Citation: 2C_393/2021 E. 5.4.1

5.4.1. Zwar hat der Beschwerdeführer keine besonders schweren Rechtsgutsverletzungen begangen und zeigt sein Verhalten seit der letzten Tat eine Besserung. Dennoch bestanden in Grossbritannien und in Norwegen - mindestens bis zum Zeitpunkt der erstinstanzlichen Verfügung - weiterhin Einreiseverbote gegen ihn. Wegen seiner mehrfachen Rückfälligkeit und bisherigen Einsichtslosigkeit besteht ein im Sinne von Art. 5 Abs. 1 Anhang I FZA überwiegendes öffentliches Interesse daran, dass er die Schweiz verlässt: Es handelt sich bei ihm nicht um einen jugendlichen Straftäter. Zum Zeitpunkt seiner letzten Straftat konnte er auch nicht mehr als junger Erwachsener im Sinne des StGB gelten. Der Beschwerdeführer hält sich im Übrigen erst seit kurzer Zeit in der Schweiz auf (rund 3,5 Jahre im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils). Seine hier bestehenden sozialen und kulturellen Bindungen sind gemäss den vorinstanzlichen Feststellungen nicht besonders tief. Der Beschwerdeführer wurde in der Heimat bzw. im Ausland sozialisiert. Er ist ledig und verfügt in der Schweiz über keine familiären Bindungen. In der Heimat lebt zumindest noch eine Schwester, die ihn bei der Wiedereingliederung unterstützen kann; als junger und gesunder Mann ist es ihm möglich, auch in seiner Heimat eine Existenz aufzubauen. Eine Rückkehr dorthin ist ihm zumutbar.