Citation: I 321/99 02.11.2000 E. 4

4.- Zu prüfen bleiben die Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchtigung auf die Arbeitsfähigkeit. Nicht in Frage steht, dass vorliegend zur Ermittlung des Invaliditätsgrades die gemischte Methode nach Art. 27bis Abs. 1 IVV (vgl. BGE 125 V 146) zur Anwendung gelangt. Unbestritten sind zudem die Anteile der Bemessungsfaktoren von 77 % Erwerbstätigkeit und 23 % Haushaltführung. Strittig hingegen ist der Grad der zumutbaren Leistungsfähigkeit im erwerblichen Bereich und die Arbeitsunfähigkeit im Haushaltbereich. a) Aufgrund der medizinischen Beurteilung in der Expertise des ZMB steht bezüglich der gesundheitsbedingten Einschränkungen fest, dass die Beschwerdeführerin unmöglich Lasten über 10 kg repetitiv heben oder tragen kann und sie zudem nicht vorwiegend in einer Zwangshaltung eingesetzt werden darf, sodass sie öfters Gelegenheit zum Wechsel der Körperpositionen benötigt. Mit der Vorinstanz ist daher die Einschätzung der Gutachter hinsichtlich der verbleibenden zumutbaren Einsatzfähigkeit in der angestammten Tätigkeit im Reinigungsdienst/Hausmutter im Rahmen von 70 % als zu optimistisch zu bezeichnen und vielmehr von einer leichten Hilfsarbeiterinnentätigkeit im genannten Umfang auszugehen. Entgegen der Beschwerdeführerin lässt sich daraus hingegen nichts gegen das ZMB-Gutachten als solches ableiten, handelt es sich doch bei der Beurteilung der zumutbaren Tätigkeit um eine Rechtsfrage, deren Beantwortung der Verwaltung und im Streitfall dem Richter obliegt. Diese haben aufzuzeigen, welche Tätigkeiten auf der Grundlage der medizinischen Einschätzung der Versicherten noch zumutbar sind. Da die Versicherte nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, hat die Vorinstanz für die Bestimmung des trotz Invalidität zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) zu Recht die Tabellenlöhne der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) beigezogen (vgl. BGE 124 V 322 Erw. 3b/aa mit Hinweisen). In Berücksichtigung von Tabelle A 1.1.1 der LSE 1994 ist sie vom Zentralwert für die mit einfachen und repetitiven Aufgaben (Anforderungsniveau 4) beschäftigten Frauen im privaten Sektor bei vollzeitiger Beschäftigung von Fr. 3325. - pro Monat bzw. Fr. 39'900. - pro Jahr ausgegangen. Zu Recht hat sie den Tabellenlohn auf das der Beschwerdeführerin aufgrund der medizinischen Angaben noch zumutbare Pensum von 70 % (30 %ige Einschränkung) umgerechnet und davon einen leidensbedingten Abzug von 10 % vorgenommen, was im Rahmen der Angemessenheitsprüfung nicht zu beanstanden ist. Entgegen der Beschwerdeführerin besteht mit Blick auf die neueste Rechtsprechung (BGE 126 V 75), mit der das Eidgenössische Versicherungsgericht seine Rechtsprechung zu den Abzügen vom Tabellenlohn bereinigt und weiterentwickelt hat, kein Grund für einen maximal zulässigen Abzug von 25 %. Da von einer betriebsüblichen durchschnittlichen Arbeitszeit von 41,9 Stunden (vgl. LSE 1994 S. 42) anstatt von 42 Stunden auszugehen ist, ergibt sich ein etwas reduziertes Gehalt für 1994 von Fr. 26'331. - im Jahr. Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung (1995 1,3 %, 1996 1,3 %, 1997 0,5 % und 1998 0,7 %) beträgt das Invalideneinkommen Fr. 27'332. -. Aus der Gegenüberstellung mit dem unbestrittenen Valideneinkommen von Fr. 41'424. - resultiert im erwerblichen Teil mithin ein Invaliditätsgrad von 34 %. b) Was den Haushaltbereich betrifft, hat die Vorinstanz richtig erwogen, dass aufgrund der gesundheitlichen Beeinträchtigung entgegen der Einschätzung im Gutachten ebenfalls von einer Einschränkung auszugehen ist, fallen doch in diesem Bereich wie im Reinigungsdienst zum Teil schwere Verrichtungen an. Die getroffene Annahme einer Leistungsverminderung von 30 % - entsprechend derjenigen im Erwerbsbereich - und die gestützt darauf gewichtete Invalidität im Haushaltbereich von 6,5 % ist nicht zu beanstanden. Es durfte ausnahmsweise von einer konkreten Abklärung im Haushaltbereich abgesehen werden, da die Beschwerdeführerin, um mindestens eine Viertelsrente beanspruchen zu können, im Haushaltbereich zu mehr als 60 % eingeschränkt sein müsste, was mit Blick auf die gesundheitsbedingte Beeinträchtigung, nicht der Fall ist. c) In Anwendung der gemischten Methode ergibt sich eine Gesamtinvalidität von 33 % (0,77 x 34 % + 0,23 x 30 %). Die Beschwerdeführerin ist damit nicht in rentenbegründendem Ausmass invalid, womit der vorinstanzliche Entscheid zu bestätigen ist.