Citation: 5A_469/2022 E. 3.1

3.1. Das Kantonsgericht stellt als unbestritten fest, dass die Beschwerdeführerin nicht hoheitlich, sondern als Trägerin privater Rechte handelte, die Staatenimmunität dem Arrestverfahren mithin nicht entgegenstehe. In der Folge kommt der angefochtene Entscheid auf die Voraussetzung der hinreichenden Binnenbeziehung zum schweizerischen Staatsgebiet zu sprechen. Allein der in Zürich ergangene Schiedsentscheid vom 20. Juni 2013 vermöge grundsätzlich noch keine solche Binnenbeziehung zu begründen, ebenso wenig der Umstand, dass die Beschwerdeführerin in der Schweiz über Vermögenswerte bzw. Grundeigentum verfügt. Allerdings komme hinzu, dass die Beschwerdeführerin laut der "Schuldanerkennung bzw. Schuldübernahme" vom 12. Januar 2015 die Schuld aus dem fraglichen Schiedsspruch gegenüber der Beschwerdegegnerin anerkannt habe, und zwar über ihren Vertreter in der Schweiz, der, wie noch auszuführen sein werde, als hierzu ermächtigt zu betrachten sei. Die Beschwerdeführerin habe sich nicht nur zur Bezahlung der zugesprochenen Forderungssumme verpflichtet, sondern die Beschwerdegegnerin in Ziffer 4 dieser Vereinbarung ausdrücklich für berechtigt erklärt, in der Schweiz belegene Vermögenswerte von ihr zu arrestieren und die Forderung auf dem Betreibungsweg geltend zu machen (vgl. Sachverhalt Bst A). Das Kantonsgericht pflichtet der erstinstanzlichen Beurteilung bei, wonach der letztere Umstand als ein von der Beschwerdeführerin selbst geschaffener Bezug zur Schweiz zu werten sei. Weshalb diese Auffassung unrichtig sein soll, mache die Beschwerdeführerin nicht plausibel. Indem sie der Beschwerdegegnerin im Falle der nicht rechtzeitigen Bezahlung das in der Schweiz gelegene Grundstück zunächst zur Arrestlegung angeboten habe, nun aber argumentiere, dass kein ausreichender Binnenbezug zur Schweiz bestehe, verhalte sie sich "zumindest widersprüchlich". Dem angefochtenen Entscheid zufolge bewirkt das aufgrund der "Schuldanerkennung bzw. Schuldübernahme" zwischen den Parteien geschaffene Rechtsverhältnis jedenfalls eine ausreichende Beziehung zur Schweiz, zumal es sich nicht in der blossen Belegenheit eines Vermögenswerts erschöpfe, sondern der Beschwerdegegnerin explizit erlaubt werde, einen Arrest in Anspruch zu nehmen. Bei diesem Ergebnis braucht laut Vorinstanz nicht näher erörtert zu werden, ob sich ein ausreichender Binnenbezug bereits durch den Umstand begründen liesse, dass die Gesellschaft B.________ anscheinend überwiegend ein Staatsbetrieb ist und die Beschwerdeführerin insofern als in das Schiedsverfahren involviert betrachtet werden könnte. Gestützt auf diese Erwägungen erklärt das Kantonsgericht, dass das Bezirksgericht zu Recht auf das Arrestbegehren eingetreten sei.