Citation: H 268/99 31.03.2000 E. 10

10. AHV-Revision nichts an Aktualität eingebüsst. Der Schutz der Ehefrau ist durch das System des Rentensplit- tings mit Anrechnung von Beitragsjahren nach lit. g Abs. 2 der Übergangsbestimmungen zur 10. AHV-Revision gewährleis- tet worden. Für eine Praxisänderung besteht demnach kein Anlass, und zwar umso weniger, als eine Ausdehnung der Ver- sicherteneigenschaft des Ehemannes auf die Ehefrau kraft des Zivilstandes dem Grundanliegen der 10. AHV-Revision für eine zivilstandsunabhängige Rente der Frau diametral zuwi- derlaufen würde. d) Hinsichtlich der Konsequenzen, welche für die Be- schwerdeführerin aus diesem Ergebnis resultieren - Bei- tragslücken auf Grund des Auslandaufenthaltes -, ist fest- zuhalten, dass sich das Eidgenössische Versicherungsgericht beim Erlass seiner Urteile BGE 107 V 1 und 104 V 121 be- wusst war und es auch heute ist, dass sich aus dieser Rechtsprechung in einzelnen Fällen Unzulänglichkeiten erge- ben können (vgl. Erw. 4b in fine hievor). Es ist indessen darauf hinzuweisen, dass die im vorliegenden Einzelfall als unbefriedigend erscheinende Lösung auf die Verknüpfung von zwei Umständen zurückzuführen ist, die in dieser Art nicht oft vorkommen dürften. Nämlich die Tatsache, dass sich die Beschwerdeführerin trotz ihres über 35-jährigen Aufenthal- tes in der Schweiz nicht hat einbürgern lassen und dass sie, als sie im Februar 1997 ihren schweizerischen Ehemann heiratete, die Schweiz verliess, ehe sie die dreijährige Mindestdauer für die erleichterte Einbürgerung zurückgelegt hatte (Art. 27 Abs. 1 lit. c des Bundesgesetzes über Erwerb und Verlust des Schweizer Bürgerrechts vom 29. September 1952 [SR 141.0]). Gestützt auf diese wäre eine Aufnahme in die freiwillige AHV/IV für Auslandschweizer möglich gewor- den (Art. 2 Abs. 2 AHVG; Art. 8 VFV).