Citation: I 27/05 04.04.2005 E. 2

2.1 Zur Begründung ihres Nichteintretensentscheides hat die Vorinstanz angeführt, es liege die Festsetzung einer Entschädigung im Streit, welche auf einem zwischen dem Heim S.________ und der Invalidenversicherung abgeschlossenen Tarifvertrag basiere. Zuständig für die Beurteilung derartiger Streitigkeiten zwischen der Invalidenversicherung und einem Leistungserbringer sei das Schiedsgericht. Gemäss Art. 27bis Abs. 1 IVG entscheiden über Streitigkeiten zwischen der Versicherung und Leistungserbringern die von den Kantonen bezeichneten Schiedsgerichte, wobei unter dem Begriff "Leistungserbringer" sämtliche in Art. 27 Abs. 1 IVG erwähnten Personen, Anstalten und Werkstätten, welche Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung durchführen, sowie die Abgabestellen für Hilfsmittel usw. zu verstehen sind (Botschaft über die 4. Revision des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 21. Februar 2001, BBl 2001 3205 ff., 3286 f.). Es steht fest und wird auch in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht bestritten, dass das Heim S.________ unter den Begriff des Leistungserbringers im Sinne dieser Bestimmung fällt. Damit liegt eine in die Zuständigkeit des Schiedsgerichtes fallende Streitigkeit zwischen der Versicherung (IV-Stelle) und einem Leistungserbringer (Heim S.________) vor. Unter diesen Umständen hat die Vorinstanz zu Recht ihre Unzuständigkeit zur materiellen Beurteilung festgestellt und die Parteien auf den schiedsgerichtlichen Weg verwiesen. 2.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, der Umstand, dass die IV-Stelle das unzutreffende Verfahren eingeschlagen habe, hätte zur Aufhebung des Einspracheentscheides vom 28. Oktober 2004 sowie sämtlicher bisher ergangener Entscheide durch die Vorinstanz führen müssen, obwohl deren Zuständigkeit zur materiellen Beurteilung der vorliegenden Streitigkeit nicht gegeben sei. Es trifft zu, dass die IV-Stelle ihre gegen den Beschwerdeführer gerichtete Rückforderung zu Unrecht in Verfügungsform gekleidet hat, weil die IV-Stellen nicht befugt sind, ihre rechtlichen Beziehungen zu den Leistungserbringern verfügungsweise zu regeln (ZAK 1986 S. 541 ff., bestätigt in BGE 119 V 314 Erw. 3b). Da die Beschwerdegegnerin somit in einem Bereich verfügt hat, der ihrer Kompetenz entzogen ist, erweist sich ihre Verfügung - ebenso wie der sich daran anschliessende Einspracheentscheid vom 28. Oktober 2004 - als mit einem so schweren Mangel behaftet, dass auf Nichtigkeit zu schliessen ist, aus welchem Grunde eine formelle Aufhebung von Einspracheentscheid und Verfügung nicht erforderlich ist. Vielmehr hätte es genügt, wenn die Vorinstanz diesen Mangel festgestellt hätte, entsprechend dem Grundsatz, dass die Nichtigkeit eines Verwaltungsaktes jederzeit und von sämtlichen rechtsanwendenden Behörden von Amtes wegen zu beachten ist (BGE 129 V 488 Erw. 2.3; SVR 2002 KV Nr. 38 S. 138 Erw. 4c). Soweit die Vorinstanz dies unterlassen hat, ist ihr Entscheid aufzuheben.