Citation: I 215/06 03.11.2006 E. 4

Zu beurteilen bleibt, in welcher Weise sich die festgestellte Verminderung der Leistungsfähigkeit in erwerblicher Hinsicht auswirkt. Da die weitergehende Einschränkung dauerhaft im Zeitraum zwischen Dezember 2002 und Juli 2003 eingetreten ist (vgl. Berichte der Dres. med. B.________ vom 12. Dezember 2002 [Dezember 2002], R.________ vom 8. Oktober 2004 [Februar 2003] und H.________ vom 17. Juni und 15. Oktober 2004 [7. Juli 2003]), der Beschwerdeführer aber erst am 5. Mai 2004 eine Revision beantragt hat, käme eine Erhöhung der bisherigen Viertelsrente gemäss Art. 88a Abs. 2 in Verbindung mit Art. 88bis Abs. 1 lit. a IVV frühestens per 1. Mai 2004 in Frage. Es ist somit die erwerbliche Situation in diesem Zeitpunkt massgebend, wobei, falls Anhaltspunkte erkennbar sind, dass in der nachfolgenden Zeit - bis längstens zum Erlass des Einspracheentscheides vom 4. Juli 2005 (vgl. BGE 130 V 446 Erw. 1.2 mit Hinweisen) - eine erhebliche Veränderung der hypothetischen Bezugsgrössen eingetreten ist, ein weiterer Einkommensvergleich zu erfolgen hat (BGE 129 V 222). 4.1 Bezüglich des Einkommens, das der Beschwerdeführer ohne gesundheitliche Einschränkung zu erzielen vermöchte (Valideneinkommen), ist grundsätzlich auf die nach den Arbeitgeberauskünften vom 20. September 1999 ausgewiesenen, gemäss Verlaufsprotokoll vom 8. Februar 2000 präzisierten Lohnangaben abzustellen. Es ist weder aus den Akten ersichtlich, noch wird in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend gemacht, dass der Versicherte als Valider sein seit 1991 bestehendes Anstellungsverhältnis als Strassenbauer bei der Firma M.________ aufgelöst hätte. Danach belief sich der massgebliche Verdienst im Jahre 2000 auf Fr. 47'921.45 ([1760 Stunden x Fr. 22.90] + Fr. 4272.20 [10,6 % Feriengeld] + Fr. 3345.25 [8,3 % 13. Monatslohn]). Hiebei wurde auch berücksichtigt, dass das Arbeitsverhältnis in den Monaten Januar und Februar zufolge Rückkehr des Beschwerdeführers zu seiner im Kosovo wohnhaften Familie jeweils unbezahlt unterbrochen wurde. In Nachachtung der bis im Jahre 2004 im Baugewerbe eingetretenen Nominallohnentwicklung (2001: 2,8 %, 2002: 1,6 %, 2003: 1 %; 2004: 0,4 %; Die Volkswirtschaft, 9/2006, S. 91, Tabelle B10.2, Baugewerbe) resultiert daraus ein Einkommen von Fr. 50'754.20. Unbehelflich ist in diesem Zusammenhang der Einwand des Beschwerdeführers, der derart ermittelte Validenverdienst liege deutlich unter dem durchschnittlichen Erwerbseinkommen im Baugewerbe von Fr. 60'410.- (gemäss Tabelle TA3 der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung [LSE] 2004, S. 57, Baugewerbe, Anforderungsniveau 4, in Beachtung der durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,7 Stunden [vgl. Die Volkswirtschaft, a.a.O., S. 90, Tabelle B9.2, Baugewerbe]). Ist nämlich auf Grund der Umstände des Einzelfalles anzunehmen, dass eine versicherte Person sich ohne gesundheitliche Einschränkungen voraussichtlich dauernd mit einer bescheiden entlöhnten Erwerbstätigkeit begnügt hätte, so ist rechtsprechungsgemäss darauf abzustellen, auch wenn sie an sich besser entlöhnte Erwerbsmöglichkeiten gehabt hätte (BGE 125 V 157 Erw. 5c/bb; ZAK 1992 S. 92 Erw. 4a; Urteil S. vom 14. Juni 2005, I 761/04, Erw. 3.1 mit Hinweisen; Meyer-Blaser, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, Zürich 1997, S. 208). Vorliegend übersieht der Versicherte, dass die Tabellenlöhne auf der Basis eines ganzjährigen Anstellungsverhältnisses beruhen (einschliesslich eines Anteils am 13. Monatslohn; vgl. LSE 2004, S. 57, unten [Lohnkomponenten]), wohingegen er - und zwar auch nach Erteilung der ganzjährigen Aufenthaltsbewilligung Mitte Juni 1997 - aus freien Stücken stets nur zehn Monate im Jahr gearbeitet hat, um seine Familie im Ausland besuchen zu können. Dass er davon in der Folge abgewichen wäre, wird nicht dargetan. Vielmehr geht aus der Bestätigung der aktuellen Arbeitgeberin, der Firma W.________ AG, vom 10. November 2005 hervor, dass auch im Winter 2004/2005 ein unbezahlter Unterbruch des Arbeitsverhältnisses vorgenommen wurde, welcher gemäss besagter Auskunft sogar drei Monate (vom 16. Dezember 2004 bis 15. März 2005) dauerte. Während sich der Monatslohn des Beschwerdeführers im Jahre 2004 sodann auf Fr. 5075.52 belaufen hätte (Fr. 50'754.20 : 10), betrug dieser im privaten Sektor gemäss LSE 2004 (S. 53, Tabelle TA1, Anforderungsniveau 4, Baugewerbe, betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden [vgl. Die Volkswirtschaft, a.a.O.]) lediglich Fr. 5034.25. Ein Anpassungsbedarf im Sinne der vom Beschwerdeführer geforderten Parallelisierung der Vergleichseinkommen besteht demnach nicht (vgl. zum Grundsatz der Parallelität der Bemessungsfaktoren: BGE 129 V 225 Erw. 4.4; AHI 1999 S. 239 Erw. 1; Urteile R. vom 12. September 2005, I 153/05, Erw. 3.4.3, und B. vom 9. August 2005, I 151/05, Erw. 4.1.3, je mit Hinweisen). 4.2 Festzusetzen ist im Weiteren das trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung zumutbarerweise noch realisierbare Einkommen (Invalideneinkommen). 4.2.1 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, sowie das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn erscheint, gilt grundsätzlich der von ihr tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches effektives Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung statistische Werte (Tabellenlöhne) beigezogen werden (BGE 129 V 475 Erw. 4.2.1, 126 V 76 f. Erw. 3b, je mit Hinweisen; Urteil M. vom 1. Juni 2006, I 842/05, Erw. 5.3.2). 4.2.2 Der Beschwerdeführer ist seit 1. Mai 2004 zu einem 50%-Pensum als Gartenarbeiter bei der Firma W.________ AG tätig. Das vorerst auf ein Jahr befristete Arbeitsverhältnis wurde auf Ende April 2006 verlängert. Der Umstand, dass der Versicherte im Rahmen der ihm bescheinigten Leistungsfähigkeit wiederum eine Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, wie auch die Tatsache der Fortsetzung des Anstellungsverhältnisses durch die Gartenbaufirma, welche auf eine kontinuierlich gute Arbeitsleistung schliessen lässt, weisen zwar auf eine, soweit innerhalb des für den Beschwerdeführer als Jahresaufenthalter geltenden, stets mit Unsicherheiten behafteten erwerblichen Umfelds überhaupt möglich, einigermassen gefestigte berufliche Situation hin, von besonders stabilen Verhältnissen im Sinne der zitierten Rechtsprechung kann jedoch nicht ausgegangen werden. Ferner handelt es sich bei der Entlöhnung im Umfang von Fr. 1950.25 monatlich (vgl. Arbeitgeberbericht vom 25. November 2004) um ein im Gartenbaubereich für ungelernte Arbeitskräfte durchschnittliches Einkommen (Fr. 1923.85; LSE 2004, S. 53, Tabelle TA1, Gartenbau, Anforderungsniveau 4, betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 42,8 Stunden [Die Volkswirtschaft, a.a.O., S. 90, Tabelle B9.2, Sektor 1], 50%-Pensum). In Anbetracht eines im Jahre 2004 auf alle Branchen bezogenen Totalwertes von Fr. 2385.75 (LSE 2004, S. 53, Tabelle TA1, Total, Anforderungsniveau 4, betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,6 Stunden [Die Volkswirtschaft, a.a.O., S. 90, Tabelle B9.2, Total], 50 %-Pensum) erscheint es indessen zumindest zweifelhaft, ob der Beschwerdeführer die ihm verbliebene Arbeitsfähigkeit voll ausschöpft. Auf Grund dieser - in ihrer Gesamtheit zu wertenden - Faktoren sind für die Ermittlung des Invalideneinkommens mit der Vorinstanz Tabellenlöhne heranzuziehen. Daraus resultiert ein zumutbarerweise realisierbares (vgl. dazu BGE 131 V 53 f. Erw. 5.1.2) Einkommen von Fr. 2385.75 monatlich oder von Fr. 28'629.- jährlich.