Citation: 4A_130/2022 E. 6.1

6.1. Soweit sich die Beschwerdeführerin in Bezug auf Dispositiv-Ziffer 2 auf den Standpunkt stellt, die Vorinstanz gehe im angefochtenen Entscheid von einer Zeitersparnis aus, deren Dauer nicht substanziiert worden sei, und dem Bundesgericht ihre Ansicht zu der aufgrund der Verwendung der vertraulichen Informationen erzielten Zeitersparnis unterbreitet, sind ihre Ausführungen rein appellatorisch. Inwiefern es im Falle einer unzulässigen Verwendung vertraulicher Informationen verfassungsrechtlich geboten wäre, eine entsprechende Zeitersparnis der Verletzerin für die Entwicklung zu berechnen, deren Dauer die ausgesprochenen Massnahmen nicht übersteigen dürften, vermag die Beschwerdeführerin nicht aufzuzeigen. Ausserdem verkennt sie auch in diesem Zusammenhang, dass das in Dispositiv-Ziffer 2 ausgesprochene Verbot auf die zwei Schneidlöschsysteme beschränkt ist, für welche die Beschwerdeführerin in unzulässiger Weise vertrauliche Informationen verwendete. Eine Verletzung des Willkürverbots (Art. 9 BV) liegt nicht vor. Zudem berücksichtigte die Vorinstanz die von der Beschwerdeführerin bezüglich der Verhältnismässigkeit der fraglichen Anordnung erhobenen Einwände. Sie kam nach Prüfung der verschiedenen Argumente der Parteien zum Schluss, die Anordnung vorsorglicher Massnahmen gemäss Rechtsbegehren Ziffern 1a und 1e, je in Verbindung mit Ziffer 3, sei verhältnismässig. Inwiefern konkrete Vorbringen der Beschwerdeführerin unbeachtet geblieben wären, vermag sie nicht aufzuzeigen. Die Begründung genügt den verfassungsrechtlichen Anforderungen nach Art. 29 Abs. 2 BV. Soweit sich die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang einmal mehr auf den Standpunkt stellt, das Verbot erfasse auch rechtmässige Komponenten, zeigt sie ebenfalls keine Verletzung verfassungsmässiger Rechte auf. Schliesslich hat die Vorinstanz keineswegs einseitig auf Schwierigkeiten der Beschwerdegegnerin bei der Schadensschätzung im Falle des Obsiegens in der Hauptsache abgestellt. Vielmehr ist sie auf die verschiedenen von den Parteien vorgebrachten Argumente eingegangen. Dabei ist ihr auch der Einwand der Beschwerdeführerin nicht entgangen, die fraglichen Produkte würden ausschliesslich im Rahmen öffentlich-rechtlicher Vergabeverfahren erworben, sie hat diesen jedoch als nicht stichhaltig erachtet. Die Vorinstanz hat es letztlich als entscheidend angesehen, dass der Beschwerdegegnerin der dauerhafte Verlust von Kunden und die Verdrängung vom Markt drohte. Der Vorwurf der Verletzung des Willkürverbots und des rechtlichen Gehörs ist auch in diesem Zusammenhang unbegründet. Ausserdem stösst der Einwand ins Leere, die Vorinstanz sei unter Missachtung der national begrenzten Reichweite des schweizerischen Lauterkeitsrechts von einer weltweiten Rückgabepflicht der Kunden der Beschwerdeführerin ausgegangen, zumal die Vorinstanz gar keine Rückgabe angeordnet hat.