Citation: 4C.92/2007 31.07.2007 E. B

Nach erfolglosem Vermittlungsverfahren reichte die Klägerin beim Bezirksgericht Albula Klage ein und beantragte, die Beklagte zu verpflichten, ihr Fr. 300'000.--, allenfalls einen Betrag nach richterlichem Ermessen, nebst Zins zu bezahlen. Mit Urteil vom 15. Juni 2006 wies das Bezirksgericht die Klage ab. Dagegen gelangte die Klägerin an das Kantonsgericht von Graubünden. Dieses hiess am 11. Dezember 2006 die Berufung gut und verpflichtete die Beklagte, der Klägerin Fr. 300'000.-- nebst Zins zu 5 % seit 23. Mai 2005 zu zahlen. Anders als das Bezirksgericht beurteilte es das Verhalten der beiden Angestellten der Beklagten als grobfahrlässig. Für dieses Fehlverhalten ihrer Hilfspersonen habe die Beklagte nach Art. 101 OR einzustehen. Da die Sorgfaltspflichtverletzung als grobe Fahrlässigkeit zu qualifizieren sei, stehe der Klägerin ein Regressanspruch gegen die dem Geschädigten aus Vertrag haftende Beklagte zu.