Citation: 9C_666/2020 E. 6.2

6.2. Dr. med. Dr. med. dent. E.________ äusserte sich im Gutachten vom 12. Oktober 2019 lediglich in allgemeiner Weise zur Ursache des anterioren offenen Bisses und der dadurch bedingten Einschränkung der Kaufähigkeit. In seiner Ergänzung vom 22. März 2020 präzisierte er, dass bei der Beschwerdeführerin kein infantiles Schluckmuster im Sinne von Art. 17 lit. f Ziff. 2 KLV zur Dysgnathie geführt habe. Entsprechend verneinte die Vorinstanz eine Leistungspflicht nach Art. 17 lit. f KLV, was in der Beschwerde nicht weiter gerügt wird. Aus den übrigen Akten ergibt sich im Übrigen (Art. 105 Abs. 2 BGG), dass der Fehlbiss bei der Beschwerdeführerin nicht auf die Erkrankungen am Kiefergelenk zurückzuführen ist. So legte Prof. Dr. med. Dr. med. dent. B.________ im Bericht vom 19. September 2018 dar, es gebe Fälle, bei denen durch eine eigenständige Erkrankung des Kiefergelenks ein Höhenverlust im Bereich des Unterkiefers eintrete, der aufgrund einer Zerstörung von Knochensubstanz im Bereich des Kieferköpfchens zu einem offenen Biss führe. Eine solche Situation liege bei der Beschwerdeführerin jedoch nicht vor und das Kiefergelenk sei als Ursache für den offenen Biss als nicht relevant anzusehen. Der Vertrauensarzt der Beschwerdegegnerin Dr. med. Dr. med. dent. D.________ führte zudem aus, dass auch kein direkter Zusammenhang zwischen dem offenen Biss und der Diskusluxation links im Sinne von Art. 17 lit. d Ziff. 3 KLV bestehe, sondern es sich bei letzterem um eine eigenständige Erkrankung des Kiefergelenks handle (Stellungnahmen vom 13. Juni 2018 und 11. August 2018). Die Arthrose und die Diskusluxation des Kiefergelenks sind somit nicht ursächlich für die Schädigungen, die mit der zahnärztlichen Behandlung (Korrektur des Fehlbisses) angegangen wurden. Die Beschwerdegegnerin ist daher nicht nach Art. 17 lit. d KLV leistungspflichtig.