Citation: 1P.111/2005 12.04.2005 E. 3

Die Beschwerdeführer unterstellen den kantonalen Behörden sinngemäss geheime Absprachen und Intrigen. Es sei offensichtlich, dass das Obergericht und die kantonalen Instanzen gegenüber den zum Teil bestens bekannten Angeschuldigten befangen seien und diese Verfahren aus persönlichen Gründen nicht führen wollten und könnten. 3.1 Nach der in Art. 30 Abs. 1 BV und in Art. 6 Ziff. 1 EMRK enthaltenen Garantie des verfassungsmässigen Richters hat der Einzelne Anspruch darauf, dass seine Sache von einem unparteiischen, unvoreingenommenen und unbefangenen Richter ohne Einwirken sachfremder Umstände entschieden wird. Liegen bei objektiver Betrachtungsweise Gegebenheiten vor, die den Anschein der Befangenheit und die Gefahr der Voreingenommenheit zu begründen vermögen, so ist die verfassungsmässige Garantie verletzt (BGE 125 I 209 E. 8a S. 217; 120 Ia 184 E. 2b S. 187). Befangenheit ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nur anzunehmen, wenn Umstände vorliegen, die geeignet sind, Misstrauen in die Unparteilichkeit eines Richters zu erwecken. Solche Umstände können entweder in einem bestimmten persönlichen Verhalten des betreffenden Richters oder in gewissen funktionellen und organisatorischen Gegebenheiten begründet sein. In beiden Fällen wird aber nicht verlangt, dass der Richter deswegen tatsächlich befangen ist. Es genügt, dass Umstände vorliegen, die bei objektiver Betrachtungsweise geeignet sind, den Anschein der Befangenheit zu begründen (BGE 124 I 121 E. 3a S. 123). 3.2 Vorliegend ist weder ersichtlich noch rechtsgenüglich dargetan, inwiefern die kantonale Untersuchungsrichterin 2, der Prokurator 1 oder die am angefochtenen Urteil beteiligten Oberrichter befangen gewesen wären. Soweit die Beschwerde den Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG in dieser Hinsicht überhaupt zu genügen vermag, zeigt sie keine Umstände auf, die den Anschein der Befangenheit vermitteln würden. Weil dem Einstellungsbeschluss des Staatsanwaltes und dem Urteil des Obergerichts eine andere Rechtsauffassung zugrunde liegt als ihre eigene, erscheinen die beteiligten Personen den Beschwerdeführern als befangen. Diese Betrachtungsweise vermag jedoch mitnichten eine Verletzung von Art. 30 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK zu belegen. Die Vorwürfe hinsichtlich irgendwelcher Absprachen, "Vertuschungsaktionen" und Verleumdungen entbehren jeglicher Grundlage.