Citation: 2C_535/2024 E. 1.3.1

1.3.1. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die Wiederherstellung der Frist gestützt auf Art. 24 Abs. 1 VwVG nur bei klarer Schuldlosigkeit der betroffenen Prozesspartei und ihrer Vertretung zu gewähren - d. h. wenn die Partei oder ihre Vertretung auch bei gewissenhaftem Vorgehen nicht rechtzeitig hätten handeln können (vgl. Urteile 2C_177/2019 vom 22. Juli 2019 E. 4.2.1; 2C_1096/2013 vom 19. Juli 2014 E. 4.1; 1C_336/2011 vom 12. Dezember 2011 E. 2.3). Bereits ein leichtes Verschulden steht einer Wiederherstellung entgegen (vgl. BGE 143 I 284 E. 1.3; Urteile 1C_698/2020 vom 8. Februar 2021 E. 4.2; 2C_177/2019 vom 22. Juli 2019 E. 4.2.1). War die Partei oder ihre Vertretung wegen eines von ihrem Willen unabhängigen Umstands daran gehindert, zeitgerecht zu handeln, liegt objektive Unmöglichkeit vor. Darunter fällt namentlich eine schwerwiegende Erkrankung (vgl. Urteile 2C_177/2019 vom 22. Juli 2019 E. 4.2.1; 2C_699/2012 vom 22. Oktober 2012 E. 3.2).