Citation: 7B.71/2005 23.05.2005 E. 3

3.1 Die Vorinstanz führt aus, zweitinstanzlich stehe einzig noch die Kompetenzqualität des Personenwagens infrage. Ein Automobil könne in der Regel nur dann ein unpfändbares Hilfsmittel zur Berufsausübung sein, wenn es notwendige Voraussetzung dafür sei, dass der Schuldner entweder verpflichtet sei, einen eigenen Wagen zur Arbeit mitzubringen oder er wegen des langen Arbeitsweges eines solchen bedürfe (Vonder Mühll, Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, Hrsg.: Staehelin/ Bauer/Staehelin, Basel 1998, SchKG II, N. 23 zu Art. 92). Weder das eine noch das andere treffe bei der Rekurrentin zu, sei sie doch aktuell ohne eine Anstellung. Da sie zur Zeit arbeitslos und noch auf Stellensuche sei, könnte ihrem Fahrzeug nur dann Kompetenzqualität zukommen, wenn sie es bei Antritt einer neuen Stelle effektiv brauchen würde (Vonder Mühll, a.a.O.). Letzteres werde von der Rekurrentin zwar als "potentiell" geltend gemacht (Arbeitsort könne mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht erreicht werden; evtl. unregelmässige Arbeitszeiten und/oder Verpflichtung, ein Auto mitzubringen), doch auf bloss hypothetische Annahmen könne hier nicht abgestellt werden. Die obere Aufsichtsbehörde fährt fort, in diesem Zusammenhang falle ergänzend ins Gewicht, dass die Rekurrentin hinsichtlich ihrer letzten Berufsausübung aufgrund ihres eingelegten Arbeitszeugnisses und des entsprechenden Arbeitsbeschriebs nicht ernstlich geltend machen könne, zur Ausübung ihres Berufes auf ihr Fahrzeug zwingend angewiesen gewesen zu sein. Sie habe damals - bis Ende September 2004 - als Assistentin/Sachbearbeiterin in einem im Zentrum von Zürich gelegenen Treuhandbüro gearbeitet, nur gerade wenige Gehminuten entfernt von der Sihlpost, vom Zürcher Hauptbahnhof und den umliegenden Tramstationen Löwenplatz, Hauptbahnhof bzw. Bahnhofstrasse, d.h. in auch verkehrstechnisch bester Umgebung zur Betreuung von Kunden und zum Besorgen sowohl der Tagespost als auch allfälliger Einkäufe. Ihr im Zeugnis aufgezeigter Aufgabenbereich umfasse sodann in erster Linie treuhänderische und bürobezogene (Sekretariats-) Tätigkeiten. Unter diesen Umständen habe ihrem Fahrzeug aber schon zum Zeitpunkt ihrer letzten Arbeitstätigkeit kaum Kompetenzqualität beigemessen werden können. Dies führe dazu, dass der Kompetenzcharakter umso weniger während der - an die Kündigung anschliessenden - vorübergehenden (unfreiwilligen) Unterbrechung ihrer Berufsausübung begründet werden könne, und zwar unabhängig von der Dauer der Arbeitslosigkeit.