Citation: 2C_852/2022 E. 7.4.5

7.4.5. Schliesslich hat das Bundesgericht wiederholt festgehalten, dass die Verfassungsmässigkeit der zur Eindämmung der Corona-Pandemie ergriffenen Massnahmen gestützt auf den im Zeitpunkt ihrer Anordnung jeweils aktuellen Kenntnisstand zu beurteilen ist. Eine Massnahme kann nicht schon deshalb als unrechtmässig betrachtet werden, weil sie bei besserer Kenntnis aus der Retrospektive allenfalls nicht als optimal erscheint. Dies wäre ein unzulässiger Rückschaufehler (vgl. BGE 148 I 89 E. 7.4; 147 I 450 E. 3.2.7; Urteil 2C_228/2021 vom 23. November 2021 E. 4.7 und 4.8). Soweit die Beschwerdeführer darum ersuchen, das öffentliche Interesse an dem hier strittigen Schulausschluss sei gestützt auf die neusten Erkenntnisse zu beurteilen, kann ihnen deshalb nicht gefolgt werden, auch wenn sich die Einschätzung mit der Zeit verändert hat.