Citation: 2C_611/2013 E. 3.3

3.3. Bei Berücksichtigung der seit 2009 eher positiven Entwicklung des Beschwerdeführers, seiner fortwährenden Anstrengungen, ein drogenfreies Leben zu führen, des Umstandes, dass er schon sehr lange hier lebt, und angesichts der besonderen Bedeutung der Vater-Kind-Beziehung nach dem Tod der Mutter sowie des Alters des Kindes erweist sich der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers als unverhältnismässig, zumal diese Massnahme wohl den Entzug der Obhut für seinen Sohn und den Abbruch der familiären Beziehung, wie sie heute gelebt wird, zur Folge hätte. Es trifft zwar zu, dass der Beschwerdeführer bereits im Jahre 2008 erstmals fremdenpolizeilich verwarnt wurde und es in der Regel zu den angedrohten Folgen kommt, wenn die ausländische Person ihr Verhalten nicht entsprechend ändert. Unter den vorliegenden Umständen rechtfertigt es sich jedoch, an Stelle des Widerrufs der Niederlassungsbewilligung ausnahmsweise eine erneute Verwarnung auszusprechen. Damit erübrigt es sich, auf die Voraussetzungen für eine aufenthaltsbeendende Massnahme gemäss Art. 5 Anhang I FZA i.V.m. Art. 3 der Richtlinie 64/221/EWG einzugehen. Sollte der Beschwerdeführer die ihm eingeräumte Chance auf fortwährende Anwesenheit indessen nicht zu nutzen wissen und wiederum straffällig werden, ist ein späterer Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung im Rahmen einer neuen Interessenabwägung unter Berücksichtigung der Verurteilung aus dem Jahr 2010 nicht ausgeschlossen.