Citation: 9C_51/2023 E. 3.4

3.4. Im kantonalen Verfahren machte die Beschwerdeführerin nicht geltend, die Kostenvorschussverfügung vom 21. Oktober 2022 leide an einem formellen Mangel. Im Gegenteil leistete sie ihr Folge und überwies im November 2022 der Vorinstanz den Kostenvorschuss. Die Beschwerdeführerin wäre einerseits nach Treu und Glauben gehalten gewesen, einen allfälligen Mangel der Kostenvorschussverfügung umgehend zu beanstanden. Andererseits könnte die Kostenvorschussverfügung, sofern sie nicht rechtsgültig unterzeichnet worden wäre, nicht als nichtig qualifiziert werden, denn sie würde diesfalls weder an einem offenkundigen Mangel leiden noch wäre die fehlende Unterschrift mit Blick auf die sozialversicherungsrechtliche Praxis (vgl. E. 3.3.1 hiervor) besonders gravierend. Die Rüge der Beschwerdeführerin, dem angefochtenen Entscheid sei keine rechtsgültige Kostenvorschussverfügung vorausgegangen, ist demnach unbegründet.