Citation: 4A_260/2014 E. 8.1

8.1. Die geschädigte Person soll so gestellt werden, wie wenn sie ihrer Erwerbstätigkeit ungehindert hätte nachgehen können. Zu vergleichen ist die tatsächliche mit der hypothetischen Vermögensentwicklung. Dass Frauen nach der Verfassung Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit haben (Art. 8 Abs. 3 BV), bedeutet nicht, dass darauf für die Schadensberechnung abzustellen ist, sofern davon ausgegangen werden muss, die geschädigte Person hätte trotz der Bestimmung tatsächlich ohne Unfall kein derartiges Einkommen erzielt. Dass die Verfassung einen Anspruch anerkennt, ist haftpflichtrechtlich nicht massgebend, sofern nicht damit zu rechnen ist, dass dessen Durchsetzung tatsächlich gelungen wäre.