Citation: 2C_835/2021 E. 5.3

5.3. In rechtlicher Hinsicht ist schliesslich auch nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz aufgrund der Indizienlage zum Schluss gelangte, die Berufung auf die Ehe sei rechtsmissbräuchlich und bezwecke die Umgehung ausländerrechtlicher Vorschriften. In der vorliegenden Angelegenheit sprechen gewichtige Indizien für das Vorliegen einer Scheinehe, vorab die zeitliche Nähe von Adoptionsgesuch und Eheschluss bzw. die Tatsache, dass ein Adoptionsgesuch gestellt und kurz nach dem diesbezüglich negativen Entscheid die Ehe geschlossen wurde. Weitere Indizien sind der grosse Altersunterschied zwischen den Ehegatten, ihre Zugehörigkeit zu unterschiedlichen Kulturkreisen, ihre verschiedenen Muttersprachen, die Tatsache, dass der Beschwerdeführer als Drittstaatsangehöriger ohne Heirat und nach Abweisung des Adoptionsgesuchs kaum Aussichten auf eine Aufenthaltsbewilligung gehabt hätte, die auf eine Hausgemeinschaft hinweisenden Wohnverhältnisse sowie die teilweise widersprüchlichen Aussagen zu den Umständen der Eheschliessung. Die Tatsache, dass die Eheleute sich seit langem kennen, dass unbestrittenermassen eine Hausgemeinschaft besteht, der Beschwerdeführer gut deutsch versteht und sie sich gut kennen, vermag die Würdigung der Vorinstanz nicht grundsätzlich in Frage zu stellen. Ob die Aussagen C.________s zutreffen, ist vor diesem Hintergrund insofern nicht entscheiderheblich (vgl. E. 3.3).