Citation: 8C_50/2017 E. A

A.________, geboren 1994, befand sich im ersten Lehrjahr als Strassenbauer bei der B.________ AG, als er am 23. Juni 2011 einen Unfall erlitt. Bei Ausschalarbeiten an der Decke eines Verteilschachtes stürzte er zehneinhalb Meter in die Tiefe auf den betonierten Untergrund und zog sich dabei Frakturen am Rücken, am rechten Unterschenkel und an der rechten Ferse zu. Er musste sich im Spital C.________ verschiedenen Operationen unterziehen und wurde danach in der Klinik D.________ betreut. Am 30. August 2011 meldete er sich bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle Bern gewährte am 8. Mai 2012 eine Grundabklärung im Rahmen der Berufsberatung durch die E.________, und ab dem 8. Oktober 2012 absolvierte er bei der B.________ ein einjähriges Praktikum. Am 16. Juli 2013 erteilte die IV-Stelle Bern Kostengutsprache für eine erstmalige berufliche Ausbildung zum Logistiker EFZ vom 1. August 2013 bis zum 31. Juli 2016. Wegen Rückfällen und Infektionen waren jedoch weitere Hospitalisationen sowie die Amputation des Unterschenkels erforderlich. A.________ konnte die geplante Ausbildung nicht antreten und weitere berufliche Abklärungen mussten abgebrochen werden. Gestützt auf Spitex-Berichte vermutete die IV-Stelle, dass A.________ Cannabis konsumiere. Nach Rücksprache mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) forderte sie A.________ am 23. Oktober 2015 zur Mitwirkung auf. Für den Erfolg der beruflichen Massnahmen sei eine Abstinenz von Cannabis und anderen illegalen Substanzen zwingend notwendig. Sie stellte monatliche Vorladungen durch den RAD zur Abstinenzkontrolle in Aussicht und drohte für den Fall der Versäumnis die Verfügung aufgrund der Akten beziehungsweise die Einstellung der Erhebungen und das Nichteintreten an. Nachdem A.________ zu drei von vier angeordneten Kontrollen nicht erschienen war, stellte sie ihre Erhebungen mit Verfügung vom 14. April 2016 ein und trat auf das Leistungsbegehren nicht ein.