Citation: 7B_13/2021 E. 2.4

2.4. Der Beschwerdeführer dringt mit seiner Rüge nicht durch. Die gegen die Annahme eines Eventualvorsatzes angeführte Begründung des Beschwerdeführers, dass er erst dann auf die Personen geschossen habe, als sich diese längst in Sicherheit gebracht hätten, verfängt angesichts der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung nicht. Er zeigt nicht auf, inwiefern sich die Vorinstanz bei der vorliegenden Beurteilung von unmassgeblichen Gesichtspunkten hätte leiten lassen. Gemäss der ballistischen Berechnung des kriminaltechnischen Dienstes sei die Gefahr für Leib und Leben "sehr hoch" gewesen bzw. hätten je nach Trefferlage "schwere bis gar tödliche Verletzungen" verursacht werden können. Anders als in diesem Bericht dargestellt und vom Beschwerdeführer angeführt, war die effektive Verletzungsgefahr wegen der breiten Streuwirkung der Schussabgabe und der tatsächlich kürzeren Distanz vom Beschwerdeführer zu den anvisierten Personen gemäss verbindlicher vorinstanzlicher Feststellung tatsächlich sogar noch grösser. Dem Vorbringen des Beschwerdeführers zuwider, hat das dynamische Geschehen - vor allem nachdem der Beschwerdeführer kurz zuvor mit einer Mistgabel an der Hand verletzt worden war - eine gezielte Schussabgabe verunmöglicht. Es hat sich um eine unkontrollierte Schussabgabe gehandelt. Der Vorinstanz ist darin zuzustimmen, dass es gesamthaft einzig vom Zufall abhängig war, ob eine der beschossenen Personen schwer verletzt wurde. Zu denken ist insbesondere an eine schwere Verletzung im Kopfbereich, namentlich der Augen. Die unter den angeführten Umständen erfolgte Schussabgabe muss als Inkaufnahme eines solchen Erfolgs beurteilt werden. Wenn der Beschwerdeführer alsdann einen Sachverhaltsirrtum behauptet, weicht er in unzulässiger Weise vom verbindlich festgestellten Sachverhalt ab (Art. 105 Abs. 1 BGG), welcher vor Bundesgericht nur unter dem Aspekt der Willkür gerügt werden kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Es sind keine Anhaltspunkte für einen solchen Irrtum des Beschwerdeführers ersichtlich. Dass ein Schuss auf einen Menschen aus einer mit Schrotpatronen geladenen Waffe aus relativ kurzer Distanz schwere Körperverletzungen, namentlich im Kopf- und Halsbereich, verursachen kann, entspricht zudem dem Allgemeinwissen. Die gegen den Schuldspruch wegen versuchter schwerer Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB gerichteten Rügen erweisen sich insgesamt als unbegründet.