Citation: 1C_22/2020 E. 5.6

5.6. Was die Beschwerdeführerin in dieser Hinsicht ausführt, lässt den angefochtenen Entscheid nicht als willkürlich erscheinen. Zwar trifft zu, wie auch das Verwaltungsgericht eingeräumt hat, dass aufgrund der Ausschöpfung der gesetzlich zulässigen Ausnutzung die vorgesehene Überbauung sehr markant in Erscheinung treten wird. Auf der anderen Seite ermöglicht dies, durch die Verdichtung der Siedlungsfläche den Boden haushälterisch zu nutzen (Art. 3 Abs. 3 lit. a bis RPG). Die Ausführungen im angefochtenen Entscheid, wonach dies unter Berücksichtigung der baulichen Umgebung erfolgt, überzeugen. So liegt der mit Abstand grösste Baubereich A im Wesentlichen am Rand der Kantonsstrasse und gegenüber dem Fachmarktcenter mit seinem Parkplatz, in einem Bereich also, der keine besondere Rücksichtnahme erfordert. Anders verhält es sich in Bezug auf den Baubereich C, der an ein Einfamilienhausquartier angrenzt. Auch in dieser Hinsicht vermögen jedoch die Ausführungen des Verwaltungsgerichts zu überzeugen, wonach die Reduktion der Geschosszahl und die Vergrösserung des Grenzabstands sowie der begrünte Freiraum dazu führen, dass der Überbauungsplan im Vergleich zur Regelbauweise keine deutlichen Nachteile hat. In Bezug auf alle drei Baubereiche fällt zudem positiv ins Gewicht, dass sie gegen die Strasse durch einen mit Hochstammbäumen zu bepflanzenden Grünstreifen abgegrenzt werden. Die damit einhergehende Vergrösserung des Grenzabstands führt auch dazu, dass der Schattenwurf auf die Häuser im Norden des Planperimeters reduziert wird. Die in diesem Zusammenhang von der Beschwerdeführerin erhobene Behauptung, dass in Bezug auf jene Häuser der sogenannte Zwei-Stunden-Schatten überschritten werde, wird nicht weiter belegt und ergibt sich jedenfalls nicht aus der in die Beschwerdeschrift eingefügten Karte über die Sonnenbestrahlung am 21. Dezember. Darauf ist nicht weiter einzugehen (Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. zur Regel über den Zwei-Stunden-Schatten im Übrigen Urteil 1C_240/2016 vom 5. Januar 2017 E. 5.2 mit Hinweisen). Positiv fällt zudem ins Gewicht, dass die Randbebauung Platz für einen grosszügigen Innenhof mit Kinderspiel- und Erholungsflächen schafft, die darüber hinaus vom Baukörper A gegen die Kantonsstrasse abgeschirmt werden. Mit der Kritik der Beschwerdeführerin, die Vorzüge des Projekts würden nicht rechtsverbindlich gesichert, hat sich das Verwaltungsgericht ebenfalls auseinandergesetzt. Es treffe zwar zu, dass einzelne Elemente wie etwa die Abgrenzung des Erschliessungsbereichs Fussgänger/Fahrräder, die Lage des Umgebungsbereichs zu Gunsten der Öffentlichkeit, die Abgrenzung des Umgebungsbereichs Grünflächen, die Anzahl und Lage der Hochstammbäume, die Lage der Hecken und des Brunnens oder die Abgrenzung der Kinderspiel- und Erholungsflächen im Innenhof bloss als "richtungsweisend" bezeichnet würden. Sämtliche Elemente gehörten aber zum verbindlichen Planinhalt, einzig deren Lage oder Abgrenzung werde als "richtungsweisend" bezeichnet. Die Bezeichnung von Bereichen oder Elementen des Überbauungsplans als "richtungsweisend" verschaffe dem Bauherrn zudem keinen Freipass. Namentlich sei Art. 4 Abs. 2 SBV so auszulegen, dass von den richtungsweisenden Elementen des Überbauungsplans im Baubewilligungsverfahren nicht übermässig abgewichen werden dürfe. Insbesondere sei der Charakter des Überbauungsplans zu bewahren. Diese Erwägungen lassen sich an Hand der Akten nachvollziehen. Daraus ergibt sich insbesondere auch, dass die Zugänglichkeit des Innenhofs für die Öffentlichkeit zum verbindlichen Planinhalt gehört. Dies ergibt sich sowohl aus der Planlegende als auch aus den Sonderbauvorschriften (Art. 14 Abs. 5 SBV). Die Beschwerdeführerin übersieht im Übrigen mit ihrer Kritik, dass eine derart konkretisierte Planung, die für die Erarbeitung eines Bauprojekts keinen oder keinen wesentlichen Spielraum mehr belässt, nicht verlangt werden darf (BGE 121 I 117 E. 4c S. 122; Urteil 1C_53/2019 vom 3. Juni 2020 E. 3.2; je mit Hinweisen). Vor diesem Hintergrund sowie im Licht von Art. 25a Abs. 4 RPG ist auch nicht zu beanstanden, dass das Verwaltungsgericht festhielt, das lärmschutzrechtliche und gewässerschutzrechtliche Verfahren sei mit dem Baubewilligungsverfahren zu koordinieren (vgl. die bereits im angefochtenen Entscheid angeführten Urteile 1P.532/2006 vom 16. Februar 2007 E. 3.4; 1P.365/2001 vom 19. September 2001 E. 5c/dd; je mit Hinweisen). Aus den Vorbringen der Beschwerdeführerin geht im Übrigen nicht hervor, dass es unmöglich wäre, im Rahmen der verbindlichen Vorgaben des Überbauungsplans ein mit dem Lärm- und Gewässerschutzrecht vereinbares Bauprojekt auszuarbeiten. Die Behauptung, das Departement Bau und Umwelt des Kantons Glarus habe in seiner Stellungnahme vom 3. April 2017 sehr deutlich festgehalten, dass die Überbauung lärmschutzrechtlich nicht bewilligungsfähig sein werde, trifft nicht zu. Entsprechendes gilt auch für die Erschliessung, mit der sich das Verwaltungsgericht ebenfalls auseinandergesetzt hat. Die Beschwerdeführerin behauptet pauschal, die Erschliessung sei nicht untersucht worden, geht aber auf die Erwägung des Verwaltungsgerichts, sie lege nicht dar, weshalb die sechs Meter breite Aserstrasse den durch die geplante Überbauung zusätzlich entstehenden Verkehr nicht solle aufnehmen können, nicht ein.