Citation: 5C.125/2002 01.07.2002 E. 5

Der Berufungskläger obsiegt im Wesentlichen; daran ändert nichts, dass die Gutheissung lediglich im Sinne des Eventualantrages (Aufhebung und Rückweisung, nicht Freilassung) erfolgte, und auf die Berufung zum Teil nicht eingetreten werden konnte. Nicht von Belang ist sodann, dass die Vorinstanz nicht zur Ernennung eines Beistandes aufgefordert wird (Teil des Eventualantrages). All dies bietet keinen Anlass, den Berufungskläger für das bundesgerichtliche Verfahren mit Kosten zu belasten. Von der Erhebung einer Gerichtsgebühr ist folglich abzusehen. Das Gesuch des Berufungsklägers um unentgeltliche Rechtspflege wird damit teilweise gegenstandslos. Im Übrigen aber ist es gutzuheissen, zumal sich die Berufung - wie der Ausgang des Verfahrens zeigt - nicht von Anfang an als aussichtslos erwiesen hat und der Berufungskläger nach den Darstellungen seines Anwaltes und dem nachgereichten Beleg als bedürftig gilt. Dem Berufungskläger ist ein Rechtsbeistand beizugeben, dem eine Entschädigung aus der Bundesgerichtskasse zusteht (Art. 152 Abs. 1 und 2 OG).