Citation: 6B_453/2023 E. 1.3.1

1.3.1. Der Beschwerdeführer rügt eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung. Die Vorinstanz halte fest, es könne ausgeschlossen werden, dass der Beschwerdeführer die Schnittbewegungen kontrolliert ausgeführt habe, der Tatablauf sei dynamisch gewesen. Die exakte Lokalisation und die Eindringtiefe des Messers habe vom Beschwerdeführer nicht gezielt gesteuert werden können; er habe mit unvorhersehbaren Bewegungen des Opfers rechnen müssen. Der Beschwerdeführer macht geltend, diese Feststellungen seien willkürlich. Die Vorinstanz habe das aktenkundige Videomaterial willkürlich gewürdigt, denn daraus gehe hervor, er habe B.________ mit dem linken gestreckten Arm von seinem Körper weg fest an die Wand gedrückt, sodass dieser ihm nicht zufällig ins Messer habe laufen können. Da B.________ in Kauerstellung eingeklemmt gewesen sei, habe der Beschwerdeführer nicht mit dynamischen Bewegungen des Opfers rechnen müssen. Mit seinen kontrolliert ausgeführten Schnittbewegungen sei der Beschwerdeführer sehr wohl in der Lage gewesen, die Schnitttiefe der Messerklinge zu steuern. Insbesondere hätten B.________ an den vom Beschwerdeführer bewusst ausgewählten Schnittstellen die Rippen- und der Schädelknochen vor der Möglichkeit einer tieferen Schnittverletzung geschützt. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz habe es sich nicht um ein unkontrolliertes Verhalten in einem dynamischen Umfeld gehandelt. Die gegenteilige Feststellung der Vorinstanz sei willkürlich.