Citation: 7B_168/2023 E. 2.3

2.3. Soweit hier von Interesse, erwägt die Vorinstanz was folgt: Auf dem Umschlag, in welchem das gesiegelte Mobiltelefon an sie (die Vorinstanz) weitergeleitet worden sei, befinde sich ein amtliches Siegel, datierend vom 28. November 2022. Wann und ob das Mobiltelefon direkt im Anschluss an den Siegelungsantrag des Beschwerdeführers gesiegelt worden sei, sei nicht genau feststellbar, davon müsse jedoch aufgrund der Ausführungen der Verteidigung ausgegangen werden. Aufgrund der Ausführungen der Staatsanwaltschaft dränge sich sodann für den anschliessenden Ablauf bis zur Siegelung am 28. November 2022 folgender Ablauf auf: Aufgrund eines Missverständnisses zwischen der Staatsanwaltschaft und der Kantonspolizei Zürich sei das Mobiltelefon zur Herausgabe bereitgelegt und zu diesem Zweck aus dem Siegelungsbehälter entnommen worden. Nachdem das Missverständnis aufgeklärt worden sei, sei das Mobiltelefon erneut gesiegelt worden. Aus den Akten ergebe sich kein Hinweis darauf, dass die Staatsanwaltschaft in dieser Zeit auf das Mobiltelefon des Beschwerdeführers zugegriffen bzw. auch nur eine abstrakte Zugriffsmöglichkeit gehabt habe. Die Staatsanwaltschaft habe nicht über den Entsperrcode verfügt und es könne ihr in dieser kurzen Zeit nicht möglich gewesen sein, auf das Mobiltelefon zuzugreifen. Daran vermöge auch der Umstand nichts zu ändern, dass gegen 16:00 Uhr am 27. November 2022 Nachrichten auf das besagte Mobiltelefon hätten zugestellt werden können, zumal der Flugmodus auch ohne Zugriffsmöglichkeit auf den Inhalt ausgeschaltet werden könne. Entsprechend sei von einer unverzüglichen und rechtmässigen Siegelung auszugehen. Hinsichtlich des Vorwurfs, der Beschwerdeführer habe zuvor weitere Raserdelikte begangen, sei festzuhalten, dass von der - vom Beschwerdeführer nicht bestrittenen - Fahrt vom 27. November 2022 vom Beifahrer B.________ gemäss dessen Aussage eine Videoaufnahme erstellt worden sei. Sodann habe der Beschwerdeführer angegeben, bereits zuvor drei Hochleistungsfahrzeuge gemietet zu haben. Bei diesen habe es sich um einen Bentley, einen BMW M8 (625 PS) und einen Mercedes C63 (510 PS) gehandelt, welche die Leistung betreffend durchaus mit dem am 27. November 2022 gefahren Fahrzeug (670 PS) verglichen werden könnten. Auch habe der Beschwerdeführer selber zugegeben, bereits frühere Fahrten gefilmt zu haben. In Anbetracht der enormen Geschwindigkeitsüberschreitung am 27. November 2022 liege der Schluss nahe, dass der Beschwerdeführer sich bereits bei früheren Fahrten mit vergleichbaren Mietfahrzeugen an hohe Geschwindigkeiten herangetastet oder diese erreicht habe. Zu berücksichtigen sei, dass er gerade mal seit dem 19. September 2022 im Besitz des Führerausweises auf Probe sei und somit eingestandenermassen innert rund zwei Monaten vier Hochleistungsfahrzeuge gemietet habe, was auf eine klare Vorliebe für schnelle Fahrzeuge hindeute. Dass er sich - wie er geltend mache - nur gefilmt habe oder habe filmen lassen, als er langsam gefahren sei, müsse nach einer summarischen Prüfung als eine Schutzbehauptung gesehen werden.