Citation: 1C_517/2023 E. 2.3.2

2.3.2. Es ist erstellt, dass der Führerausweis des Beschwerdeführers wegen einer mittelschweren Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsgesetzgebung, begangen am 15. Juni 2021, bereits für die Dauer von einem Monat entzogen wurde. Mit dem Auffahrunfall vom 23. Juni 2022 liegt - innerhalb der Zweijahresfrist von Art. 16b Abs. 2 lit. b SVG - eine weitere mittelschwere Widerhandlung vor. Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, beträgt die Mindestentzugsdauer somit vier Monate (Art. 16b Abs. 2 lit. b SVG); diese darf gemäss Art. 16 Abs. 3 Satz 2 SVG nicht unterschritten werden. Den Gerichten ist es daher grundsätzlich verwehrt, bei besonderen Umständen, namentlich wenn ein Lenker bzw. eine Lenkerin aus beruflichen Gründen auf die Fahrerlaubnis angewiesen ist, eine Unterschreitung der Mindestentzugsdauer zuzulassen (BGE 135 II 334 E. 2.2; 132 II 234 E. 2.3; Urteil 1C_478/2022 vom 13. März 2023 E. 3.2). Dass die Vorinstanz in E. 7.3 fälschlicherweise ausführte, der Beschwerdeführer habe selber verlangt, die Mindestentzugsdauer sei nicht zu unterschreiten (anstelle von überschreiten), ändert an diesem Ergebnis nichts.