Citation: 2C_272/2024 E. 6.2

6.2. Das Bundesverwaltungsgericht ging zunächst auf das Arbeitsumfeld im Schichtbetrieb der Beschwerdeführerin ein. Es erwog, im Betrieb der Beschwerdeführerin müssten ständig medizinische Masken und Reinigungsanzüge getragen werden. Diese körperlichen Einschränkungen seien in gewissem Ausmass belastend. Nicht unplausibel sei weiter das Vorbringen des SECO, das Ein- und Ausschleusen bei Toilettengängen führe zu einer Belastung. Komme hinzu, dass die Arbeitnehmenden in einem Raum ohne direkten Einfall von Tageslicht tätig seien. Ob bereits dieses Arbeitsumfeld eine Ausnahmebewilligung nach Art. 28 ArG ausschliesse, liess das Bundesverwaltungsgericht offen (angefochtenes Urteil, E. 7.5.2). Es kam stattdessen zum Ergebnis, das umstrittene Arbeitszeitmodell weiche nicht lediglich geringfügig im Sinn von Art. 28 ArG von den gesetzlichen Vorgaben ab. Daher sei es auch nicht ausnahmsweise bewilligungsfähig (angefochtenes Urteil, E. 7.5).