Citation: 9C_613/2016 E. 4.3

4.3. Weiter ist der Beschwerdeführer der Ansicht, die Experten des MZR seien nicht unabhängig im Sinne von Art. 44 ATSG gewesen, da sie regelmässig von der IV-Stelle Aufträge erhielten, durch die Akten des strafrechtlichen Verfahrens beeinflusst worden seien und das Privatgutachten der Dr. med. C.________ "komplett ignoriert" hätten. Auch diese Einwände sind unbehelflich. Nach gefestigter Rechtsprechung führt der regelmässige Beizug eines Gutachters oder einer Begutachtungsinstitution durch den Versicherungsträger für sich allein nicht zum Ausstand (BGE 137 V 210 E. 1.3.3 S. 226 f.). Dass die Sachverständigen die ihnen überlassenen Akten - und damit auch diejenigen aus dem Strafverfahren - berücksichtigt haben, führt für sich allein ebenfalls nicht zum Anschein der Befangenheit; gegenteils sind die Gutachter zur Berücksichtigung sämtlicher relevanter Aktenstücke gehalten, ansonsten die Expertise mit einem Mangel behaftet wäre (vgl. BGE 137 V 210 E. 6.2.4 S. 270). Sodann kann - soweit dies für die Frage des Befangenheitsanscheins überhaupt relevant ist - mit Blick auf den Aktenauszug und das neurologische Teilgutachten keine Rede davon sein, die Experten hätten das Privatgutachten komplett ignoriert.