Citation: 2C_198/2020 E. 3.4

3.4. Die Beschwerdeführer bemängeln im Wesentlichen, dass aus den Daten des Systems FERATEL die tatsächlichen Übernachtungen nicht zuverlässig abgeleitet werden könnten. Es sei wahrscheinlich, dass die Gäste die Gültigkeit der Gästekarte regelmässig nicht auf ihren effektiven Aufenthalt beschränkten, sondern stattdessen eine längere Dauer bis hin zur Maximaldauer von 20 Tagen buchen würden, zumal ihnen daraus keine Nachteile entstünden. Die Gemeinde hält den Beschwerdeführern entgegen, dass das FERATEL-System keine einzige Buchung einer Gästekarte über 20 Tage ausweise. Unabhängig davon, ob die Behauptung der Gemeinde zutrifft, vermag das Vorbringen der Beschwerdeführer nicht zu überzeugen. Es ist zwar tatsächlich unwahrscheinlich, dass aus den Daten aus der Applikation FERATEL auf die exakte Anzahl tatsächlicher Übernachtungen geschlossen werden kann. Schliesslich dürfte es nicht nur zu "Überbuchungen" von Gästekarten gekommen sein, wie sie die Beschwerdeführer behaupten. Denkbar sind auch "Unterbuchungen" durch Ferienwohnungseigentümer oder -dauermieter, die freiwillig auf die Vorteile der Gästekarte verzichten. Diese Ungenauigkeiten stellen die Tauglichkeit dieser Daten zur Ermittlung des durchschnittlichen Belegungsgrades aber jedenfalls nicht so stark infrage, dass die von der Gemeinde gewählte Methode als geradezu willkürliche Umsetzung von Art. 21 Abs. 3bis TG/VS erschiene.