Citation: C 222/03 29.06.2004 E. 6.2

6.2.1 Fest steht, dass die Arbeitslosenkasse dem Beschwerdeführer für den Monat Mai 2002 gemäss Abrechnung vom 23. September 2002 den vollen Taggeldanspruch für 23 kontrollierte Tage vergütete, während sie im Juni nur zehn und im Juli nur fünfzehn Taggelder ausrichtete. Nach ihren Angaben zuhanden des AWA im Schreiben vom 13. April 2004 hatte der Versicherte wegen der nicht entschuldbar verspäteten Meldung der Arbeitsunfähigkeit den Taggeldanspruch für die Zeit vom 17. Juni bis 5. Juli 2002 gestützt auf Art. 42 Abs. 2 AVIV verwirkt (Erw. 3.1.2 hievor). 6.2.2 Während das AWA den Beginn der Einstellungsfrist in der Verfügung 1 und 3 auf den 17. Juni 2002 festsetzte, bestimmte es den 17. Juli 2002 als Fristbeginn in der Verfügung 2. Dies ist nicht zu beanstanden. Denn unbesehen der für die Dauer vom 17. Juni bis 5. Juli 2002 verwirkten Anspruchsberechtigung markierte der 17. Juni 2002 einerseits den Tag nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit und somit den Beginn der Einstellungsfrist nach Art. 45 Abs. 1 lit. c (Einstellungsgrund der Verletzung der Meldepflicht [Art. 30 Abs. 1 lit. e AVIG] wegen wiederholter, nicht entschuldbar verspäteter Meldung der Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 42 Abs. 2 AVIV gemäss Verfügung 1; vgl. dazu Erw. 3.1 und 3.2 hievor). Andererseits berücksichtigte das AWA mit Verfügung 3 (vgl. dazu Erw. 5 hievor), dass der Beschwerdeführer am 16. Juni 2002 das Arbeitseinsatzprogramm aus vorgeschobenen gesundheitsbedingten Gründen - trotz später wiedererlangter Arbeitsfähigkeit - eigenmächtig abgebrochen hatte. Gestützt auf diesen Einstellungsgrund der Nichtbefolgung von Weisungen im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG wegen eigenmächtigem Abbruch des Arbeitseinsatzprogrammes erfolgte die Festsetzung des Beginns der Einstellungsfrist nach Art. 45 Abs. 1 lit. c AVIV korrekt auf den 17. Juni 2002. Schliesslich ist auch der Fristbeginn des 17. Juli 2002 gemäss Verfügung 2 rechtens. Denn hier zog das AWA in Betracht, dass sich der Versicherte in der Kontrollperiode vom 1. Mai bis 16. Juli 2002 - auch unter angemessener Berücksichtigung einer 50 %igen Arbeitsunfähigkeit während einer Woche im Mai sowie einer vollen Arbeitsunfähigkeit während drei Wochen im Juni/Juli - mit insgesamt sechs Stellenbewerbungsnachweisen nicht genügend um zumutbare Arbeit bemühte (Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG). 6.3 Da die sechsmonatige Verwirkungsfrist (Art. 30 Abs. 3 letzter Satz AVIG) seit dem rechtmässig festgesetzten Beginn jeder der drei Einstellungsfristen gemäss Verfügung 1 bis 3 (Erw. 6.2.2 hievor) in keinem der Fälle vor November 2002 ablief und alle der insgesamt 31 verfügten Einstellungstage mit grundsätzlich anspruchsberechtigten Tagen zwischen 5. August und 16. September 2002 konsekutiv (vgl. Erw. 6.1 hievor) getilgt wurden, ist auch die Vollstreckung der Einstellungstage nicht zu beanstanden.