Citation: 6B_196/2021 E. 5.1.1

5.1.1. Die Beschwerdeführerin 2 rügt zusammengefasst, die Vorinstanz sei bei der nicht zu beanstandenden Ausfällung von Freiheitsstrafen für jedes der Delikte, das alternativ Freiheits- oder Geldstrafe vorsehe und der im Grundsatz ebenfalls nicht zu beanstandenden Bildung einer Gesamtfreiheitsstrafe, in unzulässiger Weise von der konkreten Methode abgewichen. Insbesondere in Bezug auf den schwersten Vorwurf, die versuchte eventualvorsätzliche Tötung, hätte eine Einzelwertung vorgenommen werden müssen. Diese Strafe bilde die Grundlage, welche unter Einbezug der anderen Straftaten in Anwendung des Asperationsprinzips angemessen zu erhöhen sei. Zwar hätten sich alle strafbaren Handlungen in der Nacht vom 30. April 2017 und im Nachgang an den Raufhandel in U.________ ereignet und möge zutreffen, dass der zeitliche und sachliche Zusammenhang der Normverstösse eng sei. Nichtsdestotrotz seien die jeweiligen konkreten Handlungen nicht derart eng miteinander verflochten, dass sie keiner separaten Beurteilung zugänglich wären. Es liege keine Ausnahmesituation vor, welche ein Abweichen von der konkreten Methode rechtfertige. Auch die Erhöhung der "hypothetischen Freiheitsstrafe" von sechseinhalb Jahren um eineinviertel Jahre für die zunächst ausgeklammerten Delikte sei unzulässig, mithin hätten auch diese Delikte separat bewertet werden müssen. Aufgrund des Vorgehens der Vorinstanz könnten die Parteien die Angemessenheit der Einsatzstrafe nicht vollständig nachvollziehen bzw. überprüfen. Mit dem Wohlverhalten nach der Tat habe die Vorinstanz schliesslich ein für die Strafzumessung nicht massgebliches Kriterium berücksichtigt und ihr Ermessen überschritten, wenn sie in Würdigung desselben und der täterbezogenen Zumessungsfaktoren der Reue sowie der stabilen beruflichen und privaten Verhältnisse dem Beschwerdegegner 4 eine Strafreduktion von rund 29 % gewähre. Angemessen sei eine Freiheitsstrafe von insgesamt sieben Jahren.