Citation: 8C_339/2022 E. 6.3.2

6.3.2. Wie bereits im vorinstanzlichen Verfahren wird eingewendet, die Annahme eines Bruttoverdienstes von Fr. 80'391.50 bei einem Stundenlohn von Fr. 45.- entspreche einer Jahresarbeitszeit von 1786,47 Stunden. Da die Jahres-Sollarbeitszeit gemäss Art. 24 Abs. 2 des Landesmantelvertrags für das Schweizerische Bauhauptgewerbe (LMV) 2112 Stunden betrage, sei daraus zu schliessen, dass der Beschwerdeführer lediglich ein Pensum von 84 % absolviert habe. Dieses sei daher für die Bestimmung des Valideneinkommes auf ein 100 %-Pensum hochzurechnen. Hierbei übersieht der Beschwerdeführer, dass gemäss Art. 24 Abs. 2 LMV 2008 (gültig im Jahr 2010) die jährliche Arbeitszeit zwar 2112 Stunden betrug (vgl. Bundesratsbeschluss über die Allgemeinverbindlicherklärung des Landesmantelvertrages für das Bauhauptgewerbe, Änderung vom 22. September 2008, BBl 2008, 2336). Dabei handelt es sich aber um die Bruttoarbeitszeit vor Abzug von Ferien und Feiertagen, da in Art. 24 Abs. 1 LMV die jährliche Arbeitszeit explizit als "Brutto-Sollarbeitszeit (...) vor Abzug der allgemeinen Nichtleistungsstunden" definiert wird. Damit sind von der Jahresarbeitszeit (2112 Stunden) die Ferien (6 Wochen à 40.5 Stunden = 243 Stunden [beim dannzumal über 50-jährigen Beschwerdeführer]; vgl. Art. 34 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 24 Abs. 2 LMV) zu subtrahieren (vgl. Urteil 8C_61/2012 vom 25. April 2012 E. 6.2). Bei einer Sollarbeitszeit von 1869 Stunden resultierte, würde der Argumentation des Beschwerdeführers gefolgt, ein Arbeitspensum von gerundet 95 %. Damit ist von einem vollzeitlichen Arbeitspensum auszugehen, zumal sich aus den Akten keinerlei Anhaltspunkte dafür ergeben, dass der Beschwerdeführer bloss teilzeitlich für die H.________ AG tätig gewesen war.