Citation: 2C_489/2023 E. 10.3

10.3. Vorliegend ist erstellt, dass der Beschwerdeführer den Brand an seinem Bauernhaus mit überwiegender Wahrscheinlichkeit absichtlich gelegt hat (vgl. E. 7 hiervor). Es musste dem Beschwerdeführer auch ohne detaillierte Rechtskenntnisse bewusst sein, dass er unter diesen Umständen keine Entschädigungsansprüche gegen die Gebäudeversicherung hat. Es ist allgemein bekannt, dass eine Schadenminderungspflicht besteht bzw. die absichtliche Herbeiführung des Schadens die Entschädigung ausschliesst. Im Schreiben vom 6. September 2016 wurde der Beschwerdeführer denn auch ausdrücklich auf Art. 32 GVG/BE hingewiesen, wonach eine Kürzung der Entschädigung je nach Ausgang der Untersuchung über die Schadenursache vorbehalten bleibe. Der Beschwerdeführer wurde während des ganzen Verfahrens von einem Anwalt vertreten. Dessen Rechtskenntnisse musste sich der Beschwerdeführer anrechnen lassen (vgl. E. 10.2 hiervor). Der Beschwerdeführer konnte daher nicht gutgläubig auf das Schreiben der Gebäudeversicherung vertrauen, wonach keine Basis für eine Verweigerung der Entschädigung vorhanden war.