Citation: 2A.350/2003 05.08.2004 E. 4

Nach dem zugerischen Verantwortlichkeitsgesetz haftet der Staat für den Schaden, den ein Beamter in Ausübung amtlicher Verrichtungen durch Rechtsverletzung jemandem zugefügt hat (§ 5 Abs. 1 VG/ZG). Anspruch auf Schadenersatz wegen Verletzung in den persönlichen Verhältnissen besteht nur, wenn den Beamten ein Verschulden trifft (§ 7 Abs. 1 VG/ZG); Anspruch auf Genugtuung nur, wenn eine besondere Schwere der Verletzung und des Verschuldens des Beamten vorliegen (§ 7 Abs. 2 VG/ZG). Ergänzend gelten die Bestimmungen des Schweizerischen Obligationenrechts (§ 23 VG/ZG). Der Kläger macht einzig Genugtuung geltend und beruft sich dafür auf den zitierten § 7 Abs. 2 VG/ZG. Im Folgenden ist demnach zu prüfen, ob der Beklagte "in Ausübung amtlicher Verrichtungen" (E. 5.1) widerrechtlich (E. 5.2) gehandelt hat. Nach allgemeinen haftungsrechtlichen Grundsätzen ist weiter zu untersuchen, ob zwischen dem ihm vorgeworfenen Verhalten und den behaupteten Verletzungen in den persönlichen Verhältnissen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht (E. 5.3). Schliesslich ist die Frage zu beantworten, ob die erlittene Verletzung und das dem Beklagten zuzurechnende Verschulden die für eine Genugtuung vorausgesetzte besondere Schwere erreichen (E. 5.4).