Citation: 4A_112/2021 E. 3.2

3.2. Die Sitzung vom 4. April 2018 und die nachfolgenden schriftlichen Vergleichsverhandlungen, je geleitet von E.________, der konkludent zum Schlichter bestimmt worden sei, stellten einen Schlichtungsversuch im Sinne von Art. 22 des Konsortialvertrags dar. Daran habe der Beschwerdeführer zwar nicht selbst teilgenommen, doch sei sein Verhalten als impliziter Verzicht auf die Mitwirkung am Schlichtungsversuch zu werten respektive habe er sich mit der Beteiligung des Beklagten 1 als sein "Sprachrohr" begnügt: Er habe - so führte das Schiedsgericht im Einzelnen aus - den übrigen Parteien mit E-Mail vom 6. März 2017 noch mitgeteilt, dass für ihn "nun die raschmöglichste Auflösung des Konsortiums im Vordergrund" stehe. In der Folge habe er sich aber nie über den aktuellen Stand der Liquidation erkundigt, obwohl ihm beispielsweise eine Einladung zu einer geplanten Liquidationssitzung vom 5. März 2018 zugegangen sei. Spätestens seit dem 30. März 2017 habe er von der vorliegend eingeklagten Forderung gewusst oder zumindest davon wissen müssen, und ebenso, dass die Bereinigung dieser substanziellen Forderung Teil der Liquidation bilde. Gemäss Protokoll sei er an die Sitzung vom 4. April 2018 eingeladen gewesen, habe daran aber nicht teilgenommen, ebenso wenig wie an den folgenden, während viereinhalb Monaten laufenden Vergleichsverhandlungen. Insgesamt sei festzuhalten, dass sich der Beschwerdeführer trotz Kenntnis des hier streitigen Anspruchs ins Ausland abgesetzt und sich den Liquidations- und Vergleichsgesprächen des Konsortiums entzogen habe. Dies stelle ein (impliziter) Verzicht auf das vertragskonform durchgeführte Schlichtungsverfahren dar.