Citation: 6P.115/2004 10.12.2004 E. 7

Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, die Vorinstanz habe die wegen Dieselgeruchs zurückgenommenen Heroinlieferungen nicht nur bei der Berechnung der Menge, sondern auch bei der Beurteilung seiner kriminellen Energie und damit doppelt berücksichtigt. 7.1 Das sog. Doppelverwertungsverbot besagt, dass Umstände, die zur Anwendung eines höheren bzw. tieferen Strafrahmens führen, innerhalb des geänderten Strafrahmens nicht noch einmal als Straf-erhöhungs- oder Strafminderungsgrund berücksichtigt werden dürfen. Ansonsten würde dem Täter der gleiche Umstand zweimal zur Last gelegt oder zugute gehalten. Indes darf der Richter zusätzlich berücksichtigen, in welchem Ausmass ein qualifizierender oder privi-legierender Tatumstand gegeben ist. Der Richter verfeinert damit nur die Wertung, die der Gesetzgeber mit der Festsetzung des Straf-rahmens vorgezeichnet hat (Urteil 6P.90/2004 vom 5. November 2004, E. 5.2 mit Hinweisen; Wiprächtiger, a.a.O., Art. 63 N 57). 7.2 Die Vorinstanz führte aus, der Beschwerdeführer habe hinsichtlich der anerkannten Menge von 3,5 kg reinem Heroin eine besonders intensive bzw. kriminelle Energie entwickelt, weil er sich nicht mit der Einfuhr oder Lagerung oder Weitergabe begnügt, sondern den gesam-ten Handel organisiert und überwacht habe. Unabhängig von der gehandelten Drogenmenge ist das Verschulden je nach Organi-sations- und Überwachungsgrad, welches im zu beurteilenden Fall in hohem Masse gegeben war, verschieden zu gewichten. Eine Doppel-verwertung ist somit nicht ersichtlich, was zur Abweisung der Nichtigkeitsbeschwerde auch in diesem Punkt führt.