Citation: 2C_618/2024 E. 2.4

2.4. Die Vorinstanz hat gestützt auf die vorhandenen Indizien erwogen, dass die Beschwerdeführerin mit ihrem Ehemann eine Scheinehe eingegangen sei. Dafür spreche insbesondere, dass der Ehemann (mindestens) bis zur Hochzeit im Jahr 2022 eine Parallelbeziehung mit einer Landsfrau geführt habe, aus welcher drei Kinder hervorgegangen seien, wobei die beiden jüngeren Mädchen während der Beziehung mit der Beschwerdeführerin gezeugt und geboren worden seien. Angesichts der speziellen Beziehungskonstellation und der Vorgeschichte erscheine naheliegend, dass der Ehemann seine Parallelbeziehung auch in Zukunft fortsetzen bzw. dass seine Landsfrau seine wahre Partnerin bleiben werde. Der Beschwerdeführerin sei es nicht gelungen, den Gegenbeweis für eine von ihrem Ehemann gewollte Ehe zu erbringen. Vor diesem Hintergrund ist das Verwaltungsgericht zum Schluss gelangt, dass der Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung nach Art. 42 AIG rechtsmissbräuchlich geltend gemacht worden und somit erloschen sei (Art. 51 Abs. 1 lit. a AIG).