Citation: I 645/01 17.12.2003 E. 5

Nicht gefolgt werden kann dem Beschwerdeführer auch, soweit er geltend macht, die Verwaltung sei ihrer Abklärungspflicht nicht nachgekommen, indem sie den Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen nicht geprüft habe. Richtig ist, dass die Verwaltung den Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen nach dem Grundsatz "Eingliederung vor Rente" regelmässig auch ohne ausdrückliches Begehren von Amtes wegen zu prüfen hat (vgl. Meyer-Blaser, Die Tragweite des Grundsatzes "Eingliederung vor Rente", in Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Eingliederung Behinderter, St. Gallen 2000, S. 9 ff.). Zu beachten ist indessen, dass der Beschwerdeführer in der Anmeldung zum Leistungsbezug und im Vorbescheidverfahren stets nur eine Rente beansprucht hat und berufliche Eingliederungsmassnahmen nach den Arztberichten nicht als erfolgversprechend erschienen. Während Dr. med. D.________ die Frage, ob berufliche Eingliederungsmassnahmen angezeigt seien, mit "eher nicht" beantwortete, stellten die Gutachter der Rheumaklinik unmissverständlich fest, dass berufliche Massnahmen nicht indiziert seien; empfehlenswert sei eine Stellenvermittlung für eine angepasste leichtere Tätigkeit. Im Hinblick darauf, dass auch der Beschwerdeführer auf den Bezug einer Rente tendierte, ist nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle von weiteren Abklärungen abgesehen hat. Ein Anspruch auf Umschulung gemäss Art. 17 IVG entfällt zudem schon deshalb, weil es an der vorausgesetzten Erwerbseinbusse von mindestens etwa 20 % fehlt (BGE 124 V 110 Erw. 2b; AHI 2000 S. 62 Erw. 1). Unbenommen bleibt dem Beschwerdeführer der Anspruch auf Arbeitsvermittlung gemäss Art. 18 Abs. 1 IVG (vgl. hiezu BGE 116 V 80 ff.).