Citation: I 462/04 15.02.2005 E. 3

Das Beschwerde führende Bundesamt, der Versicherte und die IV-Stelle gehen mit der Vorinstanz einig, dass der Beschwerdegegner Anspruch auf berufliche Massnahmen im Sinne von Art. 16 Abs. 2 lit. b IVG hat. Wie das kantonale Gericht richtig und umfassend darlegt, besteht der Anspruch des Versicherten auf Ersatz der infolge seiner Invalidität entstehenden zusätzlichen Kosten für eine berufliche Neuausbildung, welche einer erstmaligen beruflichen Ausbildung gleichgestellt ist. Strittig ist dagegen, was dieser Anspruch im konkreten Fall beinhaltet. Das BSV bringt vor, es müssten nur Massnahmen gewährt werden, die das Eingliederungsziel auf einfache und zweckmässige Weise anstrebten. Zwischen deren Dauer und Kosten einerseits und dem wirtschaftlichen Erfolg andererseits müsse ein vernünftiges Verhältnis bestehen. Da Ausbildungen wenn möglich in der freien Wirtschaft erfolgen sollten, seien sie nur in jenen Fällen in geschütztem Rahmen zu absolvieren, wo dies aus behinderungsbedingten Gründen notwendig sei. Entsprechend könnten Leistungen im geschützten Rahmen nur soweit erbracht werden, als dieser eine unerlässliche Voraussetzung für einen erfolgreichen Abschluss einer Massnahme darstelle. Vorliegend sei der Gesundheitsschaden des Versicherten nicht derart, dass diese Notwendigkeit bestehe.