Citation: H 441/00 12.04.2001 E. 3

3.- Ist die erstmals in diesem Verfahren geltend gemachte Verpachtung von Land Tatsache und liegt insofern eine nicht unter die Beitragspflicht fallende Verwaltung eigenen Vermögens vor (vgl. BGE 125 V 385 Erw. 2a; ferner BGE 125 II 118 Erw. 3c und 120 ff. Erw. 5), wäre der die Liegenschaft B.________ als eine gemischt genutzte Liegenschaft zu betrachten. Als solche wäre das Anwesen nach der Präponderanzmethode entsprechend seiner überwiegenden Zweckbestimmung unaufgeteilt entweder als Privat- oder als Geschäftsvermögen zu qualifizieren (BGE 125 V 219 Erw. 5a). Folgerichtig entfiele die streitige Sonderbeitragspflicht, wenn vom Nutzungszweck her die Verpachtung von Land die eigene landwirtschaftliche (Nebenerwerbs-)Tätigkeit überwiegt. Ob diese Argumentation richtig ist, kann aufgrund der Akten nicht in zuverlässiger Weise geprüft werden. Einer Neubeurteilung der streitigen Sonderbeitragspflicht im Sinne des soeben Gesagten unter Rückweisung der Sache an die Vorinstanz steht nicht entgegen, dass der Beschwerdeführer nicht bereits im kantonalen Verfahren vorgebracht hat, den grössten Teil der Landfläche an Dritte verpachtet zu haben. Trotz der in tatsächlicher Hinsicht eingeschränkten Kognition des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (Art. 132 in Verbindung mit Art. 105 Abs. 2 OG) ist diese neue Tatsachenbehauptung unter den gegebenen Umständen zu berücksichtigen. Der Beschwerdeführer war lediglich als Landwirt im Nebenerwerb der Ausgleichskasse angeschlossen. Hauptberuflich war er Staatsangestellter. Im Weitern stand er während der Zeit des Anschlusses als Selbstständigerwerbender vom 1. Januar 1980 bis 30. November 1986 bereits in fortgeschrittenem Alter. Ob er auch danach noch als Pensionierter (hobbymässig) Landwirtschaft betrieben hat, lässt sich im Übrigen ebenso wenig ausschliessen wie das Gegenteil. In diesem Zusammenhang ist auch unklar, wie die Pachtzinseinnahmen steuerlich erfasst wurden und ob darauf persönliche Beiträge erhoben worden waren. In rechtlicher Hinsicht ist schliesslich zu beachten, dass unter dem bis 31. Dezember 1994 geltenden Recht für die Zuordnung gemischt genutzter Liegenschaften zum Privat- oder Geschäftsvermögen noch die Wertzerlegungsmethode galt. Danach waren in der Regel lediglich die Erträgnisse aus dem geschäftlichen Teil in die Beitragsberechnung miteinzubeziehen (BGE 125 V 219 Erw. 2a, 111 V 84 Erw. 2b mit Hinweis). Bei dieser Aktenlage durfte die Vorinstanz nicht ohne weiteres von der entscheidwesentlichen Annahme der Selbstbewirtschaftung der gesamten Liegenschaft ausgehen.