Citation: I 1075/06 17.07.2007 E. 4

Streitig und zu prüfen ist der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers. 4.1 Die auf ärztliche Beurteilungen gestützte Feststellung eines Gesundheitsschadens betrifft eine Tatfrage, ebenso die ärztliche Beurteilung der durch die festgestellten Gesundheitsschädigungen verursachten Arbeitsunfähigkeit bzw. des in Anbetracht der festgestellten (diagnostizierten) gesundheitlichen Beeinträchtigungen noch vorhandenen funktionellen Leistungsvermögens. In diesem Sinne ist die aufgrund von medizinischen Untersuchungen gerichtlich festgestellte Arbeits(un)fähigkeit Entscheidung über eine Tatfrage. Als solche erfasst sie auch den in die gesetzliche Begriffsumschreibung der Arbeitsunfähigkeit nach Art. 16 ATSG integrierten Aspekt der zumutbaren Arbeit. In dem Umfang, in welchem eine versicherte Person von ihrem funktionellen Leistungsvermögen her eine (Rest-) Arbeitsfähigkeit aufweist, ist ihr nämlich die Ausübung entsprechend profilierter Tätigkeiten zumutbar, es sei denn, andere als medizinische Gründe stünden der Bejahung der Zumutbarkeit im Einzelfall in invalidenversicherungsrechtlich erheblicher Weise entgegen. Soweit hingegen die Beurteilung der Zumutbarkeit von Arbeitsleistungen auf die allgemeine Lebenserfahrung gestützt wird, geht es um eine Rechtsfrage; dazu gehören auch Folgerungen, die sich auf die medizinische Empirie stützen (BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 398 f.). 4.2 Das kantonale Gericht beurteilte die dem Beschwerdeführer nach Eintritt seiner gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbare Arbeitsfähigkeit in Übereinstimmung mit der Beschwerdegegnerin gestützt auf die Berichte der SUVA-Kreisärzte vom 9. Juli und 29. Dezember 2004, die diesbezüglich mit demjenigen des behandelnden Arztes Dr. med. X.________ vom 17. Juni 2004 übereinstimmen und für den Beschwerdeführer einen ganztägigen Arbeitseinsatz bei einer sitzenden, somit nicht kniebelastenden Tätigkeit als möglich und zumutbar erachten. Die vorinstanzliche Beurteilung resultiert aus einer sorgfältigen Würdigung der medizinischen Unterlagen, welche den rechtsprechungsgemässen Anforderungen (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) gerecht wird. Insbesondere verwarf das kantonale Gericht auch den Hinweis des Beschwerdeführers auf die von ihm eingereichte Einschätzung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit durch Dr. med. X.________ vom 18. Juli 2005 und hielt fest, diese stehe in Widerspruch zu dessen Feststellungen im Arztbericht vom 17. Juni 2004. Die von der Vorinstanz auf der medizinischen Aktenlage beruhende Festlegung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit mit dem damit verbundenen Leistungsvermögen sind für das Bundesgericht bindende Tatsachenfeststellungen und einer freien Überprüfung nicht zugänglich. Anhaltspunkte für eine offensichtlich unrichtige, unvollständige oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen vorgenommene Sachverhaltsfeststellung fehlen. Keine mangelhafte Sachverhaltsfeststellung liegt insbesondere auch darin, dass kein Arbeitsversuch unternommen worden war. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist es nämlich sehr wohl zulässig, das Ausmass der zumutbaren Arbeitsfähigkeit auf Grund der vorliegenden Berichte der SUVA-Kreisärzte zu ermitteln (BGE 125 V 351 E. 3a/ee S. 353 f.). 4.3 Hinsichtlich der erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchtigung hat das kantonale Gericht im Rahmen des Einkommensvergleichs das Invalideneinkommen für eine zumutbare Tätigkeit anhand der Werte der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2004 und unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzuges von 10 % auf Fr. 51'532.- pro Jahr festgelegt. Dieses Vorgehen ist korrekt. Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass die Festlegung der Höhe des Leidensabzugs eine typische Ermessensfrage darstellt und letztinstanzlicher Korrektur damit nur dort zugänglich ist, wo das kantonale Gericht das Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hat. In der Festlegung des Abzuges auf 10 % ist keine solche Fehlerhaftigkeit zu erblicken, weshalb der angefochtene Entscheid auch in diesem Punkt bundesrechtskonform ist. 4.4 Bezüglich Valideneinkommen schliesslich macht der Beschwerdeführer - wie bereits im vorinstanzlichen Verfahren - einen Wert von Fr. 70'250.- pro Jahr anstatt von Fr. 70'200.-, wie von der Beschwerdegegnerin und der SUVA ermittelt, geltend. Diese geringe Differenz ist jedoch ohne Belang, da auch bei einem Valideneinkommen von Fr. 70'250.- im Vergleich zum Invalideneinkommen von Fr. 51'532.- ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 26.65 % resultiert.