Citation: 2C_510/2014 E. 4.3

4.3. Die erste dieser Begründungen (vorne E. 4.1.1) ist unabhängig von der Gemeindefusion. Sie würde auch die Zeit vor 2011 betreffen. Die Mehrheit der Argumente, welche die Vorinstanz veranlasst habe, nur einen Appellentscheid zu erlassen (vorne E. 4.2) würden dafür nicht gelten. Dass die Vorinstanz trotzdem den bei ihr angefochtenen Entscheid nicht aufgehoben hat, lässt daran zweifeln, ob sie mit der ersten Begründung wirklich eine Verfassungswidrigkeit feststellen wollte. Die Beschwerdeführer ihrerseits haben im vorinstanzlichen Verfahren diesbezüglich keine Rügen erhoben, sondern die Beschwerde nur damit begründet, seit dem 1. Januar 2011 sei die Finanzierung der Gemeindestrassen Sache der Gemeinde Glarus Süd. Vor Bundesgericht nehmen sie zwar die Argumentationslinie der Vorinstanz auf und führen aus, die Abgaben für Strassen und Wege hätten auf alle Steuerzahler der Gemeinde Braunwald verteilt werden müssen (Ziff. 14 der Beschwerde), bringen zugleich aber auch vor, bis zum Inkrafttreten der Gemeindereform am 1. Januar 2011 habe es aus ihrer Sicht keinen Grund gegeben, die Beiträge nicht zu bezahlen (Ziff. 10 der Beschwerde). Jedenfalls enthält die Beschwerde keine rechtsgenügliche Rüge (vgl. Art. 106 Abs. 2 BGG), wonach der angefochtene Entscheid deshalb aufzuheben wäre, weil die Abgabe prinzipiell verfassungswidrig wäre. Zudem bestehen Unterschiede zu den von der Vorinstanz und den Beschwerdeführern zitierten Entscheiden BGE 131 I 1 und 124 I 289, in denen das Bundesgericht Regelungen als verfassungswidrig betrachtet hatte, wonach Kosten für den Unterhalt und die Reinigung der Strassen ausschliesslich den Grundeigentümern auferlegt wurden. Im Unterschied zu jenen Regelungen werden hier auch die Motorfahrzeughalter zur Finanzierung beigezogen. Insgesamt kann also das System der Abgabenerhebung als solches nicht zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids führen.