Citation: 6B_1138/2017 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz stützt sich bei der Beweiswürdigung in erster Linie auf die Aussagen der Beteiligten. Die Beschwerdegegnerin habe in dem im Jahr 1997 eröffneten Strafverfahren keine Aussagen machen wollen. Sie habe damals nicht aussprechen können, was passiert sei. Erst jetzt fühle sie sich dazu in der Lage. Die neuerlichen Aussagen der Beschwerdegegnerin zum Kerngeschehen seien konstant und gleichbleibend. Ihre Schilderungen seien insgesamt detailliert, stimmig und nachvollziehbar und wirkten selbst erlebt. Die Beschwerdegegnerin habe auch Nebensächlichkeiten sowie ihre Gefühle geschildert und sie habe Gesprächsfragmente wiedergeben können. So habe die Beschwerdegegnerin beispielsweise ausgesagt, der Beschwerdeführer habe versucht, die Badewanne für sie interessant zu machen mit Spielsachen oder indem er gesagt habe, das "Büsi" müsse nun baden gehen. Weiter habe sie angegeben, vor den Besuchswochenenden sehr häufig krank geworden zu sein. Die Beschwerdegegnerin habe auch zugegeben, wenn sie etwas nicht gewusst habe oder unsicher gewesen sei. Sie habe keine Aggravierungstendenzen gezeigt. So habe sie beispielsweise ausgesagt, nur einmal gesehen zu haben, dass der Beschwerdeführer zum Samenerguss kam. Schliesslich setzt sich die Vorinstanz mit der vom Beschwerdeführer vorgebrachten Theorie zur Fremd- und Autosuggestion sowie mit der Aussagepsychologie und mit der Motivlage der Beschwerdegegnerin auseinander. Sie gelangt zum Schluss, es könne ausgeschlossen werden, dass die geschilderten Erlebnisse bloss eingebildet seien. Die Vorinstanz würdigt als Nächstes die Aussagen des Beschwerdeführers. Dieser habe die Taten vollumfänglich bestritten. Seine Aussagen seien nicht grundsätzlich, jedoch bezüglich einzelner Punkte widersprüchlich. Zudem habe der Beschwerdeführer versucht, die Übergriffe zu verharmlosen und behauptet, dass die Beschwerdegegnerin ihn dazu aufgefordert habe, in die Badewanne zu steigen und sie im Intimbereich zu waschen. Es scheine jedoch wenig plausibel und konstruiert, dass ein fünf- bis siebenjähriges Mädchen so etwas tue. Weiter befasst sich die Vorinstanz mit sämtlichen Einwänden des Beschwerdeführers. Sie gelangt zum Schluss, es sei auffallend, dass der Beschwerdeführer ausweichend antworte und oft nicht auf die Fragen eingehe. Viele seiner Aussagen seien floskelhaft. Dazu führt die Vorinstanz verschiedene Beispiele an. Insgesamt seien die Aussagen des Beschwerdeführers nicht glaubhaft, teilweise widersprüchlich und nicht nachvollziehbar. Es könne daher nicht darauf abgestellt werden. Weiter gibt die Vorinstanz die Aussagen von C.________, der älteren Schwester der Beschwerdegegnerin, wieder. Ihr habe sich die Beschwerdegegnerin als Erstes anvertraut. Ihre Aussagen seien logisch, widerspruchsfrei und detailreich, jedoch nicht übertrieben. Sie habe den aufgewühlten Zustand der Beschwerdegegnerin beschrieben und konstant und widerspruchsfrei ausgesagt. Zudem habe sie auch bestätigt, dass die Beschwerdegegnerin nicht gern zum Vater gegangen sei und an den Besuchswochenenden oft krank wurde. Die Vorinstanz gelangt zum Schluss, dass ergänzend auf die Aussagen von C.________ abgestellt werden könne. Bezüglich B.________ erwägt die Vorinstanz, deren Aussagen seien vor dem Hintergrund zu würdigen, dass sie keine sehr guten Erinnerungen an die Ehe mit dem Beschwerdeführer habe. Sie habe aber zu Protokoll gegeben, der Beschwerdeführer sei kein schlechter Vater gewesen und sie habe ihm die Kinder mit gutem Gewissen anvertraut. Die Vorinstanz gelangt zum Schluss, die Aussagen von B.________ seien erlebnisbasiert und individuell durchzeichnet. Sie habe die Aussagen zeitlich und örtlich verknüpfen können und Nebensächlichkeiten erwähnt. Insgesamt seien ihre Aussagen wohl etwas übertrieben und nicht immer ganz nachvollziehbar. Es gebe aber keine Hinweise, dass B.________ die Anzeige eingereicht habe, um im Sorgerechtsstreit mit dem Beschwerdeführer einen Vorteil zu erlangen.