Citation: 7B.190/2005 29.11.2005 E. 2

2.1 Die Vorinstanz führt aus, auf das Gesuch um Neuschätzung werde in Folge Nichtleistung des Kostenvorschusses nicht eingetreten. Der Amtsgerichtspräsident sei von einer fingierten Zustellung der Aufforderung zur Leistung des Kostenvorschusses ausgegangen und habe sich dabei auf die konstante Rechtsprechung des Obergerichts gestützt (vgl. LGVE 1995 I Nr. 23). Die Beschwerdeführerin habe dies im Beschwerde-Weiterzug zu Recht nicht beanstandet. Sie mache indes geltend, diese Rechtsprechung sei im vorliegenden Fall nicht anwendbar, da sie ihrer Pflicht zur Stellung eines valablen Domizils nachgekommen sei. Die Verfügung des Amtsgerichts Luzern-Stadt vom 2. Juni 2005 sei an die von der Beschwerdeführerin im Gesuch vom 1. Juni 2005 selber angegebene Adresse in Basel gesandt worden, und am 7. Juni 2005 zusätzlich auch noch an die Adresse des einzigen Verwaltungsrates der Beschwerdeführerin. Wenn die untere Aufsichtsbehörde unter diesen Umständen von einer fingierten Zustellung ausgegangen sei, so sei dies nicht zu beanstanden. Dies auch unter dem Gesichtspunkt, dass Versäumnisse von Rechtsvertretern oder Hilfspersonen der Prozesspartei selber anzulasten seien. Die Nachfrage der Beschwerdeführerin nach dem Stand des Verfahrens vom 17. Juni 2005 ändere daran nichts, sei doch die Frist zur Bezahlung des Kostenvorschusses am 17. Juni 2005 abgelaufen. Der Beschwerde-Weiterzug sei deshalb abzuweisen. 2.2 Da sich das Bundesrecht über die Einzelheiten des Kostenvorschusses betreffend die Neuschätzung des Grundstücks ausschweigt (Art. 99 Abs. 2 und Art. 9 Abs. 2 VZG), obliegt es der angerufenen (kantonalen) Aufsichtsbehörde, den Betrag des Vorschusses und die Frist festzulegen, innert welcher dieser zu leisten ist. Für diesen verfahrensleitenden Entscheid und mithin auch für die Frage, ob und unter welchen Umständen die genannte Frist zu erstrecken oder allenfalls zurückzunehmen sei, ist das kantonale Prozessrecht massgebend (Urteil der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Bundesgerichts vom 3. April 2003 E. 2; vgl. auch Adrian Staehelin, Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, Ergänzungsband, Basel 2005, ad N. 16 zu Art. 97 SchKG, S. 103). Die obere Aufsichtsbehörde hat mit Bezug auf die Zustellung der Verfügung vom 2. Juni 2005 des Amtsgerichts A.________ zur Leistung des Kostenvorschusses einzig - unter Verweis auf den Entscheid der unteren Aufsichtsbehörde - auf die kantonale Rechtsprechung abgestellt. Die Verletzung von kantonalem Recht kann jedoch nicht mit Beschwerde nach Art. 19 SchKG, sondern nur mit staatsrechtlicher Beschwerde beim Bundesgericht gerügt werden kann (BGE 120 III 114 E. 3a S. 116; Heinz Pfleghard, in: Prozessieren vor Bundesgericht I, [Hrsg. Geiser/Münch], 2. Aufl. 1998, S. 180/181 Rz. 5.55). Auf die Vorbringen der Beschwerdeführerin, die im Zusammenhang mit der Mitteilung dieser Verfügung stehen, kann somit nicht eingetreten werden.