Citation: 6B_1359/2020 E. 2.4.4

2.4.4. Die Ausführungen der Vorinstanz sind nicht zu beanstanden. Entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführerin verkennt die Vorinstanz nicht, dass die Beschwerdeführerin B.________ teilweise aus Angst ihn zu verärgern, Geld gegeben hat. Jedoch erwägt sie überzeugend, die durch die Beschwerdeführerin geltend gemachte Androhung von Gewalt habe sich darauf bezogen, dass sie mit niemandem über die Sache sprechen dürfe. B.________ habe gemäss Angaben der Beschwerdeführerin gedroht, sie zu schlagen, weil er erfahren habe, dass sie mit einem seiner Kollegen über die Sache gesprochen habe. Diesen Sachverhalt hat die Staatsanwaltschaft denn auch zu Recht unter dem Aspekt der Drohung geprüft und das Verfahren aufgrund verspäteter Einreichung des Strafantrags eingestellt. Weder vor der Vorinstanz noch vor Bundesgericht vermag die Beschwerdeführerin darzulegen, inwiefern sich die Androhung von Gewalt ihr gegenüber auf weitere Geldübergaben bezogen haben soll. Es mag zutreffen, dass die behauptete und auf den Audio-Dateien enthaltene Drohung die Beschwerdeführerin dazu veranlasst hat, mit niemandem darüber zu sprechen. Inwiefern jedoch ein Zusammenhang zwischen der geltend gemachten Drohung und weiteren Geldübergaben bestehen soll, begründet die Beschwerdeführerin nicht. Aus zeitlicher Sicht ist zudem anzumerken, dass die Geldübergaben gemäss den vorinstanzlichen Ausführungen ca. zwischen Oktober 2017 und März 2018 stattgefunden haben sollen. Die Beschwerdeführerin bringt dabei nicht begründet vor, sie habe nach der angeblichen Drohung vom 18. März 2018 B.________ ein weiteres Mal Geld gegeben. Und überdies vermag die Beschwerdeführerin auch nicht begründet darzulegen, in welchem Zusammenhang die von ihr geltend gemachte Vergewaltigung und die Geldübergaben stehen sollen. Die Beschwerdeführerin belässt es grösstenteils dabei, ihrer Beschwerde die bereits vor der Vorinstanz vorgebrachten Argumente zugrunde zu legen, ohne sich dabei rechtsgenüglich mit der vorinstanzlichen Begründung auseinanderzusetzen. Die Ausschnitte aus den Befragungen, die aufzeigen, dass sie Angst vor B.________ gehabt habe, lassen die vorinstanzlichen Erwägungen nicht willkürlich erscheinen. Das Bundesgericht überprüft den vorinstanzlichen Sachverhalt nur auf Willkür. Dabei beschränkt sich die Prüfung darauf, zu beurteilen, ob die Vorinstanz willkürfrei von einem klaren Sachverhalt bzw. klarer Straflosigkeit ausgehen durfte (vgl. oben E. 2.3). Die Vorinstanz erwägt zu Recht, die Beschwerdeführerin habe nicht geltend gemacht, B.________ habe sie durch Gewalt oder Androhung ernstlicher Nachteile zu einem Verhalten bestimmt, wodurch sie sich am Vermögen schädigen könnte. Sie verletzt kein Bundesrecht, wenn sie zum Schluss kommt, der Tatbestand der Erpressung falle von vornherein ausser Betracht. Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen.