Citation: 7B.198/2004 22.10.2004 E. 3

3.1 Die obere Aufsichtsbehörde führt aus, der Amtsgerichtspräsident habe dem Fristerstreckungsgesuch der Beschwerdeführerin vom 11. August 2004 zur Bezahlung des Kostenvorschusses für die Neuschätzung ihrer Liegenschaft einzig und letztmals bis zum 23. August 2004 entsprochen. Der beantragten Frist bis zum 7. September 2004 habe er angesichts der vollstreckungsrechtlichen Natur des Verfahrens nicht entsprochen. Die Beschwerdeführerin vermöge mit ihrem Hinweis auf das Arztzeugnis vom 15. Juni 2004, wonach sie aus medizinischen Gründen nicht in der Lage sei, vor Konkursamt auszusagen, nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. Vorerst sei auf das für das vorliegende Verfahren nicht mehr aktuelle und damit unmassgebende Datum des Zeugnisses hinzuweisen. Dazu komme, dass die Dispensation zur Vorsprache beim Konkursamt nicht der Unmöglichkeit gleichkomme, einen Kostenvorschuss zu leisten. Daran ändere auch nichts, dass sich die Beschwerdeführerin im fraglichen Zeitpunkt im Ausland aufgehalten haben solle. Es wäre ihre Pflicht gewesen, die entsprechenden Vorkehren zu treffen, damit sie der Aufforderung des Amtsgerichtspräsidenten rechtzeitig hätte nachkommen können; dies zum Beispiel durch die Zahlungsanweisung aus dem Ausland oder durch die Ausführung der Zahlung durch eine bevollmächtigte Person in der Schweiz. Der Amtsgerichtspräsident sei somit mangels Leistung des Kostenvorschusses zu Recht nicht auf das Begehren der Beschwerdeführerin auf Neuschätzung eingetreten. 3.2 Die Beschwerdeführerin wendet dagegen ein, sie sei im Ausland zu einem Erholungsurlaub gewesen und habe sich nicht um die Überweisung des Kostenvorschusses bemühen können. Zudem habe sie keine Erfahrung mit den heutigen Kommunikationsmitteln (Internet). Sodann sei die Schätzung der Wohnung ohne ihre Anwesenheit getätigt worden. Ferner sei das ärztliche Zeugnis unbefristet und somit entgegen der Behauptung des Obergerichts aktuell und massgebend gewesen. Mit all diesen Einwänden stellt sich die Beschwerdeführerin gegen die tatsächlichen Feststellungen im angefochtenen Urteil, was unzulässig ist (E. 2.2 hiervor). 3.3 Der Amtsgerichtspräsident III des Amtsgerichts Luzern-Stadt - auf welchen die obere Aufsichtsbehörde Bezug nimmt - hat als untere Aufsichtsbehörde ausgeführt, aufgrund der klar und eindeutig abgefassten Verfügung vom 13. August 2004 habe die Beschwerdeführerin nicht damit rechnen dürfen, dass ihr zweites Fristerstreckungsgesuch, welches am letzten Tag der gesetzten Frist eingereicht worden sei, gutgeheissen werde, zumal sie keine neuen Gründe angeführt habe. Hinzu komme, dass die Beschwerdeführerin in keiner Art und Weise nachgewiesen habe, dass sie sich tatsächlich im Ausland aufgehalten habe. Ihre Eingaben seien in Luzern der Post übergeben worden. Der Beschwerdeführerin wurde eine erste Frist zur Zahlung des Kostenvorschusses von Fr. 2'600.-- bis zum 11. August 2004 gesetzt. Auf ihr Begehren wurde diese Frist bis zum 23. August 2004 erstreckt; verlangt worden war eine Fristerstreckung bis 7. September 2004. Die erste Frist betrug etwas mehr als 14 Tage und die Fristverlängerung 12 Tage. Die Dauer dieser Fristen liegt durchaus im Rahmen des Üblichen, und eine Ermessensüberschreitung liegt nicht vor. Die Vorinstanz hat somit kein Bundesrecht verletzt, wenn sie befunden hat, der Amtsgerichtspräsident sei mangels Leistung des Kostenvorschusses zu Recht nicht auf das Begehren der Beschwerdeführerin auf Neuschätzung eingetreten.