Citation: 2C_864/2019 E. 3.3.2

3.3.2. Die Vorinstanz hat in ihrer Urteilsbegründung kurz auf das Thema der unterschiedlichen Sprachfassungen der relevanten Protokollbestimmung Bezug genommen und ausgeführt, gemäss konstanter Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts verlange das Subsidiaritätsprinzip lediglich die Ausschöpfung aller üblichen, nicht aber aller (verfügbaren) Mittel. Die Subsidiarität sei gewahrt, auch wenn das Verfahren betreffend die Informations- bzw. Auskunftsverfügung nicht durchlaufen bzw. abgeschlossen worden sei. Auch sei es nicht Sache der schweizerischen Behörden, abzuklären, wie das relevante ausländische Recht angewendet worden sei. Allfällige diesbezügliche Verstösse seien vor den niederländischen Gerichten geltend zu machen. Deshalb erübrige es sich, auf die diesbezügliche niederländische Rechtsprechung und das "Gesetz-Dezentjé" einzugehen (E. 3.1.3 und 3.1.4 angefochtenes Urteil). Daraus ergibt sich zunächst, dass die Vorinstanz die Vorbringen der Beschwerdeführer betreffend richtiger Auslegung des DBA CH-NL tatsächlich gehört, geprüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt hat. Der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) wurde deshalb vorliegend nicht verletzt. Art. 32 VwVG (Prüfung der Parteivorbringen) umfasst einen Teilaspekt des rechtlichen Gehörs und geht im vorliegenden Zusammenhang nicht über Art. 29 Abs. 2 BV hinaus (vgl. WALDMANN/BICKEL, in: Praxiskommentar VwVG, N. 18 zu Art. 32 VwVG). Auch Art. 32 VwVG ist demzufolge vorliegend nicht verletzt.