Citation: 1C_360/2017 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Stellungnahme der Denkmalpflege beruhe auf einer ungenügenden Sachverhaltsabklärung und sei mangelhaft; offensichtlich unzutreffend sei die Feststellung im angefochtenen Entscheid, wonach keine baulichen Veränderungen unmittelbar am Mühlengebäude vorgenommen würden: Dieses sei mit dem Nachbargebäude durch eine Überdachung fest verbunden, die abgerissen werden solle. Überdies würden die Arbeiten zur Tieferlegung des Dorfbachdurchlasses die Grundmauern des alten Mühlengebäudes berühren. Der Denkmalpflege wurden die Projektdossiers Durchlass Zentrum zugestellt; insofern war sie über die geplanten baulichen Eingriffe informiert. Gemäss den Projektunterlagen verläuft der neue Kanal in rund 2 m Abstand vom Mühlengebäude. Der Abriss der (aus den 1960er Jahren stammenden und nicht geschützten) Überdachung zwischen Mühlen- und Silogebäude ist aus Sicht der Denkmalpflege unproblematisch, wenn nicht sogar erwünscht. Insofern ist keine bauliche Veränderung am historischen Mühlengebäude selbst vorgesehen. Dagegen ist es möglich, dass die - noch nicht vollständig aufgenommenen - Grundmauern des historischen Mühlengebäudes (vgl. Technischer Bericht Ziff. 8.1 S. 13) bei den Bauarbeiten tangiert werden. Dem trugen die Denkmalpflege in ihrer Stellungnahme und das Kantonsgericht in seinem Entscheid Rechnung, wurde der Kanton doch verpflichtet, im Rahmen des Ausführungsprojekts eine Baugrunduntersuchung durchzuführen, die nötigen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen und die Empfehlung der Denkmalpflege (Aufnahme eines Schadenprotokolls) zu beachten. Dass die Baugrunduntersuchung vor Inangriffnahme von baulichen Massnahmen im Bereich der Grundmauern erfolgen muss, ist selbstverständlich und brauchte nicht ausdrücklich festgehalten zu werden.