Citation: 4C.351/2000 20.07.2001 E. 5

5.-a) Bezüglich des von der Klägerin als Schaden angeführten Aufwandes für Material und Leistungen Dritter erwog die Vorinstanz, die Klägerin verweise auf die Anleitung II und Ordner 4, wo sich die dazugehörigen Details finden liessen. Unter Hinweis auf § 113 ZPO/ZH hielt das Handelsgericht sodann fest, Behauptungen seien bestimmt und vollständig in der Rechtsschrift selber aufzustellen und der Verweis auf umfangreiche und unübersichtliche Beilagen genüge nicht. Es sei nicht Sache des Gerichts oder der Gegenpartei, die Behauptungen in den Beilagen der Klägerin zusammenzusuchen, zumal es in casu auch an der Aussagekraft der genannten Beilagen fehle. Es erübrige sich daher von vornherein, die in der Anleitung II enthaltenen Positionen einer näheren Prüfung zu unterziehen. Die Klägerin hält unter Hinweis auf die Replik sowie die eingereichten, umfangreichen Belege dafür, dass die zu beweisenden Tatsachen klar bezeichnet und entsprechende Beweismittel eingelegt worden seien. Zudem dürfe die Substanziierungslast nicht dazu führen, dass Rechtsschriften zu einer endlosen Aufzählung von letztlich nichtssagenden Daten verkommen. b) Das Handelsgericht fasst in seinen Erwägungen gerade die von der Klägerin zur Begründung ihrer Rüge angeführte Stelle der Replik zusammen. Inwiefern es diese Aktenstelle nicht in ihrer wahren Gestalt wahrgenommen haben soll, ist weder dargetan noch ersichtlich. Ein offensichtliches Versehen der Vorinstanz ist daher ausgeschlossen (vgl. oben E. 4a/ee). Dem Bundesgericht ist zudem im Berufungsverfahren verwehrt, die Auslegung der prozessrechtlichen Erklärungen der Parteien durch das Sachgericht oder die Anwendung der die Sammlung des Prozessstoffes regelnden Bestimmungen des kantonalen Zivilprozessrechts zu überprüfen (oben E. 2 und 3c). Damit bleibt nur die von der Klägerin zumindest sinngemäss erhobene Rüge, durch das Erfordernis, dass die Behauptungen in der Rechtsschrift selbst zu substanziieren sind, werde die Anwendung des Bundesrechts vereitelt. Auch dieser Einwand vermag indessen nicht zu überzeugen. Vielmehr kann gerade dadurch in Verfahren mit umfangreichen Akten eine sinnvolle Eingrenzung des Prozessstoffes erreicht werden. Erweist sich damit die von der Klägerin erhobene Rüge als unbegründet, soweit darauf überhaupt eingetreten werden kann, ist auf die Eventualbegründung der Vorinstanz im Zusammenhang mit dem Materialaufwand und den Leistungen Dritter und die dagegen gerichteten Vorbringen der Klägerin nicht weiter einzugehen.