Citation: 1C_108/2018 E. 4.4

4.4. Die Nutzungsplanung muss grundsätzlich aus einer Gesamtsicht der raumbedeutsamen Belange heraus erfolgen. Insbesondere ist zur Planung der Entwicklung der Bautätigkeit ein planerisches Gesamtkonzept erforderlich. Der unkoordinierte Erlass von Sondernutzungsordnungen für Teile des Gemeindegebiets widerspricht der Planungspflicht von Art. 2 Abs. 1 RPG (Bernhard Waldmann/Peter Hänni, Handkommentar Raumplanungsgesetz, 2006, N. 25 zu Art. 2 RPG und N. 22 zu Art. 14 RPG; vgl. Urteil 1P.670/1991 vom 4. Juni 1993 E. 7b, in: ZBl 95/1994 S. 140). Das Gesamtkonzept "Seewen-Feld" stellt ein Koordinationsinstrument der Behörden dar. Es ist weder Richt- noch Nutzungsplan, weshalb auch die in der Beschwerde angerufenen Mitwirkungsbestimmungen und Rechtsschutzmöglichkeiten (Art. 4 Abs. 2 RPG, § 25 Abs. 1 und 2 PBG/SZ, § 8 Abs. 1 PBV/SZ) nicht zur Anwendung kommen. Entgegen der nicht substanziierten Behauptung des Beschwerdeführers geht das Gesamtkonzept nicht über eine koordinative Abstimmung der einzelnen Teilgestaltungspläne zur allgemeinen Qualitätssicherung und zur Wahrung einer zusammenhängenden Identität des Siedlungsentwicklungsgebiets hinaus. Mit dem Gesamtkonzept "Seewen-Feld" werden insbesondere keine grundeigentümerverbindlichen Festlegungen getroffen, die im Rahmen der Umsetzung der einzelnen Teilgestaltungspläne nicht mehr justiziabel wären. Der Rechtsschutz des Beschwerdeführers als Nachbar ist vollumfänglich gewährleistet. Der Teilgestaltungsplan für die Baufelder 2 und 3 kann (wie auch die übrigen Teilgestaltungspläne) uneingeschränkt auf seine Übereinstimmung mit der Nutzungsordnung geprüft werden, was auch eine akzessorische Überprüfung des Gesamtkonzepts beinhaltet.