Citation: 5C.201/2004 28.01.2005 E. 1

Das Bundesgericht prüft von Amtes wegen, ob und inwieweit auf eine Berufung eingetreten werden kann (BGE 108 II 490 E. 1 S. 491; 129 III 415 E. 2.1). 1.1 Im vorliegenden Fall handelt es sich um eine vermögensrechtliche Zivilrechtsstreitigkeit im Sinne von Art. 46 OG. Der erforderliche Streitwert für das Berufungsverfahren ist gegeben. Die Berufung ist rechtzeitig erhoben worden und richtet sich gegen einen Endentscheid eines oberen kantonalen Gerichts, der nicht mehr durch ein ordentliches kantonales Rechtsmittel angefochten werden kann (Art. 54 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 OG). 1.2 Anfechtungsobjekt im vorliegenden Berufungsverfahren ist einzig das Urteil des Kantonsgerichts (Art. 48 OG). Dagegen sind die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Anfechtung des erstinstanzlichen Urteils des Bezirksgerichts nicht erfüllt, so dass auf die entsprechenden Aufhebungsanträge nicht eingetreten werden kann. Der Antrag, das kantonsgerichtliche Urteil sei aufzuheben, genügt den formellen Anforderungen an einen Berufungsantrag grundsätzlich nicht (Art. 55 Abs. 1 lit. b OG; BGE 130 III 136 E. 1.2 S. 139), doch wird aus den im kantonalen Verfahren gestellten Rechtsbegehren und der Berufungsbegründung ersichtlich, dass die Beklagten Ersatz für die angeblich eingetretene Wertverminderung an der Liegenschaft der Erblasserin verlangen. 1.3 Inwiefern das angefochtene Urteil Bundesrecht verletzt, ist in der Berufungsschrift selber darzulegen (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 110 II 74 E. 1 S. 78; 126 III 198 E. 1d S. 201). Die Verweise der Beklagten auf ihre Eingaben im kantonalen Verfahren sowie auf "Rechtserörterungen vor den Schranken" sind daher unbeachtlich. 1.4 Das Bundesgericht ist im Berufungsverfahren grundsätzlich an die Feststellungen der letzten kantonalen Instanz über tatsächliche Verhältnisse gebunden (Art. 63 Abs. 2 OG; BGE 115 II 484 E. 2a S.485f.; 127 III 248 E. 2c S. 252). Im vorliegenden Fall hat das Kantonsgericht festgehalten, es fehle an einem hinreichenden Nachweis einer Wertverminderung der fraglichen Parzelle. Die Beklagten behaupten dagegen, es liege "offensichtlich" eine Wertverminderung vor, machen aber nicht geltend, die Sachverhaltsfeststellung sei unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zu Stande gekommen oder beruhe auf einem offensichtlichen Versehen (Art. 63 Abs. 2 OG). Damit ist auf die Berufung nicht einzutreten, soweit die Beklagten in unzulässiger Weise von dem durch das Kantonsgericht festgestellten Sachverhalt abweichen. Verbindlich festgestellt hat das Kantonsgericht zudem, dass keine Vereinbarung zwischen den Parteien nachgewiesen ist, wonach dem Kläger 2 die strittige Liegenschaft zur Nutzung und Verwaltung von der Erbengemeinschaft übertragen worden sei und er eine (alleinige) Pflicht zur Unterhaltung derselben gehabt hätte. 1.5 Da das Kantonsgericht keine Wertverminderung festgestellt hat, stossen die rechtlichen Erörterungen der Beklagten zur Haftungsgrundlage ins Leere, da jede Ersatzpflicht grundsätzlich das Vorliegen eines Schadens voraussetzt. Ohnehin genügen die diesbezüglichen Ausführungen der Beklagten den Begründungsanforderungen nach Art. 55 Abs. 1 lit. c OG nicht, wonach in der Berufungsschrift darzulegen ist, welche Bundesrechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. Dies würde bedingen, dass in der Berufung auf die Begründung des angefochtenen Urteils eingegangen und im Einzelnen aufgezeigt wird, welche Vorschriften und warum sie von der Vorinstanz verletzt worden sind (BGE 116 II 745 E. 3 S. 748 f.; 121 III 397 E. 2a S. 400). Die Beklagten legen aber nicht dar, warum der Kläger 2 als Nutzniesser der Liegenschaft zu behandeln ist, obwohl gemäss angefochtenem Urteil eine solche Vereinbarung nicht nachgewiesen ist und darüber hinaus auch die für die Nutzniessung vorgeschriebenen Formvorschriften unstreitig nicht erfüllt sind. Offensichtlich unzutreffend ist zudem die Behauptung, das Bezirksgericht sei von einem Nutzniessungsverhältnis ausgegangen; bereits das Kantonsgericht hat die Beklagten auf diese Fehlinterpretation des erstinstanzlichen Urteils aufmerksam gemacht.