Citation: 6B_402/2022 E. 3.5

3.5. Soweit der Beschwerdeführer ausführlich darlegt, dass bereits vor dem Angriff aufgrund des Verhaltens des Beschwerdegegners 2 eine akzentuierte Aufregung und Bestürzung bei ihm vorgelegen habe, ist anzumerken, dass die Aufregung oder die Bestürzung des Täters allein oder zumindest vorwiegend auf den rechtswidrigen Angriff zurückzuführen sein muss, damit ein Notwehrexzess entschuldbar ist (oben E. 3.2). Massgebend ist vorliegend, dass der Beschwerdeführer mit seinen Faustschlägen gegen den Kopf des Beschwerdegegners 2 potenziell tödliche Verletzung zufügte, weshalb die Entschuldbarkeit eine hohe Intensität an Aufregung oder Bestürzung erfordert. Für die Inkaufnahme des Todes etwa muss sich die angegriffene Person selbst in Todesangst befunden haben (Urteil 6B_1454/2020 vom 7. April 2022 E. 3.3.2 mit Hinweisen). Eine solche lag aufgrund der verbindlichen vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen nicht vor. Die Kritik des Beschwerdeführers genügt demnach nicht, um die vorinstanzliche Auffassung hinsichtlich der Entschuldbarkeit der Notwehr als rechtswidrig erscheinen zu lassen und die geltend gemachte Verletzung von Bundesrecht ist zu verneinen.