Citation: H 368/00 29.11.2001 E. 3

3.- a) Das kantonale Gericht hat in für das Eidgenössische Versicherungsgericht verbindlicher Weise (Erw. 1b hievor) festgestellt, dass K.________, der die niederländische Firma B.________ beherrschte, an welche die streitigen Entgelte laut Revisionsbericht überwiesen wurden, in den Jahren 1995 und 1996 für die A.________ AG, eine in Y.________ domizilierte, weltweit tätige Handelsfirma, eine geschäftsführende Tätigkeit ausübte, und dies auch nach der Streichung als Geschäftsführer im Handelsregister. Diese Feststellungen stimmen überein mit der Darstellung in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, wonach der Einkauf der Gegenstand der Handelstätigkeit bildenden Produkte zur Hauptsache im Fernen Osten (Hongkong, China, Indien), der Verkauf im Wesentlichen in Ländern wie Dänemark, Norwegen, Schweden und Österreich erfolgte. Aus der Eingabe der C.________ AG vom 27. August 1996 an die Beschwerdegegnerin geht sodann hervor, dass der Anlass für die Vereinbarung vom 2. März 1995 zwischen der A.________ AG und der B.________ "in der Person von Herrn K.________ begründet ist, da dieser ein absoluter Fachmann mit jahrelangen Erfahrungen und entsprechend guten Kontakten auf dem fraglichen Gebiet ist". Damit steht fest, dass K.________ im Rahmen der von ihm beherrschten B.________ - nicht ausschliesslich, aber doch in wesentlichem Umfang - weltweit für die in der Schweiz niedergelassene A.________ AG eine Tätigkeit entfaltete, welche für diese (und nicht für die B.________) von erstrangiger wirtschaftlicher Bedeutung war. Daraus durfte die Vorinstanz in rechtlicher Hinsicht auf den Erwerbsort Schweiz schliessen, ohne dabei Bundesrecht zu verletzen. b) aa) Die streitigen Entgelte flossen nicht von der A.________ AG an K.________, sondern auf Zahladressen, welche der von ihm beherrschten B.________ zuzurechnen sind. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird argumentiert, Zahlungen an juristische Personen unterlägen von vornherein nicht der paritätischen Beitragspflicht. Die privatrechtliche Ausgestaltung der Verhältnisse sei auch sozialversicherungsrechtlich zu respektieren, da die Voraussetzungen für ein Abweichen hievon kraft wirtschaftlicher Betrachtungsweise zufolge Vorliegens einer (versuchten) Beitragsumgehung im Sinne der Rechtsprechung nicht erfüllt seien. bb) Mit diesem Einwand dringt die Beschwerdeführerin deshalb nicht durch, weil hier nicht zu prüfen ist, ob die Voraussetzungen für eine Beitragsumgehung erfüllt sind (was auch das kantonale Gericht in seinem Entscheid vom 14. September 2000 nicht annimmt). Vielmehr entginge die A.________ AG nur dann der Beitragspflicht, wenn ihr der Nachweis gelänge, dass K.________ von der durch ihn beherrschten B.________ tatsächlich Einkünfte bezogen hat, welche die für die A.________ AG geleistete Arbeit abgelten, und dass - kumulativ - auf diesen Entgelten tatsächlich Beiträge an die niederländische Sozialversicherung abgeführt worden sind. Da es sich dabei um Tatsachen handelt, welche sich ausschliesslich im Einflussbereich der Empfängerin der streitigen Entgelte, der von K.________ beherrschten B.________, abspielen, durfte die Vorinstanz die Beschwerdeführerin, welche mit der B.________ in Geschäftsbeziehungen steht, zur Offenlegung dieser Tatsachen an ihre Mitwirkungspflicht erinnern, was mit prozessleitender Verfügung vom 3. April 2000 denn auch geschehen ist. Indessen ist der Beschwerdeführerin, wie die Vorinstanz in für das Eidgenössische Versicherungsgericht ebenfalls verbindlicher Weise festgestellt hat, der Beweis dieser Tatsachen nicht gelungen, weder in Bezug auf die effektiv für die Tätigkeiten für die A.________ AG bezogenen Entgelte noch bezüglich deren Verabgabung gegenüber der niederländischen Sozialversicherung. Der Nachweis dieser Tatsachen muss bei über im Ausland domizilierte juristische Personen abgewickelten unselbstständigen Erwerbstätigkeiten natürlicher Personen verlangt werden, liegt in einem solchen Sachverhalt doch unfraglich ein Beitragstatbestand begründet, der im Falle des geleisteten Beweises kraft staatsvertraglichen Erwerbsortprinzips zur Zuständigkeit des ausländischen Sozialversicherers führt. Bleibt dagegen, wie hier, der geforderte Beweis aus, bleibt es bei der landesrechtlich begründeten paritätischen Beitragspflicht der in der Schweiz ansässigen Arbeitgeberin, welche einerseits den wirtschaftlichen Nutzen der geleisteten unselbstständigen Erwerbstätigkeit einheimst, andererseits dafür Entgelte ausrichtet, welche als massgebender Lohn zu qualifizieren sind. c) Die weiteren Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vermögen an diesem Ergebnis nichts zu ändern, insbesondere nicht der Hinweis darauf, dass eine Domizilgesellschaft nach zugerischem Steuerrecht keine Personen beschäftigen dürfe, ohne ihr Steuerprivileg zu verlieren. Diesen Einwand hat das kantonale Gericht zutreffend widerlegt, ganz abgesehen davon, dass sich aus der steuerrechtlichen Behandlung als Domizilgesellschaft nichts Massgebendes für die Frage der AHV-rechtlichen Arbeitgeberstellung ableiten lässt. Auf die vom BSV angesprochenen Randziffern 2033 f. der Wegleitung über den massgebenden Lohn (WML) ist nicht weiter einzugehen, betrachtet doch das Amt die Sache zu Unrecht unter dem Aspekt einer Verwaltungsratstätigkeit und der dafür ausgerichteten Honorare, was hier nicht die Streitfrage bildet.