Citation: 6B_120/2024 E. 1.4.2

1.4.2. Im Ergebnis ebenso wenig zu beanstanden ist der vorinstanzliche Schluss, gemäss welchem B.________ "noch reflexartig zur Seite springen konnte". Der Beschwerdeführer hatte zur Reaktion von B.________ bereits vor erster Instanz geltend gemacht, diese habe "zu einem relativ frühen Zeitpunkt gemerkt [...], dass es gefährlich werden könne und [...] sich bereits zu diesem Zeitpunkt auf die Wiese in Sicherheit begeben". Anschliessend habe sie sich mit gezogener Waffe auf das herannahende Fahrzeug fokussiert und einen Schuss abgegeben. Sie habe sich demnach sofort und nicht im allerletzten Moment in Sicherheit begeben und anschliessend keine weiteren Sicherheitsvorkehrungen unternommen (vgl. erstinstanzliches Urteil S. 68). Hierzu führt die Vorinstanz (wiederum unter Verweis auf die Ausführungen der ersten Instanz) aus, dem Beschwerdeführer sei insofern beizupflichten, dass sich B.________ bereits in Alarmbereitschaft befunden habe. Indes habe es sich um ein ausgesprochen dynamisches Geschehen gehandelt und hätten alle Beteiligten übereinstimmend ausgesagt, das Ganze habe sich innert weniger Sekunden abgespielt. Auch das unfallanalytische Ergänzungsgutachten halte überzeugend fest, dass zwischen dem Ausscheren und der späteren Kollision mit C.________ bloss 2.6 Sekunden gelegen seien. Schliesslich zeige sich auch anhand der unkontrollierten Schussabgabe, welche nur als Kurzschlussreaktion interpretiert werden könne, dass B.________ keine Zeit geblieben sei, sich zu fokussieren, sondern sie nur Sekundenbruchteile Zeit gehabt habe, um mit einem reaktionsschnellen Schritt zur Seite einer Kollision zu entgehen (erstinstanzliches Urteil S. 68). Mit diesen Erwägungen setzt sich der Beschwerdeführer nicht rechtsgenüglich auseinander, wenn er vor Bundesgericht wiederum geltend macht, B.________ sei genügend Zeit zur Verfügung gestanden, um sich in Sicherheit zu bringen, was sie denn mit einem "normalen" Schritt auch getan und dabei noch die Zeit gefunden habe, um auf ihn zu zielen und zu schiessen. Auf solch rein appellatorische Kritik tritt das Bundesgericht nicht ein.