Citation: 4A_432/2023 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz hielt fest, dass das vom Beschwerdeführer gestellte Begehren aussichtslos erscheine und daher die unentgeltliche Rechtspflege nicht zu gewähren sei. Im Wesentlichen ging sie davon aus, der Beschwerdeführer habe kein schutzwürdiges Interesse an der gerichtlichen Feststellung der Nichtigkeit des ausserordentlichen Generalversammlungsbeschlusses, weshalb auf die Berufung aller Voraussicht nach nicht eingetreten werden könne. Der Beschwerdeführer sei zwar nach wie vor Eigentümer der Aktien. Über sein gesamtes in Österreich und der Schweiz gelegenes Vermögen sei jedoch der Konkurs eröffnet worden. Er könne daher aktuell nicht mehr über seine Aktien verfügen. Im Gegensatz zum Pfandschuldner, der ein fortgesetztes Interesse am Schicksal seiner Gesellschaft habe, stehe für den Gemeinschuldner fest, dass die Verbindung zwischen ihm und der Gesellschaft definitiv beendet werde. Diese von der Pfandsituation abweichende Interessenlage rechtfertige es, dass nicht nur die Vermögensrechte, sondern auch die Mitwirkungsrechte (insbesondere das Stimmrecht) durch die Konkursverwaltung ausgeübt werden. Es stehe somit fest, dass dem Beschwerdeführer die mit dem Aktienbesitz verbundenen Vermögens- und Mitwirkungsrechte nicht mehr zustünden und er diese Rechte definitiv verlieren werde, wenn die Aktien in den in Österreich und in der Schweiz eröffneten Konkursverfahren verwertet werden. Unter diesen Umständen habe der Beschwerdeführer kein aktuelles und praktisches Interesse mehr an der Feststellungsklage. Zudem sei vorliegend nicht ersichtlich und werde vom Beschwerdeführer auch nicht nachgewiesen, inwiefern die Klage der Wahrung der Gesellschaftsinteressen der Verfahrensbeteiligten dienen könnte. Dies umso mehr, als der Beschwerdeführer und D.________ im Aktionärbindungsvertrag vom 19. April 2021 für den Fall der Konkurseröffnung über eine Partei ein Kaufrecht vereinbart hätten und D.________ dieses Recht offenbar ausüben wolle.