Citation: 8C_689/2014 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz ging gestützt auf das MEDAS-Gutachten vom 23. November 2010 davon aus, es liege bei der Beschwerdegegnerin aus psychischen Gründen eine Arbeitsunfähigkeit von 45 % vor. Aus der Expertise ergäbe sich, dass sie an einer rezidivierenden depressiven Störung, aktuell mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom und beginnender Chronifizierung in leichtgradiger Ausprägung (ICD-10: F33.8), leide. Zusammen mit den ebenfalls festgestellten akzentuierten Persönlichkeitszügen mit histrionischen und passiv-aggressiven Anteilen (ICD-10: Z73.1) habe der psychiatrische Gutachter Dr. med. B.________ eine leichte bis mittelgradige Einschränkung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit angenommen. Dies sei bedingt durch eine leichte Einschränkung der Ausdauer, leichte Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen, eine Verminderung der Stress- und Frustrationstoleranz und der emotionalen Belastbarkeit sowie gewisse Defizite der sozialen Kompetenzen, insbesondere der Abgrenzungs- und Konfliktfähigkeit. Die rezidivierende depressive Störung sei nicht als blosse Begleiterscheinung der ebenfalls diagnostizierten anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10: 45.40) anzusehen, welche Dr. med. B.________ als überwindbar eingestuft habe. Nach Durchführung eines Einkommensvergleichs resultiere hieraus ein Invaliditätsgrad von 55 %, und folglich ein Anspruch auf eine halbe Invalidenrente.