Citation: 1A.234/2003 09.03.2004 E. B

Am 28. Januar 2000 ersuchte A.________ den Sozialdienst des Kantons Glarus um Entschädigungs- und Genugtuungsleistungen gemäss Art. 11 ff. des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1991 über die Hilfe an Opfer von Straftaten (OHG; SR 312.5). Umstritten ist vorliegend einzig der Genugtuungsanspruch. Das Gesuch um Genugtuung in der Höhe von Fr. 5'000.-- wurde mit den überaus schweren Verletzungen, die A.________ bei der Schlägerei erlitten habe, begründet. Vom 26. April bis 31. Mai 1998 sei er zu 100% arbeitsunfähig gewesen, und auch danach habe er nicht mehr voll arbeiten können und sich verschiedenen Nachkontrollen unterziehen müssen. Anfänglich habe er auch starke Schmerzen gehabt. Ein bleibender Schaden sei aber nicht ersichtlich. Mit Verfügung vom 28. Februar 2000 wies die Fürsorgedirektion des Kantons Glarus das Gesuch um Genugtuung mit der Begründung ab, es fehle A.________ an der erforderlichen schweren Betroffenheit; eine solche liege erst bei einem langen Krankenlager oder bei Dauerinvalidität vor.