Citation: 2C_334/2017 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer hatte im Familiennachzugsgesuch vom 10. März 2004 betreffend Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei der (damaligen) Ehefrau B.________ die Rubrik "Personalien der Familienangehörigen, die im Ausland verbleiben (nur Ehepartner und Kinder) " leer gelassen. Die Vorinstanz hat zutreffend erwogen, dass das Verschweigen des Sohnes Ilirion (geb. am 15. Mai 2001) für sich genommen keinen Widerrufsgrund darstellt, weil die Existenz dieses Kindes für die Erteilung der Aufenthaltsbewilligung nicht relevant war. Ausschlaggebend sei - so die Vorinstanz - nicht das (alleinige) Verschweigen von vor- oder ausserehelichen Kindern, sondern der dadurch indizierte Verdacht, dass im Herkunftsland eine parallel gelebte Beziehung bestehe, die in der Zukunft unter Umgehung von Sinn und Zweck der ausländerrechtlichen Vorschriften zu einem Familiennachzug führen solle. Der Beschwerdeführer habe das Gesuch mit dem Willen zum Verbleib bei der neuen Ehefrau begründet, ohne zu erwähnen, dass zu diesem Zeitpunkt seine frühere Ehefrau ein Kind von ihm erwartete (Geburt des Sohnes E.A.________ am 27. Mai 2004, also zweieinhalb Monate nach Einreichung des Familiennachzugsgesuchs gestützt auf die Ehe mit B.________). Auch nach der Geburt dieses Kindes, anlässlich der Gesuche um Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung und schliesslich beim Gesuch um Erteilung der Niederlassungsbewilligung im Jahr 2009, habe er die Migrationsbehörde nicht über diese Tatsache, die wesentlich im Sinn von Art. 62 lit. a AuG sei, in Kenntnis gesetzt. Es hätte ihm klar sein müssen, dass ein im Kosovo während seiner anspruchsbegründenden Schweizer Ehe geborenes Kind, bei dessen Mutter es sich um seine Ex-Ehefrau gehandelt habe, für den Bewilligungsentscheid der Migrationsbehörde von zentraler Bedeutung sei, zumal dieser Umstand auf eine Parallelbeziehung im Herkunftsland hinweise. Dass er seine Vaterschaft damals noch nicht förmlich anerkannt habe, spiele keine Rolle. Indem er die Geburt des ausserehelichen Sohnes E.A.________ verschwiegen habe, habe er bei den Behörden den Anschein erweckt, dass es sich bei der Ehe mit B.________ um eine intakte eheliche Beziehung handle. Durch dieses Verhalten habe er den Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG i.V.m. Art. 62 lit. a AuG gesetzt.