Citation: I 608/98 10.01.2000 E. 2

2.- Streitig und zu prüfen ist, ob die bisher halbe Rente auf eine ganze zu erhöhen sei. a) Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer wegen den organischen Beschwerden Schwerarbeiten (z.B. auf dem Bau) nicht mehr ausüben kann, ihm deswegen jedoch eine leichte Tätigkeit ohne häufiges Lastenheben über 20 kg und mit der Möglichkeit, die Position regelmässig zu ändern, uneingeschränkt zumutbar wäre. Eingeschränkt ist seine Arbeitsfähigkeit indessen anerkanntermassen in psychischer Hinsicht, wobei über das Ausmass der Beeinträchtigung Uneinigkeit herrscht. b) In einlässlicher und sorgfältiger Würdigung der medizinischen Unterlagen, insbesondere des MEDAS-Gutachtens vom 28. Februar 1997 (beinhaltend das psychiatrische Konsilium von Dr. med. S.________, Psychiatrie und Psychotherapie, vom 9. Januar 1997), sowie unter Berücksichtigung des vom Beschwerdeführer im Administrativverfahren ins Recht gelegten Berichtes des Dr. med. J.________, Spezialarzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 8. August 1997, zog das kantonale Gericht den Schluss, für eine leichte Tätigkeit sei er nach wie vor höchstens 60 % arbeitsunfähig. c) Was der Beschwerdeführer zur Begründung seines Standpunktes, er sei vollumfänglich arbeitsunfähig, einwenden lässt, vermag nicht zu überzeugen. Soweit er sich dazu wiederum auf den Bericht des Dr. med. J.________ stützt, ist ergänzend zur überzeugenden Begründung im vorinstanzlichen Entscheid darauf hinzuweisen, dass in Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten der Richter der Erfahrungstatsache Rechnung tragen darf und soll, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 124 I 175 Erw. 4 mit Hinweisen; zur Publikation in der Amtlichen Sammlung vorgesehenes, in RKUV 1999 Nr. U 356 S. 570 veröffentlichtes Urteil B. vom 14. Juni 1999, U 139/98, Erw. 3b/cc mit Hinweisen). Der Bericht des Dr. med. J.________, bei dem der Beschwerdeführer seit 16. Oktober 1995 in Behandlung steht, ist daher nicht geeignet, die Schlüssigkeit des MEDAS-Gutachtens in Frage zu stellen. Im Übrigen vermag Dr. med. J.________ nicht objektiv zu erklären, warum der Beschwerdeführer aufgrund seiner psychischen Verfassung nicht mehr die Kraft aufbringen könnte, zumindest einer teilweisen Erwerbsarbeit nachzugehen. Das Gleiche gilt für die Stellungnahme zur Arbeitsfähigkeit des Dr. med. B.________, Oberarzt Psychiatrie Zentrum Q.________, im Bericht vom 5. Februar 1999, den der Beschwerdeführer im Verfahren vor dem Eidgenössischen Versicherungsgericht einreichen lässt. Dieser Arzt übernimmt ohne weiteres die Schilderung des aktuellen Beschwerdebildes, ohne dieses umsichtig zu würdigen, und macht es unmittelbar zur Grundlage seiner Stellungnahme zur Arbeitsfähigkeit. Demgegenüber sind die Schlussfolgerungen der MEDAS einleuchtend und nachvollziehbar, weshalb die Vorinstanz zu Recht darauf abstellen durfte. d) Obwohl sich nach dem Gesagten der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der ursprünglichen Rentenverfügung vom 3. Februar 1995 nicht verschlechtert hat, bleiben dessen erwerbliche Auswirkungen zu prüfen, da die Invalidenrente auch dann revidierbar ist, wenn sich diese bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand erheblich verändert haben (vgl. Erw. 1a).