Citation: 7B_690/2023 E. 3.3

3.3. Die in der Beschwerde erhobenen Rügen erweisen sich als unbegründet, soweit sie überhaupt zulässig sind: In Bezug auf die (für die schwere Körperverletzung) festgelegte Einsatzstrafe macht der Beschwerdeführer geltend, der Vorinstanz könne nicht gefolgt werden, wenn sie einerseits davon ausgehe, dass der Beschwerdeführer nicht mehr überdurchschnittlich leistungsfähig sei, da die Erfahrung im Kampfsport bereits zu weit zurückliege, und entsprechend zu seinem Nachteil von einer durchschnittlichen Abbaurate der Blutalkoholkonzentration ausgehe, und andererseits im Rahmen der Strafzumessung annehme, dass er aufgrund seiner Kampfsporterfahrung ein höheres Bewusstsein bezüglich Verletzungspotential habe, was sich wiederum zu seinem Nachteil auswirke. Was an diesen Sachverhaltsfeststellungen geradezu unhaltbar sein soll, legt der Beschwerdeführer nicht dar und ist auch nicht ersichtlich. Auf solche appellatorische Kritik ist nicht weiter einzugehen. Soweit der Beschwerdeführer weiter geltend macht, ihm hätte ein "Geständnisrabatt" zugestanden werden müssen, nachdem er mit seinem Anruf dafür gesorgt habe, dass der in Todesgefahr schwebende Geschädigte umgehend ärztliche Hilfe erhalte, und er bereits zu diesem Zeitpunkt ein umfassendes Geständnis abgelegt habe, indem er sich für die Tat verantwortlich gezeigt habe, weist er die Erwägungen im angefochtenen Entscheid nicht als bundesrechtswidrig aus. Die Vorinstanz hält jedenfalls nachvollziehbar fest, dass der Beschwerdeführer nichts zugegeben habe, was nicht bereits aufgrund vorhandener objektiver Beweismittel habe als erstellt erachtet werden müssen. Er habe nicht wesentlich zur Erleichterung oder Verkürzung des Strafverfahrens beigetragen. Zudem habe er hinsichtlich der Körperverletzung bis zum Schluss ausgesagt, sich nicht an das Geschehene erinnern zu können. Es sei daher kaum beurteilbar, ob beim Beschwerdeführer Einsicht in das eigene Fehlverhalten vorliege. Dass der Beschwerdeführer unter anderem am 9. Juli 2019 selber wiederholt die Polizei alarmiert habe und die Vorfälle bedaure bzw. bereue, sei als Ausdruck von aufrichtiger Reue zu werten und daher (insoweit) strafmindernd zu berücksichtigen. Diese Auffassung der Vorinstanz ist - auch mit Blick auf die Rechtsprechung (Urteile 7B_193/2022 vom 6. Dezember 2023 E. 3.3.2; 6B_18/2022 vom 23. Juni 2022 E. 2.6.1; 6B_762/2011 vom 9. Februar 2012 E. 4.4) - nicht zu beanstanden. Im Übrigen behauptet der Beschwerdeführer nicht, dass die Straftat (der schweren Körperverletzung) ohne sein Zutun nicht ans Licht gekommen wäre. Schliesslich erblickt der Beschwerdeführer in der Erhöhung der Einsatzstrafe um 12 Monate (im Vergleich zur Erstinstanz) eine "nicht mehr nachvollziehbare Diskrepanz". Dieser Argumentation kann nicht gefolgt werden, würdigt die Vorinstanz doch eigenständig und ausführlich die objektive und subjektive Tatschwere der schweren Körperverletzung, wobei sie für erstere "mit Blick auf den Strafrahmen" eine Strafe in der Grössenordnung von 60 Monaten als angemessen erachtet und zweitere neutral bewertet. Inwiefern die Vorinstanz das ihr zustehende erhebliche Ermessen diesbezüglich in nicht mehr vertretbarer und damit bundesrechtswidriger Weise ausgeübt haben sollte, begründet der Beschwerdeführer nicht.