Citation: 2C_361/2022 E. A

A.a. A.________ stammt aus Äthiopien. Im Jahr 2012 reiste er in die Schweiz ein. Ein von ihm gestelltes Asylgesuch wurde am 3. Oktober 2014 rechtskräftig abgewiesen, worauf A.________ vorübergehend untergetaucht war. Am 7. September 2015 wurde ein zweites Asylgesuch von A.________ rechtskräftig abgewiesen. Das Migrationsamt des Kantons Solothurn (nachfolgend: Migrationsamt) lehnte es in der Folge ab, A.________ eine Aufenthaltsbewilligung wegen eines schwerwiegenden persönlichen Härtefalls zu erteilen. A.b. Am 6. Februar 2020 ordnete das Migrationsamt für drei Monate die Ausschaffungshaft an. A.________ weigerte sich am 28. Februar 2020, einen Flug in seine Heimat anzutreten. Eine begleitete Ausschaffung konnte am 20. März 2020 wegen der Corona-Pandemie nicht durchgeführt werden. Mit Verfügungen vom 30. April 2020 und 31. Juli 2020 verlängerte das Migrationsamt die Ausschaffungshaft, zuletzt vom 4. August 2020 bis 4. November 2020. Das Haftgericht genehmigte die Verlängerungen jeweils mit Verfügungen vom 4. Mai 2020 und 4. August 2020. A.c. Den zweiten haftrichterlichen Entscheid vom 4. August 2020 focht A.________ beim Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn an. Dieses wies die Beschwerde am 3. September 2020 ab. Dagegen gelangte A.________ ans Bundesgericht, welches seine Beschwerde mit Urteil vom 21. Oktober 2020 guthiess und anordnete, A.________ sei unverzüglich aus der Ausschaffungshaft zu entlassen (Urteil 2C_768/2020). Das Bundesgericht erwog zusammengefasst, im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils habe nur eine höchst unwahrscheinliche, rein theoretische Möglichkeit bestanden, dass der Vollzug der Wegweisung von A.________ innert absehbarer Frist durchgeführt werden könne; deshalb verletze das angefochtene Urteil Art. 5 Ziff. 1 lit. f EMRK.