Citation: 6B_57/2021 E. 2.4.4

2.4.4. Weiter erwägt die Vorinstanz unter Verweis auf bei den Akten liegende Kontoauszüge des Beschwerdegegners, dass sich mit Ausnahme eines Betrags von Fr. 5'000.--, den dieser am 7. Februar 2011 zu Lasten seines Privatkontos in der Bar V.________ im Quartier W.________ ausgegeben habe, keine Hinweise auf einen besonders luxuriösen oder ausschweifenden Lebensstil ergäben. Diesbezüglich sei es in den Wochen und Monaten nach der Entgegennahme der beiden Darlehen auch nicht zu einer auffälligen Veränderung gekommen. Der Beschwerdegegner habe die Darlehenssummen vom Beschwerdeführer in bar erhalten. Hätte er das Geld rasch verprassen wollen, hätte für ihn kein Anlass bestanden, es zunächst noch auf ein eigenes Bankkonto einzuzahlen. Wann, wo und in welchem Umfang er das Bargeld allenfalls als solches für vertragswidrige Zwecke ausgegeben habe, lasse sich naturgemäss anhand von Kontoauszügen nicht eruieren. Es bestünden aber auch sonst keine konkreten Beweise für solche Ausgaben. Zwar seien auf einem Konto des Beschwerdegegners am 3. Mai 2010 eine Bareinzahlung von Fr. 20'000.-- und auf einem weiteren Konto am 17. Mai 2010 eine solche von Fr. 19'000.-- eingegangen, woher dieses Geld stamme, sei aber nicht bekannt. Der Beschwerdegegner habe hierzu nichts sagen wollen. Aufgrund der zeitlichen Nähe der Einzahlungen zur Entgegennahme des ersten Darlehens bestehe durchaus der Verdacht, dass das Geld aus diesem Darlehen stamme. Zweifelsfrei nachweisen lasse sich dies aber nicht, zumal wegen der Barauszahlung des Darlehens kein entsprechender "paper trail" bestehe. Dies gelte umso mehr, als es auf den Konten des Beschwerdegegners auch in grösserer zeitlicher Distanz zu den Darlehensgewährungen zu grösseren Gutschriften gekommen sei, für die eine Erklärung fehle. Hinzu komme, dass der Beschwerdegegner damals noch bei der "D.________ SA" angestellt gewesen sei und dabei in beträchtlichem Umfang Retrozessionszahlungen vereinnahmt haben solle. Die Gelder, welche in bar auf die Konten des Beschwerdegegners einbezahlt worden seien, hätten auch aus dieser Quelle stammen können. Die Aussageverweigerung des Beschwerdegegners dürfe schliesslich nicht zu dessen Lasten gewertet werden. Nicht überzeugender präsentiere sich die Beweislage hinsichtlich des zweiten Darlehens vom 23. Juli 2011. Am 11. Oktober 2011 sei auf einem Konto des Beschwerdegegners ein Betrag von Fr. 68'416.54 mit dem Vermerk "Vergütung Übertrag" gutgeschrieben worden. Am 17. November 2011 seien auf demselben Konto Fr. 31'000.-- einbezahlt worden. Die beiden Gutschriften seien damit nicht kurz, sondern erst mehrere Monate nach Auszahlung des zweiten Darlehens erfolgt. Eine Herkunft des Geldes aus zuvor vereinnahmten Retrozessionen lasse sich auch hier nicht ausschliessen und die Aussageverweigerung des Beschwerdegegners dürfe wiederum nicht zu seinen Lasten verwendet werden. Die vorinstanzlichen Ausführungen sind einleuchtend und was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, zeigt keinerlei Willkür auf. Dass Retrozessionen nicht in bar ausbezahlt würden, mag gemeinhin zutreffen. Es ist jedoch nicht geradezu zwingend ausgeschlossen, dass dies in Einzelfällen so praktiziert wird. Ohnehin führt die Vorinstanz die Retrozessionen nur als eine mögliche Quelle der Einzahlungen an. Nicht verständlich ist sodann die Argumentation des Beschwerdeführers, wonach die Aufwendungen in den Mittelverwendungslisten vom 10. März 2016 und 5. September 2017 die Summe der beiden ersten Darlehen überschreite, weshalb es sich dabei offensichtlich um Bezüge handle, welche einer zweckwidrigen Darlehensverwendung entsprächen. Dass die vom Beschwerdeführer beispielhaft aufgezählten Verwendungen (Finanzinformationssystem Bloomberg, Miete, Homepage, Entwicklung Logo und App, Rechnungen FINMA und VQF) offensichtlich zweckfremd seien, überzeugt angesichts des von der Vorinstanz willkürfrei weit ausgelegten Darlehenszwecks der "Gründung" einer Firma nicht.