Citation: 8C_679/2022 E. A

A.________, geboren 1975, war als Vermittlerin bei den B.________ beschäftigt und dadurch bei der Branchen Versicherung Genossenschaft (nachfolgend: Branchen Versicherung) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert. Gemäss Unfallmeldung vom 16. Februar 2021 und ihren ergänzenden Angaben vom 17. Februar 2021 habe A.________ am 3. Februar 2021 beim Tragen ihrer Skier bemerkt, dass sie das Endglied ihres rechten Mittelfingers nicht mehr habe strecken können. Im Spital C.________, wo sie sich gleichentags vorstellte, wurde die Diagnose eines "ligamentären Malletfingers" gestellt. Die Branchen Versicherung unterbreitete das Dossier ihrem Vertrauensarzt Dr. med. D.________, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH. Nach seinen Berichten vom 29. März und 1. Juni 2021 bezieht sich die erwähnte Diagnose auf einen Sehnenriss, der jedoch nicht durch das von A.________ geltend gemachte Ereignis vom 3. Februar 2021 verursacht worden, sondern degenerativ bedingt sei. Gestützt darauf lehnte die Branchen Versicherung ihre Leistungspflicht mit Verfügung vom 9. März 2021 und Einspracheentscheid vom 3. Juni 2021 ab mit der Begründung, dass weder ein Unfall im Rechtssinne noch eine unfallähnliche Körperschädigung vorliege.