Citation: 5A_100/2016 E. 7.2

7.2. Das Handelsgericht hat zusammengefasst erwogen, dass dem zweiten Mietvertrag betreffend Installationsplatz beidseitige Berechnungen vorausgegangen seien und man sich kompromissweise auf eine Pauschalentschädigung von Fr. 260'000.-- für eine ungefähre Fläche für eine ungefähre Zeit geeinigt habe, weshalb einzig bei einer grossflächigen Mehrbeanspruchung weiterer Ersatz gefordert werden könnte. Diesbezüglich falle ein konkludenter Mietvertrag ausser Betracht, ebenso ein faktisches Mietverhältnis, weil es weder um eine vorübergehende Duldung des Mieters nach Vertragsbeendigung noch um die Erfüllung eines mangelhaften Vertrages gehe. Unabhängig von diesen Fragen gelinge der Beschwerdeführerin - sie behaupte im Prinzip eine Nutzung des gesamten Grundstücks während der gesamten Bauphase - der Beweis nicht, welche Grundstücksflächen während welcher Zeitdauer unerlaubt belegt worden sein sollen. Die eingereichten Fotos zeigten die Baustelle an sich, wobei hauptsächlich Flächen abgebildet seien, welche aufgrund der Mietverträge abgegolten seien. Im Hintergrund seien verschiedentlich grüne oder brach liegende Flächen zu sehen, welche gerade nicht durch die Y.________ AG genutzt worden seien. Keine der Fotos zeige eine Nutzung durch diese. Ohnehin handle es sich bei den Fotos immer um Momentaufnahmen, welche keine dauernde Nutzung belegen könnten; das gelte vor allem auch für vorübergehend abgestellte Fahrzeuge. Keine andere Situation zeigten die Bilder von Google Street View; beansprucht worden seien lediglich die durch die Mietverträge geregelten Flächen, das übrige Grundstück liege brach. Die Bilder von Google Earth liessen sich ebenfalls direkt mit den Plänen aus den Mietverträgen vergleichen; auf der Aufnahme vom 1. Juli 2009 sei ersichtlich, dass die Y.________ AG die vereinbarte Fläche weitgehend beanspruche, und die Aufnahmen vom 25. und 27. Februar 2010 zeigten, dass der Installationsplatz weiterhin genutzt werde, alles innerhalb der von den Mietverträgen umfassten Flächen. Aus dem Entsorgungsbericht ergebe sich, dass auf insgesamt rund 3'270 m2 Aushubarbeiten vorgenommen worden seien; dies entspreche der Dienstbarkeitsfläche und einem Streifen daneben; Anzeichen für die Beanspruchung weiterer Grundstücksflächen seien nicht ersichtlich. Die Beschwerdeführerin versucht die Sachverhaltsfeststellungen mit ausschliesslich appellatorischen Ausführungen anzugreifen, indem sie sich aus eigener Sicht zu den Plänen der Mietverträge und zu den Gegenstand der vereinbarten Entschädigungen bildenden Flächen sowie darauf bauend zur angeblichen Mehrbeanspruchung, zu den Entschädigungsansätzen pro Quadratmeter und zu dem äussert, was auf den eingereichten Fotos sowie auf den Bildern von Google Street View in Wahrheit ersichtlich sein und aus dem Entsorgungsbericht hervorgehen soll; mangels substanziierter Willkürrügen kann auf all dies nicht eingetreten werden.