Citation: 4A_260/2014 E. 3.4.4

3.4.4. Nicht stichhaltig ist die Beschwerde, soweit für den Beschäftigungsgrad auf den Lebenslauf der beiden Schwestern verwiesen wird. Aus einer äquivalenten Ausbildung mehrerer Geschwister kann zwar mit einer gewissen Zuverlässigkeit auf die wahrscheinliche Ausbildung der geschädigten Person geschlossen werden, da den Eltern insoweit ein Einfluss zukommt und ohne andere Anzeichen angenommen werden kann, sie würden ihre Kinder gleich behandeln. Auch wird aus Sicht des Kindes die Situation der anderen Geschwister als normal empfunden, so dass eine gewisse Wahrscheinlichkeit besteht, dass es sich zunächst daran orientiert. Mit zunehmendem Alter treten indessen die persönlichen Unterschiede hervor, was sich auch in der unterschiedlichen Berufswahl der Geschwister der Beschwerdeführerin manifestiert. Der Erwerbsgrad hängt in erster Linie von den konkreten persönlichen Umständen der einzelnen Person ab, namentlich den monetären und zeitlichen Bedürfnissen und Verhältnissen (Heirat, Kinder, Verdienst des Ehegatten oder Partners, Einbindung desselben in die Kinderbetreuung, Kosten oder Zeitbedarf der Hobbys, Art der ausgeübten Tätigkeit usw.). Diesbezüglich ist der Vergleich mit Geschwistern weit weniger aussagekräftig. Insoweit ist der angefochtene Entscheid nicht zu beanstanden.