Citation: 2C_391/2015 E. 2.5

2.5. Offen bleiben kann, ob der Schutzbereich von Art. 8 EMRK hinsichtlich der grundrechtlichen Ausprägung als Recht auf Schutz des Privatlebens eröffnet ist. Das Bundesgericht hat es bis anhin abgelehnt, von einer bestimmten Aufenthaltsdauer im Aufnahmestaat auf ein aus dieser Garantie fliessendes Aufenthaltsrecht zu schliessen (Urteil 2C_997/2013 vom 21. Juli 2014 E. 4.1, mit weiteren Hinweisen). Für eine Eröffnung des Schutzbereichs der konventionsrechtlichen Garantie des Privatlebens bedarf es regelmässig vielmehr besonders intensiver, über eine normale Integration hinausgehender privater Bindungen gesellschaftlicher oder beruflicher Natur bzw. entsprechender vertiefter sozialer Beziehungen zum ausserfamiliären Bereich (BGE 130 II 281 E. 3.2 S. 286 ff.; 126 II 377 E. 2c S. 384 ff.; Urteil 2C_997/2013 vom 21. Juli 2014 E. 4.1), welche nicht geltend gemacht worden sind. Das angerufene Grundrecht kann zudem rechtmässig eingeschränkt werden, wenn der Eingriff gesetzlich vorgesehen und in einer demokratischen Gesellschaft notwendig ist für die nationale oder öffentliche Sicherheit, für das wirtschaftliche Wohl des Landes, zur Aufrechterhaltung der Ordnung, zur Verhütung von Straftaten, zum Schutz der Gesundheit oder der Moral oder zum Schutz der Rechte und Freiheiten anderer (Art. 8 Ziff. 2 EMRK). Diese Voraussetzungen sind vorliegend erfüllt, gründet doch die Verweigerung der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers auf einer formell-gesetzlichen Bestimmung (Art. 51 Abs. 1 lit. a AuG) und liegt im öffentlichen Interesse an einer restriktiven Einwanderungspolitik (BGE 137 I 247 E. 4.1.2 S. 249; 135 I 153 E. 2.2.1 S. 156, 135 I 143 E. 2.2 S. 147). Private Interessen, welche dieses öffentliche Interesse grundsätzlich zu überwiegen vermögen - wie insbesondere schutzwürdige Kindesinteressen (BGE 137 I 247 E. 4.2.1 S. 250, mit zahlreichen Hinweisen) oder eine Unzumutbarkeit der Ausreise - wurden nicht geltend gemacht. Die Beschwerde wegen Verletzung der konventionsrechtlichen Garantie des Schutzes des Privatlebens (Art. 8 EMRK) erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen.