Citation: 4A_369/2014 E. 6.2

6.2. Dr. C.________ empfahl der Beschwerdegegnerin aufgrund seiner Erfahrungen, zur Umsetzung der Arbeiten die I.________ AG beizuziehen. Darauf wies die Beschwerdegegnerin in der Klage hin und gab an, sie werde dieser sachkundigen Empfehlung folgen. Die Beschwerdeführerin zitiert aus ihrer Klageantwort, wo sie unter anderem ausführte, offensichtlich sei die Beschwerdegegnerin darauf bedacht gewesen, das teuerste Angebot zu wählen. Sie meint, diese Ausführung sei nicht bestritten worden, weshalb die Vorinstanz darauf hätte abstellen müssen. Zu Unrecht: Die Beschwerdegegnerin entgegnete in der Replik auf jene Unterstellung, es müsse ihr gestattet sein, einen Fachmann ihres Vertrauens beizuziehen, auch wenn dieser nicht der "billigste" sei. Sie beharrte mithin darauf, dass sie die I.________ AG wähle, weil sie der fachkundigen Empfehlung ihres Privatgutachters vertraue und ihr folgen wolle. Entgegen der Beschwerdeführerin kann angesichts dieser Erwiderung keine Rede davon sein, die Beschwerdegegnerin habe anerkannt, bloss das teuerste Angebot zu wählen. Eine Verletzung des Verhandlungsgrundsatzes ist demnach nicht dargetan. Auch ist jene Behauptung keineswegs "offensichtlich", wie die Beschwerdeführerin meint, aber nicht überzeugend zu erklären vermag. Der Umstand, dass die I.________ AG später von der M.________ AG übernommen wurde, ändert nichts daran, dass diese Firma der Beschwerdegegnerin von ihrem fachkundigen Privatgutachter aufgrund von dessen Erfahrungen empfohlen worden war und diese Empfehlung ausschlaggebend für die Wahl der Offerte dieser Firma sein konnte. Weshalb bei dieser Ausgangslage das Urteil der Vorinstanz, das die Empfehlung von Dr. C.________ als sachlichen Grund für die Wahl der Offerte der I.________ AG stützte, willkürlich sein soll, zeigt die Beschwerdeführerin nicht hinlänglich auf. Es ist demnach weder eine offensichtlich falsche Sachverhaltsfeststellung noch Willkür dargetan. Die beiden Rügen erweisen sich als unbegründet, soweit darauf angesichts der strengen Begründungsanforderungen (vgl. Erwägung 2.1 und 2.3) überhaupt eingetreten werden kann.