Citation: 1P.824/2006 16.04.2007 E. 2

2.1 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung unterliegen ablehnende Einbürgerungsentscheide der Begründungspflicht im Sinne von Art. 29 Abs. 2 BV. Es besteht keine feste Praxis, wie den verfassungsrechtlichen Anforderungen im Einzelnen nachzukommen ist. Verweigert eine Gemeindeversammlung entgegen dem Antrag des Gemeinderates eine Einbürgerung, wird sich die Begründung hierfür in erster Linie aus den Wortmeldungen ergeben müssen. Findet keine Diskussion statt, so fehlt es an einer Begründung, und es kann eine solche in aller Regel auch im Nachhinein nicht erstellt werden (BGE 132 I 196 E. 3.1 S. 197, mit Hinweisen). 2.2 Im vorliegenden Fall hat der Gemeinderat die Gründe für die Einbürgerung des Beschwerdeführers zuhanden der Gemeindeversammlung sehr ausführlich dargelegt. Anlässlich der Gemeindeversammlung hat der Gemeindeammann darauf hingewiesen, dass ein abschlägiger Bescheid begründet werden müsste. In der Gemeindeversammlung wurde das Wort nicht ergriffen und es fand keinerlei Diskussion statt. Bei dieser Sachlage fehlt die von Art. 29 Abs. 2 BV geforderte Begründung. Die Beschwerde erweist sich daher als begründet.