Citation: 8C_99/2014 E. 3.3.2

3.3.2. Nach dem von der Beschwerdeführerin angerufenen Art. 77 Abs. 3 lit. b UVG ordnet der Bundesrat die Leistungspflicht und das Zusammenwirken der Versicherer bei einem erneuten Unfall, namentlich wenn er zum Verlust paariger Organe oder zu anderen Änderungen des Invaliditätsgrades führt. Gestützt auf diese Delegationsnorm hat der Bundesrat in Art. 100 Abs. 3 UVV vorgesehen, dass bei einem aus einem früheren Unfall Rentenberechtigten, der einen neuen, zu einer Änderung des Invaliditätsgrades führenden Unfall erleidet, der für den zweiten Unfall leistungspflichtige Versicherer sämtliche Leistungen auszurichten hat (Satz 1). Der für den ersten Unfall leistungspflichtige Versicherer vergütet dem anderen Versicherer den Betrag, der dem Barwert des Rentenanteils, ohne Teuerungszulagen, aus dem ersten Unfall entspricht (Satz 2), womit seine Leistungspflicht abgegolten ist (Satz 3).