Citation: 6B_1453/2020 E. 4

Der Beschwerdeführer wendet sich gegen die Landesverweisung. Er macht geltend, es liege ein schwerer persönlicher Härtefall vor. Unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände sei eine Landesverweisung nicht gerechtfertigt, insbesondere weil seine drei minderjährigen Kinder in der Schweiz bei ihm leben werden und auf ihn angewiesen seien. Das Alter der Kinder lasse eine Entwurzelung nicht mehr zu und in seinem Heimatland gäbe es keine tragbare Alternative, um die Lebenswege der Kinder erfolgreich weiterzuführen. Die Anordnung einer Landesverweisung sei nicht mit Art. 8 EMRK vereinbar und verletze ausserdem das Verhältnismässigkeitsprinzip. Er habe sich nur gewehrt und die Verletzungen des Geschädigten seien als leicht zu bezeichnen. Zudem sei die Tat nicht geplant gewesen, vielmehr sei er dazu genötigt worden (Beschwerde S. 8 ff.). Auf die Vorbringen des Beschwerdeführers bezüglich der Landesverweisung kann nicht eingetreten werden. Eine qualifizierte Rügepflicht (E. 1.2 vorstehend) besteht auch, wenn eine Verletzung von Grundrechten einschliesslich der EMRK behauptet wird. Das gilt ebenso hinsichtlich des weiteren Völkerrechts. Damit tritt das Bundesgericht auch bei der Anfechtung einer Landesverweisung nicht auf Rügen ein, die ungenügend begründet sind oder sich auf bloss appellatorische Kritik beschränken (Urteile 6B_1258/2020 vom 12. November 2021 E. 4.2.7; 6B_1102/2020 vom 20. Mai 2021 E. 2; 6B_970/2019 vom 16. Oktober 2019 E. 3). Zum einen weicht der Beschwerdeführer von den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz ab oder ergänzt diese. Entgegen seiner diesbezüglich qualifizierten Rügepflicht beschränkt er sich dabei darauf, den vorinstanzlichen Ausführungen einzig seine Sicht der Dinge entgegenzustellen. Auf solche Ausführungen geht das Bundesgericht nicht ein. Dies ist etwa der Fall, wenn er behauptet, seine drei Kinder seien alle auf ihn angewiesen (Beschwerde S. 18 Ziff. 20), würden alle bei seinen Eltern wohnen und wollten nicht bei der Kindsmutter leben (Beschwerde S. 13 Ziff. 15). Die Vorinstanz stellt in diesem Zusammenhang fest, die beiden älteren Kinder (im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils 16 und 13 Jahre alt) lebten seit der Inhaftierung des Beschwerdeführers bei seinen Eltern, während die jüngste Tochter (im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils 11 Jahre alt) bei der Kindsmutter wohne (Urteil S. 38 f. E. 6.3.2). Ausserdem sei das Scheidungsverfahren noch hängig, weshalb auch die Regelung der Kinderbelange - namentlich auch deren Wohnsituation - noch nicht entschieden sei (Urteil S. 43 E. 6.4). Zum anderen befasst sich der Beschwerdeführer nicht mit den vorinstanzlichen Erwägungen. Namentlich scheint er zu verkennen, dass die Vorinstanz in einer Eventualbegründung zu seinen Gunsten (knapp) von einem Härtefall ausgeht, nach Würdigung sämtlicher Umstände und mit einwandfreier Begründung aber zum Schluss gelangt, es sei von einer besonderen Gefährlichkeit des Beschwerdeführers für die öffentliche Sicherheit und einer ungünstigen Legalprognose auszugehen, womit ein hohes öffentliches Interesse an der Landesverweisung gegeben sei. Dieses überwiege das private Interesse des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz, zumal seine Resozialisierungschancen in seinem Heimatland durchaus intakt erschienen (Urteil S. 42 f. E. 6.4). Auch mit diesen Erwägungen setzt sich der Beschwerdeführer überhaupt nicht auseinander.