Citation: 8C_170/2018 E. 4.2.7

4.2.7. Die Versicherte macht schliesslich geltend, ein syndromales Beschwerdebild nach HWS-Distorsionstrauma sei Grund für eine invaliditätsrelevante Arbeitsunfähigkeit, auch wenn dieses nicht ICD-10 kodifiziert sei. Die von der Versicherten vorgebrachten Gründe vermögen die langjährige Rechtsprechung nicht in Frage zu stellen, wonach bei anhaltenden somatoformen Schmerzstörungen und vergleichbaren psychosomatischen Leiden (wozu aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht auch die HWS-Distorsionstraumata gehören, BGE 136 V 279; bestätigt mit dem die Versicherte betreffenden BGE 139 V 547 E. 7.1.2 S. 560) eine fachärztlich einwandfrei diagnostizierte Gesundheitsbeeinträchtigung notwendig ist (BGE 130 V 396 und seither ergangene Urteile, namentlich BGE 142 V 106 E. 3.3 S. 108 und 141 V 281 E. 2.1 S. 285; vgl. auch BGE 141 V 281 E. 3.7.2 S. 295, wonach dieser Entscheid keine Abkehr von BGE 139 V 547 bedeute und grundsätzlich von einer "Validität" der versicherten Person auszugehen sei). Insbesondere verkennt sie, dass die nicht objektivierbaren Beschwerden nach einem HWS-Distorsionstrauma ungeachtet ihres allenfalls organischen Charakters hinsichtlich ihrer invalidisierenden Folgen aus Gründen der Rechtsgleichheit den unklaren oder psychosomatischen Beschwerdebildern zugeordnet bzw. nach den für diese geltenden Regeln beurteilt werden (BGE 136 V 276 E. 3.2.3 S. 283). Damit hat es bei der bisherigen Praxis sein Bewenden.