Citation: 1C_565/2014 E. 1.2

1.2. Vorliegend ist streitig, ob eine Wasserleitung im Eigentum von Privatpersonen oder der Gemeinde steht. Das Verwaltungsgericht hat zur Beantwortung dieser Frage im Wesentlichen auf das am 1. Januar 2007 in Kraft getretene Wasserreglement der Gemeinde (nachstehend: Wasserreglement) abgestellt, welches das Eigentum an den Leitungen für die Wasserversorgung regelt (vgl. E. 2 hiernach). Die entsprechenden Bestimmungen sind als Doppelnormen zu qualifizieren, weil sie zum einen die Erfüllung der Verwaltungsaufgabe der Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser (vgl. § 3 des Wasserreglements und § 90 des Solothurner Gesetzes über Wasser, Boden und Abfall vom 4. März 2009) und zum anderen nachbarrechtliche Beschränkungen des Eigentums an privaten Grundstücken betreffen (vgl. BGE 109 Ia 78 E. 3b S. 78 mit Hinweisen). Für die Entscheidung über Rechtsstreitigkeiten bezüglich solcher Normen können unter Umständen sowohl öffentlich-rechtliche wie zivilrechtliche Rechtsschutzorgane zuständig sein ( HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl. 2010, S. 60 Rz. 271; THOMAS SUTTER-SOMM, Eigentum und Besitz, SPR Bd. V/1, 2. Auf. 2014, S. 333 Rz. 690). Die Beschwerdeführer machen geltend, aus den gesamten Umständen ergebe sich, dass das Eigentum an der interessierenden Wasserleitung der Öffentlichkeit, d.h. der Gemeinde, zustehe und die Rechtsverhältnisse an der Leitung daher dem öffentlichen Recht unterstünden. Damit steht vor Bundesgericht die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten offen.