Citation: 1P.576/2001 05.11.2001 E. 2

2.- a) Der Beschwerdeführer behauptet eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör, weil sich das Kantonsgericht nicht mit jeder seiner Rügen auseinandergesetzt habe. Er beruft sich dabei direkt auf die Bundesverfassung. Die Frage einer allfälligen Missachtung der unmittelbar aus Art. 29 Abs. 2 BV (bzw. Art. 4 aBV) abgeleiteten verfahrensrechtlichen Mindestgarantien prüft das Bundesgericht mit freier Kognition (BGE 125 I 417 E. 7a S. 430). b) aa) Der Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt unter anderem, dass eine Behörde die Vorbringen der vom Entscheid in ihrer Rechtsstellung Betroffenen tatsächlich hört, sorgfältig und ernsthaft prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die grundsätzliche Pflicht der Behörden, ihren Entscheid zu begründen. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass der Betroffene den Entscheid gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann (BGE 123 I 31 E. 2c S. 34). Dies ist nur möglich, wenn sowohl er wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheides ein Bild machen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid stützt. Das bedeutet indessen nicht, dass sich diese ausdrücklich mit jeder Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 126 V 130 E. 2a S. 130 f.; 121 I 54 E. 2c S. 57; 112 Ia 107 E. 2b S. 110, mit Hinweisen). bb) Der Beschwerdeführer macht eine Verletzung des rechtlichen Gehörs in zwei Punkten geltend. Einerseits habe er bereits im kantonalen Berufungsverfahren darauf hingewiesen, dass er die Zeugin P.________ am 16. August 1999, mithin einen Tag früher als vom Bezirksgericht angenommen, besucht habe. Das Kantonsgericht sei auf diese Rüge nicht eingegangen. Indessen wird die Darstellung des Beschwerdeführers im angefochtenen Entscheid (vgl. S. 13) ausdrücklich verworfen. Damit ist erstellt, dass sich das Kantonsgericht entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers mit dessen Vorbringen auseinandergesetzt hat. Zum andern beanstandet der Beschwerdeführer, die Rechtsmittelinstanz habe sich nicht zu seinem Einwand geäussert, wonach ein allfälliges strafbares Verhalten gegenüber den Zeuginnen C.________ und P.________ nicht als versuchte Erpressung, sondern höchstens als versuchte Nötigung zu qualifizieren sei. Dabei übersieht er, dass das Kantonsgericht durch die Qualifikation des fraglichen Vorgehens als Erpressungsversuch (vgl. E. 5 des angefochtenen Entscheids) zugleich - implizit - den Tatbestand der versuchten Nötigung nicht als erfüllt erachtet hat. Ob diese Subsumtion in Übereinstimmung mit den einschlägigen strafrechtlichen Normen erfolgte, ist eine im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde nicht zu prüfende Rechtsanwendungsfrage. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs des Beschwerdeführers ist demnach zu verneinen.