Citation: 6B_1427/2020 E. 5.4

5.4. Der Beschwerdeführer führt weiter aus, zur Beurteilung der normativen Gefährlichkeit stütze sich die Vorinstanz auf verschiedene forensisch-psychiatrische Entscheidgrundlagen, insbesondere die beiden Gutachten vom 22. Dezember 2017 und vom 17. April 2019, die wesentlich voneinander abwichen. Die Vorinstanz hätte, statt aus jedem Gutachten das für ihn Negative heraus zu picken, sich intensiv damit beschäftigen müssen, welches Gutachten die besser hergeleitete und schlüssigere Rückfallprognose erarbeitet habe. Bei Widersprüchlichkeit sei grundsätzlich auf das Zweitgutachten abzustellen. Bei korrekter Würdigung gebe es keine triftigen Gründe, um vom Gutachten 2019 abzuweichen. Die Vorinstanz vertrete zudem die Ansicht, dass der Beschwerdeführer auch das im Gutachten 2019 skizzierte Szenario 3a erfülle, was als tatsachenwidrig angesehen werden müsse. Die Vorinstanz moniere, die Intensivierung seiner Beziehung zu seinem Sohn sei nicht objektivierbar, ohne eigene Beweiserhebungen zu initiieren, um die Einschätzungen des Gutachters zu überprüfen. Dass er nicht in der Lage gewesen sein solle, eine tragfähige Beziehung zu seiner früheren Lebenspartnerin aufrecht zu erhalten, sei tatsachenwidrig; aus ihrer Zeugenbefragung könne durchaus auf eine intakte, tragfähige Beziehung geschlossen werden (Beschwerde S. 30-34). Auch in diesen Vorbringen erörtert der Beschwerdeführer die Sache aus seiner Sicht. Den Beschwerdeführer trifft die Begründungsobliegenheit, mit der Kritik an der als rechtsfehlerhaft erachteten Erwägung anzusetzen und eine Willkür - etwa zu den Beweisanträgen - qualifiziert darzulegen; es ist unbehelflich, bloss den kantonal eingenommenen Standpunkt im bundesgerichtlichen Verfahren zu bekräftigen (Urteile 6B_1104/2020 vom 25. Februar 2021 E. 1.3.1; 6B_266/2018 vom 18. März 2019 E. 2.3 mit Hinweisen). Liegt keine Willkür vor, lässt sie sich allerdings auch nicht mit Aussicht auf Erfolg begründen.