Citation: 8C_720/2020 E. 3.1

3.1. In Nachachtung des Rückweisungsurteils des Bundesgerichts 8C_111/2019 vom 14. Juni 2019 nahm das kantonale Gericht eine materielle Prüfung des Rentenanspruchs des Beschwerdeführers vor. Nach Würdigung der relevanten Akten stellte es fest, in rein somatischer Hinsicht hätten beide Parteien das MEDAS-Gutachten vom 9. Mai 2016 nicht substanziiert in Zweifel gezogen. Gestützt auf die beweiskräftigen Teilexpertisen bestehe aus neurologischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Aus orthopädischer Sicht sei hingegen aufgrund der progredienten degenerativen Veränderungen der Lendenwirbelsäule (LWS) von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 30 % auszugehen. In psychischer Hinsicht stellte die Vorinstanz fest, dass weder das Privatgutachten der Dr. med. B.________ vom 6. Juli 2017 noch der Bericht der Institution C.________ vom 10. Oktober 2016 das psychiatrische MEDAS-Teilgutachten des Dr. med. D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, in Frage zu stellen vermöchten. Dieser habe dem Beschwerdeführer eine Arbeitsunfähigkeit von 20 % in der angestammten Tätigkeit als Sprachlehrer und eine solche von 10 % in einer angepassten Tätigkeit attestiert, was auch im Lichte der Standardindikatoren (BGE 141 V 281) überzeuge. Ausgehend von einer gesamthaft betrachteten Arbeitsfähigkeit von 70 % für angepasste Tätigkeiten ermittelte die Vorinstanz schliesslich einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 8 %, wobei sie offen liess, ob ein leidensbedingter Abzug zu gewähren sei, da auch der Maximalabzug nichts am Ergebnis ändern würde.