Citation: 6B_660/2009 03.11.2009 E. 4

4.1 Der Beschwerdeführer erachtet es weiter als willkürlich, dass die Vorinstanz die Erfüllung des subjektiven Tatbestands einer groben Verkehrsregelverletzung bejaht hat, obwohl nicht erstellt sei, dass er sich rücksichtslos oder sonst schwerwiegend regelwidrig verhalten habe. Ein schweres Verschulden, entsprechend grobe Fahrlässigkeit, könne ihm nicht zur Last gelegt werden. Er sei nicht in Eile gewesen und mit 80 km/h, also 20 bzw. 40 km/h unter der erlaubten Höchstgeschwindigkeit gefahren (Beschwerde, S. 15 f.) 4.2 Die Vorinstanz führt aus, dass sich der Beschwerdeführer der Gefährlichkeit des zu nahen Aufschliessens bewusst gewesen sei. Indem er trotzdem über eine Strecke von rund 2'000 Metern bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h einen Abstand von lediglich maximal zehn Metern eingehalten habe, habe er sich gleichgültig gegenüber fremden Interessen gezeigt. Die Fahrweise müsse deshalb als rücksichtslos gewertet werden, womit grobe Fahrlässigkeit vorliege und der subjektive Tatbestand von Art. 90 Ziff. 2 SVG erfüllt sei (angefochtenes Urteil, S. 22). 4.3 Die Ausführungen der Vorinstanz sind nicht zu beanstanden. Subjektiv erfordert Art. 90 Ziff. 2 SVG ein rücksichtsloses oder sonst schwerwiegend verkehrswidriges Verhalten, d.h. ein schweres Verschulden, bei fahrlässigem Handeln mindestens grobe Fahrlässigkeit (BGE 131 IV 133 E. 3.2; 130 IV 32 E. 5.1 je mit Hinweisen). Diese ist unter anderem zu bejahen, wenn der Täter sich der allgemeinen Gefährlichkeit seiner verkehrswidrigen Fahrweise bewusst ist. Grobe Fahrlässigkeit kann aber auch vorliegen, wenn der Täter die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer pflichtwidrig gar nicht in Betracht gezogen, also unbewusst fahrlässig gehandelt hat (BGE 130 IV 32 E. 5.1 mit Hinweis). In solchen Fällen ist grobe Fahrlässigkeit zu bejahen, wenn das Nichtbedenken der Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer auf Rücksichtslosigkeit beruht. Rücksichtslos ist unter anderem ein bedenkenloses Verhalten gegenüber fremden Rechtsgütern. Dieses kann auch in einem blossen (momentanen) Nichtbedenken der Gefährdung fremder Interessen bestehen (BGE 131 IV 133 E. 3.2 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer folgte dem vorausfahrenden Lastwagen in dem von ihm gewählten Abstand von maximal zehn Metern. Trotz der mit dieser Fahrweise verbundenen Gefahr zeigte er sich gegenüber fremden Interessen gleichgültig und verhielt sich damit rücksichtslos. Er erfüllt daher auch subjektiv den Tatbestand der groben Verkehrsregelverletzung im Sinne von Art. 90 Ziff. 2 SVG i.V.m. Art. 34 Abs. 4 SVG und Art. 12 Abs. 1 VRV. Der Hinweis des Beschwerdeführers, er sei nicht in Eile gewesen und sei mit 80 km/h, also 20 bzw. 40 km/h unter der erlaubten Höchstgeschwindigkeit gefahren, ist von vornherein unbehelflich. Anhängerzüge haben eine maximale Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h einzuhalten (Art. 5 Abs. 1 lit. a Ziff. 2 VRV), und das Fahrzeug des Beschwerdeführers war seinen Aussagen zufolge ohnehin im Bereich dieser Geschwindigkeit plombiert. Die Rüge des Beschwerdeführers ist in diesem Punkt unbegründet.