Citation: 1C_118/2019 E. 3

Das Oberforstamt hielt in seiner Waldfeststellungsverfügung fest, dass die Bestockung auf den Parzellen Nrn. 526, 527 und 1461 sowohl die quantitativen als auch die qualitativen Anforderungen von Wald eindeutig erfülle. Dies wurde vom Obergericht bestätigt: Die bestockte Fläche weise typische Waldelemente auf (einheimische Baum- und Straucharten wie Linden, Kirschen, Fichten, Ahorn, Eschen, Weissdorn, Hasel usw., eine intakte einheimische Strauch- und Krautschicht sowie waldtypische Bodenvegetation). Aufgrund der Luftbilder, des technischen Berichts Scherrer und der Erkenntnisse des Augenscheins sei die Mehrheit der Waldbäume über 15 Jahre alt. Die strittige Bestockung weise samt Waldsaum eine Breite von überwiegend mehr als 12 m auf und eine Fläche von knapp über 500 m2. Die Bestockung sei grundsätzlich geeignet, Holz zu erzeugen und erfülle somit Nutzfunktion. Überdies komme ihr eine gewisse Schutzwirkung gegen Hangrutschungen, landschaftsprägender Charakter und eine ökologische Vernetzungsfunktion zu. Der Beschwerdeführer erhebt verschiedene formelle Rügen (E. 4-5). In der Sache macht er geltend, die strittige Bestockung erfülle weder die quantitativen noch die qualitativen Mindestanforderungen gemäss Art. 2 WaG und Art. 1 WaV in Verbindung mit Art. 2 kWaG. Quantitativ werde die Mindestfläche von 500 m2 nicht erreicht, weil es sich nicht um eine, sondern um zwei getrennte Bestockungen handle (E. 6) und der Waldsaum willkürlich weit festgelegt worden sei (E. 7). Im Übrigen werde auch die Mindestbreite von 12 m nicht überall erfüllt (E. 8). Qualitativ erfüllt die Bestockung keine Waldfunktionen, geschweige denn besondere Schutz- oder Wohlfahrtsfunktion (E. 9). Schliesslich verletze die Waldfeststellung die Eigentumsgarantie (E. 10).