Citation: 4A_260/2014 E. 2

Die Vorinstanz hielt fest, da der Unfall bereits im frühen Kindesalter geschehen sei, könne weder anhand einer bereits in Angriff genommenen Ausbildung noch aufgrund der schulischen Leistung oder der Interessen der Beschwerdeführerin eine überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte mutmassliche künftige berufliche Tätigkeit ausgemacht werden. Aus dem Werdegang der Geschwister und Eltern lasse sich zwar erahnen, dass die Beschwerdeführerin wohl eine Ausbildung absolviert und abgeschlossen hätte. Doch eine überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte berufliche Tätigkeit lasse sich daraus nicht herleiten, insbesondere nicht der von der Beschwerdeführerin in ihrer Hauptbegründung dargestellte Werdegang als diplomierte Pflegefachfrau analog einer ihrer Schwestern. Vielmehr könne aufgrund der vielen Unbekannten einzig ein durchschnittlicher Werdegang als dem gewöhnlichen Lauf der Dinge entsprechend zur Schätzung des Erwerbsausfallschadens herangezogen werden. Die Vorinstanz stellte zur Ermittlung des mutmasslichen Valideneinkommens auf die statistischen Werte des Bundesamtes für Statistik zum durchschnittlichen Lohn und Beschäftigungsgrad von Frauen nach Lebensalter ab, soweit die Beschwerdeführerin nicht weniger verlangte oder beide Parteien in ihrer Darstellung über die vom Gericht aufgrund der Statistik ermittelten Werte hinausgingen.