Citation: 2C_515/2022 E. 3.3

3.3. Beim Zuschlag handelt es sich um eine Verfügung der Vergabebehörde (vgl. Art. 13 lit. g IVöB; Art. 15 Abs. 1bis lit. e IVöB; vgl. auch Poltier, Droit des marchés publics, 2. Aufl. 2023, Rz. 700). Erstinstanzliche Verwaltungsverfügungen entfalten - im Gegensatz zu Gerichtsurteilen - keine materielle Rechtskraft. Sie werden (nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist) lediglich rechtsbeständig. Sie können daher unter bestimmten Voraussetzungen aufgehoben oder abgeändert werden (vgl. Urteil 9C_8/2021 vom 8. Februar 2022 E. 4.2; zur Aufhebung und Abänderung von gerichtlich beurteilten Verfügungen vgl. auch Urteil 1C_63/2019 vom 29. Januar 2020 E. 5).