Citation: 8C_572/2014 E. 5.2.2

5.2.2. Dem kantonalen Gericht kann nicht gefolgt werden, soweit es argumentiert, der Beschwerdeführer habe sich bis zum 10. April 2012 (Erlass der mit kantonalem Rückweisungsentscheid aufgehobenen Verfügung der IV-Stelle) ohne anwaltliche Hilfe zurecht gefunden. Zutreffend verweist der Versicherte darauf, dass zwischen seiner Neuanmeldung zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung im Jahre 2007 wegen Verschlechterung seines Gesundheitszustandes bis zur Verneinung eines Rentenanspruchs mit Verfügung vom 10. April 2012 - ohne Rechtsbeistand - fast viereinhalb Jahre vergingen, ohne dass die Verwaltung den Sachverhalt in diesem langen Zeitraum - trotz des geltenden Untersuchungsgrundsatzes - gemäss kantonalem Rückweisungsentscheid rechtsgenüglich abzuklären vermochte. Dass beim Beschwerdeführer keine Verständigungsschwierigkeiten erkennbar seien, wie die Vorinstanz geltend macht, findet in den Akten keine Stütze. Im Gegenteil: Der vor kantonalem Gericht aufgelegten E-Mail vom 29. April 2014 des Sozialberatungszentrums C.________ ist ausdrücklich zu entnehmen, dass die Beratungen mangels eines ausreichenden Sprachverständnisses mehrheitlich mit Unterstützung einer Dolmetscherin durchgeführt wurden. Ebenso erfolgte die Einzelpsychotherapie in der Muttersprache des Versicherten. Gemäss Bericht vom 16. Juli 2009 der Beruflichen Abklärungsstelle (BEFAS) der Stiftung D.________ spricht der Beschwerdeführer "sehr wenig und scheint Erklärungen auf Deutsch nicht gut zu verstehen. Dadurch wirkt er etwas abweisend und zurückgezogen. Er bleibt bei den Aufgaben sitzen und kommt nicht fragen, wenn er nicht weiter weiss." Wie der Versicherte unter diesen Umständen in der Lage sein soll, seine Interessen selbst wahrzunehmen, ist dem angefochtenen Entscheid nicht zu entnehmen.