Citation: 6B_872/2014 E. 1.3

1.3. Der Beschwerdeführer macht einzig geltend, bei der Anordnung einer stationären therapeutischen Massnahme nach Art. 59 StGB seien per se mehrere Gutachten einzuholen, da die Massnahme aufgrund der Möglichkeit der Verlängerung einer Verwahrung gleichkomme. Sein Einwand verfängt nicht. Das Gesetz schreibt nicht vor, dass das Gericht bei der Anordnung einer Massnahme nach Art. 59 StGB mehrere Gutachten einholen muss (Art. 56 Abs. 3 StGB). Selbst bei der Verwahrung nach Art. 64 StGB sind nicht zwingend mehrere Begutachtungen vorgesehen. Einzig bei der lebenslänglichen Verwahrung nach Art. 64 Abs. 1 bis StGB ist dies der Fall (Art. 56 Abs. 4 bis StGB). Der Beschwerdeführer macht darüber hinaus auch nicht geltend, die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung sei willkürlich, oder das Gutachten sei nicht schlüssig. Dies ist auch nicht ersichtlich. Die Vorinstanz setzt sich ausführlich mit dem Gutachten auseinander und gelangt zur Auffassung, es bestünden keine ernsthaften Einwände gegen dessen Schlüssigkeit. Dass die Vorinstanz ein Zweitgutachten hätte einholen müssen, ergibt sich deshalb nicht. Die Vorinstanz verletzt kein Bundesrecht, wenn sie den Beweisantrag des Beschwerdeführers abweist und gestützt auf das Gutachten vom 31. Juli 2012 und das Ergänzungsgutachten vom 10. Juli 2013 eine stationäre therapeutische Massnahme anordnet.