Citation: C 13/01 10.05.2001 E. 2

2. Aufl. , S. 153). b) Es steht unbestrittenermassen fest, dass der Beschwerdegegner auf die von Juni 1998 bis Januar 1999 bezogene Arbeitslosenentschädigung von total Fr. 29'254. 85 mangels Erfüllung der Beitragszeit keinen Anspruch hatte. Die Kasse war daher gemäss Art. 95 Abs. 1 AVIG und der hiezu ergangenen Rechtsprechung (BGE 126 V 23 Erw. 4b, 122 V 271 Erw. 2) grundsätzlich verpflichtet, die zu Unrecht erbrachten Leistungen zurückzufordern. Die Vorinstanz hat betreffend die Rückforderung erwogen, der Beschwerdegegner habe im berechtigten Vertrauen auf die Richtigkeit der Taggeldzahlungen die nicht mehr nachholbare Anmeldung zum Bezug von Arbeitslosengeld in Deutschland unterlassen und damit eine schutzwürdige Disposition getroffen. Trotz Nichterfüllung der Beitragszeit sei deshalb sein Taggeldanspruch in Anwendung des Vertrauensgrundsatzes zu bejahen. Die Arbeitslosenkasse anerkennt im Rahmen der Rückforderung grundsätzlich die Berücksichtigung des Vertrauensschutzes. Sie macht jedoch geltend, in Deutschland hätte der Beschwerdegegner einen Restanspruch auf Arbeitslosengeld im Umfang von lediglich 101 Kalendertagen bei einer wöchentlichen Leistung von 474, 60 DM plus Krankenkassenbeiträge gehabt. Hierauf begrenze sich seine nachteilige Disposition, weshalb darüber hinausgehende Leistungen der schweizerischen Arbeitslosenversicherung auch aufgrund des Vertrauensschutzes nicht gerechtfertigt seien. Es wäre daher eine Neuberechnung der Rückforderung notwendig. Dies habe indessen keine praktische Bedeutung mehr, da das kantonale Amt für Wirtschaft und Arbeit dem Beschwerdegegner mit Verfügung vom 9. März 2000 mittlerweile die gesamte Rückforderung erlassen habe. Mit dem unbestrittenermassen vollumfänglichen und in Rechtskraft erwachsenen Erlass der Rückforderung (Art. 95 Abs. 2 AVIG) vom 9. März 2000 ist das Rechtsschutzinteresse an der Beurteilung der mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde aufgeworfenen Streitfrage dahingefallen. Deren Beurteilung wäre - wie die Kasse selber einräumt - unabhängig vom vorliegenden Fall nur noch von theoretischer Bedeutung. Das genügt aber nicht, um einen Anspruch auf Rechtsschutz zu begründen. Demnach ist auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde, soweit damit die Rückforderungsfrage aufgeworfen wird, nicht einzutreten.