Citation: 2C_813/2018 E. 5.2.1

5.2.1. In Übereinstimmung mit den Grundsätzen des allgemeinen Verwaltungsrechts (vgl. BGE 131 V 472 E. 5 S. 480 f.; Urteil 9C_419/2011 vom 17. September 2012 E. 4.2.1) kann das in Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 BV verankerte Gebot von Treu und Glauben auch im Migrationsrecht in engen Grenzen ein Recht auf die Erteilung einer Bewilligung verleihen. Dies ist namentlich dann der Fall, wenn die zuständige Behörde durch falsche Auskünfte ein berechtigtes Vertrauen erweckt und die ausländische Person gestützt auf diese Auskünfte unumkehrbare Vorkehrungen getroffen hat (vgl. Urteile 2C_40/2012 vom 15. Oktober 2012 E. 5; 2C_503/2009 vom 8. Januar 2010 E. 2.4 mit Hinweisen). Die gleichen Anforderungen gelten, wenn es um den Schutz der Erwartung geht, dass eine Bewilligung nicht widerrufen werde (vgl. Urteile 2C_1077/2017 vom 8. Januar 2019 E. 4.4.2; 2C_655/2012 vom 13. Februar 2013 E. 4.2).