Citation: 6B_455/2015 E. 4.3.2

4.3.2. Der Beschwerdegegner äusserte sich im kantonalen Verfahren nicht zur konkreten Verwendung der Darlehen des Beschwerdeführers. Die im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten zwei Rechnungen eines Finanzinformationsdienstleisters über knapp USD 7'000.-- sind offensichtlich nicht geeignet, Klarheit über den Verbleib des Geldes zu schaffen. Ein zweckwidriger Einsatz der Darlehen beziehungsweise eine entsprechende Absicht kann somit nicht ausgeschlossen werden. Die Vorinstanz begründet denn auch nicht, weshalb eine Verwendung des Geldes für private Zwecke oder zur Finanzierung eines aussergerichtlichen Vergleichs durch den Beschwerdegegner klarerweise verneint werden könnte. Sie äussert sich nicht zu den vom Beschwerdeführer aufgezeigten widersprüchlichen Angaben des Beschwerdegegners in Bezug auf seine Arbeitstätigkeit und seine Einkünfte. Die im Schuldenverzeichnis der Steuererklärung aufgeführte Darlehensschuld gegenüber seinem Vater schliesst entgegen der Vorinstanz nicht aus, dass der Beschwerdegegner die vom Beschwerdeführer erhaltenen Darlehen zur Finanzierung eines Vergleichs mit seinem ehemaligen Arbeitgeber verwendete beziehungsweise zu verwenden beabsichtigte. Ob der Beschwerdegegner allenfalls schon vor Einreichung der Strafanzeige seines ehemaligen Arbeitgebers mit einem solchen Schritt rechnen musste, prüft die Vorinstanz trotz entsprechender Hinweise des Beschwerdeführers nicht. Bei dieser Ausgangslage kann nicht ohne Willkür ausgeschlossen werden, dass der Beschwerdegegner bereits vor Gewährung des zweiten Darlehens entsprechende Absichten hegte.