Citation: 1P.247/2005 09.06.2005 E. 4

4.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, das Strafgericht hätte ihn nicht verurteilen dürfen; aufgrund der widersprüchlichen Aussagen von Y.________ und der Zeugen A.________ und B.________ hätte es bei objektiver Betrachtung erhebliche und nicht zu unterdrückende Zweifel an seiner Schuld haben müssen. 4.2 Was der Beschwerdeführer insoweit vorbringt, erschöpft sich - soweit es sich nicht nur um Wiederholungen bereits vorgebrachter Rügen handelt - wiederum weitgehend in appellatorischer Kritik. Die Rüge ist jedenfalls unbegründet. Den Beschwerdeführer belasten verschiedene Gesichtspunkte: - Y.________, auf deren Schilderungen sich der Schuldspruch wesentlich stützt, machte ausführliche, detaillierte und in den entscheidenden Punkten widerspruchsfreie Aussagen. Sie belastete den Beschwerdeführer im Übrigen nicht, so weit es ging. So sagte sie etwa, sie sei von ihm nicht zur Ausübung der Prostitution - im Sinne der Aufnahme der Tätigkeit - gezwungen worden (act. 1.2 S. 6 Ziff. 7). Dies erhöht die Glaubhaftigkeit ihrer Angaben. - Y.________ nahm mit der Strafanzeige und dem anschliessenden Strafverfahren einen erheblichen Aufwand auf sich. Ein vernünftiger Grund, weshalb sie den Beschwerdeführer zu Unrecht belasten sollte, ist nicht ersichtlich. Ihre belastenden Aussagen bestätigte sie als Zeugin unter der Strafdrohung von Art. 307 StGB. - Sie erstattete am 9. März 1999, um 00.58 Uhr, Anzeige bei der Polizei. Nach ihren Aussagen warf sie der Beschwerdeführer unmittelbar davor aus seinem Auto. Der Beschwerdeführer gab insoweit ebenfalls an, sie sei nach 24.00 Uhr aus seinem Auto ausgestiegen; er habe ihr kurz vorher eröffnet, die Zusammenarbeit mit ihr zu beenden. Es ist unwahrscheinlich, dass Y.________ in der kurzen Zeit seit dem Aussteigen aus dem Auto bis zur Anzeige eine derart detaillierte Geschichte hätte erfinden können, wie sie sie der Polizei unmittelbar danach schilderte. - Die Aussagen der Zeugen A.________ und B.________ stützen im Wesentlichen jene von Y.________. Es besteht kein Grund, an der Glaubwürdigkeit der Zeugen und der Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen zu zweifeln. - Der Beschwerdeführer hat teilweise widersprüchlich ausgesagt. So gab er in der Einvernahme vom 21. November 2000 an, er sei damit einverstanden gewesen, als Y.________ mit der Prostitution habe aufhören wollen; dies passiere ihm mit vielen seiner Prostituierten (act. 1.18. Ziff. 23). In der Einvernahme vom 31. Juli 2003 sagte er in Widerspruch dazu, die vom Zeugen A.________ angesprochenen Prostituierten arbeiteten seit 1997 bei ihm und seien bis heute bei ihm tätig, wobei Y.________ die einzige Ausnahme gewesen sei (act. 1.26 S. 5). In der einzelrichterlichen Parteiverhandlung sagte er ausserdem aus, einen "C.________" aus M.________ zu kennen, nachdem er dies in der Befragung vom 21. November 2000 noch verneint hatte (act. 1.18 Ziff. 26). Diese Widersprüche beeinträchtigen die Glaubhaftigkeit der Angaben des Beschwerdeführers. Würdigt man diese Gesichtspunkte gesamthaft, verletzt es den Grundsatz "in dubio pro reo" nicht, wenn die kantonalen Gerichte erhebliche und nicht unterdrückende Zweifel an der Schuld des Beschwerdeführers verneint haben. Die Beschwerde ist auch insoweit unbegründet. 4.3 Soweit der Beschwerdeführer (S. 19 unten) eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" als Beweislastregel rügen sollte, wäre die Beschwerde ebenso unbehelflich. Die kantonalen Gerichte haben ihn nicht verurteilt, weil er seine Unschuld nicht bewiesen hätte, sondern weil sie aufgrund der belastenden Umstände jeden vernünftigen Zweifel an seiner Schuld ausschlossen.