Citation: 5A_839/2021 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin hat gemäss den verbindlichen vorinstanzlichen Feststellungen Vermögensübertragungen an die Stiftung vorgenommen, obwohl sie (und auch ihr Sohn) als Stiftungsräte für ebendiese Stiftung amteten. Soweit die Beschwerdeführerin sich hier darauf beruft, die Verbeiständete - deren Handlungsfähigkeit nicht eingeschränkt gewesen sei - habe die Transaktionen betreffend den Ferrari und die Bilder selbst vorgenommen, so zeigt sie nicht auf, wo sie entsprechende Ausführungen vor Vorinstanz gemacht hätte - insbesondere, nachdem bereits der Bezirksrat die entsprechenden Feststellungen getätigt hat -, so dass die Behauptungen nicht als neu im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG zu gelten hätten. Dies ist denn auch nicht ersichtlich, weshalb es dabei bleibt, dass die Beschwerdeführerin diese Transaktionen getätigt hat. Der Interessenkonflikt ist offenkundig. Der Einwand der Beschwerdeführerin, die KESB habe die Transaktionen im Zuge der vorbehaltlosen Genehmigung der von ihr erstellten Rechenschaftsberichte genehmigt, ändert nichts an ihrem Rollenkonflikt: Bei Interessenkollision entfallen von Gesetzes wegen die Befugnisse des Beistands oder der Beiständin in der entsprechenden Angelegenheit (Art. 403 Abs. 2 ZGB). Eine allfällige Zustimmung der Erwachsenenschutzbehörde vermag die fehlende Vertretungsmacht des Beistands oder der Beiständin beim Abschluss des Rechtsgeschäfts nicht zu heilen (BGE 107 II 105 E. 5 und 6b; siehe auch Urteil 5A_980/2014 vom 27. August 2015 E. 5.2) und auch die verbeiständete Person kann das Geschäft nicht genehmigen (RUTH E. REUSSER, in: Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 6. Aufl. 2018, N. 28 zu Art. 403 ZGB). Der Vorwurf an die Vorinstanz, mit ihren Ausführungen, die Genehmigung des Rechenschaftsberichts stehe einer Überprüfung der Massnahme bei Weiterführung der Beistandschaft mit einem anderen Mandatsträger nicht entgegen, verletze sie Art. 416 Abs. 1 ZGB, zielt damit ebenso ins Leere wie das Argument, die Verbeiständete habe die entsprechenden Transaktionen gewünscht bzw. diesen - im Sinne von Art. 416 Abs. 2 ZGB - zugestimmt. Dasselbe gilt für die Ausführungen der Beschwerdeführerin, wonach sie - sollte man tatsächlich von einem Auftrag der Verbeiständeten an die Beschwerdeführerin ausgehen, was falsch sei -, auf jeden Fall im Sinne von Art. 416 Abs. 3 ZGB unentgeltlich tätig geworden sei. Hier sei noch hinzugefügt, dass solche unentgeltlichen Aufträge überhaupt nur in denjenigen Aufgabenbereichen erteilt werden können, die von der Beistandschaft nicht erfasst sind, da die von der KESB verfügten Aufgabenbereiche nicht eigenmächtig verändert werden können (URS VOGEL, in: Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 6. Aufl. 2018, N. 13 zu Art. 416/417 ZGB). Dass die strittigen Geschäfte bzw. Transaktionen ausserhalb der der Beschwerdeführerin übertragenen Auftragsbereiche liegen würden, macht diese weder geltend noch ist dies ersichtlich. Damit erübrigte sich entgegen den Vorwürfen der Beschwerdeführerin für die Vorinstanz auch eine Erforschung des Sachverhalts (Art. 446 Abs. 1 ZGB) in der Hinsicht, ob und falls ja in welcher Form, an wen und unter welchen Bedingungen (insbesondere, ob entgeltlich oder unentgeltlich) die Verbeiständete einen Auftrag oder Aufträge erteilt hat.