Citation: 8C_680/2014 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin bringt dagegen im Wesentlichen vor, auch wenn es sich bei Dr. med. C.________ um ihren Hausarzt handle, habe die Beschwerdegegnerin dennoch auf seine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit abstellen können, beruhe diese doch ihrerseits auf Angaben der behandelnden neurologischen und rheumatologischen Spezialisten. Die Versicherte übersieht dabei, dass die Berichte des Dr. med. C.________ vom 15. Januar und 24. Dezember 2000 nicht deshalb als für die damalige Berentung ungenügend qualifiziert werden, weil sie durch den Hausarzt verfasst wurden. Vielmehr fehlt es ihnen, wie hievor dargelegt, an für die Beurteilung des Rentenanspruchs unerlässlichen Aussagen zum Leistungsvermögen in Verweistätigkeiten. Dr. med. C.________ hat denn auch selber betont, angesichts der komplexen gesundheitlichen Situation sei die "Arbeitsfähigkeit in % für eine geeignete leichte, wechselbelastende Tätigkeit" durch die beteiligten Fachärzte festzustellen (Bericht vom 24. Dezember 2000). Als ebenso wenig stichhaltig erweist sich sodann der Einwand, auch der damals beigezogene RAD habe die medizinische Aktenlage gemäss Stellungnahme vom 30. April 2001 für spruchreif eingestuft und keine weiteren Abklärungen verlangt. Die Unterlassung der Beschwerdegegnerin bestand gerade darin, in Verletzung der ihr aus dem Untersuchungsgrundsatz erwachsenden Pflichten trotz offenkundig lückenhafter ärztlicher Dokumentation - einschliesslich der Auskünfte ihres eigenen medizinischen Dienstes - eine vollständige Erwerbsunfähigkeit anzunehmen. Nichts zu Gunsten ihres Standpunktes vermag die Beschwerdeführerin schliesslich aus dem Hinweis auf den Passus in der Rentenverfügung vom 29. August 2001 abzuleiten, wonach für die Bemessung der Invalidität das gegenwärtig zumutbare Erwerbseinkommen in Beziehung gesetzt werde zum Erwerbseinkommen, das aktuell ohne Gesundheitsschaden zumutbarerweise erzielt werden könnte, wobei sich aus dieser Erwerbseinbusse der Invaliditätsgrad in Prozenten ergebe. Der blosse Umstand, dass die Beschwerdegegnerin die rechtlichen Grundlagen der Invaliditätsbemessung nach Massgabe der sog. Einkommensvergleichsmethode in ihrem Verwaltungsakt zutreffend wiedergegeben hat, lässt nicht ohne Weiteres auf einen korrekt angewendeten Invaliditätsbegriff schliessen. Da es somit an hinreichend sorgfältigen und aussagekräftigen Abklärungen zur Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Beschäftigung fehlte, ist die Rentenverfügung mit der Vorinstanz als qualifiziert unrichtig zu werten (vgl. Urteil 9C_307/2011 vom 23. November 2011 E. 3.2 mit Hinweis). Die Berichte des Hausarztes genügten den diesbezüglichen Anforderungen nach dem Dargelegten nicht, zumal es sich bei den darin aufgeführten leistungsvermindernden Gründen hauptsächlich um solche invalidenversicherungsrechtlich unbeachtlicher Art handelte.