Citation: 8C_528/2013 E. 4.2

4.2. Der Versicherte macht zu Recht geltend, diese Auskunft sei sowohl unter altem wie auch unter neuem Recht - in ihrer Schrankenlosigkeit - falsch. In der Tat kann sich die mit einem Verzicht auf den Bezug von Arbeitslosenentschädigung für einen Monat verbundene Nichteröffnung der Rahmenfrist für den Leistungsbezug bzw. eine zeitlich spätere Eröffnung zum Nachteil - aber je nach Konstellation auch zum Vorteil - einer versicherten Person auswirken. Ob der Verzicht einen positiven oder einen negativen Einfluss auf den Anspruch auf Arbeitslosentaggelder hat, lässt sich gar nicht allgemein sagen, weil dies von der weiteren Entwicklung, welche sich nicht vorhersehen lässt, namentlich von der Dauer der beitragspflichtigen Beschäftigung und den Zeiten der Arbeitslosigkeit im Einzelfall abhängt. In seinem Rechenbeispiel bringt der Beschwerdeführer zum Ausdruck, dass sich die Nichteröffnung der Rahmenfrist für den Leistungsbezug im August 2010 in concreto nachteilig auf die Anzahl der Taggelder in der neuen Leistungsrahmenfrist niederschlägt. Hätte er damals Arbeitslosenentschädigung bezogen, wäre die zweijährige Leistungsrahmenfrist auf den 1. August 2010 eröffnet worden. Wegen der Arbeitslosigkeit ab 1. September 2012 wäre die neuste Leistungsrahmenfrist auf die Zeit vom 1. September 2012 bis 31. August 2014 (nicht, wie vom Versicherten geltend gemacht, vom 1. August 2012 bis 31. Juli 2014) angesetzt worden. In der entsprechenden Beitragsrahmenfrist vom 1. September 2010 bis 31. August 2012 hätte der Beschwerdeführer eine Beitragszeit von über 18 Monaten nachweisen können, weshalb er Anspruch auf 400 Taggelder gehabt hätte (E. 2.1 hiervor).