Citation: 2C_64/2007 29.03.2007 E. 2

Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, aufgrund von Art. 29a BV und Art. 86 Abs. 2 BGG müsse er im Kanton eine richterliche Instanz anrufen können. Nachdem das Verwaltungsgericht es abgelehnt habe, auf die Beschwerde einzutreten, müsse das Bundesgericht an seiner Stelle die materielle Prüfung vornehmen. 2.1 Gemäss Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten auf dem Gebiet des Ausländerrechts unzulässig gegen Entscheide betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das Völkerrecht einen Anspruch einräumen. Vorliegend ist ein Nichteintretensentscheid des Verwaltungsgerichts angefochten, den dieses aufgrund einer zu Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG analogen kantonalen Zugangsregelung (Art. 106 Abs. 1 lit. k VRG/GL) getroffen hat, weil es das Bestehen eines Bewilligungsanspruchs verneint hat. Nach der bisherigen Rechtsprechung zum entsprechenden Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG waren solche Entscheide mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht anfechtbar, wenn der Beschwerdeführer geltend machte, die kantonale Vorinstanz habe das Bestehen eines Rechtsanspruchs zu Unrecht verneint. Das Bundesgericht prüfte diesen Punkt dann als Eintretensvoraussetzung (vgl. BGE 127 II 161 E. 3a S. 167; 132 II 65 E. 1 S. 67). Diese Praxis ist unter der Herrschaft des Bundesgerichtsgesetzes weiterzuführen. Damit ist gegen einen Nichteintretensentscheid die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nur zulässig, wenn auch ein Entscheid in der Sache mit diesem Rechtsmittel anfechtbar wäre, d.h. wenn kein Ausschlussgrund gemäss Art. 83 BGG zum Zug kommt. Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass der volljährige und unverheiratete Beschwerdeführer keinen Rechtsanspruch auf Bewilligung des Aufenthaltes hat. Somit ist nach der Rechtsprechung (vgl. BGE 132 II 65 E. 1 und 4.2.7 S. 67 und 80; 127 II 60 E. 1 S. 62 ff.) in der Sache selbst die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG unzulässig. Dies gilt demnach - wie erwähnt - auch für die Anfechtung eines Nichteintretensentscheids. Auf die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist daher nicht einzutreten, soweit sie sich gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts richtet. 2.2 Es ist indes zu prüfen, ob die Eingabe als subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG entgegenzunehmen ist. Gemäss Art. 119 BGG kann dieses Rechtsmittel in der gleichen Rechtsschrift eingereicht werden wie die ordentliche Beschwerde, und es ist vom Bundesgericht im gleichen Verfahren zu behandeln. Die falsche Bezeichnung des Rechtsmittels schadet dem Beschwerdeführer nicht, sofern bezüglich des jeweils statthaften Rechtsmittels sämtliche Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind (vgl. BGE 131 I 291 E. 1.3 S. 296). 2.3 Der Beschwerdeführer kann mit der subsidiären Verfassungsbeschwerde eine Verletzung der Rechtsweggarantie (Art. 29a BV) geltend machen (Art. 116 BGG). Das zur Beschwerdeführung erforderliche rechtlich geschützte Interesse (Art. 115 lit. b BGG) ergibt sich direkt aus seinem Verfassungsanspruch auf gerichtliche Beurteilung seiner Angelegenheit. Im Übrigen kann der Rechtsuchende, dem im kantonalen Verfahren Parteistellung zukommt, unabhängig von der Legitimation in der Sache selbst die Verletzung von Verfahrensgarantien rügen, deren Missachtung eine formelle Rechtsverweigerung darstellt (BGE 114 Ia 307 E. 3c S. 312 f.; 127 II 161 E. 3b S. 167 mit Hinweisen). Diese für die staatsrechtliche Beschwerde entwickelte sog. "Star-Praxis" gilt auch beim neuen Rechtsmittel der subsidiären Verfassungsbeschwerde. Da die Rechtsmittelvoraussetzungen nach Art. 113 ff. BGG erfüllt sind, ist die Eingabe des Beschwerdeführers als subsidiäre Verfassungsbeschwerde entgegenzunehmen.