Citation: 5D_191/2021 E. 8

Schliesslich hält die Beschwerdeführerin das Vorgehen des Obergerichts, das Aufwandblatt nach einzelnen Positionen zu durchsuchen und jene zu streichen, deren Inhalt sich nicht aus den amtlichen Akten ergebe, für willkürlich. Im Laufe eines Mandatsverhältnisses stellten sich naturgemäss ständig neue Fragen, welche die Rechtsvertretung mit der Klientschaft besprechen müsse. Diese Gesprächsinhalte unterlägen einerseits dem Anwaltsgeheimnis und mündeten andererseits nicht immer in einer sofortigen Eingabe an die Behörde, welche sich dann in den Akten wiederfinde. Da weder die KESB noch das Obergericht im Vorfeld zum jeweiligen Kostenentscheid der Beschwerdeführerin die einzelnen Positionen, die als nicht geboten erachtet werden, aufgeführt hätten, habe sie die Positionen auch nicht belegen resp. begründen können. Es sei an dieser Stelle festzuhalten, dass im Laufe des Verfahrens vor der KESB diverse Anträge gestellt worden seien (Beweisanträge, Antrag auf Verlegung in Mutter-Kind-Heim, Gutachtensanträge) und die beiden Gutachten sowie diverse Berichte von der Beiständin und der KITA hätten besprochen werden müssen. Im Laufe des Aufenthaltes des Kindes in der KITA seien zudem abermals die Besuchszeiten und -modalitäten angepasst worden, was zu einem erhöhten Besprechungsaufwand mit der Klientin geführt habe. Auch wenn auf der Honorarnote der Beschwerdeführerin alle drei Kriterien standardmässig als durchschnittlich taxiert worden seien, sei es für die KESB und, nach entsprechendem Aktenstudium, auch für das Obergericht ohne Weiteres ersichtlich gewesen, dass es sich beim betreffenden Verfahren nicht um ein durchschnittliches KESB-Verfahren gehandelt habe. Mit diesen Ausführungen legt die Beschwerdeführerin lediglich ihre Sicht der Dinge dar. Sie sind zwar vom Ansatz her nachvollziehbar, hingegen durch nichts belegt und daher als rein appellatorisch zu qualifizieren; sie erfüllen die an die Begründungsdichte gestellten Anforderungen nicht. Darauf ist nicht einzutreten.