Citation: 4A_294/2020 E. 10.3

10.3. Die Beschwerdeführerin moniert zunächst, die Vorinstanz habe sich in ihrem Entscheid mit dem ganzen Sachverhaltskomplex umfassend die Vorbereitung und die Durchführung der (angeblich) rechtswidrigen Kapitalerhöhung vom 12. Dezember 2006 nicht befasst und damit Rechtsverweigerung begangen. Sie habe sowohl in der Klage als auch der Replik und dem Schlussvortrag dargelegt, dass die Kapitalerhöhung von Fr. 100'000.-- auf Fr. 11.2 Mio. rechtswidrig gewesen sei. Zum Beleg, dass sie Derartiges vorbrachte, verweist sie auf zahlreiche Fundstellen in ihren Rechtsschriften. Soweit die Haftung der Beschwerdegegnerin 3 für allfällige Pflichtverletzungen im Rahmen der Vorbereitung und der Durchführung der erwähnten Kapitalerhöhung betreffend, ist der Beschwerdeführerin in ihrer Rüge beizustimmen. Allerdings ist dieses Unterlassen der Vorinstanz nicht zusätzlich vorzuwerfen. Da sie nämlich die Passivlegitimation der Beschwerdegegnerin 3 sowohl aus Art. 753 OR (E. 2 hiervor) als auch aus Art. 754 OR (E. 3 hiervor) verneinte, prüfte sie deren Verantwortlichkeit nicht und musste dies auch nicht tun, da die Klage bereits mangels Passivlegitimation abgewiesen werden konnte. Wie vorstehend (E. 2.5) festgestellt, war dieser Entscheid, was die Mitwirkung bei der Kapitalerhöhung als Nichtorgan nach Art. 753 OR anbelangt, unrichtig, weshalb die Vorinstanz - wie erwähnt - nach Rückweisung den vorgebrachten Sachverhalt zu prüfen haben wird. Betreffend die Beschwerdegegner 1 und 2 setzte sich die Vorinstanz zwar nicht ausdrücklich mit den von der Beschwerdeführerin an den zitierten Stellen ihrer Eingaben im kantonalen Verfahren vorgebrachten angeblichen Pflichtverletzungen auseinander. Allerdings geht aus ihrer Erwägung 5.3.2 hervor, dass sie die Vorbringen der Beschwerdeführerin hierzu nicht überging, sondern bei der Prüfung des Anspruchs auf Schadenersatz aus Zweckentfremdung von Kreditmitteln (vorinstanzliche E. 5) berücksichtigte. Falls die Beschwerdeführerin meint, die behaupteten Pflichtverletzungen hätten zu einem anderen Schaden geführt, hätte sie diesen in ihrer Beschwerdeschrift benennen und angeben müssen, an welcher Stelle im kantonalen Verfahren sie hierzu Ausführungen machte. Entsprechende Verweise finden sich indes nur betreffend den angeblich von der Beschwerdegegnerin 2 verursachten Schaden - und zwar auf Rz. 899 ff. der Klage und Rz. 879 ff. der Replik. Allerdings sind die dortigen Ausführungen nicht einschlägig, da an jenen Stellen bloss auf die (angeblichen) Pflichtwidrigkeiten der Beschwerdegegnerin 2 eingegangen wird und nicht dargelegt wird, inwiefern die Beschwerdeführerin dadurch geschädigt worden wäre. Folglich vermag die Beschwerdeführerin nicht aufzuzeigen, dass es die Vorinstanz unterliess, die von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Pflichtverletzungen bei der Prüfung der geltend gemachten Schadenersatzansprüche zu berücksichtigen.