Citation: 9C_191/2017 E. 6.3.3

6.3.3. Mit Blick auf die verfügbaren Ressourcen ist dem psychiatrischen ABI-Gutachten zu entnehmen, bei der Beschwerdeführerin lägen akzentuierte, ängstlich-vermeidende Persönlichkeitszüge vor. Diese seien aber nicht so ausgeprägt, dass die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden müsse (ABI-Gutachten, S. 13 Ziff. 4.1.5). Wie der psychiatrische ABI-Experte weiter ausführte, sei die Versicherte trotz ihrer Beschwerden und einem deutlichen sozialen Rückzug in der Lage, Ferienreisen mit der Familie nach Italien zu unternehmen oder kleinere Einkäufe zu erledigen. Kontakte bestünden innerhalb der Familie vor allem zur Schwägerin. Im Haushalt erhalte die Versicherte Unterstützung von ihrem Ehemann und dem Sohn (ABI-Gutachten, S. 11 und 13 Ziff. 4.1.1.2 und 4.1.7). Zu berücksichtigen ist ferner, dass die Beschwerdeführerin gemäss eigenen Angaben zumindest gelegentlich sportliche Aktivitäten ausübt ("Sie bemühe sich und gehe jeweils auch schwimmen im Hallenbad."; ABI-Gutachten, S. 11 Ziff. 4.1.1.2). Insoweit kann ohne weiteres davon ausgegangen werden, dass sie über persönliche und soziale Ressourcen verfügt (BGE 141 V 281 E. 4.3.2 und 4.3.3 S. 302 f. [Komplexe "Persönlichkeit" und "Sozialer Kontext"]).