Citation: 8C_914/2017 E. 4

Die Vorinstanz stellte hinsichtlich des Rentenanspruchs fest, dass die Beschwerdeführerin in dem für die Beurteilung zu berücksichtigenden Zeitraum eines Jahres vor dem Unfall, also vom 3. Oktober 2011 bis zum 2. Oktober 2012, praktisch durchgehend arbeitsunfähig gewesen sei. Sie habe während dieser Zeit keinen Lohn, aber bereits mehr als ein halbes Jahr eine Rente der Invalidenversicherung bezogen. Dieser Rentenanspruch sei aufgrund des Wartejahrs gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG und wegen verspäteter Anmeldung erst am 1. April 2012 entstanden. Die Invalidenversicherung sei von einer 100%igen Einschränkung im erwerblichen Bereich ausgegangen und habe unter Anwendung der gemischten Methode eine Dreiviertelsrente gewährt. Hauptursache für den fehlenden Lohnbezug sei - mit dem mehr als sechsmonatigen Rentenbezug - die Invalidität gewesen. Die Sonderregel von Art. 24 Abs. 1 UVV betreffend reduzierte Einkommen insbesondere aus krankheitsbedingten vorübergehenden Gründen und deren Aufrechnung sei daher nicht anwendbar. Da kein versicherter Verdienst angerechnet werden könne, bestehe kein Rentenanspruch. Gleiches gelte für die Taggeldberechtigung, da die Beschwerdeführerin insbesondere auch im Monat vor dem Unfall invalid gewesen und die Sonderbestimmung von Art. 23 Abs. 1 UVV daher ebenfalls nicht anwendbar sei.