Citation: C 178/01 10.08.2001 E. 4

4.- a) Nach verbindlicher Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz enthielt die dem Beschwerdeführer am 17. August 1999 anlässlich seiner Vorsprache bei der Arbeitslosenkasse ausgehändigte Verfügung vom 26. Juli 1999 eine zutreffende schriftliche Rechtsmittelbelehrung (Beschwerde innert 30 Tagen). Zu prüfen ist, ob die von ihm geltend gemachte unrichtige mündliche Auskunft der Frau X.________ (Erlassgesuch) ein unverschuldetes Hindernis im Sinne eines Fristwiederherstellungsgrundes darstellt. b) Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass es dem Beschwerdeführer zuzumuten war, die Verfügung vom 26. Juli 1999 samt Rechtsmittelbelehrung zu lesen. Inwiefern dabei, wie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend gemacht wird, der Umstand, dass ihm die Verfügung nicht eingeschrieben zugesandt, sondern ausgehändigt wurde, eine Rolle spielen soll, ist nicht ersichtlich. Bei der Lektüre der Verfügung wäre dem Beschwerdeführer die Diskrepanz zwischen der schriftlichen Rechtsmittelbelehrung und der von ihm geltend gemachten, hievon abweichenden mündlichen Auskunft der Sachbearbeiterin, Frau X.________, aufgefallen. Bei derart widersprüchlichen Angaben zur Möglichkeit, sich gegen einen Verwaltungsakt zur Wehr zu setzen, ist der Versicherte in seinem Vertrauen in die mündliche Auskunft nicht zu schützen. Denn es könnte von ihm erwartet werden, dass er die verfügende Behörde auf den Widerspruch aufmerksam macht und von ihr klare Angaben zur Zulässigkeit eines Rechtsmittels verlangt oder dass er sich bei einer rechtskundigen Person informiert (zur von der Rechtsprechung bei Zustellung von Entscheiden ohne Rechtsmittelbelehrung angenommenen Pflicht, sich bei der verfügenden Behörde oder bei einer rechtskundigen Person zu informieren: BGE 119 IV 334, 102 Ib 93 Erw. 3). Ob anders zu entscheiden wäre, wenn Frau X.________ den Beschwerdeführer nicht nur auf die Erlassmöglichkeit aufmerksam gemacht, sondern zudem ausdrücklich darauf hingewiesen hätte, dass die in der Verfügung enthaltene, schriftliche Rechtsmittelbelehrung unrichtig sei, kann offen gelassen werden, weil eine Auskunft dieses Inhaltes vom Beschwerdeführer nicht geltend gemacht wird. Entgegen der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vertretenen Auffassung ist bei dieser Sachlage nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz von der Befragung der nicht zur Verhandlung erschienenen Frau X.________ abgesehen hat. Da deren Aussage nicht entscheidwesentlich war, ist in diesem Verzicht weder eine Verletzung des rechtlichen Gehörs oder des Willkürverbotes noch eine unvollständige Sachverhaltsermittlung zu erblicken. Unter diesen Umständen hat die Vorinstanz die Voraussetzungen für eine Wiederherstellung der Beschwerdefrist zu Recht verneint und ist ebenso zutreffend auf das Rechtsmittel nicht eingetreten.