Citation: 5A_26/2015 E. 3.3

3.3. Die Begründungspflicht ist ein Teilgehalt des rechtlichen Gehörs (BGE 133 III 439 E. 3.3 S. 445; 135 III 670 E. 3.3.1 S. 677). Die Begründung eines Entscheides muss so abgefasst sein, dass der Betroffene ihn gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Dies ist nur möglich, wenn sowohl er wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheids ein Bild machen können. In diesem Sinn müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf welche sich ihr Entscheid stützt (BGE 138 IV 81 E. 2.2 S. 84; 139 IV 179 E. 2.2 S. 183). Das Obergericht hat sich zu den Vorbringen der Beschwerdeführerin nicht geäussert. Es ist nicht bekannt, ob das Obergericht die Ausführungen schlicht übersehen, sie als im Rahmen der Beschwerdeantwort unzulässig, als unbewiesen oder als rechtlich unbegründet angesehen hat. Damit hat das Obergericht nach dem Gesagten die Begründungspflicht verletzt. Wegen der formellen Natur des rechtlichen Gehörs führt dessen Verletzung ungeachtet der Erfolgsaussichten der Vorbringen in der Sache zur Aufhebung des angefochtenen Entscheides (BGE 135 I 187 E. 2.2 S. 190; 137 I 195 E. 2.2 S. 197). Das bedeutet, dass das Bundesgericht in der Sache weder auf die Vorbringen der Beschwerdeführerin noch auf diejenigen des Beschwerdegegners einzugehen, sondern die Sache diesbezüglich an das Obergericht zurückzuweisen hat.