Citation: 4P.186/2005 12.10.2005 E. 3

3.1 Willkür liegt nach ständiger Rechtsprechung nicht schon dann vor, wenn eine andere Lösung als die vom kantonalen Gericht gewählte ebenfalls vertretbar scheint oder gar vorzuziehen wäre. Das Bundesgericht hebt einen kantonalen Entscheid wegen eines Verstosses gegen das Willkürverbot vielmehr nur auf, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9; 122 I 61 E. 3a S. 66 f.; 121 I 113 E. 3a S. 114; 119 Ia 113 E. 3a S. 117, je mit Hinweisen). Dass offensichtliche Unhaltbarkeit in diesem Sinne gegeben ist, hat der Beschwerdeführer anhand der von der Rechtsprechung entwickelten Kriterien im Einzelnen darzulegen (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; BGE 110 Ia 1 E. 2a S. 3 f.; vgl. auch BGE 122 I 70 E. 1c S. 73 mit Hinweisen). Es geht nicht an, in einer staatsrechtlichen Beschwerde bloss appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid zu üben, als ob dem Bundesgericht die freie Prüfung aller Tat- und Rechtsfragen zukäme. 3.2 Da vorliegend eine vermögensrechtliche Streitigkeit zur Beurteilung steht, deren Streitwert über Fr. 8'000.-- liegt, Berufungsfähigkeit somit gegeben ist (Art. 46 OG), fällt zudem in Betracht, dass wegen der Subsidiarität der staatsrechtlichen Beschwerde (Art. 84 Abs. 2 OG) die Rüge falscher Anwendung von Bundesrecht mit Berufung vorzubringen ist, so dass die staatsrechtliche Beschwerde insoweit verschlossen bleibt (BGE 120 II 384 E. 4a S. 385). 3.3 Ferner ist zu beachten, dass es nach ständiger Praxis des Bundesgerichts im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde grundsätzlich verboten ist, neue Tatsachenbehauptungen sowie rechtliche Argumente vorzubringen und neue Beweisanträge zu stellen (BGE 128 I 354 E. 6c S. 357 mit Hinweisen). Das Bundesgericht hat bei der Überprüfung einer Willkürbeschwerde mithin vom Sachverhalt auszugehen, wie er dem angefochtenen Entscheid zugrunde gelegt worden ist, es sei denn, der Beschwerdeführer weise nach, dass die kantonale Instanz verfassungswidrig unrichtige oder unvollständige tatsächliche Feststellungen getroffen hat.