Citation: 1C_135/2020 E. 2.1

2.1. Die Beschwerdeführerin rügt, das Kantonsgericht verstosse gegen Verfassungsrecht, indem es im vorliegenden Fall einen Grenzabstand von drei statt vier Metern als gesetzmässig beurteilt habe. Der Wortlaut der einschlägigen kantonalen Gesetzesnorm sei klar. Danach gelte für ein Gebäude mit einer Fassadenlänge von sechs bis zwölf Metern und mit drei Geschossen ein Grenzabstand von vier Metern. Das vom Kantonsgericht angewandte kantonale Verordnungsrecht stelle demgegenüber auf die Fassadenhöhe ab. Gestützt darauf gehe das Kantonsgericht von einer Fassadenhöhe von viereinhalb bis acht Metern bei einer Fassadenlänge von sechs bis 12 Metern und damit von zwei Geschossen mit einem zulässigen Grenzabstand von drei Metern aus. Das Verordnungsrecht bzw. dessen Auslegung durch das Kantonsgericht stehe dabei im Widerspruch zum Gesetz bzw. zur Realität von tatsächlichen drei Geschossen. Der angefochtene Entscheid verletze daher das Legalitätsprinzip nach Art. 5 Abs. 1 BV und § 4 Abs. 1 der Verfassung des Kantons Basel-Landschaft vom 17. Mai 1984 (KV/BL; SR 131.222.2; SGS 100) bzw. den Grundsatz der Gewaltenteilung, die Kompetenzordnung der kantonalen Behörden bei der Rechtsetzung nach § 74 Abs.2 KV/BL, das Willkürverbot gemäss Art. 9 BV sowie die Eigentumsgarantie nach Art. 26 BV und § 6 Abs. 3 KV/BL. Überdies verstosse der angefochtene Entscheid gegen den Anspruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV, weil darin nicht erläutert werde, weshalb für eine Fassadenhöhe von genau acht Metern der tiefere Grenzabstand gemäss dem Verordnungsrecht gelten solle. Zudem sei der Entscheid auch insofern willkürlich.