Citation: 5A_771/2021 E. 4.5.2

4.5.2. Nach dem vorstehend Ausgeführten ist der Entscheid über die Kostenverlegung gemäss Art. 106 Abs. 1 und 2 ZPO ein Ermessensentscheid (Urteil 5A_702/2016 vom 28. März 2017 E. 4.3). Bei der Überprüfung solcher Ermessensentscheide schreitet das Bundesgericht nur ein, wenn die Vorinstanz grundlos von in Lehre und Rechtsprechung anerkannten Grundsätzen abgegangen ist, wenn Tatsachen berücksichtigt wurden, die keine Rolle hätten spielen dürfen, oder wenn umgekehrt Umstände ausser Betracht geblieben sind, die zwingend hätten beachtet werden müssen. Aufzuheben und zu korrigieren sind ausserdem Ermessensentscheide, die sich als im Ergebnis als offensichtlich unbillig, als in stossender Weise ungerecht erweisen (BGE 142 III 336 E. 5.3.2 mit Hinweisen).