Citation: 5A_358/2016 E. 5.3.3

5.3.3. Nicht zu beanstanden ist es auch, wenn die Vorinstanz der Beschwerdegegnerin angesichts ihres Alters und ihres Gesundheitszustands ein Arbeitspensum von 80 % zumutet. Zwar trifft es zu, dass die Beschwerdegegnerin bereits in der Vergangenheit erwerbstätig und im relevanten Trennungszeitpunkt (1. April 2013) noch nicht 50 Jahre alt war. Auch steht hier nicht der Wiedereinstieg ins Erwerbsleben zur Diskussion, sondern (bloss) die Ausdehnung einer bereits ausgeübten teilzeitlichen Erwerbstätigkeit. Allein unter dem Gesichtspunkt ihres Lebensalters musste die Beschwerdegegnerin in dieser Situation damit rechnen, dass ihr mit Blick auf ihre nacheheliche Eigenversorgungskapazität ein Arbeitspensum von 100 % angerechnet werden könnte (vgl. zum Ganzen: BGE 137 III 102 E. 4.2.2.2 S. 108 f.; Urteil 5A_201/2016 vom 22. März 2017 E. 8.1). Dies bedeutet freilich nicht, dass das Kantonsgericht sein Ermessen bundesrechtswidrig ausübt, wenn es der Beschwerdegegnerin unter Berücksichtigung ihrer gesundheitlichen Situation trotzdem kein Vollzeitpensum anrechnet. Denn aus der bundesgerichtlichen Rechtsprechung folgt nicht, dass das Alter des Ehegatten gegenüber den weiteren Beurteilungskriterien wie der Gesundheit, der Ausbildung, den persönlichen Fähigkeiten des Ehegatten und der Arbeitsmarktlage Vorrang genösse (Urteil 5A_201/2016 a.a.O.).