Citation: B 38/03 15.09.2003 E. 3

3.1 Die Pensionskasse wendet gegen die Annahme des kantonalen Gerichts, der enge zeitliche Zusammenhang sei auf Grund des Arbeitsverhältnisses mit dem Steueramt der Gemeinde X.________ unterbrochen worden, im Wesentlichen ein, dass die Beschwerdegegnerin während der Dauer der Anstellung bei der Gemeinde X.________ ihr arbeitsvertragliches Pensum nie über längere Zeit habe erfüllen können. Auch an Tagen, an denen sie theoretisch zu 100 % gearbeitet habe, sei sie nie in der Lage gewesen, eine volle Leistung zu erbringen. Beim ausbezahlten Gehalt habe es sich teilweise um Soziallohn gehandelt. Da die Versicherte nie für längere Zeit die volle Arbeitsfähigkeit wiedererlangt habe, sei der zeitliche Zusammenhang zwischen der im Verlauf des früheren Vorsorgeverhältnisses eingetretenen Arbeitsunfähigkeit und der Invalidität nicht unterbrochen worden. 3.2 Den Ausführungen der Pensionskasse ist beizupflichten. In der Tat finden sich genügend Anhaltspunkte dafür, dass die Beschwerdegegnerin während der gesamten Anstellungsdauer bei der Steuerverwaltung X.________ nie über eine längere Zeitspanne voll arbeitsfähig war. So bestätigte die Gemeinde auf dem Fragebogen zuhanden der Invalidenversicherung am 24. Juni 1999, dass der ausgerichtete Lohn nicht der Arbeitsleistung der Versicherten entsprochen habe. L.________, Abteilungsleiterin Steuern, wies in einer vorinstanzlich eingereichten Notiz vom 21. März 2001 darauf hin, die Arbeitsproduktivität der Versicherten sei aus gesundheitlichen Gründen reduziert gewesen. Es sei auf die jeweilige Verfassung Rücksicht genommen worden und der Versicherten sei während der Präsenzzeit die Verlängerung der Pausen bewilligt worden. Gleichlautende Aussagen hat der zuständige Gemeinderat A.________ gemacht (Bestätigung vom 19. März 2001). Diese Angaben finden ihr Korrelat im Bericht des Dr. med. I.________ vom 28. Mai 1999. Der Arzt stellt fest, dass die Versicherte mit dem Beschäftigungsgrad von 100 % überfordert gewesen sei. Es sei immer wieder zu psychischen Dekompensationen gekommen, die zwar ambulant hätten aufgefangen werden können, aber immer wieder zu kurzfristigen und partiellen Absenzen vom Arbeitsplatz geführt hätten. Nach einer schwereren Krise Anfang 1998 habe die Versicherte die Arbeitszeit reduziert und werde im August 1999 eine Teilzeitstelle zu 50 % antreten. Dass die Versicherte mit der Vollzeitbeschäftigung bei der Gemeinde X.________ infolge ihres Gesundheitsschadens überfordert war und keine volle Leistung erbringen konnte, ergibt sich schliesslich auch aus dem Bericht des Berufsberaters der Invalidenversicherung vom 6. August 1999. Auf Grund der erwähnten Unterlagen ist in Würdigung der gesamten Umstände des konkreten Falles (Erw. 1 hievor) als erstellt zu betrachten, dass der enge zeitliche Zusammenhang zwischen der Arbeitsunfähigkeit, welche der Zusprechung einer Invalidenrente durch die Sammelstiftung W.________ zu Grunde lag, und der Arbeitsunfähigkeit, die sich während der Anstellung bei der Gemeindeverwaltung X.________ manifestierte, nicht unterbrochen wurde. Die Beschwerdeführerin ist daher nicht leistungspflichtig. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz ist es sachfremd und rechtlich nicht haltbar, aus der Weiterführung des vorerst befristeten Arbeitsverhältnisses unter Ausrichtung von Soziallohn (vgl. dazu BGE 117 V 17 f. Erw. 2c/aa) über längere Zeit auf eine Unterbrechung des engen zeitlichen Zusammenhanges zu schliessen.