Citation: 8C_758/2009 12.02.2010 E. 3.3

3.3.1 In Bezug auf die Unfallkausalität des TOS finden sich zunächst folgende medizinische Beurteilungen in den Akten: Im Bericht vom 5. Februar 2008 stellte Prof. Dr. med. C.________ die Verdachtsdiagnose TOS links, "posttraumatisch ausgelöst". Im Operationsbericht vom 26. März 2008 und Austrittsbericht vom 31. März 2008 diagnostizierte er dann noch ein "TOS links". Dr. med. B.________ gab in seiner Stellungnahme vom 25. August 2008 an, die Frage nach der Kausalität sei schwierig zu beantworten. Er verweise auf medizinische Fachliteratur, in der die Möglichkeit eines posttraumatischen TOS erwähnt werde, wenn es auch in der Mehrzahl der Fälle ohne Unfallereignis auftrete. Er schlug die Klärung des Kausalzusammenhangs mittels eines externen medizinischen Gutachtens vor. Die beiden SUVA-Ärzte Dres. med. A.________ und E.________ verneinten allerdings in ihren ärztlichen Beurteilungen vom 4. Juni und 12. November 2008 die Unfallkausalität des TOS. Dr. med. E.________ verwies dabei auf den Umstand, dass Prof. Dr. med. C.________ bei seiner Operation keinen strukturellen Befund nachgewiesen habe, der eindeutige Rückschlüsse auf einen Unfall erlauben würde. Er habe eine rein zeitliche Kausalattribution gemacht. Insbesondere könne Prof. Dr. med. C.________ nicht erklären, wie eine Prellung des AC-Gelenkes zu einer Einengung der oberen Thoraxapertur führen solle. Auch der betreuende Orthopäde Dr. med. B.________ bestätige, dass eine solche Symptomatik meist ohne Unfall auftrete. Eine Rückfallkausalität sei auf körperlicher Ebene unwahrscheinlich. Zudem bestehe ohne neurologische Ausfälle oder Durchblutungsstörungen am linken Arm sowie intaktem Schultergelenk keine objektive Begründung für eine Rentenerhöhung. 3.3.2 Im Schreiben vom 5. Januar 2009 führte Dr. med. B.________ aus, er habe die ärztliche Beurteilung von Dr. med. E.________ erhalten. Dessen Begründung, wonach bei der Operation durch Prof. Dr. med. C.________ keine strukturellen Befunde hätten nachgewiesen werden können, welche zu einer traumatisch bedingten Einengung des Nervenplexus geführt hätten, seien seinerseits nachvollziehbar. Die Operation und die intraoperativen Befunde hätten nun zu einer versicherungsmedizinisch klaren Lage und damit zum Fallabschluss geführt, da Prof. Dr. med. C.________ keine strukturellen, posttraumatischen Veränderungen habe nachweisen können. In diesem Sinne habe der Eingriff bezüglich Unfallkausalität zu klaren Verhältnissen beigetragen.