Citation: 8C_230/2022 E. 6.2.2

6.2.2. Soweit sich die Beschwerdeführerin mit ihrem Einwand erneut auf die Ergebnisse des Abklärungsberichts Haushalt/Erwerb vom 4. Juni 2018 beruft, bildet dieser nach den zutreffenden Feststellungen der Vorinstanz keine hinreichende Grundlage für die Beurteilung der Einschränkungen im Haushalt, da dieser vor der Begutachtung in der SMAB erging und die Abklärungsperson damit keine genügende Kenntnis der medizinischerseits gestellten Diagnosen hatte. Weiter bestehen mit Blick auf das gutachterlich umschriebene zumutbare Belastungsprofil (körperlich leichte, vorwiegend sitzende Tätigkeiten mit gelegentlichem Stehen und Gehen ohne häufige Über-Kopf-Arbeiten, vor allem nicht mit dem linken Arm) Einschränkungen für Tätigkeiten mit ständigem Stehen und Gehen. Die Experten begründeten dies mit den noch vorhandenen Limitierungen bei belastungsabhängiger Mobilisation an zwei Unterarmgehstützen, dem linkshinkenden Gangbild sowie den degenerativen Veränderungen beider Hüft- und Kniegelenke. Dass die Beschwerdeführerin damit überhaupt keine Haushaltsarbeit mehr verrichten könnte, lässt sich daraus nicht ableiten. Die Vorinstanz wies zutreffend darauf hin, dass Haushaltsarbeit in wechselnden Positionen ausgeführt wird, und die Beschwerdeführerin gegenüber den Gutachtern angab, im Haushalt mitzuarbeiten. Die Experten erachteten die Beschwerdeführerin dementsprechend gemäss dem definierten Belastungsprofil im Haushalt nicht als eingeschränkt, wie die Vorinstanz bereits feststellte. Darüber hinaus wurde im Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 14. Februar 2020 die Schadenminderungspflicht von im Haushalt tätigen Versicherten berücksichtigt. Diesbezüglich betonte die Vorinstanz unter Hinweis auf die Rechtsprechung (BGE 133 V 504 E. 4.2 mit Hinweisen), dass im Rahmen der Invaliditätsbemessung bei einer im Haushalt tätigen Person die zu berücksichtigende Mithilfe von Familienangehörigen weiter gehe als die ohne Gesundheitsschädigung üblicherweise zu erwartende Unterstützung. Dies ist nicht zu beanstanden. Zum im Haushaltsbericht festgestellten zumutbaren Umfang der Mithilfe der im 4.5-Zimmer-Haushalt lebenden Familienangehörigen (Ehemann, Jg. 1969, drei Töchter, Jg. 1996, 2000 u. 2005) wendet die Beschwerdeführerin zu Recht nichts ein. Die vorinstanzliche Invaliditätsbemessung hält damit vor Bundesrecht stand, nachdem dagegen keine weiteren Rügen erhoben wurden. Die Beschwerde ist unbegründet.