Citation: 8C_639/2019 E. 4.3

4.3. Sozialversicherungsrichter haben Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, umfassend und pflichtgemäss zu würdigen (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352). Entgegen der Darstellung des Versicherten ist das kantonale Gericht diesem Grundsatz nachgekommen. Es hat die in der Beschwerde zitierte Aussage im Gutachten ("Eine Unfallkausalität der heutigen Beschwerden kann deshalb aus meiner Sicht nur als möglich, allenfalls wahrscheinlich, jedoch nicht als überwiegend wahrscheinlich und nicht als sicher angesehen werden") im gesamten Kontext der Expertise gewürdigt. Demnach seien der noch bestehende Gesundheitsschaden durch eine ausgeprägte Knicksenkfüssigkeit mit eingeschränkter Rückfussbeweglichkeit und einer beginnenden Arthrose im Mittelfussbereich bedingt. Es sei nicht anzunehmen, dass die erlittene Mittelfussdistorsion zu einer schweren Arthrose führe. Vielmehr sei davon auszugehen, dass sich die vorbestehende, bereits teilweise fixierte Knicksenkfüssigkeit über die Jahre zu einer zunehmenden Einschränkung der Rückfussbeweglichkeit mit Mittelfussarthrose entwickelt habe. Es fehle der unfallkausale Schaden im Sinne einer Fraktur, Luxation oder Band- beziehungsweise Sehnenbandverletzung. Die drei Wochen nach dem Unfall durchgeführte MRI-Untersuchung habe keine derartige Verletzung gezeigt. Der Gutachter hielt zudem ausdrücklich fest, der Status quo sine betreffend das Unfallereignis vom 6. Februar 2002 sei erreicht. Es kann angesichts dieser Ausführungen im Gutachten nicht als willkürlich oder aktenwidrig bezeichnet werden, wenn das kantonale Gericht zum Schluss gelangte, es liege eine in jeder Hinsicht schlüssige Kausalitätsbeurteilung vor und aus dem Gutachten gehe zweifellos hervor, dass die beginnende Arthrose, so wie die übrigen Beschwerden, lediglich möglicherweise in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfallereignis stünden.