Citation: 8C_540/2021 E. 3.1

3.1. Soweit die Beschwerdeführerin dem entgegenhält, sie würde im Gesundheitsfall einer vollzeitlichen Erwerbstätigkeit nachgehen, womit ein Einkommensvergleich (Art. 16 ATSG) angezeigt sei, dringt sie nicht durch. Vielmehr beruht die vorinstanzliche Beweiswürdigung auf einer sorgfältigen Überprüfung der für die Statusfrage relevanten Gesichtspunkte, wobei das kantonale Gericht der Erwerbsbiografie, den medizinischen Akten sowie den familiären, sozialen und finanziellen Verhältnissen umfassend Rechnung getragen hat. Die Schlussfolgerungen im angefochtenen Urteil finden insbesondere im Auszug aus dem individuellen Konto (IK) eine Stütze. Demnach erzielte die Beschwerdeführerin seit Abschluss ihres Studiums als Turn- und Sportlehrerin (1986) bis zum erstmaligen Auftreten der Depression im August 1989 nicht annähernd ein Erwerbseinkommen, das einem Vollzeitpensum gleichgekommen wäre (maximal Fr. 22'787.- im Jahr 1988). Mit anderen Worten arbeitete die Beschwerdeführerin als Gesunde zu keinem Zeitpunkt vollzeitlich. Wohl nahm sie, wie in der Beschwerde weiter geltend gemacht wird, trotz bereits bestehender psychischer Beeinträchtigungen kleinere Erwerbstätigkeiten auf, nachdem die im Jahr 1997 geborene Tochter keiner Betreuung mehr bedurfte. Indessen hat das kantonale Gericht anhand der medizinischen Akten detailliert dargelegt, weshalb die fraglichen Kleinstpensen (u.a. Seniorenturnen [2018]: eine Stunde pro Woche; Hausabwartstätigkeit [seit Juli 2016]: vier Stunden pro Monat) eher einem therapeutischen Hintergrund zugeordnet und nicht als konkrete Schritte hin zu einem Vollzeitpensum angesehen werden müssen (vgl. vorinstanzliche Erwägung 2.3.2). Hält die Beschwerdeführerin der vorinstanzlichen Beweiswürdigung schliesslich entgegen, (auch) den Angaben der Psychiatrischen Klinik B.________ sei zu entnehmen, dass sie versucht habe, eine (vollzeitliche) Erwerbstätigkeit aufzunehmen, so stellt dies eine reine Behauptung dar. Denn die dortigen Fachpersonen gaben lediglich an, die Patientin habe über hohe eigene Ziele berichtet ("z.B. Arbeit"), welche ihr aber enormen inneren Druck bereiteten (vgl. Austrittsbericht vom 19. Mai 2016). Rückschlüsse auf eine Vollzeitbeschäftigung im Gesundheitsfall können daraus nicht gezogen werden.