Citation: 2P.34/2005 24.05.2005 E. 2

2.1 Gemäss Art. 21 Abs. 1 des neuen Submissionsgesetzes (SubG) vom 10. Februar 2004 des Kantons Graubünden erhält das wirtschaftlich günstigste Angebot den Zuschlag. Kriterien zur Ermittlung des wirtschaftlich günstigsten Angebots sind Qualität, Preis, Erfahrung, Zweckmässigkeit, Termine, technischer Wert, Ästhetik, Betriebskosten, Nachhaltigkeit, Kreativität, Kundendienst sowie Infrastruktur und Lehrlingsausbildung (Abs. 2). Der Zuschlag für weitgehend standardisierte Beschaffungen kann ausschliesslich nach dem Kriterium des niedrigsten Preises erfolgen (Abs. 4). Die Beschwerdeführerin rügt, das Verwaltungsgericht habe Art. 21 SubG willkürlich angewendet, indem es eine stärkere Gewichtung des Kriteriums "Preis/Leistung" (mindestens 60 % statt 40 %) verlangt habe. 2.2 Willkür in der Rechtsanwendung liegt nach der Rechtsprechung nicht schon vor, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder sogar vorzuziehen wäre. Das Bundesgericht weicht vom Entscheid der kantonalen Behörde nur ab, wenn dieser offensichtlich unhaltbar ist, zur tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtssatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Vorausgesetzt ist sodann, dass nicht bloss die Begründung des Entscheides, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (vgl. BGE 128 II 259 E. 5 S. 280 f. mit Hinweisen). 2.3 Vorliegend ist nicht ersichtlich, inwiefern das Verwaltungsgericht Art. 21 SubG in schlechthin unhaltbarer Weise angewendet haben soll. Unzutreffend macht die Beschwerdeführerin (sinngemäss unterstützt von der Gemeinde) geltend, bei einer Bewertung des Preises mit 60 % komme immer nur der billigste Anbieter zum Zuge und sei ausgeschlossen, dass ein etwas teureres Produkt mit hervorragenden Leistungsattributen je den Zuschlag erhalte (vgl. dazu schon E. 1.1 hiervor). Das Verwaltungsgericht hat auf der Grundlage von Art. 21 Abs. 4 SubG willkürfrei angenommen, dass dem Preis ein umso grösseres Gewicht zukommen muss, je geringer der Schwierigkeitsgrad einer Aufgabe ist. Pistenmaschinen erachtet es als derart standardisiert, dass der Preis mit minimal 60 % zu gewichten sei. Über eine solche Gewichtung kann zwar durchaus diskutiert werden. Es lassen sich dafür aber vertretbare Gründe vorbringen. Eine stossende Unterbewertung der qualitätsbezogenen Kriterien ist nicht erkennbar. Auf jeden Fall gelingt es der Beschwerdeführerin nicht, soweit ihre Ausführungen überhaupt den Begründungsanforderungen von Art. 90 lit. b OG genügen, die Einstufung des Verwaltungsgerichts als geradezu unhaltbar erscheinen zu lassen. Etwas anderes ergibt sich auch nicht daraus, dass das Verwaltungsgericht ein einziges Kriterium (und nicht die gesamte Beurteilungsmatrix) abgeändert hat, oder daraus, dass es in einem anderen Fall, der ebenfalls Pistenfahrzeuge betraf, den Vergabeentscheid geschützt hat, obwohl der Preis nicht mit 60 % bewertet war. 2.4 Im Weiteren rügt die Beschwerdeführerin einen Verstoss gegen das Rechtsgleichheitsgebot (insb. unter Gewerbegenossen) und die Gemeindeautonomie. Dabei beruft sie sich ausschliesslich auf die Verletzung des kantonalen Submissionsgesetzes. Das Bundesgericht prüft aber nur die Anwendung von eidgenössischem und kantonalem Verfassungsrecht frei, jene von kantonalem Gesetzes- und Verordnungsrecht bloss unter dem Gesichtswinkel der Willkür (vgl. BGE 129 I 410 E. 2.3 S. 414 mit Hinweisen). In Bezug auf die beiden Rügen erweist sich der angefochtene Entscheid aus den schon genannten Gründen ebenfalls nicht als schlechtin unvertretbar.