Citation: I 151/04 05.08.2004 E. 6

Ist demnach von einem Verhältnis Erwerbstätigkeit/Haushalt von je 50 % auszugehen, hat die Invaliditätsbemessung neu nach der gemischten Methode zu erfolgen. 6.1 Zu beurteilen ist zunächst, wie sich die festgestellte Änderung in dem für die Methodenwahl massgeblichen hypothetischen Sachverhalt in erwerblicher Hinsicht auswirkt. Relevant sind hierbei die Verhältnisse wie sie sich im Revisionszeitpunkt, d.h. hier im Jahre 2003, darstellten. 6.1.1 Zur Bestimmung des trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) hat die Vorinstanz, da die Beschwerdeführerin seit Sommer 2003 keiner Beschäftigung mehr nachgeht - für das von Frau Dr. med. G.________ im Bericht vom 19. April 2003 erwähnte aktuelle wöchentliche Arbeitspensum von immer noch "ca. 17 Stunden" finden sich in den Akten, mit Ausnahme eben des im Sommer 2003 beendeten, aber lediglich 7 ½ Stunden pro Woche umfassenden Reinigungsdienstes bei Dr. med. K.________ (vgl. den Arbeitgeberbericht vom 9. Dezember 2002; Bericht des Dr. med. I.________ vom 14. November 2003), keinerlei Hinweise - zu Recht auf die Tabellenlöhne gemäss der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) abgestellt (vgl. BGE 129 V 475 Erw. 4.2.1 mit Hinweisen). Der Versicherten stehen verschiedene Hilfsarbeiterstellen offen, weshalb der Zentralwert und nicht eine branchenspezifische Zahl massgeblich ist. Gemäss Tabelle TA1 der LSE 2002 (S. 43) beträgt dieser für im privaten Sektor einfache und repetitive Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) verrichtende Frauen bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden Fr. 3820.- monatlich oder Fr. 45'840.- jährlich. Aufgerechnet auf die im Jahre 2002 betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41,7 Stunden (Die Volkswirtschaft, 7/2004, S. 90, Tabelle B9.2 [die diesbezüglichen Angaben für 2003 sind noch nicht erhältlich]) sowie in Berücksichtigung einer Nominallohnentwicklung von rund 1,6 % (Frauen [BGE 129 V 408]; Die Volkswirtschaft, a.a.O., S. 91, Tabelle B10.3) ergibt sich daraus - bezogen auf ein 50 %-Pensum - ein Einkommen von Fr. 24'276.41. Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) (BGE 126 V 79 f. Erw. 5b/aa-cc). Vorliegend kommen, weil sich die Beschwerdeführerin wegen des bestehenden Gesundheitsschadens auch im Rahmen einer angepassten Tätigkeit möglicherweise mit einem geringeren Lohn zu begnügen hat, einzig die Kriterien der leidensbedingten Einschränkung sowie, da die über eine Niederlassungsbewilligung verfügende Versicherte im Vergleich zum Durchschnittslohn aller Schweizer- und Ausländerinnen (Total) mit einer Lohneinbusse von rund 3,23 % rechnen muss (LSE 2002, S. 59, Tabelle TA12), der Nationalität/Aufenthaltskategorie in Frage. Im Gegenzug wirken sich die Faktoren Alter (2003: 41 Jahre) und Beschäftigungsgrad jedoch eher lohnerhöhend aus (vgl. LSE 2002, S. 55, Tabelle TA9 und S. 28, Tabelle T8*) und auch die Bedeutung der Dienstjahre nimmt im privaten Sektor ab, je niedriger das Anforderungsprofil ist (BGE 126 V 79 Erw. 5a/cc mit Hinweisen). Wie die Vorinstanz somit im Ergebnis richtig erkannt hat, rechtfertigt sich in Anbetracht der gesamten Umstände kein Abzug. 6.1.2 In Bezug auf das Einkommen, das die Beschwerdeführerin ohne gesundheitliche Beeinträchtigung zu erzielen vermöchte (Valideneinkommen), sind - entgegen der Betrachtungsweise des kantonalen Gerichts - nicht dieselben tabellarischen Durchschnittslöhne wie bei der Bemessung des Invalideneinkommens heranzuziehen. Vielmehr ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall immer noch in der Klinik P.________ AG, wo sie vom 1. Dezember 1994 bis 28. Februar 2002 beschäftigt war, arbeiten würde. Insbesondere ist anzunehmen - wie auch Dr. med. I.________ in seinem Bericht vom 14. November 2003 bestätigte -, dass nicht die Aufteilung des bisherigen 50 %-Pensums in zwei 30 %-Stellen der wahre Grund für die Kündigung des Anstellungsverhältnis durch die Arbeitgeberin per Ende Februar 2002 (vgl. das Kündigungsschreiben vom 17. Januar 2002), sondern der Gesundheitszustand der Versicherten war. Ausgehend von einem monatlichen Verdienst im Jahre 2001 für ein Halbtagespensum von Fr. 1800.- - Anzeichen dafür, dass dieser Lohn auf Grund des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin unter dem ansonsten für die entsprechende Tätigkeit ausgerichteten Verdienst lag, bestehen nicht (vgl. auch den Arbeitgeberbericht vom 27. November 2001) -, resultiert für 2003, nach Massgabe der Nominallohnerhöhung (2002: 2,1 % [Lohnentwicklung 2002, S. 33, Tabelle T1.2.93, Nominallohnindex, Frauen, 1997-2002, Abschnitt M,N,O [Unterrichtswesen; Gesundheits- und Sozialwesen; sonstige öffentliche Dienstleistungen; persönliche Dienstleistungen]; BGE 129 V 408; 2003: 1,6 % [vgl. Erw. 6.1.1; die branchenspezifischen Angaben für 2003 liegen noch nicht vor]), ein Valideneinkommen von Fr. 1867.20 im Monat bzw. - in Berücksichtigung eines 13. Monatslohnes - von Fr. 24'273.60 jährlich. Die Gegenüberstellung von Validen- (Fr. 24'273.60) und Invalideneinkommen (Fr. 24'276.41) zeigt, dass die Beschwerdeführerin in der Lage wäre, in einer ihr angepassten Tätigkeit das Einkommen zu erzielen, welches sie auch als Gesunde erlangen könnte. Es besteht somit im erwerblichen Bereich keine Invalidität. 6.2 Unter Gewichtung der beiden Teilbereiche resultiert daraus - die Behinderung im Haushalt von 5 % ist unbestritten (vgl. Erw. 3 hievor) - ein Invaliditätsgrad von insgesamt 3 % (0,5 x 0 % + 0,5 x 5 % = 2,5 %; zur Rundung: BGE 130 V 121). Die von der Vorinstanz bestätigte Rentenaufhebung durch die Verwaltung per 28. Februar 2003 ist damit rechtens.