Citation: 6B_112/2018 E. 5.1

5.1. In materiellrechtlicher Hinsicht macht der Beschwerdeführer geltend, die ihm vorgeworfene falsche Bestätigung betreffend die Nebenbeschäftigung sei eine sog. einfache Lüge, die leicht überprüfbar gewesen wäre. Die telefonische Nachfrage, wie ein Gesamtpensum, das scheinbar gegen 200 Prozent ausmache, zu bewältigen sei, mute sehr oberflächlich an. Das Gespräch sei daher nicht geeignet gewesen, die Zweifel des Kredit-Sachbearbeiters auszuräumen. Der Banker hätte unter diesen Umständen bei den betreffenden Arbeitgebern - mit geringem Aufwand - weitere Unterlagen, etwa Lohnausweise, einholen und gegebenenfalls andere Abklärungen tätigen müssen. Der Beschwerdeführer habe nicht voraussehen können, dass der Bankmitarbeiter auf eine Überprüfung verzichten werde; es habe kein besonderes Vertrauensverhältnis bestanden. Unter diesen Voraussetzungen stelle die blosse einfache Lüge am Telefon keine arglistige Täuschung dar. Vielmehr komme eine Opfermitverantwortung zum Tragen: Der Bankmitarbeiter habe geradezu leichtfertig gehandelt und grundlegende Vorsichtsmassnahmen verletzt. Zunächst verstosse es gegen eine bankinterne Weisung, dass er den Kreditnehmer nicht persönlich gesprochen habe. Ebensowenig sei üblich, dass der Kreditnehmer sein Lohn- und Privatkonto nicht bei der betreffenden Bank führe. Sodann handle es sich bei den von Y.________ eingereichten unwahren resp. gefälschten Dokumenten (nicht unterzeichnete Lohnzusammenstellung, nicht unterzeichnete Steuererklärung, "dubiose" Lohnabrechnungen und Vormietvertrag "mit offensichtlich falscher Unterschrift") durchwegs um "zweitklassige bzw. minderwertige" Papiere. Zu spät habe die Bank einen Steuerausweis der Gemeinde eingeholt, aus dem sich ohne Weiteres ergebe, dass Einkommen und Vermögen in der Steuererklärung massiv überhöht angesetzt seien. Aktenwidrig sei die vorinstanzliche Behauptung, die Fälschungen seien nicht offensichtlich gewesen. So seien bei Lohnabrechnungen (betreffend Nebenerwerb als Hauswart) auf den ersten Blick "Trauerränder" erkennbar, die vom Hineinkopieren des Firmenlogos herrührten. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz, diese Ränder seien Bestandteile des Logos, zeige sich auf dem Original-Briefpapier der betreffenden Firma, dass ober- und unterhalb des Schriftzuges keine Querbalken existierten. Des Weiteren weiche die auf dem Vormietvertrag enthaltene Unterschrift "überdeutlich" von der Unterschrift ab, wie sie bei der Bank hinterlegt sei. Der Bankmitarbeiter hätte auch erkennen müssen, dass der Mitbeschuldigte Y.________ hinter der "Y.________ Consulting" stecke, die eine Nebentätigkeit als Call Agent bestätigt habe; denn diese habe die gleiche Adresse wie die "Z.________ GmbH", von deren Verbindung mit Y.________ der Bankmitarbeiter gewusst habe. Der Kredit-Sachbearbeiter habe durch alldies zwingend alarmiert sein müssen. Wenn er mit dem Beschwerdeführer trotzdem nur gerade die Frage der Nebenbeschäftigung oberflächlich telefonisch besprochen habe, so sei dies gänzlich ungenügend, um das finanziell erhebliche Bankgeschäft abzusichern. Die Vorinstanz setze sich dem Vorwurf der Willkür aus, wenn sie einerseits feststelle, ein Kreditgesuch sei kritisch zu prüfen, der Kredit-Sachbearbeiter habe nachlässig und unvorsichtig gehandelt, anderseits aber eine (Opfermitverantwortung begründende) Leichtfertigkeit ungeachtet der auffälligen Umstände und fragwürdigen Dokumente verneine.