Citation: 5A_916/2018 E. 1.3

1.3. Erreicht der Streitwert den massgebenden Betrag nicht, so ist die Beschwerde in Zivilsachen dennoch zulässig, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt (Art. 74 Abs. 2 Bst. a BGG; dazu BGE 140 III 501 E. 1.3 S. 503; 139 III 209 E. 1.2 S. 210; je mit Hinweisen). Hier stellt sich laut der Beschwerdeführerin die Rechtsfrage, inwiefern der Grundsatz der Dokumentenstrenge auf eine Garantie anzuwenden ist, bei der nicht eine Bank als Garantin auftritt, sondern diejenige Gesellschaft, die das gesamte Grundgeschäft beherrscht, indem sie den (zu sichernden) Kaufvertrag zunächst als Käuferin abschliesst, ihn in der Folge an eine Tochtergesellschaft abtritt, die Lieferung der Kaufsache dann entgegennimmt und die Ware anschliessend auf eigene Rechnung mit Gewinn weiterverkauft (vgl. Sachverhalt Bst. A.c). Entgegen dem, was die Beschwerdeführerin anzunehmen scheint, genügt der blosse Umstand, dass die aufgeworfene Rechtsfrage vom Bundesgericht noch nie entschieden wurde, nicht zur Annahme, es stelle sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung im Sinne von Art. 74 Abs. 2 Bst. a BGG (Urteil 5A_473/2017 vom 30. April 2018 E. 1.2 mit Hinweis). Unbehelflich ist auch der Hinweis der Beschwerdeführerin, die beschriebene Rechtsfrage sei von grosser praktischer Relevanz, weil es nicht selten vorkomme, dass eine Konzerngesellschaft Verpflichtungen garantiere, an denen sie indirekt oder direkt interessiert oder beteiligt ist, auch wenn sie von einer anderen Gesellschaft der Gruppe eingegangen wurden. Allein aus der (angeblich) praktischen Bedeutung einer Rechtsfrage folgt nicht, dass mit ihrer Beantwortung auch die einheitliche Anwendung und Auslegung des Bundesrechts auf dem Spiel steht, wie die Ausnahme nach Art. 74 Abs. 2 Bst. a BGG dies voraussetzt (BGE 140 III 501 a.a.O.). Die Beschwerdeführerin schweigt sich denn auch darüber aus, welche Norm des Bundesrechts von der besagten Frage betroffen sein soll.