Citation: 8C_159/2020 E. 2.2

2.2. Das kantonale Gericht hat die zur Beurteilung des Streitgegenstandes zu beachtenden Rechtsgrundlagen zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. Zu wiederholen ist zum einen, dass gemäss Ziffer 404 Anhang GgV Störungen des Verhaltens bei Kindern mit normaler Intelligenz, im Sinne krankhafter Beeinträchtigung der Affektivität oder Kontaktfähigkeit, bei Störungen des Antriebs, des Erfassens der perzeptiven Funktionen, der Wahrnehmung, der Konzentrationsfähigkeit sowie der Merkfähigkeit, sofern sie mit bereits gestellter Diagnose als solche vor der Vollendung des 9. Altersjahres auch behandelt worden sind (1. Satz), zu medizinischen Leistungen der Invalidenversicherung führen können. Diese Symptome müssen kumulativ nachgewiesen sein, sie müssen jedoch nicht unbedingt gleichzeitig vorhanden sein, sondern können unter Umständen sukzessive auftreten (Kreisschreiben des BSV über die medizinischen Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung [KSME], Anhang 7 [Ziffer 404 GgV Medizinischer Leitfaden], Ziff. 2.1; im Folgenden: Medizinischer Leitfaden). Zum anderen ist zu wiederholen, dass auch reinen Aktengutachten Beweiswert zuzuerkennen ist, wenn es im Wesentlichen um die Beurteilung eines feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (Urteil 9C_411/2018 vom 24. Oktober 2018 E. 4. 2 mit Hinweis).