Citation: 6B_629/2020 E. A

Das Bezirksgericht Aarau verurteilte A.________ am 12. Februar 2018 wegen Diebstahls, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs zu 12 Monaten Freiheitsstrafe, als Gesamtstrafe mit einer im Umfang von 6 Monaten aufgeschobenen Freiheitsstrafe gemäss Urteil vom 14. Juni 2017, deren bedingten Vollzug das Bezirksgericht widerrief. Ausserdem ordnete es eine Landesverweisung von 6 Jahren an. Auf Berufung von A.________ hin bestätigte das Obergericht des Kantons Aargau am 11. Februar 2019 das erstinstanzliche Urteil im Schuldpunkt, reduzierte aber die Gesamtfreiheitsstrafe auf 10 Monate und die Landesverweisung auf 5 Jahre. Das Bundesgericht hiess die Beschwerde von A.________, womit er die Landesverweisung anfocht, am 17. März 2020 gut (6B_423/2019). Es wies das Obergericht an, die Flüchtlingseigenschaft von A.________ bei der Anordnung der Landesverweisung im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung zu berücksichtigen und seinen Entscheid zu begründen. Insbesondere sei darzulegen, ob und weshalb nach Auffassung des Obergerichts die das Asyl des Beschwerdeführers begründenden Umstände einen stabilen Zustand darstellten, welcher sich aller Vernunft nach während des Strafvollzugs resp. der Dauer der Landesverweisung nicht bessern würde. Am 30. April 2020 hielt das Obergericht des Kantons Aargau an seinem Entscheid fest.