Citation: U 97/99 22.05.2000 E. 3

3.- a) Die Vorinstanz hat sich, wie zuvor die SUVA im Einspracheentscheid, eingehend mit den medizinischen Gegebenheiten des Falls auseinandergesetzt und die verschiedenen ärztlichen Gutachten und Berichte sorgfältig geprüft. Sie kam dabei zum Schluss, dass beim Beschwerdeführer zwar noch belastungsabhängige Beschwerden bestehen, welche Arbeiten mit starker Kniebeanspruchung (kniende und hockende Stellungen) entgegenstehen (Abschlussuntersuchung vom 15. Mai 1997). Weitergehende Einschränkungen hat das kantonale Gericht jedoch verneint. Insbesondere die mangelhafte Stereopsis, Restfolge eines früheren Unfalles, hat keinen entscheidenden Einfluss auf die Erwerbsfähigkeit des Betroffenen (Beurteilung des Ärzteteams Unfallmedizin der SUVA vom 10. Oktober 1997). b) Die Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde bieten in somatischer Hinsicht keine Veranlassung für eine abweichende Betrachtungsweise. Vor allem die Behauptung, die Vorinstanz habe die bestehende Schmerzproblematik völlig ausser Acht gelassen oder gar verneint, ist aktenwidrig (vgl. angefochtenes Urteil, S. 7 Erw. 3b). Tatsächlich ist bereits früher wiederholt auf eine Überbetonung des Beschwerdebildes verwiesen worden (vgl. dazu Einspracheentscheid vom 24. November 1997, S. 4 Abschnitt 3). Selbst das der Verwaltungsgerichtsbeschwerde beigelegte Attest des Hausarztes, Dr. med. N.________, vom 5. März 1999 ist nicht geeignet, das vorinstanzliche Ergebnis in Zweifel zu ziehen oder zu entkräften. Nebst den physischen Beschwerden macht nun der Beschwerdeführer erstmals im Verfahren vor dem Eidgenössischen Versicherungsgericht psychische Störungen geltend mit dem Hinweis, er befinde sich seit dem 3. Dezember 1998 in ambulanter psychiatrischer Behandlung (vgl. Attest der Kant. Psychiatrischen Dienste in X.________ vom 12. Februar 1999 und ärztliches Zeugnis des Dr. med. H.________ vom 23. Februar 1999). Diese Behandlung begann mehr als ein Jahr nach Erlass des streitigen Einspracheentscheides und betrifft somit einen Zeitraum, welcher praxisgemäss im vorliegenden Verfahren nicht miteinbezogen werden kann (Erw. 2). Auf Grund der Akten bestehen auch keine Anhaltspunkte für das Vorliegen von psychischen Störungen im für die Beurteilung massgebenden Zeitpunkt, auch wenn in den medizinischen Berichten angetönt wurde, dass der Beschwerdeführer unter dem Verlust seiner Frau leide (Kreisärztliche Untersuchung vom 13. September 1996 und vom 20. Juni 1996). Indessen kann nicht ausgeschlossen werden, dass diese psychischen Störungen, die nach Erlass des Einspracheentscheides aufgetreten sind und eine Behandlung notwendig gemacht haben, in einem Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis stehen könnten. Es rechtfertigt sich daher, die Sache an die SUVA zu überweisen, damit sie abkläre, ob der Versicherte im Sinne von Spätfolgen (Art. 11 UVV) an einer unfallkausalen psychischen Störung leidet und welche Auswirkungen diese gegebenenfalls auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit hat. c) Was schliesslich den Einkommensvergleich, welchen die SUVA im Hinblick auf die Ermittlung des Invaliditätsgrades durchgeführt und das kantonale Gericht bestätigt hat, anbelangt, so wird dieser vom Beschwerdeführer im Einzelnen zu Recht nicht beanstandet.