Citation: 5P.79/2006 31.08.2006 E. 2

2.1 Der Verwaltungsgerichtspräsident erwog im Wesentlichen, weil die Beistandschaft die Handlungsfähigkeit einer verbeiständeten Person grundsätzlich nicht einschränke, könne es im Rahmen des dem Beistand zukommenden Wirkungskreises zu kollidierendem Handeln des Beistandes und der verbeiständeten Person kommen, ohne dass die eine Vertretungsbefugnis der anderen vorgehe. Folglich sei die zeitlich vorgehende, vom Beistand ausgesprochene Kündigung des Betreuungsverhältnisses der Beschwerdeführerin mit der Wohn- und Arbeitsgemeinschaft G.________ grundsätzlich gültig, zumal sie keiner Zustimmung der Vormundschaftsbehörde bedurft habe. Daher bildeten die nachträglich, auf Bemühungen der Beschwerdeführerin zwecks Bestimmung eines neuen Aufenthaltsortes wieder aufgenommenen Gespräche mit der Vormundschaftskommission V.________ kein förmliches vormundschaftliches Verfahren, selbst wenn die Beschwerdeführerin dabei den sie heute noch vertretenden Rechtsanwalt beizogen habe, zumal Letzterer anscheinend ursprünglich von der Wohn- und Arbeitsgemeinschaft G.________ mandatiert worden sei. Weil aber die Bundesverfassung ausserhalb eines konkreten Prozesses oder Verwaltungsverfahrens keinen Anspruch auf unentgeltliche Rechtsberatung gewährleiste, sei das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtsverbeiständung zu Recht abgewiesen worden. 2.2 Die Beschwerdeführerin vervollständigt die sachverhaltlichen Feststellungen im angefochtenen Entscheid verschiedentlich, so z.B. betreffend die Umstände der Kündigung des Unterbringungsvertrages mit der Wohn- und Arbeitsgemeinschaft G.________ oder die Einzelheiten der Mandatierung ihres Rechtsvertreters, hinsichtlich der für sie überraschenden Unzuständigkeitserklärung der Vormundschaftsbehörde oder des späten Hinweises auf die Möglichkeit für die Beschwerdeführerin persönlich, die Handlungen des Beistandes "unterlaufen" zu können. Damit ist sie allerdings nicht zu hören, finden doch all diese Vervollständigungen keine Stütze im angefochtenen Entscheid; sie gelten damit als neu und unzulässig (vorne, Erw. 1.5 am Ende), wird doch hinsichtlich der Sachverhaltsfeststellungen selbst keine Willkürrüge erhoben (Rügeprinzip, Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; vorne, E. 1.5 zweiter Absatz). 2.3 In der Sache rügt die Beschwerdeführerin die Annahme des Verwaltungsgerichtspräsidenten, die Abweisung ihrer Gesuche um unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung sei angesichts ihrer Aussichtslosigkeit gerechtfertigt; Letztere ergebe sich aus der Tatsache, dass über die Vertragskündigung bzw. die Umplatzierung kein förmliches vormundschaftliches Verfahren durchgeführt worden sei. Ihrer Meinung nach verstösst diese Betrachtungsweise gegen die Rechtsprechung zu Art. 29 Abs. 3 BV. 2.4 Es sei zunächst darauf hingewiesen, dass der Verwaltungsgerichtspräsident die Frage der unentgeltlichen Rechtspflege in Bezug auf allfällige amtliche Kosten als gegenstandslos betrachtet hat, da die Vormundschaftskommission keine Verfahrenskosten erhoben hatte und der angefochtene Entscheid ebenfalls ohne Kostenfolge erging. Mangels einer dahingehenden Rüge darf diese Frage als erledigt gelten.