Citation: 5A_784/2015 E. 3.3.2

3.3.2. Mit dem Urteil wird klargestellt, dass der Gläubiger die Fortsetzung der Betreibung auf Pfändung verlangen kann, wenn das Recht auf Fortsetzung noch nicht durch Konkursandrohung (Art. 159 SchKG) ausgeübt worden ist (vgl. KREN KOSTKIEWICZ/WALDER, SchKG Kommentar, 18. Aufl. 2012, N. 3 zu Art. 206), d.h. die Betreibung im Zeitpunkt der Konkurseröffnung (auf Pfändung) fortgesetzt werden konnte (GILLIÉRON, Poursuite pour dettes, faillite et concordat, 5. Aufl. 2012, Rz. 1851). Damit und mit dem Hinweis, dass dies insbesondere für eine zu Ende geführte Konkursbetreibung nicht der Fall sei (AMONN/ WALTHER, Grundriss des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, 9. Aufl. 2013, § 44 Rz. 23; GILLIÉRON, Commentaire, a.a.O., N. 56 zu Art. 230), kommt zum Ausdruck, dass für das Wiederaufleben gemäss Art. 230 Abs. 4 SchKG einer Betreibung nicht nur das Stadium massgebend ist, in welchem sie sich bei Konkurseröffnung befand, sondern dass auch die Art der Betreibung definitiv bestimmt ist (BGE 130 III 481 E. 2.1 S. 385; GILLIÉRON, a.a.O., N. 55 zu Art. 230; SPÜHLER/DOLGE, Schuldbetreibung und Konkursrecht II, 6. Aufl. 2014, Rz. 108). Der Gläubiger, welcher den Ex-Gemeinschuldner mit Betreibung auf Pfändung verfolgen will, hat daher im Fall, dass durch die Konkursandrohung (oder den Zahlungsbefehl für Wechselbetreibung oder für Pfandverwertungsbetreibung) eine andere Betreibungsart bestimmt worden ist, keine Wahl. Er muss - wie in der Lehre bestätigt wird - eine neue Betreibung gemäss Art. 230 Abs. 3 SchKG einleiten (GILLIÉRON, Commentaire, a.a.O., N. 58 zu Art. 230).