Citation: 1P.598/2005 08.12.2005 E. 2

2.1 Der Beschwerdeführer rügt, er habe A. Y.________ keine Frage stellen können. Diese Rüge hat er bereits im ersten Verfahren vor Appellationsgericht (Urteil vom 24. Mai 2004, Seite 6 ff., Ziff. 2) und vor Bundesgericht vorgebracht (Urteil 1P.474/2004 vom 3. Dezember 2004, E. 1.2 am Ende). Auf das Vorbringen war nicht einzutreten, weil es nicht hinreichend begründet war (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Die Sache beurteilt sich im vorliegenden Verfahren gleich, weshalb auf die Rüge nicht einzutreten ist. 2.2 Der Beschwerdeführer bringt vor, die Eltern von A. Y.________ hätten den Strafantrag zurückgezogen. Daher ist der Schuldspruch wegen Entziehens von Unmündigen aufzuheben bzw. das Strafmass zu reduzieren. Nach Art. 31 Abs. 1 StGB kann der Berechtigte seinen Strafantrag zurückziehen, solange das Urteil erster Instanz nicht verkündet ist. Das Urteil des Strafgerichts datiert vom 20. Januar 2003. Die Eltern haben ihren Strafantrag am Ende der Einvernahme vom 21. Februar 2005 zurückgezogen. Da das erstinstanzliche Urteil mehr als zwei Jahre vor diesem Zeitpunkt verkündet wurde, trifft der Schluss des Appellationsgerichts zu, wonach der Rückzug des Strafantrags prozessual verspätet und damit unbeachtlich ist (angefochtenes Urteil S. 6). Eine Verletzung von Verfassungsrecht ist nicht ersichtlich. 2.3 Der Beschwerdeführer fragt, warum sein Antrag auf Einvernahme von D.________ und E.________ als Zeugen abgelehnt worden sei. Falls dies als Rüge zu verstehen ist, legt der Beschwerdeführer nicht dar, inwiefern seine verfassungsmässigen Rechte beeinträchtigt wären (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Er setzt sich nicht mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinander, wonach die beantragten Zeugenaussagen weder das wirkliche Alter von A. Y.________ geändert, noch den Beschwerdeführer ermächtigt hätten, sich auf die falsche Altersangabe zu verlassen. Es ist auch nicht ersichtlich, dass das Appellationsgericht durch diese vorweggenommene Beweiswürdigung in Willkür verfallen wäre (BGE 124 I 208 E. 4a S. 211). 2.4 Der Beschwerdeführer macht geltend, "viele Einvernahmen und Protokolle" seien falsch. Er bezeichnet aber keine konkreten Stellen. Es ist im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde nicht Sache des Bundesgerichts, die Akten nach Anhaltspunkten durchzusehen, welche die Rüge des Beschwerdeführers stützen könnten. Aus dessen Begründungspflicht folgt, dass er die Aktenstelle selber genau zu bezeichnen hat (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Da er dies unterlässt, ist auf die Rüge nicht einzutreten.