Citation: 8C_315/2020 E. 4.2.6

4.2.6. Der Beschwerdeführer macht schliesslich geltend, dass die Auswahl der DAP-Blätter nicht ergebnisoffen erfolgt sei. So würden die ausgewählten Blätter ein viel zu hohes Einkommen ausweisen. Es handle sich dabei um diejenigen Profile, die die höchsten Löhne ausweisen würden für Stellen, die für ihn noch in Frage kommen. Die in BGE 129 V 472 E. 4.2 S. 475 ff. formulierte Auflage, wonach nebst mindestens fünf DAP-Blättern mit konkret geeigneten Einsatzmöglichkeiten auch Angaben über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze und über die dortigen Höchst- und Tiefstlöhne sowie den Durchschnittslohn aller dieser Stellen gemacht werden müssen, bezweckt, wie gesagt, die Überprüfung des Auswahlermessens (s. vorne E. 3.3). Aus ihr kann jedoch nicht - wie der Beschwerdeführer offenbar meint - geschlossen werden, der Verdienst gemäss den fünf DAP-Blättern mit konkret geeigneten Stellen dürfe den Durchschnitt der an den gesamthaft zur Verfügung stehenden Arbeitsplätzen zu erwartenden Löhne nicht übersteigen, oder es müssten stets die Arbeitsplätze mit den tiefsten Löhnen gewählt werden (vgl. Urteil 8C_688/2014 vom 13. November 2014 E. 4.2). Des Weiteren liegt das anhand der fünf konkreten Arbeitsplätze ermittelte Einkommen rund 2 % über dem Durchschnitt aller Durchschnittslöhne und damit gemäss der Rechtsprechung im Rahmen des vom Unfallversicherer auszuübenden Ermessens (vgl. Urteil 8C_107/2014 vom 24. Juli 2014 E. 5.1). Aus dem Umstand, dass sich vorliegend die in den fünf DAP-Blättern mit geeigneten Stellen ausgewiesenen Einkommen im oberen Segment aller in Betracht fallenden dokumentierten Betätigungsmöglichkeiten bewegen und über dem Durchschnitt der an diesen Stellen realisierbaren Einkünfte liegen, vermag der Beschwerdeführer somit nichts zu seinen Gunsten abzuleiten (vgl. auch Urteil 8C_662/2019 vom 26. Februar 2020 E. 4.2).