Citation: 1P.97/2000 06.07.2000 E. 1

1.- a) Der Beschwerdeführer ist nur zur staatsrechtlichen Beschwerde legitimiert, wenn er ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung des angefochtenen Entscheids hat (Art. 88 OG). Ob diese Bedingung erfüllt ist, muss auf Grund der Rechtsposition beurteilt werden, auf die er sich beruft. Ob diese Rechtsposition zu Recht angerufen wird, ist im Sachurteil zu entscheiden. Der Beschwerdeführer macht geltend, er könne auf Grund allgemeiner Grundsätze des Beamtenrechts als Beamter während der Amtsperiode, für die er gewählt worden sei, nur aus wichtigen Gründen entlassen werden. Wenn dies zutrifft, hat er ein rechtlich geschütztes Interesse daran, nicht durch ordentliche Kündigung während der Amtsperiode entlassen zu werden. Da der angefochtene Entscheid eine solche Kündigung schützt, ist der Beschwerdeführer legitimiert, ihn mit staatsrechtlicher Beschwerde anzufechten. b) Die staatsrechtliche Beschwerde kann sich, abgesehen von hier nicht zutreffenden Ausnahmen, nur gegen letztinstanzliche Entscheide richten (vgl. Art. 86 und 87 OG; BGE 125 I 492 E. 1a/aa mit Hinweisen). Auf den Antrag des Beschwerdeführers, die Kündigung der Gemeinde Visp aufzuheben, kann daher nicht eingetreten werden. c) Das staatsrechtliche Beschwerdeverfahren führt nicht das vorangegangene kantonale Verfahren weiter, sondern es stellt ein selbständiges staatsgerichtliches Verfahren dar, das der Kontrolle kantonaler Hoheitsakte unter dem spezifischen Aspekt ihrer Verfassungsmässigkeit dient. Daher prüft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene Rügen (BGE 125 I 492 E. 1b S. 495 mit Hinweisen). Zur rechtlichen Substanziierung seiner Beschwerde hat der Beschwerdeführer gemäss Art. 90 Abs. 1 lit. b OG nicht nur die als verletzt behaupteten Rechtssätze zu nennen, sondern auch darzulegen, inwiefern diese Rechtssätze bzw. Rechte durch den angefochtenen Entscheid verletzt sein sollen (BGE 121 I 225 E. 4c S. 230; 117 Ia 393 E. 1c S. 395 mit Hinweisen). Die Beschwerdebegründung muss sich mit dem angefochtenen Entscheid auseinander setzen und nicht bloss das Verhalten unterer kantonaler Instanzen kritisieren. Insbesondere bei Beschwerden wegen Verletzung von Art. 9 BV muss wegen dessen weitem Schutzbereich im Einzelnen dargelegt werden, worin die behauptete Verfassungsverletzung liegt. Bloss appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid ist im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde unzulässig (BGE 125 I 492 E. 1b S. 495; 107 Ia 186 E. b; 121 I 225 E. 4c S. 230). Für die Frage, ob die Beschwerde den Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG entspricht, ist die Beschwerdeschrift massgebend, da innert Beschwerdefrist Versäumtes nicht im zweiten Schriftenwechsel nachgeholt werden kann (BGE 118 Ia 305 E. 1c S. 308 mit Hinweisen). Im Weiteren kann nur auf Rügen eingetreten werden, die in der Beschwerdeschrift selber enthalten sind (BGE 115 Ia 27 E. 4a S. 30 mit Hinweis). In der Beschwerde wird nicht ausdrücklich ein verfassungsmässiges Recht erwähnt und nicht dargelegt, inwiefern dieses durch den angefochtenen Entscheid verletzt sein sollte. Immerhin lässt sich die Beschwerde so verstehen, dass geltend gemacht wird, der angefochtene Entscheid sei willkürlich und verletze den Anspruch auf staatliches Handeln nach Treu und Glauben. Damit wird sinngemäss eine Verletzung von Art. 9 der seit dem 1. Januar 2000 gültigen BV vom 18. April 1999 geltend gemacht (Die vom Beschwerdeführer in seiner Replik erwähnte aBV vom 29. Mai 1874 war am 13. Januar 2000, als das angefochtene Urteil erging, nicht mehr in Kraft). Diese Rügen werden, neben ausführlicher appellatorischer und daher unbeachtlicher Kritik in der Beschwerde und ihren Beilagen, damit begründet, dass der Beschwerdeführer, da er für die Amtsperiode 1997-2000 gewählt worden sei, nicht gemäss dem Angestelltenreglement der Gemeinde Visp vom 4. Februar 1980 entlassen werden dürfe. Mit keinem Wort wird erläutert, warum die gegenteilige Auffassung des Kantonsgericht trotz der Autonomie einer Gemeinde bei der Auslegung ihres Rechts in einem Bereich, in dem sie Autonomie geniesst, willkürlich sei (vgl. zum Begriff der Willkür hinten E. 2a). Letztlich kann offen bleiben, ob trotzdem auf die Beschwerde eingetreten werden kann, da sie, wie im Folgenden zu zeigen ist, jedenfalls unbegründet ist.