Citation: 6B_26/2016 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz erwägt, aufgrund des Sekundenschlafs müsse dem Beschwerdeführer die Fahrfähigkeit im Unfallzeitpunkt abgesprochen werden. Die objektiven Tatbestandsmerkmale von Art. 91 Abs. 2 lit. b SVG seien erfüllt. Es sei unbestritten, dass eine zunehmende Ermüdung auch subjektiv erkennbar sei. Der Eintritt der Gefährdung durch Einnicken am Steuer sei demnach für den Beschwerdeführer voraussehbar gewesen. Gleichwohl habe er die Fahrt nicht unterbrochen. Diese Möglichkeit hätte ihm entgegen seinen Behauptungen offengestanden, denn er hätte auch nach Deitingen mehrmals die A1 verlassen können (Ausfahrten Wangen an der Aare, Niederbipp/Langenthal und Oensingen). Es habe somit durchaus Handlungsalternativen gegeben. Eine Weiterfahrt bis zur Raststätte Gunzgen sei keineswegs zwingend gewesen. Der Beschwerdeführer sei dennoch weitergefahren und habe leichtsinnig darauf vertraut, dass sich die Müdigkeit überwinden lasse und er nicht am Steuer einnicken würde. In subjektiver Hinsicht sei ihm deshalb bewusste Fahrlässigkeit anzulasten. Dass die Polizei ihn nach dem Unfall habe nach Hause fahren lassen, führe nicht zu einer abweichenden Einschätzung. Daraus lasse sich lediglich folgern, er habe die Fahrfähigkeit wiedererlangt, nachdem er - wie im Verkehrsunfallrapport festgehalten - eine längere Pause eingelegt habe. Die Fahrunfähigkeit im Unfallzeitpunkt werde damit nicht in Frage gestellt.