Citation: 6B_953/2013 E. 1.2

1.2. Gestützt auf die Berichte des Kantonsspitals A.________ vom 3. April 2013 und 23. Mai 2013 erachtet die Vorinstanz als erstellt, dass ohne die sofort eingeleiteten medizinischen Massnahmen eine ernstliche und dringliche Wahrscheinlichkeit des Eintritts des Todes bestanden hätte. Ohne die Thorax-Drainage hätte sich der beim Beschwerdegegner nach der Einlieferung diagnostizierte Pneumothorax zu einem Spannungspneumothorax entwickeln können. Demnach sei er im Sinne von Art. 122 Abs. 1 StGB "lebensgefährlich verletzt" worden. Die erhebliche Wahrscheinlichkeit eines tödlichen Verlaufs, mithin die Lebensgefahr, stehe nicht unter der Voraussetzung medizinischer Behandlung. Der vom Beschwerdeführer zitierte Bundesgerichtsentscheid betreffe eine HIV-Infizierung (BGE 139 IV 214). Dieser Sachverhalt unterscheide sich (Urteil S. 24).