Citation: 1C_538/2018 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer rügt, die Rückbauanordnung sei unverhältnismässig. Die Vorinstanz habe in willkürlicher Weise seine überwiegenden privaten Interessen nicht berücksichtigt und nicht dargelegt, weshalb das öffentliche Interesse an der Einhaltung der rechtlichen Normen diesen vorgehen solle. Ihre Begründung erwecke den Eindruck, sie handle schematisch und verlange unabhängig vom konkreten Einzelfall stets den Rückbau, sobald rechtliche Normen nicht beachtet würden. Für den Verzicht auf den Rückbau sprächen der nicht unbeträchtliche Rückbau- und Amortisationsaufwand sowie das Fehlen von baulichen Alternativen, um den Autounterstand ohne Eingriff in die Substanz des Einfamilienhauses zu erstellen. Zu seinen Gunsten zu berücksichtigen sei ausserdem, dass die Verkehrssicherheit und die öffentliche Ordnung wie auch die privaten Interessen der Nachbarn durch den strittigen Unterstand nicht gefährdet würden, kein grundlegendes Prinzip des Bau- und Planungsrechts verletzt werde und die Abweichung vom Erlaubten nicht schwerwiegend sei. Vielmehr gewährleiste nur der Unterstand - und keine andere Konstruktion - eine verkehrssichere Ein- und Ausfahrt mit einem Anhänger. Auch wenn er nicht restlos gutgläubig gewesen sei, lasse sich sein Vorgehen zudem erklären.