Citation: 1B_321/2008 11.02.2009 E. 4

Mit der Entlassung aus der Untersuchungshaft entfällt grundsätzlich das aktuelle praktische Interesse an der Beurteilung einer Haftbeschwerde (BGE 125 I 394 E. 4a S. 397 mit Hinweisen). Ein solches aktuelles Interesse lässt sich auch nicht unter dem Gesichtswinkel eines späteren Entschädigungsbegehrens bejahen, da das Staatshaftungsverfahren insofern hinreichend Schutz bietet, um angebliche Rechtsverletzungen wirksam geltend zu machen (BGE 110 Ia 140 E. 2a S. 141 ff.). Ausnahmsweise verzichtet das Bundesgericht jedoch auf das Erfordernis des aktuellen Interesses, wenn die Beschwerde Fragen von grundsätzlicher Bedeutung aufwirft, die sich jederzeit unter gleichen oder ähnlichen Umständen wieder stellen könnten, ohne dass im Einzelfall rechtzeitig eine höchstrichterliche Prüfung stattfinden könnte (BGE 125 I 394 E. 4b S. 397). Diese Rechtsprechung ist auch unter der Geltung des BGG weiterzuführen. Da sich vorliegend keine Fragen stellen, die im Einzelfall kaum je rechtzeitig höchstrichterlich überprüft werden könnten, rechtfertigt sich nicht, ausnahmsweise vom Erfordernis des aktuellen Interesses abzusehen. Das Verfahren ist deshalb als gegenstandslos geworden abzuschreiben.