Citation: 7B_156/2022 E. 4.5.1

4.5.1. Wie die Vorinstanz korrekt ausführt, begründet sodann ein kollegiales Verhältnis bzw. eine berufliche Beziehung zwischen der in der Strafbehörde tätigen Person und einer Verfahrenspartei oder deren Rechtsbeistand noch keinen Ausstandsgrund, sofern keine weiteren, konkreten Umstände auf mangelnde Unvoreingenommenheit schliessen lassen (BGE 144 I 159 E. 4.4; Urteil 6B_662/2022 vom 21. September 2022 E. 1.3; je mit Hinweisen). Die Tatsache, dass der Rechtsvertreter der Privatklägerschaft früher zusammen mit dem Beschwerdegegner als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft III tätig war und sie somit ehemalige Arbeitskollegen sind, stellt für sich alleine folglich keinen Ausstandsgrund dar. Wie die Vorinstanz zutreffend festhält, zeigt in diesem Zusammenhang zudem das von der Privatklägerschaft ihrerseits gegenüber dem Beschwerdegegner erhobene Ausstandsgesuch zusätzlich auf, dass der Beschwerdegegner das Verfahren nicht einseitig führt. Immerhin machte die Privatklägerschaft geltend, der Beschwerdegegner leiste den Argumenten der Verteidigung in pflichtvergessener Art und Weise Folge. Vor diesem Hintergrund vermag auch der Einwand des Beschwerdeführers, der Beschwerdegegner habe einen ihn entlastenden Beweisantrag während zwanzig Monaten "versanden" lassen, während er im Gegenzug auf Antrag der Privatklägerschaft umfangreiche Untersuchungshandlungen durchgeführt habe, keine einseitige Verfahrensführung zu begründen. Offenbleiben kann an dieser Stelle, ob die Behandlung des Beweisantrags zu Recht während längerer Zeit unterblieben ist. Gegen fehlerhafte Verfahrenshandlungen des Beschwerdegegners bzw. Staatsanwaltschaft stand und steht dem Beschwerdeführer der ordentliche Rechtsweg offen und rechtsprechungsgemäss stellt die Abweisung von Beweisanträgen für sich alleine keinen schwerwiegenden Verfahrensfehler dar (Urteile 7B_328/2023 vom 2. August 2023 E. 3.2.1; 1B_507/2022 vom 22. Februar 2023 E. 3.4 f.). Soweit der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang zudem eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) geltend macht, stösst seine Kritik ins Leere. Wie er selber vorbringt, hat die Vorinstanz sowohl mit einer Haupt- wie auch einer Eventualerwägung dargelegt, weshalb die bisher unterbliebene Behandlung des fraglichen Beweisantrags durch den Beschwerdegegner keinen Ausstandsgrund darstellt.