Citation: 1B_364/2019 E. 3.7.1

3.7.1. In Konkretisierung von Art. 29 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK verpflichtet das in Art. 5 StPO verankerte Beschleunigungsgebot die Behörden, ein Strafverfahren mit der gebotenen Beförderung zu behandeln, nachdem die beschuldigte Person darüber in Kenntnis gesetzt wurde. Sie soll nicht länger als notwendig den Belastungen eines Strafverfahrens ausgesetzt sein (vgl. BGE 143 IV 373 E. 1.3.1 S. 377 mit Hinweis). Weiter haben beschuldigte Personen Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV i.V.m. Art. 107 StPO) und müssen die Möglichkeit haben, die ihnen zustehenden Verteidigungsrechte geltend zu machen (Art. 32 Abs. 2 BV, Art. 6 Ziff. 3 EMRK). Grundrechtlich gewährleistet sind auch der Anspruch der beschuldigten Person auf ein faires Strafverfahren (Art. 29 Abs. 1 BV, Art. 6 Ziff. 1 EMRK) sowie das Recht, sich durch eine Rechtsvertretung ihrer Wahl verteidigen zu lassen (Art. 6 Ziff. 3 lit. c EMRK; vgl. BGE 144 I 253 E. 3.2 S. 256). Art. 14 Abs. 3 lit. d Uno-Pakt II (SR 0.103.2) garantiert das Recht des beschuldigten Person auf eine Verteidigung. Diese Bestimmung gewährt keine weitergehenden Ansprüche als Art. 6 Ziff. 3 lit. c EMRK (vgl. BGE 143 I 284 E. 2.2.1 S. 288 f. mit Hinweis). Den zusätzlichen Rügen betreffend Gleichbehandlungsgebot (Art. 8 BV), Willkürverbot (Art. 9 BV) und Garantien für gerichtliche Verfahren (Art. 30 BV) kommen im vorliegenden Zusammenhang keine eigenständige Bedeutung zu.