Citation: 4C.221/2006 01.09.2006 E. A

Die Bank A.________ gewährte der B.________ AG einen Kredit von Fr. 600'000.--, den C.________ als Drittpfandgeber sicherstellte. In einer Vereinbarung vom 16. Januar 1998 verpflichteten sich D.________ mit Wohnsitz in der Schweiz und E.________ mit Wohnsitz in Deutschland je einzeln, C.________ als Bürgen solidarisch bis zu einem Höchstbetrag von Fr. 660'000.-- zu haften, für den Fall, dass seine Pfänder vom Schweizerischen Bankverein verwertet werden sollten. Diese Vereinbarung wurde von U.________ als Urkundsperson öffentlich beurkundet und von D.________ für sich und als Vertreter von E.________ unterzeichnet. Dieser hatte D.________ per Fax eine vom 16. Januar 1998 datierte Spezialvollmacht betreffend die Gewährung eines Darlehens von Fr. 600'000.-- durch C.________ an die B.________ AG, sowie an D.________ und E.________ als Solidarschuldner und die Verbürgung dieses Darlehens durch den Vollmachtgeber erteilt. In der Folge wurden die von C.________ hinterlegten Pfänder von der Kredit gewährenden Bank für die Rückzahlung des Kredites verwertet. Hierauf verlangte C.________ gestützt auf den Bürgschaftsvertrag vom 16. Januar 1998 sowohl von D.________ als auch von E.________ die Zahlung der Bürgschaft und leitete am 5. Juli 1999 gegen beide eine Betreibung ein. Mit Verfügung vom 27. Oktober 1999 verweigerte die Rechtsöffnungsrichterin beim Kantonsgerichtspräsidium Zug gegenüber E.________ die Rechtsöffnung mit der Begründung, die von ihm per Fax erteilte Vollmacht zum Abschluss eines Bürgschaftsvertrages sei formungültig, was auch zur Ungültigkeit seiner Bürgschaftsverpflichtung führe. Diese Verfügung wurde von der Justizkommission des Obergerichtes des Kantons Zug am 11. August 2000 bestätigt. Demgegenüber wurde C.________ in der Betreibung gegen D.________ die Rechtsöffnung über Fr. 609'000.-- erteilt. Eine von diesem dagegen gerichtete Aberkennungsklage wurde rechtskräftig abgewiesen.