Citation: 8C_255/2019 E. 5

Das kantonale Gericht erachtete die versicherungsinterne Stellungnahme der beratenden Ärztin der Helsana vom 8. Juni 2017 als voll beweiskräftig. Frau Dr. med. E.________ habe schlüssig begründet, weshalb von einer zeitlich limitierten Verschlimmerung des Vorzustandes auszugehen sei. Sie habe sich dabei auf die Einschätzungen des Dr. med. G.________, Chirurgie FMH, gestützt. Er habe bereits am 20. Oktober 2015 die gleichen Verletzungen beschrieben, wie sie nach dem zweiten Unfall bildgebend festgestellt worden seien. Hinsichtlich der Subscapularissehne habe er auch aufgrund der klinischen Untersuchung sogar eine vollständige Ruptur angenommen. Es hätten massive Einschränkungen bestanden und er habe eine Operation als indiziert erachtet (Berichte vom 20. Oktober 2015 und vom 4. Mai 2017). PD Dr. med. D.________ räume demgegenüber ein, dass sich die Ruptur auch spontan habe vergrössern können, ein Zusammenhang mit dem erneuten Unfall also nicht zu beweisen sei. Mit Blick darauf kann eine richtunggebende Verschlimmerung der Schulterproblematik durch den Unfall vom 1. Februar 2017 mit der Vorinstanz nicht als ausgewiesen gelten. Namentlich findet der Einwand der Versicherten, sie habe erst nach dem zweiten Unfall unter Beschwerden gelitten, in den früheren Akten keine Stütze. Dies widerspricht nicht nur dem erwähnten Bericht des Dr. med. G.________ über den Zustand im Oktober 2015, sondern auch den Angaben anlässlich der notfallmässigen Versorgung am 1. Februar 2017. Die im Spital C.________ notierte Diagnose einer bereits bekannten Frozen shoulder weist immerhin darauf hin, dass von Beschwerdefreiheit vor dem zweiten Unfall keine Rede sein konnte. Daran kann nichts ändern, dass PD Dr. med. D.________ (und ihm folgend ebenso der Hausarzt) am 19. Juni 2017 nach einmaliger Konsultation am 16. März 2017 gestützt auf die Angaben der Beschwerdeführerin auch zur Anamnese von einer Dekompensation erst nach dem zweiten Unfall ausging. Dass das kantonale Gericht in seiner Stellungnahme keine auch nur geringen Zweifel zu erkennen vermochte, die gegen den versicherungsinternen Bericht gesprochen hätten, und auf weitere Abklärungen verzichtete, ist nicht zu beanstanden.