Citation: 6B_936/2019 E. 6.4

6.4. Die Vorinstanz setzt sich unter Verweisung auf die Erwägungen im erstinstanzlichen Urteil mit den wesentlichen zumessungsrelevanten Komponenten auseinander und würdigt sämtliche Zumessungsgründe zutreffend. Dass sie dabei von rechtlich nicht massgeblichen Gesichtspunkten ausgegangen wäre oder wesentliche Gesichtspunkte nicht berücksichtigt hätte, ist nicht ersichtlich. So geht sie zu Recht von der qualifizierten Veruntreuung als schwerstem Delikt aus (Art. 49 Abs. 1 StGB). Die hiefür von der Vorinstanz festgesetzte Einsatzstrafe von 15 Monaten bei einem von der Vorinstanz als noch leicht eingestuften Tatverschulden scheint angesichts des weiten Strafrahmens von Geldstrafe bis 10 Jahre Freiheitsstrafe noch im Rahmen des Ermessens. Dies gilt trotz des Umstands, dass sich der durch die unautorisierten Optionsgeschäfte im Rahmen der ungetreuen Geschäftsbesorgung verursachte Schaden durch die Veruntreuungshandlungen nicht vergrössert hat (angefochtenes Urteil S. 85). Doch geht auch die Vorinstanz davon aus, dass die Beschwerdeführerin die insgesamt 19 Geldüberweisungen zulasten der Bankkunden jedenfalls mit dem Ziel veranlasst, die Folgen der ungetreuen Geschäftsbesorgung zu verschleiern (vgl. erstinstanzliches Urteil S. 192). Nicht zu beanstanden ist sodann, dass die Vorinstanz dem Umstand, dass sie den Schaden zu einem Gefährdungsschaden "herabqualifiziert" hat, im Rahmen der Strafzumessung keine Bedeutung beigemessen hat, zumal die Vermögensgefährdung in diesem Sinne dem Schaden als Verletzungserfolg gleichsteht. Es handelt sich bei der schadensgleichen Vermögensgefährdung mithin nicht um eine besondere, allenfalls gar geringfügigere Schadensart, sondern um die Einführung eines besonderen Bewertungselements (MAEDER/NIGGLI, in: Basler Kommentar, Strafrecht II, 4. Aufl. 2019, N 188 zu Art. 146). Dasselbe gilt für den Einwand, das angefochtene Urteil sei ungenügend begründet, weil die Vorinstanz den Schaden nicht beziffert habe, zumal nach der Rechtsprechung genügt, dass das Gericht diesen im Sinne eines Minimums frei schätzt (Urteil 6B_28/2018 vom 7. August 2018 E. 4.2.3). Nicht zu beanstanden ist schliesslich die Straferhöhung wegen der mehrfachen Urkundenfälschung und der mehrfachen ungetreuen Geschäftsbesorgung. Dies gilt trotz des Umstands, dass sich der Deliktsbetrag im Vergleich zum erstinstanzlichen Urteil wegen des Freispruchs in fünf weiteren Fällen deutlich verringert hat. Doch liegt die Gewichtung des Verschuldens durch die Vorinstanz noch im Rahmen des Ermessens, zumal die diese, wie die Beschwerdeführerin zu Recht vorbringt (Beschwerde S. 42), nicht an den Entscheid der ersten Instanz gebunden war und diesen auch zum Nachteil der Beschwerdeführerin abändern durfte, da die Staatsanwaltschaft Anschlussberufung erhoben hat (Art. 391 Abs. 2 StPO). Insgesamt erscheinen die Erwägungen der Vorinstanz ohne weiteres als plausibel und sind die daraus gezogenen Schlüsse einleuchtend. Im Übrigen könnte das Bundesgericht das angefochtene Urteil, wo sich die Strafe unter Beachtung aller relevanten Faktoren wie hier offensichtlich im Rahmen des dem Sachgericht zustehenden Ermessens hält, auch bestätigen, wenn dieses in Bezug auf die Erwägungen zum Strafmass einzelne Unklarheiten und Unvollkommenheiten enthielte. Die Vorinstanz hat somit jedenfalls ihr Ermessen in der Strafzumessung nicht überschritten.