Citation: 2C_992/2019 E. 3.3.3

3.3.3. Das Kantonsgericht hat weiter ausgeführt, dass die Ehefrau des Beschwerdeführers ebenfalls die kosovarische Staatsangehörigkeit besitze. Es könne davon ausgegangen werden, dass sie vor ihrer Einreise im Kosovo gelebt habe und mit der dortigen Sprache, Kultur und Lebensweise vertraut sei. Deshalb sei es der Ehefrau zumutbar, ihrem Ehemann in den Kosovo zu folgen. Verbleibe sie in der Schweiz, könne der Kontakt mit Besuchen und Kommunikationsmitteln aufrecht erhalten werden (vgl. E. 6.4 des angefochtenen Urteils). Der Beschwerdeführer sei im Alter von 17 Jahren zum ersten Mal in die Schweiz gekommen und habe in der Folge noch weitere elf Jahre hauptsächlich im Kosovo gelebt. Erst im Alter von 28 Jahren sei er definitiv übersiedelt. Er sei mit Sprache und Kultur seines Heimatlandes bestens vertraut. Er habe den Kosovo regelmässig besucht und verfüge dort über ein tragendes Familiennetz. Zudem werde ihm die Invalidenrente auch im Kosovo ausbezahlt. Dadurch dürfte seine Wiedereingliederung erheblich erleichtert sein und die Ausreise sei zumutbar (vgl. E. 6.5 des angefochtenen Urteils). Die Rückkehr sei auch aus medizinischen Gründen zumutbar. Die vom Beschwerdeführer benötigte medikamentöse Behandlung sei im Kosovo ausreichend gewährleistet; die meisten Medikamente würden sogar gratis abgegeben (vgl. E. 6.6 des angefochtenen Urteils). Ausser der langen Aufenthaltsdauer spreche nichts gegen den Widerruf der Niederlassungsbewilligung; das öffentliche Interesse überwiege deshalb (vgl. E. 7 des angefochtenen Urteils).