Citation: 8C_829/2023 E. 10

Nach dem Gesagten ist es bundesrechtswidrig, dass die Vorinstanz das vom Beschwerdegegner tatsächlich erzielte Einkommen von Fr. 50'700.- als Invalideneinkommen veranschlagte. Vielmehr muss er sich bei der Invaliditätsbemessung die Einkünfte als Invalideneinkommen anrechnen lassen, die er auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt an einer zumutbaren Stelle erzielen könnte. Selbst wenn er infolge günstiger Aussichten an der bisherigen Stelle von einem Berufs- oder Stellenwechsel absieht, kann er nicht erwarten, dass die Unfallversicherung für einen wegen des Verzichts auf zumutbare Einkünfte eingetretenen Minderverdienst aufkommt (SVR 2019 UV Nr. 3 S. 9, 8C_121/2017 E. 7.4, 2012 UV Nr. 3 S. 9, 8C_237/2011 E. 2.3; Urteil 8C_428/2023 vom 7. Februar 2024 E. 14.2.3). Massgebend ist somit das von der Suva gestützt auf die LSE ermittelte Einkommen von Fr. 65'815.11 bzw. nominallohnangepasst von Fr. 66'015.60 im Jahre 2022. Verglichen mit dem Valideneinkommen von Fr. 66'015.60 (vgl. E. 4.3 hiervor) resultiert mithin kein Rentenanspruch (Art. 18 Abs. 1 UVG), weshalb die Beschwerde gutzuheissen ist.