Citation: 1P.544/2006 14.09.2006 E. A

Das Besondere Untersuchungsrichteramt des Kantons Basel-Landschaft führt gegen X.________ seit dem 2. März 2006 ein Verfahren wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz. Am 3. März 2006 wurde er wegen Kollusionsgefahr in Untersuchungshaft genommen. Mit Schreiben vom 13. Juli 2006 hat das Besondere Untersuchungsrichteramt beim Verfahrensgericht in Strafsachen des Kantons Basel-Landschaft die Verlängerung der Untersuchungshaft um drei Monate beantragt, weil X.________ verdächtigt werde, innerhalb eines international tätigen Drogenrings eine Führungsfunktion eingenommen zu haben. Insbesondere werde ihm der Vorwurf gemacht, in Mittäterschaft mit Y.________ mit Heroin gehandelt zu haben. Er habe Y.________ die Infrastruktur zum Handel mit BetäubungsmitteIn zur Verfügung gestellt, ihn geführt und beaufsichtigt sowie den Geldfluss aus dem betreffenden Handel kontrolliert. Es seien sowohl Kollusionsgefahr als auch Flucht- und Fortsetzungsgefahr gegeben. X.________ beantragte die Abweisung des HaftverIängerungsgesuchs. Eventualiter verlangte er, ihm sei eine erweiterte Akteneinsicht zu gewähren und es seien abgedeckte Akten aus dem Dossier zu entfernen. Zur Begründung führte er aus, die Untersuchungsbehörde beantrage eine Haftverlängerung unter dem Hinweis auf Tätigkeiten von Y.________. Es werde der Tatverdacht gegen Y.________ ausführlich dargelegt, um dann mit dem Kontakt von X.________ zu Y.________ einen dringenden Tatverdacht gegen X.________ zu begründen. Allein diese Herleitung des dringenden Tatverdachts zeige, dass den Untersuchungsbehörden nach fünf Monaten Haft immer noch klare Beweise fehlten. Es werde nicht grundsätzlich bestritten, dass ein dringender Tatverdacht gegen einen Angeschuldigten über den dringenden Tatverdacht gegen eine Drittperson belegt werden könne. Bei einer solchen Vorgehensweise müsse die Untersuchungsbehörde jedoch die volle Akteneinsicht in die Akten bezüglich der Drittperson gewähren. Es gehe nicht an, dass die Akteneinsicht in die Aussagen von Y.________ verweigert werde, wenn der dringende Tatverdacht hinsichtlich X.________ über die Bekanntschaft zu Y.________ hergeleitet werde. Im Übrigen habe in den letzten acht Wochen nur eine einzige Einvernahme stattgefunden. Zudem seien X.________ Telefongespräche mit Z.________ vorgehalten worden, von denen unklar sei, ob es sich bei dessen Gesprächspartner wirklich um X.________ handle. Indessen habe keine Konfrontation mit Z.________ stattgefunden. Mit Entscheid vom 21. Juli 2006 hiess das Verfahrensgericht in Strafsachen den Haftverlängerungsantrag teilweise gut und verlängerte die Untersuchungshaft um acht Wochen bis zum 15. September 2006. Es bejahte den dringenden Verdacht, dass X.________ der Handel mit mindestens vier Kilogramm Heroin und eine gewisse Führungsfunktion innerhalb des Drogenrings vorgeworfen werden könne. X.________ bestreite diese Vorwürfe, doch habe sich der Tatverdacht aufgrund der Indizien aus der Strafuntersuchung weiter erhärtet. Hinweise, die geeignet wären, die bestehenden Verdachtsmomente zu entkräften, bestünden nicht. Weiter stellte das Verfahrensgericht fest, dass Kollusionsmöglichkeit und -bereitschaft bezüglich verschiedener Mitbeteiligter mit grösster Wahrscheinlichkeit gegeben seien. Es bestehe die Gefahr, dass X.________ in Freiheit mit Mittätern und Drittpersonen Absprachen über die Darstellung des Sachverhalts treffen könnte. Das Verfahrensgericht bezeichnete schliesslich eine Verlängerung der Untersuchungshaft um acht Wochen als verhältnismässig.