Citation: 6B_483/2014 E. 2.3

2.3. Weitere die zweite Kollision betreffende Umstände fehlen im vorinstanzlichen Entscheid (anders als im erstinstanzlichen Urteil) gänzlich. Es lässt sich nicht beurteilen, ob der Beschwerdeführer mit der gebotenen Aufmerksamkeit und einer angemessenen Geschwindigkeit auf den Fussgängerstreifen zufuhr. Die Vorinstanz stellt insbesondere nicht fest, ab welchem Moment der Beschwerdeführer das Opfer hätte erblicken können und ob es bereits beim Betreten des Fussgängerstreifens oder erst im Zeitpunkt der ersten Kollision für den Beschwerdeführer erkennbar war. Ebenso blieb unbeantwortet, welche Distanz das Fahrzeug des Beschwerdeführers zum Fussgängerstreifen aufwies, als das Opfer die Fahrbahn betrat und als es vom ersten Auto angefahren wurde. In tatsächlicher Hinsicht massgebend ist weiter, ob der Beschwerdeführer bei gebotener Aufmerksamkeit in der Lage gewesen wäre, sein Fahrzeug rechtzeitig anzuhalten. Wäre es gleichwohl zur Kollision mit dem Opfer gekommen, stellt sich schliesslich die (durch den Beizug von Sachverständigen zu beantwortende) Frage, welche Verletzungen mit welchen Folgen das Opfer erlitten hätte.