Citation: 4A_592/2019 E. 2.2

2.2. Die Beschwerdeführerin moniert, der am angefochtenen Urteil beteiligte Oberrichter Peter Huber hätte in den Ausstand treten müssen. Er kenne den Beschwerdegegner sehr gut und kommuniziere mit ihm "per Du". Beide seien Mitglied der Aufsichtskommission über die Rechtsanwälte und der Anwaltsprüfungskommission des Kantons Zug. "Vor diesem Hintergrund und auch in Anbetracht der [....] willkürlichen Feststellung des Sachverhalts" sei es "notorisch", dass Oberrichter Peter Huber befangen gewesen sei. Mit dem pauschalen Vorwurf, der Sachverhalt sei im angefochtenen Urteil willkürlich festgestellt worden, lässt sich eine Verletzung des Rechts auf ein unabhängiges und unparteiisches Gericht (Art. 30 Abs. 1 BV) nicht hinreichend begründen (siehe Urteil 4A_149/2018 vom 7. Mai 2018 E. 5.2 mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung). Im Übrigen erhebt die Beschwerdeführerin diese Rüge erstmals vor Bundesgericht. Dies ist unzulässig. Eine Partei, die eine Gerichtsperson ablehnen will, hat dem Gericht unverzüglich ein entsprechendes Gesuch zu stellen, sobald sie vom Ausstandsgrund Kenntnis erhalten hat. Dass die Beschwerdeführerin dies getan hätte, behauptet sie nicht und ist auch nicht ersichtlich, zumal Oberrichter Peter Huber bereits an der Instruktion des vorinstanzlichen Verfahrens als Präsident der I. Zivilabteilung des Obergerichts mitwirkte. Folglich hat sie den Anspruch auf (spätere) Anrufung des Ausstandsgrunds verwirkt (siehe BGE 140 I 240 E. 2.4; 139 III 120 E. 3.2.1 S. 124; Urteil 4A_370/2019 vom 21. November 2019 E. 1.8). Daran ändert auch ihr Hinweis auf das Urteil 5A_738/2017 vom 25. Oktober 2018 nichts, in dem das Bundesgericht zwar den Ausstand von Oberrichter Peter Huber anordnete, das indes ein anderes Berufungsverfahren betraf.