Citation: C 246/00 28.08.2001 E. 4

4.- a) Nach der Rechtsprechung gilt eine versicherte Person, die auf einen bestimmten Termin anderweitig disponiert hat und deshalb für eine neue Beschäftigung nur noch während relativ kurzer Zeit zur Verfügung steht, in der Regel als nicht vermittlungsfähig. In einem solchen Fall sind nämlich die Aussichten, zwischen dem Verlust der alten und dem Antritt der neuen Stelle von einem andern Arbeitgeber angestellt zu werden, verhältnismässig gering. Entscheidend für die Beurteilung des Einzelfalles ist dabei, ob mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann, dass ein Arbeitgeber die versicherte Person für die konkret zur Verfügung stehende Zeit noch einstellen würde (BGE 126 V 522 Erw. 3a mit Hinweisen; Thomas Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Soziale Sicherheit, S. 86 Rz 216). b) Vorliegend hielt sich der Beschwerdeführer - abgesehen von den Auslandsabwesenheiten vom 5. bis 27. August 1998 und vom 1. November bis 31. Dezember 1998 zur Einführung in die Gastronomie - vom 29. Mai bis 13. Juni 1998 zu Ferienzwecken in der Dominikanischen Republik auf. Seit der Anmeldung zur Arbeitsvermittlung (vom 8. Mai 1998) weilte er folglich bis 28. Mai 1998 sowie vom 14. Juni bis 4. August 1998 und vom 28. August bis 31. Oktober 1998 in der Schweiz. Unter diesen Umständen ist das AWA zu Recht zum Ergebnis gelangt, dass die Zeit von jeweils drei, sieben und neun Wochen, welche für eine allfällige Vermittlung zur Verfügung gestanden hatte, zu kurz war, um mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit davon ausgehen zu können, er wäre von einem Arbeitgeber temporär angestellt worden. Die Verneinung seiner Vermittlungsfähigkeit zwischen den Auslandsaufenthalten lässt sich daher nicht beanstanden.