Citation: 5A_741/2022 E. 3.4.2

3.4.2. Der Beschwerdeführer moniert, in § 3 Abs. 1 lit. d AnwT grenze der Gesetzgeber ab, welche familien- und partnerschaftsrechtlichen Streitigkeiten nicht als vermögensrechtliche Streitsachen gälten. Der Anwaltstarif halte dabei auch fest, dass güterrechtliche Ansprüche als vermögensrechtliche Streitigkeiten zu qualifizieren seien. Ausnahmen seien keine vorgesehen. Die Vorinstanz habe vorliegend anerkannt, dass ausstehende Unterhaltsbeiträge aus dem Eheschutz als güterrechtliche Ansprüche zu qualifizieren seien. Auch habe sie erkannt, dass § 3 Abs. 1 lit. d AnwT für güterrechtliche Ansprüche ausnahmslos festhalte, dass für diese § 3 Abs. 1 lit. a und c AnwT gälten, und sie demnach als vermögensrechtliche Streitsachen zu beurteilen seien. Trotzdem habe die Vorinstanz bewusst gegen den klaren Gesetzeswortlaut entschieden. Dies sei willkürlich, da das Gesetz in dieser Frage keinen Interpretationsspielraum offenlasse.