Citation: 6B_149/2022 E. 5.1

5.1. Der Beschwerdeführer rügt die Verletzung des rechtlichen Gehörs sowie der Verfahrensfairness wegen Abstellens auf formell und materiell mangelhafte Übersetzungen und wegen unzureichender Führung der Akten bzw. Verletzung der Dokumentationspflicht (Beschwerde Ziff. 51-67, 68-84), ferner eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts wegen Abstellens auf materiell mangelhafte Übersetzungen (Beschwerde Ziff. 85-102), erneut unter Verweisung auf zahlreiche konventions-, verfassungs- und strafprozessrechtliche Bestimmungen. Aus seinen Vorbringen folgernd nimmt der Beschwerdeführer an, würde man sämtliche abgehörten Gespräche (Wohnung von D.________) und nachweislich falschen Mitschnitte von Telefonaten sowie Texten (Tagebuch von E.________) gedanklich aus den Akten entfernen und diese nicht in die Entscheidung über Schuld oder Unschuld einfliessen lassen, könnte keine Verurteilung erfolgen (Beschwerde Ziff. 101). Der Beschwerdeführer macht im Einzelnen geltend, dass der Übersetzungsvorgang nicht nachvollziehbar (Ziff. 61 et passim) und die Übersetzungen fehlerhaft seien. Auch die Vorinstanz bestätige im Urteil S. 19, dass die ins Deutsche übersetzten Sätze inhaltlich und grammatikalisch nur schwer verständlich seien. Diese Umstände monierend habe er den Beweisantrag gestellt, es seien sämtliche beweisrelevanten fremdsprachigen Aufzeichnungen durch unabhängige Fachpersonen neu zu übersetzen, was die Vorinstanz abgelehnt habe. Art. 189 StPO schreibe vor, dass Übersetzungen zu ergänzen oder zu verbessern seien, wenn Zweifel an deren Richtigkeit bestünden. Der Beschwerdeführer räumt gestützt auf BGE 141 IV 369 E. 6.1 ein, dass nicht jeder theoretisch denkbare Zweifel an der Richtigkeit von Übersetzungen die Mangelhaftigkeit begründen könne; dazu müssten zuverlässig begründete Tatsachen die Richtigkeit ernstlich erschütterten (Ziffern 75-80). Seiner Ansicht nach wäre die Vorinstanz aber auch aufgrund ihrer Fürsorgepflicht gehalten gewesen, die Übersetzungen sämtlicher beweisrelevanten fremdsprachigen Aufzeichnungen erneut vorzunehmen (Ziff. 81).