Citation: 9C_502/2015 E. 3.1

3.1. Die Beschwerdeführerin bestreitet zum einen die sachliche Zuständigkeit der Vorinstanz. Sie macht eine Verletzung von Art. 73 BVG geltend, da nicht eine Angelegenheit der beruflichen Vorsorge, sondern ein Schadenersatzanspruch im Streite stehe. Dieser unterliege, je nachdem, ob es sich um eine vor oder nach der Scheidung vorgenommene Barauszahlung handle, anderen Betrachtungsweisen. Im vorliegenden Fall sei die Scheidung am 24. Mai 2008 rechtskräftig geworden; die Barauszahlung sei indes erst am 23. September 2011 erfolgt. Dementsprechend könne eine Schadenersatzpflicht auf Grund einer angeblichen, nach Rechtskraft des Scheidungsurteils begangenen Sorgfaltspflichtverletzung nicht mehr mit den gesetzlichen Vorgaben der beruflichen Vorsorge begründet werden. Auch ein Ersatzanspruch bei Eintritt des Vorsorgefalls oder bei Unmöglichkeit der Teilung der Freizügigkeitsleistung gemäss Art. 124 ZGB sei durch das Zivilgericht zu beurteilen.