Citation: 6B_1427/2020 E. 5.5

5.5. Der Beschwerdeführer führt unter dem Titel einer Verletzung der Verhältnismässigkeit aus, der staatliche Freiheitsentzug dauere seit über 17 Jahren an. Durch die jahrelangen intensiven therapeutischen Interventionen habe sich die zum Tatzeitpunkt diagnostizierte psychische Störung so weit abgeschwächt, dass sie nach dem Gutachten 2019 in einem Grenzbereich der klinischen Relevanz zu verorten sei (Gutachten S. 121). Aufgrund des positiven Verlaufs sei er am 23. Dezember 2016 bedingt aus der stationären Massnahme entlassen worden. Bis zu seiner Verhaftung habe er nicht im Verdacht gestanden, Delikte begangen zu haben, welche die körperliche Integrität und das Leben von Mitmenschen beeinträchtigt hätten. Die (erneuten) Widerhandlungen seien nicht als "schwere Delinquenz" im Sinne von Art. 64 Abs. 1 lit. b StGB zu bezeichnen. Weiter sei zu betonen, dass er sich nach der Entlassung am 18. Juli 2017 freiwillig in eine ambulante ärztliche Behandlung bei Frau Dr. B.________ begeben und bis zu seiner Anhaltung auf Sardinien auch hier in der Schweiz ein unauffälliges Leben geführt habe. Wegen der Gefahr eines exzessiven Alkoholkonsums seien Urinproben durchgeführt worden, die allesamt negativ gewesen seien. Auch die damalige Lebenspartnerin habe das Bild eines fürsorglichen Familienvaters gezeichnet. Die Führungsberichte seien allesamt ausgezeichnet. Im Gutachten 2019 (S. 120 f.) werde ein Risiko-Monitoring wie auf Sardinien durch Frau Dr. B.________ befürwortet; ein solches Setting würde diesem komplexen Fall am ehesten gerecht. Frau Dr. B.________ habe sich mit Schreiben vom 20. Mai 2019 bereit erklärt, das stützende und vorwiegend monitorisierende Setting weiterzuführen. Der Vorinstanz sei vorzuwerfen, dass sie sich nicht mit Alternativszenarien auseinandergesetzt habe (Beschwerde S. 35-40). Der Beschwerdeführer trägt durchgehend ein Plädoyer seiner Sache vor und übergeht damit, dass das Bundesgericht keine Appellationsinstanz ist, vor der die Tatsachen erneut frei diskutiert werden können. Es ist nicht gehalten, wie eine Erstinstanz alle sich stellenden tatsächlichen und rechtlichen Fragen zu prüfen, wenn sie nicht gerügt sind, es sei denn die Rechtsverletzung liege geradezu auf der Hand (BGE 146 IV 297 E. 1.2; Urteil 6B_100/2021 vom 11. Februar 2021 E. 2.3). Die Rügeobliegenheit setzt die Erfüllung der oben dargelegten Begründungsanforderungen voraus. Auf die im Rahmen dieser E. 5 referierten, appellatorischen Einwände und Behauptungen ist nicht weiter einzutreten (Urteil 6B_710/2020 vom 16. November 2020 E. 3.3).