Citation: 1A.308/2005 22.03.2006 E.

Die von der A.________ AG sowie B.________, D.________ und C.________ dagegen erhobene Beschwerde hiess das Kantonsgericht von Graubünden am 20. August 2003 im Sinne der Erwägungen gut und hob die Schlussverfügung auf. Es befand, der Untersuchungsrichter habe sich nicht mit der Frage auseinander gesetzt, ob der im Rechtshilfegesuch dargelegte Sachverhalt hinreichend dokumentiert und damit glaubhaft gemacht worden sei. Es werde nicht gesagt, auf Grund welcher Beweisunterlagen der Verdacht des Abgabebetruges und insbesondere die zur Qualifikation dieses Tatbestandes erforderliche Arglist hinreichend begründet erscheine. Es bedürfe dazu gewisser überprüfbarer Indizien wie Urkunden, Zeugenaussagen oder dergleichen, welche einen Verdacht zu untermauern geeignet seien. Das als Beweismittel eingereichte Urteil des Finanzgerichtes Baden-Württemberg vom 10. Juni 1999 befasse sich nicht mit der heute zur Diskussion stehenden A.________ AG, sondern mit der Firma K.________. Die Beschwerdeführer hätten sodann ein Dokument eingelegt, nach welchem die A.________ AG die Weltvertriebsrechte für alle Produkte der E.________-Gruppe von der Firma K.________ für 12,5 Millionen Franken erworben habe. Wenn die ersuchende Behörde behaupte, die A.________ AG als Nachfolgerin der Firma K.________ habe keine eigene wirtschaftliche Tätigkeit ausgeübt und es seien von dieser keine Delkredererisiken getragen worden, so liesse die von den Beschwerdeführern eingereichten Belege die gegenteilige Auffassung doch zumindest als möglich erscheinen. Angesichts dieser Beweislage vermöge das Rechtshilfeersuchen zurzeit noch nicht zu genügen, so dass ihm vorläufig nicht entsprochen werden könne. Falls die Staatsanwaltschaft Mannheim ihre Behauptungen durch offenbar vorhandene Beweismittel zu erhärten vermöge, werde die Sache möglicherweise anders zu entscheiden sein.