Citation: 8C_592/2023 E. 6.1

6.1. Umstritten ist als Erstes, ob ein leistungsbegründendes Schreckereignis vorliegt. An den aufgrund der allgemeinen Adäquanzformel zu beurteilenden Kausalzusammenhang zwischen dem Schreckereignis und den nachfolgenden psychischen Beschwerden werden hohe Anforderungen gestellt. Dabei stehen insbesondere der Beweis der Tatsachen, die das Schreckereignis ausgelöst haben, und die Aussergewöhnlichkeit des fraglichen Ereignisses sowie der entsprechende psychische Schock im Vordergrund. Ob zwischen einem Schreckereignis und den psychischen Störungen eine adäquate Kausalität besteht, ist eine Wertungsgesichtspunkten unterliegende Rechtsfrage, die das Bundesgericht frei prüft (BGE 132 III 715 E. 2.2; SVR 2023 UV Nr. 38 S. 135, 8C_551/2022 E. 2.2.3).