Citation: C 297/02 02.04.2003 E. 3

Was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgebracht wird, vermag zu keinem anderen Ergebnis zu führen. Dass der Beschwerdeführer zunächst annahm, die S.________ AG befinde sich in einem vorübergehenden Liquiditätsengpass, mag zutreffen. Ebenso ist nachvollziehbar, dass er im Hinblick auf einen von seiner Arbeitgeberin am 14. Juni bzw. 15. August 2001 abgeschlossenen Vergleich, wonach ihr ein Betrag von Fr. 300'000.- als Entschädigung für die Nichterfüllung von Kreditverträgen vom 31. März 2001 zustand, vorerst von der Geltendmachung seiner Lohnforderungen absah. Der Versicherte hatte jedoch unbestrittenermassen Kenntnis davon, dass sich die Zahlung der vertraglich vereinbarten Summe in der Folge verzögerte und auch eine am 10. Oktober 2001 zwischen der S.________ AG und ihrem Schuldner getroffene Vereinbarung, gemäss welcher sich die Zahlungsfrist bis spätestens 15. Oktober 2001 verlängerte, nicht eingehalten wurde. Er hätte somit allen Grund gehabt, Massnahmen zur Durchsetzung seiner Lohnforderungen in die Wege zu leiten, zumal er vor diesem Hintergrund nicht mehr davon ausgehen durfte, die ausstehenden Löhne innert nützlicher Frist ausbezahlt zu erhalten. Vielmehr musste er ernsthaft mit einem Lohnverlust rechnen. Dabei sind die Gründe, die zum Rückzug des Begehrens um Nachlassstundung und dazu geführt haben, dass der Konkurs über die S.________ AG schliesslich erst am 12. Juli 2002 eröffnet wurde, unerheblich. Entgegen den Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann daraus nicht abgeleitet werden, dass die Konkursbehörde von der Liquidität der Gesellschaft ausging. Aber selbst wenn etwas anderes anzunehmen gewesen wäre, hätte dies den Beschwerdeführer nicht davon entbunden, Massnahmen (schriftliche Mahnung, Zahlungsbefehl, Betreibung, Lohnklage) zur Realisierung der Lohnforderung zu ergreifen. Wie das kantonale Gericht zu Recht erwägt, vermag schliesslich auch das Interesse am Erhalt des Arbeitsplatzes, wie es in der Regel alle Arbeitnehmenden haben, für sich allein einen Verzicht auf Vorkehren zur Realisierung gefährdeter Lohnansprüche nicht zu rechtfertigen. Im vorliegenden Fall kann diesem Umstand schon deshalb keine wesentliche Bedeutung beigemessen werden, weil bald nach Stellenantritt feststand, dass die S.________ AG in ernst zu nehmenden finanziellen Schwierigkeiten steckte. Es muss daher bei der Feststellung bleiben, dass die Arbeitslosenkasse den Anspruch auf Insolvenzentschädigung zu Recht verneint hat.