Citation: 6B_1088/2022 E. 8.1.6

8.1.6. Die Beschwerdeführerin wendet sich gegen die vorinstanzliche Schlussfolgerung, wonach kein schwerer persönlicher Härtefall vorliegt. Allerdings bringt sie nichts vor, was die Anordnung der Landesverweisung als bundes- oder völkerrechtswidrig erscheinen liesse. Dies gilt namentlich, sofern sie vorbringt, dass gegen B.A.________ aktuell ein Strafverfahren wegen Drohung laufe, da er gegen die Beschwerdeführerin Todesdrohungen für die Zeit nach ihrer Haftentlassung ausgesprochen haben soll (Beschwerde S. 34 f.) bzw. dass sie in der Schweiz viel besser vor B.A.________ geschützt sei als im Kosovo (Beschwerde S. 35). Die Vorinstanz hält zutreffend fest, dass sämtliche Kinder der Beschwerdeführerin, die über die Schweizerische Staatsbürgerschaft verfügen, mittlerweile volljährig sind. Weiter ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass die jüngste Tochter der Beschwerdeführerin sich zufolge des Strafvollzugs von der Beschwerdeführerin lösen und sich auch ohne einen Beizug ihrer Mutter therapieren lassen und zurechtfinden muss (angefochtenes Urteil S. 44 f.). Eine Beziehung zu ihren Ehemann B.A.________ besteht nicht mehr. Eine wirtschaftliche und persönliche Integration der Beschwerdeführerin im Kosovo - insbesondere aufgrund ihrer Sprachkenntnisse (angefochtenes Urteil S. 44) - erscheint zudem möglich. Zusammenfassend steht fest, dass die Landesverweisung für die Beschwerdeführerin eine gewisse Härte bedeutet. Diese geht aber nicht über das Mass hinaus, das der Verfassungs- und Gesetzgeber mit der Einführung der obligatorischen Landesverweisung in Kauf nahm oder sogar wollte. Insgesamt durfte die Vorinstanz das Vorliegen eines schweren persönlichen Härtefalls ohne Verletzung von Bundes- oder Konventionsrecht verneinen. Die Landesverweisung erweist sich insofern als rechtskonform.