Citation: 2C_140/2020 E. 3.1

3.1. Gegen den Beschwerdeführer wurde ein Einreiseverbot ausgesprochen, welches das Bundesverwaltungsgericht bis zum 9. Juni 2021 befristete. Ein solches Einreiseverbot schliesst die (erneute) Prüfung eines Gesuchs um Familiennachzug nicht von vornherein aus, falls sich der Betroffene seit der Verurteilung bzw. Strafverbüssung bewährt und sich für eine angemessene Dauer in seiner Heimat klaglos verhalten hat (vgl. Urteil 2C_650/2017 vom 9. Januar 2018 E. 2.3.1, mit Hinweisen). Praxisgemäss ist es bei Bewilligungswiderrufen und Einreiseverboten von fünf und mehr Jahren regelmässig angezeigt, den Anspruch auf Familiennachzug neu zu prüfen, wenn sich der Betroffene seit seiner Ausreise während fünf Jahren im Ausland bewährt hat und damit die Regelmaximaldauer von Einreiseverboten gemäss Art. 67 Abs. 3 AIG abgelaufen ist (Urteile 2C_650/2017 vom 9. Januar 2018 E. 2.3.3; 2C_1170/2012 vom 24. Mai 2013 E. 3.4.2). Falls sich die wesentlichen tatsächlichen Umstände seit dem ersten Entscheid grundlegend verändert haben, sodass ein anderes Ergebnis ernstlich in Betracht kommt, kann die entsprechende Prüfung auch schon vor Ablauf der genannten fünf Jahre erfolgen (vgl. BGE 136 II 177 E. 2.2.1 S. 181 f.; 130 II 493 E. 5 S. 504). Dies kann etwa der Fall sein, wenn nachträglich ein potenziell anspruchsbegründender Tatbestand eingetreten ist (Urteile 2C_650/2017 vom 9. Januar 2018 E. 2.3.3; 2C_1170/2012 vom 24. Mai 2013 E. 3.4.2).