Citation: 9C_737/2013 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin rügt zunächst, das kantonale Gericht sei in Willkür verfallen, weil es davon ausgehe, die psychiatrische Expertise der Dr. med. B.________ vom 14. Januar 2011, in welcher ein eigenständiges psychisches Leiden verneint wurde, erfülle die Anforderungen an ein beweiskräftiges Gutachten. Die Expertise beruhe nämlich auf veralteten und unvollständigen Akten. Veraltet seien die Vorakten, da ein aktueller Bericht des psychiatrischen Tagesheimes des Spitals X.________ gefehlt habe und unvollständig, weil vom behandelnden Psychiater Dr. med. P.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, kein Bericht eingeholt worden sei. Diese Einwände dringen nicht durch. Die IV-Stelle ersuchte das psychiatrische Tagesheim bereits im Dezember 2008 um Beantwortung eines Fragebogens. Dieses erklärte sich jedoch ausserstande, die gestellten Fragen zu beantworten, weil die ärztliche Leitung für die Beschwerdeführerin nicht zuständig sei, sondern ein externer Arzt (Schreiben vom 19. Dezember 2008). Folglich bestand für die IV-Stelle im Rahmen der weiteren Abklärungen kein Anlass, vom psychiatrischen Tagesheim abermals einen Bericht einzuverlangen. Des Weiteren trifft zwar zu, dass der Gutachterin kein Bericht des seit Mitte Juni 2009 behandelnden Psychiaters Dr. med. P.________ vorlag, sondern lediglich Berichte der vormals behandelnden Psychiaterin Dr. med. H.________. Indes ergeben sich aus dem Kurzbericht des Dr. med. P.________ vom 12. September 2011 keine wichtigen, nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringenden Aspekte, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben wären (Urteil I 514/06 vom 25. Mai 2007 E. 2.2.1, publ. in: SVR 2008 IV Nr. 15 S. 44). Dasselbe gilt für dessen (nicht unterzeichnete) Stellungnahme vom 9. Februar 2012, in welcher er die Diagnose rezidivierende depressive Störung leicht bis mittelgradiger Ausprägung stellte und dazu bemerkte, das depressive Geschehen werde auch durch reaktive Komponenten beeinflusst. Gegenteils untermauert diese Stellungnahme - was die Frage nach dem Vorliegen eines verselbstständigten Gesundheitsschadens betrifft - die Beurteilung der Dr. med. B.________, welche (lediglich) von einem reaktiven depressiven Zustandsbild ausging. Schliesslich bestätigte der RAD-Psychiater Dr. med. M.________ nach eigener Untersuchung der Beschwerdeführerin die gutachterliche Beurteilung, wonach psychosoziale Aspekte und kein eigenständiges psychisches Leiden mit Krankheitswert im Vordergrund stünden (Untersuchungsbericht vom 2. November 2011). Daran hielt er auch in Kenntnis der Einschätzung des Dr. med. P.________ fest (Stellungnahme vom 17. Februar 2012). Unter diesen Umständen kann das Abstellen auf das Gutachten der Dr. med. B.________ vom 14. Januar 2011 nicht als willkürlich bezeichnet werden.