Citation: 8C_344/2016 E. 4

Im nach altem Verfahrensstand eingeholten MEDAS-Gutachten vom 4. November 2014 werden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 Ziff. F45.4), eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 Ziff. F32.1), eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 Ziff. F43.1) und eine Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 Ziff. F40.1) bei LQTS mit reaktiver Angstsymptomatik diagnostiziert. Das mittel- und langfristige Leistungsspektrum sei eingeschränkt. Dies begründe sich durch die objektiv feststellbaren Angst- und Panikattacken, die depressive Entwicklung mit den damit verbundenen Einschränkungen in Konzentration sowie Aufmerksamkeit und limitierter Fähigkeit, die Verantwortung für Behinderte (im Betrieb der Stiftung als letzter Arbeitgeberin) wahrzunehmen. Die Versicherte sei deshalb aus psychiatrischer Sicht in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Gruppenleiterin im Verkauf zu 100 % arbeitsunfähig. Auch in angepasster Tätigkeit sei die Arbeitsfähigkeit infolge der mittelgradigen depressiven Episode (und der Einschränkung in der Betreuung behinderter Menschen) zu 50 % reduziert. Wegen der posttraumatischen Belastungsstörung und der Agoraphobie mit Panikstörung bestehe zudem eine qualitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, indem die Versicherte den Arbeitsweg nicht allein bewältigen und nicht allein arbeiten könne. Aus kardiologischer Sicht seien Autofahren und Tätigkeiten, die mit Sturzgefahr verbunden seien, ungeeignet.