Citation: U 383/05 22.03.2006 E. 4

Da der Beschwerdeführer bei zumutbarer Willensanstrengung als vollumfänglich arbeitsfähig zu gelten hat, erübrigt sich die nähere Prüfung der Frage, ob die psychischen Beschwerden überhaupt - was als zweifelhaft erscheint - in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis stehen. Selbst wenn man die natürliche Kausalität unterstellt, wäre die Adäquanzbeurteilung im Übrigen nicht gemäss der vom Beschwerdeführer favorisierten Schleudertrauma-Praxis (BGE 117 V 359) vorzunehmen. Denn einerseits ist, wie die Vorinstanz zutreffend vermerkt, das nach HWS-Verletzungen nicht selten beobachtete und deshalb von der Rechtsprechung als "typisch" bezeichnete Beschwerdebild (BGE 119 V 338 Erw. 1, 117 V 360 Erw. 4b) nicht gegeben. Andererseits standen die dem somatischen Bereich zuzuordnenden Beeinträchtigungen im Vergleich zu den psychosomatischen Beschwerden völlig im Hintergrund. Daher wäre die Adäquanzbeurteilung gemäss der in BGE 115 V 133 begründeten Praxis durchzuführen (BGE 123 V 99 Erw. 2a). Dies hätte angesichts der konkreten Gegebenheiten die Verneinung der Adäquanz zur Folge.