Citation: 4A_611/2018 E. 3.5.2

3.5.2. Der Beschwerdeführer rügt diesbezüglich, er habe in Rz. 48 der Berufung festgehalten, der Arbeitsinspektor habe in seinem Unfallrapport diverse Massnahmen der Arbeitssicherheit vorgeschlagen, u.a. dass sich der Kranführer versichern müsse, ob sich keine Personen im Gefahrenbereich aufhalten würden. Die Vorinstanz sei jedoch nicht auf diese Ausführungen eingegangen. Die Vorinstanz hat - entgegen dem Beschwerdeführer - den Unfallrapport des Arbeitsinspektors durchaus gewürdigt, nämlich zusammen mit dessen Zeugenaussage. Sie hielt fest, aus der Aussage gehe hervor, dass die Arbeitnehmer der Beschwerdegegnerin ausreichend instruiert worden seien, und dass man nach einem Unfall immer schlauer sei. Der Unfallrapport hält unter Ziffer 11 drei verschiedene Massnahmen der Arbeitssicherheit fest. Als dritte Massnahme wird aufgeführt, der Kranführer müsse sich vergewissern, bevor er die Last anhebt, dass sich keine Personen im Gefahrenbereich aufhalten würden. Allein aus der Tatsache, dass der Arbeitsinspektor in seinem Unfallrapport Massnahmen der Arbeitssicherheit in Erinnerung ruft, ist nicht zwingend abzuleiten, dass all diese Massnahmen bis zum Zeitpunkt des Unfalls im Betrieb der Beschwerdegegnerin nicht bestanden hätten. Dies gilt im Übrigen auch für die ebenfalls aufgeführte Massnahme, es sei sicherzustellen, dass sich niemand im Gefahrenbereich aufhalte (vgl. bereits hiervor E. 3.3.2). Der Arbeitsinspektor selbst hat denn auch in seiner Befragung ausgesagt, er sei der Meinung, die Mitarbeiter des Stahlwerkes seien bezüglich der Gefahren bei Stahlgiessen ausreichend instruiert worden. Die Würdigung des Unfallrapports bzw. der Zeugenaussage des Arbeitsinspektors durch die Vorinstanz ist somit nicht zu beanstanden.