Citation: 8C_526/2024 E. 4.3.4

4.3.4. Der Beschwerdeführer bestreitet die vorinstanzlichen Feststellungen betreffend die psychopathologischen Befunde im Vergleichszeitpunkt (5. November 1999) und im Verfügungszeitpunkt (19. Oktober 2022) nicht. Das Bundesgericht bleibt deshalb daran gebunden (vgl. E. 1.1 hiervor). Der Beschwerdeführer vermag mit seinen Vorbringen nicht darzutun, inwiefern der Schluss der Vorinstanz auf eine massgebliche Veränderung des Gesundheitszustand in psychischer Hinsicht offensichtlich unrichtig sein soll. Es trifft zwar zu, dass Dr. med. B.________ die Frage nach einer Veränderung des Gesundheitszustands gegenüber dem Vergleichszeitpunkt aufgrund des aggravierenden Verhaltens des Beschwerdeführers nicht beantworten konnte und dass er bereits ab 1997 Hinweise auf eine nicht authentische Beschwerden- und Leistungspräsentation sah. Im neuropsychologischen Gutachten vom 20. September 1999 wurden Aggravationstendenzen jedoch explizit verneint. Zudem hielt Dr. med. B.________ fest, dass spätestens mit den Ergebnissen der verkehrsmedizinischen Begutachtung im Jahr 2002 mit weit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine massgebliche Minderung der Arbeitsfähigkeit mehr postuliert werden könne. Für die Zeit davor äusserte er lediglich "erhebliche Zweifel" an einer massgeblichen Minderung der Arbeitsfähigkeit. Die retrospektive Beurteilung des Dr. med. B.________ ist demnach mit erheblichen Unsicherheiten behaftet, wie auch die Vorinstanz zutreffend feststellte. Jedenfalls lassen die Ausführungen des psychiatrischen Gutachters - entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers - nicht auf einen im Wesentlichen gleich gebliebenen Gesundheitszustand schliessen.