Citation: 6B_1384/2017 E. A

Die Anklage vom 29. September 2014 wirft X.________ vor, sich durch die nachfolgend geschilderte Handlungsweise des gewerbsmässigen Diebstahls und des Hausfriedensbruchs schuldig gemacht zu haben: Am 8. Januar 2013 habe X.________ gemeinsam mit Y.________ die Boutique A.________ AG in Luzern betreten und durch vorgetäuschtes Kaufinteresse die Verkäuferin abgelenkt. Diese habe X.________ drei verschiedene Hosen gezeigt und sie in die Umkleidekabine begleitet. Während des Ablenkungsmanövers habe sich Y.________ allein im Eingangsbereich der Boutique aufgehalten und habe eine Damenstrickjacke der Marke Brunello Cucinelli im Wert von Fr. 1'900.-- behändigt. Nach der Anprobe habe sich X.________ an einem Kauf interessiert gezeigt. Unter dem Vorwand an einem Bankomaten Geld abheben zu müssen, habe sie zusammen mit Y.________ die Boutique verlassen und sei nicht zurückgekehrt (Anklagepunkt 2). Drei Wochen später, nämlich am 29. Januar 2013, habe X.________ zusammen mit Y.________ die Boutique B.________ in Gstaad betreten und vorgegeben, sich für diverse Kleidungsstücke zu interessieren. Während sie die Kleidungsstücke anprobiert und die Verkäuferin abgelenkt habe, habe sich Y.________ in eine Ecke des Geschäfts begeben. Dort habe er vom Verkaufspersonal unbemerkt auf einen Pelzmantel gezeigt und X.________ habe ihm zugenickt. Daraufhin habe Y.________ den Pelzmantel im Wert von Fr. 17'589.-- unter seine Jacke geschoben. X.________ habe eine Hose gekauft und zusammen mit Y.________ das Geschäft verlassen (Anklagepunkt 3). Am 2. Februar 2013 habe X.________ wiederum zusammen mit Y.________ die Boutique C.________ in St. Moritz aufgesucht und vorgegeben, an diversen Kleidungsstücken interessiert zu sein. Daraufhin hätten die Verkäufer die Diebstahlsicherung u.a. einer Chinchilla-Pelzjacke gelöst. Nachdem X.________ die Jacke anprobiert habe, sei diese ungesichert auf einen Bügel gehängt worden. X.________ habe in der Folge weitere Kleidungsstücke anprobiert und sich mit dem Verkaufspersonal unterhalten, um es abzulenken. In einem vom Verkaufspersonal unbemerkten Moment habe Y.________ die Chinchilla-Pelzjacke im Wert von Fr. 29'365.-- behändigt. Nach der Anprobe habe X.________ erklärt, sie komme am nächsten Tag wieder und habe zusammen mit Y.________ das Geschäft verlassen (Anklagepunkt 4). Schliesslich sei X.________ zusammen mit Y.________ am 18. März 2013 bei der Einreise in die Schweiz von der Genfer Grenzkontrolle angehalten worden. Dabei hätten 44 Markenkleidungsstücke im Auto sowie eine Mappe mit Werkzeugen für das Entfernen von Sicherheitsknöpfen sichergestellt werden können. Es sei davon auszugehen, dass X.________ und Y.________ an unbekannten Orten im nahen Ausland die 44 Markenkleidungsstücke gemeinsam gestohlen hätten (Anklagepunkt 5).