Citation: 5D_130/2022 E. 4.3

4.3. In Bezug auf die Aufforderung zur Mängelbehebung macht der Beschwerdeführer geltend, seine Klagen wiesen keinen Mangel auf. Er legt jedoch nicht dar, inwieweit ihm durch die Aufforderung zur Mängelbehebung ein nicht wieder gutzumachender Nachteil im dargestellten Sinne drohen könnte. Soweit er in der Aufforderung eine unstatthafte Festlegung der Einzelrichterin am Kantonsgericht sieht, ist dies Gegenstand des Ausstandsverfahrens. In Bezug auf die Kostenvorschüsse müsste der Beschwerdeführer aufzeigen, dass er finanziell nicht in der Lage ist, die verlangten Kostenvorschüsse zu leisten und ihm der in Betracht fallende Nachteil (Nichteintretensentscheide aufgrund Nichtbezahlung des jeweiligen Kostenvorschusses) in der Folge tatsächlich drohen könnte (BGE 142 III 798 E. 2). Der Beschwerdeführer behauptet, weit unter dem Existenzminimum zu leben, dies entgegen der Erwägung des Obergerichts, wonach die bestrittene, aber rechtskräftige Steuerveranlagung ein Einkommen von Fr. 47'100.-- und ein Vermögen von Fr. 253'000.-- ausweise. Der Beschwerdeführer belegt seine finanziellen Verhältnisse vor Bundesgericht nicht und er legt nicht konkret dar, dass er nicht in der Lage wäre, die vom Kantonsgericht einverlangten Kostenvorschüsse zu bezahlen. Es genügt diesbezüglich nicht, die Zeugeneinvernahme einer Mitarbeiterin der SOVAR (Sozialversicherungen Appenzell Ausserrhoden) zu verlangen, da das Bundesgericht im Beschwerdeverfahren grundsätzlich keine Beweise erhebt. Soweit der Beschwerdeführer in seiner Eingabe vom 22. September 2022 detaillierter auf seine finanziellen Verhältnisse eingeht - allerdings wiederum, ohne Belege einzureichen -, kann er damit seine Beschwerde nicht ergänzen, denn die Eingabe ist erst nach Ablauf der Beschwerdefrist am 16. September 2022 erfolgt (Art. 117 i.V.m. Art. 100 Abs. 1 BGG). Im Übrigen bestätigt der Beschwerdeführer, kein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gestellt zu haben. Inhaltlich sieht der Beschwerdeführer in der Einforderung eines Kostenvorschusses eine Prozessbehinderung bzw. eine Rechtsverweigerung, eine Ungleichbehandlung gegenüber dem Steueramt und einen Verstoss gegen Art. 29 BV und Art. 6 EMRK. Auch damit lässt sich jedoch nicht dartun, dass ein Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG vorliegen würde. Die Beschwerde an das Bundesgericht ist damit unzulässig. Auf sie ist nicht einzutreten.