Citation: 5P.256/2000 04.04.2001 E. 4

4.-Nebst der Frage, ob die Abdichtung der Kanalisationsnebenleitung zu einer Erhöhung des Grundwasserspiegels um ca. 10 cm geführt hat, ist auch umstritten, ob der Schadenseintritt ausschliesslich auf den von der Beschwerdeführerin zu verantwortenden Wassereintritt oder auf frühere, von der Beschwerdeführerin nicht zu vertretende Feuchtigkeitserscheinungen zurückzuführen sind. a) Soweit die Beschwerdeführerin dem Appellationshof vorwirft, es sei unhaltbar, auch die Abdichtung des Hauptsammelkanals von 1976/77 zu berücksichtigen, scheint sie zu übersehen, dass der Appellationshof die Verantwortlichkeit der Beschwerdeführerin nur aus der Sanierung der Kanalisationsnebenleitung im Frühjahr 1990 abgeleitet hat. b) Ebenso wenig wird mit der Aufzählung von Baumängeln an der beschwerdegegnerischen Liegenschaft - schlechter Zustand der Kellerböden und des Mauerwerkes, Liftsack und Heizungskeller im Grundwasser, Fundamente und Bodenkonstruktion seit 1976/77 permanent bzw. periodisch im Grundwasser, keine zureichenden Wasserdichtungsmassnahmen - dargetan, dass der auf die Leitungssanierung zurückzuführende Grundwasseranstieg von ca. 10 cm (zusätzlichen) Schaden verursacht hat. Dass der Schaden in willkürlicher Weise quantifiziert worden sei, wird nicht behauptet. c) Insgesamt erweist sich somit die Beschwerde auch insoweit als unbegründet, als der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Anstieg des Grundwasserspiegels und dem Schadenseintritt in Frage gestellt wird.