Citation: 6B_1474/2019 E. 1.3

1.3. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz sei tatsachenwidrig davon ausgegangen, er werde in Portugal auf ein bekanntes und vertrautes Umfeld treffen. Nach einer Abwesenheit von rund anderthalb Jahrzehnten könne er nicht mehr damit rechnen, dass das frühere Umfeld ihm noch behilflich sein könnte. Sein Vater sei verstorben, die Mutter lebe im Altersheim. Die in Portugal lebenden Geschwister verfügten nicht über die Ressourcen, um ihm bei der Integration zur Seite zu stehen. Er habe das Land seinerzeit ohne Ausbildung verlassen. Im Norden Portugals, wo er herkomme, seien die wirtschaftlichen Verhältnisse derzeit ausserordentlich schwierig; die Arbeitslosigkeit sei hoch. Er habe praktisch keine Aussichten darauf, dort ein existenzsicherndes Einkommen zu erzielen. Die diesbezüglichen Ausführungen im angefochtenen Urteil (S. 10 E. 3.5.3 a.E.) hätten keine reale Basis. Zudem habe sich seine Beziehung zu seiner Partnerin in der Schweiz weiter verfestigt. Ab Ende März 2020 werde er mit ihr in einer gemeinsamen Wohnung zusammenleben. Zu widersprechen sei der vorinstanzlichen Behauptung, der Partnerin sei es zuzumuten, ihm nach Portugal zu folgen und mit ihm dort zu leben. Insgesamt habe die Vorinstanz einen Härtefall im Sinne von Art. 66a Abs. 2 StGB zu Unrecht verneint.