Citation: 2C_204/2018 E. 5.4

5.4. Der Beschwerdeführer wurde zu einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten verurteilt, was - wie die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat - dem Dreifachen der im Rahmen von Art. 62 Abs. 1 lit. b AuG als vom Bundesgericht relevant erachteten Strafe von einem Jahr Freiheitsentzug entspricht. Aus dem Umstand, dass die Strafe zugunsten einer Massnahme nach Art. 63 StGB aufgeschoben wurde, kann der Beschwerdeführer - entgegen seinen Einwänden - nichts ableiten: Die Art des Vollzugs der Strafe hat keinen Einfluss auf den Bestand des Widerrufsgrunds (vgl. die Urteile 2C_853/2015 vom 5. April 2016 E. 5.2 und 2C_733/2012 vom 24. Januar 2013 E. 6.3; vgl. auch das Urteil 2C_516/2014 vom 24. März 2015 E. 4.3.2). Eine Massnahme ist gemäss Art. 56 Abs. 1 StGB anzuordnen, falls eine Strafe allein nicht geeignet ist, der Gefahr weiterer Straftaten des Täters zu begegnen (lit. a), ein Behandlungsbedürfnis des Täters besteht oder die öffentliche Sicherheit dies erfordert (lit. b) und die Voraussetzungen der Art. 59 bis 61, 63 oder 64 StGB erfüllt sind (lit. c). Liegen die Voraussetzungen sowohl für eine Strafe wie für eine Massnahme vor, ordnet das Gericht beide Sanktionen an (Art. 57 Abs. 1 StGB). Der Strafvollzug kann nach Art. 63 Abs. 2 StGB zugunsten der ambulanten Behandlung aufgeschoben werden. Die gleichzeitige Anordnung einer - selbst ambulanten - therapeutischen Massnahme ändert nichts daran, dass eine Freiheitsstrafe ausgesprochen wurde, vielmehr wird einzig deren Vollzug zugunsten der Massnahme (allenfalls vorerst) aufgeschoben (vgl. das Urteil 2C_853/2015 vom 5. April 2016 E. 5.2; zum Aufschub des Strafvollzugs zugunsten einer ambulanten Massnahme BGE 129 IV 161 E. 4 ff. S. 162 ff.).