Citation: 2A.74/2003 08.09.2004 E. C

Auf Grund dieser Veranlagung erhob die einfache Gesellschaft A.________ am 27. März 2001 Einsprache "gegen die Einstufung der selbständigen Tätigkeit, welche die Steuerpflicht für direkte Bundessteuer und AHV auslösen könnte". Die Einsprache erfolge "sowohl grundsätzlich als auch masslich für die Steuerpflicht pro Person". Die Gesellschafter hätten die fraglichen Parzellen von ihrer Mutter geschenkt erhalten; sie hätten das eigene Vermögen verwaltet und nicht eine geschäftliche Tätigkeit ausgeübt. Ein Mitarbeiter des Steueramtes habe einem Gesellschafter gegenüber die mündliche Erklärung abgegeben, dass die Gesellschafter, da sie "keine beruflichen Tätigkeiten im Baugewerbe ausüben und keine Fachkenntnisse in Bezug auf Bebauung, Verkauf usw. von Grundstücken besitzen", nur Grundstückgewinnsteuern, aber keine weiteren Steuern und Abgaben bezahlen müssten. Faktisch hätten drei Gesellschafter eine Stockwerkeinheit und zwei Gesellschafter zwei Stockwerkeinheiten gekauft. Bei einer andern Auskunft des Steueramtes wäre die Schenkung und die Teilung unter den Gesellschaftern sowie die Preisbildung anders vorgenommen worden. Das Steueramt wies am 18. Juni 2001 die Einsprache "gegen unsere Veranlagung und Rechnung für Kapitalgewinnsteuer vom 23. Februar 2001 betreffend Einkommen aus Liegenschaftenhandel nach Art. 18 DBG" (Bundesgesetz vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer, Bundessteuergesetz, DBG; SR 642.11) ab. Es liege ein breit angelegtes und planmässiges Tätigwerden der Erben vor: "Aus der Überbauung A.________ in X.________ werden seit Ende 1998 laufend und von verschiedenen Personen und Personengruppen Grundstückgewinne erzielt. Seit dem Tod von G.________ Ende 1994 war das Bestreben der Erben darauf gerichtet, eine grössere Parzelle einzuzonen, zu erschliessen, zu überbauen und zu verkaufen. Bis zum Beginn der Verkaufstätigkeit im Jahre 1998 kann dabei eine private Vermögensverwaltung seitens der Erbengemeinschaft angenommen werden, sodass die bis zu diesem Zeitpunkt realisierte Wertsteigerung von Grund und Boden bei der Direkten Bundessteuer nicht besteuert wird. Sie stellt steuerfreien, privaten Kapitalgewinn dar. Hingegen wird der seit diesem Zeitpunkt realisierte Grundstückgewinnanteil als Kapitalgewinn bei der Direkten Bundessteuer als Einkommen aus Liegenschaftenhandel besteuert, weil seit 1997/98 ein planmässiges und unternehmerisches Tätigwerden seitens einzelner Erben oder Erbengruppen (einfachen Gesellschaften) vorliegt."