Citation: 1B_298/2008 17.11.2008 E. 1

Gestützt auf eine Anzeige der X.________ AG vom 14. Juni 2000 wurde zunächst ein gerichtspolizeiliches Ermittlungsverfahren eingeleitet. Nach Vorliegen eines von einem Sachbearbeiter der Kantonspolizei Bern verfassten Berichtes eröffnete der zuständige Untersuchungsrichter am 29. Oktober 2001 eine Voruntersuchung gegen verschiedene Personen wegen Veruntreuung, Betrugs, ungetreuer Geschäftsbesorgung, betrügerischen Konkurses und weiterer Delikte. Mit Eingabe vom 14. Juni 2001 und damit noch vor der Eröffnung der Voruntersuchung hatte die Privatklägerin X.________ AG eine Vielzahl von Beweisanträgen gestellt. Aus verschiedenen Gründen wurde erst mit Verfügung vom 9. Januar 2008 über diese Anträge entschieden, nachdem allerdings durch den Untersuchungsrichter unterdessen verschiedene Ermittlungshandlungen - insbesondere Einvernahmen - vorgenommen werden konnten. Alle Beweisanträge wurden abgewiesen, wobei den Parteien mitgeteilt wurde, dass die Aufhebung der gesamten Voruntersuchung gegen alle fünf Angeschuldigten beabsichtigt werde. Gleichzeitig erhielten sie Gelegenheit, sich gemäss Art. 249 StrV/BE innert Frist zur vorgesehenen Aufhebung zu äussern. Gegen diese Verfügung rekurrierte die X.________ AG an das Obergericht des Kantons Bern. Dessen Anklagekammer wies den Rekurs mit Beschluss vom 2. Oktober 2008 ab, soweit sie darauf eintrat.