Citation: 1B_474/2022 E. 3

Die Vorinstanz hat sich darauf beschränkt festzuhalten, der Haftgrund der Fluchtgefahr sei auch in Anbetracht der verhängten Landesverweisung gegeben. Es bestehe die Gefahr des Untertauchens, um sich der Verbüssung des noch immer erheblichen Strafrests und dem Vollzug der Landesverweisung zu entziehen. Ferner sei aufgrund einer (scheinbar bereits rechtskräftigen) Verurteilung wegen Angriffs und der vorliegenden Verurteilung wegen versuchter vorsätzlicher Tötung von Fortsetzungsgefahr auszugehen, zumal bei schweren Gewaltdelikten vom Erfordernis einer Vortat abgesehen werden könne.