Citation: 6B_1054/2023 E. 5.3.1

5.3.1. Der Beschwerdeführer rügt, dass die Vorinstanzen mit Bezug auf den Vorwurf der mehrfachen schweren Körperverletzung zum Nachteil der Beschwerdegegner 3 und 5 - der psychischen und physischen Langzeitfolgen durch Nahrungsverweigerung, körperliche Misshandlungen, Vernachlässigung der Körperpflege und soziale Isolation - "nur" von Eventualvorsatz ausgingen, im Rahmen der Strafzumessung aber beim subjektiven Verschulden direkten Vorsatz unterstellten. Es sei daher eine hypothetische Einsatzstrafe von 4, anstatt von 7 Jahren (recte: 71 /2) angemessen. Dem Beschwerdeführer kann nicht gefolgt werden. Es trifft zu, dass die kantonalen Instanzen in der rechtlichen Würdigung mit Bezug auf die psychischen und physischen Langzeitfolgen des als folterähnlich bezeichneten Erziehungs- und Strafsystems der Beschuldigten hinsichtlich des Willenselements von einem Eventualvorsatz ausgehen. Indessen ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die zur Schädigung führenden Handlungen - das Einsperren, Schlagen, Erniedrigen, Isolieren usw. - als direkt vorsätzlich begangen beurteilt. Darin liegt kein Widerspruch. Als Motiv erkennt sie eine systematische sadistische Misshandlung und Ausgrenzung der Beschwerdegegnerin 3 und des Beschwerdegegners 5 durch die Eltern. Dem ist ohne Weiteres zuzustimmen. Die Vorinstanz bezeichnet das subjektive Tatverschulden des Beschwerdeführers auch zu Recht als "recht schwer". Es ist nicht ersichtlich, dass sie ihr Ermessen verletzen würde, indem sie das Verschulden nicht bloss als "erheblich" beurteilt. Gleiches gilt, wenn die Vorinstanz die hypothetische Einsatzstrafe für die mehrfache schwere Körperverletzung auf 71 /2 Jahre festsetzt. Sie liegt damit auch klar innerhalb des bis zu 15 Jahren Freiheitsstrafe liegenden Strafrahmens (Art. 122 i.V.m. Art. 49 Abs. 1 StGB) bei einem recht schweren - oder erheblichen - Verschulden.