Citation: 6B_915/2021 E. C

Das Kantonsgericht von Graubünden sprach A.________ mit Urteil vom 19. Mai 2021 vom Vorwurf der Drohung frei. Es sprach ihn des (einfachen) Diebstahls und des (einfachen) Hausfriedensbruchs schuldig und bestätigte im Übrigen die erstinstanzlichen Schuldsprüche. Auf die Anordnung einer ambulanten Massnahme verzichtete es. Im Zivilpunkt bestätigte es das erstinstanzliche Urteil. Das Kantonsgericht von Graubünden hält zusammengefasst folgenden Sachverhalt für erwiesen: A.________ begab sich am 14. April 2012 um 14 Uhr zusammen mit F.________ und G.________ zur Wohnung an der H.________strasse in Chur, welche er unter anderem an B.________ untervermietet hatte. Er beabsichtigte, B.________ aus der Wohnung auszuweisen bzw. die Wohnung zu räumen, da Mietzinszahlungen ausstehend waren, und B.________ im Falle seiner Anwesenheit mit Handschellen zu fixieren. Die drei Männer klingelten an der Wohnungstür. Auf die Frage von B.________, wer da sei, antwortete F.________, dass es sich um die Post handle. Als B.________ die Türe öffnete, betraten die drei Männer die Wohnung, wobei sie B.________ sogleich physisch angingen. Sie legten B.________ Handschellen an und schlugen u.a. mit dem mitgeführten Schlagstock auf ihn ein. Anschliessend schleppten sie B.________ in ein Zimmer im hinteren Bereich der Wohnung. Dort nahm A.________ den am Boden sitzenden und vorderseitig mit Handschellen gefesselten B.________ von hinten mit dem linken Unterarm in den Würgegriff, während er ihm die rechte Hand vor den Mund hielt. Zwei hinzukommende Polizisten fanden A.________ und B.________ in dieser Situation vor. A.________ liess B.________ erst los, nachdem er dazu von den Polizisten mehrmals aufgefordert worden war. Das Kantonsgericht wirft A.________ weiter vor, er habe am 18. März 2012 diverse Gegenstände von B.________ und D.________ sowie von deren Kollegen C.________ und E.________ aus der untervermieteten Wohnung und dem Kellerabteil an der H.________strasse in Chur entwendet.