Citation: 5A_994/2018 E. 6.2.6

6.2.6. 6.2.6.1. Die Vorbringen beider Parteien beziehen sich in erster Linie auf die Frage, welches Einkommen dem Beschwerdeführer zu erzielen möglich ist. Das Bundesgericht überprüft diese Tatfrage lediglich unter Willkürgesichtspunkten (vgl. E. 2.2). 6.2.6.2. Der Beschwerdeführer begnügt sich bezüglich des Kriteriums der Möglichkeit mit dem Hinweis, er habe sich in verschiedensten Branchen erfolglos um Arbeit bemüht. Eine Auseinandersetzung mit den diesbezüglichen vorinstanzlichen Erwägungen, namentlich mit der Feststellung, wonach der Beschwerdeführer seit dem November 2017 wieder eine Stelle habe, fehlt. Mangels rechtsgenüglicher Begründung ist darauf nicht einzutreten. 6.2.6.3. Soweit die Beschwerdeführerin mit der vorinstanzlichen Feststellung, wonach dem Beschwerdeführer lediglich die Erzielung eines monatlichen Nettoeinkommens von Fr. 3'900.-- möglich sei, nicht einverstanden ist und sich auf den Untersuchungsgrundsatz (Art. 296 ZPO) beruft, müsste sie in einem ersten Schritt aufzeigen, dass die Vorinstanz den Sachverhalt unvollständig und daher willkürlich festgestellt hat, und alsdann die - für den Ausgang des Verfahrens entscheidenden - Tatsachen behaupten, die sie festzustellen bzw. abzuklären unterlassen hat (vgl. Urteil 5A_724/2015 vom 2. Juni 2016 E. 4.5, nicht publ. in: BGE 142 I 188). Was den ersten Schritt angeht, erhebt die Beschwerdeführerin keine Einwände, welche die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung als willkürlich auszuweisen vermögen. Soweit sich die Beschwerdeführerin auf das im Eheschutzentscheid vom 5. Mai 2015 festgelegte hypothetische Einkommen beruft, übersieht sie, dass die seit diesem Zeitpunkt eingetretenen Veränderungen der Verhältnisse beim Beschwerdeführer (erneute Arbeitslosigkeit, Stellenwechsel und aktuelle Anstellung als Aussendienstmitarbeiter) sehr wohl eine andere Würdigung zulassen. So erscheint es unter Berücksichtigung dessen, dass der Beschwerdeführer seit 2014 nicht mehr als Lagerist gearbeitet hat und seine berufliche Laufbahn stets Schwankungen ausgesetzt war, nicht geradezu unhaltbar, wenn die Vorinstanz die Anstellung als ungelernte Hilfskraft für realistischer hält und gestützt darauf die Berechnung des hypothetischen Einkommens vornimmt. Den im Familienrecht erhöhten Mehranforderungen trägt die Vorinstanz dadurch Rechnung, dass sie dem Beschwerdeführer die Erzielung einer Provision bei der aktuellen Stelle bzw. einen Stellenwechsel (in die Baubranche) zumutet. Insbesondere kann der Vorinstanz als Scheidungsgericht auch nicht Rechtsmissbrauch vorgeworfen werden, zumal dieses bei der Sachverhaltserstellung nicht an die Feststellungen des Eheschutzgerichts gebunden ist (vgl. Urteile 5A_894/2011 vom 14. Mai 2012 E. 6.5.4; 5A_721/2007 vom 29. Mai 2008 E. 2; je mit Hinweisen).Abgesehen davon erhebt die Beschwerdeführerin gegen die vorinstanzlichen Feststellungen keine Einwände. Sie macht insbesondere nicht geltend, das behelfsweise ermittelte Einkommen sei falsch berechnet worden.