Citation: 6B_200/2022 E. 5.4

5.4. Mit diesen zutreffenden vorinstanzlichen Ausführungen setzt sich der Beschwerdeführer nicht hinreichend auseinander und zeigt insbesondere keine Rechtsverletzung auf. Er hat mit der mehrfachen qualifizierten sexuellen Nötigung, der mehrfachen, teilweise qualifizierten Vergewaltigung, der Gefährdung des Lebens, des mehrfachen Raubes und der Schändung mehrere Katalogtaten im Sinne von Art. 66a Abs. 1 StGB begangen. Er ist ein in der Schweiz geborener portugiesischer Staatsangehöriger, wobei er beruflich, finanziell, sozial und familiär nur bedingt in der Schweiz integriert ist und bis zu seiner Verhaftung in instabilen Verhältnissen lebte. Weshalb es ihm in der Schweiz problemlos möglich sein soll, sich in Freiheit seinen Lebensunterhalt zu finanzieren, eine wirtschaftliche und private Eingliederung in Portugal jedoch chancenlos sei, begründet der Beschwerdeführer nicht. Es bleibt folglich bei der vorinstanzlichen Einschätzung, dass ihm zumutbar ist, in Portugal persönlich und beruflich Fuss zu fassen. Demgegenüber fällt erheblich ins Gewicht, dass der Beschwerdeführer trotz seines jungen Alters bereits die unterschiedlichsten Rechtsgüter verletzt und mehrfach schwere Sexual- sowie Gewaltdelikte begangen hat. Ferner geht von ihm ein hohes Risiko für weitere, gleich gelagerte Delikte aus. Damit überwiegen die öffentlichen Interessen an einer Landesverweisung des Beschwerdeführers klar gegenüber seinen privaten Interessen an einem Verbleib in der Schweiz. Dass er über seine Vergangenheit reflektiert hat und gewillt ist, sich zu ändern und sich behandeln zu lassen, ist erfreulich, vermag jedoch an dieser Interessenabwägung nichts zu ändern. Da der Beschwerdeführer die angeordnete Dauer nicht kritisiert, ist darauf nicht einzugehen.