Citation: 2C_115/2021 E. 3.3

3.3. Die Direktion für Gesundheit und Soziales des Kantons Freiburg wendet ein, dass für den Eingriff in die persönliche Freiheit und die Rechte der Kinder eine hinreichende gesetzliche Grundlage bestehe. Es gehe bei der Maskenpflicht in Kitas darum, die Ausbreitung des Corona-Virus zu beschränken und das Betreuungspersonal zu schützen. Seit Einführung der Maskentragpflicht habe keine Kita mehr geschlossen werden müssen; die Betreuung der Kinder habe (auch im Interesse der Eltern) weiter sichergestellt und eine Clusterbildung vermieden werden können. Die Notwendigkeit der Maskentragpflicht werde regelmässig überprüft und neuen Erkenntnissen angepasst. Um weitere Schliessungen von Kitas - mit den damit verbundenen Auswirkungen - zu verhindern, sorge der Kanton konsequent für die Einhaltung der hygienischen Massnahmen in diesen. Sowohl der Verband Kinderbetreuung Schweiz ("kibesuisse") wie das Marie Meierhofer Institut für das Kind erachteten die Maskentragpflicht auch in den Kitas als geeignete Massnahme zum Schutz vor dem Coronavirus; es bestehe zudem - wie von diesen Institutionen empfohlen - die Möglichkeit eines Kontakts ohne Maske zwischen dem Kind und seiner betreuenden Person. Die kantonalen Behörden hielten sich im Übrigen an die Vorgaben des Bundesamts für Gesundheit und die wissenschaftlichen Erkenntnisse von Bund und Kantonen.