Citation: C 8/03 04.12.2003 E. 4

4.1 Die Beschwerdeführerin macht in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend, es seien nicht nur Aufträge um ein bis zwei Monate verschoben worden, sondern einige seien um ein Jahr zurückgestellt, respektive aufgehoben worden, was einem faktischen Arbeitsentzug und damit einem aussergewöhnlichen Ereignis gleich komme. Verwaltung und Vorinstanz hätten den Sachverhalt ungenügend abgeklärt, zumal sie nicht einmal die aktuelle Auftragslage eruiert hätten. 4.2 Die Verwaltung hat zu prüfen, ob die Notwendigkeit der Kurzarbeit begründet ist und ob die Anspruchsvoraussetzungen glaubhaft gemacht sind (BGE 110 V 336 Erw. 3c). Auch wenn sie damit nicht zu umfassenden Abklärungen gehalten ist, hat sie angesichts der zu prüfenden Anspruchsvoraussetzungen nach der aktuellen Auftragslage zu fragen (vgl. Art. 31 Abs. 1 lit. d und Art. 32 Abs. 1 lit. a AVIG; ARV 1993/1994 Nr. 35 S. 248 Erw. 4b). Die Beschwerdeführerin gab dem AWA im Zusatzblatt zur Voranmeldung vom 6. September 2002 die Umsatzzahlen und die Löhne für das Jahr 2001 sowie für die erste Hälfte des Jahres 2002 an. Weiter legte sie dar, für das 3. und 4. Quartal seien die Aussichten steigend; Aufträge seien vorhanden und die Umsatzzahlen betrügen je ca. Fr. 150'000.-. Auch im vorinstanzlichen Verfahren berief sich die Firma auf diese Zahlen. Auf Grund dieser Angaben erübrigten sich weitere Sachverhaltsabklärungen, weshalb die diesbezügliche Rüge ins Leere stösst. 4.3 Die von der Beschwerdeführerin ins Feld geführten Verschiebungen von Terminen durch Auftraggeber sind nach der erwähnten Rechtsprechung (Erw. 3 hievor) keine anrechenbaren Gründe, sondern gehören zum normalen Betriebsrisiko und können jede andere Firma der Branche gleichermassen treffen. Aussergewöhnliche oder ausserordentliche Umstände, welche ausnahmsweise zu einer Entschädigungsberechtigung führen könnten, sind nicht ersichtlich. Zu keinem anderen Ergebnis führen die Einwände der Firma, die Termine seien teilweise um ein Jahr oder auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Die Beschwerdeführerin verweist auf einen Entscheid des "Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung", vom 4. Oktober 1991, wonach Terminverschiebungen ausnahmsweise als anrechenbar anerkannt worden seien, wenn die Auftragssistierung auf unbestimmte Zeit erfolgt sei. Welcher Rechtspflegeinstanz Entscheid damit gemeint sein könnte, ist unklar, bedarf aber keiner näheren Klärung. Inwieweit sämtliche relevanten Fallumstände tatsächlich übereinstimmen und somit eine Ungleichbehandlung vorliegt, wäre ohnehin solange belanglos, als nicht die Voraussetzungen der so genannten Gleichbehandlung im Unrecht vorliegen. Nach der Rechtsprechung geht der Grundsatz der Gesetzmässigkeit eines Entscheides in der Regel der Rücksicht auf die gleichmässige Rechtsanwendung vor. Der Umstand, dass das Gesetz in anderen Fällen nicht oder nicht richtig angewendet worden ist, gibt dem Bürger grundsätzlich keinen Anspruch darauf, ebenfalls abweichend vom Gesetz behandelt zu werden. Das gilt jedoch nur, wenn lediglich in einem einzigen oder in einigen wenigen Fällen eine abweichende Behandlung dargetan ist. Eine Gleichbehandlung im Unrecht ist somit in Betracht zu ziehen, wenn die Behörde die Aufgabe der in anderen Fällen geübten gesetzwidrigen Praxis ablehnt; erst dann kann der Rechtsadressat verlangen, dass die gesetzwidrige Begünstigung, die Dritten zuteil wird, auch ihm gewährt werde, soweit dies nicht andere legitime Interessen verletzt (BGE 126 V 392 Erw. 6a mit Hinweisen; vgl. auch BGE 127 I 2 Erw. 3a, 127 II 121 Erw. 9b). Vorliegend ist weder dargetan noch aktenkundig, dass der allenfalls abweichend beurteilte Fall Teil einer eigentlichen Praxis bilden könnte. Soweit in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erstmals vorgebracht wird, Aufträge seien teilweise auch "aufgehoben" worden, braucht dem nicht näher nachgegangen zu werden. Denn in der nachträglichen Eingabe vom 4. März 2003, in der auf konkrete Bauvorhaben verwiesen wird, ist einzig von deren Verschiebung oder Unterbrechung die Rede, nicht aber von einer Aufhebung. Aus dieser Eingabe vermag die Beschwerdeführerin nichts zu ihren Gunsten abzuleiten (Erw. 2 hievor). Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, der Vorbehalt der saisonalen Beschäftigungsschwankung sei vorliegend nicht gerechtfertigt, da die Kurzarbeit in das normalerweise umsatzstärkste 3. Quartal falle. Hiebei verkennt sie jedoch, dass ihr nicht eine saisonale Beschäftigungsschwankung, sondern ein normales Betriebsrisiko entgegengehalten wird. Nach dem Gesagten erweist sich der angefochtene Gerichtsentscheid im Ergebnis als Rechtens.