Citation: 5A_604/2024 E. 5.2.1

5.2.1. Das Kantonsgericht hat auf die Rechtsprechung zu den lebensprägenden Ehen hingewiesen, wonach die Unterhaltspflicht spätestens mit dem Erreichen des AHV-Alters der verpflichteten Partei ihr Ende findet. Sodann hat es erwogen, dass die Parteien seit acht Jahren getrennt seien und die Trennungszeit im Zeitpunkt der Pensionierung des Ehemannes gleich lange gedauert haben werde wie das eheliche Zusammenleben. Allerdings habe die Ehefrau in den ersten Trennungsjahren den Sohn betreut und sie werde mit ihrem eigenen Einkommen von Fr. 3'000.-- nicht in der Lage sein, ihren Bedarf zu decken. Angesichts der auch nach der Pensionierung besseren Einkommens- und Vermögensverhältnisse des Ehemannes sei deshalb weiter bis zum Erreichen des AHV-Alters der Ehefrau Unterhalt zuzusprechen, allerdings ohne Überschussanteil und nur bis zum ursprünglichen AHV-Alter der Frauen von 64 Jahren, weil die Ehefrau keine eigene Berufung erhoben habe.