Citation: 8C_279/2023 E. 5.2

5.2. Wendet die Beschwerdeführerin gegen die rheumatologische Expertise weiter ein, es sei nicht schlüssig, wenn der Gutachter ihr zwar ein kohärentes Verhalten attestiere, umgekehrt aber von einem erhöhten Schmerzgebaren ausgehe, so sind diese Aussagen aus dem Zusammenhang gerissen. Wohl konnte der rheumatologische Experte Dr. med. C.________ bei seiner Untersuchung keine Hinweise für eine Selbstlimitation oder bewusstseinsnahe Verdeutlichung finden. Indessen beziehen sich seine Angaben zur Beschwerdeverdeutlichung vornehmlich auf die im August 2020 an der Klinik D.________ durchgeführte Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (nachfolgend: EFL; vgl. Bericht vom 31. August 2020). Dort hätten sich - so der neurologische Sachverständige zutreffend - in der klinischen Untersuchung ausgeprägte Abwehrreaktionen "mit kaum sich berühren lassen" gezeigt, und zwar auch auf nur sehr leichten Druck hin. Im Rahmen der EFL seien ausserdem widersprüchliche Schmerzangaben aufgefallen. Die Beschwerdeführerin habe sich sogar in objektiv gänzlich unbeeinträchtigten Bereichen nicht an eine beobachtbare funktionelle Leistungsgrenze heranführen lassen. Dass Dr. med. C.________ die entsprechenden Erkenntnisse in seine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit miteinbezog, ist nicht zu beanstanden (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2). Diese gründet ausserdem auf detaillierten und schlüssigen Angaben zum gesamten Krankheitsverlauf. Die Rüge, die Akten seien dabei "derart selektiv" interpretiert worden, dass der Gutachter den medizinischen Sachverhalt gänzlich verzerrt und unzutreffend wiedergegeben habe, hilft mit Blick auf die überzeugenden Ausführungen im Gutachten nicht weiter. Gegen die darin enthaltene zentrale Schlussfolgerung, (auch) auf rheumatologischem Gebiet könnten die Beschwerden nicht erklärt werden, bringt die Beschwerdeführerin letztlich nichts Stichhaltiges vor.