Citation: 8C_344/2014 E. 5.2

5.2. PD Dr. med. G.________ verneint das Vorliegen einer somatoformen Schmerzstörung gemäss den entsprechenden Diagnosekriterien. Er verweist auf die von der rheumatologischen Teilgutachterin diagnostizierten chronischen Schmerzen und legt begründet dar, weshalb eine somatoforme Schmerzstörung nicht mehr diagnostiziert werden könne. Aus der Beurteilung der Rheumatologin ergibt sich, dass in der Dolorimetrie alle 18 Tender Points und alle acht Kontrollpunkte pathologisch waren. Die Fachärztin hält dazu jedoch fest, eine undifferenzierte Polyarthritis in voller Remission bewirke keine derartige Schmerzausweitung. Aufgrund einer umfassenden klinischen und bildgebenden Untersuchung der Versicherten gelangte sie zum Schluss, dass die erhobenen Befunde die Schmerzen nicht zu erklären vermöchten. Entsprechend mass sie den von der Beschwerdeführerin angegebenen, ausgedehnten chronischen Schmerzen keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bei. Ein Widerspruch in der Beurteilung der beiden Gutachter ist daher nicht auszumachen. Zu den psychischen Beschwerden befragt, gab die Versicherte gegenüber dem Gutachter an, es gehe ihr bis auf einige Restsymptome wieder gut. So meide sie Menschenansammlungen und enge Räume, da sie sonst in Panik gerate. Inzwischen könne sie damit wieder gut umgehen. Unter Stress oder emotionaler Belastung würden sich die Symptome jedoch verstärken. Sie erwähnte auch, dass ihr die beiden im Jahre 2012 im Rahmen eines Integrationsprogramms innegehabten Arbeitsstellen wegen der vielen Überstunden und einer Mobbingsituation zu streng geworden seien. Der Gutachter befragte die Versicherte auch zu den somatischen Schmerzen. Dazu führte diese aus, sie habe sich damit inzwischen arrangiert. Ein gewisser Dauerschmerz sei jedoch noch vorhanden. Dieser verstärke sich bei Paniksituationen. Sonstiger emotionaler Stress habe keinen Einfluss auf die Schmerzsymptomatik. Bei körperlichen Anstrengungen komme es jedoch zu einer deutlichen Schmerzanhebung. Wenn der Psychiater in der medizinischen Beurteilung festhält, die Versicherte negiere eine Schmerzverstärkung unter emotionaler oder psychosozialer Belastung, schildere jedoch eine solche in Bezug auf körperliche Überforderung oder Stress, steht dies mit den Aussagen der Versicherten in Einklang.