Citation: 4F_10/2024 E. 1.3.1

1.3.1. Die Gesuchstellerin erblickt einen Revisionsgrund im Sinne von Art. 121 lit. d BGG darin, dass sie in den nach Art. 779a OR zu einer persönlichen Haftung führenden Praxisübernahmevertrag vom 24./25. Oktober 2019 nicht involviert gewesen sei und diesen nicht unterzeichnet habe. Unterzeichner sei allein der als Gesellschafter und Geschäftsführer mit Einzelunterschrift eingetragene C.________ gewesen. Indes zeigt die Gesuchstellerin damit nicht ansatzweise auf, dass das Bundesgericht in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigt hätte. Sie nennt namentlich auch kein bestimmtes Aktenstück oder eine bestimmte wesentliche Aktenstelle, welche das Bundesgericht übersehen oder unrichtig wahrgenommen hätte. Im Gegenteil erhellt aus dem bundesgerichtlichen Urteil vom 19. Januar 2024, dessen Revision die Beschwerdeführerin anstrebt, dass sie dasselbe Argument bereits in jenem Verfahren vorgebracht hat (vgl. Urteil 4A_377/2023 E. 4, Ingres). Das Bundesgericht hat sich indes der Argumentation der Vorinstanz angeschlossen, wonach die Gesuchstellerin als Gründungsmitglied der Da.________ GmbHH zu betrachten sei, auch wenn sie den Praxisübernahmevertrag nicht unterzeichnet habe (dort E. 4.3 f.). Es kann somit keine Rede davon sein, dass das Bundesgericht wesentliche Tatsachen übersehen hätte. Wenn die Gesuchstellerin ausserdem die rechtliche Würdigung des Bundesgerichts kritisiert, stellt dies von vornherein keinen Revisionsgrund dar (oben E. 1.2.1).