Citation: 6B_945/2009 23.02.2010 E. 2

2.1 Die Vorinstanz hält fest, bezüglich der Chronologie der Geschehnisse seien Ergänzungen und Präzisierungen anzubringen. Die Aussagen des Zeugen B.________ erschienen sehr glaubhaft. Er habe ausgesagt, angehalten zu haben, als er gesehen habe, wie A.________ rückwärts aus seiner Parklücke habe fahren wollen. Kurze Zeit später sei der Beschwerdeführer aus seiner Parklücke vorwärts auf die Strasse gefahren. Die Vorinstanz folgert, dass A.________ im Zeitpunkt der Kollision nicht mehr rückwärts gefahren sei. Der Beschwerdeführer habe erst anlässlich der ersten Einvernahme das Fahrzeug des Zeugen erwähnt. Dies erstaune, da das Verhalten des Zeugen entscheidend gewesen sein dürfte für den Entscheid, das Parkfeld zügig zu verlassen. Zudem habe der Beschwerdeführer die Aussagen des Zeugen zur Chronologie der Geschehnisse trotz deren Bedeutung erst in der Hauptverhandlung angezweifelt. Deshalb erschienen die Aussagen des Beschwerdeführers wenig überzeugend, weshalb nicht darauf abzustellen sei. Dafür, dass A.________ zum Zeitpunkt der Kollision nicht mehr rückwärts gefahren sei, spreche auch das Schadenbild. A.________ habe sich aufgrund der Platzverhältnisse erst nach rechts abdrehen können, als er sich bereits mit dem ganzen Fahrzeug auf der Strasse befunden habe. Der Schaden sei an der Heckstange und an der Heckklappe rechts entstanden. Demzufolge habe A.________ bereits nach rechts abgedreht und sich in den Fliessverkehr eingefügt. Die erste Instanz sei ungenau geblieben, wenn sie ausführe, dass der Beschwerdeführer aus der Parklücke gefahren sei, während sich A.________ rückwärts bewegt habe (angefochtenes Urteil E. IV 1. S. 9 ff.). 2.2 Der Beschwerdeführer bringt vor, die Vorinstanz nehme in willkürlicher Weise an, dass A.________ sein Manöver bereits beendet habe, als es zur Kollision gekommen sei. Das Schadenbild spreche dafür, dass dieser mit seinem Fahrzeug ausschliesslich durch eine Rückwärtsbewegung in die beschriebene Unfallendlage gekommen sei. Wäre A.________ zum Zeitpunkt der Kollision bereits in Richtung des Fliessverkehrs gestanden oder vorwärts gefahren, wäre sein Fahrzeug tendenziell am Heck links oder allenfalls am Heck in der Mitte getroffen worden. Bei objektiver Betrachtung der Aussagen der Beteiligten sowie der Betrachtung des Schadenbildes kämen Zweifel an den vorinstanzlichen Feststellungen auf. Da dieser Sachverhalt für ihn gegenüber jenem der ersten Instanz klar ungünstiger sei, verletze die Vorinstanz den Grundsatz "in dubio pro reo". Weiter bringt der Beschwerdeführer vor, die Vorinstanz habe sich eine Überprüfung des Sachverhalts unter dem Gesichtspunkt der Verletzung von Art. 36 Abs. 4 SVG vorbehalten. Er habe in der Appellation ausschliesslich die Verletzung von materiellen Bestimmungen des eidgenössischen Rechts gerügt. Die Vorinstanz habe die Überprüfung entgegen dem Grundsatz des Rügeprinzips nicht auf eine rechtliche Würdigung beschränkt. Es sei willkürlich, den bereits verbindlich festgestellten Sachverhalt anzupassen, um eine Verletzung von Art. 36 Abs. 4 SVG begründen zu können.