Citation: 6B_300/2010 16.09.2010 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt eine willkürliche Beweisführung. Er bringt vor, die polizeilichen Aussagen der Geschädigten seien mangels Beizug einer Übersetzungsperson nicht verwertbar. Bei der Befragung durch die Staatsanwältin sei klar geworden, dass dies zur Verständigung mit der Geschädigten notwendig gewesen wäre. Die protokollierende Person halte das fest, was sie zu verstehen glaube und nicht wortwörtlich, was die Geschädigte sage. Dass es für diese in Ordnung gewesen sei, keine Übersetzungsperson beizuziehen, sei kein überzeugender Beweis, dass es keinerlei Verständigungsschwierigkeiten gegeben habe. Der Mangel der fehlenden Übersetzung sei als schwerwiegend zu beurteilen, weil der Schuldspruch nur auf den Aussagen der Geschädigten basiere. 2.1 Die Geschädigte wurde am 7. und 11. September 2006 sowie am 5. Oktober 2006 polizeilich befragt und gab detaillierte Schilderungen zu Protokoll. Am 2. Februar 2007 führte die Staatsanwaltschaft eine formelle Zeugeneinvernahme durch. Dabei weigerte sich die Geschädigte, ihre Darstellung des inkriminierten Geschehens wiederzugeben. Die zuständige Staatsanwältin hielt nach der Einvernahme in einer Aktennotiz fest, die Geschädigte sei bereits bei der ersten Frage zusammengebrochen. Angesichts des schlechten psychischen Zustandes der Geschädigten habe sie sich entschlossen, diese nur ihre eigenen, bei der Polizei gemachten Aussagen bestätigen zu lassen (s. Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 10. November 2008 E. 2.1 S. 6 f.). 2.2 Auf dem Gebiet der Beweiswürdigung ist die Kognition des Bundesgerichts auf Willkür beschränkt. Willkür liegt nach ständiger Rechtsprechung vor, wenn der Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 135 I 313 E. 1.3 S. 316; 135 II 356 E. 4.2.1 S. 362; je mit Hinweisen). 2.3 Was der Beschwerdeführer vorbringt, ist nicht geeignet, eine willkürliche Beweiswürdigung darzulegen. Die Vorinstanz führt zur polizeilichen Befragung aus, diese sei auf Wunsch der Geschädigten auf Deutsch und ohne Beizug einer Übersetzungsperson fürs Albanische durchgeführt worden. Aufgrund der detaillierten und zahlreichen Angaben im Befragungsprotokoll könne davon ausgegangen werden, dass die Verständigung mit der befragenden Polizistin gut geklappt habe. In der formellen Zeugeneinvernahme habe die Geschädigte bestätigt, dass die polizeiliche Befragung auf Deutsch in Ordnung gewesen sei (s. angefochtenes Urteil E. 3a S. 11). Der Beschwerdeführer bezieht sich nicht auf diese Erwägungen, sondern wiederholt in weiten Teilen seine Ausführungen, welche er bereits in der Berufung vorgebracht hat. Seine Vorbringen zu den Verständigungsproblemen erschöpfen sich in unbelegten Behauptungen. Schliesslich basiert der Schuldspruch entgegen seinem Einwand nicht nur auf den Aussagen der Geschädigten (vgl. dazu E. 3.5 nachfolgend). Aus der appellatorischen Kritik am angefochtenen Urteil ergibt sich nicht, dass und inwiefern die Vorinstanz Art. 9 BV verletzt haben könnte. Somit genügt die Rüge der willkürlichen Beweiswürdigung den Begründungsanforderungen von Art. 106 Abs. 2 BGG nicht. Darauf ist nicht einzutreten (vgl. BGE 135 I 313 E. 1.3 S. 316 mit Hinweisen).