Citation: 4P.185/2000 04.12.2000 E. 3

3.- a) Der in Art. 29 Abs. 2 BV verankerte Anspruch auf rechtliches Gehör räumt dem Betroffenen als persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht unter anderem das Recht ein, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden. Entsprechend umfasst der Gehörsanspruch für die entscheidende Behörde namentlich die Pflicht, die ihr rechtzeitig und formrichtig angebotenen Beweismittel abzunehmen, es sei denn, diese beträfen eine nicht erhebliche Tatsache oder seien offensichtlich untauglich, die streitige Tatsache zu beweisen (BGE 124 I 241 E. 2 S. 242 mit Hinweisen). Verfassungsrechtlich zulässig ist der Verzicht auf die Abnahme von Beweisen, wenn der Richter ohne Willkür in vorweggenommener Beweiswürdigung annehmen darf, eine weitere Beweiserhebung würde seine Überzeugung nicht ändern. Steht die Abweisung eines Beweisantrages aufgrund einer antizipierten Beweiswürdigung in Frage, prüft das Bundesgericht den angefochtenen Entscheid somit nur unter dem Gesichtswinkel der Willkür, da insoweit nicht der Umfang des verfassungsrechtlichen Anspruchs auf rechtliches Gehör, sondern lediglich eine Frage der Beweiswürdigung zu beurteilen ist (BGE 124 I 208 E. 4a S. 211 mit Hinweisen). b) Das Kantonsgericht gelangte aufgrund der Zeugenaussage der Praxishilfe E.________zur Überzeugung, die Beschwerdeführerin habe die fristlose Entlassung verspätet ausgesprochen. Die in diesem Zusammenhang von der Beschwerdeführerin angebotenen Beweismittel beachtete das Gericht nicht. Es kam somit aufgrund vorweggenommener Beweiswürdigung zum Schluss, dass die Vernehmung des Zeugen F.________ und des Geschäftsführers der Beschwerdeführerin seine Überzeugung nicht zu ändern vermöchten. Ob darin, insbesondere auch im Abstellen auf die Zeugenaussage der Praxishilfe, eine willkürliche Beweiswürdigung zu erblicken ist, ist nachfolgend zu prüfen.