Citation: B 50/01 21.01.2003 E. 3

3.1 Der Verlauf der Arbeitsunfähigkeit ist durch den Bericht der behandelnden Psychiaterin Frau Dr. med. S.________ vom 11. November 1996 gut dokumentiert. Daraus, wie auch aus den übrigen IV-Akten, geht hervor, dass der Beschwerdeführer seit vielen Jahren beruflich desintegriert war, indem er wegen seines psychischen Leidens seit 1990 immer wieder nach kurzer Zeit scheiterte, sei es als Lehrer mit Stellvertretungen, sei es als Landschaftsarchitekt oder als Gärtner. Die Annahme der - personal- und berufsvorsorgerechtlich effektiv vollzogenen - Anstellung als Fachlehrer-Stellvertreter in der Gemeinde P.________ für die Zeit vom 19. Februar bis 5. Juli 1996 war der bisher letzte Versuch, beruflich Fuss zu fassen. Die Angaben der behandelnden Psychiaterin sowie die Tatsache, dass der Beschwerdeführer seine am 19. Juli 1995 eingereichte, in der Folge zurückgezogene erste Anmeldung zum Bezug von IV-Leistungen damit begründete, es sei ihm nunmehr klar geworden, dass er den beruflichen Anforderungen nicht mehr zu genügen vermöge, sprechen eindeutig dagegen, die Festsetzung des Beginns der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit durch die IV-Stelle auf Juli 1995 als offensichtlich unhaltbar zu qualifizieren. Auf eine solche qualifizierte Unrichtigkeit kann auch nicht gestützt auf den Bericht des Dr. med. L.________, Arzt für Allgemeine Medizin FMH, vom 26. Juni 1997 geschlossen werden. Der Allgemeinmediziner räumt seinerseits ein, dass sich die psychischen Probleme im Verlaufe der Zeit, insbesondere in den letzten Jahren, intensiviert hätten. Die Stellungnahme, wonach ab Mai 1996 100%ige Arbeitsunfähigkeit vorliege, schliesst zudem nicht aus, dass der massgebliche Eintritt der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit nicht bereits zu einem früheren Zeitpunkt erfolgte. Zusammenfassend lässt sich nicht sagen, dass die IV-rechtliche Festsetzung des Beginns der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit im Juli 1995 offensichtlich unrichtig ist. Andere Gründe koordinations- oder materiellrechtlicher Natur (vgl. Erw. 1 in fine hievor), welche der Verbindlichkeitswirkung der Verfügung der IV-Stelle vom 5. Mai 1997 entgegenstehen, fallen ausser Betracht, weshalb die vorinstanzliche Verneinung eines Rentenanspruchs zu bestätigen ist. 3.2 Am Prozessausgang hätte selbst eine freie Prüfung des Anspruchs nichts geändert. Ein berufsvorsorgerechtlicher Rentenanspruch gegenüber der Beschwerdegegnerin wäre daran gescheitert, dass der Zeitpunkt des Eintritts der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit nicht durch spekulative Annahmen und Überlegungen bewiesen wird, sondern nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit festzusetzen ist. Mit Blick auf den Krankheitsverlauf sowie die damit verbundene, unstete berufliche Karriere wäre hinsichtlich des Eintritts der zu Invalidität führenden Arbeitsunfähigkeit auf Beweislosigkeit zu schliessen gewesen, weshalb die vorinstanzliche Verneinung des Rentenanspruchs auch unter diesem Blickwinkel zu bestätigen gewesen wäre. Daran hätte sich auch dann nichts geändert, wenn sich der Beschwerdeführer, wie mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erneut vorgebracht wird, im Zusammenhang mit der kurzzeitigen Anstellung als Primarlehrer in der Gemeinde M.________ vom 14. Oktober 1991 bis 24. Januar 1992 auf Versicherungsschutz durch die Beschwerdegegnerin hätte berufen können (BGE 126 V 360 Erw. 5b, Urteil B. vom 22. Februar 2002, B 35/00, publiziert in TrEX 2002 295, je mit Hinweisen).