Citation: 4C.141/2001 24.08.2001 E. 4

4.- a) Zu prüfen bleibt, ob sich der Personenwagenlenker, obschon er die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit um mindestens 15 km/h überschritt, auf den Vertrauensgrundsatz berufen darf. Sofern die Übertretung zum Unfall beigetragen hat, ist ihm dies verwehrt. b) Das Kantonsgericht hat indes festgestellt, dass der Unfall auch bei Beachtung der Höchstgeschwindigkeit tödlich verlaufen wäre. Insoweit hat die Pflichtverletzung den Unfallablauf nicht beeinflusst. Den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz ist auch nicht zu entnehmen, dass der Traktorfahrer den Personenwagen erblickt hätte, wenn dieser sich an die Höchstgeschwindigkeit gehalten hätte, und die Klägerin macht nicht geltend, die Vorinstanz habe trotz entsprechender Vorbringen im kantonalen Verfahren diesbezüglich den Sachverhalt ungenügend abgeklärt. Der Autolenker hat somit entgegen der Auffassung der Vorinstanz nicht zum Unfallgeschehen beigetragen, weshalb er sich auf den Vertrauensgrundsatz berufen darf. Damit entfällt seine Haftung (Art. 59 Abs. 1 SVG).