Citation: 1C_106/2018 E. 5.4

5.4. Die Vorinstanz hat in Anwendung von Art. 41c Abs. 1 lit. a GSchV geprüft, ob dem Bauprojekt überwiegende Interessen entgegenstehen, ob es zonenkonform ist und in einem dicht bebauten Gebiet Iiegt. Sie hat erwogen, bei der Beurteilung, ob ein dicht überbautes Gebiet vorliege, sei vorab auf die Lage der Bauparzellen (Wohnzone W1) hinzuweisen, welche in nördlicher Richtung an den Trubikerbach grenzten, der gleichzeitig als Grenze zur Landwirtschaftszone diene. Eine Landwirtschaftszone könne dem Zonenzweck entsprechend nie als dicht überbautes Gebiet gelten, weshalb lediglich eine Bauzone als Betrachtungsperimeter in Frage komme. Vorliegend sei auf das Gebiet Räbmatt als Betrachtungsperimeter abzustellen, in welchem - trotz des vorhandenen Grünraums - diverse Bauten mit mehreren Wohnungen bereits verwirklicht worden seien. Besonders ins Auge stechen würden dabei ein lang gezogener Wohnblock in der Quartiermitte und zwei hintereinander liegende verdichtete Bausiedlungen am Südrand des Quartiers. Das Gebiet Räbmatt könne daher als dicht bebaut qualifiziert werden. Das geplante Bauvorhaben entspreche dem Zonenzweck und ihm stünden keine überwiegenden Interessen im Sinne von Art. 41c Abs. 1 Satz 2 GSchV entgegen (vgl. zum Ganzen angefochtenes Urteil E. 6b und 6c).