Citation: 8C_517/2022 E. 5.1

5.1. In Würdigung der Abklärungsergebnisse gelangte die Vorinstanz zur Überzeugung, die Beschwerdeführerin habe das im Formular "Bestätigung der Erwerbstätigkeit bei Gesundheit" vom 5. Februar 2020 angegebene Erwerbspensum von insgesamt 80 % in voller Kenntnis von dessen Bedeutung abgegeben. Es handle sich dabei um eine von allfälligen versicherungsrechtlichen oder anderen Umständen unbeeinflusste Kundgabe der (inneren und hypothetischen) Absicht der Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall, die so auch anlässlich der Einvernahme vom 2. Juni 2022 bestätigt worden sei. Was namentlich die dem entgegenstehende Bestätigung der Pflegefachfrau vom 22. April 2020 anbelangt, stellte das kantonale Gericht fest, dass diese den Widerspruch anlässlich der Befragung nicht nachvollziehbar zu erklären vermochte. Vielmehr wiesen deren Aussagen betreffend Kerngeschehen zur Frage der Erwerbstätigkeit der Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall massgebliche Unsicherheiten und Diskrepanzen auf, was den Beweiswert erheblich schmälere. Schliesslich konnte die Vorinstanz aufgrund des zeitlichen Ablaufs nicht ausschliessen, dass die mit dem Einwand gegen den Vorbescheid vom 10. März 2020 ins Recht gelegte Bestätigung der Pflegefachfrau vom 22. April 2020 von versicherungsrechtlichen Überlegungen geprägt war; dies, nachdem bereits im Vorbescheid die Bemessung des Invaliditätsgrads nach der gemischten Methode bei einer Gewichtung des Erwerbsbereichs mit 80 % erwähnt war. Auch darin sah sie eine erhebliche Schmälerung der Aussagekraft der fraglichen Bestätigung. Ein Erwerbspensum von 80 % bei guter Gesundheit erscheine - so das kantonale Gericht im Weiteren - denn auch im Gesamtkontext unter Würdigung der relevanten Kriterien plausibel.