Citation: 5A_666/2014 E. 2.5.3

2.5.3. Ferner rügt der Beschwerdeführer, dass nicht alle Gläubiger über die konkursamtliche Versteigerung der Vorkaufs- und Kaufrechte informiert worden waren. Damit sei das Konkursamt seiner gesetzlichen Informationspflicht nicht nachgekommen, was sich durch die Teilnahme eines einzigen Interessenten auf das Steigerungsergebnis negativ ausgewirkt habe. Die Vorinstanz hat den Beschwerdeführer auf die im summarischen Konkursverfahren zur Anwendung gelangende Regelung hingewiesen, wonach einzig den Grundpfandgläubigern eine Spezialanzeige zugestellt wird (Art. 257 Abs. 3 SchKG). Hinzu kommen die Gläubiger, denen die auf dem Grundstück lastenden Pfandtitel verpfändet sind (Art. 71 KOV), den Inhabern anderer beschränkt dinglicher Rechte gemäss Lastenverzeichnis (Art. 129 Abs. 1 VZG) und den Inhabern von gesetzlichen Vorkaufsrechten (Art. 129 Abs. 2 VZG). Hingegen sieht das Gesetz keine weiteren Personen vor, denen eine Spezialanzeige zuzustellen ist. Insbesondere fallen die gewöhnlichen Gläubiger nicht unter die Adressaten einer Spezialanzeige ( FOËX, a.a.O., N. 12 zu Art. 257). Damit kann der Auslegung des Beschwerdeführers hinsichtlich der konkursamtlichen Informationspflicht nicht gefolgt werden. Inwieweit zudem durch die Publikation der Versteigerung in der Vorweihnachtszeit die Regeln über das konkursamtliche Verwertungsverfahren verletzt sein sollten oder das Konkursamt sein diesbezügliches Ermessen missbraucht haben sollte, wie der Beschwerdeführer meint, ist nicht nachvollziehbar.