Citation: 9C_130/2019 E. 2.5

2.5. Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, der Bericht seiner Psychiaterin vom 23. November 2017 hätte dem Gutachter Dr. med. C.________ unterbreitet werden müssen. Die Beschwerdegegnerin holte zu diesem Bericht eine fachärztliche Stellungnahme des RAD ein, welche vom 4. April 2018 datiert. Darin legte die RAD-Ärztin dar, dass trotz der neu gestellten Diagnose der Neurasthenie keine neuen anamnestischen Angaben und keine neuen Befunde aufgeführt würden, die eine Änderung der vom Gutachter Dr. med. C.________ gestellten Diagnosen rechtfertige. Zudem hat die Vorinstanz festgestellt, dass der aktuellste Bericht der Dr. med. D.________ eine Verbesserung zeige. Diese vorinstanzliche Ausführung ist insoweit nachvollziehbar, als der Bericht der behandelnden Psychiaterin im Vergleich zu ihrem Bericht vom 2. Mai 2017 zeigt, dass sie nun nicht mehr von einer mittelgradigen depressiven Episode ausgeht. Dr. med. D.________ ordnete das Beschwerdebild neu eher einer Neurasthenie als zu einer Depression gehörend ein. Damit beschrieb sie bezüglich der depressiven Symptomatik einen vergleichbaren Befund wie der Gutachter. Einzig die diagnostische Einordnung ist nicht dieselbe. Es handelt sich im Vergleich zum Gutachten - wie die RAD-Ärztin zutreffend feststelle - somit lediglich um eine andere Beurteilung des gleichen Sachverhalts. Dies vermag jedoch den Beweiswert eines Gutachtens nicht in Frage zu stellen, da von der behandelnden Ärztin keine vom Gutachter unberücksichtigten Aspekte genannt werden (vgl. Urteil 9C_91/2018 vom 7. Juni E. 4.2.1 mit Hinweis, statt vieler: auf SVR 2017 IV Nr. 49 S. 148, 9C_338/2016 E. 5.5). Die Beschwerdegegnerin und Vorinstanz gingen somit zu Recht (implizit) davon aus, der Sacherhalt sei in dieser Hinsicht genügend abgeklärt. Eine weitere Beweisabnahme im Sinne der vom Beschwerdeführer geforderten gutachterlichen Stellungnahme zum Bericht der Dr. med. D.________ vom 23. November 2017 oder eines polydisziplinären Gutachtens war daher nicht erforderlich. In dieser antizipierten Beweiswürdigung ist keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör zu erblicken (BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236 f. mit Hinweisen; 124 V 90 E. 4b S. 94).