Citation: 6B_460/2020 E. 6.3.2

6.3.2. 6.3.2.1. Gegenstand des Verfahrens bilden in diesem Teilkomplex die Geldzahlungen der Fürsorgekasse H.________ AG an die E.________ Holding AG und der BVG-Stiftung H.________ AG an die H.________ Immobilien AG von je Fr. 500'000.--. Dem Beschwerdeführer wird einerseits vorgeworfen, er habe als Präsident der Fürsorgekasse der H.________ AG im Zusammenwirken mit dem Mitangeklagten B.________ seine Vertrauensstellung dadurch missbraucht, dass er über die wirtschaftlich fremden Vermögenswerte zweck- und bestimmungswidrig verfügt habe, indem er der illiquiden E.________ Holding AG am 3. April 2006 Fr. 500'000.-- habe zukommen lassen. Die Vermögenswerte seien von den Beteiligten und den Gesellschaften, an denen sie wirtschaftlich berechtigt gewesen seien, zwischen dem 3. April und dem 13. April 2006 vollständig konsumiert worden. Weder die E.________ Holding AG noch die anderen begünstigten Personen seien in der Lage gewesen, den Betrag jederzeit zu ersetzen. Andererseits hätten der Beschwerdeführer und der Mitangeklagte B.________ als einzelzeichnungsberechtigter Präsident bzw. einzelzeichnungsberechtigtes Mitglied des Stiftungsrates der BVG-Stiftung H.________ AG am 1. Mai 2006 einen Betrag von Fr. 500'000.-- unrechtmässig entzogen, indem sie beide dem Schein nach mit der H.________ Immobilien AG einen Anlagevertrag abgeschlossen hätten, in Tat und Wahrheit dieser Gesellschaft jedoch ein Darlehen über diesen Betrag gewährt hätten. Der Zweck der Geldhingabe habe allein darin bestanden, die als Darlehen gebuchten Beträge zu entnehmen, um sich und Dritte zu bereichern (angefochtenes Urteil S. 207 f.; erstinstanzliches Urteil S. 368 ff. [Anklageschrift]). 6.3.2.2. Die Vorinstanz stellt in Bezug auf den Anlagevertrag der Fürsorgestiftung H.________ AG in tatsächlicher Hinsicht fest, der Beschwerdeführer und der Mitangeklagte B.________ hätten, nachdem sie kaum zwei Wochen als Stiftungsräte im Amt gewesen seien, Wertschriften aus einem Anlagefonds der Bank Q.________ AG in Höhe von Fr. 515'576.85 aufgelöst. Die Bank Q.________ AG habe der Fürsorgekasse H.________ AG per 31. März 2006 den Betrag von Fr. 544'943.-- gutgeschrieben. Davon habe diese am 3. April 2006 einen Betrag von Fr. 500'000.-- an die E.________ Holding AG überwiesen. Grundlage habe gemäss Anlagevertrag vom 31. März 2006 der Verkauf von Aktien der R.________ AG (nachfolgend: R.________ AG) zu einem Mindestpreis von Fr. 500'000.-- durch die E.________ Holding AG an die Fürsorgekasse gebildet. Eine Lieferung der Aktien sei indes nie erfolgt. Diese hätten auch gar nicht im Eigentum der E.________ Holding AG gestanden. Der geltend gemachte Verrechnungsanspruch aufgrund des Verkaufs der Marke "H.________" an die H.________ AG habe aufgrund der Nichtigkeit des Vertrages nicht Grundlage für die Überführung der R.________-Aktien in den Bestand der E.________ Holding AG bilden können (angefochtenes Urteil S. 212 f.). In Bezug auf die BVG-Stiftung H.________ AG stellt die Vorinstanz fest, die Stiftung habe am 1. Mai 2006 mit der H.________ Immobilien AG eine als Anlagevertrag bezeichnete Vereinbarung über eine Geldzahlung der Stiftung von Fr. 500'000.-- an die H.________ Immobilien AG getroffen. Der Zahlung sei dabei der Charakter eines Darlehens zugekommen. Dieses sei auf 15 Jahre gewährt worden und mit einem Inhaberschuldbrief, lastend auf dem Grundstück z GB U.________ gesichert gewesen. Damit sei dieses Darlehen der BVG-Stiftung H.________ AG mit demselben Grundstück abgesichert worden, welches am 28. April 2006 von ebendieser Stiftung zu einem Preis von Fr. 2 Mio. an die H.________ Immobilien AG verkauft worden sei. Die Sicherung sei indes erst einige Wochen nach Vertragsschluss erfolgt.⁠ Zu diesem Zeitpunkt hätten auf dem Grundstück z GB U.________, bereits vorgehende Grundpfandrechte von Fr. 2 Mio. gelastet. Das Darlehen sei umgehend an die E.________ Holding AG weitergeleitet und von dort bis am 20. Juni 2006 und damit noch vor der Darlehensabsicherung vom Beschwerdeführer und dem Mitangeklagten B.________ vollständig verbraucht worden (angefochtenes Urteil S. 214 f.; vgl. auch erstinstanzliches Urteil S. 384).