Citation: 5A_408/2019 E. 2.3.3

2.3.3. Das Vorliegen eines solch liquiden Nachweises durfte die Vorinstanz im konkreten Fall sodann willkürfrei verneinen. Was die Beschwerdeführerin gegen diesen Schluss vorbringt, ist weitgehend appellatorischer Natur und zudem unbehelflich. Vorliegend ist augenfällig und unbestritten, dass die Abtretungserklärung lediglich von einer Person unterzeichnet wurde, obschon gemäss Handelsregisterauszug der zedierenden Gesellschaft sämtliche darin eingetragenen Personen (Präsident des Verwaltungsrates, Mitglieder des Verwaltungsrates, Geschäftsführer, Zeichnungsberechtigte ohne besonderen Titel) lediglich kollektivzeichnungsberechtigt waren. Sodann befindet sich auf der Abtretungsurkunde zwar der Firmenstempel der C.________ AG, doch wurde - wie bereits die Vorinstanz festgestellt hat - entgegen dem Stempelaufdruck weder der Name des bzw. der Unterzeichneten angegeben noch das Feld für Einzelunterschrift angekreuzt. Sonstige Urkunden, die einen Nachweis der Einzelzeichnungsberechtigung leisten könnten, hat die Beschwerdeführerin nach den verbindlichen vorinstanzlichen Feststellungen nicht vorgelegt; die allgemeinen Darlegungen der Beschwerdeführerin zur Möglichkeit der Unterzeichnung von Abtretungserklärungen durch Handlungsbevollmächtigte ändern daran nichts, zumal auch bei der Handlungsvollmacht nach Art. 462 OR die Vertretungsbefugnis durch Festlegung einer blossen Kollektivhandlungsvollmacht eingeschränkt werden kann (s. dazu: MEIER-HAYOZ/FORSTMOSER/SETHE, Schweizerisches Gesellschaftsrecht, 12. Aufl. 2018, § 9 Rz. 52 S. 268 f.). Ausserdem hat sich die Beschwerdeführerin zur Rechtsgültigkeit der Zession in ihrem Rechtsöffnungsgesuch gar nicht weiter geäussert. Damit hat die Vorinstanz nicht willkürlich entschieden, wenn sie den erforderlichen urkundlichen Nachweis der Rechtsnachfolge nicht als erbracht erachtet hat und der Beschwerdeführerin aufgrund der willkürfrei festgestellten Verdachtsmomente zugemutet hat, von der zedierenden Gesellschaft eine Erklärung über die Vertretungsbefugnis des Unterzeichners der Abtretungserklärung zu verlangen (vgl. MÜLLER, a.a.O., S. 218).