Citation: 8C_501/2021 E. 6.2

6.2. Inwieweit die erwähnten RAD-Aktenbeurteilungen durch die zu Handen des Sozialamtes der Stadt Bern erstatteten Angaben des Psychiaters Dr. med. E.________ (Bericht vom 26. November 2018) ernsthaft in Frage gestellt werden könnten, ist ebenso wenig ersichtlich. Wohl war dieser über die BvO orientiert, nahm aber nicht detailliert zu deren Ergebnissen Stellung, sondern gab lediglich an, bei seiner Untersuchung seien die im Rahmen der Observation erhobenen Diskrepanzen nicht feststellbar. Eine kritische Auseinandersetzung mit der bis dahin bestehenden Aktenlage, vor allem was die vorherigen Einschätzungen des RAD-Psychiaters Dr. med. C.________ betrifft, findet sich im fraglichen Bericht hingegen nicht. Ebenso fehlt es an einer (eigenen) Beurteilung der Arbeitsfähigkeit. Immerhin äusserte auch Dr. med. E.________, wie die Vorinstanz verbindlich (vgl. E. 1 hievor) festgestellt hat, Zweifel an den gesundheitlichen Problemen und den vom Beschwerdeführer geschilderten Einschränkungen. Dabei verwies er auf die in der Verfügung vom 19. Oktober 2018 beschriebenen Diskrepanzen zwischen den angegebenen Beschwerden und dem Verhalten in Situationen, in welchen sich der Beschwerdeführer unbeobachtet fühle. Auch der Umstand, dass dieser seine behandelnden Ärzte seit Jahren nicht konsultiert habe, erachtete Dr. med. E.________ als fragwürdig.