Citation: 7B_249/2022 E. 6.2.4

6.2.4. Zwar trifft zu, dass die vorinstanzliche Entscheidbegründung hier dünn ausfällt, es lässt sich aber hinreichend nachvollziehen, welche Überlegungen sie zu ihrer Einschätzung bewogen haben. Es ist auch nicht zu beanstanden, wenn sie aus dem in der Allgemeinheit grundsätzlich vorhandenen Wissen darauf schliesst, die Beschwerdeführerin habe die Tatbestandsverwirklichung für möglich gehalten und in Kauf genommen: Bei einer Waffe, die zwar nicht echt ist, aber täuschend echt aussieht, liegt die Annahme nahe, dass sie unter das WG fällt und damit nicht ohne Weiteres besessen werden darf. Die Wahrscheinlichkeit der Tatbestandsverwirklichung war somit gross. Ausserdem hatte die Beschwerdeführerin in mehreren Einvernahmen angegeben, die Waffe aufgrund einer möglichen Blutrache einer Familie aus dem Kosovo und somit für den Fall, dass sie bedroht würde, bei sich zu tragen. Damit sprechen auch ihre Beweggründe für Eventualvorsatz. Dessen Bejahung durch die Vorinstanz hält im Ergebnis vor Bundesrecht stand.