Citation: 8C_534/2022 E. 4.2.3

4.2.3. Die Einholung des Gutachtens wird über die vom BSV entwickelte webbasierte Vergabeplattform SuisseMED@P gesteuert und kontrolliert (vgl. BGE 140 V 507 E. 3.1; zu den einzelnen Verfahrensschritten: SuisseMED@P: Handbuch für Gutachter- und IV-Stellen [Anhang V des Kreisschreibens über das Verfahren in der Invalidenversicherung KSVI]). Die Auftragsvergabe erfolgt dabei zwecks ergebnisneutraler Verteilung mittels Zufallsgenerator und "blind". Dies heisst nichts anderes, als dass "niemand Einblick in den Vergabetopf nehmen kann und daher auch keiner mit Sicherheit weiss, wie viele bzw. welche Gutachterstellen zu einem bestimmten Zeitpunkt zur Auswahl stehen" (vom BSV herausgegebene Information "Auftragsvergabe und Zufallsprinzip SuisseMED@P", Ziff. 3; vgl. SVR 2019 IV Nr. 23 S. 71, 9C_411/2018 E. 3.2). Dieser Ablauf wurde unbestritten auch vorliegend eingehalten. Dass eine Fachrichtung erst nach Kenntnis der durch das Zufallsprinzip ausgewählten MEDAS durch die eigentlich notwendige ausgetauscht wird, ändert an der korrekten Vergabe mittels Zufallsgenerator nichts, wie die Vorinstanz bereits zutreffend festhielt. Inwiefern das Zufallsverfahren dadurch nicht gewährleistet sein soll, ist nicht ersichtlich. Zudem informierte die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin über diesen administrativen verwaltungsinternen Fehler und gab ihr im Rahmen des rechtlichen Gehörs die Gelegenheit, sich zur Änderung der Fachdisziplin im Hinblick auf die nunmehr vorgesehene neuropsychologische Begutachtung durch MSc C.________, anstelle der Untersuchung in der Fachrichtung Neurochirurgie durch Prof. med. D.________, zu äussern. Einwände hierzu erfolgten keine. Eine Bundesrechtsverletzung ist daher unter formell-rechtlichen Aspekten nicht auszumachen, wenn die Vorinstanz das Gutachten als beweiskräftig ansah.