Citation: 5P.27/2002 20.03.2002 E. 2

2.- a) In einem ersten Teil machen die Beschwerdeführer unter dem Titel "Willkürrüge" geltend, das Obergericht des Kantons Nidwalden habe willkürlich auf das in einem anderen Verfahren erstellte und damit grundsätzlich unbeachtliche Gutachten von P.M.________ statt auf die obergerichtlich angeordnete Expertise von E.K.________ abgestellt. Dieses Vorgehen sei umso mehr willkürlich, als das Gutachten von P.M.________ unter Verletzung der Verhandlungsmaxime und des rechtlichen Gehörs zustande gekommen sei, P.M.________ sich für die Beurteilung von Architekturaufgaben nicht geeignet habe und das Gutachten auf den gegnerischen Parteibehauptungen basiere. Die Rügen erschöpfen sich weitgehend in appellatorischer Kritik (Eignung und Vorgehen des Gutachters), und zur Begründung wird wiederholt auf die kantonalen Rechtsschriften und die Plädoyernotizen verwiesen; beides ist unzulässig. Das Obergericht hat einlässlich begründet (E. 5c), weshalb es teilweise auf das Gutachten von P.M.________ abgestellt hat; damit setzen sich die Beschwerdeführer nicht einmal ansatzweise auseinander. Sie stellen ebenso wenig dar, inwiefern die Berücksichtigung des Gutachtens von P.M.________ prinzipiell unzulässig sein soll. Namentlich übersehen sie in diesem Zusammenhang, dass das in einem anderen Verfahren, aber im gleichen Sachzusammenhang erstellte Gutachten im Rahmen der freien Beweiswürdigung durchaus herangezogen werden durfte. Erst eine unhaltbare Würdigung des Gutachtens würde Willkür begründen; solches tun die Beschwerdeführer nicht dar. Schliesslich zeigen sie auch nicht auf, inwiefern das Obergericht ihr rechtliches Gehör verletzt hätte. b) Unter dem Stichwort "Verletzung klaren Rechts" stellen sich die Beschwerdeführer auf den Standpunkt, die Beschwerdegegner hätten ihre Klageforderung kaum begründet, was Art. 119 Abs. 2 Ziff. 5 und 6 der kantonalen Zivilprozessordnung verletze. Es wird zwar behauptet, aber nicht dargelegt, dass die Rüge bereits vor Obergericht erhoben worden wäre; tatsächlich findet sich weder in der Appellationserklärung noch in den Plädoyernotizen ein entsprechender Hinweis. Das Vorbringen ist folglich neu und damit unzulässig (Novenverbot; BGE 114 Ia 204 E. 1a S. 205; 118 Ia 20 E. 5a S. 26; zur hier nicht interessierenden Ausnahme, dass erst die Begründung des angefochtenen Entscheides zur Erhebung der Rüge Anlass gegeben hat: BGE 99 Ia 113 E. 4a S. 122). c) In einem dritten, mit "Zum angefochtenen Entscheid" bezeichneten Teil kritisieren die Beschwerdeführer einzelne vorinstanzliche Erwägungen. Die Rüge, das Obergericht sei willkürlich davon ausgegangen, es liege eine Schlussabrechnung vor (zu E. 4), bleibt unsubstanziiert. Ebenso wenig ist auf die in diesem Kontext erhobene Rüge der Verletzung der Begründungspflicht (Art. 29 Abs. 2 BV) einzutreten, unterlassen es doch die Beschwerdeführer, auch nur mit einem Wort auf die entsprechende Erwägung des angefochtenen Entscheides (E. 1) einzugehen. Beim Vorwurf, das Obergericht habe das Gutachten von P.M.________ wie eine gerichtliche Expertise berücksichtigt (zu E. 5), handelt es sich um appellatorische Kritik. Die Beschwerdeführer bemängeln schliesslich, als Dritte hätten sie im Prozess gegen die Eigentümer der Parzelle Nr. ... weder rechtliches Gehör noch Einfluss gehabt, setzen sich aber in keiner Weise mit dem Vorhalt des Obergerichts auseinander, sie hätten nicht dargelegt, inwiefern das Gutachten von P.M.________ zu beanstanden sei. Die blosse Behauptung, die Erwägungen des Obergerichts seien offensichtlich aktenwidrig (zu E. 6a), ist unsubstanziiert und der diesbezügliche Verweis auf die kantonalen Rechtsschriften unzulässig. Als appellatorisch und pauschal erweist sich schliesslich die Rüge, das Obergericht habe willkürlich auf das Gutachten von P.M.________ abgestellt und die neu eingeholte Expertise von E.K.________ faktisch ausser Acht gelassen (zu E. 6b).