Citation: 6B_755/2016 E. 2

Der Beschwerdeführer argumentiert, der Abstand von 35 Metern zwischen dem überholenden und dem entgegenkommenden Fahrzeug nach Abschluss des Manövers genüge der 2-Sekunden-Regel, da der Überholende "kein physisches Hindernis mehr" dargestellt habe (Beschwerde S. 7). Darauf ist grundsätzlich nicht näher einzugehen. Zum einen bleibt unklar, welche Rügen der Beschwerdeführer erhebt. Zum andern setzt sich der Beschwerdeführer, falls er die rechtliche Qualifikation der (groben) Verkehrsregelverletzung kritisieren sollte, mit den vorinstanzlichen Erwägungen nicht auseinander. Wohl wendet das Bundesgericht Bundesrecht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Das bedeutet jedoch nicht, dass überhaupt nicht zu erörtern wäre, inwiefern der angefochtene Entscheid bundesrechtliche Normen verletzen könnte. Vielmehr muss sich der Beschwerdeführer, um der Begründungspflicht im Sinne von Art. 42 Abs. 2 BGG zu genügen, mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzen und klar aufzeigen, inwiefern die Vorinstanz Recht verletzt (BGE 140 III 86 E. 2 S. 88 f. mit Hinweisen). Dies ist hier nicht der Fall. Die Argumentation des Beschwerdeführers überzeugt zudem nicht. Es trifft zwar grundsätzlich zu, dass er kein "physisches Hindernis" darstellte, was in erster Linie dem Bremsmanöver des Polizeifahrzeugs zuzuschreiben ist. Das Überholmanöver konnte zwar knapp (gerundet 0.7 respektive 0.9 Sekunden vor dem Kreuzen, vgl. Entscheid S. 15 f.), aber in dem Sinne rechtzeitig abgeschlossen werden, als es nicht zu einer Frontalkollision kam. Dies ist ebenso unbestritten wie irrelevant. Unzweifelhaft ist auch, dass sich die Fahrzeuge nach dem Abschluss des Manövers in weniger als einer Sekunde kreuzten, die fragliche Distanz von 35 Metern bei den hier interessierenden Geschwindigkeiten mithin der 2-Sekunden-Regel entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nicht genügte (vgl. zur 2-Sekunden-Regel Urteil 6B_104/2015 vom 20. August 2015 E. 2 mit Hinweisen). Schliesslich verkennt der Beschwerdeführer die Berechnung der Vorinstanz. Um den Sicherheitsabstand zum Polizeifahrzeug zu ermitteln, addiert die Vorinstanz die Geschwindigkeiten beider Fahrzeuge und multipliziert sie mit zwei Sekunden. Von einer Sicherheitszeit von vier Sekunden geht die Vorinstanz nicht aus. Die Addition der Geschwindigkeiten ist, da der Beschwerdeführer und das Polizeiauto aufeinander zufuhren, frei von Fehlern.