Citation: 1P.717/2000 01.12.2000 E. 2

2.- a) Untersuchungshaft stellt einen schwerwiegenden Eingriff in das Recht auf persönliche Freiheit (Art. 10 Abs. 2 und Art. 31 BV) dar. Sie muss auf einer hinreichenden gesetzlichen Grundlage beruhen, im öffentlichen Interesse liegen, verhältnismässig sein und darf den Kerngehalt des Grundrechts nicht antasten (vgl. Art. 36 BV; BGE 123 I 268 E. 2c S. 270; 124 I 80 E. 2c S. 81). Gemäss Art. 5 Ziff. 1 lit. c EMRK darf Untersuchungshaft nur angeordnet werden, wenn hinreichender Verdacht besteht, dass die betreffende Person eine Straftat begangen hat, oder wenn begründeter Anlass zur Annahme von Fortsetzungs- oder Fluchtgefahr besteht. Art. 5 Ziff. 1 EMRK geht in seinem Gehalt nicht über den verfassungsmässigen Anspruch auf persönliche Freiheit hinaus (vgl. Botschaft über eine neue Bundesverfassung vom 20. November 1996 [BBl 1997 I 185]). b) Nach § 77 Abs. 1 des Gesetzes betreffend die Strafprozessordnung des Kantons Basel-Landschaft vom 3. Juni 1999 (StPO/BL) ist die Verhaftung einer Person nur zulässig, wenn sie eines Verbrechens oder Vergehens dringend verdächtigt wird, deshalb gegen sie ein Strafverfahren eröffnet worden ist und aufgrund konkreter Indizien ernsthaft zu befürchten ist, sie werde die Freiheit zur Flucht, zur Erschwerung oder Vereitelung der Untersuchung oder zur Fortsetzung der deliktischen Tätigkeit benützen. § 77 Abs. 2 StPO/BL sieht vor, dass Untersuchungshaft nur solange aufrechterhalten bleiben darf, als einer der genannten Haftgründe besteht. c) Bei staatsrechtlichen Beschwerden, die gestützt auf das verfassungsmässige Recht der persönlichen Freiheit wegen eines Haftverlängerungsentscheides erhoben werden, prüft das Bundesgericht im Hinblick auf die Schwere des Eingriffs die Auslegung und Anwendung des kantonalen Rechts mit freier Kognition. Soweit jedoch reine Sachverhaltsfeststellungen und damit Fragen der Beweiswürdigung zu beurteilen sind, greift das Bundesgericht nur ein, wenn die tatsächlichen Feststellungen der kantonalen Instanz willkürlich sind (BGE 123 I 268 E. 2d S. 271 mit Hinweisen). d) Der Beschwerdeführer rügt, die Verlängerung der Untersuchungshaft um weitere acht Wochen könne sich nicht auf einen hinreichenden Tatverdacht abstützen (E. 3). Zudem bestreitet er das Vorliegen von Kollusionsgefahr (E. 4) und die Verhältnismässigkeit der Haft (E. 5).