Citation: 2A.723/2004 14.12.2004 E. 2

Gemäss der in BGE 130 II 65 eingeleiteten Rechtsprechung des Bundesgerichts haben Kantone, welche für die harmonisierten kantonalen Steuern den Weiterzug des Entscheides der kantonalen Steuerkommission an eine weitere kantonale verwaltungsunabhängige (richterliche) Instanz vorsehen, einen entsprechenden Instanzenzug auch für die direkte Bundessteuer zu öffnen (Art. 145 DBG, SR 642.11, in Verbindung mit Art. 50 StHG, SR 642.14). Entscheide der kantonalen Steuerrekurskommission über die direkte Bundessteuer sind daher nicht letztinstanzlich im Sinne von Art. 98 lit. g OG, wenn hinsichtlich der kantonalen Steuer die Beschwerde an eine weitere gerichtliche Instanz offen steht. Diese Rechtsprechung gilt ab dem Steuerjahr 2001 und findet auch dann Anwendung, wenn der Kanton sein Verfahrensrecht noch nicht angepasst haben sollte (vgl. Art. 72 Abs. 2 StHG). Der Kanton Basel-Stadt kennt einen zweistufigen gerichtlichen Instanzenzug für die direkten kantonalen Steuern. Für die direkte Bundessteuer sind entsprechende Revisionsbestrebungen erst im Gang. Das bedeutet, dass der kantonale Instanzenzug mit der Beschwerde gegen den Entscheid der Steuerrekurskommission nicht erschöpft ist und das Bundesgericht auf die Beschwerde nicht eintreten kann. Die Sache ist zur weiteren Behandlung an das kantonale Verwaltungsgericht, das auch für die kantonale Steuer zuständig ist, zu überweisen. Für Einzelheiten kann auf BGE 130 II 65 verwiesen werden.