Citation: 8C_705/2022 E. 6.3.1

6.3.1. Hinsichtlich des Abzugs gemäss BGE 126 V 75 macht der Beschwerdeführer geltend, er habe als Maurer stets körperliche Schwerarbeit verrichtet. Sein Gesundheitszustand sei derart eingeschränkt, dass seine Arbeitskraft im Vergleich zu gesunden Arbeitnehmern deutlich reduziert sei. Ihm seien gemäss dem (bestrittenen) Belastungsprofil lediglich noch körperlich leicht bis mittelschwer belastende, in Wechselhaltung ausübbare Tätigkeiten möglich. Er habe ausserhalb des Baugewerbes keine Berufserfahrung und arbeite seit Jahren im gleichen Betrieb. Sein Alter sei mit 59 Jahren fortgeschritten und eine neue Tätigkeit sei auch deshalb schwer zu finden. Es sei unhaltbar, dass die Beschwerdegegnerin ihm keine Unterstützung bei der Wiedereingliederung habe zukommen lassen, gleichzeitig aber ein sehr hohes Einkommen als Hilfsarbeiter anrechne, ohne einen Abzug zu gewähren. Entgegen der Auffassung des kantonalen Gerichts habe er keine neue Anstellung finden können, er sei beim alten Arbeitgeber geblieben. Ihm fehlten die Ressourcen zur Selbsteingliederung. Zudem sei er auch psychisch beeinträchtigt, weshalb auch unter diesem Gesichtspunkt eine Jobsuche und ein Erlernen einer neuen Tätigkeit höchst schwierig sei.