Citation: 9C_5/2023 E. 4.3.2

4.3.2. Gemäss eigener Darstellung ersteigerte der Beschwerdeführer das Kennzeichen "F.________" 2017 für Fr. 160'100.- und montierte es in der Folge an einem 5 m hohen, weithin sichtbaren Stahlgerüst in U.________, welches er eigens zu diesem Zweck hatte erstellen lassen. Damit wollte er, wiederum gemäss eigener Angabe, gegen die Erteilung einer Baubewilligung für die Erstellung eines Salzdepots auf einer an das Betriebsgelände der C.________ angrenzenden Parzelle protestieren, weil die Errichtung des Salzdepots die betriebliche Tätigkeit der C.________ eingeschränkt bzw. sogar verunmöglicht hätte. Diese Protestaktion, über welche die regionale Presse (G.________) ausführlich berichtet habe, sei schliesslich auch von Erfolg gekrönt gewesen, indem der Kanton sich für einen anderen Standort für das Salzdepot entschieden habe. Zwar fällt ausser Betracht, den Steuerbehörden die Kenntnis von Berichten betreffend einen Steuerpflichtigen in der Presse und/oder spezialisierten Medien zuzurechnen, um auf diese Weise zu zeigen, dass sie bei Vornahme der ordentlichen Veranlagung ein bestimmtes Beweismittel bzw. eine Tatsache hätten kennen müssen (Urteil 2C_722/2017 vom 13. Dezember 2017 E. 3.3). Auch wenn allenfalls sein mag, dass die Kantonale Steuerverwaltung über die regionale Presse vom Erwerb des Kennzeichens "F.________" durch den Beschwerdeführer im Jahr 2017 und der von diesem durchgeführten Protestaktion Kenntnis erlangt hat, bedeutet dies nicht, den Steuerbehörden sei auch bekannt gewesen, dass der Beschwerdeführer das von ihm privat erworbene Autokennzeichen an die von ihm (indirekt) beherrschte B.________ AG veräusserte. Daran ändert im Übrigen nichts, dass, wie der Beschwerdeführer geltend macht, die Steuerverwaltung bei der Prüfung seiner Steuererklärung für die Steuerperiode 2017 hätte bemerken müssen, dass das von ihm im Frühjahr 2017 für Fr. 160'100.- erworbene Autokennzeichen "F.________" nicht in der Steuererklärung aufgeführt gewesen sei. Selbst wenn dieser Argumentation gefolgt würde, ergibt sich daraus nicht, dass die Steuerverwaltung hätte vermuten können oder müssen, der Beschwerdeführer habe das Kennzeichen für einen über dem Erwerbspreis liegenden Preis an eine von ihm selbst (indirekt) beherrschte Gesellschaft veräussert.