Citation: 8C_71/2008 17.09.2008 E. 5.2

5.2.1 Der Vorinstanz ist beizupflichten, soweit sie erkannte, dass der Unfall vom 9. September 2003 nach medizinischer Aktenlage - entgegen der Versicherten - keine Diskushernie verursacht hat. Es steht fest, dass die Beschwerdeführerin schon vor dem Unfall an erheblichen degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule im Bereich der LWS und HWS litt. Mit Blick auf diese bereits vor dem 24. Oktober 2002 entstandenen Diskushernien L4/5, C5/6 und C6/7 wurden anlässlich der MRI-Untersuchung vom 18. September 2003 neu einzig eine minimale Zunahme der Begleithernie bei bekannter Osteochondrose C5/6 und eine sehr kleine Hernie C4/5 festgestellt. Weder die klinische Untersuchung noch die MRI-Abklärungsergebnisse liessen laut Bericht der Klink Y.________ vom 25. November 2003 auf eine Indikation für eine operative Massnahme schliessen, ohne dass im genannten Bericht der Unfall als Ursache der zwischenzeitlich neu festgestellten geringen Zunahme der degenerativen Befunde bezeichnet worden wäre. Auch gemäss Gutachten des M.________ Zentrums vom 23. März 2004 (nachfolgend: M-Gutachten) vermochte der Unfall vom 9. September 2003 keine Diskushernie auszulösen. Zudem entspricht es im Bereich des Unfallversicherungsrechts einer medizinischen Erfahrungstatsache, dass praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen degenerativer Bandscheibenveränderungen entstehen und ein Unfallereignis nur ausnahmsweise, unter besonderen Voraussetzungen, als eigentliche Ursache in Betracht fällt (RKUV 2000 Nr. U 379 S. 192 E. 2a, U 138/99, und Nr. U 378 S. 190 E. 3, U 149/99, je mit Hinweisen; zuletzt: Urteil 8C_614/2007 vom 10 Juli 2008, E. 4.1.1 mit Hinweisen). Diese Voraussetzungen sind hier nicht gegeben. 5.2.2 In Bezug auf die weiteren, von der Beschwerdeführerin geltend gemachten somatischen Unfallfolgen ist festzuhalten, dass Dr. med. R.________ am 7. Oktober 2003 anlässlich seiner eingehenden Untersuchung der Versicherten die geklagten Gefühlsstörungen aus fachärztlicher Sicht keinem organischen Substrat zuzuordnen vermochte und im Wesentlichen normale neurologische Befunde erhob. Knapp zwei Monate nach dem Unfall beschränkten sich die gesundheitlichen Beeinträchtigungen von Seiten der Wirbelsäule gemäss Bericht der Klink Y.________ vom 25. November 2003 auf diffuse Druckdolenzen und eine schmerzbedingt leicht eingeschränkte Beweglichkeit der HWS. Die während des stationären Aufenthalts in der Klink Y.________ vom 8. bis 23. Dezember 2003 durchgeführte MRI-Untersuchung des Schädels vom 9. Dezember 2003 zeigte bei anamnestisch wahrscheinlicher Commotio cerebri keine Kontusionsherde und keine Hinweise auf eine intracranielle Blutung oder Hygrome. 5.2.3 Das kantonale Gericht hat sodann ausführlich und überzeugend dargelegt, dass die erst seit 20. März 2006 von Dr. med. J.________, ärztlich behandelte und seither aktenkundig dokumentierte beidseitige sensorineurale Schwerhörigkeit angesichts der langen Latenzzeit auch gestützt auf das Aktengutachten vom 9. Januar 2007 der Fachärztin FMH für Oto-Rhino-Laryngologie, Dr. med. G.________, nicht in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 9. September 2003 steht. 5.2.4 Eine Weichteilverletzung im Nacken-Schulterbereich, welche nach Auffassung des Dr. med. R.________ gemäss Privatgutachten vom 8. Juni 2004 die anhaltend geklagten Schmerzen der Beschwerdeführerin verursache, vermochte der Neurologe nicht zu objektivieren. Diesbezüglich fehlt es an einem pathologisch-anatomischen Substrat (Aktengutachten vom 20. September 2004 des Dr. med. K.________). Dr. med. K.________ legte in Übereinstimmung mit dem M-Gutachten dar, dass angesichts des vorbestehenden Halswirbelsäulenschadens die Folgen der Kontusion vom 9. September 2003 innert wenigen Monaten auf den Status quo sine abgeheilt seien. 5.2.5 Nach dem Gesagten steht fest, dass spätestens im Zeitpunkt des folgenlosen Fallabschlusses per 31. Mai 2005 keine objektiv ausgewiesene Unfallfolgen mehr vorhanden waren.