Citation: 1B_61/2018 E. 3.3

3.3. Im vorliegenden Fall legen die kantonalen Strafbehörden ausreichend konkrete Indizien für Fluchtgefahr im Sinne von Art. 221 Abs. 1 lit. a StPO dar. Neben der drohenden langjährigen Freiheitsstrafe bzw. dem voraussichtlich verbleibenden Rest-Strafvollzug (vgl. dazu auch nachfolgend, E. 4.2) durften sie dabei namentlich die unbestrittenen Umstände mitberücksichtigen, dass der Beschwerdeführer spanischer Staatsangehöriger ist, in Spanien enge Familienangehörige (Vater und Bruder) von ihm wohnen und er weiterhin erhebliche Schulden (und seine Stelle als Pflegefachmann verloren) hat. Dass der Beschwerdeführer die Beziehung zu seiner aktuellen Lebenspartnerin seit einigen Jahren nicht "in Freiheit ausleben" könne, hat er in erster Linie seinem eigenen (ausdrücklich nicht bestrittenen) Verhalten zuzuschreiben, welches Gegenstand des hängigen Strafverfahrens bildet. Analoges gilt für das Vorbringen, er könne mit seinen Töchtern, darunter das Opfer der zur Anklage gebrachten Delikte, nur eingeschränkt Kontakte pflegen. Ob er seine Berufsaussichten nach einer Haftentlassung realistisch einschätzt, kann hier offenbleiben. Im entscheiderheblichen Zusammenhang sind keine im Ergebnis willkürlichen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz ersichtlich. Auch die Ansicht der kantonalen Strafbehörden, im vorliegenden Fall könne der dargelegten Fluchtgefahr mit blossen Ersatzmassnahmen für Haft (Art. 237 StPO) noch nicht ausreichend begegnet werden, hält vor dem Bundesrecht stand. Es kann im Übrigen dahingestellt bleiben, ob neben Fluchtgefahr auch noch der zusätzliche Haftgrund der Wiederholungsgefahr (Art. 221 Abs. 1 lit. c StPO) zu bejahen wäre.