Citation: 2C_246/2023 E. 7.5.1

7.5.1. Gemäss Art. 21 Abs. 2 lit. c IVöB 2019, den die Vorinstanz als kantonales Recht angewendet hat, kann ein Auftrag freihändig vergeben werden, wenn aufgrund der technischen Besonderheiten des Auftrags nur ein Anbieter - respektive vorliegend Konzessionär - infrage kommt und es keine angemessene Alternative gibt. Diese Norm kommt vorliegend in einer Konstellation zur Anwendung, in der die Gemeinde nicht als Nachfragerin in Erscheinung tritt. Vielmehr handelt es sich bei der konzedierenden Behörde bei der Verleihung einer Konzession um die Anbieterin der betroffenen Nutzungsrechte (vgl. auch Art. 2 Abs. 7 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 1995 über den Binnenmarkt [Binnenmarktgesetz, BGBM; SR 943.02]; BGE 145 II 252 E. 4; 125 I 209 E. 6). Die Kritik der Beschwerdeführer an der vorinstanzlichen Beurteilung der Zulässigkeit der Vergabe im freihändigen Verfahren richtet sich im Wesentlichen gegen die nach Ansicht der Beschwerdeführer offensichtlich unrichtigen Sachverhaltsannahmen. In tatsächlicher Hinsicht ist daher nochmals darauf hinzuweisen, dass die Vorinstanz willkürfrei die wahrscheinlichste Umsetzungsvariante des Systemwechsels zu einem warmen Wärmeverbund ihrer Überprüfung zugrunde legen durfte (vgl. E. 4.4 hiervor). Es ist demnach im bundesgerichtlichen Verfahren davon auszugehen, dass die Vergabe im freihändigen Verfahren gestützt auf Art. 3 Abs. 4 des Wärmeverbundreglements vor dem Hintergrund der Verwendung von Dampf aus der (lokalen) KVA Forsthaus sowie der Erteilung einer Konzession an die Energie Wasser Bern (ewb) erfolgen soll.