Citation: 5A_292/2023 E. 8.4

8.4. Betrachtet man die Differenz zwischen dem Vermögensstand im Jahr 2014 (Fr. 4'200'000.--) und jenem per Ende des Jahres 2031 (Fr. 3'812'245.--), ergibt sich indes eine Vermögensverminderung von lediglich Fr. 387'755.--, was weniger als 10 % ausmacht. Ausserdem ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer keiner Erwerbstätigkeit nachgeht und entsprechend kein Erwerbseinkommen generiert. Wieso dem so ist, lässt sich dem angefochtenen Entscheid, in welchem auf die Anrechnung eines hypothetischen Einkommens verzichtet wurde, zwar nicht entnehmen. Indes ist nicht ersichtlich und liefert der Beschwerdeführer keine Erklärung dafür, weshalb es ihm nicht möglich und zumutbar (gewesen) sein soll, seinen eigenen Bedarf von Fr. 54'000.-- p.a. (für die Jahre 2014 bis 2030) bzw. Fr. 45'000.-- (für das Jahr 2031) durch Erwerbstätigkeit zu decken. Würde der Beschwerdeführer nämlich seinen eigenen Bedarf mittels Erwerbseinkommen bestreiten, ergäbe sich aus den vorstehenden Zahlen, dass das anrechenbare Einkommen von insgesamt Fr. 813'997.-- (= Fr. 693'397.-- + Fr. 107'400.-- + Fr. 13'200.--) den gesamten Bedarf der Unterhaltsberechtigten von Fr. 796'830.-- übersteigt, und wäre kein Vermögensverzehr notwendig. Im Lichte der konkreten Verhältnisse erweist sich der im Ergebnis zugemutete Verzehr von ererbtem Vermögen als zumutbar.