Citation: 5P.478/2002 24.02.2003 E. B

Gestützt auf ein entsprechendes Eheschutzgesuch der Mutter stellte das Gerichtspräsidium Rheinfelden das Kind mit superprovisorischer Verfügung vom 19. April 2001 unter deren Obhut. Nachdem das Gutachten des jugendpsychologischen Dienstes Rheinfelden vom 24. Februar 2002 die Übertragung des Sorgerechts auf den Vater empfohlen und beide Parteien hierzu Stellung genommen hatten, zog die Mutter das Eheschutzgesuch mit Schreiben vom 19. April 2002 zurück mit der Begründung, sie sei in ihre Heimat zurückgekehrt und habe dort die Scheidung eingereicht. Auf entsprechende Eingabe des Vaters vom 8. Mai 2002 hin stellte das Gerichtspräsidium Rheinfelden das Kind gleichentags mit superprovisorischer Verfügung unter dessen Obhut. Mit Eingabe vom 21. Mai 2002 verlangte die Mutter die Aufhebung dieser Verfügung und Nichteintreten auf die übrigen Begehren, da in ihrer Heimat die Scheidungsklage hängig und der schweizerische Eheschutzrichter nicht mehr zuständig sei. Nachdem der Vater auf die von ihm eingeleitete Kindesrückführung hingewiesen hatte, wurde das Verfahren mit Verfügung vom 19. August 2002 bis zum Entscheid über die Rückführung des Kindes in die Schweiz sistiert.