Citation: 5C.243/2005 07.04.2006 E. 2

Das Bundesgericht prüft die Rechtsmittelvoraussetzungen von Amtes wegen und mit freier Kognition, ohne an die Auffassungen der Parteien gebunden zu sein (BGE 131 III 667 E. 1 S. 668; 131 I 57 E. 1 S. 59). Die Berufung der Klägerin richtet sich gegen die Besuchsrechtsregelung zwischen dem Vater und dem Kind, einschliesslich der Ausgestaltung der damit verbundenen Beistandschaft und ist daher ohne weiteres zulässig (Art. 44 und Art. 44 lit. d OG). Das trifft auch für die Berufung des Beklagten zu, soweit sie sich gegen die vorgenannten Punkte richtet. Vom Beklagten angefochten ist aber auch die Unterhaltsregelung zu Gunsten des Kindes. Da dieser Punkt jedoch nicht ausschliesslichen Gegenstand seiner Berufung bildet, kann offen bleiben, ob diesbezüglich der Streitwert nach Art. 46 OG gegeben ist (vgl. BGE 116 II 493 E. 2b S. 495, e contrario). Auf beide rechtzeitig gegen ein letztinstanzliches Urteil eingelegten Berufungen ist einzutreten (Art. 54 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 OG).