Citation: 5A_550/2019 E. 10.3

10.3. Vergeblich ruft die Beschwerdeführerin Art. 205 Abs. 3 ZGB an, wonach die Ehegatten ihre gegenseitigen Schulden regeln. Diese Bestimmung verschafft ihr keinen neuen Anspruch (vgl. Botschaft vom 11. Juli 1979 über die Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, BBl 1979 II 1313 Ziff. 222.521), sondern bezweckt bloss die Entflechtung der Vermögen beider Ehegatten im Hinblick auf die güterrechtliche Auseinandersetzung. Bestand und Fälligkeit der Forderungen werden durch Art. 205 Abs. 3 ZGB nicht berührt (STECK/FANKHAUSER, in: FamKomm Scheidung, 3. Aufl. 2017, N. 17 und 19 zu Art. 205 ZGB). Als mögliche Anspruchsgrundlage für ihre Forderung nennt die Beschwerdeführerin einzig - und erstmals vor Bundesgericht - Art. 41 Abs. 1 bzw. Abs. 2 OR. Inwiefern die Voraussetzungen für eine Haftung aus unerlaubter Handlung erfüllt sein sollten, tut sie indes nicht dar. Namentlich ist nicht ersichtlich, weshalb die Art. 2 und Art. 11 BVG (SR 831.40), deren Verletzung sie rügt, anspruchsbegründende Schutznormen im Sinne von Art. 41 Abs. 1 OR darstellen sollten (vgl. BGE 133 III 323 E. 5.1 S. 329 f. mit Hinweisen). Ihrer Beschwerde ist demnach auch hier kein Erfolg beschieden.