Citation: 6B_712/2022 E. 4

Auch die Kritik des Beschwerdeführers am angefochtenen Urteil erweist sich unbegründet. Die Vorinstanz weist darin zu Recht darauf hin, dass ihre Überprüfungsbefugnis als Berufungsinstanz angesichts der dem Beschwerdeführer vorgeworfenen Übertretung eingeschränkt ist (Art. 398 Abs. 4 StPO). Sie prüft im Folgenden die Einwände des Beschwerdeführers, mit welchen er die bislang prinzipiell anerkannte Lenkerschaft in der Berufungserklärung bestreitet, verneint eine offensichtlich unrichtige oder rechtsverletzende Sachverhaltsfeststellung der ersten Instanz mit sachlichen Argumenten und legt schliesslich nachvollziehbar dar, weshalb auch sie es für erstellt hält, dass sich der Beschwerdeführer des Überschreitens der allgemeinen Höchstgeschwindigkeit durch pflichtwidrige Unvorsichtigkeit und damit der fahrlässigen einfachen Verletzung der Verkehrsregeln schuldig gemacht hat. Wie vor Vorinstanz macht der Beschwerdeführer auch vor Bundesgericht geltend, das Fahrzeug nicht gelenkt zu haben, und legt in der Folge dar, dass er die Lenkerschaft (grundsätzlich bis zur Einreichung der Berufungserklärung) angeblich irrtümlich anerkannt haben will. Zudem qualifiziert er die bei den Akten liegenden Fotografien in Bezug auf die Erkennbarkeit der Lenkerschaft als unbrauchbar und mutmasst, wahrscheinlich sei es sein Vater gewesen, der im Tatzeitpunkt das Fahrzeug gelenkt habe. Damit führt der Beschwerdeführer im Wesentlichen nur aus, von welcher Sachlage aus seiner eigenen Sicht auszugehen wäre bzw. wie die Beweise richtigerweise gewürdigt werden müssten, zeigt aber nicht auf, dass die Vorinstanz zu Unrecht Willkür verneint und den angeklagten Sachverhalt in unzulässiger Weise als erstellt erachtet hat. Dies ist im Übrigen auch nicht ersichtlich. Die Vorinstanz gibt die in den verschiedenen Verfahrensabschnitten gemachten Aussagen des Beschwerdeführers im angefochtenen Urteil zutreffend wieder und stellt fest, er habe seine Lenkerschaft in Bezug auf die ihm vorgeworfene strafbare Handlung unter detaillierter und ausführlicher Schilderung der konkret zugrundeliegenden Verkehrssituation grundsätzlich stets eingestanden und seine diesbezüglichen Aussagen und damit auch sein Geständnis erst in bzw. mit der Berufungserklärung ohne weitere Grundangabe widerrufen. Der Widerruf des Geständnisses sei daher in Würdigung aller Umstände nicht beachtlich und auf das mehrfach wiederholte Geständnis, Lenker des Fahrzeugs gewesen zu sein, könne abgestellt werden, weil keine Hinweise bestünden, dass dieses nicht der Wahrheit entspräche. Die Sachverhaltsfeststellung der ersten Instanz, wonach es unbestritten sei, dass der Beschwerdeführer Lenker des Fahrzeugs sei, sei damit nicht willkürlich. Der Vorwurf des Beschwerdeführers, seine Aussagen seien aus dem Kontext gerissen worden und es sei "nur das davon verwendet" worden, was zu einer Verurteilung führe, ist unbegründet; die Aussagen des Beschwerdeführers wurden gegenteils umfassend und nachvollziehbar gewürdigt. Zusammenfassend hat die Vorinstanz eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung und Beweiswürdigung durch die Erstinstanz rechtsfehlerfrei verneinen dürfen. Auf die Fotografien wurde für die Frage, wer das Auto gelenkt hat, im Übrigen zu Recht nicht abgestellt. Dass und inwiefern dem Beschwerdeführer das rechtliche Gehör verweigert worden sein soll, ist weder dargetan noch ersichtlich. Die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 109 BGG abzuweisen, soweit sie den Begründungsanforderungen (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG) zu genügen vermag.