Citation: U 27/99 24.01.2000 E. 3

3.- Ob die Beschwerdeführerin, wie in der VGB geltend gemacht, beim Unfall vom 2. Juli 1995 ein Schleudertrauma der HWS erlitten hat und ob das ab Anfang 1996 weiterbestehende Beschwerdebild in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfall steht, kann aufgrund der zur Verfügung stehenden Akten nicht mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 121 V 47 Erw. 2a) beantwortet werden. Eine Rückweisung der Sache zwecks weiterer Begutachtung erübrigt sich aber; selbst wenn der natürliche Kausalzusammenhang bejaht würde, fehlt es - wie nachstehend dargelegt - an der Adäquanz des Kausalzusammenhangs. a) Auf Grund der Akten ist zwar davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin über Beeinträchtigungen (Kopfschmerzen, Konzentrations- und Schlafstörungen) klagt, die zum typischen Beschwerdebild eines Schleudertraumas der HWS gehören. Im Vordergrund steht aber eindeutig die psychische Problematik, weshalb die Adäquanz praxisgemäss unter dem Gesichtspunkt einer psychischen Fehlentwicklung nach einem Unfall zu beurteilen ist (BGE 123 V 99 Erw. 2a). Massgeblich sind demnach die in BGE 115 V 133 ff. entwickelten Kriterien, welche ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf die Unfälle in drei verschiedene Gruppen einteilen. b) Der Unfall vom 2. Juli 1995 ist als leicht, höchstens aber als mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten Unfällen einzustufen. Damit die Adäquanz bejaht werden kann, ist daher erforderlich, dass ein einzelnes unfallbezogenes Kriterium in besonders ausgeprägter Weise gegeben ist oder mehrere Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sind (BGE 115 V 140 Erw. 6c/bb). Das trifft hier nicht zu. Der Unfall vom 2. Juli 1995 ereignete sich weder unter dramatischen Umständen noch war er besonders eindrücklich. Die Beschwerdeführerin erlitt keine schweren Verletzungen und auch nicht solche, die erfahrungsgemäss geeignet sind, eine psychische Fehlentwicklung auszulösen. Sodann kann weder von einer ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmerte, noch von einem schwierigen Heilungsverlauf mit erheblichen Komplikationen oder einer ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung die Rede sein. Es lag auch keine langandauernde und hochgradige physisch bedingte Arbeitsunfähigkeit vor. Dr. med. E.________ hatte im Bericht vom 12. September 1995 eine Behandlungsdauer von ca. vier Wochen angegeben und die Wiederaufnahme der Arbeit auf den 1. Oktober 1995 vorgesehen. Dass die Beschwerdeführerin die Arbeit in der Folge nicht wieder aufgenommen hat, war nicht unfallbedingt, sondern darauf zurückzuführen, dass ihr die bisherige Stelle auf diesen Zeitpunkt aus unfallfremden Gründen gekündigt worden war. Soweit in der Folge weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit bestanden hat, war diese nicht oder nur in geringem Masse physisch bedingt. Nachdem schon am 11. Dezember 1995 keine relevanten posttraumatischen Befunde erhoben werden konnten, bestätigte die Klinik D.________ am 14. November 1996, aus somatischer Sicht bestehe keine Arbeitsunfähigkeit mehr. Was schliesslich die körperlichen Dauerbeschwerden betrifft, ist dieses Kriterium jedenfalls nicht in besonders ausgeprägter Weise erfüllt. Die Vorinstanz hat die Adäquanz der geltend gemachten Unfallfolgen somit zu Recht verneint, woran die Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nichts zu ändern vermögen.