Citation: 1C_281/2024 E. 5.1

5.1. Gemäss Praxis der Vorinstanz sind unter Dachaufbauten gemäss § 292 lit. a PBG/ZH Bauteile zu verstehen, welche wie Lukarnen oder Ähnliches oberhalb der Dachhaut in Erscheinung treten bzw. die Dachfläche nach aussen durchstossen. Sie seien von unkonventionellen Konstruktionen im Dachbereich abzugrenzen, bei welchen keine Aufbauten auf die Dachebene gesetzt, sondern der Verlauf der Dachfläche selbst abgestuft werde (angefochtener Entscheid E. 3.3.1, vgl. auch CHRISTOPH FRITZSCHE/PETER BÖSCH/THOMAS WIPF/DANIEL KUNZ, Zürcher Bau- und Planungsrecht, Band 2, 7. Aufl. 2024, S. 1471 und 1737). Gemäss Skizze zu § 292 PBG/ZH in Anhang 2 zur Allgemeinen Bauverordnung [des Kantons Zürich] vom 22. Juni 1977 [ABV/ZH; LS 700.2] in der gemäss Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 11. Mai 2016 massgeblichen Fassung) trete die Dachaufbaute bei Schrägdächern oberhalb der Dachhaut in Erscheinung und sitze somit vollständig auf dem Hauptdach. Die Vorinstanz erkannte, dass die vorliegend zu beurteilende Dachkonstruktion sowohl auf der Traufseite als auch auf der Giebelseite fassadenbündig sei, da sie bis zur Gebäudeecke der betreffenden Traufseite gerückt sei. Solche Konstruktionen seien bei Flachdächern als Dachaufbauten zu qualifizieren, nicht aber bei Schrägdächern, zumindest wenn sie wie vorliegend auf der Höhe des Firstes ansetzten. Bei Schrägdächern endeten Dachaufbauten im Regelfall unterhalb des Firstes. Von der Stirnseite der Bauten aus betrachtet, seien unterschiedlich geneigte Dachhälften, aber keine Dachaufbauten erkennbar. Da es sich bei der gewählten Dachkonstruktion nicht um eine Dachaufbaute handle, spiele es auch keine Rolle, ob das Dachgeschoss als solches erkennbar sei oder doch den Eindruck eines Vollgeschosses vermittle. § 292 PBG/ZH gelange gar nicht erst zur Anwendung.