Citation: 7B_280/2022 E. 2.2.1

2.2.1. Die Vorinstanz hält nach sorgfältiger und eingehender Beweiswürdigung für erstellt, dass der Beschwerdeführer bei der Tat in einer aufgewühlten, von Eifersucht getriebenen Stimmungslage war, unter anderem wegen eines Gesprächs mit der Beschwerdegegnerin 2 und einem Telefonat mit deren Schwester. Er sei derart in Rage geraten, dass er die Beschwerdegegnerin 2 in seiner Wohnung mit einem Messer habe töten wollen und zur Tat geschritten sei. Er habe die Beschwerdegegnerin 2 zu Boden geworfen und das Messer mit einer Gesamtlänge von 21 cm sowie einer Klingenlänge von 9.5 cm aus der Hosentasche gezogen. Er habe mit dem Messer von oben herab mehrere kraftvolle Stichbewegungen gegen die Brust der Beschwerdegegnerin 2 geführt, die zwischen seinen Beinen am Boden gelegen sei. Die Beschwerdegegnerin 2 habe zunächst die Stichbewegungen gegen ihre Brust abzuwehren versucht, indem sie mit beiden Händen ins Messer gegriffen und dabei massive Abwehrverletzungen an den Händen erlitten hab. Dessen ungeachtet habe der Beschwerdeführer weiter versucht, der Beschwerdegegnerin 2 mit kraftvollen Stichbewegungen das Messer in die Brust zu stossen. Sie habe sich auf die rechte Körperseite gedreht und versucht, den über ihr stehenden Beschwerdeführer mit den Beinen von sich zu stossen. Die Schwester sei der Beschwerdegegnerin 2 zu Hilfe geeilt und habe versucht, den Beschwerdeführer von der Beschwerdegegnerin 2 wegzubringen. Nur durch die intensive Abwehr der Beschwerdegegnerin 2 und die Intervention der Schwester sei es gelungen, dem Angriff des Beschwerdeführers zu entkommen und sich im Badezimmer einzuschliessen. Die Vorinstanz geht zu Gunsten des Beschwerdeführers davon aus, dass er sich nicht bereits Anfang Mai 2016, sondern erst während des Gesprächs am Tattag in seiner Wohnung dazu entschlossen habe, die Beschwerdegegnerin 2 zu töten.