Citation: 1C_277/2021 E. 4.2

4.2. Die kantonalen Instanzen gehen nach Auffassung der Beschwerdeführer zudem in willkürlicher Weise davon aus, dass es mangels Geschosszahlvorschriften in der BZO der Gemeinde Männedorf nicht darauf ankomme, ob das oberste Geschoss ein Voll- oder Dachgeschoss sei. Die BZO der Gemeinde Männedorf sehe in Ziff. 6.4.1 ff. Bestimmungen über die Dachgestaltung vor. Würde es auf die Definition der Geschosse nicht ankommen, könnten diese Vorschriften gar nicht zur Anwendung kommen. Ausserdem leide die von der Vorinstanz vertretene Auffassung, wonach es auf die Qualifikation des obersten Geschosses nicht ankomme, an einem inneren Widerspruch. Gemäss § 280 Abs. 1 PBG/ZH sei nur die Höhe von Fassaden von Dachgeschossen bei der Bemessung der Gebäudehöhe ausser Acht zu lassen. Entsprechend komme es entscheidend darauf an, ob ein Attikageschoss vorliege oder nicht, was sich nur anknüpfend an die Geschosszahldefinitionen feststellen lasse. Bei zutreffender Messweise übersteige der Höhenunterschied zwischen der Schnittlinie der Oberkante der talseitigen Fassade des obersten Geschosses und dem darüberliegenden Dachbereich die maximal zulässige Gebäudehöhe von 7.5 Metern deutlich.