Citation: 8C_213/2021 E. 3.1.1

3.1.1. Die Vorinstanz erwog, in den Bereichen Neurologie, Neuropsychologie sowie Psychiatrie würden sich schon seit Beginn der Krankengeschichte Hinweise auf Aggravation und einen generell aussergewöhnlichen Krankheitsverlauf finden. Das polydisziplinäre Gutachten des Universitätsspitals C.________ vom 30. Dezember 2013 (mit neuropsychologischen neurootologischen, otologischen, neuroradiologischen und psychiatrischen Teilgutachten) trage diesen Umständen zu wenig Rechnung. Überdies seien die medizinischen Angaben und Ausführungen zu den Standardindikatoren in den Teilgutachten hinsichtlich des nach Gutachtenserstellung eingeführten strukturierten Beweisverfahrens gemäss BGE 141 V 281 in verschiedener Hinsicht nicht ausreichend. So werde im neurologischen Teilgutachten der vom Beschwerdegegner angegebenen Kopfschmerzsymptomatik zentrale Bedeutung für sein Befinden beigemessen. Obwohl ein Analgetikaübergebrauch als deren Ursache festgestellt worden sei, sei der Medikamentenspiegel nicht geprüft worden. Die gutachterlicherseits erwähnte Aggravationskomponente finde in den diagnoserelevanten Befunden keinen Niederschlag. Im neuropsychologischen Teilgutachten seien die Beeinträchtigungen im Aufmerksamkeitsbereich am ausgeprägtesten beschrieben worden, der Psychiater habe den Beschwerdegegner hingegen als wach und zu allen Qualitäten orientiert bezeichnet. Diese unterschiedlichen Wahrnehmungen seien in einer Konsensualbeurteilung nicht ausgeräumt worden. Der Neuropsychologe habe ebenfalls Inkonsistenzen festgestellt sowie "Anzeichen einer depressiven Verstimmung", was nicht mit der Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode an der Grenze zu einer schweren in Einklang stehe, wie sie der psychiatrische Experte gestellt habe. Diese Diagnose sei sodann nicht überzeugend begründet worden. Die gesamte Beschwerdeproblematik sei offensichtlich neurologisch, neuropsychologisch und psychiatrisch dominiert, wobei offenkundig Bedarf bestehe, den Verlauf zu evaluieren, nachdem der Beschwerdeführer bereits im Februar 2011 neuropsychologisch und im August 2012 psychiatrisch untersucht worden sei. Die Vorinstanz erachtete das Gutachten gestützt auf diese Überlegungen weder als umfassend noch als schlüssig. Eine neue Beurteilung in den Disziplinen Neurologie und Psychiatrie bezeichnete sie daher als verhältnismässig.