Citation: 8C_872/2018 E. A

A.________, geboren 1991, wurde von ihren Eltern im April 1992 wegen eines Hüftleidens erstmals bei der Invalidenversicherung angemeldet. Die IV-Stelle Bern sprach ihr medizinische Massnahmen zur Behandlung des Geburtsgebrechens Nr. 183 zu. Vom 19. Mai 1994 bis zum 31. Juli 1998 gewährte sie zudem Sonderschulmassnahmen (heilpädagogische Früherziehung). Ab 2005 wurde A.________ wegen einer Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ADS) durch Dr. med. B.________, Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie/Psychiatrie und Psychotherapie FMH, sowie Frau C.________, Fachpsychologin für Psychotherapie, betreut. Sie absolvierte eine zweijährige Ausbildung zur Büroassistentin EBA. Eine Lehre zur Detailhandelsfachfrau in einer Bäckerei-Konditorei brach sie ab und arbeitete in der Folge jeweils während weniger Monate an verschiedenen Stellen als Büropraktikantin, in der Gastronomie, in der Meringues-Produktion sowie in einer Spielgruppe. Ab Mai 2012 war sie gemäss Dr. med. B.________ zu 100 % arbeitsunfähig. Vom 12. Mai bis zum 9. Juni 2015 wurde sie stationär durch die psychiatrischen Dienste D.________ betreut (Bericht vom 4. Juni 2015). Ein im Juli 2012 gestelltes Gesuch um Gewährung beruflicher Massnahmen lehnte die IV-Stelle des Kantons Solothurn am 1. März 2013 ab wegen Verletzung der Mitwirkungspflicht. Im Juni 2015 meldete sie sich erneut bei der Invalidenversicherung an. Die IV-Stelle Bern legte die Akten dem Regionalen ärztlichen Dienst (RAD) vor (Bericht vom 19. November 2015) und gewährte berufliche Massnahmen. A.________ absolvierte vom 14. März bis 13. Dezember 2016 ein Belastbarkeits-, ein Aufbau- und ein Arbeitstraining (Berichte der Stiftung für berufliche Integration E.________ vom 26. September und vom 19. Dezember 2016) und im Anschluss daran einen externen Arbeitsversuch. Im Call-Service-Center F.________ bearbeitete sie vom 14. Dezember 2016 bis 20. April 2017 insbesondere Leasingzessionen (Bericht vom 8. Mai 2017). Danach gewährte die IV-Stelle Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche. Des Weiteren holte sie ein Gutachten des Dr. med. G.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 1. September 2017 ein (mit Ergänzung vom 23. Januar 2018). Am 15. November 2017 schloss sie die Arbeitsvermittlung ab, nachdem sich A.________ nicht mehr gemeldet hatte. Mit Verfügung vom 17. Mai 2018 lehnte sie den Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung ab.