Citation: 8C_552/2019 E. 5.2

5.2. Weiter macht die ÖKK eine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV geltend, da die Arztberichte, in welchen ein Suizidversuch klar verneint werde, nicht in die Beweiswürdigung miteinbezogen worden sei. Zudem rügt sie eine Verletzung der bundesrechtlichen Beweisregeln. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin hat die Vorinstanz die Ansicht der Klinik F.________ und jene des Spitals C.________ sehr wohl im Rahmen der Beweiswürdigung berücksichtigt, stützte sich jedoch in der Folge nicht auf diese, da nicht klar war, ob den Ärzten bei deren Niederschrift die Ermittlungsergebnisse bekannt waren. Dass sie dabei - wie von der ÖKK gerügt - nicht auf den Bericht der Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie, Spital C.________, vom 27. Mai 2015, sondern auf den auf die strittige Frage des Suizidversuchs zugeschnittenen Bericht der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Spital C.________, vom 24. Juni 2015 abstellte, ist nicht zu beanstanden. Auch ist mit der Vorinstanz nicht davon auszugehen, dass die beiden Institutionen Kenntnis der Ermittlungsergebnisse hatten, nehmen doch beide keinen Bezug auf den Ursachenbericht der Kantonspolizei vom 12. Mai 2015, sondern stützen sich alleine auf die Aussagen des Versicherten. Anzufügen bleibt, dass es sich bei den Verfassern der angeführten Berichte um behandelnde Ärzte handelte, so dass nach konstanter Rechtsprechung nicht zu beanstanden ist, dass im Zweifelsfall nicht auf sie abgestellt wird (BGE 135 V 465 E. 4.5 S. 470; SVR 2017 IV Nr. 7 S. 19, 9C_793/2015 E. 4.1; 2016 IV Nr. 41 S. 131, 8C_676/2015 E. 6.2; vgl. auch Urteil 8C_229/2019 vom 5. Juli 2019 E. 5.1 mit Hinweisen). Mit der vorinstanzlichen Begründung für das Nichtabstellen auf die Einschätzung der Klinik F.________ und des Spitals C.________ setzt sich die ÖKK jedoch nicht auseinander, so dass nicht weiter darauf einzugehen ist (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG). Nach dem Gesagten liegt keine Verletzung des rechtlichen Gehörs nach Art. 29 Abs. 2 BV im Sinne einer Ausserachtlassung eines massgeblichen Beweismittels vor.