Citation: 8C_168/2024 E. 3

Die Vorinstanz stellte fest, weder der Arbeitsvertrag vom 29. September 2015 noch die Vereinbarungen vom 4. September 2017 und 14. Juni 2018 sprächen dafür, dass Überstunden separat entschädigt und als Lohn ausbezahlt würden. Die vorgelegten Vereinbarungen würden vielmehr einen Anspruch auf Entschädigung für geleistete Überstunden verneinen. So halte der Arbeitsvertrag ausdrücklich fest, die Bereitschaft für eine angemessene Überzeitleistung werde vorausgesetzt und sei mit dem Lohn abgegolten. Den späteren Vereinbarungen sei zu entnehmen, die Entschädigungen für "Kompensationszeit" würden im Sinne eines "einmaligen Entgegenkommens" geleistet. Mit dieser Formulierung habe der Arbeitgeber den fehlenden Automatismus der Entschädigung von Überstunden und Kompensationstagen unterstrichen. Es erscheine zudem fraglich, ob die in loser Folge getätigten vier Zahlungen innerhalb von 15 Monaten bereits eine regelmässige Überstunden- oder Ferienentschädigung darstellten. Jedenfalls habe der Beschwerdeführer in keinem Zeitpunkt weiterhin mit solchen Einkünften rechnen können. Dies ergebe sich bereits daraus, dass er mehrfach eine zusätzliche Vereinbarung mit dem Arbeitgeber habe treffen müssen, damit dieser die entsprechenden Zahlungen ausgelöst habe. Von einem Automatismus könne daher keine Rede sein, weshalb die Anrechnung des Betrages von Fr. 5'481.60 zu Recht unterblieben sei.