Citation: 5C.225/2006 27.11.2006 E. 4

Des Weiteren bringt die Klägerin vor, die gesundheitliche Situation des Kindes C.________ erfordere einen erhöhten Betreuungsaufwand, welcher mit Mehrkosten verbunden sei, die vom Beklagten abzugelten seien. Diese erhebliche Veränderung der wirtschaftlichen Verhältnisse auf Seiten der Klägerin würde eine Erhöhung der Kinderunterhaltsrente rechtfertigen. Die Vorinstanz kam hier zum Schluss, dass das Kind C.________ insbesondere aufgrund des Berichts des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes des Kantons Luzern (nachfolgend: KJPD) vom 16. April 2003 als auch aufgrund der schriftlichen Auskunft von C.________s Primarlehrer L.________ keinen übermässigen oder speziellen Betreuungsaufwand erfordere. Für das Bundesgericht ist daher tatbeständlich erstellt, dass sich die Bedürfnisse von C.________ nicht in unvorhergesehener Weise verändert haben. Die Vorbringen der Klägerin erschöpfen sich hier gänzlich in der Würdigung des Gutachtens des KJPD sowie der Auskunft des Primarlehrers von C.________. Für diese Kritik an der Beweiswürdigung durch die Vorinstanz - die Klägerin rügt denn auch explizit eine willkürliche Beweiswürdigung des Obergerichts (S. 7 der Berufungsschrift) - ist jedoch die staatsrechtliche Beschwerde gegeben (vgl. oben E. 1.3). In die gleiche Richtung zielen auch die Rügen der Klägerin, dass den Gutachten von Dr. D.________ und Dr. E.________ zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt worden sei. Auf die Berufung kann in diesem Punkt nicht eingetreten werden. Steht damit aber für das Bundesgericht verbindlich fest, dass sich die Bedürfnisse des Kindes C.________ seit dem Scheidungsurteil nicht verändert haben, fällt eine Abänderung im Sinne von Art. 286 Abs. 2 bzw. von Abs. 3 ZGB ausser Betracht.