Citation: 1C_472/2023 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz stellt unter Verweisung auf das Behindertengleichstellungsgesetz zusammenfassend fest, bestehende Bauten und Anlagen sowie Fahrzeuge des öffentlichen Verkehrs sollten bis am 1. Januar 2024 behindertengerecht ausgestaltet sein. Gemäss der VSS-Norm SN 640 075 "Fussgängerverkehr; Hindernisfreier Verkehrsraum" von Dezember 2014 sowie den "Empfehlungen Bushaltestellen" des BVU, Abteilung Tiefbau, vom 26. März 2020 müssten behindertengerechte Haltestellen u.a. mindestens einen niveaugleichen Einstieg ermöglichen; dafür sei grundsätzlich eine Haltekante in der Höhe von 22 cm erforderlich. Die Haltestelle "Mitteldorfstrasse" entspreche diesen Anforderungen nicht. Aufgrund der engen Platzverhältnisse könne kein Vollausbau der Haltestelle realisiert werden. Geplant sei daher die Einrichtung eines Fahrbahnhalts im Teilausbau (eine Türe niveaugleich) wenige Meter weiter östlich vom gegenwärtigen Standort; vorgesehen sei namentlich, die Haltekante am projektierten Standort auf 22 cm zu erhöhen, damit zumindest im Bereich der zweiten Bustüre ein niveaugleicher Einstieg gewährleistet sei. Auch Personen mit einer Behinderung könnten die projektierte Haltestelle dann erreichen und sich autonom im umliegenden öffentlichen Raum bewegen; das Trottoir sei mit einer Breite von 1 m für Rollstuhlfahrende noch knapp genügend.