Citation: 5A_325/2023 E. 6.3

6.3. Der Beschwerdeführer wirft dem Obergericht vor, verschiedentlich in Willkür (Art. 9 BV) verfallen zu sein. Dabei ist, nachdem das Obergericht die Berufung im gegebenen Zusammenhang als ungenügend begründet einstufte (vgl. E. 6.1 hiervor), der Regelungsgehalt von Art. 311 Abs. 1 ZPO angesprochen (vgl. dazu allgemein BGE 141 III 569 E. 2.3.3; 138 III 374 E. 4.3.1). Willkür in der Rechtsanwendung liegt vor, wenn der angefochtene Entscheid offenbar unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 142 II 369 E. 4.3). Willkür in der Sachverhaltsfeststellung und in der Beweiswürdigung ist gegeben, wenn das Gericht Sinn und Tragweite eines Beweismittels offensichtlich verkannt hat, wenn es ohne sachlichen Grund ein wichtiges Beweismittel, das für den Entscheid wesentlich sein könnte, unberücksichtigt gelassen hat oder wenn es auf Grundlage der festgestellten Tatsachen unhaltbare Schlussfolgerungen getroffen hat. Das Bundesgericht hebt einen Entscheid jedoch nur dann auf, wenn nicht bloss dessen Begründung, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (BGE 144 II 281 E. 3.6.2). Willkürlich ist ein kantonaler Entscheid ferner dann, wenn ein Gericht ohne nachvollziehbare Begründung von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung abweicht (BGE 148 III 95 E. 4.1).