Citation: 1B_604/2021 E. 5.1

5.1. Das EFD hat das streitige Siegelungsbegehren abschlägig behandelt (Nichteintreten auf die betreffende "Einsprache"). Die Vorinstanz hat die dagegen erhobene Beschwerde abgewiesen. Ein Entsiegelungsverfahren hat betreffend die erhobenen Unterlagen der Bank nicht stattgefunden. Der Beschwerdeführer rügt eine Verweigerung des ihm gesetzlich zustehenden Rechtsschutzes. Art. 29 Abs. 1 und Art. 29a BV verbieten die formelle Rechtsverweigerung. Eine solche liegt nach der Praxis des Bundesgerichts insbesondere vor, wenn eine Behörde auf eine ihr frist- und formgerecht unterbreitete Sache nicht eintritt, obschon sie darüber befinden müsste. Überspitzter Formalismus ist gegeben, wenn für ein Verfahren rigorose Formvorschriften aufgestellt werden, ohne dass die Strenge sachlich gerechtfertigt wäre, wenn die Behörde formelle Vorschriften mit übertriebener Schärfe handhabt oder an Rechtsschriften überspannte Anforderungen stellt und damit Rechtsuchenden den gesetzlichen Rechtsweg in unzulässiger Weise versperrt. Ob eine solche Rechtsverweigerung vorliegt, prüft das Bundesgericht mit freier Kognition (BGE 135 I 6 E. 2.1 mit Hinweisen; zit. Urteile 1B_243/2021 E. 3.3; 1B_49/2021 E. 5.3; 1B_611/2019 E. 3.3).