Citation: 5A_1023/2017 E. 8

Schliesslich moniert die Beschwerdeführerin, dass ihr für das Berufungsverfahren die unentgeltliche Rechtspflege verweigert wurde. Die Vorinstanz hatte bereits mit Beschluss vom 8. Juni 2017 über ein erstes, in der Berufungsschrift gestelltes Gesuch der Beschwerdeführerin befunden. Dieses hatte sie mangels Begründung abgewiesen. Im angefochtenen Entscheid beurteilte sie ein zweites, in der Berufungsantwort gestelltes Gesuch und erwog, auch dieses sei nicht begründet worden. Nachdem die Beschwerdeführerin schon im Beschluss vom 8. Juni 2017 auf die Möglichkeit der Einreichung eines neuen Gesuchs (inklusive der für die Beurteilung ihrer finanziellen Situation nötigen Unterlagen und Dokumente) hingewiesen wurde, kann sie der Vorinstanz vor Bundesgericht nun nicht vorwerfen, sie hätte sie zur Nachreichung aktueller Beweisdokumente anhalten sollen. Auch irrt sie mit der Annahme, die Vorinstanz sei davon ausgegangen, ihr sei in erster Instanz die unentgeltliche Rechtspflege verweigert worden. Die Vorinstanz verweist in der kritisierten Erwägung (E. II.2 S. 16) nicht auf einen entsprechenden negativen Entscheid der Erstinstanz, sondern auf ihren eigenen Beschluss vom 8. Juni 2017. Die Beschwerdeführerin hat dies offenkundig falsch verstanden. Andere Gründe, weshalb ihr die unentgeltliche Rechtspflege zu Unrecht verweigert worden sein soll, bringt sie nicht vor. Die Beschwerde ist folglich auch in diesem Punkt abzuweisen.