Citation: 5P.121/2005 17.05.2005 E. 2

Soweit die Beschwerdeführerin eine Verletzung von Art. 31 Abs. 4 BV und Art. 5 Ziff. 4 EMRK (Anspruch auf richterliche Überprüfung des Freiheitsentzuges) geltend macht, führt sie entgegen ihrer aus Art. 90 Abs. 1 lit. b OG fliessenden Rügepflicht nicht aus, inwiefern diese Bestimmungen über diejenigen des Bundesrechts (insbesondere Art. 397d ZGB, ferner auch Art. 397e und Art. 397f ZGB), welche die genannten verfassungs- bzw. konventionsrechtlichen Normen konkretisieren, hinausgehen. Die Verletzung der bundesrechtlichen Bestimmungen ist indes mit Berufung geltend zu machen (Art. 43 Abs. 1 OG), weshalb auf die zum Rechtsmittel der Berufung subsidiäre staatsrechtliche Beschwerde nicht eingetreten werden kann (Art. 84 Abs. 2 OG). Gleiches gilt für das Vorbringen, zufolge Nichteintretens sei weder eine fachrichterliche Einvernahme erfolgt noch eine mündliche Verhandlung durchgeführt worden, an der die Beschwerdeführerin zu den Ausführungen der Anstaltsleitung persönlich hätte Stellung nehmen können, und die damit verbundene Rüge, Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK seien verletzt. Die Beanstandung, die Vorinstanz habe der Beschwerdeführerin die Teilnahme an einer Verhandlung bzw. die persönliche Anhörung vorenthalten, beschlägt den berufungsfähigen Art. 397f Abs. 3 ZGB, wonach das Gericht erster Instanz die betroffene Person mündlich einzuvernehmen hat. Die Beschwerdeführerin legt auch hier nicht dar, inwiefern die angerufenen verfassungs- bzw. konventionsrechtlichen Normen weiter gehende Ansprüche als die konkretisierende Bestimmung des Bundesprivatrechts gewähren, weshalb auf die im Verhältnis zur Berufung subsidiäre staatsrechtliche Beschwerde auch in diesem Punkt nicht einzutreten ist.