Citation: 8C_647/2023 E. 3

Die Vorinstanz erwog zusammengefasst, zwischen der Beschwerdeführerin und der B.________ GmbH bzw. der C.________ GmbH bestehe kein schriftlicher Vertrag. Erstere habe der B.________ GmbH für die Jahre 2017/2018 und der C.________ GmbH für die Jahre 2019/2020 Entgelt für auf den entsprechenden Rechnungen nicht näher bezeichnete Arbeit ausgerichtet. Die Beschwerdeführerin habe der Suva am 23. Januar 2022 u.a. mitgeteilt, es habe "nur mündliche Vereinbarungen für Regiearbeit Tagessätze" gegeben. Personallisten seien keine erstellt worden und die "Partnerfirma" habe die Arbeitnehmer zugeteilt und bezahlt. Die eingereichten Rechnungen hätten folglich nicht genauer plausibilisiert werden können. Selbst wenn die Beschwerdeführerin vorbringe, die Fahrer der B.________ GmbH und C.________ GmbH hätten nur Pakete vom Absende- zum Bestimmungsort transportiert, sie habe ihnen nie direkte Anweisungen gemacht und sie seien arbeitsorganisatorisch nicht in ihren Betrieb eingebunden gewesen, sei ihr entgegenzuhalten, dass dies eben gerade für die Mehrzahl der Akkordanten (Subunternehmer) zutreffe. Diese würden praxisgemäss als Unselbstständigerwerbende betrachtet. Die Beschwerdeführerin habe konkrete Transportaufträge zur Erfüllung weitergegeben, die von einem Abhol- zu einem Bestimmungsort innerhalb eines definierten Zeitrahmens hätten erfolgen müssen. Es sei davon auszugehen, dass die Fahrer faktisch in ihren Arbeitsablauf integriert und ihre Arbeitnehmer gewesen seien, auch wenn sie in einem Anstellungsverhältnis bei der B.________ GmbH oder der C.________ GmbH gestanden hätten. Das Entgelt sei zwar an diese beiden Betriebe bezahlt worden. Dem Standpunkt der Beschwerdeführerin, das von ihre geleistete Entgelt sei keine Lohnzahlung an die eingesetzten Fahrer, sondern Frachtlohn an die B.________ GmbH und C.________ GmbH gewesen, könne nicht gefolgt werden. Die von ihr umschriebene Zusammenarbeit stelle eine Auftragsvergabe an Subunternehmer oder Personalverleih dar. Die ausführenden Fahrer der B.________ GmbH bzw. der C.________ GmbH seien als unselbstständige Arbeitnehmer zu qualifizieren. Weiter kam die Vorinstanz zum Schluss, es liege eine rechtsmissbräuchliche Prämienumgehung vor. Es sei davon auszugehen, dass die Bezahlung direkt an die B.________ GmbH und C.________ GmbH nur aus versicherungsrechtlichen Motiven bzw. zwecks Einsparung der Beiträge erfolgt sei. Die rechtliche Selbstständigkeit der B.________ GmbH und C.________ GmbH komme aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht folglich nicht zum Tragen. Ansonsten hätte die Beschwerdeführerin Prämien von Fr. 17'557.60.- gespart. Die Suva habe sie somit zu Recht der Letzteren aufgerechnet.