Citation: 5A_928/2016 E. 2

Strittig ist die Unterhaltspflicht der Beschwerdegegnerin ab dem 9. Februar 2016. Im Eheschutzentscheid vom 12. August 2014 sprach das Obergericht dem Beschwerdeführer Unterhalt bis zum 30. April 2015 zu. Danach sei es dem (arbeitslosen) Ehemann möglich und zumutbar, erneut einer Erwerbstätigkeit nachzugehen und selbst für seinen Unterhalt besorgt zu sein (E. 7; vgl. Beschwerdebeilage 2). Im nunmehr angefochtenen Entscheid prüfte das Obergericht, ob dem Beschwerdeführer nach wie vor ein hypothetisches Einkommen angerechnet werden könne. Es erwog, dass die frühere Eheschutzmassnahme nur bei erheblicher und dauernder Veränderung der Entscheidgrundlagen angepasst werden könne. Wer sich darauf berufe, das ihm hypothetisch angerechnete Einkommen nicht erzielen zu können, habe substanziiert darzutun, dass er trotz ernsthafter und ausreichender Arbeitsbemühungen keine Anstellung mit der hypothetisch angenommenen Entlöhnung finden könne. Dem Beschwerdeführer sei dieser Nachweis trotz seiner zahlreichen Bewerbungen nicht gelungen. Die mangelhaften Bewerbungsunterlagen zeigten, dass der Beschwerdeführer die notwendige Ernsthaftigkeit und Sorgfalt im Bewerbungsverfahren nicht aufgewendet habe. Der Beschwerdeführer wirft dem Obergericht Willkür und die Verletzung verschiedener verfassungsmässiger Rechte (Recht auf ein faires und gerechtes Verfahren, rechtliches Gehör, Rechtsgleichheitsgebot, Diskriminierungsverbot) vor. Seine Bemühungen um Arbeit seien mehr als ausreichend und er habe alle sich bietenden und zumutbaren Möglichkeiten ausgeschöpft. Ausserdem habe das Obergericht sich nicht mit den arbeitsmarktlichen Faktoren auseinandergesetzt, denen der Beschwerdeführer mit seinen 54 Jahren ausgesetzt sei. Ebenso wenig habe es die Rollenverteilung während des ehelichen Zusammenlebens, die lange Zeit der Arbeitslosigkeit, die Arbeitsmarktlage in seinem angestammten Beruf oder die allgemeine Wirtschaftslage berücksichtigt.