Citation: 2C_576/2017 E. 2.2

2.2. Gemäss Art. 42 Abs. 1 AuG haben ausländische Ehegatten von Schweizerinnen Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Da der Beschwerdeführer nicht mehr mit seiner schweizerischen Ehefrau zusammenwohnt, kann er sich heute nicht mehr auf diese Norm berufen. Gemäss Art. 50 AuG besteht der Anspruch nach Auflösung der Ehe auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 42 AuG unter bestimmten Umständen weiter. Vorliegend käme eine Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung einzig unter dem Aspekt von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG in Betracht, wonach der Anspruch weiter besteht, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat. Das Verwaltungsgericht schliesst aus den Wohnverhältnissen und zwei Schreiben der Ehefrau von Ende 2015 und anfangs 2016, worin sie jeweilen festhielt, keinen Kontakt mit dem Beschwerdeführer mehr zu pflegen und keinen Neuanfang mit ihm zu planen, dass die Ehegemeinschaft spätestens am 5. Oktober 2015 definitiv aufgegeben worden sei. Mit seinen Ausführungen über Druckversuche der Eltern der Ehefrau und der blossen Behauptung, der Kontakt der Eheleute sei, vor deren Familie verheimlicht, aufrechterhalten worden, lässt sich die tatsächliche Schlussfolgerung über die definitive Aufgabe der ehelichen Gemeinschaft jedenfalls lange vor Ablauf von drei Jahren (erforderlich wäre eine bis 3. Oktober 2016 dauernde Ehegemeinschaft gewesen) nicht als im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG qualifiziert falsch aufzeigen. Damit aber legt der Beschwerdeführer eine Verletzung von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG oder sonst einer ihm einen Anspruch auf Bewilligungsverlängerung verleihenden Norm nicht dar. Soweit das Verwaltungsgericht eine Bewilligungsverlängerung nach freiem Ermessen, ausserhalb des Anspruchsbereichs, prüft und ablehnt, steht die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht zur Verfügung (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG).