Citation: 5A_181/2021 E. 3

Nach dem in E. 1 Gesagten müsste die Beschwerdeführerin darlegen, inwiefern das Obergericht in Rechtsverletzung von einer ungenügenden Berufungsschrift ausgegangen und deshalb darauf nicht eingetreten ist. Eine solche Darlegung findet sich nicht. Insbesondere macht sie nicht geltend, dass für die "achtenswerten Gründe" im Sinn von Art. 30 Abs. 1 ZGB ein falscher Massstab angelegt worden sei, indem gewissermassen eine Dokumentierung von objektiven Gründen und eines subjektiven Leidensdruckes verlangt wurde (vgl. zum Begriff der achtenswerten Gründe und der Geltendmachung statt vieler: BÜHLER, in: Basler Kommentar, N. 5 und 9 ZGB). Vielmehr äussert sich die Beschwerdeführerin direkt zur Sache selbst, indem sie festhält, es würden achtenswerte Gründe vorliegen, auf welche sie aber aus psychischen Gründen nicht eingehen wolle. Sie wolle aber ein neustes Beispiel aus dem Januar nennen: Als sie mit einem Kunden den Vertrag habe unterzeichnen wollen und erwähnt habe, dass sie an einer Namensänderung sei und den Vertrag noch mit dem alten Namen unterzeichnen müsse, habe dieser Herr nach der Herkunft des Namens gefragt; als sie ihm gesagt habe, ihr Vater sei Tunesier, habe der Kunde gesagt, er schliesse keine Verträge mit Arabern ab. Dabei handelt es sich allerdings um ein echtes Novum, welches im bundesgerichtlichen Verfahren ausgeschlossen ist (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 133 IV 342 E. 2.1 S. 344; 139 III 120 E. 3.1.2 S. 123). Sodann führt sie an, dass sie früher als Postangestellte oft erlebt habe, dass Leute sich wegen ihres Namens nicht von ihr hätten bedienen lassen wollen. Schliesslich schildert sie ihre Familienverhältnisse (psychische und physische Misshandlung in der Vergangenheit; die Eltern seien Alkoholiker gewesen und auch ihre Mutter sei geschlagen worden; das alles habe sich hingezogen, bis sie mit 19 Jahren habe ausziehen können); sie müsse einen Schlussstrich ziehen können. Ob damit (und mit den bereits im kantonalen Verfahren gemachten Vorbringen) nicht typische achtenswerte Gründe im Sinn von Art. 30 Abs. 1 ZGB gegeben sind, kann nach dem Gesagten nicht materiell geprüft werden, weil ein Nichteintretensentscheid angefochten ist. Wie erwähnt müsste vorab diesbezüglich eine Rechtsverletzung dargetan werden.