Citation: 4A_62/2023 E. 8.1.2

8.1.2. Hinsichtlich der Stammdaten ging die Vorinstanz nicht weiter auf allfällige Ansprüche nach Art. 5 und 6 UWG ein. Dies ist aber nicht zu beanstanden. Die Beschwerdeführerin übergeht, dass sich die reparatorischen Rechtsfolgen eines allfälligen unlauteren Verhaltens (etwas anderes hat sie im kantonalen Verfahren nicht verlangt) nach Massgabe des Obligationenrechts bestimmen. Art. 9 Abs. 3 UWG sieht vor, dass der Klageberechtigte (vgl. dazu Art. 9 Abs. 1 UWG) nach Massgabe des Obligationenrechts auf Schadenersatz und Genugtuung sowie auf Herausgabe eines Gewinns entsprechend den Bestimmungen über die Geschäftsführung ohne Auftrag klagen kann. Die Voraussetzungen des in Art. 9 Abs. 3 UWG angesprochenen Schadenersatzanspruchs richten sich mit anderen Worten nach den allgemeinen Vorschriften des Obligationenrechts (vgl. Urteil 4C.225/2006 vom 20. September 2006 E. 1 mit Literaturhinweis). Entsprechend wäre die Beschwerdeführerin, selbst wenn ein angebliches unlauteres Verhalten der Beschwerdegegnerin bejaht würde, nicht davon dispensiert, einen Schaden hinreichend zu substanziieren und nachzuweisen. Es kann entsprechend auf die vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen werden. Sie tut weiter auch nicht (hinreichend) dar, dass die Beschwerdegegnerin einen Gewinn erzielt hätte, den sie herausverlangen könnte. Ebenso wenig zeigt sie hinreichend auf, dass sie im kantonalen Verfahren den objektiven Wert der Stammdaten dargelegt hätte.