Citation: 6B_219/2023 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz kommt zum Schluss, dass die im Berufungsverfahren geltend gemachten Einwände des Beschwerdeführers den gesetzlichen Begründungsanforderungen nicht zu genügen vermögen. Er setze sich mit den lediglich auf Willkür zu prüfenden Sachverhaltsfeststellungen der ersten Instanz nicht in einer den formellen Anforderungen genügenden Weise auseinander. Stattdessen beschränke er sich darauf, seine Sicht der Dinge zu schildern. So, wenn er geltend mache, dass er das Fahrrad gestossen und gleichzeitig mit dem Mobiltelefon telefoniert habe und dem Zeugen vorwerfe, die Vorwürfe frei erfunden zu haben. Entsprechendes gelte für seinen Einwand, es sei nicht untersucht worden, ob - wie im Laufe der Untersuchung behauptet - der Hinterreifen des Fahrrads kaputt und das Fahrrad entsprechend fahruntauglich gewesen sei. Die Vorinstanz habe begründet, weshalb sie diesen Einwand als Schutzbehauptung qualifiziere und diesem Umstand dementsprechend nicht weiter nachgegangen sei. Insgesamt ergebe sich aus seiner Berufung nicht, inwiefern die erstinstanzlichen Erwägungen willkürlich oder rechtsfehlerhaft sein könnten und der Anklagesachverhalt habe als erstellt zu gelten. Schliesslich rüge der Beschwerdeführer, wie bereits im erstinstanzlichen Verfahren, dass die Kontrolle rassistisch motiviert gewesen bzw. andere Personen nicht gebüsst worden seien. Für diese in den Raum gestellte Unterstellung seien indes keinerlei Anhaltspunkte ersichtlich. Und selbst für den Fall, dass allenfalls ähnlich gelagerte Fälle anders behandelt worden seien, erscheine dies unerheblich, zumal hier lediglich das Verhalten des Beschwerdeführers zu beurteilen und es keinen Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht gebe.