Citation: 2C_122/2019 E. A

Am 11. November 2015 kontrollierte das Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen des Kantons St. Gallen (AVSV; nachfolgend: Veterinäramt) die Hundehaltung von A.A.________ und B.A.________ auf deren Liegenschaft in U.________. In einem Zwinger wurden zwei weibliche Belgische Schäferhündinnen angetroffen: C.________ (geb. 2. Februar 2012, Chip-Nr. xxx) und D.________ (geb. 7. Juli 2008, Chip-Nr. yyy). C.________ war von A.A.________ gezüchtet und an E.________ verkauft worden. Am 26. April 2015 kaufte A.A.________ die Hündin für Fr. 1'500.-- wieder zurück. In der Tierhalterdatenbank "AMICUS" war im Zeitpunkt der Kontrolle E.________ als Halterin erfasst. D.________ entstammt ebenfalls der Zucht von A.A.________ und war als Welpe an F.________ verkauft worden. Gegen Ende 2010 gab dieser die Hündin der Züchterin zurück. Laut Auszug der Tierhalterdatenbank war F.________ vom 5. Dezember 2008 bis 6. Dezember 2015 Halter der Hündin. Anlässlich der Kontrolle wurde festgestellt, dass die Hündin D.________ ein verbotenes Zughalsband ohne Stopp trug. Der Hundezwinger war zwar überdacht, es fehlten aber die gesetzlich vorgeschriebenen Hundehütten zum Schutz vor Wind und Kälte bzw. als Rückzugsmöglichkeit. Zwar war im Garten eine derartige Hütte vorhanden, der Zugang zum Garten den Hunden jedoch versperrt. Weiter fehlte es im Zwinger an geeignetem Liegematerial. Schliesslich stellte sich heraus, dass für beide Hunde die Meldung an die politische Gemeinde U.________ zur Erhebung der jährlichen Hundetaxe unterblieben war. Das Veterinäramt beschlagnahmte die beiden Hündinnen anlässlich der Kontrolle vorsorglich und brachte sie in einer Tierpension unter.