Citation: 5A_415/2024 E. 3.2

3.2. In einer Eventualerwägung hat das Obergericht festgehalten, dass die Beschwerde abzuweisen wäre, wenn auf sie eingetreten werden könnte. Hinsichtlich der Abschreibungsverfügung wäre einzig der Kostenpunkt anfechtbar und es sei nicht zu beanstanden, dass sich die Schlichtungsbehörde bei der Verlegung der Kosten auf den Vergleich gestützt habe. Hinsichtlich der Revision behaupte die Beschwerdeführerin nicht, dass sie seit dem Abschluss der Vereinbarung bzw. seit dem Ablauf der Widerrufsfrist einen Irrtum entdeckt hätte. Vielmehr habe sie offenbar bereits vor dem Abschluss des Vergleichs Kenntnis vom aus ihrer Sicht fehlerhaften Erbschaftsinventar gehabt. Die Schlichtungsbehörde habe zu Recht festgehalten, dass die Frist zur Anfechtung des Vergleichs im März 2024 bereits abgelaufen gewesen sei. Zudem sei kein Willensmangel ersichtlich. Die Beschwerdeführerin und ihr Rechtsanwalt seien über die geltend gemachten Fehler im Erbschaftsinventar vor der Schlichtungsverhandlung im Bilde gewesen. Sie hätten den Vergleich dessen ungeachtet abgeschlossen und nicht widerrufen.