Citation: 8C_87/2019 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, im Jahre 2012 hätte das im Gesundheitsfall erzielbare Valideneinkommen des Beschwerdeführers gemäss Angaben der X.________ AG vom 4. Juni 2014 Fr. 74'360.- (Fr. 5'720.- x 13) betragen. Im Vergleich mit dem trotz Gesundheitsschadens bei der Versicherung Y.________ im Jahr 2012 erzielten Invalideneinkommen von Fr. 72'936.- resultiere ein Invaliditätsgrad von gerundet 2 %. Im Jahr 2013 habe sein Invalideneinkommen bei der Versicherung Y.________ Fr. 87'658.- betragen und sei damit höher als sein mutmassliches Valideneinkommen im Jahr 2013 von Fr. 75'010.- (Fr. 5'770.- x 13) gewesen. Damit habe sich der ursprünglich festgesetzte Invaliditätsgrad von 20 % um mehr als 5 % und damit erheblich geändert. Weder im Jahr 2012 noch in den nachfolgenden Jahren habe bei einem Invaliditätsgrad von unter 10 % ein Rentenanspruch bestanden. Der Zeitpunkt der revisionsweisen Rentenherabsetzung sei im Bereich der Unfallversicherung nicht gesetzlich geregelt. Ob die gegenüber Art. 17 Abs. 1 ATSG strengere Regelung des Art. 88 bis Abs. 2 lit. b IVV in der Unfallversicherung analog anzuwenden sei, sei letztinstanzlich bisher nicht entschieden worden. Auch hier könne dies offen gelassen werden. Selbst wenn Art. 88 bis Abs. 2 lit. b IVV analog anwendbar wäre, wäre eine Rückforderung zu bejahen, da Meldepflichtverletzungen vorlägen. Denn anlässlich der erstmaligen Rentenzusprache sei der Beschwerdeführer mit Verfügung vom 22. Dezember 2004 darauf hingewiesen worden, der Suva wesentliche Verbesserungen in wirtschaftlicher und medizinischer Hinsicht zu melden. Auch bei der letzten Rentenüberprüfung im Jahre 2011 sei er am 13. April 2011 auf die Meldepflicht bei veränderten Verhältnissen aufmerksam gemacht worden. Nachdem der Versicherte spätestens Ende 2012 gewusst habe, dass sein Verdienst in diesem Jahr bei der Versicherung Y.________ von Fr. 72'936.- das der Rentenzusprache zugrunde gelegte Valideneinkommen von Fr. 65'845.- überstiegen habe, liege wenigstens eine leicht fahrlässige Meldepflichtverletzung vor. Unbehelflich sei sein Einwand, er habe begründet davon ausgehen dürfen, ohne den Unfall hätte er in den Jahren 2012/2013 im angestammten Job einen Jahresverdienst von rund Fr. 120'000.- erzielen können. Denn es sei allein Sache der Suva, darüber zu befinden, ob eine gemeldete Änderung revisionsrelevant sei. Nach dem Gesagten habe sie die Rente per 1. Januar 2013 zu Recht aufgehoben und die ab diesem Zeitpunkt bis 31. Juli 2014 geleisteten Rentenleistungen zurückgefordert.