Citation: I 393/03 21.07.2004 E. 3.3

3.3.1 Mit Bezug auf den Betätigungsvergleich rügt der Beschwerdeführer, die Einschätzungen der MEDAS-Gutachter seien unbesehen übernommen worden. So habe bei der Beurteilung der bereichsspezifischen Beeinträchtigungen weder die leidensbedingt generell massiv reduzierte Arbeitszeit hinlänglich Berücksichtigung gefunden noch der Umstand, dass die Aussendiensttätigkeit aufgrund eingeschränkter Mobilität (keine längeren Autofahrten) überhaupt nicht mehr ausgeübt werden könne. 3.3.2 Dem Einwand des Beschwerdeführers ist vorab entgegenzuhalten, dass sich die MEDAS-Gutachter hinsichtlich der verbleibenden Leistungsfähigkeit ausdrücklich auf die konkreten Verhältnisse der derzeit ausgeübten beruflichen Tätigkeit mit der Möglichkeit der freien Einteilung des Pensums und des Positionswechsels beziehen. Es handelt sich mithin bei der ärztlich festgelegten Arbeitsunfähigkeit von 25 % nicht lediglich um eine theoretische, sondern um eine konkrete Schätzung. Vor diesem Hintergrund ist naheliegend und nicht zu beanstanden, dass die medizinische Einschätzung im Abklärungsbericht weitgehend übernommen wird. Die Aktenlage, namentlich auch die Angaben des Versicherten gegenüber der Abklärungsperson an Ort und Stelle, sprechen dafür, dass in den einzelnen - allesamt vorwiegend administrativen, durch geringe körperliche Belastungen gekennzeichneten - Tätigkeiten nicht spezifische, in der Art der jeweiligen Verrichtung begründete Einschränkungen vorliegen, sondern der Beschwerdeführer lediglich (generell) nicht mehr über die physischen und psychischen Ressourcen verfügt, um die an sich ideal auf ihn zugeschnittene Tätigkeit mit vollem Pensum und voller Leistung auszuüben. Für die Aussendienst-Tätigkeit ergibt sich nichts Abweichendes; zumal durch den Umstand, dass beim Autofahren spätestens nach einer Stunde Erholungspausen notwendig sind (vgl. Erw. 3.3.1 in fine), lediglich die Gesamtreisezeit etwas verlängert, nicht aber die Tätigkeit als solche verunmöglicht wird. Trägt die medizinische Einschätzung der Arbeitsfähigkeit den konkreten Verhältnissen Rechnung und stehen die tätigkeitsbezogenen Angaben des Versicherten an Ort und Stelle dazu nicht in Widerspruch, hat dies allerdings auch zur Folge, dass - entgegen der Auffassung von Vorinstanz und Verwaltung - im Aufgabenbereich "Verpacken/Versand" ebenfalls von einer Einschränkung von 25 % auszugehen ist, wirkt sich doch die allgemeine Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit auch in diesem Aufgabenbereich aus. Die Tatsache, dass der tägliche Arbeitseinsatz des Beschwerdeführers von bloss vier oder viereinhalb Stunden deutlich weniger als 75 % der vor Eintritt des Gesundheitsschadens geleisteten Arbeitszeit entspricht, vermag die Annahme einer zumutbaren Restarbeitsfähigkeit von 25 % in sämtlichen Aufgabenbereichen nicht umzustossen. Im Lichte vorstehender Erwägungen liegt der Schluss nahe, dass die aus ärztlicher Sicht und nach Massgabe des vorgenommenen Betätigungsvergleichs verbleibende Leistungsfähigkeit mit dem angegebenen tatsächlichen Arbeitseinsatz nicht voll ausgeschöpft wird. Im Übrigen verkennt der Beschwerdeführer die Bedeutung der im Betrieb geleisteten Arbeitsstunden im ausserordentlichen Invaliditätsbemessungsverfahren, wobei auf die diesbezüglich zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen wird.