Citation: 4A_470/2024 E. 5.3.1

5.3.1. Die Beschwerdeführerin trägt vor, es spiele eine wesentliche Rolle, dass sie den einen Auslandaufenthalt im August 2021 von sich aus offengelegt habe. Sie habe nach der Aufklärung über Art. E6.3 AVB davon ausgehen dürfen und müssen, dass der Tatbestand von Art. 40 VVG aus Sicht der Beschwerdegegnerin ohnehin erfüllt sein würde. Es habe aus Sicht der Beschwerdeführerin somit gar keine Rolle mehr gespielt, ob sie die weiteren Auslandaufenthalte ebenfalls noch angab oder nicht. Die Beschwerdegegnerin wäre ohnehin nicht bereit gewesen, weitere Taggelder zu leisten. Mithin sei das Verschweigen der weiteren Auslandaufenthalte während des Taggeldbezugs aus Sicht der Beschwerdeführerin nicht mehr kausal für die Beurteilung der Leistungspflicht durch die Beschwerdegegnerin, da diese ohnehin keine Taggeldleistungen mehr habe übernehmen und eine Verletzung von Art. E6.3 AVB bereits durch die Angabe des einen Auslandaufenthaltes zumindest objektiv erfüllt gewesen sei. Sie habe nicht davon ausgehen können, dass sie mit dem "einstweiligen" Verschweigen der weiteren Auslandaufenthalte die Leistungsbereitschaft der Beschwerdegegnerin überhaupt noch hätte beeinflussen können. Es mangle am Kausalzusammenhang zwischen dem Verschweigen der weiteren Auslandaufenthalte durch die Beschwerdeführerin und dem Leistungswillen der Beschwerdegegnerin.