Citation: 6B_480/2014 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer wendet sich gegen die rechtliche Qualifikation seines Verhaltens als grobe Verletzung der Verkehrsregeln. Eine erhöhte abstrakte Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer habe nicht vorgelegen. Zudem bestreitet der Beschwerdeführer den subjektiven Tatbestand. Er habe sich nicht rücksichtslos verhalten. Rücksichtslosigkeit sei aber Voraussetzung für die ihm vorgeworfene unbewusste grobe Fahrlässigkeit. Die Vorinstanz habe es unterlassen, die Frage der groben Fahrlässigkeit sorgfältig zu prüfen. Sie schliesse alleine aufgrund des Umstands, dass er die seit 19,03 Sekunden auf Rot stehende Ampel überfahren habe, auf grobe Fahrlässigkeit. Er habe das Lichtsignal nicht 19,03 Sekunden lang nicht wahrgenommen, da er in dieser Zeitspanne bei einem Tempo von 50 km/h 265 Meter zurückgelegt habe und nicht verpflichtet gewesen sei, die Ampel soweit im Voraus zu beachten. Indem die Vorinstanz ausschliesslich auf die Dauer der Rotlichtphase abstelle, prüfe sie das Verschulden genau betrachtet subjektiv gar nicht. Der Beschwerdeführer bringt vor, er sei nicht gänzlich unaufmerksam gewesen, sondern habe bloss im entscheidenden Moment die rote Ampel nicht wahrgenommen. Er habe fälschlicherweise angenommen, diese würde wie gewohnt orange blinken.