Citation: 2C_536/2019 E. 2.2

2.2. Der Beschwerdeführer und seine Ehefrau haben sich nach rund drei Ehejahren im Oktober 2017 definitiv getrennt, was durch die massiven Bedrohungen des Beschwerdeführers gegenüber seiner Ehefrau ausgelöst wurde, die auch in Gewaltschutzmassnahmen und in einer strafrechtlichen Verurteilung mündeten. An dieser Trennung hat sich bis zum vorinstanzlichen Entscheid vom 17. April 2019, in welchem entsprechend Art. 110 BGG der Sachverhalt so festzustellen ist, wie er sich zum Zeitpunkt dieses Urteils tatsächlich präsentiert (Urteil 2C_1034/2016 vom 13. November 2017 E. 4.2), nichts geändert. Immerhin sind zwischen Oktober 2017 und April 2019 eineinhalb Jahre vergangen, weshalb der Auffassung des Beschwerdeführers nicht gefolgt werden kann, dass es keine klare Anzeichen für ein Scheitern der Ehe gibt. Kommt hinzu, dass die Ehefrau des Beschwerdeführers bereits vor dessen massiven Bedrohungen konstatierte, dass der Beschwerdeführer mit ihr nicht mehr zusammenlebte, sondern monatelang nicht zu Hause erschien; zudem hat der Beschwerdeführer ebenfalls bereits vor den Gewaltschutzmassnahmen und vor der Anzeige Ende August 2017 die gemeinsame eheliche Wohnung verlassen (Art. 105 Abs. 2 BGG), was insgesamt darauf hindeutet, dass die Ehe bereits vor der Anzeige ihres Inhaltes entleert war. Unter diesen Umständen durfte die Vorinstanz davon ausgehen, dass sich der Beschwerdeführer auf eine inhaltsleere, nur noch formell bestehende Ehe berief, um sein Anwesenheitsrecht zu sichern. Hierzu dient die freizügigkeitsrechtliche Nachzugsregelung für Drittstaatsangehörige nicht.