Citation: 5A_799/2019 E. 6.1.1

6.1.1. Sinngemäss stellt sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, dass die Erblasserin mit dem Satz "Frau E.________ erbt nichts" weder einen positiven Verfügungswillen noch einen entsprechenden Erklärungswillen fassen konnte. Er argumentiert, die Erblasserin habe den gesamten Nachlass im Sinne einer positiven Anordnung der Beschwerdegegnerin und ihrem Ehemann zugewiesen. Sie habe sich keine Überlegungen für den Fall gemacht, dass D.________ vor ihr stirbt, und dementsprechend für dieses Szenario gar keine positive Anordnung im Sinne eines Entzuges des gesetzlichen Erbrechts von E.________ und deren Stamm getroffen. Der streitige Satz sei deshalb einfach eine Tatsachenfeststellung ohne Verfügungscharakter. Das Obergericht wende mithin Art. 481 Abs. 2 ZGB unrichtig an.