Citation: 5A_947/2023 E. B

Nachdem die Mutter mit den Kindern 2021/2022 entgegen der von der Schule bewilligten Dispensation mehrere Monate später als erlaubt aus der Dominikanischen Republik zurückgekehrt war und sie ohne Abmeldung und Schuldispens von Oktober 2022 bis Ende April 2023 erneut mit den Kindern dorthin gereist war, wobei die Kinder dort weder beschult wurden noch einen strukturierten Alltag hatten, wies die KESB der Stadt Luzern die Mutter mit Entscheid vom 27. Juni 2023 gestützt auf Art. 307 Abs. 3 ZGB an, die Ausweispapiere von C.________, D.________ und E.________ auszuhändigen, und verfügte in Bezug auf die drei Kinder beim Passbüro eine Pass- und Schriftensperre sowie im Übrigen eine allgemeine Ausreisesperre, unter Beauftragung der Polizei, diese in den Fahndungssystemen RIPOL und SIS einzutragen. Obwohl die KESB einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung entzogen und das Kantonsgericht das Gesuch der Mutter um superprovisorische Genehmigung einer Ausreise nach Aegypten abgewiesen hatte, reiste die Mutter mit den Kindern nach Italien, wo sie von der Polizei aufgegriffen und in einem Heim untergebracht wurden. Mit Urteil vom 7. November 2023 modifizierte das Kantonsgericht Luzern die Anordnungen in teilweiser Gutheissung der Beschwerde dahingehend, dass es die Schriftensperre auf die Pässe beschränkte, der Mutter jedoch die Identitätskarten der Kinder überliess, und es bloss die Ausreise der Kinder aus dem Schengen-Raum untersagte.