Citation: 1B_525/2021 E. 1

Die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau sprach A.________ mit Strafbefehl vom 9. Oktober 2020 der Widerhandlung gegen das Personenbeförderungsgesetz schuldig und bestrafte ihn mit einer Busse von Fr. 100.--. A.________ erhob dagegen am 29. Oktober 2020 Einsprache. Der Präsident des Bezirksgerichts Aarau lud A.________ mit Verfügung vom 3. Mai 2021 zur Hauptverhandlung auf den 9. Juni 2021 vor. Dabei wurde er darauf aufmerksam gemacht, dass seine Einsprache als zurückgezogen gelte, wenn er der Verhandlung trotz Vorladung fernbleiben sollte. Am 26. Mai 2021 erhob A.________ sinngemäss Beschwerde gegen die Vorladung. Am 9. Juni 2021 teilte er dem Bezirksgericht Aarau telefonisch mit, dass er krank sei und nicht an der Verhandlung teilnehmen werde. Er wurde darauf aufmerksam gemacht, dass er ein Arztzeugnis oder einen Test vorlegen müsse, ansonsten er als säumig gelte. An der Verhandlung vom 9. Juni 2021 erschien A.________, ohne ein Arztzeugnis oder ein Corona-Testergebnis einzureichen, nicht. Der Präsident des Bezirksgerichts Aarau schrieb mit Verfügung vom 11. Juni 2021 das Verfahren infolge Rückzugs der Einsprache als erledigt ab. Dagegen erhob A.________ am 5. Juli 2021 Beschwerde und beantragte dabei sinngemäss sowohl die Aufhebung der Verfügung vom 11. Juni 2021 als auch der Vorladung vom 3. Mai 2021. Die Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Aargau hob mit Entscheid vom 2. August 2021 in teilweiser Gutheissung der Beschwerde die Verfügung des Bezirksgerichts Aarau vom 11. Juni 2021 auf und trat im Übrigen auf die Beschwerde nicht ein. Zur Begründung führte die Beschwerdekammer in Strafsachen zusammenfassend aus, dass verfahrensleitende Entscheide nicht anfechtbar seien, weshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten sei, soweit die Aufhebung der Vorladung vom 3. Mai 2021 verlangt werde. A.________ habe mit der Beschwerde ein ärztliches Zeugnis eingereicht, wonach er am Verhandlungstage wegen Krankheit zu 100 % arbeitsunfähig gewesen sei, weshalb in teilweiser Gutheissung der Beschwerde die Verfügung des Bezirksgerichts Aarau vom 11. Juni 2021 aufzuheben sei. Soweit die Beschwerde mehr oder anderes verlange, sei darauf nicht einzutreten. Da A.________ erst im Rechtsmittelverfahren seine Krankheit nachgewiesen habe, seien die Kosten des obergerichtlichen Verfahrens in Anwendung von Art. 428 Abs. 2 lit. a StPO A.________ aufzuerlegen.