Citation: 12T_2/2013 E. 3.1

3.1. Gegenstand der administrativen Aufsicht des Bundesgerichts ist der äussere Geschäftsgang, die ordnungsgemässe Geschäftsführung und die korrekte Wahrnehmung der Rechtsprechungsaufgaben. Im Zentrum der Aufsicht steht die Gerichtsverwaltung. Die Rechtsprechung als solche ist von der Aufsicht ausgenommen (Art. 2 Abs. 2 Aufsichtsreglement des Bundesgerichts, SR 173.110.132). Ob die Voraussetzungen für die Erhebung eines Kostenvorschusses gegeben sind und wie hoch dieser anzusetzen ist, sind typische Frage der Rechtsanwendung, die der Aufsicht des Bundesgerichts entzogen sind. Die Erhebung des Kostenvorschusses kann einzig Gegenstand der Aufsicht bilden, soweit der Zugang zum Gericht nicht mehr gewährleistet wäre und damit die Frage im Raume stünde, ob überhaupt Recht gesprochen wird (BGE 136 II 380 E. 2). Die Erhebung von Kostenvorschüssen ist jedoch gesetzlich vorgesehen (Art. 63 VwVG); die Kostenvorschüsse bewegen sich im gesetzlichen Rahmen. Der Zugang zum Gericht ist somit gewährleistet. Im Übrigen ergibt sich allein aus der geltend gemachten Abweichung in der Höhe des Kostenvorschusses von 50 und 100% gegenüber der üblichen Praxis mit Rücksicht auf die Besonderheiten jedes Einzelfalles noch kein hinreichender Hinweis auf eine mangelnde Koordination der Rechtsprechung, welcher die Aufsichtsbehörde allenfalls nachgehen könnte.