Citation: U 125/05 03.05.2006 E. 3

Streitig und zu prüfen ist, ob die unfallbedingten Ursachen des Gesundheitsschadens des Beschwerdegegners ab 11. Februar 1999 ihre kausale Bedeutung verloren haben (vgl. statt vieler Urteil B. vom 30. November 2004, U 222/04 Erw. 1.3). Dabei bilden Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens lediglich Leistungen von Taggeldern und Heilbehandlung aufgrund des Unfalls vom 28. April 1998. 3.1 Im angefochtenen Entscheid stellt die Vorinstanz fest, angesichts der medizinischen Aktenlage sei der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den anhaltenden Beschwerden, welche die typische Symptomatik nach einem Schleudertrauma wiederspiegeln, ausgewiesen. Aufgrund der in einem unfalldynamischen Gutachten dargelegten Kollisionsbedingungen sei von einem mittelschweren, im Grenzbereich zu den leichten Unfällen liegenden Ereignis auszugehen. Da es an einer eindeutigen Dominanz der psychischen Beschwerden fehle, sei die Adäquanz nach den für ein Schleudertrauma der HWS ohne nachweisbare Funktionsausfälle geltenden Regeln zu beurteilen. Weil die massgebenden Kriterien einerseits in gehäufter Weise vorlägen und andererseits das Merkmal des Grades und der Dauer der Arbeitsunfähigkeit in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sei, sei die Adäquanz des Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und den zum Zeitpunkt des Einspracheentscheides vorhandenen Beschwerden mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit zu bejahen. 3.2 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird demgegenüber im Wesentlichen angeführt, die Schlussfolgerungen des Gutachtens der MEDAS vom 9. Dezember 2002 seien nicht schlüssig und verschiedene Ärzte hätten die Unfallkausalität in Frage gestellt. Es treffe nicht zu, dass die Beschwerden beim Versicherten innert 24 bis 72 Stunden nach dem Unfall aufgetreten seien und eine Arbeitsunfähigkeit bewirkt hätten. Es sei das Vorliegen eines Schleudertraumas der HWS wegen zu langer Latenzzeit zu verneinen und sei nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erwiesen, dass die geltend gemachten Beschwerden in einem Kausalzusammenhang zum Unfall stünden. Vielmehr seien die Beschwerden als krankhafte Entwicklung eines Vorzustandes zu betrachten, der nicht hätte abgeklärt werden können, weil der Versicherte die Akteneinsicht verweigert habe. Schliesslich sei die Adäquanz zu verneinen, weil es sich beim fraglichen Unfall um ein leichtes Auffahrereignis ohne wesentliche unmittelbare Folgen gehandelt habe. 3.3 Diese Einwendungen sind nicht stichhaltig. Insbesondere hat die Vorinstanz den natürlichen Kausalzusammenhang angesichts der medizinischen Aktenlage und gestützt auf die gesamte Anamnese sowie das Gutachten der MEDAS zu Recht als ausgewiesen erachtet, wobei sie davon ausging, alle Beschwerden seien organischer Genese und mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 28. April 1998 zurückzuführen. Aus der medizinischen Anamnese und dem Unfallbericht sowie den Inspektions- und Arztberichten geht zudem hervor, dass die Schulter- und Nackenschmerzen sowie Schlafstörungen wenige Stunden bzw. spätestens ein bis zwei Tage nach dem Unfallereignis auftraten und der Beschwerdegegner kurze Zeit später auch über Konzentrationsstörungen, Schwindel und Kopfschmerzen klagte. Ein diffuser zerebraler Abbau-Vorgang im Sinne eines Vorzustandes, wie ihn die Beschwerdeführerin geltend macht, kann aufgrund der medizinischen Akten und hauptsächlich eines am 16. April 1999 veranlassten MRI ausgeschlossen werden, nachdem diese Untersuchung keine Auffälligkeiten im Gehirn ergeben hatte. Wie der Versicherte in seiner Vernehmlassung zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde zutreffend ausführt, hat das kantonale Gericht schliesslich auch korrekt festgestellt, dass die geforderten Kausalitätskriterien in ausgeprägtem Masse erfüllt sind, weshalb die Adäquanz des Kausazusammenhanges zu bejahen ist. Unter diesen Umständen waren in Bestätigung des angefochtenen Entscheides die Voraussetzungen für die Einstellung der Versicherungsleistungen der Beschwerdeführerin ab 11. Februar 1999 nicht erfüllt.