Citation: 5A_793/2022 E. 2.1

2.1. Nach den Erwägungen der Vorinstanz habe die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 3. September 2021 ihre Schulden in der Höhe von USD 445'375.12 gegenüber der Beschwerdegegnerin anerkannt. Mit Schreiben vom 6. Dezember 2021, das auf das Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 29. November 2021 und die darin erwähnte Schuld der Beschwerdeführerin gegenüber der Beschwerdegegnerin in der Höhe von USD 445'375.12 Bezug genommen habe, habe die Beschwerdeführerin ihre Schuld gegenüber der Beschwerdegegnerin bestätigt und lediglich festgehalten, dass sie nicht über genügend finanzielle Mittel verfüge. Vor diesem Hintergrund sei nicht zu beanstanden, dass die Erstinstanz das Schreiben vom 3. September 2021 zusammen mit dem Schreiben vom 6. Dezember 2021 als Schuldanerkennung im Sinne von Art. 82 Abs. 1 SchKG qualifiziert habe. Zwar lägen durchaus gewisse Indizien vor, dass D.________ das Schreiben vom 3. September 2021 nicht als Inhaber der Beschwerdeführerin und mithin nicht für diese unterzeichnet habe. Wenn die Erstinstanz in Würdigung der von der Beschwerdegegnerin beigebrachten Beweismittel und Umstände zum gegenteiligen Schluss gelangt sei, erscheine diese Würdigung aber weder unhaltbar noch willkürlich noch augenfällig falsch. Zudem sei vom Vorliegen einer fälligen Forderung auszugehen, nachdem die Beschwerdeführerin die Fälligkeit der in Betreibung gesetzten Forderung sowohl im Schreiben vom 3. September 2021 als auch im Schreiben vom 6. Dezember 2021 anerkannt und auch in ihrer Gesuchsantwort nicht konkret bestritten habe. Indes sei für die materiellrechtliche Frage, ob für die in Betreibung gesetzte Forderung ein Verzugszins geschuldet sei, vorliegend ukrainisches Recht anwendbar. Weil sich die Beschwerdegegnerin im erstinstanzlichen Verfahren dazu nicht geäussert habe, habe die Erstinstanz zu Unrecht für die Verzugszinsen die Rechtsöffnung erteilt. In diesem Punkt sei die Beschwerde daher gutzuheissen.