Citation: 1B_23/2010 18.02.2010 E. B

A.________ wurde im Rahmen des zurzeit vor Obergericht hängigen Verfahrens am 20. Oktober 2009 in Sicherheitshaft genommen. B.a Am 25. November 2009 lehnte das Haftgericht III Bern-Mittelland ein Haftentlassungsgesuch von A.________ ab. Es erwog, dringender Tatverdacht sei bereits aufgrund des Urteils des Kreisgerichts vom 26. August 2009 zu bejahen. Die Beschwerdeführerin, die ihre Delikte vorwiegend anlässlich ihrer beruflichen Tätigkeit verübt habe, sei am 22. Dezember 2008 unter Anordnung folgender Ersatzmassnahmen aus der Haft entlassen worden: "3. Es werden folgende Ersatzmassnahmen angeordnet: 3.1 Der Angeschuldigten wird verboten, die selbständige berufliche Tätigkeit als Treuhänderin auszuüben (Berufsverbot). Insbesondere wird ihr jegliche Tätigkeit in der Vermögensverwaltung untersagt. Hingegen ist es der Angeschuldigten erlaubt, eine unselbständige Tätigkeit (Vermögensverwaltung ausgeschlossen) als Treuhänderin in einer bereits bestehenden Firma (ausserhalb der Firma B.________) auszuüben. 3.2 Der Angeschuldigten wird verboten, die Geschäftsräumlichkeiten der Firma B.________ zu betreten. 3.3 Der Angeschuldigten wird generell verboten, in den Besitz von neuen, fremden Geldmitteln zu gelangen oder neue Darlehen aufzunehmen." Es stehe fest, dass sie sich nicht an diese Auflagen gehalten und die Geschäfte der Firma B.________ mit ihren alten Kunden unter dem Deckmantel der C.________ GmbH weitergeführt habe. Es bestehe daher nach wie vor Wiederholungsgefahr. Es erscheine zweifelhaft, dass sich die Beschwerdeführerin in Zukunft an ein Berufsverbot halten würde. Dies müsste vorgängig einer Entlassung durch folgende Massnahmen sichergestellt werden: Kündigung aller Firma B.________-Mandate Abmontieren der Tür- und Klingelschilder der Firma B.________, Löschung der Telefoneinträge der Firma B.________ in elektronischen Verzeichnissen Kündigung als Geschäftsführerin der C.________ GmbH, Information der Klient/innen der C.________ GmbH über diesen Umstand." Unter diesen Voraussetzungen könne einer Haftentlassung zugestimmt werden. B.b Am 11. Dezember 2009 wies das Haftgericht III Bern-Mittelland ein erneutes Haftentlassungsgesuch ab. Es erwog, zwar habe A.________ die ihr mit Entscheid vom 25. November 2009 gemachten Auflagen erfüllt. Hingegen sei sie am 7. Dezember 2009 erneut wegen Betrugs, eventuell Veruntreuung angezeigt worden. Nach der Darstellung von D.________ habe er ihr am 15. März 2009 auf ihren Vorschlag hin, gestützt auf einen Treuhandvertrag, 50'000 Franken übergeben, seither indessen weder wie vereinbart periodische Auszüge noch quartalsweise Zinszahlungen erhalten. Ob dieser Sachverhalt zu einer strafrechtlichen Verurteilung führe, sei unklar. Offensichtlich sei jedoch, dass sie fremde Gelder entgegengenommen und damit gegen eine Auflage des Haftentlassungsentscheids vom 22. Dezember 2008 verstossen habe. Es seien keine Massnahmen ersichtlich, die sie in Freiheit daran hindern könnten, diese Auflage wieder zu verletzen. Die Fortsetzung der Sicherheitshaft sei daher nach wie vor verhältnismässig. B.c Am 12. Dezember 2009 stellte A.________ erneut ein Haftentlassungsgesuch, welches vom Haftgericht III Bern-Mittelland am 24. Dezember 2009 abgewiesen wurde.