Citation: 1B_322/2021 E. 2.3

2.3. Der hinreichende Tatverdacht gemäss Art. 197 Abs. 1 lit. b StPO ist vorliegend grundsätzlich unbestritten. Der Beschwerdeführer ist geständig, Psilocybinpilze bestellt zu haben. Seine Behauptung, er habe nicht gewusst, dass es sich dabei um verbotene Betäubungsmittel handle, ändert am Tatverdacht nichts. Fraglich ist demgegenüber, ob die Entsiegelung vorliegend auch verhältnismässig ist. Die Vorinstanz hielt diesbezüglich einzig fest, auch wenn dem Beschwerdeführer kein schwerer Verstoss gegen das Betäubungsmittelgesetz vorgeworfen werde, könne nicht zum Vornherein von einem leichten Fall ausgegangen werden. Ebensowenig sei die Unverhältnismässigkeit (einer Beschlagnahme) mit dem Hinweis dargetan, der dem Beschwerdeführer vorgeworfene Straftatbestand stelle bloss eine Übertretung dar. Mit Blick auf die Verhältnismässigkeit stünde einer Entsiegelung grundsätzlich nichts entgegen.