Citation: 6B_1152/2013 E. 12.1

12.1. Der Beschwerdeführer verlangte am 10. Januar 2002 von B.________ telefonisch die Zahlung von Fr. 500.-- unter der Androhung, dass er andernfalls bei der Polizei eine Verkehrsregelverletzung anzeigen würde, welche B.________ tags zuvor durch Rechtsüberholen des Beschwerdeführers auf der Autobahn begangen hatte. B.________ zahlte nicht. Der Beschwerdeführer erstattete Strafanzeige betreffend das Überholmanöver. Die Vorinstanz verurteilt den Beschwerdeführer wegen versuchter Erpressung im Sinne von Art. 156 Ziff. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB (angefochtener Entscheid E. III.G.4 S. 89 f.). Der Beschwerdeführer macht geltend, er sei in Anwendung von Art. 52 StGB freizusprechen, da keine Tatfolgen eingetreten seien und die Schuld geringfügig sei (Beschwerde S. 50). Die Vorinstanz und die erste Instanz befassten sich nicht ausdrücklich mit der Frage, ob eine Anwendung von Art. 52 StGB in Betracht fällt.