Citation: 7B_1232/2024 E. 7.2

7.2. Die Vorinstanz führt zur Verhältnismässigkeit der Haft aus, dass sich der Beschwerdeführer im Vollzug bis anhin nicht immer wohl verhalten habe. Aufgrund der mit Urteil des Berufungsgerichts vom 28. September 2023 ergangenen Schuldsprüche, der Schwere des Verschuldens, der Art und Weise der Tatbegehung, insbesondere des bandenmässigen Raubs sowie des besonders gefährlichen Raubs, dem sehr grossen Mass an Entscheidungsfreiheit des Beschwerdeführers, seiner zahlreichen Vorstrafen und seiner fehlenden nachhaltigen Einsicht und aufrichtigen Reue, sei ihm eine eigentliche Schlechtprognose zu stellen. Zum heutigen Zeitpunkt sei nicht absehbar, dass eine bedingte Entlassung mit grosser Wahrscheinlichkeit erfolgen dürfte. Die vom Berufungsgericht anerkannte Verletzung des Beschleunigungsgebots vermöge bei einer Restfreiheitsstrafe von mehr als 3 Jahren nichts daran zu ändern. Die ausgestandene Haft sei bei einem Strafrest von mehr als 3 Jahren noch nicht in grosse zeitliche Nähe der zu erwartenden effektiven Strafe gerückt, zumal nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts bei der Prüfung der Verhältnismässigkeit der Haftdauer auch noch ein angemessener behördlicher Zeitbedarf für die Vorbereitung des Vollzugs der Landesverweisung mitberücksichtigt werden dürfe. Der bestehenden erheblichen Fluchtgefahr könne mit Ersatzmassnahmen nicht genügend Rechnung getragen werden. Die Aufrechterhaltung der Haft sei im Ergebnis verhältnismässig (vgl. angefochtene Verfügung E. 2.2.4 ff. S. 4 f.).