Citation: 8C_139/2023 E. 4.2

4.2. Die Beschäftigungsschwankungen gemessen an den Betreuungsstunden und übrigen entschädigten Stunden seien sowohl während der letzten zwölf Monate vor der Anspruchserhebung auf Arbeitslosenentschädigung als auch im auf bis fünf Jahre ausgedehnten Beobachtungszeitraum zu hoch, als dass sich eine Normalarbeitszeit ermitteln liesse. Zwar habe der Beschwerdegegner in den Berechnungen in Bezug auf April 2018 fälschlicherweise 361.25 statt 471.25 Betreuungsstunden und in Bezug auf November 2019 fälschlicherweise 651.50 statt 872.75 Betreuungsstunden eingesetzt. Eine Korrektur dieser Zahlen mit dem Ergebnis von 5'673.75 (statt 5'563.75) geleisteten Stunden von Februar 2018 bis Januar 2019 und 7'787.5 (statt 7'566.25) geleisteten Stunden von Februar 2019 bis Januar 2020 ändere am Ergebnis von Schwankungen von über 20 % in den dadurch veränderten Drei-, Vier- und Fünfjahresvergleichen jedoch nichts (Stundentotal in der Zeit von Februar 2019 bis Januar 2022: 29'106.5 [7'787.5 + 12'816.75 + 8'502.25]; Durchschnitt: 9'702.17 [29'106.5 / 3]; 9'702.17 x 1.2 = 11'642.60; 9'702.17 x 0.8 = 7'761.73; die Betreuungsstunden in der Zeit von Februar 2020 bis Januar 2021 hätten mit 12'816.75 somit über 20 % mehr als der Durchschnitt in diesem Beobachtungszeitraum betragen; Stundentotal in der Zeit von Februar 2018 bis Januar 2022: 34'780.25 [5'673.75 + 7'787.5 + 12'816.75 + 8'502.25]; Durchschnitt: 8'695.06 [34'780.25 / 4]; 8'695.06 x 1.2 = 10'434.08; 8'695.06 x 0.8 = 6'956.05; die Betreuungsstunden in der Zeit von Februar 2018 bis Januar 2019 hätten mit 5'673.75 somit über 20 % weniger und diejenigen in der Zeit von Februar 2020 bis Januar 2021 mit 12'816.75 über 20 % mehr als der Durchschnitt des Beobachtungszeitraums betragen; Stundentotal in der Zeit von Februar 2017 bis Januar 2022: 37'796.25 [3'016 + 5'673.75 + 7'787.5 + 12'816.75 + 8'502.25]; Durchschnitt: 7'559.25 [37'796.25 / 5]; 7'559.25 x 1.2 = 9'071.1; 7'559.25 x 0.8 = 6'047.4; die Betreuungsstunden in der Zeit von Februar 2017 bis Januar 2018 und von Februar 2018 bis Januar 2019 betrugen mit 3'016 und 5'673.75 somit über 20 % weniger und diejenigen in der Zeit von Februar 2020 bis Januar 2021 mit 12'816.75 über 20 % mehr als der Durchschnitt dieses Beobachtungszeitraums). Im Übrigen seien die Berechnungen des Beschwerdegegners nicht zu beanstanden. Mangels Normalarbeitszeit habe die Beschwerdeführerin in der Zeit, in der weniger Kinder zu betreuen gewesen seien, keinen Arbeits- und Verdienstausfall nach Art. 11 Abs. 1 AVIG erlitten.