Citation: 8C_481/2018 E. 4.2.1

4.2.1. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass er sich weder bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug angemeldet noch Anspruch auf Krankentaggelder bestanden hatte. Die Taggelder der Unfall- und der Arbeitslosenversicherung wurden ab Unfalldatum vom 2. Oktober 2016 im Sinne von Art. 28 Abs. 4 AVIG koordiniert. Diese Bestimmung normiert das Taggeld der Arbeitslosenversicherung bei vorübergehend fehlender oder verminderter Arbeitsfähigkeit in Abstimmung mit anderen Taggeldversicherungen, so unter anderem mit der Unfallversicherung, die auf eine entsprechend lautende Verordnungsbestimmung zurückgreifen kann (Art. 25 Abs. 3 UVV; vgl. E. 2.2 hiervor). Eine Taggeldkoordination im Sinne von Art. 28 Abs. 4 AVIG kann jedoch nur während der Zeit erfolgen, in der die arbeitslosen Personen "Leistungen einer Taggeldversicherung beziehen" (vgl. den Wortlaut der Bestimmung; vgl. ferner Ueli Kieser, Die Koordination von Taggeldern der Arbeitslosenversicherung mit Taggeldern anderer Sozialversicherungszweige, ARV 2012 S. 217 ff., S. 231 ff.). Sind die Taggelder der Kranken- oder Unfallversicherung schliesslich ausgeschöpft und besteht weiterhin eine vorübergehend verminderte Arbeitsunfähigkeit, haben Arbeitslose Anspruch auf ein Taggeld, das ihrer effektiven Arbeitsfähigkeit entspricht. Die Korrektur des Taggeldes erfolgt über die Anpassung des versicherten Verdienstes entsprechend dem anrechenbaren Arbeitsausfall (Urteil 8C_631/2018 vom 7. Dezember 2018 E. 2.2; Botschaft zur Änderung des Arbeitslosenversicherungsgesetzes vom 3. September 2008, BBl 2008 7733 ff., 7754 f.; BORIS RUBIN, Commentaire de la loi sur l' assurance-chômage, 2014, N. 24 zu Art. 28 AVIG, so auch die AVIG-Praxis ALE, Rz. C177 [Januar 2013]; vgl. ferner Ueli Kieser, a.a.O., ARV 2012 S. 221 unten f.).