Citation: 9C_282/2023 E. 4.2.5

4.2.5. Die Beschwerdeführerin moniert im Weiteren einen Widerspruch im psychiatrischen Gutachten vom 22. Juni 2021, weil Dr. med. F.________ einerseits ausführe, er könne sich retrospektiv nicht zu einer höhergradigen depressiven Episode äussern, anderseits aber festhalte, es habe nie eine schwere Depression bestanden. Dieser Vorwurf ist unbegründet. Dr. med. F.________ verneint zunächst eine schwere depressive Episode. Im Anschluss weist er darauf hin, dass "angesichts der dokumentierterweise nicht gegebenen Glaubhaftigkeit der subjektiven Angaben der Versicherten" retrospektiv nicht beurteilt werden könne, wann und in welchem Ausmass höhergradige depressive Episoden vorgelegen hätten. Die beiden Aussagen im Gutachten widersprechen sich nicht, vielmehr ergänzen sie sich. Weil auf die subjektiv geklagten Leiden nach Ansicht des Gutachters nicht abgestellt werden kann, ist im Rückblick keine schwere depressive Episode erstellt.