Citation: 6B_729/2024 E. 2.1

2.1. Der objektive Tatbestand von Art. 117 StGB ist erfüllt. Die Staatsanwaltschaft ordnete die Obduktion des Leichnams an. In seinem rechtsmedizinischen Gutachten vom 3. März 2017 hielt das IRM St. Gallen fest, dass das 39-jährige Opfer wegen Blutverlusts in die Bauchhöhle verstarb. Dort habe sich flüssiges und teilweise geronnenes Blut in einer Gesamtmenge von ca. 4'000 ml gesammelt. Als Blutungsquelle identifizierte das IRM St. Gallen die unverschlossene Gallenblasenschlagader. In deren Nähe fand sich ein unverschlossener Metallclip. Einen weiteren unverschlossenen Metallclip wies das IRM St. Gallen mittels Computertomographie in der Bauchhöhle nach, und zwar inmitten freien Bluts. Gemäss IRM St. Gallen waren diese Metallclips offensichtlich nicht korrekt zusammengedrückt worden. Sonst wären sie nicht in der ursprünglichen, geöffneten Form gefunden worden.