Citation: 5A_1035/2020 E. 3.5.2

3.5.2. Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, es könne ihm nicht zugemutet werden, nach einer Arbeitswoche in einem 100 %-Pensum über 12-stündige Busfahrten auf sich zu nehmen, um seine Töchter zu besuchen. Hinzu komme, dass er sowohl die Nacht von Freitag auf Samstag als auch diejenige von Samstag auf Sonntag im Bus und damit ohne Schlaf verbringen müsste. Würde er jeweils ohne Übernachtung mit dem Flugzeug an- und abreisen, stünde ihm demgegenüber nur wenig Zeit für die Besuche zur Verfügung. Zudem hätte er mangels Wochenendunterkunft keine Möglichkeit, sich bei Bedarf mit den Töchtern in "seine eigenen vier Wände" zurückzuziehen. Indem die Vorinstanz sich lapidar damit begnügt habe, die Besuchsrechtskosten ermessensweise festzulegen, habe sie seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt.