Citation: 2C_851/2017 E. 3.1

3.1. Gemäss Art. 42 Abs. 1 AuG hat der ausländische Ehegatte einer Schweizer Bürgerin Anspruch darauf, dass ihm eine Aufenthaltsbewilligung erteilt wird, wenn er mit seiner Ehefrau zusammenwohnt; der Anspruch entfällt, falls ein Widerrufsgrund gemäss Art. 63 AuG vorliegt (Art. 51 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 63 Abs. 1 lit. a und Art. 62 Abs. 1 lit. b AuG; BGE 139 I 31 E. 2.1 S. 32, 16 E. 2.1 S. 18). Einen solchen setzt die ausländische Person unter anderem, wenn sie "zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe", d.h. einer solchen von mehr als einem Jahr, verurteilt worden ist (Art. 62 lit. b i.V.m. Art. 63 lit. a AuG). Dabei spielt keine Rolle, ob die Strafbehörde die Sanktion bedingt, teilbedingt oder unbedingt ausgesprochen hat (BGE 139 I 31 E. 2.1 S. 32, 16 E. 2.1 S. 18).