Citation: C 285/00 10.08.2001 E. 2

2.- a) Die kantonale Schiedskommission hat in einlässlicher Würdigung richtig dargelegt, dass das Verhalten der Versicherten dem Arbeitgeber Anlass zur Kündigung gegeben hatte und diese daher zu Recht wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit in der Anspruchsberechtigung eingestellt wurde. Aufgrund der Aktenlage ist beweismässig klar erstellt, dass die Beschwerdeführerin seitens ihres Vorgesetzten, Dr. M.________, Praxis am B.________, anlässlich eines Mitarbeitergesprächs vom 22. Februar 2000 auf ihr mangelhaftes Verhalten in verschiedenen Punkten im Sinne einer letzten Mahnung aufmerksam gemacht und ihr die Kündigung angedroht worden ist. Unbestritten ist zudem ihr Fernbleiben vom Arbeitsplatz am übernächsten Tag mit der Begründung, das Gespräch erst "verdauen" zu müssen, worauf der Arbeitgeber die fristlose Kündigung aussprach. b) Die dagegen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobenen Einwände vermögen an diesem Ergebnis nichts zu ändern. Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie hätte ihre Absenzen nicht wie vereinbart um 7.00 Uhr melden können, da sie keinen Telefonanschluss besitzen würde und Telefonkabinen nicht immer frei seien. Einmal habe sie den Zug verpasst, da das Tram nicht vorwärts gekommen sei (Absenzen vom 18. und 28. Oktober 1999). Bezüglich des kurzfristigen Urlaubs Ende Dezember 1999 in Amerika sei es schwierig gewesen, einen rechtzeitigen Rückflug buchen zu können. Am 1. Februar 2000 habe sie Bewerbungsgespräche geführt und die Abwesenheit vom 3. Februar 2000 sei die Folge einer Operation gewesen, wobei ein ärztliches Zeugnis für die Zeit vom 4. bis 14. Februar 2000 vorliegt (Attest des Dr. X.________ vom 14. Februar 2000). Bei dieser Argumentation verkennt die Beschwerdeführerin, dass diese Vorkommnisse lediglich einen Teil der Unzufriedenheit des Arbeitgebers ausmachten. Dieser führt in seinem Schreiben vom 22. Februar 2000 glaubhaft weitere sachlich gerechtfertigte Gründe an, weshalb er das Verhalten der Versicherten am Arbeitsplatz missbilligte. Namentlich habe er Reklamationen seitens verschiedener Patienten bezüglich ihres Verhaltens bekommen, wobei aufgrund der absenzenbedingten kurzfristigen Terminverschiebungen Patienten sogar den Zahnarzt gewechselt hätten. Ein mit ihr darüber geführtes Gespräch habe keine Veränderung gebracht. Ebenso legt er glaubhaft dar, dass die Beschwerdeführerin die Arbeitszeiten nicht vereinbarungsgemäss einhielt. Trotz dieser gehäuften Fehlverhalten, ihrem Wissen um deren Missbilligung seitens des Arbeitgebers und der am Gespräch vom 22. Februar 2000 angedrohten Kündigung blieb die Versicherte am 24. Februar 2000 ohne entschuldbaren Grund der Arbeit fern, womit sie dem Arbeitgeber Anlass zur Kündigung gab bzw. eine solche (eventualvorsätzlich) in Kauf nahm. c) Nach dem Gesagten ist der Vorinstanz darin beizupflichten, dass die Arbeitslosigkeit selbstverschuldet ist. Die verfügte Einstellungsdauer von 31 Tagen, somit im untersten Bereich des schweren Verschuldens (Art. 45 Abs. 2 lit. c AVIV), lässt sich unter Berücksichtigung der gesamten Umstände im Rahmen der Angemessenheitskontrolle (Art. 132 OG) nicht beanstanden.