Citation: U 144/02 20.11.2002 E. 4

4.1 Laut Art. 3 Abs. 2 UVG endet die Versicherung mit dem 30. Tag nach dem Tage, an dem der Anspruch auf mindestens den halben Lohn aufhört. Als Lohn im Sinne dieser Bestimmung gelten unter anderem Taggelder der obligatorischen Unfallversicherung, der Militärversicherung, der Invalidenversicherung und der Erwerbsersatzordnung sowie jene der Krankenkassen und privaten Kranken- und Unfallversicherer, die die Lohnfortzahlung ersetzen (Art. 7 Abs. 1 lit. b UVV). 4.2 Vorliegend steht fest, dass der Beschwerdeführer am 5. Januar 1998 seit langer Zeit keinen Anspruch auf Lohn seiner vormaligen Arbeitgeberin, der Firma F.________ AG, mehr hatte. Auch sein Taggeldanspruch aus dem Ereignis vom 5. September 1992 endete per 30. Juni 1997. Seit dem 1. Juli 1997 erhielt er eine Invalidenrente der Unfallversicherung. Da diese aber nicht als Lohnfortzahlung im Sinne von Art. 7 Abs. 1 UVV gilt, und der Beschwerdeführer auch in keinem anderen Arbeitnehmerverhältnis stand, war er im Zeitpunkt des Unfalles vom 5. Januar 1998 nicht mehr gemäss UVG versichert. Damit ist der Anwendung von Art. 24 Abs. 4 UVV - ohne Prüfung der weiteren Voraussetzungen - die Grundlage entzogen. Das Prinzip der Rechtsanwendung von Amtes wegen verpflichtet Verwaltung und Richter auf den festgestellten Sachverhalt jenen Rechtssatz anzuwenden, den sie als den zutreffenden erachten, um ihm jene Auslegung zu geben, von der sie überzeugt sind (BGE 119 V 349 Erw. 1a mit Hinweis). Das Gericht hat demnach das Recht von Amtes wegen richtig anzuwenden, unbesehen davon, ob eine Frage überhaupt umstritten ist (vgl. Erwägung 1 hiervor). Die aus dem zweiten Unfall resultierenden Folgen haben folglich ausser Betracht zu fallen. Es ist gar nicht mehr zu prüfen, ob - wovon der Beschwerdeführer ausgeht - der zweite Unfall zu einer höheren Invalidität geführt habe. Der versicherte Verdienst für die Rentenberechnung per Rentenbeginn ab 1. Juli 1997 bemisst sich aus dem innerhalb eines Jahres vor dem 5. September 1992 verdienten Lohn und liegt dabei unbestrittenermassen bei Fr. 70'563.-.