Citation: 8C_694/2014 E. 5

Der Versicherte verlangt weiter, es sei ihm das Taggeld im Rahmen einer dreimonatigen Übergangsfrist bis 30. Juni 2014 zu bezahlen, und zwar nicht für eine berufliche Neuorientierung, sondern gestützt auf ein allgemeines Rechtsschutzbedürfnis. Denn mit der kurzfristigen Streichung des Taggelds mit Verfügung vom 18. März 2013 per 31. März 2013 habe für ihn - wegen seines angeschlagenen Gesundheitszustandes, des fortgeschrittenen Alters und des Umstandes, dass ihm die Aussteuerung gedroht - ernsthaft die Gefahr bestanden, sich an das Sozialamt wenden zu müssen; dies setze unter Umständen eine Wartezeit von einigen Wochen oder Monaten voraus. Sind die sachlichen Voraussetzungen für ein Abstellen auf die Restarbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit gegeben und hat dies eine Herabsetzung oder Einstellung der Taggeldleistungen zur Folge, ist der versicherten Person regelmässig eine Anpassungszeit von drei bis fünf Monaten zu gewähren, um sich auf die neue berufliche Situation einzustellen, namentlich eine geeignete Arbeit zu suchen (BGE 114 V 281 E. 5b S. 289; SVR 2005 UV Nr. 14 S. 45 E. 1.3 [U 301/02]). Der Vorinstanz ist beizupflichten, dass die Gewährung einer solchen Anpassungsfrist das Weiterbestehen der Unfallkausalität des Gesundheitsschadens voraussetzt. Erfolgte hingegen die Taggeldeinstellung - wie hier - wegen Dahinfallens der natürlichen Unfallkausalität der Schulterbeschwerden rechts, war dem Versicherten keine Anpassungsfrist mit Weiterführung der Taggeldleistungen zu gewähren. Entgegen seiner Auffassung stellt die Nichtgewährung einer Anpassungsfrist keinen Verstoss gegen den Verhältnismässigkeitsgrundsatz (Art. 5 Abs. 2 BV) und das Gebot des fairen Verfahrens nach Art. 29 BV dar; eine vorinstanzliche Verletzung der Begründungspflicht (hierzu vgl. BGE 138 I 232 E. 5.1 S. 237) liegt nicht vor.