Citation: 6B_565/2022 E. 1.4.5

1.4.5. Gleiches gilt im Ergebnis für den betrügerisch erwirkten Geldbetrag, der nicht direkt vom Beschwerdegegner 2, sondern via eine Drittperson auf das Konto des Beschwerdeführers transferiert worden war. Zwar steht bei dieser Überweisung nicht die fehlende Vollendung des Betrugs bzw. das Fehlen vorbestandener illegaler Vermögenswerte einer Verurteilung wegen Geldwäscherei entgegen, da in jenem Fall die Überweisung an den Beschwerdeführer nicht die Vermögensdisposition des Beschwerdegegners 2 darstellt, sondern die Überweisung im Nachgang zu letzterer stattfand (die hier zugunsten der Drittperson ging; vgl. Sachverhalt lit. A oben). Jedoch würdigt die Vorinstanz diese, von den direkten Überweisungen abweichende Konstellation weder in sachverhaltlicher noch rechtlicher Hinsicht. Ihre allgemeine Feststellung, der Beschwerdeführer habe den Vortäterinnen sein Konto zur Verfügung gestellt bzw. für sie verbrecherisch erlangte Gelder entgegengenommen, genügt nicht. Ob eine strafbare Geldwäschereihandlung gegeben ist, beurteilt sich unter Beachtung der konkreten Umstände des Einzelfalls, insbesondere etwa wenn eine Überweisung deliktischer Gelder von einem in die Vortat Involvierten - was hier mit Bezug auf die Drittperson zumindest in Frage steht (genauso wie beim Beschwerdeführer hinsichtlich der direkten Überweisungen, vgl. E. 1.4.3 oben) - auf das Bankkonto einer anderen Person vorliegt (vgl. Urteile 6B_45/2021 vom 27. April 2022 E. 4.4.1 mit Hinweis auf BGE 144 IV 172 E. 7.2.2; 6B_88/2009 vom 29. Oktober 2009 E. 4.3 mit Hinweisen auf die Lehre). Eine solche Würdigung der konkreten Umstände fehlt im angefochtenen Urteil gänzlich. Die Vorinstanz kommt daher auch insofern den Begründungsanforderungen von Art. 112 Abs. 1 lit. b BGG nicht nach. Es ist nicht am Bundesgericht, die fehlende Beurteilung anstelle des Sachgerichts vorzunehmen, zumal es sich ebenso hier nicht um eine alleinige, vom Sachverhalt losgelöste offene Rechtsfrage handelt.