Citation: 1C_393/2021 E. 2.4

2.4. Die Beschwerdeführer machen auch vor Bundesgericht geltend, das von den Beschwerdegegnern angerufene Wegrecht betreffe eine zivilrechtliche Frage, die vom Zivilrichter zu beantworten sei. Die Vorinstanz hätte daher die Beschwerdeführer an den Zivilrichter verweisen müssen, da kein Ausnahmefall vorliege, der nach der solothurnischen und schweizerischen Praxis zulasse, dass Verwaltungsbehörden über zivilrechtliche Vorfragen in Bezug auf die öffentlich-rechtliche Erschliessung entscheiden. So nutzten die Beschwerdegegner das Wegrecht nur wenige Male pro Jahr als nicht landwirtschaftliche Zufahrt zur Scheune des Hauses Nr. 109, dessen Haupterschliessung über die Kirchstrasse erfolge. Die Vorinstanz habe daher damit, dass sie die Beschwerdegegner nicht an den Zivilrichter verwiesen habe, § 9 Abs. 3 KBV willkürlich angewandt. Zudem habe sie Art. 22 RPG verletzt, weil dieser für eine Baubewilligung einzig voraussetze, dass die Baute dem Zweck der Nutzungsordnung entspreche und das Land erschlossen sei. Die Baukommission sei daher zum Erlass der streitbetroffenen Auflagen nicht zuständig gewesen, weshalb diese aufzuheben seien.