Citation: 5A_765/2022 E. 4.1.2

4.1.2. Die Ausführungen der Beschwerdeführerin erweisen sich als rein appellatorisch. Die Feststellung, dass sie das Vorliegen eines vom vorinstanzlichen Auslegungsergebnis abweichenden tatsächlichen Willens der Vertragsparteien nicht behauptet hat, vermag sie damit nicht ins Wanken zu bringen. Wie die Vorinstanz diesbezüglich feststellt, hat die Beschwerdeführerin vor Erstinstanz - konfrontiert mit den Einwendungen der Beschwerdegegner, der Erbvertrag übergehe sie - nämlich ausgeführt, dass der Erbvertrag ihren Pflichtteilsanspruch verletze, sie gänzlich von der Erbschaft ausgeschlossen worden sei und daher ihre Erbenstellung verloren habe. Dies bestreitet die Beschwerdeführerin auch gar nicht. Vor Erstinstanz hat sie sogar ausgeführt, der Amtsnotar habe sie aufgrund des Erbvertrags eigentlich nicht als Erbin (in der Erbenbescheinigung) aufführen dürfen (kantonale Akten act. 32). Von einer "impliziten" Geltendmachung eines - abweichenden - tatsächlichen Willens der Erbvertragsparteien kann angesichts dieser Äusserungen keine Rede sein, und explizite Ausführungen, die die Vorinstanz zu Unrecht übergangen hätte, behauptet die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht nicht.