Citation: 9C_365/2022 E. A

A.________ bezieht eine ganze Rente der Invalidenversicherung. Im September 2013 meldete sie sich bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen (EL-Durchführungsstelle) zum Bezug von Ergänzungsleistungen an. Der Anmeldung legte sie ein Scheidungsurteil vom 20. März 2013 bei, mit dem ihr ehemaliger Ehemann verpflichtet worden war, ihr ab November 2012 einen monatlichen Unterhaltsbeitrag in Höhe der Differenz zwischen Fr. 2800.- (ihr Bedarf) und der Invalidenrente zu bezahlen, "höchstens jedoch Fr. 1350.- pro Monat, zahlbar je monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats bis zum Erreichen des ordentlichen Pensionierungsalters (Beginn der AHV-Rentenberechtigung) " des geschiedenen Ehemanns. Mit Wirkung seit September 2013 werden A.________ Ergänzungsleistungen ausgerichtet. Am 29. September 2021 beantragte A.________ über ihren Beistand eine Erhöhung der Ergänzungsleistung wegen Wegfalls der Unterhaltszahlungen. Diese seien letztmals für den Monat März 2021 geschuldet gewesen und bezahlt worden. Die Sozialversicherungsanstalt erhöhte mit Wirkung ab September 2021 die Ergänzungsleistung um Fr. 1350.- auf Fr. 2215.- (Verfügung vom 19. Oktober 2021). Auf Einsprache von A.________ hin stellte die Sozialversicherungsanstalt eine verspätete Meldung des anspruchserhöhenden Umstandes fest, verwarf den Einwand, die Terminierung des Unterhaltsanspruchs sei bereits 2013 angezeigt worden, und wies die Einsprache ab (Entscheid vom 10. März 2022).