Citation: 5A_209/2014 E. 3.2.3

3.2.3. Schliesslich wendet der Beschwerdeführer ein, er habe in der Beweisführung unverschuldet auch deshalb neue Beweismittel einreichen müssen, weil das Bezirksgericht und in der Folge auch das Kantonsgericht ihre Fragepflicht missachtet hätten (S. 29 f. Rz. 60 und 63 und S. 49 f. Rz. 173 der Beschwerdeschrift). Für güterrechtliche Fragen gilt selbst unter Ehegatten der Verhandlungsgrundsatz (Art. 277 Abs. 1 ZPO), wonach die Parteien dem Gericht die Tatsachen, auf die sie ihre Begehren stützen, darzulegen und die Beweismittel anzugeben haben (Art. 55 Abs. 1 ZPO). Die gerichtliche Fragepflicht gemäss Art. 56 ZPO ersetzt dabei weder die zumutbare Mitwirkung der Parteien bei der Feststellung des Sachverhalts noch dient sie dazu, prozessuale Nachlässigkeiten auszugleichen (Urteile 5A_115/2012 vom 20. April 2012 E. 4.5.2 und 4A_444/2013 vom 5. Februar 2014 E. 6.3.3, in: sic! 2014 S. 371 und SZZP 2014 S. 315 f.). Auf eine Missachtung der Fragepflicht durch das Gericht kann sich der im Verfahren von Anfang an anwaltlich vertretene Beschwerdeführer deshalb nicht berufen.