Citation: 5P.477/1999 27.01.2000 E. 1

1.- Das Bundesgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob und inwieweit auf ein Rechtsmittel einzutreten ist (BGE 124 I 223 E. 1 S. 224 m.w.H.). a) Das Obergericht des Kantons Aargau hat im Rahmen von vorsorglichen Massnahmen gemäss aArt. 145 ZGB kantonal letztinstanzlich über die von der Beschwerdeführerin geschuldeten Unterhaltsbeiträge entschieden. Dagegen steht gemäss Art. 87 OG die staatsrechtliche Beschwerde offen (BGE 100 Ia 12 E. 1a und b). b) Von hier nicht zutreffenden Ausnahmen abgesehen, ist die staatsrechtliche Beschwerde rein kassatorischer Natur (BGE 121 I 326 E. 1b S. 328 mit Hinweisen). Zulässig ist somit grundsätzlich einzig das Rechtsbegehren, den Entscheid des Obergerichts aufzuheben. Sollte dieser Antrag gutzuheissen und der angefochtene Entscheid aufzuheben sein, hätte die kantonale Instanz - unter Berücksichtigung der Ergebnisse des vorliegenden Verfahrens - ohne besondere Anweisung durch die erkennende Abteilung neu zu entscheiden (vgl. BGE 112 Ia 353 E. 3c/bb S. 354 mit Hinweis). Das Begehren der Beschwerdeführerin, die Sache zu neuer Beurteilung an das Obergericht zurückzuweisen, ist demnach überflüssig. c) Die Beschwerdeführerin beruft sich in ihrer Eingabe auf die Lohnabrechnung vom 1. September 1999, die beiden Versicherungsprämienübersichten vom 9. Oktober 1999 und das ärztliche Zeugnis vom 10. Dezember 1999, um die vom 6. Dezember 1999 bis zum 30. Januar 2000 dauernde 20-prozentige Arbeitsunfähigkeit zu belegen. Diese Dokumente sind aus dem Recht zu weisen, da in der staatsrechtlichen Beschwerde wegen Verletzung von Art. 4 aBV neue Vorbringen unzulässig sind (BGE 120 Ia 369 E. 3b S. 374; 119 II 6 E. 4a). d) Ebenfalls unbeachtlich sind die Ausführungen der Beschwerdeführerin zur Erhöhung der Krankenkassenprämien und des monatlichen BVG-Beitrages im Jahre 2000; die staatsrechtliche Beschwerde ermöglicht nur die Überprüfung eines Entscheids auf Verfassungsmässigkeit, nicht aber appellatorische Kritik unter Hinweis auf neue Entwicklungen und Beweise (BGE 121 I 225 E. 4c S. 230; 120 Ia 369 E. 3a S. 373). Wenn die Beschwerdeführerin geltend machen will, die Verhältnisse hätten sich geändert oder seien falsch oder irrtümlich festgestellt worden, ist sie auf die Möglichkeit einer Änderung des Massnahmenentscheids hinzuweisen (vgl. Lüchinger/Geiser, Basler Kommentar, N 26 zu Art. 145 ZGB, mit Hinweisen), soweit den kantonalen Behörden keine willkürliche Beweiswürdigung vorzuwerfen ist (vgl. dazu E. 3a hiernach).