Citation: 6B_1488/2022 E. 3.2

3.2. Ohne Erfolg bleibt auch die weitere Kritik in der Beschwerde; sie geht entweder an der Sache vorbei oder über den Gegenstand des Verfahrens hinaus. So hat das Bundesgericht, anders als der Beschwerdeführer behauptet, die von ihm im Verfahren 6B_1429/2021 eingereichte Eingabe vom 3. Dezember 2021 nicht als Fristwiederherstellungsgesuch qualifiziert. Unerfindlich bleibt deshalb, weshalb die fragliche Eingabe vom 3. Dezember 2021 in Anwendung von Art. 91 Abs. 4 StPO (siehe Art. 30 Abs. 2 BGG) hätte weitergeleitet werden müssen. Selbst wenn man eine Weiterleitungspflicht annehmen wollte, erschliesst sich nicht, inwiefern sich der Umstand des Nichtweiterleitens nachteilig ausgewirkt haben soll, zumal die Vorinstanz dem Beschwerdeführer in ihrer Nichteintretensverfügung nicht vorwirft, das Gesuch um Wiederherstellung zu spät gestellt zu haben (vgl. vorstehend E. 3.1). Unbehelflich ist schliesslich auch das Vorbringen des Beschwerdeführers, er habe als Laie nicht damit rechnen müssen, nach Anmeldung der Berufung eine Aufforderung zur Einreichung einer Berufungserklärung zu erhalten, und die Fristversäumnis erscheine deshalb sowie aufgrund der weiteren Umstände (Änderung der Wohnadresse) als unverschuldet. Soweit er sich damit erneut auf fehlende Rechtskenntnisse berufen will, nützt ihm dies von vornherein nichts (vgl. wiederum BGE 136 V 331 E. 4.2.3.1). Dass nach Einreichung eines Rechtsmittels regelmässig Frist ansetzende gerichtliche Mitteilungen erfolgen können, liegt in der Natur der Sache; dies muss auch einem juristischen Laien bewusst sein (Urteil 2F_10/2014 vom 27. Juni 2014 E. 2.2.1). Wer nach der Erhebung eines Rechtsmittels (vorübergehend) abwesend ist und dies dem Gericht weder anzeigt noch jemanden mit der Entgegennahme von Postsendungen betraut, kann sich daher nicht auf ein unverschuldetes Hindernis berufen, wenn er wegen fehlender Kenntnisnahme einer Fristansetzung nicht rechtzeitig zu handeln vermag. Im Übrigen betrifft das Vorbringen des Beschwerdeführers nicht die Thematik der Wiederherstellung einer versäumten Frist im Sinne von Art. 94 StPO, sondern die Frage der rechtsgültigen Zustellung (Art. 85 Abs. 4 lit. a StPO). Diese Frage, insbesondere der Gesichtspunkt, ob der Beschwerdeführer nach der Berufungsanmeldung mit weiteren Zustellungen des Kantonsgerichts rechnen musste, wurde im rechtskräftig abgeschlossenen Verfahren 6B_1429/2021 abschliessend beurteilt und kann vorliegend nicht abermals (unter dem Titel der Wiederherstellung) zur Diskussion gestellt werden.