Citation: 1B_126/2022 E. A

Die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich führt gegen A.________ ein Strafverfahren wegen Geldwäscherei. Geschädigte und Anzeigeerstatterin ist die Gesellschaft B.________. Im Rahmen dieses Strafverfahrens ordnete die Staatsanwaltschaft gegenüber der Bank C.________ AG mit Verfügungen vom 6. August 2019 und 14. Mai 2020 die Edition von Unterlagen betreffend verschiedene Kundenbeziehungen an. Die Geschädigtenvertreter erhielten Einsicht in die entsiegelten Akten und kritisierten, dass gewisse Unterlagen nicht herausgegeben worden seien. Die Staatsanwaltschaft verpflichtete daraufhin die Bank C.________ AG mit Verfügung vom 5. August 2021, weitere Bankunterlagen einzureichen. Diese Verfügung stellte sie am 6. August 2021 dem Vertreter des Beschuldigten zu, der in dessen Namen und in demjenigen der Gesellschaft D.________, der Gesellschaft E.________, der Gesellschaft F.________ und der Gesellschaft G.________ mit Schreiben vom 16. August 2021 die Siegelung verlangte. Die Bank C.________ AG erhob gegen die Editionsverfügung Beschwerde ans Obergericht des Kantons Zürich, das dem Rechtsmittel aufschiebende Wirkung zuerkannte. Am 30. August 2021 ersuchte die Staatsanwaltschaft um Entsiegelung der von der Bank C.________ AG einzureichenden Bankunterlagen. Mit Verfügung vom 28. Januar 2022 trat das Zwangsmassnahmengericht auf das Gesuch nicht ein und gab der Staatsanwaltschaft die noch einzureichenden Unterlagen zur weiteren Verwendung in der laufenden Strafuntersuchung frei (Dispositiv-Ziffer 1). Zur Begründung hielt es fest, dass der Siegelungsantrag verspätet erfolgt sei, weshalb auf das Entsiegelungsgesuch nicht eingetreten werden könne. Auch sei darauf hinzuweisen, dass die gemäss Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 5. August 2021 zu edierenden Dokumente bereits von der Editionsverfügung der Staatsanwaltschaft vom 14. Mai 2020 umfasst worden seien und die Bank C.________ AG ihrer Herausgabepflicht nicht vollständig nachgekommen sei. Es erscheine als rechtsmissbräuchlich, die erneute Siegelung von unrechtmässig vorenthaltenen Unterlagen zu verlangen, nachdem das Entsiegelungsgesuch betreffend die ursprünglich edierten Unterlagen bereits mit Urteil des Zwangsmassnahmengerichts vom 24. September 2020 vollumfänglich gutgeheissen worden sei und das Bundesgericht auf die dagegen erhobene Beschwerde mit Urteil 1B_563/2020 vom 29. Januar 2021 nicht eingetreten sei. Weiter legte das Zwangsmassnahmengericht dar, dass das Entsiegelungsgesuch vollumfänglich gutzuheissen wäre, selbst wenn der Siegelungsantrag rechtzeitig erfolgt wäre.