Citation: 5A_22/2020 E. 4

Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin betrifft das vorliegende Verfahren nicht das Scheidungsverfahren CIV 18 4681. Gegenstand der angefochtenen Verfügung ist vielmehr einzig die aufschiebende Wirkung bzw. vorsorgliche Massnahmen im Rahmen der Anfechtung zweier Zwischenentscheide eines Hauptverfahrens (CIV 19 1706), welches selber wiederum vorsorgliche Massnahmen zum Gegenstand hat. Folglich kann vor Bundesgericht nur die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden (Art. 98 BGG). Verfassungsrügen müssen gemäss dem strengen Rügeprinzip von Art. 106 Abs. 2 BGG in der Beschwerde präzise vorgebracht und begründet werden. Dies bedeutet, dass anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, inwiefern verfassungsmässige Rechte verletzt worden sein sollen (BGE 135 III 232 E. 1.2 S. 234; 142 III 364 E. 2.4 S. 368). Auf Ausführungen und Anträge, die über den Gegenstand der angefochtenen Verfügung hinausgehen, ist nicht einzugehen. Mit der angefochtenen Verfügung setzt sich die Beschwerdeführerin inhaltlich nicht auseinander und sie legt nicht dar, inwiefern sie in dieser Hinsicht gegen verfassungsmässige Rechte verstossen soll. Sie hält sie allerdings für nichtig, da das gesamte Verfahren CIV 19 1706 rechtswidrig sei (und zwar im Gefolge der von ihr stetig wiederholten Behauptung, der Beschwerdegegner habe im Scheidungsverfahren den Gerichtskostenvorschuss nicht rechtzeitig bezahlt). Dabei übersieht sie möglicherweise, dass das Obergericht ihre kantonale Beschwerde noch gar nicht definitiv beurteilt hat (z.B. hinsichtlich ihres behaupteten Anspruchs, Auskunft über die Rechtzeitigkeit der Gerichtskostenvorschusszahlung im Scheidungsverfahren zu erhalten; vgl. dazu Ziff. 2 der Verfügung des Regionalgerichts vom 20. November 2019). Es ist jedoch eher davon auszugehen, dass ihr dies durchaus bewusst ist, und sie die vorliegende Beschwerde nicht deshalb erhebt, um hinsichtlich der aufschiebenden Wirkung etc. eine andere Anordnung zu erwirken, sondern um ein über den unmittelbaren Prozessgegenstand (aufschiebende Wirkung etc.) hinausgehendes Resultat (eine Aussage über das gesamte Scheidungs- und Massnahmeverfahren) zu erwirken und damit das Scheidungsverfahren aus den Angeln zu heben. Sie gibt selber zu, dass das Ziel ihrer Beschwerde das gesamte Scheidungs- und Massnahmeverfahren ist. Sie stellt ausserdem hinsichtlich der angefochtenen Verfügung bloss einen Aufhebungs-, aber keinen Sachantrag, und sie bestreitet, überhaupt um aufschiebende Wirkung ersucht zu haben. An einer blossen Aufhebung der angefochtenen Verfügung (ohne Abänderung z.B. im Sinne der Gewährung der aufschiebenden Wirkung) hat sie jedoch offensichtlich kein schutzwürdiges Interesse (Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG), da dies ihre Situation nicht verbessern würde. Zielt sie mit ihrer Beschwerde auf das gesamte Scheidungs- und Massnahmeverfahren, so geht dies über den Verfahrensgegenstand hinaus, welcher - wie gesagt - einzig die aufschiebende Wirkung bzw. anderweitige vorsorgliche Massnahmen betrifft. Überdies ist ihre Beschwerdeführung zweckfremd und damit rechtsmissbräuchlich. Die Beschwerde ist damit offensichtlich unzulässig, sie enthält offensichtlich keine hinreichende Begründung und sie ist rechtsmissbräuchlich. Auf sie ist im vereinfachten Verfahren durch das präsidierende Mitglied der Abteilung nicht einzutreten (Art. 108 Abs. 1 lit. a bis c BGG).