Citation: 7B_13/2021 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer wendet sich gegen die rechtliche Qualifikation der Schussabgabe als versuchte schwere Körperverletzung. Gemäss Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz hätten die eingedrungenen Personen beim Hoflader Deckung gesucht, bevor er mit Schrotmunition in deren Richtung geschossen habe. Wer auf eine Distanz von 16 Metern mit Hasenschrot auf Personen schiesse, welche sich bereits hinter dem Stahlblech eines Hofladers in Sicherheit gebracht hätten, nehme nicht in Kauf, diese zu verletzen. Ohnehin fehle es "aufgrund der gezielten Schussabgabe" am erforderlichen (Eventual-) Vorsatz. Wenn er einen der "Hanfdiebe" hätte anvisieren und treffen wollen, hätte er dies ohne Weiteres gekonnt. Überdies rügt der Beschwerdeführer, ihm sei bei der Schussabgabe nicht bewusst gewesen, dass der Schuss mit der Schrotpatrone aus einer Distanz von 16 Metern lebensgefährliche Verletzungen verursachen könne. Vielmehr habe er den Hasenschrot, insbesondere aufgrund der Entfernung, als "relativ harmlos" eingestuft, weshalb er sich in einem Tatbestandsirrtum befunden habe. In Anwendung von Art. 13 StGB sei er folglich höchstens wegen versuchter einfacher Körperverletzung zu verurteilen, eventualiter sei ihm Fahrlässigkeit nach Art. 13 Abs. 2 StGB vorzuhalten.