Citation: 8C_796/2014 E. 4.2

4.2. Die Vorbringen der Beschwerdeführerin vermögen die vorinstanzliche Beurteilung nicht als bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen. Soweit sie vorbringt, die Belastung durch das Studium habe während mehr als einem Jahr 75 % betragen, widerspricht sie damit ihren Ausführungen vor dem kantonalen Gericht, wonach sie mindestens 50 % ihrer Zeit für die Ausbildung aufgewendet habe, wobei im letzten Semester der Aufwand wegen der Bachelorarbeit den Umfang eines Vollzeitpensums angenommen habe, was für die letzten zwölf Monate einen durchschnittlichen Studienaufwand von 75 % ergeben habe. Da die Versicherte - wie sich aus den Akten ergibt und was unbestritten ist - von der Möglichkeit Gebrauch gemacht hatte, die Module jedes Vollzeit-Studienjahres auf zwei Jahre aufzuteilen, ist mit dem kantonalen Gericht von einem durchschnittlichen Studienaufwand von rund 50 % auszugehen, der zeitweise etwas höher liegen konnte. Eine ausbildungsbedingte Unmöglichkeit, teilzeitlich einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, liegt daher nicht vor. Vielmehr wäre es der Beschwerdeführerin - wie die Vorinstanz dargelegt hat - neben der Absolvierung ihres Studienganges möglich gewesen, einer Teilzeitbeschäftigung von 25 bis 30 % nachzugehen. Die für eine Befreiung von der Erfüllung der Beitragszeit erforderliche Kausalität muss demzufolge verneint werden, da es der Versicherten nicht aus einem der in Art. 14 Abs. 1 lit. a bis c AVIG genannten Gründe nicht möglich und zumutbar war, ein Teilzeitarbeitsverhältnis einzugehen. Mit der Erwähnung des fünfmonatigen Praktikums in einem Pensum von 80 % sodann hat das kantonale Gericht lediglich aufgezeigt, dass die Beschwerdeführerin nicht immer im Umfang von 50 % mit der Kinderbetreuung befasst war; auf die in Frage stehende Rahmenfrist hat dies entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin keinen Einfluss. Nicht stichhaltig ist schliesslich der Einwand der Versicherten, nach familienrechtlichen Grundsätzen hätten Kinder unter 16 Jahren Anspruch darauf, dass zumindest ein Elternteil zu 50 % für ihre Betreuung verfügbar sei und keiner höheren Erwerbstätigkeit nachgehe, weshalb die Kinderbetreuung wie eine Teilerwerbstätigkeit oder wie eine Teilinvalidität zu behandeln sei. Die Erziehung und Betreuung der (eigenen) Kinder als Element der elterlichen Unterhaltspflicht gemäss Art. 276 ZGB stellt nämlich rechtsprechungsgemäss weder eine beitragspflichtige Erwerbstätigkeit nach Art. 13 Abs. 1 AVIG noch einen Befreiungsgrund im Sinne von Art. 14 AVIG dar (ARV 1997 Nr. 32 S. 180 f. E. 5; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgericht C 7/98 vom 30. April 1998 E. 2c). Beim vorinstanzlichen Entscheid hat es damit sein Bewenden.