Citation: 6B_700/2024 E. 2.2.2

2.2.2. Die Vorinstanz erwägt, als Beweismittel lägen einzig die Aussagen des Beschwerdegegners sowie die Alkoholmessung und der Polizeirapport vor. Da der Beschwerdegegner alleine im Fahrzeug vorgefunden worden sei, liege der Schluss nahe, dass er das Fahrzeug über die Autobahn zum Rastplatz gelenkt habe, was er aber bestreite. Der von ihm als Fahrer bezeichnete Schwiegersohn habe von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch gemacht. Zur Reiseroute habe der Beschwerdegegner unterschiedliche Angaben gemacht. Diese seien zudem nicht nachvollziehbar, zumal es sich weder um die schnellste noch die direkteste Route handle und sich die Reisedauer namentlich mit den Zeitangaben des Beschwerdegegners nicht in Einklang bringen lasse. Auch seine Angaben zum Grund des Halts auf dem Rastplatz seien widersprüchlich. Nachweislich falsch sei ferner die Behauptung, wonach sein Schwiegersohn auf dem Rastplatz normal parkiert habe - weil man mit einem solchen Auto (einem Aston Martin) nicht auf den Randstein fahre. In Widersprüche verwickelt habe sich der Beschwerdegegner ferner bei der Frage, wer von ihnen welche Strecke gefahren sei. Dies gelte ebenso hinsichtlich der Frage nach dem Verbleib bzw. dem Verschwinden des Schwiegersohnes von einem eingezäunten Autobahnparkplatz nachts und im Dunkeln. Auch zum Alkoholkonsum, ob vor der Fahrt, bei einem Zwischenhalt in Chur oder auf dem Rastplatz habe der Beschwerdegegner unterschiedliche Versionen deponiert.