Citation: 1C_9/2017 E. B

Mit Schreiben vom 24. April 2016 gelangte A.________ an die Beratungsstelle Opferhilfe Aargau Solothurn, welche das Schreiben zuständigkeitshalber an die Fachstelle Opferhilfe Kanton Solothurn weiterleitete. A.________ machte sinngemäss geltend, er sei in den Jahren 1986 bis 2007 Opfer von Mobbing am Arbeitsplatz geworden, was bei ihm zu einer erheblichen psychischen Belastung und zu Arbeitsunfähigkeit geführt habe. Aufgrund seiner psychischen Krankheit sei es ihm nicht mehr möglich, sich alleine gegen den Staat durchzusetzen. Er habe Probleme, seine Steuerangelegenheiten alleine zu lösen und brauche deshalb dringend anwaltliche, durch die Opferhilfe bezahlte Unterstützung. Mit Verfügung vom 26. Juli 2016 wies das Departement des Innern des Kantons Solothurn, Amt für soziale Sicherheit, das Gesuch von A.________ ab. Für die Ausrichtung längerfristiger Hilfe müsse die Opferstellung wahrscheinlich sein. Aufgrund der in Rechtskraft erwachsenen Einstellungsverfügung vom 3. September 2012 stehe fest, dass A.________ nicht Opfer im Sinne des Opferhilfegesetzes sei. Im Übrigen fehle es auch an einem Kausalzusammenhang zwischen den Straftaten und den geltend gemachten Problemen in Steuerangelegenheiten. Diese Verfügung focht A.________ mit Beschwerde vom 1. August 2016 beim Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn an. Er beantragte, die Verfügung vom 26. Juli 2016 sei aufzuheben, und sein Gesuch um Übernahme von Anwaltskosten im Steuerverfahren gemäss Opferhilfegesetz sei gutzuheissen. Mit Urteil vom 15. Dezember 2016 wies das Verwaltungsgericht die Beschwerde ab. Das Verwaltungsgericht erwog, die Staatsanwaltschaft habe das durch die Strafanzeige des Beschwerdeführers eingeleitete Strafverfahren mit Verfügung vom 3. September 2012 eingestellt, weil einerseits sämtliche allfällige Handlungen der Beschuldigten vor dem 14. November 1997 verjährt seien, und weil andererseits die Handlungen nach dem 14. November 1997 keine Straftatbestände erfüllten. Diese Einstellungsverfügung sei in Rechtskraft erwachsen. Aufgrund der fehlenden Opferqualität des Beschwerdeführers habe die Vorinstanz somit das Gesuch um Kostengutsprache gemäss Opferhilfegesetz zu Recht abgewiesen.