Citation: 9C_333/2018 E. 5.2

5.2. Damit sei festzustellen, dass der Versicherte zwar während der Zeit vom 1. Januar bis 28. September 2009 zu 100 % arbeitsfähig gewesen sei, aber nur während knapp sieben Monaten tatsächlich gearbeitet habe. Die restlichen gut zwei Monate habe er sich in einem Wiedereingliederungskurs bzw. auf Stellensuche befunden. Unter Einbezug der Arztberichte vom 27. Januar und 21. Juli 2009 werde deutlich, dass bereits kurz nach Beginn des Wiedereingliederungskurses bzw. der Aufnahme der Erwerbstätigkeit eine erfolgreiche Wiedereingliederung des Versicherten aufgrund der verstärkt auftretenden Beschwerden fraglich gewesen sei. Der Arztbericht vom 3. September 2009 bestätige dies, indem darin eine weitere Operation konkret ins Auge gefasst werde. Bemerkenswert sei im vorliegenden Fall, dass der Versicherte seine Erwerbstätigkeit trotz der seit Beginn des Jahres 2009 präsenten und sich verstärkenden Beschwerden fortgesetzt und bis zum Tag vor seiner Spitaleinweisung am 29. September 2009 durchgearbeitet habe. Dieser ausgeprägte Selbsteingliederungswille dürfe indes nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese mehrmonatige Phase der Erwerbstätigkeit keine gesundheitliche Erholung mit weitgehender Wiederherstellung des Leistungsvermögen widerspiegle. Vielmehr sei davon auszugehen, dass durch die regelhaft wieder auftretenden Rückenbeschwerden mit erneutem Operationsbedarf eine intermittierende Arbeitsfähigkeit vorgelegen habe, die - analog der Rechtsprechung des Bundesgerichts zu den Schubkrankheiten - nicht als einzelne Periode, sondern im Gesamtkontext zu beurteilen sei.