Citation: 9C_590/2017 E. 6.3.4

6.3.4. Zu den ebenfalls der Kategorie des funktionellen Schweregrades angehörenden Komplexen "Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen) und "sozialer Kontext" enthalten die Unterlagen nur wenige Angaben. So steht fest, dass sich die Versicherte früher nicht nur um ihre drei zwischen 1989 und 1994 geborenen Kinder kümmerte, sondern daneben teilzeitlich bis ins Jahr 2007 als Raumpflegerin arbeitete. Des Weitern gab sie an, ein glückliches Familienleben geführt zu haben. Diese Umstände sprechen für das Vorliegen einiger persönlicher Ressourcen. Weiter äusserte sich auch der Ehemann dahingehend, dass die Versicherte bis zur Operation eine fleissige, offene und fröhliche Frau gewesen sei. Nach dem Eingriff habe sich aber alles verändert, "als wäre sie eine andere Person". Für ihn sei klar, dass sie leide und ihn brauche; er sei bereit, sie jederzeit zu unterstützen, weshalb er denn auch nicht mehr arbeiten gehe. Im RAD-Bericht vom 14. Dezember 2016 wird festgehalten, dass sich bei der Versicherten im Zusammenhang mit der Erkrankung eine hochgradige Abhängigkeit mit Anspruchs- und Erwartungshaltung gegenüber allen anderen und insbesondere auch ein spezielles Verhältnis zu ihrem Ehemann entwickelt hätten.