Citation: 9C_514/2020 E. 5.1.1

5.1.1. Die Beurteilung der Schmerzproblematik (und deren Folgeerscheinungen, insbesondere der Schlaflosigkeit und der daraus resultierenden Ermüdung) durch die MEDAS-Gutachter erfolgte unbestritten in Kenntnis der hierzu relevanten Aktenlage (vgl. Beschwerdeschrift II. B. Ziff. 13.2 S. 5 ff., insb. S. 11; Ziff. 13.4.1 S. 11) und es fand eine eingehende Auseinandersetzung damit statt (vgl. Beschwerdeschrift II. B. Ziff. 13.3 ff. S. 11 ff.). Dass auch die Arbeitsfähigkeit unter Berücksichtigung der Schmerzproblematik geschätzt wurde, steht bereits damit ausser Frage. Ausserdem führt der Beschwerdeführer selbst aus, gemäss den Experten schliesse die verbleibende Schmerzproblematik eine Steigerung der attestierten Arbeitsfähigkeit von 80 auf 100 % eher aus (Beschwerdeschrift II. B. Ziff. 13.4.2 S. 12; vgl. Expertise S. 61). Die quantitative Einschränkung beruhte dabei auf der neurochirurgischen Einschätzung (Expertise S. 87 ff.). Berücksichtigt wurden die Schmerzen jedoch auch aus orthopädischer Sicht, indem das Zumutbarkeitsprofil einer leidensangepassten Tätigkeit aufgrund der Schmerzproblematik angepasst wurde (Expertise S. 49 f., S. 54 f.). Die Experten nahmen ihre Beurteilung sodann unbestritten in Kenntnis der Ergebnisse der beruflichen Eingliederungsmassnahmen bei der B.________ (Abschlussbericht vom 25. Januar 2017; Expertise S. 35; Beschwerdeschrift II. B. Ziff. 13.2 S. 9 f., S. 11) und der Insomnieabklärung im Spital C.________ vom März 2017 (Expertise S. 38 und 114 ff., Beschwerdeschrift II. B. Ziff. 13.2 S. 10 f.) vor. Sie erachteten schmerzbedingte Einschränkungen der Schlafqualität gestützt auf den Bericht als gut vorstellbar (Expertise S. 63; vgl. auch Beschwerdeschrift II. B. Ziff. 13.4.2 S. 12) und anerkannten auch einen Zusammenhang zwischen der schlechten Schlafqualität und der rascheren Ermüdbarkeit (Expertise S. 60). Ebenfalls war ihnen die Auswirkung der Schmerzen auf die Konzentrationsfähigkeit bewusst (Expertise S. 66 Ziff. 1.8., vgl. auch Beschwerdeschrift II. B. Ziff. 13.4.3 S. 12). Im Zusammenhang mit der beruflichen Abklärung ist festzuhalten, dass deren Ergebnisse generell immer auch von subjektiven Faktoren abhängen können. Die Erkenntnisse aus den Abklärungen wurden vorliegend durch die Gutachter berücksichtigt. Dass sie sich diesen aufgrund ihrer Begutachtung aus medizinischer Sicht nicht vollumfänglich anschliessen konnten, vermag die Beweiskraft ihrer Expertise nicht in Frage zu stellen.