Citation: 6B_253/2016 E. 3.4.2

3.4.2. Der Beschwerdeführer weist zutreffend darauf hin, dass ein während der Probezeit begangenes Verbrechen oder Vergehen nicht zwingend zum Widerruf des bedingten Strafaufschubs führt. Dazu, warum der Widerruf der bedingten Geldstrafe aufgrund der von der Vorinstanz angenommenen und von ihm im Übrigen nicht beanstandeten, sondern implizit durch seine Anträge im Berufungsverfahren "bestätigten" Schlechtprognose gegen Art. 46 Abs. 1 StGB verstossen soll, äussert sich der Beschwerdeführer nicht. Ob auf den Widerruf auch hätte verzichtet werden können, da der Beschwerdeführer seit seiner damaligen Verurteilung keine weiteren Beschimpfungen und Drohungen ausgestossen hat und insoweit von einer hinreichenden Warnwirkung ausgegangen werden könnte, hat das Bundesgericht nicht zu beurteilen, denn ein Widerruf ist nicht nur bei einschlägigen Vorstrafen möglich. Die anhand einer Gesamtwürdigung der Tatumstände, des Vorlebens, des Leumunds sowie aller weiteren Tatsachen vorgenommene vorinstanzliche Beurteilung der Bewährungsaussichten offenbart keine offensichtliche Ermessensüberschreitung, die von Amtes wegen zu korrigieren ist.