Citation: 8C_581/2022 E. 5.5.2

5.5.2. Gegen die in überzeugender Würdigung sämtlicher Umstände getroffene Schlussfolgerung des kantonalen Gerichts, wonach im zu berücksichtigenden Zeitraum bis zum Fallabschluss am 9. Oktober 2020 zwar diverse Behandlungen in Anspruch genommen worden seien, diese jedoch nicht als besonders belastend im Sinne des betreffenden Kriteriums gelten könnten, bringt der Beschwerdeführer nichts Stichhaltiges vor. Wenn er vornehmlich die erfolgten Psychotherapien als das fragliche Adäquanzkriterium erfüllende Vorkehrungen erachtet, ist dem kein Erfolg beschieden. So lässt der Umstand, dass im konkreten Fall zwei Psychotherapien parallel erfolgten, nicht automatisch darauf schliessen, die Behandlungen seien überaus belastend gewesen. Im Gegenteil deutet dies darauf hin, dass es an einem umfassenden psychotherapeutischen Behandlungskonzept fehlte, das für die Bejahung des Kriteriums ("spezifisch") erforderlich wäre (vgl. Urteil 8C_318/2013 vom 18. September 2013 E. 5.4). Ebenso wenig verfängt das Argument, der Beschwerdeführer habe sich dabei mit sich selber auseinandersetzen und "sein Innerstes offenbaren" müssen, bildet ein entsprechender persönlicher Prozess doch Bestandteil jeder Psychotherapie, womit er keine Besonderheit darstellt. Weitere belastende Elemente sind weder zu erkennen noch beschwerdeweise näher ausgeführt. Solche dürfen insbesondere nicht schon deshalb angenommen werden, weil die (doppelspurige) Therapie beim Beschwerdeführer länger andauerte. Ob dessen Therapiesitzungen seit März 2019 stattfanden oder damit - wie in der Beschwerde behauptet - bereits rund zwei Jahre früher begonnen wurde, kann vor diesem Hintergrund offen bleiben. Dies gilt umso mehr, als die psychiatrische Sachverständige Dr. med. G.________ des Medizinischen Zentrums F._______ das therapeutische Vorgehen mit der gleichzeitigen Behandlung bei zwei verschiedenen Psychiaterinnen wie auch die psychopharmakologische Medikation aus medizinischer Sicht eindeutig als "nicht zielführend" bezeichnete (psychiatrisches Gutachten, S. 12). Auch anderweitig besteht kein Anhaltspunkt, dass das entsprechende Adäquanzkriterium zu bejahen wäre (vgl. BGE 134 V 109 E. 10.2.3).