Citation: 4A_5/2014 E. 5

Der Beschwerdeführer ist der Auffassung, das wesentlich höhere Gewicht des Postautos, dessen schlechte Lenkbarkeit und das Herüberragen in die Gegenfahrbahn habe die Betriebsgefahr erhöht. Diese begründe eine Kausalhaftung, die mit dem Verschulden nichts zu tun habe. Die Vorinstanz argumentiere aber mit Verschuldenselementen, wenn sie darauf abstelle, dass es nicht zum Unfall gekommen wäre, wenn sich der Motorradfahrer an das Rechtsfahrgebot gehalten hätte. Auch die Tatsache, dass bei einer früheren Bremsung des Postautos der Unfall hätte vermieden werden können, eine solche Bremsung mit Blick auf die Passagiere aber nicht möglich gewesen sei, könne als unfallkausale Erhöhung der Betriebsgefahr angesehen werden. Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, die Betriebsgefahr habe sich im zu beurteilenden Fall besonders stark ausgewirkt und hätte daher zwingend berücksichtigt werden müssen. Zudem spricht er sich für eine Aufteilung des Schadens nach der "sektoriellen Methode" aus.