Citation: C 418/99 20.07.2000 E. 2

2.- a) Die Beschwerdeführerin reichte das seit Anfang 1998 gebräuchliche Formular "Angaben der versicherten Person" für die Kontrollperiode Juli 1998 unbestrittenermassen innert Frist (Art. 20 Abs. 3 AVIG) ein. Die darin gestellten Fragen, "Suchen Sie weiterhin im gleichen Umfang (%) eine Arbeit?" und "Falls nein, in welchem Umfang suchen Sie Arbeit?" beantwortete sie dahingehend, neu eine Vollzeitstelle zu suchen. Gestützt auf diese Angaben war die Kasse - und ist im Beschwerdefall das Gericht - in die Pflicht genommen, der Frage nach dem im Vergleich zur Vorperiode (Juni) möglicherweise gesteigerten Vermittlungsfähigkeit nachzugehen, da dies vorliegend einen entsprechenden Einfluss auf die Höhe der Taggeldleistungen hat. Daran ändert Art. 96 Abs. 2 AVIG nichts. b) Was von Kasse und Vorinstanz unterlassen worden ist, kann letztinstanzlich nachgeholt werden (vgl. Art. 132 OG). Wie das RAV in seiner Stellungnahme vom 17. Januar 2000 bestätigt hat, wurde es von der Beschwerdeführerin Anfang Juli 1998 dahingehend informiert, dass sie seit dem 1. Juli 1998 vollständig arbeits- und damit auch für eine Vollzeitstelle vermittlungsfähig sei. In der Folge stellte das RAV die geltend gemachte Steigerung der Vermittlungsfähigkeit nicht in Frage. Sodann intervenierte die Versicherte unmittelbar nach Erhalt der Taggeldabrechnung für den Monat Juli 1998 sowohl bei der Kasse als auch beim RAV und verdeutlichte nochmals, seit dem 1. Juli 1998 eine Vollzeitstelle zu suchen. Umgekehrt finden sich in den Akten keine Anhaltspunkte, die auf eine fehlende Bereitschaft der Beschwerdeführerin, die per 1. Juli 1998 neu gewonnene Arbeitsfähigkeit sofort umsetzen zu wollen, schliessen lassen könnten, weshalb sich der Standpunkt der Beschwerdeführerin als begründet erweist.