Citation: 4A_597/2013 E. 4.3

4.3. Mit ihren weiteren Vorbringen verkennt die Beschwerdeführerin die Tragweite des Grundsatzes der Vertragstreue im Rahmen des Beschwerdegrunds von Art. 190 Abs. 2 lit. e IPRG. Der erwähnte Grundsatz ist nur verletzt, wenn das Schiedsgericht zwar die Existenz eines Vertrags bejaht, die daraus sich ergebenden Konsequenzen jedoch missachtet, oder - umgekehrt - die Existenz eines Vertrags verneint, jedoch trotzdem eine vertragliche Verpflichtung bejaht (Urteile 4A_76/2012 vom 11. Oktober 2012 E. 4.2; 4A_14/2012 vom 2. Mai 2012 E. 5.2.1, nicht publ. in: BGE 138 III 270; 4A_46/2011 vom 16. Mai 2011 E. 4.2.1; 4A_43/2010 vom 29. Juli 2010 E. 5.2; vgl. auch BGE 120 II 155 E. 6c/cc S. 171; 116 II 634 E. 4b S. 638). Entsprechendes legt die Beschwerdeführerin jedoch nicht dar; vielmehr zitiert sie seitenweise wörtlich aus dem angefochtenen Entscheid und kritisiert dabei in appellatorischer Weise die Erwägungen des Schiedsgerichts. Indem sie die Berechnungen im angefochtenen Entscheid in Frage stellt und dem Bundesgericht ihre abweichende Sicht der Dinge unterbreitet, zeigt sie keine Verletzung des Ordre public (Art. 190 Abs. 2 lit. e IPRG) auf.