Citation: 6B_84/2023 E. 1.7.2

1.7.2. Unbegründet ist die Kritik, wonach die Vorinstanz implizit nur bei leichtem Tatverschulden davon ausgehe, dass "die öffentliche Sicherheit und Ordnung der Schweiz" nicht gefährdet sei. Dass die Höhe des Tatverschuldens und die Gefahr für die öffentlichen Rechtsgüter regelmässig korrelieren dürften, erscheint grundsätzlich folgerichtig. Derweil ergibt sich aus dem angefochtenen Urteil nicht, dass die Vorinstanz unbesehen des Einzelfalls von einer derart starren Kausalität ausgehen würde. Die Beschwerdeführerin erläutert auch nicht näher, worauf sie ihre Überzeugung stützt. Wie oben ausgeführt, nimmt die Vorinstanz eine Einzelfallprüfung vor und begründet sowohl das Tatverschulden wie auch das öffentliche Interesse an der Landesverweisung schlüssig anhand der einschlägigen Kriterien. Ebenso wenig vermag die Beschwerdeführerin etwas zu ihren Gunsten daraus abzuleiten, dass es sich bei Art. 148a Abs. 1 StGB nicht um ein Verbrechen oder ein Gewaltdelikt handle, resp. dass der Tatbestand auch das blosse Verschweigen von Tatsachen umfasse. Insbesondere ist nicht ersichtlich, weshalb dem Verschweigen mitteilungspflichtiger Einnahmen keinerlei kriminelle Energie zugrundeliegen soll. An der Sache vorbei geht es schliesslich, wenn sie in der vorinstanzlichen Einschätzung des Verschuldens angesichts der Festsetzung der Strafe im unteren Viertel des Strafrahmens eine Verletzung des Verhältnismässigkeitsprinzips erkennt. Wie oben ausgeführt begründet die Vorinstanz das Tatverschulden einleuchtend. Das Strafmass ficht die Beschwerdeführerin nicht an, weshalb sich eine Auseinandersetzung damit erübrigt.