Citation: 4A_598/2012 E. 6.5

6.5. Zusammenfassend dringen die Beschwerdeführer nicht durch, wenn sie im Eventualstandpunkt fordern, dass die Vorinstanz zahlreiche weitere Vertragsverletzungen hätte berücksichtigen müssen. Der Vollständigkeit halber bleibt anzufügen, dass den Beschwerdeführern auch bezüglich der Relevanz des Einbezugs von weiteren Vertragsverletzungen nicht gefolgt werden könnte. Entgegen ihrer Meinung würde - selbst wenn weitere der gerügten Beanstandungen unter den Anwendungsbereich der Ausschliesslichkeitsklausel fallen würden und daher als Vertragsverletzungen zu berücksichtigen wären - die Interessenabwägung nicht ohne weiteres zu ihren Gunsten ausfallen. Mit Bezug auf die Frage, ob es für die Beschwerdeführer zumutbar war, den Rahmenvertrag fortzusetzen, kommt es nicht allein auf die Anzahl von Verletzungen der Ausschliesslichkeitsklausel an, sondern namentlich darauf, welche nachteiligen Folgen die Beschwerdeführer daraus zu tragen hatten. Die Beschwerdeführer begründeten die Unzumutbarkeit der Fortsetzung des Vertragsverhältnisses mit der angeblichen Schädigung ihres beruflichen Ansehens. Nun hat aber die Vorinstanz unwiderlegt festgestellt, dass die Beschwerdeführer ihre Behauptung, ihr berufliches Ansehen sei durch die zahlreichen dilettantischen Veränderungen massiv geschädigt worden, nicht substanziiert haben. An diesem Umstand, mithin dass die Beschwerdeführer die von ihnen behaupteten nachteiligen Folgen der Vertragsverletzungen (massive Schädigung ihres beruflichen Ansehens) nicht darzutun vermochten, ändert die blosse Zahl der zu berücksichtigenden Vertragsverletzungen nichts. Es kann daher nicht gesagt werden, dass bei Berücksichtigung weiterer Vertragsverletzungen eine ausserordentliche Kündigung "auf jeden Fall" zulässig gewesen wäre.