Citation: 6B_1001/2015 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer rügt, der Grundsatz der Verhältnismässigkeit sei verletzt. Er sei durch den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern vom 27. Juni 2011 zu einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten verurteilt worden, deren Vollzug zugunsten einer stationären Massnahme im Sinne von Art. 59 StGB aufgeschoben worden sei. Schuldüberschreitende Massnahmen bei behandlungsbedürftigen Tätern liessen sich nur rechtfertigen, wenn mit einem solchen Freiheitsentzug neben der Wahrung des Sicherungsinteresses auch tatsächlich eine adäquate Behandlung verbunden sei. Dies sei hier nicht der Fall. Der stationäre Massnahmenvollzug müsse (bei gesamthafter Betrachtung der Umstände des Einzelfalles) noch in einem vernünftigen zeitlichen Verhältnis zur aufgeschobenen Freiheitsstrafe stehen.