Citation: 7B_732/2024 E. 3.2

3.2. Ausgehend von der dargestellten bundesgerichtlichen Rechtsprechung erwägt die Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe weder anlässlich der Siegelung noch in der polizeilichen Einvernahme Siegelungsgründe geltend gemacht. Insofern habe er im Siegelungsantrag keine Geheimnisschutzinteressen geltend gemacht. Der Siegelungsantrag sei damit ungültig, weshalb keine gültige Siegelung stattgefunden habe. Der Beschwerdeführer hält dem entgegen, das Siegelungsbegehren sei rechtzeitig und mehrfach mit dem Anwaltsgeheimnis begründet worden, nämlich im Rahmen eines Telefonats und in einer E-Mail-Nachricht an die zuständige Jugendanwältin, welche die Kenntnisnahme vom Siegelungsbegehren und seiner Begründung bestätigt habe. Indessen tut er nicht dar, dass er zu einer dahingehenden Sachverhaltsergänzung im bundesgerichtlichen Verfahren berechtigt wäre (vgl. E. 2 hiervor), und dies ist auch nicht ersichtlich. Im Gegenteil wurde der Beschwerdeführer im Verfahren vor der Vorinstanz mit Verfügung vom 28. Mai 2024 ausdrücklich darauf hingewiesen, dass er die Siegelung ohne Angabe von Siegelungsgründen verlangt habe, weshalb sich die Frage der Gültigkeit des Siegelungsbegehrens stelle, und es wurde ihm Frist eingeräumt, um zum Entsiegelungsantrag und "insbesondere zur Gültigkeit des Siegelungsbegehrens Stellung zu nehmen". In seiner Stellungnahme widersprach der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer der Feststellung, wonach er keine Siegelungsgründe genannt habe, nicht und äusserte sich nicht zur Frage der Gültigkeit des Siegelungsbegehrens. Unter diesen Umständen kann er der Vorinstanz aber keinen Vorwurf machen, wenn diese ohne weitere Nachforschungen von einem ungültigen Siegelungsantrag ausgeht und auf das Entsiegelungsbegehren demzufolge nicht eintritt, und zwar unabhängig davon, dass die Jugendanwaltschaft keinen dahingehenden Antrag gestellt hat.