Citation: 5A_170/2017 E. 2

Die Klinik D.________ diagnostizierte bei Klinikeintritt eine paranoide Persönlichkeit (ICD-10 F60.0) und ging von einer anhaltenden wahnhaften Störung aus (ICD-10 F22.0). An der verwaltungsgerichtlichen Verhandlung bestätigte der Gutachter, dass die Beschwerdeführerin an einer Störung aus dem schizophrenen Formenkreis leide, aus der eine wahnhafte Entwicklung entstanden sei. Aus den Ausführungen des zuständigen Oberarztes und der Beschwerdeführerin selbst anlässlich der Verhandlung erhellte, dass hinter der Mangelernährung ihre Überzeugung steht, dass falsche Bewegungen Löcher im Körper hervorrufen und zu einem "Kraftabgang" führen würden. Nach ihren Aussagen sind ihre Hände voller Löcher und füllen sich nur langsam wieder. Sie hielt sich auch nicht in der Lage, ein Blatt Papier zu heben, da dieses zu schwer sei und so weitere Löcher entstehen würden. Das Verwaltungsgericht bejahte eine psychische Störung im Sinn von Art. 426 Abs. 1 ZGB und erachtete die fürsorgerische Unterbringung als unabdingbar. Die Beschwerdeführerin habe sich aufgrund der Mangelernährung und des aktuten Schwächezustandes bei Klinikeintritt in einem schlechten Ernährungszustand befunden und sie habe ungepflegt und ausgezehrt gewirkt; sie sei nicht mehr in der Lage gewesen, ihr Verhalten und ihren Zustand aus eigener Kraft zu ändern. Aufgrund der fehlenden Krankheitseinsicht und Therapiebereitschaft könne sie heute noch nicht entlassen werden, weil sie zu einer angemessenen medikamentösen Behandlung und einer Umstellung ihrer Ernährungsgewohnheiten nicht bereit sei, obwohl die Laborbefunde der Blutuntersuchung klare Mangelerscheinungen aufzeigten. Der Gutachter gehe von einer massiven Verschlechterung der physischen Gesundheit aus, wenn die Beschwerdeführerin die medikamentöse Behandlung abbrechen würde. Dies drohe aufgrund der fehlenden Krankheitseinsicht bei bloss ambulanter Behandlung. Die Unterbringung sei deshalb nach wie vor erforderlich und verhältnismässig, weil nur so ein rascher Rückfall und eine erneute Klinikeinweisung verhindert werden könne.