Citation: 5A_126/2023 E. 6.4.2

6.4.2. Die Beschwerdeführerin insistiert, dass im Arresteinspracheverfahren der Verhandlungsgrundsatz (Art. 55 ZPO) gelte. Das bedeute, dass das Gericht unbestrittene Tatsachenbehauptungen seinem Urteil ohne Beweis zugrunde zu legen hat. Dieses Prinzip sei auch in Art. 150 ZPO verankert, der besage, dass nur über streitige rechtserhebliche Tatsachen Beweis zu führen ist. In richtiger Anwendung dieser Normen hätte das Bezirksgericht prüfen müssen, welche Behauptungen substanziiert bestritten wurden. In der Folge erläutert die Beschwerdeführerin die von ihr vorgebrachten "Echtheitsbeweise", welche die Beschwerdegegnerin nicht bestritten habe und das Bezirksgericht seinem Urteil daher hätte zugrunde legen müssen. Dem Obergericht wirft sie vor, diese Prüfungspflicht des Bezirksgerichts zu verkennen, indem es von ihr genauere Erklärungen verlange, welche konkreten Tatsachenbehauptungen unbestritten geblieben seien. Damit wende die Vorinstanz Art. 55 und 150 ZPO willkürlich an.