Citation: 6B_791/2019 E. 2.4

2.4. Insgesamt schliesst die Vorinstanz willkürfrei auf eine klare Beweislage (vgl. oben E. 2.2), wonach es keine Hinweise auf ein Testament gibt, das die Beanzeigten hätten beiseite schaffen können (angefochtener Beschluss, S. 8 ff. E. 4.1 ff. und S. 15 E. 5). Mangels ersichtlichem Tatobjekt ist daher kein Tatverdacht erhärtet, der eine Anklage rechtfertigt (Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO). Im Übrigen hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren zu Recht mit einer Einstellungsverfügung (Art. 320 StPO) - und nicht durch Nichtanhandnahme (Art. 310 StPO) - beendet: Der Beizug von Akten (hier des erbrechtlichen Prozesses) im Sinne von Art. 194 StPO ist eine Untersuchungshandlung, die grundsätzlich ein eröffnetes Strafverfahren voraussetzt (Urteile 6B_875/2018 vom 15. November 2018 E. 2.2.2 und 1B_731/2012 vom 8. Februar 2013 E. 2).