Citation: 9C_728/2023 E. 3.4

3.4. Dem Beschwerdegegner wurde ab April 2012 aktengemäss nach einer Beförderung ein rund Fr. 350.- höherer Monatslohn sowie eine knapp Fr. 60.- höhere Teuerungszulage ausgerichtet als in den vorangegangenen Monaten. Wie die Vorinstanz zu Recht festhält, sind keine Hinweise darauf erkennbar, dass diese Lohnerhöhung im Gesundheitsfall nicht weiter ausgezahlt worden wäre; die Beschwerdeführerin macht nichts Gegenteiliges geltend. Das kantonale Gericht hat daraufhin zur Ermittlung des indexierten Validenlohns nicht das Gesamteinkommen des Jahres 2012 als Basis genommen, welches in den ersten drei Monaten ein tieferes Monatsgehalt und damit auch einen geringeren 13. Monatslohn enthielt, sondern das auf zwölf Monate (13 Lohnzahlungen) hochgerechnete höhere Monatseinkommen ab April 2012. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin hat das Obergericht daher nicht eine zukünftige, ungewisse Lohnentwicklung, sondern eine tatsächlich eingetretene Erhöhung mitberücksichtigt. Ohne diese vorgenommene Hochrechnung wäre das Valideneinkommen zu tief festgesetzt worden, da dem Beschwerdegegner bis März 2012 ein niedrigerer Lohn ausgerichtet wurde. Das Vorgehen des kantonalen Gerichts verletzt kein Bundesrecht.