Citation: 1P.703/2003 09.03.2004 E. 2

Der Beschwerdeführer beanstandet in formeller Hinsicht, dass den Richtern des Bezirksgerichtsausschusses Landquart unzulässigerweise bereits vor der Verhandlung ein Teil der Akten bekanntgegeben worden sei. Dies sei eine willkürliche Verletzung des Unmittelbarkeitsprinzips (Art. 9 BV, Art. 112 StPO/GR). Dieser Vorwurf ist unbegründet. Der Beschwerdeführer hat sich an der Hauptverhandlung ausdrücklich damit einverstanden erklärt, dass die Akten nicht noch einmal verlesen werden. Seine Zustimmung ist aktenmässig belegt, auch wenn er das Gegenteil behauptet. Hätte er dieses Vorgehen hingegen nicht gebilligt, hätte er nach dem Grundsatz von Treu und Glauben und dem Verbot des Rechtsmissbrauchs diesen vermeintlichen Mangel unverzüglich beanstanden müssen. Da er sich indessen stillschweigend auf den Prozess eingelassen hat, kann er diese Rüge nun nicht mehr vorbringen (vgl. dazu Art. 5 Abs. 3 BV; BGE 130 III 66 E. 4.3 mit Hinweisen).