Citation: 6B_1263/2020 E. 4.3.1

4.3.1. Diesen Ausführungen hält der Beschwerdeführer zunächst entgegen, dass weder die Investorengelder noch die Darlehen dem Vermögen der D.________ AG zugerechnet werden können, sodass Letztere durch die Überweisung von Fr. 329'158.55 an die C.________ AG keinen Vermögensschaden erlitten habe. Konkret führt er aus, die Feststellung der Vorinstanz, wonach die Entgegennahme der Investorengelder nicht im Namen der sich in Gründung befindenden L.________ AG erfolgt sei (vgl. angefochtenes Urteil E. 4.4 S. 12), gehe über den anklagerelevanten Sachverhalt hinaus und verletze somit den Anklagegrundsatz. Zudem sei sie aktenwidrig. So lasse sich dem Bericht der I.________ AG entnehmen, dass den Aktionären der L.________ AG Zeichnungsscheine zugesandt worden waren, weshalb davon auszugehen sei, dass mit den Kapitalzahlungen auch Aktien gezeichnet wurden. Die einbezahlten Investorengelder seien damit klarerweise dem Vermögen der L.________ AG zuzuordnen. Indem die Vorinstanz die Investorengelder dem Vermögen der D.________ AG zurechne, verfalle sie in Willkür. Ob die Investorengelder Aktiven der D.________ AG oder der L.________ AG seien, betreffe im Übrigen eine Sachverhaltsfrage, die Gegenstand der Strafuntersuchung hätte sein müssen. Es liege damit auch ein Verstoss gegen den Untersuchungsgrundsatz vor (vgl. Beschwerde Ziff. 2.3 S. 15 f.). Was sodann die Darlehen betreffe, sei festzuhalten, dass die Anklage von einer Zweckgebundenheit dieser Gelder ausgehe. Die Vorinstanz halte im Rahmen ihrer Erwägungen zum Vorliegen eines Vermögensschadens im Widerspruch dazu fest, dass die Darlehen nicht zweckgebunden gewährt worden seien und verstosse damit abermals gegen den Anklagegrundsatz. Bei der Frage, ob die Darlehen zweckgebunden gewährt worden seien und insofern eine Werterhaltungspflicht vorliege, handle es sich wiederum um eine Sachverhaltsfrage, welche im Rahmen der Strafuntersuchung hätte abgeklärt werden müssen. Die Untersuchungsbehörde habe diesbezüglich jedoch keine Beweise erhoben und entsprechende Abklärungen unterlassen. Seine zur Klärung der Frage der Zweckgebundenheit und der Werterhaltungspflicht gestellten Beweisanträge seien von der Vorinstanz mit Verfügung vom 9. September 2019 abgewiesen worden, was eine Verletzung seines rechtlichen Gehörs darstelle. Die Vorinstanz gehe von einem nicht erstellten Sachverhalt aus und verstosse damit erneut gegen den Untersuchungsgrundsatz. Ebenso habe sie die Beweise willkürlich gewürdigt und den Sachverhalt willkürlich festgestellt (vgl. Beschwerde Ziff. 2.3 S. 13 ff.).