Citation: C 95/00 29.11.2000 E. 2

2.- a) Die Beschwerdeführerin arbeitete seit 15. März 1998 im Spital X.________, als sie am 12. März 1999 per sofort freigestellt und auf Ende Mai 1999 entlassen wurde. Die direkte Vorgesetzte warf ihr gemäss zwei Gesprächsprotokollen vom 5. November 1998 und 8. Januar 1999 im Wesentlichen ungenügendes Teambewusstsein, Missachtung von Weisungen und Richtlinien, eigenmächtiges Entscheiden und mangelnde Sozialkompetenz vor. Ein von der selben Vorgesetzten verfasstes Arbeitszeugnis vom 14. Mai 1999 enthielt nach Ansicht der Vorinstanz in mehreren andeutungsweisen Formulierungen die selben Vorwürfe. b) Die Beschwerdeführerin beruft sich zu ihrer Rechtfertigung auf ein von vier Fachärzten FMH für Pädiatrie unterzeichnetes Arbeitszeugnis vom 23. April 1999. Darin wird die Beschwerdeführerin als ebenbürtige, selbständige Mitarbeiterin beschrieben, welche über eine grosse Erfahrung verfüge und deren Urteil die Ärzte voll vertraut hätten. Es sei völlig überraschend, dass die Pflegeleitung die Beschwerdeführerin entlassen habe. Die Gründe seien den Ärzten nicht mitgeteilt worden, weshalb sie weder am Entscheidungsprozess teilnehmen noch eine Vermittlung hätten versuchen können. Weiter schreiben die Ärzte, dass die Beschwerdeführerin "geschickt, prompt und gewissenhaft" mit ihnen zusammengearbeitet habe und von den Eltern der ihr anvertrauten Kinder geschätzt worden sei. c) Die Angaben der Vorgesetzten stehen in mehreren Punkten im Widerspruch zum Zeugnis der vier Ärzte vom 23. April 1999. So verlangte die Vorgesetzte im Protokoll vom 8. Januar 1999, die Beschwerdeführerin müsse sich bemühen, das Vertrauen der Ärzte zu erhalten, während die Ärzte ihr volles Vertrauen aussprachen. Laut Protokoll vom 5. November 1998 waren die Eltern verunsichert, wogegen die Ärzte betonten, die Beschwerdeführerin werde von den Eltern geschätzt. Das Zeugnis der Ärzte enthält entgegen der Interpretation der Vorinstanz keine für die Beschwerdeführerin nachteiligen Formulierungen. Dass die Ärzte sie als "ebenbürtige, selbständige Mitarbeiterin" beschrieben haben, lässt sich im Zusammenhang mit dem übrigen Text nicht in dem Sinn verstehen, dass die Beschwerdeführerin jeweils ohne ausreichende Rücksprache "selbständig" entschieden hätte. Vielmehr betonen die vier Ärzte an der selben Stelle ausdrücklich, dass sie die Versicherte wegen ihrer grossen Erfahrung als ebenbürtig betrachtet und ihrem Urteil voll vertraut hätten. Dies lässt keine negative Interpretation zu. Unter solchen Umständen hätte nicht einzig auf die Angaben der Vorgesetzten abgestellt werden dürfen, da das Zeugnis der vier Ärzte keinerlei Hinweise auf ein schuldhaftes Verhalten der Beschwerdeführerin enthält. Damit ist das dieser zur Last gelegte Verhalten beweismässig nicht erstellt. Jedenfalls ist kein auch nur eventualvorsätzliches Verhalten als Grundlage der Entlassung erwiesen. Daran würden weitere Beweismassnahmen nichts ändern, nachdem die Ärzte sich bereits zu Gunsten der Beschwerdeführerin geäussert haben. Daher ist die vorinstanzlich bestätigte Einstellung in der Anspruchsberechtigung ersatzlos aufzuheben.