Citation: 6B_51/2016 E. 4.2

4.2. Nach der Rechtsprechung zum früheren Recht war die Grenze von 18 Monaten für die Gewährung des bedingten Strafvollzuges gemäss aArt. 41 StGB bei der Strafzumessung zu berücksichtigen, wenn eine Freiheitsstrafe von nicht erheblich längerer Dauer in Betracht fiel und die übrigen Voraussetzungen für die Gewährung des bedingten Strafvollzuges erfüllt waren (BGE 118 IV 337). Eine nicht erheblich über der Grenze zum bedingten Strafvollzug liegende Strafe wurde verneint bei einem 21 Monate übersteigenden Strafmass (BGE 127 IV 97 E. 3; 134 IV 17 E. 3.2). Diese Praxis hat unter dem neuen Recht keine Geltung mehr. Sind die subjektiven Voraussetzungen des Strafaufschubs erfüllt und fällt eine Strafe im Bereich eines Grenzwerts zum bedingten (24 Monate) oder teilbedingten Vollzug (36 Monate) in Betracht, hat das Gericht indes nach der Rechtsprechung angesichts der einschneidenden Konsequenzen des unbedingten Vollzugs zu prüfen, ob eine Strafe, welche die Grenze nicht überschreitet, noch vertretbar ist (BGE 134 IV 17 E. 3.5). Im zu beurteilenden Fall ist der Beschwerdeführer zu einer Freiheitsstrafe von 29 Monaten und 9 Tagen verurteilt worden. Gemäss Art. 42 Abs. 1 StGB liegt die Grenze für die Gewährung des vollbedingten Strafvollzuges bei der Freiheitsstrafe bei 24 Monaten. Vor dem Hintergrund, dass gemäss Art. 43 Abs. 1 StGB bei Freiheitsstrafen zwischen mindestens einem und höchstens drei Jahren der Vollzug teilweise aufgeschoben werden kann, wodurch das System des bedingten Strafvollzuges flexibler geworden ist, lässt sich nicht sagen, dass eine Freiheitsstrafe von knapp 2½ Jahren noch im Grenzbereich des bedingten Strafvollzuges liegt. Den individuellen Verhältnissen des Betroffenen kann durch die Gewährung des teilbedingten Strafvollzuges hinreichend Rechnung getragen werden (BGE 134 IV 17 E. 3.3). Das angefochtene Urteil hält auch in diesem Punkt vor Bundesrecht stand.