Citation: 6B_125/2023 E. A

Am 6. April 2022 verlangte A.________ gestützt auf das Bundesgesetz vom 19. Juni 1992 über den Datenschutz (DSG; SR 235.1) Auskunft über seine durch die B.________ ag abgespeicherten persönlichen Daten. Diese teilte ihm mit Schreiben vom 9. Mai 2022 mit, es treffe zwar zu, dass sie einerseits für ihre eigenen Zwecke und andererseits im Auftrag der C.________ AG (Arbeitgeberin von A.________) Personendaten von ihm bearbeite. Wegen eines hängigen Straf- und Zivilverfahrens bestehe gemäss Art. 2 Abs. 2 lit. c DSG jedoch kein Auskunftsanspruch. Die Personendaten, die sie bearbeite, stünden in engem Zusammenhang mit einer Strafanzeige vom 4. Juli 2019, die A.________ bzw. dessen Gesellschaft, die C.________ AG gegen ihren, den Verwaltungsratspräsidenten der B.________ ag, eingereicht habe. Überdies diene das Auskunftsgesuch offensichtlich der Vorbereitung eines Zivilprozesses (unter anderem der Durchsetzung einer Schadenersatzforderung für Lohnausfall im Dezember 2018). Auch sei wenig verständlich, weshalb der Beschwerdeführer Auskunftsansprüche gegen sie stelle, bearbeite sie doch nur Informationen (wie z.B. Namen, Vornamen, Adresse und Korrespondenzen), die sie direkt mit ihm oder im Austausch mit ihm erhalten oder erstellt habe. Dem Auskunftsbegehren von A.________ wurde demnach nicht entsprochen. Am 8. August 2022 erstattete A.________ Strafanzeige gegen die B.________ ag wegen Widerhandlung nach Art. 34 Abs. 1 lit. a DSG, wobei er sich als Strafkläger konstituierte.