Citation: 6P.115/2003 17.11.2003 E. 5

Die Beschwerdeführerin wendet sich sodann gegen die obergerichtliche Erwägung, die Nutzung des Wasserhahns stelle ein notwehrfähiges Recht dar. Das Obergericht macht diese Aussage bei der rechtlichen Beurteilung der Handgreiflichkeiten des Beschwerdegegners in der ersten Phase. In der Folge verneint es jedoch ein Notwehrrecht des Beschwerdegegners in diesem Zusammenhang. Die Erwägung ist somit für den Urteilsspruch nicht relevant, weshalb der dagegen erhobene Einwand ins Leere stösst. Ein Notwehrrecht gestehen die kantonalen Instanzen dem Beschwerdegegner hingegen in der zweiten Phase zu, als er sich durch Schläge mit dem Gartenschlauch gegen die Pfeffersprayattacke zur Wehr setzte. Dieser Angriff richtete sich gegen seine körperliche Unversehrtheit, die zweifellos ein notwehrfähiges Rechtsgut darstellt.