Citation: 5A_36/2009 06.03.2009 E. 3.5

Weiter rügt die Beschwerdeführerin, soweit Bäume vorlägen, sei die Klage gemäss § 133 Abs. 2 EG ZGB/BL verwirkt. Weil nicht festgelegt werde, welche Pflanzen zurückzuschneiden seien, werde allenfalls die eingetretene Verwirkung des Anspruchs nicht berücksichtigt. Die Vorbringen sind nicht stichhaltig. Gemäss § 133 Abs. 2 EG ZGB/BL können Klagen auf Beseitigung bzw. Zurücksetzung von neu gepflanzten Bäumen nur während 10 Jahren seit der Pflanzung angehoben werden. Diese Norm betrifft das Beseitigen bzw. Zurücksetzen von Bäumen, nicht aber das Zurückschneiden. Die Beschwerdegegner haben indessen mit ihrer Klage verlangt, die Hecken entlang der Grenze zu ihrem Grundstück auf ihre dreifache Distanz von der Grenze des Nachbargrundstücks der Beschwerdegegner zurückzuschneiden. Dieses Klagebegehren wird - wie willkürfrei angenommen werden darf - von § 133 Abs. 2 EG ZGB/BL nicht erfasst. Dies ergibt sich einerseits aus dem Wortlaut der Bestimmung und andererseits aus der Überlegung, dass die Hecke - und allenfalls die darin befindlichen Bäume - bekanntlich wachsen und erst im Verlauf der Zeit die gesetzliche Höhe von § 130 EG ZGB/BL überschreiten und von da an immer wieder zurückgeschnitten werden müssen. Der wiederholt vorgetragene Vorwurf der Beschwerdeführerin, der unbefristete Beseitigungsanspruch nach § 130 EG ZGB/BL sei stossend, geht somit fehl. 3.6 Das Kantonsgericht hat somit kein Bundesrecht verletzt, indem es die Verpflichtung der Beschwerdeführerin, die Hecke zurückzuschneiden, geschützt hat.