Citation: 1C_402/2023 E. 4.7

4.7. Selbst wenn der Beschwerdegegner im Strafverfahren gegen den Beschwerdeführer die belastenden und entlastenden Umstände nicht mit gleicher Sorgfalt untersucht haben sollte, wie dies Art. 6 Abs. 2 StPO fordert, bestehen nach dem Ausgeführten keine hinreichenden Anhaltspunkte für ein strafbares Verhalten, zumal sämtliche von der Vorinstanz in Betracht gezogenen Straftatbestände Vorsatz (Wissen und Willen) erfordern (Art. 12 Abs. 1 und 2 StGB). Ob der Beschwerdeführer mit Beweisanträgen und Akteneinsichtsgesuchen dafür hätte sorgen können, dass die von ihm als relevant erachteten, angeblich entlastenden Beweismittel Eingang ins Verfahren gefunden hätten, spielt in dieser Hinsicht keine Rolle. Auf die betreffenden Ausführungen der Vorinstanz und des Beschwerdeführers ist deshalb nicht einzugehen. Somit erweist sich die Rüge, das Obergericht habe die Ermächtigung zu Unrecht verweigert, als unbegründet, soweit sie hinreichend substanziiert wurde.