Citation: 6B_7/2023 E. 3.4.3

3.4.3. Von Willkür oder Aktenwidrigkeiten kann auch in Bezug auf die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz betreffend die Übersichtlichkeit der Strassenbiegung nicht gesprochen werden (Beschwerde S. 23 f. Ziff. 29 f.). Es ist vertretbar, dass die Vorinstanz in Würdigung aller Beweise, wie namentlich der diesbezüglichen Zeugenaussagen sowie der Strassenmarkierung im Kurvenbereich, zum Schluss gelangt, die Kurve selber - auch wenn es sich bloss um eine kurze Biegung des Strassenverlaufs handelt - sei unübersichtlich (Urteil S. 18 E. 1.7.1; erstinstanzliches Urteil S. 23 E. 5.2.3). Unabhängig davon, ob die in der Kurve eingezeichnete Sicherheitslinie durchgehend ist (Urteil S. 18 E. 1.7.1) oder ob die Fahrbahnhälften kurz vor der Kurve, d.h. vor der Biegung bis ca. 5 Meter nach dem Baum, zunächst durch eine Doppellinie abgegrenzt sind (Beschwerde S. 24 Ziff. 30; Privatgutachten C.________ S. 11), weisen beide Strassenmarkierungen darauf hin, dass diese Rechtskurve in Fahrtrichtung Murgenthal (derjenigen des Beschwerdeführers) nicht hinreichend überblickt werden kann und daher unübersichtlich ist, weil dort in Fahrtrichtung Murgenthal eben gerade nicht überholt werden darf (in Fahrtrichtung Murgenthal eine Sicherheitslinie mit einer linksseitigen Leitlinie, vgl. Bild 07 Privatgutachten C.________ S. 11; Art. 73 Abs. 1 und 4 sowie Abs. 6 lit. a und c der Signalisationsverordnung vom 5. September 1979 [SR 741.21; SSV]).