Citation: 2C_28/2014 E. 7.3

7.3. Der Beschwerdeführer beruft sich auf die Ehe mit einer Schweizerin. Es trifft zwar zu, dass es der Ehefrau kaum zumutbar wäre, ihm in seine Heimat zu folgen. Dies bedeutet aber nicht, dass der Widerruf der Bewilligung zwingend unverhältnismässig ist: Rechtsprechungsgemäss werden unter dem Aspekt des Ehe- und Familienlebens die Dauer der ehelichen Beziehung und weitere Gesichtspunkte berücksichtigt, welche Rückschlüsse auf deren Intensität zulassen (Geburt und Alter allfälliger Kinder, Kenntnis der Tatsache, dass die Beziehung wegen der Straftat unter Umständen nicht in der Schweiz wird gelebt werden können; vgl. BGE 135 II 377 E. 4.3 S. 381). Die Ehe wurde erst nach dem Widerruf der Niederlassungsbewilligung geschlossen. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers musste die Ehefrau wissen, dass definitiv mit dem Entzug der Niederlassungsbewilligung zu rechnen war und folglich die Gefahr bestand, dass die Ehe nicht in der Schweiz würde gelebt werden können. Bereits am 24. April 2012 hatte das Amt für Migration und Integration dem Beschwerdeführer den Widerruf der Niederlassungsbewilligung in Aussicht gestellt und ihm diesbezüglich das rechtliche Gehör gewährt. Der Beschwerdeführer äussert sich nicht dazu, wann er seine Frau kennengelernt hat, macht aber jedenfalls nicht geltend, das Ehevorbereitungsverfahren sei bereits vor der Einleitung des Widerrufsverfahrens am 24. April 2012 angehoben worden. Wenn es der Beschwerdeführer unterliess, seine Braut über die bevorstehenden bzw. drohenden migrationsrechtlichen Massnahmen zu informieren, kann er jetzt daraus keinen Vorteil ziehen. Im Zeitpunkt des Eheschlusses am 14. Dezember 2012 musste die Ehefrau um die drohende Wegweisung im Bild sein. Dies ergibt sich auch daraus, dass sie um den bevorstehenden Strafvollzug wusste, was der Beschwerdeführer nicht abstreitet. Auch die Berufung auf die eheliche Beistandspflicht ist unbehelflich und es ist nicht willkürlich, wenn die Vorinstanz hinsichtlich der (bei einer Wegweisung dahinfallenden) finanziellen Unterstützung der Ehefrau durch den Beschwerdeführer auf andere Unterstützungsmöglichkeiten hingewiesen hat. Die Ehe des Beschwerdeführers hatte im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils weniger als ein Jahr gedauert und war kinderlos. Der Kontakt zwischen den Eheleuten kann von Kosovo aus ohne grössere Schwierigkeiten mit gelegentlichen Besuchen und den heute zur Verfügung stehenden Kommunikationsmitteln aufrecht erhalten werden.