Citation: 6B_33/2016 E. 1.4.4

1.4.4. Diese Aussagen lassen darauf schliessen, dass sich die von der Vorinstanz festgestellten Aggravierungstendenzen lediglich auf die sexuellen Handlungen und die entsprechenden Videos sowie auf die Gewaltanwendungen durch den Beschwerdeführer beziehen können. Denn in Bezug auf die von ihm ausgesprochenen Drohungen sind solche nicht auszumachen. So erklärte die Beschwerdegegnerin 2 bereits in ihrer ersten (Video) Befragung, dass sie wegen der Drohungen durch den Beschwerdeführer aus Angst vor ihm zwei Tage nicht zur Schule gegangen sei. Ausserdem gibt der Beschwerdeführer ihre Aussagen unvollständig wieder, wenn er nur anführt, die Beschwerdegegnerin 2 habe selbst gesagt, sie habe weder geglaubt, dass er ihre Familie umbringen, noch dass er ihr Haus anzünden werde. Denn anschliessend äusserte sich die Beschwerdegegnerin 2 dahingehend, dass sie dem Beschwerdeführer aber schon zutrauen würde, er könnte ihr oder ihrer Familie etwas antun (vgl. vorne E. 1.4.3). In gleicher Weise wie im Rahmen ihrer ersten Befragung gab die Beschwerdegegnerin 2 auch bei der Staatsanwaltschaft nicht an, dem Beschwerdeführer unbesehen alles zuzutrauen, sondern differenzierte zwischen Drohungen, die sie ernst nahm, und solchen, mit deren Realisierung sie trotz allem nicht rechnete. Nachdem die späteren Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 zu den Drohungen keine Aggravierungstendenzen aufweisen (und die entsprechende vorinstanzliche Feststellung sich nur auf die anderen Delikte beziehen kann), durften sie zur Sachverhaltsfeststellung herangezogen werden, ohne dass sich die Vorinstanz dadurch selbst widersprochen hätte. Wenn die Vorinstanz aufgrund der Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 schliesslich zur Überzeugung gelangt, diese sei durch die Drohungen des Beschwerdeführers in Angst versetzt worden - da sie sie mindestens teilweise ernst nahm - ist ihr keine Willkür vorzuwerfen. Die Rüge des Beschwerdeführer erweist sich in diesem Punkt als unzutreffend.