Citation: 6B_262/2016 E. 2.4

2.4. Der Unfall ereignete sich am 22. Dezember 2010 kurz nach 7 Uhr morgens und damit bei Dunkelheit. Es herrschte entgegen der Behauptung der Beschwerdegegner 1-3 (Vernehmlassung S. 6) Nebel und die Fahrbahn war nass. Das Opfer trug dunkle Kleidung. Zudem herrschte nach den Feststellungen der Vorinstanz, die diesbezüglich auf den erstinstanzlichen Entscheid verweist, reger Berufsverkehr. Soweit die Vorinstanz erwägt, die Sichtverhältnisse seien nicht optimal gewesen, indes seien der Fussgängerstreifen und die beiden Trottoirseiten relativ gut beleuchtet gewesen und der Beschwerdeführer habe im Mercedes-Benz Viano leicht erhöht gesessen, überzeugt dies nicht. Das Gutachten der H.________ AG hält entgegen dem Dafürhalten der Beschwerdegegner 1-3 (Vernehmlassung S. 7) fest, die Sichtbedingungen seien aufgrund der Dunkelheit, des Nebels und der dunklen Kleidung des Opfers sehr schlecht gewesen. Im Zeitpunkt der ersten Kollision habe sich das Opfer vor einem ebenfalls dunklen Hintergrund (dem Fahrzeug von E.________) befunden, was den Kontrast und die Sichtbarkeit erheblich verschlechtert habe. Im Moment, als das Opfer die Strasse betreten habe, sei es aufgrund der Distanz noch schlechter erkennbar gewesen (Gutachten H.________ AG S. 14). Diese Ausführungen in der Expertise sind nachvollziehbar. Inwiefern das Gutachten zur Frage der Sichtbarkeit des Opfers aus einer Distanz von rund 30 Metern nicht schlüssig erscheinen sollte, legt die Vorinstanz nicht dar. Was sie hervorhebt (Strassenbeleuchtung, Sitzposition des Beschwerdeführers), war dem Gutachter bekannt. Soweit sie auf das Foto Nr. 46 (Untersuchungsakten pag. 114) verweist, gibt der Beschwerdeführer unter anderem zu bedenken, es sei nicht erkennbar, aus welcher Distanz die Aufnahme gemacht worden sei. Dies ist zutreffend. Es muss zudem angenommen werden, dass das fragliche Bild näher als 30 Meter zum Fussgängerstreifen aufgenommen wurde (vgl. etwa Bild Nr. 15 mit Distanzangabe, Untersuchungsakten pag. 101; zudem ist die Wartelinie bei der Einmündung der Mitteldorfstrasse in die Bahnhofstrasse nicht erkennbar, vgl. Anhänge 5 und 6 des Gutachtens H.________ AG). Die Vorinstanz weist auf keine Umstände hin, welche die Glaubwürdigkeit des Gutachtens erschüttern könnten. Indem sie vom Gutachten ohne erkennbaren Grund abweicht und annimmt, das Opfer sei für den Beschwerdeführer bereits erkennbar gewesen, als sich dieser an der Kreuzung Bahnhofstrasse/Mitteldorfstrasse befunden habe, verfällt sie in Willkür und verletzt sie den Grundsatz "in dubio pro reo".