Citation: 9C_220/2024 E. 6

Die Beschwerdeführer machen weiter geltend, die Vorinstanz habe zu Unrecht angenommen, die Steuerbehörden hätten bei Vornahme der Veranlagungen der Beschwerdeführer für die Steuerperioden 2003 - 2009 davon ausgehen dürfen, der verbuchte Aufwand sei korrekt gewesen; daran ändere auch nichts, dass in den Steuererklärungen Beteiligungsrechte an Gesellschaften enthalten gewesen seien. Zwar werde in der Rechtsprechung hervorgehoben, dass die Anforderungen an die Abklärungspflicht der Behörden nicht überspannt werden dürften. Selbst wenn man hier jedoch auch nur die bescheidensten Ansprüche an die behördliche Abklärungs- und Untersuchungspflicht stelle, müsse man vorliegend anhand der Faktenlage erkennen, dass die Veranlagungsbehörde in all den vielen Steuerperioden auf jegliche Nachfragen oder Rückfragen verzichtet habe. Nicht einmal die elementarste Routinesichtung der Steuererklärungen sei erkennbar, aufgrund welcher der Steuerverwaltung jeweils bei einem Abgleich mit früheren Steuererklärungen ins Auge hätte springen müssen, dass unerklärlicherweise etliche Male abweichende Beteiligungsquoten, Anzahl Aktien und andere Zahlenwerte deklariert worden seien. Es hätte somit Klärungsbedarf bestanden und die Veranlagungsbehörde hätte aufgrund einer einfachen Auskunftsanfrage an den Beschwerdeführer schon damals den gesamten Sachverhalt erhellen können. Der Veranlagungsbehörde sei eine grobe Missachtung der Untersuchungspflicht vorzuwerfen, weshalb das Erfordernis des Vorliegens einer neuen Tatsache gemäss Art. 169 Abs. 1 StG/SH und Art. 151 Abs. 1 DBG entgegen der Vorinstanz nicht als erfüllt angesehen werden könne.