Citation: I 107/05 29.11.2005 E. 2

Zu Recht nicht mehr umstritten ist die Frage, ob die gemischte Methode der Invaliditätsbemessung unter der Herrschaft des ATSG weiterhin anwendbar sei. Dagegen macht die Versicherte nach wie vor geltend, dass sie im Zeitpunkt des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens als Gesunde in einem höheren Ausmass erwerbstätig wäre. In der Einsprache vom 22. Dezember 2003 hat sie nur vorsorglich und ohne weitere Begründung bestritten, dass das der vorinstanzlichen Invaliditätsbemessung zugrunde gelegte Verhältnis von 55 Prozent Erwerbstätigkeit und 45 Prozent Haushaltsarbeit noch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit der hypothetischen Realität im Gesundheitsfall entspreche. Erst in der Beschwerde an das kantonale Gericht vom 10. Mai 2004 hat sie im Hinblick auf die älter werdenden Kinder (zehn und siebzehn Jahre) eine Erwerbstätigkeit von mindestens 80 Prozent geltend gemacht. Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde enthaltenen Einwendungen gegen die Auffassung der Vorinstanz, die Fortführung der bisherigen Aufteilung sei wahrscheinlich, überzeugen nicht. Insbesondere besteht keine allgemeine Vermutung, dass "teilerwerbstätige Mütter mit zunehmendem Alter ihrer Kinder ihre Erwerbstätigkeit erweitern". Daher schadet es nicht, dass die im Einspracheentscheid getroffene Annahme über die prozentuale Verteilung der beiden Tätigkeitsbereiche auf einer immerhin zwei Jahre zurückliegenden Aussage der Versicherten beruht (Anhang zum Abklärungsbericht Haushalt vom März 2002).