Citation: 8C_194/2023 E. 4.1.2

4.1.2. 4.1.2.1. Hinsichtlich der Würdigung des medizinischen Anforderungs- und Belastungsprofils hat die Vorinstanz festgehalten, der Hausarzt nehme dazu in seinem Bericht vom 29. Mai 2021 nicht abschliessend Stellung. Vielmehr empfehle er, einen funktionellen Leistungstest durchzuführen. Gemäss Gutachten der ABI seien die geschilderten Beschwerden klinisch und bildmorphologisch nur teilweise zu erklären. Dazu passend seien fünf von fünf Waddel-Zeichen positiv und die Angaben des Beschwerdeführers zur Schmerzlokalisation unspezifisch gewesen. Es stehe eine nicht-organische Komponente im Vordergrund. Hervorzuheben seien die Hinweise auf Inkonsistenzen, so etwa die massive Fussbeschwielung im Gegensatz zum angegebenen, völlig passiven Lebensstil oder der angeblich unmöglich auszuführende Spitzgriff beider Hände bei gleichzeitig problemlosem Aus- und Ankleiden. Das selbstlimitierende Verhalten sei auch bei der Beweglichkeitsprüfung der Wirbelsäule aufgefallen. Der Beschwerdeführer habe dagegen gehalten und dabei ein groteskes Schmerzgebaren präsentiert. Bei der Sensibilitätsprüfung der unteren Extremitäten sei es zu einer erheblichen Ausgestaltung mit Zucken, Zittern und Stöhnen gekommen; die Prüfung habe selbst bei vorsichtiger Berührung mit den Fingerkuppen nicht sinnvoll durchgeführt werden können. 4.1.2.2. Die Vorinstanz ist zum Ergebnis gelangt, aufgrund des beweiskräftigen Gutachtens der ABI sei erstellt, der Beschwerdeführer sei für körperlich leicht- bis mittelschwer-, wechselbelastende Tätigkeiten, die ohne häufig wiederholtes Heben und Tragen von Lasten über 15 kg und ohne länger dauernde Zwangshaltungen des Rumpfes ausgeübt werden könnten, seit jeher uneingeschränkt arbeitsfähig gewesen. Ein angestammter Beruf könne nicht eruiert werden. Gemäss Auskünften des Beschwerdeführers sei er nach seiner Einreise in die Schweiz (2008) im Clean Team (Tramreinigung), danach im Rahmen von Temporärarbeitsverträgen in den Bereichen Reinigung, Hotellerie und Baugewerbe, sowie zuletzt bis ins Jahr 2018 im zweiten Arbeitsmarkt als Angestellter im Elektro-Recycling (50 %) beschäftigt gewesen. Ein weiterer Abklärungsbedarf bestehe entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht (antizipierte Beweiswürdigung).