Citation: 2C_346/2022 E. 5.2.3

5.2.3. Unbestrittenermassen hielt die Vorinstanz fest, dass die kognitive Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers zurzeit nicht umfassend einschätzbar sei und die Durchführung einer standardisierten Testdiagnostik anhand des nonverbalen Testverfahrens SON-R 2-8 nicht möglich gewesen sei (vgl. angefochtener Entscheid E. 5.5 S. 11). Daraus folgt indessen nicht, dass bereits deshalb jegliche Feststellung bzw. Beweiswürdigung hinsichtlich der kognitiven Fähigkeiten des Beschwerdeführers und seines Entwicklungsstandes ausgeschlossen oder widersprüchlich wäre. Auch in denjenigen Fällen, in denen eine standardisierte Intelligenzdiagnostik wie vorliegend nicht durchführbar ist, muss eine Bedarfsermittlung möglich bleiben. Wie die Vorinstanz festhält, basiert die Beurteilung des Schulpsychologischen Dienstes nicht einzig auf den punktuellen Ergebnissen des letztlich gescheiterten Intelligenztests, sondern ebenso auf weiteren Erhebungen wie früheren Abklärungen sowie Beobachtungen der bisher involvierten Fachpersonen (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.3 S. 6). Insofern erweist es sich zumindest nicht als offensichtlich unhaltbar, wenn die Vorinstanz im Ergebnis von einem globalen kognitiven und sozial-emotionalen Entwicklungsrückstand ausgeht. Auch die Feststellung, eine mögliche Intelligenzminderung könne zurzeit schulpsychologisch nicht ausgeschlossen werden, ist vor diesem Hintergrund nicht offensichtlich unhaltbar.