Citation: 2C_377/2020 E. 5.3

5.3. Wie die Vorinstanz geht auch der Beschwerdeführer davon aus, dass die Dreijahresfrist von Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG ab dem 28. Oktober 2016 zu berechnen ist. Eine ausländerrechtlich relevante Ehegemeinschaft liegt nach der genannten Rechtsprechung lediglich solange vor, als ein gegenseitiger Ehewille besteht. Da sich aus dem vorinstanzlich, für das Bundesgericht verbindlich festgestellten Sachverhalt ergibt, dass der gegenseitige Ehewille spätestens mit Schreiben vom 5. November 2018 erloschen ist (vgl. E. 3 hiervor), hat die Vorinstanz die Dauer der tatsächlich gelebten Ehe zutreffend berechnet. Infolge Erlöschens des gegenseitigen Ehewillens vor Ablauf von drei Jahren kommt dem Beschwerdeführer kein aus Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG abgeleiteter Aufenthaltsanspruch zu.