Citation: 8C_392/2009 19.10.2009 E. 4

Die SUVA stellte ihre Taggeldleistungen gestützt auf den Austrittsbericht der Rehaklinik vom 16. Januar 2007 per 1. April 2007 ein. Die Versicherte macht hingegen unter Verweis auf die Berichte des Dr. med. W.________, Facharzt für orthopädische Chirurgie, vom 5. Mai 2009 und 15. Oktober 2008 sowie der Frau Dr. med. et phil. D.________, Fachärztin für Gefässmedizin, vom 11. August 2008 geltend, ihre Beschwerden seien objektivierbar und es seien ihr weiterhin Taggelder infolge unfallbedingter Arbeitsunfähigkeit auszurichten. 4.1 Objektiverbar sind Untersuchungsergebnisse, die reproduzierbar sind und von der Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten unabhängig sind. Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann somit erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparativ//bildgebenden Abklärungen bestätigt wurden und die dabei angewendeten Untersuchungsmethoden wissenschaftlich anerkannt sind (SVR 2009 UV Nr. 30 S. 105 E. 2.1 mit Hinweisen [8C_413/2008]). 4.2 Der Bericht der Frau Dr. med. et phil. D.________ vom 11. August 2008 diente offensichtlich Dr. med. W.________ als Grundlage für seine Beurteilung vom 15. Oktober 2008 und hätte demnach bereits im vorinstanzlichen Verfahren eingereicht werden können und müssen. Diese Unterlassung kann nicht vor Bundesgericht nachgeholt werden. Der Bericht des Dr. med. W.________ vom 5. Mai 2009 bezieht sich nicht auf Fragen, die erst durch den vorinstanzlichen Entscheid aufgeworfen wurden, und enthält auch keine neuen, erst nach Fällung des vorinstanzlichen Entscheids bekannt gewordenen Tatsachen. Somit handelt es sich bei diesen beiden Berichten um unzulässige Noven im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG (vgl. auch BGE 135 V 194). 4.3 Vorinstanz und Verwaltung sind gestützt auf den Austrittsbericht der Rehaklinik vom 16. Januar 2007 zu Recht von der Zumutbarkeit der Arbeitsfähigkeit im Umfang vor dem Unfall ausgegangen. Daran ändern die Berichte der Klinik Y.________ vom 22. August 2007 und der Frau Dr. med. Z.________, Fachärztin für Neurologie, vom 10. September 2007 nichts, da sie weder relevante neue Erkenntnisse noch eine Einschätzung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit enthalten. Auch der andauernden Attestierung einer Arbeitsunfähigkeit durch Dr. med. A.________, Facharzt für Innere Medizin, kann nicht gefolgt werden. Abgesehen davon, dass Gerichte der Erfahrungstatsache, wonach Hausärzte infolge ihres Vertrauensverhältnisses zum Patienten im Zweifelsfall eher zu dessen Gunsten aussagen, Rechnung tragen können (BGE 125 V 351 E. 3b/cc S. 353 mit Hinweisen), hält Dr. med. A.________ in seinem Schreiben vom 26. September 2006 fest, er müsse sich bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auf die Aussagen der Patientin verlassen. Seine weiteren Einschätzungen der Arbeitsunfähigkeit begründet er nicht objektiv, sondern stützt sich allein auf die subjektiven Angaben der Versicherten. Auch aus dem Bericht des Dr. med. W.________ vom 15. Oktober 2008 ergibt sich nichts anderes. Wie die Vorinstanz richtig festhält, konnte Dr. med. W.________ die geklagten Beschwerden nicht im Sinne der Rechtsprechung objektivieren (vgl. E. 4.1) und seinem Bericht lassen sich auch keine neuen Befunde entnehmen. Schliesslich kann die Versicherte auch aus der Formulierung "bei günstigem Verlauf..." im Austrittsbericht der Rehaklinik nichts zu ihren Gunsten ableiten. Die Einschränkung des "günstigen Verlaufs" bezieht sich nur auf die Umstellung von der Aufteilung der Arbeit (morgens als Spediteurin und nachmittags in einer leichteren Tätigkeit) zur alleinigen Tätigkeit als Spediteurin an vier ganzen Tagen; hingegen wird damit nicht die Zumutbarkeit eines Arbeitspensums von 80 % relativiert. Vielmehr hält die Rehaklinik explizit fest, dass es aus medizinisch-unfallkausaler Sicht keinen Grund gebe, der gegen eine ganztägige Arbeitsaufnahme spreche. Der vorinstanzliche Entscheid ist nach dem Gesagten nicht zu beanstanden.