Citation: 6B_1242/2020 E. C

Gegen diesen Entscheid erhoben sowohl A.A.________ als auch B.A.________ Berufung; die Staatsanwaltschaft erklärte Anschlussberufung. Mit Urteil vom 22. September 2020 sprach das Obergericht des Kantons Zug A.A.________ des gewerbsmässigen Betruges schuldig, begangen im Zeitraum vom 23. April 2003 bis 18. Juli 2011. Es verurteilte sie zu einer bedingt ausgesprochenen Freiheitsstrafe von 20 Monaten. Mit demselben Urteil sprach das Obergericht des Kantons Zug auch B.A.________ des gewerbsmässigen Betruges schuldig, ebenfalls begangen im Zeitraum vom 23. April 2003 bis 18. Juli 2011, und verurteilte ihn zu einer bedingt ausgesprochenen Freiheitsstrafe von 24 Monaten. Die jeweils ausgestandene Untersuchungshaft von 70 Tagen wurde auf die ausgefällten Freiheitsstrafen angerechnet, die Probezeit auf jeweils zwei Jahre festgesetzt. A.A.________ und B.A.________ wurden verpflichtet, dem Staat als Ersatz für nicht mehr vorhandene, widerrechtlich erlangte Vermögenswerte den Betrag von Fr. 57'666.-- und von Fr. 149'450.-- zu bezahlen. Das Obergericht des Kantons Zug erkannte weiter, dass A.A.________ und B.A.________ der dem Staat aus der Ersatzforderung jeweils zugeflossene Betrag zurückerstattet wird, sofern und soweit sie die Bezahlung der jeweiligen Beträge an die IV-Stelle U.________ nachweisen. Die Beschlagnahme verschiedener Vermögenswerte, u.a. des im Gesamteigentum von A.A.________ und B.A.________ stehenden Grundstückes Nr. xxx in V.________, wurde nach wie vor zwecks Sicherung der Ersatzforderungen aufrechterhalten, und zwar bis zu deren vollständigen Bezahlung oder bis in einem allfälligen Zwangsvollstreckungsverfahren über die Anordnung von Sicherungsmassnahmen gemäss Art. 98 ff. SchKG entschieden wurde oder bis zwölf Monate seit Rechtskraft der Festsetzung der Ersatzforderung abgelaufen sind.