Citation: 6B_209/2022 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz erachtet die Voraussetzungen für den Widerruf als erfüllt. Sie geht von einer schlechten Prognose aus. Der Beschwerdeführer sei einschlägig vorbestraft und wegen weiterer strafbarer Handlungen gegen das Vermögen verurteilt worden. Die Art der neuen Delinquenz und die Straftat im einschlägigen Bereich legten eine schlechte Prognose nahe. Die Vorstrafen und die laufende Probezeit schienen den Beschwerdeführer nicht beeindruckt zu haben. Es sei von einer gewissen Unbelehrbarkeit und einer persistierenden Uneinsichtigkeit auszugehen. Auch wenn sich der Beschwerdeführer in den letzten Jahren wohl verhalten habe oder es zumindest zu keiner neuen Verurteilung gekommen sei, sei zu befürchten, dass er weitere Straftaten verüben werde. Die Frist für die mit Urteil des Kantonsgerichts vom 18. Juni 2014 ausgesprochene Probezeit von vier Jahren sei grundsätzlich bis am 18. Juni 2018 gelaufen und habe sich aufgrund des unbedingt zu vollziehenden Teils der Strafe um neun Monate bis zum 18. März 2019 verlängert. Der Beschwerdeführer habe das zu beurteilende Delikt in der Probezeit begangen. Die dreijährige Widerrufsfrist nach Art. 46 Abs. 5 StGB sei im Urteilszeitpunkt am 22. Dezember 2021 noch nicht abgelaufen.