Citation: H 340/01 07.05.2004 E. 6

6.1 Die Vorinstanz hat eine weitergehende Vergütung abgelehnt und erwogen, die IV-Stelle habe dem Besitzstand (gemäss Art. 4 HVA) zutreffend Rechnung getragen, indem sie den Hörgerätetarif der Invalidenversicherung und nicht jenen der AHV angewendet und im Rahmen der Indikationsstufe 3 den Beitrag der Invalidenversicherung auf Fr. 2610.- festgelegt habe, zuzüglich Fr. 1965.- für Dienstleistungen und Fr. 301.30 für die Ohrpassstücke/IO-Schalen, total Fr. 5219.45 inklusive Mehrwertsteuer. Demgegenüber macht der Beschwerdeführer geltend, von keiner anderen Behindertengruppe als den Schwerhörigen werde bei der Abgabe der IV-Hilfsmittel eine «persönliche Zuzahlung von 20 bis 30 %» verlangt; der technische Fortschritt werde hier, anders als bei Herzschrittmachern, CI-Implantaten usw. nicht gebührend berücksichtigt. Durch die freiwillige Mitarbeit in verschiedenen Behindertenorganisationen sei er «auf eine bestmögliche Hörgeräteversorgung angewiesen», sodass er den Verhandlungen folgen könne. Die bundesamtlichen Abgabebestimmungen würden alle Hörbehinderten diskriminieren, was gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung verstosse. 6.2 Die Vorinstanz hat zutreffend dargetan, dass beim Versicherten wegen stark zunehmender, jetzt an Taubheit grenzender Schwerhörigkeit eine Hörgerätewiederversorgung binaural angezeigt ist und er mit insgesamt 79 Punkten die Indikationsstufe 3 erreicht. Bei der Leistungszusprechung hat die IV-Stelle den Hörgerätetarif der Invalidenversicherung und nicht den um 25 % tieferen Tarif der AHV angewendet. Auch hat der Beschwerdeführer Anspruch auf binaurale Versorgung; dies im Gegensatz zur nur monauralen Versorgung für Altersrentner gemäss Ziff. 5.57 HVA-Anhang. Damit ist der Besitzstand des Versicherten nach Art. 4 HVA gewahrt. Soweit der Beschwerdeführer einwendet, bei keiner anderen Hilfsmittelkategorie werde eine Zuzahlung verlangt, übersieht er, dass bei den Hörgeräten - wie auch bei anderen Hilfsmittelkategorien - eine Zuzahlung nur bei den eine einfache und zweckmässige Versorgung übersteigenden Geräten nötig ist, da kein Anspruch auf bestmögliche Versorgung besteht, so wenig wie dies sonst bei der invalidenversicherungsrechtlichen Eingliederung der Fall ist (BGE 124 V 109 Erw. 2a). Daran ändert nichts, dass er ausführt, auf Grund seiner Mitarbeit in verschiedenen Behindertenorganisationen sei er auf bestmögliche Versorgung angewiesen, damit er den Verhandlungen folgen könne. Der Versicherte hat kraft Besitzstandsgarantie die höchstmögliche Vergütung im Rahmen von Indikationsstufe 3 erhalten. Auch als IV-Rentner hätte er keinen darüber hinausgehenden Anspruch auf Hörgeräteversorgung, wie es das Hörgerät Phonak Claro 21 dAZ darstellt. Es liegen keine Anhaltspunkte für spezifische behinderungsbedingte Defizite vor wie etwa bei Versicherten, die auf Grund ganz besonderer beruflicher Anforderungen (Urteil K. vom 4. März 2004, I 594/02) oder einer speziellen Hörsituation in der erstmaligen beruflichen Ausbildung (Urteil B. vom 4. März 2004, I 326/02) ein invaliditätsbedingtes, gesteigertes Eingliederungsbedürfnis aufweisen, das ausnahmsweise eine die tarifvertraglichen Ansätze übersteigende Hörgeräteversorgung rechtfertigt.