Citation: 6B_663/2013 E. 2.6.2

2.6.2. Da X.________ ab dem 1. Januar 2003 im Auftragsverhältnis gestützt auf den Managementvertrag vom 13. Dezember 2002 für die B.________ AG im Einsatz war, wurde er nicht in eigenem Namen für die B.________ AG tätig, sondern mittelbar durch die C.________ AG. Er beging die angezeigten Taten grossmehrheitlich nach dem 1. Januar 2003, d.h. als Angestellter der C.________ AG. Insofern bestand zwischen seiner Tätigkeit für die C.________ AG und den strafrechtlichen Vorwürfen ein unmittelbarer Zusammenhang, wenn auch nicht im Sinne eines aus der beruflichen Tätigkeit fliessenden Betriebsrisikos, wie die bundesgerichtliche Rechtsprechung dies für die Annahme von abzugsfähigen Berufskosten bei natürlichen Personen verlangt (dazu oben E. 2.5.1). Die Vorinstanz anerkennt, dass die C.________ AG aufgrund der X.________ in der fraglichen Zeit vorgeworfenen Verfehlungen damit rechnen musste, zivilrechtlich in Anspruch genommen zu werden. Sie erachtet die hierfür in den Jahresrechnungen 2004 und 2005 erfolgten Rückstellungen daher als gerechtfertigt (Urteil E. 4.2.4.1.3.1.3 S. 96). Ebenso wenig macht sie dem Beschwerdeführer zum Vorwurf, dass er die Anwaltskosten betreffend die mit den Verfehlungen von X.________ im Zusammenhang stehenden zivilrechtlichen Aspekte in der Geschäftsbuchhaltung der C.________ AG als Aufwand verbuchte (Urteil S. 90-92). Die C.________ AG hatte ein Interesse daran, eine Verurteilung von X.________ zu verhindern, da ein Schuldspruch unmittelbaren Einfluss auf die Zivilforderungen ihr gegenüber hatte. Die erstinstanzlichen Freisprüche und der Einstellungsbeschluss vom 2. Februar 2005 zeigen zudem, dass dies nicht von vornherein aussichtslos war. Eine effiziente Strafverfolgung lag somit auch im Interesse der C.________ AG. Unter diesen Umständen kann dem Beschwerdeführer nicht zum Vorwurf gemacht werden, er habe durch die Verbuchung der von der C.________ AG übernommenen Strafverteidigungskosten deren Geschäftsbuchhaltung verfälscht. Die Beschwerdegegnerin macht in ihrer Vernehmlassung geltend, X.________ habe den ganzen Fall H.________ nicht als Angestellter der C.________ AG begangen (act. 14 S. 2). Damit widerspricht sie ihrer Anklageschrift. Der darin als "Fall H.________" bezeichnete Anklagevorwurf betraf klarerweise auch die C.________ AG und die Zeit nach dem 31. Dezember 2002.