Citation: 6S.418/2006 21.02.2007 E. 3

Der Beschwerdeführer wendet sich gegen seine Verurteilung wegen versuchter vorsätzlicher Tötung zum Nachteil von A.________. Er macht ausschliesslich geltend, sein Tatvorsatz habe den Tod des Opfers auch bloss eventuell nicht erfasst. Die Vorinstanz ziehe aus dem Taterfolg unzulässigerweise den Schluss auf die entsprechende Absicht. Der Tatbestand der schweren Körperverletzung schliesse auch lebensgefährliche Verletzungen mit ein, weshalb aus solchen Verletzungen ohne weitere Umstände nicht auf Tötungsvorsatz geschlossen werden dürfe. Die Vorinstanz hätte ihn lediglich wegen vollendeter schwerer Körperverletzung verurteilen dürfen. 3.1 Was der Täter wusste, wollte und in Kauf nahm, betrifft so genannte innere Tatsachen und ist damit Tatfrage. Rechtsfrage ist demgegenüber, ob im Lichte der von der kantonalen Instanz festgestellten Tatsachen der Schluss auf Eventualvorsatz berechtigt erscheint. Das gilt grundsätzlich auch, wenn bei Fehlen eines Geständnisses des Täters aus äusseren Umständen auf jene inneren Tatsachen geschlossen werden muss (BGE 130 IV 58 E. 8.5; 125 IV 242 E. 3c S. 251 je mit Hinweisen). Soweit sich der Beschwerdeführer mit seinen Vorbringen gegen die von der Vorinstanz festgestellten Tatsachen zu wenden scheint, ist er damit nicht zu hören. 3.2 Zu prüfen ist nachfolgend ausschliesslich, ob die Vorinstanz im Lichte der von ihr festgestellten Tatsachen auf versuchte eventualvorsätzliche Tötung zum Nachteil von A.________ schliessen durfte. Nicht angefochten ist unter anderem die Annahme mittäterschaftlichen Handelns des Beschwerdeführers mit den anderen Angreifern, die Verneinung eines Exzesses eines Mittäters, die Erfüllung der objektiven Elemente des Tatbestandes der versuchten vorsätzlichen Tötung sowie der Schuldspruch der versuchten vorsätzlichen schweren Körperverletzung zum Nachteil von B.________.