Citation: 1C_574/2023 E. 4.6

4.6. Da die Beschwerdeführenden die Eindolung des Wiesenbachs im Bereich der Raschnalstrasse nicht verschoben haben, kann offenbleiben, ob sie bei einer hypothetischen Verschiebung hätten darauf vertrauen dürfen, die Abflusskapazität der vorbestehenden Eindolung genüge dem Hochwasserschutz. Auf die Zulässigkeit der von ihnen vorgenommenen neuen Eindolung des Wiesenbachs im Bereich der Bauparzelle durften sie nicht vertrauen, weil diese Eindolung nicht bewilligt worden war und sie die Bewilligungspflicht kennen mussten. Dass die Gemeinde nachträglich eine Duldung dieser (zusätzlichen) Eindolung in Aussicht stellte, konnte für deren Vornahme nicht vertrauensbildend gewesen sein. Demnach konnten die Beschwerdeführenden bezüglich der Eindolung des Wiesenbachs auf der Bauparzelle und der Unterlassung der Verschiebung der Eindolung im Bereich der Raschnalstrasse gemäss den von der Gemeinde Saas bewilligten Plänen nicht gutgläubig gewesen sein.