Citation: 4D_32/2022 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz führte zur Begründung des angefochtenen Beschlusses im Wesentlichen aus, die Beschwerdeführerin habe es unterlassen, dem Friedensrichter ein förmliches Verschiebungsgesuch mit den für eine Verschiebung der Verhandlung erforderlichen näheren Angaben hinsichtlich eines sie angeblich an einer Teilnahme an der Schlichtungsverhandlung hindernden Termins vom 13. Dezember 2021 zu stellen, obwohl der Friedensrichter sie auf die Notwendigkeit solcher Angaben aufmerksam gemacht habe. Sie habe daher davon ausgehen müssen, dass die Verhandlung an diesem Tag durchgeführt werde und das Schlichtungsverfahren aufgrund ihres unentschuldigten Nichterscheinens, wie in der Vorladung vom 12. Oktober 2021 angedroht, in Anwendung von Art. 206 Abs.1 ZPO abgeschrieben werde. Nachdem die Schlichtungsverhandlung am 13. Dezember 2021 stattgefunden habe, sei sodann, so die Vorinstanz weiter, auf die Beschwerde mangels aktuellem Rechtsschutzinteresse nicht einzutreten, soweit die Beschwerdeführerin eine Rechtsverzögerung wegen Nichteinhaltung der Frist nach Art. 203 ZPO durch den Friedensrichter rüge. Bei dieser Frist handle es sich im Übrigen um ein blosse Ordnungsvorschrift, deren Verletzung grundsätzlich ohne Konsequenzen bleibe. Soweit die Beschwerdeführerin beantrage, der Friedensrichter sei mit einer Ordnungsbusse zu belegen, könne darauf nicht eingetreten werden. Der Beschwerdeführerin fehle diesbezüglich das Antragsrecht, abgesehen davon, dass der Friedensrichter nicht Adressat einer solchen Sanktion sein könne. Zur Ausfällung einer Busse auf anderer rechtlicher Grundlage wäre die Beschwerdeinstanz sachlich nicht zuständig.