Citation: 1C_478/2022 E. 3.1

3.1. Schliesslich führte die Vorinstanz zusammengefasst aus, da der Beschwerdeführer am 6. September 2021 eine mittelschwere Widerhandlung begangen habe und ihm in den vorangegangenen fünf Jahren der Führerausweis nach Art. 16b Abs. 2 lit. e SVG entzogen worden sei, habe ihm das Strassenverkehrsamt diesen Ausweis nach Art. 16d Abs. 2 lit. f SVG für immer entziehen müssen. Bei einem solchen Entzug sei im Rahmen des Kaskadensystems von Gesetzes wegen von der fehlenden charakterlichen Eignung zum Lenken eines Fahrzeugs auszugehen. Damit liege gemäss der Rechtsprechung ein Sicherungsentzug vor, bei dem keine mildernden persönlichen Umstände berücksichtigt werden könnten. Der Einwand des Beschwerdeführers, er sei als selbständiger Gerüstbauer beruflich auf den Führerausweis angewiesen, sei daher unbehelflich. Bei der Anwendung des gesetzlichen Kaskadensystems könne zur Wahrung der Rechtssicherheit und -gleichheit auch keine Rolle spielen, dass sich der Unfall vom 6. September 2021 kurz vor Ablauf der Karenzfrist von fünf Jahren ereignet habe.