Citation: 9C_203/2015 E. 3.2

3.2. Die Einwendungen in der Beschwerde sind nicht geeignet, zu einem vom angefochtenen Entscheid abweichenden Ergebnis zu führen. Die Behauptung, die Vorinstanz habe den Untersuchungsgrundsatz verletzt, ist nicht substanziiert. Insbesondere belegt die Kritik an der Beweiswürdigung keine Verletzung dieses Prinzips. Der geltend gemachte Widerspruch zwischen dem früheren Gutachten des Spital C.________ (vom 11. März 2002) und der Expertise des medizinischen Abklärungsinstituts B.________ hinsichtlich psychiatrischer Diagnose ist unbehelflich. Denn im Rahmen von lit. a Abs. 1 der Schlussbestimmungen vom 18. März 2011 zur 6. IV-Revision kann die IV-Stelle ohne weiteres voraussetzungslos eine Neuüberprüfung vornehmen. Dass sodann der behandelnde Psychiater Dr. med. D.________ zu einer wesentlich anderen Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit des Versicherten gelangt als der Psychiater des medizinischen Abklärungsinstituts B.________, Dr. med. E.________, trifft zu, ist indessen unerheblich. Es ist nicht primäre Aufgabe des behandelnden Arztes, in einem Streitfall zum Grad der Arbeitsunfähigkeit Stellung zu nehmen (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/cc S. 353; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 58/06 vom 2. August 2006 E. 2.2). Sodann sind die offenbar eher kurze Untersuchungsdauer durch Dr. med. E.________ vom medizinischen Abklärungsinstitut B.________ sowie dessen von den Angaben des Dr. med. D.________ erheblich abweichende Einschätzung kein Grund, weitere fachärztliche Abklärungen in die Wege zu leiten. Soweit der Beschwerdeführer unter Berufung auf das Urteil 4A_526/2014 E. 2.4 vorbringt, die Beurteilung des behandelnden Psychiaters Dr. med. D.________ sei als zuverlässiger zu erachten als die auf einer einmaligen Abklärung beruhende Beurteilung durch den Gutachter des medizinischen Abklärungsinstituts B.________, kann ihm ebenfalls nicht gefolgt werden. Zwar trifft es zu, dass das Bundesgericht in jenem Fall auf die Angaben einer Psychiaterin abgestellt hat, welche die Versicherte zunächst während einer Hospitalisation in einem Psychiatrischen Zentrum und anschliessend während vier Monaten regelmässig alle zwei Wochen ambulant behandelt hatte. Dass die Vorinstanz in jener Konstellation nicht einem Gutachten, das auf einer einmaligen Untersuchung basierte, gefolgt ist, erachtete das Bundesgericht unter den gegebenen Umständen nicht als willkürlich. Es handelt sich dabei um eine Einzelfallbeurteilung im Rahmen einer Willkürprüfung, der besondere Gegebenheiten zugrunde lagen. Diese vermag die ständige Rechtsprechung zum Beweiswert von Arbeitsunfähigkeitseinschätzungen therapeutisch tätiger Ärzte, bei welchen der Behandlungsauftrag im Vordergrund steht (BGE 125 V 351 E. 3b/cc S. 353; Urteil 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.2), nicht ausser Kraft zu setzen. Der Umstand sodann, dass das medizinische Abklärungsinstitut B.________ den ihm unterbreiteten, äusserst umfangreichen Fragenkatalog nicht vollumfänglich beantwortet, sondern sich auf die aus fachmedizinischer Sicht für die Beurteilung von Gesundheitszustand und die Stellungnahme zur Arbeitsunfähigkeit wesentlichen Punkte beschränkt hat, ist entgegen den Ausführungen des Versicherten nicht zu beanstanden. Davon abgesehen bildet ein bei der Anordnung und Durchführung einer medizinischen Begutachtung nicht in allen Einzelheiten weisungskonformes Vorgehen gemäss Randziffern 2080 ff. KSVI als solches noch keine Bundesrechtsverletzung (E. 1).