Citation: 8C_493/2021 E. 3.3.5

3.3.5. Die Beschwerdeführerin bringt sodann vor, das Bundesgericht habe mit BGE 141 V 281 die davor geltende Überwindbarkeitsvermutung psychischer Beschwerden aufgegeben und eine ergebnisoffene Prüfung des Leistungsvermögens eingeführt, wobei leistungshindernde äussere Belastungsfaktoren und das Kompensationspotential (Ressourcen) der von psychischen Beschwerden betroffenen Person zu berücksichtigen seien. Daher hätte die Vorinstanz den Indikatorenkatalog prüfen müssen. Das kantonale Gericht hat dazu zutreffend erwogen, dass die Standardindikatoren zur Beurteilung psychischer Beschwerde im Bereich der obligatorischen Unfallversicherung erst dann angewendet werden müssen, wenn zwischen dem Unfall und den gesundheitlichen Beschwerden ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang erstellt ist (mit Hinweis auf BGE 141 V 574 E. 5.2; vgl. auch Urteil 8C_261/2019 vom 8. Juli 2019 E. 4.3.1). Dem ist nichts beizufügen.