Citation: 8C_550/2020 E. 3.1.2

3.1.2. Die Vorinstanz verneinte aber den Anspruch des Beschwerdeführers auf Arbeitslosenentschädigung aufgrund seiner Rolle bei der B.________ GmbH, wo er bis 19. Juli 2016 einzelzeichnungsberechtigter Gesellschafter und Vorsitzender der Geschäftsführung war. Die Vorinstanz erwog, diese Gesellschaft sei vom Beschwerdeführer und seinem Bruder gegründet und am xx. April 2011 ins Handelsregister eingetragen worden. Am 19. Juli 2016 sei sie an die Partnerin seines Bruders übertragen worden und die beiden Brüder seien aus dem Handelsregister gestrichen worden. Gemäss Arbeitsvertrag vom 3. April 2017 sei der Beschwerdeführer auf Stundenlohnbasis bei der B.________ GmbH angestellt und habe für sie in den Monaten Mai, Juni und Juli 2017 sowie August und September 2018 im Zwischenverdienst gearbeitet. Als ehemaliger Gründer habe er die Möglichkeit, sein Knowhow für die B.________ GmbH profitabel einzusetzen. Er habe den Rückzug aus diesem Betrieb und die Übertragung an die Partnerin seines Bruders damit begründet, viele Arbeitgeber hätten nicht geduldet, dass er im Handelsregister eingetragen sei. Aufgrund der Akten sei allerdings zu vermuten, er habe sich aus dem Handelsregister löschen lassen, damit ihm im Rahmen der letzten Anmeldung zum Bezug von Arbeitslosenentschädigung vom 5. Juli 2016 die Vermittlungsfähigkeit aufgrund seiner Stellung bei der B.________ GmbH nicht aberkannt worden sei (vgl. Überweisung zur Prüfung am 14. Juli 2016 an die Kantonale Amtsstelle; Schreiben des KIGA Baselland vom 20. Juli 2016 und des Beschwerdeführers vom 4. August 2016). Mit Blick auf die tatsächlichen klein- und familienbetrieblichen Verhältnisse lasse sich indes trotz Aufgabe seiner Stellung als Gesellschafter und Geschäftsführer eine faktische Einflussmöglichkeit des Beschwerdeführers auf die Unternehmensentscheidungen der B.________ GmbH nicht von der Hand weisen. Er habe diese zusammen mit seinem Bruder aufgebaut und arbeite weiter für sie. Es liege nahe, dass er als Fachexperte und langjähriger Inhaber seine Einsätze und die Auftragslage steuern könne, weil die Firma weiterhin in Familienhänden sei. Die als Geschäftsführerin eingesetzte Partnerin seines Bruders, die nicht in diesem Geschäftsbereich tätig sei, scheine vorgeschoben, womit dem Beschwerdeführer zumindest eine faktische arbeitgeberähnliche Funktion zukomme. In Absprache mit ihr sei er aufgrund seiner Einflussmöglichkeiten bei der B.________ GmbH faktisch in der Lage, seinen Arbeitsaufwand und die von ihm zu erledigenden Aufgaben je nach Geschäftsgang massgeblich zu beeinflussen und beliebig zu variieren. Damit liessen sich sein Arbeitsausfall bzw. seine Arbeitslosigkeit nicht überprüfen, weshalb er keinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung habe.