Citation: 6B_20/2008 22.04.2008 E. 1

Der Beschwerdeführer rügt im Wesentlichen, die Vorinstanz habe sich bei der Beweisführung hauptsächlich auf die Aussagen eines Zeugen abgestützt, der mit ihm nicht rechtskonform konfrontiert worden sei. Mit der Konfrontationseinvernahme würden auch die früheren Aussagen des Zeugen grundsätzlich verwertbar. Dies setze allerdings voraus, dass der Angeschuldigte auf allfällige Widersprüche zu früheren, in seiner Abwesenheit gemachten Aussagen hinweisen konnte. Dazu sei er nur in der Lage, wenn ihm diese Aussagen bekannt waren. Er sei weder anwaltlich vertreten noch über das entsprechende Einsichtsrecht orientiert worden, weshalb die Strafverfolgungsbehörde ihre Fürsorgepflicht verletzt und damit ein wirksames Fragerecht und zuletzt ein faires Verhalten vereitelt habe. 1.1 Die Vorinstanz führt in ihrem Urteil aus, der Beschwerdeführer habe die Existenz einer früheren Befragung des Zeugen R.________ gekannt. Aufgrund der polizeilichen Befragung vom 23. August 2006 habe er gewusst, dass gegen ihn eine Anzeige erhoben worden war. Spätestens aber bei der Konfrontationseinvernahme vom 4. Oktober 2006, als der Zeuge aufgefordert worden sei, den Vorfall nochmals zu rekapitulieren, habe dem Beschwerdeführer bewusst werden müssen, dass der Zeuge bereits einmal Aussagen deponiert hatte und solche existierten. Grundsätzlich sei aber dem Verteidiger darin zu folgen, dass die Untersuchungsbehörde einen Angeklagten, der nicht anwaltlich vertreten ist, auf die Möglichkeit hinweisen muss, Einsicht in die Befragungsprotokolle zu verlangen, wenn er dies nicht selbst tue, weil er die Bedeutung von Konfrontationseinvernahmen verkenne. Zurückzuweisen sei indes der Standpunkt der Verteidigung, eine Konfrontationseinvernahme mit dem allgemeinen Hinweis als unverwertbar zu erklären, der Angeklagte habe damals von früheren Aussagen keine Kenntnisse gehabt, ohne konkret darzulegen, inwiefern diese Kenntnis eine neue Befragung notwendig gemacht hätte. Die Nichtigkeitsfolge von § 15 StPO/ZH sanktioniere nicht abstrakte, sondern effektive Rechtsverletzungen. Diese sei der Verteidiger jedoch zu begründen schuldig geblieben. Zusammenfassend sei nicht ersichtlich, dass der Beschwerdeführer in seinen Verteidigungsrechten beeinträchtigt gewesen wäre und dadurch einen Nachteil erlitten hätte, weshalb die Aussagen von R.________ verwertbar seien. 1.2 Der Beschwerdeführer wendet dagegen ein, der Anspruch auf rechtskonforme Konfrontation sei grundsätzlich absoluter Natur und bedürfe keiner weiteren Ausführungen darüber, inwieweit sich dieser Mangel zu seinem Nachteil ausgewirkt haben könnte. Die Vorinstanz weise im angefochtenen Entscheid darauf hin, dass die Aussagen des Zeugen R.________ klar, eindeutig, stimmig, überzeugend, detailreich, lebensnah und ohne Übertreibungen erfolgt seien, wogegen die Aussagen des zweiten Zeugen etwas weniger detailliert eingestuft, jedoch im Wesentlichen mit den Aussagen von R.________ übereinstimmen würden. Damit komme dessen belastenden Aussagen zumindest ausschlaggebende Bedeutung zu. Deshalb - und weil die ihm bei der Konfrontation zustehenden Rechte verweigert worden seien - dürfe auf die Aussagen nicht abgestellt werden.