Citation: 2C_16/2023 E. A

A. A.________ (geb. 1953) ist slowakisch-nordmazedonischer Doppelbürger und reiste am 21. Mai 2013 in die Schweiz ein, wo er bei seinem hier ansässigen Sohn C.________ Wohnsitz nahm. Gestützt auf die freizügigkeitsrechtlichen Bestimmungen erhielt er im August 2013 zunächst eine Kurzaufenthaltsbewilligung und im Mai 2014 eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA zwecks Ausübung einer unselbstständigen Erwerbstätigkeit. Im November 2016 reiste seine ebenfalls aus Nordmazedonien stammende Ehegattin B.________ (geb. 1956) in die Schweiz ein; ihr wurde im April 2017 gestützt auf die freizügigkeitsrechtlichen Bestimmungen zum Familiennachzug ebenfalls eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA erteilt. Ab Mitte November 2014 bezog A.________ Taggelder der Arbeitslosenversicherung und ab März 2017 vorzeitig eine AHV-Altersrente. Im Oktober 2018 wurden A.________ und B.________ rückwirkend auf Juni 2018 Ergänzungsleistungen zur AHV/IV zugesprochen. Per 1. Oktober 2020 nahm A.________ eine Erwerbstätigkeit als Kurier- und Warentransportfahrer im Pensum von 25-30% auf. A.a. Am 7. Juni 2019 respektive erneut am 20. Juli 2020 gewährte das Migrationsamt des Kantons Zürich A.________ und B.________ das rechtliche Gehör betreffend die beabsichtigte Nichtverlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligungen EU/EFTA (Art. 105 Abs. 2 BGG). Mit Verfügung vom 15. Juli 2021 verweigerte das Migrationsamt dem Ehepaar die Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligungen EU/EFTA, weil A.________ seit August 2014 kaum mehr arbeitstätig gewesen sei und seinen Lebensunterhalt hauptsächlich aus Renten und Zusatzleistungen finanziere. Die neu aufgenommene Erwerbstätigkeit als Kurier- und Warentransportfahrer sei untergeordnet und unwesentlich, und er habe hierdurch seine freizügigkeitsrechtliche Arbeitnehmereigenschaft nicht wiedererlangt. Die gegen diese Verfügung erhobenen kantonalen Rechtsmittel blieben ohne Erfolg (Entscheid der Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich vom 19. Mai 2022; Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom 9. November 2022).