Citation: 9C_597/2016 E. 5.3.1

5.3.1. Gemäss Art. 11 Abs. 1 des Reglements hat die versicherte Person Anspruch auf eine Austrittsleistung, wenn das Arbeitsverhältnis "aus anderen Gründen als durch Pensionierung, Tod oder Erwerbsunfähigkeit beendet" wird. Die D.________ AG hat dem Beschwerdegegner am 22. Mai 2014 fristlos gekündigt. Für die Beendigung der Anstellung war somit - unstreitig - keiner der in der Reglementsbestimmung aufgeführten Ausschlussgründe verantwortlich. Nach einer wortlautgetreuen Auslegung kann der Norm mit der Vorinstanz die Bedeutung beigemessen werden, dass vorbehältlich der aufgezählten, einen Anspruch auf Austrittsleistung in Form einer Freizügigkeitsleistung ausschliessenden Gründe jedwede andersgeartete Auflösung des Arbeitsverhältnisses - gleichsam im Sinne eines Auffangtatbestands - einen Leistungsanspruch bezwecken soll. Während die Beendigung durch Pensionierung, Erwerbsunfähigkeit oder Tod je eigene reglementarische Leistungsansprüche auslöst (Alterskapital [Art. 8]; Invaliditätskapital [Art. 9]; Todesfallkapital [Art. 10]), erwirkt die versicherte Person durch die Auflösung des Anstellungsverhältnisses "aus anderen Gründen" einen Anspruch auf Freizügigkeitsleistung. Wie diese "andere" Auflösung im Einzelfall zustande gekommen ist, sei es durch ordentliche Kündigung arbeitgeber- oder arbeitnehmerseitig, sei es, wie hier, mittels fristloser Entlassung durch den Arbeitgeber, ist dabei irrelevant.