Citation: 8C_419/2009 03.11.2009 E. 5

5.1 Das kantonale Gericht geht davon aus, dass der Versicherte als Nebenbefund eine Myopia aufweist, die in den medizinischen Unterlagen sowohl als Myopia magna wie auch als Myopia media bezeichnet werde. Dabei liege eine Myopie von rund -11 Dioptrien, wie sie die Augenärzte vor der Operation am linken Auge erhoben hätten, an der Grenze zu einer hohen Myopie. Die Vorinstanz hat zudem in Würdigung der ärztlichen Berichte und Stellungnahmen festgestellt, keiner der mit dem Versicherten befassten Fachärzte habe eine maligne Form der Myopie festgehalten. Es liege eine Index-Myopisierung und keine schwere Achsenmyopie mit der Gefahr einer Netzhautablösung vor. Zudem sei weder eine schlechte Visusprognose gestellt worden, noch lägen Hinweise auf Netzhautablösungen oder andere Komplikationen vor. Nach Ansicht der Vorinstanz können die medizinisch erhobene Makula mit Pigmentverschiebungen und die Linse mit deutlicher Kernsklerose und Rindentrübungen nicht als krankhafte Nebenbefunde betrachtet werden, da die Linse durch die Kataraktoperation ersetzt worden sei und sich Dr. med. P.________ bezüglich der Pigmentverschiebungen prognostisch nicht negativ geäussert habe. Die sich in einer Zitierung des bundesamtlichen Kreisschreibens über die medizinischen Eingliederungsmassnahmen erschöpfende Stellungnahme der Ärztin des RAD vermöge die Dauerhaftigkeit und Wirksamkeit des Eingliederungserfolges der Kataraktoperationen nicht in Frage zu stellen. 5.2 Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung von Bundesrecht durch die Vorinstanz, weil diese die Leistungspflicht der Invalidenversicherung nicht prognostisch, sondern nach ihrem eingetretenen Erfolg beurteilt habe. In seinem vor dem operativen Eingriff erstellten Bericht vom 18. Januar 2008 habe Dr. med. P.________ nebst der Myopia media auch eine Myopia magna erwähnt, welche gemäss der RAD-Ärztin in den Lehrbüchern der Augenheilkunde unter der malignen Myopie aufgeführt werde und medizinisch-prognostisch einen wesentlichen krankhaften Nebenbefund darstelle. Zudem habe derselbe Arzt am 11. März 2008 von einem postoperativ nicht stabilisierten Zustand gesprochen. Aufgrund dieser medizinischen Beurteilung sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer ungewissen Prognose und Eingliederungswirksamkeit auszugehen. Wenn Dr. med. P.________ diese Einschätzung rund fünf Monate nach der Operation nicht bestätigt habe, sei dies für die Beurteilung des prognostischen Eingliederungserfolges unerheblich.