Citation: 2C_940/2020 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz hat ausgeführt, dass die Behandlung der Kriegstraumata sowie der Drogensucht des Beschwerdeführers grundsätzlich auch in Bosnien und Herzegowina möglich sei, wo sowohl entsprechende Entzugskliniken als auch psychiatrische Einrichtungen vorhanden sind. Dazu verweist sie auf den gemeinsamen Bericht zur medizinischen Grundversorgung in Bosnien und Herzegowina des Staatssekretariats für Migration (SEM) und des Österreichischen Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl (BFA), 2017. Dass sich die Vorinstanz in erster Linie auf die Analyse des SEM als Fachinstanz abgestellt hat, ist verfassungsrechtlich haltbar (Urteil 2D_14/2018 vom 13. August 2018 E. 5.2.2). Mit der Vorinstanz ist festzustellen, dass in Bosnien und Herzegowina eine ausreichende medizinische Versorgung besteht, falls der Beschwerdeführer gewillt ist, die Angebote überhaupt in Anspruch zu nehmen. Die früheren Behandlungen seiner Drogenabhängigkeit hatten bis anhin keinen dauerhaften Erfolg.