Citation: 1B_442/2022 E. 4.3

4.3. Die Beschwerdeführerin macht dagegen geltend, es beständen keinerlei konkrete Anzeichen für Kollusionsgefahr. Sie habe sich im Strafverfahren stets freundlich und kooperativ verhalten. Auch ihr Umfeld habe sie als höflich, umgänglich und friedfertig beschrieben. Die Feststellung der Vorinstanz, die Beschwerdeführerin sei seit dem "Tatabend", also dem 1. Februar 2022 in Haft, sei aktenwidrig und willkürlich, da die Beschwerdeführerin erst am 2. Februar 2022 verhaftet worden sei. Sie habe mehr als 24 Stunden in Freiheit und bei ihrer Familie verbracht, ohne Kollusionshandlungen vorzunehmen. In den Akten fänden sich keine Aussagen, die den Schluss zulassen würden, die Beschwerdeführerin könnte Zeugen oder Auskunftspersonen beeinflussen oder unter Druck setzen. Auch sei nicht ersichtlich, inwiefern der Versuch, ihre Beziehung zum vormaligen Partner wieder aufzunehmen, auf Kollusionsgefahr hinweise. Schliesslich dürfe in Bezug auf die Schwere des Vorwurfes nicht ausgeblendet werden, dass die Beschwerdeführerin als Mutter einen extrem schweren Verlust erlitten habe und damit selbst ein Interesse an der Aufklärung der Tat habe. Die polizeilichen Ermittlungen seien grösstenteils abgeschlossen. Damit seien die Voraussetzungen für die Annahme von Kollusionsgefahr entsprechend strenger als noch zu Beginn der Strafuntersuchung. Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, sie habe keinerlei Beziehung zu E.________, den sie nicht kennen würde. Dessen Aussagen seien zudem auch aufgezeichnet worden, sodass es möglich sei, sich auch nachträglich noch einen persönlichen Eindruck darüber zu machen. Ohnehin habe die Vorinstanz selbst eingeräumt, dass es sich bei den Aussagen von E.________ nur um ein Indiz handle. Es gehe somit nicht um die Vermeidung der Verfälschung eines Beweises. Auch bezüglich der Eltern bestehe keine Kollusionsgefahr. Diese verfügten über volle Akteneinsicht und seien bereits mehrfach befragt worden.