Citation: 2C_652/2020 E. 7.5

7.5. Schliesslich erscheint eine Rückkehr des Beschwerdeführers in sein Heimatland als zumutbar: Der Beschwerdeführer hat die ersten rund 11 Jahre und damit die für die Persönlichkeit prägende Kindheit in der Türkei verbracht. Die dortigen Gepflogenheiten dürften ihm - wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat - auch aufgrund des Umstandes, dass seine Eltern und seine Ex-Ehefrau aus der Türkei stammen, noch vertraut sein. Ins Gewicht fällt in diesem Kontext zudem, dass der Beschwerdeführer während seiner Ehe mit seiner Frau ca. sieben Mal (wenn auch möglicherweise jeweils nur kurz und bloss als Tourist) die Türkei besuchte. Der Beschwerdeführer ist sodann nach den bindenden Feststellungen im angefochtenen Urteil kurdischer Muttersprache und beherrscht diese Sprache nach wie vor; er verfügt ferner über Grundkenntnisse der türkischen Sprache. Selbst wenn aus dem erweiterten Familienkreis keine Verwandten mehr in der Türkei leben, ist es unter diesen Umständen nicht ausgeschlossen, dass der 31-jährige arbeitsfähige Beschwerdeführer dort leben und arbeiten kann. Seine in der Schweiz abgeschlossene Berufsausbildung und die im Rahmen seiner verschiedenen beruflichen Tätigkeiten erworbenen Fähigkeiten dürften ihm die Eingliederung zusätzlich erleichtern.