Citation: 6B_870/2024 E. 2.3

2.3. Der Anklagegrundsatz ist vorliegend nicht verletzt. Weder dessen Umgrenzungsfunktion noch die Informationsfunktion wurden beeinträchtigt. Die Anklageschrift umschreibt den der Anklage zugrundeliegenden Sachverhalt hinreichend, sodass der Beschwerdeführer aus ihr ohne Weiteres ersehen konnte, welcher Vorwurf gegen ihn konkret erhoben wurde und wie dieser nach Ansicht der Anklagebehörde rechtlich zu qualifizieren war. So sind Örtlichkeit, Datum und Zeit sowie die Art (mit dem Gehstock) der Tatausführung genügend umschrieben. Gemäss verbindlicher Feststellung der Vorinstanz fuhr die Beschwerdegegnerin 2 auf der V.________strasse hin und unmittelbar nachdem sie ihre Bekannte (C.________) bei deren Freund abgesetzt hatte wieder zurück. Dem Beschwerdeführer war klar, welcher Sachverhalt (Beschädigen der Windschutzscheibe durch Schlag mit dem Gehstock) ihm vorgeworfen wurde. Aufgrund der bereits im polizeilichen Verfahren gemachten Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 wusste er sogar, dass ihm eine Sachbeschädigung bei der zweiten Begegnung vorgeworfen wird. Der Beschwerdeführer konnte sich daher für seine Verteidigung entsprechend einrichten und seine Rechte angemessen ausüben. Er wurde nicht von neuen Anschuldigungen an der Gerichtsverhandlung überrascht. Die Rüge der Verletzung des Anklagegrundsatzes ist unbegründet.