Citation: 7B_166/2022 E. 2.2

2.2. Der Beschwerdeführer schenkt diesen Grundsätzen keine gebührende Beachtung. Im Gegenteil: Bei den Ausführungen unter dem Titel "A) Unrichtige Sachverhaltsfeststellung" seiner Beschwerde (S. 4 - 19) handelt es sich um Ausführungen, die einem Plädoyer vor einer Berufungsinstanz entnommen sein könnten. Obwohl der Beschwerdeführer darin immer wieder "Willkür" anruft, setzt er der Beweiswürdigung der Vorinstanz in der Sache lediglich eine eigene, für ihn günstige Würdigung der erhobenen Beweise entgegen. Die davon abweichende Auffassung der Vorinstanz geisselt er mit markigen Worten etwa wie folgt: "Die Vorinstanz hat hier 'Rosinenpickerei" betrieben und diejenigen Aussagen 'herausgepflückt', die in ihre Argumentation passen. Alle anderen Aussagen hat die Vorinstanz als Schutzbehauptungen bezeichnet (...) "; oder: "Die Vorinstanz handelte frei nach dem Motto 'was nicht passt, wird passend gemacht' und bezeichnete die 'passenden' Aussagen als glaubhaft und die 'nicht passenden' als Schutzbehauptungen". Diese appellatorische Kritik kennzeichnet nun aber vor allem seine eigenen Ausführungen: Statt eine geradezu ins Auge springende Unhaltbarkeit der vorinstanzlichen Erwägungen aufzuzeigen, beruht seine Argumentation auf dem Bemühen, die erhobenen Beweise durch selektives Ausblenden belastender Elemente in einem für ihn möglichst günstigen Licht erscheinen zu lassen. Damit gelingt es ihm aber nicht, Willkür aufzuzeigen, sondern bestenfalls eine alternative Beweiswürdigung. Nichts anderes macht er, wenn er etwa ausführt, aus der Argumentation der Vorinstanz ergebe sich "kein kohärentes, sondern im Gegenteil ein entlastendes Spurenbild für den Beschwerdeführer", oder "die von der Vorinstanz vorgebrachten Argumente sind in Anbetracht der hiervor gemachten Aussagen falsch". Der Beschwerdeführer übersieht, dass das Bundesgericht keine dritte Sachinstanz ist, sondern eine Letztinstanz, die sich grundsätzlich nur mit Rechtsfragen auseinandersetzt. Unbegründet, soweit mit Blick auf die Rügeanforderungen nach Art. 106 Abs. 2 BGG überhaupt zulässig, sind schliesslich auch die Ausführungen unter dem Titel "B) Verletzung der Unschuldsvermutung" (S. 19 - 30 der Beschwerde) : Der Beschwerdeführer berücksichtigt dabei nicht, dass dem Grundsatz "in dubio pro reo" als Beweiswürdigungsregel im Verfahren vor dem Bundesgericht keine über das Willkürverbot von Art. 9 BV hinausgehende Bedeutung zukommt.