Citation: U 467/00 21.08.2002 E. 4

Zu prüfen bleibt, ob SUVA und Vorinstanz der Auffassung des Dr. med. B.________ im Rahmen ihrer Beweiswürdigung zu Recht entscheidendes Gewicht beigemessen haben. 4.1 Wie Dr. med. B.________ als - was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ausdrücklich anerkannt wird - mit dem Beschwerdebild der Algodystrophie nach Sudeck bestens vertrauter Experte zutreffend aufzeigt, haben längst nicht alle behandelnden Ärzte diese Diagnose vorbehaltlos bestätigt, weshalb mit der Vorinstanz ein unlösbarer Widerspruch zwischen den Ergebnissen seiner Untersuchung und früheren ärztlichen Äusserungen zu verneinen ist. Die diesbezügliche Diagnosestellung, welche auf Grund der Aktenlage nie als restlos gesichert gelten konnte, wird durch die Ausführungen des Dr. med. B.________ überzeugend widerlegt. Es besteht kein Anlass, von dessen Folgerungen abzuweichen, wonach "im posttraumatischen Verlauf kein Morbus Sudeck vorlag, oder dann höchstens in leichtem Grade, beginnend oder inkomplett, sowie zeitlich rasch vorübergehend, der seit langem nicht mehr ins Gewicht fällt". Mit SUVA und Vorinstanz kann gestützt auf das Gutachten des Dr. med. B.________ vom 2. Februar 2000 "die Diagnose der organischen Komplikation einer Algodystrophie nach Sudeck zweifellos ausgeschlossen" werden. 4.2 Die unbestrittenermassen vorhandenen Beschwerden erklärt Dr. med. B.________ als "Erscheinung eines Immobilisationsschadens des linken Beins durch fortgesetzte Langzeit-Entlastung". Dieses als "Neclect-Syndrom" bezeichnete Beschwerdebild führt er auf ausschliesslich psychische und psychosoziale Ursachen zurück. Vor diesem Hintergrund haben die Vorinstanzen zu Recht die Adäquanzfrage nach Massgabe der bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfällen massgebenden, in BGE 115 V 138 ff. Erw. 6 erläuterten Kriterien geprüft. Dass sie dabei eine Häufung mehrerer wie auch eine besondere Ausgeprägtheit eines einzelnen der relevanten Faktoren, wie sie für die Anerkennung der Adäquanz psychischer Folgeschäden nach mittelschweren Unfällen vorliegen müssten, verneint haben, ist auch unter Berücksichtigung der Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht zu beanstanden. Insoweit ist den Ausführungen im angefochtenen kantonalen Entscheid nichts beizufügen.