Citation: 1B_8/2023 E. A

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern führt eine Strafuntersuchung gegen A.________ wegen des Verdachts des Angriffs, der Freiheitsberaubung, der mehrfachen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte, der mehrfachen Hinderung einer Amtshandlung sowie der mehrfachen Widerhandlung gegen das Tierschutz- und Tierseuchengesetz. Mit Verfügung des Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Luzern vom 30. April 2021 wurde er in Untersuchungshaft versetzt. Am 1. Juli 2021 stellte A.________ ein Gesuch um vorzeitigen Massnahmenvollzug, welcher ihm mit Verfügung vom 13. Juli 2021 per 16. Juli 2021 bewilligt wurde. Am 24. November 2021 erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen A.________ mit dem Antrag, dieser sei mit einer unbedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten, einer unbedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je Fr. 30.-- sowie mit einer Busse von Fr. 1'000.-- zu bestrafen. Unter Aufschub des Vollzugs der Freiheitsstrafe sei eine Massnahme nach Art. 61 StGB (Massnahmen für junge Erwachsene) anzuordnen. Am 25. Januar 2022 stellte der Vollzugs- und Bewährungsdienst des Kantons Luzern bei der Verfahrensleitung des Kriminalgerichts Luzern den Antrag auf Aufhebung des vorzeitigen stationären Massnahmenvollzugs und an deren Stelle die Anordnung einer kombinierten stationären therapeutischen Massnahme nach Art. 59 (Behandlung von psychischen Störungen) und Art. 60 StGB (Suchtbehandlung). Diesem Antrag entsprach das Kriminalgericht am 1. Februar 2022. Am 3. Oktober 2022 stellte A.________ ein Gesuch um unverzügliche Entlassung aus dem vorzeitigen Massnahmenvollzug und dem damit verbundenen strafprozessualen Freiheitsentzug. Das Zwangsmassnahmengericht wies das Gesuch am 18. Oktober 2022 ab. Dagegen erhob A.________ am 28. Oktober bzw. 7. November 2022 Beschwerde an das Kantonsgericht Luzern. Dieses wies die Beschwerde mit Urteil vom 30. November 2022 ab, soweit es darauf eintrat.