Citation: 7B_236/2022 E. 2.5.1

2.5.1. Die Vorinstanz befindet im Sinne einer Eventualbegründung, der Beschwerdeführer sei auch bei Annahme eines schweren persönlichen Härtefalls des Landes zu verweisen, weil das öffentliche Interesse an seiner Wegweisung sein privates Interesse an einem Verbleib in der Schweiz deutlich überwiege. Sie erwägt, wenngleich die privaten Interessen des Beschwerdeführers nicht unerheblich seien, werde er wegen Kokainhandels verurteilt, auch wenn nur ein Teil davon eine Katalogtat darstelle. Wer Drogendelikte wie die vorliegenden begehe, sei ein für die Gesellschaft gefährlicher Täter und verdiene keinen Schutz seiner persönlichen Interessen an einem Verbleib in der Schweiz (angefochtenes Urteil S. 43 f.).