Citation: 6B_1359/2019 E. 2.2

2.2. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung von Art. 30 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK. Indem ein von der Strafsache selbst betroffener Spruchkörper über seine Beschwerdesache entschieden habe (die Bewerbungsakten des Beschwerdeführers seien dem Obergericht rechtswidrig übergeben worden und die von der Wahlempfehlung des Obergerichts offensichtlich profitierende Kandidatin amte nun als entscheidende Oberrichterin), sei sein Anspruch auf ein unbefangenes und unparteiisches Gericht verletzt. Die Vorinstanz trete mit einer überspitzt formalistischen Begründung nicht auf sein Ausstandsgesuch ein. Die Mitglieder der Vorinstanz hätten von sich aus in den Ausstand treten und die Sache einer ausserkantonalen Gerichtsinstanz zur Beurteilung überweisen sollen. Dies habe die Vorinstanz schliesslich mit Beschluss vom 19. September 2018 auch betreffend die Staatsanwaltschaft entschieden. Indem die Vorinstanz vorliegend anders entscheide, weiche sie von ihrer Praxis ab, was gegen den Vertrauensgrundsatz und das Prinzip des Handelns nach Treu und Glauben verstosse.