Citation: 5A_373/2021 E. 7.3

7.3. Wie sich aus den soeben wiedergegebenen Ausführungen der Beschwerdeführerinnen ergibt, versuchen diese das Bundesgericht direkt vom rechtsmissbräuchlichen Verhalten der Beschwerdegegnerin zu überzeugen. Dies ist nicht zielführend; vor Bundesgericht könnte angesichts des Nichteintretens einzig geltend gemacht werden, dass sich das Obergericht materiell mit dem Vorwurf des Rechtsmissbrauchs hätte befassen müssen (vgl. BGE 139 II 233 E. 3.2; 135 II 38 E. 1.2). Die Beschwerdeführerinnen bestreiten indes nicht, im Berufungsverfahren weder auf die Erwägungen des Bezirksgerichts noch auf ihre eigenen, diesbezüglich gemachten Vorbringen im erstinstanzlichen Verfahren Bezug genommen zu haben. Entsprechend nehmen sie nicht Stellung zum Vorwurf, mit dem pauschal formulierten Vorwurf ihrer Begründungslast im Berufungsverfahren nicht nachgekommen zu sein. Sie begnügen sich - durchaus unter Hinweis auf die Klageantwort und die Duplik - mit dem Vorbringen, sie hätten im erstinstanzlichen Verfahren "die Frage der Solvabilität der Z.________ AG verschiedentlich thematisiert". Die Beschwerdeführerinnen unterlassen indes Ausführungen dazu, was genau sie vorgetragen haben wollen, und es ist nicht Aufgabe des Bundesgerichts, in den kantonalen Akten nach Stellen zu suchen, die den Standpunkt der Beschwerdeführerinnen zu untermauern geeignet sein könnten. Sodann beanstanden sie den Vorhalt des Obergerichts nicht, wonach das, was sie bezüglich Rechtsmissbrauch vortrügen, neu und daher gestützt auf Art. 317 ZPO darauf nicht einzutreten sei. Ebenso wenig setzen sie sich mit dem Vorwurf auseinander, ihre Ausführungen zum Rechtsmissbrauch seien allgemein gehalten und auch inhaltlich nicht ansatzweise substanziiert. Wird mithin keine Rechtsverletzung im Zusammenhang mit dem obergerichtlichen Nicheintreten dargetan, kann auf die Ausführungen, mit welchen die Beschwerdeführerinnen der Beschwerdegegnerin rechtsmissbräuchliches Verhalten vorwerfen, nicht eingetreten werden.