Citation: 5C.117/2004 01.11.2004 E. 4

4.1 Nach den Ausführungen des Obergerichts liegen andere Grundstücke, die für ein Notbrunnenrecht ebenfalls in Frage kämen, weiter entfernt als das Grundstück der Beklagten. Die Vorinstanz hält deshalb dafür, dass dem Kläger bei einer Zuleitung des Wassers ab anderen Grundstücken ein grösserer Aufwand entstehen würde. 4.2 Diesen tatsächlichen Feststellungen halten die Beklagten entgegen, sie beruhten auf einem offensichtlichen Versehen. Ein - durch das Bundesgericht zu berichtigendes - offensichtliches Versehen im Sinne von Art. 55 Abs. 1 lit. d und Art. 63 Abs. 2 OG liegt nach der Rechtsprechung dann vor, wenn die kantonale Instanz eine bestimmte Aktenstelle übersehen oder unrichtig, d.h. nicht in ihrer wahren Gestalt, insbesondere nicht mit ihrem wirklichen Wortlaut, wahrgenommen hat (BGE 115 II 399 E. 2a S. 399 f.; 109 II 159 E. 2b S. 162 mit Hinweisen). Inwiefern hier ein Mangel dieser Art vorliegen soll, legen die Beklagten nicht dar. Ihre Rügen, die Vorinstanz habe gewissen Aussagen des Zeugen D.________ überhaupt keine Beachtung geschenkt und sich mit einem Teil der Aussagen des Zeugen E.________ nicht auseinandergesetzt, stellen eine im Berufungverfahren unzulässige Kritik an der obergerichtlichen Beweiswürdigung dar.