Citation: 6S.281/2002 16.04.2003 E. 4

Der zweite Schuldspruch betrifft die Äusserung in einem Schreiben vom 3. August 1998, der Beschwerdegegner habe Jahresrechnungen der A.________ AG rechtswidrig abändern lassen. Das Schreiben ging an den Beschwerdegegner, an dessen Ehefrau und an dessen Schwiegermutter. Nach Ansicht der Vorinstanz hat der Beschwerdeführer dem Beschwerdegegner damit nicht nur ein täuschendes und daher moralisch verwerfliches Verhalten angelastet, sondern ihn in Zusammenhang mit einer behaupteten Urkundenfälschung gebracht, mithin der Begehung einer strafbaren Handlung. Der Beschwerdeführer wendet erneut ein, er habe die Äusserung nicht gegenüber einem Dritten getan. Diese Rüge ist, wie schon dargelegt (E. 3.1), unbegründet. Der Beschwerdeführer bestreitet den ehrverletzenden Charakter der Äusserung. Der Einwand ist offensichtlich unbegründet; es kann auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Art. 36a Abs 3 OG). Der Beschwerdeführer bringt vor, er habe den Wahrheitsbeweis oder zumindest den Gutglaubensbeweis erbracht. Das trifft nicht zu. Denn er wurde zum Wahrheitsbeweis gar nicht erst zugelassen.