Citation: 6B_1366/2016 E. 4.7.2

4.7.2. Dem kann nicht gefolgt werden. Vergleiche mit anderen Urteilen sind nur beschränkt aussagekräftig (Urteil 6B_786/2014 vom 10. April 2015 E. 1.4.2 mit Hinweis). Nach der Rechtsprechung führen der Grundsatz der Individualisierung und das weite Ermessen des Sachgerichts notwendigerweise zu einer gewissen, vom Gesetzgeber in Kauf genommenen Ungleichheit. Selbst gleich oder ähnlich gelagerte Fälle unterscheiden sich durchwegs massgeblich in zumessungsrelevanten Punkten. Die aus diesen Umständen resultierende Ungleichheit in der Zumessung der Strafe reicht für sich allein nicht aus, um auf einen Missbrauch des Ermessens zu schliessen. Das Bundesgericht hat lediglich für eine korrekte Anwendung von Bundesrecht besorgt zu sein. Soweit die Strafe innerhalb des gesetzlichen Strafrahmens, gestützt auf alle wesentlichen Gesichtspunkte und im Rahmen des richterlichen Ermessens festgesetzt wurde, sind Unterschiede in der Strafzumessungspraxis innerhalb dieser Grenzen als Ausdruck unseres Rechtssystems hinzunehmen (BGE 135 IV 191 E. 3.1 S. 193 mit Hinweisen; Urteil 6B_846/2015 vom 31. März 2016 E. 2.2.5). Nichts zu seinen Gunsten abzuleiten vermag der Beschwerdeführer aus dem von ihm erwähnten Strafzumessungsmodell (vgl. FINGERHUTH/SCHLEGEL/JUCKER, Kommentar zum Betäubungsmittelgesetz, 3. Aufl. 2016, N. 37 ff. bzw. N. 51 f. zu Art. 47 StGB). Derartige Strafmasstabellen binden das Gericht nicht. Sie können lediglich als unverbindliche Richtlinien dienen (Urteil 6B_662/2015 vom 12. Januar 2016 E. 2.4 mit Hinweisen).