Citation: 6B_163/2015 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz erwägt (Urteil, S. 14 f.), der Beschwerdeführer habe aufgrund des zuvor Vorgefallenen gewusst, dass die Polizei gekommen war, um ihn zu verhaften. Indem er ihr mit dem Kleinkind im Arm gegenübergetreten sei und sich geweigert habe, dieses aus der Hand zu geben, habe er es zu einer Geisel im Sinne von Art. 185 StGB gemacht. Selbst wenn er seinen Sohn bis zum (erneuten) Erscheinen der Polizei als fürsorglicher Vater in den Armen gehalten habe, habe er ihn jedenfalls vom Zeitpunkt an, da er der Polizei die Tür öffnete, einzig in seinem ureigensten Interesse als Schutzschild gegen den polizeilichen Zugriff und damit ausschliesslich zum Zweck benutzt, seine Verhaftung zu verhindern. Allein mit diesem Ziel habe er die Verfügungsgewalt über das Kleinkind und damit eine dem Kindeswohl entgegenstehende Situation aufrecht erhalten. Dadurch habe er sich des Kindes im Sinne des Gesetzes bemächtigt.