Citation: 5A_763/2018 E. 8.3.3

8.3.3. Das Bezirksgericht hat sich mit Schreiben vom 27. Juni 2016 zum Streitwert geäussert und die Frage aufgeworfen, ob es gemäss der Klagebeilage 61 von einem Nettowert von beinahe 4.1 Mio. Franken ausgehen oder ob dieser Betrag um 2 Mio. Franken für bezogenes Bargeld und Gegenstände erhöht werden müsse. In der Folge ging es für die Bestimmung des Kostenvorschusses "einstweilen" von einem Streitwert von 4.1 Mio. Franken aus. Die Klägerinnen behaupten nicht und legen nicht dar, dass und wann sie sich im erstinstanzlichen Verfahren dazu noch geäussert hätten. Das Bezirksgericht hat den Streitwert schliesslich bei 4.1 Mio. Franken belassen. In ihrer Argumentation, weshalb dies nicht der richtige Betrag sei (die 4.1 Mio. Franken bezögen sich auf den Stand des Vermögens im Zeitpunkt des Ablebens des Erblassers; Stand 3. September 2018 hätten die Aktiven und Passiven einen Netto-Überschuss von 1.37 Mio. Franken betragen; interpoliert auf den Zeitpunkt der Klageeinreichung habe der Nachlass lediglich noch 3 Mio. Franken betragen), beziehen sich die Klägerinnen ausschliesslich auf Noven, die im Verfahren vor Bundesgericht unzulässig sind (E. 1.7). Damit braucht sich das Bundesgericht auch nicht mit der Frage zu befassen, ob sich ein Streitwert während eines hängigen Verfahrens in der von den Klägerinnen beschriebenen Weise verringern kann. Andere Gründe, weshalb der Nettowert des Nachlasses nicht 4.1 Mio. Franken betragen haben soll, werden weder behauptet noch sind solche ersichtlich. Damit gelingt es den Klägerinnen nicht, die den kantonalen Kostenentscheiden zu Grunde gelegte Höhe des Streitwertes als offensichtlich unhaltbar auszuweisen.