Citation: 7B_8/2021 E. 6.4.1

6.4.1. Vorliegend ist erstellt, dass die Polizeirichterin des Broyebezirks die Parteien zur Hauptverhandlung am 13. Juni 2019 vorgeladen hat. Unbestritten ist weiter, dass die Vorladung dem Beschwerdeführer zugegangen ist und er - unter Hinweis auf die Säumnisfolgen bei unentschuldigtem Fernblieben - verpflichtet wurde, am 13. Juni 2019 persönlich zu erscheinen. Gemäss den für das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz leitete der Beschwerdeführer in der Folge mehrere Beschwerde- und Ausstandsverfahren ein, wobei er sowohl vor Kantonsgericht als auch beim Bundesgericht vorsorgliche Massnahmen mit Blick auf die Verhandlung vom 13. Juni 2019 beantragte. So habe er beim Bundesgericht am 23. Mai 2019 den Antrag gestellt, dass seiner Beschwerde betreffend die notwendige Verteidigung die aufschiebende Wirkung zu erteilen sei, da ihm ein nicht wieder gutzumachender Nachteil drohe, wenn die Verhandlung vom 13. Juni 2019 durchgeführt werde. Im Rahmen einer weiteren bundesgerichtlichen Beschwerde vom 29. Mai 2019 habe er ebenfalls beantragt, dass die aufschiebende Wirkung zu erteilen und die Polizeirichterin des Broyebezirks anzuweisen sei, sämtliche Verfahrenshandlungen zu unterlassen, bis über seine Anträge rechtskräftig entschieden worden sei. Und schliesslich habe er sich am 8. Juni 2019 erneut an das Bundesgericht gewandt und verlangt, dass die vorsorglichen Massnahmen superprovisorisch anzuordnen und das Bezirksgericht anzuweisen sei, die Hauptverhandlung vom 13. Juni 2019 zu vertagen und das Strafverfahren bis zur Rechtskraft der Beschwerde zu sistieren (vgl. angefochtenes Urteil Ziff. 2.1 S. 5, unter Bezugnahme auf das erste vorinstanzliche Urteil vom 12. Februar 2020). Die Polizeirichterin teilte dem Beschwerdeführer mit Blick auf die von ihm eingeleiteten Beschwerde- und Ausstandsverfahren mit, dass sie angesichts der nahenden Verjährung für die ihm vorgeworfene üble Nachrede am Verhandlungstermin vom 13. Juni 2019 festhalte, solange seinen Beschwerden keine aufschiebende Wirkung erteilt worden sei (vgl. etwa Akten Bezirksgericht Verfahren 50 2018 13 act. 521). Sie bestätigte den Verhandlungstermin vom 13. Juni 2019 ganze zehn Mal, letztmals am 4. Juni 2019. Dennoch und ohne dass dem vom Beschwerdeführer in den von ihm eingeleiteten Beschwerde- und Ausstandsverfahren die aufschiebende Wirkung gewährt worden war, blieb der Beschwerdeführer der Verhandlung fern. Ein Entschuldigungsgrund wurde nicht glaubhaft gemacht (vgl. E. 5 hiervor). Aus dem gesamten prozessualen Verhalten des Beschwerdeführers geht damit hervor, dass er sich zwar gegen das gegen ihn eröffnete Strafverfahren wehrte, gleichzeitig aber die Durchführung der auf den 13. Juni 2019 terminierten Hauptverhandlung torpedierte, indem er sich seiner Anwesenheitspflicht faktisch entzog. Dabei ging er nach den unbestritten gebliebenen Erwägungen der Vorinstanz offenbar davon, dass das Bundesgericht auch nach dem 13. Juni 2019 vorsorgliche Massnahmen betreffend die Verhandlung aussprechen könne. Inwiefern die vorinstanzliche Feststellung, der Beschwerdeführer habe absichtlich nicht an der Verhandlung teilgenommen, willkürlich sein sollte, ist mit Blick auf das Ausgeführte nicht ersichtlich. Sein unentschuldigtes Fernbleiben von der auf den 13. Juni 2019 angesetzten Hauptverhandlung zielte darauf, den Fortgang des erstinstanzlichen gerichtlichen Verfahrens zu verhindern, dessen Durchführung er mit seiner Einsprache selbst verlangt hat und erweist sich insofern als widersprüchlich und rechtsmissbräuchlich.