Citation: 8C_1026/2009 12.03.2010 E. 4

4.1 Vorinstanz und Verwaltung gingen davon aus, dass von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung über den 1. Mai 2008 hinaus keine Besserung des Gesundheitszustandes des Versicherten mehr erwartet werden konnte und dass er unter alleiniger Berücksichtigung der Unfallfolgen theoretisch in der Lage gewesen wäre, eine angepasste Tätigkeit vollzeitlich auszuüben. Betreffend den Anforderungen an diese Tätigkeit gingen sie vom Zumutbarkeitsprofil aus, welches der SUVA-Arzt Dr. med. M.________, FMH orthopädische Chirurgie, in seinem Bericht vom 21. September 2006 umschrieben und nach der Untersuchung vom 23. August 2007 bestätigt hat. Der Beschwerdeführer macht demgegenüber geltend, bereits am 1. Mai 2008 sehr viel stärker in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen zu sein. 4.2 Der Versicherte äusserte sich am 21. September 2006 gegenüber dem SUVA-Arzt Dr. med. M.________ dahingehend, "eigentlich keine" Kniebeschwerden zu haben. Am 23. August 2007 sprach er gegenüber demselben Arzt von belastungsabhängigen Knieschmerzen. In der Einsprache vom 13. Juni 2008 erwähnte der Versicherte erstmals dauernde Knieschmerzen, am 9. September 2008 beklagte er sich gegenüber Dr. med. K.________, Leitender Oberarzt Wirbelsäulenchirurgie an der Klinik X.________, über starke Kniegelenksschmerzen. Aufgrund weiterer medizinischer Abklärungen nach dem Einspracheentscheid - der weitere Verlauf ist vorliegend zu berücksichtigen, soweit er Rückschlüsse auf die Situation im Zeitpunkt des Einspracheentscheides zulässt (vgl. BGE 99 V 98 E. 4 S. 102) - wurde am 6. April 2009 die Knieteilprothese rechts entfernt und ein Zement-Spacer eingelegt. Hernach wurde am 27. April 2009 eine neue Teilprothese eingesetzt. Gemäss der Aktennotiz des Dr. med. M.________ vom 4. März 2009 handelte es sich bei diesen Eingriffen um unfallbedingte Heilbehandlungen; die SUVA anerkannte in der Folge am 15. Juni 2009 sinngemäss einen Rückfall. 4.3 Aufgrund dieses Verlaufes des Leidens erscheint es als überwiegend wahrscheinlich, dass das Zumutbarkeitsprofil des Dr. med. M.________ vom 21. September 2006/23. August 2007 am 1. Mai 2008 keine Gültigkeit mehr hatte. Wie vom Beschwerdeführer zu Recht geltend gemacht, war der Zustand des Knies bereits zu jenem Zeitpunkt wieder schlechter. Aus dem weiteren Verlauf ergibt sich indessen ebenfalls, dass auch über den 1. Mai 2008 von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten war. Daher kann eine voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbsunfähigkeit im Sinne von Art. 8 ATSG als Voraussetzung für eine - höhere - Invalidenrente nicht angenommen werden. Das entsprechende Begehren ist daher abzuweisen. Ob der Versicherte bei dieser Ausgangslage in der Zeit ab 1. Mai 2008 Anspruch auf ein Taggeld der Unfallversicherung hatte, ist nicht im vorliegenden Verfahren zu beurteilen.