Citation: U 10/03 03.04.2003 E. 4

Streitig und zu prüfen ist, ob zwischen dem Unfall und den bestehenden psychischen Beeinträchtigungen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. 4.1 Die Beurteilung der Adäquanz hat nach konstanter Praxis des Eidgenössischen Versicherungsgerichts gemäss BGE 115 V 138 ff. Erw. 6 zu erfolgen. Der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zitierte Entscheid des Versicherungsgerichts Basel-Stadt vom 28. Januar 1997, veröffentlicht in BJM 1997 S. 83 ff., ist vom Eidgenössischen Versicherungsgericht mit Urteil vom 11. November 1998, publiziert in SVR 1999 UV Nr. 10 S. 31, aufgehoben worden. 4.2 Die Vorinstanz hat den von der Versicherten erlittenen Unfall zu Recht als mittelschwer qualifiziert, was denn auch unbestritten ist. Die Würdigung der massgebenden Adäquanzkriterien ergibt Folgendes: 4.2.1 Von besonders dramatischen Begleitumständen oder einer besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls kann nicht ausgegangen werden. Die Beschwerdeführerin war im Zeitpunkt des Unfalls nicht allein, wurde sofort umsorgt und danach von einem Kollegen nach Hause gefahren; die am Unfall beteiligte Arbeitskollegin wurde nicht erheblich verletzt (Fingerverletzung). Die Versicherte begab sich am gleichen Abend wieder in die Schule zur Schülervorstellung und bediente dort die Scheinwerfer. Unbehelflich ist diesbezüglich ihr Einwand, sie habe in einer ausserordentlichen Lage trotz der Mahnungen ihres Arztes und erheblicher Schmerzen ohne Rücksicht auf die eigenen Interessen ihre Pflicht erfüllen wollen. 4.2.2 Die somatischen Verletzungen waren nicht von besonderer Schwere. Insbesondere fanden sich am Schädel, an der Halswirbel- und an der Lendenwirbelsäule sowie im Bereich des Beckens keine Läsionen oder pathologischen Veränderungen (Berichte der Klinik S.________ vom 2. Juli 1999). Soweit eine Lärmempfindlichkeit und der Verdacht auf eine Hörstörung festgestellt wurden, sind sie auf Grund des MEDAS-Gutachtens ebenfalls Teil des psychogenen Geschehens und damit nicht zu berücksichtigen. Im Weiteren liegen keine besonders gearteten Verletzungen vor, die erfahrungsgemäss geeignet wären, psychische Fehlentwicklungen auszulösen. 4.2.3 Die körperlichen Beschwerden waren auf Grund des MEDAS-Gutachtens spätestens nach einem Jahr verheilt, was auch die Versicherte einräumt. Es fand diesbezüglich keine besonders intensive ärztliche Behandlung statt (keine stationären Aufenthalte). Von einer ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung kann demnach nicht gesprochen werden. Entgegen dem Vorbringen der Versicherten ist die ärztliche Behandlung, die auf die psychische Problematik zurückzuführen ist, ausser Acht zu lassen (RKUV 1993 Nr. U 166 S. 94 Erw. 2c; Urteil P. vom 22. November 2002 Erw. 5, U 207/01). 4.2.4 Nach dem Unfall klagte die Beschwerdeführerin nach eigenen Angaben über Nacken- und Kreuzschmerzen, welche oft Kopfschmerzen verursacht hätten. Etwa ein halbes Jahr nach dem Unfall seien die Schmerzen erträglicher geworden und nicht mehr im Vordergrund gestanden, worauf sie andere diffuse Beschwerden, wie z.B. die gelegentlichen Hörstörungen, realisiert habe. Von ausgeprägten körperlichen Dauerschmerzen kann demnach nicht gesprochen werden, zumal die Beschwerden nach maximal einem Jahr nicht mehr physisch, sondern psychisch bedingt waren. 4.2.5 Eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat, liegt nicht vor. 4.2.6 Ebenso wenig sind in somatischer Hinsicht ein schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen nach dem Unfall ersichtlich. 4.2.7 Die physisch bedingte Arbeitsunfähigkeit dauerte maximal ein Jahr an. 4.2.8 Mithin ist festzustellen, dass einzig zwei Adäquanzkriterien (Arbeitsunfähigkeit, hiezu RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544, und Schmerzen), jedoch auch diese nicht in besonders ausgeprägter oder auffallender Weise erfüllt sind (BGE 115 V 141 Erw. 6c/bb). Dies führt zur Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde.