Citation: 4A_139/2022 E. 5.4

5.4. In der "Vereinbarung 2005" wurde jedenfalls vereinbart, dass an den erzielten Nettomieterträgen der Beschwerdegegner einen Anteil von 85 % und die Beschwerdeführerin 1 einen Anteil von 15 % erhalten soll. Wie der Beschwerdegegner in seiner Beschwerdeantwort selbst geltend macht, ist dieser Anspruch vertraglich geregelt und es ist klargestellt, dass (nur) die Beschwerdeführerin 1 und der Beschwerdegegner einen Anspruch an den Nettomieterträgen haben. Der Beschwerdegegner hat seinen Anspruch im erstinstanzlichen Verfahren sowohl gegenüber der Beschwerdeführerin 1 als auch gegenüber dem Beschwerdeführer 2 geltend gemacht (solidarische Haftbarkeit). Die Erstinstanz hat diesen Anspruch gegenüber der Beschwerdeführerin 1 im Urteilsdispositiv gutgeheissen und in den entsprechenden Erwägungen festgehalten; da die Beschwerdeführerin 1 sämtliche Mieterträge eingenommen habe und dem Beschwerdegegner 2 weder ein Anteil daran zustehe, noch er persönlich Mieterträge generiert habe, sei der klägerische Gewinnanspruch vollständig und einzig von der Beschwerdeführerin 1 zu bezahlen. Daraus ergibt sich, dass die Erstinstanz in ihrem Urteil einzig die Beschwerdeführerin 1 verpflichtet hat. Eine Verpflichtung des Beschwerdeführers 2 bzw. einer (allfälligen) einfachen Gesellschaft ergibt sich aus dem erstinstanzlichen Dispositiv gerade nicht.