Citation: 8C_604/2017 E. 6.3

6.3. Soweit der Beschwerdeführer das Vorliegen einer Aggravation oder Selbstlimitierung unter Hinweis auf anderslautende Arztberichte in Abrede zu stellen versucht, kann ihm nicht gefolgt werden. Weder aus dem Bericht des Zentrums I.________ für medizinische Radiologie vom 30. September 2016 noch aus dem Bericht des Medizinischen Zentrums E.________ vom 11. Januar 2017 ergibt sich, dass die im Wesentlichen in Anlehnung an das Gutachten des MZR getroffenen vorinstanzlichen Feststellungen offensichtlich unrichtig oder sonst wie bundesrechtswidrig wären. Auf die beschwerdeweise angerufenen radiologischen Berichte ist nicht weiter einzugehen, da es sich dabei um unzulässige Noven handelt (E. 3.4). Hingegen fragt sich, ob aufgrund dieser Verhaltensweisen bereits auf einen Ausschlussgrund im Sinne der Rechtsprechung geschlossen werden kann. Dagegen spricht zunächst, dass der Verdeutlichungstendenz und Symptomausweitung bei der organisch-somatisch ausgerichteten Folgenabschätzung Rechnung getragen wurde, indem dem Beschwerdeführer weder aus rheumatologischer bzw. rheuma-orthopädischer noch aus neurologischer Sicht, geschweige denn aus chirurgisch-allgemeinmedizinischer oder neuropsychologischer Warte eine Arbeitsunfähigkeit bescheinigt wurde. Was sodann die hier in erster Linie interessierende psychiatrische Abschätzung angeht, vermerkte der Gutachter zwar ebenfalls Selbstlimitation und Aggravation. Dem und den ansonsten bestehenden Inkonsistenzen mass er sodann namentlich bei der Beurteilung der Schmerzstörung Bedeutung zu, der er "aus rein medizinischer Sicht" keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit attestierte. Anderseits vermochte er klare Hinweise auf eine doch mindestens mittelgradige depressive Störung, begleitet von einem somatischen Syndrom, zu objektivieren. Die dergestalt differenzierende Betrachtung der Gutachter spricht darum insgesamt gegen die Annahme, dass auch bei den depressionsspezifischen Befunden "eindeutig überwiegende Anhaltspunkte für eine klar als solche ausgewiesene Aggravation" vorliegen.