Citation: 5A_223/2021 E. 6.3

6.3. Die Vorwürfe, welche die Beschwerdeführer an der Art und Weise üben, wie die Vorinstanz den Sachverhalt ermittelt und im Urteil festgehalten hat, sind nicht nachvollziehbar, geschweige denn muss sich die Vorinstanz in diesem Zusammenhang Willkür vorwerfen lassen. Nach Art. 970 Abs. 4 ZGB ist die Einwendung, dass jemand eine Grundbucheintragung nicht gekannt habe, ausgeschlossen. Gleiches gilt für den Erwerbsgrund, soweit dieser für die Auslegung der Dienstbarkeit von Bedeutung ist (Art. 738 Abs. 2 ZGB). Vor diesem Hintergrund erübrigt es sich, darüber zu spekulieren, ob der Beschwerdegegner den Dienstbarkeitsvertrag kannte. Auch sonst ist das angefochtene Urteil nicht zu beanstanden. Will man, wie es die Beschwerdeführer tun, das Verhalten des Beschwerdegegners als konkludenten Verzicht auf die im Grundbuch weiterhin eingetragene Dienstbarkeit deuten, so wäre dieser Verzicht auf jeden Fall mit einem Willensmangel (Art. 23 ff. OR) behaftet. Die Beschwerdeführer erklären nicht, weshalb die Vorinstanz Bundesrecht verletzt, wenn sie ihnen das (arglistige) Ausnützen eines Irrtums vorwirft. Daran ändert auch der Hinweis nichts, dass die Beschwerdeführer 2 und 3 französischer Muttersprache sind und sie den Grundbucheintrag nicht verstanden haben.