Citation: 8C_602/2019 E. 4.2

4.2. Dem ABI-Gutachten vom 20. November 2017 ist zu entnehmen, dass die anlässlich der Vorbegutachtung durch Dr. med. B.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte mittelgradige depressive Störung, mit der damals eine Arbeitsunfähigkeit von höchstens 30-40 % begründet worden war (vgl. Expertise vom 8. September 2010), im Untersuchungszeitpunkt nicht mehr feststellbar gewesen sei. Aus psychiatrischer Sicht könne keine höhere Arbeitsunfähigkeit mehr attestiert werden. Das kantonale Gericht wies zudem darauf hin, dass Dr. med. B.________ die depressive Störung als behandelbar und besserungsfähig bezeichnet und eine kurzfristige gutachterliche Reevaluation der Arbeitsfähigkeit empfohlen hatte. Gerade auch vor diesem Hintergrund sei die Einschätzung im ABI-Gutachten nachvollziehbar, sodass insgesamt von einer zwischenzeitlichen Besserung der psychischen Situation auszugehen sei (zum massgeblichen Vergleichszeitraum vgl. BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114). Die Beschwerdeführerin vermag nicht darzutun, inwiefern diese vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung offensichtlich unrichtig sein soll. Jedenfalls genügt es hierfür nicht, einzig zu behaupten, der ABI-Gutachter habe lediglich eine unterschiedliche Beurteilung desselben medizinischen Sachverhalts vorgenommen. Damit ist nicht zu beanstanden, dass das kantonale Gericht das Vorliegen eines Revisionsgrundes bejahte und den Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend prüfte (vgl. E. 4.1 hiervor). Insoweit kann offen bleiben, ob auch mit Blick auf die im April 2016 neu diagnostizierte Dermatomyositis, die sich im Zeitpunkt der rheumatologischen Untersuchung im ABI im August 2017 unter immunsupprimierender Therapie weitgehend in Remission befand, von einem erheblich veränderten Gesundheitszustand auszugehen wäre.