Citation: 8C_307/2017 E. 5.2.2

5.2.2. Das kantonale Gericht gewährte mit Blick auf die gesundheitlichen Einschränkungen einen Abzug vom Tabellenlohn in der Höhe von 5 %. Die Versicherte postuliert unter Hinweis auf ihre massiven gesundheitlichen Beeinträchtigungen einen Abzug von mindestens 5 %. Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass die Frage, ob ein leidensbedingter Abzug vorzunehmen sei, eine vom Bundesgericht frei überprüfbare Rechtsfrage ist (BGE 137 V 71 E. 5.1 S. 72). Ein solcher Abzug kann praxisgemäss vom anhand von LSE-Tabellenlöhnen ermittelten Invalideneinkommen unter bestimmten Voraussetzungen vorgenommen werden. Dieser soll persönlichen und beruflichen Umständen (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) Rechnung tragen, welche negative Auswirkungen auf die Lohnhöhe der gesundheitlich beeinträchtigten Person haben können. Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 126 V 75 und seitherige Entscheide). Vorliegend stand zu Recht lediglich die leidensbedingte Einschränkung als Grund für einen Abzug zur Diskussion. Diesbezüglich ist indes mit der Beschwerdeführerin auf das Gutachten des Dr. med. E.________ vom 24. August 2015 hinzuweisen. Darin wurde ausgeführt, trotz der unfallbedingten Massenruptur der Rotatorenmanschette bestünden mit Ausnahme der ausgeprägten Kraftverminderung erstaunlich geringe Beschwerden. In einer angepassten Tätigkeit sei weder eine zeitliche Einschränkung noch eine Verminderung der Leistungsfähigkeit vorhanden. Ein Abzug lässt sich mithin auch unter diesem Gesichtspunkt nicht rechtfertigen, weshalb es bei einem Invalideneinkommen für das Jahr 2015 von Fr. 79'086.- bleibt.