Citation: 6B_460/2021 E. 2.2

2.2. Der Beschwerdeführer macht eine Verletzung des Willkürverbots (Art. 9 BV) sowie eine Verletzung von Art. 86 Abs. 1 StGB geltend. Er rügt, die Vorinstanz werte zu Unrecht den gesamten Substanzkonsum als problematisch. Gemäss Gutachten von Dr. B.________ sei nur der Konsum von Alkohol und Kokain deliktsrelevant, nicht hingegen der Konsum von Cannabis. Der Umstand, dass er diese Droge auch während dem Vollzug konsumiert habe, dürfe daher nicht zur Begründung einer Negativprognose herangezogen werden, zumal ihm versichert worden sei, dass der Cannabiskonsum zwar disziplinarisch zu ahnden sei, nicht aber die bedingte Entlassung in Frage stellen könne. Die Vorinstanz nehme ausserdem keine Gesamtwürdigung vor, setze sich namentlich nicht substanziell mit seiner Einstellung zur Tat und der seither eingetretenen Besserung auseinander und überschreite damit ihr Ermessen. Soweit die Vorinstanz weiter argumentiere, dass bei einer derzeitigen bedingten Entlassung protektive Faktoren wegfallen würden, übergehe sie, dass seine Zukunft in Gambia, wo seine Eltern ihn erwarten würden, vorbereitet und für ihn gesorgt sei. Demgegenüber verfüge er in der Schweiz ausser zu seiner Partnerin, seinem Kind und der Kindsmutter kaum mehr über soziale Kontakte. Die Annahme der Vorinstanz, es werde nicht einfach sein, in Gambia ein neues Leben aufzubauen, sei reine Spekulation und deshalb willkürlich. Willkürlich sei die vorinstanzliche Würdigung auch deshalb, weil bei der Härtefallprüfung im Zusammenhang mit der Landesverweisung genau gegenteilig argumentiert und der in seiner Heimat bestehende Empfangsraum als positiv beurteilt worden sei. Hinzu komme, dass bei praktisch allen Fällen, in denen es zu einer Landesverweisung komme, nach der Haftentlassung keine Stütze in Form von Auflagen und Bewährungshilfe vorhanden sei, genauso wenig wie bei einer Entlassung nach dem Vollzug der gesamten Strafe. Dieser Umstand dürfe deshalb nicht als Argument gegen die bedingte Entlassung herangezogen werden. Die Vorinstanz begehe sodann eine Rechtsverletzung, wenn sie für die bedingte Entlassung eine positive Legalprognose verlange und das Fehlen einer Negativprognose nicht genügen lasse. Für den Fall, dass ihm dennoch eine negative Prognose unterstellt werden müsse, sei festzuhalten, dass von der Vorinstanz nicht aufgezeigt werde, inwiefern die Verhältnisse nach einer Verbüssung der Vollstrafe besser sein sollten als heute. Er, seine Partnerin und sein Umfeld in Gambia hätten sich auf seine Entlassung eingestellt, weshalb es dafür keinen besseren Zeitpunkt geben könne als den jetzigen. Bis zum 21. Oktober 2020 sei die Nichtgewährung der bedingten Entlassung nie Thema gewesen, weshalb das Verhalten des VBD als intransparent und unfair bezeichnet werden müsse. Auch in Bezug auf die Differenzialprognose berücksichtige die Vorinstanz deshalb nicht alle relevanten Umstände, berufe sich auf unsichere Ergebnisse und missbrauche ihr Ermessen.