Citation: 7B_299/2023 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz stellt Folgendes fest: Die Beschwerdegegnerin habe das Untersuchungsverfahren gegen D.________ und E.________ mit Verfügung vom 4. Juli 2013 eingestellt mit der Begründung, es handle sich um einen rein zivilrechtlichen Sachverhalt. Das kantonale Obergericht habe eine von der damaligen Privatklägerin dagegene erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 3. April 2014 gutgeheissen und die Staatsanwaltschaft angewiesen, Einvernahmen, welche unter Verletzung der Parteirechte durchgeführt worden seien, zu wiederholen, und sich mit sämtlichen von der Privatklägerin erhobenen Vorwürfen auseinanderzusetzen. Nach Wiederholung der Einvernahmen habe die Beschwerdegegnerin das Untersuchungsverfahren mit Verfügung vom 26. November 2014 erneut eingestellt. Die von der Privatklägerin auch dagegen erhobene Beschwerde habe das Obergericht mit Entscheid vom 27. August 2015 abgewiesen, soweit es darauf eingetreten sei. Eine von der Privatklägerin am 30. September 2015 dagegen erhobene Beschwerde sei vom Bundesgericht mit Urteil 6B_1016/2015 vom 26. Januar 2017 gutgeheissen worden. Dieses habe den obergerichtlichen Entscheid vom 27. August 2015 aufgehoben und die Sache an das Obergericht zurückgewiesen, soweit sie die Tatbestände der Veruntreuung und der ungetreuen Geschäftsbesorgung betraf. Zur Begründung habe das Bundesgericht ausgeführt, entgegen der Ansicht des Obergerichts hätten die kantonalen Justizbehörden "belegen und prüfen müssen", ob zwischen der Privatklägerin und einer mitbeteiligten Gesellschaft "Pflichten aufgrund eines Treuhandverhältnisses bestanden" hätten. Entgegen der Ansicht des Obergerichtes könne für die Beantwortung dieser Frage "nicht auf ein noch zu ergehendes Zivilurteil abgestützt" werden. Um beurteilen zu können, ob die Beschuldigten ihre Pflichten gemäss Art. 138 StGB bzw. Art. 158 StGB verletzt hatten, hätte das Obergericht, nach Ansicht des Bundesgerichtes, "in einem ersten Schritt prüfen müssen, ob ein Mandatsverhältnis" zwischen der Privatklägerin und der Gesellschaft bestanden habe; ob die Beschuldigten "ihre Pflichten gekannt und diesen bewusst zuwidergehandelt hätten", sei dann noch "in einem zweiten Schritt" zu prüfen. Mit Beschluss vom 22. Februar 2017 habe das Obergericht deshalb die Sache zur ergänzenden Sachverhaltsabklärung, insbesondere durch Beizug der einschlägigen Akten des am Kantonsgericht Zug hängigen konnexen Zivilverfahrens, an die Staatsanwaltschaft zurückgewiesen. Zudem habe es die Beschwerdegegnerin eingeladen zu prüfen, ob zur Vermeidung sich widersprechender Urteile eine Sistierung des Untersuchungsverfahrens (gestützt auf Art. 314 Abs. 1 lit. b StPO) zweckmässig wäre. Am 4. Mai 2017 habe die Beschwerdegegnerin das Untersuchungsverfahren bis zum Abschluss des hängigen Zivilverfahrens sistiert. Am 9. November 2020 hätten die Beschwerdeführer bei ihr die Wiederaufnahme des Strafverfahrens beantragt, da das Zivilverfahren vom Bundesgericht unterdessen (mit Urteil 4A_323/2019 vom 22. November 2019) rechtskräftig abgeschlossen worden sei. Die dritte Einstellungsverfügung der Staatsanwältin vom 17. März 2021 habe das Obergericht (auf erneute Beschwerde der Privatkläger hin) mit Beschluss vom 29. November 2021 teilweise aufgehoben, soweit sie die Strafuntersuchung gegen E.________ betreffend Veruntreuung und ungetreue Geschäftsbesorgung betroffen habe. Am 19. Januar 2023 habe die Beschwerdegegnerin gegen E.________ Anklage wegen Veruntreuung bzw. ungetreuer Geschäftsbesorgung beim Einzelrichter des Strafgerichts des Kantons Zug erhoben. Die Vorinstanz erwägt, das prozessuale Verhalten der Beschwerdegegnerin lasse nicht darauf schliessen, dass diese sich im Rahmen des Strafverfahrens nicht von sachlichen Überlegungen hätte leiten lassen. Auch im Rahmen einer Gesamtwürdigung liege kein Ausstandsgrund gegen die Staatsanwältin vor.