Citation: 8C_591/2021 E. 6.4.2

6.4.2. Wie die Vorinstanz weiter ausführte, dreht sich der Streit hier nicht um die Leistungspflicht bei Bedürftigkeit, sondern um die Finanzierungsmodalitäten, wenn Leistungsbezüger ausserhalb des Wohnkantons Schwyz in sozialen Einrichtungen untergebracht sind. Zu Recht verweist das kantonale Gericht darauf, BGE 143 V 451 basiere im Vergleich zur hier strittigen Konstellation auf einer anderen Ausgangslage. Das genannte Bundesgerichtsurteil lässt entgegen der Beschwerdeführerin nicht darauf schliessen, dass die Zuständigkeit in Bezug auf die Leistungsabgeltung (im Sinne von Art. 19 ff. IVSE) auch bei nicht identischem Unterstützungswohnsitz und zivilrechtlichem Wohnsitz (vgl. E. 6.3 hievor) stets an den Unterstützungswohnsitz anzuknüpfen sei. Leistungsschuldner ist gemäss IVSE vielmehr der zivilrechtliche Wohnkanton (vgl. dazu den von der Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren [SODK] verabschiedeten "Kommentar zur Interkantonalen Vereinbarung für soziale Einrichtungen [IVSE]" in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung zu Art. 4 lit. d IVSE; als Download abrufbar unter: https://www.sodk.ch/de/ivse/sammlung-erlasse-ivse; vgl. dazu auch BGE 143 V 451 E. 9.4). Die Vorinstanz vertrat bereits im damals angefochtenen Gerichtsentscheid, welcher BGE 143 V 451 zu Grunde lag, die Auffassung, angesichts des fehlenden Angebots an geeigneten Einrichtungen innerhalb des Kantons Schwyz komme es nicht in Frage, durch Platzierung eines Kindes die Kosten auf die Standortgemeinde zu überwälzen (BGE 143 V 451 E. 5), zumal bundesrechtlich angeordnete Kindesschutzmassnahmen praxisgemäss nicht durch eine ungesicherte Finanzierung gefährdet werden sollten (vgl. Urteil 8C_358/2018 vom 22. Oktober 2018 E. 4.4 mit Hinweisen).