Citation: 8C_604/2021 E. 9.2

9.2. Dr. med. E.________ veranlasste im Rahmen seines Berichts vom 6. Februar 2019 eine CT-Untersuchung des linken oberen Sprunggelenks und ein Röntgen des linken Knies sowie des Vorfusses links vom 5. Februar 2019. Er stellte fest, Physiotherapie sei dringend zur Mobilisation und Kräftigung durchzuführen. Es liege noch ein gültiges Langzeitrezept bis Ende März vor. Sie bäten den Kostenträger, eine weitere Verordnung im Anschluss daran zu übernehmen. Es sei nicht davon auszugehen, dass der Beschwerdegegner konkurrenzfähig wieder auf der Baustelle arbeiten könne. Mit einer wesentlichen Besserung der Gelenksfunktion sei sehr wahrscheinlich zu rechnen. Die Entfernung des Osteosynthesematerials könne möglicherweise zu einer Beschwerdelinderung führen. Diese sei jedoch frühestens 18 Monate nach der letzten Revision (also im Herbst 2019) vorzunehmen. Damit war aufgrund des Berichts des Dr. med. E.________ vom 6. Februar 2019 nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 146 V 51 E. 5.1) erstellt, dass von der Entfernung des Osteosynthesematerials eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes des Beschwerdegegners erwartet werden konnte. Dass er von weiterer Physiotherapie hätte profitieren können, genügt praxisgemäss nicht, um den Fallabschluss hinauszuzögern (Urteil 8C_674/2019 vom 3. Dezember 2019 E. 4.3 mit Hinweisen). Somit kann aus dem blossen Verweis des Dr. med. F.________ auf den Bericht des Dr. med. E.________ vom 6. Februar 2019 nichts zu Gunsten des Beschwerdegegners abgleitet werden.