Citation: 2C_212/2023 E. A

A.a. A.________ (geb. 1979) ist türkischer Staatsangehöriger. Am 17. Februar 1995 reiste er im Rahmen des elterlichen Familiennachzugs im Alter von 15 Jahren in die Schweiz ein, woraufhin ihm die Migrationsbehörde des Kantons Solothurn (heute: Migrationsamt) am 20. März 1995 eine Niederlassungsbewilligung erteilte. Am 31. Dezember 1998 verheiratete sich A.________ in der Türkei mit der Landsfrau B.________ (geb. 1979). Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor (geb. 2000, 2004 und 2013), die über Niederlassungsbewilligungen verfügen. Die Ehegatten trennten sich am 31. Dezember 2014. Am 26. August 2017 wurde die Ehe geschieden. A.b. A.________ wurde in den Jahren 2002 bis 2007 sowie im Jahr 2012 mit Sozialhilfe von insgesamt Fr. 108'756.-- unterstützt. Zudem hat er Schulden angehäuft: Im Januar 2010 lagen Schulden in der Höhe von Fr. 115'376.35 vor. Am 16. Mai 2017 war er mit Schulden in der Höhe von Fr. 219'471.35 im Register des Betreibungsamtes Region Solothurn verzeichnet. Am 7. August 2021 waren drei Betreibungen in der Höhe von Fr. 8'902.45 sowie 153 Verlustscheine im Umfang von Fr. 333'506.95 verzeichnet. Am 27. Januar 2022 bestanden acht Betreibungen (davon zwei mit Pfändung) in der Höhe von Fr. 15'286.05 sowie 153 Verlustscheine von insgesamt Fr. 334'003.85. Am 21. Dezember 2022 waren drei offene Betreibungen über Fr. 3'812.02 (davon eine mit Pfändung) und 162 Verlustscheine über den Betrag von Fr. 348'962.25 verzeichnet. A.c. Ausserdem trat A.________ im Zeitraum zwischen 2000 und 2021 wiederholt strafrechtlich in Erscheinung, was zu über 20 Verurteilungen führte. Davon ergingen 18 Urteile bis Ende 2010. Die meisten Verurteilungen betreffen Widerhandlungen gegen das SVG. Die höchsten Strafen wurden dem Beschwerdeführer wegen folgender Delikte auferlegt: Fahren in fahrunfähigem Zustand (160 Tagessätze; 2021); Gewalt und Drohung gegen Beamte, mehrfaches Fahren in fahrunfähigem Zustand, Fahren trotz Entzugs des Führerscheins (140 Tagessätze; 2017), Nichtbeherrschen des Fahrzeugs infolge nicht angepasster Geschwindigkeit, pflichtwidriges Verhalten bei Unfall, versuchte Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit, Fahren in fahrunfähigem Zustand und mehrfaches Führen eines Motorfahrzeugs trotz Führerausweisentzugs (Freiheitsstrafe von 4 Monaten; 2010) sowie Fahren in fahrunfähigem Zustand, Verletzung der Verkehrsregeln, pflichtwidriges Verhalten bei Unfall und Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit (120 Tagessätze, 2008). A.d. Mit Schreiben vom 6. Oktober 2000, 4. September 2002 sowie 24. März 2003 ermahnte die Migrationsbehörde A.________ wegen seiner Straffälligkeit und machte ihn darauf aufmerksam, dass Ausländerinnen und Ausländer aufgrund strafbarer Handlungen aus der Schweiz weggewiesen werden können. Mit Verfügung vom 7. März 2006 verwarnte ihn die Migrationsbehörde wegen Straffälligkeit und Sozialhilfebezugs. Mit Verfügung vom 1. Februar 2011 wurde er aufgrund seines Verhaltens erneut verwarnt und ihm wurde die Wegweisung aus der Schweiz angedroht. Er wurde angehalten, keine weiteren Schulden anzuhäufen und nicht mehr straffällig zu werden. Mit Schreiben des Migrationsamtes des Kantons Solothurn vom 12. Juni 2017 wurde er unter Verweis auf die bisher ausgesprochenen Verwarnungen abermals ausdrücklich und im Sinne einer letzten Chance auf die ausländerrechtlichen Konsequenzen seines Verhaltens hingewiesen. Die Kontrollfrist der Niederlassungsbewilligung von A.________ wurde letztmals am 2. Juli 2014 bis am 30. Juni 2019 verlängert. Am 10. Mai 2019 ersuchte er um erneute Verlängerung der Kontrollfrist.