Citation: 5A_284/2024 E. 3.3.4

3.3.4. Für die Vorbereitung und das Verfassen der Anschlussberufungsantwort und Berufungsreplik veranschlagte die Beschwerdeführerin einen Aufwand von 18 Stunden. Die Vorinstanz stellte dessen Verhältnismässigkeit infrage, da der Kindsvater mit der Anschlussberufung einzig eine leichte Abänderung des Besuchsrechts der Kindsmutter verlangt habe. Sodann verrechnete die Beschwerdeführerin 23 Stunden für die Stellungnahme zum Verlaufsbericht des Erziehungsbeistandes sowie hinsichtlich veränderter Verhältnisse. Die Vorinstanz erkannte diesbezüglich, eine kurze Stellungnahme mit den relevanten Unterlagen hätte genügt, um sich zur Veränderung des Sachverhalts im Februar 2023 (gesundheitliche Probleme der Kindsmutter sowie Sistierung des Besuchsrechts) und zum vierseitigen Bericht des Beistands im April 2023 zu äussern. Die Beschwerdeführerin rechtfertigt den bedeutenden Aufwand hauptsächlich mit der Anzahl an Beilagen zur Anschlussberufung (70 Seiten) sowie zum Verlaufsbericht (40 Seiten). Der allgemeine Hinweis auf eine grosse Anzahl von Dokumenten genügt indessen nicht. Vielmehr müsste die Beschwerdeführerin detailliert aufzeigen, weshalb es sich dabei nicht um rasch sichtbare Unterlagen gehandelt haben soll, sondern diese einer minutiösen Durchsicht und vertieften Auseinandersetzung zwingend bedurften, was sie nicht tut. Sie nennt weder einzelne Aktenstücke, noch konkretisiert sie bestimmte Aussagen darin. Es ist nicht Aufgabe des Bundesgerichts, an ihrer Stelle die Akten zu durchforsten und auf ihre Komplexität hin zu überprüfen (vgl. Urteil 5A_427/2020 vom 6. Oktober 2020 E. 8 mit Hinweisen; s. auch BGE 150 V 188 E. 7.3.2).