Citation: 8C_544/2022 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz erachtete das psychiatrische Gutachten von Dr. med. D.________ vom 16. März 2020 (einschliessliche der Ergänzung vom 3. April 2020) als beweiskräftig. Danach sei die rezidivierende depressive Störung bis auf mild ausgeprägte und adäquat therapierte neurasthenische Restbeschwerden remittiert. Überdies habe die Gutachterin eine normvariante Persönlichkeitsstruktur festgestellt. Die somatoforme autonome Funktionsstörung des oberen Gastrointenstinaltrakts bestehe seit Kindheit und habe der Schul- und Berufsausbildung nicht geschadet. Die Beschwerdeführerin habe eine breitgefächerte Berufserfahrung und nebst der Ausbildung als kaufmännische Angestellte diverse Weiterbildungen absolviert (u. a. Sachbearbeiterin Personalwesen, Höheres Wirtschaftsdiplom, Projektleiterin, Projektassistentin, Lehrgang für Berufsbildnerinnen). Die Schwierigkeiten beim abgebrochenen Arbeitsversuch könnten laut Dr. med. D.________ keiner psychischen Störung zugeordnet werden. Die Beschwerdeführerin verfüge über intakte Coping-Strategien.