Citation: 6B_39/2022 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer rügt eine willkürliche Beweiswürdigung der Vorinstanz und eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo". Die Feststellung der Vorinstanz, die Aussagen des Beschwerdeführers hätten sich in hohem Masse als unglaubhaft erwiesen, sei willkürlich. Er habe nicht ausgesagt, dass er nie über ein Möbelstück gefallen wäre. Er habe lediglich verneint, dass ein Sturz auf einen Tisch oder Stuhl die Ursache der Zahnverletzung gewesen sei. Er habe mehrmals ausgesagt, dass er sich aufgrund des vom Privatkläger erhaltenen Faustschlags habe abstützen müssen. Worauf er sich abgestützt habe, sei irrelevant. Es könne daher nicht gesagt werden, er hätte unterschiedliche Schilderungen betreffend seine Reaktion auf den Faustschlag des Privatklägers zu Protokoll gegeben. Ebenso unhaltbar sei die Behauptung der Vorinstanz, das Aussageverhalten des Beschwerdeführers weise erhebliche Aggravationstendenzen bzw. erhebliche Tendenzen zur Relativierung seines eigenen auf Konfrontation angelegten Verhaltens dar. Zuzustimmen sei der Vorinstanz einzig darin, dass sie die Glaubhaftigkeit der Aussagen des Privatklägers in Zweifel gezogen habe. Hingegen erweise sich die Erwägung der Vorinstanz, die Aussagen des Zeugen D.________ seien als sehr glaubhaft zu qualifizieren, als willkürlich. Es falle auf, dass die von D.________ gemachten Aussagen praktisch wörtlich identisch mit denjenigen des Privatklägers seien. Die Verteidigung habe vor Vorinstanz auf diesen Umstand hingewiesen, doch die Vorinstanz habe sich nur zum Begriff "Mupf", also zum identischen Ausdruck, welchen sowohl der Zeuge als auch der Privatkläger gebraucht hätten, geäussert und festgehalten, die Mehrheit der Aussagen sei nicht identisch und nicht stereotyp übereinstimmend. Eine solche Schlussfolgerung halte einer Willkürprüfung nicht stand. Es könne nicht von glaubhaften Schilderungen durch D.________ ausgegangen werden. Der Zeuge wolle nicht nur den Ausdruck "Arschlöcher", sondern auch den Ausdruck "Sauhunde" gehört haben. Dass er mit dem Wort "Sauhunde" beschimpft worden wäre, habe der Privatkläger aber nie erwähnt. Bei einer willkürfreien Beweiswürdigung hätte die Vorinstanz die Aussagen des Beschwerdeführers aIs glaubhaft qualifizieren und ihn freisprechen müssen. Die Vorinstanz verletze auch den Grundsatz "in dubio pro reo", weil sie trotz der vorliegenden unüberwindlichen ZweifeI davon ausgehe, dass sich der angeklagte Sachverhalt verwirklicht habe (Beschwerde S. 4 ff.).