Citation: 4A_553/2022 E. 6.4.1

6.4.1. Die Vorinstanz erwog, es sei festzuhalten, dass es sich bei den insgesamt erbrachten 21 Stunden (davon gemäss Rechnung an E.________ vom 28. Januar 2020 8 Stunden am Tag nach der Kündigung) um " eine bloss geringfügige Tätigkeit " gehandelt habe. Zudem habe der Beschwerdegegner vor der Erstinstanz dargelegt, dass er die unter dem 27. August 2019 verbuchte Arbeit (Erstellung der von E.________ angeforderten zusätzlichen Auswertungslisten) schon vor der Kündigung in seinen Ferien erbracht habe, die Verbuchung aber erst nach Testung der Listen und dem Einchecken durch seine Ehefrau (die in seiner Einzelfirma angestellt gewesen sei) erfolgte. Die übrigen Arbeiten seien ferner allein von seiner Ehefrau vorgenommen worden. Da die Beschwerdeführerin in ihrer Berufung keine Auseinandersetzung mit diesen Ausführungen vornehme, habe sie keine Veranlassung zu prüfen, ob die vom Beschwerdegegner (bzw. seiner Einzelfirma) in Rechnung gestellten Stunden von diesem erbracht worden seien und deshalb als (allfälliges) Indiz gegen dessen Arbeitsunfähigkeit gewertet werden könnten.