Citation: 1C_519/2016 E. 3.2

3.2. In tatsächlicher Hinsicht kann somit von folgenden, aus den Akten und dem angefochtenen Beschluss hervorgehenden Gegebenheiten ausgegangen werden: Nach Darstellungen des Beschwerdeführers informierte seine Verteidigerin den Beschwerdegegner seit dem 7. Oktober 2014 mit diversen Schreiben über seinen schlechten Gesundheitszustand. Mit Eingabe vom 17. November 2014 liess der Beschwerdeführer mitteilen, dass er für eine mehrwöchige Behandlung in die Klinik D.________ eintreten werde. Zugleich stellte er den Antrag, die auf den 10. Dezember 2014 angesetzte Hauptverhandlung sei zu verschieben. Am 28. November 2014 wurde die Einholung eines ärztlichen Gutachtens über die Verhandlungsfähigkeit des Beschwerdeführers verfügt. Dr. med. E.________ kam in seinem Gutachten vom 4. Dezember 2014 zum Schluss, der Beschwerdeführer sei aus forensisch-psychiatrischer Sicht im Hinblick auf die Hauptverhandlung verhandlungsfähig und er sei auch in der Lage, sich in den Tagen bis zur Hauptverhandlung mit seiner Verteidigerin zu Instruktionsgesprächen zu treffen. Gestützt darauf verfügte der Beschwerdegegner am 5. Dezember 2014, dass die Hauptverhandlung planmässig am 10. Dezember 2014 stattfinden werde. Zwei Tage vor dieser erlitt der Beschwerdeführer nach seinen Angaben einen schweren Kreislaufkollaps. Der ambulante Kurzaustrittsbericht vom 8. Dezember 2014 des Spitals B.________ diagnostizierte eine orthostatische Synkope, ausgelöst durch psychische Erregung sowie eine schwere depressive Episode. Am 10. Dezember 2014 wurde die Hauptverhandlung begonnen, wurden die Vorfragen gestellt und der Beschwerdeführer befragt. Während der anschliessenden Pause brach dieser zusammen und musste hospitalisiert werden, woraufhin die Verhandlung unterbrochen wurde. Aus dem Kurzaustrittsbericht der Notfallstation des Spitals F.________ vom 10. Dezember 2014 geht hervor, dass die behandelnden Ärzte "die Synkope als am ehesten vasovagal bedingt, emotional getriggert im Rahmen der psychischen Belastungssituation" interpretierten. Die Fortsetzung der Hauptverhandlung zur Durchführung der Parteivorträge und dem letzten Wort wurde mit Verfügung vom 17. Dezember 2014 auf den 12. Januar 2015 angesetzt. Am 8. Januar 2015 liess die Verteidigung unter Beilegung eines Arztzeugnisses, das dem Beschwerdeführer eine hundertprozentige Arbeitsunfähigkeit bescheinigte, erneut beantragen, die Verhandlung sei zu verschieben. Dieses Gesuch wies der Beschwerdegegner mit Verfügung vom 9. Januar 2015 ab. Daraus gehen keine Hinweise dafür hervor, dass dieser Kenntnis von einem Bericht von Dr. med. G.________ zu den Herzproblemen des Beschwerdeführers gehabt haben soll. Aus den Akten ergibt sich denn auch, dass eingehendere Untersuchungen dazu erst nach Durchführung der Hauptverhandlung stattgefunden haben.