Citation: U 73/00 21.02.2001 E. 4

4.- Nachdem es bezüglich der LWS-Beschwerden am natürlichen und bezüglich des psychischen Leidens und der damit zusammenhängenden neuropsychologischen Defizite am adäquaten Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 5. Mai 1992 fehlt, bleibt zu prüfen, ob Verwaltung und Vorinstanz den Invaliditätsgrad und den Integritätsschaden allein aufgrund der in organisch erklärbarer Weise von der HWS ausgehenden Beschwerden richtig bemessen und den Rentenbeginn richtig festgesetzt haben. a) Wird der Versicherte infolge eines Unfalles invalid, so hat er Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Als invalid gilt, wer voraussichtlich bleibend oder für längere Zeit in seiner Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt ist (Art. 18 Abs. 2 Satz 1 UVG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das der Versicherte nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihm zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das er erzielen könnte, wenn er nicht invalid geworden wäre (Art. 18 Abs. 2 Satz 2 UVG). Erleidet der Versicherte durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität, so hat er Anspruch auf eine angemessene, nach der Schwere des Integritätsschadens abgestufte, Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 und 25 Abs. 1 UVG). Ein Integritätsschaden gilt als dauernd, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht; er ist erheblich, wenn die körperliche oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt ist (Art. 36 Abs. 1 UVV). b) Gemäss Beurteilung des SUVA-Arztes Dr. med. B.________ vom 27. Februar 1997 ist dem Beschwerdeführer aufgrund der körperlichen Unfallfolgen an Nacken und Kopf eine ganztägige Tätigkeit als Taxichauffeur zumutbar, jedoch mit einer zeitlichen Schonung von einer Stunde täglich. Eine leichte und wechselbelastende Arbeit ist ihm ganztags ohne zeitliche Schonung zuzumuten. Nicht zumutbar sind langanhaltende Zwangshaltungen von Kopf und Nacken sowie das häufige Heben und Tragen von Gewichten über 10 kg. In Anbetracht der von Dr. med. A.________ festgestellten nur geringen organischen Veränderungen leuchtet diese SUVA-ärztliche Beurteilung mit der Einschränkung, dass auch bei der Tätigkeit als Taxifahrer die Unzumutbarkeit des häufigen Hebens und Tragens von Gewichten über 10 kg zu beachten ist, ein. Unter diesen Umständen ist der im Einspracheentscheid angenommene und vom kantonalen Gericht bestätigte Invaliditätsgrad von 30 % im Ergebnis nicht zu beanstanden, unabhängig davon, ob man auf die Leistungsverminderung im Taxifahrerberuf abstellt (so die Verwaltung im Einspracheentscheid vom 27. Oktober 1998 und die Vorinstanz) oder von einer Verweisungstätigkeit ausgeht (so die Verwaltung, deren Einkommensvergleich haltbar ist, in der Verfügung vom 11. März 1996, wenn auch unter Zugrundelegung der LWS-Beschwerden), was beides vertretbar erscheint. In Anbetracht des Gutachtens des Dr. med. A.________ vom 4. August 1998, der in Anhang 3 der UVV enthaltenen Richtwerte sowie von Tabelle 7 (Integritätsschaden bei Wirbelsäulenaffektionen) der von der SUVA in Ergänzung dazu herausgegebenen Tabellen ist unter Berücksichtigung von Schmerzen sowie Funktionsstörung und unter Ausscheidung der psychischen Überlagerung (einschliesslich der neuropsychologischen Störungen) auch die Schätzung des Integritätsschadens auf 10 % durch Verwaltung und Vorinstanz nicht zu beanstanden. Der Beschwerdeführer bringt bezüglich Invaliditätsgrad und Integritätsschaden denn auch keine Einwendungen vor für den hier gegebenen Fall, dass einzig die nachweisbar organisch von der HWS ausgehenden Beschwerden massgeblich sind. c) Die Verwaltung hat den Rentenbeginn zu Recht auf den 1. Februar 1996 (und nicht - wie vom Beschwerdeführer beantragt - schon auf den 5. Mai 1992) festgesetzt, nachdem der Versicherte bis am 31. Januar 1996 ein Taggeld der Unfallversicherung bezogen hatte und der Rentenanspruch nach der gesetzlichen Regelung den Taggeldanspruch ablöst (Art. 16 Abs. 2 und Art. 19 Abs. 1 UVG).