Citation: 5P.375/2001 08.01.2002 E. 3

3.- Einzutreten ist demgegenüber auf die Rüge, das Obergericht habe der Beschwerdegegnerin unter dem Titel der Steuern einen massiv zu hohen Betrag für die Zeit zugesprochen, als die Kinderunterhaltsbeiträge noch durch den Unterhaltspflichtigen zu versteuern waren. Seit dem 1. Januar 2001 sind im Kanton Basel-Landschaft die Kinderalimente beim Empfänger zu versteuern, während sie beim Leistenden abgezogen werden können. Zuvor war die Rechtslage umgekehrt. Das Obergericht hat dieser Rechtsänderung nicht Rechnung getragen, sondern ist für die gesamte Zeit seit Februar 1998 davon ausgegangen, dass die Ehefrau rund Fr. 4'500.-- monatlich an Steuern zu bezahlen hat, was bei einem Unterhaltsbeitrag für die Ehefrau persönlich in Höhe von Fr. 11'500.--, der von ihr bis Ende 2000 allein zu versteuern war, krass unzutreffend sein muss. Ohne Berücksichtigung jedwelcher Abzüge ergäbe sich eine Steuerquote von fast 40 %. Es springt in die Augen, dass dies nicht sein kann, weshalb der Vorwurf der Willkür berechtigt ist. Es liegt auch nicht nur ein Mangel in der Begründung des angefochtenen Urteils vor, wie die Beschwerdegegnerin meint. Vielmehr führt die falsch eingeschätzte Steuerlast zu einem für die fragliche Zeit überhöhten Unterhaltsbeitrag. Das Obergericht wird unter Berücksichtigung der Rechtsänderung bezüglich der Versteuerung von Kinderunterhaltsbeiträgen neu zu entscheiden haben.