Citation: 6B_1133/2019 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz erwägt, sämtliche Befragungen (erg. im Vorverfahren) seien vor dem Inkrafttreten der eidgenössischen Strafprozessordnung (StPO; SR 312.0), d.h. vor dem 1. Januar 2011, erfolgt. Einzige Ausnahme bilde die Konfrontationseinvernahme zwischen B.________ und C.________. Alle Verfahrenshandlungen vor Inkrafttreten der StPO behielten ihre Gültigkeit. Der Beschwerdeführer habe durch sein Untertauchen zu Beginn des Verfahrens auf das Teilnahmerecht bei den ersten Befragungen von B.________ und C.________ verzichtet. Ausserdem habe je eine Konfrontationseinvernahme zwischen dem Beschwerdeführer und B.________ bzw. zwischen dem Beschwerdeführer und C.________ stattgefunden, dies im Beisein des Verteidigers des Beschwerdeführers. Weiter seien der Beschwerdeführer und sein Verteidiger bei der Konfrontationseinvernahme zwischen B.________ und C.________ anwesend gewesen und hätten Fragen stellen können. Schon vor diesen Einvernahmen habe der Beschwerdeführer im Rahmen seiner polizeilichen Befragung vollständige Kenntnis der belastenden Aussagen von B.________ erhalten. B.________ habe seine Aussagen an der Konfrontationseinvernahme mit dem Beschwerdeführer sodann nicht widerrufen. Er habe sich lediglich auf sein Schweigerecht berufen. Dies sei angesichts der Umstände nachvollziehbar. Denn B.________ sei vom Bruder des Beschwerdeführers keine zwei Wochen zuvor mit einer Schusswaffe bedroht worden. Hierfür sei der Bruder des Beschwerdeführers rechtskräftig verurteilt worden. Dass B.________ keine Aussagen gegen den Beschwerdeführer habe machen wollen, sei verständlich. In der späteren Konfrontationseinvernahme mit C.________ habe B.________ hingegen wieder Aussagen gemacht, auch solche, die den Beschwerdeführer betreffen würden. Sowohl der Beschwerdeführer als auch sein Verteidiger hätten hierbei Ergänzungsfragen stellen können (angefochtenes Urteil S. 15 f.).