Citation: 9C_635/2021 E. 2.2

2.2. Die Beschwerdeführerin bestreitet, dass die invalidisierende Persönlichkeitsstörung überwiegend wahrscheinlich bereits vor Beginn der Versicherungsdeckung durch den Beschwerdegegner 1 zu einer relevanten Leistungseinbusse geführt hat. Die Feststellungen der Vorinstanz widersprächen der Aktenlage klar und seien daher willkürlich. Der vormals behandelnde Psychiater beschreibe, wie es nach beruflichen und privaten Rückschlägen zu depressiven Phasen gekommen sei. Nach dem Verlust der Stelle bei der B.________ AG im Dezember 2012 habe er berichtet, es drohe eine bleibende Invalidität, sofern bestehende Arbeitsmöglichkeiten nicht schnell abgeklärt würden (Schreiben des Dr. D.________ vom 8. Januar 2013). Die Gutachter der MEDAS hätten im Frühjahr 2016 eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (seit 2013) festgestellt; eine rezidivierende, gegenwärtig remittierte depressive Störung beeinflusse die Arbeitsfähigkeit gegenwärtig nicht (Gutachten S. 26 und 28). Vor dem Stellenverlust bei der B.________ AG seien Arbeitsunfähigkeiten hingegen jeweils noch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf die sich seit 2003 entwickelnde depressive Störung zurückzuführen gewesen. Demgegenüber hielten die Gutachter eine Persönlichkeitsstörung vor 2013 nur für möglich. Einzelne Symptome seien zwar bereits in der Kindheit und Jugend zu finden. Die Merkmale seien jedoch bis 2013 nicht ausgeprägt genug gewesen, um eine entsprechende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit zu ermöglichen. Auch den Berichten der seit Ende 2015 behandelnden Psychiaterin Dr. E.________ und des lic. phil. F.________ vom 2. April und 17. Dezember 2016 sei nicht zu entnehmen, dass sich die Persönlichkeitsstörung vor 2013 erheblich auf die Arbeitsfähigkeit ausgewirkt haben könnte.