Citation: 8C_42/2013 E. 2.2

2.2. Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, dass sie "sowohl bei Einreichung des Antrages auf Sozialhilfe als auch bis heute" die von den Versicherungen nicht übernommenen krankheits- und behinderungsbedingten Kosten mittels privater Zuwendungen zu decken vermochte und vermag. Sie müsse aber hierfür immer wieder Gesuche an verschiedene Stiftungen stellen oder Verwandte und Bekannte um Hilfe bitten. Es sei für sie lebensnotwendig, dass sie von Dritten als sofortige Überbrückungshilfe finanzielle Unterstützung erhalte, wenn die Sozialhilfe sich weigere, die ungedeckten Kosten namentlich für medizinische Hilfsmittel und künstliche Ernährung zu finanzieren. Der in Art. 12 BV statuierte Grundsatz der Subsidiarität könne sich nur auf Leistungen Dritter beziehen, welche nicht unmittelbar notwendig seien, um die Existenz des Betroffenen zu sichern. Soweit die von Dritten erbrachten Leistungen ihrerseits eine "Nothilfe" im Sinne von Art. 12 BV darstellten, dürften diese nicht auf den Sozialhilfeanspruch der betroffenen Person angerechnet werden. Indem das kantonale Gericht die Zuwendungen der privaten Stiftungen, der Verwandten und Freunde der Beschwerdeführerin unbesehen ihres Grundes als der Sozialhilfe vorgehende Leistungen qualifiziere, verletze es Art. 12 BV, respektive den in dieser Bestimmung enthaltenen Begriff der Subsidiarität. Die Beschwerdeführerin sei dazu gezwungen, eine Bettelexistenz zu fristen. Verletzt sei auch Art. 8 EMRK, welcher jeder Person das Recht auf eine Wohnung garantiere. Indem die Vorinstanz einen Anspruch auf Sozialhilfe verneine, zwinge sie die Beschwerdeführerin zu einem Heimeintritt. Das Diskriminierungsverbot gemäss Art. 14 EMRK biete Schutz gegen soziale Ausgrenzungen. Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie werde diskriminiert, indem ihr als kranker Person lebensnotwendige Mittel versagt würden.