Citation: I 578/00 12.09.2001 E. 3

3.- Für die Beantwortung der vorliegend streitigen Frage, ob dem Beschwerdeführer eine halbe oder eine ganze Invalidenrente zusteht, sind der Gesundheitszustand und die funktionelle Leistungsfähigkeit des Versicherten massgebend. a) In den orthopädischen Gutachten vom 14. Dezember 1994 und 28. September 1995 wurden belastungsabhängige Restbeschwerden im Bereiche des rechten Rückfusses nach Weichteilverletzungen und konsolidierter Bimalleolarfraktur diagnostiziert. Der Experte führte allfällige belastungsabhängige Fussprobleme auf das Unfallereignis zurück. Er stellte eine deutliche Diskrepanz zwischen den massiven Klagen des Patienten und den objektiven Befunden fest und schloss aus der übermässigen Fixierung auf die Restbeschwerden auf eine gewisse Schmerzfehlverarbeitung. Die ärztliche Behandlung betrachtete er als abgeschlossen und attestierte dem Beschwerdeführer bei einer rein stehenden und gehenden Arbeit, in welcher - wie bei seiner früheren Tätigkeit - auch teilweise Gewichte gehoben, getragen und gestossen werden müssen, eine 75 %ige Arbeitsfähigkeit. Bei einer anderen Tätigkeit im Verkauf oder sonst einer Hilfsarbeit, die in wechselnder Position ausgeführt werden könne, wäre der Versicherte vollschichtig arbeitsfähig. b) Der Hausarzt Dr. med. W.________ stellte in seinem Bericht vom 20. Dezember 1996 die Diagnose "Status nach Bimalleolarfraktur rechts; Status nach Quetschungen rechts us sowie neu Diabetes und Hyperlipidämie" und attestierte dem Beschwerdeführer eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit ab 1. Februar 1995, wobei durch medizinische Massnahmen eine Besserung erzielt werden könne. c) Anlässlich der medizinischen Eintrittsuntersuchung in der BEFAS vom 4. Januar 1999 bestätigte der Konsiliararzt die bisherigen Diagnosen im Wesentlichen. Im Schlussbericht vom 30. März 1999 wurde sodann festgehalten, der Versicherte könnte mit seiner Restarbeitsfähigkeit von ca. 50 % eine seine Behinderung berücksichtigende Tätigkeit ganzschichtig ausüben, z.B. in einem Fabrikationsbetrieb der industriellen Elektromontage, wobei das Zu- und Wegführen der zu bearbeitenden Waren über 10 kg durch Dritte gewährleistet sein müsste. Einer Verkäufertätigkeit, auf die der Beschwerdeführer fixiert sei, könnte er bestenfalls halbtags nachgehen. Aufgrund der depressiven Entwicklung wurde schliesslich begleitend eine psychotherapeutische Behandlung empfohlen. d) Der beigezogene Psychiater Dr. med. I.________ diagnostizierte in seinem Gutachten vom 13. September 1999 eine Unfallneurose, resp. Erlebnisverarbeitungsstörung (Schmerzverarbeitungsstörung) im Sinne einer chronifizierenden Entwicklung mit ängstlich-hypochondrischen Anteilen und adrenerger, somatisierend-psychovegetativ-labiler Reaktionsbereitschaft bei eher weicher, introvertierter, etwas ängstlicher, tendenziell histrionischer Persönlichkeit mit einer gewissen Neigung zur Bequemlichkeit. Er schätzt die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers als Verkäufer auf 40 % bis 50 % und als Mitarbeiter in der industriellen Elektromontage in einem Fabrikationsbetrieb oder in einer andern geeigneten Tätigkeit auf 50 %. e) Wie die Vorinstanz nach Würdigung der Aktenlage zutreffend festgehalten hat, geben die vorhandenen Berichte ein umfassendes Bild über den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers. Was die orthopädischen Gutachten des Dr. med. H.________ vom 14. Dezember 1994 und 28. September 1995 anbelangt, hat das Eidgenössische Versicherungsgericht bereits im Urteil vom 22. Juni 1998 bezüglich Leistungen der Unfallversicherung festgehalten, dass sie umfassend sind, auf allseitigen Untersuchungen basieren, die geklagten Beschwerden berücksichtigen, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtend und schlüssig sind, wohingegen die Schätzung der Arbeitsfähigkeit durch den Hausarzt Dr. med. W.________ nicht begründet und nicht nachvollziehbar sei. Der Einwand des Beschwerdeführers, diese Begutachtung liege Jahre zurück, ändert nichts an der Tauglichkeit der medizinischen Beurteilung, wurde doch die Diagnose anlässlich der medizinischen Eintrittsuntersuchung in der BEFAS am 4. Januar 1999 im Wesentlichen bestätigt. Das psychiatrische Gutachten vom 13. September 1999 schliesslich berücksichtigt - wie das kantonale Gericht darlegt - sämtliche Beschwerden des Versicherten. Für die Einholung weiterer medizinischer Beurteilungen, namentlich der Begutachtung durch eine MEDAS, besteht in Anbetracht der in den wesentlichen Punkten übereinstimmenden und schlüssigen Berichte kein Anlass. Die IV-Stelle und die Vorinstanz sind zu Recht von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer geeigneten Tätigkeit ausgegangen.