Citation: 6B_366/2014 E. 1.1.3

1.1.3. Der Beschwerdeführer bestreitet den Eventualvorsatz. Er beruft sich auf unterdurchschnittliche medizinische Kenntnisse. Es übersteige sein Vorstellungsvermögen, wenn ihm die Anklage und die Vorinstanzen vorwerfen würden, er habe eine Hirnblutung, eine Lungenverletzung oder eine irreversible Beeinträchtigung der geistigen Gesundheit des Opfers in Kauf genommen. Ob ihm diese Risiken bekannt gewesen seien, beurteile sich nach den konkreten Verhältnissen im Tatzeitpunkt. Aufgrund eines Schizophrenieschubs habe er sich damals in einem Ausnahmezustand befunden, was entgegen der Auffassung der Vorinstanz nicht nur die Frage der Schuldfähigkeit berühre, sondern auch jene des Vorsatzes, zumal er wegen seiner Erkrankung die Gefährlichkeit seines Tuns möglicherweise nicht habe erkennen können. Die Annahme der Vorinstanz, ihm seien die Risiken seiner Tathandlung bekannt gewesen, sei willkürlich, weil durch nichts belegt. Abgesehen davon habe er eine schwere Körperverletzung auch nicht in Kauf genommen. Es wäre ihm ein Leichtes gewesen, das betagte und gebrechliche Opfer schwer zu verletzen, wenn er dies gewollt hätte. Sein Vorgehen gebe aber keinen Hinweis auf einen Vorsatz, der über eine einfache Körperverletzung hinausgehe. Er habe nicht wirklich heftig zugeschlagen bzw. mit der linken Faust nicht wirklich heftig zuschlagen können. Objektiv sei denn auch nur eine einfache Körperverletzung eingetreten. Das Opfer und der Zeuge mochten die Heftigkeit der Schläge subjektiv überinterpretiert haben. Massgebend seien die objektiv messbaren Verletzungen. Ausgehend hievon fehlten vorliegend jegliche Indizien, dass er mehr als eine einfache Körperverletzung gewollt habe.