Citation: 1C_513/2017 E. 3.3

3.3. Nach Art. 29 Abs. 3 VVRG ist eine schriftliche Verfügung in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht zu begründen; sie ist zu datieren sowie zu unterzeichnen und hat eine Belehrung über das zulässige ordentliche Rechtsmittel mit Einschluss der Frist zu enthalten. Das Bundesgericht überprüft die Anwendung dieser kantonalen Bestimmung nur auf Willkür hin (Art. 95 BGG i.V.m. Art. 9 BV). Die Vorinstanz ging offensichtlich davon aus, Art. 29 Abs. 3 VVRG sei auf Kostenvorschussverfügungen im kantonalen Verwaltungsverfahren nicht anwendbar. Wie es sich damit verhält, bzw. ob die entsprechende Auslegung des kantonalen Rechts im Ergebnis geradezu willkürlich wäre, kann mit Blick auf die nachfolgenden Überlegungen offen bleiben. Wie den Akten zu entnehmen ist, haben die Beschwerdeführer auf die Aufforderungen zur Zahlung eines Kostenvorschusses vom 15. September 2016 innert der ihnen gesetzten Frist von 30 Tagen nicht reagiert. Namentlich haben sie innert dieser Frist weder nach den Gründen für die Erhebung bzw. die Höhe der Kostenvorschüsse gefragt, noch sich bei der Dienststelle für innere und kommunale Angelegenheiten, beim Staatsrat oder sonst einer kantonalen Behörde darüber beschwert. Auch haben sie innert dieser Frist nicht um unentgeltliche Rechtspflege ersucht. Unabhängig davon, ob die Kostenvorschussverfügungen nach kantonalem Recht hätten begründet und mit einer Rechtsmittelbelehrung versehen werden müssen oder nicht, wäre es den Beschwerdeführern nach dem auch im Verwaltungsjustizverfahren anwendbaren Grundsatz von Treu und Glauben jedenfalls zuzumuten gewesen, innert der ihnen zur Leistung des Kostenvorschusses gesetzten Frist in irgendeiner Weise tätig zu werden, namentlich nach den Gründen für die Erhebung bzw. die Höhe der Kostenvorschüsse zu fragen oder sich bei einer kantonalen Behörde darüber zu beschweren (vgl. BGE 129 II 125 E. 3.3 S. 134 f. mit Hinweis). Dies gilt umso mehr, als die Beschwerdeführer im Verfahren vor dem Staatsrat anwaltlich vertreten waren. Nachdem die Beschwerdeführer innert der ihnen zur Zahlung der Kostenvorschüsse gesetzten Frist nicht reagiert haben, ist ihre Rüge unbehelflich, der Staatsrat hätte auf ihre Beschwerden schon deshalb eintreten bzw. ihnen eine Nachfrist zur Bezahlung der Kostenvorschüsse gewähren müssen, weil die Kostenvorschussverfügungen nicht begründet worden seien und keine Rechtsmittelbelehrung enthalten hätten.