Citation: 5A_777/2015 E. 2.3

2.3. In rechtlicher Hinsicht hat die Vorinstanz die zwangsvollstreckungsrechtliche Praxis angewendet, dass dem Schuldner jene familienrechtlichen Unterhaltspflichten an ausserhalb seines Haushalts lebende Angehörige in seinem Notbedarf angerechnet werden, die er in der letzten Zeit vor der Pfändung regelmässig und belegbar erfüllt hat, falls darauf vertraut werden kann, dass er sie weiterhin erfüllen wird (vgl. Ziff. 4 der Richtlinien der Konferenz der Betreibungs- und Konkursbeamten der Schweiz vom 1. Juli 2009 für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums [Notbedarf] nach Art. 93 SchKG). Sie hat zutreffend erwogen, dass der Zuschlag bei ungenügendem Nachweis nicht gewährt werden dürfe (s. dazu BGE 111 III 13 E. 4 S. 15). Als Indiz für die regelmässige Erfüllung einer monatlichen Leistung gelte nach ihrer Praxis die vollständige Bezahlung mindestens während der drei letzten Monate vor der Pfändung. Gründe, weshalb im konkreten Fall von diesen bundesrechtskonformen Grundsätzen abgewichen werden müsste, sind nicht ersichtlich. Ausgehend von den verbindlichen Feststellungen, dass der Beschwerdegegner die Unterhaltsbeiträge in den letzten Monaten vor dem Pfändungsvollzug vom 23. April 2015 regelmässig bezahlt hat und keine konkreten Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass dies zukünftig nicht mehr der Fall sein werde (s. E. 2.2), kann der Vorinstanz keine bundesrechtswidrige Ausübung des ihr zustehenden Ermessens angelastet werden, wenn sie die Unterhaltsverpflichtung von Fr. 1'071.35 im Existenzminimum des Beschwerdegegners berücksichtigt hat. Der festgestellte Alimentenausstand für den Monat November 2014 vermag daran nichts zu ändern. Die Rüge ist demnach unbegründet.