Citation: 6B_1385/2021 E. B

Auf Berufung von B.A.________ bestätigte das Obergericht des Kantons Aargau am 22. Oktober 2021 den erstinstanzlich verhängten Schuldspruch und Landesverweis samit Eintragung im SIS. Es änderte einzig die Sanktion ab, indem es B.A.________ mit einer bedingten Geldstrafe von 240 Tagessätzen zu je Fr. 80.-- sowie einer Verbindungsbusse von Fr. 4'800.-- bestrafte. Das Obergericht legt seinem Schuldspruch zusammengefasst folgenden Sachverhalt zugrunde: B.A.________ stellte als Inhaber der D.________ GmbH seiner zeitweilig in seiner Unternehmung angestellten Schwägerin A.A.________ (vgl. betreffend diese das Urteil 6B_1384/2021 heutigen Datums) mehrere hinsichtlich Anstellungszeitraum und Arbeitspensum sowie Lohnzahlungen unwahre Unterlagen zur Verfügung, damit sie unter Vorlage derselben am 20. Januar 2017 die öffentliche Arbeitslosenkasse des Kantons Aargau über ihre Anspruchsberechtigung täuschen und unberechtigterweise Arbeitslosenentschädigung beziehen konnte. Er meldete zudem die unzutreffenden Lohnzahlungen bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Aargau an, sodass das individuelle Konto von A.A.________ mit den (unwahren) ausgewiesenen Lohnzahlungen übereinstimmte. A.A.________ verschwieg auf Nachfrage der Arbeitslosenkasse ihre familiäre Bindung zu B.A.________ und legte zusätzlich eine die angeblich erhaltenen Lohnzahlungen ausweisende, gefälschte Bankbescheinigung vor. Die Arbeitslosenkasse richtete in der Folge vom März 2017 bis Februar 2018 auf monatlich jeweils neue Geltendmachung des Anspruchs durch A.A.________ regelmässig Arbeitslosenentschädigung von insgesamt Fr. 43'970.-- an A.A.________ aus, auf die sie bei richtigen Angaben keinen Anspruch gehabt hätte. In einem nachgelagerten Einspracheverfahren liess A.A.________ der Arbeitslosenkasse ausserdem noch unwahre Quittungen betreffend die Lohnzahlungen zukommen, die B.A.________ erstellt und sie unterzeichnet hatte (vgl. angefochtenes Urteil E. 3.6 S. 12 i.V.m. Sachverhalt Ziff. 1 S. 2 f.).