Citation: 7B_481/2024 E. A

Das Untersuchungsamt Gossau führte eine Strafuntersuchung gegen den Arzt B.________ wegen fahrlässiger Körperverletzung zum Nachteil seines Patienten A.________. Der Untersuchung lag eine Strafanzeige vom 24. Januar 2023 zugrunde. Darin machte A.________ geltend, er habe am 16. Mai 2022 einen Arbeitsunfall erlitten, wobei er sich eine Fraktur und mehrere Bandrupturen am linken Sprunggelenk zugezogen habe. Diese Verletzungen hätten zu anhaltenden Bewegungseinschränkungen, Arbeitsunfähigkeit und schliesslich zum Verlust seiner Arbeitsstelle geführt. Er sei zuerst notfallmässig im Kantonsspital Winterthur behandelt und dann zur Weiterbehandlung an seinen Hausarzt B.________ überwiesen worden. A.________ wirft B.________ vor, den präzisen Umfang der erlittenen Verletzungen nicht mit geeigneten Bildgebungsmassnahmen abgeklärt zu haben. Er habe zwar Röntgenbilder gemacht, aber längere Zeit keine Magnetresonanztomographie (MRI) veranlasst. Zudem habe er ihn nicht korrekt über die Diagnose, die Tragweite der bereits erfolgten Abklärungen und die möglichen Behandlungs- und Abklärungsalternativen aufgeklärt.