Citation: 2C_48/2024 E. 5.1

5.1. Im angefochtenen Urteil prüfte die Vorinstanz, ob die Voraussetzungen von Art. 23 Abs. 2 StBG (vgl. E. 3.4 hiervor), bei deren Vorliegen die Behörde auf den Widerruf im Sinne von Abs. 1 verzichtet, erfüllt sind. Sie kam zum Schluss, dass die Voraussetzung gemäss lit. b, wonach die Staatsbeitragsempfängerin aufgrund der Verfügung Massnahmen getroffen haben muss, die nicht ohne unzumutbare finanzielle Einbussen rückgängig gemacht werden können, nicht gegeben sei. Gemessen am öffentlichen Interesse seien der Beschwerdeführerin die Folgen eines Widerrufs nämlich zumutbar. An dieser Einschätzung ändere auch der Blick auf den erwirtschafteten Jahresgewinn (vgl. A.d hiervor), die angeblich geplanten Investitionen sowie die unsicheren Zukunftsaussichten nichts. Zudem sei nicht glaubhaft, dass die Rückerstattung für die Beschwerdeführerin existenzbedrohend sei. Auf die Rückforderung der Sofortunterstützung sei daher nicht zu verzichten; eine solche sei verhältnismässig und verstosse nicht gegen das Willkürverbot. Bei dieser Ausgangslage könne die Beschwerdeführerin auch aus dem Grundsatz von Treu und Glauben nichts zu ihren Gunsten ableiten.