Citation: 6B_527/2015 E. A

X.________ versuchte gemäss der Anklageschrift vom 9. Juni 2011, A.Y.________ ab anfangs des Jahres 2008 in den Räumlichkeiten des Akademischen Sportverbands Zürich (ASVZ) anzusprechen, beobachtete sie und trainierte möglichst neben ihr. A.Y.________ gab ihm zu verstehen, dass sie kein Interesse an ihm hatte. Ab dem 10. Oktober 2008 löste sie ein Jahresabonnement im Fitnesspark E.________ in Zürich, um nicht auf X.________ zu treffen, obschon sie im ASVZ nach wie vor hätte gratis trainieren können. Ab Oktober 2009 trainierte sie wieder im ASVZ, wo sie auch Kindern Turnstunden gab. X.________ sprach sie erneut gegen ihren Willen an und beschimpfte sie. Ende November/Anfang Dezember 2009 hielt er sie an den Oberarmen fest und fragte nach dem Namen ihres Freundes, ansonsten sie schon sehen werde, was passiere. A.Y.________ entwand sich seinem Griff und rannte in die Garderobe. Am 5. Januar 2010 sandte X.________ ihrem Freund eine SMS mit folgendem Inhalt: "Danke, dass ich mir A.Y.________ einige Male ausleihen durfte (...) ". Am 25. Januar 2010 schrieb er ein E-Mail an mehrere Adressen und an die Schulleitung des Kindergartens, der A.Y.________ damals als Kindergärtnerin anstellte. In der E-Mail gab er an, A.Y.________ habe eine Brustvergrösserung vornehmen lassen. Er bezweifle, dass das "zur Schau gestellte Frauenbild von der Schulleitung geteilt wird". Ab Ende November 2009 ging er in der Sportanlage jeweils hinter ihr durch, wenn sie am Crosstrainer war, und streifte seine Hand von hinten über ihre Brust, drückte ihr den Oberarm und sagte "Hallo". Die Staatsanwaltschaft klagte ihn wegen mehrfacher Nötigung, eventuell Drohung, sowie wegen mehrfacher sexueller Belästigung an.