Citation: 1C_57/2023 E. 3.2.2

3.2.2. Ebenfalls Einigkeit besteht vorliegend darüber, dass die künftige Bewohnerin bzw. der Bewohner noch nicht bekannt ist. Massgebliches Kriterium ist daher die Nachfrage nach Erstwohnungen im gleichen Segment. Diesbezüglich erwog die Vorinstanz, das Bedürfnis der Bauherrin erscheine glaubhaft, zur ständigen Wartung und Überwachung der abgelegenen Liegenschaft in der Villenzone eigenes Personal anzustellen und diesem die fragliche Wohnung zu vermieten. Die Zusammenstellung der Gemeinde vom 10. November 2021 zeige, dass im Suvretta-Gebiet Erstwohnungen unter anderem in Zwei- oder Mehrfamilienhäuser bzw. Gärtnerwohnungen vorhanden seien. Eine Nutzung durch Hausangestellte sei dort ebenfalls möglich. Dass auch andere Villenbesitzerinnen und -besitzer im Gebiet St. Moritz-Suvretta Personal in einer eigenen Erstwohnung untergebracht hätten, sei zwar nicht erwiesen, wirke aber auch nicht abwegig. Die Beschwerdeführer bringen dagegen vor, die Schlussfolgerungen der Vorinstanz seien aktenwidrig und stünden im Widerspruch zur eigenen Feststellung. Sie bezweifeln die Absicht der Bauherrin, einen Hauswart bzw. eine Hauswartin in ihrer Liegenschaft wohnen zu lassen und sehen im Bauvorhaben eine unterirdische Erweiterung der bereits bewilligten Zweitwohnung. Die Behauptungen der Beschwerdeführer, wie namentlich alle Villen im Suvretta-Gebiet dienten ausschliesslich als Zweitwohnungen, sind nicht substanziiert und finden in den Akten keine Stütze. Aus welchen Gründen die Vorinstanz in willkürlicher Weise vom Bau einer Dienstwohnung ausgegangen sein soll, zeigen die Beschwerdeführer damit nicht auf.