Citation: 5A_247/2025 E. 3

Die Vorinstanz hat unter Bezugnahme auf das Gutachten, die weiteren aktenkundigen Unterlagen und die persönliche Anhörung (nachfolgend stark zusammengefasst) festgestellt und erwogen, dass der Zustand der Beschwerdeführerin gegenwärtig aufgrund der Psychopharmaka, die sie im Wohnheim regelmässig einnehme, sowie der dortigen Fürsorge des geschulten Personals relativ stabil sei. Es liege aber keine selbständige Wohnkompetenz vor und die Beschwerdeführerin brauche auch bei Alltagsfertigkeiten und der Körperhygiene Anleitung und Unterstützung. Aufgrund der Selbstfürsorgedefizite würde ein Austritt aus dem Wohnheim mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Verwahrlosung führen. Sodann sei eine medikamentöse Behandlung unverzichtbar, um ein paranoid-psychotisches Erleben und eine Dekompensation verbunden mit akut selbstgefährdendem Verhalten zu verhindern. Bei Zunahme des Leidensdrucks als Folge der psychotischen Symptomatik sei auch eine Suizidgefahr nicht auszuschliessen. Zudem wäre bei einer weiteren Chronifizierung der Erkrankung ein Abbau der Hirnsubstanz mit kognitiven Einbussen zu erwarten. Der Beschwerdeführerin fehle es an jeglicher Krankheits- und Behandlungseinsicht, aber weitgehend auch an Realitätsbezug. Sie möchte zu ihrem Freund ziehen, der mit anderen Männern, welche ihr eigentlich unheimlich vorkämen, in einer Art Wohngemeinschaft in einer 3-Zimmer-Wohnung in U.________ lebe. Sie sei der Ansicht, die Medikamente würden ihre Probleme verursachen. Sie möchte diese bei einem Austritt aus dem Wohnheim absetzen und schauen, ob die Schizophrenie verheilt sei. Trotz der im Wohnheim erzielten Fortschritte und der erreichten Stabilität sei die Beschwerdeführerin in Bezug auf ihre Erkrankung und die medikamentöse Behandlung als entscheidungs- und urteilsunfähig zu beurteilen. Aufgrund ihrer Aussage, die Medikamente bei einem Austritt abzusetzen und sich keiner Therapie oder ärztlichen Behandlung zu unterziehen, könnten ambulante Massnahmen mit der Anordnung von Weisungen mangels Behandlungseinsicht und mangels Behandlungswillen als mildere Alternative nicht umgesetzt werden.