Citation: 6B_672/2021 E. 5.3.1

5.3.1. Die Vorinstanz hat sich vertieft mit den angemeldeten Ansprüchen des Beschwerdeführers auseinandergesetzt. Dabei hat sie hinsichtlich des von ihm geltend gemachten Auslagenersatzes von Fr. 270.-- (Fr. 100.-- Portopauschale; Fr. 70.-- für Bahnbillete von und nach Zürich; Fr. 100.-- Büromaterial) und der Umtriebsentschädigung von Fr. 1'800.-- (Zeitaufwand für Rechtsschriften 12 Std. à Fr. 150.--) zutreffend ausgeführt, dass der Beschwerdeführer seine Forderungen zwar beziffert, im Einzelnen aber nicht rechtsgenüglich begründet und belegt. Dem ist nichts beizufügen. Seine nunmehr vor Bundesgericht vorgebrachte Behauptung, die Postgebühren seien aktenkundig auf den Briefumschlägen ausgewiesen, vermag an seiner Obliegenheit, seine Auslagen zu belegen, nichts zu ändern. Es ist nicht Aufgabe der Strafbehörden, in den Akten nach Beweisen für die vom Beschwerdeführer angemeldeten Ansprüche zu suchen. Eine Entschädigung für den persönlichen Zeitaufwand (Aktenstudium, Verfassen von Eingaben, Teilnahme an Verhandlungen etc.) von nicht anwaltlich vertretenen Personen oder Beschuldigten ist in der StPO sodann nicht explizit vorgesehen. Eine Parteientschädigung kann aber zugesprochen werden, wenn "besondere Verhältnisse" dies rechtfertigen. Solche liegen vor, wenn es sich a) um eine komplizierte Sache mit hohem Streitwert handelt, b) die Interessenwahrung einen hohen Arbeitsaufwand notwendig macht, der den Rahmen dessen überschreitet, was der Einzelne üblicher- und zumutbarerweise nebenbei zur Besorgung der persönlichen Angelegenheiten auf sich zu nehmen hat, und c) zwischen dem betriebenen Aufwand und dem Ergebnis der Interessenwahrung ein vernünftiges Verhältnis besteht. Bei einem Aufwand von 12 Stunden - wie ihn der Beschwerdeführer vor Vorinstanz geltend macht - sind diese Voraussetzungen nicht anzunehmen (vgl. Urteile 6B_1125/2016 vom 20. März 2017 E. 2.2 mit Hinweis; 6B_251/2015 vom 24. August 2015 E. 2.3.1 f. sowie E. 2.3.3 mit Hinweisen). Soweit der Beschwerdeführer seine, für den Zeitaufwand für Rechtsschriften beantragte Entschädigung ohne weitere Erklärung vor Bundesgericht neu auf Fr. 6'000.-- erhöht, ist darauf nicht einzugehen. Neue Tatsachen und Beweismittel dürfen nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG), was in der Beschwerde darzulegen ist (BGE 139 III 120 E. 3.1.2; 134 V 223 E. 2.2.1). Diese Anforderungen sind vorliegend nicht erfüllt. Der Schluss der Vorinstanz, dem Beschwerdeführer sei keine Entschädigung für die von ihm geltend gemachten Auslagen in der Höhe von Fr. 270.-- und für seinen persönlichen Zeitaufwand zuzusprechen, ist rechtskonform.