Citation: U 399/06 05.01.2007 E. 2

Entgegen den Bestreitungen und Behauptungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde sind - abgesehen vom bleibenden Defektzustand im Kieferbereich, der aber weder weitere Behandlung erfordert, noch die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt - keine organischen Unfallfolgen ausgewiesen. Weitere Untersuchungen in (oto)neurologischer und rheumatologischer Richtung, wie beantragt, vermöchten hieran in Anbetracht fehlender abklärungsbedürftiger somatischer Befunde nichts zu ändern, weshalb darauf in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 122 V 162 Erw. 1d) zu verzichten ist. Die Beschwerdeführerin leidet vielmehr offensichtlich an einer psychischen Fehlverarbeitung des Unfallerlebnisses. Ob diese durch den Unfall natürlich kausal verursacht ist, kann offen bleiben. 2.1 Dr. med. G.________ hält im psychiatrischen Gutachten vom 9. März 2005 eine chronifizierte depressive Entwicklung (ICD 10: F 32.1) und eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD 10: F 45.4) fest. Eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD 10: F 43.1), wie sie von Dr. med. S.________, Oberarzt, Externer Psychiatrischer Dienst, im Bericht vom 10. November 2004 (wie auch schon im Bericht vom 30. Dezember 2002), von Dr. med. C.________ anlässlich der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 28. Mai 2002 und durch das psychiatrische Konsilium, Rehaklinik Y.________, am 21. Januar 2002 diagnostiziert worden war, schliesst Dr. med. G.________ aus, da weder der soziale Rückzug noch Schilderungen über das Unfallereignis entsprechende residuelle Symptome aufzeigten. Eine HWS-Distorsion wird lediglich im Bericht der Rehaklinik Y.________ erwähnt, wobei diese Diagnose weder näher erläutert noch begründet wird. Die in den folgenden drei Jahren (von Januar 2002 bis März 2005) durchgeführten Untersuchungen ziehen eine HWS-Distorsion nicht in Betracht oder schliessen sie explizit aus (Abschlussuntersuchung vom 28. Mai 2002). Selbst wenn im Sinne der Verwaltungsgerichtsbeschwerde teilweise die u.a. nach HWS-Distorsionstraumen sich einstellende Symptomatik (dazu vgl. BGE 117 V 360 Erw. 4b [diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, Depression, Wesensveränderung, usw.]) bejaht würde, ist auf Grund der medizinischen Aktenlage unter Berücksichtigung der ganzen Entwicklung vom Unfall bis zum Beurteilungszeitpunkt von einer sehr untergeordneten Rolle der physischen Anteile auszugehen, so dass die Adäquanz gemäss BGE 115 V 140 zu prüfen ist (Erw. 1.2). 2.2 Hinsichtlich der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem versicherten Unfall und dem psychischen Gesundheitsschaden kann auf die Erwägungen des kantonalen Gerichts verwiesen werden. Dieses hat in Anwendung der unfallbezogenen Kriterien gemäss BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa mit überzeugender Begründung festgehalten, dass das als mittelschwer einzustufende Ereignis vom 16. Oktober 2001 erfahrungsgemäss nicht geeignet ist, eine psychische Fehlentwicklung zu verursachen. Was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde dagegen eingewendet wird, ist unbehelflich. Der Unfallhergang, selbst wenn er subjektiv als lebensbedrohend empfunden wurde, kann nicht als besonders eindrücklich bezeichnet werden und ist objektiv nicht in besonderer Weise geeignet, eine psychische Beeinträchtigung auszulösen. So kann auch entgegen den Vorbringen der Versicherten nicht von körperlichen Dauerschmerzen gesprochen werden, jedenfalls nicht in ausgeprägter Weise, da bereits kurz nach dem Unfall eine psychisch auffällige Entwicklung im Sinne einer Diskrepanz zwischen den objektiven und subjektiven Befunden festgestellt wurde. Auch ein schwieriger Heilungsverlauf ist auszuschliessen, zumal objektiv ein sehr zufriedenstellendes Resultat erzielt wurde. Das Kriterium der Dauer und Schwere der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit ist nicht ausgeprägt erfüllt. Für die nach dem Unfall aufgetretene psychische Fehlentwicklung ist daher mit der Vorinstanz der adäquate Kausalzusammenhang zu verneinen.