Citation: 2C_732/2022 E. 4.2

4.2. Vorliegend ist zunächst unbestritten, dass der Beschwerdeführer zum Verdacht der Scheinehe ohne Dolmetscher befragt wurde. Aus dem angefochtenen Urteil ergibt sich indessen, dass er sich seit mehr als 15 Jahren - mit Unterbrüchen - in der Schweiz aufhält und hier im Strafvollzug war. Auch war er in der Lage, mit den Polizeibeamten anlässlich der bei ihm durchgeführten Wohnungskontrolle " (gebrochen) Deutsch" zu sprechen, was er im Übrigen auch nicht bestreitet. Sodann lässt sich dem aktenkundigen Befragungsprotokoll der Kantonspolizei Zürich zum Verdacht der Scheinehe vom 23. März 2021, auf welches auch die Vorinstanz hinweist, entnehmen, dass er als Sprachen "Albanisch sowie Deutsch (gebrochen) " angab (vgl. auch E. 2.3 des angefochtenen Urteils). Aus demselben Protokoll ergibt sich ferner, dass er die Frage, ob er die Ausführungen der Beamten zu den Umständen der Befragung und seiner Mitwirkungspflicht verstanden habe, mit "Ja" beantwortete. Zudem enthalten seine Antworten auf die ihm gestellten Fragen keine Hinweise darauf, dass er diese nicht verstanden hätte. Schliesslich hat er das Befragungsprotokoll vorbehaltlos unterzeichnet. Der Beschwerdeführer behauptet zwar, dass er nicht genügend Deutsch spreche und missverstanden worden sei, legt aber nicht konkret dar, inwiefern Letzteres der Fall gewesen sein soll. Zudem macht er nicht geltend, dass er um den Beizug eines Dolmetschers ersucht habe und ihm dies verweigert worden sei. Vor diesem Hintergrund durfte die Vorinstanz in verfassungskonformer Weise davon ausgehen, dass der Beschwerdeführer der deutschen Sprache genügend mächtig war, um die ihm gestellten Fragen ohne Beizug eines Dolmetschers zu verstehen und zu beantworten. Folglich hat das Verwaltungsgericht seinen Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) bzw. auf ein faires Verfahren (Art. 29 Abs. 1 BV) nicht verletzt, indem sie die ohne Dolmetscher gemachten Aussagen des Beschwerdeführers als verwertbar erachtete und davon absah, ihn erneut unter Beizug eines Dolmetschers anzuhören.