Citation: 2C_350/2023 E. 5.2

5.2. Der Widerruf der Bewirtschaftungspflicht setzt zunächst voraus, dass eine wesentliche Veränderung der Verhältnisse eingetreten ist (vorne E. 4.2). Die Vorinstanz hat ihre Beurteilung primär auf das zweite Kriterium der Unmöglichkeit bzw. Unzumutbarkeit der Bewirtschaftung abgestellt und lediglich festgehalten, dass zumindest der Wandel der Zeit und der Hotelbranche keinen solchen Zustand zur Folge gehabt habe. Die Beschwerdeführenden machen demgegenüber eine allgemeine Veränderung der Verhältnisse in der Hotellerie geltend; zudem beklagen sie eine Verschlechterung der Ertragslage. Die Argumente der Beschwerdeführenden genügen in dieser pauschalen Form nicht, um eine wesentliche Veränderung anzunehmen. Soweit sie auf die Verschlechterung des Verhältnisses von Kosten und Mietertrag verweisen, übersehen sie zudem, dass dieses in erster Linie das zweite Kriterium der Zumutbarkeit der Bewirtschaftungspflicht betrifft. Die Verschlechterung der Ertragslage kann zwar auf eine wesentliche Veränderung der Verhältnisse hindeuten, genügt alleine aber nicht, um die Bewirtschaftungspflicht aufzuheben. Letzteres kommt nur in Betracht, wenn der gesetzeskonforme Zustand nicht verwirklicht werden kann (vgl. BGE 118 Ib 178 E. 4b). Deshalb muss die Unzumutbarkeit, die sich etwa aus einer unzureichenden Ertragslage oder übermässigen Kosten ergeben kann, auf veränderte Verhältnisse zurückgeführt werden können, die grundsätzlich ausserhalb des Einflussbereichs der involvierten Parteien liegen müssen. Weder hat die Vorinstanz eine derartige Veränderung der Verhältnisse festgestellt noch machen die Beschwerdeführenden in dieser Hinsicht eine unvollständige oder anderweitig unzureichende Sachverhaltsfeststellung durch die Vorinstanz substanziiert geltend. Was die Beschwerdeführenden schliesslich materiell im Rahmen des vorinstanzlichen Sachverhalts vorbringen, genügt nach dem Dargelegten nicht, um die Rechtsfrage einer wesentlichen Veränderung der Verhältnisse zu bejahen.