Citation: 5A_677/2022 E. A

A.a. A.________ ist die Mutter von B.________. Sie übertrug ihrem Sohn am 8. Juli 2010 das Eigentum an der Liegenschaft U.________-Gbbl. Nr. xxx, bestehend aus einem Einfamilienhaus an der V.________strasse yyy sowie einer Parterre- und Obergeschosswohnung an der V.________strasse zzz. Am 12. Juli 2010 verfasste B.________ ein Schriftstück, in welchem er seiner Mutter ein "lebenslängliches Wohnrecht" gewährte, welches wahlweise entweder im Einfamilienhaus oder in der Parterrewohnung ausgeübt werden dürfe. Eine Eintragung des Wohnrechts im Grundbuch erfolgte nicht. A.b. Am 10. Januar/30. April 2014 schlossen die Parteien eine von der Schlichtungsbehörde genehmigte Vereinbarung. Diese sah die Rückübertragung des Eigentums an der Liegenschaft U.________-Gbbl. Nr. xxx an A.________ gegen Bezahlung eines Kaufpreises von Fr. 985'000.-- vor. Im Gegenzug verpflichtete sich B.________, die Liegenschaft bis spätestens am 31. Oktober 2014 zu verlassen. Die Rückübertragung des Eigentums an A.________ wurde trotz Vollstreckungsentscheid vom 31. Mai 2016 nicht vollzogen. A.c. B.________ bewohnte zunächst die Obergeschosswohnung an der V.________strasse zzz, aus welcher er im Verlauf des Jahres 2015 auszog. Seither wohnt er in einer Mietwohnung. A.________ bewohnte kurze Zeit die Parterrewohnung an der V.________strasse zzz, wechselte aber in das Einfamilienhaus an der V.________strasse yyy, wo sie bis heute wohnt. A.d. Von Dezember 2016 bis Februar 2017 wohnte C.________, der Ex-Ehemann von A.________ und Vater von B.________, in der Liegenschaft, wofür er A.________ Fr. 4'500.-- bezahlte. A.e. A.e.a. Am 10. September 2018 erhob B.________ beim Regionalgericht Emmental-Oberaargau eine Eigentumsklage gegen A.________. In erster Instanz lauteten seine Rechtsbegehren zuletzt wie folgt: