Citation: 6B_943/2020 E. 2.1

2.1. Die Beschwerdeführerin anerkennt den Sachverhalt "abgesehen von der falschen Darstellung der für die Subsumtion entscheidenden, tatsächlichen Vertrauensstellung, welche sie innerhalb der Organisation des B.________ Bistros innehatte". Im Vordergrund stehe der Vertrauensbruch, weshalb der Sachverhalt nach der "Schwerpunkttheorie" unter Art. 138 Abs. 1 Ziff. 1 StGB zu subsumieren sei. Die Vorinstanz beurteile unwesentliche Sachverhaltselemente willkürlich als entscheidend, während wesentliche keine Beachtung fänden. Sie sei die faktische Geschäftsführerin des Bistros gewesen. Sie habe mehr Wissen über das Tagesgeschäft als die Vorgesetzten und die Mitarbeiterinnen gehabt. Sie habe eine Sonderstellung mit Kompetenzen gehabt, welche jene der einfachen Kassiererin deutlich überstiegen. Ihr Vorgesetzter habe ausgesagt, dass sie das Bistro getragen habe; sie habe die Funktion einer Abteilungsleiterin resp. Rayonleiterin innegehabt. Die Vorinstanz gehe in Verletzung der ihr obliegenden Begründungspflicht auf diese von der Verteidigung vorgebrachten Details überhaupt nicht ein. Für den Geldtransport habe es keine erhöhte Vertrauensstellung gebraucht. Einer Angestellten die operative Führung eines Bistros mit Verkauf, Einkassieren, Warenbestellung und Abrechnung der Vorgänge ganz alleine zu überlassen, brauche demgegenüber viel Vertrauen.