Citation: 1C_450/2021 E. 5.3.2

5.3.2. Im Rahmen der Überprüfung der Beschwerdelegitimation ist ausserdem der Natur des spezifischen Verwaltungsaktes Rechnung zu tragen. Die erforderliche Beziehungsnähe zur Streitsache kann nur hergestellt werden, wenn zwischen dem Streitgegenstand und dem legitimationsbegründenden persönlichen und spürbaren Nachteil ein Kausalzusammenhang besteht. Der Streitgegenstand muss also die Ursache für den geltend gemachten Nachteil bilden (ISABELLE HÄNER, Die Beteiligten im Verwaltungsverfahren und Verwaltungsprozess, 2000, N. 615). Soweit es um die Erteilung bzw. Erneuerung einer Konzession geht, wird für die Beschwerdelegitimation vorausgesetzt, dass über den Beschwerdegegenstand im Rahmen der Konzessionsverfügung entschieden wurde respektive überhaupt entschieden werden kann (vgl. MARCEL HEPP/UELI STÜCKELBERGER, Die Konzession im Verkehrsrecht, in: Jahrbuch zum Strassenverkehrsrecht 2011, S. 231; Entscheid des Bundesrates vom 23. August 2000, in: VPB 2001 Nr. 24, S. 234 ff. E. 5). Was nicht Gegenstand einer Konzession ist, kann somit von vornherein nicht in einem gegen diese gerichteten Beschwerdeverfahren gerügt werden. Der Inhalt der Personenbeförderungskonzession ergibt sich dabei nicht nur aus der Umschreibung deren Gegenstandes, sondern auch indirekt durch den Regelungsinhalt anderer Verfügungen, wie beispielsweise der Infrastrukturkonzession (vgl. Entscheid des Bundesrates vom 23. August 2000, in: VPB 2001 Nr. 24, S. 234 ff. E. 5).