Citation: 4A_469/2021 E. 2.2

2.2. Die Beschwerdeführerin führt aus, es sei unbestritten, dass sich die Beschwerdegegnerin am Tag der strittigen Generalversammlung nicht im Besitz der fraglichen Originalaktienzertifikate befunden habe. Da die Aktien in diesem Zeitpunkt noch nicht gerichtlich kraftlos erklärt worden seien, habe sich die Beschwerdeführerin gezwungen gesehen, die Beschwerdegegnerin von der Teilnahme an der Generalversammlung auszuschliessen. Die Vorinstanz übersehe auch, dass die Beschwerdegegnerin die Originalaktien nicht nur an der genannten Generalversammlung, sondern zu keinem Zeitpunkt habe vorweisen können. Die Beschwerdeführerin habe daher die formelle Legitimation nie überprüfen können. Es habe durchaus im Bereich des Möglichen und Wahrscheinlichen gelegen, dass die Aktien im Besitz einer unbekannten Drittpersonen gewesen seien. Die Vorinstanz verletze Art. 689a Abs. 2 OR, indem sie festhalte, dass die Beschwerdegegnerin rechtsmissbräuchlich von der Generalversammlung ausgeschlossen worden sei, denn die Beschwerdeführerin habe zurecht auf der Vorweisung der Originalzertifikate beharrt. Die Beschwerdeführerin stützt sich für diese Rüge darauf, dass sie damals der Beschwerdegegnerin den Zugang zur Generalversammlung vom 31. August 2016 deshalb verweigert habe, weil Letztere die Originalaktien nicht habe vorweisen können bzw. sie sich nicht im Besitz der Aktienzertifikate befunden habe. Solches wurde jedoch nicht festgestellt. Die Vorinstanz verwarf nämlich diesen Standpunkt der Beschwerdeführerin und stellte vielmehr fest, dass der Beschwerdegegnerin die Teilnahme an der Generalversammlung vom 31. August 2016 mit der Begründung verweigert worden sei, dass sie nicht in das Verzeichnis der Aktionäre der Beschwerdeführerin nach Art. 697l OR, sog. GAFI-Verzeichnis, eingetragen sei. Die Beschwerdeführerin weicht damit vom Sachverhalt ab, den die Vorinstanz feststellte, ohne eine Sachverhaltsrüge zu erheben, zumindest offensichtlich keine hinreichend begründete (Erwägung 1.2). Der rechtlichen Argumentation der Beschwerdeführerin fehlt es damit erneut an einer Sachverhaltsbasis, womit auch auf diese Rüge nicht einzutreten ist.