Citation: 2C_76/2024 E. 6.2

6.2. Was die seitens des Beschwerdeführers in Frage gestellte Erheblichkeit der von ihm angehäuften Schulden (offene Verlustscheine in der Höhe von Fr. 112'084.85) betrifft, hat das Bundesgericht in Zusammenhang mit dem Widerruf bzw. der Nichtverlängerung von Aufenthaltsbewilligungen Schulden von rund Fr. 80'000.-- als hinreichend erheblich im Sinn von Art. 62 Abs. 1 lit. c AIG erachtet (vgl. Urteile 2C_213/2023 vom 8. Dezember 2023 E. 4.3; 2C_834/2021 vom 24. Februar 2022 E. 3.3; 2C_789/2017 vom 7. März 2018 E. 5.2.2). Sodann hat der Beschwerdeführer trotz zweier Ermahnungen in den Jahren 2012 und 2017 sowie des Umstands, dass die letztmalige Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung im April 2019 u.a. an die Bedingung geknüpft worden war, dass er sich darum bemüht, seine Schulden zu sanieren, bis im Jahr 2020 kontinuierlich weitere Schulden angehäuft sowie über Jahre hinweg keinerlei Bestrebungen zur Schuldentilgung erkennen lassen. Damit ist die Voraussetzung der Mutwilligkeit erfüllt. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, überzeugt nicht. Nicht nachvollziehbar ist insbesondere, inwiefern die Zunahme der Schuldenlast zwischen 2012 und 2020 nicht auf Mutwilligkeit schliessen lasse, war diese in besagtem Zeitraum doch dreimal Gegenstand migrationsbehördlicher Interventionen. Es mag zwar zutreffen, dass der Beschwerdeführer als Folge des Erlöschens seiner Aufenthaltsbewilligung keine Möglichkeit mehr hatte, eine Arbeitsbewilligung zu erhalten; für die Beurteilung, ob seinem Anspruch auf Erteilung einer neuen Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des Familiennachzugs Widerrufsgründe entgegenstehen, durfte indes auf sein gesamtes bisheriges Verhalten in der Schweiz abgestellt (vgl. in diesem Kontext Urteil 2C_396/2023 vom 24. Mai 2024 E. 6.5.2) und namentlich berücksichtigt werden, dass er sein Arbeitspotenzial nie ausgeschöpft und vor allem deshalb Schulden angehäuft hat. Soweit der Beschwerdeführer dies unter pauschalem Hinweis auf seine psychischen Probleme bestreitet, bringt er nichts vor, was die diesbezüglichen vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen als willkürlich erscheinen lässt (Art. 97 Abs. 1 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 sowie Art. 105 Abs. 2 BGG; vgl. E. 2.2 hiervor). Im Übrigen vermag der Beschwerdeführer daraus, dass er seit 2020 - unter dem Druck des ausländerrechtlichen Verfahrens stehend - keine weiteren Schulden generiert hat, nichts zu seinen Gunsten abzuleiten (vgl. Urteile 2C_490/2023 vom 31. Mai 2024 E. 6.5; 2C_614/2021 vom 18. März 2022 E. 4.3.2; 2C_896/2020 vom 11. März 2021 E. 5.4.1; Urteil des EGMR Palanci gegen Schweiz vom 25. März 2014 [Nr. 2607/08] § 58). Die Schlussfolgerung der Vorinstanz, die Schuldenwirtschaft des Beschwerdeführers sei als mutwillig i.S.v. Art. 77a Abs. 1 lit. b VZAE zu qualifizieren, erweist sich vor diesem Hintergrund als bundesrechtskonform.