Citation: 8C_163/2014 E. 4.1

4.1. Der Gutachter setze für seine Einschätzung ihrer Arbeitsfähigkeit auf 50% eine höher als bisher dosierte medikamentöse Behandlung voraus. Dieser Einwand, zu dem sich bereits das kantonale Gericht zutreffend geäussert hat, findet in den medizinischen Unterlagen keine Stütze. Zwar erachtete der Gutachter eine Weiterführung der psychiatrischen Therapie als dringend indiziert und äusserte sich am 6. Februar 2013 ergänzend - unter Berufung auf die einschlägigen Richtlinien - auch zur Medikation. Diese Erörterungen fanden indessen keinen Eingang bei seinen Ausführungen zu der von ihm attestierten 50%igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Sie wird begründet mit einer durch die depressive Störung bedingten verminderten Belastbarkeit, die dadurch erforderlichen vermehrten Erholungsphasen, die psychomotorische Hemmung sowie die Einbusse hinsichtlich verantwortungsvoller oder komplexer Tätigkeiten mangels genügender Übersicht. Im Übrigen bringt die Beschwerdeführerin vor, dass bei einer hypothetischen Erwerbstätigkeit im Umfang von 80% im Gesundheitsfall gestützt auf die Festsetzung der Arbeitsfähigkeit auf 50% durch den Gutachter lediglich noch von einem zumutbaren 40%-Pensum auszugehen sei. Der Psychiater sprach von einer 50%igen Einschränkung bezogen auf eine ganztägige Arbeit und erachtete eine adaptierte Tätigkeit als halbtags möglich. Dass die Versicherte nur an vier Arbeitstagen einer Erwerbstätigkeit nachzugehen vermöchte, findet in den gutachtlichen Ausführungen keine Bestätigung.