Citation: U 9/05 03.08.2005 E. 3

Die Vorinstanz hat zunächst anhand der bereits im Einspracheverfahren vorhanden gewesenen Arztberichte das Vorliegen organischer Unfallfolgen verneint und festgestellt, bereits relativ kurze Zeit nach dem Unfallereignis seien psychische Probleme ganz in den Vordergrund getreten. Sie beantwortete die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zwischen den geltend gemachten Beschwerden und dem als mittelschwer, wohl eher im Grenzbereich zu den leichten Unfällen liegend, einzustufenden Unfall in Anwendung der vom Eidgenössischen Versicherungsgericht mit BGE 115 V 133 begründeten Adäquanzrechtsprechung bei psychischen Beschwerden ohne somatisches Korrelat. Aus dem Umstand, dass keines der dabei zu prüfenden massgeblichen Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt oder die Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise gegeben seien, schloss das kantonale Gericht auf das Fehlen des adäquaten Kausalzusammenhangs. Auf diese Erwägungen ist zu verweisen. Insbesondere erweist sich die Einschätzung, das im Anschluss an den Unfall aufgetretene, für ein Schleudertrauma teilweise typische Beschwerdebild sei schon relativ kurze Zeit nach dem Unfallereignis gänzlich hinter die sich rasch ausweitende psychische Problematik zurückgetreten, als zutreffend: Bereits am 7. November 2001 berichtete Dr. med. S.________ von einer behandlungsbedürftigen Psychodepression, wogegen neben Zervikal- und Nackenbeschwerden keine weiteren für ein Schleudertrauma typischen Beschwerden Erwähnung fanden. Von Konzentrations- und Schlafstörungen war erstmals die Rede, als sich die psychische Problematik bereits manifestiert hatte, um anschliessend - durch den am 28. Februar 2002 bekannt gewordenen Arbeitsplatzverlust begünstigt - sich zusehends weiter zu verschlechtern. Dergestalt durfte die Vorinstanz die Adäquanzbeurteilung im Widerspruch zum Beschwerdegegner allein unter dem Gesichtspunkt einer psychischen Fehlentwicklung vornehmen.