Citation: 8C_259/2013 E. 3.3

3.3. Auch von einem Verstoss gegen den Grundsatz von Treu und Glauben kann nicht gesprochen werden, nur weil in einem ersten, vorangegangenen Vorbescheidverfahren (Vorbescheid vom 17. August 2010) noch von einem 20%igen Abzug ausgegangen worden war. Setzt sich eine versicherte Person gegen eine ihr mittels Vorbescheid angekündigte Fallerledigung zur Wehr, erwartet sie, dass der vorgelegte - und von ihr abgelehnte - Vorschlag einer nochmaligen Prüfung unterzogen wird. Selbstredend muss sie dann damit rechnen, dass sich deren Ergebnis auch zu ihrem Nachteil auswirken kann.