Citation: 2C_405/2014 E. 2.4.4

2.4.4. Ein Anspruch des Beschwerdeführers auf Erteilung der Niederlassungsbewilligung wäre nach dem Ausgeführten somit nur dann vorstellbar, wenn die in Art. 49 AuG vorgesehene Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens zur Anwendung gelangt, d.h. wenn wichtige Gründe für das Getrenntleben der Ehegatten bei gleichzeitigem Fortbestand der Familiengemeinschaft vorlagen, wozu insbesondere berufliche Verpflichtungen oder eine vorübergehende Trennung wegen erheblicher familiärer Probleme gehören (Art. 76 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE; SR 142.201]). In diesem Zusammenhang hat die Vorinstanz festgestellt, dass weder für die Abwesenheiten des Beschwerdeführers im Senegal noch für die Auslandsaufenthalte seiner Ehefrau in den USA bzw. Paris berufliche Notwendigkeiten ersichtlich bzw. belegt seien. Der Beschwerdeführer macht zwar geltend, dass er mit seiner Musikgruppe "regelmässige Auftritte im Ausland" und seine Ehefrau als Tänzerin und Mitarbeiterin des Zirkus D.________ "verschiedene Auftritte im Ausland" hatte. Praxisgemäss ist jedoch nicht jeder berufliche Grund ein wichtiger Grund (Urteil 2C_544/2010 vom 23. Dezember 2010 E. 2.3.1). Vielmehr müssen die Gründe objektivierbar sein und ein gewisses Gewicht aufweisen, was grundsätzlich von der ausländischen Person darzutun ist (Art. 90 AuG; Urteile 2C_428/2013 vom 8. September 2013 E. 4.2; 2C_340/2013 vom 28. Juni 2013 E. 2.2). Von einem wichtigen Grund kann desto eher gesprochen werden, je weniger die Ehegatten auf die Situation des Getrenntlebens Einfluss nehmen können, ohne einen grossen Nachteil in Kauf nehmen zu müssen (Urteil 2C_544/2010 vom 23. Dezember 2010 E. 2.3.1). Diese Anforderungen sind im vorliegenden Fall nicht erfüllt: Weder kann der Beschwerdeführer konkret belegen, dass er mit seiner Musikgruppe im Ausland für Konzerte im Ausland engagiert war noch lässt sich aus dem Tourneeplan des Zirkus auf berufsbedingt notwendige Abwesenheiten seiner Ehefrau schliessen. In diesem Zusammenhang erweist sich somit der Vorwurf der unrichtigen Sachverhaltsfeststellung bzw. der Verletzung des rechtlichen Gehörs als unbegründet.