Citation: U 444/99 04.08.2000 E. A

A.- Der 1958 geborene G.________ war als Textilarbeiter bei der Firma X.________ angestellt und bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Betriebs- und Nichtbetriebsunfällen versichert gewesen. Am 15. Januar 1991 glitt er bei der Arbeit aus und stürzte auf den Rücken. Chiropraktor Dr. Z.________ diagnostizierte eine posttraumatische diskogene Lumboischialgie. In der Folge klagte der Versicherte über Rückenbeschwerden und Schmerzen im linken Knie und Unterschenkel sowie über Parästhesien im linken Bein, in der linken Hand und im linken Unterarm. Eine stationäre Abklärung auf der Medizinischen Klinik des Kantonsspitals Y.________ vom 4. bis 8. März 1991 ergab keine Anhaltspunkte für neurologische Ausfälle. Nicht ausgeschlossen werden konnte eine Diskushernie L5/S1 links, wobei der myelographische Befund minim war und die geklagten Parästhesien nicht zu erklären vermochte. Eine psychogene Komponente wurde als sicher mitbeteiligt erachtet. Vom 10. Juli bis 1. August 1991 hielt sich der Versicherte in der Rehabilitationsklinik E.________ auf, wo ein lumboradikuläres Syndrom L5/S1 diagnostiziert und eine intensive physiotherapeutische Behandlung durchgeführt wurde. Nach Auffassung der Klinik sollte ein Arbeitsversuch von 25 % halbtags in vier Wochen nach Klinikaustritt vorgenommen werden (Bericht vom 7. August 1991). G.________ nahm die Arbeit jedoch nicht auf, worauf die SUVA nach einer kreisärztlichen Untersuchung vom 13. Dezember 1991 einen weiteren Aufenthalt in der Rehabilitationsklinik E.________ anordnete, welcher in der Zeit vom 4. Februar bis 6. März 1992 stattfand und zur Diagnose eines chronischen lumbovertebralen Schmerzsyndroms sowie einer in Rückbildung begriffenen Konversionssymptomatik führte. Die Arbeitsfähigkeit wurde für eine geeignete Tätigkeit mit 50 % bei möglicher Steigerung auf 100 % angegeben (Bericht vom 9. März 1992). Weil der Versicherte die ihm angebotene Arbeit ablehnte, kündigte ihm die Firma das Arbeitsverhältnis auf den 31. Mai 1992. Nach einer weiteren kreisärztlichen Untersuchung durch Dr. med. S.________ vom 22. Juni 1992, anlässlich derer sich der Versicherte als beschwerdefrei erklärte, schloss die SUVA den Fall ab. Am 20. Dezember 1995 liess G.________ durch Dr. Z.________ einen Rückfall melden, nachdem Ende 1994 ohne bekannten Auslöser progressive rezidivierende Schmerzen linksbetont lumbal und lumbosakral und ab April 1995 auch radikuläre Ausstrahlungen ins linke Bein mit Kribbelparästhesien und Kraftverminderung insbesondere beim Gehen aufgetreten waren. Die Behandlung dauerte vom 18. Juli bis 25. August 1995 und wurde vom Versicherten abgebrochen, wobei anlässlich der Untersuchung vom 10. Oktober 1995 praktisch schmerzfreie Verhältnisse bestanden. Ab dem 1. Dezember 1995 arbeitete G.________ ganztags als Produktionsmitarbeiter bei der Firma K.________. Bereits am 23. Januar 1996 erlitt er einen weiteren Unfall, indem er bei Reinigungsarbeiten von einem Gabelstapler stürzte und sich laut Zeugnis des behandelnden Arztes Dr. med. P.________ eine Zerrung/Distorsion der Schulter und oberen Extremitäten sowie eine Exazerbation der Wirbelsäulenbeschwerden zuzog. In einem weiteren Bericht vom 4. April 1996 gab Dr. med. P.________ eine psychische Überlagerung der Beschwerden an. Dr. med. R.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, fand starke Verspannungen im Schulterbereich, jedoch weder eine kapsuläre Bewegungseinschränkung noch Hinweise auf eine Läsion der Rotatorenmanschette (Bericht vom 6. Mai 1996). SUVA-Kreisarzt Dr. med. U.________ stellte am 12. Juni 1996 eine Diskrepanz zwischen den subjektiv massiven Beschwerden und den objektiven Befunden fest und erachtete den Versicherten für eine körperlich leichte Arbeit ohne wesentliche Belastung der linken Schulter als voll arbeitsfähig. Am 14. Juni 1996 erklärte die SUVA den Versicherten ab 24. Juni 1996 als zu 50 % arbeitsfähig. Mit Verfügung vom 19. Juli 1996 eröffnete sie ihm, dass er ab 22. Juli 1996 wieder als voll arbeitsfähig gelte und die Heilkosten- und Taggeldleistungen eingestellt würden. Nach Einsichtnahme in ein von der Invalidenversicherung angeordnetes Gutachten der MEDAS vom 6. Februar 1997 und einer erneuten kreisärztlichen Untersuchung durch Dr. med. U.________ vom 7. Mai 1997 erliess sie am 15. Mai 1997 eine weitere Verfügung, mit der sie eine Leistungspflicht in Zusammenhang mit dem am 20. Dezember 1995 gemeldeten Rückfall ablehnte. G.________ erhob gegen beide Verfügungen Einsprache. Mit Einspracheentscheid vom 29. Dezember 1997 wies die SUVA die Einsprachen ab.