Citation: 5A_373/2018 E. 4.3.1

4.3.1. Der Beschwerdeführer beanstandet zunächst, wie die kantonalen Instanzen bei der Ermittlung des massgeblichen Einkommens seinen Bonus berücksichtigen. Dem erstinstanzlichen Entscheid zufolge, den die Vorinstanz zitiert und auf den sie in diesem Punkt nicht zurückkommt, verdiente der Beschwerdeführer bis zu seiner Pensenreduktion im Februar 2017 inklusive Anteil 13. Monatslohn Fr. 10'561.-- pro Monat. Dazu sei der Bonus zu addieren, der jährlich ausbezahlt werde und laut der Lohnabrechnung vom April 2017 für das Jahr 2016 Fr. 8'439.75 betragen habe, was monatlich Fr. 703.-- ausmache. Daraus ergeben sich monatliche Einkünfte des Beschwerdeführers von Fr. 11'264.--. In der Folge verwirft das Obergericht die Forderung der Parteien, für den Bonus einen separaten Überweisungsmodus festzulegen. Aufgrund der erst kurzen Anstellungsdauer fehle es für die Höhe des Bonus' zwar an einer Vergleichsperiode. Dass der Bonus künftig massiv höher oder geringer sein könnte, sei aber nicht ersichtlich. Ein separater Überweisungsmodus sei nur dann am Platz, wenn der Unterhaltspflichtige den Bonus aus Gründen der Liquidität erst bei der Auszahlung anteilsmässig überweisen kann. Derlei mache der Beschwerdeführer nicht geltend. Aufgrund der Höhe des Betrages sei auch nicht anzunehmen, dass ihm wegen der Berechnungsweise der ersten Instanz diesbezüglich Probleme erwachsen könnten. Der Beschwerdeführer hält die vorinstanzliche Berechnungsweise für "unzutreffend", weil sie auf der Basis des Jahres 2017 erfolgt sei. Zu Unrecht sei auf die Lohnabrechnung vom Januar 2017 abgestellt und der im April 2017 ausbezahlte Bonus eingerechnet worden. Da dieser Bonus den Parteien während des Zusammenlebens nicht zur Verfügung gestanden habe, sei es "falsch", die erst im Jahr 2017 ausbezahlte Leistung zu berücksichtigen, denn für den zuletzt gelebten ehelichen Standard sei nur das Einkommen massgebend, das den Parteien während des ehelichen Zusammenlebens zur Verfügung stand. Damit ist der Beschwerdeführer vor Bundesgericht mangels materieller Erschöpfung des Instanzenzuges nicht zu hören. Dass er diese Rüge auch vor der Vorinstanz erhoben hätte, geht aus dem angefochtenen Entscheid nicht hervor und wird von ihm auch nicht behauptet. Entscheidet die letzte kantonale Instanz - wie hier (E. 1) - entsprechend dem Grundsatz von Art. 75 Abs. 1 BGG als Rechtsmittelinstanz, so ist die Ausschöpfung des Instanzenzugs unerlässliche Voraussetzung für die Zulässigkeit der Beschwerde an das Bundesgericht (s. BGE 141 III 188 E. 4.1 S. 190 mit Hinweisen). Letztinstanzlichkeit gemäss Art. 75 Abs. 1 BGG bedeutet, dass der kantonale Instanzenzug nicht nur formell durchlaufen, sondern auch materiell erschöpft werden soll (BGE 143 III 290 E. 1.1 S. 292 f. mit Hinweisen; Urteil 4A_32/2018 vom 11. Juli 2018 E. 5.2.1). Die rechtsuchende Partei darf die ihr bekannten rechtserheblichen Einwände der Vorinstanz nicht vorenthalten, um sie erst nach dem Ergehen eines ungünstigen Entscheides im anschliessenden Rechtsmittelverfahren zu erheben. Sie muss sich in der Beschwerde an das Bundesgericht mit den Erwägungen der letzten kantonalen Instanz zu Rügen auseinandersetzen, die sie bereits vor dieser letzten kantonalen Instanz erhoben hat.