Citation: 4P.224/2001 04.12.2001 E. 2

2.- Der Beschwerdeführer rügt, es sei ihm das rechtliche Gehör verweigert worden, weil er keine Gelegenheit erhalten habe, den Gegenbeweis zu führen. Die kantonalen Gerichte hätten aber auch die Verfahrensvorschriften über die Beweisauflage und die Beweisabnahme (Art. 181 ff. ZPO SH) willkürlich ausgelegt. Namentlich sei ihm nicht formell Gelegenheit zur Nennung seiner Beweismittel zu bestimmten Beweissätzen eröffnet worden. a) Gemäss Art. 29 Abs. 2 BV haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, anderseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung des Einzelnen eingreift. Dazu gehört insbesondere das Recht des Betroffenen, sich vor Erlass eines solchen Entscheides zur Sache zu äussern und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 127 I 54 E. 2b mit Hinweis). Der Gehörsanspruch ist verletzt, wenn ein Mitwirkungsrecht verweigert wird. Eine bestimmte Form, in welcher den Parteien die Gelegenheit zu dessen Ausübung eingeräumt werden muss, sieht die Bundesverfassung nicht vor. b) Aus dem angefochtenen Urteil geht hervor, dass der Beschwerdeführer mit Bezug auf die einzig umstrittene Frage des tatsächlichen Geschäftswillens der Parteien im Hinblick auf ein allfälliges Beweisverfahren an der Hauptverhandlung vor Kantonsgericht angefragt wurde, ob er Beweismittel für seine Darstellung habe. Der Beschwerdeführer habe hierauf ausschliesslich auf die Abschreibungsverfügung vom 23. Mai 1995 verwiesen. Nachher sei beiden Parteien hinreichend Gelegenheit gegeben worden, sich zu den eingereichten Unterlagen zu äussern. Der Beschwerdeführer hatte demnach bereits im erstinstanzlichen Verfahren die Möglichkeit, zur streitigen Frage Beweismittel zu bezeichnen. Zudem macht er nicht geltend, dass er im Verfahren vor dem Obergericht Antrag auf Abnahme weiterer Beweismittel gestellt hat. Inwiefern ihm sein Recht zum Beweis abgeschnitten worden wäre, ist daher nicht ersichtlich. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt insoweit offensichtlich nicht vor. Es kann daher dahingestellt bleiben, ob sich die staatsrechtliche Beschwerde in diesem Punkt ausreichend mit den Erwägungen im angefochtenen Urteil auseinandersetzt und den Begründungsanforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG genügt (vgl. dazu BGE 125 I 492 E. 1b mit Hinweisen). c) Im Zusammenhang mit der Rüge willkürlicher Missachtung beweisrechtlicher Prozessformen zeigt der Beschwerdeführer nicht auf, welche Beweismittel er wegen des Vorgehens der kantonalen Gerichte nicht in den Prozess einführen konnte, geschweige denn, inwiefern sich bei einem aus seiner Sicht willkürfreien Verfahren ein anderer Ausgang ergeben hätte. Die Aufhebung eines kantonalen Urteils rechtfertigt sich jedoch nur, wenn der Entscheid im Ergebnis verfassungswidrig ist (BGE 125 I 166 E. 2a mit Hinweis). Da dies mit der Beschwerde nicht aufgezeigt wird und auch nicht ersichtlich ist, kann auf die Rüge willkürlicher Verletzung von kantonalen Verfahrensvorschriften nicht eingetreten werden.