Citation: 7B_19/2023 E. A

A.a. A.A.________ und B.A.________ heirateten am 8. August 2001 und lebten zunächst unter dem ordentlichen Güterstand der Errungenschaftsbeteiligung. Im Januar 2012 kauften die Ehegatten eine 7.5 Zimmer-Wohnung mit drei Parkplätzen und im August 2014 eine 5.5-Zimmer-Wohnung mit zwei Parkplätzen. Beide Objekte gelangten je zur Hälfte ins Miteigentum von A.A.________ und B.A.________. A.b. Am 14. Juli 2015 beschlossen die Ehegatten die Gütertrennung und wiesen im Wesentlichen sämtliche Vermögensbestandteile derjenigen Partei zu, in deren Eigentum sie standen bzw. auf deren Namen sie lauteten. Die Beteiligungsrechte des Ehemanns B.A.________ an der D.________ AG, E.________ AG und F.________ AG gelangten in dessen Alleineigentum. Für den Fall des Verkaufs dieser Beteiligungsrechte verpflichtete er sich, einen "angemessenen Anteil am Nettogewinn zu gleichen Teilen an seine drei Kinder zu verteilen". Jede Partei behielt das sich je in ihrer Wohnung befindliche Mobiliar und Inventar und die von ihnen gefahrenen Autos zu Alleineigentum. Die 7.5-Zimmer-Liegenschaft verblieb im hälftigen Miteigentum der Parteien, während die 5.5-Zimmer-Liegenschaft gegen Übernahme aller darauf lastenden Schulden zu Alleineigentum an die Ehefrau A.A.________ überging. Die Säule-3a-Guthaben blieben ohne gegenseitigen Ausgleichsanspruch bei den jeweiligen Parteien. Betreffend Kaderversicherung des Ehemanns wurde festgehalten, dass die Ehefrau darauf im Rahmen des Vollzugs der Gütertrennung keinen Anspruch habe. Ansprüche im Rahmen der zweiten Säule, die aber erst bei der Auflösung der Ehe durch Scheidung relevant würden, wurden vorbehalten. Mit Vollzug einer güterrechtlichen Ausgleichszahlung über Fr. 150'000.-- von B.A.________ an A.A.________ erklärten sich die Eheleute güterrechtlich auseinandergesetzt. Dieser Ehevertrag trägt die Unterschriften beider Parteien und wurde von C.________ als Notar öffentlich beurkundet. A.c. Ebenfalls am 14. Juli 2015 unterzeichneten die Ehegatten eine private Trennungsvereinbarung nach Art. 175 ZGB. Die Parteien stellten fest, dass der eheliche Haushalt seit 1. Januar 2015 aufgehoben sei. Gleichzeitig einigten sie sich unter anderem über die Obhut, das Besuchs- und Ferienrecht des Ehemanns, die Zuweisung der Wohnungen zu Nutzen und Gebrauch samt Mobiliar und Inventar unter gleichzeitiger Übernahme der anfallenden Kosten, die Unterhaltsbeiträge für die Ehegattin und die drei Kinder sowie die Übernahme von zusätzlichen Kosten durch den Ehemann. Darüber hinaus wurde der Ehefrau ein Lohn aus dem Unternehmen des Ehemanns zugesprochen. A.d. Am 21. November 2017 liessen die Ehegatten von C.________ als Notar einen weiteren Ehevertrag betreffend Gütertrennung öffentlich beurkunden. Gegenstand bildete nur noch die 7.5-Zimmer-Wohnung, die - gegen Übernahme sämtlicher darauf lastender Grundpfandschulden und eine güterrechtliche Ausgleichszahlung von Fr. 600'000.-- - dem Ehemann zu Alleineigentum zugewiesen wurde. Mit dem Vollzug dieses Ehevertrags erklärten sich die Ehegatten güterrechtlich per Saldo aller Ansprüche auseinandergesetzt. A.e. Ebenfalls am 21. November 2017 unterzeichneten die Parteien ein gemeinsames Scheidungsbegehren nach Art. 111 ZGB. Darin regelten sie unter anderem die gemeinsame elterliche Sorge über ihre Kinder, den persönlichen Verkehr, die Unterhaltsbeiträge für die Frau und die Kinder, gaben eine Saldoerklärung betreffend Güterrecht ab und beantragten die Teilung der Vorsorgebeiträge per Stichtag 31. Dezember 2014. Am 29. November 2017 wurde das Scheidungsbegehren nach Art. 111 ZGB am Bezirksgericht Kriens eingereicht und die Genehmigung der Vereinbarung vom 21. November 2017 beantragt. Die gerichtliche Anhörung fand am 15. Januar 2018 statt. Laut Anhörungsprotokoll gaben die Parteien zu Protokoll, aus freiem Willen und nach reiflicher Überlegung am Scheidungsbegehren und an der Vereinbarung über die Scheidungsfolgen festzuhalten. Die in den eingereichten Unterlagen angeführten Angaben zu ihren finanziellen Verhältnissen seien nach wie vor zutreffend. Das Gericht genehmigte die Vereinbarung am 6. Februar 2018.