Citation: 2C_515/2023 E. 5.2

5.2. Auch der mit Verurteilung vom 25. März 2019 bestrafte Verkauf von rund 2 kg Marihuana mit hohem THC-Gehalt (12 Prozent respektive 15 Prozent) für die Summe von Fr. 14'400.-- für eine Drittperson und der ebenfalls im genannten Urteil bestrafte Betrieb einer Indoorhanfanlage mit 117 Cannabispflanzen dürfte mindestens in wesentlichen Teilen aus pekuniären Motiven erfolgt sein. Gleichzeitig wurde der Beschwerdeführer im selben Urteil auch wegen Taten gegen die körperliche Integrität von Menschen verurteilt (einfache Körperverletzung; Raufhandel), wobei er einem Opfer eine "Kopfnuss" erteilte und ihm mit der Faust ins Gesicht schlug, was eine Nasenbeinprellung/Kontusion mit langwierigen Verletzungsfolgen zur Folge hatte. In seinem Urteil hielt das Obergericht des Kantons Aargau fest, der Beschwerdeführer habe insbesondere in Bezug auf die Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz keine strafmildernde Reue oder Einsicht gezeigt. Sein insgesamt tendenziell verharmlosendes und relativierendes Aussageverhalten und die einschlägigen Vorstrafen zeugten vielmehr von einer hartnäckigen Unbelehrbarkeit. Das Obergericht hätte eine Freiheitsstrafe von insgesamt 16 Monaten als angemessen erachtet, musste es aufgrund des Verschlechterungsverbots aber bei den erstinstanzlich verhängten 9 Monaten belassen (Urteil des Obergerichts Aargau vom 25. März 2019, S. 22; Akten des Migrationsamts Solothurn, S. 449; Art. 105 Abs. 2 BGG).