Citation: 8C_198/2016 E. 3.4

3.4. Wie das kantonale Gericht erwogen hat, arbeitete die Beschwerdeführerin jahrelang in ihrem erlernten Beruf als Hebamme. Die Hebammentätigkeit im Gebärsaal ist ihr unbestrittenermassen nicht mehr zumutbar, da sie bei der Mitwirkung an einer Geburt die rechte Hand bzw. den rechten Vorderarm erheblich beanspruchen würde. Für die Ermittlung des Invalideneinkommens hat die Vorinstanz auf den Bereich "Gesundheits- und Sozialwesen" abgestellt, nachdem die Versicherte gemäss Aktenlage eine Tätigkeit als beratende Hebamme aufgenommen habe. Dies entspricht denn auch den Feststellungen zur Arbeitsfähigkeit im MEDAS-Gutachten vom 22. September 2014. Dort wurde zwar die Tätigkeit als Hebamme im Gebärsaal als nicht mehr zumutbar erachtet, hingegen bei den angepassten Verweistätigkeiten darauf hingewiesen, die Versicherte habe bereits begonnen, Geburtsvorbereitungskurse zu geben und könne das bis anhin reduzierte Pensum in verschiedenen Geburtskliniken auf 100 % erhöhen. Ihr seien jedoch auch weitere Tätigkeiten im medizinischen Bereich möglich und zumutbar. So habe die Versicherte verschiedene Angebote erhalten, in Privatpraxen von Gynäkologen als Hebamme zu arbeiten bzw. dort bei der Mithilfe in der Sprechstunde als Arbeitskraft tätig zu sein. Schliesslich wäre gemäss Gutachten auch eine Tätigkeit in einem Spital in der Geburtsabteilung oder als Oberschwester denkbar. Die Versicherte verfüge über sehr viele Ressourcen und soziale Grundfertigkeiten, sodass sie per sofort eingesetzt werden könnte. Die erneut vorgetragenen Einwände der Beschwerdeführerin gegen das Abstellen auf den Bereich "Gesundheits- und Sozialwesen" vermögen somit keine Bundesrechtswidrigkeit oder offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung zu begründen. Auch die vorinstanzliche Schlussfolgerung, die Versicherte könne mit der gesundheitlichen Beeinträchtigung eine Tätigkeit ausüben, welche im Kompetenzniveau 2 (Praktische Tätigkeiten wie Verkauf/Pflege/Datenverarbeitung und Administration/Bedienen von Maschinen und elektronischen Geräten/ Sicherheitsdienst/Fahrdienst), einzuordnen sei, kann im Rahmen der bundesgerichtlichen Kognition jedenfalls nicht als offensichtlich unrichtig qualifiziert werden. Dank der Berufs- und Fachkenntnisse der Beschwerdeführerin im Gesundheitswesen kommt eine Tätigkeit in diesem Kompetenzniveau eher in Frage als eine Tätigkeit im Kompetenzniveau 1, welches sich auf einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art bezieht. In Anbetracht des Pausenbedarfs sowie der raschen Ermüdbarkeit hat die Vorinstanz sodann zu Recht einen leidensbedingten Abzug vom Invalideneinkommen in der Höhe von 20 % gewährt, was nicht beanstandet wird.