Citation: I 829/04 08.11.2005 E. 3

3.1 Der erstmaligen Rentenzusprache (Verfügung vom 15. Januar 2003) lag unter anderem das Gutachten des Dr. med. M.________, Spezialarzt FMH für Physikalische Medizin und Rehabilitation, speziell Rheumaerkrankungen, vom 5. September 2002 zu Grunde. Darin wurden ein chronisches lumbospondylogenes Syndrom links bei leicht verstärkter Kyphose der BWS sowie rechtskonvexer BWS-Skoliose, degenerative Veränderungen und Spondylarthrosen L4/5 und L5/S1, eine Osteochondrose L3/4/5, eine kleine laterale Diskushernie L4/5 links, eine Adipositas per magna, eine fragliche Mitralinsuffizienz, Hypertonie, ein Status nach Gastroskopie 1993 und eine Tendenz zur Rentenbegehrlichkeit diagnostiziert. Die Arbeitsfähigkeit für eine leidensangepasste Tätigkeit wurde vom Experten auf 60 % veranschlagt. Bereits in den Jahren 2000 und 2001 bestanden ausserdem Anhaltspunkte für eine Symptomausweitung und eine pathologische Schmerzverarbeitung (Berichte des Dr. med. G.________, Innere Medizin FMH, vom 23. November 2000, des Spitals X.________, Rheumaklinik und Institut für Physikalische Medizin, vom 4. April 2001 und Dr. med. W.________ vom 13. September 2001). Dr. med. G.________ stellte anlässlich der Untersuchung vom 21. November 2000 eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung fest, wies darauf hin, dass eine larvierte Depression möglich sei und die pathologische Schmerzverarbeitung allenfalls mit einer antidepressiven Therapie verbessert werden könne. Die IV-Stelle ging offensichtlich davon aus, dass diese Beschwerden keine zusätzliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bewirkten und nahm eine Restarbeitsfähigkeit von 60 % in einer dem Gesundheitszustand angepassten Tätigkeit - entsprechend den Angaben im Gutachten des Dr. med. M.________ vom 5. September 2002 - an. Gestützt darauf verfügte sie am 15. Januar 2003 eine Viertelsrente. 3.2 Wie das kantonale Gericht in einlässlicher und sorgfältiger Würdigung der medizinischen Akten festgestellt hat, ist eine revisionsrelevante Verschlechterung des Gesundheitszustandes nicht ausgewiesen. 3.3 Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgebrachten Einwände vermögen an diesem Ergebnis nichts zu ändern. Soweit darin die bereits im vorinstanzlichen Verfahren entkräfteten Rügen wiederholt werden, kann auf die zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Gerichtsentscheid verwiesen werden. Sodann bemängelt der Beschwerdeführer auch letztinstanzlich wieder, dass keine weiteren psychiatrischen Abklärungen veranlasst wurden. Nach Eingang des Revisionsgesuchs hat die IV-Stelle beim Hausarzt Dr. med. B.________, FMH für Allgemeinmedizin, den Bericht vom 16./17. Oktober 2003 eingeholt, in welchem angegeben wird, der Versicherte leide - mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit - sicher seit dem Jahr 2001 unter diffusen generalisierten Gelenk- und Muskelbeschwerden ("DD: Myositis, Arthrose, Polyarthritis, ..."), an Depressionen ("massiv seit März 2003"), und seit vielen Jahren an einer schlecht einstellbaren Hypertonie. In seinem Schreiben vom 6. Januar 2004 führte Dr. med. B.________ aus, der Versicherte habe seit längerer Zeit nicht nur die bereits bekannten Rückenbeschwerden, sondern auch noch "andere medizinische Probleme", die mindestens seit April 2003 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bewirkten. Die Verschlechterung der Gesundheit namentlich durch ein psychisches Leiden ist vom Hausarzt allerdings nicht weiter begründet worden. Im Bericht vom 16./17. Oktober 2003 erwähnte er lediglich, seit 2002 oder vermutlich schon früher hätte sich eine zusätzliche Depression eingestellt. Mit Blick auf diese Angaben des Dr. med. B.________ und auf Grund des Umstandes, dass er eine seit 12. Juli 2002 ununterbrochen bestehende 100%ige Arbeitsunfähigkeit vermutet (die im Schreiben vom 6. Januar 2004 angegebene 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit April 2003 fällt mit dem Behandlungsbeginn zusammen), ist offensichtlich, dass er lediglich eine unter revisionsrechtlichen Gesichtspunkten unerhebliche andere Einschätzung der an sich gleich gebliebenen ge-sundheitlichen Situation vorgenommen hat. Bei dieser Aktenlage sind ergänzende medizinische Abklärungen, wie sie vom Beschwerdeführer auch letztinstanzlich wieder beantragt werden, unnötig (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 94 Erw. 4b; RKUV 2003 Nr. U 473 S. 50 Erw. 3.4). Aus der diagnostizierten somatoformen Schmerzstörung, welche allein - worauf bereits das kantonale Gericht hingewiesen hat - nach neuerer Rechtsprechung, abgesehen von hier nicht gegebenen Ausnahmen, in der Regel keine lang dauernde, zu einer Invalidität führende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bewirkt (BGE 130 V 353 ff. Erw. 2.2.3), kann der Versicherte ebenfalls nichts zu seinen Gunsten ableiten, ganz abgesehen davon, dass die somatoforme Schmerzstörung wie auch die (larvierte) Depression bereits vor Erlass der ersten Rentenverfügung vom 15. Januar 2003 festgestellt worden waren.