Citation: 6B_548/2023 E. 2.9.1

2.9.1. Der Beschwerdeführer geht auch mit Blick auf die Landesverweisung von einem "Bagatellfall" aus und erachtet den Verhältnismässigkeitsgrundsatz als verletzt. Selbst wenn vorliegend von der - falschen - Vorstellung des Beschwerdeführers auszugehen wäre (vgl. hierzu oben E. 1.4), könnte er hieraus nichts zu seinen Gunsten ableiten. Die obligatorische Landesverweisung wegen einer Katalogtat im Sinne von Art. 66a Abs. 1 StGB greift unabhängig von der Höhe der Strafe (Urteil 6B_1439/2021 vom 28. November 2022 E. 3.4). Ob gestützt auf die vom Beschwerdeführer erwähnte Motion der staatspolitischen Kommission des Nationalrates 21.3009 im Kontext von Katalogstraftaten, bei denen "besonders viele Bagatelldelikte auftreten", Gesetzesanpassungen vorgenommen werden, ist derzeit offen (vgl. den Bericht des Bundesrates vom 1. März 2024 über Motionen und Postulate der eidgenössischen Räte im Jahre 2023 und dort S. 58 [abrufbar unter: https://www.bk.admin.ch/bk/de/home/dokumentation/ fuehrungs unterstuetzung/bericht-motionen-und-postulate.html]).