Citation: 6B_518/2023 E. 5.4.3

5.4.3. Im Rahmen der privaten Interessen misst die Vorinstanz der langen Aufenthaltsdauer des Beschwerdeführers in der Schweiz und seinen familiären Beziehungen zu Recht hohes Gewicht bei. Gestützt auf die für das Bundesgericht verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz liegt zwischen dem Beschwerdeführer und seiner Kernfamilie eine nahe, echte und tatsächlich gelebte familiäre Beziehung vor. Der Kernfamilie des Beschwerdeführers - seiner Ehefrau und dem gemeinsamen Kind - ist es nicht zumutbar, ihm im Falle seiner Landesverweisung nach Bosnien und Herzegowina zu folgen. Beizupflichten ist dem Beschwerdeführer, dass weder seine Arbeitstätigkeit seit der Haftentlassung noch diejenige seiner Ehefrau die familiäre Bindung in Frage stellen. Relativierend ist jedoch ins Feld zu führen, dass der Beschwerdeführer vom 10. März 2020 bis 9. Juni 2022 in Haft bzw. vorzeitigem Strafvollzug war, er davor mit seiner Ehefrau sowie dem am 27. November 2019 geborenen gemeinsamen Sohn nicht zusammen wohnte und sie während des vorzeitigen St rafvollzugs am 10. November 2021 heirateten. Ausserdem bezieht die Vorinstanz die sprachlichen Fähigkeiten des Beschwerdeführers wie auch seine berufliche Integration mit in ihre Würdigung ein, ohne in Willkür zu verfallen. Gleiches gilt in Bezug auf die vorinstanzlichen Erwägungen zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers, welchen beizupflichten ist. Alsdann stellt die Vorinstanz zu Recht keine besonders intensiven, über eine normale Integration hinausgehenden privaten Beziehungen gesellschaftlicher Natur fest (vgl. BGE 144 II 1 E. 6.1). Des Weiteren befasst sie sich in nicht zu beanstandender Weise mit der Wiedereingliederung des Beschwerdeführers in Bosnien und Herzegowina.