Citation: 4A_496/2024 E. 4.4

4.4. Die Parteien vereinbarten in Ziffer II. 3 des Kauf- und Verkaufsversprechens vom 16. Juli 2014: "Par la présente, la venderesse autorise les acquéreurs à entreprendre, à leurs frais, toutes les démarches nécessaires en vue de l'obtention du permis de construire." Aus dieser Klausel schloss die Vorinstanz, dass die Käuferschaft ermächtigt worden sei, auf eigene Kosten sämtliche Schritte zu unternehmen, die notwendig sind, um die Baubewilligung zu erhalten. Dies ist nicht zu beanstanden. Die Beschwerdeführerin legt auch vor Bundesgericht nicht dar, weshalb sie nicht zur Einholung einer Baubewilligung ermächtigt gewesen sein soll. Die Vorinstanz hielt in diesem Zusammenhang zutreffend fest, dass die Grundsätze betreffend Doppelvertretung der Einholung einer Baubewilligung nicht im Weg standen. Denn eine Doppelvertretung kann zulässig sein, wenn hierfür eine besondere Ermächtigung vorliegt. Nach herrschender Lehre und ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts ist das Kontrahieren eines Vertreters mit sich selbst grundsätzlich unzulässig, es sei denn, der Vertretene habe den Vertreter zum Vertragsabschluss mit sich selbst besonders ermächtigt (BGE 144 III 388 E. 5.1 mit zahlreichen Hinweisen). Letztlich konnte die Vorinstanz aber offen lassen, ob Ziffer II. 3 des Kauf- und Verkaufsversprechens vom 16. Juli 2014 diesbezüglich genügt. Denn ein rechtsmissbräuchliches Verhalten der Beschwerdegegnerinnen ist ohnehin nicht dargetan. Es ist unbestritten, dass nie ein Baugesuch eingereicht wurde. Im Übrigen begnügt sich die Beschwerdeführerin auch vor Bundesgericht mit pauschalen Behauptungen, dass es unzumutbar gewesen sei, die Unterschriften einzuholen, und dass die Beschwerdegegnerinnen wohl Einsprache gegen das Baugesuch erhoben hätten.