Citation: 4A_84/2023 E. 2.1.2

2.1.2. Die Beschwerdeführerin moniert, die Vorinstanz habe es in willkürlicher Weise versäumt, sich mit der in act. 21 Rz. 63 ff. vorgebrachten Tatsache auseinanderzusetzen, dass Rechtsanwalt Mraz der Kanzlei Wenger Vieli AG in den laufenden Verfahren der G.________ GmbH Vergleichsverhandlungen in der Schweiz und in den USA organisiert und geführt habe. Die Vorinstanz habe insbesondere das E-Mail vom 11. November 2021 (vorinstanzliches act. 21/85) mit keinem Wort erwähnt. In dieser E-Mail erhalte Rechtsanwalt Mraz konkrete Informationen zum Inhalt eines Vergleichs, welcher alle laufenden Verfahren gegen die G.________ GmbH, die hiesige Beschwerdeführerin und C.________ beenden solle. Die Rüge, dass die Vorinstanz versäumt habe, sich mit den Vorbringen in act. 21 Rz 63 ff. bezüglich der Vergleichsverhandlungen auseinander zu setzen, ist nicht korrekt. Die Vorinstanz ging entgegen dem unzutreffenden Vorbringen der Beschwerdeführerin ausdrücklich auf die Behauptung der Beschwerdeführerin ein, wonach die Rechtsanwälte der Wenger Vieli AG "tiefen Einblick" erlangt hätten, und verwies dafür explizit auf den behaupteten "Einblick bei den Vergleichsverhandlungen" (angefochtener Entscheid E. 3.4.5 S. 19 mit ausdrücklichem Hinweis auf "act. 21 Rz. 60 und 63"). Die Vorinstanz beachtete damit die Vorbringen der Beschwerdeführerin bezüglich des behaupteten "tiefen Einblicks" der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin, kam aber zum Schluss, dass diese Vorbringen unsubstanziiert seien, denn welche konkreten Informationen oder Art von Informationen die Rechtsanwälte von Wenger Vieli AG erhalten hätten, lege die Beschwerdeführerin nicht dar. Dass die Vorinstanz diesbezüglich die Substanziierungsanforderungen bundesrechtswidrig überspannt hätte oder sie entgegen den Feststellungen der Vorinstanz ihre Behauptungen hinreichend substanziiert hätte, legt die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht nicht dar, zumindest nicht rechtsgenüglich (Erwägung 1.4). Da es bereits an einer rechtsgenüglichen Substanziierung fehlte, brauchte die Vorinstanz die in diesem Zusammenhang genannten Beweismittel nicht zu würdigen. Entsprechend ist es auch nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz das im vorinstanzlichen act. 21 Rz. 63 als Beweismittel aufgeführte E-Mail im angefochtenen Entscheid nicht ausdrücklich nannte.