Citation: 6B_818/2022 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer rügt, der Anklageschrift und dem angefochtenen Entscheid könne nicht entnommen werden, warum er faktisches Organ der B.________ GmbH und der C.________ GmbH gewesen sein soll. Dass D.________ sel. als einziges formelles Organ die Geschäftsführungstätigkeit nicht wahrgenommen hätte, sei von der Staatsanwaltschaft nie behauptet worden. Auch wenn dieser gegen Ende seines Lebens nicht mehr ständig mit dem Zirkus mitgereist sei, so habe er doch die Macht im Zirkus nie abgegeben. Die Staatsanwaltschaft behaupte auch nicht, es habe eine Delegation der Geschäftsführung oder einzelner Teile davon gegeben, oder er habe sich an D.________ vorbei in die Geschäftsführungstätigkeit eingemischt. Die von der Staatsanwaltschaft in der nachgebesserten Anklageschrift erwähnten Beispiele für die faktische Organstellung seien allesamt entkräftet worden und für sich auch nicht tauglich, eine Einmischung oder Verdrängung von D.________ aus der Geschäftsleitung zu beweisen. Bankunterschriften, Rechnungen bezahlen mit E-Banking, Verträge unterzeichnen, Ansprechpartner für die Belegschaft sein, Fristerstreckungen verlangen, Auskünfte erteilen und nach Aussen als jüngster Zirkusdirektor der Welt eine Rolle übernehmen, seien keine Geschäftsführungsfunktionen, sondern Verwaltungshandlungen, wenn der Ausführende die Entscheidung nicht auch selber treffe. Er habe durch das gesamte Verfahren hindurch die Ausführungen der Arbeiten nicht bestritten, sehr wohl jedoch, dass er die zugrundeliegenden Entscheidungen gefällt habe.