Citation: 1C_321/2023 E. 3.4.5

3.4.5. Aus den Akten ergeben sich keine Anhaltspunkte, dass die Vorinstanz nicht (implizit) davon ausgehen durfte, es sei überwiegend eigene, d.h. auf dem betreffenden Betrieb selbst erzeugte Ernte verarbeitet worden. Die unsubstanziierte Behauptung des Beschwerdeführers, wonach aufgrund der produzierten Mengen davon auszugehen sei, dass nicht nur die eigene Ernte, sondern grösstenteils zugekauftes Obst verarbeitet worden sei, vermag die vorinstanzliche Beweiswürdigung jedenfalls nicht als willkürlich umzustossen (vgl. E. 2.2 hiervor). So ist weder bekannt, welche Mengen produziert wurden, noch wie viel bzw. ob überhaupt Drittwaren zugekauft wurden. Aus dem vom Beschwerdeführer eingereichten Schreiben der Eidgenössischen Alkoholverwaltung vom 30. April 1982 geht zwar hervor, dass sein Vater im Jahr 1982 einen Teil der Brennereieinrichtung (d.h. die Blase Nr. 1401+13 A) verkauft hat. Dass der Betrieb vorher allerdings (überwiegend) auf zugekaufte Drittwaren angewiesen gewesen sein soll, lässt sich daraus nicht ableiten. Nach dem Verkauf der Blase im Jahr 1982 verfügte der Vater des Beschwerdeführers noch über einen Brennapparat (Nr. 1401+13 B) und ihm wurde eine Konzession für den Betrieb einer Hausbrennerei erteilt. Als Hausbrenner und Inhaber einer entsprechenden Brennereikonzession galt (bereits damals) nach dem Bundesgesetz über die gebrannten Wasser vom 21. Juni 1932 (Alkoholgesetz, AlkG; SR 680) und der damals geltenden Vollziehungsverordnung vom 6. April 1962 (Verordnung zum Alkohol- und Hausbrennereigesetz; AS 1962 319; heute: Alkoholverordnung vom 15. September 2017 [AlkV]; SR 680.11) nur der Landwirt, der einen Landwirtschaftsbetrieb selber bewirtschaftete und ausschliesslich Obst ab selbstbewirtschaftetem Boden oder selbstgesammeltes inländisches Wildgewächs brannte. Nicht mehr als Hausbrenner galt somit, wenn der Landwirt auch zugekaufte Rohstoffe verwendete. Vor diesem Hintergrund hält es jedenfalls im Ergebnis vor dem Willkürverbot stand, wenn die Vorinstanz auch in Bezug auf die Brennerei von einer landwirtschaftlichen Nutzung ausgegangen ist und entgegen dem Beschwerdeführer kein nichtlandwirtschaftliches Gewerbe angenommen hat.