Citation: 9C_532/2023 E. 6.2.2

6.2.2. Entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung lässt sich nicht beanstanden, dass das BAG in unterschiedlichen Therapielinien eingesetzte Arzneimittel grundsätzlich nicht in den TQV einbezieht (unter Vorbehalt des hier nicht gegebenen Ausnahmefalles, welcher die Überprüfung eines Arzneimittels der Zweitlinienbehandlung anhand eines Vergleichs mit einem günstigeren der Erstlinienbehandlung betrifft; vgl. E. 6.2.1.3). Die entsprechende Praxis zur Auswahl der Vergleichspräparate trägt den in E. 6.2.1.1 und 6.2.1.2 dargelegten Grundsätzen Rechnung und stützt sich auf sachliche Gründe: Sie beruht auf dem Gedanken, dass eine echte Therapiealternative nur gegeben ist, wenn die zur Behandlung derselben Krankheit eingesetzten Arzneimittel auch hinsichtlich Wirksamkeit und Verträglichkeit vergleichbar sind. Dies ist bei Arzneimitteln unterschiedlicher Therapielinien regelmässig nicht der Fall, indem es sich bei der Erstlinientherapie um die Therapie der ersten Wahl handelt und die Zweitlinientherapie erst zur Anwendung gelangt, wenn unzureichend auf die Erstlinientherapie angesprochen wurde oder diese kontraindiziert ist. Der Ausschluss von in einer anderen Therapielinie eingesetzten Arzneimitteln ermöglicht in diesem Sinne einen präziseren Vergleich. Inwiefern er zu Ungenauigkeiten führen bzw. eine komparative Kosten-Nutzen-Analyse verunmöglichen und damit bundesrechtswidrig sein soll, wie die Beschwerdeführerin sinngemäss geltend macht, ist weder dargetan noch sonst wie ersichtlich.