Citation: 1B_120/2022 E. 5.1

5.1. Der Beschwerdeführer bestreitet den dringenden Tatverdacht von zahlreichen Verbrechen und Vergehen nicht, darunter mehrfache Vergewaltigung, mehrfache sexuelle Nötigung, mehrfache sexuelle Handlungen mit einem Kind, mehrfache einfache Körperverletzung und mehrfache Erpressung. Wie das Bundesgericht schon in seinem Urteil 1B_548/2021 vom 26. Oktober 2021 (E. 2.6 und E. 3.3) feststellte, hat die Jugendanwaltschaft für die zur Anklage gebrachten Straftaten eine Freiheitsstrafe von 10 Jahren beantragt. In Frage kommt laut Vorinstanz auch der mehrjährige Vollzug einer stationären Massnahme. Dem Beschwerdeführer droht im Falle einer rechtskräftigen gerichtlichen Verurteilung für die zur Anklage gebrachten Vorwürfe - oder einen erheblichen Teil davon - eine empfindliche mehrjährige Freiheitsstrafe oder eine stationäre Massnahme von noch unbestimmter Dauer. Damit ist die bisherige strafprozessuale Haftdauer von ca. 25 Monaten noch nicht in grosse Nähe der ihm konkret drohenden freiheitsentziehenden Sanktion gerückt.