Citation: 2C_581/2020 E. 2.4

2.4. Insgesamt erweist sich die Beweiswürdigung der Vorinstanz anhand der bestehenden Indizien nicht als offensichtlich falsch, wenn sie im Ergebnis davon ausgeht, dass der Familiennachzug nicht zur Begründung einer echten Familiengemeinschaft, sondern zur Ermöglichung eines Aufenthaltstitel dient, um damit der Beschwerdeführerin bessere Ausbildungs- und Erwerbsmöglichkeiten zu verschaffen. Es gelingt der Beschwerdeführerin nicht, rechtsgenügend darzulegen, inwiefern die Beweiswürdigung der Vorinstanz in willkürlicher Weise erfolgt sein sollte, und ihre Ausführungen erschöpfen sich weitgehend in appellatorischer Kritik. Nur weil die von der Vorinstanz gezogenen Schlüsse mit der eigenen Darstellung nicht übereinstimmen, ist noch keine Willkür belegt (vgl. E. 1.5). Vorliegend sprechen neben dem Alter der Beschwerdeführerin insbesondere die lange Dauer bis die Adoption an die Hand genommen und das Nachzugsgesuch gestellt wurde sowie der Umstand, dass die beiden leiblichen Kinder unmittelbar nach der Einreise in die Schweiz nachgezogen wurden, obschon die vorgebrachten erschwerenden Umstände auch bei diesen bestanden, gegen die Ausführungen der Beschwerdeführerin, wonach nur die Familienzusammenführung angestrebt worden sei.