Citation: C 88/05 20.07.2005 E. 3

3.1 In der Anmeldung zur Arbeitsvermittlung vom 16. Januar 2003 gab die Beschwerdeführerin an, eine 100%-Stelle als Hilfsverkäuferin, Hilfsarbeiterin Produktion oder Hilfsarbeiterin für normale Arbeit zu suchen. Im Nachweis für Kinderbetreuung vom 27./28. Januar 2004 bestätigten sowohl die Versicherte wie auch deren Mutter S.________, dass letztere bereit und in der Lage sei, das am 18. Oktober 2003 geborene Kind zu betreuen. Am 24. Februar 2004 unterzeichnete S.________ erneut eine Bestätigung, wonach sie ab sofort für eine unbefristete Dauer bereit und in der Lage sei, jeweils montags bis freitags von 06.30 Uhr bis 17.30 Uhr die Kinderbetreuung zu übernehmen. Die Beschwerdeführerin beantwortete am 10. März 2004 diverse Fragen des AWA. Sie gab dabei nochmals an, dass sie per sofort bereit und in der Lage sei, eine zumutbare 100%ige Arbeit anzutreten. Sie könne jeweils montags bis freitags das Haus um 06.30 Uhr verlassen und müsse um 17.30 Uhr zurück sein, weshalb es ihr möglich sei, von 07.00 Uhr bis 17.00 Uhr zu arbeiten. Für den Arbeitsweg stehe ihr das Auto zur Verfügung. Ihre Mutter sei Hausfrau und könne zu diesen Zeiten die Kinderbetreuung übernehmen. Die Versicherte schloss lediglich die Arbeit in einem Restaurant aus. Im März 2004 zog die Mutter der Beschwerdeführerin mit ihrem Mann von T.________ nach W.________. 3.2 Mit Verfügung vom 18. März 2004 verneinte das AWA die Vermittlungsfähigkeit der Beschwerdeführerin nach Ablauf der Niederkunftstaggelder im Wesentlichen mit der Begründung, der Nachweis der Kinderbetreuung könne nicht als tragfähig qualifiziert werden, da die Beschwerdeführerin mit ihrer Familie in W.________, ihre Mutter aber in T.________ wohnhaft sei. Zudem weise die Versicherte in der Zeit vom 19. Juli 2003 bis 4. Januar 2004 keine, danach lediglich ungenügende Arbeitsbemühungen nach. Im Rahmen des Einspracheverfahrens machte die Beschwerdeführerin geltend, die Kinderbetreuung sei auch vor dem Umzug ihrer Mutter nach W.________ jederzeit gewährleistet gewesen. Einerseits hätte sich ihre in W.________ wohnhafte Kollegin H.________, die selber einen zweijährigen Sohn habe, dazu bereit erklärt; andrerseits habe sie Verwandte, die während ihrer Arbeitsabwesenheit diese Aufgabe übernommen hätten. Sie hätte demzufolge ab Januar vollzeitlich arbeiten können. Mit Einspracheentscheid vom 20. August 2004 bejahte das AWA in teilweiser Gutheissung der Einsprache die Vermittlungsfähigkeit der Beschwerdeführerin ab 16. März 2004. Zu diesem Zeitpunkt sei der Wohnortswechsel von S.________ nachweislich erfolgt. Zudem habe die Versicherte ab 28. Juni 2004 eine befristete Vollzeitstelle aufgenommen, sodass keine Hinweise auf mangelnde Vermittlungsfähigkeit mehr vorlägen. Für die Zeit bis und mit 15. März 2004 hielt das AWA indessen an der Verneinung der Vermittlungsfähigkeit fest. Gemäss gängiger Rechtsprechung sei auf die Aussagen der ersten Stunde abzustellen. Das zuständige Regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) habe erstmals am 3. Februar 2004 das Nachweisformular über die Kinderbetreuung erhalten, aus welchem hervorgehe, dass die in T.________ wohnhafte S.________ diese Aufgabe übernehme. Am 1. März 2004 sei ein zweiter Betreuungsnachweis eingereicht worden. Weitere Betreuungspersonen habe die Versicherte erst anlässlich des Einspracheverfahrens genannt, wobei sie die Angaben nicht zu belegen vermocht habe. 3.3 Das kantonale Gericht hat die Rechtmässigkeit dieses Einspracheentscheids bestätigt, indem es ebenfalls davon ausging, bis zum 16. März 2004 sei die Kinderbetreuung durch die angegebene Person nicht sichergestellt gewesen, da dazu Wohnsitz in unmittelbarer Nähe von W.________ vorausgesetzt gewesen wäre. T.________ befinde sich rund 170 km vom Wohnort der Beschwerdeführerin entfernt, sodass die Betreuungsperson entweder täglich die jeweils zwei Stunden dauernde Reise hin und zurück hätte auf sich nehmen müssen oder aber sich von Sonntag- bis Freitagabend in W.________ hätte aufhalten müssen. 3.4 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde lässt die Versicherte erneut geltend machen, sie sei ab Januar jederzeit bereit, berechtigt und in der Lage gewesen, vollzeitlich zu arbeiten. Es sei immer klar gewesen, dass ihre Mutter das Kind betreut hätte, entweder bis zum Umzug nach W.________ in T.________ oder aber von Anfang an in W.________ als Wochenaufenthalterin. Zudem habe sie die ganze Zeit über in ihrem Umfeld mehrere Bezugspersonen gehabt, die eingesprungen wären, wenn ihre Mutter einmal nicht gehütet hätte. Deren Namen habe sie nicht von Anfang an genannt, weil sie mit der Betreuung durch ihre Mutter vollumfänglich zufrieden gewesen sei und sie die andern Personen ihrer Ansicht nach gar nicht benötigt hätte.