Citation: 5A.4/2001 10.07.2001 E. A

A.- Auf Ersuchen des Eidgenössischen Departements des Innern (EDI) in seiner Funktion als eidgenössische Stiftungsaufsicht stellte die Vormundschaftsbehörde Zollikon die Stiftung Rau für die Dritte Welt (nachfolgend: Drittweltstiftung) gestützt auf Art. 393 Ziff. 4 ZGB unter Beistandschaft (Verfügung vom 22. Juli 1998). Zum Beistand wurde Rechtsanwalt Dr. Dieter Hug, Zollikon, ernannt. Nachdem das Amtsgericht Baden-Baden (BRD) ein Begehren um Bestellung eines Betreuers für den Stifter und Stiftungsratspräsidenten Dr. Gustav Rau abgelehnt und vorfrageweise dessen Geschäftsfähigkeit festgestellt hatte (Beschluss vom 20. September 2000), forderte dieser den Beistand zum sofortigen Rücktritt auf (Schreiben vom 30. November 2000). Das EDI ersuchte den Beistand, sich zu diesem Begehren zu äussern und teilte zugleich mit, es beabsichtige, ihn baldmöglichst durch eine anerkannte Revisionsgesellschaft zu ersetzen (Schreiben vom 4. Dezember 2000). Dieter Hug stellte dem EDI am 15. Dezember 2000 Antrag auf Aussetzung der Frist zur Stellungnahme, bis über ein Ausstandsbegehren der CrelonaStiftung gegen das EDI entschieden sei; eventualiter ersuchte er um Fristerstreckung. Gleichentags gelangte Gustav Rau erneut an das EDI mit dem Begehren um sofortige Abberufung der Stiftungsräte Sigrid Thost und Prof. Alexander de Beer, um Ernennung von Dietrich Stettler, Dr. Lukas Imark und René Peterhans zu Stiftungsräten und um Anweisung der Vormundschaftsbehörde Zollikon, die Beistandschaft unverzüglich aufzuheben. Am 20. Dezember 2000 antwortete das EDI Dieter Hug, das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) habe seines Wissens bereits mitgeteilt, dass die Behandlung eines Ausstandsbegehrens in die Zuständigkeit des Bundesrates falle, und erstreckte die Frist zur Stellungnahme letztmals bis zum 5. Januar 2001. Unter diesem Datum stellte Dieter Hug den Antrag, das EDI habe in den Ausstand zu treten, eventuell sei das Begehren von Gustav Rau nicht an die Hand zu nehmen bzw. abzuweisen.