Citation: U 90/05 24.10.2005 E. A

Die 1965 geborene A.________ war als Pflegehelferin in einem Alters- und Pflegeheim angestellt, als sie am 28. Dezember 2000 auf einer schneebedeckten Strasse die Herrschaft über ihren Personenwagen verlor und frontal mit einer Gartenmauer kollidierte. Am 16. Januar 2001 (vgl. Arztzeugnis vom 27. Februar 2001) oder am 10. Januar 2001 (vgl. Arztzeugnis vom 19. März 2001) suchte sie ihren Hausarzt Dr. med. B.________, allgemeine Medizin FMH auf, welcher eine Verspannung der Nackenmuskulatur feststellte und ein Distorsionstrauma des Nackens diagnostizierte. Ab 1. März 2001 bestand eine volle Arbeitsunfähigkeit. Die Elvia Versicherungen (heute Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft, nachfolgend: Allianz) erbrachten im Rahmen der obligatorischen Unfallversicherung Heilkostenleistungen und richteten Taggelder aus. Wegen anhaltenden Beschwerden liess sich A.________ im Mai 2001 neurologisch abklären, wobei Dr. med. J.________, Spezialarzt für Neurologie, laut Bericht vom 8. Mai 2001 normale Befunde erhob. Weiter wurde sie im Rahmen einer HWS-Behandlungsstudie an der Psychiatrischen Poliklinik des Spitals X.________ behandelt und begutachtet. Am 2. Juli 2001 stellten dort die Spezialisten die Diagnose eines Status nach HWS-Distorsion mit therapieresistenten Beschwerden und einer Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion (ICD-10: F43.21). Nachdem ein erster Arbeitsversuch im Mai 2001 gescheitert war, konnte die Versicherte ab September 2001 ihre Tätigkeit vorerst mit einer Arbeitsfähigkeit von 30%, ab 2. November 2001 bei einer 100%igen Arbeitsfähigkeit wieder im Umfang ihres vor dem Unfall geleisteten Pensums aufnehmen. Eine neuropsychologische Testung im April 2002 ergab normale Befunde, nachdem eine solche im Juli 2001 noch eine erhöhte Fehlerquote aufgewiesen hatte. Am 6. Mai 2002 meldete die Arbeitgeberin der Unfallversicherung einen Rückfall, nachdem der Versicherten von ihrem Hausarzt ab 1. Mai 2002 eine Arbeitsunfähigkeit von 70% und ab 15. Mai 2002 eine solche von 100% attestiert worden war. Als Befund erhob er eine mässige Verspannung der Nackenmuskulatur und als Diagnose nannte er einen Status nach Schleudertrauma der HWS. An der Psychiatrischen Poliklinik des Spitals X.________ stellte der Leitende Psychologe am 1. Juli 2002 die Diagnose einer zunehmenden depressiven Entwicklung mit Anzeichen einer Erschöpfungsdepression. Dr. med. K.________, Oberarzt am Ambulatorium S.________ des externen psychiatrischen Dienstes des Kantons S.________, attestierte A.________ am 20. Januar 2003 bei einem Status nach HWS-Distorsion eine Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion und verneinte aus psychiatrischer Sicht eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit, wogegen Dr. med. B.________ seine Patientin weiterhin für 100% arbeitsunfähig erachtete. Im Mai und Juni 2003 wurde die Versicherte im Auftrag der Invalidenversicherung neurologisch (Dr. med. M.________) und psychiatrisch (Dr. med. H.________) begutachtet. Zusammenfassend wurde eine 70%ige Arbeitsfähigkeit in einer körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit ohne Kopfzwangshaltung attestiert. Die Allianz stellte mit Verfügung vom 4. November 2003 fest, es bestehe zwischen den anhaltenden Gesundheitsbeschwerden und dem versicherten Ereignis vom 28. Dezember 2000 weder ein natürlicher noch ein adäquater Kausalzusammenhang, weshalb die Versicherungsleistungen per 30. September 2003 eingestellt würden. Daran hielt sie auch auf Einsprache hin fest (Einspracheentscheid vom 20. Januar 2004).