Citation: 9C_668/2015 E. 3

In Bezug auf den Revisionsgrund (Art. 17 Abs. 1 ATSG), die aus den im Revisionsverfahren eingeholten ärztlichen Gutachten und Stellungnahmen hervorgehende Besserung des Gesundheitszustandes, ist die Beschwerde unbegründet. In Anbetracht des ZVMB-Gutachtens vom 25. März 2014, des Berichtes Zentrum B.________ vom 29. Dezember 2014 und der Stellungnahme des RAD vom 5. März 2015 kann von einer offensichtlich unrichtigen Sachverhaltsfeststellung bezüglich des verbesserten (psychischen) Gesundheitsschadens durch das kantonale Gericht nicht die Rede sein. Die dagegen erhobenen Einwendungen kommen über appellatorische Kritik nicht hinaus. Das Vorbringen, neuere Arztberichte in den Akten bestätigten, dass u.a. die Androhung der Rentenaufhebung beim Beschwerdeführer einen massiven gesundheitlichen Rückfall bewirkt habe, ist unbehelflich, da solche reaktiven Gesundheitsbeeinträchtigungen keinen invalidisierenden Gesundheitsschaden darstellen (vgl. Urteil 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 7.2.1 mit Hinweisen). In diesem Kontext ist auch der Umstand zu würdigen, dass der Beschwerdeführer seit August 2014 aufgrund einer rezidivierenden depressiven Störung ambulant behandelt wird. Die Beschwerde verkennt, dass die medizinischen Abklärungsstellen (MEDAS; Art. 59 Abs. 3 IVG; Art. 72bis IVV) und der RAD (Art. 59 Abs. 2 und 2bis IVG; Art. 49 IVV) die gesetzlich vorgesehenen Organe zur Erhebung des medizinischen Sachverhaltes bzw. zur Folgenabschätzung der erhobenen medizinischen Befunde darstellen (vgl. zum ganzen BGE 137 V 210 E. 1.2.1 und 1.2.2 S. 219 ff.) und nicht die behandelnden Ärzte. Daher können Administrativgutachten und RAD-Stellungnahmen nicht einfach immer dann in Frage gestellt werden, wenn die behandelnden Ärzte eine abweichende Meinung zur Arbeitsunfähigkeit äussern. Zu beweismässigen Weiterungen Anlass besteht nur, wenn diese objektive Anhaltspunkte vortragen, welche den Sachverständigen der MEDAS und/oder den RAD-Ärzten entgangen sind (vgl. statt vieler Urteil 9C_495/2012 vom 4. Oktober 2012 E. 2.4, auszugsweise publ. in Plädoyer 2012/6 S. 67). So verhält es sich hier nicht.