Citation: 2C_538/2018 E. 1.1

1.1. Auf dem Gebiet des Ausländerrechts ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen Entscheide ausgeschlossen, welche Bewilligungen betreffen, auf die weder das Bundesrecht noch das Völkerrecht einen Anspruch einräumen (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG). Der Beschwerdeführer lebt von seiner schweizerischen Gattin getrennt, weshalb er keinen Bewilligungsanspruch gestützt auf Art. 42 Abs. 1 AIG (bis zum 1. Januar 2019: AuG) geltend machen kann. Er hält sich indessen seit mehr als drei Jahren im Land auf und kann sich somit potentiell auf einen selbständigen Anspruch nach Art. 50 AIG (Bewilligung nach Auflösung der Familiengemeinschaft) bzw. Art. 42 Abs. 3 AIG berufen. Nach dieser Bestimmung hat der Ehegatte einer Schweizerin oder eines Schweizers nach einem ordnungsgemässen, ununterbrochenen Aufenthalt von fünf Jahren grundsätzlich einen Anspruch auf Erteilung einer Niederlassungsbewilligung, es sei denn, es liege ein Widerrufsgrund vor. Ob die Aufenthaltsbewilligung der Beschwerdeführer zu Recht nicht verlängert wurde, ist eine Frage der materiellen Beurteilung und keine solche des Eintretens (vgl. BGE 139 I 330 E. 1.1 S. 3.3.2 mit Hinweisen); es genügt hierfür, dass der Anspruch in vertretbarer Weise geltend gemacht wird. Die Vorinstanz ist davon ausgegangen, dass der Anspruch nach 5 Jahren zwar entstanden sei, jedoch im Hinblick auf die Sozialhilfeabhängigkeit ein Widerrufsgrund bestehe (Art. 63 Abs. 1 lit. c i.V.m. Art. 51 Abs. 1 lit. b AIG). Ob dies zutrifft, ist gegebenenfalls materiell zu prüfen und steht einem Eintreten auf die Beschwerde nicht entgegen.