Citation: 2A.406/2004 01.10.2004 E. 1.4

1.4.1 Im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (Art. 104 lit. 1 und lit. b OG), nicht jedoch die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (vgl. Art. 104 lit. c OG) gerügt werden. Hat jedoch - wie hier - eine richterliche Behörde als Vorinstanz entschieden und den Sachverhalt nicht offensichtlich unrichtig, unvollständig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt, ist das Bundesgericht an die Sachverhaltsfeststellung im angefochtenen Entscheid gebunden (Art. 105 Abs. 2 OG). Damit wird die Möglichkeit, vor Bundesgericht neue Tatsachen vorzubringen und neue Beweismittel einzureichen, weitgehend eingeschränkt. Zulässig sind nach der Rechtsprechung nur neue Beweismittel, welche die Vorinstanz von Amtes wegen hätte erheben sollen und deren Nichterhebung eine Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften darstellt (BGE 128 II 145 E. 1.2.1. S. 150, mit Hinweisen; ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, Rz. 942). 1.4.2 Das IMES weist in seiner Stellungnahme daraufhin, dass der Beschwerdeführer im Verfahren vor Bundesgericht Beweismittel anruft, welche er zu einem früheren Zeitpunkt, insbesondere im Verfahren vor dem Rekursgericht im Ausländerrecht des Kantons Aargau nicht vorgebracht hatte. Im Einzelnen betrifft dies ein Schreiben von D.________ vom 24. Juni 2004, ein Schreiben der United Nations Interim Administrative Mission in Kosovo vom 17. Juni 2004, eine Bestätigung der Gemeindekanzlei Z.________ vom 23. Juni 2004 sowie ein Schreiben von E.________ vom 24. Juni 2004. Mit diesen Eingaben will der Beschwerdeführer belegen, dass er schon früher Gesuche um Nachzug von C.________ eingereicht habe. Es handelt sich dabei um Beweismittel, welche erstmals vor Bundesgericht eingereicht werden und daher grundsätzlich nicht zu beachten sind (Art. 105 Abs. 2 OG; BGE 125 II 217 E. 3a, S. 221), zumal es sich nicht um Beweise handelt, welche von der Vorinstanz von Amtes wegen hätten erhoben werden müssen. Es hätte am anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer gelegen, diese bereits im vorinstanzlichen Verfahren beizubringen. Warum er davon abgesehen hat, ist angesichts der Wichtigkeit, welche er dem dadurch bekundeten Sachverhalt nunmehr beimisst, nicht nachvollziehbar. Dem Beschwerdeführer musste gerade aufgrund der früheren Verfahren bekannt sein, welche Bedeutung der Mitwirkungspflicht bei der Frage des Familiennachzuges zukommen kann (vgl. BGE 124 II 361 E. 2b S. 365). Der Beschwerdeführer rügt weiter, der Entscheid sei unter "unrichtiger und unvollständiger Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gefällt worden". Dass ein erheblicher Mangel in der Sachverhaltsfeststellung vorliegt, ist jedoch nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer auch nicht näher dargelegt. Insbesondere sind die Abklärungen der Vorinstanz weder unvollständig noch ist dargetan oder ersichtlich, dass die tatsächlichen Feststellungen des Rekursgerichts offensichtlich unrichtig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensgarantien erfolgt wären.