Citation: 8C_495/2018 E. 5.1

5.1. Der Beschwerdeführer wirft dem kantonalen Gericht zunächst vor, es habe seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, indem es sich nicht mit der Einschätzung seiner Hausärztin, Dr. med. B.________, Praktische Ärztin FMH, vom 25. November 2017 bezüglich des Schweregrads der Schmerzstörung und der Arbeitsunfähigkeit seit Abbruch der beruflichen Massnahmen bei der C.________ (Ende Mai 2013) auseinandergesetzt habe. Dr. med. B.________ sei ausgebildete Schmerztherapeutin und ihre Einschätzung stehe in krassem Widerspruch zu den gutachterlichen Einschätzungen. Zwar trifft es zu, dass sich die Vorinstanz nicht zum Schreiben der Dr. med. B.________ äusserte. Ob dies bereits eine Gehörsverletzung darstellt, kann offenbleiben. Denn der Anspruch auf rechtliches Gehör erfordert weder eine einlässliche Auseinandersetzung mit allen Parteistandpunkten noch eine ausdrücklich Widerlegung sämtlicher Vorbringen, sondern lässt es zu, dass sich die Behörde auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränkt (BGE 141 IV 249 E. 1.3.1 S. 253). Im Zusammenhang mit den Stellungnahmen der behandelnden Psychiaterin Dr. med. D.________, FMH Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 23. September 2017 und des Schmerztherapeuten Dr. med. E.________, Facharzt für Anästhesiologie FMH, vom 16. September 2017, führte das kantonale Gericht zutreffend aus, dass die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-) Arztes und des Begutachtungsauftrags des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten (BGE 124 I 170 E. 4 S. 175) es nicht zulasse, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangten. Vorbehalten blieben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdränge, weil die behandelnden Ärzte wichtige Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben seien (vgl. Urteile 9C_338/2016 vom 21. Februar 2017 E. 5.5, in: SVR 2017 IV Nr. 49 S. 148; Urteil I 514/06 vom 25. Mai 2007 E. 2.2.1, in: SVR 2008 IV Nr. 15 S. 43). Die Vorinstanz verneinte dies zu Recht für beide fachärztlichen Stellungnahmen. Gleiches gilt auch für die Einschätzung der Hausärztin: Auch deren knapp gehaltene Ausführungen vermögen die gutachterlichen Ausführungen nicht in Zweifel zu ziehen. Selbst wenn eine Gehörsverletzung zu bejahen wäre, würde eine Rückweisung somit lediglich zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen, die mit dem Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (vgl. BGE 137 I 195 E. 2.3.2 S. 197 f. mit Hinweisen).