Citation: 6B_483/2014 E. 1.5.2

1.5.2. Der Beschwerdeführer bringt vor, das Rückwärtsfahren habe er in den Einvernahmen mit 0.5 - 1 m und Y.________ mit 1 - 2 m angegeben. Laut F.________ und G.________ habe er (der Beschwerdeführer) lediglich versucht, rückwärts zu fahren. Wie die Vorinstanz zum Schluss gelange, er habe in einer ersten Phase ca. 2 m zurückgesetzt, sei nicht nachvollziehbar und zudem aktenwidrig. Gleiches gelte in Bezug auf die zweite Phase, als das Fahrzeug von mehreren Personen angehoben worden sei, um das Opfer zu bergen. Keine befragte Person erwähne eine Distanz von 2 m. Er sowie Y.________ hätten ein Anheben ohne Verschieben geschildert. F.________ habe in der ersten Einvernahme ein Zurückstossen, in der zweiten Einvernahme lediglich ein Anheben geschildert. G.________ habe ein Zurücksetzen des Fahrzeugs beobachtet, ohne zur Distanz weitere Angaben zu machen. Im Übrigen sei es nicht realistisch, dass ein schwerer Bus von Hand 2 m verschoben werde, wenn zur Befreiung des Opfers wenige Zentimeter reichen würden (Beschwerde S. 10 ff.). Die Vorinstanz gibt die Aussagen der beteiligten Personen zur Veränderung der Endposition des zweiten Fahrzeugs im Kern korrekt wieder (Entscheid S. 14 f.). Zusammengefasst schilderte der Beschwerdeführer ein einmaliges Zurücksetzen um 0.5 - 1 m während des Anhebens des Fahrzeugs. F.________ sprach von einem Versuch des Beschwerdeführers, mit dem Auto zurückzufahren, wobei das Opfer unter dem Auto hängengeblieben sei. Mit der Hilfe weiterer Personen sei das Fahrzeug angehoben worden. Dass es dabei gleichzeitig auch zurückgestossen wurde, erwähnte der Zeuge nur in der ersten Einvernahme. Laut G.________ habe der Beschwerdeführer seinen Personenwagen zurückgesetzt, wobei das Opfer mitgeschleift worden sei. Mit dem Anheben des Fahrzeugs respektive mit der Entlastung der Vorderachse habe der Bus zurückgesetzt werden können. Y.________ gab schliesslich an, der Beschwerdeführer sei 1 - 2 m zurückgefahren und habe das Opfer mitgeschleift. In der Folge hätten sie das Fahrzeug angehoben, um das Opfer zu befreien. Damit kann sich die Schlussfolgerung der Vorinstanz, das Auto sei in einer ersten Phase zurückgefahren, grundsätzlich auf sämtliche Zeugenaussagen stützen. Dies trifft auch auf jene Schilderungen zu, die lediglich von einem (abgebrochenen) Versuch sprechen. Ebenso findet die Feststellung, wonach in der zweiten Phase das Fahrzeug tatsächlich zurückversetzt (und nicht nur angehoben) wurde, teilweise eine Stütze in den Schilderungen. Während der Beschwerdeführer diese Sachverhaltsfeststellungen richtigerweise nicht als willkürlich rügt, bringt er vor, für eine Distanz von insgesamt 4 m fänden sich in den Akten keine Anhaltspunkte. Diese Rüge erfolgt zu Recht. Es ist mit Blick auf die zitierten Aussagen nicht nachvollziehbar, wie die fragliche Distanz ermittelt wurde. Jene Zeugen, aus deren Aussagen sich ein zweimaliges Zurücksetzen ableiten lässt (F.________ und G.________), umschreiben die Wegstrecken nicht einmal annähernd (beispielsweise mit "halber Wagenlänge" etc.), geschweige denn exakt. Jene Personen, die ihre Beobachtungen mit Meterangaben näher umschreiben konnten (die beiden Fahrzeuglenker), schildern nur ein einmaliges Zurücksetzen (der Beschwerdeführer mit insgesamt 0.5 - 1 m, Y.________ mit insgesamt 1 - 2 m). Wesentlich in diesem Zusammenhang ist auch Folgendes. Die Vorinstanz will ausgehend von der ursprünglichen Endlage des zweiten Fahrzeugs und einem Anhalteweg von 15.3 m die zweite Kollision ca. 2.3 m vor dem Fussgängerstreifen lokalisieren. Eigentlicher Angelpunkt ihrer Argumentation ist damit die effektive Endlage und die Wegstrecke, um die der zweite Personenwagen nach dem Stillstand zurücksetzte respektive zurückgesetzt wurde. Die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung muss in diesem gewichtigen Punkt als wenig differenzierte Schätzung bezeichnet werden, welche sich auf kein Beweisfundament stellen lässt. Im Ergebnis ist sie unhaltbar.