Citation: 5A_304/2024 E. 3.2.2

3.2.2. Der Beschwerdeführer rügt zunächst eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung. Er bemängelt, dass sich die Vorinstanz nicht einlässlich zur Frage äussere, ob die Schenkung von Fr. 200'000.-- an ihn allein oder an ihn und die Beschwerdegegnerin erfolgte. Die Feststellung, wonach der "Schenkungsvermerk" mangels eigenhändiger Unterzeichnung nicht seiner Mutter zugeschrieben werden könne, sei offensichtlich falsch. Die Vorinstanz halte fest, dass die Mutter der Löschung des Schuldbriefes gemäss der Grundbuchanmeldung vom 6. November 2001 unbestrittenermassen zugestimmt habe, und schon das Bezirksgericht habe erkannt, dass der Schenkungsvermerk mutmasslich vom Grundbuchführer angefertigt worden sei, was die Beschwerdegegnerin nicht explizit in Frage gestellt habe. Angesichts dessen sei nicht ansatzweise verständlich, wenn das Obergericht eine allein an ihn, den Beschwerdeführer, erfolgte Schenkung verneine. Der Vermerk der Schenkung ergebe sich aus einem Grundbuchbeleg, also "gleichsam aus einem öffentlichen Register", und erbringe deshalb auch indirekt gemäss Art. 9 ZGB den Beweis für diese Schenkung. Bei dieser Ausgangslage ergibt sich laut dem Beschwerdeführer "ohne Weiteres", dass D.________ zum Zeitpunkt der Löschung des Schuldbriefs davon ausging, die Darlehensforderung bestehe nur gegenüber ihm, dem Beschwerdeführer. Wäre sie als Darlehensgläubigerin davon ausgegangen, auch die Beschwerdegegnerin zur Schuldnerin zu haben, so hätte die Löschung des Schuldbriefs keinen Sinn gemacht, da sie diesfalls noch eine Forderung gegenüber der Beschwerdegegnerin gehabt hätte, die weiterhin zu sichern gewesen wäre. Indem ausdrücklich festgehalten werde, dass die Schenkung allein an den Sohn erfolgt, habe sie klar zum Ausdruck gebracht, dass sie allein ihren Sohn als Schuldner der Darlehensforderung betrachtete. Die vorinstanzliche Würdigung der Frage der Darlehensnehmerschaft erweise sich damit als "Folgefehler" der Erkenntnis, wonach sich aus dem erwähnten Schenkungsvermerk keine Schenkung an den Beschwerdeführer allein ableiten lasse, und sei damit ebenfalls offensichtlich unrichtig und willkürlich. In diesem Zusammenhang rügt der Beschwerdeführer überdies eine Verletzung seines rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV). Er habe in seiner Berufung vorgebracht, dass die Schenkung lange vor dem Zerwürfnis der Eheleute erfolgt und daher nicht davon auszugehen sei, dass man das Darlehen im Zeitpunkt der Schenkung umzudeuten versucht habe, um ihn, den Beschwerdeführer, güterrechtlich besser zu stellen. Indem die Vorinstanz dieses wesentliche Argument für die Annahme eines ab initio bloss an ihn gewährten Darlehens mit keinem Wort erwähne, verletze sie ihre Begründungspflicht. Schliesslich wirft der Beschwerdeführer der Vorinstanz im Zusammenhang mit der güterrechtlichen Beurteilung des in die eheliche Liegenschaft investierten Betrages von Fr. 200'000.-- vor, den Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen zu verletzen. Er erläutert, weshalb dieser Betrag selbst dann seinem Eigengut zuzuweisen sei, wenn beide Parteien Darlehensnehmer gewesen sein sollten. Die Schenkung an ihn allein und die dadurch herbeigeführte Löschung der Schuldbriefforderung müsste dazu geführt haben, dass er zum Teil eine fremde Schuld, nämlich diejenige der Beschwerdegegnerin gegenüber seiner Mutter, getilgt hat. Da eine Schenkung unter Ehegatten nicht zu vermuten sei, stehe ihm auch bei dieser Sachverhaltsfeststellung eine Forderung zu, die im Ergebnis seinem Eigengut zuzuordnen sei, womit man zum gleichen Ergebnis gelange, wie wenn er allein als Darlehensnehmer zu betrachten wäre. Der Beschwerdeführer insistiert, alle für diese Forderung nötigen Tatsachenbehauptungen schon vor Bezirksgericht vorgebracht zu haben, denn nötig sei für "den hier gezeigten Schluss bloss", dass er eine Schenkung von Fr. 200'000.-- an sich behauptet habe; dies aber sei erstellt. Indem die Vorinstanz seine diesbezüglichen Ausführungen in der Berufungsschrift als verspätet bezeichne, verletze sie Bundesrecht, da rechtliche Ausführungen zu Tatsachenbehauptungen nicht verspätet sein könnten.