Citation: 8C_84/2014 E. 4.3

4.3. Wie die SUVA in besagter Vernehmlassung vom 19. November 2013 aufgezeigt hat, lagen die Verhältnisse beim Beschwerdeführer indessen so, dass es zur Bestimmung des Ablaufs der Einsprachefrist bei zumutbarem Einsatz gar nicht nötig war, zu beweismässig nicht gesicherten, behelfsmässigen Annahmen zu greifen. Die Verfügung vom 5. November 2012 wurde vom Beschwerdeführer wie auch von seinem damaligen Vertreter am selben Tag empfangen, sodass ihm eine Rechtsmittelfrist von dreissig Tagen in vollem Umfang zur Verfügung stand, um rechtzeitig Einsprache zu erheben. Nach dem Empfang der Verfügung wandte sich der Beschwerdeführer am 8. November 2012 an eine neue, seine heutige Rechtsvertreterin, welche von der früheren Vertretung Kenntnis hatte, an welche die fragliche Verfügung adressiert war. Sie hätte sich dort über das genaue Zustelldatum erkundigen können und auch müssen. Ohne weitere Abklärungen durfte sie nicht einfach annehmen, die Verfügung sei erst am 6. November 2012 zugestellt worden. Gerade bei einem Wechsel des Anwaltes oder der Anwältin muss von der neu zugezogenen Vertretung verlangt werden, dass sie sich - bestehen bezüglich des Zustelldatums einer Verfügung, die angefochten werden soll, Unsicherheiten - bei der früheren nach den konkreten Gegebenheiten erkundigt. Immerhin entspricht es einer Erfahrungstatsache, dass Versand- und Zustelldatum identisch sein können. Von vornherein ausgeschlossen ist dies jedenfalls nicht. In zeitlicher Hinsicht wären der Vertreterin des Beschwerdeführers solche Anstrengungen ohne weiteres möglich gewesen, hatte sie ihr neues Mandat doch schon in den ersten Novembertagen angenommen. Auch hätte ein entsprechendes Unterfangen mit grösster Wahrscheinlichkeit zu einem Erfolg geführt, musste sich der frühere Rechtsbeistand aufgrund seiner anwaltlichen Betätigung doch bewusst sein, dass er dem Zustellungsbeweis dienliche Dokumente - so namentlich das die Verfügung vom 5. November 2012 enthaltende Umschlagscouvert - aufzubewahren hatte. Abgesehen davon hätte sich die neue Rechtsvertretung jederzeit auch direkt an die SUVA wenden können. Wenn sie von diesen - mit geringem Aufwand, einer einfachen Anfrage verbundenen und daher durchaus zumutbaren - Möglichkeiten absah und ihre Einsprache dennoch erst am ihrer - beweismässig nicht abgesicherten, sondern auf blossen Spekulationen beruhenden - Meinung nach letzten Tag der Rechtsmittelfrist einreichte, verdient die zum Nichteintretensentscheid der SUVA vom 13. September 2013 führende Fristversäumnis keine Entschuldigung, womit auch eine Wiederherstellung derselben ausser Betracht fällt. Von einer Bundesrechtsverletzung kann, entgegen der Argumentation in der Beschwerdeschrift, keine Rede sein.