Citation: U 189/02 24.12.2002 E. 2

2.1 Im Urteil U 167/01 vom 22. Februar 2002, dessen Revision die Gesuchstellerin verlangt, ging das Eidgenössische Versicherungsgericht davon aus, dass aus der Diagnose des PD Dr. med. R.________ im Gutachten vom 7. Mai 1996 nicht auf eine organische Hirnschädigung geschlossen werden könne. Auch anhand der Angaben der Frau Dr. med. H.________ vom 12. Oktober 1996 und der übrigen medizinischen Akten lasse sich eine organische Grundlage der festgestellten Störungen und der geklagten Beschwerden nicht nachweisen. Die Sache gehe deshalb zur Durchführung der Adäquanzprüfung - weil sich die Leiden der Versicherten nicht auf organisch nachweisbare Funktionsausfälle zurückführen liessen und mit Blick darauf, dass PD Dr. med. R.________ schlüssig von einem erlittenen Schädel-Hirntrauma ausgehe, sei dabei nach den in BGE 117 V 369 ff. festgelegten Grundsätzen vorzugehen - und anschliessenden neuen Entscheidung über die Versicherungsleistungen an das kantonale Gericht zurück. 2.2 Mit dem Revisionsgesuch vom 13. Juni 2002 reicht die Gesuchstellerin die zu den am 9. April 2002 erstellten MRI-Aufnahmen abgegebenen Berichte des Dr. med. T.________, Spezialarzt FMH für Medizinische Radiologie und Neuroradiologie, vom 10. April 2002 und des Dr. med. J.________, Spezialarzt FMH für Neurologie, vom 15. April 2002 zu den Akten. Aus diesen medizinischen Unterlagen geht hervor, dass anlässlich der MRI-Untersuchung vom 9. April 2002 eine pathologische Veränderung im Bereich des Stirnhirns links festgestellt wurde. Dr. med. J.________ gibt nach Rücksprache mit Dr. med. T.________ an, es handle sich bei dieser Läsion mit überwiegender Wahrscheinlichkeit um die Folge einer am 25. Februar 1994 erlittenen Hirnkontusion; mit der früheren Diagnose einer Commotio cerebri sei den tatsächlichen Umständen demzufolge nicht Genüge getan. Nach Ansicht der Gesuchstellerin ist mit Blick auf diese neuen ärztlichen Berichte erstellt, dass organische Unfallfolgen bestehen. 2.3 Die Gesuchsgegnerin bestreitet nicht, dass die Gesuchstellerin an einer hirnorganischen Schädigung leidet. Allerdings sei fraglich, ob diese Schädigung auf den Unfall vom 25. Februar 1994 zurückzuführen sei. Aus den medizinischen Akten sei ersichtlich, dass bereits im Jahr 1981 unter anderem eine hirn-organische Schädigung unbekannter Ursache diagnostiziert worden sei. Dieser Umstand werde von den Dres. med. T.________ und J.________ zwar erwähnt. Da sie die damaligen Bildmaterialien aber nicht beigezogen hätten und der Ur-sprung der 1981 diagnostizierten Hirnschädigung unklar sei, sei ihre Beurteilung der natürlichen Kausalität nicht in Kenntnis der vollständigen Akten erfolgt. Des-halb sei es angezeigt, die natürliche Kausalität durch ein Obergutachten abklä-ren zu lassen. Bei einer Bejahung der natürlichen Kausalität sei sodann noch nicht erstellt, dass sich die Hirnkontusion auf die Erwerbsfähigkeit auswirke. Mit den neuen Berichten sei eine organische Grundlage der zu beurteilenden Stö-rungen und der geklagten Beschwerden nicht nachgewiesen. Dies müsse eben-falls noch fachärztlich abgeklärt werden. 2.4 Auf Grund der MRI-Untersuchung vom 9. April 2002 und der Arztberichte vom 10. und 15. April 2002 wurden neue erhebliche Tatsachen bekannt, welche geeignet sind, die tatbeständliche Grundlage des Urteils vom 22. Februar 2002 zu verändern. Gestützt darauf kann das Vorliegen organischer Unfallfolgen nicht mehr ausgeschlossen werden. Mit Blick darauf, dass die Gesuchstellerin bereits im Einspracheverfahren und im Prozess vor kantonalem Gericht ergänzende medizinische Abklärungen, insbesondere eine MRI-Untersuchung, verlangt hat, diese aber in der Folge nicht durchgeführt worden sind, kann ihr nicht zum Vorwurf gemacht werden, dass sie die MRI-Untersuchung erst nach Abschluss des verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahrens selber veranlasst hat.