Citation: 8C_246/2024 E. 4.2

4.2. Das kantonale Gericht erwog, formell habe es sich bei den Gesellschaften, an welche die Beschwerdeführerin Schalungs- und Maurerarbeiten in Regie auf Baustellen vergeben habe, um juristische Personen gehandelt. Die an sie entrichteten Entschädigungen könnten daher grundsätzlich kein beitragspflichtiges Einkommen darstellen. Aus den Akten ergebe sich jedoch, dass die Gesellschaften im Zeitpunkt des Empfangs der strittigen Barzahlungen inaktiv gewesen seien und kurz vor der Konkurseröffnung gestanden hätten, wobei der Konkurs jeweils wenige Monate nach Erhalt der Barzahlungen eröffnet worden sei. Im Zeitpunkt des Empfangs der Barzahlungen hätten die Gesellschaften mit Ausnahme des im Handelsregister eingetragenen Gesellschafters und Geschäftsführers keine Mitarbeiter (mehr) beschäftigt, keine Lohnsummen deklariert, über keine Geschäftsräumlichkeiten mehr verfügt und auch kein eigenes Bauequipment besessen. Die Gesellschaften könnten daher nicht als Subunternehmer betrachtet werden, weshalb die Beschwerdeführerin mit den Barzahlungen über Fr. 636'828.80 (sozialversicherungsrechtlich) keine Entschädigungen an juristische Personen geleistet, sondern einen oder mehrere Arbeiter auf Baustellen bezahlt habe. Ob der Beschwerdeführerin selbst oder den Empfängern der Barzahlungen ein missbräuchliches oder gar strafrechtlich relevantes Verhalten vorzuwerfen sei, brauche vorliegend nicht geprüft zu werden. Auch aus dem Umstand, dass die Suva nicht alle Zahlungen der Beschwerdeführerin an Drittunternehmer in den Jahren von 2016 bis 2020 als Lohn aufgerechnet habe, könne die Beschwerdeführerin nichts zu ihren Gunsten ableiten. Zusammenfassend habe die Suva die Barzahlungen der Beschwerdeführerin an die Gesellschaften zu Recht als Lohnzahlungen an die Bauarbeiter qualifiziert und darauf Prämien erhoben.