Citation: 1C_171/2022 E. 3.4.1

3.4.1. Im erwähnten Schreiben vom 15. Juli 2020 liess der Ehemann der Beschwerdeführerin verlauten, dass sie sich in einer Trennungsphase befänden. Er habe die Erklärung betreffend die eheliche Gemeinschaft nicht unterschrieben, seine Gattin habe die Unterschrift "verfälscht". Mit Eingabe vom 15. Dezember 2020, bestätigt mit einem Schreiben vom 25. Mai 2021, erklärte er dagegen, er habe die Erklärung eigenhändig, aber nicht mit seiner richtigen Unterschrift unterzeichnet, da er seiner Gattin die Unterschrift nicht habe verweigern können. Die Beschwerdeführerin habe die Unterschrift also nicht gefälscht. Ferner führte er aus, seine damaligen Äusserungen rührten daher, dass sie sich gestritten hätten. In Tat und Wahrheit seien sie nie getrennt gewesen, und sie hätten dies auch nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht hielt diesbezüglich willkürfrei fest, dass der vom Ehemann erwähnte Streit gravierend gewesen sein müsse, denn eine Aussage, wie sie im Schreiben vom 15. Juli 2020 enthalten sei, erfolge erfahrungsgemäss nicht leichtfertig. Auch ist unter Willkürgesichtspunkten nicht zu beanstanden, dass das Bundesverwaltungsgericht das spätere Dementi in Bezug auf die in jenem Schreiben enthaltene Aussage, er und die Beschwerdeführerin befänden sich in einer Trennungsphase, als unglaubhaft einstufte. Ob dieses Dementi unter Druck erfolgte, ist letztlich belanglos. Wesentlich erscheint jedoch, dass der Ehemann seine massiven, auf die Zufügung von erheblichem Schaden gerichteten Vorwürfe erst fünf Monate später korrigierte. Dieses Verhalten zeugt von anhaltenden Spannungen in der Ehe und weckt erhebliche Zweifel an deren Belastbarkeit. Diese Zweifel werden durch den Polizeirapport zum Vorfall vom 8./9. Mai 2021 bestätigt. Gemäss diesem Rapport war die Kantonspolizei Zürich um zwei Uhr morgens von einer Nachbarin alarmiert worden. Vor Ort habe sich herausgestellt, dass die Beschwerdeführerin kurz zuvor vom Ausgang zurückgekehrt war, ihr Ehemann sie als Schlampe bezeichnet und sie ihm Kratzer am linken Unterarm zugefügt hatte. Der Ehemann sagte gemäss dem Rapport unter anderem aus, es komme schon seit längerer Zeit zu Auseinandersetzungen zwischen ihm und der Beschwerdeführerin. Er habe sich von ihr scheiden lassen wollen, jedoch habe sie die entsprechenden Papiere immer noch nicht unterschrieben. Die Beschwerdeführerin gab ihrerseits an, sie hätten schon seit Jahren Streit. Sie werde sich so lange nicht von ihm scheiden lassen, bis sie eingebürgert worden sei. In ihrer Beschwerde ans Bundesgericht bringt sie zwar diesbezüglich vor, sie bestreite, dass die Aussagen tatsächlich so erfolgt seien. Sie legt jedoch nicht dar, was sie bzw. ihr Ehemann damals stattdessen ausgesagt haben sollen. Ihre pauschale Bestreitung genügt den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG nicht.