Citation: 7B_1055/2023 E. 2.2.2

2.2.2. Die Vorinstanz erwägt, die in der Schweiz lebenden Geschwister des Beschwerdeführers seien dessen Hauptbezugspersonen. Dabei handle es sich jedoch nicht um die Kernfamilie. Zwar fielen auch andere familiäre Verhältnisse in den Schutzbereich von Art. 8 EMRK. Indessen liege die dafür verlangte enge Beziehung vorliegend nicht vor, selbst wenn angenommen werde, dass der Beschwerdeführer von den Geschwistern zwecks Abzahlung von Schulden finanziell unterstützt werde. Bezüglich der emotionalen Unterstützung hält die Vorinstanz fest, es sei weder dargetan noch ersichtlich, dass diese bezüglich ihrer Intensität einem Betreuungs- oder Pflegebedürfnis nahekäme. Der Beschwerdeführer habe selber ausgeführt, infolge des durch eine Operation wieder erlangten Hörvermögens habe sich seine psychische Verfassung massiv verbessert, sodass er keine Psychotherapie mehr benötige. Eine spezielle Unterstützung durch Familienmitglieder ist gemäss der Vorinstanz nicht erforderlich. Diese kommt zum Schluss, dass eine Landesverweisung das Recht des Beschwerdeführers auf Achtung des Privat- und Familienlebens nach Art. 8 EMRK nicht tangiere.