Citation: 8C_824/2021 E. 5.3

5.3. Die Vorinstanz befasste sich im Weiteren bereits mit dem Bericht des Dr. med. D.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, vom 13. September 2020. Sie erkannte, dass der Hausarzt keine eigene medizinische Einschätzung verfasst habe, sondern allein die Auffassung des Beschwerdeführers wiedergebe. Dieser legt nicht dar, inwiefern diese Feststellung offensichtlich unrichtig sein soll. Auch vermag er mit der Rüge, die IME-Gutachter seien, obwohl sie die gleiche Diagnose wie Dr. med. D.________ gestellt hätten, zu einer anderen Arbeitsfähigkeitsschätzung als der Hausarzt gelangt, keine Widersprüchlichkeit und somit Zweifel an der IME-Expertise aufzuzeigen. Dazu ist festzuhalten, dass einerseits der Unterschied zwischen Behandlungs- und Begutachtungsauftrag zu beachten ist (vgl. BGE 124 I 170 E. 4). Anderseits kann die ärztliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit, abhängig von der Gutachterperson und von den Umständen der Begutachtung, eine grosse Varianz aufweisen. Die ärztliche Beurteilung trägt von der Natur der Sache her unausweichlich Ermessenszüge (BGE 137 V 210 E. 3.4.2.3; Urteil 8C_174/2022 vom 8. Juli 2022 E. 4.3), die es zu respektieren gilt. Mit der Angabe eines Artikels in einer Zeitschrift und dem Einwand, der Gutachter geniesse demgemäss einen einseitigen Ruf, gelingt es dem Beschwerdeführer nicht, nachvollziehbar darzulegen, dass das IME-Gutachten im vorliegenden Fall nicht lege artis zustande gekommen sein soll.