Citation: 5P.3/2000 21.02.2000 E. 4

4.- Das Obergericht hat die Auffassung des Amtsgerichts bestätigt, dass die Beschwerdeführer als Verwaltungsräte der N.________ AG übersetzte Bezüge von insgesamt Fr. 351'000.-- getätigt hatten und die Beschwerdegegnerin Verantwortlichkeitsansprüche zur Verrechnung stellen durfte. Die Beschwerdeführer halten das Urteil des Obergerichts in verschiedener Hinsicht für verfassungswidrig. a) Die Beschwerdeführer werfen dem Obergericht zunächst vor, es habe rechtzeitig und formrichtig angebotene Beweise nicht erhoben. Diese Rüge kommt dem Vorwurf einer Verletzung von Art. 8 ZGB gleich (BGE 114 II 289 E. 2a) und ist mit Berufung, wo diese - wie hier - offen steht, und nicht mit staatsrechtlicher Beschwerde zu rügen (Art. 84 Abs. 2 OG). Die Beschwerdeführer machen weiter geltend, das Obergericht habe zu Unrecht ihre Beweisofferten abgelehnt, indem es den Sachverhalt als hinlänglich abgeklärt erachtete und das zur Edition beantragte interne Gutachten betreffend Organverantwortung für eine blosse Parteibehauptung hielt; es habe sodann zu Unrecht den Rückfluss der ausgeschütteten Beträge in Form einer Aktienkapitalerhöhung nicht als Beweisthema zur Schadensbehebung betrachtet. Diese Rügen können die Beschwerdeführer ausschliesslich mit staatsrechtlicher Beschwerde als Verletzung von Art. 4 aBV vorbringen. b) Soweit die Beschwerdeführer kritisieren, das Vorgehen des Obergerichts sei willkürlich, kann indessen auf die Vorbringen in zweifacher Hinsicht nicht eingetreten werden. Erstens legen die Beschwerdeführer nicht in einer Art. 90 Abs. 1 lit. b OG genügenden Weise dar, inwiefern die vom Obergericht vorgenommene antizipierte Beweiswürdigung offensichtlich unhaltbar sei (BGE 124 I 208 E. 4a S. 211). Ebenso wenig zeigen sie auf, inwiefern das Obergericht in Willkür verfallen sei, wenn es das offerierte interne Gutachten nicht als Beweismittel, sondern als Parteibehauptung würdigte (BGE 95 II 364 E. 2 S. 368), und den Rückfluss der ausgeschütteten Beträge in Form einer Aktienkapitalerhöhung nicht als Akt der Schadensbehebung betrachtete. Zweitens legen die Beschwerdeführer nicht dar, dass sie bereits im kantonalen Verfahren behauptet hätten, aus dem erwähnten internen Gutachten ergebe sich die Anerkennung einer klägerischen Position. Soweit sie ausführen, die Anerkennung hätte im kantonalen Verfahren zu Lasten der Beklagten berücksichtigt werden müssen, handelt es sich deshalb um neue Vorbringen, welche im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde wegen Verletzung von Art. 4 aBV unzulässig sind (BGE 118 III 38 E. 2a). c) Die Beschwerdeführer rügen weiter erfolglos, das Obergericht habe bei der Sachverhaltsfeststellung das Willkürverbot und den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. Soweit die Beschwerdeführer ausführen, das Obergericht habe bei der Beurteilung, ob ihre Bezüge übersetzt und die Verrechnungsforderung der Beschwerdegegnerin begründet seien, zu Unrecht auf steuerrechtliche Gesichtspunkte abgestellt, greifen sie Fragen des Bundesrechts auf; die betreffenden Vorbringen sind in der staatsrechtlichen Beschwerde unzulässig (Art. 84 Abs. 2 OG) und vorliegend im Rahmen der Berufung zu entscheiden. Auf die weitere Kritik der Beschwerdeführer kann nicht eingetreten werden, weil sie den Voraussetzungen gemäss Art. 90 Abs. 1 lit. b OG nicht genügt. Zum einen behaupten die Beschwerdeführer, das steuerrechtliche Verfahren hätte aus zivilprozessualen Gründen nicht gegen sie verwendet werden dürfen; sie nennen aber keine kantonale Bestimmung, die dadurch verletzt sein soll (BGE 118 Ia 112 E. 2c). Zum anderen zeigen sie nicht durch präzise Argumentation im Einzelnen auf, inwiefern das Obergericht den Sachverhalt derart festgestellt haben soll, dass der angefochtene Entscheid im Ergebnis offensichtlich unhaltbar sei (BGE 125 II 129 E. 5b S. 134). Ebenso ungenügend legen sie betreffend der angeblichen Gehörsverletzung dar, inwiefern keinerlei sachlicher Grund dafür vorgelegen haben soll, den angebotenen Beweismitteln von vorneherein die Erheblichkeit abzusprechen (BGE 114 II 289 E. 2a S. 291). Schliesslich kann keine Rede davon sein, das Obergericht habe weder geprüft noch begründet, ob ein Schaden entstanden sei. Aus den einlässlichen Erwägungen im angefochtenen Urteil gehen ohne weiteres die Gründe hervor (BGE 114 Ia 233 E. 2d S. 242), weshalb der N.________ AG ein Schaden in dem Masse entstanden ist, als die Beschwerdeführer als Verwaltungsräte von der finanziell angeschlagenen Gesellschaft jahrelang übersetzte Bezüge getätigt hatten.