Citation: 6B_781/2019 E. 3.2

3.2. Bei den kantonalen Verfahrensakten liegt keine Vollmacht, die auf den Namen der Beschwerdeführerin lautet. Es findet sich auch keine protokollierte Erklärung und kein sonstiges Dokument, welchem sich entnehmen liesse, dass die Beschwerdeführerin den angeblichen Rechtsvertreter beauftragt hätte, die Einstellungsverfügung beim Obergericht in ihrem Namen anzufechten. Das Obergericht anerkennt in seiner Vernehmlassung denn auch, dass der Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung keine Vollmacht beigelegen habe. Dennoch habe es sich nicht dazu veranlasst gesehen, eine solche einzuholen, sondern sei ohne Weiteres von einer rechtsgültigen Bevollmächtigung ausgegangen, da es sich beim fraglichen Rechtsvertreter um einen Rechtsanwalt handle, welcher die Beschwerdeführerin zumindest dem Anschein nach bereits im staatsanwaltlichen Verfahren vertreten habe.