Citation: 6B_381/2024 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer beanstandet die Strafzumessung durch die Vorinstanz. Er rügt diesbezüglich eine Verletzung von Art. 48 lit. e StGB sowie Art. 5 Abs. 1 StPO. Er bringt vor, dass die Vorinstanz die Verfahrensdauer ab Wiederaufnahme des Strafverfahrens im Jahre 2014 bis zum vorinstanzlichen Urteil vom 22. November 2023 bei der Strafzumessung nicht berücksichtigt habe. Die vorliegend zu beurteilenden Taten stammten aus dem Jahre 2017 und seit diesen Delikten bis zum angefochtenen Urteil seien sechs Jahre vergangen. Die lange Verfahrensdauer habe sich aus dem Umstand der unrechtmässigen Wiederaufnahme und den Fragen der Beweisverwertung ergeben, wofür er nicht die Verantwortung trage. Das Verfahren habe ungebührlich lange gedauert, weshalb eine Verletzung des Beschleunigungsgebotes vorliege, die eine Strafmilderung rechtfertige. Seit Deliktsbegehung im Jahr 2017 bis zum vorinstanzlichen Urteil seien über sechs Jahre verstrichen. Für die grobe Verletzung von Verkehrsregeln betrage die Verjährungsfrist zehn Jahre und für die qualifiziert grobe Verkehrsregelverletzung 15 Jahre. Angesichts des Umstandes, dass sich der Beschwerdeführer seit der Tatbegehung wohl verhalten habe, sei jedenfalls in Bezug auf die groben Verkehrsregelverletzungen eine Strafmilderung nach Art. 48 lit. e StGB angezeigt. In diesem Zusammenhang sei auch zu berücksichtigen, dass gegen den Beschwerdeführer erst im laufenden Jahr ein Administrativverfahren der Strassenverkehrsbehörde eröffnet worden sei, was eine zusätzliche Belastung für ihn darstelle.