Citation: 2C_562/2019 E. 5.8.2

5.8.2. Im Ergebnis vermag die Beschwerdeführerin somit einzelne Indizien in einem gewissen Umfang durchaus zu relativieren. Ihr ist insoweit zuzustimmen, dass die Vorinstanz für die Zeitdauer zwischen der Eheschliessung (22. April 2010) und den Wohnkontrollen (28. Mai 2016) relativ wenig festgestellt hat. Auch lassen die Wohnkontrollen für sich alleine betrachtet keine Rückschlüsse auf eine Scheinehe zu. Dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Beschwerdeführerin behauptet, dass sie sich bereits vor der Kontrolle von ihrem Ehemann getrennt habe, da dieser sie mit ihrer Schwester betrogen haben soll. Die Beschwerdeführerin verkennt jedoch, dass die Wohnkontrollen für die Behörden lediglich als Anlass dazu dienten, um weitere Abklärungen vorzunehmen. Gestützt auf diese Abklärungen und unter Berücksichtigung aller Sachverhaltsumstände bestätigte sich schliesslich der Verdacht des Vorliegens einer Scheinehe. Diese Schlussfolgerung vermag die Beschwerdeführerin, trotz teilweise berechtigter Einzeleinwände, nicht zu widerlegen.