Citation: 6B_696/2024 E. 3.2.1

3.2.1. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer habe seine Ehefrau gewürgt, wodurch sie Stauungsblutungen an den Augenlidern und am rechten Trommelfell erlitten habe. Diese seien gemäss Gutachten als Zeichen einer kreislaufrelevanten Gewalteinwirkung gegen den Hals zu interpretieren. Dadurch habe er die Ehefrau in unmittelbare Lebensgefahr gebracht. Die Vorinstanz verweist zutreffend auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach bei Würgevorfällen Durchblutungsstörungen des Gehirns zu einem Sauerstoffmangel führen und dort relativ rasch irreversible Schädigungen verursachen können. Das Gehirn ist ein lebenswichtiges Organ, womit dessen irreversible Schädigung zum Tod führen kann. Diese Kausalverläufe setzen ein gewisses Ausmass der Gewalt voraus, welches mittels rechtsmedizinischer, objektivierbarer Feststellungen sowie durch Angaben des Opfers eruiert werden kann. Zu relevanten Strangulationsfolgen gehören unter anderem Atemnot, Würgemale, Urin- und Stuhlabgang sowie punktförmige Stauungsblutungen an den Augenbindehäuten, wobei eine Kombination mehrerer Symptome grundsätzlich nicht erforderlich ist (BGE 124 IV 53 E. 2; Urteile 6B_964/2021 vom 12. Januar 2022 E. 4.5.1; 6B_1258/2020 vom 12. November 2021 E. 1.4 mit Hinweisen). Die Vorinstanz erwägt überzeugend, dass der Verteidigung nicht gefolgt werden kann, wenn sie geltend macht, es habe keine unmittelbare Lebensgefahr bestanden, nur weil die Ehefrau keinen Urin- oder Stuhlabgang gehabt habe.