Citation: 6B_600/2016 E. 2.4.2

2.4.2. Das angefochtene Urteil verletzt schliesslich auch kein Bundesrecht, soweit es den Tatbestand der Urkundenfälschung bejaht. Im zu beurteilenden Fall wurde offenbar ein echter Auszug kopiert und verfälscht, indem ein angeblich vom Betreibungsamt Aarberg ausgestellter Betreibungsregisterauszug mit einer Unterschrift einer Mitarbeiterin des Betreibungsamtes in Biel versehen wurde (erstinstanzliches Urteil S. 18, act. 361; vgl. auch act. 15). Nach der Rechtsprechung kommt dem Betreibungsregisterauszug Urkundencharakter zu (Urteil 6S.74/2006 vom 3. Juli 2006 E. 4.1). Ob der Auszug der Immobilienverwaltungsfirma als mithilfe des Fotokopierverfahrens hergestellte unechte Originalurkunde oder als Kopie eingereicht wurde, ist ohne Bedeutung, da die Rechtsprechung auch der Kopie Urkundenqualität zuerkennt, wenn sie im Geschäftsverkehr als Ersatz für das Original anerkannt ist und ihr dasselbe Vertrauen entgegengebracht wird wie dem Original (BGE 114 IV 26 E. 2c). Dies ist im zu beurteilenden Fall ohne Weiteres anzunehmen. Durch die Fälschung des Betreibungsregisterauszuges bzw. dessen inhaltliche Abänderung durch den Nichtberechtigten ist demnach eine unechte Urkunde entstanden. Damit wird das Schriftstück indessen entgegen der Auffassung der Vorinstanz (angefochtenes Urteil S. 12) nicht zu einer Kopie der Originalurkunde. Die Fälschung bzw. Verfälschung bewirkt einzig, dass der tatsächliche Urheber mit dem aus dem Schriftstück ersichtlichen Aussteller nicht identisch ist, die Urkunde mithin nicht echt ist. Insgesamt ist der Schuldspruch der Urkundenfälschung nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist auch in diesem Punkt unbegründet.