Citation: 5A_144/2023 E. 7.2.2

7.2.2. Nichts für sich abzuleiten vermag der Beschwerdeführer aus dem weiteren Vorbringen, die Beschwerdegegnerin sei mit ihren Anträgen betreffend Ehegattenunterhalt vor Bezirksgericht nicht vollumfänglich durchgedrungen und es wäre ihr daher möglich gewesen, das erstinstanzliche Erkenntnis anzufechten. Die vorstehend wiedergegebene Rechtsprechung sei daher nicht einschlägig. Der in der Beschwerde erwähnte Umstand berührt die vorliegend entscheidende Interdependenz zwischen Betreuungs- und Ehegattenunterhalt nicht, womit das Vorbringen ins Leere zielt. Aufgrund der engen Beziehung zwischen Betreuungs- und Ehegattenunterhalt in die vorzunehmende Gesamtbetrachtung nicht einzubeziehen ist im Übrigen der Barunterhalt, bezüglich dem ohnehin die Offizialmaxime zur Anwendung gelangt (Art. 296 Abs. 3 ZPO). Richtig hat das Obergericht daher nicht beachtet, dass der vom Beschwerdeführer für den Sohn zu bezahlende Barunterhalt ab dem 1. April 2022 im Berufungsverfahren ebenfalls erhöht wurde.