Citation: 5A_251/2023 E. 5.1

5.1. In seinem Entscheid vom 28. Januar 2022 setzte das Kantonsgericht die Gerichtskosten des Verfahrens EO 2020 242 auf total Fr. 4'000.-- fest, auferlegte sie den Parteien nach dem Ausgang des Verfahrens je zur Hälfte und schlug die Parteikosten wett. Das Obergericht erwog hingegen, der Beschwerdegegner sei im Berufungsverfahren Z2 2022 9 in wesentlich geringerem Ausmass zur Erteilung von Auskünften verpflichtet worden als noch vor Kantonsgericht. Von den umfangreichen Auskünften, welche die Beschwerdeführerin beantragt habe, habe sie im Ergebnis lediglich vom Beschwerdegegner die Lohnausweise für die Jahre 2020 und 2021, die detaillierten Lohnabrechnungen ab März 2020 bis heute und eine Zusammenstellung der Einkünfte aus Liegenschaften und Wertschriften ab dem Jahr 2020 bis heute zugesprochen erhalten. Damit sei sie hinsichtlich ihres Auskunftsbegehrens zu 90 % unterlegen. Bezüglich der nicht angefochtenen Verfügungssperre habe die Beschwerdeführerin vor Kantonsgericht ungefähr zur Hälfte obsiegt. Damit habe sie gesamthaft zu ungefähr 25 % obsiegt und nicht zur Hälfte, wie das Kantonsgericht festgestellt habe. Demnach auferlegte das Obergericht die Gerichtskosten des Verfahrens ES 2020 242 zu Fr. 1'000.-- dem Beschwerdegegner und zu Fr. 3'000.-- der Beschwerdeführerin und verpflichtete Letztere zur Leistung einer Parteientschädigung an den Beschwerdegegner.