Citation: 1A.208/2000 16.08.2000 E. A

A.- Am 16. September 1999 ersuchte die Generalstaatsanwaltschaft der Russischen Föderation die Schweiz um Rechtshilfe in gegen L.________ und andere Personen gerichteten Strafverfahren. Die Strafuntersuchung sei wegen Amtsmissbrauchs im Sinne von Art. 170 des russischen Strafgesetzbuchs (russ. StGB) eingeleitet worden und gegen L.________ sei eine Beschuldigung wegen Annahme von Bestechungsgeldern im Sinne von Art. 290 des russ. StGB erhoben worden. L.________ sei Inhaber der Firma X.________, die Haushaltskredite von der "Föderalen Lebensmittelgesellschaft beim Ministerium für Landwirtschaft und Lebensmittel der Russischen Föderation" (FPK) erhalten, aber dem Staat nicht zurückerstattet habe. Im Zeitraum zwischen 1995 und 1996 habe die Firma X.________ von der FPK etwa 70 Mrd. Rubel für die Herstellung und Lieferung von Weichbutter erhalten, ihre Vertragsverpflichtungen jedoch nicht erfüllt. Von April 1996 bis Februar 1997 sei L.________ stellvertretender Generaldirektor der FPK gewesen. L.________ habe den grössten Teil der erhaltenen Geldmittel von der Firma X.________ abgezweigt und über verschiedene Zwischenfirmen in Schweden und Zypern sich selbst zukommen lassen. In diesem Zusammenhang baten die russischen Behörden die Schweiz um verschiedene Erhebungen zu Konten von L.________ und Dritten bei der Bank Y.________ in Zürich. Mit Eintretens- und Zwischenverfügung vom 9. Dezember 1999 wies die Bezirksanwaltschaft IV für den Kanton Zürich die Bank Y.________ an, Unterlagen betreffend verschiedener Konten zu edieren. Nach Eingang der Bankunterlagen erliess sie am 25. Februar 2000 eine Schlussverfügung, in der sie dem Rechtshilfeersuchen unter Vorbehalt des Spezialitätsgrundsatzes entsprach. Sie ordnete die Herausgabe der Unterlagen von vier Konten an, wovon zwei auf L.________, eines auf die Z.________ Ltd. und eines auf R.________ lautete. Die Bezirksanwaltschaft qualifizierte die vorgeworfenen Handlungen als ungetreue Amtsführung, eventuell als Amtsmissbrauch oder Veruntreuung. Die vier betroffenen Konten stünden in offensichtlichem Zusammenhang mit dem Gegenstand der russischen Strafuntersuchung. Einen von L.________ gegen die Schlussverfügung erhobenen Rekurs wies das Obergericht (III. Strafkammer) des Kantons Zürich mit Beschluss vom 17. Mai 2000 ab, soweit er die Konten des Rekurrenten betraf, während es nicht auf ihn eintrat, soweit er das auf die Z.________ Ltd. lautende Konto betraf.