Citation: 1C_182/2013 E. 4

Der Beschwerdeführer macht geltend, ihm sei bereits am Augenschein vom 30. November 1995 zugesichert worden, dass das Zufahrtssträssli bleiben könne, weil eine Aufhebung unverhältnismässig wäre. Mit Verfügung vom 6. Dezember 1995 habe die Gemeinde Brienz zwar angeordnet, dass der Waldrand zwischen den Parzellen Nrn. 122 und 2055 bleiben müsse, dagegen sei von einer Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands abgesehen worden. Im Amtsbericht vom 1. Mai 1998 habe die Waldabteilung 1 Oberland Ost bestätigt, dass der Zufahrtsweg von den Grundeigentümern und dem Forstdienst toleriert werde, der beanspruchte Waldboden aber Waldareal im Sinne des Gesetzes bleibe. Am 15. März 2001 habe ein weiterer Augenschein stattgefunden; dabei habe der Förster festgestellt, dass die Schwellenkorporation einen Zaun zwischen Wald und Strasse erstellen müsse; damit seien Zustand und Bestand der Zufahrtsstrasse erneut bestätigt worden. Am 28. Juni 2005 habe schliesslich ein Augenschein im Zusammenhang mit dem Umnutzungsgesuch stattgefunden. Die Waldabteilung habe festgehalten, dass ihr der illegale Zustand seit längerem bekannt sei und dieser von illegal auf Duldung abgeändert werden könne. Hierzu müsse ein Rodungsverfahren durchgeführt werden; zwar müsse das Rodungsgesuch abgewiesen werden, man könne dann aber auf Wiederherstellungsmassnahmen verzichten. Erstmals 2006 habe die Beschwerdegegnerin Einsprache gegen das Rodungsgesuch erhoben; dies sei aufgrund ihres bisherigen Verhaltens treuwidrig gewesen. Es verletze den Vertrauensschutz und sei unverhältnismässig, nach 25 Jahren die Beseitigung einer Strasse zu verlangen, mit deren Verbleib alle Beteiligten, einschliesslich der Waldeigentümerin, einverstanden gewesen seien.