Citation: 2C_108/2018 E. A

A.a. Der 1991 geborene A.________, türkischer Staatsangehöriger, reiste am 3. Mai 2006 zusammen mit seiner Mutter und seinen sechs Geschwistern in die Schweiz ein. Sein Vater hielt sich damals als anerkannter Flüchtling in der Schweiz auf. Mit Entscheid des Bundesamtes für Migration BFM (heute: Staatssekretariat für Migration SEM) vom 22. August 2006 wurden A.________ sowie seine Mutter und Geschwister als Flüchtlinge anerkannt (Familienasyl), wobei das BFM eine eigenständige Verfolgung von A.________ sowie seiner Mutter und Geschwister verneint hat. A.________ ist im Besitz einer Niederlassungsbewilligung. A.b. In den Jahren 2009 bis 2015 wurde A.________ mehrfach straffällig, wobei es zu den folgenden siebzehn Verurteilungen kam: - 4 Halbtage persönliche Leistung in Form eines Arbeitseinsatzes wegen geringfügiger Diebstähle (Strafverfügung der Jugendanwaltschaft von Appenzell Ausserrhoden vom 30. September 2009); - Arbeitsleistung von 20 Halbtagen wegen geringfügiger Diebstähle (Strafverfügung der Jugendanwaltschaft von Appenzell Ausserrhoden vom 16. Dezember 2009); - bedingte Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu Fr. 30.-- und Busse von Fr. 400.-- wegen mehrfachen Diebstahls, Diebstahlversuchs, mehrfacher Sachbeschädigung und mehrfachen Hausfriedensbruchs (Strafbefehl des Untersuchungsamtes St. Gallen vom 22. Februar 2011); - bedingte Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu Fr. 30.-- und Busse von Fr. 250.-- wegen Entwenden eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch, Fahrens ohne Führerausweis sowie Verletzung der Verkehrsregeln (Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden vom 2. Mai 2011); - unbedingte Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 30.-- wegen Hausfriedensbruchs (Strafbefehl des Untersuchungsamtes St. Gallen vom 14. Dezember 2011); - unbedingte Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 30.-- wegen Hausfriedensbruchs (Strafbefehl des Untersuchungsamtes St. Gallen vom 8. Februar 2012); - unbedingte Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu Fr. 30.-- und Busse von Fr. 250.-- wegen geringfügigen Vermögensdelikts (Diebstahl), Drohung, Sachbeschädigung sowie Hausfriedensbruchs (Strafbefehl des Untersuchungsamtes St. Gallen vom 9. März 2012); - unbedingte Freiheitsstrafe von 20 Tagen wegen mehrfachen Hausfriedensbruchs (Strafbefehl des Untersuchungsamtes St. Gallen vom 15. Mai 2012); - Busse von Fr. 250.-- wegen Ungehorsams des Schuldners im Betreibungs- und Konkursverfahren (Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden vom 8. Januar 2013); - unbedingte Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 20.-- und Busse von Fr. 300.-- wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, Übertretung des Waffengesetzes sowie mehrfacher Sachbeschädigung (Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden vom 23. April 2013); - unbedingte Freiheitsstrafe von 3 Monaten wegen Betrugs und Nötigung (Strafbefehl des Untersuchungsamtes St. Gallen vom 11. Juni 2013); - Busse von Fr. 80.-- wegen Widerhandlung gegen das Personenbeförderungsgesetz (Strafbefehl des Untersuchungsamtes St. Gallen vom 3. Juni 2014); - Busse von Fr. 80.-- wegen Widerhandlung gegen das Personenbeförderungsgesetz (Strafbefehl des Untersuchungsamtes St. Gallen vom 17. Juni 2014); - unbedingte Freiheitsstrafe von 80 Tagen und Busse von Fr. 500.-- wegen Drohung, Ungehorsams des Schuldners im Betreibungs- und Konkursverfahren, Sachbeschädigung sowie Widerhandlung gegen das Personenbeförderungsgesetz (Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden vom 6. August 2014); - Busse von Fr. 200.-- wegen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes (Strafbefehl des Untersuchungsamtes St. Gallen vom 26. August 2014); - unbedingte Freiheitsstrafe von 30 Monaten und Busse von Fr. 250.-- wegen mehrfachen Raubs, Diebstahls, mehrfachen Hausfriedensbruchs sowie Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Personenbeförderungsgesetz (Urteil des Kantonsgerichts von Appenzell Ausserrhoden vom 1. April 2015); - Busse von Fr. 200.-- wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden vom 9. Februar 2016). A.c. Am 6. April 2011 wurde A.________ durch das Migrationsamt von Appenzell Ausserrhoden (heute: Amt für Inneres, Abteilung Migration) schriftlich verwarnt. Dabei wurde er darauf hingewiesen, dass er bei erneuter schwerwiegender Straffälligkeit mit dem Widerruf des Asyls und der Wegweisung aus der Schweiz rechnen müsse.