Citation: 8C_511/2022 E. 5.1.2

5.1.2. Der Beschwerdeführer bringt zunächst vor, bereits die von der Vorinstanz in ihrem Rückweisungsentscheid angeordnete spezialärztliche Befundung der Röntgenbilder hätte durch einen versicherungsexternen Spezialarzt erfolgen und es hätte zudem ein externer Facharzt für Radiologie beigezogen werden müssen. Er begründet dies damit, dass gemäss vorinstanzlichem Rückweisungsentscheid vom 27. April 2020 zumindest geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der kreisärztlichen Stellungnahmen bestanden hätten. Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung dürfe in solchen Fällen nicht abermals eine versicherungsinterne Beurteilung vorgenommen werden, weshalb bereits aus formellen Gründen nicht auf die Stellungnahme der Dres. med. F.________ und E.________ abgestellt werden dürfe. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5; 142 V 58 E. 5.1 mit Hiweisen; Urteil 8C_528/2022 vom 17. November 2022 E. 5). Solche Zweifel hat die Vorinstanz in ihrem Rückweisungsentscheid bejaht. Insofern waren ergänzende Abklärungen angezeigt. Regelmässig ist in einer solchen Konstellation der medizinische Sachverhalt durch Einholung eines externen Gutachtens zu erhellen. Das bedeutet indessen nicht, dass eine neuerliche versicherungsinterne Beurteilung schlechterdings unverwertbar und deshalb vorliegend der von der Suva eingeholten versicherungsmedizinischen Beurteilung der Dres. med. F.________ und E.________ vom 11. Dezember 2020 von vornherein jeglicher Beweiswert abzusprechen wäre. Vorliegend sah die Vorinstanz in ihrem Rückweisungsentscheid vom 27. April 2020 ein zweistufiges Verfahren vor (vgl. E. 5.1.1 hiervor). Dabei sollten in einem ersten Schritt die Röntgenbilder vom 14. Februar 2013 beschafft und diese fachärztlich dahingehend ausgewertet werden, ob das Ereignis vom gleichen Tag mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu einer bildgebend nachweisbaren strukturellen Läsion führte. Erst in einem zweiten Schritt, bei Bejahung bildgebend nachweisbarer struktureller Unfallfolgen, sollte eine versicherungsexterne Begutachtung erfolgen. Dieses Vorgehen lässt sich im hier zu beurteilenden Fall insofern ausnahmsweise rechtfertigen, als es bisher offenbar an einer spezialärztlichen Auswertung der Röntgenbilder fehlte. Die von der Suva eingeholte versicherungsmedizinische Beurteilung der Dres. med. F.________ und E.________ stellte damit nicht einfach eine erneute Suva-interne Einschätzung der vorhandenen Akten dar, sondern es stand die Befundung und Auswertung von bisher nicht vorhandenem Bildmaterial im Zentrum. Dagegen ist hier umso weniger einzuwenden, als damit auch dem Interesse an einer beförderlichen Behandlung der Sache Rechnung getragen werden konnte (vgl. BGE 137 I 195 E. 2.3.2; Urteil 8C_55/2022 vom 19. Mai 2022 E. 3.4.2). Zu prüfen bleibt daher im Folgenden, ob zumindest geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der neuen versicherungsmedizinischen Beurteilung bestehen.