Citation: 8C_512/2022 E. 5.1

5.1. Gemäss Vorinstanz standen anlässlich der Begutachtung im ABI die durch den erlittenen Unfall bedingten Beschwerden im Vordergrund. Zuletzt sei beim Beschwerdeführer eine Stirnhöhlenmukozele mit Rezidiv aufgetreten, die zweimal operativ habe behandelt werden müssen. Während der jeweils rund zweiwöchigen stationären Aufenthalte im Frühsommer 2019 und im Frühjahr 2020 habe eine Arbeitsunfähigkeit bestanden. Im Oktober 2021 sei der Beschwerdeführer hospitalisiert worden zur analgetischen Einstellung nach einer Exazerbation seiner chronischen Kopfschmerzen. Zudem sei neu ein Schlafapnoe-Syndrom diagnostiziert worden, das sich jedoch unter Therapie nicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirke. Eine dauerhafte Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit der Aufhebung des Rentenanspruchs im Mai 2017 sei diesbezüglich nicht ausgewiesen. Gleiches galt nach dem kantonalen Gericht auch hinsichtlich der geklagten psychischen Beschwerden. Die behandelnde Psychiaterin sei, wie im Urteil 23. Januar 2019 festgestellt, stets von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen. Gestützt auf ihre im Neuanmeldungsverfahren aufgelegten Berichte vom 17. November 2019, 6. Dezember 2020 und 24. Januar 2022 könne eine Veränderung nicht als ausgewiesen gelten. Trotz des angeblich verschlechterten Zustands habe eine psychiatrische Behandlung, wie am 6. Dezember 2020 angegeben, lediglich alle vier bis sechs Wochen stattgefunden, auch habe die behandelnde Psychiaterin selber keine Antidepressiva verordnet. Gemäss ihrem letzten Bericht vom 24. Januar 2022 finde nun zwar alle zwei bis drei Wochen eine supportive Psychotherapie statt, jedoch werde nicht erklärt, seit wann und aus welchem Grund mit einer engmaschigeren Behandlung fortgefahren werde. Nach der Vorinstanz stützte sich die behandelnde Psychiaterin mehr auf die subjektive Befindlichkeit statt auf den Psychostatus.