Citation: 1C_425/2016 E. 3.6.2

3.6.2. Gestützt darauf ist es auch in rechtlicher Hinsicht nicht unhaltbar, die Voraussetzung von Art. 28 Abs. 3 Ziff. 3 StrG als erfüllt zu beurteilen, wonach die Unterschreitung des Strassenabstandes die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigen darf. Überdies liegen ein sachlicher Grund und damit besondere Umstände vor, um vom gesetzlichen Strassenabstand abzuweichen. Wie die Bauherrschaft schon im Baubewilligungsverfahren geltend gemacht und das Verwaltungsgericht verbindlich festgehalten hat, befindet sich auf dem Baugrundstück eine denkmalgeschützte Baute. Dieser Umstand erfordert einen erhöhten Abstand des Neubaus. Dabei handelt es sich um ein ernsthaftes, sachliches Anliegen, dem durch ein Verschieben des Baukörpers gegen die Strasse hin entsprochen werden kann. Das rechtfertigt ein Unterschreiten des Strassenabstandes, zumal dadurch die Verkehrssicherheit nicht gefährdet wird. Dass die Wohnqualität der Beschwerdeführerin, wie diese geltend macht, massgeblich beeinträchtigt wird, wird nicht nachvollziehbar und ausreichend dargelegt. Es kann daher dahin gestellt bleiben, inwieweit dies gegebenenfalls überhaupt zu berücksichtigen wäre.