Citation: 2C_394/2017 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz anerkannte, dass die Beschwerdeführerin zur in der Schweiz lebenden Tochter ein sehr enges Verhältnis hat. Die geschilderte Konstellation genüge aber nicht, um einen Anspruch gestützt auf Art. 8 EMRK zu begründen. Es sei nicht ersichtlich, dass die Tochter zwingend durch die Beschwerdeführerin betreut werden müsse. Diese Erwägungen sind nicht zu beanstanden. Ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis kann gemäss der Rechtsprechung bestehen, wenn eine Person infolge einer Krankheit oder einer Behinderung auf Pflege oder Betreuung angewiesen ist, welche einzig durch nahe Verwandte erfolgen kann (vgl. Urteil 2C_546/2013 vom 5. Dezember 2013 E. 4.1). Von jungen Erwachsenen wird in der Regel angenommen, sie seien ab Volljährigkeit in der Lage, ein unabhängiges Leben zu führen, sofern keine besonderen Umstände wie eine körperliche oder mentale Behinderung oder eine schwere Krankheit vorliegen (vgl. Urteile 2C_546/2013 vom 5. Dezember 2013 E. 4.1; 2C_5/2017 vom 23. Juni 2017 E. 2; je mit Hinweisen). Was die Beschwerdeführerin vorbringt, ist nicht geeignet, ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis im Sinne der Rechtsprechung zwischen ihr und der volljährigen und gesunden Tochter darzulegen. Die Wegweisung der Beschwerdeführerin dürfte die Tochter zwar hart treffen, es ist aber davon auszugehen, sie werde in der Lage sein, ein unabhängiges Leben zu führen. Die Beziehung fällt demnach nicht in den Schutzbereich von Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 BV.