Citation: 1B_416/2020 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz stützte die Haftanordnung bzw. -verlängerung ergänzend auf § 22 Abs. 1 des Straf- und Justizvollzugsgesetzes des Kantons Zürich vom 19. Juni 2006 (StJVG; LS 331). Danach kann die für den Vollzug zuständige Amtsstelle eine Person vor oder mit der Einleitung eines Verfahrens auf Erlass eines nachträglichen richterlichen Entscheides gemäss Art. 363 ff. StPO unter bestimmten, im Gesetz ausgeführten Voraussetzungen in Sicherheitshaft setzen. Das Obergericht hielt dazu im Wesentlichen fest, die darin genannten Haftvoraussetzungen deckten sich mit den materiellen Haftgründen nach Art. 221 Abs. 1 lit. c StPO und der dazu ergangenen bundesgerichtlichen Rechtsprechung. Überdies habe das Bundesgericht in zwei jüngeren Entscheiden eine analoge Gesetzesregelung des Kantons Bern als hinreichende gesetzliche Grundlage für die Haftanordnung vor oder nach der Einleitung des nachträglichen gerichtlichen Verfahrens beurteilt (Urteile 1B_201/2018 vom 15. Mai 2018 E. 3 und 1B_121/2020 vom 24. März 2020 E. 5; offen gelassen in den beiden Urteilen 1B_160/2020 vom 28. April 2020 E. 2.6 sowie 1B_207/2020 vom 26. Mai 2020 E. 3.5). Der Beschwerdeführer macht dazu nur rudimentär geltend, die kantonale vollzugsrechtliche Sicherheitshaft könne lediglich analog gestützt auf die Vorgaben der Strafprozessordnung legitimiert werden, womit eine für Art. 5 Ziff. 1 EMRK ausreichende gesetzliche Grundlage ausscheide. Weshalb dies so sein sollte, führt er jedoch nicht aus und ist weder nachvollziehbar noch ersichtlich. Weiter ist darauf daher nicht einzugehen.