Citation: 4C.129/2002 03.09.2002 E. A

Am 21./25. Oktober 1996 schlossen die Gemeinde X.________ (Beklagte bzw. Schuldnerin) und die B.________ AG (bzw. Zedentin) einen Werkvertrag betreffend den Bau einer Metallfassade für eine Turnhalle. Der Bruttowerklohn betrug Fr. 1'233'982.25, der Nettowerklohn Fr. 1'137'114.65. Die Allgemeinen Bedingungen des Vertrages verboten die Abtretung von Forderungen aus diesem Vertragsverhältnis. Die Beklagte leistete am 4. November 1996 eine Akontozahlung von Fr. 300'000.-- an die B.________ AG, welche ab Dezember 1996 Schwierigkeiten mit der Ausführung ihrer Arbeiten hatte und in Verzug geriet. Die B.________ AG zog die A.________ AG (Klägerin bzw. Zessionarin) als Unterakkordantin bei. Weitere Arbeiten wurden an drei andere Unterakkordanten vergeben. Auf Grund der Zahlungsrückstände der B.________ AG ordnete die Klägerin am 21. Januar 1997 für die Baustelle in Biel einen Lieferstopp an. Die B.________ AG bestätigte am 23. Januar 1997 schriftlich die einen Tag zuvor mit der Klägerin vereinbarte Abtretung ihrer Forderungen gegenüber der Beklagten. Die vereinbarte Abtretung durfte jedoch nur angezeigt werden, wenn die B.________ AG die festgelegten Zahlungsziele nicht einhalten würde. Am 24. Januar 1997 erfolgte die vorgängig gestoppte Lieferung. Am 13. März 1997 bezahlte die Beklagte ein weiteres Akonto von Fr. 400'000.-- an die B.________ AG. Mit Schreiben vom 27. März, 28. März und 7. April 1997 ermächtigte diese die Beklagte, ihre drei übrigen Unterakkordanten direkt zu bezahlen, was Letztere auch tat. Am 22. April 1997 wurde der Beklagten die vereinbarte Zes sion angezeigt. Am 29. April 1997 wurde die Zusammenarbeit mit der B.________ AG beendet.