Citation: 2C_170/2024 E. 1.3

1.3. Das 4-Parteien-Zahlungssystem mit Debitkarten lässt sich schematsch wie folgt darstellen (vgl. Bst. A.a. vorinstanzliches Urteil) : Insbesondere die Gebühren lassen sich folgendermassen beschreiben (vgl. Bst. A.a vorinstanzliches Urteil) : Der Karteninhaber (Konsument oder Unternehmen) bezahlt eine Kartengebühr (z.B. Jahresgebühr) an den Issuer (Kartenherausgeber, i.d.R. Banken). Der Händler (Verkaufsgeschäft) bezahlt an den Acquirer (Institution, welche den vom Händler gemeldeten Kartenumsatz mit dem Issuer abrechnet, z.B. Worldline Schweiz AG, bisher bekannt unter SIX Payment Services AG; vgl. auch Urteil 2C_596/2019 vom 2. November 2022 Bst. A.c und C sowie E. 8.4) eine Händlerkommission (sogenannte Merchant Service Charge), welche prozentual auf dem beim Händler getätigten Transaktionsbetrag erhoben wird. In dieser Händlerkommission ist die Interchange Fee bereits betragsmässig enthalten. Der Acquirer zahlt einen Teil der Händlerkommission als Interchange Fee an den Issuer. Diese soll als Ausgleich für einen Teil der Kosten des Issuers dienen (vgl. im Detail CORNELIA STENGEL/THOMAS WEBER, Digitale und mobile Zahlungssysteme: Kredit- und Debitkarten, Wallets, virtuelle Währungen und Kryptowerte; 2. Aufl. 2024, Rz. 427 ff.). Bezüglich der Sätze der Interchange Fee wird zwischen Consumer Cards (Konsument als Karteninhaber) und Commercial Cards (Unternehmen als Karteninhaber; "Firmenkarten") unterschieden. Zudem wird zwischen Card Present (CP) und Card not Present (CnP) Intercharge Fees unterschieden. Bei CP wird die Debitkarte physisch an einem physischen Verkaufspunkt (Kartenterminal im Geschäft) eingesetzt, während bei CnP die Karte als Zahlungsmittel im E-Commerce oder über das Smartphone (M-Commerce) eingesetzt wird (vgl. unbestrittene Beschreibung der Verfügung der WEKO vom 25. September 2023, S. 6).