Citation: 5A_293/2024 E. 3.3.1

3.3.1. Indem das Obergericht im vorinstanzlichen Verfahren nicht auf einer Stellungnahme des Beschwerdegegners (vgl. E. 3.2 hiervor) beharrte, hat es nach Dafürhalten der Beschwerdeführerin weiter deren Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) verletzt. Gleiches gelte, weil keine Eingabe des Beistandes vorgelegen habe. Der Beschwerdeführerin sei dadurch die Möglichkeit genommen worden, zu den (aktuellen) tatsächlichen Grundlagen des Verfahrens Stellung zu nehmen. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst insbesondere den Anspruch einer Prozesspartei, von den gesamten dem Gericht vorgelegten Argumenten Kenntnis zu nehmen und sich dazu zu äussern, unabhängig davon, ob diese neue Elemente zum Sachverhalt oder zur Rechtslage enthalten und ob sie im konkreten Fall den zu fällenden Entscheid beeinflussen können (BGE 146 III 97 E. 3.4.1; 142 III 48 E. 4.1.1). Das Replikrecht kann von einer Partei nach jeder Stellungnahme der Gegenpartei ausgeübt werden (BGE 146 III 97 E. 3.4.2; 144 III 117 E. 2.1). Es setzt jedoch eine Stellnahme voraus, auf die geantwortet werden soll (vgl. nur BGE 133 I 98 E. 2.1; 132 I 42 E. 3.3.3 [je im Umkehrschluss]). Das Replikrecht beinhaltet dagegen keine Pflicht des Gerichts, eine solche Stellungnahme zu veranlassen. Dieses wird durch den Anspruch auf rechtliches Gehör denn auch nicht zur Vornahme eigentlicher Nachforschungen verpflichtet (vgl. BGE 143 II 425 E. 5.2 a.E.). Der Vorwurf der Gehörsverletzung erhärtet sich daher nicht. Auch liegt deswegen keine Verletzung von Art. 8 Abs. 1 oder Art. 29 Abs. 1 BV vor, wie die Beschwerdeführerin ausserdem geltend macht. Ohnehin lässt sich der Beschwerde keine nähere Begründung entnehmen, weshalb die Verfassung mit Blick auf diese Bestimmungen verletzt sein solle, weshalb das Rechtsmittel insoweit ungenügend begründet ist (vgl. vorne E. 2.1).