Citation: 8C_73/2020 E. 8.2.3

8.2.3. In den ausgewählten DAP-Blättern wird die Frage, ob der Arbeitsplatz besonders exponiert sei (Kälte oder Hitze, Nässe, Zugluft, starker Lärm, Rauchentwicklung, Dämpfe, chemische Einflüsse), verneint. Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass damit dem Zumutbarkeitsprofil, insbesondere dem Erfordernis einer lärmarmen Umgebung (vgl. E. 5 und E. 7.1.2 hiervor), hinreichend Rechnung getragen wurde. Für die Ermittlung des Invalideneinkommens auf der Grundlage der LSE-Tabellenlöhne bestand und besteht somit kein Raum. Selbst wenn aber vorliegend Tabellenlöhne zur Anwendung kämen, könnte der Beschwerdeführer daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten: Aus dem Beizug der Tabelle TA1 der LSE 2016, Total, Männer, Kompetenzniveau 1 ergäbe sich nach den Berechnungen des Versicherten ein Einkommen von Fr. 67'070.61. Ein Abzug vom Tabellenlohn von mehr als 10 % würde sich indessen nicht rechtfertigen, zumal die langjährige Absenz vom Arbeitsmarkt, auf welche sich der Versicherte hauptsächlich beruft, kein Kriterium ist, welches zu einem Abzug vom Invalideneinkommen berechtigen würde (Urteil 9C_353/2019 vom 11. Juli 2019 E. 3.3). Auch aufgrund des (jungen) Alters und der verbleibenden Schmerzen ist kein höherer Abzug angezeigt. Folglich würde bei Anwendung der LSE-Tabellenlöhne ein Invalideneinkommen von mindestens Fr. 60'363.55 (67'070.61 x 0,9) resultieren, was im Vergleich zu den DAP-Löhnen (Fr. 59'708.60) gar zu einem tieferen Invaliditätsgrad führen würde.