Citation: 4A_687/2014 E. 2.3

2.3. Gestützt auf diese Ausführungen kam die Vorinstanz sodann zum Schluss, dass von der Schlussrechnung in der Höhe von Fr. 154'411.35 der Betrag der Platten von Fr. 40'113.90 abzuziehen sei. Damit resultiere ein Betrag von Fr. 114'297.45, der Fr. 48'661.45 (74 %) über dem offerierten Preis in der Höhe von Fr. 65'636.-- liege. Vom Beschwerdeführer werde jedoch der Toleranzwert von 10 % anerkannt, was dazu führe, dass er sich Kosten im Umfang von Fr. 72'199.60 ohne Weiteres anrechnen lassen müsse (Fr. 65'636.-- + 10 %). Die Summe, welche über der Toleranzgrenze liege, betrage somit Fr. 42'097.85. Auch wenn unbestritten geblieben sei, dass die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer nicht über die Kostenüberschreitung informiert habe, könne ihr dennoch nicht das ganze Risiko zugewiesen werden. Entsprechend rechtfertige es sich, die Risikoverteilung dem Normalfall entsprechend je hälftig, d.h. im Umfang von je Fr. 21'048.90 den Parteien zuzuweisen. Insgesamt habe der Beschwerdeführer damit Fr. 133'362.40 (Fr. 40'113.90 [Plattenlieferung], Fr. 72'199.60 [anrechenbarer Werklohn] und Fr. 21'048.90 [hälftiger Risikoanteil]) zu bezahlen. Abzüglich der bereits bezahlten Fr. 110'000.-- (Akontozahlungen), resultiere ein Restbetrag von Fr. 23'362.40.