Citation: 6B_692/2024 E. 2.4.1

2.4.1. Konkret beanstandet er die vorinstanzlichen Feststellungen zur Geschwindigkeit des Privatklägers, zu den örtlichen Gegebenheiten, zu seiner Ausgangsgeschwindigkeit, zu seiner Blickausrichtung während des Abbiegens und zu dessen zeitlichem Ablauf. Am Ende seiner Beschwerde gelangt er zum Fazit, ein Gericht dürfe "sich nur überzeugt zeigen von einem Sachverhaltsaspekt, wenn es jeden vernünftigen Zweifel daran ausschliesst, dass sich die Geschehnisse tatsächlich so zugetragen haben". Er dürfe nur verurteilt werden, wenn mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen wäre, dass er den Unfall in allen denkbaren Konstellationen hätte vermeiden können. Selbst wenn ihm eine konkrete Sorgfaltspflichtverletzung nachgewiesen werden könnte, sei er "im Zweifel für den Angeklagten" freizusprechen, "wenn es auch nur eine rechnerisch mögliche und realistische Konstellation" gebe, in welcher er den Unfall trotz rechtmässigem Verhalten nicht hätte vermeiden können. Die Verteidigung habe im kantonalen Verfahren dargelegt, dass mehrere solche Konstellationen möglich seien. So trägt der Beschwerdeführer beispielsweise vor, die Vorinstanz gehe davon aus, dass er vor dem Abbiegen angehalten habe. Angesichts der unbekannten Faktoren bleibe offen, ob dies tatsächlich die günstigste Variante für ihn sei.