Citation: 6B_481/2024 E. 2.2.2

2.2.2. Sodann wendet sich die Vorinstanz der qualifizierten groben Verletzung der Verkehrsregeln zu. Der Beschwerdeführer habe mit dem erwähnten Fahrmanöver gleich mehrere Verkehrsregeln schwer verletzt. Das grosse Risiko eines Unfalls im Falle eines Hindernisses oder eines Verlusts der Fahrzeugbeherrschung habe der Beschwerdeführer nicht vermeiden können. Durch das Rechtsüberholen über den Rastplatz, das Nichtanpassen der Geschwindigkeit an die Strassen- und Sichtverhältnisse und das Festhalten am Überholmanöver sei es zum verheerenden Unfall gekommen. Allerdings seien auf dem Rastplatz keine Personen einer nahen Gefährdung ausgesetzt gewesen. In subjektiver Hinsicht sei dem Beschwerdeführer zumindest Eventualvorsatz vorzuwerfen. Er habe aus nichtigen und egoistischen Beweggründen gehandelt. Die Autostrasse sei nur wenige hundert Meter später zweispurig geworden, was der Beschwerdeführer gewusst habe. Auch hier sei zu seinen Gunsten eine leicht verminderte Schuldfähigkeit wegen Alkoholkonsums zu berücksichtigen. Insgesamt bewertet die Vorinstanz das Verschulden als nicht mehr leicht. Sie setzt die Einzelstrafe auf 18 Monate fest. Die Vorinstanz gibt zu bedenken, dass ein äusserst enger Zusammenhang zu den übrigen Delikten bestehe. Allerdings seien andere Rechtsgüter betroffen. Deshalb sei in Anwendung des Asperationsprinzips die Einsatzstrafe für die Gefährdung des Lebens von 3 Jahren auf 4 Jahre zu erhöhen.