Citation: 6B_645/2022 E. 3.3.1

3.3.1. Die Vorinstanz qualifiziert den Beschwerdeführer zutreffend als Geschäftsführer im Sinne von Art. 158 StGB. Sie hält fest, dass er mit der Wahrnehmung von Vermögensinteressen der Beschwerdegegnerin 2 befasst war. Er habe in mehreren Bereichen das Einkaufs- und Personalbudget verwaltet und sei für die Betriebsmittel der Abteilungen in W.________ und X.________ zuständig gewesen. Der Beschwerdeführer habe über ein hohes Mass an Selbständigkeit verfügt. In diesem Zusammenhang betont die Vorinstanz zu Recht, dass sich eine solche Selbständigkeit auch aus der weitgehenden Freiheit in der Organisation der eigenen Tätigkeit ergeben kann. Dabei ist ohne Belang, ob der Geschäftsführer den Geschäftsherrn nach aussen vertritt oder vertreten darf, oder ob er nur intern über entsprechende Vermögenswerte wie Personal und Betriebsmittel verfügt (BGE 100 IV 108 E. 4). Daher hilft dem Beschwerdeführer nicht, dass sich in den Akten kein von ihm unterzeichnetes Dokument findet. Die Vorinstanz weist darauf hin, dass der Beschwerdeführer bereits vor der Beförderung zum "Brand Director" eigenständig strategische und operative Entscheide gefällt habe. Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz den Beschwerdeführer zumindest als faktisches Organ der Beschwerdegegnerin 2 qualifiziert. Unerheblich ist dabei, dass er nicht zur Zeichnung berechtigt war. Denn die Zeichnungsberechtigung ist höchstens ein Indiz für die Selbständigkeit eines Geschäftsführers. Die Vorinstanz fährt fort, der Beschwerdeführer sei mit der Beschwerdegegnerin 2 in einem Arbeitsverhältnis gestanden. Seine Pflichten hätten gerade darin bestanden, die Vermögensinteressen der Beschwerdegegnerin 2 zu wahren. Die Vorinstanz nimmt zu Recht an, dass die vom Beschwerdeführer verwalteten Vermögensinteressen durchaus bedeutsam und von Gewicht waren (vgl. dazu BGE 105 IV 307 E. 2b; zum Massstab: BGE 86 IV 12 E. 3).