Citation: 8C_645/2020 E. 4

Gemäss Vorinstanz war eine rentenerhebliche Veränderung des Gesundheitszustandes als Voraussetzung für eine Rentenrevision gestützt auf die Einschätzungen der im September 2011 beziehungsweise November 2018 erstatteten Gutachten nicht ausgewiesen. Es bestehe eine langjährige Suchtproblematik mit wiederkehrender psychotischer Symptomatik. Indessen könnte eine Arbeitsunfähigkeit auch anhand der Angaben im jüngsten Gutachten nicht als ausgewiesen gelten. Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe seit der letzten Rentenverweigerung dreimal stationär hospitalisiert werden müssen. Nach dem Klinikaufenthalt von Juni bis September 2017 sei er nicht mehr im Stande gewesen, seinen Alltag selbstständig zu bewerkstelligen, und habe daher nur noch in ein betreutes Wohnen entlassen werden können. Erst nach einer Medikamentenumstellung habe er wieder eine Erwerbstätigkeit aufnehmen können. Eine relevante Veränderung im massgeblichen Zeitraum sei allein gestützt auf den von der Vorinstanz vorgenommenen Vergleich der Befunde zu den jeweiligen Zeitpunkten der Erstattung der beiden Guachten nicht auszuschliessen. Zudem habe die Vorinstanz die von den Gutachtern bescheinigte 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit Juni 2016 zu Unrecht nicht anerkannt. Soweit die Vorinstanz von den gutachtlich gestellten Diagnosen und der darauf beruhenden Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung gestützt auf die Stellungnahme des RAD nicht überzeugt gewesen sei, hätte sie ein Gerichtsgutachten einholen müssen.