Citation: 2C_843/2014 E. 3.2.3

3.2.3. Der Beschwerdeführer rügt, sein Familienleben würde durch den vorinstanzlichen Entscheid in unzulässiger Weise beeinträchtigt, namentlich die Beziehung zu seiner Ehefrau und zu seinen beiden Kindern. Unter dem Schutz von Art. 8 EMRK steht primär die Kernfamilie (BGE 135 I 143 E. 1.3.2 S. 146 mit Hinweis; Urteile 2C_1119/2012 vom 4. Juli 2013 E. 6.1; 2C_288/2013 vom 27. Juni 2013 E. 2.5.1). Das ältere Kind des Beschwerdeführers war zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils bereits volljährig. Wie vor der Vorinstanz belegt der Beschwerdeführer kein Abhängigkeitsverhältnis zu seinem über zwanzigjährigen Sohn, weshalb diese davon absehen durfte, aus dieser Beziehung ein Aufenthaltsrecht für ihn abzuleiten (vgl. BGE 137 I 284 E. 1.3 S. 287; 135 I 143 E. 3.1 S. 148; 122 II 1 E. 1e S. 5). Demgegenüber sind die familiären Beziehungen des Beschwerdeführers zu seiner Gattin und zu seinem 2007 geborenen Kind, mit denen er im gleichen Haushalt lebt, als erhebliches privates Interesse am Verbleib in der Schweiz zu gewichten (vgl. BGE 139 I 330 E. 2.1 S. 336; 135 I 143 E. 1.3.2 S. 146 mit Hinweis; Urteile 2C_1119/2012 vom 4. Juli 2013 E. 6.1; 2C_288/2013 vom 27. Juni 2013 E. 2.5.1). Sollte die Ehegattin dem Beschwerdeführer nicht ins Ausland folgen, würde der persönliche Kontakt bei einer Wegweisung zweifellos erheblich erschwert. Wie die Vorinstanz korrekt darlegt, waren dem Beschwerdeführer indessen die familiären Beziehungen und die von ihm angeführte Verantwortung nicht Anlass genug, um von einer wiederholten und mitunter schweren Delinquenz im Betäubungsmittelbereich abzusehen (vgl. Urteile 2C_395/2014 vom 11. Dezember 2014 E. 4.1; 2C_817/2011 vom 13. März 2012 E. 3.2.3; 2C_567/2011 vom 2. Dezember 2011 E. 3.2.3). Das zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils siebenjährige Kind ist in einem anpassungsfähigen Alter und steht noch am Anfang der Schulzeit, sodass eine Ausreise zumutbar wäre. Auch eine Trennung vom Vater im Falle des Verbleibs in der Schweiz wäre angesichts der schwerwiegenden Delinquenz hinzunehmen (Art. 8 EMRK; Art. 3 KRK; vgl. BGE 135 I 153 E. 2.2 S. 156 ff.). Wenn der Beschwerdeführer weiter vorbringt, er sei nunmehr berufstätig, ist ihm eine Bemühung um eine Arbeitsstelle zwar zugutezuhalten. Hieraus kann indessen nicht abgeleitet werden, er sei wirtschaftlich integriert (in der Steuererklärung ausgewiesene Schulden von knapp Fr. 15'000.-- und Verlustscheine in der Höhe von knapp Fr. 30'000.--). Entgegen der Vorbringen kann der Beschwerdeführer aufgrund der wiederholten Delinquenz auch nicht als sozial integriert gelten. Der Beschwerdeführer macht sodann geltend, bei einer Wegweisung stünde er vor dem Nichts, und bestreitet, überhaupt noch über Beziehungen zu seinem Heimatstaat zu verfügen. Wie indessen bereits das Verwaltungsgericht erwägt, hat er zumindest seine Jugend dort verbracht und in zwei Schreiben im Jahr 2012 bekräftigt, dass ein Teil seiner Familie im Kosovo lebe. Er hat im selben Jahr für die Teilnahme an Hochzeitsfeierlichkeiten in der Heimat je um ein einmonatiges Visum ersucht. Es ist davon auszugehen, dass zu seinem Herkunftsland eine noch immer enge Beziehung besteht, er mit den dortigen sprachlichen und sozio-kulturellen Gegebenheiten vertraut und ihm eine Ausreise in den Kosovo zumutbar ist. Dass die wirtschaftlichen Umstände dort schwieriger sind als in der Schweiz, vermag hieran praxisgemäss nichts zu ändern (vgl. Urteile 2C_873/2012 vom 28. März 2013 E. 4.3.2; 2C_695/2012 vom 28. Januar 2013 E. 3.2.3).