Citation: 9C_773/2017 E. 4.2

4.2. Auch der Vorwurf, die rückwirkende Verneinung der Arbeitsunfähigkeit wegen angeblicher Beweislosigkeit wiege besonders schwer, weil die Zeugnisse diverser Ärzte glaubwürdiger seien als die retrospektive Beurteilung durch Gutachter des ZVMB, zielt ins Leere. Die Beschwerdeführerin beschränkt sich auch diesbezüglich auf eine blosse Auflistung von Diagnosen und Arbeitsunfähigkeiten, welche behandelnde Ärzte im Laufe der Jahre gestellt und attestiert hatten. Eine substanziierte Auseinandersetzung mit den massgeblichen vorinstanzlichen Erwägungen, wonach diese Berichte gerade nicht überzeugten, findet sich in der Beschwerde nicht. Folglich ist der Schluss des kantonalen Gerichts nicht zu beanstanden, eine vorübergehende Arbeitsunfähigkeit sei zwar nicht ausgeschlossen, aber zumindest nicht nachweisbar. Daran ändert nichts, dass die Gutachter Mühe mit einer retrospektiven Beurteilung bekundeten, begründeten sie diese Schwierigkeiten doch gerade mit der fehlenden Überzeugungskraft der echtzeitlichen Berichterstattung behandelnder Ärzte. Dass sich die Folgen dieser Beweislosigkeit nach den Regeln über die (materielle) Beweislast (vgl. etwa BGE 142 V 106 E. 4.4 S. 110 f.) zu ihren Ungunsten auswirkt, bestreitet die Beschwerdeführerin zu Recht nicht.