Citation: 6B_383/2015 E. 1

Die Beschwerdeführerin ist Staatsbürgerin von Nigeria. Sie reichte in den Jahren 2010 und 2012 in der Schweiz zwei Asylgesuche ein. Das erste wurde abgewiesen und auf das zweite nicht eingetreten. Zudem wurde sie aus der Schweiz weggewiesen. Am 13. September 2013 wurde sie aufgefordert, die Schweiz bis zum 27. September 2013 zu verlassen. Ein Wiedererwägungsgesuch wurde am 14. März 2014 abgewiesen. Am 10. Dezember 2014 wurde die Beschwerdeführerin durch die Kantonspolizei St. Gallen in Seeben angetroffen, zur Polizeistation Wattwil gerbracht und befragt. Mit Strafbefehl vom 17. Dezember 2014 verurteilte sie das Untersuchungsrichteramt Uznach wegen rechtswidrigen Aufenthaltes in der Schweiz zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 90 Tagen. Gegen den Strafbefehl reichte sie keine Einsprache ein. Am 20. Januar 2015 stellte die Beschwerdeführerin in der Strafsache ein Revisionsgesuch. Sie brachte vor, sie habe sich bisher vergeblich bemüht, die nötigen Ausreisepapiere zu erlangen. So habe ihr Rechtsvertreter am 22. Oktober 2014 die nigerianische Botschaft in Bern kontaktiert und versucht, gültige Reisepapiere zu beschaffen. Das Gesuch sei unbeantwortet geblieben, weshalb sie nicht ohne Grund in der Schweiz geblieben sei. Das Kantonsgericht St. Gallen wies das Revisionsgesuch am 17. März 2015 ab. Die Beschwerdeführerin wendet sich ans Bundesgericht und beantragt, der Entscheid des Kantonsgerichts sei aufzuheben und die Sache zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen.