Citation: 4A_626/2024 E. B

B.a. Am 10. Dezember 2021 leitete die Klägerin ein Schiedsverfahren nach den Swiss Rules of International Arbitration (2021) des Swiss Arbitration Centre gegen die Beklagte ein und verlangte die Zahlung folgender Beträge: - USD 633'000.-- zuzüglich Verzugszins zu 5 % seit 30. Juni 2016, eventualiter: Fr. 619'601.05 plus Verzugszins zu 5 % seit 30. Juni 2016; - USD 150'000.-- zuzüglich Verzugszins zu 5 % seit 31. Januar 2017, eventualiter: Fr. 148'786.60 zuzüglich Verzugszins zu 5 % seit 31. Januar 2017; - USD 1'000'000.-- zuzüglich Verzugszins zu 5 % seit 23. Juli 2019, eventualiter: Fr. 983'173.70 zuzüglich Verzugszins zu 5 % seit 23. Juli 2019; - Fr. 2'500'000.-- zuzüglich Verzugszins zu 5 % seit 23. März 2018; - Fr. 449'573.40 zuzüglich Verzugszins zu 5 % seit 10. Dezember 2021; - Fr. 27'509.96 zuzüglich Verzugszins zu 5 % seit 10. Dezember 2021. Die Beklagte beantragte die Abweisung der Klage, eventualiter sei die Klage im die Deckungslimite von Fr. 1'597'373.01 zuzüglich Zins übersteigenden Betrag abzuweisen. Zudem verlangte sie widerklageweise, die Klägerin sei zur Rückzahlung geleisteter Vorschüsse im Betrag von Fr. 2'475'100.90 zuzüglich Verzugszins zu 5 % seit 5. Oktober 2021 zu verurteilen. B.b. Mit Schiedsentscheid vom 17. Oktober 2024 wies das Schiedsgericht mit Sitz in Zürich die Klage ab. Die Widerklage hiess das Schiedsgericht gut und verurteilte die Klägerin zur Zahlung von Fr. 2'475'100.90 zuzüglich Zins zu 5 % seit 5. Oktober 2021. Das Schiedsgericht erwog, der Selbstbehalt sei gemäss der Versicherungspolice auf jede einzelne Klage eines Kunden (Client Claim) separat anwendbar. Entsprechend stehe der Klägerin keine Forderung aus dem Versicherungsvertrag zu, während die Beklagte zur Rückforderung bereits geleisteter Vorauszahlungen berechtigt sei.