Citation: 9C_191/2017 E. 6.4

6.4. Anhand der massgeblichen Indikatoren erscheint nachvollziehbar, dass die Beschwerdeführerin ihre Ressourcen aufgrund der Panikstörung und der depressiven Störung nicht voll ausschöpfen kann. Indessen ist eine über 30 % liegende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, wie sie in der Beschwerde geltend gemacht wird, in Anbetracht der nicht stark ausgeprägten Gesundheitsschädigung und des vorhandenen persönlichen und sozialen Potenzials in Übereinstimmung mit der Einschätzung des medizinischen Gutachtens zu verneinen. Dies gilt umso mehr, als ein gewisses Ungleichgewicht zwischen der Einschränkung des Aktivitätsniveaus im Bereich Beruf/Arbeit und in den sonstigen Lebensbereichen auffällt (Konsistenz; BGE 141 V 281 E. 4.4.1 S. 303). So ist die Beschwerdeführerin - zumindest teilweise - in der Lage, ihre Freizeit aktiv zu gestalten (E. 6.3.3), während sie den Gutachtern gegenüber angab, sie "wisse nicht, welche Arbeit sie verrichten könne mit ihrer Krankheit." (ABI-Gutachten S. 11 Ziff. 4.1.1.2). Rückschlüsse in Bezug auf den Leidensdruck und die Konsistenz der Beschwerden bietet ferner der Umstand, dass der Medikamentenspiegel des Opioids, welches die Versicherte gegen die Schmerzen am Bewegungsapparat erhält, im Begutachtungszeitpunkt unter dem therapeutischen Bereich lag. Demgegenüber zeigte sich die psychiatrische Medikation (Cymbalta, Trittico) im therapeutischen Bereich bzw. über den oberen Referenzwert erhöht (ABI-Gutachten S. 13 Ziff. 4.1.7). Vor diesem Hintergrund erscheint die gutachterliche Aussage plausibel, wonach sich wohl die Panikstörung und die depressive Störung, nicht aber die Schmerzstörung einschränkend auf die Arbeitsfähigkeit auswirkten (ABI-Gutachten, S. 13 Ziff. 4.1.5). Nach dem Gesagten halten die Schlussfolgerungen des psychiatrischen Experten Dr. med. C.________ einer Gesamtbetrachtung gemäss BGE 141 V 281 stand.