Citation: 4C.154/1999 17.10.2000 E. A

A.- Die M.C. International AG (Klägerin) ist eine liechtensteinische Aktiengesellschaft mit Sitz in Vaduz, die sich international als Ingenieur- und Baufirma betätigt, namentlich auf dem Gebiet der Rohrverlegung. Ihr Verwaltungsratspräsident und einziger Aktionär ist Mahmoud el Moghazi. Seit 1983 unterhielt die Klägerin mit der zürcherischen Niederlassung der heutigen UBS (Beklagte) eine Bankbeziehung. Die Beklagte hatte der Klägerin sowohl einen Kredit- als auch einen Kautionsrahmen zur Verfügung gestellt für Garantien, welche die Klägerin für die Offerteinreichung in Verfahren betreffend Vergabe von Bauprojekten benötigte. Die Verhandlungen wurden für die Klägerin durch Mahmoud el Moghazi und für die Beklagte von deren Vizedirektor Schweizer geführt. Im Zusammenhang mit der Vergabe eines Bauprojektes in Ägypten kam es zwischen den Parteien zu verschiedenen Kontakten. Am 22. November 1990 wandte sich die Klägerin schriftlich an die Beklagte mit dem Begehren um eine Bietungsgarantie. Die Beklagte teilte ihr umgehend telefonisch mit, dass die beantragte Garantie nicht erteilt werden könne. Auf erneutes Ersuchen der Klägerin wurde die Garantie schliesslich am 18. Januar 1991 erteilt. Die Klägerin hatte im Zusammenhang mit dem in Ägypten ausgeschriebenen Projekt für die Kanalisation der Stadt Alexandria eine Bankgarantie benötigt. Sie hatte sich im Frühjahr 1990 als alleinige Subkontraktorin der Firma "Tidewater Construction Corporation" angeschlossen, die ihrerseits von der Bauherrin in der Vorqualifikation in die engere Auswahl als Hauptkontraktorin gezogen worden war. Nach Darstellung der Klägerin wurden die Arbeiten wegen Verweigerung der am 22. November 1990 geforderten Garantie anderweitig vergeben.