Citation: 6B_1219/2021 E. 4.2.4

4.2.4. Diese Ausführungen verdienen Zustimmung. Der Beschwerdeführer ist wegen Widerhandlung gegen das GSchG und Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte vorbestraft. Auch wenn nicht sämtliche Vorstrafen einschlägig sind, zeigt sich, dass er in der Vergangenheit wiederholt und teilweise sogar mit strafrechtlichen Folgen in Konflikt mit den Behörden geriet. Die Vorgaben des GSchG scheint er kategorisch zu missachten, nebst der einschlägigen Vorstrafe wird er im vorliegenden Verfahren wegen mehrfachen Vergehens verurteilt. Angesichts dieser Uneinsichtigkeit bewegt sich die Vorinstanz im Rahmen ihres Ermessens (vgl. BGE 145 IV 137 E. 2.2; 134 IV 140 E. 4.2; Urteile 6B_355/2021 vom 22. März 2023 E. 2.3.1; 6B_501/2022 vom 16. November 2022 E. 4.2; je mit Hinweisen), wenn sie dem Beschwerdeführer eine eigentliche Schlechtprognose stellt. Auch aus dem Schreiben der Oberstaatsanwaltschaft vom 19. April 2021 kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten. Wie die Vorinstanz erläutert, betrifft dieses den erfolgreichen Ablauf der Weisung gemäss Urteil des Bezirksgerichts Baden vom 24. März 2017, wonach sich der Beschwerdeführer im Enteignungsverfahren durch eine Drittperson vertreten lassen müsse und nicht die allgemeine Bewährung des Beschwerdeführers. Wenn er dagegen undifferenziert einwendet, im Schreiben werde nicht auf die Erfüllung einer bestimmten Weisung verwiesen, reicht dies als taugliche Begründung vor Bundesgericht nicht aus (Art. 42 Abs. 2 BGG). Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, alt und krank zu sein, so erweitert er teilweise - hinsichtlich seines Gesundheitszustands - den vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt, ohne jedoch Willkür zu rügen und sind seine Vorbringen jedenfalls nicht geeignet, die sinngemäss geltend gemachte erhöhte Strafempfindlichkeit hinlänglich darzutun. Im Übrigen müssen Behandlung und Heilung eines kranken Gefangenen im Rahmen des Strafvollzugs sichergestellt werden - bei Bedarf im Rahmen einer abweichenden Vollzugsform gemäss Art. 80 StGB (vgl. Urteile 6B_494/2021 vom 23. Mai 2022 E. 3.3; 6B_673/2021 vom 4. Oktober 2021 E. 2.4.1).