Citation: 5C.31/2007 03.05.2007 E. 4

Schliesslich verlangt die Beklagte die Zusprechung eines Unterhaltsbeitrages von Fr. 1'000.-- pro Monat nach dem Eintritt des Klägers ins AHV-Alter. 4.1 Wie in E. 2.7.2 erwähnt wurde, ist nach Berechnung der Vorinstanz bei der Beklagten von einem jährlichen Alterssparen von rund Fr. 9'000.-- auszugehen. Demgegenüber sei beim Kläger mit einem jährlichen Zuwachs von rund Fr. 12'000..-- zu rechnen, womit sich eine Differenz von rund Fr. 3'000.-- bzw. Fr. 250.-- pro Monat ergebe. Mit einem monatlichen Betrag von rund Fr. 250.-- zugunsten der Beklagten für den Ausgleich zukünftiger Versorgungslücken stünden den Parteien nach der Pensionierung in etwa gleich viele Mittel für die Rentenleistung der beruflichen Vorsorge zur Verfügung. Die Berufungsklägerin hat diese tatsächliche Schlussfolgerung weder im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde noch mit der Versehensrüge umzustossen vermocht. Ihr Hinweis auf die von ihr in Ziff. 11 (Berufung S. 9/10) vorgenommene Berechnung kann nicht entgegengenommen werden (E. 1.4 hiervor), und diese wäre aufgrund der nachfolgenden Erwägung auch unmassgeblich. 4.2 Das Kantonsgericht hat analog dem Urteil des Einzelrichters die Beitragspflicht des Ehemannes limitiert (E. 2i S. 18). Der erstinstanzliche Richter hat dazu erwogen (E. 3.3.5 S. 15), Art. 122 ZGB sehe die Teilung der während der Ehe geäufneten Austrittsleistung vor. Würde nun der Kläger aufgrund der nachehelichen Austrittsleistung bzw. einer jährlichen BVG-Rente verpflichtet, der Beklagten (daraus) eine Unterhaltszahlung zu leisten, so hätte dies eine doppelte Zahlungsverpflichtung des Klägers zur Folge: Er hätte einerseits die während der Ehe geäufnete Austrittsleistung zu teilen und anderseits die übrigen ihm zustehenden und teils nachehelichen Vorsorgegelder abermals - wenigstens zum Teil - an seine ehemalige Ehefrau abzuliefern. Dies entspreche nicht der ratio legis. Diese Auffassung ist zutreffend, denn die Aufteilung nach Art. 122 ZGB führt zu einer Verbesserung der Altersvorsorge der Unterhaltsberechtigten und zu einer entsprechenden Verminderung der Leistungsfähigkeit beim Unterhaltsverpflichteten, wenn er nicht in der Lage ist, seinen eigenen Vorsorgeschutz - insbesondere durch einen Einkauf - nachträglich zu verbessern. Der lebenslange Unterhaltsbeitrag behält jedoch dort seine Berechtigung, wo keine Austrittsleistungen zu teilen sind oder wo eine Teilung der Austrittsleistung nicht (mehr) möglich ist (Heinz Hausheer/Annette Spycher, Unterhalt nach neuem Scheidungsrecht, Ergänzungsband zum Handbuch des Unterhaltsrechts, Bern 2001, N. 05.167 S. 101; vgl. betreffend eine lebenslängliche Rente nach Art. 124 ZGB: BGE 131 III 1 ff.). Die Begrenzung der Unterhaltspflicht, die von der Beklagten nicht hinreichend im Sinne von Art. 55 Abs. 1 lit. c OG beanstandet wird, erweist sich damit als bundesrechtskonform.