Citation: 6B_779/2008 20.03.2009 E. 2.3.1

Y.________ bringt zunächst vor, die beiden Gutachten stützten sich für den Sachverhalt auf die Anklageschrift. Diese würde jedoch den Sachverhalt unmittelbar vor der stattgefundenen Prügelszene aktenwidrig abkürzen. Deshalb würden die beiden Gutachten diesen Ereignisablauf nicht bzw. nicht ausreichend in die gutachterlichen Überlegungen einbeziehen. Y.________ stellt der Beweiswürdigung der Vorinstanz seine eigenen Tatsachenbehauptungen gegenüber, ohne zu erörtern, inwiefern der Entscheid (auch) im Ergebnis schlechterdings unhaltbar sein sollte (vgl. BGE 129 I 173 E. 3.1 S. 178 mit Hinweisen). Seine Vorbringen erschöpfen sich in einer unzulässigen appellatorischen Kritik am angefochtenen Urteil und genügen folglich den Begründungsanforderungen gemäss Art. 106 Abs. 2 BGG nicht (vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 245 f. mit Hinweis). Auf die Einwände von Y.________ gegen die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz ist nicht einzutreten, weshalb der Sachverhalt als erstellt gilt. 2.3.2 Weiter bringt Y.________ vor, das Gutachten gebe keine schlüssige Antwort zur Frage, wodurch die lebensgefährlichen Verletzungen entstanden seien. Die Vorinstanz begründet, wieso die von Y.________ vorgebrachten Tatvarianten (Verletzung durch Sturz des Opfers, fehlerhafte Applizierung der Drainagen, vorbestandener körperlicher Mangel des Opfers) ausgeschlossen werden können. Y.________ legt nicht dar, inwiefern diese Feststellung willkürlich bzw. unter Verletzung einer verfahrensrechtlichen Verfassungsvorschrift zustande gekommen ist. Die Beschwerde genügt den Begründungsanforderungen von Art. 106 Abs. 2 BGG nicht (vgl. BGE 133 II 249 a.a.O.). Die Vorinstanz durfte auf das Gutachten des IRM abstellen und somit auf die Einholung eines Obergutachtens verzichten, ohne den Anspruch auf rechtliches Gehör zu verletzen. 2.3.3 Y.________ geht von einer erheblichen Verminderung seiner Schuldfähigkeit aus. Sowohl sein retardierter Entwicklungsstand als auch die hohe Emotionalisierung in der Vorphase vor der Prügelszene seien im psychiatrischen Gutachten nicht ausreichend berücksichtigt worden. Das Gutachten beschreibe ihn als deutlich aggressionsgehemmt, in keiner Weise zu Gewalttätigkeiten neigend, selbstbeherrscht, zurückhaltend und belastbar. Wäre er zurechnungsfähig gewesen, so hätte er sich wohl seiner Persönlichkeitsstruktur entsprechend verhalten. Dr. med. D.________ stelle fest, dass eine akute Belastungsreaktion bestanden habe, welche zu einer Einschränkung der Besinnungsfähigkeit bei der Tatausführung geführt habe. Beim Therapiebericht von Dr. med. D.________ handelt es sich um ein Parteigutachten, welchem lediglich die Bedeutung einer Parteibehauptung zukommt (BGE 127 I 73 E. 3f/bb S. 82 mit Hinweis). Das Gutachten kommt zum Schluss, dass die akute Belastungsreaktion zu einer "Einschränkung der Besinnungsfähigkeit" bei der Tatausübung geführt haben "dürfte". Der Gutachter führt jedoch nicht aus, ob und inwiefern der gegenteilige Schluss des Gerichtsgutachtens falsch ist. Die Vorinstanz zweifelt nicht an der Schlüssigkeit des Gerichtgutachtens, welches sie als zureichend erachtet. In vorweggenommener Beweiswürdigung durfte sie auf die Einholung eines Obergutachtens verzichten. Wiederum hat sie dadurch den Anspruch auf rechtliches Gehör nicht verletzt. Die Rügen von Y.________ sind allesamt abzuweisen, soweit darauf mangels hinreichender Begründung überhaupt einzutreten ist.