Citation: 6B_988/2023 E. 1.8.2

1.8.2. Die Vorinstanz erwägt, dem Beschwerdeführer gelinge nicht, eine Gefährdung für Leib und Leben bei der Einreise nach Sri Lanka auch nur glaubhaft zu machen. Er mache erstmals im Berufungsverfahren geltend, es würden Vollzugshindernisse i.S.v. Art. 66d StGB vorliegen. Es sei lebensfremd, dass der Beschwerdeführer zuvor weder eine vorgebrachte Aushebung noch eine ernsthafte, lebensbedrohliche Gefährdung im Falle seiner Einreise erwähnt hätte, würde eine solche bestehen. Die Vorinstanz erachtet es als höchst unglaubhaft, dass er einen solchen Vorfall einfach vergessen oder ihn als nicht wichtig empfunden haben soll. Spätestens auf Vorhalt der drohenden Landesverweisung anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung hätte der Beschwerdeführer eine bestehende Gefahr für Leib und Leben mit Sicherheit erwähnt. Dass er dies unterlassen habe und die Gefahr erst nach Aussprechen der Landesverweisung vorgebracht habe, spreche erheblich gegen das Vorliegen einer solchen Bedrohung. Sodann würden sich in seinen Aussagen diverse Widersprüche finden. Seine selektive Aggravation spreche gegen tatsächlich Erlebtes. Der eingereichte "First Information Report", dessen Authentizität in Frage gestellt werde, enthalte ebenso widersprüchliche Daten und sei nicht geeignet, eine heute bestehende Gefährdung des Beschwerdeführers bei einer Einreise nach Sri Lanka zu beweisen. Der Beschwerdeführer stütze seine Aussagen somit weitgehend auf Mutmassungen. Die Vorinstanz verneint das Vorliegen von definitiven Vollzugshindernissen i.S.v. Art. 66d StGB.