Citation: 8C_102/2023 E. 4.2

4.2. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin durfte die Vorinstanz dem Gutachten vom 28. August 2020 (samt ergänzender Stellungnahme vom 6. September 2021) vollen Beweiswert zuerkennen. Insbesondere ist nicht stichhaltig dargetan, dass die Experten in Bezug auf den Bewegungsapparat wichtige gesundheitliche Gesichtspunkte nicht erkannt oder nicht gewürdigt hätten. Soweit sich die Beschwerdeführerin hierzu auf das Gutachten der SMAB AG vom 11. Mai 2018 beruft, sind darin die von ihr genannten Arthrosen (beidseitige Coxarthrose, beginnende ISG-Arthrose beidseits AC-Gelenksarthrose), die Omarthrose und die Frozen Shoulder nicht diagnostiziert worden. In orthopädisch-traumatologischer Hinsicht wurde vielmehr eine posttraumatische Gonarthrose, ein chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom bei degenerativen Veränderungen und Bandscheibenvorwölbung festgestellt. Im SMAB-Gutachten vom 28. August 2020 vermerkte der federführende orthopädische Experte Dr. med. C.________ zudem, dass die rechte Hüfte am 12. Februar 2019, mithin nach der Begutachtung vom 11. Mai 2018, endoprothetisch mit einem Hüftgelenk versorgt worden sei. Die Persistenz der Beschwerden konnte er daher nicht nachvollziehen. Seitens des kontralateralen linken Hüftgelenks stellte er im Sinne einer Veränderung zum Vorbefund im Gutachten vom 11. Mai 2018 eine beginnende arthrotische Veränderung fest, die er allerdings als klinisch irrelevant beurteilte. Weiter lasse sich die demonstrierte stärkere Bewegungseinschränkung des rechten Schultergelenks strukturell nicht erklären. Die Distalisierung des Muskelbauchs des rechten Oberarms weise aber auf eine Ruptur der langen Bizepssehne hin, die jedoch nicht zwangsläufig zu dauerhaften Schmerzen und zur Einschränkung der Schulterfunktion führen müsse. Das linke Schultergelenk zeige nur leichtgradige Funktionseinschränkungen bei leichtgradig positivem Impingement-Zeichen. Wie bereits erwähnt (vorstehende E. 3.3), wies Dr. med. C.________ auf Inkonsistenzen hinsichtlich der Präsentation der LWS-Befunde und des Schultergelenks hin. Objektive Aspekte, die im Gutachten unberücksichtigt geblieben wären, sind demnach nicht ersichtlich. Auch in Bezug auf die nach der Begutachtung datierenden Berichte der behandelnden Ärzte zeigte die Vorinstanz schlüssig auf, weshalb diese keine neuen Gesichtspunkte enthalten, die das bidisziplinäre Gutachten ernsthaft in Zweifel ziehen könnten.