Citation: 4A_536/2021 E. 1.3.1

1.3.1. Erstens bringt die Beschwerdeführerin vor, obgleich die geforderte Genugtuung unter Fr. 30'000.-- liege, sei der Wert des Streitgegenstandes höher. Der Beschwerdegegner sei in seiner Klage von einer Genugtuung von total Fr. 50'400.-- ausgegangen. Davon habe er die von der SUVA an ihn bezahlte Integritätsentschädigung von Fr. 25'200.-- abgezogen, woraus der geforderte Betrag von Fr. 25'200.-- resultiere. Damit stehe fest, dass Streitgegenstand nicht die in den Rechtsbegehren geforderte Summe sei, sondern vielmehr die ungekürzte Genugtuungssumme von Fr. 50'400.--. Dieses Argument überzeugt nicht. Gemäss dem klaren Wortlaut von Art. 51 Abs. 1 lit. a BGG bestimmt sich der Streitwert nach den (Rechts-) Begehren, die vor der Vorinstanz streitig geblieben waren. Entscheidend ist damit ausschliesslich, was die eine Partei von der anderen in den Rechtsbegehren verlangt (und ihr das Gericht im Anwendungsbereich der Dispositionsmaxime zusprechen darf; vgl. Art. 58 Abs. 1 ZPO). Welche Berechnungsgrundlage sie ihrem Begehren zugrundelegt, ist für die Bezifferung des Streitwerts nicht entscheidend.