Citation: 8C_752/2023 E. 5.8.3

5.8.3. Es lässt sich damit nicht ersehen, inwiefern eine Beurteilung unter der vom Beschwerdeführer beantragten Praxisänderung zu seinen Gunsten ausfallen sollte. Abschliessende Erwägungen zu den dafür erforderlichen Voraussetzungen erübrigen sich daher. Zu erwähnen bleibt immerhin, dass psychische Unfallfolgen bei einer Häufigkeit von 25 % der in der Studie untersuchten Fälle entgegen dem Beschwerdeführer nicht die statistische Regel darstellen. Aus der Befragung hospitalisierter Patienten nach Verkehrsunfällen lässt sich zudem nicht ohne Weiteres auf andere Arten von Unfallereignissen schliessen. Der Beschwerdeführer gibt im Übrigen zu bedenken, wegen seiner psychischen Probleme drohe ihm die vollständige berufliche und soziale Desintegration. Bereits im Rahmen der Präzisierung der Praxis zu den psychischen Unfallfolgen in BGE 115 V 133 erwog das Bundesgericht indessen ausdrücklich, dass nicht nur vormals psychisch gesunde, sondern eine weite Bandbreite von Versicherten zu berücksichtigen seien, das heisst auch solche, die aufgrund ihrer Veranlagung für psychische Störungen anfälliger sind und einen Unfall seelisch weniger gut verkraften als Gesunde (E. 4b, 6c/bb a.E. und 11b). Inwiefern beim Beschwerdeführer aber eine entsprechende Prädisposition vorgelegen haben sollte, die wegen des Gabelstaplerunfalls zu einer gänzlichen Dekompensation hätte führen müssen, lässt sich nicht ersehen.