Citation: 2C_982/2013 E. 2.3.2

2.3.2. Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass die eheliche Gemeinschaft vom 1. Oktober 2007 bis zum 5. Oktober 2010 und damit mehr als 3 Jahre gedauert habe. Aufgrund verschiedener Umstände ging die Vorinstanz jedoch davon aus, dass die Ehe schon gescheitert war, bevor sich die Beschwerdeführerin am 5. Oktober 2010 am gemeinsamen Wohnort formell abmeldete. Gemäss ihren eigenen Angaben wurde sie vom Ehemann seit Beginn der Ehe gegen Monatsende jeweils zu ihrer Schwester geschickt, bis er sie wieder zu sich rief, womit die Ehegatten zeitweise nicht zusammen wohnten. Wie die Vorinstanz zu Recht erwog, überzeugt nicht, dass dies aus finanziellen Gründen geschehen sein soll, da das Ehepaar von der öffentlichen Fürsorge unterstützt wurde. Spätestens im Frühling 2010 ging der Ehegatte eine Beziehung mit einer anderen Frau ein. Noch während die Ehegemeinschaft angeblich fortbestand, erwartete der Ehegatte von seiner Freundin ein gemeinsames Kind, das am 19. November 2010 zur Welt kam. Entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin lag offensichtlich nicht bloss ein Seitensprung vor, sondern eine auf Dauer angelegte Beziehung, die in der Folge zur definitiven Trennung der Ehegatten führte. Die Freundin besuchte den Ehemann der Beschwerdeführerin denn auch in der ehelichen Wohnung, wobei sie die Beschwerdeführerin jedoch nie antraf. Gemäss dem Bericht der Kantonspolizei Zürich vom 10. November 2010 hat der Ehegatte am 1. November 2011 ausgesagt, die Beschwerdeführerin habe ihn bereits vor zwei oder zweieinhalb Jahren, d.h. im Frühling oder Herbst 2009 verlassen. Der genaue Zeitpunkt des Auszugs der Beschwerdeführerin aus der ehelichen Wohnung ist somit unklar, kann jedoch dahingestellt bleiben. Wie die Beschwerdeführerin selber ausführt, hielt sie sich nämlich wegen eines ehelichen Konflikts ab Sommer 2010 vermehrt bei ihrer Schwester auf. Bei einer Gesamtbetrachtung der vorliegenden Umstände muss die Ehe somit spätestens ab jenem Zeitpunkt als definitiv zerrüttet betrachtet werden, wobei sich auch die Beschwerdeführerin des fehlenden Ehewillens ihres Ehegatten bewusst sein musste. Es handelte sich offensichtlich nicht um eine zeitlich begrenzte Ehekrise, nachdem es in der Folge zu keiner Versöhnung kam und der Ehegatte vielmehr mit der Mutter seines Kindes zusammenzog. Versöhnungsbemühungen, die allenfalls auf einen damals trotz gepflegter Parallelbeziehung noch bestehenden Ehewillen seitens des Ehemannes hätten schliessen lassen können, sind weder dargetan noch ersichtlich. Auf die Gründe, die zum Scheitern der Ehe führten, kommt es im Übrigen nicht an. Der Schluss der Vorinstanz, die eheliche Gemeinschaft habe keine drei Jahre gedauert, ist somit nicht zu beanstanden. Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, vermag die vorinstanzliche Würdigung nicht zu erschüttern. Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG kommt daher nicht zur Anwendung.