Citation: 2C_205/2018 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz legt in E. 3.2 zutreffend die Kriterien dar, die die Annahme ehelicher Gewalt im Sinne von Art. 50 Abs. 2 AuG erlauben. In E. 3.4 misst es die Vorbringen des Beschwerdeführers an diesen Kriterien. Der Beschwerdeführer begründet die von ihm angeblich erlittene eheliche Gewalt zusammengefasst wie folgt: "Die Ehefrau... ist mit schäbiger und böswilliger Schädigungsabsicht vorgegangen und hat mit zivil-, straf- und verwaltungsprozessualen Mitteln den Beschwerdeführer abserviert und versucht ihre Machtstellung als Schweizer Bürgerin sowie Inhaberin eines Lizenziats in Rechtswissenschaft mithin ein akademisches Diplom in Rechtswissenschaften auszunutzen." Der Beschwerdeführer erwähnt noch Art. 59 Ziff. 1 des Übereinkommens des Europarats vom 11. Mai 2011 zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (Istanbulkonvention), den das Kantonsgericht verkannt habe. Inwiefern sich daraus etwas ableiten liesse, das darüber hinausginge, was gemäss Rechtsprechung zum nachehelichen Härtefall gilt, bleibt unerfindlich. Dasselbe gilt für die allgemeinen Ausführungen des Beschwerdeführers zu den gesellschaftlichen, soziologischen, sozialpsychologischen Aspekten häuslicher Gewalt (Beschwerdeschrift S. 6). Das Kantonsgericht zeigt in E. 3.4, worauf vollumfänglich verwiesen werden kann (Art. 109 Abs. 3 BGG), umfassend genug und in jeder Hinsicht zutreffend auf, warum die Vorbringen des Beschwerdeführers gemessen an den massgeblichen Kriterien in keiner Weise geeignet sind, eheliche Gewalt glaubhaft zu machen. Es hält zutreffend fest, der Beschwerdeführer fasse den Begriff ehelicher Gewalt "in einem derart weiten Sinn auf, wie er nicht der massgeblichen Rechtslage entsprechen kann". Nur behauptet und in keiner Weise substanziert hat der Beschwerdeführer, inwiefern seine soziale Wiedereingliederung in der Türkei, wo er während 30 Jahren bis vor zwei Jahren gelebt hat, stark gefährdet sein sollte. Soweit er sich mit seinen teilweise allgemein gehaltenen Ausführungen überhaupt hinreichend gezielt mit den Erwägungen des Kantonsgerichts auseinandersetzt (Begründungspflicht gemäss Art. 42 Abs. 2 BGG), sind seine Rügen offensichtlich unbegründet. Ein nachehelicher Härtefall im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AuG liegt nicht vor.