Citation: 8C_274/2017 E. 5.2

5.2. Der Beschwerdeführerin ist darin beizupflichten, dass der Umstand, dass sie dem Versicherten für das Ereignis im Jahre 2010 vorübergehende Leistungen in Form von Heilbehandlung und Taggeld zugesprochen hat, für sich allein genommen kein berechtigtes Vertrauen auf künftige Leistungen zu begründen vermag. Auch wenn die Leistungserbringung einen Unfall beim Fussballspiel im Trainingslager betraf, kann daraus nicht geschlossen werden, es bestehe auch Anspruch auf Leistungen im Zusammenhang mit einem Unfall beim Training auf der Skirennpiste. Dem Unfallversicherer ist es grundsätzlich nicht versagt, bezüglich späterer Ansprüche besserer Einsicht folgend seine Leistungspflicht abzulehnen. Es liegt im Wesen der vorübergehenden Versicherungsleistungen, dass dieser die Möglichkeit erhält, bei einem neuen Versicherungsfall jeweils eine Neubeurteilung aller Voraussetzungen vorzunehmen. Ein einmal gewährter Taggeldanspruch führt bei einem künftigen ähnlich gelagerten Unfallereignis nicht zwingend zum gleichen Ergebnis. Darin liegt kein widersprüchliches Verhalten. Leistungserbringungen für ein bestimmtes Ereignis können keine Zusicherung für künftige Versicherungsleistungen sein, weil sie sich ausschliesslich auf den betreffenden Unfall beziehen. Aus abweichenden Beurteilungen in der Vergangenheit könnten die Beschwerdegegner höchstens dann etwas zu ihren Gunsten ableiten, wenn der Unfallversicherer ausdrücklich Zusicherungen abgegeben hat und die weiteren Voraussetzungen für den Schutz des Vertrauens darin erfüllt sind. Dies ist mit Bezug auf den Beschwerdegegner nicht der Fall und wird von diesem auch nicht geltend gemacht. Auch die Entgegennahme der Prämien durch die Mobiliar kann nicht als Vertrauensgrundlage gewertet werden. In Ermangelung einer massgeblichen Vertrauenslage kann offen bleiben, ob und inwiefern die übrigen Voraussetzungen des Vertrauensschutzes erfüllt wären. Mit der Annahme, die Versicherungsdeckung für die Skirennfahrertätigkeit sei als vertrauensschutzrechtlich zustande gekommen zu betrachten, verletzt der vorinstanzliche Entscheid Bundesrecht.