Citation: 6B_799/2018 E. 1.3

1.3. Die Beschwerdeführerin beruft sich einzig auf die Ausnahmebestimmung von Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG. Sie macht nicht geltend, es drohe ein nicht wieder gutzumachender Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG. Ein solcher ist auch nicht offensichtlich, nachdem gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung die Anweisung, eine Strafuntersuchung zu eröffnen, grundsätzlich keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil darstellt (vgl. Urteile 6B_594/2018 vom 14. Juni 2018 E. 2; 6B_376/2014 vom 22. Oktober 2014 E. 1.3). Die erste Voraussetzung von Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG, dass mit der Gutheissung der Beschwerde sofort ein Endentscheid herbeigeführt werden kann, ist erfüllt. Damit ist zu prüfen, ob auch die zweite Voraussetzung, dass ein bedeutender Zeit- und Kostenaufwand für ein weitläufiges Beweisverfahren erspart werden könnte, gegeben ist. Die Ausnahmebestimmung von Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG wird, besonders im Bereich des Strafrechts, restriktiv ausgelegt (BGE 134 III 426 E. 1.3.2 S. 430; 133 IV 288 E. 3.2 S. 292; je mit Hinweisen). Die Aufwendungen müssen über diejenigen eines gewöhnlichen Strafverfahrens hinausgehen. Dies kann insbesondere der Fall sein, wenn ein komplexes oder gar mehrere Gutachten eingeholt, zahlreiche Zeugen befragt oder eine rogatorische Einvernahme im entfernteren Ausland durchgeführt werden müssten (Urteil 6B_376/2014 vom 22. Oktober 2014 E. 1.3 mit Hinweis). Das Bundesgericht prüft nach freiem Ermessen, ob die Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG vorliegen (BGE 134 II 142 E. 1.2.3 S. 143 f. mit Hinweis). Dennoch obliegt es, soweit das Erfordernis nicht offensichtlich gegeben ist, der Beschwerdeführerin, detailliert darzutun, inwiefern durch die Gutheissung der Beschwerde ein langes und kostspieliges Beweisverfahren vermieden werden kann (BGE 138 III 46 E. 1.2 S. 47; 137 III 324 E. 1.1 S. 328 f.). Vorliegend ist weder ersichtlich noch substanziiert dargetan, inwiefern die Durchführung des Strafverfahrens aussergewöhnlich hohe Kosten verursachen würde oder weitere umfangreiche Beweiserhebungen zu erwarten wären. Allein der Umstand, dass im Strafverfahren die Urteilsfähigkeit des Beschwerdegegners 2 abgeklärt werden müsste, rechtfertigt ein Eintreten auf die vorliegende Beschwerde nicht, da nicht ersichtlich ist, inwiefern die Klärung dieser Frage besonders komplex sein soll oder einen Aufwand generieren würde, welcher über denjenigen eines gewöhnlichen Strafverfahrens hinausginge. Dass darüber hinaus weitere aufwendige Beweismassnahmen notwendig wären, wird nicht dargetan. Bezüglich der Kostenersparnis ist Folgendes festzuhalten: Sollte sich das Strafverfahren als ungerechtfertigt erweisen, müssten die Kosten vom Staat getragen werden. Da für die Beschwerdeführerin selber durch die fehlerhafte Eröffnung eines Strafverfahrens keine Kosten anfallen, ist sie nicht legitimiert, diese zwecks Kostenvermeidung im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG anzufechten. Die Eintretensvoraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG sind vorliegend ebenfalls nicht erfüllt. Es erübrigt sich daher, auf die übrigen Vorbringen der Beschwerdeführerin, etwa die Ausführungen zur Urteilsfähigkeit des Beschwerdegegners 2 oder Ausführungen in der Sache, einzugehen.