Citation: 5A_835/2012 E. 4.4

4.4. Vor Bundesgericht wirft der Beschwerdeführer der Vorinstanz zunächst die unvollständige und willkürliche Ermittlung des Sachverhalts vor. Er bemängelt, dass die Vorinstanz den Wert der neun Grundstücke gar nicht erwähne, obwohl diesem Umstand entscheidrelevante Bedeutung für die Bejahung der Erkennbarkeit der Schädigungsabsicht zukomme. Sodann weist er auf den Umstand hin, dass der Beschwerdegegner in der öffentlichen Urkunde über das Kaufgeschäft vom 8. Dezember 2004 als in 7078 Lenzerheide wohnhaft aufgeführt sei, was auf eine Kenntnis der örtlichen Verhältnisse und damit der ungefähren Landpreise schliessen lasse. Auch wenn er sich bei jenem Geschäft von seinem Vater habe vertreten lassen, müsse er sich die Kenntnis des Inhalts der Dokumente (öffentliche Urkunde und Vereinbarung) anrechnen lassen. Willkürlich sei sodann, dass die Vorinstanz den Arrestentscheid des Bezirksgerichtspräsidenten Albula vom 28. April 2004 nicht in seine Erwägungen einbezogen habe, ergebe sich doch aus demselben, dass der Schuldner den hier strittigen Verkauf in der Absicht abgeschlossen habe, seinen Gläubigern Substrat zu entziehen, dass die Zahlung der Kaufpreise nicht nachgewiesen sei, und schliesslich dass der Preis eher tief angesetzt worden sei. In rechtlicher Hinsicht rügt der Beschwerdeführer, dass die Vorinstanz für die Schädigungsabsicht und die Kenntnis der finanziellen Schwierigkeiten des Schuldners einen strikten Beweis verlangen würde; derart hohe Beweisanforderungen über innere Tatsachen zu verlangen sei willkürlich, komme einem überspitzten Formalismus gleich und stelle eine Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 lit. a BGG dar, indem dadurch die Durchsetzung von Bundesrecht (Art. 288 SchKG) verhindert werde. Vielmehr würde allein das nahe Verwandschaftsverhältnis zwischen Vater und Sohn bereits die Vermutung rechtfertigen, dass der Beschwerdegegner um die schlechte finanzielle Situation von X.________ gewusst habe. Hinzu kämen der enge persönliche Kontakt zwischen den beiden, der erkennbar zu tiefe, unangemessene (und zudem nicht entrichtete) Kaufpreis für die neun Grundstücke und das Fehlen eines objektiven Grundes für deren Verkauf. Ersichtlich verläuft die Kritik, die der Beschwerdeführer dem Bundesgericht vorträgt, auf zwei Ebenen: Einerseits beanstandet er das angefochtene Urteil punktuell, indem er die Aussagen und vor allem die Unterlassungen des Obergerichts in der Würdigung des Sachverhaltes tadelt. Andererseits - und eigentlich hauptsächlich - übt der Beschwerdeführer grundsätzliche Kritik an der Vorgehensweise des Obergerichtes: Anstatt über konkrete Tatsachen ein Beweisverfahren durchzuführen und ihm die Folgen der Beweislosigkeit entgegenzuhalten, hätte das Obergericht aufgrund von allgemein bekannten Tatsachen und gestützt auf die Lebenserfahrung entscheiden und zum gleichen Ergebnis wie das Bezirksgericht gelangen müssen. Es empfiehlt sich, zunächst auf die Kritik zum Grundsatz einzugehen.