Citation: 5A_195/2024 E. 3.4.5

3.4.5. Wie die vorigen Erwägungen zeigen, scheitert die Beschwerdeführerin mit ihren Einwänden gegen die vorinstanzliche Würdigung des Gutachtens vom 2. Februar 2023. Damit ist ihrem Vorwurf, es sei nicht nachvollziehbar, wie das Obergericht eine alternierende Obhut pauschal als nicht dem Kindeswohl entsprechend ausschliesse, der Boden entzogen. Unbehelflich sind auch die Bemühungen der Beschwerdeführerin, ihre Möglichkeiten zur persönlichen Betreuung von C.________ in die Waagschale zu werfen. Ihre in diesem Zusammenhang aufgestellte Behauptung, dass der Beschwerdegegner teilweise sogar bis um 21:00 Uhr arbeite, findet im angefochtenen Entscheid keine Stütze; abgesehen davon vermöchte allein dieser Umstand die vom Obergericht bei der Beschwerdeführerin konstatierte Beeinträchtigung der Erziehungsfähigkeit nicht aufzuwiegen, ist Letztere doch in jedem Fall notwendige Voraussetzung, um eine Betreuungsregelung im Sinne einer alternierenden Obhut anzuordnen (s. vorne E. 3.2.1). Die Beschwerdeführerin täuscht sich mithin, wenn sie meint, dass im Zusammenhang mit der alternierenden Obhut "einzig die Kommunikationsfähigkeit der Eltern im Fokus" stehe und die Vorinstanz "vorwiegend nur aufgrund der Kommunikation" von der Anordnung der alternierenden Obhut absieht. In der Folge kann auch nicht die Rede davon sein, dass der angefochtene Entscheid ohne triftigen Grund vom besagten Gutachten abweicht. Entgegen dem, was die Beschwerdeführerin glauben machen will, empfiehlt das Gutachten im abschliessenden 7. Kapitel "Fragenbeantwortung" keineswegs, dass bereits heute "eine alternierende Obhut angeordnet werden sollte". An der Stelle, auf welche die Beschwerdeführerin verweist, ist vielmehr davon die Rede, dass das Besuchsrecht der Beschwerdeführerin "bis hin zu einer schrittweisen Implementierung des Wechselmodells in den nächsten Jahren" ausgeweitet werden soll. Auch unter diesem Blickwinkel kann von einer falschen Anwendung von Art. 298d ZGB nicht die Rede sein. Im Obhutsstreit erweist sich die Beschwerde mithin als offensichtlich unbegründet.