Citation: 6B_201/2020 E. 4

4. [Der Beschwerdeführer] wird anschliessend mit [der Beschwerdegegnerin 2] einen Zahlungsplan erstellen wie die Schuld zurückbezahlt wird." Die Vorinstanz erwägt, in Ziffer 3 sei ausschliesslich von einer Forderung der Beschwerdegegnerin 2 gegenüber dem Beschwerdeführer die Rede. Inwiefern der Zahlungsplan gemäss Ziffer 4 in Berücksichtigung einer Gegenforderung hätte erstellt werden sollen, sei nicht nachvollziehbar. Darüber hinaus habe die Beschwerdegegnerin 2 in der erstinstanzlichen Hauptverhandlung glaubhaft und in Übereinstimmung mit Ziffer 3 der Vereinbarung ausgesagt, mit dem "Passus Abrechnung" sei die Rückzahlung des Darlehens in Tranchen von Fr. 50'000.-- gemeint gewesen. Auch habe der Beschwerdeführer keine Gegenforderung erwähnt und ihr keine Abrechnung vorgelegt. Es sei ihm nur um die Aushändigung der zwei Schuldbriefe gegangen (vgl. angefochtenes Urteil, E. 3.3.2 S. 4 f.). Der Beschwerdeführer habe der Beschwerdegegnerin 2 in dieser Vereinbarung zugesichert, die Darlehensschuld zurückzubezahlen. Zweck der Vereinbarung sei gewesen, die beiden Inhaberschuldbriefe ohne Tilgung der Darlehensforderung sofort in die Hand zu bekommen. Die vom Beschwerdeführer eingereichten Rechnungen bewiesen keine Zahlungen und datierten aus dem Jahr 2003 resp. anfangs des Jahres 2004. Es sei nicht erklärbar, weshalb allfällige Gegenforderungen weder im Darlehensvertrag vom 18. November 2004 noch in der Vereinbarung vom 2. Juni 2010 erwähnt seien. Sei es effektiv so, dass der Beschwerdeführer gegenüber dem Ehemann ein Guthaben gehabt habe, leuchte im Übrigen auch nicht ein, warum sich der Beschwerdeführer bei diesem Geld geliehen habe. Es entspreche der Lebenserfahrung und sei viel naheliegender gewesen, statt ein teures Dar lehen entgegenzunehmen, zunächst das entsprechende Guthaben einzufordern (vgl. angefochtenes Urteil, E. 3.3.3 S. 5 f.). Die finanzielle Lage des Beschwerdeführers sei im Jahr 2010 mit Betreibungen in Millionenhöhe höchst angespannt gewesen. Es sei deshalb abwegig zu behaupten, man habe eine Forderung aus dem Jahr 2003 resp. 2004 bis ins Jahr 2010 nie geltend gemacht. Selbst als die Rechtsvertreterin der Beschwerdegegnerin 2 mit Schreiben vom 5. August 2013 die Kündigung des Darlehens mitgeteilt und den Beschwerdeführer aufgefordert habe, den Schuldbrief bis zum 12. August 2013 auszuhändigen, andernfalls rechtliche Schritte eingeleitet würden, habe er nicht reagiert. Er hätte spätestens zu diesem Zeitpunkt Verrechnung erklärt, falls er tatsächlich Forderungen gegenüber der Beschwerdegegnerin 2 gehabt hätte. Auch entbehre es jeder Logik, dass er ihr im Gegenzug zur Aushändigung der beiden Schulbriefe von je Fr. 100'000.-- einen Ersatzschuldbrief von Fr. 300'000.-- verspreche, wenn er eine Forderung im Umfang von rund Fr. 137'000.-- gegen sie gehabt haben wolle. Dies gelte umso mehr, als er behaupte, aus dem Darlehensvertrag nicht Fr. 300'000.--, sondern bloss Fr. 100'000.-- erhalten zu haben (vgl. angefochtenes Urteil, E. 3.3.4 S. 6). Einer Auszahlung des Darlehens von nur Fr. 100'000.-- widerspreche schon der klare Wortlaut des Darlehensvertrags. Zudem habe der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt der Darlehensgewährung Inhaberschuldbriefe über insgesamt Fr. 200'000.-- als Sicherheit gestellt. Es leuchte nicht ein, weshalb er jahrelang eine überschiessende Sicherheit auf seiner Liegenschaft hätte belassen sollen und warum er im Jahr 2010 einen Schuldbrief über Fr. 300'000.-- als Sicherheit versprochen habe, wenn er effektiv nur Fr. 100'000.-- als Darlehen erhalten hätte. Auch der Berufungsbegründung sei zu entnehmen, dass der neue Schuldbrief über Fr. 300'000.-- "über die ganze Schuldsumme gehen sollte" (vgl. angefochtenes Urteil, E. 3.4.2 S. 6). Im Übrigen spreche auch das unstetige Aussageverhalten des Beschwerdeführers nicht für die Glaubhaftigkeit seiner Aussagen (angefochtenes Urteil, E. 3.5.1 S. 7). Im Gegensatz dazu schildere die Beschwerdegegnerin 2 den Sachverhalt gleichbleibend und konstant. Erinnerungslücken räume sie ein. Ihre Depositionen korrelierten mit dem Darlehensvertrag vom 18. November 2004 und der Vereinbarung vom 2. Juni 2010 (angefochtenes Urteil, E. 3.5.2 S. 7).