Citation: 8C_167/2024 E. 2

Gegen das unrechtmässige Verweigern oder Verzögern eines anfechtbaren Entscheids (Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung) kann gemäss Art. 94 BGG Beschwerde geführt werden. Eröffnet allerdings eine Behörde oder ein Gericht ihre Weigerung, einen Entscheid zu treffen, der betroffenen Person förmlich, so liegt keine Rechtsverweigerung im Sinne von Art. 94 BGG vor. Vielmehr ist ein solcher Nichteintretensentscheid unter den Voraussetzungen von Art. 90 ff. BGG anfechtbar (vgl. FELIX UHLMANN, Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl. 2018, N. 2 zu Art. 94 BGG mit weiteren Hinweisen; Urteil 8C_69/2013 vom 5. Juni 2013 E. 2, nicht publ. in: BGE 139 V 339, aber in: SVR 2013 IV Nr. 27 S. 77; vgl. auch Urteil 5A_170/2022 vom 3. November 2022 E. 2.3). Wo die Beschwerde in der Hauptsache nicht zulässig ist, ist auch keine Beschwerde wegen Rechtsverweigerung oder Rechtsverzögerung möglich (vgl. FELIX UHLMANN, a.a.O., N. 5 zu Art. 94 BGG mit weiteren Hinweisen; vgl. auch Urteil 9C_74/2021 vom 11. März 2021 E. 2 mit Hinweis).