Citation: 8C_492/2020 E. 8.2.3

8.2.3. Mit Entscheid vom 12. Dezember 2017 erachtete die Vorinstanz die Kündigung vom 24. Februar 2017 wegen der Verletzung des Gehörsanspruchs zwar als formell rechtswidrig, aber als gültig (vgl. E. 6 hiervor). Dieser Schluss ist im Ergebnis nicht willkürlich. Denn selbst eine schwerwiegende Verletzung des Gehörsanspruchs kann als geheilt gelten und es ist von einer Rückweisung der Sache an die Vorinstanz abzusehen, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Rechtsmittelinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie auch die Rechtslage frei überprüfen kann und die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wäre (BGE 137 I 195 E. 2.3.2 S. 197). Diese Voraussetzungen waren vorliegend erfüllt, zumal das kantonale Gericht über eine volle Kognition verfügte (§ 37 Abs. 2 und § 53 VRG). Es ist somit festzustellen, dass die fristlose Kündigung vom 24. Februar 2017 nicht nichtig ist. Entgegen der Beschwerdeführerin erübrigt sich somit die Prüfung der Frage, ob sie materiell gerechtfertigt war, nicht.