Citation: 1C_451/2017 E. 4.4.3

4.4.3. Erneut verhält es sich so, dass es den Beschwerdeführerinnen unbenommen bleibt, innerhalb des vorgesehenen Mindestabstands visuell nicht wahrnehmbare Antennenanlagen zu erstellen, was die Tragweite der angefochtenen Regelung wiederum abschwächt. Vor diesem Hintergrund ist zu entscheiden, ob die bundesgerichtliche Rechtsprechung nur für reine Wohnzonen oder auch für gemischte Zonen gilt. Das Kantonsgericht führt aus, dass in der hier fraglichen Kernzone die Wohnnutzung (bei einer Ausnützungsziffer von maximal 0,8) zu höchstens 0,6 zulässig ist (Art. 10 Abs. 1 BZR). In der dreigeschossigen Arbeits-/Wohnzone ist (bei einer Ausnützungsziffer von höchstens 0,7) eine Arbeitsnutzung von mindestens 0,3 vorgeschrieben, was eine maximal mögliche Wohnnutzung von 0,7 erlaubt (Art. 19 Abs. 2 BZR). Dies ist im Übrigen unbestritten geblieben. Beide Zonen ermöglichen also eine überwiegende Wohnnutzung.