Citation: 6B_626/2007 19.02.2008 E. 3

3.1 Das Obergericht hält für erwiesen (angefochtener Entscheid S. 47), dass der Beschwerdeführer A.________ (Jahrgang 1987), die Tochter der Nachbarsfamilie, von 1993 bis im Frühling 2003, häufig in seiner fahrenden Papeterie und später mit dem Auto mitnahm und ihr dabei mehrmals in die Hose gegriffen, sie im Intimbereich berührt und an ihrem Geschlechtsteil gerieben hat. Zudem hat er sich nach der obergerichtlichen Überzeugung mehrmals (mindestens einmal, maximal zehnmal) manuell befriedigen lassen und drei Mal versucht, mit seinem Finger in die Scheide einzudringen. Das Obergericht gewann seine Überzeugung (angefochtener Entscheid S. 27 ff.) aus der Würdigung der Aussagen von A.________ in zwei Videobefragungen und an der erstinstanzlichen Hauptverhandlung, des Glaubhaftigkeitsgutachtens von Dr. D.________ über diese belastenden Aussagen, sowie den Aussagen des Beschwerdeführers und verschiedener Zeugen aus dem Umfeld von A.________. 3.2 Der Beschwerdeführer wirft dem Obergericht vor, es sei auf willkürliche Weise von den Ergebnissen des Glaubhaftigkeitsgutachtens abgewichen. Dr. D.________ hat in seinem Gutachten ausgeführt, die beiden videographisch aufgezeichneten Befragungen von A.________ könnten zwar als objektive Dokumentation ihrer Aussagen als ausreichende Grundlage für die Erstellung eines Glaubhaftigkeitsgutachtens verwendet werden. Es ergäben sich aus aussagepsychologischer Sicht indessen methodische Probleme, da die Aussagesequenzen der Zeugin fast durchwegs kurz seien und die dadurch erforderlichen Nachfragen nicht frei von suggestiven Einflüssen seien. Eine eigene Befragung der Zeugin sei nicht angezeigt, da wegen der Vergessensprozesse und der unkontrollierbaren Sekundäreinflüsse nicht zu erwarten sei, dadurch für eine fachgerechte Aussageanalyse brauchbares Aussagematerial zu erhalten (Gutachten S. 12 f.). Gestützt auf dieses für eine aussagepsychologische Beurteilung nur bedingt taugliche Material ist der Gutachter zum Schluss gekommen, die Befunde würden nicht ausreichen, um die Nullhypothese zu verwerfen, d.h. er könne gestützt auf seine Untersuchungen nicht ausschliessen, dass A.________ ihre Aussagen gemacht haben könnte, ohne dass sie auf einem realen Erleben beruhten (Gutachten S. 21). Wie das Obergericht zu Recht annimmt, bedeutet dieses gutachterliche Ergebis nicht, dass die Aussagen A.________s unwahr sind, sondern ausschliesslich, dass sie sich mit den Mitteln der Aussagepsychologie allein nicht verifizieren lassen. Indem es die Aussagen A.________s im Rahmen der Beweiswürdigung selber beurteilte, in Bezug zu den weiteren Beweismitteln und Indizien setzte und in abschliessender Würdigung zum Schluss kam, die geschilderten sexuellen Übergriffe hätten tatsächlich stattgefunden, hat es sich keineswegs in Widerspruch zum Gutachten gesetzt, und schon gar nicht auf willkürliche Weise. 3.3 Was der Beschwerdeführer gegen die obergerichtliche Beweiswürdigung vorbringt, ist nicht geeignet, seine Willkürvorwürfe zu begründen. Zum einen erschöpfen sich seine Vorbringen in appellatorischer Kritik; er legt nicht dar, inwiefern der angefochtene Entscheid offensichtlich unrichtig bzw. willkürlich sein soll. Zum anderen wiederholt er bereits vor Obergericht vorgebrachte, von diesem mit eingehender Begründung verworfene Einwände, ohne sich mit der obergerichtlichen Begründung auseinanderzusetzen, womit er seine prozessuale Pflicht versäumt, in der Beschwerdeschrift dazulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG). In beiden Fällen ist auf diese Rügen mangels zureichender Begründung nicht einzutreten. 3.3.1 Der Beschwerdeführer bringt etwa vor, die Aussagen A.________s seien unglaubhaft, weil sie sich in einem zentralen Punkt - der Frage, ob sie den Beschwerdeführer mit der Hand bis zum Samenerguss befriedigt oder ob er die letzte Phase selber übernommen habe - widersprüchlich seien. Das Obergericht hat sich mit diesem Einwand beschäftigt und legt im angefochtenen Entscheid dar, dass es sich bloss um einen scheinbaren Widerspruch handelt (angefochtener Entscheid S. 39). Auch mit den widersprüchlichen Angaben A.________s und ihrer Mutter zur Frage, ob sie dieser von den sexuellen Übergriffen erzählt habe, hat sich das Obergericht beschäftigt und plausibel dargelegt, weshalb sich daraus nichts gegen die Glaubhaftigkeit der Darstellung A.________s ableiten lässt (angefochtener Entscheid S. 40). Das Gleiche gilt für den Einwand, die Aussagen A.________s an der Hauptverhandlung seien sehr zurückhaltend und detailarm gewesen, sie habe sich an den genauen Tathergang nicht mehr erinnern mögen, was als Zurückhaltungs- und Verweigerungs- und damit als Lügensignal zu werten sei. Das Obergericht hat dazu ausgeführt und belegt, dass A.________ zum Kerngeschehen stets knapp und karg aussagte, was indessen ihrer Persönlichkeit entspreche und deshalb in ihrem Fall nicht gegen die Glaubhaftigkeit ihrer Anschuldigungen spreche (angefochtener Entscheid S. 41 ff.). Auf solche Rügen, die jede substanzielle Auseinandersetzung mit der Begründung des angefochtenen Entscheids vermissen lassen, ist nicht einzutreten. 3.3.2 Rein appellatorisch sind seine Vorbringen, soweit er dartut, dass seine eigenen Aussagen zu Unrecht als unglaubhaft eingestuft worden seien. Seinem Einwand, es sei willkürlich, im Fall B.________ ein paralleles Vorgehen zu sehen, was für seine Schuld spreche, da er zu Unrecht verurteilt worden sei, ist mit der Bestätigung seiner Verurteilung (vorn E. 2) ohnehin jede Grundlage entzogen. Zusammenfassend ist daher festzuhalten, dass der Beschwerdeführer nichts vorbringt, was die überaus einlässliche und sorgfältige Beweiswürdigung des Obergerichts willkürlich erscheinen lassen könnte.