Citation: 8C_620/2018 E. 4.1

4.1. Was der Beschwerdeführer gegen die Beweiskraft des MEDAS-Gutachtens einwendet, überzeugt nicht. Zwar gilt das CTS praxisgemäss als Drucklähmung der Nerven im Sinne von Ziff. 2 lit. a des Anhanges 1 zur UVV (Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts [heute: sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] U 60/00 vom 4. Mai 2001 E. 1b mit Hinweisen). Zur Erläuterung des MEDAS-Gutachtens führte der Chefarzt der MEDAS-Zentralschweiz, Dr. med. H.________, auf Anfrage der Suva ergänzend aus, auch wenn das CTS als Listenkrankheit nach Art. 9 Abs. 1 UVG beurteilt werde, stehe insbesondere aufgrund des Diabetes mellitus fest, dass beim Versicherten mehr Gründe für eine mehrheitlich nicht berufsbedingte Genese des CTS sprächen. Gestützt auf diesen Ergänzungsbericht und das MEDAS-Gutachten schlossen Verwaltung und Vorinstanz demnach praxisgemäss zutreffend darauf, dass die berufliche Tätigkeit des Beschwerdeführers unter den gegebenen Umständen mit Blick auf alle anderen mitzuberücksichtigenden Ursachen des beidseitigen CTS jedenfalls nicht mit einem Anteil von mehr als 50 % bezogen auf das gesamte Ursachenspektrum zu gewichten ist (vgl. BGE 133 V 421 E. 4.1 S. 425 mit Hinweisen). Im Übrigen ist nicht ersichtlich, welche zusätzlichen Rechte der Versicherte aus der Anerkennung des CTS als Berufskrankheit ableitet, nachdem die Suva ihre Leistungspflicht für die Folgen der beidseitigen Ellenbogengelenksarthrose als Berufskrankheit bereits unbestritten bejaht hat. Darauf veweist auch Dr. med. H.________ in seinem Ergänzungsbericht vom 24. März 2015. Denn das bereits infolge der anerkannten Berufskrankheit reduzierte Zumutbarkeitsprofil schliesst belastende Tätigkeiten ohnehin schon weitgehend aus. Inwiefern von einem klinisch wenig symptomatischen CTS über die einschränkenden Auswirkungen der beidseitigen Ellenbogengelenksarthrose hinaus zusätzliche Limitierungen hinzunehmen wären, legt der Beschwerdeführer nicht dar und ist nicht ersichtlich. Der angefochtene Entscheid ist somit nicht zu beanstanden, soweit das kantonale Gericht nach UVG eine Leistungspflicht der Suva für das CTS verneint hat.