Citation: 1C_348/2022 E. 1.3.4

1.3.4. Im Verfahren zur Bewilligung von Bauvorhaben kommt es regelmässig vor, dass die Genehmigung des Farb- und Materialkonzepts, der Umgebungsarbeiten sowie der feuerpolizeilichen Nachweise nicht gleichzeitig mit der Hauptbewilligung erteilt wird, sondern dass in der Hauptbewilligung verfügt wird, die entsprechenden Pläne bzw. Nachweise seien rechtzeitig einzureichen und bewilligen zu lassen. Beim Farb- und Materialkonzept sowie bei der Umgebungsgestaltung handelt es sich um Projektbestandteile, aus denen sich jedenfalls bei weniger grossen Bauvorhaben wie dem vorliegenden üblicherweise keine so wesentlichen neuen Auswirkungen oder Änderungen für das Projekt ergeben, dass sie zwingend zusammen mit der Hauptbewilligung erlaubt werden müssten (vgl. Urteil 1C_25/2019 vom 5. März 2020 E. 8.3). Dasselbe gilt auch für die feuerpolizeilichen Nachweise. Diese noch offenen Punkte vermögen das hier streitgegenständliche Bauprojekt als solches bei Bewilligung der übrigen Aspekte nicht in Frage zu stellen. Inwiefern der Verfahrensgegenstand durch die noch einzureichenden und zu bewilligenden Pläne und Unterlagen konkret verändert würde, wird von den Beschwerdeführenden denn auch nicht näher aufgezeigt. Was die noch ausstehende Abwasserbewilligung betrifft, kann den Erwägungen in der Baubewilligung vom 2. Juni 2020 entnommen werden, dass das Baugrundstück (weiterhin) die Erschliessungsanforderungen erfüllt (vgl. S. 2 der Baubewilligung). Falls die Gemeindekanalisation aufgrund des Bauvorhabens verlegt werden müsste, sei dies frühzeitig mit der Tiefbauabteilung zu koordinieren (vgl. S. 6 der Baubewilligung). Dass mit der nachzureichenden Abwasserbewilligung - wie die Beschwerdeführenden geltend machen - der Verfahrensgegenstand noch verändert würde, ist nicht ersichtlich. Eine allfällige Verlegung der Gemeindekanalisation steht der Realisierung des bewilligten Bauvorhabens grundsätzlich nicht entgegen.