Citation: 6B_419/2024 E. 5.4.2

5.4.2. Der sich zweifelsohne seit einer langen Zeitdauer in der Schweiz aufhaltende Beschwerdeführer stellt weder in Abrede, dass er erst im Alter von rund 30 Jahren in die Schweiz eingereist ist, er mithin die prägenden Kinder- und Jugendjahre in seinem Heimatland verbracht hat, noch dass er hier sowohl in wirtschaftlicher als auch sozialer Hinsicht schlecht integriert ist und sein Gesundheitszustand einer Rückkehr nach Ghana nicht entgegensteht (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Vorinstanz erwägt zudem zu Recht, dass seine lange Aufenthaltsdauer zusätzlich dadurch relativiert wird, dass er die letzten 6 Jahre ohne Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz gelebt hat. Mit Blick auf das von ihm angerufene, durch Art. 8 EMRK geschützte Recht auf Familienleben, ist er gemäss den ebenfalls unbestritten gebliebenen Feststellungen der Vorinstanz geschieden und lebt bisher nicht mit seinen Kindern zusammen. Dass er die elterliche Sorge oder Obhut über eines der Kinder inne hätte oder diese in finanzieller Hinsicht (namhaft) unterstützt, wird von ihm weder dargetan noch behauptet und ergibt sich auch nicht aus den vorinstanzlichen Feststellungen. Damit einhergehend trifft nicht zu, dass die Vorinstanz die Bindung resp. die derzeit regelmässig gepflegten Kontakte des Beschwerdeführers zu seinen Kindern unberücksichtigt liesse. Zutreffend ist indes, dass ihre diesbezüglichen Erwägungen sehr knapp ausfallen (vgl. angefochtenes Urteil S. 23, 29). Zwar ist nicht zu beanstanden, wenn sie auch in diesem Kontext in ihre Würdigung miteinbezieht, dass ihm die Aufenthaltsbewilligung entzogen worden ist (vgl. hierzu Urteil 6B_717/2024 vom 12. November 2024 E. 1.4.4). Hierzu kann ergänzend festgehalten werden, dass die geltend gemachte Intensivierung der Betreuung seiner Söhne (erst) ab einem Zeitpunkt erfolgte, als ihm sein Aufenthaltsrecht in der Schweiz bereits entzogen worden war und der beabsichtigte Wohnortwechsel des Sohnes B.A.________ zu einem Zeitpunkt ins Auge gefasst worden ist, als der Beschwerdeführer um die drohende Landesverweisung wusste. Dies allein schliesst aber entgegen den Erwägungen der Vorinstanz nicht aus, dass zu seinen Söhnen ein familiäres Band besteht, dass in den Schutzbereich von Art. 8 Ziffer 1 EMRK fällt. Ob die Vorinstanz dies zu Unrecht verneint, kann indes offenbleiben, da deren Interessenabwägung im Ergebnis auch mit Blick auf Art. 8 Ziffer 2 EMRK nicht zu beanstanden ist.