Citation: 2C_31/2024 E. 5.4.1

5.4.1. Die Delinquenz des Beschwerdeführers bewegt sich qualitativ, worauf er zutreffend hinweist, teils im Bagatellbereich. Auch die zeitlich weit zurückliegenden Delikte sind nur zurückhaltend in die Beurteilung einzubeziehen (BGE 137 II 297 E. 3.4). Allerdings beging der Beschwerdeführer diese Taten bereits im Erwachsenenalter. Ins Gewicht fällt insbesondere die Verurteilung wegen dreifachen Raubes aus dem Jahr 2005, da es sich dabei um Gewaltdelikte handelt. Auch die jüngste aktenkundige Straftat muss als Gewaltdelikt eingeordnet werden. Der Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 13. März 2023 bezieht sich auf einen Vorfall vom 1. Dezember 2022, bei welchem der Beschwerdeführer einen Ticketkontrolleur tätlich angriff und verletzte. Die betroffene Person war zwei Tage arbeitsunfähig (Art. 105 Abs. 2 BGG). Der Beschwerdeführer verstiess sodann wiederholt gegen das Strassenverkehrs- und das Betäubungsmittelgesetz. Das Bezirksgericht Zürich verurteilte ihn am 3. September 2018 zu einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten unter anderem wegen des Verkaufs von Betäubungsmitteln (einmalige Abgabe von Kokain) und eines Auffahrunfalls. Die Höhe der Strafe impliziert ein in der Gesamtbetrachtung erhebliches strafrechtliches Verschulden, auch wenn die einzelnen Taten für sich genommen nicht gravierend sein mögen. In quantitativer Hinsicht trat der Beschwerdeführer seit 2005 mit Regelmässigkeit strafrechtlich in Erscheinung. Die gegen ihn verhängten bedingten Geld- und Freiheitsstrafen hielten ihn nicht von weiteren Straftaten ab. Selbst nach dem Widerruf des zunächst bedingt verhängten Freiheitsentzugs gemäss einem Straferkenntnis aus dem Jahr 2005 und dem Vollzug einer Freiheitsstrafe zwischen dem 5. August 2013 und dem 28. Juni 2014 (Art. 105 Abs. 2 BGG) wurde der Beschwerdeführer wieder straffällig. Die mit der bedingten Entlassung angeordnete Bewährungshilfe blieb ohne Erfolg. Desgleichen blieben die mehrfachen ausländerrechtlichen Verwarnungen ohne Wirkung. Auch nach dem Widerruf der Niederlassungsbewilligung ereigneten sich zwei weitere Straftaten. Mit seinem Verhalten zeigt der Beschwerdeführer eine ausserordentliche Gleichgültigkeit gegenüber der öffentlichen Ordnung. Die langjährige Delinquenz begründet aus diesen Gründen ein erhebliches Fernhalteinteresse der Schweiz.