Citation: 6B_460/2019 E. 2.1

2.1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Vorinstanz habe den Vermögensschaden zu Unrecht verneint und verletze damit Bundesrecht. Die Vorinstanz gehe davon aus, der in der Strafanzeige beschriebene Vorgang sei für die Beschwerdeführerin erfolgsneutral verlaufen, weshalb ihr auch kein Schaden entstanden sei. Damit verkenne die Vorinstanz die aus einem Darlehensverhältnis entstehenden Rechte und Pflichten und den bundesrechtlichen Begriff des Vermögensschadens bei der ungetreuen Geschäftsbesorgung. Nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung stelle insbesondere bei Aktiengesellschaften wie der Beschwerdeführerin jede Verminderung der Aktiven wie auch jede Erhöhung der Passiven, ohne dass die Gesellschaft eine adäquate Gegenleistung erhalte, eine Vermögensschädigung dar. Für eine Schädigung nach Art. 158 StGB reiche eine vorübergehende Schädigung aus. Die Vorinstanz gehe fälschlicherweise davon aus, der Darlehensgeber erfülle seine Pflicht nur bzw. erhalte seinen Rückzahlungsanspruch nur dann, wenn er dem Darlehensnehmer die Darlehenssumme direkt auszahle. Die Darlehenssumme könne auch - wie hier geschehen - mittelbar übertragen werden, so durch Erwirken einer Gutschrift bei einem Dritten durch Zahlung an einen Dritten. Die Beschwerdeführerin habe durch die Darlehensüberweisung eine aktivierbare Forderung gegenüber der Person erhalten, auf welche das fragliche Subkonto bei der C.________ AG lautete. Die Überweisung der Darlehenssumme habe somit Auswirkungen auf die Bilanz der Beschwerdeführerin gehabt und zwar unabhängig davon, ob der Vorgang rechtswidrig nicht verbucht worden sei. Hinzu komme, dass mit der Darlehenszahlung die Zinspflicht zu laufen begonnen habe, womit sich die Passiven der Beschwerdeführerin erhöht hätten. Sodann sei die Vorinstanz zur Stützung ihrer These eines rein treuhänderischen Durchleitungsgeschäfts fälschlicherweise davon ausgegangen, die Beschwerdeführerin sei nie Eigentümerin der Aktien geworden. Zusammengefasst bestehe der Schaden der Beschwerdeführerin vorliegend in einer Verwendung der indirekt erhaltenen Darlehenssumme. Die Aktiven der Gesellschaft seien verringert worden, ohne dass eine (adäquate) Gegenleistung erfolgt sei.