Citation: 1C_339/2023 E. 1.1

1.1. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung liegt bei altlastenrechtlichen Kostenverteilungsverfügungen ein anderer Vor- oder Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG vor, wenn die Kostenanteile erst prozentual festgelegt werden, bevor die genauen Kosten und damit die zu zahlenden Beträge feststehen (vgl. Urteile 1C_315/2020 vom 22. März 2021 E. 1.1; 1C_490/2019 vom 2. Juli 2020 E. 1.1; 1C_17/2019 vom 29. Juli 2019 E. 1.2; 1C_397/2013 vom 21. April 2015 E. 1.3; je mit Hinweisen; kritisch CHRISTEN/GRACEJ, Das Nichteintreten des Bundesgerichts auf prozentuale altlastenrechtliche Kostenverteilungen: Praxisprobleme und Konflikte mit dem geltenden Recht, URP 2015 S. 535 ff.). Als Endentscheide gemäss Art. 90 BGG gelten demgegenüber Verfügungen, mit denen die Kosten nicht nur prozentual, sondern betragsmässig festgelegt werden (Urteil 1C_610/2019 vom 9. Dezember 2020 E. 1.1 mit Hinweis). In anderen Urteilen qualifizierte das Bundesgericht die Aufteilung der abschliessend festgesetzten Untersuchungskosten (Vor- und Detailuntersuchung) als Endentscheid, weil die Verteilung der Kosten für eine allfällige Sanierung des Standorts in ein separates Verfahren verwiesen worden ist (Urteil 1C_170/2017 vom 7. September 2017 E. 1) oder der gewählte Verteilschlüssel nicht für die Verteilung künftig anfallender Kosten verbindlich erklärt wird (zit. Urteil 1C_315/2020 E. 1.1). Die Kostenverteilungsverfügung bzw. der sie bestätigende Rechtsmittelentscheid ist auch dann mit Beschwerde beim Bundesgericht anfechtbar, wenn er sich auf die Kosten der Voruntersuchung beschränkt (vgl. Urteile 1C_18/2023 vom 15. Dezember 2023 E. 1.1 und 1.4; 1C_117/2020 vom 7. Dezember 2020 E. 1.1; a.M. CORINA CALUORI, Rechtsprechung zum Umweltschutzgesetz 2016-2020, URP 2022 S. 97). Vorliegend stehen erst die definitiven Kosten der Voruntersuchung fest, die das Bau- und Justizdepartement gestützt auf die eingereichten Rechnungen auf Fr. 32'569.25 bezifferte und im Umfang von insgesamt 92,75 %, betragsmässig Fr. 30'208.--, der Beschwerdeführerin auferlegte. Die Vorinstanz bestätigte diesen Entscheid. Noch ausstehend ist die Verteilung der Kosten der Detailuntersuchung, der Überwachung und der (allfälligen) Sanierung. Über diese wird das Departement zu einem späteren Zeitpunkt zu entscheiden haben. Es bleibt ihm dabei unbenommen, gestützt auf allfällige neue Erkenntnisse im Rahmen der weiteren Untersuchung den Verteilschlüssel für die noch zu verteilenden Kosten anzupassen (vgl. CHRISTEN/GRACEJ, a.a.O., S. 543; Vollzugshilfe des BAFU für die Bestimmung der Realleistungs-, Kostentragungs- und Sicherstellungspflichten nach dem Altlastenrecht, 2023 [nachfolgend: Vollzugshilfe BAFU], S. 21). Die vorliegende Kostenverteilung kann somit unabhängig von späteren Kostenverteilungsverfügungen überprüft werden (vgl. zit. Urteil 1C_315/2020 E. 1.1). Nach der Rechtsprechung liegt demnach ein anfechtbarer Endentscheid vor.