Citation: 8C_106/2024 E. 4.4

4.4. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die IV-Stelle habe mit dem Rückweisungsentscheid der Vorinstanz vom 19. Dezember 2018 (vgl. Sachverhalt A.a), der am 9. Januar 2019 versandt worden sei, wissen müssen, dass allenfalls kein Rentenanspruch bestehe. Spätestens aber mit dem MEDAS-Gutachten vom 18. November 2020, worin eine Leistungseinschränkung von lediglich 30 % festgehalten worden sei, hätte sie erkennen müssen, dass die Voraussetzungen für eine Rückerstattung bestanden. Die Rückforderungsverfügung vom Mai 2023 sei deshalb verspätet und der Rückforderungsanspruch verwirkt.