Citation: 1C_166/2014 E. 2.5

2.5. Vorliegend wurden die Baubewilligungen für Haus A und Haus B bereits im Jahr 2011 erstinstanzlich erteilt. Mit Urteil vom 26. April 2012 hiess das Verwaltungsgericht die Beschwerde bezüglich der Baubewilligung für Haus B teilweise gut und wies die Sache an die Gemeinde zurück, damit diese nach Berechnung der noch zu beschaffenden aGF die Baubewilligung mit der Auflage ergänze, dass diese aGF vor Baubeginn von der Bauherrschaft beschafft werden müsse, und die daraus resultierenden Korrekturen in der Baubewilligung vornehme. Die Beschwerdegegner reichten daraufhin die Projektänderung vom 20. März 2013 mit neuer AZ-Berechnung und Wohnungsklassierung ein, die von der Gemeinde am 26. Juni 2013 bewilligt wurde. Wie ein Vergleich der 2011 und 2013 bewilligten Pläne zeigt, hat sich im Wesentlichen nur die Berechnung der anrechenbaren Geschossflächen (aGF) geändert, d.h. es wurden mehr Flächen angerechnet als im vorherigen Baugesuch. Dagegen sind die Bauprojekte äusserlich unverändert. Bei der Inneneinteilung der Räume sind nur wenige Änderungen zu erkennen: Im Kellergeschoss von Haus B wurde der Fitnessraum zugunsten einer Waschküche verkleinert; im Garagengeschoss wurde ein zusätzlicher Kellerraum (5.7 m²) vom Eingangsbereich abgetrennt. Die angebliche Umwandlung eines Kellerraums in eine Garderobe ist dagegen auf den bewilligten Plänen nicht ersichtlich und wurde daher nicht bewilligt. Diese Modifikationen erscheinen mit Blick auf Sinn und Zweck von Art. 75b BV unerheblich: Diese Bestimmung will den Zweitwohnungsbau beschränken und legt eine Grenze von 20 % sowohl für den Anteil von Zweitwohnungen am Gesamtbestand der Wohnungen einer Gemeinde als auch an der für Wohnzwecke genutzten Bruttogeschossfläche fest. Vorliegend wird durch die Projektänderung weder das eine noch das andere erhöht: Weder wird eine zusätzliche Zweitwohnungseinheit geschaffen, noch werden die als Zweitwohnung genutzten Flächen erhöht. Es erfolgt auch keine Umwandlung von Neben- in Hauptnutzflächen (vgl. dazu zur Veröffentlichung bestimmtes Urteil 1C_68/2014 vom 15. August 2014 E. 5), dienen doch die neu vorgesehenen Räume (Waschküche, Keller) nicht dem Wohnen oder Arbeiten im engeren Sinn. Die korrekte Berechnung der nach kommunalem Baugesetz anrechenbaren Geschossflächen betrifft die zulässige Ausnützung der Parzellen, die für die Anwendung von Art. 75b BV nicht massgeblich ist.