Citation: 8C_42/2008 19.01.2009 E. A

A.a R.________, geboren 1948, arbeitete seit 1. Juni 1979 bei der Firma U.________ als Mitarbeiter im Kalibrierlabor und war dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Seit Mai 1970 bezieht er eine 10 % Invalidenrente der SUVA, nachdem er im Jahre 1969 als Fussgänger von einem Auto angefahren worden war und sich dabei eine Plexus brachialis Läsion rechts zugezogen hatte. Dafür wurde ihm zusätzlich eine Integritätsentschädigung von 10 % ausgerichtet. In den Jahren 1991 und 1993 wurde er zudem zweimal Opfer einer Auffahrkollision. Beide Male erlitt er ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule, jeweils ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Für das verbliebene mässige Zervikalsyndrom mit Einschränkungen der Kopfbeweglichkeit gewährte die SUVA eine Integritätsentschädigung von insgesamt 10 %. A.b Im April 1999 hatte sich R.________ gemäss eigenen Angaben beim Krafttraining eine Schulterverletzung links zugezogen. Wegen anhaltender Schmerzen in der linken Schulter suchte er vier Jahre später am 3. Oktober 2003 Dr. med. E.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Sportmedizin, auf, welcher eine Supraspinatus-Partialruptur links diagnostizierte. Am 1. Juli 2003 hatte die Firma U.________ dem Versicherten das Arbeitsverhältnis aus wirtschaftlichen Gründen per Ende Oktober 2003 gekündigt. Dieser liess am 31. Oktober 2003 durch die Arbeitgeberin der SUVA melden, er habe sich am 1. April 1999 beim Krafttraining einen Bänderriss in der linken Schulter zugezogen, welcher jedoch erst im Zusammenhang mit der am 22. August 2003 durchgeführten Ellenbogenoperation (Röntgenbild) festgestellt worden sei. Aufgrund der diagnostizierten Supraspinatus-Partialruptur links wurde der Versicherte durch Dr. med. E.________ an der linken Schulter operiert (Arztzeugnis vom 12. November 2003). Am 25. Februar 2004 erfolgte eine Mobilisation in Narkose, nachdem eine Frozen shoulder diagnostiziert worden war. Die SUVA kam für die Behandlungskosten auf und richtete Taggelder aus. Nach diversen weiteren medizinischen Abklärungen und Behandlungen erfolgte am 12. August 2005 eine Abschlussuntersuchung durch Dr. med. G.________, Kreisarzt der SUVA. Dieser hielt gestützt auf eigene Untersuchungen, die vorhandenen Arztberichte sowie die MRI-Untersuchungen fest, es könne davon ausgegangen werden, dass angepasste Tätigkeiten auf Tischhöhe mit vollem Einsatz ganztägig erbracht werden könnten. Die Ausschöpfung der Rotationsamplitude wäre dabei nicht zumutbar. Auch repetitive vom Körper wegführende Bewegungen wären kontraproduktiv. Die Gewichtsbelastungen sollten lediglich auf Tischhöhe minim sein, im Sinne von feinmechanischen Arbeiten. Sporadisches Heben von Gewichten am hängenden Arm bis 10 kg wäre vertretbar. Arbeiten über Tischhöhe hinaus dagegen seien nicht mehr zumutbar. Anlässlich einer am 27. Oktober 2006 erneut durchgeführten kreisärztlichen Untersuchung bestätigte Dr. med. G.________ das ausgestellte Zumutbarkeitsprofil. Gestützt darauf gewährte die SUVA mit korrigierter Verfügung vom 21. Dezember 2006 für die verbliebene Beeinträchtigung aus dem Unfall vom 1. April 1999 eine Integritätsentschädigung von 10 %. Zudem hielt sie fest, es bestehe kein Anspruch auf Rentenleistungen über die bestehenden 10 % hinaus, da der Versicherte durch die Folgen des Unfalles vom 1. April 1999 in seiner angestammten Tätigkeit als Feinmechaniker und in der Kalibrierung von Prüfmitteln und Messinstrumenten sowohl im ehemaligen Betrieb als auch auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nicht erheblich beeinträchtigt und in der Lage sei, "ein Einkommen im Rahmen der bestehenden 10%-Rente" zu erzielen. Die dagegen erhobene Einsprache wies die SUVA mit Einspracheentscheid vom 4. Juni 2007 ab.