Citation: 5A_521/2021 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdeführerin hat in ihrer Replik vom 15. Dezember 2020 unter Berufung auf die vorstehend zitierte Rechtsprechung des Bundesgerichts die Wiedererwägung des Entscheids vom 14. Mai 2019 über das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege verlangt und zur Begründung ausgeführt, die von ihr neu eingereichten Beweismittel (Mandatsvertrag vom 17. April 2002; Aktienbuch datierend vom 5. Februar 2009; öffentliche Urkunde über die ausserordentliche Generalversammlung vom 14. November 2002; öffentliche Urkunde über die Verwaltungsratssitzung vom 14. November 2002; Zeichnungsschein vom 14. November 2002) seien unechte Noven, die eine Wiedererwägung rechtfertigen würden. Es sei ihr zum Zeitpunkt des Verfahrens betreffend unentgeltliche Rechtspflege nicht möglich gewesen, die neu aufgelegten Beweismittel beizubringen, da sämtliche Urkunden und Dokumente im Rahmen des gegen sie eingeleiteten Strafverfahrens von der Bundesanwaltschaft beschlagnahmt worden seien. Unter Berücksichtigung dieser Dokumente sei die Möglichkeit, dass sie auch zum Zeitpunkt der Pfändung der Aktien der C.________ AG wirtschaftlich Berechtigte und Eigentümerin gewesen sei, zumindest gegeben, wenn nicht sogar zweifelsfrei erstellt. Von Aussichtslosigkeit der Klage könne daher nicht gesprochen werden. Vor Bundesgericht wendet sich die Beschwerdeführerin sowohl gegen die Hauptbegründung der Vorinstanzen, es sei nicht ersichtlich, weshalb sie die als unechte Noven bezeichneten Dokumente nicht bereits zum Zeitpunkt des ersten Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege hätte beibringen können, als auch gegen die vorinstanzliche Eventualbegründung, die neu aufgelegten Dokumente würden an der Beurteilung ihrer Erfolgsaussichten und damit an der Abweisung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege ohnehin nichts ändern, weil sie über die Eigentumsverhältnisse an den Aktien zum vorliegend für die Beurteilung der Erfolgsaussichten der Widerspruchsklage relevanten Zeitpunkt nichts aussagen würden.