Citation: 9C_636/2018 E. 6.4

6.4. Nach dem Gesagten vermag die Indikatorenprüfung des kantonalen Versicherungsgerichts in verschiedenen Punkten nicht zu überzeugen. Umgekehrt kann nicht ohne weiteres (auch) aus rechtlicher Sicht auf die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer körperlich angepassten Tätigkeit im Gutachten des MZR vom 8. Oktober 2013 abgestellt werden. Die Experten führten zur Begründung an, dass medizinisch theoretisch eine mittelgradige depressive Störung einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % entspricht. Ihre Einschätzung erfolgte somit losgelöst vom konkreten Sachverhalt. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass zwischen Diagnose und Arbeitsunfähigkeit keine Korrelation besteht (BGE 140 V 193 E. 3.1 i.f. S. 195), welche eine solche Zuordnung erlaubte. Das kantonale Versicherungsgericht wird ein Gerichtsgutachten einzuholen haben und danach über den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Rente der Invalidenversicherung ab 1. Mai 2017 neu entscheiden. Die Beschwerde ist im Eventualstandpunkt begründet