Citation: 8C_620/2014 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin wendet dagegen ein, es sei beim Abstossen vom Boden zu einem Schmerz in der linken dorsalen Oberschenkelmuskulatur gekommen. Es handle sich dabei um einen gewöhnlichen Ausfallschritt. Die Beschwerdegegnerin habe innerhalb einer alltäglichen Lebensverrichtung eine körpereigene Bewegung vollzogen. Es sei dabei weder etwas Ungewöhnliches noch etwas Besonderes vorgefallen, womit sich die Vorinstanz in Verletzung von Bundesrecht nicht auseinandergesetzt habe. Überdies verneine das kantonale Gericht das Vorliegen eines gesteigerten Gefährdungspotenzials und einer Sinnfälligkeit. In Widerspruch dazu sei es dennoch von einer unfallähnlichen Körperschädigung ausgegangen. Der Entscheid sei in willkürlicher Beweiswürdigung ergangen. Ferner habe es die Rechtsprechung zu Sportverletzungen unbeachtet gelassen, wonach bei sportlichen Tätigkeiten ein Unfall im Rechtssinne dann anzunehmen sei, wenn die sportliche Übung anders verlaufe als geplant. Dies sei beispielsweise der Fall bei einer Turnerin, die einen Hechtsprung nicht in korrekter Weise abschliessen könne und sich dabei im Bereich des Knöchels verletze (vgl. RKUV 1992 Nr. U 156 S. 258). Bei einer ungeübten Turnerin liege bei einem schlechten Übungsabschluss daher kein ungewöhnliches Ereignis vor. Es habe sich hier gerade das in dieser Sportart inhärente Risiko für Ungeübte verwirklicht.