Citation: 1B_342/2020 E. A

Mit Urteil vom 12. September 2019 stellte das Regionalgericht Prättigau/Davos fest, dass A.________ die Tatbestände der strafbaren Vorbereitungshandlungen zur Brandstiftung, der mehrfachen Sachbeschädigung, der mehrfachen Drohung und des Hausfriedensbruchs erfüllt habe. Er habe diese Straftaten schuldlos begangen, da er aufgrund einer psychischen Erkrankung nicht in der Lage gewesen sei, deren Unrecht einzusehen. Das Regionalgericht ordnete eine stationäre therapeutische Massnahme im Sinne von Art. 59 StGB an. Aus seinem Urteil geht hervor, dass sich A.________ am 11. Februar 2019 gewaltsam Zugang zum elterlichen Wohnhaus verschafft hatte, woraufhin sich seine Mutter und sein Bruder aufgrund früherer Erfahrungen in ein Zimmer einsperrten. A.________ habe daraufhin brenn bares Material vor die Zimmertüre gelegt und einen Lappen mit Benzin getränkt. Die zwischenzeitlich informierte Polizei habe ihn festgenommen und in der Psychiatrischen Klinik B.________ fürsorgerisch untergebracht. A.________ war am 21. März 2019 vom Zwangsmassnahmengericht des Kantons Graubünden in Untersuchungshaft versetzt worden und am 7. Mai 2019 hatte die Staatsanwaltschaft Graubünden sein Gesuch um vorzeitigen Massnahmenantritt bewilligt. Gegen das Urteil des Regionalgerichts erhob er am 11. Mai 2020 Berufung. Gleichentags ersuchte er das Kantonsgericht von Graubünden, ihn aus dem vorzeitigen Massnahmenvollzug zu entlassen. Mit Verfügung vom 2. Juni 2020 wies das Kantonsgericht dieses Gesuch ab.