Citation: 4A_163/2021 E. 3.3

3.3. Gleiches gilt, wenn sie auf die Vertragsbestimmungen von Ziff. 02/8.1.1 und Ziff. 02/9.1 der AGB 2011 abstellt und behauptet, dass die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin nicht als WIR-Teilnehmerin habe ausschliessen dürfen, weil der Ausschluss von WIR-Teilnehmern für "zwei verschiedene Fälle" geregelt sei, nicht aber für die "Nichtunterzeichnung neuer AGB". Der Inhalt dieser vertraglichen Bestimmungen ist im vorinstanzlichen Entscheid nicht festgestellt, und die Beschwerdeführerin verlangt auch dafür nicht hinlänglich eine Sachverhaltsergänzung (Erwägung 2.2). Unabhängig davon mag es zwar zutreffen, dass die Beschwerdegegnerin in den angerufenen Bestimmungen den Ausschluss aus dem WIR-Handel für bestimmte Fälle vorgesehen hat. Damit wird aber die Erwägung der Vorinstanz nicht widerlegt, dass die Beschwerdegegnerin gestützt auf Ziff. 01/19 und Ziff. 02/1.4.2 der AGB 2011 die Geschäftsbeziehung jederzeit beenden kann. Soweit die Beschwerdeführerin suggeriert, die von ihr zitierten Ausschlussgründe seien abschliessend, kann ihr nicht gefolgt werden: Mit Blick auf das vorliegend vertraglich vereinbarte, allgemeine und jederzeitige Kündigungsrecht der Beschwerdegegnerin brauchte diese keinen weiteren, separat geregelten Kündigungsgrund, um das Vertragsverhältnis mit der Beschwerdeführerin bei der Nichtunterzeichnung von neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen aufzulösen.