Citation: 5A_765/2022 E. 6.2.1

6.2.1. Sie führt dazu aus, die Klage vom 15. Juli 2019 enthalte keine Rechtsbegehren. Die Klageschrift vom 25. September 2019 enthalte folgendes Rechtsbegehren: "Es sei der Nachlass des 2018 in X.________ verstorbenen F.________, geb. 1942, von Deutschland, wohnhaft gewesen Y.________-strasse, Z.________, festzustellen und unter den Parteien entsprechend ihrer Erbquoten zu teilen." Das Rechtsbegehren sei unmissverständlich. Verlangt werde die Feststellung des Nachlasses sowie dessen Teilung unter den Parteien entsprechend der Erbquoten. Die Herabsetzung oder die Ungültigerklärung des Erbvertrags vom 13. Mai 2011, des Ehevertrags vom 13. Dezember 2010 oder sonst einer Verfügung von Todes wegen oder unter Lebenden werde eindeutig nicht beantragt (im Unterschied zum Urteil 5A_753/2018 vom 21. Januar 2019, wo bereits im Klagebegehren die Feststellung der Erbenstellung und der Ungültigkeit der "Enterbung" verlangt worden sei). Grundsätzlich erübrige sich somit die Auslegung des Rechtsbegehrens und das Heranziehen der Begründung; die Beschwerdeführerin habe weder mit Klage vom 15. Juli 2019 noch mit Klageschrift vom 25. September 2019 eine Herabsetzungsklage erhoben.