Citation: 6B_528/2020 E. 3.6

3.6. Das Strafgericht erfasst bei der Interessenabwägung im Hinblick auf die Landesverweisung eines anerkannten Flüchtlings sämtliche wesentliche Aspekte, so auch die Zumutbarkeit einer Rückkehr in das Herkunftsland und prüft dabei die asylrechtlichen Voraussetzungen zum gegebenen Zeitpunkt (Urteil 6B_747/2019 vom 24. Juni 2020 E. 2.1.2 mit Hinweisen). Diese Prüfung hat die Vorinstanz vorgenommen. Sie hat sich im Rahmen der Interessenabwägung mit der Zumutbarkeit einer Rückkehr in das Herkunftsland auseinandergesetzt und dabei insbesondere die Flüchtlingseigenschaft geprüft (oben E. 3.4). Die Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach ihm aufgrund der Handlungen seines Bruders in Eritrea eine flüchtlingsrelevante Verfolgung drohe, wären spätestens im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung der Landesverweisung im vorinstanzlichen Verfahren vorzubringen gewesen. Die Vorinstanz hat den Beschwerdeführer ausdrücklich auf eine allfällige Landesverweisung angesprochen. Es lässt sich den vorinstanzlichen Erwägungen indes nicht entnehmen, dass er in diesem Zusammenhang die vorliegend geltend gemachten Umstände dargelegt hätte. Die Tatsachenbehauptung stellt ein im bundesgerichtlichen Verfahren unzulässiges Novum gemäss Art. 99 Abs. 1 BGG dar und kann nicht mehr vorgebracht werden. Dass die Vorinstanz den Sachverhalt willkürlich festgestellt hätte (Art. 97 Abs. 1 BGG), bringt der Beschwerdeführer nicht vor. Damit sind die von ihm geltend gemachten Umstände im bundesgerichtlichen Verfahren unbeachtlich (zur allfälligen Berücksichtigung durch die Vollzugsbehörde vgl. Urteil 6B_747/2019 vom 24. Juni 2020 E. 2.1.2 mit Hinweisen).