Citation: 6B_1040/2023 E. 3.3.1

3.3.1. Die Vorinstanz erachtet als erstellt, dass während der Dauer der Beziehung der Beschwerdeführer mit der beruflichen Entwicklung seiner ehemaligen Lebenspartnerin nicht einverstanden gewesen und es zwischen ihnen zu Auseinandersetzungen gekommen sei, wobei sie sich gegenseitig geschlagen und beleidigt hätten. Der Beschwerdeführer habe sich ihr gegenüber äusserst eifersüchtig gezeigt und ihr misstraut. Im Mai 2019 sei es ihrerseits zur Trennung gekommen, mit welcher der Beschwerdeführer Mühe gehabt habe. Am 23. Januar 2020 habe sich der Beschwerdeführer aufgrund eines WhatsApp-Profilbildes seiner ehemaligen Lebenspartnerin, auf dem im Spiegel ein Mann zu sehen gewesen sei, eifersüchtig gezeigt. In der Folge habe sie seine Telefonnummer blockiert. Am gleichen Tag habe er entschieden, eine Waffe zu beschaffen, um sie zu töten. Zu diesem Zweck habe er Kontakt zu einer Drittperson aufgenommen und sich am 24. Januar 2020 eine Faustfeuerwaffe inklusive Munition beschafft. An diesem Tag habe der Beschwerdeführer die gemeinsame Tochter gegen 15.00 Uhr unerwartet zu D.________, der Tagesmutter, zurückgebracht. Am Abend sei er mit seinem Fahrzeug sowohl auf dem Parkplatz des Arbeitsortes als auch jenem des Wohnortes seiner ehemaligen Lebenspartnerin erschienen. Ihr gegenüber habe er am Telefon angegeben, er wolle ihr Geld und ihren Pass übergeben. Damit sei es ihm gelungen, in ihr die Bereitschaft hervorzurufen, sich mit ihm zu treffen. Gegenüber D.________ habe er auf dem Parkplatz des Wohnortes seiner ehemaligen Lebenspartnerin erklärt, er wolle seiner ehemaligen Lebenspartnerin den Pass übergeben. Am 25. Januar 2020 teilte er D.________ mit, er treffe sich mit seiner ehemaligen Lebenspartnerin, um ihr den Pass zu übergeben. Er habe D.________ gefragt, ob sie ihn begleiten könne, weil er gewusst habe, dass seine ehemalige Lebenspartnerin ihn ansonsten nicht in die Wohnung lassen würde. Die ehemalige Lebenspartnerin des Beschwerdeführers habe D.________ zurückgerufen. Sie habe ihr mitgeteilt, der Beschwerdeführer habe ihr erklärt, er habe mit ihr vereinbart, den Pass sowie Geld vorbeizubringen und er wolle D.________ als Beweis dabei haben. An das Treffen habe er die geladene Waffe zum Zweck der Tötung seiner ehemaligen Lebenspartnerin in seiner Akten- bzw. Laptoptasche versteckt mit sich geführt, nicht jedoch den Reisepass oder einen grösseren Bargeldbetrag. Nachdem der Beschwerdeführer in der Wohnung gewesen sei, habe er seine Akten- bzw. Laptoptasche mit geöffnetem Reissverschluss zu sich gerichtet auf den Esstisch gelegt und sich hingesetzt. Während sich die ehemalige Lebenspartnerin in der Küche aufgehalten habe, hätten sie und der Beschwerdeführer sich in normaler Lautstärke in tamilischer Sprache unterhalten. Nachdem sich die ehemalige Lebenspartnerin auf das Sofa gesetzt habe, habe er mit Blick auf sein Mobiltelefon gesagt: "Gäu ihr sit nä am Bahnhof ga abhole". Sie habe geantwortet, wenn er zum Streiten gekommen sei, könne er gleich wieder gehen. Er habe erwidert, so schnell werde er nicht gehen, er habe noch ein Geschenk für sie. Er habe in seine Akten- bzw. Laptoptasche gegriffen, die darin von ihm mitgeführte geladene Faustfeuerwaffe hervorgenommen, sich erhoben und unvermittelt begonnen, auf seine ehemalige Lebenspartnerin zu schiessen. Der Beschwerdeführer habe die Waffe waagrecht gehalten und beim ersten Schuss auf den Bereich des Kopfes sowie des Oberkörpers seiner ehemaligen Lebenspartnerin gezielt. Daraufhin habe sie sich erhoben und der erste Schuss habe sie in der Bauchgegend getroffen. In der Folge sei sie auf das Sofa gefallen. Der Beschwerdeführer habe auch für den zweiten Schuss auf den Bereich des Kopfes und des Oberkörpers seiner ehemaligen Lebenspartnerin gezielt. Sie habe sich erneut vom Sofa erhoben und sei wiederum getroffen worden. Der Beschwerdeführer habe noch drei weitere Schüsse auf seine ehemalige Lebenspartnerin abgegeben. Während den Schüssen habe er sich jeweils näher auf sie zubewegt. Mindestens den letzten Schuss habe er vor der Balkontüre stehend von hinten auf die am Boden liegende bzw. zum Gang robbende, fliehende ehemalige Lebenspartnerin abgegeben. Er habe alle fünf Schüsse in Tötungsabsicht abgegeben und mit der Schussabgabe erst aufgehört, als das Magazin leer geschossen gewesen sei. Sämtliche Schüsse hätten seine ehemalige Lebenspartnerin getroffen, wodurch sie multiple, teils lebensbedrohliche Schussverletzungen im Abdominal- und Genitalbereich sowie an beiden Beinen erlitten habe. Sie habe überlebt und zu keinem Zeitpunkt in unmittelbarer Lebensgefahr geschwebt.