Citation: 2A.126/2001 21.03.2001 E. 3

3.- a) Wie das Verwaltungsgericht des Kantons Luzernfür das Bundesgericht verbindlich (vgl. Art. 105 Abs. 2 OG) festgestellt hat, wurde der Beschwerdeführer seit seiner Einreise in die Schweiz im Jahre 1991 wiederholt straffällig und daher zu folgenden Strafen verurteilt: - Verfügung des Amtsstatthalteramtes Hochdorf vom 30. März 1993: fünf Tage Gefängnis bedingt wegen Hehlerei. Der bedingte Vollzug wurde am 27. Januar 1995 widerrufen. - Verfügung des Amtsstatthalteramtes Hochdorf vom 3. Dezember 1993: sieben Tage Gefängnis bedingt wegen Diebstahls und Sachbeschädigung. Der bedingte Vollzug wurde am 27. Januar 1995 widerrufen. - Urteil des Kriminalgerichtes des Kantons Luzern vom 27. Januar 1995: acht Monate Gefängnis bedingt und drei Jahre Landesverweisung bedingt wegen Diebstahls, bandenmässigen Diebstahls, mehrfacher Sachbeschädigung sowie mehrfachen Hausfriedensbruchs. - Verfügung des Amtsstatthalteramtes Luzern vom 13. Juni 1996: zwei Wochen Gefängnis und Fr. 300.-- Busse wegen versuchten Diebstahls, geringen Diebstahls, mehrfacher Sachbeschädigung und versuchter Entwendung eines Motorrades zum Gebrauch. - Verfügung des Amtsstatthalteramtes Hochdorf vom 11. Juli 1996: Fr. 600.-- Busse wegen Tätlichkeit und Sachbeschädigung. - Verfügung des Amtsstatthalteramtes Hochdorf vom 13. Januar 1997: zwei Monate Gefängnis Fr. 300.-- Busse wegen Führens eines Personenwagens in angetrunkenem Zustand, Vereitelung der Blutprobe, Führens eines Personenwagens ohne den erforderlichen Führerausweis, Nichtbeherrschens des Fahrzeugs und pflichtwidrigen Verhaltens nach Unfall mit Fremdschaden. - Verfügung des Amtsstatthalteramtes Luzern vom 24. April 1997: ein Monat Gefängnis wegen Diebstahls und Sachbeschädigung. - Verfügung des Amtsstatthalteramtes Hochdorf vom 1. Juni 1999: zehn Tage Gefängnis und Fr. 900.-- Busse wegen Führens eines Personenwagens als Lernfahrer in angetrunkenem Zustand. Damit erfüllt der Beschwerdeführer sowohl den Ausweisungsgrund gemäss Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG als auch denjenigen nach Art. 10 Abs. 1 lit. b ANAG. Weder die verhängten Strafen noch die fremdenpolizeiliche Ermahnung bzw. die angedrohte Ausweisung vermochten den Beschwerdeführer zu beeindrucken. Jedenfalls liess er sich dadurch nicht von weiteren Straftaten abhalten. Selbst wenn die einzelnen Straftaten nicht als schwerwiegend bezeichnet werden können, besteht aufgrund des mangelnden Willens, sich ordnungsgemäss zu verhalten, und der offenbarten Unbelehrbarkeit ein gewichtiges öffentliches Interesse, den Beschwerdeführer aus der Schweiz auszuweisen. b) Der Beschwerdeführer ist im Jahre 1991 mit 16 1/2 Jahren in die Schweiz eingereist. Er ist ledig, hält sich nicht seit ausgesprochen langer Zeit in der Schweiz auf, ist beruflich nicht integriert und verfügt auch sonst nicht über enge Beziehungen zum Gaststaat. Seine schulische Grundausbildung hat er in seinem Heimatland absolviert. Es kann daher davon ausgegangen werden, dass er mit der Sprache seiner Heimat vertraut ist und er sich in Mazedonien wieder wird zurecht finden können. Im Übrigen lebt dort einer seiner Brüder, weshalb der Beschwerdeführer bei seiner Rückkehr nicht auf sich allein gestellt sein wird. c) Die Ausweisung des Beschwerdeführers erweist sich somit als verhältnismässig. Da zwischen dem erwachsenen Beschwerdeführer und seinen in der Schweiz anwesenheitsberechtigten Eltern sowie seinem hier lebenden Bruder nicht ein eigentliches Abhängigkeitsverhältnis vorliegt, wie es sich aus besonderen Betreuungs- und Pflegebedürfnissen bei körperlichen oder geistigen Behinderungen und schwerwiegenden Krankheiten ergeben kann (vgl. BGE 120 Ib 257 E. 1d und e S. 260 ff.), ist Art. 8 EMRK durch die fragliche Ausweisung von vornherein nicht betroffen. Ebensowenig wird durch die Ausweisung Art. 12 Abs. 4 UNO-Pakt II (SR 0.103. 2) verletzt (vgl. dazu BGE 122 II 433 E. 3c S. 442 ff.).