Citation: 4P.234/1999 04.02.2000 E. 2.-

a) Nach den Ausführungen des Obergerichts sind die Tatsachen, die der Beschwerdeführer mit den angerufenen Be- weismitteln beweisen möchte, für den Entscheid nicht wesent- lich. Über Behauptungen, die auf den Prozessausgang keinen Einfluss haben, ist kein Beweis abzunehmen. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt nicht vor. Eine andere Frage ist, ob das Obergericht zu Recht davon ausging, die entspre- chenden Tatsachen seien für den Entscheid unerheblich. Da es um die Abgrenzung zwischen einem Auftrag und einem Arbeits- vertrag bzw. um die allfällige Entgeltlichkeit des Auftrags geht, ist dies eine Frage des Bundesrechts. Nimmt das Ge- richt über für den Entscheid wesentliche Tatsachen trotz eines entsprechenden Antrags keinen Beweis ab, verletzt dies Art. 8 ZGB. Da diese Verletzung mit Berufung gerügt werden kann, ist insoweit auf die Beschwerde nicht einzutreten (Art. 84 Abs. 2 OG). b) Art. 8 ZGB schreibt dem Gericht dagegen nicht vor, wie es die abgenommenen Beweise zu würdigen hat. Dies schliesst auch die antizipierte Beweiswürdigung ein. In an- tizipierter Beweiswürdigung wird auf die Abnahme von Beweis- mitteln verzichtet, wenn die behaupteten Tatsachen an sich für den Entscheid relevant wären, die angerufenen Beweismit- tel jedoch nicht geeignet scheinen, diese Tatsachen zu be- weisen. Eine antizipierte Beweiswürdigung führt das Oberge- richt nur im Zusammenhang mit dem vom Beschwerdeführer zur Edition beantragten Zeitungsartikel und der beantragten Ein- vernahme des Autors durch. Es kommt zum Schluss, dass die entsprechenden Beweismittel höchstens die vom Beschwerdefüh- rer unbestrittenermassen erbrachten Leistungen nicht aber deren Entgeltlichkeit zu beweisen vermögen. Inwiefern diese Beweiswürdigung willkürlich ist, zeigt der Beschwerdeführer nicht auf und ist auch nicht ersichtlich. d) Auf die Einvernahme der Familienangehörigen wur- de verzichtet, weil sie nach Ansicht des Obergerichts keine wesentlichen Tatsachen bezeugen können, nicht weil sie mit dem Beschwerdeführer verwandt sind. Die Ausführungen des Be- schwerdeführers gehen an der Sache vorbei.