Citation: I 463/02 17.02.2003 E. 3

3.1 Das kantonale Gericht hat die massgebenden Bestimmungen und Grundsätze über den Begriff der Invalidität (Art. 4 Abs. 1 IVG), den Umfang des Rentenanspruches (Art. 28 Abs. 1 und Abs. 1bis IVG), die Ermittlung des Invaliditätsgrades von Erwerbstätigen nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (Art. 28 Abs. 2 IVG; BGE 104 V 136 Erw. 2a und b) sowie die Rechtsprechung zur Aufgabe des Arztes im Rahmen der Invaliditätsbemessung (BGE 115 V 134 Erw. 2; 114 V 314 Erw. 3c; 105 V 158 Erw. 1, ZAK 1980 S. 282) zutreffend dargelegt. Darauf kann verwiesen werden. Richtig wiedergegeben ist im angefochtenen Entscheid auch das ausserordentliche Verfahren zur Bemessung der Invalidität von Erwerbstätigen, bei welchem in Anlehnung an die spezifische Methode für Nichterwerbstätige die gesundheitliche Behinderung zunächst anhand eines Betätigungsvergleichs des Versicherten in den verschiedenen, von ihm ausgeübten, erwerblichen Tätigkeiten festgestellt und in einem zweiten Schritt im Hinblick auf ihre erwerblichen Auswirkungen gewichtet wird (BGE 104 V 137 Erw. 2 c; AHI 1998 S. 120 Erw. 1a und 252 Erw. 2b; vgl. auch BGE 128 V 31 Erw. 1). 3.2 Beizufügen bleibt, dass sich namentlich bei Selbstständigerwerbenden eine zuverlässige Ermittlung oder Schätzung der beiden für die Invaliditätsbemessung nach der allgemeinen Einkommensvergleichsmethode massgebenden hypothetischen Vergleichseinkommen anhand der vor und nach Eintritt eines invalidisierenden Gesundheitsschadens erzielten bzw. erzielbaren Betriebsergebnisse als schwierig oder unmöglich erweisen kann. Denn die Gegenüberstellung der vor und nach Eintritt eines Invalidenversicherungsfalles in einem Gewerbebetrieb realisierten Betriebsergebnisse lässt zuverlässige Schlüsse auf die invaliditätsbedingte Erwerbseinbusse nur dort zu, wo mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kann, dass die Geschäftsergebnisse durch invaliditätsfremde Faktoren beeinflusst worden sind. Tatsächlich sind aber für die jeweiligen Geschäftsergebnisse eines Gewerbebetriebes häufig zahlreiche schwer überblickbare Komponenten wie etwa die Konjunkturlage, die Konkurrenzsituation, der kompensatorische Einsatz von Familienangehörigen, Unternehmensbeteiligten oder -mitarbeitern von massgeblicher Bedeutung. Eine verlässliche Ausscheidung der auf solche (invaliditätsfremden) Faktoren zurückzuführenden Einkommensanteile einerseits und der auf dem eigenen Leistungsvermögen des Versicherten beruhenden Einkommensschöpfung anderseits ist in solchen Fällen in der Regel aufgrund der Buchhaltungsunterlagen nicht möglich (AHI 1998 S. 254 Erw. 4a). In welchem Masse sich eine krankheitsbedingte Leistungsverminderung in einer Einzelunternehmung tatsächlich erwerblich auswirkt, lässt sich daher - von Fällen mit einfacher Betriebsstruktur und dementsprechend ohne weiteres feststellbaren, invaliditätsfremden Erträgen und Aufwendungen abgesehen - regelmässig nur nach der Methode des ausserordentlichen Bemessungsverfahrens ermitteln.