Citation: 6S.205/2003 23.09.2003 E. 3

Die dem Beschwerdegegner angelasteten Handlungen sind in zwei zeitliche Phasen aufzuteilen. Einerseits geht es um den Zeitraum von Dezember 1989 bis zum 16. Februar 1990, als der Beschwerdeführer 16 Jahre alt wurde, und anderseits um den Zeitraum vom 16. Februar 1990 bis Mai 1994. Die Vorinstanz kommt zum Schluss, soweit die Tatbestände der sexuellen Handlungen mit Kindern gemäss Art. 187 StGB bzw. mit Abhängigen gemäss Art. 188 StGB in Frage kämen, seien die Vorwürfe verjährt (angefochtener Entscheid S. 14 - 16). Was der Beschwerdeführer unter dem Titel "Verletzung von Art. 337 StGB" vorbringt (Beschwerde S. 11 Ziff. III.2), geht an der Sache vorbei. Die Vorinstanz hat nicht verkannt, dass eine allfällige sexuelle Nötigung gemäss Art. 189 StGB noch nicht verjährt wäre (angefochtener Entscheid S. 16). Die Frage, ob dem Beschwerdegegner eine sexuelle Nötigung angelastet werden kann, hat jedoch nichts damit zu tun, ob die beiden anderen in Frage kommenden Delikte der sexuellen Handlungen mit Kindern bzw. mit Abhängigen bereits verjährt sind. Dass diese beiden anderen Delikte verjährt sind, anerkennt der Beschwerdeführer im Übrigen sinngemäss selber, wenn er ausführt, "die grundsätzlichen Überlegungen der Anklagekammer zu den Verjährungsbestimmungen sind im Grundsatz richtig" (Beschwerde S. 11). Von einer unzulässigen "Vermischung der Rechtsordnungen" kann nicht die Rede sein.