Citation: 2C_357/2022 E. 4.3

4.3. Wie die Vorinstanz festgestellt hat, hat der Beschwerdeführer sowohl bei seinem Verlängerungsgesuch vom 12. November 2018 als auch bei seinem Gesuch um Erteilung einer Niederlassungsbewilligung vom 18. Oktober 2019 angekreuzt, weiterhin mit seiner Ehefrau zusammenzuleben, obschon sich selbst nach seiner eigenen Darstellung bereits im September 2018 die definitive Trennung der Ehegatten abgezeichnet haben soll und er spätestens ab diesem Zeitpunkt keinen Zugang zur ehelichen Wohnung mehr hatte. Vor Bundesgericht macht der Beschwerdeführer abermals geltend, diese falsche Angabe nicht in Täuschungsabsicht gemacht zu haben. Er habe sich im falschen Glauben befunden, dass für die Migrationsbehörden das Scheidungsdatum und nicht die Aufgabe des gemeinsamen Haushaltes relevant sei. Diese Behauptung überzeugt nicht. Denn damit erklärt der Beschwerdeführer nicht, weshalb er auf beiden Gesuchen angab, nicht nur verheiratet zu sein, sondern weiterhin im selben Haushalt mit seiner damaligen Ehefrau zusammenzuleben, obschon dies nicht mehr zutraf. Da eine andere plausible Erklärung für die falsche Angabe weder vorgebracht noch ersichtlich ist, ist mit der Vorinstanz nach der allgemeinen Lebenserfahrung davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer mit der falschen Angabe beabsichtigte, die Migrationsbehörde über den wahren Sachverhalt zu täuschen, um seinen Aufenthalt in der Schweiz nicht zu gefährden. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz den Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 62 Abs. 1 lit. a AIG bejaht hat.