Citation: 4A_69/2014 E. 5.3

5.3. Was die Beschwerdeführerin gegen diese Erwägungen der Vorinstanz vorbringt, erheischt keine abweichende Beurteilung: Sie stellt der vorinstanzlichen Interpretation der einschlägigen Erklärungen der Parteien lediglich ihre eigene Sicht entgegen und rügt einen Verstoss gegen Art. 18 OR. Dabei bezieht sie sich auf einzelne Ausführungen in ihrer Klageantwort und ihrer Duplik und behauptet, es sei der Beschwerdeführerin "belegtermassen niemals darum gegangen, für die weitere Entbehrung einer Geldsumme eine Entschädigung zu erhalten". Mit ihren appellatorischen Ausführungen zeigt sie nicht ansatzweise auf, inwiefern die tatsächliche Feststellung der Vorinstanz, wonach die Kaufpreisreduktionen nach dem übereinstimmenden Willen der Parteien das Entgelt für die Verlängerung des Kredits darstellten, willkürlich sein soll. Insbesondere widerlegt sie die vorinstanzliche Würdigung der von ihr redigierten Erklärung gemäss Klagebeilage 39 mit nichts. Weiter beanstandet die Beschwerdeführerin die vorinstanzliche Feststellung, es treffe nicht zu, dass die Leistung der Strafe bzw. die Reduktion des Kaufsrechtspreises vom Eintritt einer ungewissen Tatsache, d.h. der Rückzahlung des Kredits, abhängig gewesen sei. Ihr Vorwurf einer unrichtigen Sachverhaltsfeststellung ist aber bereits ungenügend begründet. Sie behauptet, gemäss den getroffenen Abreden sollte die Kaufpreisreduktion nur dann eintreten, wenn der Kläger seiner Pflicht, die Liegenschaft U.________ zu verkaufen, nicht zeitgerecht nachgekommen sein würde. Die Reduktion des Kaufpreises sei demnach vom Eintritt einer ungewissen Tatsache, nämlich dem fristgerechten Verkauf der Liegenschaft durch den Kläger, abhängig gewesen. Mit diesen blossen Behauptungen und der eigenen Interpretation der Parteiabreden verfehlt sie die Begründungsanforderungen an eine Sachverhaltsrüge (vgl. Erwägung 2.2). Darauf kann nicht abgestellt werden. Auf der Grundlage des verbindlich festgestellten Sachverhalts der Vorinstanz ist deren Folgerung, dass die Kaufpreisreduktionen als Zinsabrede und nicht als Konventionalstrafe zu qualifizieren sind, nicht zu beanstanden.