Citation: 4A_93/2020 E. 3.2.2

3.2.2. Solches zeigt die Beschwerdeführerin nicht hinlänglich auf. Dass die Parteien eine " marketing fee " vereinbart haben, hat der Einzelschiedsrichter sehr wohl berücksichtigt, stellte er doch selber fest, der Vertrag sehe eine entsprechende Kommission vor ("C.________ was to receive a marketing fee of 3.10%."). Dass es der Absicht der Parteien entsprach, dass die Beschwerdegegnerin die Schiffsfracht an Drittkunden in China verkauft, erwog der Schiedsrichter in unmissverständlicher Weise : "The structure of the contract was that the shipment was purchased by C.________ on CFR terms from A.________ with title passing in Brazil. The arrangement was for C.________ having made advance payments to A.________ to resell the cargo to buyers in China in the meantime.". Wie die Beschwerdeführerin selber erkennt, setzte sich der Schiedsrichter mit ihrer Argumentation auseinander, wonach es sich beim abgeschlossenen Vertrag um ein " reines " Marketing-Agreement handle. Dabei führte er aus, die Beschwerdegegnerin habe sich jedoch nicht nur zur Vermarktung, sondern auch zum Kauf der Schiffsfracht verpflichtet. Die angeblich nicht berücksichtigten Elemente wurden folglich im Schiedsspruch sogar ausdrücklich thematisiert. Dass sich die Beschwerdegegnerin zur Vermarktung der Schiffsfracht gegen eine Kommissionsgebühr verpflichtete, galt folglich aus Sicht des Schiedsrichters - entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin - als erstellt. Einen Anspruch der Beschwerdegegnerin gegen die Beschwerdeführerin bejahte dieser aus Überlegungen, mit denen sich die Beschwerdeführerin nicht auseinandersetzt. Im Wesentlichen erwog er, die Beschwerdeführerin habe ihre Zustimmung zum Verkauf der Schiffsfracht trotz der fundierten Beratung der Beschwerdegegnerin in treuwidriger Weise verweigert (" In short A.________ were given sound advice by C.________ and continually rejected it without any reasoned basis, other than an irrational and persistent insistence on relying on the Index"). Eine Verletzung des Anspruches der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör wird dadurch nicht begründet.