Citation: 2D_11/2022 E. 1.2

1.2. Mit Eingabe vom 26. Februar 2021 ersuchte der Steuerpflichtige das Steueramt des Kantons Zürich (KStA/ZH; nachfolgend: die Veranlagungsbehörde) um Erlass der genannten offenen Steuer. Die Veranlagungsbehörde wies das Erlassgesuch mit Verfügung vom 21. April 2021 ab. Dagegen gelangte der Steuerpflichtige an die Finanzdirektion des Kantons Zürich, die den Rekurs mit Verfügung vom 22. September 2021 abwies. Die Finanzdirektion erwog namentlich, dass die Auslagen aufgrund der ungenügend wahrgenommenen Mitwirkungspflicht anhand der Richtlinien des Obergerichts des Kantons Zürich vom 16. September 2009 für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums zu bemessen seien. Dem Steuerpflichtigen, der in Hausgemeinschaft mit einer erwachsenen Person lebe, seien demnach Auslagen von gesamthaft Fr. 3'823.30 pro Monat anzurechnen. Bei einem Einkommen von Fr. 5'219.65 pro Monat ergebe sich eine monatliche Überdeckung von Fr. 1'396.35. Dem Steuerpflichtigen sei es, so die Finanzdirektion, damit zumutbar gewesen, die Steuern zu bezahlen bzw. Rücklagen für diese zu bilden.