Citation: 6A.30/2002 30.07.2002 E. 2

2.1 Nach Ansicht des Beschwerdeführers ist der Führerausweisentzug in mehrerer Hinsicht unverhältnismässig. Seit dem Vorfall seien zweieinhalb Jahre vergangen, während derer er korrekt gefahren sei. Unverhältnismässig sei der Entzug zudem angesichts seines ungetrübten automobilistischen Leumunds und des nur leichten Verschuldens. Der Entzug treffe ihn auch zu hart in der Ausübung seines Berufes. Das Verwaltungsgericht habe sich mit seinen Lebensumständen und den besonderen Verhältnissen des Falls zu wenig auseinandergesetzt. Das Verwaltungsgericht berücksichtigt bei der Festsetzung der Entzugsdauer das Verschulden des Beschwerdeführers, seinen ungetrübten Leumund und seine berufliche Angewiesenheit. Es verfügt einen Führerausweisentzug mit der gesetzlichen Minimaldauer von einem Monat. Nach der Rechtsprechung kann die sechsmonatige Mindestentzugsdauer von Art. 17 Abs. 1 lit. c SVG bei besonders leichtem Verschulden des fehlbaren Lenkers unterschritten werden. Das Bundesgericht hat die Frage offen gelassen, ob dies auch bei der einmonatigen Mindestdauer nach Art. 17 Abs. 1 lit. a SVG gelten soll (BGE 123 II 225 E. 2b/cc S. 230f.). Die Frage kann auch hier offen bleiben.