Citation: U 131/99 07.01.2000 E. 2

2.- a) Der Einspracheentscheid der SUVA vom 30. September 1996 und der Entscheid der Vorinstanz vom 18. Februar 1999 gehen von der Beurteilung des Kreisarztes Dr. med. A.________ vom 2. und 15. Juni 1995, wonach die Beschwerdeführerin bezogen auf die Unfallfolgen wieder voll arbeitsfähig sei und die festgestellten mässigen Bewegungseinschränkungen seitens der linken Hüfte der nicht unfallbedingten Diskusproblematik zuzuschreiben seien, sowie den Ausführungen des SUVA-Arztes Dr. med. M.________ vom 4. Oktober 1994, 5. Januar und 18. August 1995, wonach es sich bei der Schädigung im Lumbalbereich um ein degeneratives und nicht um ein unfallbedingtes Rückenleiden handle, aus. Unter Mitberücksichtigung und Würdigung der weiteren bei den Akten liegenden medizinischen Unterlagen kommt das kantonale Gericht sodann zum Schluss, dass diese zur Frage, ob die anhaltenden Rückenschmerzen in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem erlittenen Unfall stehen, dasselbe Bild ergeben, indem ein solcher Zusammenhang zwar nicht gänzlich ausgeschlossen, aber keinesfalls als wahrscheinlich oder gar überwiegend wahrscheinlich angesehen werde. Des Weitern hat es erwogen, dass ein Zusammenhang zwischen dem erlittenen Unfall und den noch vorhandenen Beschwerden auch dann verneint werden müsse, wenn von einer zeitweiligen unfallbedingten Verschlimmerung eines krankhaften Vorzustandes auszugehen wäre, weil diesfalls mit überwiegender Wahrscheinlichkeit der status quo sine als erreicht und eine allfällige Unfallkausalität als entfallen zu betrachten sei. b) Was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde hiegegen vorgebracht wird, vermag zu keinem anderen Ergebnis zu führen. Nichts zu ihren Gunsten abzuleiten vermag die Beschwerdeführerin namentlich aus der von ihr geltend gemachten Beweislastumkehr, wonach der Unfallversicherer, wenn er den natürlichen Kausalzusammenhang zwischen Gesundheitsschaden und Unfallereignis einmal anerkannt habe, bei Einstellung von Versicherungsleistungen den Wegfall jeder kausalen Bedeutung mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen habe. Wie das kantonale Gericht zutreffend ausführt, sind die seit der von der SUVA - gemäss Einspracheentscheid entgegenkommenderweise - übernommenen Diskushernienoperation vom Juni 1994 fortbestehenden lumbalen Beschwerden nicht als unfallkausal zu qualifizieren, da mit überwiegender Wahrscheinlichkeit (zum erforderlichen Beweisgrad vgl. BGE 125 V 195 Erw. 2) ein Zustand eingetreten ist, wie er sich früher oder später auch ohne Unfall eingestellt hätte. Für diese Betrachtungsweise spricht nicht nur die Praxis, wie sie auf Grund der medizinischen Erfahrung in der obligatorischen Unfallversicherung Geltung hat (vgl. Erwägung 1 und Krämer, Bandscheibenbedingte Erkrankungen, Stuttgart/New York 1994, S. 353 ff.). Auch aus den Akten ergeben sich gewichtige Anhaltspunkte, welche für das Vorliegen eines über das normale Ausmass hinausgehenden Vorschadens an der Wirbelsäule und gegen das Weiterbestehen von Unfallfolgen sprechen. So wurde im Anschluss an den Unfall, gestützt auf ein Computertomogramm vom 2. Februar 1993, vom Radiologischen Institut Y.________ der Befund einer medianen Diskusherniation der ansonsten stark degenerierten Bandscheibe erhoben. Auch die Untersuchung des PD Dr. med. D.________ von der Klinik X.________ vom 14. August 1995 zeigte stark degenerative Bandscheibenveränderungen vor allem L4/L5 und etwas weniger L5/S1, welche wahrscheinlich für die praktisch ständigen lumbalen Beschwerden verantwortlich seien. Eine richtunggebende Verschlimmerung des Vorzustandes durch den Unfall vermag demgegenüber Dr. med. E.________ in den von der Versicherten im letztinstanzlichen Verfahren eingereichten Stellungnahmen vom 6. Dezember 1994 und 22. November 1995 nicht schlüssig und überzeugend darzutun. Vielmehr ist nach Lage der Akten davon auszugehen, dass dem Unfall vom 29. Dezember 1992 keine massgebende Bedeutung (mehr) zukommt für die lumbalen Beschwerden und eine allenfalls dadurch bewirkte Erwerbsunfähigkeit und/oder Integritätseinbusse. Da von weiteren medizinischen Abklärungen mit Bezug auf die Kausalität keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind, welche den Ausgang des Prozesses zu beeinflussen vermöchten, hat die Vorinstanz zu Recht darauf verzichtet und es sind auch im vorliegenden Verfahren keine solchen anzuordnen (BGE 122 II 469 Erw. 4a, 119 V 344 Erw. 3c).