Citation: 4P.127/2005 06.07.2005 E. A

R.M.________ (Beschwerdegegner) war seit dem 15. April 2002 als Plattenleger für die X.________ AG (Beschwerdeführerin) tätig. Am 21. Februar 2004 bescheinigte die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer in einem Zwischenzeugnis, die ihm gestellten Aufgaben zu ihrer und der Kundschaft vollen Zufriedenheit ausgeführt zu haben. Sowohl R.R.________, Verwaltungsratspräsident und Geschäftsführer der Beschwerdeführerin, wie auch dessen ebenfalls für die Beschwerdeführerin tätiger Sohn, C.R.________ sowie J.V.________, ein anderer Mitarbeiter der Beschwerdeführerin, bestätigten, dass sie mit dem Beschwerdegegner ein gutes Einvernehmen hatten. Am 26. Februar 2004 löste die Beschwerdeführerin das Arbeitsverhältnis mit dem Beschwerdegegner wegen der äusserst gespannten Lage im Baugewerbe auf, teilte ihm aber gleichzeitig mit, sie bedaure diesen Schritt, sehe aber leider keine andere Möglichkeit und hoffe, dass er baldmöglichst wieder Arbeit finde. Am 12. März 2004 wurde der Beschwerdegegner fristlos entlassen mit der Begründung: "Böswillige Sachbeschädigung von Firmeneigentum, aggressives Verhalten und bedrohliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern und Vorgesetzten, verbale Beleidigung gegenüber Mitarbeitern und Vorgesetzten." Die nach der Darstellung der Beschwerdeführerin für die fristlose Entlassung ausschlaggebende Auseinandersetzung geht auf einen Vorfall zurück, der sich am 9. März 2004 abspielte, als der Beschwerdegegner um 17 Uhr seinen Arbeitsplatz verliess und auf dem Firmenareal von C.R.________ absichtlich mit einem Lieferwagen angefahren wurde. C.R.________ wurde in der Folge wegen grober Verletzung von Verkehrsregeln zu sieben Tagen Gefängnis und Fr. 500.-- Busse unter Gewährung des bedingten Strafvollzugs bei einer Probezeit von 3 Jahren verurteilt. Nachdem C.R.________ den Beschwerdegegner mit dem Lieferwagen touchiert hatte, rastete dieser unbestrittenermassen aus, trat mit dem Fuss ein- oder zweimal gegen den Kotflügel des Lieferwagens und verursachte eine Delle. Dabei handelte der Beschwerdegegner, der auch verbal ausser sich geriet, nur fahrlässig. Am darauf folgenden Tag kam es um 17 Uhr im Aufenthaltsraum der Beschwerdeführerin zwischen dem Beschwerdegegner und C.R.________ erneut zu einer lautstarken Auseinandersetzung, wobei der Beschwerdegegner bei der Wortwahl nicht zimperlich war. Streitig wurde die Schlussabrechnung, weil die Beschwerdeführerin dem Beschwerdegegner den Lohn nur bis zum Vorabend der fristlosen Entlassung, das heisst bis zum 11. März 2004 bezahlen und hievon die Kosten der Reparatur des beschädigten Lieferwagens in der Höhe von Fr. 895.-- in Abzug bringen wollte.