Citation: 8C_600/2021 E. 5.1.1

5.1.1. Im Einzelnen macht er zunächst geltend, dass eine Aggravation angesichts der einschneidenden Rechtsfolgen, die damit verbunden seien, nicht leichthin angenommen werden dürfe, sondern einer sorgfältigen Prüfung auf einer möglichst breiten Beobachtungsbasis bedürfe, und dass die Frage nach einer Aggravation von einem psychiatrischen Facharzt zu beurteilen sei. Die Vorinstanz habe es jedoch als unproblematisch erachtet, dass der orthopädische Gutachter Dr. med. F.________ mehrfach von Aggravation gesprochen habe. Damit habe er sich allerdings Kenntnisse in einer Fachrichtung angemasst, über die er nicht verfüge. Dies müsse als Voreingenommenheit gewertet werden und stelle ein konkretes Indiz gegen die Glaubwürdigkeit der Schlussfolgerungen dieses Experten dar. Gleiches gelte auch für das Gutachten des ZMB. Zudem hätten sich laut der psychiatrischen Gutachterin des ZMB, Dr. med. H.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, rein psychiatrisch keine Hinweise auf Beschwerdeverdeutlichung, Aggravation oder Simulation ergeben.