Citation: 8C_83/2017 E. 4.3

4.3. Mit Blick auf die Rechtsprechung zur Frage, in welchem Zeitpunkt ein Unfallversicherer einen Fall mit Einstellung der bisher gewährten vorübergehenden Leistungen (Taggeld und Heilbehandlung) und Prüfung des Anspruchs auf eine Rente (als Dauerleistung) und/oder eine Integritätsentschädigung abschliessen darf (BGE 134 V 109 E. 4 S. 113 ff.), ist für den Fallabschluss auf die zu erwartende Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbedingt beeinträchtigt, abzustellen. Die Ausführungen des Beschwerdeführers über den gesundheitlichen Zustand seiner linken Hand vermögen daher zur Beantwortung der Frage nach der Zulässigkeit des von der Suva am 12. Mai 2015 verfügten und am 1. Oktober 2015 bestätigten Fallabschlusses per 31. Mai 2015 nichts beizutragen. Entscheidend ist einzig, ob Ende Mai 2015 noch im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG Erfolg versprechende ärztliche Behandlungen in Betracht fielen, welche eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit erwarten lassen konnten. Trifft dies nicht zu, standen die angegebenen Schmerzen einem Fallabschluss nicht entgegen. Kreisarzt Prof. Dr. med. C.________ hat am 23. März 2015 eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit negativ beurteilt. Bei der Frage nach dem Fallabschluss hat eine prospektive Betrachtungsweise gestützt auf die Verhältnisse im Zeitpunkt des Fallabschlusses Platz zu greifen (Urteil 8C_142/2017 vom 7. September 2017 E. 5.2.1). Die im Jahre 2017 durchgeführten Operationen vermögen daher am Zeitpunkt der Leistungseinstellung durch die Suva nichts zu ändern. Bei den von dieser als Rückfall anerkannten medizinischen Interventionen handelt es sich um Eingriffe, die im Zeitpunkt der Leistungseinstellung nicht als zumindest wahrscheinliche Entwicklung voraussehbar waren.