Citation: 1B_676/2021 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz hat somit nicht ausdrücklich erklärt, wieso sie die Haftdauer von insgesamt knapp fünf Monaten, die sich durch die strittige Anordnung der Sicherheitshaft ergäbe, nicht für unverhältnismässig lang hält und ihrer Ansicht nach keine Überhaft droht. Aus ihren Ausführungen geht indessen unter Berücksichtigung der weiteren Entscheidbegründung hervor, dass sie die fragliche Haftdauer in Bezug gesetzt hat zur Freiheitsstrafe von zehn Monaten, welche die Staatsanwaltschaft in der beim Richteramt Olten-Gösgen erhobenen Anklage beantragt hat. Zudem wird deutlich, dass sie aufgrund der vorliegenden Akten bzw. der konkreten Verhältnisse des Falls davon ausgegangen ist, bei einem Schuldspruch stehe im Wesentlichen eine Freiheitsstrafe in der erwähnten Höhe in Aussicht, wobei sie eine unbedingte Ausfällung dieser Strafe - wie sie die Staatsanwaltschaft beantragt hat - für wahrscheinlich (er) gehalten hat. Damit war für den Beschwerdeführer trotz der knappen Begründung des angefochtenen Entscheids ersichtlich, wieso die Vorinstanz die mit der strittigen Haftanordnung einhergehende Haftdauer von insgesamt knapp fünf Monaten als verhältnismässig beurteilt hat. Er konnte sich deshalb über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an das Bundesgericht weiterziehen. Die Vorinstanz hat daher weder ihre Begründungspflicht noch den Gehörsanspruch des Beschwerdeführers verletzt (BGE 143 III 65 E. 5.2).