Citation: 7B_229/2022 E. 2.1.2

2.1.2. Im Zusammenhang mit der Strafzumessung wegen mehrfacher sexueller Handlungen mit einem Kind rügt die Beschwerdeführerin eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung. Konkret macht sie geltend, das Opfer habe anlässlich der Berufungsverhandlung angegeben, die Vorfälle hätten nach wie vor Auswirkungen auf sein Sexualleben, eine Therapie habe nicht viel gebracht und der körperliche Kontakt sei schwierig. Insoweit sei die vorinstanzliche Feststellung, dass nicht von einer schweren oder nachhaltigen, auf diese Vorfälle zurückzuführenden Beeinträchtigung der ungestörten sexuellen Entwicklung des Opfers ausgegangen werden müsse, unrichtig. Nicht berücksichtigt habe die Vorinstanz sodann, dass der Beschwerdegegner das Vertrauens- und Abhängigkeitsverhältnis zum Opfer gezielt ausgenutzt habe. Die Einzelstrafen von je 2 Monaten für die jeweilige sexuelle Handlung bzw. die Erhöhung der Einsatzstrafe um insgesamt 3 Monate für beide Handlungen seien nicht schuldangemessen.