Citation: 8C_754/2013 E. 3.2.1

3.2.1. Praxisgemäss genügt für die Revision einer Invalidenrente, dass eine Tatsachenänderung aus dem gesamten anspruchserheblichen Tatsachenspektrum eingetreten ist; nicht erforderlich ist, dass gerade die geänderte Tatsache zur revisionsweisen Neufestsetzung der Invalidenrente führt (vgl. AHI 2002 S. 164, I 652/00 E. 2a; ULRICH MEYER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, Zürich/Basel/ Genf 2010, S. 382). Im Zeitpunkt bei Erlass der Rentenaufhebungsverfügung vom 29. Juli 2011 war die Beschwerdeführerin gemäss verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz aus psychiatrischer Sicht wegen der gebesserten depressiven Symptomatik in der Arbeitsfähigkeit nicht mehr wesentlich eingeschränkt. Damit lag eine erhebliche Tatsachenänderung vor, aufgrund welcher das kantonale Gericht auch den körperlichen Gesundheitszustand umfassend neu überprüfen durfte. Das Vorbringen der Beschwerdeführerin, es habe bloss eine unterschiedliche Beurteilung des im Wesentlichen gleich gebliebenen medizinischen Sachverhalts vorgenommen, trifft damit den entscheidenden Punkt nicht. Im Übrigen übersieht sie, dass bereits gemäss rheumatologischem Gutachten der Frau Dr. med. S.________ vom 23. Februar 2005 prognostisch mit der vollständigen Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit zu rechnen war. Anhaltspunkte dafür, dass der Versicherten nicht zuzumuten war, aktiv geeignete Massnahmen zu ergreifen, um die psychophysische Dekonditionierung zu überwinden, lagen im Zeitpunkt bei Erlass der Rentenaufhebungsverfügung vom 29. Juli 2011 nicht mehr vor.