Citation: 9C_306/2018 E. 5.2.2

5.2.2. Ferner erwog das kantonale Gericht zum Indikator "Behandlungserfolg und Resistenz", es könne nicht von einem definitiven Scheitern der psychiatrischen Behandlung gesprochen werden. Die therapeutischen Möglichkeiten seien noch nicht ausgeschöpft, auch wenn die Prognose aufgrund des chronischen Verlaufs und der aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht unbeachtlichen subjektiven Krankheitsüberzeugung als ungünstig bezeichnet werden müsse. Diese Feststellungen basieren auf den aktuellen gutachterlichen Ausführungen im ABI-Gutachten vom 13. April 2015. So gab die Beschwerdeführerin bei der psychiatrischen Begutachtung an, sie fühle sich nicht mehr arbeitsfähig. Derartig ausgeprägte Einschränkungen liessen sich aber bei sämtlichen Begutachtungen nicht objektivieren (vgl. auch die Expertisen der Medizinischen Abklärungsstelle Zentralschweiz vom 30. Oktober 2003 sowie der Dres. med. B.________ und C.________ vom 28. Januar 2010). Der psychiatrische ABI-Gutachter hielt zudem die therapeutischen Möglichkeiten für noch nicht ausgeschöpft und empfahl eine weitere psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung. In Anbetracht dessen ist nicht unrichtig, dass die Vorinstanz trotz ungünstiger Prognose gesamthaft im Hinblick auf Behandlungserfolg und Resistenz zum Schluss kam, diese Umstände hätten keinen negativen Einfluss auf das funktionelle Leistungsvermögen.