Citation: 5P.114/2004 11.05.2004 E. 7

7.1 Nach den unangefochtenen Feststellungen des Obergerichts verdient der Beschwerdeführer in der seinen Eltern gehörenden und von seiner Mutter als einziger Verwaltungsrätin geführten Firma Y.________ AG bei einem Beschäftigungsgrad von 75 % brutto Fr. 3'000.-- bzw. netto Fr. 2'666.-- (zuzüglich Kinderzulage) im Monat. Auf Grund des in Erwägung 5.2 Dargelegten ist sodann davon auszugehen, dass er seinen Beschäftigungsgrad auf 100 % erhöhen könnte, wodurch sich ein monatlicher Lohn von Fr. 4'000.-- brutto bzw. Fr. 3'555.-- netto ergäbe. 7.2 Bei der Festsetzung von Unterhaltsbeiträgen darf vom tatsächlichen Leistungsvermögen des Pflichtigen, das Voraussetzung und Bemessungsgrundlage der Beitragspflicht bildet, abgewichen und statt dessen von einem hypothetischen Einkommen ausgegangen werden, falls und soweit der Pflichtige bei gutem Willen bzw. bei ihm zuzumutender Anstrengung mehr zu verdienen vermöchte, als er effektiv verdient (BGE 128 III 4 E. 4a S. 5 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer hat in der obergerichtlichen Instruktionsverhandlung vom 3. Februar 2004 selbst erklärt, er verfüge über eine kaufmännische Ausbildung und einen eidgenössischen Ausweis als Pelzhändler und arbeite seit zwanzig Jahren bei der Firma Y.________ AG. Die qualifizierte Ausbildung und die langjährige berufliche Erfahrung würden es dem Beschwerdeführer erlauben, eine Arbeitsstelle zu finden, bei der er ein Einkommen in der Höhe des vom Obergericht ermittelten Gesamtbetrags, d.h. netto Fr. 5'455.-- im Monat, erzielen würde. Die Annahme einer besser bezahlten Tätigkeit ist dem Beschwerdeführer durchaus auch zuzumuten. Ist von einem hypothetischen Einkommen in der genannten Höhe auszugehen, verstösst der angefochtene Entscheid bezüglich des ihm zu Grunde gelegten Einkommens des Beschwerdeführers im Ergebnis daher nicht gegen das Willkürverbot. Dass die der Beschwerdegegnerin für sich und die Tochter zugesprochenen Unterhaltsbeiträge von insgesamt Fr. 2'800.-- bei einem Einkommen von über Fr. 5'400.-- vollkommen unhaltbar wären, macht der Beschwerdeführer nicht geltend.