Citation: 9C_619/2014 E. 5.2.1

5.2.1. Das kantonale Sozialversicherungsgericht ist aufgrund einer umfassenden und sorgfältigen Würdigung der medizinischen Akten zum Ergebnis gelangt, dass grundsätzlich auf das Administrativgutachten abgestellt werden könne, dieses den an den Beweiswert ärztlicher Berichte gestellten Anforderungen genügt (vgl. dazu BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232). Weder die davon abweichenden Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit anderer (behandelnder) Ärzte noch die beruflichen Abklärungsberichte vermögen die Aussagekraft der Expertise entscheidend zu mindern. Im Übrigen sind die Vorbringen des Beschwerdeführers in weiten Teilen appellatorischer Natur, indem er lediglich seine eigene Sichtweise wiedergibt, ohne hinreichend klar und detailliert aufzuzeigen, inwiefern die Vorinstanz das Administrativgutachten willkürlich gewürdigt und daraus bundesrechtswidrige Schlüsse gezogen hat (Urteil 9C_312/2014 vom 19. September 2014 E. 4.3 mit Hinweisen). Insbesondere ist der Vorwurf, soweit hinreichend substanziiert, unbegründet, das kantonale Gericht habe die verschiedenen ärztlichen Berichte aus dem Kontext gerissen; gegenteils belegen die differenzierten Aussagen zu den einzelnen Berichten die Gründlichkeit seiner Beweiswürdigung. In somatischer Hinsicht sodann hat die Vorinstanz gestützt auf die Prognose des Dr. med. C.________ vom 16. Februar 2010 - in Abweichung vom Gutachten der Ärztlichen Begutachtungsstelle B.________ - den Zeitpunkt des Wiedererlangens der Arbeitsfähigkeit nach der Rückenoperation im August 2008 in den April 2010 gelegt. Das kann nicht als willkürlich bezeichnet werden, zumal sich aus dem Sprechstundenbericht dieses Arztes vom 30. August 2010, den der Beschwerdeführer als massgebend erachtet, nicht ergibt, dass erst ab diesem Zeitpunkt wieder volle Arbeitsfähigkeit bestand. Zur Frage einer psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeit schliesslich hat die Vorinstanz festgestellt, der Beschwerdeführer habe gegenüber dem psychiatrischen Gutachter der Ärztlichen Begutachtungsstelle B.________ angegeben, nach der Hospitalisation im Mai 2008 wegen des am 1. des Monats unternommenen Suizidversuchs hätte lediglich während rund drei Monaten eine ambulante Gesprächstherapie stattgefunden. Der behandelnde Dr. med. D.________, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie, und der behandelnde Psychologe E.________, Dipl. Psych. FH, Psychotherapeut SBAP, hätten in ihrem Bericht vom 1. September 2008 eine rezidivierende depressive Störung, derzeit mittelgradig, verbunden mit starken Zukunftsängsten (ICD-F33.1) diagnostiziert und in einer behinderungsangepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von lediglich 50 % als gegeben erachtet. Auf diese Einschätzung könne indessen nicht abgestellt werden, da sie schon ab 15. Januar 2007 gelten sollte, mithin seit über einem Jahr vor Behandlungsbeginn Ende Mai 2008, welchen Sachverhalt bestätigende fachärztliche Berichte jedoch fehlten. Dem vermag der Beschwerdeführer nichts entgegenzuhalten, zumal wenn berücksichtigt wird, dass gemäss dem Bericht des Dr. med. D.________ und des Psychologen E.________ vom 1. September 2008 sich die Therapiehäufigkeit von anfänglich ein Mal in der Woche auf ein Mal alle drei Wochen ab August 2008 reduziert hatte, und der regionale ärztliche Dienst (RAD) in seiner Stellungnahme vom 8. Dezember 2008 festhielt, die Hospitalisation vom 8. bis 22. Mai 2008 habe eine leichte depressive Episode ergeben. Insgesamt hält die vorinstanzliche Feststellung, dass der Beschwerdeführer vor Juli 2009 und ab Mitte April 2010 weder aus somatischer noch aus psychischen Gründen in der Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten erheblich eingeschränkt war, der Willkürprüfung Stand.