Citation: 4A_504/2024 E. 1.3.2

1.3.2. Ein nicht wieder gutzumachenden Nachteil liege darin, dass die Vorinstanz (obwohl die Beschwerdegegnerin keinen reformatorischen Berufungsantrag gestellt habe) über einzelne Sachverhaltselemente und Haftungsvoraussetzungen zum Nachteil der Beschwerdeführerin für das weitere Verfahren verbindlich (und falsch) entschieden habe. Diese Vorgaben seien für die Erstinstanz verbindlich und wären es auch in einem weiteren Berufungsverfahren. Sodann lasse das Bundesgericht ausnahmsweise bloss tatsächliche Nachteile genügen, wenn eine Verletzung des Beschleunigungsgebots und damit des Rechts auf wirksamen Rechtsschutz innert angemessener Frist drohe. Diese Voraussetzung sei hier erfüllt: Die Beschwerdegegnerin habe das Verfahren, das einen Unfall aus dem Jahre 2002 betreffe, erst im Jahr 2021 lanciert und das erstinstanzliche Urteil sei nach Gutheissung einer Rechtsverzögerungsbeschwerde ergangen. Das Beschleunigungsgebot sei entsprechend bereits stark strapaziert. Für die Beschwerdeführerin als Privatperson sei sehr belastend, dass das Verfahren, das von der Erstinstanz bereits mit einem Endentscheid abgeschlossen worden sei, wieder von Vorne beginnen könnte und die Erstinstanz die weiteren Beweise zu den Haftungsvoraussetzungen abnehmen und in einem Teilurteil nochmals über die Frage der Haftung entscheiden müsste. Würde die Haftung bejaht, müsste das Gericht danach über das Quantum entscheiden. Die Entscheide könnten jeweils Rechtsmittelverfahren nach sich ziehen und es handle sich nur um eine Teilklage. Nach bereits dreijähriger Klage sei ein Ende des Prozesses nicht absehbar.