Citation: 2C_718/2020 E. 1.3.4

1.3.4. Das Bundesgericht hat hierzu erwogen, dass Eignungskriterien grundsätzlich als Ausschlusskriterien zu definieren und zu verstehen sind. Dementsprechend muss das Nichterfüllen eines Eignungskriteriums den Verfahrensausschluss zur Folge haben. Davon ist bloss abzuweichen, wenn die Mängel geringfügig sind und der Ausschluss deshalb unverhältnismässig wäre (vgl. BGE 145 II 249 E. 3.3 S. 250 f.; 143 I 177 E. 2.3.1 S. 181 f.; 141 II 353 E. 7.1 S. 369; Urteil 2C_698/2019 vom 24. April 2020 E. 4). In BGE 145 II 249 hat das Bundesgericht diese Grundsätze weiter präzisiert, indem es festgehalten hat, dass es für eine rechtmässige Zuschlagserteilung grundsätzlich nicht ausreicht, wenn eine Anbieterin die Eignungskriterien erst nach dem Zeitpunkt des Zuschlagsentscheids erfüllt. Sofern jedoch aus der Natur des Auftrags hervorgeht, dass es für die Zuschlagserteilung genügt, wenn die Zuschlagsempfängerin die wesentlichen Eigenschaften für die Auftragsausführung erst zu einem späteren Zeitpunkt erfüllt, oder sich ein solcher Wille aus der Interpretation und Auslegung der Ausschreibung klar ergibt, dann ist ein Zuschlag auch dann rechtmässig, wenn die Zuschlagsempfängerin die Eignungskriterien im Zeitpunkt des Zuschlagsentscheids (noch) nicht erfüllt (vgl. BGE 145 II 249 E. 3.3 S. 250 f.; Urteil 2C_111/2018 vom 2. Juli 2019 E. 3.3.1 f.; vgl. auch Urteil 2D_17/2020 vom 30. November 2020 E. 1.2.3 ff.). Die Beschwerdeführerin unterbreitet dem Bundesgericht demnach eine Rechtsfrage, die von Letzterem bereits einlässlich behandelt worden ist (vgl. Urteile 2D_17/2020 vom 30. November 2020 E. 1.2; 2C_42/2020 vom 23. Oktober 2020 E. 1.6). Überdies ist nicht ersichtlich, dass die Vorinstanz eine von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung abweichende Auffassung verträte, wonach für die Erfüllung der Eignungskriterien im Grundsatz ein anderer als der Zeitpunkt des Zuschlagsentscheids massgebend wäre. Sie geht bloss davon aus, dass die Ausschreibungsunterlagen hinreichend klar von diesem Grundsatz abweichen, was die einschlägige Rechtsprechung ebenfalls zulässt (vgl. E. 3.3.3 ff. hiernach). Bei dieser Ausgangslage erweist sich die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten als unzulässig (Art. 83 lit. f BGG). Deshalb ist auf sie nicht einzutreten.