Citation: 4A_171/2019 E. 6.2.2

6.2.2. Die Vorinstanz setzte sich mit dem Einwand der Beschwerdeführer auseinander, der Verteilschlüssel könne sich nicht ausschliesslich nach der Höhe des Milchkontingents richten, sondern müsse auch die Betriebsmittel berücksichtigen. Sie nahm eine objektivierte Vertragsauslegung vor und gelangte zum Ergebnis, die Erstinstanz habe die Betriebsmittel bei der Festlegung des Verteilschlüssels in der Abrechnung zu Recht nicht beachtet. Wenn die Beschwerdeführer beanstanden, diese Auslegung entspreche nicht "dem wirklichen Willen der Parteien", weshalb sie gegen Art. 18 OR verstosse, und weiter, "der tatsächliche Wille der Parteien" könne nur "effektiv ermittelt" werden, indem Ziffer 7 des Vertrages in den Gesamtzusammenhang des Vertrages gesetzt werde und Ziffer 9b beigezogen werde, zielen sie auf die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz ab, ohne eine hinreichend begründete Sachverhaltsrüge zu formulieren (Erwägung 3.3). Soweit sich die Kritik aber gegen die objektivierte Vertragsauslegung der Vorinstanz richtet, kann sie nach den eben dargelegten Grundsätzen nicht auf nachträgliches Parteiverhalten gestützt werden. Unbeachtlich ist daher insbesondere, wenn die Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang auf die Abrechnung für das Jahr 2005 verweisen und geltend machen, diese konkretisiere "die Abrechnungsweise in der BZG". Im Übrigen trifft es nicht zu, dass die Vorinstanz bei der Auslegung einseitig auf den Wortlaut abgestellt hat, "ohne nach Sinn und Zweck der Vertragsbestimmung zu fragen". Wohl erwog die Vorinstanz, der Wortlaut von Ziffer 7 des Vertrags sei eindeutig und eröffne "keinen Spielraum für eine Ausweitung auf weitere Komponenten". Die Ziffer nenne die Betriebsmittel gerade nicht als Verteilschlüssel. Die Vorinstanz führte aber weiter aus, eine pauschale Abgeltung über die festgelegte Milchmenge erscheine "auch sinnvoll, zumal eine konkretisierte Leistungsabrechnung nur mit unverhältnismässig grossem Aufwand zu bewerkstelligen gewesen wäre". Ferner berücksichtigte die Vorinstanz ausdrücklich Ziffer 9b des Vertrags und setzte sich auch mit dem Argument der Beschwerdeführer auseinander, wonach die Milchkontingente der einzelnen Partner durch Zukäufe erhöht werden konnten. Schliesslich können die Beschwerdeführer die objektivierte Auslegung durch die Vorinstanz auch nicht als bundesrechtswidrig ausweisen, wenn sie dieser ihre eigene Auffassung gegenüberstellen, wonach der Verteilschlüssel aus wirtschaftlichen Gründen zwingend auch weitere Faktoren zu berücksichtigen habe, zumal sie sich dabei nach Belieben auf Sachverhaltselemente abstützen, welche im angefochtenen Entscheid nicht festgestellt sind (Erwägung 3.3).