Citation: 5D_59/2024 E. 3

Das Obergericht hat erwogen, die Beschwerdeführerin habe mit ihrem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege keine Belege zum Nachweis ihrer Bedürftigkeit eingereicht. Das Kantonsgericht habe sie am 30. Januar 2024 zur Einreichung von Belegen bis am 14. Februar 2024 aufgefordert. Dieses Schreiben sei ihr am 31. Januar 2024 zur Abholung gemeldet worden. Am 1. Februar 2024 habe sie die Abholfrist bis am 28. Februar 2024 verlängert. Dies führe nicht zu einer Verlängerung der siebentägigen Frist für die Zustellfiktion. Der Aufforderung zur Einreichung von Belegen sei sie nicht fristgerecht nachgekommen. Sie habe ihre Mitwirkungsobliegenheit verletzt. Die Beschwerdeführerin reiche erstmals im Beschwerdeverfahren Unterlagen zu ihren finanziellen Verhältnissen ein und mache Angaben dazu, doch könnten diese aufgrund des Novenverbots (Art. 326 Abs. 1 ZPO) nicht berücksichtigt werden.