Citation: 9C_224/2022 E. 3.4.5

3.4.5. Entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung wird im medexperts-Gutachten vom 25. November 2019 schliesslich nachvollziehbar dargelegt, dass die Beschwerdeführerin aufgrund der neurologischen und der psychiatrischen Beeinträchtigungen (von je 20 %) in ihrer Leistungsfähigkeit insgesamt um 30 % eingeschränkt ist, wobei es sich hierbei um eine Schätzung handelt, die naturgemäss einen gewissen Ermessensspielraum aufweist. Unbegründet ist auch der in der Beschwerde erhobene Vorwurf, es werde nicht ausgeführt, inwiefern es zu einer Verbesserung der gesundheitlichen Verhältnisse gekommen sei. Diese ergibt sich offensichtlich daraus, dass sich die rezidivierende depressive Störung bei der Versicherten im Zeitpunkt der psychiatrischen Begutachtung (24. September 2019) nicht mehr als solche mittleren, sondern lediglich noch als solche leichten Grades (ICD-10 F33.0) manifestierte. So ging der psychiatrische Gutachter für die Vergangenheit gestützt auf die bei den Akten liegenden, auf einer mittelgradigen Depression basierenden Schätzungen, die er um die von ihm aufgezeigten Inkonsistenzen bereinigte, von einer zwischen 30 und 60 % schwankenden Arbeitsunfähigkeit aus, während er für die Zeit nach der Begutachtung eine solche von 20 % ermittelte.