Citation: 6B_997/2020 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz erwägt, es sei davon auszugehen, dass das vorliegende Strafverfahren Hauptursache für den Verlust der Lehrstelle des Beschwerdeführers gewesen sei. Der Beschwerdeführer mache geltend, dass er von 2013 bis 2018 unter Annahme einer erfolgreichen Lehrabschlussprüfung ein durchschnittliches Einkommen von ungefähr Fr. 56'000.-- verdient hätte. Dazu habe er einzig einen Auszug aus der Webseite www.lohncheck.ch eingereicht. Ferner habe er die Steuerberechnungsgrundlagen für die Jahre 2014 und 2015 eingereicht, wobei diese Einschätzungen nach pflichtgemässen Ermessen erfolgt seien. Für das Jahr 2014 sei ein satzbestimmendes Einkommen von Fr. 26'000.-- und im Jahr 2015 eines von Fr. 35'000.-- angenommen worden. Für die Jahre 2017 und 2018 seien die Steuerrechnungen der Staats- und Gemeindesteuern eingereicht worden. Im Jahr 2018 habe die Steuerrechnung doppelt so viel betragen, was darauf schliessen lasse, dass das Einkommen um einiges höher ausgefallen sei. Diese Unterlagen seien jedoch nicht geeignet, dass durchschnittlich erzielte Einkommen des Beschwerdeführers für die Jahre 2013 bis 2018 hinreichend und nachvollziehbar zu belegen. Es bleibe unklar, was der Beschwerdeführer effektiv mit "Gelegenheitsarbeiten" in diesen Jahren verdient habe und welche Stellensuchbemühungen im Rahmen seiner Schadensminderungspflicht er unternommen habe. Dass der Beschwerdeführer in den Jahren 2013 bis 2018 tatsächlich Fr. 56'000.-- pro Jahr habe verdienen können, sei ebenfalls nicht genügend substantiiert beziehungsweise glaubhaft gemacht worden. Der Lehrabschluss sei für Sommer 2013 vorgesehen gewesen, weswegen die Annahme eines Lohnes von Fr. 56'000.-- für das Jahr 2013 bereits deswegen fraglich sei. Es sei nicht möglich, anhand der beigebrachten Unterlagen die wirtschaftlichen Einbussen aufgrund des Strafverfahrens des Beschwerdeführers zu bestimmen und die Entschädigungsforderung in der Höhe von Fr. 126'000.-- sei vollumfänglich abzuweisen.