Citation: 1C_75/2018 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin wendet ein, die Gestaltungsplanpflicht diene gemäss Art. 48 Abs. 3 PBG dem öffentlichen Interesse an einer differenzierten baulichen Verdichtung, was eine Evaluation der städtebaulichen Möglichkeiten erfordere. Weil Konkurrenzverfahren das effizienteste Mittel zur Abklärung dieser Möglichkeiten seien, entfalle gemäss Art. 4 Ziff. 2 BZO die Gestaltungsplanpflicht, wenn zur Lösung der angestrebten Ziele ein Projektwettbewerb oder ein Projektstudienauftrag durchgeführt wurde. Daraus ergebe sich gemäss dem Bericht zum kommunalen Richtplan, dass das Gestaltungsplanverfahren zur Erreichung der angestrebten Ziele mit einem Wettbewerbsverfahren oder einem Projektstudienauftrag, der ebenfalls ein Konkurrenzverfahren darstelle, gleichwertig sein müsse, was die Evaluation verschiedener städtebaulicher Möglichkeiten voraussetze. Eine solche Evaluation sei vorliegend unterblieben, da zwischen dem Bauprojekt aus dem Jahr 2012 und dem Richtprojekt keine wesentlichen Unterschiede bestünden und der Architekturbeirat daher nur ein Projekt geprüft habe. Aus Art. 4 Abs. 2 BZO ergebe sich somit, dass das Verfahren zur Ausarbeitung des strittigen Gestaltungsplans die Erreichung der Ziele gemäss § 48 Abs. 3 PBG in keiner Weise habe gewährleisteten können.