Citation: 1C_434/2020 E. 3.4.3

3.4.3. Überdies ist zu beachten, dass sich die Vorinstanz im angefochtenen Zwischenentscheid nur ungenügend mit der vom Beschwerdeführer erhobenen Verjährungseinrede auseinandersetzt. Die Vorinstanz führt zwar aus, dass die relative zweijährige Verjährungsfrist für den Widerruf einer Einbürgerung gemäss Art. 41 Abs. 1bis aBüG nach jeder getroffenen Untersuchungshandlung der instruierenden Behörde von Neuem zu laufen beginne. Vorliegend habe das SEM den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 20. November 2018 um ergänzende Auskünfte zur Erstellung des rechtserheblichen Sachverhalts gebeten. Dieses Schreiben stelle die letzte Untersuchungshandlung im Sinne von Art. 41 Abs. 1bis aBüG dar, weshalb die relative Verjahrungsfrist gewahrt sei. Mit dieser Begründung übersieht die Vorinstanz, dass der Beschwerdeführer gar nicht geltend macht, dass die relative Verjährungsfrist von Art. 41 Abs. 1bis aBüG durch das genannte Schreiben des SEM nicht unterbrochen worden sei. Vielmehr beanstandet er, dass die Verjährung der Nichtigerklärung der Einbürgerung bereits eingetreten sei, als das SEM das Nichtigkeitsverfahren am 19. Mai 2016 eröffnete. Mit diesem Vorbringen setzt sich die Vorinstanz nicht auseinander. Für die Qualifizierung einer Beschwerde als aussichtslos ist jedoch erforderlich, dass die Vorbringen des Rechtssuchenden einer summarischen Prüfung unterzogen werden, was zumindest eine minimale Auseinandersetzung mit den einzelnen Argumenten der beschwerdeführenden Partei erfordert. Da es dem Bundesgericht nicht zusteht, sich im aktuellen Verfahrensstadium zur Thematik der Verjährung zu äussern (vorne E. 3.2), deren Bejahung jedoch zu einer Beschwerdegutheissung führen würde, kann die Beschwerde auch deshalb nicht als von vornherein aussichtlos bezeichnet werden.