Citation: 6B_213/2019 E. B

Das Bezirksgericht Zürich sprach X.________ am 18. Januar 2017 der versuchten vorsätzlichen Tötung, begangen in Notwehrexzess, schuldig. Es verurteilte ihn unter Anrechnung der Untersuchungshaft von 3 Tagen zu einer Freiheitsstrafe von 4 3/4 Jahren. Gegen das Urteil des Bezirksgerichts erhoben X.________ sowie die Staatsanwaltschaft Berufung. Am 13. November 2018 verurteilte das Obergericht des Kantons Zürich X.________ wegen versuchter vorsätzlicher Tötung und bestrafte ihn mit einer Freiheitsstrafe von 5 1/2 Jahren, unter Anrechnung der Untersuchungshaft von 3 Tagen. Ferner stellte es fest, dass das Urteil des Bezirksgerichts teilweise in Rechtskraft erwachsen war. Das Obergericht hält zusammengefasst für erwiesen, dass X.________ den seit mindestens 12 Sekunden anfahrenden Zug gesehen hatte. In diesem Bewusstsein wehrte er zunächst den tätlichen Angriff von A.________ mit angemessenem Krafteinsatz kurz ab, machte aber sogleich einen Ausfallschritt in Richtung des fahrenden Zuges und stiess sie willentlich so heftig in dessen Richtung, dass sie stürzte und angesichts der ihr mit dem Stoss verabreichten Energie unaufhaltbar in Richtung des fahrenden Zuges schlitterte und seitlich mit diesem kollidierte. Dass sie dabei für einen kurzen Augenblick in Fahrtrichtung mitgeschleift wurde, vermochte die durch den Stoss herbeigeführte grosse Wahrscheinlichkeit, dass sie dabei zwischen den Perronrand und den fahrenden Zug gerate, nicht zu verkleinern. Als sie nicht mehr mitgeschleift wurde, fiel sie durch die grosse an ihr vorbeifahrende Lücke zwischen den Wagen der 1. und der 2. Klasse in den Gleisschacht.