Citation: 6B_1159/2017 E. 3.3.4

3.3.4. In Bezug auf die Veruntreuung lässt sich nach den vorinstanzlichen Erwägungen eine ausdrückliche oder stillschweigende Abmachung, dass der Beschwerdegegner die retournierte Ware mit der Verpflichtung empfangen hätte, sie in bestimmter Weise im Interesse des Beschwerdeführers zu verwenden, zu verwahren, zu verwalten oder abzuliefern, nicht nachweisen. Die Vorinstanz stellt hierbei wie beim Tatbestand des Betrugs auf den Umstand ab, dass es keine schriftliche Vereinbarung zwischen Beschwerdeführer und Beschwerdegegner gibt, was mit der retournierten Ware zu geschehen habe. Sie erwägt, der Beschwerdeführer habe ursprünglich die Absicht gehabt, die Ware in Erfüllung eines Kaufvertrages an den Beschwerdegegner zu liefern, woraus sich nach ihrer Auffassung die Beweislosigkeit für eine Verpflichtung betreffend einen bestimmten Verwendungszweck, eine Verwahrung, Verwaltung oder Rückleistung ergebe (Beschluss S. 11 f.). Die Vorinstanz geht davon aus, die Ware sei dem Beschwerdegegner im Zeitpunkt der Lieferung zugekommen, ohne dass irgendwelche vertraglichen Verpflichtungen bestanden hätten. Mithin ist die Ware nach der impliziten vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung dem Beschwerdegegner ohne seinen Willen zugekommen, indem die Vorinstanz betreffend Art. 137 StGB lediglich die Variante von Absatz 2 in Betracht zieht (vgl. Beschluss S. 12 Ziff. 8). Diese vorinstanzliche Würdigung ist vertretbar. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers sind nicht bloss vertragliche Rechtsgründe denkbar, aufgrund derer er dem Beschwerdegegner die retournierte Ware hat liefern lassen. Vielmehr besteht die Möglichkeit, dass die Ware dem Beschwerdegegner ohne dessen Willen zugekommen ist. Anhaltspunkt für eine solche Auslegung ist namentlich das von der Vorinstanz (Beschluss S. 9) zitierte Schreiben der Vertreterin des Beschwerdegegners vom 29. Oktober 2014, worin dieser ausführen liess, er habe keine Verpflichtung, kostenlos Ware in seinem Lager aufzubewahren und er habe dem Beschwerdeführer bloss aufgrund der bisherigen kollegialen Beziehung erlaubt, die Waren im C.________, D.________, zwischenzulagern. Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers ergibt sich aus diesem Schreiben und aus den Aussagen des Beschwerdegegners nicht, dass Letzterer nach dem Zugang der Ware von vertraglichen Verpflichtungen gegenüber dem Beschwerdeführer hinsichtlich der retournierten Waren ausging. Insbesondere lassen sich daraus keine Vereinbarungen ableiten, dass der Beschwerdegegner die Ware in bestimmter Weise im Interesse des Beschwerdeführers hätte verwenden, verwahren, verwalten oder abliefern sollen. Somit erweist sich die fehlende Feststellung der vom Beschwerdeführer abgeholten Warenmenge entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung (Beschwerde S. 6) nicht als schlechterdings unhaltbar.