Citation: 1P.588/2006 06.03.2007 E. 1

Das Bundesgesetz vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG) ist am 1. Januar 2007 in Kraft getreten. Da der angefochtene Entscheid vorher ergangen ist, richtet sich das Verfahren in Anwendung von Art. 132 Abs. 1 BGG noch nach dem Bundesgesetz über die Organisation der Bundesrechtspflege vom 16. Dezember 1943 (OG). 1.1 Das Verwaltungsgericht erachtet den oberen, hier umstrittenen Balkon für nicht bewilligungsfähig, weil er den massgeblichen Grenzabstand deutlich unterschreite. Ausserdem könne das Abstandsprivileg von § 260 Abs. 3 des kantonalen Planungs- und Baugesetzes in der heute geltenden Fassung vom 1. September 1991 (PBG/ZH; LS 700.1) für diesen Balkon nicht beansprucht werden. Bauteile wie Terrassen und Balkone, die bei Dach- bzw. Attikageschossen über die Fassade hinausragen, würden nicht unter die genannte Bestimmung fallen. Gegen den abschlägigen Entscheid steht unbestrittenermassen einzig die staatsrechtliche Beschwerde zur Verfügung. Mit diesem Rechtsmittel machen die Beschwerdeführer geltend, die genannte kantonale Bestimmung sei auf den betreffenden Balkon anwendbar. Die Norm verleihe ihnen - bei richtiger Handhabung - einen Rechtsanspruch auf Erhalt der nachgesuchten Bewilligung. Es trifft zu, dass die Baubewilligung erteilt werden muss, wenn das Bauvorhaben den Vorschriften des Planungs- und Baugesetzes entspricht (§ 320 PBG/ZH). Da die Beschwerdeführer durch den angefochtenen Entscheid in ihrer Rechtsstellung betroffen werden, sind sie legitimiert, diesen wegen Verletzung des Willkürverbots anzufechten (Art. 88 OG). Die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen sind erfüllt, so dass auf die Beschwerde grundsätzlich einzutreten ist. 1.2 Wirft der Beschwerdeführer der kantonalen Behörde vor, sie habe mit der vorgenommenen Anwendung des kantonalen Rechts Art. 9 BV verletzt, so genügt es nicht, wenn er einfach behauptet, der angefochtene Entscheid sei willkürlich. Bei der Rechtsanwendungsrüge hat der Beschwerdeführer nicht nur die Rechtsnorm, die qualifiziert unrichtig angewandt bzw. nicht angewandt worden sein soll, zu bezeichnen, sondern zudem anhand der angefochtenen Subsumtion im Einzelnen zu zeigen, inwiefern der angefochtene Entscheid unhaltbar sein soll, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Willkür liegt nur vor, wenn nicht bloss die Begründung eines Entscheids, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (vgl. BGE 132 I 175 E. 1.2 S. 177; 131 I 467 E. 3.1 S. 473 f., je mit Hinweisen). Das Bundesgericht beschränkt sich in Anwendung von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG ausschliesslich auf die Prüfung der rechtsgenügend vorgebrachten Rügen (BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 262; 125 I 71 E. 1c S. 76, je mit Hinweisen).