Citation: 8C_755/2007 29.10.2008 E. 3

Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente und in diesem Zusammenhang die Frage der verbliebenen Arbeitsfähigkeit. 3.1 Nach Würdigung der medizinischen Akten ist die Vorinstanz insbesondere gestützt auf die rheumatologische und psychiatrische Begutachtung durch die Dres. med. S.________ und G.________ (Expertisen vom 4. und 17. Juli 2006) zum Schluss gelangt, dass die Versicherte trotz ihrer subjektiven Beeinträchtigung nicht in relevantem Umfang in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist. Die Beschwerdeführerin bemängelt im angefochtenen Entscheid eine offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts gestützt auf das rheumatologische Gutachten, da diese Expertise keine Ausführungen zur Thematik der Fibromyalgie und insbesondere keine Begründung enthalte, weshalb keine Fibromyalgie zu diagnostizieren sei, was angesichts der Diagnose des Hausarztes jedoch unumgänglich gewesen sei. Sie sieht die Aktenwidrigkeit darin, dass die Berichte des Hausarztes vom 27. Juni 2001 und vom 26. Dezember 2005 die Diagnose Fibromyalgie enthielten, das rheumatologische Gutachten diese Diagnose in der Anamnese zwar erwähne, aber keine Begründung enthalte, weshalb keine Fibromyalgie zu diagnostizieren sei und die Vorinstanz auf dieses Gutachten abstelle. Zudem werde nicht dargetan, weshalb kein Ausnahmefall im Sinne der Rechtsprechung (BGE 132 V 65 E. 4.2.2 S. 71 f.) vorliege. 3.2 Der Beschwerdeführerin ist zwar darin beizupflichten, dass im rheumatologischen Gutachten tatsächlich eine Auseinandersetzung mit dem Vorliegen der anderweitig diagnostizierten Fibromyalgie zu erwarten gewesen wäre. Indessen ist dies vorliegend nicht von Bedeutung. So hat die Vorinstanz das Vorliegen einer Fibromyalgie letztlich offengelassen und sich auf die Feststellung beschränkt, diese würde die Arbeitsfähigkeit nicht beeinträchtigen, da die weitern Faktoren nicht in ausreichendem Mass gegeben seien. Welche dies allerdings sachverhaltsmässig im Einzelnen sind, lässt sich dem angefochtenen Entscheid nicht konkret entnehmen, was es zu beanstanden gilt. Von einer Rückweisung zur Vervollständigung des Sachverhalts kann jedoch vorliegend abgesehen werden, da sich dieser aus den Akten, insbesondere dem rheumatologischen und dem psychiatrischen Gutachten ergibt (Art. 105 Abs. 2 BGG). Gestützt darauf ist zum einen offenkundig, dass es an einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere fehlt. Zudem sind entgegen der Beschwerdeführerin auch weitere Kriterien, welche die Annahme einer fibromyalgiebedingten Arbeitsunfähigkeit ausnahmsweise rechtfertigen könnten, nicht erfüllt. Insbesondere sind weder chronische körperliche Begleiterkrankungen noch eine fehlende Funktion der psychischen Konfliktbewältigung erstellt. Ein relevanter sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens, d.h. ein schwerwiegender, nahezu umfassender sozialer Rückzug mit gleichsam apathischem Verharren in sozialer Isolierung (BGE 130 V 352 E. 3.3.2 S. 358), ist ebenfalls nicht ausgewiesen, so kann dieser nicht allein in der Aufgabe der selbständigen Erwerbstätigkeit als Wirtin gesehen werden, selbst wenn sich ihr soziales Leben vorwiegend in der Gastwirtschaft abgespielt hat, wie geltend gemacht wird. Auch das Scheitern einer konsequent durchgeführten ambulanten oder stationären Behandlung trotz kooperativer Haltung ist aufgrund der medizinischen Akten nicht erstellt. Überdies ist zu erwähnen, dass das Spital X.________ die Fibromyalgie als derzeit (Februar 2007) wenig aktiv beschrieb. Von einer ergänzenden medizinischen Abklärung bei einer MEDAS, wie beantragt, sind in Bezug auf die weitern Kriterien keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf verzichtet wird (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162). Unter diesen Umständen lässt sich der von der Vorinstanz gezogene Schluss, dass die Arbeitsfähigkeit nicht relevant eingeschränkt ist, im Ergebnis nicht beanstanden. Die Einwendungen der Beschwerdeführerin vermögen daran nichts zu ändern. Sie sind nicht geeignet, die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen als mangelhaft im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG oder den angefochtenen Entscheid als bundesrechtswidrig (Art. 95 BGG) erscheinen zu lassen. Hinsichtlich der vom Gericht vorgenommenen Invaliditätsbemessung schliesslich wird mangels entsprechender Parteivorbringen auf die tatsächlich wie rechtlich korrekten Ausführungen im kantonalen Entscheid verwiesen.