Citation: 1B_30/2019 E. 3.2

3.2. Eine drohende Verletzung eigener Privatgeheimnisse legt der Beschwerdeführer nicht nachvollziehbar dar: Wie die Vorinstanz (mit Hinweisen auf das Entsiegelungsgesuch vom 26. September 2018) festgestellt hat, beziehen sich die entsiegelten Auszüge aus dem elektronischen Geschäftskalender der FIFA auf Eintragungen von Besprechungsterminen des Beschwerdeführers mit damaligen Geschäftspartnern und einem Mitarbeiter der FIFA. Die fraglichen Besprechungen hat der Beschuldigte in den Jahren 2004-2005 in seiner Funktion als damaliger FIFA-Generalsekretär geführt. Keine der Besprechungen war im Geschäftskalender als "privat" markiert. Die FIFA als Geschäftsherrin hat sich am 5. September 2018 mit der Durchsuchung der Kalenderauszüge einverstanden erklärt. Das Zwangsmassnahmengericht erwägt, die fraglichen Geschäftskalendereinträge entbehrten jeglicher privater Natur. Sie beträfen ausnahmslos Treffen, Telefonate und Reisen, die der Beschwerdeführer in den Jahren 2004 und 2005 im Kontext seiner Tätigkeit als FIFA-Generalsekretär wahrgenommen habe. Die elektronischen Einträge seien durch diverse Mitarbeitende der FIFA erstellt worden. Sie bildeten die geschäftliche Tätigkeit von Funktionären der FIFA und ihren Geschäftspartnern ab. Laut Vorinstanz sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, dass die entsiegelten Kalendereinträge gesetzlich geschützte Geheimnisse tangierten. Als ehemaliger Generalsekretär der FIFA sei der Beschwerdeführer nicht durch ein Berufsgeheimnis geschützt. Der Beschuldigte könne die Entsiegelung auch nicht aufgrund seines Aussageverweigerungsrechtes abwenden. Die Geschäftskalendereinträge seien nicht privater Natur. Sie enthielten die üblichen Vermerke über geschäftliche Treffen, Besprechungen und Reisen und berührten die höchstpersönliche Sphäre des Beschwerdeführers in keiner Weise (vgl. angefochtener Entscheid, E. 5.2-5.3, S. 9-13).