Citation: U 121/99 22.02.2000 E. 3

3.- Das kantonale Gericht gelangte in umfassender Würdigung der medizinischen Unterlagen zum Ergebnis, der Versicherten sei auf Grund der tatsächlichen Verhältnisse, wie sie sich bis zum Erlass des Einspracheentscheides ergeben haben (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen), eine vollzeitige Erwerbstätigkeit ohne Kälteexposition oder übermässige Dauerbelastung zumutbar. Seinen zutreffenden Darlegungen kann gefolgt werden. Zu prüfen bleibt somit die Höhe des Invaliditätsgrades. a) Das hypothetische Einkommen ohne Invalidität für das Jahr 1996 haben SUVA und Vorinstanz gestützt auf die Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin vom 28. Mai 1996 auf monatlich Fr. 2956.80 festgesetzt. Bei einer zu Vergleichszwecken von 42 auf 40 Wochenstunden reduzierten Arbeitszeit errechnete das kantonale Gericht ein Monatsgehalt von Fr. 2816.- (bei 13 Auszahlungen im Jahr). Dies ist auf Grund der Akten nicht zu beanstanden. Dabei ist allerdings zu beachten, dass das ermittelte Valideneinkommen nicht 18 %, wie in den vorinstanzlichen Erwägungen angenommen, sondern 11 % unter dem Branchendurchschnitt liegt (vgl. den in Tabelle A 1, S. 17, der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 1996 [LSE] genannten Zentralwert von Fr. 3435.- [einschliesslich 13. Monatslohn] für mit einfachen und repetitiven Aufgaben [Anforderungsniveau 4] beschäftigte Frauen im privaten Dienstleistungssektor), wie die SUVA zutreffend ausführt. b) Im Rahmen der Berechnung des hypothetischen Einkommens, welches die Versicherte trotz des unfallbedingten Gesundheitsschadens durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage noch erzielen könnte (Invalideneinkommen), ist die SUVA von ihrer internen Dokumentation über Arbeitsplätze (DAP) ausgegangen. Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde legt sie weitere DAP-Erhebungsblätter auf, von denen allerdings mehrere die Jahre 1997 und 1999 betreffen und daher nicht aussagekräftig sind. Als zumutbare Verweisungstätigkeiten nennt die SUVA leichte Einfüll- und Kontrollarbeiten (G.________ AG), eine leichte manuelle Beschäftigung in der Produktion und Spedition (V.________ AG; R.________ AG) sowie leichte Sortier-, Abpack- (F.________ AG) und Montagearbeiten (A.________ AG). Ausgehend von den Lohnangaben dieser Firmen, welche den vorliegend massgebenden Zeitraum betreffen (BGE 121 V 366 Erw. 1c mit Hinweisen), und in Anpassung der Beträge auf eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden ergibt sich ein durchschnittliches Monatseinkommen von Fr. 2950.-. Wird dieses im Hinblick auf den branchenunüblich tiefen Lohn vor Eintritt des Gesundheitsschadens um 11 % reduziert (ZAK 1989 S. 456; vgl. Erw. 3a hiervor), resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 2625.-. Aus dem Vergleich mit dem Valideneinkommen von Fr. 2816.- folgt ein Invaliditätsgrad von rund 7 %. Zu keinem günstigeren Ergebnis für die Versicherte führt das Abstellen auf Tabellenlöhne (vgl. hiezu BGE 124 V 322 Erw. 3b/aa mit Hinweisen). Wird der Berechnung des Invalideneinkommens im Hinblick auf die von der Beschwerdegegnerin gegen die DAP-Erhebungen vorgebrachten Einwendungen der Zentralwert für die mit einfachen und repetitiven Aufgaben beschäftigten Frauen im privaten Dienstleistungssektor im Jahre 1996 von Fr. 3435.- (LSE 1996, Tabelle A 1, S. 17) zu Grunde gelegt, und dieser Betrag im Hinblick auf den 11 % unter dem Branchendurchschnitt liegenden Lohn vor Eintritt des Gesundheitsschadens in entsprechendem Rahmen reduziert (ZAK 1989 S. 456), resultiert ein Monatsgehalt von Fr. 3057.-. Es ist der SUVA zuzustimmen, dass die Beschwerdegegnerin vor dem Unfall leichte körperliche Arbeiten verrichtete. Nach den gesamten Umständen, insbesondere unter Berücksichtigung der von Prof. Dr. med. H.________ in seiner Expertise vom 13. Oktober 1998 geschilderten Probleme der Anpassung und Angewöhnung bei Wiederaufnahme der Erwerbstätigkeit erweist sich allerdings im konkreten Fall ein leidensbedingter Abzug von 15 % als angemessen, was zu einem Invalideneinkommen von Fr. 2600.- im Monat führt. Verglichen mit dem Valideneinkommen (Fr. 2816.- monatlich) ergibt sich wiederum ein Invaliditätsgrad von rund 7 %. c) Nach dem Gesagten sowie unter Berücksichtigung des Umstandes, dass statistische Zahlen immer nur Annäherungswerte sind, was auch für den leidensbedingten Abzug gilt, lässt sich die von der SUVA am 22. Juli 1996 verfügungsweise für die Zeit vom 1. Juni 1996 bis 1. Juni 1999 zugesprochene und mit Einspracheentscheid vom 17. Oktober 1996 bestätigte Invalidenrente, basierend auf einer Invalidität von aufgerundet 10 %, nicht beanstanden.