Citation: 5C.157/2005 30.08.2005 E. 1

Der Kläger ist zu 60 % bei der F.________ AG angestellt. Er hat aufgrund eines Erdbebens in L.________ diverse Leiden. Das Obergericht hat auf das ärztliche Zeugnis von Dr. D.________ verwiesen, der von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 25-35 % ausging und gleichzeitig feststellte, dass der Kläger keine körperlich schwere Arbeit mehr ausüben könne, dass er aber für körperlich leichte bis mittelschwere Arbeiten ganztägig einsatzfähig sei. Das Obergericht hat weiter erwogen, der Kläger verrichte bei der F.________ AG als Geschäftsführer keine körperlich schwere Arbeit und er mache für die teilzeitige Arbeit keine gesundheitlichen Gründe geltend. Aus den Aussagen von Z.________ (Verwaltungsrätin der F.________ AG) ergebe sich, dass der Beschäftigungsgrad aus wirtschaftlichen Gründen auf 60 % beschränkt sei. Dem Kläger sei deshalb zuzumuten, in der verbleibenden Zeit einer weiteren körperlich leichten bis mittelschweren Erwerbstätigkeit nachzugehen, beispielsweise als Verkäufer bei einem Kiosk oder Imbissstand oder als Taxifahrer oder Pizzakurier. Bei einem Stundenlohn von netto Fr. 13.-- während 60 Stunden pro Monat resultiere bei gutem Willen ein Zusatzeinkommen von Fr. 780.--, das es dem Kläger erlaube, die auf Fr. 400.-- herabgesetzte Unterhaltsrente an die Beklagte zu zahlen.