Citation: 8C_561/2022 E. 4.1.1

4.1.1. Das kantonale Gericht hat erwogen, zur Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit sei auf das in allen Teilen beweiskräftige bidisziplinäre Gutachten der ABI vom 23. September 2020 abzustellen. Der orthopädische Teilgutachter lege dar, die Beschwerdeführerin leide seit Jahren an wechselhaft ausgeprägten Beschwerden des Bewegungsapparates. Auf radiologischer Ebene bestünde eine deutliche tiefzervikale Osteochondrose bei regelrechten Verhältnissen an der lumbalen Wirbelsäule. An der rechten Hüfte lägen beginnende arthrotische Veränderungen vor, desgleichen am linken Knie samt Komplexläsion des Innenmeniskus. Die angegebenen Beschwerden liessen sich durch die klinischen und radiologischen Befunde nur zum Teil begründen. Für körperlich leicht belastende, in Wechselhaltung verrichtbare Tätigkeiten sei die Beschwerdeführerin uneingeschränkt arbeitsfähig. Nach der Rechtsprechung müssten bei der sozialversicherungsrechtlichen Leistungsprüfung die subjektiven Schmerzangaben durch damit korrelierende, fachärztlich schlüssig feststellbare Befunde hinreichend erklärbar sein (mit Hinweis auf BGE 143 V 124 E. 2.2.2, 136 V 279 E. 3.2.1). Daran fehle es nach den schlüssigen Auskünften des orthopädischen Experten teilweise. Dessen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit stimme im Übrigen mit der Beurteilung des behandelnden Orthopäden vom 8. Oktober 2021 überein.