Citation: 2C_696/2023 E. 3.6.3

3.6.3. Des Weiteren bringt die Beschwerdeführerin vor, ihr Ehemann könne sie finanziell unterstützen, wodurch eine Ablösung von der Sozialhilfe erfolgen könne. Laut der Vorinstanz gibt es dafür jedoch keine ausreichenden Anhaltspunkte; insbesondere sei eine konkrete Aussicht auf eine Arbeitsstelle bzw. die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit in der Schweiz nicht hinreichend dargetan worden. Zudem hatte der Ehemann am 23. Februar 2023 Schulden in der Höhe von über Fr. 50'000.-- (Art. 105 Abs. 2 BGG) und kam weder seinen Unterhaltspflichten für seinen Sohn in der Schweiz noch jenen für seine beiden Kinder in Deutschland nach, obschon er in Deutschland gearbeitet hat. Vor diesem Hintergrund erscheint es unwahrscheinlich, dass der Ehemann die Beschwerdeführerin inskünftig finanziell entlasten wird. Ohnehin könnte er seine Familie auch aus dem Ausland finanziell unterstützen; dazu ist keine Anwesenheit in der Schweiz nötig. Vielmehr ist mit der Vorinstanz zu befürchten, dass auch er selbst dereinst von der Sozialhilfe unterstützt werden müsste. Dies sowie seine Vorstrafen (je eine Busse und eine Geldstrafe wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln und eine Geldstrafe wegen Vernachlässigung von Unterhaltspflichten; Art. 105 Abs. 2 BGG) verleihen den öffentlichen Interessen an einer Beschränkung der Einwanderung zusätzliches Gewicht.