Citation: 7B_1214/2024 E. 1.2.5

1.2.5. Zwar macht die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht geltend, dass "Verfahrensabschnitte" wiederholt werden müssten. Insoweit zielt sie sinngemäss darauf ab, dass die Staatsanwaltschaft infolge der Gutheissung des Ausstandsgesuchs Beweise nochmals erheben müsste. Indessen konkretisiert die Beschwerdeführerin ihre Behauptung nicht näher, bzw. legt nicht dar (vgl. Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), welche Beweisabnahmen im vorliegenden Fall zu wiederholen wären. Diese Behauptung erweist sich auch inhaltlich als unzutreffend, zumal seit dem Zeitpunkt, ab welchem der Ausstand der verfahrensleitenden Staatsanwältin angeordnet wurde (d.h. ab dem 2. November 2023; vgl. Sachverhalt lit. C.c), keine (weiteren) Beweise abgenommen wurden, was von der Beschwerdeführerin eingeräumt wird. Die Beschwerdeführerin behauptet zudem nicht, dass das dem vorliegenden Ausstandsverfahren zugrunde liegende Strafverfahren im Falle der Bejahung des Ausstands der verfahrensleitenden Staatsanwältin zu verjähren drohe (so im Urteil 1B_144/2021 vom 30. August 2021 E. 1.2). Bei dieser Sachlage ist weder rechtsgenüglich dargetan noch ersichtlich, dass der Ausstand der verfahrensleitenden Staatsanwältin vorliegend weitreichende Konsequenzen hätte (vgl. Urteile 1B_144/2021 vom 30. August 2021 E. 1.2; 1B_620/2020 vom 23. Februar 2021 E. 1.2) respektive die zeitgerechte Durchsetzung des Strafanspruchs gefährden würde (vgl. Urteil 7B_636/2023 vom 14. Februar 2024 E. 1). Dies umso weniger, als es sich beim vorliegenden Fall (anders als etwa im Urteil 1B_620/2020 vom 23. Februar 2021 E. 1.2) nicht um ein komplexes Strafverfahren handelt. Es mag zwar zutreffen, dass sich der Anschein der Befangenheit der verfahrensleitenden Staatsanwältin gemäss der Vorinstanz aus der (obergerichtlich aufgehobenen) Teil-Einstellungsverfügung vom 2. November 2023 betreffend mehrfache sexuelle Nötigung ergebe und somit nur einen Teil des gegen B.________ geführten Strafverfahrens betreffe. Indessen trifft nicht zu, dass infolge der Gutheissung des Ausstandsgesuchs das Strafverfahren "getrennt" geführt werden müsste. Vielmehr wird das ganze Strafverfahren durch eine andere Verfahrensleitung übernommen werden müssen, weil vorliegend mehrere Straftaten einer einzelnen Person zur Diskussion stehen (vgl. Art. 29 Abs. 1 lit. a StPO; BGE 138 IV 214 E. 3.2; Urteil 6B_782/2021 vom 17. Februar 2022 E. 2.2 in fine). Dabei handelt es sich um die gewöhnliche Folge der Gutheissung eines Ausstandsgesuchs gegen die staatsanwaltliche Verfahrensleitung.