Citation: 8C_240/2022 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer wendet sich nicht mehr gegen die vorinstanzliche Annahme der Rechtskraft der Verfügung vom 21. März 2018. Ebenso wenig stemmt er sich in grundsätzlicher Hinsicht gegen die langjährige und im Rahmen des ATSG gesetzlich verankerte Rechtsprechung, wonach es keinen gerichtlich durchsetzbaren Anspruch auf Wiedererwägung gibt (vgl. Kieser, a.a.O., N. 69 ff. zu Art. 53 ATSG mit Hinweis auf Kritik; zum Willen des Gesetzgebers vgl. sodann Margit Moser-Szeless, in Dupont/Moser-Szeless [Hrsg.], Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Basel 2018, N. 89 zu Art. 53 ATSG sowie Locher/Gächter, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. 2014, § 72 Rz. 12). Hingegen wirft er dem kantonalen Gericht vor, der Beschwerdegegnerin zu Unrecht auch noch im Rahmen des "zweiten Verfahrensschritts" (vgl. E. 2.3 oben) die Befugnis zur ermessensweisen Regelung zuzugestehen. Damit verkenne es den Gehalt der angeführten Kommentierung und der darin zitierten Rechtsprechung, was - konsequent gedacht - die Möglichkeit eröffne, dass der Inhalt der neuen Verfügung gleichsam ausserhalb des Rechtsstaates liegen könnte.