Citation: 7B_136/2023 E. 1.2.2

1.2.2. Die Beschwerdeführerin macht geltend, der Vollzug der Landesverweisung stelle einen Verstoss gegen Art. 3 EMRK dar. Hinsichtlich ihres Gesundheitszustandes und der Behandlungsmöglichkeiten in ihrem Herkunftsland seien die vorgenommenen Abklärungen unvollständig und willkürlich. Es hätte dazu nicht einzig auf die Unterlagen des SEM, sondern insbesondere auch auf das im Strafverfahren von Dr. med. B.________ erstellte forensisch-psychiatrische Gutachten abgestellt werden müssen. Sie sei schwer krank und leide unter anderem an einer Persönlichkeitsstörung. Aufgrund dessen sei sie auf lebensnotwendige Medikamente und eine Fachbehandlung angewiesen. Das schwere Leiden, welches mit ihrer Erkrankung einhergehe, zeige sich an den unternommenen Suizidversuchen. Weiter macht die Beschwerdeführerin sinngemäss geltend, es bestehe das Risiko, dass sie in ihrem Herkunftsland aufgrund der fehlenden Behandlungsmöglichkeiten rückfällig werde und dort einen Strafvollzug unter unmenschlichen Bedingungen zu gewärtigen hätte. Weiter wendet die Beschwerdeführerin ein, dass sich die Beziehung zu ihrer in der Schweiz lebenden Tochter, die über ein gefestigtes Aufenthaltsrecht verfüge, intensiviert habe. Das Obhutsrecht über die Tochter habe die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) inne, welche einer Rückreise nach Eritrea nicht zustimmen werde. Damit liege bei einer Wegweisung der Beschwerdeführerin auch eine Verletzung von Art. 8 EMRK vor.