Citation: 7B_275/2024 E. 1

Am 4. Juli 2023 kontaktierte eine Frau B.________ um 17:07 Uhr die Einsatzzentrale der Kantonspolizei Zug und teilte mit, auf dem Parkplatz des Strandbads Cham befänden sich zwei Hunde in einem weissen Seat mit dem Kennzeichen ZH xxx denen es aufgrund der Sonneneinstrahlung nicht gut gehe. Die ausgerückte Polizeipatrouille fand die Fahrzeughalterin nicht auf, stellte jedoch fest, dass den Hunden genügend Wasser zur Verfügung stand. Um 19:31 Uhr alarmierte Frau B.________ abermals die Polizei, da die Hunde noch immer im Auto eingesperrt seien. Die ausgerückte Polizeipatrouille traf um 19:40 Uhr auf dem Parkplatz des Strandbads ein und fand dort A.________, Fahrzeughalterin und Besitzerin der Hunde, mit ihrem Kleinkind und ihrer Freundin C.________ vor. Aufgrund einer verbalen Konfrontation zwischen Frau B.________ und A.________ habe die Polizeipatrouille letztere in einem schlechten psychischen Zustand vorgefunden. C.________ habe dies gegenüber der Polizeipatrouille bestätigt und zu Protokoll gegeben, A.________ leide an einer posttraumatischen Belastungsstörung und befände sich in einem Angstzustand. Weil A.________ den Kontakt mit der rein männlichen Polizeipatrouille verweigerte, wurde eine Polizeibeamtin aufgeboten. Da aufgrund der Wahrnehmung der Polizeibeamtin und den Aussage von C.________ eine Selbstgefährdung von A.________ nicht ausgeschlossen werden konnte, bestellten die Polizeibeamten eine Notfallpsychiaterin in das Polizeihauptgebäude. A.________ sei daraufhin mit ihrer Tochter zwecks weiterer Abklärungen unangebunden ins Polizeihauptgebäude überführt worden. Nach der Untersuchung durch die Notfallpsychiaterin konnte sie am gleichen Tag zurück zu ihrem Fahrzeug begleitet werden.