Citation: 9C_639/2017 E. 5.2.1

5.2.1. Im Gutachten des ABI vom 12. Januar 2016 wurden folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt: 1. Leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0). 2. Posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1). 3. Rezidivierende Diarrhoe (ICD-10 K52.9). Auf dieses Beschwerdebild ist die Rechtsprechung gemäss BGE 141 V 281 anwendbar (vgl. BGE 142 V 342 und BGE 143 V 409). Danach beurteilt sich das Vorliegen einer rechtlich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit im Rahmen eines strukturierten Beweisverfahrens anhand von systematisierten Indikatoren, die - unter Berücksichtigung von leistungshindernden äusseren Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits - erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (Urteil 9C_590/2017 vom 15. Februar 2018 E. 5.1). Der psychiatrische Gutachter des ABI orientierte sich an den normativen Vorgaben gemäss BGE 141 V 281.