Citation: 8C_366/2009 24.09.2009 E. 4

4.1 Dass die Versicherte am 14. September 2002 eine HWS-Distorsion erlitt und in der Folge über eine Reihe von Beeinträchtigungen klagte, welche zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehören (BGE 134 V 109 E. 6.2.1 S. 116 mit Hinweisen), kann nach Aktenlage entgegen der Vorinstanz nicht ernsthaft in Frage gestellt werden. Demgegenüber hat das kantonale Gericht gestützt auf das interdisziplinäre Gutachten zutreffend erkannt, dass die ab 1. September 2006 anhaltend geklagten Beschwerden nicht einem klar fassbaren organischen Korrelat zugeordnet werden können, welches mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Ereignis vom 14. September 2002 steht. Dies wird im Übrigen von der Beschwerdeführerin auch nicht bestritten. Sie macht lediglich geltend, die nicht somatisch erklärbaren, psychogenen Beeinträchtigungen - insbesondere die vom behandelnden Psychiater Dr. med. N.________ diagnostizierte posttraumatische Belastungsstörung - stünden über den 31. August 2006 hinaus nicht nur in einem natürlichen, sondern auch adäquaten Kausalzusammenhang mit dem genannten Ereignis. Entgegen der Versicherten kann jedoch keine Rede davon sein, dass das interdisziplinäre Gutachten auf einer aktenwidrigen Tatsachenfeststellung basiert. Die zahlreichen Hinweise in den medizinischen Unterlagen lassen keinen Zweifel daran, dass unfallfremde psychosoziale Belastungsfaktoren vorhanden waren und die Beschwerdeführerin schon vor dem Unfall an depressiven Verstimmungen litt. Zudem vermochte der Facharzt FMH für HNO-Krankheiten Dr. med. T.________, die subjektiv beschriebenen Schwindelbeschwerden aus otolarynologischer Sicht nicht zu objektivieren, weshalb sich auch diesbezüglich keine Anhaltspunkte für eine mangelhafte Sachverhaltsfeststellung durch die Vorinstanz ergeben. 4.2 Steht fest, dass die Versicherte am 14. September 2002 eine HWS-Distorsion erlitt und es sich bei den ab 1. September 2006 geklagten Beschwerden nicht um organisch objektiv ausgewiesene Unfallfolgen handelt, bliebt nachfolgend einzig die Unfalladäquanz der seither anhaltenden psychogenen Beeinträchtigungen zu prüfen. Dabei kann offen bleiben, ob hier die Adäquanzprüfung angesichts der bereits weniger als ein halbes Jahr nach dem Unfall im Wesentlichen psychisch bedingten Schmerzsyndromen und der nachweislich schon vor dem Unfall vorbestehenden depressiven Symptomatik nicht - entgegen Vorinstanz und Verwaltung - unter Ausschluss psychischer Aspekte nach den in BGE 115 V 133 genannten Kriterien (statt vieler: SVR 2009 UV Nr. 19 S. 69 E. 4.5 f., 8C_744/2007) hätte erfolgen müssen. Denn auch bei Anwendung der für die Beschwerdeführerin günstigeren Kriterien (Urteil 8C_349/2009 vom 17. August 2009 E. 4) nach der sog. "Schleudertrauma-Praxis" (BGE 134 V 109 E. 10.3 S. 130) muss die Adäquanz - wie nachstehende Prüfung zeigt - verneint werden. Auf Grund der fehlenden Adäquanz braucht zudem die Frage, ob die geklagten Beschwerden natürlich kausal durch das Unfallereignis verursacht sind, nicht näher untersucht zu werden (vgl. Urteil 8C_698/2008 vom 27. Januar 2009 E. 3).