Citation: 8C_495/2007 31.01.2008 E. 4

4.1 Was zunächst die für die Rentenrevision massgebenden Vergleichszeitpunkte betrifft, ist davon auszugehen, dass die SUVA dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 4. November 1988 eine (im Einspracheverfahren auf 33 1/3 % erhöhte) Invalidenrente zugesprochen hat. Diese Verfügung erwuchs in Rechtskraft, nachdem die dagegen erhobenen verwaltungsgerichtlichen Beschwerden abgewiesen worden waren. Im Rahmen des im Oktober 1993 eingeleiteten Revisionsverfahrens hat die SUVA den Rentenanspruch materiell überprüft und mit Verfügung vom 4. Mai 1994 dessen revisionsweise Erhöhung abgelehnt. Diese Verfügung erwuchs aber nicht in Rechtskraft, weil das Eidgenössische Versicherungsgericht mit Urteil vom 12. März 1998 den sie bestätigenden Einspracheentscheid vom 19. Mai 1995 aufhob und die Sache zur ergänzenden Sachverhaltsabklärung und Erlass einer neuen Verfügung an die SUVA zurückwies. Gestützt auf dieses Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts widerrief die SUVA auch ihre zweite Revisionsverfügung vom 24. Februar 1997, welche das durch eine Rückfallmeldung der Arbeitgeberfirma vom 1. April 1996 eingeleitete Revisionsverfahren abschloss (Schreiben vom 6. Mai 1998 an den Rechtsvertreter des Versicherten). Weisungsgemäss führte hierauf die SUVA die Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes weiter, holte namentlich das Gutachten der MEDAS vom 5. Juli 2002 ein und erliess dann die beiden streitigen Verfügungen vom 12. November 2002. In der Zeit zwischen der erstmaligen rentenzusprechenden Verfügung vom 4. November 1988 und der Revisionsverfügung vom 12. November 2002 ist somit keine Revisionsverfügung mit materieller Anspruchsprüfung in Rechtskraft erwachsen. Demgemäss bilden jene beiden Daten die revisionsrechtlich massgebenden Vergleichszeitpunkte. 4.2 Im letztinstanzlichen Verfahren ist nicht mehr streitig, dass sich - entsprechend den überzeugenden Feststellungen der orthopädischen Fachgutachterin der MEDAS - der organische Gesundheitsschaden im rechten Knie des Beschwerdeführers in der relevanten Zeitspanne von November 1988 bis November 2002 nicht erheblich verschlimmert hat. Ferner steht im Verfahren vor Bundesgericht ausser Streit, dass der vom psychiatrischen Fachgutachter der MEDAS diagnostizierte psychische Gesundheitsschaden des Beschwerdeführers mit Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 18. Juni 1990 nicht materiell rechtskräftig beurteilt worden ist. Ebenfalls unstreitig ist, dass ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen diesem psychischen Gesundheitsschaden und dem Unfall vom 1. Februar 1985 besteht. Streitig und zu prüfen ist vom Bundesgericht einzig die Frage des adäquaten Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfallereignis vom 1. Februar 1985 und der beim Beschwerdeführer eingetretenen psychischen Gesundheitsstörung. 4.3 Das kantonale Gericht hat den Unfall vom 1. Februar 1985 als eher leichteren Unfall im Bereich der mittelschweren Unfälle eingestuft. Aus den Akten geht lediglich hervor, dass der Beschwerdeführer am 1. Februar 1985 um 22.45 Uhr auf seinem Fahrrad in der Stadt Winterthur von einem PW von hinten angefahren und kurz nach Mitternacht in die Chirurgische Klinik des Spitals W.________ eingeliefert wurde. Daraus kann geschlossen werden, dass es sich jedenfalls nicht um einen mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den schweren Unfällen gehandelt hat. Die Bejahung der Adäquanz des beim Beschwerdeführer eingetretenen psychischen Gesundheitsschadens setzt demgemäss voraus, dass eines der hiefür massgebenden unfallbezogenen Kriterien in besonders ausgeprägter Weise oder mehrere der zu berücksichtigenden Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sind (BGE 115 V 133 E. 6c/bb S. 140 f.).