Citation: 5A_414/2023 E. 4.4.2

4.4.2. Einen Ermessensmissbrauch bzw. eine Ermessensüberschreitung machen die Beschwerdeführer nicht geltend. Auch erläutern sie nicht, weshalb angesichts des eingeräumten Ermessensspielraums das Ergebnis des Entscheids willkürlich sein soll. Die Ausführungen der Beschwerdeführer zielen vielmehr darauf ab, einerseits die von der KESB bejahte Dringlichkeit in Frage zu stellen und andererseits die Ausführungen der Vorinstanz, wonach die Beschwerdeführer Unterlagen erst verspätet beigebracht hätten, als aktenwidrig auszuweisen. So hätten die Beschwerdeführer noch vor dem Erlass des Entscheids der KESB dargelegt, dass die notwendigen Betreuungen und die Hilfe von Drittorganisationen (Spitex, Pflegefachperson, Lungenliga) gewährleistet würden. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer ist es allerdings sehr wohl relevant, dass die entsprechenden schriftlichen Vereinbarungen "erst ein paar Tage später" vorlagen. Die Beschwerdeführer bestreiten jedenfalls nicht, erst nach Beschwerdeerhebung die (notwendigen) schriftlichen Unterlagen beigebracht zu haben, was schliesslich die Aufhebung des Entscheids vom 14. Dezember 2022 zur Folge hatte. Damit läuft der Vorwurf der Aktenwidrigkeit ins Leere. Wenn die Vorinstanz diesen Umstand für die Frage der Parteientschädigung entsprechend gewichtet und festhält, die Beschwerdeführer hätten die Gegenstandslosigkeit und unnötige Kosten verursacht, so setzt sie sich nicht dem Willkürvorwurf aus. Eine Verteilung der Parteikosten nach dem Verursacherprinzip ist § 21 Abs. 1 VPO/BL vielmehr inhärent (Urteil 9C_350/2016 vom 4. Mai 2017 E. 9.4.2 mit Hinweis).