Citation: 2C_1055/2019 E. 2.2.5

2.2.5. Von keiner Bedeutung ist hingegen, ob die Miterbin oder der Miterbe das Grundstück "unentgeltlich" (unter Anrechnung an den Erbteil) oder "teilweise entgeltlich" (Auskauf der Miterben, Erwerb an einer freiwilligen Versteigerung unter den Erben, an einer öffentlichen Versteigerung usw.) übernimmt (dazu wiederum Klöti-Weber, a.a.O., N. 13 zu § 97 StG/AG; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N. 177 zu § 216 StG/ZH; Langenegger, a.a.O., N. 6 und 7 zu Art. 131 StG/BE). Wie hoch die Eigenquote der übernehmenden Miterbin oder des übernehmenden Miterben ist, spielt ebenso wenig eine Rolle. Bei der Erbteilung handelt es sich so oder anders integral um eine steueraufschiebende Veräusserung (Rainer Zigerlig/Mathias Oertli/Hubert Hofmann, Das St. Gallische Steuerrecht, 7. Aufl. 2014, V. Teil N. 40). In gleicher Weise wie die latente Steuerlast realisationsfrei (steueraufschiebend aufgrund der Erbfolge) vom Erblasser oder der Erblasserin auf die Erbengemeinschaft übergegangen war, geht sie realisationsfrei (steueraufschiebend aufgrund der Erbteilung) auf die übernehmende Miterbin oder den übernehmenden Miterben über.