Citation: I 107/01 24.08.2001 E. 2

2.- Streitig und zu prüfen ist zunächst, ob die revisionsweise Aufhebung der Rente zu Recht besteht. a) Unbestritten ist, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in dem für die revisionsweise Beurteilung des Rentenanspruchs massgebenden Vergleichszeitraum (BGE 125 V 369 Erw. 2 mit Hinweis, 112 V 372 Erw. 2b und 390 Erw. 1b) nicht in einer für den Rentenanspruch relevanten Weise geändert hat und er wegen des Lungenleidens in der Tätigkeit als Maler nach wie vor zu 50 % eingeschränkt ist. Fraglich ist, ob sich die erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitsschadens wesentlich geändert haben, was sich aufgrund eines Einkommensvergleichs beurteilt. Richtigerweise hält der Versicherte nicht daran fest, es sei ein Betätigungsvergleich vorzunehmen. Die Invaliditätsbemessung hat bei Erwerbstätigen nur dann nach der ausserordentlichen Bemessungsmethode des Betätigungsvergleichs zu erfolgen, wenn sich die beiden Vergleichseinkommen nicht zuverlässig ermitteln oder schätzen lassen (BGE 104 V 137 Erw. 2c). So verhält es sich hier jedoch nicht, woran auch der Umstand nichts ändert, dass der Beschwerdeführer früher als unselbstständiger und heute als selbstständiger Maler arbeitet. Es besteht kein Grundsatz, wonach beide Vergleichseinkommen entweder auf der Grundlage einer selbstständigen oder aber einer unselbstständigen Erwerbstätigkeit festzusetzen sind. Aufgrund der dem Versicherten obliegenden Schadenminderungspflicht kann im Rahmen des Einkommensvergleichs unter Umständen auch ein Wechsel von der einen zur andern Erwerbsform als zumutbar gelten (ZAK 1983 S. 256; nicht veröffentlichte Urteile L. vom 13. Januar 1992, I 137/91 und B. vom 5. Mai 2000, I 224/99). Ebenso ist bei einem von sich aus vorgenommenen Statuswechsel eine effektive Einkommensverbesserung bei der Bemessung des Invaliditätsgrades anzurechnen. b) Bei der Festsetzung des für den Einkommensvergleich massgebenden Valideneinkommens sind Verwaltung und Vorinstanz davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer ohne den Gesundheitsschaden weiterhin als Maler im Anstellungsverhältnis tätig wäre. Hiefür spricht, dass er während rund 15 Jahren in dieser Funktion beim Malergeschäft X.________ AG beschäftigt war und anschliessend erneut eine Tätigkeit im Anstellungsverhältnis beim Malergeschäft Y.________ AG aufgenommen hatte. Beide Stellen verlor er seinen Angaben zufolge wegen der krankheitsbedingten Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit. Für die Aufnahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit waren somit gesundheitliche Gründe ausschlaggebend, und es spricht nichts dafür, dass der Versicherte auch ohne den Gesundheitsschaden eine selbstständige Tätigkeit aufgenommen hätte. Unter den gegebenen Umständen ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass er als Gesunder weiterhin als Angestellter in seiner bisherigen Tätigkeit gearbeitet hätte. Die Verwaltung ist bei der Festsetzung des Valideneinkommens somit richtigerweise vom Verdienst ausgegangen, welcher vor Eintritt des Gesundheitsschadens als angestellter Maler erzielt wurde. Aus den Lohnausweisen geht hervor, dass der Jahresverdienst des Versicherten Schwankungen unterworfen war und sich das Bruttogehalt 1980 auf Fr. 44'810.-, 1981 auf Fr. 60'910.- und 1982 auf Fr. 47'950.- belief. Die Vorinstanz hat daher zu Recht auf den Durchschnitt der dem Eintritt des Gesundheitsschadens vorangegangenen drei Jahre abgestellt (vgl. ZAK 1985 S. 464), was einem Jahreseinkommen von Fr. 51'223. 30 entspricht. Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung bis 1998 ergibt sich nach den zutreffenden und unbestritten gebliebenen Berechnungen des kantonalen Gerichts ein Valideneinkommen von rund Fr. 82'090.-, welches der revisionsweisen Neubeurteilung des Rentenanspruchs zugrunde zu legen ist. c) Das massgebende Invalideneinkommen ermittelte das Sozialversicherungsgericht in der Weise, dass es von den gemäss Steuerakten in den Jahren 1993 bis 1998 erzielten Reingewinnen die Eigenkapitalzinsen in Abzug brachte, sowie die persönlichen Sozialversicherungsbeiträge aufrechnete und einen Durchschnitt von Fr. 81'764.- ermittelte. Diese Berechnungsweise hält sich im Rahmen der gesetzlichen Regelung und ist nicht zu beanstanden (vgl. SVR 1999 IV Nr. 24 S. 71). Aus dem Vergleich der beiden - annähernd gleich hohen - hypothetischen Einkommen folgt, dass keine anspruchsbegründende Invalidität mehr gegeben ist. Der Vorinstanz ist auch darin beizupflichten, dass die revisionsrechtlich erhebliche Änderung in den erwerblichen Verhältnissen spätestens im Jahre 1993 eintrat, als sich die Ertragslage des Betriebes markant verbessert hatte. An diesem Ergebnis vermögen die Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nichts zu ändern. Dass sich das Einkommen seit 1996 wieder vermindert hat, trifft zu. Dies begründet indessen keinen Rentenanspruch, da der Beschwerdeführer noch im Jahre 1997 ein eindeutig rentenausschliessendes Einkommen erzielte. Erst der Jahresabschluss für das Jahr 1998 vom 12. Februar 1999 - mit einem Reingewinn von nurmehr Fr. 25'133.- - lässt allenfalls wieder auf einen Rentenanspruch schliessen. Dies ändert jedoch nichts an der Rechtmässigkeit der Aufhebungsverfügung vom 20. Mai 1998. Es wird Sache der Verwaltung sein zu beurteilen, ob in der Zeit nach Erlass der Verfügung erneut ein Rentenanspruch entstanden ist.