Citation: 5A_520/2022 E. 2.4.2

2.4.2. Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie habe die gesamte Schuld innert der Rechtsmittelfrist getilgt und die Überweisungen rechtzeitig vorgenommen. Schon aus praktischen Gründen sei dem Schuldner nicht zuzumuten, dem Gericht eine Empfangsbestätigung des Gläubigers einzureichen, um die Tilgung an Hand von Urkunden zu beweisen, da die Einholung der Empfangsbestätigung ausserhalb des Machtbereiches des Schuldners liege. Mit der SWIFT Confirmation vom 30. März 2022 habe sie innert der zehntägigen Frist den Urkundenbeweis der Tilgung von mehr als 60 % der Hauptkonkursforderung erbracht. Eine SWIFT Confirmation werde generiert, wenn eine internationale Zahlung abgeschlossen sei. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz handle es sich bei der SWIFT Confirmation um eine Bestätigung für eine abgeschlossene Buchung und damit den Beweis der Transaktion. Die Vorinstanz habe den Sachverhalt diesbezüglich willkürlich festgestellt bzw. das eingereichte Beweismittel willkürlich gewürdigt. Weshalb die Beschwerdegegnerin die erfolgte Überweisung anlässlich der Konkursverhandlung vom 5. April 2022 trotz Kenntnis nicht erwähnt habe, sei unerfindlich. Anhand der Überweisungsbestätigung vom 26. April 2022 habe die Beschwerdeführerin sodann den Nachweis der Tilgung der restlichen 40 % der Hauptkonkursforderung erbracht. Dieser definitive und unwiderrufliche Überweisungsauftrag vom 26. April 2022 sei für die Einhaltung der gesetzlichen Frist massgeblich.