Citation: 5A_486/2008 24.07.2008 E. 2

Der Beschwerdeführer leidet laut Rekurskommission an einer psychotischen Dekompensation mit Selbst- und Fremdgefährdung bei bekannter paranoider Schizophrenie mit Residuum, St. n. Polytoxikomanie abstinent seit 2002 sowie an chronischer Hepatitis B. Die Kommission hält zudem fest, das dokumentierte Krankheitsbild habe sich anlässlich der Verhandlung gezeigt; der Beschwerdeführer sei affektiv kaum erreichbar und ohne Krankheitseinsicht gewesen. Er habe bei der Beurteilung seiner Wohnsituation sowie der finanziellen Zukunft eine unrealistische Sicht. Auch sei zu befürchten, dass der Beschwerdeführer die medizinisch notwendigen Medikamente ausserhalb eines überwachten Umfeldes nicht einnehmen werde. Er erscheine als hoffnungslos, resigniert und negativ ablehnend. In Anbetracht dieser Umstände könne eine Entlassung im jetzigen Zeitpunkt nicht verantwortet werden, da die soziale und medizinische Situation (Wohnung und Medikation) abzuklären sei. Der Gutachterauftrag sei zu Recht erfolgt. Die 4-5-Punkt-Fixierung sei am 3. Juli 2008 per sofort aufgehoben worden. Der Beschwerdeführer bleibe aber weiterhin isoliert und die Überwachung werde fortgeführt. Dem Dienstarzteintrag vom 5. Juli 2008 lasse sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer wiederum zunehmend angespannt sei, bei der Visite bedrohlich gewirkt habe und sich bedroht fühle. Im Zusammenhang mit der Medikamentenverschreibung sei der Beschwerdeführer unkooperativ ablehnend.