Citation: 8C_193/2007 23.10.2007 E. 5

5.1 Mit der rechtskräftigen Verfügung vom 30. August 2001 wurde der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 10. Juli 1999 und den damals geltend gemachten Beschwerden verneint. Dementsprechend erbrachte die SUVA anschliessend - wie bereits zuvor seit 25. April 2000 - keine Leistungen. In medizinischer Hinsicht stützte sich der Versicherer insbesondere auf das Arztzeugnis UVG des Dr. med. R.________ vom 10. August 2001 und die kurze Stellungnahme des Kreisarztes Dr. med. W.________ vom 27. August 2001. Dr. med. R.________ stellte die Diagnose eines Status nach Verkehrsunfall vom 10. Juli 1999 mit HWS-Distorsion (cervicocephaler Symptomenkomplex; Cervikobrachialsyndrom beidseits; neuropsychologische Defizite; veg. Dysregulation). Ausserdem wies er auf eine generalisierte Tendomyopathie hin und erklärte, schon vor dem Unfall seien Schmerzen cervikal aufgetreten. 5.2 Die Entstehung eines Leistungsanspruchs nach dem 30. August 2001 setzt unter diesen Umständen voraus, dass entweder ein neues unfallkausales Leiden aufgetreten ist oder sich eine vor Erlass der erwähnten Verfügung abgeklungene Symptomatik wieder manifestiert hat. Hierfür bestehen jedoch keine hinreichenden Anhaltspunkte: Die Beschwerdeführerin weist auch im vorliegenden Verfahren im Wesentlichen auf eine Tendomyopathie und die Folgen einer HWS-Distorsion hin (vgl. die Schreiben des Dr. med. R.________ vom 9. und 20. Juni 2006). Beide Symptomkreise bildeten, wie dargelegt, bereits Gegenstand der Verfügung vom 30. August 2001, mit welcher ein Kausalzusammenhang zum Unfall vom 10. Juli 1999 rechtskräftig verneint wurde. Das der Invalidenversicherung erstattete Gutachten der Medizinischen Abklärungsstelle Universitätskliniken Basel (MEDAS) vom 11. August 2003 nennt als Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein generalisiertes Schmerzsyndrom (Differenzialdiagnose: Anhaltende somatoforme Schmerzstörung; Verdacht auf Symptomausweitung und deutliche Selbstlimitierungstendenz), eine leichte depressive Episode sowie eine leichte bis mittelschwere neuropsychologische Störung (am ehesten zu interpretieren im Rahmen einer der vorstehenden Diagnosen), als solche ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit "sonstige belastende Lebensumstände, die Familie und Haushalt negativ beeinflussen (psychische und körperliche Erkrankung des Ehemannes)". Auch diese Ergebnisse bilden keine Grundlage für die Annahme, es sei nach dem 30. August 2001 ein damals nicht vorhandenes, auf den Unfall vom 10. Juli 1999 zurückzuführendes Leiden aufgetreten. Die These, der Gesundheitszustand habe sich nach der Untersuchung durch die MEDAS verschlechtert, wurde im die Invalidenversicherung betreffenden Verfahren I 578/05 (Urteil vom 1. Februar 2006, E. 4.2 am Ende) mit Bezug auf den dort zu beurteilenden Zeitraum bis 1. September 2004 abgelehnt. Eine spätere, im vorstehend umschriebenen Sinn erhebliche Veränderung ist nach Lage der Akten nicht eingetreten. Es besteht auch kein Anlass für ergänzende Abklärungen. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen.