Citation: 7B_829/2023 E. 2.6.1

2.6.1. Verminderte Schuldfähigkeit stellt einen obligatorischen Strafmilderungsgrund dar (Art. 19 Abs. 2 StGB). Der Verminderung der Schuldfähigkeit ist bei der Strafzumessung im vollen Ausmass der Verminderung Rechnung zu tragen (BGE 136 IV 55 E. 5.3; Urteil 6B_485/2022 vom 12. September 2022 E. 8.2.7; je mit Hinweisen). Dabei stellt die verminderte Schuldfähigkeit eines von mehreren Kriterien für die Beurteilung des (subjektiven) Tatverschuldens dar (vgl. BGE 136 IV 55 E. 5.5; Urteil 6B_485/2022 vom 12. September 2022 E. 8.2.8; je mit Hinweisen). Die Täterkomponenten sind davon unabhängig zu bewerten. Allerdings können einzelne Tatsachen, welche die Verminderung der Schuldfähigkeit begründen, unter Umständen auch für die Gewichtung bestimmter Täterkomponenten von Bedeutung sein (BGE 136 IV 55 E. 5.3). Die Frage einer allfällig verminderten Schuldfähigkeit ist eine Tatfrage und vom Bundesgericht entsprechend nur auf Willkür zu überprüfen (Urteile 6B_1368/2020 vom 30. Mai 2022 E. 2.3; 6B_1278/2020 vom 27. August 2021 E. 4.3.4; je mit Hinweisen).