Citation: 6B_612/2020 E. 3.4.3

3.4.3. Zu keinem anderen Ergebnis führt die beschwerdeführerische Argumentation, die Vorinstanz habe die von ihm anlässlich der Berufungsverhandlung eingereichten, mit Liebesbezeugungen versehenen Briefe der Beschwerdegegnerin 2 nicht berücksichtigt, die in eklatantem Widerspruch zu dem von ihr in der Strafuntersuchung geltend gemachten Unwohlsein und ihrer Angst stehen würden. Die Vorinstanz hat in ihren Erwägungen miteinbezogen, dass die Beschwerdegegnerin 2 dem Beschwerdeführer Liebesbriefe geschrieben hat (vgl. angefochtenes Urteil Ziff. 4.3.4 S. 14). Dass sie die Ausführungen der Beschwerdegegnerin 2 trotz dieser Korrespondenz nicht in Zweifel zieht, gibt zu keiner Kritik Anlass. Die von der Beschwerdegegnerin 2 verfassten Briefe schliessen nicht aus, dass ihr die sexuellen Handlungen unangenehm waren und sie auch Angst vor dem Beschwerdeführer hatte. Ihre schriftlichen Liebesbezeugungen und die auf den ersten Blick dazu in Widerspruch stehenden Ausführungen des Unwohlseins und der Angst passen zudem zur willkürfreien, vorinstanzlichen Feststellung, wonach die Beziehung zwischen ihr und dem Beschwerdeführer von starken Gefühlen geprägt gewesen sei und einen durchwegs ambivalenten Charakter aufgewiesen habe (vgl. dazu E. 3.2.1 hiervor). Inwiefern aufgrund der vom Beschwerdeführer im Berufungsverfahren eingereichten, weiteren Liebesbriefe andere Schlüsse gezogen werden müssten, ist weder dargetan noch ersichtlich.