Citation: 6B_506/2019 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer habe während des gesamten Chatverlaufs ein Vertrauensverhältnis zu "Lars" aufgebaut und sich zwischen "Lars" und dessen Eltern gestellt. Weiter habe er konsequent auf ein Treffen hingearbeitet und dies immer wieder zum Thema gemacht. Zudem habe er immer wieder die Homosexualität und das Körperliche bzw. das Sexuelle zur Sprache gebracht. Der Beschwerdeführer habe ausgelotet, inwiefern er beim gemeinsamen Treffen ohne weitere Umschweife zur Tat hätte schreiten können. Schlussendlich sei der Beschwerdeführer effektiv von seinem Wohnsitz im Kanton Luzern nach Bern an den vermeintlichen Wohnort von "Lars" gefahren und habe Kontakt mit diesem aufgenommen. Damit sei er praktisch unmittelbar bei der Tat angelangt. Es habe ihm einzig noch die definitive Einwilligung von "Lars" gefehlt. Erklärtes Handlungsziel sei das gemeinsame Onanieren und gegenseitige manuelle Befriedigung gewesen. Gestützt auf das Beweisergebnis sei zweifelsfrei darauf zu schliessen, dass der Beschwerdeführer am Nachmittag des 17. August 2016 mit dem Betätigen der Hausglocke am Domizil von "Lars" in räumlicher/örtlicher und zeitlicher Hinsicht die Schwelle zum Versuch der sexuellen Handlungen mit einem Kind überschritten habe. Das Verhalten des Beschwerdeführers - nach den vorangehenden intensiven und in alle Details gehenden Chats zum geplanten sexuellen Kontakt - stelle ein unmittelbares Ansetzen zur Tatbestandsverwirklichung dar. Mitnichten habe der Beschwerdeführer ernsthaft angenommen, es bedürfe vor Ort in der Wohnung des 13-jährigen "Lars" noch eines die sexuellen Handlungen vorbereitenden Gesprächs oder anderer eigener Handlungen zur Aufnahme des sexuellen Kontakts. Beweismässig gebe es nicht den geringsten Anhaltspunkt dafür, dass der Beschwerdeführer hätte versuchen wollen, vor der Vornahme der sexuellen Handlungen mit dem 13-jährigen "Lars" noch einmal alles zu besprechen, auszuloten und abzuwägen und seinen Entschluss zu überdenken. Vielmehr habe das Erscheinen an der Wohnadresse in Bern und das Betätigen der Hausglocke der "Familie Huber" eben denjenigen letzten Schritt dargestellt, von dem es nach seinem Tatplan kein Zurück mehr gegeben habe, es sei denn aufgrund äusserer Umstände. Dass zum Schluss des Chatverlaufs und unmittelbar vor dem Treffen die konkreten sexuellen Handlungen nicht mehr thematisiert worden seien, zeige, dass diese vom Beschwerdeführer inhaltlich nicht mehr infrage gestellt worden seien, da sie im Verlauf des Chats bereits hinreichend konkretisiert worden seien. In der Vorstellung des Beschwerdeführers habe zur Vornahme der sexuellen Handlungen zu diesem Zeitpunkt nur noch der vereinbarte Termin für das Treffen stattfinden müssen. Der Erfolg habe sich nur aufgrund des Umstandes nicht verwirklicht, dass der 13-jährige "Lars" in Tat und Wahrheit ein verdeckter Ermittler gewesen sei und die Polizei den Beschwerdeführer habe anhalten können. Der Beschwerdeführer habe gewusst, dass "Lars" erst 13-jährig gewesen sei. Er habe mit direktem Vorsatz gehandelt.