Citation: 2A.7/2001 15.01.2001 E. 3

3.- a) Gegenstand des Entscheids des Haftrichters und damit des bundesgerichtlichen Verfahrens ist einzig die Rechtmässigkeit und Angemessenheit der Haftanordnung. Das Bundesgericht ist in keiner Weise zuständig, Asylbegehren zu beurteilen (vgl. insbes. Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 2 OG). Auch den Wegweisungsentscheid kann es nur dann überprüfen, wenn er offensichtlich rechtswidrig ist (vgl. Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 OG sowie BGE 121 II 59 E. 2c), was im vorliegenden Fall nicht zutrifft. Soweit sich der Beschwerdeführer zu seinen Fluchtgründen äussert, ist dies daher ohne Belang, weshalb insoweit auf die Beschwerde nicht eingetreten werden kann. b) Beim Beschwerdeführer sind drei Haftgründe gegeben: Erstens hat er gegen eine ihm auferlegte Ausgren-zung verstossen, womit er den Haftgrund von Art. 13b Abs. 1 lit. b in Verbindung mit Art. 13a lit. b gesetzt hat; zwar will er die Ausgrenzungsverfügung nicht richtig verstanden haben, doch ist sie ihm mit ihrer Anordnung sofort eröffnet worden. Zweitens erfüllt der Beschwerdeführer als verurteilter und erneut strafrechtlich verfolgter Kleindealer von Betäubungsmitteln den Haftgrund von Art. 13b Abs. 1 lit. b in Verbindung mit Art. 13a lit. e ANAG, da es sich nicht um eine einmalige Tätigkeit, sondern um eine wiederkehrende Beschäftigung des Beschwerdeführers handelt (vgl. BGE 125 II 369 E. 3b/bb S. 375 f., mit Hinweisen; bestätigt im unveröffentlichten Urteil des Bundesgerichts vom 20. Februar 2000 i.S. Shinwari). Drittens lässt sein Verhalten darauf schliessen, dass er sich bei einer allfälligen Haftentlassung der Ausschaffung entziehen würde, nachdem gewisse seiner Aussagen nicht als glaubwürdig erscheinen, er bereits einmal zwischenzeitlich verschwunden war, sich auch sonst den Behörden nicht immer zur Verfügung gehalten hat und straffällig geworden ist (vgl. BGE 125 II 369 E. 3b/aa S. 375, mit Hinweisen). Daran ändert auch nichts, dass der Beschwerdefüh-rer freiwillig ausreisen möchte. Nachdem er vor dem Haftrichter anscheinend die Bereitschaft bekundet hatte, nach Sierra Leone zurückzukehren, macht er nunmehr in seiner Eingabe an das Bundesgericht geltend, dies komme wegen der dort für ihn bestehenden Lebensgefahr nicht in Frage. Die fehlende Bereitschaft zur Rückkehr gilt ebenfalls als Kriterium für die Untertauchensgefahr (BGE 125 II 369 E. 3b/aa S. 375). Im Übrigen legt der Beschwerdeführer nicht dar, wohin er rechtmässig gelangen wollte und könnte. c) Schliesslich sind auch keine anderen Gründe für eine Unzulässigkeit der Ausschaffungshaft ersichtlich. Diese ist insbesondere mit den grund- und menschenrechtlichen Ansprüchen des Beschwerdeführers (namentlich gemäss Art. 31 BV und Art. 5 EMRK), der daran in allgemeiner Weise Zweifel äussert, vereinbar.