Citation: 2A.243/2004 30.04.2004 E. 2

2.1 Wurde ein erstinstanzlicher Weg- oder Ausweisungsentscheid eröffnet, so kann die zuständige kantonale Behörde (Art. 13c Abs. 1 ANAG) den Ausländer mit Zustimmung der kantonalen richterlichen Behörde (Art. 13c Abs. 2 ANAG) zur Sicherstellung von dessen Vollzug in Ausschaffungshaft nehmen, wenn die Voraussetzungen von Art. 13b ANAG (s. auch Art. 13c Abs. 3 und Abs. 5 lit. a ANAG) erfüllt sind. 2.2 Gegen den Beschwerdeführer ist im Asylverfahren ein Wegweisungsentscheid ergangen. Für die zu dessen Sicherstellung angeordnete Ausschaffungshaft rufen die kantonalen Behörden die Haftgründe von Art. 13a lit. e (in Verbindung mit Art. 13b Abs. 1 lit. b) ANAG und Art. 13b Abs. 1 lit. c ANAG an. Gemäss Art. 13a lit. e (in Verbindung mit Art. 13b Abs. 1 lit. b) ANAG kann der Ausländer in Ausschaffungshaft genommen werden, wenn er Personen ernsthaft bedroht oder an Leib und Leben erheblich gefährdet und deshalb strafrechtlich verfolgt wird oder verurteilt worden ist. Angesichts der in den Akten ihre Stütze findenden und für das Bundesgericht verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen (vgl. Art. 105 Abs. 2 OG), denen der Beschwerdeführer nicht widerspricht, war er an einer pakistanischen Gruppierung beteiligt, die Kokain an Drogenabnehmer verkaufte; in diesem Zusammenhang ist gegen ihn ein Strafverfahren eröffnet worden. Wie der Haftrichter zutreffend feststellt, ist damit der erste angerufene Haftgrund erfüllt. Weiter kann der Ausländer in Ausschaffungshaft genommen werden, wenn konkrete Anzeichen befürchten lassen, dass er sich der Ausschaffung entziehen will, insbesondere weil er der Mitwirkungspflicht z.B. bezüglich der Papierbeschaffung nicht nachkommt (Haftgrund der Untertauchensgefahr gemäss Art. 13b Abs. 1 lit. c ANAG; dazu BGE 122 II 49 E. 2a S. 50 f.; s. auch BGE 129 I 139 E. 4.2 S. 146 ff.; 125 II 369 E. 3b/aa S. 375). Schon durch die Täuschung der Behörden über seine Identität im Asylverfahren hat der Beschwerdeführer diesen Haftgrund erfüllt; dies wird noch unterstrichen durch seine Ausführungen in der Eingabe vom 20. April 2004, wo er zum Ausdruck bringt, unter keinen Umständen nach Pakistan zurückkehren zu wollen. Da keine legale Einreisemöglichkeit in ein anderes Land besteht, liegt die Vermutung nahe, dass der Beschwerdeführer nach einer allfälligen Freilassung untertauchen würde. Da bei Berücksichtigung der Akten sämtliche Haftvoraussetzungen erfüllt erscheinen, erweist sich die Verwaltungsgerichtsbeschwerde als offensichtlich unbegründet, und sie ist abzuweisen. 2.3 Entsprechend dem Verfahrensausgang wird der Beschwerdeführer grundsätzlich kostenpflichtig (Art. 156 Abs. 1 OG). In Fällen der vorliegenden Art rechtfertigt es sich jedoch, von der Erhebung einer Gerichtsgebühr abzusehen (Art. 154 und 153a OG).