Citation: 5A_236/2019 E. 3

Nach den kantonsgerichtlichen Feststellungen gewährte das Kreisgericht die definitive Rechtsöffnung gestützt auf einen vor dem Vermittleramt St. Gallen geschlossenen Vergleich vom 21. April 2006, worin sich der Beschwerdeführer solidarisch mit seiner Ehefrau verpflichtet hatte, der Beschwerdegegnerin Fr. 83'231.-- nebst 5 % Zins seit 26. April 2005 und Fr. 2'814.30 nebst 5 % Zins seit 1. Dezember 2005 zu zahlen. Vor Kantonsgericht rügte der Beschwerdeführer, das Kreisgericht habe die Frage vernachlässigt, weshalb die Beschwerdegegnerin ihre Forderung erst nach sieben Jahren wieder aktiviert habe. Das Kantonsgericht hat dazu erwogen, das Kreisgericht sei sehr wohl darauf eingegangen. Wie es richtig ausgeführt habe, gelte für die Forderungen aus dem Vergleich eine Verjährungsfrist von zehn Jahren (Art. 137Abs. 2 OR). Diese sei durch die letzte Teilzahlung des Beschwerdeführers vom 17. Oktober 2011 unterbrochen worden und habe damit neu zu laufen begonnen (Art. 137 Abs. 1 OR). Die Beschwerdegegnerin müsse ihr jahrelanges Zuwarten nicht erklären. Jedem Gläubiger stehees frei, mit der Geltendmachung einer fälligen Forderung beliebig zu warten. Der Beschwerdeführer wendete weiter ein, die einzige Erklärung für das Zuwarten der Beschwerdegegnerin sei, dass es noch eine zweite Vereinbarung gebe, in der festgehalten sei, dass nach der Bezahlung einer gewissen Summe der Restbetrag erlassen werde. Das Kantonsgericht hat dazu erwogen, der Beschwerdeführer habe die Tilgung mittels Urkunden zu beweisen (Art. 81 Abs. 1 SchKG). Vorliegend belasse er es aber bei der blossen Behauptung. Schliesslich hat das Kantonsgericht festgehalten, die Beschwerde erweise sich als von vornherein aussichtslos, weshalb das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege abzuweisen sei.