Citation: 1C_129/2021 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz hat bei der verkehrsmässigen Erschliessung von Grundstück Nr. 4800 eine Kombination über den Erschliessungstunnel und über die Eggastrasse als erforderlich erachtet. Eine hinreichende Erschliessung einzig über die Eggastrasse lasse sich nicht erreichen. Wegen der Lawinengefahr würden sich Teile der Eggastrasse in der Gefahrenzone mit erheblicher Gefährdung (Gefahrenzone 1, rot; vgl. dazu Art. 38 des kantonalen Raumplanungsgesetzes vom 6. Dezember 2004 [KRG; BR 801.100]) befinden. Nach Angaben der Gemeinde habe die zuständige Gefahrenkommission die Gefahrenzonenpläne überarbeitet und am 7. August 2018 einen bereinigten Entwurf erstellt. Dabei habe sie in dieser Hinsicht die bisherige Beurteilung nicht geändert. Die Gemeinde habe auch eine Auskunft beim kantonalen Amt für Wald und Naturgefahren (AWN) eingeholt. Danach seien Verbauungsmassnahmen bei diesem Lawinenzug mit vertretbarem Aufwand nicht machbar, weil das Anrissgebiet im Bereich des Dorfbergs dafür viel zu gross sei. Soweit die Beschwerdeführer die Lawinengefahr im Gebiet Egga herunterspielen würden, hat die Vorinstanz an das Lawinenunglück am 26. Januar 1968 mit vier Todesopfern und grossen Sachschäden erinnert. Eine Sperrung der Eggastrasse wegen Lawinengefahr betreffe nicht nur Fahrzeuge, sondern auch Fussgänger. Die Gemeinde erfülle ihre Schutzpflichten, wenn sie einen Lawinendienst betreibe, der organisatorische Massnahmen bis hin zu Evakuierungen und Gebiets- bzw. Strassensperren treffe. Hingegen sei die Gemeinde nicht gehalten, jede erdenkliche bauliche Massnahme zur Vermeidung der Lawinengefahr auf der Eggastrasse vorzunehmen. Auch die Argumentation der Beschwerdeführer, das Gefahrengebiet oberhalb Egga sei weitgehend überbaut und es gebe dort noch andere Erschliessungsstrassen, ändere in dieser Hinsicht nichts. Weiter hat die Vorinstanz auf den von den Beschwerdeführern beantragten Augenschein verzichtet. Sie wies darauf hin, dass sie im Verfahren über die Einleitung des Quartierplans, das zum Urteil vom 1. April 2014 führte, einen Augenschein durchgeführt habe. Einen weiteren Augenschein habe sie in einem Staatshaftungsverfahren über die notarielle Beurkundung einer Baurechtsdienstbarkeit für den betroffenen Tunnel, das zum Urteil vom 21. Mai 2019 führte, vorgenommen. Der Sachverhalt ergebe sich hinreichend aus den dabei erstellten Protokollen. Im vorliegenden Rechtsmittelverfahren seien nur Rechtsfragen zu beantworten.