Citation: 1C_457/2020 E. A

Mit Freihandkaufvertrag vom 6. März 1995 erwarben A.________ und B.________ aus einer Konkursmasse das Grundstück Nr. 119, Plan Nr. 26 (GBV Nr. 6517, Plan Nr. 65) in Brig-Glis zu je ½ Miteigentum. Das Areal diente als Abfallumschlags- und Autoschrottplatz. Im Frühjahr 1996 wurden auf dem Grundstück verschiedene Bodenproben entnommen. Das Ergebnis der Analysen wurde den Eigentümern am 17. Juli 1996 bekannt gegeben. Daraufhin erliess das Departement für Umwelt und Raumplanung des Kantons Wallis am 8. November 1996 einen Entscheid, mit dem es die Sanierung des Grundstücks (Dispositiv-Ziff. 1) sowie dessen Eintragung in das kantonale Altlastenkataster verfügte (Dispositiv-Ziff. 2). Weiter traf das Departement in Dispositiv-Ziff. 3 des erwähnten Entscheids folgende Anordnung: "Der Besitzer der Parzelle bezahlt die Sanierungskosten." Gemäss Dispositiv-Ziff. 5 des Entscheids vom 8. November 1996 waren "die Sanierungsarbeiten [...] so rasch wie möglich, jedoch vor Ende 1997, auszuführen." Der Entscheid vom 8. November 1996 erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Am 11. Januar 2008 gelangten A.________ und B.________ an das Departement Verkehr, Bau und Umwelt (Departement VBU) des Kantons Wallis und beantragten, die Verfügung vom 8. November 1996 in Wiedererwägung zu ziehen. Bezüglich der Kostentragung sei festzustellen, dass die Sanierungskosten vom Verursacher zu tragen seien. Ausserdem sei eine Kostenaufteilung vorzunehmen. Der Schlussbericht über die Sanierungsarbeiten wurde am 10. Dezember 2008 erstellt und der Dienststelle für Umweltschutz des Kantons Wallis unterbreitet. Nachdem A.________ und B.________ ihr Wiedererwägungsgesuch am 19. Januar 2009 auf entsprechende Aufforderung der Dienststelle für Umweltschutz hin formell bekräftigten, teilte ihnen das Departement VBU am 4. April 2012 mit, dass auf das Wiedererwägungsgesuch nicht eingetreten werde. Ausserdem seien die Sanierungsarbeiten nicht nach den gesetzlichen Vorschriften erfolgt.