Citation: 5A_131/2010 30.07.2010 E. 5

Die Obergerichtskommission hat sodann, in Auslegung der kantonalen Beschwerdeschrift, auch die Frage geprüft, ob das Konkursamt auf Grund der gegebenen Gewahrsamsverhältnisse zu Recht das Aussonderungsverfahren eingeleitet hatte oder ob es vielmehr das Admassierungsverfahren hätte durchführen müssen. 5.1 Nach Darlegung der Grundsätze von Gewahrsam und Mitgewahrsam hat die Vorinstanz in sachverhaltsmässiger Hinsicht festgehalten, im massgebenden Zeitpunkt der Konkurseröffnung am 15. Januar 2009 hätten sämtliche streitigen Inventarpositionen (mit Ausnahme von Inventar-Nr. 172) im Ausstellungsraum im 9. Obergeschoss gelegen. Bei diesem Raum habe es sich um eine der Flächen gehandelt, welche der Beschwerdeführer 1 von der A.________ AG am 1. Februar 2008 untergemietet hatte. Weder der genannte Untermietvertrag noch die am 2. September 2008 erfolgte Sitzverlegung der A.________ AG nach U.________ würden zwingend zum Schluss führen, die A.________ AG habe im Zeitpunkt der Konkurseröffnung die Räumlichkeiten nicht mehr genutzt und den Gewahrsam an den sich darin befindlichen Gegenständen aufgegeben, was übrigens bereits in einem rechtskräftigen Entscheid vom 15. Juli 2009 erwogen worden sei. Gleichzeitig sei aber auch erstellt, dass der Beschwerdeführer 1 im fraglichen Zeitpunkt die untergemieteten Räume ebenfalls genutzt und folglich an den darin befindlichen Gegenständen zumindest Mitgewahrsam mit der A.________ AG habe. Allerdings habe am selben Tag wie der Beschwerdeführer 1 auch die C._________ AG (vormals D.________ AG) einen Untermietvertrag mit der A.________ AG abgeschlossen; dabei sei wegen unvollständiger Angaben nicht restlos klar, welche Räumlichkeiten genau dem Beschwerdeführer 1 und welche der C._________ AG zur Verfügung gestanden hätten. Mangels weiterer Anhaltspunkte ist die Obergerichtskommission auf Grund der Bezeichnung "Büro X.________" davon ausgegangen, dass es sich dabei um den vom Beschwerdeführer 1 als Besprechungszimmer gemieteten Raum handelte. Folglich sei der Ausstellungsraum, in welchem sich die streitigen Gegenstände befinden, von der D.________ AG und nicht vom Beschwerdeführer 1 untergemietet gewesen, weshalb Letzterer auch keinen Mitgewahrsam an den fraglichen Gegenständen habe. Vielmehr sei von einem ausschliesslichen Gewahrsam der A.________ AG auszugehen. 5.2 Was der Beschwerdeführer 1 gegen diese Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz vorträgt, geht nicht über die Darstellung seiner eigenen Sichtweise hinaus. So verhält es sich z.B. bezüglich der Präzisierung im Abschnitt "Sachverhalt und Ausgangslage", die Vermieterin hätte um die ausschliessliche Nutzung der Räume durch den Untermieter gewusst und verdiene bei ihrem Vorgehen keinen Rechtsschutz: In diesen Ausführungen kann nicht einmal eine Rüge der willkürlichen Sachverhaltsfeststellung erblickt werden. Die apodiktische Behauptung, die A.________ AG habe seit ihrem Umzug nach U.________ Anfang September 2008 keinen Gewahrsam mehr an den Räumlichkeiten in W.________, widerspricht den Feststellungen der Obergerichtskommission, ohne dass dieselben als willkürlich kritisiert würden. Und die Behauptung, die Beschwerdeführer seien mit der Obergerichtskommission nicht einverstanden, wenn diese ihre Feststellung, die A.________ AG hätte im Zeitpunkt der Konkurseröffnung die Räumlichkeiten nicht mehr genutzt und den Gewahrsam an den sich darin befindlichen Gegenständen aufgegeben, auf ihren eigenen rechtskräftigen Entscheid vom 15. Juli 2009 abgestützt hätte, vermag Willkür in der Sachverhaltsermittlung selbstredend ebenso wenig zu begründen. 5.3 Gewisse Argumente, welche der Beschwerdeführer 1 vorbringt, ergeben sich sodann aus dem angefochtenen Entscheid nicht: Der Umstand z.B., dass die C._________ AG (im Gegensatz zur A.________ AG) nach ihrem Umzug nach U.________ immer noch Hauptgewahrsam an den an sie weitervermieteten Räumlichkeiten gehabt hätte, ist von der Vorinstanz nicht festgestellt worden. Dabei machen die Beschwerdeführer nicht geltend, die Obergerichtskommission hätte in Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör gar nicht darüber befunden, oder ihre Feststellungen seien willkürlich; auch behaupten sie nicht, dieses Argument bereits vor Vorinstanz rechtzeitig und in der gebotenen Form ins Feld geführt zu haben. 5.4 Auf die einschlägige Kritik des Beschwerdeführers 1 kann im Ergebnis mangels rechtsgenüglicher Begründung gesamthaft nicht eingetreten werden.