Citation: 9C_741/2018 E. 3.2.4

3.2.4. Mit Blick auf den Hilfsbedarf im Bereich "Wohnungspflege, Tageskehr" (FAKT2 Ziff. 2.3.1) schildert der Beschwerdeführer im Wesentlichen die - unbestrittene - medizinischen Ausgangslage. Seiner Ansicht nach hätte es an der Vorinstanz gelegen, aufzuzeigen, was er noch selbständig erledigen könne, und zu begründen, weshalb seine Darstellung des Hilfsbedarfs falsch sei. Die Rüge geht fehl. Die (materielle) Beweislast für das Vorliegen eines leistungsbegründenden Sachverhalts (i.c.: für den Hilfsbedarf bzw. für dessen Ausmass) trifft entgegen dem Beschwerdeführer im Sozialversicherungsrecht die versicherte Person (vgl. Art. 8 ZGB; BGE 138 V 218 E. 6 S. 222). Verwaltung und Sozialversicherungsgerichte trifft die Beweisführungslast: Sie sind aufgrund des Untersuchungsgrundsatzes verpflichtet, den massgeblichen Sachverhalt abzuklären (Art. 43 Abs. 1 bzw. Art. 61 lit. c ATSG). In Nachachtung dieser Pflicht liess die IV-Stelle eine Abklärung gestützt auf FAKT2 durchführen (Abklärungsbericht vom 19. Januar 2017). Die darin enthaltene Beurteilung der Abklärungsperson zum Hilfsbedarf im Teilbereich Tageskehr erachtete das Verwaltungsgericht mit einem Zeitbedarf von acht Minuten pro Tag und einem Hilfsbedarf entsprechend Stufe drei ("versicherte Person kann nur geringe Eigenleistungen vollbringen, benötigt in grossem Umfang direkte Hilfe oder häufig Überwachung") als korrekt. Es erwog, der Versicherte könne leichte und kleine Sachen aufräumen (etwa: eine Zeitung auf die Seite legen) und mithin beim Aufräumen ein bisschen mithelfen. Demnach sei es nachweislich nicht so, dass er gar nichts selbständig tun könne, wie dies Stufe vier entsprechen würde. Diesen Sachverhalt bestreitet der Beschwerdeführer nicht. Was er vorbringt (Status als "hoher Tetraplegiker" und - als Beispiel für seine fehlende Fingerfertigkeit - Unfähigkeit, nachts seine heruntergerutschte Bettdecke wieder hochzuziehen), lässt die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung und Beweiswürdigung nicht als offensichtlich unrichtig oder gar willkürlich erscheinen (oben E. 1).