Citation: 2C_495/2020 E. 1.2

1.2. Der Beschwerdeführer beruft sich als Ehegatte einer spanischen Staatsangehörigen unter anderem auf das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA; SR 0.142.112.681). Die Ehe des Beschwerdeführers wurde mit Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 19. Juni 2020 geschieden. Die Scheidung stünde einem Aufenthaltsanspruch des Beschwerdeführers aus Art. 3 Abs. 1 Anhang I FZA an sich entgegen. Sie ist aber für die materielle Beurteilung nicht zu berücksichtigen, da sie sich erst nach dem angefochtenen Urteil ereignet hat (Art. 99 Abs. 1 BGG). Weil der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils noch mit einer Person verheiratet war, die offenbar die spanische Staatsangehörigkeit besass, und er sich ausserdem auch auf einen nachehelichen Aufenthaltsanspruch aus Art. 50 AIG sowie auf Art. 8 Ziff. 1 EMRK beruft, hat er in vertretbarer Weise einen Anwesenheitsanspruch geltend gemacht.