Citation: 5A_913/2023 E. 2

Der Beschwerdeführer hatte berufungsweise beantragt, die Verfügung des Zivilkreisgerichts sei superprovisorisch, ansonsten im beschleunigten kontradiktorischen Berufungsverfahren aufzuheben (Ziff. 1), der Berufung sei die aufschiebende Wirkung zuzusprechen (Ziff. 2) und eventualiter sei Ziffer 3 des Dispositivs insofern abzuändern, als seine GmbH ab dem 28. März 2023 Fr. 410.-- weniger monatlich zu bezahlen habe, die Zahlungspflichten für die Kinder mit dem Eintritt ihrer jeweiligen Volljährigkeit in den Jahren 2024 und 2026 enden und die Berufungsgegnerin einen anzurechnenden Lohn der Tochter D.________ seiner GmbH umgehend zwecks Anrechnung an den Anweisungsbetrag melde und dieser entsprechend (mindestens 75%) herabzusetzen sei (Ziff. 3). Das Kantonsgericht hat erwogen, dass die Berufungsschrift den gesetzlichen Anforderungen an eine Berufung offensichtlich nicht genüge. Im Hauptantrag werde ein rein kassatorisches Begehren gestellt; weder erfolge ein Rückweisungsantrag noch ein konkreter Antrag, wie das Kantonsgericht reformatorisch zu entscheiden hätte, so dass bei einer Gutheissung der Berufung offen bliebe, was mit den angefochtenen Unterhaltsbeiträgen zu geschehen hätte. Sodann werde auch in der Begründung nirgends dargelegt, wie das Kantonsgericht zu entscheiden hätte. Er mache geltend, wegen des Ukrainekriegs etc. gehe es seiner Firma schlecht und die Ausgaben seien gestiegen, seine Einnahmen aber gesunken, während die Beschwerdegegnerin in Saus und Braus lebe und über monatliche Einnahmen von Fr. 14'000.-- verfüge. Allerdings werde auch nach mehrmaliger Lektüre der Berufung nicht klar, was der Beschwerdeführer mit seinem Begehren Ziff. 1 konkret beantrage: Auf welche Höhe er den Unterhalt beziffert wissen wolle bzw. ob er allenfalls eine Weitergeltung der Beiträge gemäss Scheidungsurteil vor Augen habe, was aber im Widerspruch zu seinen Ausführungen stünde, wonach seine Ausgaben gestiegen und seine Einnahmen gesunken seien; wenn sodann von einem sehr hohen Einkommen der Beschwerdegegnerin die Rede sei, werde nicht klar, ob er sogar auf eine Aufhebung des Ehegattenunterhaltes oder auch auf eine Aufhebung des Kindesunterhaltes ziele. Im Übrigen hat das Kantonsgericht dem Beschwerdeführer vorgehalten, sich nicht mit den erstinstanzlichen Erwägungen auseinanderzusetzen, sondern einfach seine dortigen Ausführungen zu wiederholen. Ferner hat das Kantonsgericht erwogen, der Beschwerdeführer verkenne im Zusammenhang mit dem Eventualbegehren (Beschwerdebegehren Ziff. 3 betreffend Dispo-Ziff. 3 des erstinstanzlichen Entscheides), dass es dort um eine Schuldneranweisung gehe, in welcher nicht eigenständig über die Höhe des anzuweisenden Betrages entschieden werde; das Eventualbegehren sei so, wie es gestellt worden sei, unmöglich.