Citation: 2C_360/2023 E. 6.6.2

6.6.2. Die Beschwerdeführerin hat die prägenden Kindheits- und Jugendjahre im Kosovo verbracht, wurde dort sozialisiert und ist der Landessprache mächtig. Ihre Heimat hat sie erst als junge Erwachsene verlassen. Offenbar hat sie dort noch entfernte Verwandte und Bekannte, zu welchen sie den über die Zeit verlorenen Kontakt gegebenenfalls wieder aufnehmen könnte. In den letzten Jahren hat sie sich denn auch mehrmals in den Kosovo begeben - und sei es bloss aus medizinischen bzw. finanziellen Gründen. Ihre Aussage, mit der Heimat verbinde sie nicht viel mehr als die blosse Staatsbürgerschaft, geht unter diesen Umständen fehl. Die soziale Wiedereingliederung dürfte angesichts dessen keine Probleme bereiten. Anders steht es um die berufliche Wiedereingliederung: Die Beschwerdeführerin war im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils 61 Jahre alt und steht kurz vor der Pensionierung. Laut der Vorinstanz wird sie bald eine AHV-Rente beziehen können. Bis dahin dürfte ihr bei der Stellensuche zwar die in der Schweiz gesammelte Berufserfahrung zu Gute kommen. Angesichts ihres fortgeschrittenen Alters und der hohen Arbeitslosigkeit im Kosovo (vgl. E. 2.3.2) dürfte die berufliche Reintegration aber trotzdem eine Herausforderung darstellen. Geradezu illusorisch erscheint sie aber nicht. Eine Wiedereingliederung ist ihr unter diesen Umständen zumutbar.