Citation: 6B_774/2020 E. 1.4.2

1.4.2. Im zweiten Teil ihrer Beweiswürdigung und im Zusammenhang mit der Frage der Ausführung von Stichbewegungen vor der eigentlichen Tat würdigt die Vorinstanz die sich widersprechenden Aussagen des Beschwerdeführers und des Beschwerdegegners 2. Sie qualifiziert die wiederholten und bereinigten Schilderungen des Beschwerdegegners 2 als lebensnah und zur Situation bzw. Vorgeschichte passend, während sie die Version des Beschwerdeführers als gesucht und gekünstelt würdigt. Sie kommt mit zureichenden Gründen zum Schluss, dass die Darstellung des Beschwerdeführers, wonach er das Messer lediglich auf Hüfthöhe und bewegungslos in seiner Faust gehalten habe, nicht glaubhaft sei, zumal er anlässlich der Berufungsverhandlung erklärt gehabt habe, mit dem Messer (auch) gestikuliert zu haben (angefochtenes Urteil S. 29 f.). Schliesslich vermag der Beschwerdeführer keine Willkür darzutun, soweit er sich auf den Standpunkt stellt, der Beschwerdegegner 2 habe in der Untersuchung unglaubhafte und widersprüchliche Aussagen gemacht, auf welche nicht abgestellt werden könne (Beschwerde S. 14 ff.). Die Vorinstanz hat sich mit der geltend gemachten Widersprüchlichkeit der Aussagen des Beschwerdegegners 2 auseinandergesetzt und dargelegt, weshalb sie auf dessen korrigierten Angaben abstellt (angefochtenes Urteil S. 28 f.). Zu diesen Erwägungen nimmt der Beschwerdeführer nicht hinreichend Stellung, wenn er ausführt, die Vorinstanz würdige die Beweise einseitig. Im Übrigen legt er lediglich dar, wie seine Aussagen und diejenigen des Beschwerdegegners 2 seiner Meinung nach richtigerweise zu würdigen gewesen wären und begründet ein von der Vorinstanz abweichendes Beweisergebnis. Solches setzt eine freie Prüfung in tatsächlicher Hinsicht voraus, welche das Bundesgericht nicht vornimmt. Auch der Umstand, dass der Beschwerdegegner 2- dem die Vorinstanz zu Recht eine gewisse Abgebrühtheit zugeschrieben hat (angefochtenes Urteil S. 31), - während dieser Sequenz eine Sprachnachricht verfasst, diese in den Klassenchat gestellt und sich allenfalls ein paar Schritte vom Beschwerdeführer entfernt hat, vermag das Beweisergebnis der Vorinstanz nicht in Frage zu stellen.