Citation: 1C_71/2007 11.09.2007 E. 5

Der Beschwerdeführer rügt schliesslich eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör. Es sei ihm keine Gelegenheit gegeben worden, sich zum vorliegenden Verfahren zu äussern. 5.1 Nach der Darlegung des Verwaltungsgerichts ist der Beschwerdeführer vor Erlass der Verfügung des Präsidenten der KAM vom 20. Juli 2006 nicht angehört worden. Durch seine Einsprache und die freie Prüfung des Sachverhalts in tatsächlicher wie auch in rechtlicher Hinsicht durch die KAM sei die Gehörsverletzung aber geheilt worden. 5.2 Gemäss Art. 23 Abs. 1 Satz 2 SVG ist der Betroffene vor dem Entzug eines Führerausweises oder der Auflage eines Fahrverbots "in der Regel" anzuhören. Der in Art. 29 Abs. 2 BV verankerte Anspruch auf rechtliches Gehör beinhaltet u.a. das Recht des Betroffenen, sich vor Erlass eines ihn belastenden Entscheides zur Sache zu äussern (BGE 124 I 241 E. 2; 126 I 97 E. 2b). 5.3 Im Kanton Freiburg ist der Präsident der KAM zuständig, um in einem einfachen und raschen Verfahren Verwarnungen und Führerausweisentzüge für die Dauer von einem Monat zu verfügen. Auf Einsprache der betroffenen Person hin entscheidet die Kommission im ordentlichen Verfahren (Art. 3 Abs. 2 Reglement des Kantons Freiburg vom 24. August 1982 betreffend die Kommission für Administrativmassnahmen im Strassenverkehr). Diese Verfahrensorganisation ist vergleichbar mit dem Verwaltungsverfahren des Bundes. Vor Verfügungen, die durch Einsprache anfechtbar sind, braucht die Behörde die Parteien nicht anzuhören (Art. 30 Abs. 2 lit. b VwVG). Der Betroffene kann sich mit Einsprache zur Sache äussern, bevor die Behörde neu verfügt. 5.4 Der Ausweisentzug wurde zunächst durch den Präsidenten der KAM im vereinfachten Verfahren verfügt (Verfügung vom 20. Juli 2006). Danach äusserte sich der Beschwerdeführer mit Einsprache vom 4. August 2006 zur verhängten Massnahme und erwirkte, dass die KAM ein ordentliches Verfahren durchführte. Die KAM behandelte die Einsprache mit Verfügung vom 27. September 2006 und ordnete an: "Diese Verfügung ersetzt und annulliert diejenige vom 20. Juli 2006." Für den Ausweisentzug ist somit die Verfügung vom 27. September 2006 massgebend. Diesbezüglich konnte sich der Beschwerdeführer vorgängig äussern. Dass der Beschwerdeführer seine Einsprache vom 4. August 2006, wie er selber einräumt, "nur äusserst schlank" begründete, hat er selber zu vertreten. Gestützt auf seine Eingabe war die KAM nicht verpflichtet, beim Beschwerdeführer eine (weitere) Stellungnahme einzuholen. Die Gehörsrüge ist unbegründet.