Citation: 2C_235/2023 E. 5.1.2

5.1.2. Die Beschwerdeführenden haben Unterstützungsleistungen in einem Umfang bezogen, der gemäss Rechtsprechung die Nichtverlängerung bzw. den Widerruf einer Aufenthaltsbewilligung rechtfertigt (vgl. Urteile 2C_836/2022 vom 22. März 2023 E. 3.3; 2C_536/2022 vom 13. Januar 2023 E. 3.3). Sodann konnten sich die Beschwerdeführenden erst vor Kurzem vollständig von der Sozialhilfe lösen. Dass es sich dabei um eine nachhaltige Entwicklung handelt, wie die Beschwerdeführenden geltend machen, erscheint angesichts der sachverhaltlichen Feststellungen der Vorinstanz zweifelhaft. Bemühungen, um sich von der Sozialhilfe zu lösen, scheinen die Beschwerdeführenden sodann erst unter dem Druck der Nichtverlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung angestellt zu haben. Eine Verhaltensänderung infolge der Verwarnung vom Herbst 2019 ist demgegenüber nicht erstellt. Etwas anderes ergäbe sich denn auch nicht aus den über die vorinstanzlichen Feststellungen hinausgehenden Ausführungen der Beschwerdeführenden, wonach die Beschwerdeführerin ihre Stelle Anfang 2022 angetreten habe und der Beschwerdeführer "schon länger" im Stundenlohn angestellt sei. Vor diesem Hintergrund ist weder ersichtlich noch geht aus der Beschwerde hervor, weshalb die jüngste Ablösung von der Sozialhilfe dieses Mal von beständigerer Dauer sein sollte (vgl. Urteil 2C_536/2022 vom 13. Januar 2023 E. 3.4.2; Urteil des EGMR Palanci gegen Schweiz vom 25. März 2014 [Nr. 2607/08] § 58). Die Vorinstanz ist folglich zu Recht von einer konkreten Gefahr der fortgesetzten Sozialhilfeabhängigkeit ausgegangen. Ein hinreichendes öffentliches Interesse im Sinne von Art. 8 Ziff. 2 EMRK liegt damit vor (vgl. E. 4.2 f. hiervor).