Citation: 1C_536/2010 13.01.2011 E. B

Am 2. November 2009 ersuchte der Rechtsvertreter von X.________, Fürsprecher Jürg Brand, um vollständige Einsicht in die Akten des Auslieferungsverfahrens. Am 20. November 2009 nahm MLaw Denise Schneider, Substitutin von Fürsprecher Brand, in den Räumlichkeiten des Bundesamtes Einsicht in die Akten des Auslieferungsverfahrens. Dabei wurde sie mündlich darauf aufmerksam gemacht, dass interne Notizen, E-Mails etc. sowie vertrauliche Dokumente vorgängig ausgeschieden worden seien. Am 3. Dezember 2009 ersuchte Fürsprecher Brand namens von X.________ erneut, es sei ihm vollständige Akteneinsicht zu gewähren. Für den Fall der Ablehnung ersuchte er um Erlass einer anfechtbaren Verfügung. Mit Schreiben vom 2. Dezember 2009 - beim Bundesamt eingegangen am 7. Dezember 2009 - teilte das Justizministerium von Baden-Württemberg mit, der Haftbefehl gegen X.________ sei aufgehoben worden. Das Auslieferungsverfahren habe sich damit erledigt. Am 8. Dezember 2008 informierte das Bundesamt Fürsprecher Brand über die Aufhebung des deutschen Haftbefehls. Das Bundesamt bemerkte, damit werde das Auslieferungsverfahren gegenstandslos. Es bat Fürsprecher Brand um Mitteilung, ob er unter den gegebenen Umständen am Gesuch um vollständige Akteneinsicht festhalte. Letzteres bejahte Fürsprecher Brand mit Schreiben vom 10. Dezember 2009.