Citation: 9C_627/2024 E. 4.2.3

4.2.3. Während des soeben geschilderten Zeitraums ist es dem Beschwerdeführer nicht gelungen, nachhaltig im ersten Arbeitsmarkt Fuss zu fassen, was sich mit den ärztlichen Beurteilungen deckt. Gemäss Einschätzung der RAD-Ärztin Dr. med. G.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 6. August 2019 hat beim Beschwerdeführer seit seiner psychischen Dekompensation im Mai 2012 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % auf dem ersten Arbeitsmarkt bestanden. Im Austrittsbericht vom 28. März 2014 der Klinik D.________ AG konstatierten die zuständigen Ärzte eine 50 %-ige Arbeitsunfähigkeit. Beide Berichte hielten zudem fest, dass bei klinischer Stabilität infolge konsequenter ambulanter psychiatrischer Behandlung eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit möglich sei. Obschon sich der Beschwerdeführer während der einjährigen Arbeitslosigkeit psychisch stabilisierte, kann diese - entgegen der Vorinstanz - nicht als unauffällige Phase gewertet werden, die tatsächlich mit der Perspektive einer dauerhaften Berufsausübung verbunden war (vgl. E. 2.2). Der Beschwerdeführer stabilisierte sich gerade wegen des fehlenden Arbeitsverhältnisses und nicht aufgrund konsequenter psychiatrischer Behandlung; vielmehr setzte er das verschriebene Antidepressivum während seiner Arbeitslosigkeit ab. Dass der Beschwerdeführer nach Antritt einer Stelle am 1. November 2015 - wie geschildert - bereits während der Probezeit aufgrund einer schweren depressiven Episode mit psychotischen Symptomen erneut hospitalisiert werden musste, spricht ebenfalls gegen eine nachhaltige Remission während seiner Arbeitslosigkeit und damit gegen ein dauerhaftes Wiedererlangen der Arbeitsfähigkeit. Die anderslautenden Feststellungen der Vorinstanz erweisen sich als offensichtlich unrichtig und sind daher nicht bindend (vgl. E. 1 und E. 2.3).