Citation: I 94/04 25.11.2004 E. 4.2

4.2.1 Das Gutachten des Dr. med. H.________ vom 19. September/ 16. Oktober 2002 und der Bericht der Frau Dr. med. L.________ vom 29. April 2002 gehen in somatischer Hinsicht im Wesentlichen von der gleichen Diagnose aus. Soweit Frau Dr. med. L.________ zusätzlich eine reaktive Depression feststellte, kann ihr nicht gefolgt werden, da weder das Gutachten noch einer der anderen zahlreichen Arztberichte einen Hinweis auf ein psychisches Leiden enthalten. 4.2.2 Dr. med. H.________ und Frau Dr. med. L.________ gehen davon aus, der Versicherte sei als Chauffeur im Abschleppdienst zu 100 % arbeitsunfähig. Hinsichtlich der Einschätzung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit weichen sie indessen voneinander ab. Dr. med. H.________ beziffert sie in angepassten Tätigkeiten bei Lastenheben bis 5 kg mit 75 % bzw. mindestens 32 Std./Woche. Demgegenüber erachtet Frau Dr. med. L.________ den Versicherten in behinderungsgerechten Arbeiten ohne Lastenheben zu ca. 50 % bzw. 20 bis 25 Std./Woche arbeitsfähig. Diesbezüglich ist festzuhalten, dass Dr. med. H.________ im Rahmen seiner Abklärung Röntgenaufnahmen der LWS sowie des Beckens vom 17. September 2002 beizog. Sein Gutachten ist für die streitigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden; zudem sind die Ausführungen in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation einleuchtend und beinhalten begründete Schlussfolgerungen (BGE 125 V 352 Erw. 3a; AHI 2001 S. 113 Erw. 3a). Die Expertise ist insgesamt umfassender und überzeugender als der Bericht der Frau Dr. med. L.________ vom 29. April 2002, vor allem hinsichtlich der nachgewiesenen Diskrepanz zwischen gezeigtem Schmerz- und Selbstlimitierungsverhalten zu den anamnestisch seit langem bekannten, keine erhebliche Progredienz aufweisenden Befunden, welche gleichwohl die Ausübung des Berufes zuliessen. Der Einwand des Versicherten, Dr. med. H.________ sei ihm gegenüber von vornherein negativ eingestellt gewesen, ist nicht stichhaltig, da sich aus dem Gutachten keine Anhaltspunkte ergeben, die auf eine mangelnde Objektivität oder Voreingenommenheit des Experten schliessen liessen. Verwaltung und Vorinstanz haben demnach zu Recht auf die Expertise des Dr. med. H.________ abgestellt. Davon abgesehen, dass der Administrativexperte den Beschwerdeführer zweimal untersuchte, bezieht sich die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde beanstandete Äusserung auf den festgestellten "starken Muskelbau", woran nicht Anstoss zu nehmen ist. Nach dem Gesagten ist auf Beweisergänzungen in medizinischer Hinsicht zu verzichten, da der rechtserhebliche Sachverhalt hinreichend erstellt ist und von weiteren Abklärungen keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 94 Erw. 4b; RKUV 2003 Nr. U 473 S. 50 Erw. 3.4).