Citation: 6P.34/2004 21.05.2004 E. 7

Die Beschwerdeführer rügen schliesslich die Verletzung des Willkürverbots (Art. 9 BV) und des Rechtsgleichheitsgebots (Art. 8 BV) bei der Handhabung von § 136 Abs. 1 StPO/AG und § 24 Abs. 2 StPO/AG. Gemäss § 136 Abs. 1 StPO/AG wird das Verfahren nach Durchführung der Ermittlungen oder der Untersuchung eingestellt, wenn zureichende Gründe für eine Anklageerhebung fehlen. Nach § 24 Abs. 2 StPO/AG ist die Anklagebehörde verpflichtet, Anklage zu erheben, wenn zureichende Gründe vorliegen. Die Beschwerdeführer bringen Argumente vor, die nach ihrer Auffassung für ein Fehlverhalten des unfallbeteiligten Automobilisten sprechen und erstellen damit einen "plausibleren alternativen Sachverhalt". Die Beschwerdeführer verkennen die Natur der staatsrechtlichen Beschwerde. Mit ihr wird nicht das kantonale Verfahren weitergeführt. Es handelt sich vielmehr um ein neues und selbständiges bundesrechtliches Verfahren, bei dem einzig geprüft wird, ob ein kantonaler Entscheid verfassungsmässige Rechte des Bürgers, in casu das Willkürverbot und das Rechtsgleichheitsgebot, verletzt. Auf die appellatorische Kritik am festgestellten Sachverhalt, die sich weitgehend mit der vorangehenden Kritik gegen das Beweisverfahren deckt, ist deshalb nicht einzutreten. Der Umstand, dass die verfassungswidrige Anwendung kantonalen Rechts und nicht direkt die Feststellung des Sachverhalts gerügt wird, erweitert die Kognition in Sachverhaltsfragen nicht. Im Übrigen suchen die Beschwerdeführer darzulegen, dass ihre Version lediglich plausibler ist. Damit scheinen auch sie die Sachverhaltsdarstellung des Obergerichts nicht als offensichtlich unhaltbar zu betrachten.