Citation: 9C_371/2021 E. 3

Das kantonale Gericht hat dem Gutachten C.________/D.________ vom 20. März 2020 Beweiskraft zuerkannt, soweit sich die Experten zum Gesundheitszustand im Begutachtungszeitpunkt geäussert hatten, und hat per dato jegliche Einschränkungen verneint. Es hat einen Revisionsgrund nach Art. 17 (Abs. 1) ATSG im Sinne eines veränderten Gesundheitszustandes im Vergleich zur Rentenzusprache im Jahre 2010 (implizit) bejaht. Eine schuldhafte Verletzung der Meldepflicht durch den Beschwerdegegner im Sinne von Art. 88bis Abs. 2 lit. b i.V.m. Art. 77 IVV hat es jedoch mit der Begründung abschlägig beurteilt, dass der Versicherte im kritischen Zeitraum der Observation 2012/2013 keine Beschwerden simuliert habe. Weiter sei fraglich, ob er sich selbst eine gesundheitliche Besserung hätte vor Augen halten müssen, die ihn zu einer Meldung hätte veranlassen müssen. Diesbezüglich hat die Vorinstanz insbesondere Bezug genommen auf die Einschätzungen des behandelnden Psychiaters und der Gutachter bis Ende 2013, die eine volle Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht attestiert hatten. Ebenso hat sie auf die Experten des Spitals B.________ verwiesen, die 2016 trotz Kenntnis von der Überwachung nicht in der Lage waren, sich zum Gesundheitszustand des Beschwerdegegners zu äussern. Schliesslich hat das kantonale Gericht erwogen, Dr. med. C.________ habe seine Einschätzung betreffend Wiedereintritt der vollen Arbeitsfähigkeit ab 2012 relativiert. Hieraus hat die Vorinstanz gefolgert, dass eine revisionsweise Aufhebung der (bisherigen ganzen) Invalidenrente ab dem ersten Tag des zweiten der Zustellung der Verfügung folgenden Monats an (Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV), mithin ab dem 1. Oktober 2020, wirksam sei.