Citation: 2C_924/2021 E. 5.4

5.4. Wie bereits ausgeführt, sind Feststellungen über den Ehewillen tatsächliche Feststellungen (BGE 128 II 145 E. 2.3 S. 152), die das Bundesgericht nur auf offensichtliche Unrichtigkeit und auf Rechtsverletzungen hin (Art. 97 Abs. 1 BGG) überprüft. Der Beschwerdeführer zeigt nicht konkret auf, inwiefern die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen und die Beweiswürdigung in Bezug auf die Dauer der relevanten Ehegemeinschaft offensichtlich unhaltbar bzw. willkürlich sein sollen. Der Umstand, dass im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils keine Scheidungsklage eingereicht worden war, reicht nicht aus, um den Fortbestand des gegenseitigen Ehewillens zu belegen. Vor diesem Hintergrund besteht kein Anlass, von den Feststellungen des Verwaltungsgerichts abzuweichen, wonach der Ehewille bei der Gattin spätestens im April 2020 definitiv erloschen war und die Ehe des Beschwerdeführers demnach weniger als drei Jahre gedauert hat. Somit hat die Vorinstanz die erste Voraussetzung von Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG zu Recht verneint. Da die Voraussetzungen von Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG kumulativ erfüllt sein müssen, hat das Verwaltungsgericht auch kein Bundesrecht verletzt, wenn es nicht mehr geprüft hat, ob die Integrationskriterien nach Art. 58a AIG erfüllt seien.