Citation: 1C_156/2020 E. 5.3

5.3. Wie oben bereits erwähnt, erging das Strafurteil gegen den Beschwerdeführer im ordentlichen Verfahren, wobei in diesem Rahmen eine Verhandlung durchgeführt wurde, der Beschwerdeführer sowie der involvierte Polizist angehört wurden und das Obergericht des Kantons Solothurn einen Augenschein durchgeführt hat. Die Vorinstanz ist vorliegend von einer Bindungswirkung durch das Strafurteil auch bezüglich der rechtlichen Würdigung des Sachverhalts ausgegangen. Sie führt aus, anlässlich des Strafverfahrens seien die Fragen betreffend die mit der Geschwindigkeitsübertretung verbundenen Gefährdung, die Schwere des Verschuldens, die Rechtmässigkeit der Signalisation und des vermeidbaren Sachverhaltsirrtums hinlänglich erörtert worden. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, überzeugt nicht. Er beschränkt sich darauf, seine Ansichten bezüglich Gefährdung, Verschulden und Rechtmässigkeit der Signalisation zu wiederholen, vermag jedoch nicht aufzuzeigen, inwiefern die Vorinstanz vorliegend eine freie rechtliche Würdigung hätte vornehmen müssen. Vielmehr hat die Vorinstanz zu Recht befunden, dass im vorliegenden Fall die rechtliche Würdigung stark von Tatsachen abhängt, welche die Strafbehörden besser kennen. Die Vorinstanz durfte sich also entgegen den gegenteiligen Behauptungen des Beschwerdeführers ohne Bundesrecht zu verletzen an die rechtliche Würdigung der Strafbehörden halten und annehmen, dass die Geschwindigkeitsübertretung zu einer ernsthaften Gefährdung der Verkehrssicherheit geführt hat und der Beschwerdeführer dabei grobfahrlässig gehandelt hat.