Citation: H 266/00 10.11.2000 E. 3

3.- Die ermessensweise Veranlagung für die Steuerperiode 1997/98 nach der Methode der Vermögensvorschlagsrechnung (zu den Voraussetzungen vgl. StR 49/1994 S. 262 [Urteil des Bundesgerichts in Sachen K. vom 22. Dezember 1993 (2A. 201/1991)]) wird zu Recht nicht bestritten. In der Tat weisen die selbst deklarierten Einkommens- und Vermögensverhältnisse für die Berechnungsperiode 1995/96 eine grosse Diskrepanz aus zwischen den Erträgen u.a. aus Liegenschaften und den Einkünften aus der selbstständigen Erwerbstätigkeit als Architekt einerseits und den weit grösseren Ausgaben (u.a. Schuldzinsen, Unterhaltskosten und Berufsauslagen) anderseits, die der Beschwerdeführer, mehrmals dazu aufgefordert, nur zum Teil zu erklären vermochte. Auch in diesem Verfahren bringt er nichts vor, was die rechtskräftige Steuerveranlagung für 1997/98, die abgesehen von den der Bemessungsmethode der Vermögensvorschlagsrechnung immanenten Besonderheiten auf seinen eigenen Angaben beruht, als klar unrichtig erscheinen liesse, sodass in masslicher Hinsicht nicht darauf abzustellen wäre. Trotzdem kann die angefochtene Beitragsfestsetzung nicht ohne weiteres bestätigt werden. Sie geht von der aktenmässig nicht gesicherten Annahme aus, dass die Vermögenserträge aus den Liegenschaften, insbesondere der Liegenschaft X.________, nicht beitragspflichtiges Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit im Sinne von Art. 9 Abs. 1 AHVG und Art. 17 AHVV darstellen. Dies hat zur Folge, dass die damit zusammenhängenden (abzugsfähigen) Kosten nicht in gleicher Weise in Anschlag gebracht werden können, wie die Verluste aus der selbstständig ausgeübten Nebenerwerbstätigkeit als Architekt, indem sie als Privataufwand im vollen Umfang von Fr. 257'310.- das steuer- und beitragspflichtige Einkommen erhöhen, auf der anderen Seite aber lediglich in der Höhe der um Fr. 96'310.- geringeren Erträge von Fr. 161'000.- zum Abzug zugelassen werden. In diesem Sinne ist der Vorhalt in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu verstehen, die Mietzinseinnahmen, welche direkt der Bank zur Tilgung des Hypothekarzinses entrichtet werden müssten, ohne dass sie diesen zu decken vermöchten, wie in der Eingabe vom 17. September 2000 geltend gemacht wird, würden fälschlicherweise als beitragspflichtiges Einkommen behandelt. Nach dem Gesagten wird die Ausgleichskasse abzuklären haben, ob in der Bemessungsperiode 1995/96 in Bezug auf die Liegenschaften des Beschwerdeführers eine selbstständige Erwerbstätigkeit gegeben ist, was trotz der Bezeichnung als 'privat' in der Steuererklärung 1997/98 nicht auszuschliessen ist, und danach über die Beitragspflicht für 1998/99 neu verfügen.