Citation: 5A_93/2022 E. 6.2

6.2. Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, eine Fremdplatzierung des Sohnes stelle nicht das mildeste Mittel dar, um dessen Defiziten zu begegnen. B.A.________ benötige derzeit ein stabiles Umfeld, welches ihm entsprechend seinem ausdrücklichen Wunsch auch im Kreis seiner engsten Bezugspersonen ermöglicht werden könne. Die Situation der Beschwerdeführerin sei derzeit stabil und sie verfüge über ein breites stützendes Umfeld. Die Beschwerdeführerin sei daher in der Lage, die Betreuung von beiden Kindern sicherzustellen. Den Bedürfnissen des Sohnes könne durch eine regelmässige professionelle Betreuung während des Tages sowie eine therapeutische Behandlung Rechnung getragen werden. Auch mit diesen Ausführungen entfernt die Beschwerdeführerin sich von den für das Bundesgericht verbindlichen tatsächlichen Feststellungen des Obergerichts. Abgesehen davon setzt sie sich nicht mit der Überlegung der Vorinstanz auseinander, wonach ambulante Unterstützungsmassnahmen gerade nicht im Sinne milderen Massnahmen geeignet seien, um der bestehenden Kindeswohlgefährdung zu begegnen. Dies insbesondere deshalb, weil das krankheitswertige Störungsmass von B.A.________ zu ausgeprägt sei, damit derartige Massnahmen greifen könnten. Auf die Beschwerde ist insoweit nicht einzutreten. Dies gilt im Übrigen auch hinsichtlich der weiteren Rüge der Verletzung von Art. 8 EMRK, welche die Beschwerdeführerin im Anschluss an ihre Ausführungen zu den bezüglich des Sohns getroffenen Massnahmen gleichsam als Anhang vorträgt, ohne sich mit der Konventionsgarantie auseinanderzusetzen.