Citation: 6B_963/2021 E. 2

Der Beschwerdeführer bringt vor, die Vorinstanz wäre als kantonale Beschwerdeinstanz verpflichtet gewesen, inhaltlich über den Entschädigungsanspruch zu befinden. Insoweit er vor Bundesgericht den Vorwurf der Rechtsverweigerung erhebt und eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör geltend macht, braucht darauf mit Blick auf den Ausgang des Verfahrens nicht näher eingegangen zu werden. Jedenfalls führt die materielle Prüfung der Streitsache zu einer Abweisung der Beschwerde (vgl. E. 3 hiernach). Selbst wenn der Gehörsanspruch des Beschwerdeführers im vorinstanzlichen Verfahren verletzt worden sein sollte, wäre vorliegend auf eine Rückweisung zu verzichten gewesen: Wenngleich der Anspruch auf rechtliches Gehör formeller Natur ist und seine Verletzung grundsätzlich ungeachtet der materiellen Begründetheit der Beschwerde zu deren Gutheissung und zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids führte (BGE 143 IV 380 E. 1.4.1; 142 II 218 E. 2.8.1; 137 I 195 E. 2.2; je mit Hinweis[en]), sollte eine Rückweisung - selbst bei schwerwiegenden Verletzungen des Gehörsanspruchs - nicht zu einem formalistischen Leerlauf führen (BGE 142 II 218 E. 2.8.1; 137 I 195 2.3.2; je mit Hinweisen). Eine im kantonalen Verfahren erfolgte Verletzung des rechtlichen Gehörs kann vor Bundesgericht denn auch geheilt werden, wenn ausschliesslich Rechtsfragen streitig sind, die das Bundesgericht mit freier Kognition beurteilen kann, und wenn dem Beschwerdeführer durch die Heilung kein Nachteil erwächst (BGE 147 IV 340 E. 4.11.3 mit Hinweisen; 133 I 100 E. 4.9). Aus der Begründung der angefochtenen Verfügung, wonach die Forderung des Beschwerdeführers nicht belegt und die Voraussetzungen von Art. 136 StPO nicht dargetan seien, ist zu schliessen, dass die Vorinstanz ihm auch in materieller Hinsicht keinen Anspruch auf Entschädigung zuerkennt. Gleiches ergibt sich aus ihrer Stellungnahme im bundesgerichtlichen Verfahren. Auch der Beschwerdeführer setzt sich in seiner Beschwerde und der Replik ans Bundesgericht einlässlich mit materiell-rechtlichen Fragestellungen auseinander. Die streitige Frage, ob er für seine im Nachgang an das erstinstanzliche Urteil erbrachten aussergerichtlichen Leistungen eine Entschädigung beanspruchen kann, ist eine Rechtsfrage, die das Bundesgericht mit voller Kognition überprüfen kann (Art. 106 Abs. 1 BGG).