Citation: 5A_1021/2014 E. 3.1

3.1. Gemäss Art. 325 Abs. 1 ZPO hemmt die Beschwerde die Rechtskraft und die Vollstreckbarkeit des angefochtenen Entscheids nicht. Die Rechtsmittelinstanz kann die Vollstreckung aber aufschieben und nötigenfalls sichernde Massnahmen oder die Leistung einer Sicherheit anordnen (Art. 325 Abs. 2 ZPO). Als einfache "Kann-Vorschrift" ausgestaltet, äussert sich die zuletzt zitierte Norm nicht näher zu den Voraussetzungen, unter denen die Beschwerdeinstanz dem Rechtsmittel die aufschiebende Wirkung zuerkennen kann. Vielmehr verweist die Norm auf das pflichtgemässe Ermessen des Richters. Zutreffend zieht die Vorinstanz daraus den Schluss, dass die rechtsuchende Partei keinen Rechtsanspruch auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung hat. Sie macht sich die Lehrmeinung zu eigen, wonach der Richter beim Entscheid über den Aufschub der Vollstreckbarkeit eine Interessenabwägung vornehmen und die Vollstreckbarkeit nur aussetzen soll, wenn die Erfolgsaussichten der Beschwerde nicht als bloss sehr gering erscheinen (Martin H. Sterchi, in: Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Bd. II, 2012, N 5 f. zu Art. 325 ZPO; ähnlich Dieter Freiburghaus/Susanne Afheldt, in: Thomas Sutter-Somm/Franz Hasenböhler/Christoph Leuenberger, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2. Aufl. 2013, N 6 zu Art. 325 ZPO). Diese Kriterien, die das Bundesgericht mit Bezug auf die Anordnungen über die aufschiebende Wirkung im Beschwerdeverfahren nach Art. 44 VwVG (SR 172.021) entwickelt hat (s. BGE 129 II 286 E. 3 S. 288 f.), gelten auch für den Aufschub der Vollstreckung nach Art. 325 Abs. 2 ZPO). Bezogen auf den konkreten Fall schreibt das Obergericht, es sei gerichtsnotorisch, dass der Beschwerdeführer an den Glarner Gerichten bereits unzählige Verfahren eingeleitet hat und weiterhin laufend neue Prozesse mit häufig eigenartigen Begehren anstrengt. Bei lediglich summarischer Einschätzung erscheine die Vorkehr, die der Kantonsgerichtspräsident vor diesem Hintergrund mit seinem Schreiben vom 31. Oktober 2014 getroffen habe, daher "eingedenk auch des Bundesgerichtsentscheids vom 21. Mai 2013 (5A_88/2013) " als durchaus sachgerecht. Insofern seien die Erfolgsaussichten der Beschwerde als gering einzuschätzen. Mit dieser Begründung weist das Obergericht das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung ab.