Citation: 8C_560/2023 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin rügt vor Bundesgericht in erster Linie eingehend und teilweise mit neuen Vorbringen verschiedene Mängel am psychiatrischen Teilgutachten. So habe Dr. med. B.________ auf eine Fremdanamnese verzichtet, die Resultate eines angeblichen Mini-ICF-APP-Tests nicht im Gutachten wiedergegeben und keinen aktualisierten Bericht von den psychiatrisch behandelnden Therapeuten einverlangt. Schliesslich habe der psychiatrische Gutachter, ohne ein strukturiertes Beweisverfahren durchzuführen und ohne zu den einzelnen Standardindikatoren nach vertiefter Prüfung Stellung zu nehmen, auf Grund "diverser Inkonsistenzen" darauf geschlossen, es lägen genügend Ausschlusskriterien vor, welche eine weitere einlässliche Erörterung dieser Indikatoren erübrige. Zudem beanstandet die Beschwerdeführerin, Dr. med. B.________ bediene sich - wie anhand mehrerer, konkret genannter Vergleichsfälle zu belegen sei - regelmässig pauschal gleich lautender, undifferenzierter Formulierungen, welche beweisrechtlich nicht zur Feststellung der rechtserheblichen Tatsachen im konkreten Einzelfall taugten. Angesichts dieser erheblichen Mängel fehle es an einer umfassenden, den praxisgemässen Anforderungen an ein Gutachten genügenden psychiatrischen Expertise, weshalb die Sache diesbezüglich zur ergänzenden Abklärung und Neuentscheidung über die Beschwerde an die Vorinstanz zurückzuweisen sei.