Citation: 2C_37/2024 E. 5.3

5.3. Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor, entgegen der Vorinstanz belegten die eingereichten Chatverläufe, dass keine Umgehungsehe geplant sei. Nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz (Art. 105 Abs. 1 BGG) handelt es sich bei dem beim Migrationsamt eingereichten Chatverlauf um einen undatierten, oberflächlichen Austausch belangloser Dinge, der überwiegend aus Emojis besteht. Die später im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren nachgereichten Chatnachrichten enthalten zwar diverse Liebesbekundungen, Fotos und Hinweise, dass die Verlobten telefoniert haben. Die Chatnachrichten datieren jedoch unmittelbar nach dem ablehnenden Entscheid des Migrationsamts, umfassen lediglich einen Zeitraum von vier Tagen und wurden nicht übersetzt, sodass deren inhaltliche Bedeutung nicht überprüft werden kann. Wie die Vorinstanz zutreffend erwog, vermögen die eingereichten Chatverläufe damit die Indizien für das Vorliegen einer Scheinehe nicht zu widerlegen. Jedenfalls belegen die Chatverläufe nicht, dass die Verlobten ihre Lebenssituationen gegenseitig kennen würden oder dass sie eine eigentliche Lebensgemeinschaft anstrebten. Auch die eingereichten Fotos sind undatiert, schwierig einzuordnen und dadurch wenig aussagekräftig. Nicht zu beanstanden ist ferner die Beurteilung der Vorinstanz, dass die Belege nur von geringer Beweiskraft sind, da Täuschungsabsicht nicht ausgeschlossen werden könne.