Citation: 8C_828/2023 E. 4.3.2

4.3.2. Nach dem Gesagten unterliess es der Beschwerdegegner zwar, unmittelbar nach dem Ereignis vom 18. Januar 2022 gegenüber der erstbehandelnden Ärztin und der Suva zu erwähnen, dass er versucht habe, den Betonkübel aufzufangen. So gab er lediglich an, einen Schlag auf die Schulter erhalten zu haben. Erstmals teilte er jedoch bereits im Rahmen der Konsultation durch Dr. med. E.________ am 15. März 2022 mit, dass er einen schweren Gegenstand habe auffangen wollen und dabei einen heftigen Riss in der Schulter verspürt habe. Diese Äusserung, die er im Anschluss auch gegenüber der Suva und Dr. med. G.________ machte, tätigte er insbesondere nicht unter dem Eindruck einer Leistungsverweigerung der Unfallversicherung, konnte er doch im Zeitpunkt der Untersuchung vom 15. März 2022 wie auch während des Telefonats mit der Suva vor dem Hintergrund der bereits erbrachten Versicherungsleistungen von einer solchen noch nicht ausgehen. Kommt hinzu, dass es sich beim erwähnten Auffangversuch vor dem Schlag an die Schulter nicht um eine abweichende Darstellung des Unfallgeschehens, sondern um eine ausführlichere Beschreibung handelt, wie der Beschwerdegegner letztinstanzlich zutreffend geltend macht.