Citation: 2C_646/2021 E. 3.2.3

3.2.3. Nichts Anderes ergibt sich aus Völkerrecht, das mit freier Kognition zu prüfen ist (vorne E. 2.2) : Gemäss dem hier massgebenden Abkommen vom 11. August 1971 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Bundesrepublik Deutschland zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen (SR 0.672.913.62; nachfolgend DBA CH-DE) können das unbewegliche Vermögen (Art. 22 Abs. 1 DBA CH-DE), die Einkünfte aus unbeweglichem Vermögen (Art. 6 Abs. 1 DBA CH-DE) und die Gewinne aus der Veräusserung unbeweglichen Vermögens (Art. 13 Abs. 1 DBA CH-DE) in jenem Vertragsstaat besteuert werden, in dem dieses Vermögen liegt (Urteil 2C_18/2014 vom 15. Januar 2015 E. 4.4.1). Wie schon das Musterabkommen der OECD hält auch das DBA CH-DE keine ausdrückliche Regelung zur Frage der Verlegung von Schulden bzw. Schuldzinsen und der Übernahme von Auslandsverlusten bereit (Urteil 2C_891/2018 vom 30. Oktober 2018 E. 3.2.3 zum insofern gleichartigen DBA CH-FR).