Citation: 2A.702/2006 08.02.2007 E. 2.3

Was der Beschwerdeführer hiergegen einwendet, überzeugt nicht und ist nicht geeignet, den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt, an den das Bundesgericht grundsätzlich gebunden ist (Art. 105 Abs. 2 OG), in Frage zu stellen: 2.3.1 Das Verwaltungsgericht hat die verschiedenen Erklärungen der Ehegatten sorgfältig gewürdigt und mit nachvollziehbarer Begründung die Ausführungen des Beschwerdeführers, immer noch auf eine Wiedervereinigung zu hoffen, verworfen (Interessenlage, fehlender Nachweis fortbestehender Kontakte zwischen den Gatten usw.). Eine solche scheint tatsächlich höchst unwahrscheinlich, nachdem die Gattin im Hinblick auf eine Anpassung ihrer Unterhaltsleistungen den Beschwerdeführer durch einen Privatdetektiven überwachen liess und dessen Feststellungen an die Arbeitslosenversicherung weiterleitete. Der Integrationsgrad des Beschwerdeführers und die Frage, ob er inzwischen einer festen Arbeit nachgeht, waren für die Beurteilung der Missbräuchlichkeit seines Festhaltens an der Ehe irrelevant und mussten deshalb nicht weiter geklärt werden. Entscheidend war, dass der Ehewille der Gatten als erloschen zu gelten hatte und sich der Beschwerdeführer nur noch aus fremdenpolizeilichen Gründen auf die entsprechende inhaltsleere Beziehung berief; jene Aspekte standen hiermit in keinem Zusammenhang, was die Vorinstanz hinreichend klar dargelegt hat (vgl. zur Begründungspflicht: BGE 129 I 232 E. 3.2 mit Hinweisen). 2.3.2 Auf die Gründe, die ursprünglich zur Trennung geführt haben bzw. darauf, wer diese zu verantworten hat, kommt es nach der Rechtsprechung ebenso wenig an (vgl. BGE 130 II 113 E. 4.2 S. 117 mit Hinweisen) wie auf den Umstand, ob ein gerichtliches Trennungs- oder Scheidungsverfahren bereits hängig ist oder nicht; im Übrigen kann ein ausländerrechtlich relevanter Rechtsmissbrauch auch dann vorliegen, wenn zivilrechtlich das Festhalten an der Ehe nicht missbräuchlich erscheint (vgl. Art. 114 ZGB; AS 2004, 2161 in Kraft seit 1. Juni 2004; BGE 128 II 145 E. 2.2 S. 152); wesentlich ist in diesem Zusammenhang, dass bereits vor Ablauf der zivilrechtlichen Trennungsfrist von zwei Jahren erstellt erscheint, dass die Ehe inhaltslos geworden ist und eine Wiederaufnahme der Lebensgemeinschaft nicht mehr zur Diskussion steht, das Eheband aber dennoch aufrechterhalten wird, um von der damit verbundenen Bewilligung zu profitieren. Hierzu dient Art. 7 ANAG nicht, auch wenn er für den Bewilligungsanspruch - anders als Art. 17 ANAG - nur an das formelle Bestehen der Ehe anknüpft und nicht an das tatsächliche Zusammenleben der Gatten (BGE 130 II 113 E. 4.2; 119 Ib 417 ff.; 121 II 97 ff.). Die gesetzliche Regelung will die Fortführung des Familienlebens in der Schweiz - allenfalls auch in einer vorübergehenden Krisensituation - ermöglichen und absichern, jedoch nicht einem missbräuchlichen, ausschliesslich ausländerrechtlich motivierten Festhalten an einer klar gescheiterten Ehe Vorschub leisten (BGE 127 II 49 E. 5a mit Hinweisen). Zwar soll die Regelung verhindern, dass der ausländische Partner mit Blick auf die Erneuerung seiner Bewilligung der Willkür des schweizerischen Gatten ausgeliefert wird; damit akzeptierte der Gesetzgeber jedoch nicht, dass jener seinerseits Art. 7 ANAG zu institutsfremden Zwecken missbraucht (vgl. BGE 130 II 113 E. 4.1 u. 4.2). 2.3.3 Soweit die kantonalen Behörden im Ermessensbereich von Art. 4 ANAG davon abgesehen haben, die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers zu verlängern, ist gegen ihren Entscheid - wie gegen die damit verbundene Wegweisung bzw. deren Frist (vgl. Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 OG) - die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht ausgeschlossen (vgl. Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG; BGE 130 II 281 E. 2.1; 122 II 186 ff.). Es wird an den kantonalen Behörden sein, die Ausreisefrist, welche am 31. Dezember 2006 abgelaufen ist, neu festzulegen. Für alles Weitere wird auf die zutreffenden Ausführungen im angefochtenen Entscheid und in der Verfügung des Departements des Innern verwiesen (Art. 36a Abs. 3 OG).