Citation: I 135/99 03.05.2000 E. 3

3.- a) Den Berichten des Dr. med. K.________ vom 29. Juni und 11. Dezember 1994 lässt sich eine Verdrän- gungsproblematik entnehmen. Diese schien angesichts der Vielzahl von somatischen Leiden indes in den Hintergrund gerückt, wurde sie im Bericht der Klinik Y.________ vom 28. Juni 1994 doch nicht einmal erwähnt. Dr. med. T.________ verneinte sodann anlässlich seiner Untersuchung eine eigentliche Psychopathologie und führte aus, es handle sich eher um ein soziales oder transkulturelles Zustands- und Krankheitsbild ohne Beeinträchtigung der Arbeitsfähig- keit. In Kenntnis dieser Stellungnahme beschrieb Dr. med. R.________ knapp ein Jahr später in seinem Bericht vom 10. Juni 1996 eine depressive, zu einer 100%igen Arbeits- unfähigkeit führende Verstimmung des Beschwerdeführers, die dieser abzuwehren versuche und die damit über den invalidi- sierenden Schmerz ausagiert werde. Frau Dr. med. B.________ gelangte am 17. März 1999 ihrerseits zum Schluss, der Be- schwerdeführer leide an einer reaktiven Depression mittle- ren Grades bei chronifiziertem Grundleiden (Rückenschmer- zen) bei einer gehemmten Persönlichkeit, wobei diese erheb- liche psychische Problematik bereits zu Beginn der Psycho- therapie Ende Juni 1996 bestanden habe. Zur Frage der Ar- beitsfähigkeit nahm sie keine Stellung. b) Angesichts der geschilderten medizinischen Akten- lage bestehen gewisse Anhaltspunkte, dass im massgeblichen Zeitraum eine psychische Fehlentwicklung eingetreten ist. Unklar bleibt auf Grund der ärztlichen Aussagen jedoch, ob es sich hiebei um einen IV-rechtlich relevanten geistigen Gesundheitsschaden handelt, welcher die Arbeitsfähigkeit zusätzlich zu den somatischen Beschwerden erheblich beein- trächtigt und den der Versicherte auch bei Aufbietung allen guten Willens, Arbeit in ausreichendem Masse zu verrichten, nicht zu vermeiden vermöchte (vgl. BGE 102 V 165; AHI 1996 S. 302 Erw. 2a, S. 305 Erw. 1a, S. 308 Erw. 2a; ZAK 1992 S. 170 Erw. 2a). Entgegen der Auffassung des kantonalen Gerichts, welches eine mögliche Akzentuierung der psycho- somatischen Leiden während der relevanten Zeitspanne eben- falls für möglich hält, kann eine allfällig dadurch beding- te Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit im Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügungen Mitte 1996 allein ge- stützt auf die Stellungnahme des Dr. med. T.________ nicht vollumfänglich verneint werden. Es wird daher Aufgabe der Verwaltung sein, an welche die Sache zurückzuweisen ist, die aufgeworfenen Fragen durch ein psychiatrisches Gutach- ten abklären zu lassen und hernach über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers revisionsweise neu zu verfügen.