Citation: 6B_466/2024 E. 1.5

1.5. Eventualiter - für den Fall, dass das Überfahren der Haltelinie für die Strafbarkeit nicht massgebend sein sollte - rügt der Beschwerdeführer vergebens, die Vorinstanz gehe willkürlich davon aus, das Signal sei für ihn, als er sich bei der ersten Induktionsschleife befunden habe, sichtbar gewesen sei. Willkürfrei stellt die Vorinstanz fest, gemäss Gutachten des METAS sei die Signalanlage für den Beschwerdeführer sogar aus Positionen kurz vor der Signalanlage sichtbar gewesen, weshalb dies umso mehr auf Höhe der ersten Sensorenschleife der Fall gewesen sei. Mit seinem erstmals im Beschwerdeverfahren erhobenen Einwand, die Angaben des Gutachters des METAS seien unzutreffend, da die von ihm erstellten Fotos nicht vom Autocockpit aus gemacht worden seien, ist der Beschwerdeführer nicht zu hören. Dieser Einwand würde ohnehin an der willkürfreien Schlussfolgerung der Vorinstanz nichts zu ändern vermögen, denn das Gutachten des METAS beantwortet und bejaht die Frage ausdrücklich, ob der im Fahrzeug sitzende Lenker die Signalanlage habe sehen können. Ebenso berücksichtigt die Vorinstanz willkürfrei die Erkenntnisse des vom Beschwerdeführer eingereichten Privatgutachtens, indem sie festhält, gemäss Privatgutachten sei das Lichtsignal sowohl bei der zweiten Induktionsschleife als auch unmittelbar vor dem Passieren des Lichtsignals unter Vornahme gewisser Bewegungen mit Kopf und/oder Oberkörper sichtbar. Somit habe die Ampel für den Beschwerdeführer umso mehr von seiner Position bei der ersten Induktionsschleife sichtbar gewesen sein müssen. Weshalb diese den Befund des Privatgutachters wiedergebende Feststellung der Vorinstanz willkürlich sein sollte, vermag der Beschwerdeführer nicht aufzuzeigen. Gleiches gilt für die von der Vorinstanz in die Beweiswürdigung einbezogene Aussage des Zeugen C.________, wonach man von der ersten Induktionsschleife aus das Lichtsignal noch im Blickwinkel habe. Nicht gerügt wird schliesslich die Feststellung der Vorinstanz, der Beschwerdeführer selbst habe ausgesagt, von der ersten Induktionsschleife aus sei das Lichtsignal noch ganz knapp zu sehen. Wenn die Vorinstanz gestützt auf die beiden Gutachten sowie die Aussagen des Zeugen und des Beschwerdeführers selbst zum Schluss gelangt, dass das Lichtsignal für den Beschwerdeführer insbesondere von der Position bei der ersten Induktionsschleife aus bei entsprechender Aufmerksamkeit sichtbar war, verfällt sie in ihrer Beweiswürdigung nicht in Willkür. Nicht einzutreten ist sodann auf die Rüge, die Vorinstanz habe es unterlassen, die vor und nach dem Beschwerdeführer fahrenden Lenker als Zeugen zu befragen, zeigt doch der Beschwerdeführer nicht auf, dass er diesen Beweisantrag überhaupt je gestellt hätte. Ausserdem macht er nicht geltend und ist auch nicht ersichtlich, inwiefern die Befragung dieser Personen für die Sachverhaltsermittlung von Relevanz sein sollte. Insgesamt gelangt die Vorinstanz willkürfrei zum Schluss, der Beschwerdeführer habe an der Kreuzung Ländtestrasse/Badhausstrasse/Süd in Biel/Bienne die erste, sich 80 cm vom weissen Haltebalken befindende Induktionsschleife mit einer Geschwindigkeit von mindestens 10 km/h überfahren, als das Lichtsignal bereits Rot angezeigt hatte, wobei die Ampel für ihn bei genügender Aufmerksamkeit sichtbar gewesen ist. Die Rügen des Beschwerdeführers an der vorinstanzlichen Beweiswürdigung erweisen sich als unbegründet.