Citation: 1C_520/2022 E. 5.3.2

5.3.2. Auch die Sachverhaltsrüge der Beschwerdeführerin in Bezug auf das private Interesse der Beschwerdeführerin ist unbegründet. Es ist nicht unhaltbar, wenn die Vorinstanz die Befürchtung der Beschwerdeführerin an einer bewusst rufschädigenden Berichterstattung für nicht begründet erachtet hat. Sie durfte willkürfrei davon ausgehen, dass mit der Akteneinsicht nicht zwangsläufig eine Belastung des Ansehens der Beschwerdeführerin drohe. Daran ändert auch nichts, wenn die Beschwerdeführerin nach eigenen Angaben von der Beschwerdegegnerin in der Vergangenheit durch eine tendenziöse Berichterstattung als gewissenlose Umweltsünderin dargestellt worden sein sollte. In diesem Zusammenhang liegt weder eine offensichtlich unrichtige und damit willkürliche Feststellung des Sachverhalts noch eine Verletzung der Begründungspflicht als Teilgehalt des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) vor. Inwiefern die Beschwerdeführerin über ihre Interessen an der Unterlassung einer möglichen zukünftigen rufschädigenden Berichterstattung hinaus ein weitergehendes Geheimhaltungsinteresse (beispielsweise infolge Offenlegung von Geschäftsgeheimnissen oder dergleichen) haben sollte, wird von ihr nicht dargetan.