Citation: 6B_577/2024 E. 1.7.3

1.7.3. Der Beschwerdeführer selbst verweist auf das Urteil 6B_1314/2019 vom 9. März 2020. Demnach reicht eine normale familiäre und emotionale Beziehung nicht aus, um einen Aufenthaltsanspruch zu begründen. Weder Art. 13 Abs. 1 BV noch Art. 8 Abs. 1 EMRK verschafft einen Anspruch auf Einreise und Anwesenheit oder auf einen bestimmten Aufenthaltstitel. Art. 8 EMRK hindert die Konventionsstaaten nicht daran, die Anwesenheit auf ihrem Staatsgebiet zu regeln und den Aufenthalt ausländischer Personen unter Beachtung überwiegender Interessen des Familien- und Privatlebens gegebenenfalls auch wieder zu beenden. Nur wenn die intakte familiäre Beziehung tatsächlich gelebt wird, kann Art. 8 EMRK verletzt sein, wenn die Anwesenheit und damit das Familienleben vereitelt wird. Unter dem Gesichtswinkel des Schutzes des Anspruchs auf Familienleben genügt es nach den Umständen, dass der Kontakt zum Kind im Rahmen von Kurzaufenthalten, Ferienbesuchen oder über die modernen Kommunikationsmittel vom Ausland her wahrgenommen werden kann. Ein weitergehender Anspruch kann nur dann in Betracht fallen, wenn eine in affektiver und wirtschaftlicher Hinsicht besonders enge Beziehung zum Kind besteht, diese Beziehung wegen der Distanz zum Heimatland des Ausländers praktisch nicht aufrechterhalten werden könnte und das bisherige Verhalten der ausländischen Person in der Schweiz zu keinerlei namhaften Klagen Anlass gegeben hat (vgl. dort E. 2.3.7 mit zahlreichen Hinweisen). Dass diese Voraussetzungen erfüllt wären, legt der Beschwerdeführer nicht dar.