Citation: U 338/04 20.07.2005 E. 4

Strittig ist vor allem die Frage, ob die psychischen Unfallfolgen bei der Zusprechung der gesetzlichen Leistungen berücksichtigt werden mussten. Die Beschwerdeführerin leidet an einer Anpassungsstörung vorab im Sinne einer depressiven Reaktion; infolgedessen tritt bei ihr eine Somatisierungs- und Ausweitungstendenz auf, die ergotherapeutischer Feststellung zufolge immerhin nicht therapieresistent zu sein scheint (vgl. dazu den Austrittsbericht der Klinik B.________ vom 5. März 2003 mit psychosomatischem Konsilium vom 12. Dezember 2002 sowie die Berichte des Sozialpsychiatrischen Dienstes des Kantons X.________ vom 2. Juni 2003, 27. November 2002 und 11. Januar 2002). Verwaltung und kantonales Gericht haben mit zutreffender Begründung festgehalten, dass sich die psychischen Folgen des Unfallereignisses nicht adäquat kausal zu diesem verhalten. Diesbezüglich kann vollumfänglich auf die Ausführungen beider Vorinstanzen verwiesen werden. Zu betonen ist insbesondere, dass dort, wo die Vorgaben der einschlägigen Kriterien erfüllt zu sein scheinen (Dauer der ärztlichen Behandlung, Dauerbeschwerden, Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit), durchwegs die zunehmende psychische Überlagerung des Beschwerdezustandes als für die entsprechenden Befunde verantwortlich zeichnet. Als einziger der Faktoren bleibt die besondere Art der erlittenen Verletzung bedeutsam: Der Unfall hat immerhin dazu geführt, dass mit dem Zeigefinger der dominanten rechten Hand ein wesentlicher Bestandteil eines im Alltagsleben stark wahrgenommenen Körperteils entfernt werden musste. Dieses Defizit ist aber nicht derart augenfällig und (im weitesten, funktionellen und sozialen Sinn) behindernd, geschweige denn entstellend, dass es als in besonders ausgeprägter Weise gegeben erscheinen könnte.