Citation: 6B_235/2014 E. 3.2

3.2. Die Staatsanwaltschaft verfügt die Nichtanhandnahme, wenn aufgrund der Strafanzeige feststeht, dass die fraglichen Straftatbestände eindeutig nicht erfüllt sind (Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO). Dies ist namentlich der Fall, wenn es wie vorliegend um rein zivilrechtliche Streitigkeiten geht (vgl. Urteil 6B_981/2013 vom 10. März 2014 E. 3). Die Vorinstanz hält zutreffend fest, dass die Auslegungsdifferenzen, welche Kosten unter Ziffer 13 des Kaufvertrags fallen und somit von der Beschwerdeführerin zu tragen sind, vom Zivilrichter zu entscheiden sind und keine Grundlage zur Durchführung eines Strafverfahrens darstellen. Es kann auf die vorinstanzlichen Erwägungen hinsichtlich des lediglich vorläufigen Charakters der geleisteten (Akonto-) Zahlung verwiesen werden (Art. 109 Abs. 3 BGG), zumal auch die Beschwerdeführerin noch im kantonalen Verfahren nicht die Offerte der E.________ AG, sondern lediglich die definitiven Abrechnungen für die in den Offerten bezeichneten (und ausgeführten) Arbeiten zur Bestimmung der Mehrkosten gemäss Ziffer 13 des Kaufvertrages als massgebend ansah (kantonale Akten, act. 8/17). Die Beschwerdeführerin verkennt, dass die Differenzen über die zivilrechtliche Auslegung der Vertragsabwicklung, welche der durchgeführten Arbeiten unter Ziffer 13 des Kaufvertrages fallen und wer hierfür zu welchem Zeitpunkt entsprechende (Voraus-) Zahlungen verlangen kann, Rechtsfragen betreffen, die keinen Tatsachenirrtum im Sinne von Art. 146 StGB begründen können. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin mit der C.________ AG - soweit aus der Beschwerde und den kantonalen Akten ersichtlich - keine vertraglichen Beziehungen unterhält und wusste, dass vertragliche Mehrkosten im Sinne von Ziffer 13 an die Liegenschaftskäufer zu zahlen sind. Selbst wenn man der Argumentation der Beschwerdeführerin folgen wollte, sie hätte sich im Zeitpunkt der (Akonto-) Zahlung aufgrund der Offerte über die Höhe der (definitiven) Mehrkosten geirrt, fehlt es an einem Schaden. Hätte der Beschwerdegegner die von der Beschwerdeführerin ohne Beanstandungen "bevorschusste" Offerte der E.________ AG angenommen, wären für die unstreitig unter Ziffer 13 des Kaufvertrags fallenden Pfählungsarbeiten höhere Kosten entstanden. Dass der Beschwerdeführer das günstigere Angebot der F.________ AG angenommen und "abgerechnet" hat, kann ihm vorliegend auch deshalb strafrechtlich nicht zum Vorwurf gereichen, weil die effektiven Kosten für die im Sinne von Ziffer 13 des Kaufvertrages umstrittenen Arbeiten die von der Beschwerdeführerin geleistete (Akonto-) Zahlung übersteigen.