Citation: 9C_724/2015 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe bundesrechtswidrig eine zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Verfügung unterstellt. Das Gericht habe ausgeblendet, dass eine lediglich 50 %ige Restarbeitsfähigkeit nicht allein auf dem Bericht des Dr. med. B.________ vom Dezember 2007 beruht habe, sondern das Ergebnis gescheiterter Eingliederungsmassnahmen gewesen sei und die Ärzte die schmerzbedingten Limitierungen ab 2007 mehr und mehr bestätigt hätten. Die gesamte medizinische Aktenlage (Berichte des Dr. med. B.________ vom 11. Dezember 2007, der RAD-Ärzte C.________ [Facharzt Chirurgie FMH] vom 7. Januar 2008 und D.________ [Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie] vom 2. Oktober 2009, des Dr. med. E.________ vom 11. Februar 2009, der Klinik F.________ vom 25. Februar 2009 sowie des Medizinischen Zentrums G.________ vom 27. Februar 2009) wie auch die beruflichen Abklärungsmassnahmen (in der H.________ Ende 2004/anfangs 2005 und im beruflichen Trainingszentrum I.________ im Frühling/Sommer 2006) liessen die Beurteilung des RAD als nachvollziehbar und aufgrund des damaligen Sachverhaltes als richtig erscheinen. Die ABI-Beurteilung vom 20. August 2013, welche eine strengere Beurteilung des im Wesentlichen unveränderten Gesundheitszustandes enthalte, sei unter Wiedererwägungsgesichtspunkten ebenso irrelevant wie der Observationsbericht. Ein Wiedererwägungsgrund fehle. Ebenfalls fehle ein Grund für die Revision der Hilflosenentschädigung, weil sich gemäss den ABI-Gutachtern der Gesundheitszustand nicht verbessert habe und ihre Einschätzung somit eine revisionsrechtlich nicht relevante abweichende Beurteilung des gleich gebliebenen Gesundheitsschadens sei. Die Annahme wiedererlangter Selbständigkeit sei eine Mutmassung und insoweit eine offensichtlich unrichtige, willkürliche Sachverhaltsfeststellung.