Citation: I 553/06 10.05.2007 E. 5

5.1 Was zunächst den Invaliditätsgrad im erwerblichen Bereich und dabei vorab die Frage der Arbeitsfähigkeit anbelangt, ist das kantonale Gericht in einlässlicher und sorgfältiger Würdigung der medizinischen Aktenlage zum Schluss gekommen, die Beschwerdeführerin sei ab Oktober 1998 zu 30 %, ab Beginn des Jahres 2002 zu 50 % und ab Oktober 2004 zu 70 % arbeitsunfähig. Es hat dabei überzeugend dargelegt, dass die Berichte des Externen Psychiatrischen Dienstes (EPD) vom 5. November 2001, 17. Februar und 7. Oktober 2003 sowie der Klinik X.________ vom 3. Januar und 15. April 2005, auf welche es sich stützt, für die Frage der Arbeitsfähigkeit der Versicherten umfassend sind und den Anforderungen der Rechtsprechung genügen. Als Diagnose ist demzufolge von einer rezidivierenden depressiven Störung, von einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung sowie von einer dissoziativen Störung und somit von psychischen Beeinträchtigungen auszugehen. Insbesondere werden fachärztlicherseits zu Recht auch die Hyperventilationsattacken, welche die Beschwerdeführerin als somatische Beschwerden qualifiziert, von der psychiatrischen Diagnosestellung mitumfasst. Eine von den erwähnten Berichten abweichende Schätzung der Arbeitsunfähigkeit beinhalten lediglich die Berichte des Hausarztes Dr. med. A.________ vom 6. Oktober 2000 und 25. Februar 2004 sowie des behandelnden Psychiaters Dr. med. M.________ vom 30. März 2005. Diese attestieren der Beschwerdeführerin - trotz im wesentlichen mit den Berichten der EPD und der Klinik X.________ übereinstimmender Diagnosestellung - eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit August bzw. September 1998. Darauf ist mit der Vorinstanz nicht abzustellen, ist doch einerseits der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass Hausärzte und behandelnde Fachärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc S. 353 mit Hinweisen) und andrerseits zu berücksichtigen, dass Dr. med. M.________ die Beschwerdeführerin im November 2004 zum ersten Mal in Behandlung hatte. Auf die einlässlichen und überzeugenden Erwägungen des kantonalen Gerichts kann verwiesen werden. Wenn die Versicherte in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde auf den Kurzbericht vom 8. Juni 2006 der Stiftung Y.________, wo sie im Mai 2006 eine Schnupperzeit absolviert hat, hinweist, vermag ihr dies nicht weiterzuhelfen. Einerseits handelt es sich dabei um den Bericht des Gruppenleiters einer Werkstatt und nicht um eine ärztliche Aussage zur Arbeitsfähigkeit; andrerseits liegt die Schnupperzeit im Zeitraum nach Erlass des - für die gerichtliche Überprüfungsbefugnis in zeitlicher Hinsicht massgebenden (BGE 130 V 445 E. 1.2 S. 446 mit Hinweisen) - Einspracheentscheides vom 23. September 2005, weshalb selbst eine für diese Zeit nachgewiesene Verschlechterung der gesundheitlichen Situation im vorliegenden Verfahren nicht berücksichtigt werden könnte. 5.2 Was sodann die erwerblichen Auswirkungen der festgestellten Leistungseinbusse anbelangt, gehen kantonales Gericht und Beschwerdeführerin beim hiefür vorzunehmenden Einkommensvergleich von den selben Grundlagen aus. In Anbetracht der lange zurückliegenden letzten Erwerbstätigkeit wurden zu Recht sowohl das Validen- wie auch das Invalideneinkommen nach der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik ermittelt. Abweichungen von der vorinstanzlichen Berechnung ergeben sich lediglich daraus, dass die Beschwerdeführerin von einem grösseren Anteil Erwerbstätigkeit bzw. von einem grösseren Grad der Arbeitsunfähigkeit ausgeht, was - wie aus den bisherigen Erwägungen hervorgeht - nicht haltbar ist. Mit dem kantonalen Gericht, auf dessen Berechnung verwiesen werden kann, ist daher in erwerblicher Hinsicht (erst) ab Oktober 2004 von einem Invaliditätsgrad von 33,8 % auszugehen.