Citation: 1B_338/2018 E. 5.3

5.3. Ebenfalls keinen Ausstandsgrund stellt die Erwägung des Beschwerdegegners im Konkursverfahren dar, es sei gerichtsnotorisch, dass von den abgeschlossenen Abzahlungsverträgen bereits die ersten Raten nicht bezahlt worden seien, weshalb eine Überschuldung zu bejahen sei. Der Entscheid des Kantonsgerichts vom 10. Mai 2011, welcher diese Aussage übernahm, wurde nicht angefochten und ist in Rechtskraft erwachsen. Damit ist die Zahlungsunfähigkeit der Genossenschaft zum Zeitpunkt der Konkurseröffnung erstellt, auch wenn der Beschwerdeführer anderer Auffassung ist. Soweit er kritisiert, der Beschwerdegegner müsste sich in Widerspruch zu seiner früheren Richtertätigkeit setzen, wenn er seinem (beschwerdeführerischen) Standpunkt, wonach gar keine Überschuldung der Genossenschaft vorgelegen habe, folgen möchte, ist er nicht zu hören. Anzumerken bleibt in diesem Zusammenhang, dass der 2011 eröffnete Konkurs die Genossenschaft betraf und nicht den Beschwerdeführer selber. Offenbar war dieser zwar bis zum 5. Januar 2010 Präsident der Verwaltung der Genossenschaft; zum Zeitpunkt, als das Konkurseröffnungsgesuch eingereicht wurde, war er aber anscheinend bereits aus der Genossenschaft ausgeschieden und nicht mehr zeichnungsberechtigt.