Citation: 8C_227/2024 E. A

A.________, geboren 1977, meldete sich mit Formular vom 17. August 2011 wegen der Folgen eines Unfalls vom 9. Dezember 2010 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Mit Verfügung vom 11. April 2014 verpflichtete ihn die IV-Stelle des Kantons Thurgau (nachfolgend: IV-Stelle oder Beschwerdegegnerin), sich einer psychiatrischen Begutachtung zu unterziehen und machte ihn auf die Folgen einer Verletzung seiner Mitwirkungspflicht aufmerksam. Nachdem sich A.________ geweigert hatte, an der Begutachtung teilzunehmen, wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 6. August 2014 wegen Verletzung der Mitwirkungspflicht ab. Am 1. Februar 2019 forderte die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) A.________ erfolglos auf, sich bei der Invalidenversicherung anzumelden. Mit Verfügung vom 1. April 2019, bestätigt mit Einspracheentscheid vom 15. Juli 2019, berechnete sie in der Folge die A.________ seit dem 1. November 2014 ausgerichtete Invalidenrente der Unfallversicherung - ausgehend von einer ganzen Rente der Invalidenversicherung - ab 1. April 2019 neu als Komplementärrente. Am 13. September 2022 ersuchte A.________ die IV-Stelle, ihre Verfügung vom 6. August 2014 in Wiedererwägung zu ziehen und ihm rückwirkend ab 1. September 2011 eine Rente aufgrund eines Invaliditätsgrads von 100 % auszurichten. Mit Verfügung vom 23. Oktober 2023 sprach ihm die IV-Stelle eine ganze Rente zu, allerdings erst ab 1. März 2023.