Citation: 1P.235/2002 09.08.2002 E. A

Mit Anklageschrift vom 27. April 2001 warf die Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau K.________ vor, von Ende 1999 bis zu seiner Verhaftung am 27. September 2000 in verschiedener Weise und mehrfach gegen das Betäubungsmittelgesetz verstossen und das Waffengesetz verletzt zu haben. Sie beantragte im Wesentlichen, K.________ mit 6½ Jahren Zuchthaus zu bestrafen. - Das Bezirksgericht Lenzburg sprach K.________ am 14. Juni 2001 der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz und der Widerhandlung gegen das Waffengesetz und die Waffenordnung schuldig und verurteilte ihn zu einer Zuchthausstrafe von 2¾ Jahren. Das Gericht erachtete es als erwiesen, dass K.________ zwei Mal ein halbes Kilogramm Drogenstreckungsmittel bestellt und erhalten und in der fraglichen Zeit ca. 1 Kilogramm Heroin und Kokain erworben, gelagert, portioniert, gestreckt, transportiert, vermittelt und verkauft habe. Gegen dieses Urteil erhoben sowohl die Staatsanwaltschaft als auch der angeklagte K.________ Berufung. Die Staatsanwaltschaft wies darin auf verschiedene Sachverhaltselemente, welche den Tatvorwurf (in dem von ihr angenommenen Ausmass) zu begründen vermöchten, und forderte eine längere Freiheitsstrafe. Demgegenüber machte K.________ im Wesentlichen geltend, die Verurteilung beruhe ausschliesslich auf Mutmassungen, weshalb er freizusprechen sei. Mit Urteil vom 12. März 2002 hat die 1. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Aargau die Berufung der Staatsanwaltschaft teilweise gutgeheissen. Es bestätigte den vorinstanzlichen Schuldspruch wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz und setzte die Zuchthausstrafe, teilweise als Zusatzstrafe zu einem früheren Urteil und unter Anrechnung der Untersuchungshaft, neu auf 3½ Jahre fest. In teilweiser Gutheissung der Berufung von K.________ hob es die Verpflichtung, als Ersatz für unrechtmässigen Erlös der Gerichtskasse einen Betrag von Fr. 10'000.-- zu bezahlen, auf. Im Urteil werden insbesondere die Sachverhaltselemente dargelegt und gewürdigt, welche dem Schuldspruch zugrunde liegen.