Citation: 1C_260/2016 E. 4.4.2

4.4.2. Für einen Tierhaltungsbetrieb innerhalb einer bewohnten Zone lässt sich aus Ziff. 512 Anh. 2 LRV nichts ableiten. Nach dem geltenden FAT-Bericht ist jedenfalls nicht die Parzellengrenze massgeblich, sondern das nächstgelegene bewohnte Gebäude bzw. der nächstgelegene Punkt, wo nach dem bestehenden Bau- und Planungsrecht bewohnte Gebäude entstehen können. Fraglich ist dagegen, welcher dieser beiden Immissionspunkte massgeblich ist, wenn das Nachbargrundstück - wie vorliegend - bereits überbaut ist, aber eine weitergehende Überbauung (bis 3,5 m an die Parzellengrenze) zulässig wäre. Im Urteil 1P.336/1996 vom 25. November 1996 (in: URP 1997 S. 205; RDAF 1998 I S. 618) wurde die Frage, ob bei bereits überbauten Grundstücken generell auf die Fassade der Wohnbaute abzustellen sei, offengelassen, weil es unter den konkreten Umständen unverhältnismässig gewesen wäre, einen weiteren Abstand zu verlangen (E. 3d und e; entlang der Parzellengrenze lagen Kundenparkplätze).