Citation: 5P.223/2003 05.08.2003 E. 3

Der Beschwerdeführer verlangt weiter eine Reduktion der Unterhaltsbeiträge an die Beschwerdegegnerin. 3.1 Er wendet sich zunächst gegen die vom Obergericht angewandte Methode, welches den Grundbetrag der Parteien, erweitert durch Miete, Krankenkassenprämien und Steuern, berechnet und den resultierenden Überschuss im Verhältnis 70 % zu 30 % zwischen der Beschwerdegegnerin und dem Beschwerdeführer aufgeteilt hat. Der Beschwerdeführer verlangt dagegen - auf Grund der guten finanziellen Verhältnissen der Parteien - die Anwendung der sog. einstufigen Methode, bei welcher durch Addition der einzelnen Budgetposten der tatsächliche Bedarf ermittelt werde. Unbestritten ist vorliegend, dass die Parteien in guten finanziellen Verhältnissen leben, welche es erlauben, nicht nur das Existenzminimum, sondern den bisherigen Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Selbst wenn in Lehre teilweise vertreten wird, dass bei hohen Einkommen die vom Beschwerdeführer geforderte einstufige Methode sinnvoll sein kann (Hausheer/Spycher, Handbuch des Unterhaltsrechts, 1997, N. 02.24 und 02.26), bringt der Beschwerdeführer keinen nachvollziehbaren Grund vor, welcher die vom Obergericht angewandte Methode als geradezu willkürlich erscheinen liesse. Insbesondere legt er nicht substantiiert dar, dass die Beschwerdegegnerin durch die vom Obergericht festgelegten Unterhaltsbeiträge mehr bekommt, als sie zur Aufrechterhaltung des ihr zustehenden Lebensstandards benötigt und damit der Entscheid des Obergerichts im Ergebnis willkürlich wäre. Damit kann auf diese Rüge nicht eingetreten werden (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). 3.2 Zudem verlangt der Beschwerdeführer, dass zur Berechnung seines Durchschnittseinkommens sowie der durchschnittlichen Sparquote während der Ehe nicht auf die letzten drei, sondern auf die letzten fünf Jahre abzustellen sei. Jedoch erweist sich auch hier die Begründung als unzureichend, zumal die Einkommen in den letzten fünf Jahren ähnlich hoch waren, so dass im Ergebnis keine grosse Differenz entsteht. Die Behauptung, das Obergericht gehe von einem monatlichen Durchschnittseinkommen von Fr. 15'185.55 aus, findet zudem im angefochtenen Entscheid keine Stütze. Damit kann auch insoweit nicht auf die Beschwerde eingetreten werden (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). 3.3 Weiter behauptet der Beschwerdeführer, die Feststellung des Obergerichts, im Lohnausweis 2001 sei der Bonus 2001 nicht enthalten, erweise sich als aktenwidrig. Das Obergericht hat in seinen Erwägungen auf eine vom Beschwerdeführer selber eingereichte Beilage abgestellt, worin dieser festgehalten hat "ganzer Bonus 2001 kam erst im 2002, andere Jahre kam bereits ca. 80 % im Dezember". Auf diese Erwägung geht der Beschwerdeführer jedoch mit keinem Wort ein, sondern verweist auf die Lohnabrechnung vom September 2001, aus welcher sich aber in Bezug auf eine allfällige Bonusauszahlung nichts Schlüssiges entnehmen lässt. Damit kann auch auf diese Rüge nicht eingetreten werden (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG) und den darauf aufbauenden Ausführungen in Bezug auf eine Korrektur der Ersparnisse 2001 ist die Grundlage entzogen.