Citation: 5A_252/2019 E. 2.6.1

2.6.1. Fest steht, dass der Beschwerdeführer infolge seines Zahlungsverzugs (Art. 143 SchKG), d.h. weil er - als Ersteigerer - fristgemäss (vor dem Zuschlag; vgl. Steigerungsbedingungen Ziff. 10) nur die Baranzahlungen, hingegen nicht (innert 30 Tagen; vgl. Steigerungsbedingungen Ziff. 10) den restlichen Kaufpreis bezahlt hat. Ob durch die Nichterfüllung aus der früheren Versteigerung ein Ausfall bzw. ein Schaden gemäss Art. 143 Abs. 2 SchKG entstanden ist, wird festgestellt durch Vergleich der Lage, wie sie sich bei richtiger Erfüllung präsentiert hätte mit derjenigen, wie sich aus der Nichterfüllung ergibt (BGE 82 III 137 E. 2 S. 142; Urteil 5C.222/2006 vom 14. Februar 2007 E. 3). Entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers entspricht das Vorgehen des Betreibungsamtes (E. 2.2) zur Festsetzung der Ausfallforderung den anerkannten Regeln, wenn es von der Ausfallforderung die Anzahlung abgerechnet und zum Verwertungserlös der zweiten Steigerung hinzugezählt hat (GILLIÉRON, a.a.O., N. 59 zu Art. 143; GÜTLIN/KUHN, a.a.O., Rz. 702; HÄUSERMANN, a.a.O., N. 22 zu Art. 143; MORALES SANCHO, a.a.O, Rz. 285). Dieses Vorgehen ist auch im (mit der VZG vom 23. April 1920 erlassenen) Formular VZG Nr. 14 zugrunde gelegt ( "... welcher Betrag [Anzahlung] von der Ausfallsumme abgerechnet und zum Verwertungserlös geschlagen wird", "... cette somme [acompte] est deduite du montant de la créance et ajoutée au produit de la réalisation"; vgl. FRITZSCHE/WALDER, Schuldbetreibung und Konkurs, Bd. I, 1984, § 31 Rz. 42; SCHLEGEL/ZOPFI, in: Schulthess Kommentar SchKG, 2017, N. 6 zu Art. 143). In der Rechtsprechung wird die kantonale Praxis bestätigt, wonach die Anzahlung für den ersten Zuschlag für die Differenzberechnung in Rechnung zu stellen ist (Urteil 7B.251/1999 vom 24. November 1999 E. 1 und 2). Einem Erstersteigerer ist die Anzahlung (ganz oder teilweise) dann zurückzuerstatten, wenn sie zusammen mit dem Zuschlagspreis der zweiten Steigerung den Zuschlagspreis der ersten Steigerung (plus Zinsen und Kosten der zweiten Steigerung) übersteigen (GÜTLIN/ KUHN, a.a.O., Rz. 703). Dass diese Voraussetzung erfüllt sei, behauptet der Beschwerdeführer selber nicht.