Citation: 1P.558/2006 03.11.2006 E. 4

Die Staatsanwaltschaft hat im angefochtenen Rekursentscheid den Verzicht auf die Zusprechung einer Entschädigung für die anwaltliche Vertretung des Beschwerdeführers im eingestellten Strafverfahren ausschliesslich mit einem diesem zivilrechtlich vorwerfbaren Verhalten begründet. Den Umstand, dass sich die Verteidigung bis im Sommer 2005 kaum und später nur marginal am Strafverfahren beteiligen musste, wie das Verhöramt in seiner Vernehmlassung vom 3. Mai 2006 an die Staatsanwaltschaft geltend gemacht hatte, bezeichnete die Staatsanwaltschaft ausdrücklich als nicht entscheidend. Gegenstand der staatsrechtlichen Beschwerde ist somit nur die Frage, ob die Ablehnung einer Parteientschädigung mit der Begründung, der Beschwerdeführer habe sich in zivilrechtlich vorwerfbarer Weise verhalten, vor der Verfassung standhält. Die in der staatsrechtlichen Beschwerde vorgetragenen Rügen gegen weitere Gründe zur Ablehnung der Parteientschädigung, wie sie das Verhöramt in seiner Vernehmlassung vom 3. Mai 2006 vortrug, sind nicht zu hören (vgl. E. 1.2 hiervor).