Citation: P 24/00 15.10.2001 E. 4

4.- Liegt mithin kein Heim im Sinne des ELG vor, ist die EL-Berechnung für Nicht-Heimbewohner und -bewohnerinnen vorzunehmen (siehe Erw. 1b). Die Wohnkosten sind somit unter dem Titel der Mietkosten zu berücksichtigen. In Anwendung von Rz 3022 WEL ist ein Drittel der Pensionskosten als Mietkosten zu berücksichtigen. Diese Berechnungsweise darf auch unter dem seit dem 1. Januar 1998 geltenden ELG angewendet werden. Die Pensionskosten belaufen sich bis zum 31. Dezember 1996 auf Fr. 75.- pro Tag und seit dem 1. Januar 1997 auf Fr. 95.- pro Tag. Daraus ergeben sich jährliche Pensionskosten von Fr. 27'000.- (360 x Fr. 75.-) bis Ende 1996 bzw. von Fr. 34'200.- (360 x Fr. 95.-) ab 1997 und mithin Mietkosten von Fr. 9'000.- bzw. von Fr. 11'400.-. Ab November 1995 bis Ende 1996 sind somit Mietzinskosten in der Höhe von Fr 9'000.- abzüglich des Selbstbehalts von Fr. 800.- (Art. 4 Abs. 1 lit. b aELG) zu berücksichtigen. Für das Jahr 1997 betragen die maximal anrechenbaren Mietkosten Fr. 11'200.- abzüglich des Selbstbehalts von Fr. 800.-. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz, welche Fr. 11'400.- abzüglich Fr. 800.- angerechnet hat, kann nämlich die pauschale Berücksichtigung von Mietkosten im Sinne von Rz 3022 WEL nicht zu einer Erhöhung der gesetzlich anrechenbaren Mietzinskosten führen, weshalb nur Fr. 10'400.- statt Fr. 10'600.- zu berücksichtigen sind. Dagegen können für das Jahr 1998 die gesamten Fr. 11'400.- angerechnet werden, da das Maximum der anrechenbaren, die Nebenkosten einschliessenden Mietzinskosten Fr. 12'000.- beträgt (Art. 3b Abs. 1 lit. b in Verbindung mit Art. 5 Abs. 1 lit. b Ziff. 1ELG). Daraus ergibt sich nach den Berechnungen der Vorinstanz, auf welche - abgesehen von jenen für das Jahr 1997 vollumfänglich verwiesen werden kann - ein EL-Anspruch von Fr. 520.- pro Monat vom 1. November bis 31. Dezember 1995, (Ausgabenüberschuss von Fr. 6'242.-), von Fr. 367.- ab dem 1. Januar 1996 (Ausgabenüberschuss von Fr. 4'406.-), von Fr. 541.- ab dem 1. Januar 1997 (Ausgabenüberschuss von Fr. 6'496.-) und von Fr. 558.- (Ausgabenüberschuss von Fr. 6'696.-) vom 1. Januar bis 30. September 1998. Zwar hat sich die Wohnsituation des Beschwerdegegners bereits ab dem 1. September 1998 verändert, doch hat die Ausgleichskasse dieser Veränderung in Anwendung von Art. 25 Abs. 2 lit. b ELV (Erhöhung des Ausgabenüberschusses) erst mit Wirkung ab dem 1. Oktober 1998 Rechnung getragen, eine Betrachtungsweise, welche auch bei Anwendung von Art. 25 Abs. 2 lit. c ELV (Verminderung des Ausgabenüberschusses) standhält.