Citation: 5A_550/2022 E. 3.3.5

3.3.5. Der Beschwerdeführer sieht durch den verweigerten persönlichen Verkehr zu seinen Grosskindern schliesslich auch Art. 8 Abs. 1 EMRK (Achtung des Familienlebens) in Verbindung mit Art. 14 EMRK und Art. 13 BV (Garantie des Privatlebens) verletzt. Namentlich werde er aufgrund seiner sexuellen Orientierung diskriminiert. Allein mit einer dergestallt appellatorischen Begründung lässt sich weder eine Verletzung der Verfassung noch der EMRK dartun. Vorweg übersieht der Beschwerdeführer, dass der Grund für den Kontaktabbruch nicht feststeht. Der Beschwerdeführer beschränkt sich diesbezüglich auf eine blosse Behauptung. Im Übrigen gilt, was folgt: Grundrechte entfalten ihre Schutzwirkung grundsätzlich nur im Verhältnis zwischen Bürger und Staat. Sie haben keine unmittelbare Drittwirkung in den Beziehungen zwischen Privatpersonen. Indessen sind bei der Auslegung der Vorschriften des Zivilrechts die besonderen Anforderungen zu berücksichtigen, die sich aus den Grundrechten ergeben. Allerdings setzt dies voraus, dass sich die beschwerdeführende Partei konkret mit den zivilrechtlichen Normen auseinandersetzt und nicht einfach - wie hier - abstrakt auf Grundrechte beruft (zum Ganzen: Urteil 5A_384/2018 vom 21. September 2018 E. 3 mit Hinweisen, nicht publ. in: BGE 144 III 481).