Citation: 2C_702/2016 E. 4.3.4

4.3.4. Den bestehenden privaten Interessen des Beschwerdeführers steht ein erhebliches öffentliches Interesse an der Beendigung seines Aufenthalts entgegen. Dieses ergibt sich insbesondere aus dem migrationsrechtlichen Verschulden des Beschwerdeführers, für das die im Urteil vom 21. Mai 2014 ausgesprochene Strafe den Ausgangspunkt bildet (vgl. BGE 134 II 10 E. 4.2 S. 23; Urteil 2C_94/2016 vom 2. November 2016 E. 4.1). Hinzu kommt die grosse Anzahl geschädigter Personen und die Tatsache, dass der Beschwerdeführer bereits vor der verfahrensauslösenden Verurteilung wegen gleichgelagerter Delikte mehrfach zu Geld- und Freiheitsstrafen verurteilt werden musste. Die bestehende Gefahr, dass der Beschwerdeführer erneut strafrechtlich auffallen wird (vgl. E. 4.2 hiervor), verleiht dem öffentlichen Interesse an einem Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung zusätzliches Gewicht. Angesichts der zahlreichen und über einen langen Zeitraum erfolgten Verurteilungen des Beschwerdeführers ist demgegenüber nicht massgeblich, dass er migrationsrechtlich soweit ersichtlich noch nie verwarnt wurde. Zwar sollte eine vorgängige Verwarnung im Hinblick auf die Verhältnismässigkeit einer aufenthaltsbeendenden Massnahme bei ausländischen Personen die Regel bilden, soweit sie der zweiten Generation angehören oder sie sich schon sehr lange in der Schweiz aufhalten (vgl. Urteile 2C_94/2016 vom 2. November 2016 E. 3.4; 2C_453/2015 vom 10. Dezember 2015 E. 5.3). Aufgrund der wiederholten Verurteilungen musste dem Beschwerdeführer indes auch ohne ausdrückliche ausländerrechtliche Verwarnung klar sein, dass er sein Verhalten zu ändern hatte, falls er seinen weiteren Aufenthalt im Land nicht gefährden wollte. Nach dem Dargelegten überwiegt das öffentliche Interesse an einem Widerruf der Niederlassungsbewilligung das private Interesse des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz deutlich.