Citation: 6B_1394/2021 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz erwägt, in Bezug auf die Tätlichkeiten sei unbestritten, dass es zwischen den Ehegatten mehrfach zu Handgreiflichkeiten gekommen sei. Der Beschwerdeführer bestreite nicht, dass er seine Ehefrau bei der Auseinandersetzung am 19. Juli 2018 mit einem Besen geschlagen habe. Er führe jedoch aus, diese habe ihn zuerst damit geschlagen. Der Beschwerdeführer verkenne, dass das Unrecht seiner Handlungen nicht aufgehoben werde, selbst wenn die Ehefrau ihn zuerst mit dem Besenstiel geschlagen habe. Im Gegensatz zu den Tätlichkeiten seiner Ehefrau, lägen in seinem Fall keine Rechtfertigungsgründe vor. Das Zufügen von Schlägen, insbesondere mit solcher Intensität, dass die Ehefrau Blutergüsse davongetragen habe, sei eindeutig als Angriff auf die physische Integrität der Ehefrau und als Persönlichkeitsverletzung im Sinne von Art. 28 ZGB zu qualifizieren. Die Rechtswidrigkeit seines Verhaltens könne bejaht werden und das Zufügen derartiger Schläge sei nicht als angebrachtes Durchschnittsverhalten zu qualifizieren. Die Einleitung eines Strafverfahrens gegen den Beschwerdeführer sei bereits aufgrund dieses Sachverhalts nachvollziehbar und erforderlich (Entscheid S. 8 f. E. 2.3.2). Zusammenfassend hält die Vorinstanz weiter fest, es liege ein Fall häuslicher Gewalt vor, wobei vom Beschwerdeführer gegenüber seiner Familie mehrfach ein bedrohliches Verhalten ausgegangen sei. Das mehrfache Schlagen der Ehefrau und des Sohnes sei erstellt. Die stimmigen Aussagen der Ehefrau und der Tochter seien glaubhaft, weshalb auch betreffend Drohungen darauf abzustellen sei. Die Angaben des Beschwerdeführers würden nicht überzeugen und auf die Erklärungen des Sohnes könne nicht abgestellt werden. Es sei somit zweifellos davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer seiner Ehefrau mehrfach mit dem Tod gedroht habe. Es liege demnach ein Eingriff in die körperliche und psychische Integrität der Ehefrau im Sinne von Art. 28 ZGB vor. Die notwendige Intensität zur Verletzung des Persönlichkeitsrechts liege ohne Weiteres vor. Durch die Drohungen und die Gewaltbereitschaft des Beschwerdeführers liege ein normwidriges Verhalten vor, das geeignet sei, den Verdacht einer strafbaren Handlung zu erwecken und ein Strafverfahren einzuleiten. Dass der dringende Tatverdacht betreffend Drohung gegenüber dem Beschwerdeführer bestanden habe, sei auf dessen Verhalten zurückzuführen. Die Anwendung von physischer und psychischer Gewalt in der Familie könne sodann nicht als angebrachtes Durchschnittsverhalten bezeichnet werden, womit ein zivilrechtlich schuldhaftes Verhalten im Sinne von Art. 28 ZGB vorliege (Entscheid S. 11 E. 2.3.4).