Citation: 7B_984/2023 E. 2.7.2

2.7.2. Schwere Drohungen gegen Leib und Leben im Sinne von Art. 180 Abs. 1 StGB, wie sie der Beschwerdeführer mutmasslich am 11. März 2023 ausgesprochen hat, können nach ständiger Rechtsprechung die Anordnung von Präventivhaft begründen, da sie die Sicherheitslage einer Person erheblich zu beeinträchtigen vermögen (vgl. BGE 143 IV 9 E. 2.7 und Urteil 7B_331/2023 vom 7. August 2023 E. 3.3.2; je mit Hinweisen). Eine solche Präventivhaft muss jedoch stets verhältnismässig sein (Art. 36 Abs. 3 BV; Art. 197 Abs. 1 lit. c und lit. d StPO; vgl. BGE 143 IV 9 E. 2.2 und Urteil 7B_188/2023 vom 24. Juli 2023 E. 5). Schliesslich gilt auch bei der Präventivhaft - wie bei den übrigen Haftarten - dass sie nur als "ultima ratio" angeordnet oder aufrecht erhalten werden darf (BGE 143 IV 9 E. 2.2; vgl. Urteile 7B_331/2023 vom 7. August 2023 E. 4.1; 7B_188/2023 vom 24. Juli 2023 E. 5). Die freiheitsentziehende Zwangsmassnahme ist gemäss Art. 212 Abs. 2 StPO aufzuheben, sobald ihre Voraussetzungen nicht mehr erfüllt sind (lit. a), die von der StPO vorgesehene oder von einem Gericht bewilligte Dauer abgelaufen ist (lit. b) oder Ersatzmassnahmen zum gleichen Ziel führen (lit. c). Die Untersuchungs- und Sicherheitshaft dürfen nicht länger dauern als die zu erwartende Freiheitsstrafe (Art. 212 Abs. 3 StPO).