Citation: 5C.110/2004 05.07.2004 E. 2

Der Kläger rügt zunächst eine Verletzung von Art. 8 ZGB in Zusammenhang mit der Feststellung seines Einkommens als selbstständigerwerbender Tierarzt. Art. 8 ZGB verleiht einen bundesrechtlichen Anspruch auf Abnahme von Beweisen, die zum Nachweis einer rechtserheblichen Tatsache frist- und formgerecht anerboten worden sind. Der Beweisführungsanspruch ist insbesondere dann verletzt, wenn der kantonale Richter über rechtserhebliche Tatsachen überhaupt nicht Beweis führen lässt (BGE 114 II 289 E. 2 S. 290 f.; 123 III 35 E. 2b S. 40). Welche anerbotenen Beweismittel der Appellationshof im vorliegenden Fall nicht abgenommen haben soll, legt der Kläger nicht dar. Vielmehr kritisiert er die Schlussfolgerung, welche der Appellationshof aus den Jahresrechnungen der Tierarztpraxis gezogen hat und damit die Beweiswürdigung. Für Kritik an der Beweiswürdigung ist die Berufung jedoch nicht gegeben (BGE 117 II 609 E. 3c S. 613; 128 III 390 E. 4.3.3b S. 398), so dass insoweit nicht darauf eingetreten werden kann.