Citation: 9C_635/2022 E. 3.1

3.1. Vorliegend hat das Verwaltungsgericht Folgendes festgestellt: Bei der Beschwerdeführerin 2 habe der Pflege- und Betreuungsbedarf im Jahr 2016 unbestrittenermassen nur während zehn Tagen mindestens 60 Minuten pro Tag betragen. Daran ändere auch nichts, dass ihr Ehemann sie im Altersheim weiterhin unterstützt und dabei einen Teil der Betreuungs- sowie Pflegeleistungen übernommen haben dürfte. Somit möge die Erblindung der Ehefrau wohl in diesem Sinne (mittelbar) ursächlich für den Heimeintritt beider Gatten gewesen sein, als der Gatte die Unterstützungsbedürftigkeit der Beschwerdeführerin 2 nicht mehr vollständig, sondern nur noch in geringerem (wenn auch weiterhin zumindest bedeutendem) Ausmass habe abdecken können. Die Beschwerdeführerin 2 (und ihr Gatte) seien ins Altersheim eingetreten, weil sie betagt gewesen seien und - wie viele andere ältere Menschen - deshalb den Alltag nicht mehr ohne Unterstützung oder Entlastung hätten bewältigen können, nicht wegen der Erblindung der Beschwerdeführerin 2 (vgl. zum Ganzen E. 4.4 u. 4.5 des angefochtenen Urteils).