Citation: 5A_677/2024 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, weder die berufliche noch die gesundheitliche Situation der Beschwerdegegnerin begründeten - entgegen deren Vorbringen -einen höheren Nutzen an der ehelichen Liegenschaft und die finanziellen Verhältnisse seien vorliegend nicht relevant. Da sich aus diesen Überlegungen kein klares Resultat in Bezug auf die Zuweisung des ehelichen Einfamilienhauses ergebe, sei danach zu fragen, welchem Ehegatten der Auszug aus der bisher gemeinsamen Liegenschaft eher zumutbar sei. In diesem Zusammenhang sei festzuhalten, dass der Beschwerdeführer ausgezogen sei und bereits über eine Mietwohnung verfüge. Zwar habe er die Möglichkeit, diese zu kündigen und habe sein Auszug aus der Liegenschaft keinen präjudiziellen Charakter in dem Sinn, dass er längerfristig nicht mehr in die eheliche Liegenschaft zurückkehren könne. Für die Dauer der Trennung sei allerdings der Umstand, dass der Beschwerdeführer sich eine eigene Wohnung gemietet habe, dahingehend zu würdigen, dass es ihm eher zumutbar sei, die eheliche Liegenschaft (zumindest vorübergehend) zu verlassen. Schliesslich sei darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdegegnerin im erstinstanzlichen Verfahren glaubhaft geltend gemacht habe, sich um den Garten des Einfamilienhauses gekümmert zu haben, weshalb auch gewisse affektive Gründe für die Zuweisung der ehelichen Liegenschaft an sie sprechen würden. Daraus ergebe sich, dass vorliegend zwar nur wenige, aber immerhin gewisse Interessen eher für eine Zusprechung des ehelichen Einfamilienhauses an die Beschwerdegegnerin sprächen.