Citation: 4A_88/2013 E. 4.3

4.3. Das Kantonsgericht erachtete die Anwendung einer Pauschale bezüglich der Bestimmung der Kostensteigerung als zulässig. Zur Begründung führte es zusammengefasst aus, entgegen der Meinung des Beschwerdeführers könne die Beschwerdegegnerin nicht deshalb keine Betriebs- und Unterhaltskostenteuerung geltend machen, weil sie zu den Betriebs- und Unterhaltskosten in den Jahren 1995 bis 1997 keine Angaben machen könne und damit der Vergleich vor und nach der letzten Mietzinsfestsetzung unmöglich sei. Seien aufgrund einer Handänderung Belege betreffend die früheren Unterhaltskosten nicht mehr verfügbar, könne dem Vermieter nicht versagt werden, die seit dem Erwerb angefallenen Betriebs- und Unterhaltskostenteuerung - umgerechnet auf einen Jahresdurchschnitt - mit einem Herabsetzungsbegehren des Mieters zu kompensieren, da der neuen Eigentümerin nicht die Beweispflicht für den Unterhalt der früheren Eigentümerin auferlegt werden könne. Aus den vom Beschwerdeführer nicht bestrittenen Angaben der Beschwerdegegnerin zu den Betriebs- und Unterhaltskosten der Liegenschaft an der I.________-Strasse in J.________ in den Jahren 1998 bis 2009 ergebe sich eine Kostensteigerung um 148 %. Da diese deutlich über derjenigen gemäss den praxisüblichen Pauschalansätzen von 0.5 % bis 1 % pro Jahr lägen, führe die Anwendung von Pauschalen nicht zu einer überhöhten Steigerung der Betriebs- und Unterhaltskosten, zumal das Bezirksgericht den unteren Pauschalansatz von 0.5 % angewendet habe.