Citation: I 141/06 05.12.2006 E. 2

2.1 Wird ein Rechtsstreit gegenstandslos oder fällt er mangels rechtlichen Interesses dahin, so erklärt ihn das Eidgenössische Versicherungsgericht als erledigt (Art. 135 OG in Verbindung mit Art. 72 BZP und Art. 40 OG). 2.2 Gegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens bildete die Frage, ob die in Art. 44 ATSG statuierten Mitwirkungsrechte bei der Begutachtung durch eine Medas oder eine vergleichbare Institution anwendbar sind, was die Vorinstanz bejaht, das Beschwerde führende BSV jedoch verneint. Dabei stellt sich namentlich die Frage, ob der versicherten Person vor Durchführung des Gutachtens die Namen der beteiligten Ärztinnen und Ärzte und deren medizinische Fachrichtung bekannt zu geben sind. Nachdem das von der IV-Stelle am 3. November 2004 in Auftrag gegebene Medas-Gutachten am 21. März 2006, und somit nach Einreichung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 7. Februar 2006 ergangen ist und dem Versicherten die Namen der mit dem Gutachten befassten Ärzte ohnehin bekannt sind, ist der Tatbestand von Art. 72 BZP erfüllt. 2.3 Daran vermag der Umstand nichts zu ändern, dass es sich vorliegend um eine Behördenbeschwerde handelt (Art. 103 lit. b OG). Auch bei der Behördenbeschwerde bedarf es grundsätzlich eines aktuellen Interesses an der Erledigung des Rechtsstreits, der Gegenstand der Beschwerde bildet. Das Gericht hat nicht Rechtsfragen ohne Bezug zu einem konkreten Streitfall zu beantworten (BGE 129 II 3 Erw. 1.1.1 mit Hinweisen; Urteil X. vom 26. August 1996, 2A.367/1992; in BGE 129 V 450 nicht publizierte Erwägung 1.1 [vgl. aber SVR 2004 BVG Nr. 1 S. 1 Erw. 1.1, Urteil S. vom 5. September 2003, B 105/01]). 2.4 Es besteht kein Anlass, auf das Erfordernis des aktuellen Interesses ausnahmsweise zu verzichten (SVR 2004 BVG Nr. 1 S. 1 Erw. 1.2, 1998 UV Nr. 11 S. 32 Erw. 5b/bb), erscheint doch eine rechtzeitige gerichtliche Überprüfung der streitigen Auslegung von Art. 44 ATSG durchaus möglich. Im Übrigen hat das Eidgenössische Versicherungsgericht - wie bereits erwähnt (vgl. Erw. 1.3) - im Urteil R. vom 14. Juli 2006 (I 686/05) die umstrittene Frage beantwortet. 2.5 Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist somit als gegenstandslos geworden abzuschreiben, was dazu führt, dass der vorinstanzliche Entscheid nicht in materielle Rechtskraft erwächst (Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., 1983, S. 326).