Citation: 5A_259/2019 E. 4.5.1

4.5.1. Der Beschwerdegegner hält die kantonsgerichtliche Beurteilung für richtig und widerspruchsfrei. Er wirft der Beschwerdeführerin vor, sie verkenne, dass das Kantonsgericht seine Klage aus mehreren Gründen gutgeheissen habe. Es sei erstens zum Ergebnis gelangt, dass mangels Durchgangs für Fahrzeuge in Richtung H.________ nicht von einem gewöhnlichen Bedürfnis ausgegangen werden könne, das die am Gründungsakt beteiligten Personen durch die Einräumung eines Fahrwegrechts in diese Richtung zu erfüllen beabsichtigt hätten. Im Sinne einer Eventualbegründung habe das Kantonsgericht weiter ausgeführt, dass eine unzumutbare Mehrbelastung vorliegen würde, wenn diese veränderten Verhältnisse vom Bedürfnis bzw. dem Zweck der Dienstbarkeit mitumfasst wären. Die Feststellung, dass über die E.________-Strasse kein direkter Fahrweg in Richtung H.________ bestanden habe, sei willkürfrei. In den Landkarten von 1920 sei ein gestrichelter Pfad eingezeichnet, der zudem nur ein Meter breit und von einer Hecke eingegrenzt gewesen sei (S. 3 ff. Rz. 7-17).