Citation: 6B_318/2008 08.10.2008 E. 3

Weiter hat das Obergericht erwogen, die Eigentumswohnung in der Villa B.________ sei zur Verwertung einzuziehen und der Verwertungserlös dem Staat abzuführen. Den Antrag des Beschwerdeführers, ihm den Verwertungserlös nach Abzug der Verwertungskosten bis zur Höhe seiner Forderung gegen deren Abtretung an den Staat zuzusprechen, lehnte es ab. Es führte dazu aus, nach Art. 73 StGB seien eingezogene Vermögenswerte auf Antrag hin zu Gunsten des Geschädigten zu verwenden, wenn dessen Schadenersatzanspruch gerichtlich oder durch Vergleich festgesetzt worden sei. Vorliegend seien die Zivilansprüche des Beschwerdeführers ins Zivilverfahren zu verweisen und stünden damit nicht fest. Die Voraussetzung für eine Schadloshaltung des Beschwerdeführers aus dem Verwertungserlös der erwähnten Eigentumswohnung sei damit nicht erfüllt. Mit der Gutheissung der Rüge gegen den Verweis der Zivilforderung des Beschwerdeführers auf den Zivilweg sind diese Ausführungen gegenstandslos geworden. Das Obergericht wird bei seinem neuem Entscheid über den Antrag des Beschwerdeführers, ihm den Verwertungserlös der Villa B.________ bis zur Höhe seiner Forderung zuzusprechen, neu zu befinden haben.