Citation: 8C_729/2019 E. 5.3.2

5.3.2. Die Allianz beruft sich sodann auf Art. 28 Abs. 4 UVV und macht geltend, entgegen der vorinstanzlichen Auffassung sei das Alter im Bereich der obligatorischen Unfallversicherung bei der Beurteilung des leidensbedingten Abzugs nicht zu berücksichtigen. Bislang hat das Bundesgericht offen gelassen, ob das Merkmal "Alter" in der obligatorischen Unfallversicherung grundsätzlich überhaupt einen Abzug vom Tabellenlohn rechtfertigen könne, oder ob die Einflüsse der Altersfaktoren auf die Erwerbsfähigkeit in diesem Versicherungsbereich allein im Rahmen einer Anwendung der Sonderregelung von Art. 28 Abs. 4 UVV Berücksichtigung fänden (Urteil 8C_878/2018 vom 21. August 2019 E. 5.3.1 mit Hinweisen). Diese Frage muss auch hier nicht beurteilt werden, weil die Voraussetzungen für einen altersbedingten Abzug bei dem im Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheids vom 14. September 2016 57 Jahre alt gewesenen Beschwerdegegner ohnehin nicht erfüllt gewesen waren. Zudem fällt der Umstand, dass die Stellensuche altersbedingt erschwert sein mochte, entgegen der Auffassung des kantonalen Gerichts, als invaliditätsfremder Faktor ausser Betracht (Urteil 8C_878/2018 a.a.O. mit Hinweisen).