Citation: 5A_977/2020 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz hielt fest, dass die Verrechnung den Bestand einer fälligen, allenfalls bestrittenen Gegenforderung und eine entsprechende Erklärung des Schuldners voraussetze. Im Falle einer bestrittenen Gegenforderung trete die Tilgungswirkung nicht allein mit der Verrechnungserklärung ein, vielmehr müsse sie vom Schuldner bewiesen oder zumindest glaubhaft gemacht werden. Vor diesem Hintergrund könne dem Beschwerdeführer nicht gefolgt werden, soweit er sich auf seine vorprozessuale Verrechnungserklärung berufe, der nicht widersprochen worden sei. Auf jeden Fall habe er Bestand, Umfang und Fälligkeit der Verrechnungsforderung im Rahmen der Rechtsöffnung glaubhaft zu machen, falls diese bestritten werde. Konkret stelle die in der E-Mail vom 30. August 2019 erklärte Verrechnung mit einem Anspruch von Fr. 10'000.-- aus einer Persönlichkeitsverletzung eine reine Parteibehauptung dar. Diese erweise sich auch in Anbetracht der E-Mail vom 11. März 2019 als nicht glaubhaft, in der der Beschwerdeführer per Ende Mai 2019 die Rückzahlung des Darlehens samt Zinsen in Aussicht gestellt habe.