Citation: 1P.164/2005 30.05.2005 E. 3.2

3.2.1 Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, erschöpft sich weitgehend in appellatorischer Kritik (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Er setzt sich kaum mit der Argumentation des Obergerichtes auseinander und legt lediglich seine Sachverhaltsversion dar. Damit ist aber nicht dargetan, dass die Beweiswürdigung des Obergerichtes willkürlich wäre. Der Beschwerdeführer vermag insbesondere nicht aufzuzeigen, dass der Entscheid von Tatsachen ausginge, die mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch ständen. Es trifft denn auch mitnichten zu, dass sich der Schuldspruch primär auf den Bericht des Marie Meierhofer-Instituts stütze. Im Gegenteil, wie in E. 3.1 hievor aufgezeigt, hat sich das Obergericht mit verschiedenen Elementen auseinandergesetzt, hat das Aussageverhalten beider Parteien einer sorgfältigen Prüfung unterzogen und schlüssig aufgezeigt, weshalb die Schilderungen des Mädchens äusserst glaubhaft erscheinen. Es ist dem Obergericht insbesondere aufgrund der detailgetreuen Darstellungen des Mädchens nicht vorzuwerfen, dass keine andere Täterschaft in Erwägung gezogen wurde. Dazu bestand kein Anlass. Soweit der Beschwerdeführer dem Obergericht vorwirft, es habe zu Unrecht kein Glaubhaftigkeitsgutachten eingeholt, verkennt er, dass die Prüfung der Glaubhaftigkeit von Aussagen primär Sache der Gerichte ist. Auf Begutachtungen ist nur bei Vorliegen besonderer Umstände zurückzugreifen (BGE 129 I 49 E. 4 S. 57). Solche Umstände sind nicht ersichtlich. 3.2.2 Auch die Vorbehalte des Beschwerdeführer zum Bericht des Marie Meierhofer-Instituts (act. 437, 438) sind wenig überzeugend. Der Bericht hält fest, aufgrund der Videobefragungen sei es unwahrscheinlich, dass der Täter zum nahen alltäglichen Umfeld des Kindes gehört. Das Mädchen erzähle zwar die Ereignisse mit grossem Unbehagen, schildere aber keine krassen Diskrepanzen zu seinen bisherigen Erfahrungen mit der fraglichen Person. Der Täter scheine dem Kind jedoch immerhin so weit vertraut gewesen zu sein, dass sich dieses arglos auf die Vorschläge des Gegenübers eingelassen habe. Wenn der Beschwerdeführer nun geltend macht, allein aufgrund der Tatsache, dass er nicht zum täglichen Umfeld des Mädchens gehöre, könne nicht auf seine Täterschaft geschlossen werden, lässt er wiederum ausser Acht, dass sich die Beweiswürdigung des Obergerichts auf zahlreiche verschiedene Faktoren stützt und nicht einzig auf den fraglichen Bericht abstellt. 3.2.3 Selbst wenn in den Aussagen des Mädchens zum Teil Abweichungen vorkommen, hat das Obergericht diesem Umstand Rechnung getragen und festgehalten, dass die Aussagen in den relevanten Punkten in sich schlüssig und frei von inneren Widersprüchen seien. Dass die Angaben des Kindes in einzelnen Nebenpunkten zum Teil etwas unsicher seien bzw. nicht übereinstimmten, erscheine aufgrund seines Alters sowie der Tatsache, dass seit dem Besuch beim Beschwerdeführer bereits 1 ½ bis 2 Monate vergangen waren, normal. Dies ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden. 3.3 Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass das Obergericht sich eingehend mit den Tatvorwürfen auseinandergesetzt und sorgfältig abgewogen hat, ob die Schilderungen des Mädchens glaubhaft seien. Bei objektiver Würdigung des gesamten Beweisergebnisses und im Hinblick auf den grossen Ermessensspielraum des Obergerichtes, drängen sich - auch im Lichte der Vorbringen des Beschwerdeführers - keine offensichtlich erheblichen und schlechterdings nicht zu unterdrückenden Zweifel an der Beweiswürdigung des Obergerichtes auf.