Citation: 5A_652/2016 E. 3.5

3.5. Die Art und Weise, wie das Verwaltungsgericht die dargelegten Vorgaben der Rechtsprechung auf den konkreten Fall anwendet, ist nicht zu beanstanden. Der angefochtene Entscheid legt überzeugend und im Detail dar, dass die benötigte Behandlung des Schwächezustandes des Beschwerdeführers in der JVA U.________ möglich und seine Verlegung in diese Anstalt im jetzigen Zeitpunkt die geeignete und erforderliche Massnahme ist, um die Betreuung des Beschwerdeführers zu gewährleisten. Es kann grundsätzlich auf die ausführlichen und zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden. Im Übrigen vermögen die Einwände des Beschwerdeführers den angefochtenen Entscheid nicht zu erschüttern: Was die sachverhaltlichen Grundlagen der Unterbringung in der JVA U.________ angeht, erschöpfen sich die Vorbringen des Beschwerdeführers in appellatorischer Kritik. So argwöhnt der Beschwerdeführer, dass sich die gutachterlichen Empfehlungen betreffend die Zeit nach ernsthafter Einlassung in der JVA U.________ nicht umsetzen liessen. Wie das Verwaltungsgericht klar und deutlich festhält, geht es bei der fürsorgerischen Unterbringung in der JVA U.________ aber nicht um die Frage, ob in dieser Anstalt die Lockerungen möglich sind, die dem Beschwerdeführer für den Fall in Aussicht gestellt wurden, dass er sich auf eine Therapie einlässt, sondern darum, dass der Beschwerdeführer sich in einem ersten Schritt überhaupt erst einmal auf die Psychotherapie zur Behandlung seiner schweren Persönlichkeitsstörung einlässt. Allein mit Blick darauf ist die Geeignetheit der JVA U.________ zu prüfen. Nun zeigt der Beschwerdeführer aber nicht auf, warum das Verwaltungsgericht von der Einschätzung des sachverständigen Psychiaters, wonach die Unterbringung in der JVA U.________ dem Zustandekommeneines Therapieprozesses nicht entgegenstehe, hätte abweichen müssen. Steht im jetzigen Zeitpunkt als erster Entwicklungsschritt vorläufig nur die Einlassung auf die psychotherapeutische Behandlung bzw. die Erarbeitung einer Therapiemotivation zur Diskussion, so setzt sich die Vorinstanz auch nicht dem Vorwurf einer widersprüchlichen Argumentation aus, wenn sie das Familiengericht vorsorglich daran erinnert, mit Blick auf eine mögliche Öffnung des Settings zu einem späteren, noch unbekannten Zeitpunkt nicht nur die Sicherheitssituation in der Psychiatrischen Klinik Z.________, sondern auch allfällige Therapiefortschritte des Beschwerdeführers zu berücksichtigen. Soweit der Beschwerdeführer darüber hinaus bestreitet, dass für seine Behandlung und Betreuung in der JVA U.________ geeignete Fachkräfte vorhanden sind, begnügt er sich mit blossen Gegenbehauptungen. Inwiefern die Vorinstanz die Verfügbarkeit und/oder die Qualifikationen der fraglichen Spezialisten verkennt oder sonstwie falsch einschätzt, tut er nicht dar. An der Sache vorbei gehen auch die weitschweifigen Überlegungen, die der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit dem Sicherheitsdispositiv in der Psychiatrischen Klinik Z.________ anstellt. Der angefochtene Entscheid fusst im Wesentlichen auf der Erkenntnis, dass die Flucht des Beschwerdeführers ein hinreichender Grund für die Verlegung in die JVA U.________ sei. Allein mit seinen Hinweisen auf seine diversen Kurzurlaube und mit der vagen Behauptung, seine Flucht sei "bei völlig anderer Gelegenheit" erfolgt, vermag der Beschwerdeführer diese Erkenntnis nicht in Frage zu stellen. Im Übrigen äussert sich das Verwaltungsgericht nicht abschliessend zur Frage, ob und gegebenenfalls wie sich die Sicherheitssituation in der Psychiatrischen Klinik Z.________ seit der Flucht des Beschwerdeführers entwickelt hat. Vielmehr überlässt es die Beurteilung dieser Frage ausdrücklich dem Familiengericht. Inwiefern sich diese Vorgehensweise nicht mit dem Bundesrecht verträgt, vermag der Beschwerdeführer nicht zu erklären und ist auch nicht ersichtlich. Insbesondere zeigt der Beschwerdeführer nicht auf, weshalb es mit Blick auf seine Verlegung in die JVA U.________ darauf ankäme, welche Ursachen den Sicherheitslücken in der Psychiatrischen Klinik Z.________ im Einzelnen zugrunde liegen. Unbegründet ist auch die Befürchtung, dass das Verwaltungsgericht das bundesgerichtliche Urteil 5A_228/2016 vom 11. Juli 2016 übergehe, in welchem die Eignung der Psychiatrischen Klinik Z.________ bestätigt wurde. Gegenstand des Verfahrens 5A_228/2016 war eine Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 2. Februar 2016 (s. Sachverhalt Bst. C.d und C.e). Der damaligen bundesgerichtlichen Beurteilung der Geeignetheit der besagten Klinik lag mithin ein Sachverhalt aus der Zeit zugrunde, bevor der Beschwerdeführer aus dieser Klinik entwich und sich seiner stationären Behandlung im Rahmen der fürsorgerischen Unterbringung entzog. Seither hat sich die tatsächliche Situation mit der Flucht des Beschwerdeführers aus der Psychiatrischen Klinik Z.________ verändert. Der Vorinstanz kann keine bundesrechtswidrige Ausübung ihres Ermessens vorgeworfen werden, wenn sie diese manifeste Weigerung des Beschwerdeführers, sich der benötigten Therapie seiner Persönlichkeitsstörung zu unterziehen, zum Anlass für eine Neubeurteilung nimmt. Schliesslich täuscht sich der Beschwerdeführer auch mit seiner Annahme, dass das Verwaltungsgericht seine (einstweilige) Unterbringung in der JVA U.________ mit der Suche nach einer geeigneten Einrichtung begründe. Der Beschwerdeführer bedarf einer stationären Behandlung. Diese hat nur dann Aussichten auf Erfolg, wenn sie ohne Unterbruch gewährleistet ist. Entweicht der Beschwerdeführer aus der Einrichtung, in welcher die verordnete Therapie stattfindet, so unterbricht er seine Behandlung, was mit seinem Wohl nicht vereinbar ist. Dies ist auf den Punkt gebracht die Überlegung, die der angefochtenen Unterbringung des Beschwerdeführers in der JVA zugrunde liegt. Dass das Verwaltungsgericht für den Fall, dass sich der Beschwerdeführer auf eine Therapie einlässt, eine (erneute) Verlegung in Erwägung zieht, lässt den angefochtenen Entscheid - wie bereits ausführlich erörtert - nicht als widersprüchlich erscheinen. Der Beschwerdeführer irrt sich, wenn er meint, von der Erwachsenenschutzbehörde bzw. von den Institutionen und Fachkräften, die mit dem Vollzug seiner stationären Behandlung beauftragt sind, gewissermassen einen Vorschuss an Vertrauen in seine Behandlungsmotivation einfordern und vorweg mit Zugeständnissen hinsichtlich seines Therapiesettings rechnen zu können, obwohl er mit seinem Ausbruch aus der Psychiatrischen Klinik Z.________ bei eben diesen Stellen erhebliche Zweifel an seiner Krankheitseinsicht und an seinem Behandlungswillen gesät hat.