Citation: I 720/99 16.02.2001 E. 2

2.- a) Dem kantonalen Gericht standen unter anderem der Bericht des Dr. med. C.________ und der Psychologin H.________, Klinik X.________, vom 4. Juli 1996, der Abklärungsbericht des Dr. med. B.________ und der Assistenzärztin V.________, Psychiatrische Klinik Y.________, vom 23. Juni 1997 einschliesslich Ergänzung vom 8. August 1997, sowie die Stellungnahme des Dr. med. T.________ und der Psychologin H.________ vom 30. September 1997 und jene des IV-Arztes vom 22. und 28. Oktober 1997 zur Verfügung. Ferner lagen den Akten ein Zusammenzug der individuellen Konti des Versicherten und die Auskunft des letzten Arbeitgebers (Fragebogen für den Arbeitgeber vom 1. Juli 1996) bei. Gestützt auf diese Akten ging die Vorinstanz davon aus, dass die jetzigen gesundheitlichen Schwierigkeiten des Beschwerdeführers therapierbar seien und daher "von keinem chronifizierten und fixierten psychischen Gesundheitsschaden" auszugehen sei, welcher unabhängig von der Drogensucht und nach der Entwöhnung immer noch vorliegen würde. b) Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Die medizinischen Unterlagen sind in Bezug auf die Frage, ob bereits vor Beginn der Drogensucht ein geistiger Gesundheitsschaden mit Krankheitswert vorlag, nicht schlüssig. Gemäss Stellungnahme der Klinik X.________ vom 30. September 1997 leidet der Beschwerdeführer primär an einer depressiven Erkrankung mit einer sekundären Drogenproblematik. Im selben Schreiben wird die Erstellung eines Gutachtens empfohlen, um abklären zu lassen, ob der Beschwerdeführer an einer psychischen Erkrankung leide und wie weit er arbeitsfähig sei. Diese Empfehlung veranlasste die Vorinstanz, die Aussagen der Mitarbeiter der Klinik X.________ zu relativieren und sich vorwiegend auf den Abklärungsbericht der Psychiatrischen Klinik Y.________ vom 23. Juli 1997 einschliesslich Ergänzung vom 8. August 1997 zu stützen, wonach beim Beschwerdeführer keine psychische Krankheit diagnostiziert werden könne und keine irreversible Drogen-Folgeschäden bestünden. Die Vorinstanz übersieht dabei, dass Dr. med. B.________ mit seiner Ergänzung zum Gutachten vom 8. August 1997, die ihm von der Verwaltung gestellte Frage, ob die Arbeitsunfähigkeit infolge einer vom Drogengeschehen unabhängigen psychischen Grundkrankheit oder infolge irreversibler Drogen-Folgeschäden vorliege, unvollständig beantwortet hat. So ist nicht klar, ob die Arbeitsunfähigkeit durch eine vom Drogengeschehen unabhängige psychische Grundkrankheit verursacht worden ist oder nicht. Klarheit verschaffen auch die Stellungnahmen der IV-Ärzte nicht, wonach eine psychische Grundkrankheit auf Grund des beruflichen Werdegangs des Beschwerdeführers auszuschliessen und ein Drogenentzug einschliesslich Psychotherapie als zumutbar zu erachten sei mit der Begründung, der Beschwerdeführer sei ohnehin "nicht aussagefähig zu begutachten, wenn er unter einem derartigen Cocktail zentralnervös wirksamer Substanzen" stünde (Stellungnahme des Dr. med. R.________ vom 28. Oktober 1997). c) Zudem hat der Beschwerdeführer die Stellungnahme des Dr. med. O.________, Klinik Z.________, vom 6. Dezember 1999 der Verwaltungsgerichtsbeschwerde beigelegt, wonach die Drogensucht durchaus Folge einer psychischen Störung mit Krankheitswert sein könne.