Citation: 2P.137/2003 06.06.2003 E. 1

Über die Bauherren des Anfang der 90er Jahre auf der Parzelle Nr.216 in Visp (Märtmatte) errichteten Geschäftshauses wurde der Konkurs eröffnet. Bei der Grundstücksteigerung im Jahre 1997 erwarb die Bank X.________ einige Stockwerkeigentumsanteile der Liegenschaft. Am 19. Juni 1998 stellte ihr die Gemeinde Visp Rechnung für Kanalisationsanschlussgebühren in der Höhe von Fr. 10'944.50; die Bank X.________ wurde als "Nacherwerberin" im Sinne von Art.32 Abs. 1 des kommunalen Kanalisationsreglements für die von den früheren Eigentümern nicht bezahlte Anschlussgebühr belangt. Die Bank X.________ erhob erfolglos die Verjährungseinrede: Das Kantonsgericht wies ihre entsprechend begründete Beschwerde mit Urteil vom 11. April 2003 kantonal letztinstanzlich ab. Es zog - mangels Regelung der Verjährung im kommunalen und kantonalen Recht - in Lückenfüllung "die allgemeinen (zivilrechtlichen) Grundsätze zur Verjährung" heran und wandte analog Art. 127 OR eine zehnjährige Verjährungsfrist an. In einer Eventualerwägung kam das Gericht auch auf Grund der Verjährungsbestimmungen des kantonalen Steuergesetzes zum gleichen Ergebnis.