Citation: 8C_822/2019 E. 3.1

3.1. Das kantonale Gericht hat erwogen, es habe im Entscheid vom 19. März 2018 erkannt, dass der Versicherte die Auswirkungen seines Gesundheitsschaden anlässlich der Untersuchung beim Arzt des RAD vom 12. Mai 2016 (Bericht vom 17. Mai 2016) wissentlich und willentlich falsch dargestellt habe. Deswegen habe es auch die erste Tatbestandsvariante von Art. 88bis Abs. 2 lit. b IVV, wonach die Herabsetzung oder Aufhebung der Renten rückwirkend ab Eintritt der für den Anspruch erheblichen Änderung erfolge, wenn der Bezüger die Leistung zu Unrecht erwirkt habe, als erfüllt erachtet. Diesen Entscheid wie auch die Rückerstattungsverfügung vom 20. Juni 2018 habe der Versicherte nicht angefochten. Weiter hat die Vorinstanz erkannt, wer wissentlich und willentlich einen Gesundheitsschaden unzutreffend darstelle, handle mit vollem Unrechtsbewusstsein und damit nicht fahrlässig, weshalb eine Berufung auf den guten Glauben von vornherein ausscheide. Mit seinem Verhalten anlässlich der Untersuchung durch den Arzt des RAD habe der Versicherte die seit der ursprünglichen Rentenverfügung eingetretene Verbesserung des Gesundheitszustands, die meldepflichtig gewesen wäre, in vollem Unrechtsbewusstsein vertuscht, weshalb entgegen seiner Auffassung von einer leicht fahrlässigen Meldepflichtverletzung nicht die Rede sein könne. Zusammengefasst hat das kantonale Gericht festgehalten, die IV-Stelle habe zu Recht die Voraussetzung des guten Glaubens für den Erlass der Rückerstattungsforderung verneint und daher auf die Prüfung verzichten dürfen, ob eine grosse Härte vorliegen könnte.