Citation: 2C_714/2020 E. 4.3.1

4.3.1. Zwar besteht mit der Geburt der gemeinsamen Kinder in den Jahren 2012 und 2015, welche beide über die schweizerische Staatsbürgerschaft verfügen und zusammen mit ihrer Mutter bzw. der Beschwerdeführerin 2 in der Schweiz leben, ein neues Element, doch war dieses nicht geeignet, die kantonalen Behörden zu verpflichten, eine vorzeitige Neubeurteilung der Bewilligungssituation des Beschwerdeführers 1 vorzunehmen bzw. ihm eine neue Bewilligung zu erteilen (vgl. BGE 136 II 177 E. 2 S. 181 f.). Die Beschwerdeführer gründeten ihre Familie während des hängigen ausländerrechtlichen Verfahrens. Sie mussten sich deshalb bewusst sein, dass sie ihr Familienleben allenfalls nicht bzw. nur verzögert in der Schweiz würden leben können. Insbesondere hat der Beschwerdeführer 1 durch seine erneute Delinquenz kurz nach seiner Ausreise aus der Schweiz in Kauf genommen, für längere Zeit von seiner Familie getrennt zu leben (vgl. auch E. 2.3 des angefochtenen Urteils). Zwar erscheint nachvollziehbar, dass die Trennung - wie von den Beschwerdeführern geltend gemacht - die Familie belastet. Wie sie jedoch selber ausführen, konnten sie nach der Ausreise des Beschwerdeführers 1 ihr Familienleben durch regelmässige Besuchs- und Ferienaufenthalte in der Schweiz, in Kroatien sowie in Bosnien und Herzegowina aufrechterhalten.