Citation: 1P.698/2004 01.02.2005 E. 2

Die staatsrechtliche Beschwerde muss die wesentlichen Tatsachen und eine kurzgefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze inwiefern durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Das Bundesgericht untersucht nicht von Amtes wegen, ob ein kantonaler Hoheitsakt verfassungswidrig ist, sondern prüft nur rechtsgenügend vorgebrachte, klar erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen (BGE 110 Ia 1 E. 2a S. 3/4; 117 Ia 393 E. 1c S. 395). Der Beschwerdeführer hat sich mit der Begründung im angefochtenen Entscheid im Einzelnen auseinander zu setzen und zu erklären, welches geschriebene oder ungeschriebene verfassungsmässige Individualrecht verletzt worden sein soll. Im vorliegenden Fall ist das Kassationsgericht auf die Nichtigkeitsbeschwerde nicht eingetreten, weil diese ungenügend begründet gewesen sei bzw. die Rügen im Protokollberichtigungsverfahren vor Obergericht vorzubringen seien. Der Beschwerdeführer hätte daher in seiner staatsrechtlichen Beschwerde darlegen müssen, inwiefern diese Begründung des Kassationsgerichts auf einer willkürlichen Auslegung kantonalen Prozessrechts beruht oder Verfahrensrechte der Bundesverfassung verletzt. Statt dessen kritisiert er in erster Linie den Beschluss des Obergerichts, dem er eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" vorwirft. Dieser Grundsatz enthält jedoch lediglich Beweislast- und Beweiswürdigungsregeln für die strafrechtliche Verurteilung des Angeklagten, ist aber auf die Frage der notwendigen Verteidigung des Angeklagten im Strafverfahren nicht anwendbar. Auch die übrigen Ausführungen des Beschwerdeführers enthalten keine rechtsgenügende Begründung der staatsrechtlichen Beschwerde gegen den Nichteintretensentscheid des Kassationsgerichts.