Citation: 2C_294/2024 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdeführerin geht zwar gleich wie die Vorinstanz von einer Regelungslücke aus, ist jedoch nicht einverstanden mit der analogen Anwendung von Art. 3 Abs. 2 lit. a Covid-19-Härtefallverordnung zur Lückenfüllung. Vom Umsatz der Periode vom 8. Januar 2020 bis Ende Februar 2020 (aber auch von jenem des Jahres 2017) auf den hypothetischen (d.h. ohne die behördlichen Massnahmen erzielten) Umsatz der Folgemonate zu schliessen, sei in keiner Weise repräsentativ und widerspreche dem Zweck der Covid-19-Härtefallmassnahmen. Zudem führe dies zu einer Ungleichbehandlung gegenüber Konkurrenzbetrieben, die in den Jahren 2018 und 2019 normal Umsatz generierten oder den Betrieb zu einem früheren Zeitpunkt wiedereröffneten - bei welchen also auf repräsentative Umsatzzahlen habe abgestellt werden können. Für die Berechnung des massgeblichen Umsatzrückgangs im Jahr 2020 bzw. 2020/2021 sei der tatsächlich erwirtschaftete Umsatz stattdessen ins Verhältnis zum plausibel budgetierten durchschnittlichen Jahresumsatz zu setzen, den sie nach der umfangreichen Renovation - ohne Covid-19-Epidemie - im Jahr 2020 (rund Fr. 15'436'000.--) bzw. vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2021 (rund Fr. 15'729'000.--) zu erzielen erwartet habe. So ergebe sich ein Umsatzrückgang von mehr als 40 Prozent.