Citation: 1C_254/2017 E. 4.7

4.7. Das Bundesgericht verlangte im Urteil 1C_661/2012 vom 5. September 2013, dass im Standortdatenblatt für jeden Antennentyp mindestens ein horizontales und vertikales Antennendiagramm beigelegt wird und liess nicht zu, dass die Antennendiagramme anstatt für Antennentypen für Antennenklassen eingereicht werden. Zur Begründung führte es aus, bei der Verwendung von Antennenklassen sei eine für alle Beteiligten nachvollziehbare NIS-Berechnung nicht möglich, solange die dazugehörigen Diagramme nicht vom BAFU kontrolliert und für ausreichend befunden worden seien (E. 2.3.2 und 2.3.3., in: URP 2014 S. 391 f.). Mit dem Nachtrag vom 28. März 2013 zur NISV-Vollzugsempfehlung hat nun das BAFU umhüllende Antennendiagramme zugelassen (vgl. E. 4.3 hievor). In seiner Vernehmlassung vor Bundesgericht führte es aus, bei diesen Diagrammen, die einzelne Diagramme mehrerer Frequenzbänder einer Antenne umfassten, müsste die höchstmögliche NIS-Immission ("worst case") berechnet werden. Bei dieser Berechnung könne die Strahlung allenfalls überschätzt, aber nie unterschätzt werden. Die dem Standortdatenblatt beigelegten Antennendiagramme würden dem Nachtrag vom 28. März 2013 vollumfänglich entsprechen. Das BAFU hat somit diese Antennendiagramme geprüft und gemäss ihren aktualisierten Vollzugsempfehlungen für ausreichend befunden. Das Bundesgericht hat keine Veranlassung, von dieser Beurteilung des BAFU als Fachbehörde des Bundes für Umweltfragen abzuweichen, weshalb die Vorinstanz kein Bundesrecht verletzte, wenn sie nicht für jedes Frequenzband ein Antennendiagramm verlangte.