Citation: 2C_15/2017 E. 2.5

2.5. Eine aufenthaltsbeendende Massnahme muss, wie jedes staatliche Handeln, verhältnismässig sein (Art. 5 Abs. 2 BV; Art. 96 AuG). Der angefochtene vorinstanzliche Entscheid ist, entgegen den Ausführungen in der Beschwerdeschrift, auch in diesem Punkt nicht zu beanstanden. Der Beschwerdeführer 1 hat die Beschwerdeführerin 2 gemäss deren im Befragungsprotokoll vom 13. März 2014 festgehaltenen Aussagen bereits im Jahr 2002 kennen gelernt und bis im Jahr 2008 etwa sechs Mal pro Jahr getroffen; ab dem Jahr 2008 hielten der Beschwerdeführer 1 und die Beschwerdeführerin 2 zusammen ein Unternehmen in der Schweiz und standen in regelmässigem Kontakt. Ab dem Jahr 2012 führten sie offiziell eine Beziehung; die Beschwerdeführerin 2 reiste denn auch am 15. August 2013 definitiv in die Schweiz ein, brachte am 6. September 2013 den gemeinsamen Sohn zur Welt und ging mit dem Beschwerdeführer 1 am 22. Januar 2014 die Ehe ein. Die am 17. Oktober 2011 gegenüber der Bewilligungsbehörde getätigte unzutreffende Aussage (vgl. oben, E. 2.4), mit der ersten Ehefrau D.________ eine intakte Ehe zu führen und weder Trennungs- noch Scheidungsabsichten zu pflegen, wiegt angesichts der Umstände sehr schwer und rechtfertigt den Widerruf der am 16. November 2011 erteilten Niederlassungsbewilligung insbesondere auch angesichts dessen, dass der Beschwerdeführer 1 erst im Alter von 37 Jahren in die Schweiz eingereist ist und weder seine jetzige Ehefrau, die Beschwerdeführerin 2, noch ihr gemeinsamer Sohn, der Beschwerdeführer 3, in der Schweiz aufenthaltsberechtigt sind. Die aufenthaltsbeendende Massnahme ist unter dem Gesichtspunkt der Verhältnismässigkeit nicht zu beanstanden und erweist sich als den Umständen angemessen, was überdies eine Verwarnung als mildere Massnahme (Art. 96 Abs. 2 AuG) ausschliesst.