Citation: 8C_521/2020 E. 4.1

4.1. In ihrem Einspracheentscheid vom 10. Oktober 2019 begründete die Arbeitslosenkasse die Rückforderung damit, dass gemäss Bestätigung der Arbeitgeberin die Lohnfortzahlung bei Krankheit bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses am 31. Juli 2016 gedauert habe. Die Beschwerdeführerin habe somit erst per 1. August 2016 einen anrechenbaren Arbeitsausfall erlitten. In ihrer Beschwerde an das kantonale Gericht machte die Beschwerdeführerin geltend, sie sei zumindest vom 4. Februar bis 4. Juni 2016 krankheitsbedingt arbeitsunfähig gewesen. Die Lohnfortzahlungspflicht der Arbeitgeberin habe 60 Tage betragen und bis zum 3. April 2016 gedauert. Bei den Zahlungen der B.________ GmbH vom Juli, August und Oktober 2016 handle es sich um Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis bis zum 3. April 2016. Dieser Argumentation folgte die Vorinstanz nicht. Sie erachtete es vielmehr als überwiegend wahrscheinlich, dass es sich bei den erwähnten Zahlungen um Lohnfortzahlung bis Ende Juli 2016 handelte, weshalb die Taggeldzahlungen in den Monaten Mai, Juni und Juli 2016 zu Unrecht erfolgt seien.