Citation: 5A_702/2014 E. 3.4.2

3.4.2. Das Appellationsgericht ist nach Würdigung der konkreten Umstände (insbesondere des Schreibens von D.________ vom 17. Juli 2008 und der aus der Regelung der Geldwäschereibekämpfung erhaltenen Informationen, des E-Mail-Verkehrs vom 18. Juli 2008 sowie der Auszahlung der Darlehenstranchen) zum Schluss gelangt, dass die Beschwerdegegnerin keine Kenntnis von den Vertragspflichten der C.________ LLC und von D.________ gegenüber der Beschwerdeführerin sowie von einer Zweckgebundenheit der Gelder auf dem Gesellschaftskonto hatte. Damit fehle es bereits in tatsächlicher Hinsicht an einer möglichen Sittenwidrigkeit. Erst recht fehle es am Nachweis der Absicht der Beschwerdegegnerin, die Beschwerdeführerin zu schädigen. Selbst im Fall, dass die Beschwerdegegnerin um eine Zweckgebundenheit der Mittel auf dem Gesellschaftskonto gewusst hätte, wäre die Annahme der Sittenwidrigkeit des Pfandvertrags - und damit eine Ausdehnung der Haftung der Beschwerdegegnerin - nicht gerechtfertigt.