Citation: 5A_195/2013 E. 3.1

3.1. Die Beschwerde eines Erben und anderer an der Erbschaft materiell Berechtigter gegen einen Willensvollstrecker beschlägt keine Zivilsache im Sinne von Art. 1 lit. a ZPO. Es handelt sich vielmehr um einen Fall staatlicher Aufsicht, welche gegenüber dem Willensvollstrecker ausgeübt wird, und sie dient nicht der Beantwortung materiellrechtlicher Fragen des Erbrechts (vgl. E. 2.2.5 sowie BERGER, in: Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Bd. I, 2012, N. 8 zu Art. 1; HALDY, in: Code de procédure civile commenté, 2011, N. 4 zu Art. 1; Vock, in: Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2010, N. 3 zu Art. 1). Damit sind die Kantone zur Regelung des Verfahrens zuständig. Soweit sie die ZPO für anwendbar erklären, wird auch diese zum kantonalen Recht ( HALDY, a.a.O., N. 20 zu Art. 1). Das Obergericht (wie auch das Bezirksgericht) stützte die Anlastung der Prozesskosten auf Art. 106-108 ZPO, welche - wie die Bestimmungen des Beschwerdeverfahrens überhaupt - sinngemäss anwendbar seien. Das Bundesgericht kann die in Anwendung kantonalen Rechts getroffene Regelung daher einzig auf die Verletzung verfassungsmässiger Rechte hin überprüfen (E. 1.2 und 1.3).