Citation: 6B_1178/2021 E. 2.1

2.1. Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz stelle den Sachverhalt tatsachen- und aktenwidrig fest und verletze das Willkürverbot gemäss Art. 9 BV sowie Art. 125 Abs. 2 StGB. Sie bringt vor, die Piste Nr. 69b sei im unteren Streckenabschnitt nicht mehr gesperrt und nicht unpräpariert gewesen, ferner habe kein unpräpariertes Teilstück der Piste Nr. 69b bestanden, das sich zum präparierten Teilstück der Piste Nr. 69b optisch klar abgegrenzt habe. Zudem sei mangels Aufnahmen nicht erstellt, wie ihre Sicht hinter dem Arbeiterpavillon gewesen sei. Schliesslich habe der Beschwerdegegner 2 die Falllinie verlassen, als er eine Linkskurve ausgeführt habe. Auch verkenne die Vorinstanz, dass sie (die Beschwerdeführerin) ihr hangaufwärtsgerichtetes Ausweichmanöver erst gefahren sei, nachdem der Beschwerdegegner 2 seine Fahrtrichtung geändert habe und auf sie zugefahren sei. Von ihr könne deshalb nicht verlangt werden, dass sie ihre ursprüngliche Fahrtrichtung beibehalte. Die FIS-Regel 5 lasse sich vorliegend nicht auf ihr Ausweichmanöver anwenden. Jedenfalls sei ihr Verhalten angesichts des Kollisionsrisikos, welches durch den Richtungswechsel des Beschwerdegegners 2 entstanden sei, nicht derart aussergewöhnlich und derart schwerwiegend, dass es als unmittelbarste Ursache des Erfolgs erscheine und das erhebliche Verschulden des Beschwerdegegners 2 in den Hintergrund dränge, so dass der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dessen Verhalten und den Unfallfolgen unterbrochen wäre.