Citation: 4P.40/2002 16.04.2002 E. 1

1.- a) Nach Art. 85 lit. c OG beurteilt das Bundesgericht Beschwerden gegen Urteile von Schiedsgerichten nach Artikel 190 ff. des Bundesgesetzes vom 18. Dezember 1987 über das Internationale Privatrecht (IPRG). Da sich der Sitz des Schiedsgerichts in Genf befindet und keine der Parteien beim Abschluss der umstrittenen Schiedsklauseln ihren Sitz in der Schweiz hatte, finden die Art. 190 ff. IPRG Anwendung (Art. 176 Abs. 1 IPRG). Art. 190 Abs. 2 IPRG zählt die gegen Entscheidungen internationaler Schiedsgerichte zulässigen Anfechtungsgründe abschliessend auf (BGE 128 III 50 E. 1a S. 53 mit Hinweisen). Gemäss Art. 190 Abs. 3 IPRG ist die Beschwerde wegen vorschriftswidriger Zusammensetzung (Art. 190 Abs. 2 lit. a IPRG) und der Unzuständigkeit des Schiedsgerichts (Art. 190 Abs. 2 lit. b IPRG) bereits gegen Vorentscheide zulässig und muss - bei Verwirkungsfolge - gegen den selbständigen Entscheid über die Zuständigkeit erhoben werden. Dies entspricht dem allgemeinen prozessrechtlichen Grundsatz, dass gerichtsorganisatorische Fragen ihrer Natur nach vor der Weiterführung des Verfahrens endgültig zu erledigen sind (vgl. BGE 126 I 203 E. 1b S. 205 f., 207 E. 1b S. 209 f.; 124 I 255 E. 1b/bb S. 259; 116 II 80 E. 3a S. 84, je mit Hinweisen). b) Da verfahrensrechtlich die Ordnung der staatsrechtlichen Beschwerde gilt, sind die Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG zu beachten (BGE 128 III 50 E. 1c S. 53). Das Bundesgericht tritt nur auf klar und detailliert erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen ein (BGE 127 I 38 E. 3c; 127 III 279 E. 1c, je mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin wendet im vorliegenden Verfahren nur noch ein, das Schiedsgericht sei entgegen der Schiedsvereinbarung in Art. GC.67 und SC.67 und daher vorschriftswidrig im Sinne von Art. 190 Abs. 2 lit. a IPRG zusammengesetzt worden und habe sich daher zu Unrecht im Sinne von Art. 190 Abs. 2 lit. b IPRG für zuständig erklärt. Ob sich das Schiedsgericht zu Recht für zuständig erklärt hat, prüft das Bundesgericht in rechtlicher Hinsicht frei, in tatsächlicher Hinsicht nur, wenn diesbezüglich eine zulässige Rüge im Sinne von Art. 190 Abs. 2 IPRG erhoben werden kann oder wenn im Rahmen der staatsrechtlichen Beschwerde ausnahmsweise neue Vorbringen und Beweismittel zulässig sind (vgl. Art. 95 OG; BGE 128 III 50 E. 2a S. 54).