Citation: 8C_658/2022 E. 4.2

4.2. Ergänzend ist auf BGE 147 V 124 hinzuweisen. Demnach besteht mit dem neuen Berechnungsmodell des aArt. 27bis IVV kein Anlass mehr, einen Statuswechsel von der Voll- zur Teilerwerbstätigkeit nicht als Revisionsgrund anzuerkennen, auch wenn einzig die Geburt des Kindes dafür verantwortlich ist (a.a.O. E. 7; Urteil 9C_122/2020 vom 26. Februar 2021 E. 3.3.1). Das Gericht qualifizierte die mit Inkrafttreten der per 1. Januar 2018 neu eingefügten Abs. 2 bis 4 des aArt. 27bis IVV verbleibenden Ungleichheiten als verhältnismässig und daher konventionskonform; daran ändert auch der Umstand nichts, dass der Statuswechsel hin zur gemischten Methode im Revisionsfall zur Aufhebung oder Herabsetzung der Invalidenrente und damit zu einem für die versicherte Person ungünstigen Resultat führen kann (vgl. Urteil 9C_82/2020 vom 27. Oktober 2020 E. 6.2).