Citation: 5F_5/2022 E. 2.2

2.2. Die Gesuchstellerin ist der Ansicht, dass das Bundesgericht in seinem Urteil vom 25. Januar 2022 Inhalte der Beschwerdeschrift betreffend die Prozessvoraussetzungen vor Bundesgericht aus Versehen nicht berücksichtige. In der Folge komme das Bundesgericht zum unzutreffenden Schluss, dass sie, die Gesuchstellerin, in ihrer Beschwerde kein Wort darüber verliere, inwiefern das Urteil des Obergerichts vom 1. September 2021 im Sinne von Art. 93 Abs. 1 Bst. a BGG einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken könne. Zur Begründung reproduziert die Gesuchstellerin einen längeren Ausschnitt aus ihrer Beschwerdeschrift vom 4. Oktober 2021, in welchem sie sich zum drohenden tatsächlichen und rechtlichen Nachteil geäussert haben will. In der abgedruckten Textpassage beschreibt die Gesuchstellerin die massiven negativen (publizistischen, psychologischen und familiären) Konsequenzen, welche die Verletzung der Intim- und Privatsphäre in den beantragten Bereichen für sie hätte. Weiter ist von einem Essay die Rede, den die Gesuchsgegnerin in der Zeitung H.________ vom 12. September 2021 unter dem Titel "Medienfreiheit: Die Geschichte eines fast verbotenen Buches" veröffentlicht habe. In diesem Essay unterschlage die Gesuchsgegnerin ihren Bericht in der Zeitung F.________ vom 6. Januar 2015, der sie, die Gesuchstellerin, als mutmassliches Opfer sexueller Gewalt beargwöhne, die Beweislast umkehre und so die Unschuldsvermutung ausheble, indem von ihr, der Gesuchstellerin, Belege für ihre Version gefordert würden. Zum rechtlichen Nachteil, der im Falle der Nichtanhandnahme des Zwischenentscheids drohe, zitiert die Gesuchstellerin wörtlich aus Randziffer 25 ihrer Beschwerdeschrift. Dort habe sie dargelegt, dass die Verletzung der Intim- und Privatsphäre per se einen nicht wieder gutzumachenden rechtlichen Nachteil bewirkt, weil - anders als bei einer Ehrverletzung - keine Berichtigung veröffentlicht, eine Persönlichkeitsverletzung also nicht geheilt oder rückgängig gemacht werden könne, Rechtsschutzsuchende mit den vorsorglichen Massnahmen eine drohende Persönlichkeitsverletzung mithin gerade vor Eintritt der Schädigung verhindern wollen, weil ein ordentliches Verfahren nach Eintritt der Schädigung nutzlos ist. Dem Bundesgericht wirft die Gesuchstellerin vor, diese Ausführungen, die sich in ihrer Beschwerdeschrift nicht im Abschnitt "Formelles" zu den diversen Eintretensvoraussetzungen befinden, zu übersehen. Nach der Rechtsprechung genüge es, an irgendeiner Stelle der Beschwerdebegründung zu behaupten, dass der angefochtene Entscheid einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann. Die Nichtberücksichtigung der in den Akten liegenden Tatsachen sei für den Ausgang des bundesgerichtlichen Verfahrens auch massgeblich gewesen, denn wären die fraglichen Ausführungen zum drohenden, nicht wieder gutzumachenden Nachteil zur Kenntnis genommen worden, so wäre das Bundesgericht auf die Beschwerde eingetreten und hätte diese materiell beurteilt.