Citation: 6B_682/2024 E. 6.2

6.2. Im Übrigen legt der Beschwerdeführer auch in materieller Hinsicht nicht ausreichend dar, weshalb vorliegend eine aussagepsychologische Begutachtung der Beschwerdegegnerin 2 erforderlich gewesen wäre. Die Prüfung der Glaubhaftigkeit von Aussagen ist primär Aufgabe des Gerichts. Eine Begutachtung durch eine sachverständige Person drängt sich nur bei besonderen Umständen auf. Dies ist etwa der Fall, wenn bruchstückhafte oder schwer interpretierbare Äusserungen eines Kleinkinds zu beurteilen sind, bei ernsthaften Anzeichen geistiger Störungen, welche die Aussageehrlichkeit des Zeugen beeinträchtigen könnten, oder wenn Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der Zeuge unter dem Einfluss von Drittpersonen steht (BGE 129 IV 179E. 2.4; Urteile 7B_733/2023 vom 21. August 2024 E. 2.2.2; 7B_182/2022 vom 9. November 2023 E. 3.2; mit Hinweisen). Solche Umstände, welche für eine Begutachtung sprechen würden, sind vorliegend nicht ersichtlich und werden vom Beschwerdeführer auch nicht substanziiert vorgebracht.