Citation: U 341/05 17.02.2006 E. 4.2

4.2.1 Dr. med. C.________ berichtete, dass die im Rehazentrum X.________ vom 15. Juli bis 18. August 2003 durchgeführten Behandlungen keine wesentliche Verbesserung der Symptomatik gebracht habe. Der Austrittsbefund entspreche im Wesentlichen dem Eintrittsbefund. Die einzige Behandlung, die die Symptomatik etwas beeinflusst habe, sei die Craniosakraltherapie gewesen, deren Weiterführung durch geschulte Mediziner und Physiotherapeuten zu empfehlen sei. Indiziert seien weiter paramedizinische Therapien, welche durch Ausprobieren evaluiert werden müssten. Eventuell könnte durch eine ambulante Psychotherapie verhaltenstherapeutischer Art ein gewisser Nutzen erzielt werden. Die Patientin solle "unbedingt" in ihrem Beruf als Sekretärin weiterarbeiten, auch wenn dies "zwischenzeitlich" anstrengend sei. Zur Zeit sei die Arbeitsfähigkeit ab 18. August 2003 mit 100 % einzuschätzen (Bericht vom 19. August 2003). 4.2.2 Es ist einzuräumen, dass diesen Erläuterungen nicht klar zu entnehmen ist, ob aussichtsreiche Behandlungsmöglichkeiten greifbar sind. Indessen ist zu bemerken, dass Dr. med. C.________ eine entsprechend lautende Frage nicht unterbreitet worden ist, weshalb er sich zu diesem Thema auch nicht näher äussern musste. Immerhin hat er zu weiteren Therapien und zur Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit geraten, woraus eher zu schliessen ist, dass er eine Besserung des Gesundheitszustandes erwartete. Unter diesen Umständen kann zur Beurteilung der Frage, ob der normale unfallbedingte Heilungsprozess vor dem 18. August 2003 abgeschlossen gewesen sei, nicht auf den Bericht des Dr. med. C.________ abgestellt werden. Aus den von der Vorinstanz eingeholten Akten der Invalidenversicherung geht hervor, dass die Beschwerdegegnerin nach Austritt aus dem Rehazentrum X.________ die Arbeit wieder im ursprünglichen Umfang von 80 % aufnahm, dieses Pensum aber schon kurze Zeit später wieder erheblich reduzieren musste. Dr. med. H.________ hält im Bericht vom 10. November 2003 fest, seit dem Rehabilitationsaufenthalt leide die Versicherte vermehrt an Schwindel und Nackenschmerzen mit Ausstrahlung in den rechten Arm bis zum Kleinfinger und über den Schädel bis zum Nasenansatz, weswegen seit 26. August 2003 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestehe und aktuell bei guter Prognose physikalische Therapie mit Muskelaufbau-Training und Akupunktur betrieben werde. Gemäss neurologischem Konsilium des Dr. med. T.________, Neurologie, Akupunktur und Traditionelle Chinesische Medizin, vom 7. Oktober 2003 verbleiben als Residuen des Unfalles vom 2. Juli 2002 Schwindel, Tinnitus, Minderung von Belastbarkeit und Konzentration sowie Zervikalgien und intermittierende Zervikozephalgien/-brachialgien. Der Neurologe empfiehlt, mit der Akupunkturbehandlung fortzufahren. Dres. med. R.________ und N.________ von der neurologisch-neurochirurgischen Poliklinik des Spitals Z.________ schlagen vor, die im Rahmen eines Schleudertraumas aufgetretenen Kopfschmerzen mit Schwindel und Tinnitus physiotherapeutisch zu betreuen und medikamentös zu behandeln (Bericht vom 19. August 2003). Auf Grund dieser Unterlagen, von welchen die Vertrauensärzte der Allianz keine Kenntnis hatten, ist anzunehmen, dass der medizinisch therapierbare Endzustand jedenfalls Ende 2003 noch nicht erreicht worden ist. Wie es sich damit im Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheids vom 15. April 2004 verhält, lässt sich aber nicht schlüssig beurteilen, auch nicht anhand der letztinstanzlich aufgelegten Arztberichte (vgl. Berichte des Prof. Dr. med. E.________, Chefarzt, Rehaklinik F.________, vom 6. Juni und 5. Oktober 2005). Mit der Vorinstanz ist daher festzustellen, dass sich auf Grund der Akten nicht entscheiden lässt, ob und in welchem Zeitpunkt der normale unfallbedingte Heilungsprozess abgeschlossen war, weshalb sich insoweit die Adäquanzprüfung der Allianz als verfrüht erweist.