Citation: 1C_98/2022 E. 6.2.5

6.2.5. Selbst wenn sich das Baumeisterhaus an der Hochstrasse 3 und die Baumeisterhäuser am Zeltweg teilweise unterscheiden mögen, so kann die Sichtweise der Vorinstanzen hinsichtlich der Vergleichbarkeit nicht als unhaltbar bezeichnet werden. Von einem Vergleichsobjekt kann nicht verlangt werden, dass dieses nahezu identisch ist, sondern es muss ausreichen, dass dieses vergleichbar ist. Insbesondere anhand der Erläuterungen des Baurekursgerichts, auf die die Vorinstanz verweist, kann nachvollzogen werden, dass es sich bei den Baumeisterhäusern am Zeltweg um taugliche Vergleichsobjekte handelt. Die Verstädterung bildet zwar eine wichtige Eigenschaft für die Baumeisterhäuser in Zürich, stellt aber dennoch lediglich eines von mehreren Merkmalen der Baumeisterhäuser dar (vgl. E. 3.1 hiervor). Angesichts der zahlreichen ähnlichen Aspekte hinsichtlich Fassadengestaltung, Architektur, Innenraumgestaltung, sozialem Status der Bauherrschaft, Bauzeit und Zusammensetzung der Quartierbevölkerung musste allein aus dem Umstand, dass die Baumeisterhäuser am Zeltweg im Unterschied zum Baumeisterhaus an der Hochstrasse 3 von einer Verstädterung zeugen, eine Vergleichbarkeit nicht von Vornherein ausgeschlossen werden. Den Beschwerdeführenden ist insoweit zuzustimmen, als nicht alle zum Vergleich beigezogenen Häuser am Zeltweg im Kreis 7 liegen und sich die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung in dieser Hinsicht als offensichtlich unrichtig erweist. Auf den Ausgang des Verfahrens hat dies indes keinen Einfluss (vgl. E. 2.2 hiervor), da es sich bei den Zeltweghäusern gemäss den überzeugenden Darlegungen des Baurekursgerichts unabhängig davon um vergleichbare Baumeisterhäuser handelt. Entgegen dem Vorbringen der Beschwerdeführenden nicht willkürlich ist hingegen die Feststellung der Vorinstanz, dass sich die Vergleichsobjekte mit einer Distanz von 2 km noch in der Nähe befinden. Daran vermag der Umstand nichts zu ändern, dass die Umgebung der Bauten im Zeitpunkt der Erstellung der Baumeisterhäuser noch anders geprägt war. Es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern eine gewisse Distanz ähnlicher Objekte unter denkmalschützerischen Gesichtspunkten einen Vergleich per se ausschliessen würden. Folglich durfte die Vorinstanz das Gebäude Hochstrasse 3 ohne Willkür mit den Gebäuden am Zeltweg vergleichen. Mit Blick auf die Vergleichsobjekte erweist es sich sodann nicht als willkürlich, dass die Vorinstanz dem Streitobjekt gestützt auf die Kriterien der Inventarergänzung von 2014 keine herausragende Bedeutung zugemessen hat und zum Schluss gelangt ist, dass das Baumeisterhaus durch zahlreiche inventarisierte und geschützte Objekte, welche die Epoche besser zu bezeugen vermögen als das Streitobjekt, hinreichend vertreten ist.