Citation: 8C_557/2020 E. 4.2

4.2. Entgegen den Ausführungen in der Beschwerde können die Berichte der behandelnden Ärzte keine auch nur geringen Zweifel an den versicherungsinternen Beurteilungen der med. pract. C.________ und D.________ wecken. Nicht stichhaltig ist die Rüge, die Vorinstanz habe nicht berücksichtigt, dass die Feststellung eines Vorzustands durch med. pract. D.________ auf einer unrichtigen Annahme beruhe. Er habe sich dabei auf eine hausärztlicherseits durch die Angabe beidseitiger Schulterschmerzen falsch ausgefüllte Verordnung für Physiotherapie vom 8. Januar 2013 gestützt. Die Vorinstanz liess diesen Umstand nicht ausser Acht, sondern führte zutreffend aus, selbst wenn hinsichtlich der linken Schulter von Beschwerdefreiheit vor dem gemeldeten Ereignis auszugehen wäre, liesse dies nicht auf unfallkausale Beschwerden schliessen. Überdies basierten die Darlegungen des med. pract. D.________ zur Frage eines Vorzustands der Schulterbeschwerden nicht einzig auf den Angaben in dieser Verordnung. Vielmehr wies er in seiner Beurteilung vom 3. Mai 2019 u.a. drauf hin, dass neben der Tendinopathien mit partiellen und transmuralen Zusammenhangstrennungen zweier Sehnen der Rotatorenmanschette zum Zeitpunkt der ersten bildgebenden Untersuchung eine nicht aktivierte Arthrose des AC-Gelenks und eine Synovitis als Ausdruck eines chronischen Reizzustands bestanden hätten. Unfallbedingte strukturelle Schädigungen seien bildgebend nicht objektiviert worden; eine frische traumatische Zerreissung der Sehne schloss er aus, da bei der Grösse des Defekts mit einem erheblichen funktionellen Defizit zu rechnen gewesen wäre. Der Beschwerdeführer habe seine Arbeit jedoch am Tag nach dem Treppensturz wieder aufnehmen können und habe erst 15 Tage später einen Arzt aufgesucht. Nicht stichhaltig ist die in diesem Zusammenhang vom Beschwerdeführer vorgebrachte Rüge, Kreisärzte und Vorinstanz seien fälschlicherweise davon ausgegangen, dass er nach dem Ereignis nie arbeitsunfähig gewesen sei, trotz schulterbelastender Tätigkeit in der Schlachterei. Er habe in der vorinstanzlichen Beschwerde ausgeführt, dass er dies, soweit möglich, auch getan habe. Es käme ihm jedoch entgegen, dass er "eher eine angepasste Tätigkeit nun ausüben" könne. Aus diesen nicht näher substanziierten Ausführungen lässt sich nichts zu seinen Gunsten gewinnen, zumal er damit nicht überzeugend darlegt, dass er nach dem Ereignis vom 10. Februar 2015, entgegen den Angaben in den Akten, arbeitsunfähig war oder seine bisherige Tätigkeit nicht mehr ausführen konnte. Vielmehr führte er gemäss Bericht der Suva vom 15. Mai 2017 aus, als Linienführer könne er ein wenig mitbestimmen, ob er die Arbeiten eher auf Hüfthöhe oder über Schulterhöhe ausführen möchte. Er habe aber auch Truthähne (5-18 kg) aus einer Kiste nehmen, aufhängen und ausnehmen müssen. Er habe also seine Arbeit weitergeführt mit zunehmenden Schmerzen in der linken Schulter.