Citation: 2C_931/2018 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz stützt sich auf den Widerrufsgrund falscher Angaben oder des Verschweigens wesentlicher Tatsachen durch die ausländische Person im Bewilligungsverfahren (Art. 63 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 62 Abs. 1 lit. a AuG in der zum Zeitpunkt des Widerrufs geltenden Fassung), und zwar wegen Vorliegens einer Ausländerrechtsehe (auch als Scheinehe oder Umgehungsehe bezeichnet; vgl. Urteile 2C_169/2018 vom 17. August 2018 E. 2.1; 2C_936/2016 vom 17. März 2017 E. 2.1 und 3.5; 2C_279/2017 vom 25. September 2017 E. 3.1). Der Beschwerdeführer rügt eine willkürliche Beweiswürdigung und damit Sachverhaltsfeststellung. Die Vorinstanz habe aus den festgestellten Tatsachen unhaltbare Schlussfolgerungen gezogen. Eine Ausländerrechtsehe liege noch nicht vor, wenn die Ehe auch geschlossen worden sei, um dem Ehegatten den Aufenthalt in der Schweiz zu ermöglichen, aber dies nicht das einzige Motiv gewesen, sondern vielmehr die Begründung einer Lebensgemeinschaft beabsichtigt gewesen sei. Die Annahme einer Scheinehe sei gemäss Urteil 2C_153/2015 vom 15. März 2016 auf offensichtliche Fälle beschränkt und dafür brauche es klare und übereinstimmende Indizien (für ein rechtsmissbräuchliches Vorgehen) bzw. eine Kombination mehrerer konkreter Indizien. Die Ehegatten hätten seit ihrer Hochzeit bis im Oktober 2015 tatsächlich zusammengelebt, während der Beschwerdeführer unter anderem vollumfänglich für den Lebensunterhalt seiner Ehefrau aufgekommen sei und ihr auch Geld gegeben habe, um ihre Mutter in Venezuela zu unterstützen. Der gegenseitige Unterhalt und die gegenseitige Beistandspflicht machten gemäss Art. 163 ZGB das Wesen einer Ehe aus. Im ZGB lasse sich keine andere Definition der Ehe finden und insbesondere sei keine auf Dauer angelegte körperliche und/oder spirituelle Verbindung zwischen Mann und Frau gefordert. Der Beschwerdeführer und seine Ehegattin hätten eine tatsächliche Ehegemeinschaft gelebt.