Citation: 5D_149/2023 E. 5.2.4

5.2.4. Als besonders wichtig wird vom Beschwerdeführer das ebenfalls mit Eingabe vom 27. September 2022 eingereichte Protokoll des Skype-Chats vom 7. Juli 2022 erachtet. Diesbezüglich ist die Begründung des Kantonsgerichts, dass angesichts des über zweieinhalb Monate zurückliegenden Chatverlaufs nicht von einem unverzüglichen Vorbringen auszugehen und dieses Beweismittel daher verspätet ins Verfahren eingebracht worden sei, in der Tat nicht haltbar. Denn das erstinstanzliche Verfahren wurde, nachdem das Kantonsgericht mit Beschluss vom 7. September 2022 eine Verletzung des rechtlichen Gehörs festgestellt hatte, erst am 19. September 2022 wieder aufgenommen (s. vorne Sachverhalt Bst. B). Gleichwohl vermag der Beschwerdeführer die Bestätigung der Rechtsöffnung durch das Kantonsgericht auch mit seinem Hinweis auf das Protokoll des Chats vom 7. Juli 2022 nicht als verfassungswidrig auszuweisen. Gemäss diesem Protokoll soll der Beschwerdeführer E.________ auf Englisch gefragt haben, ob es sich beim Investment von ihr und B.________ um ein Investment mit vollem Risiko bei ihr und B.________ gehandelt hat, und nicht, wie von B.________ stets, behauptet um ein risikoloses Darlehen/Investment. E.________ hat gemäss dem eingereichten Protokoll einige Minuten später mit "Yes" geantwortet. Jedoch hat - was aus dem kleinen Bleistiftsymbol neben der Nachricht hervorgeht und vom Beschwerdegegner unter Ausübung seines allgemeinen Replikrechts auch eingewendet wurde - der Beschwerdeführer die ursprünglich an E.________ gesendete Nachricht geändert. Ob diese Änderung vor oder nach der Antwort von E.________ stattgefunden hat und wie die ursprüngliche Fragestellung gelautet hat, lässt sich dem vom Beschwerdeführer mit Eingabe vom 27. September 2022 eingereichten Chatprotokoll nicht entnehmen. Bereits das Bezirksgericht hat dem Chatprotokoll (in einer ausführlichen Eventualerwägung) keine entscheidende Bedeutung beigemessen. Weshalb das Kantonsgericht die diesbezügliche Beweiswürdigung des Bezirksgerichts gestützt auf die vom Beschwerdeführer erhobenen Rügen als offensichtlich unrichtig bzw. willkürlich hätte erachten müssen (vgl. Art. 320 lit. b ZPO) und der angefochtene Beschluss des Kantonsgerichts deshalb auch im Ergebnis willkürlich sein soll, vermag der Beschwerdeführer nicht aufzuzeigen.