Citation: 1C_645/2023 E. 4.3

4.3. Die Abweichung vom gesetzmässigen Zustand kann sodann nicht als unbedeutend bezeichnet werden. Zu berücksichtigen ist dabei, dass die Beseitigung rechtswidriger Bauten ausserhalb der Bauzone der Durchsetzung des für die Raumplanung fundamentalen Prinzips der Trennung des Baugebiets vom Nichtbaugebiet dient (vgl. BGE 147 II 309 E. 5.5 mit Hinweisen). Nach Auffassung der Vorinstanz zeuge der Zick-Zack-Weg von einer künstlich geschaffenen Anlage, wie sie in der Landwirtschaftszone gemeinhin in dieser Ausprägung fremd sei. Ein Bezug zur Landwirtschaftszone sei nicht abzulesen. Es werde vielmehr der Eindruck geweckt, die fragliche Parzellenfläche befinde sich ebenfalls noch im Baugebiet. Im Gesamtentscheid vom 20. Oktober 2022 wurde die Weganlage zudem als landschaftsarchitektonisches Element qualifiziert. Ein Blick auf die sich in den Akten befindende Planeingabe und die auf dem Geoinformationssystem des Kantons Schwyz öffentlich zugänglichen Luftbildaufnahmen (zu deren Notorietät vgl. Urteil 1C_285/2022 vom 25. Juni 2024 E. 2.2 mit Hinweisen) bestätigt diese Einschätzungen. Von einer bloss minimen Abweichung vom gesetzmässigen Zustand kann daher keine Rede sein. Nicht zu hören sind die Beschwerdeführenden mit ihrem Argument, infolge des Zeitablaufs sei inzwischen natürlicherweise eine Begrünung eingetreten, die einen Rückbau obsolet werden lasse. Dabei handelt es sich um ein neues tatsächliches Vorbringen, das vor Bundesgericht unzulässig ist (Art. 99 Abs. 1 BGG; vgl. BGE 143 V 19 E. 1.2). Damit gebietet das gewichtige öffentliche Interesse an der Verhinderung einer schleichenden Ausdehnung der Bauzone ins Nichtbaugebiet den Rückbau der Weganlage (vgl. Urteil 1C_321/2023 vom 12. Juli 2024 E. 5.2). Selbst wenn die Beschwerdeführenden gutgläubig vom Vorliegen einer rechtskräftigen Baubewilligung hätten ausgehen dürfen, stünde der Trennungsgrundsatz, der das geringe private Interesse der Beschwerdeführenden am Erhalt des Fusswegs klar überwiegt, einer Duldung der Anlage entgegen. So werden etwa keine erheblichen Investitions- oder Wiederherstellungskosten geltend gemacht. Der Rückbaubefehl ist damit nicht nur geeignet und erforderlich für die Erreichung des öffentlichen Interesses, sondern für die Beschwerdeführenden auch ohne Weiteres zumutbar.