Citation: 6B_1388/2019 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung von Art. 66a Abs. 2 StGB. Die Vorinstanz belege nicht nachvollziehbar, weshalb im vorliegend zu beurteilenden Fall die öffentlichen Interessen an seiner Landesverweisung höher zu gewichten seien als sein persönliches Interesse, in der Schweiz zu bleiben. Sie verweise primär auf seine erneute Delinquenz und schliesse daraus auf mangelnde Einsicht und Reue sowie eine schlechte Legalprognose. Damit benutze sie Strafzumessungsfaktoren doppelt, nämlich einmal hinsichtlich seines Tatverschuldens und ein zweites Mal in Bezug auf die Legalprognose. Hierbei setze sie sich - im Gegensatz zur ersten Instanz - nicht mit der Frage auseinander, welche Wirkung der 30-monatige Freiheitsentzug auf seine Legalprognose haben werde. Es sei eine Eigenheit des schweizerischen Strafrechts, dass der Strafvollzug die Einsicht zum künftigen Wohlverhalten und die Reintegration in die Gesellschaft fördern soll. Die Vorinstanz gehe zudem nicht auf die Argumentation des Bezirksgerichts ein, wonach zwischen beiden Taten ein gewisser Zusammenhang (Verkauf einer Restportion [d.h. beim Beschwerdeführer nicht sichergestelltes Kokain, das dieser vorgängig nicht nochmals erwerben musste]) bestehe und die Menge verkaufter Betäubungsmittel im zweiten Verfahren wesentlich geringer gewesen sei als im ersten. Dies sei insbesondere bei der Beurteilung von (fehlender) Einsicht und bei der Legalprognose von Bedeutung.