Citation: 6B_968/2021 E. 2.2.1

2.2.1. Die Vorinstanz verweist in ihrem Entscheid auf die Erwägungen der Jugendanwaltschaft, welche dargelegt habe, weshalb keine strafrechtlich relevante Druckausübung gegeben sei. Dies decke sich mit den Ergebnissen des Gutachtens, gemäss welchem der Beschwerdegegner 2 seine Bedürfnisse nicht mit Zwang oder Gewalt durchgesetzt und die Beschwerdeführerin die körperliche Nähe ebenfalls gesucht habe. Vorliegend sei eine Überweisung an das Gericht und damit die konsequente Umsetzung des Grundsatzes "in dubio pro duriore" nicht möglich. Die Vorinstanz fungiere demnach auch als Sachrichterin. Soweit sie die nötigen Untersuchungen durchgeführt und daraus die geeigneten Schlüsse gezogen habe, sei sie in ihrem pflichtgemäss ausgeübten Ermessen zu schützen.