Citation: 5P.425/2001 10.01.2002 E. 4

4.- Die Beschwerdeführer rügen eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör, weil die kantonale Behörde Akten beigezogen habe, ohne ihnen Gelegenheit zu geben, sich dazu zu äussern. Grundsätzlich haben die Gesuchsteller gestützt auf Art. 29 Abs. 2 BV Anspruch darauf, zu aus Drittverfahren beigezogenen Akten Stellung nehmen zu können (oben E. 2b). Vorliegend kann auf das Aufheben des angefochtenen Entscheids aus folgendem Grund gleichwohl verzichtet werden. Aus dem Entscheid der Obergerichtskommission vom 15. Februar 2001 ergibt sich, wie bereits dargestellt, dass sich die Beschwerdeführer in jenem Verfahren wiederholt zu den dort eingereichten Akten und zum Ergebnis des Beweisverfahrens äussern konnten. Zudem wies sie der Obergerichtspräsident im vorliegenden Verfahren ausdrücklich darauf hin, dass er jene Akten beiziehe. Hätten die Beschwerdeführer den Wunsch gehabt, sich nochmals zu jenen Akten, bzw. zu den Entscheiden zu äussern, hätten sie sich nach Treu und Glauben beim Obergerichtspräsidenten melden und dies verlangen müssen. Sie machen nicht geltend, dies wäre ihnen vor dem Entscheid vom 26. Oktober 2001 nicht möglich gewesen. Bei dieser Sachlage muss der angefochtene Entscheid nicht wegen Verletzung des rechtlichen Gehörs aufgehoben werden.