Citation: 5A_928/2016 E. 6.2

6.2. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des Diskriminierungsverbots (Art. 8 Abs. 2 BV) und des Willkürverbots (Art. 9 BV), weil das Obergericht ihm vorgeworfen habe, seine Bewerbungen hätten Orthographie- und Grammatikfehler enthalten. Er sei französischer Muttersprache und es könne von ihm nicht erwartet werden, ein "akademisches Deutsch auf Stufe Muttersprache" zu schreiben. Die Fehler seien ausserdem nicht auf Unsorgfalt oder "qualifizierte Schludrigkeit" zurückzuführen, sondern auf die mangelhafte Autokorrektur des Schreibprogramms. Der Beschwerdeführer führt indessen selbst aus, er lasse seine Bewerbungen heute gegenlesen, um derartige Fehler zu vermeiden. Auch seine in sprachlicher Hinsicht einwandfreie Beschwerde im vorliegenden Verfahren zeigt, dass er in der Lage ist, sich die notwendige Hilfe zu beschaffen, um auch komplizierte Texte auf Deutsch ohne Fehler zu verfassen. Dass er notfalls auf die Hilfe von Drittpersonen hätte zurückgreifen müssen, um sprachlich einwandfreie Bewerbungen zu schreiben, musste dem im geschäftlichen Bereich unbestritten erfahrenen Beschwerdeführer klar sein. Eines Hinweises des Kantonsgerichts bedurfte es hierzu, anders als der Beschwerdeführer anzunehmen scheint, nicht. Fehler wie falsch geschriebene oder falsche Namen können auch nicht einfach mit einer mangelhaften Autokorrektur erklärt werden. Ebenso wenig offensichtliche Schreibfehler wie das Schreiben der Anrede "Herr" mit nur einem "r". Es ist jedenfalls nicht schlechterdings unhaltbar, wenn die Vorinstanz dem Beschwerdeführer insgesamt eine unsorgfältige Vorgehensweise vorwirft. Wer Bewerbungen verschickt, die derartige Fehler enthalten, muss sich vorwerfen lassen, sich nicht genügend zu bemühen (vgl. dazu auch PHILIPP MAIER, Die konkrete Berechnung von Unterhaltsansprüchen im Familienrecht, dargestellt anhand der Praxis der Zürcher Gerichte seit Inkraftsetzung der neuen ZPO, in: FamPra.ch 2014, S. 302 ff., 340 f.). Weder das Diskriminierungs- noch das Willkürverbot befreien den Beschwerdeführer davon, das ihm für eine einwandfreie Bewerbung Mögliche und Zumutbare vorzukehren. Soweit der Beschwerdeführer sodann vorbringt, die Vorinstanz verweise nur auf einige wenige Bewerbungen und die Fehler seien nur in anderthalb Prozent derselben aufgetreten, ist zu bemerken, dass das Obergericht nur einige Beispiele aufgezählt hat. Soweit der Beschwerdeführer sich aufgrund seines Geschlechts diskriminiert sieht, führt es nicht weiter aus, weshalb dem so sein sollte. Die Beschwerde genügt insoweit den Begründungsanforderungen nicht (Art. 106 Abs. 2 BGG).