Citation: 6B_244/2024 E. 4.3

4.3. Die erste Instanz entschädigte den Beschwerdeführer für die Ausübung seiner Verfahrensrechte mit Fr. 56'987.55 (Honorar inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer). Auf Berufung der Generalstaatsanwaltschaft hin überprüfte die Vorinstanz die fragliche Entschädigung und gelangte zum Schluss, diese sei masslos überhöht. In Würdigung aller wesentlichen Kriterien (wie namentlich Tatvorwürfe, beantragtes Strafmass, tatsächliche und rechtliche Komplexität der Strafsache, gewählte Mandatsführung [Vertretung durch Partner und angestellte Anwälte], Anforderungen an Sprachkompetenz der Verteidigung, Quantität/Qualität der Eingaben, Aktenumfang, Verfahrenslänge etc.) setzte sie das Honorar im Rahmen der PKV als Pauschale auf Fr. 20'000.--, entsprechend 80 Stunden bei einem durchschnittlichen Stundenansatz von Fr. 250.--, fest. Ein solches Honorar - so die Vorinstanz - hätte eine für den konkreten Fall angemessene Verteidigung erlaubt, zumal sich der gebotene Aufwand insbesondere an der Bedeutung der Strafsache und der Schwierigkeit der tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse orientiere und beides vorliegend eher als unterdurchschnittlich zu bewerten sei. Es ergäben sich angemessene Verteidigungskosten (inkl. notwendige mehrwertsteuerpflichtige Auslagen) von insgesamt Fr. 24'677.55. Von diesem Honorar seien für den Schuldspruch, der gewichtsmässig einen kleinen Teil der Verfahrensthemen ausmache, Fr. 1'000.-- auszuscheiden, so dass der Beschwerdeführer mit Fr. 23'677.55 zu entschädigen sei (angefochtenes Urteil S. 58 ff.) Für das Berufungsverfahren erachtete die Vorinstanz eine Entschädigung (ohne mehrwertsteuerpflichtige Auslagen) von Fr. 10'255.05 als Aufwendung für die Ausübung der Verfahrensrechte als angemessen. Sie führt aus, den Erwägungen zu Obsiegen und Unterliegen in Bezug auf die Verfahrenskosten folgend entfielen 50 % der Entschädigung auf die angefochtenen Freisprüche samt Kostenfolgen und 50 % auf die durch die Generalstaatsanwaltschaft erfolgreich angefochtene Entschädigung sowie den vergeblich angefochtenen Schuldspruch samt Kostenfolgen wegen Beschimpfung. Folglich sei der Beschwerdeführer oberinstanzlich im Rahmen von 50 % für seine Verteidigerkosten zu entschädigen, ausmachend Fr. 5'127.55. Die anderen 50 % der Verteidigerkosten habe er infolge Unterliegens (erneuter Schuldspruch, Unterliegen betreffend Kostenfolgen) selber zu tragen (angefochtenes Urteil S. 67).