Citation: 4A_127/2021 E. 5.2.2

5.2.2. Des Weiteren habe - so die Beschwerdeführerin - die Vorinstanz Art. 56 ZPO auch bei der Ermittlung des Verschuldens bei der Beurteilung des Wiederherstellungsgesuchs verletzt. Die Vorinstanz habe erwogen, es sei nicht einzusehen, weshalb während der Quarantäne Zahlungen nicht mittels E-Mail oder Beizug einer Drittperson hätten ausgeführt werden können. Allerdings habe sie nicht versucht, die Gründe für die Unmöglichkeit zu ermitteln, beispielsweise, indem sie die Beschwerdeführerin dazu befragt hätte. Zur Erhebung der Rüge einer Verletzung von Art. 56 ZPO ist eine Partei nur legitimiert, wenn sie glaubhaft machen kann, dass die korrekte Ausübung der gerichtlichen Fragepflicht zu einem für sie günstigen Ausgang des Verfahrens geführt hätte. Dabei muss sie aufzeigen, welche Reaktion sie auf die (unterbliebene) Frage gegeben hätte. Ohne einen entsprechenden Nachweis fehlt es ihr an einem Rechtsschutzinteresse (zit. Urteil 4A_502/2019 E. 7.1.1; Urteile 4A_78/2014 und 4A_80/2014 vom 23. September 2014 E. 3.3.1 f. mit Hinweisen; vgl. allgemein zur analogen Situation bei einer Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs: Urteil 4A_27/2018 vom 3. Januar 2019 E. 3.2.4 mit Hinweis). Indem die Beschwerdeführerin bloss vorbringt, die Vorinstanz hätte sie zu den Gründen der angeblichen Unmöglichkeit der Zahlung befragen müssen, jedoch nicht ausführt, welche Antwort sie dem Gericht gegeben hätte, vermag sie kein hinreichendes Rechtsschutzinteresse nachzuweisen. Deshalb ist auf die Rüge nicht näher einzugehen.