Citation: 8C_545/2019 E. 10.1

10.1. Soweit sich der Beschwerdegegner auf den zitierten Spitzenpegel (Peak, gemessen mit einer Anstiegszeit von 10-50 Mikrosekunden = Millionstelsekunden) beruft, kann er daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten. Wie der Gutachter in seiner E-Mail vom 26. März 2018 festhält, ermöglicht der Spitzenpegel, der typischerweise etwa 30 dB höher als der Schallexpositionspegel liegt, keine Aussage über das Gehörschadenrisiko, weil für dieses die im Knall enthaltene und im Innenohr wirksame Schallenergie ausschlaggebend ist. Somit ist zur Beurteilung der Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors der Schallexpositionspegel (früher als Schallenergiepegel oder Single Event Level SEL) massgebend. Wie die Vorinstanz richtig feststellte, berechnete der akustische Gutachter bei einer Distanz von 20.3 Metern zwischen der Schallquelle und dem Versicherten einen Schallexpositionspegel L AE von mindestens 112,2 dB und unter Einbezug der Messunsicherheit von 4 dB zu Gunsten des Versicherten einen solchen von maximal 116,2 dB, welchem letzterer bei der Detonation des Kreiselblitzes ausgesetzt war.