Citation: I 345/06 26.08.2006 E. 3

Im vorliegenden Fall ist streitig, ob die der Beschwerdeführerin seit 1. Dezember 1995 ausgerichtete halbe Rente ab 1. Januar 2004 revisionsweise statt auf eine Dreiviertelsrente auf eine ganze Rente zu erhöhen ist, was voraussetzt, dass der Invaliditätsgrad im massgebenden Vergleichszeitraum von 57 % auf mindestens 70 % zugenommen hat. 3.1 Die Vorinstanz hat in Würdigung der medizinischen Unterlagen, insbesondere der im Rahmen der von Amtes wegen durchgeführten Revision eingeholten Berichte der Klinik X.________ vom 19. November 2003 und der Psychiaterin Frau Dr. med. H.________ vom 17. April 2004 festgestellt, dass der Grad der Arbeitsunfähigkeit zwischen Juli 1998 und November 2004 nicht in revisionserheblichem Ausmass zugenommen, sich beim Einkommensvergleich aber insofern eine Änderung ergeben hat, als beim Invalideneinkommen nunmehr von einem tieferen Tabellenlohn auszugehen ist; dies hat zur Folge, dass ein leicht höherer Invaliditätsgrad von 60 % resultiert, der ab 1. Januar 2004 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente gibt. Dieser Auffassung ist beizupflichten. Frau Dr. med. H.________ bescheinigt zwar im Bericht vom 17. April 2004 eine volle Arbeitsunfähigkeit, dies jedoch bereits seit 1996, und erachtet den psychischen Zustand der Versicherten in den letzten Jahren als stabil, weshalb ihre Stellungnahme revisionsrechtlich unerheblich ist. Dem Bericht der Klinik X.________ wiederum lassen sich im Wesentlichen die seit längerem bekannten Diagnosen entnehmen. Soweit neue Befunde erhoben werden, in erster Linie Handgelenksschmerzen, von den Ärzten als beginnende Bouchard-Arthrosen interpretiert, und ein thorakolumbales Schmerzsyndrom, haben diese keinen zusätzlich limitierenden Einfluss auf die berufliche Einsatzfähigkeit der Versicherten, gehen die Klinik-Ärzte doch weiterhin davon aus, dass dieser ein leidensangepasstes Arbeitspensum mit leichter bis mittelschwerer Tätigkeit und der Möglichkeit regelmässiger Pausen im Umfang von 50 % zumutbar wäre, welche Einschätzung mit der Stellungnahme im Gutachten der Medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS) vom 30. Dezember 1997 übereinstimmt. Überdies wurde im Bericht der Klinik X.________ darauf hingewiesen, dass die Hauptproblematik in den Konzentrationsstörungen sowie den zervicobrachialen Schmerzen mit Ausstrahlung in die rechte Hand liege. 3.2 Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobenen Einwendungen vermögen zu keinem abweichenden Ergebnis zu führen. Die Versicherte verkennt offenbar, dass nur revisionsrechtlich erhebliche Änderungen des Gesundheitsschadens und der Arbeitsunfähigkeit von Belang sind, worauf bereits die Vorinstanz aufmerksam gemacht hat. Es ist daher nicht entscheidend, dass seitens der behandelnden Psychiaterin Frau Dr. med. H.________ und des Privatgutachters PD Dr. G.________ schon seit Jahren volle Arbeitsunfähigkeit angenommen wird, waren diese Einschätzungen der IV-Stelle doch bei Erlass der Nichteintretensverfügung vom 23. Mai 2001, welche von der Vorinstanz bestätigt wurde, bekannt. 3.3 Mit Bezug auf den Einkommensvergleich, namentlich die Höhe des hypothetischen Einkommens ohne Invalidität, kann auf den angefochtenen Entscheid verwiesen werden. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird nichts vorgebracht, was zufolge Änderung der tatsächlichen Verhältnisse eine Erhöhung des Invaliditätsgrades auf mindestens 70 % zu begründen vermöchte. Ausgehend von dem auf Angaben der früheren Arbeitgeberin beruhenden Valideneinkommen von Fr. 81'000.-, welches entgegen den Vorbringen der Versicherten als massgebend zu erachten ist, wäre ein Anspruch auf eine ganze Rente nur ausgewiesen, wenn die Beschwerdeführerin aufgrund von Umständen, die sich seit der erstmaligen Rentenzusprechung verwirklicht haben, mit Rücksicht auf ihre Behinderung nicht mehr in der Lage wäre, Erwerbseinkünfte von mindestens Fr. 24'300.- im Jahr (30 % x Fr. 81'000.-), entsprechend einem Monatslohn von Fr. 2025.-, zu erzielen. Dies kann mit Verwaltung und Vorinstanz aufgrund der vorstehenden Erwägungen ausgeschlossen werden.