Citation: 1C_400/2022 E. 5.5.2

5.5.2. Weiter hielt die Vorinstanz in ihrem zweiten Urteil fest, dass gemäss ihrer konstanten Rechtsprechung bei Projektänderungen nur diejenigen Teile eines Bauvorhabens neu überprüft werden, die durch die Änderung betroffen seien. Daraus folge, dass auf die von den Beschwerdeführenden geforderte erneute Prüfung der Gestaltung und Einordnung des gesamten Gebäudes (und nicht allein die vom angefochtenen Beschluss betroffenen Teile des Bauvorhabens) nicht nochmals zurückzukommen sei (Urteil der Vorinstanz VB.2019.00182 E. 4.3). Auf diese Rüge sei nur in dem Umfang einzugehen, in dem diese eine Baurechtswidrigkeit wegen der mit dem angefochtenen Beschluss bewilligten Projektänderung thematisiere (Urteil der Vorinstanz VB.2019.00182 E. 7). Somit hat sich die Vorinstanz durchaus mit den Rügen der Beschwerdeführerin auseinandergesetzt, wonach sich die Einordnungs- und Gestaltungsfrage generell neu stelle und das Gesamtprojekt vollumfänglich neu zu beurteilen gewesen wäre, bloss hat sie nicht deren rechtliche Einschätzung geteilt. Die Beschwerdeführenden waren in der Folge gestützt auf die Ausführungen der Vorinstanz auch ohne Weiteres in der Lage, das Urteil der Vorinstanz angemessen anzufechten. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs ist unter diesen Umständen nicht ersichtlich (vgl. vorne E. 4.2). Eine andere Frage ist, ob die Beschränkung auf die Prüfung der Gestaltungsfrage in Zusammenhang mit der Projektänderung zulässig war, worauf aber später zurückzukommen ist (hinten E. 7.3).