Citation: 5A_17/2013 E. 7

Eine Verletzung von Art. 30 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK erblicken die Beschwerdeführer darin, dass das am 22. Oktober 2010 zugestellte begründete Urteil des Amtsgerichts die Unterschrift von Amtsrichterin V.________ trage. Nachdem Amtsrichter U.________ zu diesem Zeitpunkt bereits das Amt eines Oberrichters ausgeübt habe, könne Amtsrichterin V.________ nicht seine Stellvertreterin gewesen sein. Das Obergericht hält fest, für die gehörige Besetzung des Gerichts sei das Datum der Urteilsfällung am 28. September 2010 massgebend; gemäss § 119 Abs. 1 lit. i i.V.m. § 42 Abs. 1 aZPO/LU habe das begründete Urteil durch U.________s Stellvertreterin bzw. durch ein anderes Mitglied desselben Gerichts unterzeichnet werden können. Angesichts dieser alternativen Möglichkeit ist dem Vorwurf, V.________ habe das Urteil vom 28. September 2010 als Stellvertreterin von U.________ unterzeichnet, der Boden entzogen, konnte die Richterin das Urteil doch ohnehin auch in eigenem Namen unterschreiben.