Citation: 6B_697/2019 E. 5.2.3

5.2.3. Entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers ordnete die Vorinstanz die Weisung nicht anlasslos an, sondern stützte sich auf das Gutachten vom 16. August 2018. Dieses wurde nach der Entlassung des Beschwerdeführers aus dem vorzeitigen Massnahmevollzug erstellt, was die Vorinstanz ausdrücklich festhält (Urteil, S. 25). Der Gutachter äussert sich zugunsten einer "stichprobeweise" Kontrolle; die Vorinstanz erteilte dem Beschwerdeführer die Weisung, "auf erste Aufforderung" Einsicht in seinen Datenverkehr und seine elektronischen Speicherungsmöglichkeiten zu gewähren. Beide Formulierungen beziehen sich auf nicht ständige, jedoch unangekündigte Kontrollen und schliessen sowohl den Einsatz trojanischer Programme als auch eine Überwachung des Aufenthaltsortes aus, womit der Inhalt der Weisung hinreichend bestimmt ist. Zur Verhältnismässigkeit rügt der Beschwerdeführer einzig, dass die Weisung einen massiven Eingriff in seine Privatsphäre darstelle, ohne dies in Relation zum Ziel der Massnahme - die Minderung des Rückfallrisikos - zu setzen. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers erwägt die Vorinstanz nicht, dass jede Einschränkung seiner Grundrechte zulässig sei. Dass der Beschwerdeführer sich der Weisung entziehen könnte, schliesst deren Eignung nicht aus. Die Rüge erweist sich als unbegründet, soweit darauf überhaupt eingetreten werden kann.