Citation: 6S.166/2005 03.07.2005 E. 1

Die erste Instanz hat dem Beschwerdeführer den bedingten Vollzug für die Landesverweisung mit der Begründung gewährt, es könne erwartet werden, dass der Vollzug der zu verbüssenden Freiheitsstrafe verbunden mit der drohenden Ausweisung im Falle weiterer Delinquenz "einen doch gehörigen Eindruck" beim Beschwerdeführer hinterlassen werde, weshalb von einer "insgesamt günstigen Prognose" hinsichtlich seines künftigen Verhaltens auszugehen sei (erstinstanzliches Urteil S. 22). Die Vorinstanz ist dieser Auffassung nicht gefolgt. Wie insbesondere das im Appellationsverfahren erfolgte "Geständnis" zeige, sei der Beschwerdeführer nach wie vor der Meinung, er sei berechtigt gewesen, den Prostituierten ihren Lohn wieder wegzunehmen, da sie ihm "keinen guten Sex" geboten hätten. In Anbetracht dieser Haltung könne nicht ausgeschlossen werden, dass der Beschwerdeführer nach dem Strafvollzug weiter delinquieren werde (angefochtenes Urteil S. 8).