Citation: 4A_500/2024 E. 3.2

3.2. Nach dem Ausgeführten überzeugt die Behauptung der Beschwerdeführerin nicht, sie habe erst mit Erhalt des angefochtenen Urteils erkennen können, dass Kantonsrichter Bergamin am Entscheid mitwirke. Wie sie selbst vorbringt, instruierte Kantonsrichter Hubert das kantonale Berufungsverfahren, und zwar als "Der Vorsitzende der II. Zivilkammer". Damit war für sie spätestens dann erkennbar, dass die II. Zivilkammer des Kantonsgerichts über die Berufung entscheiden wird. Die Besetzung dieser Kammer ist öffentlich bekannt, was die Beschwerdeführerin in ihrer Replik auch ausdrücklich anerkennt, und ihr als anwaltlich vertretene Partei ohnehin bekannt sein muss. Das versetzte sie bereits vor Erhalt des angefochtenen Entscheids ohne Weiteres in die Lage, ein allfälliges Ausstandsbegehren gegen Kantonsrichter Bergamin zu stellen. Somit hätte der Ausstand des Richters bereits im vorinstanzlichen Verfahren verlangt werden können. Das erstmals vor Bundesgericht erhobene Ausstandsgesuch ist somit verspätet. Ohnehin bildet allein die Mitwirkung im Rechtsöffnungsverfahren keinen Ausstandsgrund (Art. 47 Abs. 2 lit. c ZPO).