Citation: 4A_439/2013 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwog, die Beschwerdeführerin habe aufgrund des "Vermittlungs- und Verkaufsauftrags" einen Vorvertrag für den Grundstückkauf ausgefertigt. Dieser sei aber von den Ehegatten C.________ nicht akzeptiert worden, womit feststehe, dass kein Kaufvertrag zustande gekommen sei und dass die Beschwerdeführerin nicht "durch Nachweis des nachmaligen Käufers, Vermittlung oder sonstige Mitwirkung den Abschluss eines öffentlich beurkundeten Kaufvertrags herbeigeführt" habe. Die Beschwerdegegnerin sei nicht bereit gewesen, auf den Änderungswunsch der Ehegatten C.________ einzugehen und eine Zahl- und Treuhandstelle einzusetzen. Es frage sich daher, ob das Honorar geschuldet sei, weil die Beschwerdeführerin "einen abschlusswilligen Kaufinteressenten beigebracht hat und der Auftraggeber (aus welchen Gründen auch immer) nicht mehr verkaufen will". Die Vorinstanz erwog zu dieser Frage, die Beschwerdegegnerin habe ihre Verkaufsbedingungen im Vorvertrag definiert. Wenn die Ehegatten C.________ diese Bedingungen nicht akzeptierten, seien sie keine kaufbereiten bzw. "abschlusswilligen" Kaufinteressenten. Dabei sei nicht entscheidend, ob die Errichtung einer Zahl- und Treuhandstelle objektiv gesehen sinnvoll, zumutbar oder im Interesse der Käufer eventuell sogar geboten gewesen wäre. Die Beschwerdegegnerin habe ihre Verkaufsbedingungen gestellt und müsse nicht verkaufen, wenn diese nicht akzeptiert würden. Dies gelte auch, wenn sie eine Mäklerin eingeschaltet habe, die ein grösseres Interesse an einem Vertragsabschluss haben möge als sie selber. Sie könne nicht als "verkaufsunwillig" taxiert werden, wenn sie an ihren - der Mäklerin zum voraus bekannten - Bedingungen festhalte. Eine Korrektur - so die Vorinstanz weiter - dränge sich auch nicht unter dem Gesichtspunkt von Treu und Glauben auf. So habe sich die Beschwerdegegnerin nicht speziell im Zusammenhang mit den Ehegatten C.________ geweigert, eine Zahl- und Treuhandstelle einzurichten. Vielmehr habe sie bereits bei der Ausarbeitung der verschiedenen Entwürfe darauf bestanden, dass die Zahlung der Restkaufpreissumme auf ihr Bankkonto erfolge.