Citation: 5A_1052/2020 E. 2.4

2.4. Der Beschwerde ist kein Erfolg beschieden. Die Vereinbarung ist simpel und klar. Versprochen wurde im Vergleich eine bezifferte Geldleistung in bestimmter Währung per bestimmtem Datum. Konkret wurde für die Mindestzahlung im Vergleich eine Frist bis (spätestens) 31. Dezember 2019 vereinbart, die ganz ausdrücklich für den nun eingetretenen Fall gilt, dass die Liegenschaften zu diesem Zeitpunkt noch nicht verkauft worden sind. Selbst wenn - wie die Beschwerdeführerin behauptet - die grundbuchrechtliche Veräusserungsfähigkeit betreffend die beiden in Österreich gelegenen Liegenschaften erst im Jahr 2020 eingetreten sein sollte, würde dieser Umstand den Fälligkeitszeitpunkt offenkundig nicht noch weiter nach hinten verschieben, womit der Vorinstanz diesbezüglich auch keine unvollständige Feststellung des Sachverhalts vorgeworfen werden kann. Abwegig erscheint auch die in diesem Zusammenhang aufgestellte Behauptung der Beschwerdeführerin, die Bestimmung des 31. Dezember 2019 sei bloss für den Fall gedacht gewesen, dass ein Verkauf der Liegenschaften noch im Jahr 2015 hätte realisiert werden können. Dass die Parteien sogar für den Fall eines zeitnahen Verkaufs der Liegenschaften bezüglich des dem Beschwerdegegner zustehenden Anspruchs einen (mehrjährigen) Aufschub der Fälligkeit vereinbart hätten, geht aus dem Vergleich nicht ansatzweise hervor. Entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführerin wurde der Vergleichstext nach dem Gesagten sorgfältig und widerspruchsfrei formuliert. Folglich ist auch der angefochtene Entscheid (mit dem die Erteilung der definitiven Rechtsöffnung bestätigt wurde) nicht zu beanstanden.