Citation: 6B_950/2016 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz nimmt an, es stehe fest, dass der Mitangeklagte X.________ das Gründungskapital von CHF 100'000.-- mit Vergütungsauftrag vom 27. April 2006 ab einem Bankkonto der A.________AG auf das Kapitaleinzahlungskonto der D.________AG in Gründung überwiesen habe und dass die D.________AG am 29. Juni 2006 den Betrag von CHF 97'000.-- an die A.________AG zurückbezahlt habe. Im Wesentlichen gestützt auf die Aussagen des Mitangeklagten X.________ gelangt die Vorinstanz zum Schluss, die sofortige Rückzahlung des Kapitals sei von Anbeginn weg abgesprochen gewesen. Die Vorinstanz nimmt weiter an, der Beschwerdeführer und der Mitangeklagte X.________ hätten gleichermassen die Geschäftsführung der A.________AG inne gehabt und wichtige unternehmerische Entscheide seien jeweils unter gegenseitiger Absprache erfolgt. Es sei nicht nachvollziehbar, dass es beim Entscheid der A.________AG, die D.________AG zu gründen, anders gewesen sein soll. Beide Beschuldigten hätten gewusst, dass die A.________AG überschuldet war, im Jahr 2006 kaum Einnahmen generierte und daher ihren Betrieb nur mit der Aufnahme immer neuer Darlehen über Wasser halten konnte. Dass die A.________AG daher kein freies Kapital zur Verfügung gehabt habe, um eine Gesellschaft zu gründen, hätten daher beide gewusst. Keiner der beiden Beteiligten habe daher ernsthaft davon ausgegangen sein können, dass das Kapital von CHF 100'000.-- der D.________AG dauerhaft zur Verfügung stehen würde. Die einzige plausible Erklärung sei daher die Darstellung des Beschuldigten X.________, dass die beiden Geschäftsführer der A.________AG die Gründung der D.________AG und die Rückführung des Kapitals nach der Gründung miteinander abgesprochen hätten (angefochtenes Urteil S. 45 ff.).