Citation: 2C_919/2020 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz hat erwogen, das Migrationsamt sei berechtigt gewesen, die Verfügung vom 26. Februar 2020 mit A-Post Plus zu versenden. Die Verfügung sei am 27. Februar 2020 zugestellt worden und die zehntägige Frist für die Rekursanmeldung am 9. März 2020 abgelaufen. Die Rekursanmeldung vom 13. März 2020 (Postaufgabe am 16. März 2020) sei somit verspätet (vgl. E. 2 des angefochtenen Urteils). Der Beschwerdeführer habe nur rund sieben Monate nach der letzten Verfahrenshandlung des Migrationsamts mit einer Zustellung rechnen müssen. Er sei verpflichtet gewesen, für behördliche Zustellungen erreichbar zu sein und ab einer Abwesenheit von mehr als sieben Tagen für die Nachsendung der Korrespondenz zu sorgen, einen Stellvertreter zu ernennen oder seine Ortsabwesenheit den Behörden mitzuteilen (vgl. E. 3.2.1 des angefochtenen Urteils). Diese Pflicht habe der Beschwerdeführer schuldhaft verletzt. Er habe sich seit Anfang Februar 2020 in Tunesien aufgehalten und seinem Bruder eine Generalvollmacht erteilt. Sein Bruder sei in der massgeblichen Zeitspanne seinerseits für zwei Wochen verreist, ohne für die Nachsendung der Korrespondenz zu sorgen, einen Stellvertreter zu ernennen oder seine Ortsabwesenheit den Behörden mitzuteilen (vgl. E. 3.2.2 des angefochtenen Urteils). Zudem sei nicht glaubhaft gemacht worden, dass der Bruder am 27. Februar 2020 bereits vor der Zustellung abgereist sei und deshalb die Verfügung nicht mehr habe zur Kenntnis nehmen können (vgl. E. 3.2.3 des angefochtenen Urteils). Schliesslich hätte der Beschwerdeführer die Frist zur Rekursanmeldung auch dann versäumt, wenn ihm die Verfügung mit eingeschriebener Post zugestellt worden wäre (vgl. E. 3.2.4 des angefochtenen Urteils).