Citation: 4A_200/2022 E. 4.1

4.1. Zunächst verwies die Vorinstanz auf die erstinstanzlichen Erwägungen, wonach die Beschwerdeführerin nachzuweisen habe, dass ihre psychische Beeinträchtigung ein Mass erreicht habe, welches zu einer Arbeitsunfähigkeit über den 1. Juli 2018 hinaus geführt habe. Dazu seien die von ihr unternommenen Anstrengungen zu beurteilen. Nach Angaben der Beschwerdeführerin habe ihre Therapie darin bestanden, dass sie monatlich mit ihrer Hausärztin Kontakt gehabt, den "Kopf gelüftet" und Abstand gewonnen habe. Die Beschwerdegegnerin habe die Beschwerdeführerin darauf hingewiesen, dass sie eine psychotherapeutische oder medikamentöse Behandlung erwarte. Die Beschwerdeführerin sei zu einer Gesprächstherapie nicht bereit gewesen. Sie habe eine solche Therapie unterlassen, als sie von der Beschwerdegegnerin für die Zeit vom 1. Januar 2018 bis 30. Juni 2018 Krankentaggelder erhalten habe. Nach der Einstellung der Krankentaggelder habe die Beschwerdeführerin auf Sozialhilfe verzichtet, weil es ihr zu intrusiv gewesen wäre, wenn die Sozialhilfebehörde Informationen eingeholt hätte.