Citation: 9C_797/2023 E. 4

Nach dem Unterliegerprinzip sind die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens grundsätzlich der unterliegenden Partei aufzuerlegen (Art. 65 in Verbindung mit Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG). "Partei" ist neben der Händlerin, die obsiegt, an sich nur das ESTI (bzw. die Eidgenossenschaft, dem dieses angehört). Diesem kommt die Eigenschaft als Beschwerdegegnerin zu. Das Bundesverwaltungsgericht als Vorinstanz (bzw. die Eidgenossenschaft, dem dieses angehört) fällt grundsätzlich nicht unter die Beschwerdegegner, es sei denn, es werde - wie hier - dessen eigenes Verhalten mit Beschwerde angefochten (Hansjörg Seiler, in: Seiler et al. [Hrsg.], Bundesgerichtsgesetz, Kommentar, 2. Aufl. 2015, N. 9 zu Art. 66; ebenso Thomas Geiser, in: Niggli et al. [Hrsg.], Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl. 2018, N. 9 zu Art. 66; Grégory Bovey, in: Aubry Girardin et al. [Hrsg.], Commentaire de la LTF, 3. Aufl. 2022, N. 12 zu Art. 66; vgl. BGE 139 III 471 E. 3.3). Da die Eidgenossenschaft als Rechtsträgerin des ESTI bzw. des Bundesverwaltungsgerichts aber vorliegend keine Vermögensinteressen wahrnimmt, können ihr ohnehin keine Kosten auferlegt werden (Art. 66 Abs. 4 BGG). Eine Parteientschädigung zugunsten der obsiegenden Händlerin, die sich nicht vertreten lässt, ist nicht zuzusprechen (Art. 68 Abs. 1 BGG).