Citation: 1B_446/2018 E. 5.4

5.4. Die Beschwerdeführerin setzt sich in ihrer Beschwerde nicht mit der Entscheidbegründung der Vorinstanzen (vgl. E. 5.2 hiervor) auseinander und legt die behauptete Nichtaussichtslosigkeit ihrer Zivilklage nicht dar. Damit genügt sie insoweit ihrer Begründungspflicht nicht (vgl. E. 5.3.1 hiervor). Vielmehr beschränkt sich die Beschwerdeführerin, ohne auf den konkreten Fall einzugehen und die Parteiaussagen zu würdigen, auf den allgemeinen Hinweis, wonach in "Aussage gegen Aussage"-Situationen gestützt auf den Grundsatz "in dubio pro duriore" Anklage zu erheben sei. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist indes in solchen Konstellationen eine Anklageerhebung nicht zwingend. Auf eine solche kann insbesondere verzichtet werden, wenn der Strafkläger oder die Strafklägerin ein widersprüchliches Aussageverhalten offenbart hat und die Aussagen daher wenig glaubhaft sind oder wenn eine Verurteilung unter Einbezug der gesamten Umstände aus anderen Gründen als von vornherein unwahrscheinlich erscheint (vgl. BGE 143 IV 241 E. 2.2.2 S. 243).