Citation: 6B_186/2024 E. 4.5

4.5. Sodann wendet sich die Vorinstanz den Aussagen der Nachbarin zu. Diese habe beschrieben, dass sie in der Tatnacht gegen 02:30 Uhr zwei Männerstimmen und ein Rumpeln gehört habe. Die Männer hätten nicht geschrien, es habe sich eher wie eine Diskussion angehört. Auf Nachfrage habe die Nachbarin erklärt, es habe eine andere Sprache als Deutsch sein müssen, weil sie die Personen sonst ja verstanden hätte. Die Stimme der Beschwerdeführerin habe sie nicht gehört. Bei der Würdigung dieser Aussagen berücksichtigt die Vorinstanz, dass der Ehemann seinen Notruf um 02:19 Uhr abgesetzt habe. Die Polizei habe ihn allein in der Wohnung angetroffen. Der von der Nachbarin genannte Zeitpunkt decke sich mit dem Eintreffen der Polizei um 02:32 Uhr und dem Erscheinen der Rettungskräfte wenige Minuten später. Um 03:25 Uhr sei die Spurensicherung eingetroffen. Die Vorinstanz schliesst daraus, dass die Nachbarin den Rettungseinsatz gehört hat. Andernfalls sei nicht erklärbar, dass die Nachbarin zwar eine Diskussion sowie ein Rumpeln gehört habe, dann aber das Eintreffen der Polizei und der Rettungskräfte sowie die spurentechnischen Erhebungen nicht mehr mitbekommen habe.