Citation: K 57/01 06.06.2005 E. 3

3.1 Die Assura macht geltend, die Beschwerdeführerin sei zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht legitimiert, weil sie bei der Visana Versicherungen AG eine Zusatzversicherung abgeschlossen habe, aus welcher die von der Assura nicht vergüteten Kosten gedeckt worden seien; die Beschwerdeführerin sei daher im Sinne von Art. 103 lit. a OG nicht beschwert, weshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten sei. 3.2 Nach Art. 103 lit. a in Verbindung mit Art. 132 OG ist zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Eidgenössische Versicherungsgericht berechtigt, wer durch die angefochtene Verfügung berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat. Die Rechtsprechung betrachtet als schutzwürdiges Interesse im Sinne von Art. 103 lit. a OG jedes praktische oder rechtliche Interesse, welches eine von einer Verfügung betroffene Person an deren Änderung oder Aufhebung geltend machen kann. Das schutzwürdige Interesse besteht somit im praktischen Nutzen, den die Gutheissung der Beschwerde dem Verfügungsadressaten verschaffen würde, oder - anders ausgedrückt - im Umstand, einen Nachteil wirtschaftlicher, ideeller, materieller oder anderweitiger Natur zu vermeiden, welchen die angefochtene Verfügung mit sich bringen würde. Das rechtliche oder auch bloss tatsächliche Interesse braucht somit mit dem Interesse, das durch die von der beschwerdeführenden Person als verletzt bezeichnete Norm geschützt wird, nicht übereinzustimmen. Immerhin wird verlangt, dass die Person durch die angefochtene Verfügung stärker als jedermann betroffen sei und in einer besonderen, beachtenswerten, nahen Beziehung zur Streitsache stehe (BGE 130 V 202 Erw. 3, 127 V 3 Erw. 1b, 82 Erw. 3a/aa). 3.3 Die Beschwerdebefugnis nach Art. 103 lit. a OG setzt zwar neben der erforderlichen Beziehungsnähe zum Streitgegenstand grundsätzlich eine formelle Beschwerde der beschwerdeführenden Partei voraus. Diese liegt vor, wenn die Partei, die am Verfahren vor der unteren Instanz teilgenommen hat, mit ihren Anträgen ganz oder teilweise unterlegen ist (BGE 123 II 117 Erw. 2a, 121 II 362 Erw. 1b/aa, 120 II 7 Erw. 2a, 109 V 59 Erw. 1; Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., S. 155; Kölz/Häner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, Zürich 1993, Rz 236). 3.4 Hier ist die erforderliche Beziehungsnähe der Beschwerdeführerin zum Streitgegenstand offensichtlich und diese ist zudem im vorinstanzlichen Verfahren mit sämtlichen Anträgen unterlegen. Hinzu kommt, dass die Zusatzversicherung der Visana Versicherungen AG subsidiär zur obligatorischen Krankenpflegeversicherung ausgestaltet ist. Aus den Krankenzusatzversicherungen werden keine Leistungen erbracht, wenn sie bei Vorliegen einer ärztlichen Verordnung auch aus der obligatorischen Krankenpflegeversicherung erbracht werden müssen (Ziff. 3.1 5. Absatz AVB VVG 2000 der Krankenzusatzversicherungen). Nach den Zusatzbedingungen VVG 2000 der Krankenzusatzversicherungen werden bei Akutspitalaufenthalten die Leistungen ausschliesslich in Ergänzung zur obligatorischen Krankenpflegeversicherung ausgerichtet, und Kostenanteile, welche die obligatorische Krankenpflegeversicherung deckt, sind nicht versichert (ZB VVG 2000 III.A.1 4. Absatz). Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist somit auch unter diesem Gesichtspunkt einzutreten (vgl. Urteil G. vom 19. April 2000, K 150/98, Erw. 1.).