Citation: 6B_135/2017 E. 1.2.1

1.2.1. Soweit sich der Beschwerdeführer gegen die Feststellung wendet, er habe unbesehen der Frage, ob er gezielt oder ungezielt zugeschlagen habe, schwere Verletzungen seiner Kontrahenten mindestens in Kauf genommen, kann ihm nicht gefolgt werden. Zwar ist zutreffend, dass seine Aussage in der Berufungsverhandlung eher dahingehend zu interpretieren sein dürfte, dass er sich der möglicherweise schwerwiegenden Folgen des Einsatzes des Radmutterschlüssels erst mit der Fortdauer des Verfahrens bewusst geworden sein will. Diese Behauptung steht indes im Widerspruch zu seiner Einlassung im Rahmen der ersten Einvernahme einen Tag nach der Tat: Auf den Vorhalt, es sei eine Person schwer verletzt worden, antwortete er, dies sei schon möglich; wenn man sich wehre und schlage - mithin so, wie er es getan habe. Der Beschwerdeführer war sich der möglichen Folgen seiner Handlungen somit bereits damals bewusst. Dies ist auch ohne weiteres einleuchtend. Wer mit einem rund 30 Zentimeter langen, schweren Radmutterschlüssel auf einen Menschen einschlägt, dem drängt sich die Gefahr schwerer Körperverletzungen des Angegriffenen als derart naheliegend auf, dass sein Handeln als Inkaufnahme solcher Verletzungen interpretiert werden muss. Der entsprechende Schluss der Vorinstanz ist jedenfalls nicht willkürlich. Daran ändert nichts, dass der Beschwerdeführer angegeben hat, er habe sicher niemanden verletzen wollen. Er hat auch ausgesagt, er habe den Radmutterschlüssel ergriffen, um sich verteidigen zu können, was eine entsprechende Wirksamkeit und damit Gefährlichkeit des behändigten Werkzeugs voraussetzt. Zudem ist unbestritten, dass der Radmutterschlüssel recht schwer war und der Beschwerdeführer dies wusste. Er muss sich daher auch der Möglichkeit erheblicher Verletzungen eines Kontrahenten durch den Einsatz dieses Werkzeugs bewusst gewesen sein. Die gegenteilige Annahme ist nicht nachvollziehbar. Gleiches gilt für die Behauptung, wonach das Werkzeug gar nicht gefährlich sei. Aus den erlittenen Verletzungen des Geschädigten 1 - ein Schädelhirntrauma mit Hirnblutung, Stirnhöhlenfraktur sowie Fraktur der knöchernen Augenhöhle - ist im Übrigen zu schliessen, dass auch der Schlag recht heftig gewesen sein muss. Es entlastet den Beschwerdeführer daher unter Willkürgesichtspunkten nicht, dass er eine Verletzungsabsicht bestreitet.