Citation: 1A.320/2005 23.01.2006 E. 3

3.1 Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 52 IRSG). Er hat dem Bundesamt am 24. Oktober 2005 fremdsprachige Zeitungsberichte und Internetauszüge über die Menschenrechtslage in Moldawien zugesandt und vergeblich um eine Nachfrist zur Kommentierung ersucht. Das Bundesamt führt in seiner Vernehmlassung aus, der Beschwerdeführer habe am 6. Oktober 2005 ausdrücklich auf eine zusätzliche Stellungnahme verzichtet, nachdem es ihm per Fax die Garantien der moldawischen Botschaft übermittelt hatte. Seine Eingabe vom 24. Oktober 2005 sei somit verspätet, weshalb keine Nachfrist gewährt worden sei. Im Übrigen beziehe sich die Dokumentation auf Einzelfälle und pauschale Menschenrechtsberichte ohne direkten Zusammenhang zum Beschwerdeführer. Die Ausführungen über die Verspätung der Eingabe treffen zu. Gemäss den Akten wurde der Beschwerdeführer am 18., 19., 20. Mai 2005 und am 4. Juli 2005 einvernommen und nahm durch seinen Verteidiger am 14. Juli 2005 zum Auslieferungsersuchen Stellung. Das Bundesamt gewährte ihm sodann eine Frist bis zum 7. Oktober 2005, um sich zu den Garantien der moldawischen Botschaft zu äussern (Fax vom 28. September 2005). Spätestens dann wäre der Beschwerdeführer nach Treu und Glauben verpflichtet gewesen, seine Dokumentation einzureichen. Stattdessen hat er mit Fax vom 6. Oktober 2005 ausdrücklich auf eine Stellungnahme verzichtet. Er bringt nicht vor und es ist auch nicht ersichtlich, weshalb er verhindert gewesen wäre, die Dokumentation früher einzureichen. Die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs ist nicht begründet. 3.2 Der Beschwerdeführer beantragt vor Bundesgericht, es sei ihm Gelegenheit zu geben, die beim Bundesamt nachgereichten Dokumente auf Kosten des Staates übersetzen zu lassen und nachträglich zu kommentieren. Dieser Antrag ist aus den gleichen Gründen (E. 3.1) abzulehnen.