Citation: 5A_506/2022 E. 3

Das Obergericht hat erwogen, es lasse sich nicht mit Bestimmtheit sagen, dass die Vertretung von B.________ zwingend durch eine Person mit juristischen Kenntnissen wahrgenommen werden müsse. Die fehlenden juristischen Kenntnisse würden eine Vertretung durch den Beschwerdeführer nicht ausschliessen. Allerdings falle das ungebührliche Verhalten des Beschwerdeführers gegenüber der KESB und die fehlende Kooperation derart ins Gewicht, dass eine Vertretung durch ihn im Rahmen der ausserordentlichen Vermögensverwaltung nicht in Frage komme. Vor dem Hintergrund seines bisherigen Verhaltens könne ihm nicht geglaubt werden, wenn er angebe, mit der KESB zusammenarbeiten zu wollen. Es sei ihm bisher nicht gelungen, die Interessen seiner Ehefrau im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit der KESB in den Vordergrund zu stellen, sondern er habe jede Gelegenheit genutzt, um sich gegen die KESB und die zuständigen Personen zu stellen und diese zu beschimpfen. Es bestünden keine Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer seine Einstellung gegenüber der KESB grundsätzlich geändert hätte und er nun im Zusammenhang mit der Vertretung seiner Ehefrau im mütterlichen Nachlass eine konstruktive Zusammenarbeit anstrebe. Zudem erscheine es sinnvoll, wenn die Vertretung in den beiden Nachlassverfahren väterlicher- und mütterlicherseits durch die gleiche Person wahrgenommen werde.