Citation: 9C_290/2022 E. 4.1

4.1. Was der Beschwerdeführer gegen die Beweiskraft des Gutachtens vom 10. Oktober 2019 vorbringt, hält nicht stand: Die Experten der MEDAS Bern äusserten sich eingehend zu den funktionellen Auswirkungen der Befunde, zur uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit und in diesem Zusammenhang auch zum Fähigkeitsprofil des Versicherten. Nicht stichhaltig ist somit die Rüge, dem Gutachten der MEDAS Bern könne kein schlüssiges Bild zur Verwertung der Restarbeitsfähigkeit entnommen werden. Soweit der Versicherte den Beweiswert des Gutachtens mit Verweis auf die abweichenden psychiatrischen Einschätzungen der behandelnden Ärzte in Zweifel ziehen will, legt er nicht substanziiert dar, welche wesentlichen Aspekte die Experten übergangen haben sollen, die geeignet sind, zu einer abweichenden Beurteilung zu führen (vgl. Urteil 9C_654/2015 vom 10. August 2016 E. 4.4). Sodann hat die Vorinstanz auch in Bezug auf die nach der Begutachtung datierenden Berichte der behandelnden Ärzte aufgezeigt, weshalb diese keine neuen Aspekte enthalten, welche das bidisziplinäre Gutachten ernsthaft in Zweifel ziehen könnten. Soweit der Beschwerdeführer die Dauer der psychiatrischen Untersuchung moniert, ist darauf hinzuweisen, dass es für den Aussagegehalt eines medizinischen Berichts rechtsprechungsgemäss nicht primär auf die Untersuchungsdauer ankommt. Massgeblich ist vielmehr die inhaltliche Vollständigkeit und Schlüssigkeit der Expertise (vgl. Urteil 9C_190/2019 vom 14. Mai 2019 E. 3.1), welche der Beschwerdeführer mit seinen Einwänden nicht in Frage zu stellen vermag.