Citation: 4A_235/2020 E. 4.3

4.3. Bezüglich der in den Google-Anzeigen für "www.A.________.ch" verwendeten Äusserung "keine Warteschlangen" (Rechtsbegehren Ziffer 2) erwog die Vorinstanz, die Beschwerdeführerin hätte den Nachweis der korrekten Ermessensausübung im Zusammenhang mit der Aktivlegitimation erbringen müssen. Da in keiner der eingereichten Beschwerden die Verwendung von "keine Warteschlangen" in Google-Anzeigen beanstandet werde, keine sonstigen Meldungen vorlägen, es nicht reiche, dass sich das Internetangebot an die Öffentlichkeit richte, gerade weil sich der Vorwurf nicht als sehr schwer erweise, sei ein öffentliches Interesse - zu welchem die Beschwerdeführerin zudem nichts ausgeführt habe - an einem diesbezüglichen Begehren zu verneinen. Die Beschwerdeführerin bringt auch in diesem Zusammenhang zu Unrecht vor, allein aufgrund des Umstands, dass sich die angeblich irreführende Angabe im Internet an eine Vielzahl von Personen wende, müsse die Aktivlegitimation nach Art. 10 Abs. 3 UWG bejaht werden. Die tatsächliche Feststellung der Vorinstanz, dass die fragliche Angabe in keiner der eingereichten Beschwerden beanstandet wurde und auch keine sonstigen Meldungen vorliegen, vermag die Beschwerdeführerin nicht als bundesrechtswidrig auszuweisen. Unter diesen Umständen leuchtet nicht ein, und wird von der Beschwerdeführerin auch vor Bundesgericht nicht dargelegt, weshalb ein öffentliches Interesse an einer entsprechenden Klage nach Art. 10 Abs. 3 UWG bestehen soll.