Citation: 5A_82/2023 E. 2.2

2.2. Der Beschwerdeführer stellt sich wie bereits im kantonalen Verfahren auf den Standpunkt, (auch) eine aktenmässig erstellte, dauernde und objektive Zahlungsunfähigkeit der Schuldnerin erfülle den Tatbestand der Zahlungseinstellung. Das Obergericht verkenne, dass die Frage, ob die Schuldnerin aktenmässig objektiv dauernd zahlungsunfähig sei, nichts mit der Höhe und Fälligkeit der unbestrittenen Schuld der Beschwerdegegnerin zu tun habe. Das Bundesgericht habe im Urteil 5A_790/2017 entschieden, dass die Überschuldung allein nicht genüge, um die Konkurseröffnung nach Art. 190 Abs. 1 Ziff. 2 SchKG auszusprechen. Selbst wenn eine Aktiengesellschaft überschuldet sei, sei der Gläubiger nicht berechtigt, den Konkursantrag zu stellen. Sei die schuldnerische Aktiengesellschaft allerdings auch zahlungsunfähig, könne der Gläubiger gestützt auf Art. 190 Abs. 1 Ziff. 2 SchKG die Konkurseröffnung verlangen. Vorliegend sei die Beschwerdegegnerin überschuldet und zahlungsunfähig. Mit der Ablehnung des Konkursgesuchs verletze das Obergericht Art. 190 Abs. 1 Ziff. 2 SchKG.