Citation: 5A_747/2020 E. 3.3.2

3.3.2. In prozessualer Hinsicht beklagt sich der Beschwerdeführer darüber, dass das Bezirksgericht eine mündliche Erörterung des Ergänzungsgutachtens vom 6. Januar 2017 in Aussicht gestellt, dieses Vorhaben jedoch nicht umgesetzt und den Parteien auch nie Gelegenheit gegeben habe, im Sinne von Art. 187 Abs. 4 ZPO die Erläuterung und Ergänzung des Gutachtens zu verlangen. Auf diese Bundesrechtswidrigkeit gehe das Obergericht nicht ein. Der Beschwerdeführer verstrickt sich in Widersprüche. In seiner Berufung, auf die er vor Bundesgericht verweist, erwähnt er ausdrücklich die (aktenkundige) Verfügung vom 6. März 2017, mit der das Bezirksgericht den Parteien eine Frist setzte, um die Ergänzung oder Erläuterung des Gutachtens zu verlangen. Dass er rechtzeitig ein entsprechendes Begehren gestellt hätte und damit nicht gehört worden wäre, behauptet der Beschwerdeführer nicht, noch liefert er eine Erklärung, inwiefern die Vorgehensweise des Bezirksgerichts Art. 187 Abs. 4 ZPO verletzt und weshalb sich das Obergericht unter den gegebenen Umständen zum Thema hätte äussern müssen. Weitere Erörterungen erübrigen sich. Der Beschwerdeführer erklärt, er habe vor der Vorinstanz erneut verlangt, F.________ durch einen Gutachter zu ersetzen, der mit Liegenschaften an der Goldküste vertraut ist, und einen zweiten Experten einzusetzen, der die Gegebenheiten in der Region Y.________ (GR) kennt. Er habe beanstandet, dass sich F.________ mit seiner Ergänzungsexpertise "selbst fachlich disqualifiziert". Dem Obergericht wirft er vor, sich mit seinen Argumenten wenn überhaupt nur pauschal auseinanderzusetzen und stattdessen auf den Entscheid des Bezirksgerichts zu verweisen. Allein damit vermag der Beschwerdeführer nichts auszurichten. Inwiefern der angefochtene Entscheid wegen dieser Beanstandungen Bundesrecht verletzt, ist der Beschwerde nicht zu entnehmen. Auch auf die obergerichtliche Erklärung, weshalb er F.________'s Eignung nicht in Frage stellen könne, geht der Beschwerdeführer nicht ein. Die Beschwerdebegründung genügt den gesetzlichen Anforderungen (E. 2.1) nicht. Nichts anderes gilt, soweit der Beschwerdeführer vor Bundesgericht auf die Bewertung seiner Liegenschaft in X.________ zurückkommen will. Die Vorinstanz erläutert ausführlich, weshalb er mit seinem Hinweis auf den Verkaufspreis der Nachbarliegenschaft nicht zu hören ist. Anstatt sich mit diesen Erwägungen auseinanderzusetzen, wiederholt der Beschwerdeführer, was er im kantonalen Verfahren vorbrachte. Auch aus der blossen Tatsache, dass er "ohnehin eine Aktualisierung des Gutachtens beantragte", folgt nicht, dass der vom Nachbarn erzielte Verkaufspreis "mitberücksichtigt werden" muss. Was den Streit um die Aktualität der Expertenschätzung angeht, beteuert der Beschwerdeführer, er habe die Zahlen des Experten am 4. Juni 2018 in der Meinung bestätigt, dass das Urteil des Bezirksgerichts unmittelbar bevorstehe. Wenn er ein Jahr später ein Urteil angemahnt habe, folge daraus kein Verzicht auf eine gesetzeskonforme Bewertung der Liegenschaften. Der Beschwerdeführer hält daran fest, dass das Gutachten (abermals) aktualisiert werden müsse. Der angefochtene Entscheid verletze Art. 214 ZGB, indem er eine Bewertung gelten lasse, die Anfang Januar 2017 per Ende 2016 aktualisiert worden war und damit fast zweieinhalb Jahre in der Vergangenheit lag, als das Bezirksgericht sein Urteil fällte. Abermals begnügt sich der Beschwerdeführer damit, seine eigene Sicht der Dinge zu schildern. Warum er im Mai 2019 keinen Anlass hatte, gegenüber dem Bezirksgericht eine (erneute) Aktualisierung der Liegenschaftsbewertung zu thematisieren, ist seinem Schriftsatz nicht zu entnehmen. Laut Vorinstanz behauptete der Beschwerdeführer im Berufungsverfahren nicht, dass seit Mai 2019 eingetretene Marktveränderungen der Berücksichtigung der vorhandenen Schätzung entgegenstehen. Diese Feststellung stellt der Beschwerdeführer nicht in Frage. Losgelöst von konkreten Anhaltspunkten über die Marktentwicklung macht allein der Zeitablauf die vorhandenen Schätzungen für die Zwecke der güterrechtlichen Auseinandersetzung nicht untauglich. Mit Bezug auf die Liegenschaft E.________ in Y.________ (GR) wirft der Beschwerdeführer der Vorinstanz vor, sich mit seiner Begründung, weshalb F.________'s Schätzung zum Beweis untauglich sei, nicht zu befassen, weil sie zu Unrecht der Meinung gewesen sei, er habe die gutachterliche Schätzung mit seinen Eingaben vom 4. Juni 2018 und 14. Mai 2019 anerkannt. Will der Beschwerdeführer in seiner Berufung aber argumentiert haben, dass F.________ mit den örtlichen Verhältnissen nicht vertraut gewesen sei und seine Schätzung der Bündner Grundstücke daher nicht die Basis für ein Sachurteil habe bilden können, so bleibt er heute eine Erklärung dafür schuldig, weshalb er die angeblich untauglichen Zahlen Anfang Juni 2018 noch bestätigte. Allein sein Hinweis, er habe damals mit der unmittelbar bevorstehenden Fällung des erstinstanzlichen Urteils gerechnet, vermag jedenfalls nicht zu überzeugen, wenn er der Expertenschätzung hinsichtlich der Liegenschaft E.________ jegliche Beweistauglichkeit absprechen will. Schliesslich weist der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit der Liegenschaft E.________ auf seine Vorbringen hin, wonach die Beschwerdegegnerin die Liegenschaft für Fr. 5 Mio. zum Verkauf angeboten und er entsprechende Beweise (Makler und Kaufinteressenten) offeriert habe. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. Weil die Beschwerdegegnerin die Liegenschaft verkaufen wollte, habe er eine Grundbuchsperre erwirkt. Worin die angebliche Gehörsverletzung liegen soll, bleibt allerdings im Dunkeln. In der Folge rechnet der Beschwerdeführer vor, welche Zinserträge der Beschwerdegegnerin im Fall eines Verkaufs der Liegenschaft E.________ aus dem Nettoerlös als Einkommen anzurechnen wären bzw. inwiefern ihr ein Verzehr dieses Nettoerlöses zumutbar wäre. Er schweigt sich jedoch darüber aus, was diese Kalkulationen mit der güterrechtlichen Auseinandersetzung zu tun haben. Darauf ist nicht weiter einzugehen. Im Ergebnis bleibt es bezüglich der Bewertung der Liegenschaften der Parteien beim angefochtenen Entscheid.