Citation: 5D_38/2017 E. 2

Im Verfahren der definitiven Rechtsöffnung kann gegen die auf einem vollstreckbaren Entscheid eines schweizerischen Gerichts beruhende Forderung einzig vorgebracht werden, dass die Schuld seit Erlass des Entscheides getilgt oder gestundet oder verjährt ist, was durch Urkunden zu belegen ist. Der grösste Teil der 30-seitigen Beschwerde betrifft nicht dieses Thema, sondern die Schilderung des Lebens der Beschwerdeführerin (angefangen bei ihren Eltern, sodann eine Reihe von abenteuerlichen Vorfällen beschreibend, inkl. Involvierung von Geheimdiensten, etc.) und im Übrigen die Strafverfahren, die Akteneinsicht in den Straf- und im Betreibungsverfahren sowie die angebliche Befangenheit des urteilenden Oberrichters, worüber rechtskräftig entschieden ist (vgl. Beschluss des Obergerichts vom 9. Februar 2017). Auf all diese ausserhalb des Gegenstandes des Anfechtungsobjektes liegenden Themen ist nicht einzutreten und es bedeutet auch keine Verletzung des rechtlichen Gehörs, wenn bereits das Obergericht sich nicht zu diesen Themen geäussert hat. Zum Prozessthema gehört einzig der vor Obergericht erhobene Einwand der Beschwerdeführerin, beim Solidarschuldner B.________ seien EUR 8'950.-- beschlagnahmt worden. Das Obergericht hat erwogen, dass in diesem Zusammenhang keine Tilgung oder Stundung der betriebenen Schuld nachgewiesen werde, zumal die Quittung über die Beschlagnahme keinen Zahlungsbeleg für die in Betreibung gesetzte Forderung darstelle. Mit dieser Erwägung setzt sich die Beschwerdeführerin mit ihren wirren Ausführungen (es sei nicht an ihr, sondern am Richter zu erklären, wieso der vorgelegte Beweis nicht als solcher anerkannt werde; es sei gar nie ein Betrag beschlagnahmt worden, zumal eine Beschlagnahme nur durch das Gericht verfügt werden könne; sie habe einen Geldbetrag in passender Höhe aufs Konto der Justizkasse einzahlen wollen, sei aber auf dem Weg zur Postfiliale von den Kriminalbeamten erneut und ohne Tatverdacht festgenommen worden und bei der Leibesvisitation sei der zur Überweisung vorbereitete Geldbetrag eingezogen worden) nicht in der gebotenen Weise auseinander, so dass darauf nicht einzutreten ist. An der Sache vorbei geht sodann das Vorbringen, ein Gläubiger verhalte sich rechtsmissbräuchlich, wenn er wie vorliegend mit der Betreibung offensichtlich Ziele verfolge, die nicht das Geringste mit der Zwangsvollstreckung zu tun hätten, und dem Kanton Zug fehle es an einem Rechtsschutzinteresse an der Betreibung. Betrieben sind vorliegend die rechtskräftig der Beschwerdeführerin auferlegten Gerichtskosten in den Verfahren 1B_227/2015 und 1B_240/2015.