Citation: 1B_143/2007 27.07.2007 E. 4

Schliesslich beanstandet der Beschwerdeführer, ein psychiatrisches Gutachten hätte, wenn überhaupt, schon längst angefordert werden müssen. Die Untersuchungsbehörde sei "untätig" geblieben, was dem Beschleunigungsgebot in Haftsachen widerspreche und eine Haftentlassung nach sich ziehen müsse. Der Beschwerdeführer befindet sich seit ca. vier Monaten in Untersuchungshaft. Im Falle einer strafrechtlichen Verurteilung wegen mehrfacher Vergewaltigung, Nötigung und Bedrohung mit dem Tode muss er mit einer Freiheitsstrafe ernsthaft rechnen, die deutlich über diesem Zeitrahmen liegen könnte. Insofern ist hier keine unverhältnismässige Haftdauer gegeben (vgl. BGE 132 I 21 E. 4.1-4.2 S. 27 f. mit Hinweisen). Auch unzulässige Verfahrensverzögerungen bzw. grobe prozessuale Versäumnisse der kantonalen Strafjustizbehörden, welche eine sofortige Haftentlassung rechtfertigen würden, lassen sich den vorliegenden Akten nicht entnehmen (vgl. BGE 132 I 21 E. 4.1 S. 28 mit Hinweisen). Zur hängigen psychiatrische Begutachtung hat der kantonale Haftrichter im angefochtenen Entscheid vom 3. Juli 2007 erwogen, die Expertenmeinung zur Frage der Ausführungsgefahr sei von der Staatsanwaltschaft "umgehend" einzuholen. Am 9. Juli 2007 erfolgte der betreffende Gutachtensauftrag. Der Haftrichter hat ausserdem erwogen, dass es stossend wäre, wenn der Angeschuldigte monatelang in Untersuchungshaft auf den Beginn der Begutachtung warten müsste. Die Untersuchungsbehörde habe daher beim Experten nötigenfalls darauf hinzuwirken, dass "bereits in einigen Wochen" ein Kurzgutachten oder ein Zwischenbericht zur Frage der Ausführungsgefahr eingeht (angefochtener Entscheid, S. 4 E. 3). Gemäss ihrer Vernehmlassung hat die Staatsanwaltschaft den Gutachter in diesem Sinne explizit aufgefordert, ihr "einen Vorbericht zukommen zu lassen, falls sich vorzeitig ergeben sollte, dass keine Ausführungsgefahr besteht". Dieses prozessuale Vorgehen zur Nachachtung des Beschleunigungsgebotes in Haftsachen hält im vorliegenden Fall vor der Verfassung stand.