Citation: I 252/05 09.06.2006 E. 3

Das kantonale Gericht erwog, dass die Besorgung des Haushaltes grundsätzlich nicht versicherter Aufgabenbereich der Beschwerdeführerin sei, weil diese vor Eintritt der Invalidität voll erwerbstätig gewesen sei und auf der Grundlage der entsprechenden Qualifikation und der daraus resultierenden vollen Erwerbsunfähigkeit eine ganze Rente beziehe. Wie es sich mit der präjudizierenden Wirkung der seinerzeitigen Qualifikation der Versicherten als vollerwerbstätige Lehrerin verhält, mag indessen hier offen bleiben. Entscheidend ist, dass das geltend gemachte Hilfsmittel (Treppenlift vom Erd- zum Obergeschoss) für die Eingliederung in den Aufgabenbereich der Haushaltführung jedenfalls nicht notwendig ist: An dieser allgemeinen Anspruchsvoraussetzung des hievor wiedergegebenen Art. 8 Abs. 1 IVG gebricht es, weil angesichts der günstigen Platzverhältnisse (beinahe) sämtliche der bisher im Obergeschoss ausgeübten Haushalttätigkeiten (Sortieren, Aufhängen, Bügeln und Flicken der Wäsche, Nähen) ohne weiteres auch im Erdgeschoss verrichtet werden können. Ob - wie von der Beschwerdeführerin entgegen den Feststellungen des Fachmanns für Hilfsmittelberatung behauptet - eine Verlegung von Waschmaschine und Wäschetrockner vom Obergeschoss ins Untergeschoss (oder etwa in die im Ergeschoss gelegene Küche) tatsächlich nicht zumutbar ist, braucht ebenfalls nicht beantwortet zu werden. Selbst wenn dem so wäre, ist der IV-Stelle beizupflichten, dass das Hinauf- und Hinuntertragen des Wäschekorbes vom Erd- ins Obergeschoss und umgekehrt sowie die Bedienung von Waschmaschine und Wäschetrockner durch den pensionierten Lebenspartner der Versicherten besorgt werden können, ohne dass darin invalidenversicherungsrechtlich eine leistungsauslösende Fremdhilfe zu erblicken wäre. Wenn in der Beschwerde an die Vorinstanz dagegen vorgebracht wurde, die Versicherte lebe im Konkubinat, "weshalb ihr Partner in zivilrechtlicher Hinsicht keine besondere Stellung" habe, ändert dies nichts am Grundsatz, dass nach der Schadenminderungspflicht einer versicherten Person Massnahmen zuzumuten sind, die ein vernünftiger Mensch in der gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Versicherungsleistungen zu erwarten hätte (vgl. Urteil S. vom 11. August 2003, I 681/02). Nach den Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde teilten sich die Versicherte und ihr langjähriger Lebenspartner vor Eintritt des invalidisierenden Gesundheitsschadens in der Besorgung des Zweipersonenhaushaltes. Es würde nun jeglicher Vernunft widersprechen, wenn sich die Lebensgemeinschaft nach Ausbruch der schweren Erkrankung der Partnerin dahingehend neu organisierte, dass diese fortan den gesamten Haushalt zu führen hätte. Ist nach dem Gesagten davon auszugehen, dass die Versicherte ihren Anteil an der Besorgung des gemeinsamen Haushaltes offenkundig auch ohne einen vom Erd- ins Obergeschoss führenden Treppenlift erbringen könnte, fällt eine Versorgung mit dem anbegehrten Hilfsmittel ausser Betracht.