Citation: 6B_33/2016 E. 1.6.3

1.6.3. Schliesslich wirft der Beschwerdeführer der Vorinstanz vor, sich mit der Frage nach dem Motiv für eine falsche Anschuldigung durch die Beschwerdegegnerin 3 nicht genügend auseinandergesetzt zu haben (Beschwerde, S. 19). Es ist nicht erforderlich, dass sich die Vorinstanz mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich der Betroffene über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (BGE 139 IV 179 E. 2.2; 134 I 83 E. 4.1 mit Hinweisen; Urteil 6B_115/2015 vom 22. April 2015 E. 5). Die Begründung der Vorinstanz, weshalb sie die Aussagen der Beschwerdegegnerin 3 als glaubhaft erachtet, ist ausreichend und nachvollziehbar (vgl. Urteil, S. 29 f.). Insbesondere setzt sie sich eingehend mit dem Umstand auseinander, dass die Beschwerdegegnerin 3 ihre Anzeige gegen den Beschwerdeführer zwischenzeitlich (angeblich) zurückziehen wollte, und legt differenziert dar, weshalb davon auszugehen sei, dass die Beschwerdegegnerin 3 das entsprechende Schreiben nicht selbst verfasst habe. Ausserdem sieht die Vorinstanz deren Aussagen durch die Befunde aus der ärztlichen Untersuchung untermauert. Insgesamt genügen ihre Ausführungen den Begründungsanforderungen. Dass sie nicht im einzelnen auf die Mutmassung des Beschwerdeführers eingeht, wonach die Beschwerdegegnerin 3 ihn wohl beschuldige, weil er sich von ihr getrennt und sie am 6. November 2010 nicht für den Ausgang abgeholt habe (vgl. Hauptverhandlungsprotokoll, pag. 1752), ändert daran nichts.