Citation: 9C_566/2016 E. 3.2

3.2. Im Hinblick auf diese Aktenlage hat das kantonale Gericht sinngemäss zu Recht erkannt, dass die seinerzeitige Zusprache einer ganzen Rente aufgrund eines Invaliditätsgrades von 100 % in keiner Weise nachvollzogen werden kann, weil sie sich in medizinischer Sicht alleine auf den hausärztlichen Bericht vom 22. Oktober 2000 stützte, welcher der Versicherten als Einziger und im Wesentlichen aufgrund ihrer subjektiven Schmerzangaben eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestierte. Entgegen der Darstellung in der Beschwerde trifft es unter den gegebenen Umständen offensichtlich nicht zu, dass der Leistungszusprache neurochirurgische, rheumatologische und neurologische Untersuchungen zugrunde lagen, denn es wurden zwar entsprechende Abklärungen durchgeführt, deren Ergebnisse aber nicht in die Invaliditätsbemessung einbezogen. Gegenteils setzte sich die IV-Stelle beispielsweise über die Aussage des Dr. med. E.________ in seinem Bericht vom 5. September 2000 hinweg, wonach sich kaum eine volle Arbeitsunfähigkeit attestieren lasse, wenn, wie die auf seine Veranlassung hin erstellte Computertomografie ergab (vgl. Bericht des Dr. med. G.________ vom 18. September 2000), kein operativ anzugehender Befund vorliege. Dass die IV-Stelle alleine auf den Bericht des Dr. med. B.________ vom 22. Oktober 2000 abstellte, überzeugt umso weniger, als schon damals eine Beweiswürdigungsregel galt, welche den Beweiswert von Hausarztberichten deutlich relativierte (BGE 125 V 351 E. 3b/cc S. 353 mit Hinweisen auf unveröffentlichte Präjudizien), so dass es im Zeitpunkt des Verfügungserlasses im April 2001 in Fällen wie dem vorliegenden nicht mehr praxiskonform war, die Feststellung der Arbeitsfähigkeit entscheidend auf die hausärztliche Einschätzung abzustützen (SVR 2014 IV Nr. 39 S. 137, 9C_121/2014 E. 3.3.3).