Citation: 2C_31/2023 E. 4.1

4.1. Vorliegend hat die Vorinstanz erwogen, dass der Beschwerdeführer, der seit 2014 Sozialhilfeleistungen bezieht (Stand September 2021: Fr. 200'000.--), den Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 lit. c AIG (SR 142.20) grundsätzlich erfülle. Sie hat sodann festgehalten, dass der Beschwerdeführer zwar seit dem 1. September 2007 eine 100%-ige Invalidenrente bezogen habe, diese jedoch mit rechtskräftigem Entscheid des Obergerichts des Kantons Schaffhausen vom 28. Juli 2015 wieder aufgehoben worden sei, da eine allfällig früher vorhanden gewesene depressive Störung remittiert sei. Gestützt auf die Ergebnisse des invalidenversicherungsrechtlichen Verfahrens sowie auf die Aktenlage und unter Berücksichtigung der vom Beschwerdeführer eingereichten Arztberichte ist das Obergericht zum Schluss gelangt, dass der Beschwerdeführer vollumfänglich arbeitsfähig sei, jedoch keine Bemühungen um eine Wiedereingeliederung in den Arbeitsmarkt unternommen habe. Daher trage er eine erhebliche Mitverantwortung an seiner Sozialhilfeabhängigkeit. Schliesslich hat die Vorinstanz festgehalten, dass der Beschwerdeführer, der nach Aufhebung seiner Invalidenrente keine Arbeitstätigkeit aufgenommen habe, seinen freizügigkeitsrechtlichen Status als Arbeitnehmer (Art. 6 Abs. 1 Anhang I FZA) verloren habe, sodass er aus dem FZA kein Aufenthaltsrecht ableiten könne. In Anbetracht der gesamten Umstände hat das Obergericht erwogen, dass die gegen den Beschwerdeführer - unter Androhung des Widerrufs seiner Niederlassungsbewilligung - ausgesprochene Verwarnung verhältnismässig sei (Art. 96 Abs. 2 AIG).