Citation: 5A_191/2023 E. 3.3.1

3.3.1. 3.3.1.1. Zunächst wendet er sich (mindestens sinngemäss) gegen die vorinstanzliche Auffassung, dass rechtlich geschuldete Unterhaltsbeiträge nur dann berücksichtigt würden, wenn sie effektiv und regelmässig bezahlt werden. 3.3.1.2. Die prozessuale Bedürftigkeit beurteilt sich grundsätzlich nach der gesamten wirtschaftlichen Situation der gesuchstellenden Person im Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs. Dazu gehören einerseits sämtliche finanziellen Verpflichtungen, andererseits die Einkommens- und Vermögensverhältnisse (BGE 141 III 369 E. 4.1; 135 I 221 E. 5.1). Schulden sind bei der Ermittlung der finanziellen Verhältnisse zur Feststellung der Prozessbedürftigkeit nur zu berücksichtigen, soweit sie fällig sind und effektiv abbezahlt werden (BGE 135 I 221 E. 5.2). Auch rechtlich geschuldete Unterhaltsbeiträge werden, in Anwendung des Effektivitätsgrundsatzes, zur Berechnung des zivilprozessualen Notbedarfs nur berücksichtigt, soweit sie effektiv und regelmässig bezahlt werden (vgl. BGE 121 III 20 E. 3a; Urteil 5A_331/2016 vom 29. November 2016 E. 3.2.3; BÜHLER, in: Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Bd. I, 2012, N. 164 zu Art. 117 ZPO). 3.3.1.3. Die Kritik des Beschwerdeführers ist folglich nicht gerechtfertigt.