Citation: 1C_699/2021 E. B

Der Bauherr stellte bei der Gemeinde Uitikon am 24. Juli und 15. Oktober 2018 ein Baugesuch betreffend die Gesamtsanierung des auf dem Baugrundstück errichteten Hauses, dessen Aufstockung um ein Attikageschoss und den Anbau eines neuen Treppenhauses. Die Baupläne sahen auf dem Dach des Obergeschosses östlich der Attikawohnung eine 56 m² umfassende Terrasse vor, die gegen Osten bis zum Haus der Nachbarin reichen und gegen Norden und Süden durch ein Glasgeländer abgeschlossen werden soll. Mit baurechtlichem Entscheid vom 17. Dezember 2018 erteilte der Gemeinderat Uitikon dem Bauherr die von ihm verlangte Baubewilligung namentlich mit der Auflage, dass die Dachfläche des Obergeschosses lediglich auf einem Drittel der Ostfassade des Attikageschosses und von dieser Fassadenlinie ausgehend maximal zwei Meter als Dachterrasse genutzt werden dürfe und im Übrigen das Dach als nicht begehbare Dachfläche zu erhalten und gegen eine Nutzung als Dachterrasse baulich zu sichern sei (Ziff. 1.4.1). Zur Begründung wurde ausgeführt, die Dachterrasse sei hinsichtlich der Grenzabstände wie ein Balkon zu behandeln, der über die stirnseitige Fassadenlinie des Attikageschosses in den Grenzabstand hineinrage. Balkone dürften auf einem Drittel der betreffenden Fassadenlänge zwei Meter in den Grenzabstandsbereich hineinragen (E. 5). Die Baubewilligung verlangte daher in Ziff. 1.2.1 der Nebenbestimmungen, dass der Baubehörde vor Baufreigabe mit Bezug auf die Gestaltung der Terrasse im Attikageschoss im Sinne der Erwägungen revidierte Pläne einzureichen seien. Zur Erfüllung dieser Nebenverpflichtung reichte der Bauherr dem Gemeinderat Uitikon revidierte Pläne ein, die er als "1. Projektänderung" bezeichnete. Diese Pläne sehen östlich der Attikawohnung eine auf 10 m² reduzierte begehbare Dachterrasse vor, die nicht mehr als zwei Meter in den Grenzabstand hineinragt und gegen Osten durch sechs Pflanzentöpfe, gegen Norden durch eine Kissentruhe und gegen Süden durch das bereits bewilligte Glasgeländer begrenzt werden soll. Auf der 46 m² umfassenden übrigen Dachfläche des Obergeschosses wurde die Installation von 12 Solarpanels vorgesehen. Diese sollen in vier Reihen angeordnet werden, die untereinander einen Abstand von 50 cm und zur Attikawohnung einen Abstand von rund 75 cm aufwiesen. Mit Entscheid vom 7. September 2020 bewilligte der Bauvorstand der Gemeinde Uitikon die 1. Projektänderung. Dagegen reichte die Nachbarin beim Baurekursgericht Rekurs ein, mit dem sie namentlich geltend machte, die Dachterrasse dürfe nicht nach den bewilligten Plänen erstellt werden, da diese die Auflagen in den Ziffern 1.2.1 und 1.4.1 der ursprünglichen Baubewilligung nur teilweise erfüllten. Die Pläne seien so anzupassen, dass die geplanten Pflanzentröge von der nicht begehbaren Dachfläche auf die Seite der begehbaren Dachterrasse verschoben werden, das montierte Glasgeländer um 3 m zurückgebaut und die begehbare Dachterrasse mit einem geeigneten Geländer umrahmt und gesichert werde (Anträgen 1.1.1 und 1.1.2). Mit Entscheid vom 26. Februar 2021 hiess das Baurekursgericht des Kantons Zürich den Rekurs der Nachbarin insoweit gut, als es eine Auflage betreffend Abstellplätze ergänzte. Im Übrigen wies es den Rekurs ab. Dagegen erhob die Nachbarin Beschwerde, mit der sie beantragte, den angefochtenen Entscheid insofern aufzuheben, als die Rekursanträge 1.1.1 und 1.1.2 abgewiesen und die Abschrankungen der begehbaren Terrasse in der Bewilligung der 1. Projektänderung als rechtmässig beurteilt wurden (Ziff. 1); die Bauherrschaft sei auflageweise zu verpflichten, eine die begehbare Dachterrasse umfassende Sicherheitsvorrichtung zu erstellen, bzw. so auszubilden, dass keine Lücken bzw. Abstände von mehr als 12 cm Breite bestehen (Ziff. 2), es sei auflageweise anzuordnen, dass sich die Abschrankungselemente zwischen der begehbaren Dachterrasse und der nicht begehbaren Dachfläche vollständig innerhalb des Bereichs befinden müssen, der als Dachterrasse genutzt werden darf (Ziff. 3). Mit Urteil vom 16. September 2021 änderte das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich den Entscheid des Baurekursgerichts vom 26. Februar 2021 dahingehend ab, dass es den Entscheid des Bauvorstands der Gemeinde Uitikon vom 7. September 2020 betreffend die Dachterrasse aufhob.