Citation: 1C_57/2016 E. 2.4

2.4. Das BVU/AG bestreitet in seiner Vernehmlassung im bundesgerichtlichen Verfahren die Feststellungen der Vorinstanz nicht, bringt jedoch insbesondere vor, der Richtplantext, wonach die Verminderung der Fruchtfolgeflächen um mehr als 3 ha pro Planung oder Vorhaben einen Richtplanbeschluss voraussetze, schliesse die Anwendung des sog. Nettoprinzips nicht aus. Entscheidend sei die Nettofläche des Verlusts an Fruchtfolgeflächen. Es sei daher insbesondere zulässig, dass ein Vorhaben durch gleichwertige qualitative Bodenaufwertung die Beanspruchung von Fruchtfolgeflächen reduziere. Der Regierungsrat plane im Zusammenhang mit der im Januar 2016 öffentlich aufgelegten Projektänderung zum Abschnitt 1 Aufwertungsflächen festzulegen, die mit der Realisierung der Umfahrung zu gleichwertigen Fruchtfolgeflächen ausgestaltet werden sollten. Eine entsprechende Projektergänzung solle sobald wie möglich öffentlich aufgelegt werden. Durch die geplanten Flächenaufwertungen werde sich die Verminderung der Fruchtfolgeflächen auf insgesamt unter 3 ha reduzieren, womit sich ein Richtplanbeschluss des Grossen Rats erübrige. Die Projektgenehmigung sei mit der Nebenbestimmung (Bedingung) zu versehen, dass vor Baubeginn ein gleichwertiger Ersatz an Fruchtfolgeflächen für die 3 ha übersteigende Beanspruchung rechtskräftig verfügt sein müsse.