Citation: 9C_235/2020 E. 2.1

2.1. Mit Blick auf die Neuanmeldung vom November 2014 hat die Vorinstanz den massgebenden Referenzzeitpunkt für die Frage nach einer wesentlichen Veränderung gemäss - dem analog anwendbaren - Art. 17 Abs. 1 ATSG (vgl. BGE 130 V 71 E. 3.1 S. 73) auf die Verfügungen vom 27. Juli 2005 und 26. Juni 2006 respektive den Einspracheentscheid vom 16. November 2006 festgelegt. Nicht als Vergleichszeitpunkt angesehen werden könne dagegen die Verfügung vom 19. Mai 2011, da die Leistungseinstellung allein auf der Annahme beruht habe, der Beschwerdegegner könne ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen und eine medizinische Sachverhaltsabklärung nicht vorgenommen worden sei. Das kantonale Gericht hat festgestellt, dass es sich bei der beweiskräftigen Beurteilung der Medaffairs AG um eine andere Beurteilung des gleichen Sachverhalts im Vergleich zur Expertise der ZMB aus dem Jahre 2004 handle. Es sei deshalb weiterhin von der im ZMB-Gutachten attestierten Restarbeitsfähigkeit von 60 % in leidensangepasster Tätigkeit auszugehen. Gestützt hierauf hat es unter Bejahung der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit den Anspruch auf eine Viertelsrente ab 1. Mai 2015 ermittelt.