Citation: 8C_440/2023 E. 5.1

5.1. Im Gutachten vom 8. Dezember 2017 erachteten es die Sachverständigen als "wenig zweifelhaft", dass die Beschwerdeführerin sowohl "vor dem Unfall vom 25. April 2014 als auch danach und auch aktuell" an einem CRPS am linken Unterschenkel und Fuss gelitten habe und leide, dies vor dem Hintergrund einer anzunehmenden Prädisposition für solche Entwicklungen bei bekanntem CRPS an der linken Hand. Wie sich zudem bereits aus der vorinstanzlichen Zusammenfassung des Gutachtens ergibt, gingen sie auch von einem Zusammenhang zwischen dem Unfall vom 25. April 2014 und dem CRPS aus (vgl. vorne E. 4.1). Nichts anderes lässt sich ihren Antworten zu den Kausalitätsfragen auf Seite 98 ff. des Gutachtens entnehmen, wo sie unter anderem festhielten, dass "ein CRPS l [...] an der linken unteren Extremität [...] ohne den Unfall vom 25. April 2014 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht aufgetreten wäre", die Prädisposition "nicht sensu strictu als unfallfremder Faktor zu interpretieren" sei und der Unfall "kaum wegzudenken" sei, auch wenn ein wesentlicher Teil der aktuell geklagten Beschwerden auf den Unfall vom 13. Juni 2008 zurückzuführen sei. Im Rahmen der ergänzenden Stellungnahme vom 7. Februar 2020 vertraten die Gutachter demgegenüber auf Seite 33 nunmehr die Auffassung, weder in den neu beigezogenen noch in den bereits bekannten, aber nochmals analysierten Akten fänden sich Anhaltspunkte für die Diagnose eines CRPS für die Zeit vor dem 2. Oktober 2015. Unter Berücksichtigung der im Gutachten und der ergänzenden Stellungnahme erwähnten Fakten sei die Therapie der Beschwerdeführerin nicht wegen einer gesundheitlichen Störung erfolgt, die in einem überwiegend wahrscheinlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 25. April 2014 stehe.