Citation: 5A_399/2022 E. 2.4

2.4. Soweit die Beschwerdeführerin ihre Vorbringen auf einen Sachverhalt abstellt, der keine Grundlage im angefochtenen Entscheid findet, ist darauf bereits mangels entsprechender (und ausreichend begründeter) Sachverhaltsrügen nicht einzugehen. Dies betrifft insbesondere ihre Ausführungen zur Unterhaltsvereinbarung noch während des Zusammenlebens und zum Verlustschein, der sich jedenfalls ohnehin auf Unterhaltsbeiträge von Mai 2021 bis September 2021 und damit nicht auf den hier relevanten Zeitraum bezieht. Im Übrigen könnte die Beschwerdeführerin mit ihren Ausführungen nur dann durchdringen, wenn sie nachweisen könnte, dass das Ergebnis - die Berücksichtigung eines Vermögensverzehrs von 25 % des dem Beschwerdegegner bei Einleitung des Scheidungsverfahrens zur Verfügung stehenden Vermögens von Fr. 650'000.-- über 21 Monate (rund Fr. 7'740.-- pro Monat) - in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken widerspricht. Dies gelingt der Beschwerdeführerin bereits deshalb nicht, weil sie - wie die oben wiedergegebenen Ausführungen zeigen - nicht auf die Erwägung der Vorinstanz eingeht, wonach ein Vermögensverzehr von 25 % sich unter anderem mit Blick auf den familienrechtlichen Bedarf der Parteien rechtfertige, den vorinstanzlich festgestellten familienrechtlichen Bedarf, der sich im strittigen Zeitraum zwischen Fr. 17'625.-- und Fr. 14'970.-- (siehe E. 2.2) bewegt, nicht bestreitet und der Beschwerdegegner mit dem ihm angerechneten Vermögensverzehr diesen familienrechtlichen Bedarf mehr als nur gerade deckt. Schliesslich behauptete die Beschwerdeführerin nicht, der Beschwerdegegner habe die gemeinsame Lebenshaltung bereits während des Zusammenlebens über einen eigentlichen Vermögensverzehr finanziert. Das Ergebnis der vorinstanzlichen Ermessensausübung hält damit einer Willkürprüfung stand, weshalb auf die weiteren Vorbringen der Beschwerdeführerin nicht einzugehen ist.