Citation: 2C_41/2023 E. 6.5.5

6.5.5. Der Aufenthaltsbeendigung des Beschwerdeführers stehen dessen private Interessen entgegen. Er lebt in einer intakten Ehe mit einer Schweizerin und seine mittlerweile erwachsenen Kinder, welche ebenfalls die Schweizer Staatsbürgerschaft besitzen, leben in der Schweiz. Die Wegweisung des Beschwerdeführers dürfte deshalb zu einer Trennung der Familie führen, da seinen Familienangehörigen nicht ohne Weiteres zugemutet werden kann, in den Kosovo auszureisen. Allerdings hat das Familienleben in der Schweiz den Beschwerdeführer bisher nicht davon abgehalten, wiederholt und teilweise erheblich zu delinquieren. Ausserdem hat die Vorinstanz zu Recht festgehalten, dass der Kontakt zur Familien durch moderne Kommunikationsmittel und gegenseitige Besuche aufrechterhalten werden kann. Im Weiteren kam der Beschwerdeführer gemäss vorinstanzlicher Sachverhaltsfeststellung im Alter von 15 Jahren in die Schweiz, spricht Albanisch und verbrachte gerade kürzlich seine Ferien im Kosovo (vgl. E. 6.5 angefochtenes Urteil). Es ist deshalb davon auszugehen, dass er sich im Kosovo sozial ohne Weiteres zurecht finden wird. Auch der Umstand, dass der Beschwerdeführer eine grössere Menge Marihuana aus dem Kosovo ausführen wollte, was zu seiner Verurteilung vom 13. September 2017 führte (vgl. Bst. A.d oben), zeigt, dass er sich regelmässig im Kosovo aufgehalten hat, wenn auch unter negativen Vorzeichen. Dass die wirtschaftliche Situation im Heimatland bzw. im Kosovo schlechter ist als in der Schweiz, fällt rechtsprechungsgemäss bei der Interessenabwägung nicht ins Gewicht (vgl. Urteil 2C_644/2022 vom 18. Dezember 2023 E. 7.3.3 und E. 7.4 mit Hinweisen).