Citation: 5P.254/2000 04.04.2001 E. 2

2.-Im Zusammenhang mit der Festsetzung des Schadenersatzes hat sich der Appellationshof zu verschiedenen Schadenspositionen geäussert. Zunächst wurde im angefochtenen Urteil festgehalten, dass für Schäden an der Baustruktur Fr. 68'300.-- einzusetzen seien; davon abzuziehen seien Fr. 12'211. 40, welchen Betrag die Beschwerdeführerin bereits von der Berner Versicherung ausbezahlt erhalten habe. Sodann seien für den Mietzinsausfall gerundet Fr. 65'000.-- und für den Schadenszins Fr. 15'500.-- zu berücksichtigen. Schliesslich sei für die Sanierung gemäss der Variante "Mini" der Betrag von Fr. 270'000.-- einzusetzen. Die Beschwerdeführerin wirft dem Appellationshof vor, hinsichtlich zweier Schadenspositionen willkürliche Tatsachenfeststellungen getroffen zu haben. a) Zunächst rügt die Beschwerdeführerin, dass im angefochtenen Urteil aufgrund willkürlicher Sachverhaltsfeststellungen von der Sanierungsvariante "Mini" mit Kosten von Fr. 270'000.-- anstatt von der Sanierungsvariante "Mini+" mit Kosten von Fr. 325'000.-- ausgegangen worden sei. aa)Die Parteien sind sich darin einig, dass von den ursprünglich sechs evaluierten Sanierungsvarianten nur die Varianten "Mini" oder "Mini+" in Frage kommen konnten. Bei der Sanierungsvariante "Mini" handelt es sich um eine konventionelle Aussendrainage; die Variante "Mini+" ist ebenfalls eine konventionelle Aussendrainage, zusätzlich aber mit einer Aussenwandabdichtung. Der Appellationshof hat sich für die Variante "Mini" entschieden und zur Begründung auf S. 28/29 und S. 35/36 im Wesentlichen ausgeführt, dass mit dieser Lösung künftige Wassereinbrüche mit hoher Wahrscheinlichkeit verhindert werden könnten und damit auch keine Mehrwerte geschaffen würden. bb) Diese Feststellungen werden von der Beschwerdeführerin nicht beanstandet. Sie scheint sich aber auf den Standpunkt zu stellen, dass durch die Sanierung nicht nur künftige Grundwassereinbrüche verhindert werden sollten, sondern auch die Feuchtigkeitserscheinungen durch kapillarenWasseraufstieg, welche durch den unmittelbar unter der Bodenplatte des Kellers liegenden Grundwasserspiegel verursacht würden, behoben werden müssten; nur so könne der Zustand, wie er vor 1976 geherrscht habe, wiederhergestellt werden. Diesbezüglich wirft sie der Vorinstanz vor, in willkürlicher Weise festgestellt zu haben, dass mit der Sanierungsvariante "Mini" der Grundwasserspiegel auf das Niveau der Zeit vor 1976 gesenkt und damit nicht nur Grundwassereinbrüche verhindert, sondern auch der kapillare Aufstieg der Feuchtigkeit in die Kellerräume zurückgebunden werden könne. cc) Diese Rüge ist offensichtlich verfehlt. Der Appellationshof hat mit keinem Wort gesagt, dass mit der Variante "Mini" das Problem des kapillaren Ansteigens der Feuchtigkeit gelöst werden könne; im angefochtenen Entscheid auf S. 28/29 und S. 35/36 wurde ausschliesslich ausgeführt, mit der Sanierungsvariante "Mini" könnten künftige Grundwassereinbrüche verhindert werden, ohne dass dadurch ein Mehrwert geschaffen werde. Die von der Klägerin zitierte Stelle auf S. 21/22 des angefochtenen Entscheides ist keine eigene Feststellung des Appellationshofs, sondern eine Wiedergabe des Inhalts des Gutachtens "GI AG vom 19. März 1999". Wenn die Beschwerdeführerin sodann geltend macht, dass sie einen Anspruch auf Wiederherstellung des Zustandes vor 1976 habe, ist auf die Beschwerde ebenfalls nicht einzutreten. Ob ein solcher Anspruch besteht, ist eine im Verfahren der Berufung zu beurteilende Rechtsfrage; die Beschwerde steht nicht zur Verfügung (Art. 84 Abs. 2 OG). b) Weiter wirft die Beschwerdeführerin dem Appellationshof vor, in willkürlicher Weise davon ausgegangen zu sein, dass im Zusammenhang mit den Schäden an der Baustruktur Versicherungsleistungen in der Höhe von Fr. 12'211. 40 abzuziehen seien; tatsächlich seien nur Abzüge im Umfang von Fr. 5'528. 60 gerechtfertigt. Auch auf diese Rüge ist nicht einzutreten, weil die Behauptung, gewisse Versicherungsleistungen hätten nichts mit den Baustrukturschäden zu tun, nicht einmal ansatzweise substantiiert ist (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Bei der von der Beschwerdeführerin angerufenen Beilage 1.9 handelt es sich um einen Einzahlungsschein der Berner Versicherung über einen Betrag von Fr. 7'497. 10, dem keine Anhaltspunkte für die Behauptung entnommen werden können, dass zwei Rechnungen der Firma Krüger (Fr. 932.-- und Fr. 960.--) den Einsatz von Trocknungsgeräten, die Rechnung der ARA (Fr. 28.50) die Entsorgung eines Wasser-Oel-Gemischs und die Rechnung der Firma Straubhaar (Fr. 49.-- [gemäss Beilage 1.8 Fr. 48.--]) eine Sandlieferung betreffen. Ebenso wenig kann der Beilage 1.11 entnommen werden, dass die Rechnung der Wenger AG die Lieferung einer Kellertüre betrifft. Auch die Beilagen 1.14 und 1.18 belegen in keiner Weise, dass sich die Rechnungen der Fischer Haustechnik AG (Fr. 1'612.-- bzw. Fr. 1'500.--) auf die Lieferung einer wasserbeständigen Kunstharzplatte bzw. den Ersatz einer Abwasserleitung beziehen. Abgesehen davon wäre selbst dann, wenn diese unsubstantiierten Behauptungen zutreffend sein sollten, keineswegs gesagt, dass diese Arbeiten nicht im Zusammenhang mit Schäden an der Baustruktur stehen und die entsprechenden Versicherungsleistungen vom betreffenden Schadensposten abgezogen werden können.