Citation: 2C_770/2015 E. 2.2.2

2.2.2. Die Vorinstanz hat die verschiedenen, für eine Scheinehe sprechenden Indizien ausführlich dargelegt, begründet und die dagegen sprechenden Argumente in ihre Beurteilung einbezogen: Zu Recht hält sie fest, dass die Heirat des erneut illegal eingereisten Beschwerdeführers 1 mit einer Schweizerin die einzige Möglichkeit darstellte, dass jener überhaupt eine Aufenthaltsbewilligung erlangte. Dabei hat sie sich auch mit diesbezüglichen Einwendungen des Beschwerdeführers 1 auseinandergesetzt. Sodann stellte sie die widersprüchlichen Aussagen zwischen seiner Exfrau und ihm, seiner Unkenntnis von normalen, die Exfrau betreffenden Gegegebenheiten (Name des Trauzeugen, der Schwiegereltern) zu Recht in Rechnung. Die von den Beschwerdeführern vorgebrachten Einwendungen in Bezug auf die Sprache oder den Stress hat die Vorinstanz bereits ausführlich behandelt. Neues wird dagegen nicht vorgebracht. Ferner führt sie stringent aus, dass die Beziehung zwischen dem Beschwerdeführer 1 und der Beschwerdeführerin 2 nie beendet worden sei, dass quasi eine Parallelbeziehung bestanden hätte (Wohnort der Beschwerdeführerin 2 an der Adresse des Beschwerdeführers 1 in seinem Heimatland; Widerspruch in Bezug auf das neuerliche Kennenlernen). Die von den Beschwerdeführern dagegen vorgebrachte grundsätzliche Überlegung nimmt keinen Bezug zum vorliegenden Fall. Schliesslich ist auch aufgrund der zeitlichen Abfolge die Vorinstanz zu Recht von einer Scheinehe ausgegangen. Die Beschwerdeführer monieren diesbezüglich allerdings, dass die Scheidung kurz nach der Niederlassungsbewilligung nicht für eine Scheinehe spreche, da der Beschwerdeführer 1 sich ja bereits vor deren Erhalt hätte scheiden lassen und trotzdem den Familiennachzug hätte beantragen können. Dabei übersehen sie allerdings, dass ein Nachzug der Familie eines nur aufenthaltsberechtigten Ehemanns im Ermessen der Behörde steht (Art. 44 AuG; siehe dazu MARC SPESCHA, in: derselbe/Thür/Zünd/Bolzli, Migrationsrecht, 3. Aufl. 2012, N. 1 ad Art. 44), während die Niederlassungsbewilligung einen Rechtsanspruch vermittelt. Insofern liegt zu Recht ein Widerrufsgrund vor. Auch die Verhältnismässigkeit der Massnahme hat die Vorinstanz geprüft. Dass der Beschwerdeführer 1 immer gearbeitet hat und nie arbeitslos gewesen ist, sind nicht derart gewichtige private Interessen, die das öffentliche Interesse überwiegen. Sodann hat er Schulden gehabt, welche er zwar abgearbeitet hat. Dass er sich nichts hat zuschulden kommen lassen, trifft angesichts des Widerrufsgrundes gerade nicht zu. Für alles weitere kann auf den vorinstanzlichen Entscheid verwiesen werden (Art. 109 Abs. 3 BGG).