Citation: 7B_208/2022 E. 4.4

4.4. Die Vorinstanz verletzt kein Bundesrecht, wenn sie dem Beschwerdeführer aufgrund des von ihr willkürfrei festgestellten Sachverhalts (vgl. oben E. 3) im Rahmen einer Gesamtwürdigung aller wesentlicher Faktoren keine besonders günstigen Umstände im Sinne von Art. 42 Abs. 2 StGB attestiert und ihm den bedingten Strafvollzug verweigert. Der Beschwerdeführer vermag mit seinen Ausführungen nicht aufzuzeigen, dass die Vorinstanz das ihr zustehende Ermessen überschreitet bzw. missbraucht, wenn sie die Vorstrafen, die erneute Straffälligkeit und das Verhalten des Beschwerdeführers im Strafvollzug schwerer gewichtet als die Veränderung seiner persönlichen Verhältnisse. So ist der Beschwerdeführer mehrfach einschlägig vorbestraft; zuletzt wurde er am 9. Dezember 2019 wegen Urkundenfälschung, Betrugs, mehrfachen Diebstahls, betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage sowie eines SVG-Deliktes zu einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten verurteilt. Sein Rückfall schliesst den bedingten Strafvollzug zwar nicht per se aus (vgl. oben E. 4.2), allerdings stellt er ein widerlegbares Indiz für die Befürchtung dar, dass der Beschwerdeführer weitere Straftaten begehen könnte (vgl. Urteile 6B_665/2021 vom 20. Juni 2022 E. 2.4.2; 6B_464/2020 vom 3. September 2020 E. 2.4). Der bedingte Strafvollzug könnte ihm damit nur bei einer besonders positiven Veränderung in den Lebensumständen gewährt werden. Dem Beschwerdeführer ist zugute zu halten, dass er derzeit eine Therapie absolviert und aufgrund seiner Festanstellung wirtschaftlich integriert ist. Gleichwohl ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz aufgrund der gesamten Umstände, insbesondere dem bisherigen Verhalten des Beschwerdeführers und der Tatsache, dass bei Dr. C.________ keine deliktsorientierte Therapie erfolgte und dass sich die erst seit Juli 2021 beim Therapeuten D.________ durchgeführte Behandlung zum Zeitpunkt des angefochtenen Urteils noch im Anfangsstadium befand, sodass der Therapeut trotz des grundsätzlich positiven Eindrucks noch keine Rückfallprognose stellen konnte, erhebliche Bedenken an seine Legalbewährung hat. Dies gilt umso mehr, als gemäss der früheren Gutachterin Dr. E.________ eine erfolgreiche Behandlung der dissozialen und narzisstischen Persönlichkeitsstörung des Beschwerdeführers nur bei einer langfristigen kontinuierlichen Therapie gewährleistet ist. Soweit der Beschwerdeführer im Rahmen seiner Beschwerde bei der rechtlichen Würdigung vom willkürfrei festgestellten vorinstanzlichen Sachverhalt abweicht bzw. diesen ergänzt, ist darauf nicht einzugehen.