Citation: I 455/05 16.02.2006 E. 3

3.1 Die IV-Stelle legte der Invaliditätsbemessung bis Ende September 2002 die Einschätzung des Dr. med. A.________ im Arztbericht vom 3. September 2001 zu Grunde. Danach bestand eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (3. März bis 4. Juli 1999), 50 % (5. Juli 1999 bis 26. Oktober 2000) und 100 % (27. Oktober 2000 bis auf weiteres) im zuletzt ausgeübten Beruf als Strassenarbeiter. Eine dem Leiden angepasste Tätigkeit (rückenschonend, leicht, nicht sitzend und nicht zu lange stehend) erachtete der Hausarzt allenfalls zu 30 % bis 50 % als zumutbar, dies bei einer mindestens um 50 % verminderten Leistungsfähigkeit. Für die Zeit ab 1. Oktober 2002 stellte die IV-Stelle auf das Gutachten der Klinik X.________ vom 25. September 2002 ab. Danach war die Tätigkeit im Strassenbau nicht mehr zumutbar. Leidensangepasste Tätigkeiten konnten ganztags ohne verminderte Leistungsfähigkeit ausgeübt werden. Diese Einschätzung galt gemäss Schreiben der Klinik vom 6. Januar 2003 an die IV-Stelle ab Durchführung der Begutachtung im Sommer/Herbst 2002. Die Vorinstanz hat sich zu den von der IV-Stelle angenommenen Arbeitsfähigkeiten, soweit den Zeitraum bis Ende September 2002 betreffend, nicht geäussert oder sie sogar ausdrücklich bestätigt. Die Feststellung, der Arztbericht des Dr. med. A.________ vom 3. September 2001 sei nicht geeignet, Zweifel an der Zuverlässigkeit des Gutachtens der Klinik X.________ vom 25. September 2002 zu wecken, gilt für die Zeit danach. Im Arztbericht vom 22. März 2004 bezifferte im Übrigen Dr. med. A.________ die Arbeitsfähigkeit in den Leiden angepassten Tätigkeiten auf fünf bis sechs Stunden pro Tag bei verminderter Leistungsfähigkeit. 3.2 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird geltend gemacht, dass im Gutachten der Klinik X.________ vom 25. September 2002 die trotz des Rückenleidens noch zumutbare Arbeitsfähigkeit verschieden umschrieben wird. Unter Punkt C.3.1 wird festgehalten: «Eine leichte Arbeit mit Möglichkeit zu Wechselbelastung und gelegentlichen Gewichtsbelastungen bis maximal 10 kg beim Heben und Tragen ist zumutbar. Vermieden werden sollten Knie- und Hockestellungen, Arbeiten über Kopf sowie repetitive Rumpfrotationsbewegungen und lange gehaltene Sitz- und Stehpositionen. Für lange Gehstrecken ist der Versicherte nicht geeignet.» Die kantonale Rekurskommission hat mit Ausnahme der Einschränkung in Bezug auf die Gehstrecke auf diese Umschreibung abgestellt. Unter Punkt B.1 (Beeinträchtigungen [qualitativ und quantitativ] auf Grund der festgestellten Störungen) wird die Arbeitsfähigkeit wie folgt umschrieben: «Eingeschränkt ist das Heben und Tragen von Lasten zwischen 5 bis 10 kg schon bei wenigen Wiederholungen. Arbeiten in vornübergeneigter Position sowohl im Sitzen als auch im Stehen können nicht durchgeführt werden. Ebenfalls ist die Einnahme einer Knie- oder Hockestellung praktisch nicht möglich. Stark eingeschränkt ist die Fähigkeit für Arbeiten über Kopf, Rumpfrotation, wiederholte Kniebeugen sowie längeres Sitzen und Stehen. Die Gehstrecke ist schwer eingeschränkt, ebenso Treppen- und noch mehr Leitersteigen, dies auch bei ungenügendem Gleichgewicht». Die Umschreibungen der zumutbaren Arbeitsfähigkeit unter Punkt B.1 und C.3.1 weichen entgegen den Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht wesentlich voneinander ab. Darauf kann daher abgestellt werden. 3.3 Auf Grund der zahlreichen, teilweise erheblichen Einschränkungen des funktionellen Leistungsvermögens stellt sich die Frage der Verwertbarkeit der trotz des Gesundheitsschadens noch bestehenden Arbeitsfähigkeit. Die Annahme der Vorinstanz, auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt seien leichte Arbeiten mit der Möglichkeit zur Wechselbelastung, insbesondere Bedienungs- und Überwachungsfunktionen, sofern lange gehaltene Sitz- und Stehpositionen vermieden werden könnten, zu 100 % zumutbar, ist zu wenig differenziert. Insoweit ist die Sache nicht spruchreif. Die IV-Stelle wird somit zusätzlich zur Frage einer allfälligen Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit November 2003 ergänzende berufsberaterische und arbeitsmarktliche Abklärungen vorzunehmen haben. Danach wird sie über den streitigen Rentenanspruch neu verfügen.