Citation: 5A_215/2010 31.05.2010 E. 5

5.1 Schliesslich (und insbesondere) rügt der Beschwerdeführer, es seien Beweise nicht und abgenommene Beweise falsch gewürdigt worden. Es seien Steuererklärungen, aktuelle Buchhaltungs- und Lohnunterlagen sowie weitere Dokumente nicht berücksichtigt oder gar nicht eingeholt und es sei unterlassen worden, weitere Zeugen einzuvernehmen. Die Aussagen des Zeugen S.________, auf welche die Vorinstanz massgebend abgestellt habe, seien falsch gewürdigt worden (S. 4 und S. 13 der Beschwerde). 5.2 Mit seinen Rügen macht der Beschwerdeführer sinngemäss eine willkürliche Beweiswürdigung und eine unzulässige antizipierte Beweiswürdigung geltend. Die antizipierte Beweiswürdigung ist ein Teil der Beweiswürdigung, die vom Bundesgericht nur auf Willkür hin überprüft werden kann. Erweist sich die antizipierte Beweiswürdigung als willkürfrei, liegt in ihr auch keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV (BGE 131 I 153 E. 3 S. 157 f.). 5.3 Die Vorinstanz hielt in ihrem Entscheid fest, über vorsorgliche Massnahmen für die Dauer des Scheidungsverfahrens sei im summarischen Verfahren zu entscheiden und damit gelte das Beweismass der Glaubhaftmachung. Es erachtete die Aussagen des Zeugen S.________ als glaubwürdig und legte dar, es entstehe der Eindruck einer gewissen Wahrscheinlichkeit, dass sich die Dinge so ereignet hätten. Jedenfalls lege der Beschwerdeführer nicht dar, aus welchen Gründen diese Zeugenaussage falsch sein solle und welche Aussagen der von ihm angebotene Zeuge T.________ machen könne. Damit fehle es zurzeit an Indizien, die gegen die Glaubhaftigkeit der Aussagen des Zeugen sprächen (S. 9 und 10 des angefochtenen Entscheides). Das Obergericht gelangte deshalb zum Schluss, dass im jetzigen summarischen Verfahren gar nichts anderes übrig bleibe, als auf diese Zeugenaussage abzustellen und das Einkommen des Beschwerdeführers auf Fr. 7'000.-- zu veranschlagen (S. 13 des angefochtenen Entscheides). Was die Wohnkosten betrifft, hielt das Obergericht fest, die wenig substanziierten Bemerkungen des Beschwerdeführers seien nicht geeignet, die bezirksgerichtlichen Erwägungen zu widerlegen (S. 12 des angefochtenen Entscheides). 5.4 Der Beschwerdeführer unterlässt es, in substanziierter Form zum angefochtenen Entscheid Stellung zu nehmen. Er verweist auf Dokumente, die sich bei den Akten befinden sowie auf weitere Unterlagen, die er zum Beweis angeboten hat. Jedoch legt er inhaltlich nicht dar, was aus diesen Unterlagen konkret hervorgeht, wann er entsprechende Beweisanträge gestellt hat und inwiefern diese Dokumente zur Begründung seiner Anträge (nämlich die Höhe der Unterhaltsbeiträge) dienen könnten. Exemplarisch dafür ist etwa die Feststellung des Beschwerdeführers, seine Rüge gehe "dahin, dass die Vorinstanzen Einvernahmen und Zeugenaussagen gebrauchten, die zeitlich auf ihren Wahrheitsgehalt hin hätten geprüft werden können und / oder durch Kenntnisgabe und Vernehmlassung vom Beschwerdeführer hätten berichtigt werden können" (S. 6 der Beschwerde). Ebenso wenig äussert er sich zum Vorwurf der Vorinstanz, wonach sein Rekurs nicht genügend substanziiert gewesen sei. 5.5 Entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers (S. 8 der Beschwerde) hat sich die Vorinstanz sehr wohl zu den Unterlagen (wie Jahresabschlüsse, Steuererklärungen) geäussert und festgehalten, diesen käme keine ausschlaggebende Wirkung zu, da sie vom Beschwerdeführer selbst erstellt worden seien (S. 10 des angefochtenen Entscheides). Auf diese Argumentation der Vorinstanz geht der Beschwerdeführer nicht ein. Er unterlässt es, sich inhaltlich mit diesen Dokumenten auseinanderzusetzen und darzulegen, was daraus hervorgeht und zum Schluss berechtigt, die Vorinstanz habe willkürlich gehandelt. Sofern der Beschwerdeführer dabei auf die kantonalen Akten verweist (beispielsweise S. 8 der Beschwerde), ohne die Belege in den kantonalen Akten näher zu benennen, die seine Behauptung stützten, übersieht er, dass es nicht Aufgabe des Bundesgerichts sein kann, in den kantonalen Akten nach den entsprechenden Belegen zu forschen (Urteil 5P.498/2006 vom 18. Juni 2007 E. 3.2). 5.6 Die Feststellung des Beschwerdeführers, die Aussagen des Zeugen S.________ seien "fragwürdig" (S. 5 der Beschwerde), reicht für die Begründung einer willkürlichen Beweiswürdigung nicht aus. Er belässt es diesbezüglich bei appellatorischer Kritik und zeigt nicht auf, inwiefern die Aussagen des Zeugen (im Rahmen des summarischen und damit vorläufigen Verfahrens) in unhaltbarer Weise gewürdigt worden sein sollen und dies zu einem willkürlichen Ergebnis führt. Er nimmt in diesem Zusammenhang auch zu den Akten des von ihm eingeleiteten Strafverfahrens gegen den Zeugen S.________ wegen falscher Zeugenaussage Bezug. Es kann offen gelassen werden, ob der Beizug der Akten des Strafverfahrens durch das Bezirksgericht im Rahmen seiner Rekursvernehmlassung an das Obergericht zulässig war, zumal dieses Vorgehen (nicht ausdrücklich) gerügt wird. Jedenfalls wurde dem Beschwerdeführer diese Rekursvernehmlassung umgehend zugestellt. Das Obergericht hat im angefochtenen Entscheid nicht auf diese Akten abgestellt. Tatsachen und Beweismittel, die bereits anlässlich des vorinstanzlichen Entscheides Bestand hatten und nicht vorgebracht wurden, können vor Bundesgericht nicht mehr vorgebracht werden (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 134 III 625 E. 2.2 S. 629 f.; 5A_795/2009 vom 10. März 2010 E. 4.4.3). Soweit der Beschwerdeführer sich deshalb auf die Akten des erwähnten Strafverfahrens bezieht, ist dies unzulässig. 5.7 Der Beschwerdeführer rügt zudem, dass der von ihm offerierte Zeuge T.________ nicht einvernommen worden sei. Die Vorinstanz bemängelte diesbezüglich, dass der Beschwerdeführer nicht dargelegt habe, welche Aussagen der von ihm angebotene Zeuge hätte machen können (S. 10 des angefochtenen Entscheides). In der Beschwerde an das Bundesgericht (S. 7) bringt der Beschwerdeführer nun vor, zu was sich der Zeuge T.________ äussern könnte. Dabei handelt es sich um neue Tatsachen. Der Beschwerdeführer legt nicht dar, inwiefern erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gegeben hat. Die neu ins Recht gelegten Tatsachen sind deshalb unbeachtlich (vgl. E. 1.4 oben). Daneben begründet der Beschwerdeführer nicht, aus welchem Grund die antizipierte Beweiswürdigung, mit der auf die Aussage des Zeugen S.________ abgestellt und vorerst auf die Einvernahme des Zeugen T.________ verzichtet wurde, willkürlich sein soll.