Citation: 6P.42/2004 06.07.2004 E. 5

5.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Vorinstanz bejahe zu Unrecht das Tatbestandsmerkmal der Arglist. Bei der Rechnung, die sie der Versicherung aufgrund der Auftragskarte gestellt hatte, habe es sich um ein blosses Versehen gehandelt. 5.2 Die Vorinstanz nimmt an, für die Versicherungsgesellschaft sei die falsche Rechnung nur mit besonderer Mühe überprüfbar gewesen. In der Regel würde der Ersatz einer Windschutzscheibe nach einem entsprechenden Schaden von der Versicherung nach eingereichter Rechnung ohne weiteres übernommen. Im konkreten Fall habe erst ein Schadenexperte feststellen können, dass die entsprechende Frontscheibe original verleimt und somit noch nie ausgewechselt worden sei. Arglist sei daher gegeben. Mit der von der irregeführten Versicherung gestützt auf die Meldung der Autogarage getätigten Vermögensdisposition und der damit verbundenen Vermögensschädigung sei der Tatbestand des Betruges vollendet gewesen. 5.3 Nach der Rechtsprechung ist beim Tatbestand des Betruges das Merkmal der arglistigen Täuschung erfüllt, wenn der Täter ein ganzes Lügengebäude errichtet oder sich besonderer Machenschaften oder Kniffe (manoeuvres frauduleuses; mise en scène) bedient. Bei einfachen falschen Angaben liegt Arglist vor, wenn deren Überprüfung nicht oder nur mit besonderer Mühe möglich oder nicht zumutbar ist, und wenn der Täter den Getäuschten von der möglichen Überprüfung abhält oder nach den Umständen voraussieht, dass dieser die Überprüfung der Angaben auf Grund eines besonderen Vertrauensverhältnisses unterlassen werde (BGE 128 IV 18 E. 3a; 126 IV 165 E. 2a; 125 IV 124 E. 3; 122 IV 246 E. 3a). Der Versicherungsgesellschaft ist in der Regel die Überprüfung eines geltend gemachten Bagatellschadens nicht zumutbar. Dies gilt jedenfalls, wenn ihr von der Autogarage, welche angeblich die entsprechende Reparatur vorgenommen hat, eine Rechnung eingereicht wird. Im Übrigen liegt hierin bereits eine betrügerische Machenschaft, so dass Arglist auch unter diesem Gesichtspunkt gegeben ist. Dem Umstand, dass das Erstellen der falschen Rechnung nicht als Falschbeurkundung strafbar ist, kommt in diesem Kontext keine Bedeutung zu (BGE 120 IV 14 E. 2b). Schliesslich ändert an dieser Würdigung der Täuschungshandlung auch nichts, dass die Versicherung nach Auszahlung des Betrages an die Garage, mithin nach Beendigung der Straftat, dem Halter des Wagens den Hinweis zukommen liess, dass der Schaden behoben sei. Wie die Vorinstanz zu Recht annimmt, kann offen bleiben, ob bzw. weshalb die Beschwerdeführerin darauf vertraute, der Versicherungsbetrug werde nicht auffliegen. Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet. Was die Beschwerdeführerin weiter vorbringt, erschöpft sich in einer appellatorischen Kritik am angefochtenen Urteil, auf welche nicht einzutreten ist.