Citation: 6B_593/2023 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz setzt sich mit den Vorbringen des Beschwerdeführers auseinander und hält abschliessend fest, während den Erstgutachtern die Umstände aus den Akten - auch aufgrund der Präzisierung des Vorsitzenden des Obergerichts anlässlich der Berufungsverhandlung - klar gewesen seien, habe der Zweitgutachter gerade in Bezug auf die Vorgeschichte, insbesondere den angeblichen Vorfall im November 2016, zahlreiche Mutmassungen angestellt. Des Weiteren sei zu berücksichtigen, dass der Zweitgutachter aufgrund des Auftrags der BVD grundsätzlich eine andere Frage habe beantworten müssen als die Erstgutachter. Nach Auffassung der Vorinstanz gehe es nicht an, dass ein Zweitgutachter, der weder die gesamten Gerichtsakten kenne noch tatzeitnah Explorationen habe durchführen können und darüber hinaus von einem Vorfall ausgehe, den es gestützt auf die rechtskräftigen Einstellungen nicht gegeben habe, ein nicht zu beanstandendes Erstgutachten - gegen welches bis vor Bundesgericht erfolglos opponiert worden sei - "ausheble". Zudem erscheine unverständlich, dass sich insbesondere weitere Gutachter, die Staatsanwaltschaft und Gerichte mit der Frage auseinandersetzen sollten, was es aus gutachterlicher Sicht bedeuten würde, wenn der rechtskräftig eingestellte Sachverhalt dennoch passiert wäre. Entsprechend habe das Bundesgericht bereits im erwähnten Urteil 6B_648/2020 festgehalten, das Obergericht habe sich entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers aufgrund der rechtskräftigen Einstellungen nicht mehr mit den Vorwürfen betreffend die angeblichen Vorfälle vom November 2016 und April 2017 auseinandersetzen müssen. Zusammenfassend vermöge das Zweitgutachten somit keine klaren Fehler des Erstgutachtens aufzuzeigen, die geeignet wären, die Beweisgrundlage des Urteils des Obergerichts zu erschüttern. Das Zweitgutachten vertrete - notabene unter falschen Prämissen bezüglich des Sachverhalts - einzig eine vom Erstgutachten abweichende Meinung bezüglich des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers und stelle somit keinen Revisionsgrund dar. Das Revisionsgesuch sei mithin auch insoweit abzuweisen (Beschluss S. 10 ff.).