Citation: 5A_17/2017 E. B

B.a. Die Eheleute leben seit dem 1. September 2011 getrennt. Am 12. September 2011 reichten beide Parteien beim Eheschutzrichter des Kreisgerichts St. Gallen je ein Gesuch um Eheschutzmassnahmen ein. Der Vater beantragte, ihm sei die alleinige Obhut über die Kinder zuzuweisen und der Mutter ein übliches Besuchsrecht einzuräumen. Die Mutter beanspruchte ebenfalls die alleinige Obhut über die Kinder, wobei dem Vater ein Besuchsrecht an zwei einzelnen Tagen, davon einer am Wochenende, sowie an den Feiertagen und in den Sommerferien von drei Tagen pro Woche zu gewähren sei. Mit Entscheid vom 12. Oktober 2011 stellte der Eheschutzrichter die Kinder unter die alleinige Obhut der Mutter. Der Vater wurde berechtigt und verpflichtet, die Kinder von Montag nach dem Kinderhaus E.________, von 14.00 Uhr, bis Donnerstag, 19.00 Uhr, sowie zusätzlich jeden ersten Samstag im Monat von 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr zu sich auf Besuch zu nehmen. Weiter erliess der Eheschutzrichter eine detaillierte Feiertags-/Ferienregelung. Auf Berufung des Vaters entschied der Einzelrichter im Familienrecht am Kantonsgericht St. Gallen am 22. August 2012, die alleinige Obhut über die Kinder bei der Mutter zu belassen; er berechtigte den Vater, die Kinder jeweils von Montagmittag (Ende Kinderhort/Kindergarten bzw. 14. 00 Uhr) bis Donnerstagmorgen (Beginn Kinderhort/Kindergarten bzw. 08.00 Uhr), jedes erste Wochenende (Samstag, 10.00 Uhr, bis Montag, Beginn Kinderhort/Kindergarten bzw. 08.00 Uhr), und in einer Woche Sommerferien von Montagmittag (14.00 Uhr) bis Donnerstagmorgen (10.00 Uhr) zu betreuen. Von dieser Regelung ausgenommen sind drei Wochen Ferien, welche die Kinder mit der Mutter verbringen. Der Einzelrichter errichtete für die Kinder eine Erziehungsbeistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB. Im Übrigen wies er die Berufung des Vaters ab. B.b. Am 9. Januar 2014 beantragten die Eheleute beim Kreisgericht St. Gallen gemeinsam die Scheidung ihrer Ehe. Mit Entscheid vom 6. Oktober 2014 schied das Kreisgericht St. Gallen die Ehe der Parteien und regelte die Nebenfolgen der Scheidung. Beide Parteien haben diesen Entscheid beim Kantonsgericht St. Gallen mit Bezug auf die Nebenfolgen der Scheidung angefochten. B.c. Im Herbst 2016 weigerte sich die Mutter, ab 1. November 2016 die bisherige Betreuungsregelung fortzuführen. Am 28. Oktober 2016 kündigte das Berufungsgericht, das Kantonsgericht St. Gallen, an, eine Begutachtung bei den Psychiatrischen Diensten U.________ in Auftrag zu geben. Mit vorsorglicher Massnahme vom 6. Dezember 2016 entschied es über die Betreuung der Kinder wie folgt: a) Die Kinder sind von Samstag, 10.00 Uhr, bis Mittwochmorgen Schulbeginn bei der Mutter; b) von Mittwochnachmittag Schulende bis Samstag, 10.00 Uhr, sind sie beim Vater, wobei sie am Freitag jeweils den Hort besuchen; c) abwechselnd jedes zweite Wochenende sind sie bei der Mutter bzw. beim Vater; verbringen sie das Wochenende beim Vater, bleiben sie bis am Montagmorgen bei ihm und wechseln am Montagmittag zur Mutter; d) die Kinder werden jeweils dort abgeholt, wo sie sich befinden; e) die Ferien verbringen die Kinder je zur Hälfte bei Vater und Mutter; f) die Feiertage verbringen sie im Sinne der Erwägungen gleichmässig bei Vater und Mutter, wobei die Beiständin die Details regelt bzw. vorschreibt.