Citation: 2C_1010/2019 E. 5.2

5.2. Wie die Vorinstanz unter Hinweis auf die Ausführungen des SBFI zu Recht erwogen hat, ist Berufserfahrung nur in seltenen Fällen geeignet, fehlende theoretische Kenntnisse bzw. Bildungslücken auszugleichen. Fehlt das entsprechende Fachwissen, ist schwer vorstellbar, wie der Betroffene in der Lage sein soll, diese Kenntnisse in der Praxis umzusetzen (vgl. E. 4.2 des angefochtenen Urteils; vgl. auch FRÉDÉRIC BERTHOUD, La reconnaissance des qualifications professionnelles, Union européenne et Suisse-Union européenne, 2016, S. 312). Vorliegend ist mangels gegenteiliger Anhaltspunkte und Nachweise seitens der Beschwerdeführerin nicht ersichtlich, inwiefern ihre praktische Berufserfahrung als Ausbildnerin von Praktikanten ihre fehlenden Kenntnisse im Bereich des wissenschaftlichen Arbeitens, wo es insbesondere um das Erlernen von Arbeitstechniken und Methoden geht, kompensieren könnte (vgl. auch E. 4.6 hiervor). Schliesslich gelingt es der Beschwerdeführerin nicht, nachzuweisen, dass sie sich das fehlende Fachwissen im Bereich des wissenschaftlichen Arbeitens, namentlich im Rahmen von Weiterbildungen, angeeignet hat (vgl. auch E. 4.7 hiervor). Folglich ist die Anordnung von Ausgleichsmassnahmen im Falle der Beschwerdeführerin mit Art. 14 Abs. 1, 4 und 5 der Richtlinie 2005/36/EG vereinbar.