Citation: 2C_376/2021 E. 4.4.5

4.4.5. Wie sich die regelmässige soziale Kontrolle durch die Schwiegereltern bzw. die Schwägerin im Generellen und hinsichtlich des Handys im Speziellen ausgestaltet haben soll, legt die Beschwerdeführerin ebenfalls nicht dar. Die Vorinstanz verweist darauf, dass sie trotz der angeblichen Kontrolle einer eigenen Erwerbstätigkeit ausser Haus habe nachgehen können. Da die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Erwerbstätigkeit in der Lage war, für ihren eigenen Lebensunterhalt zu sorgen, erachtete die Vorinstanz auch den Vorwurf als wenig glaubwürdig, der Ehemann habe ihren Unterhalt vernachlässigt, insbesondere die Krankenkassenprämien seien von ihm nicht bezahlt worden, und er habe ihr den Zugang zum ehelichen Konto verwehrt. Diese Einschätzung ist nicht offensichtlich unhaltbar und entgegen den Vorwürfen der Beschwerdeführerin an die Vorinstanz setzte die Vorinstanz auch nicht voraus, dass die fraglichen Vorfälle mittels technischer Hilfsmittel hätten belegt werden müssen, sondern erachtete die allgemein gehaltenen Behauptungen als nicht ausreichend, um damit eine dauernde sozio-okönomische Unterdrückung glaubhaft machen zu können.