Citation: 2A.153/2002 19.07.2002 E. 2

Einen Anwesenheitsanspruch für seinen Sohn aus Art. 8 EMRK (Schutz des Familienlebens) macht der Beschwerdeführer zu Recht nicht (mehr) geltend. Der inzwischen volljährig gewordene Sohn kann sich vor Bundesgericht nicht auf die erwähnte Konventionsbestimmung berufen, da hiefür auf den heutigen Zeitpunkt abzustellen ist (BGE 120 Ib 257 E. 1f S. 262). Dass ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis vorliege, welches dem Sohn nach Erreichen der Volljährigkeit allenfalls einen Anspruch auf ein Aufenthaltsrecht gestützt auf Art. 8 EMRK verschaffen könnte, wird nicht behauptet und ist auch nicht ersichtlich. In der Feststellung, die Niederlassungsbewilligung des Sohnes sei erloschen, liegt daher kein Eingriff in das Recht auf Schutz des Familienlebens gemäss Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV.