Citation: 4C.358/2000 13.02.2001 E. B

B.- Die Parteien hatten im Rahmen der Betriebsübernahme einen langfristigen Mietvertrag über die Betriebsliegenschaft in Oey/Diemtigen abgeschlossen. In diesem Zusammenhang kam es zwischen den Parteien zu einer Auseinandersetzung über die Höhe des geschuldeten Mietzinses. Mit Klage vom 4. März 1999 beantragte die Klägerin dem Handelsgericht des Kantons Bern die Feststellung, dass die Beklagte ihr seit dem 1. April 1995 einen monatlichen Mietzins von Fr. 10'560.-- schulde. Zudem verlangte sie die Bezahlung der ausstehenden Mietzinsforderungen in der Höhe von Fr. 306'888.-- (im Laufe des Verfahrens erhöht auf Fr. 454'728.--) nebst Verzugszins. Die Beklagte bestritt die Höhe des Mietzinses und stellte dem eingeklagten Betrag ihre Forderung aus der Ausübung des Rückandienungsrechts in Höhe von 2/7 des auf Fr. 1'150'000.-- bestimmten Anrechungswerts (Fr. 328'571.--) zur Verrechnung gegenüber. Das Handelsgericht hiess die Klage mit Urteil vom 8. Mai 2000 teilweise gut. Es stellte fest, dass die Beklagte der Klägerin seit dem 1. April 1995 einen monatlichen Mietzins von Fr. 10'560.-- schuldet. Weiter wurde die Beklagte verurteilt, der Klägerin einen Betrag von Fr. 119'890.-- zuzüglich 5 % Zins seit 1. November 1999 zu bezahlen. Im Übrigen wurde die Klage abgewiesen. Das Handelsgericht kam zum Schluss, die Beklagte habe das Rückandienungsrecht vertragsgemäss ausgeübt und ihre zur Verrechnung gestellte Forderung sei begründet.