Citation: 8C_581/2008 25.09.2008 E. 3

3.1 Der Erlass setzt einerseits den gutgläubigen Leistungsbezug und andererseits das Vorliegen einer grossen Härte voraus. Vorab ist die Erlassvoraussetzung der grossen Härte zu prüfen. Diese liegt gemäss Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG in Verbindung mit altArt. 5 Abs. 1 ATSV vor, wenn die vom ELG anerkannten Ausgaben nebst weiteren Ausgaben die nach ELG anrechenbaren Einnahmen übersteigen. Dabei gilt es, worauf bereits Vorinstanz und Beschwerdegegner hingewiesen haben, zu beachten, dass die Einkommens- und Vermögensverhältnisse beider Ehegatten zu berücksichtigen sind, ungeachtet der jeweils bestehenden eigentums- und ehegüterrechtlichen Situation (altArt. 3a Abs. 4 ELG; BGE 116 V 290 E. 3 S. 294 f. [für die bis 31. Dezember 1997 geltende Rechtslage], bestätigt für die ab 1. Januar 1998 herrschende rechtliche Situation mit Urteil P 85/01 vom 28. August 2002, E. 2; vgl. auch AHI 2003 S. 220, E. 2b, P 82/01, und Urteil P 30/06 vom 5. Februar 2007, E. 3.5, zusammengefasst wiedergegeben in SZS 2007 S. 474).