Citation: 1B_216/2008 15.08.2008 E. 2

2.1 Der Beschwerdeführer bestreitet den dringenden Tatverdacht nicht, macht jedoch geltend, der von den kantonalen Behörden angeführte besondere Haftgrund der Kollusionsgefahr bestehe nicht. Gleichzeitig stellt er auch eine allfällige Flucht- oder eine etwaige Wiederholungsgefahr in Abrede, um die sofortige Haftentlassung zu rechtfertigen. 2.2 Gemäss Art. 112 Abs. 1 BGG müssen Entscheide, die der Beschwerde an das Bundesgericht unterliegen, unter anderem die massgebenden Gründe tatsächlicher und rechtlicher Art enthalten, insbesondere die Angabe der angewendeten Gesetzesbestimmungen (lit. b). Das Bundesgericht kann nach Art. 112 Abs. 3 BGG einen Entscheid, der den Anforderungen von Absatz 1 nicht genügt, an die kantonale Behörde zur Verbesserung zurückweisen oder aufheben. Aus Art. 112 Abs. 1 lit. b BGG folgt, dass Entscheide, die der Beschwerde an das Bundesgericht unterliegen, klar den massgeblichen Sachverhalt und die rechtlichen Schlüsse, die daraus gezogen werden, angeben müssen. Dies ist von Bedeutung im Hinblick auf die unterschiedliche Überprüfungsbefugnis des Bundesgerichts bei Sachverhalts- und Rechtsfragen (Art. 95 und 97 BGG). Genügt der angefochtene Entscheid diesen Anforderungen nicht und ist deshalb das Bundesgericht nicht in der Lage, über die Sache zu befinden, ist er nach Art. 112 Abs. 3 BGG aufzuheben und die Angelegenheit an die kantonale Behörde zurückzuweisen, damit diese einen Entscheid treffe, der Art. 112 Abs. 1 BGG entspricht (Urteile 1B_61/2008 vom 3. April 2008 E. 2.2; 4A_252/2007 vom 15. November 2007 E. 3.2; 9C_423/2007 vom 29. August 2007; 9C_306/2007 vom 22. Juni 2007). 2.3 Der angefochtene Entscheid verweist hinsichtlich des dringenden Tatverdachts auf die bisherigen haftrichterlichen Verfügungen, die seit dem 24. September 2007 ergangen sind. Mit der Argumentation des Beschwerdeführers zur Kollusionsgefahr im kantonalen Verfahren setzt sich die Haftrichterin jedoch nicht auseinander; sie hält lediglich in allgemeiner Weise fest, der Angeschuldigte könnte - auf freien Fuss gesetzt - versucht sein, ihn belastende Personen und andere Mitbeteiligte unter Druck zu setzen oder sie zu falschen Aussagen zu verleiten, beziehungsweise sich mit diesen Personen abzusprechen. Deshalb sei Kollusionsgefahr nach wie vor zu bejahen. Es wird weder dargetan, um welche "Mitbeteiligten" oder Belastungszeugen es sich handeln könnte, noch werden konkrete Anhaltspunkte genannt, die eine Kollusionsgefahr zu begründen vermöchten. Gestützt auf die vagen, allgemein gehaltenen Erwägungen der Haftrichterin zum besonderen Haftgrund erscheint eine verfassungsrechtliche Überprüfung der Untersuchungshaft durch das Bundesgericht nicht möglich. Im Lichte der angeführten Rechtsprechung ist die angefochtene Verfügung deshalb in Anwendung von Art. 112 Abs. 3 BGG aufzuheben und die Sache an die Haftrichterin zurückzuweisen, damit sie einen Entscheid treffe, der den Anforderungen von Art. 112 Abs. 1 lit. b BGG genügt. 2.4 Da der Mangel des angefochtenen Entscheids besonders schwer wiegt, kommt eine Heilung im bundesgerichtlichen Verfahren nicht in Betracht (vgl. BGE 126 I 68 E. 2 S. 72 mit Hinweisen).