Citation: 1C_240/2020 E. 2.3

2.3. Der Beschwerdeführer kritisiert es als nicht sachgerecht, den Anbau bzw. den darin vorhandenen Raum als Wohnbaute zu erfassen. Dieser verfüge weder über ein WC noch über eine Dusche und sei nicht für eine Wohnsitznahme geeignet. In diesem Zusammenhang habe unbeachtlich zu bleiben, ob bereits Wohnraum von mehr als 300 m² vorhanden sei. Zudem sei es nicht verhältnismässig, eine ganze Wohnung einzig für die Einrichtung eines Betriebsbüros zu opfern, wenn die Vermietung der Wohnung ein existenzsicherndes Einkommen generiere. Das Bundesgericht habe im Urteil 1A.89/1989 vom 9. März 1990 E. 2c die Praxis der Bündner Behörden geschützt, eine zusätzliche Kammer bei einem Stall für die Milchverarbeitung, die Zubereitung und Einnahme von Mahlzeiten und für gelegentliche Übernachtungen zwecks Betreuung der Kühe zuzulassen. Dies müsse auch vorliegend wegleitend sein. Der Beschwerdeführer bekräftigt den objektiven betrieblichen Bedarf für die vorgesehenen Nutzungen des Raums. Der den Betrieb betreuende Tierarzt habe bestätigt, dass die Notwendigkeit des separaten Serviceraums beim Schweinemastbetrieb zur Sicherstellung der Tiergesundheit und ihrer Nachverfolgbarkeit ausgewiesen sei.