Citation: I 364/00 08.10.2001 E. 2

2.- Streitig und zu prüfen ist zunächst, ob auf Grund der vorhandenen ärztlichen Akten abschliessend beurteilt werden kann, in welchem Umfang der Beschwerdeführer in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist. a) Dr. med. F.________ attestierte dem Beschwerdeführer im Bericht vom 14. Juni 1997 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % seit dem Ereignis vom 14. Juni 1996 bis zur letzten Konsultation bei ihm am 19. November 1996. Zur Diagnose verwies er auf den Konsiliarbericht von Dr. med. H.________, Rheumatologische Abteilung des Spitals Z.________, vom 18. September 1996, in welchem ein Lumbovertebralsyndrom nach Verhebetrauma mit protrahiertem Verlauf bei Lordose, degenerativer Protursion in der Mittellinie L4/5 und abdomineller muskulärer Insuffizienz infolge stammbetonter Adipositas per magna festgehalten wird. Dr. F.________ machte keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit in behinderungsangepassten Tätigkeiten. Dr. med. K.________ stellte in seinem Bericht vom 17. August 1997 im Wesentlichen die gleichen Diagnosen und bescheinigt dem Versicherten eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % vom 15. Juni 1996 bis 15. September 1996, von 75 % vom 16. September 1996 bis 30. September 1996, von 50 % vom 1. Oktober 1996 bis 30. November 1996 und wiederum von 100 % ab dem 1. Dezember 1996 bis auf weiteres. Auf Grund der Beschwerden, eingeschlossen ein Status nach Fraktur des Scaphoids rechts am 9. Juli 1991 mit Pseudoarthrosebildung, und des Ausbildungsstandes erachtete er auch keinerlei andere Tätigkeiten als für den Beschwerdeführer geeignet. In einem im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten Arztzeugnis vom 24. Juni 1998 und einem weiteren, im letztinstanzlichen Verfahren zu den Akten gereichten Arztzeugnis vom 22. Februar 2000 bestätigte Dr. med. K.________ die 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Die Dres. med. M.________, B.________ und L.________ gelangten in ihrem Gutachten vom 7. November 1997 zu folgenden Diagnosen: Chronisches lumbospondylogenes Syndrom zufolge Dekonditionierung mit Haltungsinsuffizienz, musculärer Dysbalance, leichter Wirbelsäulen-Fehlform mit lumbaler Hypolordose und leichter degenerativer Veränderung der Bandscheibe L4/5 mit leichtgradiger medianer Diskus-Protursion, Status nach Fraktur des Scaphoids rechts mit Pseudoarthrose-Bildung und Osteosynthese mit Spongiosa-Plastik und schliesslich Adipositas. Für leichte und mittelschwere körperliche Arbeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100 %, für körperlich schwere Arbeit hingegen aktuell eine solche von 50 %, wobei mit medizinischer Trainings-Therapie innert drei Monaten eine Steigerung auf 100 % zu erreichen sei. Die leichte Radio-Carpal-Arthrose rechts schränke die Arbeitsfähigkeit nicht ein, könne aber unter Belastung zu Schmerzen führen. Dr. med. S.________ kam in seinem Bericht vom 21. März 1998 zum Schluss, dass beim Versicherten eine Schmerzverarbeitungsstörung ohne Krankheitswert vorliege. Der Patient weise keine schwere psychische Störung auf, die eine Arbeitsunfähigkeit motivieren könnte. b) Die Vorinstanz hat richtig erwogen, dass den beiden Gutachten der Dres. med. M.________, B.________ und L.________ einerseits und von Dr. med. S.________ anderseits gemäss der obgenannten Rechtsprechung (Erw. 1) volle Beweiskraft zuzuerkennen ist. Die Expertisen beruhen auf umfassenden eigenen Untersuchungen in Kenntnis der Vorakten und unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden, die Darstellung der medizinischen Zusammenhänge leuchtet ein und die Schlussfolgerungen sind begründet. Die Arztzeugnisse, die eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigen, vermögen keine Zweifel an der Richtigkeit der beiden Gutachten aufkommen zu lassen. Dr. med. F.________ liess in seinem Bericht vom 14. Juni 1997 deutlich erkennen, dass er zum aktuellen Stand der Arbeitsfähigkeit und zur Zumutbarkeit behinderungsangepasster Tätigkeiten keine gesicherte Aussage machen könne, da der Beschwerdeführer ihn am 19. November 1996 letztmals konsultierte. Die Arztzeugnisse von Dr. med. K.________ beschränken sich mehrheitlich auf die Bestätigung einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit, ohne dies näher zu begründen. Der Bericht vom 17. August 1997 enthält zwar eine Diagnose und eine Auseinandersetzung mit der Anamnese, erscheint aber trotzdem nicht geeignet, die Richtigkeit der ihm widersprechenden Gutachten zu erschüttern. Für die Beurteilung der geklagten Rückenschmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule ist den Spezialisten des Spitals Y.________, Rheumaklinik und Institut für Physikalische Medizin, eine höhere Kompetenz zuzuschreiben als Dr. med. K.________ als Internisten. Die wiederholten Hinweise in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde auf die Tatsache, dass Dr. med. K.________ der einzige Internist ist, der den Versicherten beurteilt hat, führen deshalb, entgegen der Meinung des Beschwerdeführers, gerade nicht dazu, seiner Stellungnahme ein besonderes Gewicht zu geben. Darüber hinaus ist darauf hinzuweisen, dass das Gericht nach der Rechtsprechung in Bezug auf Berichte von Hausärzten der Erfahrungstatsache Rechnung tragen darf und soll, dass diese in Zweifelsfällen mitunter eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc mit Hinweisen). Die Stellung von Dr. med. K.________ als langjähriger behandelnder Arzt ist der eines Hausarztes durchaus vergleichbar, weshalb eine Würdigung seiner Berichte entsprechend der angeführten Rechtsprechung als zulässig erscheint. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird geltend gemacht, die Verwaltung habe ihre Abklärungspflicht vernachlässigt. Dieser Vorwurf ist unbegründet. Die IV-Stelle hat verschiedene Arztberichte und die Akten der SUVA beigezogen und darüber hinaus ein umfassendes Gutachten erstellen lassen. Die medizinische Situation ist damit vollumfänglich geklärt. Ein Anlass zu weiteren Abklärungen bestand und besteht nicht. Insbesondere ist auf Grund der geklagten Beschwerden und der bisherigen Diagnosen nicht ersichtlich, warum der Versicherte internistisch abgeklärt werden müsste. c) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass Vorinstanz und Verwaltung zu Recht davon ausgegangen sind, der Sachverhalt sei genügend geklärt. Der Antrag auf Rückweisung "zwecks korrekter materieller Abklärung und Prüfung" ist daher abzuweisen.