Citation: U 318/06 26.07.2007 E. 3

3.1 Nach ihrem Unfall vom 4. Januar 2001 konnte die Beschwerdeführerin ihre Arbeitstätigkeit bereits am 19. Januar 2001 wieder aufnehmen und am 5. April 2001 erklärte sie der SUVA gegenüber auf deren Anfrage hin ausdrücklich, die ärztliche Behandlung im Zusammenhang mit dem als Unfall anerkannten Ereignis vom 4. Januar 2001 sei abgeschlossen. Dr. med. K.________ weist nachträglich zwar darauf hin, dass sich seine Patientin während des ganzen Frühjahrs und Sommers hinweg permanent über leichte Kopfschmerzen beklagt habe. Auswirkungen auf das erwerbliche Leistungsvermögen ergaben sich daraus indessen offensichtlich nicht. 3.2 Erst nach dem am 27. August 2001 aufgetretenen akuten Drehschwindel, welcher vom Hausarzt Dr. med. K.________ wie auch von Frau Dr. med. P.________, Spezialärztin FMH für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, zunächst noch als Lagerungsschwindel interpretiert worden war, musste die Beschwerdeführerin ihre Erwerbstätigkeit endgültig aufgeben und auf den 1. November 2003 hin wurde sie aus medizinischen Gründen vorzeitig pensioniert. Weil es für den plötzlich aufgetretenen Schwindelanfall vom 27. August 2001 vorerst keine plausible Erklärung gab, wurden auf Grund der Rückfallmeldung vom 4. September 2001 Abklärungen in die Wege geleitet, welche trotz des dazwischen liegenden, weitgehend beschwerdefreien Intervalls über einen allfälligen Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 4. Januar 2001 hätten Aufschluss geben sollen. Für das im wesentlichen Nacken- und Kopfschmerzen, weitere Schwindelanfälle, Gehör- und Sehstörungen sowie zeitweilige Parästhesien linksseitig beinhaltende Beschwerdebild konnten indessen keine als Ursache in Frage kommende organische Befunde erhoben werden, welche einen natürlichen Kausalzusammenhang mit dem - von seinem äusseren Geschehensablauf her nicht besonders gravierenden - Unfallereignis vom 4. Januar 2001 mit hinreichender Gewissheit zu belegen vermocht hätten. Da es um die Prüfung eines Rückfalles oder einer Spätfolge im Sinne von Art. 11 UVV geht, muss ein solcher Zusammenhang als Voraussetzung für eine weitere Leistungspflicht des Unfallversicherers als mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt gelten können, wobei sich das Misslingen eines entsprechenden Nachweises, wie die Vorinstanz, auf deren Erwägungen insoweit verwiesen wird, richtig festgestellt hat, zum Nachteil der Beschwerdeführerin auswirkt, welche weitere Leistungen verlangt (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b; vgl. auch BGE 118 V 293 E. 2c S. 296 f.). 3.3 Die auf Veranlassung des Hausarztes Dr. med. K.________ und später auch weiterer involvierter Ärzte durchgeführten spezialärztlichen Untersuchungen unter anderem auch mittels bildgebender Methoden förderten eine unklare Signalveränderung im Rückenmark zu Tage, welche schliesslich zur Diagnose einer multiplen Sklerose mit schubförmigem Verlauf führte. Diese medizinische Erkenntnis legt einen massgeblichen Einfluss dieses krankhaften Zustandes auf die bei der Beschwerdeführerin aufgetretene, anderweitig kaum erklärbare Symptomatik nahe. Entgegen der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde offenbar vertretenen Ansicht kann es bei der Beurteilung einer allfälligen weiteren Leistungspflicht des Unfallversicherers jedoch nicht darum gehen, eine unfallfremde Ursache wie ein krankhaftes Geschehen nachzuweisen. Es stellt sich - wie in vorstehender Erwägung 3.2 dargelegt - einzig und allein die Frage, ob ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen den vorhandenen Beschwerden und dem Unfall vom 4. Januar 2001 als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten ist. Nach eingehender und überzeugender Würdigung der medizinischen Unterlagen hat die Vorinstanz dies verneint. Ohne - wie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt - weitere Abklärungen anzuordnen, kann dem kantonalen Gericht auf Grund der gut dokumentierten Aktenlage darin beigepflichtet werden, dass angesichts der fehlenden Objektivierbarkeit unfallspezifischer Verletzungen, der zeitlichen Distanz des Schwindelanfalles vom 27. August 2001 zum Ereignis vom 4. Januar 2001, der vergleichsweise milden Unfalldynamik und des raschen Abschlusses der initialen ärztlichen Behandlung die Wahrscheinlichkeit einer ursächlichen Bedeutung des Unfalles vom 4. Januar 2001 für die erst in der zweiten Jahreshälfte 2001 in Erscheinung getretene gesundheitliche Problematik gering ist. Schliesslich lässt auch die gestellte Diagnose einer multiplen Sklerose im Hinblick auf das Erscheinungsbild und den Verlauf dieser Krankheit für die Möglichkeit, die Beschwerden auf den eher unspektakulären Unfall vom 4. Januar 2001 zurückzuführen, kaum mehr Raum. Die vorinstanzlich bestätigte Verneinung einer weiteren Leistungspflicht der SUVA ist daher nicht zu beanstanden. 3.4 Daran ändern sämtliche Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, mit welchen sich im Übrigen bereits die Vorinstanz grösstenteils auseinander gesetzt hat, nichts. Dass nach Ansicht von Frau Dr. med. H.________ - nunmehr Belegärztin an der Klinik N.________ in R.________ - in einem mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereichten Schreiben vom 19. Juni 2006 an den Vertreter der Beschwerdeführerin gewisse Beschwerden wie etwa ein chronifiziertes cervicocephales und cervicovertebrales Syndrom sowie ein Thorakovertebralsyndrom, allenfalls tatsächlich kaum auf die diagnostizierte multiple Sklerose zurückgeführt werden können, besagt umgekehrt jedenfalls nicht, dass sie vom Unfallereignis vom 4. Januar 2001 herrührten. Auffallend ist, dass Frau Dr. med. H.________ von "explizit mechanischen Dysfunktionen der HWS und der BWS im Jahr 2000 und 2002 und 2003" spricht. Da sich der Unfall der Beschwerdeführerin erst im Jahr 2001 ereignete, stellt sich doch die Frage, ob die aktuell geklagten Leiden - in ihrer Gesamtheit oder zumindest teilweise - nicht schon vorher bestanden. Diesem Aspekt braucht jedoch nicht weiter nachgegangen zu werden, weil er zur Klärung der einzig interessierenden Frage nach der überwiegenden Wahrscheinlichkeit eines Kausalzusammenhangs nichts beiträgt. Auch wenn die genannten Beschwerden erst nach dem Unfall vom 4. Januar 2001 aufgetreten sind, kann nicht als mit dem erforderlichen Beweisgrad erstellt gelten, dass sie gerade wegen dieses Ereignisses entstanden sind. Wenn Frau Dr. med. H.________ wie auch Frau Dr. med. P.________ übereinstimmend festhalten, paroxysmale Lagerungsschwindel könnten trotz einer Latenz eines halben Jahres noch posttraumatisch interpretiert werden, so wird damit bloss eine Möglichkeit angesprochen, nicht aber eine überwiegende Wahrscheinlichkeit dargetan. Schliesslich kann auch aus der in einem Bericht des Spitals Y.________ vom 11. April 2003 attestierten Arbeitsunfähigkeit nicht auf eine Unfallkausalität der diese bewirkenden Leiden geschlossen werden.