Citation: 6B_855/2023 E. 2.3.1

2.3.1. Die Vorinstanz stuft das Verschulden für die als Ausgangspunkt der Strafzumessung festgelegte Schändung (Vorfall, in dessen Rahmen der Beschwerdeführer seinen Penis an den Anus der Geschädigten drückte) in objektiver Hinsicht im mittleren Bereich ein und erachtet eine Einsatzstrafe von 3 Jahren als angemessen. Sie erwägt, es sei in objektiver Weise zu berücksichtigen, dass es sich beim Opfer um ein Kind handle. Der Beschwerdeführer habe seinen Penis mehrere Male und in penetrant starker Weise während rund zwei Minuten an den Anus der Geschädigten gedrückt, während diese geschlafen habe. Es handle sich um eine Tatvariante der Schändung mit erheblicher Eingriffsintensität. Immerhin sei verschuldensmindernd zu berücksichtigen, dass der Eingriff nicht invasiv gewesen sei. Allerdings habe der Beschwerdeführer die Tatsache, dass die Geschädigte bei ihm im Rahmen seiner Funktion als Babysitter übernachtet und offenbar ein gutes Verhältnis zu ihm gehabt habe, ausgenutzt. Zudem habe er sich an ihr vergriffen, während sie geschlafen habe und dabei sein primäres Geschlechtsteil benutzt. Zur subjektiven Tatschwere betreffend die Schändung hält die Vorinstanz fest, deren Ermittlung sei vorliegend erschwert, da der Beschwerdeführer in wesentlichen Punkten schweige. Daraus dürfe nichts zu seinen Lasten abgeleitet werden. Er vermöge jedoch auch nichts ins Feld zu führen, was ihn entlaste. Jedenfalls sei die Begründung der ersten Instanz, wonach der Beschwerdeführer direktvorsätzlich und ausschliesslich zu seiner persönlichen Befriedigung gehandelt habe, insofern nicht besonders hilfreich, als es bei Sexualdelikten naturgemäss um die eigene sexuelle Befriedigung gehe. Die Vorinstanz erwägt sodann, das Fehlen einer pädophilen Motivation vermöge den Beschwerdeführer in subjektiver Hinsicht nicht zu entlasten. Vielmehr spreche dieser Umstand für eine besondere Rücksichtslosigkeit und Hemmungslosigkeit. Anders als bei einer pädophil veranlagten Person wäre es für den Beschwerdeführer einfacher gewesen, nicht zu den Taten zu schreiten. Dieser habe mit seinen Handlungen gezeigt, dass er keinerlei Empathie gegenüber dem jungen Opfer gehabt habe und habe dieses zu einem Sexualobjekt degradiert. Er habe das Vertrauen des kleinen Mädchens schamlos ausgenutzt. Der Beschwerdeführer sei zudem in der Lage gewesen, von seinen Taten Filmaufnahmen zu machen. Diesen seien - trotz seines Cannabiskonsums - keine Hinweise auf eine Einschränkung der Schuldfähigkeit zu entnehmen. Solche Anhaltspunkte ergäben sich auch nicht aus den Akten, insbesondere den Haftakten. Das subjektive Tatverschulden vermöge damit die objektive Tatschwere unter keinem Titel in einem milderen Licht erscheinen zu lassen, weshalb gesamthaft von einem erheblichen Verschulden auszugehen sei und es bei einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren bleibe.