Citation: 7B_287/2023 E. A

A.a. Ab Sommer 2008 führte die Bundesanwaltschaft (nachfolgend: BA) gegen A.________ und mitbeschuldigte Personen eine Strafuntersuchung wegen des Verdachts von qualifizierter Geldwäscherei, Urkundenfälschung und weiteren Delikten. Die Verfahrenssprache war Französisch. Mit Verfügung vom 26. August 2011 lehnte die BA Anträge des Beschuldigten vom 18. Juli 2011 ab, mit denen er die Übertragung der Strafuntersuchung an die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich verlangt hatte, eventualiter an einen deutschsprachigen Staatsanwalt des Bundes, zwecks Wechsel der Verfahrenssprache von Französisch auf Deutsch (Muttersprache des Beschuldigten). A.b. Am 19. Mai 2015 reichte die BA die in französischer Sprache verfasste Anklageschrift gegen den Beschuldigten wegen qualifizierter Geldwäscherei, Urkundenfälschung sowie mangelnder Sorgfalt bei Finanzgeschäften und Melderecht bei der Strafkammer des Bundesstrafgerichts ein. Die Strafkammer wies die Anklageschrift mit Entscheid vom 31. August 2015 zurück an die BA zur weiteren Untersuchung im Sinne der Erwägungen. Am 3. März 2016 wies auch die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts einen Antrag des Beschuldigten auf Änderung der Verfahrenssprache von Französisch auf Deutsch ab. A.c. Mit Eingabe vom 20. Februar 2019 reichte die BA ihre ergänzte und wiederum in französischer Sprache redigierte Anklageschrift gegen den Beschuldigten und weitere beschuldigte Personen bei der Strafkammer des Bundesstrafgerichtes ein. Dem Beschuldigten warf sie qualifizierte Geldwäscherei, Urkundenfälschung und betrügerischen Konkurs vor. Mit Verfügung vom 10. Juli 2020 der Vorsitzenden der Strafkammer wurde als Verfahrenssprache Französisch festgelegt. Gewisse Ausnahmen wurden für das Vortragen der Plädoyers gemacht. Die erstinstanzliche Hauptverhandlung fand am Sitz des Bundesstrafgerichts im Zeitraum vom 26. Januar bis 11. Februar 2021 statt. Mit Urteil der Strafkammer SK.2019.12 vom 23. April 2021 wurde der Beschuldigte der qualifizierten Geldwäscherei, der Urkundenfälschung und des betrügerischen Konkurses für schuldig befunden und mit einer Freiheitsstrafe von 42 Monaten, einer Geldstrafe von 290 Tagessätzen à Fr. 350.-- sowie einer weiteren Geldstrafe von 80 Tagessätzen à Fr. 350.-- bestraft. Dagegen meldete der Beschuldigte am 3. Mai 2021 fristgemäss die Berufung an. A.d. Die Strafkammer übermittelte das erstinstanzliche Urteil (inklusive Berufungsanmeldungen und Verfahrensakten) an die Berufungskammer des Bundesstrafgerichtes. Mit Beschluss der Berufungskammer CA.2022.6 vom 3. Juni 2022 wurde das Urteil der Strafkammer SK.2019.12 vom 23. April 2021 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zurückgewiesen (Art. 409 StPO), zwecks Bereinigung des Rubrums (Klärung der Rolle aller Verfahrensbeteiligten), ohne Anweisung einer Wiederholung von Verfahrenshandlungen. Demzufolge erliess die Strafkammer am 17. Juni 2022 das bereinigte Urteil SK.2022.22. Gegen dieses Urteil erhob der Beschuldigte wiederum Berufung. A.e. Der durch einen amtlichen Verteidiger und eine erbetene Verteidigerin doppelt vertretene Beschuldigte liess mit Eingabe vom 27. Juni 2022 seiner erbetenen Verteidigerin gegen das Urteil SK.2022.22 eine in deutscher Sprache verfasste Berufungserklärung einreichen. Mit Eingabe vom 30. Juni 2022 liess der Beschuldigte durch seinen amtlichen Verteidiger zusätzlich noch eine in französischer Sprache verfasste zweite Berufungserklärung einreichen. In einer persönlich verfassten weiteren Eingabe vom 11. Oktober 2022 stellte der Beschuldigte unter anderem ein Ausstandsgesuch gegen Bundesstrafrichter C.________ (designierter Beisitzer im Berufungsverfahren CA.2022.18). A.f. Mit Schreiben vom 21. Dezember 2022 an den amtlichen Verteidiger (in Kopie an die erbetene Verteidigerin) wies die Verfahrensleitung der Berufungskammer darauf hin, dass der Beschuldigte von einem amtlichen Verteidiger und einer erbetenen Verteidigerin vertreten werde, weshalb alle Verfahrensanträge über seinen Rechtsvertreter und seine Rechtsvertreterin zu stellen seien. Weitere persönliche Eingaben des Gesuchstellers würden daher nicht beantwortet. Es obliege dem amtlichen Verteidiger als Hauptvertreter des Beschuldigten, über das weitere prozessuale Vorgehen der Verteidigung zu entscheiden. Im Übrigen sei bereits vor Erhalt des Ausstandsgesuchs geplant gewesen, dass Bundesstrafrichter C.________ bei Amtsantritt eines neuen Richters, der voraussichtlich Anfang 2023 die Verfahrensleitung übernehme, im Spruchkörper ersetzt werde.