Citation: U 14/05 29.05.2006 E. 4

Selbst wenn davon auszugehen wäre, dass die Beschwerdeführerin weiterhin an relevanten unfallkausalen Gesundheitsstörungen leidet, wäre eine weitere Leistungspflicht des Unfallversicherers zu verneinen, weil es jedenfalls an der erforderlichen Adäquanz des Kausalzusammenhangs fehlt, wie sich aus dem Folgenden ergibt. 4.1 Nach der Rechtsprechung werden einfache Auffahrunfälle in der Regel als mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten Unfällen qualifiziert (RKUV 2005 Nr. U 549 S. 237 Erw. 5.1.2 mit Hinweisen). Im vorliegenden Fall handelt es sich nicht um einen Auffahrunfall, sondern um eine seitliche Kollision. Anderseits wurde das Fahrzeug der Beschwerdeführerin beim Zusammenstoss um ca. 180° abgedreht und kam ausserhalb des Verkehrskreisels zum Stillstand, was auf eine eher heftige Kollision schliessen lässt. Laut dem vom beteiligten Haftpflichtversicherer in Auftrag gegebenen unfallanalytischen Gutachten vom 26. September 1997 lag die kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung (Delta-v) am Fahrzeug der Beschwerdeführerin im Bereich von 20 - 24 km/h. Es rechtfertigt sich unter diesen Umständen, den Unfall als mittelschwer zu qualifizieren. Auszuschliessen ist ein mittelschwerer Unfall im Grenzbereich zu den schweren Unfällen oder gar ein schwerer Unfall (vgl. die in SZS 2001 S. 431 ff. erwähnte Rechtsprechung). Die Adäquanz wäre daher zu bejahen, wenn ein einzelnes der in die Beurteilung einzubeziehenden Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt wäre oder mehrere der zu berücksichtigenden Kriterien gegeben wären (BGE 117 V 367 Erw. 6b).