Citation: 1C_900/2013 E. 3.4

3.4. Problematisch erscheint dagegen, dass die Beschwerdeführerin 1 nicht über den Beschluss des Verkehrsbunds Luzern, an der Buslinie St. Erhard-Schlierbach zumindest am Wochenende festzuhalten, informiert wurde. Sie hatte somit keine Gelegenheit, sich zu dieser neuen Tatsache zu äussern, bevor der Regierungsrat das Projekt genehmigte. Zwar lag es im Ermessen des Verkehrsbunds Luzern (der sich aus Vertretern von Kanton und Gemeinden zusammensetzt), die Buslinie 83 über St. Erhard beizubehalten; dieser Beschluss war im Strassenplanverfahren nicht zu überprüfen. Dagegen stellte sich aufgrund der neuen Situation die Frage, ob bzw. wo für die (nur noch an Wochenenden verkehrende) Buslinie eine Haltestelle vorzusehen sei. Der Beschwerdeführerin 1 hätte hierzu das rechtliche Gehör gewährt werden müssen. Diese Gehörsverletzung wurde jedoch im Beschwerdeverfahren vor Kantonsgericht geheilt, das über volle Kognition verfügte (Art. 33 Abs. 3 lit. b RPG; § 161a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 3. Juli 1972 (VRG; SRL Nr. 40). Aufgrund des regierungsrätlichen Genehmigungsentscheides (S. 8) wusste die Beschwerdeführerin 1, dass die direkte Busverbindung zwischen St. Erhard-Knutwil und Schlierbach via Büron nicht eingestellt, sondern - zumindest an Wochenenden - fortgeführt werde. Sie konnte daher ihre Einwände gegen die vorgesehene Haltestelle mit Beschwerde ans Kantonsgericht vorbringen. Dieses setzte sich mit den Rügen auseinander und begründete in seinem Entscheid, weshalb die Haltestelle notwendig und der gewählte Standort zweckmässig sei.