Citation: 1P.656/2000 14.11.2000 E. A

A.- R.________ befand sich vom 17. Juni 1998 bis zum 2. Oktober 1998 in Untersuchungshaft. Am 21. Dezember 1999 wurde er wegen dringenden Verdachts des Betrugs und der Urkundenfälschung erneut festgenommen. Die Untersuchungshaft wurde in der Folge mehrmals wegen Kollusions- und Wiederholungsgefahr verlängert. Am 21. Januar 2000 verurteilte das Kriminalgericht des Kantons Luzern R.________ wegen gewerbsmässigen Betrugs, Unterlassung der Buchführung sowie mehrfacher Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung zu 3 1/2 Jahren Zuchthaus, abzüglich 107 Tage Untersuchungshaft, wobei es die Verwahrung nach Art. 42 Ziff. 1 StGB anordnete. Auf Appellation hin reduzierte die II. Kammer des Obergerichts des Kantons Luzern mit Urteil vom 11. Juli 2000 die Zuchthausstrafe auf 3 Jahre und sah von einer Verwahrung ab. Sowohl R.________ als auch die Staatsanwaltschaft haben gegen diesen Entscheid Nichtigkeitsbeschwerde angemeldet. Am 28. August 2000 ordnete das Justizdepartement des Kantons Luzern rückwirkend auf den 11. Juli 2000 den Strafvollzug an. Das Amtsstatthalteramt Luzern-Land verlängerte in Unkenntnis der Vollzugsverfügung des Justizdepartements am 1. September 2000 die Untersuchungshaft um 30 Tage. Das Obergericht trat auf den von R.________ dagegen erhobenen Rekurs mit Entscheid vom 22. September 2000 nicht ein, weil das Verfahren durch den Antritt des Strafvollzugs gegenstandslos geworden sei. Das Amtsstatthalteramt stellte mit Verfügung vom 27. September 2000 die Aufhebung der Untersuchungshaft per 11. Juli 2000 fest.