Citation: I 449/04 10.02.2005 E. 4

Die Beschwerdeführerin legt im letztinstanzlichen Verfahren neue Arztzeugnisse auf, die nach Erlass des Einspracheentscheides verfasst worden sind. Da einzig der Sachverhalt zu beurteilen ist, wie er sich bis zu jenem Zeitpunkt entwickelt hatte (vgl. BGE 121 V 366 Erw. 1b), können diese nicht als Beleg für den seinerzeitigen Gesundheitszustand herangezogen werden. Da die Versicherte bereits im Jahre 2002 Rückenbeschwerden geltend machte, bilden sie hingegen ein Indiz für weitere gesundheitliche Beeinträchtigungen. Dr. med. L.________ vom medizinischen Dienst der IV-Stelle hält in seiner der Vernehmlassung zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde beigefügten Stellungnahme vom 28. September 2004 fest, dem Attest von Dr. J.________ vom 8. September 2003 fehle es an genauen Befunden mit Funktionsausfällen und an objektiven Daten. Das ist jedoch kein Grund, geltend gemachte gesundheitliche Beeinträchtigungen zu ignorieren. Der IV-Stelle obliegt auch bei im Ausland wohnenden Versicherten eine Abklärungspflicht. Dieser ist weder die Verwaltung noch die Vorinstanz in genügendem Masse nachgekommen. Die Beschwerdeführerin hat eine Verschlechterung hinreichend glaubhaft gemacht. Die IV-Stelle hat demnach den Sachverhalt in medizinischer Hinsicht gründlich abzuklären und in der Folge neu darüber zu befinden, ob die Versicherte mindestens zu 50 % erwerbsunfähig sei. Falls sie den aus Serbien und Montenegro stammenden ärztlichen Zeugnissen hinsichtlich der Diagnosen und der attestierten Arbeitsunfähigkeit nicht folgen will, hat sie dies nachvollziehbar zu begründen. Um weiteren Missverständnissen vorzubeugen, erscheint es empfehlenswert, die entsprechenden umfassenden ärztlichen Untersuchungen in der Schweiz durchführen zu lassen. Der vorinstanzliche Entscheid sowie der Einspracheentscheid sind demgemäss aufzuheben und die Sache ist an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit sie die erforderlichen Abklärungen trifft.