Citation: 2C_870/2019 E. 5.1

5.1. Die Beschwerdeführerin 3 wurde am 12. Dezember 2000 geboren. Die fünfjährige Frist für den Familiennachzug nach Art. 47 Abs. 1 AIG begann mit dem Inkrafttreten des AIG (damals AuG) am 1. Januar 2008 zu laufen (Art. 126 Abs. 3 AIG; vgl. E. 3 hiervor), da das Familienverhältnis zum Vater in diesem Zeitpunkt bereits bestand und er bereits Schweizer Bürger war. Die Frist endete mit Ablauf des fünften Jahres am 31. Dezember 2012, zumal die zwölfmonatige Frist gemäss Art. 47 Abs. 1 Satz 2 AIG die fünfjährige Frist gemäss Art. 47 Abs. 1 Satz 1 AIG nicht verlängern, sondern nur verkürzen kann (vgl. Urteile 2C_205/2011 vom 3. Oktober 2011 E. 3.5; 2C_201/2015 vom 16. Juli 2015 E. 3.2). Das Familiennachzugsgesuch erfolgte für die Beschwerdeführerin 3 somit in jedem Fall verspätet. Die Argumentation in der Beschwerde, dass für sie bereits vor dem Jahr 2018 ein Gesuch gestellt worden sei, obwohl sie bis dahin im Unterschied zu zwei jüngeren Geschwistern unbestrittenermassen weder in einem Visumsantrag oder Familiennachzugsgesuch ihrer Mutter namentlich erwähnt wurde, noch ein eigenes Gesuch um Familiennachzug einreichte, ist im Übrigen offensichtlich nicht haltbar.