Citation: 6B_987/2009 08.01.2010 E. 1

Die Verurteilung basiert auf folgendem Sachverhalt: 1.1 A.________, stellvertretender Generalsekretär des Verbandes B.________, änderte den PC-Eintrag des Verbandes betreffend das Pferd "F.________" in dem Sinn nachträglich ab, als dass er fälschlicherweise vermerkte, das Pferd erfülle die reglementarischen Qualifikationsvoraussetzungen für die Teilnahme an den Schweizermeisterschaften 2006 (bei zwölf Starts fünf Null-Fehler-Resultate). Den Eintrag übermittelte er im Namen des Verbandes B.________ an den Verband C.________, welcher das Pferd zum Start an der Meisterschaft 2006 zuliess. Die unrechtmässige Teilnahme wurde jedoch später bekannt und das Pferd nachträglich durch den Verband B.________ disqualifiziert. Der Verband C.________ publizierte die Disqualifikation am 16. Oktober 2006 in seinem Verbandsbulletin. 1.2 Am 4. Dezember 2006 erhob der Beschwerdeführer aufgrund dieser Vorgänge Strafanzeige und Privatklage gegen unbekannte Täterschaft wegen Erpressung, evtl. Bestechung, Betruges oder Urkundenfälschung. Am 19. Juni 2007 wies die zuständige Untersuchungsrichterin den Beschwerdeführer als Privatkläger aus dem Verfahren, und am 4. Juli 2007 stellte sie der Staatsanwaltschaft Antrag auf Nichteintreten auf die Strafanzeige. Dieser Antrag wurde mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft vom 6. Juli 2007 zum Beschluss erhoben, welcher A.________ am 9. Juli 2007 eröffnet wurde. Am 20. August 2007 teilte der Beschwerdeführer der Untersuchungsrichterin mit, er habe weitere Verstösse des Verbandes B.________ festgestellt. Hierauf antwortete ihm die Untersuchungsrichterin mit Schreiben vom 21. August 2007, das Strafverfahren sei abgeschlossen. Betreffend allfälliger weiterer Straftaten, welche nicht Gegenstand des Verfahrens gebildet hätten, werde er ersucht, die Strafanzeige beim zuständigen Untersuchungsrichteramt einzureichen oder diese bei einer Polizeidienststelle aufnehmen zu lassen. Der Beschwerdeführer suchte in der Folge die Kantonspolizei auf, um die Anzeige aufzugeben. 1.3 Am 7. September 2007 verfasste der Beschwerdeführer ein Flugblatt mit folgendem Inhalt: X.________ ! Eine neue Dienstleistung Verband B.________/Verband C.________ ! Zitat von Herrn A.________, Stv. Generalsekretär, Verband B.________ "Es ist üblich, dass Resultate manipuliert werden, damit CH-Sportpferde Teilnahmebedingungen erfüllen." Bulletin 13 / 16.10.2006 - Seite 14 - "Datenübermittlungsfehler" Schweizermeisterschaft CH-Sportpferde 2006 Disqualifikation "Das Pferd erfüllte die Qualifikationsbedingungen für die Teilnahme an der SM nicht. Aufgrund eines Datenübermittlungsfehlers des Verbandes B.________ wurde das Pferd trotzdem für die Schweizermeisterschaft zugelassen." Verband C.________ Die Wahrheit Aufgrund einer Aufforderung eines CH-Sportpferdebesitzers hat Hr. A.________ in diesem Fall persönlich im Resultatenregister des Verbandes B.________ aus einem 4-Fehlerresultat ein 0-Fehlerresultat gemacht damit das Pferd die geforderten fünf 0-Fehlerparcours in den ersten 12 Starts erreicht hat und somit zur Schweizermeisterschaft der CH-Sportpferde zugelassen wurde. Nach absenden der Startberechtigtenliste des Verbandes B.________ an den Verband C.________ hat er das Resultat im Computer auf das 4-Fehlerresultat rückgängig gemacht. Es war somit kein Datenübermittlungsfehler vom Verband B.________ an den Verband C.________. Hier handelt es sich viel mehr um Betrug, Urkundenmanipulation und Begünstigung. Dass die Herren Dr. G.________ Präsident des Verbandes B.________, Lic. Jur. H.________ Generalsekretär des Verbandes B.________, D.________ Präsident des Verbandes C.________, E.________ Präsident der SM etc. hier keinen Handlungsbedarf erkennen ist für die CH-Pferdeszene unerträglich. Diese Herren sind unglaubwürdig. WIR WOLLEN FAIREN PFERDESPORT!!! 07.09.2007 Dieses Flugblatt stellte der Beschwerdeführer dem Vorstand des Verbandes B.________ zu, legte es anlässlich der Schweizermeisterschaften am 16. September 2007 in Avenches den parkierten Autos unter die Scheibenwischer und liess es via Inserat in der Zeitschrift "Z.________", einer Zeitschrift mit einer Auflage von 30'000 Stück, vom 7. November 2007 verbreiten. Am 8. November 2007 bereitete der Beschwerdeführer ein weiteres Flugblatt vor. Dessen Veröffentlichung wurde ihm jedoch in letzter Instanz von der 2. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Bern untersagt.