Citation: 4A_56/2024 E. 4.3

4.3. Ohne Erfolg bleiben auch ihre Ausführungen, mit denen sie der Vorinstanz eine Gehörsverletzung (Art. 29 Abs. 2 BV) und überspitzten Formalismus vorwirft, weil sie wegen des zu pauschalen Verweises auf die umfangreiche klägerische Beilage 41 den Beweis für das Bestehen des Tests zur Motornennleistung am 9. Mai 2019 als nicht erbracht erachtete. Die Vorinstanz übersehe, dass sie in den nachfolgenden Ausführungen ihrer Klageduplik/Widerklagereplik an verschiedenen Stellen auf weitere Dokumente und Beweisofferten sowie ausdrücklich auch auf die konkreten Seitenzahlen der klägerischen Beilage 41 verwiesen habe. Die Vorinstanz erwidert in ihrer Vernehmlassung, auch an den konkret angegebenen Seitenzahlen innerhalb der klägerischen Beilage 41 fänden sich offensichtlich keine Stellen, welche die Behauptung der Beschwerdeführerin zu beweisen vermöchten, dass der Motornennleistungstest bereits am 9. Mai 2019 erfolgreich bestanden wurde. Die Beschwerdeführerin vermag dies in der Replik nicht überzeugend zu widerlegen. Vielmehr belegen ihre Darlegungen gerade, dass die angegebenen Stellen der klägerischen Beilage 41 für die zu beweisende Behauptung nicht selbsterklärend überzeugenden Beweis liefern. Entsprechend geht der Vorwurf der Gehörsverletzung und des überspitzten Formalismus ins Leere. Auch im Weiteren begründet die Beschwerdeführerin ihre diesbezügliche Gehörsrüge nicht hinlänglich (Art. 106 Abs. 2 BGG). So konkretisiert sie die "Vielzahl von weiteren Dokumenten und Beweisofferten", die sie in ihrer Klageduplik/Widerklagereplik gemacht haben will, welche die Vorinstanz aber übersehen habe, nicht weiter. Sie nennt zwar den Prüfbericht TÜV Rheinland vom 7. April 2020 sowie den Report TÜV Süd (China) vom 15. Juli 2020, um der Vorinstanz pauschal vorzuwerfen, diese nicht beachtet zu haben. Damit lässt sich eine Verletzung des aus dem rechtlichen Gehör fliessenden Beweisführungsanspruchs nicht begründen.