Citation: 1B_220/2015 E. 1

Streitgegenstand bildet die Zulässigkeit der Fortdauer des vorzeitig angetretenen Strafvollzugs. Der Verfahrensleiter des Berufungsgerichts geht zu Recht davon aus, dass der vorzeitige Strafvollzug gegen den Willen des Betroffenen nur rechtmässig ist, wenn die Voraussetzungen der Sicherheitshaft erfüllt sind (vgl. Urteil 1B_116/2013 vom 12. April 2013, E. 2.1). Im angefochtenen Urteil bejaht die Vorinstanz den dringenden Tatverdacht ebenso wie das Bestehen von Fluchtgefahr (Art. 221 Abs. 1 lit. a StPO). Sie gelangt zudem zum Schluss, dass die Dauer der bisher erstandenen Haft bzw. des vorzeitigen Strafvollzugs einem weiteren Freiheitsentzug gemäss Art. 212 Abs. 3 StPO nicht entgegenstehe, da diese nicht länger sei als die zu erwartende Freiheitsstrafe. Der Beschwerdeführer stellt allein die letztere Beurteilung in Frage und macht geltend, eine Fortdauer des Freiheitsentzugs verletze das Verhältnismässigkeitsprinzip.