Citation: 6B_226/2025 E. 1

Das Strafgericht Basel-Landschaft sprach A.________ am 26. April 2023 in seiner Abwesenheit des mehrfachen, teilweise versuchten Betrugs, der mehrfachen Hinderung einer Amtshandlung, der mehrfachen, teilweise versuchten Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte, der mehrfachen Fälschung amtlicher Wertzeichen, der falschen Anschuldigung, der mehrfachen einfachen Verletzung der Verkehrsregeln, des mehrfachen Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen, des Ungehorsams des Schuldners im Betreibungsverfahren, des mehrfachen Missbrauchs von Ausweisen und Schildern, des mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung, der mehrfachen Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit sowie der Sachbeschädigung schuldig. Es belegte ihn mit einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten, unter Anrechnung der ausgestandenen Untersuchungshaft, einer Geldstrafe von 35 Tagessätzen zu je Fr. 30.-- sowie einer Busse von Fr. 900.--, je als Zusatzstrafe und teilweise Zusatzstrafe zu zwei vorher ergangenen Urteilen. In einem Anklagepunkt sprach es ihn von den Vorwürfen der Hinderung einer Amtshandlung und rechtswidrigen Einreise frei und stellte es das Verfahren wegen einfacher Verletzung der Verkehrsregeln infolge Eintritts der Verfolgungsverjährung ein. Es verwies im Weiteren die anhängig gemachte Zivilforderung auf den Zivilweg, ordnete die Landesverweisung von A.________ für die Dauer von sieben Jahren an und entschied über die Verwendung beschlagnahmter Gegenstände. A.________ meldete selbständig Berufung an. Sein bisheriger und für das Berufungsverfahren erneut eingesetzter amtlicher Verteidiger, Advokat B.________, reichte in der Folge "interessenwahrend" die Berufungserklärung ein. Das Kantonsgericht Basel-Landschaft schrieb das Berufungsverfahren mit Beschluss vom 22. April 2024 in Anwendung von Art. 407 Abs. 1 lit. c StPO i.V.m. Art. 87 Abs. 2 StPO infolge Rückzugs der Berufung (Rückzugsfiktion) als gegenstandslos ab, weil A.________ mangels Erreichbarkeit für seinen amtlichen Verteidiger und Bezeichnung eines Zustelldomizils in der Schweiz nicht habe vorgeladen werden können. Es stellte damit einhergehend die Rechtskraft des Urteils des Strafgerichts fest.