Citation: I 540/05 05.12.2005 E. A

Der 1970 geborene R.________ bezog seit seiner Kindheit u.a. wegen Verhaltensstörungen bei frühkindlichem psychoorganischem Syndrom (POS) infolge einer angeborenen symptomatischen Epilepsie Leistungen der Invalidenversicherung. Die IV-Stelle des Kantons St. Gallen sprach ihm mit Verfügung vom 25. Juli 1991 - bei einer diagnostizierten paranoiden hallunzinatorischen Schizophrenie (ICD-10: F20.01) - ab 1. Oktober 1990 eine ausserordentliche einfache Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 100 % zu. In den folgenden Jahren weilte der Versicherte wegen mangelnder Krankheitseinsicht und Ablehnung der medikamentösen Behandlung - teilweise mittels fürsorgerischem Freiheitsentzug (FFE) - wiederholt im Psychiatriezentrum X.________. Am 23. November 2002 legte R.________ in seiner Wohnung Feuer und meldete dies der Polizei, worauf er am folgenden Tag mittels FFE in die Privatklinik Y.________ eingewiesen wurde. Die Gerichtspräsidentin des Gerichtskreises sprach ihn mit Entscheid vom 5. März 2004 von der Anschuldigung der Brandstiftung frei und ordnete eine stationäre Massnahme im Sinne von Art. 43 Ziff. 1 Abs. 1 StGB an. R.________ wurde an die Privatklinik Y.________ zurückgewiesen und der Vollzug der strafrechtlichen Massnahme zu Gunsten der Fortführung der FFE-Massnahme sistiert. Am 30. April 2004 übernahm die Abteilung Straf- und Massnahmenvollzug des Kantons Bern die Vollzugskompetenzen und verlegte R.________ mit Verfügung vom 29. Juli 2004 für unbestimmte Zeit ins Psychiatriezentrum Z.________. Dessen Beistand informierte die IV-Stelle Bern von dieser Entwicklung. Mit Verfügung vom 21. September 2004 sistierte diese die Invalidenrente ab 1. Oktober 2004. Im Verfahren über die dagegen erhobene Einsprache informierte die IV-Stelle Bern den Versicherten, dass sie allenfalls im Sinne einer reformatio in peius die Sistierung auf den 1. August 2004 vorverlege und gab ihm Gelegenheit seine Einsprache zurückzuziehen, wovon dieser keinen Gebrauch machte. Mit Entscheid vom 7. Januar 2005 wurde die Einsprache abgewiesen und die Invalidenrente ab 1. August 2004 sistiert.