Citation: 1P.557/2006 10.10.2006 E.

Mit einem Hafterstreckungsgesuch vom 23. Juni 2006 stellte das Untersuchungsrichteramt Antrag auf eine nochmalige Verlängerung der Untersuchungshaft bis 31. August 2006. Der Untersuchungsrichter begründete dies damit, dass der dringende Tatverdacht, wonach der Angeschuldigte Y.________ getötet habe, bzw. am Tötungsdelikt beteiligt gewesen sei, nach wie vor gegeben sei. Auch hinsichtlich der weiteren Delikte sei ein dringender Tatverdacht ausgewiesen. Zusätzlich wies der Untersuchungsrichter auf die nach dem 1. April 2006 durchgeführten Einvernahmen hin: Der Angeschuldigte habe am 5. Mai 2006 im Zusammenhang mit dem Tagesablauf vom 8. Februar 1997 wiederum neue Angaben gemacht, welche in krassem Widerspruch zu denjenigen ständen, die er seit dem 21. Dezember 2005 mehrfach zu Protokoll gegeben habe. Der Angeschuldigte beantragte die Abweisung des Gesuchs, da weder ein dringender Tatverdacht noch Kollusionsgefahr vorliege. Der Präsident der Anklagekammer verlängerte demgegenüber am 11. August 2006 die Untersuchungshaft bis 31. August 2006 und stellte fest, dass der besondere Haftgrund der Kollusionsgefahr nach wie vor gegeben sei.