Citation: 1C_522/2022 E. 7.3

7.3. Das Verwaltungsgericht verwies zunächst auf die bereits erwähnte Stellungnahme der Abteilung Landschaft und Gewässer vom 26. Juni 2020. Danach lässt sich der Süssbach wegen seiner grossen Tiefenlage und der inzwischen vorgenommenen Bautätigkeit im Bereich der Eindolung nicht mehr öffnen. Für den Fall von maschinell auszuführenden Sanierungsarbeiten am Dolungsbauwerk sei ein Korridor freizuhalten, so dass ein Zugriff zur Bachleitung jederzeit möglich wäre. Mit der vorliegenden Umsetzung werde der Gewässerraum für Unterhalts- oder allfällige Ausbaumassnahmen freigehalten. Damit könne auch dem übergeordneten Hochwasserschutz Rechnung getragen werden. Das BAFU teilt diese Einschätzung. Da die Bachleitung mehrere Meter tief im Boden liege, könnten erfahrungsgemäss nicht alle baulichen Mängel mit Inlinesanierungen behoben werden. Eine offene Baugrube mit Sicherung der Baupiste könne ohne Weiteres die Breite des gesamten Gewässerraums in Anspruch nehmen. Auch das Verwaltungsgericht ging davon aus, dass an der Sicherung des Zugangs für Unterhalts- oder allfällige Ausbaumassnahmen ein öffentliches Interesses besteht. Diesem stellte es die Interessen des Beschwerdeführers an der Nutzung seines Grundstücks gegenüber. Es erwog, der Gewässerraum liege am Rand der Baulandreserve, sodass eine sinnvolle Überbauung der Parzelle Nr. 326 möglich bleibe. Unter diesen Umständen liege kein schwerer Eingriff in die Eigentumsgarantie vor. Soweit nicht überall ein 14 m breiter Freihaltekorridor erforderlich sein sollte, stehe zudem die Möglichkeit einer Ausnahmebewilligung im Rahmen eines Baubewilligungsverfahrens zur Verfügung.