Citation: 6B_1178/2018 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erwägt in rechtlicher Hinsicht, der Beschwerdeführer habe mit Art. 31 Abs. 1 SVG eine wichtige Verkehrsvorschrift in objektiv schwerer Weise missachtet. Er habe nicht bloss eine abstrakte Gefahr für die Benutzer des Radstreifens und des Trottoirs sowie die übrigen Verkehrsteilnehmer, sondern auch eine konkrete Gefahr für die beiden Polizisten geschaffen. Er habe das abrupte Bremsmanöver und die beinahe erfolgte Frontalkollision nicht einmal bemerkt und sei danach auf der Gegenfahrbahn weitergefahren. Er habe die Sicherheit anderer in objektiv schwerer Weise und ernstlich gefährdet. Besonders vorwerfbar sei, dass er seine Aufmerksamkeit so lange seinem Enkel und der Getränkeflasche zugewandt habe, dass er unbemerkt die Fahrbahnmitte überfahren und beinahe mit dem entgegenkommenden Fahrzeug kollidiert sei. Sein Verhalten sei rücksichtslos, weil ein bedenkenloses Nichtbeachten der Gefährdung fremder Rechtsgüter vorgelegen habe. Besondere Umstände, welche das Verhalten des Beschwerdeführers in einem milderen Licht erscheinen und Rücksichtslosigkeit ausschliessen würden, lägen nicht vor. Somit sei auch der subjektive Tatbestand erfüllt (angefochtenes Urteil, S. 13 ff.).