Citation: 8C_427/2022 E. 6.2.3

6.2.3. Wie der Beschwerdeführer zu Recht rügt, hält die vorinstanzliche Qualifikation des Unfallereignisses vor der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht stand. Praxisgemäss werden Stürze aus einer Höhe zwischen etwa zwei und vier Metern in die Tiefe noch als mittelschwere Unfälle im engeren Sinn qualifiziert. Die Sturzhöhe bemisst sich dabei nach dem Abstand der Füsse der versicherten Person bzw. der sie tragenden Fläche vom Grund, auf den sie stürzt (SVR 2019 UV Nr. 41 S. 155, 8C_632/2018 E. 8.3; Urteil 8C_596/2022 vom 11. Januar 2023 E. 4.4.1). Nicht zu den mittelschweren Unfällen im engeren Sinn zählte das Bundesgericht gemäss Urteil 8C_202/2014 vom 9. Juli 2014 E. 4.1 jedoch etwa den Sturz von einem Baugerüst über 5,4 bis acht Meter (Urteil U 392/05 vom 16. Dezember 2005 E. 2.1) sowie den Sturz aus einer Höhe von fünf Metern auf einen Asphaltboden (RKUV 1998 Nr. U 307 S. 448, U 169/97 E. 3b). Gar als schweren Unfall qualifizierte es sodann den Sturz von einer Leiter aus einer Höhe von vier bis fünf Metern auf den Gehsteig (vgl. Urteil U 191/04 vom 12. August 2005 E. 5.1). Im Licht dieser Kasuistik ist das vorliegend zu beurteilende Unfallereignis, wie dies der Beschwerdeführer geltend macht, nicht bei den mittelschweren Unfällen im engeren Sinn, sondern bei den mittelschweren Unfällen im Grenzbereich zu den schweren Ereignissen einzureihen.