Citation: 5A_972/2023 E. 3.3.2

3.3.2. Die Beanstandungen laufen ins Leere. Entgegen dem, was der Beschwerdeführer glauben machen will, stellt sich im vorliegenden Streit um die Betreuungsverhältnisse bzw. den persönlichen Verkehr gerade nicht die Frage, weshalb C.________s Wohl bei regelmässigeren Übernachtungen beim Vater gefährdet wäre oder ob konkrete Gründe gegen die beantragte Kontaktregelung sprechen. Mit einer solchen Sichtweise würden - entgegen den Vorgaben der Rechtsprechung (s. vorne E. 3.1.3) - die widerstreitenden Interessen der Eltern in den Vordergrund gerückt und die vorrangigen Bedürfnisse des Kindes hintangestellt. Zudem verkennt der Beschwerdeführer mit seiner Argumentation, dass Willkür im Sinne von Art. 9 BV nicht schon dann vorliegt, wenn eine andere Lösung ebenfalls als vertretbar oder gar zutreffender erscheint (s. vorne E. 2.2). Ausgehend vom obergerichtlichen Entscheid, der allein hier zur Beurteilung steht (Art. 75 Abs. 1 BGG), müsste er vielmehr darlegen, weshalb sich die von ihm geforderte Regelung unter dem Blickwinkel des Kindeswohls geradezu zwingend aufdrängt und die angefochtene Besuchsregelung C.________s Interessen auf offensichtlich unhaltbare Weise zuwiderläuft. Dies aber tut der Beschwerdeführer nicht. Von daher erübrigen sich im Prinzip weitere Erörterungen zum Vorwurf, dass sich die Vorinstanz allein von theoretischen Bedenken leiten lasse. Soweit der Beschwerdeführer bemängelt, dass die vom Obergericht berücksichtigten kinderpsychologischen Erkenntnisse betreffend Kinder unter 18 Monaten für seinen Sohn nicht massgebend sein können, begnügt er sich mit der pauschalen Behauptung, dass ein 23 Monate altes Kind ein anderes Bindungsverhalten habe. Weshalb die vorinstanzliche Regelung, die sich auf ein sachtes Anbahnen der Übernachtungen fokussiert, gerade in C.________s Fall völlig aus dem Rahmen der geschilderten Vorgaben der Rechtsprechung (s. vorne E. 3.1.3) fällt, mag er nicht erklären. Nach alledem setzt sich das Obergericht nicht dem Vorwurf der Willkür aus, wenn es klarstellt, dass die Betreuungsverhältnisse dem Kindeswohl entsprechen müssen, und dem Beschwerdeführer entgegenhält, nicht aufgezeigt zu haben, inwiefern die geforderte Regelung in C.________s Interesse ist. Die Beschwerde erweist sich insofern als unbegründet.