Citation: 7B_542/2023 E. 2.2.4

2.2.4. Die Gläubigerin kann für eine fällige Forderung, soweit diese nicht durch ein Pfand gedeckt ist, Vermögensstücke des Schuldners, die sich in der Schweiz befinden, mit Arrest belegen lassen, wenn der Schuldner in der Absicht, sich der Erfüllung seiner Verbindlichkeiten zu entziehen, Vermögensgegenstände beiseite schafft, sich flüchtig macht oder Anstalten zur Flucht trifft (Art. 271 Abs. 1 Ziff. 2 SchKG). Beim Arrest handelt es sich um eine Sicherungsmassnahme, das heisst die Beschlagnahme von Vermögenswerten des Schuldners, die es ermöglicht, eine Forderung während der Dauer des Arrestverfahrens zu sichern (BGE 138 III 636 E. 4.3.2 mit Hinweisen). Die entsprechenden Voraussetzungen sind von der Gläubigerin glaubhaft zu machen (vgl. Art. 272 Abs. 1 SchKG). Nach Art. 261 Abs. 1 ZPO trifft das Gericht sodann die notwendigen vorsorglichen Massnahmen, wenn die gesuchstellende Partei glaubhaft macht, dass ein ihr zustehender Anspruch verletzt ist oder eine Verletzung zu befürchten ist (lit. a) und ihr aus der Verletzung ein nicht leicht wieder gutzumachender Nachteil droht (lit. b). Über die Arrestbewilligung und über vorsorgliche Massnahmen wird im summarischen Verfahren entschieden (Art. 251 lit. a und Art. 248 lit. d ZPO). Dieses zeichnet sich, nebst der blossen Glaubhaftmachung des Sachverhalts, durch eine summarische Rechtsprüfung und eine provisorische Entscheidung aus (BGE 138 III 636 E. 4.3.2 mit Hinweisen). Es ist von Raschheit und Flexibilität geprägt, wobei die Schnelligkeit namentlich dank einer Beschränkung der zulässigen Beweismittel erreicht wird (vgl. BGE 144 III 100 E. 6).