Citation: 8C_101/2007 17.08.2007 E. 2

2.1 Mit Blick auf den in Art. 29 Abs. 1 BV verankerten Grundsatz auf Beurteilung der Sache innert angemessener Frist ist eine Sistierung des Verfahrens nur ausnahmsweise zulässig, wenn sie sich auf sachliche Gründe stützen lässt (BGE 130 V 90 E. 5 S. 94 f. mit Hinweis). Nach der Rechtsprechung werden u.a. die Vornahme zweckmässiger zusätzlicher Abklärungen (BGE 127 V 228 E. 2a S. 231) oder die Hängigkeit eines anderen Verfahrens, dessen Ausgang von präjudizieller Bedeutung ist (Pra 1996 Nr. 141 S. 473 E. 3b; BGE 123 II 1 E. 2b S. 3, 122 II 211 E. 3e S. 217 mit Hinweis) als zureichende Gründe für eine Sistierung anerkannt. 2.2 Dem vorliegenden Begehren um (formlose) Sistierung des Verfahrens bis zum Vorliegen des von der Invalidenversicherung in Auftrag gegebenen polydisziplinären Gutachtens wäre zu entsprechen, wenn der relevante Sachverhalt nicht hinreichend abgeklärt wäre und das Gutachten zur Beurteilung einer entscheidenden Frage erforderlich wäre. So verhält es sich jedoch nicht. Zum einen ist der massgebende Sachverhalt hinreichend geklärt, wie nachfolgend darzulegen ist. Zum andern sind vom Gutachten keine entscheidrelevanten neuen Erkenntnisse zu erwarten, weil im vorliegenden Verfahren die Frage der Unfallkausalität im Vordergrund steht, welche nicht Gegenstand des IV-Verfahrens bildet. Das Sistierungsbegehren ist daher abzuweisen.