Citation: 6B_491/2023 E. 2.4.1

2.4.1. Nach den verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz zum Inhalt des Strafantragsformulars (Urteil S. 8 ff.), die unbestritten blieben, und gestützt auf die Akten ergibt sich, dass die Beschwerdegegner 2 und 3 am 11. resp. 12. Dezember 2018 das Formular "Strafantrag/Privatklage (Art. 118 StPO) " der Kantonspolizei des Kantons Wallis ausgefüllt und unterschrieben zu den Akten gegeben haben (Untersuchungsakten pag. 22-24 und pag. 34-36). Darin wird der Vorfall vom Sonntag, 9. Dezember 2018 17.45 Uhr am Bahnhof U.________ vor einer Käserei, "Widerhandlung gegen Leib und Leben", als Gegenstand des Strafantrags genannt. Der Beschwerdegegner 2 stellte im ersten Feld der Rubrik "1 Strafantrag" Strafantrag gegen den Beschwerdeführer wegen Tätlichkeiten, einfacher Körperverletzung und Drohung, der Beschwerdegegner 2 wegen Tätlichkeiten und Drohung und beide setzten ihre Unterschriften sowie Ort und Datum ein, unmittelbar nach der Erklärung "Das Stellen eines Strafantrages bedeutet, dass der/die Antragsteller/in die Verfolgung und Bestrafung der beschuldigten Person verlangt und sich am Verfahren beteiligen will". Die nachfolgenden, graphisch noch der Rubrik "1 Strafantrag" zugehörigen Felder "Kenntnisnahme der Rechte/Bedenkfrist" resp. "Verzicht auf Strafantrag" und "Rückzug Strafantrag" liessen sie leer. Das erste Feld der Rubrik "2 Privatklage" wird unterteilt in "Strafklage (Art. 119 Abs. 2 lit. a StPO) " mit der Bemerkung "Nur bei Offizialdelikten auszufüllen" und "Zivilklage (Art. 119 Abs. 2 lit. b, Art. 122 ff. StPO) " mit der Bemerkung "Bei Antrags- und bei Offizialdelikten auszufüllen" sowie "Ort, Datum und Unterschrift". Wie die Vorinstanz feststellt, haben die Beschwerdegegner 2 und 3 bei der Strafklage das Kästchen "Nein" und bei der Zivilklage "Ja" angekreuzt (Urteil S. 9). Die betreffend Zivilklage anzukreuzenden Kästchen befinden sich unmittelbar nach der Erklärung "Ich will im Strafverfahren zivilrechtliche Ansprüche aus der Straftat geltend machen und Parteirechte ausüben (Akteneinsichtsrecht, Beweisantragsrecht, Teilnahme an Verhandlungen, Recht zur Einlegung von Rechtsmitteln usw.) ". Das nachfolgende Feld dieser Rubrik "Rückzug Privatklage (Art. 120 StPO) " wurde leer gelassen (Untersuchungsakten pag. 23 und 35).