Citation: 6B_587/2017 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz gibt zunächst sämtliche Aussagen des Beschwerdegegners 2 wieder. Sie erwägt, seine Aussagen seien detailreich und er habe die Vorkommnisse in freier Rede geschildert. Die Angaben zum Kernsachverhalt seien konstant und der Beschwerdegegner 2 habe diese mehrfach bestätigt. Weiter habe er seine Gefühle geschildert, Wissenslücken eingestanden und keinen übermässigen Belastungseifer gezeigt. Die erwähnten Umstände stellten Realkennzeichen dar. Seine Aussagen seien als glaubhaft einzustufen. Dies gelte auch hinsichtlich der Tatsache, dass er nie homosexuelle Neigungen gehabt habe. Anschliessend geht die Vorinstanz auf scheinbare Ungereimtheiten und Widersprüche in den Aussagen des Beschwerdegegners 2 ein und befasst sich mit den Einwänden des Beschwerdeführers. Die fraglichen Diskrepanzen löst die Vorinstanz mit sachlichen Erklärungen schlüssig auf. Weiter erwägt die Vorinstanz, die Glaubhaftigkeit der Schilderungen des Beschwerdegegners 2 werde durch verschiedene Indizien untermauert. So sei eine Spermaspur des Beschwerdeführers auf der Jacke des Beschwerdegegners 2 sichergestellt worden. Weiter habe der Beschwerdegegner 2 nach der Tat ein Restaurant aufgesucht. Die dort tätige C.________ habe angegeben, er habe auf sie einen sehr aufgeregten Eindruck gemacht. Er habe kaum sprechen können vor Aufregung. In seinem Blut sei jedoch kein Alkohol gefunden worden und auch Hinweise auf einen Konsum von Drogen oder Medikamenten gebe es nicht. Auch der Passant, welcher schliesslich die Polizei verständigte, habe der Polizei gegenüber angegeben, er habe eine jugendliche Person bei sich, welche er nicht allein lassen könne. Die eintreffenden Polizeibeamten hätten rapportiert, der Beschwerdegegner 2 sei völlig ausser sich gewesen, habe geweint und am ganzen Körper gezittert. Dr. med. D.________ vom psychologischen Dienst des Kantonsspitals St. Gallen habe den Beschwerdegegner 2 als sichtlich traumatisiert wahrgenommen. Gemäss Polizeirapport sei er apathisch auf dem Patientenbett gelegen und kaum fähig gewesen, Angaben zur Tat zu machen. Auf Vorlage des Fotowahlbogens habe er den Beschwerdeführer selbst fünf Jahre nach der Tat auf Anhieb einwandfrei und eindeutig identifizieren können. Die Aussagen des Beschwerdeführers selber seien im Gegensatz dazu äusserst detailarm. Er habe einen sexuellen Kontakt mit dem Beschwerdegegner 2 nicht ausgeschlossen. Mit Verweis darauf, dass die behauptete Tat sehr lange her sei sowie auf seine häufigen Sexualkontakte habe er angegeben, sich nicht an weitere Details der Tatnacht erinnern zu können. Die Vorinstanz weist schliesslich auf die Parallelen zwischen den beiden Vorfällen hin. So habe es sich bei den Opfern beide Male um junge Männer ungefähr im gleichen Alter gehandelt. Beide Opfer seien heterosexuell. Beide Taten hätten sich in einer Winternacht in den frühen Morgenstunden ereignet. Der Beschwerdeführer habe die Opfer nicht gekannt, diese überraschend überwältigt und in eine dunkle Ecke gedrängt, wo er sich an ihnen vergangen habe. Beiden Opfern habe er mit Nachteilen gedroht, falls sie nicht machten, was er von ihnen verlangte. Beide Opfer hätten umgehend nach der Tat versucht, mit Dritten telefonisch Kontakt aufzunehmen. Sie hätten den Beschwerdeführer eindeutig identifizieren können. Dass diesen komplett unabhängigen Vorfällen mit Opfern, die weder sich noch den Täter kannten, nur ein missglücktes homosexuelles Experiment heterosexueller Männer zugrunde gelegen sei, wie der Beschwerdeführer geltend mache, könne ausgeschlossen werden. Die Vorinstanz erachtet es daher als erstellt, dass sich die Tat wie vom Beschwerdegegner 2 geschildert ereignet hat.