Citation: 1B_394/2021 E. 4.2

4.2. Hinzu kommt noch, dass neben diversen geldwäschereiverdächtigen Transaktionen auch noch ausreichend konkrete Indizien für strafbare Vortaten der untersuchten Geldwäscherei vorliegen: Zusammengefasst wird der Haupt-Täterschaft im Wesentlichen zur Last gelegt, sie habe Organe einer staatlichen Gesellschaft bestochen, um sie zu Devisengeschäften aus Mitteln der Gesellschaft zu veranlassen. Die daraus erzielten riesigen Profite von einigen Milliarden USD seien zum grössten Teil nicht an die Gesellschaft zurückgeflossen, sondern auf ein weitverzweigtes Kontengeflecht von Mitbeteiligten transferiert worden. Um die Devisengeschäfte und den Abfluss von Mitteln zu verschleiern, seien die Transaktionen als angebliche Darlehensverträge getarnt und zu diesem Zweck gefälschte Urkunden erstellt worden. Der Gesellschaft sei wirtschaftlich geschädigt worden, indem die ihr zustehenden Devisenerlöse in Höhe von mehreren Milliarden USD von dritten Personen unrechtmässig abgezweigt worden seien. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten vor, er habe mithilfe der von ihm beherrschten Beschwerdegegnerin Geldwäscherei an einem erheblichen Teil des deliktischen Erlöses betrieben. Die betreffenden Verdachtsgründe wurden von der Staatsanwaltschaft mit diversen vorläufigen Beweisergebnissen konkretisiert (insbesondere Einvernahmen von diversen Beteiligten, Bankunterlagen, Geschäftsunterlagen, darunter diverse Darlehens- und Zessionsverträge, Ermittlungsberichten über Geldmittelflüsse oder Berichten über Beweisergebnisse ausländischer Strafverfahren, darunter Telefonabhörungen, beschlagnahmte E-Mails, verdeckte Ermittlungen usw.). Nachdem die Vorinstanz ausdrücklich offen gelassen hat, ob ein hinreichender Geldwäschereiverdacht - mit möglichen deliktischen Vortaten im Sachverhaltskomplex "S/T" - besteht, kann diesbezüglich ergänzend auf die oben erwähnten Darlegungen der Staatsanwaltschaft verwiesen werden (vgl. E. 2.1).