Citation: 1C_204/2019 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz hat aus mehreren Anhaltspunkten die Schlussfolgerung gezogen, dass der Weidstall bei Baubeginn nicht mehr bestimmungsgemäss nutzbar gewesen sei. Einerseits hat sie auf aktenkundige Aussagen des Beschwerdeführers im unterinstanzlichen Rekursverfahren abgestellt. Dieser bzw. sein Rechtsvertreter habe ausgeführt, dass die Erneuerung der Grundmauern und der Wände aus Gründen der Statik und der Gebäudesicherheit zwingend erforderlich gewesen seien. Er habe erläutert, man habe Schwachstellen am Stall beheben müssen. Wenn der Bretterschirm auf der (westlichen) Wetterseite kaputt sei, würden auch die von diesem geschützten Balken schwach. Daher seien "Verstärkungen" notwendig geworden. Anderseits hat die Vorinstanz die Tragweite der ausgeführten Erneuerungen am Weidstall an einem Augenschein festgestellt und eigenständig gewürdigt. Nach den Feststellungen der Vorinstanz besteht der ehemalige Stallteil, der auf der Süd- und Ostseite teilweise die Fassade bildet, an sich aus einer Strickbau- bzw. Blockbaukonstruktion. Die östliche Firstkonstruktion liege auf der alten Fassade auf. Die Fassadenteile ausserhalb des Stallteils, d.h. der nördliche Teil der Ostwand, die Nordwand, die Westwand (bis unter den Firstbereich) und der westliche Teil der Südwand (bis auf Höhe des neu eingebauten Zwischenbodens) seien durch Neukonstruktionen aus Holz ersetzt worden. Auch die westliche Zwischenwand zwischen dem Stallteil und dem Lagerraum sei vollständig neu. Im Stallteil sei entlang der Süd-, Ost- und Nordwand eine zusätzliche Innenkonstruktion aus Holz erstellt worden, so dass sich die alte Strickbaukonstruktion dahinter bzw. gegen aussen befinde. Auf diesen Bauteilen und der neuen westlichen Aussenwand liege die Balkenlage des neu eingezogenen Zwischenbodens auf. Der Beschwerdeführer habe zutreffend ausgeführt, dass er in das Gebäude eine "Kiste" eingebaut habe. Der Dachstuhl sei im Bereich der Treppe auf die darunterliegende Zwischenwand abgestützt. Die westliche Firstkonstruktion liege auf den in diesem Bereich vollständig erneuerten Bauteilen der Nord-, West- und Südwand auf. Ferner verfüge das Gebäude nun über einen vollständig betonierten Boden. Nach Ansicht der Vorinstanz gehören Aussenwände - insbesondere bei einem Strickbau - zu den tragenden Elementen. Die sog. "Verstärkungen" seien auf den Ersatz rund der Hälfte der - offenbar witterungsbedingt geschwächten - Aussenwände hinausgelaufen. Wo die Aussenwände nicht ersetzt worden seien, habe der Beschwerdeführer innerhalb der bestehenden Bausubstanz eine zusätzliche tragende Innenkonstruktion errichtet. Das Obergeschoss und teilweise auch der Dachstuhl würden sich auf neue tragende Bauteile abstützen. Die neue Innenkonstruktion ("Kiste") sei in den 2015 bewilligten Bauplänen nicht ersichtlich; insoweit sei der Beschwerdeführer massiv und nicht gutgläubig von der Baubewilligung abgewichen. Die nunmehr gegenläufigen und widersprüchlichen Vorbringen könnten nicht mehr überprüft werden. Durch die Vereitelung von Beweisen dürfe ihm kein Vorteil entstehen.