Citation: 6B_692/2024 E. 2.5.2

2.5.2. Der Beschwerdeführer verweist zutreffend auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu Art. 26 Abs. 1 SVG, wonach der Wartepflichtige, der nach links in eine Hauptstrasse einbiegen will, nicht damit zu rechnen braucht, dass ein Vortrittsberechtigter mit weit übersetzter Geschwindigkeit herannaht, auch wenn ganz erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitungen häufig sind. Auf Hauptstrassen ausserorts muss generell mit Geschwindigkeiten von über rund 90 km/h nicht gerechnet werden (BGE 118 IV 277 E. 5a und E. 5b; vgl. auch Urteil 6B_509/2010 vom 14. März 2011 E. 3.3.4). Die Vorinstanz konnte die Geschwindigkeit des herannahenden Privatklägers nicht exakt feststellen. Doch hält sie gestützt auf das C.________-Gutachten fest, dass auch die AGU bestätigt habe, dass der Privatkläger die Kollision selbst dann nicht hätte vermeiden können, wenn er mit 80 km/h gefahren wäre. Zudem erwägt die Vorinstanz, eine höhere Geschwindigkeit des Privatklägers hätte lediglich dazu geführt, dass der Beschwerdeführer ihn früher hätte sehen müssen.