Citation: 5A_681/2018 E. 5.2.10

5.2.10. Auch was die Position "Spenden/Vereinsmitgliedschaften" angeht, kommt das Obergericht nicht auf den erstinstanzlichen Entscheid zurück, der dem Beschwerdegegner unter dem Titel "Spenden" gestützt auf die Angaben in der Steuererklärung 2015 Fr. 100.-- pro Monat anrechnete. Dass die Spenden aus dem Vermögen der Beschwerdeführerin getätigt wurden, sei nicht von Bedeutung. Die Parteien hätten als Ehegatten gelebt und gemeinsam aus dem Vermögen gespendet, weshalb auch diese Ausgaben "durchaus zur Lebenshaltung" gehören würden und im Bedarf zu berücksichtigen seien. Ein weiteres Mal ergeht sich die Beschwerdeführerin in unnützen Rügen darüber, dass das Obergericht willkürlich die Regeln der Beweislastverteilung, der Dispositionsmaxime und der korrekten Unterhaltsberechnung verletze. Wie die resümierten vorinstanzlichen Erwägungen zeigen, kann keine Rede davon sein, dass das Obergericht den Einwand, wonach die Spenden allein aus ihrem Vermögen stammen, "überhört" hätte. Als Beweisergebnis steht dem angefochtenen Entscheid zufolge fest, dass Spenden zur Lebenshaltung der Parteien gehörten. An diesem Beweisergebnis bemängelt die Beschwerdeführerin, dass sich die kantonalen Instanzen zur Ermittlung des Spendenbetrags einzig auf die Steuererklärung 2015 abstützen, die Spenden in der Höhe von Fr. 2'573.-- ausweist, und die Steuererklärungen 2011 bis 2014 beiseite lassen, gemäss denen sich ihre jährlichen Spenden zwischen Fr. 250.-- und Fr. 600.-- bewegen. Damit sei der Sachverhalt willkürlich festgestellt. Mit dieser Rüge ist die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht mangels Ausschöpfung des kantonalen Instanzenzugs nicht zu hören. Denn dass sie diesen Vorwurf schon vor der Vorinstanz vorgetragen hätte, ist dem angefochtenen Entscheid nicht zu entnehmen und wird auch nicht geltend gemacht (s. BGE 143 III 290 E. 1.1 S. 292 f. mit zahlreichen Hinweisen; Urteil 4A_32/2018 vom 11. Juli 2018 E. 5.2.1).