Citation: I 406/00 03.07.2001 E. 2

2.- a) In medizinischer Hinsicht steht fest, dass die Beschwerdeführerin unter einem chronischen, intermittierend akuten Lumbovertebralsyndrom bei kleiner mediolateraler Diskusprotrusion L4/5 links, an einer Diskushernie mediolateral rechts L5/S1, an einem Lymphödem, an Hypertonie sowie Adipositas leidet. Streitig ist, in welchem Ausmass die Versicherte durch diese Leiden in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist. b) Mit Arztbericht vom 5. Juni 1998 bescheinigte Dr. med. S.________ auf Grund der Rückenproblematik in der angestammten Tätigkeit als Küchenangestellte ab 22. April 1998 lediglich noch eine Arbeitsfähigkeit von 50 %. Im Rahmen von leichteren Beschäftigungen hielt er die Möglichkeit einer Steigerung auf ein wiederum uneingeschränktes Leistungsvermögen jedoch für sicher. Am 29. Juni 1998 führte Dr. med. G.________ zuhanden der IV-Stelle aus, er habe die Patientin zuletzt am 23. März 1998 wegen einer Thrombose der Unterschenkelvenen gesehen, wobei bis zu diesem Zeitpunkt eine volle Arbeitsfähigkeit bestanden habe. Nachdem die interne IV-Berufsberatungsstelle es in ihrem Bericht vom 7. Januar 1999 für fraglich gehalten hatte, ob die Versicherte auf Grund ihrer diversen Leiden bei einer leichten Tätigkeit tatsächlich vollumfänglich arbeitsfähig sei, da sich auch bei sitzenden Beschäftigungen Rücken- und Beinprobleme einstellen könnten, gab Dr. med. S.________ im ärztlichen Zwischenbericht vom 26. März 1999 an, die Beschwerdeführerin sei in einer Tätigkeit, welche abwechslungsweise sitzend, gehend und stehend, ohne Heben und Tragen von schweren Lasten über 5 bis 10 kg auszuführen sei, zu 100 % arbeitsfähig. Dass Vorinstanz und Verwaltung auf die Angaben des Dr. med. S.________ vom 26. März 1999, welche überzeugen, abgestellt haben und zum Schluss gekommen sind, als Küchenangestellte sei die Versicherte nurmehr zu 50 %, in einer wechselbelastenden Tätigkeit ohne Heben und Tragen von schweren Gewichten indes noch zu 100 % arbeitsfähig, ist nicht zu beanstanden. Der Umstand, dass Dr. med. P.________ in seinem Bericht vom 28. Mai 1997 auf eine vermutete reaktive depressive Entwicklung hinwies und eine medikamentöse Therapie von sechs Monaten vorschlug, vermag an diesem Ergebnis nichts zu ändern. Zum einen handelt es sich bei diesem Arzt nicht um einen psychiatrischen/psychotherapeutischen Fachspezialisten und zum anderen sind keine weiteren Anhaltspunkte aktenkundig, welche im relevanten Zeitraum bis zum - die Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis bildenden - Verfügungserlass (23. August 1999; BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen) auf eine psychische Fehlentwicklung von Krankheitswert und eine dadurch beeinträchtigte Arbeitsfähigkeit hinweisen würden. Mangels konkreter Indizien besteht somit weder in somatischer noch in psychischer Hinsicht Veranlassung, nähere medizinische Abklärungen anzuordnen. Aus der Aussage der Frau Dr. med. U.________ in ihrem Bericht vom 14. August 2000, wonach die Versicherte durch die gestörte Nachtruhe und die chronischen Schmerzen erschöpft sowie reaktiv depressiv sei und zur Zeit eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit halbtags für leichte Arbeiten bestehe, kann ebenfalls nichts abgeleitet werden, da sich die betreffenden Angaben auf den Verlauf nach dem Erlass der Verfügung vom 23. August 1999 beziehen und demgemäss - wie bereits ausgeführt - für das vorliegende Verfahren nicht massgeblich sind. Allenfalls deuten sie auf eine spätere Änderung der Verhältnisse hin, welche grundsätzlich Gegenstand einer neuen Verfügung zu bilden hat (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen).