Citation: 4A_683/2016 E. B

B.a. Mit Klage vom 14. Februar 2011 beantragte die Klägerin dem Kantonsgericht Zug, es sei der Beklagte zu verpflichten, ihr 31'000'379 Namenaktien der C.________ Holding AG mit einem Nennwert von je Fr. 0.01 als Pfand zur Besicherung der Forderung der Klägerin über USD 12.5 Mio. aus Kaufvertrag vom 1. Juni 2007 zu verpfänden. Eventualiter sei der Beklagte zu verpflichten, die infolge der Kapitalerhöhung erlittene Wertverminderung der hinterlegten Aktien durch eine Bareinlage im Umfang der Wertverminderung von USD 23.5 Mio. zu korrigieren und diesen Betrag als Sicherheit zugunsten der Klägerin zu hinterlegen; subeventualiter sei der Beklagte zu verpflichten, der Klägerin die Differenz aus dem Verwertungserlös der verpfändeten 3'100'000 Namenaktien der C.________ Holding AG und dem Kaufpreis von USD 12.5 Mio. nebst Zins zu 8 % seit dem 1. Juli 2010 zu bezahlen. Das Beweisverfahren umfasste die Einholung eines Gutachtens und eines Zusatzgutachtens zur finanziellen Lage bzw. zur Bewertung der C.________ Holding AG, die am 17. April / 17. Mai 2013 bzw. am 31. März 2014 erstattet wurden. Mit Entscheid vom 5. März 2015 wies das Kantonsgericht Zug die Klage ab. B.b. Mit Urteil vom 27. Oktober 2016 wies das Obergericht des Kantons Zug die von der Klägerin gegen diesen Entscheid erhobene Berufung ab, soweit es darauf eintrat, und bestätigte das Urteil des Kantonsgerichts Zug vom 5. März 2016. Das Obergericht erwog, der Beklagte habe weder gegen Ziffer 1.3 des Pfandvertrags vom 1. Juni 2007 noch gegen Ziffer 3.2 des Aktienkaufvertrags vom 1. Juni 2007 verstossen. Im Weiteren habe die Klägerin auch nicht nachzuweisen vermocht, dass sich der Beklagte rechtsmissbräuchlich verhalten habe, indem er gezielt auf eine Kapitalerhöhung resp. Herausgabe einer maximalen Anzahl neuer Aktien zu einem ungerechtfertigt tiefen Ausgabepreis hingewirkt hätte. Vielmehr sprächen die Umstände dafür, dass der übrige Verwaltungsrat und die Generalversammlung im Interesse der C.________ Holding AG für die Kapitalerhöhung stimmten, da diese eine zwingende Voraussetzung für die Fortführung der Geschäftstätigkeit und damit zur Erzielung zukünftiger Gewinne gewesen sei. Wie auch vom Gutachten bestätigt, sei es bei der vorherrschenden Unsicherheit im Private Equity-Umfeld sachgerecht gewesen, die neuen Aktien zu einem relativ tiefen Preis auszugeben, nachdem die C.________ Holding AG aufgrund der Finanzkrise und der Entwertung ihrer Aktiven per 30. Juni 2009 überschuldet gewesen sei. Abgesehen davon hätten die Gutachter festgestellt, dass der Wert der verpfändeten Aktien durch die Kapitalerhöhung gestiegen sei, weshalb dem Beklagten kein pflichtwidriges Verhalten angelastet werden könne.