Citation: 7B_995/2024 E. 4.2

4.2. Nach der Rechtsprechung kann ein tadelloses Verhalten im Strafvollzug eine bedingte Entlassung nicht rechtfertigen; gleichwohl ist es bei der Beurteilung einer bedingten Entlassung zu berücksichtigen (BGE 133 IV 201 E. 2.3; Urteile 7B_1083/2024 vom 2. Dezember 2024 E. 4.2.2 und E. 4.5.2; 6B_1136/2022 vom 12. Januar 2023 E. 2.2 und E. 2.4.1; je mit Hinweisen). Aus den vorinstanzlichen Ausführungen ergibt sich, dass das Verhalten des Beschwerdeführers im Strafvollzug nicht "mustergültig" war ("reagiere er zuweilen aufbrausend" [angefochtenes Urteil E. II.3.2.2.2.5]; "Gegenüber Mitarbeitenden falle er wiederholt mit einem arroganten Kommunikationsstil auf, insbesondere, wenn er sich in seinem Stolz verletzt fühle und er reagiere sehr sensibel auf Kritik oder Anweisungen. Seine Reaktionen könnten dabei 'durchaus sehr heftig und der Situation unangemessen ausfallen', aufbrausend und respektlos sein" [angefochtenes Urteil E. II.3.2.2.2.6]). Die Vorinstanz geht entsprechend nur von einem "überwiegend korrekten" Verhalten im Vollzug aus. Da sie das grundsätzliche Wohlverhalten des Beschwerdeführers im Strafvollzug nicht ausklammert, sondern - wie auch die Zahlungen an die Opferhilfe - positiv im Rahmen der Gesamtwürdigung aller für die bedingte Entlassung relevanten Umstände berücksichtigt (angefochtenes Urteil E. II.3.1 und II.3.2.3), erweist sich dessen Rüge als unbegründet.