Citation: I 267/05 06.10.2005 E. 1

Streitig und zu prüfen ist, ob das kantonale Gericht die Sache zu Recht zur weiteren Prüfung beruflicher Massnahmen in Form von Berufsberatung und Abklärung der beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten an die IV-Stelle zurückgewiesen hat. Da es um Massnahmen geht, die am 8. März 2004 zugesprochen wurden, sind im vorliegenden Verfahren das am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG) und die dazu ergangene Verordnung vom 11. September 2002 sowie die am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen Änderungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 21. März 2003 (4. IVG-Revision) und die entsprechende Verordnung vom 21. Mai 2003 in zeitlicher Hinsicht anwendbar. Nach Art. 7 Abs. 1 IVG (in der ab 1. Januar 2004 geltenden Fassung) ist die anspruchsberechtigte Person verpflichtet, die Durchführung aller Massnahmen, die zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich (Aufgabenbereich) getroffen werden, zu erleichtern. Kommt die anspruchsberechtigte Person ihrer Mitwirkungspflicht nicht nach, so können ihr die Leistungen, auch wenn es sich um eine Eingliederung in den Aufgabenbereich handelt, nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden. Art. 21 Abs. 4 ATSG hat folgenden Wortlaut: Entzieht oder widersetzt sich eine versicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu bei, so können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar. Art. 21. Abs. 4 ATSG stimmt inhaltlich weitgehend mit der Regelung von Art. 10 Abs. 2 IVG und Art. 31 IVG überein, welche bis 31. Dezember 2002 in Kraft standen. Die hiezu ergangene Rechtsprechung ist somit weiterhin zu beachten (SVR 2005 IV Nr. 30 S. 113).