Citation: 1P.651/2004 17.01.2005 E. B

Mit Beschluss vom 1. Mai 1996 genehmigte der Staatsrat des Kantons Wallis die Pläne für den "Hochwasserschutz Saltina, dringliche provisorische Sofortmassnahme im Grindji" und erklärte die in den Ausführungsprojekten vorgesehenen Arbeiten als Werk öffentlichen Nutzens. Gleichzeitig bestätigte der Staatsrat, dass das Enteignungsrecht ausgeübt werden könne, und ermächtigte die Stadtgemeinde Brig-Glis, die zu enteignenden Rechte vorzeitig in Besitz zu nehmen. Gemäss dem Landerwerbsplan werden für die wasserpolizeilichen Massnahmen und die künftige Geschiebebewirtschaftung im "Grindji" insgesamt sieben Grundstücke von Privaten teilenteignet, darunter die Parzelle Nr. 87/1+2 von X.________ sowie die im Jahre 1995 ebenfalls ins Alleineigentum von X.________ übergegangenen Grundstücke Nrn. 76 und 82/83/84. Mit Entscheid vom 13. November 1996 (zugestellt am 5. September 1997) legte die erste kantonale Schatzungskommission die Entschädigung für die abzutretenden Teilflächen der Grundstücke von X.________ gleich wie für die übrigen Enteignungsflächen auf Fr. 16.--/m2 fest und sprach dem Enteigneten einen gesetzlichen Zuschlag von 25% bzw. Fr. 4.--/m2 zu. Für das geschlagene Holz vergütete sie dem Grundeigentümer Fr. 25.--/m3. Zum Begehren des Enteigneten um Entschädigung für die von der Stadtgemeinde Brig-Glis bereits vorgenommene Kiesausbeutung erklärte die Kommission, dass diese Forderung aus dem Rahmen des Enteignungsverfahrens falle und somit in einem privatrechtlichen Verfahren zwischen dem Enteigneten und der Gemeinde geregelt werden müsse.