Citation: 6B_492/2022 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz verletze Bundesrecht, indem sie eine stationäre Massnahme verneine. Straftäter, bei denen längerfristig ein Behandlungserfolg zu erreichen sei, würden nach BGE 134 IV 315 als therapierbar gelten. Die Vorinstanz übergehe seine Therapiemotivation im Zusammenhang mit der chemischen und chirurgischen Kastration, die sich bereits in den therapeutischen Berichten von 2014 und 2015 spiegle. Nach dem Gutachten 2018 seien die Vollzugsöffnungen rückgängig gemacht worden. Das habe seine Motivation gedämpft. Die Diskrepanz zwischen den negativen gutachterlichen Beurteilungen und den positiven Einschätzungen der behandelnden Therapiepersonen würden gutachterlich mit einer "hohen manipulativen Kompetenz" begründet. Das sei realitätsfremd. Er sei einer derartigen kognitiven Leistung gar nicht gewachsen (Beschwerde S. 11, 13). Wie im Gutachten 2018 ein beinahe doppelt so hoher PCL-R-Wert wie im Gutachten 2013 festgestellt werden könne, sei nicht geklärt. Erst wenn alle anerkannten Therapieansätze ausprobiert seien, könnten sämtliche möglichen Therapieansätze als ausprobiert gelten. Somit liege keine Untherapierbarkeit vor. Es könne nicht sein, dass aufgrund einer einzigen gutachterlichen Einschätzung jahrelange erfolgreiche Therapiearbeit zunichte gemacht werde. Das Urteil verletze Art. 5 Ziff. 1 lit. e EMRK (Beschwerde S. 13 ff.).