Citation: 5A_157/2021 E. 5.1

5.1. Das Kantonsgericht ist auf die Berufung, soweit es um Ehegattenunterhalt ab 23. April 2019 geht, mangels Bezifferung nicht eingetreten. Es erwog, der Beschwerdeführer habe in seiner Berufung bezifferte Begehren gestellt für den Fall, dass ihm die Alleinobhut zugewiesen oder die alternierende Obhut im bisherigen Umfang beibehalten werde. Für den Fall aber, dass es bei der vom Kreisgericht angeordneten Alleinobhut der Mutter bleibe, habe er überhaupt kein Begehren gestellt, geschweige denn ein beziffertes. Auch aus der Begründung ergebe sich keine Bezifferung. Bezifferte Anträge habe der Beschwerdeführer erstmals in der Eingabe vom 24. August 2020 formuliert, und zwar in dem Sinn, dass er darin unter dem Titel "vorsorglicher Massnahmen und definitiv zu entscheiden" beantrage, in Abänderung der superprovisorischen Verfügung vom 13. September 2019 - darin hatte der Instruktionsrichter des Kantonsgerichts der Berufung in Bezug auf Ziff. 6 des erstinstanzlichen Urteils betreffend die Verpflichtung des Beschwerdeführers zur Leistung von Kindesunterhalt aufschiebende Wirkung erteilt - und in Wiederherstellung des Entscheids des Kantonsgerichts vom 19. April 2018 sei die Beschwerdegegnerin rückwirkend auf den Tag der Einreichung des Abänderungsbegehrens zur Zahlung eines persönlichen Unterhalts von mindestens Fr. 12'528.-- pro Monat zu verpflichten (E. III/4/b S. 39 f. des angefochtenen Entscheids). Eine unterlassene Bezifferung könne nicht einfach zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden (E. III/4/c/aa S. 40 und E. III/4/c/cc S. 41 des angefochtenen Entscheids). Auf die Berufung könne, soweit die Alleinobhut der Mutter mit Wirkung ab 23. April 2019 bestätigt werde und davon die Unterhaltsregelung betroffen sei, mangels eines bezifferten Antrags nicht eingetreten werden, und zwar selbst dann nicht, wenn man auf das erst am 3. Dezember 2020 gestellte Eventualbegehren abstellen wollte, wonach die Beschwerdegegnerin für den Fall der Bewilligung des Umzugs nach V.________ zu einem vom Gericht zu bestimmenden angemessenen persönlichen nachehelichen Unterhalt zu verpflichten sei (E. III/4/c/cc S. 41 des angefochtenen Entscheids).