Citation: I 510/06 26.01.2007 E. 4

Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Invalidenrente hat. 4.1 Der Versicherte wurde am 14. Januar 2004 wegen zunehmenden Schmerzen im Unterbauch im Bezirksspital Y.________ untersucht. Diagnostiziert wurden unklare Unterbauchschmerzen links (differenzialdiagnostisch: Divertikulitis, Nephrolithiasis), 2-Etagen tiefe Venenthrombose im November 2003, Diabetes mellitus II seit rund einem Jahr, peptischer Ulcus im August 2002 und unklare Herzschmerzen (differenzialdiagnostisch: Koronare Herzkrankheit). Dr. med. S.________, bei welchem der Versicherte seit Mitte Dezember 2003 in Behandlung stand, erwähnte im Bericht vom 7. November 2004 zusätzlich auch eine Depression. Vom 1. November 2003 bis 31. März 2004 attestierte er dem Versicherten in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %, vom 1. April bis 31. Mai 2004 eine solche von 50 % und ab dem 1. Juni 2004 bis auf Weiteres aus psychischen Gründen wiederum eine solche von 100 %. Den Gesundheitszustand bezeichnete er als stationär. Ob die Arbeitsunfähigkeit durch medizinische Massnahmen verbessert werden könne, müsse von einem Psychiater beantwortet werden. Die bisherige Tätigkeit als Wirt sei nur noch im Umfang von vier Stunden pro Tag möglich. Zur Arbeitsfähigkeit in einer anderen Tätigkeit äusserte sich der behandelnde Arzt nicht. 4.2 Aufgrund der medizinischen Unterlagen ist anzunehmen, dass die somatischen Beschwerden keine anhaltende erhebliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit zu begründen vermögen. Der Versicherte leidet entweder an vorübergehenden Beschwerden (tiefe Venenthrombose, peptischer Ulcus) oder an solchen, die die Arbeitsfähigkeit nicht wesentlich zu beeinflussen vermögen (Diabetes mellitus II), zumal sich keine Hinweise für einen bleibenden Folgeschaden finden lassen. Die geklagten Unterbauch- und Herzschmerzen sind unklar und medizinisch nicht weiter erhärtet, wobei eine koronare Herzkrankheit lediglich differenzialdiagnostisch festgehalten wurde. Offenbar gaben sie zu keinen zusätzlichen Abklärungen Anlass. Die Arbeitsunfähigkeit von 100 % in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit attestierte der Hausarzt denn auch aus psychischen Gründen. Es ist daher mit der erforderlichen überwiegenden Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass der Beschwerdeführer aus somatischer Sicht, wenn nicht in der bisherigen Tätigkeit als selbstständiger Wirt, so doch in einer angepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig wäre.