Citation: 8C_207/2021 E. 4.2

4.2. Hier war das soeben skizzierte Vorgehen nicht möglich, da sich der Beschwerdeführer nicht bzw., wie die Vorinstanz bundesrechtskonform darlegte (vorstehende E. 3.1), erst verspätet vernehmen liess. Nachdem der Beschwerdeführer nicht bestreitet, mit Schreiben vom 21. August 2018 über die geplante bidisziplinäre Abklärung informiert worden zu sein und er erstmals am 23. November 2018 vorbrachte, mit der vorgesehenen Begutachtung nicht einverstanden zu sein, hält der vorinstanzliche Schluss auf verspätete, unberücksichtigt zu bleibende Einwendungen letztinstanzlich stand. Hätte der Beschwerdeführer mit Blick auf die bevorstehende bidisziplinäre Begutachtung gemäss Untersuchungsprogramm Zweifel an der Notwendigkeit oder Zumutbarkeit dieser medizinischen Exploration gehabt, wäre er im Rahmen des Grundsatzes von Treu und Glauben gehalten gewesen, seine Einwände unverzüglich bei der IV-Stelle geltend zu machen (vgl. BGE 132 V 376 E. 9), was er offensichtlich weder nach dem Schreiben der IV-Stelle vom 21. August 2018 getan hat, noch nachdem die Begutachtungsstelle mit Schreiben vom 8. Oktober 2018 über die vorgesehenen Untersuchungstermine orientiert hatte. Entgegen den Vorbringen in der Beschwerde genügte die IV-Stelle mit den dargelegten Informationen den an sie rechtsprechungsgemäss gestellten Anforderungen bei der Gutachtensvergabe (vorstehende E. 4.1). Insbesondere hat sie, gemäss den zutreffenden Feststellungen der Vorinstanz, im Schreiben vom 21. August 2018 den Beschwerdeführer ausreichend über seine Rechte in Bezug auf die beabsichtigte Begutachtung informiert und darin auch auf die Folgen einer Nichtbeachtung hingewiesen, welcher Passus im Schreiben vom 3. Dezember 2018 an die Rechtsvertretung des Beschwerdeführers wiederholt wurde. Am 12. Dezember 2018 bekräftigte die IV-Stelle, dass an der Begutachtung festgehalten werde und im Übrigen das im Schreiben vom 3. Dezember 2018 Gesagte gelte. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ist seine Weigerung, an der bidisziplinären Begutachtung teilzunehmen, nicht entschuldbar und verletzt seine Mitwirkungspflicht. Damit ist das wiederholte Vorbringen des Beschwerdeführers, die IV-Stelle hätte anstelle der bidisziplinären Begutachtung losbasiert ein polydisziplinäres Gutachten einholen müssen, ebenso wenig stichhaltig wie seine Ansicht, die bidisziplinäre Begutachtung sei unzulässig und damit weder notwendig noch zumutbar gewesen. Eine Umgehung des in Art. 44 ATSG i.V.m. 72 bis IVV verankerten Zufallsprinzips liegt nicht vor.