Citation: 2C_39/2016 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer ist Vater einer Tochter, die wie er selbst bei seinen Eltern lebt. Er verfügt aber nicht über die elterliche Sorge oder Obhut. Das Kindesinteresse, mit beiden Elternteilen Kontakte pflegen zu können, ist im Rahmen der Interessenabwägung nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK ein zu berücksichtigender Faktor unter anderen (Schutz vor Straftätern, Einwanderungskontrolle usw.), jedoch nicht der allein ausschlaggebende (Urteil 2C_298/2012 vom 5. April 2012 E. 2.2.3). Gemäss der Sachverhaltsfeststellung durch die Vorinstanz besteht keine längerfristige und intensive Beziehung zu seiner Tochter und auch die Ausführungen des Beschwerdeführers lassen nicht darauf schliessen, dass es sich anders verhält. Seit Herbst 2012 verbrachten sie nur acht Monate gemeinsam im Haushalt seiner Eltern, ansonsten befand sich der Beschwerdeführer in Untersuchungshaft oder im Strafvollzug. Für die Fremdbetreuungskosten seiner Tochter kommt der Beschwerdeführer ebenfalls nicht auf. Die Mutter ist wiederum nicht in der Lage die Erziehungsaufgaben wahrzunehmen und übt ihr Besuchsrecht nur unregelmässig aus. Für die Tochter, bei der ADHS diagnostiziert wurde, ist es deshalb gemäss dem Bericht der Berufsbeistandschaft U.________ vom 8. Januar 2015 wichtig, dass ihr ein strukturierter Alltag gewährleistet wird. Diese Aufgabe nehmen die Eltern des Beschwerdeführers wahr, bei denen die Tochter untergebracht ist. Der Beschwerdeführer war bis anhin dazu nicht in der Lage. Im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils befand er sich wiederum in Untersuchungshaft und in naher Zukunft ist mit weiteren Verurteilungen zu rechnen. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers hat die Vorinstanz das Kindeswohl insgesamt ausreichend berücksichtigt.