Citation: U 308/05 29.03.2006 E. A

Die 1975 geborene P.________ war während wöchentlich 15 Stunden als Raumpflegerin und während 12,4 Stunden als Verkäuferin an einem Kiosk tätig und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 22. Juli 2001 kollidierte sie als Lenkerin eines Personenwagens auf einer Kreuzung mit einem von links kommenden Personenwagen frontal/seitlich. Die Klinik für orthopädische Chirurgie des Spitals X.________, wo die Versicherte am Unfalltag ambulant behandelt wurde, diagnostizierte eine HWS-Distorsion ohne ossäre Läsionen. Die am 8. August 2001 in der Klinik Y.________ erstellte cervicale-vertebrospinale Kernspintomografie zeigte bei diskreter degenerativer Diskusdegeneration C3 bis C6 keine morphologisch fassbare Traumafolge und keine fassbare disco-ligamentäre posttraumatische Pathologie. Am 3. Oktober 2001 fand auf Veranlassung des Hausarztes der Versicherten, Dr. med. V.________, im Spital X.________ eine neurologische Untersuchung statt. Dabei liessen sich bei zwar nach allen Richtungen schmerzhaft eingeschränkter HWS-Beweglichkeit keine senso-motorischen Ausfälle nachweisen. Die Fachärzte hielten in einem Arbeitsbericht vom 30. November 2001 fest, aus neurologischer Sicht sei die Wiederaufnahme der Arbeit, vorerst in einem Teilpensum, unbedingt anzustreben. Nach kreisärztlicher Untersuchung vom 18. Februar 2003 kam Dr. med. S.________ zum Schluss, dass die seit zwei Wochen mit einem Beschäftigungsgrad von 50 % wiederaufgenommene Tätigkeit der Versicherten als Verkäuferin in einem Kiosk durchaus weiterhin zumutbar sei. Die Versicherte klage weiter über Schmerzen im Kopf-, Nacken- und Schulterbereich sowie über Funktionseinschränkungen und präsentiere sich mit einem depressiven Zustandsbild. Neurologische Ausfälle lägen weiterhin nicht vor. Gemäss Arztzeugnis von Dr. med. V.________ vom 3. Oktober 2003 bestand ab 30. September 2003 bis auf weiteres eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Mit Verfügung vom 7. November 2003 stellte die SUVA die Versicherungsleistungen auf den 9. November 2003 ein. Sie befand, aufgrund der vorhandenen Akten lägen keine somatischen Unfallfolgen mehr vor. Gemäss fachärztlicher Beurteilung seien vor allem psychische Gründe für die noch geklagten Beschwerden verantwortlich. Da diese krankheitsbedingt seien, bestehe dafür kein Leistungsanspruch gegenüber dem Unfallversicherer. Die dagegen erhobene Einsprache wies die SUVA mit Entscheid vom 22. März 2004 ab.