Citation: 5P.387/2005 26.10.2006 E. A

Zwischen den Parteien ist vor dem Gerichtskreis V Burgdorf-Fraubrunnen ein Erbteilungsprozess hängig. In der Erbmasse befinden sich mehrere Grundstücke, die zu einem wesentlichen Teil unter das Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB) fallen. Im Rahmen dieses Prozesses ordnete der Gerichtspräsident 1 am 21. Juni 2005 in Form einer selbständigen Zwischenverfügung gemäss Art. 196 ZPO/BE die Versteigerung der landwirtschaftlichen Grundstücke unter den Erben sowie die öffentliche Versteigerung der nicht unter das BGBB fallenden Grundstücke an. Dagegen erhob A.A._______ Appellation. Das Obergericht des Kantons Bern befand in seinem Entscheid vom 13. September 2005, die Voraussetzungen für die Ausfällung eines selbständigen Zwischenentscheides seien nicht erfüllt, da weder ein anderer Schluss zu einem Endurteil im Erbteilungsprozess führen würde noch ein bedeutender Aufwand an Zeit und Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren erspart werde (E. 5). Auf die Appellation sei folglich einzutreten, der zu Unrecht verselbständigte Entscheid aufzuheben und die Sache zur Fortsetzung des Verfahrens an die erste Instanz zurückzuweisen, wobei diese die Versteigerung mit gewöhnlicher prozessleitender Verfügung erneut anordnen könne (E. 6).