Citation: 8C_1/2013 E. 6.2

6.2. Das Sozialinspektorat der Stadt Bern hat die geschäftlichen Aktivitäten der Beschwerdeführerin näher beleuchtet und in der Folge zusätzliche Auskünfte verlangt, welche unstreitig nicht erteilt worden sind. Ob der Beschwerdeführerin im massgeblichen Zeitpunkt Einkünfte aus selbstständiger unternehmerischer Tätigkeit zugeflossen sind, konnte daher mangels gesicherter Angaben letztlich nicht definitiv beantwortet werden. Fraglich ist, ob die Beschwerdeführerin dadurch ihre Mitwirkungspflicht verschuldetermassen verletzt hat und der Anspruch auf Sozialhilfe auf Grund dieser Unterlassung nicht hinreichend zu ermitteln war. Nur wenn die fehlende Mitwirkung zur Folge hatte, dass erhebliche Zweifel an der Unterstützungsbedürftigkeit der Beschwerdeführerin im massgeblichen Zeitpunkt Anfang 2012 nicht ausgeräumt werden konnten, rechtfertigt sich eine Leistungsverweigerung.