Citation: 4A_238/2017 E. A

A.________ (Schuldnerin, Beschwerdeführerin) verwaltete über Jahrzehnte hinweg Kundengelder unter anderen auch solche von B.________ (Gläubiger; Beschwerdegegner). Um entstandene Verluste zu decken, zweigte sie von verschiedenen Kundenkonti Gelder ab. A.a. Am 19. Oktober 2009 zeigte sie sich selbst an, worauf ein Strafverfahren eröffnet wurde, an dem der Gläubiger als Geschädigter und Privatkläger beteiligt war. Nachdem er beim Bezirksgericht Meilen Klage erhoben und einen Betrag im Gegenwert von mindestens EUR 5'000'000.-- verlangt hatte, schlossen die Parteien in diesem Verfahren am 3. bzw. 4. März 2013 einen Vergleich, in dem sich die Schuldnerin verpflichtete, dem Gläubiger Fr. 3'109'334.-- nebst Zins zu bezahlen. Die der Vergleichssumme zugrundeliegenden Transaktionen listeten die Parteien einzeln auf und stellten in Ziffer 3 des Vergleiches klar, dass die Vergleichsvereinbarung nur die aufgelisteten Transaktionen umfasse und sich der Gläubiger die Geltendmachung und/oder Wiedereinbringung von weiteren Schadenersatzforderungen aus dem der Klage zugrundeliegenden Sachverhalt vorbehalte. Hierauf wurde das Verfahren als durch Vergleich erledigt abgeschrieben. A.b. Schon vor Abschluss des Vergleichs, am 25. Februar 2013, hatte die Schuldnerin mit amtlich beglaubigter Unterschrift eine Erklärung abgegeben, sie anerkenne, dass sie dem Gläubiger Schadenersatz im Betrag von Fr. 2'000'000.-- schulde. Diesen Betrag schulde sie zusätzlich zu der Summe, die sie dem Gläubiger gemäss dem im vor Bezirksgericht Meilen hängigen Zivilprozess abzuschliessenden Vergleich und den von diesem Vergleich erfassten spezifischen und der Staatsanwaltschaft bekannten Transaktionen schulde. Sie schloss die Schuldanerkennung mit dem Hinweis: " Ich gebe diese Erklärung ab, weil mir die begangenen Veruntreuungen leid tun."