Citation: 9C_220/2018 E. 4.1

4.1. Von der Rechtsprechung wurde der Anspruch auf eine Standheizung im Motorfahrzeug (zur Vermeidung des Scheibenbeschlags mit Eis und Schnee) als Hilfsmittel nach Ziffer 10.05 HVI-Anhang stets verneint (SVR 2017 IV Nr. 15 S. 36, 8C_256/2016 E. 3.1; Urteile 9C_314/2014 vom 7. November 2014 E. 6, I 829/05 vom 16. August 2006 E. 3.3 und 3.4 sowie I 589/03 vom 11. Dezember 2003 E. 3). An dieser ständigen Praxis ist hier ebenfalls festzuhalten, auch wenn der Wunsch des Beschwerdeführers nach maximaler Unabhängigkeit verständlich ist. Wie dargelegt (E. 2.2 hievor), kann die Invalidenversicherung nicht für die bestmögliche Lösung aufkommen, sondern nur für die Kosten von Hilfsmitteln in einfacher und zweckmässiger Ausführung. Der Versicherte beruft sich zwar mit einiger Berechtigung auf die Witterungsverhältnisse an seinem auf knapp 1200 Meter über Meer gelegenen Wohnort mit sehr häufigen Temperaturen unter 0° C und den Umstand, dass er über keine Garage für das umgebaute Fahrzeug verfüge. Gleichzeitig verweist er jedoch auf ebenfalls häufigen Schneefall und übersieht dabei, dass demzufolge nicht nur mit schneebedeckten Scheiben, sondern auch mit Schnee auf dem Fahrzeugdach zu rechnen wäre und er zu dessen Entfernung ohnehin der Hilfe einer Drittperson bedürfte, da hiefür eine Standheizung keine Abhilfe zu schaffen vermöchte (Urteil 9C_314/2014 vom 7. November 2014 E. 6.2.2). Die regelmässige Inanspruchnahme seiner Ehefrau während der Wintermonate für die Befreiung des Fahrzeugs von Schnee und Eis wäre jedenfalls nicht als unverhältnismässig zu betrachten. Für eine Rückfahrkamera hat die Invalidenversicherung nicht aufzukommen, weil eine solche nach der Ergotherapeutischen Hilfsmittelverordnung vom 8. Juli 2016 aufgrund der verminderten Rumpfbeweglichkeit beim Einparken und Rückwärtsfahren (bloss) "von Vorteil" sei, womit die erforderliche Notwendigkeit dieser Anpassung im Sinne von E. 2.2 hievor ausscheidet (vgl. dazu auch Urteil I 346/03 vom 9. September 2003 E. 2.3 betreffend Ablehnung eines "Parkpiloten", der beim Rückwärtsfahren Hindernisse akustisch anzeigt). Dieselben Überlegungen gelten auch für das schlüssellose Schliess- und Startsystem Kessy (Keyless Access). Wenn der Beschwerdeführer geltend macht, er könne damit das Auto ohne einen Schlüssel drehen zu müssen auf- und zuschliessen und auch starten, wird damit in keiner Weise begründet, inwiefern die von der Vorinstanz zugesprochene Zündschlüsselverlängerung nicht genügen soll.