Citation: 1P.575/2005 05.05.2006 E. 1

Nach Art. 86 Abs. 1 OG ist die staatsrechtliche Beschwerde nur gegen letztinstanzliche kantonale Entscheide zulässig. Gemäss dem revidierten § 428 des Gesetzes des Kantons Zürich betreffend den Strafprozess vom 4. Mai 1919 sind nur erstinstanzliche Urteile des Obergerichts mit Nichtigkeitsbeschwerde an das Kassationsgericht anfechtbar. § 3 Abs. 2 der Schlussbestimmungen des Gesetzes des Kantons Zürich über die Teilrevision der Strafprozessgesetzgebung vom 27. Januar 2003, wonach die kantonale Nichtigkeitsbeschwerde gegen Entscheide des Obergerichts als Berufungsinstanz übergangsrechtlich noch zulässig ist, wenn die Berufung im Zeitpunkt des Inkrafttretens bereits erklärt worden ist, kommt nicht zum Tragen. Das genannte Gesetz trat gemäss Regierungsratsbeschluss vom 20. Oktober 2004 am 1. Januar 2005 in Kraft, während der Beschwerdeführer nach Inkrafttreten am 22. Februar 2005 Berufung gegen das erstinstanzliche Urteil einlegte. Der Entscheid des Obergerichts ist damit letztinstanzlich im Sinn von Art. 86 Abs. 1 OG. Die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen der staatsrechtlichen Beschwerde sind ebenfalls erfüllt und geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf die Beschwerde ist somit einzutreten.