Citation: 9C_664/2023 E. 5.3

5.3. Mit diesem Einwand lässt die Beschwerdeführerin ausser Acht, dass es einem Krankenversicherer nach den Art. 44 und 45 EG KUMV gar nicht offen steht, sich für oder gegen die Durchführung eines Schlichtungsverfahrens zu entscheiden. So kann dieser wohl ein entsprechendes Gesuch stellen, doch steht es letztlich einzig dem oder der neutralen Vorsitzenden des Schiedsgerichts zu, über die Durchführung oder Nichtdurchführung des Schlichtungsverfahrens zu entscheiden. Ob derlei Gesuche fristwahrend wären, braucht hier nicht geklärt zu werden. So erwog das Bundesgericht in BGE 133 V 579 E. 4.3.5 ausdrücklich und unmissverständlich, dass die Frage nach der fristwahrenden Wirkung anderer Handlungsweisen entgegen dem Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts K 167/04 vom 18. März 2005 jeweils dort zu bejahen sei, wo kein obligatorisches Schiedsverfahren bestehe. In der vorliegenden Konstellation besteht unbestrittenermassen kein solches obligatorisches Schiedsverfahren, womit anderen Handlungsweisen - wie es denn im öffentlichen Recht auch grundsätzlich üblich ist (vgl. BGE 133 V 579 E. 4.3.1) - fristwahrende Wirkung zukommt. Es sind keine Gründe ersichtlich oder rechtsgenüglich geltend gemacht, welche ein Abweichen von dieser klaren Rechtsprechung rechtfertigten.