Citation: 8C_360/2017 E. 4.2.2

4.2.2. Die Allianz wendet zusammengefasst ein, die Rentenzusprache vom 6. Januar 1997 sei zweifellos aufgrund der falschen Annahme erfolgt, dass die Diskushernie L4/5 der Beschwerdegegnerin unfallkausal gewesen sei. Dies sei massgeblich bei der Festsetzung des Invaliditätsgrades auf 70 % berücksichtigt worden. Die Vorinstanz habe bei der Prüfung der Revisionsfrage denn auch bestätigt, die Diskushernie sei unfallfremd gewesen (vgl. E. 5.1 hiernach). Sie habe somit den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig festgestellt, indem sie im Rahmen der Wiedererwägungsfrage nicht dargelegt habe, auf welcher Basis die Rentenzusprache erfolgt sei. Die Allianz beschränkt sich mithin einzig auf die Frage der Unfallkausalität der Diskushernie und lässt die übrigen rentenrelevanten Gesundheitsschäden (hierzu vgl. E. 5.1 nachfolgend) und Faktoren unberücksichtigt. Das rechtfertigt, selbst wenn die damalige Beurteilung der Diskushernie isoliert betrachtet als offensichtlich unrichtig zu betrachten wäre, keine Wiedererwägung der vergleichsweise zugesprochenen Invalidenrente, wie das kantonale Gericht in zutreffender Weise erkannt hat. Hinzu kommt, dass der Vergleich auch eine Integritätsentschädigung umfasste. Inwieweit auch diese zu berücksichtigen wäre, kann aber offen bleiben, da die Wiedererwägung schon nach dem zuvor Gesagten unzulässig ist (vgl. BGE 140 V 77 E. 3.2.3 f. S. 81 f.).