Citation: 1P.85/2001 24.08.2001 E. 3

3.- Der Beschwerdeführer beklagt sich zunächst über eine Verletzung von Art. 30 Abs. 1 BV, welche Vorschrift den Anspruch auf ein unabhängiges und unparteiisches Gericht gewährleistet. Er macht geltend, das Obergericht habe verfassungsmässige Rechte "krass verletzt" und ausserdem kantonales Recht willkürlich angewendet. Es sei "offenbar einzig darum bemüht" gewesen, "die als Zeugen aussagenden Polizeibeamten vor den Konsequenzen ihrer falschen Anschuldigungen und falschen Aussagen zu schützen". Das Obergericht sei somit im vorliegenden Fall befangen gewesen. Nach Art. 30 Abs. 1 BV hat der Einzelne - ebenso wie gemäss Art. 58 Abs. 1 der früheren Bundesverfassung - Anspruch darauf, dass seine Sache von einem unparteiischen, unvoreingenommenen und unbefangenen Richter entschieden wird. Liegen bei objektiver Betrachtungsweise Umstände vor, die den Anschein der Befangenheit zu begründen vermögen, so ist dieser Anspruch verletzt (BGE 126 I 68 E. 3a S. 73 mit Hinweisen). Prozessuale Fehler oder ein möglicherweise falscher materieller Entscheid vermögen grundsätzlich für sich allein nicht den Anschein der Befangenheit zu begründen. Anders kann es sich verhalten, wenn besonders krasse oder wiederholte Fehler vorliegen, die als schwere Verletzung der Richterpflichten beurteilt werden müssen (BGE 115 Ia 400 E. 3b S. 404; 114 Ia 153 E. 3b/bb S. 158 f.; 113 Ia 407 E. 2a S. 409 f.). Hievon kann im vorliegenden Fall keine Rede sein. Der Beschwerdeführer wirft dem Obergericht vor, es habe mit dem angefochtenen Entscheid Vorschriften der Bundesverfassung, der EMRK und des kantonalen Rechts verletzt. Solche Rügen sind im dafür vorgesehenen Rechtsmittelverfahren geltend zu machen. Sie vermögen keine Befangenheit der Richter, die am angefochtenen Entscheid mitwirkten, zu begründen. Die Berufung des Beschwerdeführers auf Art. 30 Abs. 1 BV geht klarerweise fehl. Beizufügen ist, dass die in der Beschwerde angebrachte Bemerkung, es sei dem Obergericht offenbar einzig darum gegangen, die "Polizeibeamten vor den Konsequenzen ihrer falschen Anschuldigungen und falschen Aussagen zu schützen", eine ungebührliche Äusserung darstellt und zu beanstanden ist (Art. 30 Abs. 3 und Art. 31 Abs. 1 OG). Sollte sich der Beschwerdeführer ein weiteres Mal in einer Rechtsschrift in ungebührlicher Weise äussern, hätte er mit einer Disziplinierung zu rechnen.