Citation: 5P.195/2003 16.10.2003 E. 5

Nach den vorinstanzlichen Ausführungen sind erste Zweifel an der Vaterschaft kurz vor Ablauf der fünfjährigen Anfechtungsfrist entstanden, als der Grossvater des Beschwerdegegners über dem Bild von W.________ pendelte und zum Schluss kam, das Kind könne nicht von ihm (dem Beschwerdegegner) stammen. Angesichts der standhaften Beteuerungen der Kindsmutter könne dem Beschwerdegegner allerdings kein Vorwurf gemacht werden, dass er keinen Vaterschaftstest gemacht habe, zumal die Methode des Pendelns keine genügenden Zweifel im Rechtssinn zu wecken vermöge. Gegen einen Irrtum könnte höchstens der vom Beschwerdeführer erwähnte Anwaltsbesuch des Beschwerdegegners sprechen; indes könne der Beschwerdeführer nicht einmal sagen, um welchen Anwalt es sich dabei gehandelt habe. Umgekehrt spreche die Tatsache, dass sich der Beschwerdegegner über die Unterhaltspflicht beklagt und im Jahr 1991 sogar die Hoffnung gehabt habe, wieder mit der Kindsmutter zusammenziehen und so die Alimentenlast reduzieren zu können, klar für einen Irrtum. Was an diesen Erwägungen willkürlich sein soll, ist nicht ersichtlich: Unbestrittenermassen sind beim Beschwerdegegner nach dem Pendeln des Grossvaters gewisse Zweifel aufgekommen, die ihn offenbar sogar veranlasst haben, mit einem Rechtsanwalt Kontakt aufzunehmen. Der Beschwerdegegner verkennt indes, dass blosse Zweifel weder Rechtspflichten beseitigen noch den Schuldner verpflichten, die Aufhebung seiner - aus welchen Gründen auch immer eingegangenen - Obligation anzustrengen (dazu Berufungsentscheid, E. 3.4). Nicht von Belang sind deshalb die weiteren Ausführungen (angeblich unzulässige bzw. willkürliche antizipierte Beweiswürdigung) zur möglichen Person des Rechtsanwaltes. Im Übrigen setzt sich der Beschwerdeführer mit dem vorinstanzlichen Argument nicht auseinander, der Beschwerdegegner habe sich über die Alimentenlast beklagt und die Hoffnung gehabt, diese durch Wiederaufnahme des Konkubinates zu reduzieren. Die Willkürrüge bleibt insofern unsubstanziiert (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG), weshalb auf sie nicht einzutreten ist.