Citation: 9C_402/2022 E. 4.3.2

4.3.2. Es sind keine Anhaltspunkte erkennbar, weshalb vorliegend in Bezug auf die streitbetroffenen §§ 31 Abs. 3 und 32 Abs. 3 VRPG/AG nicht nach den gleichen Prinzipien zu verfahren sein sollte. Als die Gegenstandslosigkeit verursachend gilt demzufolge namentlich, wenn die Verwaltung während des Beschwerdeverfahrens freiwillig und ohne äusseren Anlass auf ihre bisherige, strittige Position zurückkommt und diese in einer Weise abändert, die materiell zu einer Gegenstandslosigkeit des Verfahrens führt. Mit anderen Worten ist die Verursachung der Gegenstandslosigkeit der Verwaltung zuzuordnen, wenn sie materiell die Gegenstandslosigkeit dadurch bewirkt, dass sie den in der Beschwerde gestellten Rechtsbegehren wiedererwägungsweise nachkommt oder durch ihr Verhalten auf andere Weise das Rechtsschutzinteresse der beschwerdeführenden Person untergehen lässt. Demgegenüber steht eine Verlegung der Kosten nach dem mutmasslichen Ausgang oder die Belastung des Gemeinwesens aus Billigkeitsgründen grundsätzlich erst zur Diskussion, wenn keine der beteiligten Parteien für die Gegenstandlosigkeit verantwortlich zeichnet. Dies ist etwa der Fall, wenn die von umstrittenen Massnahmen betroffene Person verstirbt (vgl. Urteil 5A_327/2016 vom 1. Mai 2017 E. 3.4.2, nicht publ. in: BGE 143 III 183).