Citation: 6B_521/2019 E. 1.6

1.6. Der Beschwerdeführer macht geltend, die sexuelle Motivation sei dem Tatbestand der sexuellen Handlungen mit Kindern immanent und könne deswegen nicht zusätzlich straferhöhend berücksichtigt werden. Das vom Beschwerdeführer implizit gerügte Doppelverwertungsverbot besagt, dass Umstände, die für die Begründung des Schuldspruchs massgeblich oder mit dem Tatbestand notwendig verbunden sind, für die Strafzumessung nur insoweit eine Rolle spielen, als sie das konkrete Ausmass des Tatverschuldens prägen (vgl. BGE 141 IV 61 E. 6.1.3; Urteile 6B_95/2018 vom 20. November 2018 E. 2.3; 6B_1196/2015 vom 27. Juni 2016 E. 2.3.4). Für den Tatbestand der sexuellen Handlungen mit Kindern nach Art. 187 Ziff. 1 StGB wesentlich ist, ob die Handlungen ihrem äusseren Erscheinungsbild nach einen Sexualbezug aufweist, wobei das subjektive Empfinden, die Motive oder die Bedeutung, die das Verhalten für den Täter oder das Opfer hat, ausser Betracht bleiben (BGE 125 IV 58 E. 3b S. 62; Urteil 6B_35/2017 vom 26. Februar 2018 E. 4.2). Die sexuelle Motivation des Beschwerdeführers ist insofern nicht notwendigerweise mit dem Straftatbestand verbunden und für die Begründung des Schuldspruchs nicht ausschlaggebend. Der gleiche Umstand wird ihm nicht zweimal zur Last gelegt.