Citation: 2C_602/2018 E. 4

Der Beschwerdeführer beruft sich weiter auf den Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 BV). In diesem Zusammenhang macht er einerseits geltend, die RAB habe die Zulassung des Einzelunternehmens im Januar 2016 missbräuchlich und wider Treu und Glauben verlängert, ohne ihn spätestens im Zeitpunkt des Rezertifizierungsgesuchs auf die bevorstehende Entzugsverfügung hinzuweisen. Dies habe ihn in seiner Ansicht bestärkt, dass nur seine persönliche Zulassung Gegenstand des Verfahrens bilde. Eine weitere Verletzung des Grundsatzes von Treu und Glauben erblickt der Beschwerdeführer darin, dass die RAB dem Einzelunternehmen im Januar 2011 nachträglich und vorbehaltlos die Zulassung als Revisionsexperte erteilt habe, ohne die bereits in jenem Zeitpunkt vorhandenen Handelsregistereintragungen zu beanstanden, welche ihm im vorliegenden Verfahren als Verletzung der Unabhängigkeit entgegen gehalten würden. Folglich habe er davon ausgehen können, die bereits bestehende Konstellation verletze die Unabhängigkeitsvorschriften nicht.