Citation: 2C_710/2018 E. 4

Der Beschwerdeführer bestreitet, dass keine Verfügung vorgelegen habe. Gemäss der Darstellung im angefochtenen Entscheid wurde zwar im Schreiben vom 30. Mai 2018 u.a. mitgeteilt, das Wiedererwägungsgesuch sei aussichtslos, weshalb das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege abgewiesen werde. Trotzdem wurde der Beschwerdeführer aufgefordert, ein Gesuch betreffend unentgeltliche Rechtspflege einzureichen. Daraus ergibt sich klar, dass über die unentgeltliche Rechtspflege noch nicht verbindlich entschieden worden war, wäre doch sonst die Einreichung eines Gesuchsformulars sinnlos gewesen. Zwar wurde zugleich ein Kostenvorschuss einverlangt, damit das Gesuch behandelt werde. Das ist an sich widersprüchlich zur Aufforderung, ein Gesuchsformular betreffend unentgeltliche Rechtspflege einzureichen. Da aber für die Stellung eines Wiedererwägungsgesuchs keine Frist läuft, entsteht dem Beschwerdeführer ohnehin kein Schaden, wenn er binnen der angesetzten Frist diesen Kostenvorschuss nicht leistet, sondern stattdessen ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege stellt. Die Auffassung der Vorinstanz, es liege noch gar keine Verfügung und damit auch kein Anfechtungsobjekt vor, ist daher nicht zu beanstanden. Sodann zielen die Ausführungen des Beschwerdeführers, wieso er einen Anspruch auf die Aufenthaltsbewilligung und den entsprechenden Familiennachzug habe, am Streitgegenstand vorbei (vgl. vorne E. 3).