Citation: 1B_272/2015 E. A

Am 29. Januar 2012, um ca. 03.10 Uhr, verursachte A.________ mit einem Personenwagen einen Selbstunfall mit Sachschaden. Mit Strafbefehl vom 11. Mai 2012 auferlegte ihr die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland wegen verschiedener Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz eine bedingte Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je Fr. 100.-- und einer Busse von Fr. 1'500.--. Dagegen erhob A.________ Einsprache. Am 2. September 2013 trat die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland die Strafuntersuchung wegen Wechsels der fallführenden Staatsanwältin zur Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich an Letztere ab. Am 11. Juli 2014 erhob die Staatsanwaltschaft IV Anklage. Am 27. November 2014 sprach die Einzelrichterin des Bezirksgerichts Bülach A.________ schuldig der Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit, des pflichtwidrigen Verhaltens bei Unfall sowie der vorsätzlichen Verletzung der Verkehrsregeln und verurteilte sie zu einer bedingten Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je Fr. 80.-- und einer Busse von Fr. 1'000.--. Vorfrageweise befand die Einzelrichterin, aufgrund des Wechsels der fallführenden Staatsanwältin zur Staatsanwaltschaft IV sei Letztere zur Erhebung der Anklage zuständig gewesen. A.________ erhob Berufung. Dabei machte sie unter anderem geltend, die Staatsanwaltschaft IV sei zur Erhebung der Anklage nicht zuständig gewesen. Am 6. Juli 2015 beschloss das Obergericht des Kantons Zürich (I. Strafkammer), auf die Anklage der Staatsanwaltschaft IV werde eingetreten. Auf die Berufung von A.________ gegen das Urteil der Einzelrichterin werde somit eingetreten und es finde keine Rückweisung statt. Das Obergericht bejahte die Zuständigkeit der Staatsanwaltschaft IV zur Erhebung der Anklage.