Citation: 2C_319/2023 E. 5.5.3

5.5.3. Mit der Vorinstanz ist vielmehr davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin ohne spezifische Gründe und damit selbstverschuldet dauerhaft und in erheblichem Mass sozialhilfeabhängig geworden ist. Dass der Sohn sie seit April 2021 finanziell unterstützt und sie keine Sozialhilfe mehr bezieht, ändert nichts daran, dass die dauerhafte Loslösung von der öffentlichen Hand nicht absehbar ist. Wird im Entscheidzeitpunkt keine Sozialhilfe mehr bezogen, kann aufgrund einer prognostischen Beurteilung der Gesamtumstände gegebenenfalls trotzdem eine konkrete Gefahr der fortgesetzten Sozialhilfeabhängigkeit bestehen. Eine nachhaltige Ablösung von der Sozialhilfe ist regelmässig im Falle des Rentenbezugs gegeben (vgl. BGE 149 II 1 E. 4.7), während der blosse Verzicht auf die Sozialhilfe sowie die freiwillige Unterstützung durch Angehörige eine dauerhafte Ablösung von der Sozialhilfe zweifelhaft erscheinen lassen (Urteil 2C_235/2023 vom 27. September 2023 E. 4.3 mit Hinweisen). Sobald der Sohn seine freiwilligen Zahlungen einstellt, wird die Beschwerdeführerin wieder auf Sozialhilfe angewiesen sein. Eine rechtlich verbindliche Verpflichtung des Sohnes, die Beschwerdeführerin unbedingt zu unterstützen, wie eine Bürgschaft, eine Bankgarantie oder ein unbedingtes Zahlungsversprechen, legte die Beschwerdeführerin nicht vor (angefochtenes Urteil E. 3.3.3). Einer Erwerbstätigkeit, die den Schluss nahelegen könnte, die Beschwerdeführerin könnte sich auch ohne Unterstützung des Sohnes versorgen, geht sie weiterhin nicht nach (angefochtenes Urteil E. 2.3).