Citation: 2C_17/2018 E. 2

Die Beschwerdeführerin rügt, sie sei in einem abgekürzten Verfahren zu einer bedingten Freiheitsstrafe verurteilt worden und sich der ausländerrechtlichen Folgen nicht bewusst gewesen, weshalb das im Strafverfahren abgelegte Geständnis im vorliegenden Verfahren nicht zu ihren Ungunsten berücksichtigt werden dürfe. Selbst falls das Gericht zum Schluss komme, ihre strafrechtliche Verurteilung zu 21 Monaten Freiheitsstrafe erfülle einen Widerrufsgrund, sei ihre Beschwerde dennoch gutzuheissen, weil der Widerruf unverhältnismässig sei. Bei der Beschwerdeführerin handle es sich um eine Ersttäterin, welche weder vor noch nach ihrer strafrechtlichen Verurteilung straffällig gewesen bzw. geworden sei. Eine Rückfallgefahr bestehe nicht. Eine freiwillige Ausreise sämtlicher Familienmitglieder sei unzumutbar, weil die Familie im Heimatstaat Serbien keinerlei Zukunftsperspektive habe. Werde jedoch der Aufenthalt der Beschwerdeführerin in der Schweiz beendet, könne die Familie nicht mehr gemeinsam leben, was jedoch aufgrund des jungen Alters der beiden Kinder (neuneinhalb und elfeinhalb Jahre) unbedingt notwendig sei. Die Beziehung zur Mutter könne bei so jungen Kindern nicht über Telefonate oder andere moderne Kommunikationsmittel gelebt werden; die Kinder seien vielmehr auf den Kontakt zur Mutter angewiesen, zumal der Vater in einem 100%-Pensum angestellt sei. Eine Rückreise in ihren Heimatstaat Serbien sei der Beschwerdeführerin nach 17 Jahren Aufenthalt in der Schweiz auch nicht mehr zumutbar, würden doch sämtliche nahen Familienmitglieder in der Schweiz und in Serbien nur noch Angehörige ihres Ehemannes leben. Zudem würde eine solche Rückkehr die psychische Erkrankung der Beschwerdeführerin nur noch verstärken, was auch deswegen schwer ins Gewicht falle, weil Behandlungsmöglichkeiten nur in weit entfernt liegenden Spitälern und zudem nicht in ihrer Muttersprache verfügbar wären.