Citation: 9C_769/2020 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz erwog, der Beschwerdeführer sei ab 2010 als Selbstständigerwerbender erfasst gewesen, habe daneben aber jeweils noch ein niedriges Pensum bei wechselnden Arbeitgebern verrichtet. In den Jahren 2010 bis 2017 habe er so gemäss IK-Auszug vom 3. September 2018 Einkommen zwischen Fr. 16'095.- (2011) und Fr. 4469.- (2017) generiert. Trotz dieses konstant tiefen Verdienstes sei nicht ersichtlich, dass der Versicherte, nachdem er vom 1. August 2003 bis 31. Juli 2009 erfolgreich ein Musikstudium absolviert und abgeschlossen habe, seine selbstständige Tätigkeit als Posaunist/Musiker ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen zugunsten einer besser entlöhnten Tätigkeit aufgegeben oder zusätzlich in höherem Umfang eine Nebenbeschäftigung aufgenommen hätte. Zwar habe er anlässlich der Abklärung für Selbstständigerwerbende angegeben, er hätte bei guter Gesundheit eventuell vermehrt unterrichtet. Bemühungen, sein Pensum als Musiklehrer auszudehnen, seien jedoch während der jahrelangen Selbstständigkeitsphase nicht erkennbar; es erscheine daher nicht nahe liegend, dass er im Gesundheitsfall einen deutlich höheren Verdienst erzielt hätte. Ebenso wenig ergäben sich auf Grund der Einkommensentwicklung während der Jahre der Selbstständigkeit Hinweise darauf, dass er sein Einkommen aus der Tätigkeit als Musiker bei intakten gesundheitlichen Verhältnissen erheblich gesteigert hätte. Da der Versicherte sich erstmals im November 2014 in psychiatrische Behandlung begeben habe, existierten keine echtzeitlichen Atteste hinsichtlich früherer Arbeitsunfähigkeiten. Soweit der behandelnde Psychiater in seinem Bericht vom 18. September 2018 eine durchgehende 70 %ige Arbeitsunfähigkeit seit 2010 bescheinige, basiere diese Einschätzung nicht auf damaligen Beobachtungen, sondern lediglich auf Schilderungen des Patienten selber. Dies genüge nicht, um bereits von einer ab 2010 bestehenden gesundheitlich bedingten relevanten Einschränkung des Leistungsvermögens auszugehen, zumal es dem Beschwerdeführer möglich gewesen sei, 2009 sein Musikstudium mit Erfolg abzuschliessen, sich hernach als frei schaffender Posaunist zu betätigen und in mehreren eigenen sowie anderen Grossbands zu spielen. Es sei somit - jedenfalls für die Jahre 2010 bis 2014 - nicht rechtsgenüglich ausgewiesen, dass der Versicherte nur aus gesundheitlichen Gründen ein unterdurchschnittliches Einkommen habe erzielen können. Es spreche demnach - so das kantonale Gericht abschliessend - nichts dagegen, für die Bestimmung des Valideneinkommens auf den durch den Beschwerdeführer in den betreffenden Jahren durchschnittlich erwirtschafteten Verdienst abzustellen. Namentlich bestehe kein Anlass, das Valideneinkommen auf der Basis von Tabellenlöhnen zu ermitteln. Im Vergleich zum Invalideneinkommen im Betrag von Fr. 16'888.80 ergebe sich mithin keine rentenbegründende Invalidität.