Citation: 4A_12/2018 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin vermag mit ihren Ausführungen nicht aufzuzeigen, inwiefern ihr die Begründung des angefochtenen Entscheids verunmöglicht hätte, diesen hinsichtlich der Verteilung der Prozesskosten sachgerecht anzufechten. Sie verkennt mit ihrem Einwand, wonach entweder Art. 106 oder Art. 107 ZPO anwendbar sei, dass die Vorinstanz eine differenzierende Beurteilung vornahm, indem sie zunächst die Verfahren über die - von der Beschwerdeführerin bestrittene - Zuständigkeit und über den Auskunftsanspruch sowie die grundsätzliche Verpflichtung zur Gewinnherausgabe nebst Zins gemäss Teil-Urteil vom 23. Juni 2015 berücksichtigte, in denen die Beschwerdegegnerin obsiegte (vgl. Art. 106 Abs. 1 ZPO). Andererseits erwog sie, dass die Beschwerdegegnerin hinsichtlich der Höhe der Forderung zwar mehrheitlich unterliege, wies jedoch - sinngemäss in Anwendung von Art. 107 Abs. 1 lit. a ZPO - insbesondere darauf hin, dass die Höhe der zugesprochenen Forderung auf Gewinnherausgabe vom Ermessen des Gerichts abhing. Die Beschwerdeführerin vermag keine Verletzung dieser Bestimmung aufzuzeigen, indem sie in diesem Zusammenhang einmal mehr behauptet, eine Bezifferung sei im konkreten Fall möglich bzw. eine richterliche Schadensschätzung nach Art. 42 Abs. 2 OR sei nicht zulässig gewesen. Ermessensentscheide, zu denen der Entscheid über die Kostenverlegung nach Art. 106 f. ZPO zählt, prüft das Bundesgericht mit Zurückhaltung. Es schreitet nur ein, wenn die Vorinstanz grundlos von in Lehre und Rechtsprechung anerkannten Grundsätzen abgegangen ist, wenn Tatsachen berücksichtigt wurden, die keine Rolle hätten spielen dürfen, oder wenn umgekehrt Umstände ausser Betracht geblieben sind, die zwingend hätten beachtet werden müssen. In derartige Ermessensentscheide wird ferner eingegriffen, wenn sich diese als offensichtlich unbillig, als in stossender Weise ungerecht erweisen (vgl. BGE 141 III 97 E. 11.2; 138 III 443 E. 2.1.3, 669 E. 3.1 S. 671; je mit Hinweisen; Urteil 4A_207/2015 vom 2. September 2015 E. 3.1 mit Hinweisen). Dass dies im zu beurteilenden Fall zutreffen soll, vermag die Beschwerdeführerin mit ihren Ausführungen nicht aufzuzeigen. Insbesondere zeigt sie keine Willkür auf, indem sie dem Bundesgericht ihre eigene Berechnung unterbreitet und dabei unter anderem das Zuständigkeitsverfahren sowie das Verfahren über den Auskunftsanspruch wie auch die grundsätzliche Verpflichtung zur Gewinnherausgabe insgesamt lediglich zu ¼ gewichtet haben will, obwohl diese bereits sehr aufwendig waren und mehrere Jahre dauerten. Entsprechendes gilt hinsichtlich der Verteilung der Parteientschädigung; insbesondere kritisiert sie in unzulässiger Weise die vorinstanzliche Feststellung, wonach die Rechtsvertretung der Beschwerdegegnerin mehr Zeit in Anspruch nahm als diejenige der Beschwerdeführerin.