Citation: 1C_68/2018 E. 2

Soweit sich die Beschwerdeführerin auf den Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 9 BV) beruft, dringt sie nicht durch. Es ist nicht nachvollziehbar, inwiefern der angefochtene Entscheid treuwidrig sein sollte. Namentlich ist nicht ersichtlich, inwiefern das Verhalten der Vorinstanz im Hinblick auf ihr Überweisungsschreiben vom 13. August 2015 an den Regierungsrat eine Vertrauensgrundlage geschaffen haben soll, wonach Enteignungsrecht, insbesondere § 86 EntG i.V.m. § 130 VRG auf den vorliegenden Fall anwendbar sein soll. Zutreffend hat die Vorinstanz ausgeführt, ihrem Schreiben vom 13. August 2015 könne zwar entnommen werden, dass ein Zusammenhang zwischen der beantragten Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands im Kontext des Strassenprojekts zum Enteignungsrecht bestehe, dieser Zusammenhang hingegen nicht bedeute, es gelange automatisch, insbesondere im Hinblick auf die Rechtsmittelfrist, Enteignungsrecht zur Anwendung. Der Zusammenhang führe gemäss § 71c StrG aber zur sachlichen Zuständigkeit des Regierungsrates. Sodann werde im erwähnten Schreiben mit § 71c StrG und § 101 StrG konkret auf die Anwendbarkeit des einschlägigen Strassengesetzes verwiesen. Nach dem Gesagten bestand keine Vertrauensgrundlage, auf welche sich die Beschwerdeführerin hätte berufen können (vgl. BGE 137 I 69 E. 2.5.1 S. 72 f.; 131 II 627 E. 6.1 S. 636 f.; je mit Hinweisen) und aufgrund welcher sie hätte darauf vertrauen dürfen, die Rechtsmittelfrist betrage 30 Tage. Im Übrigen ist auch die Beschwerdeführerin selbst in ihrer Verwaltungsgerichtsbeschwerde von der im Entscheid des Regierungsrats vom 25. August 2017 festgehaltenen 20-tägigen Beschwerdefrist nach § 98 Abs. 2 StrG ausgegangen. Zu diesem Zeitpunkt hat sie (noch) nicht gerügt, die Frist wäre nach dem Enteignungsgesetz zu bestimmen gewesen und würde daher 30 Tage betragen. Diesen Vorwand hat sie erst vorgebracht, nachdem ihr mitgeteilt wurde, sie habe die Verwaltungsgerichtsbeschwerde verspätet eingereicht.