Citation: 2C_126/2017 E. 6.3

6.3. Gemäss der Anklageschrift vom 21. August 2014 drückte der Beschwerdeführer eine Frau, welche am Bankomat Geld abheben wollte, von hinten an der Schulter mittels Körpergewalt auf die Knie, betätigte eine Taste, um Fr. 500.- abzuheben und konnte anschliessend mit dem Geld fliehen. Der Beschwerdeführer versuchte in derselben Nacht am gleichen Bankomat, von einer weiteren Person einen Betrag von Fr. 1000.- zu erbeuten. Diese rannte ihm hinterher und konnte ihn einholen und bis zum Eintreffen der Polizei festhalten. Die Ermittlungen ergaben, dass der Beschwerdeführer Alkohol und Betäubungsmittel konsumiert hatte. Gemäss der Anklageschrift beging er einen Monat später einen Hausfriedensbruch, indem er die Räumlichkeiten eines Restaurants betrat, in welchem er seit mehreren Jahren Hausverbot hatte. Der Beschwerdeführer ist wiederholt straffällig geworden und hat unter anderem einen Raub begangen, was letztlich zum Widerruf der Niederlassungsbewilligung führte. Aufgrund der Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten besteht ein erhebliches öffentliches Interesse am Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung. Indessen ist zu berücksichtigen, dass er keine Waffe benutzte und keine grobe Gewalt anwendete. Die Tatumstände und der Zustand des Beschwerdeführers sowie seine Aussagen unmittelbar nach der Tat lassen zudem darauf schliessen, dass es sich nicht um einen geplanten Raub, sondern eher um ein aus den Ereignissen jener Nacht heraus verübtes Delikt handelte. Dass die Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe im Dezember 2014 bedingt ausgesprochen wurde, bedeutet sodann, dass eine gute Legalprognose bestand und eine unbedingte Strafe nicht notwendig erschien, um ihn von der Begehung weiterer Taten abzuhalten. Seit dem Hausfriedensbruch im Mai 2012 ist der Beschwerdeführer nicht mehr straffällig geworden. Der Strafbefehl vom 19. März 2015 erging, wie die Vorinstanz festhielt, für ein Vergehen, das bereits vor den im April und Mai 2012 verübten Delikten begangen wurde. Gemäss dem Strafbefehl hatte der Beschwerdeführer auf den Formularen der Arbeitslosenversicherung deklarierungspflichtiges Erwerbseinkommen nicht angegeben und deshalb zu Unrecht für die Monate Juni bis November 2010 Taggelder in der Höhe von insgesamt Fr. 3'599.25 erhalten. Da sich dies bereits im Jahr 2010 zugetragen hat, ist festzuhalten, dass er sich im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils seit über viereinhalb Jahren wohlverhalten hat.