Citation: 9C_608/2018 E. 2.4.3

2.4.3. Beizupflichten ist der Beschwerdeführerin, soweit sie geltend macht, aufgrund der Vorgeschichte und der unterbreiteten Fragen (vgl. insbesondere ergänzende Fragestellung vom 22. Februar 2016) hätte von med. pract. C.________ erwartet werden können, dass er sich (zumindest auch) zur Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit geäussert hätte. Hingegen ist nicht nachvollziehbar, was die Versicherte abzuleiten versucht aus dem Umstand, dass med. pract. C.________ dies unterliess und sich erst auf entsprechende Nachfrage der IV-Stelle dazu äusserte. Die Beschwerdeführerin kann sich nicht ernsthaft auf den Standpunkt stellen, die Verwaltung hätte für die Frage der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auf das Gutachten des med. pract. C.________ vom 3. Mai 2016 abstellen müssen. Denn darin wird nur allgemein festgehalten, dass die Einschätzung der behandelnden Ärzte nachvollziehbar sei, wobei unklar bleibt, worauf sich diese Aussage bezieht. Auf die explizite Frage nach der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit verwies med. pract. C.________ sodann auf Ziff. 6.2 des Gutachtens, wo er indessen nur die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit diskutierte. Wenn man auch med. pract. C.________ dahingehend verstehen könnte, dass er sich hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit den behandelnden Ärzten anschliessen wollte, wäre die Beschwerdegegnerin verpflichtet gewesen, diesen Punkt, in welchem das Gutachten nicht schlüssig ist, weiter abzuklären. Denn wenn die Beschwerdeführerin eine ihrem Leiden nicht angepasste Arbeit in einem 50 %-Pensum bewältigen kann, scheint es naheliegend, dass ihr in einer adaptierten Tätigkeit ein höheres Pensum zumutbar ist, und wäre im gegenteiligen, viel weniger wahrscheinlichen Fall eine überzeugende Begründung erforderlich. Von derart speziellen Verhältnissen ging offensichtlich auch med. pract. C.________ nicht aus, schätzte er doch in seinem ergänzenden Bericht vom 1. November 2016 die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit als wesentlich höher ein.