Citation: 2C_397/2022 E. 5.4

5.4. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers belegen die einzelnen übereinstimmenden Antworten der Ehegatten in der umfangreichen Befragung (vgl. vorn E. 4.4) höchstens gewisse grundlegende Kenntnisse der Ehegatten über die jeweils andere Person, wie sie beispielsweise auch unter Bekannten gegeben sein können, jedoch keinen tatsächlichen Ehewillen. Die vom Beschwerdeführer eingereichten Bilder zeigen den Beschwerdeführer zusammen mit seiner Ehefrau bei einzelnen Freizeitaktivitäten (vgl. vorn E. 4.4). Die Chat-Nachrichten beschränken sich zum Grossteil auf ein- und dieselben Texte sowie den Versand von Emojis (vgl. vorn E. 4.4). Weder die Bilder noch die Chat-Nachrichten, die höchstens einen gewissen (oberflächlichen) Kontakt zwischen den Ehegatten belegen, lassen angesichts der erwähnten gewichtigen Indizien für das Vorliegen einer Scheinehe (vgl. vorn E. 5.3) den Schluss auf eine tatsächlich gelebte Ehe zu. Wie es sich mit der von der Vorinstanz angenommenen Parallelbeziehung des Beschwerdeführers mit der Ex-Ehefrau verhält, kann vor diesem Hintergrund offen gelassen werden, da - wie soeben aufgezeigt - bereits genügend andere Indizien für das Vorliegen einer Scheinehe bestehen.