Citation: 2C_782/2018 E. 4.2.5

4.2.5. Zwar hat die Beschwerdeführerin mehrere "Boarding"-Unterlagen für Flüge von Zürich nach Pristina und zurück ins Recht gelegt, doch ergibt sich aus diesen nicht eindeutig, zu welchem Zweck sie in den Kosovo geflogen war. Die Flugtickets mögen belegen, dass bei ihr der Wille besteht, als Grossfamilie mit ihrem Gatten zusammenzuleben, wie dies die Vorinstanz eingeräumt hat, dass indessen seitens ihres Gatten entsprechende Hinweise fehlen: Er hat weder das Nachzugsgesuch gestellt, noch anderweitig argumentativ zu den Verfahren beigetragen. Seine Befragung durch die Botschaft ist sehr dürftig ausgefallen; es sind lediglich einige wenige Kurzantworten auf ebenso wenig vertiefte Fragen protokolliert worden. Nach den Angaben der Botschaft im Kosovo soll er immerhin erklärt haben, dass er von 2011 bis 2016 illegal in der Schweiz gearbeitet habe. Es wäre in dieser Situation an ihm gewesen, in den migrationsrechtlichen Verfahren den Einwand, dass die Befragung länger und detaillierter gewesen sei, zu belegen und seine Ehefrau in der Folge unter Hinweis auf den konkreten Ablauf der Befragung zu unterstützen.