Citation: 6B_976/2015 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer sei zu Beginn der Hafteinvernahme über das gegen ihn eröffnete Vorverfahren informiert worden. Es sei ihm eröffnet worden, dass er dringend verdächtigt werde, ab Anfang 2013 in A.________ und weiteren Orten gewerbs- und bandenmässig mit Marihuana gehandelt und dadurch eine qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz begangen zu haben. In der Folge sei er zu seinem Verhältnis zu B.________ befragt und über die Ermittlungsergebnisse orientiert worden. Seiner damaligen amtlichen Verteidigerin sei darüber hinaus der Sachverhaltsbericht der Kantonspolizei Aargau vom 6. September 2013 (recte: 5. September 2013) sowie die neunte delegierte Einvernahme von B.________ ausgehändigt worden. Der Tatvorhalt sei damit genügend gewesen. Die Strafverfolgungsbehörden seien nicht verpflichtet, ihr gesamtes Wissen bereits zu Beginn (des Verfahrens) offenzulegen. Es sei nicht erforderlich, dass die Staatsanwaltschaft der beschuldigten Person bereits in der ersten Einvernahme detaillierte Angaben zu Drogenmenge sowie konkreten Tathandlungen und Mitbeschuldigten vorhalte. Der dem Beschwerdeführer gemachte Vorhalt genüge den Anforderungen von Art. 143 Abs. 1 lit. b StPO. Nicht zu beanstanden sei, dass er erst in der 13. delegierten Einvernahme zum Vorwurf, Anstalten zum Verkauf von 200 kg Marihuana getroffen zu haben, befragt worden sei.