Citation: U 363/04 12.01.2005 E. 3

3.1 Nach der unbestrittenen Feststellung des kantonalen Gerichts hat der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers in der vorinstanzlichen Beschwerdeschrift vom 30. Juni 2004 in der Begründung auf eine Berufskrankheit eines im Jahr 1953 geborenen Versicherten Bezug genommen, während es sich beim der Beschwerde beigelegten Einspracheentscheid um ein Unfallereignis vom 9. Oktober 2001 sowie um einen Rückfall vom 15. April 2002 des im Jahr 1968 geborenen Beschwerdeführers handelt. Seit dem Telefonat mit der SUVA am 13. August 2004 wisse der Vertreter des Beschwerdeführers von diesem Mangel. Das Hindernis einer rechtsgenügenden Beschwerdeerhebung sei mit der Kenntnisnahme der Verwechslung weggefallen. Mit dieser Kenntnisnahme der mangelhaften Beschwerde entfalle eine Fristansetzung durch das Gericht zur Beschwerdeverbesserung im Sinne von § 18 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht. Vielmehr hätte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers unaufgefordert innert 10 Tagen ein Fristwiederherstellungsgesuch stellen müssen. 3.2 Mit dieser Auffassung verletzt das kantonale Gericht Bundesrecht, weil nach der nach wie vor geltenden Rechtsprechung bei einer ungenügenden Beschwerde zwingend eine Nachfrist anzusetzen ist, ausser es liege - was hier nicht der Fall ist - rechtsmissbräuchliches Verhalten des Beschwerdeführers oder seines Rechtsvertreters vor. Namentlich ist nach der Rechtsprechung (BGE 119 V 266 Erw. 2a mit Hinweisen) auch im Fall gänzlich fehlender Begründung eine Nachfristansetzung erforderlich (ebenso Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, N. 45 zu Art. 61, S. 613). Der fehlenden Begründung ist der vorliegende Fall gleichzustellen, in welchem der Rechtsvertreter irrtümlicherweise seiner Beschwerdeschrift eine Begründung eines andern Falles eingefügt hat. Da eine formell ungenügende Beschwerde auf gerichtliche Ansetzung einer Nachfrist hin zu verbessern ist, bleibt für ein Wiederherstellungsbegehren in diesem Verfahrensstadium kein Raum. Nach dem Gesagten hat das kantonale Gericht mit seinem Vorgehen Art. 61 lit. b ATSG verletzt. Die Sache geht daher an das kantonale Gericht zurück, damit es dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers eine Nachfrist zur Verbesserung der Beschwerdeschrift vom 30. Juni 2004 ansetze.