Citation: 6B_1153/2023 E. A

Der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 11. Mai 2021 ist bezüglich der vorliegend noch relevanten Anklagepunkte zusammengefasst Folgendes zu entnehmen: A.________ habe sich am Abend des 1. März 2020 zusammen mit seinem Bekannten B.________ in dessen Appartement-Zimmer aufgehalten, wo beide Alkohol und Kokain konsumiert hätten. Als keine Drogen mehr vorhanden gewesen seien, habe B.________ auf Anfrage von A.________ bei seinem Drogenhändler Kokain bestellt. Gegen ca. 22.40 Uhr habe sich C.________ als Bote und Auslieferer des Kokains zum Appartement von B.________ begeben, wobei er 58.7 Gramm Kokain (Reinheitsgehalt 93 %) bei sich gehabt habe, das er gemäss telefonischer Absprache mit B.________ diesem bzw. an A.________ für Fr. 4'000.-- habe verkaufen wollen. Nachdem C.________ das Appartement betreten habe, sei B.________ nach einem Wortwechsel wütend geworden und habe ihn angewiesen, im Korridor vor dem Appartement zu warten. Als C.________ wieder in das Appartement reingelassen worden sei, habe B.________ ihn von hinten an den Händen gepackt und fixiert, während A.________ direkt vor dem Boten stehend mit einem Messer im Sinne einer Schnitt-/Stichbewegung einen ersten Schlag gegen den Kopf von C.________ und daraufhin einen zweiten Schlag mit dem mit der Spitze nach vorn gerichteten Messer im Sinne einer Stichbewegung gegen dessen Hals ausgeführt habe. Dieser habe eine Schnittverletzung am Schädeldach mit ca. 7 cm langer und ca. 0,5 cm tiefer Hautdurchtrennung, eine Stichverletzung im Hals-/Nackenbereich mit ca. 1,5 cm langer und ca. 0,3 cm tiefer Hautdurchtrennung sowie eine Hauteinblutung an der Stirn erlitten. Diese Verletzungen hätten zu keiner Lebensgefahr geführt. Anlässlich ihres gemeinschaftlichen Zusammenwirkens durch die Fixierung von hinten durch B.________ und dem Messerangriff von A.________, hätten die beiden gewusst und gewollt bzw. zumindest in Kauf genommen, dass C.________ insbesondere im Falle von - im hochdynamischen Geschehen nicht auszuschliessenden - anderen Schnitt- und Stichverletzungen lebensgefährliche bzw. gar tödliche Verletzungen erleiden und versterben könne.