Citation: I 37/00 21.02.2001 E. 5

5.- Steht nach dem Gesagten noch nicht fest, welche Bemessungsmethode im vorliegenden Fall zur Anwendung gelangen wird, ist auf die Einwendungen der Beschwerdeführerin gegen die konkrete Ermittlung des Invaliditätsgrades nach dem ausserordentlichen Bemessungsverfahren nicht näher einzugehen. Weil das Vorgehen des kantonalen Gerichts indessen offensichtlich nicht dem ausserordentlichen Bemessungsverfahren entspricht, ist der Vollständigkeit halber darauf hinzuweisen, dass bei dieser Methode auf eine ziffernmässige Ermittlung der fraglichen Erwerbseinkommen gänzlich zu verzichten ist. Sie hat ja gerade den Zweck, in jenen Fällen eine Invaliditätsbemessung zu ermöglichen, in denen sich die beiden Erwerbseinkommen betragsmässig nicht genau ermitteln lassen. Vielmehr ist beim ausserordentlichen Bemessungsverfahren in Anlehnung an die spezifische Methode für Nichterwerbstätige (Art. 27 IVV) zunächst ein Betätigungsvergleich vorzunehmen. Ein dafür praxisgemäss als Grundlage dienender Abklärungsbericht für Selbstständigerwerbende findet sich nicht bei den Akten. Das kantonale Gericht hat sich einzig auf die Aussage des Versicherten gestützt, die administrativen Tätigkeiten würden in seinem Betrieb 25 - 30 % der Zeit beanspruchen. Weiter ist die anschliessend vorzunehmende Gewichtung der einzelnen Tätigkeitsbereiche nicht durch den Beizug der mutmasslichen Kosten für Drittpersonen, welche zur Aufgabe haben, den Leistungsausfall des Versicherten auszugleichen, vorzunehmen (nicht veröffentlichtes Urteil S. vom 20. September 1999, I 37/99), sondern eben durch eine eigentliche Gewichtung der beiden Bereiche (BGE 104 V 137 Erw. 2c). Die Vorgehensweise des kantonalen Gerichts stellt eine unzulässige Kombination des Einkommensvergleichs und der ausserordentlichen Bemessungsmethode dar.