Citation: 6B_736/2024 E. 2.4.8

2.4.8. Hinsichtlich der Videoaufzeichnung der Überwachungskamera der Bank erwägt die Vorinstanz, der Vergleich mit sechs der sieben auf der Videoaufnahme abgebildeten Personenwagen habe gezeigt, dass es sich dabei entweder aufgrund der Fahrzeuggrösse und -form oder den Lichtkegeln eher bzw. mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht um den Fahrzeugtyp der Beschwerdeführerin gehandelt habe. Demgegenüber habe die geometrische Vergleichsanalyse Übereinstimmungen zwischen dem zweiten Personenwagen, welcher am 18. Oktober 2020 um 21:39 Uhr auf den Überwachungsaufnahmen der Bank aufgezeichnet worden sei, als dieser auf der U.________strasse in W.________ in Richtung V.________ gefahren sei, und dem Fahrzeug der Beschwerdeführerin gezeigt. Diesbezüglich werde im Bericht festgehalten, bezüglich des Vergleichs der Fahrzeuggrössen und -formen hätten keine groben Abweichungen festgestellt werden können, insbesondere die Form der Front stimme gut mit der des Fahrzeugtyps der Beschwerdeführerin überein. Wie deren Fahrzeug scheine bei diesem Personenwagen der linke Frontscheinwerfer deutlich weniger hell als der rechte und die Lichtkegel der Frontscheinwerfer seien nicht von denen des sichergestellten Fahrzeugs der Beschwerdeführerin zu unterscheiden. Vor diesem Hintergrund bestehe eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass es sich beim zweiten um 21:39 Uhr von der Überwachungskamera aufgenommenen Fahrzeug um das Fahrzeug der Beschwerdeführerin gehandelt habe (Urteil S. 58). Dem hält die Beschwerdeführerin entgegen, es sei Tatsache, dass am 18. Oktober 2020 um 21:39 Uhr auf den Überwachungsaufnahmen ein Fahrzeug zu sehen ist. Ob es tatsächlich ihr Fahrzeug sei, sei weiterhin unklar und nicht bewiesen. Ihrem Einwand, es sei realitätsfremd anzunehmen, dass auf der 20 km langen Strecke vom Wohnort der Beschwerdeführerin bis zum Tatort nur eine einzige Überwachungskamera die vorbeifahrenden Autos gefilmt habe, ist die vorinstanzliche Feststellung entgegen zu halten, wonach gemäss Berichtsrapport vom 2. November 2020 Abklärungen zu allfälligen Videoüberwachungen auf der Strecke zwischen dem Tatort und der Wohngemeinde der Beschwerdeführerin getätigt worden seien. Während die überprüften Tankstellen über keine Videoüberwachung verfügt hätten, liege auf der Fahrstrecke eine Bank mit einer sichtbaren Videokamera neben dem Bancomat, bei der das Videomaterial ediert worden sei (Urteil S. 57). Dass die Feststellung, wonach bei der Abklärung nur eine Überwachungskamera ermittelt werden konnte, welche die vorbeifahrenden Fahrzeuge auf der relevanten Strecke filmte, willkürlich ist, macht die Beschwerdeführerin nicht geltend. Mit ihrem Vorbringen, denklogisch müsste sich aufgrund der Vorgehensweise beim Vergleich eine eindeutige Übereinstimmung ergeben, falls es sich beim Fahrzeug auf der Videoaufnahme und demjenigen in einer Vergleichsfahrt tatsächlich um dasselbe Fahrzeug handeln würde, setzt sich die Beschwerdeführerin nicht mit der diesbezüglichen vorinstanzlichen Begründung auseinander. Die Vorinstanz hält fest, die Erstellung des 3D-Modells der Örtlichkeit und des Fahrzeugs der Beschwerdeführerin sei erforderlich gewesen, um überhaupt erst einen Vergleich vornehmen zu können. Aus den Überwachungsaufnahmen der Tatnacht hätten indes keine 3D-Modelle erstellt werden können, weshalb es auch keine Übereinstimmung von 3D-Modellen der aufgenommenen Fahrzeuge mit dem im Nachhinein erstellten 3D-Modell des Fahrzeugs der Beschwerdeführerin geben könne. Zudem seien mit dem Fahrzeug der Beschwerdeführerin Vergleichsfahrten durchgeführt worden, auf denen auch die Scheinwerfer von der Überwachungskamera aufgenommen worden seien, und diese Aufnahmen seien in die Auswertung einbezogen worden (Urteil S. 58). Damit zeigt die Vorinstanz überzeugend auf, dass keine eindeutige Übereinstimmung erwartet werden kann. Ferner verkennt die Vorinstanz nicht, dass nicht erstellt ist, ob das linke Abblendlicht des Fahrzeugs der Beschwerdeführerin in der Tatnacht bereits defekt gewesen sei, sie gelangt jedoch zum Schluss, dass trotz dieser verbleibenden Unsicherheit das Ergebnis der geometrischen Vergleichsanalyse ein Indiz dafür darstelle, dass die Beschwerdeführerin am 18. Oktober 2020 um 21:39 Uhr mit ihrem Fahrzeug auf der U.________strasse Richtung V.________ vor der Bank in W.________ durchgefahren sei. Diese Feststellung ist einerseits aufgrund des Ergebnisses der geometrischen Vergleichsanalyse, wonach beim Vergleich der Fahrzeuggrössen und -formen keine groben Abweichungen hätten festgestellt werden können, selbst in Berücksichtigung der Unsicherheit, ob der Scheinwerfer des Fahrzeugs der Beschwerdeführerin am Tatabend bereits nicht mehr funktionierte, was gemäss den willkürfreien vorinstanzlichen Feststellungen durchaus möglich erscheint, nicht zu beanstanden. Andererseits ergibt sich aus der vorinstanzlichen Formulierung wie auch aus ihren Ausführungen im Rahmen der Gesamtwürdigung (vgl. hierzu E. 2.2 und E. 2.4.15), dass sie den Umstand, dass das Fahrzeug der Beschwerdeführerin von der Videokamera der Bank aufgezeichnet wurde, nicht direkt als Indiz für deren Täterschaft wertet. So erwägt sie, die von ihr bereits aufgrund anderer Indizien gezogene Schlussfolgerung werde durch das Auswertungsergebnis der Videoaufzeichnungen der Überwachungskamera der Bank bekräftigt (vgl. Urteil S. 103). Dieses vorinstanzliche Vorgehen ist nicht zu beanstanden, womit sich die Kritik der Beschwerdeführerin als unbegründet erweist.