Citation: 8C_498/2018 E. 7.3

7.3. Das MZR-Gutachten vom 10. März 2016 setzt sich einlässlich mit den vorgängig gestellten Diagnosen auseinander, legt überzeugend und nachvollziehbar dar, weshalb sowohl anlässlich der Beurteilung gemäss bidisziplinärem RAD-Bericht vom 2. Dezember 2008 als auch anlässlich der aktuellen Begutachtung weder eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10: F43.1) noch eine Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung (ICD-10: F32.2) vorgelegen habe resp. vorliege. Es bestätigt jedoch eine (nunmehr remittierte) depressive Störung (ICD-10: F32/F33.4), eine chronische Schmerzstörung bei psychosozialen Belastungsfaktoren (ICD-10: F45.41) sowie den Status nach Anpassungsstörung bei psychosozialer Belastung (ICD-10: F43.21) und hält explizit eine Verbesserung des Gesundheitszustandes in psychischer Hinsicht fest ("Die in der Vergangenheit in der Versicherungsakte dokumentierte depressive Störung hat sich somit weitgehend zurückgebildet [siehe aktueller psychopathologischer Befund,...]"; "Der aktuelle Gesundheitszustand der Versicherten hat sich somit im Vergleich zu den Vorbefunden in der Versicherungsakte massgeblich verbessert."). Bei einem Vergleich des psychischen Befundes gemäss RAD-Bericht vom 2. Dezember 2008 mit jenem gemäss MZR-Gutachten vom 10. März 2016 findet sich denn auch eine verbesserte Situation bezüglich der geklagten Wahrnehmungsstörungen, Depersonalisation und Derealisation sowie sozialem Rückzug und psychosozialen Problemen. Das MZR-Gutachten vom 10. März 2016 enthält somit nicht bloss eine andere Beurteilung desselben Sachverhaltes. Nachfolgend ist zur Überprüfung des Leistungsanspruchs vollumfänglich darauf abzustellen.