Citation: 8C_666/2008 02.02.2009 E. A

A.a Der 1962 geborene K.________ war seit 21. März 1995 bei der Firma X.________ als Speditionsmitarbeiter angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 5. August 1995 stiess ein von hinten herannahendes Automobil in den vom Versicherten gelenkten, wegen eines Linksabbiegemanövers zum Stillstand gebrachten Personenwagen. Die Ärzte des Spitals A.________, Chirurgische Abteilung, diagnostizierten einen Verdacht auf Commotio cerebri sowie Kontusionen der linken Schulter und des linken Knies und ordneten eine stationäre neurologische Überwachung für 24 Stunden an, die komplikationslos verlief (Austritt am 8. August 1995; Bericht vom 11. August 1995). Der Hausarzt, Dr. med. B.________, FMH Allgemeine Medizin, hielt in einem Überweisungsschreiben an Dr. med. C.________, Neurologie FMH, Klinik Y.________, vom 26. Oktober 1995 fest, dass für die geklagten Beschwerden (Nackenschmerzen mit Ausstrahlung in das Hinterhaupt; zunehmende und sich ausweitende Sensiblitätsstörungen der rechten Hand; Dysästhesien im rechten Bein; Kraftverminderung der rechten Körperseite [Arm und Bein]); heftiger Drehschwindel) weder klinisch (vgl. Bericht des Dr. med. D.________, Spezialarzt für Otorhinolaryngologie, Hals- und Gesichtschirurgie, vom 9. Oktober 1995) noch radiologisch (Computertomogramm [CT] des Schädels vom 21. August 1995 [Bericht des Dr. med. E.________, Spezialarzt für Radiologie FMH, Röntgeninstitut Z.________]; magnetic resonance imaging [MRI] der Halswirbelsäule [HWS] vom 20. September 1995 [Bericht des Dr. med. F.________, Röntgeninstitut, Klinik G.________]; triplanare MRI des Schädels mit Kontrastmittel sowie MR-Angiographie vom 20. Oktober 1995 [Bericht des Dr. med. H.________, FMH Radiologie, Medical Imaging I.________]) ein posttraumatischer Befund erhoben werden konnte. Auch die weiteren neurologischen und neurootologischen Abklärungen ergaben keine Auffälligkeiten (Berichte der Dres. med. L.________, Oberarzt, Klinik für Hals-, Nasen-, Ohren- und Gesichtschirurgie, Spital M.________, vom 6. November 1995 und C.________ vom 16. November 1995). Der den Versicherten physiotherapeutisch behandelnde Dr. med. N.________, Chiropraktor SCG/ECU, konnte die angegebenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen (Brummen im Kopf; konstante Kopfschmerzen; Taubheit im rechten Arm) nicht mit den funktionellen Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule in Übereinstimmung bringen (Bericht vom 17. Dezember 1995). Nachdem der Versichte trotz zweimaliger Aufforderung einer kreisärztlichen Untersuchung fernblieb, stellte Dr. med. O.________, FMH Orthopädische Chirurgie, in einer Aktenbeurteilung vom 8. Januar 1996 fest, die umfangreichen spezial- und hausärztlichen Untersuchungen hätten keine objektivierbare organische Unfallfolgen ergeben, weshalb der Fall bei voller Arbeitsfähigkeit abzuschliessen sei. Mit Verfügung vom 22. Januar 1996 stellte die SUVA die bisher erbrachten Leistungen (Heilbehandlung; Taggeld) ab 23. Januar 1996 ein. Auf Einsprache vom 31. Januar 1996 hin holte sie weitere ärztliche Auskünfte ein (Berichte der Dres. med. P.________, SUVA-Kreisarzt, vom 20. Mai 1996; L.________ vom 11. März 1997; Q.________, Facharzt Allg. Med. FMH, vom 24. Juli 1997; B.________ vom 26. August 1997), ohne einen Einspracheentscheid zu fällen. A.b Aufgrund einer Meldung vom 28. August 2003 holte die SUVA die Berichte der Dres. med. R.________, Facharzt FMH für Ohren-, Nasen- und Halskrankheiten, Hals- und Gesichtschirurgie und Arbeitsmedizin, SUVA Zentralschweiz, vom 1. Oktober 2003 und 16. März 2004 sowie L.________ vom 9. Dezember 2003 ein und sprach dem Versicherten mit Verfügung vom 22. März 2004, welche nicht angefochten wurde, wegen eines schweren Tinnitus eine Integritätsentschädigung auf Basis einer Integritätseinbusse von 5 % zu. Nach weiteren ärztlichen Untersuchungen und Stellungnahmen (Berichte der Dres. med. Prof. S.________, Leitender Arzt in der Medizinischen Abteilung des Spitals M.________, vom 18. Juni und 5. Oktober 2004; T.________, Facharzt FMH für Neurologie, vom 18. März 2005; U.________, Neurologe FMH, vom 18. Oktober 2005; V.________, Fachärztin Neurologie und Psychiatrie FMH, vom 2. Dezember 2005; R.________ vom 23. Juni 2006; W.________, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 11. Juli und 17. August 2006; Aa.________, Facharzt FMH für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Hals- und Gesichtschirurgie, vom 21. August und 13. November 2006; Bb.________, Facharzt für Innere Medizin/Rheumatologie FMH, Manuelle Medizin SAMM - Homöopathie SVHA - Akupunktur ASA, vom 13. Oktober 2006; Cc.________, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 27. Oktober 2006; Dd.________, FMH Chirurgie, vom 24. Oktober 2006) verfügte die SUVA am 30. November 2006, es müsse bezüglich der neu geltend gemachten gesundheitlichen Beschwerden von einem Rückfall ausgegangen werden, weshalb das Taggeld gestützt auf Art. 23 Abs. 8 UVV zu bestimmen sei. Im Einspracheverfahren wurden zusätzliche Auskünfte des Dr. med. Aa.________ vom 5. Dezember 2006 und 6. Februar 2007 eingereicht. Mit Entscheid vom 16. März 2007 lehnte die SUVA die Einsprache ab, soweit sie darauf eintrat. A.c Mit einer weiteren Verfügung vom 29. März 2007 verneinte die SUVA eine Leistungspflicht ab 30. April 2007 mangels adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen den geltend gemachten gesundheitlichen Beschwerden und dem Unfall vom 5. August 1995. Die dagegen erhobene Einsprache lehnte sie ab (Einspracheentscheid vom 10. September 2007).