Citation: 1C_405/2019 E. 3

Der Beschwerdeführer gibt an, er habe am 10. Januar 2017 von einer Drittperson erfahren, dass eine richterliche Überprüfung der Vorgänge vom 15. November 2016 möglicherweise dennoch möglich sei. Da sei er zunächst einmal tief erleichtert gewesen. Er habe dann nicht sofort die Energie gehabt, um loszulegen. Trotzdem sei ihm klar gewesen, dass er sich beeilen müsse. Die Einreichung der Beschwerde am 24. Januar 2017 sei innerhalb von 14 Tagen seit dem 10. Januar 2017 erfolgt. Wie den von ihm eingereichten Akten zu entnehmen ist, wurde der Beschwerdeführer am 10. Januar 2017 von einer Drittperson darüber informiert, dass die Frist für eine Beschwerde an das Verwaltungsgericht 14 Tage beträgt und grundsätzlich bereits abgelaufen ist. Dem Beschwerdeführer war somit spätestens am 10. Januar 2017 klar, dass er mit der Erhebung einer Beschwerde nicht beliebig zuwarten kann. Er hätte sich spätestens ab dem 10. Januar 2017 sofort entsprechend informieren können bzw. nach dem Grundsatz von Treu und Glauben informieren müssen. Dass die Frist für die Erhebung von Beschwerden an das Verwaltungsgericht 14 Tage beträgt, hätte der Beschwerdeführer zudem allein schon durch Konsultierung der massgeblichen Verfahrensbestimmung erkennen können (vgl. BGE 138 I 49 E. 8.3.2 S. 53 f.; 134 I 199 E. 1.3.1 S. 202 f.; je mit Hinweisen). Folglich hätte er die Beschwerde an die Vorinstanz unter den gegebenen Umständen spätestens wenige Tage nach dem 10. Januar 2017 einreichen müssen und damit jedenfalls nicht noch bis zum 24. Januar 2017 zuwarten dürfen. Offen bleiben kann, ob sich der Beschwerdeführer über die Möglichkeit der Anfechtung des Beschlusses des Katholischen Kollegiums und über die entsprechende Beschwerdefrist nicht schon früher hätte ins Bild setzten können bzw. müssen. Indem die Vorinstanz die am 24. Januar 2017 eingereichte Beschwerde als verspätet betrachtete und darauf nicht eingetreten ist, hat sie im Ergebnis nicht gegen Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 BV verstossen und Art. 64 i.V.m. Art. 47 Abs. 3 VRP/SG nicht willkürlich angewandt.