Citation: 2C_448/2022 E. A

A.a. Die brasilianische Staatsangehörige C.________ heiratete im August 2016 den in der Schweiz niedergelassenen italienischen Staatsangehörigen D.________, welcher Vater ihrer gemeinsamen, im 2016 geborenen Tochter E.________ ist. Nachdem C.________ am 2. März 2016 in die Schweiz eingereist war, wurde ihr am 18. August 2016 eine Aufenthaltsbewilligung erteilt. Nach mehreren Vorfällen häuslicher Gewalt trennte sich das Ehepaar am 19. Januar 2017. Am 9. Oktober 2018 erhielt C.________ gestützt auf einen nachehelichen Härtefall (Art. 50 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AuG; zum anwendbaren Recht vgl. E. 2.2 unten) eine Aufenthaltsbewilligung, welche seither regelmässig verlängert wurde. A.b. C.________ hat zwei ältere Töchter aus einer früheren Beziehung, nämlich A.________ (geb. 2004) und B.________ (geb. 2005), welche ebenfalls die brasilianische Staatsangehörigkeit besitzen, bis anhin in Brasilien lebten und dort von ihren Grosseltern väterlicherseits betreut wurden. A.________ und B.________ reisten am 11. Dezember 2017 als Touristinnen in die Schweiz ein und wohnten bei ihrer Mutter. Nach einer Gefährdungsmeldung mussten sie durch die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) am 2. Mai 2018 fremdplatziert werden. A.c. Seit Januar 2017 wird C.________ von der Sozialhilfe unterstützt, wobei sich der bis zum 28. Juni 2021 bezogene Betrag auf Fr. 320'000.-- belief. Rund die Hälfte dieses Betrages entfiel auf Kosten infolge Fremdplatzierung der beiden älteren Töchter sowie Familienbegleitung (Art. 105 Abs. 2 BGG). Mit Verfügung des Migrationsamts des Kantons Zürich (Migrationsamt) vom 8. September 2021 wurde C.________ wegen Sozialhilfebezugs ausländerrechtlich verwarnt und der Widerruf bzw. die Nichtverlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung angedroht. Zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils dauerte der Sozialhilfebezug weiter an.