Citation: 5A_44/2023 E. 3.2

3.2. Das Kantonsgericht hat dazu erwogen, der Umstand, dass die Unterzeichnung eines Darlehens und einer Vereinbarung betreffend "Handel Dienstleistungen" in der Vollmacht nicht explizit erwähnt werde, spreche nicht zwingend dafür, dass C.________ hierzu nicht ermächtigt gewesen wäre, weil einerseits im Einleitungssatz dem Wortlaut nach von einer umfassenden Bevollmächtigung für sämtliche Rechtsgeschäfte ("all legal acts") innerhalb der Schweiz gesprochen werde und andererseits, die spezifisch genannten Rechtsgeschäfte lediglich als beispielhafte Aufzählung ("in particular") zu verstehen seien. Aufgrund der in der Vollmacht verwendeten Systematik (allgemeine Ermächtigung mit beispielhafter Aufzählung einzelner Rechtsgeschäfte) habe der Beschwerdegegner davon ausgehen dürfen, dass die Unterzeichnung der fraglichen Vereinbarung von der Vollmacht gedeckt sei. Schliesslich äussert sich der angefochtene Entscheid zur Unterscheidung zwischen "Agency" und "Republic of Uzbekistan". Allein die Verwendung dieser Ausdrücke lasse nicht den Schluss zu, dass es sich um unterschiedliche Rechtssubjekte handle, zumal die besagte Vollmacht gerade von einer dieser "Agencies" ausgestellt worden sei, was zumindest dafür spreche, dass es sich dabei um eine staatliche Stelle handeln dürfte. Auch erkläre die Beschwerdeführerin nicht, wie sich die fragliche Unterscheidung auf die Ermächtigung von C.________ zum Abschluss der beiden Rechtsgeschäfte - also das Darlehen und die Vereinbarung betreffend "Handel Dienstleistungen" - auswirken soll. Wohl möge der Umstand, dass ein Staat ein Darlehen bei einer Privatperson aufgenommen haben soll, um Steuerschulden zu bezahlen, zumindest ungewöhnlich erscheinen. Jedoch habe die Beschwerdeführerin nicht bestritten bzw. gar selber dargelegt, dass sie im Jahr 2004 tatsächlich Steuerschulden in der Höhe von Fr. 276'000.-- gehabt habe.