Citation: 5P.251/2006 16.08.2006 E. 4

Schliesslich vertreten die Beschwerdeführer die Ansicht, der Konkursbeamte hätte sie auf die bereits laufende Beschwerdefrist hinweisen müssen, als sie mit ihm einen Termin für die Einsichtnahme in die Akten vereinbarten. 4.1 Gemäss den Ausführungen der Beschwerdeführer, für welche sich in den kantonalen Akten allerdings keine Hinweise finden, habe der Konkursbeamte ihnen für den 10. März 2006 einen Termin für die Einsichtnahme in die Akten anerboten. Zu diesem (nicht näher bezeichneten) Zeitpunkt sei die Frist für die Anfechtung des Kollokationsplanes bereits abgelaufen gewesen. 4.2 Die Frist zur Einreichung einer Kollokationsklage wie einer Kollokationsbeschwerde beginnt mit der Veröffentlichung im SHAB zu laufen (Art. 35 Abs. 1 SchKG). Vorliegend war diese bereits am 24. Februar 2006 erfolgt, womit es am 10. März 2006 zumindest für die Einreichung einer Beschwerde zu spät war. Das Obergericht hat jedoch die Frist zur Einreichung der Beschwerde erst ab der Publikation im kantonalen Amtsblatt berechnet, was den Beschwerdeführern nicht zum Nachteil gereichte. Weshalb der Konkursbeamte die Beschwerdeführer bei der angeführten Festlegung eines Datums für die Akteneinsicht auf die aufgrund der Publikation im SHAB bereits laufende Frist für die Anfechtung des Kollokationsplanes hätte hinweisen sollen, ist zumindest aus verfassungsrechtlicher Sicht nicht nachvollziehbar.