Citation: C 71/02 12.07.2002 E. 4

Wohl hatte die Versicherte eine Bestätigung vom 12. Januar 2000 aufgelegt, wonach eine Frau sich bereit erklärt hatte, den Sohn der Beschwerdeführerin fünf Tage in der Woche (Montag bis Freitag von 08.30 bis 17.00 Uhr) zu be treuen, falls es nötig sei; doch klappte dies im entscheidenden Zeitpunkt eben nicht. Zudem brachte die Beschwerdeführerin immer wieder Vorbehalte an und schloss beispielsweise aus, das Kind ab und zu bis 17.30 Uhr bei der Tages mutter zu lassen, weil dies mehr koste. Ein Krippenplatz sodann sei unerschwinglich. Das Scheitern des angewiesenen Einsatzes im Mai 2000 begründet die Versicherte mit der Notwendigkeit von für sie unmöglicher Schicht- und Nachtarbeit. Diese Voraussetzung geht aus den Akten indessen nirgendwo hervor. Vielmehr legte das Haus D.________ auf Anfrage hin am 25. September 2000 dar, dass die Arbeitszeiten im zur Diskussion stehenden Beschäftigungsprogramm sehr flexibel gehandhabt würden. Sie bewegten sich zwischen 07.00 Uhr und spätestens 19.15 Uhr, wobei grundsätzlich entweder von 07.00 bis 13.30 Uhr und von ca. 17.00 bis 19.15 Uhr oder aber ab 07.00 Uhr 8,24 Stunden mit 30 Minuten Pause gearbeitet werden könne. Wenn es von der familiären Situation her günstiger sei, könne mit der Arbeit auch erst um 08.00 oder 09.00 Uhr begonnen und ab diesem Zeitpunkt 8,24 Stunden gearbeitet werden. Wochenendeinsätze seien freiwillig; wer möchte, könne an bis zu zwei Wochenenden pro Monat eingesetzt werden. Was sodann den angewiesenen Einsatz ab 17. Juli 2000 anbelangt, macht die Beschwerdeführerin geltend, die Aufforderung dazu sei ihr erst nach Abreise in die Ferien zugestellt worden, weshalb sie die Kinderbetreuung nicht mehr habe organisieren können. Bei den Akten liegen ein Schreiben des Haus D.________ es vom 15. Juni 2000 mit der Ankündigung des Beschäftigungsprogrammes sowie die entsprechende mit A- Post versandte Verfügung des RAV vom 16. Juni 2000. Selbst wenn nicht mehr erstellt werden kann, wann die Versicherte diese Schreiben effektiv in Empfang genommen hat, ist ihr Einwand unbehelflich. Zum einen geht aus den Kurzprotokollen der Beratungsgespräche hervor, dass die Beschwerdeführerin bereits am 7. Juni 2000 mündlich darauf aufmerksam gemacht worden war, dass sie direkt nach den Ferien ein Beschäftigungsprogramm absolvieren müsse, ansonsten ihre Vermittungsfähigkeit eventuell erneut überprüft werden müsste. Zudem war sie in ihrer Situation auch ohne diese Ankündigung - wie die Vorinstanz zu Recht ausführt - verpflichtet, ihr persönliches Umfeld so zu organisieren, dass sie ihr Kind kurzfristig jemandem in Obhut hätte geben können. Dass die von ihr als Tagesmutter bezeichnete Frau nach ihrer Rückkehr von den Ferien selber ferienabwesend sein werde, hatte sie der Arbeitslosenkasse bereits am 18. Mai 2000 gemeldet, sodass genügend Zeit zur Verfügung gestanden hätte, eine Ersatzlösung zu organisieren. Schliesslich lässt auch das widersprüchliche Verhalten nach dem Nichtantritt des Beschäftigungsprogrammes, bei dem zuerst mangelnde Kinderbetreuung geltend gemacht wurde, dann unterschriftlich das Vorhandensein eines Krippenplatzes bestätigt und nachher wieder das Scheitern der Bemühungen, eine Tagesmutter zu finden, behauptet wurde, darauf schliessen, dass die Versicherte aufgrund ihrer persönlichen Verhältnisse nicht in der Lage und gewillt war, ihre Arbeitskraft an einem zumutbaren Arbeitsplatz zu verwerten. In Würdigung der Aktenlage ist daher nicht zu beanstanden, dass Vorinstanz und Verwaltung die Vermittlungsfähigkeit der Beschwerdeführerin ab 1. April 2000 verneint haben.