Citation: I 470/05 01.06.2006 E. 4

Nach der medizinischen Aktenlage besteht kein Zweifel daran, dass die Beschwerdeführerin durch die nunmehr diagnostizierte Aufmerksamkeits- und Aktivitätsstörung beziehungsweise die leichte depressive Episode beeinträchtigt ist. Dass jedoch eine Invalidisierung vorliegt, die über das vom vormaligen Psychiater Dr. med. W.________ überzeugend geschätzte und auch von Verwaltung und Vorinstanz als massgeblich erachtete Ausmass von 30 % hinausgeht (oben Erwägung 2), kann nicht angenommen werden. Zunächst ist festzuhalten, dass die beiden Fachärzte zwar unterschiedliche Diagnosen stellen, in den Befunden jedoch weitgehend übereinstimmen. Des Weiteren hat der aktuell behandelnde Psychiater Dr. med. A.________ keine Arbeitsunfähigkeit attestiert. Vielmehr erwähnt er ausdrücklich, das Defizit wirke sich insbesondere im sozialen Bereich aus. Damit kann aus seinem Bericht nicht abgeleitet werden, dass die Beschwerdeführerin keinerlei Erwerbstätigkeit mehr zu verrichten vermöchte, wie sie geltend macht. Der Hausarzt Dr. med. S.________ geht zwar von einer 100 %igen Arbeitsunfähigkeit allein wegen des ADHS aus (Bericht vom 20. Juni 2005). Er erläutert jedoch nicht, inwiefern die Beschwerdeführerin durch die gesundheitliche Störung konkret und weshalb in diesem Ausmass beeinträchtigt ist, und seine Einschätzung ist auch anhand der fachärztlichen Stellungnahme des Dr. med. A.________ nicht nachvollziehbar, sodass darauf nicht abgestellt werden kann (BGE 125 V 352 Erw. 3a). Zu ergänzen ist in diesem Zusammenhang, dass die Beschwerdeführerin Dr. med. S.________ wegen Ellbogen- und Schulterbeschwerden erstmals am 10. Dezember 2004, also fast ein halbes Jahr nach Erlass des Einspracheentscheides vom 27. Juli 2004, aufgesucht hat, weshalb diese gesundheitlichen Probleme hier nicht zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 4 Erw. 1.2 mit Hinweis). Damit ist eine leidensbedingte Arbeitsunfähigkeit, die über das von Verwaltung und Vorinstanz angenommene Mass hinausgeht, nicht ausgewiesen, wobei sich weitere Abklärungen erübrigen.