Citation: 4A_189/2018 E. 4.4

4.4. Die Vorinstanz erwog ferner zutreffend, die Beschwerdeführerin könne sich nicht auf die angeblich mangelnde Zumutbarkeit der Beseitigung allfälliger Mängel berufen (vgl. zu dieser Schranke der Sicherungspflicht BGE 130 III 736 E. 1.3 S. 742; 126 III 113 E. 2a/cc S. 116; 123 III 306 E. 3b/aa S. 311). Denn nach den Erwägungen der Vorinstanz machte die Beschwerdeführerin nicht geltend, dass sie das Gerüst nach seiner Übergabe jemals kontrolliert und nötigenfalls unterhalten hätte. Die Vorinstanz konnte deshalb davon ausgehen, der Beschwerdeführerin könne der Beweis von vornherein nicht gelingen, ihr sei es nicht zumutbar gewesen, allfällige Mangel rechtzeitig festzustellen und zu beheben. Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, vermag keine Bundesrechtsverletzung zu begründen. So beschränkt sie sich darauf, diese Erwägungen im angefochtenen Entscheid ohne weitere Begründung als "schlicht willkürlich, weil offensichtlich unhaltbar (Verletzung von Art. 58 OR i.V.m. Art. 9 BV) " zu bezeichnen. Sie macht überdies geltend, die Vorinstanz habe willkürlich und unter "Verletzung von Bundesrecht, insbesondere Art. 8 ZGB (auch in Verbindung mit Art. 9 BV), Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 153 Abs. 2 ZPO" festgestellt, sie habe immer noch Zugang zur Baustelle gehabt. Die Beschwerdeführerin erfüllt hiermit die an eine rechtsgenügliche Rüge gestellten Anforderungen nach Art. 42 BGG (bzw. aufgrund der Vermengung mit Sachverhaltsfragen nach Art. 106 Abs. 2 BGG) nicht. Im Übrigen behauptet sie bezüglich der angeblich willkürlichen Feststellung des Zugangs zur Baustelle einzig, es hätte Hausfriedensbruchs (Art. 186 StGB) dargestellt, wenn sie die Baustelle ohne Erlaubnis betreten hätte. Diese Argumentation verfängt nicht. Denn die Beschwerdeführerin behauptet nicht, sie habe den Bauherrn und die Bauleitung vergebens angefragt, ihr Zutritt zu gewähren. Doch selbst wenn die Abnehmerin des Baugerüstes ihr den Zugang verweigert haben sollte, so hätte dies aufgrund der kausalen Natur der Haftung gemäss Art. 58 OR grundsätzlich nichts an ihrer Verantwortung für allfällige Mängel an diesem Bauwerk geändert. Ihr bliebe unter Umständen der Rückgriff (Art. 58 Abs. 2 OR), wobei allfällige Regressansprüche nicht Gegenstand vorliegenden Verfahrens bilden. Aus diesem Grund war die Vorinstanz entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin auch nicht gehalten, auf irgendwie geartete vertragliche Pflichten einzugehen.