Citation: I 122/01 05.03.2002 E. 2

2.- Das kantonale Gericht hat die massgeblichen Bestimmungen über die Gewährung von Versicherungsleistungen, insbesondere über die Ausrichtung einer Kapitalhilfe zur Aufnahme oder zum Ausbau einer Tätigkeit als Selbstständigerwerbender (Art. 18 Abs. 2 IVG, Art. 7 IVV) zutreffend dargelegt, weshalb darauf verwiesen werden kann. a) In materieller Hinsicht wird vom anwaltlich vertretenen Beschwerdegegner zu Recht nicht bestritten, dass ihm die Ausübung einer unselbstständigen Erwerbstätigkeit eines Verkaufschauffeurs eines Kleinlastwagens, die er durch Selbsteingliederung ohne berufliche Massnahmen ergreifen kann, gesundheitlich zumutbar ist und er dadurch gegenüber dem Valideneinkommen von Fr. 58'000.- keine rechtserhebliche Erwerbseinbusse erleiden würde. b) Streitig und zu prüfen ist somit, ob auf dem rechtlich massgeblichen ausgeglichenen Arbeitsmarkt derartige Stellen ausreichend vorhanden sind. Die Frage ist zu bejahen, denn es fällt auf, dass sich der Beschwerdegegner nur in seiner allernächsten Wohnumgebung um Stellen bemüht hat. Indessen ist es ihm zumutbar, auch Stellen als Verkaufschauffeur in der weiteren Umgebung von Y.________ zu suchen. Insbesondere sind von dieser Ortschaft aus dank der Eröffnung des Vereina-Tunnels auch Regionen ausserhalb des Engadins bei zumutbarem Arbeitsweg erreichbar. Wie die IV-Stelle in ihrer Verfügung zutreffend dargelegt hat, setzt Art. 18 Abs. 2 IVG voraus, dass der Versicherte zur Aufnahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit gezwungen ist, was im Falle von T.________ nicht zutraf, zumal Verkaufschauffeur-Stellen auch Unselbstständigerwerbenden angeboten werden. Insbesondere ist für die Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen, ob ein Invalider unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig darauf, ob er die ihm verbleibende Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte. Vorliegend konnte der IV-Berufsberater am 21. Februar 2001 drei Firmen eruieren, welche Verkaufschauffeure auf Kleinlastwagen in der Region anstellten, wobei die durchschnittlichen Löhne durchwegs Jahresbeträge von über Fr. 60'000.- ausmachten. c) Nach dem Gesagten sind berufliche Massnahmen zur Eingliederung des Beschwerdegegners nicht notwendig (Art. 8 Abs. 1 IVG), weshalb er keine Ausrichtung einer Kapitalhilfe beanspruchen kann.