Citation: 7B_108/2025 E. 3.4

3.4. Die Rüge des Beschwerdeführers erweist sich als unbegründet: Aus dem angefochtenen Entscheid und dem erstinstanzlichen Urteil geht hervor, dass der Sachverständige mit Gutachten vom 20. März 2024 beim Beschwerdeführer eine Alkoholabhängigkeit und eine rezidivierende depressive Störung diagnostiziert hat und gestützt auf ein Prognoseinstrument, das DyRiAS, von einer hohen Wiederholungs- und Ausführungsgefahr ausgegangen ist. Der Beschwerdeführer hat die Wertung diverser im Rahmen dieses Prognoseinstruments zu beurteilender Faktoren bereits im erstinstanzlichen Hauptverfahren beanstandet. Das Bezirksgericht hat diese Einwände aber grösstenteils mit Urteil vom 12. September 2024 widerlegt und zudem festgehalten, selbst wenn die Einwendungen des Beschwerdeführers zuträfen und die betreffenden Faktoren zu seinen Gunsten gewertet würden, "auch das Erreichen einer 4 auf der Skala genügen [würde], um auf eine Ausführungs- und Wiederholungsgefahr zu schliessen". Der Kritik des Beschwerdeführers am Gutachten vom 20. März 2024 kann daher nicht gefolgt werden. Die Vorinstanz durfte sich bei ihrer Rückfallprognose auf das Gutachten stützen. Ferner durfte sie auch berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer die ihm vorgeworfenen Drohungen begangen hat, kurz nachdem er wegen sehr ähnlich gelagerten Vorwürfen verurteilt worden war, und weiter, dass seine aktuelle Abstinenz nicht auf eigenem Antrieb, sondern seiner Inhaftierung beruht. Soweit der Beschwerdeführer schliesslich vorbringt, seine Familie wünsche seine Rückkehr, ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz hierauf nicht weiter eingeht und seine Familie zu diesem Punkt nicht angehört hat: Zunächst vermag die Beteuerung des Opfers, es fürchte die beschuldigte Person nicht (mehr), eine anhand der oben dargelegten Kriterien festgestellte Wiederholungsgefahr jedenfalls für sich allein nicht zu bannen, zumal einer solchen Erklärung gerade in Fällen der häuslichen Gewalt mit Vorsicht zu begegnen ist. Im vorliegenden Fall hat die Vorinstanz ausserdem zutreffend festgehalten, dass der Beschwerdeführer erstinstanzlich wegen mehrfacher versuchter Nötigung verurteilt worden ist, weil er aus der Untersuchungshaft heraus versucht habe, seine Ehefrau zur Rücknahme der gemachten Anschuldigungen zu bewegen. Die Vorinstanz verletzt somit kein Bundesrecht, wenn sie die Wiederholungsgefahr bejaht.