Citation: 8C_302/2024 E. 11.3.1

11.3.1. Für den Zeitpunkt, in welchem die Frage nach der Verwertbarkeit der (Rest-) Arbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter beantwortet wird, ist auf das Feststehen der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-) Erwerbstätigkeit abzustellen (BGE 146 V 16 E. 7.1; Urteil 9C_755/2023 vom 20. Februar 2024 E. 5.3). Zieht man die ABI-Stellungnahme vom 9. November 2022 als Zeitpunkt des Feststehens der medizinischen Zumutbarkeit heran (vgl. auch Urteil 8C_192/2022 vom 7. Juli 2022 E. 7.2.1), war die am 4. Dezember 1961 geborene Beschwerdeführerin 60 Jahre 11 Monate alt. Es verblieben ihr somit noch rund viereinhalb Jahre bis zum Erreichen des ordentlichen Pensionsalters (Jahrgang 1961: Referenzalter 64 Jahre 3 Monate gemäss "AHV 21 Reform"). Diese Aktivitätsdauer reicht - selbst bei einer Restarbeitsfähigkeit im Umfang von 70 % (vgl. E. 10 hiervor) - grundsätzlich aus, um eine neue einfache Erwerbstätigkeit aufzunehmen, sich einzuarbeiten und die Arbeit auszuüben (vgl. auch Urteil 8C_535/2021 vom 25. November 2021 E. 5.4.1).