Citation: 9C_11/2019 E. 4.3.2

4.3.2. Soweit die Beschwerdeführerin allgemeine Aussagen zu einem je nach Lebensumständen angeblich "üblichen" oder "typischen" Arbeitspensum macht, lässt sich daraus keine mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststehende Aufteilung von Erwerbs- und Haushaltstätigkeit ableiten. Entscheidwesentliche Hinweise auf die Lebensgestaltung und damit auch auf die Gewichtung von Erwerb und Haushalt ergeben sich hingegen aus der Lebenssituation, wie sie sich vor Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung präsentierte. Gemäss IV-Anmeldung vom 24. Januar 2012 bestand die gesundheitliche Beeinträchtigung seit dem 18. Juli 2011. Die letzte Anstellung, welche die Versicherte vor diesem Zeitpunkt innehatte, war diejenige auf der Überwachungsstation der Klinik F.________ in der sie von August 2007 bis Oktober 2011 zu einem Pensum von 60 % arbeitete. Die Behauptung in der Beschwerde, die Verminderung des Beschäftigungsgrads auf 60 % sei aus gesundheitlichen Gründen vorgenommen worden, findet damit keine Stütze in den Akten. Dafür geht aus den sachbezüglichen Unterlagen eine Mehrzahl von Aussagen der Versicherten hervor, das Pensum von 60 % sei ihr Wunschpensum. Das kantonale Gericht ist nach dem Gesagten jedenfalls nicht in Willkür verfallen, wenn es bei der Statusfrage den von der Beschwerdegegnerin zugrunde gelegten hypothetischen Erwerbsanteil von 60 % bestätigte.