Citation: 7B.19/2005 12.05.2005 E. 2

Gemäss Art. 46 Abs. 1 SchKG ist der Schuldner an seinem Wohnsitz zu betreiben. Der Betreibungsort beurteilt sich nach den Kriterien des Zivilrechts. Der Wohnsitz des Schuldners befindet sich mithin an dem Ort, wo sich dieser mit der Absicht dauernden Verbleibens aufhält und den er zum Mittelpunkt seiner Lebensbeziehungen gemacht hat (Art. 23 Abs. 1 ZGB; BGE 119 III 51 E. 2a S. 52 und 54 E. 2a S. 55). Auf den inneren Willen kommt es dabei nicht entscheidend an; ausschlaggebend ist vielmehr, ob der Schuldner den Ort, an dem er weilt, in einer für Dritte erkennbaren Weise zum Mittelpunkt seiner Lebensinteressen gemacht hat oder zu machen beabsichtigt (BGE 127 V 237 E. 1 S. 238 mit Hinweisen). 2.1 Die kantonale Aufsichtsbehörde weist darauf hin, dass der 1961 geborene ledige Beschwerdeführer in A.________ aufgewachsen sei und zusammen mit Mutter, Schwester und Bruder der am 9. Juli 1976 gegründeten und im Handelsregister eingetragenen Gemeinderschaft "Erben X.________" angehöre. Bis vor wenigen Jahren sei er in A.________ auch im Turnverein aktiv gewesen. Am 1. April 1994 habe er seine Schriften von A.________ nach C.________ verlegt, sei aber im Einwohnerregister von A.________ als Wochenaufenthalter eingetragen. Der Beschwerdeführer gehe werktags in A.________ seiner Geschäftstätigkeit im Familienunternehmen nach und lebe während diesen Tagen zusammen mit seiner Mutter und seiner Schwester im Wohn- und Geschäftshaus in A.________. Dort werde er zuweilen auch von den Betreibungsorganen angetroffen. Die Wochenenden verbringe er in C.________, wo er über eine 4½-Zimmer-Eigentumswohnung verfüge, die er offenbar allein benutze. Für die Pflege persönlicher Beziehungen und eine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben in C.________ existierten keine objektiven Anhaltspunkte, ja nicht einmal Behauptungen, was darauf hindeute, dass der Beschwerdeführer seine dortige Zeit vorwiegend allein verbringe. Der Aufenthalt in C.________ vermöge jedenfalls die langjährige intensive Bindung an A.________ mit der dort verbrachten Jugendzeit, der täglichen Arbeit und der engen Haus- und Interessengemeinschaft mit seinen nächsten Angehörigen nicht aufzuwiegen. Aus den gesamten Umständen sei zu schliessen, dass der Beschwerdeführer seinen Lebensmittelpunkt nach wie vor nicht in C.________, sondern in A.________ habe. Die Vorinstanz hat deshalb dafür gehalten, dass die an diesem Ort vollzogene Zustellung der Zahlungsbefehle nicht zu beanstanden sei. 2.2 Feststellungen der kantonalen Aufsichtsbehörden zu den tatsächlichen Gegebenheiten sind für die erkennende Kammer verbindlich, es sei denn, sie seien unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zustande gekommen oder würden auf einem offensichtlichen Versehen beruhen (vgl. Art. 63 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 81 OG). Umgekehrt sind neue tatsächliche Ausführungen, zu deren Vorbringen schon im kantonalen Verfahren Gelegenheit und Anlass bestanden hätte und die im angefochtenen Entscheid keine Stütze finden, unbeachtlich (Art. 79 Abs. 1 zweiter Satz OG).