Citation: 6B_1222/2016 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer hält dem entgegen, ein Alleinaktionär könne nicht allein wegen dieser Stellung nach Art. 158 StGB verurteilt werden. Da er weder ordentliches noch faktisches Organ gewesen sei, habe ein Freispruch zu erfolgen. Selbst wenn er als faktisches Organ zu qualifizieren wäre, ginge es nicht an, dass die formell eingetragenen Verwaltungsräte nicht in eine Strafuntersuchung miteinbezogen würden, nur weil sie angeblich nie operativ tätig gewesen seien. So müsste auch die nicht ausgeübte Kontrolle des Verwaltungsrates beim Strafmass berücksichtigt werden. Weiter habe das Ehepaar D.________, nachdem die zuerst fragliche berufliche Zukunft des Ehemannes sichergestellt gewesen sei, ihn und die Gesellschaft hängen lassen und begonnen, am Projekt zu nörgeln, um sich seinen Verpflichtungen zu entziehen. Es habe denn auch nie Geld zurückverlangt oder sich als Privat- oder Strafkläger konstituiert. Nach der Übernahme der E.________ AG Mitte 2012 habe er festgestellt, dass diese bereits ausgehöhlt gewesen sei, so dass sie im Februar 2013 bereits liquidiert worden sei. So habe es sich nur um eine Zeitspanne von sechs bis sieben Monaten gehandelt. Zudem habe er eine Familie zu ernähren gehabt und auch geschäftsbezogene Bezüge getätigt. Indem die Vorinstanz davon ausgegangen sei, er hätte die eingegangenen Gelder nicht beziehen dürfen, sondern zu Sanierungszwecken verwenden müssen, wäre das Unternehmerrisiko auf ihn als Arbeitnehmer überwälzt worden. Es sei aber Aufgabe der Verwaltungsräte gewesen, Sanierungsmassnahmen zu ergreifen und ihm die Lohnauszahlungen zu verweigern. Die Bezahlung geschuldeter Löhne sei keine ungetreue Geschäftsbesorgung. Damit fehle es an einer pflichtwidrigen Vermögensdisposition, weshalb er freizusprechen sei. Zudem liege keine Bereicherungsabsicht vor.