Citation: 2C_167/2023 E. 5.4.2

5.4.2. Es trifft zu, dass der Beschwerdeführer am 2. September 2022 anlässlich des Ausreisegesprächs bei der Beschwerdegegnerin angab, ausreisen zu wollen, und sich in der Folge auch bei der Rückkehrberatung meldete. Gleichzeitig belegt der Umstand, dass ein gebuchter Rückflug im vergangenen Jahr hatte storniert werden müssen, weil der Beschwerdeführer ein Wiedererwägungsgesuch eingereicht hatte, auch angesichts späterer Gesuche und Rechtsmittel - und entgegen der Vorinstanz - nicht, dass der Beschwerdeführer in Bezug auf den Wegweisungsvollzug nur zum Schein kooperierte. Die Kooperationsbereitschaft des Beschwerdeführers ist grundsätzlich an seinem Verhalten in Bezug auf den Vollzug als solchen zu messen; dass er die diesem zu Grunde liegende Wegweisung auf dem ihm zur Verfügung stehenden Rechtsweg in Frage stellt, kann dabei in der Regel (vgl. aber das Urteil 2C_793/2022 vom 9. Oktober 2023 E. 5.2.3) keine Rolle spielen. Der Beschwerdeführer darf seine rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen. Die Behörden tragen aussichtslosen Gesuchen durch zügige Behandlung Rechnung, respektive dadurch, dass keine aufschiebende Wirkung gewährt wird. Aus diesem Grund steht ein hängiges Asylverfahren der Anordnung von Ausschaffungshaft auch nicht per se entgegen; dessen Stand wird vielmehr im Rahmen der Absehbarkeit des Vollzugs Rechnung getragen (vgl. vorne E. 5.3).