Citation: 5A_400/2023 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV). Sie wirft dem Obergericht vor, sich nicht mit den unter den Ziffern 39 ff. (S. 11 ff.) der Berufungsschrift vorgetragenen Argumenten auseinanderzusetzen und seinen Entscheid somit mangelhaft zu begründen. An der besagten Stelle habe sie reklamiert, dass das Bezirksgericht die Androhung der Ungehorsamsstrafe nicht im Einzelnen begründet und sich mit der allgemeinen Aussage begnügt habe, wonach bei einem Besuchsrecht letztlich nur die Androhung der Ungehorsamsstrafe in Frage komme. Indem das Obergericht in keiner Art und Weise auf diese Rüge eingehe, verletze auch es den Gehörsanspruch. In der Sache besteht die Beschwerdeführerin darauf, dass die Androhung der Ungehorsamsstrafe "nicht rechtmässig und verhältnismässig" sei. Sie beteuert, dass die Umsetzung des Besuchsrechts nicht an ihr gescheitert sei. Sie habe sich stets um dessen Umsetzung bemüht, immer in regelmässigem Kontakt mit den Fachleuten gestanden, deren Unterstützung regelmässig in Anspruch genommen und deren Empfehlungen umgesetzt. Vielmehr seien die Probleme auf das verantwortungslose Verhalten des Beschwerdegegners zurückzuführen.