Citation: 9C_436/2016 E. 8.4.2

8.4.2. Ebenso wenig ist die Nichtbezahlung von Sozialversicherungsbeiträgen ferner damit zu rechtfertigen oder entschuldigen, dass Hoffnung auf eine Sanierung des Unternehmens bestand (vgl. etwa Urteil [des Eidg. Versicherungsgerichts] H 394/01 vom 19. November 2003 E. 6.2.3). Nicht massgebend ist, ob das Organ (subjektiv) "an eine Rettung der Firma" und an die Bezahlung der Beiträge "geglaubt" hat (Reichmuth, a.a.O., Rz. 677 und 679 mit Hinweisen auf die Rechtsprechung). Als entscheidend erweist sich vielmehr, ob, wie hiervor dargelegt, der Beschwerdeführer auf Grund der objektiven Umstände und einer seriösen Beurteilung der Lage damit rechnen durfte, dass die ab Januar 2008 schuldig gebliebenen Beitragsforderungen innert nützlicher Frist befriedigt würden, und ob angesichts der Höhe der bestehenden Verbindlichkeiten und der eingegangenen Risiken von einer vorübergehenden Zurückbehaltung der Sozialversicherungsbeiträge objektiv eine für die Rettung der Firma ausschlaggebende Wirkung erwartet werden konnte. Beides ist aus den von der Vorinstanz einlässlich wiedergegebenen Gründen zu verneinen.