Citation: U 311/03 26.07.2004 E. 7

Strittig ist hingegen die massliche Festsetzung des versicherten Verdienstes. 7.1 Während die Vorinstanz die Auffassung vertrat, die Verwaltung habe den für die Taggeldbemessung zu berücksichtigenden versicherten Verdienst gestützt auf Art. 15 Abs. 2 UVG und Art. 22 Abs. 2 UVV korrekt nach dem letzten vor dem Unfall bezogenen Lohn auf Fr. 60'000.- veranschlagt (angefochtener Entscheid S. 9 Erw. 2e), macht der Beschwerdeführer geltend, im Unfallzeitpunkt sei von einem versicherten Verdienst von Fr. 97'200.- auszugehen. Basierend auf diesem UVG-Lohn für Männer habe die Beschwerdegegnerin am 2. Februar 1993 die definitive Prämienrechnung für das Jahr 1992 erhoben. Addiere man zu dem von der Ausgleichskasse des Kantons Nidwalden am 14. März 1996 bescheinigten, im Jahre 1992 AHV-pflichtigen Einkommen aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit von unbestritten Fr. 60'000.- das zusätzlich als Selbstständigerwerbender bei der Ausgleichskasse für das schweizerische Auto-, Motorrad- und Fahrradgewerbe (nachfolgend: Autogewerbekasse) abgerechnete Einkommen von Fr. 30'200.-, so resultiere daraus bereits ein Lohn von mehr als Fr. 90'000.-. Auch der vertraglich vereinbarte Monatslohn von Fr. 9'500.- aus seiner Tätigkeit für die Arbeitgeberin führe zu einem Jahresgehalt von Fr. 114'000.- und betrage somit eindeutig mehr als die mit der Beschwerdegegnerin vereinbarte Lohnsumme von Fr. 100'000.-. Der massgebende versicherte Verdienst sei daher nach Art. 22 Abs. 2 lit. c UVV zu ermitteln und zur Bestimmung der Höhe des berufs- und ortsüblichen Lohnes eine Expertise durchzuführen. A.________ und G.________, welche den Versicherten bei der Gründung der Arbeitgeberfirma von Seiten der Beschwerdegegnerin berieten, seien als Zeugen einzuvernehmen, weil sie dem Beschwerdeführer angeblich empfohlen hätten, einen im Vergleich zu seiner Stellung im Betrieb angemessenen Lohn von über Fr. 120'000.- zu versichern. Auch unter Berücksichtigung der Berufslaufbahn und der Entwicklung der Einkommensverhältnisse liege der vor dem Unfall bezogene Lohn mit Sicherheit über dem höchstversicherten Verdienst von Fr. 97'200.-. 7.2 Kurze Zeit nach der Gründung der Arbeitgeberfirma vom 5. Juli 1991 pachtete der Versicherte eine Tankstelle. Für diese selbstständige Erwerbstätigkeit erliess die Autogewerbekasse am 17. Juli 1997 gestützt auf ein massgebendes reines Erwerbseinkommen von Fr. 30'200.- die definitive Beitragsverfügung für das Jahr 1992. Da in der Schweiz wohnhafte Selbstständigerwerbende nicht obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert sind (Art. 4 Abs. 1 UVG) und weder sich dafür in den Akten Hinweise finden noch geltend gemacht wird, dass sich der Beschwerdeführer für seine selbstständige Erwerbstätigkeit im Rahmen des Betriebes der Tankstelle hatte freiwillig nach UVG gegen Unfälle versichern lassen, besteht keine Veranlassung, das effektiv aus dieser Tätigkeit bei der Autogewerbekasse abgerechnete AHV-pflichtige Einkommen von Fr. 30'200.- im Jahr 1992 zum hier strittigen versicherten Verdienst zu addieren. Sowohl die Policen der Beschwerdegegnerin vom 10. September 1991, 4. Februar und 11. November 1993 sowie vom 30. Januar 1998 als auch die definitiven Prämienabrechnungen vom 10. April 1992, 2. Februar 1993, 10 Oktober 1994, 16. Januar und 29. August 1995 sowie vom 9. Februar 1996 lauteten allesamt ausdrücklich auf die Firma "K.________ AG", und nicht auf den separat geführten und als Selbstständigerwerbender abgerechneten Betrieb der Tankstelle. Daraus folgt, dass dieses bei der Autogewerbekasse abgerechnete AHV-pflichtige Einkommen nicht bei der Beschwerdegegnerin nach UVG versichert war und deshalb auch nicht zu dem für die Bemessung der Taggelder ausschlaggebenden versicherten Verdienst zählt.