Citation: 7B_878/2023 E. 3.4.2

3.4.2. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erwägungen der Vorinstanz gebunden. Es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen, und es kann eine Beschwerde mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begründung abweisen (BGE 148 V 366 E. 3.1; 146 IV 88 E. 1.3.2; 145 V 215 E. 1.1; Urteile 7B_54/2023 vom 12. Oktober 2023 E. 1.3 mit Hinweis; 6B_209/2022 vom 18. August 2023 E. 1.5.2.1 mit Hinweisen; 6B_739/2021 vom 14. Juni 2023 E. 2.3.2 mit Hinweisen). Im Gegensatz zu den der Verurteilung vom 9. September 2020 zugrunde liegenden mehrfachen sexuellen Handlungen mit einem Kind hätte die Vorinstanz in ihrem Entscheid die früheren Straftaten nicht als Anlasstaten berücksichtigen dürfen und hat damit Bundesrecht verletzt. Dies führt jedoch nicht zu einer Gutheissung der Beschwerde, da relevante Straftaten im Sinne von Art. 64 Abs. 1 StGB vorliegen, die nach der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet sind, auf Seiten des Opfers eine schwerwiegende Integritätsbeeinträchtigung zu bewirken (vgl. E. 3.3.2 hiervor).