Citation: 5A_17/2013 E. 6.2

6.2. Die Beschwerdeführer wollen dem angefochtenen Entscheid entnommen haben, dass das Obergericht eine Begründung für die erstinstanzlich zugesprochenen Parteientschädigungen "nachschiebe" und so den als Gehörsverletzung gerügten Mangel "heile". Sie meinen, das Obergericht hätte ihre Kostenbeschwerde in diesem Punkt gutheissen und die "verspätete Begründung" bei der Kostenverlegung berücksichtigen müssen. Die Beschwerdeführer verkennen die Tragweite der Begründungspflicht hinsichtlich des Kostenpunkts. Nach der Rechtsprechung muss der Entscheid über die Höhe der Parteientschädigung in der Regel nicht begründet werden. Ist eine Prozesspartei - wie hier - anwaltlich vertreten und hat sie sich das Wissen ihres Gehilfen deshalb entgegenhalten zu lassen, so muss sie wissen, dass der Richter die Parteientschädigung in Abhängigkeit von der Natur und vom Ausmass der Bemühungen festsetzt, die der Prozess im konkreten Fall erforderte. Eine allgemeine Begründungspflicht im Bereich der Festsetzung der Parteientschädigung liefe Gefahr, in formelhaften Standardsätzen zu münden, die einer fehlenden Begründung kaum vorzuziehen wären. Strengere Begründungsanforderungen gelten, wenn der Richter einen vorgegebenen Tarifrahmen nicht einhält oder ausserordentliche Umstände vorliegen (BGE 111 Ia 1 E. 2a S. 1 f.). Dass das luzernische Recht eine spezielle Pflicht zur Begründung des Entschädigungspunktes vorsieht, tun die Beschwerdeführer nicht dar. War das Amtsgericht aber nicht zur Begründung des Kostenpunktes verpflichtet, so kann auch nicht gesagt werden, das Obergericht habe mit seinen diesbezüglichen Ausführungen eine "Gehörsverletzung geheilt" und eine Begründung "nachgeschoben". Der angefochtene Entscheid hält deshalb vor Bundesrecht stand, wenn er das Rechtsmittel in diesem Punkt nicht gutheisst und den Beschwerdeführern folglich auch bei der Kostenverlegung nicht entgegenkommt.