Citation: 4A_687/2014 E. 2.5

2.5. Die Rüge einer Verletzung von Art. 374 OR erweist sich als begründet. Wie erwähnt, hielt die Vorinstanz im Rahmen der Preisbestimmung nach Art. 374 OR fest, dass sowohl die vom Architekten unterzeichneten Regierapporte als auch die vom Architekten unterzeichnete Schlussrechnung den Beschwerdeführer nicht zu verpflichten vermöchten. So hielt sie auch fest, dass keine Vergütungspflicht für Zusatzaufträge bestehe, weshalb offen bleiben könne, ob und welche Zusatzaufträge überhaupt erteilt wurden, wobei die Beschwerdegegnerin ihrer Substanziierungspflicht bezüglich der geleisteten Arbeiten vor erster Instanz ohnehin nicht nachgekommen sei. Damit stellte die Vorinstanz klar, dass eine Vergütung nur und einzig für den tatsächlich erteilten Auftrag geschuldet ist. Aus ihren Ausführungen geht jedoch nicht hervor, wie hoch die Werkausführung - unbeachtlich der nicht bindenden Zusatzarbeiten - effektiv zu stehen gekommen ist (vgl. Urteil 4A_577/2008 vom 31. März 2009 E. 5.2). Wie der Beschwerdeführer zutreffend vorbringt, lässt die Vorinstanz den Umfang der (ursprünglich und zusätzlich) geleisteten Arbeit für die Werkausführung ausdrücklich offen. Dennoch geht sie im Resultat implizit davon aus, dass diese Arbeiten mit dem im unverbindlichen Kostenvoranschlag bezifferten Werkpreis von Fr. 65'636.-- inkl. 10 % abgegolten sei. So verhält es sich auch bezüglich den Materialkosten. Obwohl die Vorinstanz festhält, die Beschwerdegegnerin habe nicht verdeutlicht, welche Materialkosten mit dem ursprünglichen Projekt und welche mit den Zusatzarbeiten verbunden seien, berücksichtigt sie dies im Ergebnis nicht, sondern zieht lediglich den Betrag der zu viel bestellten Platten vom Gesamtbetrag der Materialkosten in der Schlussrechnung ab. Dem Beschwerdeführer kann somit insoweit beigepflichtet werden, dass die Berechnungsgrundlage der Vorinstanz falsch ist, indem sie zwar festhält, dass keine Kosten für zusätzliche Arbeiten und zusätzliches Material geschuldet ist, diese Kosten bei der Berechnung des Werklohnes jedoch nicht berücksichtigt und entgegen ihren Feststellungen nicht ausscheidet.