Citation: U 155/05 06.09.2005 E. 5

Die angeführten vorinstanzlichen Schlussfolgerungen bedürfen nur in einem Punkt der Korrektur: Die in Erw. 4.1 zitierte Rechtsprechung bezieht sich auf Unfälle mit Schleudertraumata der HWS ohne organisch (hinreichend) nachweisbare Folgeschäden. Demgegenüber liegt hinsichtlich der persistierenden, in die linke obere Extremität ausstrahlenden Nackenbeschwerden durchaus ein organisches Substrat vor, sind sie doch nach einhelliger Beurteilung von Prof. Dr. D.________ und PD Dr. V.________ eindeutig auf die Traumatisierung der vorbestehenden (symptomlosen) Osteochondrose durch den in Frage stehenden Unfall zurückzuführen. Die bereits bestehenden degenerativen Veränderungen der HWS wurden aus orthopädischer und neurologischer Sicht erst zufolge des Unfalls schmerzhaft und blieben dies in der Folge weiterhin, wobei mit Bezug auf dieses Schmerzsyndrom bis zum Einspracheentscheid weder der Status quo ante noch der Status quo sine erreicht wurde (S. 7 des Gutachtens von Prof. Dr. D.________ vom 21. Dezember 2001). Weil die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers bei - wie hier - klar ausgewiesenen organischen Unfallfolgen praktisch keine Rolle spielt (BGE 127 V 103 Erw. 5b/bb mit Hinweisen), hat die Allianz über den 30. Juni 2003 hinaus weiterhin für die erforderliche Behandlung (zu denken ist etwa an sporadische Physiotherapie) des zerviko-brachialen Syndroms aufzukommen.