Citation: 6B_149/2022 E. 5.3

5.3. Das Urteil bildet ein Ganzes ("le jugement forme un tout"), und es ist zuzugestehen, dass das Gericht die Gesamtheit der entscheiderheblichen Tatsachen im Bewusstsein hat; es muss nicht jedes Element in der Begründung erneut bekräftigt werden (Urteil 6B_630/2021 vom 2. Juni 2022 E. 1.3.1 betreffend die Strafzumessung). Es lässt sich nicht annehmen, dass die Vorinstanz die Beweisanträge unter Verletzung dieser Rechtsprechung abgelehnt hätte. Die von der Verteidigung akribisch aufgereihten "Partikularitäten" (oben E. 4.3) wurden von der Vorinstanz im entscheidwesentlichen Umfang erkannt und waren ihr bekannt. Dabei ist nicht zu verkennen, dass es sich bei der Strafuntersuchung gegen den Beschwerdeführer um ein kleines Segment einer sehr grossen und komplexen Strafsache handelt. Bereits ab 2003 führte die Zürcher Staatsanwaltschaft gegen den "A.________-Clan" eine Strafuntersuchung. Am 16. Februar 2007 eröffnete die Bundesanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen mehrere Personen. Zu einem polizeilichen Zugriff kam es jedoch nie; nachdem der Informant verstorben war, kam es auch nicht zu einer Anklage. Im Januar 2013 startete die Kantonspolizei Zürich unter Leitung eines Staatsanwalts eine Operation F.________ gegen den "A.________-Clan". Parallel dazu nahm die Kantonspolizei Zürich unter der Leitung eines weiteren Staatsanwalts u.a. gegen E.________, D.________ und weitere Personen in der Aktion G.________ Ermittlungen wegen Heroinhandels auf. Es zeichneten sich Verbindungen zwischen der erwähnten Operation F.________ und der Aktion G.________ ab, namentlich der Verdacht, der in der Operation F.________ ins Visier genommene Beschwerdeführer liefere E.________ und D.________ Heroin und die Geldflüsse würden B.A.________ zukommen. In der Folge wurde von der Kantonspolizei Zürich unter der Leitung eines dritten Staatsanwalts die Operation F.________ 2 gegen H.________ durchgeführt. Am 11. April 2014 wurde vom Zwangsmassnahmengericht in der Operation F.________ und der Operation F.________ 2 eine verdeckte Ermittlung mit zwei Angehörigen eines ausländischen Polizeikorps ("I.________" und "J.________") und zwei offenbar nicht eingesetzten Angehörigen eines Schweizer Polizeikorps bewilligt (vgl. S. 4 ff. im Urteil des Bezirksgerichts vom 18. Dezember 2017 betr. B.A.________ und C.A.________ sowie im diesbezüglichen Urteil 6B_1446/2020 E. 4). Im Verfahren vor Bundesgericht repetiert der Beschwerdeführer ausführlich im Grundsatz bereits von der Vorinstanz erkannte, offen gelegte und entsprechend bei der Sachverhaltsfeststellung gewürdigte Umstände der Strafuntersuchung sowie des bezirksgerichtlichen Urteils, ohne dass daraus ein über die vorinstanzliche Beurteilung hinausgehender und für den Schuldvorwurf relevanter Erkenntnisgewinn erzielt würde. Die Vorinstanz würdigt und erstellt die Anklagevorwürfe beweismässig in Kenntnis der monierten Umstände (namentlich auch bezüglich Übersetzungen, Audioaufnahmen und Akturierung; Urteil S. 21-30). Der Vorwurf, die fraglichen Übersetzungen beträfen entscheidrelevante Punkte, da die Vorinstanz auf die mangelhaften Übersetzungen abstelle (u.a. Beschwerde Ziff. 99), verkennt die differenzierte vorinstanzliche Beurteilung (oben E. 5.2) und geht deshalb an der Sache vorbei. Es handelt sich im Ergebnis um appellatorische, unbehelfliche Kritik.