Citation: 6B_1273/2020 E. 3.5.4

3.5.4. Was der Beschwerdeführer einwendet, verfängt nicht. Die Vorinstanz stellt fest, der Beschwerdeführer sei fachtechnischer bzw. operativer Leiter der beiden Unternehmen. Davon weicht der Beschwerdeführer ab, indem er vorbringt, er sei zum Zeitpunkt des Umzugs im Jahr 2011 nicht die fachtechnisch verantwortliche Person gewesen, weshalb ihm keine Verantwortung zukomme. Eine begründete Willkürrüge erhebt der Beschwerdeführer in dieser Hinsicht jedoch nicht (Art. 42 Abs. 2, Art. 106 Abs. 2 BGG). Abgesehen davon, ob er im Zeitpunkt des Umzugs bereits die fachtechnisch verantwortliche Person war oder nicht, ist der Auffassung des Beschwerdeführers nicht zu folgen. Er ist, auch bereits zum Zeitpunkt des Umzugs im Jahr 2011, unbestritten einziges Verwaltungsratsmitglied der beiden Unternehmen. In dieser Funktion entschied er damals über den Umzug und ist er verantwortlich für die Einhaltung der rechtlichen Bestimmungen, wobei die Vorinstanz darunter zu Recht auch die gesetzlichen Vorgaben zur Lagerung von Chemikalien subsumiert, die in den fraglichen Liegenschaften aufbewahrt wurden. Ausserdem ist den vorinstanzlichen Ausführungen zu entnehmen, dass sich der Vorwurf der unsachgemässen Lagerung nicht nur auf den Zeitpunkt des Umzugs, sondern auch auf den Zeitraum bis zur Sicherstellung der fraglichen Produkte am 15. März 2017 bezieht. Dies ergibt sich mitunter auch aus der im angefochtenen Entscheid zitierten Anklageschrift, wonach die Liegenschaften "zwischenzeitlich baufällig" geworden und Chemikalien in unterschiedlicher Menge festgestellt worden seien, "die bereits mehrere Monate dort unsachgemäss gelagert" worden seien. Folglich hätte sich der Beschwerdeführer anlässlich des Umzugs versichern müssen, dass sämtliche heiklen Substanzen aus den (baufälligen) Liegenschaften in U.________ entfernt werden. Dies gilt umso mehr, als die Vorinstanz verbindlich feststellt, gemäss Angaben des Beschwerdeführers sei er selber regelmässig, sicherlich einmal pro Woche, zumindest im neueren Teil an der V.________strasse xxx gewesen. In der Altliegenschaft an der W.________strasse yyy sei er seit 1-2 Jahren nicht mehr gewesen. Der Beschwerdeführer kann nichts für sich ableiten, wenn er vorbringt, er besuche die beiden Liegenschaften in U.________ seit dem Umzug nur ab und zu, dies sei aber kein Beweis dafür, dass er anlässlich dieser Besuche die Liegenschaften bis ins kleinste Eck durchforstet hätte, auf die angeblich vorhandenen Chemikalien gestossen sei und diese dann bewusst nicht entsorgt hätte. Einerseits findet dieser Vorwurf im vorinstanzlichen Urteil so keine Stütze und andererseits musste dem Beschwerdeführer, eidgenössisch diplomierter Apotheker, als Verwaltungsrat beider Unternehmen und derjenige, der den Umzug in die neuen Räumlichkeiten initiiert hat, bewusst sein, dass in den Altliegenschaften in U.________ vor dem Umzug Chemikalien gelagert waren. Ebenso hält die Vorinstanz verbindlich fest, dem Beschwerdeführer sei der kritische bauliche Zustand der Liegenschaften, der chaotische Zustand sowie die Problematik mit sich herumtreibenden Personen bekannt gewesen. Indem der Beschwerdeführer unterlassen hat, sich zu versichern, dass sämtliche heiklen Substanzen aus den (baufälligen) Liegenschaften entfernt wurden, nahm er zumindest in Kauf, dass sich diese dort noch befinden. Demnach sind die Ausführungen der Vorinstanz auch insoweit nicht zu beanstanden, als sie festhält, wenn der Beschwerdeführer nichts von in U.________ gelagerten Chemikalien gewusst habe, weil es ihn nicht interessierte, obwohl es ihn hätte interessieren müssen, so habe er zumindest in Kauf genommen, dass in den Liegenschaften in U.________ auch Chemikalien gelagert worden seien.