Citation: 9C_77/2009 26.08.2009 E. 2

2.1 Die Vorinstanz hat Art. 10 Ziff. 1 des Abkommens zwischen der Schweiz und der Republik Türkei über soziale Sicherheit vom 1. Mai 1969 (SR 0.831.109.763.1), wonach türkische Staatsangehörige unter den gleichen Voraussetzungen wie Schweizerbürger Anspruch auf ordentliche Renten und Hilflosenentschädigungen der schweizerischen Invalidenversicherung haben, richtig wiedergegeben. Sodann erwähnte das kantonale Gericht die Bestimmungen über den Begriff der Invalidität (Art. 4 Abs. 1 IVG in der bis zum 31. Dezember 2007 geltenden Fassung). Darauf kann verwiesen werden. Zu ergänzen ist, dass Volljährige, die vor der Beeinträchtigung ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit nicht erwerbstätig waren und denen eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, als invalid gelten, wenn eine Unmöglichkeit vorliegt, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 8 Abs. 3 ATSG). Gemäss Art. 28 Abs. 2bis IVG (in der bis zum 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung) wird bei nicht erwerbstätigen Versicherten, welche im Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Artikel 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie behindert sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen. 2.2 In beweisrechtlicher Hinsicht ist zu ergänzen, dass die konkrete Beweiswürdigung eine Tatfrage darstellt, wogegen die Beachtung des Untersuchungsgrundsatzes und der Beweiswürdigungsregeln nach Art. 61 lit. c ATSG Rechtsfrage ist (BGE 132 V 393 E. 3.2 und 4 S. 397 ff.; Urteil 9C_270/2008 vom 12. August 2008 E. 2.2). In diesem Sinn verpflichtet die freie Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c in fine ATSG) das Gericht, die Beweise - ohne Bindung an förmliche Regeln - umfassend, pflichtgemäss und objektiv zu würdigen, insbesondere die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352). Gemäss Rechtsprechung ist der Status einer gesundheitlich beeinträchtigten versicherten Person als Erwerbstätige, Teilerwerbstätige oder im Haushalt Beschäftigte mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse, zu beantworten (BGE 130 V 393 E. 3.3 S. 396, 125 V 146 E. 2c S. 150 mit Hinweisen). Dabei handelt es sich um eine Tatfrage (Urteil 8C_514/2007 vom 13. Dezember 2007 E. 4.1, Urteil 8C_169/2008 vom 8. August 2008 E. 3.1), welche das Bundesgericht nur in den in Art. 105 Abs. 2 BGG genannten Schranken überprüft (E. 1 hievor). Sodann ist eine vom Bundesgericht frei überprüfbare Rechtsfrage, ob im konkreten Fall die zutreffende Invaliditätsbemessungsmethode angewendet worden ist (BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399; Urteil 9C_799/2008 vom 27. Mai 2009 E. 3.2).