Citation: 5D_45/2024 E. 4

Die Beschwerdeführerin umschreibt zwar einleitend den rechtlichen Inhalt des Willkürverbotes (Art. 9 BV). In der weiteren Beschwerdebegründung erwähnt sie dieses aber nur noch gelegentlich dem Namen nach; die Ausführungen erfolgen fast durchgehend in appellatorischer, mithin ungenügender Form und gehen zu grossen Teilen auch an den Erwägungen des angefochtenen Entscheides vorbei. Schwerpunktmässig macht die Beschwerdeführerin geltend, das vorinstanzlich festgesetzte Honorar stehe ausserhalb jedes vernünftigen Verhältnisses zu der von ihr geltend gemachten 42,1 Stunden. Ausgehend vom kantonal relevanten Stundenansatz von Fr. 220.-- werde ihr nur ein Aufwand von 15 Stunden vergütet und selbst der minimale Entschädigungsansatz von Fr. 180.-- pro Stunde werde nicht erreicht, weil ihr lediglich ein Betrag von Fr. 78.40 pro Stunde zugebilligt worden sei. Die Pauschalgebühr von Fr. 2'000.-- bzw. der sich daraus ergebende Arbeitsrahmen von 9,1 Stunden gelte ihre 23-seitige Berufungsschrift mit über 100 Seiten Beilagen nicht ab, ebenso wenig die pauschalen Zuschläge von Fr. 300.-- bzw. Fr. 1'000.-- ihre dreiseitige Noveneingabe mit Beilagen und ihre 13-seitige Replik mit 45 Seiten Beilagen. Sie habe ihre Aufwendungen in der Honorarnote detailliert aufgelistet und das Obergericht hätte begründen müssen, inwiefern dieser Aufwand nicht gerechtfertigt gewesen wäre. Die Beschwerdeführerin wirft dem Obergericht ferner vor, keine Rücksicht auf die konkreten Verhältnisse genommen zu haben. Die effektive Ausgestaltung des Besuchsrechts sei für den Vater und die Tochter enorm wichtig gewesen, zumal diese teilweise eine ganze Woche bei der Mutter haben verbleiben müssen, weil der Vater sie wegen fehlender finanzieller Ressourcen nicht in Horgen habe abholen können; das Obergericht gehe über die Bedrohung der Betroffenen in der Existenz ebenso hinweg wie über ihre hohe Verwantwortung als Rechtsbeiständin. Ferner habe sie den 14-seitigen erstinstanzlichen Entscheid als Ganzes angefochten und nicht nur die von der Vorinstanz genannten Erwägungen. Das Eheschutz- und Scheidungsverfahren sei äusserst komplex und auch die Modalitäten des Besuchsrechts würden im Einzelnen mit den finanziellen Verhältnissen des Vaters zusammenhängen, wofür zahlreiche Unterlagen einzuholen gewesen seien, was sich in den 100 Seiten umfassenden Beilagen zur Berufungsschrift zeige. Insgesamt habe sie den Vater während des gesamten siebenmonatigen Berufungsverfahrens betreuen müssen und von den insgesamt aufgewendeten 42 Stunden entfalle somit auf jeden Monat bloss die geringe Anzahl von sieben Stunden.