Citation: C 87/05 29.11.2005 E. 3

3.1 In Übereinstimmung mit dem AWA hat die Vorinstanz die Vermittlungsfähigkeit des Beschwerdeführers verneint mit der Begründung, die von ihm in der Zeit von Januar 2003 bis Mai 2004 getätigten persönlichen Arbeitsbemühungen seien in quantitativer und qualitativer Hinsicht ungenügend, weil der Beschwerdeführer pro Kontrollperiode lediglich drei bis sieben Bewerbungen nachweisen könne, welche zudem hauptsächlich telefonisch und immer aufs Geratewohl erfolgt seien und sich auf die Region Pfannenstiel beschränkten. Die fehlende Bereitschaft, die nötige Willensanstrengung einzusetzen, um in den Arbeitsprozess wieder eingegliedert zu werden, habe sich sodann auch darin manifestiert, dass der Beschwerdeführer die ihm zugewiesene vorübergehende Beschäftigung bei der Velostation X.________ nach dem ersten Einsatztag im April 2003 abgebrochen und die gleiche, erneut zugewiesene Beschäftigung im Februar 2004 abgelehnt habe, obwohl Anhaltspunkte dafür fehlten, dass die Tätigkeit bei der Velostation ihm aus medizinischer Sicht nicht zumutbar gewesen wäre. 3.2 Dieser Auffassung ist beizupflichten. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass seine persönlichen Arbeitsbemühungen in quantitativer Hinsicht ungenügend waren (vgl. dazu: Gerhards, Kommentar zum Arbeitslosenversicherungsgesetz, N 15 zu Art. 17 AVIG; Chopard, Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung, Diss. Zürich 1998, S. 140). Nichts abzuleiten vermag er aus dem Umstand, dass deren Anzahl nie bemängelt worden ist, wie im angefochtenen Entscheid unter Hinweis auf die Rechtsprechung (BGE 124 V 233 Erw. 5b; nicht veröffentlichte Urteile L. vom 4. April 1996, C 39/96, L. vom 3. Mai 1999, C 306/98) zutreffend dargelegt wird. Sodann nützt ihm auch der Einwand, er wäre bereit gewesen, im ganzen Kanton Zürich nach einer Stelle zu suchen, nichts, weil er seine (bescheidenen) Arbeitsbemühungen im massgebenden Zeitraum auf die Region Pfannenstiel beschränkt hat. Dies und die Tatsache, dass über längere Zeit keine gezielten Bewerbungen auf offene, ausgeschriebene Stellen nachgewiesen sind, lassen seine Bemühungen als bloss "pro forma" erfolgt und damit auch in qualitativer Hinsicht als derart ungenügend erscheinen, dass auf fehlende Vermittlungsbereitschaft zu schliessen ist (vgl. ARV 1997 Nr. 19 S. 98 Erw. 3b). Was sodann das Beschäftigungsprogramm (mit einer wöchentlichen Einssatzzeit von 21 Stunden) anbelangt, macht der Beschwerdeführer zu Unrecht geltend, dass ihm eine Teilnahme an demselben aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich gewesen sei. Denn dass der Einsatz in der Velostation ihm grundsätzlich zumutbar war, hat der behandelnde Arzt Dr. med. R.________, Orthopädische Chirurgie FMH, anlässlich eines mit dem RAV geführten Telefongespräches wenige Tage nach Abbruch des ersten Einsatzes vom 1. April 2003 erklärt (vom Versicherten unterzeichnete Telefonnotiz vom 3. April 2003) und nach erneuter Untersuchung des Versicherten in einem an das RAV gerichteten Schreiben vom 11. März 2004 bestätigt. Aus dem Umstand, dass Dr. med. R.________ in diesem Schreiben auch festhielt, zur (vom Versicherten beanstandeten) Dauer des Einsatzes (Schichten von 7 Stunden) werde er sich erst äussern können, wenn der Versicherte einige Versuche unternommen habe, vermag der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten abzuleiten, weil er sich trotz der ihm angebotenen Erleichterungen (Möglichkeit, abwechselnd zu sitzen, stehen, gehen und sich notfalls auch für kurze Zeit hinzulegen) geweigert hat, überhaupt einen weiteren - nach ärztlicher Einschätzung offensichtlich zumutbaren - Versuch zu unternehmen, worin sich (auch nach Auffassung des Dr. med. R.________) sein fehlender Wille gezeigt hat. Mit Blick auf die - Dr. med. R.________ bekannte - wöchentliche Einsatzzeit von 21 Stunden, welche einem 50 %-Pensum entspricht, trifft denn auch die vom Beschwerdeführer sinngemäss aufgestellte Behauptung nicht zu, dass der Einsatz eine höhere als die ihm ärztlich attestierte Arbeitsfähigkeit von 50 % bedingen würde. Bei dieser Sachlage ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz den Abbruch der Beschäftigung nach dem ersten Einsatztag im April 2003 und das Nichtantreten der gleichen, erneut zugewiesenen Beschäftigung im Februar 2004 als fehlende Bereitschaft, das Zumutbare zur Überwindung der Arbeitslosigkeit vorzukehren, qualifiziert und die Vermittlungsfähigkeit demzufolge verneint hat.