Citation: 7B_792/2023 E. 3.1

3.1. Im Weiteren erachtet der Beschwerdeführer die übersetzten Abhörprotokolle als unverwertbar. Es lasse sich nicht nachvollziehen, wie diese zustande gekommen seien und wer bei der Erstellung mitgewirkt habe. Unter anderem bleibe unklar, wie bei der Dokumentierung von Überwachungsergebnissen, namentlich bei der Erstellung der Abhörprotokolle, vorgegangen worden sei und welche Instruktionen gegeben worden seien. Insbesondere sei aufgrund der in den Abhörprotokollen oftmals erwähnten Schlagwörter nicht ausgeschlossen, dass die Dolmetscher die Instruktion erhalten hätten, nach gewissen Schlagwörtern zu suchen und nur diese Gespräche zu übersetzen. Diesfalls dürften in Verletzung von Art. 6 Abs. 2 StPO wohl nur belastende Gespräche übersetzt worden sein. Im Weiteren sei ihm trotz entsprechender Anträge nie bekannt gegeben worden, wer bei der Erstellung der Überwachungsergebnisse beteiligt gewesen sei. Den Dolmetschern sei (erstmals) im Berufungsverfahren in unzulässiger Weise die Anonymität zugesichert worden. Darüber hinaus seien die Abhörprotokolle auch aufgrund materieller Mängel unverwertbar. Sie seien teils nicht wortgetreu in der direkten Rede niedergeschrieben und würden zahlreiche unzulässige Interpretationen und Anmerkungen enthalten.