Citation: 8C_369/2007 06.05.2008 E. A

V.________, geboren 1972, war seit 17. Juni 2002 als Sachbearbeiterin vollzeitlich mit Bildschirmarbeit für die Firma X.________ AG in Y.________ erwerbstätig und in dieser Eigenschaft bei der Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: Allianz oder Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am Morgen des 20. Novembers 2002 musste sie auf dem Weg zur Arbeit kurz vor der Autobahnausfahrt Y.________ am Ende einer Kolonne die Geschwindigkeit bis auf das Schritttempo verlangsamen, wobei eine nachfolgende Personenwagenlenkerin ihr Fahrzeug nicht mehr rechtzeitig abzubremsen vermochte und ins Heck des von der Versicherten gelenkten Opel Corsas prallte. Bei einem Zeitwert von Fr. 3'200.- entstand am Opel Corsa ein Sachschaden von Fr. 3'909.50 (Totalschaden). Während die Unfallverursacherin noch an Ort und Stelle auf der Autobahn vom herbeigerufenen Rettungsdienst kurz betreut werden musste, fuhr die Polizei die Versicherte an ihren Arbeitsplatz, wo diese etwa eine Stunde nach dem Unfall zunehmend Schmerzen im Nacken und im Hinterkopf verspürte, so dass sich V.________ von ihrem Ehemann abholen und zu ihrem Hausarzt fahren lassen musste. Dr. med. M.________ fand am Unfalltag eine frei bewegliche Halswirbelsäule (HWS), schloss röntgenologisch ossäre Läsionen aus, beschrieb eine Druckdolenz im Bereich der Paravertebralmuskulatur C3-7 rechts sowie über dem Querfortsatz C7 rechts, diagnostizierte eine HWS-Distorsion, attestierte einzig für den 20. November 2002 eine eingeschränkte Arbeitsunfähigkeit und verordnete Voltaren sowie Physiotherapie. Zur "früheren Kopfschmerzenanamnese" verwies der Hausarzt auf "vereinzelte Hinweise aus [der] Krankengeschichte". Gemäss Angaben zum Unfallhergang auf dem "Zusatzfragebogen bei HWS-Verletzungen" erfolgte die Kollision überraschend und in gerader Kopfstellung ohne Kopfanprall. Nach drei erfolglosen Serien zu je neun physiotherapeutischen Behandlungen riet die Rheumatologin Dr. med. W.________ der Versicherten anlässlich der spezialärztlichen konsiliarischen Untersuchung vom Mai 2003 bei anhaltender voller Arbeitsfähigkeit zu einer ergonomischen Gestaltung ihres Büroarbeitsplatzes sowie zu möglichst häufiger sportlicher Betätigung. Dr. med. W.________ verordnete versuchsweise chiropraktische Behandlung sowie eine Medikamentenkombination unter anderem mit einem Antidepressivum (Bericht vom 24. Mai 2003). Am 14. August 2003 berichtete der Hausarzt, die Versicherte habe sich gegen die von der Rheumatologin empfohlene antidepressive Behandlung gewehrt. Die MRT-Untersuchung vom 27. Juni 2003 zeigte eine kleine medio-rechts-laterale Diskushernie C5/6 ohne Nervenwurzelkompression. Gemäss Dr. med. M.________ nahmen die Beschwerden (Kopf- und Nackenschmerzen sowie Schultergürtelbeschwerden) seit dem Unfall zu, so dass es im Juni und August 2003 jeweils zu vorübergehenden kurzen Arbeitsausfällen kam. Bei anhaltender Therapieresistenz meldete der Hausarzt die Versicherte am 14. August 2003 zur stationären Rehabilitation in der Klinik Z.________ an, wo V.________ vom 11. November bis 16. Dezember 2003 hospitalisiert war. Mit Schreiben vom 25. August 2003 berief sich die Allianz auf die Vorleistungspflicht des obligatorischen Krankenversicherers und lehnte eine Kostengutsprache für den Aufenthalt in der Klinik Z.________ ab. Nach Durchführung einer polydisziplinären Expertise im Zentrum A.________ (das Gutachten datiert vom 21. September 2004) stellte die Allianz die Versicherungsleistungen (bei folgenlosem Fallabschluss) per 1. September 2003 ein mit der Begründung, die darüber hinaus geklagten Gesundheitsstörungen stünden nicht in einem adäquaten Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 20. November 2002 (Verfügung vom 10. Mai 2005), und hielt mit Einspracheentscheid vom 28. Juni 2005 daran fest.