Citation: 7B_181/2022 E. 5.4.3

5.4.3. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers durfte die Vorinstanz jegliche prognoserelevante Delinquenz zur Gewichtung des vom Beschwerdeführer ausgehenden Rückfallrisikos berücksichtigen (vgl. auch Urteil 6B_748/2021 vom 8. September 2021 E. 1.2.3 und E. 1.3.3; anders Urteil 6B_149/2021 vom 3. Februar 2022 E. 2.7.2, wonach ein nicht zur Landesverweisung führender Straftatbestand im aktuellen Verfahren als irrelevant für die Prognose bezeichnet wurde), selbst wenn nicht jede dieser Straftaten Anlass für eine Landesverweisung bildet (vgl. BGE 146 II 1 E. 2.1.2; 145 IV 364 E. 3.5.2 mit Hinweis[en], wonach auch vergangenes Verhalten den Tatbestand der Gefährdung der öffentlichen Ordnung erfüllen kann, und auch vor dem 1. Oktober 2016 begangene Delikte in die Beurteilung einfliessen). Nicht entscheidend ist im Lichte der Gesamtumstände, dass der Vorinstanz bei der Mengenangabe der Drogen ein Fehler unterlaufen ist (6.396 Kilogramm statt 4.801 Kilogramm reines Kokain), der bei der Würdigung der Gesamtumstände von untergeordneter Bedeutung erscheint. Jedenfalls bezeichnete die Vorinstanz die Delinquenz des Beschwerdeführers im Betäubungsmittelbereich als "intensiv" und ging davon aus, dass der Beschwerdeführer diese deliktische Tätigkeit bloss aufgrund externer Umstände beendete (angefochtenes Urteil S. 16). Insgesamt durfte die Vorinstanz von einem überwiegenden öffentlichen Interesse an einer Landesverweisung ausgehen.