Citation: 2C_128/2024 E. 9.5.1

9.5.1. Vorliegend ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer gegenüber seinem minderjährigen Sohn weder sorge- noch obhutsberechtigt ist (vgl. E. 6.3.1 angefochtenes Urteil). Rechtsprechungsgemäss ist im Rahmen von Art. 8 EMRK sowie Art. 13 Abs. 1 BV die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung an einen weder sorge- noch hauptsächlich betreuungsberechtigten ausländischen Elternteil zur Ausübung seines Besuchsrechts in der Regel nicht erforderlich. Unter dem Gesichtswinkel des Schutzes des Anspruchs auf Familienleben genügt es den Umständen nach, dass der Kontakt zum Kind im Rahmen von Kurzaufenthalten, Ferienbesuchen oder über die modernen Kommunikationsmittel vom Ausland her wahrgenommen werden kann; gegebenenfalls sind die zivilrechtlichen Modalitäten hierfür den ausländerrechtlichen Vorgaben anzupassen (BGE 144 I 91 E. 5.1; 139 I 315 E. 2.2; Urteile 2C_592/2021 vom 29. August 2022 E. 2.2.2; 2C_896/2020 vom 11. März 2021 E. 4.3.2). Gemäss der Rechtsprechung kann ein weitergehender Anspruch nur dann in Betracht fallen, wenn eine in affektiver und in wirtschaftlicher Hinsicht besonders enge Beziehung zum Kind besteht (vgl. dazu BGE 144 I 91 E. 5.2.1 f.), diese Beziehung wegen der Distanz zum Heimatland des Ausländers praktisch nicht aufrechterhalten werden könnte und das bisherige Verhalten der ausländischen Person in der Schweiz zu keinerlei namhaften Klagen Anlass gegeben hat, sprich sich diese tadellos verhalten hat (BGE 144 I 91 E. 5.2; 143 I 21 E. 5.2; 142 II 35 E. 6.2; jeweils mit Hinweisen). Dies ist in der Regel nicht der Fall, wenn gegen die ausländische Person, welche sich auf Art. 8 EMRK beruft, ausländerrechtliche Entfernungs- und Fernhaltegründe sprechen, insbesondere sie sich massgebliches, strafrechtlich oder ausländerrechtlich verpöntes Fehlverhalten hat zu schulden kommen lassen (BGE 144 I 91 E. 5.2.4, mit Hinweisen; Urteil 2C_896/2020 vom 11. März 2021 E. 4.3.2).