Citation: 6B_1315/2017 E. 1.6

1.6. Der Beschwerdeführer rügt überdies eine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV. Die vorinstanzliche Begründung genüge der Begründungsdichte von Haftentscheiden nicht und verletze sein rechtliches Gehör (mit Hinweis auf BGE 142 I 135 E. 2.1 S. 145 betr. "Dublin-Haft"). Die Vorinstanz habe nicht dargetan, weshalb die Art. 5 Ziff. 3 und 4 EMRK i.V.m. Art. 31 Abs. 3 und 4 BV nicht gelten sollten. Das erschwere eine sachgerechte Anfechtung erheblich. Die Begründung muss kurz die wesentlichen Überlegungen nennen, von denen sich das Gericht leiten lässt und auf die es seinen Entscheid stützt. Es muss sich nicht mit jedem Parteivorbringen einlässlich auseinandersetzen (BGE 141 III 28 E. 3.2.4 S. 41; 139 IV 179 E. 2.2 S. 183). Dies entspricht auch den konventionsrechtlichen Anforderungen. Die EMRK verpflichte zwar, Entscheide zu motivieren, wobei es auf den Einzelfall ankommt, doch lasse sich Art. 6 Ziff. 1 nicht in der Weise auslegen, dass eine detaillierte Antwort auf jedes Argument gefordert würde (comme exigeant une réponse détaillée à chaque argument); es könne [in casu] akzeptiert werden, dass die bundesgerichtliche Motivation implizit die Konformität mit Art. 5 Ziff. 4 eingeschlossen habe (pouvait implicitement inclure la conformité) (Urteil Mäder c. Suisse vom 8. Dezember 2015, Nr. 6232/09 und 21261/10, Ziff. 75, 77). Die vorinstanzliche Motivation ist nicht zu beanstanden. Wie jedes behördliche Handeln hat auch der Motivationsaufwand verhältnismässig zu sein. Der Beschwerdeführer war offenkundig in die Lage versetzt, die Entscheidung sachgerecht anzufechten. Das Vorbringen, "die Vorinstanz [habe] sich mit den entsprechenden Rügen nicht auseinandergesetzt und insbesondere nicht dargetan, weshalb für [ihn] die erwähnten Verfahrensgarantien nicht gelten sollten" (Beschwerde Ziff. 6), ist abwegig.