Citation: 1C_51/2023 E. 3.2

3.2. Das Bundesgericht hat die Waldfeststellung im Rahmen der Ortsplanungsrevision der Gemeinde Weggis im Urteil 1C_242/2007 vom 11. Juni 2008 unter anderem für den südlichen Abschnitt der Parzelle des Beschwerdeführers bestätigt. Dabei kann dem Beschwerdeführer nicht gefolgt werden, wenn er geltend macht, das Bundesgericht hätte dem betreffenden Waldabschnitt nur im Sinne eines obiter dictums eine Schutzfunktion zugesprochen. Vielmehr wies es darauf hin, dass der Bestockung selbst gemäss dem im Grunde unbeachtlichen neuen Beweismittel der damaligen Beschwerdeführenden (Schreiben des Kreisförsters) jedenfalls in Bezug auf die steile Böschung Schutzfunktion zugekommen sei und die Bäume und Sträucher auch nach damaliger Auffassung nicht hätten entfernt werden dürfen (E. 3.3.5 des zitierten Urteils des Bundesgerichts). Wie die Vorinstanz zutreffend festhält, betonte der Beschwerdeführer selbst und bestreitet er auch vor Bundesgericht nicht, dass bereits im damaligen Verfahren von einer unterdurchschnittlichen Qualität und Bestockung des Waldes ausgegangen wurde. Dennoch wurde der betreffende Abschnitt als Wald qualifiziert. Es liegen also gerade keine veränderten Verhältnisse vor, wenn der Beschwerdeführer erneut geltend macht, dem Wald sei aufgrund seiner mangelhaften Qualität die Schutzfunktion abzusprechen. Daran vermögen auch die eingereichten Auszüge aus dem kantonalen Waldentwicklungsplan (WEP) nichts zu ändern. Die Vorinstanz legte nachvollziehbar dar, dass im WEP die Handlungsgrundsätze zu den Waldfunktionen definiert sowie die Vorrangfunktionen räumlich festgelegt werden und diese insofern keinen unmittelbaren Einfluss oder Bezug auf die rechtskräftig festgelegte Stockgrenze des Waldes habe. Auch das BAFU wies in seiner Stellungnahme an das Bundesgericht darauf hin, dass eine Waldfläche, die nicht offiziell im WEP eines Kantons als Schutzwaldfläche ausgeschieden worden sei, dennoch eine Schutzfunktion erfüllen könne. Mit einer auf die Böschungssicherung ausgerichteten Bewirtschaftung der Bestockung auf der Parzelle des Beschwerdeführers könne sodann die Schutzwirkung verbessert werden. Die Beurteilung der Vorinstanz, wonach keine veränderten Verhältnisse vorliegen und somit von einer akzessorischen Prüfung der Nutzungsplanung im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens abzusehen sei, ist nicht zu beanstanden. Insofern liegt auch keine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung vor (vgl. E. 1.4 hiervor), wenn die Vorinstanz dem betroffenen Waldabschnitt in Übereinstimmung mit der rechtskräftigen Waldfeststellung eine Schutzfunktion beimisst. Bei der streitgegenständlichen Fläche im Süden des Grundstücks handelt es sich somit um Wald im Sinne der Waldgesetzgebung (vgl. Art. 2 Abs. 1 WaG).