Citation: 1B_286/2009 14.01.2010 E. 2

2.1 Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, die Vorinstanz habe seine Aufsichtsanzeige in willkürlicher Weise (Art. 9 BV) als Beschwerde nach §§ 213 ff. StPO/AG interpretiert und ihn mit einem kostenpflichtigen Entscheid abgestraft. Er habe jedoch mit seiner Wortwahl deutlich zum Ausdruck gebracht, dass es sich nicht um ein Rechtsmittel handle. 2.2 Nach der ständigen Praxis des Bundesgerichts liegt Willkür in der Rechtsanwendung dann vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Das Bundesgericht hebt einen Entscheid jedoch nur auf, wenn nicht bloss die Begründung, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist; dass eine andere Lösung ebenfalls als vertretbar oder gar zutreffender erscheint, genügt nicht (BGE 134 II 124 E. 4.1 S. 133 mit Hinweisen). Mit Schreiben vom 11. Juli 2009 ersuchte der Beschwerdeführer das Obergericht "als Aufsichtsbehörde für die Bezirksämter", das Bezirksamt Zofingen anzuweisen, den Präsidenten des Vereins X.________ rechtshilfeweise einvernehmen zu lassen. Mit Schreiben vom 13. Juli 2009 teilte das Obergericht dem Beschwerdeführer mit, nicht es sei Aufsichtsbehörde über das Bezirksamt als Strafverfolgungsbehörde, sondern das Departement Volkswirtschaft und Inneres, Abteilung Strafrecht. Damit hatte es dem Beschwerdeführer ohne Kostenfolgen mitgeteilt, dass es nicht Aufsichtsbehörde und zur Behandlung einer Aufsichtsanzeige nicht zuständig sei. Indessen beharrte der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 16. Juli 2009 auf der Zuständigkeit des Obergerichts, da es sich "nicht um einen administrativen, sondern um einen juristisch-prozessualen Aufsichtsfall" handle. Das Obergericht handelte keineswegs willkürlich, wenn es hierauf die Eingabe des Beschwerdeführers im Rahmen seiner gesetzlichen Zuständigkeit (§ 10 i.V.m. § 213 StPO/AG) als Beschwerde entgegennahm und erledigte. Die Rüge der Verletzung des Willkürverbots ist unbegründet.