Citation: 8C_122/2018 E. 4.3

4.3. Das kantonale Gericht ermittelte den Invaliditätsgrad in Anwendung der gemischten Methode nach Art. 28a Abs. 3 IVG (E. 2.2 hiervor). Es stellte fest, dass die Versicherte vor Eintritt des Gesundheitsschadens im Umfang von 80 % als Arztsekretärin im Spital B.________ tätig gewesen sei. Es führte weiter aus, obwohl eine Arbeitsunfähigkeit erst ab 1. Dezember 2009 dokumentiert sei, habe sie ihr Pensum auch nach der Scheidung im Mai 2006 nicht gesteigert, obschon die Kinder damals 14 und 18 Jahre alt gewesen seien und daher keiner engmaschigen Betreuung mehr bedurft hätten. Es seien keine hinreichenden Anhaltspunkte auszumachen, die die Annahme einer Vollzeittätigkeit im Gesundheitsfall erlauben würden. Die Beschwerdeführerin vermag nicht darzutun, inwiefern diese Festlegung des hypothetischen Umfanges der Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall, wobei sich das kantonale Gericht zu Recht an dem vor Eintritt des geltend gemachten Gesundheitsschadens innegehabten Arbeitspensums im Jahr 2009 orientierte, offensichtlich unrichtig ist und daraus rechtsfehlerhafte Folgerungen in Bezug auf die Entwicklung des Valideneinkommens ohne gesundheitliche Beeinträchtigung gezogen wurden. Dass sie im Gesundheitsfall über das 80%ige Erwerbspensum hinaus tätig gewesen wäre, ergibt sich ebenso wenig mit Blick auf die gemäss IK-Auszug erzielten Einkommen, die einzig eine Steigerung des Verdienstes seit der Scheidung im Jahr 2006 auf das von der Vorinstanz angenommene Pensum von 80 % belegen. Eine vollzeitliche Erwerbstätigkeit lässt sich daraus nicht entnehmen. Bemühungen oder anderweitige Indizien, die für das behauptete Vollzeitpensum im Gesundheitsfall sprechen würden, sind nicht aktenkundig und werden auch nicht stichhaltig dargelegt. Eine lückenhafte vorinstanzliche Sachverhaltsabklärung liegt nicht vor. Nach dem Gesagten ist die Annahme einer Erwerbstätigkeit von 80 % im Gesundheitsfall und die Qualifizierung als Teilerwerbstätige mit Aufgabenbereich im Haushalt im Umfang von 20 % und somit die Anwendung der gemischten Methode der Invaliditätsbemessung weder willkürlich noch sonstwie bundesrechtswidrig.