Citation: 1C_187/2022 E. 7.2

7.2. Diese Ausführungen überzeugen nicht. Wie die Vorinstanz zu Recht festhielt, geht es vorliegend nicht um ein Bauvorhaben ohne Baubewilligung, sondern um eine zufolge Nichteinhaltung der Bauvollendungsfrist erloschene Baubewilligung. Im Rahmen des Verfahrens auf Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands muss nur die Bewilligungsfähigkeit der bereits vollendeten Bauteile geprüft werden. Es ist vorliegend unbestritten, dass diese - der Aushub und die Fundamente für die Tiefgarage - für sich alleine nicht bewilligt werden können. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerinnen muss in diesem Rahmen hingegen nicht geprüft werden, ob ein neues, die vollendeten Bauteile integrierendes Bauprojekt bewilligt werden kann. Die Beschwerdeführerinnen bringen denn auch keine gesetzliche Bestimmung vor, welche die Gemeinde verpflichten würde, eine solche Prüfung durchzuführen. Mit der Beschwerdegegnerin ist vielmehr festzuhalten, dass eine obligatorische Prüfung eines neuen Bauvorhabens im Verfahren auf Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands der ratio legis der Bestimmungen zur Bauvollendungsfrist widersprechen würde.