Citation: 8C_190/2022 E. 5.2.2

5.2.2. Im ZVMB-Gutachten vom 11. Dezember 2017 wurde ausgeführt, in der Gesamtschau ergäben sich so erhebliche vielfältige Inkonsistenzen, dass die von den behandelnden Ärzten und vormals auch psychiatrisch gutachterlich angenommene so hochgradige psychische Störungssymptomatik von versicherungsmedizinischer Relevanz nicht hinreichend belegt werden könne. Aus psychiatrischer Sicht habe retrospektiv bis auf stationäre oder teilstationäre Therapien keine Arbeitsunfähigkeit bestanden, weder in der angestammten Tätigkeit noch in einer Verweisungstätigkeit. Dabei seien vormals in die medizinische Diagnose unzulässigerweise versicherungsfremde Faktoren mit einbezogen worden (inkonsistentes Verhalten im Sinne eines Krankenrollenverhaltens ohne krankheitswertige Grundursache), welche zu einer falschen medizinischen Bewertung geführt hätten. Die RAD-Ärztin Dr. med. C.________ hielt in der Stellungnahme vom 27. März 2018 fest, der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers habe sich seit dem Referenzzeitpunkt nicht relevant verändert. Es handle sich um eine andere Beurteilung desselben Sachverhalts. Der psychiatrische Gutachter habe den Akten keine nachvollziehbaren Anhaltspunkte für das Vorliegen einer versicherungsmedizinisch relevanten psychischen Störung mit invalidisierenden Folgen entnehmen können. Heute sei die familiäre Situation des Beschwerdeführers wieder stabil und die finanzielle Situation durch die Rente abgesichert. Lediglich diesbezüglich sei eine Veränderung eingetreten.