Citation: 9C_215/2008 05.05.2008 E. 3

3.1 In medizinischer Hinsicht stellte die Vorinstanz hauptsächlich auf die Berichte des Dr. med. S.________ vom 4. August 2005 sowie des Dr. med. C.________ (vom 19. Februar, 10. Juli und 25. September 2006) ab. Dr. med. S.________ diagnostizierte im Bericht vom 4. August 2005 ein chronisches cervicoradikuläres Syndrom C6 rechts bei Diskushernie C5/6 mediolateral rechts, ein chronisches lumbospondylogenes Syndrom bei unklarer Dysbalance, beides seit 2004, sowie eine reaktive Depression seit 2005. Der Psychiater Dr. med. C.________ diagnostizierte am 19. Februar 2006 eine psychogene Anpassungsstörung mit vorwiegender Beeinträchtigung von anderen Gefühlen mit/bei somatischer Erkrankung. In Würdigung dieser medizinischen Unterlagen, aber auch der erwerblichen Situation mit Kündigung durch die Arbeitgeberfirma, stellte das Sozialversicherungsgericht fest, weder aus somatischer noch aus psychiatrischer Sicht bestünden Hinweise dafür, dass der Beschwerdeführerin ein ganztägiger Einsatz in der angestammten oder einer Verweisungstätigkeit nicht zumutbar wäre. Die Angaben des Rheumatologen Dr. med. S.________ zur Leistungsfähigkeit hielt die Vorinstanz für wenig aussagekräftig, weil er praktisch unmittelbar nach der Entlassung der Versicherten eine volle Arbeitsunfähigkeit bescheinigte, nachdem er sie zuvor seit Jahren behandelt und sie unter therapieresistenten Nacken- und Schultergürtelschmerzen gelitten hatte und keine zusätzlichen Beschwerden hinzugekommen seien. Aus psychiatrischer Sicht wiederum sei bis 25. September 2006, rund drei Monate nach Erlass des Einspracheentscheides, keine Arbeitsunfähigkeit attestiert worden; dies mache deutlich, dass keine solche vorgelegen habe. 3.2 Die Beschwerdeführerin beruft sich demgegenüber darauf, dass sie laut Bericht des Dr. med. S.________ vom 4. August 2005 seit 23. August 2004 bis auf Weiteres voll arbeitsunfähig sei. Ferner macht sie geltend, die vom kantonalen Gericht angedeutete Verknüpfung zwischen Stellenverlust und Arbeitsunfähigkeit sei willkürlich. Die Auffassung der Vorinstanz sodann, dass aufgrund der vorliegenden somatischen Diagnose die bisherige Arbeit "nach allgemeiner Lebenserfahrung" ohne weiteres zumutbar wäre, sei offensichtlich unhaltbar. Schliesslich rügt sie, dass der angefochtene Entscheid sich vollumfänglich auf den regionalärztlichen Dienst stütze und nicht auf einer spezialärztlichen Beurteilung basiere. Angesichts des cervicoradikulären sowie lumbospondylogenen Syndroms und der psychischen Störungen sei eine interdisziplinäre Abklärung unabdingbar. 3.3 Diese Einwendungen sind nicht geeignet, die Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts im angefochtenen Entscheid als offensichtlich unrichtig oder auf einer Bundesrechtsverletzung basierend erscheinen zu lassen. Das Sozialversicherungsgericht hat hinreichend begründet, weshalb nicht auf die Stellungnahme des Dr. med. S.________ zu Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit abgestellt werden kann. Dass sich die Vorinstanz sodann weitestgehend auf den regionalärztlichen Dienst gestützt habe, wie die Beschwerdeführerin behauptet, trifft nicht zu. Vielmehr hat sie eine einlässliche Würdigung der relevanten Arztberichte vorgenommen und zu Recht auch die Tatsache berücksichtigt, dass die Beschwerdeführerin trotz jahrelanger Behandlung der Rückenprobleme bis kurz vor Beendigung ihres Anstellungsverhältnisses voll arbeitsfähig war, die Arbeitsunfähigkeit somit erst im Zusammenhang mit der Kündigung attestiert wurde. Inwieweit die Herstellung eines Konnexes zwischen Kündigung des Arbeitsvertrages und Arbeitsunfähigkeit willkürlich sein soll, wird in der Beschwerde nicht näher ausgeführt und lässt sich nicht erkennen. Die Aussage des kantonalen Gerichts, der Versicherten wäre mit Rücksicht auf die vorliegende somatische Diagnose die bisherige Arbeit nach der allgemeinen Lebenserfahrung ohne weiteres zumutbar, erscheint für sich allein betrachtet zwar nicht unproblematisch, kann im Kontext mit den Arztberichten jedoch weder als offensichtlich unrichtig noch sonstwie als bundesrechtswidrig bezeichnet werden. Schliesslich besteht kein Anlass für eine interdisziplinäre Abklärung oder weitere medizinische Untersuchungen, zumal in psychischer Hinsicht weder eine invalidisierende Diagnose gestellt noch bis zu dem für die richterliche Beurteilung massgebenden Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheides (26. Juni 2006) eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit bescheinigt wurde, wie die Vorinstanz festgehalten hat. Der Eventualantrag ist somit ebenfalls unbegründet.