Citation: 2C_306/2019 E. 3.3.1

3.3.1. Die Beschwerdeführerin geht davon aus, dass das Recht auf Zugänglichmachung in Art. 22c URG zeitlich beschränkt sein müsse, da es sich um eine privilegierte Nutzung zugunsten der Sendeunternehmen und zuungunsten der Inhaber der Rechte handle. Art. 22c URG sei eine klassische Schrankenbestimmung, da sie das eigentlich gewährte Ausschliesslichkeitsrecht nach Art. 33 Abs. 2 lit. a sowie Art. 36 lit. b URG einschränke und einer Pflicht zur Kollektivverwertung unterstelle. In diesem Zusammenhang müsse Art. 22c URG dem "Dreistufentest" genügen, was ohne zeitliche Vorgabe nicht der Fall sei, da mit der Schrankenbestimmung ein unverhältnismässiger Eingriff in die Eigentumsgarantie (Art. 26 BV) verbunden sei.