Citation: 6B_80/2024 E. 3.2.2

3.2.2. Auch die Berücksichtigung der Tatumstände durch die Vorinstanz erweist sich als bundesrechtskonform. Anders als der Beschwerdeführer vorbringt, sind diese nicht nur für die Strafzumessung relevant, sondern Teil der bundesgerichtlich anerkannten Prognosekriterien (vgl. BGE 135 IV 180 E. 2.1; 134 IV 1 E. 4.2.1; Urteile 6B_265/2024 vom 21. Oktober 2024 E. 1.1.4; 6B_333/2024 vom 30. August 2024 E. 2.3.2). Es ist daher richtig, wenn die Vorinstanz zur Einschätzung des Rückfallrisikos auf die Dauer der Delinquenz, die Höhe der Deliktssumme und das Tatmotiv abstellt. Demgegenüber handelt es sich beim Verschulden primär um ein Strafzumessungskriterium (vgl. BGE 134 IV 1 E. 5.3.3). Entsprechend geht der Einwand des Beschwerdeführers fehl, aufgrund des ihm attestierten leichten Verschuldens könne ihm keine ungünstige Prognose gestellt werden. Ein leichtes Verschulden kann durchaus in Kombination mit einer negativen Prognose auftreten - und umgekehrt (vgl. SCHNEIDER/GARRÉ, in: Basler Kommentar, Strafrecht, 4. Auflage 2019, N. 19 zu Art. 43).