Citation: 9C_342/2016 E. 4

Unter Berufung auf die Urteile 9C_28/2015 (Anforderungen an den Beweiswert von RAD-Berichten) und 8C_874/2013, wonach zumindest eine Stellungnahme der MEDAS-Gutachter zu den Einwänden und Kritikpunkten des RAD hätte eingeholt werden müssen, bevor abschliessend entschieden worden wäre, kritisiert die Beschwerde es als "unzulässigen Kunstgriff" der Vorinstanz, dass sie "das Verlaufsgutachten vom 27. Februar 2015 nicht mehr als Gesamtheit betrachtet, sondern aufteilt in die drei Teilgutachten der Fachärzte sowie die interdisziplinäre Begutachtung im Rahmen der Schlussfolgerungen", welch letzte sie "sodann mit drei RAD-Berichten von verschiedenen Fachärzten" ersetze, womit sie den Spielraum der freien Beweiswürdigung überschreite, was auch einen Verstoss gegen die vom Bundesgericht aufgestellten Beweiswürdigungsgrundsätze darstelle. Bei allen drei RAD-Berichten handle es sich nicht um Stellungnahmen im Sinne von Art. 49 Abs. 2 IVV, könnten sie sich doch nicht auf eigene Untersuchungen abstützen; es seien keine medizinischen Befunde erhoben sondern die vorhandenen Befunde von den RAD-Ärzten gewürdigt worden.