Citation: 6B_409/2021 E. 2.3

2.3. Vor Bundesgericht ist einzig das Tatbestandselement des namhaften Beitrags an die Kosten zur Finanzierung der Lebensgestaltung umstritten. Dieses ist mit der Vorinstanz zu bejahen. Wie im angefochtenen Urteil rechtsmängelfrei festgestellt wird, hat der Beschwerdeführer während vier Monaten insgesamt 17 (Laden-) Diebstähle begangen. Die dabei erbeuteten Waren dienten grossmehrheitlich dem Weiterverkauf auf der Gasse. Daraus kann der Rückschluss auf ein systematisches Vorgehen in dem Sinne gezogen werden, dass der Beschwerdeführer aus der deliktischen Tätigkeit mit einer gewissen Regelmässigkeit Einkünfte zu erzielen beabsichtigte, die ihm dazu verhelfen sollten, einen nicht unerheblichen Teil seiner Lebenshaltungskosten zu decken. Er bezeichnete seine Handlungsweise selber denn auch als "Beschaffungskriminalität". Davon ist selbst für den Fall auszugehen, dass sich, so die Behauptung des Beschwerdeführers, der für das jeweilige Diebesgut tatsächlich erhaltene Betrag nur auf etwa einen Viertel des Verkaufspreises, d.h. auf total Fr. 838.15 bzw. auf durchschnittlich Fr. 208.90 monatlich, belaufen hätte. In Anbetracht von sonstigen damaligen "legalen" Bareinkünften in Form des "Zustupfs" durch seine Mutter in der Höhe von rund EUR 200.-- - 300.-- pro Monat stellte auch diese Summe - neben den entwendeten, mutmasslich selber konsumierten und zum Verkaufspreis anzurechnenden Nahrungsmittel - einen doch beachtlichen Teil seines "ordentlichen Erwerbseinkommens" dar, was insgesamt auf ein gewerbsmässiges Handeln im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 und 2 StGB schliessen lässt. Entgegen der letztinstanzlich vertretenen Sichtweise vermag dabei der Umstand, dass es sich bei der Mehrheit der Diebstähle, einzeln betrachtet, um geringfügige Vermögensdelikte nach Art. 172ter StGB handelte, zu keinem anderen Ergebnis zu führen. Auch manifestiert sich die bei der Qualifizierung als gewerbsmässig begangener Diebstahl ebenfalls zu berücksichtigende soziale Gefährlichkeit hier allein bereits auf Grund der Vielzahl der Diebstähle während eines Zeitraums von lediglich vier Monaten. Schliesslich ist nicht erkennbar, inwiefern die Vorinstanz mit ihrem Schuldspruch gegen das Verhältnismässigkeitsprinzip verstossen sollte. Die für das gesamte Vermögensstrafrecht massgebende Umschreibung der Gewerbsmässigkeit hat letztlich eine Richtlinienfunktion (BGE 116 IV 319 E. 3b). Die Vorinstanz verbleibt nach dem Gesagten in diesem durch Gesetz und Rechtsprechung vorgegebenen Rahmen ihres Beurteilungsspielraums.