Citation: 9C_145/2024 E. 4.3

4.3. Anders als der Beschwerdeführer anzunehmen scheint, hatte die Vorinstanz mangels entsprechender Behauptungen seinerseits oder sich aus den Unterlagen ergebender Anhaltspunkte auch keinen Anlass zu prüfen, ob die B.________ GmbH im Zeitpunkt, als er Geschäftsführer geworden war (d.h. am 14. November 2018), überschuldet war (vgl. zur diesfalls geltenden Rechtslage: BGE 119 V 401 E. 4c; Urteile 9C_581/2023 vom 8. Mai 2024 E. 4.2.6; 9C_321/2022 vom 29. März 2023 E. 5.2.2; 9C_538/2019 vom 19. Juni 2020 E. 3 und 4.2). Unbehelflich ist sein Vorbringen, wonach er eine Überschuldung im vorinstanzlichen Verfahren nicht selber habe behaupten (und belegen) müssen, weil er angesichts des fehlenden Zugangs zu den Geschäftsbüchern darüber nur Spekulationen hätte anstellen können, und es vielmehr die Aufgabe der Vorinstanz gewesen wäre, Unterlagen wie Jahresrechnungen, dazugehörige Belege etc. der B.________ GmbH bei C.________ zu edieren und diese allenfalls, bei Unklarheiten, einem Gutachter zur Einschätzung der finanziellen Situation vorzulegen. Seinem Einwand ist entgegenzuhalten, dass der Untersuchungsgrundsatz (Art. 61 lit. c ATSG) beschränkt wird durch die den Parteien obliegenden Mitwirkungspflichten (BGE 125 V 193 E. 2), zu welchen in erster Linie die Begründungs- und Rügepflicht gehört, die beinhaltet, dass die wesentlichen Tatsachenbehauptungen und -bestreitungen in den Rechtsschriften enthalten sein müssen (BGE 146 V 240 E. 8.3.2; 138 V 86 E. 5.2.3). Diese Anforderung war offensichtlich nicht erfüllt, hatte der Beschwerdeführer doch im kantonalen Verfahren weder in der Beschwerde noch in der Replik vorgebracht, die B.________ GmbH sei bei seinem Amtsantritt überschuldet gewesen. Abgesehen davon sind an den Untersuchungsgrundsatz geringere Anforderungen zu stellen, wenn die Parteien, wie hier, anwaltlich vertreten sind (BGE 146 V 240 E. 8.3.2; 138 V 86 E. 5.2.3). Im Übrigen wäre es auch in diesem Zusammenhang stossend, den Beschwerdeführer Vorteile daraus ziehen zu lassen, dass er passiv blieb und keinerlei Anstalten traf, seinen gesetzlichen Pflichten als Geschäftsführer der B.________ GmbH (insbesondere seinen Überwachungs- und Kontrollpflichten) nachzukommen bzw. auf den mit dieser Stellung einhergehenden Befugnissen zu beharren (vgl. dazu auch Art. 810 Abs. 2 OR).