Citation: 8C_173/2008 20.08.2008 E. 3

3.1 Streitig ist der Taggeldanspruch der Beschwerdeführerin ab dem 1. November 2005. Dabei liegt zu Recht ausser Streit, dass von einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung über diesen Zeitpunkt hinaus weiterhin eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten war. Zu prüfen ist jedoch, in welchem Umfang die Versicherte zwischen dem 1. November 2005 und dem 4. April 2006 (Datum des Einspracheentscheides) unfallbedingt arbeitsunfähig war. 3.2 Wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat, ist dem Gutachten des Dr. med. M.________ vom 31. Januar 2006 für die streitigen Belange voller Beweiswert zuzuerkennen. Gemäss den Ausführungen des Gutachters war die Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit als Pflegefachfrau am früheren Arbeitsort zu 100 % arbeitsunfähig, da ihr aufgrund des Unfalles das Heben pflegebedürftiger Patienten nicht mehr zumutbar war. Diese Aussage stimmt mit jener der Dr. med. E.________ vom 26. September 2005 überein, wonach der Transfer von schweren Patienten nur mit einer Hilfsperson oder mit Hilfsmittel durchgeführt werden darf. In einer angepassten Tätigkeit wäre die Versicherte nach Ansicht von Dr. med. M.________ in der Lage, bei einer 100%igen Anwesenheit am Arbeitsplatz eine Leistung von 75 % zu erzielen. 3.3 Aus den Akten ist nicht ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin vor Erlass der angefochtenen Verfügung am 3. Oktober 2005 dazu aufgefordert worden wäre, sich eine Arbeit in einer ihrem Leiden angepassten Tätigkeit (ohne Notwendigkeit, pflegebedürftige Patienten zu heben) zu suchen. Somit sind die von der Rechtsprechung (vgl. E. 2.3 hievor) entwickelten Voraussetzung für die Anwendung von Art. 6 Satz 2 ATSG nicht erfüllt; die Arbeitsunfähigkeit ist weiterhin aufgrund von Art. 6 Satz 1 ATSG und somit aufgrund ihrer angestammten Tätigkeit am bisherigen Arbeitsplatz zu bestimmen. Da die Versicherte über den 1. November 2005 hinaus in ihrer angestammten Arbeitsstelle zu 100 % arbeitsunfähig war, hat sie weiterhin Anspruch auf ein volles Taggeld. 3.4 Nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens und somit nicht zu prüfen ist die Frage, wie sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin nach dem 4. April 2006 weiterentwickelt hat und auf welchen Zeitpunkt hin allenfalls ein Fallabschluss vorzunehmen wäre. 3.5 Die Beschwerde ist demnach gutzuheissen und es ist festzustellen, dass die Versicherte auch über den 1. November 2005 hinaus Anspruch auf ein volles Taggeld zu Lasten der Unfallversicherung hat (vgl. auch Art. 107 Abs. 2 Satz 1 BGG).