Citation: 8C_694/2020 E. 6.2

6.2. Gemäss Verfügung vom 30. Januar 2019 hat die Suva-MV die bis zum 31. August 2009 entstandenen Behandlungskosten für die hier strittigen Gesundheitsschädigungen bezahlt und bisher auf eine Rückforderung verzichtet. Für den Streitfall behielt sich die Suva-MV Verrechnungsansprüche vor. Dementsprechend war im Einspracheentscheid vom 27. Juni 2019 und im angefochtenen Entscheid keine Rede mehr vom Verzicht auf allfällige Rückforderungsansprüche. Die gegebenen Umstände rechtfertigen den Hinweis darauf, dass bei einer allfälligen Geltendmachung von Rückforderungsansprüchen nicht nur der Vorbehalt des Vertrauensschutzes (vgl. BGE 130 V 380 E. 2.3.1 S. 384 mit Hinweisen), sondern auch die Grenzen gemäss Art. 25 ATSG (BGE 146 V 217 E. 2 S. 219 f. mit Hinweisen) zu beachten blieben (vgl. auch Urteil 8C_185/2019 vom 11. Oktober 2019 E. 2.3 i.f. mit Hinweis).