Citation: 6B_1299/2020 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz bejaht ein arglistiges Verhalten des Beschwerdeführers. Angefangen habe die Sache, als der Beschwerdeführer sich aufgrund eines Inserats des Beschwerdegegners 2 in einer Zeitung für den Kauf von Altgold bei diesem gemeldet und ihm in Aussicht gestellt habe, dass er in Deutschland Gold erben und ihm dieses verkaufen werde. Die Vorinstanz geht davon aus, dass der Beschwerdeführer den Beschwerdegegner 2 mithilfe einer Vielzahl von wahrheitswidrigen Aussagen, einem eigentlichen Lügengebäude, getäuscht habe. Angesichts der Gesamtumstände sei nicht anzunehmen, dass es sich beim Beschwerdegegner 2 um einen besonders gewieften Geschäftsmann gehandelt habe. Der Beschwerdeführer habe die offenkundige Gutgläubigkeit und die durch Alter und gesundheitliche Angeschlagenheit begünstigte Manipulierbarkeit des Beschwerdegegners 2 gezielt ausgenutzt. Er habe geschickt eine emotionale Bindung zum Beschwerdegegner 2 aufgebaut, habe diesem gesagt, er sei wie ein Vater für ihn, und habe bei ihm den Eindruck einer innigen und ernst gemeinten Freundschaft erweckt. Wesentlich sei, dass der Beschwerdeführer den Beschwerdegegner 2 über seine finanzielle Leistungsfähigkeit und seinen Rückzahlungswillen getäuscht habe. Er habe dazu Urkunden zur Hilfe genommen (insbesondere eine Vollmacht, ein Testament und Darlehensverträge) und er habe vorgegeben, dass sich sein Geld im Ausland befinde, was es dem Beschwerdegegner 2 zusätzlich erschwert habe, die Wahrheitswidrigkeit seiner Aussagen zu erkennen.