Citation: 8C_707/2021 E. 6.2.3

6.2.3. Schliesslich macht die Beschwerdeführerin auch nicht substanziiert geltend, dass - und falls ja, inwiefern - die Suva innerhalb des ihr offenstehenden weiten Ermessensspielraums (vgl. E. 4.2.4 hievor) durch Zuteilung des betroffenen Betriebes in die Risikogemeinschaft der Klasse 49A das Prinzip der Risikogerechtigkeit verletzt habe. Die risikogerechte Prämie bedeutet, dass hohe Risiken mit entsprechend hohen Prämien, tiefe Risiken mit entsprechend tiefen Prämien zu belasten sind (THOMAS GÄCHTER / KASPAR GERBER, a.a.O., N. 39 zu Art. 92 UVG mit Hinweisen). Gleichartige Betriebe (wie z.B. Chemie, Bau, Büro; vgl. Anhang 1 zum Suva-Prämientarif) werden zu Risikogemeinschaften von Betrieben mit gleichartigem Unfallrisiko zusammengefasst, wobei jede dieser Risikogemeinschaften selbsttragend sein muss (vgl. THOMAS GÄCHTER / KASPAR GERBER, a.a.O., N. 41 f. und N. 106 zu Art. 92 UVG mit Hinweis). Für die risikogerechte Prämienabstufung werden aus mehreren Risikoeinheiten, die sich hinsichtlich ihrer Verhältnisse vergleichen lassen (Betriebe bzw. Betriebsteile im Sinne von Art. 92 Abs. 2 UVG und Art. 113 Abs. 1 UVV), Risikogemeinschaften gebildet (BGE 112 V 316 E. 3; vgl. auch THOMAS GÄCHTER / KASPAR GERBER, a.a.O., N. 41 zu Art. 92 UVG mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, inwiefern die Zuteilung ihres Betriebes in die Risikogemeinschaft der Klasse 49A konkret das Prinzip der Prämiengerechtigkeit verletzen soll. Insbesondere ist nicht ersichtlich, weshalb dieser Betrieb (vgl. E. 3.1 hievor) mit Blick auf die massgebenden Merkmalsanteile (vgl. Art. 18 Abs. 2 Suva-Prämientarif) und besonderen Betriebsmerkmale (Art. 24 in Verbindung mit Anhang 5 des Suva-Prämientarifs) nicht in die Klasse 49A, sondern in die Risikogemeinschaft der öffentlichen Verwaltung (Klasse 40M) oder der Büros (kaufmännische und technische), Verwaltung und Betriebe des Bundes (Klassen 60F bis 71A) hätte eingereiht werden sollen. Dass in den letztgenannten Klassen andere Betriebe eingereiht wären, welche über identische Merkmalsanteile wie der Betrieb der AG (vgl. E. 3.1 hievor) verfügen, macht die Beschwerdeführerin nicht geltend.