Citation: 2C_649/2007 20.11.2007 E. 2

2.1 Das Bundesamt für Migration hat das Asylgesuch des Beschwerdeführers am 5. April 2007 abgewiesen und ihn angehalten, das Land zu verlassen. Er hat sich nach Ablauf seines Visums während Jahren illegal hier und in anderen europäischen Staaten aufgehalten und sich geweigert, in seine Heimat zurückzukehren; zudem ist er wegen versuchter vorsätzlicher Tötung verurteilt worden (Verletzung seines Opfers mit einem schweren Hackmesser am Oberschenkel). Es besteht bei ihm gestützt hierauf Untertauchensgefahr im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. Art. 13b Abs. 1 lit. c ANAG [SR 142.20] bzw. Art. 13b Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 13a lit. e ANAG; BGE 130 II 56 E. 3.1 mit Hinweisen). Zwar hat er am 18. Mai 2007 das Passantragsformular und am 22. Juni 2007 die zusätzlich erforderliche "Self Declaration" ausgefüllt, doch kann gestützt auf sein bisheriges Verhalten nicht davon ausgegangen werden, dass er sich den Behörden in Freiheit zum Vollzug der Wegweisung zur Verfügung halten wird. Aus diplomatischen Gründen und wegen der Weigerung des Betroffenen, in seine Heimat zurückzukehren, ist das Verfahren bei den vietnamesischen Behörden nicht sofort eingeleitet worden, doch ist es nun seit dem 26. September/8. Oktober 2007 hängig. Da auch alle übrigen Haftvoraussetzungen erfüllt sind - insbesondere nicht gesagt werden kann, dass sich die Ausschaffung nicht in absehbarer Zeit organisieren liesse (Art. 13c Abs. 5 lit. a ANAG; BGE 130 II 56 E. 4.1.3 mit Hinweisen) bzw. die Behörden sich nicht weiterhin mit dem nötigen Nachdruck hierum bemühen werden (vgl. Art. 13b Abs. 3 ANAG; BGE 124 II 49 ff.; 130 II 488 E. 4) -, verletzt der angefochtene Entscheid kein Bundesrecht. 2.2 Was der Beschwerdeführer hiergegen einwendet, überzeugt nicht: Soweit er sinngemäss geltend macht, in seiner Heimat verfolgt zu sein, verkennt er, dass hierüber abschliessend im Asylverfahren entschieden worden ist und diese Frage grundsätzlich nicht (mehr) Gegenstand der Haftprüfung bilden kann. Seine Festhaltung ist keine zusätzliche Strafe, sondern dient als ausländerrechtliche Administrativmassnahme der Sicherung des ordnungsgemässen Vollzugs der Wegweisung, welcher aufgrund seines Verhaltens als gefährdet erscheint und nicht mit einer milderen Massnahme sichergestellt werden kann, nachdem er bereits einmal hier untergetaucht ist. Seinen gesundheitlichen Problemen (Suiziddrohungen, Hungerstreik) kann im Rahmen des Haftvollzugs Rechnung getragen werden; sie sind zurzeit nicht geeignet, die Hafterstehungsfähigkeit des Beschwerdeführers in Frage zu stellen. Für alles Weitere wird auf die Begründung im angefochtenen Entscheid verwiesen (Art. 109 Abs. 3 BGG). Das Sicherheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt wird ersucht, dafür besorgt zu sein, dass das vorliegende Urteil dem Beschwerdeführer korrekt eröffnet und nötigenfalls verständlich gemacht wird.