Citation: 6B_185/2014 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz würdigt einleitend die Aussagen des Beschwerdeführers, die sie als widersprüchlich erachtet. Sie könnten nichts zur Klärung des Sachverhalts beitragen. Es könne weder der exakte Weg des Busses noch jener des Fahrradfahrers zweifelsfrei nachvollzogen werden (Urteil S. 8 ff. E. 4.1.1). B.________, der mit seinem Bus zur Unfallzeit von der Eichwilstrasse nach rechts in die Luzernerstrasse in Richtung Luzern eingebogen sei, vermöge den unklaren Unfallhergang nicht zu klären. Die Glaubhaftigkeit seiner Aussagen sei zweifelhaft. Er habe bei der Haltestelle "Grosshofstrasse" den Bus des Beschwerdeführers angetroffen und dessen Fahrgäste aufgenommen. Es sei nicht nachvollziehbar und wenig glaubhaft, dass er nicht kurz mit dem Beschwerdeführer darüber gesprochen habe, weshalb dieser nicht weiterfahren könne. Ferner seien die Aussagen des Zeugen zum Kerngeschehen inhaltlich ungenau und widersprüchlich. Er habe die Unfallstelle zwar gut überblicken können, jedoch nach eigenen Angaben nicht die gesamte Fahrt des Beschwerdeführers über den relevanten Zeitraum hinweg verfolgt. Seinen Schilderungen lasse sich nicht entnehmen, wo genau sein Blick auf den Bus getroffen sei (Urteil S. 10 f. E. 4.1.2). Die Vorinstanz hält weiter fest, bei dieser Sachlage komme den Zeugen D.________ und C.________ entscheidende Bedeutung zu. Diese hätten den Unfallhergang als Passagiere aus dem Anhänger des Busses beobachtet. Im Kerngeschehen seien ihre Aussagen konzis, widerspruchsfrei und stimmten in den entscheidenden Punkten vollständig überein. Sie hätten beide das Fahrverhalten des Beschwerdeführers als Unfallursache bezeichnet. Sie hätten festgestellt, dass der Abstand zwischen Bus sowie Fahrrad immer enger geworden sei, und sich um den Fahrradfahrer gefürchtet. Der Zeuge habe angegeben, es sei "cheibe eng" geworden, wodurch das Opfer in Bedrängnis und ins Schwanken gekommen sei. Die Zeugin habe das Überholmanöver als höchst fragwürdig bezeichnet. Der Fahrradfahrer sei vom Anhänger wie eingeklemmt und weggedrängt worden. Die Vorinstanz erachtet diese Aussagen als glaubhaft und stellt darauf ab (Urteil S. 11 E. 4.1.3). Ferner schliesst sie aus, dass der Fahrradfahrer unmittelbar vor dem Unfall zufolge seiner Angetrunkenheit stark geschwankt und dadurch die Kollision verursacht habe. Da er bereits an der Haltestelle "Alpenstrasse" durch seine unsichere Fahrweise aufgefallen sei und im Unfallzeitpunkt eine Blutalkoholkonzentration von 2.28-2.52 Gewichtspromille gehabt habe, liege es zwar nahe, ein Schwanken als Unfallursache anzunehmen. Der Zeuge D.________ verneine jedoch eine schwankende Fahrt des Opfers im relevanten Zeitpunkt. Er habe es beobachtet und bestätigt, es habe erst geschwankt, weil es aufgrund des Überholmanövers nicht mehr genügend Platz gehabt habe. Auch der Beschwerdeführer mache nicht geltend, ihm sei beim Fahrradfahrer eine unsichere Fahrweise aufgefallen. Im Übrigen müsse mit einem gewissen Schwanken eines zu überholenden Fahrradfahrers generell gerechnet werden, dies gelte insbesondere für die Lenker eines Busses mit einer überdurchschnittlichen Länge. Dieser Möglichkeit sei durch einen besonderen und ausreichenden seitlichen Abstand Rechnung zu tragen, was der Beschwerdeführer nicht genügend beachtet habe (Urteil S. 12 f. E. 4.1.4). Nach Ansicht der Vorinstanz kommt ein unvorsichtiges Überholmanöver des Beschwerdeführers als einzig mögliche Unfallursache in Betracht. Dies ergebe sich aus den übereinstimmenden Aussagen von D.________ und C.________, welche durch die Auswertung des Restwegaufzeichnungsgeräts gestützt würden. Danach habe der Beschwerdeführer den rechten Blinker bereits betätigt, obwohl er mit seinem Fahrzeug das Opfer noch nicht vollständig überholt gehabt habe. Demgegenüber seien die Aussagen des Beschwerdeführers zum Unfallhergang widersprüchlich. Die Beobachtungen von B.________ dienten schliesslich nicht dazu, die klaren Aussagen der Buspassagiere zu entkräften. Diese seien deutlich näher an der Unfallstelle gewesen, hätten das Fahrverhalten des Beschwerdeführers über einen längeren Zeitraum hinweg verfolgt und sich vollständig auf die relevanten Ereignisse konzentriert (Urteil S. 13 E. 4.1.5).