Citation: 2C_515/2018 E. 4.3

4.3. Vorliegend hat die zuständige Behörde dem Beschwerdeführer keinen Aufenthaltstitel für seine Kinder zugesichert. Vielmehr informierte sie ihn lediglich darüber, dass die Kinder auf Gesuch um Familiennachzug eine Niederlassungsbewilligung erhalten würden, sofern sie im Zeitpunkt des Gesuchs noch minderjährig und ledig seien und dem Gesuch entsprochen werden könne. Daraus durfte der Beschwerdeführer keinesfalls ableiten, dass einem erst rund acht (für den ältesten Sohn) bzw. zehn Jahre (für die übrigen Kinder) später eingereichten Gesuch ohne weiteres entsprochen werden würde. Im Gegenteil: Die Fremdenpolizei hatte den Beschwerdeführer in ihrem Schreiben vom 25. September 2006 sogar ausdrücklich darauf hingewiesen, dass mit der Einreise nicht zu lange zugewartet und das Gesuch vor Beendigung der obligatorischen Schulzeit gestellt werden solle, damit eine Integration noch möglich sein würde. An diese Vorgaben hat sich der Beschwerdeführer entweder nicht oder höchstens teilweise gehalten, wartete er doch ausgesprochen lange zu, bis er das Gesuch stellte, und hatten zumindest drei der vier Kinder zum Zeitpunkt des streitbetroffenen Gesuchs die obligatorische Schulzeit bereits hinter sich gebracht.