Citation: 6B_1222/2016 E. 6.2.3

6.2.3. Wie der Beschwerdeführer selbst zugibt, war er während des Leistungsbezugs nicht arbeitslos. Damit ist aber auch erstellt, dass er gegenüber der Arbeitslosenkasse falsche Angaben machte, welche in der Folge zu einem unrechtmässigen Leistungsbezug führten, da die Grundvoraussetzung - eine Arbeitslosigkeit - nicht gegeben war. Mangels entsprechender Hinweise war es auch nicht Sache der Arbeitslosenkasse, zu prüfen, ob nicht allenfalls Kurzarbeitsentschädigung angebracht wäre. Sie hat auch ihre Schadensminderungspflicht nicht verletzt, bloss weil sie die finanzielle Lage der Arbeitgeberin nicht überprüfte. Nach der Rechtsprechung ist eine Sozialversicherung nur dann zu einer näheren Überprüfung der Angaben der versicherten Person verpflichtet, wenn sich aus den eingereichten Unterlagen und vorhandenen Akten Anhaltspunkte ergeben, wonach diese unzutreffend wären (vgl. Urteil 6B_932/2015 vom 18. November 2015 E. 3.2 mit weiteren Hinweisen). Dafür bestanden vorliegend aber aus Sicht der Arbeitslosenkasse keine Hinweise. Die Vorinstanz hat im Rahmen des Schuldspruchs wegen Betrugs zu Lasten der Arbeitslosenkasse I.________ nicht mit der langen Delinquenzdauer argumentiert; diese Rüge ist somit unbehelflich. Schliesslich ist unbeachtlich, ob sich die Arbeitslosenkasse als Privat- oder Strafklägerin konstituiert hat, da dies weder Strafbarkeitsvoraussetzung noch ein Indiz für oder gegen ein strafrechtlich relevantes Verhalten ist. Der Schuldspruch infolge Betrugs nach Art. 146 Abs. 1 StGB zu Lasten der Arbeitslosenkasse I.________ im Betrag von Fr. 81'260.-- ist bundesrechtskonform.