Citation: 9C_72/2024 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin rügt weiter, dass das Bundesgericht mit der Einführung der 20 %-Quote das Ermessen der rechtsanwendenden Behörde und der urteilenden Gerichte unzulässig einschränke. Deren Einzelfallermessen müsse entgegen BGE 149 II 53 stets vorbehalten bleiben. Die Vorinstanz habe sich deshalb zu Unrecht an BGE 149 II 53 gebunden betrachtet. Dieses Vorbringen der Beschwerdeführerin ist aus mehreren Gründen offensichtlich unbegründet. Die Beschwerdeführerin verkennt, dass dieses Urteil nicht ein in einem Drittverfahren ergangenes Präjudiz darstellt, sondern gerade im vorliegenden Verfahren ergangen ist und auch die noch nicht verjährte Steuerforderung für die Steuerperiode 2009 betrifft. Die Vorinstanz und auch das Bundesgericht selbst wären auch dann an diesen Rückweisungsentscheid gebunden, wenn stichhaltige Gründe für eine Praxisänderung vorliegen würden. Derartige Gründe bringt die Beschwerdeführerin aber gar nicht vor und sind auch nicht ersichtlich. Die Schwelle von 20 % ist also auf die Steuerperiode 2009 anwendbar. Die Vorinstanz ist zu Recht davon ausgegangen, dass diese Schwelle in der Steuerperiode 2009 überschritten war und der Vorsteuerabzug korrigiert werden musste. Es kann insoweit auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (vgl. angefochtenes Urteil E. 3.3.3; Art. 109 Abs. 3 BGG).