Citation: 1C_21/2023 E. 4.6.2

4.6.2. Aus dem angefochtenen Entscheid geht hervor, dass sich das in Frage stehende Gebäude an der Froschaugasse 3 in der Zürcher Altstadt befindet und somit Teil eines Ortsbilds von nationaler Bedeutung (ISOS) ist. Das Verwaltungsgericht legte dar, es gehöre zur westlichen Häuserzeile der Froschaugasse und sei im Inventar der kunst- und kulturhistorisch wertvollen Objekte der Stadt Zürich enthalten. Das Haus trage die Bezeichnung "Hintere alte Burg" und sei vor dem Jahr 1812 erbaut worden. Von den die Froschaugasse bildenden insgesamt 17 Gebäuden seien lediglich zwei weder inventarisiert noch formell unter Schutz gestellt. Im Bereich bis zur Krümmung, die die Gasse aufweise, und damit in unmittelbarer Umgebung der Hausnummer 3, befänden sich gleich vier unter Schutz stehende Gebäude sowie ein weiteres inventarisiertes. Wie die Fotos des Augenscheins zeigten, so das Verwaltungsgericht weiter, wiesen die beiden Monitore eine deutlich ausgeprägtere Helligkeit auf als die übrige Beleuchtung in der kleinen Altstadtgasse. Die Beleuchtung der angrenzenden beiden Schaufenster sei zum Zeitpunkt des Augenscheins ausgeschaltet gewesen; aufgrund der zehnmal geringeren Leuchtdichte der Schaufenster dürften sich die Monitore auch diesen gegenüber markant abheben. Die Verhältnisse in der Froschaugasse, einer engen und etwas gekrümmt verlaufenden Altstadtgasse, seien sodann sehr kleinräumig, sodass die Lichtemissionen der zur Gasse hin markant abstrahlenden Monitore störend wirkten. Hinzu komme, dass die ungefähr alle zehn Sekunden erfolgenden Bildwechsel ungeachtet der Helligkeit der Bildschirme den Eindruck von Unruhe und Instabilität vermittelten. Schliesslich wiesen die Monitore ein anderes Format auf als die in die Fassade eingelassenen Vitrinen. Ein Bezug zu den Vitrinen und dem Gebäude fehle. Insgesamt entstehe der Eindruck eines störenden oder gar irritierenden Fremdkörpers in der wenig erhellten, kleinräumigen, beschaulichen und mittelalterlich wirkenden Umgebung. Die Monitore liessen eine hinreichende Rücksichtnahme auf das denkmalpflegerisch sensible Umfeld vermissen.