Citation: 4A_412/2019 E. 6.1.5

6.1.5. Hinsichtlich der angeblich unzureichenden Putze führte die Vorinstanz aus, aus den Ausführungen der Beschwerdeführerin sei kein Werkmangel ersichtlich. Diese habe es insbesondere unterlassen, geeignete Beweismittel für den Beweis eines Planungsfehlers zu offerieren. Auch ihre Vorbringen zur angeblich fehlerhaften Ausführung seien unsubstanziiert, ergebe sich daraus doch nicht, welche Filialen in welchem Ausmass betroffen seien und wie weit nach unten der gerügte Putz geführt worden sein solle. Die offerierten Beweismittel könnten diesbezüglich keine Abhilfe schaffen, diene doch ein Beweisverfahren nicht der Erstellung eines Behauptungsfundaments. Aber selbst wenn der mangelhafte Putz genügend substanziiert behauptet worden wäre, hafte die Beschwerdegegnerin als Bauleiterin nicht. Eine dauernde Kontrolle dieser - untergeordneten, einfachen - Arbeiten könne von der Beschwerdeführerin nicht verlangt werden. Im Übrigen hätte die Beschwerdeführerin eine ungenügende Arbeit bei der Abnahme des Werkes rügen müssen.