Citation: 1P.600/2004 23.03.2005 E. 3

Der Beschwerdeführer wirft dem Obergericht vor, die Beweise willkürlich zu seinen Lasten beurteilt und sein rechtliches Gehör verletzt zu haben, indem es Beweisanträge - insbesondere die Zeugeneinvernahme von G.________ - abgewiesen habe. 3.1 Nach den aus Art. 29 BV fliessenden Verfahrensgarantien sind alle Beweise abzunehmen, die sich auf Tatsachen beziehen, die für die Entscheidung erheblich sind (BGE 127 I 54 E. 2b; 117 Ia 262 E. 4b). Das hindert aber den Richter nicht, einen Beweisantrag abzulehnen, wenn er in willkürfreier Überzeugung der bereits abgenommenen Beweise zur Überzeugung gelangt, der rechtlich erhebliche Sachverhalt sei genügend abgeklärt, und er überdies in willkürfreier antizipierter Würdigung der zusätzlich beantragten Beweise annehmen kann, seine Überzeugung werde auch durch diese nicht mehr geändert (BGE 122 V 157 E. 1d; 122 II 219 E. 3c; 119 Ib 492 E. 5b/bb). 3.2 Willkürlich ist ein Entscheid, der mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Dabei genügt es nicht, dass die Begründung unhaltbar ist, der Entscheid muss sich vielmehr im Ergebnis als willkürlich erweisen (BGE 125 I 166 E. 2a; 125 II 10 E. 3a, 129 E. 5b; 122 I 61 E. 3a je mit Hinweisen). 3.3 Das Obergericht kommt im angefochtenen Entscheid (S. 17) zum Schluss, dass es sich beim Skiweg, auf welchem der Unfall passierte, nicht um eine grundsätzlich gefährliche Durchfahrt handelt, die von den Pistenverantwortlichen mit besonderen Massnahmen weiter hätte gesichert werden müssen. Was der Beschwerdeführer gegen die Beweiswürdigung vorbringt (Beschwerde S. 21 ff.), erschöpft sich in appellatorischer Kritik, die nicht geeignet ist, die obergerichtliche Beurteilung, wonach der fragliche Skiweg keine besondere Gefahrenquelle darstellt, als willkürlich erscheinen zu lassen. Es war nie umstritten, dass der Baum, in welchen der Beschwerdeführer prallte, nicht gepolstert war, ebensowenig wie die anderen Bäume entlang des Skiwegs (angefochtenes Urteil S. 17 E. 2.5 zweiter Absatz). Fest steht auch, dass der Beschwerdeführer über die stark (45 Grad) abfallende Böschung hinab stürzte und dabei mit einem Baum zusammenprallte; es ist schlechterdings nicht ersichtlich, inwiefern das Obergericht diesen Sachverhalt willkürlich festgestellt haben sollte. Absturzgefahr, wie sie die Sachverständigen verstehen (etwa die Aussage des sachverständigen Zeugen H.________ an der Hauptversammlung, angefochtenes Urteil S. 12 zweiter Absatz), nämlich die Gefahr, in freiem Fall über ein grosses Hindernis wie etwa einen Felsen hinabzustürzen, konnte das Obergericht für die Unfallstelle willkürfrei verneinen. Aus den Fotos des Augenscheins ergibt sich entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers keineswegs, dass es sich beim Baum, in den er prallte, um einen frei stehenden (und damit allenfalls zu sichernden) Einzelbaum handelt. Im Bereich der Unfallstelle grenzt der Skiweg talseits an einen lockeren Waldsaum. Es ist ohne weiteres haltbar, den fraglichen Baum als dessen Bestandteil zu betrachten. Der Beschwerdeführer behauptet zwar, der Baum stünde entgegen der Auffassung des Obergerichts näher als zwei Meter am Pistenrand, legt aber weder dar, inwiefern die gegenteilige Annahme des Obergerichts (angefochtenes Urteils S. 10 E. d) willkürlich sein soll, noch inwiefern dieser Umstand rechtserheblich sein könnte (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Das Obergericht hat sich auch mit der Unfallstatistik auseinandergesetzt und festgestellt, dass sich auf dem fraglichen Skiweg zwar hin und wieder Unfälle ereignet hätten, aber keine in der Art, wie ihn der Beschwerdeführer erlitten habe; nie sei ein Skifahrer in einen Baum katapultiert worden (angefochtener Entscheid S. 18 E. 3). Der Beschwerdeführer legt nicht dar, inwiefern dieser Schluss willkürlich sein soll. Es ist somit nicht ersichtlich, dass das Obergericht den Sachverhalt willkürlich festgestellt haben könnte. Es war damit verfassungsrechtlich nicht gehalten, weitere Beweise - etwa die Einvernahme eines weiteren sachverständigen Zeugen - abzunehmen, sondern konnte in willkürfreier antizipierter Beweiswürdigung davon ausgehen, dass die Erhebung weiterer Beweise das Beweisergebnis nicht mehr beeinflussen würde. Es hat daher das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers nicht verletzt, indem es die von ihm angebotenen weiteren Beweismittel ablehnte.