Citation: 5A_763/2018 E. 8.4.2

8.4.2. 8.4.2.1. Hinsichtlich der Gerichtskosten für das erstinstanzliche Verfahren erwog das Obergericht, die vom Bezirksgericht auf Fr. 100'000.-- festgesetzte Gerichtsgebühr betrage drei Viertel der maximal möglichen Gebühr. Unter diesem Gesichtspunkt erscheine der Ansatz des Bezirksgerichts mit 2,5 % des Streitwerts eher hoch, selbst wenn darin das Massnahmeverfahren eingeschlossen sei. Angemessen erschienen für das Hauptverfahren 2 % oder abgerundet Fr. 80'000.--, womit die Gerichtsgebühr etwa in der Hälfte des tarifarisch Möglichen liege. Für das Massnahmeverfahren, das ebenfalls etlichen Aufwand verursacht habe, erschienen Fr. 10'000.-- als angemessen. Im Dispositiv setzte das Obergericht indes nicht Fr. 90'000.--, sondern Fr. 88'000.-- ein. 8.4.2.2. In Anwendung von § 13 Abs. 1 Ziff. 1.6 VGG sei im Berufungsverfahren die Verfahrensgebühr für das Hauptverfahren ebenfalls auf Fr. 80'000.-- und die Gebühr für das Massnahmeverfahren auf Fr. 8'000.-- festzusetzen. Dies rechtfertige sich insbesondere aufgrund des umfangreichen Prozessstoffes, der zahlreichen, insgesamt mehrere hundert Seiten umfassenden Eingaben und des Aufwands insgesamt, der im Berufungsverfahren angefallen sei. Mit Blick auf den tarifarischen Rahmen von 1,5 % bis 4,5 % des Streitwertes erweise sich eine Gesamtgebühr von 2,15 % als angemessen und verhältnismässig.