Citation: 4A_356/2023 E. A

Die B.________ AG (Beklagte, Beschwerdegegnerin) bezweckt die Erbringung von Medizinal- und Hotellerie-Dienstleistungen. A.________ (Klägerin, Beschwerdeführerin) war von Mitte September 2020 bis Ende März 2021 für die Beklagte tätig. Ihr Tätigwerden stützte sich - zumindest formell - auf eine schriftliche Vereinbarung vom 21. September 2020 (nachfolgend: die Vereinbarung) zwischen der Beklagten und der C.________ AG. Nach eigener unbestrittener Darstellung ist die Klägerin Alleinaktionärin der C.________ AG. In der Vereinbarung ist von "Auftraggeberin" (Beklagte) und von der "Beauftragten" (C.________ AG) die Rede. Weiter heisst es, die C.________ AG stelle die Dienste ihrer Geschäftsführerin (der Klägerin) für die Erbringung der vereinbarten Dienstleistungen zur Verfügung. Die Klägerin stellt sich auf den Standpunkt, es liege - entgegen dem Wortlaut der Vereinbarung - de facto und de iure ein Arbeitsverhältnis zwischen ihr persönlich und der Beklagten vor. Entsprechend verlangt sie Lohn und die Ausstellung eines Arbeitszeugnisses.