Citation: 7B_269/2022 E. 8.1

8.1. Die Vorinstanz vertritt bezüglich sämtlicher Verfahrensstufen den Standpunkt, die Notwendigkeit von Aufwendungen der Privatklägerschaft im Sinne von Art. 433 Abs. 1 StPO beurteile sich nach den gleichen Kriterien wie die Notwendigkeit einer unentgeltlichen Verbeiständung (Art. 136 Abs. 2 lit. c StPO). Da die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes habe, wäre es unangemessen, ihr eine Entschädigung ihrer Aufwendungen zulasten des Beschwerdegegners 2 zuzusprechen. Im Übrigen habe sie nicht wesentlich zur Abklärung der Strafsache beigetragen. Eine Entschädigung zulasten des Staats sei im Übrigen gesetzlich nicht vorgesehen.