Citation: 1C_543/2021 E. 4.1.2

4.1.2. Eine derartige Situation liegt hier nicht vor. Das Baurekursgericht hat im Entscheid vom 5. November 2020 geprüft, ob § 56 Abs. 3 Halbsatz 2 PBG/ZH die Rechtsgrundlage von Art. 12.3 Abs. 2 BZO sein könne, und die Frage verneint. Zwar hat sich die Beschwerdegegnerin im vorinstanzlichen Verfahren nicht zu dieser Beurteilung und dem dieser beipflichtenden Vorbringen der Beschwerdeführerin geäussert, sondern § 49a Abs. 3 PBG/ZH als Kompetenznorm angerufen. Aufgrund der Erwägungen des Baurekursgerichts war aber ungeachtet dessen nicht auszuschliessen, dass die Vorinstanz § 56 Abs. 3 Halbsatz 2 PBG/ZH als kantonalrechtliche Grundlage von Art. 12.3 Abs. 2 BZO beurteilen könnte. Jedenfalls kann nicht gesagt werden, die Parteien hätten vernünftigerweise nicht mit solchem rechnen müssen. Die Vorinstanz war deshalb nicht verpflichtet, die Parteien in dieser Hinsicht vorgängig zu ihrer rechtlichen Würdigung anzuhören, und hat somit mit ihrem Vorgehen den Gehörsanspruch der Beschwerdeführerin nicht verletzt.