Citation: 5A_434/2022 E. 3

Der Beschwerdeführer beklagt seine finanzielle Situation und macht abstrakt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, des Anspruches auf ein faires Verfahren und des Willkürverbotes geltend, ohne dies jedoch näher zu begründen. Eine entsprechende Verletzung wäre denn auch nicht ersichtlich, weil das Obergericht ausführlich begründet hat, weshalb eine Teilklage bei der Abänderung des Kindesunterhaltes unzulässig sei. Der Beschwerdeführer müsste deshalb vielmehr darlegen, inwiefern die in E. 2 zusammengefasst wiedergegeben Erwägungen willkürlich sein oder gegen andere verfassungsmässige Rechte verstossen sollen. Dies tut er (ab Rz. 23 der Beschwerde) ausschliesslich mit appellatorischen Ausführungen und damit in ungenügender Form (vgl. E. 1). Somit hat es bei den obergerichtlichen Erwägungen zu bleiben, wonach bei der Abänderung von Kindesunterhalt eine Teilklage aus prozessualen Gründen nicht möglich ist. Dem ist anzufügen, dass im Zusammenhang mit der Abänderung von Kindesunterhalt eine Teilklage auch aus mit den prozessualen Überlegungen des Obergerichtes verknüpften materiellen Gründen ausgeschlossen scheint: Zwar wird dieser (unter Vorbehalt von Art. 288 ZGB) zufolge des Grundsatzes der Periodizität der Unterhaltsbeiträge im Urteilsdispositiv als monatlich zu leistender Betrag festgelegt, was aber nicht darüber hinwegtäuschen darf, dass es um das Stammrecht selbst geht, welches im (Abänderungs-) Urteil oder in der Unterhaltsvereinbarung quantifiziert wird (zur Publ. best. Urteil 5A_75/2020 vom 12. Januar 2022 E. 6.7). Bildet mithin das Unterhalts-Stammrecht den Streitgegenstand der Abänderungsklage, scheint eine Teilklage unstatthaft, wenn explizit eine grundsätzliche Aufhebung oder Abänderung des Kindesunterhaltes angestrebt wird. Hingegen kann selbstverständlich eine Abänderung des Unterhaltes (abschliessend) nur für eine bestimmte Zeitperiode verlangt werden; diesfalls handelt es sich aber um eine normale Klage und nicht um eine Teilklage.