Citation: 2C_378/2023 E. 4.2

4.2. Die Eheleute heirateten am 20. November 2015 und waren in der Folge in der Gemeinde U.________ im Kanton Bern angemeldet. Im Januar 2018 meldete sich das Paar gemeinsam in der Gemeinde V.________ an, bevor sie sich im Juli 2018 erneut und wiederum gemeinsam in U.________ anmeldeten. Im Juni 2019 verliess der Beschwerdeführer die gemeinsame Wohnung. Am 8. Juli 2019 unterzeichneten die Eheleute den gemeinsamen Scheidungsantrag, wobei sie festhielten, den gemeinsamen Haushalt aufheben zu wollen, sobald der Beschwerdeführer eine eigene Wohnung für sich gefunden habe. Am 15. Juli 2019 bezog der Beschwerdeführer eine eigene Wohnung in der Gemeinde U.________. Die nach aussen wahrnehmbare Wohngemeinschaft der Eheleute bestand nach dem Gesagten länger als drei Jahre. Fraglich ist jedoch, ob die Dauer der Wohngemeinschaft vollumfänglich als eheliches Zusammenleben zu berücksichtigen gewesen wäre, oder ob die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat, dass der Ehewille der früheren Ehegattin bereits vor dem Auszug des Beschwerdeführers (und vor dem Erreichen einer dreijährigen Ehedauer) erloschen ist und die Ehe trotz des gemeinsamen (formellen) Wohnsitzes nicht mehr gelebt wurde. Das angefochtene Urteil geht dabei mit den unteren kantonalen Instanzen davon aus, dass der Ehewille (wenigstens der früheren Ehegattin) bereits Anfang 2017 weggefallen ist.