Citation: 1C_437/2022 E. A

Die Staatsanwaltschaft beim Gericht von Mailand ersuchte die Schweizer Behörden am 15. Oktober 2019 um Rechtshilfe für ihr Strafverfahren gegen B.________ wegen mutmasslichen Betruges und Geldwäscherei. Untersucht werde die unterlassene Rückzahlung von Investitionen, die in den Jahren 2011-2014 in gewisse maltesische Anlagefonds erfolgt seien, teilweise über Versicherungspolicen. Die Deliktssumme betrage ca. EUR 12 Mio. Die E.________ AG habe direkte Kontrolle über die fraglichen Anlagefonds ausgeübt. Diese habe eine Tochtergesellschaft namens A.________ AG. Diese gehöre dem Beschuldigten, der auch beide Gesellschaften verwalte. Weitere in der Schweiz und auf Malta domizilierte Gesellschaften mit "A.________" in der Firmenbezeichnung seien ihm ebenfalls zuzurechnen. Eine dritte Person habe dem Management der E.________ AG angehört und sei auch der gesetzliche Vertreter der Firma F.________ SA (in Liquidation). Die Konten dieser Gesellschaft seien dazu verwendet worden, hohe von Anlegern investierte Geldbeträge aus den maltesischen Fonds in die Schweiz zu transferieren. Anschliessend sei ein grosser Teil dieser Vermögen auf Konten bei italienischen Banken überwiesen worden, auf die Mittäter (Mitglieder einer "kriminellen Vereinigung") hätten zugreifen können.