Citation: 1P.810/2006 02.07.2007 E. 2

2.1 Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss die Beschwerdeschrift die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze inwiefern durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. Im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren prüft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene Rügen. Auf ungenügend begründete Rügen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 261 f., mit Hinweisen). 2.2 Zum einen rügen die Beschwerdeführer eine Verletzung ihres Gehörsanspruchs, da das Obergericht es abgelehnt habe, die schriftlichen Stellungnahmen von nicht einvernommenen Zeugen zu den Akten zu nehmen. Der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) ist verletzt, wenn einem Beweismittel zum vornherein jede Erheblichkeit abgesprochen wird, ohne dass hierfür sachliche Gründe angegeben werden können (BGE 114 II 289 E. 2a S. 291). Vorliegend legen die Beschwerdeführer indessen nicht rechtsgenüglich dar, inwiefern und bezüglich welcher Sachverhaltselemente die Stellungnahmen der Zeugen beweiserheblich gewesen wären, sondern sie verweisen pauschal auf einige Aktenstücke, aus denen sich die Beweiserheblichkeit ergeben soll. In diesem Punkt ist die Beschwerde ungenügend begründet und ist darauf nicht einzutreten. 2.3 Im Zusammenhang mit dem Vorwurf der böswilligen Nichtvornahme einer richterlich auferlegten Handlung machen die Beschwerdeführer zum anderen eine Verletzung des Willkürverbots bei der Sachverhaltsermittlung und der Beweiswürdigung geltend . Das Obergericht schützte das Ergebnis der Sachverhaltsermittlung der Vorinstanz, wonach der Beschwerdegegner entgegen den Behauptungen der Beschwerdeführer nicht bereits am 7. Juli 2003, sondern erst am 8. Juli 2003, d.h. am Tag nach Ablauf der Exmissionsfrist, mit der ersatzweise vorgenommenen Räumung der Liegenschaft "Berghaus A.________" begonnen hatte. Die Vorinstanz habe zu Recht auf den Bericht der Kantonspolizei Bern und denjenigen der Gemeinde Reichenbach abgestellt. Das Obergericht führte weiter aus, dass die Beschwerdeführer weder aus diesen Berichten noch aus den Zeugenaussagen etwas zu ihren Gunsten ableiten könnten. Gleich verhalte es sich mit einer Rechnung, in der das Lieferdatum von Schlosszylindern angegeben worden sei. Auch treffe nicht zu, dass die Exmissionsfrist zu kurz bemessen worden sei. Erstens hätten die Beschwerdeführer die Liegenschaft "Berghaus A.________" bereits am 30. Juni 2003 verlassen müssen und zweitens hätten sie selbst ihre für den Umzug aufgebotenen Helfer erst auf den Nachmittag des 7. Juli 2003 bestellt, was reichlich spät sei und ihre Haltung gezeigt habe, "es darauf ankommen zu lassen". Auch habe der Beschwerdeführer 1 in der rogatorischen Einvernahme vor dem Bezirksamt Bremgarten nicht erwähnt, dass es zu einem Zwischenfall mit dem Beschwerdegegner gekommen wäre bzw. der Versuch, die Räume der Liegenschaft "Berghaus A.________" in sauberem Zustand zu verlassen, von der Ersatzvornahme des Beschwerdegegners torpediert worden wäre. Die Beschwerdeführer zeigen in ihrer Beschwerde nicht rechtsgenüglich auf, inwiefern die beweismässigen Schlüsse des Obergerichts unhaltbar sein sollen. Sie beschränken sich über weite Strecken darauf, ihre eigene Auffassung derjenigen des Obergerichts entgegenzusetzen und pauschal auf kantonale Aktenstücke (Parteivortrag, Zeugenaussagen) hinzuweisen. Dies gilt insbesondere für ihre Vorbringen, aus den Berichten der Kantonspolizei und der Gemeinde könne sehr wohl etwas zu ihren Gunsten abgeleitet werden, der Rückschluss des Obergerichts aufgrund der Aussagen des Beschwerdeführers 1 in der rogatorischen Einvernahme sei falsch, und sie hätten nicht genügend Zeit gehabt, um mit den Behörden wegen der Versiegelung gewisser Räume Kontakt aufzunehmen. Damit sind die Beschwerdeführer nicht zu hören. 2.4 Nichts anderes gilt bezüglich der Rüge der Verletzung der Unschuldsvermutung ("in dubio pro reo", Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Abs. 2 EMRK). Die Beschwerdeführer zeigen nicht auf, inwiefern erhebliche und nicht zu unterdrückende Zweifel daran bestehen, ob sich der den Anschuldigungen zugrunde liegende Sachverhalt so zugetragen hat. Auch in diesem Punkt kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden.