Citation: 6B_302/2013 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt, es sei nicht erstellt, dass bei der Anfahrt zum Kreisel kein Kolonnenverkehr herrschte. Der Geschädigte sprach im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung beim ersten Kreisel von unregelmässigem Kolonnenverkehr (act. 7 S. 3). Die Frage kann offenbleiben. Der Beschwerdeführer macht gestützt auf Art. 42 Abs. 3 VRV geltend, bei fehlender Fahrzeugkolonne sei dem Geschädigten das Rechtsüberholen seines Fahrzeugs nicht erlaubt (mit Hinweis auf BGE 127 IV 34 E. 2b S. 40). Er wendet sich damit gegen eine Erwägung des Bezirksgerichts. Nach diesem hätte der Beschwerdeführer wissen müssen, dass sich rechts neben ihm auf dem Radstreifen ein Velofahrer befinden konnte. Ein solches Überholmanöver durch einen Velofahrer möge nicht sehr vorsichtig sein, sei aber zulässig (bezirksgerichtliches Urteil S. 16). Die Vorinstanz setzte sich damit nicht weiter auseinander. Sie hielt aber fest, ein allfälliges Selbstverschulden des Geschädigten könnte nicht derart krass sein, dass es den Kausalzusammenhang unterbrechen würde (Urteil S. 14; vgl. BGE 135 IV 56 E. 2.1). Der Beschwerdeführer musste tatsächlich damit rechnen, dass die Radfahrer den Radstreifen benützen. Er kann in dieser Situation nicht auf den Vertrauensgrundsatz (Art. 26 Abs. 1 SVG) gestützt geltend machen, er habe "bei der Einfahrt in den Kreisel auch nicht nochmals sämtliche Rückspiegel auf Fahrradfahrer prüfen" müssen (Beschwerde S. 11). Denn er wusste um ihre Anwesenheit. Offenkundig bestand zumindest seit dem Bremsmanöver im Bereich des ersten Kreisels eine kritische Situation. Das erforderte eine erhöhte Aufmerksamkeit. Auf dem Radstreifen haben Radfahrer Vortritt. Dieser reichte bis an die Kreiseleinfahrt heran und war 1,60 m breit. Es bestand genügend freier Raum. In BGE 127 IV 34 war eine andere Situation zu beurteilen. Das Vorbringen ist unbehelflich.