Citation: 8C_919/2014 E. 4.3

4.3. Vorliegend hat die Kasse der Versicherten eine Rahmenfrist für den Leistungsbezug vom 25. Oktober 2004 bis 24. Oktober 2006 eröffnet. Damit steht fest und ist unbestritten, dass sie ab 25. Oktober 2004 sämtliche Anspruchsvoraussetzungen im Sinne von Art. 8 Abs. 1 AVIG als erfüllt erachtete. Am 16. Dezember 2004 verfügte die Kasse eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG zufolge selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit, ohne die Anspruchsberechtigung an sich in Frage zu stellen. Auf die Anfrage der SUVA vom 20. April 2005, ob das Datum in der Unfallmeldung, wonach vor dem Unfall letztmals am 29. Oktober 2004 die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt gewesen seien, definitiv sei oder ob es darüber hinaus noch zu Taggeldzahlungen kommen könne, antwortete die Kasse gleichentags, die Versicherte habe für die Monate November und Dezember 2004, während denen sie sich im Ausland aufgehalten habe, das Formular "Angaben der versicherten Person" nicht eingereicht. Vermutlich habe sie nicht bedacht, dass der Versicherungsschutz (Unfall) bei der Arbeitslosenkasse auch nach 30 Tagen erlösche, wenn kein Anspruch mehr vorhanden sei oder kein Anspruch gestellt werde. Sie hätte sich also über die Krankenversicherung gegen Unfall versichern müssen oder eine separate Unfallversicherung oder Reiseversicherung abschliessen müssen. Das Datum der letzten Auszahlung am 29. Oktober 2004 sei definitiv. Es kann offen bleiben, welcher Bedeutungsgehalt dieser Mitteilung beizumessen ist. Denn laut Abklärungsprotokoll der Arbeitslosenkasse vom 1. April 2005 rechnete diese nach rechtzeitig erfolgter Unfallmeldung ab 22. Januar 2005 wieder ab. Am 1. April 2005 stellte die Versicherte der Kasse für die Monate Januar und Februar 2005 das Formular "Angaben der versicherten Person" zu. Mit Abrechnung vom 20. April 2005 richtete die Behörde für diese beiden Monate Taggelder aus.