Citation: 5A_466/2016 E. 4.2

4.2. Die Ausführungen des Beschwerdeführers sind widersprüchlich, zumal entgegen seiner einleitenden Bestreitung eine Bezifferung des Berufungsbegehrens gemäss seinen eigenen Angaben eben doch möglich gewesen war. Der Beschwerdeführer wendet ein, das Obergericht hätte die Bezifferung anhand der Begründung selber vornehmen müssen. Es trifft zwar zu, dass zur Vermeidung jeglichen überspitzten Formalismus auf eine Berufung mit formell mangelhaften Rechtsbegehren ausnahmsweise einzutreten ist, wenn sich aus der Begründung, allenfalls in Verbindung mit dem angefochtenen Entscheid, ergibt, welcher Geldbetrag zuzusprechen ist (BGE 137 III 617 E. 6.2 S. 622). Auf diese Praxis darf sich jedoch nicht berufen, wer als anwaltlich vertretene Partei in allen Instanzen - und mit Rücksicht auf die veröffentlichte Rechtsprechung des Bundesgerichts bewusst (BGE 134 III 534 E. 3.2.3.3 S. 539) - auf eine Bezifferung verzichtet und einfach darauf vertraut, dass die Gerichte die erforderlichen Zahlenangaben zur Bezifferung des Rechtsbegehrens aus den Rechtsschriften heraussuchen (Urteil 5A_304/2015 vom 23. November 2015 E. 10.4).