Citation: 8C_535/2018 E. A

Der 1986 geborene A,________ meldete sich im Juli 2010 unter Hinweis auf psychische Beschwerden bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle des Kantons Zürich klärte den Sachverhalt in medizinischer und erwerblicher Hinsicht ab und kündigte A,________ - nach Auferlegung einer Schadenminderungspflicht bezüglich einer Cannabisabstinenz - mit Vorbescheid vom 29. Mai 2012 die Ausrichtung einer befristeten halben Invalidenrente vom 1. April bis 31. August 2011 an. Nachdem dagegen keine Einwände eingegangen waren, teilte die IV-Stelle der zuständigen Ausgleichskasse am 12. Juli 2012 ihren Beschluss mit, wobei sie ausdrücklich auf die Befristung der Rente hinwies. Sie legte dem Beschluss zudem ihren "Verfügungsteil 2" bei und beauftragte die Ausgleichskasse mit der Erstellung und dem Versand der Verfügung. Am 27. Juli 2012 erging im Namen der IV-Stelle die Verfügung, mit welcher A,________ ab 1. April 2011 eine (unbefristete) halbe Invalidenrente zugesprochen wurde. In der Folge zahlte die Ausgleichskasse A,________ über die Befristung hinaus bis Januar 2017 den Rentenbetrag aus. Mit Vorbescheid vom 26. Januar 2017 kündigte die IV-Stelle dem Versicherten an, dass die zu viel ausgerichteten Rentenleistungen unter Berücksichtigung einer Verjährungsfrist von fünf Jahren für die Zeit vom 1. Februar 2012 bis 31. Januar 2017 zurückgefordert würden. Auf den von A,________ dagegen erhobenen Einwand hin hielt sie mit rechtskräftiger Verfügung vom 4. April 2017 an der Rückforderung im Betrag von Fr. 49'738.- fest. Bereits im Rahmen des Rückerstattungsverfahrens stellte A,________ am 23. Februar 2017 ein Erlassgesuch. Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs beschied die IV-Stelle das Gesuch abschlägig, weil die Voraussetzung des guten Glaubens nicht erfüllt sei (Verfügung vom 5. Januar 2018).