Citation: 8C_705/2018 E. 3.2

3.2. Einen Leidensabzug von 5 % verneinte die Vorinstanz zum einen wiederum unter Hinweis auf die Ausführungen des Dr. med. B.________. Laut diesem sei die 80%ige Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ganztags mit reduzierter Leistungsfähigkeit verwertbar. In einer solchen Konstellation falle ein Abzug aufgrund eines verminderten Beschäftigungsgrads ausser Betracht (Urteil 8C_884/2017 vom 24. Mai 2018 E. 4.4; 9C_763/2015 vom 9. Mai 2016 E. 4.2). Nach der Praxis des Bundesgerichts sei bezüglich der Kostennachteile für den Arbeitgeber aufgrund der reduzierten Leistungsfähigkeit eines Arbeitnehmers davon auszugehen, dass die Vorteile der ganztägigen Präsenz des Arbeitnehmers in adaptierten Tätigkeit den möglichen Effekt der Kostennachteile überwiegen würden (Urteile 8C_211/2018 vom 8. Mai 2018 E. 4.4; 8C_419/2012 vom 21. September 2012 E. 3.2). Zum andern seien die gesundheitsbedingten Einschränkungen des Beschwerdeführers bereits im Ausmass einer um 20 % verminderten Leistungsfähigkeit berücksichtigt worden. Auch sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer im Umfang seiner Restarbeitsfähigkeit eine adaptierte Tätigkeit ausüben könnte, ohne dass ein potentieller Arbeitgeber weitere nennenswerte gesundheitlich bedingte Einschränkungen des Leistungsvermögens zu gewärtigen hätte. Aus den medizinischen Akten ergebe sich nichts, was dies in Frage stellen könnte. Die fachärztlich bestätigte Tatsache, dass dem Beschwerdeführer lediglich noch leichte bis mittelschwere Tätigkeiten zumutbar seien, rechtfertige für sich allein noch keinen Leidensabzug, zumal der Tabellenlohn gemäss LSE-Tabelle TA1, Kompetenzniveau 1, bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasse (8C_97/2014 vom 16. Juli 2014 E. 4.2). Weiter seien sowohl die mangelnde Berufserfahrung wie auch die geltend gemachten sprachlichen Schwierigkeiten vorliegend nicht abzugsrelevant. Der Beschwerdeführer wohne und lebe seit 1987 in der Schweiz und sei seit 1997 Schweizer Bürger. Im Übrigen würden Hilfstätigkeiten, wie sie im Kompetenzniveau 1 enthalten sind, weder gute Kenntnisse der deutschen Sprache (Urteil 8C_238/2014 vom 1. Juni 2015 E. 6.3.2) noch berufliche Erfahrungen erfordern. Weitere Kriterien, die einen zusätzlichen Abzug vom evaluierten Invalideneinkommen rechtfertigen würden, seien weder ersichtlich noch vorgebracht worden.