Citation: 9C_218/2018 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz erwog, aufgrund eines anonymen Hinweises, wonach die Beschwerdegegnerin vollzeitlich im Clubhaus des FC XY.________ arbeite, habe der Verdacht bestanden, dass sie mehr leisten könne, als von den asim-Gutachtern am 27. Juni 2014 attestiert. Zudem habe die Homepage des FC XY.________ auch die Beschwerdegegnerin als Wirtin genannt. Vorliegend hätten somit ausreichend Gründe für eine Überwachung vorgelegen. Die Observation habe sich auf den öffentlichen und einsehbaren Raum beschränkt, aber sie sei von ihrer Intensität in zeitlicher Hinsicht - Überwachung an 32 Tagen innert vier Monaten - derart intensiv gewesen, dass damit die Grenze zu einer systematischen Überwachung überschritten worden sei. Hinzu komme, dass die Überwachungsperson sich nicht auf das Beobachten beschränkt habe, sondern sich an fünf Tagen auch in das Clubhaus begeben, dort Getränke bestellt und die Beschwerdegegnerin in ein Gespräch über ihre (Erwerbs-) Tätigkeit verwickelt habe. Es könne nicht mehr von einem geringen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte der Beschwerdegegnerin ausgegangen werden. Die ohne hinreichende gesetzliche Grundlage erhobenen Observationsergebnisse seien daher unrechtmässig erlangt worden und nicht verwertbar.