Citation: 6B_555/2020 E. B

Das Kantonsgericht St. Gallen wies mit Entscheid vom 20. Januar 2020 die Berufung von A.________ ab, die sich ausschliesslich auf die Strafzumessung und Landesverweisung bezogen hatte. Nach den Feststellungen des Kantonsgerichts führte A.________ über den Zeitraum von ungefähr acht Monaten mindestens 10 Kokaintransporte durch und beförderte dabei mindestens 2,5 kg gestrecktes bzw. 1,5 kg reines Kokain. Sie erhielt ca. Fr. 500.-- bis Fr. 700.-- pro Transport. Der Reinheitsgrad des teilweise sichergestellten Kokains lag mit 61% leicht unter dem Durchschnitt des betreffenden Jahres mit 63%. Sie war insoweit in eine Organisation eingebunden, als sie mehrmals für den gleichen Auftraggeber als Drogenkurierin tätig war. Sie hatte aber keine Kenntnisse der Strukturen und Personen der Organisation und auch keine selbständige Entscheidungs- und Weisungsbefugnis. Sie bezog im Zeitraum der Delikte Sozialhilfe und befand sich nicht in einer finanziellen Notlage. Sie delinquierte, um ihre Familie in Afrika zu unterstützen. Weiter verkaufte sie über einen Zeitraum von ca. vier Monaten mindestens 30 g Kokaingemisch an zwei Abnehmer. Sie erhielt Fr. 100.-- pro "Finger" für sich und erzielte einen Umsatz von insgesamt ca. Fr. 3'000.--. Schliesslich beförderte sie in einem Zeitraum von neun Monaten ungefähr fünfzehn Mal Geld, das aus dem Kokainhandel stammte, von St. Gallen nach Basel. Sie wusste um die Herkunft des Geldes. Mit diesen Kurierdiensten verdiente sie insgesamt ca. Fr. 4'500.--.