Citation: 8C_731/2019 E. 3.1.2

3.1.2. Die Vorinstanz hat weiter erwogen, das Bundesgericht habe mit BGE 143 V 418 sowie BGE 143 V 409 seine Rechtsprechung geändert und erkannt, dass sämtliche psychischen Erkrankungen grundsätzlich einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, das bislang lediglich bei Vorliegen somatoformer Schmerzstörungen anhand eines Kataloges von Indikatoren durchgeführt worden sei (BGE 143 V 409). Dr. med. C.________ habe sich im psychiatrisch-psychotherapeutischen Teilgutachten vom 26. September 2016 mangels einer Diagnose aus dem somatoformen Kreis entsprechend der damaligen Rechtspraxis nicht ausdrücklich zu den verschiedenen Standardindikatoren geäussert. Indessen fänden sich darin Ausführungen, die eine zuverlässige rechtliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im Lichte der massgebenden Indikatoren erlaubten. So befasse sich der psychiatrische Sachverständige eingehend mit dem Gesundheitszustand des Versicherten, dessen persönliche Ressourcen, dem sozialen Kontext sowie der Konsistenz in Bezug auf das alltägliche Aktivitätenniveau und den Leidensdruck. Aus diesen nachvollziehbaren und überzeugenden Darlegungen sei zu schliessen, dass sich mit der diagnostizierten Persönlichkeitsstörung keine über 25 % hinausgehende Einschränkung des funktionellen Leistungsvermögens begründen lasse.