Citation: 2P.242/2006 16.03.2007 E. C

Mit Zuschlagsverfügung vom 18. Mai 2006 vergab die Projektleitung des Sportzentrums Herisau den umstrittenen Auftrag zum Preis von Fr. 523'652.- erneut an die Arbeitsgemeinschaft Y.________ AG/Z.________ in Schwellbrunn. Zur Begründung führte die Vergabebehörde im Wesentlichen aus, der X.________ AG werde nunmehr für die Ausbildung eines kaufmännischen Lehrlings die Hälfte der entsprechenden Punktzahl (fünf von zehn) zuerkannt. Der von dieser Firma eingereichte Lehrvertrag vom 21. April 2006 für einen Plattenleger-Lehrling stelle hingegen eine unzulässige nachträgliche Veränderung der für die Vergabe massgebenden Grundlagen dar und werde nicht berücksichtigt. Was die Preisgestaltung für die "Wiesbadener Rinnen" betreffe, habe die X.________ AG anerkannt, dass es sich beim angegebenen Laufmeter-Preis von Fr. 15.- um einen "Verschrieb" handle. Das Resultat ihres Angebots mit der unbestrittenermassen tiefsten Endsumme sei aufgrund dieser einzigen, von der Submittentin falsch deklarierten Position zustande gekommen. Das Angebot der Arbeitsgemeinschaft Y.________ AG/Z.________ biete demgegenüber der Auftraggeberin eine grössere Gewähr für Kostensicherheit. Die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde der X.________ AG wies das Verwaltungsgericht des Kantons Appenzell Ausserrhoden (Einzelrichter) mit Entscheid vom 21. August 2006 ab. Der Verwaltungsgerichtspräsident hatte einen neuen Unternehmervergleich erstellt, und zwar wie folgt: X.________ AG Y.________ AG/Z.________ (Unternehmervariante) Total netto 487'148.70 523'651.55 zuzüglich Differenz 17'550.- Total 504'698.70 523'651.55 Abweichung Preis in % + 3,74 Punkte Preis 60 57,84 Punkte Qualität 30 30 Punkte Lehrlingsausbildung 5 10 Total Punkte 95 97,84 Daraus schloss der Verwaltungsgerichtspräsident, die Vergabebehörde habe den Zuschlag zu Recht an die Y.________ AG/Z.________ erteilt.