Citation: 6P.105/2002 17.02.2003 E. 3

Der Beschwerdeführer macht in der Nichtigkeitsbeschwerde geltend, soweit er in seiner Eigenschaft als Eigentümer der Hebebühne verurteilt worden sei, habe die Vorinstanz zu Unrecht das vorgeworfene Verhalten als Handlungsdelikt qualifiziert. Wenn die Ermüdung des Gewindebolzens selbst für den für die Wartung verantwortlichen Eigentümer nicht erkennbar gewesen sei, so dürfe man erst recht nicht davon ausgehen, dass ein Vermieter die Hebebühne durch eine Totalzerlegung auf Mängel prüfen müsste. Die Vorinstanz hält dem Beschwerdeführer vor, eine nicht betriebssichere Hebebühne vermietet zu haben. Sie sieht darin ein aktives Tun, das zur Annahme eines Begehungsdelikts führt. Diese Betrachtungsweise ist nicht zu beanstanden und steht in Einklang mit einem ähnlich gelagerten Fall, bei dem eine defekte Hebebühne geliefert worden war (vgl. BGE 121 IV 10 E. 2b S. 14). Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist es für die Frage, ob das vorgeworfene Verhalten als Begehungs- oder Unterlassungsdelikt zu qualifizieren ist, nicht relevant, ob er Eigentümer oder Vermieter der Hebebühne ist: Er hat in jedem Fall aktiv gehandelt, indem er die Hebebühne zur Verfügung stellte. Seine Rüge ist daher unbegründet. Im Übrigen ist nicht ersichtlich, inwiefern diese Unterscheidung von Bedeutung sein sollte, da der Beschwerdeführer Eigentümer und Vermieter der Hebebühne ist, und er die Qualifizierung als Begehungsdelikt (und den entsprechenden Schuldspruch) des ihm in seiner Eigenschaft als Vermieter vorgehaltenen Verhaltens nicht in Frage stellt. Insofern läuft seine Argumentation auf einen blossen Streit über Entscheidungsgründe hinaus, auf die der Kassationshof nicht eintreten kann (BGE 121 IV 94 E. 1b S. 95).