Citation: 6B_359/2021 E. B

Auf Berufung von A.________ und Anschlussberufung der Leitung der Jugendanwaltschaft hin sprach ihn das Obergericht des Kantons Bern am 20. Oktober 2020 der versuchten vorsätzlichen Tötung zum Nachteil von B.________ schuldig. Es bestrafte ihn mit einem Freiheitsentzug von 24 Monaten, davon 12 Monate mit bedingtem Vollzug bei einer Probezeit von zwei Jahren mit Begleitperson. Weiter stellte es die Rechtskraft der Anordnung der Unterbringung und der ambulanten Behandlung sowie der Vernichtung des eingezogenen Klappmessers fest. Dem Urteil des Obergerichts liegt folgender Sachverhalt zugrunde: A.________ hielt sich am 25. August 2018, in den frühen Morgenstunden, mit Kollegen im Bereich U.________ auf, als es zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung mit B.________ kam. In deren Verlauf schlugen sich die beiden gegenseitig. A.________ drückte seinen Kontrahenten zu Boden. Nachdem er von ihm abgelassen hatte und B.________ wieder aufgestanden war, ging Letzterer auf Ersteren zu und schlug ihm mit einer Bierflasche auf den Kopf. B.________ zog sich im Rahmen der Auseinandersetzung eine dislozierte MHK Mittelhandknochen 5 Schaftfraktur der rechten Hand sowie multiple Schürfwunden an den Händen zu. A.________erlitt eine Platzwunde am Kopf frontal links sowie eine oberflächliche Schnittverletzung über der Schläfe rechts. Er ging zunächst weg. Einige Zeit später suchte A.________ seinen Kontrahenten, um sich zu rächen. Er bereitete sich vor, indem er ein Klappmesser (Klingenlänge ca. 87 mm, Klingenbreite ca. 15 mm) aufgeklappt in seiner Jackentasche mitführte und eine Bierflasche behändigte. A.________ hatte die Absicht, B.________ mit der Flasche auf den Kopf zu schlagen und ihn mit dem Messer zu töten. Nachdemer seinen Gegner gefunden hatte, griff er ihn direkt an, indem er von hinten auf ihn losrannte, einen Satz nahm und ihm mit voller Wucht die Flasche über den Kopf schlug, sodass B.________ zu Boden ging. A.________ schlug mit der Flasche so heftig zu, dass diese zerbrach. B.________ zog sich u.a. Rissquetschwunden frontal rechts und an der rechten Wange zu. Durch das Zerbrechen der Flasche wurden die sich in der Nähe befindlichen Polizeibeamten auf das Geschehen aufmerksam und eilten herbei. A.________ wollte weiter auf B.________ losgehen. Durch das Eingreifen der Polizeibeamten konnte eine tödliche Verletzung von B.________ gerade noch abgewendet werden.