Citation: 4A_404/2018 E. 3.1.2

3.1.2. Die Vorinstanz verneinte auch das Vorliegen eines Insichgeschäfts. Denn beim Abschluss der Verträge mit der Beschwerdegegnerin habe der Willensvollstrecker einzig in seiner Eigenschaft als Willensvollstrecker im Nachlass des Erblassers mitgewirkt, nicht aber als Vertreter der Beschwerdegegnerin. Für diese hätten beim Abschluss der Verträge die gemäss Handelsregister Zeichnungsberechtigten, E.________ und F.________, gehandelt. Allein der Umstand, dass der Willensvollstrecker zu diesem Zeitpunkt Mehrheitseigentümer der Beschwerdegegnerin gewesen sei, mache die mit dieser abgeschlossenen Verträge nicht zu unzulässigen Insichgeschäften. Wenn der Willensvollstrecker befugt gewesen sei, die Dienstleistungen eines professionellen Liegenschaftsmäklers in Anspruch zu nehmen (vgl. hiervor E. 3.1.1) sei nicht einzusehen, weshalb er nicht auf die Beschwerdegegnerin hätte zurückgreifen dürfen, die er bestens gekannt und mit der er in geschäftlichen Beziehungen gestanden habe, solange dadurch für die Erben ein zufriedenstellendes Ergebnis habe erzielt werden können. Die zwischen der Beschwerdegegnerin und dem Willensvollstrecker vereinbarte Provision von 1.5 % des Verkaufspreises liege zudem an der untersten Grenze dessen, was im Liegenschaftshandel üblich sei.