Citation: 7B_821/2023 E. 3.4

3.4. Die Vorinstanz erwägt, eine Freiheitsstrafe, welche die Grenze zum teilbedingten Vollzug nicht überschreite, liege ausserhalb des gerichtlichen Ermessensspielraums. Sie berücksichtigt dabei, dass den Beschwerdeführer bei den Widerhandlungen gegen das BetmG ein im unteren Bereich liegendes mittleres Tatverschulden treffe. Alleine angesichts des dortigen objektiven Tatverschuldens sieht die Vorinstanz eine Freiheitsstrafe von drei Jahren als angezeigt. Sie erachtet es daher als zulässig, eine auch nur unwesentlich über der Grenze liegende Freiheitsstrafe auszusprechen. Der Gesetzgeber habe im Sanktionensystem objektive und starre Grenzen vorgesehen. Es bleibe kein Raum, diese Grenzen auf dem Wege der Gesetzesauslegung wieder zu relativieren und entgegen dem klaren Wortlaut einen erweiterten Grenzbereich offen zu halten, um besonderen Anliegen eines Täters entgegenzukommen. Zudem werde gegen den Beschwerdeführer eine erneute Strafuntersuchung wegen Betäubungsmitteldelikten geführt. Gemäss eigenen Aussagen sei er erneut mit Betäubungsmitteln bzw. dem Drogenhandelsbereich in Kontakt gekommen. Eine hypothetische Prognose hinsichtlich seines zukünftigen Verhaltens lasse somit die Gewährung eines teilbedingten Vollzugs ohnehin als nicht im Bereich des Möglichen liegend erscheinen.