Citation: 8C_491/2016 E. 5.2

5.2. Die Rentenaufhebung sodann stützt sich auf das Gutachten des BEGAZ vom 16. September 2014 sowie die ergänzende Stellungnahme vom 12. Januar 2015. Im Gutachten wurde als neuropsychologische Diagnose eine mittelschwere neuropsychologische Störung mit subkortikalen und linksbetont bifrontalen Hirnfunktionsschwächen multifaktorieller Genese festgehalten. Die polydisziplinäre Gesamtbeurteilung attestierte unter Berücksichtigung einer mittelschweren depressiven Störung bei mittelschwerer neuropsychologischer Störung, eines generalisierten Schmerzsyndroms sowie eines Status nach Commotio cerebri am 20. März 2014 als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seit März 2013 für eine leichte bis intermittierend mittelschwere Tätigkeit eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit. Auf die Frage der Vaudoise, ob die heutigen Beeinträchtigungen überwiegend wahrscheinlich oder nur möglicherweise auf den Unfall vom 3. Februar 1994 zurückzuführen seien, erfolgte eine ergänzende Stellungnahme vom 12. Januar 2015. Darin wurde aus neuropsychologischer Sicht unter Berücksichtigung von seit 1994 erfolgten sechs neuropsychologischen Untersuchungen mit Blick auf den Befundverlauf im Wesentlichen aufgezeigt, dass sich die kognitive Leistungsfähigkeit nach dem Unfall und bis 1995 soweit gebessert habe, dass nur noch minimale Funktionsschwächen vorgelegen hätten. Insbesondere habe eine leichte traumatische Hirnverletzung beim Unfall von 1994 nie erstellt werden können. In der Folge sei trotzdem eine schrittweise Verschlechterung der Befundlage zu verzeichnen gewesen, was sich am ehesten aus dem Weiterbestehen eines mittlerweile chronifizierten und generalisierten Schmerzsyndroms und aus einer psychischen Fehladaption an die Unfallfolgen mit der Entwicklung einer zunächst leichten depressiven Störung erklären lasse. Letztere sei durch weitere belastende Ereignisse deutlich ausgeprägter geworden und habe auch bei der Untersuchung 2014 noch fortbestanden. Die festgestellte mittelschwere neuropsychologische Störung erkläre sich in erster Linie aus der chronischen Schmerzsymptomatik und der als mittelschwer beurteilten depressiven Störung. Sekundäre Auswirkungen des Unfalls von 1994 könnten im neuropsychologischen Befundbild im Sinne von bleibenden, minimalen bis leichten kognitiven Funktionsschwächen als Folge von chronischen Kopf-/Nackenschmerzen und der Entwicklung einer depressiven Störung noch enthalten sein. Die Frage der Vaudoise sei daher in dem Sinne zu beantworten, als die im Sommer 2014 erhobenen neuropsychologischen Befunde nur teilweise sowie mittelbar/sekundär und dann auch nur möglicherweise auf den Unfall vom 3. Februar 1994 zurückzuführen seien.