Citation: 5A_251/2023 E. 4.1.2

4.1.2. Es trifft zwar zu, dass ein Berufungskläger im Rahmen der in Art. 311 Abs. 1 ZPO verankerten Pflicht zur Begründung der Berufung aufzeigen muss, inwiefern er den angefochtenen Entscheid als fehlerhaft erachtet (BGE 141 III 569 E. 2.3.3; 138 III 374 E. 4.3.1), und dass sich die Berufungsinstanz grundsätzlich auf die Beurteilung der in der schriftlichen Begründung gegen das erstinstanzliche Urteil erhobenen Beanstandungen zu beschränken hat (BGE 147 III 176 E. 4.2.1 mit Hinweisen; 144 III 394 E. 4.1.4; 142 III 413 E. 2.2.4 mit Hinweisen). Hingegen verbietet diese Rechtsprechung der Berufungsinstanz nicht, im Rahmen der gestellten Berufungsbegehren Fragen zu beurteilen, die ihr nicht explizit unterbreitet wurden (Urteil 4A_530/2019 vom 4. Februar 2020 E. 9).