Citation: 4A_257/2024 E. 4.1

4.1. Den Vorbringen ist kein Erfolg beschieden, sofern die Beschwerdeführerin eine falsche Anwendung von Art. 370 Abs. 1 OR rügt. Die Vorinstanz hat bundesrechtskonform darauf abgestellt, dass die Beschwerdegegnerin gemäss Art. 370 Abs. 1 OR von ihrer Haftpflicht befreit ist, wenn das abgelieferte Werk von der Beschwerdeführerin ausdrücklich oder stillschweigend genehmigt wurde. Eine solche Genehmigung fällt gemäss Art. 370 Abs. 1 OR namentlich dann ausser Betracht, wenn der behauptete Mangel von der Beschwerdegegnerin absichtlich, d.h. mit Arglist verschwiegen worden wäre (Urteile 4A_646/2016 vom 8. März 2017 E. 3.1; 4A_97/2014 vom 26. Juni 2014 E. 4.1; je mit Hinweisen). Ein arglistiges Verschweigen setzt voraus, dass der Mangel dem Besteller unbekannt und dem Unternehmer bekannt ist und von diesem verschwiegen wird, obwohl er um die Unkenntnis des Bestellers weiss oder wissen muss, und dass er diesem den Mangel bewusst, mindestens eventualvorsätzlich verschweigt (zit. Urteile 4A_646/2016 E. 3.1; 4A_97/2014 E. 4.2, 4.3). Es ist folglich nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz diesbezüglich prüfte, ob das behauptete Fehlen des Abdichtungskonzeptes der Beschwerdeführerin bekannt gewesen ist, da diesfalls ein arglistiges Verschweigen des behaupteten Mangels ausser Betracht fällt.