Citation: U 281/06 21.06.2007 E. 5

Klarzustellen ist vorweg, dass sich die Versicherte am 19. Oktober 2002 - entgegen den ausdrücklichen Angaben der Arbeitgeberin auf der Unfallmeldung UVG vom 22. Oktober 2002 - keine Hirnerschütterung zugezogen hat. Weiter steht fest, dass sie schon vor dem Unfall vom 19. Oktober 2002 nicht nur an einer Cervicocephalgie (August 2001), einer muskulären Dysbalance mit physiotherapeutischer Behandlungsbedürftigkeit, einer rezidivierenden Cephalaea (wieder auftretende Kopfschmerzen) und den Folgen einer commotio cerebri vom 5. April 2001 gelitten hatte (Bericht des Hausarztes Dr. med. W.________ vom 1. November 2002), sondern auch die Spondylose C5/6 vorbestehend war (Bericht der Rehaklinik Y.________ vom 8. Mai 2003) und somit nicht in einem Kausalzusammenhang mit dem Ereignis vom 19. Oktober 2002 stand. Weiter ist dem psychiatrischen Teilgutachten des Dr. med. R.________ vom 22. Dezember 2004, welches im Rahmen der interdisziplinären Begutachtung in der Klinik V.________ erstellt wurde, zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin eine schwierige Jugendzeit mit gewalttätigem Vater, Ehescheidung der Eltern (1980), vorzeitigem Abbruch der Kochlehre zur Betreuung ihrer jüngeren drei Brüder (1981) und mehreren Suizidversuchen zwischen 1974 und 1991 erlebte. Bis drei Wochen vor dem Unfall war sie wegen linksseitigen Rückenbeschwerden bei der Stellvertretung ihres Hausarztes in Behandlung (Bericht der "Zürich" zum Besuch einer Inspektorin in der Wohnung der Versicherten vom 29. November 2002). Laut Angaben des behandelnden Psychiaters Dr. med. S.________ vom 14. August 2003 war die Versicherte "schon früher wegen ihrer Depressivität und Suizidalität in einer längeren Psychotherapie" bei ihm. Danach sei "es ihr wieder einigermassen gut" gegangen bis zum Zeitpunkt des Unfalles.