Citation: 6B_1265/2021 E. 4.4.1

4.4.1. Vorliegend ist erstellt, dass der Beschwerdeführer am 7. April 2018, am 8. April 2018 und am 17. Mai 2018 während laufender Probezeit delinquiert hat, wobei zwei dieser Straftaten auch bei isolierter Betrachtung (d.h. auch ohne dass die einzelnen Diebstähle aufgrund des Qualifikationsmerkmals der Gewerbsmässigkeit zusammen mit anderen Diebstählen zur rechtlichen Einheit des gewerbsmässigen Diebstahls zusammengefasst werden) als Verbrechen zu werten sind (vgl. Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. Art. 10 Abs. 2 StGB). Weiter ist erwiesen, dass er die ihm mit der bedingten Entlassung auferlegte Weisung, mit den Behörden in dem Sinne zusammenzuarbeiten, dass seine Ausreise aus der Schweiz direkt im Anschluss seiner Entlassung durchgeführt und sichergestellt werden kann (angefochtenes Urteil Ziff. 3.3.4.4 S. 35 mit Hinweis auf die kantonale Akten act. 4852), missachtet hat. Insofern lagen mehrere Rückversetzungsgründe gemäss Art. 89 StGB vor und war die Vorinstanz gehalten, eine Prognose über das Legalverhalten des Beschwerdeführers zu stellen. Dass diese ungünstig ausfällt ist nicht zu beanstanden. Der Beschwerdeführer hat unbeeindruckt von seiner früheren Inhaftierung und der laufenden Probezeit teilweise einschlägig weiter delinquiert. Nach den unbestritten gebliebenen Feststellungen im angefochtenen Urteil befindet er sich seit 2014 illegal in der Schweiz, hat er sich nicht an die ihm anlässlich seiner bedingten Entlassung auferlegte Weisung gehalten und ist nach wie vor nicht bereit, bei einer Ausweisung in sein Heimatland zu kooperieren. Gemäss den Ausführungen der Vorinstanz hat der Beschwerdeführer keinen festen Wohnsitz und ist in der Vergangenheit mehrfach untergetaucht (vgl. angefochtenes Urteil Ziff. 3.3.2 S. 31 f.). Dass sein Aufenthalt in der Schweiz legalisiert wird und er die Möglichkeit erhält, hier zu arbeiten, erachtet die Vorinstanz zu Recht als ausgeschlossen. Ihre Einschätzung, der Beschwerdeführer würde nach seiner Entlassung aus der Haft versuchen, weiter in der Schweiz zu bleiben, unterzutauchen und die kriminellen Handlungen zur Finanzierung seines Lebensunterhalts fortsetzen, erscheint mit Blick auf dessen Vorgeschichte, die unveränderten Verhältnissen betreffend seinen Aufenthaltsstatus und dessen persönliche Einstellung als nachvollziehbar und plausibel. Inwiefern Ersatzmassnahmen, wie etwa eine Verwarnung oder die Verlängerung der Probezeit, geeignet sein sollten, den Beschwerdeführer von weiteren Straftaten abzuhalten, wird in der Eingabe ans Bundesgericht nicht dargetan und ist angesichts der von der Vorinstanz dargelegten Umstände auch nicht ersichtlich. Die von der Vorinstanz aufgezeigten Verhältnisse legen eine schlechte Prognose nahe. Ihre Würdigung, wonach die Rückfallgefahr für zukünftige Delikte sehr hoch sei, verletzt kein Bundesrecht.