Citation: 4P.52/1999 20.01.2000 E. 4.-

a) Erachtet das Gericht umstrittene Tatsachen auf- grund einer Parteiaussage als erwiesen, ohne Beweis darüber abzunehmen, verletzt dies die bundesrechtlichen Beweislast- vorschriften (Art. 8 ZGB). Die entsprechende Rüge unterliegt der Berufung, weshalb insoweit auf die Beschwerde nicht ein- zutreten ist (Art. 84 Abs. 2 OG). b) Ebenfalls im Rahmen der Berufung ist zu prüfen, ob eine Prozesspartei ihre Vorbringen oder Bestreitungen ma- teriell hinreichend substanziiert, um eine Beurteilung nach Bundesrecht zu ermöglichen. Hingegen kann das kantonale Recht festlegen, welchen Anforderungen die Behauptungen und Bestreitungen der Parteien zu genügen haben und in welchem Zeitpunkt sie in den Prozess einzubringen sind (BGE 108 II 337 E. 2c und d). Die Beschwerdeführerin führt keine kanto- nalrechtliche Bestimmung an, gegen die das Handelsgericht in Bezug auf die Substanziierung der Bestreitung verstossen ha- ben soll. Insoweit kann das Bundesgericht den angefochtenen Entscheid nicht überprüfen (Art. 90 Abs. 1 OG). In der Kla- geantwort führt die Beschwerdeführerin aus, die Beschwerde- gegnerin habe überhöhte Rechnungen gestellt und teilweise den Aufwand mehrfach belastet. Mit den Blättern 10 und 11 setzt sie sich überhaupt nicht auseinander. Sie legt nicht dar, wo sie im kantonalen Verfahren die Zulässigkeit des Zuschlags von Blatt 11 an sich substanziiert bestreitet. Daher ist nicht zu beanstanden, dass das Handelsgericht die Forderung mangels umfassender Bestreitung nur auf doppelt verrechnete Leistungen hin geprüft und im Übrigen als ausge- wiesen betrachtet hat. c) Soweit eine Partei die Vorbringen der Gegenpar- tei ungenügend bestreitet, hat das Gericht im Rahmen der Dispositionsmaxime nicht zu prüfen, ob diese Vorbringen zu- treffen. Damit entfällt diesbezüglich auch die Begründungs- pflicht. Die Beschwerdeführerin rügt zu Unrecht, das Han- delsgericht sei dieser nicht nachgekommen und habe das rechtliche Gehör verletzt.