Citation: I 287/04 07.10.2004 E. 5

5.1 Das kantonale Gericht hat den Ausgang des Verfahrens als (formelles) Obsiegen gewertet und dem Beschwerdeführer gestützt auf Art. 61 lit. g ATSG eine Parteientschädigung zugesprochen. Dies ist entgegen der Kritik der IV-Stelle, soweit überhaupt nachvollziehbar, nicht zu beanstanden. Gemäss dem kraft Art. 2 ATSG und Art. 1 Abs. 1 IVG in Rentenstreitigkeiten im Bereich der Invalidenversicherung anwendbaren Art. 61 lit. g erster Satz ATSG hat im Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Nach der auch unter der Herrschaft des Allgemeinen Teils des Sozialversicherungsrechts weiterhin geltenden Rechtsprechung zu alt Art. 85 Abs. 2 lit. f zweiter Satz AHVG bedeutet Rückweisung der Sache an die Verwaltung zwecks ergänzender Abklärung Obsiegen (BGE 127 V 234 Erw. 2b/bb, 110 V 57 Erw. 3a mit Hinweisen; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, S. 630 Rz 99; vgl. auch SVR 2004 ALV Nr. 8 S. 21). Die Vorinstanz hat somit zu Recht dem Beschwerde führenden Versicherten eine Parteientschädigung zugesprochen. Entgegen der offenbaren Auffassung der IV-Stelle betrifft der angefochtene Rückweisungsentscheid nicht bloss einen unbedeutenden Nebenpunkt (Notwendigkeit einer weiteren Abklärung hinsichtlich der Stellenvermittlung). Vielmehr geht es um die Vervollständigung des rechtserheblichen Sachverhalts für die korrekte Ermittlung des Invalideneinkommens und damit um eine rechtskonforme Invaliditätsbemessung. Ob der Versicherte und heutige Beschwerdegegner selber in der Lage gewesen wäre, seine Ansprüche zu vertreten, wie die IV-Stelle geltend macht, ist für den Entschädigungsanspruch unerheblich. 5.2 In der Vernehmlassung beanstandet der Beschwerdegegner die Höhe der Parteientschädigung für das kantonale Verfahren. Die Vorinstanz habe die «Bedeutung der Sache» gänzlich ausser Acht gelassen und damit ihr Ermessen missbraucht. Nach Art. 61 lit. g zweiter Satz ATSG werden die Parteikosten vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. Das kantonale Versicherungsgericht hat einlässlich begründet, weshalb es in Abweichung von der Honorarnote vom 13. Februar 2004 die zu entschädigenden Parteikosten (ohne Auslagen und Mehrwertsteuer) auf Fr. 2400.- festsetzte. Dabei hat es zwar nicht explizit dargelegt, welches Gewicht es der «Bedeutung der Streitsache» beimisst. Das heisst indessen nicht, dass die Vorinstanz dieses Kriterium nicht berücksichtigt hat. Der Hinweis auf die eigene Praxis in ähnlich gelagerten Fällen kann dahingehend verstanden werden, dass sie Rentenstreitigkeiten grundsätzlich dieselbe Bedeutung beimisst. Inwiefern diese Rechtsauffassung bundesrechtswidrig ist, ist nicht ersichtlich und wird auch nicht dargetan.