Citation: 5A_637/2018 E. 7.3

7.3. Wie sich aus den von der Beschwerdegegnerin angegebenen Referenzen ergibt, schliesst der - dem Ehegatten geschuldete - nacheheliche Unterhalt im Sinne von Art. 125 Abs. 1 ZGB eine angemessene Altersvorsorge ein (sog. Vorsorgeunterhalt; zur Methodik vgl. BGE 135 III 158 E. 4, wobei auch andere Methoden zulässig sind: Urteile 5A_395/2009 vom 8. März 2010 E. 6.1 und 5A_615/2009 vom 20. Januar 2010 E. 6.3; vgl. auch Urteil 5A_310/2010 vom 19. November 2010 E. 7.4). Hier geht es indes um den - dem Kind geschuldeten - Betreuungsunterhalt. Die Bedarfspositionen, die dort zu berücksichtigen sind (vgl. E. 5.1), schliessen den Vorsorgeunterhalt nicht ein, und die Berücksichtigung des für die Altersvorsorge vorgesehenen Betrages von Fr. 300.-- im Betreuungsunterhalt des Kindes ist mit Bundesrecht nicht vereinbar (vgl. Art. 276a Abs. 1 ZGB). Auch in diesem Punkt ist die Beschwerde gutzuheissen.