Citation: 5A_478/2008 20.08.2008 E. 3

Die Beschwerdeführer hatten vor Obergericht in verschiedener Hinsicht eine Missachtung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör gerügt. 3.1 Der Vorwurf war einerseits gegen die Vormundschaftsbehörde gerichtet gewesen: Diese habe direkt mit der Beiständin zu Lasten der Beschwerdeführer verkehrt, ohne sie beizuziehen. Die Vorinstanz hat die Rüge für unbegründet gehalten und in einer Eventualerwägung zudem darauf hingewiesen, dass das Bezirksamt als vormundschaftliche Aufsichtsbehörde den Sachverhalt von Amtes wegen zu prüfen und das Recht von Amtes wegen anzuwenden gehabt habe, so dass eine allfällige - in der Hauptbegründung verneinte - Verletzung des rechtlichen Gehörs in jedem Fall geheilt worden wäre. Beruht der beim Bundesgericht angefochtene kantonale Entscheid auf zwei voneinander unabhängigen Begründungen, ist für jede von ihnen in einer den gesetzlichen Anforderungen genügenden Form darzutun, dass sie gegen Bundesrecht verstosse (BGE 133 IV 119 E. 6.3. S. 120 f. mit Hinweisen). Mit der vorinstanzlichen Auffassung, eine allfällige Gehörsverletzung wäre im Verfahren vor Bezirksamt geheilt worden, befassen sich die Beschwerdeführer in keiner Weise. Hinsichtlich der gegen die Vormundschaftsbehörde erhobenen Rüge der Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV ist auf die Beschwerde daher nicht einzutreten. 3.2 Der mit dem Hinweis, der Entscheid des Bezirksamtes sei am 17. März 2008 ergangen, während sie ihre fristgerechte Stellungnahme aber erst am 18. März 2008 aufgegeben hätten, von den Beschwerdeführern andererseits auch gegenüber dem Bezirksamt erhobenen Rüge der Verweigerung des rechtlichen Gehörs hält das Obergericht entgegen, dass der bei ihm angefochtene Entscheid den Beschwerdeführern erst am 27. März 2008 zugestellt worden sei und deren Stellungnahme darin ausdrücklich erwähnt werde. Ferner erklärt die Vorinstanz auch zu dieser Rüge, eine Gehörsverletzung wäre geheilt worden, da die Kammer für Vormundschaftswesen gemäss § 59 Abs. 4 EG zum ZGB in Verbindung mit § 20 VRPG das Recht von Amtes wegen anwende und den Sachverhalt von Amtes wegen feststelle und sie daher die bei den Akten liegende Stellungnahme vom 18. März 2008 habe berücksichtigen können. Die Beschwerdeführer begnügen sich mit dem Vorbringen, nach ihrer Rechtsauffassung könne ein derart massiver Mangel, wie ihn die Nichtberücksichtigung einer Rechtsschrift darstelle, nicht geheilt werden. Damit vermögen sie keine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV darzutun.