Citation: 9C_682/2023 E. 1.3.1

1.3.1. Was die nunmehr interessierenden Steuerperioden 2011 und 2012angeht, legte die Veranlagungsbehörde ihren Überlegungen weiterhin den Umstand zugrunde, dass die Liquidationshandlungen mit dem Verkauf vom 2. August 2012 beendet worden seien. Die Einsprache vom 26. Januar 2018 gegen die Veranlagungsverfügungen vom 20. Dezember 2017 blieb daher erfolglos (Einspracheentscheide vom 12. April 2022). Die Steuerpflichtigen wandten sich am 11. Mai 2022 an die Steuerrekurskommission, die ebenfalls zur Abweisung gelangte (Urteil vom 4. November 2022). Alsdann riefen sie am 6. Dezember 2022 das Verwaltungsgericht an, wobei sie abermals vorbrachten, das Ende der zweijährigen Liquidationsphase sei auf Ende 2011zu legen. Auch damit drangen sie nicht durch (Urteil VG.2022.132/E vom 6. Dezember 2022). Das Verwaltungsgericht schloss sich der Sichtweise der Steuerrekurskommission an, wonach in der Frage des massgebenden Zeitpunkts der Beendigung der selbständigen Erwerbstätigkeit ein rechtskräftiger Entscheid vorliege (Urteil 2C_390/2020 vom 5. August 2021 E. 2.4). Aus diesem Grund sei von einer bereits abgeurteilten Sache ( res iudicata) auszugehen. Dementsprechend sei die Liquidation nicht schon in der Steuerperiode 2011, wie die Steuerpflichtigen vorbrächten, sondern erst in der Steuerperiode 2012 abgeschlossen worden. Üblicherweise gelte zwar, dass die tatsächlichen und die rechtlichen Verhältnisse, auf denen eine rechtskräftige Veranlagung beruht, in einer späteren Periode abweichend beurteilt werden könnten. Im Zusammenhang mit der privilegierten Besteuerung herrsche freilich eine Besonderheit, indem das Gesetz hier auf zwei Steuerperioden fokussiere.