Citation: I 95/06 08.08.2006 E. 3

Gestützt auf die medizinischen Unterlagen, insbesondere auf die im MEDAS-Gutachten vom 9. August 2004 enthaltenen Abklärungsergebnisse gelangte das kantonale Gericht zum Schluss, für eine behinderungsangepasste Tätigkeit bestehe eine 80%ige Arbeitsfähigkeit, wobei dazu auch die bisherige Tätigkeit des Beschwerdeführers als "Allrounder" im EDV-Bereich zu zählen sei. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird die vorinstanzlich ermittelte Arbeitsunfähigkeit nicht mehr beanstandet. Strittig ist lediglich das dem massgebenden Grad der Arbeitsfähigkeit entsprechende hypothetische Invalideneinkommen nach Massgabe von Tabellenlöhnen unter Berücksichtigung der zulässigen Kürzungen. 3.1 Für die Ermittlung des Invalideneinkommens können die so genannten Tabellenlöhne gemäss der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) herangezogen werden, wenn die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine neue Erwerbstätigkeit im zumutbaren Umfang mehr aufgenommen hat (BGE 126 V 76 Erw. 3b/bb). Um ein Invalideneinkommen zu ermitteln, welches der im Einzelfall zumutbaren erwerblichen Verwertung der noch möglichen Verrichtungen im Rahmen der Restarbeitsfähigkeit am besten entspricht, ist vom statistischen Lohn gemäss Tabelle A1 der LSE ein Abzug von insgesamt höchstens 25 % vorzunehmen, wenn konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen bestimmter einkommensbeeinflussender Merkmale ihre (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann (BGE 126 V 78 Erw. 5). 3.2 In Wiederholung der bereits vorinstanzlich angeführten Einwendungen macht der Beschwerdeführer geltend, das kantonale Gericht sei bei der Wahl des hypothetischen Invalideneinkommens in Anwendung der LSE 2002 TA 1 zu Unrecht vom Anforderungsniveau 3 (Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt) ausgegangen. Richtigerweise sei der Invalidenlohn nach dem Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeit) zu bestimmen, denn entgegen der Auffassung der Vorinstanz sei nicht davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer wieder als "EDV-Allrounder" eingesetzt werden könnte. Zwar halte die MEDAS im Gutachten vom 9. August 2004 dies im Rahmen der Gesamtbeurteilung tatsächlich fest. Ihre Aussage sei allerdings als reine Vermutung zu werten, weil ein erheblicher Teil der bei seinem letzten Arbeitgeber ausgeführten Tätigkeit als "EDV-Allrounder" nicht in die von der MEDAS umschriebene Restarbeitsfähigkeit passe. Mit dem Aufgabenbereich bei der Firma T.________ AG, welcher ohne das Heben von schweren Lasten nicht denkbar sei, hätten sich die MEDAS-Gutachter in keiner Weise näher befasst. Vor diesem Hintergrund sei der Beschwerdeführer auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt an leichte, wechselbelastende Tätigkeiten verwiesen, für welche er über keinerlei Berufserfahrung verfüge. Demgemäss komme nur einfache und repetitive Arbeit in Frage, weshalb das hypothetische Invalideneinkommen nach LSE 2002, TA 1, Anforderungsniveau 4 zu bestimmen sei. Wie im Weiteren ebenfalls bereits vorinstanzlich geltend gemacht wurde, sei nebst dem teilzeitbedingten Abzug vom Tabellenlohn von 10 % zusätzlich auch ein leidensbedingter Abzug von 10 % vorzunehmen. Die Berücksichtigung dieser beider Rügen führe zu einem rentenbegründenden Invaliditätsgrad. 3.3 Demgegenüber hat das kantonale Gericht in sorgfältiger, umfassender und überzeugender Würdigung der in den Akten liegenden medizinischen und erwerbsspezifischen Berichte zutreffend festgestellt, dass der Beschwerdeführer im EDV-Bereich tätig gewesen war und dabei diverse Fachkurse in Informatik und Hardware-Konfiguration besucht hatte. Seine langjährige Tätigkeit bei der Firma T.________ AG als EDV- und Einkaufssachbearbeiter/Allrounder habe gemäss deren Angaben den Unterhalt sowie die Organisation diverser Computerstationen, das Führen des Kassajournals, den Einkauf und die Disposition des Lagermaterials, diverse administrative Tätigkeiten in einem Sekretariatsjob sowie den Lieferdienst umfasst. Gemäss den Feststellungen der MEDAS-Gutachter sei ihm eine solche Tätigkeit als "EDV-Allrounder" weiterhin zu mindestens 80 % zumutbar. Angesichts der vom Beschwerdeführer besuchten Kurse sowie seiner langjährigen Berufserfahrung könne somit nicht beanstandet werden, dass die IV-Stelle zur Ermittlung des Invalideneinkommens den Lohn gemäss LSE 2002 für Tätigkeiten im Sektor Dienstleistungen, bei welchen Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt sind, herangezogen hat. Zudem erscheine aufgrund der gesundheitlichen Einschränkungen des Beschwerdeführers und unter Berücksichtigung eines nur noch zu 80 % zumutbaren Beschäftigungsumfangs ein Abzug von insgesamt maximal 10 % angemessen, wobei selbst bei Vornahme des von ihm beantragten Abzuges von 20 % ein Invaliditätsgrad von lediglich 36 % resultieren würde. 3.4 Nach dem Gesagten vermögen die vom Beschwerdeführer wiederholt erhobenen Vorbringen hieran nichts zu ändern, Namentlich ist für die Zumutbarkeitsbeurteilung nicht auf die konkrete Belastung an seinem letzten Arbeitsplatz abzustellen, sondern auf den gesamten Arbeitsmarkt, auf dem er seine berufliche Erfahrung einbringen kann, sodass die Vorinstanz den Anspruch auf eine Invalidenrente zu Recht verneint hat.