Citation: 6B_188/2022 E. 7.2

7.2. Die Vorinstanz erachtet die Voraussetzungen für eine Massnahme gemäss Art. 60 StGB als gegeben. Eine ambulante Massnahme genüge nicht. Gemäss Gutachten von Dr. med. H.________ habe der Beschwerdeführer zur Tatzeit an einer psychischen Störung (Schizotypie) gelitten; gleichzeitig liege eine langjährige Trunk- und Rauschgiftproblematik vor. Der Beschwerdeführer habe die Straftat nicht losgelöst von seiner Abhängigkeit bzw. Suchtproblematik begangen. Eine solche müsse zudem weder in einem akuten Rauschzustand noch unter dem direkten Einfluss von Drogen oder Medikamenten begangen worden sein. Die vom Beschwerdeführer anlässlich der Berufungsverhandlung gemachten Aussagen deuteten indes ergänzend darauf hin, dass er bei der Herstellung der vier USBV am Vorabend des 11. Februar 2020 unter direktem bzw. sogar unter dem kombinierten Einfluss von Alkohol, MST und Ritalin gestanden sei. Unter einem stärkeren Einfluss einer schizotypen Störung und unter zusätzlicher Einwirkung von Drogen bestehe die Gefahr, dass er sich zu einem schwereren Verbrechen hinreissen lassen könnte, womit Präventionsbedarf gegeben sei. Gemäss den gutachterlichen Ausführungen erweise sich eine Massnahme im Sinne von Art. 60 StGB als geeignet, um die Gefahr weiterer Straftaten zu reduzieren und sei die Suchtbehandlung einer Behandlung nach Art. 59 StGB vorzuziehen; die Schizotypie könne im Rahmen einer Suchtbehandlung effizient durch Gesprächstherapie mitbehandelt werden und es existierten mehrere geeignete Suchtkliniken.