Citation: 5D_76/2022 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz hat die Gründe wiedergegeben, weshalb die Erstinstanz zum Schluss kam, dass es der Klägerin (Beschwerdeführerin) an einem Rechtsschutzinteresse für die Beurteilung ihrer negativen Feststellungsklage betreffend die in Betreibung gesetzten Forderung über Fr. 3'800.-- (Gerichtskosten) fehle, wenn unstrittig ist, dass die genannte Forderung von der Klägerin bezahlt wurde. Die Vorinstanz hat auf die Voraussetzung zur Beschwerdeerhebung nach ZPO hingewiesen, wonach zum Eintreten auf die Beschwerde notwendig sei (Art. 321 Abs. 1 ZPO), argumentativ auf den angefochtenen (erstinstanzlichen) Entscheid einzugehen und im Einzelnen aufzuzeigen, inwiefern der angefochtene Entscheid mangelhaft im Sinne von Art. 320 ZPO sei. Die Beschwerdeführerin habe sich jedoch mit der erstinstanzlichen Entscheidbegründung nicht auseinandergesetzt. Auf die Beschwerde gegen die Verneinung des Rechtsschutzinteresses an der Klage (bezüglich Nichtbestehen zufolge Tilgung der Forderung von Fr. 3'800.--) sei daher nicht einzutreten. Die Vorinstanz hat hingegen das Eintreten auf die Klage bestätigt, soweit sie die unbezahlt gebliebenen Zinsen und Betreibungskosten betrifft, an deren Bezahlung die Gläubigerin festhalte. Die Beklagte (Gläubigerin) habe jedoch unterlassen, die Zinsforderung zu substantiieren, weshalb die Klage (zufolge Nichtbestehen einer Zinsforderung) in diesem Umfang gutzuheissen sei. Die Betreibungskosten seien schliesslich von der Beschwerdeführerin geschuldet und zu bezahlen; insoweit sei die Klage (zufolge Bestehen einer Kostenersatzpflicht) abzuweisen.