Citation: 5A_486/2022 E. 5.2

5.2. Der Beschwerdeführer hält dafür, allein das Vorliegen eines Schwächezustands bzw. die Tatsache, dass bei ihm eine Schizophrenie vorliege, rechtfertige nicht die Weiterführung der fürsorgerischen Unterbringung. Die Vorinstanz hat den Verbleib in fürsorgerischer Unterbringung indes nicht ohne weitere Prüfung allein aufgrund seiner Diagnose bestätigt, sondern gestützt auf das Gutachten sowie die Aussagen der behandelnden Ärzteschaft und des Pflegepersonals die Voraussetzungen für einen Verbleib in der fürsorgerischen Unterbringung als gegeben erachtet (vgl. vorne E. 3.2). Namentlich stellte sie fest, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2021 verschiedene Phasen mit schlechterer Medikamenten-Compliance gezeigt habe. Die wiederkehrenden, jeweils auf die Verweigerung der Medikamenteneinnahme zurückzuführenden Krisen zeigten, dass seine Bereitschaft, sich mit einer ausreichend dosierten neuroleptischen Medikation behandeln zu lassen, fragil sei. Hinzu komme, dass die Mutter des Beschwerdeführers eine Behandlung ihres Sohnes mit Neuroleptika dezidiert ablehne und er sich ihr gegenüber nicht abgrenzen könne. Ausserhalb eines stationären Settings sei deshalb das Risiko hoch, dass der Beschwerdeführer die neuroleptische Medikation nicht regelmässig einnehmen werde, was jeweils dramatische Auswirkungen auf seine psychische Stabilität habe und - insbesondere aufgrund der quälenden Ängste - mit einem hohen Leidensdruck und Selbstgefährdung durch Suizidalität einhergehe. Beim aktuellen Setting zeige er demgegenüber eine geringe Selbst- und Fremdgefährdung. Soweit der Beschwerdeführer diese Sachverhaltsprognose infrage stellt, erhebt er keine Rüge der unrichtigen Sachverhaltsfeststellung, sodass auf seine Einwendungen nicht einzugehen ist. Ferner macht er zwar geltend, die Vorinstanz habe das Verhältnismässigkeitsprinzip nicht beachtet, indessen substanziiert er diesen Vorwurf nicht. Die Vorinstanz begründete ausführlich und überzeugend, weshalb die psychische Erkrankung des Beschwerdeführers weiterhin eine stationäre Behandlung erfordert und eine mildere Massnahme nicht erfolgversprechend wäre. Schliesslich bemängelt der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit der Eignung des Pflegezentrums, es wäre für ihn ein anderer Therapeut wichtig. Wenn er bei Dr. B.________ von seinem Leid rede, so entgegne ihm dieser, dass sein Vater auch gelitten habe. Hier stellt der Beschwerdeführer wieder ohne entsprechende Willkürrüge auf einen Sachverhalt ab, der sich nicht aus dem angefochtenen Entscheid ergibt (vgl. vorne E. 5.1.1). Andere Gründe, weshalb das Pflegezentrum keine geeignete Institution für die stationäre Behandlung seiner psychischen Erkrankung sein sollte, führt er nicht an und sind auch nicht ersichtlich. Soweit der Beschwerdeführer schliesslich die Verletzung seines verfassungsmässigen Rechts auf persönliche Freiheit und Unversehrtheit geltend macht, kommt seiner Rüge nebst der vorgenommenen Prüfung, ob die Voraussetzungen nach Art. 426 Abs. 1 ZGB (noch) erfüllt sind, mithin ob eine Bundesrechtsverletzung vorliegt, keine eigenständige Bedeutung zu.