Citation: 2C_581/2020 E. 5.2

5.2. Die Voraussetzungen, insbesondere die Bedürftigkeit bzw. die finanziellen Verhältnisse, sind von der Gesuchstellerin zu belegen. Kommt sie dieser Obliegenheit nicht nach, wird das Gesuch abgewiesen oder nicht darauf eingetreten (BGE 125 IV 161 E. 4A; Urteil 5A_212/2012 E. 4). Die Beschwerdeführerin reicht keine Unterlagen zu ihren finanziellen Verhältnissen ein. Selbst wenn man zugunsten der minderjährigen jamaikanischen Beschwerdeführerin davon ausgeht, dass sie selbst offensichtlich bedürftig ist, sind auch die finanziellen Verhältnisse der (Adoptiv) Eltern zu berücksichtigen, weil familienrechtliche Unterstützungspflichten der unentgeltlichen Rechtspflege vorgehen (BGE 138 III 672 E. 4.2.1) und sich die elterliche Unterstützungspflicht auch auf die Übernahme (notwendiger) Prozesskosten erstreckt (BGE 127 I 202 E. 3 S. 204 ff.; vgl. zum Ganzen auch HANSJÖRG SEILER, in: Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl. 2015, N. 11 ff. zu Art. 64 BGG). Die finanziellen Verhältnisse der Eltern sind jedoch, wie bereits im vorinstanzlichen Verfahren, nur unzureichend ausgewiesen. Die Gewährung einer Nachfrist, um die fehlenden Belege nachzureichen, erübrigt sich vorliegend, da der angefochtene Entscheid vollumfänglich der Rechtslage und der Praxis des Bundesgerichts entspricht. Die Beschwerde muss als aussichtslos beurteilt und das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung abgewiesen werden (Art. 64 Abs. 1 BGG). Parteientschädigungen sind keine geschuldet (Art. 68 Abs. 1-3). Es rechtfertigt sich jedoch ausnahmsweise, keine Kosten zu erheben (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG), da die minderjährige Beschwerdeführerin trotz der Unterstützungspflicht ihrer Adoptiveltern Schuldnerin der Gerichtskosten bleiben würde.