Citation: 5A_254/2020 E. 6.2

6.2. Der Beschwerdeführer besteht darauf, dass neben dem Untertitel auch der Haupttitel des Onlineartikels widerrechtlich seine Persönlichkeit verletzt. Mit dem Titel "Dieser Schweizer hilft Kinderquäl-Sekte" (s. Sachverhalt Bst. A) unterstelle die Beschwerdegegnerin, dass er dieser Sekte helfe, Kinder zu quälen - sei es, dass er helfe, dass die Sekte Kinder quälen kann, sei es, dass er mit der Sekte gemeinsam Kinder quäle, oder beides. In den Augen des Durchschnittslesers werde bewusst und verleumderisch der unwahre Eindruck vermittelt, dass sein Interesse und Tun beim Kinderquälen selbst liege. Abermals begnügt sich der Beschwerdeführer damit, dem angefochtenen Entscheid seine eigene Sicht der Dinge gegenüber zu stellen. Mit Bezug auf den (Haupt-) Titel des Onlineberichts macht sich das Obergericht die erstinstanzliche Beurteilung zu eigen, wonach sich aus dem eigentlichen Bericht, das heisst aus dem Kontext, ergebe, dass mit der Unterstützung bzw. Hilfe bloss die verbale Verteidigung der Gemeinschaft der Zwölf Stämme und des von ihr proklamierten Züchtigungsrechts gemeint sei. Darauf geht der Beschwerdeführer nicht ein. Insbesondere nimmt er auch nicht Anstoss daran, dass die Vorinstanz den Titel im Kontext des eigentlichen Berichts beurteilt, obwohl sie gleichzeitig betont, dass Leser von Presseerzeugnissen oft nur den Titel überfliegen und einen Medienbericht nicht ganz durchzulesen. Soweit er darüber hinaus rügt, dass mit dem Ausdruck "Kinderquäl-Sekte" undifferenziert alle Mitglieder der Gemeinschaft der Zwölf Stämme als "Prügel-Eltern" hingestellt werden, zeigt er nicht auf, inwiefern dadurch nicht (nur) die besagte Gemeinschaft, sondern auch er selbst in seiner Persönlichkeit verletzt ist.