Citation: H 77/99 03.03.2000 E. 4

4.- Im vorinstanzlichen Entscheid fehlt wohl ein Hinweis auf die genannte Rechtsprechung, mit welcher das Eidgenössische Versicherungsgericht die Bedeutung der bisherigen Praxis zu den Haftungsvoraussetzungen klargestellt hat (Erw. 2b). Aus dem kantonalen Entscheid geht indessen hervor, dass das Verwaltungsgericht, entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer, das Vorliegen eines qualifizierten Verschuldens geprüft hat. Dabei kam es - wenn auch nicht ausdrücklich erwähnt - zum Schluss, dass die Nichtbezahlung der Beiträge den Belangten als grobfahrlässiges Verschulden angerechnet werden könne, was nicht zu beanstanden ist. Zum einen zeichnet, wie schon die Vorinstanz festgehalten hat, der Verwaltungsrat bzw. dessen Präsident auch bei einer Grossfirma für eine insgesamt straffe Handhabung des Beitragswesens verantwortlich (BGE 108 V 202 Erw. 3a; ZAK 1985 S. 620 Erw. 3b, je mit Hinweisen). Zum andern steht fest, dass die Gesellschaft die im Pauschalverfahren nach Art. 34 Abs. 3 AHVV erhobenen Beiträge über mehrere Monate hinweg nicht ordnungsgemäss geleistet hat. Unter diesen Umständen kann hier nicht von einem leichten Normverstoss ausgegangen werden. Von einer Verletzung von Bundesrecht bzw. des Untersuchungsgrundsatzes kann somit nicht die Rede sein.