Citation: 2C_641/2020 E. 5.1

5.1. Die BV bzw. die EMRK umfassen keinen vorbehaltlosen Anspruch auf Einreise und Aufenthalt bzw. Wahl des von den Betroffenen gewünschten Wohnorts für die Familie (vgl. BGE 144 II 1 E. 6.1 S. 12; 142 II 35 E. 6.1 S. 46; 139 I 330 E. 2 S. 335 ff.; je mit Hinweisen). Soweit ein Bewilligungsanspruch besteht, gilt er nicht absolut. Liegt eine aufenthaltsbeendende oder -verweigernde Massnahme im Schutz- und Anwendungsbereich von Art. 8 EMRK, erweist sich der Eingriff als zulässig, falls er - wie hier - gesetzlich vorgesehen ist (Art. 44 AIG i.V.m. Art. 73 Abs. 3 VZAE), einem legitimen Zweck dient (Zuwanderungssteuerung und -beschränkung) und sich in einer demokratischen Gesellschaft als notwendig erweist (Verhältnismässigkeit bzw. Interessenabwägung im Rahmen von Art. 8 Ziff. 2 EMRK). Art. 8 EMRK steht - im Hinblick auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der schweizerischen und der ausländischen Wohnbevölkerung, der Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für die Eingliederung der in der Schweiz bereits ansässigen Ausländer und die Verbesserung der Arbeitsmarktstruktur sowie eine möglichst ausgeglichene Beschäftigung - einer restriktiven Einwanderungssteuerung nicht entgegen (vgl. BGE 135 I 153 E. 2.2.1 S. 156; Urteil 2C_1011/2019 vom 21. April 2020 E. 3.3.4).