Citation: 1C_317/2019 E. A

Die einfache Gesellschaft "D.________" besteht aus der E.________ AG und der F.________ AG. Die beiden Aktiengesellschaften bzw. die einfache Gesellschaft sind bzw. ist Eigentümerin der Parzelle 3350 an der Strasse G.________ in der Gemeinde Vaz/Obervaz. Das Grundstück liegt gemäss Zonenplan in der Kernzone, wo die Ausnützungsziffer 1.0 beträgt. Das darauf stehende Gebäude weist eine anrechenbare Bruttogeschossfläche von 528.5 m2 auf und ist auf der Nordseite mit dem Gebäude auf Parzelle 3260 zusammengebaut. A.________ ist Eigentümerin der Parzelle 3265 auf der gegenüberliegenden Strassenseite, B.B________ und C.B.________ sind Miteigentümer im Stockwerkeigentum an der sich ebenfalls auf der gegenüberliegenden Strassenseite befindenden Parzelle 3266. Am 21. April 2016 bewilligte der Gemeindevorstand Vaz/Obervaz das Gesuch der einfachen Gesellschaft "D.________" um Erstellung eines Ersatzneubaus auf der Parzelle 3350. Dieses Gesuch sah den Abbruch des bestehenden Gebäudes mit fünf Wohnungen und den Wiederaufbau mit vier Wohnungen und Garagen vor, teilweise im Bereich der bestehenden Altbaute. Die Baubewilligung erteilte der Gemeindevorstand mit Auflagen bezüglich Wintergärten und Vordach sowie mit einer Ausnahmebewilligung bezüglich des Strassenabstands. Die dagegen eingereichten Einsprachen von A.________, B.B________ und C.B.________ sowie H.H.________ und I.H.________ vom 3. Dezember 2015 wies der Gemeindevorstand ab. Mit Urteil vom 22. Juni 2017 hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden die gegen den Entscheid des Gemeindevorstands vom 21. April 2016 erhobene Beschwerde von A.________ sowie B.B________ und C.B.________ gut. Das Verwaltungsgericht hob den angefochtenen Bau- und Einspracheentscheid vom 21. April 2016 sowie die gleichentags erteilte Baubewilligung auf und wies die Angelegenheit zum Neuentscheid und zur Prüfung, ob für das geplante Bauvorhaben genügend Bruttogeschossfläche zur Verfügung stehe, an die Gemeinde zurück. Es führte dazu in den Erwägungen aus, der innerhalb des bisherigen Gebäudekubus gelegene Teil der Neubaute könne ohne anrechenbare Bruttogeschossfläche erstellt werden, der ausserhalb des bisherigen Gebäudekubus gelegene projektierte Gebäudeteil dürfe hingegen lediglich die zonenkonforme Ausnützungsziffer der Parzelle, mithin 335 m2 Bruttogeschossfläche, konsumieren. Ob diese Vorgaben eingehalten seien, habe die Gemeinde im Rahmen des Neuentscheids zu prüfen. Bejahendenfalls sollte die Gemeinde zudem eine Auflage betreffend Übereinstimmung der Eigentümerschaft an den jeweiligen Parkplätzen mit der zugehörigen Wohnung in die Baubewilligung aufnehmen. Die übrigen Einwände der Beschwerdeführer bezüglich Grenz- und Strassenabstand, Anzahl Parkplätze, Missachtung von Zweitwohnungsvorschriften sowie Entzug von Licht und Aussicht wurden abgewiesen. Mit Entscheid vom 26. April 2018, mitgeteilt am 8. Mai 2018, wies die Gemeinde die Einsprache von A.________ sowie B.B________ und C.B.________ ab und erteilte, unter Auflagen, die Baubewilligung. Sie verwies auf das verwaltungsgerichtliche Urteil vom 22. Juni 2017 und hielt unter anderem fest, dass das Bauvorhaben die zulässige Ausnützungsziffer ausserhalb der bestehenden Gebäudehülle einhalte.