Citation: 7B_873/2023 E. 2

Der Beschwerdeführer macht zusammengefasst Folgendes geltend: Die vorliegende Vollzugsstreitigkeit basiere auf einem grundlegenden Missverständnis zwischen ihm und dem kantonalen Amt für Justizvollzug. Dieses habe nicht erkannt, dass seine Erwerbstätigkeit im Rahmen einer ausschliesslich ihm gehörenden Gesellschaft im Wesentlichen einer selbstständigen Erwerbstätigkeit entsprochen habe. Er wiederum habe damals nicht erfasst, dass es "zielführender gewesen wäre, genau diese tatsächliche Tätigkeit darzulegen, anstatt auf Arbeitsverträgen zu beharren". Diese Verträge seien zweifelhaft gewesen, da er sie als Geschäftsführer und Verwaltungsrat der Gesellschaft "naturgemäss selbst" ausgestellt habe. Nachdem die betreffenden Dokumente vom Amt für Justizvollzug als unzureichend betrachtet worden seien, habe er zwar versucht, weitere Unterlagen vorzulegen. Er sei in administrativen Angelegenheiten aber überfordert gewesen und habe ungeschickt gehandelt, was von seiten der kantonalen Behörden zu einem Vertrauensverlust geführt habe. Dies ändere jedoch nichts an der Tatsache, dass "bei nüchterner Betrachtung die Voraussetzungen für die Bewilligung des Vollzugs in Halbgefangenschaft erfüllt" seien. Seine Erwerbstätigkeit im Rahmen dieser Gesellschaft sowie einer anderen (seiner Ehefrau gehörenden) Firma habe er "mit entsprechenden Nachweisen belegt". Insbesondere habe er dargelegt, dass mehrere von seiner Gesellschaft betriebene Webshops funktioniert hätten. Die Vorinstanz habe diese Aspekte "nicht angemessen berücksichtigt oder gewürdigt" und sei daher zum Schluss gekommen, dass er keine ausreichende berufliche Tätigkeit ausübe. Dabei habe sie seine gegenteiligen Beweismittel ignoriert. Es sei ungerecht, dass die Vorinstanz von Vornherein seine Fähigkeit in Frage stelle, die gesetzlichen Vorgaben der Halbgefangenschaft einzuhalten. Schon die kantonalen Rekurs- und Beschwerdeverfahren und das vorliegende Rechtsmittelverfahren erbrächten "gewissermassen den Beweis" für seine "ausserordentliche Motivation", die Voraussetzungen dafür zu erfüllen. "Wenn" ihm "die Gelegenheit" gegeben würde, sich "in der Halbgefangenschaft zu bewähren", werde er seine administrativen Versäumnisse "nachholen" und seine Zukunft neu gestalten. Aufgrund des angefochtenen Entscheides habe er sich nun entschlossen, seine bisherige "selbständige Tätigkeit vorübergehend zu unterbrechen" und sich "zusätzlich um eine formelle Anstellung bei einem anerkannten Arbeitgeber zu bemühen". Ein Normalvollzug der Freiheitsstrafen stehe demgegenüber "nicht im Verhältnis zu den Auswirkungen" auf sein soziales Umfeld, seine Familie und seine Freunde; ebenso wenig trage er zu seiner "Resozialisierung" bei. Er rügt in diesem Zusammenhang eine unzutreffende, fehlerhafte Feststellung des Sachverhalts, eine Verletzung von Art. 77b Abs. 1 StGB und des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes sowie eine Verletzung des rechtlichen Gehörs.