Citation: 6P.138/2005 16.03.2006 E. 3

Im angefochtenen Entscheid wird erklärt, die psychiatrische Behandlung bei Dr. Y.________ lasse nicht auf einen aussergewöhnlichen psychischen Zustand des Beschwerdeführers im Unfallzeitpunkt schliessen, weil sie keinen Bezug zum Unfallgeschehen habe. Der Beschwerdeführer kritisiert diese Würdigung als willkürlich. Wohl trifft zu, dass sich der Beschwerdeführer nach seinen Aussagen an der Hauptverhandlung vor Obergericht in erster Linie wegen seiner Probleme am Arbeitsplatz in die Behandlung bei Dr. Y.________ begab. Doch ist er inzwischen nicht mehr an der ihn belastenden Stelle im Tunnelbau tätig, führt die Behandlung aber wegen anderer Probleme - in der Beziehung zur Freundin und zu den Eltern - weiter. Die entsprechende Feststellung im angefochtenen Entscheid ist daher nicht falsch. Auch wenn die Probleme des Beschwerdeführers, wie er dies behauptet, teilweise weiter zurückreichen, so trat die Verschärfung, die ihn zur Aufnahme einer psychiatrischen Behandlung bewog, doch erst rund ein Jahr nach dem Unfall ein. Der Beschwerdeführer legt auch nicht dar, inwiefern ein Zusammenhang zwischen dem Unfall und seinen psychischen Problemen bestehen sollte. Die beanstandete Feststellung erweist sich unter diesen Umständen nicht als willkürlich.