Citation: 6B_826/2017 E. 1.4.2

1.4.2. Mit seiner Argumentation übersieht der Beschwerdeführer, dass Gewalt im Sinne von Art. 189 StGB bereits vorliegt, wenn der Täter ein grösseres Mass an körperlicher Kraft aufwendet, als zum blossen Vollzug des Akts notwendig ist und sich damit über die entgegenstehende Willensbetätigung des Opfers hinwegsetzt. Eine körperliche Misshandlung, rohe Gewalt oder Brutalität sind indes nicht erforderlich. Es genügt, wenn der Täter seine überlegene Kraft einsetzt, indem er das Opfer festhält oder sich mit seinem Gewicht auf es legt (Urteile 6B_1149/2014 vom 16. Juli 2015 E. 5.1.3; 6B_834/2013 vom 14. Juli 2014 E. 2.1; 6B_718/2013 vom 27. Februar 2014 E. 2.3.2; 6B_267/2007 vom 3. Dezember 2007 E. 6.3; je mit Hinweisen). Demnach geht die Vorinstanz zutreffend davon aus, der Beschwerdeführer habe das Tatbestandsmerkmal der Gewaltanwendung durch die beschriebene Vorgehensweise gegen die ihm körperlich unterlegene Geschädigte erfüllt. Dass er dabei weder besonders brutal auf sein Opfer einwirkte, noch seine gesamte Kraft einsetzte, ändert daran nichts, insbesondere zumal das Überraschungsmoment seiner ohnehin vorhandenen physischen Überlegenheit zusätzlich Vorschub leistete.