Citation: 5A_466/2022 E. 3

Im vorliegenden Fall geht es um einen erstmals im Jahr 2003 in Verkehr gesetzten VW Polo mit einem Kilometerstand von 208'000. Die Vorinstanz hat erwogen, Nachforschungen des Betreibungsamts auf www.autoscout.24.ch hätten ergeben, dass sich die Angebotspreise in Inseraten für einen Personenwagen dieses Typs mit gleichem Alter überwiegend im Bereich zwischen Fr. 1'250.-- und Fr. 1'900.-- bewegen würden. Allerdings würden die anlässlich einer Versteigerung erzielten Zuschlagspreise erfahrungsgemäss deutlich unter dem tatsächlichen Verkehrswert liegen. Ein Erlös in der Höhe der von den Anbietern geforderten Verkaufspreise sei somit nicht zu erwarten. Wie das Betreibungsamt zutreffend ausgeführt habe, wären von einem allfälligen Erlös zudem noch Kosten für die Aufbewahrung, die Verwertung und den Transport abzuziehen. Daher sei es nicht zu beanstanden, wenn das Betreibungsamt zum Schluss gelangt sei, es sei kein genügender Verwertungsüberschuss zu erzielen. Dabei habe sich das Betreibungsamt angesichts seines Erfahrungsschatzes und mit Blick auf einen lediglich geringen zu erwartenden Erlös bei der Schätzung des objektiven Werts auf eine kurze Recherche im Internet beschränken dürfen. Andere Massnahmen zur Schätzung des Fahrzeuges hätten kein angemessenes Kosten-/Nutzenverhältnis aufgewiesen.