Citation: 6B_1242/2020 E. 3.3.5

3.3.5. Unter dem Titel Interessenabwägung berücksichtigt die Vorinstanz, dass die Observationen einzig während mehrerer Stunden an total elf Tagen in zwei relativ kurzen Zeiträumen erfolgt seien und die Beschwerdeführerin nur beobachtet worden sei, als sie sich an allgemein zugänglichen Orten (wie Strassen, Trottoirs, Plätzen, Velowegen, Einkaufszentren, Warenhäusern, Restaurants) oder an Stellen ihres Grundstücks in V.________ befand, die von einem allgemein zugänglichen Ort frei einsehbar gewesen seien. Aufgezeichnet worden seien nur Alltagshandlungen (Autofahren als Beifahrerin, Velofahren mit Ehemann und Tochter, Spaziergang mit Ehemann, Shoppingtouren mit Tochter und teilweise mit Ehemann, Besuch eines Cafés, Gartenarbeiten teilweise mit Tochter, Betrachtung eines Fastnachtumzuges), welche die Beschwerdeführerin aus eigenem Antrieb und ohne Einfluss der observierenden Person gemacht habe (angefochtenes Urteil S. 11). Insoweit sich die Vorbringen der Beschwerdeführer (vgl. Beschwerde S. 13 [Ziff. 1.6], S. 18 [Ziff. 1.28] und S. 19 [Ziff. 1.31 ff.]) nicht wiederum in rein appellatorischer Kritik, mithin darin erschöpfen, die bereits vor Vorinstanz behaupteten Standpunkte zu bekräftigen (Art. 42 Abs. 2 BGG), sind ihre Vorbringen nicht geeignet, eine Verletzung von Bundesrecht darzutun. Mithin setzen sich die Beschwerdeführer nicht mit den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz auseinander, gemäss welchen es sich bei E.________ als öffentlichem Einkaufsgeschäft um einen allgemein zugänglichen Ort handelt; stattdessen treffen sie unbehelfliche Mutmassungen über den Willen der Betreiber (Beschwerde S. 19 [Ziff. 1.32]; vgl. Urteil 8C_837/2018 vom 15. Mai 2019 E. 5.2 mit weiteren Hinweisen). Ebenso wenig setzt ihre Kritik an den unbestritten gebliebenen Erwägungen der Vorinstanz an, gemäss welchen sowohl der Balkon als auch die Terrasse der Liegenschaft in V.________ von einem allgemein zugänglichen Ort frei einsehbar waren und dass "lediglich" die Verrichtung von Alltagshandlungen (namentlich das Beobachten eines Fastnachtumzuges) gefilmt worden ist. Unter Berücksichtigung der Rechtsprechung zum öffentlichen Raum sind keine Gründe ersichtlich oder substanziiert dargetan, welche die fraglichen Aufnahmen als unzulässig bzw. den (impliziten) Schluss der Vorinstanz, dass bei den fraglichen Handlungen auf den Schutz der Privatheit verzichtet und in diesem Umfang die Privatsphäre der Öffentlichkeit ausgesetzt worden ist, als bundesrechtswidrig erscheinen lassen (vgl. zum Ganzen BGE 137 I 327 E. 6.1 f.; Urteil 9C_462/2017 vom 14. Mai 2018 E. 3.2; vgl. auch Urteil 6B_56/2021 vom 24. Februar 2022). Nicht weiter einzugehen ist sodann auf die unsubstanziiert gebliebenen und pauschalen Vorbringen der Beschwerdeführer, mit welchen sie entgegen den Erwägungen der Vorinstanz (angefochtenes Urteil S. 11) eine schwere Verletzung der Grundrechte des Beschwerdeführers und jener der gemeinsamen Tochter bzw. eine Verletzung des "Übereinkommens über die Rechte des Kindes" (Beschwerde S. 17 [Ziff. 1.25]) behaupten (Art. 106 Abs. 2, Art. 42 Abs. 2 BGG). Mithin vermag die bloss unbelegte Behauptung, die gemeinsame Tochter spüre wegen der Aufnahmen, von denen sie nur teilweise und zufällig betroffen war, noch heute die Folgen der Verletzung ihres Rechts auf "das normale Wachstum und Entwicklung", keine Verletzung von Bundesrecht aufzuzeigen.