Citation: 2P.286/2006 27.02.2007 E. A

Mit Beschluss vom 28. August 2000 erteilte der Stadtrat von Chur der Baugesellschaft Obere Quader die Baubewilligung für die gleichnamige Überbauung (Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses, Einkaufscenter, Parkhaus, oberirdische Parkierung). In der Bewilligung (Ziff. 57.2 lit. a) wurde festgehalten, dass für "Behandlung und Kontrolle" eine Gebühr von ca. Fr. 101'250.-- zu bezahlen sei; der Betrag basiere auf einer provisorischen Berechnung; die definitive Festsetzung erfolge nach Vorliegen der Schatzung der Gebäudeversicherungsanstalt. Am 20. November 2000 stellte das Hochbauamt der Stadt Chur der Baugesellschaft eine erste Rechnung über "ca. Fr. 85'500.--" (d.h. "2 1/4 ‰ von Fr. 38'000'000.--") zu, die fristgerecht bezahlt wurde. Mit definitiver Rechnung vom 16. Dezember 2004 erhob die Baupolizei der Stadt Chur "für Behandlung Baugesuche und -Kontrolle" gestützt auf die Neuwertschatzung von Fr. 44'414'800.-- eine Gebühr von Fr. 99'933.30. Den nach Abzug der bereits erfolgten Zahlung verbleibenden Betrag von Fr. 14'433.30 bezahlte die Baugesellschaft nicht und verlangte eine anfechtbare Verfügung. In der Folge erliess der Vorsteher des zuständigen städtischen Departements am 12. September 2005 eine Verfügung, mit welcher die definitive Rechnung bestätigt wurde. Dagegen wandte sich die Baugesellschaft an den Stadtrat von Chur, der ihre Beschwerde am 28. November 2005 abwies. Den von der Baugesellschaft gegen diesen Entscheid gerichteten Rekurs hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden am 23. Mai 2006 wegen Verletzung des Äquivalenzprinzips teilweise gut und hob den Beschwerdeentscheid des Stadtrates sowie die Departementsverfügung auf. In den Erwägungen wird festgehalten, die Vorinstanz werde nicht umhin kommen, die streitige Gebühr neu zu bestimmen und festzulegen; diese sei angemessen zu reduzieren, wobei sie den von der Beschwerdeführerin anerkannten Betrag von Fr. 30'000.-- übersteigen dürfe.