Citation: 6B_779/2019 E. 2.3.2

2.3.2. Grundsätzlich sind die Kosten- und Entschädigungsfolgen im Endentscheid festzulegen (Art. 421 Abs. 1 StPO). Als Endentscheid gilt auch der Strafbefehl (Art. 416 i.V.m. Art. 353 StPO). Gemäss Art. 353 Abs. 1 lit. g StPO hat dieser auch die Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen zu enthalten. Gemäss Lehre (Thomas Domeisen, in: Basler Kommentar zur StPO, 2. Aufl. 2014, N. 6 zu Art. 421) und der kantonalen Rechtsprechung (Entscheid des Obergerichts des Kantons Zürich, UH130006 vom 10. April 2013) ist in Fällen, in denen eine Gebühr, Auslage oder Entschädigung nicht schon beim Fällen des Endentscheids, sondern erst nachträglich ermittelt werden kann, ein entsprechender Vorbehalt im Endentscheid anzubringen. Ein solches Dispositiv des Endentscheids sei unvollständig und der entsprechende Betrag sei später in einem Berichtigungsentscheid gemäss Art. 83 Abs. 1 StPO festzusetzen. Gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts ist ein unvollständiges Dispositiv gestützt auf Art. 83 Abs. 1 StPO zu ergänzen (Urteil 6B_15/2019 vom 15. Mai 2019 E. 4). Das ergänzte Urteilsdispositiv ist den Parteien zu eröffnen (Art. 83 Abs. 4 StPO) und es steht ihnen dagegen das gleiche Rechtsmittel zur Verfügung wie gegen den ursprünglichen Entscheid.