Citation: 6B_725/2012 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz würdigt die Aussagen und das Aussageverhalten der Beschwerdeführerin und des Beschwerdegegners sowie von weiteren Personen aus dem Umfeld der Beteiligten. Sie befasst sich mit dem Umstand, dass drei Frauen unabhängig voneinander Anzeige gegen den Beschwerdegegner wegen Sexualdelikte erstatteten, setzt sich mit den Erkenntnissen des über diesen erstellten psychiatrischen Gutachtens auseinander und untersucht das Verhalten der Beschwerdeführerin nach dem Verkehrsunfall vom 24. Januar 2004, bei welchem der Beschwerdegegner erheblich verletzt wurde. In einer Gesamtwürdigung gelangt die Vorinstanz zum Ergebnis, dass zwar verschiedene Indizien für eine Tatschuld des Beschwerdegegners sprächen, jedoch ebenso wesentliche Aspekte unüberwindbare Zweifel an der Glaubhaftigkeit der Sachverhaltsschilderung der Beschwerdeführerin begründeten. Der Beweis, dass diese im Sinne der Anklage zu Sexualakten gezwungen wurde, lasse sich nicht erbringen. Die bei den Tatbeständen der sexuellen Nötigung und Vergewaltigung vorausgesetzte Zwangslage könne nicht mit der erforderlichen Überzeugung bejaht werden.