Citation: 1C_414/2016 E. 4.4

4.4. Nach Art. 66 BGBB gilt der Erwerbspreis als übersetzt, wenn er die Preise für vergleichbare landwirtschaftliche Gewerbe oder Grundstücke in der betreffenden Gegend im Mittel der letzten fünf Jahre um mehr als 5 Prozent übersteigt (Abs. 1). Die Kantone können in ihrer Gesetzgebung diesen Prozentsatz auf maximal 15 Prozent erhöhen (Abs. 2), wovon der Kanton Zürich Gebrauch gemacht hat (§ 6a der Verordnung des Kantons Zürich vom 8. Dezember 1993 über den Vollzug des bäuerlichen Bodenrechts [LS 911.2]). Art. 66 BGBB bezweckt, übersetzte Preise für landwirtschaftlichen Boden zu verhindern, was im Falle der Enteignung - wie der Beschwerdeführer zu Recht vorbringt - keine Rolle spielt. Dieser Umstand ist jedoch mit Blick auf die Höhe der Entschädigung nicht massgeblich. Ausschlaggebend ist vielmehr, dass Art. 66 BGBB sich auf den Verkehrswert bezieht, den Wert also, den der Beschwerdeführer auch von einem Käufer erhalten würde. Der nach Art. 66 BGBB zulässige Preis unterscheidet sich vom Verkehrswert insofern, als er einerseits auf das Mittel der letzten fünf Jahre abstellt und andererseits einen Zuschlag von 5 % bzw. maximal 15 % vorsieht. Höher als der nach Art. 66 BGBB bestimmte Preis kann der Verkehrswert somit nicht sein, denn kein Käufer dürfte mehr bezahlen; der Verkehrswert kann jedoch tiefer liegen als der zulässige Preis, wenn nämlich die Preise sinken (EDUARD HOFER, in: Das bäuerliche Bodenrecht, 2. Aufl. 2011, N. 24 zu Art. 10 BGBB). Wenn die Vorinstanzen als Entschädigung den durchschnittlichen Verkehrswert der letzten fünf Jahre mit einem Zuschlag von 15 % einsetzten, so ist dies aus den genannten Gründen nicht zu beanstanden. Auch wenn die Grundstückspreise in der Zeit vor dem Bewertungsstichtag angestiegen sind und über dem durchschnittlichen Verkehrswert der letzten fünf Jahre liegen, was der Beschwerdeführer indessen nicht geltend macht, schafft insofern der vorliegend angewandte Zuschlag von 15 % einen Ausgleich. Ebenfalls nicht zu beanstanden ist, dass zur Bestimmung des Verkehrswerts der Ertragswert beigezogen wurde. Wie das Bundesgericht bereits im Urteil 2C_234/2015 vom 19. August 2015 dargelegt hat, beruht diese Methode auf der Überlegung, dass sich die Relation zwischen Ertragswert und Verkaufspreis in einer gewissen Bandbreite bewegt, die statistisch erfassbar ist, auch wenn die Verkaufsobjekte als solche sehr unterschiedlich sind und die Verkaufspreise daher nicht direkt verglichen werden können (a.a.O., E. 5.5 mit Hinweisen). Die Rüge der Verletzung der Eigentumsgarantie ist insofern unbegründet.