Citation: 2C_430/2016 E. 2.4

2.4. Diese Schlussfolgerung der Vorinstanz ist weder im Lichte des Ausländergesetzes noch unter dem Blickwinkel der EMRK zu beanstanden: Die Vielzahl der vom Beschwerdeführer verwirkten Strafurteile und die beträchtliche Höhe der gegen ihn ausgesprochenen Strafen deuten auf ein erhebliches Verschulden hin und sprechen für eine ausgeprägte Geringschätzung und Gleichgültigkeit gegenüber der schweizerischen Rechtsordnung. Dieser Eindruck wird durch die Tatsache verstärkt, dass sich der Beschwerdeführer von diversen Strafen mit warnendem Charakter (bedingten Gefängnis- und Geldstrafen sowie Bussen) nicht beeindrucken liess und auch zwei fremdenpolizeiliche Verwarnungen nicht geeignet waren, um ihn von der Begehung weiterer Straftaten abzuhalten. Im Gegenteil: Zwei Drittel der gegen ihn ausgesprochenen Straferkenntnisse ergingen nach der zweiten ausländerrechtlichen Verwarnung. Zwar sind darunter auch diverse Bussen wegen weniger schwerwiegenden Übertretungen, doch handelt es sich bei den seither ergangenen Verurteilungen auch nicht nur um Bagatelldelikte, wie die letzte Verurteilung wegen mehrfachen Betrugs zum Nachteil seiner Angestellten zeigt. Somit entsteht vom Beschwerdeführer der Eindruck eines besonders uneinsichtigen Delinquenten, der die zahlreichen ihm eingeräumten Chancen nicht genutzt hat. Dass der Beschwerdeführer generell Mühe damit bekundet, seinen Verpflichtungen nachzukommen, zeigt zudem die enorme Anzahl und die Höhe der gegen ihn gerichteten Betreibungen und Verlustscheine, wobei diese vor allem in jüngerer Zeit zugenommen haben: Während per 15. Dezember 2009 noch 39 Betreibungen über rund Fr. 58'800.-- und 22 Verlustscheine über Fr. 47'600.-- verzeichnet waren, bestanden ihm gegenüber gemäss Betreibungsregisterauszug vom 26. September 2014 bereits insgesamt 76 Betreibungen über total Fr. 370'000.-- sowie 100 offene Verlustscheine über insgesamt Fr. 460'000.--. Auffallend ist dabei die systematisch erscheinende Nichtbezahlung von Steuern, Krankenkassenabrechnungen, Strassenverkehrsabgaben, Bussen und Gerichtsgebühren.