Citation: U 43/01 22.02.2002 E. 4

4.- Die dagegen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgebrachten Argumente sind nicht stichhaltig: a) Aus dem Arztzeugnis des Dr. med. K.________ vom 14. Januar 1996 über die Erstbehandlung vom 21. November 1995 lässt sich nicht ableiten, es hätten keine Schmerzen an der HWS vorgelegen, standen doch damals offensichtlich die Prellungen am rechten Oberarm und Bein im Vordergrund. Dr. med. R.________, der die Versicherte erstmals am Tag nach dem Unfall behandelte, erwähnt im Arztzeugnis vom 4. Dezember 1997 ausdrücklich "Schmerzen in der HWS". Die letztinstanzlich erstmals erhobene Behauptung, diese Beschwerden seien erst nach Ablauf der von der Rechtsprechung als massgebend bezeichneten Latenzzeit (RKUV 2000 Nr. U 359 S. 29 ff., Nr. U 392 S. 307 f.) aufgetreten, ist unbegründet. b) Gemäss der übereinstimmenden Diagnose mehrerer Ärzte hat die Versicherte ein HWS-Distorsionstrauma erlitten (Arztzeugnis UVG des Dr. med. R.________ vom 4. Dezember 1995 und weitere Stellungnahmen dieses Arztes; Gutachten des Dr. med. T.________ vom 6. Juni 1997; Bericht der Rheuma- und Rehabilitationsklinik vom 31. März 1998; Gutachten des Dr. med. Y.________ vom 18. August 1998). Der entsprechende Nachweis ist daher mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 Erw. 5b, 125 V 195 Erw. 2, je mit Hinweisen) erbracht. Ob ein entsprechendes pathologisch-anatomisches Korrelat vorliegt, ist unter diesen Umständen unerheblich. Ebenso ist hinreichend dokumentiert, dass die Versicherte an einem posttraumatischen zervikocephalen Syndrom leidet (Gutachten des Dr. med. T.________ vom 6. Juni 1997; Bestätigung des Dr. med. B.________ vom 22. November 1997; Bericht der Rheuma- und Rehabilitationsklinik vom 31. März 1998; Gutachten des Dr. med. Y.________ vom 18. August 1998; Stellungnahme des Dr. med. Z.________ vom 15. März 1999; Bericht der Klinik vom 10. Juni 1999; Schreiben des Dr. med. B.________ vom 5. Juli 1999; Schreiben des Dr. med. A.________ vom 20. September 2000). c) Es spricht nicht gegen das Vorliegen einer Verletzung der HWS, dass sich der Zustand der Beschwerdegegnerin 1 rund zweieinhalb Jahre nach dem Unfall verschlechtert hat. In diesem Zusammenhang könnte höchstens interessieren, ob für die Verschlechterung unfallfremde Faktoren in Frage kommen. Die Versicherte war jedoch vor und nach einer offenbar am 24. März 1998 eingetretenen Grippe, welche zu einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % bis 5. April 1998 führte (Aktennotizen des Schadeninspektors der Beschwerdeführerin vom 30. März und 7. April 1998), ab dem 26. Januar 1998 unfallbedingt zu 100 % arbeitsunfähig (Arztzeugnis des Dr. med. B.________ vom 19. Juni 1998). Für andere unfallfremde Ursachen der Beschwerden bestehen keine Anhaltspunkte. d) Nach Lage der Akten steht beim aktuellen Beschwerdebild nicht eine psychische Problematik, sondern ein zervikocephales Syndrom im Vordergrund (vgl. die unter Erw. 4b hievor angeführten ärztlichen Berichte). Die Voraussetzungen, unter welchen die Adäquanz des Kausalzusammenhangs trotz des Vorliegens eines Schleudertraumas der HWS oder einer einem solchen äquivalenten Verletzung nach den für psychische Fehlentwicklungen geltenden Regeln (BGE 115 V 133) zu beurteilen wäre (BGE 123 V 99 Erw. 2a), sind daher nicht erfüllt. Die Vorinstanz hat diese Beurteilung zu Recht auf Grund der Praxis zu den Schleudertraumen der HWS und äquivalenten Verletzungen (BGE 117 V 359) vorgenommen. e) Die vorinstanzliche Feststellung, die von der Rechtsprechung entwickelten unfallbezogenen Kriterien (BGE 117 V 367) seien in gehäufter Weise erfüllt, ist nicht zu beanstanden: Die erlittene HWS-Distorsion hat unter den gegebenen Umständen als Verletzung besonderer Art zu gelten. Körperliche Dauerbeschwerden in Form von Kopfschmerzen sind durch ärztliche Aussagen, insbesondere den Bericht der Klinik vom 10. Juni 1999, hinreichend dokumentiert. Gleiches gilt für das Kriterium der langen Dauer der ärztlichen Behandlung, war eine solche doch jedenfalls bis in das Jahr 1999 hinein notwendig, und des schwierigen Heilungsverlaufs. Die erforderliche Häufung erfüllter Kriterien ist damit gegeben, auch wenn, abweichend von der Vorinstanz, davon ausgegangen wird, es liege keine ärztliche Fehlbehandlung vor, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert habe. Das kantonale Gericht hat daher die Adäquanz des Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis vom 21. November 1995 und den über den 31. Oktober 1998 hinaus fortbestehenden Beschwerden zu Recht bejaht.