Citation: 8C_213/2022 E. 4.5.1

4.5.1. Der Beschwerdeführer vermag nicht aufzuzeigen, womit die Vorinstanz in Nachachtung der soeben dargelegten Rechtsprechung mit ihrer Feststellung, von 2011 bis Sommer 2017 sei noch kein verselbstständigter Gesundheitsschaden ausgewiesen gewesen, Bundesrecht verletzt haben sollte. Nicht offensichtlich unrichtig ist die vorinstanzliche Feststellung, das Beschwerdebild sei in dieser Zeitspanne wesentlich durch invaliditätsfremde psychosoziale Umstände geprägt gewesen: So habe er 2012 erfahren, nicht biologischer Vater seines Sohnes zu sein, worauf er und seine Frau sich getrennt hätten. Die 2014 gewährte berufliche Umschulung zum Lastwagenchauffeur habe er nicht erfolgreich absolvieren können und in der Folge seine Arbeitsstelle verloren. 2016 habe ihn seine neue Partnerin verlassen. Überdies bestünden finanzielle Probleme. Der behandelnde Dr. med. F.________ habe solche Faktoren durchgehend beschrieben und im Bericht vom 18. Juli 2014 dementsprechend die Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode bei psychosozialer Belastungssituation gestellt, bestehend seit April 2013. Im November 2016 habe der Psychiater dargelegt, mit welchen Problemen der Beschwerdeführer in den letzten zwei Jahren konfrontiert gewesen sei und angegeben, dieser sei für eine leichtere körperliche Arbeit und als Lastwagenchauffeur einsetzbar, "wenn er eine Stelle finde". Gegenüber der Beschwerdegegnerin habe Dr. med. F.________ bemerkt, dass "der Mann einfach eine Arbeitsstelle" brauche. Auch im Verlauf der Potenzialabklärung vom 4. bis 28. September 2017 seien immer wieder die privaten Belastungen des Beschwerdeführers in den Vordergrund gerückt. Wie die Vorinstanz sodann festhielt, ordnete auch Prof. Dr. med. D.________ das noch vorhandene syndromale psychiatrische Krankheitsbild einer Reaktion auf die schwierigen psychosozialen Belastungen zu. Hätte der Beschwerdeführer keine Schulden, wäre der Vaterschaftstest zu seinen Gunsten ausgefallen und wäre es nicht zu den Eheschwierigkeiten gekommen, würden überwiegend wahrscheinlich keine Funktionsstörungen vorliegen.