Citation: 6B_1384/2017 E. 1.2.2

1.2.2. Betreffend das Kerngeschehen stellt die Vorinstanz fest, die Beschwerdeführerin habe zunächst behauptet, sie sei hundertprozentig sicher, dass sie nicht in der betreffenden Boutique in St. Moritz gewesen sei. Später habe sie zugegeben, mit Y.________ am 8. Januar 2013 die Boutique A.________ in Luzern, am 29. Januar 2013 die Boutique B.________ in Gstaad und am 2. Februar 2013 die Boutique C.________ in St. Moritz aufgesucht zu haben. Gestützt auf die Meldungen der Boutiquen und das Geständnis von Y.________ sei erstellt, dass in diesen drei Boutiquen die in der Anklage genannten Kleidungsstücke entwendet worden seien. Die Vorinstanz wertet die Aussagen der Beschwerdeführerin und von Y.________, die Beschwerdeführerin habe von den Diebstählen nichts bemerkt, im Wesentlichen mit der folgenden Begründung als nicht glaubhaft: Auf dem Mobiltelefon der Beschwerdeführerin seien am 3. Februar 2013 gemachte Fotos sichergestellt worden, die sie in der am Tag zuvor in St. Moritz entwendeten Chinchilla-Pelzjacke zeigen. Gemäss Aussagen des Vertreters der Boutique habe die Beschwerdeführerin diese Chinchilla-Pelzjacke anprobiert, weshalb die Diebstahlsicherung entfernt worden sei. Danach sei die Jacke ungesichert auf den Bügel gehängt worden und schlussendlich sei - nachdem die Beschwerdeführerin und Y.________ den Laden verlassen hätten - das Fehlen der Jacke festgestellt worden. Die Behauptung der Beschwerdeführerin, sie habe geglaubt, Y.________ habe die sehr auffällige Jacke gekauft und ihr zum Anziehen gegeben, damit er eine Foto davon machen könne, sei unglaubhaft, da die Beschwerdeführerin einen Tag vor der Aufnahme zusammen mit ihm in der besagten Boutique gewesen sei, die Jacke anprobiert und zusammen mit Y.________, ohne zu bezahlen, die Boutique verlassen habe. Sie habe somit gewusst, dass Y.________ diese Jacke nicht käuflich erworben habe. Ebenso unglaubhaft sei die Behauptung der Beschwerdeführerin, die ihre Lehre in einem Modehaus absolviert habe, sie habe nicht gewusst, dass es sich um eine teure Jacke gehandelt habe. Beim Vorfall vom 29. Januar 2013 in Gstaad, bei dem ein Pelzmantel entwendet worden sei, sei das Vorgehen der Beschwerdeführerin und von Y.________ durch zwei Videokameras aufgezeichnet worden. Auf den Aufnahmen sei klar erkennbar, wie Y.________ der Beschwerdeführerin mit einem Handzeichen andeute, sie solle sich in den Durchgang stellen, sie sich mit einem Blick vergewissere, dass die Angestellte weg sei und dies gegenüber Y.________ mit einem Kopfnicken bestätige. Weiter sehe man, wie sich die Beschwerdeführerin in den Durchgang stelle und der Angestellten so den einzigen Zugang zu dem Raum, in dem sich Y.________ befunden habe, versperre. Während die Beschwerdeführerin den Zugang versperre, habe Y.________ den Mantel unter seiner Jacke versteckt. Aus den Videoaufnahmen gehe zweifelsfrei hervor, dass die Beschwerdeführerin und Y.________ während des ganzen Vorgangs miteinander kommuniziert und zusammengewirkt hätten. Bei diesem Vorfall vom 29. Januar 2013 in Gstaad habe die Beschwerdeführerin die am 8. Januar 2013 in Luzern entwendete Strickjacke getragen. Auch das Vorgehen in der Boutique in Luzern sei auf Video aufgezeichnet. Die Beschwerdeführerin habe sich zusammen mit Y.________ in die Boutique begeben und die Verkäuferinnen durch Fragen sowie Anprobieren abgelenkt, während Y.________ zugegebenermassen die Strickjacke behändigt und versteckt habe, worauf beide den Laden wieder verlassen hätten.