Citation: 6B_278/2017 E. 2.4.1

2.4.1. Die Vorinstanz erwägt, die Beschwerdeführer seien nicht nur verpflichtet, ihre Mitarbeiter über die Bestimmungen der Arbeitssicherheit zu instruieren, sondern hätten gestützt auf Art. 6 des Bundesgesetzes vom 13. März 1964 über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel (Arbeitsgesetz, ArG; SR 822.11) und Art. 6 Abs. 3 der Verordnung vom 19. Dezember 1983 über die Verhütung von Unfällen und Berufskrankheiten (Verordnung über die Unfallverhütung, VUV; SR 832.30) auch die Pflicht, die Instruktion durch Überwachung und Kontrolle ihrer Mitarbeiter durchzusetzen. Sie gelangt nach Würdigung der teilweise entgegengesetzten Aussagen der Parteien und der Zeugen zur Frage der Überwachung zum Schluss, dass im Unternehmen der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Unfalls keine effektive Durchsetzung der Sicherheitsvorschriften erfolgte, Kontrollen wenn überhaupt nicht systematisch vorgenommen wurden und allfällige Stichproben keine konsequente Beseitigung der gegebenenfalls festgestellten Missachtung von Sicherheitsvorschriften zur Folge gehabt hätten. Dies habe im Ergebnis dazu geführt, dass die Mitarbeiter in der Praxis nach eigenem Gutdünken über die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften entschieden hätten, ohne im Falle der Nichteinhaltung Konsequenzen befürchten zu müssen. Damit hätten die Beschwerdeführer ihre Sorgfaltspflicht zur Überwachung der Einhaltung der Sicherheitsvorschriften verletzt. Hinweise darauf, dass sich der Beschwerdegegner auch bei pflichtgemässem Verhalten der Beschwerdeführer nicht an die Sicherheitsvorschriften gehalten hätte, seien keine ersichtlich (angefochtenes Urteil E. 3.1.2 S. 14 ff.).