Citation: 5A_82/2010 02.03.2010 E. 3

3.1 Sodann rügt die Beschwerdeführerin willkürliche Sachverhaltsfeststellung bzw. Beweiswürdigung, indem das Obergericht ihr zu Unrecht vorwerfe, sie habe sich geweigert, aktuelle Lohnabrechnungen einzureichen, woraus es zu Unrecht abgeleitet habe, die bei den Akten liegenden Lohnabrechnungen gäben nicht die tatsächlichen Einkommensverhältnisse wieder, weshalb das Gericht zu Unrecht auf das vom Beschwerdegegner behauptete Einkommen abgestellt habe. Vielmehr habe sie das Einreichen der fraglichen Lohnabrechnungen prozessual korrekt angeboten. Nach § 188 Abs. 1 ZPO/TG seien Beweismittel nur auf Aufforderung des Gerichts hin einzureichen. Dieses habe nie die Edition der fraglichen Unterlagen angeordnet, weshalb ihr daraus kein Nachteil erwachsen dürfe. 3.2 Die Beschwerdeführerin stellt die Ausgangslage unrichtig dar. Das Obergericht ist bei der Beschwerdeführerin von einem Einkommen "von minimal Fr. 6'456.--" ausgegangen. Dabei stützte es sich auf Angaben, welche diese selber vor den beiden kantonalen Instanzen gemacht hatte (E. 4.b/aa und Fn 13 des angefochtenen Urteils). Sodann erwog das Obergericht, mit Blick auf den Verfahrensausgang könne deshalb offen bleiben, ob die Beschwerdeführerin - wie offenbar vom Beschwerdegegner behauptet - mehr verdiene. Mithin waren die von der Beschwerdeführerin beanstandeten Erwägungen nicht entscheidrelevant, bzw. das Obergericht lieferte zwei selbständige Begründungen, um zu demselben Ergebnis zu gelangen. Da sich die Beschwerdeführerin nicht mit der Feststellung, wonach sie ihren eigenen Aussagen zufolge über ein Einkommen von Fr. 6'456.-- verfüge, auseinandersetzt, kann auf die vorgebrachte Rüge nicht eingetreten werden (E. 1.2).