Citation: 2C_450/2023 E. 5.4.2

5.4.2. Mit der Teilnahme am fraglichen Seminar erbrachte der Beschwerdeführer eine Studienleistung, weshalb die Rechtsprechung zur Anpassung von Prüfungsmodalitäten bzw. des Bildungsangebots (E. 5.3.4 vorstehend) anwendbar ist. Die ETH Zürich war folglich verpflichtet, die Rahmenbedingungen des Seminars so auszugestalten, dass der Beschwerdeführer chancengleich daran teilnehmen konnte. Die Zurverfügungstellung eines Ruhe- und Rückzugsraums ist - wie die ETH-Beschwerdekommission bereits erkannte - im Prinzip eine geeignete und verhältnismässige Anpassungsmassnahme. Die Vorinstanz hätte sich daher näher mit diesem Anspruch und dessen Modalitäten (Dauer der Unterbringung, Art der Unterbringung) befassen müssen. Sie hätte insbesondere prüfen müssen, ob die vom Beschwerdeführer selbst organisierte Ersatzlösung eine dem ursprünglich gebotenen Nachteilsausgleich äquivalente Massnahme war, oder ob die Unterbringung mit Übernachtung zu einer relevanten Komfortsteigerung führte (wie die ETH-Beschwerdekommission annahm).