Citation: 9C_427/2024 E. 7.3.2

7.3.2. Vor diesem Hintergrund erscheint es wenig glaubhaft, dass die Beschwerdeführerin keinerlei Kenntnis von den beschriebenen Geschehnissen gehabt haben soll. Vielmehr kann es als erwiesen angesehen werden - den entsprechenden Feststellungen der Vorinstanz hält die Beschwerdeführerin denn auch nichts Substanziiertes entgegen -, dass sie um die in ihrem Namen gemachten Angaben und die daraus folgende Unterstellung unter den AVE GAV FAR wie auch die deklarierten Lohnsummen wusste und damit, zumindest stillschweigend, einverstanden war. Von wem die der Beschwerdegegnerin eingereichten Formulare letztlich ausgefüllt resp. die Lohnsummen gemeldet wurden und ob diese Person im damaligen Zeitpunkt hierzu bevollmächtigt war, spielt nach dem Gesagten keine Rolle. Anzufügen ist in diesem Zusammenhang immerhin, dass es, worauf bereits das kantonale Geric ht hingewiesen hat, kaum nachvollziehbar scheint, dass keiner der drei bis am zzz 2022 amtenden, mit der Geschäftsführung betrauten, einzelzeichnungsbefugten Gesellschafter in einem Kleinbetrieb wie der Beschwerdeführerin von den in ihrem Namen mit der Beschwerdegegnerin geführten Korrespondenz wusste. Auch ist schliesslich nicht auszumachen, welches Interesse der Treuhänder G.________ daran gehabt haben sollte, sich ohne entsprechendes Mandat als Vertreter der Beschwerdeführerin auszugeben und in deren Namen (unwahre) Angaben zu machen. So oder anders müsste sich die Beschwerdeführerin jedoch auf Grund des Rechtsscheins, den sie - ob gewollt oder nicht - erweckte, auf den entsprechenden Handlungen behaften lassen. Spätestens bei der (Teil-) Begleichung der Beitragsrechnungen hätte es ihr bei gebotener Aufmerksamkeit klar sein müssen, dass sie dem AVE GAV FAR unterstellt worden war und die Beschwerdegegnerin für sie die in den Rechnungen angegebenen Lohnsummen deklariert hatte. Indem die Beschwerdeführerin in der Folge vorbehaltlos bzw. jedenfalls ohne die Beitragspflicht zu beanstanden mehrere Teilzahlungen leistete, weckte sie der Beschwerdegegnerin gegenüber zumindest den Rechtsschein des Einverständnisses. Demgegenüber ist nicht erkennbar, woraus die Beschwerdegegnerin ihrerseits hätte darauf schliessen müssen - sämtliche Korrespondenz war an die Domiziladresse der Beschwerdeführerin gesandt und adäquat beantwortet worden -, dass die besagten Handlungsschritte nicht dem wahren Willen der Adressatin hätten entsprechen sollen.