Citation: 7B.145/2001 24.07.2001 E. 3

3.- a) Art. 9 Abs. 2 (letzter Satz) VZG bestimmt, dass Streitigkeiten über die Höhe der Schätzung des Grundstückwertes endgültig durch die kantonale Aufsichtsbehörde beurteilt werden. Die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Bundesgerichts kann einen derartigen (Ermessens-)Entscheid einzig daraufhin überprüfen, ob die kantonale Aufsichtsbehörde allenfalls bundesrechtliche Verfahrensvorschriften verletzt oder das ihr zustehende Ermessen überschritten oder missbraucht habe (vgl. Art. 19 Abs. 1 SchKG). Letzteres trifft dann zu, wenn Kriterien mitberücksichtigt worden sind, die keine Rolle hätten spielen dürfen, oder wenn umgekehrt rechtserhebliche Umstände ausser Acht geblieben sind (dazu BGE 124 III 401 E. 2a S. 402; 120 III 79 E. 1 S. 80 f.; 110 III 69 E. 2 S. 71, mit Hinweisen). b) Dass dem Entscheid des Obergerichts Mängel der erwähnten Art anhaften würden, ist mit den Ausführungen der Beschwerdeführerin nicht dargetan: aa) Die Beschwerde stösst insofern ins Leere, als eine Oberexpertise verlangt wird: Einen Anspruch auf Einholung eines zweiten Sachverständigenberichts (durch die obere kantonale Aufsichtsbehörde) gibt es nicht (dazu BGE 120 III 135 E. 2 S. 136 mit Hinweis). bb) Von vornherein ohne Belang sind nach dem Gesagten die Erklärungen der Beschwerdeführerin zur Bedeutung der Höhe des Schätzwertes im Allgemeinen. Sie sind in keiner Weise geeignet, eine Verletzung von Bundesrecht im Sinne des oben Ausgeführten darzutun. Soweit die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang auf den Erlös hinweist, der beim Verkauf eines Einfamilienhauses in der Nachbarschaft erzielt worden sei, handelt es sich zudem um ein neues tatsächliches Vorbringen. Ein solches ist im Beschwerdeverfahren vor der erkennenden Kammer unbeachtlich (vgl. Art. 79 Abs. 1 zweiter Satz des Bundesgesetzes über die Organisation der Bundesrechtspflege; OG). cc) Nach Art. 79 Abs. 1 OG muss sodann die Begründung der Beschwerde in der Rechtsschrift selbst enthalten sein (dazu BGE 106 III 40 E. 1 S. 42 mit Hinweis). Der Hinweis der Beschwerdeführerin auf das beim Obergericht Vorgebrachte ist daher unbeachtlich. Damit ist nicht hinreichend substantiiert dargelegt, welchen Umständen bei der Festsetzung des Schätzwertes zu Unrecht nicht Rechnung getragen worden sein soll. Gleichzeitig entbehrt auch die sinngemäss erhobene Rüge der Verletzung von Art. 20a Abs. 2 Ziff. 4 SchKG (mangelhafte Begründung des Beschwerdeentscheids) der erforderlichen Begründung. Soweit in der Kritik der Beschwerdeführerin, das Obergericht habe ihre "Argumente ... unter den Tisch fallen" lassen, der Vorwurf einer Missachtung des (in Art. 29 Abs. 2 BV verankerten) Anspruchs auf rechtliches Gehör zu erblicken ist, ist auch darauf nicht einzutreten: Die Rüge hätte mit staatsrechtlicher Beschwerde erhoben werden müssen (vgl. Art. 43 Abs. 1 zweiter Satz in Verbindung mit Art. 81 OG).