Citation: 7B_90/2023 E. 3.2.1

3.2.1. Die unterliegende Partei ist in der Regel dazu verpflichtet, der obsiegenden Partei nach Massgabe des Tarifs des Bundesgerichts alle durch den Rechtsstreit verursachten notwendigen Kosten zu ersetzen (Art. 68 Abs. 2 BGG). Gemäss Art. 1 lit. a des Reglements über die Parteientschädigung und die Entschädigung für die amtliche Vertretung im Verfahren vor dem Bundesgericht vom 31. März 2006 (SR 173.110.210.3; nachfolgend: Reglement) soll die Parteientschädigung die Anwaltskosten und allfällige weitere notwendige Kosten, die durch den Rechtsstreit verursacht werden, decken. Die Anwaltskosten umfassen das Honorar sowie die notwendigen Auslagen des Anwalts (Art. 2 des Reglements). Parteien, die sich selbst vor Bundesgericht vertreten, entstehen keine Anwaltskosten - unabhängig davon, ob sie Laien oder selbst Anwälte sind (BGE 144 V 280 E. 8.2; Urteile 2C_865/2022 vom 12. Dezember 2023 E. 5 mit Hinweis; 1C_109/2022 vom 28. August 2023 E. 5; BOVEY, in: Commentaire de la LTF, 3. Aufl. 2022, N. 15 zu Art. 68 BGG). Aufgrund dessen kommt dem Anwalt, der sich im bundesgerichtlichen Verfahren selbst vertritt, grundsätzlich kein Anspruch auf Parteientschädigung zu (BGE 144 V 280 E. 8.2; 129 V 113 E. 4.1; E. 5; 125 II 518 E. 5b; je mit Hinweisen; Urteil 6B_181/2023 vom 16. Mai 2024 E. 3; s.a. BOVEY, a.a.O., N. 16 zu Art. 68 BGG; GEISER, in: Basler Kommentar BGG, 3. Aufl. 2018, N. 5a zu Art. 68 BGG; SEILER, in: Stämpfli Handkommentar BGG, 2. Aufl. 2015, N. 17 zu Art. 68 BGG; DOLGE, in: Praxiskommentar BGG, 2. Aufl. 2013, N. 6 zu Art. 68 BGG; RUSCH/FISCHBACHER, Entschädigung des anwaltlichen Prozessierens in eigener Sache und verwandter Formen, AJP 7/2019, S. 688, insb. auch Fn. 11). Art. 68 BGG zielt nicht darauf ab, die Partei, die sich vor Bundesgericht selbst vertritt, für ihre hierfür aufgewendete Zeit zu vergüten. Vielmehr sollen mit der Parteientschädigung die effektiv angefallenen Kosten gedeckt werden (BOVEY, a.a.O., N. 15 zu Art. 68 BGG; vgl. zur Regelung in der ZPO: RÜEGG/RÜEGG, in: Basler Kommentar, 3. Aufl. 2017, N. 21 zu Art. 95 ZPO, wonach mit der Entschädigung u.a. auch der Verdienstausfall abgegolten wird).