Citation: 2C_323/2018 E. 1.4

1.4. Die Beschwerdeführer haben am 20. und 21. Juni 2018 zusätzliche Unterlagen eingereicht, womit sie zu belegen versuchen, dass die Behörden ihren Informationspflichten hinsichtlich der geltenden Fristenregelung beim Familiennachzug nicht nachkämen. Die entsprechenden Beweismittel sind unbeachtlich: Nach Art. 99 Abs. 1 BGG dürfen neue Tatsachen und Beweismittel im bundesgerichtlichen Verfahren lediglich insoweit vorgebracht werden, als der angefochtene Entscheid hierzu Anlass gibt. Die Beschwerdeführer hätten ihre Beweismittel rechtzeitig in das kantonale Verfahren einbringen können und müssen. Die entsprechende Problematik bildete schon bei der Vorinstanz Verfahrensgegenstand und die nachgereichten Unterlagen bestanden bereits zu diesem Zeitpunkt. Nur weil das Verwaltungsgericht nicht der rechtlichen Beurteilung der Beschwerdeführer gefolgt ist, gibt sein Entscheid nicht bereits Anlass, im bundesgerichtlichen Verfahren die Beweismittel zu ergänzen. Dazu müsste das kantonale Gericht materielles Recht derart angewendet haben, dass bestimmte Sachumstände neu und erstmals - durch den angefochtenen Entscheid - Rechtserheblichkeit erhielten. Dies ist hier nicht der Fall, wurde das Nachzugsgesuch doch durch sämtliche Instanzen mit analoger Begründung im Rahmen von Art. 47 Abs. 4 AuG abgewiesen (vgl. die Urteile 2C_50/2017 vom 22. August 2018 E. 3 und 2C_1071/2014 vom 28. Mai 2015 E. 1.4 mit Hinweisen).