Citation: 5P.317/2002 30.10.2002 E. 3

3.1 Weiter sieht der Beschwerdeführer Art. 30 Abs. 2 und Art. 6 EMRK verletzt, da das Obergericht am 26. Oktober 2000 seinem Ablehnungsbegehren gegen den Präsidenten des Bezirksgerichts Aarau im Rechtsöffnungs- und anschliessenden Ab- oder Anerkennungsverfahren mit Hinweis auf dessen Strafanzeige stattgegeben habe, welches der nunmehr zu beurteilenden Pfandverwertung zugrunde liege. 3.2 Wie das Obergericht zu Recht festhält, besteht keinerlei Zusammenhang zwischen der Strafanzeige und damit dem persönlichen Verhalten des Beschwerdeführers und der vollstreckungsrechtlich konformen Durchführung der Pfandverwertung. Insoweit geht es auch nicht um die (erneute) Beurteilung desselben Grundsachverhalts, wie dieser meint. Ein Gericht kann sich durchaus unter verschiedenen Gesichtspunkten mit der gleichen Angelegenheit befassen, ohne damit als befangen zu gelten (BGE 120 Ia 184 E. 2e). Damit braucht auch auf die Frage der behördlichen Anzeigepflicht nicht eingegangen zu werden.