Citation: I 111/01 31.07.2001 E. 2

2.- Streitig ist zunächst das Valideneinkommen, welches von Verwaltung und Vorinstanz aufgrund des teuerungsangepassten Lohnes des Versicherten bei der Firma O.________ bzw. des als Abwart/Betriebsmechaniker beim Kinderpflegeheim X.________ erzielten Verdienstes auf Fr. 60'450.- bzw. Fr. 60'513.- festgesetzt worden ist. Der Beschwerdeführer macht geltend, bei der Festsetzung des Valideneinkommens sei zusätzlich zu berücksichtigen, dass er schon zufolge des Unfalls von 1983 in der Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt gewesen sei. a) Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist in der Regel vom letzten Lohn auszugehen, welchen der Versicherte vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielt hat (AHI 2000 S. 303; RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 Erw. 3b; Meyer-Blaser, Rechtsprechung zum IVG, S. 205). Im vorliegenden Fall hat der Versicherte zwei Gesundheitsschädigungen erlitten, nämlich 1983 einen Motorradunfall mit anschliessenden Rücken-, Knie-, Schulter- und Armbeschwerden sowie 1995 eine traumatische Amputation des Ringfingers links. Laut Bericht der BEFAS vom 7. Dezember 1999 hat der Unfall von 1995 keine wesentliche Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit mehr zur Folge; dagegen ist der Versicherte zufolge von Rücken-, Schulter-, Knie- und Hüftbeschwerden in der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit eingeschränkt. Es rechtfertigt sich daher, bei der Festsetzung des Valideneinkommens vom Lohn auszugehen, welchen der Beschwerdeführer vor dem Unfall von 1983 als Hauswart/Betriebsmechaniker beim Kinderpflegeheim X.________ erzielt hat. Gemäss IK-Auszug belief sich das nach Art. 25 Abs. 1 IVV massgebende beitragspflichtige Einkommen im Jahr 1982 auf Fr. 37'258.-, was nach den unbestritten gebliebenen Ausführungen von Verwaltung und Vorinstanz zu einem entsprechend der Nominallohnentwicklung bis 1999 umgerechneten Valideneinkommen von Fr. 60'513.- führt. Zwar hat das Kinderpflegeheim X.________ im Fragebogen für den Arbeitgeber vom 11. März 1997 angegeben, als Spezialhandwerker/Handwerker könnte der Versicherte heute einen Bruttolohn von Fr. 79'378.- erzielen. Der Beschwerdeführer war jedoch nicht als Handwerker bzw. Spezialhandwerker, sondern als Betriebsmechaniker/Abwart angestellt mit der Aufgabe, die technischen Anlagen zu überwachen und Umgebungsarbeiten zu verrichten. Zudem hatte der Arbeitgeber das mutmassliche Einkommen ohne den Gesundheitsschaden Ende 1987 mit Fr. 44'184.- beziffert, was dem Nominallohnindex entsprechend auf das Jahr 1999 umgerechnet ein Einkommen von Fr. 61'147.- ergibt. Wie die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat, bestehen keine hinreichenden Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer ohne den Gesundheitsschaden einen beruflichen Aufstieg und ein entsprechend höheres Einkommen realisiert hätte, war er im Zeitpunkt des ersten Unfalls doch schon mehr als 40 Jahre alt und hatte er sich schon vor dem Unfall während Jahren mit verhältnismässig bescheidenen Einkommen begnügt. Praxisgemäss ist daher davon auszugehen, dass er weiterhin diese Tätigkeit ausgeübt hätte (vgl. BGE 125 V 157 Erw. 5c/bb; ZAK 1992 S. 92 Erw. 4a), was zu einem Valideneinkommen von Fr. 60'513.- führt. b) Nichts anderes ergibt sich, wenn bei der Festsetzung des Valideneinkommens von der nach der Umschulung zum CNC-Anwender ab Juli 1995 ausgeübten Tätigkeit als Werkzeugschärfer bei der Firma O.________ ausgegangen wird. Der Beschwerdeführer war an diesem Arbeitsplatz angemessen eingegliedert und voll arbeitsfähig, bis es am 16. Oktober 1995 zum zweiten Unfall kam und der behandelnde Arzt Dr. med. H.________ ab September 1996 eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % wegen erneuter Rückenbeschwerden bestätigte. Als voll arbeitsfähiger Werkzeugschärfer bezog der Beschwerdeführer einen Monatslohn von Fr. 4500.- und einen Jahresverdienst von Fr. 58'500.-. Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung bis 1999 ergibt sich daraus ein Valideneinkommen von Fr. 60'153.-, was leicht unter dem Einkommen liegt, wie es sich aufgrund der bis zum ersten Unfall von 1983 ausgeübten Tätigkeit ergibt. Entgegen den Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde hat bei der Festsetzung des Valideneinkommens aufgrund des als Werkzeugschärfer bei der Firma O.________ erzielten Verdienstes unberücksichtigt zu bleiben, dass der Beschwerdeführer bereits zufolge des ersten Unfalls beeinträchtigt war, haben sich diese Beeinträchtigungen doch jedenfalls im Jahre 1995 nicht auf die Arbeitsfähigkeit und den erzielten Verdienst ausgewirkt. Es muss daher bei der Feststellung bleiben, dass das mutmassliche Valideneinkommen mit Fr. 60'513.- zu bemessen ist.