Citation: 4P.258/2004 16.03.2005 E. 3

Die Beschwerdeführerin beanstandet die Begründung des Kantonsgerichtes in verschiedener Hinsicht als verfassungswidrig. 3.1 Zunächst wirft sie dem Kantonsgericht vor, es sei widersprüchlich und damit willkürlich, einerseits zu entscheiden, es sei keine generelle Abmachung in Abweichung von den "Bedingungen" getroffen worden, die Optionen nur im beidseitigen Einverständnis glattzustellen (so E. 3), andrerseits aber davon auszugehen, dass eine spezifische Abmachung getroffen worden sei, gegen die Errichtung von Grundpfandschulden einstweilen mit dem Glattstellen der Put-Option SAP zuzuwarten (so E. 4). Auf diese Rüge ist nicht einzutreten. Mit dieser Beanstandung rügt die Beschwerdeführerin effektiv die Rechtsanwendung der Vorinstanz als widersprüchlich und willkürlich. In berufungsfähigen Entscheiden kann die richtige Anwendung von Bundesrecht nur im Berufungsverfahren überprüft werden (Art. 43 Abs. 1 OG). Eine staatsrechtliche Beschwerde steht nicht zur Verfügung (Art. 84 Abs. 2 OG). 3.2 Sodann rügt die Beschwerdeführerin die Beweiswürdigung des Kantonsgerichts in verschiedener Hinsicht als willkürlich. 3.2.1 Zunächst beanstandet die Beschwerdeführerin, aus der Begründung des Kantonsgerichtes gehe nicht klar hervor, ob das Schliessen der Put-Option SAP eine Vereinbarung der Prozessparteien verletze oder gegen das Gebot von Treu und Glauben verstosse. Auch diesbezüglich ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. In der Beschwerdeschrift ist im Einzelnen auszuführen, gegen welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern diese durch den angefochtenen Entscheid verletzt werden (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Diesen Substanziierungsanforderungen genügt die Beschwerdeschrift nicht. 3.2.2 Weiter wirft die Beschwerdeführerin dem Kantonsgericht eine willkürliche Würdigung der Zeugenaussage von C.________ vor. Zur Begründung wird insbesondere ausgeführt, die Zeugin C.________ habe deponiert, die fragliche Vereinbarung sei am 18. September 2001 geschlossen worden, während der Beschwerdegegner im Schreiben vom 20. September 2001 behauptet habe, die Vereinbarung sei am "gestrigen späten Nachmittag (19.09.01) getroffen" worden, bzw. "gemäss unserer am 19.09.01 getroffenen Vereinbarung" sei die Beschwerdeführerin zur Schliessung der Put-Option SAP nicht berechtigt gewesen. Dazu ist zu bemerken, dass das Kantonsgericht unangefochten festgehalten hat, dass am 18. September 2001 eine Sitzung von B.________ mit dem Beschwerdegegner und der Zeugin C.________ stattgefunden habe. Wenn die Zeugin C.________ unter diesen Umständen eine Vereinbarung vom 18. September 2001 erwähnt hat, spricht dies nicht gegen ihre Glaubwürdigkeit, sondern stellt allenfalls den Beweiswert des vom Beschwerdegegner vorgelegten Schreibens vom 20. September 2001 in Frage, in welchem von einer Vereinbarung vom 19. September 2001 die Rede ist. Insoweit ist die Beweiswürdigung der Aussagen von C.________ nicht zu beanstanden. Sodann ist auf die Beschwerde nicht einzutreten, soweit die Beschwerdeführerin die Auffassung des Kantonsgerichts rügt, die Aussagen der Zeugin C.________ seien "präzis und differenziert" ausgefallen, weil mit keinem Wort substanziiert wird, inwieweit die Beweiswürdigung deshalb willkürlich sein soll (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Desgleichen ist die Beschwerde unzulässig, soweit auf die Würdigung der Zeugenaussagen durch das Bezirksgericht Maloja verwiesen wird, welches eine sorgfältige Abwägung des Gewichts der Zeugen und der Glaubwürdigkeit ihrer Aussagen vorgenommen habe. Mit dem Hinweis auf die Erwägungen des Bezirksgerichts Maloja ist nicht dargetan, inwiefern die zu einem anderen Ergebnis gelangende Würdigung des Kantonsgerichtes krass falsch und damit willkürlich sein soll (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). 3.2.3 Schliesslich ist auch auf die weiteren Beanstandungen nicht einzutreten, welche die Beschwerdeführerin gegen die Würdigung der Zeugenaussage von C.________ erhebt. Auch diesbezüglich erschöpft sich die Beschwerde in einer appellatorischen Kritik an der Würdigung der Zeugenaussagen, ohne auszuführen, weshalb die Auffassung des Kantonsgerichtes qualifiziert falsch und damit willkürlich sein soll (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG).