Citation: 8C_477/2020 E. 7.3

7.3. Nach dem Gesagten hat die Vorinstanz Bundesrecht verletzt, indem sie rückblickend auf die zuletzt massgebende Vergleichsgrundlage (1. ABI-Gutachten) anlässlich des materiell rechtskräftig verneinten Rentenanspruchs gemäss Verfügung vom 21. Juni 2010 den Eintritt eines Revisionsgrundes verneinte. Folglich war der Rentenanspruch umfassend zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 i.f. S. 11). Dementsprechend beantragte die Beschwerdegegnerin im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren nach Kenntnisnahme vom Gerichtsgutachten zu Recht, es sei nunmehr der Invaliditätsgrad basierend auf den festgestellten gesundheitlichen Einschränkungen der Leistungsfähigkeit neu zu berechnen.