Citation: 2P.35/2000 09.05.2000 E. 1

1.- A.G.________, geb. 1955, jugoslawischer Staatsangehöriger, wurde mit Urteil des Kreisgerichts Belgrad vom 13. Juli 1990 von seiner damaligen Ehefrau V.________ geschieden, wobei die Tochter B., geb. 1983, unter die elterliche Gewalt der Mutter gestellt wurde. Am 4. April 1992 heiratete A.G.________ die jugoslawische Staatsangehörige M.________, welche sich seit 1990 gestützt auf eine Jahresaufenthaltsbewilligung zur Erwerbstätigkeit in Zürich aufhält. A.G.________ erhielt in der Folge seinerseits eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei der Ehefrau. Am 8. ebruar 1996 ersuchte er um eine Einreisebewilligung für die Tochter B., was die Fremdenpolizei des Kantons Zürich aber ablehnte und der Regierungsrat auf Rekurs hin mit Entscheid vom 8. April 1998 bestätigte, obwohl das Gemeindegericht in Belgrad am 25. Oktober 1996 die elterliche Gewalt dem Vater übertragen hatte. Am 9. April 1999 beantragte A.G.________ erneut die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung für die Tochter, wobei er namentlich geltend machte, seit Abweisung des Rekurses durch den Regierungsrat habe sich der Gesundheitszustand der Mutter dramatisch verschlechtert. Mit Verfügung vom 20. September 1999 trat die Fremdenpolizei auf das Gesuch nicht ein. Der Regierungsrat des Kantons Zürich bestätigte diese Verfügung mit Beschluss vom 22. Dezember 1999. Zur Begründung wurde ausgeführt, dass sich die massgeblichen Umstände seit dem Rekursentscheid vom 8. April 1998 nicht verändert hätten. Bereits damals habe festgestanden, dass die Mutter von B. unter einer schizo-affektiven psychischen Störung (bipolarer Formenkreis) leide und während ihrer Krankheitsphasen (Psychosen, manische und depressive Zustände im Wechsel) zeitweise hospitalisiert werden musste. Während solcher Phasen sei die Betreuung jeweils durch die im gleichen Haushalt lebende Grossmutter übernommen worden. Aus dem neu eingereichten Bericht des Psychiaters R.________ gehe zwar hervor, dass sich der Gesundheitszustand der Mutter von B. wieder verschlechtert habe, wobei auf Grund der eingeleiteten Therapie bereits leichte Besserungen eingetreten seien. In der Rekurseingabe werde aber nicht geltend gemacht, die im gleichen Haushalt wohnende 70-jährige Grossmutter könne sich nicht mehr um die Enkelin kümmern, so wie sie dies früher schon während akuten Krankheitsphasen getan habe. Eine erhebliche wesentliche Änderung der Umstände liege mithin nicht vor.