Citation: 9C_494/2018 E. 5.2

5.2. In Bezug auf die konkreten Umstände stellte das kantonale Gericht fest, der Beschwerdeführer sei im massgeblichen Zeitpunkt (Verfügung vom 20. März 2017) 60 Jahre und zwei Monate alt gewesen und habe noch eine Erwerbsdauer von knapp fünf Jahren vor sich gehabt. Er sei gelernter Schneider und habe seit 1994 ein eigenes Nähatelier betrieben. Seit 2012 sei er zu 100 % krank geschrieben und von da an nicht mehr erwerbstätig gewesen. Zum Begutachtungszeitpunkt habe die Ehefrau des Versicherten das Geschäft weitergeführt, obwohl es infolge seines Gesundheitszustands und den daraus resultierenden unregelmässigen Öffnungszeiten praktisch zum Erliegen gekommen sei. Da ihm gestützt auf das Gutachten der Medexperts AG die angestammte Tätigkeit als selbstständiger Schneider wieder zu 50 % zumutbar sei, spreche nichts gegen die Wiederaufnahme der selbstständigen Tätigkeit im eigenen Betrieb. Die vorinstanzlichen Feststellungen beschlagen als Resultat einer konkreten Beweiswürdigung tatsächliche Aspekte und sind deshalb für das Bundesgericht verbindlich, soweit das kantonale Gericht den rechtserheblichen Sachverhalt nicht offensichtlich unrichtig oder in Verletzung von Bundesrecht festgestellt hat (vgl. E. 1 hievor). Eine in diesem Sinne offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung ist weder erkennbar noch vom Beschwerdeführer dargetan. Entgegen der Vorinstanz war der am 1. Januar 1957 geborene Versicherte im massgeblichen Zeitpunkt (Gutachten der Medexperts AG vom September 2015; vgl. BGE 138 V 457 E. 3.3 S. 462) nicht 60 sondern 58 Jahre alt. Mit Blick darauf sowie auf die Möglichkeit des Beschwerdeführers, die seit 1994 bis 2012 ausgeübte selbstständige Tätigkeit im eigenen, von der Ehefrau noch aufrecht erhaltenen, Betrieb wieder aufzunehmen, kam das kantonale Gericht zu Recht zum Schluss, der Versicherte könne seine Restarbeitsfähigkeit noch verwerten.