Citation: 2E_2/2015 E. 2.2

2.2. Hinzuweisen ist hingegen auf Art. 191b BV, welcher in Konkretisierung von Art. 29a BV den Kantonen vorschreibt, namentlich für die Beurteilung von zivilrechtlichen und öffentlich-rechtlichen Streitigkeiten richterliche Behörden zu bestellen. Ebenso wurde den Kantonen mit Art. 130 Abs. 3 BGG aufgetragen, innert zwei Jahren nach Inkrafttreten des Bundesgerichtsgesetzes Ausführungsbestimmungen über die Zuständigkeit, die Organisation und das Verfahren der Vorinstanzen im Sinne der Art. 86 Abs. 2 und 3 BGG zu erlassen, einschliesslich die Bestimmungen, die zur Gewährleistung der Rechtsweggarantie nach Art. 29a BV erforderlich sind. Ein vom Kläger befürchtetes Rechtsschutzdefizit wäre im Kanton zu beheben. Der Kläger hat denn auch beim Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau Klage eingereicht. Da bis anhin offenbar § 12 Abs. 2 VerantwG entgegen den Vorgaben von Art. 130 Abs. 3 BGG nicht den Anforderungen von Art. 29a BV bzw. Art. 86 Abs. 2 BGG angepasst worden ist, steht zwar nicht definitiv fest, welche kantonale Behörde über die Forderungen des Klägers zu befinden hat. Angesichts von § 12 Abs. 1 VerantwG fällt indessen am ehesten das Verwaltungsgericht in Betracht; nötigenfalls obliegt es ihm, für eine provisorische Regelung im Sinne von Art. 130 Abs. 4 BGG besorgt zu sein bzw. entsprechende Schritte in die Wege zu leiten (vgl. Urteil 2C_1183/2012 vom 30. Dezember 2013 E. 3.8). Eine Überweisung der Sache an diese Gerichtsbehörde erübrigt sich allerdings, nachdem der Kläger auch bei ihr Klage erhoben hat. Gegen den zu fällenden Entscheid des zuständigen kantonalen oberen Gerichts wird der Kläger nach Massgabe von Art. 82 ff. BGG Beschwerde führen können. Gegebenenfalls könnte das Bundesgericht auch gestützt auf Art. 94 BGG angerufen werden.