Citation: 4A_262/2013 E. 7

Die Vorinstanz verneinte schliesslich, dass der Beschwerdegegner eine Informationspflicht gegenüber der Beschwerdeführerin gehabt hätte, wie von letzterer behauptet. Dafür gebe es keine Grundlage. Der Beschwerdegegner habe gestützt auf die Offertgrundlagen mit eindeutigen Plänen der Beschwerdeführerin (bzw. ihres Architekten) offeriert. Zudem habe die Beschwerdeführerin nicht nur einen Architekten, sondern auch einen Bauleiter auf ihrer Seite gehabt, der im Übrigen die Auftragsbestätigung mitunterzeichnet habe. Die an dieser Beurteilung geübte Kritik und namentlich der von der Beschwerdeführerin erhobene Vorwurf einer Verletzung von Art. 25 SIA-Norm 118 und Art. 365 Abs. 3 OR entbehren der Grundlage. Unsubstanziiert und mangels hinlänglicher Begründung unzulässig sind vorab die in diesem Zusammenhang erhobenen Rügen unrichtiger Sachverhaltsfeststellung (vgl. Erwägung 2.2). Die Vorinstanz stellte entgegen der anderslautenden Behauptung der Beschwerdeführerin fest, dass die Parteien übereinstimmend die Erstellung eines nicht sichtbaren Dachstuhls zum Vertragsinhalt machen wollten. Dieses Beweisergebnis vermochte die Beschwerdeführerin nicht umzustossen (vgl. Erwägung 4.2). Dass die vertragsgemäss zu erstellende Dachkonstruktion ohne Verkleidung - d.h. wenn sie in Abweichung von den Plänen sichtbar bleiben sollte - unansehnlich, unhygienisch und unzumutbar sein würde, und der Dachstuhl in diesem Sinne für eine sichtbare Dachkonstruktion nicht tauge, wie die Beschwerdeführerin behauptet, vermag unter den gegebenen Umständen keine Aufklärungspflicht nach Art. 365 Abs. 3 OR zu begründen. Die Vorinstanz verwarf den diesbezüglichen Vorwurf zu Recht.