Citation: 1C_122/2020 E. 3.3

3.3. Die Anrechenbarkeit des Fusswegs durch die Vorinstanz entspricht einer wortlautgetreuen Auslegung von § 12 Abs. 2 Anhang PBV; hingegen kommt der Begriff des Fusswegs im Wortlaut von § 12 Abs. 1 lit. a Anhang PBV nicht vor. Insoweit lässt sich keine Willkür ausmachen. Im angefochtenen Urteil wird weiter erwogen, dass der fragliche Bebauungsplan zwar am 19. September 1977 vom Regierungsrat des Kantons Luzern genehmigt worden sei. Er sei aber vor dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes über die Raumplanung (RPG; SR 700) erlassen worden. Da dieser Plan nicht innerhalb der achtjährigen Frist bis zum 31. Dezember 1987 vom Kanton genehmigt worden sei, sei er infolge der derogatorischen Kraft des Bundesrechts ausser Kraft getreten (vgl. Art. 26 i.V.m. Art. 35 RPG). Auch wenn der Bebauungsplan nicht formell aufgehoben worden und nach wie vor im Grundbuch eingetragen sei, habe er mangels erneuter kantonaler Genehmigung seine Gültigkeit verloren. Gegen diese vorinstanzlichen Erwägungen bringen die Beschwerdeführer vor Bundesgericht keine substanziierten Rügen vor. Deshalb kann ihnen der Hinweis auf diesen Bebauungsplan nicht weiterhelfen, um eine Anwendbarkeit von § 12 Abs. 1 lit. a Anhang PBV auf den Fussweg zu erreichen. Auch im Übrigen zeigen die Beschwerdeführer nicht auf, dass es willkürlich sein soll, den betroffenen Fussweg für die Anrechenbarkeit im Hinblick auf die Ausnützung anders als Fahrbahn- oder Trottoirflächen zu behandeln. Selbst die besondere Form des Baugrundstücks, das in der südwestlichen Ecke einen Fortsatz nur im Umfang des Fusswegs aufweist, schliesst es nicht aus, letzteren zu den internen Erschliessungsflächen zu rechnen, wie es die Vorinstanz getan hat. Die Beschwerdeführer stellen auch nicht in Abrede, dass die Ausnützungsziffer bei Einbezug der Fusswegfläche in die anrechenbare Grundstücksfläche eingehalten ist. Damit gehen ihre diesbezüglichen Vorwürfe fehl.