Citation: 4A_388/2022 E. A

A.a. Mit Schreiben vom 6. Mai 2020 lud der Verwaltungsrat der Kehrichtbeseitigung A.________ AG (Beklagte, Beschwerdeführerin) die Aktionäre zur ordentlichen Generalversammlung auf den 18. Juni 2020 ein. Es war vorgesehen, die Generalversammlung gestützt auf die damals geltenden Covid-19-Verordnungen auf schriftlichem Weg durchzuführen. Dem Einladungsschreiben legte der Verwaltungsrat unter anderem die Traktandenliste samt seinen Anträgen sowie einen Stimmzettel bei. Traktandiert war unter Ziffer 6 eine Statutenrevision, wobei der Verwaltungsrat den Aktionären die zwei folgenden Anträge unterbreitete: 6.1 Genehmigung Artikel 2 "Zweck" 6.2 Genehmigung der übrigen Artikel Die Aktionäre wurden eingeladen, ihre Stimme zu den Anträgen des Verwaltungsrats schriftlich bis spätestens am 17. Juni 2020 abzugeben, und zwar durch Setzen eines Kreuzes in einer der Rubriken "Ja", "Nein" oder "Enthaltung". A.b. Mit Schreiben vom 11. und 28. Mai sowie vom 6. Juni 2020 gelangten die Einwohnergemeinden B.________ und C.________ als Aktionärinnen der Beklagten an den Verwaltungsrat. Sie stellten den Antrag, die Statutenrevision sei auszusetzen respektive auf eine spätere Generalversammlung zu verschieben. Der Verwaltungsrat antwortete mit Schreiben vom 2. und 11. Juni 2020, dass es sich bei diesen Anträgen um "Verfahrensanträge" handle. Beschlüsse über Verfahrensanträge lägen in der "Entscheidungskompetenz des Vorsitzenden der Versammlung" und "nicht in der Kompetenz der Aktionäre". Er (der Verwaltungsrat) lasse die Aktionäre über diese Anträge nicht abstimmen. Mit "offenem Brief" vom 8. Juni 2020 wandte sich auch die Einwohnergemeinde D.________ (Klägerin, Beschwerdegegnerin) an den Verwaltungsrat. Sie verwies auf die Schreiben der Einwohnergemeinden B.________ und C.________. Ferner bat sie um Mitteilung, ob der Verwaltungsrat daran festhalte, die Generalversammlung auf dem Schriftweg durchzuführen. Der Verwaltungsrat teilte am 11. Juni 2020 mit, dass der gewählte Verfahrensprozess "aus Gründen der Rechtssicherheit und Rechtsgleichheit" nicht geändert werden könne. A.c. Am 18. Juni 2020 fand die Generalversammlung in Abwesenheit der Aktionäre statt. Die Zweckänderung (Traktandum 6.1) wurde aufgrund eines erhöhten Quorums abgelehnt (975 Ja-Stimmen, 882 Nein-Stimmen, 36 Enthaltungen), während die Revision der übrigen Statutenbestimmungen (Traktandum 6.2) angenommen wurde (912 Ja-Stimmen, 882 Nein-Stimmen, 99 Enthaltungen).