Citation: 6B_563/2021 E. 2.4.1

2.4.1. Am 9. Februar 2012 wurde in Absprache mit der Staatsanwaltschaft eine polizeiliche Videobefragung der Beschwerdegegnerin 2 durchgeführt, um Erkenntnisse über den Tathergang und den Beschwerdeführer zu gewinnen. Dabei sagte diese aus, dass der Beschwerdeführer sexuelle Handlungen an ihr vorgenommen habe. Nach der Befragung der Beschwerdegegnerin 2 waren die tatsächlichen Hinweise auf eine strafbare Handlung des Beschwerdeführers konkret und erheblich. Sie gingen über bloss vage Vermutungen offensichtlich hinaus. Zu diesem Zeitpunkt lag daher ein hinreichender Tatverdacht im Sinne von Art. 309 Abs. 1 lit. a StPO vor. Gestützt auf den Sachverhalt, der sich aus der Videobefragung der Beschwerdegegnerin 2 ergab, erliess die Staatsanwaltschaft am 10. Februar 2012, um 08.15 Uhr, einen Durchsungs- und Beschlagnahmebefehl gegen den Beschwerdeführer. Zur Begründung wurde ausgeführt, aufgrund polizeilicher Ermittlungen werde der Beschwerdeführer dringend verdächtigt, sich sexueller Handlungen mit Kindern im Sinne von Art. 187 StGB schuldig gemacht zu haben.