Citation: I 433/03 13.05.2004 E. 6

Uneinig sind sich die Verfahrensbeteiligten schliesslich bezüglich der Einschränkung der Leistungsfähigkeit im Haushalt. 6.1 Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat in BGE 128 V 93 erwogen, dass die in Art. 69 Abs. 2 IVV vorgesehene Abklärung an Ort und Stelle eine geeignete Vorkehr für die Ermittlung des Betreuungsaufwandes gemäss Art. 4 IVV darstellt, wobei für den Beweiswert eines entsprechenden Berichtes - analog der Rechtsprechung zur Beweiskraft von Arztberichten im Sinne von BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis - verschiedene Faktoren zu berücksichtigen sind. Nicht anders verhält es sich hinsichtlich der Abklärung vor Ort zur Ermittlung der gesundheitlichen Einschränkung von im Haushalt tätigen Personen nach Art. 27 und 27bis IVV. Hier ist ebenfalls wesentlich, dass eine qualifizierte Person als Berichterstatterin wirkt, welche Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der aus den seitens der Mediziner gestellten Diagnosen sich ergebenden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Ferner sind nebst der Aussage der betroffenen Person zur Haushaltsbewältigung und Erwerbstätigkeit zusätzlich die Angaben von Familienangehörigen und anderen im gleichen Haushalt Lebenden zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Schliesslich muss dieser plausibel begründet und detailliert bezüglich der einzelnen Haushaltsverrichtungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig. Der Richter greift, sofern der Bericht eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage im eben umschriebenen Sinne darstellt, in das Ermessen der Abklärungsperson nur ein, wenn klar feststellbare Fehleinschätzungen oder Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit der Abklärungsresultate (z.B. infolge von Widersprüchlichkeiten) vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 128 V 93 f. Erw. 4 mit Hinweisen; Urteil C. vom 18. August 2003, I 741/01). 6.2 Gemäss Bericht vom 4. Juli 2000 und Ergänzung vom 6. September 2001 beläuft sich die Behinderung im Haushaltbereich auf insgesamt 52 %. Was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde dagegen vorgebracht wird, vermag an dieser Einschätzung nichts zu ändern. Die von der Abklärungsperson für den Haushalt der Beschwerdeführerin festgelegten Ansätze halten sich im pflichtgemässen Ermessen und geben zu keiner Beanstandung Anlass. Selbst wenn - worauf die Vorinstanz hinweist - im Bereich Ernährung lediglich eine Gewichtung von 30 % anstelle von 40 %, dafür bei der Wohnungspflege eine solche von 23 % anstelle von 13 % vorgenommen und im Übrigen die Einschränkung der Position "Wäsche und Kleiderpflege" von 50 % auf 80 % erhöht würde, ergäbe sich nur eine geringfügige Erhöhung der Behinderung im Haushaltbereich, welche sich auf die Gesamtinvalidität kaum auszuwirken vermag.