Citation: U 34/05 20.07.2005 E. 5.2

5.2.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich zur Begründung ihrer per 18. Januar 1999 verfügten Leistungseinstellung insbesondere auf die kreisärztlichen Untersuchungsergebnisse des Dr. med. U.________ vom 4. Januar 1999. Dieser hatte gestützt auf seine Erhebungen, wonach ein halbes Jahr nach dem Unfall keine Hinweise auf neurologische Ausfälle, eine segmentale Lockerung, knöcherne Schäden, eine Einschränkung der HWS-Beweglichkeit oder eine zentralnervöse Beteiligung (mehr) bestünden, Diskrepanzen zwischen dem objektiven Befund und den subjektiven Angaben der Explorandin festgestellt und das protrahierte Schmerzsyndrom als durch den Verletzungsmechanismus respektive die objektiven Befunde nicht erklärbar beurteilt. Als Ursache sei eine Verarbeitungsstörung bei psychosozialer Problematik, fehlender Integration und Arbeitslosigkeit zu vermuten, wobei wahrscheinlich auch ein gewisses depressives Syndrom mitspiele, welches jedoch nicht unfallkausal sei. Den weiteren ärztlichen Berichten des Spitals G.________ vom 15. Januar und 29. Juni 1999, der Frau Dr. med. R.________ vom 22. April 1999 und des Dr. med. T.________, FMH für physikalische Medizin und Rehabilitation, spez. Rheumaerkrankungen, vom 21. September 2000 ist in Übereinstimmung mit dieser Beurteilung zu entnehmen, dass sich die geltend gemachten Beschwerden und die damit in Zusammenhang gebrachte Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit nicht mit organischen Unfallfolgen begründen liessen, sondern vielmehr auf eine ausgeprägte Schmerzfixierung im Sinne einer psychischen Störung zurückzuführen seien. Auch das im Rahmen des IV-Verfahrens eingeholte polydisziplinäre MEDAS-Gutachten vom 4. April 2001 enthält sodann keine hiervon abweichenden Schlussfolgerungen. Es kann diesbezüglich auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden. 5.2.2 Der neuro-otologische Bericht des Dr. med. M.________ vom 29. Juni 2002 vermag die auf - nach dem Gesagten - einhelligen ärztlichen Angaben beruhende Leistungseinstellung per 18. Januar 1999 jedenfalls nicht als zweifellos unrichtig zu qualifizieren. Abgesehen davon, dass die von Dr. med. M.________ angewandten audio-otologischen Untersuchungsmethoden (noch) nicht validiert sind, äussert sich der Arzt zum Nachweis somatischer Unfallfolgen unbestimmt und spricht lediglich von einem Verdacht auf multisegmentale Läsionen der cervicalen zygoapophysealen Gelenke. Im Übrigen geht auch Dr. med. M.________, insofern in Einklang mit den anderen ärztlichen Beurteilungen stehend, von einem psychisch überlagerten Beschwerdebild aus, wobei die - fraglich somatisch nachgewiesenen - Schwindel- und Gleichgewichtsbeschwerden im Hintergrund stünden. Gestützt darauf kann die Leistungseinstellung auf den 18. Januar 1999 daher nicht als qualifiziert unrichtig und rechtsfehlerhaft in wiedererwägungsrechtlichem Sinne angesehen werden. Fehlt indessen bereits das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit, schliesst dies weitere Abklärungen ohne weiteres aus. Die Beschwerdegegnerin hat deshalb zu Recht an der rechtskräftigen Leistungseinstellung per 18. Januar 1999 festgehalten.