Citation: 1P.558/2002 15.01.2003 E. 1

Die kantonalen Instanzen werfen dem Beschwerdeführer vor, er habe als Lenker seines Personenwagens Toyota Corolla (auf der dreispurigen A1 in Fahrtrichtung Bern) am 22. Juli 2001 (kurz vor dem Rastplatz Würenlos) auf einen Toyota Celica aufgeschlossen, der auf dem zweiten Überholstreifen gefahren sei. Der Beschwerdeführer sei dem vorausfahrenden Fahrzeug während ungefähr zwei Kilometern mit einer Geschwindigkeit von ca. 120 km/h und einem Fahrzeugabstand von etwa ein bis zwei Fahrzeuglängen gefolgt. Im Bereich des (zweispurigen) Limmatviadukts bzw. der damaligen Baustelle Neuenhof habe der Beschwerdeführer (auf der Überholspur) bei einer Geschwindigkeit von ca. 80 km/h während ungefähr einem Kilometer einen Abstand von etwa einer halben bis einer Fahrzeuglänge auf den vorausfahrenden Toyota Celica eingehalten. Da der Fahrzeugabstand weniger als einen "Sechstel Tacho" (nämlich bei einer Geschwindigkeit von 120 km/h weniger als 20 Meter bzw. bei 80 km/h weniger als 13,33 Meter) betragen habe, sei in rechtlicher Hinsicht von einer erhöhten abstrakten Gefährdung bzw. von einer groben Verkehrsregelverletzung im Sinne von Art. 90 Ziff. 2 SVG auszugehen. Zwar räumt der Beschwerdeführer ein, dass er einen ungenügenden Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug eingehalten habe. Der Abstand habe jedoch mehr als einen "Sechstel Tacho" betragen. Die gegenteilige Tatsachenfeststellung der kantonalen Instanzen sei willkürlich und verletze den Grundsatz "in dubio pro reo" als Beweiswürdigungsregel.