Citation: 2D_5/2019 E. 1.3

1.3. Gemäss Art. 83 lit. t BGG ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen Entscheide über das Ergebnis von Prüfungen und anderen Fähigkeitsbewertungen, namentlich auf den Gebieten der Schule, der Weiterbildung und der Berufsausübung, unzulässig. Der Gesetzgeber hat mit dieser Regelung dem Umstand Rechnung getragen, dass sich bei der Beurteilung von persönlichen - geistigen und körperlichen - Fähigkeiten einer Person letztlich kaum justiziable Fragen stellen (Urteil 2C_560/2007 vom 23. Oktober 2007 E. 2.1). Entsprechend werden vom Ausschlussgrund von Art. 83 lit. t BGG sämtliche Entscheide erfasst, die sich auf eine Bewertung der intellektuellen oder physischen Fähigkeiten oder die Eignung eines Kandidaten beziehen (BGE 138 II 42 E. 1 S. 44 f.). Nicht unter den Ausschlussgrund von Art. 83 lit. t BGG fallen hingegen andere, im Zusammenhang mit Prüfungen oder Fähigkeitsbewertungen stehende Aspekte (BGE 136 I 229 E. 1 S. 231; s. auch BGE 138 II 42 E. 1.1 und 1.2 S. 44 f.). Sind etwa organisatorische Belange wie Prüfungserleichterungen für Behinderte strittig, steht die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten offen (Urteile 2D_41/2016 vom 20. Januar 2017 E. 1.1; 2D_7/2011 vom 19. Mai 2011 E. 1.2; s. auch Urteil 2C_930/2011 vom 1. Mai 2012 E. 1.1). Die Abgrenzung erfolgt dabei nicht rügebezogen, sondern nach der materiellen Begründung des angefochtenen Entscheids (Urteil 2C_422/2013 vom 8. Juli 2013 E. 1.1.1 mit zahlreichen Hinweisen; Urteil 2C_120/2010 vom 16. Dezember 2010 E. 1.1, nicht publ. in BGE 137 I 69; FLORENCE AUBRY GIRARDIN, in: Bernhard Corboz et al. [Hrsg.], Commentaire de la LTF, 2. Aufl. 2014, N. 162 zu Art. 83 BGG). Das vorliegend angefochtene Urteil basiert darauf, dass die Beschwerdeführerin im Prüfungsteil "Praktische Arbeit" nach Auffassung der Prüfungskommission eine ungenügende Note erzielte, was dazu führte, dass die Beschwerdeführerin das Qualifikationsverfahren für das eidgenössische Fähigkeitszeugnis Grafiker und Grafikerin nicht bestand und ihr die Erteilung des entsprechenden Fähigkeitszeugnisses verweigert wurde. Ungeachtet der (für die Einordnung nicht massgeblichen) erhobenen Rügen von Verfahrensfehlern (insbesondere des geltend gemachten fehlenden Hinweises auf die Möglichkeit eines Nachteilsausgleichs) beruht der angefochtene Entscheid materiell auf einer Bewertung von persönlichen Fähigkeiten der Beschwerdeführerin, weswegen das vorliegende bundesgerichtliche Beschwerdeverfahren unter den Ausschlussgrund von Art. 83 lit. t BGG fällt und nur die subsidiäre Verfassungsbeschwerde offensteht (Art. 113 BGG).