Citation: 8C_261/2022 E. 3.2.3

3.2.3. Die Vorinstanz übersehe weiter, dass die Behandlung erstmals am 18. November 1994 abgeschlossen worden sei. Der Beschwerdegegner sei schmerzfrei gewesen. Der behandelnde Dr. med. F.________ behaupte ferner aktenwidrig, aus allen Dokumenten ergebe sich, dass der Unfall vom 22. August 1994 Auslöser der schweren degenerativen Veränderungen an der HWS gewesen sei. In Berücksichtigung der gesamten Umstände mit den beschwerde- bzw. behandlungsfreien Intervallen von November 1994 bis September 1995 sowie November 1996 bis Dezember 1997 seien keine Brückensymptome mit hinreichender Intensität und Konstanz gegeben, die zu einer Beurteilung der Haftungsfrage nach Art. 5 MVG führten. Schliesslich seien in Anwendung der Rechtsprechung gemäss BGE 134 V 109 für die Adäquanzprüfung bei organisch nicht objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen die aktuell vorhandenen Beschwerden nicht mehr adäquat kausal zum versicherten Ereignis von 1994, weshalb eine Haftung der Militärversicherung hierfür entfalle.