Citation: 8C_83/2024 E. 5.2.3

5.2.3. Die Gutachter gehen somit übereinstimmend davon aus, dass der Riss in der Hinterwand bei der erschwerten Entwicklung des Kindes im Rahmen des Kaiserschnitts und der dabei wirkenden Kräfte bei den verschiedenen ärztlichen Manövern auftrat. Keiner der Experten hielt fest, dass der Riss selbst auf (grobe und ausserordentliche) Behandlungsfehler zurückzuführen wäre und auch die Beschwerdeführerin macht dies nicht geltend. Sie sieht einen qualifizierten Behandlungsfehler aber darin, dass die behandelnden Ärzte den Muskelriss im Rahmen der Entbindung übersahen. Es stelle eine erhebliche Abweichung vom medizinisch Üblichen und somit eine grobe und ausserordentliche Ungeschicklichkeit dar, wenn die Ärzte den Bauch trotz weiterblutendem Gebärmutterhinterwandriss wieder zunähten.