Citation: 5P.266/2001 01.11.2001 E. 2

2. A. Bern 1994, S. 221; Messmer/Imboden, Die eidgenössischen Rechtsmittel in Zivilsachen, Zürich 1992, N. 143 S. 201 f.). Die Beschwerdeführerin hält das angefochtene Urteil für willkürlich (Art. 9 BV) und deswegen auch als das Recht auf persönliche Freiheit (Art. 10 Abs. 2 BV) und den Anspruch auf besonderen Schutz der Unversehrtheit (Art. 11 Abs. 1 BV) verletzend. Inwiefern die behauptete Einschränkung der beiden Grundrechte die Voraussetzungen von Art. 36 BV nicht erfülle, erläutert die Beschwerdeführerin indessen mit keinem Wort und genügt insoweit den gesetzlichen Anforderungen an die Begründung einer staatsrechtlichen Beschwerde nicht (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; BGE 117 Ia 247 E. 2 S. 249). Im Rahmen ihrer Rüge willkürlicher Beweiswürdigung wendet die Beschwerdeführerin sodann mehrfach ein, das Obergericht habe sich über aktenkundige und von ihr aufgezeigte Ergebnisse des Beweisverfahrens ohne Begründung hinweggesetzt und/oder sich damit nicht auseinandergesetzt. Der sinngemäss erhobene Vorwurf ungenügender Prüfung und Begründung (Art. 29 Abs. 2 BV) deckt sich hier mit dem Begriff der Willkür, die in der Beweiswürdigung namentlich dann zu bejahen sein kann, wenn der Sachrichter einseitig auf einzelne Beweismittel abstellt und sich mit gegenteiligen überhaupt nicht befasst (Messmer/Imboden, a.a.O, Anm. 43 auf S. 213; zu diesem Willkürbegriff seither: BGE 118 Ia 28 E. 1b S. 30). Auf die Eingabe ist ausschliesslich als Willkürbeschwerde einzutreten. Die Beschwerdeführerin stützt einen Teil ihrer Rügen auf Erzählungen des Kindes A.________ vom 5. Juli 2001 und belegt diese Aussagen mit dem nachträglich aufgenommenen Protokoll der Befragung des Kindes vom 14. August 2001 durch die Kantonspolizei. Sie hält diese Noven für zulässig, weil zu deren Vortrag gerade die Begründung des angefochtenen Urteils Anlass gegeben habe. Sie spricht damit eine an sich mögliche Ausnahme vom grundsätzlichen Novenverbot bei Willkürbeschwerden an, übersieht aber, dass ausnahmsweise zulässige neue Vorbringen sich in jedem Fall nur auf Tatsachen und Beweismittel beziehen dürfen, die im Zeitpunkt des letzten kantonalen Entscheids bereits vorhanden gewesen sind; diese Voraussetzung ist mit Bezug auf das angefochtene Urteil vom 2. Juli 2001 nicht erfüllt (vgl. nur Messmer/ Imboden, a.a.O, N. 158 S. 227 f.; Kälin, a.a.O., S. 369 f.). Die Entwicklung des Sachverhalts nach dem Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids ist erst bei den nachfolgenden Entscheiden im vorliegenden Sachzusammenhang zu berücksichtigen. Mit diesem zusätzlichen Vorbehalt kann auf die staatsrechtliche Beschwerde eingetreten werden.