Citation: 9C_15/2022 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung von Bundesrecht, indem das kantonale Gericht einen Umschulungsanspruch ohne Stütze im Sachverhalt und in Überschreitung seines Ermessens bei einem Invaliditätsgrad von nur 8 % dem Grundsatze nach anerkannt habe. Damit werde die ratio legis missachtet, wonach der Schwellenwert von ca. 20 % dem Umstand Rechnung trage, dass bei wesentlich tieferen Invaliditätsgraden die mit einer Umschulung verbundenen Kosten die auszugleichende Erwerbseinbusse regelmässig um ein Vielfaches übersteigen würden.