Citation: 8C_582/2023 E. 4.2.2

4.2.2. Unter Bezugnahme auf den vorinstanzlich durchgeführten Einkommensvergleich macht der Beschwerdeführer sodann unter Verweis auf die erlittene Verletzung an der dominanten rechten Hand und auf die Rechtsprechung geltend, beim Invalideneinkommen hätte ein Abzug von 25 % berücksichtigt werden müssen, weshalb ein Anspruch auf eine Rente, basierend auf einem 25%igen Invaliditätsgrad, resultiere. 4.2.2.1. Mit einem Abzug vom anhand statistischer Lohndaten ermittelten Invalideneinkommen soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können und die versicherte Person je nach Ausprägung deswegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann. Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25 % nicht übersteigen (BGE 148 V 174 E. 6.3 mit Hinweisen). Wie bereits das kantonale Gericht zutreffend festgehalten hat, entspricht es der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, dass faktische Einhändigkeit oder die Beschränkung der dominanten Hand als Zudienhand einen Abzug von 20 bis 25 % zu rechtfertigen vermag (SVR 2019 UV Nr. 7 S. 27, 8C_58/2018 E. 5.3; Urteil 8C_762/2019 vom 12. März 2020 E. 5.2.3.2). Mit Urteil 8C_495/2019 vom 11. Dezember 2019 hat das Bundesgericht aber auch einen Abzug bei einer versicherten Person mit Einschränkungen der dominanten Hand verneint (E. 3.2 und E. 4.2.2). Gleich entschied es bezüglich zweier versicherter Personen, die je eine Einschränkung des adominanten Arms zu verzeichnen hatten (Urteile 8C_174/2019 vom 9. Juli 2019 E. 5.1.2 und E. 5.2.2 und 8C_151/2020 vom 15. Juli 2020 E. 6.2). 4.2.2.2. Im vorliegenden Fall kann der Beschwerdeführer weiterhin zu 100 % als Geschäftsführer und Eventmanager tätig sein, wie das kantonale Gericht in Würdigung der Gesamtumstände annimmt. Ebenfalls nicht zu beanstanden ist, dass es unter Hinweis auf das handchirurgische Fachgutachten davon ausgeht, er könne seine rechte Hand noch als Hilfshand für leichte Arbeiten einsetzen, weshalb keine faktische Einhändigkeit bestehe. Ob er die letzte Tätigkeit für die C.________ AG tatsächlich weiterhin ausüben könnte, da er in diesem Rahmen auch körperlich schwerere Arbeiten zu verrichten hatte, spielt hier - entgegen seiner Ansicht - keine Rolle, da dieses Arbeitsverhältnis aus wirtschaftlichen Gründen per Ende Juni 2013 aufgelöst wurde. Relevant ist somit, dass ihm auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt im angestammten Bereich als Eventmanager und Geschäftsführer genügend Stellen offenstehen, bei denen er keine Erwerbseinbusse wegen des eingeschränkten Einsatzes der rechten Hand gewärtigen muss. Damit hat die Vorinstanz mit der Verneinung eines Leidensabzugs beim Invalideneinkommen kein Bundesrecht verletzt. Kommt beim Invalideneinkommen ein solcher Abzug nicht in Frage, so führt der Vergleich mit dem Valideneinkommen zu einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 0 %. Die Beschwerde ist abzuweisen.