Citation: 2C_10/2022 E. A

A.a. A.A.________ (geboren 1990), nordmazedonischer Staatsangehöriger, reiste 1994 im Alter von vier Jahren im Rahmen eines Familiennachzugs (Art. 105 Abs. 2 BGG) in die Schweiz ein und erhielt die Niederlassungsbewilligung. Am 14. Mai 2014 heiratete er die nordmazedonische Staatsangehörige D.________ (geboren 1993), welche mit der Heirat den Nachnamen ihres Ehegatten annahm. Am 21. Mai 2015 kam in der Schweiz der gemeinsame Sohn C.A.________ zur Welt. B.A.________ und C.A.________ hielten sich in der Folge regelmässig im Rahmen des bewilligungsfreien Touristenaufenthaltes in der Schweiz auf. A.b. Am 13. Juni 2014 stellte A.A.________ ein erstes Gesuch um Familiennachzug für seine Ehegattin. Dieses wurde mit Entscheid des Migrationsamtes des Kantons Thurgau (Migrationsamt) vom 17. August 2015 abgelehnt, im Wesentlichen mit der Begründung, bei Nachzug der Ehefrau und des Sohnes bestehe ein monatlicher Fehlbetrag von Fr. 803.25 und damit die Gefahr einer fortgesetzten Sozialhilfeabhängigkeit. Bei der Berechnung wurde das Einkommen von A.A.________ aufgrund seiner Tätigkeit bei einer sozialen Institution, seine IV-Rente und die zugesprochenen Ergänzungsleistungen berücksichtigt, nicht jedoch ein allfälliges, zukünftiges Einkommen seiner Ehefrau; ein diesbezüglich vorgelegter Arbeitsvertrag wurde als "Gefälligkeitsarbeitsvertrag" zurückgewiesen. A.c. Ein zweites Familiennachzugsgesuch für seine Ehefrau und seinen Sohn vom 7. Juli 2016 wurde rund 20 Monate später mit Entscheid des Migrationsamtes vom 23. Februar 2018 ebenfalls wegen ungenügender finanzieller Mittel bzw. eines Fehlbetrages von monatlich Fr. 1'122.-- abgewiesen. Diesbezüglich wurde die Bestätigung einer Metallbaufirma, B.A.________ anzustellen, sobald die Aufenthaltsbewilligung erteilt sei, vom Migrationsamt nicht berücksichtigt mit dem Argument, es müsse ein unterzeichneter Arbeitsvertrag vorgelegt werden. Ein Vorvertrag für Reinigungsarbeiten in einem anderen Betrieb wurde unter anderem mit dem Argument zurückgewiesen, da dieser Betrieb sich in der Nachbarschaft von A.A.________ befinde, bestehe der Verdacht eines Gefälligkeitsvertrages. Beide potentiellen Zusatzeinkommen der Ehefrau hätten den genannten Fehlbetrag mehr als wettgemacht. Einen gegen den genannten Entscheid des Migrationsamtes gerichteten Rekurs wies das Departement für Justiz und Sicherheit des Kantons Thurgau (Departement) mit Rekursentscheid vom 23. November 2018 ab.