Citation: 4C.7/2000 05.06.2000 E. 3

3. Auflage, Zürich 1997, S. 229 f. N. 740; speziell zur Kontosperre: Christiane Lentjes Meili, Zur Stellung der Banken in der Zürcher Strafuntersuchung, Insbesondere bei Bankabfragen und Beschlagnahmen, Diss. Zürich 1996, S. 332 ff.). c) Nach herrschender und zutreffender Lehrmeinung setzt eine gültige Forderungsabtretung die Verfügungsmacht des Zedenten voraus. Fehlt diese, ist die Abtretung unwirksam bzw. unmöglich (Art. 20 Abs. 1 OR) unter Vorbehalt einer späteren Konvaleszenz (Spirig, Zürcher Kommentar, N. 63, 67 und 68 zu Art. 164 OR mit Zitaten; Girsberger, a.a.O., N. 17 zu Art. 164 OR). Da die am 12. Juli 1994 zwischen der Fidenas und der Klägerin vereinbarte Zession unstreitig die Guthaben auf den gesperrten Konten zum Gegenstand hatte, wurde sie von der Vorinstanz zu Recht als unwirksam betrachtet. Die weiteren Einwände, welche die Klägerin gegen das Urteil des Handelsgerichts vorbringt, beruhen auf der irrtümlichen Annahme, dass die Fidenas am 12. Juli 1994 rechtsgültig über die ihr gegen die Schweizerische Kreditanstalt zustehenden Konto-Guthaben verfügen konnte. Sie geht deshalb in der Berufungsschrift nicht im Einzelnen auf die übrigen Erwägungen des Handelsgerichts ein, womit die eingangs (E. 1) erwähnten Begründungsanforderungen an eine Berufung nicht erfüllt sind und das angefochtene Urteil insoweit nicht überprüft werden kann. Das gilt namentlich für die Annahme des Handelsgerichts, eine spätere Konvaleszenz nach Aufhebung der Kontensperre habe wegen des Konkurses der Zedentin nicht erfolgen können, aber auch für das insoweit subsidiäre Argument, dass die Zession als Verfügung bedingungsfeindlich sei.