Citation: 6B_1089/2021 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz hält fest, die Beschwerdegegner hätten zweifellos bemerkt, dass die Deutschkenntnisse des Beschwerdeführers rudimentär gewesen seien und dass er im Geschäftsverkehr unerfahren sei (Urteil S. 12 E. 7.2.2). In subjektiver Hinsicht sei jedoch zudem zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer gemeinsam mit E.________ aufgetreten sei. Er habe ihn den Beschwerdegegnern als seinen Geschäftsführer vorgestellt. E.________ sei an die Beschwerdegegner herangetreten, habe Termine ausgemacht und sich Unterlagen mailen lassen, sei bei Besprechungen dabei gewesen und sei für die Beschwerdegegner stets präsente Ansprechsperson gewesen. Es gäbe keine Hinweise, dass E.________ genauso naiv und unbedarft gewesen sei wie der Beschwerdeführer, jedenfalls sei dies für die Beschwerdegegner nicht erkennbar gewesen. Diese hätten daher davon ausgehen dürfen, dass E.________ die ihm ausgehändigten Dokumente und Buchhaltungsunterlagen verstehe, dass er diese dem Beschwerdeführer weiterleite und sie ihm erkläre. Da der Beschwerdeführer gemeinsam mit E.________ aufgetreten sei, könne den Beschwerdegegnern nicht vorgeworfen werden, sie hätten gewusst oder in Kauf genommen, dass er sich in einer Schwächesituation befunden habe (Urteil S. 12 f. E. 7.2.2). Auch sonst hätten die Beschwerdegegner die Schwächesituation des Beschwerdeführers nicht bewusst ausgenutzt. Sie hätten von der Überschuldung der D.________ GmbH gewusst. Erstellt sei auch, dass die Beschwerdegegner der GmbH zusätzliches Kapital in Form von Darlehen hätten zukommen lassen müssen. Gleichzeitig seien sie aber der Ansicht gewesen, dass die Bar grundsätzlich gut laufe. Sie hätten die wirtschaftliche Lage der D.________ GmbH als nicht allzu schlecht beurteilt und den Preis von Fr. 95'000.-- als fair bzw. angemessen erachtet. Die Vorinstanz qualifiziert die Aussagen der Beschwerdegegner als glaubhaft. Sie berücksichtigt weiter, dass diese zwar über eine kaufmännische Ausbildung verfügten, jedoch keine erfahrenen Geschäftsmänner seien. Die Vorinstanz hält fest, aus ihren Aussagen gehe hervor, dass sie nicht gewusst hätten, dass ein offenbares Missverhältnis zwischen den Leistungen vorliege und sie ein solches auch nicht in Kauf genommen hätten. Schliesslich fehle es zudem an einem Kausal- oder Motivationszusammenhang zwischen der Unerfahrenheit des Beschwerdeführers und dem offenbaren Missverhältnis. Die Beschwerdegegner hätten E.________ den Verkaufspreis gleich zu Beginn der Verhandlungen offen kommuniziert. Es habe mehrere Interessenten für die Übernahme der D.________ GmbH gegeben und die Beschwerdegegner hätten allen Interessenten den gleichen Preis genannt. Hätten sie den Beschwerdeführer ausnützen wollen, hätten sie nicht allen den gleichen Preis genannt. Die Beschwerdegegner hätten die Unerfahrenheit des Beschwerdeführers daher nicht bewusst zur Erlangung übermässiger Vermögensvorteile ausgenutzt. Der subjektive Tatbestand sei nicht erfüllt (Urteil S. 13 f. E. 7.2.2).