Citation: 6B_521/2022 E. 4.3.1

4.3.1. Zunächst legt die Vorinstanz überzeugend dar, weshalb sie auf das forensisch-psychiatrische Gutachten vom 4. Mai 2018 abstellt und gestützt darauf keine verminderte Schuldfähigkeit des Beschwerdeführers annimmt. Dass sie dabei den Begriff der Schuldfähigkeit falsch ausgelegt oder angewandt hätte, begründet der Beschwerdeführer nicht. Auch ihre Würdigung des Gutachtens hält einer Prüfung stand. Darauf kann verwiesen werden, zumal der Beschwerdeführer nichts vorbringt, was die vorinstanzlichen Erwägungen als bundesrechtswidrig oder willkürlich erscheinen liesse. Demnach ist nicht ersichtlich, dass der Experte für die Schuldfähigkeit relevante Akten ausser Acht gelassen hätte. Der Beschwerdeführer legt nicht rechtsgenüglich dar, dass der Einbezug weiterer Befragungsprotokolle oder Akten ins Gutachten zwingend angezeigt gewesen wäre. Insbesondere die ADHS- und ADHD-Problematik hat der Experte in seine Beurteilung miteinbezogen und gewürdigt. Dies gilt ebenso für die Anamnese. Ferner begründet die Vorinstanz schlüssig, dass der Experte die Details des IRM-Gutachtens zu Schlagführung und -kraft für seine Beurteilung der Schuldfähigkeit des Beschwerdeführers nicht kennen musste. Mit seinen teilweise weitschweifigen Ausführungen zur Schuldfähigkeit und zum Privatgutachten des behandelnden Psychologen legt der Beschwerdeführer lediglich dar, wie die Akten seiner Meinung nach zu würdigen sind. Damit begründet er keine Willkür. Dies würde im Übrigen selbst dann gelten, wenn die Einschätzung des Privatgutachters überzeugender wäre als diejenige des amtlichen Experten (oben E. 2.1.1), was jedoch nicht der Fall ist. Es kann keine Rede davon sein, dass das amtliche Gutachten schwere Mängel aufwiese, welche eine neuerliche Expertise geradezu aufdrängen würden.