Citation: 5A_875/2022 E. 2.1

2.1. Aus der vorinstanzlichen Begründung ist folgendes hervorzuheben: Der Umstand, dass über den Beschwerdeführer am 21. Juni 2021 in Frankreich ein Sauvegarde-Verfahren eröffnet worden sei, sei unerheblich. Die Verordnung (EG) Nr. 848 des Rates vom 20. Mai 2015 über das Insolvenzverfahren (EuInsVO) finde auf die Schweiz als Nicht-EU-Staat keine Anwendung. Ebenso wenig seien Art. 206 SchKG und Art. 166 ff. IPRG einschlägig, da diese das Konkursrecht beträfen und nicht die Betreibung auf Pfändung, welcher der Beschwerdeführer unterliege. Es bestehe somit weder eine geltende Bestimmung noch ein Vertragswerk, welches die im Vollstreckungsverfahren in Frankreich angeordnete "Sauvegarde" im Vollstreckungsverfahren der Schweiz für beachtlich erkläre. Vielmehr seien im Einklang mit dem Territorialitätsprinzip für das Vollstreckungsverfahren in der Betreibung Nr. xxx ausschliesslich die Behörden in der Schweiz zuständig und für die Vollstreckung in Frankreich die französischen Vollstreckungsbehörden. Den Behörden in Frankreich sei es somit nicht möglich, in der Betreibung Nr. xxx mitzuwirken bzw. deren Vollstreckung auf dem Gebiet der Schweiz durch die zur Diskussion stehende "Sauvegarde" zu beeinflussen. Soweit der Beschwerdeführer geltend mache, die "Sauvegarde" in Frankreich würde die Fortsetzung der gegen ihn gerichteten Betreibung in der Schweiz gestützt auf den Verlustschein verunmöglichen, erweise sich die Beschwerde als unbegründet.