Citation: C 289/05 28.06.2006 E. 2

Die Vorinstanz kam zum Schluss, der Beschwerdeführer habe durch sein Verhalten der Arbeitgeberin Anlass zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses gegeben, weshalb ihn die Arbeitslosenkasse zu Recht in der Anspruchsberechtigung zum Bezug von Arbeitslosenentschädigung eingestellt habe. Der Beschwerdeführer bringt im Wesentlichen vor, die Vorinstanz habe einseitig auf die Darstellung der Arbeitgeberin abgestellt. 2.1 Die Arbeitgeberin hielt im Fragebogen "Arbeitgeberbescheinigung" vom 9. Mai 2005 fest, Grund der Kündigung sei "wiederholtes unachtsames Verhalten am Arbeitsplatz" gewesen. Am 7. Juni 2004 hat sie den Versicherten schriftlich verwarnt und ihm "ungenaues Ausführen von Arbeiten", "Desinteresse an der Arbeit" und "mangelnde Sorgfalt am Arbeitsplatz" vorgeworfen, ohne Einzelheiten zu nennen. Laut Kündigungsschreiben vom 24. Februar 2005, in welchem auf "die Verwarnungen vom 11. Juni 2003 und 7. Juni 2004" verwiesen wird, hat der Beschwerdeführer "zum wiederholten Male durch unachtsames Verhalten einen grossen Schaden verursacht". Er sei "mit einem zu hohen Stapler in (die) Halle 8 im Erdgeschoss hineingefahren und habe dabei die Sprinkleranlage beschädigt". Weitere Stellungnahmen oder Auskünfte der Arbeitgeberin, weshalb das Arbeitsverhältnis aufgelöst wurde, liegen nicht vor. Gemäss Angaben im Fragebogen vom 10. Mai 2005 und Besprechungsnotiz der Arbeitslosenversicherung vom 28. Juni 2005 machte der Versicherte geltend, der Arbeitgeber habe einen Vorwand gesucht, um ihn "loszuwerden". Im vorinstanzlichen Verfahren hat der Beschwerdeführer vorgebracht, am 7. Juni 2004 drei an eine Firma adressierte Pakete nicht mit den jeweils dafür vorgesehenen unterscheidbaren Kennziffern, sondern irrtümlich alle mit derselben Nummer gekennzeichnet zu haben. Ein Schaden sei dadurch nicht entstanden. Am 17. Februar 2005 habe er auf Anweisung seines Vorgesetzten mit dem Hubstapler Material in eine Halle befördern müssen, obwohl er nicht über die erforderliche Erfahrung ("Fahrausweis") zur Bedienung dieser Maschine verfügt habe. Solche Missgeschicke seien im Übrigen auch schon anderen Mitarbeitern unterlaufen, ohne dass Konsequenzen gezogen worden seien. 2.2 Die im Schreiben der Arbeitgeberin vom 11. Juni 2003 vorgehaltene, gleichentags erfolgte verbale Auseinandersetzung mit einem Mitarbeiter des Beschwerdeführers ist offensichtlich nicht kausal für die am 27. Januar 2005 ausgesprochene Kündigung, ansonsten diese im Verwarnungsschreiben vom 7. Juni 2004 darauf zurückgekommen wäre. Die Vorwürfe der Arbeitgeberin sind einzig in zwei, fast ein Jahr auseinanderliegenden Vorfällen klar nachgewiesen. Die allgemein gehaltenen Begründungen der Kündigung vom 24. Februar 2005 und der Verwarnung vom 7. Juni 2004 reichen nicht aus, um auf weitere derartige Vorkommnisse zu schliessen (vgl. ARV 1995 Nr. 18 S. 108 Erw. 1). Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass ihn in Bezug auf die genannten zwei Ereignisse ein Verschulden trifft. Er macht jedoch geltend, nicht diese seien Anlass zur Kündigung gewesen, sondern die persönliche Abneigung seines Vorgesetzten. Dieses Vorbringen zielt darauf ab, einen rechtserheblichen Zusammenhang zwischen den Gründen, die zur Kündigung führten, und der eingetretenen Arbeitslosigkeit zu verneinen (vgl. das in Stauffer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädigung, Zürich 1998, S. 77 zitierte Urteil ARV 1960 Nr. 54 S. 113). Wie es sich damit verhält, kann offen bleiben. Angesichts der feststehenden Umstände kann dem Beschwerdeführer lediglich ein bisweilen ungeschicktes Verhalten, nicht jedoch eventualvorsätzliches Vorgehen vorgeworfen werden. Verwaltung und Vorinstanz haben den Beschwerdeführer zu Unrecht gestützt auf Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV in Verbindung mit Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG in der Anspruchsberechtigung eingestellt.