Citation: 8C_350/2018 E. 4.3

4.3. Am 17. Februar 2014 wurde das neurochirurgische Gutachten erstattet. Darin führte Dr. med. B.________ aus, die chronischen vertebragenen, cervicocephalen und cervicothorokalen Beschwerden seien wahrscheinlich mit dem Unfallereignis in Verbindung zu setzen, wobei diese aber vier Jahre nach dem Unfall insgesamt als chronifiziert, teils im Sinne einer somatoformen Verarbeitungsstörung zu sehen seien. Die Bewegungseinschränkung des Kopfes bei Rotation lasse sich mit den Frakturen im Bereich des craniocervicalen Übergangs in Verbindung setzen. Die Verspannungen, wie auch die Schmerzen, das Ohrenpfeifen und die Konzentrationsstörungen liessen sich eher im Sinne einer somatoformen Verarbeitungsstörung zusammenfassen. Der Gutachter hielt weiter fest, unter Berücksichtigung der jetzigen Radiologie mit Kappenbildung im Bereich über der Schraube, welche primär etwas hervorgestanden sei, sei rein mechanisch eine Krepitation von Seiten der Schraube nicht mehr möglich. Aus neurochirurgischer Sicht könne durch eine Fortsetzung einer physikalischen Therapie keine wesentliche Verbesserung des Gesundheitszustands erwartet werden. Betreffend Arbeitsfähigkeit führte Dr. med. B.________ aus, diese betrage in der angestammten Tätigkeit als Verkäufer von elektronischen Geräten mindestens 50 %. Leichte angepasste Tätigkeiten, ohne ständige Belastung des craniocervicalen Übergangs wie auch der HWS, seien dem Exploranden vollschichtig zumutbar. Eine Wiedereingliederung sollte schrittweise über einen Zeitraum von drei bis vier Monaten, eventuell sechs Monaten, erfolgen, beginnend mit einem Pensum von 40 bis 50 %. Gegenüber der Vorbegutachtung durch den Rheumatologen der MEDAS im Jahr 2012 hätten sich die Einschränkungen deutlich gebessert. Die reaktiven Weichteilveränderungen hätten abgenommen, sodass die Einschränkungen eher teils mechanisch, teils schmerzbedingt beurteilbar seien. Der Patient benötige deutlich weniger Schmerzmedikamente als vor einem Jahr. Die radiologisch dokumentierten Veränderungen im Bereich des Dens seien nunmehr geklärt. Es bestehe eine diskrete sekundäre Arthrose im atlanto-axialen Gelenk. Die Densfraktur selber sei durchbaut. Hier sollte keine reaktive, mechanische Beeinträchtigung mehr gegeben sein.