Citation: 9C_826/2016 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz stellte zunächst fest, die Rechtsbeständigkeit einer Taggeldverfügung erstrecke sich auf die gesamte Dauer des Versicherungsfalles, d.h. der zugesprochenen beruflichen Massnahme. Die Art des Taggeldes sei somit durch die Verfügung vom 31. Juli 2015 für die ganze Dauer der Massnahme rechtskräftig festgelegt worden. Hingegen sei die Verfügung vom 31. Juli 2015 nicht begründet gewesen. Weder aus der vorgängigen Mitteilung vom 28. Juli 2015 noch aus der Verfügung gehe hervor, weshalb dem Beschwerdegegner eine erstmalige berufliche Ausbildung und nicht eine Umschulung zugesprochen wurde. Die Verfügung vom 31. Juli 2015 sei in Rechtskraft erwachsen. Hingegen sei die angefochtene Verfügung (vom 15. Dezember 2015) unabhängig von dieser Verfügung auf ihre Rechtmässigkeit zu prüfen. Der Beschwerdegegner sei im Vertrauen darauf zu schützen, dass sich die Verfügung vom 31. Juli 2015 nur auf den dort genannten Zeitraum beziehe und dass er allenfalls spätere Verfügungen für künftige Taggeldperioden materiell überprüfen lassen könne. Die Annahme einer Bindungswirkung der Verfügung vom 31. Juli 2015 für die vorliegend angefochtene Verfügung vom 15. Dezember 2015 würde für den Beschwerdegegner einen Nachteil bewirken, der durch die fehlende Begründung entstanden ist, was Art. 49 Abs. 3 ATSG und dem Vertrauensschutz widersprechen würde. In der Folge prüfte das kantonale Gericht die Rechtmässigkeit der angefochtenen Verfügung unabhängig von der rechtskräftigen Verfügung vom 31. Juli 2015. Es gelangte zum Schluss, dass der Beschwerdegegner Anspruch auf Umschulung und damit ein "grosses Taggeld" nach Art. 23 Abs. 1 IVG habe, welches die IV-Stelle zu berechnen und festzusetzen habe.