Citation: 2C_630/2017 E. 4.4

4.4. Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, er könne sich auch auf die Garantien des FZA berufen, deren Prüfung die Vorinstanz unterlassen habe. In dessen Anwendungsbereich gelte für den Widerruf der Niederlassungsbewilligung eine noch höhere Schwelle, und diese habe er nicht überschritten. Das FZA setze anders als das AuG eine gegenwärtige Gefahr voraus, was bei ihm nicht zutreffe. Seit Februar 2016 werde er negativ auf Kokain getestet, dessen Konsum bei ihm einen Suchtdruck ausgelöst und zu den Ladendiebstählen geführt habe. Er sei zu 50% arbeitstätig und lebe nun in einer gefestigten Beziehung. Die Rückfallgefahr sei nicht hoch genug, um die befürchteten Rechtsverletzungen zu überwiegen. Selbst unter der Annahme, dass ihm keine gute Prognose ausgestellt werden könne, berühre die von ihm ausgehende Gefahr zur Begehung von Ladendiebstählen und Hausfriedensbrüchen in öffentlichen Geschäften nicht die Grundinteressen der Gesellschaft.