Citation: 8C_154/2023 E. 1.3.2

1.3.2. Ausnahmsweise tritt das Bundesgericht unter Verzicht auf das Erfordernis des aktuellen und praktischen Interesses auf eine Beschwerde ein, wenn sich die aufgeworfenen Fragen unter gleichen oder ähnlichen Umständen jederzeit wieder stellen können, eine rechtzeitige Überprüfung im Einzelfall kaum je möglich wäre und die Beantwortung wegen deren grundsätzlicher Bedeutung im öffentlichen Interesse liegt (BGE 139 I 206 E. 1.1, 138 II 42 E. 1.3, 137 I 23 E. 1.3.1, 136 II 101 E. 1.1, 135 I 79 E. 1.1). So sieht das Bundesgericht vom Erfordernis eines aktuellen praktischen Interesses namentlich dann ab, wenn durch die EMRK geschützte Ansprüche zur Diskussion stehen (vgl. BGE 142 I 135 E. 1.3.1 i.f., 139 I 206 E. 1.2.1; je mit Hinweisen). Das hat das Bundesgericht auch schon in einem Fall erwogen, der mit dem hier zu beurteilenden im Wesentlichen vergleichbar ist (vgl. Urteil 8C_596/2017 vom 1. März 2018 E. 5.3.3). Zugleich hat es indessen daran erinnert, dass sich eine nachträgliche Überprüfung einer gegenstandslos gewordenen Anordnung auf die sich in Zukunft mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit erneut stellenden Streitfragen beschränken muss. Zu beurteilen sind die streitigen Grundsatzfragen, ohne dass auf die zufälligen Fallmodalitäten einzugehen wäre, wobei sich der bestehende Klärungsbedarf aufgrund der individuellen, potenziell wiederholbaren Situation des Beschwerdeführers bestimmt (BGE 131 II 670 E. 1.2 mit Hinweisen). Davon ist auch im vorliegenden Fall auszugehen. Im Übrigen mag offenbleiben, ob und inwieweit daneben die spezifisch zu den EMRK-Ansprüchen ergangene Rechtsprechung hier ebenso zum Tragen gelangen soll. Angesichts ihrer besonderen Genese scheint dies zumindest fraglich. Denn sie bezieht sich, soweit ersehen, seit je auf ausländerrechtliche Festhaltungen und Freiheitsentzüge oder auf strafprozessuale Haftfälle (BGE 142 I 135 E. 1.3.1 i.f., 139 I 206 E. 1.2.1; je mit weiteren Hinweisen), mithin auf schwere Grundrechtseingriffe. Davon kann im hier gegebenen Kontext nicht ohne Weiteres die Rede sein und jedenfalls im vorliegenden Fall nicht ausgegangen werden.