Citation: 1P.10/2000 24.02.2000 E. 2

2.-a) Art. 26 Abs. 1 BV gewährleistet - wie bisher Art. 22ter Abs. 1 aBV - das Eigentum. Eigentumsbeschränkungen sind nur zulässig, wenn sie auf einer gesetzlichen Grundlage beruhen, durch ein öffentliches Interesse oder durch den Schutz von Grundrechten Dritter gerechtfertigt sind und sich unter den gegebenen Umständen als verhältnismässig erweisen (Art. 36 Abs. 1-3 BV; gleiches galt vor dem 1. Januar 2000 gemäss Art. 22ter Abs. 2 aBV, vgl. z.B. BGE 119 Ia 362 E. 3a S. 366 mit Hinweisen). Bei einem schweren Eingriff in das Eigentum prüft das Bundesgericht die Auslegung des kantonalen Rechts frei (BGE 121 I 117 E. 3b/bb S. 120/121 mit Hinweisen), ansonsten nur unter dem Blickwinkel des Willkürverbots. Frei prüft das Bundesgericht die Frage, ob eine Eigentumsbeschränkung im öffentlichen Interesse liegt und ob sie verhältnismässig ist. Es auferlegt sich aber Zurückhaltung, soweit die Beurteilung von einer Würdigung der örtlichen Verhältnisse abhängt, welche die kantonalen Behörden besser überblicken. Das Bundesgericht ist nicht oberste Planungsinstanz und hat den Beurteilungs- und Ermessensspielraum der zuständigen kantonalen Instanzen zu beachten. Die Sachverhaltsfeststellungen und die Beweiswürdigung überprüft das Bundesgericht nur unter dem Gesichtspunkt der Willkür (vgl. BGE 119 Ia 362 E. 3a S. 366 mit Hinweisen). b) Im vorliegenden Fall rügt die Beschwerdeführerin nicht die Zuweisung ihrer Liegenschaft in die Gewerbezone, sondern gewisse Nutzungseinschränkungen, die sich aus § 7 ZR ergeben. Sie strebt eine Erhöhung der Ausnützungsziffer für die Wohnnutzung sowie die Heraufsetzung der maximalen Gebäudehöhe auf 10,5 m an, um dreigeschossige Bauten in der Gewerbezone zu ermöglichen. Dabei stellt sie die gesetzliche Grundlage der angefochtenen Beschränkungen nicht in Frage; streitig ist nur, ob diese verhältnismässig und mit dem Rechtsgleichheitsgebot vereinbar sind. Dies prüft das Bundesgericht nach dem oben Gesagten mit freier Kognition, unter Beachtung der zum Schutz der Planungsautonomie von Gemeinde und Kanton gebotenen Zurückhaltung.