Citation: I 418/05 09.08.2005 E. 2

2.1 Streitig ist der Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung, wobei insbesondere die gesundheitsbedingten Einschränkungen sowohl im Erwerbs- wie auch im Haushaltsbereich zu prüfen sind, da sich die Beschwerdeführerin nicht mehr in der Lage sieht, einer inner- oder ausserhäuslichen Tätigkeit nachzugehen. Bezüglich der Statusfrage bringt die Versicherte vor, die geringe Erwerbstätigkeit im Umfang von 25 % sei aufgrund der gesundheitlichen Probleme erfolgt. Den kurzzeitigen Versuch, einer ganztägigen Erwerbstätigkeit nachzugehen, habe sie leidensbedingt abbrechen müssen. Insoweit damit sinngemäss geltend gemacht wird, sie sei als vollständig erwerbstätig einzustufen, was zur Invaliditätsbemessung nach der Einkommensvergleichsmethode führen würde, kann dem nicht gefolgt werden. Zum einen gab die Beschwerdeführerin im Rahmen der Begutachtung im ABI wiederholt an, ihr Wunsch wäre es, halbtags zu arbeiten, da ihre beiden (1987 und 1989 geborenen) Kinder nun auch schon grösser seien, zum andern substantiiert sie ihren Einwand nicht näher und auch in den gesamten Akten findet sich keinerlei Hinweis, dass sie bei guter gesundheitlicher Verfassung 100 %-ig erwerbstätig sein würde. Die Invaliditätsbemessung erfolgte daher zu Recht nach der gemischten Methode, weil nicht erstellt ist, dass sie aufgrund der Kriterien von BGE 125 V 150 Erw. 2c ganztägig einer Erwerbstätigkeit nachgehen würde. 2.2 In medizinischer Hinsicht stützten sich Vorinstanz und IV-Stelle auf die Expertise des ABI vom 25. März 2004 und gingen gemäss gutachterlicher Stellungnahme zur Arbeitsfähigkeit davon aus, bedingt durch die diagnostizierte Migräne (ICD-10 G43.0) und der leichten depressiven Episode (ICD-10 F32.0) bestünde hinsichtlich jeglicher, so auch der angestammten Tätigkeit, eine 80 %-ige Arbeitsfähigkeit. Aufgrund der freien Zeiteinteilung sei die Leistungsfähigkeit im Haushalt nicht eingeschränkt. 2.3 Wie das kantonale Gericht zutreffend erkannte, ist das ABI-Gutachten nach den von der Rechtsprechung entwickelten Kriterien (BGE 125 V 352 Erw. 3a, 353 Erw. 3b/bb) in Bezug auf den medizinischen Sachverhalt und die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit beweiskräftig. Es kann diesbezüglich auf den kantonalen Entscheid verwiesen werden. Überdies ist die medizinische Aktenlage hinsichtlich der Diagnosestellung widerspruchsfrei. Nicht gegen die Zuverlässigkeit der Expertise des ABI und der darin festgesetzten Arbeitsfähigkeit sprechen die Auffassungen des Hausarztes Dr. med. I.________, welcher die Versicherte seit Juni 2000 behandelt, und des seit Januar 2003 aufgesuchten Psychiaters Dr. med. C.________. Dr. med. I.________ hielt die Beschwerdeführerin hinsichtlich der bisherigen Arbeit als Reinigerin seit Juni 2002 für vollständig arbeitsunfähig und erachtete auch keine Verweisungstätigkeit mehr als zumutbar, räumte aber ein, dass in den beschwerdefreien Intervallen im Haushalt wie im Erwerbsbereich eine vollständige Arbeitsfähigkeit bestünde (Bericht vom 16. Februar 2003). Dr. med. C.________ schätzte die Versicherte im Haushalt zu 50 % und bezüglich einer Hilfstätigkeit zu 70 % eingeschränkt, wobei er ebenfalls auf eine migränebedingt schwankende Arbeitsfähigkeit hinwies (Bericht vom 14. Juni 2003). Im Gegensatz zu den Gutachtern - welche sich eingehend mit beiden ärztlichen Stellungnahmen und der von ihrer Beurteilung ebenfalls divergierenden Selbsteinschätzung der Versicherten auseinandersetzten und ihr abweichendes Ergebnis überzeugend darlegten - begründeten beide behandelnden Ärzte ihre Beurteilungen der Arbeitsfähigkeit nicht näher, sodass diese nicht nachvollziehbar sind und nicht ersichtlich ist, ob allenfalls auch invaliditäts- oder fachfremde Gründe in die Stellungnahmen einflossen. Damit ist auf die nach einlässlichen fachmedizinischen Untersuchungen im Rahmen einer multidisziplinären Konsensbesprechung erarbeitete Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit auf insgesamt 20 % für die angestammte Tätigkeit wie für jede andere Tätigkeit, abzustellen.