Citation: I 719/02 04.02.2003 E. 1

1.1 In Bezug auf den vorliegend streitigen Anspruch auf eine (halbe) Rente der Invalidenversicherung ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin ohne gesundheitliche Beeinträchtigung voll erwerbstätig wäre (vgl. BGE 125 V 150 Erw. 2c). Demzufolge ist der Invaliditätsgrad nach dem hier anwendbaren, bis zum 31. Dezember 2002 (In-Kraft-Treten des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]) gültig gewesenen Art. 28 Abs. 2 IVG und der dazu ergangenen Rechtsprechung zu ermitteln. In Anwendung der im angefochtenen Entscheid in den wesentlichen Zügen wiedergegeben Rechtsgrundlagen hat das kantonale Gericht einen Invaliditätsgrad von 49,27 % ([(Fr. 61'139.- - Fr. 31'017.-)/Fr. 61'139.-] x 100 %) für 2000 ermittelt. Das Invalideneinkommen (Fr. 31'017.-) entspricht dem in diesem Jahr tatsächlich erzielten Verdienst (ohne Dienstaltersgeschenk). Diese Festsetzung des trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung zumutbarereweise realisierbaren Einkommens ist nicht bestritten und auch nicht zu beanstanden. Aufgrund der Akten können die Voraussetzungen für die Gleichsetzung des Invalideneinkommens mit dem tatsächlichen Verdienst nach Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung als gegeben betrachtet werden (vgl. BGE 126 V 76 Erw. 3b/aa mit Hinweisen). 1.2 Beim einzig streitigen Valideneinkommen (Fr. 61'139.-) hat die Vorinstanz auf die Angaben des Arbeitgebers gemäss Schreiben des Spitaldirektors (nachfolgend: Lohnbestätigung) vom 1. November 2001 abgestellt. Danach hätte die Versicherte 1998 bis 2000 bei einem Anstellungspensum von 100 % als Mitarbeiterin des Empfangs- und Telefonbüros einen Verdienst von «13 x Fr. 4463.-, zuzüglich Sa. und So.-Zulagen Fr. 3120.-» erzielt. Zu den Zulagen im Besonderen führt das kantonale Gericht aus, der Arbeitgeber sei davon ausgegangen, die Beschwerdeführerin hätte während 624 Stunden pro Jahr (Fr. 3120.-/Fr. 5.- pro Stunde) an Wochenenden und Feiertagen gearbeitet. Es lägen keine konkreten Anhaltspunkte dafür vor, dass die Versicherte, wäre sie gesund geblieben, tatsächlich mindestens zwei Drittel der Wochenenden und Feiertage im Einsatz gewesen wäre und damit einen höheren Lohn erzielt hätte. Damit nimmt die Vorinstanz offensichtlich Bezug auf das mit Replik eingereichte Schreiben des Spitaldirektors vom 26. Juli 2002, worin er zu Fragen des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin zur Lohnbestätigung vom 1. November 2000 Stellung nimmt. Die in diesem Zusammenhang erhobene Rüge der Verletzung der Begründungspflicht als Ausfluss des Anspruchs auf rechtliches Gehör sticht somit nicht. Eine andere noch zu prüfende Frage ist, ob der rechtserhebliche Sachverhalt in Bezug auf das Valideneinkommen hinreichend abgeklärt ist, wie kantonales Gericht und IV-Stelle dafür halten.