Citation: 6B_1368/2020 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz stellt zunächst als unbestritten fest, dass der Beschwerdeführer am späten Abend des 16. Juli 2018 mit dem Auto an den Wohnort der Beschwerdegegnerin 2 gefahren sei und ein Küchenmesser mit einer Klingenlänge von ca. 10 cm mitgeführt habe. Er habe die Beschwerdegegnerin 2 aufgesucht, um mit ihr über die gemeinsame Beziehung zu sprechen. Diese sei aus ihrer Sicht seit November 2017 beendet gewesen, ohne dass aber der engere, auch sexuelle, Kontakt je abgebrochen sei. Mit dem Messer habe der Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin 2 zumindest anfänglich Angst machen wollen, damit diese ihm die Wahrheit sage. Sodann beschäftigt sich die Vorinstanz mit dem weiteren Tathergang und würdigt die Aussagen des Beschwerdeführers und der Beschwerdegegnerin 2. Gestützt darauf stünde ausser Zweifel, dass der Beschwerdeführer das Messer behändigt habe, als beide noch im Auto gesessen seien, und dass die Beschwerdegegnerin 2 das Fahrzeug in der Folge fluchtartig verlassen habe. Danach habe sie sogleich versucht, flüchtend zu ihrem Hauseingang zu gelangen, sei vom Beschwerdeführer aber verfolgt und eingeholt worden. Dieser habe die Beschwerdegegnerin 2 von hinten zu Fall gebracht und dann angegriffen. Sie habe sich im Wesentlichen darauf beschränkt, sich mit ihren Armen und angezogenen Beinen passiv zu schützen. Schliesslich prüft die Vorinstanz, wie genau der Beschwerdeführer auf die am Boden sitzende Beschwerdegegnerin 2 eingewirkt hat. Sie kommt gestützt auf die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 und des Zeugen C.________ sowie die ärztlich festgestellten Verletzungen zum Schluss, es stehe fest, dass der Beschwerdeführer etliche Male auf die Beschwerdegegnerin 2 eingeschlagen und dabei das Messer in der Hand gehalten habe. Bei diesem Vorgehen seien Schnitt- und allenfalls auch Stichverletzungen kaum zu vermeiden gewesen, weshalb davon auszugehen sei, dass der Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin 2 solche habe zufügen wollen oder dies zumindest in Kauf genommen habe. Nicht rechtsgenüglich erstellen lasse sich dagegen ein mehrmaliges gezieltes Zustechen des Beschwerdeführers, weil dabei schwerere Verletzungen des Opfer zu erwarten gewesen wären, zumal der Angriff mehrere Minuten gedauert habe.