Citation: 2A.11/2006 13.04.2006 E. 1

1.1 Entscheide der Eidgenössischen Rekurskommission für Infrastruktur und Umwelt über den Widerruf von einzeln zugeteilten Rufnummern (INA-Nummern [INA: Individual Number Allocation]) unterliegen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht (Art. 61 Abs. 2 i.V.m. Abs. 3 des Fernmeldegesetzes vom 30. April 1997 [FMG, SR 784.10] und Art. 97 ff. OG; Urteil 2A.426/2005 vom 20. August 2005, E. 1). Zwar stehen die umstrittenen Nummern heute unabhängig vom vorliegenden Widerrufsverfahren nicht mehr in Betrieb, nachdem das Statthalteramt Zürich die Erlöse daraus beschlagnahmen liess und die Quizspiele im Anschluss hieran in ihrer bisherigen Form eingestellt wurden; dennoch hat die Beschwerdeführerin ein aktuelles schutzwürdiges Interesse an der Beurteilung ihrer Eingabe (vgl. Art. 103 lit. a OG): Sollte das Strafverfahren zu ihren Gunsten ausgehen, könnte sie ohne den Widerruf die Nummern in gleicher Weise einsetzen wie zuvor; im Übrigen verfügt sie über zahlreiche andere 0901-Nummern ("Unterhaltung, Spiele, Response"), bei denen sich die Frage des bedingungskonformen Einsatzes stellen kann (vgl. auch BGE 131 II 670 E. 1.2). Auf ihre frist- (vgl. Art. 106 OG) und formgerecht (vgl. Art. 108 OG) eingereichte Eingabe ist deshalb einzutreten. 1.2 Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet jedoch ausschliesslich der Widerruf der Nummern 0901 901 000, 0901 456 000 und 0901 251 251 aufgrund des Sachverhalts, wie er der Verfügung des BAKOM und dem Entscheid der Rekurskommission zu Grunde liegt. Soweit die Beschwerdeführerin inzwischen andere Nummern in veränderter Weise zu Quizspielen einsetzt, ist auf die Frage von deren bedingungskonformer Verwendung und auf die Ausführungen hierzu in der Beschwerdeschrift nicht weiter einzugehen. Streitobjekt in der nachträglichen Verwaltungsrechtspflege bildet einzig das durch die angefochtene Verfügung geregelte Rechtsverhältnis. Gegenstände, über welche die Verwaltung als erstinstanzlich verfügende Behörde nicht befunden hat und über die sie nicht zu entscheiden hatte, können aus Gründen der funktionellen Zuständigkeit durch die übergeordneten Instanzen nicht geprüft werden (BGE 117 Ib 114 E. 5b S. 118 f.; Urteil 2A.121/2004 vom 16. März 2005, E. 2.1; Kölz/Häner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, S. 149, Rz. 404; Fritz Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 42 ff., dort insbesondere S. 44 f., Ziff. 4.2).