Citation: 9C_436/2016 E. 8.5

8.5. In Würdigung der gesamten Umstände kann mit der Vorinstanz im Verzicht auf die Ablieferung der Beiträge für das Jahr 2008 keine vorübergehend unerlässliche Massnahme zur Rettung der Gesellschaft erblickt werden. Vielmehr handelt es sich um einen - angesichts der Höhe der Gesamtschulden der Gesellschaft und den sich über Monate zusätzlich anhäufenden Beitragsausständen insgesamt kaum Erfolg versprechenden - Versuch, die erheblichen finanziellen Schwierigkeiten längere Zeit auf Kosten der Sozialversicherung zu überbrücken. Dies aber entspricht nicht dem Sinn der in BGE 108 V 183 ff. dargelegten Rechtsprechung (zu allfälligen Rechtfertigungs- bzw. Exkulpationsgründen); vielmehr will Art. 52 AHVG gerade solche Unternehmenstätigkeit in repressiver und präventiver Hinsicht schadenersatzrechtlich verhindern (Urteile [des Eidg. Versicherungsgerichts] H 34/02 vom 4. März 2004 E. 5.4 und H 295/01 vom 20. August 2002 E. 5).