Citation: 1C_479/2015 E. A

Am 5. Mai 2014 überführte die Kantonspolizei Zürich den Untersuchungshäftling A.________ nach einer Einvernahme durch die Bundeskriminalpolizei in einem für Gefangenentransporte mit Zellen ausgerüsteten Lieferwagen "Opel Vivaro" von Zürich nach Dielsdorf. Am 30. Juni 2014 reichte A.________ bei der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich eine Strafanzeige ein gegen unbekannte Polizeibeamte und Funktionäre der Verwaltung wegen strafbarer Handlungen aus dem Tatbestandskreis des Amtsmissbrauchs, der Freiheitsberaubung, der Nötigung, der vorsätzlich versuchten schweren Körperverletzung und Tätlichkeiten. Zur Begründung führte er an, er habe während Überführung vom 5. Mai 2014 in einer 65 x 65 x 120 cm kleinen Zelle dieses als Folterinstrument zu qualifizierenden, ungenügend belüfteten Minitransporters einen lebensgefährlichen Kollaps erlitten. Am 13. April 2015 überwies die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland die Akten der von ihr aufgrund der Strafanzeige von A.________ getroffenen Abklärungen ans Obergericht des Kantons Zürich zum Entscheid über die Erteilung bzw. Nichterteilung der Ermächtigung zur Durchführung eines Strafverfahrens. Sie beantragte, die Ermächtigung nicht zu erteilen. Am 7. August 2015 erteilte das Obergericht der Staatsanwaltschaft die Ermächtigung zur Strafverfolgung der von A.________ angezeigten Personen - der Sicherheitsbeamten der Kantonspolizei Zürich B.________, C.________, D.________ und E.________ sowie weiterer, unbekannter Funktionäre der Kantonspolizei und der Verwaltung - nicht. Soweit sich das Gesuch auf Übertretungen bezog, trat es darauf nicht ein.