Citation: 9C_650/2022 E. 2.1.2

2.1.2. Weiter hat die Beschwerdeführerin gegenüber dem Verwaltungsgericht die Auffassung vertreten, zufolge der Gehörsverletzungen zu ihren Lasten im ASU-Verfahren dürften die dort erhobenen Befunde im Steuerhinterziehungsverfahren gegen sie nicht verwendet werden; eine Heilung dieser Gehörsverletzungen sei unmöglich, weil das ASU-Verfahren streng normiert sei und die Rechte nach Art. 193 Abs. 2 DBG nicht in einem kantonalen Verfahren quasi nachgeholt werden könnten. Dazu hat die Vorinstanz erwogen, wohl habe die ASU die Beschwerdeführerin nicht befragt oder sie vor Erlass des Schlussberichts (Art. 193 Abs. 1 DBG) angehört. Wesentlich sei jedoch, dass das besagte ASU-Untersuchungsverfahren gegen B.________ eingeleitet worden sei, nicht aber gegen die Beschwerdeführerin. Damit sei diese auch nicht Beschuldigte im Sinn von Art. 193 Abs. 1 DBG gewesen und hätten ihr auch die nun von ihr geltend gemachten Parteirechte nicht zugestanden. Ihre diesbezüglichen Rügen seien demzufolge nicht berechtigt. Stattdessen sei entscheidend, dass die ASU B.________ am 20. Januar 2016 - insbesondere zu den hier streitigen Geschäftsvorfällen - befragt habe. Daher liege eine Gehörsverweigerung auch diesbezüglich nicht vor. Ebenso habe er an der Beweisaufnahme mitwirken können.