Citation: 4A_12/2018 E. 3.5

3.5. Mit ihren allgemeinen Ausführungen zum Begriff der "Beweisvereitelung" sowie Art. 164 ZPO zeigt die Beschwerdeführerin nicht auf, inwiefern der angefochtene Entscheid im Ergebnis bundesrechtswidrig sein soll. Nachdem die Beschwerdeführerin der Beschwerdegegnerin trotz entsprechender Verpflichtung gemäss Teil-Urteil vom 23. Juni 2015 die notwendigen Auskünfte vorenthielt, die diese selbst nicht beibringen konnte, hat die Vorinstanz den Verletzergewinn ohne Bundesrechtsverletzung in analoger Anwendung von Art. 42 Abs. 2 OR nach Ermessen unter Berücksichtigung der gesamten Umstände abgeschätzt (Urteil 4C.414/2006 vom 14. März 2007 E. 3.2; vgl. auch BGE 143 III 297 E. 8.2.5.2 S. 322 f.; 133 III 153 E. 3.3 S. 162; 128 III 271 E. 2b/aa S. 276). Hierzu war entgegen der in der Beschwerde vertretenen Ansicht eine Beweisvereitelung nach Art. 164 ZPO im Rahmen eines Beweisverfahrens nicht vorausgesetzt. Die entsprechenden Ausführungen zur Mitwirkung im durchgeführten Beweisverfahren stossen daher ebenso ins Leere wie diejenigen zur Mitwirkungspflicht im Zusammenhang mit der Verfügung vom 12. Juli 2017. Ohnehin ist nicht ersichtlich, inwiefern die erwähnte Verfügung den Verfahrensausgang beeinflusst hätte, wies die Vorinstanz doch bereits in dieser Verfügung darauf hin, hinsichtlich des Verletzergewinns der E.________ AG eine Schätzung (Art. 42 Abs. 2 OR) vorzunehmen. Nachdem die Beschwerdeführerin die verlangten Zahlen trotz ausdrücklicher Anordnung nicht eingereicht hatte, leuchtet zudem entgegen den Vorbringen in der Beschwerde schon deshalb nicht ein, inwiefern "rechtswidrig beschaffte Beweise" vorliegen sollen, die nach Art. 152 Abs. 2 ZPO nicht hätten berücksichtigt werden dürfen. Kam es im Zusammenhang mit der Verfügung vom 12. Juli 2017 zu keiner Beweisabnahme, ist auch nicht ersichtlich, inwiefern Anlass zu einer weiteren Hauptverhandlung bestanden haben soll. Die von der Beschwerdeführerin erhobene Rüge der Verletzung des Gehörsanspruchs stösst damit ins Leere.