Citation: H 350/00 25.03.2003 E. 4

4.1 Mit Bezug auf den Anspruch auf Kinderrenten macht der Beschwerdeführer nunmehr geltend, der Anspruch auf Kinderrente für seine Stieftochter S.________ beginne am 1. September 1999, wogegen die Verwaltung den Beginn auf den 1. Oktober 1999, den Monat nach Beginn der Ausbildung entsprechend Rz 3250 der Wegleitung des BSV über die Renten (RWL) festgesetzt hat. Wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat, beginnt der Kinderrentenanspruch im Monat nach Beginn der Ausbildung. Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat bereits in EVGE 1965 S. 19 entschieden, dass die bis 31. Dezember 1972 in Art. 22bis AHVG geregelte Zusatzrente für Kinder ebenso wie die Zusatzrente für Waisen im Monat nach Beginn der Ausbildung entsteht. Daran hat sich mit dem im Zuge der 8. AHV-Revision, in Kraft seit 1. Januar 1973, eingefügten Art. 22ter, der nunmehr den Anspruch auf Kinderrente separat regelt, nichts geändert. 4.2 Mit Bezug auf den Kinderrentenanspruch für P.________ ergibt sich Folgendes: Die Ausgleichskasse hat eine Mitteilung der Ausgleichskasse Y.________ vom 17. August 2001, einen Auszug aus dem Scheidungsurteil des Obergerichts des Kantons Z.________ vom 12. September 1995 sowie den Unterhaltsvertrag zwischen P.________ und seinem Vater L.________ vom 29. Oktober 1995 nachgereicht. Diese Unterlagen sind zu berücksichtigen, da sie zwar nach Abschluss des Schriftenwechsels eingegangen sind, aber - wie nachfolgend zu zeigen ist - neue erhebliche Beweismittel im Sinne von Art. 137 lit. b OG darstellen und als solche eine Revision des Urteils rechtfertigen könnten (Erw. 2.2 hievor und BGE 127 V 353). Aus dem Scheidungsurteil geht hervor, dass mit in Rechtskraft erwachsenem Urteil des Amtsgerichts X.________ vom 13. Juli 1995 im Ehelichkeitsanfechtungsverfahren das Kindesverhältnis zwischen P.________ und dem Beschwerdeführer rückwirkend auf die Geburt des Kindes beseitigt wurde mit der Feststellung, K.________ sei nicht der Vater von P.________. Auf Grund dieser Unterlagen hat als erstellt zu gelten, dass der Beschwerdeführer nicht der Vater von P.________ ist, weshalb er keinen Anspruch auf Kinderrente für P.________ hat. 4.3 Der Wegfall der Kinderrente für P.________ ändert zwar an der Rentenberechnung des Beschwerdeführers insofern nichts, als die Erziehungsgutschriften während der Ehe auch bei einem Stiefkindverhältnis, wie es hier nun rückwirkend betrachtet vorliegt, hälftig aufgeteilt werden (BGE 126 V 434 Erw. 3b). Da indes die Verwaltung die Rentenkürzung mit Berücksichtigung der Kinderrente für P.________ vorgenommen hat, ist die Sache zur Ermittlung des Kürzungsbetrages und Festsetzung der einzelnen Rentenbetreffnisse nach deren Wegfall an die Ausgleichskasse zurückzuweisen.