Citation: 6P.156/2004 13.03.2005 E. 9

Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe ihn vollumfänglich schadenersatzpflichtig erklärt, ohne die Voraussetzungen einer zivilrechtlichen Haftung auch nur ansatzweise zu prüfen. Dadurch habe die Vorinstanz Art. 9 Abs. 3 OHG, Art. 41 ff. OR, Art. 8 ZGB und Art. 44 Abs. 2 aUVG verletzt. Die Vorinstanz stellte im Dispositiv Ziff. 5b fest, dass der Beschwerdeführer "den Zivilklägern A.________, J.________, P.________ und N.________ für die Folgen aus dem Unfallereignis vom 31.07.2001 vollumfänglich schadenersatzpflichtig ist. Bezüglich der Höhe der Schadenersatz- und Genugtuungsforderungen werden die Zivilkläger auf den Zivilweg verwiesen". Aus der Formulierung "für die Folgen aus dem Unfallereignis vom 31.07.2001" geht hervor, dass die Vorinstanz die grundsätzliche Haftung des Beschwerdeführers lediglich für die Folgen jenes Ereignisses festgelegt hat und nicht den Umfang der Haftung bzw. der Haftungsquote. Wie bereits im Rahmen der staatsrechtlichen Beschwerde dargelegt (E. 3.2), wusste der Beschwerdeführer, dass seine Haftpflicht auf Art. 41 ff. OR gründet. Entsprechend erwähnt die Vorinstanz im Dispositiv ausdrücklich Schadenersatz- und Genugtuungsforderungen. Die Vorinstanz bezeichnet die Schadenersatzpflicht des Beschwerdeführers als vollumfänglich und bringt dadurch zum Ausdruck, dass er sich nicht auf das Haftungsprivileg des Art. 44 aUVG berufen kann. Auch diese Beurteilung verletzt kein Bundesrecht. Nach dem verbindlichen Sachverhalt litt der Beschwerdeführer unter Ermüdungserscheinungen, und ein Einschlafen am Steuer war für ihn voraussehbar. Da er durch die Weiterfahrt unter diesen Bedingungen nicht nur die übrigen Verkehrsteilnehmer und sich selbst, sondern auch seine zehn mitfahrenden Arbeitskollegen in höchstem Masse gefährdete, ist sein Verhalten als schlechthin unverständlich und damit auch aus haftpflichtrechtlicher Sicht als grobfahrlässig zu beurteilen.