Citation: I 810/02 11.07.2003 E. 6

6.1 In Anwendung dieser Grundsätze lässt sich den Akten entnehmen, dass die mit der Abklärung in der Wohnung der Beschwerdeführerin beauftrage V.________ - in Begleitung der sich in Ausbildung befindenden B.________ - keine Kenntnis der sich aus den Diagnosen ergebenden ärztlich festgestellten Behinderungen und Beeinträchtigungen hatte. So differieren die von der Abklärungsperson einerseits und von der behandelnden Ärztin in deren Schreiben vom 3. Mai 2001 andererseits gemachten Angaben erheblich. 6.2 Entgegen der Kinderärztin ergibt sich aus dem Bericht über die nötige Hauspflege, dass zu Hause keine Physiotherapieübungen durchgeführt werden. Indessen ist unbestritten, dass die Mutter der Beschwerdeführerin diese regelmässig an Füssen und Beinen massieren muss. Dieser Aufwand ist in zeitlicher Hinsicht nicht spezifiziert und bleibt unberücksichtigt. Das Gleiche gilt für das offenbar nötige Inhalieren. Diese Massnahme wird im Abklärungsbericht vom 7. März 2001 nicht erwähnt. Frau Dr. med. W.________, Kinderärztin, schätzt den täglichen Aufwand fürs Inhalieren auf gut eine Stunde. Dr. med. K.________, Leitender Arzt des Rehabilitationszentrums A.________ des Spitals X.________, hält in seinem Arztbericht zu Handen der Vorinstanz am 15. Oktober 2001 einen solchen von durchschnittlich 40 Minuten für notwendig. Dazu kommt jeweils noch das Reinigen der Inhalationsgeräte. Frau V.________ argumentiert in ihrer Stellungnahme vom 23. November 2001, anlässlich der Abklärung an Ort und Stelle am 19. Oktober 1998 habe zweimal während 10 Minuten inhaliert werden müssen. Von Atemproblemen sei aber im Verlaufe des Abklärungsgesprächs vom 7. März 2001 nichts erwähnt worden. Die Beschwerdeführerin lässt in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde dagegenhalten, darüber sei man auch nicht befragt worden, obwohl das Inhalieren bis zu sechs Mal am Tag notwendig sei. Es geht nicht an, aus der Tatsache, dass das Essen für die Beschwerdeführerin offenbar nicht mehr püriert werden muss zu schliessen, diese habe keine Atemprobleme mehr (vgl. Stellungnahme vom 23. November 2001). Wenn die Abklärungsperson sich vor dem Besuch an Ort und Stelle mittels ärztlicher Auskunft über die medizinisch ausgewiesenen Beeinträchtigungen und Behinderungen und deren Behandlung hätte orientieren lassen (vgl. Erwägung 5 hievor), hätten sich entsprechende Diskussionen vermeiden lassen. Vorliegend ist der durchschnittliche Aufwand für das Inhalieren entscheidend, nachdem ein solcher von lediglich 36 Minuten pro Tag bereits dazu führen würde, einen mittleren Betreuungsaufwand zu bejahen. Die Sache ist daher an die Verwaltung zurückzuweisen, damit diese abklärt, ob es notwendig ist, dass die Beschwerdeführerin regelmässig inhaliert und wenn ja, welchen zeitlichen Aufwand (inklusive Reinigen der Geräte) dafür von der Betreuungsperson im Durchschnitt täglich aufgewendet werden muss. Gleichzeitig ist auch festzustellen, in welchem zeitlichen Rahmen die täglich notwendigen Massagen zu Buche schlagen.