Citation: 9C_370/2013 E. 4.2.2

4.2.2. Ob eine längere Entzugsbehandlung unter dem Titel der Mitwirkungspflicht grundsätzlich in Frage kommt, hat das Bundesgericht in diesem Verfahren nicht zu prüfen. Das kantonale Gericht wies die Sache an die IV-Stelle zurück, damit diese abkläre, ob ein (kurzfristiger) Entzug zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit erforderlich und zumutbar sei. Damit steht ausser Frage, dass die Vorinstanz einen Entzug unter dem Titel der Mitwirkungspflicht nicht grundsätzlich ausschloss. Inwiefern die IV-Stelle durch die vorinstanzlichen Erwägungen in ihrem Beurteilungsspielraum wesentlich eingeschränkt und zum Erlass einer ihrer Meinung nach bundesrechtswidrigen Verfügung gezwungen würde, vermag sie jedenfalls nicht damit darzutun, es wäre ihr verwehrt, eine längere Entzugsbehandlung unter dem Titel der Mitwirkungspflicht anzuordnen. Sollte die psychiatrische Abklärung zum - rechtlich verwertbaren - Ergebnis führen, ein Entzug wäre zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nötig und zumutbar, und würde die nach erfolgtem Entzug gegebenenfalls in die Wege zu leitende weitere Abklärung ergeben, die Arbeitsfähigkeit könnte mit einer längeren Entzugsbehandlung wesentlich zu verbessern werden, wird es der Beschwerdeführerin unbenommen sein, dannzumal eine solche - unter dem Titel der Schadenminderungspflicht (E. 4.2.1 hievor) - anzuordnen.