Citation: 4C.361/2006 18.01.2007 E. 2

Im Berufungsverfahren ist das Bundesgericht grundsätzlich an die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz gebunden (BGE 132 III 564 E. 5.2 S. 564 mit Hinweis). Ausnahmen von dieser Bindung kommen nur in Betracht, wenn die Vorinstanz bundesrechtliche Beweisvorschriften verletzt hat, wenn ihr ein offensichtliches Versehen unterlaufen ist (Art. 63 Abs. 2 OG) oder wenn der von ihr ermittelte Sachverhalt im Hinblick auf die Anwendung des Bundesrechts der Ergänzung bedarf (Art. 64 OG). Ein offensichtliches Versehen liegt nach der Rechtsprechung vor, wenn die Vorinstanz eine bestimmte Aktenstelle übersehen oder unrichtig, d.h. nicht in ihrer wahren Gestalt, insbesondere nicht mit ihrem wirklichen Wortlaut wahrgenommen hat (BGE 109 II 159 E. 2b S. 162; 104 II 68 E. 3b S. 74, je mit Hinweis). Macht eine Partei ein offensichtliches Versehen geltend, muss sie gemäss Art. 55 Abs. 1 lit. d OG die angefochtene Feststellung und die Aktenstelle, mit der sie im Widerspruch steht, genau angeben. Die Beklagte rügt, die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz, wonach die Klägerin 2003 und 2005 in bestimmten Monaten je Fr. 2'500.-- erhielt, sei grob falsch, weil sie nicht festhalte, wer die Zahlungen vorgenommen habe. Sofern sie damit ein offensichtliches Versehen geltend machen sollte, versäumt sie aufzuzeigen, mit welcher Aktenstelle diese (Nicht-)Feststellung im Widerspruch stehen soll. Das von ihr als aktenwidrig angeführte Zitat, wonach neben Z.________ auch die Beklagte Geld auf das Konto der Klägerin überwiesen habe, stammt entgegen ihren Ausführungen nicht von der Vorinstanz, sondern findet sich im Entscheid des Bezirksgerichts Kreuzlingen, der nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens sein kann (Art. 48 OG). Das Obergericht hält vielmehr an anderer Stelle ausdrücklich fest, dass die Zahlungen ausschliesslich durch Z.________ erfolgten. Auf die Rüge ist nicht einzutreten.