Citation: 9C_666/2022 E. 5.3

5.3. Die Steuerpflichtigen machen hiergegen geltend, dass gemäss Gesetzeswortlaut nicht auf die im Kreisschreiben Nr. 14 kleinste der dort aufgeführten Grössen abzustellen sei, sondern das Gesetz die Besteuerung "stets auf jene im Zeitpunkt der Ausschüttung gegebene nicht betriebsnotwendige Substanz, die 'im Zeitpunkt des Verkaufs' bereits vorhanden [...] war", vorsehe. Dies ergebe sich unmissverständlich aus dem Gesetzeswortlaut der besage, "soweit [...] nicht betriebsnotwendige Substanz ausgeschüttet wird, die im Zeitpunkt des Verkaufs bereits vorhanden und handelsrechtlich ausschüttungsfähig war". Zu ermitteln sei somit die Schnittmenge aus den Mengen "Ausschüttungsbetrag" und "nicht betriebsnotwendige Substanz, die im Zeitpunkt des Verkaufs bereits vorhanden und handelsrechtlich ausschüttbar war". Konkret müsse die nicht-betriebsnotwendige Substanz per 31. Dezember 2007 herangezogen werden und beurteilt werden "wieviel davon" im Rahmen der Fusionsbilanz per 31. Dezember 2012 mit Absorption des Kaufobjekts am 8. April 2013 auf die Käufergesellschaft übergegangen sei. Die Fusionsbilanz per 31. Dezember 2012 habe Fr. 154'371.- an nicht betriebsnotwendiger Substanz enthalten. Diese Grösse sei in der Bilanzposition innerhalb der 'flüssigen Mittel' enthalten gewesen. In der Bilanz per 31. Dezember 2007 seien aber 'flüssige Mittel' im Umfang von Fr. 35'521.- vorhanden gewesen, womit nur 40 % (Beteiligungsquote der Verkäufer) als steuerbarer Vermögensertrag den Steuerpflichtigen aufgerechnet werden können. So komme es entgegen der Auffassung der Vorinstanz durchaus darauf an, was für Vermögenswerte konkret ausgeschüttet würden.