Citation: 6B_233/2009 24.09.2009 E. 2.3

2.3.1 Nach Art. 122 StGB wird wegen schwerer Körperverletzung mit Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren oder mit Geldstrafe nicht unter 180 Tagessätzen bestraft, wer u.a. vorsätzlich einen Menschen lebensgefährlich verletzt (Abs. 1). Eine lebensgefährliche Körperverletzung im Sinne von Art. 122 Abs. 1 StGB darf nur angenommen werden, wenn die Verletzung zu einem Zustand geführt hat, in dem sich die Möglichkeit des Todes dermassen verdichtete, dass sie zur ernstlichen und dringlichen Wahrscheinlichkeit wurde, was aber nicht bedeutet, dass die Lebensgefahr notwendigerweise eine zeitlich unmittelbare, akute sein muss. Massgebend ist vielmehr die erhebliche Wahrscheinlichkeit des tödlichen Verlaufs (BGE 131 IV 1 E. 1.1 mit Hinweisen). 2.3.2 Im vorliegenden Fall suchte der Beschwerdeführer gemäss Aktenlage erst 13 Tage nach dem Vorfall vom 8. September 2007, am 21. September 2007, seinen Hausarzt auf, welcher die Bisswunde erstmals ärztlich untersuchte. Obwohl aufgrund von Infektionsgefahren eine gewisse Gefährlichkeit bestand, liegt bei der vorliegenden Bisswunde am Unterarm des Beschwerdeführers keine schwere Körperverletzung im Sinne von Art. 122 Abs. 1 StGB vor, hat doch die Verletzung weder zu einem Zustand geführt, bei dem die Möglichkeit des Todes zu einer ernstlichen und dringlichen Wahrscheinlichkeit wurde, noch bestand eine erhebliche Wahrscheinlichkeit des tödlichen Verlaufs. Da der Tatbestand der schweren Körperverletzung nicht erfüllt ist, ist nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer auch nicht dargelegt, inwiefern das Prinzip der Gewaltenteilung sowie des Anspruchs auf ein gerichtliches Verfahren verletzt worden sein sollen. Die Beschwerde ist daher in diesem Punkt unbegründet.