Citation: 6B_765/2015 E. 6.3.2

6.3.2. Der Beschwerdeführer beanstandet, es sei unberücksichtigt geblieben, dass er als 53-jähriger Familienvater und Bundesangestellter ausgeprägt strafempfindlich sei. Bei einer unbedingten Freiheitsstrafe verliere er seine Arbeitsstelle. Die Wahrscheinlichkeit, nach dem Strafvollzug wieder eine Stelle zu finden, sei marginal. Die Rüge erfolgt ohne Grund. Der Beschwerdeführer (dessen Tochter bereits 24-jährig ist) übersieht bei seiner Kritik, dass die Rechtsprechung eine erhöhte Strafempfindlichkeit nur bei aussergewöhnlichen Umständen bejaht, da die Verbüssung einer Freiheitsstrafe für jede arbeitstätige und in ein familiäres Umfeld eingebettete Person mit einer gewissen Härte verbunden ist (vgl. etwa Urteile 6B_748/2015 vom 29. Oktober 2015 E. 1.3 und 1.3.1; 6B_883/2014 vom 23. Juni 2015 E. 4.3; je mit Hinweisen). Damit bleibt unerheblich, dass dem Beschwerdeführer nach dem Strafvollzug der berufliche Wiedereinstieg möglicherweise Mühe bereiten wird. Umstände, welche über das hinausgehen, was als unvermeidbare Konsequenz mit einer freiheitsentziehenden Sanktion einhergeht, sind weder dargetan noch ersichtlich.