Citation: 8C_177/2023 E. 3.3

3.3. Auf dieser Grundlage erkannte die Vorinstanz, die Beschwerdeführerin sei nicht besonders betroffen durch anderweitige, ausserordentliche und nicht mehr unter das normale Betriebsrisiko fallende Umstände. Die geltend gemachte unzureichende Auftragslage sei auf die verschärfte Konkurrenzsituation und andere wiederkehrende Marktschwankungen (Investionsverhalten, Materialkosten, Verfügbarkeit von Fachkräften, Zinsentwicklungen, öffentliche Bautätigkeit) zurückzuführen, die zum ordentlichen Branchen- und Betriebsrisiko gehörten. Damit seien die Anspruchsvoraussetzungen für Kurzarbeitsentschädigung für die Monate Juli bis Dezember 2021 nicht erfüllt. Nachdem der Arbeitsausfall eindeutig zum normalen Betriebsrisiko gehöre, seien die ursprünglichen Verfügungen vom 31. März 2021 und 24. September 2021 in falscher Rechtsanwendung ergangen und daher zweifellos unrichtig und deren Korrektur mit Blick auf die geltend gemachte Höhe der Kurzarbeitsentschädigung von erheblicher Bedeutung, weshalb der Beschwerdegegner diese zu Recht in Wiedererwägung gezogen habe.