Citation: 5C.75/2002 29.08.2002 E. A

In der von der WM Wirtschaftsmedien AG herausgegebenen Zeitschrift "Bilanz" erschien auf Seite 15 der Ausgabe Juli 2001 unter dem Titel "Jüngstes Gerücht" folgender Artikel: "Den Zuger Rechtsanwälten Helmut Groner und Erwin Lustenberger droht neues Ungemach. Sie sind von der Lagamex beim Kantonsgericht Zug je solidarisch auf 15 Millionen Franken Schadenersatz verklagt worden, unter Vorbehalt der Nachklage. Die Anwälte hatten jahrelang die Lagamex und deren Tochter Lagap als Verwaltungsräte geführt. Jetzt wird ihnen vorgeworfen, sie hätten die Pharmagesellschaft Lagap in Vezia TI ausgehöhlt, indem sie deren Heilmittelregistrierungen für ein Butterbrot auf die gruppenfremde Gesellschaft Lagap Pharmaceuticals übertragen hätten. Anschliessend hätten sie diese selbst günstig gekauft. Tatsächlich hat das Kantonsgericht Zug schon 1996 die unter der Herrschaft von Groner und Lustenberger entstandenen Verträge für sittenwidrig und nichtig erklärt, da sie die Lagap ihres gesamten aktiven Geschäfts und des Gesellschaftszwecks beraubt hätten. Mit Rechtskraft des Urteils deponierte die unterlegene Lagap Pharmaceuticals ihre Bilanz beim Konkursrichter. Den Schaden fordert die Lagamex jetzt bei ihren Verwaltungsräten und temporären Newcomern im Pharmageschäft ein." Helmut F. Groner und Erwin M. Lustenberger verlangten zweimal ohne Erfolg den Abdruck einer Gegendarstellung, das zweite Mal in Form einer gekürzten Fassung.