Citation: 1P.67/2004 14.09.2004 E. A

X.________ war seit 1975 Leiter des Gemüsebaubetriebs des Instituts Y.________. Dieses ist eine öffentliche Anstalt mit eigener Rechtspersönlichkeit. Es steht unter der Oberaufsicht des Staatsrats des Kantons Freiburg. X.________ war unterschriftsberechtigt und unterstand unmittelbar der Direktion des Instituts Y.________. Er war verantwortlich für die Arbeitsorganisation des Instituts Y.________, die Leitung des Personals, den Kauf und Verkauf von Gemüsen, den Kauf von Produktionsmitteln gemäss dem Budget des Instituts Y.________, die Kontrolle der Rechnungen, die Erprobung neuer Produkte, die Lehrlingsausbildung und die Vertretung des Gemüsebaubetriebs gegen aussen. Am 28. Juni 1995 reichte der damalige Direktor des Departements des Innern und der Landwirtschaft des Kantons Freiburg gegen X.________ Strafanzeige wegen Veruntreuung ein. Mit Überweisungsverfügung des Untersuchungsrichters vom 4. Oktober 2001 wurde X.________ wegen Veruntreuung, Urkundenfälschung, Unterdrückung von Urkunden, versuchter Unterdrückung von Urkunden und eventuell ungetreuer Geschäftsführung zur Beurteilung an das Wirtschaftsstrafgericht des Kantons Freiburg überwiesen. Am 25. März 2002 sprach ihn dieses der Veruntreuung, der Urkundenfälschung sowie der Unterdrückung von Urkunden schuldig und verurteilte ihn zu einer bedingten Gefängnisstrafe von 18 Monaten, unter Abzug der Untersuchungshaft vom 19. Juli bis zum 29. August 1995, mit einer Probezeit von zwei Jahren. Von der Anklage der ungetreuen Geschäftsführung bzw. Geschäftsbesorgung sprach es ihn frei. Ferner verurteilte es X.________, dem Staat Freiburg und dem Institut Y.________ solidarisch den Betrag von CHF 381'645.15 mit 5 % Zins seit dem 1. Januar 1990 unter Parteikostenfolge zu bezahlen. Die übrigen Rechtsansprüche verwies es auf den Zivilweg. Das Wirtschaftsstrafgericht hielt eine Deliktssumme von CHF 381'645.15 für erwiesen. Diese ergab sich aus unverbuchten Einnahmen von CHF 560'442.25 abzüglich von X.________ getätigten Drittzukäufen in Höhe von CHF 58'797.10 sowie abzüglich von vom Wirtschaftsstrafgericht geschätzten weiteren Zukäufen von CHF 120'000.--.