Citation: I 183/01 21.12.2001 E. 4

4.- a) Bei der Ermittlung des Erwerbseinkommens, welches die versicherte Person ohne invalidisierenden Gesundheitsschaden erzielen könnte (Valideneinkommen), ist entscheidend, was sie im massgebenden Zeitpunkt auf Grund ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit verdient hätte (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 f. Erw. 3b mit Hinweis). Dabei ist in der Regel vom zuletzt - das heisst grundsätzlich vor dem Beginn der ganzen oder teilweisen Arbeitsunfähigkeit - erzielten Verdienst auszugehen (ZAK 1980 S. 593 mit Hinweisen). Bei Selbstständigerwerbenden ist auf den während einer längeren Zeitspanne erzielten Durchschnittsverdienst abzustellen, wenn das Valideneinkommen starke und verhältnismässig kurzfristig in Erscheinung getretene Schwankungen aufweist (ZAK 1985 S. 466 Erw. 2c; vgl. auch AHI 1999 S. 240 Erw. 3b mit Hinweisen). b) Laut dem Gutachten des Medizinischen Zentrums Y.________ vom 22. Februar 1999 traten die Schmerzen in der linken Schulter, welche zur relevanten Arbeitsunfähigkeit beitrugen, erstmals zu Beginn des Jahres 1993 auf. Ab diesem Zeitpunkt bestanden somit gesundheitliche Einschränkungen, welche das Einkommen negativ beeinflussten. Zur Bestimmung des Valideneinkommens ist daher von den bis Ende 1992 erzielten Einkünften auszugehen. Diese ergeben sich aus den IK der Jahre 1994 und 1995, da hiefür die Einkommen der Jahre 1991 und 1992 massgebend waren (vgl. Art. 22 AHVV in der bis 31. Dezember 1994 sowie in der vom 1. Januar 1995 bis 31. Dezember 2000 gültig gewesenen Fassung). Die Vorinstanz stellte nicht auf das zuletzt erzielte AHV-beitragspflichtige Einkommen von Fr. 46'900.- pro Jahr (IK der Jahre 1994 und 1995) ab, sondern legte der Berechnung den Durchschnitt der Einkommen gemäss den IK der Jahre 1986 bis 1995 zu Grunde, was ein durchschnittliches Jahreseinkommen von Fr. 50'000.- ergab. Dieses Vorgehen ist angesichts der erheblichen Schwankungen der Erträge während dieses Zeitraums nicht zu beanstanden. Der Betrag von Fr. 50'000.- stellt einen repräsentativen Wert für das vor dem Eintritt der Arbeitsunfähigkeit erzielte Einkommen dar und kann dementsprechend dem Jahr 1992 zu Grunde gelegt werden. Aufzurechnen sind zudem die gemäss der Buchhaltung für das vom 1. Juli 1991 bis 30. Juni 1992 dauernde Geschäftsjahr bezahlten AHV-Beiträge von Fr. 6105. 60, sodass ein Verdienst von Fr. 56'105. 60 resultiert. c) Ausgehend vom Betrag von Fr. 56'105. 60 ist auf Grund einer Prognose über die hypothetische weitere Einkommensentwicklung der mutmassliche Verdienst im massgebenden Zeitpunkt des Verfügungserlasses (3. Juni 1999; BGE 121 V Erw. 1b mit Hinweisen) festzusetzen. Entgegen der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vertretenen Ansicht bestehen keine hinreichenden Anhaltspunkte dafür, dass in den Folgejahren nach 1992 im Gesundheitsfall eine kontinuierliche Steigerung des Ertrages stattgefunden hätte. Vielmehr waren die beitragspflichtigen Einkünfte aus dem seit 1980 existierenden Betrieb in den Jahren 1987/88 (Grundlage für die Beiträge 1990/91) am höchsten und nahmen in der Folge ab, während die gesundheitlichen Einschränkungen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit, wie erwähnt, erst 1993 auftraten. Unter diesen Umständen ist von einer Steigerung des Verdienstes im Rahmen der allgemeinen Einkommensentwicklung auszugehen, wobei auf die Nominallöhne abzustellen ist. Nach Berücksichtigung der durchschnittlichen jährlichen Nominallohnerhöhungen von 1992 bis 1999 (1993: 2,6 %; 1994: 1,5 %; 1995: 1,3 %; 1996: 1,3 %; 1997: 0,5 %; 1998: 0,7 %; 1999: 0,3 %; Die Volkswirtschaft 3/1998, Anhang S. 28, Tabelle B10. 2 und 1/2001, Anhang S. 28, Tabelle B10. 2) ergibt sich ein Betrag von Fr. 60'860.-.