Citation: I 258/00 06.12.2001 E. 2

2.- Streitig und zu prüfen ist der Invaliditätsgrad. Dabei kritisiert der Beschwerdeführer sowohl die Würdigung der ärztlichen Unterlagen als auch die Invaliditätsbemessung durch die IV-Stelle und die Vorinstanz. a) Das Versicherungsgericht hat festgestellt, dass der Beschwerdeführer bei einer angepassten Beschäftigung im bisherigen Tätigkeitsbereich zu 50 % arbeitsfähig sei und sein Invaliditätsgrad dabei höchstens 62,66 % betrage. Nach Aufgabe des eigenen Metzgerbetriebes und der Annahme einer unselbstständigen Erwerbstätigkeit im Sommer 1997 seien weitere Beschwerden festgestellt worden. Anhand der medizinischen Abklärungen sei davon auszugehen, dass der Versicherte als angestellter Metzger nicht mehr arbeiten könne. Weil auch eine Umschulung nicht zumutbar sei, könne die verbleibende Arbeitsfähigkeit nur im bisherigen Tätigkeits- und Erfahrungsbereich eingesetzt werden. Die Zumutbarkeit bezüglich einer selbstständigen Tätigkeit als Metzger sei jedoch zu verneinen, wobei dies nicht ausschliesse, dass der Versicherte seine 50%ige Restarbeitsfähigkeit in einem verwandten Tätigkeitsbereich einsetzen könne. So wäre es ihm durchaus möglich, in einem bestehenden Metzgerbetrieb mit angeschlossenem Partyservice als Angestellter tätig zu sein oder einen solchen Nebenbetrieb selber zu führen. Dabei könne ihm ein Invaliditätseinkommen von Fr. 1800.- pro Monat zugemutet werden, weshalb die IV-Stelle zu Recht vom Antrag der Berufsberatung, welche ein Invaliditätseinkommen von Fr. 10'800.- berücksichtigt hatte, abgewichen und von einem jährlichen Invalideneinkommen von Fr. 21'600.- ausgegangen sei. Bei der Festlegung des Valideneinkommens hat sich das Versicherungsgericht auf das zuletzt erzielte Einkommen aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit von Fr. 57'850.- gestützt und festgehalten, auch bei Einsetzung des Erwerbseinkommens aus selbstständiger Erwerbstätigkeit von Fr. 44'100.- würde kein grösseres Vergleichseinkommen resultieren, sodass der Invaliditätsgrad in jedem Fall unter den berechneten 62,66 % bleiben würde. b) In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde macht der Beschwerdeführer geltend, aus den eingeholten Arztberichten ergäben sich gesundheitliche Beeinträchtigungen nicht nur bezüglich Wirbelsäule, Hüftgelenke und linkem Knie, sondern zusätzlich auch arterielle Hypertonie sowie insbesondere depressive Entwicklungen bei psychosozialer Belastungssituation. Die von der Vorinstanz angenommene 50%ige Arbeitsfähigkeit beziehe jedoch ausschliesslich die rheumatologische Sicht ein, keinesfalls auch die psychische Beeinträchtigung seines Gesundheitszustandes, welche insbesondere aus einem Abschlussbericht der Berufsberatung der IV-Stelle vom 1. April 1999 hervorgehe. Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, die Argumentation der Vorinstanz bezüglich Verwertung der Restarbeitsfähigkeit erscheine als gewunden und teilweise auch widersprüchlich. Wie die Führung eines Partyservices als Zusatzbetrieb zu einer Metzgerei möglich sein soll, sei schwer ersichtlich und widerspreche der Feststellung, wonach ihm die Führung einer Metzgerei als Selbstständigerwerbender nicht zuzumuten sei. Eine Teilung in den Bereich Metzgerei und den Bereich Partyservice sei in Klein- und Mittelbetrieben der Metzgereibranche inexistent. Entweder könne er als angestellter Metzger mit stark reduziertem Arbeitspensum arbeiten, was ihm jedoch auch nach Auffassung der Vorinstanz nicht zumutbar sei. Andererseits dürfte er im Anstellungsverhältnis Sektor Partyservice nur ein sehr marginales monatliches Einkommen erzielen, sei doch auch in diesem Sektor seine Arbeitsleistung stark vermindert. Ohne Invalidität und im Anstellungsverhältnis als Metzgermeister dürfte von einem realistisch erzielbaren Einkommen von jährlich mindestens Fr. 65'000.- auszugehen sein. Bezüglich Restarbeitsfähigkeit habe die Vorinstanz zwar im Grossen und Ganzen die Beurteilung der Berufsberaterin übernommen. Weshalb ihm jedoch zugemutet sei, genau das Doppelte an Invalideneinkommen zu erzielen, als Abklärungen der Berufsberatung ergeben haben (bei Vollzeitbeschäftigung monatlich Fr. 3600.- anstatt Fr. 1800.-), könne aus dem angefochtenen Entscheid nicht entnommen werden. Bei Zugrundelegung eines Valideneinkommens von Fr. 65'000.- und eines Invalideneinkommens von Fr. 10'800.- jährlich ergebe sich ein Invaliditätsgrad von rund 83,5 %. Selbst wenn man von dem von der Vorinstanz ermittelten Valideneinkommen von Fr. 57'850.- ausgeht, ergebe sich ein Invaliditätsgrad von rund 81,4 %.