Citation: 6B_141/2022 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz stellt fest, der Beschwerdeführer sei am 12. Januar 2018 am Wohnort der Beschwerdegegnerin 2 erschienen und habe mit ihr reden wollen. Er sei ihr vom Parkplatz her nachgerannt. Schliesslich habe er den Fuss zwischen Tür und Schwelle des Eingangsbereichs des Wohnhauses gehalten, um ein Schliessen der Türe zu verhindern. Ihm sei bewusst gewesen, dass sein Verhalten gegen das für ihn geltende Annäherungs- und Kontaktverbot verstosse (Urteil S. 23 E. 7.b/aa). Die Vorinstanz erwägt, indem der Beschwerdeführer einen Fuss in die Türe gestellt habe, habe er die Beschwerdegegnerin 2 daran gehindert, diese wie beabsichtigt zu schliessen. Dadurch habe er erreicht, dass sie entgegen ihrem klaren Willen mit ihm in Kontakt habe treten müssen. Beim "Fuss-in-die-Tür-Stellen" handle es sich um das Nötigungsmittel, das die Beschwerdegegnerin 2 daran gehindert habe, ihren Willen (die Türe zu schliessen, um den Kontakt mit dem Beschwerdeführer zu vermeiden) auszuüben. Diese Einwirkung auf den Willen der Beschwerdegegnerin 2 habe die Schwelle zur Nötigung überschritten, auch wenn der Beschwerdeführer mit seinem Fuss das Schliessen der Hauseingangstüre nur für relativ kurze Zeit verhindert habe. Aufgrund des Kontaktverbots, den Äusserungen der Beschwerdegegnerin 2 anlässlich des Vorfalls sowie der Tatsache, dass sie von ihm weggerannt sei, habe der Beschwerdeführer gewusst, dass sie keinen Kontakt zu ihm haben wollte. Er habe ihren Willen ignoriert und vorsätzlich gehandelt (Urteil S. 23 E. 7.b/bb).