Citation: 6P.249/2006 17.03.2007 E. 6

Der Beschwerdeführer ficht auch das Strafmass an. Der Begriff des Verschuldens müsse auf den gesamten Unrechts- und Schuldgehalt bezogen werden. Die Vorinstanz habe die Ausnützung des Vertrauensverhältnisses zu stark zu seinen Lasten gewichtet. Zudem habe sie mehrere zu seinen Gunsten sprechende Umstände nicht berücksichtigt, nämlich dass er Reue gezeigt, infolge der Taten seine Familie und seine Arbeit verloren habe und wirtschaftlich ruiniert sei. Ausserdem sei die Strafzumessung im angefochtenen Urteil nicht ausreichend und damit nicht nachvollziehbar begründet. 6.1 Der Sachrichter hat im Urteil die wesentlichen schuldrelevanten Tat- und Täterkomponenten so zu erörtern, dass festgestellt werden kann, ob alle rechtlich massgebenden Gesichtspunkte berücksichtigt und wie sie gewichtet wurden (BGE 129 IV 49 E.2a aa S. 56 mit Hinweisen). Dem Sachrichter steht bei der Strafzumessung ein weiter Spielraum des Ermessens zu. Der Kassationshof kann daher auf Nichtigkeitsbeschwerde hin in dieses Ermessen nur eingreifen, wenn die kantonale Vorinstanz den gesetzlichen Strafrahmen über- oder unterschritten hat, wenn sie von rechtlich nicht massgebenden Kriterien ausgegangen ist oder wenn sie wesentliche Gesichtspunkte ausser Acht gelassen bzw. (in Überschreitung oder Missbrauch ihres Ermessens) falsch gewichtet hat (BGE 129 IV 6 E. 6.1 S. 20 f. mit Hinweisen). 6.2 Die Vorinstanz hat in ihrem Urteil, teilweise unter Hinweis auf die erstinstanzlichen Erwägungen, die wesentlichen schuldrelevanten Tat- und Täterkomponenten erörtert. Sie hat das Strafmass nachvollziehbar begründet. Inwiefern sie das Vertrauensverhältnis zu stark zu Ungunsten des Beschwerdeführers gewichtet haben soll, wird in der Beschwerde nicht dargelegt und ist nicht ersichtlich. Das Strafmass hält sich in Anbetracht der Dauer der deliktischen Tätigkeit (rund zwei Jahre), der Zahl der sexuellen Übergriffe (fast jedes Wochenende) sowie der Folgen der Taten für das Opfer (therapeutische Behandlung, Abbruch der Lehre) offensichtlich im Rahmen des dem Sachrichter zustehenden Ermessens. Die Vorinstanz hat bei der Strafzumessung berücksichtigt, dass der Beschwerdeführer Reue zeigt und infolge der Taten seine Familie und seine Arbeit verloren hat. Die Beschwerde ist daher in diesem Punkte abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.