Citation: 1B_85/2023 E. 4.4

4.4. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz Fluchtgefahr bejahte. Angesichts seiner zahlreichen Vorstrafen sowie des hohen Gesamtdeliktsbetrages durfte sie von einer mehrjährigen Haftstrafe - und damit von einem erheblichen Fluchtanreiz - ausgehen. Dass die von der Staatsanwaltschaft errechneten Beträge überhöht seien, wird vom (zumindest teilweise) geständigen Beschwerdeführer nicht hinreichend substanziiert dargelegt (vgl. Art. 42 Abs. 2 BGG). Weiter durfte die Vorinstanz auch berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer seit 2014 in Frankreich wohnhaft war, was ebenfalls auf Fluchtgefahr ins Ausland schliessen lässt. Dies gilt selbst dann, wenn er, wie er behauptet, nicht mehr in seine eigene Liegenschaft zurückkehren könnte. Dagegen hätte sie, wie der Beschwerdeführer zu Recht geltend macht, keine Fluchtgefahr aus seiner Kritik am Schweizerischen Rechtssystem ableiten dürfen. Dem Beschwerdeführer steht es frei, sich zur Sache und zum Verfahren zu äussern (vgl. Art. 107 Abs. 1 lit. d StPO und Art. 29 Abs. 2 BV); zudem finden sich im fraglichen Schreiben keinerlei konkrete Hinweise darauf, dass er aufgrund seines Missfallens im Falle einer Haftentlassung die Schweiz zu verlassen gedenke. Dem Beschwerdeführer ist weiter auch zuzustimmen, dass er - trotz Kenntnis der gegen ihn laufenden Strafuntersuchung - bislang keine Fluchtneigung gezeigt hat und offenbar über ein soziales Netz in der Nordwestschweiz verfügt. Durch diese Umstände wird die Fluchtgefahr jedoch nicht entscheidend gesenkt, stünden einer Flucht doch weder enge familiäre Verbindungen noch nennenswerte berufliche Zukunftsperspektiven entgegen.