Citation: 5D_183/2017 E. 4.2

4.2. Das Kantonsgericht befasst sich zuerst mit der Frage, ob sich die Verhältnisse hinsichtlich der tatsächlichen Möglichkeit des Beschwerdeführers, eine in der erwähnten Höhe entlöhnte Stelle zu finden, verändert haben. Es erinnert an die Ausführungen der ersten Instanz. Demnach sei gestützt auf das dem Entscheid vom 17. Dezember 2014 (s. Sachverhalt Bst. B) zugrunde liegende hypothetische Einkommen von Fr. 4'640.-- davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer bereits damals gehalten gewesen sei, sich bei den Stellenbemühungen breit auszurichten und sich nicht nur in seiner eigenen Berufsgattung zu bewerben. Das Kantonsgericht konstatiert, dass der Beschwerdeführer diesen erstinstanzlichen Erwägungen nichts entgegen halte. In der Folge prüft es, ob der Beschwerdeführer sich entsprechend diesen Vorgaben um Stellen bemüht habe. Es würdigt die Aktenlage und beschäftigt sich namentlich mit einer E-Mail des Schweizerischen Arbeiterhilfswerks vom 7. Dezember 2015 und mit einem Schreiben der Dienststelle Wirtschaft und Arbeit, Fachstelle Praktika, vom 1. April 2016. Als Ergebnis hält der angefochtene Entscheid fest, der Beschwerdeführer vermöge mit diesen Urkunden nicht aufzuzeigen, dass er sich tatsächlich intensiv und vor allem auch in Tätigkeitsgebieten um eine Anstellung bemüht hat, die nicht exakt seinen Qualifikationen bzw. seiner Ausbildung entsprechen. Ohne eine genügende Anzahl entsprechender Bewerbungen lasse sich auch die Behauptung nicht erhärten, wonach eine Vollzeitstelle als Hilfsarbeiter im Baugewerbe unrealistisch sei. So bestätigt das Kantonsgericht das erstinstanzliche Urteil, das die Stellenbemühungen des Beschwerdeführers bezüglich der Wahl der Stellen als nicht ausreichend bewertete und nicht von veränderten Verhältnissen ausging. Als nächstes befasst sich das Kantonsgericht mit dem neuen Vorbringen des Beschwerdeführers, er habe einen physischen und psychischen Zusammenbruch erlitten und sei voraussichtlich langfristig zu 100 % arbeitsunfähig. Die Vorinstanz verweist auf die Arztzeugnisse und -berichte, die der Beschwerdeführer hierzu einreichte. Laut Diagnose von Dr. med. E.________ vom 23. März 2017 sei es im Rahmen einer multifaktoriellen, psychosozialen Belastungssituation zur Dekompensation einer depressiven Symptomatik gekommen. Berichte der Luzerner Psychiatrie vom 28. März und 4. April 2017 hätten die Diagnose bestätigt; die depressive Symptomatik sei mit einer starken Reduktion der Vitalgefühle i.S.v. Energie- und Kräftemangel assoziiert und der körperliche Allgemeinzustand beeinträchtigt. Ferner sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer nach Remission der depressiven Symptomatik wieder in seinem erlernten Beruf als Betriebsfachmann arbeiten könne; gegebenenfalls sei er auch für eine Umschulung motiviert. Das Kantonsgericht zählt weitere Arztzeugnisse auf, die dem Beschwerdeführer eine krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit attestieren, und zieht den bereits erwähnten Schluss, dass der Beschwerdeführer die Voraussetzung der veränderten Verhältnisse - insbesondere diejenige der Dauerhaftigkeit -nicht nachzuweisen vermöge (s. E. 3.3). Bei diesem Ergebnis könne die Frage der Einholung eines fachärztlichen Gutachtens offenbleiben; veränderte Verhältnisse seien "somit auch nicht aus gesundheitlichen Gründen" des Beschwerdeführers anzunehmen.