Citation: 6B_548/2023 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer wendet sich gegen die Strafzumessung. Der Vorwurf spiele sich im Bagatellbereich ab bzw. sei dem "Massengeschäft" der Strafbehörden zuzurechnen. Er habe ein einziges Video an einen Kollegen versandt und dabei weder mit einem sexuellen Motiv noch aufgrund pädophiler Neigungen, sondern aus purem Leichtsinn gehandelt, womit es sich gemäss den aktuellen Richtlinien für die Strafzumessung des VBRS um einen leichten Fall handle. Aus dem Verzicht auf die Anordnung eines Tätigkeitsverbotes nach Art. 67 Abs. 3 lit. d Ziff. 2 StGB ergebe sich, dass offensichtlich auch die erste Instanz von einem Bagatelldelikt ausgegangen sei. Trotzdem habe sie aber das objektive und das subjektive Tatverschulden im mittleren Rahmen angesetzt und 150 Tagessätze als angemessen erachtet. Die Vorinstanz beurteile das objektive und subjektive Tatverschulden milder, mithin als "nicht mehr nur leicht" statt "im mittleren Rahmen". Damit einhergehend gehe sie mit der Erstinstanz davon aus, dass sich die Täterkomponenten leicht zu seinen Gunsten auswirkten. Trotzdem erachte sie die exakt gleich hohe Strafe als angemessen. Damit sei die Strafzumessung nicht nachvollziehbar und verletze Art. 50 StGB. Hinsichtlich der objektiven Tatschwere sei zwar verständlich, dass aufgrund des Inhaltes des Videos nicht mehr von einem leichten Verschulden ausgegangen werde, auch wenn die übrigen Umstände klar auf ein sehr leichtes (objektives) Tatverschulden hinweisen würden. Nicht nachvollziehbar sei hingegen, dass ihm auch in subjektiver Hinsicht ein "nicht mehr nur leichtes" Verschulden angelastet werde. Schliesslich habe die Vorinstanz unberücksichtigt gelassen, dass er mit seinem Geständnis aktiv zur Vereinfachung und Verkürzung des Strafverfahrens beigetragen habe und dies zu einer Reduktion der anhand der Tatkomponenten festzusetzenden Strafeinheiten von 60 Tagessätzen um einen Drittel, und damit auf 40 Einheiten, hätte führen müssen.