Citation: U 134/05 29.08.2007 E. 3

3.1 Bei einem Rückfall nach Art. 11 UVV handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, sodass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt. Rückfälle schliessen begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht des (damaligen) Unfallversicherers nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 293 E. 2c S. 296 mit Hinweisen). Die Beweislast für das Bestehen des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung trägt der Leistungsansprecher (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329 E. 3b). Beweislosigkeit wirkt sich zu seinen Ungunsten aus (BGE 117 V 261 E. 3b S. 264). 3.2 Art. 11 UVV ist im Rahmen des am 1. Januar 2003 in Kraft getretenen Gesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) nicht geändert oder aufgehoben worden. Ebenfalls hat dieses Gesetz am unfallversicherungsrechtlichen Begriff des natürlichen Kausalzusammenhangs nichts geändert (Urteil U 218/04 vom 3. März 2005 E. 2 mit Hinweis; Kieser a.a.O. S. 64 f. Rz 20). Die zu Art. 11 UVV ergangene Rechtsprechung hat somit weiterhin Gültigkeit (Urteil U 249/04 vom 28. Januar 2005 E. 3.3). Für die Frage des intertemporal anwendbaren Rechts ist daher nicht von Belang, dass der Einspracheentscheid am 23. März 2004 nach In-Kraft-Treten des ATSG erlassen wurde (vgl. BGE 130 V 318 und 329 sowie BGE 130 V 445).