Citation: 6B_146/2017 E. 1.2.1

1.2.1. Der Einwand des Beschwerdeführers, wonach insbesondere der Freispruch vom schwerwiegendsten Vorwurf der Vergewaltigung zu einer deutlich tieferen Einsatzstrafe führen müsse, ist unzutreffend. Aus ihren Erwägungen erhellt vielmehr, dass die Vorinstanz den Sachverhalt lediglich anders würdigt und von Schändung anstatt von Vergewaltigung ausgeht. Den in diesem Zusammenhang erhobenen Vorwurf sexueller Handlungen mit einem Kind bestätigt sie (Urteil E. 4, S. 23 ff.). Es kann keine Rede davon sein, dass die Vorinstanz einen wesentlichen Gesichtspunkt der Strafzumessung ausser Acht gelassen hätte. Die nach Art. 350 Abs. 1 StPO zulässige abweichende rechtliche Würdigung des Sachverhalts hat für die Strafzumessung zudem vorderhand einzig die Konsequenz, dass die bei Vergewaltigung vorgesehene Mindestfreiheitsstrafe von einem Jahr entfällt und grundsätzlich auch eine Geldstrafe in Frage kommt. Die Höchststrafe von 10 Jahren bleibt hingegen gleich (Art. 190 Abs. 1 und Art. 191 StGB). Der Wegfall des Vergewaltigungsvorwurfs resp. dessen Interpretation als Schändung muss somit nicht automatisch zu einer milderen Einsatz- oder Gesamtstrafe führen, zumal sich am zugrunde liegenden Sachverhalt nichts ändert. Gleiches gilt angesichts des Asperationsprinzips sowie der zahlreichen verbleibenden Vorwürfe für die zwei Freisprüche wegen versuchter sexueller Handlungen mit einem Kind und den Freispruch wegen mehrfacher, teilweise versuchter Schändung. In letzterem Fall blieb zudem der Vorwurf mehrfacher, zum Teil versuchter sexueller Handlungen mit einem Kind bestehen.