Citation: 2C_100/2014 E. 5.2

5.2. Der Beschwerdeführer wurde im Zeitraum zwischen 2003 und 2013 wiederholt straffällig. Das unter dem Aspekt der Rechtsgutverletzung gewichtigste Delikt beging er im Jahr 2006 in Form einer versuchten vorsätzlichen Tötung und schweren Körperverletzung. Sein Verschulden wiegt schwer. Die versuchte vorsätzliche Tötung und die schwere Körperverletzung gelten als äusserst gravierende Verstösse gegen die Rechtsordnung und begründen ein erhöhtes öffentliches Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung. Die durchlaufene strafrechtliche Massnahme ist zwar positiv zu Gunsten des Beschwerdeführers zu werten. Das seit der Verurteilung im Jahr 2004 an den Tag gelegte Verhalten vermag jedoch deswegen kein überwiegendes privates Interesse an einem Verbleib in der Schweiz zu begründen, weil der Beschwerdeführer auch nach seiner Entlassung aus der Arbeitserziehungsanstalt wegen Verstössen gegen die Strassenverkehrsgesetzgebung und das BetmG verurteilt worden ist. Wiegen diese Taten auch weniger schwer als ein vorsätzliches Tötungsdelikt, so stellen sie doch ein hohes Risiko für einen Unfall mit Schwerverletzten oder Todesopfern dar und zeigen, dass der Beschwerdeführer ausserordentlich grosse Mühe mit der Einhaltung der Rechtsordnung hat. Die Vorinstanz stellte weiter sachverhaltsmässig keine Elemente fest, welche auf ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis des volljährigen und kinderlosen Beschwerdeführers zu seiner Kernfamilie schliessen lassen würden. In der Beschwerde wird nicht aufgezeigt, inwiefern die Vorinstanz dabei den Sachverhalt willkürlich festgestellt haben sollte (Art. 97 Abs. 1 BGG; oben, E. 1.6). Der Beschwerdeführer verfügt angesichts seiner langjährigen Aufenthaltsdauer sicher über eine starke Bindung zur Schweiz und galt an seinem Arbeitsplatz als zuverlässiger und geschätzter Mitarbeiter. Die familiäre, soziale und kulturelle Integration des Beschwerdeführers vermag jedoch das durch das begangene Gewaltdelikt begründete sehr erhebliche öffentliche Interesse an seiner Fernhaltung nicht zu überwiegen. Der Beschwerdeführer ist im Alter von 13 Jahren in die Schweiz gelangt. Auch wenn ihn eine Ausweisung nach Serbien zweifelsohne hart treffen wird, ist nicht zu verkennen, dass er albanisch spricht und mit seinem Heimatstaat vertraut ist. In Serbien herrscht auch keine Situation allgemeiner Gewalt oder besonders angespannte politische Lage; es handelt sich vielmehr um einen verfolgungssicheren Staat (vgl. Art. 6a Abs. 2 lit. a AsylG). Dass er sich in Serbien auf albanisch nicht verständigen könne, ist sachverhaltsmässig nicht erstellt und es steht dem Beschwerdeführer auch frei, sich im albanischsprachigen Teil Serbiens niederzulassen; auch dieser Umstand macht eine Rückweisung entgegen seinen Ausführungen nicht unzumutbar. Selbst falls der Beschwerdeführer sich auf Art. 8 EMRK berufen könnte - was vorliegend offen gelassen wurde - entspräche die Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung einem fairen Interessenausgleich und verletzt weder Art. 8 EMRK noch Art. 9 BV.