Citation: 1C_97/2021 E. 5.4

5.4. § 238 Abs. 1 PBG/ZH stellt eine positive ästhetische Generalklausel dar. Sie verbietet nicht bloss eine Verunstaltung, sondern verlangt eine positive Gestaltung. Die Beurteilung, ob mit einem Bauvorhaben eine befriedigende bzw. gute Gesamtwirkung erreicht wird, hat nicht nach subjektivem Empfinden, sondern nach objektiven Massstäben und mit nachvollziehbarer Begründung zu erfolgen; dabei ist eine umfassende Würdigung aller massgeblichen Gesichtspunkte vorzunehmen (Urteil 1C_635/2018 vom 31. März 2020 E. 3.2). Aus den Plänen und der Visualisierung, welche von der Vorinstanz herangezogen wurden, ist ersichtlich, dass an der Nordfassade eine Natursteinmauer errichtet werden soll (vgl. Akten Vorinstanz, act. 9/13.6.1 und act. 9/13.9.4). Gemäss dem Farb-/Material-Konzept Umgebung vom 5. Februar 2020, das nicht mehr im Streit liegt, sollen für diese Mauer Granit-Quadersteine mit einer Grösse von je 50 x 50 cm verwendet werden (vgl. Akten Vorinstanz, act. 9/13.9.6, S. 1). Es bestehen keine Anhaltspunkte, dass die Vorinstanz bei ihrem Entscheid betreffend die befriedigende Gesamtwirkung im Sinne von § 238 Abs. 1 PBG/ZH nicht berücksichtigt hätte, dass solche Granit-Quadersteine zum Einsatz kommen werden. Selbst wenn die vorgesehenen Granit-Quadersteine quartierüblich sein sollten, ist die Vorinstanz in vertretbarer Weise zum Schluss gelangt, dass die von der Beschwerdeführerin geplante Gestaltung der Nordseite nicht mit einer befriedigenden Gesamtwirkung im Sinne von § 238 Abs. 1 PBG/ZH verbunden und deshalb eine grundsätzliche Überarbeitung dieser Umgebungsgestaltung geboten ist. Denn schon ein Blick auf die von der Vorinstanz genannte Visualisierung (Akten Vorinstanz, act. 9/13.6.3) zeigt, dass die Natursteinmauer auf der Nordseite aufgrund ihrer Länge und Höhe dominant und abweisend wirkt. Nach dem Gesagten hat die Vorinstanz eine den Anforderungen gemäss § 238 Abs. 1 PBG/ZH genügende Einordnung des Bauprojekts in Bezug auf dessen Nordseite in bundesrechtskonformer Weise verneint. Eine willkürliche Anwendung kantonalen Rechts ist insoweit nicht gegeben.