Citation: U 240/99 07.08.2001 E. 4

4.- Die in Bezug auf die Bemessung der Integritätsentschädigung in erster Linie streitige Frage, ob die Beweglichkeitseinschränkung in der rechten Schulter (natürlich kausale) Folge des Unfalles vom 10. April 1991 ist, oder ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen, insbesondere degenerativen Veränderungen beruht, hat die Vorinstanz im Sinne des Dr. med. P.________ beantwortet. Dieser hat sich in seiner Beurteilung vom 26. November 1996 dahingehend geäussert, der Versicherte habe nach dem Unfall nie über eine Verletzung der rechten Schulter oder Beschwerden in diesem Bereich geklagt. Der Kreisarzt habe am 11. März und 7. Dezember 1992 explizit noch eine frei bewegliche Schulter beschrieben. Auch indirekt bestehe zwischen einer Ellenbogen-Verletzung und einer Periarthropathie an der Schulter kein natürlicher Zusammenhang. Diese Argumentation überzeugt nicht. Zur Diskussion steht nicht, ob medizinisch ein Zusammenhang zwischen einer Periarthropathie und einer Ellenbogen-Verletzung besteht, sondern ob ein solcher zwischen der Beeinträchtigung der Schulterfunktionen und der Kontusion des Nervus ulnaris im Ellenbogenbereich mit konsekutiver, rein sensibler proximaler Ulnarisparese als Folge des Unfalles vom 10. April 1991 gegeben ist. Es ist unbestritten, dass der unfallbedingte Gesundheitsschaden zu einer Beweglichkeitseinschränkung im Ellenbogen rechts geführt hat. Dass ein Funktionsdefizit im Schulterbereich ohne weiteres nicht, auch nicht teilweise, auf die selbe Ulnarisparese zurückgeführt werden könne, wie Dr. med. P.________ schreibt, leuchtet nicht ein, dies umso weniger, als auch die Schulter zum Versorgungsgebiet des Nervus ulnaris gehört. Da sich Prof. Dr. med. S.________ nicht explizit zur Unfallkausalität der eingeschränkten Beweglichkeit der rechten Schulter geäussert sondern diese in konkludentem Sinne als gegeben betrachtet hat, sind die Akten mit Bezug auf den Umfang der Integritätseinbusse nicht spruchreif. Die SUVA wird zur Abklärung dieser Frage ein Gutachten einzuholen haben und hernach über den Entschädigungsanspruch neu verfügen