Citation: 7B_577/2024 E. 4.1

4.1. Die Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach ihm nach einer Flucht in sein Heimatland ein Einsatz an der Kriegsfront in der ukrainischen Armee ernsthaft drohen könnte, erscheinen sehr spekulativ. Wie die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat, ist es unwahrscheinlich, dass die ukrainischen Behörden einen 50-jährigen Softwareentwickler ohne militärische Ausbildung gegen dessen Willen "an die Front" schicken würden. Daran vermag auch die auf einen Zeitungsartikel gestützte Behauptung des Beschwerdeführers nichts zu ändern, die Mehrheit der ukrainischen Frontsoldaten sei "über 40 Jahre alt". Selbst wenn diese Behauptung zutreffen sollte, ergäben sich auch aus dem Zeitungsartikel keine Anhaltspunkte dafür, dass es sich bei diesen Frontsoldaten regelmässig um über 50-jährige Wehrdienstverweigerer ohne militärische Ausbildung handeln würde. Wie es sich damit verhält, braucht hier aber nicht weiter vertieft zu werden. Selbst unter der Annahme, dass der Beschwerdeführer nicht in sein Heimatland flüchten würde, wo er (in Kiew) unbestrittenermassen über eine Wohnung verfügt und Angehörige von ihm leben, legt die Vorinstanz ausreichend konkrete Anhaltspunkte dafür dar, dass er nach einer Haftentlassung in ein Schengen-Land ausreisen und dort (oder in der Schweiz) untertauchen könnte: