Citation: C 252/05 02.12.2005 E. A

Die 1959 geborene B.________ war seit November 2002 als angestellte Geschäftsführerin eines Restaurants in X.________ tätig, welches sie bis zu diesem Zeitpunkt als Selbständigerwerbende betrieben hatte. Die Gaststätte wurde Ende Mai 2004 geschlossen und der Arbeitsvertrag dementsprechend aufgelöst. Am 5. August 2004 meldete sich die Versicherte zum Bezug von Arbeitslosenentschädigung an. Die Öffentliche Arbeitslosenkasse des Kantons Solothurn verneinte die Anspruchsberechtigung mit der Begründung, die Versicherte sei im Verlauf der vorausgegangenen zwei Jahre nicht während mindestens zwölf Monaten in einem beitragspflichtigen Arbeitsverhältnis gestanden. Dieses Erfordernis sei nur erfüllt, wenn der Arbeitgeber der versicherten Person tatsächlich einen Lohn entrichtet habe. Bei Personen, die vor Eintritt der Arbeitslosigkeit eine arbeitgeberähnliche Stellung innegehabt hätten, müsse mit besonderer Vorsicht geprüft werden, ob ein bescheinigter Lohn tatsächlich bezogen worden sei. Die versicherte Person müsse den Lohnbezug anhand von Bank- oder Postbelegen nachweisen können. Lohnabrechnungen oder Abrechnungen über Sozialversicherungsbeiträge stellten kein ausreichendes Beweismittel dar. Da das Gehalt in bar ausbezahlt worden sei, werde der Nachweis der effektiven Lohnzahlung nicht erbracht (Verfügung vom 5. Oktober 2004, bestätigt mit Einspracheentscheid vom 11. Januar 2005).