Citation: 1A.63/2005 22.08.2005 E. A

Die Munizipalgemeinde Zermatt liess durch die Dienststelle für Wald und Landschaft im Jahre 1984 einen Waldkataster zur Festlegung der Waldgrenze im Bereich der Bauzone anfertigen. Der Waldkataster lag öffentlich auf und im Verlauf des Jahres 1990 fanden Augenscheine und Projektbesprechungen mit den Einsprechern, der Gemeinde, dem Forstinspektorat des III. Kreises und der Dienststelle statt. Das Verfahren wurde alsdann ohne staatsrätliche Waldfeststellungsentscheide abgeschlossen. Im Zuge der Totalrevision des kommunalen Nutzungsplans sowie des Bau- und Zonenreglements legte die Dienststelle im Einverständnis mit der Gemeinde den auf dem Situationsplan basierenden Waldkataster am 1. April 1994 durch Publikation im Amtsblatt des Kantons Wallis öffentlich auf. Daraufhin gingen insgesamt 35 Einsprachen ein, so auch von X.________, Eigentümerin der Parzelle Nr. 1058. Gestützt auf eine Waldbegehung vom 13. Oktober 1994 wurde auf Parzelle Nr. 1058 der Portalbereich aus dem Waldkataster gestrichen. Dem damals gefertigten und vom Forstinspektor und vom Chef der Dienststelle unterzeichneten Protokoll des Augenscheins ist hinsichtlich der Bestockung auf dieser Parzelle zu entnehmen, dass es sich bei ihr um einen geschlossenen Hochwald aus Lärchen im Alter von über 50 Jahren handle, der ca. 440 m2 messe. Sie habe vor allem Bedeutung für das Ortsbild und liege im kantonalen Kompetenzbereich. Dem Eigentümer werde zugesichert, im Rahmen eines konkreten Bauprojekts die Walderhaltungsfrage neu zu überprüfen.