Citation: 5A_88/2024 E. 2.1

2.1. Umstritten ist, ob das Verwaltungsgericht auf das bei ihm in einer Kindesschutzsache eingereichte Rechtsmittel hätte eintreten müssen. Das Verfahren vor der Kindesschutzbehörde und der Beschwerdeinstanz bestimmt sich nach kantonalem Recht, soweit es nicht im Zivilgesetzbuch geregelt ist, und subsidiär nach der Zivilprozessordnung (vgl. Art. 314 Abs. 1 i.V.m. Art. 450f ZGB). Sofern das kantonale Recht - wie im Kanton Glarus (Art. 68 Abs. 1 des Gesetzes vom 7. Mai 1911 über die Einführung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches im Kanton Glarus [GS III B/1/1; EG ZGB/GL]; hinten E. 3.1) - die ZPO für anwendbar erklärt, gelangt diese als ergänzendes kantonales Recht zur Anwendung und sie unterliegt im Verfahren vor Bundesgericht derselben Prüfung wie jenes (BGE 144 I 159 E. 4.2; 140 III 385 E. 2.3). Mit der Beschwerde in Zivilsachen kann die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich des Verfassungsrechts, sowie von Völkerrecht gerügt werden (Art. 95 Bst. a und b BGG). Abgesehen von den hier nicht einschlägigen Ausnahmen von Art. 95 Bst. c-e BGG ist die fehlerhafte Anwendung des kantonalen Rechts kein Beschwerdegrund vor Bundesgericht. Vielmehr kann auch hinsichtlich des kantonalen Rechts nur gerügt werden, dessen Anwendung führe zu einer Rechtsverletzung nach Art. 95 Bst. a oder b BGG, namentlich einem Verstoss gegen das Willkürverbot oder einer Verletzung anderer verfassungsmässiger Rechte (vgl. BGE 142 II 369 E. 2.1; 137 V 143 E. 1.2). Das Bundesgericht prüft die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten und von kantonalem Recht nur insofern, als eine solche Rüge in der Beschwerde vorgebracht und begründet worden ist (sog. strenges Rügeprinzip; Art. 106 Abs. 2 BGG). Notwendig ist, dass in der Beschwerde klar und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids dargelegt wird, inwieweit die angerufenen Rechte verletzt wurden (BGE 142 III 364 E. 2.4; 141 I 36 E. 1.3). Auf die Beschwerde ist damit nicht einzutreten, soweit die Beschwerdeführer rügen, die Vorinstanz habe im Zusammenhang mit der Fristberechnung bzw. der Berücksichtigung der Gerichtsferien einerseits durch die unrichtige Anwendung der Zivilprozessordnung Bundesrecht verletzt und andererseits die einschlägigen kantonalen Bestimmungen falsch angewandt. Weder steht die Anwendung von Bundesrecht in Frage, noch prüft das Bundesgericht die korrekte Anwendung des kantonalen Gesetzesrechts.