Citation: 8C_6/2007 29.01.2008 E. 3

3.1 Das kantonale Gericht gelangte gestützt auf das MEDAS-Gutachten vom 20. Oktober 2005 zum Ergebnis, der Beschwerdeführer leide abgesehen von den glaubhaften Kopfschmerzen an keinen wesentlichen organischen oder psychischen Defiziten, welche die Arbeitsfähigkeit bleibend signifikant einschränken würden. Unter diesen Umständen sei keine Leistungspflicht der SUVA für die neben den Kopfschmerzen geltend gemachten weiteren somatischen Beschwerden im Thorax- und Hüftbereich auszumachen. Die Kopfschmerzen stünden in keinem Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 25. Mai 1987. Gemäss dem MEDAS-Gutachten sei auch der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 24. September 2004 und den fortbestehenden Kopfschmerzen nur möglich. Dies genüge für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht. Der Einwand des Beschwerdeführers, die Kopfschmerzen seien zumindest teilursächlich als posttraumatisch qualifiziert worden und Teilkausalität reiche aus, um die Haftung des UVG-Versicherers zu begründen, gehe insofern fehl, als auch eine Teilkausalität mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein müsse. Im MEDAS-Gutachten vom 20. Oktober 2005 werde als Diagnose mit wesentlicher Einschränkung der Arbeitsfähigkeit chronische Kopfschmerzen bitemporal, DD postkommotionell, Spannungskopfschmerzen genannt. Als Differenzialdiagnosen (Abkürzung DD) bezeichne man Erkrankungen mit ähnlicher bzw. nahezu identischer Symptomatik, die vom Arzt neben der eigentlichen Verdachtsdiagnose ebenfalls als mögliche Ursachen in Betracht gezogen werden müssten. Somit seien die chronischen Kopfschmerzen auch nach Ansicht der MEDAS-Ärzte nur möglicherweise auf die bei den Unfällen erlittene commotio cerebri zurückzuführen. Die SUVA habe nur zu beweisen, dass unfallbedingte Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren hätten (RKUV 1994 S. 329 E. 3b mit Hinweisen). Gemäss den genannten Umständen sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen den Unfällen und den ab 10. Januar 2005 fortbestehenden Kopfschmerzen nicht mehr gegeben sei. An der Schlüssigkeit des MEDAS-Gutachtens vermöchten auch die während des Beschwerdeverfahrens eingereichten Berichte von Dr. med. W.________ vom 11. Juli 2006 und Dr. med. Q.________ vom 8. September 2006 nichts zu ändern. 3.2 Der Beschwerdeführer stimmt der Vorinstanz darin zu, dass auf das MEDAS-Gutachten vom 20. Oktober 2005 abgestellt werden könne. Der daraus respektive aus dem Teilgutachten der Neurologin Dr. med. E.________ gezogene Schluss, der natürliche Kausalzusammenhang der Kopfschmerzen mit den Unfallereignissen sei nur noch möglicherweise gegeben, sei jedoch nicht zulässig. Vielmehr ergebe sich aus den erwähnten medizinischen Stellungnahmen, dass zumindest eine Teilkausalität bestehe. Wenn allenfalls andere Faktoren die Kopfschmerzen ebenfalls unterstützten, tue dies der festgestellten Teilkausalität nicht Abbruch. Selbst wenn aufgrund des Ausmasses der Kopfschmerzen eine psychogene Komponente eine Rolle gespielt haben sollte, ändere dies an der Unfallkausalität der somatisch bedingten Kopfschmerzen nichts. Dasselbe gelte für die vorinstanzliche Deutung der Differenzialdiagnose "DD postcommotionell". Hinzu komme, dass die Beurteilung der MEDAS-Neurologin durch die Feststellungen von Dr. med. Y.________ gestützt werde. Das Unfallereignis von 1987 sei insofern relevant, als sich der "auf den gleichen Körperteil zielende" Unfall vom September 2004 zufolge der latenten Vorschädigung erschwerend ausgewirkt habe.