Citation: 5A_464/2015 E. 2

Das Kantonsgericht hat vom Beschwerdeführer für die 127 Kollokationsklagen Sicherheiten für die Parteientschädigungen im Gesamtbetrag von Fr. 381'460.-- verlangt. Im Mittelpunkt der vorliegenden Beschwerde steht die Akontozahlung von Fr. 200'000.-- (oben lit. A.h; zur Restzahlung von Fr. 181'460.-- unten E. 3). Das Kantons- und das Obergericht haben die Akontozahlung als verspätet erachtet. Die nicht rechtzeitige Zahlung der Sicherheit für die Parteientschädigung führe nach dem anwendbaren kantonalen Prozessrecht (Art. 404 Abs. 1 ZPO) zur Abschreibung der Klage vom Protokoll (§ 45 Abs. 1 der Zivilprozessordnung für den Kanton Zug vom 3. Oktober 1940 [ehemals BGS 222.1; fortan ZPO/ZG]), die dem Beschwerdeführer zuvor auch angedroht worden sei (§ 45 Abs. 3 ZPO/ZG). Vor Bundesgericht macht der Beschwerdeführer geltend, die Zahlung sei rechtzeitig erfolgt. Umstritten ist dabei die Auslegung seines Fristerstreckungs- bzw. Sistierungsgesuchs vom 26. September 2014, d.h. die Frage, ob der Teilbetrag von Fr. 200'000.-- davon erfasst war oder nicht (unten E. 2.1-2.4). Ausserdem beruft sich der Beschwerdeführer darauf, aus dem späteren Verhalten des Kantonsgerichts (nach dem 26. September 2014) müsse geschlossen werden, dass es die Akontozahlung akzeptiert habe (unten E. 2.5). In beiden Zusammenhängen macht er zahlreiche Rechtsverletzungen geltend (Verstösse gegen Art. 18 OR, Art. 52 ZPO, Art. 310 und 320 ZPO, das Vertrauensschutzprinzip gemäss Art. 9 BV, das Willkürverbot, insbesondere das Verbot willkürlicher Sachverhaltsfeststellung, das Prinzip des "fair trial" und von Treu und Glauben etc.), die er jedoch selber teilweise kaum unterscheidet und die in der Regel auch keine eigenständige Tragweite haben. In der Sache geht es um die Auslegung der Eingabe vom 26. September 2014 und die Beurteilung des späteren Verhaltens des Kantonsgerichts unter Vertrauensschutzgesichtspunkten.