Citation: 5A_593/2021 E. 4.2

4.2. Für die Zeit ab Februar 2021 erwog das Kantonsgericht, das anrechenbare Einkommen der Beschwerdeführerin steige auf Fr. 3'400.--. Ihr Überschuss erhöhe sich damit auf Fr. 1'060.--. Das Vorhandensein eines Überschusses beim hauptbetreuenden Elternteil führe allerdings nicht ohne Weiteres zu dessen Beteiligung am Barunterhalt des Kindes, ansonsten dem Prinzip der Gleichwertigkeit von Natural- und Geldunterhalt keine Nachachtung verschafft würde. Das Gericht könne nur einzelfallbezogen und ermessensweise den hauptbetreuenden Elternteil dazu verpflichten, neben dem Naturalunterhalt einen Teil des Barbedarfs des Kindes zu decken. Je besser die finanziellen Verhältnisse des hauptbetreuenden Elternteils seien, desto eher sei eine Beteiligung desselben am Barunterhalt des Kindes in Betracht zu ziehen. Vorliegend seien die finanziellen Verhältnisse der Beschwerdeführerin auch ab 1. Februar 2021 nicht derart gut, dass sich ihre Beteiligung am Barunterhalt der beiden Töchter rechtfertigen liesse. Ihr rechnerischer Überschuss von Fr. 1'060.-- vor Steuern lege einzig nahe, ab 1. Februar 2021 von einer Beteiligung der beiden Töchter am Überschuss des Beschwerdegegners von Fr. 330.-- nach Steuern abzusehen. Ab diesem Zeitpunkt habe dieser an den Unterhalt von C.________ Fr. 200.-- und an denjenigen von D.________ Fr. 1'550.-- zu bezahlen.