Citation: U 171/01 11.09.2003 E. 2

Es stellt sich zunächst die Frage nach dem in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend gemachten Anspruch auf eine Invalidenrente. 2.1 Die Vorinstanz hat auf Grund der medizinischen Akten, insbesondere des Austrittsberichts der Klinik Y.________ vom 1. April 1997 sowie des Berichts von Dr. B.________ über die kreisärztliche Abschlussuntersuchung vom 11. September 1997 zutreffend festgestellt, dass der Beschwerdeführer wegen der verbliebenen schmerzhaften Bewegungseinschränkung im Bereich der rechten Schulter und der Herabsetzung der groben Kraft im (dominanten) rechten Arm seinen bisherigen Beruf als Bauarbeiter nicht mehr ausüben, hingegen einer leidensangepassten Erwerbstätigkeit (kein Arbeiten über Kopf, kein Tragen schwerer Lasten über 25 kg, keine häufige Schultergelenksrotationen) uneingeschränkt ganztags nachgehen kann. Dabei ist in Übereinstimmung mit Verwaltung und kantonalem Gericht u.a. an eine Beschäftigung in der Industrie zu denken (Montage-, Stanz- oder Lötarbeiten; Bedienen von Maschinen; Abpack-, Einpack- und Sortiertätigkeiten; Kontroll- und Überwachungsfunktionen), aber auch an Stellen im Dienstleistungssektor (Portier- und Chauffeurdienst, Archiv- und Magazinertätigkeiten, hausinterne Botengänge, Tätigkeiten im Gastronomiebereich [wo der Versicherte, wie bereits erwähnt, schon früher beschäftigt war]). Dass die genannten Verweisungstätigkeiten u.U. nicht schmerzfrei ausgeübt werden können, vermag - entgegen der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vertretenen Auffassung -die dargelegte Beurteilung ebenso wenig in Zweifel zu ziehen wie die Stellungnahme des Hausarztes Dr. I.________ vom 20. Mai 1998. Dessen Schlussfolgerung, auf Grund der verbliebenen Einschränkungen sei eine Erwerbstätigkeit "realitätsbezogen eigentlich unmöglich", lässt sich im Lichte der von den SUVA-Ärzten erhobenen (und von Dr. I.________ ausdrücklich ohne Einschränkung bestätigten) Befunde (Elevation des rechten Armes nach vorne um 50° und zur Seite um 70° eingeschränkt; Einschränkung der Aussen- und Innenrotation sowie der groben Kraft) nicht halten. Schliesslich kann in diesem Zusammenhang aus dem Bericht der W.________ vom 15. Mai 1999 über eine vom 8. Oktober 1998 bis zum 7. April 1999 durchgeführte arbeitsmarktliche Massnahme nur schon deshalb nichts zu Gunsten des Beschwerdeführers abgeleitet werden, weil darin in erster Linie die (mit Blick auf die objektivierbaren Befunde unbegründete) Überzeugung des Versicherten zum Ausdruck gelangt, dass er wegen der Schmerzen auch leichteste Hilfsarbeiten zu verrichten (Kantine aufräumen, Aschenbecher leeren, Boden reinigen) nicht mehr im Stande sei. Ergänzende medizinische Abklärungen würden keine hier relevanten neuen Erkenntnisse liefern, weshalb von den in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragten Weiterungen abzusehen ist. 2.2 Zu prüfen bleiben die erwerblichen Gegebenheiten. 2.2.1 Für den Einkommensvergleich nach Art. 18 Abs. 2 UVG sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns eines allfälligen Rentenanspruchs (hier: 1. Dezember 1997) massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Einspracheenetscheid zu berücksichtigen sind (BGE 128 V 174; vgl. auch BGE 129 V 223 Erw. 4.1 und 4.2). 2.2.2 Hinsichtlich der Invaliditätsbemessung gilt allgemein der Grundsatz, dass im Rahmen des Einkommensvergleichs invaliditätsfremde Gesichtspunkte überhaupt nicht oder dann bei beiden Vergleichsgrössen gleichmässig, d.h. durch angemessene Korrektur des Validen- oder des Invalideneinkommens zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 225 Erw. 4.4; AHI 1999 S. 240 unten; RKUV 1993 Nr. U 168 S. 104, ZAK 1989 S. 456; Meyer-Blaser, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, Zürich 1997, S. 225 f.). Dieser Rechtsprechung liegt die Annahme zu Grunde, dass in der Regel die Faktoren Alter, Ausbildung, Sprachkenntnisse, Flexibilität, Durchsetzungsfähigkeit, Sozialkompetenz etc., welche für die Höhe des ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erzielbaren Lohnes bestimmend sind, den Lohn auch im Invaliditätsfall beeinflussen (Urteil S. vom 29. August 2002, I 97/00). 2.2.3 Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage eines standardisierten Monatslohns ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 323 Erw. 3b/aa). Der Abzug hat nicht automatisch, sondern dann zu erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ist nicht in der Weise vorzugehen, dass für jedes in Betracht fallende Merkmal separat eine Reduktion vorgenommen wird, weil damit Wechselwirkungen ausgeblendet würden. Vielmehr ist der Einfluss aller Merkmale auf das Invalideneinkommen (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität, Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen. Dabei ist der Abzug auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen (BGE 126 V 79 f. Erw. 5b/aa-cc).