Citation: U 348/00 02.04.2001 E. 3

3.- Soweit das kantonale Gericht erwogen hat, da sich gestützt auf den im Verfahren betreffend die Invalidenversicherung vorgenommenen Einkommensvergleich in jedem Fall ein Erwerbsausfall und somit eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als 50 % ergebe, sei nach Art. 25 Abs. 3 UVV grundsätzlich die ganze Taggeldleistung zu erbringen, kann dem nicht beigepflichtet werden. Denn bei dieser Norm (vgl. auch der vom 1. Januar 1996 bis 31. Dezember 1998 gültig gewesene gleichlautende Art. 5 Abs. 4 der Verordnung über die Unfallversicherung von arbeitslosen Personen) handelt es sich um eine Koordinationsbestimmung zwischen der Unfall- und der Arbeitslosenversicherung. Deren Anwendung setzt das Zusammentreffen von Taggeldern der Unfallversicherung mit solchen der Arbeitslosenversicherung voraus (BGE 126 V 128 Erw. 3c; ZAK 1998 S. 92 f.). Die entsprechende Regelung greift daher nur dann Platz, wenn die versicherte Person bei der Arbeitslosenversicherung angemeldet ist. Dies trifft im vorliegenden Fall nicht zu. Jedenfalls ergeben sich auf Grund der Akten keinerlei Anhaltspunkte dafür, noch wird geltend gemacht, dass die Beschwerdegegnerin für die hier massgebende Zeit ab Juni 1995 Taggelder der Arbeitslosenversicherung bezogen hätte. Unter diesen Umständen kann von der eventualiter beantragten Prüfung der Gesetzmässigkeit der Verordnungsbestimmung abgesehen werden.