Citation: I 166/06 30.01.2007 E. A

Die 1973 geborene F.________ meldete sich am 24. Januar 2002 unter Hinweis auf psychische Probleme bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an und beantragte Arbeitsvermittlung. Die IV-Stelle Basel-Stadt holte die Arztberichte von Dr. med. M.________, Psychiatrische Klinik Y.________, vom 12. Februar 2002 und von Dr. med. E.________, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 18. Juni 2002 ein. Mit Verfügung vom 11. November 2002 wies sie das Gesuch um berufliche Massnahmen ab, da sich die Versicherte seit Juli 2002 für mehrere Monate im Strafvollzug befinde und die Durchführung beruflicher Abklärungs- bzw. Eingliederungsmassnahmen bis auf weiteres ausgeschlossen sei. Mit Schreiben vom 25. September 2003 gelangte Frau Dr. med. R.________ vom Integrierten forensisch-psychiatrischen Dienst (IFPD), welche F.________ in der Strafanstalt psychiatrisch betreute, an die IV-Stelle Basel-Stadt und ersuchte um Zusprechung einer Invalidenrente und Hilfe bei der beruflichen Wiedereingliederung. In der Folge holte die IV-Stelle den Bericht des IFPD vom 19. Januar 2004 ein, welcher als Diagnosen emotional instabile Persönlichkeitsstörung, Kokain- und Cannabismissbrauch, Verdacht auf Essstörung und auf Attention deficit and hyperactivity disorder (ADHD) anführte. Am 5. Mai 2004 ordnete sie eine psychiatrische Abklärung durch Dr. med. W.________ an. Mit Schreiben vom 14. Mai 2004 ersuchte der behandelnde Allgemeinpraktiker, Dr. med. S.________, die IV-Stelle um Bezeichnung eines in A.________ praktizierenden Gutachters, da F.________ seit Februar 2004 dort wohne. Die IV-Stelle erklärte sich am 24. Mai 2004 dazu nur unter der Voraussetzung bereit, dass gesundheitliche Gründe einer Abklärung in B.________ entgegen stünden. Daraufhin reichte Dr. med. S.________ den Arztbericht vom 27. Mai 2004 ein, worin er festhielt, eine Reise nach B.________ bringe die Versicherte an die Grenzen ihrer Kooperationsfähigkeit. Die Termine in B.________ werde sie aus gesundheitlichen Gründen vermutlich meistens nicht einhalten können. Seinem Bericht legte er unter anderem die Berichte der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Y.________ vom 9. Januar 2001, der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Z.________ vom 19. März 2002, des IFPD vom 17. April 2003, 30. November 2003 und 12. Januar 2004 sowie des PD Dr. med. G.________ vom 27. April 2001 bei. Nachdem die Versicherte mehreren Begutachtungsterminen bei Dr. med. W.________ keine Folge geleistet hatte, bot die IV-Stelle sie am 3. März 2005 für den 14. März 2005 unter Hinweis auf ihre Mitwirkungspflicht nochmals zu einer Untersuchung in der Praxis des Dr. med. W.________ in B.________ auf. Gleichzeitig wies sie darauf hin, dass die Fallbearbeitung eingestellt und das Gesuch abgewiesen werde, falls die Abklärung mangels Kooperation erneut nicht zustande kommen sollte. Am 14. März 2005 teilte Dr. med. S.________ der IV-Stelle mit, der Versicherten sei eine Reise nach B.________ auf einen bestimmten Termin hin krankheitsbedingt nicht möglich. Mit Verfügung vom 11. April 2005 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 12. August 2005 fest.