Citation: 1C_241/2022 E. 2.5

2.5. Erforderlich wäre somit, dass der Beschwerdeführerin hinsichtlich der Form der streitigen Übertragung der Aufgaben der Wahlleitung nach dem anwendbaren kantonalen Recht ein Spielraum zukommt. Dies ist gestützt auf die Vorbringen der Beschwerdeführerin nicht erkennbar und es ist fraglich, ob die Beschwerdeschrift insofern den Begründungsanforderungen genügt (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG). Dessen ungeachtet ist die Behauptung, es bestehe in dieser Hinsicht ein bundesverfassungsrechtlich geschützter Autonomiebereich, unzutreffend. Denn nach der Rechtsprechung setzt ein solcher Autonomiebereich bei der Anwendung kantonalen Rechts voraus, dass der bestehende Spielraum auf die Berücksichtigung der besonderen Verhältnisse und Bedürfnisse in den Gemeinden ausgerichtet ist. Dies ist nicht bei jedem Ermessensentscheid der Fall, und auch ein in einem von der Gemeindebehörde anzuwendenden kantonalen Gesetz enthaltener unbestimmter Rechtsbegriff genügt für sich allein noch nicht für die Begründung eines gemeindefreiheitsbezogenen Spielraums (BGE 118 Ia 218 E. 3d/e; Urteil 2C_919/2011 vom 9. Februar 2012 E. 2.3.2, in: ZBl 113/2012 S. 543; je mit Hinweisen; s. auch REGULA KÄGI-DIENER, in: St. Galler Kommentar, Die schweizerische Bundesverfassung, 3. Aufl. 2014, N. 12 zu Art. 50 BV; KILIAN MEYER, in: Basler Kommentar, Bundesverfassung, 2015, N. 19 zu Art. 50 BV; THOMAS PFISTERER, Die verfassungsrechtliche Stellung der aargauischen Gemeinden bei der Erfüllung der öffentlichen Aufgaben, 1983, S. 255 ff.).