Citation: 9C_83/2021 E. 2.1

2.1. Das kantonale Gericht hat insbesondere auf Art. 2 Abs. 3bis und Art. 5 Abs. 2 der Verordnung vom 20. März 2020 über Massnahmen bei Erwerbsausfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus (Covid-19; Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall [SR 830.31]; "Stand 6. Juli 2020", in Kraft vom 17. März bis zum 16. September 2020 [AS 2020 2223 und AS 2020 3705]) verwiesen. Sodann hat es erwogen, die Ausgleichskasse habe von der Versicherten, nachdem diese eine wesentliche Veränderung des Einkommens gemeldet hatte, am 17. Mai 2019 die Akonto-Beiträge 2019 an ein beitragspflichtiges Jahreseinkommen von Fr. 143'800.- angepasst. Auf eine weitere Meldung der Versicherten hin habe sie am 13. Februar 2020 die Akonto-Beiträge 2020 an ein beitragspflichtiges Jahreseinkommen von Fr. 122'100.- angepasst. Die Versicherte habe erst im Juni 2020 ein beitragspflichtiges Einkommen von Fr. 80'000.- (2020) und im September 2020 ein solches von Fr. 80'300.- (2019) resp. 50'000.- (2020) geltend gemacht. Die Ausgleichskasse sei weder verpflichtet noch berechtigt gewesen, das für den Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz massgebende Einkommen gestützt auf die Steuererklärung 2019 festzulegen. Sie habe auch zu Recht nicht auf die im Juni und September 2020 deklarierten Einkommen abgestellt. Die geltend gemachte Verringerung des Einkommens 2019 um 38 % (auf Fr. 80'300.-) hätte spätestens gegen Ende 2019 erkennbar sein müssen. Die Versicherte müsse sich daher entgegenhalten lassen, diese nicht rechtzeitig gemeldet zu haben. Massgebend sei somit das beitragspflichtige Einkommen von Fr. 143'800.-, auf dem die Ausgleichskasse die Akontobeiträge 2019 erhoben habe. Für eine nachträgliche Korrektur resp. erneute Prüfung des Anspruchs auf Corona-Erwerbsersatz nach der definitiven Steuerveranlagung bleibe kein Raum. Weil damit der Grenzwert von Fr. 90'000.- überschritten wird, hat die Vorinstanz einen Härtefall im Sinne von Art. 2 Abs. 3bis Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall verneint und folglich den Einspracheentscheid vom 24. Juli 2020 bestätigt.