Citation: 6B_70/2023 E. 5.1

5.1. Der Beschwerdeführer kritisiert weiter eine Verletzung von Art. 389 Abs. 2 und Art. 343 Abs. 3 i.V.m. Art. 405 Abs. 1 StPO. Seine Verurteilung beruhe einzig auf den Aussagen von H.________. Die Vorinstanz hätte diesen im Berufungsverfahren daher zwingend erneut einvernehmen müssen, zumal es sich bei diesem hinsichtlich der Tat von W.________ noch nicht einmal um einen unmittelbaren Zeugen, sondern nur um einen angeblichen Zeugen vom (Hören-) Hörensagen handle. Eine erneute Befragung im Berufungsverfahren wäre auch angesichts der Schwere der im Raum stehenden Vorwürfe unabdingbar gewesen. Die Vorinstanz habe sich nicht auf die Interpretation der ihr vorliegenden, zum Teil rudimentär abgefassten Aussageprotokolle beschränken dürfen. Dies laufe bei gleichzeitiger Abweisung sämtlicher Beweisanträge auf die Durchführung eines schriftlichen Verfahrens hinaus. Eine Einvernahme von H.________ wäre auch aufgrund der Widersprüche und Unklarheiten in dessen Aussagen erforderlich gewesen.