Citation: H 128/99 05.02.2001 E. 4

4.- a) Die Haftung der Beschwerdegegner für die Nachzahlungen der Jahre 1989-1991 entfällt. Wie die Vorinstanz in für das Eidgenössische Versicherungsgericht verbindlicher Weise (Erw. 1a hievor) festgestellt hat, handelt es sich bei den diesen Beiträgen zu Grunde liegenden Löhnen um Erfolgsbeteiligungen, welche U.________ sich selbst auf sein Privatkonto gutgeschrieben hat, sowie um Zahlungen an einen Unterakkordanten. Diese gehörten in den Aufgabenbereich des Geschäftsführers U.________. Es bestehen entgegen den Ausführungen der Kasse keine Anhaltspunkte, dass die vier nicht geschäftsführenden Verwaltungsräte ihre Aufsichtspflichten (dazu auch Nussbaumer, Die Haftung des Verwaltungsrates nach Art. 52 AHVG, in AJP 1996 S. 1071) verletzt hätten. Es wird auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen. Damit kann auch offen bleiben, ob ein Vorgehen im Sinne von Art. 725 OR zur Vermeidung oder Verringerung des Schadens hätte führen können. b) Hinsichtlich der Beitragsausstände aus dem Jahr 1993 hat die Vorinstanz berücksichtigt, dass am 5. Mai 1993 ein Zahlungsaufschub zwischen der Kasse und der Firma vereinbart worden ist, und daher richtigerweise die diesbezügliche Rechtsprechung (BGE 124 V 253) auf den vorliegenden Fall angewendet. Die sorgfältig begründete Unterscheidung in geschäftsführende und nicht geschäftsführende Verwaltungsräte, auf welche verwiesen wird (Erw. 12 des vorinstanzlichen Entscheides), erscheint angesichts der gesamten Umstände als sachgerecht. Damit entfällt auch die Haftung der vier Beschwerdegegner für die Verzugszinsen aus dem Jahr 1992, wofür ebenfalls auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz (Erw. 13) verwiesen wird. Die Beschwerdegegner reagierten angemessen, sobald sie feststellten, dass sie von Geschäftsführer U.________ nicht korrekt informiert worden waren, und forderten diesen auf, namentlich die Ausstände bei der Ausgleichskasse zu bezahlen. Die erste Teilzahlung von Fr. 144'000.- haben sie denn auch durchgesetzt. Zutreffend sind sodann die vorinstanzlichen Ausführungen zum Ausscheiden von C.________ aus dem Verwaltungsrat. Aus welchen Gründen er den Austritt erklärt hat, braucht unter diesen Umständen nicht geprüft zu werden. c) Nach dem Gesagten erweist sich die vorinstanzliche Würdigung des von ihr verbindlich festgestellten Sachverhalts auch unter Berücksichtigung aller von der beschwerdeführenden Kasse erhobenen Einwände nicht als bundesrechtswidrig.