Citation: 6B_1237/2022 E. 4

Was an diesen Ausführungen gegen das Recht im Sinne von Art. 95 BGG verstossen könnte, legt der Beschwerdeführer nicht dar. Er setzt sich mit den Erwägungen der Vorinstanz nicht in einer den formellen Anforderungen genügenden Weise auseinander (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG). Aus seinen Vorbringen ergibt sich mithin nicht, inwiefern die zutreffenden Erwägungen des Obergerichts zur zweimalig erforderlichen Willensbekundung und der hier nicht vorliegenden Konstellation, in der den Parteien das erstinstanzliche Urteil direkt in begründeter Form zugestellt worden ist, willkürlich oder sonstwie bundesrechtswidrig sein könnten. Wenn er stattdessen vorbringt, an der erstinstanzlichen Verhandlung klar zum Ausdruck gebracht zu haben, das Urteil "so oder so" anfechten zu wollen, handelt es sich um eine blosse Schilderung seiner Sicht der Dinge, mit welcher er die anderslautende vorinstanzliche Feststellung, gemäss welcher er "lediglich" eine schriftliche Urteilsbegründung verlangt hat, nicht als willkürlich zu widerlegen vermag. Im Übrigen änderte dies nichts daran, dass eine Berufung nach Art. 399 Abs. 1 StPO dem Gericht innert 10 Tagen seit Eröffnung des Urteils anzumelden ist, worauf der Beschwerdeführer in der Rechtsmittelbelehrung des Urteilsdispositivs vom 13. April 2022 explizit hingewiesen worden ist. Dass und inwiefern diese Rechtsmittelbelehrung unklar oder missverständlich gewesen wäre, wird vom Beschwerdeführer nicht dargetan. Insoweit er sich zur materiellen Seite der Angelegenheit äussert, kann sich das Bundesgericht damit nicht befassen, da dies nicht zum Verfahrensgegenstand gehört (Art. 80 Abs. 1 BGG).