Citation: 6B_643/2020 E. 4.4

4.4. Die Ausschreibung des Beschwerdeführers im SIS liegt innerhalb des Ermessens der Vorinstanz. Sie begründet die Ausschreibung damit, dass die Anwesenheit des Beschwerdeführers im Hoheitsgebiet der Schengen-Mitgliedstaaten eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung darstellt. Dies ist insbesondere mit Blick auf Art. 24 Ziff. 2 Bst. a der SIS-II-Verordnung nicht zu beanstanden. Die Strafmassandrohung für die Tat des Beschwerdeführers und ferner auch die gegen ihn ausgefällte viereinhalbjährige Freiheitsstrafe überschreiten die in dieser Bestimmung vorgesehene Mindeststrafandrohung von einem Jahr Freiheitsstrafe deutlich. Das vom Beschwerdeführer geltend gemachte und rein abstrakte Interesse, allenfalls in europäischen Ländern ausserhalb von Spanien nach einer Anstellung suchen zu müssen, wiegt demgegenüber nicht schwer. Die Einschränkungen auf seine Bewegungsfreiheit im Hoheitsgebiet aller Schengen-Mitgliedstaaten als mögliche Folge der Ausschreibung hat er in Kauf zu nehmen. Die Beschwerde ist folglich auch in diesem Punkt abzuweisen.