Citation: 1A.43/2006 06.04.2006 E. 5

Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde teilweise gutzuheissen ist: 5.1 Der angefochtene Entscheid ist (in Dispositiv Ziff. 2) dahingehend zu ändern, dass dem amtlichen Rechtsbeistand des Verfolgten für das erstinstanzliche Auslieferungsverfahren eine Pauschalentschädigung von CHF 3'000.-- zugesprochen wird. In den übrigen Streitpunkten (insbesondere in der materiellen Frage der vom BJ bewilligten Auslieferung) ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. 5.2 Der Beschwerdeführer stellt (akzessorisch zu seinem Antrag auf Abweisung des Auslieferungsersuchens) ein Haftentlassungsgesuch. Er bestreitet die gesetzlichen materiellen Hafterfordernisse jedoch nicht (vgl. Art. 47-51 IRSG). Da bei diesem Verfahrensausgang keine Haftentlassungsgründe ersichtlich sind, ist das Gesuch abzuweisen. Soweit sich die Beschwerde gegen den (in Rechtskraft erwachsenen) Auslieferungshaftbefehl des BJ vom 6. Oktober 2005 richtet, kann darauf nicht eingetreten werden (vgl. oben, E. 1.1). 5.3 Soweit der Beschwerdeführer teilweise obsiegt, wird ihm eine reduzierte Parteientschädigung von CHF 500.-- zugesprochen (Art. 159 Abs. 1 OG). Soweit er in der Hauptsache unterliegt, stellt der Beschwerdeführer ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege. Da die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind (und namentlich die finanzielle Bedürftigkeit des Gesuchstellers aus den Akten ersichtlich ist), kann dem Gesuch entsprochen werden (Art. 152 OG). Der Gesuchsteller beantragt, der amtliche Rechtsvertreter sei angemessen zu entschädigen. Letzterer macht für die Ausarbeitung der Beschwerdeschrift einen zeitlichen Aufwand von 18 Stunden geltend. Dieser Aufwand erscheint nicht ausgewiesen. Ein aussergewöhnlich viel Arbeit beanspruchender Auslieferungsfall mit schwierigen Rechts- oder Tatfragen liegt hier nicht vor. In der Beschwerde werden ausserdem (zur materiellen Auslieferungsfrage) grossteils die bereits im erstinstanzlichen Verfahren erhobenen Vorbringen sinngemäss wiederholt. Das Honorar des unentgeltlichen Rechtsvertreters für das vorliegende Beschwerdeverfahren wird in Anwendung des bundesgerichtlichen Tarifes vom 9. November 1978 über die Entschädigungen an die Gegenpartei für das Verfahren vor dem Bundesgericht (SR 173.119) pauschal auf CHF 1'500.-- festgesetzt (vgl. Art. 6 Abs. 2 und Art. 7-9 des Tarifes).