Citation: 8C_431/2017 E. 4.2

4.2. Hingegen distanzierte sich das kantonale Gericht von der Schätzung der Arbeitsfähigkeit im fraglichen Gutachten. Dieses schloss laut den vorinstanzlichen Feststellungen, dass dem Beschwerdeführer aufgrund der im Schweregrad als mittelschwer zu bezeichnenden dissoziativen Störung (Konversionsstörung) und der rezidivierenden depressiven Störung mit chronischem Verlauf und gegenwärtig leichtgradiger Episode die Arbeit in der angestammten Tätigkeit als Finanzberater nicht mehr zugemutet werden könne. In einer angepassten Tätigkeit bestehe - da sich seit der MEDAS-Begutachtung im Jahr 2009 die depressiven Beschwerden leicht gebessert hätten, aktuell (ab Zeitpunkt des BEGAZ-Gutachtens) eine 60%-ige Arbeitsfähigkeit. Dieser Einschätzung hielt das kantonale Gericht diejenige des RAD-Arztes Dr. med. B.________ entgegen, der ausgehend von den Angaben im erwähnten Gutachten und deren Prüfung im Lichte der Standardindikatoren zum Ergebnis gelangt war, dass insbesondere aufgrund des Tagesablaufs des Beschwerdeführers mit den von ihm verrichteten Umbauarbeiten am erworbenen eigenen Haus keine Einschränkung in irgendeinem Lebensbereich erkennbar sei. Darüber hinaus nahm das kantonale Gericht seinerseits eine eingehende und umfassende Prüfung im Lichte der Standardindikatoren, mithin des funktionellen Schweregrades mit all seinen Facetten unter Einschluss der Konsistenz vor. Dabei gelangte es zum Schluss, dass die Einschätzung des RAD-Arztes standhalte und dem Beschwerdeführer für eine angepasste Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit zu bescheinigen sei.