Citation: 1C_80/2020 E. 4.2

4.2. Gemäss Art. 17 KV/ZH hat jede Person das Recht auf Zugang zu amtlichen Dokumenten, soweit nicht überwiegende öffentliche oder private Interessen entgegenstehen. Das Zugangsrecht sowie dessen Einschränkungen sind auch in § 20 und § 23 des Gesetzes des Kantons Zürich über die Information und den Datenschutz (IDG/ZH; LS 170.4) verankert. Vorliegend ist unbestritten, dass Art. 17 KV/ZH und die entsprechenden Bestimmungen im IDG/ZH eine genügende gesetzliche Grundlage darstellen. Es wird auch nicht bestritten, dass der Eingriff durch ein öffentliches Interesse, namentlich die Öffentlichkeit der Verwaltung, gerechtfertigt ist. Es gilt jedoch die Frage zu beantworten, ob der Eingriff verhältnismässig ist. Mit Blick auf die Verhältnismässigkeit sind neben Art. 17 KV/ZH auch § 23 Abs. 1 und 3 IDG/ZH zu beachten. Danach verweigert das öffentliche Organ die Bekanntgabe von Informationen ganz oder teilweise oder schiebt sie auf, wenn eine rechtliche Bestimmung oder ein überwiegendes öffentliches oder privates Interesse entgegensteht. Ein privates Interesse liegt insbesondere vor, wenn durch die Bekanntgabe die Privatsphäre Dritter beeinträchtigt wird. Es gilt also vorliegend eine Abwägung vorzunehmen zwischen dem Interesse am Zugang zur umstrittenen Bewilligung und dem Schutz öffentlicher oder privater Interessen der Personen, deren Daten im Dokument enthalten sind und zugänglich gemacht werden sollen (Urteil 1C_509/2016 vom 9. Februar 2017 E. 3.3).