Citation: 6P.120/2004 23.03.2005 E. 6

6.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, die einvernehmende Polizeibeamtin habe vor der ersten Befragung der Geschädigten am 20. Mai 1997 offenkundig bereits über Informationen verfügt, wie sich aus verschiedenen Fragen ergebe. Vermutlich habe ein Vorgespräch stattgefunden, worüber kein Protokoll erstellt worden sei. Es könne daher nicht nachgewiesen werden, dass die Geschädigte ohne Einfluss von Suggestionen ausgesagt habe, zumal die Aussagen nicht wörtlich protokolliert worden seien. Der Beschwerdeführer ist offenbar der Auffassung, dass daher das Protokoll der Einvernahme vom 20. Mai 1997 nicht als Beweismittel zu seinen Ungunsten verwertet werden dürfe. 6.2 Gemäss den Ausführungen des Obergerichts ist nicht bekannt, ob die einvernehmende Polizeibeamtin vor der ersten Einvernahme vom 20. Mai 1997 ein Vorgespräch mit der Geschädigten geführt hat. Aus den Akten gehe einzig hervor, dass die Geschädigte am 20. Mai 1997 um 11.00 Uhr Meldung erstattet habe und um 14.00 Uhr befragt worden sei. Selbst wenn ein Vorgespräch stattgefunden haben sollte, seien bei der Befragung keine Hinweise auf irgendwelche, geschweige denn massgebende, Suggestionseinflüsse ersichtlich (angefochtenes Urteil S. 19). 6.3 Die Auffassung des Obergerichts, dass solche Einflüsse nicht ersichtlich sind, ist nicht willkürlich, wie eine Durchsicht des Protokolls der Einvernahme vom 20. Mai 1997 ergibt (siehe Akten des Bezirks-gerichts, Doss. 1, p. 88 - 95).