Citation: 5A_256/2021 E. 3.2.3

3.2.3. Hinsichtlich der Vorbringen im Zusammenhang mit den zu Unrecht erfolgten Abschreibungsverfügungen übersieht die Beschwerdeführerin, dass sich das Obergericht in einer Eventualerwägung zu diesem Ausstandsgrund äussert und ihn mit der Erklärung verneint, der wiederholte Irrtum des Beschwerdegegners sei noch keine schwere Verletzung der Richterpflichten und es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass sich der Beschwerdegegner beim Erlass der rechtsfehlerhaften Abschreibungsverfügungen von sachfremden Umständen leiten liess und ihm die Distanz und Neutralität fehlt. Soweit die Beschwerdeführerin diese Erwägungen (an anderen Stellen ihrer 50-seitigen Eingabe) nicht gelten lassen will, versäumt sie es, auf den angefochtenen Entscheid einzugehen. Einfach zu behaupten, angesichts der Gutheissung der gegen die Abschreibungsverfügungen erhobenen Beschwerden sei die Voraussetzung der Verletzung einer wesentlichen Amtspflicht erfüllt, genügt nicht. Im Übrigen kann offenbleiben, ob sich das Ausstandsgesuch vom 28. September 2020 auf eine fortschreitende Anhäufung richterlicher Verhaltensweisen stützt und auch bezüglich der weiter zurück liegenden Ausstandsgründe als rechtzeitig erfolgt gelten muss (vgl. dazu Urteil 5A_749/2015 vom 27. November 2015 E. 5.1 mit Hinweisen). Ihren eigenen Angaben zufolge brachte die Beschwerdeführerin diese Argumentation vor der Vorinstanz in den Ziffern 36 und 37 ihrer verbesserten Beschwerde vor. Laut Obergericht entsprechen die Ziffern 33 ff. der verbesserten Beschwerde vom 20. November 2020 der Beschwerdeergänzung vom 16. November 2020 (vgl. Sachverhalt Bst. D.b). Die fraglichen Passagen waren im vorinstanzlichen Verfahren unbeachtlich, da sie erst nach Ablauf der Beschwerdefrist erfolgten. Die Beschwerdeführerin stellt diese Erkenntnisse des Obergerichts als solche nicht in Frage. In der Folge ist sie mit der besagten Argumentation im hiesigen Verfahren mangels materieller Ausschöpfung des Instanzenzuges nicht zu hören (Art. 75 BGG; s. BGE 143 III 290 E. 1.1 und 141 III 188 E. 4.1, je mit Hinweisen).