Citation: 5A_895/2023 E. 1.2.2

1.2.2. Der Beschwerdeführer verlangt eine Überprüfung und allfällige Anpassung der Unterhaltsbeiträge im Zusammenhang mit allfälligen Prämienverbilligungen der Mutter und seinen Spesenentschädigungen. Bezifferte Anträge zur Höhe der Kinderunterhaltsbeiträge in den einzelnen Phasen stellt er nicht. Die Rechtsbegehren sind damit formell mangelhaft. Auch aus der Begründung in Verbindung mit dem angefochtenen Entscheid erschliesst sich die Höhe der beantragten Unterhaltsbeiträge nicht ohne Weiteres: Die Vorinstanz hat bei der Beschwerdegegnerin keine Prämienverbilligungen berücksichtigt u nd beim Beschwerdeführer festgehalten, es bleibe bei einem (durchgehenden) Nettoeinkommen von Fr. 6'400.-- (Fr. 5'700.-- bei einer Anstellung von 100% bei der H.________ GmbH sowie Fr. 500.-- aufgerechnete Reisezeitpauschale und Fr. 200.-- Pauschalspesen). Der Beschwerdeführer führt zu den Prämienverbilligungen aus, im Urteil vom 3. Januar 2023 habe das Bezirksgericht eine Gutschrift von Fr. 239.-- berücksichtigt. Ob die Beschwerdegegnerin die Prämienverbilligung nicht beantragt habe oder ein offensichtlicher Fehler vorliege, könne er nicht beurteilen. Der Beschwerdegegnerin seien die Gutschriften weiterhin anzurechnen. Bezüglich der Spesen trägt er unter dem Titel "Beschwerdegegenstände/Begehren" vor, sein hypothetisches Einkommen von Fr. 6'400.-- enthalte Spesenentschädigungen von Fr. 700.--; die Kumulierung von Spesen verstosse gegen geltendes Recht und sei deutlich zu hoch bemessen; die Pauschalspesen in Höhe von Fr. 200.-- seien dem Einkommen nicht anzurechnen. Weiter führt er aus, die gleichzeitige Abrechnung nach effektiver Methode und die zusätzliche Abrechnung von Pauschalspesen unter Fr. 50.-- bzw. Fr. 100.-- sei nach seinem Kenntnisstand unzulässig. Er habe deshalb nach der effektiven Methode mit Belegen abgerechnet. Kleinbeträge sowie die Reisezeitpauschalen in Höhe von Fr. 40.-- seien somit nicht mit weiteren Pauschalspesen kumulierbar. Das Bezirksgericht habe ihm im Entscheid vom 10. Juli 2020 ein hypothetisches Netto-Einkommen von Fr. 6'000.-- angerechnet. Im angefochtenen Entscheid habe das Obergericht sein hypothetisches Einkommen ohne Prüfung der Spesen auf Fr. 6'500.-- netto pro Monat für ein Pensum von 100% angehoben. Das Obergericht habe offensichtlich auch Brutto- und Nettobezüge verwechselt und ihm ein 120%-Pensum angerechnet. Die Reisezeiten seien in den letzten Jahren auch wesentlich effizienter gestaltet worden und würden nicht mehr dem aktuellen Stand entsprechen, da er sich grösstenteils in Deutschland aufhalte. Aufgrund der Begehren und der Begründung bleibt damit letztlich unklar, ob der Beschwerdeführer hinsichtlich der Spesen einzig die Pauschalspesen von Fr. 200.-- nicht berücksichtigt wissen will oder ob er eine darüber hinausgehende Reduktion der im Rahmen des Nettoeinkommens insgesamt berücksichtigten Spesen von Fr. 700.-- verlangt. Hinzu kommt, dass für die Phasen 1 bis 3 gleichzeitig die Prämienverbilligungen der Beschwerdegegnerin und damit mehr als nur ein Bemessungsfaktor streitig ist und zudem für sämtliche Phasen erst eine Berechnung mit mehreren Schritten den ziffernmässig zuzusprechenden Unterhalt ergäbe (vgl. Urteil 5A_766/2008 vom 4. Februar 2009 E. 2.3). Auch unter Berücksichtigung der Begründung fehlt es damit an einer Bezifferung der Anträge, weshalb auf die Begehren betreffend Anpassung und Ergänzung der Unterhaltsregelung nicht einzutreten ist. Die erforderliche Bezifferung fehlt auch beim Eventualbegehren, ab dem 15. August 2022 bereits geleistete Unterhaltsbeiträge anzurechnen. Der Begründung, in welcher der Beschwerdeführer Kosten im Zusammenhang mit der Wohnungsauflösung im Jahr 2020 aufführt, lässt sich ebenfalls nicht entnehmen, in welcher Höhe er eine Anrechnung ab dem 15. August 2022 geleisteter Unterhaltsbeiträge verlangt. Insoweit kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden.