Citation: 8F_7/2020 E. 2.2

2.2. Soweit der Gesuchsteller mit seinen Vorbringen - wenn auch nicht substanziiert, so doch zumindest sinngemäss - eine Verletzung von Verfahrensvorschriften nach Art. 121 lit. c und lit. d BGG geltend macht, erfolgt dies nicht fristgemäss. In diesen Fällen ist das Revisionsgesuch nämlich innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheids einzureichen (Art. 124 Abs. 1 lit. b BGG). Das bundesgerichtliche Urteil vom 22. Oktober 2019 wurde dem damaligen Rechtsvertreter des Gesuchstellers am 25. Oktober 2019 zugestellt. Nicht stichhaltig ist der Einwand des Gesuchstellers, das Bundesgericht hätte ein Urteilsexemplar auch ihm persönlich zustellen müssen. Ist nämlich ein rechtmässiger Vertreter bestellt und der Behörde bekanntgegeben worden, ist das gerichtliche Schriftstück diesem zuzustellen, solange die Partei die Vollmacht nicht schriftlich widerruft. Dieser Grundsatz dient im Interesse der Rechtssicherheit dazu, allfällige Zweifel darüber von vornherein zu beseitigen, ob die Mitteilungen an die Partei selber oder an ihre Vertretung zu erfolgen haben. Wurde die Mitteilung dem Rechtsvertreter tatsächlich zugestellt, wirkt nur dies fristauslösend. Die zusätzliche (frühere oder spätere) Zustellung einer Orientierungskopie an die Partei ist für die Fristauslösung unbeachtlich (BGE 99 V 177 E. 3 S. 182; Urteil 9C_460/2016 vom 10. Januar 2017 E. 2.2; AMSTUTZ/ARNOLD, Basler Kommentar zum BGG, 3. Auflage 2018, N. 12 zu Art. 44 BGG). Gilt die Urteilszustellung an den Rechtsvertreter des Gesuchstellers vom 22. Oktober 2019 als fristauslösend, ist das erst am 3. April 2020 der Post übergebene Revisionsgesuch auf jeden Fall verspätet.