Citation: 1C_555/2020 E. 5.2

5.2. Die Beschwerdeführerin macht dagegen geltend, ihr Antrag gründe auf § 12 NLG/BL, wonach der Regierungsrat ein Inventar der ge-schützten Naturobjekte erlasse. Die Umdeutung in ein Wiedererwägungsgesuch sei willkürlich und widerspreche Art. 12b NHG. Es verstehe sich von selbst, dass der Antrag auf Aufnahme in ein Naturinventar unabhängig von der planungsrechtlichen Lage der betroffenen Grundstücke erfolge. Vielmehr werde dieses Verfahren gerade dann angestrengt, wenn die Natur und Landschaft aufgrund der planeri-schen Gegebenheiten in Gefahr seien. Gemäss Art. 9 Abs. 3 des Übereinkommens vom 25. Juni 1998 über den Zugang zu Informationen, die Öffentlichkeitsbeteiligung an Entscheidungsverfahren und den Zugang zu Gerichten in Umweltangelegenheiten (Aarhus-Konvention; SR 0.814.07), seien Umweltschutzorganisationen dazu berechtigt, unterlassene Verfügungen anzufechten, was vorliegend der Fall sei.