Citation: 1C_507/2017 E. 4.2.3

4.2.3. Der Beschwerdeführer macht geltend, der Beschwerdegegner habe ihn am 30. Oktober 2016 verhaften lassen, am 31. Oktober 2016 Antrag auf Anordnung von Untersuchungshaft gestellt und gegen den Entscheid des Zwangsmassnahmengerichts vom 3. November 2016 Beschwerde erhoben, obwohl das Fehlen von Haftgründen offensichtlich gewesen sei. Der Beschwerdegegner hat seinen Antrag auf Untersuchungshaft vom 31. Oktober 2016 an das Zwangsmassnahmengericht sowie seine Beschwerde in Haftsachen ans Obergericht vom 3. November 2016 ausführlich begründet. Namentlich hat er im Verfahren vor dem Zwangsmassnahmengericht sowie in seiner Beschwerde ans Obergericht ausführlich dargelegt, gestützt auf welchen Sachverhalt seiner Ansicht nach ein dringender Tatverdacht bestehe, weshalb Flucht- und Kollusionsgefahr vorliege und weshalb die Anordnung von Untersuchungshaft verhältnismässig sei. Es sind keine Anzeichen zu erkennen, wonach der Beschwerdegegner im Zeitpunkt der Verhaftung des Beschwerdegegners oder zu einem späteren Zeitpunkt annahm, die vorläufige Festnahme des Beschwerdeführers sowie die Nichtentlassung aus der Haft bis zum Entscheid der Verfahrensleitung des Obergerichts im Sinne von Art. 388 StPO sei nicht rechtmässig. Dafür, dass der Beschwerdegegner die Freiheit des Beschwerdeführers mit Vorsatz im Sinne der StPO, der Bundesverfassung oder der EMRK unrechtmässig entzogen oder dass er vorsätzlich unrechtmässig in dessen Freiheitsrechte eingegriffen hätte, bestehen keinerlei Anhaltspunkte. Namentlich weist in tatsächlicher Hinsicht nichts darauf hin, dass es dem Beschwerdegegner - wie der Beschwerdeführer annimmt - einzig darum gegangen wäre, den Beschwerdeführer seiner Ferien zu berauben und ihn möglichst lange im Gefängnis zu behalten oder dass die Verhaftung eine Racheaktion gewesen wäre, weil das Bezirksgericht Zürich die Staatsanwaltschaft in einem anderen Strafverfahren wegen einer Verletzung des Beschleunigungsgebots getadelt hat. Daran, dass nichts auf ein vorsätzlich begangenes strafrechtlich relevantes Handeln des Beschwerdegegners hinweist, ändern auch die Einwände des Beschwerdeführers nichts, die Staatsanwaltschaft habe das Strafverfahren gegen ihn bereits im Jahr 2014 eröffnet, die damals zuständige Staatsanwältin habe bestätigt, dass kein Handlungsbedarf bestehe, er hätte von der Staatsanwaltschaft auch ohne Verhaftung jederzeit kurzfristig einvernommen werden können, er habe sich seit 2009 noch nie einer Massnahme der Staatsanwaltschaft entzogen, der Beschwerdegegner habe es in Verletzung des Beschleunigungsgebots unterlassen, die notwendigen Befragungen und Einvernahmen früher durchzuführen, der Beschwerdegegner habe von seiner am 30. Oktober 2016 geplanten Reise gewusst sowie sein Strafverteidiger habe dem Beschwerdegegner bzw. seiner Vorgesetzten bereits am Tag nach der Verhaftung mitgeteilt, dass seine Inhaftierung widerrechtlich sei.