Citation: 5A_373/2018 E. 3.4.3

3.4.3. Was den Umfang des Ferienrechts angeht, stört sich der Beschwerdeführer daran, dass der angefochtene Entscheid ihm unter Hinweis auf die Üblichkeit lediglich zwei Wochen zugesteht. Er beruft sich auf die vorinstanzliche Erwägung, wonach in streitigen Fällen für Kinder im Grundschulalter zwei bis drei Wochen Ferien pro Jahr üblich sind, und folgert daraus, dass es unhaltbar sei, ihm nur zwei Wochen zuzugestehen, wenn auch drei Wochen als "üblich" bezeichnet werden. Angesichts seiner bestens ausgewiesenen Erziehungsfähigkeit und der liebevollen Beziehung zwischen C.________ und ihm bestehe kein Grund, das Ferienrecht nur für zwei Wochen zu gewähren. Das Minimum müssten die üblichen drei Wochen sein, wobei "angesichts der gegebenen Umstände" nur vier Wochen dem Kindeswohl entsprächen. Soweit der Beschwerdeführer nur ein dreiwöchiges Besuchsrecht als "üblich" gelten lassen will, missversteht er die Vorinstanz, die unter Hinweis auf eine Literaturstelle ausführt, dass für ein Kind in C.________s Alter in streitigen Fällen zwei bis drei Wochen üblich sind. Ausserdem verkennt der Beschwerdeführer wiederum, unter welchen Voraussetzungen das Bundesgericht Willkür bejaht. Hierfür genügt es gerade nicht, dass kein vernünftiger Grund gegen das beantragte Ferienrecht von vier Wochen spricht (s. E. 3.2.5). Im Dunkeln bleibt auch, warum das Kindeswohl unter den "gegebenen Umständen" zwingend ein solches Ferienrecht erfordern und eine Abweichung vom Gerichtsüblichen unabdingbar erscheinen soll. Allein dass es weder an der Erziehungsfähigkeit des Beschwerdeführers noch an seinem Verhältnis zu C.________ etwas zu bemängeln gibt, begründet keine offensichtliche Besonderheit des Einzelfalls, aufgrund derer ein übliches Ferienrecht von zwei Wochen pro Jahr als geradezu sachwidrig erschiene (s. E. 3.2.7). Daran ändert auch der Hinweis des Beschwerdeführers nichts, wonach das Gutachten der E.________ GmbH die empfohlene Besuchs- und Ferienregelung als "Minimalregelung" bezeichne, was klar belege, dass zwei Wochen "aktuell definitiv zu wenig sind". Die fragliche Passage steht unter dem Titel "Abänderung". Im Anschluss daran stellt das Gutachten klar, dass die Parteien die empfohlene Regelung einvernehmlich anpassen können. Der Ausdruck "Minimal-" bezieht sich also nicht auf den Umfang des Besuchs- und Ferienrechts, sondern auf die Punkte, die aus Sicht des Berichts mindestens zu regeln sind.