Citation: 8C_578/2014 E. 4.3

4.3. Mit Bezug auf das psychiatrische Gutachten des Dr. med. C.________ rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 ATSG). Diesem sei der Beweiswert insbesondere deshalb abzusprechen, weil der Gutachter entgegen den vom Versicherten im Hamilton-Testverfahren erreichten Resultate und der Auswirkung verschiedener sozialer Belastungsfaktoren auf die Psyche keine zumindest leichte bis mittelschwere Depression diagnostiziert habe. Abgesehen davon, dass psychiatrischen Testverfahren nur ergänzende Funktion zukommt (E. 4.2.7 hievor), braucht es zur Annahme einer psychisch bedingten Invalidität in jedem Fall ein medizinisches Substrat, das (fach) ärztlich schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Ein solches hat der psychiatrische Gutachter mit eingehender Begründung ausdrücklich verneint. Das von den Ärzten der Psychiatrischen Dienste Thurgau diagnostizierte mittel- bis schwergradige depressive Syndrom basiert massgeblich auf den Angaben des Beschwerdeführers; die erhobenen Befunde konnten nicht klar einem psychischen Leiden zugeordnet werden. An der Entstehung der gesundheitlichen Beeinträchtigung können soziale und andere an die versicherte Person gebundene Faktoren beteiligt sein. Je stärker indessen psychosoziale und soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belastenden psychosozialen oder soziokulturellen Faktoren herrühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen hat. Solche von der soziokulturellen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbstständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann (Urteil 9C_415/2013 vom 25. September 2013 E. 4 mit Hinweisen). Gemäss Gutachten des Dr. med. C.________ konnten beim Beschwerdeführer lediglich eine zum depressiven Pol hin verschobene Grundstimmung und von diesem beschriebene depressive Gefühle festgehalten werden. Die Voraussetzungen sind somit nicht erfüllt. Auf Befangenheit des Gutachters kann aufgrund seiner teilweise kritischen Äusserungen nicht geschlossen werden. Wenn das kantonale Gericht dem psychiatrischen Gutachten vollen Beweiswert zuerkennt und dessen Befund und Einschätzung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit gefolgt ist, steht sein Entscheid im Einklang mit Bundesrecht. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.