Citation: 5A_265/2024 E. 4.3.3

4.3.3. Die Ausführungen des Beschwerdeführers überzeugen aber auch in der Sache nicht: Ein ausserordentlicher Umstand, der nach Art. 274a Abs. 1 ZGB Anspruch auf persönlichen Verkehr vermittelt, kann etwa der Tod eines Elternteils, die besonders enge Beziehung einer Drittperson zum Kind oder das Vorhandensein einer «sozialen» Eltern-Kind-Beziehung sein (BGE 147 III 209 E. 5.1). Der blosse Kontakabbruch als solcher, ohne den ein Bedürfnis nach einer gerichtlichen Regelung des persönlichen Verkehrs zwischen Kind und Drittperson nicht bestehen würde, kann dagegen von vornherein keinen derartigen ausserordentlichen Umstand darstellen. Ansonsten wäre stets ein solcher gegeben und würde das fragliche Tatbestandselement seines Sinnes entleert bzw. die Bestimmung ihren Ausnahmecharakter verlieren (vgl. dazu Urteil 5D_171/2009 vom 1. Juni 2010 E. 2, nicht publiziert in: BGE 135 III 353; BBl 1974 II S. 1 ff., 53 ff.). Hinzu kommt, dass ausserordentliche Umstände regelmässig zu verneinen sind, wenn die Eltern wie hier ihrer Erziehungsverantwortung nachkommen (vgl. zum Ganzen Urteil 5A_550/2022 vom 23. Januar 2023 E. 3.3.4, in: FamPra.ch 2023 S. 506). Weshalb sich hieran etwas ändern sollte, weil der Beschwerdeführer seine Enkel noch nie gesehen hat, während der Beschwerdeführer im vorzitierten Urteil nach der Geburt der Kinder zu diesen zumindest für gewisse Zeit in Kontakt stand (Urteil, a.a.O., Bst. A.a), erschliesst sich entgegen dem Beschwerdeführer nicht. Die Beschwerde erweist sich damit auch als (offensichtlich) unbegründet.