Citation: 1C_1/2022 E. 5.1

5.1. Nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz ist das vorliegende Baugrundstück lärmvorbelastet und wurde deswegen der Empfindlichkeitsstufe III zugewiesen. Da der Umstand der bestehenden Lärmvorbelastung somit bereits bei der Zuordnung der Empfindlichkeitsstufe berücksichtigt wurde, ist die Toleranz für Überschreitungen des Immissionsgrenzwerts bei der Empfindlichkeitsstufe III im Vergleich zur Empfindlichkeitsstufe II grundsätzlich geringer (Urteil 1C_275/2020 vom 6. Dezember 2021 E. 2.4 mit Verweis auf Robert Wolf, Kommentar USG, N. 35 zu Art. 22). Der Immissionsgrenzwert für Strassenverkehrslärm beträgt in der Empfindlichkeitsstufe III am Tag 65 dB (A) und in der Nacht 55 dB (A), der Alarmwert am Tag 70 dB (A) und in der Nacht 65 dB (A) (vgl. Ziff. 2 des Anhangs 3 zur LSV). Bei Betriebsräumen gelten um 5 dB (A) höhere IGW (Art. 42 Abs. l LSV). Für Gebiete und Gebäude, in denen sich Personen in der Regel nur am Tag aufhalten, gelten für die Nacht keine Belastungsgrenzwerte (Art. 41 Abs. 3 LSV). Gemäss den Feststellungen der kantonalen Vorinstanzen, die vom Beschwerdeführer nicht substanziiert in Frage gestellt werden, liegen beim Bauvorhaben tagsüber Überschreitungen der IGW von 1-3 dB (A) und nachts solche von 4-7 dB (A) vor, wobei an 26 von 54 lärmempfindlichen Räumen des Bauprojekts die Immissionsgrenzwerte an mindestens einem Fenster überschritten werden (E. 3.2.2 des angefochtenen Urteils). Trotz der Auflage des Baurekursgerichts, wonach der Beschwerdeführer dem Amt für Baubewilligungen vor Baubeginn abgeänderte Pläne der Grundrisse der an der D.________strasse (westlich) gelegenen Wohnungen im 1.-4. Obergeschoss (nördlicher Bereich: Küche, Bad und Garderobenbereich) einzureichen und bewilligen zu lassen hat, verbleiben in den (aufgrund der abzutrennenden Küche übrigbleibenden) Ess- und Wohnbereichen im 1.-4. Obergeschoss der westlichen Wohnungen Überschreitungen der IGW bis 7 dB (A).