Citation: 5A.2/2005 24.03.2005 E. 5

5.1 Das Departement wirft dem Beschwerdeführer im angefochtenen Entscheid sodann vor, er habe keine Beweismittel für gemeinsame Ferien oder Anlässe mit Verwandten beibringen können. Der Hinweis des Beschwerdeführers, dass gemeinsame Reisen aus finanziellen Gründen nicht möglich seien, stehe im Widerspruch zu dem mit der Eingabe vom 9. Februar 2004 eingereichten Buchungsbeleg für einen zweiwöchigen Aufenthalt in K.________. Dieser Aufenthalt habe ganz offensichtlich nicht stattgefunden, ansonsten der Beschwerdeführer es nicht unterlassen hätte, entsprechende Belege einzureichen. Vor diesem Hintergrund komme den ein- und nachgereichten Fotos keine besondere Bedeutung zu, da ein grosser Teil davon offensichtlich aus den Jahren 1998 und 1999 stamme, mithin aus einer Zeit, die für den Nachweis der ehelichen Gemeinschaft ohnehin nicht massgeblich sei. Der Beschwerdeführer macht geltend, das Amt hätte ihn darauf aufmerksam machen müssen, dass Fotos aus den Ehejahren für den Entscheid massgebend sind. Mit seinen Ausführungen legt er Kopien zahlreicher Fotos für gemeinsame Anlässe mit seiner Ehefrau ins Recht. In der Vernehmlassung führt das Departement dazu aus, die eingereichten Fotos bezögen sich grösstenteils auf einen Zeitraum, in dem das Beschwerdeverfahren betreffend erleichterte Einbürgerung bereits hängig gewesen sei, so dass diesen Beweismitteln mit einer gewissen Vorsicht begegnet werden müsse. Im Übrigen wiesen diese Fotos zwar auf soziale Aktivitäten und familiäre Kontakte hin; für sich allein erbrächten sie jedoch nicht den Beweis für die behauptete stabile in die Zukunft gerichtete eheliche Beziehung. Naturgemäss seien Gruppenbilder von gesellschaftlichen Anlässen Momentaufnahmen, welche darauf abzielten, Ereignisse in möglichst guter Erinnerung zu behalten. Sie stellten jedoch keinen Beweis für innere Vorgänge dar. Dessen ungeachtet könne Bildern in vorliegendem Zusammenhang durchaus Beweiswert zukommen, insbesondere in Verbindung mit positiven Erlebnisberichten oder Wahrnehmungen Dritter. Dies sei vorliegend nicht der Fall. Daran vermöge auch der persönliche Brief der Ehefrau vom 23. Dezember 2004 nichts zu ändern, zumal dieser ausschliesslich ihre Sicht der Dinge wiedergebe. Auch wenn nach ihrem Empfinden die Ehe harmonisch verlaufe, gelte dies nicht unbedingt für den Ehemann. 5.2 Das Departement sieht im Buchungsbeleg für die Reise nach K.________ einen Widerspruch zur Aussage des Beschwerdeführers, er könne sich keine Reisen leisten. Die Tatsache, dass er offenbar die Reise nach K.________ nicht durchgeführt hat, wie das Departement selbst feststellt, scheint immerhin für die Behauptung zu sprechen. Sodann hätte das Amt bzw. das Departement im Rahmen der Untersuchungsmaxime vom Beschwerdeführer aktuellere Fotos verlangen können, wenn es die eingereichten als nicht beweistauglich erachtete. Zwar auferlegt die Untersuchungsmaxime dem Betroffenen gewisse Mitwirkungspflichten, doch obliegt es im Gegenzug der Behörde, ihn über die Art der erforderlichen Beweise aufzuklären (vgl. Kölz/Häner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl. 1998, Rz. 274 S. 99). Aus der Tatsache, dass keine Fotos für den massgebenden Zeitraum eingereicht worden sind, lässt sich demnach nichts Nachteiliges für den Beschwerdeführer herleiten. Vor Bundesgericht hat der Beschwerdeführer Kopien solcher Fotos ins Recht gelegt. Dem Departement ist darin beizupflichten, dass Fotos und der persönliche Brief der Ehefrau nicht zwingend als Beweise für eine harmonische in die Zukunft gerichtete Ehe gelten müssen. Es leuchtet aber auch nicht ein, inwiefern den Bildern mehr Beweiswert zukommen soll, wenn zusätzlich Erlebnisberichte eingereicht werden, sind doch auch solche Berichte im Ergebnis nur Momentaufnahmen, welche die inneren Vorgänge beim Beschwerdeführer ebenso wenig aufzuzeigen vermögen.