Citation: 6B_707/2024 E. 2.4.2

2.4.2. Der Beschwerdeführer beruft sich auf STRATENWERTH/BOMMER, wonach die blosse Verweigerung oder Verzögerung der Rückleistung zur Erfüllung des Straftatbestands nicht genügen könne. Gleiches gelte für die Überweisung des Betrages auf ein anderes Konto oder die Umwandlung der Gutschrift in Schecks, solange dies die Fähigkeit des Empfängers zur Erfüllung der Forderung, mit welchen Mitteln auch immer, nicht aufhebt. Auch blosses Schweigen erfülle den Tatbestand nicht (STRATENWERTH/BOMMER, Schweizerisches Strafrecht - Besonderer Teil I: Straftaten gegen Individualinteressen, 8. Auflage 2022, § 14 Rz. 16). Damit begründet der Beschwerdeführer keine Bundesrechtsverletzung. Denn an der zitierten Literaturstelle wird auch ausgeführt, dass der Straftatbestand greift, wenn der Täter über den Vermögenswert in einer Weise verfügt, die ihn entweder zur Rückerstattung ausserstande setzt oder die doch darauf abzielt, die Durchsetzung des Rückerstattungsanspruchs auf andere Weise zu vereiteln, wie etwa durch Verheimlichung des Zugangs. Dass dies vorliegend der Fall war, legt die Vorinstanz schlüssig dar. Sie hält fest, dass der Beschwerdeführer unmittelbar nach dem Eingang der EUR 85'743.20 fast vollständig über den Betrag verfügte und eine fiktive Rechnung erstellte, um einen Rechtsgrund für die Zahlung vorzutäuschen. Die D.________ AG ging kurz darauf in Konkurs. Vor diesem Hintergrund ging die Vorinstanz zu Recht davon aus, dass der Beschwerdeführer den Straftatbestand von Art. 141bis StGB erfüllte. Ein allfälliger nachträglicher Rückzahlungswille hätte daran nichts mehr ändern können. Nicht näher einzugehen ist auf das offensichtlich haltlose Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach er "um das Recht auf einen Zivilprozess" gebracht worden sei. Indem er die EUR 85'743.20 unmittelbar nach deren Gutschrift ausgab, verwendete er sie unrechtmässig im Sinne von Art. 141bis StGB.