Citation: 2C_613/2020 E. 3.6.2

3.6.2. Soweit die Erbanteile der anderen Erben betroffen sind, berechnet sich der in der Steuerperiode 2013 bei den Beschwerdeführern steuerbare Liquidationsgewinn bloss aus der Differenz zwischen den Anlagekosten im Zeitpunkt der Erbteilung am 7. Januar 2011 und dem Verkehrswert im Zeitpunkt der Veräusserung (Kaufpreis) im November 2013. Für den davor entstandenen Liquidationsgewinn ist eine Besteuerung nur bei den anderen Erben möglich (zur steuersystematischen Realisation bei den anderen Erben vgl. E. 3.5 hiervor). Im Umfang des Erbanteils des beschwerdeführenden Ehemanns ist über die stillen Reserven hingegen noch nicht abgerechnet worden, da sich der Miteigentumsanteil Nr. xxx-1 samt Betrieb seit Beginn seiner selbständigen Erwerbstätigkeit im Geschäftsvermögen befunden hat. Erst mit der Veräusserung im November 2013 ist diesbezüglich ein Realisationstatbestand erfüllt. Da die Vorinstanz von der Annahme ausgegangen ist, der Liquidationsgewinn sei vollumfänglich von den Beschwerdeführern zu versteuern, hat sie die für eine differenzierte Berechnung des Liquidationsgewinns notwendigen Sachverhaltsfeststellungen nicht getroffen. Diese sind im Sinne der Erwägungen nachzuholen.