Citation: 5A_641/2023 E. 5.3.2

5.3.2. Wie die Beschwerdeführerin zutreffend ausführt, betrifft der sich in den Akten befindende Steuerkontoauszug vom 29. Juni 2022 nur das Steuerjahr 2020. Allerdings führt die Vorinstanz zutreffend aus, dass Steuern, handle es sich um die laufende oder eine frühere Steuerperiode, nur zu berücksichtigen sind, soweit sie tatsächlich bezahlt werden (BGE 135 I 221 E. 5.2.1). Es trifft entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin nicht zu, dass sich der Zahlungsnachweis nur auf die verfallenen Steuern bezieht. Selbstverständlich kann die Begleichung zukünftiger Steuerforderungen nicht unmittelbar nachgewiesen werden. Dies ist normalerweise auch nicht nötig, zumal zur Beurteilung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege auf den Zeitpunkt der Gesuchseinreichung abzustellen ist (Urteil 5D_82/2010 vom 15. Oktober 2010 E. 3.4). Was den vorliegenden Fall betrifft, hat die Beschwerdeführerin nachgewiesen, dass sie für die Steuerforderung 2020 insgesamt Fr. 4'373.30 bezahlt hat, und zwar bis ins Jahr 2022 hinein. Wie aus dem Auszug jedoch ebenfalls hervorgeht (Art. 105 Abs. 2 BGG), hat die Beschwerdeführerin die Steuern für das Jahr 2020 bis zum 29. Juni 2022 noch nicht vollständig bezahlt. Weiterhin offen war zu diesem Zeitpunkt der Betrag von Fr. 1'610.30. Dass die Beschwerdeführerin im auch von ihr akzeptierten Beurteilungszeitraum (dazu E. 3.2) weitere Steuerzahlungen, insbesondere die laufenden Steuern für das Jahr 2021, tatsächlich bezahlt hätte, macht sie nicht geltend. Am 29. Juni 2022 hätte sie solches jedoch nachweisen können und auch müssen (dies im Gegensatz zur Ausgangslage im von der Beschwerdeführerin zitierten Urteil 5A_726/2017 vom 23. Mai 2018 E. 4.5.4), zumal aus dem von ihr eingereichten Steuerkontoauszug 2020 hervorgeht, dass sie die Steuern weder regelmässig noch fristgerecht bezahlt. Es besteht somit Grund zur Annahme, dass sie die laufenden Steuern nicht bezahlt (anders insofern im Urteil 2C_275/2020 vom 8. Juli 2020 E. 6.3). Von daher ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz der Beschwerdeführerin keine über die belegten Zahlungen für das Jahr 2020 hinausgehenden Steuerbelastungen im Bedarf angerechnet hat. Die weiteren Ausführungen der Beschwerdeführerin (insbesondere zur angeblichen Erhöhung der Steuerlast für die Jahre 2021 und 2022) zielen damit ins Leere. Die Vorinstanz hat kein Bundesrecht verletzt.