Citation: 2C_494/2024 E. 4.5.2

4.5.2. Sodann ist dem Beschwerdeführer zwar Recht zu geben, dass er (bei Unterstellung eines echten Ehewillens) grundsätzlich schon nach drei Ehejahren einen Anspruch auf eine eigenständige Aufenthaltsbewilligung hätte geltend machen können (vgl. Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG); für eine unbefristete Niederlassungsbewilligung, die unter den Voraussetzungen von Art. 43 Abs. 1 AIG einen Anspruch auf Familiennachzug mit sich bringt, bedurfte es jedoch fünf Ehejahre (vgl. Art. 43 Abs. 5 AIG). Angesichts dessen erscheint es entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht willkürlich, dass die Vorinstanz die fünfjährige Ehedauer als Indiz für eine Scheinehe betrachtete. Das für eine Scheinehe sprechende Gesamtbild vermag der Beschwerdeführer auch nicht damit in Frage zu stellen, dass er vorbringt, die Ex-Ehefrau habe ihm nach der "Affäre" eine zweite Chance gegeben, die Widersprüche und Wissenslücken in ihren Befragungen seien auf sprachliche Schwierigkeiten sowie die Stresssituation am Tag der Polizeikontrolle zurückzuführen und die Abwesenheit naher Verwandter an der Hochzeit sei familiären und finanziellen Gründen geschuldet - ohne jedoch zu erklären, wieso die Hochzeit unter den gegebenen Umständen nicht in Serbien statt in der Schweiz gefeiert wurde.