Citation: 6F_13/2010 16.08.2010 E. 3

Der Gesuchsteller wirft dem Bundesgericht ein "5-Punkte-Lügenkonstrukt zwecks Abweisung" seiner Beschwerde in Strafsachen vor. Das Bundesgericht habe offensichtlich sach-, akten- und tatsachenwidrig die von ihm einzeln aufgezeigten Sachverhaltsmomente übergangen. Gemäss Art. 121 lit. d BGG kann die Revision verlangt werden, wenn das Gericht in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigt hat. Ein Versehen im Sinne dieser Bestimmung liegt vor, wenn eine Tatsache oder ein bestimmtes Aktenstück übersehen oder mit einem falschen Wortlaut wahrgenommen worden ist. Davon zu unterscheiden ist die allenfalls unzutreffende Würdigung von Beweisen. Diese berechtigt so wenig zu einer Revision wie die rechtliche Würdigung eines Sachverhaltes. Die Revision dient auch nicht dazu, allfällige Versäumnisse im vorinstanzlichen Verfahren oder bei der Begründung der Beschwerde an das Bundesgericht nachträglich zu beheben (Urteil 5F_6/2007 vom 7. April 2008 E. 2.2). Hat sich das Bundesgericht mit einem Sachverhalt bewusst ("sciemment") auseinander gesetzt, ist dieser Revisionsgrund nicht gegeben (Urteil 1F_16/2008 vom 11. August 2008 E. 3; SJ 2008 I S. 465). Auch das Übergehen einer prozesskonform vorgetragenen Rüge würde keinen Revisionsgrund bilden, weil es sich dabei nicht um eine Tatsache im Sinne von Art. 121 lit. d BGG handelt (Urteil 4F_1/2007 vom 13. März 2007 E. 5.1). Wurden somit die Tatsache oder das Aktenstück in der äusseren Erscheinung richtig wahrgenommen, liegt kein Versehen vor, sondern allenfalls eine unzutreffende beweismässige oder rechtliche Würdigung, die mit der Versehensrüge nicht in Frage gestellt werden kann (Urteil 4F_1/2007 vom 13. März 2007 E. 6.1). Es handelt sich eindeutig nicht um ein bundesgerichtliches Versehen im Sinne dieser Rechtsprechung, sondern um eine vom gewünschten Resultat des Gesuchstellers abweichende Beurteilung seiner Sache im bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahren (oben Bst. A). Somit ist kein Revisionsgrund im Sinne von Art. 121 lit. d BGG gegeben.