Citation: 6B_719/2024 E. 4.3.5

4.3.5. Der Beschwerdeführer beruft sich in seiner Beschwerde auf die vier Kinder, die in der Schweiz leben. Die Vorinstanz hält zutreffend fest, dass keine nahe, echte und tatsächlich gelebte Beziehung besteht. Der Beschwerdeführer habe keine elterliche Sorge oder Obhut. Er übernehme keine Verantwortung für die Kinder und sei ihnen kein Vorbild. Bis zu seiner Verhaftung habe er nur sporadischen Kontakt mit ihnen gepflegt. Um die Unterhaltsbeiträge habe er sich nie bemüht, weshalb die Kinder bei seiner Landesverweisung finanziell nicht schlechter gestellt seien. In der Tat belegen diese konkreten Umstände, dass der Beschwerdeführer die Kinder vernachlässigte. Er ist nicht legitimiert, ihre Rechte in eigenem Namen geltend zu machen. Wie bereits die Vorinstanz zutreffend festhält, darf er die Kinderrechte nicht instrumentalisieren, um den gesetzlichen Folgen seiner Straftaten zu entgehen. Für den Anspruch auf Familienleben genügt es nach dem Wegweisungsrecht unter Umständen, ist aber auch nicht ausschlaggebend, dass der Kontakt zu den Kindern im Rahmen von Kurzaufenthalten oder über die modernen Kommunikationsmittel wahrgenommen werden kann (Urteile 6B_1123/2020 vom 2. März 2021 E. 3.3.5; 6B_1314/2019 vom 9. März 2020 E. 2.3.7). Der Beschwerdeführer legt ein Schreiben seiner zweiten Ex-Frau ins Recht. Diese bestätige, dass er mit deren Kindern nunmehr regelmässigen Kontakt pflege. Dieses Schreiben datiert vom 10. September 2024 und wurde damit nach dem angefochtenen Urteil vom 23. Mai 2024 aufgesetzt. Als echtes Novum muss es im bundesgerichtlichen Verfahren unbeachtlich bleiben (Art. 99 Abs. 1 BGG). Ohnehin widerlegt das Schreiben nicht, dass sich der Beschwerdeführer bis zu seiner Verhaftung kaum um die Kinder kümmerte und nie für deren Unterhalt aufkam. Dass er nach der Verhaftung Kontakt mit den Kindern suchte, liess die Vorinstanz in ihre Beurteilung einfliessen.