Citation: 4A_181/2007 15.08.2007 E. 4.2

4.2.1 Die Vorinstanz hat in ihren Urteilserwägungen festgehalten, dass die Beschwerdeführerin bezüglich ihrer Ansicht, sie habe den Anspruch auf entgangenen Gewinn vollständig begründet und die erste Instanz habe die Substantiierungspflicht verkannt, ausser Acht gelassen habe, dass die blosse Feststellung, das angefochtene Urteil sei in dieser Hinsicht falsch, die Anforderungen an eine Appellationsbegründung nicht erfülle und es auch nicht genüge, nur die eigene Sicht der Dinge darzutun oder auf die Vorakten zu verweisen. Insoweit trat die Vorinstanz auf die Anschlussappellation nicht ein und liess damit offen, ob die von der Klägerin vor Amtsgericht gestellten Beweisanträge ausreichen würden, deren Vorbringen zum entgangenen Gewinn zu belegen. Die Beschwerdeführerin beanstandet in diesem Zusammenhang die Anwendung und Auslegung des massgebenden kantonalen Rechts (vgl. § 249 ff. ZPO/LU) durch die Vorinstanz nicht. Inwiefern diese damit Bundesrecht verletzt haben soll, ist nicht ersichtlich. Die Rüge ist unbegründet. 4.2.2 Weiter hat die Vorinstanz festgestellt, dass die vor Amtsgericht aufgelegten Arbeitsrapporte, mit denen die Klägerin die von ihr für die Y.________ 2005 getätigten Vorbereitungsarbeiten beweisen wolle, allein von den jeweiligen Mitarbeitern unterzeichnet seien. Die Rapporte würden zwar keine unzulässigen Zeugenbescheinigungen darstellen, da sie als betriebliche Leistungserfassung und nicht im Hinblick auf den laufenden Prozess erstellt worden seien. Sie besässen aber - im Gegensatz zu Arbeitsrapporten, die vom Besteller visiert seien - keine Beweiskraft, sondern würden blosse Parteibehauptungen darstellen. Als solche könnten sie bloss der Substantiierung der eingeklagten Ansprüche dienen. Die Klägerin lege in ihren Rechtsschriften nicht dar, worin die Vorbereitungsarbeiten bestanden hätten. Dass diese Arbeiten mit den Rapporten genügend substantiiert seien, verneinte die Vorinstanz. Mangels Details könne die Angemessenheit des geltend gemachten Arbeitsaufwands nicht beurteilt werden. Mit den von der Klägerin angerufenen Zeugen könnte zwar der geleistete Zeitaufwand bewiesen werden, nicht aber welche Arbeiten genau ausgeführt worden seien. Insbesondere bleibe unbekannt, von welcher Grössenordnung von Installationsmaterial überhaupt die Rede sei. Die fehlenden Angaben dürften nicht von den Zeugen erfragt werden, weil nur über behauptete Tatsachen Beweis erhoben werden dürfe. Auch nach Abnahme dieser Beweise wäre es daher weder dem Gericht noch einem Experten möglich, zu beurteilen, ob der Zeitaufwand für die ausgeführten Leistungen angemessen gewesen sei. Aus den Erwägungen der Vorinstanz ergibt sich, dass sie die als Beweismittel angeführten Arbeitsrapporte gewürdigt hat. Damit hat die Vorinstanz eine freie Beweiswürdigung vorgenommen, die bundesrechtlich nicht geregelt ist; die Beweislastverteilung ist gegenstandslos geworden. Eine Verletzung von Art. 8 ZGB fällt insofern ausser Betracht. Eine solche ist entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin auch nicht dadurch gegeben, dass die Vorinstanz die zehn angerufenen Zeugen nicht angehört und die beantragte Expertise nicht durchgeführt hat. Nach den Feststellungen der Vorinstanz gehen aus den Rapporten klar die Namen der mit den Vorbereitungsarbeiten beschäftigten Mitarbeiter sowie der Stundenaufwand hervor. Umschrieben sind gemäss Vorinstanz auch die ausgeführten Arbeiten, allerdings nur in allgemeiner, teils wenig aussagekräftiger Weise. Behauptet wird damit im Wesentlichen nur der Zeitaufwand, nicht aber der genaue Umfang der Arbeiten. Inwieweit Behauptungen zu substantiieren sind, damit dazu Beweis abgenommen werden kann, bestimmt sich nach kantonalem Recht (BGE 108 II 337 E. 2d). Dass dieses willkürlich angewendet worden wäre, ist der Beschwerde nicht zu entnehmen.