Citation: 6P.81/2000 28.09.2000 E. 5

5.- Der Beschwerdeführer macht im Fall F.________ (Anklageziffer VI; angefochtenes Urteil S. 84 - 101) eine Verletzung von Art. 9 und 29 BV (Willkürverbot, Gleichbehandlungsanspruch und Anspruch auf rechtliches Gehör) sowie eine Verletzung der Garantie auf ein faires Verfahren gemäss Art. 6 Ziff. 1 EMRK geltend (Beschwerde S. 34 - 57). Er bezieht sich auf die Erwägungen des Kassationsgerichts S. 93 - 101 (Beschwerde S. 40 - 48) und hält fest, daraus ergebe sich, dass das Obergericht seine Überzeugungen zur Hauptsache auf die Aussagen der Zeugen N.________ und O.________ abgestützt habe (Beschwerde S. 48, Ziff. 4.4), was er in der kantonalen Nichtigkeitsbeschwerde (S. 8 - 15) gerügt habe (Beschwerde S. 48 - 55). Das Kassationsgericht halte auf S. 13 und 14 des angefochtenen Urteils fest, er habe sich nicht rechtsgenügend mit dem Urteil des Obergerichts auseinander gesetzt. Das sei unhaltbar. Das Kassationsgericht räume ein, dass das Obergericht die Zeugenaussagen von N.________, O.________ und P.________ weder generell noch im Einzelfall geprüft habe, dass es vielmehr, soweit es von der Verwertbarkeit ihrer Aussagen ausgegangen sei, deren Glaubwürdigkeit unterstellt habe. Das Kassationsgericht habe die Würdigung selbst nachgeholt (S. 97 - 99) "und dadurch natürlich dem Beschwerdeführer das rechtliche Gehör erneut verwehrt" (Beschwerde S. 56). Soweit also das Kassationsgericht seine berechtigten Rügen gegen die Glaubwürdigkeit der Zeugen bzw. das Nichtberücksichtigen der entsprechenden Einwände durch das Obergericht verwerfe, verweigere es ihm das rechtliche Gehör, und ebenso offensichtlich sei, dass die Verwendung der Aussagen dieser absolut befangenen Zeugen als Grundlage eines Schuldspruchs gegen den grundrechtlichen Anspruch auf ein faires Verfahren verstosse (Beschwerde S. 57). Der Beschwerdeführer setzt sich weder mit der Würdigung des Kassationsgerichts auf S. 84 - 101 des angefochtenen Urteils noch - auch in seinem für die Prüfung durch das Bundesgericht massgeblichen Teil der Beschwerde (S. 55 - 57) - mit dem angefochtenen Urteil S. 11 - 17 im Sinne von Art. 90 OG auseinander. Das Kassationsgericht prüft hier die aufgeworfene Frage einer Befangenheit der Zeugen (angefochtenes Urteil S. 11 ff.) und stellt dabei fest, der Beschwerdeführer setze sich an "dieser Stelle" mit dem Urteil des Obergerichts nicht rechtsgenügend auseinander (angefochtenes Urteil S. 13 f., E. 4b). Es stellt weiter fest, dass das Obergericht grundsätzlich von der Glaubwürdigkeit ausgehe, soweit es auf die Aussagen abstelle, dass es somit nichts unterlassen habe und dass insofern auch keine willkürliche Beweiswürdigung vorliege (angefochtenes Urteil S. 15 f.). In diesem Zusammenhang sei auch zu wiederholen, dass sich bei Zeugen die Frage der Ablehnung gar nicht stelle; soweit sie zu gewissen Rechtsbegriffen der Verwaltungspraxis befragt worden sein sollten, wären das im Übrigen Fragen zu tatsächlichen Umständen gewesen (angefochtenes Urteil S. 16; vgl. auch S. 16 und 17, E. 5 und 6). In der Sache geht es um die Beweiswürdigung, deren Willkür der Beschwerdeführer aufzeigen müsste, will er gehört werden. Indem nämlich das Kassationsgericht seine Vorbringen prüft und dann letztlich als unbegründet abweist, verwehrt es ihm offensichtlich nicht das rechtliche Gehör. Sodann wird eine "absolute Befangenheit der Zeugen" vor Bundesgericht in keiner Weise nachvollziehbar dargetan. "Die Zeugen wurden eindeutig nicht als Experten einvernommen" (angefochtenes Urteil S. 16; vgl. Urteil Obergericht S. 28 und 29). Diese Feststellung rügt der Beschwerdeführer nicht. Damit erweisen sich die Vorbringen als appellatorisch. Darauf ist nicht einzutreten.