Citation: 1C_900/2013 E. 3

Die Beschwerdeführerin 1 wendet sich weiter gegen die geplante Bushaltestelle für die Buslinie 83 (Sursee-St. Erhard-Knutwil-Büron-Schlierbach-Etzelwil). Diese sei nicht erforderlich: Ein Versuchsbetrieb mit einem Minibus sei mangels Nutzung eingestellt worden. Überdies würden die anderen, im Zusammenhang mit dem Strassenprojekt geplanten Haltestellen für diese Buslinie genügen, die - wenn überhaupt - nur an Wochenenden betrieben werde. Sollte tatsächlich eine zusätzliche Haltestelle erforderlich sein, so müsse diese zur Sicherstellung des Verkehrsflusses und zur Vermeidung von Unfällen an anderer Stelle (z.B. westlich der Kantonsstrasse) errichtet werden: Die jetzt geplante Haltestelle liege nämlich nicht in Fahrtrichtung zwischen St. Erhard und Schlierbach, so dass der Bus den Kreisel verlassen, einspuren und dann wieder die Fahrtrichtung Schlierbach aufnehmen müsse. In diesem Zusammenhang beantragt die Beschwerdeführerin 1 die Durchführung eines Augenscheins und eine Expertise. Das Kantonsgericht habe sich mit diesen Einwendungen nicht auseinandergesetzt und damit das rechtliche Gehör verletzt. Es habe die Notwendigkeit des künftigen Busverkehrs und der dritten Bushaltestelle nicht abgeklärt; insbesondere habe es die dazu beantragte Expertise nicht eingeholt, unter willkürlicher Beweiswürdigung und Verletzung der Offizialmaxime. Die Beschwerdeführerin 1 rügt zudem eine Verletzung von Treu und Glauben sowie des rechtlichen Gehörs. Die zuständige Amtsstelle Verkehr und Infrastruktur (VIF) habe in Vertretung des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartements (BUWD) an der Einspracheverhandlung vom 8. Juni 2011 dem Verzicht auf die Bushaltestelle vor Parzelle 21 vorbehaltlos zugestimmt. Dennoch habe der Regierungsrat das Projekt samt Bushaltestelle genehmigt, ohne die Beschwerdeführerin 1 vorab zu informieren und ihr Gelegenheit zur Stellungnahme zu gewähren.