Citation: 2C_406/2014 E. 2.2

2.2. Der Widerruf einer Niederlassungsbewilligung setzt weiter voraus, dass die Massnahme im öffentlichen Interesse liegt und verhältnismässig ist. Dieser bereits in Art. 5 Abs. 2 BV verankerte Grundsatz wird in Art. 96 Abs. 1 AuG insoweit verdeutlicht, als die zuständigen Behörden bei der Ermessensausübung die öffentlichen Interessen und die persönlichen Verhältnisse sowie den Grad der Integration der betroffenen Person berücksichtigen. Mit in die Beurteilung einzubeziehen ist bei straffällig gewordenen Personen eine allenfalls bestehende Rückfallgefahr und die Möglichkeit der Resozialisierung (BGE 130 II 176 E. 4.2 S. 185 mit zahlreichen Hinweisen). Dabei soll die Prognose über das Wohlverhalten in jener Abwägung nach der Rechtsprechung nicht den Ausschlag geben (BGE 130 II 176 E. 4.2 S. 185; 125 II 105 E. 2c S. 110 mit Hinweisen).