Citation: 5A_604/2024 E. 5.2.2

5.2.2. Der Ehemann macht geltend, gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ergebe sich die Dauer des nachehelichen Unterhaltes aus einem Zusammenspiel der in Art. 125 Abs. 2 ZGB genannten Kriterien und es könne dabei auch nicht ausser Acht bleiben, dass mit der Auflösung des gemeinsamen Haushaltes die auf Art. 163 ZGB basierende eheliche Aufgabenteilung faktisch ihr Ende finde. Während bei kürzeren Ehen in der Regel keine erhebliche nacheheliche Unterhaltspflicht bestehe, könne bei längerem ehelichen Zusammenleben dieses als Richtwert für die Unterhaltsdauer bzw. die Unterhaltsbegrenzung gelten. Diese Grenze sei aber bereits bei seinem eigenen Pensionsalter erreicht, weil er bis dahin gleich lange Unterhalt werde bezahlt haben, wie das eheliche Zusammenleben überhaupt gedauert habe. Im Übrigen könnte die Ehefrau mit einem hypothetischen Einkommen, wie es ihr richtigerweise anzurechnen wäre, den vom Kantonsgericht berechneten Bedarf von Fr. 5'245.-- aus eigener Kraft decken.