Citation: 6B_989/2023 E. 3.3.2

3.3.2. Demgegenüber geht der Beschwerdeführer in seiner Kritik nicht hinreichend auf die vorinstanzliche Begründung ein und zeigt insbesondere nicht auf, worin eine vom Bundesgericht überprüfbare Rechtsverletzung liegt. Seine allgemeinen Ausführungen zu der Drogenszene in der Stadt Chur und den Qualifikationen von Staatsanwaltschaft, Regionalgerichten und Kantonsgericht im Kanton Graubünden genügen den Anforderungen an eine Beschwerde in Strafsachen von Vornherein nicht. Mit seinen Vorbringen zum Antrag der Beschwerdegegnerin vor der ersten Instanz und dem erstinstanzlichen Urteil verkennt er, dass die Vorinstanz als Berufungsgericht weder an die Einschätzung des erstinstanzlichen Gerichts noch an die Anträge der Parteien gebunden ist (vgl. Art. 391 Abs. 1 StPO). Vielmehr nimmt das Berufungsgericht grundsätzlich eine eigene Strafzumessung vor, in die das Bundesgericht nur bei klaren Verstössen gegen Bundesrecht eingreift (vgl. Urteile 6B_200/2022 vom 23. Mai 2022 E. 3.4.1; 6B_617/2021 vom 8. Oktober 2021 E. 1.2.1; 6B_92/2021 vom 30. Juni 2021 E. 1.4.6; je mit Hinweisen), und fällt ein neues Urteil, welches das erstinstanzliche Urteil ersetzt (Art. 408 StPO). Da die ausgesprochene Strafe nicht deutlich über dem Antrag der Beschwerdegegnerin liegt, ist die Vorinstanz auch nicht gehalten, die Strafzumessung besonders einlässlich zu begründen (vgl. Urteile 6B_200/2022 vom 23. Mai 2022 E. 3.4.1; 6B_504/2021 vom 17. März 2022 E. 2.4; je mit Hinweisen).