Citation: 4C.242/2002 18.03.2003 E. 2

Mit der nachträglichen Zustellung eines berichtigten Urteils beginnt für die Partei, die dadurch beschwert ist, eine neue Berufungsfrist hinsichtlich jener Punkte zu laufen, die Gegenstand der Berichtigung bilden (BGE 119 II 482 E. 3). Die Berufung kann sich nicht gegen die Erwägungen des ursprünglichen Urteils richten, welche durch die Berichtigung bzw. die Erläuterung unberührt bleiben (vgl. BGE 116 II 86 E. 3). Auf die Berufung ist demnach nicht einzutreten, soweit die Beklagte geltend macht, das im ursprünglichen Urteil angewendete System zur Berechnung der Verzugszinse, welches durch die Berichtigung nicht geändert wurde, sei widersprüchlich und verstosse gegen Bundesrecht, insbesondere gegen Art. 16 IPRG, Art. 8 ZGB und Art. 63 Abs. 2 OG. Diese Rügen sind auch deshalb unzulässig, weil sich die geschuldeten Verzugszinsen anerkanntermassen nicht nach schweizerischem sondern nach syrischem Recht bestimmen, dessen Anwendung im vorliegenden Berufungsverfahren vom Bundesgericht nicht überprüft werden kann (Art. 43a Abs. 2 OG e contrario). Auf die Berufung kann demnach nicht eingetreten werden, soweit die Beklagte dem Sinne nach nicht nur die Berichtigung, sondern das Urteil des Handelsgerichts vom 26. Oktober 2000 anficht und diesbezüglich die Neubeurteilung sämtlicher Fragen rund um den Verzugszins inklusive Beginn und Höhe verlangt.