Citation: 4C.142/2000 18.07.2000 E. 3

3.-Die Klägerin macht neben vertraglichen Ansprüchen auch Schadenersatz aus einer Verletzung des UWG geltend. Sie wirft dem Beklagten vor, er habe unbefugterweise die von ihr angefertigten Pläne der Wescho Gala AG zur Verfügung gestellt und sich damit unlauter im Sinne von Art. 5 lit. c UWG verhalten. Gemäss Art. 5 lit. c UWG handelt unlauter, wer das marktreife Arbeitsergebnis eines andern ohne angemessenen eigenen Aufwand durch technische Reproduktionsverfahren als solches übernimmt und verwertet. Die Vorinstanz kam in Würdigung der Beweise zum Schluss, es sei nicht erstellt, dass die Pläne, welche der Wescho Gala AG als Vorlage dienten, überhaupt von der Klägerin gezeichnet wurden. Sie ging deshalb auch bezüglich des Schadenersatzes aus einer Verletzung von Art. 5 lit. c UWG von einer mangelnden Substanziierung aus, wobei - wie aus dem Zusammenhang wiederum erhellt - auch hier die Substanziierung in einem erweiterten, auch den Beweis umfassenden Sinn verwendet wird (vgl. dazu oben E. 2b). Die dagegen gerichteten Vorbringen der Klägerin stellen daher eine Kritik an der vorinstanzlichen Beweiswürdigung dar, die im Berufungsverfahren nicht zu hören ist (vgl. oben E. 2c). Weil somit nicht erwiesen ist, dass das Arbeitserzeugnis der Klägerin überhaupt verwendet wurde, entfällt die Anwendung von Art. 5 lit. c UWG zum Vornherein. Es kann deshalb offen bleiben, ob der Beklagte in Bezug auf die Schadenersatzforderung überhaupt passivlegitimiert ist und ob die Pläne der Klägerin ein marktreifes Arbeitserzeugnis darstellten. Ebenso nicht einzugehen ist bei diesem Beweisergebnis auf die neuen Vorbringen der Klägerin, ihr Urheberrecht sei verletzt worden.