Citation: 5A_144/2023 E. 5.1

5.1. Willkür (Art. 9 BV) und eine Rechtsverweigerung (Art. 29 Abs. 1 BV) erblickt der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit der Festsetzung des ehelichen Unterhalts ausserdem darin, dass die Vorinstanz Art. 125 ZGB nicht in die Anspruchsprüfung einbezogen und nicht geprüft hat, ob die Ehe lebensprägend war. Zwar beruhe der Ehegattenunterhalt auf Art. 163 ZGB. Jedoch seien auch die Kriterien des nachehelichen Unterhalts in der Anspruchsprüfung zu berücksichtigen, falls die Scheidung der Ehe wie hier absehbar sei. Vorliegend sei die Ehe trotz des gemeinsamen Kindes mit Blick auf das Alter der Parteien und die Ehedauer von nur etwas mehr als zwei Jahren nicht lebensprägend gewesen, was das Obergericht missachtet habe. Die Vorinstanz habe die ihm, dem Beschwerdeführer, auferlegte Unterhaltspflicht insbesondere zeitlich nicht begrenzt. Dies widerspreche dem Gerechtigkeitsgedanken und missachte das Schulstufenmodell, nach dem die Beschwerdegegnerin ihre Arbeitstätigkeit etappenweise erweitern und den ihr gebührenden Bedarf später selbst decken könne.