Citation: 2C_80/2017 E. 3.2.4

3.2.4. Die Beschwerdeführerin rügt weiter, die Vorinstanz habe ihre gefährdete Wiedereingliederung im Kosovo in keiner Weise berücksichtigt. Die Lage im Kosovo sei insbesondere für geschiedene Frauen desolat. Diese hätten in der Regel keinerlei Chance, einen neuen Ehemann zu finden. Eine alleinstehende Rückkehrerin würde zudem keine Arbeit finden. Die Beschwerdeführerin belässt es freilich bei diesen allgemein gehaltenen Aussagen zur Situation von Frauen im Kosovo. Aus diesen allgemeinen Ausführungen lässt sich allerdings nicht auf eine Gefährdung ihrer Wiedereingliederung im Kosovo schliessen. Auch der Umstand, dass der Aufbau einer wirtschaftlichen Existenz in ihrem Herkunftsland für sie mit Schwierigkeiten verbunden sein kann, genügt nicht, um ihre Rückkehr als unzumutbar einzustufen. Es bleibt im Übrigen anzumerken, dass es nicht frei von Widerspruch ist, auf die bevorstehende Heirat mit B.________ zu verweisen und sich gleichzeitig auf die schwierige Situation für geschiedene und alleinstehende Frauen zu berufen. Zudem erscheint es nicht ausgeschlossen, dass ihr B.________ in den Kosovo, ihr gemeinsames Herkunftsland, folgt. Ihre Rüge erweist sich damit als unbegründet.