Citation: 6B_791/2019 E. 2.3.2

2.3.2. Weiter beruft sich die Beschwerdeführerin auf die Zeugin K.________, die im Haus des Erblassers in U.________ im Haushalt und als Köchin tätig war. Vor Obergericht habe sie ausgesagt, der Erblasser habe ihr und ihrem Mann gegenüber davon gesprochen, der Beschwerdeführerin eine grosse Geldsumme zu hinterlassen (Einvernahme K.________, S. 7). Auch diese Zeugenaussage widerspreche der Behauptung der Söhne, der Erblasser habe die gesetzliche Erbfolge ohne jede Vermögenszuwendung zugunsten der Beschwerdeführerin gewollt; wenn der Erblasser das Testament von März/Juni 2010 vernichtet habe, so habe er unter diesen Umständen ein aktuelleres Testament hinterlassen müssen, dies mindestens in Form eines Verweises auf das Testament vom 7. November 2008. Da nur die Beschuldigten Zugriff auf diese Dokumente hätten, bestehe ein dringender Verdacht, dass sie entsprechende Urkunden beiseite schufen. Vor dem Hintergrund der weiteren Zeugenaussagen ist auch aus der Deposition der Zeugin K.________ nichts abzuleiten, was über den im Testament von März/Juni 2010 ausgedrückten Willen des Erblassers hinausginge. Dem angefochtenen Beschluss ist zu entnehmen, dass die von der Zeugin zitierte Äusserung des Erblassers im Frühjahr 2010 gefallen sein muss. Aus der Aussage K.________ kann daher nicht auf ein erst Ende Juni/Juli 2010 aufgesetztes Testament mit einer Erbeinsetzung der Beschwerdeführerin geschlossen werden, dies zumal der Erblasser der Beschwerdeführerin auch im Testament vom März/Juni 2010 eine grosse Geldsumme zugedacht hat.