Citation: 5A_819/2023 E. 4.3.1

4.3.1. Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung von Art. 328 Abs. 1 lit. a ZPO, weil das Obergericht im Urteil vom 12. Oktober 2021 (E. 4.6) die Anerkennung des Konkursdekretes "korrekt" verneint habe, währenddem es im angefochtenen Entscheid (in E. 3.8.5) zu einem anderen, widersprüchlichen Ergebnis gelangt sei. Die Vorbringen gehen fehl. Entgegen der Darstellung der Beschwerdeführer kommt das Obergericht im angefochtenen Entscheid (in E. 3.8.5) nicht zum "Schluss", die Anerkennungsfähigkeit liege vor, sondern stellt es fest, dass es sich bei den Vorbringen der Beschwerdeführerin um eine rechtliche - und daher im Revisionsverfahren unzulässige - Kritik am Anerkennungsentscheid handle. Sodann nimmt das obergerichtliche Urteil vom 12. Oktober 2021, das auf einer - unzulässigen - Wiedererwägung des Anerkennungsentscheides beruht, (an der von der Beschwerdeführerin angerufenen Stelle) gerade eine rechtliche Neubeurteilung des Anerkennungsentscheides vor: Das Obergericht hielt fest, die Neubeurteilung werde anhand der von den saudi-arabischen Behörden im Internet veröffentlichen englischsprachig übersetzten Gesetzestexten vorgenommen und die Anwendung dieses ausländischen Rechts (gemäss Art. 16 Abs. 1 IPRG) erfolge direkt und von Amtes wegen, "ohne beweisrechtliche Auswertung" der von den Parteien eingereichten Gutachten zum ausländischen Recht. Die Vorbringen der Beschwerdeführerin laufen im Wesentlichen darauf hinaus, dass die - ihrer Auffassung nach in der Sache korrekte - Wiedererwägung des Anerkennungsentscheides in gleicher Weise einen Revisionsgrund darstellen könne. Das Obergericht hat indes bereits zu Beginn seiner Erwägungen und zu Recht klargestellt, dass die Zulässigkeit der Revision nach den allgemeinen - diesem Institut eigenen - Regeln zu prüfen ist.