Citation: 1P.590/2006 02.10.2006 E. 1

1.1 Angefochten ist ein letztinstanzlicher kantonaler Entscheid über ein Gesuch um Entlassung aus der Untersuchungshaft. In der Vernehmlassung beantragt das Obergericht, auf die Beschwerde nicht einzutreten, da der Beschwerdeführer sich nicht mehr in Untersuchungshaft, sondern in einer vorsorglichen, dringlichen stationären Massnahme gemäss Art. 89bis Abs. 1 StPO/LU befinde. Die Daten der Verfügung und des Inkrafttretens der Massnahme werden nicht angegeben. Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe die Massnahme beim Obergericht am 21. September 2006 mit Gesuch um aufschiebende Wirkung angefochten. Es stellt sich die Frage, ob die Untersuchungshaft beendet und die staatsrechtliche Beschwerde damit gegenstandslos geworden ist. Dies kann jedoch offen bleiben: Befindet sich der Beschwerdeführer noch in Untersuchungshaft, so ist die Beschwerde gemäss den folgenden Erwägungen abzuweisen. 1.2 Das Begehren um Haftentlassung ist in Abweichung vom Grundsatz der kassatorischen Natur der staatsrechtlichen Beschwerde zulässig, da im Falle einer nicht gerechtfertigten strafprozessualen Haft die von der Verfassung geforderte Lage nicht schon mit der Aufhebung des angefochtenen Entscheids, sondern erst durch eine positive Anordnung hergestellt werden kann (BGE 129 I 129 E. 1.2.1; 124 I 327 E. 4b/aa). 1.3 Da die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf das rechtzeitig eingereichte Rechtsmittel grundsätzlich einzutreten.