Citation: 5C.207/2001 07.11.2001 E. 2

2.- Mit hier noch nicht interessierender Begründung (dazu E. 3 hiernach) macht der Beklagte geltend, das Obergericht habe Art. 120 Abs. 1 ZGB verletzt. Das lässt die Frage aufkommen, ob das Obergericht als obere Instanz (Art. 48 Abs. 1 OG) in einem materiellrechtlichen Ergänzungs- beziehungsweise Nachverfahren geurteilt und das (lückenhafte) Scheidungsurteil vom 26. Februar 1998 somit sachlich ergänzt haben könnte. Das war unter altem Scheidungsrecht in gewissen Grenzen möglich (BGE 104 II 289 E. 3 S. 291 f.; vgl. 108 II 381 E. 4 S. 385; Bühler/Edelmann/ Killer, a.a.O. N 5 bis 7 zu § 281 ZPO/AG mit Hinweisen) und ist wohl auch nach neuem Recht nicht gänzlich ausgeschlossen (Sutter/Freiburghaus, Kommentar zum neuen Scheidungsrecht, N 3 und 19 zu Art. 135 ZGB; vgl. Art. 64 IPRG, SR 291). Indessen braucht dieser Frage hier nicht weiter nachgegangen zu werden, weil das Obergericht sein Urteil ausdrücklich auf § 281 ZPO/AG gestützt hat (dazu E. 6 des Urteils zur staatsrechtlichen Beschwerde).