Citation: 5D_216/2021 E. 3

Soweit sich die Ausführungen auf Oberrichter C.________ beziehen und sinngemäss festgehalten wird, der im obergerichtlichen Verfahren gemachte Vergleich zwischen SVP-Mitgliedern und Mitgliedern des Ku-Klux-Klans oder der NSDAP treffe zu, ist die Beschwerde insoweit ohne Gegenstand, als Oberrichter C.________ nach den expliziten Erwägungen nicht am angefochtenen Entscheid mitgewirkt hat und denn auch nicht im Rubrum erscheint. Wenn schon wäre aufzuzeigen, inwiefern verfassungsmässige Rechte verletzt sein sollen, wenn demzufolge das betreffende Ausstandsgesuch im angefochtenen Entscheid als gegenstandslos bezeichnet wurde. Soweit der Beschwerdeführer - unter Erwähnung der Gräueltaten der NSDAP und der Behauptung, die Situation in der Schweiz gleiche derjenigen in Deutschland 1933 - vorbringt, es gehe nicht an, dass mit Oberrichterin D.________ wiederum eine SVP-Richterin über den Ausstand der erstinstanzlichen SVP-Richterin befunden habe, übergeht er die Tatsache, dass das Obergericht seinen Entscheid in Dreierbesetzung gefällt hat. Im Übrigen macht der Beschwerdeführer keinerlei Verfassungsverletzungen geltend und weist gegenteils selbst darauf hin, dass die Parteizugehörigkeit für sich genommen rechtsprechungsgemäss keinen Ausstandsgrund bildet. Daran vermöchte, selbst wenn es im Rahmen einer Verfassungsrüge erhoben worden wäre, das Vorbringen, die Entwicklung in den letzten Jahren, wie SVP-Richter in Verfahren von Ausländern entscheiden würden, lege eine Neubeurteilung nahe, nichts zu ändern, zumal es vorliegend nicht um Ausländerrecht, sondern um ein Pfändungsverfahren geht und ein irgendwie gearteter Zusammenhang mit der Parteizugehörigkeit der urteilenden Richter von vornherein nicht ersichtlich wäre. In der vom Obergericht weitergeleiteten "Aufsichtsbeschwerde" fordert der Beschwerdeführer ebenfalls den Ausstand von Oberrichterin D.________. Er spricht in allgemeiner Weise von Vetternwirtschaft und einem korrupten Rechtssystem, wenn SVP-Richter über den Ausstand von SVP-Richtern entscheiden würden. Ferner wiederholt er seine Ansicht, dass die SVP eindeutig eine rassistische Gruppierung sei und Volksverhetzung sowie puren Rassismus betreibe; ihre Richter seien insbesondere in Migrationsverfahren befangen, weil die Partei auf sie massiven Druck ausübe. Sodann wird erneut eine Verbindung zwischen SVP und NSDAP gezogen. In Bezug auf diese weitergeleitete Eingabe gilt das vorstehend Gesagte: Es werden keinerlei Verfassungsrügen erhoben, weshalb die Eingabe bereits daran scheitert; im Übrigen ist der angefochtene Entscheid nicht von Oberrichterin D.________ erlassen worden, sondern als Kammerentscheid in Dreierbesetzung ergangen, und abgesehen davon ist kein irgendwie gearteteter Zusammenhang zwischen Parteizugehörigkeit und Verfahrensgegenstand ersichtlich, welcher die Ausstandsfrage auch nur entfernt aufkommen lassen könnte.