Citation: 6B_714/2012 E. 1.3

1.3. Die erste Instanz vertrat der Anklage folgend die Auffassung, der Beschwerdeführer habe in der Absicht gehandelt, sowohl sich selber als auch die beiden bisherigen Grossaktionäre zu bereichern. Die eigene Bereicherung bestehe darin, dass der Beschwerdeführer das Risiko von erfolgversprechenden Verantwortlichkeitsklagen der Grossaktionäre gegen ihn habe abwenden wollen. Die Bereicherung der Grossaktionäre liege darin, dass diese die aus dem Wegfall des Kapitalschutzes resultierende erhebliche Wertverminderung der A.________-Aktien nicht tragen mussten (erstinstanzliches Urteil, kant. Akten act. 132, S. 55 ff.). Gemäss den Erwägungen der Vorinstanz wird die Feststellung der ersten Instanz, der Beschwerdeführer habe das Risiko von Verantwortlichkeitsklagen der beiden Grossaktionäre gegen ihn abwenden wollen, schon durch den chronologischen Ablauf der Ereignisse widerlegt. Die beiden Grossaktionäre hätten die A.________-Aktien bereits wenige Wochen nach dem Kauf und somit vor Dezember 2002 wieder an die A.________ AG zurückverkaufen wollen (Urteil E. 2.15 S. 41 f.). In einem "obiter dictum" weist die Vorinstanz darauf hin, es sei keineswegs erstellt, dass die A.________-Aktie zufolge Änderung der Strategie von gesicherten Anlagen zum ungesicherten Öl-Handel an Wert verloren habe (Urteil E. 2.16 S. 42 f.). Nach der Auffassung der Vorinstanz handelte der Beschwerdeführer aber in der Absicht, die beiden bisherigen Grossaktionäre unrechtmässig zu bereichern. Es sei darum gegangen, diese auszuzahlen. Die beiden Grossaktionäre hätten infolge von wirtschaftlichen Schwierigkeiten ihre Anteile an der A.________ AG abstossen wollen, um liquide Mittel zu erlangen. Diese Liquidität habe der Beschwerdeführer - aus letztlich unbekannten Motiven - den beiden Unternehmen verschafft, indem er deren A.________-Aktien unter täuschender Zusicherung eines Kapitalschutzes durch Vermittler an Kleinanleger veräussert habe. Darin sei ohne Weiteres eine finanzielle Besserstellung Dritter zulasten der Kleinanleger zu sehen (Urteil E. 2.17 S. 43 f.).