Citation: 4A_608/2017 E. 2.2

2.2. Die Beschwerdeführer machen geltend, die Vorinstanz habe den Sachverhalt unter Verletzung von Bundesrecht im Sinne von Art. 95 BGG unvollständig festgestellt (Art. 97 Abs. 1 BGG), weil sie tatsächliche Ausführungen in der Berufungsantwort betreffend Fachkenntnisse des Beschwerdegegners unter unrichtiger Anwendung von Art. 317 ZPO nicht berücksichtigt habe. Insbesondere sei sowohl in der Klageschrift als auch in der Berufungsantwort darauf hingewiesen worden, dass der Beschwerdegegner selbst gegenüber dem Untersuchungsrichter erwähnt habe, er sowie sein Freund seien "vom Fach" und es wäre weder für ihn, noch für seinen Freund oder seinen Vater ein Problem gewesen, die Schränke an der Wand zu befestigen. Wenn die Vorinstanz die Haftung des Beschwerdegegners mangels Erkennbarkeit der Gefährdung zu Recht verneinte, ist entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer für den Ausgang des Verfahrens nicht entscheidend (vgl. Art. 97 Abs. 1 BGG), ob der Beschwerdegegner die Drehschrankbetten ohne Weiteres an der Wand hätte befestigen können. Denn kann dem Beschwerdegegner die fehlende Erkennung der Gefährdung nicht vorgeworfen werden, ist ein Verschulden - unabhängig von allfälligen Fähigkeiten, eine solche Befestigung vorzunehmen - von vornherein ausgeschlossen. Im Übrigen ist die pauschale Behauptung, der Beschwerdegegner habe selbst ausgeführt, sein Freund und er seien "vom Fach", nicht genügend substanziiert. Demnach kann der Vorinstanz keine Verletzung von Art. 317 ZPO vorgeworfen werden, wenn sie die entsprechenden Vorbringen ihrem Urteil nicht zugrunde legte.