Citation: 5A_163/2017 E. 1.1

1.1. Familienfideikommisse unterstehen nicht dem Bundeszivilrecht und sind davon vielmehr ausgeschlossen (Art. 335 Abs. 2 ZGB; vgl. auch Art. 488 Abs. 2 und 3 ZGB). Die vor Inkrafttreten des Zivilgesetzbuches am 1. Januar 1912 errichteten und in ihrem rechtlichen Bestand unangetasteten Fideikommisse können nach Massgabe des kantonalen Rechts weiterbestehen (BGE 67 III 13). Die im kantonalen Recht vorgesehene staatliche Aufsicht im Fideikommisswesen gilt als ein sowohl öffentlich-rechtliches wie auch privatrechtliches Institut (LGVE 2000 III Nr. 7 E. 1c S. 415). Daherige Entscheide sind, wenn sie wie hier die Anpassung eines Baurechtsvertrags und damit eines Rechtsgeschäfts gemäss Art. 779a ZGB betreffen, als öffentlich-rechtliche Entscheide zu erfassen, die in unmittelbarem Zusammenhang mit Zivilrecht stehen (Art. 72 Abs. 2 lit. b BGG). Zulässiges Bundesrechtsmittel ist deshalb die Beschwerde in Zivilsachen. Unter Herrschaft des Bundesrechtspflegegesetzes von 1943 beurteilte denn auch die II. Zivilabteilung staatsrechtliche Beschwerden gegen Entscheide im Fideikommisswesen, soweit ihre Rechtsgebiete betroffen waren (z.B. Urteil P.1125/1986 vom 28. Januar 1987 gegen das in LGVE 1986 II Nr. 7 S. 133 ff. veröffentlichte Urteil). Dass die Beschwerdeführer der kantonsgerichtlichen Rechtsmittelbelehrung folgend eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten und nicht in Zivilsachen eingelegt haben, schadet nicht (BGE 134 III 379 E. 1.2 S. 382).