Citation: 1C_439/2024 E. 3.5

3.5. Was die Zustellung der Verfügung vom 24. April 2024 mit der Aufforderung zur Zahlung des Kostenvorschusses anbelangt, ergibt sich aus den Akten klar, dass der letzte Tag der Abholungsfrist der betreffenden Verfügung nicht - wie der Beschwerdeführer behauptet - auf den 6. Mai 2024 fiel. Nachdem die Zustellung der Verfügung an den Beschwerdeführer am 25. April 2024 erfolglos war, fiel der letzte Tag der Abholungsfrist somit auf den 2. Mai 2024. Nach der Zustellungsfiktion, deren Anwendung der Beschwerdeführer nicht in Frage stellt, gilt die Verfügung daher am 2. Mai 2024 als zugestellt. Der Umstand, dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer die Verfügung am 7. Mai 2024 zusätzlich per A-Post zustellte, vermag daran nichts zu ändern. Dem Beschwerdeführer standen angesichts der fingierten Zustellung am 2. Mai 2024 bis zum Ablauf der Frist am 10. Mai 2024 insgesamt acht vollständige Tage für die Leistung des Kostenvorschusses zur Verfügung. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Partei, die eine Sendung erst am Ende der Frist abholt, in Kauf nimmt, dass ihr zur Einhaltung einer Frist, die auf einen bestimmten Kalendertag festgesetzt ist, weniger Zeit zur Verfügung steht (Urteil 2C_508/2016 vom 18. November 2016 E. 3.4.1). Hätte der Beschwerdeführer die Verfügung am ersten Tag entgegengenommen, hätten ihm für die Bezahlung des Kostenvorschusses fünfzehn Tage zur Verfügung gestanden. Der Beschwerdeführer hat beim Kantonsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben und befand sich dadurch in einem hängigen Prozessrechtsverhältnis. Er musste mit Zustellungen des Gerichts rechnen und hatte für deren Empfang besorgt zu sein (BGE 141 II 429 E. 3.1; Urteil 2C_313/2020 vom 25. Mai 2020 E. 3.3.1). Des Weiteren wären dem Beschwerdeführer bei einer aus seiner Sicht unangemessen kurzen Frist diverse Mittel zur gebührenden Wahrung seiner Rechte zur Verfügung gestanden. Er hätte namentlich eine Fristerstreckung beantragen können, wenn er eine längere Frist benötigt hätte oder die Kostenvorschussverfügung anfechten können, wenn er diese als rechtsfehlerhaft erachtete und ihm ein nicht wieder gutzumachender Nachteil gedroht hätte (vgl. Urteil 2C_703/2009, 2C_22/2010 vom 21. September 2010 E. 4.3). Unter den gegebenen Umständen kann die von der Vorinstanz angesetzte Frist zur Bezahlung des Kostenvorschusses nicht als verfassungswidrig bezeichnet werden. Da die Vorinstanz den Beschwerdeführer über die Höhe des Vorschusses, die Zahlungsfrist und die Säumnisfolgen rechtsgenüglich informiert hat, durfte sie somit ohne Verletzung des Verbots des überspitzten Formalismus im Sinne von Art. 29 Abs. 1 BV auf die Beschwerde nicht eintreten. An dieser Einschätzung vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass der letzte Tag der Frist auf einen Freitag fiel und es nach der Argumentation des Beschwerdeführers für das Gericht somit keinen Unterschied gemacht habe, ob es den Betrag erst am Montag 13. Mai 2024, mithin dem nächsten Arbeitstag, erhalten habe (vgl. Urteile 2C_313/2020 vom 25. Mai 2020 E. 3.3.2; 9C_410/2018 vom 19. Juli 2018 E. 3.2.2).