Citation: 9C_795/2015 E. 3.3

3.3. Die Voraussetzungen für die Wiedererwägung einer formell rechtskräftigen Verfügung, wie sie vom Bundesgericht in ständiger Rechtsprechung umschrieben werden (E. 2 hievor), sind im vorliegenden Fall nicht erfüllt. Es trifft zwar zu, dass die ursprüngliche Invalitätsbemessung der Verwaltung gewisse Fragen aufwirft, wie die Vorinstanz festgestellt hat. Die Tatsache, dass die IV-Stelle für die Verfügung vom 20. November 2008 als Valideneinkommen das Einkommen herangezogen hat, das der Beschwerdeführer während einer kurzen Zeitspanne selbstständiger Erwerbstätigkeit verdient hat, bewirkte jedoch keine zweifellose Unrichtigkeit der damaligen Rentenverfügung. Dem Lohnausweis für die Steuererklärung der B.________ GmbH vom 31. Dezember 2003 ist zu entnehmen, dass der Versicherte im Jahr 2003 einen Bruttolohn von Fr. 102'916.- erzielt hat, während er im Jahr 2002 gemäss dem entsprechenden Lohnausweis Fr. 98'490.- verdient hat. Diese Beträge liegen nicht wesentlich unter dem von der IV-Stelle in der Verfügung vom 20. November 2008 als massgebendes Valideneinkommen betrachteten Lohn von Fr. 104'000.-. Von zweifelloser Unrichtigkeit der Verfügung kann unter diesem Gesichtswinkel somit nicht gesprochen werden. Dass in der Verfügung vom 20. November 2008 das Invalideneinkommen des Beschwerdeführers gestützt auf die Tabellenlöhne gemäss Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) festgelegt wurde, vermag entgegen den Ausführungen der Vorinstanz ebenfalls keine Wiedererwägung der rechtskräftigen Verfügung zu begründen. Wie der Beschwerdeführer zu Recht einwendet, verfügt er über keine reguläre Berufsausbildung. Der Umstand, dass er eine lange Erfahrung als Bodenleger aufweist, lässt das Abstellen auf Anforderungsniveau 4 nicht als zweifellos unrichtig erscheinen, zumal er gerade diese Erwerbstätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr auszuüben vermag. Dass der Einkommensvergleich seinerzeit auch mit anderen Zahlen hätte durchgeführt werden können, wie sie die Vorinstanz als massgeblich erachtet hat, ist nicht ausgeschlossen, genügt jedoch nicht, um die ursprüngliche Verfügung als zweifellos unrichtig erscheinen zu lassen. Die Invaliditätsbemessung erscheint vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung gemäss Verfügung vom 20. November 2008 darbot, als vertretbar (E. 2 hievor).