Citation: 4A_34/2024 E. 5

Alternativ beanstandet die Beschwerdeführerin eine Entscheidung infra petita (Art. 190 Abs. 2 lit. c IPRG). Dies begründet sie wiederum damit, dass das Schiedsgericht die ab 1. Oktober 2014 bis 1./2. März 2016 eingetretenen Umstandsänderungen nicht berücksichtigt habe, was "matériellement" darauf hinauslaufe, dass es die streitigen Ansprüche nicht beurteilt habe. Nach Art. 190 Abs. 2 lit. c IPRG kann gegen einen Schiedsentscheid eingewendet werden, das Schiedsgericht habe einer Partei mehr oder anderes zugesprochen, als verlangt wurde (Entscheid ultra oder extra petita), oder es habe Rechtsbegehren unbeurteilt gelassen (Entscheid infra petita; BGE 120 II 172 E. 3a; 116 II 639 E. 3a). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung liegt keine Verletzung des Grundsatzes " ne eat iudex ultra petita partium " vor, wenn der eingeklagte Anspruch in rechtlicher Hinsicht ganz oder teilweise abweichend von den Begründungen der Parteien gewürdigt wird, sofern er vom Rechtsbegehren gedeckt ist (BGE 120 II 172 E. 3a; Urteile 4A_575/2023 vom 18. April 2024 E. 4.1; 4A_214/2022 vom 26. Oktober 2022 E. 5.1; 4A_300/2021 vom 11. November 2021 E. 8.1). Das Schiedsgericht hat alle Rechtsbegehren der Parteien beurteilt. Die Kritik der Beschwerdeführerin beschlägt die materielle Beurteilung der Begehren. Eine solche Kritik ist unter Art. 190 Abs. 2 lit. c IPRG nicht zulässig (BGE 128 III 234 E. 4a; zit. Urteil 4A_575/2023 E. 4.2 mit weiteren Hinweisen).