Citation: I 296/05 29.12.2005 E. 3

3.1 Im Bericht zu Handen der IV-Stelle betreffend Hilflosigkeit vom 7. Februar 2002 stellte der behandelnde Arzt Dr. med. K.________, Innere Medizin FMH, eine Einschränkung der Gebrauchsfähigkeit der rechten Hand und ein Schmerzsyndrom im Bereich des rechten Knies (Beeinträchtigung der Fortbewegung) fest. Es bestünden psychosoziale und biographische Belastungsfaktoren, eine Tendenz zur Symptomausweitung sowie z.T. eine Somatisierungstendenz. 3.2 Im Bericht über die Abklärung an Ort und Stelle vom 4. September 2002 wurde festgestellt, der Versicherte sei in den drei Lebensverrichtungen An-/Auskleiden, Körperpflege (Rasieren und Baden/Duschen) sowie Fortbewegung (Pflege der gesellschaftlichen Kontakte) regelmässig erheblich hilfsbedürftig. In den Bereichen Aufstehen/Absitzen/ Abliegen, Essen und Notdurftverrichtung treffe dies nicht zu, da die Hilfeleistungen nur manchmal nötig seien. 3.3 Im Bericht vom 11. Februar 2003 stellte Dr. med. K.________ folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: chronisches lumbospondylogenes Syndrom bei breitbasiger Diskushernie L2/L3 mit Kompression des Duralsackes, Protrusion der Bandscheibe L3/L4 und L4/L5 mit Einengung des Foramen links mehr als rechts; chronisches Schmerzsyndrom linkes Knie bei Status nach VKB-Plastik 1990 und Replastik 1996 mit medialer Teilmeniskektomie, Chondropathia patellae und anterolateraler Instabilität; Schmerzsyndrom des rechten Kniegelenks bei Status nach VKB-Plastik 1988, Meniskusläsionen, mässiger Chondropathia patellae und leichter vorderer Instabilität; Status nach Handverletzung dorsal rechts (operativ revidiert am 8. April 1998); PHS rechts, Verdacht auf Supraspinatus-Subscapularsehnenläsion links, Verdacht auf Sterno-Clavicularluxion links (24. Juli 2002); Distorsion MCP Daumen rechts. Weiter führte er aus, am 4. Juli 2002 sei der Versicherte mit axialer Stossbelastung der linken Hand gestürzt. Anschliessend habe er Schmerzen im linken Daumen und an der linken Schulter gehabt. Es habe eine Abklärung im Kantonsspital B.________ (Notfallstation, danach Orthopädische Sprechstunden) stattgefunden. Am 17. Oktober 2002 habe eine digitale RX und ein Multidetektorspiral-CT des rechten Kniegelenks und Unterschenkels stattgefunden. Es lägen intakte Strukturen ohne Hinweise für entzündliche oder tumoröse Veränderungen vor. Es bestehe keine lokale oder diffuse Osteoporose. Das Osteosynthesematerial sitze fest in der Knieregion. 3.4 In der Stellungnahme vom 11. Februar 2003 zum Abklärungsbericht an Ort und Stelle vom 4. September 2002 legte Dr. med. K.________ dar, es bestehe eine Einschränkung der Gebrauchsfähigkeit der rechten Hand sowie die registrierte Gehstörung. Somit könne die Funktionsstörung beim An- und Auskleiden erklärt werden, ebenso die Schwierigkeiten beim Rasieren, Baden und Duschen. Die Gehstörung könne für die Einschränkung der Pflege der gesellschaftlichen Kontakte verantwortlich gemacht werden. Insgesamt stünden die gemachten Beobachtungen mit den medizinischen Befunden im Einklang.