Citation: 9C_320/2021 E. 6.1

6.1. Die Vorinstanz erkannte, der psychiatrische PMEDA-Gutachter habe einen AMDP-konformen unauffälligen Befund erhoben und keine namhaften Beeinträchtigungen objektivieren können. Insbesondere habe er das Vorliegen einer die Arbeitsfähigkeit einschränkenden somatoformen Schmerzstörung ausgeschlossen. Der Psychiater stellte nicht einzig deshalb keine Diagnose, weil die Beschwerdeführerin nicht schmerzgeplagt gewirkt hatte, wie diese geltend macht. Er berichtete, im AMDP-konform erhobenen psychiatrischen Befund seien insbesondere die Stimmung, der Antrieb und die affektive Schwingungsfähigkeit ungestört gewesen, sodass er ein depressives Syndrom nicht habe diagnostizieren können. Auch für eine anderweitige psychiatrische Erkrankung habe kein Anhalt bestanden. Betreffend die somatoforme Schmerzstörung hielt er fest, ein den Schmerzen zugrundeliegender unbewältigter und erheblicher seelischer oder psychosozialer Konflikt sei nicht herauszuarbeiten gewesen. Eine ICD-10-konforme Diagnose habe er nicht stellen können. In diesem Zusammenhang kam er zum Schluss, dass die Versicherte auch nicht namhaft schmerzgeplagt gewirkt habe, was deutlich diskrepant zu der von ihr geklagten hohen aktuellen Schmerzstärke gewesen sei. Entgegen der Beschwerdeführerin setzte sich der Psychiater ausserdem mit den Vorakten (namentlich mit dem Behandlungsbericht des Spitals B.________ vom 29. Juli 2014 sowie mit der Expertise der ABI GmbH vom 14. Oktober 2013) auseinander.