Citation: 1C_291/2022 E. 5.3.1

5.3.1. Es hält vor dem Willkürverbot stand, dass die Vorinstanz den projektierten Neubau als selbständige Baute auffasste, welche - trotz Anbau an eine bestehende Baute im Perimeter einer altrechtlichen Arealüberbauung - nicht vom Anwendungsbereich von § 357 Abs. 1 PBG/ZH erfasst ist. Der Beschwerdeführer stellt in diesem Zusammenhang lediglich seine Auffassung derjenigen des Verwaltungsgerichts gegenüber, ohne sich substanziiert mit den vorinstanzlichen Erwägungen auseinanderzusetzen und im Einzelnen aufzuzeigen, inwiefern diese willkürlich sein sollten. Dies ist auch nicht ersichtlich. § 357 Abs. 1 PBG/ZH bezieht sich ausdrücklich auf "bestehende" Bauten. Es ist nachvollziehbar, dass die Vorinstanz § 357 Abs. 1 PBG/ZH auf ein nicht ausgeführtes Bauwerk nicht anwendet, selbst wenn ihm - wie vorliegend - eine frühere Baubewilligung zugrunde liegt (vgl. in diesem Sinne auch FRITZSCHE/BÖSCH/WIPF/KUNZ, a.a.O., S. 1445), geht es doch bei der aus der Eigentumsgarantie abgeleiteten Besitzstandsgarantie primär um den Schutz von getätigten Investitionen (KONRAD WILLI, Die Besitzstandsgarantie für vorschriftswidrige Bauten und Anlagen innerhalb der Bauzone, Diss. Zürich 2003, S. 17). Die Vorinstanz durfte überdies willkürfrei von einer selbständigen Erweiterung des bestehenden Scheibenhauses ausgehen, zumal die konstruktive Selbständigkeit des Grenzanbaus auf dem bisher unüberbauten Nachbargrundstück unbestritten sein dürfte (vgl. in diesem Sinne auch KONRAD WILLI, a.a.O., S. 91 f.; FRITZSCHE/BÖSCH/WIPF/KUNZ, a.a.O., S. 1445 f.).