Citation: 6B_308/2024 E. 1.3.1

1.3.1. Der Beschwerdeführer beschränkt sich darauf, der vorinstanzlichen Würdigung seine eigene Sicht gegenüberzustellen und die Aussagen der Privatklägerin als unglaubhaft zu kritisieren. Entgegen seiner Auffassung kann aus dem Umstand, dass die von der Beschwerdegegnerin 2 nach ihrer Rückkehr kontaktierte Freundin ihr zur Anzeige geraten habe, nicht geschlossen werden, dass die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 nicht authentisch wären. Gleiches gilt für den Umstand, dass die Beschwerdegegnerin 2 nur auf Nachfragen der Betreuungsperson detaillierte Angaben zum Vorgefallenen machte. Die Vorinstanz erkennt das Suggestionspotenzial zu Recht, kommt aber willkürfrei zum Schluss, dass eine Beeinflussung durch die Betreuungsperson und die Freundin nicht ersichtlich ist. Der Beschwerdeführer zeigt denn auch nicht ansatzweise auf, welches Interesse die erwähnten Personen daran haben sollten, ihn zu Unrecht zu belasten. Dies gilt ebenso für die Beschwerdegegnerin 2 selbst. Das in der Beschwerde wiederholte Motiv einer Kränkung widerlegt die Vorinstanz schlüssig. Auch ist nicht ersichtlich, dass die Beschwerdegegnerin 2 von den erwähnten Personen oder in den amtlichen Befragungen in einer Weise unter Druck gesetzt worden wäre, dass dies Auswirkungen auf ihr Aussageverhalten bzw. auf die Authentizität ihrer Aussagen gehabt hätte. Die Vorinstanz beurteilt diese zu Recht als im Wesentlichen gleichbleibend und glaubhaft. Es kann grundsätzlich auf ihre zutreffenden Erwägungen verwiesen werden. Nicht zu beanstanden ist in diesem Zusammenhang auch die Erklärung der Vorinstanz für den höheren Detaillierungsgrad der späteren Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 gegenüber der Polizei sowie der Verweis auf ihre detaillierten Angaben gegenüber der Betreuungsperson. Auch, was der Beschwerdeführer sonst gegen die Glaubhaftigkeit der Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 vorbringt, macht das vorinstanzliche Abstellen darauf nicht willkürlich. So etwa der Umstand, dass die Beschwerdegegnerin 2 einmal ausgesagt habe, sie habe auf dem Bett gelegen als sich der Beschwerdeführer auf sie gelegt habe, während sie ein anderes Mal angegeben habe, sie sei gesessen und der Beschwerdeführer habe sie gestossen. Ebenso wenig gegen den Wahrheitsgehalt der Aussagen sprechen die Angaben der Beschwerdegegnerin 2 zur genauen Höhe, auf der sich ihre Beinkleider befanden, als der Beschwerdeführer in sie eindrang. Von einem wesentlichen Widerspruch kann hier ebenso wenig die Rede sein wie hinsichtlich der Frage, ob sich ihre Hände auf Höhe der Brust oder des Kopfes befanden. Dies bereits deshalb nicht, weil es augenscheinlich um ein dynamisches Geschehen geht. Nachdem sodann unbestritten ist, dass der - vom Beschwerdeführer eingestandene - sexuelle Kontakt in einem Hotelzimmer in Stuttgart stattfand, ist unerfindlich, was der Beschwerdeführer aus dem Umstand ableiten will, dass die Beschwerdegegnerin 2 gegenüber der Betreuungsperson zunächst angab, der Übergriff sei beim Beschwerdeführer zuhause erfolgt. Diese mit Bezug auf das Kerngeschehen irrelevante Lüge der Beschwerdegegnerin 2 ist im Übrigen ohne Weiteres damit zu erklären, dass die Betreuungsperson die Fahrt nach Stuttgart nicht gutgeheissen hätte, was die Beschwerdegegnerin 2 wusste. Der Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen tut dies keinen Abbruch. Schon gar nicht macht es ein Abstellen darauf willkürlich, was der Beschwerdeführer mit seiner gesamten Argumentation ausser Acht lässt. Dies gilt ebenso, wenn er die Glaubwürdigkeit der Beschwerdegegnerin 2 an sich in Frage stellt und vorbringt, sie sei eine geübte Lügnerin, etwa auch darin, ob sie vor oder nach dem Kontakt mit dem Beschwerdeführer sexuell aktiv war. Auf die allgemeine Glaubwürdigkeit einer Person kommt es nicht an (vgl. dazu oben E. 1.1.3). Entgegen seinem Einwand muss auch zu keinem Freispruch führen, dass die Beschwerdegegnerin 2 gegenüber der Ärztin aussagte nicht zu wissen, ob der Beschwerdeführer einen Samenerguss hatte, während sie später angab, er habe auf ihren Bauch ejakuliert. Im Übrigen entspricht dies der Aussage des Beschwerdeführers selbst, wonach er dies immer so mache, wobei auch er zunächst angab, sich nicht erinnern zu können.