Citation: 9C_408/2014 E. 4.4

4.4. Es trifft zu, dass die Vorinstanz die Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes mit dem Teilgutachten des Psychiaters Dr. med. B.________ begründet, welcher ab März 2011 statt einer mittelgradigen nur noch eine leichte depressive Episode angenommen und dementsprechend einen Arbeitsunfähigkeitsgrad von nur noch 10 % attestiert hat. Der RAD wiederum verneinte das Vorliegen eines psychischen Leidens nicht, sondern wies in der Stellungnahme vom 10. Juli 2007 darauf hin, dass keine eigenständige psychiatrische Störung erhoben werden könne, welche unabhängig von den Schmerzen bestehen würde, was die aktenkundigen depressiven Störungen und psychosomatischen Überlagerungen des Schmerzgeschehens keineswegs bedeutungslos macht. Daher vermag der Vorwurf der Beschwerdeführerin, die frühere Zusprechung und die anschliessende Weitergewährung der Invalidenrente habe gar nicht die (haus-) wirtschaftlichen Folgen einer psychischen Erkrankung, sondern "rein" bzw. "ausschliesslich" die Auswirkungen eines physischen Gesundheitsschadens auf ihr Leistungsvermögen entschädigt, keine Willkür der vorinstanzlichen Beweiswürdigung darzutun. Demzufolge liegt keine Verletzung von Art. 17 Abs. 1 ATSG vor, wenn die Vorinstanz die laufende Viertelsrente der Invalidenversicherung gestützt auf das psychiatrische Teilgutachten des Dr. med. B.________ mit der Begründung aufgehoben hat, dass sich der psychische Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin in rentenrelevantem Ausmass verbessert habe. Bei gegenteiliger Betrachtungsweise müsste die Rentenzusprechung und -weitergewährung in Anbetracht des beweiskräftigen Gutachtens des Dr. med. C.________ vom 5. März 2013 als zweifellos unrichtig (Art. 53 Abs. 2 ATSG; BGE 125 V 368) bezeichnet werden, weil nach dessen äusserst gründlichen Ausführungen zum Versicherungsverlauf die Arbeitsfähigkeit "zu keinem Zeitpunkt anhaltend eingeschränkt" gewesen war. 4.5 Müsste schliesslich entgegen den Erwägungen der Vorinstanz (E. 2 hievor) aufgrund medizinischer Feststellungen davon ausgegangen werden, dass die ursprüngliche Rentenzusprechung ab 1. Januar 2003 (gemäss Verfügung vom 15. Juli 2005) nicht allein auf erklärbaren Beschwerden, sondern auch auf einem pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebild ohne nachweisbare organische Grundlage beruht hat, würde sich am Ergebnis nichts ändern, weshalb diese Frage nicht abschliessend zu beurteilen ist: Denn nach der Rechtsprechung ist lit. a Abs. 1 der Schlussbestimmungen zur 6. IV-Revision, erstes Massnahmenpaket, in Kraft seit 1. Januar 2012, bei kombinierten Beschwerden anwendbar, wenn die unklaren und die "erklärbaren" Beschwerden - sowohl diagnostisch als auch hinsichtlich der funktionellen Folgen - auseinandergehalten werden können (BGE 140 V 197 E. 6.2.3 S. 200; Urteil 9C_121/2014 vom 3. September 2014 E. 2.4.2). 4.6 Diese Voraussetzungen sind im vorliegenden Fall nicht erfüllt. Gemäss den auf einer Würdigung der medizinischen Akten beruhenden Feststellungen der Vorinstanz litt die Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt der erstmaligen Rentenzusprechung seit Jahren an chronischen therapieresistenten Nackenschmerzen mit Ausstrahlungen in beide Schultern, welche sich Anfang 2002 massiv verstärkten. Trotz intensiver Behandlungen, die auch Infiltrationen umfassten, hätten sich die Beschwerden zu einem eigentlichen Ganzkörperschmerz ausgeweitet. Bildgebend hätten degenerative Veränderungen im HWS-Bereich objektiviert werden können. Ab 2003 habe die Versicherte sodann wegen einer depressiven Verstimmung in psychiatrischer Behandlung gestanden. Sowohl wegen des psychischen Leidens als auch infolge der somatisch bedingten Einschränkungen hätten ihr die behandelnden Ärzte eine Arbeitsunfähigkeit von je 50 % bescheinigt. Bei den beschriebenen Krankheitsbildern handelt es sich um kombinierte Beschwerden, welche offensichtlich weder diagnostisch noch hinsichtlich ihrer funktionellen Folgen auseinandergehalten werden können. Auch unter der Prämisse, wonach die Invalidenrente ursprünglich teilweise aufgrund "unklarer" Beschwerden zugesprochen wurde, hätte die Rentenrevision somit nach Massgabe von Art. 17 Abs. 1 ATSG durchgeführt werden müssen.