Citation: 7B_195/2022 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer rügt, für die Beurteilung der ihm vorgeworfenen Übertretung gegen das RekG/FR sei nicht die Staatsanwaltschaft, sondern nach kantonalem Recht einzig die zuständige Oberamtsperson zuständig, da es sich um eine rein verwaltungsrechtliche Angelegenheit handle. Entgegen den Erwägungen der Vorinstanz sei es daher nicht zulässig, dass die Staatsanwaltschaft das gegen ihn geführte Strafverfahren mit jenem gegen die Gemeinde U.________-V.________ gestützt auf Art. 30 StPO vereinigt habe. Auch das von der Vorinstanz für die Begründung der Zuständigkeit der Staatsanwaltschaft beigezogene Leiturteil BGE 138 IV 29 sei vorliegend nicht einschlägig, da dort zwei ausschliesslich strafrechtlich relevante Tathandlungen zu beurteilen gewesen seien. Wegen der fehlenden sachlichen Zuständigkeit der Staatsanwaltschaft sei der Strafbefehl vom 22. April 2022 daher nicht gültig. Die gegenteilige Auffassung der Vorinstanz verletze Art. 356 Abs. 2 StPO.