Citation: 5A_818/2019 E. 2

Die Beschwerde in Zivilsachen ist ein reformatorisches Rechtsmittel (Art. 107 Abs. 2 BGG). Die Beschwerde führende Partei darf sich deshalb grundsätzlich nicht darauf beschränken, die Aufhebung des angefochtenen Entscheids zu beantragen. Sie muss einen Antrag in der Sache stellen. Ausnahmsweise reicht ein blosser Rückweisungsantrag aus, wenn das Bundesgericht im Falle einer Gutheissung in der Sache naturgemäss nicht selbst entscheiden könnte (BGE 134 III 379 E. 1.3 S. 383). Prozesshandlungen der Parteien sind im Allgemeinen bedingungsfeindlich. Das Gericht muss klaren verfahrensrechtlichen Verhältnissen gegenübergestellt werden. Eine Ausnahme besteht nur insoweit, als Tatsachen zu Bedingungen erhoben werden, deren Eintritt oder Nichteintritt sich im Verlauf des Verfahrens ohne Weiteres ergibt, so dass durch die Bedingung keine Unklarheit entsteht. So können Eventualbegehren gestellt werden für den Fall, dass ein Hauptbegehren nicht geschützt wird (BGE 134 III 332 E. 2.2 S. 333). Wie alle Prozesshandlungen sind auch Rechtsbegehren nach Treu und Glauben auszulegen (vgl. BGE 105 II 149 E. 2a S. 152), insbesondere im Lichte der dazu gegebenen Begründung (BGE 136 V 131 E. 1.2 S. 136). Mit der Formulierung ihres Rechtsbegehrens "entweder... oder" (s. Sachverhalt Bst. D) überlässt es die Beschwerdeführerin dem Bundesgericht, eine Verlängerung der definitiven Nachlassstundung anzuordnen oder die Sache zur Neubeurteilung an das Obergericht zurückzuweisen. Eine derartige "Auswahlsendung" verträgt sich grundsätzlich nicht mit der erwähnten Pflicht der Prozessparteien, hinsichtlich des Verfahrens klare Verhältnisse zu schaffen. Eine Erklärung, weshalb bezüglich der Rangfolge der gestellten Rechtsbegehren keine konkrete Angabe möglich sein soll, ist der Beschwerdebegründung nicht zu entnehmen und auch nicht ersichtlich. Trotzdem lässt sich die unübliche Vorgehensweise der Beschwerdeführerin nach Treu und Glauben nicht anders als dahin gehend verstehen, dass der Rückweisungsantrag als (zulässiges) Eventualbegehren gemeint ist. In diesem Sinne ist auf die Beschwerde einzutreten.