Citation: 4C.322/2001 15.02.2002 E. 5

5.- Die Klägerin macht geltend, die Vorinstanz habe zu Unrecht eine Haftung der Beklagten aus Konzernvertrauen verneint. Die Beklagte biete in ihrer Werbung weltweit integrale Transportlösungen an. Der Vertreter der Klägerin habe sich angesichts der Firma des in Taiwan domizilierten Transportunternehmens, die "Y.________ AG Ltd. " laute, nach Treu und Glauben darauf verlassen dürfen, dass er mit der weltweit tätigen Beklagten in Vertragsbeziehungen trete. Auch diese Rüge ist unbegründet. Eine Haftung der Beklagten als Muttergesellschaft einer taiwanesischen Konzerngesellschaft für erwecktes Vertrauen fiele von vornherein nur in Betracht, wenn feststehen würde, dass die Klägerin Geschäftspartnerin einer solchen Gesellschaft ist, d.h. vertragliche Beziehungen dargetan wären (vgl. BGE 124 III 297 E. 6a S. 303; 123 III 220 E. 4e S. 231; 120 II 331 E. 5a S. 336). Nach den zutreffenden Feststellungen der Vorinstanz erlauben es die tatsächlichen Vorbringen der Klägerin indessen nicht, zu beurteilen, ob zwischen ihr auf der einen Seite und einer Tochtergesellschaft oder einer Filiale der Beklagten oder überhaupt einer bestimmten Partei auf der anderen Seite vertragliche Beziehungen mit dem von der Klägerin behaupteten Inhalt zustande gekommen sind. Die Vorinstanz hat demnach zutreffend erkannt, dass sich aus den von der Klägerin behaupteten Tatsachen keine Haftung der Beklagten für Verbindlichkeiten einer Konzerngesellschaft ableiten lasse.