Citation: 5A_279/2013 E. 2.2

2.2. Das Obergericht hat zur Ermittlung des Unterhaltsbedarfs der Beschwerdegegnerin die Methode der Existenzminimumsberechnung mit Überschussverteilung angewendetund hat dabei den ordentlichen Grundbetrag beider Parteien (je Fr. 1'200.-- ohne 20%-Zuschlag) übernommen. Der Beschwerdeführer beanstandet, im vorliegenden Fall könne die Beschwerdegegnerin aus gesundheitlichen Gründen kein volles Arbeitspensum bewältigen. Da der Unterhaltsbeitrag somit nicht dem Ausgleich ehebedingter Nachteile der Beschwerdegegnerin diene, sondern aufgrund des Prinzips der nachehelichen Solidarität gesprochen werde, hätte die Vorinstanz bei seinem Notbedarf einen Zuschlag von 20% auf dem Grundbetrag berücksichtigten müssen. Wie bereits dargelegt, hat das Obergericht unbestrittenermassen die Methode der Existenzminimumsberechnung mit Überschussverteilung angewendet. Es hat dabei berücksichtigt, dass vorliegend bei Anwendung dieser Methode ein auf beide Parteien aufzuteilender Überschuss resultiert und der Beschwerdeführer somit nicht auf sein Existenzminimum gesetzt ist und daher allfällige zusätzliche Aufwendungen mit dem Überschuss bezahlen kann. Unter diesen Umständen erweist sich die Streichung des 20%-Zuschlages auf dem Grundbetrag als nicht bundesrechtswidrig, umso weniger, als auch die Beschwerdegegnerin diesen Zuschlag nicht erhalten hat. Abgesehen davon liegen auch nicht derart gute finanzielle Verhältnisse vor, die eine Berücksichtigung des Zuschlages rechtfertigten (vgl. dazu: Urteil 5C.296/2001 vom 12. März 2002 E. 2c/dd).