Citation: H 73/00 04.10.2001 E. 4

4.- a) Die Beschwerdeführerinnen verlangen erneut eine Einzelbewertung gemäss Art. 10 der Verordnung über die Bewertung der Grundstücke bei der direkten Bundessteuer. Aus dem Wortlaut dieser Bestimmung ergibt sich, dass das Recht auf Vornahme einer Einzelbewertung nur im Steuerveranlagungs- und Steuerjustizverfahren besteht. Zudem sind die "Veranlagungs- und Beschwerdebehörden" dazu nur verpflichtet, wenn "der Steuerpflichtige" es verlangt. Es widerspräche der dargelegten Bindung von Ausgleichskasse und Sozialversicherungsrichter an die rechtskräftige Steuerveranlagung, wenn der Beitragspflichtige im Beitragsfestsetzungsverfahren für die Bemessung des Eigenkapitals eine Einzelbewertung durchsetzen könnte, obschon er im Steuerveranlagungsverfahren einer schematischen Grundstücksbewertung auf Grundlage der anhand von Umrechnungskoeffizienten aufgewerteten, kantonalen Schätzungswerte nicht opponiert hat. Damit würden Doppelspurigkeiten geschaffen, mit denen der Zweck von Art. 23 Abs. 1 und 4 AHVV, die Ausgleichskassen davon zu entbinden, das Einkommen und das im Betrieb investierte Eigenkapital des Beitragspflichtigen selbst ermitteln zu müssen, gerade vereitelt würde. Die Vorinstanz hat daher das Begehren um Durchführung einer Einzelbewertung zu Recht abgelehnt. b) aa) Es stellt sich somit einzig die Frage, ob die Steuerbehörde im vorliegenden Fall die für die Eigenkapitalbemessung massgebenden Grundstückswerte auf Grundlage der kantonalen Schätzungswerte und der diesfalls anzuwendenden Umrechnungskoeffizienten bundessteuerrechtskonform gemäss Art. 9 der Verordnung über die Bewertung der Grundstücke bei der direkten Bundessteuer ermittelt hat. Mit der Umrechnung der kantonalen Schätzungswerte anhand der von der Eidgenössischen Steuerverwaltung festgesetzten Koeffizienten wird eine approximative Aufwertung der kantonalen Grundstückswerte auf das Niveau der bundessteuerrechtlich massgebenden Verkehrs- und Ertragswerte sichergestellt (Rz. 1125 ff. WSN in der seit 1. Januar 1992 gültigen Fassung). bb) Im vorliegenden Fall enthält die Rückseite der Meldung des kantonalen Steueramtes vom 11. April 1997 in der Rubrik "Bemerkungen" eine Aufstellung über die Berechnung des per 1. Januar 1991 im Betrieb investierten Eigenkapitals von Fr. 660 000.-. Daraus ist ersichtlich, dass die Steuerbehörde bei der Ermittlung des Eigenkapitals von den vom Steuerpflichtigen deklarierten Grundstückswerten ("Liegensch. lt. Dekl. 2.30c") von Fr. 26 768 991.- ausgegangen ist. Bei diesem Wert handelt es sich um die Summe der für die kantonale Steuerveranlagung massgebenden Schätzungswerte (vgl. Beilage 1 zur Replik im vorinstanzlichen Verfahren [kantonale Steuerwerte: Fr. 26 022 491.-]). Obwohl die Frage des Repartitionswertes im vorinstanzlichen Verfahren ausdrücklich thematisiert wurde (Replik, S. 5, Ziff. II./3a), verzichtete die Verwaltung auf ergänzende Abklärungen bei der zuständigen Steuerbehörde und auf die Einreichung einer Duplik. Die Vorinstanz ging diesem Einwand nicht weiter nach, obwohl hiezu Anlass bestanden hätte, zumal die Steuermeldungen vom 11. April 1997 unvollständig ausgefüllt waren. Die Akten enthalten keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass die Steuerbehörde die Verkehrs- und Ertragswerte der in den Kantonen Zürich und Aargau gelegenen Grundstücke und Liegenschaften nach den jeweils massgebenden Koeffizienten umgerechnet und so die bundessteuerrechtlich relevanten Grundstückswerte vorschriftsgemäss ermittelt hätte. Bei dieser Aktenlage ist die Streitsache ist zur bundesrechtskonformer Ermittlung der einzelnen Grundstückswerte und Neubemessung des zum Geschäftsvermögen gehörenden Eigenkapitals durch die kantonale Steuerbehörde und neuer Verfügung über die Beitragspflicht für die Jahre 1992 und 1993 an die Ausgleichskasse zurückzuweisen.