Citation: 8C_68/2021 E. 5.1

5.1. Das kantonale Gericht qualifizierte das Ereignis vom 10. Januar 2009 als mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den schweren Unfällen und erwog, gleich mehrere der im Rahmen der Adäquanzprüfung massgebenden Kriterien seien erfüllt. Diese Beurteilung ist unbestritten. Weiter erkannte die Vorinstanz, die geforderte Dauerhaftigkeit des psychischen Gesundheitsschaden sei gestützt auf das asim-Gutachten zu bejahen. Zwar werde darin ausgeführt, man erachte eine dem Störungsbild angemessene, ausreichend lange vollstationäre Behandlung als angebracht. In diesem Sinne sei der Endzustand für die Einschätzung eines psychischen Integritätsschadens noch nicht erreicht. Gleichzeitig sei aber an anderer Stelle im Gutachten festgehalten worden, bei einem dokumentiert seit etwa zwei bis drei Jahren hochauffälligen Psychostatus und neuropsychologischen Befund sei die Prognose bei Vorliegen einer andauernden Persönlichkeitsänderung in Bezug auf eine Zustandsverbesserung (und umso mehr eine Arbeitsfähigkeit) mit grosser Skepsis zu stellen. Das kantonale Gericht kam insbesondere aufgrund der zögerlichen Formulierung in der Expertise, wonach ein stationärer Aufenthalt (allenfalls) geeignet sein könnte, zum Schluss, dass der Schaden letztlich auch aus gutachterlicher Sicht als dauerhaft anzusehen sei.