Citation: 8C_125/2008 13.10.2008 E. 1

Beim vorinstanzlichen Rückweisungsentscheid handelt es sich in der Terminologie des BGG um einen Zwischenentscheid. Er kann daher nur unter den Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG selbstständig angefochten werden (BGE 133 V 477 E. 4.2 S. 481 f.). Lit. a dieser Bestimmung lässt die selbstständige Anfechtung eines Zwischenentscheids zu, wenn dieser einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann. Nach der Rechtsprechung ist diese Voraussetzung seitens des Versicherers erfüllt, wenn der Rückweisungsentscheid eines kantonalen Gerichts verbindliche Vorgaben zu den Grundlagen der Anspruchsbeurteilung enthält. Ebenso stellt es einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil dar, wenn eine Behörde durch einen Rückweisungsentscheid gezwungen wird, entgegen ihrer Auffassung eine neue Anordnung zu erlassen (BGE 133 V 477 E. 5.2 S. 483 ff.; SVR 2008 IV Nr. 31 S. 100 E. 1.2, I 126/07). Die IV-Stelle macht geltend, mit dem vorinstanzlichen Entscheid werde sie in rechtswidriger Weise gezwungen, ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren durchzuführen. Damit wäre die Anordnung einer medizinischen oder beruflichen Massnahme verbunden, welche die IV-Stelle selbst als unnötig und daher für falsch erachtet. Demzufolge ist in der entsprechenden Weisung des kantonalen Gerichts ein nicht wieder gutzumachender Nachteil zu erblicken, weshalb auf die Beschwerde eingetreten werden kann.