Citation: 2C_352/2022 E. B

B.a. Am 19. März 2020 kam es bei den Eheleuten zu einer polizeilichen Intervention wegen häuslicher Gewalt. Die Polizei ordnete gegenüber B.________ eine Wegweisung, ein Rückkehrverbot sowie eine Kontaktsperre an; die Eheleute trennten sich gleichentags. Mit superprovisorischer Verfügung vom 27. März 2020 verlängerte das Bezirksgericht Arbon im Rahmen des am 26. März 2020 eingeleiteten Eheschutzverfahrens die Wegweisung, das Rückkehrverbot und die Kontaktsperre für die Dauer des Eheschutzverfahrens. Im Eheschutzentscheid vom 27. August 2020 verfügte das Gericht ein gegenseitiges Annäherungsverbot. B.b. In der Folge widerrief das Migrationsamt des Kantons Thurgau am 5. Oktober 2020 die Aufenthaltsbewilligung von A.________ und wies diese an, die Schweiz innert 30 Tagen nach Rechtskraft des Entscheids zu verlassen. Die hiergegen auf kantonaler Ebene erhobenen Rechtsmittel blieben ohne Erfolg (Entscheid des Departements für Justiz und Sicherheit des Kantons Thurgau vom 16. Juli 2021; Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 9. März 2022).