Citation: 9C_575/2018 E. 4.1

4.1. In BGE 144 V 58 E. 4.4 S. 62 hat das Bundesgericht nach Überprüfung der bisherigen uneinheitlichen Rechtsprechung entschieden, dass eine Arbeitsunfähigkeit unter 20 %, somit eine Arbeitsfähigkeit über 80 %, den zeitlichen Konnex zwischen ursprünglicher Arbeitsunfähigkeit und späterer Invalidität unterbricht, wenn die Einsatzfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit mindestens drei Monate andauert. Bei Schubkrankheiten ist zu prüfen, ob eine länger als drei Monate dauernde, isoliert betrachtet unauffällige Phase von Erwerbstätigkeit tatsächlich mit der Perspektive einer dauerhaften Berufsausübung verbunden war (Urteil B 63/04 des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 28. Dezember 2004 E. 3.3.3). Selbst eine länger dauernde Phase der Erwerbstätigkeit zeigt keine gesundheitliche Erholung mit weitgehender Wiederherstellung des Leistungsvermögens an, wenn jegliche berufliche Belastung nach einer gewissen Zeit regelhaft zu schweren Krankheitssymptomen mit erheblicher Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führt (Urteil 9C_569/2013 vom 18. Februar 2014, SVR 2014 BVG Nr. 36 S. 134). Im Urteil 9C_944/2012 vom 10. Juli 2013, SZS 2014 S. 68, erkannte das Bundesgericht im Falle eines Versicherten, der an einer chronischen paranoid-halluzinatorischen Schizophrenie leidet, dass eine volle Arbeitsfähigkeit während 5 ½ Monaten nach Eintritt einer ersten Periode der Arbeitsunfähigkeit genüge, um die zeitliche Konnexität zwischen jener und der späteren, invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit zu unterbrechen, zumal die erste Periode der Arbeitsunfähigkeit lediglich 11 Tage dauerte und dabei die Schizophrenie während des mehr als 5 ½ Jahre dauernden Arbeitsverhältnisses erstmals einen Arbeitsausfall bewirkte.