Citation: 2C_886/2020 E. 3.3.4

3.3.4. Praxisgemäss besteht kein eigentlicher Aufrechnungsautomatismus. In Abweichung von den üblichen Regeln über die Beweislast hat ein Gesellschafter, der gleichzeitig Organ und/oder beherrschender Anteilsinhaber der Gesellschaft ist, Bestand und Höhe einer von der Veranlagungsbehörde auf seiner Ebene aufgerechneten geldwerten Leistung aber detailliert zu bestreiten (vorne E. 3.2.1). Dem Steuerpflichtigen ist anzulasten, dass er im ganzen Verfahren keinen schriftlichen Mietvertrag vorzulegen vermochte, aus welchem der angebliche Mietzins von Fr. 19'700.-- hätte hervorgehen können. Vor allem aber verstrickt er sich in Widersprüche, indem er einerseits geltend macht, der Mietzins sei "tatsächlich (...) buchhalterisch auf Grund früherer Vorgaben der Steuerverwaltung verbucht worden", die Buchung sei aber "nicht identisch mit der Vereinbarung" (Ziff. 12.6). Anderseits bringt er vor, bei der Verbuchung von Fr. 60'000.-- habe es sich um eine "irrige Buchung" gehandelt (Ziff. 12.17; Sachverhalt, lit. E.d).