Citation: 2C_976/2020 E. 5.4.2

5.4.2. Erschwerend kommt hinzu, dass der Beschwerdeführer am 28. Februar 2019 nicht nur wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das BetmG (SR 812.121), sondern auch wegen mehrfacher Widerhandlungen gegen das Waffengesetz und gewerbsmässig qualifizierter Geldwäscherei (Deliktsbetrag von Fr. 107'000.--) verurteilt wurde (vgl. vorne, Sachverhalt A.b und E. 5.1.2 des angefochtenen Urteils). Ferner erwirkte er seit 2008 sechs weitere Verurteilungen, so namentlich im Jahr 2010 wegen Betrugs (mehrfache Begehung), im Jahr 2011 wegen Widerhandlung gegen das Waffengesetz und im Jahr 2012 wegen Verstösse gegen das BetmG (vgl. vorne, Sachverhalt A.b). Vor diesem Hintergrund ist mit der Vorinstanz von einer wiederholten Delinquenz des Beschwerdeführers über mehrere Jahre auszugehen (vgl. E. 5.2.2 des angefochtenen Urteils). Selbst wenn diese Straftaten weniger schwer wiegen als die qualifizierten Betäubungsmitteldelikte, die der Verurteilung vom 28. Februar 2019 zugrunde liegen, hat der Beschwerdeführer durch sein Verhalten gezeigt, dass er nicht willig oder fähig ist, sich über eine längere Zeit an die Rechtsordnung zu halten. Insbesondere liess er sich weder durch die angesetzten Probezeiten noch durch die am 26. Februar 2010 ausgesprochene ausländerrechtliche Verwarnung beeindrucken, sondern delinquierte weiter. Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz zum Schluss gekommen ist, dass weitere Straftaten nicht ausgeschlossen werden könnten (vgl. E. 5.3 des angefochtenen Urteils). In diesem Zusammenhang ist auch zu berücksichtigen, dass bei schweren Straftaten, wozu auch Drogendelikte aus rein finanziellen Motiven gehören, zum Schutz der Öffentlichkeit ausländerrechtlich selbst ein geringes Restrisiko weiterer Beeinträchtigungen der dadurch gefährdeten Rechtsgüter (Leib und Leben; Gesundheit usw.) nicht in Kauf genommen werden muss (BGE 139 I 31 E. 2.3.2; Urteile 2C_736/2020 vom 5. Februar 2021 E. 4.1; 2C_488/2019 vom 4. Februar 2020 E. 5.4.2).