Citation: 8C_449/2023 E. 4.1

4.1. Das Versicherungsgericht verfügte am 28. Oktober 2020, es werde ein polydisziplinäres gerichtliches Gutachten bei der ABI eingeholt, und gab unter Einräumung einer Frist zur Stellungnahme sowohl die vorgesehenen Gutachter wie auch die beabsichtigten Fragen bekannt. Der Beschwerdeführer brachte innert Frist weder Ergänzungsfragen noch Ablehnungsgründe vor. Daran vermag nichts zu ändern, dass die zuständige Sachbearbeiterin der Sozialen Dienste Grenchen am 10. Februar 2021 gegenüber dem Versicherungsgericht allgemeine Bedenken hinsichtlich einer erneuten Begutachtung durch die ABI äusserte. Indem sich der Beschwerdeführer der angeordneten Begutachtung stillschweigend unterzog, verwirkte er den Anspruch auf spätere Geltendmachung verfahrensrechtlicher Einwendungen. Die nach Ablauf von mehr als 15 Monaten in der Stellungnahme zum Gerichtsgutachten vom 3. Februar 2022 und anlässlich der öffentlichen Verhandlung vom 17. Mai 2023 vorgebrachten Befangenheitsgründe sind offensichtlich verspätet und daher nicht zu berücksichtigen (vgl. E. 3.2 hiervor).