Citation: 2C_952/2019 E. 4.1.2

4.1.2. Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass das Verschulden des Beschwerdeführers schwer wiegt. Die mehr als 60 begangenen Straftaten bringen eine beträchtliche kriminelle Energie zum Ausdruck; namentlich der qualifizierte Raub richtete sich gegen Leib und Leben und somit gegen wesentliche Rechtsgüter. Grösstenteils handelt es sich zwar um Taten, die er als Jugendlicher begangen hat; etliche Straftaten beging der Beschwerdeführer indessen nur knapp unterhalb der Grenze zur Volljährigkeit (namentlich beim Raub war er rund siebzehneinhalb Jahre alt). Die Taten sprengen zudem den Rahmen dessen, was als Jugenddelinquenz mit zunehmendem Alter regelmässig verschwindet. Dies wird durch die nach seinem 18. Geburtstag begangene Brandstiftung bestätigt und lässt auf ein nicht zu unterschätzendes fortbestehendes Gewaltpotenzial schliessen (EGMR-Urteil Shala, a.a.O., Ziff. 52). Aus dem Einwand, er komme aus schwierigen Familienverhältnissen und er habe die Delikte nie alleine, sondern stets in einer Gruppe begangen, kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten.