Citation: 5A_223/2021 E. 4.2

4.2. Eine Verletzung des Dispositionsgrundsatzes (Art. 58 Abs. 1 ZPO) ist nicht auszumachen. Wie die Beschwerdeführer selbst einräumen, braucht das Dispositiv nicht gleich wie das Rechtsbegehren zu lauten. Wie alle Prozesshandlungen sind auch Rechtsbegehren nach Treu und Glauben auszulegen (vgl. BGE 105 II 149 E. 2a), insbesondere im Lichte der dazu gegebenen Begründung (BGE 136 V 131 E. 1.2). Gleiches gilt für die Auslegung des Dispositivs. Im vorliegenden Fall zielen sowohl das Rechtsbegehren wie auch das Dispositiv darauf, dass die Beschwerdeführer gehalten sind, ihr Grundstück wieder in den Zustand zu versetzen, der es dem Beschwerdegegner erlaubt, die ihm dienstbarkeitsrechtlich zustehenden drei Aussenparkplätze zu benützen. Die Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer mit anderen Worten nichts mehr und nichts anderes zugesprochen, als er verlangt hat. Die Beschwerdeführer betreiben Wortklauberei, wenn sie Gegenteiliges behaupten. Im Kontext des konkreten Falls entspricht der frühere Zustand dem rechtmässigen Zustand.