Citation: 1C_215/2022 E. A

A.________ ist Eigentümerin der ausserhalb der Bauzone liegenden Parzelle Nr. 2261 in Mittal auf dem Gebiet der Gemeinde Steg-Hohtenn. Die bewaldete Parzelle befindet sich im Gewässerraum der Lonza und im Gebiet des BLN-Objekts 1706/1507 (Berner Hochalpen und Aletsch-Bietschhorn-Gebiet). Im Herbst 2017 liess A.________ auf der Parzelle Nr. 2261 Aushubmaterial deponieren. Am 12. Oktober 2017 reichte sie ein Baugesuch für die Wiederinstandstellung einer Alpwiese mit Tränke/Brunnen beziehungsweise von Weideland für Kühe und Schafe auf ihrer Parzelle ein. Am 5. Juli 2018 verweigerte die kantonale Baukommission des Kantons Wallis (KBK) die Baubewilligung. Dieser Entscheid blieb unangefochten. Gleichentags ersuchte das Bausekretariat des Kantons Wallis A.________ um Stellungnahme hinsichtlich des ohne Baubewilligung auf der Parzelle Nr. 2261 deponierten Aushubmaterials. Am 25. Juli 2018 führte A.________ aus, die Parzelle Nr. 2261 sei im Herbst 2011 mit Geröll und Geschiebe überschwemmt worden. Im Frühjahr 2012 habe die Gemeinde Aufräumarbeiten veranlasst. Dabei sei das Gelände beschädigt worden. In der Folge habe mit der Gemeinde keine Einigung erzielt werden können. Zur Schadenreduktion habe sie im Herbst 2017 Aushubmaterial auf ihre Parzelle zuführen lassen. Nach einer Ortsschau und der Einholung von weiteren Stellungnahmen sowie Vormeinungen ordnete die KBK am 21. Januar 2021 an, A.________ habe den rechtmässigen Zustand auf der Parzelle Nr. 2261 bis am 30. Juni 2021 unter Strafandrohung wiederherzustellen, indem sie das zugeführte Aushubmaterial von ca. 550m3 (Standorte gemäss Übersichtsplan mit Foto) abführe und fachgerecht entsorge.