Citation: 4A_196/2020 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz erwog, mit Blick auf die Klage sei der Aktenschluss spätestens mit der Duplik und Widerklagereplik der Beschwerdegegnerin vom 23. November 2018 eingetreten. Die Widerklageduplik sei erfolgt, nachdem die Novenschranke im Klageverfahren gefallen sei. Nach Eintritt des Aktenschlusses könnten neue Tatsachen und Beweismittel nur noch unter den Voraussetzungen von Art. 229 Abs. 1 ZPO vorgebracht werden. Die Beschwerdeführerin erkläre in der Widerklageduplik nicht, ob ihre der Nachsubstanziierung dienenden Tatsachen nach Abschluss des Schriftenwechsels entstanden seien (echte Noven) oder ob sie zwar vor Abschluss des Schriftenwechsels vorhanden gewesen seien, aber trotz zumutbarer Sorgfalt nicht hätten vorgebracht werden können (unechte Noven). Überdies hätte die Beschwerdeführerin gemäss Vorinstanz ohne Verzug handeln müssen. Stattdessen habe sie 20 Tage verstreichen lassen. Daher seien ihre Ausführungen in der Widerklageduplik im Klageverfahren nicht zu berücksichtigen.