Citation: 5A_939/2022 E. 1.1

1.1. Zwischen den Verfahren 5A_939/2022 und 5A_251/2023 besteht insofern ein Zusammenhang, als die angefochtenen Entscheide im Rahmen desselben Scheidungsergänzungsverfahren ergangen sind und das Obergericht in seinem hier angefochtenen Entscheid vom 28. Oktober 2022 den Kostenpunkt in ein anderes Verfahren verwiesen hat, welches zu dem im Verfahren 5A_251/2023 angefochtenen Entscheid vom 23. Februar 2023 geführt hat. In ihrer gegen den letztgenannten Entscheid erhobenen Beschwerde beantragt die Beschwerdeführerin die Vereinigung beider Verfahren. Das Bundesgericht vereinigt zwei oder mehrere Verfahren (Art. 71 BGG i.V.m. Art. 24 BZP [SR 273]), wenn mehrere Beschwerden gegen dasselbe Urteil erhoben wurden, die dieselben Parteien und dieselben Verhältnisse betreffen und ihnen derselbe Sachverhalt zugrunde liegt (BGE 133 IV 215 E. 1 [einleitend]; Urteil 5A_983/2021 und 5A_1020/2021 vom 20. Oktober 2022 E. 1); im Vordergrund steht die Vermeidung sich widersprechender Urteile in der gleichen Sache. Vorliegend betreffen die beiden Beschwerden dieselben Parteien; hingegen unterscheiden sich die Streitgegenstände (Auskunftsbegehren vs. provisio ad litem evtl. unentgeltliche Rechtspflege), weshalb ihnen weder derselbe Sachverhalt zugrunde liegt noch dieselben Rechtsfragen zu beantworten sind. Einzige Verknüpfung ist, wie gesagt, der Kostenpunkt des einen Verfahrens, das im anderen Verfahren beurteilt wurde; eine Gefahr sich widersprechender Urteile besteht nicht. Der Antrag ist daher abzuweisen.