Citation: 5A_174/2015 E. 5

Der Beklagte will die Aufhebung des Miteigentums von der Zustimmung der Nutzniessungsberechtigten abhängig machen. Er begründet seine Auffassung damit, dass Miteigentumsanteile an Grundstücken als Grundstücke im Sinne des Gesetzes gelten (Art. 655 Abs. 2 Ziff. 4 ZGB) und dass Grundstücke, zu deren Lasten Dienstbarkeiten eingetragen sind, nur vereinigt werden können, wenn die Berechtigten dazu einwilligen oder nach der Art der Belastung dadurch in ihren Rechten nicht beeinträchtigt werden (Art. 974b Abs. 2 ZGB). Die von beiden Parteien beantragte und gerichtlich angeordnete Versteigerung bewirkt danach eine Vereinigung von Miteigentumsanteilen und damit von Grundstücken.