Citation: 5A_251/2024 E. 2.4.2

2.4.2. Zutreffend hat das Obergericht sodann erkannt, dass das Regionalgericht nicht verpflichtet war, dem Beschwerdeführer eine Nachfrist anzusetzen. Im Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege muss ein anwaltlich vertretener Ehegatte grundsätzlich begründen, weshalb auf einen Prozesskostenvorschuss des anderen Ehegatten zu verzichten ist. Fehlt eine Begründung, kann das Gesuch ohne Weiteres abgewiesen werden. Das Gericht ist nicht verpflichtet, die Akten nach möglichen Hinweisen und Anhaltspunkten zu durchforsten, die darauf schliessen lassen könnten, dass kein Anspruch auf Prozesskostenvorschuss besteht (Urteile 5A_945/2023 vom 14. Mai 2024 E. 4.1.1; 5A_49/2017 vom 18. Juli 2017 E. 3; 5A_556/2014 vom 4. März 2015 E. 3.2; 5A_508/2007 vom 3. Juni 2008 E. 5). Dass es nicht angehen kann, die Allgemeinheit die Prozesskosten eines Bedürftigen tragen zu lassen, dessen Ehegatte in der Lage ist, ihm die Prozesskosten zumindest vorzuschiessen, muss einer anwaltlich vertretenen Partei somit bekannt sein (Urteil 4A_404/2022 vom 17. Oktober 2022 E. 4.3.3).