Citation: I 738/03 15.06.2004 E. 3.2

3.2.1 Den Berichten der ehemaligen Arbeitgeberin vom 7. Dezember 2001, 2. September und 5. Dezember 2002, deren Lohnangaben der Aufstellung "Einkommen 1999-2002 durch die Firma R.________" des Beschwerdeführers entsprechen, ist zu entnehmen, dass der Versicherte im Jahr 2000 - noch weitgehend beschwerdefrei (vgl. Erw. 2 hievor) - Fr. 65'755.15 verdient hat. Trotz einer bereits um 50 % verminderten Arbeitsfähigkeit erzielte er im Jahre 2001 sodann ein Einkommen von insgesamt Fr. 75'643.95. Entgegen den Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erscheint es angesichts dieser Zahlen nicht glaubhaft, dass der Beschwerdeführer auch bei voller Gesundheit knapp zwei Jahre nach Beginn seiner Tätigkeit als Vorsorgeberater im Jahre 2001 bereits ein Einkommen in Höhe von jährlich Fr. 110'000.- bis 120'000.-, d.h. doppelt soviel wie im Jahr zuvor, zu generieren in der Lage gewesen wäre. Ihm ist zwar insofern beizupflichten, als er sich auf Grund seiner gesundheitlichen Probleme 2001 wohl nurmehr beschränkt um Neuaquisitionen hatte kümmern können und seine Tätigkeit zur Hauptsache im "Verwalten" der bereits vorhandenen Kundenverbindungen bestanden haben dürfte. Daraus ist indessen zu schliessen, dass er im Jahre 2001 gleichsam die Früchte seiner Bemühungen der Jahre 1999 und 2000 ernten konnte und sich die auf den angeschlagenen Gesundheitszustand zurückzuführende mangelnde aktive Geschäftstätigkeit während des Jahres 2001 erst später auswirkte. Angesichts eines Invalideneinkommens in gleicher Höhe (vgl. BGE 129 V 475 Erw. 4.2.1 mit Hinweisen) ist für das Jahr 2001 keine rentenerhebliche Erwerbseinbusse ausgewiesen. 3.2.2 In Bezug auf das Jahr 2002, in welchem der Beschwerdeführer ein Einkommen von lediglich noch Fr. 71'907.15 realisierte, kann davon ausgegangen werden, dass sich die gesundheitlichen Beeinträchtigungen in dessen Verdienstverhältnissen niedergeschlagen haben. Auch in diesem Zeitpunkt erscheint es jedoch mehr als zweifelhaft, dass ohne Gesundheitsschädigung ein Einkommen von Fr. 119'000.- - und nur ein solches vermöchte den Rentenanspruch zu begründen (zur Rundung vgl. BGE 130 V 121) - hätte erzielt werden können. Soweit der Versicherte sodann vor- wie letztinstanzlich eine Reduktion des Invalideneinkommens mit dem Argument behauptet, von einer im Jahre 2002 erzielten Provision von Fr. 37'000.- hätte er Fr. 22'000.- bzw. Fr. 25'000.- an seinen Vater zurückzahlen müssen, kann daraus, wie bereits das kantonale Gericht zutreffend erkannt hat, nichts zu seinen Gunsten abgeleitet werden. Auch wenn es sich bei der vom Vater des Versicherten getätigten Transaktion (Abschluss einer Lebensversicherung) um eine Gefälligkeitshandlung gegenüber seinem krankheitsbedingt in seiner beruflichen Tätigkeit behinderten Sohn gehandelt haben sollte, was indes allein aus dem Umstand der Rückzahlung der besagten Summe nicht hervorgeht, ist letztlich, sofern für die Bestimmung des Invalideneinkommens auf den tatsächlich erzielten Verdienst abgestellt wird, in erster Linie massgeblich, dass es sich dabei nicht um sogenannten - unbeachtlichen - Soziallohn handelt (zu den anderen, hier nicht strittigen Voraussetzungen: BGE 129 V 475 Erw. 4.2.1, 117 V 18 mit Hinweisen). Dafür liegen nicht genügend Anhaltspunkte vor, dürfte doch gerade in der Vorsorgeversicherungsbranche der verwandt- und bekanntschaftliche Hintergrund oft eine wichtige Rolle bei Geschäftsabschlüssen spielen. Dahinter jedesmal einen Verdienst mit "Soziallohncharakter" zu vermuten, ginge zu weit und hiesse, da stets der Ursprung bzw. die Motivation eines Einkommenszuflusses zu prüfen wäre, die Bemessung des Invalideneinkommens zu überstrapazieren. 3.2.3 Was die Einkommensverhältnisse des Jahres 2003 anbelangt, welche bis zum 16. Mai 2003 zu berücksichtigen sind (vgl. Erw. 3 hievor), ist auf Grund der Akten, insbesondere der Auflistung der "Einkommen 1999-2003 durch die Firma R.________", ersichtlich, dass ein massiver Verdiensteinbruch erfolgt war (Einkommen vom 1. Januar bis 31. Mai 2003: Fr. 10'280.50), der schliesslich in die Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch die Arbeitgeberin per 31. Juli 2003 mündete. Die Höhe der in den Vorjahren trotz gesundheitlicher Probleme erzielten Einkommen sowie der Umstand, dass sich der Durchschnittslohn eines mit selbstständigen und qualifizierten bzw. höchst anspruchsvollen und schwierigsten Arbeiten betrauten männlichen Arbeitnehmers (Anforderungsniveau 1 und 2 des Arbeitsplatzes) im Versicherungsgewerbe bereits im Jahre 2000 gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Tabellen auf Fr. 111'720.- (Fr. 9310.- x 12; Die Schweizerische Lohnstrukturerhebung [LSE] 2000, S. 31, Tabelle TA1) und in Berücksichtigung einer betriebsüblichen Arbeitszeit von 41,5 Stunden wöchentlich (Die Volkswirtschaft, 5/2004, S. 94, Tabelle B9.2) auf Fr. 115'909.50 belaufen hat, lassen, verbunden mit der Tatsache, dass der Versicherte im Jahre 2003 schon seit vier Jahren im Vorsorgeversicherungsbereich tätig war, durchaus die Annahme eines sich bei ca. Fr. 120'000.- bewegenden Valideneinkommens zu. Die Sache ist diesbezüglich jedoch noch abklärungsbedürftig und daher an die Verwaltung zurückzuweisen, welche es bisher - ebenso wie die Vorinstanz - unterlassen hat, die hypothetischen Einkommensverhältnisse des Jahres 2003 zu prüfen. Bei rechtserheblicher Veränderung der finanziellen Gegebenheiten, für welche starke Indizien sprechen, müsste in Berücksichtigung der um 50 % verminderten Arbeitsfähigkeit ein erneuter Einkommensvergleich angestellt werden.