Citation: 2C_716/2021 E. 2.2.2

2.2.2. Der Beschwerdeführer hat im Zeitraum von September 2011 bis Mai 2017 Sozialhilfeleistungen im Gesamtbetrag von rund Fr. 137'000.-- bezogen. Wie das Verwaltungsgericht festgehalten hat (vgl. E. 5.2 des angefochtenen Urteils), dürfte sich der Betrag angesichts der fortbestehenden Unterstützungsbedürftigkeit bis heute noch wesentlich erhöht haben und zukünftig ohne absehbares Ende weiter anwachsen. Die Erheblichkeitsschwelle, welche das Bundesgericht in seiner Rechtsprechung zu Art. 63 Abs. 1 Bst. c AIG entwickelt hat (vgl. oben E. 2.2.1), ist klarerweise erreicht. Seit seiner Einreise in die Schweiz hat der Beschwerdeführer nie ein Erwerbseinkommen erzielt. Während seiner ersten Ehe kam seine Frau umfassend für ihn auf. Anhaltspunkte, dass er in Zukunft ohne Sozialhilfe für seinen Lebensunterhalt aufkommen wird, liegen nicht vor, zumal er sich nach wie vor für 100% arbeitsunfähig hält. Die von der Ex-Frau seit der Scheidung erhaltene monatliche Unterstützung von Fr. 460.-- reicht zur Deckung seines Lebensunterhalts bei Weitem nicht aus. Mit einer IV-Rente kann nach der dritten erfolglosen Anmeldung bei der IV nicht mehr gerechnet werden, wobei auch eine volle Rente im Fall des Beschwerdeführers freilich kaum zur Loslösung von der Sozialhilfe führen würde, wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat (vgl. E. 5.2 des angefochtenen Urteils). Dies bestreitet letztlich auch der Beschwerdeführer nicht. Der Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 Bst. c AIG ist erfüllt.