Citation: 1A.186/1999 04.05.2000 E. B

B.- Am 21. September 1995 erliess die EG Eriz eine Baueinstellungs- und Wiederherstellungsverfügung, da die Bauherrschaft einen Anbau mit einem Parallelfirst statt mit einem Querfirst erstellt habe, welcher der nicht bewilligten Variante 2 entspreche. Zudem überschreite die Gebäudetiefe und die Firsthöhe des Anbaus die bewilligten Masse. G.________ reichte am 12. Oktober 1995 ein nachträgliches Baugesuch für den Bau eines Gruppenraumes mit WC/Dusche sowie einem Schlafraum ein. Der Regierungsstatthalter von Thun wies das Gesuch am 22. Mai 1998 ab, weil der Anbau weder eine bloss teilweise Änderung des Hauses darstelle noch standortgebunden sei. Er forderte die Ehegatten G.________ unter Androhung der Ersatzvornahme auf, den von der EG Eriz am 23. November 1994 bewilligten Anbau herzustellen, wobei er die Wiederherstellungspflicht auf die Änderung der Dachgestaltung beschränkte: Weil die erstellte Grundfläche von 44 m2 statt der bewilligten 36 m2 den Rahmen einer teilweisen Änderung nicht sprenge und das Abbrechen der sanitären Anlagen unverhältnismässig hohe Kosten verursachen würde, sei in diesen Punkten auf eine Wiederherstellung zu verzichten.