Citation: 8C_634/2022 E. 3.2

3.2. Zutreffend dargelegt werden im angefochtenen Entscheid die Grundsätze über die Auslegung der Motive eines Urteils beziehungsweise zur Frage, ob oder inwieweit von einer abgeurteilten Sache (res iudicata) auszugehen sei. Hervorzuheben ist, dass ein Entscheid zwar nur in jener Form in (materielle) Rechtskraft erwächst und insoweit eine abgeurteilte Sache (BGE 142 III 210 E. 2.1) vorliegt, wie er im Dispositiv zum Ausdruck kommt, dass sich dessen Tragweite jedoch vielfach erst aus dem Beizug der Erwägungen ergibt. Insbesondere in sozialversicherungsrechtlichen Verfahren ist ein vorinstanzlicher Gerichtsentscheid nicht nach seinem Wortlaut, sondern nach seinem tatsächlichen rechtlichen Bedeutungsgehalt zu verstehen (Urteile 8C_79/2013 vom 25. Juli 2013 E. 2.1; 8C_162/2017 vom 19. April 2017 E. 2.2, je mit Hinweisen).