Citation: 2P.45/2003 28.08.2003 E. 3

3.1 Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. Sie macht geltend, das Verwaltungsgericht "habe ohne nähere Begründung und ohne auf die Argumente der Gemeinde einzutreten", eine echte Rückwirkung angenommen; insbesondere sei es nicht auf die von ihr ins Feld geführten bundesgerichtlichen Präjudizien eingegangen. Im Weiteren sei das Gericht trotz gegenteiliger Argumentation der Gemeinde davon ausgegangen, die Schuld von Fr. 1'540'000.-- habe sich in den letzten zwanzig Jahren angehäuft. 3.2 Der in Art. 29 Abs. 2 BV verankerte Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt, dass die Behörde die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tatsächlich hört, sorgfältig und ernsthaft prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt, woraus sich die grundsätzliche Pflicht der Behörden zur Begründung ihrer Entscheide ergibt. Die Begründung ist dabei so abzufassen, dass der Betroffene den Entscheid gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Die Begründungspflicht ist jedoch nicht schon dann verletzt, wenn sich die Behörde nicht mit allen Parteivorbringen einlässlich auseinander setzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Ein behördlicher Entscheid muss aber wenigstens kurz die Überlegungen nennen, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf welche sich der Entscheid stützt (BGE 127 I 84, nicht publizierte E. 3; 126 I 97 E. 2b S. 102 f.; 124 V 180 E. 1a S. 181, je mit Hinweisen). 3.3 Die - im Rahmen der Autonomiebeschwerde zulässige (oben E. 2.3) - Gehörsverletzungsrüge erscheint unbegründet. Das Verwaltungsgericht hat einlässlich dargelegt, dass und aus welchen Gründen es in der streitigen Abgabe teilweise eine Verletzung des Rückwirkungsverbots erblickt. Von einem Verstoss gegen die Begründungspflicht kann insofern nicht die Rede sein. Dies gilt auch für den Einwand, das Verwaltungsgericht habe sich nicht mit der Darstellung der Gemeinde auseinander gesetzt, wonach die zu tilgende Schuld von Fr. 1'540'000.-- nicht aus den achtziger Jahren stamme, sondern aus in den letzten zehn Jahren getätigten Neuinvestitionen; das Gericht ging davon aus, dass nur die Erstellung bzw. die Baukosten der beiden neuen Abwasserreinigungsanlagen zum Gegenstand der zusätzlichen Anschlussgebühr gemacht werden dürften, womit es nicht darauf ankam, wie die bisherigen Anschlussbeiträge verwendet worden waren.