Citation: 1C_231/2023 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, das verkehrsmedizinische Gutachten sei weder schlüssig noch vollständig. Es sei deshalb willkürlich, darauf abzustellen. Die Annahme fehlender Fahreignung verletze Art. 16d Abs. 1 lit. a und b SVG. Wenn der erhobene EtG-Wert richtig wäre, müsste ein entsprechender Alkoholkonsum zwingend in der Krankengeschichte dokumentiert sein. Dieser seien jedoch keine Hinweise auf einen problematischen Alkoholkonsum zu entnehmen. Unvereinbar sei der EtG-Wert auch mit seiner erfolgreichen beruflichen Tätigkeit, seinem sportlichen Engagement und dem Fehlen von organischen Befunden. Er sei physisch und psychisch in einem ausgezeichneten Zustand. Für die Zeitspanne von zwei bis drei Wochen vor der Begutachtung hätten die alkoholrelevanten Parameter der Blutanalyse im jeweiligen Referenzbereich gelegen. Es bestünden somit objektive Zweifel an den Ergebnissen der Haaranalyse. Darüber hinaus fehle im Gutachten eine gründliche Aufarbeitung der Trunkenheitsfahrt und eine spezifische Alkoholanamnese (betreffend Trinkverhalten bzw. Muster und Motivationen des Alkoholkonsums). Da er keine Vorstrafen wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand aufweise, sei davon auszugehen, dass es sich beim Vorfall vom 13. Februar 2022 um eine einmalige Entgleisung handle; allenfalls sei er damals nicht zurechnungsfähig gewesen. Damit bleibe als Grundlage für den Führerausweisentzug nur die Haaranalyse, was jedoch gemäss der Rechtsprechung nicht ausreiche. Schliesslich sei auch willkürlich, wenn die bei ihm bestehenden Hauterscheinungen (Teleangiektasien) von der Vorinstanz in ihrer Gesamtschau berücksichtigt worden seien, obwohl die Gutachterin in ihrem ergänzenden Bericht davon Abstand genommen habe.