Citation: 6B_362/2022 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz orientiert sich bei der Strafzumessung am Modell von EUGSTER/FRISCHKNECHT (Strafzumessung im Betäubungsmittelhandel, in: AJP 3/2014, S. 327 ff.). Der Beschwerdeführer beanstandet, dass ihn die Vorinstanz auf der Hierarchiestufe 2 einordnet. Allerdings begründet die Vorinstanz diese Einordnung sorgfältig. Zwar sei der Beschwerdeführer nicht in die strategische Führung der Organisation eingebunden gewesen. Jedoch sei er für eine bestimmte Region verantwortlich gewesen und habe gestützt auf die Anweisungen der Organisationsspitze Führungsaufgaben übernommen. Auch sei er eine Vertrauensperson der Organisationsspitze gewesen und als Stellvertreter aufgetreten. Er habe die Organisationsstruktur gekannt und als Koordinator zwischen Kurieren im In- und Ausland, Depothaltern und der obersten Führung agiert. Dabei habe er zahlreichen Personen Weisungen erteilt, die ihrerseits Personen belieferten, welche keine Endabnehmer gewesen seien. Auch die mengenmässige, bandenmässige und gewerbsmässige Qualifikation sei gegeben. Schliesslich sei er für das Rückführen des Deliktserlöses zuständig gewesen. Unklar sei hingegen, in welchem Ausmass er persönlich an den Drogenverkäufen verdient habe. Die Vorinstanz nimmt an, dass er aufgrund seiner hohen Stellung innerhalb der Bande finanziell erheblich profitierte. Dies lasse auch der Bau einer Luxusvilla in Nigeria vermuten. Schliesslich sei er selbst nicht drogenabhängig.