Citation: 9C_542/2015 E. 5.1

5.1. In Dispositiv-Ziffer 2 der Verfügung vom 23. Dezember 2011 - gleich lautend im Vorbescheid vom 23. November 2010 - hatte die IV-Stelle festgehalten, was folgt: " Für die Zeit vom April 2009 bis Januar 2010 liegt eine Verletzung der Meldepflicht vor. Die in dieser Zeit zu Unrecht bezogenen Leistungen sind zurückzuerstatten (Art. 25 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). " Der vorinstanzliche Entscheid nimmt hinsichtlich der Frage der Verwirkung des Rückerstattungsanspruchs keinerlei Bezug auf den Inhalt dieser Verfügung respektive des entsprechenden Vorbescheids. Die Vorinstanz hat damit unberücksichtigt gelassen, dass die IV-Stelle bereits am 23. Dezember 2011 respektive 23. November 2010 - gleichzeitig mit der rückwirkenden Leistungseinstellung (Dispositiv-Ziffer 1) - die Rückerstattungspflicht im Grundsatz festgestellt und die zurückzuerstattenden Leistungen zeitlich genau angegeben hat (Dispositiv-Ziffer 2; zur ausreichend präzisen Umschreibung einer Rückforderung vgl. SVR 2011 IV Nr. 52 S. 155, 8C_699/2010 vom 8. Februar 2011 E. 2 und 5.1). In Anbetracht der unmissverständlichen Formulierung der Dispositiv-Ziffer 2 der Verfügung vom 23. Dezember 2011 und im Vorbescheid vom 23. November 2010 bleibt kein Raum für eine andere Auslegung (vgl. E. 2.2 hievor).