Citation: 5A_778/2019 E. 4.2.4

4.2.4. Zuletzt wiederholt der Beschwerdeführer vor Bundesgericht seine Kritik an den österreichischen Urteilen in zahlreichen weiteren Punkten (der Sachverständige im erstinstanzlichen österreichischen Verfahren, auf dessen Befund die Gerichte in der Folge abgestellt hätten, habe ein viel zu hohes Einkommen ermittelt; die höheren Lebenshaltungskosten in der Schweiz seien nicht angemessen berücksichtigt worden; es liege eine Verletzung des Grundsatzes der Geschwistergleichbehandlung vor, weil er den beiden Kindern in der Schweiz je Fr. 900.-- bezahle, die Tochter in Österreich aber über EUR 1'250.-- zugesprochen erhalten habe; sein hoher privater Geldverbrauch für den Zeitraum Juli 2014 bis Oktober 2015 hätte bei der Unterhaltsbemessung keine Rolle spielen dürfen). Mit dieser Kritik, welche insbesondere die Ermessensausübung und Beweiswürdigung betrifft, zielt der Beschwerdeführer eindeutig auf eine nicht statthafte Nachprüfung in der Sache ab (s. dazu vorne E. 4.1 am Ende). Selbst wenn das Einkommen des Beschwerdeführers tatsächlich etwas zu hoch festgesetzt worden sein sollte (was nach Auffassung der Vorinstanzen nicht rechtsgenüglich dargelegt worden sei), könnte ein solcher Mangel kaum je zur Annahme eines Ordre public-widrigen Urteils führen und müsste sich der Beschwerdeführer vorliegend ausserdem entgegenhalten lassen, dass er das Urteil des Bezirksgerichts Graz-West vom 13. Januar 2017 - im Gegensatz zur Beschwerdegegnerin - nicht fristgerecht mit Rekurs angefochten hat. Hinsichtlich der übrigen Darlegungen des Beschwerdeführers sei lediglich noch erwähnt, dass er mit Beschluss des Landesgerichts für Zivilrechtssachen Graz vom 19. April 2017 vor Abzug bereits geleisteter Zahlungen im Schnitt zur Bezahlung eines Unterhaltsbeitrags an die Beschwerdegegnerin von EUR 971.40 (EUR 52'455.-- für 54 Monate) verpflichtet wurde und das Bezirksgericht Graz-West den unterschiedlichen Lebenshaltungskosten bei der Bemessung des Unterhalts durchaus bis zu einem gewissen Grade Rechnung getragen hat, indem der Unterhalt verglichen mit einer rein österreichischen Situation reduziert wurde. Auch die weiteren Unterhaltspflichten des Beschwerdeführers für die getrennt lebende Ehegattin sowie die beiden (im Vergleich zur Beschwerdegegnerin wesentlich jüngeren) ehelichen Kinder in der Schweiz wurden bereits vom Bezirksgericht Graz-West abgeklärt und haben in die Entscheidfindung der österreichischen Gerichte Einzug erhalten.