Citation: 1B_638/2021 E. 3.3.6

3.3.6. Schliesslich kann die Beschwerdeführerin auch aus dem Grundsatz der Waffengleichheit nichts zu ihren Gunsten ableiten. Ist die genannte Voraussetzung der Notwendigkeit der Verbeiständung nach Art. 136 Abs. 2 lit. c StPO nicht erfüllt, hat die betroffene Partei keinen Anspruch auf unentgeltlichen Rechtsbeistand, nur weil der Beschuldigte seinerseits anwaltlich verbeiständet ist. Der Gesetzgeber hat bei der Verabschiedung von Art. 136 StPO die unterschiedlichen Situationen der beschuldigten Partei und der Privatklägerschaft bewusst berücksichtigt und entsprechend differenzierte Bedingungen vorgesehen. Diese Differenzierung stellt keine Verletzung des Grundsatzes der Waffengleichheit dar (vgl. Urteil 1B_605/2020 vom 16. März 2021 E. 2.6 mit Hinweisen).