Citation: C 299/99 11.04.2000 E. 2

2.- Streitig ist im Wesentlichen, ob die Arbeitszeit ausreichend kontrollierbar im Sinne von Art. 31 Abs. 3 lit. a AVIG ist. a) Dies lässt sich in Übereinstimmung mit der Vorin- stanz anhand der vorhandenen Akten nicht abschliessend be- urteilen. Ob die sowohl von der Beschwerdegegnerin als auch vom seco im provisorischen Bericht vom 20. Oktober 1998 zur Arbeitgeberkontrolle als Tagesrapporte bezeichneten Auf- zeichnungen hiezu geeignet sind, ist unklar, scheint es sich dabei doch um Regie-Rapporte zu handeln, die den der Kundschaft verrechenbaren Arbeitsaufwand ausweisen, welcher in der Gartenbaubranche mit der tatsächlich insgesamt ge- leisteten Arbeitszeit nicht identisch zu sein braucht. Zu- sätzlich ist nicht erstellt, ob diese Rapporte - den Aus- führungen der Beschwerdegegnerin folgend - anders als jene von nicht von der Kurzarbeitszeit betroffenen Arbeiterinnen und Arbeitnehmern lückenlos aufbewahrt worden sind. Beja- hendenenfalls fragt sich weiter, wie der Umstand zu erklä- ren ist, dass auf den einzelnen Berichten gleichzeitig Ar- beitsstunden als qualifizierter Gärtner, Facharbeiter, für Gartenarbeiten und in einem Fall gar zusätzlich als Gärt- nermeister aufgeführt werden, ohne dass - vorausgesetzt der Rapport erfasst mehrere Arbeiter - eine Aufschlüsselung auf die einzelnen Personen stattgefunden hat, sodass von einer Arbeitszeitkontrolle für die von der Kurzarbeitszeit be- troffenen Personen gesprochen werden kann. Hiezu bedarf es zusätzlicher Abklärungen. Die weiteren in den Akten liegenden Dokumente (insbe- sondere die Lohnlisten und -abrechnungen) sind dagegen zur Arbeitszeitkontrolle von vornherein nicht geeignet. Welche der anlässlich der Rücksendung untergegangenen Schriftstücke hiezu geeignet waren, ist sodann nicht er- stellt, zumal lediglich bekannt ist, was unter "Lohnlisten" zu verstehen ist. b) Somit bedarf es zusätzlicher Beweiserhebungen. Da- bei ist insbesondere auch abzuklären, ob mit den bei der Rücksendung vom seco an die Beschwerdegegnerin verschwunde- nen Dokumenten der Arbeitsausfall hätte bewiesen werden können. Dies dürfte sich - wie auch die Frage nach der Ge- eignetheit der Rapporte als Arbeitszeitnachweis - durch den Beizug entsprechender Dokumente aus anderen Zeitperioden und die förmliche Befragung von Zeugen erstellen lassen. Da für Letzteres ein Gericht über die geeigneteren Mittel ver- fügt, erweist es sich als sachgerecht, nicht die Verwal- tung, sondern das kantonale Gericht mit den weiteren Abklä- rungen zu betrauen.