Citation: 8C_63/2015 E. 4.2.2

4.2.2. Es ist letztinstanzlich unbestritten, dass der Beschwerdeführer die Formulare "Angaben der versicherten Person" für die Monate März, April und Mai 2012 nicht innert der dreimonatigen Verwirkungsfrist abgegeben hat. Diese Versäumnis begründete er mit der Weigerung der Verwaltung, ihn nach Erlass der Verfügung vom 8. März 2012 zu empfangen, ohne diese Behauptung im vorinstanzlichen Verfahren konkretisieren zu können. Das kantonale Gericht durfte in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236) auf die Befragung des Versicherten und des zuständigen RAV-Mitarbeiters verzichten. In der anspruchsablehnenden Verfügung vom 8. März 2012 wurde er allerdings ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, dass auch im Fall einer Gutheissung der gegen die Verfügung erhobenen Einsprache nur für diejenigen Monate ein Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung bestehe, in denen die versicherte Person die Kontrollvorschriften beim RAV weiterhin erfüllt und die für die Anspruchsbeurteilung erforderlichen Unterlagen, insbesondere das Formular "Angaben der versicherten Person", eingereicht habe. Deshalb musste ihm bewusst sein, dass er trotz der fälschlicherweise erfolgten Abmeldung von der Arbeitsvermittlung nicht von den Kontrollpflichten befreit war. Die Annahme der Vorinstanz, er hätte mit seiner damals bereits mandatierten Rechtsvertreterin Rücksprache genommen, wenn er beim Versuch, dem RAV Arbeitsbemühungen einzureichen, tatsächlich abgewimmelt worden wäre, ist unter diesen Umständen keineswegs willkürlich. Selbst wenn ihm nämlich von der Verwaltung ein persönliches Vorsprechen verweigert worden wäre, hätte ihn oder seine Rechtsvertreterin, welche in jener Zeit diverse Eingaben zur Frage der Anspruchsberechtigung verfasst hatte, nichts daran gehindert, die Formulare fristgerecht schriftlich einzureichen. Letztinstanzlich behauptet er, er habe seiner Rechtsvertreterin mitgeteilt, dass das Amt sich geweigert habe, ihn zu empfangen, weshalb diese zweimal "an die Kasse" geschrieben habe, ohne eine Antwort zu erhalten. Zum Beweis stützt er sich auf den Brief der Rechtsvertreterin vom 10. Februar (recte: April) 2012 ans RAV und die Einsprache vom 23. April 2012 gegen die Verfügung vom 8. März 2012. Daraus lässt sich jedoch nichts dergleichen entnehmen. Seine Berufung auf die Beratungspflicht der Versicherungsträger gemäss Art. 27 Abs. 2 ATSG geht schliesslich schon deshalb ins Leere, weil er in der Verfügung vom 8. März 2012 über die während des Einspracheverfahrens weiter geltenden Kontrollvorschriften ausdrücklich in Kenntnis gesetzt worden war und auch mit Blick auf die entsprechenden Hinweise in den Formularen "Nachweis der persönlichen Arbeitsbemühungen" und "Angaben der versicherten Person", welche er auch schon in der unmittelbar vorangehenden Rahmenfrist für den Leistungsbezug wiederholt ausfüllen musste, eine zusätzliche Beratung über seine Rechte und Pflichten nicht notwendig war.