Citation: 8C_649/2007 22.02.2008 E. 5

Vorinstanz und Beschwerdegegnerin qualifizierten das Ereignis vom 1. Oktober 1999 als leichten Unfall, weshalb ein allfälliger Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis und den anhaltend geklagten Beschwerden nicht adäquat sei. 5.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, der Unfall sei als mittelschwer zu betrachten. 5.1.1 Gegenüber Dr. med O.________ hat die Versicherte das Ereignis wie folgt beschrieben: Sie habe am Vormittag des 1. Oktober 1999, einem Freitag, mit ihrem Medizinball zu Hause geturnt, und zwar habe sie zunächst mit dem oberen Rücken darauf balanciert und sei anschliessend mit dem Rücken immer weiter nach oben gerollt, bis sie die Beine angehoben habe. Dabei habe sie schliesslich ihr Gleichgewicht verloren und sei mit Nacken und Hinterkopf auf den Boden gefallen und habe sich an einer Couch angeschlagen. Gleichzeitig habe sie das Bein an einem Tischbein angeschlagen. 5.1.2 Aufgrund dieses augenfälligen Geschehensablaufs und den sich dabei entwickelnden Kräften (vgl. Urteil U 2/07 vom 19. November 2007, E. 5.3.1) ist das beschriebene Ereignis als leichter Unfall zu qualifizieren. Dabei kann offenbleiben, ob der Durchmesser des Medizinballes, wie von der Beschwerdeführerin geltend gemacht, tatsächlich 50 Zentimeter betragen hat. Selbst wenn man von dieser Ballgrösse ausginge, so sind doch die beim Kopfaufprall einwirkenden Kräfte jedenfalls geringer gewesen, als bei einem Sturz auf den Rücken aus einer aufrechtstehenden Position mit Aufschlagen des Kopfes am Boden. Selbst ein solches Ereignis ist indessen noch als Bagatellunfall zu betrachten (Urteile U 345/04 vom 18. Oktober 2005 und U 78/02 vom 25. Februar 2003, vgl. auch Urteil U 106/04 vom 5. November 2004). Zudem spricht auch der Umstand, dass die Beschwerdeführerin den Hinterkopf an einer Couch anschlug und sich dabei lediglich ein Beule zuzog, gegen eine besondere Heftigkeit des Kopfaufpralles. 5.2 Gemäss der in Erwägung 2 erwähnten Rechtsprechung ist der Kausalzusammenhang zwischen einem leichten Unfall und organisch nicht nachweisbaren Gesundheitsstörungen, welche zum typischen Beschwerdebild eines HWS-Traumas gehören, regelmässig zu verneinen. Anders wäre lediglich zu entscheiden, wenn der Unfall unmittelbare Folgen von einer gewissen Schwere verursacht hätte. Solche sind vorliegend nicht ersichtlich. Es ist insbesondere festzuhalten, dass die unmittelbar an das Ereignis anschliessende Arbeitsunfähigkeit lediglich fünfundvierzig Tage dauerte und damit nicht als langdauernd bezeichnet werden kann. 5.3 Somit haben Vorinstanz und Beschwerdegegnerin die Adäquanz eines allfälligen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 1. Oktober 1999 und den über den 20. Mai 2002 hinaus geklagten Beschwerden zu Recht verneint; die Beschwerde ist abzuweisen.