Citation: 2C_201/2023 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Urteil ausgeführt, weshalb sie keinen zusätzlichen Erkenntnisgewinn aus den beantragten Befragungen erwartete. Es ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz darauf verweist, dass die Beschwerdeführerin selber sowie Personen aus ihrem Umfeld (Arbeitskollegen und Freunde; Verwandte; die Ex-Freundin des Ehemanns) schriftlich Stellung nehmen konnten und dies auch taten. Die Vorinstanz stützte ihre Beurteilung sowohl in Bezug auf die psychische Situation der Beschwerdeführerin als auch die geltend gemachte Gefährdung im Heimatland auf verschiedene bei den Akten liegende Beweismittel, inklusive der seitens der Beschwerdeführerin (und ihres Umfelds) schriftlich eingebrachten Informationen. Das angefochtene Urteil setzt sich mit den im Recht liegenden Beweismitteln - darunter auch die von der Beschwerdeführerin eingereichten Stellungnahmen und Zeitungsartikel - auseinander und stützt sich in Bezug auf die geltend gemachte Gefährdungssituation im Herkunftsland des Weiteren auf vertretbare Annahmen (vgl. nachfolgend E. 5.4) sowie öffentliche Informationsquellen (wie die Website der deutschen Bundeszentrale für politische Bildung). Angesichts der umfassenden Aktenlage erscheint der Schluss, dass die beantragten Beweismassnahmen - namentlich die persönlichen Befragungen und zusätzliche, weitergehende Abklärungen im Herkunftsland der Beschwerdeführerin - an ihrem Schluss nichts ändern würden, nicht willkürlich.