Citation: 1A.186/1999 04.05.2000 E. 4

4.- Der Beschwerdeführer macht geltend, der Anbau könne zur Einrichtung eines nicht standortgebundenen Nebenbetriebs zum landwirtschaftlichen Betrieb gemäss dem neuen Art. 24b RPG gemäss Änderung des Raumplanungsgesetztes vom 20. März 1998 (BBl 1998 1455) bewilligt werden. Die Änderung des Raumplanungsgesetzes wurde in der eidgenössischen Volksabstimmung vom 7. Februar 1999 angenommen (BBl 1999 2912), ist jedoch bis heute noch nicht in Kraft getreten. Eine Vorwirkung der Bestimmungen ist gesetzlich nicht vorgesehen. Das Verwaltungsgericht prüfte indessen mit Blick auf die Frage der Verhältnismässigkeit der Pflicht zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands, ob eine Bewilligung nach Art. 24b RPG in Frage käme. Es hat dies - abgesehen davon, dass das Bundesgericht eine Anwendung von anderen Bestimmungen der Revision vor ihrem Inkrafttreten auch in Fällen, in denen Wiederherstellungsmassnahmen streitig waren, bisher grundsätzlich abgelehnt hat (vgl. BGE 125 II 278 E. 3c. S. 282; unveröffentlichtes Urteil des Bundesgerichts vom 30. November 1999 i.S. B., E. 3) - offensichtlich zu Recht verneint: Die Einrichtung eines Nebenbetriebs darf nach dem klaren, den richtigen Sinn der Bestimmung wiedergebenden Wortlaut von Art. 24b Abs. 1 RPG lediglich in bestehenden Bauten und Anlagen bewilligt werden; die Neuerrichtung von Bauten zur Ausübung eines Nebengewerbes lässt sich weder mit den Zielen der Revision noch mit dem Grundsatz der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet vereinbaren (vgl. Rudolf Muggli, Kurzkommentar zum Entwurf für eine Änderung des Raumplanungsgesetzes vom 20. März 1998, Rz. 8 zu Art. 24b, in Raum & Umwelt, 1998, S. 56 ff.; Botschaft des Bundesrates zu einer Teilrevision des Bundesgesetzes über die Raumplanung vom 22. Mai 1996, BBl 1996 III 538). Hier liegt keine vorbestehende Baute im Streit, weshalb diese Voraussetzung offensichtlich nicht erfüllt ist. Streitig ist die Wiederherstellung von Teilen der Neubaute, die, wie nachfolgend (E. 5) darzulegen ist, den Rahmen einer Erweiterung im Sinne von Art. 24 Abs. 2 RPG schon unabhängig davon sprengen, dass sie neue Nutzungsmöglichkeiten schaffen. Die vom Beschwerdeführer aufgeworfene Frage, ob auch Erweiterungen im Sinne von Art. 24 Abs. 2 RPG als bestehende Bauten im Sinne von Art. 24b RPG gelten könnten, braucht daher nicht entschieden zu werden.