Citation: 1D_7/2024 E. 3

3. eventuell sei der Grosse Rat des Kantons Thurgau anzuweisen, das Einbürgerungsgesuch des Beschwerdeführers innerhalb einer vom Gericht festzusetzenden Frist zu behandeln; unter Kosten- und Entschädigungsfolge." Als Begründung führte A.A.________ an, die Justizkommission habe seine Stellungnahme vom 26. September 2024 entgegen ihrem Versprechen nicht sämtlichen Ratsmitgliedern zukommen lassen. Stattdessen habe sie sein Einbürgerungsgesuch aus der Liste der am 23. Oktober 2024 zu behandelnden Gesuche entfernt. Dies hätte zur Folge, dass es frühestens bei der nächsten Einbürgerungssitzung der Vorinstanz im April/Mai 2025 behandelt würde. Bis dahin wäre die - ein Jahr gültige - Einbürgerungsbewilligung des Bundes aber höchstwahrscheinlich bereits abgelaufen. Mit verfahrensleitender Anordnung vom 10. Oktober 2024 wies das Verwaltungsgericht den Antrag von A.A.________ ab, der Grosse Rat des Kantons Thurgau sei superprovisorisch anzuweisen, sein Einbürgerungsgesuch an der Sitzung vom 23. Oktober 2024 zu behandeln. Mit Entscheid vom 18. Dezember 2024 wies es auch seine Rechtsverweigerungs- bzw. Rechtsverzögerungsbeschwerde ab und auferlegte ihm die Verfahrenskosten von Fr. 2'000.--. Das Verwaltungsgericht begründet die Abweisung im Wesentlichen damit, dem Grossen Rat des Kantons Thurgau könne zumindest im aktuellen Zeitpunkt keine Rechtsverzögerung vorgeworfen werden, da die Fällung eines Entscheids über das streitige Einbürgerungsgesuch noch innerhalb der einjährigen Gültigkeitsdauer der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung (d.h. bis zum 14. Mai 2025) möglich sei.