Citation: 4A_616/2021 E. 5.2.2

5.2.2. Dem hält der Beschwerdegegner 1 mit Recht entgegen, dass es im vorliegenden Verfahren im Kern nicht um eine vertragliche Streitigkeit geht, sondern um eine Disziplinarsanktion auf vereinsrechtlicher Grundlage: Ausgangspunkt der Argumentation im angefochtenen Schiedsentscheid bildet Art. 64 des FIFA-Disziplinarreglements (Ausgabe 2017), der Disziplinarsanktionen vorsah, wenn jemand eine Geldsumme nicht bezahlte, obwohl dazu von einem FIFA-Organ verurteilt. Das TAS nahm in diesem Zusammenhang auf das Konzept des "sporting successor" Bezug und führte aus, dass dieses namentlich dann greifen müsse, wenn über einen Klub der Konkurs eröffnet, dieser dann aber faktisch in einem Nachfolgeklub (unter anderer Rechtsträgerschaft) weitergeführt werde, andernfalls finanzielle Verpflichtungen und verbindliche Entscheidungen von FIFA-Organen umgangen werden könnten. Die Disziplinarsanktionen gemäss Art. 64 des FIFA-Disziplinarreglements seien daher auch gegen den "sporting successor" durchzusetzen. Im neuen FIFA-Disziplinarreglement (Ausgabe 2019) sei dies entsprechend explizit festgehalten (Art. 15, welcher den bisherigen Art. 64 ersetze, und dort Ziff. 4). Der Beschwerdeführer wird mithin nicht in eine vertragliche Beziehung zum Beschwerdegegner 1 gestellt, sondern disziplinarrechtlich sanktioniert. Wenn er behauptet, dass es hierfür an der "rechtliche[n] Grundlage" mangelt, beanstandet er im Ergebnis die Auslegung des FIFA-Disziplinarreglements des TAS. Damit lässt sich der vom Beschwerdeführer behauptete Verstoss gegen den Ordre public nicht begründen.