Citation: 6B_861/2008 22.06.2009 E. 3

3.1 Der Beschwerdeführer rügt, entgegen den Ausführungen im angefochtenen Urteil könne ihm kein Instruktionsverschulden angelastet werden. Die Beweislast der fehlenden Instruktion liege bei den Strafverfolgungsbehörden. Diesen sei weder der Nachweis gelungen, dass die Instruktion ungenügend, noch dass eine allfällig mangelhafte Information kausal für den Unfall gewesen sei. Des Weiteren würde ein als erstellt erachteter Kausalzusammenhang ohnehin durch das Selbstverschulden des Unfallopfers unterbrochen, denn die Mangelhaftigkeit des Gerüsts sei für den täglich auf (Fassaden-)Gerüsten arbeitenden Beschwerdegegner einfach erkennbar gewesen. Ferner habe er als Arbeitgeber darauf vertrauen dürfen, dass das von einer externen Firma gelieferte Gerüst sicher sei (Beschwerde S. 15 - 17). 3.2 Die Vorinstanz hat erwogen, es sei erstellt, dass das Rollgerüst auf der Fassadenseite keinen Seitenschutz aufgewiesen habe und der Abstand des Rollgerüsts zur Fassade grösser gewesen sei als 30 Zentimeter. Die massgeblichen Bauvorschriften seien daher nicht eingehalten worden. Der Beschwerdeführer sei bei der Firma A.________AG für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Belegschaft und als Baustellenleiter auch für die Sicherheitsinstruktionen auf der Baustelle verantwortlich gewesen. Da er dem Beschwerdegegner vor dessen erstmaligem Einsatz auf einem Rollgerüst keine Instruktionen erteilt habe, habe er seine Pflichten verletzt, zumal er auch den Vorarbeiter Z.________ nie explizit auf die besonderen Gefahren und die geltenden Sicherheitsbestimmungen bei Rollgerüsten hingewiesen habe. Offen gelassen werden könne, ob das Rollgerüst bereits mangelhaft geliefert oder der Seitenschutz erst nachträglich entfernt worden sei. Dass allenfalls auch weitere Personen für den Unfall verantwortlich seien, vermöge den Beschwerdeführer strafrechtlich nicht zu entlasten, sofern ihm selbst eine pflichtwidrige Unterlassung vorzuwerfen sei, kenne das Strafrecht doch keine Schuldkompensation. Aufgrund der mangelnden Instruktion könne dem Beschwerdegegner auch kein Selbstverschulden angelastet werden. Zusammenfassend habe sich der Beschwerdeführer folglich der fahrlässigen schweren Körperverletzung schuldig gemacht (angefochtenes Urteil S. 10 - 14).