Citation: 6B_456/2018 E. 2.4

2.4. Die Beschwerdeführerin belegt keine Willkür in der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung und Beweiswürdigung. Was sie zur Belegung ihrer eigenen Darlegung des Sachverhalts vorbringt, trifft zwar teilweise zu. Es liegen Indizien dafür vor, dass sich etwa der Vorfall am 14. November 2016, zu welchem sich die Beschwerdeführerin im Rahmen ihrer Beschwerde an das Bundesgericht zumindest vorwiegend äussert, auch tatsächlich so ereignet haben könnte, wie er dem Beschwerdegegner vorgeworfen wird. Die Vorinstanz berücksichtigt diese Indizien in ihrer Entscheidfindung jedoch ausdrücklich. So seien die Aussagen des Beschwerdegegners wenig glaubhaft, eher pauschal, detailarm und wirkten aufgrund ihrer Stereotypie nicht lebensnah. Seine Entschuldigung gegenüber der Mutter von A.________ unter Tränen wirke auffällig, wenn es sich bei dem Vorfall mit dem Fenster lediglich um einen "Unfall" gehandelt habe. Für mögliche Falschbelastungen habe er bloss eine diffuse Erklärung zu Protokoll gegeben. Die Darstellung von C.________ über ihre Wahrnehmungen am 14. November 2016 (vgl. E. 2.1 hiervor) erscheine glaubhaft. Diese sei als Zeugin einvernommen worden und es bestehe kein Motiv für eine Falschbelastung. Eine solche hätte für sie als Polizistin schwerwiegende Konsequenzen in beruflicher Hinsicht. In Bezug auf die Aussagen des Beschwerdegegners erwägt die Vorinstanz aber ebenso korrekt, er habe konstant ausgesagt, es sei nur zu einem Vorfall am 14. November 2016 gekommen, bei welchem A.________ ihn nackt am Badezimmerfenster gesehen habe. Dies sei geschehen, weil er das Fenster habe kippen wollen, um den Dampf aus dem Badezimmer abzuleiten, wobei er das Fenster ausgehängt, anschliessend festgehalten und wieder eingehängt habe. Er habe nicht onaniert, sondern sich geschützt, da er erschrocken sei, als A.________ plötzlich da gewesen sei. Auch sonst seien gemäss zumindest nicht offensichtlich falscher Feststellung der Vorinstanz keine bedeutenden Widersprüche in seinen Aussagen auszumachen. Weiter erkennt die Vorinstanz zutreffend, dass C.________ ausführte, nicht gesehen zu haben, ob der Beschwerdegegner onaniert habe (vgl. angefochtenes Urteil, E. III. 2. S. 8 und 5. S. 10 ff. mit Hinweisen auf die entsprechenden kantonalen Akten). Mangels klarer und unauflöslicher Widersprüche, aufgrund welcher sich der von der Beschwerdeführerin dargestellte Sachverhalt geradezu aufdrängt, ist die Schlussfolgerung der Vorinstanz, A.________ habe am 14. November 2016 den nackten Beschwerdegegner und dessen Geschlechtsteil sehen können, er habe zumindest an diesem Tag aber nicht onaniert und sei lediglich dabei gewesen, das Badezimmerfenster durch Öffnen und Schliessen wieder einzuhängen, nicht schlechterdings unhaltbar. Im Rahmen einer Willkürprüfung ist auch der Einwand der Beschwerdeführerin, eine Öffnung des Fensters zum Dampfabzug bereits vor dem Duschen sei widersprüchlich, unbehelflich. Es ist nicht ausgeschlossen, dass der Beschwerdegegner das Badezimmerfenster vorsorglich kippte. Er sagte denn auch an der Berufungsverhandlung vom 20. Februar 2018 sowie schon an der Einvernahme vom 15. November 2016 aus, er habe das Fenster zur Vorbereitung der Dusche geöffnet bzw. man müsse lüften, wenn das Wasser einlaufe (kant. Akten, act. 61 und act. 2/2). Die Vorinstanz hat zum früheren Vorfall vom 22. September 2016 sodann geprüft, ob A.________ und B.________ den nackten Beschwerdegegner und dessen Penis sahen. Angesichts der in den Akten dokumentierten Position und Grösse des Fensters (vgl. kant. Akten, act. 1/1/2 und 58/1-5) und der Aussage von B.________, sie habe keine Onanierbewegungen und die Hände des Beschwerdegegners vielmehr auf dem Fenstersims gesehen (vgl. kant. Akten, act. 1/7 und act. 3/1), ist unter Willkürgesichtspunkten nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz aufgrund begründeter Zweifel feststellt, der Beschwerdegegner habe sich nicht willentlich nackt präsentiert und auch an diesem Tag nicht onaniert. Die von der Vorinstanz berücksichtigte Nachahmung durch A.________ gegenüber ihrer Mutter und an der Videobefragung vom 8. Dezember 2016 (vgl. kant. Akten, act. 3/2) ändert daran nichts. Die Vorinstanz erwägt dazu nicht offensichtlich unhaltbar, es könne nicht ausgeschlossen werden, A.________ habe ein anderes Mal entsprechende Handbewegungen gesehen. Zur Erwägung der Vorinstanz, A.________ habe "mindestens bei einem weiteren Mal" gesehen, dass X.________ Onanierbewegungen gemacht habe (angefochtenes Urteil, E. III. 5.4 S. 15), äussert sich die Beschwerdeführerin trotz Freispruchs des Beschwerdegegners von sämtlichen Vorwürfen nicht. Auf die plausiblen Erwägungen der Vorinstanz, wonach sich der angeklagte Sachverhalt auch am 24. und 26. Oktober 2016 nicht abgespielt habe, geht die Beschwerdeführerin ebenfalls nicht ein. In Anbetracht der Vorbringen der Beschwerdeführerin prüft die Vorinstanz den Anklagevorwurf einlässlich und wägt die verschiedenen Indizien umfassend ab. Sie begründet ihre Zweifel nachvollziehbar und kommt ohne in Willkür zu verfallen zum Schluss, es habe dem Grundsatz "in dubio pro reo" folgend ein Freispruch zu ergehen.