Citation: 8C_693/2019 E. 5.3.1

5.3.1. Der Umstand, dass bei einer versicherten Person keine organischen Unfallfolgen mehr objektiviert werden können, heisst nicht, dass ihre Beschwerden auf eine rein psychische Fehlentwicklung zurückzuführen sind. Die differenzierte Rechtsprechung zur Adäquanz natürlich kausaler nicht organisch objektivierbarer Unfallfolgen bei HWS-Schleudertraumata und äquivalenten Verletzungen beruht gerade auf der Erkenntnis, dass entsprechende Beschwerden typischerweise nicht klar in physische und psychische Komponenten unterteilt werden können, jedoch auch und vor allem Verletzungen physischer Art vorliegen. Dem hat die Rechtsprechung mit BGE 134 V 109 Rechnung getragen und erkannt, dass entsprechende Fälle mit der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhanges zu entscheiden sind. Das kantonale Gericht hat die Adäquanz eingehend geprüft und ist zur Erkenntnis gelangt, diese müsse verneint werden.