Citation: I 489/99 11.06.2001 E. 4

4.- a) Wie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend gemacht wird, beruht das vorinstanzlich ermittelte Invalideneinkommen auf einem mit dem Restaurant Z.________ ausgehandelten Vertrag, in welchem ein 50 %iger Einsatz im Sicherheitsdienst zu einem monatlichen Bruttolohn von Fr. 2'410. - vorgesehen war. Effektiv beschäftigt war der Beschwerdeführer dann aber offenbar ab 1. Mai 1995 als Buffet- und Service-Angestellter mit einem Pensum von 27 Wochenstunden, wobei 1995 ein Monatsgehalt von Fr. 1'614. - und 1996 von Fr. 2'152. - ausgerichtet wurde. Zwar handelt es sich beim Invalideneinkommen um einen unter zumutbarer Ausnützung der verbliebenen Arbeitsfähigkeit hypothetisch zu erwartenden Lohn, weshalb das vorinstanzliche Vorgehen nicht zum Vornherein als unrichtig bezeichnet werden kann. Dennoch dürfte es - eine optimale Verwertung der Restarbeitsfähigkeit vorausgesetzt - vorzuziehen sein, von den durch konkrete Arbeitgeberauskünfte ausgewiesenen Verhältnissen auszugehen und auf die während mehreren Monaten effektiv ausgerichteten Lohnzahlungen abzustellen. Bei einer Auszahlung von 12,5 Monatsgehältern in Höhe von Fr. 2'152. - würde sich ein Jahreseinkommen von Fr. 26'900. - ergeben. Wird dieser auf das Jahr 1996 bezogene Betrag als Invalideneinkommen eingesetzt, ist zu beachten, dass dabei allfällige zusätzliche Einkünfte in Form von Trinkgeldern, wie sie bei Serviceangestellten in der Regel üblich sind, unberücksichtigt bleiben. Der 1995 erzielte Monatslohn von lediglich Fr. 1'614. - hingegen kann angesichts der doch erheblichen Differenz zum Salär im Folgejahr, welche sich allenfalls auf die Notwendigkeit einer gewissen Einarbeitungszeit zurückführen lässt, für die Belange der Invaliditätsbemessung nicht als relevant betrachtet werden. b) Das von Verwaltung und Vorinstanz angenommene Valideneinkommen von Fr. 52'738. - stützt sich laut Ausführungen im angefochtenen Entscheid auf Angaben der früheren Arbeitgeberfirma, bei welcher der Versicherte ohne gesundheitliche Beeinträchtigung beschäftigt gewesen war. Zwar stellte das kantonale Gericht - zu Recht - fest, dass die Verwaltung in keinem Stadium des Verfahrens nachvollziehbar dargelegt oder gar begründet habe, wie sie das von ihr eingesetzte Valideneinkommen ermittelt hat, und insofern der ihr obliegenden Begründungspflicht zweifellos nicht genügt habe. Diesen Mangel glaubte es jedoch als geheilt betrachten zu können, da sich die Bestimmung des Valideneinkommens habe rekonstruieren lassen. Erklärt hat die Vorinstanz den Betrag von Fr. 52'738. - damit, dass die Verwaltung 'offensichtlich den Stundenansatz von Fr. 23.05 mal 176 Stunden mal 13 Monate gerechnet' habe. Eine solche Berechnung findet sich indessen einzig in einem Bericht der Berufsberaterin der IV-Stelle vom 11. September 1995, aus welchem jedoch nicht hervorgeht, woher die dem vorgeschlagenen Einkommensvergleich zu Grunde gelegten Zahlen stammen. Auffallend ist, dass ohne jegliche Begründung von einer monatlichen Durchschnittsarbeitszeit von 176 Stunden ausgegangen wird, während in einem von derselben Berufsberaterin unterzeichneten Bericht der Regionalstelle in A.________ vom 2. September 1994 die Angaben sowohl über den letzten wie auch über den ab 1. Januar 1994 massgebenden Verdienst noch auf einer monatlichen Arbeitszeit von 180 Stunden beruhten. Für diese plötzliche Reduktion der im Durchschnitt monatlich anfallenden Stundenzahl lässt sich keine plausible Erklärung finden und die Verwaltung hat es denn auch im vorinstanzlichen wie im vorliegenden Verfahren unterlassen, sich dazu zu äussern. Von einer nachträglichen Heilung der festgestellten Verletzung der Begründungspflicht kann unter diesen Umständen aber nicht gesprochen werden. Verständlicherweise will sich der Beschwerdeführer damit auch nicht abfinden, würde doch schon die Berücksichtigung einer monatlichen Arbeitszeit von 180 Stunden in der vom kantonalen Gericht vorgenommenen Berechnung zu einem Valideneinkommen von Fr. 53'937. - führen, was verglichen mit einem Invalideneinkommen von Fr. 26'900. - einen über 50 % liegenden und damit einen Anspruch auf eine halbe Rente begründenden Invaliditätsgrad ergäbe. c) Trotz der auf den ersten Blick eher geringfügig erscheinenden Reduktion der der Berechnung des Valideneinkommens zu Grunde gelegten Anzahl monatlicher Arbeitsstunden sind damit doch einschneidende Auswirkungen auf den Rentenanspruch verbunden, weshalb die angefochtene Invaliditätsbemessung unter den gegebenen Umständen nicht bestätigt werden kann. Die Verwaltung, an welche die Sache zurückzuweisen ist, wird diese überprüfen und in einer nachvollziehbar begründeten Verfügung erneut über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers befinden müssen. Nach Feststellung der für die Ermittlung des massgebenden Valideneinkommens erforderlichen Anzahl geleisteter Arbeitsstunden und des unter zumutbarer Ausschöpfung der verbliebenen Restarbeitsfähigkeit erreichbaren Invalideneinkommens wird sie insbesondere darauf zu achten haben, dass bei der Gegenüberstellung von Validen- und Invalideneinkommen auf dasselbe Jahr bezogene Vergleichswerte verwendet werden. Unbenommen bleibt es ihr, bei dieser Gelegenheit - der Entwicklung der gesundheitlich bedingten Beeinträchtigung des Leistungsvermögens ab Beginn des Rentenanspruchs Rechnung tragend - gegebenenfalls von in den einzelnen Jahren unterschiedlichen Arbeitsfähigkeitsgraden auszugehen und dementsprechend auch abgestufte oder befristete Renten zuzusprechen.