Citation: 1P.352/2000 16.08.2000 E. 1

1.- Die X.________ AG erheben mit Eingabe vom 2. Juni 2000 staatsrechtliche Beschwerde gegen das sie betreffende Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden vom 21. Januar 2000. Mit Verfügung vom 14. Juni 2000 wurde die X.________ AG unter der Androhung, bei Säumnis auf die Beschwerde nicht einzutreten, aufgefordert, bis zum 28. Juni 2000 einen Kostenvorschuss von Fr. 5'000.-- zu bezahlen. Für die Bezahlung mit Sammelaufträgen ist auf dem Kostenvorschussformular festgehalten: "Bei Sammelaufträgen mit Datenträgern SAD (wird von den meisten Banken benützt) gilt das vom SAD-Benützer an die Post eingegebene Fälligkeitsdatum und nicht das Auftragsdatum an die Bank. Die Rechtzeitigkeit ist im Zweifel von Ihnen nachzuweisen. Bei Zahlungsauftrag an eine Bank haben Sie dafür zu sorgen, dass diese den Auftrag frühzeitig ausführt. " Die Beschwerdeführerin beauftragte am 26. Juni 2000 die UBS AG mit der Einzahlung des Kostenvorschusses. Der entsprechende Zahlungsauftrag ging am 28. Juni 2000 bei der Post ein, wobei die Bank als Fälligkeitsdatum den 30. Juni 2000 eingesetzt hatte. Vom Präsidenten der I. öffentlichrechtlichen Abteilung zur Stellungnahme eingeladen, stellte sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, die Frist für die Bezahlung des Kostenvorschusses gewahrt zu haben. Der Kostenvorschuss sei am letzten Tag der Frist in die "Verfügungsgewalt" der Post übergegangen, was nach der Anweisung in der Kostenvorschussverfügung und BGE 114 Ib 69 fristwahrend sei. Unerheblich sei das durch die Bank eingesetzte verspätete Fälligkeitsdatum, jedenfalls solange, als sie dieses nicht auf ausdrückliche Anweisung des Zahlers eingesetzt habe. Vorliegend habe sie die Bank ausdrücklich angewiesen, die Zahlung "Valuta 28. Juni 2000" vorzunehmen, worunter sie verstanden habe, dass der Betrag an diesem Tag dem Konto des Bundesgerichts hätte gutgeschrieben werden sollen.