Citation: 7B_696/2023 E. 2.5

2.5. In der Sache die Gewalthandlung vom 5. Mai 2016 betreffend erwog die Vorinstanz zusammengefasst was folgt: Der Beschwerdeführer bestreite die Tatbegehung und werde dabei von seiner Freundin unterstützt, welche auch in anderen Fällen für ihn Partei eingriffen habe, deren Aussagen jedoch mit Vorsicht zu würdigen seien. Der Beschwerdeführer zeige im Verlauf des Strafverfahrens in anderen Bereichen eine aussergewöhnliche kriminelle Energie auf. Er habe v.a. mit der Aussage des Beschwerdegegners 2 zu den Raserdelikten ein Motiv für die Tatbegehung. Der Beschwerdeführer habe Gewalthandlungen gegen den Beschwerdegegner 2 wiederholt angekündigt und zwar in einem Fall kurz vor der Tatbegehung. Es seien, trotz sechs Jahre dauerndem Strafprozess, keine weiteren Personen ersichtlich, welche als Täter in Frage kommen würden. Gerade der wiederholt genannte E.________ falle als möglicher Täter ausser Betracht. Eine Plastikflasche mit DNA des Beschwerdeführers sei in der Nähe des Studios des Beschwerdegegners 2 gefunden worden und es gebe keine andere nachvollziehbare Erklärung, als dass diese vom Beschwerdeführer in der Tatnacht dort in den Boden gesteckt worden sei. Dieser habe sich somit in der Tatnacht alleine zum Studio des Beschwerdegegners 2 begeben, sich im obersten Teil der Böschung auf die Lauer gelegt und dabei die PET-Flasche in den Boden gesteckt. Er habe neben dem Chromstahlrohr, das er dort deponiert habe, eine zweite, vergleichbare Waffe mit sich geführt und sei mit dieser zur Eingangstüre des Beschwerdegegners 2 geschlichen. Diese sei zu seiner Überraschung offen gewesen. Der Beschwerdeführer habe vorgängig durch die Glastüre oder die Fenster beobachten können, dass der Beschwerdegegner 2 vor dem laufenden Fernseher auf der Couch schlafe. Der Beschwerdeführer habe sich danach rasch ins Appartement begeben und das noch schlafende Opfer mit einem Gegenstand, welcher dem gefundenen Chromstahlrohr gleiche, wuchtig ins Gesicht geschlagen. Der Beschwerdegegner 2 sei aufgewacht, habe nicht fliehen können, habe sich aber teilweise wegzudrehen vermocht und mit den Händen versucht, die weiteren wuchtigen Schläge abzuwehren. Er sei dabei am Hinterkopf, Rücken sowie an den Armen verletzt worden und habe zu schreien begonnen. Der Beschwerdeführer habe daraufhin sein Vorhaben abbrechen müssen, weil er Angst gehabt habe, im Wohngebiet V.________ entdeckt zu werden. Er sei geflohen und habe wegen des Lärms sowie der automatischen Beleuchtung keine Zeit mehr gehabt, das Chromstahlrohr oder die PET-Flasche in der Böschung zu behändigen. Er habe sich anschliessend schleunigst nach Hause begeben, wo ihn seine Freundin bereits erwartet habe.