Citation: 8C_437/2021 E. A

Der 1981 geborene A.________ war beim Personalvermittlungsunternehmen B.________ AG angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Zuletzt leistete er ab 14. März 2018 einen Einsatz als Hilfsarbeiter Schaler/Bauarbeiter für die C.________ GmbH. Als er am 8. August 2018 auf einer Baustelle Schalungselemente an die Ketten eines Krans montieren wollte, schlug ein Blitz in diesen ein (vgl. Schadenmeldung Unfall vom 10. August 2018). Dabei kam es zu einem sogenannten "contact strike" (Kontakteffekt; Kontaktverletzung durch Berühren eines vom Blitz getroffenen Objekts). Die Suva erbrachte für die Folgen des Unfalls die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld). Nachdem A.________ zu Beginn hauptsächlich über bewegungsabhängige Schmerzen und Müdigkeit sowie eine allgemeine Verlangsamung und kognitive Einschränkungen klagte, traten im weiteren Verlauf die psychischen Leiden zunehmend in den Vordergrund. Ab dem Unfalltag am 8. August 2018 bis zum 18. Juni 2019 befand sich A.________ praktisch durchgehend in stationärer Behandlung und Rehabilitation in verschiedenen Kliniken. Zwischenzeitlich musste er am 13. Dezember 2018 aufgrund akuter Suizidalität notfallmässig mittels fürsorgerischer Unterbringung (FU) in die Klinik D.________, Zentrum für Psychiatrie und Psychotherapie, verlegt werden. Zuletzt diagnostizierten die Ärzte der Klinik E.________ (Hospitalisation vom 5. März bis 18. Juni 2019) eine schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F32.2) sowie eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.4). Nachdem die Suva mehrere Beurteilungen ihrer Kreisärzte eingeholt hatte, stellte sie ihre Leistungen mit Verfügung vom 22. Oktober 2019 per 30. November 2019 mit der Begründung ein, es lägen keine organisch hinreichend nachweisbaren Beschwerden vor und die bestehenden psychischen Leiden stünden nicht in einem adäquaten Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 8. August 2018. Dementsprechend verneinte sie einen Anspruch auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 30. März 2020 fest.