Citation: 7B.156/2006 13.10.2006 E. 1

1.1 Gegenstand der Beschwerde ist die Genehmigung der kantonalen Aufsichtsbehörde (als oberinstanzliche Nachlassbehörde, Art. 13 EGSchKG/BE) von Beschlüssen von Anleihensgläubigerversammlungen gemäss Art. 1176 f. OR. Diese Genehmigung kann von jedem Anleihensgläubiger, der dem Beschluss nicht zugestimmt hat, innerhalb von 30 Tagen beim Bundesgericht wegen Gesetzesverletzung oder Unangemessenheit angefochten werden, wobei das für die Rechtspflege in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen vorgesehene Verfahren (vgl. Art. 19 SchKG und Art. 76 ff. OG) Anwendung findet (Ziegler, Berner Kommentar, N. 1 zu Art. 1178 OR). Die (rechtzeitige) Beschwerde ist grundsätzlich zulässig. 1.2 Die Beschwerdeführer haben nach eigenen Angaben dem Beschluss der Gläubigerversammlung zugestimmt. Allerdings sei die Zustimmung "unter Angabe unwahrer Angaben erschlichen worden", weshalb sie "zurückgenommen" werde. Die Legitimation der Beschwerdeführer zur Weiterziehung des Genehmigungsentscheides kann vorliegend bejaht werden, da zu den nicht zustimmenden Anleihensgläubigern auch die zustimmenden Gläubiger gerechnet werden, welche ihre Zustimmung wegen eines Willensmangels nicht gelten lassen wollen (Ziegler, a.a.O., N. 3 zu Art. 1178 OR). 1.3 Soweit die Beschwerdeführer (sinngemäss) die Aufhebung der Genehmigung von Beschlüssen verlangen, welche nicht von der Versammlung der Gläubiger der Anleihe A3 getroffen wurde, sind sie vom angefochtenen Entscheid nicht beschwert und kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden. Die weiteren Anträge der Beschwerdeführer, es seien eine Betreibung einzuleiten sowie Schadenersatzklagen zu erheben, sind unzulässig.