Citation: 2C_803/2013 E. 2.3

2.3. Nicht zielführend ist es schliesslich auch, wenn der Beschwerdeführer auf die Kontakte zu seiner inzwischen 11-jährigen Tochter verweist und sich in diesem Zusammenhang auf seinen Anspruch auf Familienleben beruft: Der nicht sorge- bzw. obhutsberechtigte ausländische Elternteil kann die familiäre Beziehung mit seinem Kind von vornherein nur in beschränktem Rahmen pflegen, nämlich durch Ausübung des ihm eingeräumten Besuchsrechts. Um dieses wahrnehmen zu können, ist es in der Regel nicht erforderlich, dass der ausländische Elternteil dauerhaft im selben Land wie das Kind lebt und dort über ein Anwesenheitsrecht verfügt. Unter dem Gesichtspunkt des Anspruchs auf Familienleben (Art. 8 Ziff. 1 EMRK sowie Art. 13 Abs. 1 BV) ist es vielmehr grundsätzlich ausreichend, wenn das Besuchsrecht im Rahmen von Kurzaufenthalten vom Ausland her ausgeübt werden kann, wobei allenfalls die Modalitäten des Besuchsrechts entsprechend auszugestalten sind. Im vorliegenden Fall sind keine Umstände ersichtlich, welche es gebieten würden, von diesem Grundsatz abzuweichen. Vielmehr ist das Kind unbestrittenermassen aufgrund einer Aufmerksamkeitsdefizitstörung in einem besonderen Schulinternat untergebracht und es verbringt die Wochenenden und die Ferien bei seiner sorgeberechtigten Mutter; bloss gelegentlich wird es vom Beschwerdeführer betreut. Die geschuldeten Unterhaltszahlungen leistete der Beschwerdeführer soweit ersichtlich entweder überhaupt nicht oder jedenfalls nur unregelmässig, so dass kaum von einer wirtschaftlich engen Beziehung zu seiner Tochter auszugehen ist. Letztlich kann die Frage nach der Intensität der Vater-Tochter-Beziehung aber offen bleiben, zumal der Anspruch auf Familienleben ohnehin nicht absolut gilt: So ist gemäss Art. 8 Ziff. 2 EMRK ein Eingriff in das durch Ziff. 1 geschützte Rechtsgut statthaft, soweit er gesetzlich vorgesehen und durch ein wichtiges öffentliches Interesse geboten ist. Im vorliegenden Fall ist das öffentliche Fernhalteinteresse aufgrund des gravierenden Fehlverhaltens des Beschwerdeführers in jedem Fall höher zu gewichten, als sein persönliches Interesse an einem weiteren dauerhaften Aufenthalt in der Schweiz.