Citation: 5A_259/2019 E. 6.3

6.3. Was die Beurteilung der inzwischen gesteigerten Bedürfnisse der berechtigten Wegbenutzer angeht, kann auf die bezirksgerichtlichen Erwägungen verwiesen werden (E. 4.2.3 oben). Zutreffend ist das Bezirksgericht einerseits davon ausgegangen, dass der Mehrverkehr über das belastete Grundstück auf die technische Entwicklung in der Landwirtschaft zurückzuführen ist und deshalb nicht als unzumutbare Mehrbelastung untersagt werden kann. Andererseits hat das Bezirksgericht annehmen dürfen, dass bereits bei der Begründung des Wegrechts mit einer künftigen Erhöhung des Verkehrsaufkommens gerechnet werden musste, lautet das Wegrecht doch zugunsten der Beschwerdeführerin als Genossame mit einer unbestimmten bzw. offenen Zahl von Mitgliedern als Wegbenutzern. Eine unzumutbare Mehrbelastung ist unter diesen Umständen zu verneinen. Dass er durch die Überschreitung in der Benutzung seines Grundstücks gemäss dessen Zweckbestimmung tatsächlich beeinträchtigt wird, tut der Beschwerdegegner als Belasteter zudem nicht ausreichend dar (vgl. LIVER, a.a.O., N. 14 zu Art. 739 ZGB).