Citation: 4A_371/2023 E. 6.9.2

6.9.2. Unbegründet ist in diesem Zusammenhang auch der Vorwurf einer Verletzung von Art. 55 Abs. 1 ZPO, weil die Vorinstanz das Vertragsverhältnis zwischen den Parteien - ohne Behauptung der entsprechenden Sachverhaltselemente durch den Beschwerdegegner - als einfache Gesellschaft qualifiziert habe. Die Vorinstanz hat, wie nachfolgend (vgl. hiernach E. 6.12 ff.) ausführlich dargelegt, betreffend den Inhalt des Vertragsverhältnisses eine Auslegung nach dem Vertrauensprinzip vorgenommen (indem sie sich massgeblich auf den Wortlaut der Vereinbarung 2005 abgestützt hat). Basierend auf den von ihr (im Einklang mit der Erstinstanz) festgestellten Inhalt der Verträge hat sie das Verhältnis zwischen den Parteien sodann in einem zweiten Schritt als einfache Gesellschaft qualifziert.