Citation: 9C_805/2018 E. 3

3.1 Wie die Beschwerdeführerin richtig vorbringt, hat die Vorinstanz den von ihr vorgenommenen leidensbedingten Abzug von 20 % lediglich mit dem Hinweis auf die Gesamtumstände begründet, nachdem sie einige für die Versicherte trotz ihrer Behinderung in Betracht fallende Erwerbsmöglichkeiten wie Büroarbeiten und ganz allgemein Hilfstätigkeiten erwähnt hat. Ob das kantonale Gericht mit der pauschalen Berufung auf die Gesamtumstände mangels hinreichender Begründungsdichte den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt hat, wie die IV-Stelle vorbringt, kann offen bleiben. Denn wie die folgenden Erwägungen zeigen, ist die Rüge der Beschwerdeführerin in materieller Hinsicht offensichtlich unbegründet, so dass eine Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur Gewährung des rechtlichen Gehörs und neuer Begründung als formalistischer Leerlauf zu betrachten wäre, wie die Beschwerdegegnerin zu Recht einwendet. 3.2 Das Sozialversicherungsgericht hat für die Belange des Einkommensvergleichs vom Tabellenlohn für leichte Hilfsarbeiten (LSE 2014, Tabelle TA1, Total, Kompetenzniveau 1, Frauen) von monatlich Fr. 4'300.- entsprechend der im Gutachten des MZR attestierten Arbeitsfähigkeit von 80 % eine Reduktion um 20 % und zusätzlich den von der IV-Stelle angefochtenen leidensbedingten Abzug von 20 % vorgenommen, womit sich ein Invalideneinkommen von Fr. 34'428.- im Jahr ergab. Dieser leidensbedingte Abzug ist auch ohne einlässliche Begründung gerechtfertigt. Insbesondere vollendete die Beschwerdegegnerin im März 2014 bereits ihr 60. Altersjahr. Da die Pneumopathie (COPD und Lungenemphysem), eine Anstrengungsdyspnoe verursacht und dadurch die Leistungsfähigkeit an sich schon erheblich einschränkt, so dass nur noch im Sitzen verrichtete Erwerbstätigkeiten möglich sind, ist die Versicherte im Sinne der Rechtsprechung selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeiten in ihrer Leistungsfähigkeit erheblich eingeschränkt (E. 2 hievor), weshalb sich ein leidensbedingter Abzug vom Tabellenlohn aufdrängt. Mit dem Abzug von 20 % hat die Vorinstanz kein Bundesrecht verletzt, wogegen eine Angemessenheitskontrolle nach der Rechtsprechung ausser Betracht fällt. Im Übrigen würde sich auch mit einem verminderten leidensbedingten Abzug von lediglich 15 % nichts am Ergebnis ändern. Diesfalls würde sich die jährliche Erwerbseinbusse nach Umrechnung auf eine Wochenarbeitszeit von 41.7 Stunden auf Fr. 56'980.- (Fr. 93'559.- / 36'579.- [Fr. 4'300.- : 40 x 41.7 x 12 x 0.8 x 0.85]) belaufen, was einem Invaliditätsgrad von 60,9 % entspräche (Fr. 56'980.- x 100 : Fr. 93'559.-). Damit wäre der Anspruch auf eine Dreiviertelsrente ebenfalls ausgewiesen.