Citation: H 372/01 28.03.2002 E. 3

3.- a) Die Beschwerdeführerin bringt vor, das Betreibungsamt E.________ habe am 29. Juni 2001 bei der Neuberechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums erstmals berücksichtigt, dass beide Ehepartner G.________ die in Kosovo (recte: Bosnien-Herzegowina) lebenden Eltern finanziell unterstützten und dies zu einer Unterschreitung des betreibungsrechtlichen Existenzbedarfs führe. Sie belegt dies mit der Anzeige über die Ausstellung eines Verlustscheins mit der Nummer X.________, den das Betreibungsamt E.________ am 13. Juli 2001 der Steuerverwaltung des Kantons Bern ausfertigte. Darin wurde angemerkt, der Pfändungsvollzug am 11. Juni 2001 habe ergeben, dass das Ehepaar G.________ das ihm zustehende Existenzminimum monatlich um Fr. 986.- unterschreite. b) Damit ist die erstmals vor dem Eidgenössischen Versicherungsgericht vorgebrachte Tatsache der betreibungsamtlich festgestellten Unterschreitung des Existenzminimums offensichtlich klar bewiesen. Sie kann trotz der Bindung an den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt berücksichtigt werden, weil vorliegend keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die Beschwerdeführerin den für die Bestimmung der Zumutbarkeit der vollen Beitragszahlung massgebenden Zeitpunkt dilatorisch hinausgeschoben hat (vgl. BGE 120 V 275 Erw. 5a/dd). Die Ausgleichskasse wird nach der Rückweisung der Sache über das Ausmass des mit dem vorliegenden Entscheid im Grundsatz anzuerkennenden Anspruchs auf Herabsetzung der AHV/IV/EO-Beiträge für die Jahre 1997 bis 2000 und das 1. Quartal 2001 zu befinden haben.