Citation: 2C_318/2024 E. 2.5

2.5. Er bringt indessen vor, er habe aufgrund seiner sehr engen Beziehung zu seinen (erwachsenen) Geschwistern, die im Besitz von Niederlassungsbewilligungen seien, Anspruch auf Erteilung einer (neuen) Aufenthaltsbewilligung gestützt auf Art. 8 EMRK. Der Schutz des Familienlebens im Sinne von Art. 8 EMRK bezieht sich in erster Linie auf die Kernfamilie, d.h. auf die Gemeinschaft der Eltern mit ihren minderjährigen Kindern (vgl. BGE 144 I 266 E. 3.3; 144 II 1 E. 6.1; jeweils mit Hinweisen). In den Schutzbereich von Art. 8 EMRK fallen aber auch andere familiäre Verhältnisse, sofern eine genügend nahe, echte und tatsächlich gelebte Beziehung besteht. Bei hinreichender Intensität sind auch Beziehungen zwischen nahen Verwandten wie Geschwistern oder Tanten und Nichten wesentlich (BGE 135 I 143 E. 3.1; 120 Ib 257 E. 1d), doch muss in diesem Fall zwischen der über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht verfügenden Person und dem um die Bewilligung nachsuchenden Ausländer ein über die üblichen familiären Beziehungen bzw. emotionalen Bindungen hinausgehendes, besonderes Abhängigkeitsverhältnis bestehen (vgl. BGE 147 I 268 E. 1.2.3; 144 II 1 E. 6.1 mit Hinweisen). Erforderlich dazu wäre etwa eine eigentliche Pflege- und Betreuungsbedürftigkeit oder eine schwerwiegende Krankheit (vgl. Urteile 2C_100/2018 vom 7. Februar 2018 E. 2.2; 2C_133/2016 vom 9. Februar 2016 E. 2.3). Der Beschwerdeführer führt aus, er habe eine sehr enge Beziehung zu seinen Geschwistern in der Schweiz, die über das übliche Mass einer Geschwisterbeziehung hinausgehe. Zudem behauptet er, er sei aus gesundheitlichen Gründen auf deren Unterstützung angewiesen, wobei er die angeblichen gesundheitlichen Probleme nicht weiter substanziiert. Schliesslich sei er im Betrieb seines Bruders angestellt, sodass er auch finanziell von diesem abhängig sei. Daher sei das Abhängigkeitsverhältnis "evident". Mit diesen Ausführungen, die über blosse unbelegte Behauptungen nicht hinausgehen, vermag der gemäss den für das Bundesgericht verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz (Art. 105 Abs. 1 BGG) voll arbeits- und leistungsfähige Beschwerdeführer in keiner Weise darzutun, dass ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis im Sinne der Rechtsprechung zu seinen erwachsenen Geschwistern besteht. Folglich gelingt es ihm nicht, in vertretbarer Weise darzutun, dass er einen potenziellen Bewilligungsanspruch aufgrund seiner Beziehung zu seinen Geschwistern hat.