Citation: 2C_866/2020 E. 6

Die Beschwerdeführerinnen machen weiter geltend, dass eine Publikation der strittigen Textstellen unverhältnismässig sei, da in nur sehr beschränktem Umfang ein öffentliches Interesse an ihrer Veröffentlichung bestehe und dieses öffentliche Interesse gegenüber ihrem privaten Interesse an der Schwärzung bzw. Umformulierung der beanstandeten Textstellen keinesfalls zu überwiegen vermöge. Letztere seien weder entscheidrelevant noch notwendig für die Rechtssicherheit und die Information der Wettbewerbsbehörden, sondern würden der Öffentlichkeit vielmehr ein falsches Bild vermitteln. Selbst wenn ihre Eignung zur Erreichung der Publikationsziele bejaht würde, so die Beschwerdeführerinnen weiter, seien die beanstandeten Textstellen nicht erforderlich, da sie nicht das mildeste Mittel zur Zweckerreichung darstellten. Indem sie als Unternehmen dargestellt würden, die an kartellrechtswidrigen Absprachen und Kontakten mit globaler bzw. internationaler Dimension beteiligt gewesen seien, würden ihr guten Ruf sowie ihr Recht auf wirtschaftliche Entfaltung verletzt, was einer Verletzung ihrer Persönlichkeitsrechte gleichkomme. Als Gesellschaften amerikanischen Rechts, mit Sitz in den Vereinigten Staaten, müsse zudem damit gerechnet werden, dass sie durch die beanstandeten Textstellen ungerechtfertigten zivilrechtlichen Klagen ausgesetzt würden. Gestützt auf diese Begründung verlangen die die Beschwerdeführerinnen die Schwärzung bzw. Umformulierung diverser Textstellen der Publikationsversion 2.