Citation: 5A_966/2021 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz verweist auf den Entscheid des Bezirksgerichts, wonach die Erblasserin beim Tod ihres damaligen Ehemanns Alleineigentum an der Liegenschaft erworben habe, da dessen Miteigentumsanteil Teil des ehelichen Vorschlags gewesen sei, den sich die Eheleute mit Erbvertrag vom 26. Januar 1971 gegenseitig zugeteilt hätten. Die Liegenschaft falle damit vollumfänglich in den Nachlass. Im erstinstanzlichen Verfahren hätten die Beschwerdeführer sodann nie behauptet, es falle nur ein Anteil der fraglichen Liegenschaft in die Erbmasse. Eine entsprechende schlüssige Behauptung lasse sich den Akten nicht entnehmen. Ganz im Gegenteil hätten die Beschwerdeführer vorbehaltlos ausgeführt, die "Liegenschaft" und nicht nur ein Anteil derselben sei im Nachlass als Vermögenswert vorhanden. Auch hätten sie im erstinstanzlichen Verfahren den vollen Wert der Liegenschaft berücksichtigt. Bei der Behauptung, nur ein Anteil von 394/575 an der Liegenschaft befinde sich im Nachlass, handle es sich folglich um ein nach Massgabe von Art. 317 Abs. 1 ZPO unzulässiges Novum. Es sei daher gestützt auf die rechtskonform vorgebrachten und nicht bestrittenen Behauptungen vor der ersten Instanz davon auszugehen, dass sich die Liegenschaft als Ganzes in der Erbmasse befindet. Im Übrigen sollte gemäss Ziffer I des Erbvertrags vom 26. Januar 1971 bei einer Auflösung der Ehe durch Todesfall der gesamte eherechtliche Vorschlag dem überlebenden Ehegatten zufallen. Zum Vorschlag gehörten gemäss Ziffer IV des Vertrags insbesondere der Miteigentumsanteil von E.A.________ am fraglichen Grundstück. Ausserdem sollte im (eingetretenen) Fall des Vorversterbens von E.A.________ die Liegenschaft im Grundbuch auf die Erblasserin übertragen werden. Mit Blick auf diese Regelung sei davon auszugehen, dass die Liegenschaft nach dem Dahinscheiden ihres Ehemannes im Alleineigentum der Erblasserin gestanden habe und als Ganzes Teil ihres Nachlasses geworden sei.