Citation: 1P.668/2001 21.05.2002 E. 2.2

Der Beschwerdeführer hat auch aufgrund des angefochtenen Entscheids die Möglichkeit, an den Zeugeneinvernahmen teilzunehmen und Ergänzungsfragen zu stellen. Der Umstand, dass er keine Fragen vorbereiten kann, die auf den einzelnen Zeugen zugeschnitten sind, stellt eine gewisse Erschwerung der Verteidigung dar. Dass dem Beschwerdeführer daraus ein nicht wieder gutzumachender Nachteil entstehen könnte, ist aber nicht ersichtlich. Sollte der Beschwerdeführer zum Schluss kommen, dass er wesentliche Fragen, die zu seiner Entlastung hätten beitragen können, an der Einvernahme deshalb nicht stellte, weil er ohne entsprechende Vorbereitung - etwa aufgrund der Akten - dazu keinen Anlass sehen musste, so kann er immer noch im Hinblick auf die Hauptverhandlung oder in einem allfälligen Rechtsmittelverfahren ergänzende Beweismassnahmen verlangen. Möglicherweise wäre anders zu entscheiden, wenn sich aus Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK, Art. 32 Abs. 2 BV oder aus den §§ 106 ff. der Strafprozessordnung des Kantons Basel-Stadt (StPO/BS) ergäbe, dass ein umfassendes Konfrontationsrecht bereits im Untersuchungsverfahren vollumfänglich gewährt werden muss. Dies ist jedoch nicht der Fall. Vielmehr genügt es, dass der Angeschuldigte einmal im Verlauf des ganzen Strafverfahrens ausreichende Gelegenheit erhält, belastende Aussagen zu bestreiten und den Zeugen in kontradiktorischer Weise Fragen zu stellen (BGE 125 I 127 E. 6b S. 132 f. mit zahlreichen Hinweisen). 2.3 Vorliegend wird dem Beschwerdeführer vorgeworfen, zahlreiche Personen durch betrügerisches Verhalten in ihrem Vermögen geschädigt zu haben. Es besteht kein Grund zur Annahme, dass sich unter diesen Personen wichtige Zeugen befinden, bei denen eine spätere Befragung erschwert oder verunmöglicht sein könnte. Dem Beschwerdeführer bleibt es unbenommen, im Falle einer Verurteilung mit Beschwerde gegen den kantonal letztinstanzlichen Endentscheid noch einmal das Bundesgericht anzurufen und zu verlangen, dass gewisse Einvernahmen vor der zuständigen kantonalen Instanz wiederholt würden (Art. 87 Abs. 3 OG).