Citation: 5P.417/2001 07.02.2002 E. 2

2.-Die Beschwerdegegnerin, Tochter des Beschwerdeführers, wurde am 31. Mai 1999 geboren. Zu jenem Zeitpunkt absolvierte der Beschwerdeführer ein Studium zur Weiterbildung als Telekommunikationsingenieur FH. Das Studium dauerte während des ganzen Verfahrens an und sollte Ende 2001 zum Abschluss kommen. Für die Dauer des Weiterbildungsstudiums ist das Obergericht davon ausgegangen, dass der Bedarf des Beschwerdeführers im Betrag von monatlich Fr. 2'400.-- gedeckt sei, und dass es ihm möglich und zumutbar sei, zusätzlich durchschnittlich Fr. 500.-- pro Monat zu verdienen. Es hat den Beschwerdeführer dementsprechend für diesen Zeitraum zur Zahlung von monatlichen Unterhaltsbeiträgen von Fr. 500.-- verpflichtet. Der Beschwerdeführer rügt die Feststellung, wonach er während seiner Ausbildung einen Unterhaltsbeitrag von monatlich Fr. 500.-- bezahlen könne, als willkürlich. Das Obergericht habe in willkürlicher Weise die freiwillige Unterstützung von Seiten seiner Eltern berücksichtigt. Willkür wirft er dem Obergericht ferner vor in Bezug auf die Annahme, er könne neben seinem Vollzeitstudium im Durchschnitt Fr. 500.-- netto pro Monat verdienen; wäre ihm dies möglich, so würde er kein Stipendium erhalten. a) Die staatsrechtliche Beschwerde ist nach Art. 84 Abs. 2 OG nur zulässig, wenn die behauptete Rechtsverletzung nicht sonstwie durch Klage oder Rechtsmittel beim Bundesgericht oder einer anderen Bundesbehörde gerügt werden kann. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass er von seinen Eltern freiwillig unterstützt wird. Er macht lediglich geltend, es sei unzulässig, die Unterstützung im Hinblick auf die Deckung seines Existenzminimums zu berücksichtigen. Damit rügt er die Verletzung von Bundeszivilrecht. Eine solche kann in einem Fall wie dem vorliegenden mit der Berufung an das Bundesgericht geltend gemacht werden. Auf die Rüge ist demnach im Rahmen der staatsrechtlichen Beschwerde nicht einzutreten. b) aa) Willkür liegt nach ständiger Rechtsprechung nicht schon dann vor, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre, vielmehr muss der angefochtene Entscheid nicht nur in der Begründung, sondern auch im Ergebnis qualifiziert unrichtig sein. Im Bereich der Beweiswürdigung gesteht das Bundesgericht den Vorderrichtern einen weiten Ermessensspielraum zu. Rügt der Beschwerdeführer Willkür in der Feststellung des Sachverhalts, so greift das Bundesgericht nur mit Zurückhaltung ein und hebt den angefochtenen Entscheid lediglich dann auf, wenn die Beweiswürdigung offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, auf einem offenkundigen Versehen beruht oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 120 Ia 31 E. 4b S. 40 mit Hinweisen). bb) Im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde prüft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Auf ungenügend begründete Rügen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein. Rügt der Beschwerdeführer willkürliche Beweiswürdigung, so hat er die der Feststellung widersprechenden Akten zu bezeichnen und den klaren Widerspruch aufzuzeigen (BGE 118 Ia 28 E. 1b; 119 Ia 113 E. 3a, 125 I 492 E. 1b S. 495). cc) Neue tatsächliche Vorbringen sind im Rahmen der Willkürbeschwerde grundsätzlich unzulässig. Massgeblich ist der Sachverhalt, wie er dem angefochtenen Entscheid zugrunde gelegt worden ist, es sei denn, der Beschwerdeführer weise nach, dass die kantonale Instanz verfassungswidrig unrichtige oder unvollständige tatsächliche Feststellungen getroffen hat (BGE 118 Ia 20 E. 5a mit Hinweisen). c) Was der Beschwerdeführer gegen die Feststellung vorbringt, er könne einen durchschnittlichen monatlichen Nebenverdienst von Fr. 500.-- netto erzielen, ist unbehelflich: aa) Die Behauptung, sein Studium erlaube ihm aus zeitlichen Gründen weder während des Semesters noch in den Semesterferien, einem Nebenerwerb nachzugehen, hat schon das Obergericht als völlig unsubstantiiert und überdies als aktenwidrig beurteilt. Statt sich mit dieser Begründung auseinanderzusetzen, ergeht sich der Beschwerdeführer in unzulässiger appellatorischer Kritik. Darauf ist nicht einzutreten. bb) Von einem Stipendium bzw. den Voraussetzungen von dessen Zusprechung ist im obergerichtlichen Entscheid nicht die Rede. Das diesbezügliche Vorbringen des Beschwerdeführers ist neu und deshalb nicht zu hören. cc) Soweit es um die Zumutbarkeit der Erzielung des Nebenverdienstes geht, liegt eine Rechtsfrage vor (BGE 126 III 10 E. 2b S. 13). Diese kann im Verfahren der eidgenössischen Berufung überprüft werden; die entsprechenden Ausführungen in der staatsrechtlichen Beschwerde sind unzuläs-sig (Art. 84 Abs. 2 OG). d) Die Beschwerde richtet sich weiter gegen die obergerichtliche Feststellung, wenn es die Finanzierung der Unterhaltsbeiträge erfordere, könne der Beschwerdeführer allenfalls auch ein Darlehen aufnehmen oder das Studium unterbrechen. Bleibt es bei der Feststellung, dass es dem Beschwerdeführer möglich ist, einen monatlichen Nebenverdienst von Fr. 500.-- zu erzielen (E. 2c), und ergibt sich im konnexen Berufungsverfahren, dass ein Nebenverdienst in diesem Umfang auch zumutbar ist (Entscheid des Bundesgerichts i.S. Arpagaus vom 7. Februar 2002 E. 2d [5C. 299/2001]), erübrigt es sich, auf die Frage der Darlehensaufnahme bzw. des Studiumunterbruchs und die diesbezüglichen Willkürrügen einzugehen. Davon abgesehen beruhen diese Rügen auf Tatsachenvorbringen, die im angefochtenen Entscheid keine Stütze finden, weshalb darauf ohnehin nicht einzutreten ist.