Citation: 6B_260/2010 14.06.2010 E. 2

2.1 Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren mit der Begründung ein, es könne aufgrund der Ermittlungsergebnisse nicht rechtsgenüglich geklärt werden, ob A.________ unter Ausserachtlassung der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt gehandelt und dadurch die schwere Körperverletzung des Beschwerdeführers verursacht habe, zumal die Anzeige sehr spät erfolgt sei, keine Zeugen vorhanden seien und die Aussagen der Parteien erheblich voneinander abwichen (Einstellungsverfügung, S. 2 [Schlussbericht des Bezirksamtes Baden vom 14. Oktober 2009]). Die Vorinstanz nimmt an, der Bagger und der schadhafte Schlauch hätten nicht mehr sichergestellt werden können, da der Beschwerdeführer erst knapp neun Monate nach dem Unfall Strafanzeige erstattet habe. Es scheine daher unmöglich abzuklären, weshalb sich der Schlauch schlagartig vom Bagger gelöst und gegen das Gesicht des Beschwerdeführers geschlagen habe, und ob dies nur damit erklärt werden könne, dass A.________ beim Bagger eine bestimmte Manipulation ausgeführt habe. Das vom Baggerführer geschilderte Vorgehen, wonach er den Baggerarm vom Beschwerdeführer weggeschwenkt und die Schaufel auf den Boden gestellt habe, leuchte ein. Die von einer herunterfallenden Baggerschaufel ausgehende Gefahr sei evident. Falls die Darstellung von A.________ zutreffe, dass der Beschwerdeführer dem Baggerarm nachgegangen sei und sich entgegen dessen Anweisungen erneut dem defekten Schlauch genähert habe, während er mit dem Abstellen der Baggerschaufel beschäftigt gewesen sei, erscheine es unwahrscheinlich, dass A.________ ein sorgfaltswidriges Verhalten vorgeworfen werden könnte. Von dieser Darstellung des Sachverhalts müsste das Gericht mit grosser Wahrscheinlichkeit ausgehen, zumal mangels Zeugen neben den Aussagen der Beteiligten keine Beweismittel vorlägen, der Beschwerdeführer in erster Linie ausgesagt habe, er könne nicht sagen, wie der Unfall passiert sei und keine Anhaltspunkte ersichtlich seien, welche die Aussagen des Baggerführers als unglaubwürdig oder weniger glaubwürdig als jene des Beschwerdeführers erscheinen liessen. Aufgrund dieser Beweislage erscheine eine Verurteilung als unwahrscheinlich, so dass das Verfahren zu Recht eingestellt worden sei (angefochtener Entscheid S. 4 f.). 2.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, er und A.________ hätten sich erkennbar in einer eigentlichen Gefahrengemeinschaft befunden. Der Baggerführer habe erkannt, dass es sich um eine hoch gefahrenexponierte Arbeitssituation gehandelt habe, und habe ihn (den Beschwerdeführer) deswegen mehrmals angewiesen, sich zu entfernen. Nach dem A.________ bemerkt habe, dass er (der Beschwerdeführer) seinen Anweisungen keine Folge leistete, weil er die Gefahrenlage falsch eingeschätzt habe, hätte jener unverzüglich den Motor abstellen müssen, um die gefährliche Situation zu entschärfen. Jedenfalls hätte er zumindest keine weitere Manipulationen im Führerstand vornehmen dürfen. Dies sei A.________ bewusst gewesen. Dennoch habe er nicht nach dieser Einsicht gehandelt. Insoweit erweise sich das Verhalten des Baggerführers nicht bloss als fahrlässig, sondern es stelle sich die Frage, ob er nicht eventualvorsätzlich gehandelt habe (Beschwerde S. 4 f.).