Citation: 4C.59/2005 22.09.2005 E. 2

2.1 Die Klägerin bringt in der Berufung vor, die Vorinstanz habe die Honorarabrechnung der Architektin schlicht übersehen. Daraus hätten sich die Architektenleistungen und aus diesen wiederum implizit der Kontakt zwischen Architektin und Klägerin sowie der Umstand ergeben, dass die Klägerin die Unterlagen der Architektin gekannt und über denselben Wissensstand wie diese verfügt habe. 2.2 Die Berichtigung eines offensichtlichen Versehens, welche es dem Gericht nach Art. 63 Abs. 2 OG ausnahmsweise gestattet, von den Tatsachenfeststellungen der letzten kantonalen Instanz abzuweichen, kommt nur in Frage, wenn sich die Feststellung auf einen entscheidrelevanten Umstand bezieht (BGE 128 III 163 E. 3b S. 167; 95 II 503 E. 2a S. 506 f.). Wenngleich die Vorinstanz im angefochtenen Urteil erwähnt, die Annahmen des erstinstanzlichen Gerichts fänden in den Akten keine Stütze, kommt dieser Passage des angefochtenen Urteils entgegen der Meinung der Klägerin keine selbständige Bedeutung zu. Die Abweisung der Klage wurde vielmehr in erster Linie damit begründet, dass die Klägerin nicht substanziiert behauptet habe, aus welchen Umständen sie auf ein Vertretungsverhältnis geschlossen habe. Die Klägerin legt in der Berufung nicht dar, im kantonalen Verfahren unter Hinweis auf die Honorarrechnung der Architektin ausgeführt zu haben, dass sie sämtliche der Architektin zur Verfügung stehenden Akten ebenfalls eingesehen habe. Wenn die Vorinstanz bei dieser Sachlage aus dem betreffenden Aktenstück nichts ableitet, kann darin von vornherein kein offensichtliches Versehen im Sinne von Art. 63 Abs. 2 OG liegen.