Citation: 1C_404/2021 E. 5.2

5.2. Die Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern wendet dagegen ein, der Beschwerdeführer verlasse mit dem Argument des Gewässerschutzes den Streitgegenstand. Im strittigen Verfahren gehe es nur um die altlastenrechtliche Sanierungsbedürftigkeit und nicht um gewässerschutzrechtliche Massnahmen. Allerdings bezog sich bereits das Amt für Wasser und Abfall des Kantons Bern als erste Instanz auf die gewässerschutzrechtliche Zuweisung des fraglichen Grundstücks zum "übrigen Bereich". Auch das Verwaltungsgericht verweist in E. 6.2 des angefochtenen Entscheids auf diesen gewässerschutzrechtlichen Zusammenhang und ergänzt, dass die Parzelle gemäss der Grundwasserkarte des Kantons Bern überdies in einem Gebiet ohne Grundwasservorkommen im Lockergestein liege. Bevor über die Bedeutung der gewässerschutzrechtlichen Grenzwerte zu entscheiden ist, muss daher auf das Verhältnis von Altlasten- und Gewässerschutzrecht eingegangen werden.