Citation: I 212/00 16.10.2000 E. 2

2.- a) In tatsächlicher Hinsicht hatte Dr. med. S.________ am 12. November 1994 dazu Stellung bezogen, dass die Landesversicherungsanstalt (LVA) im Widerspruchsverfahren entgegen ihrem abschlägigen Bescheid mit Wirkung ab 1. Oktober 1993 eine Erwerbsunfähigkeitsrente zugesprochen hat (Mitteilung über die Rentengewährung vom 30. August 1994). Die Rekurskommission stellte in ihrem ersten Entscheid vom 6. Juni 1995 wesentlich auf diese amtsärztliche Stellungnahme ab. Das Eidgenössische Versicherungsgericht bezeichnete in seinem ersten Urteil diese Beweiswürdigung lediglich insofern nicht als überzeugend, als die Frage unbeantwortet im Raume blieb, ob die anscheinend von der Klinik K.________ verfasste Epikrise vom 14. Juli 1994 tatsächlich die einzige medizinische Grundlage bildete, welche die LVA bewog, nunmehr neu eine Erwerbsunfähigkeit anzunehmen. Um diese Unsicherheit auszuräumen, wurde die Verwaltung angehalten, von der LVA das vollständige der im Widerspruchsverfahren erfolgten Rentenzusprechung zu Grunde liegende Dossier beizuziehen und gestützt darauf über den streitigen Rentenanspruch neu zu verfügen. b) Dem ist die Beschwerdegegnerin nachgekommen, dies indessen ohne Erfolg, indem nur die schon bei den Akten liegenden Berichte (Epikrise der Klinik K.________ vom 14. Juli 1994 und eine deutlicher lesbare Fassung des Formularberichts vom 26. Juli 1994 des Dr. med. H.________, Arzt für Allgemein-, Sozialmedizin und Sportarzt) eingereicht wurden. Was der Beschwerdeführer gegen dieses Prozedere einwendet, hält nicht Stich: Die IV-Stelle hat unter zweien Malen klar nach den "im Widerspruchsverfahren erstellten" und "nach dem 01.02.1994" vorhandenen medizinischen Unterlagen gefragt, ohne dass ihr zusätzliche Akten zugestellt worden wären. Ein Weiteres kann von der Verwaltung nicht verlangt werden. Wenn Dr. med. S.________ in diesem Zusammenhang bemerkte, die Anfragen hätten "nichts Neues unter der Sonne" erbracht, so erweckt diese - vielleicht etwas saloppe, im Arbeitsalltag aber durchaus übliche - Formulierung auch nicht den leisesten Anschein von Befangenheit. Entgegen den Erwartungen ist somit nunmehr davon auszugehen, dass der deutsche Rentenversicherungsträger die Gewährung der Erwerbsunfähigkeitsrente im Widerspruchsverfahren ab 1. Oktober 1993 im Wesentlichen allein gestützt auf die erwähnte Epikrise vom 14. Juli 1994 zusprach. Dieser Bericht allein genügt nicht zur Annahme einer rentenbegründenden Erwerbsunfähigkeit im Sinne des schweizerischen Rechts, wie die Rekurskommission, gestützt auf die erwähnte einlässliche Stellungnahme des Dr. med. S.________, in ihrem ersten Entscheid vom 6. Juni 1995 dargelegt hatte. Der Beschwerdeführer verkennt, dass die Zusprechung einer deutschen Erwerbsunfähigkeitsrente die IV-rechtliche Beurteilung nach Art. 4/28 IVG nicht präjudiziert.