Citation: 5A_92/2022 E. A

A.________ und B.________ sind die nicht verheirateten Eltern von C.________ (geb. 2016) und D.________ (geb. 2017). Die Mutter lebte mit diesen teils beim Vater, teils bei Bekannten und wegen psychischer Beschwerden teils in Kliniken. Zufolge Verdachts auf instabile Persönlichkeit sowie Bindungsstörung und Vernachlässigung der Kinder leitete die KESB Nordbünden getrennte Verfahren betreffend Obhut und Unterhalt ein, wobei auch ein Erziehungsfähigkeitsgutachten eingeholt wurde. Bei der Eröffnung des Gutachtens am 7. November 2019 teilte die KESB den Eltern anschliessend separat mit, dass ihnen das Aufenthaltsbestimmungsrecht superprovisorisch entzogen werde. Darauf kam es von mütterlicher Seite zu Aktionen gegen die KESB (Flyer, Facebook-Einträge), in welchen diese als Kindesentführerin dargestellt wurde.