Citation: 6B_1206/2018 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des Beschleunigungsgebots. Das gesamte Verfahren habe bislang rund 3 ½ Jahre gedauert, was klar zu lang sei. Dies gelte auch für das vorinstanzliche Verfahren. Zwischen der Zustellung des begründeten, erstinstanzlichen Urteils am 11. Januar 2017 bis zur Vorladung der Parteien am 8. März 2018 auf die Berufungsverhandlung am 23. August 2018 liege mehr als ein Jahr. Dies dürfe wohl daran liegen, dass betreffend eines Mitbeschuldigten ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag gegeben worden sei, was ihn aber nicht tangiere. Da die Frage nach der psychischen Störung seines Mitbeschuldigten sein Verfahren ohnehin nicht beeinflusse, hätte es ohne Verzögerung weitergeführt werden können. Zudem sei nicht ersichtlich, weshalb zwischen der Vorladung zur Berufungsverhandlung und der Berufungsverhandlung selbst wiederum fast ein halbes Jahr zu liegen komme. Mithin liege eine mehrfache Verletzung des Beschleunigungsgebots im Sinne von Art. 29 Abs. 1 BV, Art. 6 Ziff. 1 EMRK, Art. 14 Ziff. 3 lit. c UNO-Pakt II und Art. 5 StPO vor, indem ohne sachlich begründbare prozessuale Legitimation das Verfahren unnötig verzögert worden sei (Beschwerde S. 3 ff. Ziff. 3 ff.).