Citation: 1C_475/2019 E. 3.3.3

3.3.3. Der Beschwerdeführer ist Eigentümer eines Grundstücks, das direkt an das Grundstück des Beschwerdeführers grenzt, auf dem sich das Wohnhaus befindet, zu welchem die neue Frischwasserleitung führt. Wie dem aktenkundigen Entscheid des Amts für Raum und Wald, Abteilung Raumentwicklung des Kantons Appenzell Ausserrhoden vom 10. April 2018 zu entnehmen ist, grenzt das Grundstück des Beschwerdeführers zudem an ein in der Landwirtschaftszone liegendes Grundstück, durch welches die Frischwasserleitung führt. Der Abstand der Frischwasserleitung zum Grundstück des Beschwerdeführers wird darin auf "20 m und mehr" angegeben. Vom Bau der Frischwasserzuleitung gehen jedenfalls Bauimmissionen aus (Lärm, Staub, evtl. Verkehr). Angesichts der zu erwartenden Immissionen und der Nähe des Beschwerdeführers zum streitigen Bau wäre er nach der wiedergegebenen bundesgerichtlichen Rechtsprechung beschwerdelegitimiert. Dabei kann dem Beschwerdeführer nicht entgegengehalten werden, dass die Bauimmissionen bereits stattgefunden haben. Die Frischwasserzuleitung wurde ohne Baubewilligung erstellt. Dem Beschwerdeführer darf daraus kein Nachteil entstehen. Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer laut seiner Beschwerdeschrift der Baubewilligungskommission Walzenhausen ein Wiederaufnahmebegehren oder Wiedererwägungsgesuch gestellt hat, mit dem er die fehlende Baureife des Wohnhauses des Beschwerdegegners geltend macht, zu welchem die streitige Frischwasserzuleitung führt. Er bestreitet darin, dass dieses Wohnhaus im Sinne von Art. 19 RPG hinreichend erschlossen sei. Demnach fehle eine Voraussetzung für die Erteilung einer Baubewilligung nach Art. 22 Abs. 2 lit. b RPG. Eine ungenügende Erschliessung hätte zur Folge, dass ein Widerruf der Baubewilligung des Wohnhauses geprüft werden müsse. Daraus leitet er zusätzlich einen konkreten praktischen Nutzen ab, dass der Beschwerdegegner den rechtmässigen Zustand wiederherstellen müsste.