Citation: 8C_357/2021 E. 5.2.4

5.2.4. Schliesslich wendet die Beschwerdeführerin die Invalidenkarriere ein. Ungeachtet aller gesundheitlicher Probleme habe sie eine Anstellung bei der Gemeinde U.________ in einem Pensum von 50 % und mit einem Gehalt von Fr. 59'675.65 gefunden. Hochgerechnet auf ein Pensum von 100 % ergebe dies ein Einkommen von Fr. 119'351.30 jährlich, was den von der Vorinstanz herangezogenen Tabellenlohn um Fr. 8974.50 übersteige. Daraus seien Rückschlüsse auf die hypothetische Entwicklung des Valideneinkommens zu ziehen. Nach der Rechtsprechung kann insbesondere auf die Invalidenkarriere abgestellt werden, wenn die angestammte Tätigkeit auch nach dem Unfall weitergeführt werden kann (Urteil 8C_488/2018 vom 13. März 2019 E. 3.2. mit Hinweisen). Entgegen der Beschwerdeführerin genügt es für den Schluss vom Invalideneinkommen auf das Valideneinkommen jedoch nicht, dass sie weiterhin im angestammten Tätigkeitsfeld arbeitet. Wie die Vorinstanz feststellte, verrichtete die Beschwerdeführerin nach Eintritt des Gesundheitsschadens durchaus komplexe Tätigkeiten und führte auch ein eigenes Geschäft. Weiterbildungen oder zusätzliche Qualifikationen und damit einhergehende markante Lohnsteigerungen erlangte sie aber nicht (vgl. E. 3.2 hievor; Urteil 8C_741/2016 vom 3. März 2017 E. 5). Dass ihr Verdienst bei der Gemeinde U.________ auf eine besondere berufliche Qualifizierung zurückzuführen wäre, die ihr im Gesundheitsfall überwiegend wahrscheinlich zu einem überdurchschnittlichen Einkommen verholfen hätte, wird von der Beschwerdeführerin denn auch nicht geltend gemacht. Die Würdigung der Vorinstanz, es könne nicht von einer eigentlichen Invalidenkarriere gesprochen werden, kann damit nicht als willkürlich (vgl. E. 1.2 hievor) bezeichnet werden.