Citation: 6B_501/2013 E. 3.2.4

3.2.4. Der Beschwerdeführer argumentiert, seine Ehefrau habe hinsichtlich ihrer Kampfsporterfahrung und ihrer Verteidigungsmöglichkeiten unwahre Aussagen gemacht. Indem die Vorinstanz dies nicht berücksichtige und auf die Befragung der Kampfsportlehrer C.________ und D.________ sowie auf einen Augenschein im Haus verzichte, handle sie willkürlich und verletze sein rechtliches Gehör (Art. 29 BV) sowie den Grundsatz des fairen Verfahrens (Art. 6 EMRK). Die Vorinstanz führt hinsichtlich der Beweisanträge aus, der Beschwerdeführer habe sich anlässlich der Berufungsverhandlung nicht zum Antrag auf Einvernahme von C.________ und D.________ geäussert und offenbar nicht mehr daran festgehalten. Mangels Relevanz sei darauf nicht einzugehen (Urteil S. 7). Da letztlich nicht wichtig sei, wie die Ehefrau die Treppe hinauf gekommen sei, könne auch auf einen Augenschein in der Liegenschaft und die Befragung von E.________, ihres ehemaligen Kung-Fu Lehrers, verzichtet werden (Urteil S. 21). Der Beschwerdeführer setzt sich mit dieser Begründung nicht auseinander. Der Vorinstanz ist zuzustimmen, dass nicht ersichtlich ist, inwiefern die Aussagen der Kampfsportlehrer, welche die Ehefrau vor ca. 20 Jahren trainiert haben, vorliegend relevant sein könnten. Aufgrund ihres früheren Trainings kann nicht auf eine grosse Kenntnis in Selbstverteidigung geschlossen werden. Es kann offenbleiben, ob der Instanzenzug hinsichtlich des Antrags auf Einvernahme von C.________ und D.________ ausgeschöpft ist. Ebenso wenig verletzt die Vorinstanz das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers und sein Recht auf ein faires Verfahren, wenn sie auf einen Augenschein vor Ort verzichtet. Die örtlichen Verhältnisse und insbesondere die Beschaffenheit und Steigung der Treppe sind aktenkundig. Die Vorinstanz geht nicht davon aus, dass sich die Ehefrau heftig zur Wehr setzte, als der Beschwerdeführer sie die Treppe hinauftrug (Urteil S. 22). Sein Vorbringen, es wäre ihm nicht möglich gewesen, sie die Treppe hinaufzutragen, wenn sie sich gewehrt hätte, geht an der Sache vorbei.