Citation: 4A_271/2013 E. 5.7

5.7. Ob damit eine rechtsgenüglich begründete Willkürrüge erhoben wird, ist fraglich, kann jedoch offen bleiben, da sie ohnehin unbegründet wäre. Selbst wenn der Beschwerdegegner in der Grobkostenschätzung einen Genauigkeitsgrad von +/- 25 % angeführt hätte und die Beschwerdeführer deshalb nicht von einem Genauigkeitsgrad von +/- 10 bzw. 15 % hätten ausgehen dürfen, ist nicht zwingend, dass sie deshalb die Projektierung des geplanten An- und Umbaus sofort abgebrochen hätten. Vielmehr erscheint es durchaus möglich, dass sie zur Abklärung der Frage, ob das von ihnen gewünschte Bauprojekt mit den von ihnen erhofften Kosten bis Ende September 2009 realisiert werden kann, die konkretere Planung dieses Projekts gleich weiterverfolgt hätten, wie sie dies tatsächlich getan haben. Dies wird dadurch bestätigt, dass die Beschwerdeführer selbst nach Erhalt des ausserhalb des Genauigkeitsgrades von 25 % liegenden Kostenvoranschlags vom 26. Februar 2009 die Projektierung nicht sofort abbrachen, sondern den Beschwerdegegner zur Einholung von Konkurrenzofferten aufforderten. Unter diesen Umständen ist das Kantonsgericht nicht in Willkür verfallen, wenn es annahm, der von den Beschwerdeführern behauptete sofortige Abbruch der Projektierung bei "richtiger" Kosteninformation erscheine nicht überwiegend wahrscheinlich.