Citation: 8C_715/2022 E. 5.1

5.1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, Dr. med. C.________ habe sich für die Begutachtung 2 Stunden 45 Minuten Zeit genommen, und zwar ohne Dolmetscher, weil sie sehr gut Deutsch spreche. Beim psychiatrischen SMAB-Gutachter Dr. med. D.________ habe die Begutachtung 1 Stunde 25 Minuten gedauert, wobei alles noch vom Dolmetscher übersetzt worden sei. Netto habe die Begutachtung des Dr. med. D.________ somit nur 42,5 Minuten betragen, was für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ungenügend sei. Eine sorgfältige gutachterliche Beurteilung eines zuvor unbekannten Menschen könne kaum in einer ein- oder zweistündigen Untersuchung gelingen. Die Beschwerdeführerin beruft sich diesbezüglich auf die Urteile 6B_92/2010 vom 30. März 2010 E. 3.3 und 6P.40/2001 vom 14. September 2001 E. 4d/dd sowie auf den Beitrag von ROMAN SCHLEIFER, JÖRG JEGER, CARLOS CANELA, GERHARD EBNER, ERICH SEIFRITZ, MICHAEL LIEBRENZ, Abklärungstiefe psychiatrischer Gutachten, in: InFo Neurologie & Psychiatrie, 2014 Nr. 6 S. 30.