Citation: 6B_1112/2023 E. 1.2.2

1.2.2. Hinsichtlich der Vorwürfe der Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch und Fahrens ohne Berechtigung geht die Vorinstanz von einem leichten Verschulden aus, wobei der Beschwerdeführer vorsätzlich gehandelt und sich über den ausdrücklichen Willen seiner damaligen Freundin hinweggesetzt habe, wonach er ihr Auto nicht führen dürfe. Er habe auch gewusst, dass ihm der Führerausweis unbefristet entzogen worden sei. Zwar habe es sich nur um eine Fahrt von 10 km gehandelt, jedoch habe hierfür keine Dringlichkeit oder Notwendigkeit bestanden. Der Beschwerdeführer habe aus reiner Bequemlichkeit, mithin aus egoistischen Beweggründen gehandelt. Erheblich verschuldenserhöhend falle ins Gewicht, dass er nur gerade drei Wochen vor dem Vorfall von der Polizei wegen Fahrens ohne Berechtigung neuerlich verzeigt worden sei. Der Beschwerdeführer lasse jegliche Einsicht in das Unrecht seiner Tat vermissen und offenbare eine Gleichgültigkeit gegenüber der Rechtsordnung. Das Verschulden wiege insgesamt noch leicht. Für die Entwendung zum Gebrauch seien 3 Monate und für das Fahren ohne Berechtigung 2 Monate Freiheitsstrafe angemessen, was asperiert eine Erhöhung der Einsatzstrafe um 4 Monate auf 44 Monate rechtfertige. Mit Bezug auf das Vorleben des Beschwerdeführers seien neun Vorstrafen zu berücksichtigen, davon die mit Strafbefehl vom 7. Oktober 2020 beurteilte und zwei hinsichtlich der schwersten Straftat, des Betäubungsmitteldelikts, einschlägige Vorstrafen. Straferhöhend zu veranschlagen sei ferner die Delinquenz während laufender Strafuntersuchung und Probezeit. Insgesamt müssten die Vorstrafen zu einer deutlichen Straferhöhung im Bereich eines Viertels der hypothetischen Gesamtstrafe führen. Beim Nachtatverhalten sei das frühe Geständnis des Beschwerdeführers erheblich strafmindernd zu berücksichtigen, wobei die Beweislast bereits erdrückend gewesen sei. Der Beschwerdeführer habe die Strafuntersuchung erheblich erleichtert und es sei offen, ob der Handel mit 860 Gramm reinem Kokain ohne das Geständnis nachweisbar gewesen wäre. Eine Strafreduktion von knapp einem Drittel sei angemessen. Aus der Gegenüberstellung der straferhöhenden und strafmindernden Faktoren resultiere eine Reduktion der Einsatzstrafe aufgrund der Täterkomponenten von 2 Monaten auf 42 Monate Freiheitsstrafe.