Citation: 1P.147/2005 14.07.2005 E. 1

Der angefochtene Entscheid nimmt an, der Strafbefehl vom 28. Juli 2004 sei am 6. August 2004 ausgefertigt worden. Demgegenüber hält der Beschwerdeführer fest, der Strafbefehl weise den Stempel vom 16. August 2004 auf. Das Appellationsgericht räumt in seiner Vernehmlassung ein, dass der Strafbefehl offenbar am 16. August 2004 zur Ausfertigung gelangt sei und es sich im angefochtenen Entscheid insoweit um einen Verschrieb handle. Dies wird zum einen dadurch belegt, dass auf dem Strafbefehlsexemplar des Beschwerdeführers das Datum nur undeutlich vermerkt ist, zum andern durch einen Computer-Auszug, welcher den 16. August 2004 als Eröffnungsdatum ausweist. Demnach ist grundsätzlich davon auszugehen, dass der streitige Strafbefehl am 16. August 2004 ausgefertigt und eröffnet worden ist bzw. zu diesem Zeitpunkt hätte versendet werden sollen. Nach § 138 der Basler Strafprozessordnung (StPO, Rechtssammlung 257.100) hat die durch Strafbefehl verurteilte Person das Recht, innert zehn Tagen, von der Zustellung an gerechnet, bei der Strafbefehlsrichterin oder dem Strafbefehlsrichter Einsprache zu erheben. Der Beschwerdeführer geht davon aus, dass die Einsprache innert der zehntägigen Frist lediglich anzumelden ist und mit der Anmeldung der Antrag um Zusendung der Akten sowie um Einräumung einer angemessenen Frist zur Begründung verbunden werden kann. Mit seiner Einsprache vom 21. September 2004 ist er denn auch in dieser Weise vorgegangen. Von Seiten des Appellationsgerichts wird diese Betrachtung des Verfahrens nicht grundsätzlich in Frage gestellt. Daraus ist zu schliessen, dass eine Einsprache innert Frist lediglich angemeldet werden muss, indessen noch nicht sämtliche Anträge und Rügen zu enthalten braucht.