Citation: 1C_545/2021 E. 3.3

3.3. In tatsächlicher Hinsicht steht fest, dass die Beschwerdegegnerin am 20. April 2021 Kenntnis vom Inhalt des gegen sie erhobenen Ausstandsbegehrens erhielt. Die Frist für die Stellung eines allfälligen Strafantrags gegen die Beschwerdeführerin, deren vormaligen Rechtsvertreter oder etwaige Drittpersonen lief somit am 20. Juli 2021 ab (vgl. Art. 31 StGB). Als die Beschwerdegegnerin am 30. Juni 2021 das Gesuch um Entbindung vom Amtsgeheimnis einreichte, drohte demnach die Strafantragsfrist zu verstreichen. Diesen Umstand durfte die Vorinstanz bei der Fristansetzung berücksichtigen. Aus den Akten ergibt sich zudem, dass das Gesuch der Beschwerdegegnerin lediglich zwei Seiten umfasst. Weiter war der Beschwerdeführerin der Sachverhalt bekannt, der zur Gesuchseinreichung führte. Die sich stellenden Rechtsfragen weisen sodann keine hohe Komplexität auf. In Anbetracht dessen erweist sich die der Beschwerdeführerin angesetzte Frist von zehn Tagen für die Einreichung einer Stellungnahme zum Gesuch um Entbindung vom Amtsgeheimnis nicht als unangemessen. Es ist jedenfalls nicht ersichtlich und wird von der Beschwerdeführerin auch nicht substanziiert dargetan, inwieweit es ihr nicht möglich gewesen sein soll, ihre Standpunkte rechtsgenüglich in das Verfahren einbringen zu können, äusserte sie sich doch in ihrer fristgerechten Stellungnahme vom 12. Juli 2021 ausführlich zur Sache. Dass es aufgrund der Sommer- und Gerichtsferien unmöglich gewesen sein soll, innert Frist einen Rechtsbeistand zu mandatieren, überzeugt angesichts des bescheidenen Aktenumfangs und den überschaubaren Rechtsfragen nicht. Nichts zu ihren Gunsten ableiten kann die Beschwerdeführerin zudem aus dem Umstand, dass die Vorinstanz die verfahrensleitende Verfügung betreffend der Fristansetzung zunächst ihrem vormaligen Rechtsanwalt zustellte. Dies ist angesichts der Tatsache, dass dieser sie in zwei vor dem Bezirksgericht X.________ hängigen Zivilverfahren vertritt, verständlich und war für sie mit keinem Rechtsnachteil verbunden, konnte sie ihren Standpunkt doch trotzdem in das Verfahren einbringen. Entgegen der Rüge der Beschwerdeführerin stellt schliesslich auch der Umstand, dass die Vorinstanz den vormaligen Rechtsbeistand der Beschwerdeführerin trotz fehlendem Mandatsverhältnis im Rubrum des angefochtenen Entscheids als ihren Rechtsvertreter aufführte, keine Gehörsverletzung dar. Wie die Vorinstanz vor Bundesgericht eingestand, handelt es sich hierbei um ein redaktionelles Versehen, was für die Beschwerdeführerin jedoch mit keinem Rechtsnachteil verbunden war.