Citation: 1P.766/1999 10.04.2000 E. 2.-

a) Das Verwaltungsgericht ist im angefochtenen Ent- scheid auf die Einwände der Beschwerdeführer gegen das Quar- tierplanverfahren als solches wegen Verspätung nicht einge- treten. Im Folgenden hat es sich in einer alternativen Be- gründung trotzdem damit auseinander gesetzt und ist zum Schluss gekommen, sie seien auch materiell unbegründet. Um mit ihren Rügen gegen das Quartierplanverfahren als solches durchzudringen, müssen die Beschwerdeführer daher beide Begründungen erfolgreich als verfassungswidrig anfechten. Hält der Nichteintretens-Entscheid des Verwaltungsgerichts der von den Beschwerdeführern erhobenen Willkürrüge stand, hat es damit sein Bewenden, ohne dass weiter zu prüfen wäre, ob auch die Ausführungen des Verwaltungsgerichts zur mate- riellen Zulässigkeit des Quartierplanverfahrens haltbar sind. b) Willkürlich ist ein Entscheid, der mit der tat- sächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwider- läuft. Dabei genügt es nicht, dass die Begründung unhaltbar ist, der Entscheid muss sich vielmehr im Ergebnis als will- kürlich erweisen (BGE 124 I 247 E. 5 S. 250; 124 V 137 E. 2b S. 139 je mit Hinweisen). c) Nach Art. 101 Abs. 3 BauG sind "Rekurse gegen die Durchführung der Quartierplanung (...) bei der Einlei- tung des Verfahrens zu erheben und können im nachfolgenden Plangenehmigungsverfahren nicht mehr erhoben werden". Ge- stützt auf diese Bestimmung ist das Verwaltungsgericht auf den Rekurs der Beschwerdeführer gegen die Plangenehmigung nicht eingetreten, soweit er sich gegen die Zulässigkeit des Quartierplanverfahrens wandte. Die Beschwerdeführer rügen dies zwar als willkür- lich. Sie führen indessen selber aus, es ergebe sich "be- reits aus den einschlägigen Vorschriften des kantonalen Rechts (Art. 24, 38 und 40 des Raumplanungsgesetzes für den Kantons Graubünden vom 20. Mai 1973, KRG) sowie des Baugesetzes (Art. 84 und 86 BauG) klar, dass sich die in Art. 59 BauG statuierte Wettbewerbs- und Gestaltungsplan- pflicht nur über einen Gestaltungsplan auf Stufe der Grund- ordnung, mithin über einen Generellen Gestaltungsplan und nicht über einen Quartiergestaltungsplan erfüllen lässt" (staatsrechtliche Beschwerde Ziff. C.2 S. 9 oben). Nach diesem Parteistandpunkt der Beschwerdeführer war somit die Durchführung eines Quartiergestaltungsplanver- fahrens für die Parzelle Nr. 226 der Beschwerdegegner von vornherein unzulässig. Das hätten sie nach der insoweit klaren Bestimmung vom Art. 101 Abs. 3 BauG mit einem Rekurs gegen den am 9. Januar 1998 publizierten Einleitungsbe- schluss vorbringen müssen. Es ist jedenfalls nicht nach- vollziehbar, inwiefern das Verwaltungsgericht mit dieser Auslegung von Art. 101 Abs. 3 BauG in Willkür verfallen sein sollte. Sein Nichteintretensentscheid in diesem Punkt ist keineswegs verfassungswidrig.