Citation: 5A_46/2021 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz erwog, dass das Abstellen der Erstinstanz auf blosse Kopien im Ergebnis nicht zu beanstanden sei. Nach ihrer Ansicht sei Art. 53 Abs. 1 LugÜ auf das selbständige Exequaturverfahren zugeschnitten, bei welchem eine gewisse Formstrenge durch den Verfahrenscharakter gerechtfertigt sei. Weiter sei zu berücksichtigen, dass die Einreichung einer Kopie nicht zwingend zu einer Abweisung des Rechtsöffnungsbegehrens geführt hätte, da es der Erstinstanz offen gestanden habe, im Rahmen namentlich der gerichtlichen Fragepflicht den Gläubiger zur Nachreichung des Originals aufzufordern. Die Vorinstanz erwog schliesslich, dass sich die Beschwerdeführerin im erstinstanzlichen Verfahren vorbehaltlos auf das vom Beschwerdegegner eingereichte Urteil berief. Erst in der Gehörsreplik hätte sie Zweifel an der Übereinstimmung mit den Originalen bzw. an der Übersetzung geäussert, und es dann auch unterlassen, diese Zweifel weiter zu spezifizieren. Die Vorinstanz schloss daraus, ein Beharren auf die Einreichung des Originals bzw. die Aufhebung des angefochtenen Entscheids (mit Rückweisung zur Vervollständigung der Aktenlage) sei überspitzt formalistisch.