Citation: 6B_1427/2020 E. 5.1

5.1. Der Beschwerdeführer macht unter dem Titel einer Verletzung von Art. 64 Abs. 1 lit. b StGB in beweisrechtlicher Hinsicht geltend, die Vorinstanz stelle für die Gefährlichkeit auf Tatsachen ab, die Gegenstand des Strafverfahrens im Kanton Basel-Stadt seien und nicht zweifelsfrei nachgewiesen seien. Es sei auch höchst zweifelhaft, ob die Polizei aufgrund des Vorführungsbefehls vom 3. April 2017 seine Wohnung habe durchsuchen dürfen. Der selektive Beizug von Verfahrensakten müsse als unfair und bundesrechtswidrig angesehen werden. Zwar seien Polizeirapporte grundsätzlich zulässige Beweismittel, soweit sie inhaltlich bestritten seien, dürfe darauf aber nur nach Befragung der Beamten durch die beschuldigte Person abgestellt werden. Bestritten werde ebenfalls der Kurzbericht des Forensischen Instituts Zürich vom 6. Juni 2017, das nicht parteiöffentlich in Auftrag gegeben worden sei (Art. 182 StPO). Die Vorinstanz habe die Beweisanträge als unerheblich in Verletzung des Fair-trial-Grundsatzes abgewiesen. Mit dem Argument, die Waffen und die Munition seien gestützt auf § 32 Polizeigesetz (PolG/BL) sichergestellt worden, werde das Beweisverfahren bundesrechtswidrig verkürzt. Die aufgefundenen Waffen und Betäubungsmittel würden als Zufallsfunde bezeichnet. Der Vorführungsbefehl stelle eine Zwangsmassnahme dar (Art. 210 StPO), sodass für eine polizeiliche Gefahrenabwehr kein Raum bestehe. Es handle sich um eine Beweismittelbeschlagnahme (Art. 263 Abs. 1 lit. a StPO). Die Staatsanwaltschaft habe diese Beweismittel später förmlich beschlagnahmt und eine weitere Hausdurchsuchung angeordnet. Insofern müssten die Erwägungen der Vorinstanz als wenig stichhaltig angesehen werden. Ihre Schlussfolgerung, der Beschwerdeführer sei wieder fest in das kriminelle Milieu integriert, stütze sich auf bundesrechtswidrig erhobene und verwertete Beweisgrundlagen. Insoweit sei die Vorinstanz ohne triftige Gründe und willkürlich vom Gutachten abgewichen und hätte das skizzierte Szenario 3b nicht als erstellt betrachten dürfen. Sollte sich im baselstädtischen Verfahren herausstellen, dass die Beweismittel (teilweise) einem Verwertungsverbot unterliegen, würden diese Depositionen im vorliegenden Verfahren einem Verwertungsverbot unterliegen (Beschwerde S. 25-29).