Citation: 1C_455/2020 E. A

Die im Gesamteigentum der Erbengemeinschaft T.________ stehenden Parz.-Nrn. 303 und 305 des Grundbuchs Mollis sind grösstenteils nicht überbaut. Sie wurden im Zonenplan Mollis der Gemeinde Glarus Nord der Wohnzone 2b (WkB) zugeordnet und sind, mit Ausnahme des Hauses T.________, durch keine Ortsbild- oder Umgebungsschutzzone überlagert, obwohl sie gemäss dem Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung (ISOS), das Mollis als Ortsbild von nationaler Bedeutung erfasst, in der Umgebungszone II mit dem Erhaltungsziel a liegen. Die B.________ AG beabsichtigt, diese Parzellen zu kaufen und darauf zusammen mit der A.________ AG eine Arealüberbauung gemäss dem Überbauungsplan "S.________", T.________, (nachstehend: ÜP S.________) zu realisieren. Gegen diesen öffentlich aufgelegten Überbauungsplan wurden verschiedene Einsprachen erhoben, die der Gemeinderat der Gemeinde Glarus Nord (nachstehend: Gemeinderat) mit Einspracheentscheiden vom 20. Dezember 2017 abwies, soweit er darauf eintrat. Mit Entscheid vom gleichen Tag erliess er den ÜP S.________ mit in Ziff. 1 lit. a-j des Dispositivs angeführten Auflagen. Gemäss lit. e dieser Auflagen ist die Gestaltung der Quartierstrassen im Sinne der Stellungnahme der Gestaltungskommission (Geko) zu überarbeiten. In der Begründung seines Entscheids führte der Gemeinderat namentlich an, die Geko habe in ihrer Stellungnahme vom Dezember 2016 den Überbauungsplan als nicht überdurchschnittlich in seiner ortsbaulichen und architektonischen Gestaltung beurteilt. Sie empfehle (namentlich) folgende Anpassungen: - Die Setzung der Volumen bleibt geometrisch-schematisch. Die Geko vermisst eine stärker räumlich gedachte, spannungsvollere und in die Landschaft eingebettete Setzung. - Problematisch in Bezug auf eine befriedigende Einbettung sind insbesondere die grösstenteils schnurgeraden Stichstrassen in der Falllinie des Hangs, welche die Geko im Laufe der Planungsarbeit mehrfach kritisiert hat." Gegen den Gemeinderatsentscheid betreffend den Erlass des ÜP S.________ erhoben verschiedene Einsprecher Beschwerde beim Departement Bau und Umwelt (DBU) des Kantons Glarus. Bei diesem reichten auch die B.________ AG und die A.________ AG eine Beschwerde ein, die sich einzig gegen die Auflagen des Gemeinderatsentscheids richtete. Während des Beschwerdeverfahrens schlossen die B.________ AG und die A.________ AG mit der Gemeinde Glarus Nord am 21./22. August 2018 eine Vereinbarung, mit der die Auflagen in Ziff. 1 lit. a und d des Gemeinderatsentscheids vom 20. Dezember 2017 neu formuliert und die Auflagen in Ziff. 1 lit. e, g und i dieses Entscheids gestrichen wurden. Das DBU wurde aufgefordert, die Vereinbarung im Genehmigungs- und Beschwerdeentscheid aufzunehmen. Das DBU vereinigte die Beschwerdeverfahren und hob mit Entscheid vom 30. August 2019 in Gutheissung verschiedener Beschwerden den Gemeinderatsentscheid vom 20. Dezember 2017 betreffend den Erlass des ÜP S.________ auf. Mit separater Verfügung vom 30. August 2019 verweigerte das DBU als Genehmigungsbehörde die Genehmigung des ÜP S.________. Dagegen und gegen den Beschwerdeentscheid des DBU reichten die Gemeinde Glarus Nord sowie die B.________ AG und die A.________ AG zwei separate Beschwerden ein, die das Verwaltungsgericht des Kantons Glarus mit Urteil vom 25. Juni 2020 abwies.