Citation: 9C_72/2023 E. 2.2.1

2.2.1. Die Beschwerdeführerin rügt, das angefochtene Urteil sei nichtig, weil es bei den Unterschriften nur den Familiennamen des Kantonsrichters bzw. Gerichtsschreibers enthalte. Sie zeigt aber nicht auf, welche (kantonale) Norm die Angabe der Vornamen der beteiligten Personen als Gültigkeitserfordernis eines Urteils verlangen soll. Der Hinweis auf die "einschlägigen Kommentare" zum Obligationenrecht ist unbehelflich, weil nicht die Gültigkeit einer schriftlichen privatrechtlichen Erklärung zur Debatte steht. Im Übrigen lässt die Lehre im Obligationenrecht bei der Unterschrift die Angabe des Familiennamens genügen; entscheidend ist, dass der Erklärende identifizierbar ist (vgl. INGEBORG SCHWENZER/CHRISTIANA FOUNTOULAKIS, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht, 7. Aufl. 2020, N. 6 zu Art. 13). Dass im vorliegenden Fall die beteiligten Personen (Kantonsrichter bzw. Gerichtsschreiber) eindeutig identifiziert werden können, räumt die Beschwerdeführerin selber ein.