Citation: U 241/01 04.09.2002 E. 4

Anders als die Vorinstanz erwogen hat, sind die bei den Akten liegenden Aussagen der von der SUVA Befragten nicht so klar und übereinstimmend (Erw. 2.2), dass im Rahmen einer antizipierten Beweiswürdigung auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten war. Wenn die Beschwerdeführerin nach der schriftlichen Aussage von Frau N.________ und Herrn H.________ die Ganztagsstelle abgelehnt haben soll, "weil sie den Anforderungen nicht gewachsen war", könnte dies gerade auch mit den Folgen des Unfalles vom 31. Mai 1998 in Zusammenhang gestanden haben; aus den Akten ergeben sich keine Anhaltspunkte dafür, dass die Beschwerdeführerin vor dem Unfall in ihrer 10-jährigen Betriebszugehörigkeit Mühe gehabt hätte, die gestellten Anforderungen zu erfüllen. Es findet sich (neben dem Unfall) auch keine plausible Begründung dafür, warum dies bei einem Wechsel von der Teil- zur Vollzeitbeschäftigung nun der Fall sein sollte. Bei der Aussage von Frau U.________, die Beschwerdeführerin habe die Vollzeitstelle "aus rein persönlichen Gründen abgelehnt, welche mit dem Unfall in keinerlei Zusammenhang gestanden" hätten, ist zu berücksichtigen, dass von dieser Mitarbeiterin nur bekannt ist, dass sie während der fraglichen Zeit im Sekretariat gearbeitet hat und später Personalchefin wurde, so dass die Verlässlichkeit dieser Aussage ohne weitere Beweismassnahmen schlecht beurteilt werden kann. Es ist davon auszugehen, dass die befragten Personen die gemachten Angaben als Zeugen verdeutlichen können, und dass damit von ihrer Einvernahme zusätzliche rechtserhebliche Erkenntnisse bezüglich der Erweiterung des Pensums gewonnen werden. Die Verfahrensvorschriften des Kantons und des Bundes hätten der Befragung des Schwagers nicht entgegen gestanden. Nachdem es Sache der Versicherten ist, mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit darzutun, dass sie ihr Arbeitspensum erhöht hätte, wenn kein Unfall eingetreten wäre, war die Vorinstanz deshalb gehalten, die Parteirechte der Beschwerdeführerin zu wahren und die erheblichen Beweise abzunehmen. Die Sache ist zur Abklärung der offenen Fragen rund um die angebotene Ausweitung des Arbeitspensums an die Vorinstanz zurückzuweisen, die hierauf über den Leistungsanspruch neu entscheiden wird.