Citation: 4A_675/2014 E. 3.4

3.4. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Urteil für jedes Jahr - 2002 bis 2006 - die einzelnen von der Beschwerdegegnerin beanstandeten Transaktionen untersucht und je für die einzelnen, von der D.________ ausgerichteten Zahlungen geprüft, ob sie tatsächlich von dieser zu bezahlen waren oder ob sie eigentlich der E.________ zu belasten gewesen wären. Die Beschwerdeführer bringen zutreffend vor, dass die Vorinstanz wesentlich darauf abstellte, welche der beiden Gesellschaften - D.________ oder E.________ - vertraglich zu den entsprechenden Zahlungen verpflichtet war und dass sie eine Schädigung der D.________ annahm, soweit Zahlungen zu Lasten der D.________ ausgeführt wurden, zu denen die E.________ gegenüber Dritten verpflichtet war. Dies betrifft neben direkten Projektkosten (vgl. z.B. S. 51, 67 ff.) insbesondere auch die Löhne von drei Angestellten der E.________ (S. 53). Andererseits berücksichtigte die Vorinstanz auch, dass die E.________ bereits vor dem Abschluss des Lizenz- und Zusammenarbeitsvertrags zwischen D.________ und E.________ vom 16. Mai 2002 an einer Messe in San Diego das E1.________-Projet vertrat, das die D.________ (mit Einschluss des Messeauftritts) finanzierte (S. 49/50). Inwiefern willkürlich sein sollte anzunehmen, die D.________ habe auf Veranlassung der Beschwerdeführer zu Unrecht Zahlungen ausgeführt, wenn die E.________ dazu vertraglich gegenüber Dritten verpflichtet war, ist weder dargetan noch ersichtlich. Insbesondere ist vertretbar und damit nicht willkürlich, für die nachgewiesenen Fehlverbuchungen den Umstand grundsätzlich unberücksichtigt zu lassen, dass die Aufwendungen auch im Interesse der D.________ erfolgt sein könnten. Denn es wäre den Beschwerdeführern oblegen, rechtzeitig eine Ausscheidung vorzunehmen; soweit sie dies nach dem Scheitern des Projekts bzw. der Zahlungsunfähigkeit der D.________ - welcher die Unkosten dafür belastet wurden - überhaupt noch nachholen könnten, wären jedenfalls überzeugende Kriterien für entsprechende Teilbelastungen der D.________ zu verlangen. Dass die Vorinstanz die blosse Behauptung - und sei sie als solche beweisbar - nicht genügen liess, entsprechende zu Unrecht von der D.________ bezahlte Leistungen seien auch in deren Interesse gelegen, verletzt Art. 754 OR nicht.