Citation: 8C_492/2020 E. 12.2

12.2. Der Beschwerdegegner bringt vor, die Vorinstanz habe richtig festgestellt, dass die Post nicht vor 07.10 Uhr abgeholt werden könne. Dies sei eine "verwaltungsintern notorische Tatsache", die sie aus eigener Erfahrung kenne. Er macht - wie auch die Vorinstanz - geltend, bei der von der Beschwerdeführerin im bundesgerichtlichen Verfahren 8C_130/2018 und vorliegend aufgelegten Bestätigung des Leiters des internen Postdienstes des Kantons Luzern vom 2. Februar 2018 und bei ihrem Antrag auf dessen Einvernahme als Zeuge handle es sich um ein unzulässiges Novum nach Art. 99 Abs. 1 BBG. Denn der Beschwerdegegner habe in der Vernehmlassung vom 28. April 2017 den Sachverhalt betreffend Postabholung einlässlich dargelegt. Unter diesen Umständen hätte die Beschwerdeführerin diese Beweisurkunde und den Antrag auf Zeugeneinvernahme von B.________ ohne weiteres bereits im Verfahren, das zum vorinstanzlichen Entscheid vom 12. Dezember 2017 geführt habe, einreichen können und müssen. Dazu hätte sie im Rahmen ihrer Replik vom 14. Juni 2017 hinreichend Gelegenheit gehabt. Dies habe sie nicht getan, sondern bloss darauf hingewiesen, dies sei nicht Kündigungsgegenstand. Zudem sei die Bestätigung des B.________ vom 2. Februar 2018 kein offizielles Dokument der Staatskanzlei, welcher der interne kantonale Postdienst unterstellt sei, sondern sei von ihm privat ausgestellt und bloss mit seinem persönlichen Stempel versehen worden. Weiter gehöre die Behörde X.________ zum Postfach........, bei dem die Postverteilung bis 3. Juli 2016 Sache der schweizerischen Post gewesen sei. Es erstaune, wie die Beschwerdeführerin wissen wolle, wie lange die Verteilung bei der schweizerischen Post gedauert habe. Aus der Bestätigung des B.________ ergebe sich nichts Derartiges. Die verwaltungsinterne notorische Tatsache betreffend den Zeitpunkt der morgendlichen Postabholung sei von der Vorinstanz korrekt bestätigt worden.