Citation: 1C_187/2022 E. 5.2

5.2. Die Beschwerdeführerinnen bestreiten die Erforderlichkeit der Wiederherstellungsverfügung. Es sei klar, dass ein derart grosser Neubau nicht innert weniger Wochen fertiggestellt werden könne. Es könne von ihnen lediglich verlangt werden, das Bauprojekt innert den gesetzlichen Fristen zu beenden. Ebenso geeignet, aber für sie weniger einschneidend sei es, das Vorprojekt zu bewilligen und sie auf der gemachten Finanzierungserklärung zu behaften. Auch wenn die Erforderlichkeit bejaht würde, sei die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands nicht zumutbar. Es sei insbesondere zu berücksichtigen, dass es sich nicht um eine Baute ohne Baubewilligung handle. Die Beschwerdeführerinnen seien während der gesamten Zeit gutgläubig gewesen. Weiter sei zu berücksichtigen, dass die Beschwerdegegnerin ihnen die Möglichkeit gegeben habe, ein Vorprojekt einzureichen, und somit signalisiert habe, sie könne die Baustellensituation weiter dulden. Schliesslich hätte die Ausarbeitung des neuen Bauprojekts zu Kosten von über Fr. 100'000.-- geführt. Diese Investition wäre im Falle eines Rückbaus verloren. Vor diesem Hintergrund könnten nur besonders gewichtige öffentliche Interessen den Rückbau rechtfertigen. Das von der Vorinstanz berücksichtigte öffentliche Interesse am Schutz des Ortsbilds und der Umwelt sei jedoch derart allgemein gehalten, dass es als sehr gering zu bewerten sei.