Citation: 8C_766/2016 E. 4.1

4.1. Das kantonale Gericht hat festgestellt, laut Auskünften des Versicherten anlässlich der Hauptverhandlung sei er auf den nassen Ziegeln des Daches ausgeglitten, auf die rechte Seite gestürzt und hinunter gerutscht, wobei er vergeblich versucht habe, sich an der Plastikplane festzuhalten; erst in der Dachrinne sei er in waagrechter Position zum Stillstand gekommen, wobei sein rechter Arm nach hinten gedreht gewesen sei und er ein Reissen gespürt habe. Dieser Sachverhaltsdarstellung stünden die Schilderungen des Versicherten beim Gespräch mit der Abklärungsperson der Suva vom 15. Juni 2015 nicht entgegen. Es sei wenig wahrscheinlich, dass der Versicherte passiv auf der rechten Seite liegend - wovon die Ärzte der Suva ausgegangen seien - das Dach hinunter gerutscht sei; vielmehr sei anzunehmen, dass er den drohenden Fall vom Dach nach einer Drehung des Körpers mit den Armen zu verhindern versucht habe. Obwohl sich allein aus dem zeitlichen Ablauf rechtsprechungsgemäss kein Kausalzusammenhang herleiten lasse (vgl. Urteil 8C_331/2015 vom 21. August 2015 E. 2.2.3.1), dürfe in Würdigung der gesamten, insbesondere medizinischen Umstände der Tatsache ein gewisses Gewicht beigemessen werden, dass der Versicherte vor dem Unfall beschwerdefrei gewesen sei. So spreche der Umstand, dass er sofort einen einschiessenden Schmerz empfunden und danach an anhaltenden bewegungs- und belastungsabhängigen Schmerzen gelitten habe, und die klinischen Tests Hinweise auf die später gestellten Diagnosen gegeben und letztlich Anhaltspunkte für ein massgebliches vorbestehendes Leiden gefehlt hätten, für traumatisch entstandene Sehnenläsionen. Zusammenfassend sei nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass sämtliche über den 21. Juni 2015 hinaus bestehenden Beschwerden an der rechten Schulter nicht mehr in einem kausalen Zusammenhang mit dem Unfall vom 12. März 2015 gestanden hätten.