Citation: BGE 150 IV 65 E. 5.4.4

Die Vorinstanz stimmt der erstinstanzlichen Würdigung zu, wonach das von A. veröffentlichte schriftliche Interview von F. mit B. verbotene Propaganda darstelle. Dieses Interview sei auf der Homepage des C. publiziert worden und sei an die Öffentlichkeit als Adressatin gerichtet. Inhaltlich seien die Ausführungen im Interview geeignet, eine beeinflussende Wirkung auf die potenzielle Leserschaft zu entfalten und diese für die geäusserten Absichten und Meinungen zu gewinnen. D. und das mit ihm geführte Interview würden darin eine zentrale Stellung einnehmen. Sowohl in der Titelgebung als auch in der einleitenden Umschreibung werde der primäre Fokus auf das Interview mit D. gelegt. Im Anschluss an den BGE 150 IV 65 S. 75 Interviewtext fänden sich sodann Hinweise auf Publikationstermine. Auf inhaltlicher Ebene komme entscheidend hinzu, dass D. und die von ihm getätigten Aussagen durchwegs positiv konnotiert würden. D. werde als Persönlichkeit und in seinem Wirken ausschliesslich vorteilhaft attribuiert. Die "begeisterte" Darstellung von D. habe fraglos das Interesse an dem von E. mit ihm durchgeführten Interview wecken wollen. Zugleich werde der Eindruck erzeugt, dass besonderes Gewicht habe, was eine Person wie D. zu sagen habe. Das auch von A. im Rahmen der Bewerbungskampagne zu verantwortende Interview von F. mit B. unterstütze die Verbreitung der von D. vermittelten propagandistischen Rhetorik (angefochtenes Urteil S. 30).