Citation: 4C.281/2000 24.11.2000 E. 2

2.- Der Beklagte wirft dem Kantonsgericht vor, es habe "gegen den Grundsatz der Parteiautonomie und damit gegen Bundesrecht" verstossen, indem es dem Kläger, obwohl dieser lediglich die Auszahlung des Gesellschaftsanteils verlangt und kein beziffertes Begehren gestellt habe, genau jenen Betrag zugesprochen habe, von welchem der Kläger behauptet habe, ihn dem Sohn des Beklagten geliehen zu haben. Wie der Kläger in der Berufungsantwort zutreffend bemerkt, gehört die Dispositionsmaxime, in welcher die Parteiautonomie ihren verfahrensrechtlichen Niederschlag findet, nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts dem kantonalen Prozessrecht an (BGE 116 II 86 E. 4d S. 90; 111 II 360 E. 1; 109 II 452 E. 5d S. 460). Die betreffenden Ausführungen sind deshalb im Berufungsverfahren nicht zu hören. Soweit sich der Beklagte in diesem Zusammenhang darauf beruft, der Kläger hätte beweisen müssen, dass ihm eine Bezifferung der Klage nicht früher möglich gewesen sei, ist ihm überdies entgegenzuhalten, dass das Kantonsgericht darauf angewiesen war, die Bemessung des Gesellschaftsanteils des Klägers in Würdigung des prozessualen Verhaltens des Beklagten vorzunehmen. Es hat dazu festgehalten, die vom Beklagten eingereichten Urkunden erlaubten es nicht, den Wert des hälftigen Anteils des Klägers an der "Contrag" per 31. Dezember 1996 zu bestimmen. Damit liegt Beweiswürdigung vor, so dass der vom Beklagten zusätzlich erhobene Vorwurf falscher Beweislastverteilung bedeutungslos ist (BGE 114 II 289 E. 2a S. 291).