Citation: 9C_156/2009 07.04.2009 E. 2

Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung, wobei eine rechtsfehlerhafte Ermittlung des Invalideneinkommens gerügt wird. 2.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz habe dem Gutachten des Zentrums X.________ vom 11. April 2006 Überzeugungskraft zugebilligt, weshalb es nicht angehe, der Expertise die Relevanz abzusprechen, soweit darin die Beschäftigung des Hilfskochs als eine zumutbare Verweistätigkeit angegeben werde. Nach dieser Tätigkeit bestimme sich der Invalidenlohn. Der Beweiswert des Gutachtens wird vom Versicherten hingegen nicht angezweifelt. Nicht offensichtlich unrichtig hat das kantonale Gericht gestützt auf die gutachterlichen Ergebnisse eine Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer leidensangepassten Tätigkeit festgestellt (Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG). Es folgte damit nicht ausschliesslich der ebenfalls im Gutachten vertretenen Auffassung, wonach sich die verbliebene Leistungsfähigkeit im Rahmen eines Pensums von 50 % im Gastgewerbe umsetzen lasse. Damit verletzt die Vorinstanz Bundesrecht nicht, zumal die auf keinen konkreten Beruf Bezug nehmende Zumutbarkeitsschätzung die Tätigkeit des Hilfskochs mit einschliesst. Die Argumentationsweise des Beschwerdeführers verkennt namentlich die Bedeutung der Schadenminderungspflicht als ein auf dem Gebiet der Invalidenversicherung gültiger allgemeiner Grundsatz. Danach hat der Invalide, bevor er Leistungen verlangt, alles ihm Zumutbare selber vorzukehren, um die Folgen seiner Invalidität bestmöglich zu mildern (vgl. BGE 120 V 368 E. 6b S. 373), wobei jedoch vom Versicherten nur Vorkehren verlangt werden können, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind (BGE 113 V 22 E. 4 S. 28). Auf der Grundlage der vom kantonalen Gericht verbindlich festgestellten zumutbaren beruflichen Einsatzmöglichkeiten steht dem Versicherten eine Vielzahl von Tätigkeiten offen, weshalb er sich das Total der LSE-Tabelle TA1, Anforderungsniveau 4, anrechnen lassen muss und das vorinstanzliche Gericht folgerichtig den Invalidenlohn nicht nach dem tieferen statistischen Einkommen im Gastgewerbe festzulegen hatte. Die in diesem Zusammenhang erhobene Rüge, das kantonale Gericht habe das rechtliche Gehör verletzt (Art. 29 Abs. 2 BV), weil es dem Beschwerdeführer keine Gelegenheit gegeben hat, sich vor Erlass des Entscheides zur Wahl der Tabellenlöhne zu äussern, ist unbegründet. Denn bei der Ermittlung der statistischen Löhne handelt es sich um eine Rechtsfrage (BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399), welche bei Streitigkeiten über die Höhe des Invaliditätsgrades regelmässig zu prüfen ist. Der angefochtene Entscheid weist somit nicht eine rechtliche Begründung auf, mit welcher die Partei schlechthin nicht rechnen musste (BGE 115 Ia 94 E. 1b S. 96; Urteil 9C_22/2008 vom 20. August 2008 E. 5). 2.2 Die Festsetzung des Invalidenlohnes (Fr. 21'654.50) beruht somit weder auf offensichtlich unrichtigen Feststellungen im Sinne von Art. 105 Abs. 2 BGG noch auf einer Bundesrechtsverletzung (Art. 95 lit. a BGG), weshalb das Bundesgericht daran gebunden ist (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Höhe des Valideneinkommens (Fr. 62'746.-) ist nicht strittig. Der aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen resultierende Invaliditätsgrad von 65 % ist rechtlich nicht zu beanstanden. Damit ist auch der Eventualantrag unbegründet, weshalb seine prozessuale Zulässigkeit offen bleiben kann.