Citation: 4A_506/2024 E. 7.2.1

7.2.1. Das Bundesgericht anerkennt im Hinblick auf die Beurteilung von Verletzungen der Sorgfaltspflicht durch ein Organ gemäss Art. 717 Abs. 1 OR, dass sich die Gerichte Zurückhaltung aufzuerlegen haben bei der nachträglichen Beurteilung von Geschäftsentscheiden, die in einem einwandfreien, auf einer angemessenen Informationsbasis beruhenden und von Interessenkonflikten freien Entscheidungsprozess zustande gekommen sind (BGE 139 III 24 E. 3.2; Urteile 4A_623/2018 vom 31. Juli 2019 E. 3.1, nicht publ. in: BGE 145 III 351; 4A_268/2018 vom 18. November 2019 E. 6.5.1; 4A_642/2016 vom 27. Juni 2017 E. 2.1; 4A_603/2014 vom 11. November 2015 E. 7.1.1; 4A_74/2012 vom 18. Juni 2012 E. 5.1; 4A_306/2009 vom 8. Februar 2010 E. 7.2.4; vgl. auch ANDREA R. GRASS, Management-Entscheidungen vor dem Richter; Schranken der richterlichen Überprüfbarkeit von Geschäftsentscheiden in aktienrechtlichen Verantwortlichkeitsprozessen, SZW 2000, S. 1 ff.).