Citation: 6B_199/2022 E. 4.2.2

4.2.2. Was die Täterkomponenten betrifft, erkennt die Vorinstanz keine Straferhöhungsgründe. Insbesondere weise die Beschwerdeführerin keinerlei Vorstrafen aus. Das Geständnis der Beschwerdeführerin berücksichtigt die Vorinstanz zu rund einem Sechstel strafmindernd, also im Umfang von 12 Monaten. Im Gegensatz zur Erstinstanz verweigert die Vorinstanz eine Strafreduktion wegen eines Überfalls auf die Beschwerdeführerin. Sie begründet dies überzeugend. Wer sich über Jahre hinweg im grossen Stil am Drogenhandel beteilige und regelmässig für einige Tage massive Drogenmengen am Wohnort lagere, nehme gewalttätige Vorkommnisse in Kauf und setze sich einer Gefahr aus. Verwirkliche sich diese Gefahr tatsächlich, stelle dies keinen Strafminderungsgrund dar. Die Vorinstanz verneint eine erhöhte Strafempfindlichkeit, eine Verletzung des Beschleunigungsgebots, und eine verminderte Schuldfähigkeit wegen Konsums von Marihuana.