Citation: 6B_1049/2013 E. A

Am 5. Mai 2009 erstattete die A.________ AG Strafanzeige gegen X.________ wegen Erpressung. Die A.________ AG hatte für rund 15 Millionen Franken ein Grundstück erworben, um darauf eine Arealüberbauung mit sieben Mehrfamilienhäusern bei einem Investitionsvolumen von 70 Millionen Franken zu erstellen. X.________ ist Eigentümer zweier angrenzender Liegenschaften. Gemäss Anklage soll er B.________ als verantwortlichem Projektleiter der A.________ AG vorgeschlagen haben, dass diese sein Mehrfamilienhaus für geschätzte Fr. 300'000.-- saniere, ansonsten er Rekurs gegen ihr Bauvorhaben einreichen würde. Nachdem die A.________ AG nicht reagierte, reichte X.________ am 21. Dezember 2006 gegen ihre Baubewilligung vom 13. November 2006 Rekurs ein. Die Bauarbeiten der Arealüberbauung durften deshalb vorerst nicht begonnen werden. Als B.________ ihn daraufhin kontaktierte, habe X.________ seine Forderung unterstrichen und erklärt, dass er die Gründe für seinen Rekurs extra breit gestreut habe. So könne er den Bau problemlos um fünf Jahre oder länger verzögern. Abschliessend habe er ein Gespräch mit einem Vertreter der A.________ AG verlangt, der über die nötige Entscheidbefugnis verfügte. Anlässlich eines Treffens am 19. Januar 2007 zwischen C.________ als Geschäftsleitungsmitglied der A.________ AG, B.________ und X.________ habe dieser erklärt, bereits mehrere Verfahren bis vor Bundesgericht gezogen und dadurch massive terminliche Verzögerungen für die betroffenen Bauherrschaften verursacht zu haben. Schliesslich hätten sich die Parteien darauf geeinigt, dass die A.________ AG zu einem Preis von Fr. 20'000.-- umfangreiche Sanierungsarbeiten im Wert von rund Fr. 400'000.-- an der Mehrfamilienliegenschaft von X.________ vornehmen würde. An einer weiteren Sitzung am 30. Januar 2007 habe X.________ ausserdem eine Sicherheitsleistung von Fr. 350'000.-- als Garantie für die Erfüllung seiner Forderungen nach Rückzug seines Rekurses verlangt. Um eine jahrelange teure Bauverzögerung zu verhindern, hätten sich C.________ und B.________ schliesslich gezwungen gesehen, am 20. Februar 2007 ein unwiderrufliches Zahlungsversprechen über Fr. 350'000.-- abzugeben und am 21. Februar 2007 den Werkvertrag für die Liegenschaftssanierung zu unterzeichnen. Nach Eingang der Zahlung zog X.________ seinen Rekurs zurück. In der Folge führte die A.________ AG die vereinbarte Sanierung nicht durch.