Citation: U 271/01 24.12.2002 E. 2

2.1 Es ist nach den Akten erstellt und zu Recht unbestritten, dass die Beschwerdeführerin bei der Auffahrkollision vom 24. Oktober 1998 eine Schleuderverletzung der HWS erlitten hat. Für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen den geklagten Schmerzen im Schulter- und Nackenbereich sowie dem genannten Unfallereignis ist erforderlich und hinreichend, dass das Leiden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zumindest teilursächlich (BGE 119 V 337 Erw. 1 mit Hinweis) durch die Schleuderverletzung der HWS initiiert wurde und weiterhin unterhalten wird. Die Auffassung des Dr. med. U.________, SUVA Ärzteteam Unfallmedizin, in seinen Beurteilungen vom 8. Juni und 20. November 2000, wonach das ärztlicherseits als protrahiertes chronisches Schmerzsyndrom im Schulter- und Nackenbereich bezeichnete Beschwerdebild völlig unspezifisch und mangels "harter Fakten (normale Röntgenbilder, keine neurologische Ausfälle)" keine wahrscheinliche Unfallfolge sei, ist mit der Rechtsprechung gemäss BGE 117 V 360 Erw. 4b und BGE 119 V 340 Erw. 2b/aa nicht vereinbar. Danach ist es nicht statthaft, nur bei ausgewiesenen orthopädischen und/oder neurologischen Befunden den natürlichen Kausalzusammenhang zu bejahen, wie es Dr. med. U.________ anscheinend tut, wenn er im älteren der zitierten Berichte zusammenfassend festhält, es gäbe seitens der HWS keine angemessene organische Erklärung für das sekundäre psychosomatische Phänomen im Bereich des Schultergürtels. Bei gesicherter Diagnose einer Schleuderverletzung der HWS und Vorliegen der mit einer solchen Verletzung erfahrungsgemäss häufig einhergehenden Beschwerden ist die natürliche Kausalität rechtsprechungsgemäss als gegeben zu betrachten, sofern die medizinischen Grundlagen schlüssig sind. Das ist etwa zu verneinen, wenn ein erheblicher prämorbider Zustand gegeben ist, welcher ebenfalls für die Beschwerden (allein-)verantwortlich zeichnen könnte und/oder eine erhebliche psychogene Überlagerung ausgewiesen ist, die für den protrahierten Verlauf bestimmend ist. Beides trifft im Falle der Beschwerdeführerin, nach Lage der Akten, indes nicht zu. Gegenteils sprechen sich die mit der Sache befassten Ärzte weit überwiegend ausdrücklich dafür aus, dass die geklagten Beschwerden natürlich kausale Folge der erlittenen Schleuderverletzung der HWS sind. Namentlich Dr. med. H.________ hält in seinem Bericht vom 18. November 1999 im Anschluss an die von ihm vorgenommene Karpaltunnelspaltung rechts fest, durch die Operation (vom 11. November 1999) sei ein grosser Teil der Beschwerden saniert worden; verblieben seien indes die Beschwerden im Hals- und Schulterbereich, herrührend vom Schleudertrauma der HWS. 2.2 Nach dem Gesagten bilden die internen medizinischen Beurteilungen, auf welche die Beschwerdegegnerin in ihrem Einspracheentscheid sowie das kantonale Gericht im angefochtenen Entscheid wesentlich abgestellt haben, keine genügende Grundlage für eine abschliessende Beurteilung der natürlichen Kausalität. Eine Ablehnung der Leistungspflicht kann nicht ohne zusätzliche Abklärungen erfolgen. Nachdem im Einspracheentscheid ein allfälliges psychisches Beschwerdebild, über dessen Beschaffenheit nach Lage der Akten keine Klarheit besteht, als von vornherein nicht adäquat kausale Unfallfolge qualifiziert wurde, ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie eine anstaltsexterne, die physische wie psychische Gesundheit betreffende Begutachtung der Beschwerdeführerin anordne und danach über die Leistungsberechtigung neu verfüge.