Citation: 8C_569/2022 E. A

A.a. A.________, geboren 1979, leidet seit einem Unfall vom 9. November 2001 unter einer sensomotorisch inkompletten Paraplegie. Sie war damals als Privatkundenberaterin bei der Bank B.________ AG beschäftigt und später bei der Firma C.________ als Aussenmitarbeiterin angestellt. Ab 1. April 2003 bezog sie bei einem Invaliditätsgrad von 60 % zunächst eine halbe und aufgrund der 4. IVG-Revision ab 1. Januar 2004 eine Dreiviertelsrente der Invalidenversicherung (Verfügungen vom 22. Oktober 2003 und 16. April 2004). Der Anspruch wurde in der Folge mehrfach bestätigt. A.b. Nachdem A.________ am 1. August 2012 zum ersten Mal Mutter geworden war, verfügte die IV-Stelle Luzern nach einer Haushaltsabklärung am 20. März 2014 die Aufhebung des Rentenanspruchs unter der Annahme, dass A.________ als Gesunde wegen der Familiengründung nur noch zu 20 % berufstätig wäre. Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das Kantonsgericht Luzern mit Urteil vom 21. April 2015 teilweise gut. Es hob die angefochtene Verfügung auf und wies die Sache zu weiteren medizinischen Abklärungen an die IV-Stelle zurück. A.c. Die IV-Stelle holte ein Gutachten der PMEDA, Polydisziplinäre medizinische Abklärungen, Zürich, vom 30. Dezember 2015 sowie, nach der Geburt eines zweiten Kindes am 19. März 2016, einen weiteren Haushaltsabklärungsbericht vom 2. November 2016 ein. Am 15. Februar 2017 bestätigte die IV-Stelle den unveränderten Anspruch auf die bis anhin gewährte Dreiviertelsrente bei einem Invaliditätsgrad von 60 %. A.d. Im Februar 2020 leitete die IV-Stelle eine Revision von Amtes wegen ein. Nach medizinischen sowie Abklärungen zur Situation im Haushalt setzte sie den bisherigen Anspruch auf eine Dreiviertelsrente mit Verfügung vom 23. September 2021 per 1. November 2021 auf eine Viertelsrente herab. In der Begründung erwog sie, dass A.________ nach der Geburt ihrer beiden Kinder als Gesunde teilzeitlich im Umfang von 50 % erwerbstätig wäre und nunmehr die gemischte Invaliditätsbemessungsmethode zur Anwendung gelange. Unter der Annahme eines gleichbleibenden Invaliditätsgrades im Beruf von 60 % (gewichtet: 30 %) und einer Einschränkung im Haushalt von 30 % (gewichtet: 15 %) resultierte insgesamt ein Invaliditätsgrad von 45 %.