Citation: 8C_369/2008 11.08.2008 E. 6.2

6.2.1 Dr. med. U.________ ging im Gutachten vom 24. Mai 2004 davon aus, normalerweise würde eine geringgradige HWS-Traumatisierung die zu einem einfachen Cervicalsyndrom (schmerzhaft eingeschränkte HWS-Beweglichkeit und druckdolente Muskulatur) führe, in einem zeitlichen Rahmen von drei bis maximal sechs Monaten abheilen. Unter Berücksichtigung der vorbestehenden Diskopathien und Diskushernien der Versicherten könne eine Heilungsverzögerung bis zu einem Jahr, also bis Juli 2003 angenommen werden. Zusätzlich müsse berücksichtigt werden, dass sie offenbar psychologisch nicht optimal geführt worden sei. Es sei zu einer übertriebenen Schonung geraten und von einer Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit abgeraten worden, was sich sehr ungünstig ausgewirkt habe. Demnach erscheine eine zeitliche Ausdehnung der Unfallkausalität bis Ende 2003 gerechtfertigt. Zu diesem Zeitpunkt sei jedoch der Status quo sine/ante erreicht gewesen. 6.2.2 Soweit Dr. med. U.________ die These vertreten will, bei leichten HWS-Distorsionen, bei welchen die Verletzungen mittels konventioneller Bildgebung nicht oder nur mit Schwierigkeiten erkennbar sind, könne man innert weniger Monate den Status quo ante annehmen, würde dies letztlich zu einer starken Einschränkung der Anerkennung von Dauerbeschwerden bei HWS-Distorsionen führen, was sich - wie die Versicherte zu Recht geltend macht - mit der Rechtsprechung nicht vereinbaren lässt (vgl. BGE 134 V 109 E. 9.4 f. S. 124 f.; nicht publ. E. 6.2 des Urteils RKUV 2005 Nr. U 550 S. 242).