Citation: 5A_631/2022 E. 2.3.1

2.3.1. Nach Ansicht des Beschwerdeführers besteht ein allgemeines Wiedererwägungsrecht gegenüber gerichtlichen Entscheiden. Er begründet seinen Standpunkt mit dem Anspruch auf gleiche und gerechte Behandlung und der Gewährung des rechtlichen Gehörs. Mit den Erläuterungen der Vorinstanz, weshalb das Zivilprozessrecht keine Wiedererwägung rechtskräftiger Entscheide kennt, setzt der Beschwerdeführer sich nicht auseinander. Zudem führt er zwei Bundesgerichtsentscheide an, aus denen kein Anspruch auf Wiedererwägung eines Urteils abgeleitet werden kann. So wird in dem von ihm zitierten BGE 127 I 133 der Anspruch auf Revision eines Urteils und nicht der Wiedererwägung erläutert. Der zitierte BGE 136 II 177 betrifft die Möglichkeit der Wiedererwägung einer Verwaltungsverfügung und nicht eines Gerichtsentscheides. Damit ist auf die Vorbringen des Beschwerdeführers, die zu einer Wiedererwägung des Urteils vom 16. Mai 2012 führen sollen, nicht einzugehen. Der Anspruch auf rechtliches Gehör kann an diesem Ergebnis nichts ändern; von einem Urteil, welches der Begründungspflicht (BGE 148 III 30 E. 3.1) nicht genügt, kann nicht gesprochen werden.