Citation: 1C_465/2019 E. 7.3

7.3. Zwischen den Rodungsflächen und der Fläche für die Ersatzauf-forstung besteht gemäss BAFU eine Distanz von ungefähr 9 bis 9.8 km und eine Höhendifferenz von etwas mehr als 250 m. Diese Angaben werden von keiner Seite in Frage gestellt. Es gilt unter diesen Umständen die Frage, zu beantworten, ob die beiden Flächen noch in "derselben Gegend" liegen. Während hinsichtlich der Distanz von knapp 10 km zwischen der Rodungsfläche und der Fläche für den Realersatz ohne Weiteres von "derselben Gegend" ausgegangen werden kann, erscheint dies auf den ersten Blick weniger klar hinsichtlich der nicht geringen Höhendifferenz von rund 250 m. Das BAFU spricht in diesem Zusammenhang denn auch von einer eher extensiven Auslegung des Begriffs der Gegend. Dabei ist zu beachten, dass durch eine allzu extensive Auslegung die im Jahr 2013 durch die gesetzgebende Behörde abgeschaffte Möglichkeit, Realersatz in einer anderen Gegend zu leisten, de facto wieder eingeführt würde; dies gilt es zu verhindern. Gleichzeitig muss der Begriff jedoch genügend weit ausgelegt werden, so dass es insbesondere im Mittelland faktisch möglich bleibt, geeignete Ersatzflächen in derselben Gegend zu finden. Wie das BAFU ausführt, bezweckte die Gesetzesänderung in erster Linie zu verhindern, dass der Wald in den Höhenlagen zwischen 1000 m.ü.M. weiter zunimmt und im Mittelland weiter abnimmt. Vorliegend liegen sowohl Cham und Hünenberg wie auch die Fläche zur Ersatzaufforstung in Menzingen im Schweizer Mittelland und somit deutlich unterhalb von 1000 m.ü.M. Zudem weist das Gebiet in Menzingen im Vergleich zu den Rodungsflächen eine ähnliche Vegetation auf. Unter diesen Umständen ist festzuhalten, dass die Fläche der Ersatzaufforstung zwar leicht höher, jedoch noch in der gleichen Gegend liegt wie die Rodungsfläche. Bei diesem Ergebnis kann offenbleiben, ob die Ausführungen der Vorinstanz zum Ausgleich zwischen Tal- und Berggebiet zutreffend oder - wie der Beschwerdeführer behauptet - unverständlich sind. Schliesslich vermag der Beschwerdeführer auch mit seiner Behauptung, das Ersatzaufforstungsgebiet sei aus ökologischer Sicht eine Verschlechterung, nicht durchzudringen. Das BAFU hat in überzeugender Weise ausgeführt, dass es sich beim Ersatzstandort in Menzingen um eine Verbesserung handelt, da in Menzingen eine strukturreiche Ersatzaufforstung mit mehreren Baumarten geplant ist.