Citation: 4A_614/2020 E. 4.3.2

4.3.2. Der Beschwerdeführer macht sodann unter Hinweis auf die entsprechenden Stellen in Replik und Duplik geltend, die Parteien seien sich einig gewesen, dass der Gesellschaftsvertrag bezüglich die Behandlung der schwebenden Geschäfte bei Austritt eines Gesellschafters keine Regelung enthalte. Die von der Vorinstanz übernommene Feststellung der Erstinstanz, die Abrechnung in der Ausscheidungsbilanz gemäss den EPL der früheren Jahre habe dem ursprünglichen Willen der Parteien entsprochen, sei daher willkürlich. In der Tat verwies der Beschwerdegegner an der vom Beschwerdeführer zitierten Stelle zuerst auf die subsidiäre Regelung der Bilanzierung zu Forführungswerten und ergänzte dann, vorliegend habe die Abrechnung nach gesellschaftsrechtlichen Grundsätzen zu erfolgen, "d.h. nach der vertraglich vereinbarten Abrechnungsmethode, hier also gemäss dem Verhältnis des einbezahlten Kapitals [...]". Da hier aber ein solches nicht mehr vorhanden gewesen sei, fehle für die abgewickelten Geschäfte im Jahr 2016 die Grundlage für eine Gewinnbeteiligung. Der Beschwerdeführer bestritt in der Duplik, dass kein Kapital mehr vorhanden gewesen sei, womit die Voraussetzungen für eine Abrechnung gegeben seien. Gleichzeitig hielt er fest, da die Parteien sich einig seien, dass keine spezifische vertragliche Regelung bestehe, seien die schwebenden Geschäfte gemäss der gesetzlichen Regelung zu aktivieren, soweit es sich nicht um blosse Gewinnchancen handle. Es ist daher in der Tat nicht nachvollziehbar, wie die Erstinstanz - und mit ihr die Vorinstanz - feststellen konnte, eine Ausscheidungsbilanz gemäss den EPL der früheren Jahre habe dem "ursprünglichen Willen" entsprochen. Der Beschwerdegegner verzichtet denn auch in der Beschwerdeantwort bezeichnenderweise auf Bemerkungen zu den entsprechenden Rügen des Beschwerdeführers. Somit hat der Beschwerdeführer mangels einer diesbezüglichen vertraglichen Regelung Anspruch auf eine Gewinnbeteiligung nach Fortführungswerten. Der vorinstanzlichen Begründung, wonach sämtliche geltend gemachte Ansprüche auf Rechenschaftsablegung nicht bestünden, weil ein entsprechender Gewinnanteilsanspruch nicht der vertraglichen Regelung entspreche und daher von vornherein entfalle, ist nicht zu folgen.