Citation: 2A.49/2004 07.05.2004 E. 6

Der Beschwerdeführer beruft sich auch auf das in Art. 8 Ziff. 1 EMRK geschützte Recht auf Achtung des Familienlebens. Aus dem in dieser Bestimmung garantierten Anspruch kann der Beschwerdeführer jedoch nichts zu seinen Gunsten ableiten. Er ist über 18 Jahre alt und ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis liegt nicht vor, weshalb er sich nicht mehr auf die Bindung zur elterlichen Familie berufen kann (BGE 125 II 521 E. 5 S. 529, mit Hinweis; Alain Wurzburger, a.a.O. S. 284). Zudem lebte der Beschwerdeführer vor seiner Verhaftung in einer eigenen Wohnung und nicht in Hausgemeinschaft mit Mutter und Schwester (vgl. Stephan Breitenmoser, Das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens in der Schweizer Rechtsprechung zum Ausländerrecht, in: EuGRZ 1993, S. 541). Selbst wenn sich der Beschwerdeführer auf Art. 8 EMRK berufen könnte, wären die nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK erforderlichen Voraussetzungen für einen Eingriff in den Anspruch auf Achtung des Privat- und Familienlebens erfüllt. Die Ausweisung des Beschwerdeführers stützt sich auf Art. 10 ANAG und hat damit eine gesetzliche Grundlage im Landesrecht. Es handelt sich dabei um eine Massnahme, die zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und zur Verhinderung weiterer strafbarer Handlungen des Beschwerdeführers notwendig ist.