Citation: 9C_29/2020 E. 3.2.4

3.2.4. Gemäss dem Beschwerdeführer erscheine eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit wahrscheinlicher. Dies genügt dem im sozialversicherungsrechtlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht (BGE 138 V 218 E. 6 S. 221 f.), sondern es wären angesichts der begründeten Zweifel weitere Abklärungen in Form des von der IV-Stelle angeordneten Gutachtens erforderlich gewesen. Für dieses Verfahren bleibt es dabei, dass ein invalidisierender Gesundheitsschaden nicht rechtsgenüglich ausgewiesen ist und der Beschwerdeführer nach durchgeführtem Mahn- und Bedenkzeitverfahren die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen hat (BGE 138 V 218 E. 6 S. 222). Sollte sich der Beschwerdeführer entschliessen seiner Mitwirkungspflicht doch noch nachzukommen, wäre dies als Neuanmeldung zu betrachten (BGE 139 V 585 E. 6.3.7.4 S. 590). Nicht zu beurteilen ist hier, ob und inwieweit das Gutachten der MEDAS Zentralschweiz vom 13. Mai 2019 in einem neuen IV-Verfahren Berücksichtigung finden kann.