Citation: 2C_936/2016 E. A

A.________, geboren am 16. Januar 1966 und türkische Staatsangehörige, reiste am 4. August 2001 in die Schweiz ein und heiratete am 26. August 2002 ihren knapp 16 Jahre jüngeren Neffen, den Schweizer Bürger B.________. Im Rahmen des Familiennachzugs wurde ihr eine Aufenthaltsbewiligung erteilt. Dass sie mit ihrem Ehemann verwandt ist, war der Bewilligungsbehörde nicht bekannt. Nachdem die Ehegatten angegeben hatten, zwar seit 1. April 2007 räumlich getrennt zu leben, aber nach wie vor einen Ehewillen zu haben und keine Scheidung zu beabsichtigen, erhielt A.________ am 21. September 2007 die Niederlassungsbewilligung. Am 10. November 2010 ging beim Migrationsamt des Kantons Zürich ein Schreiben ein, wonach es sich bei der Ehe von A.________ um eine Scheinehe handle und ihr Ehemann gleichzeitig ihr Neffe (der Sohn ihrer Schwester) sei. In der Folge liess das Migrationsamt die Ehe- und Wohnverhältnisse der Eheleute abklären. Mit Urteil des Bezirksgerichts Pfäffikon vom 20. Juni 2016 wurde die Ehe geschieden. Die Klage des Ehemannes auf Ungültigkeitserklärung der Ehe wurde infolge Rückzugs als erledigt abgeschrieben.