Citation: 8C_848/2013 E. 4

Eine andere Frage ist, ob das kantonale Gericht die von den Dres. B.________ und C.________ ausschliesslich für die Zeit ab 1. Februar 2010 abgegebene Einschätzung der verwertbaren Restarbeitsfähigkeit auch auf die davor liegende Zeit ausdehnen durfte. Nicht nur, dass die Gutachter eine rückwirkende Einschätzung wegen fehlender verlässlicher Angaben des Exploranden ausdrücklich ablehnten und statt dessen auf die in den Akten liegenden Arztberichte verwiesen, worin bisher grossmehrheitlich von einer Arbeitsfähigkeit von rund 50 % ausgegangen worden war. Auch gingen die Dres. med. B.________ und C.________ von einem sich in letzter Zeit verbesserten Gesundheitszustand aus. Wie die Vorinstanz dergestalt die lediglich für die Zeit ab Untersuchungstermin abgegebene Einschätzung auch auf die davor liegende Zeit ab Anmeldung am 5. Mai 2004 ausdehnen konnte, ist nicht nachvollziehbar. Die hierfür angebrachte Begründung der nicht in die Einschätzung einschliessbaren Canabissucht hilft hier nicht weiter, zumal diese lediglich bis Mai 2007 angedauert hatte. Damit hat die Vorinstanz den rechtserheblichen Sachverhalt für die Zeit seit der Anmeldung des Versicherten am 5. Mai 2004 bis zum Zeitpunkt der Beurteilung in der Expertise unvollständig festgestellt, weshalb das Bundesgericht nicht daran gebunden ist (E.1.2 hiervor). Unter diesen Umständen drängt sich eine Rückweisung an das kantonale Gericht auf, damit es die bis Ende Januar 2010 bestandene Arbeitsfähigkeit festlege. Dabei wird es der medizinischen Erfahrungstatsache Rechnung tragen können, dass es generell und namentlich bei psychischen Störungen oftmals schwierig ist, rückwirkend und überdies für einen weit zurückliegenden Zeitraum die Arbeitsfähigkeit zuverlässig zu beurteilen (Urteil 8C_427/2011 vom 15. September 2011 E. 4.2.4 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil 8C_483/2012 vom 4. Dezember 2012 E. 5.2.2), umgekehrt echtzeitliche Berichte durchaus eine geeignete, wenn nicht gar geeignetere Entscheidgrundlage bilden können, als eine weitere, neue, deutlich nach dem massgeblichen Zeitraum zu erstellende oder bereits erstellte Expertise.