Citation: 6A.72/2005 27.01.2006 E. A

X.________ hatte seinen Personenwagen am 4. Juli 2004 rückwärts in einer engen Parknische in der Felswand der Galerie Axenstrasse (Kanton Schwyz) abgestellt, um auf dem nahe gelegenen See zu surfen. Um 15.50 Uhr wollte er aus der Parknische nach links in Richtung Altdorf wegfahren. Aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse bat er seinen Bruder, ihn in den Verkehr einzuweisen. Der Bruder begab sich - von X.________ aus gesehen - rund 30 m nach links in Richtung Altdorf auf das gegenüberliegende Trottoir. Auf ein Handzeichen des Bruders fuhr X.________ auf die Kantonsstrasse hinaus, worauf es zu einer Kollision mit einem von links mit rund 60 km/h von Altdorf her kommenden Personenwagen kam. X.________ sagte in der Folge aus, die Zeichen seines Bruders zum Losfahren seien unmissverständlich gewesen. Der Bruder erklärte demgegenüber, nachdem das andere Fahrzeug an ihm vorbeigefahren sei, habe er X.________ angezeigt, er könne nach diesem Fahrzeug losfahren. Wahrscheinlich habe ihn sein Bruder missverstanden. Er selber sei davon ausgegangen, sein Bruder habe bis zur Kurve freie Sicht und deshalb den herannahenden Personenwagen wahrgenommen.