Citation: 8C_329/2020 E. A

A.________, geboren 1964, war bis Ende Januar 2003 als kaufmännische Angestellte erwerbstätig gewesen. In der Folgezeit widmete sie sich zufolge Mutterschaft der Kinderbetreuung. Seit Juni 2007 verrichtete sie auf Abruf Botendienste für die B.________ Company. Am 14. Mai 2019 meldete sie sich beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) an und am 7. Juni 2019 beantragte sie Arbeitslosenentschädigung ab 15. April 2019. Sie gab an, wegen der Ende Juni 2016 erfolgten Scheidung sowie infolge Wegfalls der Betreuung einer pflegebedürftigen Person ("Alter 16 des betreuten Kindes") im gemeinsamen Haushalt im Umfang von 50 % den Wiedereinstieg ins Erwerbsleben zu suchen. Am 13. Juni 2019 eröffnete ihr das Amt für Arbeit bzw. die dort angegliederte Arbeitslosenkasse, dass sie in den zwei Jahren vor Beginn der Stempelkontrolle während des Bemessungszeitraums einen Durchschnittsverdienst von weniger als Fr. 500.- pro Monat erzielt habe. Da dieser Verdienst nicht als versichert gelte, habe sie ab 14. Mai 2019 bis auf Weiteres keinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung. In diesem Sinne verfügte die Kasse nach einer am 25. Juni 2019 ergangenen Stellungnahme der Versicherten am 3. Juli 2019. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 29. November 2019 fest, dies nach Erwägung, dass kein Grund für die Befreiung von der Erfüllung der Beitragszeit gegeben sei.