Citation: 8C_462/2022 E. 3.2.2

3.2.2. Es steht fest, dass die Beschwerdegegnerin am 4. November 2020 im Sportunterricht beim Vorzeigen einer Sprungfolge am langen Springseil, das von zwei Schülerinnen geschwungen wurde, rechtsseitig einen Achillessehnenriss erlitt. Für die Frage, ob ein Unfall im Rechtssinne vorliegt, insbesondere ob ein ungewöhnlicher äusserer Faktor einwirkte, ist es ohne Belang, wann genau sie den Schmerz empfand, d. h. ob nach dem gehörten und gespürten Schlag oder erst nach dem angegeben Sturz. Gleiches gilt für die Frage, mit welchem Fuss sie am Seil hängen blieb, um den Bewegungsablauf programmwidrig zu stören. Diese Einwände sind daher nicht zielführend, zumal die Vorinstanz zutreffend darauf hinwies, dass sich die Zugbelastung der Sehne beim Ereignis vom 4. November 2020 ohnehin nicht genau rekonstruieren lasse (vgl. SVR 2022 UV Nr. 37 S. 146, E. 5.2.3; 8C_593/2021).