Citation: 1B_289/2018 E. 2.1

2.1. Das Obergericht hat erwogen, die Staatsanwaltschaft habe zeitnah auf den Eingang der Strafanzeigen des Beschwerdeführers ein Geschäft eröffnet. Aus den Vorbringen der Parteien und den Akten ergebe sich, dass der Beschwerdeführer in den vergangenen Jahren in etliche Justizverfahren eingebunden gewesen sei. Auffallend sei, dass der Beschwerdeführer zahlreiche Verfahren angestrebt und darin in stereotyper Weise ähnliche, schwerwiegende Vorwürfe erhoben habe, und zwar ausnahmslos gegen Personen, die in den verschiedensten Funktionen an den Strafverfahren beteiligt gewesen seien. Des Weiteren sei eine erstinstanzliche Verurteilung des Beschwerdeführers wegen Verleumdung des Stadtrichters vom Obergericht aufgehoben worden, u.a. mit der Begründung, es liege ein Fall notwendiger Verteidigung vor, weil der Beschwerdeführer aufgrund seines psychischen Zustands nicht in der Lage sei, seine Interessen im Verfahren angemessen zu wahren. Ein weiteres Verfahren gegen den Beschwerdeführer wegen Gewalt und Drohung gegen das Obergericht sei sistiert worden, um zunächst den psychischen Zustand des Beschwerdeführers abzuklären. Zweifel an dessen Prozessfähigkeit seien auch in einem weiteren Verfahren aufgetaucht. Die entsprechenden Abklärungen würden demnächst in einem Verfahren vor dem Bezirksgericht Zürich getroffen. Unter diesen Umständen habe die Staatsanwaltschaft keine Rechtsverweigerung begangen, indem sie mit dem Weiterbearbeiten der Strafanzeigen formlos die Resultate der Prozessfähigkeit des Beschwerdeführers abwarte. Auf den Erlass einer formellen Sistierungsverfügung habe sie verzichten dürfen, da der Erlass einer solchen nach dem bisherigen Verhalten des Beschwerdeführers wohl wiederum eine Flut von Eingaben und Beschwerden nach sich gezogen hätte.