Citation: 5D_102/2020 E. 3.1

3.1. Das Obergericht hat auf die entsprechende Rüge hin erwogen, das Bezirksgericht habe den Beweis in der Tat nicht abgenommen. Allerdings bestehe ungeachtet der formellen Natur des Gehörsanspruchs dann kein schützenswertes Interesse an der Aufhebung des angefochtenen Entscheids, wenn nicht bestritten sei, dass eine allfällige Verletzung des rechtlichen Gehörs keinen Einfluss auf den Verfahrensausgang gehabt hätte. Es werde für eine erfolgreiche Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs vorausgesetzt, dass die beschwerdeführende Partei in der Begründung des Rechtsmittels angebe, welche Vorbringen sie in das kantonale Verfahren bei Gewährung des rechtlichen Gehörs eingeführt hätte und inwiefern diese hätten erheblich sein können (unter anderem mit Hinweis auf Urteil 5A_561/2018 vom 14. Dezember 2018 E. 2.3). Der Beschwerdeführer habe im Berufungsverfahren nicht erläutert, was er mit dem nicht abgenommenen Beweis hätte beweisen wollen und inwiefern dies erheblich gewesen wäre.