Citation: 8C_1005/2010 01.02.2011 E. 4

4.1 Das kantonale Gericht hat in ausführlicher Würdigung der medizinischen Akten, insbesondere gestützt auf das Gutachten des Prof. Dr. med. L.________ vom 8. August 2008 erwogen, eine Verursachung oder Verschlimmerung der Hörbeschwerden durch die MRI-Untersuchung sei nicht überwiegend wahrscheinlich. Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor, die Vorinstanz hätte sich nicht auf dieses Gutachten abstützen dürfen. Der Experte postuliere darin einen anderen als den vom EVG im Urteil U 71/04 vom 28. Januar 2005 verbindlich festgestellten Sachverhalt. Während in E. 5.2 dieses Urteils davon ausgegangen werde, der Versicherte habe im Zeitraum von 17. August 2000 bis 10. September 2001 zwei Hörstürze erlitten, anerkenne Prof. Dr. med. L.________ für diese Zeit ausdrücklich nur einen Hörsturz. Da das Urteil des EVG für die Vorinstanz verbindlich sei, habe diese gegen Bundesrecht verstossen, als sie dem Gutachten Beweiswert zuerkannt habe. 4.2 Grundsätzlich ist nur das Dispositiv, nicht aber die Begründung eines Entscheides anfechtbar. Verweist das Dispositiv eines Rückweisungsentscheides ausdrücklich auf die Erwägungen, werden diese zu dessen Bestandteil und haben, soweit sie zum Streitgegenstand gehören, an der formellen Rechtskraft teil. Dementsprechend sind die Motive, auf die das Dispositiv verweist, für die untere Instanz, an welche die Sache zurückgewiesen wird, verbindlich (vgl. Urteil 9C_703/2009 vom 30. Oktober 2009 E. 2.2 mit Hinweisen). Dabei können für die untere Instanz nur Sachverhaltsfeststellungen und rechtliche Erwägungen, nicht jedoch die verwendete Terminologie, verbindlich sein. 4.3 Wie das kantonale Gericht zutreffend erwogen hat, basiert das Gutachten des Prof. Dr. med. L.________ nicht auf einem anderen Sachverhalt, als ihn das EVG in seinem Urteil vom 28. Januar 2005 festgestellt hat: Auch der Experte geht einerseits von einem Hörsturzereignis in der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr 2000 und von einer Hörverschlechterung während des stationären Aufenthaltes in der Klinik Z.________ im Oktober 2000 aus. Wenn der Gutachter aufgrund der Akten und seines medizinischen Wissens zum Schluss kommt, es habe sich bei der Verschlechterung im Oktober 2000 um einen schleichenden Prozess gehandelt, weshalb er für diese Verschlechterung nicht den Ausdruck "Hörsturz" benutzt, so stellt er sich damit lediglich terminologisch in Widerspruch zum Urteil des EVG, in dem auch eine längerdauernde Verschlechterung noch als "Hörsturz" bezeichnet wird. Insofern der Beschwerdeführer aus dem genannten Urteil ableitet, das EVG habe damit einen Hörsturz im Sinne der Terminologie des Prof. Dr. med. L.________ bejahen wollen, misst er dem Urteil eine Bedeutung zu, welche diesem nicht zukommt. Das Gericht erkannte damals die Notwendigkeit weiterer medizinischer Abklärungen und wollte solchen gerade nicht vorgreifen. Somit wird entgegen den Vorbringen des Versicherten der Beweiswert des Gutachtens nicht dadurch geschmälert, dass der Experte von einer schleichenden Verschlechterung des Gehörs im Oktober 2000 und von einem Hörsturz Ende Dezember 2000, und nicht von zwei Hörsturzereignissen ausging. 4.4 Durfte die Vorinstanz dem Gutachten des Prof. Dr. med. L.________ hohen Beweiswert zuerkennen, so ist die Verneinung eines Kausalzusammenhanges zwischen den MRI-Untersuchungen im Oktober 2000 und den Hörbeschwerden des Versicherten und damit der Leistungspflicht der Unfallversicherung für dieses Leiden nicht zu beanstanden. Die Beschwerde des Versicherten ist demnach abzuweisen.