Citation: 1P.722/2004 09.03.2005 E. 3

3.1 Sodann wirft die Beschwerdeführerin den kantonalen Gerichten vor, das unvorsichtige Verhalten des geschädigten Radfahrers nicht berücksichtigt zu haben. Der Schuldspruch basiere diesbezüglich auf aktenwidrigen tatsächlichen Annahmen und stehe im Widerspruch zu den Zeugenaussagen. Mit diesen Vorbringen rügt die Beschwerdeführerin implizit eine Verletzung des Willkürverbots (Art. 9 BV). 3.2 Das Obergericht erwog, die Beschwerdeführerin befasse sich mit dem Verhalten des Geschädigten lediglich insoweit, als sie auszugsweise aus dessen Einvernahmeprotokoll beim Statthalter zitiere und bestreite, dass er sich regelkonform verhalten habe. Die Beschwerdeführerin setze sich mit den einzelrichterlichen Erwägungen in diesem Zusammenhang mit keinem Wort auseinander, weshalb die Nichtigkeitsbeschwerde dem Rügeprinzip nicht genüge. Auch im Verfahren vor Bundesgericht beschränkt sich die Beschwerdeführerin darauf, einzelne Aussagen des Geschädigten zu zitieren. Sie zeigt indessen nicht auf, inwiefern das Obergericht in diesem Punkt zu Unrecht auf die Nichtigkeitsbeschwerde nicht eintrat. Auf die staatsrechtliche Beschwerde ist insoweit nicht einzutreten.