Citation: 6B_341/2009 20.07.2009 E. 2

Die Beschwerdeführerin rügt sinngemäss eine Verletzung von Art. 172ter StGB. Bei Einschleichdiebstählen finde die Privilegierung gemäss Art. 172ter StGB keine Anwendung. Im Übrigen seien die Vermögensdelikte nicht geringfügig im Sinne der genannten Bestimmung; der Beschwerdegegner habe die Diebstähle aus Sammelleidenschaft begangen. Folglich bestehe für das Deliktsgut kein funktionierender Markt. Massgebend sei derjenige Preis, welchen der Beschwerdegegner für die Turnschuhe zu zahlen bereit gewesen wäre. Dieser Preis betrage Fr. 80.-- bis Fr. 90.-- pro Paar. Bei vier Paar gestohlenen Schuhen sei somit die Grenze von Fr. 300.-- für den geringen Vermögenswert nach Art. 172ter StGB gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung überschritten.