Citation: 8C_326/2014 E. 3.3.1

3.3.1. Es steht fest, dass die in den Mitarbeitergesprächen geäusserten Beanstandungen, die protokollarisch am 18. April und 17. Juli 2012 erfasst wurden, zur Kündigung führten, wie die Arbeitgeberin im Kündigungsschreiben vom 31. August 2013 und auch in der Arbeitgeberbescheinigung vom 22. Januar 2013 bekräftigte. Sie bemängelte insbesondere die Arbeitsqualität, indem der Beschwerdegegner wichtige Details teilweise übersehe und zerstreut wirke, wie auch Aufträge vergesse. Seine Zuverlässigkeit und die Produktivität wurden als ungenügend qualifiziert sowie eine erwartete diesbezügliche Steigerung bis Ende August 2012 als Zielvereinbarung formuliert. Im Vorgang hierzu enthält das Protokoll vom 18. April 2012 dieselben Hinweise auf ungenügende Zuverlässigkeit und fehlende Termineinhaltung, wobei ausdrücklich erwähnt wurde, dass die Ziele bis jetzt (November 2011 bis April 2012) nicht erreicht worden seien und gerade die Funktion als Stellvertreter des IT-Leiters von seiner Zuverlässigkeit abhänge, was der Versicherte unterschriftlich bestätigte. Auf die grossen Qualitätsunterschiede in der Arbeit und die fehlende Zuverlässigkeit hinsichtlich erfolgter Abmachungen wies die Arbeitgeberin im Schreiben an die Arbeitslosenkasse vom 11. Februar 2013 nochmals hin. Der Vorinstanz ist insoweit zu folgen, als damit klar feststeht, dass der Beschwerdegegner durch sein Verhalten Anlass zur Kündigung gab, womit ein Selbstverschulden im Sinne von Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV vorliegt.