Citation: 2C_852/2022 E. 7.3.1

7.3.1. Gemäss Art. 38 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes vom 28. September 2012 über die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten des Menschen (Epidemiengesetz, EpG; SR 818.101) kann einer Person, die krank, krankheitsverdächtig, angesteckt oder ansteckungsverdächtig ist oder Krankheitserreger ausscheidet, die Ausübung bestimmter Tätigkeiten oder ihres Berufs ganz oder teilweise untersagt werden. Das Bundesgericht hat bereits erwogen, dass gestützt auf diese Bestimmung auch ein temporärer Schulausschluss angeordnet werden kann (vgl. Urteile 2C_395/2019 vom 8. Juni 2020 E. 2.1). Diese Rechtsprechung wurde erst kürzlich in einem Urteil bestätigt, dem ein vergleichbarer Sachverhalt zugrunde lag (vgl. Urteil 2C_99/2022 vom 16. Februar 2023 E. 5.4). Als ansteckungsverdächtig gilt gemäss Botschaft zum EpG eine "Person, bei der Anhaltspunkte bestehen, dass sie mit Krankheitserregern infiziert ist, ohne krank, krankheitsverdächtig oder Ausscheider zu sein" (vgl. Botschaft vom 3. Dezember 2010 zur Revision des Bundesgesetzes über die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten des Menschen [Epidemiengesetz, EpG]; BBl 2011 311 ff., S. 452).