Citation: 4C.192/2001 17.10.2001 E. A

A.- Y.________ wurde mit schriftlichem Arbeitsvertrag vom 11. Oktober 1994 von der X.________ SA als Geschäftsführerin der Boutique Z.________ angestellt. Dabei wurde ein Bruttolohn von Fr. 4'600.--, zuzüglich eines 13. Monatsgehaltes und einer Umsatzprovision von 2 % des Gesamtumsatzes der Boutique vereinbart. Weiter war vertraglich vorgesehen, dass Y.________ saisonal bedingte Mehrarbeit in der Zwischensaison kompensieren solle. Y.________ trat die Stelle vereinbarungsgemäss im November 1994 an. Am 30. Juli 1998 kam es aufgrund von Differenzen über die Aufzeichnung der geleisteten Arbeitsstunden sowie der durch die Arbeitnehmerin bezogenen Ferien und Freitage zu einer Diskussion über eine Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Die X.________ SA sandte Y.________ gleichentags per Fax eine Offerte zu einer einverständlichen Auflösung des Arbeitsverhältnisses. In diesem Antrag wurde unter anderem festgehalten, Y.________ schulde ihrer Arbeitgeberin noch Fr. 8'132.-- aus zu viel bezogenen Ferien, im Übrigen seien die Parteien jedoch per Saldo aller Ansprüche auseinandergesetzt. Als Y.________ die Erklärung nicht unterschrieben zurück faxte, versuchte ein Vertreter der X.________ SA sie im Geschäftslokal zu erreichen, was jedoch nicht möglich war, da sie zu ihrer Ärztin gegangen sei. Hierauf setzte sich der Vertreter der Arbeitgeberin mit dem Ehemann von Y.________ in Verbindung. Dieser erklärte, seine Frau unterschreibe den angebotenen Vergleichsvorschlag nicht, woraufhin die X.________ SA der Arbeitnehmerin fristlos kündigte. Gleichentags wurde Y.________ von ihrer Hausärztin arbeitsunfähig geschrieben.