Citation: 1P.10/2004 27.01.2004 E. 3

Sodann macht der Beschwerdeführer geltend, die Haftrichterin sei mit keinem Wort auf seinen Antrag eingegangen, eventuell sei er unter Anordnung von Ersatzmassnahmen aus der Haft zu entlassen. Durch die Nichtbehandlung des Eventualantrages habe sie "gegen die Prüfung der Haftvoraussetzungen verstossen und somit gleichzeitig gegen die persönliche Freiheit". Ausserdem sei der in Art. 29 Abs. 2 BV gewährleistete Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt worden. 3.1 Im angefochtenen Entscheid wurde geprüft, ob der dringende Tatverdacht sowie Fluchtgefahr gegeben seien und ob die Fortdauer der Untersuchungshaft verhältnismässig sei. Die Rüge, die Haftrichterin habe ihre Pflicht zur Prüfung der Haftvoraussetzungen verletzt, ist daher unzutreffend. 3.2 Was die aus Art. 29 Abs. 2 BV folgende Begründungspflicht angeht, so reicht es unter dem Gesichtspunkt dieser Bestimmung aus, wenn die urteilende Behörde kurz die Überlegungen nennt, von denen sie sich leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid stützt (BGE 126 I 97 E. 2b S. 102 f. mit Hinweisen). Der Freiheitsentzug steht unter der Maxime der Verhältnismässigkeit, und wenn die Anwesenheit des Angeschuldigten im Prozess durch eine Ersatzmassnahme in genügender Weise sichergestellt werden kann, ist es unverhältnismässig, ihm die Freiheit zu entziehen, um dieses Ziel zu erreichen. Die Haftrichterin führte im angefochtenen Entscheid aus, die Fortdauer der Untersuchungshaft erscheine angesichts der Schwere des dem Beschwerdeführer vorgeworfenen Delikts als verhältnismässig. Aus dieser Erwägung sowie den Dispositivziffern 1 und 2 des Entscheids, wonach das Haftentlassungsgesuch abgewiesen und die Haft bis zum 17. April 2004 erstreckt wurde, ergibt sich, dass der Eventualantrag des Beschwerdeführers abgelehnt wurde, da die Haftrichterin - auch wenn sie dies nicht ausdrücklich sagte - davon ausging, mit einer Ersatzmassnahme könne die Fluchtgefahr nicht hinreichend gebannt werden. Eine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV liegt somit nicht vor. Es wäre indes wünschenswert, wenn in einem solchen Fall jeweils kurz dargelegt würde, dass und weshalb der Eventualantrag auf Anordnung von Ersatzmassnahmen abzulehnen sei.