Citation: 8C_667/2009 23.09.2009 E. 3

In der Beschwerde an das Bundesgericht wird nichts vorgebracht, was die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz als offensichtlich unrichtig oder die rechtliche Würdigung als bundesrechtswidrig erscheinen liesse. Namentlich unbehelflich ist der Einwand, die Vorinstanz habe im psychischen Bereich die Beurteilungen des Hausarztes Dr. med. Z.________, Facharzt für Allgemeinmedizin, und der Psychiatrie X.________ willkürlich gewürdigt. Dr. med. Z.________ diagnostizierte im Arztbericht vom 29. September 2007 eine mittelschwere Depression mit Somatisierungstendenz und beurteilte den Beschwerdeführer in der bisherigen Tätigkeit zu 30 % und in einer behinderungsangepassten Tätigkeit zu 30 % bis 40 % arbeitsfähig. Die Ärzte der Psychiatrie X.________ hielten im Austrittsbericht vom 7. Juli 2008 eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.10) fest. Die Vorinstanz führte in Bezug auf die Beurteilung von Dr. med. Z.________ zutreffend aus, dieser habe in seinem Arztbericht keine Befunde angegeben, gestützt auf welche er zu seiner Diagnose gelangt sei. Richtig ist auch, dass die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens eine fachärztlich-psychiatrische Beurteilung voraussetzt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50; Urteil 9C_45/2009 vom 3. April 2009 E. 2.2) und Dr. med. Z.________ die entsprechende fachärztliche Qualifikation fehlt. Das Gericht darf und soll zudem der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc S. 353). In Bezug auf die Diagnosestellung im Austrittsbericht der Psychiatrie X.________ ist darauf hinzuweisen, dass für die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens neben der Beurteilung durch einen Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose vorausgesetzt wird (BGE 130 V 396; Urteil 9C_45/2009 vom 3. April 2009 E. 2.2). Eine Bezugnahme der Vorinstanz auf die entsprechenden diagnostischen Leitlinien (vgl. DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT, Internationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische Leitlinien, 6. Aufl. 2008) ist daher nicht zu beanstanden. Es ist darauf hinzuweisen, dass die Vorinstanz nicht lediglich mit Verweis auf die diagnostischen Leitlinien von der Beurteilung der Psychiatrie X.________ abwich, sondern bereits pract. med. S.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD), am 15. Oktober 2008 anhand der im Austrittsbericht vom 7. Juli 2008 erhobenen psychopathologischen Befunde mit Verweis auf das ICD-Klassifikationssystem eine mittelgradige depressive Störung verneinte. Nach dessen Beurteilung könne aufgrund der Befunde weiterhin von der Einschätzung des behandelnden Psychiaters Dr. med. A.________ ausgegangen werden. Die von der Vorinstanz aufgrund ihrer konkreten Beweiswürdigung festgestellte Arbeitsunfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit erweist sich nach dem Gesagten - entgegen dem Einwand des Beschwerdeführers - weder als willkürlich oder aktenwidrig, noch liegt ein Verstoss gegen den Untersuchungsgrundsatz vor. Im Übrigen kann auf die zutreffenden Ausführungen im Entscheid der Vorinstanz verwiesen werden (Art. 109 Abs. 3 BGG). Die Beschwerde ist somit abzuweisen.