Citation: 4A_596/2012 E. 3.6

3.6. Daran ändert auch der Einwand der Beschwerdeführerin nichts, dass die Vorinstanz mit der Editionsanordnung (wenigstens implizit) auch einen Entscheid über ihre Zuständigkeit i.S. von Art. 190 Abs. 2 lit. b IPRG gefällt habe. Die Beschwerdeführerin begründet diesen Einwand lediglich mit einer Meinungsverschiedenheit, die sie mit der Vorinstanz hat: Da die Beschwerdeführerin wiederholt darauf hingewiesen habe, dass der Einzelschiedsrichter mit einer allfälligen Herausgabeanordnung "nach ihrer Einschätzung in unzulässiger Weise im Hinblick auf die Vollstreckung des Teilentscheids tätig" werde, der Schiedsrichter aber "den Procedural Order Nr. 7 trotz dieser Einwände erlassen und mit Procedural Order Nr. 8 nochmals bestätigt" habe, habe dieser "sowohl implizit als auch ausdrücklich dargetan, dass er ein anderes Verständnis über seine Zuständigkeit als die Beschwerdeführerin hat". Damit stehe "fest, dass es sich bei den angefochtenen Entscheiden um Zwischenentscheide über die Zuständigkeit des Einzelschiedsrichters" handle. Diesen Ausführungen kann nicht gefolgt werden. Denn entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin betrifft die Meinungsverschiedenheit zwischen ihr und dem Einzelschiedsrichter nicht die Zuständigkeit des Schiedsgerichts zur Beurteilung der klägerischen Rechtsbegehren, sondern die Frage, ob die beweisrechtliche Editionsverfügung zulässig bzw. opportun ist oder nicht. In einer blossen Meinungsverschiedenheit über die Zulässigkeit einer Editionsverfügung liegt kein impliziter Entscheid über die Zuständigkeit im technischen Sinne. Abgesehen davon bestreitet die Beschwerdeführerin die Zuständigkeit des Schiedsgerichts zum Entscheid über die noch unbeurteilten Forderungsklagen nicht.