Citation: 2C_652/2023 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdeführer bringt im Wesentlichen vor, die in § 21 Abs. 2 der Wegleitung zur StuPO RF festgehaltene Praxis, wonach Studierende mit einer deutschsprachigen Maturität oder einem deutschsprachigen Studienabschluss keinen Anspruch auf Verlängerung der Prüfungsdauer haben, widerspreche § 48 StuPO RF. Denn gemäss letztgenannter Bestimmung hätten Studierende mit einer fremdsprachigen Maturität auch dann Anspruch auf mehr Prüfungszeit, wenn sie über einen deutschsprachigen Studienabschluss verfügen. Zudem verstosse es sowohl gegen das Rechtsgleichheits- wie auch gegen das Verhältnismässigkeitsgebot, fremdsprachige Studierende mit einem deutschsprachigen Studienabschluss von der Möglichkeit des Erhalts von Prüfungszeitverlängerungen auszuschliessen und damit den deutschsprachigen Studierenden gleichzustellen. Wenn die Vorinstanz ausführe, dass es zulässig sei, Personen mit einem fachfremden deutschsprachigen Studienabschluss nicht von dieser Massnahme profitieren zu lassen, müssten konsequenterweise auch Studierende mit einem fremdsprachigen Studienabschluss von ihr ausgeschlossen werden; mit der Prüfungsmethodik im Rahmen einer universitären Ausbildung seien diese nämlich ebenfalls vertraut. Richtigerweise müsse jedoch auf das Kriterium eines hinreichend engen Fachbezugs abgestellt werden; nur wenn ein solcher Bezug bestehe, sei es gerechtfertigt, fremdsprachige Studierende mit einem deutschsprachigen Studienabschluss in Bezug auf die Gewährung von Prüfungszeitverlängerungen gleich zu behandeln wie deutschsprachige. Nicht nachvollziehbar sei ferner, dass es die Vorinstanz als unproblematisch erachte, dass die Gewährung von Prüfungszeitverlängerungen an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern strenger gehandhabt werde als an ihren anderen Fakultäten.