Citation: 4A_199/2016 E. A

A.a. A.________, wohnhaft in U.________ (Kunde, Kläger, Beschwerdeführer), stand spätestens seit 1981 in geschäftlicher Verbindung mit der Bank B.________ AG mit Sitz in V.________ (Bank, Beklagte, Beschwerdegegnerin). A.b. Die Parteien unterzeichneten folgende Vereinbarungen: - Konto- und Depoteröffnungsvertrag ("Contract for the opening of an account and / or safekeeping account") vom 23. Oktober 1991; - "Conditions for Handling Commodity Futures Contracts and Options on Commodity Futures Contracts" vom 20. Oktober 2007 (Conditions); - Rahmenvertrag: "Master Agreement for Over-the-Counter (OTC) Foreign Exchange Transactions and Call and Put Options on Currencies and Precious Metals" vom 15. März 2010 (Rahmenvertrag); - Rahmenkreditvertrag: "Framework Credit Limit" vom 15. März 2010 / 1. April 2010 (Rahmenkreditvertrag); - Allgemeiner Pfandvertrag ("General Deed of Pledge") vom 15. März 2010 als Beilage zum Rahmenkreditvertrag (Pfandvertrag). A.c. Die Kreditlimite richtete sich nach dem aktuellen Belehnungswert (LTV oder Loan-to-Value) der verpfändeten Gegenstände (Ziffer 1 des Rahmenkreditvertrages). Ziffer 5 des Pfandvertrags lautet: "If according to the Bank' s collateral value guidelines, the value of the pledged assets is no longer sufficient to secure the Bank's claims, the Bank may require the Client to submit additional collateral and/or to repay a corresponding portion of the debt. If the Client does not comply with this request within the period stipulated by the Bank, all of the Bank's claims against the Client will fall due without further notice. If claims of the Bank are due, it shall be authorized to liquidate the pledged assets and use the proceeds to satisfy its claims after deduction of expenses and costs. The Bank may, at its discretion, instigate ordinary debt collection proceedings against the Client, realize the pledged assets by forced execution or, after giving prior notice to the Pledgor, it may liquidate the collateral by private contract, and in particular it may contract on its own account." Ziffer 5 der Conditions bestimmt Folgendes: "If, on the basis of subsequent calculations, the Bank considers the margin to be insufficient, the Customer must immediately provide additional funds to meet the Bank's margin call. The amount of the margin call is normally set at the end of each trading day. If the funds required to meet the margin call do not arrive at the Bank by 12.00 noon on the following business day, the Bank isentitled, but not obliged, to set off its margin call with other funds or assets credited to the Customer's accounts and/or to close out the position without further notice." A.d. Der Kunde investierte in Aktien börsenkotierter Unternehmen, aber auch in Forwards (d.h. ausserbörsliche Termingeschäfte mit individuellem Vertragsinhalt) für Gold, Silber und Devisen sowie in börsengängige Futures (d.h. an Börsen gehandelte standardisierte Termingeschäfte) für Getreide und Öl. Er liess sein Vermögen nicht von der Bank verwalten, sondern traf seine Anlageentscheide jeweils selbst und erteilte der Bank die entsprechenden Weisungen in der Regel telefonisch. Die Bank zeichnete ihre Telefongespräche mit dem Kunden gemäss Ziffer 9 Rahmenvertrag und Ziffer 11 Conditions auf. Ausserdem fasste sie das Ergebnis der Telefongespräche mit ihrem Customer Relationship Management System (CRM-System, "W.________") zusammen. A.e. Der Kunde wurde während Jahren durch denselben Mitarbeiter der Bank, C.________, betreut. Im August 2011 verliess dieser die Bank, was dem Kunden telefonisch mitgeteilt wurde. Es wurden ihm als Kontaktpersonen darauf unter anderem D.________ als "Relationship Manager" und E.________ als "personal trading contact point" angegeben. A.f. Anfang September 2009 wiesen die drei vom Kunden bei der Bank gehaltenen Portfolios einen Vermögenswert von insgesamt USD 24'281'209.-- auf. Im Laufe des Monats September 2011 trat auf den vom Kunden gehaltenen Vermögenswerten eine Unterdeckung ein. Die Bank forderte den Kunden wiederholt auf, die Unterdeckung zu beheben, um einen Margin Call zu vermeiden. Namentlich wies sie am 27. September 2011 auf eine Unterdeckung von USD 4,7 Mio., am 28. November 2011 auf eine solche von USD 4,315 Mio. und am 14. Dezember 2011 auf eine solche von USD 4,935 Mio. hin. A.g. Mit Schreiben vom 14. Dezember 2011 erliess die Bank unter Hinweis auf die vertraglichen Vereinbarungen und ihre allgemeinen Geschäftsbedingungen einen Margin Call, mit dem sie den Kunden aufforderte, die Unterdeckung von USD 4,935 Mio. bis zum 16. Dezember 2011 auszugleichen. Dieser Aufforderung kam der Kunde nicht nach. Die Bank verkaufte darauf die Vermögenswerte aus dem Portfolio des Kunden zwischen dem 21. und 29. Dezember 2011. A.h. Der Kunde stellte sich auf den Standpunkt, die Belehnungsgrenze sei mit Goldkäufen zwischen dem 8. und 13. September 2011 von 30'000 Unzen Gold zum Preis von USD 54'920'400.-- überschritten worden, weshalb diese Käufe nicht hätten ausgeführt werden dürfen. Die Bank stellte sich dagegen auf den Standpunkt, die Unterdeckung habe sich erst am 16. September 2011 mit USD 0,54 Mio. ergeben und sei dann bis zum 26. September 2011 auf USD 7,93 Mio. gestiegen. Nach Eintritt der Unterdeckung führte die Bank für den Kunden keine Transaktionen mehr aus, sondern verlängerte am 24./26. Oktober 2011 die Fremdwährungsforwards und im November 2011 die Öl-Futures nicht.