Citation: 2C_494/2020 E. 3.1

3.1. Unbestritten ist, dass die Ehe der Beschwerdeführerin gescheitert ist und diese sich deshalb nicht mehr auf Art. 43 AuG berufen kann. Zu prüfen ist, ob sie einen nachehelichen Aufenthaltsanspruch besitzt. Nach Art. 50 Abs. 1 AuG besteht nach Auflösung der Ehe oder der Familiengemeinschaft der Anspruch des Ehegatten und der Kinder auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine erfolgreiche Integration besteht (lit. a) oder wichtige persönliche Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (lit. b).