Citation: I 25/02 03.06.2003 E. 3

Streitig und zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchtigung. 3.1 Hinsichtlich des Valideneinkommens hat die Vorinstanz zu Recht zu Gunsten der Versicherten auf den Tabellenlohn gemäss LSE 2000 für mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) im privaten Sektor beschäftigte Frauen abgestellt und ein ohne Invalidität erzielbares Einkommen von Fr. 43'896.- angenommen. Dies wird denn auch nicht bestritten. 3.2 Bei der Bestimmung des Invalideneinkommens ist das kantonale Gericht davon ausgegangen, dass die Versicherte aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigung ein Einkommen von 75 % des Valideneinkommens und somit Fr. 32'922.- erzielen kann und hat zusätzlich zur Verwaltung einen Abzug vom Tabellenlohn von 15 % vorgenommen. Dies ist ebenfalls nicht zu beanstanden. Soweit mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ein höherer Abzug verlangt wird, kann der Beschwerdeführerin nicht gefolgt werden. Wie das Eidgenössische Versicherungsgericht in BGE 126 V 75 ff. entschieden und seither wiederholt bestätigt hat, hängt die Frage, ob und gegebenenfalls in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), welche nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind, wobei der maximal zulässige Abzug unter Berücksichtigung aller jeweils in Betracht fallenden Merkmale auf 25 % zu begrenzen ist (BGE 126 V 79 f. Erw. 5b). Im vorliegenden Fall sind die Voraussetzungen für einen leidensbedingten Abzug erfüllt, weil sich die Beschwerdeführerin wegen des bestehenden Gesundheitsschadens auch im Rahmen angepasster Tätigkeiten möglicherweise mit einem geringeren Lohn zu begnügen hat. Nicht zu beachten sind dagegen die Kriterien des Alters (Jahrgang 1960) und der Nationalität (Niederlassungsbewilligung C, BGE 126 V 79 Erw. 5a/cc) sowie dasjenige des Beschäftigungsgrades. Da die Teilzeitbeschäftigung sich bei Frauen insbesondere bei einem Pensum zwischen 50 % und 89 % im Vergleich zu einer Vollzeitbeschäftigung sogar proportional lohnerhöhend auswirkt (LSE 2000, S. 24 mit Tabelle 9, und LSE 1998, S. 19 mit Tabelle 6 S. 20; AHI 2002 S. 70 Erw. 4b/cc; Urteil F. vom 26. November 2002, I 415/01), lässt sich gestützt auf diese Tatsache im vorliegenden Fall ein zusätzlicher Abzug von den Tabellenlöhnen, wie beschwerdeweise geltend gemacht wird, nicht rechtfertigen. Der von der Vorinstanz zugestandene Abzug von 15 % trägt mithin allen einkommensbeeinflussenden Merkmalen Rechnung (vgl. dazu BGE 126 V 78 ff. Erw. 5) und ist, obwohl eher an der oberen Grenze liegend, im Rahmen der Angemessenheitskontrolle nicht zu beanstanden (Art. 132 lit. a OG; siehe auch BGE 126 V 81 Erw. 6 mit Hinweisen). Einzuräumen bleibt, dass das kantonale Gericht, indem es den getätigten Tabellenabzug lediglich mit "als vom Gericht als angemessen erachtet" begründet hat, seiner Begründungspflicht nicht vollauf nachgekommen ist, denn es gilt gemäss Rechtsprechung kurz auszuführen, warum ein Abzug vom Tabellenlohn gewährt wird, insbesondere welche Merkmale bei der gesamthaften Schätzung berücksichtigt worden sind (BGE 126 V 80 Erw. 5b/dd). Selbst wenn aber darin, wie geltend gemacht wird, eine Verletzung des verfassungsrechtlichen Gebots der Begründungspflicht (Art. 8 Abs. 1 BV) und mithin eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) zu erblicken wäre, läge jedenfalls kein derart schwerwiegender Mangel vor, dass eine Heilung im letztinstanzlichen Verfahren nicht möglich wäre. Weil Versicherungsleistungen streitig sind und dem Eidgenössischen Versicherungsgericht deshalb sowohl in tatsächlicher als auch in rechtlicher Hinsicht eine uneingeschränkte Überprüfungsbefugnis zusteht (Art. 132 OG), kann eine allfällige Verletzung des rechtlichen Gehörs durch das kantonale Gericht als geheilt gelten, zumal sich die Beschwerdeführerin zu diesem Punkt einlässlich geäussert hat (BGE 127 V 437 Erw. 3d/aa, 126 I 72, 126 V 132 Erw. 2b, je mit Hinweisen).