Citation: 6B_43/2024 E. 4.4.3

4.4.3. Schliesslich erwägt die Vorinstanz, dass der Beschwerdegegner per 1. Oktober 2023 (wiederum) im Unternehmen seines Vaters angestellt sei. Daraus schliesst sie, dass er sich "in Zukunft durchaus auch in die Arbeitswelt zu integrieren" vermöge, "was die Gefahr einer erneuten Delinquenz zusätzlich bannen" werde (angefochtenes Urteil S. 23). Dem kann wiederum nicht gefolgt werden. Angesichts ihrer Feststellung, dass es dem Beschwerdegegner bis zum Erlass des vorinstanzlichen Urteils (und trotz drohender Landesverweisung) nach wie vor nicht gelungen ist, sich dauerhaft in der Arbeitswelt zu integrieren respektive diesbezüglich stabile Verhältnisse zu schaffen, ist nicht nachvollziehbar, woran sie diese aus ihrer Sicht "berechtigte Erwartung" knüpft. Umso weniger, als ein Versuch des Beschwerdegegners, sich im väterlichen Betrieb beruflich zu integrieren, schon einmal gescheitert ist und die Vorinstanz keine Feststellungen trifft, welche (zwischenzeitlich geänderten Umstände) den Schluss zulassen, dass und weshalb ein neuerlicher Versuch erfolgreich sein könnte. Solches ergibt sich nicht allein daraus, dass der Beschwerdegegner "an seiner Unpünktlichkeit" arbeitet, im Gegenteil: Die im Alter von über 20 Jahren offenbar nicht vorhandene Bereitschaft, sich pünktlich an einem Arbeitsplatz einzufinden, ist als negatives Vorzeichen für eine dauerhafte und damit stabilisierende berufliche Etablierung zu qualifizieren.