Citation: 5A_401/2022 E. 4

Als Ergebnis ihrer Beweiswürdigung, bei der sie die Geschehnisse ab März 2005 (Tod des Ehemannes) über die Errichtung der letztwilligen Verfügung durch die Erblasserin am 27. Oktober 2008 bis Ende 2009 ausführlich würdigte, hielt die Vorinstanz fest, die Erblasserin habe in Bezug auf den Abschluss eines relativ anspruchsvollen Geschäfts, wozu die Errichtung eines Testaments zähle, aufgrund ihres allgemeinen Gesundheits- bzw. Schwächezustands im relevanten Zeitraum Herbst 2008 mit grosser Wahrscheinlichkeit und nach allgemeiner Lebenserfahrung im Normalfall nicht mehr autonom handeln können.