Citation: 8C_78/2019 E. 8.4

8.4. Im Übrigen hat das kantonale Gericht aufgezeigt, dass es überzeugende Gründe dafür gibt, die unentgeltliche Rechtsverbeiständung auch im Verwaltungsbeschwerdeverfahren auf patentierte Anwälte zu beschränken (vgl. E. 5 hiervor). Dies steht denn auch im Einklang mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. zum Folgenden: BGE 132 V 200 E. 5.1.4 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 125 I 161 E. 3c S. 164 f.; Urteil 8C_246/2012 vom 17. August 2012 E. 2.2.4.2). So bedeutet die unentgeltliche Verbeiständung nicht etwa nur die staatliche Finanzierung eines privat gewählten Rechtsbeistandes. Vielmehr handelt es sich um ein öffentlich-rechtliches Verhältnis zwischen dem Staat und dem Anwalt. Ist nur der im Register eines Kantons eingetragene Anwalt verpflichtet, innerhalb des Registerkantons unentgeltliche Rechtsvertretungen zu übernehmen (Art. 12 lit. g BGFA), und gilt diese Pflicht als Korrelat zur Befugnis des eingetragenen Anwalts, in der ganzen Schweiz den Anwaltsberuf auszuüben, würde dies zwar nicht zwingend ausschliessen, ausserhalb des Monopolbereichs auch nicht eingetragene Anwälte zur unentgeltlichen Verbeiständung zuzulassen. Doch entstünde dadurch ein Unterschied zwischen unentgeltlichen Rechtsbeiständen, die zur Übernahme des Mandats verpflichtet sind, und solchen, die diese Aufgabe freiwillig übernehmen. Dies könnte insbesondere dann problematisch werden, wenn der Anwalt sein Mandat niederlegen möchte, was ein staatlich eingesetzter unentgeltlicher Beistand nicht einseitig tun kann. Schliesslich untersteht der eingetragene Anwalt der besonderen anwaltsrechtlichen Aufsicht (Art. 14 ff. BGFA), mit welcher unter anderem sichergestellt werden kann, dass die ihm obliegenden Berufs- und Standespflichten - auch und gerade bei Erfüllung eines Mandates in unentgeltlicher Verbeiständung - eingehalten werden. Auch vor diesem Hintergrund kann von einer willkürlichen Auslegung und Anwendung von kantonalem Recht keine Rede sein.