Citation: 8C_618/2014 E. 4.2

4.2. Zu der für seine Leistungspflicht weiter vorausgesetzten adäquaten Kausalität hat sich der Unfallversicherer in der Verfügung vom 12. April 2005 nicht explizit geäussert. Daraus kann indessen nicht geschlossen werden, dass er diese nicht geprüft hätte, war er doch nicht gehalten, seine Verfügung weiter zu begründen. Vielmehr umfasst die Anerkennung der Leistungspflicht implizit auch die dafür vorausgesetzte Bejahung der Adäquanz der geklagten Beschwerden. Von einer zweifellosen Unrichtigkeit des früheren Entscheides kann bei einer solchen Konstellation in der Regel nicht ausgegangen werden (vgl. bereits erwähntes Urteil 8C_469/2013 E. 3.2). Insbesondere geht es nicht an, dass Verwaltung oder Gericht nachträglich über die Adäquanz befindet, wie wenn es um die ursprüngliche Beurteilung ginge. Vielmehr ist einzig zu prüfen, ob die Bejahung der Adäquanz im Rahmen des bei sämtlichen Kriterien bestehenden Beurteilungsspielraums vertretbar war (vgl. E. 2.4 hievor). Anhaltspunkte dafür, dass die neue Ermessensausübung seitens des kantonalen Gerichts klarerweise die einzig richtige ist, fehlen. Damit ist ein Zurückkommen auf die unangefochten gebliebene Verfügung vom 12. April 2005 und insbesondere die Adäquanzbeurteilung unter dem Titel der Wiedererwägung unzulässig.