Citation: 5A_155/2023 E. 5.4

5.4. In Bezug auf die fehlende Eigenversorgungskapazität der Beschwerdegegnerin hat das Obergericht die sich auf zahlreiche Beilagen stützende erstinstanzliche Beweiswürdigung bestätigt. Eine Ellbogenfraktur im Februar 2018 habe mehrere Operationen nach sich gezogen. Sodann leide die Beschwerdegegnerin an einer paranoiden Schizophrenie und sei deswegen hospitalsiert (gewesen), u.a. ab dem 7. September 2022 im Rahmen einer multimodalen integrierten psychiatrischen Therapie. Das Obergericht ist beweiswürdigend davon ausgegangen, dass die gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch die eingereichten Unterlagen, namentlich durch ärztliche Berichte hinreichend ausgewiesen seien und es nicht genüge, wenn der Beschwerdeführer einwende, "er höre das Klagelied, allein ihm fehle der Glaube" und die Beschwerdegegnerin sei eine "begnadete Schauspielerin". Angesichts der im Rahmen der jüngsten stationären Behandlung erfolgten psychiatrischen Einschätzung vom 7. September 2022, welche sich auch zur momentanen Arbeitsunfähigkeit äussere, sei hinreichend erstellt, dass sie derzeit nicht in der Lage sei, einer Erwerbsarbeit nachzugehen. Die Rückweisung an das Bezirksgericht zu weiteren Abklärungen bzw. die Erstellung eines Gutachtens erübrige sich mangels relevanter Restzweifel. Diesen auf Beweiswürdigung beruhenden Sachverhaltsfeststellungen könnte nur mit substanziierten Willkürrügen begegnet werden (dazu E. 1); das Gleiche gilt für die antizipierte Beweiswürdigung im Zusammenhang mit dem beantragten Gutachten (BGE 138 III 374 E. 4.3.2; 146 III 73 E. 5.2.2). Wenn der Beschwerdeführer sich darauf beschränkt, in appellatorischer und abstrakter Weise geltend zu machen, mit den bisherigen Verfahrensakten lasse sich kein genügender Beweis erbringen und das von ihm beantragte Gutachten wäre "geeignet, sich auch über eine Zukunftsperspektive für die Beschwerdegegnerin auszudrücken", ist er nicht zu hören.