Citation: 6B_789/2024 E. 1.3

1.3. Die Vorinstanz stellte für den Schuldspruch wegen Widerhandlung gegen Art. 28 Abs. 1 lit. a TSchG durch "fehlende trockene Einstreu im Ziegengehege" in ihrem ersten Berufungsurteil vom 5. Dezember 2017 einzig auf die Aussage im Kontrollbericht des Kantonstierarztes vom 14. Mai 2013 ab, wonach auch bei den Ziegen im Ziegenprovisorium keine trockene Einstreu festgestellt werden konnte. Fotobelege dazu fehlten (vgl. Urteil 6B_811/2018 vom 25. Februar 2019 E. 7.6.1). Das Bundesgericht erwog dazu im Urteil 6B_811/2018 vom 25. Februar 2019 u.a., der Kantonstierarzt habe im Kontrollbericht offensichtlich zum Ausdruck bringen wollen, die Einstreu im Ziegengehege sei - wie auch im Schafgehege - lediglich nicht ausreichend trocken gewesen. Im Kontrollbericht des Kantonstierarztes fehle es nicht nur an einer Fotodokumentation, sondern auch an einer Umschreibung der tatsächlichen Verhältnisse. Unklar sei, wie sich die Vorinstanz ein Bild von der Einstreu im Ziegengehege hätte machen können, um beurteilen zu können, ob diese für den Liegebereich geeignet und ausreichend trocken gewesen sei. Anlässlich der früheren Kontrollen vom 11. Februar und 6. März 2013 sei die Einstreu im Ziegengehege nicht beanstandet worden, sondern lediglich diejenige bei den Schafen. Der Schuldspruch sei bundesrechtswidrig, weil die Vorinstanz den Beschwerdeführer einzig gestützt auf die Passage im Kontrollbericht vom 14. Mai 2013 "auch bei den Ziegen konnte keine trockene Einstreu festgestellt werden" schuldig gesprochen habe (Urteil 6B_811/2018 vom 25. Februar 2019 E. 7.6.2).