Citation: 6B_1168/2020 E. 1.4

1.4. Der Beschwerdeführer wendet ein, es könne daraus, dass er nach dem angeblichen Tatzeitraum verschiedene Telefonate mit seiner Mutter, zwei Anwaltshotlines und E.________ getätigt habe, nichts zu seinen Ungunsten abgeleitet werden. Wäre er der Täter gewesen, hätte er jederzeit damit rechnen müssen, von der Polizei aufgesucht zu werden, was eine umgehende Kontaktaufnahme mit einem Anwalt erwarten liesse und nicht ein 44-minütiges Gespräch mit seiner Mutter. Die Interpretation der Vorinstanz sei zwar vorstellbar, nicht weniger denkbar sei jedoch, dass er während des Gesprächs mit seiner Mutter auf anderem Weg vom Vorfall Kenntnis erhalten habe und gerade wegen seiner Haltereigenschaft anwaltlichen Rat gesucht habe. Die Vorinstanz lege sich damit von verschiedenen möglichen Varianten auf die für ihn ungünstigere fest. Soweit der Beschwerdeführer eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" rügt, kann auf die Ausführungen in E. 1.3 hiervor verwiesen werden. Im Übrigen gesteht der Beschwerdeführer selbst ein, dass die Beweiswürdigung der Vorinstanz nicht willkürlich ist, wenn er festhält, die Auslegung der Vorinstanz sei "vorstellbar". Die Vorinstanz begründet ihre Auffassung nachvollziehbar, jedenfalls nicht willkürlich: Sie erwägt, der Beschwerdeführer habe nur wenige Zeit nach dem Tatzeitraum versucht, Anwälte zu erreichen. Dies stelle ein klares Indiz dafür dar, dass er das Fahrzeug gelenkt habe und deshalb auf anwaltlichen Rat angewiesen gewesen sei. Dass er vorher 44 Minuten mit seiner Mutter telefoniert habe, stehe dem nicht entgegen. Hätte eine dritte Person dem Beschwerdeführer mitgeteilt, dass sie mit dem Fahrzeug gefahren sei - wie vom Beschwerdeführer vorgebracht -, leuchte nicht ein, weshalb der Beschwerdeführer zunächst mit seiner Mutter hätte telefonieren sollen. Dass er erst nach dem Telefonat mit seiner Mutter vom Vorfall erfahren habe, erscheine wenig wahrscheinlich, da zwischen dem Ende des Telefonats mit der Mutter und dem Versuch, Rechtsanwalt F.________ zu erreichen, keine weiteren Telefonverbindungen stattgefunden hätten. Überdies habe der Beschwerdeführer nie offengelegt, woher er das angebliche Wissen gehabt haben wolle. Die Telefondaten sprächen gegen seine Sachverhaltsversion. Habe er das Fahrzeug gelenkt, sei es nachvollziehbar, dass er sich zunächst Rat bei seiner Mutter habe einholen wollen - etwa um zu erörtern, ob er sich an die Polizei wenden oder welchen Anwalt er kontaktieren solle. Im Ergebnis sei der Umstand, dass der Beschwerdeführer um 11:25 Uhr zunächst seine Mutter angerufen und danach um 12:12 Uhr und um 12:14 Uhr erfolglos versucht habe, Rechtsanwalt F.________ bzw. Jurist G.________ zu erreichen, bevor er um 13:01 Uhr schliesslich während 23 Minuten mit Rechtsanwalt F.________ telefoniert habe, als Indiz dafür zu werten, dass er das Fahrzeug gelenkt habe. Bezeichnenderweise seien zwischen 10:55 Uhr und 11:25 Uhr, und damit im Tatzeitraum von ca. 11:15 Uhr bis 11:25 Uhr, keine telefonischen Aktivitäten verzeichnet. Dem Gesagten zufolge vermag der Beschwerdeführer auch mit dieser Rüge nicht durchzudringen.