Citation: 4A_246/2023 E. B

Mit Eingabe vom 20. Oktober 2021 erhob die Klägerin Klage beim Mietgericht des Bezirksgerichts Zürich. Sie beantragte zusammengefasst, die Kündigungen seien für missbräuchlich zu erklären und aufzuheben, eventualiter seien die Mietverhältnisse erstmals um vier Jahre zu erstrecken und die Mietzinsen seien während der Erstreckungsphase herabzusetzen. Mit Urteil und Beschluss vom 2. Juni 2022 beschloss das Mietgericht, dass das Verfahren abgeschrieben werde, soweit sich der Beklagte mit einer einmaligen und definitiven Erstreckung des Mietverhältnisses bis zum 30. September 2022 sowie einer Reduktion des Mietzinses während der Erstreckung einverstanden erklärt habe. Im Übrigen wies das Mietgericht die Klage ab. Es erklärte die Kündigungen für gültig und gewährte keine (weitere) Erstreckung des Mietverhältnisses. Dagegen erhob die Klägerin Berufung an das Obergericht des Kantons Zürich. Mit Beschluss und Urteil vom 17. April 2023 wies das Obergericht den prozessualen Antrag auf Edition der Akten des Baurekursgerichts ab. Es wies die Berufung im Haupt- und Eventualbegehren ab und bestätigte das Urteil des Mietgerichts. Das Obergericht kam zusammengefasst zum Schluss, die Erstinstanz sei zu Recht zum Ergebnis gelangt, die Klägerin habe die Treuwidrigkeit der Kündigungen nicht nachgewiesen. Auch die erstinstanzliche Abweisung der Erstreckung - über die vom Beklagten anerkannte einmalige Erstreckung von sechs Monaten hinaus - sei nicht zu beanstanden.