Citation: 1B_192/2017 E. 4.2

4.2. Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, ihre amtliche Verteidigerin verweigere ihr die Einsicht in sämtliche Akten, ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin stets im Besitz aller wesentlichen Verfahrensakten war. Das ist unbestritten. Dass ihr rechtlich unerhebliche Akten (z.B. Rechnungen der Staatsanwaltschaft etc.) noch nicht weitergeleitet wurden, ist nicht zu beanstanden und hängt auch damit zusammen, dass sich derzeit (aufgrund der verschiedenen, in der Zwischenzeit hängigen Verfahren) nicht mehr alle Akten beim Kriminalgericht befinden. Das Kriminalgericht hat der amtlichen Verteidigerin jedoch zugesichert, dass der Beschwerdeführerin diese Akten sofort nach Eingang zugestellt würden. Des Weiteren liess die amtliche Verteidigerin der Beschwerdeführerin ein Aktenverzeichnis des Kriminalgerichts zukommen, damit sie diejenigen Akten markieren konnte, die sie in Kopie einsehen wollte. Insoweit kann von einem Verweigern der Einsicht in sämtliche Akten keine Rede sein. Der an die amtliche Verteidigung gerichtete Vorwurf ist unbegründet.