Citation: 8C_121/2017 E. 8.3

8.3. Die ursprüngliche Rentenzusprache gemäss Verfügung vom 18. Dezember 1998 erfolgte, ohne dass die Suva sich mit dem in der seit 1990 als Einzelfirma geführten und seit 15. Dezember 1998 als D.________ GmbH betriebenen Unternehmung des Versicherten erwirtschafteten Einkommen befasst hatte. Es fanden keine Abklärungen statt, ob die ursprünglich im Nebenerwerb betriebene Einzelfirma ausgebaut wurde oder ob damit ein rentenausschliessendes oder zumindest anrechenbares Einkommen als Invalider erzielt wird, obwohl die entsprechenden Unterlagen bekannt waren und auch die Invalidenversicherung im Rahmen des Anhörungsverfahrens die selbstständige Erwerbstätigkeit bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades von 40 % ab 1. Januar 1996 berücksichtigte. Im IV-Bericht über die berufliche Abklärung vom 3. April 1997 wurde festgehalten, der Versicherte sei in seinem Betrieb aufgrund der gesundheitlichen Schwierigkeiten nicht mehr körperlich, sondern in der Planung und Administration tätig, wobei er die Invalidenversicherung um Unterstützung beim Kauf zweier CNC-Maschinen ersuche, um den Betrieb erweitern zu können. Die ehemalige Arbeitgeberin des Versicherten wies die Beschwerdegegnerin anlässlich eines Kundenbesuchs am 16. Oktober 1997 darauf hin, dass sie der Unternehmung des Beschwerdeführers Aufträge erteile. Am 3. März 1998 führte der Versicherte gegenüber der Suva aus, mit Finanzierung der CNC-Maschinen durch die Invalidenversicherung wäre es ihm möglich, einen namhaften Teilverdienst zu erzielen. Seit März 1998 schaffte er sich laut Abklärungsbericht Selbstständigerwerbende der Invalidenversicherung vom 17. Juni 1998 eine gebrauchte CNC-Maschine an und baute den Neben- zum Haupterwerb aus. Eine Meldepflichtverletzung hinsichtlich des Betriebs der Mechanischen Werkstätte steht damit nicht im Raum. Trotz dieser eindeutigen Grundlagen, die es zwingend erfordert hätten, dass sich die Suva hinsichtlich der erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchtigung für die Berechnung des Invalideneinkommens mit dem aus dem Betrieb der Mechanischen Werkstätte erwirtschafteten Gewinn auseinandergesetzt hätte, unterliess sie dies. Am 12. November 1998 hielt die IV-Stelle vielmehr in einem Schreiben an die Beschwerdegegnerin ohne nähere Erläuterung einzig fest: "Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass wir mit Ihrem Vorschlag der Zusprache einer Rente ab 1.12.1998 mit einem IV-Grad von 100 % einverstanden sind." Eine nachvollziehbare Berechnung desselben liegt der Rentenzusprache gemäss Aktenlage nicht zugrunde. Damit erging die Verfügung vom 18. Dezember 1998 in klarer Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes und basierte auf einer rechtsfehlerhaften Invaliditätsbemessung. Die Verfügung ist auch im Ergebnis zweifellos unrichtig, nachdem der Beschwerdeführer ebenfalls davon ausgeht, dass die Rentenzusprache auf einem Einkommensvergleich beruhte, der sich auf den Verdienst stützte, den A.________ als Gesunder im Jahr vor dem Unfall bei der B.________ AG bezogen hatte. Dieser belief sich auf Fr. 79'827.-. Gemäss Auszug aus dem individuellen Konto vom 22. April 2010 erzielte er aber in den Jahren 1996-1998 aus selbstständiger Tätigkeit bereits ein rentenausschliessendes Einkommen von Fr. 108'600.- (1996 und 1997) sowie Fr. 81'600.- (1998). Soweit der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang in seiner Stellungnahme vom 4. April 2018 auf einen im Jahr 1998 erzielten Gewinn seiner damaligen Einzelfirma von Fr. 34'250.- verweist, ist dies somit unbehelflich. Die ursprüngliche Verfügung ist als zweifellos unrichtig im wiedererwägungsrechtlichen Sinne zu qualifizieren, woran auch die übrigen Einwände des Beschwerdeführers nichts zu ändern vermögen.