Citation: 5A_1053/2021 E. 2.3.1

2.3.1. Macht der Schuldner glaubhaft, dass er die Schuld ratenweise tilgen kann, und verpflichtet er sich zu regelmässigen und angemessenen Abschlagszahlungen, so kann das Betreibungsamt nach Erhalt der ersten Rate die Verwertung der Liegenschaft um höchstens 12 Monate aufschieben (Art. 123 i.V.m. Art. 143a SchKG). Ein Gesuch kann frühestens nach Einreichung des Verwertungsbegehrens durch den Gläubiger und spätestens vor Durchführung der Verwertung gestellt werden (Urteil 5A_387/2019 vom 14. August 2019 E. 6.2; KUHN, in: Kurzkommentar VZG, 2011, N. 1 f. zu Art. 32). Ist die Verwertung angeordnet, so darf ein Aufschub nur bewilligt werden, wenn der Schuldner ausser dem festgesetzten Bruchteil der Betreibungssumme die Kosten der Anordnung und des Widerrufs der Verwertung sofort bezahlt (Art. 32 Abs. 1 VZG).