Citation: 9C_685/2009 01.10.2009 E. 3

Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch ab 11. November 2005. 3.1 Die Vorinstanz erwog, das von der Beschwerdegegnerin veranlasste Obergutachten des Dr. med. S.________, FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 29. November 2007, und dessen Ergänzung vom 28. Dezember 2007, seien grundsätzlich überzeugend. Dr. med. S.________ trage den gesundheitlichen Einschränkungen Rechnung und begründe die Arbeitsunfähigkeit von 40 % auch mit Blick auf die früher geleisteten Arbeitseinsätze. Dass die Ärzte der psychiatrischen Dienste X.________ am 5. November 2008 und Dr. med. G.________ am 7. November 2008 abweichende Diagnosen erhoben hatten, spreche nicht gegen die Zuverlässigkeit der Einschätzungen des Dr. med. S.________. Zum einen seien auch die Ärzte der psychiatrischen Dienste X.________ zum Schluss gelangt, der Zustand sei seit Jahren stabil, zum anderen schliesse Dr. med. G.________ aus dem Verhalten des Beschwerdeführers auf dessen Restarbeitsfähigkeit, was unzulässig sei. 3.2 Der Beschwerdeführer rügt, die von Dr. med. S.________ festgestellte Neurasthenie habe vorgängig noch kein anderer Arzt diagnostiziert. Die Diagnose sei nach Einschätzung seines behandelnden Arztes Dr. med. G.________ falsch. Auf die von Dr. med. S.________ attestierte Arbeitsfähigkeit könne daher nicht abgestellt werden, zumal diese stark von den übrigen ärztlichen Einschätzungen abweiche und Dr. med. S.________ "in psychiatrischen Kreisen (...) für teilweise absolut unverständliche Gutachten" bekannt sei. Indem die Beschwerdegegnerin trotz der Widersprüche keine weiteren Abklärungen veranlasste, habe sie ihre Sorgfaltspflicht verletzt. Nicht beachtet und gewürdigt habe das kantonale Gericht zudem, dass der ihn behandelnde Oberarzt an der Tagesklinik weit besser in der Lage sei, eine Beurteilung vorzunehmen als ein Gutachter, dessen Untersuchung sich auf zwei Stunden beschränke.