Citation: 4A_478/2024 E. 3.5.1

3.5.1. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers hat die Beschwerdegegnerin in ihrer Klageantwort die Arbeitsunfähigkeit über den 31. März 2022 hinaus bestritten. Sie hat dabei insbesondere eingewendet, die behandelnde Ärztin des Beschwerdeführers verfüge nicht über die notwendige fachliche Qualifikation zur Befunderhebung. Unter Bezugnahme auf eine eingeholte Stellungnahme bei einer beratenden Ärztin brachte die Beschwerdegegnerin zudem vor, Höhe und Dauer der attestierten Arbeitsunfähigkeit liessen sich nicht hinreichend begründen. Auf diese Bestreitung hat die Vorinstanz abgestellt. Entgegen dem Beschwerdeführer ist die Vorinstanz gestützt darauf zu Recht davon ausgegangen, dass die AVB hinsichtlich der Voraussetzungen des geltend gemachten Versicherungsanspruchs auslegungsbedürftig sind, da die Parteien von unterschiedlichen Voraussetzungen auszugehen schienen und bestritten ist, dass die ärztliche Bescheinigung die einzige Voraussetzung für die Begründung des Anspruchs darstellt. Folglich kann keine Rede davon sein, dass die Vorinstanz bezüglich der subjektiven Auslegung in Verletzung von Art. 55 ZPO Feststellungen zu einer unbestrittenen Tatsache getroffen habe.