Citation: 2C_338/2017 E. 5.2

5.2. Bei der Interessenabwägung sind die Art und Schwere der begangenen Straftaten, das Alter im Zeitpunkt der Tatbegehung, die Dauer des Aufenthalts im Land, die seit der Tatbegehung verstrichene Zeit und das Verhalten der betroffenen Person während dieser, die sozialen, kulturellen und familiären Bindungen zum Aufenthaltsstaat und zum Herkunftsland, der gesundheitliche Zustand sowie die mit der aufenthaltsbeendenden Massnahme verbundene Dauer der Fernhaltung zu berücksichtigen (BGE 139 I 31 E. 2.3.3 S. 34). Dabei ist gegebenenfalls auf das Kindeswohl angemessen Rücksicht zu nehmen. Aus der Kinderrechtekonvention bzw. dem Anspruch auf Schutz der Kinder und Jugendlichen gemäss Art. 11 Abs. 1 BV ergeben sich jedoch keine eigenständigen Bewilligungsansprüche, welche über jene von Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV hinausgehen würden (BGE 144 II 1 E. 5; 143 I 21 E. 5.5.2; 135 I 153 E. 2.2.2; 139 I 315 E. 2.4).