Citation: 8C_730/2023 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdeführer rügt sodann, die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin hätten seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, indem sie sich nicht ernsthaft mit seinem Vorbringen, es bestehe ein faktisches Arbeitsverhältnis, auseinandergesetzt hätten; zudem hätten sie nachvollziehbar begründen müssen, weshalb Art. 320 Abs. 2 und 3 OR nicht zur Anwendung gelangten. Da die für pflegende Angehörige auszurichtende Entschädigung gemäss § 16 RKEL betragsmässig auf den Erwerbsausfall begrenzt ist, ist die rechtliche Qualifikation der Beziehung zwischen der oder dem pflegenden Angehörigen und der pflegeempfangenden Person im hier zu beurteilenden Zusammenhang von untergeordneter Bedeutung. Mit der Vorinstanz ist sodann auf die Stellungnahme der KESB vom 17. März 2022 zu verweisen, wonach selbst das Vorliegen eines Arbeitsverhältnisses nicht den Umkehrschluss zulasse, dass die pflegende angehörige Person Anspruch auf ein ihrem Aufwand adäquates Entgelt hätte. Damit hatte sich der Beschwerdeführer in der Einsprache nicht auseinandergesetzt. Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus der von ihm angerufenen Rechtsprechung (z.B. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-855/2011 vom 9. November 2012).