Citation: 6B_143/2008 17.07.2008 E. 2

2.1 Hinsichtlich der Strafzumessung macht der Beschwerdeführer geltend, entgegen der Auffassung der Vorinstanz sei das neue Recht das mildere. Ihr Argument, wegen seiner finanziellen Lage sei auch nach altem Recht keine Verbindungsbusse (Art. 50 Abs. 2 aStGB) zu sprechen, widerspreche der Praxis und der Rechtslage. Eine geringe Busse habe obligatorisch immer gesprochen werden müssen. Am 1. Januar 2007 ist der revidierte Allgemeine Teil des Strafgesetzbuches in Kraft getreten. Dieses neue Recht gelangt jedoch auf Taten, welche noch unter Geltung des alten Rechts begangen wurden, nur zur Anwendung, wenn es für den Täter das mildere ist (Art. 2 Abs. 2 StGB). Ist im Gesetz wahlweise Freiheitsstrafe oder Busse angedroht, kann der Richter gemäss Art. 50 Abs. 2 aStGB die beiden Strafen verbinden. Entgegen dem Einwand des Beschwerdeführers handelt es sich dabei um eine Kann-Bestimmung, so dass die Vorinstanz auf die Ausfällung einer Busse verzichten durfte. Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, ist deshalb im vorliegenden Fall bei einer Freiheitsstrafe von mehr als drei Jahren als Gesamtstrafe das neue Recht nicht milder (vgl. angefochtenes Urteil S. 32). 2.2 Der Beschwerdeführer bringt vor, die Vorinstanz vermische den Begriff der Mittäterschaft mit demjenigen der Bandenmässigkeit, was zu einer verbotenen Doppelverwertung führe (vgl. E. 1.1 hiervor). Das Doppelverwertungsverbot besagt, dass Umstände, die zur Anwendung eines höheren bzw. tieferen Strafrahmens führen, innerhalb des geänderten Strafrahmens nicht noch einmal als Straferhöhungs- oder Strafminderungsgrund berücksichtigt werden dürfen (BGE 120 IV 67 E. 2b S. 72, mit Hinweis). Die Begehung einer Tat in Mittäterschaft führt nicht zur Anwendung eines höheren Strafrahmens, weshalb im vorliegenden Fall das Doppelverwertungsverbot nicht betroffen ist. 2.3 Weiter rügt der Beschwerdeführer, die Vorinstanz gewichte die Strafe im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung falsch. Er sei immer voll geständig gewesen und habe die meisten Delikte vor seinem 20. Altersjahr begangen. Nach der Verhaftung in Basel habe er seine deliktische Tätigkeit freiwillig aufgegeben und ein neues Leben begonnen. Bezüglich der Deliktsumme und der konkreten Delikte bestehe teilweise ein beweisloser Zustand. Aus all diesen Gründen sei die Strafe zu reduzieren. 2.3.1 Das Gericht misst die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu; es berücksichtigt die Beweggründe, das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse des Schuldigen (Art. 63 aStGB). Der Umfang der Berücksichtigung verschiedener Strafzumessungsfaktoren liegt im Ermessen der kantonalen Behörde. Das Bundesgericht kann in die Strafzumessung nur eingreifen, wenn die Vorinstanz den gesetzlichen Strafrahmen über- oder unterschritten hat sowie wenn sie massgebende Kriterien ausser Acht gelassen, nicht oder falsch gewichtet hat. Das Gericht muss die Überlegungen, die es bei der Bemessung der Strafe vorgenommen hat, in den Grundzügen wiedergeben, so dass die Strafzumessung nachvollziehbar ist (BGE 134 IV 17 E. 2.1 S. 19 f., mit Hinweisen). 2.3.2 Die Vorinstanz gewichtet die hohe Deliktsumme, welche erstellt ist (vgl. E. 1.3 hiervor), als straferhöhend. Das Alter des Beschwerdeführers berücksichtigt sie nur leicht strafmindernd, weil ihm die Folgen seiner Taten aufgrund seiner Vorstrafe hätten bewusst sein müssen. Weiter gewichtet sie strafmindernd, dass der Beschwerdeführer seine Berufsbildung fortsetzt. Dass er einen Teil der verursachten Schäden und Diebstähle bestreite, relativiere seine Geständnis- und Kooperationsbereitschaft, weshalb sich diese nur leicht strafmindernd auswirke (angefochtenes Urteil S. 47 ff.). 2.3.3 Die Vorinstanz hat sich in ihren Erwägungen zur Zumessung der Freiheitsstrafe mit den wesentlichen schuldrelevanten Komponenten auseinandergesetzt und sämtliche vom Beschwerdeführer erwähnten Strafminderungsgründe gewürdigt. Dass sie dabei massgebende Kriterien ausser Acht gelassen, nicht oder falsch gewichtet hätte, ist nicht ersichtlich. Die Strafzumessung liegt vielmehr im Rahmen ihres Ermessens. 2.4 Schliesslich rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung der Bestimmung über die retrospektive Konkurrenz (Art. 68 Ziff. 2 aStGB). Das Strafgericht Basel-Stadt habe bereits um das Strafverfahren im Kanton Aargau gewusst und ihm trotzdem eine bedingte Strafe zugesprochen. Demgegenüber habe die Vorinstanz eine Gesamtstrafe von leicht mehr als drei Jahren festgelegt und ihm eine schlechte Prognose gestellt für den Fall, dass doch eine Strafe von unter drei Jahren möglich gewesen wäre. Dies widerspreche dem Urteil des Strafgerichts Basel-Stadt und sei willkürlich, weil auch im Ergebnis stossend. Weil die Vorinstanz die Strafzumessung nach unrichtigen Kriterien vorgenommen habe, sei gemeinsam mit der guten Prognose davon auszugehen, dass zumindest eine teilbedingte Strafe möglich sei. Alternativ sei sogar eine Strafe von unter 2 Jahren in Betracht zu ziehen. 2.4.1 Hat der Richter eine mit Freiheitsstrafe bedrohte Tat zu beurteilen, die der Täter begangen hat, bevor er wegen einer andern Tat zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden ist, so bestimmt er nach Art. 68 Ziff. 2 aStGB die Strafe so, dass der Täter nicht schwerer bestraft wird, als wenn die mehreren strafbaren Handlungen gleichzeitig beurteilt worden wären. Art. 68 Ziff. 2 aStGB will im Wesentlichen das Asperationsprinzip auch bei retrospektiver Konkurrenz gewährleisten. Der Täter, der mehrere Freiheitsstrafen verwirkt hat, soll nach einem einheitlichen, für ihn relativ günstigen Prinzip der Strafschärfung beurteilt werden, unabhängig davon, ob die Verfahren getrennt durchgeführt werden oder nicht. Die Zusatzstrafe gleicht dementsprechend die Differenz zwischen der ersten Einsatz- oder Grundstrafe und der hypothetischen Gesamtstrafe aus, die nach Auffassung des Richters bei Kenntnis der später beurteilten Straftat ausgefällt worden wäre. Der Täter soll damit trotz Aufteilung der Strafverfolgung in mehrere Verfahren gegenüber jenem Täter, dessen Taten gleichzeitig beurteilt wurden und der von dem für ihn relativ günstigen Prinzip der Strafschärfung nach Art. 68 Ziff. 1 aStGB profitierte, nicht benachteiligt und soweit als möglich auch nicht besser gestellt werden (BGE 133 IV 150 E. 5.2.3 S. 157; 132 IV 102 E. 8.2 S. 104 f., mit Hinweisen). Bei der Bemessung der gedanklich zu bestimmenden Gesamtstrafe und damit auch der Zusatzstrafe ist der Richter sowohl in Bezug auf die Strafart als auch hinsichtlich der Art des Vollzugs nicht an den rechtskräftigen ersten Entscheid gebunden (BGE 133 IV 150 E. 5.2.1 S. 156, mit Hinweis). 2.4.2 Die Vorinstanz hat im Sinne dieser Erwägungen die hypothetische Gesamtstrafe und die Zusatzstrafe festgelegt. Aufgrund der bemessenen Gesamtstrafe von über drei Jahren hat sie zu Recht die Gewährung des (teil)bedingten Strafvollzuges ausgeschlossen. Dass sie wesentliche schuldrelevante Komponenten nicht oder falsch gewichtet, ist nicht ersichtlich (vgl. E. 2.3.3 hiervor). Auch hinsichtlich der retrospektiven Konkurrenz verletzt die Strafzumessung der Vorinstanz kein Bundesrecht. Sämtliche Rügen des Beschwerdeführers erweisen sich als unbegründet, soweit überhaupt darauf eingetreten werden kann.