Citation: 6B_600/2008 03.02.2009 E. 2

Geldbezüge zu Lasten des Vereins V.________ (Snowboard-Veranstaltungen) 2.1 Beschwerde von X.________ gegen den Schuldspruch der Veruntreuung (Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB) 2.1.1 Die Vorinstanz geht von folgendem Sachverhalt aus: X.________ war Sekretär des Vereins V.________. Am 12. Januar 2004 bezog er zulasten des Bank D.________-Kontos dieses Vereins bei der Bank D.________-Filiale in E.________ in bar Euro 9'400.--, welche auf dem Konto mit Fr. 14'969.50 belastet wurden. X.________ stützte seine Legitimation für diesen Geldbezug insbesondere auf die payment confirmation vom 3. Februar 2004 und entsprechende im Januar 2004 vom Vorstand des Vereins V.________ gefasste Beschlüsse. Danach war es ihm erlaubt, Geld zu beziehen, um an F.________ Euro 3'500.--, an G.________ Euro 5'000.--, an H.________ Euro 1'500.-- und an I.________ Euro 2'000.-- als Honorar zu bezahlen (angefochtenes Urteil E. 2.3.1.1 S. 10). 2.1.2 Wer ihm anvertraute Vermögenswerte unrechtmässig in seinem oder eines anderen Nutzen verwendet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB). 2.1.3 Die Vorinstanz führt aus, X.________ sei ermächtigt gewesen, zulasten des Bank D.________-Kontos des Vereins V.________ Euro 12'000.-- abzuheben, um die in der payment confirmation genannten Honorare auszurichten. Die gestützt auf diese Vollmacht in bar abgehobenen Euro 9'400.-- seien ihm somit anvertraut gewesen. Da X.________ diesen Betrag nicht für die vereinbarten Honorarzahlungen verwendete, müsse angenommen werden, dass er sich dieses Geld angeeignet habe. Zudem sei er aufgrund seiner desolaten finanziellen Lage nicht ersatzbereit gewesen. Es sei davon auszugehen, dass X.________ das Geld abhob, um sich unrechtmässig zu bereichern. Demnach habe er den objektiven und subjektiven Tatbestand der Veruntreuung erfüllt (angefochtenes Urteil E. 2.3.2 S. 18 f.). 2.1.4 Auch die Vorbringen von X.________ betreffend den Tatbestand der Veruntreuung richten sich gegen die Beweiswürdigung der Vorinstanz. Mittels eigener Tatsachenbehauptungen bringt er vor, die Vermögenswerte nicht unrechtmässig in seinem oder eines anderen Nutzens verwendet zu haben. Dadurch erfüllt er die Begründungsanforderungen gemäss Art. 106 Abs. 2 BGG nicht (vgl. E. 1.4 hiervor). Die Vorinstanz hat zu Recht den Tatbestand der Veruntreuung bejaht. 2.2 Beschwerde von X.________ gegen den Schuldspruch des betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage (Art. 147 Abs. 1 StGB) 2.2.1 Die Vorinstanz geht von folgendem Sachverhalt aus: Für das Bank D.________-Konto des Vereins V.________ wurde ein E-Banking-Zugang eröffnet, wobei X.________, I.________ und F.________ einen elektronischen Schlüssel für den Zugang erhalten sollten. Da die Korrespondenz für den Verein direkt X.________ zugestellt wurde, gelangte dieser in den Besitz sämtlicher Schlüssel. Der Kontoauszug des Vereins zeigte, dass X.________ am 30. Januar 2004 einen Betrag von Fr. 8'000.--, am 2. Februar 2004 einen Betrag von Fr. 7'000.--- und am 9. Februar 2004 einen Betrag von Fr. 175.--, also insgesamt Fr. 15'875.-- per E-Banking vom Vereinskonto auf sein Privatkonto bei der Bank J.________ überwies. Der Kontoauszug der Bank J.________ bestätigte die entsprechenden Zahlungen. Die E-Banking-Zahlungen wurden mit dem Signaturschlüssel von X.________ und von F.________ ausgelöst (angefochtenes Urteil E. 2.3.1.2 S. 10 f.). 2.2.2 Wer in der Absicht, sich oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, durch unrichtige, unvollständige oder unbefugte Verwendung von Daten oder in vergleichbarer Weise auf einen elektronischen oder vergleichbaren Datenverarbeitungs- oder Datenübermittlungsvorgang einwirkt und dadurch eine Vermögensverschiebung zum Schaden eines andern herbeiführt oder eine Vermögensverschiebung unmittelbar darnach verdeckt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 147 Abs. 1 StGB). 2.2.3 Die Vorinstanz führt aus, die Tatbestandsvariante der unbefugten Verwendung von Daten erfasse Fälle, in denen Unbefugte durch eine an sich "richtige" Verwendung von Daten in die Datenverarbeitung eingreife und so einen unzutreffenden Datenverarbeitungs- oder Übermittlungsvorgang herbeiführe. X.________ habe zur Autorisierung von elektronischen Zahlungsaufträgen zulasten des Bank D.________-Kontos des Vereins V.________ mit der Eingabe des Signaturschlüssels von F.________ im E-Banking-System der Bank D.________ AG Daten im Sinne von Art. 147 StGB verwendet. Das Datenverarbeitungssystem der Bank D.________ AG habe die ausgelösten Zahlungsaufträge automatisch dem Verein V.________ belastet, weshalb jeweils eine unmittelbare Vermögensverschiebung zulasten des Eigentümers des Bank D.________-Kontos erfolgt sei. X.________ habe eine Verwendung der auf sein Konto bei der Bank J.________ überwiesenen Gelder im Interesse des Vereins nicht nachgewiesen, so dass davon auszugehen sei, dass er das Geld zur unrechtmässigen Bereicherung überwiesen habe. Somit habe er den objektiven und subjektiven Tatbestand von Art. 147 Abs. 1 StGB erfüllt (angefochtenes Urteil E. 2.3.3 S. 19 f.). 2.2.4 Wiederum rügt X.________ betreffend den Tatbestand von Art. 147 Abs. 1 StGB die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz. Er behauptet, zu den Überweisungen befugt gewesen zu sein. Auch diese Rüge erfüllt die Begründungsanforderungen gemäss Art. 106 Abs. 2 BGG nicht (vgl. E. 1.4 hiervor). Die Vorinstanz hat durch die Bejahung des Tatbestandes von Art. 147 Abs. 1 StGB kein Bundesrecht verletzt.