Citation: I 568/06 22.11.2006 E. 6

Zusammenfassend ergibt sich, dass das von der IV-Stelle bei der Medas eingeholte Gutachten den somatischen Gesundheitsschaden der Beschwerdeführerin unter Ausschluss des Sudeck Syndroms Stadium II-III in der rechten Hand und im rechten Arm unvollständig erfasst und demgemäss sowohl in zeitlicher wie in sachlicher Hinsicht eine nicht beweiskräftige Einschätzung der der Beschwerdeführerin noch zumutbaren körperlichen Restarbeitsfähigkeit enthält. Das kantonale Gericht und die IV-Stelle haben zu Unrecht auf dieses Gutachten abgestellt. Soweit hingegen Verwaltung und Vorinstanz dem psychiatrischen Teilgutachten der Medas die Beweiskraft abgesprochen haben, wurde nicht beachtet, dass dieses keine bundesrechtskonforme Differenzierung zwischen invalidenversicherungsrechtlich relevanten und invaliditätsfremden Ursachen des erhobenen psychischen Befundes sowie keine Stellungnahme zur entscheidwesentlichen Frage enthält, ob und in welchem Masse der Beschwerdeführerin noch zugemutet werden kann, bei Aufbietung allen guten Willens die ihr verbliebene Leistungsfähigkeit trotz ihres psychischen Leidens zu verwerten. Bei allen diesen Lücken des eingeholten Medas-Gutachtens geht es um rechtserhebliche Tatfragen, die nicht auf dem Wege der Beweiswürdigung überbrückt werden können. Der rechtserhebliche Sachverhalt ist vielmehr durch Einholung eines neuen interdisziplinären Gutachtens ergänzend abzuklären, wobei den Gutachtern ein Fragenkatalog zu unterbreiten ist, der den bundesrechtlichen Anforderungen genügt. Zu diesem Zweck ist die Sache an die IV-Stelle zurückzuweisen.