Citation: 6B_796/2023 E. 2.4.3

2.4.3. Der Deliktsbetrag beläuft sich gemäss den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz (Art. 105 Abs. 1 BGG) betreffend die Anklageziffer 1 auf Fr. 49'800.--. Damit liegt er über der Schwelle von Fr. 36'000.--, weshalb die Bejahung eines leichten Falls grundsätzlich ausscheidet (vgl. oben E. 2.2.2). Vorliegend ist weder geltend gemacht noch ersichtlich, inwieweit ausserordentliche, besonders gewichtige Umstände vorliegen sollten, die das Verschulden massiv vermindern würden. Auf die Vorbringen des Beschwerdeführers ist diesbezüglich nicht einzugehen, zumal er von einem abweichenden Deliktsbetrag von unter Fr. 36'000.-- ausgeht und damit vom verbindlichen Sachverhalt abweicht. Entsprechend verstösst die Vorinstanz nicht gegen Bundesrecht, wenn sie für die Anklageziffer 1 einen leichten Fall i.S.v. Art. 148a Abs. 2 StGB verneint. In der Anklageziffer 2 beträgt der Deliktsbetrag Fr. 4'650.--. Die Vorinstanz erwägt diesbezüglich, aufgrund der Dauer der vorliegend unrechtmässig geleisteten Sozialleistungen, des Verschuldens, der kriminellen Energie, den Beweggründen und Motiven des Beschwerdeführers sowie angesichts dessen, dass der Deliktsbetrag nicht alleine massgebend sei, liege kein leichter Fall i.S.v. Art. 148a Abs. 2 StGB vor. Diese rechtliche Würdigung ist nicht zu beanstanden. Zwar trifft zu, dass der Deliktsbetrag von Fr. 4'650.-- an der unteren Grenze des mittleren Bereiche (von Fr. 3'000.-- bis Fr. 35'999.99) figuriert. Jedoch ist der Vorinstanz zuzustimmen, dass der Deliktsbetrag nicht alleine massgebend ist und gerade in diesem Bereich anhand der gesamten Tatumstände zu prüfen ist, ob das Verschulden der Täterschaft soweit vermindert ist, dass sich die Annahme eines leichten Falls nach Art. 148a Abs. 2 StGB rechtfertigt (vgl. oben E. 2.2.2). Vorliegend trifft dies nicht zu. Der Beschwerdeführer befand sich zum Zeitpunkt des Antrags auf Nothilfe am 21. April 2020 bzw. am 24. Juni 2020 in keinerlei wirtschaftlicher Not, besass er doch nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz Fr. 49'800.--. Damit hatte er offensichtlich keinen Anspruch auf die Leistungen, was er seit März 2014 wusste und worauf ihn die D.________ AG im Rahmen der Einreichung des Antrags erneut hingewiesen hatte. Inwieweit seine Ziele und Beweggründe nachvollziehbar sein sollten, ist entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht ersichtlich. Dieser führt aus, den Sozialhilfeinstitutionen sei seine erfolgreiche Lauftätigkeit bekannt gewesen und gestützt auf die Opfermitverantwortung sei der Schaden zumindest teilweise selbstverschuldet. Weiter macht er geltend, er sei anlässlich der polizeilichen Einvernahme von sich aus auf das ersparte Vermögen zu sprechen gekommen und habe bereitwillig Auskunft darüber gegeben, wie er dieses angespart hatte. Der Schaden sei zudem faktisch vollständig getilgt; es sei von einem leichten Verschulden und einer leichten kriminellen Energie auszugehen. Soweit er es dabei belässt, seine eigene Sicht der Dinge zu präsentieren und er seiner rechtlichen Würdigung einen von den vorinstanzlichen Feststellungen abweichenden Sachverhalt zugrunde legt, ist darauf nicht einzugehen (Art. 42 Abs. 2, 105 Abs. 1 BGG). Im Übrigen ist nicht ersichtlich, inwieweit die Vorinstanz ihrer Begründungspflicht nur ungenügend nachgekommen sein soll. Insgesamt verneint die Vorinstanz das Vorliegen eines leichten Falls i.S.v. Art. 148a Abs. 2 StGB - trotz des kurzen Deliktszeitraums - zu Recht.