Citation: 6B_1382/2017 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erwägt, der Anklagevorwurf, wonach der Beschwerdeführer bereits auf dem Gebiet Zeiningen zum vorausfahrenden Fahrzeug einen Abstand von unter "1/6 Tacho" gehabt habe, könne anhand der Videoaufzeichnung nicht erhärtet werden. Es sei aber unbestritten, dass der Abstand unter 2 Sekunden betragen habe. Da somit gemäss Rechtsprechung der Tatbestand der einfachen Verletzung der Verkehrsregeln erfüllt wäre, müsste diesbezüglich ein Schuldspruch nach Art. 90 Abs. 1 SVG erfolgen. Die Staatsanwaltschaft wie auch die erste Instanz hätten indessen das Verhalten des Beschwerdeführers gesamthaft gewürdigt und ihm nur eine einfache grobe Verkehrsregelverletzung gemäss Art. 90 Abs. 2 SVG [und nicht die mehrfache grobe Verletzung der Verkehrsregeln] vorgeworfen. Entsprechend würde ein [Schuldspruch wegen einfacher Verkehrsregelverletzung für das Gebiet Zeiningen als] zusätzlicher Schuldspruch gegen das Verschlechterungsverbot verstossen, denn die Staatsanwaltschaft habe den Schuldpunkt nicht angefochten (Urteil S. 8 E. 4.3).