Citation: K 112/01 17.06.2002 E. 3

3.- Was die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobenen formellen Einwände gegen den angefochtenen Entscheid anbelangt, so wird zur Rolle des Vertrauensarztes als Organ der sozialen Krankenversicherung (Eugster, a.a.O., Rz 62) auf die diesbezüglichen Erwägungen der Vorinstanz und die Ausführungen in der Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin verwiesen (vgl. auch BGE 127 V 49 ff. Erw. 2d-f mit Hinweisen auf Eugster, a.a.O., Rz 62 ff.; Maurer, Das neue Krankenversicherungsrecht, S. 100 ff.; Hugo Mosimann, Stellung und Aufgaben des Vertrauensarztes in der sozialen Krankenversicherung, Soziale Sicherheit 2/1007 S. 92 ff.; Duc, La direction du traitement médical et le contrôle de l'activité médicale par les assureurs sociaux, in: Aspects du droit médical, Fribourg 1987, S. 203 ff). Zu den materiellen Einwänden der Beschwerdeführerin ist hier festzuhalten, dass von Seiten der Beschwerdegegnerin zu Recht vorgebracht wird, dass das Eidgenössische Versicherungsgericht in RKUV 2000 Nr. KV 139 S. 365 Erw. 2b nicht erwogen hat, der Heilungserfolg der Behandlung rechtfertige grundsätzlich eine nachträgliche Bejahung von Spitalbedürftigkeit, sondern, dass dies - umgekehrt - gerade nicht der Fall ist. Die von Seiten der CSS unter Beizug des Vertrauensarztes in Anspruch genommene Zeit für die Beantwortung des Gesuchs um Kostengutsprache liegt zwar an der Grenze des noch Tolerierbaren, die Voraussetzungen, dem Leistungsbegehren der Beschwerdeführerin aus Gründen des Vertrauensschutzes stattzugeben, sind aber nicht erfüllt. Es ist auch in Betracht zu ziehen, dass in der am 12. Januar 1998 bei der CSS eingelangten ärztlichen Verordnung eine Behandlungsdauer in der Klinik Y.________ von zirka zwei Wochen ab dem 6. Januar 1998 angegeben worden war. Damit war rund die Hälfte der ursprünglich anberaumten Aufenthaltsdauer bereits abgelaufen, bevor die CSS ihren Vertrauensarzt zur Beratung beiziehen konnte. Klarerweise kann die Beschwerdeführerin auch aus dem von ihr im vorinstanzlichen Verfahren aufgelegten Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 26. November 1998 (= BGE 124 V 362) nichts zu ihren Gunsten ableiten. Von der medizinischen Sachlage her handelt es sich hier und dort um ganz verschiedene Streitsachen.