Citation: I 557/00 13.05.2002 E. 2

2.- Die Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde richten sich in erster Linie gegen die inhaltliche Konkretisierung des Begriffs der Schadenminderungspflicht im zu beurteilenden Fall durch die kantonale Rekurskommission. Es sei Sache der Versicherten, die im Haushalt anfallenden Arbeiten so zu organisieren, dass sie in optimaler Weise die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung minimieren könne. Dazu gehöre unter Umständen die Anschaffung von Geräten wie beispielsweise einer Gefriertruhe zur Aufbewahrung von Frischprodukten, sodass tägliche Einkäufe nicht mehr notwendig seien. Im Weitern gelte die Schadenminderungspflicht im Sinne der zumutbaren Mithilfe des Ehemannes im Haushalt in sämtlichen Teilbereichen, ohne dass es darauf ankäme, inwiefern seine Mitwirkung bereits berücksichtigt worden sei und ungeachtet der Tatsache, dass er berufstätig sei. So müsse sinngemäss in einem bestimmten Umfang von einer zumutbaren Mithilfe bei der gründlichen Reinigung von Küche und Wohnung ausgegangen werden. Entgegen der Vorinstanz sei dem Ehemann sodann das Vorkochen auch unter der Woche klarerweise zumutbar. Schliesslich bestehe eine Schadenminderungspflicht auch in dem Sinne, dass bisherige Tätigkeiten aus dem Bereich Verschiedenes, u.a. das Anfertigen von Kleidern, soweit sie gesundheitsbedingt nicht mehr ausgeübt werden könnten, allenfalls durch "neue Hobbys" zu ersetzen sind. Bei richtig verstandener Bedeutung und Tragweite der Schadenminderungspflicht bestehe unter den gegebenen Umständen kein Anlass, vom Ergebnis des Betätigungsvergleichs von 32 % gemäss dem vom 12. Oktober 1999 datierenden "Abklärungsbericht für Hausfrauen" abzuweichen. Gegen eine knapp 27 % höhere Behinderung in der Haushaltführung spreche im Übrigen, dass es unüblich und unlogisch erscheine, wenn die Einschränkung im Bereich Haushalt grösser sei als im Erwerb. Im Gegenteil sei in der Regel die Behinderung in der Haushaltführung verglichen mit derjenigen im erwerblichen Bereich kleiner, auf welchen Umstand in BGE 125 V 160 f. denn auch hingewiesen werde. Zu beachten sei schliesslich, dass Dr. med. S.________ im Bericht vom 8. März 1999 die Arbeitsfähigkeit als Hausfrau auf 75 % beziffert habe. Wenn nun dieser Arzt in dem im kantonalen Verfahren eingereichten Attest vom 15. Februar 2000, ohne dass "Neues vorgetragen wird", zum Schluss komme, es bestehe auch im Haushalt eine Arbeitsunfähigkeit von 50 %, vermöge diese Einschätzung allenfalls Anlass für die nochmalige Abklärung der Behinderung in der Haushaltführung zu sein, könne aber nicht den vorinstanzlichen Betätigungsvergleich entscheidend stützen. Abgesehen davon gehe es selbstverständlich auch im Haushaltbereich nicht an, die gesundheitlich bedingte Beeinträchtigung einfach mit der medizinisch-theoretischen Arbeitsunfähigkeit gleichzusetzen.