Citation: 6B_1115/2022 E. 3.1

3.1. Zusammengefasst macht er geltend, die Vorinstanz verkenne, dass es sich beim zu beurteilenden Geschehen nicht um einen einseitigen Angriff von FC B.________-Fans auf FC C.________-Anhänger, sondern insgesamt um eine einzige grosse wechselseitige Auseinandersetzung zwischen diesen Gruppen gehandelt habe. Die vorinstanzliche Annahme, die Aktivitäten der FC C.________-Anhänger habe sich nur auf Nebenschauplätze erstreckt, sei unhaltbar. Es sei nämlich dokumentiert, dass sich Letztere zunächst zwar zurückgezogen, verschiedentlich aber signalisiert hätten, nicht zu fliehen, und dass von deren Seite aus (auch) Bierdosen und -flaschen geworfen worden und teilweise gar Stühle wechselseitig zwischen den Gruppen hin- und hergeflogen seien. Beteiligten sich aber Exponenten aus beiden gegnerischen Gruppen an der Auseinandersetzung tätlich, und sei dies seitens der Angegriffenen auch nur mittels einzelner Schläge zur Abwehr, so werde nach der Rechtsprechung aus einem Angriff ein Raufhandel. Ein Schuldspruch wegen Angriffs sei vor diesem Hintergrund widersprüchlich, offensichtlich unhaltbar und könne daher nicht ergehen.