Citation: I 709/01 27.06.2002 E. 2

2.- Streitig ist das Vorliegen eines invalidisierenden Gesundheitsschadens. Die Vorinstanz stellte auf die Einschätzung des Dr. med. L.________ ab und verneinte infolge vollständiger Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf eine Erwerbseinbusse. Der Beschwerdeführer ist demgegenüber der Ansicht, er sei schon im Begutachtungszeitpunkt nicht mehr vollständig arbeitsfähig gewesen; im Weiteren sei der Experte in seiner Stellungnahme zur Arbeitsfähigkeit von der falschen Vorstellung einer (wohl eher als leicht aufgefassten) Tätigkeit als leitender Angestellter ausgegangen. a) Der Gutachter ist zwar von einer Tätigkeit des Beschwerdeführers als leitender Angestellter ausgegangen, hat jedoch immer klargestellt, dass es sich beim Versicherten um einen leitenden Sanitärinstallateur handelt, womit die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erwähnten körperlich belastenden Tätigkeiten im Gutachten berücksichtigt worden sind. So beziehen sich denn auch die Therapievorschläge des Experten auf körperliche Arbeit und nicht auf die bei leitenden Angestellten sonst primär üblichen Bürotätigkeiten; zudem wird im Rahmen der Stellungnahme zur Arbeitsfähigkeit auf mögliche Optimierungen hinsichtlich körperlicher Arbeit verwiesen (Arbeiten in Überkopfposition; feuchte, nasse, nicht klimatisierte Räume; Durchzug). Im Übrigen hat die IV-Stelle in ihrem (standardisierten) Abklärungsauftrag an den Experten darauf hingewiesen, das Gutachten müsse über den "Grad der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit" Aufschluss geben (welche im Arbeitgeberbericht vom 17. März 2000 mit "Sanitärmonteur" angegeben worden ist), so dass der Gutachter auf diesen Punkt speziell aufmerksam gemacht worden ist. b) Dr. med. L.________ geht im Gutachten vom 7. August 2000 davon aus, dass "die Arbeitsfähigkeit aus rheumatologischer Sicht momentan vollständig erhalten" sei, obwohl vorübergehende Einschränkungen auftreten könnten. Die Expertise ist für den streitigen Belang umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden, ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, leuchtet in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und medizinischen Situation ein und weist begründete Schlussfolgerungen auf (BGE 125 V 352 Erw. 3a). Die weiteren in den Akten liegenden ärztlichen Berichte sind weder geeignet, zu einer anderen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zu führen, noch vermögen sie Zweifel an der Zuverlässigkeit der Ausführungen des Gutachters zu erwecken (vgl. BGE 125 V 353 Erw. 3b/bb), da sie nicht begründet sind (so das ärztliche Zeugnis des Dr. med. X.________ vom 2. April 2001) oder bloss eine abweichende, in sich aber nicht überzeugende Würdigung der im wesentlichen gleichen Befunde vornehmen (so der Bericht des Dr. med. H.________ vom 1. März 2000); der nachträglich eingereichte, nicht begründete Bericht des Dr. med. H.________ vom 14. November 2001 enthält im grossen und ganzen nur eine Bestätigung der bereits im Bericht vom 1. März 2000 abgegebenen Stellungnahme zur Arbeitsfähigkeit, so dass offen bleiben kann, ob dieses neue Beweismittel überhaupt zu berücksichtigen ist, nachdem es nach Ablauf der Beschwerdefrist, und ohne dass ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet wurde, aufgelegt worden ist (vgl. BGE 127 V 357 Erw. 4).