Citation: 7B.222/2005 14.12.2005 E. 1

Gegenstand des angefochtenen Beschlusses hat die Frage gebildet, welcher Schätzwert für die Pfandliegenschaften in den Betreibungen auf Grundpfandverwertung einzusetzen ist. Streitigkeiten über die Höhe der Schätzung werden endgültig durch die kantonale Aufsichtsbehörde beurteilt (Art. 9 Abs. 2, letzter Satz, der Verordnung des Bundesgerichts über die Zwangsverwertung von Grundstücken, SR 281.42, VZG). Vor der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Bundesgerichts kann dagegen nur eingewendet werden, die kantonale Behörde habe bundesrechtliche Verfahrensvorschriften verletzt oder das ihr zustehende Ermessen überschritten oder missbraucht (vgl. Art. 19 Abs. 1 SchKG; BGE 120 III 79 E. 1 S. 80 f.). Letzteres trifft dann zu, wenn Kriterien mitberücksichtigt worden sind, die keine Rolle hätten spielen dürfen, oder wenn umgekehrt rechtserhebliche Umstände ausser Acht geblieben sind (Urteil 7B.170/2002 vom 8. November 2002, E. 2.1, in: Praxis 92/2003 Nr. 92 S. 501 f., eine Schätzung betreffend; allgemein: BGE 130 III 176 E. 1.2 S. 180, 520 E. 2.2 S. 522 und 765 E. 2.1 S. 766). Nicht gerügt werden kann mit Beschwerde gemäss Art. 19 SchKG ein Verstoss gegen Bestimmungen der Bundesverfassung (Art. 43 Abs. 1 i.V.m. Art. 81 OG; BGE 122 III 34 E. 1 S. 35; 120 III 60 E. 1 S. 61; 119 III 70 E. 2 S. 72 und 118 E. 1a S. 121). Unzulässig ist somit die Rüge, das Obergericht habe das verfassungsmässige Gleichheitsprinzip verletzt (Ziff. II S. 4 f. der Beschwerdeschrift), und nicht eingetreten werden kann auf die Rügen willkürlicher Beweiswürdigung, vorab der als willkürlich beanstandeten Würdigung der Lärmproblematik (Ziff. III S. 5 f., namentlich Ziff. 24 S. 6 der Beschwerdeschrift). Die Beschwerdeführerin weist darauf hin, dass im angefochtenen Beschluss auf Seite 2 Ziff. I/1 a.A. die Strasse, an der ihr Grundbesitz liegt, und durchgehend - nach kurzer Zählung gegen 25 Mal - der Name des Schätzers Ginesta falsch geschrieben werde (Ziff. 6 S. 2 der Beschwerdeschrift). Es handelt sich dabei indessen um blosse Verschriebe und nicht um offensichtliche Versehen im Sinne von Art. 63 Abs. 2 OG (i.V.m. Art. 81 OG), die das Bundesgericht zum Einschreiten veranlassen müssten (vgl. zum Begriff des Versehens: BGE 118 III 1 E. 1 S. 2). Ausnahmsweise zulässige Sachverhaltsrügen erhebt die Beschwerdeführerin keine. Die obergerichtlichen Tatsachenfeststellungen sind für das Bundesgericht deshalb verbindlich. Dasselbe gilt für die Beweiswürdigung des Obergerichts (BGE 120 III 114 E. 3a S. 116; 117 III 29 E. 3 S. 32).