Citation: 2C_948/2019 E. 2.3.5

2.3.5. Die Beschwerdeführer kritisieren, nicht rechtzeitig über die Nachzugsregelung insbesondere die dabei zu berücksichtigenden Fristen informiert worden zu sein. Zu Unrecht: Gemäss Art. 56 Abs. 1 AIG sorgen Bund, Kantone und Gemeinden für eine angemessene Information der Ausländerinnen und Ausländer über die Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Schweiz, insbesondere über ihre Rechte und Pflichten; die Betroffenen werden auf bestehende Angebote zur Integrationsförderung hingewiesen (Art. 56 Abs. 2 AIG). Nach der bundesgerichtlichen Praxis hat der Gesetzgeber hiermit nicht eine umfassende Informationspflicht der Migrationsbehörden statuieren wollen, die diese verpflichten würde, alle ausländischen Personen über sämtliche sie betreffenden Fristen aktiv zu informieren (vgl. das Urteil 2C_97/2013 vom 26. August 2013 E. 4.2). Es wäre an den Beschwerdeführern gewesen, sich rechtzeitig über die Nachzugsvoraussetzungen zu informieren, wollte die Familie nach Beendigung der Studien des Ehegatten bzw. Vaters in der Schweiz leben. Im Übrigen hatte der Beschwerdeführer 1 erklärt, nach dem Studium nach Jordanien zurückkehren zu wollen, da seine Familie sich dort aufhalte, sodass für die Behörden keine Veranlassung bestand, ihn über die Voraussetzungen für einen Familiennachzug zu informieren.