Citation: 2C_79/2014 E. 5

Die Beschwerdegegnerin vertritt im Wesentlichen die Auffassung der Vorinstanz. Dabei verkennt sie zum einen, dass es sich bei den vorbehaltenen Normen nicht um einen Einzelfallentscheid handelt, ob Wettbewerb faktisch besteht (siehe oben E. 2.2.7 und 4.2.2). Bezeichnend ist diesbezüglich auch, dass sie - wie im Übrigen auch die Vorinstanz - für ihre Argumentation vielfach auf die Argumentationen der WEKO für die Frage der Wettbewerbsabreden, also auf Kriterien des konkreten Falls zurückgreift. Insofern ist auch die Unterstützung der vorinstanzlichen Auffassung in Bezug auf den Schamfaktor verfehlt. Zum anderen verkennt sie auch den Unterschied zwischen Normkollision und positiver Normenkonkurrenz bzw. Normenkumulation. Die Beschwerdegegnerin ist sodann der Auffassung, dass das Bundesgericht in der Sache selbst entscheiden könne. Dieser Auffassung ist nicht zu folgen. Strittig ist eine Sanktionsverfügung nach Art. 49a KG, was - wie das Bundesgericht kürzlich dargelegt hat (BGE 139 I 72) - die Beachtung verschiedener Verfahrensanforderungen, insbesondere auch Bestimmungen der EMRK, und Sachverhaltsabklärungen und -überprüfungen verlangt. Das Bundesgericht als letzte Instanz kann gar nicht alle Anforderungen erfüllen; es darf deshalb noch nicht entscheiden, weshalb die Sache an die Vorinstanz zu neuem, beförderlich zu erlassenden Entscheid zurückzuweisen ist.