Citation: 4P.120/2000 10.10.2000 E. 4

4.- Als willkürliche Beweiswürdigung rügen die Beschwerdeführer zunächst die Ausführungen des Obergerichts, wonach sie weder substanziiert noch bewiesen hätten, welche Mängel sie bereits im Herbst 1993 gerügt haben wollten. Damit negiere das Obergericht einzelne Klagbeilagen (12a und 12b), setze sich also sinngemäss willkürlich über die ins Recht gelegten Beweise der Beschwerdeführer hinweg. a) Dieser Vorwurf geht in mehrfacher Hinsicht fehl. Zwar wird im obergerichtlichen Urteil auf die relevierten Klagbeilagen nicht wörtlich Bezug genommen. Der Schluss der Beschwerdeführer, das Obergericht habe damit "krass aktenwidrig" entschieden, ist aber unbegründet. Eine der genannten Klagbeilagen (12a) enthält einen vom 29. September 1993 datierten handgeschriebenen Einschreibebrief des Beschwerdeführers 1 an die Adresse des Architekten Roland Santini mit angehefteten Blättern. Das Schreiben selbst nimmt keinerlei Bezug auf die Beilagen, noch wird darin in irgendeiner Form eine Mängelrüge erwähnt. Die Beilagen bestehen aus einer Fotokopie einer undatierten handschriftlichen "Mängelliste" ohne Adressaten, Absender und Unterschrift. Die zweite Klagbeilage (12b) enthält ein vom Architekten Roland Santini an die Beschwerdeführer gerichtetes Antwortschreiben vom 14. Oktober 1993, worin auf die angeblichen statischen Mängel der Baute Bezug genommen wird. Die Beschwerdeführer können aus diesen Schreiben nichts zu ihren Gunsten ableiten. Beide Schreiben stammen aus einer Zeit vor Unterzeichnung des Kaufvertrages vom 15./17. November 1993 und vor Übergabe der Kaufsache an die Beschwerdeführer und richten sich ausschliesslich an den am Kaufvertrag nicht beteiligten Architekten Roland Santini, bzw. von Letzerem an die Beschwerdeführer. Somit ist das Obergericht nicht in Willkür verfallen, wenn es in diesen Schreiben keine rechtsgenügliche und rechtzeitige Mängelrüge erblickt. b) Gleiches gilt auch für den Vorwurf der Beschwerdeführer, das Obergericht würdige weitere ins Recht gelegte Schreiben (Klagbeilagen 13 und 14) nicht als rechtsgenügliche und rechtzeitige Mängelrüge, soweit damit der Vorwurf willkürlicher Beweiswürdigung gemeint ist. Dabei handelt es sich zum einen (KB 13) um die Kopie eines Protokolls der ersten Eigentümerversammlung der Überbauung "Sunnehof" vom 4. Mai 1994, worin Grundsätze über das weitere Vorgehen bezüglich der Baumängel zwischen den Hauseigentümern und Organen der RU Management AG sowie dem Architekten Santini festgehalten sind. Unter anderem werden darin die Hauseigentümer aufgefordert, eine Mängelliste ihrer Häuser (unter Ausschluss der Holzbauprobleme) bis spätestens 30.5.1994 der RU Management AG zuzustellen. Es ist nicht ersichtlich, wie aus dieser Klagbeilage eine Mängelrüge gegenüber den Beschwerdegegnern abgeleitet werden soll. Die Feststellungen des Obergerichts, der Beweis einer rechtsgenüglichen Mängelrüge sei damit nicht erbracht, ist daher keineswegs willkürlich. Nichts anderes gilt bezüglich der Klagbeilagen 14 und