Citation: 2C_994/2022 E. 5.3

5.3. Gemäss Art. 58a Abs. 1 lit. d AIG wird bei der Beurteilung der Integration auch die Teilnahme am Wirtschaftsleben berücksichtigt. Eine Person nimmt am Wirtschaftsleben teil, wenn sie die Lebenshaltungskosten und Unterhaltsverpflichtungen deckt durch Einkommen, Vermögen oder Leistungen Dritter, auf die ein Rechtsanspruch besteht (Art. 77e Abs. 1 VZAE). Nach der Rechtsprechung liegt keine erfolgreiche berufliche Integration vor, wenn eine Person kein Erwerbseinkommen erwirtschaften kann, welches ihren Bedarf zu decken vermag, und während einer substanziellen Zeitdauer von Sozialleistungen abhängig ist. Eine vorbildliche berufliche Karriere ist hingegen nicht erforderlich. Entscheidend ist, dass der Ausländer seinen Lebensunterhalt selbst bestreitet, keine Sozialhilfe bezieht und sich nicht unverhältnismässig verschuldet. Der Einfluss der Verschuldung auf die Beurteilung der Integration einer Person hängt von der Höhe der Schulden, ihren Ursachen und davon ab, ob die Person die Schulden zurückgezahlt hat oder sich beständig und effektiv darum bemüht (Urteile 2C_797/2022 vom 22. März 2023 E. 3.3.3; 2C_145/2022 vom 6. April 2022 E. 6.3; 2C_847/2021 vom 5. April 2022 E. 3.2.2).