Citation: 1C_160/2022 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin macht geltend, der Beschwerdegegner hätte ihr schon lange Fr. 319'082.19 auszahlen müssen, da dieser Betrag für die Zwangsvollstreckung nicht benötigt werde. Das habe er trotz mehrfacher Aufforderung jedoch nicht getan. Das Obergericht sei auf die betreffenden Vorbringen in der Strafanzeige in Verletzung der Begründungspflicht nicht eingegangen. Zudem ist die Beschwerdeführerin der Auffassung, dass der von der Käuferin des Grundstücks an das Betreibungsamt bezahlte Betrag gemäss Kaufvertrag nicht zur Erfüllung von zwei Pfändungsforderungen über Fr. 62'910.30 und Fr. 24'658.40 verwendet werden dürfe, wie dies der Beschwerdegegner gemäss seinem E-Mail vom 13. Dezember 2021 zu tun gedenke. Auch in dieser Hinsicht habe das Obergericht die Begründungspflicht verletzt. Schliesslich wirft sie dem Beschwerdegegner vor, er sei seinen Pflichten aus dem Grundstückkaufvertrag teilweise nicht nachgekommen, weil er Schuldscheine nicht beigebracht und Veräusserungsbeschränkungen nicht gelöscht habe.