Citation: 2C_206/2020 E. 4.3.2

4.3.2. Die Vielzahl von festgestellten Verstössen des Beschwerdeführers gegen das Heilmittelgesetz zeugen indes von einem systematischen Missbrauch seiner Bewilligung zur Führung einer tierärztlichen Privatapotheke (vgl. Ziff. A.b hiervor). Wenn der Beschwerdeführer vorbringt, er sei ungenügend organisiert gewesen und habe Defizite bei der Kenntnis der Rechtslage gehabt, gelingt ihm damit keine Rechtfertigung seiner Verstösse. Soweit sich der Beschwerdeführer überdies darauf beruft, grenzüberschreitend tätig und sich deshalb der verschiedenen Zulassungsregelungen nicht bewusst gewesen zu sein, kann er nichts zu seinen Gunsten ableiten. Die kantonale Bewilligung soll gerade gewährleisten, dass die zur Abgabe berechtigten Personen von den jeweils geltenden Zulassungsregelungen umfassende Kenntnis haben. Wie das BLV in seiner Vernehmlassung zutreffend darlegt, hat der Beschwerdeführer durch die mit rechtskräftigem Strafbefehl vom 16. April 2018 geahndeten, unzulässigen Abgaben von Tierarzneimitteln Tiere erheblich gefährdet. Neben den unzulässigen Abgaben von Schmerz- und Entwurmungsmitteln sowie von Impfungen fallen insbesondere jene von Hormonen und Antibiotika ins Gewicht, da sie mit dem Ziel einer massvollen Verwendung der Heilmittel in diametralem Widerspruch stehen (vgl. Art. 1 Abs. 2lit. b HMG). Wenn der Beschwerdeführer diesbezüglich behauptet, er habe eine bloss abstrakte Gefahr geschaffen und es seien keine dadurch verursachten Schädigungen erstellt, ist dies unbehelflich. Das Heilmittelgesetz bezweckt gerade zu verhindern, dass sich abstrakte Gefahren verwirklichen (vgl. Art. 1 HMG).