Citation: 1C_456/2016 E. 2.8

2.8. Diese Einschätzung überzeugt. Eine restriktive Auslegung des Erfordernisses der wichtigen Gründe rechtfertigt sich in der in Frage stehenden, vollständig überbauten Wohnzone nur dann, wenn die Anliegen des Grundwasserschutzes und der Trinkwasserversorgung mindestens potenziell tangiert sind. Dies ist vorliegend nach der Auffassung der Umweltschutzfachbehörden des Bundes und des Kantons Zug ausgeschlossen, zumal die Umgebungsgestaltung nur zu oberflächennahen Eingriffen in den Boden führt. Das kantonale Amt für Umweltschutz legt in seiner Vernehmlassung dar, die Quelle Nr. 270 verfüge über wirkungsvolle und mächtige Deckschichten; es handle sich um eine Aufstossquelle aus der Tiefe. Eine dem Verhältnismässigkeitsprinzip (Art. 5 Abs. 2 BV) Rechnung tragende Auslegung der Ausnahmebestimmung von Ziff. 222 Abs. 1 lit. a Anhang 4 GSchV lässt vor diesem Hintergrund eine Bewilligung der in der Zone S2 gelegenen oberflächlichen Gartenanlagen als bundesrechtskonform erscheinen.