Citation: 4A_56/2023 E. 5.3.1

5.3.1. Sie rügen, indem das Mietgericht und mit ihm das Obergericht bei der Festsetzung des Mietzinses sowohl auf die Orts- und Quartierüblichkeit als auch auf die Sanierungs- respektive Umbauarbeiten im Sinne von "wertvermehrenden Investitionen" Rücksicht genommen hätten, seien "in unzulässiger Weise das Marktprinzip nach Art. 269a lit. a OR mit dem Kostenprinzip nach Art. 269a lit. b OR vermischt" worden. Dies trifft nicht zu. Die Vorinstanzen haben sich an die bundesgerichtlichen Vorgaben gehalten, wonach die mit Statistiken ermittelten Zahlen zur Orts- und Quartierüblichkeit anhand der Merkmale der konkret infrage stehenden Wohnung zu justieren sind. So sind der Ausbaustandard der Wohnung, der Zustand des Mietobjekts und vor Mietbeginn durchgeführte Sanierungs- und Renovationsarbeiten in diesem Zusammenhang zu berücksichtigen, wie das Bundesgericht ausdrücklich präzisiert hat (zuletzt Urteil 4A_554/2021 vom 2. Mai 2022 E. 4.4.2.6, nicht publ. in: BGE 148 III 209).