Citation: 1C_383/2022 E. 6.2.2

6.2.2. Die Beschwerdeführerin rügt, die beantragte maximale Annahmemenge sei eine rein theoretische obere Limite, die in der Praxis nie erreicht werde. Dies führe dazu, dass kostenpflichtig Lagerkapazität erstellt oder angemietet werden müsse, die tatsächlich nie benötigt werde. Entgegen der Auffassung des Verwaltungsgerichts handle es sich auch nicht um die einzige verlässliche Grösse; vielmehr könne auf den Durchschnitt der effektiven monatlichen Rohwarenannahmen der Vorjahre abgestellt werden. Ohnehin sei der Rohwareninput keine geeignete Berechnungsgrundlage für die Bemessung der Lagerkapazität für flüssiges Gärgut, da eine beträchtliche Menge der Rohwaren im Vergärungsprozess zu Biogas umgewandelt und ein Teil der Feststoffe herausgefiltert und verbrannt werde. Allein der Dekanter, der Gärgut eindicke und Reststoffe daraus entferne, reduziere das Volumen um rund 10 %. Dementsprechend müsse auch das angeordnete Lagervolumen um 10 % reduziert werden. Anzurechnen sei mindestens die nachweislich durch Verbrennung in der Kehrichtverbrennungsanlage entsorgte Menge an Gärresten. In diesem Zusammenhang rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, weil das Verwaltungsgericht auf eine Begutachtung bzw. einen Augenschein in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet habe, obwohl es verschiedene Ansatzpunkte gebe, um die Reduktion des Wareninputs zuverlässig zu ermitteln.