Citation: 8C_385/2020 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz erwog, die Versicherte habe mit zwei Krankentaggeldversicherern einen Vergleich abgeschlossen, wonach sie auf der Basis einer 80%-igen Arbeitsunfähigkeit für die Zeit vom 1. September 2016 bis 5. Mai 2017 Krankentaggelder erhalte, unter Abzug der in diesem Zeitraum ausgerichteten Arbeitslosenentschädigung. Der Vergleich beinhalte eine Gesamtleistungsdauer von 730 Tagen (abzüglich einer Wartefrist von 14 Tagen und 88 bereits ausgerichteten Taggeldern). Im die streitige Rückforderung betreffenden Zeitraum vom 1. September 2016 bis 23. August 2017 sei bei einem Taggeldansatz von Fr. 75.75 für 247 Tage vom 1. September 2016 bis 1. Mai 2017 eine Krankentaggeldentschädigung ausgerichtet und vom Gesamtbetrag von Fr. 54'783.33 seien Fr. 20'438.05 für ausbezahlte Arbeitslosenentschädigung abgezogen worden. Dies entspreche beim genannten Taggeldansatz knapp 270 Taggeldern nach VVG. Damit liege keine Überentschädigung vor, weshalb sich der Leistungsbezug bei der Arbeitslosenversicherung nicht als unrechtmässig erweise. Zudem sei die Versicherte am 1. September 2016 (Beginn der Krankentaggeldleistungen) bereits bei der Invalidenversicherung angemeldet und nicht offensichtlich vermittlungsunfähig gewesen, weshalb sich auch unter diesem Aspekt keine Rückerstattungspflicht ergebe.