Citation: 2C_466/2021 E. A

A.a. A.B.________ führt in U.________, Gemeinde V.________, einen Landwirtschaftsbetrieb. Er wurde mehrfach wegen Verstössen gegen das Tierschutzgesetz von Strafgerichten der Kantone St. Gallen und Appenzell Ausserrhoden verurteilt. Am 20. Februar 2012 verfügte das Veterinäramt des Kantons Appenzell Ausserrhoden (nachfolgend: Veterinäramt) gegen ihn ein zeitlich unbeschränktes Halteverbot für Nutztiere mit Ausnahme der Pferdehaltung. Dieses Tierhalteverbot bestätigte das Bundesgericht letztinstanzlich mit Urteil 2C_958/2014 vom 31. März 2015. A.b. Mit einem am 9. Juni 2015 unterzeichneten Vertrag übertrug A.B.________ den Tierbestand rückwirkend auf den 1. Juni 2015 auf seine Frau B.B.________. Das Veterinäramt beurteilte dieses Vorgehen als offensichtliche Umgehung des gegen A.B.________ verhängten Tierhalteverbots (Art. 105 Abs. 2 BGG). Mit Verfügung vom 15. Juli 2016 gewährte das Veterinäramt A.B.________ und B.B.________ eine letzte Frist bis zum 1. September 2016, den rechtmässigen Zustand herzustellen, sodass das gegen A.B.________ rechtskräftig verfügte Tierhalteverbot eingehalten sei. Gleichzeitig drohte das Veterinäramt die Ersatzvornahme an. Mit Schreiben vom 9. Februar 2017 stellte das Veterinäramt fest, dass A.B.________ weiterhin Nutztiere halte und dass ab dem 20. Februar 2017 mit der Durchführung der rechtskräftig angedrohten Vollstreckungshandlungen zu rechnen sei. Mit Schreiben vom 17. Februar 2017 liess B.B.________ dem Veterinäramt mitteilen, dass sie den gesamten Tierbestand gemäss Kaufvertrag vom 6. Februar 2017 an B.________ verkauft habe. Damit würden sich die angedrohten Vollstreckungsmassnahmen zur Durchsetzung des Tierhalteverbots erübrigen. A.c. Am 20. Februar, 24. Februar und 10. April 2017 führte das Veterinäramt unangemeldete Kontrollen auf dem Betrieb von A.B.________ durch. Zudem wurde B.________ durch den Kantonstierarzt befragt. Mit Schreiben vom 9. Juni 2017 stellte das Veterinäramt B.________ zur Gewährung des rechtlichen Gehörs den Entwurf einer Beseitigungs- und Duldungsverfügung zu. Dazu liess er sich mit Eingabe vom 3. Juli 2017 vernehmen. A.d. Mit Eingabe vom 19. Juni 2017 reichte A.B.________ beim Departement Gesundheit und Soziales des Kantons Appenzell Ausserrhoden (nachfolgend: Departement) ein Ausstandsbegehren gegen das Veterinäramt bzw. gegen dessen Mitarbeiter ein. Dieses Ausstandsbegehren wurde vom Bundesgericht mit Urteil 2C_382/2018 vom 15. März 2019 letztinstanzlich abgewiesen. A.e. Mit Entscheid vom 14. August 2017 erliess das Veterinäramt gegen B.________ eine Beseitigungs- und Duldungsverfügung. Darin hielt es unter anderem fest, dass das gegen A.B.________ rechtskräftig verfügte Tierhalteverbot nicht umgesetzt worden sei. A.B.________ wohne und arbeite auf dem Betrieb U.________ und sei damit weder räumlich noch betrieblich von den Nutztieren getrennt, noch habe eine Umstellung auf eine andere Bewirtschaftungsart stattgefunden. Der Betrieb sei auch nicht vollständig an B.________ übertragen worden, der die Tiere alleine ohne Einflussnahme von A.B.________ halte. B.________ gelte daher mit Blick auf den Vollzug des Tierhalteverbots selbst als Störer. Dies solange seine (angeblichen) Tiere sich räumlich und/oder betrieblich in der Nähe von A.B.________ befänden und Letzterer damit Einfluss nehmen könne. Für den Fall des rechtmässigen zivilrechtlichen Übergangs des Eigentums (gesamter Tierbestand gemäss Kaufvertrag vom 1. Februar 2017) wurde B.________ per sofort verpflichtet, sämtliche ihm gehörenden Rinder sowie sämtliche ihm gehörenden Schweine, Schafe, Ziegen und Hühner dauerhaft räumlich und betrieblich von A.B.________ zu trennen. Zudem wurde er zur sofortigen Duldung von Handlungen, die sich zur Umsetzung des gegenüber A.B.________ rechtskräftig verfügten Tierhalteverbots notwendig erweisen, verpflichtet. Einem allfälligen Rekurs entzog das Veterinäramt die aufschiebende Wirkung. Mit Entscheid gleichen Datums erliess das Veterinäramt gegen A.B.________ eine Vollstreckungsverfügung. Darin stellte es unter anderem fest, dass das gegen ihn rechtskräftig verfügte Tierhalteverbot nicht umgesetzt worden sei (Art. 105 Abs. 2 BGG). A.f. Gegen die Beseitigungs- und Duldungsverfügung vom 14. August 2017 rekurrierte B.________ beim Departement. Mit Zwischenentscheid vom 31. August 2017 wies das Departement den Antrag auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung ab. Dieser Zwischenentscheid ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen. Mit Zwischenverfügung vom 26. September 2017 sistierte das Departement das Rekursverfahren bis zum rechtskräftigen Entscheid betreffend das von A.B.________ eingereichte Ausstandsbegehren (vgl. vorne A.d). A.g. Gestützt auf die Vollstreckungsverfügung vom 14. August 2017 wurde am 1. September 2017 auf dem Betrieb U.________ die Ersatzvornahme durchgeführt. Dabei beschlagnahmte das Veterinäramt gegenüber C.B.________, Tochter von A.B.________, 90 Hühner. 128 Junghennen, acht Ziegen sowie 52 Schafe wurden durch von der Familie B.________ beauftragte Dritte abtransportiert. Um ca. 12.30 Uhr waren alle Tiere, die vom Tierhalteverbot betroffen waren, weggebracht. Mit Zwischenverfügung vom 11. September 2017 bestätigte das Veterinäramt gegenüber C.B.________ die Beschlagnahme der Hühner. A.h. Am 22. Mai 2019 nahm das Departement das Rekursverfahren gegen die Beseitigungs- und Duldungsverfügung vom 14. August 2017 wieder auf. Mit Entscheid vom 13. November 2019 wies es den Rekurs von B.________ ab.