Citation: 4A_218/2020 E. 6.2.2

6.2.2. Die Beschwerdeführer würden für den Zeitpunkt 8. November 2007 eine "Höhe der Überschuldung" von Fr. 18'428'293.-- geltend machen. Für den Zeitpunkt der Konkurseröffnung vom 30. April 2015 würden sie zuletzt replicando einen Wert von Fr. 58'057'252.74 (in der Klagebegründung noch Fr. 52'222'018.92) ins Feld führen, womit sich schliesslich ein Fortsetzungsschaden von Fr. 39'628'959.74 ergebe (mit Verweis auf act. 1[Klage] Rz. 127; act. 30[Replik] Rz. 83 f.). Nähere Ausführungen fänden sich dort nicht. Sie würden vor allem auf Klagebeilagen verweisen. Es genüge aber nur ausnahmsweise den Anforderungen an Behauptungen, wenn lediglich auf Beilagen verwiesen werde. Die genannten Beilagen seien indes ohnehin wenig aussagekräftig. So lasse sich act. 31/114 bloss eine tabellarische und act. 31/115eine graphische Darstellung der behaupteten Überschuldung der F.________ SA zu unterschiedlichen Zeitpunkten entnehmen. Konkret fehle in act. 31/114 zudem eine Angabe zum massgeblichen Zeitpunkt 8. November 2007 und act. 31/115 würden sich gar keine (genauen) Beträge entnehmen lassen. Insgesamt fänden sich jedenfalls weder detailliertere Erklärungen noch seien überhaupt Herkunft respektive Verfasser erkennbar. Im Zusammenhang mit dem Zeitpunkt 8. November 2007 würden die Beschwerdeführer weiter auf act. 4/29 verweisen. Dabei handle es sich um ein von ihnen bei der H.________ AG in Auftrag gegebenes Privatgutachten, womit lediglich eine Berücksichtigung im Rahmen von Parteibehauptungen in Betracht komme. Allerdings handle es sich erneut lediglich um einen Verweis auf eine Beilage. Bei näherer Betrachtung der angerufenen Stelle (S. 34) erweise sich dieses ohnehin als wenig stichhaltig. So falle auf, dass von der geltend gemachten Überschuldung per 31. Dezember 2006 - ohne weitere Erklärung - einfach auf den Vermögensstand per 8. November 2007 geschlossen werde. Act. 4/1 betreffe den Handelsregisterauszug der F.________ SA und bei act. 4/3g handle es sich um den massgeblichen Kollokationsplan. Bei act. 4/93 handle es sich um ein Schreiben der Bank I.________ AG an das Betreibungsamt Y.________, indem diese im Wesentlichen geltend mache, dass eine Summe von Fr. 8'916'059.88 gegenüber der C.________ AG bestehe und als Sicherheiten für die gewährten Kredite "Forderungszessionen, diverse Verpfändungen von Patenten (u.a. das 'Z.________ Patent') sowie die Mithaft der C.________ GmbH und der F.________ SA" dienten. Bei act. 4/94 handle es sich um den Kollokationsplan der C.________ AG. Inwiefern mittels dieser Beilagen die Überschuldung von Fr. 52'222'018.92 per 30. April 2015 dargetan werden solle, sei nicht nachvollziehbar. Die Beschwerdeführer könnten für den Nachweis des Schadens nicht lediglich auf die rechtskräftig kollozierten Forderungen verweisen; die entsprechenden Verweise vermöchten keine Behauptungen zu ersetzen. Bei act. 23/56 handle es sich um ein Dokument, das augenscheinlich erneut die C.________ AG betreffe und dessen unmittelbare Relevanz nicht erkennbar sei. Dem von den Beschwerdeführern angeführten und der Beschwerdegegnerin zugeschriebenen Zitat, wonach diese die offensichtliche Überschuldung der F.________ SA per 24. September 2009 festgehalten habe ( act. 4/78), würden sich weder präzise Zahlen entnehmen noch ein Bezug zu den massgeblichen Zeitpunkten (8. November 2007 und 30. April 2015) herstellen lassen. Auch ein als (gerichtliches) Gutachten ins Feld geführter Bericht der J.________ AG ( act. 4/24) beziehe sich gar nicht auf die hier relevante F.________ SA, sondern ein weiteres Mal auf die C.________ AG, womit offenbleiben könne, ob dieser als gerichtliches Gutachten (Fremdgutachten) berücksichtigt werden könnte.