Citation: 2C_1273/2012 E. 3.3

3.3. Die Steuerpflichtigen rügen, zur Ermittlung des Fremdkapitalanteils hätte die Vorinstanz auf den Verkehrswert abstellen müssen. Dieser habe sich gemäss Schätzung vom 30. Januar 2012 schon bei Erteilung der Baubewilligung (26. März 2007) auf Fr. 4 Mio. belaufen. Bei der Schätzerin handle es sich um eine renommierte und erfahrene Maklerin mit besonderen Kenntnissen im gehobenen Preissegment. Ihre Schätzung als "knapp und ohne jede Begründung" abzutun, gehe nicht an. Wenn schon, hätte die Vorinstanz den Verkehrswert selbst zu untersuchen gehabt. Es ist den Steuerpflichtigen darin zuzustimmen, dass das Verwaltungsverfahren vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht wird. Das Untersuchungsprinzip gilt indessen nicht uneingeschränkt und findet seine Begrenzung in der Mitwirkungspflicht der Parteien (auf Stufe Bund: Art. 13 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG; SR 172.021]; BGE 138 V 86 E. 5.2.3 S. 97; 125 V 193 E. 2 S. 195; Urteile 2C_678/2013 vom 17. Mai 2013 E. 3.5; 2C_605/2012 vom 20. Februar 2013 E. 2.3 je mit zahlreichen Hinweisen). Das Schreiben der Schätzerin vom 30. Januar 2012 stellt den (geschätzten) Verkehrswert dar, wie er bei Erteilung der Baubewilligung (26. März 2007) geherrscht haben soll. Die Schätzerin beziffert den fünf Jahre zuvor massgebenden Verkehrswert des Grundstücks, sieht aber von einer nachvollziehbaren Herleitung ihrer Schätzung ab. Mit ihrer pauschalen, unbegründeten Schätzung vermögen die Steuerpflichtigen der ihr obliegenden Mitwirkungspflicht bei der Erhebung des Sachverhalts nicht zu genügen. Selbst wenn der Schätzung die Qualität eines Gutachtens beigemessen werden könnte, unterläge sie, wie jedes andere Beweismittel, der freien richterlichen Beweiswürdigung (Urteile 4A_505/2012 vom 6. Dezember 2012; 6B_280/2009 vom 9. Juli 2009 E. 1.4). Das Abstellen auf eine nicht schlüssige Expertise kann gegen das Verbot willkürlicher Beweiswürdigung (Art. 9 BV) verstossen (BGE 133 II 384 E. 4.2.3 S. 391 mit Hinweisen). Wenn die Vorinstanz die auffallend kurz gehaltene, mit einiger zeitlicher Distanz erstellte und von den Steuerpflichtigen in Auftrag gegebene Schätzung unberücksichtigt lässt, ist dies verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden. Willkür ist weder ersichtlich noch dargetan.