Citation: 4A_384/2024 E. 2.2.1

2.2.1. Aus der Vollmacht für Rechtshandlungen "in Sachen A.________ ag" (also gegen eine juristische Person) könne nicht auf eine solche für ein Verfahren gegen den Beschwerdeführer geschlossen werden. Bei der rechtsgültigen Vertretung handle es sich um eine Prozessvoraussetzung gemäss Art. 59 ZPO. Die Gültigkeit der Vollmacht sei von Amtes wegen zu prüfen. Es spiele keine Rolle, ob die Gegenpartei die Vollmacht anlässlich der Schlichtungsverhandlung bemängle. Da am Schlichtungstermin entschieden werden müsse, ob im Sinne von Art. 206 Abs. 1 ZPO von Säumnis der klagenden Partei auszugehen sei (dies hätte einen Abschreibungsbeschluss zur Folge), sei die Vertretungsbefugnis spätestens anlässlich der Schlichtungsverhandlung nachzuweisen und zu prüfen. Die Rechtsprechung, wonach mit einer neuen und präzisierten Vollmacht sämtliche bisherigen Rechtshandlungen des Rechtsvertreters vor den Vorinstanzen genehmigt würden, könne schon rein verfahrenstechnisch nicht auch hinsichtlich der Teilnahme an der Schlichtungsverhandlung gelten.