Citation: 1P.794/2006 27.03.2007 E. 2

Zunächst beanstandet der Beschwerdeführer, dass das Obergericht zwei von ihm bezeichnete Entlastungszeugen nicht einvernommen habe. Dadurch seien sein Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) und das Willkürverbot (Art. 9 BV) verletzt worden. Es kann offen bleiben, ob diese beiden Rügen hinreichend begründet sind (E. 1.2); sie würden ohnehin nicht durchdringen. 2.1 Nach der Rechtsprechung ist das Recht, Entlastungszeugen zu laden und zu befragen, relativer Natur. Der Richter hat insoweit nur solche Beweisbegehren, Zeugenladungen und Fragen zu berücksichtigen und zuzulassen, die nach seiner Würdigung rechts- und entscheiderheblich sind (BGE 129 I 151 E. 3.1 S. 154 mit Hinweis). 2.2 Das Obergericht erwog, eine Einvernahme der vom Beschwerdeführer benannten Zeugen sei entbehrlich. Er habe im Berufungsverfahren ausgeführt, diese könnten bestätigen, dass er vor der betreffenden Fahrt keinen Alkohol getrunken habe. Dieser Punkt sei aber nicht rechtserheblich. Der Beschwerdeführer werde hinsichtlich des Vorwurfs der Missachtung der mit dem Führerausweis verbundenen Abstinenz-Auflage von Schuld und Strafe freigesprochen. In Bezug auf den Schuldspruch der Vereitelung einer Blutprobe spiele es - gerade wegen dieser Auflage im Ausweis - keine Rolle, ob der Beschwerdeführer anlässlich der Fahrt tatsächlich alkoholisiert gewesen sei. 2.3 Der Beschwerdeführer geht selbst davon aus, dass es vorliegend darauf ankommt, ob er im Tatzeitpunkt mit einer Alkoholkontrolle bzw. einer Blutprobe rechnete. Im Mittelpunkt seiner Vorbringen im bundesgerichtlichen Verfahren steht die Frage, ob die Abstinenz-Auflage galt und ob sie für die Polizisten aus dem Ausweis ersichtlich war. Darauf ist im Folgenden einzugehen (E. 3). Es ist weder dargetan noch ersichtlich, inwiefern eine Einvernahme der beiden Zeugen den Beschwerdeführer in dieser Hinsicht entlasten könnte. Der Verzicht auf die Einvernahme der fraglichen Zeugen hält damit vor der Verfassung stand.