Citation: 9C_810/2015 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer vertritt demgegenüber die Auffassung, die Schlussbestimmungen der 6. IV-Revision seien im vorliegenden Fall nicht anwendbar. Laut Expertise der MEDAS vom 5. April 2007, zusätzlich erläutert im späteren Gutachten des BEGAZ vom 28. November 2013, leide er an einer starken Verspannung der Nacken- und Schultermuskulatur (Tendomyose). Dabei handle es sich um eine objektivierbare Gesundheitsbeeinträchtigung. Die posttraumatische Migräne falle ebenso wenig unter die pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebilder ohne organische Grundlage. Vielmehr habe er beim Unfall Kopfkontusionen erlitten, die eine Migräne auslösen können. Werde von einem sogenannten Mischsachverhalt ausgegangen, seien die Schlussbestimmungen der 6. IV-Revision nur anwendbar, wenn die vom syndromalen Zustand unabhängige organische (oder psychische) Gesundheitsschädigung die anspruchserhebliche Arbeitsunfähigkeit nicht mitverursacht hat. Dies treffe hier nicht zu. Die chronische Verspannung der Nacken-/Schultermuskulatur und die Migräne seien die hauptsächlichen Beschwerdebilder. Falls eine Prüfung anhand der geänderten Rechtsprechung erforderlich sei, erscheine die Expertise des BEGAZ zu wenig aussagekräftig. Der angefochtene Entscheid äussere sich sodann zu verschiedenen Indikatoren gemäss BGE 141 V 281 gar nicht oder nur rudimentär (Komorbiditäten, Persönlichkeit und Konsistenz sowie ausgewiesener Leidensdruck). Schliesslich resultiere bei einer Arbeitsfähigkeit von 70 % in einer leichten wechselbelastenden Tätigkeit gemäss Gutachten des BEGAZ im Rahmen eines Einkommensvergleichs ein Invaliditätsgrad von 51 %; damit bleibe es bei der bisher ausgerichteten halben Invalidenrente.