Citation: 9C_858/2014 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehörs durch die Beschwerdegegnerin (Art. 42 ATSG und Art. 29 Abs. 2 BV). Er habe im Vorbescheidverfahren ein privat eingeholtes psychiatrisches Gutachten vom 9. Juli 2013 eingereicht, welches zu anderen Schlüssen hinsichtlich Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit gekommen sei als der psychiatrische Teil des Administrativgutachtens vom 11. Februar 2013 und das an dieser Expertise Kritik geübt habe. Das Parteigutachten sei dem RAD, dessen ureigene Aufgabe es sei, alle medizinischen Akten zu würdigen, nicht zur Stellungnahme vorgelegt worden. Dieses Vorgehen stelle eine nicht korrekte Abnahme eines (prozesskonform) angebotenen Beweismittels dar, was sein Recht auf Beweis verletze. Eine Heilung sei ausgeschlossen, da sonst das Privatgutachten im ganzen Verfahren in medizinischer Hinsicht ungewürdigt bleibe. "Das Gericht hat ja schliesslich keinen medizinischen Dienst". Die Vorinstanz hat eine Gehörsverletzung mit der Begründung verneint, die Beschwerdegegnerin habe durch ihren Rechtsdienst das Parteigutachten vom 9. Juli 2013 und auch den Bericht des behandelnden Psychiaters vom 16. März 2013 pflichtgemäss gewürdigt und sich damit rechtsgenüglich auseinandergesetzt. Die betreffenden Überlegungen seien in der die ganze Rente aufhebenden Revisionsverfügung dargelegt worden. Eine sachgerechte Anfechtung sei somit möglich gewesen, weshalb in Anbetracht der uneingeschränkten Überprüfungsbefugnis in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht eine allfällige Gehörsverletzung ohnehin geheilt werden könnte. Im Übrigen seien IV-Stellen gesetzlich nicht verpflichtet, sämtliche medizinische Akten dem RAD vorzulegen.