Citation: 1C_19/2022 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführenden legen jedoch nicht dar, inwiefern ihre Einsichtnahme in das Augenscheinprotokoll einen Einfluss auf das vorinstanzliche Urteil hätte haben können, was auch nicht ersichtlich ist. So ergibt sich aus den Akten, dass die Beschwerdeführenden in ihrem Rekurs vom 27. April 2020 an das Baurekursgericht geltend machten, entgegen der Meinung der Bau- und Planungskommission der Gemeinde Thalwil sei die geplante Antenne auf dem niedrigen Mehrfamilienhaus für das ganze Quartier optisch sehr störend, weshalb keine befriedigende Gesamtwirkung gemäss § 238 Abs. 1 PGB/ZH gegeben sei. Das Baurekursgericht bejahte die befriedigende Gesamtwirkung und führte zur Begründung in Erwägung 7.1 seines Entscheids vom 1. Dezember 2020 zusammengefasst aus, wie sich die Delegation dieses Gerichts anlässlich des Lokaltermins habe überzeugen können, habe die Planungs- und Baukommission Thalwil in ihrer Vernehmlassung die Umgebung des Baugrundstücks zu Recht als heterogen bezeichnet, da diese mit Gebäuden verschiedenster Grundrisse, Volumen und abweichenden Fassadengestaltungen überbaut sei. Westlich des Baugrundstücks stünden vier abgestufte, grossvolumige und markant in Erscheinung tretende Mehrfamilienhäuser kurz vor der Vollendung. Diese Gebäude prägten die relevante Umgebung massgebend. Das Bauvorhaben weise das Erscheinungsbild einer in der Wohnzone üblichen Mobilfunkantenne auf und trete durch die auf dem Dach zurückversetzte Lage des vergleichsweise voluminösen Standortgebäudes im Nahbereich diskret in Erscheinung. Demnach habe die Planungs- und Baukommission dem Bauvorhaben eine befriedigende Einordnung attestieren dürfen. Gegen diese vom Baurekursgericht vorgenommene Beurteilung der Einordnung der geplanten Mobilfunkanlage erhoben die Beschwerdeführenden in ihrer kantonalen Beschwerde vom 25. Januar 2021 und ihren Stellungnahmen vom 25. März 2021 und 15. September 2021 keine Rügen oder Einwände. Damit war im vorinstanzlichen Verfahren die Einordnung der geplanten Mobilfunkanlage nicht mehr strittig, weshalb dem zu dieser Frage durchgeführten Augenschein des Baurekursgerichts und dem entsprechenden Protokoll in diesem Verfahren keine entscheiderhebliche Bedeutung zukam. Demnach fehlt den Beschwerdeführenden ein schützenswertes Interesse zu rügen, das Baurekursgericht habe bezüglich des Augenscheinprotokolls ihren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. Auf diese Rüge ist daher inhaltlich nicht einzugehen (vgl. Urteil 7B_287/2022 vom 22. Februar 2024 E. 2.1 mit Hinweisen).