Citation: 8C_530/2012 E. 5.2

5.2. Während die Ermittlung des "grossen Taggeldes" an dem vor Eintritt einer gesundheitlichen Schädigung erzielten Gehalt anknüpft (Art. 23 Abs. 1 und 1bis IVG), ist als Basis für die Berechnung des "kleinen Taggeldes" der höchstmögliche versicherte Verdienst nach UVG vorgesehen (Art. 23 Abs. 2 und 2bis in Verbindung mit Art. 24 Abs. 1 IVG). Diese unterschiedliche Ausgangslage bei der Bestimmung des "grossen" und des "kleinen Taggeldes" kann dazu führen, dass - entgegen dem, was aufgrund der in der Praxis entwickelten Ausdrucksweise ("grosses" und "kleines Taggeld") zu erwarten wäre - das "grosse Taggeld" kleiner als das "kleine Taggeld" ist. Tatsächlich verhält sich dies beim Beschwerdegegner so. Würde sich die Grundentschädigung beim "grossen Taggeld" nach Massgabe des früher als Hufschmiedlehrling realisierten Lohnes von monatlich Fr. 1'300.- (Fr. 1'200.- x 13 / 12) berechnen (80 % davon entsprechen Fr. 1'040.- oder Fr. 34.70 im Tag), würde der Betrag des davon noch abzuziehenden neuen Lehrlingslohnes von Fr. 72.30 pro Tag (E. 4.2 hievor) nicht erreicht, was bedeutet, dass überhaupt kein Taggeld zur Ausrichtung gelangen würde. Dieser Umstand findet seine Erklärung darin, dass der Beschwerdegegner an seiner neuen Lehrstelle ein erheblich höheres Monatsgehalt erhält als an der früheren als Hufschmiedlehrling.