Citation: 5A_469/2022 E. 3.4

3.4. Unbegründet ist der Vorwurf der Beschwerdeführerin, dass das Kantonsgericht ihre Bindung an die "Schuldanerkennung bzw. Schuldübernahme" bei der Prüfung des Erfordernisses der Binnenbeziehung als gegeben unterstelle, obwohl sie diese Bindung in jeder Hinsicht bestritten habe. Gewiss ist zuerst die Zulässigkeit des Arrestgesuchs und erst im Falle ihrer Bejahung auch seine Begründetheit zu prüfen. Daraus folgt aber nicht, dass sich das Kantonsgericht dem Vorwurf eines Zirkelschlusses aussetzt, wenn es die "Schuldanerkennung bzw. Schuldübernahme" nicht in seiner Erwägung 2 (zur Binnenbeziehung) thematisiert, sondern sich dort mit einem Verweis auf seine Erwägung 3 (zum Arrestgrund) begnügt. Insgesamt betrachtet setzt das Kantonsgericht dabei nichts als gültig voraus, was es erst noch erstellen müsste, dann aber im Dunkeln lässt. Es behandelt die Einwendungen der Beschwerdeführerin gegen die Berücksichtigung der "Schuldanerkennung bzw. Schuldübernahme" ausführlich bei der Prüfung des Arrestgrundes. Entsprechend Art. 272 Abs. 1 SchKG wendet es dabei das Beweismass der (blossen) Glaubhaftmachung an. Dass es Art. 9 BV zuwiderläuft, dieses Beweismass (als Folge des beschriebenen Verweises) auch im Zusammenhang mit der hinreichenden Binnenbeziehung heranzuziehen, macht die Beschwerdeführerin nicht geltend. Ebenso wenig reklamiert sie, dass ihre Einwendungen betreffend die "Schuldanerkennung bzw. Schuldübernahme" nicht vollständig oder nicht hinreichend berücksichtigt worden wären. Nicht zu hören ist die Beschwerdeführerin mit ihren Vorbringen, weshalb es darüber hinaus (in der Sache) gänzlich verfehlt sei, den hinreichenden Binnenbezug gestützt auf das Rechtsverhältnis zu bejahen, das durch die "Schuldanerkennung bzw. Schuldübernahme" zwischen den Parteien (angeblich) geschaffen wurde. Entscheidet die letzte kantonale Instanz - wie hier (E. 1) - entsprechend dem Grundsatz von Art. 75 Abs. 1 BGG als Rechtsmittelinstanz, so ist die Ausschöpfung des Instanzenzugs unerlässliche Voraussetzung für die Zulässigkeit der Beschwerde an das Bundesgericht (s. BGE 141 III 188 E. 4.1 mit Hinweisen). Letztinstanzlichkeit gemäss Art. 75 Abs. 1 BGG bedeutet, dass der kantonale Instanzenzug nicht nur formell durchlaufen, sondern auch materiell ausgeschöpft werden soll (BGE 143 III 290 E. 1.1 mit Hinweisen; Urteil 4A_32/2018 vom 11. Juli 2018 E. 5.2.1). Die rechtsuchende Partei darf die ihr bekannten rechtserheblichen Einwände der Vorinstanz nicht vorenthalten, um sie erst nach dem Ergehen eines ungünstigen Entscheides im anschliessenden Rechtsmittelverfahren zu erheben. Sie muss sich in der Beschwerde an das Bundesgericht mit den Erwägungen der letzten kantonalen Instanz zu Rügen auseinandersetzen, die sie bereits vor dieser letzten kantonalen Instanz erhoben hat (BGE 146 III 203 E. 3.3.4). Im konkreten Fall geht aus dem angefochtenen Entscheid nicht hervor und wird von der Beschwerdeführerin auch nicht behauptet, dass die fraglichen Beanstandungen wenigstens sinngemäss schon vor der Vorinstanz erhoben worden wären. Den unbestrittenen vorinstanzlichen Feststellungen zufolge fand schon das Bezirksgericht, dass die Beschwerdeführerin mit der Unterzeichnung der "Schuldübernahme bzw. Schuldanerkennung" den Binnenbezug zur Schweiz selbst hergestellt habe. Wie die kantonalen Akten ohne Weiteres zeigen (Art. 105 Abs. 2 BGG), begnügte sich die Beschwerdeführerin in ihrer kantonalen Beschwerde mit dem (oben behandelten) Vorwurf, dass es angesichts ihrer ausdrücklichen Bestreitungen einem Zirkelschluss gleichkomme, den Binnenbezug gestützt auf ein Verhalten von ihr bzw. eines angeblichen Vertreters zu bejahen.