Citation: 8C_668/2018 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz stellte hinsichtlich einer Verletzung der Mitwirkungspflicht fest, die Versicherte sei mit Schreiben vom 27. Januar 2016 unmissverständlich aufgefordert worden, bis spätestens 26. Februar 2016 mitzuteilen, in welcher Klinik sie die gutachterlich als indiziert erachtete Massnahme in Form eines mehrwöchigen stationären Aufenthalts in einer psychosomatischen Klinik antreten wolle. Ziel dieser Massnahme sei eine konsequente Behandlung und Klärung der im Gutachten des ZMB vom 15. Dezember 2015 nicht beantworteten Fragen bezüglich der leidensbedingten funktionellen Einschränkungen gewesen. Durch die Nennung der Klinik erst sechs Tage nach Eintritt habe es die Beschwerdeführerin verunmöglicht, dass die IV-Stelle den behandelnden Ärzten die Expertise vorab zusammen mit den noch offenen Fragen habe zukommen lassen können. Angesichts der ohnehin lediglich 17-tägigen Aufenthaltsdauer sei die Meldung zu spät erfolgt. Überdies habe die Beschwerdeführerin die schriftliche Einwilligung zur Zustellung des ZMB-Gutachtens an die Klinik nicht erteilt; aufgrund der Formulierung ihres Rechtsvertreters im Schreiben vom 30. März 2016 sei die Beschwerdegegnerin zu Recht von einer damit noch nicht endgültig erteilten Einwilligung ausgegangen. Eine Zustellung der Expertise wäre aber aufgrund der verspäteten Mitteilung der Klinik so oder anders frühestens nach der Hälfte der Behandlungsdauer möglich gewesen, was den Massnahmezweck vereitelt habe. Mangels eines konkreten Behandlungsauftrags seien den Klinikärzten die Therapieziele nicht bekannt gewesen. Denn die Versicherte selbst habe keine solchen nennen können und angegeben, nicht genau zu wissen, weshalb sie einer stationären Therapie bedürfe. Sie habe zudem keine Motivation hierzu gezeigt, weshalb lediglich ein zweiwöchicher Aufenthalt vereinbart worden sei. Die von den Klinikärzten empfohlene Therapie im Tageszentrum B.________ habe die Versicherte überdies nicht durchführen wollen. Ihre Mitwirkung sei im Rahmen der Sachverhaltsabklärung geboten und zumutbar gewesen. Sie habe aber weder vor noch während der stationären psychiatrischen Behandlung mitgewirkt, weshalb die von den Gutachtern des ZMB empfohlene Massnahme insgesamt nicht wie erforderlich habe durchgeführt werden können. Dies verletze die Mitwirkungspflicht und rechtfertige den Aktenentscheid.