Citation: 2A.3/2001 18.04.2001 E. 2

2.- a) Für das Personal der Schweizerischen Bundesbahnen ist am 1. Januar 2001 grundsätzlich das neue Bundespersonalgesetz vom 24. März 2000 (BPG; SR 172. 220.1) in Kraft getreten (vgl. Art. 42 BPG in Verbindung mit der Verordnung vom 20. Dezember 2000 über die Inkraftsetzung des Bundespersonalgesetzes für die SBB und über die Weitergeltung von Bundesrecht; SR 172. 220.112; insbes. Art. 1 Abs. 1 und Art. 4 dieser Verordnung). Da sich die massgeblichen tatsächlichen Umstände des vorliegenden Falles aber noch vollumfänglich unter der Geltung des alten Rechts ereignet haben und ebenfalls sämtliche Entscheide - von der ursprünglichen Verfügung über die Auflösung des Dienstverhältnisses bis hin zum angefochtenen Beschwerdeentscheid der Personalrekurskommission - vor Inkrafttreten des neuen Rechts gefällt wurden, ist der Fall uneingeschränkt nach dem alten Recht abzuwickeln (vgl. Art. 41 BPG). b) Art. 93 der Beamtenordnung 2 vom 15. März 1993 (SR 172. 221.102. 1) ermächtigt die von der Verordnung erfassten Betriebe, im Einvernehmen mit dem Eidgenössischen Finanzdepartement Vorschriften über das Dienstverhältnis des Personals zu erlassen, das nicht dem Beamtengesetz vom 30. Juni 1927 (BtG; SR 172. 221.10) unterstellt ist. Dies galt bis Ende 2000 auch für die Schweizerischen Bundesbahnen. Gemäss Art. 69 Abs. 1 der Angestelltenordnung SBB vom 2. Juli 1993 (AO SBB; Reglement 102. 1) konnte das Dienstverhältnis der Angestellten unter Beachtung der Kündigungsfristen jederzeit aus triftigen Gründen aufgelöst oder umgestaltet werden (vgl. auch BGE 124 II 53 E. 1a). Zu Recht führt die Vorinstanz aus, triftige Gründe dürften nicht gleichgesetzt werden mit irgendwelchen geringfügigen Gründen, sondern müssten ein gewisses Gewicht aufweisen und nicht willkürlich erscheinen. Triftige Gründe unterscheiden sich aber von den so genannt wichtigen Gründen, die zur sofortigen Auflösung des Dienstverhältnisses ohne Beachtung der Kündigungsfristen berechtigen (Art. 69 Abs. 3 AO SBB). Da die entsprechenden Anforderungen angesichts der weitergehenden Auswirkungen offensichtlich strenger sein müssen, ist umgekehrt zu schliessen, dass es sich bei den triftigen um weniger bedeutsame Gründe als bei den wichtigen handelt (vgl. Peter Hänni, Beendigung öffentlicher Dienstverhältnisse, in: Geiser/Münch [Hrsg. ], Stellenwechsel und Entlassung, Basel/Frankfurt a.M. 1997, Rz. 6.15 und 6.32). Als triftige Gründe gelten zureichende sachliche Gründe (vgl. Hänni, a.a.O., Rz. 6.15) wie namentlich die gesundheitliche Nichteignung oder Untauglichkeit (Art. 69 Abs. 1 lit. a AO SBB) sowie die Nichteignung hinsichtlich Leistung oder Verhalten (Art. 69 Abs. 1 lit. b AO SBB). Mit der Vorinstanz ist jedoch festzuhalten, dass einer gesundheitlichen Nichteignung oder Untauglichkeit nicht zwingend Krankheitswert zukommen muss, sie freilich mindestens eine gewisse Dauerhaftigkeit aufzuweisen hat, damit deswegen ein Auflösungsgrund besteht.