Citation: 5A_730/2020 E. 3.3.2

3.3.2. Der Beschwerdeführer wendet ein, das Kantonsgericht habe zahlreiche, namentlich "sozio-kulturelle" Sachverhaltselemente, die im Zusammenhang mit der Beziehungskontinuität stünden, unberücksichtigt gelassen. So sei die Beschwerdegegnerin in U.________ durchaus integriert; sie habe 12 Jahre in U.________ gewohnt, wovon 9 Jahre als Mutter; die meisten ihrer Freundinnen wohnten in U.________; sie bezeichne V.________ als ihre "zweite Heimat"; die Kinder hätten in U.________ ihre Grossmutter väterlicherseits, ihren Onkel, drei Cousins und zwei kleine Cousinen, somit mehr Familienmitglieder als in V.________; die Patin von C.A.________ wohne auch in U.________; C.A.________ habe seine "Kumpel" in U.________, die er bei den Besuchen beim Vater zu treffen wünsche; die Kinder hätten in U.________ ihre Wurzeln; C.A.________ und D.A.________ seien in U.________ eingeschult worden; in U.________ könnten die Kinder zweisprachig aufwachsen; der Erhalt der Zweisprachigkeit Deutsch/Französisch sei ein echter Trumpf der Kinder, der aber bei einem Verbleib in V.________ verloren gehe. Dieser Vorwurf trifft offensichtlich nicht zu. Das Kantonsgericht hat ausdrücklich erwogen, Ende Januar 2018 habe das Kriterium der örtlichen Kontinuität wohl für einen Verbleib der Kinder in U.________ und damit für die Zuteilung der Obhut an den Beschwerdeführer gesprochen (E. 3.1 oben). Mit der Begründung des Kantonsgerichts, weshalb das Gewicht dieses Kriteriums angesichts der aktuellen Wohnsituation der Kinder zu relativieren sei, setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander, weshalb er mit seinem Argument keine Willkür in der Ermessensausübung darzutun vermag.