Citation: I 488/01 28.05.2003 E. 2

Streitig und zu beurteilen ist der Invaliditätsgrad. 2.1 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben sind (noch nicht in der amtlichen Sammlung veröffentlichtes Urteil R. vom 3. Februar 2003, I 670/01; BGE 128 V 174). Massgeblich sind damit die Verhältnisse im Jahr 1998. Mit der Vorinstanz und der Beschwerdeführerin ist davon auszugehen, dass diese ohne Gesundheitsschaden weiterhin beim Spital Y.________ als Reinigungsfrau arbeiten würde. Sie erzielte gemäss schriftlicher Auskunft des Spitals Y.________ vom 20. April 1998 im Jahr 1997 ein Einkommen von Fr. 50'351.-. Dieser Betrag ist unter Berücksichtigung der nominellen Lohnentwicklung im Wirtschaftszweig "Gesundheits- und Sozialwesen" von 1997 bis 1998 um 0,4 % zu erhöhen (Die Volkswirtschaft, 4/2003, Tabelle B 10.2, S. 87), woraus ein hypothetisches Valideneinkommen von Fr. 50'552.- resultiert. 2.2 Zur Bestimmung des hypothetischen Invalideneinkommens sind mangels anderer Anhaltspunkte Tabellenlöhne heranzuziehen (Erw. 1). In der Regel ist für die Bestimmung des Invalideneinkommens aufgrund der A-Tabellen im Anhang der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik bei Versicherten, die nach Eintritt des Gesundheitsschadens lediglich noch leichte und intellektuell nicht anspruchsvolle Arbeiten verrichten können, vom durchschnittlichen monatlichen Bruttolohn ("Total") für Männer oder Frauen bei einfachen und repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) auszugehen. Dabei sind in erster Linie die Lohnverhältnisse im privaten Sektor massgebend (RKUV 2001 Nr. U 439 S. 347). Das entsprechende monatliche Durchschnittseinkommen gemäss LSE 1998 beträgt (inkl. Anteil des 13. Monatslohnes) Fr. 3505.-, bei einer Arbeitszeit von 40 Wochenstunden. Nach Umrechnung auf die im Jahr 1998 betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,9 Stunden (Die Volkswirtschaft 4/2003, Tabelle B 9.2, S. 86) ergibt sich ein Jahreseinkommen von Fr. 44'057.- für eine Vollzeitstelle. Verwaltung und Vorinstanz sind von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % ausgegangen, wobei sie sich auf das Gutachten der Dres. med. A.________ und S.________ (MEDAS) vom 7. Februar 2000 stützten. Dieser Arbeitsfähigkeitsgrad wird in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu Recht nicht bestritten, erfüllt doch das Gutachten die rechtsprechungsgemäss an einen beweistauglichen ärztlichen Bericht zu stellenden Anforderungen (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweisen). Um die Tatsache zu berücksichtigen, dass Versicherte ihre Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt oft nur mit unterdurchschnittlichem Erfolg verwerten können, lässt die Rechtsprechung einen Abzug von den Tabellenlöhnen zu, welcher die einkommensbeeinflussenden Faktoren (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft gewichten soll und auf insgesamt höchstens 25 % zu veranschlagen ist (BGE 126 V 79 Erw. 5b). Die IV-Stelle und das kantonale Gericht haben einen Abzug von 15 % vorgenommen. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird demgegenüber geltend gemacht, es sei der maximale Abzug von 25 % zu gewähren. Die hiefür vorgebrachten Argumente vermögen nicht zu überzeugen. Der Beschäftigungsgrad von 50 % führt zu keiner überproportionalen Lohneinbusse, liegen doch die auf eine Vollzeitstelle umgerechneten Durchschnittslöhne für in Tätigkeiten des Anforderungsniveaus 4 teilzeitlich erwerbstätige Frauen höher als die Vergleichswerte bei vollzeitlicher Anstellung (LSE 1998, S. 20). Die für eine weitergehende Berücksichtigung der Nationalität angeführten Gründe sind nicht stichhaltig, da sie sich auf das Finden einer Stelle beziehen, nicht auf das Lohnniveau im für die Invaliditätsbemessung massgebenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 28 Abs. 2 IVG). Die Festlegung des Abzuges auf 15 % erweist sich nicht als unangemessen; Gründe für eine abweichende Ermessensausübung (BGE 126 V 81 Erw. 6 mit Hinweis) liegen nicht vor. Unter Berücksichtigung der Arbeitsfähigkeit von 50 % und eines Abzuges von 15 % resultiert ein jährliches Invalideneinkommen von Fr. 18'724.- (Fr. 44'057.- mal 0,5 [Beschäftigungsgrad] abzüglich 15 %). 2.3 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 50'552.- und einem Invalideneinkommen von Fr. 18'724.- ergibt sich eine Einbusse von Fr. 31'828.-, was einem Invaliditätsgrad von 62,96 % entspricht. Damit besteht kein Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 1 IVG). 2.4 Wollte man, wie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde als angezeigt dargestellt, statt auf den gesamtschweizerischen Durchschnitt auf den durchschnittlichen monatlichen Bruttolohn in der Grossregion Zentralschweiz (LSE 1998 Tabelle TA 13, S. 42) abstellen, so ergäben sich ein Invalideneinkommen von Fr. 18'575.- und ein Invaliditätsgrad von 63,26 %, was ebenfalls keinen Anspruch auf eine ganze Rente begründen würde.