Citation: 8G.45/2003 15.04.2003 E. 4

Schliesslich beantragt der Beschwerdeführer wie schon im ersten Verfahren vor der Anklagekammer, es seien verschiedene Ersatzmassnahmen zu prüfen (act. 1 S. 2). Zur Frage der Kaution (vgl. act. 1 S. 9 lit. a) kann auf das bereits im früheren Entscheid der Anklagekammer Gesagte verwiesen werden, dem nichts beizufügen ist (Urteil 8G.11/2003 vom 21. Februar 2003 S. 7). In Bezug auf die Hinterlegung der Reisepässe verweist der Beschwerdeführer selber auf die Möglichkeit, solche fälschen zu lassen (vgl. act. 1 S. 9 lit. b). Dies ist denn auch - in seinen eigenen Worten - "eine Option für einen Verdächtigen, der sich einem Strafverfahren entziehen will, indem er unter einer falschen Identität untertaucht". Es kann in diesem Punkt auf das oben in E. 3 Gesagte verwiesen werden. Inwieweit eine Garantie des Iran (vgl. act. 1 S. 9/10 lit. c) den Beschwerdeführer daran hindern könnte, die Schweiz zu verlassen, ist nicht ersichtlich. Fluchtgefahr besteht auch dann, wenn der Iran dem Beschwerdeführer ein gewisses Vertrauen entgegenbringt. Das Electronic Monitoring (vgl. act. 1 S. 10 lit. d) kommt für den Beschwerdeführer ebenfalls nicht in Frage, da es von vornherein voraussetzt, dass bei der betroffenen Person keine erhebliche Fluchtgefahr besteht. Verfehlt ist schliesslich der Vorschlag des Beschwerdeführers, sich durch eine spezialisierte Überwachungsfirma überwachen zu lassen (vgl. act. 1 S. 10 lit. e). Das Bundesamt für Justiz weist zu Recht darauf hin, dass eine solche private Firma keine legalen Möglichkeiten hätte, den Beschwerdeführer notfalls mit Gewalt an einer Flucht zu hindern (angefochtene Verfügung S. 5). Dass dieser Vorschlag nicht in Betracht kommt, zeigen schon die Ausführungen in der Beschwerde selber, wonach die Überwachungsfirma gegebenenfalls "die Polizei alarmieren und sie an den Fliehenden heranführen" müsste. Auch gemeinsam sind die vom Beschwerdeführer erwähnten Ersatzmassnahmen nicht geeignet, ihn an einer Flucht zu hindern.