Citation: 6B_1079/2022 E. 4.3

4.3. Die Kritik ist ebenfalls unbegründet. Erforderliche zusätzliche Beweiserhebungen sind im Berufungsverfahren vom Berufungsgericht vorzunehmen (vgl. Art. 389 Abs. 3 StPO) und stellen grundsätzlich keinen schwerwiegenden Mangel im Sinne von Art. 409 Abs. 1 StPO dar, der eine Rückweisung an die erste Instanz rechtfertigt (vgl. Urteile 6B_1084/2019 vom 9. September 2020 E. 2.4.2; 6B_1075/2019 vom 2. Juli 2020 E. 4; 6B_1335/2019 vom 29. Juni 2020 E. 3.2; 6B_1014/2019 vom 22. Juni 2020 E. 2.4). Vorliegend beschränkte sich die Vorinstanz darauf, einzelne Personen erneut zu befragen. Die Mehrheit der im Untersuchungsverfahren und im erstinstanzlichen Verfahren erhobenen Personalbeweise, insbesondere die Befragungen des Beschwerdeführers und des Beschwerdegegners 2, welche direkt in das schwerste Tatgeschehen involviert waren, wurde gemäss der Vorinstanz jedoch korrekt durch die dem Berufungsgericht vorgelagerten Untersuchungs- und Gerichtsbehörden abgenommen (vgl. angefochtenes Urteil S. 11). Die Vorinstanz verneinte daher zu Recht einen wesentlichen Mangel im Sinne von Art. 409 Abs. 1 StPO, der zwingend zur Rückweisung des Verfahrens an das Bezirksgericht hätte führen müssen.