Citation: 9C_277/2017 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführerin weist zwar zu Recht darauf hin, dass bei der Berechnung von Ergänzungsleistungen grundsätzlich nur tatsächlich vereinnahmte Einkünfte und vorhandene Vermögenswerte berücksichtigt werden dürfen, über die der Leistungsansprecher ungeschmälert verfügen kann (vgl. zum Ganzen Urteil 9C_831/2016 vom 11. Juli 2017 E. 5.1 mit Hinweisen). Indessen lässt sie den in Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG explizit vorbehaltenen Tatbestand des Verzichts auf Einkünfte oder Vermögenswerte ausser Acht. Im Rahmen einer Scheidung ist für die Bewertung der Aktiven und Passiven im Vermögen der Ehegatten der Zeitpunkt entscheidend, in welchem die güterrechtliche Auseinandersetzung vorgenommen wird. Erfolgt sie im Rahmen eines gerichtlichen Verfahrens, so ist der Tag der Urteilsfällung massgebend (Art. 214 Abs. 1 ZGB; BGE 121 III 152 E. 3a S. 154). Gestützt darauf ging die Vorinstanz zu Recht von einer grundsätzlichen Verfüg- und Verwertbarkeit der den Ehegatten per 4. Juli 2016 zugesprochenen Vermögenswerten aus. Trotzdem - und obwohl sie sich nur wenige Tage später zum Bezug von Ergänzungsleistungen anmeldete - verzichtete die Beschwerdeführerin im Rahmen der richterlich genehmigten Vereinbarung über die Scheidungsfolgen auf eine unmittelbare (Teil-) Auszahlung der güterrechtlichen Ausgleichszahlung. Sie gewährte ihrem geschiedenen Mann stattdessen eine Ratenzahlung, wobei die erste Rate erst Ende 2016 fällig wurde. Damit hat sie - zumindest vorübergehend - auf Vermögenswerte verzichtet, über die sie ungeschmälert hätte verfügen und die sie zur Deckung ihrer laufenden Lebensbedürfnisse hätte verwenden können. Wie die Vorinstanz richtig erwogen hat, ändern die geltend gemachten finanziellen Schwierigkeiten ihres geschiedenen Ehegatten am Verzichtstatbestand nichts. Diese hätten einzig dazu führen können, dass die nunmehr in sein Alleineigentum gefallene Liegenschaft in Portugal zur Deckung der güterrechtlichen Ausgleichszahlung hätte veräussert werden müssen. Dies zu verhindern ist aber nicht Aufgabe der Ergänzungsleistungen.