Citation: 5A_392/2007 27.08.2007 E. 2

Nach den Feststellungen des Kantonsgerichts ist der Beschwerdeführer Alleinaktionär und Verwaltungsratspräsident einer Holdinggesellschaft, zu der namentlich eine Maschinenfabrik gehört. Er bezieht weder Dividenden noch Honorare, sondern lässt den ganzen Gewinn im Unternehmen stehen. Sein im Wesentlichen aus Liegenschafts- und Wertschriftenerträgen bestehendes Reineinkommen belief sich in den Jahren 2003-2005 auf Fr. 461'000.--, Fr. 1'727'000.-- und Fr. 897'000.--. Sein Reinvermögen stieg im selben Zeitraum von rund Fr. 35 Mio. auf Fr. 47 Mio. und schliesslich auf Fr. 57 Mio. Das Kantonsgericht hat sodann erwogen, im Familienrecht gelte ein weiter Einkommensbegriff; als Einkommen sei namentlich auch ein Vermögenszuwachs während einer bestimmten Periode aufzufassen. Insofern dürfe durchaus angenommen werden, dass der Beschwerdeführer fast unbegrenzt leistungsfähig sei. In sehr guten finanziellen Verhältnissen dürfe aber das Gesamteinkommen nicht einfach hälftig geteilt werden; vielmehr sei der unterhaltsberechtigte Ehegatte so zu stellen, dass er den bisherigen Lebensstandard ohne Abstriche fortführen könne. Die Darstellung der bisherigen Lebenshaltung gehe weit auseinander: Während man nach derjenigen der Beschwerdegegnerin im grossen Stil gewirtschaftet habe (geräumiges Haus mit viel Umschwung, vier Autos, Haushälterin, Gärtner, Ferienwohnung im Engadin, Ferienhaus im Tessin, gepachtetes Jagdrevier, zahlreiche Gäste und Reisen), habe man nach den Behauptungen des Beschwerdeführers bescheiden gelebt und Luxus nur betrieben, soweit dies geschäftlich begründet gewesen sei (Gäste, Reisen, Jagdrevier). Letztlich sei dies auch nicht entscheidend, da sich die Beschwerdegegnerin unnötige Sparsamkeit ebenso wenig entgegenhalten lassen müsse wie der Beschwerdeführer übersetzten Aufwand; angesichts der extrem günstigen Einkommenssituation müsse sich die Beschwerdegegnerin einfach leisten können, was sie bei hohen Ansprüchen für einen billigenswerten Lebensaufwand vernünftigerweise ausgeben könne. Im Anschluss hat das Kantonsgericht befunden, für den Bedarf der Beschwerdegegnerin angezeigt sei der fünffache Grundbetrag, also Fr. 5'500.--, der Mietzins für eine Stadtwohnung mit sechs Zimmern von rund Fr. 3'000.--, wobei dies im Vergleich zum Wohnkomfort des Beschwerdeführers in einem Zwölfzimmerhaus eher genügsam sei, Fr. 700.-- für Krankenversicherung und Risikoabdeckung, Fr. 1'500.-- für Mobilitätskosten (Fahrzeug der oberen Preisklasse), Urlaubsausgaben von Fr. 3'000.-- sowie Fr. 500.-- für Weiterbildung. Bei offenkundigem Luxus gehöre sodann auch der sukzessive Erwerb einer standesgemässen Ausstattung zu den laufenden Bedürfnissen, weshalb der Beschwerdegegnerin für Anschaffungen und Notfälle eine Reserve von Fr. 2'500.-- zuzugestehen sei. Zusammen mit der Steuerlast von Fr. 8'200.-- ergebe dies einen Gesamtbedarf von Fr. 25'000.--.