Citation: 6B_808/2017 E. 2.1.2

2.1.2. Weiter erweist sich die Anwendung von Art. 49 Abs. 1 i.V.m. Art. 41 StGB als ein durchaus komplexes Verfahren (Urteil 6B_849/2016 vom 9. Dezember 2016; die Vorinstanz verweist dazu auf das Urteil 6B_1246/2015 vom 9. März 2016 E. 1.2.2). Als erste Bedingung unter dem Titel von Art. 41 Abs. 1 StGB ist zu prüfen, ob die Strafe bedingt (Art. 42 StGB) ausgesprochen werden kann (Urteile 6B_765/2016 vom 21. Februar 2017 E. 1.3 und 6B_118/2017 vom 14. Juli 2017 E. 3.2.1 und E. 4.2.1), und es ist gemäss Art. 41 Abs. 2 StGB zu begründen, weshalb eine Geldstrafe oder gemeinnützige Arbeit nicht vollzogen werden kann (Urteil 6B_1030/2016 vom 2. Februar 2017 E. 2 und E. 2.2.2). Die Möglichkeit, ausnahmsweise eine unbedingte Freiheitsstrafe von weniger als sechs Monaten zu verhängen, ist nach der bundesrätlichen Botschaft in den Fällen gerechtfertigt, in denen gewährleistet werden muss, dass der Staat seinen Strafanspruch durchsetzen kann (Urteil 6B_118/2017 vom 14. Juli 2017 E. 4.2.1). Diese Eventualitäten sind in casu nicht gegeben.