Citation: I 777/03 25.03.2004 E. A

Der am 27. September 1998 geborene U.________ leidet an einer beinbetonten spastischen Tetraparese, Status nach zystischer Leukenzephalomalazie bei Frühgeburtlichkeit (31 SSW, 1640 g). Daneben bestehen multiple Störungen der Sinnesorgane, u.a. ein Strabismus konvergens, Wahrnehmungsstörungen. Die psychomotorische Entwicklung ist verzögert. Nach der Entlassung aus dem Spital X.________ am 9. November 1998 wurde mit intensiver Physiotherapie begonnen. Dazu kam ein Jahr später heilpädagogische Früherziehung. Die Massnahmen wurden ambulant zu Hause durchgeführt und von der Invalidenversicherung übernommen. Am 20. November 2000 und 19. März 2001 leistete die IV-Stelle Zug Kostengutsprache für Kurzaufenthalte zur Intensivförderung im Heilpädagogischen Kinderheim W.________ in Y.________ für die Zeit vom 1. Oktober 2000 bis 30. September 2002. U.________ hielt sich dort an insgesamt 55 Tagen auf, zuletzt vom 9. bis 12. Mai 2002. Vom 6. bis 13. Oktober 2002 war U.________ erneut im Kinderheim W.________ untergebracht. Nach Abklärungen und nach Korrespondenz mit dem Bundesamt für Sozialversicherung lehnte die IV-Stelle mit Verfügung vom 31. Januar 2003 die Übernahme der Kosten für diesen Aufenthalt ab. Zur Begründung führte sie unter anderem an, die Massnahme sei weder aus medizinischen noch aus pädagogisch-therapeutischen Gründen indiziert. Sie diene in erster Linie der Entlastung der Eltern. Der Aufenthalt könne nicht als einfach und zweckmässig eingestuft werden. Daran hielt die Verwaltung mit Einspracheentscheid vom 18. März 2003 fest.