Citation: 8C_543/2014 E. 3.1

3.1. Nach umfassender Würdigung der medizinischen Aktenlage gelangte das kantonale Gericht zum Schluss, es stehe fest, dass der Beschwerdeführer an einer die Arbeitsfähigkeit einschränkenden Schizophrenie leide. Insbesondere gestützt auf die Stellungnahmen der Frau Dr. med. C.________ vom 1. September 2009 und 11. Mai 2010 seien die während der Rekrutenschule im Sommer 1985 vorhandenen Beschwerden als unspezifische Vorläufersymptome dieser psychischen Störung zu interpretieren. Dass ein eigentlicher Schizophrenie-Schub erstmals im Militärdienst eingetreten war, wie dies der Hausarzt Dr. med. D.________, Allgemeine Medizin FMH, in seinem Bericht vom 10. März 2009 angenommen habe, sei aufgrund der echtzeitlichen medizinischen Dokumente und der tatsächlichen Gegebenheiten nicht überwiegend wahrscheinlich. Die im Militärdienst aufgetretenen Beschwerden (Gefühl, benebelt zu sein, Konzentrationsstörungen, Verlangsamung) hätten sich einzig in ihrem Ausmass und nicht in der Qualität von den bereits in der Kindheit, während der Lehre und während rund drei Wochen vor der Rekrutenschule bestandenen Symptomen unterschieden. So habe Dr. med. D.________ selbst bereits vor Antritt der Rekrutenschule differenzialdiagnostisch eine Schizophrenie in Betracht gezogen. Die Diagnosekriterien nach ICD-9 295.3 bzw. ICD-10 F20.0 seien jedoch erst ab 1990 erfüllt gewesen. Das Gericht hielt weiter fest, die während eines halben Jahres nach der Rekrutenschule konsultierte Psychiaterin, wie auch die behandelnden Ärzte der Klinik E.________, seien vor diesem Zeitpunkt von einer verspäteten Adoleszentenkrise ausgegangen, was sich mit den eigenen Angaben des Beschwerdeführers anlässlich der Anmeldung bei der Invalidenversicherung decke. Die Schizophrenie sei daher weder Folge eines während der Rekrutenschule erlittenen Unfalls noch einer militärversicherten Krankheit. Es sei von einer dienstfremden Genese der Krankheit auszugehen. Einzig die Prodromalsymptome hätten sich in der Rekrutenschule insoweit manifestiert, als er deswegen aus dem Dienst entlassen worden sei. Die vorbestehende Symptomatik habe sich nur vorübergehend und nicht richtungsgebend verschlimmert und sei unmittelbar nach der Entlassung aus dem Militärdienst wieder abgeklungen, zumal er nach dem Dienstaustritt wieder in der Lage gewesen sei, seiner Tätigkeit als kaufmännischer Angestellter nachzugehen. Die Erkrankung stehe mit der besuchten Rekrutenschule in keinem ursächlichen Zusammenhang.