Citation: 1B_412/2016 E. 3.1

3.1. Die Bundesanwaltschaft und die Vorinstanz werfen dem Beschwerdeführer Folgendes vor: Der Beschuldigte sei im Jahr 2013 nach Syrien gereist und habe sich dort der Gruppierung "Islamischer Staat" (IS) bzw. einer ihr nahestehenden Tarnorganisation angeschlossen und an Kampfhandlungen beteiligt. Zudem habe er (im Zeitraum von 2012 bis Februar 2016) im Raum Winterthur mehrere Personen mit salafistisch-extremistischem Gedankengut indoktriniert sowie für den bewaffneten "Dschihad" auf Seiten des IS (bzw. einer verwandten Gruppierung) im syrisch-irakischen Kriegsgebiet rekrutiert. Der Beschwerdeführer sei nach eigenen Aussagen zum sunnitischen Islam konvertiert und hege Sympathien für den IS. Er sei der Hauptverantwortliche eines in der Schweiz aktiven Kampfsportvereins. Beim prominentesten Vereinsmitglied habe es sich um einen in Deutschland wohnhaften ehemaligen Kickboxweltmeister gehandelt, der sich öffentlich zum IS bekannt habe und gemäss Medienberichten später bei Kampfhandlungen für den IS gestorben sei. Der Beschwerdeführer habe gestanden, im Jahre 2013 nach Syrien gereist zu sein. Syrien sei damals "flächendeckend Kriegsgebiet" gewesen. Ebenso habe er eingeräumt, sich dort - mitunter schwerbewaffnet und in Militärkleidung - in einem "Camp" aufgehalten zu haben. Dort habe er auch nächtlichen Wachtdienst geleistet. Die Reise des Beschwerdeführers ins Kriegsgebiet sei von einem einschlägig bekannten salafistischen Hassprediger in die Wege geleitet worden, der den IS unterstütze. Der Beschwerdeführer bestreite auch nicht, mit weiteren extremistischen Islamisten in Kontakt gewesen zu sein. Einer davon sei am 5. November 2015 in Bosnien-Herzegowina wegen terroristischen Aktivitäten (im Zeitraum von 2013-2014), Aufruf zu Gewalt, Rekrutierung für den IS und weiteren Delikten zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt worden. Ebenso wenig bestreite der Beschwerdeführer, dass er digitale Bilder von Fahnen, die der IS für sich beanspruche, besessen und an andere Personen versendet habe. Seine Ehefrau habe ihm während seines Syrienaufenthaltes mitgeteilt, er solle "gesund zurückkehren oder als Märtyrer sterben". Mit Bekannten habe sie sich über sein "Training" in Syrien, den "Dschihad" und seinen möglichen "Märtyrertod" unterhalten. Die Vorinstanz erwägt, sie habe entsprechende Feststellungen bereits in einem früheren Haftbeschwerdeentscheid (vom 27. Juni 2016) getroffen. Der Beschwerdeführer habe im vorinstanzlichen Verfahren einzig bestritten, in Syrien an Kampfhandlungen teilgenommen und den IS unterstützt zu haben. Er wolle sich auch nicht im Gebiet des IS aufgehalten haben. In Syrien habe er angeblich lediglich Hilfsgüter verteilt. Diese Einwände erschienen aufgrund der bisherigen Untersuchungsergebnisse als blosse Schutzbehauptungen. Einerseits lägen zahlreiche Photos bei den Akten, welche den Beschwerdeführer "im IS-Kämpferstil" bewaffnet und in Militärkleidung zeigten. Anderseits bestünden keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass er in Syrien Hilfsgüter (an die Zivilbevölkerung) verteilt hätte. Dazu habe er selber auch keine detaillierten Aussagen gemacht. Allfällige logistische Leistungen an den IS könnten als Unterstützungshandlung für eine kriminelle Organisation strafbar sein. Hinzu komme die im Tatzeitpunkt "eindeutig islamistisch-extremistische Einstellung" des Beschuldigten und seines Umfelds, welche durch sichergestellte Fotos und Nachrichtenverläufe bestätigt werde. Der sich daraus ergebende Verdacht der Unterstützung des IS werde noch durch folgende Vorfälle verstärkt: Zwei damals 15 und 16 Jahre alte Jugendliche seien am 29. Dezember 2014 von ihrem Vater bei der Kantonspolizei Zürich als vermisst gemeldet worden. Es sei festgestellt worden, dass die beiden Jugendlichen bzw. Kinder in die Türkei und von dort aus in den Irak gereist waren. Der Beschwerdeführer habe ausgesagt, er kenne die beiden von klein auf. Er habe mit ihnen die Moschee besucht, und der Jugendliche habe oft bei ihm im Kampfsportverein trainiert. Beim Beschwerdeführer sei ein Foto gefunden worden, auf dem der Jugendliche mit dem oben erwähnten Kickboxweltmeister und IS-Anhänger, der im IS-Gebiet getötet worden sei, abgebildet sei. Nach eigenen Aussagen habe der Beschwerdeführer diverse weitere Personen trainiert (bzw. Kontakte zu ihnen gepflegt), die ebenfalls nach Syrien bzw. in den Irak gereist seien oder dies zumindest versucht hätten. Auch dies habe die Vorinstanz schon in ihrem Entscheid vom 27. Juni 2016 festgestellt. Insgesamt ergäben sich ausreichend konkrete Anhaltspunkte für einen dringenden Tatverdacht der Unterstützung einer kriminellen Organisation und von Widerhandlungen gegen das "IS-Gesetz" vom 12. Dezember 2014.