Citation: 9C_443/2014 E. 3.2.3

3.2.3. Hinsichtlich der einfachen Gesellschaften G.________, H.________ und I.________ anerkennt der Beschwerdeführer ausdrücklich, die zu je 50 % beteiligte Mitgesellschafterin J.________ habe sich in Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit an den Gesellschaften beteiligt. Gleichzeitig hebt er jedoch hervor, er sei nur als passiver, Kapital gebender Gesellschafter zu betrachten, welcher weder nach aussen aufgetreten sei noch seine Arbeitskraft zur Verfügung gestellt habe, womit seinerseits keine Erwerbstätigkeit vorliege. Dieser Einwand zielt ins Leere. Nach Art. 20 Abs. 3 AHVV und der gestützt darauf ergangenen Rechtsprechung bildet der von einer einfachen Gesellschaft durch Erwerbstätigkeit erzielte Gewinn beitragspflichtiges Erwerbseinkommen der Anteilhaber, und zwar unabhängig von einer persönlichen Arbeitsleistung. Wer sich an auf Erwerb ausgerichteten einfachen Gesellschaft als Teilhaber bloss finanziell beteiligt, hat sich deshalb den ihm zukommenden Gesellschaftsgewinn als Erwerbseinkommen anrechnen zu lassen, obgleich er als Gesellschafter persönlich keine auf Verdienst ausgerichtete Tätigkeit für gemeinsame Rechnung ausgeübt hatte. Es genügt, dass eine solche Betätigung auf der Ebene der Gesellschaft vorliegt (BGE 136 V 258 E. 4.8 S. 267; Urteile H 243/00 vom 10. April 2002 E. 2b; Urteil H 235/82 vom 20. Februar 1982 E. 2b; vgl. auch Michel Valterio, Droit de l'assurance-veillesse et survivants [AVS] et de l'assurance-invalidité [AI], 2011, S. 134 Rz. 428). Soweit der Beschwerdeführer darin einen klaren Widerspruch zu Art. 3 AHVG erblickt, ist festzustellen, dass das Bundesgericht die Gesetzmässigkeit von Art. 20 Abs. 3 AHVV in konstanter Rechtsprechung bejaht hat (BGE 136 V 258 E. 4 S. 264 ff. mit zahlreichen Hinweisen).