Citation: 1P.206/2003 04.07.2003 E. 2

2.1 Das in Art. 29 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK verankerte Beschleunigungsgebot verpflichtet die Strafverfolgungsbehörden, ein Strafverfahren ab dem Zeitpunkt, in welchem der Angeschuldigte über den Tatverdacht ins Bild gesetzt wurde (BGE 119 Ib 311 E. 5a S. 323 f.), mit der gebotenen Beförderung zu behandeln. Es soll verhindern, dass er länger als notwendig den Belastungen eines Strafverfahrens ausgesetzt ist (BGE 124 I 139 E. 2a). Die Beurteilung der Verfahrensdauer entzieht sich starren Regeln; es ist vielmehr in jedem Einzelfall zu prüfen, ob sie sich unter den konkreten Umständen, vorab dem Umfang und der Schwierigkeit des Falles sowie dem Verhalten des Angeschuldigten und der Behörden, als angemessen erweist (BGE a.a.O. E. 2c). 2.2 Das Beschleunigungsgebot dient nach der dargelegten Rechtsprechung in erster Linie dem Schutz des Angeschuldigten. Art. 6 Ziff. 1 EMRK bezieht sich nach seinem klaren Wortlaut nur auf dessen Schutz. Art. 29 Abs. 1 BV ist dagegen offener formuliert und räumt "jeder Person" in "Verfahren vor Gerichts- und Verwaltungsinstanzen Anspruch auf ... Beurteilung innert angemessener Frist" ein. Der Beschwerdeführer, welcher als Privatkläger im kantonalen Verfahren Parteistellung hat (Art. 39 Abs. 1 des Berner Gesetzes über das Strafverfahren vom 15. März 1995, StrV), kann sich daher jedenfalls auf diese Verfassungsbestimmung berufen.