Citation: 8C_123/2018 E. 5.2.3

5.2.3. Zu den weiteren Kriterien ist zu ergänzen, dass der Unfall vom 29. Dezember 2001 objektiv betrachtet nicht besonders eindrücklich war und keine besonders dramatischen Begleitumstände aufwies. Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus den Schilderungen des Beschwerdegegners zum Hergang (wonach er den Knochen habe brechen hören) und weiteren Verlauf (Aufsuchen eines Arztes und anschliessend eines Spitals, starke Schmerzen, dreimonatiger Aufenthalt im Elternhaus in Serbien usw.). Weiter war die Verletzung weder schwer noch von besonderer Art; im Übrigen ist eine Unterschenkelfraktur erfahrungsgemäss nicht geeignet, psychische Fehlentwicklungen auszulösen. Da nach der Operation vom 16. April 2002 nur ein weiterer operativer Eingriff zur Metallentfernung und Narbenexzision am 14. August 2003 erfolgte, kann nicht von einer ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung gesprochen werden, zumal anschliessend erfolgte ärztliche Kontrolluntersuchungen, manualtherapeutische oder medikamentöse Behandlungen (z.B. mit Chondrosulf) diesem Kriterium praxisgemäss nicht zugeordnet werden können (vgl. Urteil 8C_860/2015 vom 30. Juni 2016 E. 4.4). Schliesslich finden sich in den Akten keine Anhaltspunkte für eine ärztliche Fehlbehandlung.