Citation: 6B_1073/2022 E. 3.4.2

3.4.2. Die Vorinstanz erwägt, dass der Beschwerdeführer nach dem Überfall die Sanität kontaktiert habe, entlaste ihn nicht vom Vorwurf, den Tod des Opfers in Kauf genommen zu haben: Aufgrund der durch ihn verursachten Verletzungen und der Verschnürung des Opfers habe er damit rechnen müssen, dass dieses jederzeit hätte sterben können. Der Beschwerdeführer habe nicht unmittelbar die örtliche Sanität alarmiert. Vielmehr habe er die Rettungskräfte aus W.________ angerufen und damit entgegen seiner Verteidigung nicht sofort Hilfe gesucht. Weiter belege die Wiedergabe des aufgezeichneten Anrufs, dass der Anrufer die Rettungskräfte nicht direkt zum Opfer dirigiert habe: So habe er zwar die Adresse des Opfers genannt, nicht jedoch dessen genauen Standort - im Gegenteil: Auf Nachfrage, ob sich die verletzte Person, bei der fraglichen Adresse auf der Strasse befinde, habe der Beschwerdeführer geantwortet "in the sea" und nicht etwa "in the house". Dies habe prompt dazu geführt, dass die Sanität dies so verstand habe, es sei eine Person ins nahe Wasser gefallen und zuerst das nahe Seeufer und erst anschliessend die Umgebung des Hauses abgesucht habe, das Haus selber jedoch nicht betreten habe (Urteil S. 15 f. E. 3.5).