Citation: 2C_62/2018 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz erwog, es sei bei den Kühen "B.________" und "C.________" jeweils eine leichte Abmagerung und kein Durchfall festgestellt worden. Der Beschwerdeführer bringt vor, diese Abmagerung sei mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf andere Faktoren als eine Infektion mit Paratuberkulose zurückzuführen gewesen. Auch die Vorinstanz habe sinngemäss festgehalten, dass die festgestellte Abmagerung durchaus mit dem kurz zuvor erfolgten Abkalben zusammenhängen könne. Es wäre viel naheliegender gewesen, den abgemagerten Zustand auf das Säugen von zwei Kälbern zurückzuführen. Das Vorliegen von klinischen Anzeichen einer Infektion hätte deshalb von der Vorinstanz verneint werden müssen. Die Vorinstanz bezeichnete es zwar unter Hinweis auf den Umstand, dass beide Tiere kurz zuvor gekalbt hätten, als problematisch, dass jeweils bloss eine leichte Abmagerung festgestellt worden sei und die genannten Tiere offenbar anlässlich der zweiten amtlichen Untersuchung des Viehbestands keine klinischen Anzeichen mehr aufwiesen. Es seien aber im Rahmen der zweiten Untersuchung nur noch Tiere als paratuberkuloseverdächtig eingestuft worden, welche starke Abmagerung, starken Durchfall oder leichten Durchfall kombiniert mit blosser Abmagerung gezeigt hätten. Damit seien die Voraussetzungen für die Annahme klinischer Symptome angehoben worden. Dies lasse die erste tierärztliche Einschätzung der betroffenen Tiere nicht im Nachhinein hinfällig werden. Nachdem der spätere labordiagnostische Erregernachweis positiv ausgefallen sei, sei die Infektion in jedem Fall bereits über das präklinische Stadium hinaus gediehen gewesen. Ausserdem trete eine klinisch manifeste Paratuberkulose häufig im Anschluss an eine Stresssituation wie ei ne Kalbung auf.