Citation: 1B_215/2015 E. 2

Im angefochtenen Entscheid wird Folgendes erwogen: Im Vorfeld der zwischen dem Beschwerdeführer und der Staatsanwaltschaft vereinbarten Triage vom 22. Dezember 2014 habe die Staatsanwaltschaft ihm mit Schreiben vom 9. Dezember 2014 vorgeschlagen, die elektronischen Dateien in einem ersten Schritt nach verschiedenen Stichworten elektronisch vorzuselektionieren und in einem zweiten Schritt die vortriagierten Daten im Einzelnen zu sichten, damit geprüft werden könne, ob ein Bezug zu den strafrechtlich relevanten Vorwürfen bestehe. Der Beschwerdeführer habe am 10. Dezember 2014 schriftlich dazu Stellung genommen und vorgeschlagen, alles zu siegeln, was dem Anwaltsgeheimnis unterliege. Ebenso sei alles zu siegeln, was seine persönlichen Aufzeichnungen und Korrespondenz betreffe, welche mit dem Gegenstand der Untersuchung nichts zu tun hätten. Bei denjenigen Daten, die in einem Zusammenhang mit der Privatklägerin oder der Streitigkeit zwischen ihm und der Strafanzeigerin stünden, widersetze er sich der Offenlegung gegenüber den Untersuchungsbehörden nicht, sofern diese Daten nicht ohne anfechtbare Verfügung der Strafanzeigerin oder sonstigen Dritten zugänglich gemacht würden. Anlässlich der Triage vom 22. Dezember 2014 habe der Beschwerdeführer im Beisein seines Rechtsvertreters sein Einverständnis dazu gegeben, sämtliche Daten, welche aufgrund der grossen Datenmenge während der Triage nicht gesichtet werden konnten, ohne eine Einzelsichtung zu entsiegeln. Diese Daten seien von der Staatsanwaltschaft als "for Review" gekennzeichnet und in der Folge durchsucht worden. Im Anschluss an die Triage vom 22. Dezember 2014 habe die Staatsanwaltschaft dem Beschwerdeführer gleichentags bestätigt, dass die elektronische Verteidigerkorrespondenz sowie die Korrespondenz mit seinen tschechischen Anwälten ausselektioniert worden seien und unter Siegel gehalten würden. Das Gleiche gelte für die (nicht untersuchungsrelevanten) Dokumente, die vor dem 1. September 2004 und nach dem 1. Juli 2011 erstellt wurden. Hinsichtlich des Restes habe der Beschwerdeführer sein Einverständnis zur Entsiegelung und Durchsuchung gegeben. Diese schriftliche Bestätigung entspreche auch der kurz zuvor (im Anschluss an die Triage) getroffenen Vereinbarung zwischen ihm bzw. seinem Rechtsvertreter und der Staatsanwaltschaft. Nach Durchsuchung der entsiegelten (als "for Review" freigegebenen) Aufzeichnungen und Dateien habe die Staatsanwaltschaft dem Beschwerdeführer am 9. Februar 2015die Gegenstände, die sie als untersuchungsrelevant einstufte, zugestellt. Gleichzeitig habe sie ihm mitgeteilt, dass sie beabsichtige, diese Gegenstände als Beweismittel förmlich zu beschlagnahmen. In der Folge habe sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt gestellt, die fraglichen Aufzeichnungen und Dateien seien anlässlich der Triage vom 22. Dezember 2014 ausgesondert und als versiegelt kategorisiert worden, weshalb ihre Beschlagnahmung nicht in Frage komme. Zwar habe die Staatsanwaltschaft dem Beschwerdeführer zugesichert, dass die anlässlich der Triage vom 22. Dezember 2014 festgestellte Verteidigerkorrespondenz sowie die Korrespondenz mit seinen tschechischen Anwälten der Versiegelung unterlägen. Aufgrund der grossen Datenmenge habe jedoch ein Teil der Aufzeichnungen anlässlich der Triage noch gar nicht gesichtet werden können. Diesbezüglich habe der Beschwerdeführer sein ausdrückliches Einverständnis zur Entsiegelung und Durchsuchung gegeben und damit rechnen müssen, dass im Rahmen der Durchsuchung noch weitere Korrespondenz mit seinen tschechischen Anwälten (und weitere untersuchungsrelevante Dateien) eruiert werden konnten, die anschliessend Gegenstand der anfechtbaren Beschlagnahmeverfügung bildeten. Dies gelte umso mehr, als die Staatsanwaltschaft im Vorfeld der Triage die umfangreichen elektronischen Dateien (vereinbarungsgemäss) nach bestimmten untersuchungsrelevanten Stichworten vorselektioniert habe. Nach den Namen der tschechischen Anwälte habe damals noch nicht gesucht werden können. Der Beschwerdeführer habe zuvor auch keine entsprechenden Namen rechtzeitig genannt. Hinzu komme, dass er bei der Triage darüber belehrt worden sei, dass allfällige Anwaltskorrespondenz auch im Rahmen des Beschlagnahmeverfahrens noch ausgesondert werden könne. Was die vom Beschwerdeführer angerufenen Geheimnisschutzinteressen betrifft, widersetze er sich der förmlichen Beschlagnahme (bzw. verlange er die Siegelung) im Hinblick auf bei der Durchsuchung angeblich neu aufgetauchte Anwaltskorrespondenz. Es sei fraglich, ob es sich bei dem in Prag wohnhaften Mitbeschuldigten um einen Rechtsanwalt im Sinne des Gesetzes handle und ob er den Beschwerdeführer anwaltlich vertrete. Selbst wenn dies zuträfe, liege jedoch weder ein Beschlagnahmehindernis noch ein Siegelungsgrund vor, da diese Person in derselben Sache mitbeschuldigt sei. Im Übrigen seien keine Aufzeichnungen durchsucht und beschlagnahmt worden, die anlässlich der Triage vom 22. Dezember 2014 nicht gemeinsam entsiegelt und zur Durchsuchung freigegeben worden wären.