Citation: 1P.607/2005 08.11.2005 E. A

X.________ reichte am 1. März 2005 bei der Kantonspolizei Bern eine Strafanzeige gegen ihren ehemaligen Freund Y.________ wegen Betrugs ein. Sie machte unter anderem geltend, dieser habe sie zum Leasing eines Personenwagens überredet. Dabei habe er sie über den Rückkaufswert getäuscht und ihr versprochen, für die Servicekosten aufzukommen, was er dann nur teilweise getan habe. Mit Zustimmung des Staatsanwaltes des Oberlandes vom 2. Juni 2005 eröffnete das Untersuchungsrichteramt IV Berner Oberland am 3. Juni 2005 die Strafverfolgung gegen Y.________ nicht. Die Kosten nahm es auf die Staatskasse. X.________ rekurrierte am 10. Juni 2005 gegen diese Verfügung an die Anklagekammer des Kantons Bern. Sie beantragte, den Nichteröffnungs-Beschluss aufzuheben und ersuchte um unentgeltliche Rechtspflege, wobei sie zum Beweis ihrer Prozessarmut verschiedene Belege einreichte. Am 15. August 2005 wies die Anklagekammer des Obergerichts des Kantons Bern den Rekurs ab (Dispositiv-Ziffer 1) und auferlegte die Kosten des Rekursverfahrens von 300 Franken X.________ (Dispositiv-Ziffer 2).