Citation: 6B_902/2023 E. 2

Als Veruntreuung wird dem Beschwerdeführer zur Last gelegt, die im Hinblick auf einen geplanten Wohnungsverkauf gemäss Reservationsvertrag geleistete Anzahlung der Beschwerdegegnerin 2 (voraussichtliche Käuferin) von Fr. 70'000.-- abzüglich einer Umtriebsentschädigung von Fr. 7'000.-- (bei Nichtzustandekommen des Vertrags) für eigene Zwecke unrechtmässig verwendet bzw. verbraucht zu haben. Der Beschwerdeführer habe das ihm anvertraute Geld fortlaufend ausgegeben, ohne in der Lage oder gewillt gewesen zu sein, die Anzahlung zurückzubezahlen bzw. Ersatz für die abredewidrige Verwendung des Geldes zu leisten (vgl. angefochtener Entscheid, S. 9 ff.). Der Beschwerdeführer bestreitet, nicht zur Rückzahlung im Stande gewesen zu sein. Es sei verfehlt, eine Veruntreuung nur deshalb anzunehmen, weil er Geld vom Konto abgehoben habe, auf das die Anzahlung geleistet worden sei. Eine "Kontenpflicht" bestehe nicht. Es reiche, wenn der Betrag sonstwie verfügbar gehalten werde, was der Fall gewesen sei, da er von einem Verwandten eine grössere Summe an Bargeld für alle Eventualitäten zur Verfügung gestellt bekommen habe. Dass die Vorinstanz dies als nicht glaubhaft abgetan habe, sei willkürlich. Aus dem Kontoauszug (Seite 6) betreffend die Periode vom 25. Mai bis 17. Juni 2016 ergebe sich, dass er am 1. Juni 2016 Fr. 5'000.-- und am 8. Juni 2016 Fr. 10'000.-- auf sein Konto einbezahlt habe. Die Vorinstanz habe die Einreichung dieses Belegs als verspätet abgewiesen, immerhin aber erklärt, in dessen Besitz zu sein. Der fragliche Kontoauszug hätte in die gerichtliche Beurteilung mit einbezogen werden müssen, da seine Einzahlungen auf das Konto belegten, dass er zum fraglichen Zeitpunkt über eine stets genügende Barreserve verfügt habe, um die erhaltene Anzahlung zurückzuzahlen.