Citation: 8C_680/2020 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz erwog, entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ergäben sich aus den medizinischen Berichten keinerlei Anhaltspunkte, welche auf einen erheblichen und eine Hilflosigkeit begründenden Ausprägungsgrad funktioneller Beeinträchtigungen von Seiten der Hüfte hinwiesen. Auch begründe der Umstand, dass die Hüftbeschwerden als störend empfunden würden, keine Hilflosigkeit. Der Beschwerdeführer könne sich ohne Hilfsmittel fortbewegen und beispielsweise die Toilette selber aufsuchen. Schliesslich sei ein direkter oder indirekter Dritthilfebedarf in der Anmeldung zum Leistungsbezug vom 7. August 2019 ausdrücklich verneint worden. Soweit daher im Abklärungsbericht Hilflosenentschädigung vom 10. Dezember 2019 ein Bedarf an Dritthilfe betreffend Aufstehen/Absitzen/Abliegen ebenfalls verneint worden sei, leuchte dies ein und könne von einer klaren Fehleinschätzung der Abklärungsperson keine Rede sein. Die Feststellung im Abklärungsbericht, wonach der Beschwerdeführer weiche Nahrung selber zerkleinern und die Nahrung selber zum Mund führen könne, erweise sich, so das kantonale Gericht weiter, im Lichte der medizinischen Einschätzungen ebenfalls als nachvollziehbar. Aus den medizinischen Berichten ergäben sich keine Anhaltspunkte, die darauf schliessen liessen, dass der geltend gemachte Tremor eine selbstständige Nahrungsaufnahme verunmögliche. Der Umstand, dass der Beschwerdeführer allenfalls harte Speisen nicht selber zerkleinern könne, begründe keine Hilflosigkeit, da solche Speisen nicht täglich gegessen würden. Demnach liege auch in Bezug auf die alltägliche Lebensverrichtung Essen keine Hilflosigkeit vor.