Citation: 1C_252/2017 E. 8

Wie bereits oben (E. 5.2) dargelegt wurde, dienen die Richtwerte als Hilfsmittel für die Beurteilung. Liegen die ermittelten Immissionen im Bereich der Richtwerte, d.h. werden diese nicht deutlich überschritten, besteht ein gewisser Spielraum bei der Beurteilung ihrer Störwirkung im Einzelfall. Es liegt somit im Beurteilungsspielraum der Vollzugsbehörde, in begründeten Fällen eine erhebliche Störung zu verneinen, obwohl die Richtwerte nicht überall eingehalten werden (Vollzugshilfe 2013 S. 12 unten und 13/14; Vollzugshilfe 2017 S. 23 f.). Dabei dürfen lediglich Aspekte berücksichtigt werden, die einen Einfluss auf die Störung haben (Vollzugshilfe 2017 S. 24 oben). So kann z.B. eine erhebliche Störung verneint werden, weil der Sportanlagenlärm durch andere Lärmquellen überdeckt oder als ortsüblich empfunden und verbreitet akzeptiert wird. Dagegen ist dem öffentlichen Interesse am Betrieb der Anlage durch die Gewährung von Erleichterungen Rechnung zu tragen (Vollzugshilfe 2017 S. 25 f.); hierfür sind die Voraussetzungen nach Art. 25 USG bzw. Art. 10 LSV zu beachten.