Citation: 1C_406/2023 E. 4.1

4.1. Das rechtliche Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) verlangt, dass die Behörde die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen tatsächlich hört, prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung der Behörde, ihren Entscheid zu begründen. Dabei ist es nicht erforderlich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken (BGE 146 II 335 E. 5.1 mit Hinweisen). Die Begründung der angefochtenen Verfügung ist äusserst knapp ausgefallen. Angaben zu den massgeblichen tatsächlichen Gründen fehlen nahezu vollständig. In rechtlicher Hinsicht wird zwar § 70 VRG genannt, wonach der (Verwaltungsgerichts-) Beschwerde die aufschiebende Wirkung nur zukommt, wenn der Präsident oder der Instruktionsrichter sie verfügt. Wie die Vorinstanz zum Schluss gelangt, die Beschwerde sei offensichtlich aussichtslos, wird nicht näher ausgeführt. Ebenso wenig wird in tatsächlicher Hinsicht dargelegt, weshalb die Vorinstanz bei den allein streitgegenständlichen Stützmauerabschnitten 6 und 7 davon ausgeht, es sei Gefahr im Verzug. Zwar werden bei verfahrensleitenden Verfügungen betreffend aufschiebende Wirkung tiefere Anforderungen an die Begründungspflicht gestellt (Urteil 1C_262/2023 vom 4. September 2023 E. 2.4 mit Hinweis; REGINA KIENER, in: Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, 2. Aufl. 2019, N. 24 zu Art. 55). Dennoch muss sich die betroffene Person Rechenschaft darüber geben können, weshalb ihrem Gesuch nicht entsprochen wird (vgl. Urteil 2C_629/2014 vom 28. Oktober 2014 E. 2). Ob vorliegend eine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV zu bejahen ist, kann indes offenbleiben, weil die Beschwerde bereits aus einem anderen Grund gutzuheissen ist.