Citation: 1C_96/2009 01.09.2009 E. A

Mit Verfügung vom 18. September 2008 entzog das Strassenverkehrsamt des Kantons Thurgau X.________ vorsorglich den Führerausweis mit Wirkung ab dem 5. September 2008. Zur Begründung führte das Strassenverkehrsamt im Wesentlichen an, dass gegenüber X.________ ein fürsorgerischer Freiheitsentzug verfügt und er am 5. September 2008 in eine psychiatrische Klinik eingeliefert worden sei. Einem allfälligen Rekurs entzog es im Interesse der übrigen Verkehrsteilnehmer die aufschiebende Wirkung. X.________ erhob gegen die Verfügung mit Eingabe vom 10. Oktober 2008 Rekurs bei der Rekurskommission für Strassenverkehrssachen des Kantons Thurgau. Während des hängigen Verfahrens, am 21. November 2008, hob der Präsident der Vormundschaftsbehörde Kradolf-Schönenberg den fürsorgerischen Freiheitsentzug auf und ordnete unter Auflagen die Entlassung von X.________ aus der psychiatrischen Klinik an. Inhalt der Auflagen bildete eine ambulante psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung, eine ambulante pflegerisch-psychiatrische Betreuung und eine antipsychotische Behandlung mit einem Depotpräparat. Aufgrund dieser neuen Entwicklung hiess der Präsident der Rekurskommission mit Zwischenentscheid vom 12. Dezember 2008 das mit dem Rekurs verbundene Gesuch um aufschiebende Wirkung gut. Er wies die Vorinstanz an, X.________ den Führerausweis unverzüglich wieder zu erteilen. In der Sache selbst erwog die Rekurskommission, dass im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung des Strassenverkehrsamts hinreichende Gründe für den vorsorglichen Entzug des Führerausweises bestanden hätten. Sie wies deshalb das Rechtsmittel ab. Gleichzeitig ordnete sie an, das Strassenverkehrsamt habe abzuklären, unter welchen Auflagen X.________ der Führerausweis zu belassen sei.