Citation: 9C_302/2013 E. 4.4

4.4. Ergab sich bereits aus dem fehlenden Beweis einer Gesundheitsschädigung, dass eine rentenbegründende Invalidität fehlt, bestand für das kantonale Gericht kein Anlass, das sowohl für Neurasthenie wie auch für CFS einschlägige Prüfungsprogramm abzuwickeln (erwähntes Urteil 9C_662/2009 E. 2.3 [CFS] resp. Urteil 9C_98/2010 vom 28. April 2010 E. 2.2.2 = SVR 2011 IV Nr. 17 S. 44 [Neurasthenie]; anders beim tumorassoziierten Fatigue: zur Publikation bestimmtes Urteil 8C_32/2013 vom 19. Juni 2013 E. 3.4). Damit muss auch nicht mehr auf die Rüge eingegangen werden, die Rechtsprechung behandle versicherte Personen mit Krankheitsbildern wie dem CFS pauschal schlechter als organisch Erkrankte, was dem Gleichbehandlungsgrundsatz resp. dem Diskriminierungsverbot und der Garantie eines fairen Verfahrens zuwiderlaufe. Das Gleiche gilt hinsichtlich der (auf das Rechtsgutachten "zur Rechtslage betreffend Zusprache von IV-Renten in Fällen andauernder somatoformer Schmerzstörungen und ähnlicher Krankheiten unter Berücksichtigung der Rechtsprechung des Bundesgerichts bis Herbst 2012 und der Bundesgesetzgebung im Rahmen der 5. und 6. IV-Revision" von Prof. Dr. iur. Jörg Paul Müller und Dr. iur. Matthias Kradolfer vom 20. November 2012 gestützten) Vorbringen betreffend Vereinbarkeit der kritisierten Rechtsprechung mit den allgemeinen Beweislastregeln sowie betreffend Natur und Aktualität des dabei angewandten Anforderungsprofils (vgl. zum letzteren Punkt das Urteil 9C_776/2010 vom 20. Dezember 2011 E. 2.4 = SVR 2012 IV Nr. 32 S. 127).