Citation: 2C_132/2016 E. 2.3.6

2.3.6. Der berufstätige Beschwerdeführer ist nicht mehr verheiratet und deshalb nur beschränkt in der Lage, sich um seine Kinder zu kümmern. Soweit er darauf hinweist, diese seien während seiner beruflichen Tätigkeit in der Schule und er werde sie vorher und nachher betreuen, dürfte er die damit verbundenen Schwierigkeiten und Belastungen unterschätzen, nachdem die beiden Söhne nicht nur zu beaufsichtigen, sondern in die hiesigen Verhältnisse zu integrieren wären. Es dürfte bei einer Bewilligung des Familiennachzugs entgegen seinen Einwänden wohl wiederum an der volljährigen Tochter B.________ liegen, sich um ihre Brüder zu kümmern, d.h. eine Rolle zu übernehmen, durch die sie sich teilweise bereits in den ihr vertrauten Verhältnissen der Heimat überfordert sah (Depression). Es ist kaum anzunehmen, dass ihr dies in einem gänzlich neuen Umfeld leichter fallen dürfte. Soweit der Beschwerdeführer sich auf die Pflicht der Behörden beruft, das Vorliegen einer Umgehungsehe sachverhaltlich zu belegen, ist nicht ersichtlich, was er hieraus für den hier umstrittenen nachträglichen Familiennachzug gemäss Art. 47 Abs. 4 AuG ableiten will; der Gesetzgeber hat in seinem Konzept der Migrationssteuerung einen solchen nur einschränkend und aus wichtigen familiären Gründen zugelassen; dass solche vorliegen, hat im Rahmen der ausländerrechtlichen Mitwirkungspflichten (vgl. Art. 90 AuG) der Nachzugswillige darzutun und zu belegen.