Citation: 5A_364/2007 30.07.2007 E. 2

2.1 In der Beschwerdeschrift wird in der Hauptsache ausgeführt, mit Brieffax vom 24. Mai 2007 habe die vom Beschwerdeführer beauftragte Rechtsanwältin dem Bezirksgerichtspräsidium Bremgarten mitgeteilt, dass sie den Beschwerdeführer vertrete und dass der Beschwerdeführer die Verfügung vom 14. Mai 2007 am 21. Mai 2007 erhalten habe. Die dem Beschwerdeführer angesetzte 8-tägige Frist zur Stellungnahme habe damit am Dienstag, den 29. Mai 2007, also am Pfingstdienstag geendet. Obwohl dem Gerichtspräsidium Bremgarten die Vertretung bekannt gewesen sei, sei am 30. Mai 2007 die angefochtene Verfügung ergangen, unter anderem mit der Begründung, dass es der Beschwerdeführer nicht für nötig befunden habe, dem Gerichtspräsidium seine Meinung zu den vorliegenden Umständen darzulegen. Nach Erhalt der Verfügung habe sich die Rechtsbeiständin des Beschwerdeführers mit dem Gerichtspräsidium telefonisch in Verbindung gesetzt und darauf hingewiesen, dass die Eingabe am 29. Mai 2007 fristgerecht erfolgt sei und damit vom Gericht zu beachten gewesen wäre. Entgegen der Meinung des Gerichts sei der Poststempel gut lesbar gewesen. Es sei offensichtlich, dass das Gerichtspräsidium über die vorläufigen Massnahmen entschieden habe, ohne die Stellungnahme des Beschwerdeführers abzuwarten und zu berücksichtigen, weshalb das rechtliche Gehör verletzt worden sei. 2.2 Das Bezirksgericht, welches am 24. Mai 2007 von der Mandatsübernehme durch Rechtsanwältin Elisabeth Ernst erfahren hat, hätte die richterliche Frist von 8 Tagen (ablaufend am 29. Mai 2007) in der Tat abwarten müssen, bevor es entscheidet. Dem Beschwerdeführer ist kein Vorwurf des treuwidrigen Zuwartens zu machen, weil er die Verfügung vom 14. Mai 2007 erst am 21. Mai 2007 in Empfang genommen hat. Seiner erst in diesem Zeitpunkt beigezogenen Rechtsbeiständin kann ebenfalls keine Verletzung der Sorgfaltspflicht zur Last gelegt werden, da sie offenbar die Beilage zur Verfügung vom 14. Mai 2007 zuerst nachfordern musste. Die Frist wurde gemäss der von ihr dem Bundesgericht eingereichten Fotokopie des Eintrags im Postbüchlein (29. Mai 2007, 22 Uhr) gewahrt. Aus der Vernehmlassung des Gerichts sowie aus der Antwort der Beschwerdegegnerin geht hervor, dass es zum Wesen einer superprovisorischen Verfügung gehöre, zu entscheiden und dann die Betroffenen anzuhören. Das trifft zwar oftmals zu. Wenn aber eine kurze Vernehmlassungsfrist eingeräumt wird, ist diese abzuwarten. Es wird damit zum Ausdruck gebracht, dass die tatsächlichen Umstände ein Abwarten zulassen. Weder vom Gericht, noch von der Gegenpartei wird auf eine drohende Gefahr hingewiesen, welche einen Entscheid an dem Tag erheischt hätte, an dem die Eingabe spätestens hätte eintreffen sollen. Ein Zuwarten von 1 bis 2 Tagen wäre dem Kindeswohl nicht schädlich gewesen, befand sich doch die Tochter in der Obhut ihrer Mutter. Daraus folgt, dass das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers im Sinne von Art. 29 Abs. 2 BV verletzt worden ist, weshalb die Beschwerde gutzuheissen und der angefochtene Entscheid aufzuheben ist.