Citation: 6B_1354/2017 E. 6.4

6.4. Vorab ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer nicht begründet, welche von ihm begangenen Delikte von seinen jeweiligen Vorbringen zur Strafzumessung betroffen sein sollen. Die Vorinstanz setzt sich mit den wesentlichen schuldrelevanten Komponenten auseinander und würdigt sämtliche Strafzumessungsgründe zutreffend. Dass sie sich von rechtlich nicht massgebenden Gesichtspunkten hätte leiten lassen oder wesentliche Aspekte nicht berücksichtigt hätte, ist nicht ersichtlich. Insbesondere war sie nicht verpflichtet, den Auftrag des Grossen Rates des Kantons Graubünden, der offenbar die Überprüfung der Beschränkung des Selbstdispensationsrechts der Ärzte im Kanton Graubünden zum Inhalt hat, zusätzlich zu berücksichtigen. Der diesbezügliche Auftrag an die Regierung des Kantons Graubünden wurde denn auch erst am 19. Oktober 2016 und damit über drei Jahre nach den vorliegend zu beurteilenden Arzneimittelabgaben durch den Beschwerdeführer erteilt. Demzufolge liegt auch keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör vor. Die Berufung des Beschwerdeführers auf achtenswerte Beweggründe im Sinne von Art. 48 lit. a Ziff. 1 StGB geht ebenso fehl. Ein achtenswerter Beweggrund ist in Patientenwünschen, Arzneimittel etwa ausschliesslich vom Arzt resp. noch vor dessen Eintreffen und unter keinen Umständen über die Apotheke zu erhalten, nicht zu erblicken. Einen Schaden oder ein finanzielles Tatmotiv wirft ihm die Vorinstanz weiter nicht vor, weshalb seine diesbezüglichen Rügen nicht nachvollziehbar sind. Ohnehin ist nicht ersichtlich, was der Beschwerdeführer mit seinen Vorbringen in Bezug auf die vorinstanzliche Strafzumessung zu seinen Gunsten ableiten möchte. Die Vorinstanz geht bereits von einem nur leichten Verschulden aus. Unter Berücksichtigung der Deliktsmehrheit, dass alleine schon der Tatbestand von Art. 87 Abs. 1 lit. f HMG Haft oder eine Busse von bis zu Fr. 50'000.-- androht und nach Art. 106 Abs. 3 StGB auch die aussergewöhnlich guten finanziellen Verhältnisse des Täters, welche der Beschwerdeführer nicht bestreitet, zu berücksichtigen sind, liegt eine Busse von Fr. 4'750.-- ohne Weiteres innerhalb des weiten Ermessens der Vorinstanz.