Citation: 2C_216/2019 E. 9.3

9.3. Auch allfällige unterschiedliche kantonale Regelungen zur Anrechnung von Vorjahresverlusten bei der Grundstückgewinnsteuer vermögen die vorliegend mit Rücksicht auf das Gebot der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (Art. 127 Abs. 2 BV) und das Verbot der interkantonalen Doppelbesteuerung (Art. 127 Abs. 3 BV) gebotene Übernahme von Ausscheidungsverlusten nicht auszuschliessen. Denn nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind in die Ermittlung des auf einen Grundstückgewinn anzurechnenden Gesamt- oder Teilverlusts einer Steuerperiode für die interkantonale Steuerausscheidung in jedem Fall der Verlust des Laufjahrs (d.h. des Steuerjahrs) sowie die noch nicht verrechneten Vorjahresverluste mit einzubeziehen (vgl. BGE 140 I 114 E. 2.3.3 S. 119).