Citation: 2A.206/2006 01.09.2006 E. 1

Nach der Ausschaffung hat ein Ausländer grundsätzlich kein aktuelles praktisches Interesse mehr an der Überprüfung des vorgängigen Haftentscheids (Art. 103 lit. a OG; vgl. BGE 123 II 193 E. 6b S. 209; allgemein siehe auch BGE 125 II 86 E. 5b S. 97 sowie ZBl 105/2004 212 E. 1.2, mit weiteren Hinweisen). Für das Bundesgericht besteht in solchen Fällen regelmässig kein Anlass, ausnahmsweise auf dieses Erfordernis zu verzichten. Allfällige Schadenersatzansprüche lassen das aktuelle Interesse an der Prüfung des Haftentscheids nach der Rechtsprechung ebenfalls nicht fortbestehen, da das Staatshaftungsverfahren insofern hinreichenden Schutz bietet, um angebliche Rechtsverletzungen wirksam geltend zu machen (so zur Untersuchungshaft: BGE 110 Ia 140 E. 2a S. 141 ff.; zur Ausschaffungshaft statt vieler: unveröffentlichter Beschluss vom 22. April 1998 i.S. Shala, E. 2).