Citation: 2C_39/2016 E. 3.3

3.3. Angesichts der zahlreichen verschiedenen Delikte, die der Beschwerdeführer über einen längeren Zeitraum und auch nach der ausländerrechtlichen Verwarnung immer wieder begangen hat, durfte das Verwaltungsgericht sein Verschulden als schwer bezeichnen, zumal der Beschwerdeführer bei den letzten (bereits rechtskräftig beurteilten) Taten schon 23 Jahre alt war und nicht mehr von jugendlicher Delinquenz gesprochen werden kann (BGE 139 I 31 E. 3.1 S. 36; Urteile des Bundesgerichts 2C_689/2008 vom 4. März 2009 E. 2.4; 2C_197/2012 vom 29. Oktober 2012 E. 4.2). Sein Verhalten nach der Verurteilung, die zum Widerruf der Niederlassungsbewilligung führte, spricht ebenfalls nicht zu seinen Gunsten. Seit Herbst 2012 befand er sich mehrheitlich in Untersuchungshaft oder im Strafvollzug, so dass sein Wohlverhalten nur beschränkt beurteilt werden kann. Abgesehen davon gelang es ihm in der kurzen Zeit in Freiheit nicht, sich wohl zu verhalten. Vielmehr werden ihm weitere, noch schwerwiegendere, Delikte zur Last gelegt. Obschon noch kein rechtskräftiges Urteil gefällt wurde, sind diese auch bei der Interessenabwägung mitzuberücksichtigen, da der Beschwerdeführer sie grösstenteils nicht bestreitet (vgl. E. 2.5). Das Verwaltungsgericht durfte deshalb willkürfrei davon ausgehen, dass eine gewisse Rückfallgefahr und damit ein entsprechend gewichtiges (sicherheitspolizeiliches) Interesse daran besteht, dass der Beschwerdeführers das Land verlässt.