Citation: 1B_560/2020 E. 4.3

4.3. Das Obergericht erwog, dem Beschwerdeführer drohe eine langjährige Freiheitsstrafe, wobei auch die drohende Verbüssung der Reststrafe von 601 Tagen zu berücksichtigen sei. Aufgrund des Umstands, dass er nach seiner bedingten Entlassung aus dem Strafvollzug ins Ausland weggezogen sei und nach der Ausschreibung zur Verhaftung am 6. Februar 2017 erst am 17. Dezember 2019 verhaftet werden konnte, spreche eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür, dass er fliehen könnte. Die Darstellung der Staatsanwaltschaft, dass er keinen Kontakt mit seinen angeblichen Bezugspersonen aufgenommen habe, habe er nicht bestritten. Er habe weder Adressen noch eine Bestätigung vorlegen können, wonach eine dieser Personen bereit wäre, ihn bei sich aufzunehmen.