Citation: 7B_417/2023 E. 3.4

3.4. Gegen diese Beurteilung wendet der Beschwerdeführer im Wesentlichen ein, abgesehen von der vereinzelten Vermittlung von J.________ an Freier, die er eingestanden habe, bestünden aufgrund der bereits erfolgten Einvernahmen keine Anhaltspunkte, dass er in die Vermittlung weiterer mutmasslicher Opfer involviert gewesen sei. In Bezug auf den bereits bekannten Freier von J.________ habe er die Vermittlung bereits eingestanden, weshalb für ihn jedenfalls kein konkreter Anreiz mehr bestehe, auf den Freier kolludierend einzuwirken. Soweit die Vorinstanz ausführe, nebst den bereits eingestandenen Vorwürfen bestehe hinsichtlich J.________ der zusätzliche Verdacht, dass es nicht nur zu einvernehmlichen sondern auch unfreiwilligen sexuellen Handlungen gekommen sei, stehe dies im Widerspruch zu ihren aktenkundigen Aussagen. Hinsichtlich der weiteren bekannten Freiern lägen gestützt auf die erfolgten Einvernahmen keine konkreten Anhaltspunkte vor, die den Rückschluss auf Verbindungen des Beschwerdeführers zu diesen zuliessen. Ein konkretes Kollusionsrisiko in Bezug auf die bekannten und noch nicht identifizierten Freier entfalle damit. Dasselbe gelte hinsichtlich der mutmasslichen Opfer. Fast alle identifizierten Frauen seien zwischenzeitlich bereits wiederholt befragt worden und es handle sich bei jenen Frauen, deren zweite Einvernahme noch bevorstehe, um mutmassliche Opfer der Mitbeschuldigten. Verbindungen des Beschwerdeführers zu diesen nochmals zu befragenden Frauen könnten aufgrund der bereits erfolgten Einvernahmen keine gezogen werden. Vielmehr hätten ihn diese Frauen mit keinem Wort erwähnt. Die Annahme von Kollusionsgefahr falle damit auch insoweit ausser Betracht. Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, auch betreffend das noch nicht identifizierte Opfer "F.________" lägen keine konkreten Indizien für Verdunkelungshandlungen vor. Vielmehr stehe aufgrund der bisherigen Einvernahmen fest, dass er und der Mitbeschuldigte D.________ einzig gerne selber Sex mit "F.________" gehabt hätten, nicht aber, dass sie diese an Freier vermitteln wollten. Schliesslich sei auch nicht ersichtlich, inwiefern eine Kollusionsgefahr zwischen ihm und den Mitbeschuldigten vorliegen solle. Die von der Vorinstanz genannte vorprozessuale Textnachricht von ihm an D.________, in welcher er diesem Anweisungen betreffend seines Aussageverhaltens gegenüber der Polizei gab, stehe nicht im direkten Zusammenhang mit dem vorliegenden Strafverfahren. Weiter seien alle vier Beschuldigten bereits mehrfach zu allen Vorwürfen befragt worden und verweigerten zwei Beschuldigte seit Mai/Juni 2022 konsequent die Aussage. Die Gefahr von Kollusionshandlungen unter den Beschuldigten sei daher lediglich noch abstrakter Natur.