Citation: 5C.84/1999 10.08.2000 E. 3

3.- Da das Obergericht dem Kläger die unentgeltliche Rechtspflege mit sofortiger Wirkung entzogen hat, kann dieser seine Bedürftigkeit nicht einfach mit dem Hinweis auf das erstinstanzliche Urteil belegen. Weil er dafür vor Bundesgericht bloss auf Akten verweist (BGE 116 II 92 E. 2 S. 93 f., 110 II 74 E. I/1 S. 78) und seine Bedürftigkeit im Übrigen nicht einmal glaubhaft macht (Poudret/Sandoz-Monod, a.a.O. Bd. V, Bern 1992, N 4 zu Art. 152 OG S. 121 unten; Th. Geiser, Grundlagen, in: Prozessieren vor Bundesgericht, 2. Aufl. 1998, Rz 1.43 S. 23 unten), ist das Gesuch des Klägers um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege abzuweisen (Art. 152 Abs. 1 OG). Offen bleiben kann somit, ob der Berufung überhaupt Erfolgschancen eingeräumt werden durften (BGE 123 I 145 E. 2b/bb). Der unterliegende Kläger wird gebührenpflichtig (Art. 156 Abs. 1 OG), schuldet aber keine Parteientschädigung, weil keine Berufungsantwort eingeholt worden ist und der Beklagten somit auch keine Kosten entstanden sind (Art. 159 Abs. 2 OG).