Citation: 9C_348/2024 E. 5.2

5.2. Die Beschwerdeführerin ist der Ansicht, die schematische Bemessung der zu beurteilenden Abwasseranschlussgebühr allein anhand des Gebäudevolumens halte vor dem Äquivalenzprinzip nicht Stand. Die Weigerung der Beschwerdegegnerin, angesichts der besonderen Verhältnisse im Sinne der ausserordentlich geringen Abwassermenge, die das Parkhaus generieren werde, von der in Art. 6a AGVO vorgesehenen Härtefallklausel Gebrauch zu machen, sei als willkürlich und gegen das Gleichbehandlungsgebot verstossend zu qualifizieren. Zwar verfüge das Parkhaus über Wasseranschlüsse und sei auf den Kanalisationsanschluss angewiesen, doch falle die dadurch verursachte Abwassermenge beträchtlich geringer aus als bei einem Wohngebäude mit der gleichen Kubatur; dieser Umstand verlange nach einer sachgerechten Differenzierung auf der Ebene des Gebührentarifs.