Citation: 4A_371/2023 E. 6.13

6.13. Die Beschwerdeführerin rügt, aus der Präambel der Vereinbarung 2005 lasse sich kein animus societatis ableiten. Entgegen dem, was die Beschwerdeführerin insinuiert, hat die Vorinstanz bei der Auslegung der Vereinbarung 2005 nicht allein auf die Präambel abgestellt. Der Umstand, dass sie neben anderen Kriterien auch die Präambel berücksichtigt hat, ist im Übrigen nicht zu beanstanden. So hielt die Vorinstanz zu Recht fest, darin stehe zwar, die Beschwerdeführerin werde das Projekt realisieren, was jedoch gerade mit Unterstützung des Beschwerdegegners geschehen sollte, wobei diese Unterstützung unter anderem auch in der Gewährung eines Baurechts liegen sollte. Es ergibt sich bereits aus der Präambel, dass der Beschwerdegegner sich nicht nur durch zur Verfügungstellung von Geld via den Vertrag 2 beteiligen sollte und die Parteien eine Gewinnbeteiligung vorsahen. Nicht zu folgen ist der Beschwerdeführerin, wenn sie geltend macht, die Vorinstanz verkenne, dass der Vertrag 2 die Vereinbarung 2005 abschliessend konkretisiere, weshalb es systematisch ausgeschlossen sei, dass in der Präambel der Vereinbarung 2005 ein gemeinsamer Zweck vereinbart worden sei. Diese Argumentation scheitert bereits daran, dass sich der zu leistende Projektbeitrag des Beschwerdegegners gemäss Ziff. II.3 der Vereinbarung 2005 nicht auf das verzinsliche Darlehen gemäss Vertrag 2 beschränkte.