Citation: 6B_1380/2023 E. 1.4.4

1.4.4. Was der Beschwerdeführer gegen die vorinstanzliche Würdigung des Gutachtens des IRM und der Erläuterungen der Sachverständigen vorträgt, verfängt nicht. Wenn im Gutachten unter dem Titel "Sachverhalt" der Grund für die Begutachtung die Auseinandersetzung angegeben wird, während welcher der Beschwerdeführer "mutmasslich ein Schweizer Taschenmesser gezogen habe", ist dies nicht zu beanstanden. Zum einen wird mit dem Verweis "gemäss polizeilichen Angaben" transparent gemacht, woher die Information stammt und mit dem Begriff "mutmasslich" kundgetan, dass es sich dabei nicht um eine gesicherte Erkenntnis handelt. Zum anderen lässt es die Sachverständigen nicht als befangen erscheinen, wenn sie bei der Erarbeitung ihres Gutachtens die Angaben in den Akten bzw. der untersuchten Person im Sinne einer Arbeitshypothese in die Expertise einfliessen lassen, wenn nachvollziehbar dargelegt wird, unter welchen Voraussetzungen welche Untersuchungen vorgenommen wurden und welche Schlüsse daraus gezogen werden. Dass diese Vorgaben vorliegend eingehalten wurden, stellt der Beschwerdeführer denn auch nicht in Frage. Dass er den Sachverständigen sinngemäss unterstellt, nicht unabhängig untersucht und beurteilt zu haben, entbehrt jeglicher Grundlage. So wird in der gutachterlichen Stellungnahme zunächst detailliert die Stichverletzung an der linken Oberarmaussenseite beschrieben und erst daraus Schlüsse auf das verwendete Werkzeug gezogen. Wenn die Vorinstanz vor diesem Hintergrund die Ausführungen im Gutachten des IRM und diejenigen der Sachverständigen anlässlich der Berufungsverhandlung als schlüssig sowie nachvollziehbar beurteilt, verletzt sie kein Bundesrecht, zumal sich auch aufgrund des übrigen Beweisergebnisses keine ernsthaften Einwände gegen die Schlüssigkeit der gutachterlichen Darlegungen aufdrängen. Dass sie vor diesem Hintergrund im Rahmen der rechtlichen Würdigung hinsichtlich des Messers erwägt, dieses müsse von seiner Beschaffenheit her mit einem Schweizer Taschenmesser vergleichbar sein (Urteil S. 16 E. 5.1), ist ebenfalls nicht zu beanstanden.