Citation: 1A.104/2006 19.01.2007 E. 1

1.1 Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid, der sich u.a. auf die Verordnung vom 23. Dezember 1999 über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV; SR 814.710) und das NHG stützt, d.h. auf Bundesverwaltungsrecht. Dagegen steht die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Bundesgericht offen, soweit die Verletzung von Bundesrecht gerügt wird (Art. 97 ff. OG). Da alle anderen Sachurteilsvoraussetzungen vorliegen, ist auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde einzutreten. 1.2 Im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde sind dagegen die Verfassungsrügen zu beurteilen, die im Zusammenhang mit der Anwendung der kommunalen Bestimmungen zum Ortsbildschutz der Gemeinde erhoben werden. Zwar weisen diese Rügen einen Zusammenhang mit den in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu beurteilenden Fragen der ungeschmälerten Erhaltung und grösstmöglichen Schonung des Ortsbilds von nationaler Bedeutung i.S.v. Art. 6 NHG auf. Den kommunalen Bestimmungen kommt jedoch selbständige Bedeutung zu; insbesondere können sie über den nach NHG gebotenen Schutz des Ortsbildes hinausgehen. Insofern erscheint es sachgerecht, die diesbezüglichen Rügen separat im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde zu behandeln. Auch auf die staatsrechtliche Beschwerde ist daher, vorbehältlich rechtsgenügend begründeter Rügen (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG), einzutreten. 1.3 Das Verwaltungsgericht kam zum Ergebnis, die Wirkung der streitigen Anlage auf das Ortsbild sei bedeutend, weshalb die Mobilfunkanlage inmitten des geschützten Ortsbildes nicht bewilligt werden könne. Es stützte sich hierfür, wie die vorangehenden Erwägungen zeigen, sowohl auf die Bauvorschriften der Gemeinde zur Kern- und Ortsbildschutzzone als auch auf Art. 6 NHG. Dies hat zur Folge, dass der angefochtene Entscheid nur aufgehoben werden kann, wenn sich beide Begründungen als bundesrechtswidrig erweisen. Die Beschwerdeführerin macht geltend, das Verwaltungsgericht hätte zwingend ein Gutachten der ENHK gemäss Art. 7 NHG einholen müssen; diese Auffassung teilen auch das BAFU und das Bundesamt für Kultur. Die Frage kann jedoch offen bleiben, wenn das Verwaltungsgericht die Baubewilligung schon gestützt auf die kommunalen Bauvorschriften aufheben durfte. Deshalb ist zunächst im Rahmen der staatsrechtlichen Beschwerde zu prüfen, ob das Verwaltungsgericht verfassungsmässige Rechte der Beschwerdeführerin verletzte, als es die Beschwerde gestützt auf kommunales Recht guthiess. Nur wenn dies der Fall wäre, müsste noch geprüft werden, ob der angefochtene Entscheid gestützt auf die Bestimmungen des NHG geschützt werden kann.