Citation: 1C_494/2020 E. A

A.________ erstattete am 25. April 2020 Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland gegen Michèle Häberlin, ehemalige Gerichtsschreiberin am Bezirksgericht Bülach, und Christian Stalder, Bezirksrichter am Bezirksgericht Bülach, wegen Falschbeurkundung. Mit Schreiben vom 24. Mai 2020 präzisierte A.________ seine Anzeige. Er führte aus, Michèle Häberlin und Christian Stalder hätten in einem ihn betreffenden Verfahren im Zusammenhang mit einer arbeitsrechtlichen Forderung absichtlich ein inhaltlich falsches Protokoll erstellt. Dies, um seine Klage abweisen zu können. Im Protokoll der Hauptverhandlung vom 4. März 2019 stehe auf S. 30 betreffend das weitere Vorgehen wahrheitswidrig, dass den Parteien mitgeteilt worden sei, das Verfahren trete in die Phase der Urteilsberatung. Richtig sei hingegen, dass Christian Stalder erklärt habe, den Parteien werde zu gegebener Zeit mitgeteilt, wann die Urteilsberatung beginne. Am 27. Mai 2020 übermittelte die Staatsanwaltschaft die Akten dem Obergericht des Kantons Zürich. Sie beantragte, die Ermächtigung zur Strafverfolgung nicht zu erteilen, da nach summarischer Prüfung kein deliktsrelevanter Verdacht vorliege. Mit Beschluss vom 3. August 2020 erteilte das Obergericht der Staatsanwaltschaft die Ermächtigung zum Entscheid über die Eröffnung einer Strafuntersuchung gegen Michèle Häberlin (Beschwerdegegnerin 1) und Christian Stalder (Beschwerdegegner 2) nicht. Zur Begründung führte es aus, es fehle an einem Anfangsverdacht für eine strafbare Handlung.