Citation: U 202/98 15.05.2000 E. 2

2.- Das kantonale Gericht hat zunächst in einlässlicher Würdigung der medizinischen Unterlagen festgestellt, dass keine objektivierbaren somatischen Befunde vorliegen würden, welche mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen Kausalzusammenhang zu den Unfallereignissen stünden. Was der Beschwerdeführer gegen die überzeugende vorinstanzliche Begründung, auf die verwiesen wird, einwendet, ist unbehelflich. Zwar trifft zu, dass Prof. Dr. phil. P.________, Neuropsychologisches Institut, im Bericht vom 27. Juli 1994 eine "höchstens leichte Hirnfunktionsstörung" diagnostizierte, "welche in ihrer Art denen gleicht, welche bei anderen Patienten nach einer traumatischen Affektion der Halswirbelsäule auch beobachtet werden kann". Abgesehen davon, dass - wie das kantonale Gericht richtig erkannt hat - zum natürlichen Kausalzusammenhang in diesem Bericht nicht Stellung genommen wird, ist zu bemerken, dass Prof. Dr. phil. P.________ seine Diagnose selbst als nicht gesichert betrachtete, führte er doch weiter aus, es bestünden Hinweise auf eine ungeschickte hastige Verhaltensweise, und nicht auf eine umschriebene Hirnfunktionsstörung. Auch aus dem Gutachten vom 16. September 1996 der Neurologischen Poliklinik Y.________ lässt sich nichts zu Gunsten des Beschwerdeführers ableiten, wird doch die Unfallkausalität der leichten neuropsychologischen Defizite einzig damit begründet, sie würden seit dem Unfall bestehen. Allein aus der Tatsache, dass sich die leichte Hirnfunktionsstörung nach dem Unfallereignis manifestiert hat, kann indessen nicht einfach - in Anwendung der Formel "post hoc, ergo propter hoc", wonach ein Gesundheitsschaden schon dann als durch einen Unfall verursacht gilt, weil er nach diesem aufgetreten ist (vgl. BGE 119 V 341 f. Erw. 2b/bb) - auf einen überwiegenden Zusammenhang geschlossen werden. Richtig erkannt hat die Vorinstanz weiter, dass sich für die unspezifischen neurologischen Befunde kein organisches Korrelat finden lässt. Weder das genannte Gutachten vom 16. September 1996 noch die übrigen medizinischen Akten enthalten irgendwelche Anhaltspunkte auf eine organische Ursache dieser Beschwerden, woran auch die Diagnosestellung (chronisches cervico-cephales Syndrom, paravertebrales Schmerzsyndrom mit Maximum im HWS-Bereich, neurovegetative Defizite) nichts ändert. Im Übrigen wird in der Expertise ausdrücklich darauf hingewiesen, im Vordergrund habe das auffallende Verhalten des Versicherten gestanden. Unter anderem habe er die neurologischen Befunde demonstrativ akzentuiert (Gehen bei Beobachtung nur an Wand oder auf Möbel gestützt möglich, ohne Beobachtung frei möglich; bei mangelnder Compliance ist die HWS-Rotation beidseits um 2/3 eingeschränkt, beim Ansprechen konnte er seinen Kopf bis etwa 60° zur Seite drehen). Unter diesen Umständen ist auch die gutachterliche Stellungnahme zur Arbeitsfähigkeit (aus neurologischer Sicht ist der Beschwerdeführer höchstens 20 % arbeitsunfähig) zu relativieren.