Citation: 5A_753/2017 E. 3.3.3

3.3.3. Die Beschwerdeführer berufen sich vorab auf ihr damaliges Ziel, durch die Weiterleitung der E-Mails die Mitglieder des niederländischen Vereins vollumfänglich darüber zu informieren, "was auf internationaler Ebene vor sich ging". Entgegen ihrer Darstellung hat das Obergericht nicht die Schutzwürdigkeit des Zieles (die Information der Vereinsmitglieder), sondern die Angemessenheit der eingesetzten Mittel verneint. Die Beschwerdeführer bestehen indes weiter darauf, dass die Information eine Weiterleitung der E-Mails tel quelerfordert habe, d.h. ohne Stellung zu beziehen oder die (darin geäusserten) Vorwürfe zu kommentieren, gerade um die Mitglieder nicht zu beeinflussen. Es ist indes nicht ersichtlich, inwiefern die Beschwerdeführer zur entsprechenden Information die "ungefilterte Weiterleitung" als E-Mail-Kette und damit die Persönlichkeitsverletzung einsetzen mussten. Das Obergericht hat erwogen, dass den Beschwerdeführern eine sachgerechte Information der niederländischen Vereinsmitglieder (über die Vorgänge auf internationaler Ebene) zumutbar und möglich gewesen wäre, indem sie die kritischen Worte und Wortverbindungen im Zusammenhang mit "Erpressung", "Terrorangriffe", "Kriminelle" etc. hätten schwärzen bzw. anpassen oder umformulieren und allenfalls auch noch in einem entsprechendem Begleitschreiben erklären und präzisieren können. Wenn die Beschwerdeführer erklären, eine "angepasste" Information wäre auf die Beeinflussung der Vereinsmitglieder hinausgelaufen, blenden sie aus, dass die "unfiltrierte", persönlichkeitsverletzende Weiterleitung ebenso beeinflussend wirken kann. Die Beschwerdeführer vermögen keine Ermessensverletzung zu begründen: Es ist ohne weiteres haltbar, wenn das Obergericht erwogen hat, dass die ungefilterte Weiterleitung der persönlichkeitsverletzenden Äusserung nicht notwendig war, um einen sachlichen Beitrag zur Willensbildung der niederländischen Vereinsmitglieder (über die Vorgänge auf internationaler Ebene) zu leisten. Ein hinreichender Anlass, um in den Ermessensentscheid des kantonalen Gerichts einzugreifen (vgl. BGE 133 III 257 E. 3.2), besteht nicht.