Citation: 5A_556/2021 E. 5.4.1

5.4.1. In zeitlicher Hinsicht moniert der Beschwerdeführer, die Vorinstanz habe zu Unrecht auf den Abschluss des Aberkennungsverfahrens (inkl. Rechtsmittelverfahren) während der Dauer der provisorischen Nachlassstundung abgestellt. Dies sei nicht erforderlich, da während der provisorischen Stundung sich lediglich ergeben muss, dass Aussicht auf Sanierung oder Bestätigung eines Nachlassvertrages besteht. Es sei ohne weiteres möglich, während der Dauer der provisorischen Stundung Verhandlungen mit Gläubigern aufzunehmen und diese in ein Stadium voranzutreiben, welches die Bewilligung einer definitiven Stundung angezeigt erscheinen liesse. Dies, zumal "der ökonomische Sachverstand den Gläubigern des Beschwerdeführers schon aus heutiger Sicht voraussichtlich gebieten wird, in der vorliegenden Situation einem Nachlassvertrag zuzustimmen", da sie vor der Wahl stünden, entweder kurzfristig im Rahmen eines Konkursverfahrens auch noch ihre übrigen Forderungen endgültig abschreiben zu müssen oder mittelfristig intakte Chancen bestehen würden, alle ihre Forderungen voll gedeckt zu erhalten. Es bestehe kein Zusammenhang zwischen der Dauer des Aberkennungsverfahrens und der Möglichkeit, die provisorische Nachlassstundung zu bewilligen.