Citation: U 86/03 13.10.2003 E. 2

2.1 Streitig und zu prüfen ist, ob die heutigen Rückenbeschwerden und psychischen Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers auf den am 9. Februar 1981 erlittenen Unfall zurückzuführen sind. Den Berichten des Spitals Z.________ vom 19. Februar und 16. April 1981 lässt sich entnehmen, dass die Rückenbeschwerden erst im Verlauf der Therapie Ende März, also mehr als einen Monat nach dem Unfall aufgetaucht waren. Zudem wurden sie als vorbestehend betrachtet, weshalb deren Unfallkausalität verneint wurde. Mit Schreiben vom 28. April 1981 - welches ungeachtet des Umstandes, dass es nicht in der Form einer Verfügung erlassen wurde, zum Abschluss des Falles führte - hatte die SUVA die Erbringung weiterer Leistungen in Bezug auf das Rückenleiden somit abgelehnt. Erst am 11. Februar 1999 ersuchte I.________ die Unfallversichererin, ihre Leistungspflicht im Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 9. Februar 1981 zu prüfen. 2.2 Zur Beantwortung der Frage, ob zwischen den geltend gemachten Beschwerden und dem Unfallereignis vom 9. Februar 1981 ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, hat sich das kantonale Gericht in einlässlicher und sorgfältiger Würdigung auf die im Administrativverfahren eingeholten medizinischen Unterlagen gestützt. In Bezug auf die somatischen Beschwerden kam es zum Schluss, dass der Beschwerdeführer eine schwere Kontusion des linken Fusses ohne ossäre Läsion erlitten hatte, dass er jedoch bereits am 16. April 1981 im linken Fuss praktisch keine Schmerzen mehr beklagte, dass seit dem 25. März 1981 teilweise entlastungs- und fehlhaltungsbedingte Lumbalgien aufgetreten waren, aber anamnestisch schon seit Jahren chronisch rezidivierende Lumbalgien bestanden hatten. Auf Anfrage der SUVA hatte der Rheumatologe Dr. B.________ mit Arztbericht vom 22. Juni 1999 angegeben, es bestehe ein Status nach Kranunfall 1981 mit Distorsion der Lendenwirbelsäule, wobei der Beschwerdeführer strikt auf dieses Unfallereignis fixiert sei. Die Vorinstanz kam zum Schluss, gestützt auf diese ärztliche Stellungnahmen habe die SUVA zu Recht entschieden, dass zwischen dem Unfall und den Rückenbeschwerden kein natürlicher Kausalzusammenhang bestehe. Auf Grund der ärztlichen Berichte verneinte die Vorinstanz die Frage des natürlichen Kausalzusammenhangs auch bezüglich der psychischen Unfallfolgen. Zwar war die Psychiatrische Klinik A.________ in einer Beurteilung vom 12. Januar 1999 von einer posttraumatischen Belastungsstörung ausgegangen. Es erschien allerdings eher unwahrscheinlich, dass eine solche Störung vorlag. Denn gemäss der Internationalen Klassifikation psychischer Störungen (ICD-10) soll eine posttraumatische Belastungsstörung (F43.1) nur dann diagnostiziert werden, wenn sie entweder innerhalb von 6 Monaten nach einem traumatisierenden Ereignis von aussergewöhnlicher Schwere aufgetreten ist oder nach dieser Frist, sofern die klinischen Merkmale typisch sind und keine andere Diagnose gestellt werden kann. Im vorliegenden Fall war eine posttraumatische Belastungsstörung erstmals im Jahr 1999, somit 18 Jahre nach dem Unfall diagnostiziert worden. Vor diesem Hintergrund hat die Vorinstanz alsdann gleichwohl die Frage des adäquaten Kausalzusammenhangs geprüft und diese verneint. Nachdem sie den Unfall als mittelschwer qualifiziert hatte, erkannte sie, dass auch beim Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs die Adäquanzbeurteilung zu einem negativen Ergebnis führen würde, da die rechtsprechungsgemäss in die Prüfung miteinzubeziehenden Kriterien (BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa) weder in gehäufter Weise erfüllt sind, noch eines der Kriterien in besonders ausgeprägter Form gegeben ist. 2.3 Die Einwendungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vermögen zu keinem anderen Ergebnis zu führen. Das kantonale Gericht hat zu Recht festgehalten, auf Grund der in jeder Hinsicht vollständigen und überzeugenden dokumentierten medizinischen Akten sei klar erwiesen, dass der Versicherte keine der gesetzlich erforderlichen Leistungsvoraussetzungen erfülle und unter den gegebenen Umständen auch von psychiatrischen Abklärungen kein entscheidswesentlicher Aufschluss zu erwarten war, weshalb davon abgesehen werden konnte. Der Einspracheentscheid der SUVA und der kantonale Entscheid erweisen sich nach dem Gesagten als rechtens.