Citation: 9C_386/2020 E. 4.1.4

4.1.4. Dabei ist zu beachten, dass mit der Fixierung einer Pauschale grundsätzlich feststeht, welchen Aufwand die zuständige Behörde für Fälle der betreffenden Art üblicherweise als geboten und damit als entschädigungspflichtig erachtet. Darauf kann sie bei ihrer Angemessenheitsprüfung (soeben E. 4.1.3) abstellen, sofern keine in der Pauschale nicht berücksichtigten, notwendigen Aufwendungen dargetan sind. Es liegt mithin am Rechtsvertreter, dessen geleisteter Aufwand auch nach einem Minimalansatz zu einer Entschädigung führt, die über das Mass dessen hinausgeht, was für Fälle der betreffenden Art üblicherweise als geboten und damit entschädigungspflichtig angesehen wird, von sich aus oder gegebenenfalls auf gerichtliche Aufforderung hin darzulegen, inwiefern der geltend gemachte Aufwand zur gehörigen Erledigung des Mandats erforderlich war. Allein die Auflistung von Aufwandspositionen in der Honorarnote ist hierfür nicht ausreichend, sondern es ist aufzuzeigen, inwiefern im konkreten Fall den Rahmen des Üblichen sprengende Aufwendungen notwendig waren (zit. Urteil 8C_278/2020 E. 6.2 i.f.; Urteil 5D_163/2019 vom 24. Februar 2020 E. 6.3 i.f.). Eine substanziierte Begründung des Honoraranspruchs kann vom unentgeltlichen Prozessvertreter freilich nur gefordert werden, wenn er spätestens bei der Übernahme seines Auftrags weiss oder zumindest in Erfahrung bringen kann, auf welchen Pauschalbetrag die zuständige Behörde in durchschnittlichen Verfahren gleicher Art die Grundentschädigung praxisgemäss festsetzt (zum Ganzen: BGE 143 IV 453 E. 2.5.1 S.455 f.; zit. Urteil 8C_278/2020 E. 4.4 mit Hinweisen).