Citation: 9C_760/2023 E. 6.2

6.2. Die Vorinstanz hat unter Verweis auf Art. 26bis Abs. 3 IVV (in Kraft vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2023) erwogen, dass die Beschwerdeführerin in einer adaptierten Tätigkeit zu 70 % arbeitsfähig sei, weshalb kein Tabellenlohnabzug vorzunehmen sei (zur Eventualbegründung der Vorinstanz vgl. E. 6.4 nachfolgend). Zu den Neuerungen per 1. Januar 2022 hat sich das Bundesgericht inzwischen in dem zur Publikation vorgesehenen Urteil 8C_823/2023 vom 8. Juli 2024 eingehend geäussert. Das Bundesgericht erkannte die neue Bestimmung von Art. 26bis Abs. 3 IVV als gesetzeswidrig, soweit nunmehr lediglich noch ein "Teilzeitabzug" vorgesehen ist (der ab einer Leistungsfähigkeit von 50 % und weniger zu gewähren ist und auf 10 % begrenzt bleibt) und damit die bisher bestehende Möglichkeit des Abzugs vom Tabellenlohn in weiten Teilen aufgegeben werden sollte. Besteht aufgrund der gegebenen Fallumstände Bedarf an einer über den "Teilzeitabzug" hinausgehenden Korrektur, ist ergänzend auf die bisherigen Rechtsprechungsgrundsätze zum Abzug vom Tabellenlohn zurückzugreifen (E. 10 des zitierten Urteils 8C_823/2023).