Citation: 6P.164/2004 05.07.2005 E. B

B.a Am 16. Dezember 2003 verurteilte das Amtsgericht Luzern-Land Y.________ wegen fahrlässiger Körperverletzung im Sinne von Art. 125 Abs. 1 StGB und X.________ wegen Nichtbeherrschens des Fahrzeugs (Art. 90 Ziff. 1 i.V.m. Art. 31 Abs. 1 SVG) sowie wegen ungenügenden Rechtsfahrens (Art. 90 Ziff. 1 i.V.m. Art. 34 Abs. 1 SVG) je zu einer Busse von 300 Franken. Es stellte fest, dass Y.________ aufgrund des Unfallereignisses vom 8. Dezember 2002 gegenüber X.________ für die Hälfte ihres allfälligen Schadens ersatzpflichtig ist und die Hälfte einer allfälligen Genugtuung zu bezahlen hat, und verwies X.________ im Übrigen an das Zivilgericht. B.b Y.________ erklärte die Appellation mit den Anträgen, er sei vom Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung freizusprechen und sämtliche Schadenersatz- und Genugtuungsansprüche der Privatklägerin X.________ seien abzuweisen. B.c X.________ reichte gegen das Urteil des Amtsgerichts zwei gleich lautende Rechtsschriften ein, die eine als "Appellationserklärung", die andere als "Appellationsbegründung/Kassationsbeschwerde" bezeichnet, mit den Anträgen, sie sei freizusprechen, Y.________ sei bei einer Haftungsquote von 100 % dem Grundsatze nach zur Zahlung von Entschädigungs- und Genugtuungsleistungen an sie zu verpflichten und im Übrigen sei sie zur masslichen Festlegung dieser Ansprüche auf den Zivilweg zu verweisen. Mit prozessleitender Verfügung vom 14. Mai 2004 entschied das Obergericht, die Eingaben von X.________, soweit sie sich gegen den Schuld-, Straf- und Kostenpunkt richteten, als Kassationsbeschwerde und, soweit sie gegen den Zivilpunkt gerichtet waren, als Appellation entgegenzunehmen. Die Appellation von X.________ wurde mit der Appellation von Y.________ zu einem Verfahren vereinigt und dieses bis zur rechtskräftigen Erledigung des Kassationsbeschwerdeverfahrens sistiert. B.d Das Obergericht des Kantons Luzern wies die Kassationsbeschwerde von X.________ am 14. Oktober 2004 ab.