Citation: 1C_543/2021 E. 8.2

8.2. Die Beschwerdeführerin bringt hauptsächlich vor, ein Verbot, das im Hinblick auf eine anstehende Planung erlassen werde, sei entweder planungsrechtlich motiviert, habe also zum Zweck, die Präjudizierung einer laufenden Planung zu verhindern, oder der raumplanerische Missstand, aufgrund dessen ein Regelungsbedarf bestehe, gefährde Polizeigüter in einem Mass, welches das Abwarten der Planung als nicht opportun erscheinen lasse. Art. 12.3 Abs. 2 BZO stehe nicht mit einer Planungsabsicht im Zusammenhang. Das öffentliche Interesse könne daher grundsätzlich nur in einer Gefährdung von Polizeigütern liegen. Ein Missstand, aus welchem sich ein öffentliches Interesse ergebe, das nach einer Regelung auf Richtplanebene rufen würde oder gar ein Gewerbeverbot begründen könnte, sei indessen nicht erkennbar. Insbesondere habe die Beschwerdegegnerin einen derartigen Missstand nie nachvollziehbar dargelegt und seien sämtliche rechtserheblichen Parameter, welche die Überprüfung und Verifizierung bzw. schon die Nachvollziehbarkeit eines solchen Missstands ermöglichen könnten, nie erhoben worden. In diesem Zusammenhang rügt die Beschwerdeführerin namentlich auch eine unvollständige, offensichtlich unrichtige (Art. 97 Abs. 1 BGG) und willkürliche (Art. 9 BV) Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz. Die Beschwerdeführerin stellt im Weiteren namentlich in Abrede, dass für Off-Airport-Parkplätze eine Richtplanpflicht nach Art. 8 Abs. 2 RPG im Sinne der vorinstanzlichen Erwägungen besteht und mit Blick darauf vom Vorliegen eines öffentlichen Interesses an Art. 12.3 Abs. 2 BZO ausgegangen werden kann. In diesem Zusammenhang rügt sie auch eine Verletzung von Art. 8 Abs. 2 RPG. Ihre erwähnte Sachverhaltsrüge betrifft dabei auch die Sachverhaltsfeststellung, welche die Vorinstanz ihrer Beurteilung der Richtplanpflicht zugrunde gelegt hat.