Citation: 8C_808/2023 E. 4.3

4.3. Das kantonale Gericht hat die diesbezüglich massgebenden Bestimmungen und Grundsätze zutreffend dargelegt. Hervorzuheben ist namentlich, dass die Leistungen an die versicherte Person vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden können, wenn sich diese einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, entzieht oder widersetzt oder nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu beiträgt. Die versicherte Person muss, wie die Vorinstanz zutreffend dargelegt hat, vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar (Art. 21 Abs. 4 ATSG). Zudem darf die Rente, worauf das kantonale Gericht ebenfalls zu Recht hingewiesen hat, (sogar) ohne vorgängige Prüfung von Massnahmen der (Wieder-) Eingliederung und ohne Durchführung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens nach Art. 21 Abs. 4 ATSG herabgesetzt oder aufgehoben werden, wenn der Eingliederungswille fehlt, d.h. wenn die Eingliederungsbereitschaft aus invaliditätsfremden Gründen nicht gegeben ist (Urteile 9C_593/2023 vom 11. Juli 2024 E. 4.1; 9C_289/2022 vom 27. Juli 2023 E. 6.2.2 und 9C_541/2020 vom 1. März 2021 E. 4.4.2; KASPAR GERBER, in: Thomas Gächter [Hrsg.], Kommentar zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, IVG, Bern 2022, N. 264 zu Art. 28 IVG). Berufliche Massnahmen können zwar unter anderem dazu dienen, subjektive Eingliederungshindernisse im Sinne einer Krankheitsüberzeugung der versicherten Person zu beseitigen. Es bedarf indessen auch diesfalls eines Eingliederungswillens beziehungsweise einer entsprechenden Motivation der versicherten Person. Es sind insbesondere die gegenüber der Verwaltung und den medizinischen Experten gemachten Aussagen betreffend Krankheitsüberzeugung beziehungsweise Arbeitsmotivation zu berücksichtigen. Ebenfalls von Belang sein können die im Vorbescheidverfahren und vor kantonalem Versicherungsgericht gemachten Ausführungen respektive gestellten Anträge (Urteile 9C_593/2023 vom 11. Juli 2024 E. 4.1, 9C_289/2022 vom 27. Juli 2023 E. 6.2.2 und 8C_93/2023 vom 5. Juli 2023 E. 3.2, je mit Hinweisen).