Citation: 4P.91/2000 29.08.2000 E. 4

4.-Die Beschwerdeführerin wirft dem Appellationshof eine Verletzung des Willkürverbotes vor. a) Im kantonalen Verfahren wurde eine unter den Parteien strittige zivilrechtliche Forderung beurteilt. Weil der Appellationshof somit über das Vorliegen oder Nichtvorliegen der Voraussetzungen eines zivilrechtlichen Anspruchs entschied, ist die Beschwerdeführerin - entgegen ihrer eigenen Auffassung, wie sich aus der Beschwerdeschrift ergibt - auch unter der in BGE 126 I 81 bestätigten Praxis zur staatsrechtlichen Beschwerde wegen Verletzung des Willkürverbotes legitimiert, soweit auf ihr Rechtsmittel überhaupt eingetreten werden kann. b) Ein Verstoss gegen das aus Art. 4 der bei der Fällung des angefochtenen Urteils in Kraft stehenden alten Bundesverfassung (aBV) vom 29. Mai 1874 abgeleitete Willkürverbot liegt nach der Rechtsprechung nicht bereits dann vor, wenn eine andere als die vom kantonalen Gericht gewählte Lösung ebenfalls vertretbar oder gar vorzuziehen ist. Das Bundesgericht schreitet erst ein, wenn der angefochtene Entscheid nicht nur unrichtig, sondern schlechthin unhaltbar ist, insbesondere wenn er eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt (BGE 125 II 129 E. 5b S. 134; 122 III 130 E. 2a S. 131). Erforderlich ist zudem, dass der Entscheid im Ergebnis verfassungswidrig ist; die dazu gegebene Begründung ist nicht allein ausschlaggebend (BGE 122 III 130 E. 2a S. 131). Nach der Rechtsprechung verfällt eine Behörde in Willkür, wenn sie ihrem Entscheid Tatsachenfeststellungen zugrunde legt, die mit den Akten in klarem Widerspruch stehen. Im Bereich der Beweiswürdigung besitzt das Sachgericht allerdings einen weiten Ermessensspielraum (BGE 120 Ia 31 E. 4b S. 40 mit Hinweisen), zumal das kantonale Recht - anderslautende Anordnungen des Bundesrechts vorbehalten - bestimmt, mit welchen Mitteln und in welchem Verfahren der Beweis zu führen ist und ob freie Beweiswürdigung gilt (BGE 102 II 270 E. 3 S. 279; Vogel, Grundriss des Zivilprozessrechts,