Citation: 1B_629/2021 E. 5.1

5.1. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid weiter ausführlich dargelegt, wieso die strafprozessuale Haft in zeitlicher Hinsicht nach wie vor verhältnismässig sei, obschon sie nunmehr knapp 9 ¾ Jahre andaure. Sie hat dabei im Zusammenhang mit der von ihr verneinten Frage, ob die Haft in zu grosse zeitliche Nähe der zu erwartenden freiheitsentziehenden Sanktion gerückt sei, namentlich erläutert, weshalb unter den gegebenen Umständen kein Anlass bestehe, die Möglichkeit einer bedingten Entlassung aus dem ordentlichen Strafvollzug (Art. 86 Abs. 1 StGB) zu berücksichtigen. Sie hat ausserdem auch mit Blick auf die aus ihrer Sicht überaus lange Dauer des Strafverfahrens gegen den Beschwerdeführer bzw. unter dem Gesichtswinkel des Beschleunigungsgebots eine übermässige Haftdauer verneint. Sodann hat sie unter Verweis auf die Erwägungen im Urteil 1B_55/2020 vom 21. Februar 2020 auch ausgeschlossen, dass der Fluchtgefahr mit Ersatzmassnahmen im Sinne von Art. 237 Abs. 1 StPO begegnet werden könne.