Citation: 8C_484/2016 E. 4

Nach den vorinstanzlichen Feststellungen ist ein sachlicher Grund für die Kündigung erstellt. Im Januar 2015 sei aufgrund der vorangegangenen Vorkommnisse eine Zerrüttung des Vertrauensverhältnisses zwischen dem Arbeitnehmer und dem Arbeitgeber eingetreten. Der Arbeitgeber habe sich wiederholt mit der Vertrauenswürdigkeit des Beschwerdeführers auseinandersetzen müssen, und die Gerüchte und Mutmassungen über seine Verbindungen zu Unternehmen, später zu einem konkreten Unternehmen der Wasserkraftwirtschaft, seien greifbar bestätigt worden, als dieser eine Vollmacht im Namen der betreffenden AG im Verfahren der "Konzessionsvergabe/Nutzung der Wasserkraft Gebiet E.________" unterzeichnet habe. Es sei nachvollziehbar, dass die Baudirektion die Loyalität des Beschwerdeführers in Frage gestellt habe. Wegen seines mutmasslichen Interessenkonflikts habe das gesamte Amt umorganisiert werden müssen. Die Aufgabengebiete des Beschwerdeführers seien deswegen, aber auch wegen einer darüber entstandenen Verunsicherung der Mitarbeiter (nach dem Durchsickern von Informationen an aussenstehende Interessierte) angepasst worden. Es habe zum Zeitpunkt der Verwarnung vom 12. Januar 2015 ein sachlich zureichender Grund für die Kündigung bestanden. Dass der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis dann noch weitergeführt habe, schade dabei nicht. Die bereits schwierige Situation im Amt habe sich nach der Verwarnung nicht beruhigt. Dass der Beschwerdeführer die operative Leitung des Förderprogramms über die Bewilligungspraxis des Amts informiert habe, sei kein schützenswertes "Whistleblowing" gewesen. Wäre es ihm um die uneigennützige Behebung eines Missstandes gegangen, so hätte er den Amtsleiter bereits im Oktober 2011 darauf aufmerksam machen können, als er die Unvollständigkeit des Gesuchs von dessen Tochter und Schwiegersohn bemerkt habe. Zu diesem Zeitpunkt hätten noch keine Spannungen zwischen dem Amtsleiter und dem Beschwerdeführer bestanden, die den Arbeitnehmer von Beanstandungen hätten abhalten können. Der Beschwerdeführer sei damit aber erst im Oktober 2014 an den Baudirektor gelangt, als sich eine Auflösung seines Arbeitsverhältnisses bereits abgezeichnet habe. Der Baudirektor habe daraufhin umgehend den Direktionssekretär mit der Abklärung der Vorwürfe beauftragt und in der Folge eine Weisung erlassen, welche die Praxis mit den Leergesuchen strikt untersagt habe. Der Arbeitgeber sei also nicht tatenlos geblieben. Hätte der Beschwerdeführer diese Massnahmen für die Behebung der fehlerhaften Praxis für unzureichend gehalten, hätte es nahegelegen, dass er mit den mit der Ausarbeitung der Massnahmen befassten Personen in Kontakt getreten wäre. Er sei hingegen an eine externe Stelle gelangt und habe teilweise seine eigene Sicht der Dinge als Fakten dargestellt. Zudem habe der Beschwerdeführer bei der Staatsanwaltschaft Anzeige erstattet, noch bevor der Arbeitgeber überhaupt Gelegenheit gehabt habe, die Vorwürfe rund um die Bewilligungspraxis im Amt zu untersuchen. Das Verhalten des Beschwerdeführers sei deshalb nicht schützenswert und die Kündigung aus diesem Grund nicht missbräuchlich gewesen.