Citation: 7B_1055/2023 E. 2.4.8

2.4.8. Nicht gefolgt werden kann dem Beschwerdeführer, wenn er gegen die Annahme eines öffentlichen Interesses an der Landesverweisung vorbringt, die Vorinstanz gehe bloss von einem "nicht mehr leichten" Verschulden aus. Zwar geht die Vorinstanz im Rahmen der Strafzumessung von einem "nicht mehr leichten" Verschulden aus. Indessen hat der Beschwerdeführer durch die qualifizierten Widerhandlungen gegen das BetmG in schwerwiegender Weise gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung verstossen und die Gesundheit anderer, d.h. besonders hochwertige Rechtsgüter, gefährdet. Gemäss den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz (Art. 105 Abs. 1 BGG) betreffend die vom Beschwerdeführer begangenen Betäubungsmitteldelikte ist bei den vorliegenden Mengen von 4 x 100 Gramm Kokaingemisch jeweils von 66,5 Gramm und bei 2 x 150 Gramm Kokaingemisch von je 99,75 Gramm reiner Substanz auszugehen. Damit ist der Schwellenwert von 18 Gramm reinem Kokain (vgl. Urteile 6B_693/2024 vom 27. November 2024 E. 2.1.3; 6B_1086/2023 vom 21. August 2024 E. 1.2.2; je mit Hinweisen) um ein Vielfaches überschritten. Hinzu kommt, dass im vorliegenden Fall der Beschwerdeführer mit einer bedingten Freiheitsstrafe von 24 Monaten bestraft wurde, was auf eine nicht unerhebliche Schwere schliessen lässt. Daraus folgt in Anbetracht der "Zweijahresregel" (vgl. oben E. 2.3.6) ein beträchtliches öffentliches Interesse an einer Wegweisung des Beschwerdeführers.