Citation: 1B_606/2020 E. 4.3.1

4.3.1. Der Beschwerdeführer bestreitet, dass in Bezug auf den Vorfall gegen Ende Juni 2020 der dringende Tatverdacht einer einfachen Körperverletzung bestehe. Er gestehe zwar ein, dass er einen Schlag gegen den Oberkörper des Stiefsohns C.________ ausgeführt habe und dieser für kurze Zeit keine Luft bekommen habe. Dieser Schlag sei jedoch als Tätlichkeit im Sinne von Art. 126 StGB und damit als Übertretung zu qualifizieren. Selbst wenn mit der Vorinstanz von mehreren Schlägen gegen Brust und Bauch und von Schmerzen des Stiefsohns von zwei bis drei Tagen ausgegangen würde, wäre der Vorfall als Tätlichkeit zu beurteilen. Behauptet würden unspezifische Schmerzen ohne sichtbare Spuren wie Hämatome. Diese Beeinträchtigungen seien als vorübergehende Störung des Wohlbefindens zu qualifizieren. Es könne somit nicht von einer ausreichenden Wahrscheinlichkeit für eine Verurteilung wegen einfacher Körperverletzung ausgegangen werden.