Citation: 9C_193/2018 E. 4.1

4.1. Wie die Vorinstanz zutreffend erkannte, basierte die Rentenverfügung vom 3. April 2014 im Wesentlichen auf den Berichten der psychiatrischen Klinik C.________ vom 7. März und 25. September 2013. In diesen wurde jeweils eine Persönlichkeitsstörung (F60.31 bzw. F60.8) fachärztlich diagnostiziert. Die betreffenden Stellungnahmen sind ausführlich, insbesondere bezüglich der Anamnese. Ihnen können - unabhängig von der Suchtmittelproblematik, welche sich beim Beschwerdegegner bereits 16-jährig manifestierte - andere Besonderheiten im Kindes- und frühen Erwachsenenalter entnommen werden: So wurden im Bericht vom 7. März 2013 Verhaltensauffälligkeiten während der regulären Volksschule und im Bericht vom 25. September 2013 "sehr oberflächliche Selbstverletzungen" geschildert. Die Ärzte der psychiatrischen Klinik C.________ führten zudem aus, beim Beschwerdegegner liege aufgrund der seit der Adoleszenz bestehenden Persönlichkeitsstörung, die sich in den vergangenen Jahren aufgrund ungünstiger Lebensumstände noch eher akzentuiert habe, eine negative Prognose in Bezug auf die soziale und berufliche Reintegration vor. Die sozialen Kompetenzen (Kritikfähigkeit, Selbstdisziplin) und exekutiven Funktionen (Planung, Selbstorganisation) seien deutlich reduziert. Ferner bestehe eine Tendenz zur Externalisierung und Verantwortungsabgabe, was ebenfalls im Rahmen der Persönlichkeitsstörung einzuordnen sei. Auch bei vollständiger Suchtmittelabstinenz sei der Beschwerdegegner nicht in der Lage, einer Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt nachzugehen oder in einer selbständigen Wohnform zu leben.