Citation: 9C_832/2009 11.11.2009 E. 4

Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz vor, sie stelle an die Glaubhaftmachung des Vorliegens einer gesundheitlichen Verschlechterung zu strenge Anforderungen. Sie stützt sich dabei auf das Urteil I 460/01 des Eidg. Versicherungsgerichts vom 18. Februar 2003, aus dessen Erwägung 4.1 sie schliesst, die bisherige Rechtsprechung gemäss BGE 109 V 108 E. 2b S. 114 sei überholt. Dies ist unzutreffend, wie z.B. aus dem Urteil 9C_286/2009 vom 28. Mai 2009 E. 2.2.1 hervorgeht. Die Verwaltung soll sich kraft Art. 87 Abs. 3 und 4 IVV nicht immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher begründeten Rentengesuchen befassen müssen. In dem in der Beschwerde angerufenen Urteil I 460/01 betrug zwar der als ausreichend lang qualifizierte Zeitraum zwischen der letzten Nichteintretensverfügung und der Neuanmeldung in der Tat nur etwas mehr als zehn Monate. Zu prüfen war dort jedoch die gesundheitliche Verschlechterung seit dem Erlass der einzigen den Anspruch materiell beurteilenden Verfügung. Dieser Zeitpunkt lag bereits mehrere Jahre zurück, was die Glaubhaftigkeit einer Veränderung naturgemäss akzentuierte. Hier lag der materiell abweisende Entscheid nur 1¾ Jahre zurück. Die Verwaltung hat den ihr bei der Beurteilung der Eintretensvoraussetzungen zugestandenen Spielraum nicht überschritten. Auch ist sie nicht bereits materiell auf das Gesuch eingetreten, weil sie sich zur Neuanmeldung noch zusätzliche medizinische Informationen verschafft hat. Sie hat nicht lediglich zu prüfen, ob das Rentengesuch formal die Bedingung erfüllt, näher begründet zu sein, sondern auch, ob zumindest glaubhaft ist, dass es auch inhaltlich der Fall ist; sonst wäre die Regelung in Art. 87 Abs. 4 IVV zwecklos.