Citation: 1P.291/2002 30.05.2002 E. A

Das Untersuchungsrichteramt Oberwallis führt gegen X.________ eine Strafuntersuchung wegen Betrugs, Veruntreuung und weiterer Delikte. Am 4. September 2000 beantragte X.________, er sei vom Untersuchungsrichter erneut einzuvernehmen und stellte gleichentags ein Ablehnungsbegehren gegen diesen. Letzteres wurde abgewiesen, was von allen Instanzen, zuletzt vom Bundesgericht am 2. März 2001, geschützt wurde. Am 19. Juni 2001 erklärte X.________, er mache von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch, werde aber gegenüber dem urteilenden Gericht aussagen. Am 12. Oktober 2001 erklärte der Untersuchungsrichter die Strafuntersuchung für geschlossen und wies mehrere Beweisergänzungsanträge von X.________ ab. Die Strafkammer hiess die von X.________ dagegen erhobene Beschwerde am 19. Dezember 2001 teilweise gut und wies den Untersuchungsrichter an, über dessen noch nicht beurteilte Beweisanträge zu entscheiden. Am 1. Januar 2002 übernahm ein neuer Untersuchungsrichter das Verfahren gegen X.________. Am 14. Februar 2002 liess X.________ dem Untersuchungsrichter mitteilen, aufgrund des personellen Wechsels sei er nunmehr bereit, im Untersuchungsverfahren auszusagen und ersuchte ihn, seine Einvernahme zu veranlassen. Der Untersuchungsrichter wies dieses Gesuch am 15. März 2002 ab. Die Strafkammer des Kantonsgerichts wies die von X.________ dagegen erhobene Beschwerde am 24. April 2002 ab.