Citation: 5A_88/2020 E. 7

Zum nachehelichen Unterhalt bringt die Beschwerdeführerin zuletzt vor, das Obergericht setze diesen ab dem 1. Januar 2019 für den Fall, dass sie, die Beschwerdeführerin, weiterhin die gemeinsame Wohnung nutze, ohne weitere Begründung auf Fr. 330.-- herab. Dies sei angesichts des Umstands, dass sie Wohnkosten bezahle und die Wohnung im Miteigentum der Parteien stehe, nicht nachvollziehbar und willkürlich. Tatsächlich äussert das Obergericht sich nicht zur vorgesehenen Reduktion des Unterhaltsbeitrags für den Fall, dass die Beschwerdeführerin nicht per 1. Januar 2019 aus der ehemals ehelichen Wohnung auszieht (vgl. vorne Bst. B). Die Beschwerdeführerin bringt indes nicht vor, dass dieser Punkt im Berufungsverfahren strittig gewesen wäre, und das Obergericht hat insoweit offenbar die von der Erstinstanz getroffene Regelung übernommen (zum Rückgriff auf das erstinstanzliche Urteil vgl. die Hinweise vorne in E. 3.4). Die Reduktion erklärt sich damit, dass der Beschwerdeführerin im Falle des Verbleibs in der Wohnung des Ehemannes nur reduzierte Wohnkosten anfallen. Mit dieser Argumentation setzt die Beschwerdeführerin sich nicht auseinander (vgl. vorne E. 2.1). Was sie vor Bundesgericht vorträgt, mithin dass sie Miteigentümerin der Liegenschaft sei und ihr auch beim Verbleib in dieser Wohnkosten anfallen würden, vermag diese Überlegung sodann nicht in Frage zu stellen. Unter diesen Umständen ist der angefochtene Entscheid auch in diesem Punkt nicht zu beanstanden.