Citation: 6B_535/2023 E. 1.4.3

1.4.3. Die Vorinstanz gelangt gestützt auf das Gesamtbeweisergebnis willkürfrei zum Schluss, dass sich der Unfall ereignete, als der Beschwerdeführer vom rechten Normalstreifen auf den ersten Überholstreifen habe wechseln wollen und dabei mit der linken Seite seines Anhängers mit dem von B.________ gelenkten Lastwagen kollidierte. Die Vorinstanz würdigt die Aussagen des Beschwerdeführers willkürfrei, wenn sie einen Widerspruch in seinen Aussagen feststellt und festhält, dass sich seine Erstaussage in Bezug darauf, wann er auf die erste Überholspur wechselte, mit dem übrigen Beweisergebnis deckt. Als unbehelflich erweist sich die Rüge, der Zeuge C.________ habe "rein physikalisch" aus einer Distanz von ca. 100 Metern den Unfall nicht bzw. nicht im Detail beobachten können, da sich zwischen ihm und dem Unfallgeschehen weitere Fahrzeuge befunden hätten. Ohne in Willkür zu verfallen erwägt die Vorinstanz, es sei ohne Weiteres möglich, auf einer geraden Strecke trotz vorausfahrender Fahrzeuge aus einer Distanz von 100 Metern das Unfallgeschehen wahrzunehmen, insbesondere da das Auto mit Anhänger von einer Spur auf die andere fuhr und sich dabei in gut einsehbarem Raum zwischen den Spuren befand. Nicht zu folgen ist sodann dem Vorbringen, die Vorinstanz hinterfrage die Aussagen des Unfallbeteiligten B.________ nicht und habe nicht beachtet, dass B.________ ausgesagt habe, das Auto und nicht der Anhänger hätte ihn von rechts gedrückt, was er aufgrund des toten Winkels unmöglich habe beobachten können. B.________ hat sich nicht dazu geäussert, ob ihn der Personenwagen oder der Anhänger nach links drückte. Er gab sowohl vor der Polizei als auch bei seiner Zeugeneinvernahme zu Protokoll, plötzlich habe sein Lastwagen nach links gezogen, er habe zunächst nicht gewusst wieso. Er habe zuerst nach links und dann nach rechts geschaut und gesehen, dass ihn von rechts ein Fahrzeug drücke. Die Rüge, es gebe keine Detailaufnahmen der entstandenen Schäden, weshalb der Unfallhergang gemäss den Aussagen von B.________ und C.________ nicht durch Sachbeweise bestätigt werde und vielmehr für die Sachdarstellung des Beschwerdeführers spreche, erweist sich als unberechtigt. Aus der erstellten Fotodokumentation ist ersichtlich, dass der Anhänger hinten unbeschädigt ist. Gleiches geht aus dem Polizeirapport hervor, wonach der Schaden am Anhänger auf der linken Seite entstanden ist. Sodann nennt der Polizeirapport als Schaden am Personenwagen des Beschwerdeführers Dellen und Kratzer auf der linken Fahrzeugseite und am Aussenspiegel links. Dies untermauert die allein für sich glaubhaften Aussagen von B.________ und C.________. Hätte sich der Unfall so ereignet, wie vom Beschwerdeführer behauptet, d.h. wäre B.________ mit seinem Lastwagen auf den vor ihm fahrenden Anhänger des Beschwerdeführers aufgefahren, wäre das Schadensbild ein anderes, insbesondere wäre die Rückseite des Anhängers beschädigt. Die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung ist willkürfrei.