Citation: 9C_341/2009 10.08.2009 E. 5

Nach den Feststellungen der Vorinstanz war der Versicherte für die Praktika in der Kinderkrippe und dem Werkheim zu 80 % arbeitsfähig; er hat diese tatsächlich auch absolviert. Entgegen der Annahme der Vorinstanz handelt es sich bei einem solchen Praktikum nicht um eine Art geschützte Werkstätte, sondern um eine Tätigkeit, in welcher die Eignung und Neigung für einen Beruf abgeklärt wird und wo eine vergleichbare Leistung verlangt wird wie in der betreffenden Arbeitstätigkeit. Wenn also der Beschwerdegegner die genannten Praktika absolvieren konnte, dann war er in Bezug auf diese Tätigkeit eingliederungsfähig. In einem solchen Falle hat er, wenn man ihm eine krankheitswertige (d.h. nicht nur durch Drogenkonsum verursachte) Arbeitsunfähigkeit zugesteht, Anspruch auf berufliche Massnahmen (Umschulung) samt Taggeld, aber nicht, wie von der Vorinstanz entschieden, auf Rente.