Citation: 1S.16/2006 09.01.2007 E. 4

4.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, die Vorinstanz bejahe zu Unrecht einen hinreichenden Tatverdacht zunächst in Bezug auf den Vorwurf der Geldwäscherei. Es sei nicht ersichtlich, inwiefern der Beschwerdeführer Geldwäschereihandlungen begangen haben und inwiefern zwischen den beschlagnahmten Vermögenswerten und den zur Last gelegten Vortaten ein Konnex bestehen soll. An einem hinreichenden Tatverdacht fehle es ebenso in Bezug auf den dem Beschwerdeführer vorgeworfenen Betrug. 4.2 Die Beschlagnahme der Konten stützt sich auf Art. 65 BStP. Danach können insbesondere Gegenstände und Vermögenswerte beschlagnahmt werden, die voraussichtlich der Einziehung unterliegen (Abs. 1). Für die Beschlagnahme bedarf es keines dringenden, sondern lediglich eines hinreichenden, objektiv begründeten konkreten Tatverdachts (BGE 124 IV 313 E. 4 S. 316; 122 IV 91 E. 4 S. 96; Urteil 1S.16/2005 vom 7. Juni 2005 E. 5.2). Die Anforderungen an den Nachweis eines hinreichenden Tatverdachts im Zwangsmassnahmenverfahren werden überspannt, wenn der Beschwerdeführer zu den einzelnen Verdachtsgründen ausführlich plädiert, Beweisofferten stellt und den Grundsatz "in dubio pro reo" als verletzt anruft. Im Zwangsmassnahmenverfahren wird über eine allfällige strafrechtliche Schuld nicht geurteilt. Im Gegensatz zum erkennenden Sachrichter hat das Bundesgericht bei der Überprüfung des hinreichenden Tatverdachts als Voraussetzung für strafprozessuale Zwangsmassnahmen keine erschöpfende Abwägung sämtlicher belastender und entlastender Beweise vorzunehmen. Macht ein Betroffener gelten, er werde ohne ausreichenden Verdacht strafbarer Handlungen von Zwangsmassnahmen berührt, ist vielmehr zu prüfen, ob aufgrund der bisherigen Untersuchungsergebnisse genügend konkrete Anhaltspunkte für eine schwerwiegende Straftat vorliegen, die Vorinstanzen somit das Bestehen eines hinreichenden Tatverdachts mit vertretbaren Gründen bejahen durften. Im Zwangsmassnahmenverfahren genügt dabei der Nachweis von konkreten Verdachtsmomenten, wonach das inkriminierte Verhalten mit erheblicher Wahrscheinlichkeit die fraglichen Tatbestandsmerkmale erfüllen könnte. Zur Frage des Tatverdachtes bzw. zur Schuldfrage hat das Bundesgericht weder ein eigentliches Beweisverfahren durchzuführen, noch darf es dem erkennenden Strafrichter vorgreifen (vgl. BGE 124 I 208 E. 3 S. 210; 116 Ia 143 E. 3c S. 146; Urteil 1S.42/2005 vom 28. März 2006 E. 6.2).