Citation: 1P.215/2004 26.05.2004 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt den angefochtenen Entscheid vorerst in verschiedenen Punkten unter formalen Gesichtspunkten. Nach der Rechtsprechung stellt das Prinzip der Unmittelbarkeit von Beweiserhebungen keinen eigenständigen Verfassungsgrundsatz dar, wird weder durch die Bundesverfassung noch durch die Europäische Menschenrechtskonvention schrankenlos garantiert und ist im Einzelnen durch das (kantonale) Verfahrensrecht umschrieben; es verstösst daher nicht gegen BV und EMRK, auf Befragungen der Beschwerdegegnerin aus dem Untersuchungsverfahren abzustellen (BGE 129 I 151 E. 4.2 S. 157, 125 I 127 E. 6b und E. 6c/aa S. 132 ff., mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer legt in diesem Zusammenhang nicht dar, welche Bestimmungen des Gesetzes über das Strafverfahren (StrV) verletzt sein sollen. Unerfindlich ist, inwiefern Art. 8 Ziff. 2 EMRK in diesem Kontext Anwendung finden und verletzt sein sollte. Die Rügen der Verletzung des Unmittelbarkeitsprinzips sind daher abzuweisen, soweit darauf überhaupt eingetreten werden kann. Der Beschwerdeführer hat vor dem Obergericht keinen Antrag gestellt, es sei die Beschwerdegegnerin einzuvernehmen oder es sei ihm in geeigneter Art Gelegenheit zu Fragen an das Opfer zu geben. In Bezug auf Z.________ setzt sich der Beschwerdeführer mit den Gründen für deren Dispensation von der Teilnahme an der obergerichtlichen Hauptverhandlung nicht auseinander. Aufgrund des angefochtenen Urteils und der nun vorliegenden Vernehmlassung kann nicht angenommen werden, das Obergericht habe die Videoaufnahme über die Einvernahme der Beschwerdegegnerin nicht visioniert. An verschiedenen Stellen bemängelt der Beschwerdeführer, die Gerichte hätten keine weitern Abklärungen getroffen, dies freilich ohne zu belegen, dass er entsprechende Anträge gestellt hätte. Schliesslich legt der Beschwerdeführer nicht dar, inwiefern ihm Verteidigungsrechte (etwa im Sinne von Art. 6 Ziff. 3 EMRK) verweigert worden sein sollen; insbesondere belegt er nicht, dass er beantragt hatte, der Beschwerdegegnerin in geeigneter Form Fragen zu stellen oder stellen zu lassen und dass ihm dies verweigert worden sei. Auch hinsichtlich dieser Punkte ist die Beschwerde demnach abzuweisen, soweit überhaupt darauf eingetreten werden kann.