Citation: 4A_590/2015 E. 3.5.1

3.5.1. Dass der Beschwerdegegner in seiner Arbeitsgestaltung frei war, kann nur Bedeutung erlangen, wenn ihm diese Freiheit mit Blick auf die tatsächlichen Gegebenheiten erlaubt hätte, die Ferien- und Freitage tatsächlich zu beziehen. Dies setzt voraus, dass es Zeitabschnitte gab, in denen für das Funktionieren des Hofes entweder die Arbeitskraft des Beschwerdegegners nicht benötigt wurde oder aber jemand vorhanden war, der die in der Abwesenheit des Beschwerdegegners zu erledigenden Arbeiten übernehmen konnte. Dass dies der Fall war, ist nicht festgestellt, und die Beschwerdeführer zeigen nicht auf, dass sie Entsprechendes im kantonalen Verfahren prozesskonform behauptet hätten. Sie machen vor Bundesgericht zwar geltend, da der Verstorbene bei seiner Arbeit für die Gemeinde fünf Wochen Ferien tatsächlich bezogen habe, hätte der Beschwerdegegner in dieser Zeit seine Ferien- und Freitage beziehen können. Dass dies tatsächlich so gehandhabt wurde, ist aber nicht festgestellt. Waren es die Ferien des Verstorbenen, die den Bezug von Ferien erlaubt hätten, ist zudem nicht dargetan, wie der Ferienbezug nach dem Tod des Verstorbenen ohne Wissen der Erben hätte durchgeführt werden können. Zudem wäre unter dieser Prämisse die Behauptung, der Verstorbene habe den Ferien- und Freitagebezug des Beschwerdegegners nicht kontrollieren können, nicht nachvollziehbar. Insoweit erscheinen die Vorbringen der Beschwerdeführer als inkonsistent.