Citation: 2P.172/2004 09.07.2004 E. 3

Im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde untersucht das Bundesgericht nicht von Amtes wegen, ob ein kantonaler Hoheitsakt verfassungsmässig ist, sondern prüft nur rechtsgenügend vorgebrachte, klar erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen (vgl. Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; BGE 110 Ia 1 E. 2 S. 3 f.). Wird - wie vorliegend - eine Verletzung des Willkürverbots von Art. 9 BV geltend gemacht, ist deutlich darzutun, welche Vorschriften die kantonalen Behörden in einer unhaltbaren Weise gehandhabt haben sollen. Beschränkt sich der Beschwerdeführer auf eine appellatorische Kritik des angefochtenen Entscheids, ist insoweit auf seine Eingabe nicht einzutreten (vgl. BGE 117 Ia 10 E. 4b S. 12). Entsprechend ist bezüglich der Rüge zu verfahren, das Obergericht habe die Abätze 1 und 2 von Art. 108 des Schaffhauser Steuergesetzes vom 17. Dezember 1956 (aStG/SH) "vermischt" und so das Willkürverbot verletzt: Es ist weder ersichtlich noch dargetan, inwiefern das Obergericht (fälschlicherweise) Abs. 2 der fraglichen Bestimmung angewandt hätte (welche ohnehin bloss zugunsten des Steuerpflichtigen die Möglichkeit der Behörden beschränkt, Nachsteuern zu erheben). Nicht einzutreten ist sodann auf die Rüge, der angefochtene Entscheid sei willkürlich, weil die Beschwerdeführerin nicht den ganzen ihr zustehenden "Erbteil" erhalten habe, handelt es sich doch dabei offensichtlich um ein im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde unzulässiges Novum (vgl. BGE 127 I 145 E. 5c/aa S. 160).