Citation: 6B_157/2016 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer rügt zunächst, es sei ihm in den Einvernahmen im Vorverfahren die Tat gar nicht oder nur mangelhaft vorgehalten worden. So sei ihm in Bezug auf die Anklageziffer 1 zu Beginn der ersten Befragung nur der Tatbestand der Körperverletzung mitgeteilt, nicht aber eine konkrete Tathandlung oder ein Lebenssachverhalt, obwohl offensichtlich bereits vor dieser Vernehmung ein dringender Tatverdacht wegen Körperverletzung bestanden habe. Er sei auch nicht über die angeblich zugefügten Verletzungen orientiert worden. Er habe daher den Tatvorwurf nicht erfassen und sich nicht angemessen verteidigen können. Eine Tathandlung sei ihm auch nicht zu Beginn der späteren Einvernahmen vorgehalten worden. Seine Aussagen seien daher allesamt unverwertbar. Damit sei er in Bezug auf diesen Anklagepunkt im ganzen Vorverfahren nie gültig vernommen worden. Das Vorverfahren sei mithin unvollständig bzw. mangelhaft durchgeführt worden. Der Wegfall sämtlicher Einvernahmen habe zur Folge, dass weder Anklage erhoben werden noch eine Verurteilung erfolgen könne (Beschwerde S. 3 ff.). In Bezug auf die Anklageziffer 2 erhebt der Beschwerdeführer dieselbe Rüge. Es sei ihm zu Beginn der ersten Einvernahme lediglich der Tatbestand Körperverletzung mitgeteilt worden. Eine konkrete Tathandlung und die angeblich verursachte Verletzung seien ihm erst im Verlauf der Befragung vorgehalten worden, wobei die Verletzung nur sehr rudimentär umschrieben gewesen sei. Auch zu Beginn der zweiten Einvernahme sei nur ein unvollständiger Tatvorhalt erfolgt, zumal die angeblich zugefügte Verletzung, der Trommelfellriss am rechten Ohr, nicht mitgeteilt worden sei. Diese Verletzung sei ihm erst im weiteren Verlauf der Einvernahme vorgehalten worden. Auch wenn er gewusst haben möge, um welchen Zwischenfall es sich gehandelt habe, sei er sich doch nicht im Klaren darüber gewesen, welche konkrete Tathandlung Gegenstand der Untersuchung sei, so dass er sich nicht adäquat habe verteidigen können. Daran ändere auch die Mitteilung von Tatzeit und -ort nichts. Auch diese Einvernahmen seien deshalb nicht verwertbar. Dies gelte auch, soweit darin rechtswidrig auf die unverwertbare erste Befragung Bezug genommen worden sei. Er sei mithin nie gültig vernommen worden, so dass keine Verurteilung erfolgen könne (Beschwerde S. 10 ff.).