Citation: 2C_527/2022 E. 4.2

4.2. Zum Reinvermögen der Steuerpflichtigen gehören zunächst grundsätzlich all jene Vermögenswerte, die im Eigentum der Steuerpflichtigen stehen (Sachen) oder deren Inhaber die Steuerpflichtige ist (Forderungen und andere Rechte). Weiter sind der Steuerpflichtigen auch Vermögenswerte zuzurechnen, an denen die Steuerpflichtige die Nutzniessung innehat (§ 10 StG/BL; Art. 13 Abs. 2 StHG) oder an denen sie als Treugeberin wirtschaftlich berechtigt ist, jedenfalls soweit der Nachweis des Treuhandverhältnisses erbracht werden kann (vgl. dazu Urteile 2C_987/2020 vom 22. Juni 2021 E. 4.1; 2C_864/2020 vom 8. März 2021 E. 5.2; 2C_631/2017 vom 30. Januar 2019 E. 2.1). Ferner kommt unter gewissen Voraussetzungen auch eine Hinzurechnung von Vermögenswerten infrage, welche die Steuerpflichtige über eine oder mehrere an sich juristisch selbständige Körperschaften, Stiftungen oder anderen Anstalten hält (vgl. zu sog. kontrollierten Anstalten liechtensteinischen Rechts Urteil 2C_799/2021 vom 9. Mai 2022 E. 4.4.2 mit Hinweisen auf OESTERHELT/OPEL, Abkommensberechtigung liechtensteinischer Stiftungen und Anstalten, StR 75/2020 S. 4 ff.; PETER FRÖHLICH, Die kontrollierte Stiftung - Rechtssicherheit und Realität!, StR 72/2017 S. 275 f.; vgl. auch Urteil 2C_564/2017 vom 4. April 2019 E. 5.10; vgl. auch zum Trust nach dem Recht der Insel Jersey Urteil 2C_722/2017 vom 13. Dezember 2017 E. 7.2).