Citation: 6B_783/2021 E. 1.5.3

1.5.3. Zur Interessenabwägung führt die Vorinstanz konkret aus, die Beschwerdeführerin habe sich - nebst des Betrugs, der mehrfachen Urkundenfälschung, des mehrfachen, teilweise versuchten Pfändungsbetrugs, des Missbrauchs von Ausweisen und Schildern sowie der Verletzung der Verkehrsregeln (allesamt keine Katalogtaten im Sinne von Art. 66a Abs. 1 StGB) - des gewerbsmässigen Betrugs strafbar gemacht. Dabei habe sie diverse Onlineshops geschädigt und einen nicht unbeachtlichen Deliktserlös von mehr als Fr. 20'000.-- erzielt; im Umfang von weiteren rund Fr. 5'000.-- sei es beim Versuch geblieben. Aufgrund dessen werde sie zu einer 14-monatigen Freiheitsstrafe verurteilt, wobei sie, die Vorinstanz, eine höhere Freiheitsstrafe ausgefällt hätte, wenn sie nicht an das Verschlechterungsverbot gebunden wäre. Erschwerend komme hinzu, dass die Beschwerdeführerin die Straftat - wie auch die mehrfache Urkundenfälschung, den mehrfachen, teilweise versuchten Pfändungsbetrug, den Missbrauch von Ausweisen und Schildern sowie die Verkehrsregelverletzung - noch während der Probezeit hinsichtlich der früher begangenen groben Verkehrsregelverletzung verübt habe. Es bestünden erhebliche Zweifel bezüglich ihres künftigen Wohlverhaltens und es könne ihr keine günstige Legalprognose gestellt werden. Zu erwarten seien ähnliche Straftaten, wobei der Schwerpunkt bei Vermögens- und Strassenverkehrsdelikten liegen dürfte. Es sei von einer nicht zu vernachlässigenden Gefährlichkeit der Beschwerdeführerin für die öffentliche Sicherheit und einer ungünstigen Legalprognose auszugehen, womit ein hohes öffentliches Interesse an der Landesverweisung gegeben sei. Dieses überwiege ihr privates Interesse an einem Verbleib in der Schweiz, zumal die Resozialisierungschancen im Kosovo sowohl in beruflicher als auch in sozialer Hinsicht intakt schienen.