Citation: K 132/00 15.12.2000 E. 2

2.- Aufgrund der medizinischen Aktenlage ist erstellt, dass der Beschwerdeführer seit dem 15. November 1997 und bis auf weiteres 100 % arbeitsunfähig ist (vgl. Bericht von Dr. med. B.________ vom 18. April 2000). Eine bereits vor Auflösung des Arbeitsverhältnisses bei der X.________ AG (1. Oktober 1996) bestehende krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit, wie von beschwerdeführerischer Seite geltend gemacht wird, ist nicht ausgewiesen und es finden sich dafür auch keine Anhaltspunkte in den Akten. Ferner steht fest, dass der Versicherte seit 1. Oktober 1996 und zu Beginn der krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit immer noch arbeitslos war. Wie sich aus der Abrechnung der kantonalen Arbeitslosenkasse vom 9. Januar 1998 ergibt, bezog er im Dezember 1997 noch 12 Taggelder der Arbeitslosenversicherung, womit sein Anspruch (150 Arbeitslosentaggelder) erschöpft war. Damit hätte der Versicherte ohne gesundheitliche Beeinträchtigung keinen Anspruch auf Taggelder der Arbeitslosenversicherung mehr gehabt. Mit der Vorinstanz ist somit festzustellen, dass nach geltender Rechtsprechung (vgl. hievor Erw. 1b) der Anspruch auf Fr. 10.- übersteigende, einen Erwerbsausfall deckende Taggelder von der Concordia nur anerkannt werden könnte, wenn der Beschwerdeführer, wäre er nicht erkrankt, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine konkret bezeichnete Stelle angetreten hätte. Der dafür erforderliche Nachweis ist indes nicht erbracht und es ergeben sich auch keine Anhaltspunkte aus den Akten. Der Einwand, dass der Versicherte als Mitglied des Christlichen Holz- und Bauarbeiterverbandes der Schweiz (CHB) mit Sicherheit bei voller Gesundheit in ein anderes Baugeschäft weitervermittelt worden wäre bzw. umgehend eine neue Stelle bei der Y.________ AG hätte annehmen können, überzeugt nicht, war er doch bereits seit 1. Oktober 1996, also lange vor der krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit, ohne neue Stelle. Mithin hat die Vorinstanz in Aufhebung des Einspracheentscheides zu Recht erkannt, dass ein Anspruch auf Fr. 10.- übersteigende, einen Erwerbsausfall deckende Taggelder nicht besteht. Sämtliche Einwendungen des Beschwerdeführers vermögen an diesem zutreffenden Entscheid nichts zu ändern. Insbesondere besteht auch kein Recht auf Rückforderung von Prämienleistungen. Zudem lässt sich die im kantonalen Gerichtsentscheid vorgenommene reformatio in peius weder verfahrens- noch materiellrechtlich beanstanden. Der Gesetzgeber hat die reformatio in peius (vel in melius) im Sozialversicherungsprozess grundsätzlich zugelassen, um dem Gebot der Durchsetzung des objektiv richtigen Rechts zu genügen (BGE 125 V 166).