Citation: 8C_369/2022 E. 5.2.1

5.2.1. In materieller Hinsicht stellt sich zunächst die Frage, anhand welcher rechtlichen Grundlage auf die formell rechtskräftigen Verfügungen vom 8. Februar und vom 17. Mai 2021 zurückzukommen ist. Die Vorinstanz verwarf - ohne zwischen den beiden Verfügungen zu unterscheiden - sowohl eine Wiedererwägung als auch eine prozessuale Revision, weil mit der Schliessung des Lokals im Mai 2021 nicht eine ursprüngliche Fehlerhaftigkeit der betreffenden Verwaltungsakte, sondern eine nachträgliche Veränderung des Sachverhalts und damit ein Anwendungsfall von Art. 17 Abs. 2 ATSG vorliege (E. 4.2.1 hiervor). Ob es sich bei der Kurzarbeitsentschädigung, wie vom kantonalen Gericht angenommen, um eine "Dauerleistung" im Sinne dieser Bestimmung handelt, wurde vom Bundesgericht bis anhin noch nicht entschieden (vgl. zum Begriff der Dauerleistung jedoch BGE 133 V 57 E. 6.7). Wie es sich damit verhält, braucht mangels Entscheidrelevanz aber nicht weiter geklärt zu werden, wie im Folgenden aufzuzeigen ist.