Citation: 1B_12/2017 E. A

Das Kriminalgericht des Kantons Luzern verurteilte A. D.________ am 22. Juni 2016 wegen Entführung nach Art. 183 Ziff. 2 i.V.m. Art. 184 Abs. 4 StGB und Entziehens von Unmündigen im Sinn von Art. 220 aStGB zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren und 4 Monaten. Es hielt für erwiesen, dass der damals mit B. D.________ verheiratete A. D.________ den gemeinsamen Sohn C.________ (Jg. 2006), der unter der gemeinsamen Obhut von A. D.________ und der Vormundschaftsbehörde Kriens stand, anfangs Oktober 2011 eigenmächtig in den Libanon mitnahm, dem Gewahrsam seiner Angehörigen übergab und in der Folge trotz mehrfacher Aufforderung nichts unternahm, um dessen Rückführung in die Schweiz zu veranlassen. Am 27. Juni 2016 meldete A. D.________ beim Kantonsgericht Berufung gegen seine erstinstanzliche Verurteilung an. Dieses liess A. D.________ am 2. Dezember 2016 auf Antrag der Staatsanwaltschaft verhaften und versetzte ihn am 3. Dezember 2016 für die Dauer des Berufungsverfahrens wegen Fluchtgefahr in Sicherheitshaft.