Citation: 6B_530/2009 12.10.2009 E. 3

3.1 Der Beschwerdeführer wendet sich weiter gegen die Auffassung der Vorinstanz, dass sich die Beschwerdegegnerin auf die Wahrnehmung berechtigter Interessen im Sinne von Art. 14 StGB berufen könne. Die Vorinstanz habe damit Bundesrecht verletzt. Die Beschwerdegegnerin habe die offensichtlich konfliktreiche Sexualbeziehung wider besseres Wissen in eine Abfolge von Sexualkontakten wider ihren Willen umgedeutet und in der Absicht gehandelt, den Beschwerdeführer beruflich und persönlich zu schädigen. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung müssten im Rahmen einer Anzeige die Behauptungen sachbezogen und nicht wider besseres Wissen aufgestellt werden (Beschwerde, S. 6 f.). 3.2 Wer jemanden bei einem anderen eines unehrenhaften Verhaltens oder anderer Tatsachen, die geeignet sind, seinen Ruf zu schädigen, beschuldigt oder verdächtigt, wer eine solche Beschuldigung oder Verdächtigung weiterverbreitet, wird, auf Antrag, wegen übler Nachrede mit Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen bestraft (Art. 173 Ziff. 1 StGB). Gemäss Art. 173 Ziff. 2 StGB ist der Beschuldigte nicht strafbar, wenn er beweist, dass die von ihm vorgebrachte oder weiterverbreitete Äusserung der Wahrheit entspricht oder dass er ernsthafte Gründe hatte, sie in guten Treuen für wahr zu halten. Nach Ziff. 3 derselben Bestimmung wird der Beschuldigte zum Beweis nicht zugelassen und ist strafbar für Äusserungen, die ohne Wahrung öffentlicher Interessen oder sonst wie ohne begründete Veranlassung, vorwiegend in der Absicht vorgebracht oder verbreitet werden, jemandem Übles vorzuwerfen, insbesondere, wenn sich die Äusserungen auf das Privat- oder Familienleben beziehen.