Citation: 1B_446/2018 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz hat erwogen, es stehe ausser Frage, dass sich die Beschwerdeführerin rechtsgültig als Strafklägerin konstituiert habe. Für die Beurteilung des von ihr geltend gemachten Anspruchs auf unentgeltliche Rechtspflege entscheidend sei jedoch ihre Beteiligung am Strafverfahren als Zivilklägerin, da die unentgeltliche Rechtspflege einzig für die Durchsetzung von Zivilansprüchen gewährt werden könne (Art. 136 Abs. 1 StPO). Das verwendete und von der Beschwerdeführerin unterzeichnete Formular "Strafantrag für Antragsdelikte/Privatklage" enthalte auf der Vorder- und der Rückseite ausführliche und klare Erläuterungen zur Privatklage. Diese gäben die Rechtslage korrekt wieder und machten insbesondere deutlich, dass Privatklage als Strafkläger/in - indem man die Bestrafung des Täters verlange - und/oder als Zivilkläger/in - indem man Schadenersatz oder Genugtuung fordere - erhoben werden könne. Das Formular könne auch von einem juristischen Laien ohne zusätzliche Hilfestellung oder Beratung ausgefüllt werden. Die Vorinstanz hat weiter ausgeführt, die Beschwerdeführerin habe auf dem Formular ihren Willen zum Ausdruck gebracht, sich als Strafklägerin am Strafverfahren zu beteiligen. Folglich sei darin, dass sie das Kreuz einzig bei "Strafklägerin", nicht aber bei "Zivilklägerin" gesetzt habe, der ausdrückliche Verzicht auf eine Beteiligung am Strafverfahren als Zivilklägerin zu erblicken. Dieser Verzicht sei gestützt auf Art. 120 Abs. 1 StPO endgültig. Die Beschwerdeführerin sei auf ihrer Erklärung vom 25. September 2017 zu behaften. Als Strafklägerin habe sie keinen Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, weshalb die Staatsanwaltschaft das Gesuch im Ergebnis zu Recht abgewiesen habe.