Citation: 8C_535/2023 E. 5.2.3

5.2.3. Übte er seine Tätigkeit (bis auf wenige Tage) nach der Rückkehr aus Grossbritannien an seinem Wohnort in Deutschland aus, war die Schweiz weder Beschäftigungs- noch Wohnstaat. In der vorliegenden Konstellation kann das unechten Grenzgängern eingeräumte Wahlrecht, bei Vollarbeitslosigkeit Leistungen nach den Rechtsvorschriften des Wohnstaats oder des Beschäftigungsstaates erhalten zu können (Art. 65 Abs. 2 VO Nr. 883/2004; ALE 883 Rz. A88; E. 3.2 vorne) demnach nicht zum Tragen kommen. Wenn die arbeitslos gewordene Person ihre letzte Beschäftigung in ihrem Wohnstaat ausgeübt hat, Beschäftigungs- und Wohnstaat im Zeitpunkt der Arbeitslosigkeit mithin zusammenfallen, gilt bei Vollarbeitslosigkeit das Beschäftigungslandprinzip, weshalb hier grundsätzlich der deutsche Versicherungsträger zuständig ist (NUSSBAUMER, a.a.O., S. 2572 Rz. 993; zur Totalisierung der in verschiedenen Mitgliedstaaten erworbenen Versicherungs- und Beschäftigungszeiten im Rahmen des Freizügigkeitsrechts der EU: ARV 2023 100, 8C_424/2022 E. 3f.).