Citation: 6B_300/2016 E. 2.3

2.3. Die Anklageschrift wirft dem Beschwerdeführer vor, er habe als allein verantwortliches Organ der Privatklägerin der Gesellschaft am 28. Juli 2010 CHF 450'000.-- entzogen. Statt mit dem abgezogenen Kapital eine Beteiligung an der H.________ AG zu erwerben, habe er jener ohne rechtsgültigen Vertrag CHF 450'000.-- abgerungen, die er unter Umgehung der Formvorschriften bei der Selbstkontrahierung ohne Leistung einer Sicherheit bei der Privatklägerin als Darlehen an sich selbst habe verbuchen lassen und als Darlehen in die von ihm gegründete H.________ AG eingebracht habe. In buchhalterischer Hinsicht habe die Vorgehensweise bei der Privatklägerin zwar zu einem Aktiventausch geführt, anstelle einer Beteiligung mit entsprechendem Potential für das Unternehmen habe sie indes bei gleichem Kapitaleinsatz lediglich eine Forderung gegenüber dem eigenen Verwaltungsrat erhalten, dessen persönliche Bonität und Kreditwürdigkeit durch die bereits erfolgte maximale Belehnung seines Privatvermögens wegen der Kapitalausstattung der H.________ AG mit CHF 550'000.-- ausserordentlich eingeschränkt gewesen sei. Der Umstand, dass der Betrag von CHF 450'000.-- vom Beschwerdeführer als Darlehen ohne Vertrag, ohne Zinsabsprache, ohne Sicherheit und ohne fixierten Zeitpunkt und Gewähr der Rückzahlung bezogen worden sei, offenbare den bei der Privatklägerin eingetretenen Vermögensschaden (Anklageschrift S. 4, 7 f.).