Citation: 4A_185/2023 E. 3.4

3.4. Das Sonderprüfungsbegehren muss thematisch vom vorgängigen Auskunfts- und Einsichtsbegehren gedeckt sein (BGE 140 III 610 E. 2.2; 138 III 252 E. 3.1, 246 E. 3.3). Es muss sich auf bestimmte Sachverhalte beziehen, nicht aber auf Rechtsfragen, Zweckmässigkeitsüberlegungen oder Werturteile (BGE 138 III 252 E. 3.1). Der Grundsatz der Bestimmtheit gilt auch, wenn die Generalversammlung der Sonderprüfung zugestimmt hat (Rolf H. Weber, Basler Kommentar, Obligationenrecht II, 5. Aufl. 2016, N. 23 zu Art. 697a aOR). In diesem Fall ist der Richter bei der Festlegung des Prüfungsgegenstandes an den von der Generalversammlung genehmigten Antrag gebunden (von der Crone, a.a.O., S. 405 Rz. 852). Das bedeutet, dass der Prüfungsgegenstand, wenn er das Erfordernis der Bestimmtheit und der Tatsachenbezogenheit erfüllt, weder eingeschränkt noch erweitert werden darf.