Citation: 4A_427/2014 E. 4.1

4.1. Das Arbeitsgericht errechnet einen Abgeltungsanspruch für Ruhe-, Ferien- und Feiertage von brutto Fr. 5'175.35 für die Zeit bis zum letzten effektiven Arbeitstag am 17. September 2010, zieht davon Sozialversicherungsbeiträge von Fr. 578.30 und die bereits durch die Arbeitgeberin geleistete Zahlung von Fr. 2'884.40 ab, womit eine Restforderung des Arbeitnehmers von Fr. 1'712.65 resultiert. Die Vorinstanz bestätigt dieses Vorgehen. Aus welchem Grund die Beschwerdeführerin im Gegensatz dazu die Entschädigung auf der Basis eines "Nettolohnes" von Fr. 3'200.-- errechnen will, wird - abgesehen von ihrer Behauptung, die Logispauschale über Fr. 900.-- müsse vorgängig in Abzug gebracht werden - nicht weiter begründet. Bezüglich der Pauschale von Fr. 900.-- für Logis ist sie darauf hinzuweisen, dass diese dem Beschwerdegegner jeden Monat vom Lohn abgezogen wurde, weshalb sie nicht ein zweites Mal beim Entschädigungsanspruch für Ruhe-, Ferien- und Feiertage, welche denselben Zeitraum betrifft, berücksichtigt werden kann. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin vermag daran nichts zu ändern, dass sie auch den Personen, welche nach dem 17. September 2010 als Ersatz für den Beschwerdegegner engagiert wurden, Unterkunft gewährt hatte. Im Kantonsgerichtsurteil wird dargelegt, dass die Vereinbarung der Parteien vom 1. Oktober 2010 bezüglich Entschädigung für nicht bezogene Ruhe-, Ferien- und Feiertage eine für den Arbeitnehmer im Vergleich zum allgemein verbindlich erklärten Landes-Gesamtarbeitsvertrag des Gastgewerbes (L-GAV; Stand 1. Januar 2010) ungünstigere Regelung beinhalte und daher nichtig sei. Die Beschwerdeführerin verkennt mit ihrer Behauptung, wonach der Arbeitnehmer einen Druck bei Abschluss der Vereinbarung nicht habe beweisen können, dass die Nichtigkeit unabhängig davon besteht, ob damals Druck auf den Arbeitnehmer ausgeübt wurde. Deshalb erübrigen sich auch für das Bundesgericht weitere Ausführungen dazu.