Citation: I 388/02 02.04.2003 E. 5

5.1 Die revisionsweise Aufhebung der Rente auf 1. Oktober 2000 wird in der Verfügung vom 29. Oktober 2001 damit begründet, die Beschwerdeführerin sei gemäss Gutachten des Instituts Y.________ vom 6. September 2000 in einer leichten Tätigkeit, wie der einer Bankangestellten, voll arbeitsfähig, und es bestehe auch im Haushalt keine Beeinträchtigung mehr. Damit sei keine Invalidität (mehr) gegeben. Die Verwaltung geht mithin davon aus, es sei seit Rentenbeginn (Januar 1998) eine anspruchsbeeinflussende Verbesserung des Gesundheitszustandes eingetreten, worin sie vom kantonalen Gericht bestätigt wird. Andere Revisionsgründe, wie etwa eine Änderung des Aufgabenbereichs (BGE 105 V 30 mit Hinweis), stehen nicht zur Diskussion. 5.2 Eine Änderung der tatsächlichen Verhältnisse muss den Invaliditätsgrad wesentlich beeinflussen und voraussichtlich von längerer Dauer sein, um die revisionsweise Herabsetzung oder Aufhebung einer laufenden Invalidenrente begründen zu können (Erw. 4 hievor). Das Institut Y.________ schätzt im Gutachten vom 6. September 2000 und Ergänzungsbericht vom 27. April 2001 die Restarbeitsfähigkeit der Versicherten erheblich anders ein als zuvor Dr. med. S._________, dessen Feststellungen der Zusprechung der halben Rente zu Grunde gelegt wurden (vgl. Erw. 3 hievor). Es findet sich aber weder in den genannten Berichten des Instituts Y.________ noch in den übrigen Akten eine schlüssige ärztliche Aussage dazu, inwiefern sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin im Vergleichszeitraum in erheblicher Weise verbessert haben soll. Die IV-Stelle geht auf diese Frage nicht ein und stützt sich einzig auf die Beschreibung der Arbeitsfähigkeit durch das Institut Y.________, womit eine revisionsbegründende gesundheitliche Veränderung nicht dargetan ist. Hiefür genügt entgegen der im angefochtenen Entscheid vertretenen Auffassung auch nicht, wenn der rheumatologische Konsiliararzt des Instituts Y.________ bei der Untersuchung vom 5. September 2000 die im Bericht des Dr. med. S._________ vom 10. August 1999 beschriebene Impingement-Symptomatik nicht mehr feststellen konnte. 5.3 Nach dem Gesagten lässt sich die entscheidende Frage, ob seit Beginn des Rentenanspruchs eine diesen beeinflussende Änderung der Verhältnisse im Sinne einer wesentlichen Verbesserung des Gesundheitszustandes eingetreten ist, aufgrund der Akten nicht beantworten. Es sind zusätzliche medizinische Abklärungen hiezu angezeigt. Die Verwaltung wird dabei zweckmässigerweise nicht nochmals das Institut Y.________ heranziehen, zumal dessen Einschätzung umstritten ist und der Vorinstanz in der Feststellung, die Expertise dieses (privaten) Begutachtungsinstitutes komme im Beweiswert einer MEDAS-Begutachtung ohne weiteres gleich, nicht gefolgt werden kann. Im Rahmen der umschriebenen Aktenergänzung wird der nicht ganz klaren Eingliederungssituation (Verweisungstätigkeiten) ebenso Rechnung zu tragen sein wie einer allfälligen Weiterentwicklung der gesundheitlichen Beeinträchtigung. Nötigenfalls wird die IV-Stelle sodann - wie von der Beschwerdeführerin geltend gemacht - eine Haushaltsabklärung durchführen und, falls sämtliche Voraussetzungen hiefür erfüllt sind, nach dem Grundsatz "Eingliederung vor Rente" (Art. 28 Abs. 2 IVG; BGE 108 V 212 f., 99 V 48) berufliche Eingliederungsmassnahmen gewähren.