Citation: 7B_476/2023 E. 2.4

2.4. Die Vorinstanz geht methodisch korrekt vor, indem sie eine Einsatzstrafe für das schwerste Delikt festsetzt und diese anhand der weiteren Delikte erhöht. Der Argumentation des Beschwerdeführers, er habe einen einzigen, generellen Veruntreuungsvorsatz gefasst, ist kein Erfolg beschieden. Denn damit stellt er die Verurteilung wegen mehrfacher Tatbegehung und die von der Vorinstanz korrekt gehandhabte Anwendung von Art. 49 Abs. 1 StGB in Frage, ohne seine Beschwerde rechtsgenüglich zu begründen. Dass der Asperationsfaktor bzw. die konkrete Erhöhung der Einsatzstrafe für die weiteren Delikte unangemessen hoch wäre, trifft nicht zu. Die Vorinstanz berücksichtigt dabei zutreffend den Deliktsbetrag, die sehr hohe kriminelle Energie, eine gewisse Kaltblütigkeit sowie die rein pekuniären Beweggründe des Beschwerdeführers. Den zeitlichen und sachlichen Zusammenhang gewisser Delikte lässt die Vorinstanz in vertretbarer Weise in den von ihr gewählten Asperationsfaktor einfliessen und unterscheidet hierfür zwischen den einzelnen Delikten. Auch das Doppelverwertungsverbot (vgl. dazu BGE 142 IV 14 E. 5.4; 141 IV 61 E. 6.1.3; Urteil 6B_496/2020 vom 11. Januar 2021 E. 3.6.2; je mit Hinweisen) verletzt die Vorinstanz nicht, wenn sie das Tatverschulden innerhalb des Strafrahmens gewichtet. Weiter bezieht sie die Eigenschaft des Beschwerdeführers als Treuhänder und den damit einhergehenden schweren Vertrauensbruch in ihre Überlegungen mit ein. Dies ist zulässig, zumal auch Personen ohne diese Eigenschaft eine Veruntreuung begehen können (vgl. BGE 143 IV 297 E. 1.3; 133 IV 21 E. 6.2; je mit Hinweisen). Soweit der Beschwerdeführer sein eigenes Verhalten mit der angeblichen Leichtfertigkeit der Geschädigten zu bagatellisieren versucht bzw. eine geringere Straferhöhung fordert, ist ihm nicht zu folgen. Einerseits treffen die Vorinstanz und die erste Instanz, deren Schuldsprüche teilweise rechtskräftig geworden sind, keine entsprechenden Feststellungen, andererseits würde eine allfällige Leichtfertigkeit der Geschädigten nichts an der Vertrauensposition des Beschwerdeführers ändern, welche in seiner besonderen Eigenschaft als Treuhänder begründet liegt. Sowohl die Höhe der einzelnen Deliktsummen wie auch die (teilweisen) Rückzahlungen bezieht die Vorinstanz ermessenskonform in die Strafzumessung ein. Ebenso wenig ersichtlich ist, weshalb Delikte, welche der Beschwerdeführer zur Verdeckung anderer Straftaten begangen haben will, weniger schwer wiegen sollten. Damit hat er die Anzahl Geschädigter und den Deliktsbetrag vergrössert. Die in diesem Zusammenhang vorgebrachte Argumentation, der Beschwerdeführer sei zur Deliktsbegehung "gezwungen" gewesen, ist haltlos. Dem angefochtenen Urteil lässt sich nichts dergleichen entnehmen. Nicht zu folgen ist dem Beschwerdeführer, soweit er sinngemäss ausführt, die Deliktsbegehung zum Nachteil einer Stockwerkeigentümergemeinschaft sei weniger gravierend zu werten, da sich der Deliktsbetrag auf mehrere Personen verteile, zumal bei einer solchen Deliktsbegehung die Zahl der Geschädigten steigt. Die Vorinstanz war zudem nicht verpflichtet, die vom Beschwerdeführer genannten Umstände bei der Asperation wesentlich mehr zu seinen Gunsten zu werten. Dass der Beschwerdeführer die Strafzumessungsfaktoren anders gewichtet als die Vorinstanz, liegt in der Natur der Sache, begründet aber für sich keine Bundesrechtsverletzung (vgl. Urteile 7B_240/2022 vom 1. Februar 2024 E. 5.2.3; 6B_1397/2019 vom 12. Januar 2022 E. 3.4, nicht publ. in: BGE 148 IV 89). Nicht stichhaltig sind die weiteren Ausführungen des Beschwerdeführers zur geforderten geringfügigeren Asperation wegen der Urkundendelikte sowie des Betrugs gemäss Ziff. 31.1 des angefochtenen Urteils. Soweit sich der Beschwerdeführer diesbezüglich mit dem angefochtenen Urteil hinreichend auseinandersetzt (Art. 42 Abs. 2 BGG), zeigt er keine Ermessensverletzung durch die Vorinstanz auf. In Bezug auf den Betrug gemäs s Ziff. 31.2 des angefochtenen Urteils berücksichtigt die Vorinstanz nicht bloss den als Provision ertrogenen Deliktsbetrag von Fr. 100'000.--, sondern auch den erheblichen Kollateralschaden von Fr. 520'000.-- (Bilanzverlust zufolge Liegenschaftsverkaufs) zum Nachteil einer Privatperson, welche dem Beschwerdeführer blind vertraute, der deutschen Sprache nicht mächtig war und praktisch nicht lesen und schreiben konnte. Die vom Beschwerdeführer angeführten Urteile sind nicht mit dem vorliegenden Sachverhalt vergleichbar. Daraus kann er nichts zu seinen Gunsten ableiten. Dem Beschwerdeführer ist auch nicht zu folgen, soweit er hinsichtlich der einzelnen Delikte eine eigene Strafzumessung vornimmt und Überlegungen zu den aus seiner Sicht angemessenen Straferhöhungen präsentiert. Dies gilt namentlich, soweit er diesbezüglich unverbindliche Referenzsachverhalte aus den Richtlinien für die Strafzumessung des Verbands Bernischer Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte (VBRS-Richtlinien) anruft (zur Unverbindlichkeit dieser Richtlinien für die Strafgerichte vgl. Urteile 6B_667/2020 vom 3. Februar 2021 E. 1.3.3 und 6B_144/2018 vom 21. März 2019 E. 3.2 mit Hinweisen). Damit vermag er die vorinstanzliche Strafzumessung nicht als missbräuchlich auszuweisen, soweit er sich mit dieser überhaupt rechtsgenüglich befasst.