Citation: 8D_4/2014 E. 3.3

3.3. Vorgebracht wird weiter, gemäss den vorinstanzlichen Erwägungen gelte bei den Lehrkräften keine Sollarbeitszeit und stelle die Jahresbesoldung in der Regel eine angemessene Entschädigung für die gemäss Berufsauftrag zu erfüllenden Aufgaben (bestehend aus den Pflichtlektionen, den direkt mit dem Unterricht verbundenen Arbeiten und den nicht direkt unterrichtsbezogenen Arbeiten) dar. Zugleich solle aber gemäss § 44 RSV VS ein Anspruch auf zusätzliche Entschädigung gegeben sein, wenn der Zeitrahmen für die Aufgaben gemäss Berufsauftrag überschritten werde. Das sei in sich widersprüchlich und verletze somit Art. 9 BV. Entweder gelte eine, wenn auch nur ungefähre Sollarbeitszeit, wie im Übrigen in vielen Kantonen, oder es bestehe keine Sollarbeitszeit, wobei dann auch keine Aufgabenentlastung oder Mehrentschädigung gefordert werden könne. Bestehe faktisch eine Jahressollarbeitszeit, müsse nach Massgabe des Zeitlohnes gekürzt werden. Das kantonale Gericht hat dargelegt, weshalb es trotz - resp. gerade auch wegen - der Entschädigung nach § 44 RSV VS keine mit dem übrigen Staatspersonal vergleichbare Jahressollarbeitszeit der Lehrkräfte annimmt. Es hat dazu im Wesentlichen erwogen, eine solche Entschädigung bedürfe des Einverständnisses der Schule und eines konkreten Auftrags. Sie werde mithin nicht für übliche Arbeiten gewährt. Ein derartiger Auftrag ist in der Tat, anders als die im Berufsauftrag über die Pflichtlektionen hinaus vorgesehenen Arbeiten im Voraus zeitlich bezifferbar und kann damit einer Kontrolle unterworfen werden. Es verhält sich insofern anders, als bei den Arbeiten, welche eine Lehrperson im Rahmen des Berufsauftrages über die Pflichtlektionen hinaus zu leisten hat und bei welchen ihr gemäss der entsprechenden Erkenntnis der Vorinstanz auch ein grosser zeitlicher Spielraum zusteht. Die Beurteilung, wonach sich die Verneinung einer mit dem übrigen Staatspersonalverband vergleichbaren Jahressollarbeitszeit mit der Entschädigungsregelung gemäss § 44 RVS VS vereinbaren lässt, ist daher widerspruchs- und willkürfrei. Das Vorbringen des Beschwerdeführers, die Vorinstanz habe die Entschädigung als Korrektiv für die übliche Lohnkürzung von 1/40 pro Urlaubswoche betrachtet, führt zu keiner anderen Betrachtungsweise. Eine solche Aussage lässt sich dem angefochtenen Entscheid nicht entnehmen.