Citation: 5A_1004/2021 E. 2.6

2.6. Wenn es eine Beschwerde gutheisst, kann das Bundesgericht selber in der Sache entscheiden (Art. 107 Abs. 2 BGG) und daher die Rechtsöffnung aussprechen, wenn es über alle notwendigen Tatsachen verfügt (Urteil 5A_62/2009 vom 2. Juli 2009 E. 3, in: Pra 2010 Nr. 17 S. 117). Hinsichtlich der Frage, ob die (in Erwägung 5.2.1 des angefochtenen Entscheids wiedergegebenen) Ausführungen der Beschwerdegegner in der erstinstanzlichen Gesuchsantwort allenfalls auch als glaubhaft gemachte Einwände im Sinne von Art. 82 Abs. 2 SchKG gelten können, erweist sich die Streitsache als spruchreif. Die Beschwerdegegner hätten das auf die Klausel in § 14 des Kaufvertrags gestützte Rechtsöffnungsbegehren z.B. mit der glaubhaften Darlegung zu Fall bringen können, dass der Kaufvertrag aufgehoben wurde und sich eine solche Aufhebung nach dem anwendbaren deutschen Recht unter den gegebenen Umständen auch auf die Maklerklausel erstrecke. Solches haben die Beschwerdegegner indessen nicht vorgebracht. Stattdessen haben sie - ohne sich zum anwendbaren deutschen Recht zu äussern - ausgeführt, dass die Beschwerdeführerin von Anfang an gewusst habe, dass der Kaufpreis vom Treuhandkonto aus den Cayman Islands angewiesen werden soll, ihnen aber erst sechs Tage nachdem der Kaufvertrag zustande gekommen sei, mitgeteilt worden sei, dass die Zahlungsanweisung von der Bank E.________ auf den Cayman Islands nicht akzeptiert werde, sondern zusätzliche Belege erforderlich seien. Sodann haben die Beschwerdegegner sich auf den Standpunkt gestellt, dass der Notar aufgrund der Vereinbarung der Anzahlung auf das Notariatskonto vor der Beurkundung hätte klären müssen, von wo die Zahlung aus dem Ausland getätigt werde. Weiter haben die Beschwerdegegner behauptet, dass es zu keinem Vertragsschluss gekommen wäre, wenn sie vollständig informiert worden wären und aus ihrer Sicht eine absichtliche Täuschung bzw. ein nichtiger Kaufvertrag vorliege. Aussagekräftige Belege für das Vorliegen einer absichtlichen Täuschung sind die Beschwerdegegner jedoch schuldig geblieben. Die Vorbringen der Beschwerdegegner erscheinen bereits deshalb als wenig überzeugend, weil die Bezahlung des Kaufpreises vom Treuhandkonto selbst nach der Darstellung der Beschwerdegegner keineswegs gänzlich abgelehnt, sondern lediglich ein Nachweis verlangt wurde, wonach C.B.________ wirtschaftlich Berechtigter am betreffenden Kontoguthaben ist. Vor Bundesgericht nicht zu hören sind die Beschwerdegegner mit neuen Sachverhaltsvorbringen, die im angefochtenen Entscheid keine Stütze finden (vgl. oben E. 1.3). Diese werden gegebenenfalls in einem Prozess auf Aberkennung der Forderung (Art. 83 Abs. 2 SchKG) genauer zu prüfen sein. Demnach ist es den Beschwerdegegnern nicht gelungen, Einwände, welche die Schuldanerkennung entkräften, unverzüglich glaubhaft zu machen.