Citation: 2C_55/2007 05.07.2007 E. 3

3.1 Gemäss den Feststellungen der Vorinstanz leben die Ehegatten seit langem getrennt und bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass sie beabsichtigen, die Ehe fortzuführen. Hinweise darauf, dass die Feststellungen des Verwaltungsgerichts zum Sachverhalt offensichtlich unrichtig oder unvollständig wären, sind nicht ersichtlich und gehen namentlich auch nicht aus den Vorbringen des Beschwerdeführers hervor. Die Eheleute trennten sich bereits vier Monate nach der Einreise des Beschwerdeführers. Ob es danach nochmals zu einem kurzen ehelichen Zusammenleben kam, ist aufgrund der widersprüchlichen Aussagen der Ehefrau unklar. Die Ehefrau erklärte einerseits, sie wolle ihrem Ehemann nochmals eine Chance geben, andererseits beklagte sie sich, sie werde von ihm geschlagen und bedroht. Ende Juni 2005 sagte sie aus, seit Juni 2002 habe sie immer getrennt von ihrem Ehemann gelebt und gegenteilige Angaben habe sie nur auf sein Drängen hin oder aus Gefälligkeit gemacht. Im Juli oder August 2005 ist die Ehefrau von ihrem Wohnort weggezogen (vermutlich nach Italien) und ist seither unbekannten Aufenthalts. Damit hat sie unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, dass ihr jeglicher Wille zum Führen einer ehelichen Gemeinschaft mit dem Beschwerdeführer fehlt. Spätestens seit diesem Zeitpunkt musste auch dem Beschwerdeführer bewusst sein, dass die Ehe definitiv gescheitert ist. Auf die Gründe, die ein längeres Zusammenleben verhindert bzw. zum Scheitern der Ehe geführt haben, kommt es dabei nicht an. Dass konkret Hoffnung auf Wiederaufnahme des ehelichen Zusammenlebens bestünde, macht auch der Beschwerdeführer, der sich nun ebenfalls scheiden lassen will, nicht geltend. Die mit dem unbekannten Aufenthalt der Ehegattin verbundenen Schwierigkeiten im vom Beschwerdeführer eingeleiteten Scheidungsprozess sind für das vorliegende Verfahren nicht von Belang. 3.2 Das Verwaltungsgericht geht in seinem Urteil von der dargestellten Rechtsprechung zur missbräuchlichen Berufung auf die Ehe aus. Bei gesamthafter Betrachtung aller Indizien musste sich der Schluss aufdrängen, dass keine Aussichten auf Wiederaufnahme der ehelichen Gemeinschaft bestehen und die Ehe definitiv gescheitert war, bevor ein Anspruch auf die Niederlassungsbewilligung entstehen konnte. Wenn sich der Beschwerdeführer unter den dargelegten Umständen dennoch auf die Ehe beruft, um die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung zu erwirken, handelt er rechtsmissbräuchlich. Für alles Weitere wird auf die schlüssigen Ausführungen im angefochtenen Entscheid verwiesen (Art. 109 Abs. 3 BGG).