Citation: 6B_569/2018 E. 3.5.4

3.5.4. Die Argumentation der Beschwerdeführerin überzeugt nicht. Inwiefern der Umstand, dass zwei der Beschwerdeführerin unbekannte Männer am Besuchsnachmittag der Kinder beim Privatkläger 1 zu Besuch waren, geeignet sein sollte, bei der Beschwerdeführerin einen Irrtum über eine Notwehr- bzw. Notstandssituation zu begründen, ist nicht ersichtlich. Dass der Privatkläger 1 die Kinder zu einem früheren Zeitpunkt einmal entzogen hatte, vermag daran nichts zu ändern. Wie die Vorinstanz zutreffend festhält, reicht es für die Annahme von Putativnotwehr nicht aus, dass die befürchtete rechtswidrige Handlung zwischen den Beteiligten schon zu einem früheren Zeitpunkt einmal erfolgt ist. Die Beschwerdeführerin hatte vorliegend keine Veranlassung, den beiden ihr fremden Männern zu misstrauen. Was sie vorbringt, geht nicht über die blosse Vorstellung der Möglichkeit eines Entzugs der Kinder hinaus, was für die Annahme von Putativnotwehr bzw. Putativnotstand nicht genügt (BGE 93 IV 81 E. b S. 84 f. mit Hinweis; Urteil 6B_789/2018 vom 21. Januar 2019 E. 2.4 mit Hinweisen). Schliesslich verneint die Vorinstanz auch zu Recht das Vorliegen eines Schuldausschliessungsgrundes im Sinne der Unzumutbarkeit normgemässen Verhaltens. Auf die nicht zu beanstandenden Erwägungen im angefochtenen Urteil kann vollumfänglich verwiesen werden (angefochtenes Urteil Ziff. 5.2.7 S. 23). Diesen ist nichts beizufügen. Die Beschwerde ist insoweit unbegründet.