Citation: 9C_679/2020 E. 5.2.4

5.2.4. Die Vorinstanz erkannte, die Ausführungen der ZIMB-Experten (Zentrum für Interdisziplinäre Medizinische Begutachtungen AG) in ihrem Gutachten vom 22. Juli 2016, wonach der Beschwerdegegner vor der Neuroborreliose offensichtlich nicht in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen sei, seien weder schlüssig noch nachvollziehbar. So hätten sowohl Dr. med. E.________, Facharzt für Neurologie (Bericht vom 25. August 2016), wie auch Dr. med. F.________, Fachärztin für Neurologie (Expertise der asim [Academy of Swiss Insurance Medicine], Universitätsspital Basel, vom 24. September 2018), davon berichtet, dass der Beschwerdegegner bereits vor der im September 2014 erlittenen Neuroborreliose residuelle Einschränkungen aufgewiesen habe, die gemäss Dr. med. F.________ auf den Hirninfarkt im Jahr 2009 zurückzuführen seien. Entgegen der Beschwerdeführerin berücksichtigte die Vorinstanz mithin das Gutachten des ZIMB im Rahmen der Beweiswürdigung. Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, die Berichte von Dr. med. E.________ und Dr. med. F.________ würden nicht gegen den Schluss sprechen, dass von Januar 2013 bis Mai 2014 eine annähernd vollständige Arbeits- und Leistungsfähigkeit bestanden habe, vermag sie damit keine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung durch das kantonale Gericht aufzuzeigen. Auch die Aussage des Beschwerdegegners im Rahmen der Begutachtung durch das ZIMB, wonach er die Festanstellung bekommen habe, weil er für die C.________ AG eine Entlastung erbringen könne, lässt die vorinstanzlichen Feststellungen nicht erschüttern; kann er dem Betrieb doch auch mit einer reduzierten Leistungsfähigkeit eine Entlastung bieten.