Citation: 2C_691/2013 E. 3.1

3.1. Nach § 35 Abs. 1 lit. e des Steuergesetzes des Kantons Aargau vom 15. Dezember 1998 (StG/AG) werden insbesondere "die mit dem Beruf zusammenhängenden Weiterbildungs- und Umschulungskosten" zum Abzug zugelassen. Eine identische Regelung findet sich in Art. 9 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (Steuerharmonisierungsgesetz, StHG; SR 642.14) sowie in Art. 26 Abs. 1 lit. d des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11). Darunter fallen indes nur solche Kosten, die im Rahmen des bereits erlernten und ausgeübten Berufs anfallen, nicht dagegen Kosten für die erstmalige Aufnahme einer Berufstätigkeit bzw. für einen neuen (oder zusätzlichen) Beruf (vgl. § 41 lit. b StG/AG und Art. 34 lit. b DBG, welche diese Aufwendungen unter dem Titel der "Ausbildungskosten" ausdrücklich vom Abzug ausschliessen). Für die Abzugsfähigkeit genügt es, dass die Aufwendungen für die Erzielung des Einkommens nützlich sind und nach der Verkehrsauffassung im Rahmen des Üblichen liegen. Dazu gehören nicht nur Anstrengungen, um den Stand bereits erworbener Fähigkeiten zu erhalten, sondern vor allem auch der Erwerb verbesserter Kenntnisse für die Ausübung des gleichen Berufs. Abzugsfähig sind insbesondere Fortbildungskosten zur Sicherung der bisherigen Stelle. Nicht darunter fallen hingegen Auslagen für eine Fortbildung, die dem Aufstieg in eine eindeutig vom bisherigen Beruf zu unterscheidende höhere Berufsstellung (sog. Berufsaufstiegskosten) oder gar dem Umstieg in einen anderen Beruf dient (Urteil 2C_28/2011 vom 15. November 2011 E. 2.2 mit zahlreichen Hinweisen).