Citation: 5A_547/2018 E. 3

Die Beschwerdeführerin wendet ein, sie habe im März 2018 aus eigener Initiative mit der Hypothekarabteilung der Bank G.________ Kontakt aufgenommen, ohne Mitwirkung des Beistandes die Zinsen der Hypothek 2017 bis 31. März 2018 bezahlt und am 20. Juni 2018 eine weitere Hypothekarzinszahlung von Fr. 750.-- getätigt. Die Hypothek auf der Liegenschaft betrage derzeit Fr. 250'000.-- und sei mit 1,2 % zu verzinsen. Mit Entscheid vom 12. Juni 2018 habe die SVA Graubünden eine Rentenleistung aus IV rückwirkend ab 1. Oktober 2017 verfügt. Seit Juni 2018 erhalte die Beschwerdeführerin eine IV-Rente von Fr. 2'579.-- pro Monat. Damit sei die Liquidität für den nötigsten Lebensunterhalt wieder gewährleistet. Sodann habe die B.________ AG an einer Generalversammlung vom 22. Juni 2018 beschlossen, den pensionierten Architekten H.________ in den Verwaltungsrat zu wählen und der Beschwerdeführerin die Einzelzeichnungsberechtigung zu entziehen. Das Haus weise eine kleine 3-Zimmer-Wohnung auf, die für Fr. 600.-- zuzüglich Nebenkosten vermietet sei, wobei der Mietzins mit Hauswartsarbeiten des Mieters verrechnet werde. Ausserdem befänden sich im Untergeschoss drei Zimmer, die in der Saison an Hotelangestellte vermietet werden könnten. Schliesslich könnte auch das Haus als solches vermietet werden. Angedacht sei eine Umnutzung in ein Guesthouse à la B&B und eine Vermietung während des WEF. All dies würde es erlauben, der Beschwerdeführerin ein geregeltes Einkommen zu verschaffen. Die Beschwerdeführerin wehrt sich gegen einen Verkauf ihres Elternhauses. Meinungsverschiedenheiten in der Umsetzung einer Strategie zwischen der verbeiständeten Person und dem Beistand seien kein Grund für den Entzug der Handlungsfähigkeit; ebenso wenig Uneinsicht. Selbst Sturheit, Besserwisserei oder Zögerlichkeit seitens der betroffenen Person genügten nicht zur Einschränkung der Handlungsfähigkeit. Diese Massnahme dürfe nicht dazu missbraucht werden, um sich mühsame Auseinandersetzungen mit der betroffenen Person zu ersparen oder gar wie vorliegend seitens des Beistandes und der KESB mit der Einschränkung der Handlungsfähigkeit Einfluss auf die Hauptaktionärin und den Verwaltungsratssitz zu bekommen. Es dürfe nicht sein, dass die Einschränkung der Handlungsfähigkeit bloss eine Ausrede oder ein Mittel sei, um sich mehr Bewegungs- und Entscheidfreiheit zu verschaffen, um schneller zum Ziel, vorliegend schneller zum Verkauf der Liegenschaft zu gelangen. Beim damaligen Höchststand der privaten Schulden von rund Fr. 53'000.-- und einem im Rechenschaftsbericht 2017 ausgewiesenen Vermögen von Fr. 880'000.-- seien die Schulden nicht beängstigend hoch und erscheine ein Verkauf der Liegenschaft nicht vordringlich. Seit März 2018 bestünden im Übrigen praktisch keine Ausstände mehr. Schliesslich haben die E.________ nie Rücksprache mit dem Psychiater Dr. I.________ in W.________ gehalten, der die Beschwerdeführerin seit 1997 kenne und bei dem sie in fachärztlicher psychiatrischer Behandlung sei. Auf alle Fälle hätte der Beschwerdeführerin bzw. deren Psychiater eine Entgegnung auf das Gutachten der E.________ eingeräumt werden müssen und es wäre angebracht, ja sogar von Nöten gewesen, die Meinung vom Dr. I.________ ausdrücklich in die Begutachtung miteinzubeziehen. In dieser Hinsicht sei der Beschwerdeführerin das rechtliche Gehör verweigert worden. Aus all diesen Gründen sei die angeordnete Massnahme nicht verhältnismässig.