Citation: 1C_562/2023 E. 3.4.1

3.4.1. Auch wenn eine aussereheliche sexuelle Beziehung oder die Zeugung von ausserehelichen Kindern das Bestehen einer stabilen, zukunftsgerichteten Ehegemeinschaft nicht in jedem Fall ausschliesst (vgl. Urteil 1C_618/2020 vom 19. Mai 2021 E. 3.3 in Bezug auf eine aussereheliche Beziehung), sind solche Vorkommnisse trotz gewandelten Moralvorstellungen dennoch als Indizien für einen fehlenden Willen zu einer stabilen ehelichen Gemeinschaft anzusehen und sexuelle Untreue typischer für nicht intakte Ehen als für intakte (vgl. Urteil 1C_161/2021 vom 7. Juni 2021 E. 3.1). Dies gilt unabhängig davon, ob der Ehegatte darüber informiert ist (vgl. Urteile 1C_466/2018 vom 15. Januar 2019 E. 4.3 und 1C_244/2016 vom 3. August 2016 E. 4.3.3, beide in Bezug auf aussereheliche Kinder). Es ist somit nicht als bundesrechtswidrig zu beanstanden, wenn die Vorinstanz den vom Beschwerdeführer mittlerweile unbestrittenen Umstand, dass es zwischen ihm und der Kindsmutter wiederholt zu sexuellen Kontakten gekommen ist, bereits als ein entscheidendes Indiz gegen das Bestehen einer intakten Ehe betrachtet.