Citation: 2C_394/2017 E. 3.3

3.3. Die Rechtsprechung stellt nach dem Gesagten für die Frage, ob einzelne Phasen der Ehegemeinschaft trotz einer vorübergehenden Trennung zusammengerechnet werden können und deren Dauer als Gesamtes zu betrachten ist, namentlich auf den Fortbestand des Ehewillens ab (vgl. BGE 140 II 289 E. 3.5.1 S. 294 f.; 345 E. 4.5.2 S. 351; Urteile 2C_50/2015 vom 26. Juni 2015 E. 3.3.2; 2C_1049/2014 vom 14. Juli 2015 E. 2.2.1; je mit Hinweisen). Wenn der Ehewille wegfällt und die Führung eines Ehelebens somit nicht mehr ernsthaft beabsichtigt wird, kann eine spätere erneute Ehegemeinschaft hinsichtlich der Berechnung der Dauer nicht an die vor Aufgabe des Ehewillens in Ehegemeinschaft gelebte Zeit anknüpfen. Die Beschwerdeführerin liess sich im März 2010 von ihrem Ehemann scheiden. Damit bestand spätestens in jenem Zeitpunkt offensichtlich kein Wille zur Fortführung der Ehe mehr. Die Ehegemeinschaften können daher bereits aufgrund des erloschenen Ehewillens nicht zusammengezählt werden. Da eine Scheidung naturgemäss einen erloschenen Ehewillen voraussetzt respektive dessen Folge und rechtlicher Ausdruck ist, kommt eine Addierung mehrerer Ehegemeinschaften regelmässig nicht infrage.