Citation: 1C_374/2023 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz hat die Verweigerung der Ermächtigung bezüglich der Beschwerdegegnerin 1 mit dem Fehlen von Anzeichen für einen Amtsmissbrauch begründet. Gegen den Beschwerdeführer habe ein hinreichender Anfangsverdacht wegen Nötigung und Missbrauchs einer Fernmeldeanlage bestanden. Seine vorläufige Festnahme und die von der Beschwerdegegnerin 1 angeordnete Hausdurchsuchung seien damit gerechtfertigt gewesen. Der Beschwerdeführer habe sodann unterlassen, den in seiner Einvernahme vom 11. Juli 2022 erwähnten Arztbericht einzureichen, welcher die bei seiner Verhaftung angeblich erlittenen Verletzungen belegen solle. Die im Verhaftsrapport ersichtliche Schürfwunde decke sich mit der im Festnahmeprotokoll erwähnten Schürfwunde und lasse sich schlüssig dadurch erklären, dass der Beschwerdeführer zu fliehen versucht habe und durch die Polizisten habe zu Boden geführt werden müssen. Die Anwendung der Gewalt sei damit ebenfalls gerechtfertigt gewesen. Hinsichtlich der weiteren von der Strafanzeige betroffenen Personen ist die Vorinstanz davon ausgegangen, es handle sich um Polizisten der Kantonspolizei St. Gallen und den Ersten Staatsanwalt des Kantons St. Gallen. Insofern habe sie daher keine Kompetenz zur Erteilung der Ermächtigung, weshalb einzig eine allfällige Ermächtigung bezüglich der Beschwerdegegnerin 1 zu prüfen sei.