Citation: 6B_257/2015 E. 2.2

2.2. Der Beschwerdeführer bringt vor, Art. 51 Abs. 1 SVG verlange sofortiges Anhalten. Der Fahrzeugführer habe demnach so rasch anzuhalten, wie es ihm die Umstände erlauben. Genau dies habe er getan, indem er nach der Kollision umgehend die Suche nach einem Parkplatz aufgenommen habe. Er sei aber nicht sofort fündig geworden, zumal es entlang der Fahrstrecke zunächst keine Haltemöglichkeit gegeben habe, die er als geeignet empfunden habe, um den Verkehr nicht weiter zu stören. Er habe sich infolge des Unfalls in einer Schocksituation befunden und sich an den ihm bekannten Parkplatz an der Schönaustrasse in Baden erinnert und sei dort hingefahren, weil er wusste, dass er dort sicher anhalten konnte. Aufgrund dieser Umstände sei es ihm nicht möglich gewesen, früher anzuhalten. Hinsichtlich der Meldepflicht nach Art. 51 Abs. 3 SVG führt der Beschwerdeführer aus, der Parkplatz an der Schönaustrasse sei ca. 10 Gehminuten von der Unfallstelle entfernt. Zumal er sein Mobiltelefon im Auto gelassen habe, habe er dazu noch von der Unfallstelle zu seinem Fahrzeug zurücklaufen müssen, ehe er die Polizei benachrichtigen konnte. Ein Zeitrahmen von 26 Minuten sei unter Beachtung dieser Umstände noch als unverzüglich im Sinne von Art. 56 Abs. 3 SVG zu betrachten.