Citation: C 351/99 03.05.2000 E. 3

3.- a) In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde widerruft die Beschwerdeführerin ihre Erklärung vom 5. und 16. März 1998, ausser an Wochenenden auch an den übrigen Tagen der Woche arbeiten zu wollen. Der Beamte des Arbeitsamtes habe sie zu dieser Angabe "förmlich gedrängt". Sie habe zwei Kinder, für welche sie verantwortlich sei, und es interes- siere den Staat ansonsten auch nicht, wie sie diese Auf- sichtspflicht wahrnehme. Damit bringt die Versicherte zum Ausdruck, dass für sie eine Fremdbetreuung ihrer beiden Kinder während der üblichen Arbeitszeiten nicht in Betracht fiel und sich ihre Bereitschaft, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, auf Samstage und Sonntage beschränkte, wie schon ihrem Antrag auf Arbeitslosenentschädigung vom 1. De- zember 1997 zu entnehmen ist. Bei dieser Sachlage kann of- fen bleiben, wie es sich verhalten hätte, wenn die Ver- sicherte tatsächlich willens gewesen wäre, von Montag bis Freitag während einzelner Stunden einer ausserhäuslichen Beschäftigung nachzugehen. Nicht beantwortet werden muss sodann, ob die sonntägliche Betreuung der Kinder tatsäch- lich nicht geregelt war, wie die Vorinstanz aus der Obhuts- erklärung und dem Schreiben der Beschwerdeführerin vom 16. März 1998 abgeleitet hat. Denn selbst wenn davon auszu- gehen wäre, die Versicherte sei bereit und in der Lage ge- wesen, an Samstagen und Sonntagen einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, war sie mit Bezug auf die Arbeitsplatzwahl und die tatsächliche Verfügbarkeit (vgl. Gerhards, Kommentar zum AVIG, Bd. I, N 38 ff. zu Art. 15) derart eingeschränkt, dass das Finden einer zumutbaren Erwerbstätigkeit äusserst ungewiss erschien. Mit dem kantonalen Gericht ist daher die Vermittlungsfähigkeit für den vorliegend relevanten Zeit- raum vom 1. Dezember 1997 bis 24. März 1998 (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen) im Ergebnis zu verneinen. b) Was die Beschwerdeführerin dagegen einwendet, ver- mag zu keinem anderen Ergebnis zu führen. Ihr Vorbringen, sie habe am 1. September 1998 eine teilzeitliche Erwerbstä- tigkeit aufgenommen, ist schon deshalb unbehelflich, weil diese Entwicklung nicht in den zu beurteilenden Zeitraum fällt. Schliesslich kann ihr nicht beigepflichtet werden, wenn sie angibt, die Annahme fehlender Vermittlungsfähig- keit sei Folge einer zu "engstirnigen" Gesetzesauslegung. Indem die Versicherte die Betreuung ihrer beiden Kinder von Montag bis Freitag keinen Drittpersonen überlassen wollte, hat sie ihre Verfügbarkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt massiv eingeschränkt. Wie von den übrigen Arbeitslosen muss jedoch auch von Müttern, welche auf Grund ihrer Rollentei- lung in der Ehe an Werktagen vorwiegend den Haushalt führen und die Betreuung ihrer Kinder wahrnehmen, verlangt werden, ihr Umfeld so zu organisieren, dass sie in der Lage und fä- hig sind, eine ihnen angebotene oder vermittelte Arbeit zu den üblichen Bedingungen anzunehmen.