Citation: 5P.34/2003 19.06.2003 E. 5

Schliesslich macht der Beschwerdeführer unter dem Titel "Ausstandsverpflichtung des Gerichtspräsidenten der ersten Instanz" zwei weitere Verfassungsverletzungen geltend: Er beruft sich auf eine Verletzung der Ausstandspflicht des Gerichtspräsidenten der ersten Instanz, da dieser in dieser Sache nicht nur eine Erbenbescheinigung ausgestellt, sondern auch am erstinstanzlichen (streitigen) Verfahren mitgewirkt habe. Ferner erblickt der Beschwerdeführer eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör darin, dass die Verfügung vom 9. Juli 1999 nicht bei den Akten sei und er von ihr keine genaue Kenntnis habe. Das Obergericht (S. 10/11 seines Urteils) hat u.a. unter Hinweis auf BGE 128 III 318 E. 2 S. 319 bemerkt, dass die Ausstellung der Erbenbescheinigung für die Erbenstellung materiell ohne Bedeutung sei, weshalb die hier infrage stehende Doppelstellung des Gerichtspräsidenten keinen Ausstands- oder Ablehnungsgrund begründe. Das ist zutreffend, weshalb die gegenteiligen Ausführungen des Beschwerdeführers keine Verfassungsverletzung zu begründen vermögen. Entsprechendes gilt für die Frage der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör bezüglich der Erbenbescheinigungsverfügung vom 9. Juli 1999: Hatte diese im Zusammenhang mit der Erbenstellung - um welche es vorliegend geht - keine materielle Bedeutung, so brauchte sie auch nicht notwendigerweise zu den Akten erhoben zu werden. Die staatsrechtliche Beschwerde ist daher auch in diesem Punkt unbegründet.