Citation: 6P.78/2004 23.09.2004 E. 5

Der Beschwerdeführer macht geltend, dass die Vorinstanz zu Unrecht den Strafmilderungsgrund von Art. 64 Abs. 5 StGB für nicht erfüllt betrachtet habe. 5.1 Der Strafmilderungsgrund der Betätigung aufrichtiger Reue im Sinne von Art. 64 Abs. 5 StGB kommt zum Tragen, wenn der Täter aus eigenem Entschluss etwas tut, was als Ausdruck seines Willens anzusehen ist, geschehenes Unrecht wieder gutzumachen. Das ist bei der vom Gesetz beispielhaft genannten Schadensdeckung nur der Fall, wenn sie als eine besondere Anstrengung erscheint, die der Täter freiwillig und uneigennützig im Rahmen des ihm Zumutbaren erbringt (BGE 107 IV 98 E. 1 mit Hinweisen). Die Vorinstanz führte dazu aus, der Beschwerdeführer habe bis zum Erlass des erstinstanzlichen Urteils keine Einsicht in das Unrecht gezeigt, sondern habe stets nur das zugegeben, was nicht ernsthaft zu bestreiten war. Zudem komme die vorgebrachte Wiedergutmachung des Schadens durch den Abschluss eines Vergleichs mit der Konkursverwaltung reichlich spät. Der Beschwerdeführer sei vom Strafgericht zur Zahlung von Fr. 2 Mio. Schadenersatz verurteilt worden, weswegen die geleistete Vergleichssumme von Fr. 100'000.-- nicht als besonders grosses Opfer erscheine. Hinzu komme, dass er auch aus persönlichem Interesse gehandelt habe, da er durch die Zahlung dieses relativ geringen Betrags, Verlustscheinen von gegen Fr. 2 Mio. habe entgehen können. 5.2 Angesichts der Tatsache, dass die geleistete Zahlung lediglich einen Bruchteil des angerichteten Schadens betrug, kann nicht die Rede davon sein, der Beschwerdeführer habe den Schaden ersetzt oder ein besonderes Opfer erbracht. Im Übrigen erscheint der Abschluss des Vergleichs als zur Abwendung der drohenden Schuld von Fr. 2 Mio. in eigenem Interesse erfolgt. Aus diesem Grund manifestiert dieses Vorgehen, entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers, keine aufrichtige Reue. Auch das Verhalten während des Strafverfahrens bis zur erstinstanzlichen Verurteilung lässt beim Beschwerdeführer kein Unrechtsbewusstsein erkennen. Die Vorbringen des Beschwerdeführers - aus seiner Sicht habe die Stiftung A.________ aus steuerlichen Gründen bestanden, weswegen er das von ihm erwirtschaftete Stiftungsvermögen nicht als fremd betrachtet habe - können allenfalls aufzeigen, weswegen ihm ein Unrechtsbewusstsein lange Zeit gefehlt hat, eine Betätigung aufrichtiger Reue im Sinne von Art. 64 vermögen sie indessen nicht darzutun.