Citation: 6B_57/2024 E. 1.3.2

1.3.2. Die Vorinstanz hält fest, der Beschwerdeführer sei bis zum Schluss nicht in der Lage gewesen, nachvollziehbar zu schildern, was am Tatort geschehen sei. Er habe immer wieder neue Versionen präsentiert, die aber stets unklar geblieben seien (Urteil E. II. Ziff. 25 S. 39 ff.) : So habe er im Rahmen der Hafteröffnung ausgeführt, den Beschwerdegegner nur an den Händen und Schultern berührt zu haben, weil dieser aggressiv gewesen sei und beliebig geschlagen habe. Wie sich der Beschwerdegegner verletzt habe, könne er nicht sagen, womöglich habe sich dieser selbst verletzt. Letzteres könne jedoch ausgeschlossen werden (vgl. hierzu Urteil E. II. Ziff. 20 f. S. 25 f.). Im Rahmen der folgenden Einvernahme habe der Beschwerdeführer ausgesagt, E.B.________ und der Beschwerdegegner seien in einem hitzigen Streit gewesen, wobei Letzterer immer wieder eine Schlägerei habe provozieren wollen. Er habe sich direkt zwischen die beiden gestellt und versucht, seinen Bruder wegzudrücken und den Beschwerdegegner zu beruhigen. Er habe Letzteren vorne an den Schultern gehalten, um ihm auf diese Weise sein Vertrauen zu zeigen. Da ihm dies gelungen sei, habe die Schlägerei aufgehört. Vor erster Instanz habe der Beschwerdeführer dann behauptet, er habe beide, d.h. den Beschwerdegegner und seinen Bruder, weggedrückt. Der Beschwerdegegner habe sich verletzt, bevor er (Beschwerdeführer) beim Auto gewesen sei. Vor Vorinstanz habe er schliesslich ausgesagt, es sei alles ganz schnell gegangen. Er habe nicht gesehen, dass sich der Beschwerdegegner, bei dem es sich um eine ganz aggressive Person handle, verletzt habe. Er habe nur schlichten wollen (Urteil E. II. Ziff. 25 S. 39-42 und E. II. Ziff. 37 S. 57 ff.). Hinzu komme - so die weitere Begründung der Vorinstanz - dass keine der befragten Drittpersonen ein schlichtendes Verhalten des Beschwerdeführers wahrgenommen habe (vgl. Urteil E. II. Ziff. 27-30 S. 42-44 und Ziff. 37 S. 58).