Citation: 4P.56/2001 16.05.2001 E. 3

3.- Die Beschwerdeführerin rügt schliesslich unter dem Titel materieller Willkür, das Arbeitsgericht hätte die von ihr geführte Arbeitszeitkontrolle als Beweismittel zulassen müssen, wie dies von Art. 21 Abs. 3 des Landes-Gesamtarbeitsvertrags des Gastgewerbes (L-GAV) vorgeschrieben werde. Da die Klage vollständig abgewiesen worden sei, sei klar, dass dieses Beweismittel vom Arbeitsgericht weder zugelassen noch im Sinne von Art. 21 L-GAV gewürdigt worden sei. Das Arbeitsgericht hat ein Beweisverfahren durchgeführt, wobei es beide Parteien im Rahmen von Parteiverhören zum Beweisthema der Überstunden angehört und einen Zeugen zum gleichen Thema einvernommen hat. Gegenstand der Anhörungen bzw. Einvernahme bildete nicht nur die Frage, ob Überstunden geleistet worden waren, sondern auch jene ihrer Kompensation durch Freizeit. Auf dieser Basis ergibt sich aber aus der Klageabweisung nicht zwangsläufig, dass das Arbeitsgericht die von der Beschwerdeführerin geführte Arbeitszeitkontrolle weder als Beweismittel zugelassen noch gewürdigt hat. Zum einen steht die Möglichkeit offen, dass das Arbeitsgericht diese Aufzeichnungen der Beschwerdeführerin als Beweismittel zugelassen und gewürdigt, sie aber nach den konkreten Umständen nicht für genügend beweiskräftig betrachtet hat. Zum andern besteht aber auch die Möglichkeit, dass das Arbeitsgericht die Überstunden im behaupteten Ausmass als bewiesen erachtete, einen Anspruch auf Entschädigung aber aus rechtlichen Gründen - zum Beispiel wegen der vom Beschwerdegegner behaupteten Verpflichtung zur Kompensation mit Freizeit - verneint hat. Damit ist der Willkürrüge der Beschwerdeführerin die Grundlage entzogen und insoweit die Beschwerde abzuweisen.