Citation: 4A_222/2022 E. 5.2

5.2. Nicht zielführend ist auch die Kritik der Beschwerdeführerinnen im Zusammenhang mit den geltend gemachten Verfehlungen von D.________, welche die Vorinstanz unberücksichtigt gelassen habe. Sie meinen, die Vorinstanz habe dadurch den Sachverhalt unrichtig festgestellt und ihr rechtliches Gehör verletzt. Sie legen aber weder das eine noch das andere hinreichend dar. Vielmehr präsentieren sie auch in diesem Zusammenhang erneut ihre eigene Sicht der Dinge, ohne jedoch die Erwägungen der Vorinstanz als bundesrechtswidrig auszuweisen. Die Vorinstanz hat die Vorbringen der Beschwerdeführerinnen durchaus berücksichtigt, wonach D.________ seit dem Geschäftsjahr 2017 weder eine Generalversammlung durchgeführt noch die entsprechenden Jahresrechnungen durch die Revisionsgesellschaft habe prüfen lassen, ferner dass die Revisionsstelle ihren Rücktritt mit den Versäumnissen von D.________ begründet habe. Sie mass diesen Vorbringen aber im vorliegenden Organisationsmängelverfahren keine ausschlaggebende Bedeutung zu. Denn die Beschwerdeführerinnen hätten nirgends dargelegt, dass D.________ - sofern die Vorwürfe zutreffen würden oder berechtigt seien - allein aufgrund dieser Versäumnisse nicht geeignet sei, eine Generalversammlung einzuberufen und an dieser einen Verwaltungsrat und eine Revisionsstelle wählen zu lassen. Die Vorinstanz stützte ihre Begründung also gerade auf die Unterstellung, die Vorwürfe träfen zu oder seien berechtigt. Sie brauchte somit keine diesbezüglichen Beweise zu erheben oder weitere Feststellungen zu treffen. Dass den Vorwürfen gemäss Vorinstanz im vorliegenden Organisationsmängelverfahren aber keine entscheiderhebliche Bedeutung zukommt, weil nicht dargelegt worden sei, dass D.________ ungeeignet wäre, die angeordnete Massnahme durchzuführen, widerlegen die Beschwerdeführerinnen nicht. Es bleibt somit bei den Feststellungen der Vorinstanz, dass D.________ seit der Gründung der Beschwerdegegnerin im 2013 im Verwaltungsrat gewesen und offenbar mehrmals wiedergewählt worden sei, somit über langjährige Erfahrung verfüge, die Geschäfte und die Geschäftspartner der Beschwerdegegnerin kenne und etwa auch keine Einarbeitungszeit benötige. Die Vorinstanz begründete somit in sachlicher Weise, weshalb sie die vorübergehende Einsetzung von D.________ als Verwaltungsrat trotz der gegen ihn von den Beschwerdeführerinnen erhobenen Vorwürfe für geeignet und angebracht hielt. Ihr Ermessensentscheid stützt sich mithin auf eine sachliche Begründung und erfordert kein Eingreifen des Bundesgerichts.