Citation: 9C_779/2017 E. 4.2.1

4.2.1. Die Verwendung eines falschen Einzahlungsscheins ist jedenfalls dann für die Zuordnung eines Zahlungseingangs nicht entscheidend, wenn die Zahlungsempfängerin in guten Treuen nicht davon ausgehen durfte, dass die mit der Referenznummer zum Ausdruck gebrachte Willenserklärung der Schuldnerin deren wirklichem Willen entsprach (vgl. Urteil 2C_239/2014 vom 9. Februar 2015 E. 3.4 mit Hinweisen). Dies gilt hier umso mehr, als die Beschwerdegegnerin gegenüber der Beschwerdeführerin zur Führung eines separaten Vorsorgewerks verpflichtet war (vgl. Anschlussvertrag Ziff. 1.1 "Zweck des Vertrages" Abs. 2). Dabei liegt auf der Hand, dass die sorgfältige Erfüllung dieser vertraglichen Pflicht u.a. die korrekte Zuordnung und Verbuchung der eingegangene Beitragszahlungen beinhaltete.