Citation: 9C_302/2013 E. 4.3

4.3. Das CFS wird im pneumologischen Bericht des Dr. G.________ vom 13. Juni 2012 als Hypothese behandelt, was auch in der Darstellung als Differentialdiagnose zum Ausdruck kommt. Zudem relativiert Dr. G.________ die Feststellung, die diagnostischen Kriterien seien, wenn auch "grenzwertig", erfüllt; der Sachverständige fügt an, das Krankheitsbild CFS entziehe sich bisher einer objektivierbaren Diagnostik. Diese Bemerkung ist Ausdruck des Umstandes, dass in der medizinischen Forschung bislang kein Konsens über die Ätiopathogenese des CFS und über die Zuordnung möglicher funktioneller Folgen gefunden wurde (dazu das Urteil 9C_662/2009 vom 17. August 2010E. 2.3 = SVR 2011 IV Nr. 26 S. 73; vgl. auch BGE 137 V 64). Das kantonale Gericht hat nicht Bundesrecht verletzt, wenn es das - zudem nicht sicher diagnostizierte - CFS ebenfalls nicht als massgebende Ursache der geltend gemachten funktionellen Einschränkungen anerkannt hat. Im Übrigen beziehen sich die fachärztlichen Darlegungen über die auffälligen Ergebnisse der Spiroergometrie (oben E. 3) nicht auf die Diskussion eines CFS.