Citation: 2C_49/2015 E. 3.2

3.2. Eine ausdrückliche Nutzniessung besteht nur an demjenigen Kommanditanteil, den der Vater dem Beschwerdeführer geschenkt hat. Die Argumentation des Beschwerdeführers beruht darauf, dass auch das aus den Versicherungsleistungen einzubringende Eigenkapitel der Nutzniessung unterliegt, weil es zu einer Werterhöhung des Kommanditanteils führe oder mit diesem fest verbunden sei. Dem kann nicht gefolgt werden: Nutzniessung am Kommanditanteil bedeutet nicht automatisch Nutzniessung am gesamten Eigenkapital der Gesellschaft. Gemäss Schenkungsvertrag erfolgt die Einlage nach Beschluss der Gesellschafter ganz oder teilweise zur Übernahme eines auf sie entfallenden erhöhten Haftkapitals oder zur Aufstockung der gesamthänderisch gebunden globalen Kapitalrücklage der Gesellschaft. In der ersten Variante (die gemäss Ansicht des Steuerrekursgerichts aufgrund von § 14 Ziff. 3 des Gesellschaftsvertrags faktisch ausgeschlossen ist) wird das Kommanditkapital erhöht; es ist nicht ersichtlich, weshalb diese Erhöhung dem bisherigen Kommanditanteil gewissermassen anwachsen und ebenfalls der Nutzniessung unterstehen sollte. In der zweiten Variante, die bezüglich der bereits ausbezahlten Leistung realisiert wurde, wird die globale Kapitalrücklage erhöht. Auf diesem Rücklagenkonto wird gemäss § 5 Ziff. 4 des Gesellschaftsvertrags das die Kommanditeinlagen übersteigende Eigenkapital verbucht. Es bildet somit eine besondere Eigenkapitalkomponente neben den Kommanditanteilen; damit stellt sie eine Beteiligung der Einleger an der Gesellschaft dar, die grundsätzlich zum Nominalwert der Kapitaleinlage zu bewerten ist ( ZIGERLIG/JUD, in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuer der Kantone und Gemeinden [StHG], 2. Aufl. 2002, N. 19 zu Art. 14 StHG). Es ist nicht ersichtlich, weshalb sich die Nutzniessung an den Kommanditanteilen auch auf das Kapitalrücklagenkonto erstrecken soll. Zutreffend ist, dass diese Kapitalrücklage gebunden ist und ein Anspruch auf Rückzahlung und Verzinsung erst besteht, wenn die Kapitalrücklage aufgelöst oder die Gesellschaft liquidiert oder veräussert wird. Das bedeutet aber keine Nutzniessung des Vaters an der Rücklage.