Citation: 1P.161/2003 15.10.2003 E. A

Der aus Marokko stammende X.________ wurde dem Kreisgericht VIII Bern-Laupen zur Beurteilung überwiesen wegen vorsätzlicher Tötung, eventuell vorsätzlicher schwerer Körperverletzung, und Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz. X.________ wurde vorgeworfen, er habe am 7. September 1998 auf der Bundesterrasse in Bern dem Y.________ während einer tätlichen Auseinandersetzung mit einem Taschenmesser Stichverletzungen zugefügt, an deren Folgen dieser nach wenigen Minuten verstarb. Am 14. Juli 2000 sprach das Kreisgericht X.________ schuldig der vorsätzlichen schweren Körperverletzung, der fahrlässigen Tötung und der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz. Es bestrafte ihn mit 4 Jahren Zuchthaus (abzüglich 563 Tage Untersuchungshaft, mit vorzeitigem Strafantritt seit dem 23. März 2000). Überdies auferlegte es ihm eine Landesverweisung von 6 Jahren, bedingt bei einer Probezeit von 2 Jahren. Es verpflichtete ihn ferner zur Zahlung von Schadenersatz und Genugtuung an Z.________, die Schwester des Opfers. Gegen das Urteil des Kreisgerichtes erklärten X.________ und Z.________ die Appellation. Am 21. August 2001 sprach das Obergericht des Kantons Bern X.________ der eventualvorsätzlichen Tötung schuldig. Gestützt darauf und den unangefochten gebliebenen Schuldspruch wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz verurteilte es ihn zu 7 Jahren Zuchthaus. In Bezug auf die Landesverweisung und im Zivilpunkt bestätigte es das Urteil des Kreisgerichtes. Das Obergericht kam wie bereits das Kreisgericht in Würdigung der Beweise zum Schluss, dass X.________ mit seinem Taschenmesser dem Y.________ die tödlichen Stichverletzungen zufügte. X.________ hatte die Tat von Anfang an bestritten. Er war auch vor Obergericht nicht geständig. Dieses stützte den Schuldspruch auf belastende Indizien. X.________ war am 15. Juni 2001 aus dem vorzeitigen Strafvollzug entlassen worden. Das Obergericht sah von seiner erneuten Inhaftierung ab.