Citation: 5A_213/2014 E. 2.5

2.5. Zum Hinweis der Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe anlässlich der Sitzung vom 7. November 2012 im Strafverfahren betreffend Vernachlässigung von Unterhaltspflichten nicht erklärt, dass er aus beruflichen Gründen nach Deutschland gezogen sei, macht der Beschwerdeführer geltend, er habe nie behauptet, er habe aus beruflichen Gründen seinen Wohnsitz nach Deutschland verlegt. Er sei deutscher Staatsangehöriger und habe Kinder aus einer Beziehung in Deutschland. Zudem habe er die damals nur mündlich geäusserten Aufforderungen zur Verlegung des Wohnsitzes in ihrer Bedeutung verkannt. Erst nach dem Schreiben der Arbeitgeberin vom 24. Mai 2013 sei ihm der Ernst der Lage bewusst geworden. Entgegen seiner Behauptung hat der Beschwerdeführer in der Berufung erklärt, der Wohnsitzwechsel hätte berufliche Gründe. Warum er dieses wichtige Element im Rahmen des Strafverfahrens nicht erwähnte, wirkt befremdend, selbst wenn zum damaligen Zeitpunkt nur mündliche Aufforderungen zum Wechsel des Wohnsitzes in die Nähe von R.________ ergangen waren. Tatsache ist, dass diese Aufforderungen mehrmals erfolgten und somit die Absicht der Arbeitgeberin deutlich erkennen liessen. Wie der Beschwerdeführer selbst betont, hat die Arbeitgeberin bezüglich Wohnsitzwechsel Druck auf ihn ausgeübt; es leuchtet daher nicht ein, dass ein solch wichtiges Element ausgerechnet in einem Strafverfahren betreffend Vernachlässigung von Unterhaltspflichten unerwähnt bleibt.