Citation: 2C_911/2018 E. 3.5

3.5. Die Beschwerdeführer machen im Wesentlichen geltend, der einmal begründete Wohnsitz bestehe solange fort, als die betroffene Person nicht in äusserlich erkennbarer Weise ihre Absicht, diesen aufzugeben, kundtue. Der vorinstanzlich festgestellte Sachverhalt enthalte keinen solchen erkennbaren Willen der Beschwerdeführer, X.________ aufzugeben. Dass das Steueramt SG in der Verfügung vom 12. Dezember 2014 festgehalten habe, der Wochenaufenthalt (in U.________) werde entgegenkommenderweise noch bis Ende 2009 akzeptiert, helfe ersterem nicht weiter. Das Steuerdomizil der Beschwerdeführer sei im Jahr 2010 seit 12 Jahren in X.________ gewesen. Da der Beschwerdeführer 1 jährlich während durchschnittlich 150 Tagen geschäftlich im Ausland gewesen sei, habe er die Wochenenden jeweils in X.________ verbracht. Ausserdem gehe die bundesgerichtliche Praxis gemäss dem Urteil 2C_178/2011 davon aus, dass die Beziehung von Steuerpflichtigen zur elterlichen Familie nicht mehr so stark sei, wenn der Steuerpflichtige das 30. Altersjahr überschritten habe oder sich seit mehr als fünf Jahren ununterbrochen am selben Arbeitsort aufhalte. Was für Kinder gelte, müsse erst recht für die Eltern gelten. Die familiären Bindungen dürften nicht zur Begründung des Lebensmittelpunktes der Beschwerdeführer herangezogen werden.