Citation: I 386/05 06.12.2005 E. 2

Die Beschwerdeführerin macht unter anderem eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend, indem die vorinstanzlich vorgetragene Kritik an den Gutachten des Dr. med. O.________, Facharzt für Innere Medizin sowie für physikalische Medizin und Rehabilitation, speziell Rheumaerkrankungen, sowie des Dr. med. V.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, übergangen worden sei. Diese Rüge ist vorweg zu beurteilen. 2.1 Wesentlicher Bestandteil des verfassungsrechtlichen Gehörsanspruchs ist die Begründungspflicht. Diese soll verhindern, dass sich die Behörde von unsachlichen Motiven leiten lässt, und dem Betroffenen ermöglichen, die Verfügung gegebenenfalls sachgerecht anzufechten. Dies ist nur möglich, wenn sowohl er wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheids ein Bild machen können. In diesem Sinn müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf welche sich ihre Verfügung stützt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sie sich ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 124 V 181 Erw. 1a mit Hinweisen; vgl. auch Urteil D. vom 17. Juni 2005, I 3/05). 2.2 Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin setzt sich die Vorinstanz mit den Einwänden gegen die Gutachten des Dr. med. O.________ und des Dr. med. V.________ auseinander. So nimmt sie Stellung zum Vorwurf, das Gutachten V.________ hinterlasse den Eindruck, es sei aus mehreren Seiten zusammengeschnitten, und hält fest, dass die von den Gutachtern gemachten Aussagen sich nicht an medizinische Laien richten würden. Bezüglich Dr. med. O.________ legt sie dar, weshalb sie dessen Gutachten Beweiskraft zumisst (Berücksichtigung der Anamnese und medizinischen Vorakten; Darlegung der Widersprüchlichkeiten zwischen den Schmerzangaben und den Ergebnissen der klinischen Untersuchung; Begründung, weshalb aus rheumatologisch-orthopädischer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit bestehe) und dieses ihrem Entscheid zugrunde legt. Nach dem Gesagten liegt keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor.