Citation: I 353/03 16.12.2003 E. A

B.________, geboren 1968, erlitt bei einem Motorradunfall am 18. März 1989 eine drittgradig offene distale Unterschenkelquerfraktur (Tibiaschrägfraktur und Fibulaquerfraktur) links und eine untere Schambeinfraktur rechts. Er wurde notfallmässig im Spital X.________ hospitalisiert und operiert. Der Heilungsprozess der Unterschenkelfraktur verzögerte sich. Ende August 1989 wurden vom Hausarzt Dr. med. R.________, Allgemeine Medizin FMH, erstmals intermittierende Sehstörungen, eine Gehöreinbusse und eine eventuelle Commotio cerebri nach dem Unfall erwähnt. Im weiteren Verlauf traten wechselnde multiple Beschwerden auf, insbesondere Schmerzen am linken Unterschenkel und in der rechten Leiste, Rücken-, Nacken- und Kopfschmerzen. Bis Februar 1990 war B.________ 100 % arbeitsunfähig, konnte aber seine Lehre als Bäcker-Konditor im April 1989 abschliessen. Danach arbeitete er stundenweise in der Bäckerei-Konditorei seiner Eltern. Wegen einer Mehlstauballergie wurde er im Rahmen einer beruflichen Eingliederungsmassnahme der Invalidenversicherung (IV) zum Sozialpädagogen umgeschult. Die Ausbildung dauerte von Januar 1991 bis November 1994. Ab 22. August 1994 war B.________ im Kinderheim A.________ als Sozialpädagoge mit einem Arbeitspensum von 80 % angestellt. Die "Zürich" Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: "Zürich") richtete aus der obligatorischen Unfallversicherung für eine Arbeitsunfähigkeit von 20 % Taggelder aus. Am 6. Juni 1995 beantragte B.________ bei der IV-Stelle des Kantons Zürich medizinische Massnahmen und eine Teilrente, da er an ständigen Schmerzen leide und auf längere Sicht nur 60 % arbeiten könne. Per Ende August 1996 kündigte er das Arbeitsverhältnis mit dem Kinderheim A.________ aus gesundheitlichen und persönlichen Gründen. Mit zwei Verfügungen vom 31. Juli 1997 lehnte die IV-Stelle die Leistungsbegehren ab. Beide Verfügungen erwuchsen unangefochten in Rechtskraft. Von April 1997 bis Juli 1999 war B.________ wiederum als Sozialpädagoge angestellt (80%-Pensum), sein letzter effektiver Arbeitstag war der 14. Januar 1999. Am 11. März 1999 beantragte er erneut eine Invalidenrente. Die Verwaltung holte Berichte unter anderem des Hausarztes Dr. med. G.________, Allgemeine Medizin und Tropenkrankheit, der Rheumatologen Dr. med. S.________ und Dr. med. D.________ sowie der Psychiatrischen Klinik X.________ ein. Weiter zog sie die Akten der "Zürich" bei. Diese enthalten unter anderem ein polydisziplinäres Gutachten von Dr. med. W.________, Oberarzt am Spital Y.________, Rheumaklinik und Institut für Physikalische Medizin vom 23. März 2001. Anschliessend stellte die IV-Stelle dem Versicherten in Aussicht, sein Leistungsbegehren abzulehnen, da die Arbeitsunfähigkeit gemäss Gutachten lediglich 10 % betrage (Vorbescheid vom 11. Juni 2001). B.________ erhob daraufhin verschiedene Einwände gegen den Inhalt des Gutachtens und die Person des Gutachters. Mit Verfügung vom 13. Juli 2001 lehnte die IV-Stelle das Rentenbegehren ab.