Citation: 6B_487/2018 E. 2.3

2.3. Auch wenn keine vorgängige Absprache stattfand, so haben der Beschwerdeführer und sein Bruder arbeitsteilig zusammengewirkt, um den Privatkläger gemeinsam zu verprügeln. Nachdem der Beschwerdeführer gemäss den für das Bundesgericht verbindlichen vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen die ersten Schläge gegen den Bauch und Rücken des Privatklägers ausgeführt hatte, schloss sich der Bruder des Beschwerdeführers diesen Handlungen an, indem er mit einer Metallschiene auf den Privatkläger einschlug. Dabei hielt der Beschwerdeführer den Privatkläger fest und trug den Entschluss des Bruders zum Einsatz des Gegenstandes als Schlagwerkzeug mit. Nach der Polizeikontrolle schlug der Beschwerdeführer oder dessen Bruder mit einer Leitbake auf den Privatkläger ein. Darauf schlugen der Beschwerdeführer und dessen Bruder wiederum gemeinsam mit Fäusten und Füssen gegen Gesicht, Oberkörper und Beine des Privatklägers, bis dieser bewusstlos am Boden liegen blieb. Dadurch erlitt der Privatkläger einen Unterkieferbruch, eine Gehirnerschütterung, eine Prellung des linken Sprunggelenks und eine Rissquetschwunde am linken Ohr. Auch betreffend den zweiten Sachverhaltsabschnitt machten sich die Brüder die Handlungen des jeweils anderen zu eigen, indem sie weiter unbeirrt auf den Privatkläger einschlugen und ihn bis zur Bewusstlosigkeit verprügelten. Dass die Vorinstanz nicht eruieren konnte, wer den Schlag mit der Leitbake ausführte, ist unerheblich. Sie qualifiziert den Beschwerdeführer und seinen Bruder zu Recht als Mittäter. Die Mittäter, die in Abgrenzung zum Einzeltäter nicht alle Tatbestandserfordernisse in ihrer Person erfüllen, müssen sich ihre wechselseitig begangenen Tatbeiträge gegenseitig zurechnen lassen, was zu einer Beweiserleichterung hinsichtlich des individuellen Nachweises von Tatbeiträgen führt (Urteile 6B_1084/2017 und 6B_1092/2017 vom 26. April 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Dies gilt vorliegend genauso für den Schlag mit der Leitbake, welcher sich mitten in der Schlägerei, zu Beginn der zweiten Tatphase, ereignet hat. Soweit der Beschwerdeführer unter Hinweis auf seine eigene Sachverhaltsversion die Mittäterschaft als nicht erfüllt ansieht, ist auf seine Vorbringen nicht einzutreten.