Citation: 9C_289/2022 E. 6.3.1

6.3.1. Gemäss letztinstanzlich unbestritten gebliebener vorinstanzlicher Erwägung steht als Eingliederungsmassnahme einzig die Arbeitsvermittlung nach Art. 18 IVG zur Diskussion. Auf einen fehlenden Eingliederungswillen schloss die Vorinstanz zunächst aus dem Umstand, dass der Beschwerdeführer der von der IV-Stelle mit Schreiben vom 6. Januar 2021 angesetzten Frist zur Retournierung einer Erklärung, mit welcher er seinen Willen zur Durchführung von Eingliederungsmassnahmen hätte kundtun sollen, nicht nachgekommen war. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass er besagte Bereitschaftserklärung nicht retourniert hat. Er macht jedoch geltend, dies könne ihm mangels Kenntnis vom Inhalt der SMAB-Expertise vom 27. November 2020 nicht zum Vorwurf gemacht werden, sei ihm dieser Bericht doch erst am 15. Februar 2021 zugestellt worden. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass der Versicherte mit Verweis auf seine Beschäftigung im zweiten Arbeitsmarkt auf die Unterzeichnung der Erklärung verzichtet hatte (vgl. Schreiben vom 1. Februar 2021). Weiter hat die Vorinstanz zutreffend erwogen, es sei dem Versicherten im Rahmen der Unterzeichnung der Bereitschaftserklärung ausdrücklich offen gestanden, anzugeben, in welchem Umfang er sich für eingliederungsfähig erachte; ebenso hätte er sich zum seines Erachtens richtigen Anforderungsprofil äussern können. Weiter schloss das kantonale Gericht auch aus dem Verhalten des Versicherten im Jahr 2018 auf einen fehlenden Eingliederungswillen. So führte es aus, der Versicherte habe mit Schreiben vom 26. Februar 2018 erklärt, seine derzeitige Tätigkeit im sekundären Arbeitsmarkt zu 40-50 % sei als Eingliederungsmassnahme zu betrachten, weshalb ihm die von der Verwaltung verlangte Arbeitsvermittlung nicht zumutbar sei. Vielmehr habe er die Unterstützung bei der Erhaltung des bisherigen Arbeitsplatzes im sekundären Arbeitsmarkt verlangt. Der nachfolgenden Aufforderung der IV-Stelle zur Wahrnehmung der Mitwirkungspflicht vom 6. März 2018 sei er unter neuerlichem Hinweis der Unzumutbarkeit der bisherigen Tätigkeit nicht nachgekommen. Mit Mitteilung vom 28. März 2018 habe die IV-Stelle die beruflichen Massnahmen abgeschlossen, da der Versicherte die Bereitschaftserklärung nicht unterzeichnet habe. Unbehelflich ist in diesem Zusammenhang der Einwand des Beschwerdeführers, aus seinem Verhalten im Jahr 2018 lasse sich in Bezug auf den Eingliederungswillen nichts ableiten, sei er doch damals nachweislich vollständig arbeitsunfähig gewesen. Gemäss grundsätzlich verbindlicher Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz (vgl. E. 1) bestand diese Arbeitsunfähigkeit erst ab Mai 2018 und somit erst nachdem die IV-Stelle die beruflichen Massnahmen abgeschlossen hatte.