Citation: 4A_455/2023 E. 5.5.2

5.5.2. In der Tat ist die Vorinstanz zwar vorab auf das genannte Begehren nicht eingetreten, weil es sich um ein unzulässiges bedingtes Rechtsbegehren handle (angefochtener Entscheid, E. I. 2.4 S. 9 f.). Im Rahmen des Entscheids über die Parteientschädigung kam die Vorinstanz aber auf den Antrag der Übernahme der Gutachterkosten zurück (angefochtener Entscheid, E. III.1 S. 69) : Sie erwog im Rahmen der Verteilung der Parteientschädigung, dass die Gutachterkosten von Fr. 4'523.40 und Fr. 1'793.20 nicht zu berücksichtigen seien, da die in den Gutachten gemachten Abklärungen in keinem Zusammenhang mit den von der Beschwerdegegnerin geltend gemachten Mehrleistungen stünden, bezüglich derer die Beschwerdegegnerin vor der Vorinstanz einzig unterlag. Der Vorwurf der Beschwerdeführerin, die Vorinstanz habe ihr Begehren bezüglich der Gutachterkosten nicht beurteilt, ist damit nicht stichhaltig. Die Vorinstanz hat vielmehr die Gutachterkosten als mit der Parteientschädigung entschädigungspflichtig anerkannt, also die Hauptbegründung der Beschwerdeführerin im Grundsatz bejaht. Der Grund dafür, dass sie die Gutachterkosten im Rahmen der Parteientschädigung nicht zusprach, war der, dass sie nicht im Zusammenhang mit denjenigen Schadensposten (Mehrleistungen) angefallen sind, bezüglich denen die Beschwerdeführerin einzig obsiegte. Mit anderen Worten folgte die Vorinstanz grundsätzlich der Hauptbegründung für diesen Anspruch (Abgeltung im Rahmen der Parteientschädigung), verwarf ihn aber, weil gar keine Parteientschädigung zugunsten der Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang zuzusprechen war. Dieses Vorgehen beanstandet die Beschwerdeführerin nicht, zumindest nicht hinreichend, und legt auch nicht dar, dass entgegen der Auffassung der Vorinstanz die Gutachterkosten im Rahmen der Parteientschädigung zuzusprechen gewesen wären. Es hat damit sein Bewenden.