Citation: 1B_192/2017 E. 2

Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz eine Gehörsverletzung vor (Art. 29 Abs. 2 BV). Diese habe sich im angefochtenen Entscheid nicht damit auseinandergesetzt, dass es die amtliche Verteidigerin unterlassen habe, der Beschwerdeführerin die Schreiben ihres deutschen Anwalts weiterzuleiten. Gemäss der Stellungnahme der amtlichen Verteidigerin vom 31. Mai 2017 seien die Schreiben und Dokumente des deutschen Anwalts für das Strafverfahren in der Schweiz nicht notwendig. Sie habe mit ihm nur auf ausdrückliches Verlangen der Beschwerdeführerin und aus Kulanz Kontakt aufgenommen. Die von ihm zugeschickten elektronischen Dokumente habe sie an die Beschwerdeführerin weitergeleitet. Bei der postalischen Zustellung weiterer Schreiben direkt an die Beschwerdeführerin habe der deutsche Anwalt offenbar eine falsche Adresse verwendet, so dass ihr diese Dokumente nicht zugestellt werden konnten (vgl. Stellungnahme vom 1. Februar 2017 der amtlichen Verteidigerin an die Vorinstanz). Inwiefern der amtlichen Verteidigerin eine Pflichtverletzung unterlaufen sein soll, so dass ein Wechsel der amtlichen Verteidigung angezeigt wäre, lässt sich der Beschwerdeschrift nicht entnehmen. Dass sich die Vorinstanz nicht mit allen Parteistandpunkten auseinandergesetzt hat, sondern sich vielmehr auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränkt hat, ist daher auch nicht zu beanstanden. Die Begründung, weshalb die Vorinstanz das Gesuch der Beschwerdeführerin um Entlassung der amtlichen Verteidigung abgewiesen hat, wurden von der Vorinstanz so abgefasst, dass sich die Betroffene über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen konnte (BGE 138 I 232 E. 5.1 S. 237; BGE 134 I 83 E. 4.1 S. 88; je mit Hinweisen). Die von der Beschwerdeführerin beiläufig erhobene Gehörsrüge ist insoweit unbegründet.