Citation: 6B_1092/2022 E. 2.5.3

2.5.3. Die Erstaussagen der fraglichen Personen werden von der Vorinstanz allein bei der Prüfung einer entschuldbaren Notwehr im Sinne von Art. 16 StGB mitberücksichtigt. Dabei legt die Vorinstanz dar, dass und weshalb die Erstaussagen bei der Beweiswürdigung nicht ausschlaggebend seien. Die Vorinstanz gelangt - anders als die Erstinstanz - zum Schluss, der Beschwerdeführer habe nicht in entschuldbarer Notwehr gehandelt, billigt ihm aber aufgrund des Verbots der "reformatio in peius" trotzdem entschuldbare Notwehr im Sinne von Art. 16 Abs. 1 StGB zu und berücksichtigt diesen Strafmilderungsgrund bei der Strafzumessung. Sofern der Beschwerdeführer die Verletzung des Konfrontationsanspruchs im Zusammenhang mit entschuldbarer Notwehr im Sinne von Art. 16 StGB rügt, ist er nicht beschwert und auf seine Beschwerde ist diesbezüglich nicht einzutreten.