Citation: 9C_627/2021 E. 5.3

5.3. Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, auch eine kreditfinanzierte Anlage habe den Erfordernissen des Art. 71 BVG entsprochen. Angesichts des im Jahre 2008 geringen Rentnerbestandes führe der von der Vorinstanz festgestellte Deckungsgrad von 96.18 % nicht zu einer eingeschränkten Risikofähigkeit der Stiftung. Zudem habe er entgegen den vorinstanzlichen Erwägungen nicht mit weiteren Belastungen der Stiftung durch die gegen sie laufenden Gerichtsprozesse rechnen müssen, habe er sich doch als juristischer Laie auf die Meinung des zugezogenen Rechtsexperten verlassen dürfen, allfällige Forderungen gegen die Stiftung seien durch Verrechnung untergegangen. Diese Argumentation vermag indessen nicht zu überzeugen. Auch einem juristischen Laien muss klar sein, dass Gerichtsprozesse auch zu Ungunsten einer Partei ausgehen können. Somit durfte sich der Beschwerdeführer nicht darauf verlassen, dass die Gerichte die Position des zugezogenen Rechtsexperten in jedem Fall schützen würde und die Stiftung damit die Prozesse gewinnen würde. Somit erscheint es bereits mit Blick auf die möglichen Belastungen der Stiftung durch die damals laufenden Gerichtsprozesse nicht als bundesrechtswidrig, dass die Vorinstanz von einer eingeschränkten Risikofähigkeit der Stiftung ausgegangen ist. Die vom Beschwerdeführer verneinte Frage, ob bei einer Unterdeckung in jedem Fall von einer solchen auszugehen ist, braucht damit nicht näher geprüft zu werden.