Citation: 5A_422/2019 E. 4.1.5

4.1.5. Umstritten ist sodann die Verrechnung von zwei Rechnungen der Beschwerdegegnerin für Lohnkosten in den Monaten Juni und Juli 2010 über Fr. 8'918.80 und Fr. 4'779.15. Laut Vorinstanz stellte die Beschwerdegegnerin der C.________ AG "Retablierungsarbeiten" im Zusammenhang mit der Entsorgung von Restmüll in Rechnung, der aus einem im Dezember 2009 von der C.________ AG ausgeführten Auftrag stammte, in Wechselbehältern der C.________ AG gelagert hatte und im Juni und Juli 2010 entsorgt werden musste. Das Obergericht erinnert daran, dass D.________ im Zeitpunkt, als die Rechnungen gestellt wurden, immer noch Präsident des Verwaltungsrats der C.________ AG mit Einzelzeichnungsberechtigung gewesen sei. Den Vorwurf der Beschwerdeführerin, dass die Beschwerdegegnerin die Forderungen im Rechtsschriftenwechsel nicht detailliert dargelegt habe, lässt es nicht gelten; vielmehr sei es die Beschwerdeführerin, welche die zur Verrechnung gestellten Forderungen nicht substanziiert, sondern bloss floskelhaft bestritten habe. Die Konkretisierungen in der Replik nähmen in keiner Weise Bezug auf die von der Beschwerdegegnerin detailliert umschriebenen Arbeiten und Umstände des Auftrags, die neuen Behauptungen im Berufungsverfahren seien nicht zu hören. Das Obergericht schützt den Entscheid des Amtsgerichts, das diese Lohnforderungen als nachgewiesen und verrechenbar erachtete.