Citation: 8C_692/2009 23.02.2010 E. 7

Es wird schliesslich geltend gemacht, dass der Endzustand erst am 1. Januar 2005 erreicht gewesen sei. 7.1 Rechtsprechungsgemäss lassen sich bei Schleudertraumen oder schleudertraumaähnlichen Verletzungen der HWS sowie Schädel-Hirntraumen die dafür massgebenden Kriterien grundsätzlich nach Abschluss des normalen, unfallbedingt erforderlichen Heilungsprozesses beurteilen (Urteil U 271/05 vom 13. Februar 2006 E. 4.1). Ein Fall ist abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann. Es ist in diesem Zusammenhang auf BGE 134 V 109 hinzuweisen, in welchem sich das Bundesgericht auch zum Zeitpunkt des Fallabschlusses geäussert hat (E. 3 und 4 S. 112 ff.). Demnach sind Heilbehandlung und Taggeld solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung abzuschliessen (E. 4.1 S. 114). Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Dabei verdeutlicht die Verwendung des Begriffes "namhaft" durch den Gesetzgeber, dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen nicht (E. 4.3 S. 115). 7.2 Die Beschwerdeführerin rügt diesbezüglich, dass die Vorinstanz zu Unrecht allein auf die Arbeitsfähigkeit abgestellt habe. Diese wurde vom Hausarzt festgelegt, welcher bis zum 31. Dezember 2004 eine Arbeitsfähigkeit von 40 %, ab 1. Januar 2005 eine solche von 50 % attestierte. Gestützt darauf gingen auch die MEDAS-Gutachter davon aus, dass der Endzustand am 1. Januar 2005 erreicht gewesen sei. 7.3 Massgebend ist, wie ausgeführt, ob die Arbeitsfähigkeit durch weitere Heilbehandlung namhaft gesteigert werden kann. Vorliegend wäre also entscheidwesentlich, ob - entgegen der Auffassung von Verwaltung und Vorinstanz - nach dem 31. August 2003 von weiterer Heilbehandlung noch eine Besserung des Gesundheitszustandes mit namhafter Steigerung der Arbeitsfähigkeit hätte erwartet werden können. Dazu äussert sich die Beschwerdeführerin nicht. Anhand der Akten kann davon jedoch nicht ausgegangen werden. Das Gutachten der Klinik X.________ äusserte sich am 28. Januar 2004 dahingehend, dass keine Unfallfolgen mehr vorliegen würden, die Arbeitsfähigkeit unfallbedingt nicht mehr eingeschränkt sei und dementsprechend keine diesbezüglichen Therapievorschläge unterbreitet werden könnten, wobei ausdrücklich auf den Zeitpunkt der Begutachtung am 21. August 2003 hingewiesen wurde. Immerhin war der Gutachter Dr. med. E.________ der Ansicht, dass (lediglich) eine Psychotherapie eine Verbesserung der Situation der Patientin bringen würde. Der Hausarzt attestierte in der Folge weiterhin eine Arbeitsfähigkeit von 40 % und es wurden wie bis anhin ausschliesslich die bereits genannten konservativen Therapien durchgeführt. Unter diesen Umständen ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass der Unfallversicherer den Fall zu Recht per 31. August 2003 abgeschlossen hat.