Citation: U 25/04 29.09.2004 E. 5

Zu prüfen bleibt der adäquate Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden der Versicherten und dem Unfall vom 26. Oktober 2001. 5.1 Die Versicherte möchte die Beurteilung der Adäquanz nach den für Schleudertrauma der Halswirbelsäule (recte wohl Schädelhirntrauma) geltenden Kriterien beurteilt wissen. Mit der Vorinstanz ist jedoch die Beantwortung dieser Frage gemäss der Rechtsprechung für psychische Fehlentwicklungen nach Unfällen (BGE 115 V 133) vorzunehmen. Denn einerseits hat sich die Beschwerdeführerin lediglich ein leichtes Schädelhirntrauma und keine schwerwiegenden Verletzungen zugezogen und für die geklagten Leiden konnte in der Folge kein organischer Kern mehr objektiviert werden. Vor allem aber zeigte die Versicherte bereits während der Hospitalisation in den ersten Tagen nach dem Unfall psychische Auffälligkeiten. In der Folge hielten sämtliche ärztlichen Berichte und Gutachten einen apathischen, katatonieartigen oder gar stuporösen Eindruck fest. Die psychische Störung setzte somit bereits kurz nach dem Unfall ein und stand im Vergleich zum somatischen Gesundheitsschaden schon zu diesem Zeitpunkt im Vordergrund, sodass nicht die zu Schädelhirntraumata entwickelte Rechtsprechung gemäss BGE 117 V 369, sondern jene zu den psychischen Fehlentwicklungen nach Unfällen (BGE 115 V 133) zur Anwendung gelangt (in RKUV 2004 Nr. U 503 S. 186 nicht publizierte Erw. 2.3 des Urteils M. vom 21. Oktober 2003, U 282/00, mit Hinweisen).