Citation: 6B_369/2022 E. 2.3.4

2.3.4. Die Vorinstanz hält zur sprachlichen Integration des Beschwerdeführers fest, dieser schätze seine Deutschkenntnisse zwar als perfekt resp. auf Niveau B2 ein. Dennoch sei er bei seinen Befragungen im Strafverfahren (mit Ausnahme der ersten polizeilichen Einvernahme) stets auf einen Portugiesisch-Dolmetscher angewiesen gewesen. Der Beschwerdeführer habe zudem erst einen von drei Kursen für Deutsch Niveau B2 besucht. Den Protokollen der polizeilichen Einvernahmen sei zu entnehmen, dass er gebrochen Deutsch spreche. Angesichts des Umstands, dass eine Einvernahme auf Deutsch habe stattfinden können und der Beschwerdeführer mit den Sozialen Diensten und seiner Verteidigung auf Deutsch kommuniziere, geht die Vorinstanz dennoch davon aus, dass er sich auf Deutsch im Alltag verständigen könne. Dennoch verfüge er trotz seines 18-jährigen Aufenthalts in der Schweiz noch nicht über genügend gefestigte Verhältnisse, um ungehindert am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilnehmen zu können. Obige Erwägungen überzeugen. Wenn der Beschwerdeführer geltend macht, er verfüge über Sprachkenntnisse mindestens auf Niveau B2, so setzt er sich in Widerspruch zur vorinstanzlichen Beurteilung, ohne Willkür aufzuzeigen. Darauf ist nicht einzutreten. Die Vorinstanz anerkennt sodann, dass der Beschwerdeführer sich im Alltag verständigen könne und in der Lage gewesen sei, anlässlich der Berufungsverhandlung Ergänzungsfragen auf Deutsch zu beantworten. Gleichzeitig weist sie aber auf den Umstand hin, dass er erst einen von drei Kursen für das Niveau B2 besucht habe und dass er für alle Einvernahmen (bis auf eine) auf einen Dolmetscher angewiesen gewesen sei. Der differenzierte Schluss der Vorinstanz, wonach er noch nicht über genügend gefestigte Verhältnisse verfüge, um ungehindert am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilnehmen zu können, erscheint nachvollziehbar. Es ist dabei keine Willkür zu erkennen.