Citation: I 843/06 12.10.2007 E. 7

7.1 Die Versicherte bringt weiter vor, die IV-Stelle habe ihr die Namen der einzelnen Gutachter nicht im Voraus mitgeteilt. Am 9. März 2004 habe sie ihr das Einholen eines spezialärztlichen MEDAS-Berichts angezeigt. Am 29. August 2004 habe die MEDAS der Versicherten einen Termin für Mittwoch, den 11. August 2004, bestätigt. Es sei ihr aber nicht angegeben worden und auch nicht aus den Akten hervorgegangen, wer diesen Untersuchungstermin durchführen werde. Weiter habe die MEDAS ihr am 8. September 2004 unter Nennung der Namen der betreffenden Ärzte eröffnet, dass drei weitere Untersuchungen durchgeführt würden. Indessen seien dieser Mitteilung die Fachrichtungen der aufgeführten Ärzte nicht zu entnehmen gewesen. So sei es gekommen, dass sie am 4. Oktober 2004 durch eine Frau Dr. med. D.________ abgeklärt worden sei und dabei habe feststellen müssen, dass sie von dieser bereits im August 2002 im Spital B.________ ambulant untersucht worden sei. Es sei generell heikel, wenn untersuchende oder behandelnde Ärzte später als Gutachter amteten. Indem der Versicherten nicht vorgängig aufgezeigt worden sei, dass es sich bei Frau Dr. med. D.________ um diese Psychiaterin gehandelt habe, habe sie die Verbindung von damals zum Gutachten nicht herstellen können. Ihre Ablehnung am Termin selber sei nicht zumutbar gewesen. Weiter habe die IV-Stelle der Versicherten im Schreiben vom 9. März 2004 lediglich eröffnet, sie benötige von der MEDAS einen spezialärztlichen Bericht. Erst in der darin enthaltenen Rechtsmittelbelehrung sei von Gutachtern die Rede. Auch den Aufgeboten der MEDAS könne nur entnommen werden, dass sie beauftragt worden sei, eine polydisziplinäre Untersuchung durchzuführen. Indem der Versicherten nicht klar und eindeutig mitgeteilt worden sei, dass es sich um ein Gutachten handle, sei ihr die Tragweite der angeordneten Untersuchung verschwiegen und damit der Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt worden. Wenn sie gewusst hätte, dass es sich um eine Begutachtung handle, hätte sie auch die Möglichkeit gehabt, sich vor diesem entscheidenden Schritt juristisch oder anderweitig beraten zu lassen. 7.2 Die IV-Stelle teilte der Versicherten im Schreiben vom 9. März 2004 mit, sie benötige zur Prüfung der Anspruchsberechtigung noch einen spezialärztlichen Bericht. Sie beabsichtige deshalb, bei der MEDAS eine Untersuchung anzuordnen. Sie werde von der beauftragten Stelle direkt aufgeboten. Unter dem Titel "Gewährung des rechtlichen Gehörs" legte die IV-Stelle dar, triftige Einwendungen gegen die Person der Gutachterin/des Gutachters bzw. gegen die begutachtende Stelle und allfällige Gegenvorschläge könnten innert 10 Tagen bei der IV-Stelle vorgebracht werden. Verspätete Einwendungen könnten nicht mehr berücksichtigt werden. Im Briefkopf der Schreiben der MEDAS vom 29. Juli und 8. September 2004 (vgl. E. 8.1 hienach) wurde diese als "Zentrum für versicherungsmedizinische Begutachtung Medizinische Abklärungsstelle der Eidg. IV" betitelt; die im Briefkopf aufgeführten Ärzte wurden als Gutachter bezeichnet. Im Schreiben vom 29. Juli 2004 führte die MEDAS aus, sie sei von der Invalidenversicherung beauftragt worden, eine polydisziplinäre Untersuchung durchzuführen. Entgegen der Auffassung der Versicherten ging aus diesen drei Schreiben hinreichend hervor, dass es sich bei der MEDAS-Abklärung um eine Begutachtung handeln werde. Hieran ändert nicht, dass darin gleichzeitig von einem Bericht und einer Untersuchung gesprochen wurde.