Citation: 4A_341/2022 E. 2.2

2.2. Der Streitwert bestimmt sich nach den Begehren, die vor der Vorinstanz streitig geblieben waren (Art. 51 Abs. 1 lit. a BGG). Als Nebenrechte geltend gemachte Zinsen fallen bei der Bestimmung des Streitwerts nicht in Betracht (Art. 51 Abs. 3 BGG). Mehrere von Streitgenossen erhobene Begehren werden zusammengerechnet, sofern sie sich nicht gegenseitig ausschliessen (Art. 52 BGG). Die Zivilkreisgerichtspräsidentin verurteilte die Beklagte, den Klägern 1 Fr. 4'393.55, den Klägern 2 Fr. 4'266.30 und den Klägern 3 Fr. 4'266.30, je nebst Zins, zu bezahlen (insgesamt somit Fr. 12'926.15). Die Beschwerdeführerin focht diesen Entscheid in Teilen an (Bezahlung im Umfang von Fr. 234.35 an die Kläger 1, Fr. 107.10 an die Kläger 2 sowie Fr. 107.10 an die Kläger 3, je nebst Zins, akzeptierte sie). Die Beschwerdegegner beantragten in der Berufungsantwort die Abweisung der Berufung und die Bestätigung des erstinstanzlichen Entscheids. Die vor Vorinstanz streitig gebliebenen, nach Art. 51 Abs. 1 lit. a BGG massgebenden Begehren beliefen sich damit zusammengerechnet auf Fr. 12'477.60 (erstinstanzliche Verurteilung zur Bezahlung von Fr. 4'393.55, Fr. 4'266.30 und Fr. 4'266.30 [zusammengerechnet Fr. 12'926.15], abzüglich die von der Beschwerdeführerin im Berufungsverfahren anerkannten Beträge von Fr. 234.35, Fr. 107.10 und Fr. 107.10 [zusammengerechnet Fr. 448.55]). Wohl bezifferte das Kantonsgericht in der Rechtsmittelbelehrung den Streitwert auf Fr. 16'266.40 (worauf sich die Beschwerdeführerin in ihrer beim Bundesgericht eingereichten Beschwerde zu beziehen scheint). Die Vorinstanz erklärte in den Erwägungen, dass sich dieser Betrag zusammensetze aus den geltend gemachten Forderungen von Fr. 6'471.90 der Kläger 1, Fr. 4'897.25 der Kläger 2 und Fr. 4'897.25 der Kläger 3. Dabei handelt es sich um die vor Erstinstanz strittigen Begehren. Diese sind im Verfahren vor Bundesgericht für die Bestimmung des Streitwerts nicht massgebend (Art. 51 Abs. 1 lit. a BGG). Die falsche Rechtsmittelbelehrung beziehungsweise die falsche Angabe des Streitwerts des Kantonsgerichts bindet das Bundesgericht nicht (vgl. BGE 140 III 571 E. 1.2; 135 III 470 E. 1.2), und der rechtsanwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin durfte die Unrichtigkeit dieser Angabe nicht entgehen. Ein Blick in das Gesetz (Art. 51 Abs. 1 lit. a BGG) erhellt, dass sich der Streitwert vor Bundesgericht nach den vor der Vorinstanz (und nicht vor der Erstinstanz) gestellten Begehren richtet.