Citation: 4A_20/2018 E. 2.3.2

2.3.2. Im Übrigen ist die Vorinstanz entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin nicht in Willkür verfallen, wenn sie dem Gutachten I.________ beweisrechtlich einen höheren Stellenwert einräumte als den übrigen Beweismitteln. Der Grundsatz der freien Beweiswürdigung verbietet dem Gericht, festen Beweisregeln zu folgen (BGE 143 III 297 E. 9.3.2 S. 333 mit Hinweisen). Das Gericht ist jedoch gehalten, die im Recht liegenden Beweismittel ihrer jeweiligen Beweiskraft entsprechend in unterschiedlichem Masse in ihre Beweiswürdigung einfliessen zu lassen. Die Vorinstanz erläuterte in nachvollziehbarer Weise, dass sie die Schlussfolgerungen im polydisziplinär erstellten Gutachten I.________ vom 25. August 2014 samt observationsbezogenen Ergänzungen vom 26. September 2014 als plausibler und überzeugender erachte, als anderslautende ärztliche Kurzberichte bzw. Zeugnisse. Die Beschwerdeführerin vermag sodann nicht darzutun, weshalb es unzulässig sein sollte, sich auf ein Gutachten zu stützen, welches nicht echtzeitlich erstellt worden ist. Selbst wenn die retrospektive Erstellung des Gutachtens I.________ seine Beweiskraft beeinflussen würde, ändert dies nichts an der Willkürfreiheit des Beweisergebnisses.