Citation: 8C_634/2022 E. A

A.a. A.________, geboren 1963, war seit 1. Juli 1995 als Plattenleger bei B.________ angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert. Am 11. August 2001 begab er sich erstmals in ärztliche Behandlung wegen rheumatischer Beschwerden, Subfebrilität und allgemeinen Schwächegefühls. Es wurde ein Erythema chronicum migrans an der rechten Thoraxseite festgestellt und die weiteren Untersuchungen zeigten eine frische Borreliose-Erkrankung, anamnestisch nach Zeckenbiss während der Ferien im Juni 2001 (Berichte vom 11. September und 1. Oktober 2001; Unfallmeldung vom 29. August 2001). Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Leistungen bis zur Wiederherstellung einer 100%igen Arbeitsfähigkeit am 22. Oktober 2001. A.b. Am 25. März 2002 meldete A.________ erneute Beschwerden mit 100%iger Arbeitsunfähigkeit ab 18. März 2002. Der konsultierte Neurologe stellte die Diagnose einer Neuroborreliose (Bericht vom 24. Juni 2002). Die Suva holte ein Gutachten der Medizinischen Abklärungssstelle MEDAS Universitätskliniken Basel vom 21. September 2004 mit Ergänzungen vom 26. September und 7. Oktober 2005 ein. Gestützt darauf lehnte sie ihre Leistungspflicht mit Verfügung vom 20. März 2006 und Einspracheentscheid vom 30. März 2007 ab. Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 27. Februar 2008 gut. Es sprach A.________ die gesetzlichen Leistungen bis 21. September 2004 zu, wies die Sache indessen an die Suva zurück zu weiteren Abklärungen hinsichtlich des kausalen Zusammenhangs zwischen dem Unfall und den nach diesem Zeitpunkt noch geklagten Beschwerden. A.c. Die Suva holte ein Gutachten der Universitätsklinik für Infektiologie des Spitals C.________ vom 8. März 2010 mit Ergänzung vom 1. November 2013, eine neurologische Beurteilung ihrer Abteilung Versicherungsmedizin, Dr. med. D.________, vom 4. November 2011 sowie die Beurteilung ihres versicherungspsychiatrischen Dienstes, Dr. med. E.________, vom 6. November 2012 ein. Mit Verfügung vom 17. Juni 2014 und Einspracheentscheid vom 22. Mai 2015 schloss sie den Fall per 21. September 2004 ab und stellte ihre Versicherungsleistungen ein. Die dagegen erhobene Beschwerde mit Antrag auf Zusprechung von Versicherungsleistungen auch über den 21. September 2004 hinaus hiess das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen gemäss Dispositiv ihres Entscheides vom 18. Oktober 2017 gut. A.d. Die Suva verfügte in der Folge am 11. Juli 2018 die Einholung eines Gutachtens des Universitätsspitals Basel, asim. Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 18. Februar 2019 ab. Gestützt auf das asim-Gutachten vom 6. März 2020 lehnte die Suva einen über den 21. September 2004 hinausgehenden Anspruch auf Heilbehandlung und Taggelder mit Verfügung vom 25. September 2020 und Einspracheentscheid vom 4. Juni 2021 ab.