Citation: 1B_422/2018 E. A

Die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland eröffnete am 26. September 2017 gegen B.________ und A.________ eine Strafuntersuchung wegen Sachbeschädigung (Farbsprayereien), begangen in der Zeit vom 22. Juli 2017 bis September 2017. Gleichentags ordnete sie eine Hausdurchsuchung am Wohnort der beiden Beschuldigten an, die am frühen Morgen des 17. Oktobers 2017 durchgeführt wurde. Am 1. Februar 2018 wurde B.________ gestützt auf Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO mit Wirkung ab 3. Januar 2018 Rechtsanwalt Baumberger als amtlicher Verteidiger beigeordnet. Dieser beantragte am 27. April 2018 die Feststellung, dass spätestens ab 16. Oktober 2017 ein Fall von notwendiger Verteidigung vorgelegen habe, weshalb das Protokoll der delegierten Einvernahme vom 17. Oktober 2017 sowie alle Folgebeweise aus den Akten zu entfernen seien. Zu entfernen bzw. zu schwärzen seien zudem alle weiteren Dokumente in den Akten, in denen aus dem Einvernahmeprotokoll wörtlich oder sinngemäss zitiert oder in denen daraus Schlüsse gezogen würden. Ferner sei die Einvernahme in Anwesenheit der Verteidigung zu wiederholen. Mit Verfügung vom 1. Mai 2018 stellte die Staatsanwaltschaft fest, es liege nach wie vor ein Fall von gebotener Verteidigung gemäss Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO und nicht ein solcher von notwendiger Verteidigung gemäss Art. 130 StPO vor, und verneinte ein Beweisverwertungsverbot. Dagegen erhob B.________ am 14. Mai 2018 Beschwerde beim Obergericht des Kantons Bern und verlangte, die Verfügung der Staatsanwaltschaft sei aufzuheben. Im Übrigen wiederholte er im Wesentlichen seine gegenüber der Staatsanwaltschaft gestellten Anträge. Mit Beschluss vom 10. August 2018 hiess das Obergericht die Beschwerde gut, soweit es darauf eintrat, und hob die Verfügung der Staatsanwaltschaft auf. Es ordnete an, dass das Protokoll der Einvernahme von B.________ vom 17. Oktober 2017 aus den Akten zu entfernen und bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens unter separatem Verschluss zu halten und danach zu vernichten sei. Ferner seien auch sämtliche Dokumente in den Verfahrensakten, in denen wörtlich oder sinngemäss aus dieser Einvernahme zitiert werde oder aus denen Rückschlüsse auf diese Einvernahme gezogen werden könnten, zu entfernen bzw. zu schwärzen.