Citation: 4A_647/2023 E. 6

6. Die Beschwerdeführerin rügt schliesslich eine Verletzung von Art. 81 Abs. 1 und 2 SchKG. Sie macht geltend, selbst wenn man von einem Rechtsschutzinteresse und einem ausreichenden Rechtsöffnungstitel ausginge, gelte das Pfandrecht als getilgt, weil es zwischenzeitlich untergegangen sei. Tilgung bedeute beim Pfandrecht nicht nur die Verwertung des Pfandrechts, sondern darüber hinaus jeden anderen zivilrechtlichen Grund, der zum Untergang des Pfands führe. Die Beschwerdeführerin stützt sich auf den Begriff der "Tilgung der Schuld" gemäss Art. 81 Abs. 1 SchKG. Es ist bereits nicht ersichtlich, inwiefern unter dem Begriff "Tilgung der Schuld" auch der Untergang des Pfandrechts zu verstehen ist. Darauf muss aber nicht weiter eingegangen werden, weil der Einwand der Beschwerdeführerin, das Pfandrecht an den Geschäftsanteilen Nr. 1 und 3 sei untergegangen und es bestehe kein Pfandrecht am Geschäftsanteil Nr. 4, ohnehin als rechtsmissbräuchlich zu qualifizieren ist (vgl. hiervor E. 4.3).