Citation: 4A_430/2019 E. A

Am 2. Februar 2005 kollidierte ein Traktor mit dem von B.________ (Geschädigte, Klägerin, Beschwerdegegnerin) gelenkten Personenwagen, worauf die Geschädigte, welche als Inhaberin die Bar X.________ in U.________ führte, vorerst zu 100 % arbeitsunfähig geschrieben wurde. Die A.________ AG (Versicherung, Beklagte, Beschwerdeführerin) mit Sitz in V.________ ist die Haftpflichtversicherung des Traktorführers. In dem von der Versicherungsgesellschaft C.________ in Auftrag gegebenen Gutachten der Academy of Swiss Insurance Medicine (asim) wurde im Rahmen einer medizinischen Gesamtbeurteilung festgehalten, dass die Geschädigte am 6. Juli 2007 weiterhin an Kopf- und Nackenschmerzen, thorakolumbalen sowie lumbal lokalisierten Schmerzen mit als unspezifisch einzuordnender Schmerzausstrahlung in die Beine beidseits bis in den Kniebereich leide. Während die Gutachter die Geschädigte auf ihrem angestammten Gastronomieberuf, der einen mittelschweren körperlichen Einsatz bedinge, als zu 60 % arbeitsfähig erachteten, gingen sie von einer 70 % Leistungsfähigkeit für Haushaltsarbeiten aus. Im asim-Gutachten wurde schliesslich auf einen Motorradunfall vom 9. Juli 2002 eingegangen (hiernach: erster Unfall) und geschlossen, der Anteil der beiden Unfälle auf die Einschränkung des Gesundheitszustands der Geschädigten dürfte " aufgrund der anzunehmenden biomechanischen Schwere des ersten Unfalls und unter Berücksichtigung der symptom-intensiven Auswirkungen des zweiten Unfalles bei etwa 50 % zu 50 % liegen."