Citation: 7B_156/2022 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz hält im angefochtenen Beschluss in tatsächlicher Hinsicht fest, der Beschwerdegegner bringe im Rahmen seiner Stellungnahme selber vor, dass möglicherweise geschützte (nicht beschlagnahmte) Daten an die Privatklägerschaft herausgegeben worden seien. Dies sei nach Angaben des Beschwerdegegners allerdings ein Versehen und darauf zurückzuführen, dass die Polizei gegenüber der Staatsanwaltschaft kommuniziert habe, dass die Anwaltskorrespondenz und private Unterlagen aussortiert worden seien. Inzwischen seien die entsprechenden Daten gemäss den Angaben des Beschwerdegegners zurückverlangt worden. Die Vorinstanz folgert daraus, dass die Herausgabe der Anwalts- und Verteidigerkorrespondenz offensichtlich aus Versehen erfolgt und auf einen Vollzugsfehler in der Informatik zurückzuführen sei, der nicht dem Beschwerdegegner, sondern der Kantonspolizei zuzuordnen sei. Da die Vernichtung der irrtümlich herausgegebenen Daten sowie die Rückgabe der Originaldatei vom Beschwerdegegner angeordnet worden sei und es darüber hinaus keine Hinweise gebe, dass der Beschwerdegegner die nicht beschlagnahmefähigen Daten absichtlich ausgehändigt habe, sei darin kein Ausstandsgrund im Sinne von Art. 56 lit. f StPO zu sehen.