Citation: 8C_139/2023 E. 6.4

6.4. Was die individuellen Vereinbarungen mit den Erziehungsberechtigten betrifft, wurde zu keiner Zeit in Abrede gestellt, dass jeweils für die einzelnen Kinder die Betreuungszeiten individuell mittels Tagesbetreuungsvereinbarung geregelt werden und insofern pro Kind (möglichst) feste Betreuungs- und Arbeitszeiten bestehen. Anders als die Beschwerdeführerin annimmt, spielt es im vorliegenden Kontext jedoch keine entscheidende Rolle, wie diese Arbeitszeiten im Einzelnen zwischen den Erziehungsberechtigten und der Beschwerdeführerin festgelegt wurden. Denn dies ändert nichts daran, dass insgesamt zu grosse Schwankungen in den relevanten Betreuungszeiten herrschen, um einen anrechenbaren Arbeitsausfall individuell ermitteln zu können, wie sich aus den nachfolgenden Darlegungen ergibt. Die Vorinstanz hat zwar keine Feststellungen zum konkreten Arbeitsausfall getroffen. In der hier gegebenen Konstellation rechtfertigt es sich aber, die Betreuungszeiten zur Ermittlung einer individuellen Normalarbeitszeit heranzuziehen. Eine unvollständige Sachverhaltsabklärung aufgrund einer Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes kann der Vorinstanz in diesem Zusammenhang daher nicht vorgeworfen werden, weshalb sie auch auf weitere Abklärungen verzichten durfte.