Citation: I 831/04 09.02.2006 E. 3

Die Rechtsgrundlagen für die Beurteilung der Streitfrage sind im angefochtenen Entscheid einlässlich dargelegt und hier nur zusammengefasst zu wiederholen. Demnach galt bis 31. Dezember 2001 die Auszahlung der Kinderrenten an den vom Anspruchsberechtigten getrennt lebenden oder geschiedenen Elternteil unter der Voraussetzung als zulässig, dass dieser die elterliche Gewalt innehat, das Kind nicht beim rentenberechtigten Elternteil wohnt und sich dessen Unterhaltspflicht in einem Kostenbeitrag erschöpft. Letzteres trifft zu, wenn die Unterhaltsbeiträge bestimmte Ansätze für den Unterhaltsbedarf von Kindern nicht erreichen (vgl. BGE 129 V 364 f. Erw. 3.2 und 3.3 mit Hinweisen). Seit 1. Januar 2002 ist gemäss Art. 82 IVV für die Auszahlung von Kinderrenten der Invalidenversicherung die Regelung des Art. 71ter AHVV sinngemäss anwendbar (vgl. BGE 129 V 365 f. Erw. 3.4 mit Hinweisen). Nach Abs. 1 dieser Bestimmung ist die Kinderrente, wenn die Eltern des Kindes nicht oder nicht mehr miteinander verheiratet sind oder getrennt leben, auf Antrag dem nicht rentenberechtigten Elternteil auszuzahlen, wenn diesem die elterliche Sorge über das Kind zusteht und es bei ihm wohnt (Satz 1); abweichende vormundschaftliche oder zivilrichterliche Anordnungen bleiben vorbehalten (Satz 2). Laut Abs. 2 gilt dies auch für die Nachzahlung von Kinderrenten (Satz 1); hat der rentenberechtigte Elternteil seine Unterhaltspflicht gegenüber dem Kind erfüllt, so steht ihm die Nachzahlung im Umfang der monatlich erbrachten Leistungen zu (Satz 2). Zu erwähnen bleibt, dass die seit 1. Januar 2002 geltende Ordnung der Kinderrentenauszahlung durch die mit Ziff. I der Verordnung vom 28. Januar 2004, in Kraft getreten am 1. März 2004 (AS 2004 743), erfolgte Änderung des Art. 82 IVV unberührt geblieben ist.