Citation: 8C_209/2019 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin bringt vor, es liege eine Bundesrechtswidrigkeit in der Form einer Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes und der bundesrechtlichen Beweiswürdigungsregeln vor. Zudem habe das kantonale Gericht die Grundsätze der Rechtsprechung zum strukturierten Beweisverfahren bei psychischen Störungen missachtet, indem es sich über die polydisziplinäre medizinische Arbeitsfähigkeitsschätzung gemäss BEGAZ-Gutachten hinweggesetzt habe. Die Frage, ob die Standardindikatoren erfüllt seien oder nicht, sei eine Rechtsfrage, die nur beantwortet werden könne, wenn auf sachverhaltlicher Ebene sämtliche Fragen geklärt seien. Dies sei nach Auffassung der Vorinstanz nicht der Fall, weshalb die Sache konsequenterweise zur weiteren Abklärung hätte zurückgewiesen werden müssen. Entgegen der Ansicht des kantonalen Gerichts seien die Kriterien gemäss BGE 141 V 281 überwiegend erfüllt. Es liege ein invalidisierender Gesundheitsschaden vor, der die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit zu 50 % einschränke. Der Einkommensvergleich bei der im Gesundheitsfall voll erwerbstätigen Versicherten (allgemeine Methode) ergebe einen Invaliditätsgrad von 60 %, weshalb Anspruch auf eine Dreiviertelsrente bestehe.