Citation: 8C_566/2015 E. 6.2

6.2. Vorliegend erlauben die medizinischen Unterlagen keine zuverlässige Beurteilung von Diagnosen und Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers im Lichte der geänderten Rechtsprechung. Weder das von der IV-Stelle in Auftrag gegebene Gutachten der medizinischen Abklärungsstelle C.________ vom 14. Mai 2014 noch dasjenige des ärztlichen Zentrums D.________ vom 20. Juni 2013 oder die früheren fachärztlichen Berichte und Stellungnahmen ermöglichen eine schlüssige Beurteilung, insbesondere nicht eine solche nach Massgabe der relevanten Indikatoren (E. 4 hievor; BGE 141 V 281 E. 4.2 S. 298). Die Gutachter der medizinischen Abklärungsstelle C.________ haben vorwiegend die ihnen von der IV-Stelle unterbreiteten Fragen aus dem Kriterienkatalog von BGE 130 V 352 beantwortet, der nach der geänderten Rechtsprechung nicht mehr massgebend ist. Auch der RAD-Arzt prüfte die Überwindbarkeit nach den nunmehr überholten Kriterien. Schliesslich berichtet der Psychiater des ärztlichen Zentrums D.________ zwar über eine erhöhte Vulnerabilität beziehungsweise eine individuelle Disposition für den Erwerb psychischer Störungen. Indessen lag der Schwerpunkt des Gutachtenauftrages auf dem ursächlichen Zusammenhang zwischen dem Unfall vom 2. Februar 2012 und den festgestellten gesundheitlichen Störungen. Da dieser von den Experten klar verneint wurde, erübrigte sich eine nähere Auseinandersetzung mit den Belastungsfaktoren einerseits und dem vorhandenen Kompensationspotenzial, also dem weiterhin bestehenden Leistungsvermögen, andererseits. Dementsprechend sind die Angaben auch dieses Gutachtens im Zusammenhang mit der Beurteilung gemäss der geänderten Rechtsprechung BGE 141 V 281 nicht einschlägig. Die Sache ist daher an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie ein psychiatrisches Obergutachten einhole und gestützt auf die vom Sachverständigen gewonnenen Erkenntnisse über den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente im Lichte der geänderten Rechtsprechung neu entscheide.