Citation: 6B_790/2021 E. 1.4.3

1.4.3. Die Rüge des Beschwerdeführers erweist sich als begründet. Es ergibt sich weder aus dem Polizeirapport noch aus den in den Akten befindlichen Fotos, dass die vorgeworfenen Beschädigungen auf das fragliche Vierkanteisen zurückzuführen sind. Es wurde auch keine forensische Untersuchung (etwa über korrespondierende Kontaktspuren) durchgeführt, die darüber hätte Aufschluss geben können, ob die Beschädigungen an der Trennwand im Kellerabteil und am Personenwagen auf das aufgefundene Eisenstück zurückzuführen sind oder nicht. Ebenso fehlen andere Indizien, welche die Vermutung eines Zusammenhangs stützen würden. Die Vorinstanz legt denn auch in keiner Weise dar, weshalb sie davon ausgeht, dass es sich beim Vierkanteisen um das Tatwerkzeug handelt. Indem sie ohne weitere Begründung und ohne zusätzliche Beweise abzunehmen trotz entsprechender Einwände des Beschwerdeführers (vgl. vorinstanzliche Akten B/38 S. 5 f.) das Vierkanteisen als Tatwerkzeug betrachtet, stellt sie den Sachverhalt willkürlich fest und kommt sie ihrer Untersuchungspflicht nicht nach. Ihre Begründung vermag ausserdem den Anforderungen von Art. 112 Abs. 1 lit. b BGG nicht zu genügen und verletzt gleichzeitig den Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör im Sinne von Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 3 Abs. 2 lit. a StPO. Letzteres verlangt, dass die Behörde die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tatsächlich hört, prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Die daraus folgende Verpflichtung der Behörde, ihren Entscheid zu begründen, erfordert, dass jedenfalls die für den Entscheid wesentlichen Punkte dargelegt werden (vgl. BGE 146 II 335 E. 5.1 mit Hinweisen). Nachdem ausser den beiden DNA-Spuren keine weiteren Spuren des Beschwerdeführers im Keller, in der Tiefgarage oder am beschädigten Personenwagen festgestellt werden konnten und nachdem nicht der Beschwerdeführer seine Unschuld beweisen, sondern die Strafverfolgungsbehörde seine Täterschaft nachweisen muss, handelt es sich bei der Frage, womit die Keller-Trennwand und der Personenwagen beschädigt wurden bzw. ob dies mittels des fraglichen, mit DNA-Spuren des Beschwerdeführers versehenen Vierkanteisens geschah, um einen für den Entscheid wesentlichen Punkt, den spätestens die Vorinstanz hätte abklären lassen müssen (vgl. E. 1.2.5 und 1.2.6 oben).