Citation: 2C_631/2014 E. 4.1.2

4.1.2. Berufen kann sich der Beschwerdeführer auf Art. 13 Abs. 1 BV und Art. 8 Ziff. 1 EMRK als Vater von C.________. Anders als bei partnerschaftlichen Beziehungen ist bei der Beziehung zwischen Kindern und Eltern nicht auf die tatsächlich gelebte Gemeinschaft abzustellen; die familiäre Beziehung besteht bereits auf Grund der Geburt und kann nur unter aussergewöhnlichen Umständen als nicht mehr existent bezeichnet werden (zum Schutzbereich von Art. 8 EMRK BGE 133 II 6 E. 6.2.1 S. 25, unter Verweis auf das Urteil des EGMR Sen gegen Niederlande vom 21. Dezember 2001 § 28; Grabenwarter, Commentary to the European Convention on Human Rights, 2014, N. 20 zu Art. 8 EMRK, und zu Art. 13 BV Breitenmoser, in: St. Galler Kommentar zur Schweizerischen Bundesverfassung, 3. Aufl. 2014, N. 38 zu Art. 13 BV). C.________ leidet an einer Autismus-Spektrum-Störung (Asperger-Syndrom) und wurde deswegen in die Obhut einer Pflegefamilie gegeben. Diese Fremdplatzierung wird wohl auch in Zukunft aufrecht erhalten, kann sich doch, gemäss den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen, die Mutter angesichts ihrer psychischen Störung und der Beschwerdeführer wegen Arbeitsbelastung und aus Zeitmangel nicht adäquat um das Kind kümmern. Im Rahmen seiner verfügbaren Zeit widmet sich der Beschwerdeführer jedoch sehr seinem Sohn. Der Beschwerdeführer nimmt gemäss der Vorinstanz eine aktive Rolle in der Entwicklung des Kindes ein, weshalb seine Anwesenheit dafür wichtig sei. Auch für seinen Sohn stellt der Beschwerdeführer demnach eine wichtige Bezugsperson dar. Die eigentliche alltägliche Erziehungsarbeit wird jedoch nicht vom sorgeberechtigten Beschwerdeführer, sondern von einer Pflegefamilie geleistet; der Beschwerdeführer widmet sich seinem Sohn lediglich in seiner arbeitsfreien Zeit. Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Ausreise des Beschwerdeführers führt somit nicht zu einer grundlegenden Veränderung des bis anhin gelebten Familienlebens. Der Beschwerdeführer kann seine wichtige Rolle, welche ihm für die Entwicklung seines Sohnes zweifelsohne zukommt, auch im Rahmen von Besuchen aus seinem Heimatstaat (Kosovo) her und über moderne Kommunikationsmittel wahrnehmen. Die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung ist dafür nicht zwingend erforderlich.