Citation: 4A_489/2024 E. B

Mit Eingabe vom 1. Juni 2024 stellte der Vermieter beim Kantonsgericht Zug, Einzelrichter, ein Gesuch um Mietausweisung. B.a. Der Einzelrichter behandelte die Eingabe als Gesuch um Rechtsschutz in klaren Fällen und wies die Mieterin am 10. Juli 2024 gerichtlich an, das 5,5-Zimmer-Einfamilienhaus samt Garage und Abstellplatz bis spätestens Montag, 29. Juli 2024, zu räumen und dem Vermieter zu übergeben. Für den Fall der Missachtung drohte er den Organen der Mieterin den polizeilichen Vollzug sowie die Überweisung an den Strafrichter wegen Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen an (Dispositiv-Ziff. 1). Die Entscheidgebühr von Fr. 1'000.-- auferlegte er der Mieterin (Dispositiv-Ziff. 2). Parteientschädigungen sprach er nicht zu (Dispositiv-Ziff. 3). B.a.a. Zwischen den Parteien war umstritten, ob das Mietobjekt zu Geschäftszwecken oder als Wohnraum für die Familie und nur nebenbei als Homeoffice genutzt wurde. Der Einzelrichter erkannte, die Kündigungsfrist sei eingehalten worden, sofern es sich beim Mietobjekt um eine Wohnung handle. Handle es sich hingegen um einen Geschäftsraum, würde die Kündigung vom 11. Februar 2024 erst auf den 31. August 2024 gelten. B.a.b. Der Einzelrichter hielt fest, im Mietvertrag sei das Mietobjekt zur Benützung als "Familienwohnung/eingetragene Partnerschaft" und als "Büro-/Geschäftsräume" vorgesehen. Aus dem Mietvertrag ergebe sich nicht, dass dieser Vertrag den vorangegangenen "Geschäftsmietvertrag" aus dem Jahr 2021 abgelöst habe. Es heisse lediglich, dass mit diesem Mietvertrag das Mietverhältnis aus dem Jahr 2021 fortgeführt werde, ohne dass das Mietverhältnis näher qualifiziert worden sei. Zudem sei die Einwendung der Mieterin nicht hinreichend substanziiert. Sie habe namentlich nicht bzw. nicht rechtzeitig ausgeführt, zu welchen Geschäftszwecken und in welchem Umfang das Mietobjekt zu Geschäftszwecken genutzt worden sein sollte. B.b. Die gegen diesen Entscheid von der Mieterin mit Berufung erhobenen Rügen erachtete das Obergericht des Kantons Zug mit Urteil vom 14. August 2024 als unbegründet, und es bestätigte den angefochtenen Entscheid. Zufolge der Gewährung der aufschiebenden Wirkung setzte es den Ausweisungstermin neu auf Montag, 26. August 2024, 12.00 Uhr, fest. Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren von Fr. 1'000.-- auferlegte es der Mieterin, die dem Vermieter für das Berufungsverfahren eine Parteientschädigung von Fr. 1'340.-- (inkl. MWST) zu bezahlen hatte.