Citation: 5P.178/2002 22.07.2002 E. 5

Das Obergericht hat eine Reihe von Belegen, die im Appellationsverfahren eingereicht worden sind, als neu zurückgewiesen, da die Parteien nicht dargetan hätten, dass diese nicht bereits im erstinstanzlichen Verfahren hätten zu den Akten gegeben werden können. Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, beschränkt sich im Wesentlichen auf Ausführungen zu Art. 8 und Art. 9 ZGB, mithin Rechtsfragen, die im Rahmen einer staatsrechtlichen Beschwerde nicht zu prüfen sind (Art. 43 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 84 Abs. 1 OG). Eine willkürliche Anwendung von § 184 ZPO-AG wird auf diese Weise jedenfalls nicht dargelegt. Mit der Begründung des Obergerichts, die Beschwerdegegner hätten bereits in der Widerklage die geltenden Miteigentumsverhältnisse erwähnt, was der Beschwerdeführerin hätte auffallen müssen, setzt sie sich nicht ernsthaft auseinander. Sie begnügt sich mit der Bemerkung, dieser Hinweis sei in einem andern Zusammenhang erfolgt. Auf diese Weise wird sie den gesetzlichen Anforderungen an die Begründung einer staatsrechtlichen Beschwerde nicht gerecht (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG).