Citation: 9C_437/2022 E. 4.2

4.2. Vorinstanz und Verwaltung konnten die massgebende Lohnsumme für das Jahr 2015 nicht genau festlegen, sondern haben diese aufgrund einer eingehenden Würdigung der gesamten Umstände geschätzt. Dabei steht fest und ist unbestritten, dass die konkursite Gesellschaft die abschliessende Lohndeklaration für das Jahr 2015 trotz vorgängiger Mahnung nicht mehr einreichte. Damit waren Vorinstanz und Verwaltung trotz Geltung des Untersuchungsgrundsatzes befugt, die massgebende Lohnsumme für das Jahr 2015 zu schätzen (BGE 118 V 65 E. 3b; 110 V 229 E. 4a mit Hinweis). Entgegen ihren Vorbringen besteht dabei der Beweisnotstand der Ausgleichskasse unabhängig von der Frage, inwieweit die Beschwerdeführer diesen - obwohl bereits per 22. Oktober 2015 als Organe aus der Gesellschaft ausgeschieden - zu vertreten haben. Andere Beweismassnahmen, welche mit verhältnismässigem Aufwand zu einer genaueren Festlegung der Lohnsumme führen könnten, sind keine ersichtlich. Insbesondere erscheint es als wenig realistisch, sämtliche ehemaligen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Gesellschaft als Zeugen befragen zu wollen. Entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführer können die Löhne im Weiteren nicht aus den Auszügen aus den Individuellen Konten der Arbeitnehmenden bei der AHV entnommen werden, besteht doch das Problem gerade darin, dass die Löhne gegenüber der AHV nicht korrekt deklariert wurden.