Citation: 8C_185/2019 E. 6.2

6.2. Vorweg ist klarzustellen, dass bei Anwendung von Art. 5 MVG (E. 2.2 hievor) - anders als im Bereich des UVG, wo abgesehen von der Einschränkung nach Art. 36 Abs. 2 UVG das Kausalitätsprinzip gilt (BGE 126 V 116 E. 3a S. 117) - mit Blick auf das hier massgebende Kontemporalitätsprinzip (E. 5.2 hievor) die nachträgliche Berufung auf ein fehlendes versichertes Ereignis (vgl. BGE 130 V 380) zwecks Durchsetzung eines folgenlosen Fallabschlusses ex nunc et pro futuro ohne Rückkommenstitel, Wiedererwägungs- oder Revisionsgrund nicht in Frage kommt. Im Rahmen der Haftung nach Art. 5 MVG bleibt der Militärversicherung unter den gegebenen Umständen einzig der Sicherheitsbeweis (vgl. dazu JÜRG MAESCHI, a.a.O., N 23 zu Art. 5) für die Vordienstlichkeit (Art. 5 Abs. 2 lit. a MVG) einerseits und die Nichtverschlimmerung bzw. Nichtbeschleunigung der Gesundheitsschädigung während des Dienstes (Art. 5 Abs. 2 lit. b MVG) andererseits (vgl. JÜRG MAESCHI, a.a.O., N 18 zu Art. 5; Jean-Maurice Frésard/Margit Moser-Szeless, a.a.O., S. 1160 Rz. 983). Nach dem Willen des Gesetzgebers soll jeder Zweifel in Bezug auf die Erfüllung des Sicherheitsbeweises der versicherten Person zugute kommen (vgl. JÜRG MAESCHI, a.a.O., N 38 i.f. zu Art. 5 mit Hinweis).