Citation: 8C_23/2020 E. 5.1

5.1. Sie macht zunächst eine bundesrechtswidrige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend. Die Vorinstanz habe unter Verletzung von Art. 43 ATSG notwendige Abklärungen zum Sachverhalt unterlassen. Denn die Ausführungen des ZMB in seiner ergänzenden Stellungnahme vom 29. November 2018 seien hinsichtlich der neuropsychologischen Abklärung aktenwidrig. Es hätten in der Anamnese hinreichend Hinweise auf ein Kopftrauma bestanden, die eine neuropsychologische Abklärung notwendig gemacht hätten. Dasselbe gelte auch bezüglich der zusätzlich aufgetretenen Beschwerden an der linken Schulter und im rechten Knie. Die Einwände der Versicherten beschränken sich in der Hauptsache auf appellatorische Kritik, auf die das Bundesgericht nicht weiter eingeht (BGE 141 IV 249 E. 1.3.1 S. 253; 140 III 264 E. 2.3 S. 266, je mit Hinweisen). Insbesondere setzt sie sich nicht mit der Begründung der Vorinstanz, mit der diese ihre im kantonalen Verfahren vorgebrachten, inhaltlich identischen Einwände verworfen hat, auseinander. Im Übrigen legt sie nicht dar, inwiefern die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz offensichtlich unrichtig resp. willkürlich oder anderweitig bundesrechtswidrig im Sinne der Rechtsprechung sein sollen (BGE 144 V 50 E. 4.2 und E. 4.3 S. 53). Namentlich liegt entgegen der Ansicht der Versicherten keine Aktenwidrigkeit hinsichtlich der Aussagen in der ergänzenden Stellungnahme vom 29. November 2018 vor. Bezüglich der geltend gemachten Massgeblichkeit des Berichts der Frau Dr. med. B.________, Spital C.________, vom 23. November 2017 ist darauf hinzuweisen, dass einerseits dieser Bericht von einer behandelnden Ärztin stammt, so dass der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen ist, dass sie im Zweifelsfall eher zu Gunsten der Versicherten aussagt (BGE 135 V 465 E. 4.5 S. 470), und andererseits nach der Rechtsprechung ein Administrativgutachten nicht stets in Frage zu stellen ist, bloss weil es zu anderen Einschätzungen als die behandelnden Ärzte gelangt; vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine klärende Ergänzung oder direkt eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige, nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende Aspekte benennen. Diesbezüglich ist auch auf die unterschiedliche Natur von Behandlungs- und Begutachtungsauftrag zu verweisen (vgl. statt vieler Urteil 8C_229/2019 vom 5. Juli 2019 E. 5.1 mit Hinweisen). Es ist nicht ersichtlich und wird auch nicht dargelegt, inwiefern Frau Dr. med. B.________ derartige Aspekte benennen würde, zumal sich die Gutachter in ihrer ergänzenden Stellungnahme vom 29. November 2018 einlässlich mit deren Einschätzung auseinandersetzen und ihre Schlussfolgerungen, wonach sich im Ergebnis an ihrer Beurteilung nichts ändere, nachvollziehbar und überzeugend begründen. Somit vermag der Bericht der Frau Dr. med. B.________ die Schlussfolgerungen der ZMB-Experten nicht in Zweifel zu ziehen. Schliesslich kommt den Gutachtern ein grosser Ermessensspielraum bei der Auswahl der erforderlichen Abklärungen, dem Beizug weiterer Experten und den Untersuchungsmethoden zu (vgl. statt vieler Urteil 8C_151/2019 vom 20. August 2019 E. 6.2.1 mit Hinweisen). Insofern ist nicht zu beanstanden, dass die ZMB-Gutachter gestützt auf die überzeugende und nachvollziehbare Begründung des neurologischen Experten keine neuropsychologische Abklärung veranlasst haben. Es bedeutet auch keine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, dass die Gutachter nebst einer orthopädischen nicht auch noch eine rheumatologische Untersuchung als notwendig erachteten, sondern sich auf eines der beiden Fachgebiete beschränkten (vgl. etwa Urteil 9C_93/2019 vom 10. April 2019 E. 4.1.2 und Urteil 8C_682/2017 vom 14. Februar 2018 E. 6.2 mit Hinweisen).