Citation: 9C_83/2016 E. 4.2

4.2. Entgegen den Einwänden in der Beschwerde hat das kantonale Gericht dem Umstand, dass der Beschwerdegegner seit längerer Zeit psychisch beeinträchtigt ist, durchaus Rechnung getragen. So hat es dessen Krankheitsverlauf anhand diverser ärztlicher Unterlagen im Detail dargestellt, diese sorgfältig gegeneinander abgewogen und daraus den Schluss gezogen, der Versicherte leide mit überwiegender Wahrscheinlichkeit seit seiner Kindheit/Jugend an einem leichten und im Verlauf stationären POS (psychoorganisches Syndrom) bzw. AD (H) S (Aufmerksamkeitsdefizit-[Hyperaktivitäts-]Störung), wodurch die Arbeitsfähigkeit um 20-25 % eingeschränkt gewesen sei. Dieses weitgehend stabile Beschwerdebild sei im Verlauf der Jahre indessen durch eine paranoide Schizophrenie bzw. schizophreniforme psychotische Störung abgelöst bzw. überlagert worden, welche schliesslich im Juni 2012 zur notfallmässigen Einweisung des Klägers in die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie C.________ und im Anschluss zu einer erhöhten Leistungsverminderung geführt habe. Da der Gesundheitsschaden, der letztendlich die Invalidität bewirkt habe, somit von seiner Art her nicht derselbe sei wie derjenige, auf welchem die (vorbestehende) Arbeitsunfähigkeit beruht habe, das ursprüngliche Leiden folglich durch ein zweites, anderes überlagert bzw. abgelöst worden sei und Letzteres dabei den Ausschlag für die Invalidität gegeben habe, müsse der sachliche Zusammenhang zwischen Ersterem und der ab Juni 2012 in einem erhöhten Masse vorhandenen Arbeitsunfähigkeit rechtsprechungsgemäss verneint werden (BGE 134 V 20 E. 3.2 S. 22; Urteil 9C_40/2008 vom 4. September 2008). Daran ändere - so die weiteren, auf Grund der Aktenlage nachvollziehbaren, jedenfalls aber willkürfreien Erwägungen der Vorinstanz - entgegen der Argumentation der Beklagten die Tatsache nichts, dass sich auch eine (paranoide) Schizophrenie in der Regel schleichend ab Jugend/ Adoleszenz über Jahre entwickeln und oft erst retrospektiv diagnostiziert werden könne. Für die Abgrenzung der Leistungszuständigkeit einer Vorsorgeeinrichtung gemäss Art. 23 lit. a BVG sei nicht der Beginn bzw. die Diagnose des invalidisierenden Gesundheitsschadens massgebend, sondern einzig der Zeitpunkt, in welchem sich das Leiden erstmals, hier ab Juni 2012 (und damit während des Vorsorgeverhältnisses bei der Beklagten), sinnfällig auf die Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ausgewirkt habe. Nicht ersichtlich ist ferner, inwiefern der von der Beschwerdeführerin erwähnte Bericht der Psychiatrischen Klinik D.________ vom 4. April 2006 und die darin festgehaltenen Einschränkungen die Schlussfolgerungen des kantonalen Gerichts in einem qualifiziert fehlerhaften Licht erscheinen lassen sollten. Vielmehr hat es den auf das POS bzw. die AD (H) S zurückzuführenden gesundheitlichen Defizite bei seiner Beurteilung vollumfänglich Rechnung getragen. Zusammenfassend kann der Vorinstanz somit auch in Bezug auf den überobligatorischen Bereich keine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung vorgeworfen werden. Die Beschwerde ist insoweit ebenfalls abzuweisen und es bleibt - samt Verzugszinsberechnung - beim angefochtenen Entscheid.