Citation: I 585/02 21.02.2003 E. 3

Streitig und zu prüfen ist sodann die Berechnung des Invaliditätsgrades nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs. 3.1 Für die Vornahme des Einkommensvergleichs ist grundsätzlich auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns abzustellen. Bevor die Verwaltung über einen Leistungsanspruch befindet, muss sie indessen prüfen, ob in der dem Rentenbeginn folgenden Zeit eine erhebliche Veränderung der hypothetischen Bezugsgrössen eingetreten ist. Gegebenenfalls hat sie vor ihrem Entscheid einen weiteren Einkommensvergleich durchzuführen (BGE 128 V 174; Urteil vom 18. Oktober 2002, I 761/01). 3.2 Die Vorinstanz hat das hypothetische Einkommen ohne Invalidität (Valideneinkommen) gestützt auf die Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin vom 28. August 2000 für das Jahr 2001 auf Fr. 64'163.- festgesetzt, was nunmehr unbestritten und auf Grund der Akten korrekt ist. 3.3 Umstritten ist die Festlegung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen). Die Vorinstanz erwägt zu Recht, dass für dessen Bestimmung primär auf die beruflich-erwerbliche Situation, in welcher der Versicherte konkret steht, abzustellen ist. Hat er nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihm an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, bei der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass er die ihm verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, sowie das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn erscheint, gilt grundsätzlich der von ihm tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 126 V 76 Erw. 3b/aa mit Hinweisen). Andernfalls können nach der Rechtsprechung für die Invaliditätsbemessung Tabellenlöhne herangezogen werden, wie sie in der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) enthalten sind. Dabei ist auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abzustellen, wobei jeweils vom so genannten Zentralwert auszugehen ist. Zu berücksichtigen ist, dass den Auswertungen in der Tabellengruppe A eine einheitliche Arbeitszeit von 40 Stunden in der Woche zugrunde liegt, während die effektive durchschnittliche Arbeitszeit regelmässig höher liegt. 3.4 Der Beschwerdeführer war im Zeitpunkt des Rentenbeginns (1. März 2001) im Rahmen eines Arbeitsversuchs bei der R.________ AG, einer Tochterfirma der X.________ AG, tätig. Wie einem im Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren eingereichten Schreiben der X.________ AG vom 23. August 2002 zu entnehmen ist, musste dieser Versuch wegen Rückenproblemen bereits nach wenigen Tagen wieder abgebrochen werden. Auch das etwa 30-jährige Arbeitsverhältnis zwischen dem Versicherten und der X.________ AG vermag nichts daran zu ändern, dass angesichts der kurzen Dauer des Arbeitsversuchs und der dabei aufgetretenen gesundheitlichen Probleme des Beschwerdeführers nicht von einer besonders stabilen Anstellung im Sinne der Rechtsprechung ausgegangen werden kann (vgl. Urteil vom 28. November 2002, U 141/02). Auf die möglichen Einkommenverhältnisse bei der R.________ AG kann demnach nicht abgestellt werden, vielmehr ist das Invalideneinkommen anhand der Tabellenlöhne zu bestimmen. Gemäss Tabelle A1 der LSE 2002 belief sich der Zentralwert für die mit einfachen und repetitiven Arbeiten beschäftigten Männer im privaten Sektor im Jahre 2000 auf Fr. 4437.- (einschliesslich 13. Monatslohn), was umgerechnet auf die betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit im Jahre 2001 von 41,7 Stunden (Die Volkswirtschaft 2/2003, Tabelle B9.2 S. 90) und unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung im Jahr 2001 von 2,5 % (Die Volkswirtschaft, 2/2003, Tabelle B10.2 S. 91) ein Jahreseinkommen von Fr. 56'894.60 ergibt. Bei einer Arbeitsfähigkeit von 50 % führt dies zu einem Einkommen von Fr. 28'447.30.