Citation: U 147/00 05.11.2003 E. 3

Streitig und zu prüfen ist zunächst der Rentenanspruch. Während SUVA und Vorinstanz einen Invaliditätsgrad von 10 % ermittelt haben, verlangt der Beschwerdeführer die Zusprechung einer Invalidenrente auf Grund einer Erwerbsunfähigkeit von mindestens 50 %. 3.1 Im vorinstanzlichen Entscheid werden die für die Invaliditätsbemessung (Art. 18 Abs. 2 UVG) geltenden Bestimmungen und die Rechtsprechung zum Beweiswert ärztlicher Berichte (BGE 125 V 352 Erw. 3a, 122 V 160 Erw. 1c) zutreffend dargelegt. Das Gleiche gilt bezüglich der für den Anspruch auf Integritätsentschädigung geltenden Voraussetzungen (Art. 24 UVG) und der für die Bemessung der Entschädigung massgebenden Regeln (Art. 25 UVG). Darauf kann verwiesen werden. Zu ergänzen ist, dass das am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 im vorliegenden Fall nicht anwendbar ist, da nach dem massgebenden Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Einspracheentscheids (hier: 21. Juli 1999) eingetretene Rechts- und Sachverhaltsänderungen vom Sozialversicherungsgericht nicht berücksichtigt werden (BGE 129 V 4 Erw. 1.2). 3.2 Den Akten ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer ausser an Handgelenksschmerzen rechts an Rückenbeschwerden (Lumbalgien) sowie an Beschwerden in den unteren Extremitäten (bei Status nach operiertem Chondrosarkom im rechten Femur) leidet. Diese Befunde sind unbestrittenermassen unfallfremd, sodass sich lediglich die Frage nach den erwerblichen Auswirkungen des beeinträchtigten Handgelenks stellt. 3.2.1 Bei der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 21. Januar 1998 fand Dr. med. K.________ eine einwandfrei durchgeführte und verheilte Arthrodese des rechten Radiocarpalgelenkes und Carpometacarpalgelenkes. Die Pro- und Supnationsbewegungen seien vollständig und schmerzfrei möglich. Die Finger seien in Extension und Flexion frei beweglich. Objektivierbare Ursachen für eine Schwäche des Faustschlusses seien nicht vorhanden. Dem Versicherten könnten wieder alle manuellen Tätigkeiten, auch belastender Art zugemutet werden. Gewisse Einschränkungen bestünden nur insofern, als durch das Fehlen der Handgelenksflexion und -extension der Zugang der Hand bei engen Verhältnissen nicht gleich möglich sei wie bei freier Beweglichkeit des Handgelenks. Überall, wo der Zugang einfach sei, könnten die fehlenden Handgelenksflexions- und -extensionsbewegungen durch Kompensationsbewegungen in der Schulter korrigiert werden. Auch schwerere Arbeiten wie Hämmern, Einschlagen von Pfählen usw. seien wieder in vollem Umfang zumutbar; ebenso Arbeiten mit repetitiven Umwendbewegungen des Vorderarms, beispielsweise das Bedienen eines Schraubenziehers. Der Ganztageseinsatz sei nicht eingeschränkt; Pausen seien nicht notwendig. Dr. med. Y.________, welcher den Beschwerdeführer am 21. Oktober 1998 in der Klinik Z.________ untersuchte, stellte ebenfalls fest, dass die Handgelenksarthrodese klinisch wie auch radiologisch voll durchgebaut sei, und schloss eine Schmerzursache seitens dieses Bereichs mit hoher Wahrscheinlichkeit aus. Unter Berücksichtigung der vom Versicherten geltend gemachten Beschwerden, welche in einem gewissen Rahmen sicher vorhanden seien, aber mit etwas Eigeninitiative vermindert werden könnten, sei mit leichten Einschränkungen hinsichtlich Einsatz und Belastung der rechten oberen Extremität zu rechnen. Trotz der unfallbedingten Restbeschwerden seien dem Versicherten mindestens mittelschwere, überwiegend mit der linken Hand durchführbare Tätigkeiten in Industrie, Gewerbe, eventuell auch in der Administration zumutbar. Repetitive, monotone Bewegungen seien mit der linken Hand problemlos, mit der rechten Hand in beschränktem Rahmen möglich, wobei die rechte Hand nicht nur als Hilfshand eingesetzt werden sollte. Der ganztägige Einsatz sei zumutbar und vermehrte Pausen seien nicht erforderlich. In Frage kämen Kontroll- und Überwachungsfunktionen, mittelschwere industrielle Produktions- und Montagetätigkeiten, mittelschwere Archiv- und Magazinarbeiten, hausinterne Botengänge und Portierdienste, allenfalls auch einfache administrative Tätigkeiten oder Tätigkeiten als Chauffeur. Einschränkungen bestünden für Tätigkeiten, die eine gute Beweglichkeit im Handgelenk verlangten, wie beispielsweise in der Mechanik. 3.2.2 Wenn die Vorinstanz auf Grund dieser ärztlichen Berichte zum Schluss gelangt ist, dass dem Beschwerdeführer aus medizinischer Sicht die Ausübung einer ganztägigen leichten bis mittelschweren Arbeit, welche keine gute Beweglichkeit im rechten Handgelenk verlange, vollumfänglich zumutbar sei, so lässt sich dies nicht beanstanden. Die Arztberichte differieren zwar insofern, als nach Auffassung des Dr. med. K.________ grundsätzlich alle, auch schwerere manuelle Tätigkeiten zumutbar sind, während im Bericht des Dr. med. Y.________ Einschränkungen bezüglich der Zumutbarkeit schwererer Arbeiten gemacht werden. Die Arztberichte stimmen jedoch darin überein, dass dem Beschwerdeführer jedenfalls leichte bis mittelschwere Tätigkeiten, die keine besondern Anforderungen an die Beweglichkeit und Kraft der (dominanten) rechten Hand stellen und bei denen die rechte Hand lediglich als Hilfshand einzusetzen ist, ganztags zumutbar sind. Der Vorinstanz ist des Weiteren darin beizupflichten, dass die vorhandenen medizinischen Akten eine hinreichende Grundlage für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bilden und kein Anlass zur Anordnung ergänzender Abklärungen, insbesondere in Form eines ärztlichen Gutachtens besteht. Zu einem andern Schluss führt auch das vom Beschwerdeführer eingereichte Privatgutachten des Dr. med. A.________ vom 27. Juni 2000 nicht. Es wird darin die Auffassung vertreten, die Arthrodese habe lediglich im Radio-Carpalgelenk Schmerzfreiheit gebracht, nicht dagegen im Bereich des Carpus. Die ulnar und radial benachbarten Gelenke seien auf Druck und Belastungen sowie bei Kraftanwendung infolge arthrotischer Veränderungen und Ossifikationen in den Gelenkspalten bis heute schmerzhaft geblieben und erklärten vollumfänglich die vom Versicherten geklagten Schmerzen. Auf Grund des bestehenden Schmerzzustandes, welcher als erheblich bezeichnet werden müsse, und der Bewegungseinschränkung zufolge der Arthrodese könne der Versicherte die Hand kaum mehr zum Greifen, Halten, Drücken, Schieben und als Schaufelhand einsetzen. Er sei funktionell weitgehend zum Einhänder geworden. Heute noch zumutbar seien leichteste Arbeiten überwiegend im administrativen Sektor, leichte Kontrollarbeiten mit leichtgewichtigen Produkten oder höchstens mittelschwere Arbeiten, welche vorwiegend einhändig durchgeführt werden könnten. In Betracht fielen Überwachungsfunktionen an Maschinen, welche nicht eine komplexe zweihändige Bedienung erforderten, Kontrollfunktionen an Sortier-, Prüf- und Verpackungseinheiten, wobei diese Tätigkeiten ganztägig ausgeübt werden könnten. Eine Tätigkeit als Chauffeur mit überwiegendem Gebrauch der linken Hand und Einsatz der rechten Hand als Hilfshand sei halbtägig zu 50 % bis höchstens 60 % möglich. Allgemein seien repetitive monotone Bewegungen mit der rechten Hand nur in sehr beschränktem Ausmass zumutbar, sodass weitgehend auch industrielle Tätigkeiten wie Montagearbeiten und Tätigkeiten in der Produktion sowie als Magaziner entfielen. Mit diesen Feststellungen geht auch Dr. med. A.________ davon aus, dass dem Beschwerdeführer leichte bis mittelschwere Tätigkeiten, die keine besondern Anforderungen an die Funktionstüchtigkeit und Kraft der Hände stellen und vorwiegend einhändig ausgeführt werden können, ganztags zumutbar sind. Auch wenn die Darstellung des medizinischen Sachverhalts in einzelnen Punkten von der SUVA-ärztlichen Beurteilung abweicht, ergeben sich aus dem Privatgutachten keine neuen Tatsachen oder Beweismittel, die zu einer andern Beurteilung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu führen vermöchten.