Citation: 1B_288/2019 E. 4.3

4.3. Aus dem Ausgeführten folgt, dass die Anlasstat entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers als Vortat zu berücksichtigen ist, sofern mit ausreichender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, dass der Beschuldigte diese begangen hat (vgl. bspw. Urteil 1B_322/2014 vom 9. Oktober 2014 E. 3). Das Obergericht hat in Bezug auf den Vorfall vom 5. Januar 2019 festgestellt, dass das Geständnis des Beschwerdeführers die Straftatbestände der einfachen Körperverletzung und des Raufhandels oder Angriffs (Art. 123, 133 und 134 StGB) umfasse. Zudem sei eine weitere Strafuntersuchung hängig, in welcher dem Beschwerdeführer vorgeworfen werde, sich am 1. April 2017 an einer Schlägerei im Hauptbahnhof Zürich beteiligt zu haben. Er habe nach Vorhalt einer Videoaufnahme eingestanden, den Geschädigten im Bereich des Halses, des Bauchs und auch ins Gesicht geschlagen zu haben. Der Beschwerdeführer bestreitet diese Feststellungen nicht. Zu Recht ging das Obergericht gestützt darauf davon aus, dass das Vortatenerfordernis erfüllt sei und im eingestandenen Vorgehen zudem eine erhebliche Gefährlichkeit und ein beachtliches Gewaltpotenzial zum Ausdruck komme.