Citation: 9C_220/2024 E. 7.2

7.2. Unbegründet ist auch die Rüge, die Vorinstanz habe dem Beschwerdeführer zu Unrecht eine vorsätzliche Begehungsweise zur Last gelegt, obwohl die von ihr angenommene Hinterziehungshandlung ein äusserst komplexes Konstrukt darstelle, für dessen Umsetzung Fachwissen im nationalen und internationalen Steuerrecht erforderlich sei, über welches der Beschwerdeführer aber gerade nicht verfüge. Es steht fest, dass der Beschwerdeführer sich bzw. seinem Einzelunternehmen C.________ im Namen der von ihm beherrschten Entwicklungsgesellschaften fiktive Rechnungen ausstellte. Unabhängig davon, dass es sich dabei um Offshore-Gesellschaften handelte, brauchte es keine tiefgründigen Kenntnisse des nationalen und/oder internationalen Steuerrechts beim Beschwerdeführer um zu erkennen, dass er auf diese Weise künstlich steuermindernden geschäftlichen Aufwand seines Einzelunternehmens kreierte und auf diese Weise die von ihm geschuldete Steuer verkürzte. In diesem Verhalten liegt, wie die Vorinstanz zutreffend feststellt, nicht nur eine fahrlässige, sondern eine vorsätzliche Steuerhinterziehung.