Citation: 4A_194/2024 E. 3

Der erste angefochtene Punkt betrifft die zugesprochene Entschädigung für nicht bezogene Ferien im Umfang von Fr. 4006.80. Der Beschwerdegegner machte diesbezüglich geltend, im Zeitraum von Mitte Dezember 2016 bis Ende Februar 2020 nur die gemäss Arbeitsvertrag vereinbarten Ferien von vier Wochen bezogen zu haben, obwohl ihm gemäss dem (unbestritten) anwendbaren Gesamtarbeitsvertrag (GAV) im Schweizerischen Isoliergewerbe (Isolsuisse) ein Ferienanspruch von fünf Wochen pro Jahr zustünde. Daraus beansprucht er neben der erstinstanzlich rechtskräftig zugesprochenen Vergütung von 2.5 Ferientagen in der Höhe von Fr. 572.40 eine zusätzliche Vergütung von 17.5 Ferientagen in der Höhe von Fr. 4'006.80. Die Vorinstanz sprach dem Beschwerdegegner - gebunden durch Art. 58 Abs. 1 ZPO - die Forderung in geltend gemachter Höhe zu. Die Beschwerdeführerin steht auf dem Standpunkt, nachgewiesen zu haben, dass der Beschwerdegegner die ihm zustehenden Ferien effektiv bezogen hatte, womit der Entschädigungsanspruch entfalle.