Citation: 1A.45/2005 02.06.2005 E. 1

Angefochten ist der Kostenentscheid eines kantonal letztinstanzlichen Urteils, in dem das Obergericht sowohl über die Strafbarkeit des Täters als auch über die zivilrechtlichen und die OHG-Ansprüche des Opfers entschieden hat. Dagegen steht die Verwaltungsgerichtsbeschwerde offen, soweit die Beschwerdeführerin eine Verletzung von Art. 16 OHG rügt. Im Übrigen, soweit sie die Verletzung des Anspruchs auf unentgeltliche Prozessführung (Art. 29 Abs. 3 BV) und die willkürliche Anwendung kantonalen Prozessrechts (Art. 9 BV) im Hinblick auf die Kosten des Adhäsions- und des Strafverfahrens rügt, ist nur die staatsrechtliche Beschwerde ans Bundesgericht gegeben. Die Beschwerdeführerin ist als Opfer i.S.v. Art. 2 Abs. 1 OHG und als Partei des Berufungsverfahrens, deren Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege abgewiesen worden ist, sowohl zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde (Art. 103 lit. a OG) als auch zur staatsrechtlichen Beschwerde (Art. 88 OG) legitimiert. Auf die form- und fristgerecht erhobenen Beschwerden ist daher einzutreten.