Citation: 2C_126/2018 E. 2.2.2

2.2.2. Die Beschwerdefrist gegen die Ausschreibung eines Auftrags oder gegen den Zuschlagsentscheid beträgt zehn Tage (Art. 15 Abs. 2 in Verb. mit Art. 15 Abs. 1bis lit. a und e der Interkantonalen Vereinbarung vom 15. März 2001 über das öffentliche Beschaffungswesen [IVöB]). Es ist unbestritten, dass gegen den Zuschlagsentscheid und erst recht gegen die Ausschreibung nicht fristgerecht Beschwerde geführt worden ist. Das Verwaltungsgericht prüft, ob dem - sinngemäss gestellten - Fristwiederherstellungsgesuch entsprochen werden könnte. Massgeblich dafür ist § 12 Abs. 2 des Zürcher Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG). Danach kann eine versäumte Frist wiederhergestellt werden, wenn dem Säumigen keine grobe Nachlässigkeit zur Last fällt und er innert zehn Tagen nach Wegfall des Grundes, der die Einhaltung der Frist verhindert hat, ein Gesuch um Wiederherstellung einreicht. Das Verwaltungsgericht stellt in Bezug auf die verpasste Frist zur Anfechtung des Vergabeentscheids fest, dass die Beschwerdeführerin spätestens seit Juni 2017 offensichtlich Kenntnis von der Ausschreibung hatte; wenn sie es dennoch unterliess, die amtlichen Publikationen zu verfolgen, so liege darin grundsätzlich eine grobe Nachlässigkeit im Sinn des Gesetzes, zumal sie nicht geltend mache, das Verfolgen der amtlichen Publikationen sei ihr nicht oder nur eingeschränkt möglich gewesen; da sie im Submissionsverfahren nicht als Anbieterin (mit konkreter Offerte) beteiligt gewesen sei, habe sie auch nicht damit rechnen können, dass ihr der Zuschlagsentscheid individuell eröffnet würde; das Versäumnis der zehntägigen Frist zur Anfechtung des Zuschlagsentscheids erweise sich damit als grobe Fahrlässigkeit, weshalb eine Wiederherstellung der Beschwerdefrist ausser Betracht falle (E. 5.1). Was die verspätete Anfechtung der Ausschreibung vom 21. April 2017 betrifft, lässt es die Frage offen, wie es sich mit einer Auskunft vom Februar 2017 über eine Ausschreibung erst im Herbst 2017 in Bezug auf die Entschuldbarkeit der Säumnis verhalte, weil die Beschwerdeführerin jedenfalls nicht innert zehn Tagen nach Wegfall des behaupteten Hindernisses, nämlich nach Kenntnisnahme von der Ausschreibung im Juni 2017, um Fristwiederherstellung ersucht habe, wie dies § 12 Abs. 2 VRG verlange (E. 5.2). Die Beschwerdeführerin befasst sich mit behaupteten Unregelmässigkeiten im Zusammenhang mit der Beschaffung von Handtrocknungsvorrichtungen bzw. dem Ablauf des konkreten Ausschreibungsverfahrens. Diese Vorbringen, die im Rahmen einer rechtzeitigen Beschwerde näher zu prüfen (gewesen) wären, haben weitestgehend nichts mit der einzig streitigen Frage der Fristwiederherstellung zu tun. Jedenfalls sind sie in keiner Weise geeignet aufzuzeigen, inwiefern mit den diesbezüglich allein massgeblichen Erwägungen der verwaltungsgerichtlichen Verfügung (E. 5) bzw. diese im Ergebnis schweizerisches Recht verletze.