Citation: 6P.92/2000 29.03.2001 E. 4

4.- a) Der Beschwerdeführer macht geltend, sein Gehörsanspruch und seine Verteidigungsrechte seien beschnitten worden, indem der Entlastungszeuge D.________ nicht zur Frage der Rechtmässigkeit der vom Beschwerdeführer vorgenommenen Abzüge und insbesondere über seine diesbezügliche Empfehlung gegenüber dem Beschwerdeführer einvernommen und die in der Untersuchung ohne Gewährung der Teilnahmerechte des Beschwerdeführers befragten Tänzerinnen nicht erneut als Zeuginnen zum Sachverhalt betreffend Förderung der Prostitution und gewerbsmässige Kuppelei befragt worden seien (vgl. Beschwerde S. 13 - 20). b) Das Obergericht weist den Antrag auf Einvernahme von D.________ ab, da der Beschwerdeführer die Urkundenfälschungen einerseits zugegeben habe und zudem nicht auf die Aussagen von D.________ abgestellt worden sei (angefochtener Entscheid S. 9 unten). Nach der Darstellung des Beschwerdeführers steht seine Rüge im Zusammenhang mit dem Vorwurf des Betruges mittels der Salärabrechnungen (Beschwerde S. 14 Ziff. 2). Dem Beschwerdeführer wird vorgeworfen, er habe die Salärabrechnungen der Tänzerinnen durch ungerechtfertigte Abzüge sowie durch unrichtige Additionen auf Kosten der Tänzerinnen und zu seinen Gunsten falsch ausgefüllt. Im Einzelnen kann auf die Ausführungen des Obergerichts verwiesen werden (vgl. angefochtener Entscheid S. 11 - 15). Der Beschwerdeführer bezieht sich konkret auf die Reiseentschädigungen und Versicherungsprämien. Er will in diesen Punkten auf Empfehlung von D.________ gehandelt haben (Beschwerde S. 16/17 Ziff. 4). Seine damit sinngemäss aufgestellte Behauptung, er sei sich wegen der Empfehlung von D.________ der Unrechtmässigkeit seines Tuns nicht bewusst gewesen, ist abwegig. Nach den Feststellungen des Obergerichts spiegelte der Beschwerdeführer den Tänzerinnen ab 1993 vor, dass er die ihnen gemäss Arbeitsvertrag zustehenden Reisekosten auszahle, indem er diese Position in der Lohnabrechnung zwar aufführte, sie jedoch in der Addition nicht berücksichtigte. Sodann führte er z.B. die Position "Krankenkasse" auf den Abrechnungen mit Bleistift auf, um sie nach der Unterzeichnung durch die Tänzerinnen mit Kugelschreiber wieder abzuändern (angefochtener Entscheid S. 12). Selbst wenn D.________ bestätigen würde, dass er dem Beschwerdeführer eine entsprechende Empfehlung gegeben hat, steht fest, dass dem Beschwerdeführer die Unrechtmässigkeit seines offensichtlich verfehlten Vorgehens bewusst gewesen sein muss. Unter den gegebenen Umständen war eine Einvernahme von D.________ offensichtlich nicht nötig. c) Das Obergericht verzichtet im Sinne antizipierter Beweiswürdigung auf eine abermalige Einvernahme mehrerer Personen, da auf deren bisherige Aussagen nicht abgestellt worden sei bzw. von deren allfälligen weiteren Aussagen - insbesondere im Hinblick auf die lange Zeit, die seit den massgebenden Vorfällen vergangen sei - keine neuen Erkenntnisse zu erwarten seien (angefochtener Entscheid S. 8/9). Konkret bezieht sich der Beschwerdeführer nur auf zwei Stellen im angefochtenen Entscheid, wo die Aussagen von Tänzerinnen eine Rolle gespielt hätten (Beschwerde S. 18/19). Abgestellt hat das Obergericht auf die Tänzerin E.________, die bestätigt habe, dass ihr zur Kontrolle der Abrechnung keine Zeit geblieben sei (angefochtener Entscheid S. 14). Dass die Tänzerin nicht mehr einvernommen wurde, ist von vornherein unerheblich. Das Obergericht stellt gestützt auf eine Aussage des Beschwerdeführers an anderer Stelle fest, die der deutschen Sprache nicht mächtigen Tänzerinnen hätten nach einer Arbeitszeit von sechs bis acht Stunden morgens um 02.00 bis 04.00 Uhr in übermüdetem und alkoholisiertem Zustand die Lohnabrechnung unterzeichnen müssen, bevor sie anschliessend direkt an den neuen Arbeitsort transportiert wurden (angefochtener Entscheid S. 12/13). Dass sie unter diesen Umständen keine Möglichkeit zur Überprüfung der Abrechnungen hatten, ist offensichtlich. Soweit der Beschwerdeführer bemängelt, dass das Obergericht auf die Aussage von F.________ abgestellt hat (Beschwerde S. 19 oben), ist darauf nicht einzutreten. Das Obergericht zitiert die Zeugin am vom Beschwerdeführer angegebenen Ort im Zusammenhang mit dem Vorwurf des Wuchers (angefochtener Entscheid S. 17/18). Der Beschwerdeführer aber macht geltend, dass die Tänzerinnen zum Sachverhalt betreffend Förderung der Prostitution und gewerbsmässige Kuppelei hätten einvernommen werden müssen (Beschwerde S. 14). Aus welchem Grund F.________ zu diesen Vorwürfen hätte einvernommen werden müssen, ergibt sich aus der insoweit nicht hinreichend begründeten Beschwerde nicht. d) In diesem Punkt ist die Beschwerde als offensichtlich unbegründet abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.