Citation: 6P.179/2001 11.01.2002 E. 4

4.- Im Zusammenhang mit der Strafzumessung rügt der Beschwerdeführer einen Verstoss gegen Art. 6 Abs. 1 EMRK bzw. Art. 29 Abs. 1 BV, weil dem Beschleunigungsgebot keine Rechnung getragen worden sei (Beschwerde S. 47/48). Die Frage, ob das Beschleunigungsgebot verletzt wurde, ist mit der vorliegenden staatsrechtlichen Beschwerde vorzubringen; demgegenüber betrifft die Frage, welche Folgen eine Verletzung des Gebotes für die Strafzumessung hat, das Bundesstrafrecht und ist deshalb mit Nichtigkeitsbeschwerde aufzuwerfen (BGE 119 IV 107 E. 1b; 134 I 139 E. 2a). Das Obergericht hat nicht festgestellt, im vorliegenden Verfahren sei das Beschleunigungsgebot verletzt worden (vgl. angefochtener Entscheid S. 201). Auch aus der Beschwerde ergibt sich dies nicht. Der Beschwerdeführer macht nur geltend, der Fall sei "behördlicherseits unerklärlich lange verschleppt" worden, zumal im Ablauf der Strafuntersuchung "grosse, mehrere Monate umfassende Lücken" zu finden seien (Beschwerde S. 48). Mehrere Monate dauernde "Lücken" (z.B. von August 1996 bis Mai 1997) belegen für sich alleine noch nicht, dass im vorliegenden Fall eine unzulässige Verfahrensverzögerung vorliegt. Es ist denn auch darauf hinzuweisen, dass es um eine komplexe Angelegenheit geht, deren Behandlung geraume Zeit benötigte. Soweit der Beschwerdeführer unter Hinweis auf Art. 64 StGB rügt, bei angemessener Würdigung der langen Verfahrensdauer hätte "eine wesentlich niedrigere Strafe resultieren müssen" (Beschwerde S. 48), ist darauf nicht einzutreten, da es um die Anwendung des Bundesstrafrechts geht.