Citation: 6B_1054/2023 E. 1.2.2

1.2.2. Nicht gefolgt werden kann dem Beschwerdeführer sodann, wenn er eine psychiatrische Begutachtung der Beschwerdegegnerin 2 mit Bezug auf die Auswirkungen psychischer Störungen auf ihr Aussageverhalten verlangt. Die Vorinstanz erwägt zutreffend, dass die Würdigung der Glaubhaftigkeit von Aussagen primär dem Gericht obliegt (oben E. 1.1.2). Sie kommt nachvollziehbar zum Schluss, dass anhand der Videoaufzeichnungen der Befragungen keine ernsthaften Anzeichen geistiger Störungen bestehen, die die Aussageehrlichkeit der Beschwerdegegnerin 2 beeinträchtigen könnten, oder dafür, dass sie unter dem Einfluss von Drittpersonen gestanden hätte. Der Beschwerdeführer behauptet zwar Gegenteiliges, begründet dies aber nicht. Entgegen seiner Auffassung muss sich das Vorliegen einer psychischen Störung aufgrund des Erlebten nicht auf die Aussageehrlichkeit auswirken. Die Vorinstanz verneint dies schlüssig. Ebenso erwägt sie überzeugend, dass keine schwer interpretierbaren Aussagen vorliegen, was Anlass für ein psychiatrisches Gutachten bieten könnte.