Citation: I 497/06 16.10.2006 E. 2

2.1 Für die Ermittlung des hypothetischen Erwerbseinkommens, das der Beschwerdeführer ohne Eintritt des Gesundheitsschadens verdient hätte, stützten sich das kantonale Gericht sowie die IV-Stelle zu Recht auf den Auszug aus dem Individuellen Konto vom 24. November 2004. Wird nämlich beim Einkommensvergleich auf die tatsächlichen Einkünfte abgestellt, sind die im Individuellen Konto eingetragenen Einkommen massgebend, von welchem die Beiträge gemäss Art. 5 Abs. 2 AHVG und Art. 7 ff. AHVV erhoben worden sind (vgl. BGE 117 V 19 Erw. 2c/aa). Die Richtigkeit einer Eintragung kann von der versicherten Person bestritten werden. Bei Eintritt des Versicherungsfalles kann die Berichtigung von Eintragungen im Individuellen Konto nur noch verlangt werden, soweit die Unrichtigkeit offenkundig ist oder dafür der volle Beweis erbracht wird (Art. 141 Abs. 3 AHVV; nicht veröffentlichtes Urteil M. vom 27. Januar 1997, I 315/96, Erw. 3b). Zwar verlangt der Beschwerdeführer nicht eine formelle Berichtigung von Eintragungen im Individuellen Konto, doch zielt sein Antrag letztlich auf eine solche Korrektur ab. Gemäss Auszug aus dem Individuellen Konto erzielte der Beschwerdeführer im Zeitraum von 1991 bis 1999 (bzw. bis 2002) ein jährliches Einkommen von Fr. 36'000.-, was, wie die Vorinstanzen unter Berücksichtigung der Lohnentwicklung der Jahre 2003 und 2004 errechnet haben, zur Annahme eines Valideneinkommens von Fr. 36'760.- führt. Zum Vorbringen des Beschwerdeführers, dass verschiedene Naturallohnelemente im Betrag von insgesamt Fr. 2130.- hinzuzurechnen seien, merkte die Vorinstanz - wie schon die Verwaltung - zutreffend an, dass die Entschädigungen der Arbeitgeberin für Fahr- und Verpflegungskosten sowie die Kosten des Autoleasings nicht AHV-beitragspflichtige Lohnnebenkosten darstellten und demzufolge beim Einkommensvergleich zur Feststellung des Invaliditätsgrades nicht zu berücksichtigen seien. Der Beschwerdeführer hat es ausserdem unterlassen, mit aussagekräftigen Belegen den Bestand anderer von der Arbeitgeberin übernommener Kosten darzutun und damit den vollen Beweis für die Unrichtigkeit des Auszugs aus dem Individuellen Konto zu erbringen. 2.2 Weiter macht der Versicherte unter Hinweis auf ein vom 9. Dezember 1996 datierendes Vertragsdokument geltend, dass er ab diesem Zeitpunkt wegen des Herzinfarkts nur zu 50 % arbeitsfähig gewesen sei und in diesem Rahmen noch ein monatliches Einkommen von Fr. 3600.- erzielt habe. Gemäss dem MEDAS-Gutachten vom 20. September 2002 führte der 1996 erlittene Herzinfarkt indes zu keiner dauernden Arbeitsunfähigkeit; eine solche wird erst für den Zeitraum ab Ende 1999 attestiert. Insofern muss davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer sein Arbeitspensum aus freien Stücken reduzierte und zwischen 1996 und 1999 gesundheitlich in der Lage gewesen wäre, einer vollzeitlichen Erwerbstätigkeit nachzugehen. Ist aufgrund der Umstände des Einzelfalls anzunehmen, dass ein Versicherter sich ohne gesundheitliche Beeinträchtigung voraussichtlich dauernd mit einer bescheidenen Erwerbstätigkeit begnügen würde, obgleich er an sich besser entlöhnte Erwerbsmöglichkeiten hätte, so ist auf jene abzustellen (BGE 125 V 157 Erw. 5c/bb mit Hinweisen). 2.3 Die Frage, welcher der vorgenannten Ansätze Grundlage für das Valideneinkommen bilde, kann offen gelassen werden. Weder ein Erwerbseinkommen von Fr. 3000.-, wie es im Auszug aus dem Individuellen Konto für die Jahre 1990 bis 1996 ausgewiesen wird, noch der ab Ende 1996 vertraglich festgelegte monatliche Lohn von Fr. 3600.- führen letztlich zu einem rentenbegründenden Invaliditätsgrad.