Citation: 2C_1035/2014 E. 4

Weiter rügen die Beschwerdeführer eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung durch das Obergericht: Dieses sei zu Unrecht zum Schluss gelangt, der Lehrer habe ihnen, den Beschwerdeführern, im Vorfeld der Riverrafting-Tour die Allgemeinen Geschäftsbedingungen sowie ein Informationsblatt zu Wasseraktivitäten des Veranstalters zukommen lassen; richtig sei vielmehr, dass sie nie solche Unterlagen erhalten hätten. Wie bereits ausgeführt, setzt eine rechtsgenügliche Sachverhaltsrüge namentlich voraus, dass präzise aufgezeigt wird, inwieweit die Behebung des behaupteten Mangels für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (E. 1.3 hiervor). Die Beschwerdeführer machen diesbezüglich geltend, die vom Obergericht angenommene Zustellung der genannten Unterlagen sei für die vorinstanzliche Konstruktion einer hypothetischen Einwilligung der Eltern in die zum Schadensereignis führende Riverrafting-Tour massgeblich gewesen, woraus sich die Bedeutung der Rüge ergebe. Dies überzeugt jedoch nicht: Zum einen durfte das Obergericht - wie bereits aufgezeigt - willkürfrei zum Schluss gelangen, dass seitens der verantwortlichen Lehrperson überhaupt keine Sorgfaltspflichtverletzung begangen wurde, weshalb es jedenfalls an dieser Haftungsvoraussetzung mangelt. Bei dieser Sachlage ist es nicht ersichtlich, inwiefern die behauptete unvollständige Information der Beschwerdeführer 1 und 2 resp. eine angeblich zu Unrecht angenommene hypothetische Einwilligung der Eltern noch von Bedeutung sind, zumal diese Aspekte eine andere Haftungsvoraussetzung betreffen, nämlich jene der Rechtswidrigkeit (vgl. S. 42 des angefochtenen Entscheids m.w.H.), welche jedoch vorliegend gar nicht strittig ist. Zum andern hat die Vorinstanz ausführlich dargelegt, dass im vorliegenden Fall - anders als etwa bei medizinischen Eingriffen durch einen Arzt - überhaupt keine besondere Aufklärung durch den Lehrer notwendig gewesen sei, zumal die Eintretenswahrscheinlichkeit eines schädigenden Ereignisses sehr gering gewesen sei und überdies davon ausgegangen werden dürfe, dass in der Schweiz wohnhafte Personen eine hinreichende Vorstellung davon haben, was unter dem Begriff "Riverrafting" zu verstehen ist, so dass der Hinweis des Lehrers auf die Aktivität als solche genüge. Mit diesen Ausführungen setzen sich die Beschwerdeführer nicht auseinander. Somit ist die von ihnen vorgebrachte Sachverhaltsrüge mangels ersichtlicher Relevanz für den Verfahrensausgang nicht zu hören.