Citation: 2C_919/2020 E. 3.3.2

3.3.2. Auch aus der Zeitspanne von rund sieben Monaten zwischen der letzten Verfahrenshandlung und dem Erlass der Verfügung kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten. Das Bundesgericht geht in seiner Rechtsprechung davon aus, dass die Pflicht, für behördliche Zustellungen erreichbar zu sein, etwa ein Jahr lang seit der letzten Verfahrenshandlung besteht (vgl. Urteile 6B_674/2019 vom 19. September 2019 E. 1.4.3; 2C_298/2015 und 2C_299/2015 vom 26. April 2017 E. 3.4). Dass es in speziellen Verfahren oder bei besonderen Umständen von einer kürzeren Frist ausgegangen ist (vgl. etwa Urteil 6B_110/2016 vom 27. Juli 2016 E. 1.2 betreffend Strafbefehlsverfahren, nicht publ. in BGE 142 IV 286) vermag dem Beschwerdeführer dabei ebensowenig zu helfen wie die behauptete abweichende Praxis in anderen Kantonen. Denn im vorliegenden Fall ist die Anwendung von kantonalem Verfahrensrecht streitig, und angesichts der vorher zitierten Rechtsprechung kann der Vorinstanz jedenfalls nicht Willkür vorgeworfen werden, wenn sie davon ausgegangen ist, dass der Beschwerdeführer Ende Februar 2020 verpflichtet war, für behördliche Zustellungen erreichbar zu sein.