Citation: 5A_223/2021 E. 5.2

5.2. Ein Rechtsbegehren muss so bestimmt formuliert sein, dass es bei Gutheissung der Klage zum Urteil erhoben werden kann (BGE 142 III 102 E. 5.3.1). Bei Klagen auf Geldzahlung muss es grundsätzlich beziffert werden (Art. 84 Abs. 2 ZPO; BGE 137 III 617 E. 4.3); ist es der klagenden Partei unmöglich oder unzumutbar, ihre Forderung zu Beginn des Prozesses zu beziffern, kann sie eine unbezifferte Forderungsklage erheben (Art. 85 Abs. 1 ZPO). Die gleichen Regeln gelten, wenn der aus einer Dienstbarkeit Berechtigte im Rahmen einer actio confessoria auf Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands klagt. Der ins Recht Gefasste muss wissen, was er zu tun hat, um den Störungszustand zu beenden. Ausgehend davon ist das angefochtene Urteil nicht zu beanstanden. Die Beschwerdeführer wissen aufgrund des angefochtenen Urteils ganz genau, was sie tun müssen: Sie haben ihre Liegenschaft in einen Zustand zurückzuversetzen, der dem Beschwerdegegner die Möglichkeit gibt, die drei Aussenparkplätze zu benützen, die ihm laut Dienstbarkeit zustehen. Im Übrigen bedroht das angefochtene Urteil die Beschwerdeführer nicht mit Strafe, falls sie ihren Verpflichtungen aus dem Urteil nicht nachkommen. Entsprechend müsste sich vorerst wiederum der Beschwerdegegner um die Vollstreckung des Urteils bemühen. Vor diesem Hintergrund ist nicht zu erkennen, welche Nachteile sich für die Beschwerdeführer daraus ergeben, dass die Vorinstanz den rechtmässigen Zustand im Urteil nicht näher umschrieben hat.