Citation: 4A_474/2020 E. 4.1

4.1. Nach Ansicht der Beschwerdeführer sind zusätzlich zu den von der Vorinstanz angestellten allgemeinen Überlegungen, gestützt namentlich auf die Wertungen des Gesetzgebers im Rahmen von Art. 47 Abs. 2 ZPO, auch Umstände und Tatsachen zu berücksichtigen, die konkret auf Befangenheit der Beschwerdegegnerinnen schliessen liessen. So habe das Mietgericht noch während des laufenden Ausstandsverfahrens zur Hauptverhandlung vorgeladen, wie sich aus einer E-Mail des Rechtsvertreters der Beschwerdeführer an das Mietgericht vom 28. Mai 2020 ergebe. Es sei so vorgegangen worden, ohne dass zeitliche Dringlichkeit bestanden hätte. Anderseits erwecke auch die im Antwortschreiben der Mietgerichtspräsidentin vom 30. Juli 2020 gewählte Ausdrucksweise den Anschein der Befangenheit. Beim Schreiben vom 30. Juli 2020 handelt es sich um ein nach dem angefochtenen Urteil vom 17. Juli 2020 entstandenes Aktenstück, welches als Novum (Art. 99 Abs. 1 BGG) unbeachtlich ist. Im Übrigen lässt sich aus diesem Brief nicht auf Befangenheit schliessen. Damit das Bundesgericht auf eine Rüge eintreten kann, ist nicht nur erforderlich, dass der kantonale Instanzenzug formell durchlaufen wurde, sondern auch, dass die Rügen, die dem Bundesgericht unterbreitet werden, soweit möglich schon vor Vorinstanz vorgebracht wurden (sog. materielle Erschöpfung des Instanzenzugs; BGE 143 III 290 E. 1.1 S. 292 f. mit Hinweisen). Die Vorinstanz stellte fest, konkrete Umstände für Befangenheit würden in ihrem Verfahren nicht dargetan. Die Beschwerdeführer müssten daher nachweisen, dass sie sich schon im obergerichtlichen Verfahren auf das Vorgehen des Mietgerichts betreffend Ansetzen der Hauptverhandlung berufen hätten. Da sie das nicht tun, ist auf diese Rüge nicht weiter einzugehen.