Citation: I 601/03 27.02.2004 E. 5

Zu prüfen bleibt die erwerbliche Seite. 5.1 Zunächst ist zu untersuchen, welches Einkommen die Versicherte ohne Invalidität erzielen könnte (Valideneinkommen). 5.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommen ist entscheidend, was sie im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns (hier: am 1. Dezember 2000) nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (vgl. BGE 129 V 224 Erw. 4.3.1 mit Hinweisen). 5.1.2 1999 erzielte die Beschwerdeführerin ein Jahreseinkommen von Fr. 31'000.-. Bezüglich der Anpassung an die Lohnentwicklung ist eine Differenzierung nach Geschlechtern vorzunehmen, weshalb auf den Nominallohnindex für Frauenlöhne abzustellen ist (BGE 129 V 410 Erw. 3.1.2). Dieser betrug im Jahr 1999 105,7 und im Jahr 2000 107,0 Punkte (1993 = 100; Bundesamt für Statistik, Lohnentwicklung 2001, S. 33, Tabelle T1.2.93, Handel/Reparatur/Gastgewerbe), was 1,23 Prozentpunkten entspricht, sodass die Versicherte ohne Gesundheitsschaden im Jahre 2000 einen Verdienst von Fr. 31'381.- (= Fr. 31'000.- x 1,0123) hätte realisieren können. 5.2 Nimmt die Versicherte wie vorliegend nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit auf, so können für die Ermittlung des hypothetischen Einkommens nach Eintritt der Invalidität (Invalideneinkommen) die so genannten Tabellenlöhne gemäss der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 76 f. Erw. 3b/bb). Hier ist wie üblich (vgl. z.B. BGE 126 V 81 Erw. 7a) von der Tabelle A1 ("Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftszweigen, Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes und Geschlecht. Privater Sektor") der LSE auszugehen. Mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten (LSE 2000 S. 31 TA1 Anforderungsniveau 4) beschäftigte Frauen verdienten bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden im Jahre 2000 monatlich Fr. 3658.- (LSE 2000, a.a.O., Zeile "Total"), was bei Annahme einer durchschnittlichen betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,8 Stunden (Die Volkswirtschaft 2003 Heft 7 S. 90 Tabelle B9.2 Zeile A-O "Total") einem Einkommen von monatlich Fr. 3822.- (= [Fr. 3658.- : 40] x 41,8) und jährlich Fr. 45'864.- (= Fr. 3822.- x 12) entspricht. Da der ermittelte Validenlohn von Fr. 31'381.- (Erw. 5.1.2 hievor) im Vergleich zum branchenüblichen Verdienst von Frauen im Gastgewerbe auf dem Anforderungsniveau 4 von Fr. 37'332.- im Jahr 2000 (gemäss LSE 2000, a.a.O., Zeile 55, bei monatlich Fr. 3111.-) deutlich, nämlich rund 16 % (= [Fr. 37'332.- - Fr. 31'381.-] : 373,32), unter dem statistisch erhobenen Durchschnittswert liegt, rechtfertigt es sich, den Tabellenlohn von Fr. 45'864.- vorweg um 16 % auf die mit dem Validenlohn vergleichbare Ausgangsbasis zu reduzieren (Fr. 45'864.- x 0,84 = Fr. 38'525.-). Um den besonderen Einschränkungen der Versicherten (insbesondere der Limitierung auf körperlich leichte, vorwiegend sitzend auszuübende Tätigkeiten) Rechnung zu tragen, ist sodann unter Berücksichtigung der gesamten Umstände des Einzelfalles ein angemessener Abzug von 10 % (vgl. BGE 126 V 79 ff. Erw. 5b) vorzunehmen, sodass mit einer behinderungsadaptierten Tätigkeit ein Jahreseinkommen von Fr. 34'672.- (= Fr. 38'525.- x 0,9) erzielbar wäre. Da die Beschwerdeführerin gemäss ABI-Gutachten in einer solchen angepassten Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen zu einem Drittel eingeschränkt ist, resultiert im Ergebnis ein trotz Gesundheitsschaden zumutbares Erwerbseinkommen (Invalideneinkommen) von Fr. 23'114.- (Fr. 34'672.- x 0,66). 5.3 Aus der Gegenüberstellung dieses Invalideneinkommens auf der einen und des Valideneinkommens von Fr. 31'381.- (Erw. 5.1.2 hievor) auf der andern Seite ergibt sich ein Mindereinkommen von Fr. 8267.- und ein Invaliditätsgrad von 26 % (Fr. 8267.- / Fr. 31'381.- x 100). Verwaltung und Vorinstanz haben somit den erhobenen Anspruch auf eine Invalidenrente im Ergebnis zu Recht abgelehnt.