Citation: 5A_24/2016 E. 4.3.1

4.3.1. Auch mit Blick auf die Eigenversorgungskapazität der Beschwerdegegnerin wirft der Beschwerdeführer der Vorinstanz willkürliche Beweiswürdigung vor. Das Obergericht stellt fest, dass die Beschwerdegegnerin im Zeitpunkt der Trennung 46 Jahre alt gewesen sei. Sie verfüge über eine abgeschlossene Berufslehre und sei physisch und psychisch gesund. Zudem habe sie nicht nach jahrelanger vollständiger Absenz neu in das Erwerbsleben eintreten müssen, sondern sei auch während der Ehe in einem 20%-Pensum erwerbstätig gewesen. Die gemeinsamen Söhne seien volljährig und würden im Haushalt des Beschwerdeführers leben. Unter diesen Umständen sei der Beschwerdegegnerin ein 100%-Pensum zuzumuten. Weiter stellt das Obergericht fest, dass die Beschwerdegegnerin seit 1. Mai 2015 in einem Vollzeitpensum bei der E.________ AG im Bereich Produktion in der Abteilung Distribution und somit nicht mehr in ihrem angestammten Beruf als Schuhverkäuferin arbeite und neu einen Jahresbruttolohn von Fr. 52'000.-- pro Jahr (inkl. 13. Monatslohn) verdiene, was einem monatlichen Nettogehalt von Fr. 3'700.-- entspreche. Das Obergericht rekapituliert den beruflichen Werdegang der Beschwerdegegnerin seit ihrem 20%-Pensum als Schuhverkäuferin und kommt zum Schluss, dass ihr das Monatseinkommen von Fr. 4'000.--, das sie als Filialleiterin bei der F.________ AG während dreier Monate erzielt habe, nicht angerechnet werden könne und es sich rechtfertige, vom aktuellen tatsächlichen Verdienst in der berufsfremden Arbeitsstelle auszugehen, zumal sie dieses Einkommen auch in ihrem erlernten Beruf als Schuhverkäuferin verdienen könne. Der Beschwerdeführer reklamiert, die Beschwerdegegnerin sei ohne weiteres in der Lage, ein monatliches Einkommen in Höhe von mindestens Fr. 4'250.-- zu erzielen.