Citation: 6B_1214/2019 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz nimmt an, die Einvernahme des Beschwerdeführers als Auskunftsperson vom 10. Oktober 2011 sei mangels hinreichender Belehrung nicht verwertbar. Damit könne offenbleiben, ob diese Einvernahme auch deshalb nicht verwertet werden dürfe, weil gegen den Beschwerdeführer bereits im Zeitpunkt der Vernehmung ein Tatverdacht bestanden habe und er materiell beschuldigte Person gewesen sei (angefochtenes Urteil S. 57 ff.). In Bezug auf die Einvernahme vom 20. November 2012 räumt die Vorinstanz ein, der Vorhalt zu Beginn der Befragung sei sehr knapp gewesen. Er sei indes im Laufe der Vernehmung konkretisiert worden und der Beschwerdeführer habe aus der ersten unverwertbaren Einvernahme vom 10. Oktober 2011 gewusst, welche Vorwürfe im Wesentlichen im Raum gestanden hätten. Die Frage der Verwertbarkeit müsse aber nicht abschliessend beantwortet werden, da sich der (teilweise) Schuldspruch des Beschwerdeführers hinreichend auf andere (sachliche) Beweismittel stützen lasse (angefochtenes Urteil S. 63). Hinsichtlich der Verwertbarkeit der Einvernahme des Mitbeschuldigten I.________ vom 10. Dezember 2014 sowie die auf diese gestützten Folgebeweise stellt die Vorinstanz sodann fest, die Staatsanwaltschaft habe mit Verfügung vom 25. Juli 2012 eine separate Strafuntersuchung gegen den Beschwerdeführer eröffnet (VV.2012.2329). Daraus folge, dass diesem im gegen die Mitbeschuldigten I.________ und A.________ geführten Strafverfahren keine Parteistellung zugekommen sei und er daher auch keine Parteirechte habe geltend machen können. Insbesondere sei die Staatsanwaltschaft nicht verpflichtet gewesen, dem Beschwerdeführer ein Teilnahmerecht an den Einvernahmen der beiden Mitbeschuldigten zu gewähren. Indes sei dem Beschwerdeführer bei der am 24. Juni 2015 durchgeführten Konfrontationseinvernahme der Mitbeschuldigten I.________ und A.________ Gelegenheit zur Stellung von Ergänzungsfragen gegeben worden. Die Einvernahme des Mitbeschuldigten I.________ vom 10. Dezember 2014 sowie die darauf gestützten Folgebeweise seien daher grundsätzlich verwertbar (angefochtenes Urteil S. 63 ff.).