Citation: B 81/02 09.01.2004 E. 1

Die Vorinstanz hat unter Hinweis auf Gesetz (Art. 23 BVG) und Rechtsprechung (BGE 123 V 264 Erw. 1b, 120 V 160 Erw. 2b) zutreffend dargelegt, dass die Vorsorgeeinrichtung, der ein Arbeitnehmer bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit angeschlossen war, für die erst nach Beendigung des Vorsorgeverhältnisses eingetretene Invalidität aufzukommen hat und leistungspflichtig wird, wenn zwischen der Arbeitsunfähigkeit und der nachfolgenden Invalidität in sachlicher und zeitlicher Hinsicht ein enger Zusammenhang besteht. Richtig sind auch die Ausführungen zu den von der Rechtsprechung (BGE 123 V 265, 120 V 116 Erw. 2b) umschriebenen Voraussetzungen, unter denen in sachlicher und zeitlicher Hinsicht ein enger Zusammenhang anzunehmen ist, sowie zum Fortbestehen der Leistungspflicht der Vorsorgeeinrichtung, wenn sich der Invaliditätsgrad des Versicherten nach Beendigung des Vorsorgeverhältnisses ändert. Darauf kann verwiesen werden. 1.1 Nach der Rechtsprechung sind Vorsorgeeinrichtungen, die ausdrücklich oder unter Hinweis auf das Gesetz vom gleichen Invaliditätsbegriff wie die Invalidenversicherung ausgehen, an die Invaliditätsbemessung der IV-Stelle gebunden, wenn diese sich nicht als offensichtlich unhaltbar erweist (BGE 126 V 310 Erw. 1 mit Hinweisen, 123 V 271 Erw. 2a). Eine Bindung an die Invaliditätsbemessung der IV-Stelle entfällt indessen, wenn die Rentenverfügung der Vorsorgeeinrichtung, welche beschwerdeberechtigt ist, nicht eröffnet wurde (BGE 129 V 73). 1.2 Den Vorsorgeeinrichtungen ist es unbenommen, den Invaliditätsbegriff auch im obligatorischen Bereich zu Gunsten der Versicherten zu erweitern (BGE 115 V 210 f. Erw. 2b). Dies ist hier der Fall. Nach Art. 15.1 der Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) der Genfer Lebensversicherungs-Gesellschaft liegt Erwerbsunfähigkeit vor, wenn der Versicherte durch ärztlichen Befund objektiv nachweisbar ganz oder teilweise ausser Stande ist, seinen Beruf oder eine andere Erwerbstätigkeit auszuüben, die seiner Lebensstellung, seinen Kenntnissen und Fähigkeiten angemessen ist, oder wenn er im Sinne der Invalidenversicherung invalid ist. Eine Erweiterung des Leistungsanspruchs bringt sodann Art. 15.1 Abs. 4 AVB, wonach bereits eine Erwerbsunfähigkeit von mindestens 25 % Anspruch auf Invalidenleistungen gibt. 1.3 Da die Vorsorgeeinrichtung teilweise von einem von der Invalidenversicherung abweichenden Invaliditätsbegriff ausgeht und sie zudem nicht in das Verfahren der Invalidenversicherung miteinbezogen wurde, ist eine Bindung der Progressa an die Feststellungen der Invalidenversicherung, insbesondere auch hinsichtlich des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit, zu verneinen. Der Invalidenrentenanspruch des Beschwerdegegners ist folglich frei zu prüfen. Da auch der Invaliditätsbegriff nach den AVB der Genfer Lebensversicherungs-Gesellschaft eine Arbeitsunfähigkeit, bezogen auf die bisher ausgeübte Erwerbstätigkeit, voraussetzt, ist nachstehend zu prüfen, in welchem Zeitpunkt eine erhebliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit eingetreten ist, welche schliesslich zur Invalidität führte, deren Vorliegen zu Recht von keiner Seite in Zweifel gezogen wird.