Citation: 2C_575/2018 E. 5.4

5.4. Der Beschwerdeführer hat nur wenige Jahre nach seiner Einreise in die Schweiz begonnen, zu delinquieren. Die zuletzt begangenen Betäubungsmitteldelikte zeugen von einem hohen Mass an krimineller Energie, hat er doch als Kopf einer Bande aus rein finanziellen Motiven erhebliche Drogenmengen umgesetzt. Der Beschwerdeführer war zum Zeitpunkt der Tatbegehung bereits über 65 Jahre alt. Aufgrund seiner schwierigen finanziellen Lage besteht ein beachtliches Risiko, dass er auch zukünftig beispielsweise mittels Drogenhandel seine finanzielle Situation zu verbessern versucht. Die Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz sind nicht ein einmaliger Vorgang, sondern die Fortsetzung und der Höhepunkt einer sich über Jahrzehnte hinziehenden, ständigen Delinquenz, welche eine vollständige Ignoranz und Respektlosigkeit gegenüber der hiesigen Rechtsordnung dokumentiert. Es ist trotz des hohen Alters des Beschwerdeführers nicht davon auszugehen, dass dieser in Zukunft gewillt oder fähig ist, sich an die Rechtsordnung zu halten. Eine Gesinnungswandel, wie er der im Urteil 2C_94/2016 vom 2. November 2016 betroffenen Person zugute gehalten werden konnte (vgl. dortige E. 5), ist vorliegend nicht auszumachen. Auch ist aufgrund der bisherigen Entwicklung nicht von einer biographischen Kehrtwende auszugehen (vgl. dazu Urteile 2C_634/2018 vom 5. Februar 2019 E. 5.2.2.2 und 6.3; 2C_116/2017 vom 3. Oktober 2017 E. 4.2; 2C_112/2017 vom 14. September 2017 E. 3). Die Schlussfolgerung der Vorinstanz, wonach eine die Anforderungen von Art. 5 Anhang I FZA erfüllende Rückfallgefahr besteht, ist demnach nicht zu beanstanden, sondern völkerrechtskonform. Dass er nicht zuvor einmal ausländerrechtlich verwarnt worden ist, ändert daran nichts.