Citation: 2C_421/2022 E. 5.1

5.1. Nach Auffassung des Beschwerdeführers besteht keine Fluchtgefahr. Er bringt vor, er sei nach Italien zurückgeschafft worden, wo er auf der Strasse gelebt habe. Obwohl er sich jeden Tag bei den Behörden gemeldet habe, um einen Platz in einem Asylzentrum zu erhalten, sei er stets abgewiesen worden. Er habe in Italien keinen Aufenthaltsstatus, obwohl er als Afghane in Anbetracht der Situation in seinem Heimatland mindestens einen subsidiären Schutzstatus erhalten müsste. Da sein Asylgesuch aber in Italien nicht an die Hand genommen werde, bleibe ihm dies verwehrt. Er habe damit auch keine Möglichkeit sich in Italien selbstständig auf legale und in einer mit der Menschenwürde vereinbaren Weise um seine Grundbedürfnisse zu kümmern. Sodann habe er sich nach seiner Wiedereinreise in die Schweiz den Behörden umgehend und immer zur Verfügung gestellt.