Citation: 5A_409/2020 E. 3.3.2

3.3.2. Bezogen auf das konkret vorliegende Schuldbekenntnis leitet die Beschwerdeführerin den Einredeverzicht daraus ab, dass es ausdrücklich "ohne Vorbehalt" erfolgt sei (vgl. oben E. 3.1). Das Obergericht hat diese Wendung ohne nähere Begründung nicht als Einredenverzicht genügen lassen. Es hat im Übrigen auch festgehalten, ein Einredenverzicht werde gar nicht geltend gemacht. Die Beschwerdeführerin geht nicht darauf ein, dass sie im kantonalen Verfahren nach der obergerichtlichen Feststellung keinen Einredenverzicht geltend gemacht hat. Es trifft sodann zwar zu, dass der Beschwerdegegner das Schuldbekenntnis ausdrücklich ohne Vorbehalt abgegeben hat. Diese Wendung ist jedoch allgemein gehalten und bezieht sich nicht auf eine bestimmte Einrede. Sie ist damit nicht eindeutig genug, um von einem unmissverständlichen Verzicht auf eine bestimmte Einrede auszugehen. Die von der Rechtsprechung geforderte Eindeutigkeit im Hinblick auf den Einredenverzicht liegt nicht vor.