Citation: 5A_1048/2019 E. 5.5

5.5. Die Frage, ob der Errungenschaft des Beschwerdeführers die gutachterlichen Unternehmenswerte sowohl der H.G.________ AG als auch der G.G.________ AG anzurechnen sind, wäre nicht als Ergänzungsfrage an die Gutachterin zu richten gewesen, sondern beschlägt die richterliche Beweiswürdigung des Gutachtens (vgl. Urteil 5A_373/2018 vom 8. April 2019 E. 3.2.6), welche den Parteien erst mit dem Entscheid in der Sache bekannt wurde. Die Vorinstanz qualifizierte die Rüge des Beschwerdeführers demnach zu Unrecht als unzulässiges Novum. Sodann weist der Beschwerdeführer zu Recht darauf hin, dass in der für die Unternehmensbewertung herangezogenen Bilanz der H.G.________ AG (Beilage 8 zum Gutachten) der Unternehmenswert der G.G.________ AG als Aktivum berücksichtigt wurde. Dies ergibt sich im Übrigen bereits aus dem Gutachten selbst, welches den Hinweis enthält, dass bei der Bewertung der H.G.________ AG die Betrachtung inklusive der Beteiligungen G.G.________ AG und I.________ AG stattgefunden habe (Gutachten, S. 23 Fn. 11). Dies ist der Vorinstanz nicht entgangen. Im Zusammenhang mit der Wertkorrektur der I.________ AG ging sie auf die Erkenntnis des Bezirksgerichts ein, wonach nicht beurteilt werden könne, inwiefern sich der Wert der H.G.________ AG verändere, wenn der Wert der I.________ AG korrigiert werde. Ihre Erwägungen hierzu hätten sich erübrigt, wenn der Unternehmenswert der H.G.________ AG ohne Berücksichtigung der Beteiligungen ermittelt worden wäre. Indem sie in Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils sowohl den vom Gutachten empfohlehnen Wert für die H.G.________ AG als auch jenen für deren Beteiligung G.G.________ AG in der Errungenschaft beliess, berücksichtigte sie einen Vermögenswert doppelt und verfiel in Willkür.