Citation: I 548/06 11.05.2007 E. 3

Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Übernahme der Kosten für eine kaufmännische Grundausbildung als berufliche Eingliederungsmassnahme. 3.1 Der Beschwerdeführer hatte sich im März 2004 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug in Form von Berufsberatung, Umschulung auf eine neue Tätigkeit, Wiedereinschulung in die bisherige Tätigkeit, Arbeitsvermittlung und Rente angemeldet. Mit Verfügung vom 9. Juni 2005 erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für ein Arbeitstraining für die Zeit vom 27. März bis 26. September 2005. Nachdem der Versicherte einspracheweise geltend machen liess, er habe keine Ausbildung abgeschlossen und sei auf Unterstützung bei der erstmaligen beruflichen Ausbildung angewiesen, lehnte die IV-Stelle mit Einspracheentscheid vom 21. September 2005 einen Anspruch auf erstmalige berufliche Ausbildung mit der Begründung ab, es erscheine nicht überwiegend wahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer seine Ausbildung invaliditätsbedingt habe abbrechen müssen. Diesen Entscheid bestätigte das Verwaltungsgericht des Kantons Zug am 4. Mai 2006. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde lässt der Versicherte erneut vorbringen, er habe die Lehre mit überwiegender Wahrscheinlichkeit aufgrund einer beginnenden invalidisierenden psychischen Erkrankung abgebrochen, weshalb er Anspruch auf eine erstmalige berufliche Ausbildung habe. Sollte dieser Anspruch verneint werden, sei die IV-Stelle zu verpflichten, ihm eine Umschulung zu gewähren. Die IV-Stelle hält bezüglich erstmaliger beruflicher Ausbildung an ihrem Standpunkt fest und macht geltend, ein Anspruch auf Umschulung sei weder geltend gemacht noch sei darüber verfügt worden. 3.2 Entgegen der Auffassung der IV-Stelle hat der Beschwerdeführer in der Anmeldung zum Bezug von IV-Leistungen vom 15. März 2004 neben anderen beruflichen Eingliederungsmassnahmen auch die Umschulung auf eine neue Tätigkeit beansprucht. Selbst wenn indessen nur eine erstmalige berufliche Ausbildung oder nur eine Umschulung beantragt wird, ergibt sich aus dem Untersuchungsgrundsatz und dem Prinzip der Rechtsanwendung von Amtes wegen für die Verwaltung die Pflicht, jeglichen Anspruch auf Gewährung beruflicher Massnahmen zur Aneignung einer neuen Ausbildung zu prüfen, unabhängig davon, ob ein solcher auf Art. 16 oder 17 IVG beruht (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 785/01 vom 3. Juni 2003, E. 3.2 mit Hinweis).