Citation: 7B_394/2023 E. 5.1

5.1. Nach den Erwägungen der Vorinstanz weist nichts darauf hin, dass der Beschwerdeführer in der durchsuchten Liegenschaft eine Anwaltskanzlei betrieben bzw. dort anwaltliche Dokumente und Aufzeichnungen aufbewahrt hätte. Sie stützt sich dabei namentlich auf folgende Feststellungen: Weder am Hauseingang, noch an den Wohnungseingängen sei eine Beschriftung vorhanden gewesen, die auf eine Anwaltskanzlei hingewiesen hätte. Die Türklingel im Erdgeschoss sei mit dem Familiennamen des beschuldigten Ehepaares beschriftet gewesen, diejenige im Obergeschoss mit dem Firmennamen einer von den Beschuldigten geführten Gesellschaft. In der vom Beschwerdeführer angeblich als Anwaltskanzlei benutzten Wohnung im Obergeschoss seien weder entsprechende Einrichtungen, wie z.B. ein Sitzungszimmer oder eine juristische Fachbibliothek, noch als Anwaltspapiere bezeichnete Unterlagen festgestellt worden. Bei den im Obergeschoss aufgefundenen Briefumschlägen, Schreiben und diversen Unterlagen habe es sich offensichtlich um Schriftstücke des beschuldigten Ehepaars gehandelt. Behältnisse mit allfälligen Anwaltsakten seien nicht vorgefunden worden. Das Erd- und das Obergeschoss des durchsuchten Hauses seien im Übrigen mittels einer offenen internen Wendeltreppe miteinander verbunden, weshalb gar keine Möglichkeit bestehe, die beiden Wohn- bzw. Arbeitsbereiche sachgerecht voneinander zu trennen. Was die im Obergeschoss sichergestellten Geräte und Datenträger betrifft, habe der Beschwerdeführer auch keine Dokumente vorgelegt, welche seine angebliche Eigentümerschaft hätten belegen könnten (wie etwa Kauf- oder Garantiebelege). Hinzu komme, dass damals offensichtlich die beschuldigten Eheleute das Obergeschoss privat bewohnt hätten. Anlässlich der Hausdurchsuchung sei der Beschuldigte den Polizeibeamten über die Wendeltreppe vom Obergeschoss ins Erdgeschoss entgegengekommen. Seine Ehefrau habe gesagt, dass sie sich im Obergeschoss umziehen wollte und sich dort die Kleiderschränke des Ehepaars befunden hätten. Im Obergeschoss seien denn auch persönliche Gegenstände der Eheleute aufgefunden worden, darunter Fotos ihres gemeinsamen Sohnes, das Portemonnaie des Beschuldigten und an diesen adressierte Briefpost. Gegen die Behauptung, der Beschwerdeführer habe zum damaligen Zeitpunkt ebenfalls im durchsuchten Obergeschoss gewohnt und dort sogar eine Anwaltskanzlei betrieben, sprächen schliesslich noch weitere Abklärungen der Bundeskriminalpolizei. Danach habe er seit Anfang 2021 zur Dauermiete in einem Hotel-Appartement in Regensdorf gewohnt. Seit ca. Anfang 2022 habe er sich sodann nach eigenen Angaben regelmässig in Österreich aufgehalten, wo er auch noch ein Haus gemietet habe. Gegen die Darstellung des Beschwerdeführers spreche im Übrigen, dass der von ihm behauptete Kontext seiner Berufsausübung gegen die anwaltlichen Berufsregeln (gemäss Art. 12 lit. a BGFA) verstiesse.