Citation: 5A_255/2020 E. 1

A.________ und ihr Bruder C.________ führen vor dem Regionalgericht Berner Jura-Seeland verschiedene "zivilrechtliche Auskunfts- und Informationsklagen" im Zusammenhang mit einer Erbstreitigkeit, u.a. auch das vorliegend interessierende Verfahren gegen die Bank D.________ "präparatorisch zur Einreichung einer Staatshaftungsklage gegen den Kanton Bern". Am 12. Dezember 2019 stellten sie in diesem Verfahren je ein Ausstandsgesuch gegen den verfahrensleitenden Gerichtspräsidenten B.________. Begründet wurde der Ausstand mit einem Verweis auf zwei andere Auskunftsverfahren gegen eine Versicherung und eine Bank, in welchen dieser die Klagen gestützt auf Art. 132 Abs. 2 ZPO zurückgewiesen hatte, was vom Obergericht des Kantons Bern auf Beschwerde hin korrigiert wurde (vgl. dazu insbesondere die Urteile 5A_573/2019 und 5A_574/2019 vom 11. Oktober 2019), und spezifisch damit, dass durch die Rückweisung jener Klagen ihre psychische Integrität in einer Weise verletzt worden sei, dass sie bei der Schlichtungsverhandlung vom 5. April 2019 in der Erbschaftsangelegenheit in der Wahrnehmung ihrer Rechte stark beeinträchtigt gewesen seien und einen für sie nachteiligen Vergleich abgeschlossen hätten, wofür ein Staatshaftungsprozess angestrengt werde (bzw. inzwischen eingeleitet worden sei), an dessen Ausgang der Beschwerdegegner ein persönliches Interesse habe, weshalb er auch bei der Beurteilung der vorliegend interessierenden Auskunftsklage gegen die Bank D.________ nicht meh r unbefangen sei. Mit separaten Entscheiden vom 3. Januar 2020 wies das Regionalgericht Berner Jura-Seeland (Gerichtspräsident E.________) die beiden Ausstandsgesuche ab. Zur Begründung hielt es fest, der unbestrittene und vom Obergericht behobene Verfahrensfehler in den beiden anderen Auskunftsverfahren (Rückweisung der Klagen gestützt auf Art. 132Abs. 2 ZPO) könne, zumal er massgeblich durch die schwer leserlichen, völlig unübersichtlichen und mit unnötigem Ballast sowie unmöglichen Anträgen angereicherten Klagen der Beschwerdeführer beeinflusst gewesen sei, nicht als schwere Verletzung der Richterpflichten bezeichnet werden und begründe deshalb für das vorliegend interessierende Verfahren keinen Anschein von objektiver Befangenheit im Sinn von Art. 47 Abs. 1 lit. f ZPO. Sodann sei mit Blick auf den kaum von Gewinnaussichten gekennzeichneten Staatshaftungsprozess auch kein persönliches Interesse des Beschwerdegegners an einem bestimmten Ausgang des vorliegend interessierenden Auskunftsverfahrens gegen die Bank D.________ erkennbar, welches ihn als befangen im Sinn von Art. 47 Abs. 1 lit. a ZPO erscheinen lassen könnte. Die je dagegen erhobenen Beschwerden wies das Obergericht des Kantons Bern mit zwei separaten Entscheiden vom 13. März 2020 ab, soweit es darauf eintrat; ferner schrieb es je das gegen Oberrichterin F.________ erhobene Ausstandsgesuch als gegenstandslos ab. Gegen diese Entscheide haben A.________ und C.________ am 2. bzw. 14. April 2020 beim Bundesgericht je eine gleichlautende, mehr als 150 Seiten umfassende Beschwerde eingereicht. Am 29. bzw. 30. April 2019 haben sie je eine "verbesserte und ergänzte" Beschwerde von über 120 Seiten eingereicht.