Citation: 2C_911/2019 E. 4.4

4.4. Im Weiteren führt die Vorinstanz aus, dass der Beschwerdeführer den überwiegenden Teil der mit dem Strafurteil vom 6. Juli 2018 abgeurteilten Straftaten - insbesondere die schwerste Straftat des Raubes - vor dem 1. Oktober 2016 begangen habe. Dass das Strafgericht ihn zu zwei Jahren und drei Monaten Freiheitsstrafe verurteilt habe, aber von einer Landesverweisung abgesehen habe, sei ohne Auswirkungen. Zwar habe seit dem 1. Oktober 2016 das Strafgericht über die Landesverweisung straffälliger Ausländerinnen und Ausländer zu entscheiden und könne eine Aufenthaltsbewilligung nicht allein wegen strafrechtlicher Verurteilungen entzogen werden, wenn das Strafgericht von dieser Massnahme abgesehen habe. Den Migrationsbehörden verbleibe aber weiterhin die Kompetenz, eine aufenthaltsbeendende Massnahme anzuordnen, wenn die hierzu Anlass gebenden Delikte vor dem 1. Oktober 2016 verübt worden seien (vgl. E. 3.2 des angefochtenen Urteils). Die vorinstanzliche Auffassung ist im Lichte der neusten bundesgerichtlichen Rechtsprechung und aufgrund des Umstands, dass das Strafurteil vom 6. Juli 2018 ohne Begründung gefällt worden ist, ebenfalls nicht zu beanstanden (vgl. Art. 63 Abs. 3 AuG; Urteile 2C_1154/2018 vom 18. November 2019 E. 2, zur Publikation vorgesehen; 2C_305/2018 vom 18. November 2019 E. 4; 2C_358/2019 vom 18. November 2019 E. 3).