Citation: 1B_233/2020 E. 1.2

1.2. Im vorliegenden Beschwerdefall geht es um die Erhebung von Beweismitteln im Untersuchungsverfahren (Entsiegelung und Durchsuchung von Geräten und Unterlagen). Die Beschwerdeschrift enthält keinerlei Ausführungen zur Frage eines hier drohenden nicht wieder gutzumachenden Rechtsnachteils (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG). Wie sich aus den Akten ergibt, hat die Beschwerdeführerin auch weder im Untersuchungsverfahren, noch im vorinstanzlichen Entsiegelungsverfahren jemals konkrete eigene und gesetzlich geschützte Geheimnisinteressen angerufen: Anlässlich der Hausdurchsuchung und Sicherstellung am 16. Januar 2020 wurde die Beschwerdeführerin (mit Hilfe eines Dolmetschers) ausdrücklich darüber informiert, dass ein "schützenswertes Recht auf Siegelung" bestehe, sofern die Sicherstellung "Unterlagen aus dem Verkehr mit dem Verteidiger", "höchstpersönliche Aufzeichnungen und Korrespondenzen (wie z.B. Tagebücher, persönlicher Briefverkehr etc.) ", nicht untersuchungsrelevante Unterlagen und Aufzeichnungen, "Korrespondenz mit Personen, die das Zeugnis verweigern dürfen", oder "schützenswerte Unternehmens-, Fabrikations- oder Geschäftsgeheimnisse" betreffen würde. Die Beschwerdeführerin erklärte im betreffenden Formular unterschriftlich, dass sie die Siegelung aller sichergestellten Geräte und Gegenstände verlange; zur Frage des "Inhalts" der betroffenen Aufzeichnungen und Unterlagen bzw. zu allfälligen gesetzlich geschützten Geheimnisinteressen machte sie in der betreffenden Rubrik keine Angaben. Anlässlich ihrer polizeilichen Einvernahme vom 16. Januar 2020 hielt sie an der Siegelung fest, machte aber auch hier keine Angaben zu etwaigen geschützten Geheimnisinteressen. Auf Ergänzungsfrage des anwesenden (amtlichen) Pikett-Verteidigers, wofür die sichergestellten Geräte gebraucht würden, gab die Beschuldigte zu Protokoll, ihre "Kinder" benötigten die Geräte "für die Aufgaben der Schule". Seit dem 23. Januar 2020 lässt sich die Beschwerdeführerin durch einen amtlichen Verteidiger ihrer Wahl vertreten. Weder in ihrer schriftlichen Stellungnahme vom 4. Februar 2020 zum Entsiegelungsgesuch noch in ihrer Duplik vom 27. Februar 2020 äusserte sie sich nachvollziehbar zu konkreten eigenen, gesetzlich geschützten Geheimnisinteressen. Noch viel weniger legte sie vorinstanzlich oder legt sie in der Beschwerdeschrift dar, in welchen der zahlreichen elektronischen Geräte und in welchen Speicherorten bzw. Applikationen sich allfällige geheimnisgeschützte Dateien befinden könnten.