Citation: 6B_811/2022 E. 2

Das angefochtene Urteil vom 17. Mai 2022 wurde dem amtlichen Verteidiger des Beschwerdeführers am 10. Juni 2022 zugestellt. Die Beschwerdefrist für die Einreichung einer Beschwerde in Strafsachen begann folglich am 11. Juni 2022 zu laufen und endete unter Berücksichtigung von Art. 45 Abs. 1 BGG am 11. Juli 2022. Die Beschwerdeeingabe vom 27. Mai 2022 (Eingangsstempel Bundesgericht: 23. Juni 2022) entspricht nicht den gesetzlichen Begründungsanforderungen. Sie enthält weder ein Begehren noch eine Begründung im Sinne von Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG. Darauf ist nicht einzutreten. Die Beschwerdeeingabe vom 10. Juli 2022 (Eingangsstempel Bundesgericht: 25. Juli 2022) wurde der Post in U.________ gleichentags am 10. Juli 2022 übergeben. Das Einreichen einer Eingabe bei einer ausländischen Post gilt indessen nicht als fristwahrend. Fristwahrend wirkt nach Art. 48 Abs. 1 BGG einzig die Aufgabe bei einer Schweizerischen Poststelle oder bei einem Postschalter in Liechtenstein. Eine strikte Anwendung dieser Regel drängt sich aus Rechtsgleichheitsgründen auf und ist nicht überspitzt formalistisch (BGE 125 V 65 E. 1). Angesichts des unmissverständlichen Gesetzeswortlauts lässt sich eine andere Auslegung auch nicht ernsthaft rechtfertigen. Anders verhält es sich bloss, wenn ein Staatsvertrag etwas Abweichendes vorsieht, was vorliegend nicht der Fall ist. Die vorliegende Postsendung ist der Schweizerischen Post (Grenzstelle Bestimmungsland) erst am 22. Juli 2022 zugegangen. Die Beschwerdeeingabe vom 10. Juli 2022 ist folglich verspätet und es ist darauf schon deshalb nicht einzutreten. Im Übrigen wäre sie auch unzulässig, weil sie den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG nicht genügt. Der Beschwerdeführer beschränkt sich vor Bundesgericht darauf, seine eigene und vermeintlich richtige Sicht zur Sachlage zu schildern und darzulegen, welche rechtlichen Konsequenzen sich daraus ergeben müssten. Er behauptet, das Urteil sei voreingenommen, der Psychiater nicht unabhängig, die Zeugen/Auskunftspersonen nicht unparteiisch und seine Aussagen nicht widersprüchlich etc. Mit seiner unsubstanziierten und appellatorischen Kritik, in deren Rahmen er sich nicht rechtgenüglich mit den Erwägungen der Vorinstanz befasst (Art. 42 Abs. 2 BGG), vermag er nicht aufzuzeigen, inwiefern die Vorinstanz in Willkür verfallen wäre und/oder sonst wie gegen das Recht im Sinne von Art. 95 BGG verstossen hätte.