Citation: 5A_63/2020 E. 3

Im Zusammenhang mit dem verlangten Ausstand der Vizepräsidentin der KESB hat das Obergericht festgehalten, gemäss § 29 Abs. 1 KESV/TG kämen für das Verfahren vor der KESB sinngemäss die Bestimmungen der ZPO zur Anwendung. Sodann hat es eine Befangenheit im Sinn von Art. 47 ZPO verneint mit der Begründung, diese ergebe sich nicht allein durch die Abweisung eines Gesuches um unentgeltliche Rechtspflege und ebenso wenig aus der im Zusammenhang mit der Absage der Teilnahme am Gespräch vom 28. August 2019 stehenden Offerte an den Beschwerdeführer für ein Gespräch über die Bedürfnisse der Tochter. Soweit ein Kanton im Bereich des Verfahrens vor der KESB die ZPO als anwendbar erklärt, kommt diese als subsidiäres kantonales Recht zur Anwendung, weshalb deren Anwendung ebenfalls nur auf Willkür hin überprüft werden kann (BGE 139 III 225 E. 2.3 S. 231; 140 III 385 E. 2.3 S. 387; Urteil 5A_407/2019 vom 28. Oktober 2019 E. 2.1). Dass das Obergericht in Willkür verfallen sei und auch die Gebote gemäss Art. 5 BV verletzt habe, macht der Beschwerdeführer zwar geltend. Indes führt er nicht in nachvollziehbarer Weise aus, inwiefern dies gegeben sein soll, indem er abstrakt und ohne nähere Ausführungen eine Feindschaft der Vizepräsidentin behauptet und ferner (wie bereits vor Obergericht) abstrakt geltend macht, diese verfüge über Wissen, welches sie ihm vorenthalte bzw. nicht Eingang in die Akten gefunden habe. Offensichtlich wollte die Vizepräsidentin dem Beschwerdeführer, nachdem dieser am "runden Tisch" nicht dabei sein konnte, ein Gespräch anbieten, um eine gute Lösung zu finden; wie sich daraus ein Befangenheitsgrund ergeben soll, wird nicht dargetan.