Citation: 4A_553/2021 E. 4.4.1

4.4.1. Wenn die Vorinstanz das einschlägige kantonale Recht von Amtes wegen anwendet, hält sie sich an die gesetzlichen Vorgaben. Eine Verletzung des Verhandlungsgrundsatzes liegt darin nicht. Ob und inwieweit gesetzliche Bestimmungen der Disposition der Parteien unterliegen (es sich mithin um dispositives oder zwingendes Recht handelt), entscheidet grundsätzlich das vom Gericht von Amtes wegen anzuwendende materielle Recht, dem das Zivilprozessrecht zum Durchbruch zu verhelfen hat (vgl. zu Letzterem: BGE 139 III 457 E. 4.4.3.3 mit Hinweisen). Wenn die Beschwerdeführerinnen einfach den Abschluss eines Vergleiches durch eine Person behaupten, die dazu nach den einschlägigen Bestimmungen nicht kompetent sein kann und von der sie noch dazu wissen, dass sie den Vergleich gar nicht verbindlich abschliessen wollte, mangelt es ihrem Sachvortrag in Bezug auf den Abschluss des Vergleichs und der daraus abgeleiteten Anerkennung an Schlüssigkeit. Selbst wenn man die Vorbringen als wahr unterstellt, ergibt sich daraus kein gültig geschlossener Vergleich.