Citation: 9C_136/2018 E. 3.2

3.2. Zu beachten ist sodann Folgendes: Die sich stellenden Rechtsfragen können nicht losgelöst voneinander betrachtet werden. Bei einer Deckungszusage durch die Rechtsschutzversicherung, d.h. Finanzierung der Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens, ist das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gegenstandslos. Umgekehrt kann sich die Verneinung des Anspruchs auf unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit der Begehren (BGE 129 I 129 E. 2.3.1 S. 135) für den Beschwerdeführer negativ auf das Rechtsverhältnis mit seiner Rechtsschutzversicherung auswirken. Dies ist dann der Fall, wenn der Versicherungsvertrag bei gegebenen Voraussetzungen Anspruch darauf gibt, im Vorfeldeines Prozesses eine Kostengutsprache zu erhalten, d.h. die Zusicherung, dass das Kostenrisiko übernommen wird. Zu den diesbezüglichen Vertragsbedingungen gehört in der Regel, dass der Rechtsstreit nicht als aussichtslos erscheint. Dabei ist der Begriff der Aussichtslosigkeit im technischen Sinne des Prozessrechts zu verstehen, d.h. wie bei der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (BGE 119 II 368 E. 4 S. 371 ff.). Es ist davon auszugehen oder kann jedenfalls nicht ausgeschlossen werden, dass eine Rechtsschutzversicherung sich auf einen diesbezüglich abschlägigen Zwischenentscheid der Rechtsmittelinstanz berufen wird, um ihre Leistungspflicht zu verneinen, wie in der Beschwerde vorgebracht wird.