Citation: U 295/04 30.05.2005 E. A

Die 1945 geborene K.________ war teilzeitlich als Verkäuferin bei der Detailhandels Z.________ AG angestellt und bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 15. April 1999 erlitt sie einen Verkehrsunfall, als der von ihr gesteuerte Personenwagen von einem das Vortrittsrecht missachtenden Lastwagen seitlich angefahren wurde. Wegen Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich sowie weiterer Beschwerden begab sie sich tags darauf zu Dr. med. B.________, Facharzt für Neurologie FMH, welcher ein Distorsionstrauma der Halswirbelsäule (HWS) diagnostizierte, dies bei einem Status nach Operation eines Schultergürtelsyndroms beidseits vor ca. 15 Jahren sowie einem im Februar 1999 erlittenen Sturz mit Kopfschwartenriss und seither bestehender rechtsseitiger Brachialgie (Bericht vom 21. April 1999). Anfang Mai 1999 traten zudem Schmerzen im Bereich der unteren Brustwirbelsäule (BWS) und der Lendenwirbelsäule (LWS) auf (Bericht des Dr. med. P.________, Facharzt für allgemeine Medizin FMH, vom 22. Mai 1999). Nach einer physiotherapeutischen und medikamentösen Behandlung hielt sich die Versicherte vom 10. Februar bis 9. März 2000 in der Rehaklinik Y.________ auf, wo nebst einem Karpaltunnelsyndrom (CTS) rechts ein Status nach HWS-Distorsion mit persistierendem zervikozephalem Symptomenkomplex, generalisiertem Schmerzsyndrom sowie neuropsychologischen Funktionsstörungen festgestellt und eine durch den Unfall verschlimmerte vorbestehende HWS-Problematik sowie eine psychopathologische Fehlverarbeitung bei vorbestehender Vulnerabilität angenommen wurden (Bericht vom 21. März 2000). Die SUVA ordnete eine kreisärztliche Untersuchung an, traf weitere Abklärungen und zog ein von der "Zürich" Versicherungs-Gesellschaft in Auftrag gegebenes Gutachten des Spitals X.________ vom 27. Juni 2001 bei. Darin wird der Unfall vom 15. April 1999 als Teilursache der bestehenden Beschwerden bezeichnet, der Anteil der unfallfremden Ursachen auf 50 % geschätzt, die Arbeitsunfähigkeit im bisherigen Beruf mit ca. 70 % und der Anteil der unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit mit ca. 50 % angegeben. Nach einer weiteren kreisärztlichen Untersuchung vom 9. Januar 2002 schloss die SUVA den Fall auf den 30. April 2002 ab und sprach der Versicherten mit Verfügung vom 6. Mai 2002 eine Rente aufgrund einer Erwerbsunfähigkeit von 50 % ab 1. Mai 2002 sowie eine Integritätsentschädigung für eine Integritätseinbusse von 5 % zu. Nachdem sie von einem Beschluss der IV-Stelle des Kantons Aargau vom 22. Januar 2003 Kenntnis erhalten hatte, mit welchem der Versicherten ab 1. April 2000 eine ganze Rente aufgrund eines Invaliditätsgrades von 77 % zugesprochen worden war (Verfügung vom 28. Februar 2003), erliess sie am 11. Februar 2003 eine neue Verfügung, mit der sie die Rente der Unfallversicherung von 50 % als Komplementärrente festsetzte. Gegen beide Verfügungen der SUVA reichte die Versicherte Einsprachen ein, welche mit Entscheid vom 10. Juli 2003 abgewiesen wurden.