Citation: 8C_602/2019 E. 5.3

5.3. Was den Einwand der Beschwerdeführerin betrifft, das ABI-Gutachten vom 20. November 2017 sei im Zeitpunkt des Verfügungserlasses am 13. Juni 2018 bereits veraltet gewesen, so hat die Vorinstanz zutreffend erkannt, dass die Dermatomyositis und die kardiologischen Einschränkungen im Gutachtenszeitpunkt bereits bekannt waren und von den Experten entsprechend gewürdigt wurden. Sodann beurteilte die RAD-Ärztin die nach den gutachterlichen Untersuchungen erhobenen kardialen Veränderungen als diskret und ohne relevanten funktionellen Auswirkungen (vgl. Stellungnahme vom 25. Mai 2018). Hinsichtlich des erneut aufgetretenen operationsbedürftigen rektalen und vaginalen Deszensus hielt Dr. med. F.________ fest, dieser führe zu keiner zusätzlichen Minderung der Arbeits- oder Leistungsfähigkeit. Der Deszensus sei operierbar mit Herstellung des Zustandes wie bei der Begutachtung. Die Vorinstanz stellte auf diese Beurteilung ab und ging davon aus, dass die diagnostizierten urogenitalen Beschwerden nicht zu einer dauerhaften Verminderung der Arbeitsfähigkeit führen würden. Wie die Beschwerdeführerin an sich zu Recht geltend macht, setzten sich weder Dr. med. F.________ noch die Vorinstanz mit dem Umstand auseinander, dass ein operatives Vorgehen aufgrund der starken Immunsuppressiva offenbar nicht möglich war (vgl. Arztbericht des Dr. med. G.________ vom 5. April 2018). Indessen ergibt sich aus dem kurzen Bericht des Frauenarztes Dr. med. H.________ vom 28. Februar 2018 nicht, dass der Deszensus einen erheblichen Einfluss auf die Zumutbarkeit einer adaptierten Arbeitstätigkeit haben soll. Vor diesem Hintergrund ist die Vorinstanz jedenfalls nicht in Willkür verfallen, wenn sie eine dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aufgrund des rektalen und vaginalen Deszensus verneinte.