Citation: 5A_994/2018 E. 6.3.4

6.3.4. Mit dieser Sachverhaltsrüge ist der Beschwerdeführer mangels materieller Ausschöpfung des Instanzenzuges nicht zu hören. So ist die Beschwerde nach Art. 75 Abs. 1 BGG nur zulässig gegen Entscheide letzter kantonaler Instanzen. Entscheiden diese nach dem Grundsatz von Art. 75 Abs. 2 BGG als Rechtsmittelinstanzen, ist die Ausschöpfung des kantonalen Instanzenzuges unerlässliche Voraussetzung für die Zulässigkeit der Beschwerde an das Bundesgericht. Der Begriff der Letztinstanzlichkeit bedeutet, dass der kantonale Instanzenzug nicht nur formell durchlaufen werden soll, sondern dass die Rügen, die dem Bundesgericht unterbreitet werden, soweit möglich schon vor Vorinstanz vorgebracht werden müssen (BGE 143 III 290 E. 1.1 S. 293 mit Hinweisen). Aus dem vorinstanzlichen Entscheid geht nicht hervor, dass der Beschwerdeführer diese Rüge bereits dort vorgebracht hätte. Der Beschwerdeführer macht auch nicht geltend, dass er sie zwar erhoben hätte, damit aber in Verletzung seines rechtlichen Gehörs (Art. 29 BV) nicht gehört worden wäre. Der pauschale Einwand, der Kindesunterhalt sei stets bestritten gewesen, ist unbegründet, da auch der uneingeschränkte Untersuchungsgrundsatz den Beschwerdeführer nicht von seiner Mitwirkungs- und Rügepflicht entbindet (Urteile 5A_236/2016 bzw. 5A_239/2016 vom 15. Januar 2018 E. 3.3.3 mit Hinweis u.a. auf BGE 138 III 374 E. 4.3.1 S. 375). Ferner behauptet der Beschwerdeführer nicht, dass sich seine Unterhaltspflicht im Falle eines höheren Einkommens seitens der Beschwerdeführerin reduzieren bzw. sich die erfolgreiche Anfechtung auf das Ergebnis des Entscheides auswirken würde. Dies ist auch nicht ersichtlich, zumal die Beschwerdeführerin ihren Unterhaltsbeitrag bereits in natura erbringt und damit - aufgrund der Gleichwertigkeit des Naturalunterhalts - ohnehin von der Leistung des Barunterhalts entbunden wäre (vgl. Art. 276 Abs. 2 ZGB; Urteil 5A_727/2018 vom 22. August 2019 E. 4.3.2.1 mit Hinweisen). Schliesslich ist auch der Einwand, wonach der Beschwerdeführer über keine Informationen betreffend die finanzielle Situation der Beschwerdeführerin verfüge, unbehelflich, zumal er diese soweit notwendig mithilfe des Prozessrechts oder allenfalls gestützt auf das eheliche Auskunftsrecht nach Art. 170 ZGB hätte beschaffen können (vgl. hierzu Urteil 5A_9/2015 vom 10. August 2015 E. 3.1).