Citation: U 344/02 10.10.2003 E. 3

Hinsichtlich des natürlichen Kausalzusammenhanges ist unter den Verfahrensbeteiligten zu Recht unbestritten, dass auf Grund der medizinischen Akten die geklagten Beschwerden keinem unfallbedingten organischen Substrat zugeordnet werden können. Unterschiedliche Auffassungen bestehen darüber, ob es sich beim Beschwerdebild (noch) um eine Folge der ursprünglich diagnostizierten Verletzungen handelt. 3.1 Während Dr. med. B.________ (Arztzeugnis UVG vom 21. August 1999), die behandelnde Psychotherapeutin Frau O.________ (Bericht vom 22. Februar 2000), die Dres. med. M.________ und G.________ (Bericht vom 22. Februar 2000) sowie Dr. med. R.________ (Berichte vom 6. März und 20. August 2000) die aktuelle Symptomatik auf Grund der Anamnese als Folgeerscheinung des im Mai 1993 erlittenen Schleudertraumas bezeichneten und auch Dr. med. U.________ das von ihm diagnostizierte chronische cervicocephale Schmerzsyndrom auf den Sturz zurückführte (Gutachten vom 11. Januar 2000), stehen die objektiven Befunde für Dr. med. C.________ nur möglicherweise in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfall vom 20. Mai 1993 (Gutachten vom 19. Januar 2000). Dr. med. H.________ gab in seinen gutachterlichen Ausführungen vom 7. Juni 2000 seinerseits an, die Restbeschwerden im Rahmen eines Cervikalsyndroms, wie diese von 1993 bis 1998 bestanden hätten, dürften in einem kausalen Zusammenhang zum Unfallereignis gesehen werden, wiewohl sich diese hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit nicht wesentlich einschränkend ausgewirkt hätten; die schwerste Exacerbation von Nacken- und Spannungskopfschmerzen im Laufe des Jahres 1999 könne demgegenüber nicht unfallkausal erklärt werden und stünde höchstens in einem möglichen Zusammenhang zum Sturz vom 20. Mai 1993, während die Migränekopfschmerzen nicht mehr als posttraumatisch einzustufen seien. 3.2 Wie die Vorinstanz richtig festgehalten hat, bestehen im Lichte dieser Angaben widersprüchliche Aussagen zur Ursächlichkeit des mit Rückfallmeldung vom 13. Juli 1999 geltend gemachten Beschwerdebildes. Selbst die neurologischen Gutachten der Dres. med. C.________ und H.________, welche - nach der Beweismaxime der relevanten "Aussagen der ersten Stunde" (BGE 121 V 47 Erw. 2a mit Hinweisen) - zu Recht vom Unfallhergang ausgingen, wie er zunächst von der Beschwerdeführerin dargestellt in der Unfallmeldung UVG (vom 15. Juni 1993) und in den Berichten der erstbehandelnden Ärzte seinen Niederschlag fand (Gutachten des Dr. med. C.________ vom 3. März 1995), und nicht dem Ereignisbeschrieb folgten, wie ihn die Versicherte im Rückfallverfahren nunmehr wesentlich dramatischer festgehalten hat (Schreiben der Versicherten an die Beschwerdegegnerin vom 17. Juli 2000; erstinstanzliche Beschwerdeschrift vom 14. Juni 2001), die detailliert wiedergebenen medizinischen Vorakten im Rahmen ihrer Schlussfolgerungen würdigen, dem Umstand der mehrjährigen Arbeitsfähigkeit Rechnung tragen und auch die übrigen rechtsprechungsgemäss erforderlichen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entscheidungsgrundlagen erfüllen (vgl. BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis), stimmen diesbezüglich nicht restlos überein. Die Frage, ob es sich bei den aktuell geklagten Gesundheitsstörungen um eine natürliche Folge des versicherten Unfalles handelt, kann somit gestützt auf die zur Verfügung stehenden medizinischen Akten - entgegen der in ihrer letztinstanzlichen Vernehmlassung vom 21. Januar 2003 geäusserten Auffassung der Beschwerdegegnerin - nicht mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. Erw. 2.1 hievor) beantwortet werden. Eine Rückweisung der Sache zwecks Einholung eines polydisziplinären Gutachtens erübrigt sich jedoch, wie im angefochtenen Entscheid korrekt dargelegt wurde. Denn selbst wenn auf Grund zusätzlicher Abklärungen der natürliche Kausalzusammenhang zu bejahen wäre, fehlt es - wie nachstehend zu zeigen ist - an der Adäquanz des Kausalzusammenhanges.