Citation: 8C_505/2021 E. 5.2

5.2. Auch die weitere Kritik der Beschwerdeführerin greift zu kurz. Allein die Tatsache, dass die Beschwerdegegnerin rund fünfeinhalb Jahre in Spanien im Haushalts- und Familienbereich respektive in der Kinderbetreuung beschäftigt war, bietet keinen hinreichenden Anhaltspunkt, um der Vorinstanz eine Bundesrechtswidrigkeit vorwerfen zu können. Vielmehr bestand die einzige Motivation der Beschwerdegegnerin seit dem Verlassen ihres Heimatlands unbestrittenermassen darin, möglichst viel Geld zu verdienen. Wie in der Vernehmlassung zutreffend dargelegt, ging sie bereits aus diesem Grund nach Spanien. Durch den dortigen Verlust der letzten Arbeitsstelle im Zuge der Wirtschaftskrise sah sich die Beschwerdegegnerin im Jahr 2013 erneut einer finanziellen Notlage gegenüber. Dannzumal fasste sie nach eigenen Angaben den Entschluss, eine Weile in der Schweiz zu arbeiten, Geld zu sparen, ihre Familie finanziell zu unterstützen und später in Paraguay ein Studium aufzunehmen. Vor diesem Hintergrund wäre es in Anbetracht ihrer Erwerbsbiografie durchaus naheliegend gewesen, wenn die Beschwerdegegnerin im bereits bekannten Berufsfeld (Kinderbetreuung / Haushaltshilfe / Reinigung) versucht hätte, eine Anstellung zu finden. Solche Stellenbemühungen sind jedoch in keiner Weise belegt. Stattdessen war die Beschwerdegegnerin bereit, sich sogar auf eine Tätigkeit als Prostituierte einzulassen. Dies stützt die im angefochtenen Urteil vertretene Sichtweise, wonach sie aufgrund des nach wie vor grossen finanziellen Drucks (hypothetisch) auch im Dezember 2017 zwar nicht mehr für die zuletzt ausgeübte (vgl. E. 5.1 hievor), aber immerhin für sämtliche anderen Tätigkeiten im Kompetenzniveau 1 offen gewesen wäre. Davon ist umso mehr auszugehen, als ihr - wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat - etwa in der Produktion bessere Verdienstmöglichkeiten offenbart worden wären als bei den bisher ausgeübten Tätigkeiten im Dienstleistungssektor. Anders als die Beschwerdeführerin meint, stehen dem insbesondere die mangelnden Sprachkenntnisse der Beschwerdegegnerin nicht entgegen. Denn solche spielen bei den hier interessierenden Erwerbstätigkeiten für Ungelernte naturgemäss eine untergeordnete Rolle (vgl. betreffend Abzug vom Tabellenlohn: Urteil 8C_594/2011 vom 10. Oktober 2011 E. 5 mit Hinweis). Abgesehen davon war die Beschwerdegegnerin bereits früher in der Lage, innert nützlicher Frist die katalanische Sprache zu erlernen (vgl. Gutachten der medizinischen Begutachtungsstelle C.________, S. 14). Dass sie sich im hypothetischen Gesundheitsfall nach einiger Zeit gleichermassen auf Deutsch verständigen könnte, erscheint demzufolge nicht abwegig. Auch anhand der sonstigen Vorbringen vermag die Beschwerdeführerin keine Rechtsverletzung aufzuzeigen.