Citation: 6B_149/2022 E. 5.4.4

5.4.4. Die Vorinstanz stellt fest, dass sich die Beweisführung der Staatsanwaltschaft "weitgehend auf Niederschriften von abgehörten Gesprächen" stütze, und setzt sich mit den Mängeln der Niederschriften, die im bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahren akribisch vorgetragen werden, zunächst in allgemeiner Weise (Urteil S. 18-20) und in der Folge bei der Sachverhaltsfeststellung spezifisch auseinander. An keiner Stelle des angefochtenen Urteils geht die Vorinstanz auf den Normgehalt der Art. 68 Abs. 5 und Art. 184 Abs. 2 lit. f StPO ein. Der Beschwerdeführer rügt den gesamten Normkomplex unter dem Titel des Gehörsrechts, der Dokumentationspflicht und der Verfahrensfairness, legt aber nicht dar, warum die Vorinstanz nicht veranlasst war, auf diesen in der Beschwerde vorgetragenen Rügenkomplex weiter einzutreten. Nach der Darstellung in der Beschwerde ist davon auszugehen, dass die Verteidigung bei der Verfassung der vorliegenden Beschwerde sämtliche Untersuchungsakten und die Akten des erst- und zweitinstanzlichen Verfahrens studiert und auf dieses Aktenstudium hin die Beschwerde verfasst hat (oben E. 3.5.2 ad Beschwerde Ziff. 37). Der Beschwerdeführer beruft sich hinsichtlich von Art. 307 StGB, Art. 65 und Art. 184 StPO sowie Art. 100 und Art. 107 StPO und der weiteren zahlreichen Rechtsverletzungen der EMRK und BV lediglich auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung (vgl. Beschwerde Ziff. 52 und ff.). So führt der Beschwerdeführer u.a. aus, an der bezirksgerichtlichen Hauptverhandlung habe die Fehlerhaftigkeit durch die polizeilichen Dolmetscher belegt werden können (Beschwerde Ziff. 70); das Stimmengutachten halte fest, dass die abgehörten Gespräche in der Wohnung von D.________ in der Qualität variierten und insgesamt mangelhaft seien; die Vorinstanz bestätige, dass dies auch dem "laienhaften Leser" auffalle (Beschwerde Ziff. 71, 75). In der Tat bestätigt die Vorinstanz das im zitierten Wortlaut auf S. 19 des Urteils. Mit anderen Worten urteilt die Vorinstanz vollauf in Kenntnis der Umstände. Der Beschwerdeführer nimmt aber an, folglich wäre die Vorinstanz aufgrund ihrer Fragepflicht von Amtes wegen gehalten gewesen, sämtliche Übersetzungen erneut vornehmen zu lassen (Beschwerde Ziff. 81 f.). Wie ausgeführt (insb. oben E. 4.1.4 und 5.2), konnte die Vorinstanz, die diese Mängel aufgrund eigener Feststellungen kannte, diesen Beweisantrag in antizipierter Beweiswürdigung willkürfrei abweisen. Der Beschwerdeführer macht mit solchen Vorbringen nicht geltend, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG). Streitgegenstand und damit Beschwerdegegenstand ist einzig der letztinstanzliche kantonale Entscheid (Art. 80 Abs. 1 und Art. 90 BGG; BGE 142 I 155 E. 4.4.2; Urteil 6B_1285/2019 vom 22. Dezember 2020 E. 2.1) und nicht davon losgelöst das Strafverfahren als solches. Die Verteidigung verkennt, dass das Bundesgericht nicht als Appellationsgericht amtet (oben E. 1.4).