Citation: 6B_1083/2022 E. 2.3.2

2.3.2. Der Beschwerdeführer bringt in rechtlicher Hinsicht vor, es fehle am Ausnützen einer Notlage, da die Beschwerdegegnerin 2 freiverantwortlich in die sexuellen Handlungen eingewilligt und sogar die Initiative ergriffen habe. Darauf ist mit Blick auf das Beweisergebnis nicht einzugehen. Es steht willkürfrei fest, dass die Beschwerdegegnerin 2 finanziell schlecht aufgestellt und zumindest subjektiv auf die Stelle und Unterkunft beim Beschwerdeführer angewiesen war. Ebenfalls erstellt ist nach dem Gesagten ein Motivationszusammenhang zwischen der Abhängigkeit resp. Zwangslage und den sexuellen Handlungen (vgl. oben E. 2.2.1). Soweit der Beschwerdeführer einen Vorsatz bestreitet, ist ihm entgegenzuhalten, dass er angesichts des von der Beschwerdegegnerin 2 nachgesuchten Darlehens offensichtlich um deren finanzielle Zwangslage wusste. Davon geht, gestützt auf seine eigenen Einlassungen, auch die Vorinstanz aus. Es ist daher nachvollziehbar, wenn sie annimmt, er habe zumindest in Kauf genommen, dass die Beschwerdegegnerin 2 nur aufgrund ihrer Zwangslage in die sexuellen Handlungen einwilligte oder diese vornahm. Die entsprechende Rüge prüft das Bundesgericht nur auf Willkür (oben E. 1.1.2). Im Übrigen kann auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden. Eine Verletzung von Bundesrecht ist nicht ersichtlich.