Citation: 5A_821/2021 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz stützt sich vorliegend zu Recht bei der Bestimmung des Existenzminimums auf den Effektivitätsgrundsatz ab und verwarf ein Abweichen von der gefestigten bundesgerichtlichen Praxis. Eine rechtswidrige Ausübung des Ermessens des Betreibungsamts im Rahmen der Anwendung des Effektivitätsgrundsatzes bei der Bestimmung des Existenzminimums vermag die Beschwerdeführerin denn auch nicht aufzuzeigen. Mit dem Vorhalt, ihr sei es bisher gar nicht möglich gewesen, Zahlungsbelege beizubringen, bezieht sie sich auf eine angeblich übermässige Pfändung aus dem Jahr 2020, die nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ist. Die behaupteten Mängel finden weder im angefochtenen Urteil noch in begründeten Sachverhaltsrügen eine hinreichende Stütze, womit sich diese einer Beurteilung durch das Bundesgericht entziehen. Eine rechtswidrige Ausübung des Ermessens des Betreibungsamts kann auch nicht damit begründet werden, dass die Zuschläge bei der Berechnung des Existenzminimums vorerst nicht mehr berücksichtigt wurden und von der Beschwerdeführerin erwartet wurde, diese aus den ihr für den Grundbedarf zustehenden Mitteln zu bezahlen und sich anschliessend gegen Vorlage der Belege beim Betreibungsamt entschädigen zu lassen (Urteile 5A_146/2015, a.a.O. E. 4.4; 5A_266/2014 vom 11. Juli 2014 E. 8.2.3). Gemäss den Feststellungen der Vorinstanz stand der Beschwerdeführerin neben dem Grundbetrag ein Betrag in der Höhe von Fr. 290.-- zur freien Verfügung zu. Die Beschwerdeführerin geht nicht hinreichend darauf ein, inwiefern es ihr unter diesen Umständen nicht hätte möglich sein sollen, die Mittel koordiniert einzusetzen und mit den erlangten Belegen eine Revision der Einkommenspfändung zu verlangen, wie es vom Betreibungsamt auch in Aussicht gestellt wurde. Einzig einzuwenden, dass die geltend gemachten Kosten in einem Monat den Betrag von Fr. 290.-- übersteigen, reicht für die Begründung einer rechtswidrigen Ermessensausübung nicht aus.