Citation: 9C_42/2023 E. 4.3

4.3. Eine Haushaltsabklärung vor Ort respektive die Einholung einer Stellungnahme der Berufsberatung erweist sich mit Blick auf die vorstehenden Erwägungen als nicht notwendig. Entgegen der Vorinstanz ist zwar davon auszugehen, dass der Beschwerdeführerin übliche Reinigungstätigkeiten nicht zumutbar sind. Die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen ausgeglichenen Arbeitsmarkt ist gleichwohl zu bejahen: Die BEGAZ-Gutachter haben in der zusammenfassenden Konsensbeurteilung zur Arbeitsfähigkeit festgehalten, dass körperlich leichte bis mittelschwere, einfach und klar strukturierte Tätigkeiten im Umfang von 70 % möglich und zumutbar seien. Es bleibt der Beschwerdeführerin unbenommen, eine andere, adaptierte Tätigkeit in diesem Umfang auszuführen. Aufgrund des hier vorzunehmenden Prozentvergleichs (vgl. E. 5.1 hiernach) hat die Versicherte keinen Anspruch auf eine Invalidenrente. Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, sie habe seit über zwanzig Jahren nicht mehr gearbeitet, ist zu beachten, dass sie gemäss BEGAZ-Gutachten seit geraumer Zeit in einer adaptierten Tätigkeit zu 70 % arbeitsfähig gewesen wäre. Unter diesen Umständen kann sie im Hinblick auf ihre Schadenminderungspflicht (vgl. BGE 141 V 642 E. 4.3.2) aus ihrer langjährigen Nichterwerbstätigkeit nichts zu ihren Gunsten ableiten (vgl. auch Urteile 8C_192/2022 vom 7. Juli 2022 E. 7.2.3; 8C_704/2018 vom 31. Januar 2019 E. 6.2; 8C_96/2014 vom 23. Mai 2014 E. 6.3).