Citation: 8C_391/2017 E. 4.2

4.2. Die IV-Stelle wendet dagegen ein, die Vorinstanz verkenne, dass es sich bei der Brille des Versicherten um ein Behandlungsgerät handle und nicht um ein Hilfsmittel. Es verletze Bundesrecht, wenn sie gestützt auf die Bestimmungen der HVI und des KHMI einen Anspruch auf zwei Exemplare herleite. Zudem sei nicht aktenkundig, wie viel der unkorrigierte Visus aktuell betrage. Es sei willkürlich, anzunehmen, dieser liege beidseits - wie im Jahre 2010 - immer noch unter 0,2. Vielmehr sei eine Verbesserung desselben zu erwarten, da die Abgabe von Brillen bei Refraktionsanomalien (Geburtsgebrechen Ziff. 425) gerade eine Verbesserung des Visus bezweckten. Sofern das Bundesgericht einen Anspruch auf doppelte Abgabe eines Behandlungsgeräts bejahe, sei die unkorrigierte Sehschärfe abzuklären.