Citation: 6B_687/2008 26.12.2008 E. 1

1.1 Die Beschwerdeführerin rügt eine willkürliche Beweiswürdigung und als Folge daraus eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung. Im Ergebnis verletze das angefochtene Urteil den aus der Unschuldsvermutung abgeleiteten Grundsatz "in dubio pro reo". 1.2 Die Vorinstanz geht gestützt auf die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 9. März 2007 von folgendem Sachverhalt aus (angefochtenes Urteil S. 6): Die Beschwerdeführerin ist seit Juni 2002 Leiterin des Ateliers P.________ in D.________. Das Atelier P.________ ist ein Beschäftigungsprogramm für erwerbslose Personen. Trägerorganisation ist der Schweizerische Verband V.________ in B.________. Das Atelier P.________ befasst sich insbesondere mit dem Aussortieren von Textilien, welche aus Sammlungen stammen, die von der Firma F.________ durchgeführt werden. Gemäss dem im März 2004 erteilten Sortierauftrag der Firma F.________ hatte das Atelier P.________ die vertragliche Verpflichtung, die angelieferten Textilien nach gewissen Kriterien zu sortieren, wobei es schmutzige oder kaputte Textilien ausscheiden und der Entsorgung zuführen durfte. Im März oder April 2004 begann die Beschwerdeführerin im Auftrag ihres Vorgesetzten, dem Programmleiter Y.________, von der Firma F.________ angelieferte Textilien günstig an Teilnehmende des Beschäftigungsprogramms zu verkaufen. Die Preise für die einzelnen Kleiderartikel wurden von Y.________ festgesetzt, worauf die Beschwerdeführerin auf dem Computer eine Preisliste erstellte. Die Beschwerdeführerin übergab die eingenommenen Geldbeträge in der Regel einmal pro Tag Y.________, ohne dass dieser die Einnahmen quittierte und verbuchte. Mit den Geldern tätigte er Anschaffungen fürs Atelier P.________ (Computer, Drucker, Beamer). Diese internen Verkäufe dauerten bis zum 13. Februar 2006, wobei sich der Erlös auf mindestens Fr. 17'170.-- belief. 1.3 Die Vorinstanz hat unter Bezugnahme auf das erstinstanzliche Urteil erwogen, die Beschwerdeführerin habe ausdrücklich eingeräumt, gewusst zu haben, dass die Altkleider im Eigentum der Firma F.________ standen. Selbst wenn Y.________, wie von der Beschwerdeführerin behauptet, ihr erklärt hätte, die Firma F.________ sei mit den Direktverkäufen einverstanden gewesen, so hätte dies die Beschwerdeführerin misstrauisch machen müssen, denn es spreche gegen jede Vernunft, dass die Firma F.________ bereit gewesen wäre, die nicht unerheblichen Erlöse aus dem Verkauf der besten Kleidungsstücke ohne Gegenleistungen dem Atelier P.________ zu überlassen. Dass es der Beschwerdeführerin bei ihrem Vorgehen nicht recht wohl gewesen sei, zeige auch die Tatsache, dass sie in Eigenregie die verkaufsbedingten Gewichtsverluste in der Sammlung der Firma F.________ durch Hinzufügen von Kleidern aus eigenen Sammlungen des Ateliers komplettierte. Aufschlussreich sei weiter, dass die Beschwerdeführerin keine internen Kleiderverkäufe durchführte, wenn Kontrollbesuche der Zentrale in B.________ stattfanden. Trotzdem habe sie auch nach dem Kontrollbesuch vom 6. Dezember 2005, anlässlich welchem sie die Kleiderverkäufe noch geleugnet habe, die internen Verkäufe weitergeführt (angefochtenes Urteil S. 6-9). 1.4 Was die Beschwerdeführerin gegen diese Beweiswürdigung der Vorinstanz vorbringt, ist nicht geeignet, Willkür darzutun. Willkür im Sinne von Art. 9 BV liegt nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung einzig vor, wenn der angefochtene Entscheid auf einer schlechterdings unhaltbaren oder widersprüchlichen Beweiswürdigung beruht bzw. im Ergebnis offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 129 I 173 E. 3.1 mit Hinweisen). Dass das angefochtene Urteil mit der Darstellung der Beschwerdeführerin nicht übereinstimmt oder eine andere Lösung oder Würdigung vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre, genügt praxisgemäss für die Begründung von Willkür nicht (127 I 54 E. 2b mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin wiederholt über weite Strecken einzig ihre bereits im kantonalen Verfahren erhobenen Tatsachenbehauptungen und stellt der vorinstanzlichen Begründung lediglich ihre eigene Sicht der Dinge gegenüber, ohne näher zu erörtern, inwiefern der Entscheid (auch) im Ergebnis schlechterdings unhaltbar sein sollte. Ihre Ausführungen erschöpfen sich mithin in einer unzulässigen appellatorischen Kritik am angefochtenen Urteil und genügen den Begründungsanforderungen gemäss Art. 106 Abs. 2 BGG nicht (vgl. E. 1 hiervor). Dies gilt insbesondere für ihre Vorbringen, sie habe nicht um die missbräuchliche Verwendung der Alttextilien bzw. der Verkaufserlöse gewusst und entgegen der Behauptung der Vorinstanz nach dem Kontrollbesuch der Zentrale in B.________ vom 6. Dezember 2005 keine Kleider mehr verkauft. Gestützt auf die nicht willkürliche Beweiswürdigung konnte die Vorinstanz folgern, es bestünden bei objektiver Betrachtung keine offensichtlich erheblichen bzw. schlechterdings nicht zu unterdrückenden Zweifel an der Schuld der Beschwerdeführerin. Die Vorinstanz hat somit zusammenfassend weder gegen Art. 9 BV verstossen noch den aus der Unschuldsvermutung (Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK) abgeleiteten Grundsatz "in dubio pro reo" verletzt.