Citation: 2C_391/2010 10.01.2011 E. 2

Art. 11 der MWST-Vereinbarung beschränkt die Überprüfungsbefugnis des Bundesgerichts auf "Entscheidungen über materielle Vorschriften der Mehrwertsteuer". Mit der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann somit nur die Verletzung von Rechtsvorschriften der liechtensteinischen Mehrwertsteuergesetzgebung und der gemäss dieser Gesetzgebung anwendbaren Vorschriften gerügt werden (Art. 66 Abs. 2 aMWSTG/FL). Da das Fürstentum Liechtenstein aber die materiellen Vorschriften der schweizerischen Mehrwertsteuergesetzgebung in weiten Teilen unverändert in das eigene Recht übernommen hat (vgl. Art. 1 Abs. 1 der MWST-Vereinbarung), kann bei der nachfolgenden Beurteilung grundsätzlich auf die entsprechende Lehre und Rechtsprechung zur schweizerischen Mehrwertsteuer abgestellt werden.