Citation: 6B_698/2008 04.12.2008 E. A

Der Untersuchungsrichter des Kantons Schaffhausen stellte am 26. April 2005 das Strafverfahren gegen A.________ wegen einfacher Körperverletzung ein. Zur Begründung führte er an, es sei angesichts der zumeist parteiischen und wenig zuverlässigen Aussagen der Auskunftspersonen nicht nachgewiesen, dass A.________ am 22. Mai 2004 im Fussballstadion Breite in Schaffhausen X.________ mit einem Stein ins Gesicht geschlagen habe. Auf Einsprache des Geschädigten X.________ hin hob die Staatsanwaltschaft des Kantons Schaffhausen diese Einstellungsverfügung am 9. August 2005 auf. Mit Strafbefehl vom 15. Februar 2006 verurteilte der Untersuchungsrichter des Kantons Schaffhausen A.________ wegen einfacher Körperverletzung zu einer bedingten Gefängnisstrafe von 14 Tagen. A.________ erhob Einsprache gegen den Strafbefehl und wurde vom Einzelrichter des Kantonsgerichts Schaffhausen am 16. November 2006 wegen einfacher Körperverletzung zu einer bedingten Gefängnisstrafe von 14 Tagen verurteilt. Die Genugtuungs- und Schadenersatzforderung von X.________ verwies er auf den Zivilweg. Das Obergericht des Kantons Schaffhausen hiess am 15. Mai 2008 die Berufung von A.________ gut, sprach ihn frei und trat auf die Genugtuungs- und Schadenersatzforderung des Geschädigten nicht ein.