Citation: 4A_108/2023 E. 3.4.1

3.4.1. Die Beschwerdeführerin bringt vor, sie habe mehrmals vorgebracht, der Beschwerdegegner 1 habe gemeinsam mit F.________ Kontakte mit den indischen Kunden der geschützten Parteien unterhalten, namentlich mit G.________ Limited, H.________, I.________ und J.________. Sie habe im Schiedsverfahren an mehreren Stellen argumentiert, dass die (direkte oder indirekte) Kontaktaufnahme mit den Kunden der geschützten Parteien die Wettbewerbsklausel von Ziffer 3 MESA verletze. Entgegen der in der Beschwerde vertretenen Ansicht trifft nicht zu, dass der Einzelschiedsrichter die Argumente der Beschwerdeführerin, wonach diese angeblichen Handlungen der Beschwerdegegner eine Verletzung von Ziffer 3 MESA darstellten, unberücksichtigt gelassen hätte. Der Einzelschiedsrichter hat die Argumente der Beschwerdeführerin hinsichtlich der von ihr behaupteten Kontakte mit den Kunden I.________, G.________, H.________ und J.________ wie auch die entsprechenden Gegenargumente der Beschwerdegegner jeweils ausdrücklich aufgeführt. Letztere bestritten eine (direkte oder indirekte) Kontaktaufnahme mit Kunden, mit Ausnahme zweier Kontakte mit H.________ und I.________, die jedoch zulässigerweise auf Anfrage und im Interesse der Beschwerdeführerin erfolgt seien. Der Einzelschiedsrichter folgte den Argumenten der Beschwerdegegner, deren Beweise er für überzeugend hielt. Im Umstand, dass er dabei lediglich die beiden Kontakte mit H.________ und I.________ ausdrücklich erwähnte, ist keine Gehörsverletzung zu erblicken; vielmehr ist davon auszugehen, dass er den Nachweis vertragswidriger Kontaktaufnahmen auch im Übrigen als nicht erbracht erachtete. Die Beschwerdeführerin verkennt ausserdem mit dem Vorwurf, in den Erwägungen im angefochtenen Entscheid finde sich kein Verweis auf ihre Argumente und Dokumentenbeweise, dass sich das Schiedsgericht nicht ausdrücklich mit jedem einzelnen Vorbringen der Parteien auseinandersetzen musste. Letzteres gilt auch für das Vorbringen in der Beschwerde, der Einzelschiedsrichter habe sich in seinem Schiedsspruchs ausschliesslich mit einer Diskussion über eine Investition in sog. Wärmebatterien ("thermal batteries") befasst, obwohl sie behauptet und bewiesen habe, dass der Beschwerdegegner 1 an mehreren Gesprächen über verschiedene Projekte beteiligt gewesen sei. Dem Einzelschiedsrichter ist nicht entgangen, dass sich die Vorbringen der Beschwerdeführerin nicht auf Investitionen in eine bestimmte Art von Batterien beschränkten, hat er im Schiedsentscheid doch ausdrücklich erwähnt, dass nach den Behauptungen der Beschwerdeführerin weitere Gespräche stattgefunden haben sollen. Die Rüge der Gehörsverletzung ist unbegründet.