Citation: I 113/03 12.05.2003 E. 3

Im vorliegenden Fall setzte die IV-Stelle die Invalidenrente mit drei separaten Verfügungen vom 23. August 2001 für die Perioden vom 1. März bis 30. November 2000 (ganze Rente), vom 1. Dezember 2000 bis 31. Mai 2001 (halbe Rente) und ab 1. Juni 2001 (ganze Rente) fest. Die Beschwerdeführerin focht lediglich diejenige Verfügung an, mit der ihr für den Zeitraum vom 1. Dezember 2000 bis 31. Mai 2001 eine halbe Invalidenrente zugesprochen wurde. Rechtsprechungsgemäss war die Vorinstanz nicht befugt, die rechtskräftige, unbefristete Rentenzusprechung für die Zeit ab 1. Juni 2001 zu überprüfen. Ob in Fällen, in welchen bei materieller Betrachtungsweise von einem Rechtsverhältnis auszugehen ist, obwohl die rückwirkende Rentenzusprechung mittels mehrerer separater Verfügungen erfolgte, die Rentengewährung ungeachtet der Rechtskraft einzelner dieser Verwaltungsakte gesamthaft gerichtlich zu überprüfen ist, kann im vorliegenden Fall offen bleiben. Dass für die gesamte Periode ab 1. März 2000 nicht ein Rechtsverhältnis vorliegt und nicht einzig aus administrativen Gründen drei Verfügungen erlassen wurden, zeigt der Ablauf des Verwaltungsverfahrens. Gemäss Vorbescheid der IV-Stelle vom 17. Januar 2001 war vorgesehen, der Beschwerdeführerin für die Zeit ab Dezember 2000 eine unbefristete halbe Invalidenrente zuzusprechen. Nachdem der Rechtsvertreter der Versicherten unter Beilage von ärztlichen Attesten dagegen Einwendungen erhoben hatte, traf die Verwaltung zusätzliche medizinische Abklärungen, worauf sie am 3. Juli 2001 zum Schluss gelangte, dass die Beschwerdeführerin nach Ausrichtung einer auf sechs Monate befristeten halben Rente ab 1. Juni 2001 wiederum eine ganze Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 100 % beanspruchen könne. Am 23. August 2001 ergingen alsdann entgegen der im Vorbescheid vorgesehenen Erledigung die drei erwähnten separaten Verfügungen, worunter diejenige betreffend den unbefristeten Anspruch auf eine ganze Invalidenrente ab 1. Juni 2001, welche unangefochten in Rechtskraft erwachsen und daher einer Überprüfung durch die Vorinstanz entzogen war. Da der angefochtene Entscheid aus materiellen Gründen aufzuheben ist, erübrigt sich die Prüfung der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobenen formellen Rüge (Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die Vorinstanz).