Citation: 9C_180/2017 E. 4.1.2

4.1.2. Was die Hüftproblematik betrifft, zweifelt die Beschwerdeführerin das Sachverständigengutachten des Dr. med. C.________ mit Verweis auf den Bericht des Radiologen Dr. med. N.________ vom 13. September 2016 über die gleichentags durchgeführten bildgebenden Untersuchungen an, wonach ein femoroazetabuläres Impingement vom Cam-Typ vorliege. Die Beschwerdeführerin hält sinngemäss dafür, der Zustand der Hüfte könne sich nicht plötzlich verschlechtert haben, sondern es müsse bereits bei der Begutachtung ein pathologischer Zustand bestanden haben. Damit dringt sie nicht durch. Der Experte hat mit Blick auf die aktualisierten Röntgenaufnahmen des Beckens und insbesondere aufgrund der von ihm erhobenen klinischen Befunde einen relevanten pathologischen Befund im Bereich der Hüftgelenke nachvollziehbar und einleuchtend ausgeschlossen. Namentlich hat er in der klinischen Testung beidseits eine freie Beweglichkeit sowie Hüftamplituden mit allseits normalen Messwerten festgestellt, ohne dass durch die getesteten Bewegungen der Hüftgelenke der für das femoroazetabuläre Impingement typische Schmerz ausgelöst worden wäre (vgl. dazu ALFRED M. DEBRUNNER, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie: Patientenorientierte Diagnostik und Therapie des Bewegungsapparates, 4. Aufl. 2002, S. 975; HEMPFLING/KRENN, Schadenbeurteilung am Bewegungssystem, Band 2: Meniskus, Diskus, Bandscheiben, Labrum, Ligamente, Sehnen, 2017, S. 296 f.). Weiter ist aufgrund der Aktenlage nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass diese (allfällige) Verschlechterung der Hüftproblematik bereits im hier massgebenden, durch den Verfügungserlass (4. August 2016) terminierten Zeitraum (BGE 130 V 138 E. 2.1 S. 140) eingetreten ist. Daher kann offen bleiben, ob überhaupt auf diese vom Radiologen (einzig) aufgrund der Bildgebung - ohne dass entsprechende klinische Befunde aktenkundig wären - gestellte Diagnose abgestellt werden könnte.