Citation: 8C_139/2024 E. A

A.a. Der 1991 geborene A.________ zog sich am 19. März 2015 einen Riss des vorderen rechten Kreuzbandes zu. Wegen fortwährender Beschwerden meldete er sich am 30. November 2015 bei der IV-Stelle des Kantons Aargau zum Leistungsbezug (berufliche Integration, Rente) an. Am 19. April 2016 wurde ihm als berufliche Massnahme die Umschulung zum Prozessfachmann BP zugesprochen. Nachdem er diese erfolgreich absolviert hatte, bezog sich die IV-Stelle in der mit "Berufliche Massnahmen erfolgreich abgeschlossen" überschriebenen Mitteilung vom 2. Dezember 2016 darauf und teilte ihm mit, ihn (damit) als rentenausschliessend eingegliedert zu betrachten. Dies wurde mit dem Hinweis verbunden, falls er mit dem vorliegenden Entscheid nicht einverstanden sei, könne innert 30 Tagen nach Erhalt dieser Mitteilung eine beschwerdefähige Verfügung zum Leistungsbegehren verlangt werden. Dieses Schreiben blieb unwidersprochen. A.b. Am 17. April 2019 stellte A.________ ein neues Leistungsgesuch. Nach durchgeführten medizinischen und erwerblichen Abklärungen sprach ihm die IV-Stelle mit Verfügung vom 12. April 2023 vom 1. Oktober 2019 bis 30. September 2022 eine befristete ganze Invalidenrente zu. Hinsichtlich des Rentenbeginns ging die IV-Stelle von einer am 17. April 2019 erfolgten Neuanmeldung zum Leistungsbezug aus, womit der Rentenanspruch unter Berücksichtigung von Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG frühestens per 1. Oktober 2019 entstehen könne.