Citation: 9C_498/2017 E. 5.4.1

5.4.1. Das kantonale Gericht erkannte, eine mittelgradige depressive Störung sei in der Regel therapeutisch gut angehbar und falle nur dann als invalidisierende Krankheit in Betracht, wenn sie erwiesenermassen schwer und therapieresistent sei. Dabei verwies es auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu den leichten bis mittelschweren Depressionen (BGE 140 V 193 E. 3.3 S. 197 mit Hinweis), welche mit BGE 143 V 409 und 418 geändert worden ist. Die Vorinstanz erwog jedoch ausserdem, nur in einer seltenen Konstellation sei für eine objektivierende Betrachtungs- und Prüfungsweise den normativen Anforderungen von Art. 7 Abs. 2 zweiter Satz ATSG Genüge getan, wonach eine Erwerbsunfähigkeit nur vorliege, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar sei. Hierzu verwies sie auf BGE 141 V 281 E. 3.7.1 S. 295, was BGE 143 V 418 entspricht, wonach nun sämtliche psychischen Leiden, laut BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, einem strukturierten Beweisverfahren zu unterziehen sind.