Citation: H 261/99 26.05.2000 E. 7

7.- Zu prüfen bleibt, ob der dem Beschwerdeführer an- zulastende Schadenersatz richtig berechnet wurde. a) Wie die Vorinstanz richtig erwogen hat, wird die verfügungs- und klageweise geltend gemachte Forderung im Schadenersatzprozess masslich nicht mehr überprüft, soweit sie auf einer Nachzahlungsverfügung beruht, welche unange- fochten in Rechtskraft erwachsen ist (AHI 1993 S. 172 Erw. 3a). Durch die Möglichkeit, gegen eine Nachzahlungs- verfügung Beschwerde zu führen, ist genügend Gewähr dafür geboten, dass die Organe der zahlungsunfähig gewordenen Arbeitgeberin nicht mit ungerechtfertigten Schadenersatz- forderungen belastet werden. Vorbehalten bleiben jene Fäl- le, in denen sich aus den Akten Anhaltspunkte für eine zweifellose Unrichtigkeit der durch die Nachzahlungsver- fügung festgesetzten Beiträge ergeben. b) Die Vorinstanz hat für das Eidgenössische Versiche- rungsgericht verbindlich festgestellt, dass vom 8. März 1993 bis zum Konkurs vom 17. August 1993 weitere Beitrags- forderungen fällig geworden sind, wobei einzig die Nach- zahlungsverfügung 1992/1993 (Versand am 2. September 1993) und die Schlussabrechnung 1993 (Versand am 14. Oktober 1993) erst nach Konkurseröffnung ergangen und damit noch masslich überprüfbar waren. Gerade gegen diese beiden Ver- fügungen jedoch hat der Beschwerdeführer keine substanzi- ierten Einwendungen erhoben. Während der streitigen Periode hat er zwar mehrmals Beitragszahlungen an die Kasse geleis- tet. Diese sind angesichts der Computerabrechnungen eindeu- tig auf frühere Beitragsschulden anzurechnen gewesen. Die Anrechnung auf ältere Schulden hätte im Übrigen nach Art. 86 Abs. 2 und Art. 87 OR selbst dann erfolgen müssen, wenn die jeweiligen Zahlungen sich nicht eindeutig hätten zuordnen lassen. Was der Beschwerdeführer hiegegen einwendet, verfängt nicht. Namentlich war die Kasse nicht verpflichtet, die von ihm während seiner "Amtszeit" als Organ geleisteten Zahlun- gen von Fr. 19'422.10 auf die in dieser Periode neu ent- standenen Schulden anzurechnen. Ebenso ist kein stichhalti- ger Grund ersichtlich, weshalb die von ihm beanstandeten Verzugszinsen nicht geschuldet sein sollten. Bestehen dem- nach keine Anhaltspunkte für eine zweifellose Unrichtigkeit der festgesetzten Beiträge, muss es im Rahmen der dem Ge- richt vorliegend zustehenden Kognition (Erw. 1b hievor) bei der von der Vorinstanz ermittelten Schadenssumme sein Be- wenden haben.