Citation: 5P.226/2005 09.11.2005 E. 1

Das Obergericht hat zunächst festgehalten, dass die Anwaltsgebühr im summarischen Rechtsmittelverfahren Fr. 400.-- bis Fr. 4'000.-- und bei sehr hohem Streit- oder Interessenwert bis Fr. 10'000.-- betrage (§ 58 KoV/LU), wobei unter Letzterem vor allem materielle Interessen zu verstehen seien, die langfristige Konsequenzen wirtschaftlicher Natur nach sich ziehen könnten wie namentlich Prozesse betreffend Immaterialgüterrecht, UWG und Persönlichkeitsschutz. Sodann hat das Obergericht erwogen, der Rekurs habe sich bezüglich des Unterhaltsbeitrages von vornherein als aussichtslos erwiesen, weshalb die entsprechenden Aufwendungen nicht zu vergüten seien (§ 130 Abs. 2 ZPO). Bei der Besuchsrechtsfrage seien Beweisvorkehren getroffen worden, weshalb nicht von einer anfänglichen Aussichtslosigkeit gesprochen werden könne. Der Beschwerdeführer macht geltend, § 130 Abs. 2 ZPO und der vom Obergericht zitierte Bundesgerichtsentscheid bezögen sich auf die Voraussetzungen für die unentgeltliche Rechtspflege (Nichtaussichtslosigkeit). Sei diese jedoch erteilt, könnten die Erfolgschancen der Rechtsbegehren kein Kriterium für die Bemessung des Anwaltshonorars sein; ein solches Vorgehen sei willkürlich.