Citation: 5A_701/2022 E. 4.2

4.2. Ausgehend von seinem Entscheid vom 16. Dezember 2020 (vgl. vorne Bst. A.c) als Referenzpunkt verneinte das Obergericht eine dauernde und erhebliche Veränderung der Verhältnisse. Es erachtete die Bemühungen des Beschwerdeführers im Hinblick auf seine verbesserte Kooperationsbereitschaft zwar als ausreichend, forderte angesichts der Vorgeschichte mit gewissen Instabilitäten aber in zeitlicher Hinsicht, dass diese Bemühungen über einen Zeitraum von etwa zwölf Monaten durchgehalten werden und überprüfbare Veränderungen nach sich ziehen, bevor der persönliche Verkehr des Vaters mit der Tochter allenfalls wieder hergestellt werden könne. Dies sei beispielsweise anzunehmen, wenn der Beschwerdeführer während zwölf Monaten regelmässig die Sitzungen bei Dr. med. D.________ besuche und diese einen Therapieerfolg bestätige. Bei der Zukunftsprognose stellte das Obergericht auf die Vorgeschichte und damit unter anderem auch auf ein Gutachten ab, das bereits Gegenstand seines früheren Entscheids gewesen war.