Citation: 2C_538/2021 E. 3.4

3.4. Diese Würdigung ist, wenn auch nicht in der Begründung, so doch im Ergebnis nicht zu beanstanden. Von Relevanz ist zwar vorliegend, dass der in der Schweiz geborene, im Zeitpunkt des Wegweisungsbescheids fast elf Jahre alte Beschwerdeführer 2 aufgrund seiner Einschulung nicht mehr in einem anpassungsfähigen Alter im engeren Sinne ist (vgl. Urteil 2C_709/2019 vom 17. Januar 2020 E. 6.2.2). Bei der Prüfung der Verhältnismässigkeit der aufenthaltsbeendenden Massnahme nach Art. 96 AIG ist insofert, unabhängig ob Art. 8 EMRK anwendbar ist, zu berücksichtigen, ob das Kind durch die Wegweisung von einer für es wichtigen Bezugsperson getrennt wird, zu der es eine lange andauernde, gute soziale Beziehung geknüpft hat. Die Erwägung der Vorinstanz, dass es aufgrund der erfolgreichen Vaterschaftsaberkennung unerheblich sei, ob C.________ die Rolle eines "sozialen Vaters" gegenüber dem Beschwerdeführer 2 einnehme, greift insofern zu kurz. Da vorliegend, wie dies nachstehend darzulegen sein wird (vgl. E. 4.4), das öffentliche Interesse an der Wegweisung der Beschwerdeführerin 1 jedoch ungeachtet des Bestehens einer familienähnlichen Verbindung zwischen dem Beschwerdeführer 2 und C.________, kann der Vorinstanz keine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV bzw. von Art. 12 KRK vorgeworfen werden.