Citation: 1C_616/2023 E. 3.3

3.3. Weiter führte die Vorinstanz unter Verweis auf die kantonale und bundesgerichtliche Rechtsprechung aus, bei Mobilfunkantennen handle es sich weder um Bauten noch um Gebäudeteile, sondern praxisgemäss um technische Infrastrukturanlagen, welche den Bestimmungen über (allgemeine) Höhenbeschränkungen - insbesondere auch solchen für Dachaufbauten - nicht unterliegen würden. Es treffe zwar zu, dass es je nach der im konkreten Fall projektierten Mobilfunkantennenanlage erforderlich sein könne, baurechtlich zwischen den Mobilfunkantennen einschliesslich Antennenmast und der zugehörigen Technikbaute (Technikschrank) zu unterscheiden. Während jene aus technischen Gründen für die Mobilfunkversorgung auf einen erhöhten Standort angewiesen und daher von den allgemeinen Höhenbeschränkungen auszunehmen seien, gelte dies für die Technikbaute nicht. Es könne somit im Sinn einer Differenzierung geboten sein, Technikbauten als Dachaufbauten zu behandeln und die allgemeinen Höhenbeschränkungen auf sie anzuwenden, im Gegensatz zu den privilegierten Antennen mit den einzelnen Funkzellen. Den kommunalen Behörden stehe allerdings bei der Beurteilung, ob eine entsprechende getrennte Beurteilung von Antenne und zugehöriger Technikbaute erfolgen solle, ein Ermessensspielraum zu.