Citation: 1C_514/2024 E. 8.5

8.5. Die Beschwerdeführenden machen noch eine Verletzung der Unschuldsvermutung (Art. 14 Abs. 2 UNO-Pakt II, Art. 6 Abs. 2 EMRK, Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 10 Abs. 1 StPO) geltend. Solange eine Straftat nicht zu einer Verurteilung geführt habe, dürfe sie nicht in die Entscheidfindung einfliessen. Die zitierte Rechtsprechung entspringt jedoch allesamt dem Ausländerrecht und betrifft den Widerruf von (Niederlassungs- und anderen) Bewilligungen. Vorliegend geht es nicht um den Widerruf einer ausländerrechtlichen Bewilligung, sondern um die Erteilung des Bürgerrechts, das - wie oben ausgeführt - eine dauerhafte und rechtlich verbindliche Bindung an den Schweizer Staat darstellt. Die Beschwerdeführenden führen nicht weiter aus, wieso diese Praxis auch im Einbürgerungsverfahren gelten sollte; diese Frage muss angesichts der fehlenden Substantiierung der Rüge (vgl. Art. 42 BGG, oben E. 2) auch nicht weiter behandelt werden.