Citation: 6B_84/2023 E. 1.2.2

1.2.2. Zur Landesverweisung erwägt die Vorinstanz, die Beschwerdeführerin sei im Alter von rund 12 Jahren in die Schweiz gekommen, habe hier ihr gesamtes Erwerbsleben als Jugendliche und junge Erwachsene absolviert. Auch wenn sie nicht hier geboren sei, habe sie doch eine Vielzahl der ihre Persönlichkeit prägenden Jahre in der Schweiz verbracht. Sie spreche Schweizerdeutsch und sei hier sozial und kulturell verwurzelt. Sie sei seit bald sechs Jahren in einer Beziehung mit ihrem ebenfalls hier wohnhaften Freund. Zu ihren ebenfalls in der Schweiz lebenden Eltern und Geschwistern habe sie eine grundsätzlich gute Beziehung und pflege regelmässigen Kontakt zu ihnen. Ebenfalls in der Schweiz wohne der Ex-Mann der Beschwerdeführerin zusammen mit ihrem elfjährigen Sohn, zu dem die Beziehung gut sei. Es sei aber darauf hinzuweisen, dass der Kontakt zwischen der Beschwerdeführerin und ihrem Sohn offenbar nicht regelmässig stattfinde und eher sporadischer Natur sei. Die Beschwerdeführerin weise eigenen Angaben zufolge Schulden in Höhe von Fr. 20'000.-- bis Fr. 30'000.-- auf, die vornehmlich aus den unrechtmässig bezogenen Leistungen stammten. Zwar habe sie geltend gemacht, dass sie mit deren Rückzahlung begonnen habe, derartige Rückzahlungen seien indes nicht dokumentiert oder belegt. Hinzu komme, dass ihre Schulden laufend wüchsen, weil sie ihren Alimentenverpflichtungen nicht nachkomme und diese durch die öffentliche Hand bevorschusst würden. Weiter sei entgegen der ersten Instanz zwar nicht von Delinquenz während laufender Probezeit einer Vorstrafe oder während eines laufenden Verfahrens auszugehen, die Legalprognose der Beschwerdeführerin sei aber keineswegs ungetrübt.