Citation: 6B_1464/2021 E. 3.2.3

3.2.3. Die Vorinstanz hält fest, wegen der langen Aufenthaltsdauer des Beschwerdeführers in der Schweiz wäre die Landesverweisung mit einer gewissen Härte verbunden. Daraus lasse sich jedoch kein gewichtiges persönliches Interesse an einem Verbleib in der Schweiz ableiten. Ob ein Härtefall vorliege, entscheide sich nicht anhand des Alters oder der Anwesenheitsdauer. Die Härtefallprüfung sei vielmehr anhand der gängigen Integrationskriterien vorzunehmen. Gemäss Vorinstanz ist der Beschwerdeführer in der Schweiz persönlich und wirtschaftlich nicht besonders gut integriert. Er weise ausserhalb seiner Familie keine persönlichen Kontakte auf, weshalb von einer eher unterdurchschnittlichen sozialen Integration auszugehen ist. Dies möge seiner seit dem 2. Dezember 2019 verbüssten Freiheitsstrafe von 36 Monaten geschuldet sein. Dennoch sei auffällig, dass der Beschwerdeführer an der Berufungsverhandlung lediglich seine Familie als Beziehungsnetz genannt habe.