Citation: 4A_258/2018 E. 4

Die Beschwerdeführerin macht schliesslich geltend, die Vorinstanz habe Art. 8 ZGB sowie Art. 431 OR verletzt und gegen das Willkürverbot verstossen, wenn sie einerseits festhalte, die Auslagen der Beschwerdegegnerin seien nicht belegt, anderseits diese Auslagen der Beschwerdegegnerin dennoch zuspreche. Es wäre an der Beschwerdegegnerin gewesen, diese Kosten im Einzelnen darzutun und zu belegen. Die Vorinstanz hat festgestellt, angesichts des Transportes des Fahrzeuges nach U.________ und der Belegung eines Standplatzes an der Ausstellung erscheine der Betrag von Fr. 2'000.-- für Auslagen, wenn auch nicht belegt, als gerechtfertigt und angemessen (vgl. hiervor E. 2.1.2). Damit hat die Vorinstanz die Höhe der Auslagen für den Transport und die Ausstellung des Fahrzeugs richterlich geschätzt. Es ist zu prüfen, ob die Voraussetzungen für eine Schätzung der Auslagen nach richterlichem Ermessen gegeben waren. Gemäss Art. 42 Abs. 2 OR ist der nicht ziffermässig nachweisbare Schaden nach Ermessen des Richters abzuschätzen. Art. 42 Abs. 2 OR enthält eine bundesrechtliche Beweisvorschrift, die dem Geschädigten den Schadensnachweis erleichtern soll. Die Bestimmung räumt dem Sachgericht für Fälle, in denen der strikte Nachweis des Schadens ausgeschlossen ist, einen erweiterten Ermessensspielraum ein, indem sie ihm gestattet, den Schaden aufgrund einer blossen Schätzung als ausgewiesen zu erachten (BGE 122 III 219 E. 3a S. 221 mit Hinweisen). Die Vorinstanz hat vorliegend nicht die Höhe eines Schadens geschätzt, sondern die Höhe geltend gemachter Auslagen, und damit Art. 42 Abs. 2 OR analog angewendet. Bundesrecht steht der analogen Anwendung von Art. 42 Abs. 2 OR grundsätzlich nicht entgegen (BGE 128 III 271 E. 2b/aa S. 276). Eine Herabsetzung des Beweismasses setzt indessen - entsprechend der Lehre und Rechtsprechung zu dieser Bestimmung - voraus, dass ein strikter Beweis nach der Natur der Sache nicht möglich oder nicht zumutbar ist. Die Herabsetzung des Beweismasses darf im Ergebnis nicht zu einer Umkehr der Beweislast führen. Die beweispflichtige Partei hat alle Umstände, die für die Verwirklichung des behaupteten Sachverhalts sprechen, soweit möglich und zumutbar zu behaupten und zu beweisen (BGE 128 III 271 E. 2b/aa S. 276 f. mit Hinweisen). Aus den Feststellungen der Vorinstanz ergibt sich nur, die Beschwerdegegnerin habe die Beschwerdeführerin über die Auslagen informiert und diese habe nie eine detaillierte Abrechnung verlangt (vgl. hiervor E. 2.1.2). Die Feststellung der Vorinstanz, die Beschwerdeführerin sei über die Aufwendungen informiert worden, stützt sich auf eine E-Mail von C.________. Dies ist, wie die Beschwerdeführerin zu Recht rügt, eine reine Parteibehauptung. Die Beschwerdegegnerin macht in ihrer Beschwerdeantwort vor allem geltend, sie habe davon ausgehen dürfen, die Auslagen seien von der Beschwerdeführerin akzeptiert worden. Damit ist nicht dargetan, dass es der Beschwerdegegnerin nicht möglich oder zumutbar gewesen wäre, die Höhe der Auslagen (Transportkosten und Benutzung eines Standplatzes) zumindest ansatzweise zu belegen. Die Voraussetzungen für eine Schätzung der Höhe der Auslagen nach Art. 42 Abs. 2 OR sind nicht gegeben. Sind die Auslagen nicht belegt, trägt die Beschwerdegegnerin die Folgen der Beweislosigkeit, sodass die geltend gemachten Auslagen von Fr. 2'000.-- unbeachtet bleiben.