Citation: 6B_169/2019 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung von Art. 12 StGB. Die Vorinstanz habe nicht rechtsgenüglich dargetan, dass der Beschwerdeführer die in den beiden Videos enthaltene Propaganda als solche erkannt habe oder hätte erkennen müssen und er in diesem Wissen auch gewollt habe, dass die beiden Videos eine propagandistische Wirkung zugunsten von Al-Qaïda und mit ihr verwandter Organisationen entfalten oder entfalten könnten. Das Handeln des Beschwerdeführers sei in erster Linie von einer journalistischen Motivation, namentlich der Informationsvermittlung über den syrischen Bürgerkrieg, getragen worden. In zweiter Linie sei es dem Beschwerdeführer ein wichtiges Anliegen gewesen, dem zum damaligen Zeitpunkt dominanten Diskurs des IS mit Videoproduktionen entgegenzutreten, die er als im innerislamischen Diskurs als glaubwürdig erachtet hätte. Zudem habe der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt der Produktion der beiden Videos nicht gewusst und auch nicht wissen können, dass es sich bei seinem Interviewpartner D.________ um eine Person handle, die rund ein Jahr später vom U.S. Department of the Treasury auf eine Sanktionsliste gesetzt werden würde.