Citation: 4A_67/2024 E. 5

5.1 Schliesslich rügen die Beschwerdeführerinnen, die Vorinstanz habe ihr Recht auf Beweis verletzt. Bei einem Prozessverlust müsse der Beschwerdegegner mit Parteientschädigungen in der Höhe von Fr. 240'000.-- rechnen, die er weder aus seinem laufenden Einkommen noch auch aus der Versilberung von Vermögenswerten aufbringen könne, da Letztere zu einem überwiegenden Teil in einem Einfamilienhaus gebunden seien. Das sei durch die Edition der Steuererklärungen des Beschwerdegegners nachzuweisen. Die Vorinstanz habe die von ihnen beantragte Edition der Steuererklärungen jedoch verweigert und damit ihr Recht auf Beweis verletzt. 5.2 Die Vorinstanz hat dargelegt, dass eine erhebliche Gefährdung der Parteientschädigung auch im Falle eines durch die Steuererklärungen ausgewiesenen tiefen Einkommens und illiquiden Vermögens nicht als Grund für eine erhebliche Gefährdung der Parteientschädigung ausreichen würde. Blosse Bedenken bezüglich künftiger Zahlungen seien nicht ausreichend. Die Beschwerdeführerinnen würden denn auch nicht behaupten, der Beschwerdegegner stehe einer Verpflichtung gegenüber, die seine Aktiven bei Weitem übersteige, oder ihm fehle der Zahlungswille. Es sei ihnen nicht gelungen, darzulegen, dass ihre Parteientschädigung erheblich gefährdet sei. Damit geht auch die Rüge fehl, wonach die Vorinstanz den Fall ausgeklammert habe, in dem die Zahlungsunfähigkeit durch den Prozess selbst begründet wird. Unter Willkürgesichtspunkten ist diese antizipierte Beweiswürdigung nicht zu beanstanden. Mit ihrer Rüge legen die Beschwerdeführerinnen nicht dar, dass die vorinstanzlichen Erwägungen offensichtlich unhaltbar sind, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch stehen, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzen oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderlaufen (vgl. vorne E. 2.2).