Citation: 1C_330/2023 E. 4.3

4.3. Als weiteres Indiz berücksichtigte das Verwaltungsgericht die gemeinsamen Aktionen des Beschwerdeführers mit einem Kollegen, der sich im hier interessierenden Zeitraum bei "Wir für Euch" als Presseverantwortlicher engagiert habe. Mit diesem zusammen habe er den Brief vom 10. Februar 2021 an die Polizeipersonalverbände verfasst und am 28. April 2021 beim Kommandanten der Kantonspolizei vorgesprochen. Der erwähnte Brief sei auf der Plattform "Wir für uns" verlinkt und in der Rubrik "Über uns" als Initiative der Plattformbetreiber dargestellt worden. Es erscheine vor diesem Hintergrund lebensfremd anzunehmen, dass der Beschwerdeführer sich nicht über Inhalt und Ziele der Plattform "Wir für Euch" ausgetauscht habe. Sein Vorbringen, er habe nicht gewusst und nicht wissen können, dass das (von ihm erstellte bzw. zumindest zur Verfügung gestellte) Strafanzeigeformular auf der Plattform bereitgestellt werden würde, sei nicht glaubhaft (E. 5.1.4). Der Beschwerdeführer wendet dagegen nur ein, das Schreiben vom 10. Februar 2021 sei ohne sein Zutun auf der Plattform "Wir für Euch" veröffentlicht worden. Dagegen bestreitet er nicht, über Inhalt und Ziele der Plattform "Wir für Euch" informiert gewesen zu sein. Insofern erscheint es jedenfalls nicht willkürlich anzunehmen, er habe bei der Übermittlung des Strafanzeigeformulars wissen können und müssen, dass und in welchem Kontext es auf der Plattform Verwendung finden könnte.