Citation: 1B_606/2020 E. 5.3.3

5.3.3. Weder die vom Beschwerdeführer angeführte Bereitschaft, nach der Haftentlassung wieder eine Psychotherapie aufzunehmen, noch seine Beteuerung, er sei mittlerweile "clean", vermögen die aufgrund der gegebenen Umstände bestehende Kollusionsgefahr massgeblich zu reduzieren. Dasselbe gilt für sein Vorbringen, er und seine Ehefrau hätten sich einvernehmlich gerichtlich getrennt und er werde vorübergehend bei einem Bekannten wohnen, bis er eine eigene Wohnung gefunden habe. Die gerichtliche Trennung und die Aufhebung des gemeinsamen Haushalts stehen Kollusionshandlungen nicht entgegen. Dasselbe gilt, soweit der Beschwerdeführer vorbringt, die Familie stehe unter Beobachtung des Bedrohungsmanagements der Stadtpolizei Zürich und die Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde der Stadt Zürich sei aktiv geworden, sowie die weiteren von ihm angeführten Umstände. Angesichts seiner gravierenden persönlichen Probleme und dem damit einhergehenden Verhalten sowie der Natur seiner Beziehungen zu den mutmasslichen Geschädigten und der Ehefrau ist nicht ersichtlich, inwiefern die von ihm angeführten Umstände Kollusionshandlungen entgegenstehen oder eine zu verhindernde Wirkung solcher Handlungen ausschliessen sollten. Dies gilt umso mehr, als auch Vorstrafen und weitere Vorfälle ihn nicht am Verhalten hinderten, das zum (hier interessierenden) laufenden Strafverfahren führte.