Citation: 1C_166/2014 E. 2.4

2.4. Art. 75b und Art. 197 Ziff. 9 Abs. 2 BV sind am 11. März 2012 in Kraft getreten (vgl. Art. 195 BV). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind sie auf Baubewilligungen anwendbar, die nach diesem Datum erstinstanzlich erteilt oder aber im Rechtsmittelverfahren erheblich modifiziert worden sind (BGE 139 II 263 E. 7 S. 268; Urteil 1C_7/2013 vom 13. Juni 2013 E. 2). Unerhebliche Modifikationen der Baubewilligung nach dem 11. März 2012 führen somit nicht zur Anfechtbarkeit oder Nichtigkeit der Baubewilligung nach Art. 75b BV und Art. 197 Ziff. 9 BV. Dabei kann es keine Rolle spielen, ob das Gericht die Änderung (z.B. eine zusätzliche Auflage) selbst anordnet oder die Sache an die Gemeinde zurückweist, damit diese die gebotene Änderung vornimmt (von Amtes wegen oder nach einem Projektänderungsgesuch der Bauherrschaft).