Citation: 8C_57/2024 E. 5.2.1

5.2.1. Die vorinstanzliche Begründung, der Beschwerdegegner könne im nach dem Gesagten anwendbaren Kompetenzniveau 1 keine schweren und - wenn überhaupt - nur noch selten mittelschwere körperliche Arbeiten ausführen und seine linke Hand ausserdem einzig noch als Zudienhand nutzen, erweist sich als aktenwidrig. Wohl wurde seit BGE 126 V 75 bei versicherten Personen, die ihre dominante Hand gesundheitlich bedingt nur noch sehr eingeschränkt (etwa als Zudienhand) einsetzen können, verschiedentlich ein Abzug von 20 oder sogar 25 % als einschlägig beurteilt (SVR 2019 UV Nr. 7 S. 27, 8C_58/2018 E. 5.3; Urteil 9C_124/2019 vom 28. Mai 2019 E. 3.2). Dass beim Beschwerdegegner eine damit vergleichbare Einschränkung vorliegen würde, ist jedoch dem seitens des Kreisarztes Dr. med. C.________ erstellten - beweiskräftigen - Belastungsprofil nicht zu entnehmen (vgl. E. 5.1 hiervor). Vielmehr sind beim Beschwerdegegner nur deutlich geringere unfallkausale Einschränkungen im Bereich des linken Handgelenks hinsichtlich Beweglichkeit und Kraft ausgewiesen (vgl. kreisärztliche Beurteilung vom 3. Januar 2022). Dies rechtfertigt keinen Abzug vom Tabellenlohn (vgl. auch: Urteile 8C_151/2020 vom 15. Juli 2020 E. 6.2; 8C_495/2019 vom 11. Dezember 2019 E. 3.2 und 4.2.2; 8C_174/2019 vom 9. Juli 2019 E. 5.1.2 f.). Im konkreten Fall kommt hinzu, dass sich der Beschwerdegegner - wie das kantonale Gericht selber einräumt - explizit als "Beidhänder" bezeichnet, also mit der rechten und der linken Hand gleich gut schreiben kann. Darauf deuten nicht zuletzt die im Rahmen der kreisärztlichen Untersuchung festgestellten seitengleichen palmaren Beschwielungen der Hände hin (vgl. kreisärztliche Abschlussuntersuchung vom 9. Juni 2021). Damit kann der Beschwerdegegner seine Beeinträchtigungen tendenziell besser ausgleichen als eine versicherte Person, die klar rechts- oder linksdominant ist, was den Standpunkt der Beschwerdeführerin stützt. Ein zusätzlicher leidensbedingter Abzug aufgrund des Umstands, dass dem Beschwerdegegner bloss noch leichte (bis selten mittelschwere) Tätigkeiten zumutbar sind, scheidet alsdann in Anbetracht der Tatsache aus, dass der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl leichter Tätigkeiten umfasst (vgl. statt vieler: Urteil 8C_281/2022 vom 24. Oktober 2022 E. 6.4.2 mit Hinweisen). Nichts anderes gilt prinzipiell hinsichtlich des im angefochtenen Entscheid herangezogenen Faktors "Alter", werden doch Hilfsarbeiten, wie in der Beschwerde zutreffend dargelegt, auf dem massgeblichen ausgeglichenen Arbeitsmarkt grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt (BGE 146 V 16 E. 7.2.1 mit Hinweisen; ferner: Urteil 8C_269/2023 vom 6. Februar 2024 E. 5.3). Ob dem Merkmal "Alter" im Bereich der obligatorischen Unfallversicherung mit Blick auf Art. 28 Abs. 4 UVV überhaupt Bedeutung zukommt, kann weiterhin offen bleiben (vgl. Urteil 8C_682/2021 vom 13. April 2022 E. 13.2.3 mit Hinweisen).