Citation: U 285/99 27.08.2001 E. 2

2.- Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer zum Unfallzeitpunkt obligatorisch bei der SUVA gegen Unfall versichert war. a) Das kantonale Gericht verneinte mit der SUVA sowohl den Versicherungsschutz als arbeitslose Person wie auch den Lohnfortzahlungscharakter der Krankentaggelder der Versicherungs-Gesellschaft X.________. Aus den Akten sei ersichtlich, dass der Beschwerdeführer ab 1. Februar 1995 arbeitslos gemeldet war und gemäss Angaben der Arbeitslosenkasse des Kantons Basel-Land letztmals vor dem Unfall am 9. November 1995 die Anspruchsvoraussetzungen nach Art. 8 AVIG erfüllte; daher sei er längstens bis zum 9. Dezember 1995 als arbeitslose Person obligatorisch bei der SUVA gegen Unfall versichert gewesen (Art. 3 Abs. 2 der Verordnung über die Unfallversicherung von arbeitslosen Personen). Da der Beschwerdeführer letztmals am 31. Januar 1995 arbeitete, könne die als Einzelversicherung weitergeführte Krankentaggeldversicherung nicht als Lohnfortzahlung im Sinne von Art. 7 Abs. 1 lit. b UVV angesehen werden. Würden die Krankentaggelder als Lohn betrachtet, kämen Personen, die weder obligatorisch gegen Unfall versichert sind, noch eine private Unfallversicherung abgeschlossen hätten, allein aufgrund ausbezahlter Krankentaggelder in den Genuss einer kostenlosen Nichtberufsunfallversicherung. Der Versicherungsschutz wäre abredeweise verlängerbar gewesen. Der Beschwerdeführer wendet ein, es treffe nicht zu, dass er im Sinne der Arbeitslosenversicherung nicht mehr anspruchsberechtigt gewesen sei. Durch die Krankheit sei der Taggeldanspruch lediglich unterbrochen worden. Dies ergebe sich aus der ins Recht gelegten Abrechnung der Öffentlichen Arbeitslosenkasse Basel-Land für den Monat Mai 1996, welche auch eine Rahmenfrist bis 31. Januar 1997 ausweise. Weiter würden die ausbezahlten Leistungen des privaten Krankenversicherers Lohn ersetzen, hätten somit Lohnfortzahlungscharakter, wodurch der Versicherungsschutz für Nichtbetriebsunfälle bei der SUVA verlängert worden sei. Er habe nach Beendigung seines letzten Arbeitsverhältnisses die Möglichkeit wahrgenommen, sich bei der Krankenkasse der F.________ AG bei gleichbleibenden Versicherungsleistungen weiter zu versichern. Der Arbeitgeber habe mit dieser Versicherung seine Lohnfortzahlungspflicht der Krankenkasse übertragen. b) Dies führt zunächst zur Frage, ob der Beschwerdeführer als arbeitslose Person zum Unfallzeitpunkt (am 6. Januar 1996) bei der SUVA obligatorisch versichert war. Er bestreitet nicht, dass er am 6. Januar 1996 die Anspruchsvoraussetzungen von Art. 8 AVIG nicht mehr erfüllte. Zu diesem Zeitpunkt erhielt er krankheitsbedingt vom privaten Krankenversicherer Taggeldleistungen auf der Basis einer Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Eine laufende Rahmenfrist für den Leistungsbezug allein weist einen Versicherten nicht als anspruchsberechtigt aus, wie der Beschwerdeführer anzunehmen scheint. Ab 1. April 1996 erfüllte er wieder die Voraussetzungen zum Bezug von Arbeitslosenentschädigung im Umfang von 50 % und erhielt Taggelder in entsprechender Höhe. Erfüllte der Beschwerdeführer letztmals vor dem Unfall am 9. November 1995 die Anspruchsvoraussetzungen nach Art. 8 AVIG, war er damit, wie die Vorinstanz richtig ausführte, längstens bis zum 9. Dezember 1995 als arbeitslose Person bei der SUVA obligatorisch versichert (Art. 3 Abs. 2 der Verordnung über die Unfallversicherung von arbeitslosen Personen), sodass - zumindest gestützt auf diese Bestimmungen - kein Versicherungsschutz zum Unfallzeitpunkt bestand. c) Zu prüfen ist weiter, ob die seit 13. Oktober 1995 bis 29. Februar 1996 ausbezahlten Krankentaggelder als Ersatz für die Lohnfortzahlung im Sinne von Art. 7 Abs. 1 lit. b UVV gelten, die den obligatorischen Versicherungsschutz weiter bestehen liessen. Mit Schreiben vom 14. Mai 1996 sandte die Versicherungs-Gesellschaft X.________ dem Beschwerdeführer die Anträge zum Abschluss einer Einzelversicherung infolge Übertritts aus der vom Arbeitgeber abgeschlossenen Kollektiv-Krankentaggeldversicherung, wobei ausdrücklich darauf hingewiesen wurde, dass ein Unfallrisiko nicht versichert sei. Vorinstanz und SUVA haben zutreffend dargelegt, dass die abgeschlossene Krankentaggeldversicherung nicht als Ersatz für die Lohnfortzahlungspflicht des Arbeitgebers angesehen werden kann. Dem Lohn gleichgestellt sind die Taggelder, die der Versicherte von einer privaten Versicherungseinrichtung erhält, wenn er sich selbst durch eine Einzelversicherung versichert hat, nur, sofern der Arbeitgeber auch einen Prämienanteil zu seinen Lasten übernimmt (RKUV 1999 Nr. U 347 S. 472 Erw. 2b; Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, Bern 1985, S. 144). Dies war hier unbestrittenermassen nicht der Fall. Auch aus dem nicht fallbezogenen Schreiben der SUVA vom 15. Januar 1996 lässt sich kein Anspruch auf Unfalltaggelder ableiten.