Citation: 6B_741/2016 E. A

X.________ war Eigentümer eines an das Grundstück der Privatklägerin A.________ angrenzenden Grundstücks, über das eine Erschliessungsstrasse als einzige Zufahrt zum Hof der Privatklägerin führt. Im Grundbuch ist zu Lasten des Grundstücks von X.________ eine Grunddienstbarkeit eingetragen: "Fahrwegrecht mit Unterhaltsabrede gem. Beleg." Der Eintrag stützt sich auf einen Begründungsakt vom 19. Mai 1902, der ein Fahrwegrecht mit Milchkarren und eine gemeinsame Unterhaltspflicht vorsieht. Der Präsident des Bezirksgerichts Willisau verbot am 25. April 2012 X.________ vorsorglich unter Hinweis auf Art. 292 StGB, die Durchfahrt zu behindern oder zu blockieren. Auf die Zivilklage (Prosequierung) traten die kantonalen Gerichte nicht ein. Das Bundesgericht hiess eine Beschwerde in Zivilsachen gut und wies die Sache zur materiellen Behandlung zurück (BGE 139 III 486). Das Bezirksgericht Willisau verpflichtete am 31. März 2015 X.________ unter Hinweis auf Art. 292 StGB, jegliche Art von Blockierung oder Behinderung der Erschliessungsstrasse zu unterlassen. Das Urteil trat in Rechtskraft.