Citation: 4C.159/2002 08.10.2002 E. A

A.________ war seit Oktober 1998 als Direktor des Hotels Y.________ angestellt, das zu einer von der X.________ AG betriebenen Hotelgruppe gehört. B.________, Verwaltungsratsdelegierter der X.________ AG, stellte A.________ im Januar 1999 einen schriftlichen Arbeitsvertrag zu. Dieser wurde von beiden Parteien unterzeichnet. Der Lohn von A.________ betrug brutto Fr. 6'000.--, unter Abzug von Sozialkosten und Verpflegung netto Fr. 4'831.40. Für den Monat Februar 2000 zahlte die X.________ AG A.________ lediglich einen Teil seines Lohnes. Sie begründete den Lohnabzug damit, dass es A.________ weisungswidrig unterlassen habe, die Telefongespräche des Hotels über die Telefongesellschaft Z.________ abzuwickeln. Im März 2000 beanstandete B.________, A.________ habe für die von den Hotelmitarbeitern bezogene Verpflegung zu geringe Beträge von deren Löhnen in Abzug gebracht. Er ordnete deshalb an, dass mit der Lohnabrechnung für den Monat März die Fehlbeträge korrigiert werden müssten und ohne sein Einverständnis den Mitarbeitern für den Monat März keine Löhne ausbezahlt werden dürften. Ausserdem drohte er A.________ an, ihn bei Zuwiderhandlung gegen diese Weisung fristlos zu entlassen und für Verluste persönlich haftbar zu machen. Ende März zahlte A.________ drei Mitarbeitern Beträge von insgesamt Fr. 2'300.-- als Lohnvorschüsse in bar aus. Wegen des nicht voll bezahlten Lohnes für den Monat Februar kündigte A.________ das Arbeitsverhältnis mit Schreiben vom 3. April 2000 auf Ende Juni 2000, behielt sich aber die fristlose Kündigung vor, falls er für den Monat März nicht den vollen Lohn erhalte. Mit Schreiben vom 7. April 2000 nahm die X.________ AG die Kündigung von A.________ entgegen, kündigte das Arbeitsverhältnis ihrerseits mit Schreiben vom 8. April 2000 fristlos und setzte die Betriebsübergabe auf den 11. April 2000 an.