Citation: 2C_314/2018 E. 6.2

6.2. Mit dem Beschwerdeführer ist davon auszugehen, dass er zwar über einen längeren Zeitraum mehrfach straffällig geworden ist, indessen verübte er keinerlei Gewalt-, Sexual- oder qualifizierte Betäubungsmitteldelikte. Seine Taten sind als "lebensphasisch" im Rahmen einer "Adoleszentenkrise" bewertet worden. Das private Interesse des Beschwerdeführers an der Möglichkeit, im Land verbleiben zu können, überwiegt in dieser Situation das öffentlichen Interesse daran, dass er das Land verlässt und nach 15 Jahren Aufenthalt in der Schweiz in seine Heimat zurückkehrt. Soweit die Vorinstanz darauf hinweist, dass der Beschwerdeführer sozialhilferechtlich habe unterstützt werden müssen (Fr. 38'300.--), er Betreibungen angehäuft habe (Fr. 20'000.--) und für die Strafverfahren noch dem Kanton Zürich Geld schulde (Fr. 38'527.90), reicht dies nicht, um den Widerruf der Niederlassungsbewilligung zu rechtfertigen. Nur wenn der Beschwerdeführer in der Schweiz verbleiben und hier arbeiten kann, besteht die Möglichkeit, dass er die Schulden eines Tages zurückbezahlen wird.