Citation: 2C_501/2023 E. A

A.a. A.________ (geb. 1993, von Guinea) reiste am 2. Oktober 2010 im Alter von 17 Jahren in die Schweiz ein und stellte ein Asylgesuch. Mit Entscheid vom 20. März 2012 trat das Bundesamt für Migration (BFM; heute Staatssekretariat für Migration [SEM]) auf das Asylgesuch nicht ein, wies A.________ aus der Schweiz weg und setzte ihm zum Verlassen des Staatsgebiets eine Frist bis 19. April 2012. A.________ kam der Ausreiseaufforderung nicht nach und hielt sich weiterhin in der Schweiz auf. Ab dem 13. August 2013 galt er als verschwunden. A.b. Am 28. Oktober 2013 reiste A.________ unter dem Namen B.________ erneut in die Schweiz ein und ersuchte mit einer portugiesischen Identitätskarte, einem portugiesischen Pass und einem Arbeitsvertrag um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA. Er erhielt eine bis zum 27. Oktober 2018 gültige Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA zur unselbständigen Erwerbstätigkeit. Eine Ausweisprüfung des Forensischen Instituts Zürich vom 29. November 2013 konnte keine objektiven Fälschungsmerkmale bei der portugiesischen Identitätskarte feststellen. Das Migrationsamt des Kantons Zürich ersuchte das BFM um Verschmelzung der Personendatensätze von B.________ (richtig) und A.________ (falsch). A.c. Von 2012 bis Mitte 2016 wurde der Beschwerdeführer sechs Mal straffällig (Widerhandlungen gegen das Ausländergesetz [AuG; SR 142.20] und das Betäubungsmittelgesetz [BetmG; SR 812.121]) : - Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland vom 10. Februar 2012: Geldstrafe von 20 Tagessätzen (bedingt vollziehbar, Probezeit zwei Jahre) und eine Busse von Fr. 200.-- wegen Missachtung der Ein- oder Ausgrenzung und Übertretung nach Art. 19a BetmG; - Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 27. Juli 2012: Geldstrafe von 30 Tagessätzen (bedingt vollziehbar, Probezeit zwei Jahre) wegen rechtswidriger Einreise, rechtswidrigen Aufenthalts und geringfügiger Widerhandlung gegen das AuG; - Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 3. März 2013: Freiheitsstrafe von 60 Tagen wegen rechtswidriger Einreise und rechtswidrigen Aufenthalts (unter Widerruf der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 27. Juli 2012 ausgesprochenen bedingten Geldstrafe); - Strafbefehl des Ministère public du canton de Genève vom 3. April 2013: Freiheitsstrafe von sechs Monaten wegen Fälschung von Ausweisen und rechtswidrigen Aufenthalts; - Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 16. September 2014: Geldstrafe von 70 Tagessätzen wegen mehrfachen Vergehens gegen Art. 19 Abs. 1 BetmG; - Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 14. Dezember 2016: Freiheitsstrafe von 36 Monaten (18 Monate bedingt vollziehbar, Probezeit drei Jahre) und eine Geldstrafe von zehn Tagessätzen (bedingt vollziehbar, Probezeit drei Jahre) wegen Verbrechens gegen Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG (grosse Gesundheitsgefährdung), versuchten Vergehens gegen Art. 19 Abs. 1 BetmG und Hinderung einer Amtshandlung. A.d. Am 5. September 2017 trat A.________ in den Strafvollzug ein; am 13. Februar 2019 - nach 17 Monaten und 8 Tagen - wurde er entlassen. A.e. Die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat stellte am 6. März 2020 ein Strafverfahren gegen A.________ wegen Fälschung von Ausweisen ein. Abklärungen der Staatsanwaltschaft sowie die Vernehmlassung der portugiesischen Behörden hatten ergeben, dass es sich bei der portugiesischen Identitätskarte zwar um ein echtes, in Portugal ausgestelltes Dokument handelt. Gemäss dem portugiesischen Konsulat war der ausstellenden Behörde in Portugal jedoch ein Fehler bei der Identifizierung unterlaufen. Es wurde festgestellt, dass A.________ kein portugiesischer Staatsangehöriger ist. Dieser gab zu Protokoll, dass er in Guinea geboren und sein Name A.________ sei. A.f. Seit Dezember 2015 lebt A.________ mit seiner Schweizer Lebenspartnerin C.________ (geb. 1996) zusammen. Am 12. September 2022 wurde das gemeinsame Kind D.________ geboren. Nach der Entlassung aus dem Strafvollzug arbeitete A.________ in verschiedenen Anstellungen als Koch. Seit 2023 absolviert er eine Berufslehre als Koch. Betreibungen sind nicht aktenkundig.