Citation: 9C_414/2023 E. 4.3

4.3. Die Beschwerdeführerin beruft sich im Weiteren auf die zwischen ihr und ihrer ehemaligen Arbeitgeberin am 16. Juni 2020 vor der Schlichtungsbehörde Bern-Mittelland geschlossenen Vereinbarung, wonach das Arbeitsverhältnis erst auf den 31. Oktober 2019 endete. Sie macht geltend, sie habe daher eine Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit erst auf den 1. November 2019 nachzuweisen. Es erscheint zweifelhaft, ob einer solchen nachträglichen Vereinbarung tatsächlich für die Frage des Erwerbsausfalls eine Bedeutung zugemessen werden könnte, würde sich doch bejahendenfalls ein erhebliches Missbrauchspotenzial eröffnen, da die Parteien des Arbeitsvertrages nachträglich zu Lasten der Krankenversicherung kontraktieren könnten. Jedenfalls könnte einer solchen Vereinbarung höchstens dann eine Bedeutung zukommen, wenn sie überwiegend wahrscheinlich auch dann geschlossen worden wäre, wenn die versicherte Person gesund geblieben wäre. Gemäss den verbindlichen vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen ist dies vorliegend nicht der Fall. Die Beschwerdeführerin behauptet diesbezüglich zwar eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung durch das kantonale Gericht, ohne jedoch darzulegen, inwiefern diese Feststellungen offensichtlich unrichtig im Sinne der Rechtsprechung (vgl. E. 1.2 hiervor) sein sollten. Somit kann die Beschwerdeführerin aus der Vereinbarung vom 16. Juni 2020 für die vorliegend streitigen Belange nichts zu ihren Gunsten ableiten.