Citation: 8C_719/2023 E. 5.2

5.2. Zur Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin stützte sich das kantonale Gericht sodann auf das Gutachten der PMEDA vom 4. Februar 2021. Als aktuelle Diagnosen wurden darin eine mögliche Hypothyreose, eine partielle sensible Affektion des Nervus peroneus links, eine Läsion von Hautnerven im Narbenbereich am linken Handrücken und an der Oberschenkelaussenseite links, eine leichte Hochtonperzeptionsschwerhörigkeit links, ein posttraumatischer Tinnitus links, ein rezidivierender Lagerungsschwindel, ein Status nach Brustwirbelkörper (BWK) 6-Kompressionsfraktur mit keilförmiger Deformierung und Vorderkantenfrakturen der BWK4, 5 und 7 erhoben; ferner ein "Status nach Os scaphoideum und Os triquetrum Fraktur linke Hand" mit Pseudoarthrosenverlauf, Reosteosynthese sowie Spongiosa-Anreicherung nach Motorradunfall vom 17. August 2022, ein Status nach dislozierter Oberschenkelfraktur links nach Reitunfall vom 17. Juni 2008, ein Status nach Schenkelhalsfraktur links nach Reitunfall vom 25. April 2014 sowie schliesslich ein Suchtmittelgebrauch (Opioide, Cannabis). Einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit massen die Gutachter indes keiner dieser Diagnosen bei; die Beschwerdeführerin sei sowohl in der bisherigen als auch in angepassten Tätigkeiten jeweils 100 % arbeitsfähig. Im Rahmen der Beweiswürdigung sprach die Vorinstanz dem Gutachten der PMEDA volle Beweiskraft zu. Angesichts der vollen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin sowohl in ihrer angestammten als auch in angepassten Tätigkeiten bestehe kein Rentenanspruch. In einem letzten Schritt prüfte das kantonale Gericht schliesslich den Anspruch der Beschwerdeführerin auf Eingliederungsmassnahmen. Diesbezüglich stellte es fest, dass ihr eine Selbsteingliederung in den Arbeitsmarkt insgesamt zumutbar sei. Die IV-Stelle habe ihr daher vor der Rentenaufhebung zu Recht keine Eingliederungsmassnahmen gewährt. Zusammenfassend sei die mit Verfügung vom 22. November 2022 wiedererwägungsweise erfolgte Aufhebung der Invalidenrente per Ende Dezember 2022 somit nicht zu beanstanden.