Citation: 4A_204/2018 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK). Zur Begründung dieser Verfassungsrüge wiederholt sie zuerst ihren eigenen Standpunkt, wonach durch die jahrelange Auszahlung der gleichbleibenden Überschussbeteiligung eine "Rechtsposition" bzw. eine "gefestigte[...] und daher geschützte[...] Situation" der Beschwerdeführerin geschaffen worden sei sowie dass "vertragliche Ansprüche auch durch konkludentes Verhalten begründet werden" könnten. Nach sechs Jahren Auszahlung der Überschussbeteiligung könne "das Recht [...] als erzeugt betrachtet werden". Die Vorinstanz habe sich geweigert, sich inhaltlich mit dieser Argumentation auseinanderzusetzen, womit eine Verletzung der richterlichen Prüfungs- und Begründungspflicht vorliege. Die Formulierungen der Beschwerdeführerin sind unpräzis. Sie verkennt erneut, welche Rechtsfragen sich im vorinstanzlichen Verfahren eigentlich stellten, mit denen sich die Vorinstanz sehr wohl auseinandersetzte. Wenn gemäss dem ursprünglichen Vertrag keine Garantie für eine Überschussbeteiligung vereinbart war, hätte sich eine solche aus einer späteren Abänderung des Vertrages ergeben müssen. Eine solche Vertragsänderung hätte aufgrund einer tatsächlichen Willensübereinstimmung oder - mangels einer solchen - aufgrund des Vertrauensprinzips durch normativen Konsens zustande kommen müssen. Diesbezüglich spielt die Beweislast gemäss Art. 8 ZGB nur insofern eine Rolle, als die konkreten Umstände nachgewiesen werden müssen, aufgrund derer sich eine tatsächliche oder normative Willensübereinstimmung ergibt. Diese konkreten Umstände wären von der Beschwerdeführerin als die den Anspruch geltend machende Person zu behaupten und zu beweisen gewesen. Die Beschwerdeführerin hatte offenbar bereits im kantonalen Verfahren geltend gemacht, dass ein "bisher unbestrittenes Recht" bestanden habe, dessen Untergang von der Beschwerdegegnerin zu beweisen sei. Dazu hielt die Vorinstanz lediglich fest, ein solches habe nicht bestanden. Das ist zugegebenermassen kurz. Es ist aber derart offensichtlich, dass allein aus der sechsjährigen Auszahlung einer nicht garantierten Leistung kein normativer Konsens abgeleitet werden kann, dass dies keiner weiteren Begründung und Auseinandersetzung bedurfte. Die Beschwerdeführerin behauptet selber nicht, dass sie weitere Umstände behauptet und zum Beweis verstellt hätte, mit denen sich die Vorinstanz hätte auseinandersetzen müssen. Von einer Verletzung der Prüfungs- und Begründungspflicht kann nicht die Rede sein. Entsprechend stösst auch die Rüge einer Verletzung der Rechtsweggarantie nach Art. 29a BV ins Leere.