Citation: 1P.638/2004 21.01.2005 E. 2.4

2.4.1 Weiter bringt der Beschwerdeführer vor, die Aussagen von Y.________ über dessen Wahrnehmungen seien widersprüchlich. Einerseits behaupte dieser, das Fahrzeug des Beschwerdeführers von hinten aus der rechten Fahrspur herkommend gesehen zu haben. Andererseits gebe er zu, überhaupt nicht nach hinten geschaut zu haben, weil er gewusst habe, dass die rechte Spur für den Bus reserviert war. Das Obergericht habe das Willkürverbot verletzt, weil es die Widersprüche nicht beachtet habe. 2.4.2 Nach Auffassung des Obergerichts lassen sich in den Aussagen von Y.________ keine Widersprüche ausmachen. Die vom Beschwerdeführer zitierten Aussagen würden sich auf den Unfallzeitpunkt beziehen. So habe Y.________ wörtlich gesagt: "Als ich in den rechten Fahrstreifen einbog, kam von hinten ein Fahrzeug, das aus der Busspur herausgekommen war. Es kollidierte mit meinem Auto. Ich muss zugeben, dass ich nicht nach hinten zurückgeschaut habe, weil ich wusste, dass jene Spur exklusiv für den Bus reserviert war. Im fraglichen Zeitpunkt kam kein Bus." Auf die direkt anschliessend vom Polizeirichter gestellte Frage, wann er das Fahrzeug des Beschwerdeführers erstmals gesehen habe, habe er klar ausgesagt: "Erst im Kollisionszeitpunkt." Auch aus seinen nachfolgenden Aussagen werde ersichtlich, dass Y.________ den Beschwerdeführer nicht auf der Busspur herannahend gesehen, sondern lediglich eine diesbezügliche Vermutung aufgestellt habe. Indessen ergebe sich aus seinen weiteren Äusserungen, dass er vor der Kollision bei der Verkehrsampel in den Rückspiegel geschaut und in diesem Moment kein Fahrzeug hinter sich bemerkt hatte. Der Einzelrichter habe keine Veranlassung gehabt, an diesen Aussagen von Y.________ zu zweifeln. 2.4.3 Diese Beweiswürdigung des Obergerichts ist durchwegs nachvollziehbar. Wie sich aus den Akten ergibt, sind die Aussagen von Y.________ bezüglich seiner Wahrnehmungen klar und erscheinen insgesamt als glaubwürdig. Dagegen ist die in der staatsrechtlichen Beschwerdeschrift aufgestellte Behauptung, Y.________ habe eingeräumt, ihn deswegen nicht gesehen haben zu können, weil er nicht in den Rückspiegel geschaut habe, aktenwidrig. Aus dem Protokoll des Polizeirichteramtes vom 27. Juni 2002 (S. 3) ergibt sich sehr wohl, dass Y.________ in den Rückspiegel geschaut, dass er jedoch niemanden hinter sich wahrgenommen hatte. So sagte er aus: "Ich schaute lediglich in meinem Rückspiegel nach hinten. In meinem Fahrstreifen folgte mir niemand. Daher sage ich, der Kollisionsgegner muss von der Busspur gekommen sein, weil auf meinem Geradeausstreifen nichts folgte." Und weiter: "Zur Frage, wie ich mir erkläre, dass der Zeuge erwähnte, das Taxi sei auf dem Geradeausstreifen von hinten gekommen, kann ich sagen, dass ich nicht glaube, dass diese Aussage so zutrifft. Ich habe am Rotlicht beim Wechsel auf Grün nach hinten geschaut, wobei ich niemanden dort gesehen habe." Die staatsrechtliche Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.