Citation: 1C_586/2022 E. 3.2

3.2. Im Opferhilfeverfahren stellt die Behörde den Sachverhalt von Amtes wegen fest. Die in Art. 29 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 23. März 2007 über die Hilfe an Opfer von Straftaten (Opferhilfegesetz, OHG; SR 312.5) verankerte Offizialmaxime enthebt das Opfer allerdings nicht von seiner Mitwirkungspflicht. So kann und muss von ihm verlangt werden, dass es soweit zumutbar diejenigen Angaben macht, die der Behörde erlauben, den Sachverhalt und die Anspruchsberechtigung näher abzuklären (BGE 126 II 97 E. 2e; Urteil 1C_165/2014 vom 10. Dezember 2014 E. 4.4; je mit Hinweisen).