Citation: 6A.55/2006 05.02.2007 E. 2

Das Strassenverkehrsamt wies den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 17. August 2005, d.h. vor dem Erlass der Strafverfügung, darauf hin, dass ein Administrativverfahren eröffnet werde, dass aber die strafrechtliche Erledigung abgewartet werde und dass er seine Verteidigungsrechte im Strafverfahren wahrzunehmen habe, da das Administrativverfahren vom Strafverfahren abhängig sei. Nach der Rechtsprechung muss, wer weiss oder annehmen muss, dass gegen ihn ein Führerausweisentzugsverfahren durchgeführt wird, seine Verteidigungsrechte schon im (summarischen) Strafverfahren geltend machen, und die für den Führerausweisentzug zuständige Behörde darf in der Regel nicht von den Tatsachenfeststellungen des rechtskräftigen Strafentscheids abweichen. Dies gilt auch bei Entscheiden, die im Strafbefehlsverfahren gefällt wurden (BGE 123 II 97 E. 3c/aa; 121 II 214 E. 3a). Der Strafbefehl ist rechtskräftig geworden. Die Vorinstanz war daher grundsätzlich an die tatsächlichen Feststellungen gebunden. Sie hat als richterliche Behörde entschieden, so dass das Bundesgericht an ihre Feststellungen gebunden ist (oben E. 1).