Citation: 5A_768/2021 E. 2.5

2.5. Dem kroatischen Scheidungsurteil lässt sich, wie dies die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat, lediglich entnehmen, dass die Parteien keine Anträge auf Unterhalt gestellt haben. Wie die Vorinstanz im Ergebnis willkürfrei festgestellt hat, lässt sich ein eigentlicher Verzicht auf Unterhaltsbeiträge daraus nicht ableiten und war die Frage des Unterhalts daher nicht Gegenstand des kroatischen Scheidungsverfahrens. Dies gilt umso mehr, als im kroatischen Recht - was zwischen den Parteien unstrittig ist - nach gewissen Voraussetzungen noch bis 6 Monate nach Beendigung der Ehe ein Antrag auf Unterhaltsbeiträge gestellt werden kann. Selbst wenn das kroatische Gericht also festgestellt hat, dass die Parteien bis zum Abschluss des Verfahrens keine entsprechenden Anträge gestellt haben, bleibt eine entsprechende Ergänzung möglich, ist das kroatische Scheidungsurteil daher lückenhaft und somit einer Ergänzung grundsätzlich zugänglich. Selbst der Beschwerdeführer führt sodann aus, ein Verzicht der Beschwerdegegnerin gegenüber dem gemeinsamen Rechtsanwalt könne nicht beweisen, dass diese im Scheidungsverfahren auf nachehelichen Unterhalt verzichtet hat. Die weitgehend appellatorischen Ausführungen des Beschwerdeführers, mit denen er seine Sicht der Dinge derjenigen der Vorinstanz gegenüberstellt, vermögen keine Willkür auszuweisen. Die falsche Anwendung kroatischen Rechts kann im Übrigen vorliegend nicht gerügt werden (Urteil 5A_874/2012 vom 19. März 2013 E. 1.3) und dass das kroatische Recht willkürlich angewandt worden wäre, macht der Beschwerdeführer nicht geltend. Die Behauptung, in Kroatien gelte der Grundsatz der Einheit des Scheidungsverfahrens, ist neu und daher nicht mehr zu hören. Eine Befragung des gemeinsamen Rechtsanwalts erübrigte sich nach dem Ausgeführten. Eine Verletzung des Rechts auf Beweis bzw. eine willkürliche Beweiswürdigung durch die Vorinstanz rügt der Beschwerdeführer ohnehin nicht (substanziiert) und ist auch nicht ersichtlich.