Citation: 4C.163/2000 05.01.2001 E. 2

2.- Die Klägerin rügt, das Handelsgericht habe Art. 8 ZGB, verletzt, weil es zur Vergleichbarkeit der "KLM 2000" und der "Altendorf Akzent V31" keine Expertise eingeholt habe. Nach der Rechtsprechung ist Art. 8 ZGB auch dann verletzt, wenn der Richter taugliche und formgültig beantragte Beweise zu rechtserheblichen Tatsachen nicht abnimmt, obwohl er die entsprechenden Sachvorbringen weder als bewiesen noch als widerlegt erachtet. Die Bestimmung schreibt dem Richter hingegen nicht vor, mit welchen Mitteln er den Sachverhalt abzuklären und wie er das Ergebnis seiner Abklärungen zu würdigen habe. Sie verbietet ihm auch nicht, angebotene Beweise vorweg zu würdigen und gestützt darauf auf ihre Abnahme zu verzichten (BGE 115 II 450 E. b mit Hinweisen). Auf diese Weise ist das Obergericht im vorliegenden Fall vorgegangen, indem es auf die Einholung einer Expertise bezüglich der Vergleichbarkeit der beiden Maschinentypen verzichtete, weshalb keine Verletzung von Art. 8 ZGB vorliegt.