Citation: 6B_529/2010 09.11.2010 E. 2.4

2.4.1 Die tätliche Auseinandersetzung ereignete sich am 13. Juli 2008, d.h. vor dem Strafbefehl des Bezirksamtes Baden vom 5. September 2008. Damals wurde der Beschwerdeführer wegen einfacher Körperverletzung und Tätlichkeiten (Tatzeitpunkt 14./15. Juli 2005) sowie Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz durch Änderungen an einem Personenwagen (Felgen und Gewindefahrwerk, Tatzeitpunkt 23. Februar 2008) zu einer bedingten Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 80.-- und einer Busse von Fr. 500.-- verurteilt. Dieser Strafbefehl bildet seinerseits Zusatzstrafe zum Urteil des Gerichtspräsidiums Baden vom 27. Juli 2007. Dort wurde der Beschwerdeführer wegen Angriffs und versuchter Nötigung (Tatzeitpunkt am 4. Dezember 2006) mit einer bedingten Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu Fr. 60.-- und einer Busse von Fr. 300.-- bestraft. 2.4.2 Die Vorinstanz fällte die Geldstrafe zutreffend als Zusatzstrafe zum Strafbefehl des Bezirksamts Baden vom 5. September 2008 aus. Der Beschwerdeführer macht bloss geltend, die Strafe sei zu hoch, nicht aber die Begründung der Strafe sei ungenügend. Zwar legt die Vorinstanz weder dar, welches Delikt aus den bereits abgeurteilten Taten das schwerste ist, noch beziffert sie, wie sich die ausgefällte Strafe in Anwendung des Prinzips der retrospektiven Konkurrenz quotenmässig zusammensetzt (vgl. BGE 132 IV 102 E. 8.3 S. 105 mit Hinweisen). Dies ist jedoch nicht entscheidend, da die Strafhöhe angesichts der einschlägigen Delinquenz sowie der neuerlichen Straftat während eines laufenden Strafverfahrens im Ergebnis als angemessen erscheint. Die Vorinstanz bringt zum Ausdruck, dass eine höhere Strafe angezeigt wäre, wenn sie keine Zusatzstrafe aussprechen müsste (angefochtenes Urteil Ziff. 3.1.3 S. 11). Sie berücksichtigt die massgeblichen Strafzumessungskriterien und gewichtet diese zutreffend. Insbesondere wertet sie den unentschuldbaren Notwehrexzess nach Art. 16 Abs. 1 StGB sowie die Veranlassung der Tat durch den Beschwerdegegner gemäss Art. 48 lit. b StGB als strafmildernd. Die Strafzumessung ist angesichts des der Vorinstanz zustehenden weiten Ermessens nicht zu beanstanden.