Citation: 9C_24/2015 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz hat eingehend begründet, weshalb sie sich nicht an die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch den von ihr beauftragten Gutachter med. pract. F.________ gehalten, sondern stattdessen den Stellungnahmen der Psychiater Dres. med. E.________ und C.________ den Vorzug gegeben hat. Auch nach Einholung des Gerichtsgutachtens war das kantonale Gericht nicht gehalten, von diesem auszugehen. Der Auftrag zur Erstattung der Gerichtsexpertise wird nicht unter der Prämisse erteilt, dass das Gericht sich bei dessen Vorliegen in jedem Fall daran halten werde. Vielmehr kann gerade der Beizug ärztlicher Stellungnahmen zum Gutachten Zweifel an dessen Schlüssigkeit aufkommen lassen oder verstärken, weshalb schliesslich vom Ergebnis der Gerichtsexpertise Abstand genommen wird. Die Beschwerdeführerin vermag nicht darzutun, dass die Vorinstanz mit ihrer Beweiswürdigung in Willkür verfallen sei oder anderweitig Bundesrecht verletzt habe. Dass aus ihrer Sicht auf das Gerichtsgutachten abzustellen wäre, versteht sich im Hinblick auf ihren Antrag auf weitere Ausrichtung der ganzen Invalidenrente von selbst. Mit der Auffassung des Gerichtsgutachters, die Versicherte sei voll arbeitsunfähig, lässt sich indessen der Umstand, dass die Vorinstanz auf die Stellungnahme des Dr. med. E.________, der eine Arbeitsunfähigkeit von 40 bis 50 % bescheinigte, abgestellt hat, nicht als offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung qualifizieren. Soweit sich die Beschwerdeführerin nicht auf appellatorische Kritik an der vorinstanzlichen Beweiswürdigung beschränkt, auf welche im Rahmen der gesetzlichen Überprüfungsbefugnis des Bundesgerichts nicht einzugehen ist (E. 1 hievor), sind ihre Einwendungen nicht stichhaltig. Es trifft namentlich nicht zu, dass das Gutachten des Dr. med. E.________ den qualitativen Anforderungen an eine medizinische Expertise nicht genüge. Ob der Experte eine von anderen Ärzten abweichende Diagnose gestellt hat, erscheint fraglich. Im Gutachten vom 10. Juli 2012 diagnostizierte er eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte bis mittelgradige Episode, was im Wesentlichen mit den Angaben der Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie, Frau G.________, Neurozentrum H.________, vom 5. März 2012, übereinstimmt. Abgesehen davon steht im vorliegenden Fall nicht die exakte Diagnose im Vordergrund, sondern die Frage, ob und inwieweit sich der Gesundheitszustand der Versicherten und der Grad der Arbeitsfähigkeit im massgebenden Vergleichszeitraum in revisionserheblichem Ausmass verbessert haben. Diese Frage hat das kantonale Gericht gestützt auf die medizinischen Akten mit zutreffender Begründung bejaht. Die gegenteilige Behauptung der Beschwerdeführerin, die sich auf Aussagen von med. pract. F.________ stützt, ist nicht geeignet, den Standpunkt der Vorinstanz in tatsächlicher Hinsicht als willkürlich oder in rechtlicher Hinsicht als bundesrechtswidrig, weil Art. 17 Abs. 1 ATSG oder den Untersuchungsgrundsatz (Art. 61 lit. c ATSG) verletzend, erscheinen zu lassen. Der Vorwurf schliesslich, Dr. med. E.________, auf dessen Gutachten die Vorinstanz abstellt, habe sich nicht mit den relevanten Vorakten auseinandergesetzt, trifft nicht zu. Der Experte befasste sich z.B. mit dem Drogenscreening, das im Januar 2011 von Dr. med. C.________ veranlasst worden war, und äusserte sich zu Diagnosen und Befunden, die in anderen Arztberichten enthalten sind. Entscheidend ist jedoch, dass Dr. med. E.________ sämtliche medizinischen Unterlagen zur Verfügung standen. Das Gutachten enthält einleitend unter der Sachüberschrift "Aktenlage" eine Zusammenfassung der massgeblichen medizinischen Unterlagen betreffend den Zeitraum von Juli 2007 bis März 2012 und ist somit in Kenntnis der fachärztlichen Stellungnahmen verfasst worden. Ob und gegebenenfalls welche Arztberichte in Gutachten erwähnt und diskutiert werden, liegt im Ermessen des Experten.