Citation: 8C_572/2022 E. 4.3.2

4.3.2. 4.3.2.1. Mit Verfügung vom 6. Mai 2020, die in der vorliegenden revisionsrechtlichen Streitigkeit als Vergleichsbasis heranzuziehen ist, sprach die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer einen Intensivpflegezuschlag von 8 Stunden zu. Zur Berechnung hielt sie gestützt auf die Abklärung vor Ort vom 19. Dezember 2019 und das ab 1. Januar 2020 gültige IV-Rundschreiben Nr. 394 vom 12. Dezember 2019 des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV; Kinderspitex-Leistungen nach Art. 13 IVG in Verbindung mit Art. 14 IVG) fest, die Grundpflege gemäss Art. 39 Abs. 2 IVV (nicht medizinische Pflege) betrage total 248 Minuten (4 Stunden 8 Minuten), die Behandlungspflege (ohne erbrachte medizinische Leistungen durch medizinische Hilfspersonen) 219 Minuten (3 Stunden 39 Minuten) und die Überwachungspauschale 240 Minuten (4 Stunden). Davon seien die von der Spitex effektiv erbrachten medizinischen Leistungen im Umfang von 107 Minuten (1 Stunde 47 Minuten) abzuziehen. Daraus ergebe sich ein für den Anspruch auf Intensivpflegezuschlag massgebender, invaliditätsbedingter Betreuungsaufwand gemäss Art. 42ter IVG und Art. 39 IVV von 10 Stunden. 4.3.2.2. Entgegen den Feststellungen des kantonalen Gerichts ergibt sich weder aus der eben zitierten Verfügung, noch aus dem zugrundeliegenden Abklärungsbericht vom 19. Dezember 2019 ein behinderungsbedingter Mehraufwand von 274 Minuten (4 Stunden und 34 Minuten). Vielmehr betrug dieser ohne die Überwachungspauschale (4 Stunden) 6 Stunden (10 Stunden minus 4 Stunden), worauf der Beschwerdeführer zu Recht hinweist. Dieser Wert ist zu vergleichen mit dem von der Beschwerdegegnerin gemäss Verfügung vom 16. Dezember 2021 neu ermittelten behinderungsbedingten Mehraufwand von 3 Stunden und 37 Minuten (217 Minuten, ohne Überwachungspauschale von 2 Stunden). Wegen dieses offensichtlichen Fehlers lässt sich der angefochtene Entscheid nicht schlüssig nachvollziehen. Dies trifft namentlich zu für die Schlussfolgerung des kantonalen Gerichts, die Differenz zum neu ermittelten behinderungsbedingten Mehraufwand von 3 Stunden und 37 Minuten betrage bloss eine halbe Stunde. Die "Acht-Stunden-Schwelle" sei im Mai 2020 nur knapp überschritten (um 9 Minuten) und die "Sechs-Stunden-Schwelle" im Dezember 2021 nur knapp unterschritten (um 23 Minuten) worden. In diesem Kontext ist auch unklar, inwieweit den Einwänden des Beschwerdeführers hinsichtlich des geltend gemachten Mehraufwands in den alltäglichen Lebensverrichtungen Bedeutung zukommt. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist die Sache daher zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.