Citation: 1P.370/2004 23.09.2004 E. B

Am 10. Juli 2004 reichte X.________ bei der Strafkammer des Kantonsgerichts Freiburg ein Entschädigungsgesuch ein. Er beantragte, es sei ihm für die Voruntersuchung und die durchgeführte Hauptverhandlung vor dem Bezirksstrafgericht der Sense eine Entschädigung für seine persönlichen Umtriebe in gerichtlich zu bestimmender Höhe sowie der Ersatz der Verteidigungskosten gemäss beigelegter Kostennote zuzuerkennen. Die Kostennote wies einen Betrag von Fr. 13'518.05 für Anwaltskosten auf. Das Kantonsgericht wies das Gesuch mit Entscheid vom 19. Mai 2004 ab. Als Begründung führte es an, X.________ habe die Eröffnung einer Strafuntersuchung veranlasst. Er habe die erst knapp sechzehneinhalbjährige Y.________, kurz nachdem er sie kennen gelernt hatte, in die Wohnung eines Bekannten geführt und an ihr sexuelle Handlungen und den Beischlaf vollzogen. Seinen eigenen Aussagen zufolge sei Y.________ sehr müde gewesen, habe unter starkem Alkohol- und Drogeneinfluss gestanden und den genauen Ort ihres Aufenthalts nicht gekannt. Dieses aus zivilrechtlicher Sicht vorwerfbare Verhalten rechtfertige es, die Ausrichtung einer Entschädigung trotz Freispruch zu verweigern.