Citation: 8C_479/2021 E. 7

Schliesslich beantragt die Beschwerdeführerin, es sei beim Invalideneinkommen, vorinstanzlich auf grundsätzlich unbestrittene Fr. 27'724.60 festgelegt, ein leidensbedingter Abzug von 10 % zu berücksichtigen, denn sie werde mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keinen Medianlohn gemäss LSE erzielen können und es sei mittlerweile auch wissenschaftlich belegt, dass die LSE-Werte für Hilfstätigkeiten über dem Median liegen würden. Dabei stützt sie sich auf das statistische Gutachten "Nutzung Tabellenmedianlöhne LSE zur Bestimmung der Vergleichslöhne bei der IV-Rentenbemessung" des Büros für arbeits- und sozialpolitische Studien BASS AG vom 8. Januar 2021 (nachfolgend: BASS-Gutachten). Ob dieses Gutachten im vorliegenden Verfahren als unechtes Novum überhaupt zulässig wäre (vgl. E. 2.1 hiervor), braucht nicht abschliessend beantwortet zu werden. Mit Urteil 8C_256/2021 vom 9. März 2022, zur Publikation vorgesehen, hat das Bundesgericht nämlich u.a. mit Bezugnahme auf das BASS-Gutachten entschieden, dass im heutigen Zeitpunkt kein ernsthafter sachlicher Grund für die Änderung der Rechtsprechung besteht, wonach Ausgangspunkt für die Bemessung des Invalideneinkommens anhand statistischer Werte grundsätzlich die Zentral- bzw. Medianwerte der LSE darstellen. Im Übrigen würde vorliegend auch bei Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzuges von 10 %, gewichtet nach dem 80%igen Erwerbsanteil, kein Invaliditätsgrad von insgesamt (also unter Hinzurechnung der gewichteten Einschränkung im Haushalt) 50 % oder mehr resultieren. Damit müsste es auch bei Vornahme eines entsprechenden Leidensabzugs bei der kantonalgerichtlich zugesprochenen Viertelsrente sein Bewenden haben.