Citation: 4A_299/2022 E. 3.3

3.3. Der Beschwerdeführer betont vor Bundesgericht zunächst, dass das Mandatsverhältnis zwischen dem Beschwerdegegner und dem "Anwaltsbüro A.________ Rechtsanwälte" als Kollektivgesellschaft bestanden habe. Die Gerichtsstandsklausel binde ihn selber daher nicht; sie sei im gegebenen Fall, in dem er persönlich (und nicht die Anwaltsgemeinschaft) eingeklagt werde, nicht relevant. Er macht sodann geltend, dass die Gerichtsstandsklausel ihrem Wortlaut nach nicht "statisch" auf das Bezirksgericht Zürich verweise, sondern auf "die ordentlichen Gerichte des Kantons Zürich" und darin auf den "Geschäftssitz der Bevollmächtigten", was "dynamisch" den aktuellen Geschäftssitz meine. Das Obergericht habe ferner - so moniert der Beschwerdeführer weiter - Sinn und Zweck der strittigen Gerichtsstandsvereinbarung nicht richtig erfasst: Es gehe nämlich nicht in erster Linie um die Eintreibung von Honorarforderungen. Vielmehr solle die Klausel sicherstellen, dass eine gegen die Kanzlei gerichtete Klage nur an deren (aktuellen) Geschäftssitz möglich sei (Art. 30 Abs. 2 BV). Auch die Klienten hätten ein Interesse daran, dass sie Ansprüche gegen eine Kanzlei nach einem Sitzwechsel "weiterhin an deren Sitz" geltend machen könnten. Im Übrigen müsse ein Klient - entgegen den vorinstanzlichen Erwägungen - durchaus damit rechnen, dass eine Anwaltskanzlei ihren Sitz verlege. Gehe man dagegen davon aus, dass dem Beschwerdeführer eine "Einzelvollmacht" erteilt worden sei, müsse er an seinem Wohnsitz (der sich ebenfalls nicht in Zürich befinde) eingeklagt werden. Es könne nicht den berechtigten Erwartungen der Parteien entsprochen haben, dass eine Klage, die 16 Jahre nach Beendigung des Anwaltsmandats erhoben werde, noch am damaligen Geschäftssitz möglich sei.