Citation: U 244/05 25.01.2006 E. 6

Zu beurteilen bleibt der Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG), welche die Allianz auf Grund einer Einbusse von 25 % festlegte. Die Beschwerdegegnerin hat im kantonalen Verfahren beanstandet, damit sei der Gehörsverlust des linken Ohrs nicht berücksichtigt worden. Wie die Allianz im Einspracheentscheid zutreffend darlegt, haben die von den MEDAS-Gutachtern in die Einschätzung des Integritätsschadens einbezogenen psychiatrischen und neuropsychologischen Schädigungen mangels Vorliegens eines kausalen Zusammenhangs mit dem Unfall ausser Acht zu bleiben. Aus kieferorthopädischer Sicht liegt eine einer Beeinträchtigung der Integrität von 5 % entsprechende, dauernde erhebliche Schädigung des Nervus infraorbitalis mit Sensibilitätsstörung im Gesicht vor (Konsilium des Prof. Dr. Dr. med. H.________ vom 18. Februar 2002). Der HNO-Spezialist bezifferte die durch die Schallleitungsschwerhörigkeit entstandene Beeinträchtigung der Integrität auf 15 %, wobei der Schaden chirurgisch behebbar und damit nicht dauernd und erheblich sei (Berichte des Dr. med. S.________ vom 22. März und 16. Mai 2002). Mit der Festlegung der Integritätseinbusse auf 25 % ist diesen ärztlichen Einschätzungen vollumfänglich Rechnung getragen. Auch wenn der Gehörschaden durch eine Operation verbessert wird, könnte dies jedenfalls nicht zu einer Erhöhung der Integritätsentschädigung führen.