Citation: 2C_606/2018 E. 2.2

2.2. Der angefochtene Entscheid beruht auf kantonalem Recht. Das Verwaltungsgericht kommt in Anwendung der einschlägigen Bestimmungen des Thurgauer Gesetzes vom 23. Februar 1981 über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; namentlich §§ 20 Abs. 3, 24 und 45 VRG) zum Schluss, dass die am 23. Februar 2018 per A-Post Plus versandte Verfügung des Migrationsamts am 24. Februar 2018 in das Postfach des früheren Vertreters des Beschwerdeführers gelegt worden sei, was den Lauf der Rekursfrist ausgelöst habe, sodass die 20-tägige Frist am Freitag, 16. März 2018, abgelaufen sei. Der Beschwerdeführer meldet zwar Zweifel an, ob die Ablage ins Postfach des früheren Vertreters am 24. Februar 2018 erfolgt sei, zeigt jedoch nicht auf, dass die diesbezügliche Tatsachenfeststellung willkürlich oder sonst wie in gegen verfassungsmässige Rechte verstossender Weise getroffen worden sei. Hingegen vertritt er die Auffassung, dass eine am Samstag einem Beratungsbüro zugestellte Sendung erst am darauf folgenden Montag abgeholt werde und der Vertreter nicht mit der Zustellung einer fristauslösenden Sendung am Samstag rechnen müsse; vorliegend komme der Hinterlegung der Verfügung ins Postfach frühestens ab Montag, 26. Februar 2018, fristauslösende Wirkung zu. Das Verwaltungsgericht beschreibt die Funktionsweise der Zustellung per A-Post Plus. Es erläutert unter Hinweis auf die zutreffend wiedergegebene bundesgerichtliche Rechtsprechung zum Fristenlauf bei Zustellungen per A-Post Plus, warum bei dieser Art der Zustellung die Frist am Tag nach Hinterlegung der Sendung im Briefkasten oder im Postfach zu laufen beginnt, unabhängig davon, an welchem Wochentag die Hinterlegung stattgefunden und wann der Empfänger von der Sendung tatsächlich Kenntnis genommen hat. Ebenso grenzt es diese Zustellungsart von der Zustellung per Einschreiben ab (E. 2.3 - 2.7). Der Beschwerdeführer begnügt sich damit zu behaupten, dass der seinerzeitige Vertreter von der ins Postfach gelegten Sendung nicht habe Kenntnis nehmen können, weil die Zustellung nicht an einem Werktag, sondern an einem Samstag, "un jour férié tant pour l'expéditeur que pour le destinataire", erfolgt sei. Damit lässt sich nicht darlegen, inwiefern die Erwägungen des Verwaltungsgerichts bzw. dessen Entscheid im Ergebnis Art. 5 Abs. 3, Art. 8 Abs. 1 sowie Art. 29 Abs. 1 und 2 BV verletzten. Unerfindlich ist namentlich, wie sich dies aus dem Umstand ergeben soll, dass nach gewissen Bundesgesetzen für die Fristberechnung ausdrücklich nur Werktage zählen; dies ist für die Rekursfrist von 20 Tagen nach thurgauischem Recht (§ 45 Abs. 1 VRG) gerade nicht der Fall. Nicht substanziiert bemängelt wird der Umstand, dass das Verwaltungsgericht die Voraussetzungen einer Fristwiederherstellung verneint hat.