Citation: 2C_421/2022 E. 6

Der Beschwerdeführer beantragt überdies, es sei festzustellen, dass die Vorinstanz das Beschleunigungsgebot im Sinne von Art. 29 Abs. 1 BV und Art. 5 Ziff. 4 EMRK verletzt habe. Die Vorinstanz habe rund zwei Wochen mit der Zustellung der Stellungnahmen des Amts für Migration vom 27. April 2022 und des Zwangsmassnahmengerichts vom 29. April 2022 zugewartet. Die Vorinstanz räumt im Rahmen der bundesgerichtlichen Vernehmlassung ein, dass diese beiden Eingaben dem Beschwerdeführer aufgrund eines Versehens erst am 13. Mai 2022 zur Kenntnis gebracht worden seien. Indessen sei das Urteil vom 17. Mai 2022 im Anschluss an die Replik des Beschwerdeführers vom 16. Mai 2022 rasch gefällt worden. Jede Person hat in Verfahren vor Gerichts- und Verwaltungsinstanzen Anspruch auf Beurteilung innert angemessener Frist. Den Behörden ist eine Rechtsverzögerung insbesondere dann vorzuwerfen, wenn sie ohne ersichtlichen Grund und ohne ausgleichende Aktivität während längerer Perioden untätig geblieben sind (vgl. Urteil 2C_469/2020 vom 9. Oktober 2020 E. 2.4). Das Beschleunigungsgebot gilt - ausserhalb der erstmaligen richterliche Prüfung der Haft (vgl. BGE 142 I 135 E. 3) - in der Regel als verletzt, wenn von den Behörden während mehr als zwei Monaten keine zielgerichteten Massnahmen getroffen werden (vgl. BGE 139 I 206 E. 2). Eine solche Verzögerung steht vorliegend indes nicht zur Diskussion. Die Zustellung der Stellungnahmen erfolgte zwar unnötigerweise verspätet. Eine Verletzung des Beschleunigungsgebots lässt sich jedoch noch nicht erkennen.