Citation: 8C_349/2020 E. 4.1

4.1. Für die Beurteilung der Streitsache in zeitlicher Hinsicht massgebend ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass des Einspracheentscheides (hier: vom 17. Mai 2018) verwirklicht hat (BGE 130 V 445 E. 1.2 S. 446; Urteil 8C_250/2019 vom 4. September 2019 E. 3.1 mit Hinweisen). Entgegen dem Beschwerdeführer ist dem angefochtenen Entscheid hinreichend zuverlässig zu entnehmen, aus welchen tatsächlichen und rechtlichen Gründen die Vorinstanz die gegen den Einspracheentscheid vom 17. Mai 2018 gerichtete Beschwerde vom 30. Mai 2018 abgewiesen hat. Zum einen hat das kantonale Gericht nach bundesrechtskonformer Beweiswürdigung mit überzeugender Begründung, worauf verwiesen wird (Art. 109 Abs. 3 BGG), zutreffend erkannt, dass die vom Versicherten erstmals anlässlich der vorinstanzlichen Parteiverhandlung vom 1. November 2018 geäusserte Rüge der Verletzung der Beratungs- und Aufklärungspflicht von Art. 27 Abs. 2 ATSG (vgl. Urteil 8C_127/2019 vom 5. August 2019 E. 4.4) verspätet erhoben wurde und damit aus prozessualen Gründen unzulässig war. Zum anderen habe die Beschwerdegegnerin beim praxisgemäss geforderten durchschnittlichen Mass an Aufmerksamkeit (vgl. BGE 133 V 249 E. 7.2 S. 255 f.) unter den gegebenen Umständen angesichts der erst nach Verfügungserlass veranlassten retrospektiven Abklärungen in Bezug auf eine allfällige arbeitgeberähnliche Stellung ab 1. Januar 2018 nicht erkennen können, dass die Situation der versicherten Person den Leistungsanspruch zu gefährden vermöchte. Unter Mitberücksichtigung der vom Beschwerdeführer bereits am 7. Mai 2018 erhobenen Rechtsverzögerungsbeschwerde schloss die Vorinstanz zu Recht eine Verletzung sowohl des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 61 lit. c ATSG) als auch der Beratungs- und Aufklärungspflicht von Art. 27 Abs. 2 ATSG durch die ÖAK bis zum in zeitlicher Hinsicht massgebenden Erlass des Einspracheentscheides aus.