Citation: 1B_358/2010 18.11.2010 E. 5

Der Beschwerdeführer macht dagegen geltend, der Geschädigte und alle ermittelten Personen, die den Vorfall vom 20. Mai 2010 beobachtet hätten, seien als Zeugen - unter Hinweis auf Art. 307 StGB - untersuchungsrichterlich befragt worden. Die Staatsanwaltschaft habe der Verteidigung nach der letzten Zeugenbefragung am 22. September 2010 mitgeteilt, dass die Befragungen durch die Untersuchungsbehörden abgeschlossen seien. Auch der Beschwerdeführer habe keine weiteren Einvernahmen beantragt. Für den Abschluss der Untersuchung bzw. die Anklageerhebung sei somit einzig noch das von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebene psychiatrische Gutachten ausstehend. Die grundsätzliche Möglichkeit, dass Zeugen nochmals vom Gericht einvernommen werden könnten, rechtfertige keine Bejahung der Kollusionsgefahr; ansonsten wäre bei Personalbeweisen stets die Untersuchungshaft bis zur Durchführung der Hauptverhandlung anzuordnen. Der Beschwerdeführer kenne den Geschädigten nicht näher. Er habe ihn vor dem Vorfall vom 20. Mai 2010 lediglich ein- oder zweimal in der Wohnung von Z.________ kurz gesehen und habe keine näheren Kenntnisse von dessen persönlichen Verhältnissen. Der Geschädigte habe in seinen Einvernahmen bestätigt, dass sie nicht befreundet seien. Unter diesen Umständen sei es wenig wahrscheinlich, dass es dem Beschwerdeführer gelingen könnte, den Geschädigten zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Der Geschädigte erscheine auch in keiner Weise kollusionsgefährdet. Der Beschwerdeführer habe sich im bisherigen Verfahren stets korrekt und anständig verhalten sowie Reue und Einsicht gezeigt. Er habe keinerlei Neigung zu Kollusion erkennen lassen.