Citation: 8C_285/2024 E. 6.1.1

6.1.1. Betreffend die Anosmie ist zunächst festzuhalten, dass die Vorinstanz diesbezüglich keine Adäquanzprüfung vorgenommen hat. Sie hat vielmehr den natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 28. Januar 2021 und der Anosmie verneint, was der Beschwerdeführer zu übersehen scheint. Das kantonale Gericht stellte in diesem Zusammenhang fest, gemäss Austrittsbericht des Spitals C.________ vom 16. Februar 2021 hätten sich in der Computertomographie (CT) keine Hinweise auf eine traumatische Genese der Anosmie gezeigt. Dennoch sei eine MRT-Abklärung (Magnetresonanztomographie) empfohlen worden. Die entsprechende Bildgebung vom 10. Juni 2021 habe keine Hinweise auf posttraumatische Veränderungen resp. keinen Nachweis von Blutungsresiduen ergeben. Eine neuropsychologische Testung oder eine HNO-Untersuchung sei gemäss versicherungsmedizinischer Kurzbeurteilung des Dr. med. B.________ vom 13. Juli 2023 nicht erforderlich gewesen, da diese Abklärungen zwar Hinweise zum Vorliegen einer Anosmie liefern könnten, davon aber keinerlei Erkenntnisse zur Kausalität und Ursache der Anosmie zu erwarten wären. Der Suva-Arzt gehe davon aus, dass eine cerebrale Unfallfolge durch die MRT-Untersuchung habe ausgeschlossen werden können. Das kantonale Gericht erachtete diese Beurteilung des Suva-Arztes als grundsätzlich nachvollziehbar, räumte jedoch gleichzeitig ein, dass das Fehlen bildgebend objektivierbarer cerebraler Schäden nicht zwangsläufig eine Anosmie und/oder eine Hirnschädigung als Unfallfolge ausschliesse. Nichtsdestotrotz erachtete es eine solche Unfallfolge als unwahrscheinlich, da der Beschwerdeführer höchstens eine Commotio cerebri (ein leichtes Schädelhirntrauma) erlitten habe und zeitnah zum Unfallereignis klinisch kein Druckschmerz am Schädel festgestellt worden sei. Eine unfallkausale Hirnschädigung und/oder eine unfallkausale Anosmie lasse sich bei dieser Konstellation ohne objektivierbare strukturelle Schädigung nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachweisen. Von weiteren Abklärungen seien keine neuen Erkenntnisse zu erwarten.