Citation: 2C_476/2023 E. 5.4

5.4. Die Vorinstanz begründete die Kostenauflage an die Beschwerdeführerin im Wesentlichen damit, dass diese im Rekursverfahren nicht eigentlich obsiegt habe bzw. das Veterinäramt nicht unterlegen sei. Die ursprüngliche Anordnung der Euthanasierung am 23. Dezember 2021 sei rückblickend angesichts des damaligen Zustands des Pferdes recht- und verhältnismässig gewesen. Die Beschwerdeführerin sei mit ihrem Antrag, die Euthanasierungsanordnung aufzuheben, nur durchgedrungen, weil sich das Verhalten des Pferdes nachträglich und ohne ihr Zutun verbessert habe. Die Beschwerdeführerin könne es sich nicht anrechnen lassen, dass aufgrund der Bemühungen der Betreuungspersonen das Pferd seit Dezember 2021 Fortschritte gemacht habe und in der Folge von der geplanten Euthanasierung habe abgesehen werden können. Die ursprünglichen Verhaltensstörungen, welche die Euthanasierung im Dezember 2021 erforderlich habe erscheinen lassen, habe die Beschwerdeführerin zu verantworten, da das Pferd auf ihrem Betrieb nie genügend sozialisiert worden sei. Jedenfalls wären selbst bei einem formalen Obsiegen der Beschwerdeführerin die entstandenen Kosten nach dem Verursacherprinzip und nach Billigkeitserwägungen der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (vgl. angefochtenes Urteil E. 4.5 f.).