Citation: 4A_297/2019 E. 4.3.3

4.3.3. Auf die Edition der vollständigen Einvernahme von E.________ verzichtete die Vorinstanz insbesondere, weil E.________ gemäss den dem Gericht vorliegenden Protokollen ausgesagt habe, er habe standardmässig erklärt, das Produkt sei zu 50 % sicher. Es bestünden deshalb keine Anhaltspunkte, dass E.________ in derselben Vernehmung das von der Beschwerdeführerin behauptete Versprechen (100%ige Sicherheit) bestätigt hätte. Und selbst wenn er dies getan hätte, vermöchte eine solche isolierte Aussage im Kölner Strafverfahren keinen hinreichenden Beweis zu bilden, da er (jedenfalls) in der gleichen Vernehmung auch ausgesagt hatte, er habe den Kunden erklärt, es könne höchstens ein Verlust von 50 % entstehen. Damit hat die Vorinstanz im Sinn der oben unter E. 5.3.1.2 dargestellten Variante auf die Edition verzichtet. Sie nahm an, es sei nicht zu erwarten, dass der Zeuge wie behauptet bestätigt habe, es bestehe eine 100%ige Sicherheit, wenn er ausgewiesenermassen bereits die Angabe einer 50%igen Sicherheit bestätigt hatte. Insofern erachtete sie den Beweisantrag als untauglich. Als untauglich erachtete sie die Edition zudem, weil eine solche sich letztlich widersprechende Aussage unglaubhaft wäre. Auch diese Würdigung hält dem Willkürvorwurf stand. Damit muss nicht auf die ergänzende Begründung der Vorinstanz eingegangen werden, wonach es der Beschwerdeführerin frei gestanden hätte, E.________ als Zeuge im vorliegenden Verfahren zu offerieren, welche Begründung von der Beschwerdeführerin ebenfalls beanstandet wird. Die Vorinstanz hat somit den von der Beschwerdeführerin mit ihrem Hauptbegehren beantragten Erfüllungsanspruch zu Recht verneint.