Citation: 6B_356/2022 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer wendet sich gegen die Nichteinholung eines Gutachtens. Er rügt, die Vorinstanz habe seinen Beweisergänzungsantrag, es sei ein medizinisches Gutachten einzuholen, zu Unrecht in antizipierter Beweiswürdigung abgewiesen. Das von Dr. med. E.________ verfasste Gutachten sei von der ersten Instanz als nicht verwertbar erachtet worden. Auch im angefochtenen Urteil werde nicht auf dieses Gutachten abgestellt; es werde in einzelnen Punkten als nicht überzeugend oder in den Schlussfolgerungen als mängelbehaftet dargestellt. Ansonsten erfolge die Nichtbeachtung und die Nichtverwertung des Gutachtens durch die Vorinstanz stillschweigend. Die Vorinstanz nehme zum Inhalt des Gutachtens nicht weiter Stellung und begründe im Gegensatz zur ersten Instanz nicht weiter, weshalb dem Gutachten in den zentralen Punkten in keiner Weise gefolgt werden könne. Gestützt darauf macht der Beschwerdeführer geltend, es liege kein verwertbares Gutachten vor. Die Frage, ob aus medizinischen Gründen die 7-Punkte-Fixierung zu Beginn angezeigt gewesen sei, diese sich danach verhältnismässig gezeigt habe und ob sich aus medizinischen Gründen Verhaltensalternativen aufgedrängt hätten, sei somit ungeklärt geblieben. Damit gebe die Vorinstanz zu erkennen, dass es entgegen der Annahme der III. Strafkammer desselben Gerichts keiner unabhängigen Fachmeinung bedürfe und die Vorinstanz die medizinischen Fragen selbst klären könne. Im Zusammenhang mit dem Beweisantrag bringt der Beschwerdeführer weiter vor, die Vorinstanz stütze sich für die Beurteilung von Fachwissen auf die Angaben der Beschuldigten. Diese würden aufgrund ihrer Ausbildung zweifelsohne über Fachwissen verfügen. Sie seien aber Beschuldigte in diesem Verfahren, weshalb sie ein erhebliches Interesse daran hätten, zu ihren Gunsten auszusagen. In einer solchen Konstellation dränge es sich auf, eine unabhängige Fachmeinung einzuholen, um zu überprüfen, ob die Darstellungen der Beschuldigten, welche selbstredend für sich aussagen würden, auch dem Fachwissen entsprächen. Ein blosses Abstellen auf das Fachwissen der Beschuldigten sei deshalb von vornherein offensichtlich unsachlich und somit willkürlich.