Citation: I 917/05 04.05.2006 E. 4.2

4.2.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit mehr aus, können nach der Rechtsprechung die Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) beigezogen werden (BGE 129 V 475 Erw. 4.2.1). Da der Beschwerdegegner seinen Betrieb aufgegeben hat und keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgeht, seit er gesundheitlich beeinträchtigt ist, ist demzufolge mit der Vorinstanz von den LSE auszugehen. 4.2.2 Die Vorinstanz hat den Tabellenlohn für Tätigkeiten, welche Berufs- und Fachkenntnisse verlangen (Anforderungsniveau 3) beigezogen und gestützt hierauf für das Jahr 2001 ein Invalideneinkommen von Fr. 47'635.- ermittelt. Die Beschwerdeführerin ist der Auffassung, es sei zur Bestimmung des Invalideneinkommens vom Tabellenlohn für höchst anspruchsvolle oder selbstständige und qualifizierte Tätigkeiten (Anforderungsniveau 1+2) auszugehen. Allenfalls sei ein Mittelwert zwischen den beiden Anforderungsniveaus zu errechnen. Dem kann nicht gefolgt werden. Wie die Vorinstanz, welche den Beschwerdegegner persönlich befragt hat, richtig erkannt hat, hat er, bevor er den Gesundheitsschaden erlitten hat, einen kleinen Familienbetrieb (Transport und Handel mit Pferden, Vorführung von Pferden, kleiner Landwirtschaftsbetrieb) geführt. Es ist zutreffend, dass er dabei nicht in erster Linie mit Führungsarbeiten beschäftigt war, sondern selber bei schwereren Arbeiten Hand anlegen musste. Dabei handelt es sich nicht um höchst anspruchsvolle oder qualifizierte Tätigkeiten, sondern um solche mit beschränktem Anforderungsniveau. Es kommt hinzu, dass der Beschwerdegegner vor allem psychisch beeinträchtigt ist. Daraus ergibt sich, dass er zwar noch in der Lage sein mag, körperlich leichtere Arbeiten auszuführen, dass er aber gerade nicht mit der Leitung eines Betriebes, welche erfahrungsgemäss mit erheblichen psychischen Belastungen verbunden ist, betraut werden könnte.