Citation: 8C_604/2022 E. 5.2.2

5.2.2. Hinsichtlich der Meldepflichtverletzung ist dem kantonalen Gericht beizupflichten, dass sich der Beschwerdeführer angesichts der ihm möglichen Aktivitäten (vgl. E. 5.1.3 hiervor) ohne Weiteres hätte vor Augen halten müssen, dass sich diese mit einer gänzlichen Arbeitsunfähigkeit und einem Invaliditätsgrad von 100 % nicht in Einklang bringen lassen. Es mag zutreffen, dass der behandelnde Psychiater keine gesundheitliche Verbesserung festzustellen vermochte. Dies ändert jedoch schon deshalb nichts, weil er ausweislich der Stellungnahme vom 19. Januar 2021 zuvor offenkundig keine Kenntnis vom Autohandel des Beschwerdeführers hatte. Soweit die IV-Stelle und die Vorinstanz eine Meldepflichtverletzung - zu Gunsten des Beschwerdeführers erst ab Juli 2018 - als erstellt ansahen, ist dies nicht zu beanstanden.