Citation: 9C_655/2021 E. 4.4.4

4.4.4. Diese vorinstanzlichen Erwägungen tragen dem Umstand nicht Rechnung, dass die Beschwerdeführerin unter Zugrundelegung eines Auszuges aus dem Postkonto und Kreditkartenabrechnungen substanziiert dargelegt hatte, dass der Versicherte sie im massgebenden Zeitraum finanziell unterstützt hatte, insbesondere mit der Leistung von zwei Zahlungen von Fr. 2'999.- und Fr. 3'000.- in den Monaten Februar und März 2014. Mit dem einfachen und zudem unzutreffenden Hinweis, hinsichtlich der zwei Anfang 2014 getätigten Überweisungen sei nichts Näheres bekannt, setzte sich das kantonale Gericht über die entsprechenden Vorbringen der Versicherten hinweg. Als offensichtlich unrichtig erweist sich sodann die vorinstanzliche Argumentation, die Nennung des 1. Februar 2014 als gewünschter Mietbeginn im Anmeldeformular lasse den Schluss nicht zu, es habe die Absicht bestanden, unmittelbar ab diesem Datum einen gemeinsamen Haushalt zu führen, zumal der Versicherte das bisherige Mietverhältnis erst auf 31. März 2014 gekündigt habe. Nachdem die Beschwerdeführerin bereits im kantonalen Verfahren dargelegt hatte, dass die Wohnung in E.________ erst auf 1. April 2014 habe bezogen werden können, scheint ihr Einwand berechtigt, wonach die Kündigung per Ende März 2014 (und nicht bereits per Ende Januar 2014) die Folge dieses Umstandes sei (und nicht umgekehrt). Ohnehin aber geht es nicht an, einen Willen, auf 1. Februar 2014 einen gemeinsamen Haushalt zu gründen, ungeachtet seiner Dokumentation im Anmeldeformular für die Mietwohnung zu verneinen mit der Begründung, der Zusammenzug sei nicht bereits auf diesen Zeitpunkt erfolgt. Auch wenn sich die Verhältnisse letztlich anders als geplant entwickelten, indem die gemeinsame Wohnung erst zwei Monate nach dem angegebenen Wunschtermin bezugsbereit war, ändert dies nichts daran, dass das entsprechende Anmeldeformular ein weiteres Dokument darstellt, aus welchem sich die bereits zu Beginn des Jahres 2014 bestehende enge Verbundenheit zwischen der Beschwerdeführerin und dem Versicherten ergibt. Soweit das kantonale Gericht schliesslich darauf hinwies, der Versicherte habe die Beschwerdeführerin noch im März als "Freundin" bezeichnet, kann nicht nachvollzogen werden, was es daraus ableiten wollte. Auf jeden Fall ergibt sich aus dieser Tatsache nichts, was einer Qualifikation ihrer Beziehung als Lebensgemeinschaft im Wege stehen würde. Entgegen dem angefochtenen Urteil spricht die Gesamtheit der Umstände - insbesondere die mangels gegenteiliger Anhaltspunkte als Unterstützungsleistungen zu betrachtenden Überweisungen von mehreren tausend Franken in den Monaten Februar und März 2014, aber auch der klar dokumentierte Wille, ab 1. Februar 2014 zusammenzuziehen, sowie die von Dritten bestätigten tatsächlich gelebten Verhältnisse - eindeutig dafür, dass die Beschwerdeführerin und der Versicherte bereits in den Monaten Februar und März 2014 eine Beziehung führten, welche die Leistung von Beistand und Unterstützung beinhaltete, womit die beiden bereits in diesem Zeitraum eine Lebensgemeinschaft im Sinne von Art. 44 Abs. 1 letzter Satz Reglement verband. Diese manifestierte sich alsdann im Bezug einer gemeinsamen Wohnung auf 1. April 2014. Das von der Vorinstanz hergeleitete gegenteilige Ergebnis beruht auf einer offensichtlich unrichtigen Beweiswürdigung.