Citation: 8C_647/2023 E. 6.2

6.2. Das kantonale Gericht durfte daher in Würdigung der gesamten Umstände davon ausgehen, dass die Fahrer zwecks Erfüllung der Verpflichtungen der Beschwerdeführerin tatsächlich in ihren Arbeitsablauf integriert und faktisch ihre Arbeitnehmer waren. Durch das Verhältnis zur Beschwerdeführerin durfte die Vorinstanz auf eine unselbstständige Erwerbstätigkeit schliessen und vom Regelfall ausgehen, wonach Akkordanten eine unselbstständige Erwerbstätigkeit ausüben und nur dann als Selbstständigerwerbende qualifiziert werden, wenn sie Inhaber eines eigenen Betriebs sind und so als gleichberechtigte Geschäftspartner mit eigenem Unternehmerrisiko für den Akkordvergeber arbeiten (ZAK 1989 S. 24 E. 3a, H 179/89; BGE 114 V 65 E. 2b; 101 V 87 E. 2; 100 V 129 E. 1b; Urteile 9C_675/2015 vom 31. Mai 2016 E. 3.2 und 8C_218/2019 vom 15. Oktober 2019 E. 4.3.1). Unbestritten ist im Übrigen, dass die Fahrer entlöhnt wurden. Wie die Beschwerdegegnerin aber bereits im Einspracheentscheid vom 8. August 2022 festhielt, konnten die C.________ GmbH und die B.________ GmbH nicht als eigenständige aktive Unternehmen identifiziert werden. Gegenteiliges wurde von der Beschwerdeführerin nicht substanziiert vorgebracht, woran auch nichts ändert, dass offensichtlich Anweisungen an die jeweiligen Chauffeure über D.________ liefen. Bei dieser Sachlage ist es nicht offensichtlich unrichtig, wenn die Vorinstanz zum Schluss kam, die Fahrer seien im Ergebnis von der Beschwerdeführerin entlöhnt worden. Weiter wird die vorinstanzliche Feststellung nicht in Abrede gestellt, dass die Zusammenarbeit zwischen der Beschwerdeführerin und den beiden GmbH auf einer rein mündlichen Vereinbarung basierte und zu keinem Zeitpunkt detaillierte Rechnungen aufgelegt wurden. Damit wird die vorinstanzliche Tatsachenfeststellung, wonach die Beschwerdeführerin konkrete Transportaufträge mit Abhol- und Bestimmungsort innerhalb eines definierten Zeitraums vergab, untermauert.