Citation: U 181/99 13.10.2000 E. 4

4.- Zu prüfen bleibt, wie sich die somatischen Unfallfolgen, welche die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers insoweit einschränken, als ihm keine körperlich belastenden und keine über Schulterhöhe auszuübenden Tätigkeiten mehr zumutbar sind, in erwerblicher Hinsicht auswirken. Das kantonale Gericht setzte das hypothetische Einkommen ohne Invalidität (Valideneinkommen) für 1994 gestützt auf den Lohnbuchauszug vom 15. Januar 1992 sowie die Angaben der Firma W.________ AG vom 14. Dezember 1993 zum mutmasslichen Verdienst im Jahre 1993 auf Fr. 3200.- im Monat (zuzüglich 13. Monatslohn) fest, was einen Betrag von monatlich Fr. 3466.- (13 x Fr. 3200.- : 12) ergibt. Da der Lohn, den der Versicherte ohne Gesundheitsschaden bei im Übrigen gleichen Verhältnissen erzielen würde, massgebend ist, kann auf diesen Betrag abgestellt werden, wogegen ein fiktives Salär, das er allenfalls nach einer entsprechenden Intervention bei der Arbeitgeberfirma verdienen könnte, für die Invaliditätsbemessung nicht relevant ist. Gestützt auf die schweizerische Lohnstrukturerhebung 1994 des Bundesamtes für Statistik (einfache und repetitive Tätigkeiten im privaten Sektor und im Sektor Dienstleistungen) hat die Vorinstanz sodann unter Berücksichtigung eines Abzuges von 25 % für Hilfsarbeiter, die selbst bei leichten Tätigkeiten eingeschränkt sind, ein hypothetisches Invalideneinkommen ermittelt, welches mit rund Fr. 3240.- bzw. Fr. 2934.- bei 93 % bzw. 85 % des Valideneinkommens liegt, weshalb sie die von der SUVA zugesprochene Invalidenrente von 10 % bestätigte. Die Einwendungen des Beschwerdeführers gegen die Ermittlung des Invalideneinkommens sind unbegründet. Vorweg kommt eine Betätigung im Gartenbau, die der Versicherte heranziehen will, nicht in Betracht, weil ihm Arbeiten über Schulterhöhe mit Rücksicht auf seinen Gesundheitsschaden nicht zumutbar sind. Soweit der Beschwerdeführer einen zusätzlichen Abzug vom Invalideneinkommen in der Höhe von 9,5 % geltend macht mit der Begründung, dass die Löhne für Ausländer um diesen Prozentsatz unter den Schweizer Bürgern ausbezahlten Löhnen lägen, kann ihm nicht gefolgt werden. In dem zur Publikation in der Amtlichen Sammlung bestimmten Urteil A. vom 9. Mai 2000 (I 482/99) hat das Eidgenössische Versicherungsgericht entschieden, dass die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles abhängt (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), welche nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind. Dabei erlaubt ein Abzug vom statistischen Lohn von insgesamt höchstens 25 %, den verschiedenen Merkmalen, die das Erwerbseinkommen zu beeinflussen vermögen, Rechnung zu tragen. Die Vorinstanz hat bei der Festlegung des Invalideneinkommens den höchstzulässigen Abzug von insgesamt 25 % vorgenommen, was unter Berücksichtigung der leidensbedingten Einschränkung und der Nationalität des aus M.________ stammenden Beschwerdeführers denn auch gerechtfertigt erscheint.