Citation: 8C_548/2021 E. 7.3.5

7.3.5. Unter den gegebenen Umständen ist nicht als bundesrechtswidrig zu beanstanden, dass die Vorinstanz angesichts des RAD-ärztlichen Verzichts auf eine eigene Untersuchung (vgl. Art. 49 Abs. 2 IVV) nicht auf deren Einschätzungen abstellte, sondern den asim-Gutachtern folgte, welche die Beschwerdegegnerin eingehend fachärztlich untersucht und sich anschliessend in einer Konsensbesprechung auf die Ergebnisse ihrer polydisziplinären Exploration geeinigt hatten. Auf Grund der von den asim-Gutachtern beschriebenen Schwierigkeiten, angesichts der Symptomausweitung, Aggravation und Selbstlimitierung diejenigen funktionellen Einschränkungen zu spezifizieren, welche den diagnostizierbaren psychischen Störungen zuzuordnen waren (E. 7.3.2), ist nicht von einem feststehenden medizinischen Sachverhalt auszugehen, welcher praxisgemäss das Absehen von einer eigenen Untersuchung durch die RAD-Ärzte hätte rechtfertigen können (vgl. SVR 2019 IV Nr. 23 S. 71, 9C_411/2018 E. 4.2 mit Hinweisen).