Citation: BGE 150 I 68 E. 4.4

Ein Weiteres kommt hinzu: Die vom Bundesgericht gerügte Konstellation wurde an den Zürcher Gerichten bekanntermassen seit langem praktiziert, ohne dass dies von den Rechtssuchenden oder bis zu jenen Entscheiden vom Bundesgericht beanstandet worden wäre. Die Rede ist von einer "bewährten Institution im zürcherischen Gerichtswesen" (MATTHIAS SCHWAIBOLD, Das Ende einer Institution, forumpoenale 2/2023 S. 148 ff., S. 148; vgl. auch MARCO WEISS, Informelle Hierarchien an einem Gericht, Besprechung von BGer, 1B_420/2022, 9.9.2022, AJP 2023 S. 378 ff.). Vor diesem BGE 150 I 68 S. 72 Hintergrund wäre die weitere Mitwirkung des Leitenden Gerichtsschreibers als Ersatzrichter im vorliegenden, schon seit längerem anhängigen Zivilprozess (bejahendenfalls) nicht als derart gravierenden Mangel zu betrachten, dass er im Nachgang zu den beiden Bundesgerichtsurteilen sofort zum Ausstand des Beschwerdegegners von Amtes wegen hätte führen müssen.