Citation: 5A_933/2022 E. 1.4.2

1.4.2. Vor Bundesgericht erhebt der Beschwerdeführer mehrere Rügen, die den Anforderungen an die Ausschöpfung des Instanzenzuges nicht erfüllen, weshalb insofern auf die Beschwerde nicht einzutreten ist. 1.4.2.1. Er bestreitet die finanzielle Tragbarkeit der Unterhaltsbeiträge. Vor Bundesgericht macht er geltend, es sei willkürlich und im Ergebnis stossend, ihn zu verpflichten, mehr als sein monatliches Nettoeinkommen von Fr. 23'435.-- (vor Steuern) der Beschwerdegegnerin zu überweisen. Damit könne er seinen eigenen monatlichen Bedarf nicht aus dem regulären Erwerbseinkommen decken, sondern müsse diesen über den Bonus bestreiten, welcher nur quartalsweise ausbezahlt werde. Vor Obergericht hatte er sich zwar auch schon zur fehlenden Tragbarkeit der Unterhaltsbeiträge geäussert. Hingegen trug er diesbezüglich eine andere Argumentation vor. In Rz. 7 seiner Berufung hatte der Beschwerdeführer unter dem Titel "Vorbemerkungen" zwar ausgeführt, der Entscheid (des Bezirksgerichts) sei jenseits von Gut und Böse und stelle ihn, den Beschwerdeführer, vor existenzielle Probleme. Nicht nur sei gänzlich offen, wie er aus seinem derzeitigen monatlichen Nettoeinkommen von Fr. 23'435.-- (vor Steuern) den Unterhaltsbeitrag von Fr. 20'636.-- bezahlen solle, und dass sich im bezirksgerichtlichen Entscheid keine Überlegungen dazu fänden, sondern auch die Nachzahlung der Unterhaltsbeiträge sei finanziell völlig untragbar. In jenem Teil der Berufung, in welchem der Beschwerdeführer konkrete Rügen gegen den bezirksgerichtlichen Entscheid vorträgt, nahm er dieses Thema indes nicht mehr auf. Ob er damit im Berufungsverfahren überhaupt eine rechtsgenügliche Rüge erhoben hatte, ist zweifelhaft, kann aber offengelassen werden, denn es ist nicht ersichtlich, dass er vor Obergericht jene Gründe für seine Beanstandung vorgetragen hätte, die er im bundesgerichtlichen Verfahren formuliert. Damit brauchte das Obergericht sich nicht dazu zu äussern und hat es folglich das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers nicht verletzt. In der Sache ist nicht ersichtlich, dass erst der angefochtene Entscheid Anlass zur Rüge hätte geben können. Folglich ist mangels Ausschöpfung des Instanzenzuges auf die Willkürrüge nicht einzutreten. 1.4.2.2. Dasselbe Schicksal ereilt die Rüge, die Verpflichtung zur rückwirkenden Leistung von Unterhaltsbeiträgen wirkten sich vermögensbildend aus, was im offenkundigen und krassen Widerspruch zur - im Übrigen nicht näher bezeichneten - Rechtsprechung des Bundesgerichts stehe. Dem angefochtenen Entscheid ist nicht zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer diesen Einwand bereits im kantonalen Verfahren vorgetragen hätte, und er macht diesbezüglich keine Verletzung der Begründungspflicht (als Teilgehalt des Anspruchs auf rechtliches Gehör) geltend. Im Übrigen bildet die zuletzt gemeinsam geführte Lebenshaltung sowohl beim ehelichen wie auch beim nachehelichen Unterhalt den Ausgangspunkt für die Bestimmung des gebührenden Unterhalts beider Ehegatten und haben sie Anspruch auf Aufrechterhaltung des zuletzt gemeinsam gelebten Standards, sofern genügend Mittel zur Verfügung stehen. Gleichzeitig bildet der betreffende Standard - abgesehen von hier nicht gegebenen Umständen - auch die Obergrenze des gebührenden Unterhalts (BGE 147 III 293 E. 4.4). Der Beschwerdeführer behauptet nicht und legt nicht dar, inwiefern die der Beschwerdegegnerin zugesprochenen Unterhaltsbeiträge über dieser Obergrenze liegen sollen. Soweit die Beschwerdegegnerin seit der Aufhebung des gemeinsamen Haushalts zufolge zu tiefer Unterhaltsbeiträge nicht über jene Mittel verfügen konnte, auf welche sie grundsätzlich Anspruch hatte, kann der Beschwerdeführer aus dem Umstand, dass die rückwirkend zu leistenden Unterhaltsbeiträge möglicherweise angespart werden können, nichts zu seinen Gunsten ableiten. 1.4.2.3. Soweit der Beschwerdeführer sodann geltend macht, das Obergericht habe in willkürlicher Weise Steuern im Bedarf der Beschwerdegegnerin berücksichtigt, weil diese bei ihr nicht angefallen und effektiv von ihm bezahlt worden seien und aus diesem Grund höhere Steuerbeträge in seinem Bedarf hätten berücksichtigt werden müssen, zeigt er wiederum nicht auf und ist nicht ersichtlich, dass er diesen Einwand bereits vor Obergericht vorgetragen hätte. Ebenso wenig behauptet er, noch legt er dar, dass erst der angefochtene Entscheid zum Vortrag dieser Rüge Anlass gegeben hat.