Citation: 9C_278/2021 E. 4.4

4.4. Was die Unterscheidung zwischen selbst- und unselbstständigem Erwerb anbelangt, so entsprechen zwar laut Art. 7 lit. h AHVV (vgl. vorangehende E. 2.1) die einem Vereinsorgan ausgerichteten festen Entschädigungen und Sitzungsgelder (Tantiemen spielen hier keine Rolle) einer unselbstständigen Tätigkeit. Dies schliesst indessen nicht aus, dass weitere für den Verein erbrachte Arbeiten als von der Organstellung losgelöst betrachtet und einer selbstständigen Tätigkeit, etwa als Rechtsanwalt oder Autor, zugeordnet werden können (vgl. BGE 105 V 113 E. 3; 104 V 126 E. 3b; Rz. 2057 der Wegleitung des BSV über den massgebenden Lohn in der AHV, IV und EO [WML]). Die Beschwerdeführer machten im vorinstanzlichen Verfahren substanziierte Angaben über die Organisation des Vereins; sie legten dar, die Organtätigkeit des Beschwerdeführers 2 habe einzig in der Wahrnehmung der nicht delegierbaren Führungsaufgaben resp. in der Teilnahme an wöchentlichen Vereinsleitungssitzungen bestanden und entspreche im Umfang von jährlich rund 150 Stunden resp. Fr. 9000.- (maximal aber Fr. 16'800.-) einem Lohn im Sinne von Art. 7 lit. h AHVV. Der restliche Teil der Entschädigungen habe Honorar und Spesen im Rahmen einer selbstständigen Tätigkeit abgedeckt. Angesichts dieser Begründung leuchtet nicht ein, weshalb eine Abgrenzung zwischen selbstständiger und unselbstständiger Erwerbstätigkeit bereits im Grundsatz nicht durchführbar sein soll. Ob die Darstellung der Beschwerdeführer betreffend die Höhe des Lohnes zutrifft, bleibt allenfalls zu prüfen.