Citation: 8C_600/2023 E. 5.2.1

5.2.1. Es trifft zu, dass weder die IV-Stelle noch die Vorinstanz differenziert haben, welche der vom Beschwerdeführer genannten, von der Assistentin verrichteten Arbeiten an dessen Stelle vorgenommen werden und welche es ihm überhaupt erst ermöglichen, seine Erwerbstätigkeit auszuüben. Im angefochtenen Urteil wird dazu einzig angegeben, der Beschwerdeführer habe sich im Rahmen des durch die Anmeldung bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug ausgelösten Eingliederungsverfahrens zur beruflichen Situation so geäussert, dass er aufgrund seiner Sehbehinderung verschiedene Aufgaben delegieren müsse, was ihm nicht leicht fallen würde. Diese Bemerkung greift zu kurz, da eine allfällig mögliche Aufgabendelegation in einzelnen Bereichen eine anspruchsbegründende Hilfestellung der Assistentin in anderen Bereichen keineswegs ausschliesst. Die Annahme der Vorinstanz, wonach der Sachverhalt vollständig abgeklärt sei, mag richtig sein. Denn der Beschwerdeführer hat von Beginn weg eingehend darüber Auskunft erteilt, wie er sich aufgrund seiner Sehbehinderung insbesondere seit Eintritt der gesundheitlichen Verschlechterung bei der Arbeit organisieren muss. Deshalb scheinen keine offenen Fragen zu bestehen. Eine Einstufung der Drittleistungen der Assistentin vor dem Hintergrund des Art. 9 Abs. 1 lit. b HVI (vgl. E. 3.1 hiervor) hat aber bisher nicht stattgefunden. Mit der verkürzten Beweiswürdigung und letztlich pauschalen Verneinung eines Anspruchs auf die Vergütung der Kosten für besondere Dienstleistungen Dritter verletzt das kantonale Gericht Bundesrecht. Von einer Gehörsverletzung kann jedoch nicht ausgegangen werden (vgl. BGE 148 III 30 E. 3.1 mit Hinweisen).