Citation: 5A_13/2024 E. 3.4

3.4. Angesichts dieser Vorgaben laufen die resümierten Beanstandungen ins Leere. Dass die Beschwerdeführerin 2 ihre Wochenendzeit bei Papa und Mama als "nicht fair aufgeteilt" erachtet und mit den Eltern an den Wochenenden gleich viel Zeit verbringen möchte, nimmt das Kantonsgericht ausdrücklich zur Kenntnis. Im Zusammenhang mit der vor Bundesgericht streitigen Übergaberegelung am Montagmorgen erklärt es, eine diesbezügliche Befragung der Beschwerdeführerin 2 könne auf jeden Fall unterbleiben, da nicht zu erwarten sei, dass eine Anhörung über die bisherigen Erkenntnisse hinaus Entscheidendes beitragen könnte. Die Beschwerdeführerin 2 hat dem nichts Substanzielles entgegenzusetzen. So trifft es nicht zu, dass das Kantonsgericht überhaupt nicht auf die Briefe der Beschwerdeführerin 2 zu sprechen kommt, hält es doch ausdrücklich fest, dass der Beschwerdegegner Flexibilität signalisiert habe, was dem handschriftlich festgehaltenen Wunsch der Beschwerdeführerin 2 entspreche. Im Übrigen ist der Beschwerde nicht zu entnehmen, inwiefern diesen Schreiben an den Beistand und an das Gericht im Vergleich zu den im angefochtenen Entscheid festgehaltenen Erkenntnissen etwas Neues oder anderes zu entnehmen war. Dasselbe gilt hinsichtlich der Frage, ob von einer weiteren Anhörung im Berufungsverfahren neue Erkenntnisse zu erwarten gewesen wären. Bloss auf die lange Dauer des Berufungsverfahrens und auf ihr inzwischen erreichtes Lebensalter zu pochen, genügt nicht. Damit aber erübrigen sich weitere Erörterungen zur Frage, welche Bewandtnis es mit der Urteilsfähigkeit der Beschwerdeführerin 2 hat. Soweit die Beschwerdeführerin 2 daran Anstoss nimmt, wie den von ihr formulierten Wünschen und Willensbekundungen im Rahmen der vorinstanzlichen Entscheidfindung Rechnung getragen wurde, übersieht sie, dass diese Frage nicht den Anspruch auf rechtliches Gehör bzw. auf Durchführung einer Kindesanhörung, sondern die Bewertung eines Beweismittels im Rahmen der gerichtlichen Beweiswürdigung beschlägt. Entsprechend liegt allein in der vorinstanzlichen Feststellung, "dass bei einem (damals) gut siebenjährigen Kind der Gesamtüberblick betreffend die Betreuungssituation nicht vorausgesetzt werden kann", auch keine Verletzung des persönlichkeitsbezogenen Mitwirkungsrechts der Beschwerdeführerin 2. Die Rüge der Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV ist also unbegründet.