Citation: 9C_413/2013 E. 5.2

5.2. Es steht ausser Frage, dass sich die psychische Situation der Beschwerdeführerin im Frühling 2001 dramatisch zuspitzte, nachdem ihr im April 2000 die Arbeitsstelle gekündigt worden war und sie sich von ihrem Ehemann getrennt hatte (die Ehescheidung erfolgte im Juni 2001). Aktenkundig beging sie im April 2001 zwei Suizidversuche und wurde anschliessend während rund zwei Monaten stationär in der Klinik C.________ behandelt. Die Versicherte bringt zu Recht vor, es hätten sich bereits im Jahr 2002 psychiatrische Facharztberichte bei den Akten befunden. Indes stützen diese ihren (sinngemässen) Standpunkt nicht, es habe damals eine invalidisierende (unfallfremde) psychiatrische Pathologie bestanden. Wie erwähnt hielten die Neurologen am Spital Z.________ als Hauptdiagnose einen Status nach Skiunfall und erneutem HWS-Distorsionstrauma im Juni 1999 fest und äusserten lediglich einen Verdacht auf eine reaktive depressive Entwicklung (E. 5.1 hievor). Auch der behandelnde Psychiater Dr. med. S.________ diagnostizierte am 5. Dezember 2001 hauptsächlich ein Schleudertrauma (nebst chronischen Schmerzzuständen, Migränenfällen, neuralgischen Gesichtsschmerzen, rezidivierenden depressiven Episoden mit Suizidrisiko sowie einem posttraumatischen Syndrom). Dr. med. R._________ führte am 16. Mai 2001 keine Diagnose an, fragte sich aber, ob die massive Verschlechterung seit April 2001 primär durch die Trennung vom Ehemann oder ob die Trennung indirekte Folge der (wahrscheinlich unfallbedingt) schlechten psychischen Verfassung der Versicherten gewesen sei. Dr. med. U.________, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, welche am 20. Oktober 2002 (somit nach Verfügungserlass) zu Handen der Unfallversicherung ein Gutachten verfasste, befragte die Versicherte auch zum früheren gesundheitlichen Verlauf und hielt fest, es sei der Beschwerdeführerin im Rahmen der Hospitalisation in der Klinik C.________ gelungen, "wieder einigermassen festen Boden unter die Füsse zu bekommen". Der depressive Zustand habe sich seither stetig gebessert, so dass sie heute nur noch auf bestimmte Situationen und nur für kurze Dauer depressiven Reaktionen unterworfen sei. Daraus folgerte Dr. med. U.________, die Krise habe "letztlich einem vorübergehenden depressiven Zustand entsprochen", was übereinstimmt mit weiteren ärztlichen Berichten, welche bestätigen, dass nach dem Unfall zwar eine depressive Entwicklung im Sinne einer Anpassungsstörung bestand (Bericht des Dr. med. I.________ vom 5. November 2001), die Hospitalisation in der Klinik C.________ aber eine Stabilisierung bewirkte (Bericht des Dr. med. S.________ vom 5. Dezember 2001) und im weiteren Verlauf das chronische Schmerzsyndrom im Kopf- und Nackenbereich im Vordergrund stand (vgl. Bericht des Dr. med. S.________ vom 4. Juli 2003). Auch wenn in den Akten verschiedentlich von psychischen Problemen die Rede ist (beispielsweise Berichte der Klinik C.________ vom 2. Mai 2002 sowie des Dr. med. S.________ vom 4. Juli 2003), kann den ärztlichen Berichten nicht entnommen werden, es habe sich dabei um einen invalidisierenden Gesundheitsschaden gehandelt (hiezu etwa Urteil 9C_917/2012 vom 14. August 2013 E. 3.2 mit Hinweisen auf BGE 137 V 64 und 130 V 352). Die vorinstanzliche Feststellung, die Rente sei ursprünglich wegen eines cervicocephalen und cervicovertebralen Schmerzsyndroms nach den beiden HWS-Distorsionen vom Februar und Juni 1999 gesprochen worden, kann somit nicht als offensichtlich unrichtig oder sonstwie bundesrechtswidrig bezeichnet werden. Das Bundesgericht ist daher an diese Feststellung gebunden (E. 1 hievor). Weil die Folgen eines HWS-Distorsionstraumas (bei fehlenden organisch nachweisbaren Funktionsausfällen; sogenannte Schleudertraumata) als ätiologisch-pathogenetisch unerklärliche syndromale Leidenszustände gelten (zur Publikation vorgesehenes Urteil 8C_972/2012 vom 31. Oktober 2013 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 137 V 64 E. 4.2 S. 68; BGE 136 V 279 E. 3 S. 280 ff.; 130 V 352 E. 2.2.2 und 2.2.3 S. 353 f.; 132 V 65; 131 V 49; 130 V 396), ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass die Voraussetzungen für eine Rentenüberprüfung nach Massgabe der Schlussbestimmungen zur 6. IV-Revision (SchlB IVG) grundsätzlich gegeben sind.