Citation: 6B_985/2023 E. 1.1

1.1. Die Beschwerdeführer rügen eine willkürliche Beweiswürdigung der Vorinstanz. Vorab machen sie geltend, ein starkes Indiz für eine willkürliche Beurteilung des Sachverhalts liege darin, dass die Vorinstanz wie im Zivilprozess zwischen "bestritten" und "unbestritten" unterscheide, anstatt von "erstellt" und "nicht erstellt" zu sprechen. Willkürlich erachte die Vorinstanz als "unbestritten", dass der quer zur Skipiste Nr. xxx verlaufende Graben mit drei gelb-schwarzen Markierungsstangen mit einem zehn Meter langen Wimpelseil gekennzeichnet gewesen sei. Die Beschwerdeführer hätten stets moniert, die Kennzeichnung sei nicht ordnungsgemäss erfolgt, da das Wimpelseil nicht längs des Y.________ angebracht worden sei. Zudem gehe die Vorinstanz willkürlich davon aus, der Pistenrand sei erkennbar gewesen. Hätten die Verantwortlichen den Pistenrand nicht mit Markierungen gekennzeichnet, so gelte auch der um die Fahrspuren erweiterte Bereich als Skipiste. Vorliegend sei der Pistenrand durch Fahrspuren erweitert worden. Aktenwidrig sei auch, der Pistenrand sei aufgrund der Neuschneeverhältnisse erkennbar gewesen. Eine seitliche Begrenzungsmarkierung in Form eines roten Pfostens habe es nicht gegeben, der rote Pfosten auf Foto Nr. 7 sei erst nach dem Unfall dort eingesetzt worden. Hinzu komme, dass aus den Aussagen von I.________ nicht willkürfrei geschlossen werden könne, die Verunfallte sei von der Piste auf ein Nebenweglein gefahren und sei ausserhalb der Piste gefahren. Es sei willkürlich, aus der Äusserung von I.________: "Sie meinte, dass es dort ein 'Nebenweglein' hätte", auf ein Gespräch zu schliessen. Zudem stelle die Vorinstanz fest, alle Zeugen hätten übereinstimmend ausgesagt, dass sich der Unfall neben der Piste ereignet habe. Auch dies sei willkürlich, sei doch aktenkundig, dass die Unfallendlage 1.2 Meter neben der gelbschwarzen Stange gelegen habe, wohingegen es keine spezifischen Aussagen bezüglich Erkennbarkeit des Pistenrands gebe. Der Unfall habe sich im Pistenrandbereich ereignet. Weiter rügen die Beschwerdeführer eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung mit Bezug auf das Verhalten der Verunfallten. Die Vorinstanz gehe davon aus, die Verunfallte habe die Piste bewusst verlassen. Dies sei bereits deshalb willkürlich, da der Pistenrand nicht erkennbar gewesen sei; zudem könnten die inneren Vorgänge der Verunfallten nicht erstellt werden. Es könne ihr schlicht und ergreifend nicht unterstellt werden, bewusst einen sogenannten "Freeride" neben der Piste vorgenommen zu haben; dies sei realitätsfremd. Die Vorinstanz bilde in Verletzung von Art. 6 StPO Sachverhaltsvarianten. So einerseits die Variante, wonach die Verunfallte bewusst auf den Graben zugefahren sei, und anderseits die Variante des Kontrollverlustes. Dies sei unzulässig. Nur wenn das Gericht seiner Amtsermittlungspflicht nachkomme, dürfe es einen Sachverhalt als erwiesen oder nicht erwiesen ansehen und in freier Beweiswürdigung darauf eine Rechtsentscheidung gründen. Die Vorinstanz dürfe die beiden gebildeten Varianten nur dann als erstellt betrachten, wenn sie diese aufgrund des Beweisergebnisses als erwiesen erachte. Es sei willkürlich, zwei Varianten zu bilden und diese dann beide als nicht tatbestandsmässig abzutun.