Citation: I 718/01 17.09.2002 E. 2

2.1 Bei der Berechnung der durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit gemäss Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG gilt die einjährige Wartezeit in dem Zeitpunkt als eröffnet, in welchem eine erhebliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit vorliegt. Als erheblich in diesem Sinne gilt bereits eine Arbeitsunfähigkeit von 20 % (AHI 1998 S. 124 Erw. 3c mit Hinweisen). 2.2 Nach Lage der Akten ist - allseits unstreitig - davon auszugehen, dass die Beschwerdegegnerin von August 1994 bis 8. Januar 1995 zu 100 % arbeitsunfähig war, anschliessend im angestammten Beruf als Hilfskraft in einer Fischereiverarbeitung eine 50 %ige Beeinträchtigung des Leistungsvermögens bestand sowie seit 4. April 1996 für körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten eine 70 %ige Arbeitsfähigkeit gegeben war; ab Mitte Oktober 1999 attestierten die Ärzte der Versicherten sodann eine Arbeitsunfähigkeit von 50 %. Auf Grund dieser Angaben ist ausgewiesen, dass die Beschwerdegegnerin seit August 1994 stets in erheblichem Ausmass in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt war. Auch wenn vorliegend im Rahmen der rückwirkenden Berechnung der durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit der Anspruch auf eine halbe Rente erst beträchtliche Zeit später entstanden ist (während eines Jahres ununterbrochener durchschnittlicher 50 %iger Arbeitsunfähigkeit), gilt die einjährige Wartezeit als im August 1994 eröffnet. Da die Versicherte vor diesem Zeitpunkt seit 1. September 1992 als Hilfskraft bei der Firma C.________ AG tätig gewesen war, ist der Anspruch auf eine Zusatzrente für den Ehegatten - die übrigen Voraussetzungen (vgl. Erw. 1.1 hievor) werden nicht bestritten - zu bejahen.