Citation: 8C_294/2019 E. 4

Die Vorinstanz stellte in tatsächlicher Hinsicht grundsätzlich verbindlich fest, dass sich der Beschwerdeführer ab Juni 2016 während 22 Monaten vollzeitlich auf die Anwaltsprüfung vorbereitete. Eine erste erfolglose schriftliche Prüfung legte er am 14. November 2016 ab. Beim zweiten Versuch am 26. Juni 2017 bestand er die schriftliche Prüfung. Den mündlichen Teil absolvierte er am 3. April 2018. Damit wendete er für den ersten Versuch und, ab Mitteilung des Prüfungsergebnisses am 1. Februar 2017, für den zweiten, erfolgreichen Versuch des schriftlichen Teils je rund 5 Monate auf. Nach Mitteilung des Ergebnisses der wiederholten schriftlichen Prüfung am 18. September 2017 bereitete er sich während sechseinhalb Monaten auf die mündliche Prüfung vor. Dazwischen, das heisst ab dem Zeitpunkt des ersten erfolglosen Versuchs beziehungsweise der bestandenen schriftlichen Prüfung und der jeweiligen Mitteilung des Prüfungsergebnisses, verstrichen zweieinhalb beziehungsweise knapp drei Monate. Das kantonale Gericht stützte sich im Weiteren auf eine Bestätigung des Präsidenten der Anwaltsprüfungskommission des Obergerichts des Kantons Zürich vom 18. April 2018, wonach die Vorbereitungszeit für jede einzelne Prüfung erfahrungsgemäss vier bis sechs Monate beträgt. Die vom Beschwerdeführer geltend gemachte erwerbslose Zeit von insgesamt 22 Monaten erachtete das kantonale Gericht als unverhältnismässigen Aufwand. Nach seiner Praxis würden als beitragsfreie Zeit für Anwaltsprüfungen insgesamt, das heisst auch bei erforderlichen Wiederholungsprüfungen, höchstens zwölf Monate anerkannt. Im vorliegenden Fall könnten nicht mehr als je vier Monate für die erste schriftliche sowie die mündliche Prüfung und weitere drei Monate für die Wiederholungsprüfung, also maximal elf Monate berücksichtigt werden. Daran ändere nichts, dass der Beschwerdeführer sein Studium bereits im Jahr 2009 abgeschlossen und sich danach, neben einer Beschäftigung als Assistent, seiner Doktorarbeit im Völkerrecht gewidmet habe. Insbesondere habe er wie alle Kandidaten das für das Anwaltspatent erforderliche einjährige Praktikum absolviert. Bereits dort, als Auditor am Bezirksgericht, habe er sich mit dem Prüfungsstoff und namentlich auch mit der zwischenzeitlich in Kraft getretenen neuen Zivil- und Strafprozessordnung befassen müssen.