Citation: 1B_479/2022 E. 2.4

2.4. Die Staatsanwaltschaft äussert sich im Verfahren vor Bundesgericht inhaltlich nicht zur Streitsache. Sie stellt sich (in ihrer Stellungnahme vom 27. September 2022) auf den Standpunkt, dass mit Eingang der Anklageschrift vom 9. September 2022 "auch die Zuständigkeit für die allfällige Erstattung einer Vernehmlassung" zur vorliegenden Beschwerde in Strafsachen (gegen den Zwischenentscheid betreffend Wechsel der amtlichen Verteidigung) "an das Kantonsgericht übergegangen" sei. Dieser prozessualen Ansicht ist nicht zu folgen. Zwar ist mit Eingang der Anklageschrift die Verfahrensleitung in der hängigen Strafsache auf das erstinstanzliche Strafgericht übergegangen (Art. 61 lit. a i.V.m. Art. 328 StPO). Die vorliegende Beschwerde richtet sich jedoch gegen den Entscheid vom 8. Juli 2022 des Obergerichtes, mit dem dieses die Beschwerde gegen die Verfügung vom 8. April 2022 der Staatsanwaltschaft betreffend Wechsel der amtlichen Verteidigung abwies. Als erstinstanzlich verfügende Behörde war (neben dem kantonal letztinstanzlich entscheidenden Obergericht) somit die Staatsanwaltschaft zur freigestellten Vernehmlassung einzuladen, nicht das erstinstanzliche Strafgericht (vgl. Art. 102 Abs. 1 i.V.m. Art. 80 Abs. 1 BGG).