Citation: 6P.107/2005 03.02.2006 E. 3

3.1 Nach den verbindlichen Feststellungen (Art. 277bis Abs. 1 BStP) der Vorinstanz gründeten A.________ und B.________ im Jahre 1994 die Vermögensverwaltungsgesellschaft C.________ AG. Diese akquirierte und sammelte Anlagegelder von Kunden, um sie mit Hebelwirkung 1:10 im Devisenhandel einzusetzen. Die Akquisition erfolgte hauptsächlich durch Telefonkontakte. Mit Vertrag vom 1. November 1995 wurde der Beschwerdeführer von A.________ und B.________ mit dem Aufbau und der Führung der Finanzbuchhaltung der C.________ AG beauftragt. An der ordentlichen Generalversammlung vom 9. August 1996 wurde er als Mitglied ohne Unterschriftsberechtigung in den Verwaltungsrat der C.________ AG gewählt. In dieser Funktion war er für die Buchführung und die Jahresrechnung für das Jahr 1996 der Gesellschaft mitverantwortlich. 3.2 Im Einzelnen nimmt die Vorinstanz in diesem Zusammenhang an, die Kunden hätten mit der C.________ AG einen Verwaltungsauftrag vereinbart und dieser die Vollmacht erteilt, in ihrem Namen bei der D.________ AG, die als Brokerin aufgetreten sei und für welche die C.________ AG als Vermittlerin gearbeitet habe, eine Handelslinie zu verwalten und zu betreuen. Dabei habe die C.________ AG als fiduziarische Vermögensverwalterin gehandelt. Die C.________ AG habe von den Kunden für ihre Vermittlerdienste von jeder Kapitaleinzahlung eine jährliche Verwaltungsgebühr bis zu 15 % des einbezahlten Betrages, welche vom eingesetzten Kapital abgezogen wurde, bevor dieses als Marge im Devisenhandel eingesetzt wurde, und eine Erfolgsbeteiligung von 10 % auf dem jährlichen Nettogewinn erhoben. Zudem hätten die Kunden der D.________ AG als Brokerin pro Devisengeschäft eine Kommission zu entrichten gehabt. Die beiden Gesellschaften hätten die Verwaltungsgebühren und die Kommissionen bezogen, indem sie den Kurs um die Höhe der Gebühren und Kommissionen gegenüber den Kunden schlechter gestellt hätten (angefochtenes Urteil S. 10; erstinstanzliches Urteil S. 5, 12 ff.). 3.3 Die Vorinstanz stellt weiter fest, die C.________ AG habe von der D.________ AG einerseits die einkassierten Verwaltungsgebühren erhalten. Andererseits habe die D.________ AG der C.________ AG gestützt auf eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit zwischen den beiden Gesellschaften (Untersuchungsakten Ordner UR 4a I 4 act. 43) für jedes Devisengeschäft, das sie für Kunden der C.________ AG ausführte, in Form von sog. Retrozessionen einen Anteil der Kommissionen zurückerstattet. Die C.________ AG habe ihre Kunden über den Bezug dieser Retrozessionen nie aufgeklärt. In der Jahresrechnung 1995 sei keine Ausscheidung zwischen den Retrozessionen und den Verwaltungsgebühren erfolgt. Es seien lediglich die Gesamterträge aus dem Devisenhandel verbucht worden. In der Buchhaltung 1996 seien bis zum März 1996 ebenfalls keine Ausscheidungen vorgenommen worden. Erst ab Mitte 1996 seien Gutschriften aus Retrozessionen verbucht worden. Diese seien auf ein Bankkonto der C.________ AG bei der E.________-Bank überwiesen worden. Im Zeitraum von Dezember 1994 bis Juni 1997 hätten die Retrozessionen insgesamt rund 4,2 Mio. Franken ausgemacht. Ein grosser Teil dieser Retrozessionen im Umfang von rund 2,5 Mio. Franken sei jedoch nicht der C.________ AG zugekommen, sondern sei von A.________ und B.________ über private Bankkonten in Liechtenstein für eigene Bedürfnisse abgezweigt worden (angefochtenes Urteil S. 7; erstinstanzliches Urteil S. 5 f., 12 ff.). 3.4 In diesem Zusammenhang wird dem Beschwerdeführer vorgeworfen, er habe als Buchhalter der C.________ AG für das Geschäftsjahr 1996 eine unwahre Jahresrechnung und Bilanz erstellt, indem er die an die C.________ AG ausgeschütteten Retrozessionen nur teilweise verbucht und namentlich zwei auf den Namen der C.________ AG lautende Konti bei der F.________-Bank, auf welchen die von der D.________ AG ausgerichteten Retrozessionen gutgeschrieben waren, verheimlicht habe. Ausserdem habe er die von B.________ und A.________ privat bezogenen Retrozessionen überhaupt nicht erfasst (angefochtenes Urteil S. 11; erstinstanzliches Urteil S. 21).