Citation: 1P.529/2003 02.12.2003 E. 3

Des Weiteren rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung des in Art. 6 Ziff. 1 EMRK verankerten Beschleunigungsgebotes. Er macht geltend, das Strafgericht habe im vorliegenden Fall am 27. September 2002 die Verhandlung durchgeführt und erst fast 11 Monate später ihr Urteil begründet. Das Urteil wurde im Anschluss an die Berufungsverhandlung vom 27. September 2002 mündlich eröffnet und begründet. Die Verteidigung verlangte daraufhin ein schriftlich begründetes Urteil. Die Zeitspanne von 11 Monaten erweist sich zwar als lange für das Verfassen des schriftlich begründeten Urteils, verletzt indessen das Beschleunigungsgebot noch nicht (vgl. Mark E. Villiger, Handbuch der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK), 2. Aufl., Zürich 1999, Rz. 465 und Fn. 95).