Citation: 1P.130/2000 20.03.2000 E. 2

2.- a) Das Obergericht hat im angefochtenen Entscheid die Erstreckung der Untersuchungshaft bestätigt, da der Beschwerdeführer der ihm vorgeworfenen Straftaten dringend verdächtig sei und sowohl Flucht- als auch Kollusionsgefahr bestehe. Liegt ausser dem allgemeinen Haftgrund des dringenden Tatverdachts Flucht- oder Kollusionsgefahr als besonderer Haftgrund vor, steht einer Inhaftierung auch unter dem Gesichtswinkel der persönlichen Freiheit grundsätzlich nichts entgegen. b) Der Beschwerdeführer bestreitet den dringenden Tatverdacht. Er sei sich keiner Schuld bewusst. Zum Beweis führt er ein Schreiben von F.________ vom 4. Juni 1999 an, in welcher diese erklärt, ihren Strafantrag wegen Tätlichkeiten und Drohung zurückzuziehen und bestreitet, dass sie der Beschwerdeführer vergewaltigt habe. Diese Rüge ist neu, da der Beschwerdeführer im Haftrekurs vom 8. Februar 2000 den dringenden Tatverdacht ausdrücklich anerkannte (Ziff. 4 S. 3). Die Begründung genügt zudem den Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG offensichtlich nicht. Der Verweis auf die Erklärung von Frau F.________ ist von vornherein nicht geeignet, den Tatverdacht in Bezug auf die ihm zu Lasten von K.________ und I.________ vorgeworfenen schwerwiegenden Straftaten auszuräumen. Auf die Rüge ist daher nicht einzutreten. c) Der Beschwerdeführer bestreitet, dass Fluchtgefahr bestehe. Er habe in der Schweiz positive Aussichten für seine Weiterbildung und könne bei seinem Onkel leben. Das Obergericht hat im angefochtenen Entscheid dazu festgehalten, dass der Beschwerdeführer nach einem Schreiben des Bundesamtes für Flüchtlinge vom 30. November 1999 die Schweiz bis zu diesem Datum hätte verlassen müssen. Da die zwangsweise Ausschaffung von Personen, die aus dem Kosovo stammten, zurzeit möglich sei, stehe fest, dass der Beschwerdeführer nach Beendigung der Untersuchungshaft sofort in Ausschaffungshaft versetzt werde, weshalb er in der Schweiz nicht auf freien Fuss komme. Nach diesen Ausführungen hat der Beschwerdeführer keine Möglichkeit, legal in der Schweiz zu bleiben und eine Ausbildung zu erhalten. Der Beschwerdeführer setzt sich damit mit keinem Wort auseinander, sondern behauptet unbekümmert darum, in der Schweiz "positive Aussichten" für seine Weiterbildung zu haben. Das genügt den Anforderungen an die Begründung einer staatsrechtlichen Beschwerde (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG) nicht, weshalb auf die - im Übrigen offensichtlich unbegründete - Rüge nicht einzutreten ist.