Citation: 1C_553/2020 E. 5.5.1

5.5.1. Dem angefochtenen Entscheid kann entnommen werden, dass die Dienststelle Verkehr und Infrastruktur (vif) des kantonalen Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartements mittels einer Konzeptstudie sechs Hochwasserschutzvarianten zur Behebung der im Gebiet der Stadt Sursee und der Gemeinde Oberkirch bestehenden Hochwasserschutzdefizite prüfte. Entgegen der pauschalen Behauptung des Beschwerdeführers wurden dabei auch Varianten untersucht, die Schutzmassnahmen entlang des Hofbachs vorgesehen hätten (vgl. E. 4.2 des angefochtenen Entscheids; Variantenstudium Hochwasserschutzkonzept vom Mai 2012, S. 38 ff.). Gemäss den unbestritten gebliebenen Ausführungen der Vorinstanz hätten sich bei der Auswertung der geprüften Varianten jedoch die Schutz- und Revitalisierungsmassnahmen des strittigen Teilprojekts 1 als die am besten geeigneten herausgestellt, um die im Gebiet der Stadt Sursee und der Gemeinde Oberkirch bestehende Hochwassergefahr zu minimieren. Gleichzeitig habe das Teilprojekt 1 auch in den Bereichen Natur- und Landschaftsschutz die besten Werte erzielt und habe es sich zudem als die wirtschaftlichste Lösung erwiesen (vgl. E. 8.1 des angefochtenen Entscheids). Die Vorinstanz prüfte auch die vom Beschwerdeführer geäusserten ökologischen Bedenken. In Würdigung der Projektunterlagen sowie der Stellungnahme der kantonalen Dienststelle Umwelt- und Energie (uwe) vom 14. Juni 2019 erwog sie dazu, die Eignung der geplanten Massnahmen könne nicht mit dem Einwand angezweifelt werden, die Sure grenze nach der vorgesehenen Umleitung über sein Grundstück an einen belasteten Standort an und komme über einer Abwasserleitung zu liegen. Insoweit habe die Dienststelle uwe nachvollziehbar aufgezeigt, dass vom belasteten Standort Nr. 1095A0006 keine Verschmutzungsgefahr ausgehe. Zwar wäre der belastete Standort bei einem maximalen Hochwasserereignis der Sure am äussersten nördlichen Rand knapp unter Wasser. Dies habe jedoch keine relevanten Einwirkungen auf die Menge und Qualität des Sickerwassers im Deponiekörper. Zum Schutz der fraglichen Abwasserleitung sei sodann eine Sohlensicherung aus Blocksteinen vorgesehen und solle zusätzlich die Böschung des neuen Gerinnes ebenfalls mit Blöcken verbaut werden. In seiner Vernehmlassung beurteilt das BAFU die Ergebnisse der Konzeptstudie in Übereinstimmung mit den vorinstanzlichen Erwägungen als schlüssig und erachtet deshalb den Zuschlag für das strittige Teilprojekt 1 als sachlich gerechtfertigt. Hinsichtlich der geäusserten ökologischen Bedenken des Beschwerdeführers gelangt es zu den gleichen Schlussfolgerungen wie die Vorinstanz. Ergänzend führt es aus, gemäss dem Entscheid des Regierungsrats vom 9. Mai 2019 sei für die Bauphase des Teilprojekts 1 eine Umweltbaubegleitung sowie der Beizug einer bodenkundlichen Fachperson für sämtliche bodenrelevanten Arbeiten angeordnet worden. Durch diese Massnahmen sei hinreichend sichergestellt, dass potentielle umweltrelevante Probleme frühzeitig erkannt und behoben werden könnten. Der Beschwerdeführer setzt sich nicht substanziiert mit diesen Erwägungen auseinander und legt nicht dar, inwiefern sie auf einer offensichtlich unrichtigen Tatsachenfeststellung oder einer falschen Rechtsanwendung beruhen würden (vgl. vorne E. 2.2). Vielmehr wiederholt er primär seine bereits im vorinstanzlichen Verfahren vertretenen Standpunkte, wonach die geplante Umleitung des Laufs der Sure aus den bereits genannten Gründen zu einer hohen Verschmutzungsgefahr des Gewässers führe. Nachdem das BAFU als Fachbehörde des Bundes die Beurteilung der Vorinstanz vollumfänglich stützt, besteht für das Bundesgericht kein Anlass, von den im angefochtenen Entscheid gezogenen Schlussfolgerungen abzuweichen (vgl. zur bundesgerichtlichen Zurückhaltung bei der Beurteilung von Fachfragen BGE 145 II 70 E. 5.5). Entgegen der Kritik Beschwerdeführers sind die geplanten Massnahmen des Teilprojekts 1 demnach geeignet, die vom Kanton Luzern beabsichtigten Ziele des Hochwasserschutzes sowie der Renaturierung zu erreichen.