Citation: 6S.41/2003 01.07.2003 E. 3

In objektiver Hinsicht gelangt die Vorinstanz zum Schluss, mit der Abtretung der Darlehensforderung von WIR-Fr. 250'000.-- an die Ehefrau habe der Beschwerdeführer einen Vermögenswert im Sinne von Art. 164 Ziff. 1 Abs. 3 StGB unentgeltlich veräussert. Er könne sich nicht darauf berufen, dass dem Ehegatten nach Art. 165 Abs. 1 ZGB ein Anspruch auf angemessene Entschädigung zustehe, wenn er im Beruf oder Gewerbe des andern erheblich mehr mitgearbeitet habe, als sein Beitrag an den Unterhalt der Familie verlange. Denn die Erfüllung dieses Ersatzanspruches dürfe nicht zu einer Überschuldung des pflichtigen Ehegatten oder seines von ihm geführten Einzelunternehmens führen. Da die finanzielle Situation des Beschwerdeführers sowohl im Zeitpunkt der Geschäftsübergabe als auch bei der Zession des WIR-Guthabens an seine Frau prekär gewesen sei, sei ein Entschädigungsanspruch gemäss Art. 165 Abs. 1 ZGB nicht gerechtfertigt gewesen. Was der Beschwerdeführer hiezu vorbringt, geht an der Sache vorbei. Ob sich aus dem Umstand, dass die Privatklägerin die Tilgung ihrer Ansprüche durch WIR-Guthaben abgelehnt hat, schliessen lässt, sie habe den Sohn als neuen Schuldner akzeptiert und den weiteren geschäftlichen Beziehungen mit diesem grösseres Gewicht beigemessen als der unverzüglichen Durchsetzung der offenen Ansprüche, ist zweifelhaft, kann aber offen bleiben. Denn der Beschwerdeführer geht bei seiner Argumentation fälschlicherweise davon aus, er habe lediglich solidarisch und nicht als alleiniger Schuldner gehaftet. Damit stellt er sich in Widerspruch zu den verbindlichen tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz (vgl. oben E. 2.2.1). Dasselbe gilt, soweit der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit dem Anspruch der Ehefrau auf Entschädigung für ihre Mitarbeit geltend macht, er habe nur solidarisch mit seinem Sohn gehaftet und eine Solidarhaftung führe nicht unweigerlich zur Überschuldung. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.