Citation: 1C_7/2021 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer rügte im Verfahren vor Verwaltungsgericht, dass der Bezirksrat Zürich seinen Beschluss vom 24. September 2020 in Vierer- statt in Fünferbesetzung gefällt hatte. Das Verwaltungsgericht forderte daraufhin den Bezirksrat auf, dazu Stellung zu nehmen. Dieser antwortete, einer der Bezirksräte sei in der betreffenden Woche in den Ferien gewesen. Das Verwaltungsgericht erwog in dieser Hinsicht im angefochtenen Urteil, der Bezirksrat habe nicht als Gericht im materiellen Sinn entschieden, weshalb nicht die gleichen Anforderungen an die Spruchkörperbildung wie bei Gerichten gälten. Zwar treffe zu, dass er gemäss § 9 Abs. 1 lit. a und b des Bezirksverwaltungsgesetzes des Kantons Zürich vom 10. März 1985 (BezVG; LS 173.1) aus fünf (ordentlichen) Mitgliedern bestehe. Bei Kollegialbehörden könnten es die Umstände jedoch rechtfertigen, dass sie nicht mit der vollen Anzahl von (ordentlichen) Mitgliedern beschlössen. Die Behandlung eines Stimmrechtsrekurses sei dringlich, weshalb trotz der Ferienabwesenheit eines Bezirksrats zu entscheiden gewesen sei. Der Beizug eines Ersatzmitglieds sei nicht notwendig gewesen, weil die Beschlussfähigkeit gegeben gewesen sei (§ 4 Abs. 1 BezVG i.V.m. § 39 Abs. 1 des Gemeindegesetzes des Kantons Zürich vom 20. April 2015 [GG; LS 131.1]).