Citation: 2C_446/2023 E. 3.2

3.2. Bezüglich der Frage, ob die relevante Ehegemeinschaft drei Jahre gedauert hat, hielt die Vorinstanz fest, dass der Beschwerdeführer und seine Frau am 27. Juni 2018 geheiratet haben und die Ehefrau am 1. August 2021 aus der ehelichen Wohnung ausgezogen sei. Den entsprechenden Mietvertrag habe die Ehefrau Ende Mai 2021 unterzeichnet. Nach Angaben der Eheleute hätten sie etwas Distanz gebraucht, der Ehewille sei aber erst am 1. August 2021 erloschen. Gestützt auf eine WhatsApp-Kommunikation von Ende Juni und Anfang Juli 2021 ging die Vorinstanz davon aus, dass die Eheleute (zumindest) bis zu diesem Zeitpunkt noch eine Liebesbeziehung pflegten und einen gemeinsamen Ehewillen hatten. Dennoch liess die Vorinstanz offen, ob der gemeinsame Ehewille tatsächlich drei Jahre gedauert hatte und folglich die Dreijahresfrist gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG erfüllt war (vgl. E. 4.2 des vorinstanzlichen Urteils). Da, wie sich nachfolgend zeigen wird, Integrationskriterien gemäss Art. 58a AIG nicht erfüllt sind, kann die genannte Frage auch vor Bundesgericht offen gelassen werden.