Citation: 6B_1316/2023 E. 1.4.1

1.4.1. Wie im angefochtenen Urteil zu Recht berücksichtigt, lebt der Beschwerdeführer seit jüngster Kindheit und nunmehr seit 21 Jahren ununterbrochen in der Schweiz. Dieser langen Aufenthaltsdauer misst die Vorinstanz zu Recht ein hohes Gewicht bei. Darüber hinaus lassen sich aus der persönlichen Situation des Beschwerdeführers jedoch keine überwiegenden Interessen an einem hiesigen Verbleib ableiten. Dieser ist zwar in beruflicher Hinsicht gut integriert, wie von der Vorinstanz aber richtig ausgeführt, ist er der albanischen Sprache mächtig und es kann angesichts seines noch jungen Alters sowie seiner in der Schweiz absolvierten Ausbildung und seiner Arbeitserfahrung davon ausgegangen werden, dass ihm in Nordmazedonien die Aufnahme einer vergleichbaren beruflichen Tätigkeit gelingen kann. Dass in der Schweiz allenfalls bessere wirtschaftliche Bedingungen vorherrschen, hindert die Landesverweisung nicht (vgl. Urteil 6B_523/2023 vom 18. Oktober 2023 E. 1.5.4 mit Hinweis). Die Vorinstanz weist zudem korrekt darauf hin, dass es sich bei den in der Schweiz lebenden Familienangehörigen (Eltern und Geschwister) des erwachsenen Beschwerdeführers nicht um seine Kernfamilie im Sinne von Art. 8 EMRK handelt (vgl. zum Begriff der Kernfamilie BGE 145 I 277 E. 3.1; Urteile 6B_1040/2023 vom 6. März 2024 E. 5.2.3; 6B_244/2021 vom 17. April 2023 E. 6.3.3; je mit Hinweisen). Ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis lässt sich auch nicht damit begründen, dass der Beschwerdeführer seine Eltern teilweise in administrativen Belangen unterstütze. Dies umso weniger, als seine in der Schweiz wohnhaften fünf Geschwister diese Aufgabe zukünftig übernehmen könnten. Ebenso wenig begründet die (kinderlose) Partnerschaft mit seiner Freundin überwiegende Interessen an einem weiteren Aufenthalt in der Schweiz. Letztere wusste zum Zeitpunkt des Zusammenzugs um die drohende Landesverweisung und im Falle ihres hiesigen Verbleibs erscheint eine zeitweise Pflege der Beziehung mittels Ferienbesuchen und unter Einsatz der üblichen modernen Kommunikationsmittel zumutbar. Seine Eltern halten sich den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz zufolge regelmässig in Nordmazedonien auf. Der Beschwerdeführer ist sodann gesund und verfügt in Nordmazedonien über ein Haus. Zwar moniert er, dieses gehöre de facto seinen Eltern, bringt dabei aber nicht vor, dass er dieses (zumindest zu Beginn seines Aufenthalts) nicht nutzen könnte. Zudem lebt in Nordmazedonien ein Onkel des Beschwerdeführers (auch wenn er eigenen Angaben zufolge keinen Bezug zu diesem habe). Soweit der Beschwerdeführer im Übrigen die Zahl seiner Ferienaufenthalte in Nordmazedonien relativiert, bleibt anerkannt, dass er das Land letztmals im vergangenen Jahr und damit erst vor Kurzem besuchte. Dieses ist ihm damit nicht gänzlich unbekannt. Ein gewisses Mass an Kulturvermittlung dürfte schliesslich auch in seinem Elternhaus stattgefunden haben. Es ist damit durchaus von bestehenden Interessen des Beschwerdeführers an einem weiteren Verbleib in der Schweiz auszugehen, die sich allerdings weitestgehend in seinem langjährigen Aufenthalt und der Vermeidung der mit einem Wegzug üblicherweise verbundenen Mühen (Aufbau eines neuen Umfelds, Suchen einer neuen Arbeit etc.) erschöpfen.