Citation: 2C_736/2020 E. 5.4

5.4. Entgegen seinen Einwendungen ist die Behandlung für den Beschwerdeführer in seiner Heimat finanzierbar und damit subjektiv verfügbar: Seine allgemeine Behauptung, wonach er bei einer Rückkehr in seine Heimat mittellos sein werde und unmöglich die Gesundheitskosten aus eigener Kraft sichern könne, vermag die vorinstanzliche Würdigung nicht zu entkräften, dass dem Beschwerdeführer die berufliche Erfahrungen und Qualifikationen sowie die Sprachkenntnisse in Spanisch, Deutsch, Italienisch und Französisch auf dem dortigen Arbeitsmarkt zum Vorteil gereichen dürften (vgl. vorstehende E. 5.2). Wie hoch sein Einkommen in Honduras sein wird und ab wann er dieses erzielen wird, lässt sich nicht pauschal bestimmen. Mit Blick auf die in Ergänzung des Sachverhalts herangezogene Tatsache (Art. 105 Abs. 2 BGG), dass der Beschwerdeführer in der Schweiz als Versicherungsberater monatlich zwischen Fr. 8'000.-- bis 10'000.-- erwirtschaftete und von seinem damaligen Arbeitgeber im Oktober 2014 als bester Berater ausgezeichnet wurde, durfte die Vorinstanz davon ausgehen, er werde auch in Honduras ein überdurchschnittliches Einkommen erzielen und damit die Gesundheitskosten sichern können. Die erstmals im bundesgerichtlichen Verfahren eingebrachten Dokumente hinsichtlich der fehlenden finanziellen Unterstützungsmöglichkeit seitens seiner in der Schweiz wohnhaften Mutter und Geschwister sowie die Kontoauszüge seiner zweiten Säule können vorliegend nicht entgegen genommen werden (Art. 99 Abs. 1 BGG; vgl. vorstehende E. 2.3). Selbst wenn diese Unterlagen zu berücksichtigen wären, erschiene es nicht ausgeschlossen, dass die Familienangehörigen des Beschwerdeführers insbesondere dessen - für Schweizer Verhältnisse geringe - Behandlungs- und Medikamentenkosten von monatlich Fr. 276.25 bis zum Aufbau der wirtschaftlichen Eigenleistung solidarisch übernehmen könnten, wenn sein vorhandenes Vorsorgekapital aufgebraucht ist.