Citation: 2A.373/2006 15.09.2006 E. B

Am 7. Juni 2005 verfügte das Ausländeramt des Kantons St. Gallen die Ausweisung von A.________ für die Dauer von fünf Jahren. Es stützte sich dafür im wesentlichen auf die strafrechtlichen Verurteilungen in den Jahren 1999 bis 2005, die zahlreichen offenen Betreibungen gemäss Auszug aus dem Betreibungsregister vom 8. März 2005 im Umfang von Fr. 63'414.85 und die 53 Verlustscheine im Gesamtbetrag von Fr. 61'689.30 sowie auf die Inanspruchnahme von Sozialhilfeleistungen in den Jahren 2000 bis 2004 im Umfang von Fr. 10'982.20. Der von A.________ beim Justiz- und Polizeidepartement des Kantons St. Gallen erhobene Rekurs blieb ohne Erfolg. Am 15. März 2006 beschwerte sich A.________ gegen den Rekursentscheid des Justiz- und Polizeidepartements vom 28. Februar 2006 beim Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen. Am 20. April 2006 liess das Ausländeramt dem Verwaltungsgericht einen Rapport der Kantonspolizei St. Gallen vom 9. April 2006 betreffend Busseninkasso zukommen. Am 28. April 2006 reichte das Ausländeramt eine Aktennotiz einer Besprechung zwischen dem Amt und A.________ betreffend Ausstellung eines Rückreisevisums für eine Reise nach Serbien und Montenegro für die Zeit vom 30. April 2006 bis 18. Mai 2006 ein. Daraufhin wurde am 5. Mai 2006 dem Rechtsvertreter von A.________ Gelegenheit geboten, sich bis Dienstag, 9. Mai 2006, 8.00 Uhr, zu diesen Unterlagen zu äussern, wobei er darauf hingewiesen wurde, dass eine Fax-Zustellung genüge. Die Stellungnahme von A.________ erreichte das Gericht nach Ablauf dieser Frist. Mit Entscheid vom 9. Mai 2006 wies das Verwaltungsgericht die Beschwerde ab und verweigerte A.________ die beantragte unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung.