Citation: 7B_52/2022 E. 2.3.3

2.3.3. Die rechtliche Würdigung des adäquaten Kausalzusammenhangs durch die Vorinstanz verletzt kein Bundesrecht. Es ist vielmehr aufgrund der von der Vorinstanz willkürfrei festgestellten Umstände (vgl. oben E. 2.3.1) bundesrechtlich nicht zu beanstanden, wenn diese zum Ergebnis gelangt, dass der Beschwerdeführer alleine durch sein negatives Verhalten am Arbeitsort gegenüber Mitarbeiterinnen Anlass zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses gegeben hatte. Dabei ist mit der Vorinstanz als nicht entscheidend zu betrachten, dass die C.________ AG im Schreiben vom 29. Juli 2016 das Strafverfahren als Grund für die Freistellung des Beschwerdeführers nannte. Wesentlich ist vielmehr, dass die Vorinstanz zu Recht annimmt, das negative Verhalten des Beschwerdeführers am Arbeitsort gegenüber Mitarbeiterinnen wiege derart schwer, dass die Eröffnung des Strafverfahrens als Ursache für die Entlassung dermassen in den Hintergrund trete, dass sie nicht mehr als adäquat kausal hierfür betrachtet werden könne. Dabei kann offengelassen werden, ob der Umstand, dass der Beschwerdeführer infolge der Entlassung Schadenersatz verlangte, obwohl er eine Aufhebungsvereinbarung mit der Arbeitgeberin unterzeichnete, als "treuwidrig" zu betrachten wäre. Denn dies ändert an der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen Strafverfahren und Entlassung nichts.