Citation: 5A_967/2021 E. 1.3

1.3. Neue Tatsachen und Beweismittel dürfen nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). Hiervon erfasst sind unechte Noven, also Tatsachen, die im bisherigen Verfahren bereits hätten vorgebracht werden können, aber nicht vorgebracht wurden (Urteil 5A_791/2017 vom 17. Juli 2018 E. 1.2, nicht publ. in: BGE 144 III 313). Echte Noven, d.h. Tatsachen, die erst nach dem angefochtenen Entscheid entstanden sind, sind im Verfahren vor dem Bundesgericht demgegenüber grundsätzlich nicht zu beachten (BGE 143 V 19 E. 1.2; 139 III 120 E. 3.1.2; je mit Hinweisen). Dies gilt auch, wenn Kinderbelange betroffen sind und im kantonalen Verfahren der strenge Untersuchungs- (Art. 296 Abs. 1 ZPO) und der Offizialgrundsatz (Art. 296 Abs. 3 ZPO) gegolten haben, denn diese Grundsätze finden im bundesgerichtlichen Verfahren keine Anwendung (Art. 105 Abs. 1 und Art. 107 Abs. 1 BGG). Die Beschwerdeführerin reicht dem Bundesgericht ein auf den 22. November 2021 datiertes und damit zeitlich nach dem angefochtenen Entscheid erstelltes Schreiben eines Kinderpsychiaters ein. Als echtes Novum hat dieses Schreiben unbeachtlich zu bleiben. Daran ändert selbst dann nichts, wenn das Kantonsgericht zu Unrecht keine Erkundigungen bei der früheren Kinderpsychiaterin von C.________ eingeholt haben sollte. Damit ist allen Einwendungen der Beschwerdeführerin, die auf dieses echte Novum abstellen, die Grundlage entzogen, weshalb sich das Bundesgericht in der Folge nicht dazu äussert. Nicht einzutreten ist ferner auf die nach Ablauf der Beschwerdefrist mit Schreiben vom 28. Februar 2022 nachgereichten Beschwerdeergänzungen (Sachverhalt Bst. C.b.). Soweit die Beschwerdeführerin mit diesem Schreiben neue Unterlagen einreicht, erweisen sich diese als echte Noven ebenfalls unzulässig.