Citation: 5A_204/2019 E. 4.3

4.3. Haben die Ehegatten vor dem 1. Januar 1995 geheiratet, so wird die Austrittsleistung im Zeitpunkt der Eheschliessung aufgrund einer vom Eidgenössischen Departement des Innern (EDI) erstellten Tabelle berechnet (Art. 22b Abs. 1 des Freizügigkeitsgesetzes vom 17. Dezember 1993 [FZG; SR 831.42]). Art. 22b Abs. 2 FZG definiert die Eckwerte, von welchen für die Berechnung der Austrittsleistung im Zeitpunkt der Eheschliessung anhand der Tabelle auszugehen ist. Dabei handelt es sich einerseits um den Zeitpunkt und die Höhe der ersten, nach Art. 24 FZG von Gesetzes wegen mitgeteilten Austrittsleistung; ist zwischen der Eheschliessung und dem Zeitpunkt der mitgeteilten Austrittsleistung eine Austrittsleistung fällig geworden, so sind deren Höhe und der Zeitpunkt ihrer Fälligkeit für die Berechnung massgebend (lit. a). Andererseits sind der Zeitpunkt und die Höhe der letzten, vor der Eheschliessung bekannten Eintrittsleistung in ein neues Vorsorgeverhältnis massgebend; ist keine solche Eintrittsleistung bekannt, so gelten das Datum des Beginns des Vorsorgeverhältnisses und der Wert Null (lit. b). Die Anwendung der durch die Tabelle vorgezeichneten - schematisierten - Berechnungsweise ist zwingend und der Beweis nicht zugelassen, dass die Austrittsleistung einen höheren oder niedrigeren Wert als den nach der Tabelle errechneten hat (BGE 141 V 667 E. 4.2.3.2 S. 671 mit Hinweisen).