Citation: 4A_308/2018 E. 5.3.2

5.3.2. Ins Leere stösst auch die Rüge, die Beschwerdeführerin habe nach Treu und Glauben darauf vertrauen dürfen, dass die kommentierte Liste nicht zugelassen werde bzw. dass ihr andernfalls ausdrücklich Gelegenheit zur Stellungnahme eingeräumt werde. Ihre Behauptung, wonach sie im Vertrauen auf die ergangenen Verfahrensanordnungen und die Äusserungen des Vorsitzenden des Schiedsgerichts im Rahmen der Schiedsverhandlung auf eine ausführliche Stellungnahme zum Inhalt der kommentierten Liste verzichtet habe, findet in der von ihr zitierten Schlusseingabe keine Stütze. Die Beschwerdeführerin ging selber nicht davon aus, die Frage sei an der Verhandlung in dem Sinn geklärt worden, dass das Schiedsgericht die Unzulässigkeit verbindlich bestätigt hätte. Sie machte nicht etwa geltend, die prozessuale Unzulässigkeit sei vom Vorsitzenden bestimmt bejaht worden, sondern stützte sich nach ihren eigenen im Beschwerdeverfahren zitierten Ausführungen aus der Schlusseingabe nur auf die Verfahrensregeln selber und beantragte, das Schiedsgericht dürfe gestützt darauf die Kommentierungen nicht beachten. Sie schloss demnach nicht aus, dass das Schiedsgericht die Kommentierungen trotzdem beachten könnte; vielmehr äusserte sie sich eventualiter auch inhaltlich zum fraglichen Dokument, ohne einen entsprechenden Vorbehalt anzubringen. Unter diesen Umständen kann sie sich nicht im Nachhinein auf eine Verletzung des rechtlichen Gehörs berufen.