Citation: U 431/99 01.03.2001 E. 1

1.- In formellrechtlicher Hinsicht macht die Beschwerdeführerin die Verletzung ihrer Mitwirkungs- und Parteirechte im Rahmen der durchgeführten medizinischen Untersuchungen geltend. a) Sie rügt namentlich, die "Winterthur" habe ihr hinsichtlich der Begutachtung durch die Dres. med. K.________ und R.________ (vom 14. Mai/11. Juni 1996) keine Gelegenheit gegeben, sich zur Person des Sachverständigen und zur Fragestellung zu äussern. Dieser Einwand ist mit Blick darauf, dass die damalige Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin in Kenntnis des an Dr. med. K.________ gesandten Fragenkatalogs, welcher ihr von der "Winterthur" zugestellt worden war, mit Schreiben vom 8. Februar 1996 keine Bedenken gegenüber der Person des Gutachters geäussert und ausdrücklich auf Ergänzungsfragen verzichtet hatte, unbegründet. b) Ferner wird vorgebracht, die Beauftragung des Dr. med. I.________ durch die IV-Stelle Bern sei ohne Gewährung des rechtlichen Gehörs erfolgt und auch die "Winterthur" habe es unterlassen, der Beschwerdeführerin die Möglichkeit einzuräumen, sich nachträglich zum betreffenden Gutachten (vom 2. Juli 1996) wie auch zum Experten zu äussern und Ergänzungsfragen zu stellen. Was das IV-Verfahren anbelangt, wären Mängel bei der Einholung oder beim Zustandekommen eines Beweismittels in diesem Verfahren geltend zu machen, da die Beachtung allfälliger Mitwirkungsrechte einzig von derjenigen Instanz oder Behörde erfolgen kann, welche das Gutachten selber einholt (BGE 125 V 337 Erw. 4b). Mit Blick auf das Einspracheverfahren der "Winterthur" ist darauf hinzuweisen, dass das rechtliche Gehör insbesondere das Recht beinhaltet, an der Erhebung wesentlicher Tatsachen mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 125 V 335 Erw. 3a, 124 V 181 Erw. 1a, je mit Hinweisen). Wie dem Einspracheentscheid vom 3. September 1997 zu entnehmen ist, stützte die "Winterthur" sich im Wesentlichen auf die Schlussfolgerungen der von ihr eingeholten Expertise der Dres. med. K.________ und R.________ (vom 14. Mai/11. Juni 1996) sowie die vertrauensärztlichen Stellungnahmen des Dr. med. C.________ (vom 5. März 1997) und des Dr. med. H.________ (vom 15. August 1997) ab. Das Gutachten des Dr. med. I.________ (vom 2. Juli 1996) wurde zwar ebenfalls erwähnt, darauf aber nicht primär abgestellt, sondern in einem die genannten ärztlichen Auffassungen lediglich bestätigenden Sinne angeführt ("Auch dieser Mediziner kommt zum dem Ergebnis, dass im Falle Ihrer Mandantin keine unfallbedingte psychische Störung gegeben ist, [...]"). Es erscheint somit zumindest zweifelhaft, ob diesem Gutachten im Sinne der zitierten Rechtsprechung entscheidwesentliche Bedeutung beizumessen ist. Im Übrigen nahm der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin bereits in seiner Eingabe vom 28. Oktober 1996 an die "Winterthur" Bezug auf die Ausführungen des Dr. med. I.________, woraus zu schliessen ist, dass beinahe ein Jahr vor Erlass des Einspracheentscheides (vom 3. September 1997) Kenntnis davon und mithin auch die Möglichkeit bestand, gegenüber der "Winterthur" zum betreffenden Gutachten Stellung zu nehmen. Hierin erschöpfte sich indes das Mitwirkungsrecht, sofern - wie dargelegt - ein derartiges Recht in Bezug auf das besagte Gutachten überhaupt zu bejahen ist. Ein anderes Ergebnis lässt sich entgegen den Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde auch nicht aus BGE 125 V 337 Erw. 4b schliessen.