Citation: 8C_801/2009 12.03.2010 E. 2

2.1 Das kantonale Gericht hat bei seiner Beurteilung der verbliebenen Restarbeitsfähigkeit auf die Ergebnisse der Abschlussuntersuchung durch Kreisarzt Dr. med. G.________ vom 19. Juli 2007 abgestellt. Dieser hatte offensichtlich Kenntnis von der von der SUVA veranlassten funktionsorientierten medizinischen Abklärung (FOMA) vom 13./14. März 2007 im Zentrum A.________ AG. Im Bericht dieser Institution vom 25. April 2007 wird auch auf die Untersuchungen in der Stelle B.________ Bezug genommen, wo sich der Beschwerdeführer auf Anordnung der IV-Stelle hin vom 12. Februar bis am 9. März 2007 zwecks Evaluation der beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten aufgehalten hatte. Unklar ist allerdings, ob der Bericht der Stelle B.________vom 13. April 2007 dem Kreisarzt und dem Zentrum A.________ auch tatsächlich vorlag, setzen sich doch weder der Kreisarzt noch die begutachtenden Personen im Zentrum A.________ mit den in diesem Dokument festgehaltenen Erkenntnissen näher auseinander. Offenbar fand auch im Zentrum A.________ selbst nur ein abgekürztes Testverfahren statt, was eine abschliessende Beurteilung etwa der Bewegungskoordination nicht zuliess. Weshalb nur ein abgekürztes Testverfahren erfolgte, ist nicht ersichtlich und wird auch in der Expertise des Zentrums A.________ nicht weiter begründet. In dessen Bericht wird aber immerhin die zuverlässige Leistungsbereitschaft bei guter Konsistenz betont und auf die offenbar zu hohe Selbsteinschätzung der Leistungsfähigkeit hingewiesen. Kreisarzt Dr. med. G.________ beschreibt belastungsabhängige Schmerzen in der linken Hüfte, sieht jedoch keine Knieschädigung, welche eine Integritätsentschädigung begründen könnte. Er hält lediglich fest, dass sich in Bezug auf die Kniekontusion "noch etwas entwickle, ohne dass man über die Progredienz klare Aussagen machen könne". Im Bericht des Zentrums A.________ hingegen werden belastungsabhängige Knieschmerzen links, vor allem beim Bergaufgehen, beim Treppensteigen und bei längerem Stehen, sowie gelegentlich bei Drehbewegungen auftretende linksseitige Hüftschmerzen und zusätzlich bei längerem Stehen gelegentlich sich akzentuierende tief lumbale Rückenschmerzen aufgelistet. Einer genaueren Prüfung unterzogen wurde schliesslich die Schmerzintensität speziell der - offenbar im Vordergrund stehenden - Knieproblematik. 2.2 Angesichts dieser medizinischen Aktenlage muss festgestellt werden, dass die konkreten Auswirkungen der unbestrittenermassen vorhandenen Schädigung des linken Knies nicht hinreichend geklärt sind. In medizinischer Hinsicht liegt diesbezüglich praktisch nur die kreisärztliche Abschlussuntersuchung vom 19. Juli 2007 durch Dr. med. G.________ vor, obschon für die hier relevante Beurteilung der Zeitpunkt des Erlasses des über ein Jahr später ergangenen Einspracheentscheids vom 20. November 2008 massgebend ist (BGE 130 V 445 E. 1.2 S. 446 f. mit Hinweisen). Weitere Aufschlüsse zur Knieproblematik fehlen. Gerade im Hinblick auf die vom Kreisarzt erwähnte, damals noch nicht abgeschlossene Entwicklung des Zustandes im linken Knie und deren ungewissen Ausgang sind aktuellere Untersuchungen angezeigt und nötig, förderte doch selbst die spätere kreisärztliche Untersuchung vom 11. Januar 2008 wiederum durch Dr. med. G.________ noch keine Erkenntnisse zu Tage, welche es erlauben würden, zuverlässige Schlüsse zu allfälligen Auswirkungen der Folgen der erlittenen Kniekontusion auf die erwerblichen Verhältnisse zu ziehen. Weil die medizinischen Unterlagen in dieser Hinsicht für eine abschliessende Beurteilung nicht ausreichen, ist insoweit eine vertiefte Abklärung unumgänglich, zu welchem Zweck die Sache an die SUVA zurückzuweisen ist. Gestützt auf die dabei gewonnenen Erkenntnisse wird diese über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers erneut verfügungsweise zu befinden haben.