Citation: 1P.825/2005 22.02.2006 E. 1

Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um eine selbstständig eröffnete letztinstanzliche Zwischenverfügung betreffend Ausstand bzw. Ablehnung des Untersuchungsrichters im Strafprozess. Dagegen steht grundsätzlich die staatsrechtliche Beschwerde offen (Art. 87 Abs. 1 OG). Fraglich ist, ob die Beschwerde gegenstandslos geworden ist, nachdem inzwischen ein ausserordentlicher Untersuchungsrichter für sämtliche Hanffälle der Aktionen "Greenfire" und "T." ernannt worden ist, zu denen anscheinend auch die Untersuchung gegen den Beschwerdeführer gehört. Allerdings geht aus der Vernehmlassung des Obergerichts nicht klar hervor, ob Amtsstatthalter Y.________ von der Strafuntersuchung gegen den Beschwerdeführer formell entbunden worden ist oder auch in Zukunft noch Untersuchungsfunktionen ausüben könnte. Insofern besteht weiterhin ein aktuelles Interesse an der Überprüfung des Ausstandsentscheids des Obergerichts. Da auch die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen vorliegen, ist auf die Beschwerde grundsätzlich einzutreten. Nicht einzutreten ist jedoch auf alle Rügen, die sich sinngemäss gegen die Haftverfügung vom 4. Juli 2003 richten, da diese nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist.