Citation: U 385/01 10.01.2003 E. 2

In seiner schriftlichen Darstellung des Geschehensablaufes an die SUVA vom 6. März 2000 zur Ergänzung der Unfallmeldung gab der Beschwerdeführer an, er sei beim Bodenkampf unter seinen Trainingspartner geraten. Er habe ihn nach oben zu drücken versucht, um sich von ihm zu lösen. Durch diese Bewegung habe er einen grossen Druck auf das Genick bekommen, sodass sein Kopf stark nach vorne eingeknickt sei, was zur Stauchung und Quetschung der Halswirbelsäule geführt habe. Die Vorinstanz hat auf diese vom Versicherten gemachten Angaben im Sinne der Beweismaxime der Aussagen der ersten Stunde (BGE 121 V 47 Erw. 2a) abgestellt. Hingegen ist sie zum Schluss gelangt, das vom Beschwerdeführer ausgeübte Drücken nach oben stelle keine unkoordinierte Bewegung oder Eigenbewegung dar, weil der äussere Bewegungsablauf nicht durch etwas Programmwidriges oder Sinnfälliges gestört wurde, sodass daraus eine unphysiologische Beanspruchung einzelner Körperteile hätte resultieren können. Diese Betrachtungsweise steht im Einklang mit der Rechtsprechung, welche in ähnlich gelagerten Fällen im selben Sinne entschieden hat (RKUV 1999 Nr. U 333 S. 199 Erw. 3c/aa und Nr. U 345 S. 422 Erw. 2b, 1996 Nr. U 253 S. 204 Erw. 4c). Etwas Ungewöhnliches lässt sich auch im ausserordentlichen Kraftaufwand unter dem Gesichtspunkt einer Überanstrengung nicht erkennen. Insbesondere dürfte, wie das kantonale Gericht zutreffend erwogen hat, der Trainingspartner des Versicherten ein Gewicht von 100 kg nicht überschritten haben, wobei nach der Praxis das Heben, Tragen oder Verschieben von Lasten von weniger als 100 kg an sich nichts Ungewöhnliches darstellt (BGE 116 V 139 Erw. 3b; vgl. auch RKUV 1994 Nr. U 180 S. 38 Erw. 2; Maurer, a.a.O., S. 178 Anm. 359). Demnach hat die Vorinstanz zu Recht festgehalten, der vom Versicherten geschilderte Sachverhalt genüge nicht, um das Merkmal der Ungewöhnlichkeit als gegeben zu betrachten (vgl. BGE 99 V 139 Erw. 1). Anders wäre zu entscheiden, wenn auf die Schilderung des Vorganges in der erst- und zweitinstanzlichen Beschwerde abgestellt würde. Diesfalls wäre der Unfalltatbestand - klarerweise- erfüllt. Massgeblich in tatsächlicher Hinsicht bleiben aber die erwähnten ursprünglichen Aussagen des Beschwerdeführers, die keineswegs, wie geltend gemacht wird, mit den Gegebenheiten und Abläufen der Kampfsportart unvereinbar sind und welche durchaus wegen der beschriebenen grossen, aber nicht ungewöhnlichen Kraftaufwendung des Beschwerdeführers die eingetretenen Verletzungen schlüssig erklären.