Citation: 6B_103/2023 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz erwägt, im Jahr 2014 seien die Ermittlungen einem neuen Staatsanwalt übertragen worden und auch im Ermittlungsteam der Polizei habe es Änderungen gegeben. Es sei mit dem IRM Basel Kontakt aufgenommen worden, um die ganzen Spuren noch einmal zu begutachten und erneute Spuren an den Asservaten zu sichern (neue Abriebe der Spurenträger). Die gestützt darauf gewonnenen Erkenntnisse bilden Gegenstand des Gutachtens des IRM Basel vom 25. November 2015 (angefochtenes Urteil E. 2.1.3 S. 53). Im Ergänzungsgutachten vom 14. März 2017 nahm das IRM Basel zusätzliche aktualisierte Beweiswertberechnungen von zwei Spuren vor (angefochtenes Urteil S. 54). Die Vorinstanz führt weiter aus, die medizinischen Gutachten des IRM Basel, Forensische Genetik, aus den Jahren 2015 und 2017, welche die Auswertung der DNA-Spuren und die Beweiswertberechnungen zum Inhalt hätten, seien unter der Geltung der StPO erfolgt, wobei im DNA-Übergabeprotokoll des Kriminaltechnischen Dienstes der Kantonspolizei Solothurn an das IRM Basel, Forensische Genetik, der Hinweis auf Art. 307 StGB ergangen sei. Dass die konkrete Auftragserteilung durch die Polizei erfolgt sei, führe nicht zur Unverwertbarkeit der Gutachten, da die Polizei gemäss Art. 255 Abs. 2 lit. b StPO die Erstellung eines DNA-Profils von tatrelevantem biologischem Material anordnen könne (angefochtenes Urteil E. 2.1.7.1.3 S. 56). Weiter ergibt sich gemäss der Vorinstanz aus dem Verfahrensjournal, dass der Kriminaltechnische Dienst den zuständigen Staatsanwalt über die erneute Auswertung der Asservate mit den neuen Kits in Kenntnis setzte und der zuständige Staatsanwalt dem Gutachter in der Folge auch telefonische Anweisungen erteilte. Die Vorinstanz schliesst daraus, dass der fallführende Staatsanwalt über die erneute Auswertung der vorhandenen Asservate informiert und damit einverstanden war. Das sei auch dem IRM Basel bekannt gewesen, das im Verlaufe der Auswertung direkt mit dem Staatsanwalt Rücksprache genommen habe (angefochtenes Urteil E. 2.1.7.1.3 S. 56 f.). Die Vorinstanz verweist schliesslich auf Art. 184 Abs. 3 Satz 2 StPO und BGE 148 IV 22. Bringe die beschuldigte Person nach Einsicht in den Gutachterauftrag und das Gutachten keine Ausstandsgründe oder Anmerkungen zu den Gutachterfragen resp. Ergänzungsfragen vor, sei von einem Verzicht auf eine Stellungnahme zur sachverständigen Person und den Gutachterfragen auszugehen (angefochtenes Urteil E. 2.1.7.2.2 S. 57).