Citation: 6B_687/2016 E. 1.5.3

1.5.3. Wie die Vorinstanz feststellt, erklärte die Beschwerdegegnerin, sie habe aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können. Sie sei von Amt zu Amt hin- und hergeschoben worden und habe einfach keinen Ausweg mehr gesehen. Sie habe Angst gehabt und nicht gewusst, was sie noch hätte machen können, auch wegen des Kindes (Urteil S. 19). Die Beziehung zu den Kindern ist nach dem Kriterium der "Wirkung der Strafe auf das Leben der Täterin" (Art. 47 Abs. 1 StGB) zu beurteilen (vgl. Urteil 6B_338/2016 vom 9. Dezember 2016 E. 3.6). Dieses Urteil hält sich im Rahmen der strengen Rechtsprechung, nach welcher solche Tatsachen nur bei aussergewöhnlichen Umständen zu berücksichtigen sind (vgl. Urteil 6B_961/2016 vom 10. April 2017 E. 10.4) und eine Berücksichtigung insbesondere dann kaum in Betracht kommt, wenn gerade in Kenntnis dieser geltend gemachten Tatsachen weiter delinquiert wird (Urteil 6B_1053/2016 vom 18. Mai 2017 E. 6.3.2), denn damit wird eine Trennung von den Kindern in Kauf genommen (vgl. Urteile 6B_1298/2016 vom 27. April 2017 E. 1.10 und 6B_249/2016 vom 19. Januar 2017 E. 1.4.4). Auch die Trennung der alleinerziehenden Mutter (oben Bst. C) von ihren Kindern ist eine zwangsläufige, unmittelbar gesetzmässige Folge des Vollzugs einer Freiheitsstrafe; für sich allein kann diese Trennung nicht dazu führen, dass die Schwere des Verschuldens in den Hintergrund tritt und die Strafe unter Einbezug spezialpräventiver Gesichtspunkte auf ein Mass herabgesetzt wird, das eben diese Folgen ausschliesst (Urteil 6B_312/2016 vom 23. Juni 2016 E. 1.5.3 sowie Urteil 6B_1001/2016 vom 3. April 2017 E. 1.4.2).