Citation: 1C_149/2023 E. A

A.a. Am 14. Juni 2019 informierte die Regierung des Kantons Graubünden die Öffentlichkeit darüber, dass sie im Zuge der Aufarbeitung des "Baukartellskandals" mit neun Bauunternehmen Vergleiche abgeschlossen hat und dass sich die Unternehmen zur Bezahlung einer Kompensation verpflichtet haben. Dies betraf Bauunternehmen, die von der Untersuchung 22-0457 der Wettbewerbskommission (WEKO) betreffend wettbewerbswidrige Absprachen im Bereich Strassenbau tangiert waren (vgl. Verfügung der WEKO vom 19. August 2019 <https://www.weko.admin.ch/weko/de/home/praxis/ publizierte-entscheide.html> [besucht am 31. Oktober 2024]). Gleichzeitig teilte der Kanton Graubünden mit, er wolle weiteren Unternehmen, die in andere WEKO-Verfahren involviert seien, ebenfalls Vergleichsgespräche offerieren. Am 17. Juni 2019 ersuchte A.________, Redaktor beim Schweizer Radio und Fernsehen, das damalige Bau-, Verkehrs- und Forstdepartement Graubünden, ihm seien zwecks öffentlicher Transparenz die abgeschlossenen Vergleichsvereinbarungen zur Verfügung zu stellen. Mit Verfügung vom 8. Juli 2019 wies das Departement das Gesuch von A.________ ab. A.b. Am 9. März 2020 und am 29. Mai 2020 informierte die Regierung des Kantons Graubünden die Öffentlichkeit darüber, dass sie sich mit weiteren Bauunternehmen über Vergleichszahlungen geeinigt habe. Damit sei die beschaffungs- und zivilrechtliche Aufarbeitung der verschiedenen WEKO-Kartellverfahren seitens des Kantons vorläufig abgeschlossen. Am 3. Juni 2020 ersuchte A.________ erneut um Zugang zu den mit den verschiedenen Bauunternehmen abgeschlossenen Vergleichsvereinbarungen. Nachdem die Vergleichsverhandlungen seitens des Kantons abgeschlossen seien, stehe mindestens einer teilweisen Einsicht nichts mehr im Weg. Mit Verfügung vom 17. Juni 2020 wies das neu bezeichnete Departement für Infrastruktur, Energie und Mobilität Graubünden das Gesuch von A.________ erneut ab. A.c. Gegen die Verfügung vom 17. Juni 2020 erhob A.________ Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. Dieses hiess die Beschwerde am 23. März 2021 teilweise gut. Es hob den angefochtenen Entscheid auf und wies die Angelegenheit zur Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen an das Departement zurück. Das Verwaltungsgericht erkannte in seinem Urteil, es seien öffentliche und insbesondere private Interessen an der Einschränkung der Herausgabe der Vergleichsvereinbarungen vorhanden. Demgegenüber stünden aber auch erhebliche Interessen der Öffentlichkeit an der Herausgabe der Dokumente. Eine generelle Verweigerung der Herausgabe der Vergleichsvereinbarungen sei deshalb nicht verhältnismässig. Eine Aufschiebung bis zum Abschluss der konnexen Gerichtsverfahren und eine Schwärzung der Umsatzzahlen erweise sich als angemessene Lösung. Bekannt zu geben sei dannzumal zumindest die ungefähre Höhe der Vergleichszahlungen. Ebenfalls denkbar sei es, die relevanten Informationen in einem separaten Dokument zusammenzustellen und herauszugeben.