Citation: 8C_127/2018 E. 5.2.3

5.2.3. Die Versicherte macht geltend, sie habe sich im Unfallzeitpunkt auf dem Weg der Besserung befunden und sei kurz vor einer Heilung und Wiederaufnahme der Arbeit gestanden. Gemäss Verfügung der IV-Stelle vom 21. Dezember 2012 hätte die Versicherte Anspruch auf eine ganze Invalidenrente ab 1. August 2011 gehabt, infolge verspäteter Anmeldung konnte ihr jedoch eine solche erst ab 1. November 2011 zugesprochen werden. Die Arbeitsunfähigkeit war somit andauernd (seit August 2010) und aus den psychiatrischen Berichten kurz vor dem Unfall ergibt sich ein völlig anderes Bild, als es die Versicherte schildert. So lässt sich keinem dieser Berichte entnehmen, dass in absehbarer Zeit die Wiederaufnahme der Erwerbstätigkeit zumutbar oder geplant war (vgl. den Austrittsbericht der Klinik C.________ vom 1. Juli 2011 die Berichte der Frau med. pract. D.________ vom 13. September 2011 sowie den Bericht des Externen psychiatrischen Dienstes E.________ vom 6. Oktober 2011). Nach dem Gesagten kann keine Rede davon sein, dass die Versicherte im Unfallzeitpunkt kurz vor einer Heilung oder dem Wiedereintritt ins Berufsleben gestanden habe. Ebenso ist die Versicherte darauf hinzuweisen, dass alleine schon aus dem Umstand der Wartefrist (Art. 29 Abs. 1 IVG) der Unfall vom 27. Oktober 2011 keinen Einfluss auf den vier Tage später liegenden Beginn der Rente der Invalidenversicherung haben konnte; erst recht spielten die Folgen des Unfalls keine Rolle unter Berücksichtigung des bloss infolge verspäterer Geltendmachung nicht massgebenden eigentlichen Rentenbeginns per 1. August 2011.