Citation: 2C_330/2017 E. 2.8

2.8. Der Grundsatz der Planmässigkeit und Stetigkeit der Bewertung gebietet, dass die einmal gewählte Abschreibungsmethode (degressiv oder linear) grundsätzlich für die ganze Nutzungsdauer beibehalten wird (REICH/ZÜGER/BETSCHART, a.a.O., N. 24 zu Art. 28 DBG; KUHN/DUBACH, a.a.O., N. 9 zu Art. 62 DBG). Bei Einhaltung der Normalsätze (vgl. E. 2.7) wird die geschäftsmässige Begründetheit vermutet; die Steuerbehörden können die (ordentlichen) Abschreibungen - in der Regel (vgl. Urteil 2C_814/2016 vom 26. Oktober 2017 E. 3) - nicht mit dem Hinweis auf den fehlenden Abschreibungsbedarf verweigern. Der steuerpflichtigen Person steht der Nachweis eines höheren Abschreibungsbedarfs im Einzelfall offen (REICH/ZÜGER/BETSCHART, a.a.O., N. 25 zu Art. 28 DBG). Dies bedeutet, dass der ordentliche Abschreibungssatz erhöht werden kann, wenn sich herausstellt, dass er ungenügend ist, beispielsweise weil die Lebensdauer des Anlageobjekts nachweisbar kürzer ist, als bei der Einbuchung angenommen wurde.