Citation: I 486/05 10.10.2005 E. 4

Zu prüfen bleibt die erwerbliche Seite. 4.1 Unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin an ihrer angestammten Arbeitsstelle im massgebenden Zeitpunkt des Rentenbeginns (1. September 2000) ohne Invalidität als Valideneinkommen mit einem Vollpensum einen Jahresverdienst von Fr. 79'609.- (= Fr. 6123.75 x 13) hätte erzielen können. 4.2 Nimmt die Versicherte wie vorliegend nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit auf, so können für die Ermittlung des hypothetischen Einkommens nach Eintritt der Invalidität (Invalideneinkommen) die so genannten Tabellenlöhne gemäss LSE herangezogen werden (BGE 126 V 76 f. Erw. 3b/bb). Hier ist wie üblich (vgl. z.B. BGE 126 V 81 Erw. 7a) von der Tabelle A1 ("Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftszweigen, Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes und Geschlecht. Privater Sektor") der LSE auszugehen. Unter den gegebenen Umständen hat das kantonale Gericht zutreffend die Ausbildung, die Arbeitserfahrung und die bisherige Erwerbstätigkeit der Beschwerdeführerin berücksichtigt. Dabei stellte es auf den Durchschnittslohn von Frauen mit Berufs- und Fachkenntnissen (LSE 2000 S. 31 TA1 Anforderungsniveau 3) in den Bereichen Sozialversicherung, Unterrichtswesen, Gesundheits- und Sozialwesen sowie sonstige öffentliche und persönliche Dienstleistungen (LSE 2000, a.a.O., Zeilen 75-93) ab, welcher bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden im Jahre 2000 monatlich Fr. 4845.- (= [Fr. 4895.- + Fr. 5532.- + Fr. 4966.- + Fr. 3985.-] / 4) betrug. Gegen die Mitberücksichtigung des Durchschnittslohnes aus dem Bereich Unterrichtswesen ist nichts einzuwenden, zumal die Versicherte nach Angaben der Dr. med. J.________ ab Sommer 2002 wieder angefangen hat, als Primarlehrerin einem achtjährigen Schüler Nachhilfeunterricht zu erteilen. Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, ihr sei der Beruf als Lehrerin gemäss Bericht der Abteilung für Psychosomatik des Spitals Z.________ vom 2. Mai 2003 nicht mehr zumutbar, steht diese Behauptung in direktem Widerspruch zu den tatsächlichen Verhältnissen. Bei Annahme einer im Jahr 2000 durchschnittlichen betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit in der öffentlichen Verwaltung, im Unterrichts- sowie im Gesundheits- und Sozialwesen von mindestens 41,6 Stunden (Die Volkswirtschaft 2005 Heft 7/8 S. 98 Tabelle B9.2 Zeilen L und N) entspricht dies einem Einkommen von monatlich Fr. 5039.- (= [Fr. 4845- : 40] x 41,6) und jährlich Fr. 60'468.- (= Fr. 5039.- x 12). Um den besonderen Einschränkungen der Versicherten (insbesondere der erhöhten Ermüdbarkeit mit Notwendigkeit einer Zweiteilung des Tagesarbeitspensums) Rechnung zu tragen, ist entgegen der Beschwerdeführerin unter Berücksichtigung der gesamten Umstände des Einzelfalles ein Abzug von höchstens 5 % (vgl. BGE 126 V 79 ff. Erw. 5b) zu rechtfertigen, sodass in den Verweisungstätigkeiten mit einem Vollpensum ein Jahreseinkommen von Fr. 57'445.- (= Fr. 60'468.- x 0,95) erzielbar wäre. Bei einer Restarbeitsfähigkeit von 50 % resultiert im Ergebnis ein trotz Gesundheitsschadens zumutbares Erwerbseinkommen (Invalideneinkommen) von Fr. 28'723.- (= Fr. 57'445.- x 0,5). 4.3 Aus der Gegenüberstellung dieses Invalideneinkommens auf der einen und des Valideneinkommens von Fr. 79'609.- (Erw. 5.1 hievor) auf der andern Seite ergibt sich ein Mindereinkommen von Fr. 50'886.- (= Fr. 79'609.- - Fr. 28'723.-) und gerundet (vgl. BGE 130 V 121) ein Invaliditätsgrad von 64 % (= [Fr. 50'886.- / Fr. 79'609.-] x 100). Demnach steht der Versicherten mit Wirkung ab 1. September 2000 eine halbe und ab In-Kraft-Treten der 4. IV-Revision am 1. Januar 2004 (Erw. 1.2 hievor) eine Dreiviertelsrente zu. Der angefochtene Entscheid ist daher im Ergebnis nicht zu beanstanden.