Citation: 1C_297/2020 E. 4.2

4.2. Unbestrittenermassen besteht das Dachgeschoss vorliegend aus zwei Geschossteilen, dem Dachgeschoss im engeren Sinne und dem darüberliegenden Estrich unter dem Satteldach. Das Bauvorhaben schöpft bei der Fläche des Dachgeschosses im engeren Sinne die gemäss Art. 162 Abs. 1 Ziff. 2 BauG maximal zulässigen 70 % im Verhältnis zu dem darunter angeordneten Vollgeschoss aus. Für die Vorinstanz ist die lichte Höhe zwischen der Oberkante des Estrichbodens und der Unterkante der Firstpfette zu messen. Für diese Vorgabe hat die Vorinstanz hilfsweise auf Anhang 1 Ziff. 5.4 der Interkantonalen Vereinbarung über die Harmonisierung der Baubegriffe (IVHB) abgestellt, obwohl die IVHB für die betroffene Gemeinde Dallenwil noch nicht in Kraft getreten sei. Sie hat erwogen, die Begriffsbestimmung der IVHB zur lichten Höhe entspreche dem geltenden kantonalen Recht. Gemäss den Feststellungen der Vorinstanz beträgt die lichte Höhe des Estrichs nach dieser Messweise 1,48 m. Da sie damit unter der Grenze von 1,5 m gemäss Art. 162 Abs. 1 Ziff. 2 BauG liege, sei die Grundfläche des Estrichs nicht anrechenbar.