Citation: I 349/02 03.12.2002 E. 6

Sodann ist die Beeinträchtigung in der Besorgung des Haushaltes zu prüfen. Die Vorinstanz hat das Ergebnis des im kantonalen Verfahren aufgelegten Gutachtens der Fachstelle für monetäre Haushaltbewertung vom 15. Februar 1999 ungeprüft zur Berechnung des Invaliditätsgrades übernommen. Diesem Vorgehen ist nicht zuzustimmen. Nach der Rechtsprechung unterliegen auch im Haushalt tätige Versicherte der im gesamten Sozialversicherungsrecht geltenden Schadenminderungspflicht (BGE 115 V 53; SVR 2001 IV Nr. 28 S. 88 Erw. 2b), welche etwa die zweckmässige Arbeitseinteilung, die Anschaffung geeigneter Haushaltseinrichtungen und -geräte sowie die Inanspruchnahme der Mithilfe von Familienangehörigen umfasst. Unterbleiben solche Vorkehren zur Schadenminderung, so wird die daraus resultierende Leistungseinbusse im hauswirtschaftlichen Bereich bei der Invaliditätsbemessung nicht berücksichtigt. Kann ein Versicherter wegen seiner Behinderung gewisse Haushaltarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Aufwand erledigen, so muss er in erster Linie seine Arbeit einteilen und in üblichem Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch nehmen. Der Mehraufwand ist für die Invaliditätsbemessung nur relevant, wenn der Versicherte während einer zumutbaren Normalarbeitszeit im Haushalt nicht mehr alle Arbeiten bewältigen kann und daher in wesentlichem Masse auf Fremdhilfe angewiesen ist (ZAK 1984 S. 135). Von der im Gutachten der Fachstelle für monetäre Haushaltbewertung ermittelten Beeinträchtigung in der Arbeitsleistung von 51 % der Beschwerdegegnerin kann ausgegangen werden. Indessen kann gestützt darauf nicht festgestellt werden, inwieweit durch organisatorische Massnahmen, Beschaffung von geeigneten Hilfsmitteln und zumutbare Mithilfe der Familienangehörigen die Auswirkungen des Gesundheitsschadens gemildert werden könnten (vgl. Meyer-Blaser, Rechtsprechung zum IVG, S. 222 f. mit Hinweisen). Die Vorinstanz hätte daher eine Schätzung vornehmen müssen, weshalb die Sache zu neuer Entscheidung an sie zurückzuweisen wäre. Da sich offensichtlich am Ergebnis nichts ändern würde, kann aus verfahrensökonomischen Gründen davon abgesehen werden. Denn zur Annahme, dass die Behinderung im Haushalt unter 12,5 % beträgt, was zu einem unter 40 % liegenden Invaliditätsgrad (und damit zur Verneinung des Rentenanspruchs) führen würde, besteht kein Anlass.