Citation: 5A_585/2009 08.12.2009 E. 6

6.1 Weiter beanstandet der Beschwerdeführer den Zuspruch einer zeitlich unbeschränkten Unterhaltsrente. Es sei unhaltbar, dass er nun Zeit seines Lebens das Vorsorgedefizit der Beschwerdegegnerin mit nachehelichen Unterhaltszahlungen decken müsse, obwohl sie das Defizit sich selbst und ihrer Nachlässigkeit zuzuschreiben habe. 6.2 Die Rüge erweist sich als unbegründet. Nach Rechtsprechung und Lehre kommt bei einer lebensprägenden Ehe eine zeitlich unbegrenzte Dauerrente namentlich dann in Frage, wenn der rentenberechtigte Ehegatte seine Eigenversorgung in der Zukunft nicht (mehr) verbessern kann bzw. eine Verbesserung derselben nicht (mehr) zumutbar ist (Urteil 5C.54/2001 vom 9. April 2001 E. 2b; s. auch HAUSHEER, Der Scheidungsunterhalt und die Familienwohnung, in: Vom alten zum neuen Scheidungsrecht, Bern 1999, N. 3.51 S. 147 f. und N. 3.61 S. 151 f.). Die Eigenversorgungskapazität und damit auch die Verbesserung derselben wird in aller Regel dann verneint, wenn der fordernde Ehegatte - wie hier - das ordentliche Pensionsalter erreicht hat oder aber kurz davor steht (Urteil 5A_822/2008 vom 2. März 2009 E. 8.2) und darüber hinaus keiner Erwerbstätigkeit (mehr) nachgeht. Damit sind vorliegend die Voraussetzungen für den Zuspruch einer zeitlich unbegrenzten Unterhaltsrente erfüllt. Dass das Ergebnis aus anderen Gründen unangemessen sein sollte, wird nicht geltend gemacht und ist auch nicht ersichtlich.