Citation: 5P.217/2004 01.11.2004 E. 7

Den Verzicht des Obergerichts, das von ihnen beantragte Gutachten einzuholen, rügen die Beschwerdeführer als Missachtung des in Art. 29 Abs. 2 BV festgelegten Anspruchs auf rechtliches Gehör. Diese Rüge ist hier insofern nicht zu hören, als für Zivilstreitigkeiten der Beweisführungsanspruch einer Partei sich aus Art. 8 ZGB ergibt und die Verletzung dieser Bestimmung mit Berufung geltend gemacht werden kann (vgl. Art. 43 Abs. 1 und Art. 84 Abs. 2 OG). Beizufügen ist, dass das Obergericht gestützt auf eine vorweggenommene Beweiswürdigung, deren Verfassungswidrigkeit die Beschwerdeführer nicht darzutun vermocht haben, davon abgesehen hat, die von diesen verlangte Expertise einzuholen. Dass die kantonale Instanz aus dem genannten Grund auf die Beweismassnahme verzichtet hat, liegt auf der Hand, so dass der Vorwurf der Beschwerdeführer, das Obergericht sei der sich aus dem Gehörsanspruch ergebenden Pflicht zur Begründung seines Entscheids nicht nachgekommen, ins Leere stösst.