Citation: U 414/05 07.06.2006 E. A

Die 1970 geborene S.________ war in einem Beschäftigungsprogramm der Stiftung E.________, tätig und seit dem 16. Juni 2002 als arbeitslose Person bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 14. November 2002 erlitt sie einen Auffahrunfall. Sie hielt mit ihrem Auto vor einem Fussgängerstreifen an, worauf der nachfolgende PW in das Heck ihres Fahrzeugs prallte. Im Spital M.________, in dem sie vom 14. bis 20. November 2002 hospitalisiert war, wurden eine commotio spinalis und ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule (HWS) sowie eine mediane und links paramediane Diskushernie L4/5 diagnostiziert. Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld). Wegen starker Rückenschmerzen begab sich die Versicherte am 16. Januar 2003 in die Sprechstunde des Kantonsspitals X.________, wo die Diagnose eines schweren lumbovertebralen Syndroms neben einem Schleudertrauma der HWS sowie einer lumbalen Diskushernie L4/5 links ohne radikuläre Symptomatik gestellt wurde. Vom 30. Januar bis 3. Februar 2003 befand sich die Versicherte in der medizinischen Abteilung des Spitals M.________ erneut in Behandlung. Die auf Anregung des (früheren) Hausarztes Dr. med. W.________, Arzt für allgemeine Medizin FMH, durchgeführte kreisärztliche Untersuchung zeigte am 18. März 2003 eine Patientin mit starken Schmerzen lumbal, überhaupt im Bereich der ganzen Wirbelsäule wie auch mit Nacken- und Hinterkopfschmerzen; der Kreisarzt empfahl eine stationäre Behandlung in Y.________ und stellte eine volle Arbeitsunfähigkeit fest. Eine biomechanische Kurzbeurteilung (Triage) der Arbeitsgruppe für Unfallmechanik, vom 24. März 2003 ergab für das Unfallgeschehen vom 14. November 2002 eine kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung (delta-v) unterhalb oder innerhalb eines Bereiches von 10 bis 15 km/h; die bei der Versicherten festgestellten Beschwerden werden im Normalfall als durch die Kollisionseinwirkung eher schwer erklärbar bezeichnet, angesichts der vorbestehenden Diskushernie L4/5 aber als "eher erklärbar" erachtet. Während eines Aufenthaltes in der Klinik Y.________ vom 30. April bis zum 4. Juni 2003 wurde die Versicherte psychosomatisch, neurologisch, neuropsychologisch sowie radiologisch abgeklärt. Im Rahmen der Kollision vom 14. November 2002 sei von einer HWS-Distorsion und einem Verdacht auf commotio spinalis auszugehen. Diagnostiziert wurde einerseits ein panvertebrales Schmerzsyndrom mit Schmerzausstrahlung ins rechte Bein sowie andererseits eine Anpassungsstörung mit somatoformer Komponente und ein maladaptiver Umgang mit der Schmerzproblematik; bei Klinikaustritt wurde "global" eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit festgestellt, wobei allein aus psychischen Gründen eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von ca. 50 % angenommen wurde (Austrittsbericht vom 5. Juni 2003). Aufgrund dieses Berichts hielt der Kreisarzt am 24. Juli 2003 fest, dass die Diskushernie L4/5 zur Zeit wahrscheinlich ohne wesentliche klinische Relevanz sei und die psychische Problematik ganz im Vordergrund stehe. Mit Verfügung vom 31. Juli 2003 stellte die SUVA ihre Leistungen per 17. August 2003 ein, weil kein rechtserheblicher (adäquater) Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 14. November 2002 und den weiterhin geklagten Beschwerden bestehe. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 30. April 2004 fest.