Citation: 2C_1077/2018 E. 4.3

4.3. Entgegen der Vorbringen des Beschwerdeführers erfüllt er mit dem geschilderten Verhalten den Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 lit. b AIG. Hieran ändert nichts, dass die gehandelten Drogenmengen "relativ gering" ausgefallen sind und er selber als Konsument und nicht nur als am Geld interessierter Dealer gehandelt hat. Die entsprechenden Umständen haben sich in der Strafhöhe der verschiedenen Urteile bereits niedergeschlagen und rechtfertigen es nicht, diese im ausländerrechtlichen Verfahren - bei dem es in erster Linie um den Schutz der Bevölkerung und nicht um eine verschuldensabhängige Sanktion strafbaren Verhaltens geht (vgl. das Urteil 2C_846/2018 vom 26. März 2019 E. 5.3 mit Hinweisen) - infrage zu stellen. Soweit der Beschwerdeführer darauf hinweist, dass das Bundesgericht in Fällen mit einer im Einzelfall deutlich höheren gehandelten Drogenmenge vom Widerruf der Niederlassungsbewilligung abgesehen habe (BGE 139 I 145 ff.; Wegweisung nach Afghanistan, Ersttäter [E. 3.8]), übersieht er, dass der aufenthaltsbeendende Entscheid auf einer Würdigung der gesamten Umstände im Einzelfall beruht (vgl. vorstehende E. 3.3), was nur beschränkt erlaubt, einzelne Sachverhalte ausschliesslich gestützt auf die umgesetzte Drogenmenge zu vergleichen.