Citation: U 193/99 05.10.2001 E. 3

3.- Wie die Vorinstanz in Würdigung der medizinischen Akten richtig feststellte, verschlechterte sich der somatische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in der Zeit nach Februar 1988 bis zum Entscheid über das hier zu beurteilende Revisionsgesuch nicht. Es trifft wohl zu, dass sich die Schmerzen zeitweise verstärkten, doch waren diese Anlass zu weiteren, von der SUVA übernommenen medizinischen und therapeutischen Behandlungen. Deren Ursache, eine gefundene Re-Ruptur, konnte erfolgreich angegangen werden, so dass nach Abschluss der Therapie praktisch Schmerzfreiheit erreicht werden konnte. Dies macht deutlich, dass die Schmerzzunahme - namentlich für bleibende Schmerzen wurde dem Beschwerdeführer seinerzeit eine Integritätsentschädigung ausgerichtet - nur vorübergehender Natur war. Auch konnte die Einschränkung der Beweglichkeit im Schulterbereich gar noch vermindert werden. Andererseits ergibt sich aus den Akten, dass schon früh psychische Probleme (Arztberichte Dr. R.________ vom 24. November 1987 und 23. Februar 1988, Abschlussuntersuchung Dr. F.________, Kreisarzt der SUVA, vom 18. Dezember 1987, Gutachten der Klinik H., E., vom 3. August 1988, Gutachten der Klinik W., Z., vom 9. November 1992; vgl. auch: Protokoll des Stadtrates von Zürich vom 30. November 1988 [Geschäft Nr. 3511]) auftraten, welche im jetzigen Zeitpunkt einen gewichtigen Teil der Erwerbsunfähigkeit bilden. Bei diesen Gegebenheiten musste das kantonale Gericht die Frage der Adäquanz des Kausalzusammenhangs zwischen den psychischen Beschwerden und dem Unfallereignis vom 5. Januar 1986 prüfen und hat diese mit zutreffender Begründung, welcher sich das Eidgenössische Versicherungsgericht vollumfänglich anschliesst, verneint. Namentlich ist nicht zu beanstanden, dass das Unfallgeschehen (Tätlichkeit) dem mittleren Bereich zugeordnet wurde. An dieser Feststellung vermögen die Einwendungen des Beschwerdeführers nichts zu ändern. Er scheint zu übersehen, dass in die Adäquanzbeurteilung weder die Dauer oder das Ausmass der psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeit noch die Behandlungsdauer des psychischen Leidens einbezogen werden darf (RKUV 1993 Nr. U 166 S. 94 Erw. 2c mit Hinweisen). An diesem Ergebnis ändert auch nichts, dass der Beschwerdeführer von der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) eine ganze Rente auf der Grundlage einer Invalidität von 71 % bezieht; denn die Renten der IV werden im Gegensatz zu jenen des Unfallversicherers unabhängig vom Nachweis eines Kausalzusammenhangs zwischen den gesundheitlichen Störungen und einem bestimmten schädigenden Ereignis gewährt.