Citation: 7B_482/2023 E. 4.2

4.2. Der Auffassung des Beschwerdeführers, es liege in objektiver Hinsicht keine grobe Verkehrsregelverletzung vor, kann nicht gefolgt werden. Dies ergibt sich aus den konkreten Tatumständen. Die Vorinstanz hält fest, am 15. Februar 2020, kurz nach Mitternacht, sei der Beschwerdeführer mit seinem Porsche Cayenne in der Stadt Luzern vom Schwanenplatz herkommend über die Seebrücke gefahren und habe gegen Ende der Seebrücke eine Geschwindigkeit von mindestens 75 km/h erreicht. Er habe sich auf der rechten Fahrspur befunden und sei dem auf der linken Fahrspur befindlichen Fahrzeug BMW des Mitbeschuldigten gefolgt. Bei der Einfahrt in die Pilatusstrasse hätten beide Fahrzeuge gebremst und seien bis zum Lichtsignal an der Pilatusstrasse 8 gefahren, wo sie nebeneinander am Rotlicht gewartet hätten. Der Beschwerdeführer habe sich hierbei nach wie vor auf der rechten und der Mitbeschuldigte auf der linken Fahrspur befunden. Als das Lichtsignal auf grün geschaltet habe, hätten beide stark beschleunigt. Entgegen der angezeigten Spurrichtung sei der Beschwerdeführer nicht in die Theaterstrasse abgebogen, sondern er sei dem Strassenverlauf der Pilatusstrasse folgend auf der Busspur bis zum Viktoriaplatz und weiter bis zur Kreuzung Pilatus-/Winkelriedstrasse gefahren. Dort habe er eine Geschwindigkeit von mindestens 70 km/h erreicht. Anschliessend sei er von der Polizei angehalten worden. Zum Zeitpunkt des Vorfalls hätten trockene Witterungsverhältnisse geherrscht. Aufgrund der Uhrzeit sei es dunkel gewesen. Das Strassenverkehrsaufkommen sei für diese Uhrzeit mässig gewesen. Es hätten sich weitere Fahrzeuge auf der Seebrücke und der Pilatusstrasse befunden, darunter auch Taxis und Busse der Verkehrsbetriebe Luzern. Es seien viele Fussgänger auf den Trottoirs unterwegs gewesen. Am Porsche des Beschwerdeführers hätten zu jenem Zeitpunkt Probleme mit dem Kühlsystem und dem Kurvenlicht links bestanden, die im Fahrerdisplay angezeigt worden seien. Sodann sei der Beschwerdeführer alkoholisiert gewesen, mit einem Alkoholisierungsgrad von 0.34 mg/l. Die Geschwindigkeitsüberschreitung habe er in einer unvorhersehbaren Dynamik zusammen mit dem Mitbeschuldigten begangen. Dabei hätten die Fahrzeuge abrupt gebremst und die Richtung gewechselt.