Citation: C 186/02 26.03.2003 E. 3

3.1 Hat die Arbeitgeberin das Anstellungsverhältnis bereits am 29. August 2001 ordentlich auf Ende November 2001 gekündigt, kann dem Beschwerdeführer nicht der Vorwurf gemacht werden, er habe durch Annahme der am 29. Oktober 2001 fristlos ausgesprochenen Kündigung zum vorzeitigen Eintritt der Arbeitslosigkeit beigetragen, wurde ihm doch unbestrittenermassen der Lohn bis 30. November 2001 ausgerichtet. Zu prüfen ist daher die tatbeständliche Frage, ob die Arbeitgeberin das Anstellungsverhältnis am 29. August 2001 ordentlich gekündigt hat, wie dies vom Beschwerdeführer geltend gemacht, vom kantonalen Gericht hingegen als unglaubwürdig bezeichnet wird. 3.2 Der Beschwerdeführer hat im vorinstanzlichen Verfahren die Kopie eines Schreibens vom 29. August 2001 aufgelegt, worin die Arbeitgeberin die Auflösung des Anstellungsverhältnisses unter Wahrung der vertraglichen dreimonatigen Kündigungsfrist auf Ende November 2001 ausspricht. Im angefochtenen Entscheid wird dieses Dokument als nachträglich erstelltes Gefälligkeitsschreiben der Arbeitgeberin qualifiziert. Die Begründung hiefür vermag indessen nicht zu überzeugen. Wenn der Beschwerdeführer im Verwaltungsverfahren nur die fristlose Kündigung erwähnt hat, lässt sich das auch damit erklären, dass er diesem unmittelbar zur Beendigung von Anstellungsverhältnis und Lohnanspruch führenden arbeitgeberseitigen Schritt damals mehr Gewicht beimass als der vorgängigen, erst auf einen späteren Zeitpunkt ausgesprochenen und durch die fristlose Kündigung grundsätzlich obsolet gewordenen ordentlichen Auflösung des Anstellungsverhältnisses. Gegen die fristlose Kündigung hat der Versicherte im Übrigen sogleich mit Schreiben an die Arbeitgeberin vom 30. Oktober 2001 opponiert und in der Folge erreicht, dass ihm der Lohn noch bis Ende November 2001 ausbezahlt wurde. Davon gab er der Verwaltung am 10. Dezember 2001 in den "Angaben der versicherten Person für den Monat November 2001" Kenntnis. Der Lohn wurde dem Beschwerdeführer mithin bis zum Ende der dreimonatigen Frist gemäss Kündigung vom 29. August 2001 ausgerichtet, was wiederum als Indiz für seine Darstellung des Vorgefallenen gewertet werden kann. Faktisch hatte die fristlose Kündigung vom 29. Oktober 2001 somit nur die Freistellung des Beschwerdeführers zur Folge, während er ansonsten mit der Lohnzahlung bis Ende November 2001 so gestellt war, wie wenn diese Kündigung nie ausgesprochen worden wäre. Dies relativiert auch den Umstand, dass die Arbeitgeberin in der Bescheinigung vom 26. November 2001 ebenfalls nur die fristlose Kündigung erwähnt hat, zumal sie zugleich die Beendigung von Arbeitsverhältnis und Lohnzahlung per 30. November 2001 bestätigte. Entgegen der Vorinstanz lässt sich sodann der Stellungnahme des Beschwerdeführers vom 14. Januar 2002 ebenfalls keine Aussage entnehmen, welche die geltend gemachte Kündigung vom 29. August 2001 zuverlässig in Frage stellen könnte. Entsprechendes ergibt sich auch aus den übrigen Akten nicht. Zusammenfassend ist mit dem im Sozialversicherungsrecht praxisgemäss erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 Erw. 5b, 125 V 195 Erw. 2, je mit Hinweisen) davon auszugehen, dass die Arbeitgeberin das Anstellungsverhältnis tatsächlich am 29. August 2001 ordentlich auf Ende November 2001 gekündigt hat. Damit ist im Sinne des zuvor Gesagten (Erw. 3.1) der Tatbestand der selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit nicht erfüllt, wobei offen bleiben kann, ob der Beschwerdeführer - wie von ihm geltend gemacht und von der Arbeitslosenkasse vorinstanzlich bestritten - bereits im Verwaltungsverfahren eine Kopie des entsprechenden Kündigungsschreibens aufgelegt hatte.