Citation: 5A_740/2014 E. 4.3

4.3. Zu den heutigen Verhältnissen hat das Obergericht festgestellt, dass das - anstelle des Wohnhauses Nr. xxx a neu erbaute - Wohnhaus Nr. xxx b mit seinen Einzelgaragen und deren jeweiligen Vorplätzen ebenerdig an den A.________weg grenze. Neben den Einzelgaragen befinde sich eine Eingangstüre zum Wohnhaus mit den Briefkästen. Durch diesen Eingang gelange man in das Untergeschoss des Wohnhauses (mit Kellern, Heizung, Abstellräumen usw.) und durch einen kurzen Gang in das Treppenhaus mit Lift. Vom A.________weg führe sodann ein 1.7 m breiter Weg über siebzehn Stufen hinauf zur Eingangstüre mit Klingeln auf dem nächsthöheren Geschoss des Hauses ("Obergeschoss" [recte wohl: Erdgeschoss]). Durch die Eingangstüre gelange man wiederum in das Treppenhaus (E. V/13.4 S. 15 des angefochtenen Entscheids). Das Obergericht hat in tatsächlicher Hinsicht als erstellt betrachtet, dass die Bewohner des Hauses Nr. xxx b vom A.________weg her zu ihrem bzw. in ihr Haus gelangten, und zwar sowohl mit dem Fahrzeug (zu den Garagen oder Vorplätzen der Garagen) als auch zu Fuss (Eingangstüre rechts von den Garagen im Untergeschoss oder über die Treppe zur Eingangstüre im "Obergeschoss"). Demgegenüber benutzten die Bewohner des Hauses den strittigen Weg über das Grundstück Nr. yyy nicht mehr als Zugang zu ihrem Haus. Vielmehr werde dieser Weg heute nach Aussage von K.J.________ nur noch vom Gärtner, für Lieferungen (z.B. Holz für das Cheminée), für Umzüge oder Transporte (z.B. grosse Pflanzen) und für Bauarbeiten benutzt, und zwar in den Jahren 1989 - 2006 bei rund sechs Gelegenheiten pro Jahr, aktuell etwas mehr, da der Gärtner öfter komme. Das Wegrecht sei etwa benutzt worden für die Anlieferung von Maschinen für die Böden im Gartenhaus auf dem Grundstück Nr. xxx, für den Abtransport einer gefällten Tanne, für Materiallieferungen im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Weihers, für den Partyservice anlässlich einer Feier im Gartenhaus, für die jährliche Dachkontrolle oder für die Frühlingsreinigung des Gartenhauses. Das Wegrecht diene gemäss Replik auch der Nutzung des Park- und Wendeplatzes im nordöstlichen Teil des Grundstücks Nr. xxx, wo sich auch die Erdsonden befänden (E. V/13.5 S. 15 f. des angefochtenen Entscheids).