Citation: 5A_629/2015 E. 8.1.3

8.1.3. In der Folge schildert das Kantonsgericht, was der Beschwerdeführer anlässlich der Parteibefragung vor erster Instanz zu seiner Ausbildung und zu derjenigen seiner Ehefrau aussagte. Es folgert daraus, dass den Eheleuten die Ausbildung fehle, um ohne fremde Hilfe einen Landwirtschaftsbetrieb zu führen. Mit Blick auf die Aussagen der Parteien zu den Alkoholproblemen des Beschwerdeführers, zu seinen alkoholbedingten Spitalaufenthalten und zu den damit verbundenen Schwierigkeiten bei der Arbeit auf dem Bauernhof hält das Kantonsgericht es für glaubhaft, dass der Erblasser auch nach der Veräusserung des Hofes vorwiegend frühmorgens im Stall gemolken habe und dass diese Umstände im Zeitpunkt des Verkaufs der beiden Grundstücke an den Beschwerdeführer am 19. Mai 1998 nicht nur dem Beschwerdeführer selbst, sondern auch dem Erblasser "zweifellos bekannt gewesen sein" mussten. Das Kantonsgericht würdigt auch die Aussagen des Beschwerdeführers zur Situation vor dem Verkauf, als er den väterlichen Hof als Pächter bewirtschaftete. Es stellt fest, dass der Vater den anderen Kindern nichts von der Pachtübergabe erzählt habe, verweist auf die Aussage des Beschwerdeführers, wonach er während der sechsjährigen Pachtzeit keinen Gewinn erzielt und einfach vom Minimum gelebt habe, und erklärt, dass der Beschwerdeführer selbst nicht in der Lage gewesen sei, eine Buchhaltung zu führen. Aus der Befragung des Beschwerdeführers zur Hofübergabe vom 19. Mai 1998 ergebe sich, dass dieser trotz entsprechender Hinweise im Kaufvertrag nicht habe nachvollziehen können, was das BGBB und eine Selbstbewirtschaftung i.S.v. Art. 9 BGBB bedeuten. Zudem habe der Beschwerdeführer einen nicht bestehenden schriftlichen Pachtvertrag mit dem Kaufvertrag aus dem Jahr 1998 verwechselt. Den Akten entnimmt das Kantonsgericht, dass der Erblasser für die Übernahme der Grundstücke ursprünglich einen der Beschwerdegegner vorgesehen habe, keiner von diesen das Angebot jedoch hätte annehmen wollen, da es mit der Auflage verbunden gewesen wäre, dass auf den Beschwerdeführer "geschaut werden müsse". Die Vorinstanz schildert schliesslich, wie der Erblasser trotz des schlechten Zustands des Hofes davon abgesehen habe, anstehende Sanierungsarbeiten an die Hand zu nehmen bzw. weiterzuverfolgen, weil er entweder schon damals nicht an eine existenzsichernde Fortsetzung des landwirtschaftlichen Betriebs glaubte oder ihm die Mittel fehlten.