Citation: P 31/01 13.12.2001 E. 3

3.- Nicht gefolgt werden kann der Beschwerdeführerin auch, soweit sie geltend macht, die Bewertung der Liegenschaft habe auf der Grundlage des ab 1. Januar 1999 gültigen Repartitionswertes von 100 % und nicht auf Grund des bis dahin gültig gewesenen Ansatzes von 160 % des amtlichen Wertes zu erfolgen. a) Nach der Rechtsprechung ist zur Beurteilung, ob eine adäquate Gegenleistung für das verzichtete Vermögen vorliegt, auf das Verhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung zur Zeit der Entäusserung abzustellen. Dementsprechend sind Liegenschaften nach dem im Zeitpunkt der Entäusserung massgebenden Wert in die Berechnung einzubeziehen (BGE 113 V 195 Erw. 5c). Dies wirkt sich in der Regel zu Gunsten des Versicherten aus, indem nachträgliche Wertsteigerungen keinen Einfluss auf den Ergänzungsleistungs-Anspruch haben. Es besteht kein Anlass zu einer anderen Beurteilung, wenn ausnahmsweise eine gegenteilige Entwicklung (Wertverluste) eintritt und dieser steuerlich dadurch Rechnung getragen wird, dass die massgebenden Bemessungswerte (amtlicher Wert, Repartitionswert) entsprechend angepasst werden. b) Was die Beschwerdeführerin vorbringt, vermag zu keiner andern Beurteilung zu führen. Dass es zu unterschiedlichen Ergebnissen kommt, je nachdem ob eine Liegenschaft unter sonst gleichen Umständen kurz vor oder nach dem 1. Januar 1999 veräussert wurde, mag als unbefriedigend erscheinen, verstösst jedoch nicht gegen die Rechtsgleichheit (vgl. BGE 122 II 117 Erw. 2b). Zudem wurde der amtliche Wert der Liegenschaft auf den 1. Januar 1999 von Fr. 858'300.- auf Fr. 1'089'200.- erhöht, womit die Herabsetzung des für den Repartitionswert geltenden Ansatzes zumindest teilweise ausgeglichen wurde. Die Änderung erfolgte im Zuge einer allgemeinen Neubewertung der nichtlandwirtschaftlichen Grundstücke gemäss Art. 32 des am 1. Januar 1999 in Kraft getretenen bernischen Dekretes vom 22. Januar 1997 über die amtliche Bewertung der Grundstücke und Wasserkräfte (BSG 661. 543). Gemäss Art. 15 ff. des Dekretes richtet sich der amtliche Wert nichtlandwirtschaftlicher Grundstücke nach dem Verkehrswert, wobei der Ertrags- und Realwert angemessen berücksichtigt werden (vgl. hiezu BGE 125 III 6 sowie Naegeli/Wenger, Der Liegenschaftsschätzer,