Citation: 4A_605/2019 E. 5.6.3

5.6.3. Gestützt auf die Ausführungen des Beschwerdeführers selbst ist das Gutachten an sich zwar nicht zu beanstanden, nur beantwortet es nicht die für den Kausalzusammenhang entscheidende Frage. Dies wäre nur der Fall, wenn Schadenersatz erst ab einem bestimmten Mass der Beeinträchtigung geschuldet wäre, so dass eine Verbesserung unterhalb dieses Ausmasses (beispielsweise lediglich von der Gruppe mit mRS-Werten 5 in jene mit mRS-Werten 4) haftpflichtrechtlich nicht relevant wäre. Dass dem so ist, macht der Beschwerdeführer nicht geltend. Die Abstufung erfolgt vielmehr über den Umfang des geschuldeten Schadenersatzes: Bei einer überwiegenden Wahrscheinlichkeit, dass der Beschwerdegegner bei erfolgter Behandlung einen mRS-Wert von 2 oder weniger erreicht hätte, wäre mehr Schadenersatz geschuldet als wenn der Beschwerdegegner mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nur einen mRS-Wert von 4 hätte erreichen können. Soweit der Beschwerdeführer die Mangelhaftigkeit des Gutachtens in Abrede stellt, ist seine Beschwerde unbegründet.