Citation: 5P.121/2006 18.07.2006 E. 1

1.1 Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid betreffend Regelung des persönlichen Verkehrs. Der Beschwerdeführer beruft sich in erster Linie auf eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV), die beim Bundesgericht einzig mit staatsrechtlicher Beschwerde vorgetragen werden kann (Art. 84 Abs. 1 lit. a und Art. 84 Abs. 2 OG). Offen bleiben kann, ob die Beschwerde auch insoweit gegeben ist, als der Beschwerdeführer den Entscheid als willkürlich beanstandet, weil das Obergericht von Amtes wegen die verschiedenen Beschlüsse unter Hinweis auf die materielle Rechtskraft der entsprechenden Anordnung des Scheidungsurteils und die fehlenden Voraussetzungen für eine Abänderung dieser Anordnung aufgehoben hat (vgl. E. 2). Auf die staatsrechtliche Beschwerde ist somit grundsätzlich einzutreten. 1.2 Der Beschwerdeführer ist entgegen der Auffassung des Obergerichts in seinem rechtlich geschützten Interesse betroffen (Art. 88 OG). Das Obergericht hat durch seinen Entscheid das von der Vormundschaftsbehörde gewährte, über die Regelung im Scheidungsurteil hinausgehende Besuchsrecht (vgl. A.c hiervor) aufgehoben und ausdrücklich festgehalten, dass die Regelung im Scheidungsurteil weiter gelte (Ziff. 2.1.). Dass sich die Parteien an eine davon abweichende private Regelung halten können (Ziff. 2.2.), ändert an der Beschwer nichts, kann doch im Konfliktfall nur die im Scheidungsurteil vorgesehene Regelung vollstreckt werden (Ziff. 2.3.). 1.3 Der Beschwerdeführer beantragt zur Hauptsache, der angefochtene Entscheid des Obergerichts sei ersatzlos aufzuheben. Aus der Begründung der Beschwerde ergibt sich indes, dass sich die Beschwerde einzig auf die Aufhebung der Beschlüsse der Vormundschaftsbehörde im Zusammenhang mit der Besuchs- und Ferienregelung bezieht und die Rüge der Beschwerdegegnerin, ihr sei im Verfahren die Akteneinsicht verweigert worden, nicht mitumfasst. Diese Rüge bezieht sich denn auch nicht auf die vorgenannten Beschlüsse der Vormundschaftsbehörde Rohr, sondern auf jenen vom 9. Januar 2006 (vgl. E. 5.1. des angefochtenen Entscheids). Fest steht somit, dass der Beschwerdeführer mit seinem Hauptantrag die Aufhebung der Ziffern 1, 2 und 4 des angefochtenen Entscheides verlangt.