Citation: 8C_220/2007 04.02.2008 E. 4

4.1 Gemäss Rapport der Kantonspolizei Y.________ vom 5. Februar 2003 stand der Beschwerdeführer als Lenker eines Personenwagens an dritter Stelle vor einer roten Ampel, als ein nachfolgender Autofahrer die stillstehende Kolonne zu spät bemerkte und auffuhr. Mittels verkehrstechnischem Gutachten wurde ein Delta-v von zwischen 18,4 und 25,8 km/h berechnet. 4.2 Die Vorinstanz hat das Unfallereignis vom 1. Februar 2003 dem mittleren Bereich zugeordnet, was auf Grund der Akten nicht zu beanstanden ist (vgl. RKUV 2003 Nr. U 489 S. 357 E. 4.2 S. 360 mit Hinweisen, U 193/01). Die Adäquanz des Kausalzusammenhangs ist demnach zu bejahen, falls ein einzelnes der unfallbezogenen Kriterien (besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; Dauerbeschwerden; ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit) in besonders ausgeprägter Weise gegeben ist oder die zu berücksichtigenden Kriterien insgesamt in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sind (BGE 117 V 359 S. 367 f.). Im gesamten mittleren Bereich kann ein einziges Kriterium genügen, wenn es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist. Trifft dies nicht zu, müssen die weiteren zu berücksichtigenden Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sein (BGE 117 V 359 E. 6b S. 367). Der Unfall vom 1. Februar 2003 ereignete sich weder unter dramatischen Begleitumständen noch ist er als besonders eindrücklich zu bezeichnen. 4.2.1 Das Kriterium der besonderen Schwere oder Art der Verletzung wurde ursprünglich mit Bezug auf die psychischen Unfallfolgen entwickelt und betrifft insbesondere die erfahrungsgemässe Eignung einer Verletzung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen (BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa). Die Diagnose eines Schleudertraumas vermag dieses für sich allein nicht zu begründen. Es bedarf hiezu einer besonderen Schwere der für ein Schleudertrauma typischen Beschwerden oder besondere Umstände (wie etwa eine ungünstige Körperhaltung; vgl. RKUV 1998 Nr. U 297 S. 245 E. 3c, U 16/97 oder eine Retraumatisierung einer bereits durch einen früheren Unfall vorgeschädigten HWS [vgl. in SVR 2007 UV Nr. 1 veröffentlichtes Urteil S. vom 26. April 2006, U 39/04 mit Hinweis auf Urteil H. vom 28. Mai 2003 [[U 12/03]], Erw. 4.2.2 am Ende]), welche das Beschwerdebild beeinflussen können (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 348/03 vom 7. Juli 2004, E. 4.2 mit Hinweis). Das typische bunte Beschwerdebild nach einer HWS-Distorsion war beim Beschwerdeführer nie in ausgeprägter Weise vorhanden. Auch sonst liegen keine Anhaltspunkte vor, die die von ihm erlittenen Verletzungen als besonders schwer erscheinen lassen. 4.2.2 Bezüglich der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung ist eine Behandlungsbedürftigkeit während zwei bis drei Jahren nach einem Schleudertrauma der HWS oder äquivalenten Verletzungen mit ähnlichem Beschwerdebild noch als in einem üblichen Rahmen liegend zu betrachten (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 462/04 vom 13. Februar 2006, E. 2.4.3 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer wurde schon kurz nach dem Unfall primär mit schmerzstillenden Medikamenten behandelt. Die Physiotherapie war am 28. April 2003 bereits abgebrochen. Am 27. April 2004 hält Dr. med. D.________, Spezialarzt für orthopädische Chirurgie, eine darüber hinausgehende Behandlung als nicht indiziert. Neben der Abgabe schmerzstillender Medikamente bestand die einzige Behandlung schon bald in einer psychiatrischen Behandlung bei Dr. med. T.________ in Form einer "therapeutischen Stützung". Ob eine solche "Stützung" als eigentliche ärztliche Behandlung qualifiziert werden kann - die eigentlich auf Heilung oder zumindest Besserung des Gesundheitszustandes gerichtet sein soll - kann dahingestellt bleiben, da diese bei der Adäquanzbeurteilung nicht miteinbezogen wird (E. 3). 4.2.3 Es kann schliesslich auch nicht von somatischen Dauerbeschwerden, einem schwierigen Heilungsverlauf oder von einer langandauernden somatisch bedingten Arbeitsunfähigkeit gesprochen werden. Es wird diesbezüglich auf die einlässlichen Erwägungen der Vorinstanz verwiesen. Damit besteht kein adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 1. Februar 2003 und der nach dem 1. März 2005 bestehenden, psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeit und Behandlungsbedürftigkeit. Der angefochtene Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich war daher Rechtens.