Citation: 1C_620/2023 E. 7.2

7.2. Nach der Vorinstanz untersteht das Bauvorhaben der Beschwerdegegnerschaft als Terrassenhaus grundsätzlich nicht den Bauvorschriften der Regelbauweise. Bei Terrassenhäusern kämen die Sondervorschriften von § 34 BO Walchwil als lex specialis zur Anwendung. § 14 aV PBG/ZG sei hingegen, wie beispielsweise die Bestimmungen zur Gebäudehöhe (§ 12 PBG/ZG) sowie zur Fassaden- und Firsthöhe (§ 13 aV PBG/ZG), für Terrassenhäuser nicht anwendbar. Bezüglich Höhenmasse komme daher die Bestimmung zum Tragen, wonach mit Ausnahme von Brüstungen bei Terrassenhäusern kein Gebäudeteil über die Linie herausragen dürfe, die in der Gebäudeachse 8,50 m über dem gewachsenen Boden verläuft (§ 34 Abs. 2 BO Walchwil). Selbst wenn eine maximale Höhe des Erdgeschossfussbodens von 3,00 m ab gewachsenem Terrain einzuhalten wäre, sei die Höhe in der Gebäudeachse mit 2,78 m über dem gewachsenen Terrain eingehalten. Im Übrigen seien bei einem Terrassenhaus nach § 34 Abs. 2 BO Walchwil bis zu sechs Vollgeschosse zulässig, weshalb ohnehin irrelevant sei, wenn das Erdgeschoss als zwei Geschosse zähle.