Citation: 6S.541/2001 27.11.2001 E. 4

4.-Die von der Beschwerdeführerin aufgeworfene Frage nach dem Anwendungsbereich von Art. 270 lit. g BStP war im Zeitpunkt der Einreichung der Beschwerde noch nie entschieden worden. Zwar stimmt Art. 270 lit. g BStP mit Art. 270 Abs. 3 aBStP in der bis zum 31. Dezember 1992 geltenden Fassung überein. Die Rechtsprechung zu jener Bestimmung war indessen nicht einheitlich. Zudem konnte sich die Frage nach dem Anwendungsbereich der Bestimmung neu stellen, zumal das neue Recht im Unterschied zu dem bis zum 31. Dezember 1992 geltenden Recht nicht mehr die uneingeschränkte Beschwerdelegitimation des Strafantragstellers bei Antragsdelikten vorsieht. Aus diesen Gründen wird von der Erhebung einer Gerichtsgebühr für das bundesgerichtliche Verfahren abgesehen.