Citation: 1C_260/2016 E. B

Am 30. März 2012 erhoben A.________ und weitere Nachbarn eine "Immissionsklage" und rügten übermässige Geruchseinwirkungen durch den Stallbetrieb. Sie reichten hierfür zwei Privatgutachten von Fritz Zürcher, BCL-Beratung, vom 25. August 2011 und vom 21. September 2012 ein. Sie beantragten, es sei die Sanierungspflicht der Stallanlage festzustellen und ein Benützungsverbot für den Laufstall zu verfügen oder eventuell eine Sanierungsmassnahme zu erlassen. Das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) der Zürcher Baudirektion erklärte sich für zuständig. Es lud die Parteien am 15. Mai 2013 zu einem "Runden Tisch" ein; nachdem keine Einigung erzielt werden konnte, erarbeitete es einen Verfügungsentwurf, zu dem die Parteien Stellung nahmen konnten. Mit Verfügung vom 11. Oktober 2013 verpflichtete es K.________ zu folgenden vorsorglichen Massnahmen: a. Während der Aktivitätszeit der Tiere ist der Laufhof in der Regel im Zwei-Stunden-Intervall zu entmisten. Ein längeres Intervall ist zulässig, wenn eine Kuh kurz vor dem Kalben steht und nicht in einen separaten Bereich verlegt werden kann. b. Die von den Tieren benutzten Flächen der Stallanlage sind in der Zeit vom 1. April bis am 30. September täglich zwischen 18 und 20 Uhr mindestens einmal gründlich von Mist zu reinigen und mit Wasser abzuspritzen. c. Das Gülleloch ist dauernd abgedeckt zu halten und die Güllerühranlage darf in der Zeit vom 1. April bis am 30. September nur zwischen 8 und 18 Uhr betrieben werden. Die klägerischen Anträge wies es ab; vorbehalten bleibe jedoch eine mit separater Verfügung anzuordnende Sanierungsverpflichtung für den Fall, dass im Mindestabstandsbereich der Stallanlage Wohnbauten erstellt würden.