Citation: B 136/05 10.03.2006 E. 2

2.1 Nach Art. 35 Abs. 1 OG kann die Wiederherstellung gegen die Folgen der Versäumnis einer Frist nur dann erteilt werden, wenn der Gesuchsteller oder sein Vertreter durch ein unverschuldetes Hindernis abgehalten worden ist, innert Frist zu handeln. Damit lässt das Gesetz die Wiederherstellung nur zu, wenn weder der Partei noch ihrer Vertretung ein Vorwurf gemacht werden kann (BGE 114 II 182 Erw. 2 mit Hinweis). 2.2 Zur Begründung des Fristwiederherstellungsgesuches macht die Gesuchstellerin geltend, sie habe unmittelbar nach Erhalt des zur Revision anbegehrten Entscheides des Eidgenössischen Versicherungsgerichts bei ihrer damaligen Rechtsvertreterin, Fürsprecherin S._________, angerufen. Von deren Mitarbeiter, Fürsprecher N._________, habe sie die Auskunft erhalten, dieser Entscheid sei endgültig und dagegen könne nichts mehr unternommen werden. Auf die Möglichkeit eines Revisionsgesuches sei sie nicht hingewiesen worden und sie habe auch nichts davon wissen können. Sie habe auf die negative Auskunft vertraut, zumal Fürsprecherin S._________ in acht andern Verfahren erfolgreich ihre Interessen wahrgenommen habe. Sie sei nicht rechtskundig und auf die Witwenrente angewiesen. Die Verzweiflung und Ohnmacht über den angefochtenen Entscheid sei so gross gewesen, dass sie nicht auf den Gedanken gekommen sei, die von Fürsprecher N._________ erhaltene Auskunft zu hinterfragen und sich auch noch andernorts über eine Anfechtungsmöglichkeit zu erkundigen. Rein zufällig habe sie später vom jetzigen Rechtsvertreter davon erfahren. Unter all diesen Umständen sei sie durch ein von ihr nicht verschuldetes Hindernis abgehalten worden, innert Frist den Revisionsgrund geltend zu machen, dass das Gericht wesentliche bei den Akten liegende Tatsachen nicht berücksichtigt habe.