Citation: 5A.2/2005 24.03.2005 E. 4

4.1 Der Beschwerdeführer hat vor dem Departement vorgebracht, bei unangemeldeten Kontrollen könne nicht erwartet werden, dass die Ehegatten zu Hause angetroffen würden; der einzige Besuch, an den er sich erinnern könne, sei während seiner Arbeitszeit erfolgt. In Auseinandersetzung mit diesen Vorbringen hat das Departement dafür gehalten, diese Argumentation vermöge nicht zu überzeugen, sei doch nicht davon auszugehen, dass die mit der Abklärung der ehelichen Gemeinschaft beauftragten Polizeiorgane das eheliche Domizil der Ehegatten systematisch zur Unzeit aufgesucht hätten. Unter den gegebenen Umständen bleibe es bei der Feststellung der Kantonspolizei im Bericht vom 31. Juli 2003, wonach die eheliche Gemeinschaft nicht habe abgeklärt werden können, weil bei verschiedenen Kontrollen nur die Ehefrau oder niemand anwesend gewesen sei. Im Übrigen verkenne der Beschwerdeführer, dass Sinn und Zweck unangemeldeter Kontrollen darin lägen, die Verhältnisse in ihrer Unmittelbarkeit anzutreffen, was bei angemeldeten Kontrollen gerade nicht möglich sei. Der Beschwerdeführer macht zusammengefasst geltend, das Departement schliesse von der Unmöglichkeit, durch die vorgenommenen Kontrollen die eheliche Gemeinschaft abzuklären, auf deren Nichtexistenz. Dem Entscheid des Departementes könne nicht entnommen werden, wann die entsprechenden Kontrollen durch die Polizeiorgane durchgeführt worden seien. Die Ehefrau habe den Beamten erklärt, dass der Beschwerdeführer auf der Arbeit sei. Auch die Tatsache, dass an gewissen Tagen niemand habe zu Hause angetroffen werden können, lasse nichts Negatives über die eheliche Gemeinschaft erkennen. Zudem hätten es die Polizisten unterlassen, bei den Nachbarn des Beschwerdeführers Erkundigungen über die eheliche Gemeinschaft einzuziehen, wobei insbesondere die Befragung der im gleichen Haus wohnhaften Berufskollegin der Beamten sich aufgedrängt hätte. In der Vernehmlassung qualifiziert das Departement die Vorbringen des Beschwerdeführers bezüglich der Kontrollbesuche durch die mit der Abklärung der ehelichen Gemeinschaft betrauten Polizeiorgane als unbehelflich. Im Ergebnis bleibe es dabei, dass die Eheleute über längere Zeit hinweg bzw. bei verschiedenen Gelegenheiten nie gemeinsam hätten angetroffen werden können. Auch verkenne der Beschwerdeführer, dass Auskünfte bei Drittpersonen bzw. bei Hausbewohnern im Verhältnis zur persönlichen Befragung der Ehegatten subsidiär seien und diese Befragung keinesfalls ersetzen könnten. Nachdem eine persönliche Befragung der Ehegatten nicht möglich gewesen sei, hätten sich Auskünfte und Erkundigungen bei Hausbewohnern erübrigt. 4.2 Nach dem einschlägigen Bericht der Kantonspolizei vom 31. Juli 2003 war anlässlich verschiedener Kontrollen nur die Ehefrau oder niemand anwesend. Der Bericht ist freilich äusserst dürftig abgefasst und enthält namentlich keine Angaben darüber, wie oft und zu welcher Tageszeit Kontrollen durchgeführt worden sind. Zudem ergibt sich daraus auch nicht, ob die Polizei Angaben der Ehefrau nachgegangen ist, wonach ihr Ehemann auf der Arbeit weile. Aus den durchgeführten Kontrollen lässt sich demnach mit Bezug auf die eheliche Gemeinschaft nichts Negatives ableiten. Erachtete das Departement die Befragung der Ehegatten als unabdingbar, hätte es sie unter den gegebenen Umständen vorladen und befragen können und müssen. Auf keinen Fall hat die Unmöglichkeit der polizeilichen Befragung weitere Abklärungsmassnahmen obsolet werden lassen. Vielmehr wäre es nahe liegend und erforderlich gewesen, bei den Mitbewohnern des Hauses schriftliche Auskünfte über die eheliche Gemeinschaft des Beschwerdeführers und seiner Schweizer Ehefrau einzuholen oder allenfalls diese Personen zu befragen. Eine Kollegin der Beamten, Frau B.________, welche offenbar im gleichen Haus wohnt, hat dem Bundesamt gegenüber erklärt, der Beschwerdeführer und seine Schweizer Ehefrau lebten seit zirka drei Jahren zusammen in diesem Haus; der Beschwerdeführer gehe einer geregelten Arbeit nach, arbeite den ganzen Tag auswärts und verlasse sehr früh morgens das Haus; die Schweizer Ehefrau sei arbeitslos. Diese Darstellung besagt zumindest indirekt, dass die Eheleute zusammen wohnen, und daraus wird überdies ersichtlich, weshalb der Beschwerdeführer anlässlich der Kontrollen nicht vorgefunden wurde. Die Beamtin konnte allerdings nichts darüber aussagen, ob die Eheleute guten sozialen Kontakt unterhalten oder gemeinsame Veranstaltungen besuchen; sie habe nur wenig Besuch gesehen. Nicht von Bedeutung ist schliesslich, dass an gewissen Tagen weder der Beschwerdeführer noch dessen Ehefrau im Hause vorgefunden wurde.