Citation: U 110/05 12.09.2005 E. 2

Streitig und zu prüfen ist die Frage, ob die vom Versicherten am 8. November 1999 gemeldeten Leiden einen Rückfall zu einem Unfall im Jahre 1998 darstellen. 2.1 Die Vorinstanz hat auf die beiden Gutachten der Dres. med. S.________ und E.________ vom 25. Februar 2000 sowie U.________ vom 17. Mai 2001 abgestellt. Diese Expertisen erfüllen die materiellen Voraussetzungen an medizinische Begutachtungen im Sinne von BGE 125 V 352 ff.. Insbesondere ergibt sich kein Hinweis darauf, dass sich Dr. med. S.________ in einem unzulässigen Abhängigkeitsverhältnis zur Allianz befindet (BGE 122 V 161). Über die Frage, ob die beim Versicherten erhobenen Befunde in natürlich kausaler Weise auf einen oder mehrere versicherte Unfälle zurückzuführen sind - sei es als direkte Unfallfolge oder Spätfolge (Art. 11 UVV) - befinden Verwaltung und im Streitfall das Gericht im Rahmen der Beweiswürdigung (BGE 119 V 337 Erw. 1; Urteil M. vom 9. Dezember 2004, U 344/03). Grundlage für die Beurteilung dieser Tatfrage sind ärztliche Berichte und Gutachten. Gelangen diese - wie hier Dres. med. S.________ und E.________ einerseits, Dr. med. U.________ andererseits - zu verschiedenen Schlussfolgerungen hinsichtlich des natürlichen Kausalzusammenhangs, hat das Gericht darzulegen, weshalb es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 125 V 352 Erw. 3 mit Hinweis; RKUV 2003 Nr. U 487 S. 345 Erw. 5.1). 2.2 Entscheidend ist, wie die Vorinstanz richtig ausgeführt hat, dass kein kausaler Zusammenhang zwischen Unfällen im Rechtssinne und den als Rückfall gemeldeten Schädigungen angenommen werden kann. Vielmehr ergibt sich auf Grund des medizinischen Vorzustandes und der zahlreichen als Eishockeyspitzenspieler erlittenen Gesundheitsschädigungen, welche keine Unfälle im Rechtssinne darstellen, dass die Rückenbeschwerden des Versicherten nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf einen bestimmten in den Jahren 1997-1999 erlittenen Unfall zurückgeführt werden können. Diese - rechtlich erforderliche - Zuordnung der Gesundheitsschädigung zu einem oder mehreren bestimmten, bei der Beschwerdegegnerin versicherten Unfällen kann auch im Lichte sämtlicher Darlegungen des Dr. med. U.________ nicht angenommen werden. So kommt beispielsweise der am 26. Dezember 1998 bei einem Zusammenstoss mit einem Gegenspieler erlittenen Zerrung (Muskelfaserriss) in der Leiste nach ihrer Abheilung mit Blick auf das gesamte Beschwerdebild keine fassbare Bedeutung mehr zu. Annehmen zu wollen, es sei gerade dieses Ereignis für die multiplen Rückenbeschwerden ursächlich, wäre rein spekulativ. Dasselbe gilt für alle anderen dokumentierten Ereignisse. Ergänzende Abklärungen vermöchten daran nichts zu ändern, weshalb davon abzusehen ist (BGE 124 V 94 Erw. 4b). Wie die Vorinstanz überdies zu Recht festgehalten hat, kann unter diesen Umständen offen bleiben, ob jeder spielübliche Body- und Bandencheck im Eishockey als Unfall im Rechtssinne zu betrachten sei. Jedenfalls bezog sich der BGE 130 V 117 zu Grunde liegende Sachverhalt auf einen unzulässigen Bandencheck, der sich zudem nicht im professionellen Eishockeysport abspielte, sondern einen Skilehrer betraf, der in seiner Freizeit beim Spiel verunfallte. 2.3 Schliesslich hat die Vorinstanz korrekt erwogen, dass keine Berufskrankheit im Sinne des Gesetzes vorliegt. Es wird auf die zutreffenden Erwägungen im vorinstanzlichen Entscheid verwiesen, denen das Eidgenössische Versicherungsgericht nichts beizufügen hat. Demnach besteht keine Leistungspflicht der Allianz. Sämtliche Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vermögen an diesem Ergebnis nichts zu ändern.