Citation: 8C_297/2020 E. 2.2.4

2.2.4. In einem jüngeren Urteil hat das Bundesgericht eine Versicherungspflicht nach Art. 1a UVG bei einer Person bejaht, die in den Genuss eines Arbeitsversuchs der Invalidenversicherung im Sinne von Art. 18a IVG gelangt war, wobei es darum ging, die Arbeitsfähigkeit des Versicherten auf dem ersten Arbeitsmarkt zu ermitteln (BGE 144 V 411). Dabei hat es erwogen, es rechtfertige sich keine unterschiedliche Behandlung gegenüber denjenigen Versicherten, die im Rahmen von Art. 15 IVG (Berufsberatung) einen Arbeitsversuch absolvierten und während dieser Zeit der Versicherungspflicht unterstünden. Dies gelte umso mehr, als der Arbeitsversuch, wie sich aus Art. 18a Abs. 3 IVG ergebe (und obwohl Art. 324a und 324b OR darin nicht genannt würden), verschiedene Wesensmerkmale aufweise, wie sie für den Einzelarbeitsvertrag üblich seien. Im Übrigen habe die Aktivität im Rahmen der Massnahme laut den vorinstanzlichen Feststellungen nicht nur in einer Gefälligkeit bestanden ("simple activité de complaisance"), sondern die betreffende Unternehmung habe daraus einen wirtschaftlichen Nutzen gezogen. Der Versicherte habe am Betrieb dieser Unternehmung ("processus d'exploitation") teilgehabt und sei deswegen denselben Risiken ausgesetzt gewesen wie deren übrige Angestellten (a.a.O., E. 4.4 S. 414 f.).