Citation: 9C_417/2017 E. 4.6.4

4.6.4. Eine Anwendung der dargelegten Grundsätze, wonach die SchlBest. IVG auch auf am 1. Januar 2012 bereits eingeleitete Revisionsverfahren anwendbar sind und der Abschluss der Überprüfung nicht innerhalb der Dreijahresfrist liegen muss, ergibt, dass das Gericht eine von der IV-Stelle gestützt auf einen Revisionstatbestand nach Art. 17 Abs. 1 ATSG verfügte Rentenaufhebung oder -herabsetzung auch dann mit der substituierten Begründung nach lit. a Abs. 1 SchlBest. IVG schützen kann, wenn es seinen Entscheid erst nach dem 31. Dezember 2014 fällt. Davon ging das Bundesgericht denn auch im Urteil 8C_899/2015 vom 29. September 2016 E. 3.1 aus, ohne dies allerdings weiter zu thematisieren. Wie im hier zu beurteilenden Fall hatte die IV-Stelle damals vor Inkrafttreten der Schlussbestimmungen (im Mai 2010) ein Rentenrevisionsverfahren nach Art. 17 ATSG eingeleitet und die Rente revisionsweise aufgehoben, was das kantonale Gericht mit der substituierten Begründung nach lit. a Abs. 1 SchlBest. IVG in einem nach dem 31. Dezember 2014 ergangenen Entscheid schützte.