Citation: U 335/00 30.07.2001 E. 2

2.- Gemessen an den in Erw. 1 dargelegten Grundsätzen durfte das kantonale Gericht - entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers - ohne Verletzung von Beweiswürdigungspflichten davon ausgehen, dass ein Sturz auf den Kopf nicht mit dem Beweisgrad der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist, hat doch der Beschwerdeführer - wie aus den Akten hervorgeht - 1 ½ Jahre nach dem Unfall seine Sachverhaltsschilderung geändert. Die vom Beschwerdeführer beantragte Einvernahme der Ehefrau als Zeugin zu diesem Punkt erübrigt sich, käme ihrer Befragung nach mehr als fünf Jahren seit dem Unfall und nebst den bereits dokumentierten Unfallbeschreibungen wenig Aussagekraft zu. Eine solche antizipierte Beweiswürdigung ist zulässig und verstösst insbesondere nicht gegen Verfassungsrecht, wie die ständige Rechtsprechung zu Art. 4 Abs. 1 aBV zeigt (BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. 1d mit Hinweis). Diese Rechtsprechung gilt auch unter der Herrschaft von Art. 29 Abs. 2 der auf den 1. Januar 2000 in Kraft getretenen neuen BV, welche Bestimmung betreffend den verfassungsmässigen Anspruch auf rechtliches Gehör keine beweisrechtlich erhebliche Änderungen bringt (vgl. Urteil S. vom 8. Februar 2000, I 362/99). Daher kann vorliegend offen bleiben, in welchen Rechtsanwendungslagen die neue BV intertemporalrechtlich zum Zuge kommt. Eine zusätzliche neurologische Abklärung war sodann - wie die SUVA zu Recht ausführt - nicht notwendig. Unnötig war sie zum einen aufgrund des Sachverhaltes, wie er sich im Zeitpunkt des Unfalles präsentierte, zum andern aufgrund der Tatsache, dass der Beschwerdeführer während über einem Jahr nach dem Unfall keine Beschwerden im Zusammenhang mit dem Kopf geltend gemacht hatte und die neurologische Abklärung am Spital X.________ vom 24. Dezember 1996 eine traumatische Genese als unwahrscheinlich bezeichnet hatte. Schliesslich kann gestützt auf die oben dargelegten Beweiswürdigungsgrundsätze entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers aus dem Bericht des Dr. med. M.________ vom 10. April 1999 kein Sturz auf den Kopf abgeleitet werden (RKUV 1990 Nr. U 86 S. 51 Erw. 2).