Citation: 1C_313/2023 E. 1.2

1.2. Gemäss Art. 89 Abs. 1 BGG ist zur Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten legitimiert, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit dazu erhalten hat (lit. a), durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt ist (lit. b) und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung hat (lit. c). Das erforderliche schutzwürdige Interesse muss nicht nur bei der Beschwerdeeinreichung, sondern auch noch im Zeitpunkt der Urteilsfällung aktuell und praktisch sein. Fällt es im Laufe des Verfahrens dahin, wird die Sache als erledigt erklärt; fehlte es schon bei der Beschwerdeeinreichung, ist auf die Eingabe nicht einzutreten (Urteil 1C_4/2021 vom 27. April 2021 E. 1.2). Vorliegend galten die angeordneten und verlängerten Massnahmen nach kantonalem Gewaltschutzgesetz bis und mit 3. Juni 2023. Das aktuelle Interesse des Beschwerdeführers ist damit bereits vor der Beschwerdeerhebung dahingefallen. Der Beschwerdeführer ficht jedoch einzig die vorinstanzliche Abweisung seiner Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands (Dispositiv-Ziffer 3), die Verteilung der vorinstanzlichen Gerichtskosten (Dispositiv-Ziffer 4) und seine Verpflichtung zur Bezahlung einer Parteientschädigung für das vorinstanzliche Verfahren (Dispositiv-Ziffer 5) an. Rechtsprechungsgemäss bleibt die Legitimation bezüglich der Kostenverlegung im kantonalen Verfahren erhalten, auch wenn das aktuelle Interesse an der Anfechtung des Entscheids in der Hauptsache entfällt. Die Überprüfung des Kostenentscheids kann aber nicht dazu führen, dass indirekt auch der Entscheid in der Hauptsache überprüft wird. In diesem Rahmen kann daher nur geltend gemacht werden, die Kostenverlegung sei aus einem anderen Grund als dem blossen Unterliegen in der Hauptsache bundesrechtswidrig (BGE 129 II 297 E. 2.2; Urteile 1C_515/2021 vom 30. August 2022 E. 1.3; 1C_290/2020 vom 15. September 2020 E. 2; 4A_93/2015 vom 22. September 2015 E. 1.3.2.4, nicht publ. in: BGE 141 III 426; 1P.225/2004 vom 23. April 2004 E. 2; je mit Hinweisen).