Citation: 1C_200/2017 E. 3.2.2

3.2.2. Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer am 6. Juli 2012 eine schwere Verkehrsregelverletzung im Sinne von Art. 16c Abs. 1 lit. b SVG begangen hat. Hingegen hat der Beschwerdeführer im Verfahren vor der Abteilung von Administrativmassnahmen im Strassenverkehr erfolglos bestritten, gleichzeitig weitere, weniger schwere Verkehrsregelverletzungen (Nichtbehalten des Platzes in der Kolonne, Mangel an Aufmerksamkeit, Nichtbeherrschen des Fahrzeugs, unvorsichtiges Überholmanöver, Nichtanpassen der Geschwindigkeit) begangen zu haben. Wie die Vorinstanz indessen zu Recht feststellte, wäre jedenfalls für die Bestimmung der Mindestdauereines Ausweisentzugs im Falle einer erneuten Verkehrsregelverletzung nicht entscheidend, ob der Ausweis des Beschwerdeführers für das so oder so als schwere Verkehrsregelverletzung einzustufende Verkehrsdelikt vom 6. Juli 2012 für drei oder für fünf Monate entzogen wurde. Immerhin ist zu bedenken, dass nach Art. 16 Abs. 3 SVG bei der Festsetzung der Dauer des Lernfahr- oder Führerausweisentzugs - wie der Beschwerdeführer vorbringt - unter anderem der Leumund einer Person als Motorfahrzeugführer zu berücksichtigen ist. Der Leumund einer Person als Motorfahrzeugführer kann neben den weiteren Umständen des Einzelfalls namentlich dann von Bedeutung sein, wenn es um die Frage geht, ob die gesetzliche Mindestdauer für einen Ausweisentzug zu erhöhen ist. Es erscheint daher nicht gänzlich ausgeschlossen, dass sich der Umstand, ob dem Beschwerdeführer der Führerausweis wegen des Vorfalls vom 6. Juli 2012 nur wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand oder zusätzlich wegen weiterer Verkehrsdelikte bzw. für drei oder für fünf Monate entzogen wurde, dereinst einmal auf die Situation des Beschwerdeführers auswirken könnte, sofern dieser in Zukunft erneut Verkehrsdelikte begehen würde, bei denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz ausgeschlossen ist. Andererseits stünde - selbst wenn der Beschwerdeführer in Zukunft erneut solche Verkehrsdelikte begehen sollte - keineswegs fest, dass die angeordnete Entzugsdauer tatsächlich einen Einfluss auf die Dauer des neuerlichen Ausweisentzugs hätte. Dies zumal der Leumund des Beschwerdeführers als Motorfahrzeugführer, welcher nur eines von mehreren Kriterien für die Festsetzung der Dauer eines allfälligen künftigen Ausweisentzugs bildet (vgl. Art. 16 Abs. 3 SVG), ohnehin bereits getrübt ist. Folglich wäre die Frage, ob dem Beschwerdeführer der Ausweis nach dem Vorfall vom 6. Juli 2012 für drei oder fünf Monate entzogen worden ist, insoweit höchstens von untergeordneter Bedeutung.