Citation: 2P.19/2002 27.05.2002 E. 3

Das Verwaltungsgericht führte im angefochtenen Entscheid aus, die zuständige Stelle der Gesundheits- und Fürsorgedirektion habe im ersten Verfahren nach umfangreichen Abklärungen, namentlich der Einholung eines Amtsberichts beim Kantonsarzt, der seinerseits bei Prof. Geering, Direktor für Zahnärztliche Prothetik der Universität Bern, eine Stellungnahme eingeholt habe, die Gleichwertigkeit des von der Beschwerdeführerin vorgelegten polnischen Diploms mit dem schweizerischen Ausweis verneint. Dieser Entscheid sei in Rechtskraft erwachsen und damit für die Behörde und die Beschwerdeführerin verbindlich. Eine materielle Neubeurteilung des neuen Gesuchs setze unter diesen Umständen voraus, dass sich seit der Abweisung des Gesuchs der rechtserhebliche Sachverhalt und/oder die Rechtslage verändert hätten oder dass sich die damalige Abweisung des Gesuchs als klar rechtswidrig erweise, wofür die Beschwerdeführerin beweispflichtig sei. Das Gericht verneinte in der Folge trotz der erwähnten Praxisänderung, dass sich die Rechtslage geändert habe, da jedenfalls hinsichtlich der Anerkennung der Gleichwertigkeit des polnischen Diploms alles beim alten geblieben sei. Anderseits erblickte es auch keine rechtserhebliche Veränderung des Sachverhalts darin, dass die Beschwerdeführerin seit der Abweisung des Gesuchs fünf weitere Praxisjahre absolviert und damit ihre berufliche Erfahrung entsprechend vergrössert hat, dass sie seit dem 1. September 1997 an einer Dissertation auf dem Gebiet der Paradontologie arbeitet und dass sie eine Anzahl Weiterbildungsveranstaltungen besucht hat. Das Gericht sah daher von der Einholung eines neuen Gutachtens zur Frage der Vergleichbarkeit des von der Beschwerdeführerin erlangten polnischen Diploms mit dem entsprechenden schweizerischen Diplom ab.