Citation: 2C_171/2021 E. 4.2.1

4.2.1. Für die Einschätzung des Gewichts des öffentlichen Interesses ist die Art und Schwere des Delikts sowie das Verschulden des Beschwerdeführers entscheidend (siehe oben E. 4.1; Urteil 2C_609/2020 vom 1. Februar 2021 E. 4.2). Der Beschwerdeführer ist für mehrfache falsche Anschuldigungen (Art. 303 Ziff. 1 StGB) und für Freiheitsberaubung (Art. 183 Ziff. 1 StGB) als mittelbarer Täter verurteilt worden. Bei der schwerwiegendsten Tat warf der Beschwerdeführer einem ehemaligen Arbeitskollegen die geplante Detonation einer gefährlichen Bombe beim Hauptbahnhof Zürich vor; dabei wurde - wie sich aus dem Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich vom 26. April 2019 ergibt - auch Bezug auf die Attentate in Brüssel genommen. In der Folge musste der ehemalige Arbeitskollege eine Hausdurchsuchung, eine polizeiliche Befragung und mehrere Stunden Polizeiverhaft erdulden. In weiteren drei Fällen mit mehreren weiteren Geschädigten wurden aufgrund der falschen Anschuldigung des Betäubungsmittelhandels bzw. des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs eines Kleinkinds eine Hausdurchsuchung sowie polizeiliche Einvernahmen durchgeführt.