Citation: 4A_645/2016 E. 4.3.2

4.3.2. Die Beschwerdeführerin verweist vorerst zur Begründung der Befangenheit der Mitglieder des Obergerichts auf deren Erwägungen zur Verwirkung des Anspruchs auf Ausstand. Sie wiederholt ihr Argument, dass - soweit eine Kumulation von Vorfällen Anlass zur Besorgnis der Befangenheit gibt - erst die Nichtanhandnahmeverfügung "das Fass zum Überlaufen gebracht" habe. Damit liegt keine genügende Rüge (E. 2 hiervor) vor, denn sie geht nicht, jedenfalls nicht genügend, auf das Kernargument der Vorinstanz ein, wonach das der Beschwerdegegnerin 1 vorgeworfene Verhalten (Anzeige) massgeblich sei und nicht die rechtliche Beurteilung des prozessualen Vorgehens der Beschwerdeführerin durch die Staatsanwaltschaft. Aber selbst wenn von einer genügenden Rüge auszugehen wäre, könnten die vorinstanzlichen Ausführungen zur Verwirkung jedenfalls nicht als qualifiziert fehlerhaft im Sinn der Rechtsprechung zum Ausstand bezeichnet werden, sodass jedenfalls gestützt darauf keine Befangenheit der Oberrichter abgeleitet werden könnte.