Citation: 1P.407/2003 10.09.2003 E. 4

4.1 Weiter werfen die Beschwerdeführer dem Obergericht vor, es habe den Tatbestand der Anstiftung zum Amtsmissbrauch geprüft, währenddem sie Anzeige und Beschwerde wegen Anstiftung zur Amtsgeheimnisverletzung erhoben hätten. 4.2 In der Tat haben die Beschwerdeführer gegen den Beschwerdegegner Anzeige wegen Ehrverletzung, Anstiftung zur Amtsgeheimnisverletzung und unbefugtem Beschaffen von Personendaten erhoben. Gegen Unbekannt hatten sie eine Anzeige wegen Amtsgeheimnisverletzung und Datenschutzverletzung eingereicht. An diesen Vorwürfen hielten sie auch im Beschwerdeverfahren vor Obergericht fest. Die Verletzung des Amtsgeheimnisses ist in Art. 320 StGB geregelt. Das Obergericht prüfte indes die Voraussetzungen gemäss Art. 312 StGB, den Amtsmissbrauch betreffend. Damit liegt die Prüfung des Obergerichtes in offensichtlichem Widerspruch zu den Vorbringen der Beschwerdeführer. Indem es auf die Rügen der Beschwerdeführer - wenn auch allenfalls aus Versehen - gar nicht eingetreten ist, hat es deren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. Auch in dieser Hinsicht ist die Beschwerde begründet.