Citation: E 3/06 16.01.2008 E. 4

4.1 Die Vorinstanz hat den umstrittenen Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung mit der Begründung bejaht, nach Lage der Akten und den glaubhaften Darlegungen der Beschwerdegegnerin habe diese ihre seit 1998 ausgeübte selbständige Erwerbstätigkeit als Kosmetikerin mit eidg. Fähigkeitsausweis (Studio "Kosmetik S.________ am Z.________") Ende 2005 aufgrund der fortgeschrittenen Schwangerschaft nicht mehr ausüben können und daher einstweilen eingestellt, nicht aber definitiv aufgegeben; im Zeitpunkt der Geburt ihres ersten Kindes am 24. Januar 2006 sei demnach die Anspruchsvoraussetzung des Selbständigerwerbenden-Status" erfüllt gewesen (s. E. 2 hiervor, am Anfang). Nichts daran ändere die Tatsache, dass die Beschwerdegegnerin der Ausgleichskasse mit Schreiben vom 20. März 2006 die "Geschäftsaufgabe per 31.12.2005" mitgeteilt habe. Massgebend für das Beitragsstatut seien die tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnisse, nicht in die Vergangenheit gerichtete, von beitragsrechtlichen Erwägungen geleitete Parteierklärungen. Selbst wenn aber auf das Schreiben vom 20. März 2006 abzustellen wäre, müsste der Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung bejaht werden: So habe es die seit 13. März 2006 über die Anmeldung zum Bezug von Mutterschaftsentschädigung informiert gewesene Ausgleichskasse in Verletzung ihrer Aufklärungs-/Beratungspflicht gemäss Art. 27 ATSG unterlassen, die Versicherte nach Eingang der rückwirkenden Abmeldung über die rechtlichen Folgen dieses Schrittes zu informieren. Der Beschwerdegegnerin dürfe dies, zumal die übrigen praxisgemässen Voraussetzungen der erfolgreichen Berufung auf eine Verletzung von Art. 27 ATSG gegeben seien, nicht zum Nachteil gereichen. 4.2 Die Beschwerdeführerin hält letztinstanzlich an ihrem Standpunkt fest, dass das Schreiben vom 20. März 2006 klar und unmissverständlich die Geschäftsaufgabe per Ende Dezember 2005 belege und somit der Status als Selbständigerwerbende am 24. Januar 2006 nicht mehr gegeben gewesen sei. Sie weist namentlich auch den Vorwurf eines Verstosses gegen die Aufklärungs- und Beratungspflicht im Sinne der vorinstanzlichen Eventualbegründung zurück.