Citation: I 697/01 03.02.2003 E. 4

Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der festgestellten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Zu berücksichtigen gilt es in diesem Zusammenhang, dass rechtsprechungsgemäss (BGE 128 V 174) für die Vornahme des Einkommensvergleichs grundsätzlich auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des Rentenbeginns (vorliegend: 1. Januar 1998) abzustellen ist, und zwar sowohl hinsichtlich des Validen- wie des Invalideneinkommens. 4.1 Bezüglich des trotz der gesundheitsbedingten Behinderung in einer leidensangepassten Tätigkeit zumutbarerweise noch erzielbaren Verdienstes haben IV-Stelle und Vorinstanz auf die Angaben der IV-Berufsberatung über leichte wechselbelastende Hilfstätigkeiten in der Region (Parkwächter, Maschinenführer, Bedienen von Spritzgussmaschinen, Printplattenbearbeitung) abgestellt und den dort erzielbaren Lohn bei einer 70%igen Arbeitsfähigkeit auf Fr. 30'940.- beziffert. In Berücksichtigung des Alters und der Sprachprobleme des Versicherten haben sie diesen Verdienst um 20 % gekürzt und das relevante Invalideneinkommen auf Fr. 24'752.- festgesetzt. 4.2 Ob die von der IV-Stelle herangezogenen Verweisungstätigkeiten eine zuverlässige und hinreichende Grundlage für die Invaliditätsbemessung darstellen - der Beschwerdeführer bestreitet die Zumutbarkeit der Arbeitsplätze und bezeichnet die Auswahl als willkürlich - lässt sich nicht prüfen, weil nähere Angaben zu den Anforderungsprofilen fehlen. Weitere Abklärungen erübrigen sich indessen. Der Beschwerdeführer verfügt nämlich trotz des Gesundheitsschadens noch über ein weites Feld von Beschäftigungsmöglichkeiten. Zumutbar sind ihm grundsätzlich alle leichten wechselbelastenden Tätigkeiten ohne häufiges Bücken. Sodann lässt sich der Verzicht der IV-Stelle auf besondere berufliche Abklärungen in einer geschützten Werkstätte angesichts der klaren Stellungnahmen der Gutachter zur verbleibenden Leistungsfähigkeit nicht beanstanden. Zudem besteht eine Diskrepanz zwischen der vom Beschwerdeführer empfundenen und der tatsächlich bestehenden Arbeitsunfähigkeit, worauf nicht nur der Berufsberater der IV-Stelle (Bericht vom 23. Juli 1998 und vom 7. Februar 2000), sondern auch der Psychiater (Gutachten des Dr. med. Y.________ vom 28. Dezember 1999) hingewiesen hat. Wie im Folgenden darzulegen ist - und worauf auch die Vorinstanz hingewiesen hat -, ergibt das Abstellen auf die Ergebnisse der vom Bundesamt für Statistik durchgeführten schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) keinen höheren als den von der IV-Stelle festgestellten Rentenanspruch. 4.3 Lässt sich das Invalideneinkommen nicht konkret ermitteln, weil der Versicherte - wie der Beschwerdeführer - die restliche Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit nicht zumutbarerweise ausnützt, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne herangezogen werden. Wird im vorliegenden Fall auf die LSE abgestellt, ist vom Zentralwert (Median) der standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) auszugehen (BGE 126 V 76 Erw. 3b/bb). Zum Ausgleich lohnmindernder Faktoren kann vom Tabellenlohn ein Abzug vorgenommen werden, welcher unter Berücksichtigung sämtlicher persönlicher und beruflicher Umstände (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) nach pflichtgemässem Ermessen zu schätzen ist, wobei der Abzug höchstens 25 % beträgt (BGE 126 V 79 Erw. 5b/aa-cc). 4.4 Im vorliegenden Fall ist vom monatlichen Bruttolohn (Zentralwert) von Arbeitern im privaten Sektor für Tätigkeiten im Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) von Fr. 4268.- auszugehen (LSE 1998, Tabelle TA1, S. 25). Umgerechnet auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit im Jahre 1998 von 41.9 Stunden (BGE 124 V 323 Erw. 3b/bb; Die Volkswirtschaft 2003, Heft 1, Tabelle B9.2, S. 94) ergibt sich ein Jahreseinkommen von Fr. 53'649.-. In Anbetracht der lediglich 70%igen Arbeitsfähigkeit ist dieses auf Fr. 37'554.- zu reduzieren. Vom Tabellenlohn ist ein Abzug vorzunehmen, der mit der Vorinstanz unter Berücksichtigung der gesamten Umstände auf insgesamt 20 % festzusetzen ist, wie auch der Beschwerdeführer anerkennt. Dies führt zu einem Invalideneinkommen von Fr. 30'043.-. 4.5 Der Vergleich des unbestritten gebliebenen hypothetischen Einkommens ohne Invalidität (Valideneinkommen) von Fr. 66'595.- mit dem hypothetischen Invalideneinkommen (Fr. 30'043.-) ergibt einen Invaliditätsgrad von 54.88 %.