Citation: I 638/01 05.07.2002 E. 2

2.- Im vorliegenden Fall steht fest und ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer trotz seiner gesundheitlichen Beeinträchtigung mit einer halbtägig ausgeübten Tätigkeit als selbstständigerwerbender Servicemonteur und einer zusätzlichen leidensangepassten Arbeit in einem Pensum von 30 % ein Einkommen von Fr. 38'075.- im Jahr verdienen könnte. Streitig und zu prüfen ist hingegen die Höhe des hypothetischen Valideneinkommens. Während das kantonale Gericht von den Angaben des Versicherten in der Unfallmeldung vom 24. April 1995 ausging, worin er sein Einkommen als Selbstständigerwerbender bei einer Arbeitszeit von 30 bis 60 Stunden in der Woche mit Fr. 48'000.- beziffert hatte, und zusätzlich die Nominallohnentwicklung von 1,3 % bis 1996 berücksichtigte, womit ein Betrag von Fr. 48'624.- resultierte, macht der Beschwerdeführer geltend, er hätte im Jahre 1996 ohne Invalidität Erwerbseinkünfte von mindestens Fr. 65'000.- erzielen können. a) Die Vorinstanz hat der Invaliditätsbemessung im Gegensatz zur Verwaltung nicht die in den individuellen Konten eingetragenen Einkommen zugrunde gelegt, welche nach den Feststellungen der IV-Stelle ein Valideneinkommen von Fr. 40'000.- ergeben hätten, sondern hat zu Gunsten des Beschwerdeführers dessen Angaben in der Unfallmeldung an die SUVA als massgeblich erachtet, in welcher er ein Einkommen von Fr. 48'000.- deklarierte. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde führt der Versicherte aus, um das Valideneinkommen zu ermitteln, sei von den Einkünften auszugehen, die er im Jahre 1979, bei Aufnahme der selbstständigen Erwerbstätigkeit, erzielt habe. Diese hätten sich auf Fr. 36'000.- belaufen. Dass er in den folgenden Jahren kein wesentlich höheres Einkommen erwirtschaftet habe, sei darauf, dass seine Ehefrau einen hohen Lohn erzielt habe, sowie auf gesundheitliche Gründe zurückzuführen. Werde das damalige Einkommen bis 1996 der Teuerung angepasst und zudem eine gewisse Reallohnerhöhung berücksichtigt, resultiere ein Betrag von mindestens Fr. 65'000.-. Ein Vergleich des Invalideneinkommens von Fr. 38'075.- mit dem auf diese Weise festgesetzten Valideneinkommen ergebe einen Invaliditätsgrad von 41,5 %, womit der Anspruch auf eine Viertelsrente, bei Vorliegen eines Härtefalls auf eine halbe Invalidenrente, ausgewiesen sei. b) Der Auffassung des Beschwerdeführers kann nicht beigepflichtet werden. Denn massgebend bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist nicht das Einkommen, das die versicherte Person ohne Gesundheitsschaden verdienen könnte, sondern das Einkommen, das sie nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit verdienen würde (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 Erw. 3b). Dafür, dass der Beschwerdeführer im Jahre 1996 als Selbstständigerwerbender Einkünfte in der Höhe von rund Fr. 65'000.- erzielt hätte, bestehen keine Anhaltspunkte, nachdem er laut Zusammenstellung der individuellen Konten in den Jahren 1979 bis 1995 mit Ausnahme zweier Jahre regelmässig Einkommen zwischen Fr. 31'400.- und Fr. 36'500.- erwirtschaftet und abgerechnet hat. Namentlich findet sich kein Anlass zur Annahme, dass er aus gesundheitlichen Gründen bereits während Jahren daran gehindert war, höhere Einkünfte zu erzielen. Ebenso wenig ist erstellt, dass er während vieler Jahre von seiner ersten oder zweiten Ehefrau in erheblichem Ausmass finanziell unterstützt wurde, zumal Letztere während der Dauer des Zusammenlebens lediglich teilzeitlich erwerbstätig war. Die vorinstanzlich eingereichten Bankkontoauszüge belegen denn auch eine solche Unterstützung lediglich für den Zeitraum April bis Dezember 1996, als der Beschwerdeführer aus gesundheitlichen Gründen in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt war. Die Festsetzung des Valideneinkommens durch das kantonale Gericht auf Fr. 48'624.- lässt sich damit nicht beanstanden. Mangels rentenbegründenden Invaliditätsgrades haben IV-Stelle und Vorinstanz den Rentenanspruch zu Recht verneint.