Citation: 4A_398/2022 E. 3.4

3.4. Die gedrängte Darlegung einer Bundesrechtsverletzung, wie sie Art. 42 Abs. 2 BGG vorschreibt, findet sich in der 75-seitigen Beschwerdeschrift nicht. Darin wird vielmehr über weite Strecken appellatorische Kritik geübt und in unzulässiger Vermengung von Sach- und Rechtsfragen der eigene Standpunkt ausgebreitet. Keiner der zahlreichen Vorwürfe unrichtiger Sachverhaltsfeststellungen ist rechtsgenügend begründet. Das gilt im Zusammenhang mit der angeblich unrichtigen Auslegung des CMA wie auch betreffend die (eventualiter) geltend gemachte Unmöglichkeit der Herstellung der bestellten Produktmengen. Darauf kann nicht eingetreten werden. Entsprechend ist im Folgenden ausschliesslich auf die Sachverhaltsfeststellungen im angefochtenen Entscheid abzustellen und die zahlreichen Ausführungen, die von diesen abweichen, haben unbeachtet zu bleiben. Die rechtlichen Vorbringen der Beschwerdeführerinnen sind somit ausschliesslich auf der Grundlage des verbindlich festgestellten Sachverhalts der Vorinstanz zu prüfen. Indessen genügen auch die Rechtsrügen den Begründungsanforderungen kaum. Die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerinnen beanstanden die appellatorische Beschwerdeführung zu Recht. Die Beschwerdeführerinnen irren, wenn sie entgegenhalten, betreffend die Verletzung von einfachem Bundesrecht sei ihre Art und Weise der Beschwerdebegründung genügend. Zwar trifft zu, dass lediglich für Verfassungsverletzungen eine qualifizierte Rügepflicht gilt, und das Bundesgericht trotz iura novit curia solche Rügen grundsätzlich nur prüft, wenn sie erhoben und hinlänglich begründet worden sind (Art. 106 Abs. 2 BGG). Das heisst aber nicht, dass die in Art. 42 Abs. 2 BGG und der diesbezüglichen Rechtsprechung (Erwägung 3.1) festgelegten Begründungsanforderungen für die Verletzung von einfachem Bundesrecht derart herabgesetzt wären, dass sich die Beschwerdeführerinnen mit appellatorischer Kritik und der Wiederholung ihres im kantonalen Verfahren vertretenen Standpunktes begnügen könnten. Sie verfehlen daher durchwegs eine hinlängliche Begründung, soweit sie die Erwägungen der Vorinstanz als "falsch" bezeichnen und ihnen bloss ihre eigenen, aber vorinstanzlich verworfenen Ansichten als "richtig" gegenüberstellen. Sie müssten in gedrängter Form aufzeigen, dass und inwiefern die Beurteilung der Vorinstanz Bundesrecht verletzt. Auf ihre Vorbringen kann daher nur eingegangen werden, soweit wenigstens ansatzweise hinlängliche Rechtsrügen erkennbar sind. Im Übrigen ist darauf nicht einzutreten.