Citation: 1B_406/2021 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz führte im angefochtenen Beschluss aus, bezüglich des ersten Vorfalles vom 28. Mai 2018, der zur Eröffnung eines Verfahrens wegen Vergewaltigung, versuchter Vergewaltigung, sexueller Nötigung und Hausfriedensbruchs geführt habe, sei der Sachverhalt hinreichend abgeklärt. Der Sachverständige müsse deshalb zu diesem Vorfall keine Sachverhaltshypothesen aufstellen oder mögliche Eventualkonstellationen beurteilen. Am 28. März 2021, als sich der zweite Vorfall ereignet habe, habe man das Opfer B.________ polizeilich befragt. Auch hätten gleichentags Einvernahmen des Beschwerdeführers (aufgrund einer Delegation an die Polizei sowie anlässlich der Hafteröffnung) stattgefunden. Vor der Anordnung der Begutachtung seien ferner weitere Personen befragt worden, die das Rahmengeschehen vor und nach dem Vorfall sowie das Verhalten und die Reaktionen des Beschwerdeführers sowie des Opfers hätten beschreiben können (C.________ [Vater des Opfers], D.________ [Mutter des Opfers], E.________ [Freundin des Beschwerdeführers], F.________ [Kollegin des Opfers], G.________ [Kollege des Opfers] und H.________ [Ex-Freundin des Beschwerdeführers]). Ferner seien auch bereits die ärztlichen und forensisch-toxikologischen Untersuchungen durchgeführt worden. Zudem habe schon ein rechtsmedizinisches Gutachten zur körperlichen und gynäkologischen Untersuchung des Opfers erstellt werden können. Unter diesen Umständen sei auch der Sachverhalt betreffend den zweiten Vorfall hinreichend geklärt gewesen, um die psychiatrische Begutachtung anzuordnen. Im Übrigen sei im Gutachtensauftrag darauf hingewiesen worden, dass die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen seien und welche Sachverhaltselemente seitens des Beschwerdeführers bestritten würden.