Citation: 9C_242/2024 E. 5.2

5.2. Die Beschwerdeführerin hält dagegen, vorliegend komme ein Anspruch auf das Todesfallkapital nur aufgrund der Ausnahmebestimmung in Art. 7.4.1 Abs. 2 des Vorsorgereglements in Frage, da C.________ sel. zum Zeitpunkt ihres Todes nicht aktiv versichert gewesen sei. Dem Stiftungsrat werde im Vorsorgereglement ein grosser Entscheidungsspielraum eingeräumt, da abgesehen vom Wort "ausnahmsweise" keine weiteren Kriterien genannt würden, die das Ermessen einschränken würden. Es sei aufgrund der Korrespondenz offenkundig, dass der Stiftungsrat eine tatsächliche massgebliche Unterstützung als unabdingbare Voraussetzung für die Anwendung der Ausnahmebestimmung erachtet habe. Dies stelle ein sachlich gerechtfertigtes Kriterium dar, weshalb sich der Entscheid des Stiftungsrats im Rahmen einer pflichtgemässen Ermessensausübung bewege. Eine nicht erfolgte tatsächliche Unterstützung könne nicht ausschlaggebend für die Anwendung der Ausnahmebestimmung sein, da die Gewährung des Todesfallkapitals an den Lebenspartner diesfalls nicht mehr ein Ausnahmefall wäre, sondern dieser unabhängig von einer zuvor eingetretenen Invalidität des Versicherten Anspruch auf das Kapital hätte. Der Stiftungsrat habe nie den Willen gehabt, dem Beschwerdegegner als Lebenspartner voraussetzungslos das Todesfallkapital auszubezahlen. Da vorliegend die Ausnahmebestimmng zum Tragen komme, gäbe es - ausser dem Ermessen des Stiftungsrats - keine reglementarischen Voraussetzungen für die Ausrichtung eines Todesfallkapitals, was das kantonale Gericht verkannt habe. Es sei offensichtlich unrichtig und willkürlich, dass die Vorinstanz den Entscheid des Stiftungsrats massgeblich abgeändert habe. Sie sei zudem gar nicht befugt gewesen, in den Ermessensentscheid des Stiftungsrats einzugreifen.