Citation: K 58/06 24.08.2006 E. 5

Zu weiteren Vorbringen des Beschwerdeführers ist anzufügen, dass nicht die Rede davon sein kann, jeder Versicherte sei seiner Versicherungsgesellschaft völlig recht- und schutzlos ausgeliefert, wenn diese nicht an eine falsche Auskunft im Versicherungsausweis gebunden sei. Zum einen besteht in bestimmten Fällen Anspruch auf Vertrauensschutz, zum andern hat sich der Versicherer bei der Ausgestaltung der Versicherungsverhältnisse namentlich auch an die wesentlichen Prinzipien der sozialen Krankenversicherung zu halten, vorab an die Grundsätze der Gegenseitigkeit, der Verhältnismässigkeit und der Gleichbehandlung (vgl. vorne Erw. 1). Der Gleichbehandlungsgrundsatz gebietet, dass nicht einzelnen Versicherten Leistungen ausgerichtet werden, auf die sie nach Gesetz und Reglement keinen Anspruch haben. Im Weiteren ist das Versicherungsverhältnis entgegen der Interpretation in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht erst mit der Aushändigung des Versicherungsauweises vom 2. April 2004 begründet worden, sondern bereits viel früher im Rahmen der Kollektivversicherung, bevor es auf Grund des Übertrittsrechts gemäss Art. 71 Abs. 1 KVG bei Ausscheiden aus dem im Kollektivvertrag umschriebenen Kreis der Versicherten in die Einzelversicherung überführt worden ist.