Citation: 6B_1306/2021 E. 3

Die Anträge auf Genugtuung und auf Entschädigung für die anwaltliche Vertretung sind abzuweisen, soweit auf sie eingetreten werden kann (vgl. Art. 42 Abs. 2 BGG). In Bezug auf die beantragte Genugtuung kommt der Beschwerdeführer den Begründungsanforderungen nicht nach, da er sich nicht mit der vorinstanzlichen Argumentation auseinandersetzt, in materieller Hinsicht sei aufgrund der Strafuntersuchung nicht von einer schweren Beeinträchtigung des beruflichen Ansehens des Beschwerdeführers auszugehen. Gemäss Art. 430 Abs. 1 lit. a StPO kann eine Entschädigung oder Genugtuung verweigert werden, wenn die beschuldigte Person rechtswidrig und schuldhaft die Einleitung des Verfahrens bewirkt oder dessen Durchführung erschwert hat. Die Grundsätze zur Auflage von Verfahrenskosten trotz Freispruch oder Verfahrenseinstellung gemäss Art. 426 Abs. 2 StPO gelten auch bei der Beurteilung, ob eine Entschädigung oder Genugtuung im Sinne von Art. 430 Abs. 1 lit. a StPO herabzusetzen oder zu verweigern ist. Der Kostenentscheid präjudiziert die Entschädigungsfrage. Bei Auferlegung der Kosten ist grundsätzlich keine Entschädigung auszurichten (BGE 137 IV 352 E. 2.4.2; Urteile 6B_1433/2021 vom 3. März 2022 E. 4.2; 6B_73/2021 vom 28. Februar 2022 E. 3.2.1; 6B_997/2020 vom 18. November 2021 E. 3.2.2). Somit verletzt die Vorinstanz kein Bundesrecht, indem sie darauf verzichtet, dem Beschwerdeführer eine Entschädigung oder Genugtuung auszurichten.