Citation: 5A_504/2024 E. A

A.a. A.________ (geb. 1981) und B.________ (geb. 1986) sind die unverheirateten und getrennt lebenden Eltern von C.________ (geb. 2021). A.b. Kurz nach der Geburt des gemeinsamen Kindes reichte der Vater bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) des Kantons Uri eine Gefährdungsmeldung ein. Die KESB führte daraufhin verschiedene Abklärungen durch. Schliesslich konnten im März 2022 eine Elternvereinbarung über den persönlichen Verkehr (faktische Obhut bei der Mutter, wöchentliches unbegleitetes Besuchsrecht des Vaters) und ein Unterhaltsvertrag unterzeichnet werden. A.c. Der bereits bestehende Konflikt zwischen den Eltern spitzte sich in der Folge jedoch zu, wobei es insbesondere anlässlich der Übergaben des Kindes wiederholt zu Polizeieinsätzen kam. A.d. Da die getroffene Vereinbarung keinen Bestand hatte, regelte die KESB mit Verfügung vom 13. Dezember 2022 den persönlichen Kontakt des Vaters mit seinem Kind (jeden Samstag von 09:00 bis 19:00 Uhr) und verband diese Anordnung gegenüber der Mutter mit einer Ungehorsamsstrafe nach Art. 292 StGB. Mit Verfügung vom 21. Dezember 2022 setzte die KESB zudem eine Kindesvertreterin ein. A.e. Gegen Ende des Jahres 2022 und zu Beginn des Jahres 2023 war die Situation zwischen den Eltern geprägt von verbaler Gewalt anlässlich der Übergaben des Kindes. Während die Mutter dem Vater vorwarf, das Kind sexuell zu missbrauchen, erachtete dieser jene aufgrund ihrer angeblichen psychischen Erkrankung als für das Kind gefährlich. Die Eltern erstatteten gegenseitig verschiedene Strafanzeigen. A.f. Mit Verfügung vom 25. Januar 2023 entzog die KESB den Eltern vorsorglich das Aufenthaltsbestimmungsrecht und brachte das Kind bei einer Pflegefamilie unter. Für die Mutter wurden begleitete Besuche des Kindes angeordnet, während es für den Vater bei den unbegleiteten samstäglichen Besuchen blieb. Am 22. Februar 2023 errichtete die KESB zudem eine Erziehungsbeistandschaft. A.g. Nachdem die KESB ein Erziehungsfähigkeitsgutachten (datierend vom 28. August 2023) eingeholt hatte, entzog sie den Eltern mit Verfügung vom 12. Dezember 2023 definitiv das Aufenthaltsbestimmungsrecht über ihr gemeinsames Kind und brachte dieses im Kinderheim U.________ unter. Dort befand sich das Kind bereits seit dem 12. September 2023, nachdem der Betreuungsplatz in der Pflegefamilie gekündigt worden war. Ausserdem wies die KESB die Mutter an, sich innert bestimmter Frist einer psychiatrischen Begutachtung bei einer näher bezeichneten Fachstelle zu unterziehen. Die Eltern verpflichtete die KESB zur Teilnahme an einer Mediation oder an einer Familienberatung. Schliesslich regelte die KESB das Besuchsrecht der Eltern (Vater: unbegleitet jeden Samstag von 08:00 bis 18:00 Uhr und ein begleiteter Besuch pro Woche im Kinderheim von ca. drei bis vier Stunden; Mutter: zwei begleitete Besuche pro Woche im Kinderheim von je ca. drei bis vier Stunden). Einer allfälligen Beschwerde entzog die KESB die aufschiebende Wirkung. A.h. Beide Eltern gelangten gegen den Entscheid der KESB vom 12. Dezember 2023 mit je einer eigenen Beschwerde an das Obergericht des Kantons Uri. Sie beantragten je die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die Zuteilung der alleinigen Obhut an sich selbst. Die Mutter ersuchte ausserdem um die Errichtung einer Besuchsrechtsbeistandschaft und die Bereitstellung einer sozialpädagogischen Familienbegleitung an die Eltern. Das Obergericht vereinigte die beiden Verfahren und wies die Beschwerden mit Entscheid vom 5. Juli 2024 ab. Die Verfahrenskosten auferlegte es den Eltern je zur Hälfte, wobei sie deren Gesuche um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung guthiess.