Citation: 6P.47/2004 06.10.2004 E. 7

Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung von Art. 41 Ziff. 3 StGB. Die Vorinstanz habe den Widerruf des bedingten Strafaufschubs angeordnet, obwohl ein leichter Fall im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung vorliege. 7.1 Gemäss Art. 41 Ziff. 3 Abs. 1 und 2 StGB ist der bedingte Strafvollzug zu widerrufen, wenn der Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder ein Vergehen begeht; sofern begründete Aussicht auf Bewährung besteht, kann der Richter in leichten Fällen auf den Widerruf verzichten und statt dessen eine weniger einschneidende Massnahme anordnen (BGE 117 IV 97 E. 3c). 7.2 Die Vorinstanz hat die Frage, ob begründete Aussicht auf Bewährung besteht, verneint. Sie hat dabei sämtliche relevanten Gesichtspunkte berücksichtigt und überzeugend gewürdigt. Vor dem Hintergrund der erneuten einschlägigen Delinquenz des Beschwerdeführers und dessen fehlenden Therapiebereitschaft hat sie die abschreckende Wirkung der unbedingt zu vollziehenden Freiheitsstrafe für die neue Tat in Betracht gezogen und für unmassgeblich befunden. Die Rüge, die Vorinstanz habe den Umstand nicht berücksichtigt, dass die neu auszufällende Strafe zu vollziehen sei, geht mithin fehl. 7.3 Soweit der Beschwerdeführer beanstandet, die Vorinstanz sei in unzulässiger Weise nicht von einem leichten Fall im Sinne von Art. 41 Ziff. 3 Abs. 2 StGB ausgegangen, geht sein Einwand an der Sache vorbei. Da die Vorinstanz die begründete Aussicht auf Bewährung - die kumulative Voraussetzung für den Verzicht auf den Widerruf des bedingten Strafvollzugs - zu Recht verneint hat, musste sie die Frage nach dem Vorliegen eines leichten Falles nicht prüfen.