Citation: 2C_883/2014 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin ist in ihrer Heimat sozialisiert worden und spricht als Muttersprache Spanisch; sie ist zudem mit den dortigen Verhältnissen immer noch vertraut. In der Schweiz hat sie zwar eine Ausbildung als Kleinkindererzieherin abgeschlossen, doch arbeitete sie in der Folge nicht auf ihrem Beruf, sondern bezog in erheblichem Umfang Sozialhilfeleistungen und dies auch noch zu einem Zeitpunkt, in dem es ihr trotz des Kindes möglich gewesen wäre, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Sie befindet sich seit dreizehn Jahren in der Schweiz, davon hielt sie sich jedoch deren drei in Haft bzw. im Strafvollzug auf. Sie kann aufgrund der für das Bundesgericht verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen weder beruflich noch sozial als integriert gelten (massive Straffälligkeit, keine soziale Verwurzelung usw.). Zwar wird es ihr und allenfalls ihrem Sohn nicht leicht fallen, sich erneut in die Verhältnisse in Venezuela einzuleben, doch ist dies Folge ihres Verhaltens in der Schweiz. Ihr Sohn befindet sich noch in einem anpassungsfähigen Alter; im Übrigen entscheidet sie als Inhaberin des Sorgerechts darüber, ob sie diesen mitnehmen oder (mit Blick auf dessen Niederlassungsbewilligung) bei der Grosstante belassen und die Beziehungen zu ihm über die Grenzen hinweg pflegen will (vgl. Urteil 2C_957/2001 vom 4. Juli 2012 E. 4). Der mit der Beschwerde eingereichte Bericht des Schulinternats für den Sohn datiert vom 1. September 2014 und damit nach dem angefochtenen Urteil vom 20. August 2014; er bildet deshalb ein unzulässiges Novum (vgl. Art. 99 BGG).