Citation: 2A.506/2001 10.12.2001 E. A

A.- L.________ stellte unter dem Namen K.________ am 3. August 1999 ein erstes Asylgesuch in der Schweiz, wobei er angab, aus Sierra Leone zu stammen. Am 25. Januar 2000 trat das Bundesamt für Flüchtlinge darauf nicht ein und wies den Gesuchsteller aus der Schweiz weg. Während des Asylverfahrens verfügte die Fremdenpolizei des Kantons Zürich die Ausgrenzung des Asylbewerbers aus dem gesamten zürcherischen Stadtgebiet. Am 17. Februar 2000 erteilte die Jugendanwaltschaft Zürich dem Gesuchsteller wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz einen Verweis. Am 9. Oktober 2000 reichte L.________ unter der gleichen falschen Identität ein zweites Asylgesuch ein. Eine während des Asylverfahrens durchgeführte Herkunftsanalyse ergab, dass er nicht aus Sierra Leone stammt. In der Folge wurde gegen den Gesuchsteller mehrfach wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt. Am 19. September 2001 wurde er polizeilich festgenommen und am 21. September 2001 in Untersuchungshaft gesetzt. Mit Entscheid vom 3. Oktober 2001 trat das Bundesamt für Flüchtlinge auch auf das zweite Asylgesuch nicht ein und wies den Asylbewerber erneut aus der Schweiz weg. Nach seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft und Zuführung an das Amt für Polizeiwesen Graubünden, Asyl- und Massnahmevollzug, wurde L.________ von diesem in Ausschaffungshaft genommen. Zum bei ihm gefundenen gambischen Pass, der auf den Namen L.________ lautet, sagte er aus, der Pass sei nicht echt; eine kriminaltechnische Prüfung ergab jedoch, dass dieser keine objektiven Fälschungsmerkmale aufweist. L.________ berief sich sodann auf eine Beziehung zu einer Schweizerin und machte geltend, er wolle diese demnächst heiraten; nach Afrika kehre er nicht zurück. Bei einem Ausschaffungsversuch am 11. Oktober 2001 verweigerte er denn auch den Einstieg ins Flugzeug. Mit Urteil vom 12. Oktober 2001 genehmigte das Bezirksgerichtspräsidium Plessur als Haftgericht die Ausschaffungshaft bis zum 22. November 2001.