Citation: 2C_486/2015 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer ist seit dem 3. Februar 2015 von seiner Gattin geschieden; seit Herbst 2012 leben die Ehegatten bereits getrennt. Zwar erfordert Art. 3 Anhang I FZA nicht, dass die Ehegatten zusammen leben, doch schützt die Rechtsprechung auch in diesem Zusammenhang die rechtsmissbräuchliche Berufung auf eine inhaltsleer gewordene Ehe nicht (BGE 139 II 393 E. 2.2). Im Übrigen ist das formelle Eheband vorliegend vor Erlass des angefochtenen Entscheids aufgelöst worden, weshalb der Beschwerdeführer sich nicht mehr auf die von seiner Frau freizügigkeitsrechtlich abgeleitete (derivative) Anwesenheitsbefugnis zum Verbleib bei ihr berufen kann. Dass er inzwischen über ein eigenständiges Anwesenheitsrecht (eigene Unionsbürgerschaft, Verbleiberecht) verfügen würde, behauptet er nicht.