Citation: I 4/00 23.05.2000 E. 3

3.- a) Weil im vorliegenden Fall keine bleibende Er- werbsunfähigkeit im Sinne von Art. 29 IVV vorliegt, ist der Rentenanspruch nach Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG frühestens in dem Zeitpunkt entstanden, in dem der Versicherte während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40 % arbeitsunfähig gewesen war. Nach der Rechtsprechung gilt die Wartezeit von einem Jahr in dem Zeitpunkt als eröffnet, in welchem eine erhebliche Beein- trächtigung der Arbeitsfähigkeit vorliegt. Erheblich ist bereits eine Arbeitsunfähigkeit von 20 % (AHI 1998 S. 124). b) Während die Beschwerdegegnerin die Wartezeit auf Grund eines Berichtes des behandelnden Arztes Dr. med. I.________ vom 27. Dezember 1993, wonach Ende September 1993 zunehmende Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in die Beine aufgetreten waren, in diesem Zeitpunkt als eröffnet erachtet, gelangt das kantonale Gericht zum Schluss, der Beginn einer medizinisch genügend dokumentierten Arbeits- unfähigkeit von mindestens 20 % sei auf den Januar 1989 festzusetzen. Sie stützt sich dabei auf einen Bericht der Klinik X.________ vom 27. Januar 1989, in welcher der Ver- sicherte als zu 50 % arbeitsunfähig erklärt wurde. Der Bericht äussert sich jedoch nur zur Arbeitsfähigkeit an- lässlich der Untersuchung vom 16. Januar 1989 und enthält keine Anhaltspunkte bezüglich des Beginns der Arbeitsun- fähigkeit. Im Gutachten der Klinik X.________ vom 4. No- vember 1991 ist von einer Arbeitsunfähigkeit von 40 % im bisherigen Beruf als Zimmermann ab 24. Mai 1989 die Rede. Der Beschwerdeführer macht geltend, es handle sich dabei wohl um einen Verschrieb, indem irrtümlicherweise eine Arbeitsunfähigkeit ab 24. Mai 1989 statt 24. Mai 1988 festgestellt worden sei. Hiefür spricht die Stellungnahme des Dr. med. I.________ vom 7. Juni 1989, in welcher eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % vom 24. Mai 1988 bis 7. Sep- tember 1988 und von 50 % ab 24. Oktober 1988 bestätigt wurde, sowie die Angaben der Bauunternehmung R.________ AG, der Beschwerdeführer habe seit Mai 1988 nie mehr als 50 % gearbeitet. Ob die Wartezeit demgemäss bereits am 24. Mai 1988 oder erst am 16. Januar 1989 zu laufen begonnen hat, kann indessen offen bleiben, weil sowohl im Mai 1989 als auch im Januar 1990 kein Rentenanspruch bestanden hat, wie sich aus dem Folgenden ergibt.