Citation: 2C_323/2018 E. 4.2.2

4.2.2. Der Einwand der Beschwerdeführer überzeugt nicht: Das Bundesgericht hat sich bereits wiederholt mit der Frage der Anwendbarkeit der Nachzugsfrist von Art. 47 Abs. 1 AuG auf den Ehepartner bzw. die Ehepartnerin auseinander gesetzt und diese bejaht. Nach dem klaren Wortlaut des Gesetzes und dem Willen des Gesetzgebers (vgl. die Botschaft vom 8. März 2002 zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer, BBl 2002 3709 ff., dort S. 3754 f.) gilt die Fristenregelung auch für den Ehegatten, selbst wenn er im Ausland für die Kinder gesorgt hat und später mit diesen in die Schweiz gelangen will (Urteile 2C_386/2016 vom 22. Mai 2017 E. 2.2; 2C_914/2014 vom 18. Mai 2015 E. 4.1; 2C_887/2014 vom 11. März 2015 E. 2.2 und 2C_205/2011 vom 3. Oktober 2011 E. 4.3). Ein Antrag, die Nachzugsfristen ganz zu streichen, wurde im Nationalrat unter anderem damit begründet, solche Fristen seien für den Nachzug von Erwachsenen nicht sinnvoll (Votum Leutenegger Oberholzer, AB 2004 N 761); der Gesetzgeber lehnte das Ansinnen jedoch ab (AB 2004 N 764); die gesetzliche Nachzugsfrist gilt deshalb auch für den Ehepartner bzw. die Ehepartnerin. Das Bundesgericht ist an diese Vorgabe gebunden (Art. 190 BV).