Citation: 2C_980/2018 E. 3.3

3.3. Der Anspruch auf rechtliches Gehör räumt den Betroffenen einen Beweisführungsanspruch ein. Daraus resultiert aber kein genereller Anspruch auf eine persönliche, mündliche Anhörung. Der Gehörsanspruch kann auch gewahrt werden, wenn sich die betroffene Person im Verfahren anderweitig (z.B. schriftlich) rechtsgenüglich äussern und ihrem Standpunkt Ausdruck verleihen kann. Der Verzicht auf eine persönliche Anhörung des Sohnes des Beschwerdeführers und der Mutter seines Sohnes ist unter dem Gesichtspunkt des Beweisführungs- und Gehörsanspruchs nicht zu beanstanden, zumal die Vorinstanz die Beziehung zu seinem Sohn einbezieht und die Verhältnismässigkeitsprüfung im Lichte einer engen Beziehung durchgeführt hat. Damit wurde die vom Beschwerdeführer behauptete enge Beziehung zu seinem Sohn berücksichtigt und ihr aus formeller Sicht genügend Rechnung getragen. Mit Blick auf Art. 12 Abs. 2 KRK drängt sich eine persönliche Anhörung ebenfalls nicht auf, da der Sachverhalt diesbezüglich nicht umstritten ist, das Kind durch den Beschwerdeführer vertreten wird und die geltend gemachten Interessen gleichläufig sind. Im Weiteren genügt die Vorinstanz auch dem Begründungsanspruch, da sie in ihrem Urteil auf die Beziehung zu seinem Sohn eingegangen ist (vgl. E. 3 [S. 9 Mitte] des Entscheids vom 23. September 2018) und zum Schluss gelangt, die Beurteilung aufgrund der bestehenden Aktenlage vornehmen zu können (vgl. E. 4 des Entscheids vom 23. September 2018). Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist demzufolge nicht verletzt, da sowohl bei der vorinstanzlichen Feststellung des Sachverhalts als auch bei der Wahrung des persönlichkeitsbezogenen Mitwirkungsrechts des Beschwerdeführers keine formellen Mängel und auch keine willkürliche antizipierte Beweiswürdigung (vgl. BGE 141 I 60 E. 3.3 S. 64; 136 I 229 E. 5.3 S. 236 f.) zu erkennen sind.