Citation: 6B_147/2022 E. B

Auf Berufung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland sprach das Obergericht des Kantons Zürich B.B.________ am 26. Oktober 2021 der groben Verletzung der Verkehrsregeln und der Gehilfenschaft zur qualifiziert groben Verletzung der Verkehrsregeln schuldig. Es bestrafte ihn mit einer bedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten, unter Anrechnung der ausgestandenen Haft. B.a. Hinsichtlich des Schuldspruchs der groben Verletzung der Verkehrsregeln hält das Obergericht für erstellt, dass sich B.B.________ und der Mitbeschuldigte A.________ (vgl. betreffend diesen das Urteil 6B_92/2022 heutigen Datums) zu einem nicht näher bestimmten Zeitpunkt im Spätsommer 2016 mit den von ihnen gelenkten Fahrzeugen einen Beschleunigungswettbewerb geliefert hätten, der sich zusammengefasst wie folgt zugetragen habe: A.________ fuhr mit einem Porsche 911 Turbo und B.B.________ mit einem BMW 328i in Dietikon auf der Schöneggstrasse Richtung Schlieren. Kurz vor der Verzweigung mit der Schäflibachstrasse fuhren beide Lenker mit einer Geschwindigkeit von 8.4 km/h nebeneinander, wobei A.________ die Normalspur und B.B.________ die Gegenfahrbahn befuhr. Auf vorherige Absprache hin oder jedenfalls aufgrund eines konkludent gefassten gemeinsamen Entschlusses gaben beide Lenker im Bereich vor dem dortigen (ersten) Fussgängerstreifen gleichzeitig Gas. A.________ beschleunigte den Porsche auf der Normalspur mit durchschnittlich 6.4 m/s2 und B.B.________ den BMW auf der Gegenfahrbahn mit mindestens 6.6 m/s2 jeweils über eine Strecke von rund 75 Metern auf eine Endgeschwindigkeit von 63 km/h (Porsche) bzw. 64 km/h (BMW). A.________ setzte sich dabei nach rund 75 Metern von B.B.________ ab, der dann begann, auf die Normalspur einzuschwenken. Der weitere Mitbeschuldigte C.B.________ (vgl. betreffend diesen das Urteil 6B_137/2022 heutigen Datums) fuhr während dieser gesamten Fahrt mit einem BMW 530d hinter A.________ und B.B.________ her und filmte das Geschehen mit seinem Mobiltelefon. B.b. Betreffend den Schuldspruch der Gehilfenschaft zur qualifiziert groben Verletzung der Verkehrsregeln erachtet das Obergericht als erwiesen, dass B.B.________ den in gleichem Zusammenhang wegen qualifiziert grober Verletzung der Verkehrsregeln bereits rechtskräftig verurteilten D.________ filmte, wie dieser anlässlich einer Probefahrt den von ihm gelenkten BMW M4 auf der mit 80 km/h signalisierten Umfahrungsstrasse in Neerach, von Neerach herkommend in Richtung Niederglatt fahrend, von einer Ausgangsgeschwindigkeit von rund 40 km/h auf ein Tempo von rund 200 km/h beschleunigte.