Citation: 5A_344/2017 E. 4

Steht fest, dass die Vorinstanz das rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin verletzt hat, indem sie die bereits erteilte unentgeltliche Rechtspflege ex officio widerrief, kann offen bleiben, ob die Vorinstanz bereits im Zeitpunkt ihres Entscheids vom 5. August 2016 wusste (oder hätte wissen müssen), dass die Beschwerdeführerin über Grundeigentum in Deutschland verfügt. Offen bleiben kann auch, ob die Vorinstanz Art. 124c des Gesetzes über das Verwaltungsverfahren und die Verwaltungsrechtspflege des Kantons Nidwalden (Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRG; 265.1) richtig angewendet hat. Danach kann der oder die Vorsitzende der Rechtsmittelinstanz die unentgeltliche Rechtspflege entziehen, wenn der Anspruch darauf nicht mehr besteht oder nie bestanden hat. Schliesslich braucht sich das Bundesgericht auch nicht mit der Frage zu befassen, ob der rückwirkende Entzug der unentgeltlichen Rechtspflege im Einklang mit dem verfassungsrechtlichen Vertrauensschutz (Art. 9 BV) steht, auf den sich die Beschwerdeführerin ebenfalls beruft.