Citation: 8C_416/2020 E. 6.2.2

6.2.2. Das kantonale Gericht traf ausführliche Feststellungen zum Gesundheitsschaden, zur Persönlichkeitsstruktur sowie zur Ausbildung und zum beruflichen Werdegang der Beschwerdeführerin. Es zeigte auf, dass diese gemäss asim-Gutachten aufgrund der diagnostizierten Persönlichkeitsstörung in ihrer Arbeitsfähigkeit erheblich eingeschränkt sei und dass eine grosse Diskrepanz bestehe zwischen der von aussen betrachtet hohen Ausbildungsqualifikation und der real umgesetzten sowie umsetzbaren Arbeitsfähigkeit in der freien Wirtschaft. So verwies die Vorinstanz bei der Berechnung des Valideneinkommens auf die vielen Anstellungen der Beschwerdeführerin im Rahmen der Dissertation und nach deren Einreichung, die allesamt jeweils nur einige Monate gedauert hätten. Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens sodann stellte das kantonale Gericht bezüglich einer angepassten Tätigkeit fest, dass sich verschiedene Hinweise auf inadäquates Verhalten der Beschwerdeführerin an mehreren Stellen fänden, die eine kooperative Zusammenarbeit ausgeschlossen hätten. Beispiele dafür - sowohl auf dem freien Arbeitsmarkt wie auch im Rahmen der Eingliederungsberatung durch die IV-Stelle - legte es einlässlich dar. Gestützt darauf stellte es sachverhaltlich bundesrechtskonform fest, dass sich das Hauptdefizit der Beschwerdeführerin auf die Interaktion mit ihrer Umgebung beziehe, die sie praktisch ignoriere oder in eine Konfrontation verwickle, sobald diese nicht ihren subjektiven Vorstellungen nachlebe. Unter Berücksichtigung der von den Gutachtern erwähnten Problematik, die Beschwerdeführerin aufgrund der narzisstischen Anteile an angepasste, allenfalls inadäquat erlebte Angebote heranzuführen, erwähnte die Vorinstanz auch die Schwierigkeit des Findens einer Stelle mit höchsten intellektuellen Anforderungen bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit sowie Sozialunverträglichkeit in einem Teilzeitpensum.