Citation: 8C_78/2019 E. 8.3

8.3. Soweit die Beschwerde überhaupt der qualifizierten Rügepflicht genügt (vgl. E. 2.1), vermag sie jedenfalls nicht darzulegen, dass die Vorinstanz bei der Auslegung und Anwendung von kantonalem Recht in Willkür verfallen wäre. Das kantonale Gericht hat nachvollziehbar begründet, weshalb die unentgeltliche Rechtsvertretung im Anwendungsbereich des VRPG/AG patentierten Anwälten, die im Anwaltsregister eingetragen sind und somit die Voraussetzungen von Art. 8 BGFA erfüllen, vorbehalten ist. Zwar verwehrt die kantonale Regelung Nichtanwältinnen und -anwälten die Übernahme eines Mandates als unentgeltlicher Rechtsvertreter nicht explizit, sie schreibt deren Bestellung aber auch nicht ausdrücklich vor. Die vom Verwaltungsgericht gewählte Lösung verstösst insoweit zumindest nicht gegen den Wortlaut der kantonalen Norm (vgl. Urteil 8C_246/2012 vom 17. August 2012 E. 2.2.2). Weiter hat die Vorinstanz die Lehrmeinung zu Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO berücksichtigt. Wenn sie gestützt darauf erkannte, die unentgeltliche Rechtsverbeiständung sei auch ausserhalb des Monopolbereichs patentierten Anwälten vorbehalten, so erscheint dies mit Blick auf den ausdrücklichen Verweis auf das Zivilprozessrecht in § 34 Abs. 3 VRPG/AG jedenfalls nicht unhaltbar. Sodann zog das kantonale Gericht bei seiner Auslegung der umstrittenen kantonalen Bestimmung auch die Materialien bei. Gemäss Botschaft des Regierungsrats des Kantons Aargau an den Grossen Rat vom 14. Februar 2007 zur Totalrevision des VRPG/AG könne durch die Einschränkung der unentgeltlichen Rechtsvertretung auf registrierte Anwältinnen und Anwälte gewährleistet werden, dass die eingesetzten Personen über die nötigen Rechtskenntnisse und eine Haftpflichtversicherung für allfällige Schadensfälle verfügen. Die Beschwerdeführerin macht in diesem Zusammenhang zu Recht nicht geltend, der angefochtene Entscheid widerspreche dem Willen des Gesetzgebers.