Citation: 4A_260/2014 E. 8.3

8.3. Nicht einzutreten ist auf das Vorbringen, die Ersparnisse, die aus der Betreuung im Heim anfallen, müssten angerechnet werden. Zwar gilt im Haftpflichtrecht mit gewissen Ausnahmen das Prinzip der Vorteilsanrechnung (vgl. BGE 112 Ib 322 E. 5a S.330 mit Hinweisen). Die Vorinstanz ging aber davon aus, der Betreuungsschaden umfasse nur die Kosten des durch die Hilfsbedürftigkeit hervorgerufenen Dienst- und Sachleistungsmehrbedarfs. Die Kosten der Lebensführung, die der Beschwerdeführerin auch ohne Unfall angefallen wären, seien nicht über den Pflege- und Betreuungsschaden entschädigt. Mit dieser Argumentation setzt sich die Beschwerdegegnerin nicht rechtsgenüglich auseinander (Art. 42 Abs. 2 BGG; BGE 140 III 86 E. 2 S. 89, 115 E. 2 S. 116), so dass es beim angefochtenen Entscheid bleibt.