Citation: 6P.140/2005 06.04.2006 E. 4

In der Nichtigkeitsbeschwerde wird vorgebracht, die festgestellte Täuschung habe bei den Abnehmern gar keinen Irrtum bewirkt, weshalb kein Betrug gemäss Art. 146 StGB vorliege. So sei es den Käufern gleichgültig gewesen, ob sie Champagner oder Sekt erhielten. Zudem könne unter diesen Umständen die Täuschung auch nicht als arglistig qualifiziert werden. Diese Einwände richten sich teilweise gegen Tatsachenfeststellungen, was im Rahmen der Nichtigkeitsbeschwerde unzulässig ist (Art. 273 Abs. 1 lit. b BStP). Im Übrigen mag zwar zutreffen, dass in Nachtklubs weniger auf die Herkunft des Sekts geachtet wird als andernorts. Doch wird - wie gerade die Getränkeofferten des Beschwerdeführers belegen - auch hier regelmässig Sekt unterschiedlicher Provenienz und Champagner nachgefragt. Es liegt auf der Hand, dass die Abnehmer der als Champagner beschrifteten Flaschen nicht bereit gewesen wären, den höheren Preis für Champagner zu bezahlen, wenn sie gewusst hätten, dass sie in Wirklichkeit nur Sekt erhielten. Es kann daher keineswegs von einem bloss unwesentlichen Irrtum der Abnehmer gesprochen werden. Ebenso wenig ist zu beanstanden, wenn die Vorinstanz arglistiges Handeln bejaht. Sie weist zu Recht darauf hin, dass die Käufer von Sekt, der als Champagner bezeichnet wird, in der Regel kaum die Möglichkeit haben, die Angabe näher zu überprüfen, und dies namentlich bei eher günstigen Angeboten nicht üblich ist. Es kommt hinzu, dass bei mehreren Abnehmern vorhersehbar war, dass sie aufgrund des Vertrauensverhältnisses zum Beschwerdeführer auf eine Überprüfung verzichten würden und er diesen Umstand ausnützte. Damit ist nach der Rechtsprechung (BGE 128 IV 18 E. 3a S. 20) arglistiges Handeln zu bejahen.