Citation: C 222/03 29.06.2004 E. 5

Mit Verfügung 3 legte das AWA dem Versicherten zur Last, dass er den zumutbaren, planmässig vom 21. März bis 20. September 2002 dauernden Einsatz im Rahmen des Programmes zur vorübergehenden Beschäftigung im SNY ohne zureichenden Grund am 16. Juni 2002 abgebrochen habe. 5.1 Die Vorinstanz vertrat die Auffassung, es sei davon auszugehen, dass die Tätigkeit im Rahmen des Beschäftigungsprogrammes für den Beschwerdeführer aus gesundheitlichen Gründen zumutbar gewesen sei. Aus den Arztzeugnissen des Dr. med. W.________ vom 30. Juli und 2. September 2002 lasse sich keine medizinisch begründete, über den 5. Juli 2002 hinaus anhaltende Arbeitsunfähigkeit ableiten. In Bezug auf seinen Wunsch, wieder im kaufmännischen Bereich arbeiten zu wollen, sei festzuhalten, dass es in Zeiten der Arbeitslosigkeit nicht möglich sei, die beruflichen Idealvorstellungen zu verwirklichen. Das kantonale Gericht schloss, der Versicherte habe eine zumutbare vorübergehende Beschäftigung ohne zureichenden Grund vorzeitig abgebrochen und dadurch seine Schadenminderungspflicht verletzt, weshalb ihn das AWA zu Recht wegen Nichtbefolgens von Weisungen und Kontrollvorschriften des RAV in der Anspruchsberechtigung eingestellt habe. 5.2 Hiegegen wendet der Beschwerdeführer ein, die fragliche "Tätigkeit bei diesem alten Umbau-Gebäude [sei] alles andere als gut" gewesen für ihn, da er eine chronische Bronchitis habe. "Schwieriger [sei] aber noch der psychische Stress [gewesen], eine Arbeit auszuführen, die gar nicht mehr auszuführen" gewesen sei. Den Akten ist zu entnehmen, dass der Versicherte schon im Mai verschiedenartige gesundheitliche Beschwerden geltend machte, um seiner mangelnden Motivation für eine Fortsetzung der Beschäftigung im Einsatzprogramm Nachdruck zu verleihen. Einem Bericht des SNY vom 3. Juli 2002 ist zu entnehmen, dass der Versicherte unzuverlässig war betreffend Pünktlichkeit. Am Morgen sei er regelmässig zu spät zur Arbeit erschienen. Probleme habe es auch "in Bezug auf seine Verbindlichkeit" gegeben. Weil er hinsichtlich Sozialarbeit von anderen Vorstellungen ausgegangen sei, habe er wieder im kaufmännischen Bereich arbeiten wollen. Offensichtlich hatte sich der Beschwerdeführer die Arbeit für den SNY im Asyl-Durchgangszentrum Q.________ einfacher vorgestellt. In diesem Sinne ist die Aussage in seinem Brief vom 18. Juli 2002 an das RAV zu verstehen, wonach "dieses Einsatzprogramm [...] durch den immer grösser werdenden Arbeitsbereich und die immer schwieriger werdende Situation mit den Asylanten" seine Reserven überstiegen hätte. Dr. med. W.________ hielt zur vollen Arbeitsfähigkeit ab 8. Juli 2002 in seinem Zeugnis vom 30. Juli 2002 ausdrücklich als einzige Einschränkung fest, dass der Versicherte keine Arbeit in feucht-kaltem Milieu ausführen sollte. Zu Recht wird von keiner Seite geltend gemacht, dass diese Einschränkung im Rahmen des Arbeitseinsatzprogrammes nicht hätte eingehalten werden können. Wie Verwaltung und Vorinstanz zutreffend erkannten, vermochte demnach der Versicherte keinen zureichenden Grund für den Abbruch des Arbeitseinsatzprogrammes zu belegen, weshalb die vom AWA verfügte und vorinstanzlich bestätigte Einstellung in der Anspruchsberechtigung wegen Nichtbefolgens von Weisungen und Kontrollvorschriften des RAV rechtens ist. 5.3 Mit der im unteren Bereich des mittelschweren Verschuldens von 16 bis 30 Tagen (Art. 45 Abs. 2 lit. b AVIV) verfügten Einstellung von 18 Tagen trug das AWA dem Abbruch der vorübergehenden Beschäftigung ohne zureichenden Grund angemessen Rechnung (BGE 123 V 152 Erw. 2 mit Hinweisen).