Citation: 5P.195/2006 20.06.2006 E. 1

1.1 Die staatsrechtliche Beschwerde richtet sich gegen einen letztinstanzlichen kantonalen Entscheid, und mit ihr wird die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt. Insoweit ist sie gegeben (Art. 86 Abs. 1 OG, 84 Abs. 1 lit. a OG). Mit ihrem Gutheissungsantrag verlangen die Beschwerdeführer sinngemäss die Aufhebung des kantonsgerichtlichen Entscheides, womit den prozessualen Anforderungen Genüge getan wird. Hingegen erteilt das Bundesgericht aufgrund der kassatorischen Natur der staatsrechtlichen Beschwerde den kantonalen Behörden grundsätzlich keine Anordnungen (BGE 129 I 173 E. 1.5). Auf das entsprechende Begehren ist demnach nicht einzutreten. 1.2 Die Vorbringen der Beschwerdeführer sind nur zu prüfen, soweit sie den Begründungsanforderungen des Art. 90 Abs. 1 lit. b OG genügen. Demnach ist klar darzulegen, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. Im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde prüft das Bundesgericht nur klar und einlässlich erhobene Rügen. Auf bloss appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (BGE 130 I 258 E. 1.3). Mit staatsrechtlicher Beschwerde können von hier nicht zutreffenden Ausnahmen keine Tatsachen und Beweismittel sowie keine rechtlichen Argumente vorgebracht werden, welche nicht bereits im kantonalen Verfahren geltend gemacht wurden (BGE 129 I 49 E. 3). Damit sind insbesondere die Schreiben des Vormundschaftsamtes vom 5. Mai 2006 und dasjenige der Beschwerdeführerin vom 8. Mai 2006 nicht zu berücksichtigen. 1.3 Ob beide Beschwerdeführer zur Einreichung der staatsrechtlichen Beschwerde berechtigt sind (Art. 88 OG) und ob dem (13 Jahre alten) Beschwerdeführer ein Prozessbeistand infolge einer Interessenkollision (Art. 392 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB) hätte bestellt werden müssen, kann vorliegend offen bleiben. Aus den folgenden Ausführungen ergibt sich nämlich, dass der staatsrechtlichen Beschwerde kein Erfolg beschieden ist.