Citation: 8C_155/2024 E. A

A.a. Die 1972 geborene A.________ war zuletzt von Mai 2011 bis Juni 2014 als Schichtleiterin bei der B.________ AG angestellt. Am 8. August 2014 meldete sie sich unter Hinweis auf eine psychische Erkrankung (Depression) bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle des Kantons Zürich gewährte nach Beizug der Akten der Krankentaggeldversicherung und medizinischen Abklärungen Kostengutsprache für ein vom 6. Juli bis 25. September 2015 dauerndes Belastbarkeitstraining, das auf Empfehlung der behandelnden Dr. med. C.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, per 3. August 2015 abgebrochen wurde. Med. pract. D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. E.________, Facharzt für Chirurgie, beide vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD), konnten in ihren psychiatrischen und orthopädisch-chirurgischen Untersuchungsberichten vom 22. Juli 2015 keine Diagnosen mit dauerhafter Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit stellen. Gestützt darauf verneinte die IV-Stelle mit unangefochten in Rechtskraft erwachsener Verfügung vom 29. September 2015 einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung. A.b. Am 15. Juli 2020 meldete sich A.________ erneut bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an und verwies bezüglich der Art der gesundheitlichen Beeinträchtigung auf das der Anmeldung beigelegte, von der Sozialberatung U.________ eingeholte psychiatrische Gutachten der Gutachterstelle F.________ vom 2. Juli 2020. Im Rahmen des Vorbescheidverfahrens holte die IV-Stelle eine psychiatrisch-neuropsychologische Expertise des Prof. Dr. med. G.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und der Dr. phil. H.________, Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP, vom 8. Juni 2022 (inklusive Ergänzung vom 11. Juli 2022) ein. Die Experten stellten eine andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung als Folgeerkrankung einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) fest. Sie attestierten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit. Für eine angepasste Beschäftigung prognostizierten sie eine ungefähr 40%ige Arbeitsfähigkeit. Die IV-Stelle lehnte in der Folge einen Rentenanspruch ab, da es seit der Verfügung vom 29. September 2015 zu keiner wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes gekommen sei (Verfügung vom 19. Januar 2023).