Citation: 5A_106/2014 E. 9.1

9.1. Das Kantonsgericht auferlegt die Gerichtskosten für beide kantonalen Instanzen zu drei Vierteln den Beschwerdeführern und zu einem Viertel der Beschwerdegegnerin. Auch die Parteikosten der Beschwerdegegnerin für die beiden Instanzen haben die Beschwerdeführer zu drei Vierteln zu tragen, während die Beschwerdegegnerin von den anerkannten Entschädigungen der Beschwerdeführer ein Viertel übernehmen muss. Das Kantonsgericht räumt ein, dass die Beschwerdeführer dem Verfahrensausgang zufolge mehrheitlich obsiegt haben, da die Beschwerdegegnerin neben den "ganz überwiegend ausgewiesenen" konkreten Forderungspositionen noch unbegründet einen pauschalen Schadenersatzanspruch in erheblichem Umfang gestellt hatte. Unter Hinweis auf Art. 107 Abs. 1 lit. b und f und Art. 108 ZPO weicht es vom Grundsatz der Verteilung nach Obsiegen und Unterliegen jedoch ab. Zum einen habe sich das Verfahren hauptsächlich um die Auslegung des Testaments gedreht. Der darauf gestützte Schadenersatzanspruch und insbesondere die Prüfung des Schadenseintritts bei den einzelnen Positionen seien "lediglich zweitrangig". Zum anderen wirft das Kantonsgericht den Beschwerdeführern leichtfertiges prozessuales Verhalten und fehlende Vergleichsbereitschaft vor. Ausserdem hätten auch die Beschwerdeführer unbegründete Verrechnungsforderungen von über Fr. 100'000.-- gestellt.