Citation: 8C_474/2022 E. 5.1

5.1. Das kantonale Gericht hat nach einlässlicher Würdigung der umfangreichen Aktenlage mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 144 V 427 E. 4.2; 134 V 109 E. 9.5 mit Hinweis) bundesrechtskonform festgestellt, die Beschwerdeführerin habe beim Unfall vom 12. September 2012 einzig eine AC-Gelenk-Kontusion erlitten. Unfallkausale strukturelle oder ossäre Schädigungen des AC-Gelenks seien auszuschliessen. Laut Bericht der Dr. med. H.________, Klinik C.________, habe die MRI-Untersuchung des rechten Schultergelenks vom 20. März 2013 eine "intakte Rotatorenmanschette, [eine] eutrophe Muskulatur, [einen] intakten Knorpel [sowie einen] Buford-Komplex mit verdicktem medialen glenohumeralen Ligament und fehlendem anterioren Labrum" gezeigt. Das "übrige Labrum [sei] intakt" gewesen. Abgesehen von einem reizlosen AC-Gelenk hätten sich kein freier Gelenkskörper, kein Knochenmarksödem und keine Bursitis finden lassen. Der Unfall habe insbesondere auch gemäss Zweitmeinung des Prof. Dr. med. F.________ zur Arthro-MRT-Aufnahme vom 20. März 2013 keine posttraumatischen Veränderungen am AC-Gelenk und an den korakoklavikulären Ligamenten zur Folge gehabt. Die von den Dres. med. I.________, Klinik C.________, und F.________ - als Verdachtsdiagnose - notierte leichte Bicepstendinopathie und allenfalls diskrete Subscapularisoberrand-Läsion seien durch die intrapoerativen Befunde vom 10. Mai 2013 widerlegt worden. Die Bicepssehne sei nicht tendinitisch verändert gewesen und die Subscapularissehne habe sich als intakt erwiesen. Mangels direkter unfallbedingter Traumafolgen habe die AC-Gelenk-Kontusion vom 12. September 2012 an dem bis dahin stumm gebliebenen Vorzustand einer AC-Gelenksarthrose geringen Grades nach genereller medizinischer und orthopädischer Erfahrung nur für die Dauer von drei bis maximal sechs Monaten zu einer vorübergehenden Verschlimmerung führen können, so dass der Status quo sine spätestens per 20. März 2013 erreicht worden sei. Die von Dr. med. I.________ postulierte posttraumatische AC-Arthropathie rechts stehe im Widerspruch zu den einhelligen Beurteilungen der Dres. med. E.________, F.________ und G.________, wonach am 20. März 2013 keine Traumafolgen im Bereich des AC-Gelenks feststellbar waren. Bei den Akten fänden sich entgegen der Beschwerdeführerin keine diametral entgegengesetzten medizinischen Stellungnahmen. Nicht nur das nach Massgabe von Art. 44 ATSG eingeholte interdisziplinäre Gutachten der Gutachterstelle J.________ vom 15. Juli 2014 sondern auch die ergänzenden Erläuterungen der Gutachter der Gutachterstelle J.________ vom 29. August 2014 würden übereinstimmend nicht in Frage stellen, dass der Unfall vom 12. September 2012 keine unmittelbaren, organisch objektiv ausgewiesenen, natürlich kausalen Gesundheitsschädigungen zur Folge hatte. Bei diesem Ergebnis seien von ergänzenden Abklärungen in zulässiger antizipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 144 V 361 E. 6.5 mit Hinweisen) keine entscheidwesentlichen neuen Erkenntnisse mehr zu erwarten gewesen.