Citation: 6B_151/2021 E. 5.3

5.3. Der Beschwerdeführer bringt zunächst vor, aArt. 172 LwG stelle lediglich die widerrechtliche Verwendung der (originalen) geschützten Ursprungsbezeichnung, nicht aber die Verwendung einer nachgeahmten Ursprungsbezeichnung unter Strafe. Dieser Ansicht kann indessen nicht gefolgt werden: Gemäss Art. 16 Abs. 7 LwG wird jede Anmassung, Nachmachung oder Nachahmung einer geschützten Ursprungsbezeichnung gleichgesetzt der kommerziellen Verwendung dieser Bezeichnung für andere Erzeugnisse, durch die der Ruf geschützter Bezeichnungen ausgenutzt wird. Somit ist auch die Verwendung von Bezeichnungen, die mit einer geschützten Ursprungsbezeichnung verwechselbar ist, für Erzeugnisse, für die diese Bezeichnung nicht verwendet werden darf, nach aArt. 172 LwG strafbar. Soweit der Beschwerdeführer im Weiteren geltend macht, es sei nicht erstellt, dass der exportierte Grosslochhartkäse nicht den Produktionsvorschriften von "Emmentaler" entsprach, zeigt er nicht auf, inwiefern die gegenteilige Feststellung des kantonalen Gerichts, welche sich auf die Meldungen an die Laboratorien der Urkantone stützt, willkürlich oder sonstwie bundesrechtswidrig sein sollte. Somit ist der Schuldspruch wegen Verbrechens gegen das Landwirtschaftsgesetz nicht zu beanstanden.