Citation: 6B_1118/2023 E. 2.6.1

2.6.1. Hinsichtlich der Umschichtung (turn-over-Rate) erwägt die Vorinstanz, bereits bei der Analyse der Umschlagszahl während der viermonatigen Handelstätigkeit für E.________ (6.76 bzw. 6.93) liege abstrakt betrachtet ein mögliches Indiz für Churning vor. Dies gelte umso mehr, wenn gemäss amerikanischem Modell die Kennzahl auf ein Jahr aufgerechnet werde. Dem Beschwerdeführer werde daher zu Recht eine jährliche Umschlagsrate von rund 20 Mal angelastet. Gemäss Anklage habe er zwar lediglich 47.51 % des investierten Vermögens in Aktien und 47.27 % in Derivate angelegt. Dennoch deute die Umschlagsquote, auch im Lichte der vereinbarten Anlagestrategie, auf Churning hin (Urteil S. 28 ff. E. 4.1). Ebenso indiziere die turn-over-Rate beim Beschwerdegegner 2 während der ins Recht gefassten viermonatigen Handelsdauer ein mögliches Churning (4.6 bzw. 4.74). Daran ändere nichts, dass rund 53.43 % des Handels in derivative Finanzinstrumente erfolgt sei. So erreiche die annualisierte Umschlagsquote einen Wert von 13.8 ([4.6 / 4 Monate] x 12 = 13.8; Urteil S. 31 ff. E. 4.2). Betreffend D.________ werde dem Beschwerdeführer insbesondere zur Last gelegt, ab Januar 2005 das Volumen der Handelsgeschäfte erheblich gesteigert zu haben. Bereits die Tatsache, dass das Handelsvolumen in den ersten vier Monaten des Jahres 2005 höher gewesen sei als die gesamten Käufe im Jahr 2004, deute auf ein massiv höheres Handelsvolumen hin. Der Beschwerdeführer mache nicht geltend, mit D.________ einen Strategiewechsel abgesprochen zu haben. Die errechneten Kennzahlen stellten starke Indizien für eine übermässige Umschichtung dar (18.37 bzw. 18.78), ergäbe die annualisierte Quote des Zeitraums Januar bis April 2005 doch gar einen Wert von 55.11 ([18.37 / 4 Monate] x 12 = 55.11). Nicht zu hören sei der Einwand der Verteidigung, es sei eine aktive Strategie vereinbart worden, denn selbst dann würden die dargelegten Werte die genannten Kennzahlen bei Weitem übertreten (Urteil S. 32 ff. E. 4.3).