Citation: 2C_523/2023 E. 3.2

3.2. Aus dem vorinstanzlichen Entscheid ergibt sich, dass das kosovarische Innenministerium gegenüber den Schweizer Behörden mit Auskunft vom 23. Februar 2018 die kosovarische Staatsangehörigkeit des Beschwerdeführers zunächst anerkannte und einer Rückkehr des Beschwerdeführers in den Kosovo zustimmte. Ebenfalls liegt ein unbeschränkt gültiges Ersatzreisedokument des EJPD für eine Ausreise in den Kosovo vor. Aus dem angefochtenen Urteil ergibt sich indessen auch, dass der Vorinstanz auch die vom Beschwerdeführer angerufene Auskunft des kosovarischen Konsulats vom 21. Juni 2023 (gegenüber der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis im Rahmen des dort anhängigen Strafverfahrens) vorlag. Diese Auskunft hat mitunter folgenden Inhalt: Einleitend hält das Konsulat fest, dass es sich um die Antworten der zuständigen Beamten des Innenministeriums - derselben Behörde, welche bereits die Auskunft vom 23. Februar 2018 verantwortete - handle. Sodann verneint das Konsulat die kosovarische Staatsangehörigkeit des Beschwerdeführers und stellt fest, dass es sich "basierend auf der Antwort vom 23.02.2018 und nach erneuter Prüfung des Falles" bei der (damaligen) positiven Antwort an die Schweizer Behörden um einen technischen Fehler gehandelt habe. Gefragt, ob die Republik Kosovo heute noch bereit sei, dem Beschwerdeführer die Einreise in den Kosovo zu erlauben bzw. ihn bei einer zwangsweisen Ausschaffung aufzunehmen, antwortete das Konsulat, dass der Beschwerdeführer die Kriterien des Abkommens vom 3. Februar 2010 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Republik Kosovo über die Rückübernahme von Personen mit unbefugtem Aufenthalt (SR 0.142.114.759) nicht erfülle. Zum Schluss der Auskunft findet sich die Bemerkung, dass nach erneuter Prüfung des Falles festgestellt worden sei, dass die Eltern des Beschwerdeführers aus Montenegro stammten, der Beschwerdeführer in V.________ (heutige Republik Kosovo) geboren sei, und diese Geburt 1965 "nur als Geburt im Spital im Register eingetragen" sei (Art. 105 Abs. 2 BGG).