Citation: 1C_299/2015 E. 2

Sollte die A.________ AG die in Ziffer 1b verfügte Frist ungenutzt verstreichen lassen, ist der Gemeinderat berechtigt und ermächtigt, das oberste Geschoss der Liegenschaft Parzelle Nr. 888 nach Massgabe der Erwägung sub Ziff. 6 auf Kosten der A.________ AG zurückbauen zu lassen und von der A.________ AG vorgängig einen Kostenvorschuss in der Höhe von max. Fr. 300'000.-- zu erheben. Die Ersatzvornahme darf gegebenenfalls frühestens am nach Eingang des Kostenvorschusses nächstmöglichen ortsüblichen Mietkündigungstermin vollzogen werden." Zur Begründung führte das BVU aus, das Attikageschoss hätte beim Abzug der Balkonfläche von 85,7 m2eine Fläche von 248,6 m2 nicht überschreiten dürfen. Nach dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit sei zur Durchsetzung des angestrebten Ziels jeweils die mildeste Massnahme zu wählen. Der Bauherrin sei demnach als Alternative zum Umbau des widerrechtlichen Attikageschosses gemäss den bewilligten Plänen, Gelegenheit einzuräumen, ein Gesuch für einen kostenoptimierten Rückbau einzureichen, der auf die erstellte Baustruktur Rücksicht nehme und die zulässige Nutzfläche von 248,6 m2einhalte. Der angefochtene Beschluss des Gemeinderats sei daher entsprechend anzupassen. Für einen kostenoptimierten Rückbau je einer 2,5- und einer 3,5-Zimmerwohnung seien gemäss der Beurteilung einer internen Fachstelle der Beschwerdeinstanz Kosten in der Höhe von maximal Fr. 250'000.-- bis Fr. 300'000.-- zu veranschlagen. Die Bauherrin erhob gegen diesen Entscheid des BVU eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau nach Durchführung einer Parteiverhandlung mit Urteil vom 28. April 2015 abwies.