Citation: 9C_284/2022 E. 4.3.1

4.3.1. Es trifft zu, dass die PMEDA-Gutachter festhielten, die erhebliche Abweichung von in der Vergangenheit vorgenommenen Beurteilungen des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin beruhe am ehesten auf einer anderen Einschätzung eines objektiv wenig veränderten Gesundheitszustandes. Allerdings äusserten sie gleichzeitig die Vermutung, dass bei den Vorbewertungen auch der subjektive Beschwerdevortrag erheblich einbezogen worden sei. Die Vorinstanz erwog dazu, es könne offen gelassen werden, ob dies auch bei der (für den Vergleich der gesundheitlichen Verhältnisse massgebenden; vgl. E. 2 hiervor) Beurteilung der asim-Gutachter der Fall gewesen sei, weil sich die objektiven neurologischen Befunde jedenfalls klar verbessert hätten. Diese vorinstanzliche Feststellung zur Entwicklung der gesundheitlichen Verhältnisse ist nicht offensichtlich unrichtig, denn während die asim-Gutachter neurologische Beeinträchtigungen bejahten und die Beschwerden der Versicherten damals ausdrücklich als (im Rahmen des Möglichen) sowohl quantitativ als auch qualitativ objektivierbar betrachteten, hielten die PMEDA-Gutachter fest, die reklamierten Beschwerden fänden in ihrer neurologischen Untersuchung kein ausreichendes objektives Korrelat und es könne keine neurologische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden. Soweit die PMEDA-Gutachter gleichzeitig wegen Einbezugs des subjektiven Beschwerdevortrages Zweifel an der Zuverlässigkeit der Vorbewertungen äusserten und damit sinngemäss neurologische Beeinträchtigungen auch für die Vergangenheit verneinten (womit diesbezüglich von gleich gebliebenen gesundheitlichen Verhältnissen auszugehen wäre), kann sich dies jedenfalls nicht auf das asim-Gutachten vom 7. Mai 2008 beziehen: Darin wurde zur Objektivierbarkeit der Beschwerden einlässlich Stellung genommen und nachvollziehbar dargelegt, die Diagnose eines schweren mittleren und oberen Cervicalsyndroms stütze sich auf den klinischen Befund mit "stiff neck", der auch in Momenten, in welchen sich die Beschwerdeführerin nicht beobachtet fühle, feststellbaren En-bloc-Bewegung des Kopfes zusammen mit dem Oberkörper, der starken Beeinträchtigung der Halswirbelsäule mit endständig jeweils bei Angabe von starken Schmerzen beobachtbaren vegetativen Erscheinungen wie einem vermehrten Schwitzen und Erblassen sowie dem massiv erhöhten Tonus der Muskulatur paravertebral cervical und paraskapulär mit in diesem Bereich ausgedehnten myogelotischen (verklumpten) Bezirken. Da sich die Befundlage in den beiden Vergleichszeitpunkten damit evidentermassen deutlich unterscheidet, entbehrt der in der Beschwerde formulierte Vorwurf, die Vorinstanz habe einen Revisionsgrund durch eigene medizinische Interpretation konstruiert, einer Grundlage.