Citation: H 38/06 26.10.2006 E. 5

5.1 Wie die Vorinstanz verbindlich festgestellt hat (vgl. Erw. 3 hievor), hat die konkursite Gesellschaft Beiträge zuzüglich Verwaltungskosten, Mahngebühren, Betreibungskosten sowie Verzugszinsen in der Höhe von Fr. 480'807.40 für die Jahre 1999 bis 2001 nicht mehr entrichtet, wobei gegenüber dem Beschwerdeführer 1 ein reduzierter Betrag von Fr. 478'315.40 und gegenüber dem Beschwerdeführer 2 ein solcher von Fr. 402'998.85 geltend gemacht wurde. Wie das kantonale Gericht ebenfalls verbindlich festgestellt hat, beruhten diese Beiträge auf Lohnzahlungen in den Jahren 1999 bis 2001 in der Gesamthöhe von Fr. 4'638'004.- (1999: Fr. 505'572.20, 2000: Fr. 1'839'830.80, 2001: Fr. 2'292'601.-). Dabei ergab sich der hohe Beitragsausstand insbesondere dadurch, dass die Gesellschaft die massive Erhöhung des Personalbestandes im Jahre 2000 der Ausgleichskasse nicht meldete und auch die Lohnbescheinigung 2000 erst am 20. August 2001 einreichte, weshalb die Ausgleichskasse erst dann die entsprechenden Anpassungen bei den Pauschalrechnungen vornehmen konnte. Dies bewirkte zusammen mit der Tatsache, dass auch im Jahr 2001 das Personal gegenüber dem Jahr 2000 erheblich aufgestockt wurde, entsprechend hohe Nachforderungen durch die Ausgleichskasse (unter anderem Rechnung vom 27. August 2001). Damit verstiess die Gesellschaft gegen die Beitragsabrechnungs- und -zahlungspflicht und missachtete Vorschriften im Sinne von Art. 52 AHVG. 5.2 Soweit der Beschwerdeführer 1 hinsichtlich der Höhe der Schadenersatzforderung erneut geltend macht, die berücksichtigte Lohnsumme für 2001 sei zu hoch, ist er nicht zu hören: Wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat, basierte die vom Revisor ermittelte Lohnsumme für 2001 in erster Linie auf den Angaben des Beschwerdeführers 1 selbst, der anlässlich der Revision vom 11. Februar 2002 die Lohnsumme von Fr. 2'292'601.75 unterschriftlich bestätigte. Dass er sich an die Unterzeichnung nicht erinnern kann, ändert daran ebenso wenig wie sein unbehelflicher Einwand, er verfüge nicht über das betreffende Dokument und könne deshalb nicht überprüfen, ob er diese Angaben gemacht habe, hat doch sein Rechtsvertreter bereits im vorinstanzlichen Verfahren das fragliche Aktenstück als Beschwerdebeilage eingereicht, welches er offenbar von der Ausgleichskasse kopiert hatte und hatte er damit bereits früher Gelegenheit, die darin enthaltenen Angaben substanziiert zu bestreiten. Dass er nur vorbringt, soweit er sich erinnern könne, seien ab etwa Mitte 2001 immer weniger Löhne bezahlt worden, genügt jedenfalls nicht, abgesehen davon, dass seine Argumentation nicht nachvollziehbar ist, wonach es sich bei der fraglichen Lohnsumme "um die Lohnsumme gemäss Buchhaltung (geschuldet und bezahlt) handeln" müsse, die Sozialversicherungsabgaben "aber nur auf den tatsächlich von der Arbeitgeberin ausbezahlten Löhnen zu bezahlen" waren. Anhaltspunkte für falsche Lohnangaben liegen keine vor. Der rechtserhebliche Sachverhalt ist in diesem Punkt weder offensichtlich unrichtig, unvollständig noch unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt worden (Art. 132 in Verbindung mit Art. 104 lit. a und b sowie Art. 105 Abs. 2 OG). Es besteht deshalb weder eine Veranlassung, noch die Möglichkeit (vgl. Erw. 3 hievor) für weitere Abklärungen. 5.3 Nachdem die Rechtzeitigkeit der Schadenersatzverfügungen nicht bestritten ist, bleibt damit zu prüfen, ob das kantonale Gericht die von der Gesellschaft begangene Pflichtverletzung zu Recht den Beschwerdeführenden, ihres Zeichens Präsident des Verwaltungsrats sowie hernach Geschäftsführer und Verwaltungsratsmitglied bzw. Mitglied des Verwaltungsrats der Gesellschaft, als qualifiziertes Verschulden angerechnet hat.