Citation: 2C_523/2023 E. 4.3.2

4.3.2. Die Behörden sind angesichts der bestehenden Unklarheiten (vorne E. 3) - und wie auch im Urteil des Verwaltungsgerichts angedeutet - verpflichtet, die notwendigen weiteren Abklärungen betreffend die Möglichkeit des Vollzugs der Landesverweisung unter Wahrung des Beschleunigungsgebots (Art. 76 Abs. 4 AIG) vorzunehmen. Die Realisierbarkeit des Vollzugs der Landesverweisung - und damit die Zulässigkeit der Aufrechterhaltung der Ausschaffungshaft - hängt wesentlich vom Ergebnis dieser Abklärungen ab. Sollte sich dabei erweisen, dass die Landesverweisung des Beschwerdeführers nicht in absehbarer Zeit vollzogen werden kann (weil ein Vollzug in den Kosovo aufgrund der im konsularischen Schreiben genannten rechtlichen Gründe nicht realisiert werden kann, und kein anderes Land für den Vollzug der Landesverweisung in Frage kommt), sind die Behörden verpflichtet, dies im Rahmen einer nächsten Haftverlängerung oder der Beurteilung eines allfälligen Haftentlassungsgesuchs zu berücksichtigen.