Citation: 6B_127/2022 E. 5.2.2

5.2.2. Betreffend das mehrfache Fahren ohne Berechtigung erwägt die Vorinstanz, dass dem Beschwerdeführer der Führerausweis vorsorglich am 5. Januar 2018 wegen vermuteten Fahrens unter Drogeneinfluss (Kokain und Heroin) entzogen worden und schliesslich ein Sicherungsentzug verfügt worden sei. Ihm sei explizit die Fahreignung abgesprochen worden, da er sich einer notwendigen verkehrsmedizinischen Abklärung verweigert habe. Laut Vorinstanz wirke sich bereits der Umstand, dass der Beschwerdeführer mit einem solchen Sicherungs- und nicht mit einem Warnentzug belegt und ihm die Fahreignung explizit abgesprochen worden sei, unter Verschuldensgesichtspunkten erschwerend aus. Bei einer Fahrt trotz Sicherungsentzugs bzw. fehlender Fahreignung wiege die Gefährdung für die allgemeine Verkehrssicherheit und mittelbar für Leib und Leben der übrigen Verkehrsteilnehmer entsprechend schwerer. Dass seine Fahrten zumeist nachts, inner- und ausserorts und durch Wohnquartiere und somit bei Dunkelheit mit eingeschränkten Sichtverhältnissen erfolgt seien, falle zusätzlich ungünstig ins Gewicht. Deshalb und unter Beachtung der auch hier bestandenen sehr grossen Entscheidungsfreiheit stuft die Vorinstanz sein Tatverschulden als mittelschwer ein und setzt sie für die einzelnen Fahrten eine Einzelstrafe von jeweils drei Monaten Freiheitsstrafe fest. In Berücksichtigung der situativen Nähe zu den Einbruchdiebstahldelikten sei in Anwendung des Asperationsprinzips eine Straferhöhung für das mehrfache Fahren ohne Berechtigung von insgesamt einem Jahr Freiheitsstrafe angemessen (angefochtener Entscheid E. 7.3.4 S. 17 f.). Der vom Beschwerdeführer dagegen einzig erhobene Einwand, es sei aktenwidrig, wenn die Vorinstanz annehme, er habe (früher) Heroin konsumiert, ist nicht nur unzutreffend, sondern geht auch an der Sache vorbei. Die Vorinstanz geht nicht von einem entsprechenden Heroinkonsum aus, sondern einzig davon, sein Führerausweis sei wegen Verdachts des Fahrens unter Einfluss von Kokain und Heroin entzogen worden. Der vom Beschwerdeführer betonte Umstand, dass ein positiver Befund gutachterlich nur betreffend Kokain, nicht aber Heroin, festgestellt worden sei, ändert ausserdem nichts daran, dass gegenüber dem Beschwerdeführer ein Sicherungsentzug verfügt und ihm die Fahreignung explizit abgesprochen worden war. Dass die Vorinstanz seine dennoch erfolgten Fahrten als gefährlich beurteilt und diese Gefährlichkeit als verschuldenserhöhend bewertet, ist bei den gegebenen Verhältnissen nicht zu beanstanden. Sein Einwand geht ebenfalls fehl, soweit darauf überhaupt eingetreten werden kann.