Citation: 2C_169/2018 E. 3.3.3

3.3.3. Vor diesem Hintergrund rechtfertigte es sich nicht nur, sondern war es sogar geboten, dass das kantonale Migrationsamt auf der Durchführung eines DNA-Tests bei der nichtehelichen Tochter der jetzigen Ehefrau des Beschwerdeführers bestand. Es entspricht nämlich einem bekannten Verhaltensmuster, zunächst durch Heirat eines Schweizers oder in der Schweiz niedergelassenen Ehegatten eine Niederlassungsbewilligung zu erwirken, sich unmittelbar danach scheiden zu lassen und anschliessend eine Landsfrau zu heiraten und ein Familiennachzugsgesuch für die neue Ehefrau und gemeinsame Kinder mit dieser zu stellen (vgl. dazu zuletzt Urteile 2C_334/2017 vom 9. April 2018 und 2C_279/2017 vom 25. September 2017; betreffend von der Migrationsbehörde verlangtem DNA-Test die Urteile 2A.346/2004 vom 10. Dezember 2004 und 2C_60/2008 vom 9. Juni 2008; vgl. auch Urteil 2C_813/2012 vom 21. März 2013). Es kann sich daher hier nur noch fragen, ob es vertretbar ist, wenn die Vorinstanzen aus der Weigerung der Durchführung des DNA-Tests auf das Vorliegen einer Parallelbeziehung und auf deren Verschweigen durch den Beschwerdeführer in Verletzung der ihm im Bewilligungsverfahren obliegenden Mitwirkungspflicht schliessen durften.