Citation: 5A_406/2015 E. 4.2.2

4.2.2. Dem Beschwerdeführer kann sodann nicht darin beigepflichtet werden, dass ein begleitetes Wohnen oder die Unterbringung bei den Eltern genügen würde: Nach den Ausführungen des Gutachters, welche das Obergericht berücksichtigt hat, sind bezüglich der Einsicht des Beschwerdeführers in die Natur seiner Störung und die Notwendigkeit einer Behandlung wenig Fortschritte zu verzeichnen. Zwar ist eine Teileinsicht unter optimaler medikamentöser Einstellung zu erkennen. Laut dem Gutachter bestehen aber gleichwohl massive Widerstände gegen eine konsequente Weiterbehandlung, dies insbesondere unter Hinweis auf körperliche Nebenwirkung wie Potenzschwäche und "gestörter Muskelaufbau". In diesem Abwehrkampf gegen die psychiatrischen Therapiebemühungen hat der Beschwerdeführer laut Gutachter eine gewisse paranoid gefärbte Querulanz aufgebaut, was die bisherigen Behandlungsversuche immer wieder wirksam vereitelt hat. Unter den gegebenen tatsächlichen Umständen, die der Beschwerdeführer nicht rechtsgenügend als willkürlich oder als sonstwie gegen Bundesrecht verstossend festgestellt rügt, lässt sich eine Behandlung nur in einem geschützten Rahmen, nämlich dem einer psychiatrischen Klinik bewerkstelligen. Eine ambulante Behandlung kommt bei dieser tatsächlichen Ausgangslage ebensowenig in Betracht wie die Überführung in das Begleitete Wohnen oder der Einzug in eine Wohnung der Mutter.