Citation: 2C_827/2019 E. 4

Der Beschwerdeführer rügt eine falsche Sachverhaltsfeststellung sowie eine Verletzung seines rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) und sinngemäss des Untersuchungsgrundsatzes. Er wirft dem Verwaltungsgericht vor, es sei zu Unrecht auf seinen prozessualen Antrag auf Beizug des Ehevorbereitungsdossiers des Zivilstandsamts betreffend ihn und seine Partnerin nicht eingetreten. Aufgrund des engen Konnexes und der gegenseitigen Abhängigkeit der Verfahren vor dem Zivilstandsamt und der Migrationsbehörde im vorliegenden Verfahren sei die Bedeutung des Ehevorbereitungsdossiers für die Frage der Absehbarkeit des Eheschlusses geradezu offensichtlich. Ob der Eheschluss in absehbarer Zeit erfolgen könne, entscheide sich erfahrungsgemäss an der Frage, ob die für die Eheschliessung beim Zivilstandsamt notwendige Dokumentation innert Frist beigebracht werden könne. Allfällige Dokumentenprüfungen würden regelmässig vom Zivilstandsamt bzw. in dessen Auftrag von der Schweizerischen Vertretung im Ausland vorgenommen. Für die Einschätzung des Zeithorizonts bis zum Eheschluss sei regelmässig der Stand bzw. die voraussichtliche Dauer der Dokumentenprüfung entscheidend. Daher habe die Vorinstanz auch nicht willkürfrei in antizipierter Beweiswürdigung annehmen dürfen, dass die Akten des Zivilstandsamts unter keinen Umständen geeignet seien, die eigene Einschätzung zu ändern.