Citation: 5A_391/2022 E. 3.3.6

3.3.6. Nach alledem reduzieren sich die Ausführungen in der Beschwerde auf die blosse Gegenbehauptung, dass ein ausländischer (Schieds-) Entscheid ohne inzidente Anerkennung im Streit um den Bestand der Arrestforderung (Art. 272 Abs. 1 Ziff. 1 SchKG) auch als blosses Beweismittel nicht zuzulassen sei. Allein damit ist eine Willkürrüge indes nicht zu begründen. Es bleibt somit bei der vorinstanzlichen Erkenntnis, dass der Schiedsentscheid des LCIA vom 7. Juni 2021 ohne weiteres als geeignet erscheint, die zunächst glaubhaft gemachten Arrestforderungen, die gerade Gegenstand des Schiedsentscheids bilden, als nicht mehr glaubhaft gemacht erscheinen zu lassen. Nachdem das Obergericht die Arresteinsprache bereits gestützt auf diese Erkenntnis gutheisst, braucht sich das Bundesgericht nicht zu den übrigen Beanstandungen zu äussern, mit denen die Beschwerdeführerin auch die weiteren vorinstanzlichen Erwägungen im angefochtenen Entscheid zu Fall bringen will. Der angefochtene Entscheid beruht auf mehreren (Eventual-) Begründungen, die je für sich den Rechtsstreit vor der Vorinstanz hätten beenden können (s. E. 3.1). Erweist sich - wie hier - auch nur eine der vorinstanzlichen Begründungen als bundesrechtskonform, so ist es der angefochtene Entscheid selbst (BGE 142 III 364 E. 2.4; 133 III 221 E. 7; 130 III 321 E. 6). Dies gilt auch für die Gehörsrüge, mit der sich die Beschwerdeführerin darüber beklagt, dass sich das Obergericht nicht zu weiteren Rügen äussere, weil seiner Ansicht nach die Anerkennungsvoraussetzungen und -verweigerungsgründe ohnehin nicht zu prüfen waren (s. E. 3.2 a.E.). Gewiss verlangt der in Art. 29 Abs. 2 BV verankerte Gehörsanspruch, dass die Behörde die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen tatsächlich hört, prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Die daraus folgende behördliche Begründungspflicht verschafft dem Betroffenen indes keinen Anspruch darauf, dass die Behörde das Ergebnis ihres Entscheides, das im Urteilsspruch zum Ausdruck kommt und das allein die Rechtsstellung der betroffenen Person berührt, mit mehreren Begründungen untermauert und sich mit Rügen befasst, die den Ausgang des Verfahrens nicht (mehr) beeinflussen (vgl. zum Ganzen BGE 145 III 324 E. 6.1; 134 I 83 E. 4.1; 133 III 439 E. 3.3).