Citation: 1P.126/2003 31.10.2003 E. 1

1.1 Beim angefochtenen Urteil des Obergerichts handelt es sich um einen kantonal letztinstanzlichen Endentscheid (Art. 86 Abs. 1 OG), gegen den auf Bundesebene für die Geltendmachung der Verletzung verfassungsmässiger Rechte die staatsrechtliche Beschwerde zur Verfügung steht (Art. 84 Abs. 2 OG i.V.m. Art. 269 Abs. 2 BStP). Damit ist im Folgenden zu prüfen, ob auch die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen gegeben sind. 1.2 Die Beschwerdeführerin wirft dem Kantonsgericht Schwyz unter anderem vor, es habe den Grundsatz "in dubio pro reo" zugunsten des Angeklagten und Beschwerdegegners überstrapaziert. Diese Maxime wird verletzt, wenn der Strafrichter im Zweifel zuungunsten des Angeklagten urteilt (BGE 127 Ia 38 E. 2a S. 41; 124 IV 86 E. 2a S. 88; 120 Ia 31 E. 2b S. 35). Bereits aus diesem Wortlaut ergibt sich, dass es sich bei der angerufenen Verfassungsgarantie um eine Grundrechtsposition des Angeschuldigten handelt. Auf diese kann sich die Anklage nicht berufen (Jörg Paul Müller, Grundrechte in der Schweiz, 3. Auflage, Bern 1999, S. 560). Dasselbe gilt auch für den Geschädigten. Demnach ist auf die Beschwerde insoweit nicht einzutreten. 1.3 Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, das Kantonsgericht Schwyz habe den Angeklagten in verfassungsrechtlich nicht haltbarer Weise freigesprochen. Bei willkürfreier Beweiswürdigung wäre nach ihrer Auffassung ein Schuldspruch unausweichlich gewesen. Das Bundesgericht hat entschieden, dass der an einem Strafverfahren beteiligte Anzeiger oder Geschädigte in der Sache selbst nicht legitimiert ist, gegen ein freisprechendes Urteil staatsrechtliche Beschwerde zu führen. Der Strafanspruch, um den es im Strafverfahren geht, steht ausschliesslich dem Staat zu, und zwar unabhängig davon, ob der Geschädigte als Privatstrafkläger auftritt oder die eingeklagte Handlung auf seinen Antrag hin verfolgt wird (BGE 128 I 218 E. 1.1 S. 219 f.; 120 Ia 157 E. 2a/aa S. 159 f.). Der Geschädigte ist nach dieser Rechtsprechung auch nicht zur Rüge befugt, die kantonale Behörde habe die Beweise willkürlich gewürdigt (BGE 120 Ia 157 E. 2a/bb S. 160 mit Hinweisen; 104 Ia 156 E. 2a S. 156 f.; Robert Hauser/Erhard Schweri, Schweizerisches Strafprozessrecht, 5.Auflage, Basel 2002, §105 Rz.24). Anderes gilt nur, soweit der Geschädigte zugleich Opfer ist im Sinne von Art. 2 Abs. 1 OHG (Art. 8 Abs. 1 lit. c OHG; BGE 128 I 218 E. 1.1 S. 220; 120 Ia 101 E. 2a S. 104 f.). Damit kann auf diese Rüge ebenfalls nicht eingetreten werden. 1.4 Gemäss Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss die Beschwerdeschrift die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Erlass oder Entscheid verletzt worden sind. Das Bundesgericht prüft deshalb im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren nur klar und detailliert erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen. Auf ungenügend begründete Rügen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; BGE 125 I 492 E. 1b S. 495 mit Hinweisen). Damit ist auch dem Begehren, es sei der Beschwerdeführerin eine Nachfrist zur Verbesserung der Beschwerde anzusetzen, der Boden entzogen. Ein derartiges Vorgehen entspricht dem Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde nicht. 1.5 Zusammenfassend ergibt sich, dass auf die Beschwerde nur eingetreten werden kann, soweit sie sich als ausreichend begründet erweist. Das Bundesgericht behandelt nur diejenigen Rügen, die sich gegen die Kostenauflage im angefochtenen Entscheid richten und nicht dazu führen, dass zugleich die Frage aufgeworfen wird, ob die Beschwerdeführerin in der Hauptsache zu Recht unterlegen ist (BGE 129 II 297 E. 2.2 S. 300; 109 Ia 91).