Citation: 6B_895/2016 E. 1.4.1

1.4.1. Die Vorinstanz führt zur Anklage wegen Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit gemäss aArt. 91a Abs. 1 SVG sachverhaltlich aus, der Beschwerdeführerin sei klar gewesen, dass sie die Polizei hätte informieren müssen. Sie habe davon ausgehen müssen, dass die Polizei aufgrund der Tatzeit und der Art des Unfalls zumindest eine Atemalkoholprobe gemacht hätte (Urteil S. 8). Die Beschwerdeführerin habe den Tatbestand objektiv und subjektiv erfüllt, was von ihr auch nicht bestritten werde. Indem sie sich auf den Standpunkt stelle, sie habe das Ganze nicht managen können, mache sie sinngemäss Schuldunfähigkeit oder verminderte Schuldfähigkeit geltend. Die Kommunikation mit ihrem Bruder (sie habe ihm nachrennen, mit ihm reden und ihn vor einer "Dummheit" bewahren können) zeige, dass sie fähig gewesen sei, das Unrecht der Tat einzusehen und gemäss dieser Einsicht zu handeln (Art. 19 StGB). Sie habe es vorgezogen, nach Hause zu gehen (Urteil S. 10). Die Beschwerdeführerin kontaktierte die Polizei nach ihrer Darstellung erst um 09.30 Uhr (oben E. 1.1.1). Der Schuldspruch ist nicht zu beanstanden (vgl. zur Veröffentlichung vorgesehenes Urteil 6B_756/2015 vom 3. Juni 2016 E. 1.1.1 und E. 1.1.3 sowie Urteil 6B_384/2015 vom 7. Dezember 2015 E. 5.3).