Citation: 9C_399/2017 E. 3.5

3.5. Die Vorinstanz hat für die Festsetzung des Invalideneinkommens einen Tabellenlohn der Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik herangezogen (LSE 2012, Tabelle TA1, Total, Frauen, einfache Tätigkeiten) und die betriebsübliche Wochenarbeitszeit sowie die Nominallohnentwicklung berücksichtigt. Einen Abzug vom Tabellenlohn (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; 126 V 75 E. 5b/aa-cc S. 80) hat sie verweigert mit der Begründung, die leistungsmässige Einschränkung sei mit 30 % bereits grosszügig bemessen. Dass die gesundheitlichen Einschränkungen mit der festgestellten Arbeitsfähigkeit nur ungenügend berücksichtigt worden sein sollen, ist nicht ersichtlich. Sie rechtfertigen keinen leidensbedingten Abzug, würde dies doch zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen (Urteile 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1; 9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1 mit Hinweisen). Sodann leuchtet nicht ein, weshalb ein allfälliger Vorbehalt einer Pensionskasse zwingend eine Lohneinbusse zur Folge haben soll. Andere Gründe für einen Abzug werden nicht substanziiert geltend gemacht. In der vorinstanzlichen Auffassung kann denn auch keine Verletzung der Rechtsgleichheit (Art. 8 Abs. 2 BV) oder des Diskriminierungsverbotes (Art. 8 i.V.m. Art. 14 EMRK) erblickt werden. Zudem lassen sich aus den angerufenen Grundrechten grundsätzlich keine unmittelbaren Leistungsansprüche (SVR 2015 IV Nr. 2 S. 3, 8C_803/2013 E. 4.3.1 mit Hinweisen) und somit auch keinen Anspruch auf einen "grosszügigen Leidensabzug" ableiten.