OG) und darlegen müssen, dass sie die fragliche Sachbehauptung auch im Verfahren vor der Vorinstanz prozesskonform erhoben hatte. Da sie dies versäumt, gelten ihre Vorbringen als neu und sind somit unzulässig (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 115 II 484 E. 2a S. 485 f. mit Hinweisen). b) Die Klägerin hat vor der Vorinstanz geltend gemacht, sie habe dem Beklagten während der Ehe aus ihrem Eigengut ein Darlehen von Fr. 20'500.-- für den Kauf von Crossair-Aktien gegeben. Die Vorinstanz erachtete diese Behauptung als ungenügend substanziiert; die Klägerin habe andernorts ausgeführt und belegt, dass das von ihr in die Ehe eingebrachte Vermögen von Fr. 2'380.-- im Laufe der Jahre verbraucht worden sei. Die Klägerin rügt, die Vorinstanz übersehe ihre mit Eingabe vom 15. Januar 1998 ergänzend vorgebrachte Behauptung, am 23. Februar 1989 Fr. 10'050.-- aus dem vor Eheschluss erfolgten Verkauf ihres Coiffeur-Geschäftes erhalten zu haben. Sie habe die Einvernahme der Käuferin als Zeugin beantragt. Damit wäre ihr der Nachweis gelungen, dass ein Anteil von Fr. 10'050.-- des Darlehens ihrem Eigengut zuzurechnen sei; der restanzliche Anteil von Fr. 10'450.-- sei aufgrund der Vermutung von Art. 200 Abs. 3 ZGB ihrer Errungenschaft zuzurechnen. Damit habe sie einen güterrechtlichen Anspruch von Fr. 15'275.--. Eventuell sei die Darlehensforderung vollumfänglich ihrer Errungenschaft zuzurechnen, so dass ihr der Beklagte Fr. 10'250.-- zu bezahlen hätte, da er den streitigen Betrag anerkanntermassen nicht für die Bestreitung des gemeinsamen Unterhalts, sondern zur Begleichung von Spielschulden verwendet habe. Mit diesen Ausführungen legt die Klägerin nicht dar, dass sie ihren Anspruch vor der Vorinstanz genügend substanziiert hätte. Die Vorbringen über den Umfang ihres Eigenguts und über die Zuordnung des angeblichen Darlehens stossen ins Leere, da weder von der Vorinstanz festgestellt wurde noch von der Klägerin dargetan wird, dass effektiv ein Darlehen gewährt wurde. Auch auf diese Rüge ist somit nicht einzutreten.