Citation: 9C_656/2012 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin macht geltend, es seien ihr bereits früher Stützstrümpfe verschrieben worden, und beruft sich hiefür auf den Bericht der Rehab X._______ vom 5. Juli 2005 und das Schreiben der Orthopädie Y.________ vom 23. November 2011. Indessen lässt sich sowohl diesen als auch den übrigen Akten nur entnehmen, dass die Versicherte bereits früher Stützstrümpfe trug; Hinweise auf eine medizinische Verschreibung finden sich nicht. Es erübrigt sich indessen, darauf weiter einzugehen, weil die erforderliche Hilfe beim Anziehen der Stützstrümpfe am Hilflosigkeitsgrad aus den nachstehend dargelegten Gründen nichts zu ändern vermag. Hilflos in der Lebensverrichtung "Ankleiden, Auskleiden" ist eine versicherte Person, wenn sie ein unentbehrliches Kleidungsstück oder eine Prothese nicht selber an- oder ausziehen kann (Rz. 8014 des Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH] in der bis Ende 2007 gültig gewesenen und vorliegend anwendbaren Fassung). Nach der Rechtsprechung fällt auch das Anziehen von Stützstrümpfen unter diese Lebensverrichtung (Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts I 568/02 vom 6. Mai 2003 E. 3.3 in fine). Mit anderen Worten vermochte bei der Versicherten der Umstand, dass sie zusätzlich Hilfe beim Anziehen der Strümpfe benötigte, den Anspruch auf eine Entschädigung für schwere Hilflosigkeit (für welchen vorausgesetzt wäre, dass die versicherte Person in allen alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies der dauernden Pflege oder der persönlichen Überwachung bedarf; vgl. Art. 37 Abs. 1 IVV) ohnehin nicht zu begründen. Bei dieser Sachlage bestand vor Erreichen des Rentenalters jedenfalls keine Hilflosigkeit schweren Grades und damit auch kein Anspruch auf eine höhere Entschädigung als zugesprochen.