Citation: 6B_997/2017 E. 2.3

2.3. Dagegen wendet der Beschwerdeführer ein, beim Betrug sei die Schwelle zum Versuch dann überschritten, wenn der Täter mit der Täuschung beginne. Entgegen der Vorinstanz könne dies vorliegend jedoch nur dasjenige Verhalten sein, das beim Betroffenen auch tatsächlich einen Irrtum hervorrufe und ihn zu einer vermögensschädigenden Verfügung veranlasse. Nach den vorinstanzlichen Feststellungen hätte der Beschwerdeführer den ausländischen Honig jedoch noch abfüllen, verpacken und an die A.________ AG senden müssen. Der frühestmögliche Termin für diese Versendung wäre der 30. August 2013 gewesen, wobei noch eine Aufforderung durch die A.________ AG hätte erfolgen müssen. Erst die Versendung des Honigs sei die Voraussetzung dafür gewesen, dass die A.________ AGeine Zahlung geleistet hätte, was sich aus dem in den Akten befindlichen Kaufvertrag klar ergebe. Somit hätten bis zum Beginn der Täuschungshandlung "Lieferung ausländischen Honigs" noch mehr als zwei Wochen vergehen und eine Anforderung durch die A.________ AGerfolgen sowie der Honig durch den Beschwerdeführer abgefüllt und verpackt werden müssen. Weder in räumlich/örtlicher noch in zeitlicher Hinsicht seien die dem Tag seiner Verhaftung vorangegangenen Handlungen des Beschwerdeführers als tatnahes Handeln einzustufen. Erst mit der Lieferung bzw. Versendung des Honigs wäre tatbestandsmässig auf den Rechtskreis des Opfers eingewirkt worden. Dementsprechend stellten die Handlungen des Beschwerdeführers bis zu seiner Festnahme allenfalls Vorbereitungshandlungen dar, die beim Betrug aber nicht strafbar seien. Den letzten entscheidenden Schritt - die Versendung des Honigs - habe er noch nicht vorgenommen. Dem stehe auch die Konventionalstrafe nicht entgegen, zu deren Zahlung er sich angeblich verpflichtet habe (was sich allein aus einer seiner Aussagen, nicht aber aus dem vorliegenden Kaufvertrag ergebe). Dass diese derart hoch gewesen wäre, dass sie "kein Zurück" mehr zugelassen hätte, sei jedenfalls nicht festgestellt worden. Ausserdem fehle es an der Arglist. Schliesslich wäre die Lieferung des Beschwerdeführers nach den Aussagen der Vertreterin der A.________ AG in einem eigenen Labor geprüft worden. Wenn festgestellt worden wäre, dass es sich nicht um Schweizer Honig handelte, wäre die Lieferung an den Beschwerdeführer zurückgegangen und keine Zahlung ausgelöst worden, was ihm bekannt gewesen sei. Somit sei es ihm gar nicht möglich gewesen, anderen als Schweizer Honig zu liefern, ohne damit aufzufliegen. Ausserdem habe die A.________ AG auch aufgrund anderer Umstände Anlass gehabt, dem Geschäft mit ihm skeptisch gegenüber zu stehen: So sei er Deutscher, der in der Schweiz Schweizer Honig verkaufen wolle; er agiere allein und unter verschiedenen Firmenbezeichnungen; ausserdem verspreche er dreissig Tonnen Schweizer Bienenhonig zu einem Preis zu liefern, den die A.________ AG aus keiner anderen Quelle hierzulande hätte erlangen können. Ein weltweit agierendes Handelsunternehmen mit einer langjährigen Erfahrung im Umgang mit Lieferanten habe unter solchen Umständen besonders vorsichtig sein müssen - und sei dies ja auch gewesen, indem es sich unter anderem einen Test nach Ablieferung vorbehalten habe, was er gemäss der Verantwortlichen der A.________ AG gewusst habe. Damit sei seine Täuschung gerade nicht "nicht oder nur erschwert durchschaubar" gewesen, womit es an der Arglist fehle.