Citation: 6B_142/2020 E. 1.4.1

1.4.1. Die Vorinstanz begründet die Strafzumessung ausführlich und überzeugend. Es ist nicht ersichtlich, dass sie sich von sachfremden Kriterien hätte leiten lassen oder das ihr zustehende Ermessen überschritten hätte. Dass sie dem Beschwerdeführer bei der Festlegung der Einsatzstrafe keine kurze Deliktsdauer zugute hält bzw. bei der Beurteilung der weiteren Veruntreuungen die Deliktsdauer von rund 10 Monaten zu dessen Nachteil als lang bewertet, ist nicht zu beanstanden. Auch musste die Vorinstanz das vom Beschwerdeführer dargelegte Selbstverschulden der Stockwerkeigentümer bzw. der Revisoren nicht verschuldensmindernd berücksichtigen. Zwar kann eine allfällige Mitverantwortung des Opfers im Rahmen der Strafzumessung bedeutsam sein (vgl. Urteil 6S.9/2005 vom 6. Juni 2005 E. 5.3 mit Hinweis). Ist das leichtfertige Verhalten der Geschädigten aber Ausdruck eines gesteigerten Vertrauens, rechtfertigt es sich nicht, dem Beschwerdeführer bei der Strafzumessung entgegenzukommen (vgl. HANS MATHYS, Leitfaden Strafzumessung, 2. Aufl. 2019, S. 39 f.). Indem die Vorinstanz die Art und Weise der Herbeiführung des Erfolgs und das Ausmass des Vertrauensmissbrauchs würdigt, trägt sie dem Gesichtspunkt der Mitverantwortung der Geschädigten ausreichend Rechnung. Vor dem Hintergrund, dass der Beschwerdeführer als langjähriger Verwalter und unter Missbrauch seiner damit einhergehenden Vertrauensstellung gehandelt hat, wird das von ihm vorgebrachte Mitverschulden der Geschädigten bzw. der Revisoren relativiert. Die Vorinstanz durfte das Ausmass des Vertrauensmissbrauchs als erheblich einstufen, aufgrund des nicht besonders raffinierten Vorgehens des Beschwerdeführers und der ungenügenden Kontrollen der STWEG ein besonders verwerfliches Verhalten jedoch verneinen. Eine Ermessensüberschreitung ist nicht auszumachen.