Citation: 9C_155/2008 11.09.2008 E. 3

3.1 In tatsächlicher Hinsicht (vgl. E. 1 hiervor zur grundsätzlichen Verbindlichkeit der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung für das Bundesgericht) hat die Vorinstanz zutreffend erkannt, dass die nachmals konkursite Arbeitgeberfirma der ihr obliegenden Beitragsablieferungspflicht (Art. 14 Abs. 1 AHVG) während längerer Zeit in widerrechtlicher und schuldhafter Weise nicht nachgekommen ist, was sich (neben anderen) der Beschwerdeführer als Verwaltungsratspräsident unter den gegebenen Umständen anrechnen lassen muss. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringen lässt, ist - soweit nicht bereits vom kantonalen Gericht entkräftet - unbehelflich. 3.2 Dies betrifft insbesondere das Vorbringen, wonach der Beschwerdeführer an allen Verwaltungsratssitzungen teilgenommen und alles in seiner Macht Stehende unternommen habe, um die Bezahlung der Sozialversicherungsbeiträge durchzusetzen. Dass er vom Geschäftsführer, P.________, wiederholt Unterlagen verlangt und bei demselben interveniert haben will, vermag ihn nicht zu entlasten, weil er gehalten gewesen wäre, konkrete Massnahmen für eine fristgerechte Bezahlung der geschuldeten Beiträge in die Wege zu leiten, wofür angesichts des mehrmonatigen Beitragsausstandes allfällige mündliche Mahnungen an den Geschäftsführer nicht genügten. Nichts zu seinen Gunsten abzuleiten vermag er auch aus seiner Behauptung, der nur kollektivzeichnungsberechtigte P.________ habe für die Firma eigenmächtig Arbeitsverträge abgeschlossen, welche wegen Verletzung der Formvorschriften nicht rechtsgültig zustande gekommen seien. Denn die Arbeitgebereigenschaft und damit die Beitragspflicht hängt in der AHV ohnehin nicht vom Vorliegen eines Arbeitsvertrages oder eines öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnisses ab, sondern einzig vom Umstand, dass ein Entgelt ausgerichtet wird für eine nach ahv-rechtlichen Gesichtspunkten in unselbstständiger Stellung geleistete Arbeit (vgl. Hanspeter Käser, Unterstellung und Beitragswesen in der obligatorischen AHV, 2. Aufl. 1996, S. 243 Rz. 12.3 mit Hinweis auf ZAK 1982 S. 369, 1987 S. 31 und 1990 S. 129), welche Voraussetzungen auch nach der Darstellung des Beschwerdeführers ohne weiteres erfüllt sind. Zudem bedarf auch zivilrechtlich der Arbeitsvertrag keiner besonderen Form und gilt namentlich bereits dann als abgeschlossen, wenn der Arbeitgeber Arbeit entgegennimmt, deren Leistung nur gegen Lohn zu erwarten ist (Art. 320 OR). Nicht gefolgt werden kann dem Beschwerdeführer auch, soweit er die Herabsetzung der Schadenersatzpflicht wegen Mitverschuldens der Ausgleichskasse verlangt. Denn nach der Rechtsprechung ist eine solche nur zulässig, wenn eine grobe Pflichtverletzung der Verwaltung für die Entstehung oder Verschlimmerung des Schadens adäquat kausal gewesen ist (BGE 122 V 185 E. 3b S. 187 f.). Eine derartige Pflichtverletzung seitens der Kasse liegt hier nicht vor und kann insbesondere weder im Rückzug einer Betreibung noch im gewährten Zahlungsaufschub erblickt werden. Was sodann die vom Beschwerdeführer angerufene Bestimmung des Art. 759 OR anbelangt, ist darauf hinzuweisen, dass diese dem Schädiger einzig erlaubt, die Geringfügigkeit des Verschuldens geltend zu machen, weshalb sie auf das ein qualifiziertes Verschulden (Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit) voraussetzende Schadenersatzverfahren gemäss Art. 52 AHVG keine Anwendung findet (AHI 1996 S. 291 E. 6; vgl. auch SVR 2007 AHV Nr. 2 S. 5 E. 2.3, H 72/06). Schliesslich beschlägt die vom kantonalen Gericht aufgrund antizipierter Beweiswürdigung implizit gezogene Schlussfolgerung, dass die seitens des Beschwerdeführers verlangten weiteren Beweismassnahmen (Partei- und Zeugenbefragungen) keinen hier relevanten Erkenntnisgewinn zeitigen würden, Fragen tatsächlicher Natur; sie ist daher für das Bundesgericht verbindlich (E. 1 hievor), zumal von einer Rechtsfehlerhaftigkeit im Sinne von Art. 105 Abs. 2 BGG nicht die Rede sein kann. Demnach bleibt auch für die in der Beschwerde verlangten prozessualen Weiterungen kein Raum.