Citation: C 258/01 02.07.2003 E. 5

5. wenn die gesetzliche Ordnung seit der Auskunfterteilung keine Änderung erfahren hat (BGE 121 V 66 Erw. 2a mit Hinweisen). Praxisgemäss können nicht bloss falsche Auskünfte eine vom materiellen Recht abweichende Behandlung des Rechtsuchenden gebieten. Vielmehr kann jede Form behördlichen Fehlverhaltens den öffentlich-rechtlichen Vertrauensschutz auslösen, wenn und soweit es beim Betroffenen eine entsprechende Vertrauenssituation schafft (BGE 111 Ib 124 Erw. 4; unveröffentlichtes Urteil V. vom 30. September 1994 [H 113/94]; Grisel, Traité de droit administratif, S. 390 f.). 3.4 Wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat, kann sich die Beschwerdeführerin nicht auf den Vertrauensschutz berufen, da es sich bei der Auskunft der Arbeitslosenkasse, eine Beschwerde gegen die Verfügung vom 4. Januar 2000 sei chancenlos, um eine vage und unverbindliche Behauptung handelte und zudem die Beantwortung über die Prozessaussichten nicht in der Zuständigkeit der Arbeitslosenkasse lag. Die Gesellschaft kann sich zur Begründung des Verzichts auf Beschwerdeerhebung schon deshalb nicht auf den Vertrauensschutz berufen, da es nicht etwa um eine falsche Rechtsmittelbelehrung ging, die unter Umständen dazu führen kann, dass sich ein Beschwerdeführer auf den Vertrauensschutz berufen kann (BGE 124 I 258 Erw. 1a/aa, 121 II 78 Erw. 2a, Urteil F. vom 10. August 2001, C 178/00. Erw. 3b mit Hinweisen). Vielmehr handelte es sich bei der Aussage, die Beschwerde sei chancenlos, nur um eine subjektive Wertung der Prozessaussichten, was für die Beschwerdeführerin klar erkennbar war. Die fragliche Verfügung hingegen war mit einer korrekten Rechtsmittelbelehrung versehen. Es war der Beschwerdeführerin deshalb bei gehöriger Aufmerksamkeit zuzumuten, bei der zuständigen Rechtsmittelinstanz oder auch einer rechtskundigen Person nachzufragen. Ihr Vertrauen in die mündliche Auskunft ist nicht zu schützen. 3.5 Im Weiteren macht die Beschwerdeführerin geltend, ihre Intervention bei der Arbeitslosenkasse am 24. Juli 2000 sei im Sinne einer Wiedererwägung erfolgt, welche die Arbeitslosenkasse mit Schreiben vom 4. August 2000 und Verfügung vom 10. April 2001 auch entsprechend beantwortet habe. Dieser Einwand stellt eine neue Behauptung tatsächlicher Art der Beschwerdeführerin dar, welche im Rahmen der dieser obliegenden Mitwirkungspflichten schon im kantonalen Rechtsmittelverfahren hätte vorgebracht werden können und müssen; sie muss deshalb für das Eidgenössische Versicherungsgericht unbeachtlich bleiben (vgl. Erw. 1.3 hievor). Ohnehin könnte die Beschwerdeführerin daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten, liegen doch keinerlei Anhaltspunkte vor, dass die Arbeitslosenkasse die Verfügung vom 10. April 2001 im Rahmen einer Wiedererwägung der Verfügung vom 4. Januar 2000 erlassen hätte. Vielmehr wies sie bereits im Schreiben vom 4. August 2000 ausdrücklich darauf hin, dass die Möglichkeit des Einspruchs nur soweit bestehe, als die Beschwerdeführerin mit der Zahlung nicht einverstanden sei. Es erging denn auch am 10. April 2001 keine eigentliche Wiedererwägungsverfügung, d.h. mit einem entsprechenden Hinweis, welche Verfügung damit in Wiedererwägung gezogen werden sollte, sondern die Monatsabrechnung Januar 2000, der Verfügungscharakter zukommt (BGE 125 V 476 Erw. 1 mit Hinweis):