Citation: 6B_335/2020 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz hält im massgebenden Ersturteil vom 5. März 2018 fest, der Beschwerdeführer mache geltend, die betroffenen Produkte erfüllten diese Legaldefinition nicht. Es handle sich um Produkte des Human Enhancement, mit denen keine medizinische Einwirkung verbunden sei. Es gehe nicht um die Behandlung von Krankheiten, sondern um die Verbesserung bestimmter Eigenschaften und Merkmale bei Personen, die nicht krank seien (Ersturteil S. 22). Die Vorinstanz bezieht sich zur rechtlichen Einordnung der fraglichen Substanzen auf URSULA EGGENBERGER STÖCKLI, in Basler Kommentar, Heilmittelgesetz, Basel 2006 und BORIS KREIT, Bekämpfung der Heilmittelkriminalität, Leitfaden für die Praxis, Bern 2016 sowie auf die Arzneiheilmittelverordnung (SR 812.212.21) und die Verordnung über die Förderung von Sport und Bewegung (SpoFöV; SR 415.01). Sie qualifiziert die vorliegend betroffenen und zu beurteilenden Produkte als Arzneimittel im Sinne von Art. 4 Abs. 1 lit. a HMG. Ergänzend hält sie fest, das aSpoFöG sei sachlich nur auf Dopingvergehen im reglementierten Wettkampfsport anwendbar gewesen (Ersturteil S. 24). Seit dem 1. Oktober 2012 statuiert Art. 22 SpoFöG eine generelle Strafbarkeit von Doping im Sport, auch im Breitensport; die Einschränkung des aSpoFög ist ersatzlos gestrichen (BGE 145 IV 329 E. 2.4.2 S. 333).