Citation: 5A_379/2015 E. 2.4

2.4. Die von der Vorinstanz bestätigte Vertretungsbeistandschaft (Art. 394 ZGB) erlaubt es, dem bestehenden Fürsorgebedarf bei der Erledigung von administrativen Angelegenheiten gerecht zu werden und insbesondere auch abzuklären, ob die Beschwerdeführerin überhaupt noch in den Arbeitsprozess eingegliedert werden kann oder aber über einen Anspruch auf eine Invalidenrente verfügt. Da die Beschwerdeführerin keine Freunde und Bekannte um sich weiss und somit über kein tragfähiges soziales Netz verfügt, kann nicht davon ausgegangen werden, sie werde den aufgetretenen Problemen mit der Erteilung eines Vorsorgeauftrages gemäss Art. 360 ff. ZGB begegnen können. Unter den gegebenen Umständen erweist sich die Errichtung einer Vertretungsbeistandschaft nach Art. 394 ZGB mit dem vom Obergericht vorgesehenen Auftragskatalog zuhanden des Beistands als dem Vorsorgebedarf angepasst und damit als verhältnismässig. Überdies hält sie vor dem in Art. 389 ZGB verankerten Prinzip der Subsidiarität stand.