Citation: 6B_504/2012 E. 1.3.1

1.3.1. Die Vorinstanz erachtet die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 zum Kerngeschehen als glaubhaft. Sie beschreibe die körperliche, sexuelle und psychische Gewalt, die ihr widerfahren sei, detailliert und illustrativ. Bezeichnend sei ihre Aussage, wonach der Beschwerdeführer ihr gesagt habe, er könne es genau so gut mit einer Kuh treiben, wenn er müsse, dann müsse er. Dass eine solche Aussage der Phantasie der Beschwerdegegnerin 2 entsprungen sein sollte, sei kaum vorstellbar. Differenziert schildere sie das anale Eindringen des Beschwerdeführers bzw. seine diesbezüglichen Versuche, ihre Gegenwehr und ihre Schmerzen bei der einmaligen analen Penetration vom 14./15. Oktober 2008 oder vom 17. Oktober 2008. Präzis und bildhaft seien auch ihre Angaben zum aufgezwungenen Oralverkehr. Etwas weniger detailliert und zeitlich schwieriger einzuordnen sei die übrige sexuelle Gewalt im Laufe der Ehe. Insbesondere habe die Beschwerdegegnerin 2 keine genaueren Angaben zur Anzahl der sexuellen Übergriffe machen können, was aber angesichts des zum alltäglich gewordenen Missbrauchs nicht erstaune. Wenn sich die Beschwerdegegnerin 2 nicht gewehrt habe, dann nur deshalb, weil sonst Schläge gedroht hätten. Sie schildere aber nicht stereotyp einen immer gleichen Tatablauf, sondern vermöge durchaus Einzelheiten zu nennen, beispielsweise, dass ihr Ehemann sie vor dem Sex teilweise gewürgt habe, teilweise aber auch unabhängig davon, es ihr "schwarz und weiss vor den Augen" geworden sei, er sie am 17./18. Oktober 2008 in den Unterarmgriff genommen und ihr den Kopf "verdreht" habe, er manchmal nackt gewesen sei, manchmal nur seinen Penis "hervorgeholt" habe, dass er sie geschlagen habe, wenn "das Sperma nicht gekommen" sei und es zu einer andern Tageszeit versucht habe, oder er einmal ihren Kopf ins WC gesteckt und darüber uriniert habe (Entscheid, S. 14-22). Die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 würden durch die Schilderungen der Zeugen B.________, C.________, D.________ und E.________ und zu einem wesentlichen Teil vom Vater des Beschwerdeführers untermauert. Die Gewalttätigkeiten, welche die Beschwerdegegnerin 2 schildere, stünden auch im Einklang mit den medizinischen Befunden (Entscheid, S. 39 f.).