Citation: 8C_887/2017 E. 4.2

4.2. Das kantonale Gericht hat für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlich festgestellt, dass der nun volljährige Beschwerdeführer ein selbstständiges Leben führen und die damit verbundenen Schwierigkeiten durch die Hilfe seines älteren Bruders bewältigen kann. Was der Beschwerdeführer gegen diese Feststellung vorbringt, vermag sie nicht als bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen. Es ist nicht willkürlich, volljährigen Personen, bei denen Erwachsenenschutzmassnahmen weder angeordnet noch ernsthaft zu Diskussion stehen, grundsätzlich die Fähigkeit zu einem selbstständigen Leben zuzusprechen. Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers gibt es keine Hinweise darauf, dass die KESB auf die Prüfung weiterer Massnahmen nur deshalb verzichtet hätte, weil er sich bereit erklärt hat, bis zum Lehrabschluss bei seiner bisherigen Pflegefamilie zu verbleiben. Auch wenn der Verbleib bei der Pflegefamilie gesamthaft betrachtet als gute oder gar als ideale Lösung für den Beschwerdeführer erscheint, ist damit noch nichts über die Notwendigkeit einer solchen Unterbringung ausgesagt. Damit kann auch aus dem Umstand, dass der ehemalige Beistand des Beschwerdeführers einen Verbleib ausdrücklich begrüsst, nichts für die Frage abgeleitet werden, ob die Kosten für eine solche Unterbringung zum ausgewiesenen Bedarf im sozialhilferechtlichen Sinne zählen. Entgegen seinen Ausführungen ist im Weiteren kein Grund ersichtlich, weshalb er ohne die Unterbringung in einer Pflegefamilie seine angefangene Lehre nicht beenden könnte. Auch bei einer Ablehnung der Kostenübernahme erscheint damit die berufliche und persönliche Integration nicht ernsthaft als gefährdet. Der kantonale Entscheid beruht im Weiteren auf einer umfassenden Würdigung der örtlichen und persönlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers; die Vorinstanz konnte daher, ohne den Untersuchungsgrundsatz zu verletzten, von weiteren Abklärungen zu diesen absehen.