Citation: 6B_753/2018 E. 3

Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe mit einer Zustellung gerechnet, jedoch weder den per Einschreiben versandten Strafbefehl vom 13. Dezember 2017 noch eine Abholungseinladung erhalten. Der vorinstanzliche Beschluss vom 19. Juni 2018 basiere alleine auf dem guten Glauben, dass die Post eingeschriebene Sendungen zuverlässig an den richtigen Empfänger zustelle bzw. bei dessen Abwesenheit die Abholeinladung ordnungsgemäss in den richtigen Briefkasten lege. In Wirklichkeit könne man sich auf die Post indessen nicht zu 100% verlassen; ihr Standard habe sich erheblich verschlechtert. Es komme vielmehr immer wieder vor, dass Postsendungen falsch zugestellt würden, was sich aus verschiedenen Zeitungsartikeln ergebe und auch durch zwei im selben Haus wohnende Mieter/Nachbarn bestätigt werden könne. Abgesehen davon reagiere er auf seine Post stets fristgerecht. Dies zeige sich nicht zuletzt daran, dass er nach Erhalt des am 15. Januar 2018 mittels A-Post verschickten Strafbefehls unverzüglich Einsprache erhoben habe.