Citation: 8C_98/2017 E. 6.2

6.2. Es kommt hinzu, dass der Rechtsvertreter in der Honorarnote einen Zeitaufwand von 10.45 Stunden geltend gemacht hat, was auf der Basis der vorinstanzlich effektiv zugesprochenen Entschädigung von Fr. 1900.- inklusive MwSt und Auslagenpauschale bzw. Fr. 1691.- exklusive MwSt und Auslagenpauschale zu einem Stundenansatz von Fr. 161.80 führt, der damit deutlich unter dem Mindeststundenansatz von Fr. 180.- liegt, womit der rein abstrahierenden Bemessungsweise die Grundlage entzogen ist. Ob in Fällen wie dem vorliegenden, in welchem der ausserkantonale Rechtsvertreter zwar in der von sich aus eingereichten Honorarnote den geltend gemachten Zeitaufwand gesamthaft ausweist, jedoch nicht nach einzelnen Aufwandpositionen unterscheidet, vom kantonalen Versicherungsgericht vor der definitven Entschädigungsfestsetzung noch die Gelegenheit gewährt werden muss, dies nachzuholen, braucht vorliegend nicht abschliessend beantwortet zu werden (diese Frage verneinend bei innerkantonaler anwaltlicher Rechtsvertretung unter Verweis auf das in E. 5.1 hiervor erwähnte Schreiben des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau an den Präsidenten des Aargauischen Anwaltsverbands vom 23. Mai 2011: Urteil 8C_63/2014 vom 12. Mai 2014 E. 5.2; dieses Schreiben scheint vom kantonalen Gericht bis dato weder im kantonalen Amtsblatt, noch auf der Homepage, noch sonstwie der Allgemeinheit zugänglich gemacht worden zu sein; siehe auch Urteil 5A_380/2014 vom 30. September 2014 E. 3.1). Denn so oder anders hätte das Gericht zumindest kurz erklären müssen, weshalb der frankenmässig bezifferten, einen zeitlichen Gesamtaufwand nennenden Parteiforderung nicht entsprochen werden kann, weshalb der durch die zugesprochene Pauschalentschädigung effektiv entschädigte Zeitaufwand als ausreichend für die notwendige Prozessvertretung betrachtet wird.