Citation: 4A_350/2020 E. 5.1.1

5.1.1. Die Vorinstanz erwog, es sei fraglich, ob die Höhe des Verzugszinses betreffend die unbezahlten Lieferungen noch ernsthaft umstritten sei. Dies könne jedoch offen bleiben. Eine Unzulässigkeit des Zinssatzes von 2% pro Monat sei nicht ausgewiesen. Insbesondere werde seitens der Beschwerdeführerinnen kein Willensmangel, Furchterregung oder Ähnliches geltend gemacht. Entgegen ihrer Auffassung bestehe sodann kein Raum für die analoge Anwendung der gesetzlichen Regelung zum Konsumkreditgesetz auf vorliegendes Rechtsverhältnis zwischen mehreren wirtschaftlich tätigen juristischen Personen. Ferner hätten die Beschwerdeführerinnen anerkannt, dass der Zinssatz unterhalb der Grenze zum Wucher liege. Er entspreche zudem der Höhe, wie sie bereits im Distribution Agreement vorgesehen gewesen sei, sodass sich der Einwand der Beschwerdeführerinnen, wonach die Vereinbarung unter zeitlichem Druck zustande gekommen sei, als nicht stichhaltig erweise. Der vereinbarte Zinssatz sei deshalb zulässig und auf die unbezahlten Forderungen anwendbar.