Citation: 2C_379/2015 E. 2.2.3

2.2.3. Was die hier interessierenden Verwaltungsgesellschaften betrifft, lauteten die harmonisierungsrechtlichen Vorgaben an die kantonalen Steuergesetzgeber gemäss Art. 28 Abs. 3 StHG in der ursprünglichen Fassung vom 14. Dezember 1990 (AS 1991 1256, BBl 1990 III 1745; nachfolgend: StHG 1990) wie folgt: "3 Kapitalgesellschaften, Genossenschaften und Stiftungen, die in der Schweiz eine Verwaltungstätigkeit, aber keine Geschäftstätigkeit ausüben, entrichten die Gewinnsteuer wie folgt: a. Erträge aus Beteiligungen im Sinne von Abs. 1 sowie Kapital- und Aufwertungsgewinne auf solchen Beteiligungen sind steuerfrei; b. die übrigen Einkünfte aus der Schweiz werden zum ordentlichen Tarif besteuert; c. die übrigen Einkünfte aus dem Ausland werden nach der Bedeutung der Verwaltungstätigkeit in der Schweiz zum ordentlichen Tarif besteuert. Der geschäftsmässig begründete Aufwand, der mit bestimmten Erträgen und Einkünften in wirtschaftlichem Zusammenhang steht, wird vorher abgezogen. Verluste auf Beteiligungen im Sinne von Bst. a können nur mit Erträgen gemäss Bst. a verrechnet werden." Diese Fassung trat am 1. Januar 1993 in Kraft, wobei die Kantone ihre Gesetzgebung bis spätestens zum 1. Januar 2001 anzupassen hatten (Art. 72 Abs. 1 StHG 1990). Sie entsprach weitgehend dem Entwurf, den der Bundesrat den Eidgenössischen Räten mit Botschaft vom 25. Mai 1983 über die Steuerharmonisierung (BBl 1983 III 1 ff., insb. 302; nachfolgend: Botschaft 1983) unterbreitet hatte. Über die derart modifizierte Gewinnsteuer hinaus haben Verwaltungsgesellschaften die Kapitalsteuer zu entrichten (Art. 29 Abs. 2 lit. b StHG).