Citation: C 29/07 10.03.2008 E. 3

Streitig und zu prüfen ist die Vermittlungsfähigkeit der Versicherten ab dem 1. März 2006. 3.1 In der Anmeldung zur Arbeitsvermittlung gab die Beschwerdegegnerin an, eine 40 %-Stelle als Reinigerin zu suchen. Anlässlich des Beratungsgesprächs vom 6. Januar 2006 kam zur Sprache, dass die Versicherte eine erwachsene behinderte Tochter hat, die eine ganztägige Betreuung brauche, weshalb eine unselbstständige Tätigkeit ausser Haus schwierig sei. Ihr Ehemann, der sie in der Betreuung unterstütze, arbeite im Schichtbetrieb und könne sie somit nicht zu regelmässigen Zeiten ablösen. Auf Fragen des Arbeitsamtes zur Möglichkeit einer Berufstätigkeit ausser Haus hin schrieb die Beschwerdegegnerin am 2. Februar 2006, in ihrer Situation sei es schwierig, Entscheidungen zu treffen, sie könnte jedoch jeden Nachmittag zwei Stunden von zu Hause abwesend sein. 3.2 Mit Verfügung vom 17. Februar 2006 verneinte das Arbeitsamt die Vermittlungsfähigkeit der Versicherten wegen der zeitlichen Bedingungen und der fehlenden Deutschkenntnisse. Im Rahmen des Einspracheverfahrens teilte die Beschwerdegegnerin mit, aufgrund der Fragestellung des Arbeitsamtes habe sie angegeben, lieber am Nachmittag zu arbeiten. Ihr sei aber eigentlich egal, wann sie arbeite - ob am Morgen, am Nachmittag oder am Abend spiele keine Rolle. Ihr Mann, ihr Sohn und ihre Tochter, die Schicht arbeiten, würden sie bei der Betreuung der behinderten Tochter ablösen. Auf entsprechende Nachfrage hin bestätigte der Ehemann der Beschwerdegegnerin, seine Frau könne zu jeder Tageszeit arbeiten. Mit Schreiben vom 10. bzw. 12. April 2006 wies das Arbeitsamt der Versicherten eine Stelle als Mitarbeiterin eines Beschäftigungsprogramms bei der Stiftung Y.________ zu, welche sie jedoch nicht antrat, da sie weder nähen noch mit Werkzeugen umgehen und daher die ihr zugewiesenen Arbeiten im Recyclingbetrieb und Nähatelier nicht ausführen könne. Mit Einspracheentscheid vom 26. April 2006 hielt das Arbeitsamt an der Verneinung der Vermittlungsfähigkeit fest, da der Erklärung der Versicherten nicht gefolgt werden könne, diese nur albanisch spreche, einen zugewiesenen Arbeitseinsatz verneint und nicht taugliche Arbeitsbemühungen nachgewiesen habe.