Citation: 6B_127/2022 E. 1.3.4

1.3.4. Die Vorinstanz legt sodann dar, weshalb der Beschwerdeführer aus verschiedenen weiteren Sachumständen nichts zu seinen Gunsten ableiten könne. Zur fehlenden Identifikation des Beschwerdeführers anlässlich der Fotowahlkonfrontation durch den Hausabwart der von den Mitbeschuldigten zuletzt bewohnten Liegenschaft führt sie aus, einerseits sei unklar, aus welcher Distanz der Hausabwart die beobachteten Personen jeweils gesehen habe. Andererseits sei die Bande gemäss übereinstimmenden Aussagen der zwei Mitbeschuldigten jeweils nachts unterwegs gewesen. Der Hausabwart habe hauptsächlich bestätigt, dass das Fahrzeug des Beschwerdeführers, der VW Golf, regelmässig in der Nähe der Liegenschaft gestanden habe. Die Frage, ob er Personen mit dem Auto in Verbindung bringen könne, habe er verneint, indem er angegeben habe, er habe nur den VW Golf gesehen (angefochtener Entscheid E. 2.2.4 S. 6). Weiter thematisiert die Vorinstanz die Aussagen von E.________, der im Rahmen einer vom Beschwerdeführer im Berufungsverfahren beantragten vorsorglichen Beweisabnahme als Zeuge befragt wurde. E.________ habe dort ausgesagt, der Mitbeschuldigte B.________ habe ihm - als sie beide in der Strafvollzugsanstalt W.________ inhaftiert gewesen seien - erzählt, er (B.________) habe einen "Kroaten" falsch beschuldigt, um seinen Neffen und Kollegen vor einer Strafverfolgung zu schützen. Nach Angaben von E.________ habe er selber später, als er mit dem Beschwerdeführer inhaftiert gewesen sei, herausgefunden, dass es sich beim "Kroaten" um den Beschwerdeführer handle. Laut Vorinstanz seien diese Aussagen von E.________ ganz erheblich zu relativieren. Zunächst sei fraglich, ob dieser enge, vertrauensvolle Kontakt zwischen E.________ und B.________ überhaupt bestanden habe, nachdem diese in Einzelzellen in unterschiedlichen Trakten untergebracht gewesen seien und nicht am selben Ort gearbeitet hätten. Angesichts ihrer Fremdsprachigkeit bzw. unterschiedlichen Muttersprachen sei ferner äusserst fraglich, ob sie miteinander in einer ihnen verständlichen Sprache hätten kommunizieren können, zumal im Rahmen der Befragung von E.________ sprachliche Schwierigkeiten aufgetreten seien, welche die Dolmetscherin habe klären müssen. Überdies seien die Aussagen von E.________ insgesamt sehr oberflächlich, pauschal und detailarm sowie teilweise widersprüchlich; er habe abgelenkt und habe weder die konkreten Rollen und Tatbeiträge der Beteiligten genau angeben noch den Namen des zweiten Mitbeschuldigten, C.________, nennen können, was doch sehr erstaune, habe er gemäss seinen Angaben doch alle Details von B.________ erfahren. Die Aussagen von E.________, die insgesamt konstruiert wirkten, seien laut Vorinstanz daher nicht geeignet, Zweifel an den belastenden Aussagen von B.________ zu wecken (angefochtener Entscheid E. 2.2.5 S. 6 f.). Die Vorinstanz befindet schliesslich, dass der Beschwerdeführer auch aus seinem Nachtatverhalten nichts ableiten könne. Es sei nicht so, dass er sich aus freien Stücken der Strafuntersuchung zur Verfügung gehalten habe, sondern er habe die Schweiz kurz nach seiner eintägigen Inhaftierung vom 1./2. Februar 2018 verlassen und sich in Kroatien aufgehalten. Grund für seine Kontaktaufnahme mit der Staatsanwaltschaft sei nicht etwa ein Kooperationswille, sondern die Sperrung seines Bankkontos gewesen. Eingereist sei er alsdann wegen einer Einvernahme im Zusammenhang mit den Betrugsvorwürfen; mit einer erneuten Verhaftung wegen der Einbruchsdelikte habe er nicht gerechnet (angefochtener Entscheid E. 2.2.6 S. 7 f.).