Citation: 5A_288/2023 E. 2.3

2.3. Nach Darstellung des Beschwerdeführers hat er gegen die Pfändung fristgerecht bei der unteren Aufsichtsbehörde Beschwerde nach Art. 17 SchKG erhoben. Das Betreibungsamt habe am 22. November 2022 die Pfändungsurkunde mit eingeschriebener Post versandt, worauf ihm am folgenden Tag eine Abholungseinladung für die Sendung zugestellt wurde. Mit Einverständnis des Betreibungsamtes habe er die Verlängerung der postalischen Abholungsfrist um sieben Tage erhalten. Damit erweise sich seine am 22. Dezember 2022 eingereichte Beschwerde als rechtzeitig. Zudem fehle es an den Voraussetzungen einer Zustellungsfiktion nach Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO, da im vorliegenden Fall kein Prozessrechtsverhältnis bestanden habe. Indem die Vorinstanz den Nichteintretensentscheid der unteren Aufsichtsbehörde geschützt habe, verletzte sie den Grundsatz von Treu und Glauben.