Citation: 4A_122/2021 E. B

Der Käufer verlangte vom Uhrmacher nach erfolglosem Schlichtungsversuch mit Klage vom 15. Januar 2019 vor dem Bezirksgericht Luzern den Ersatz des positiven Schadens von Fr. 15'953.05 nebst Zins; Im Schlussvortrag reduzierte er seine Forderung auf Fr. 13'492.65. B.a. Am 27. Mai 2020 verpflichtete der Einzelrichter des Bezirksgerichts den Uhrmacher, dem Käufer Fr. 891.75 nebst Zins zu bezahlen. B.b. Gleich entschied am 13. Januar 2021 das Kantonsgericht Luzern auf Berufung des Käufers. Es kam zum Schluss, im Vergleich vom 30. Oktober 2015 seien sich die Parteien einig gewesen, dass der Uhrmacher das Astrolabium habe zum Funktionieren bringen müssen. Umstritten sei die Qualität des Funktionierens. B.b.a. Das Kantonsgericht schloss aus dem Wortlaut der Vereinbarung, die fünf Werke/Mechanismen müssten soweit korrekt laufen, als es die Ungenauigkeit der ursprünglichen Konstruktion zulasse. Es sei nicht vereinbart worden, dass alle fünf Werke/Mechanismen korrekt funktionieren d.h. die korrekten Zeiten/Positionen/Werte anzeigen sollten. Der Grad der Korrektheit sei durch den Vorbehalt der ursprünglichen Konstruktion relativiert worden. B.b.b. Unter Hinweis auf das KG-Verfahren 1 B 13 44, kam das Kantonsgericht auch unter Berücksichtigung des Verhaltens der Parteien zu keinem anderen Ergebnis (vgl. hierzu E. 3.1 hiernach). B.b.c. Auch die Entstehungsgeschichte der vertraglichen Beziehungen zwischen den Parteien zeigt nach Ansicht des Kantonsgerichts, dass der erste Reparaturauftrag darin bestand, das Astrolabium zum Funktionieren zu bringen. In der Vereinbarung vom 14. April 2014 hätten die Parteien lediglich die Übergabe des fertiggestellten funktionsfähigen Astrolabiums vereinbart. Von einem korrekt laufenden Werk werde in dieser Vereinbarung nichts geschrieben. Somit habe der Uhrmacher lediglich das Astrolabium zum Funktionieren resp. zum Laufen bringen müssen. Im Vergleich vom 30. Oktober 2015 hätten die Parteien zwar vereinbart, die fünf Werke/Mechanismen müssten korrekt laufen. Allerdings hätten sie bezüglich der Korrektheit den Vorbehalt, unter Berücksichtigung gewisser Ungenauigkeit der ursprünglichen Konstruktion gemacht. Folglich habe sich der Uhrmacher nicht verpflichtet, ein vollkommen korrektes Astrolabium abzuliefern, sondern lediglich dazu, die Funktionen soweit korrekt zu reparieren, als es die ursprüngliche Konstruktion zulasse.