Citation: C 187/06 31.10.2006 E. 2

Streitig und zu prüfen ist, ob und gegebenenfalls für welche Dauer die Versicherte in der Anspruchsberechtigung einzustellen ist. 2.1 Nach konstanter Praxis des Eidgenössischen Versicherungsgerichts muss sich die versicherte Person gemäss ihrer Schadenminderungspflicht auch die vor der Meldung auf dem Arbeitsamt unterlassenen Stellenbewerbungen entgegenhalten lassen (ARV 2005 S. 58 [C 208/03] Erw. 3.1 mit Hinweisen). Von dieser Pflicht entbindet sie selbst eine Landesabwesenheit nicht. Bei den zur Verfügung stehenden Kommunikationsmitteln (Internet, E-Mail etc.) und Personalvermittlungsagenturen ist es heute ohne weiteres möglich und zumutbar, sich auch vom Ausland aus für eine neue Arbeitsstelle zu bewerben (ARV 2005 S. 58 [C 208/03] Erw. 3.2). 2.2 Gemäss Ausführungen der Versicherten in ihrer Einsprache vom 29. Januar 2006 war ihr erst ab dem 5. Dezember 2005 klar, dass sie in der Schweiz bleiben und arbeiten werde. Aufgrund der Wohnsitzbestätigung vom 24. Januar 2006 wird jedoch ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin bereits seit dem 27. November 2005 wieder in Z.________ gemeldet und wohnhaft ist. Zudem hält sie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde fest, dass sie es am 5. Dezember 2005 "nochmals" wagte, ihren zukünftigen Ehegatten "auf einen Verbleib in der Schweiz anzusprechen". Auch daraus geht hervor, dass sie sich bereits vor dem 5. Dezember 2005 mit dem Gedanken trug, in der Schweiz zu verbleiben. Seit dem 1. Dezember 2005 hatte die Beschwerdeführerin weiter Kenntnis über das Datum der Heirat (12. Dezember 2005) und damit über den Zeitpunkt, ab welchem wieder ein rechtmässiges Arbeiten in der Schweiz möglich wäre. Die Annahme der Vorinstanz, dass der Versicherten der Verbleib in der Schweiz ab dem 27. November 2005 (und nicht erst, wie behauptet, ab dem 5. Dezember 2005) klar war und sie somit spätestens ab diesem Zeitpunkt mit der Suche einer Arbeitsstelle hätte beginnen müssen, ist somit nicht zu beanstanden. Da sie mit der Stellensuche aber erst am 15. Dezember 2005 (d.h. knapp drei Wochen später) begann, hat sich die Beschwerdeführerin persönlich nicht genügend um zumutbare Arbeit bemüht. Das RAV hat das Verschulden der Versicherten als leicht eingestuft und sie für acht Tage im Leistungsanspruch eingestellt. Wie bereits die Vorinstanz festgestellt hat, ist diese Betrachtungsweise rechtens. Daran könnte im Übrigen selbst dann festgehalten werden, wenn sich die Versicherte erst am 5. Dezember 2005 (also knapp zwei Arbeitswochen vor dem tatsächlichen Beginn der Stellensuche) über ihren Verbleib in der Schweiz klar geworden wäre.