Citation: 6B_238/2013 E. 10.2

10.2. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Verneinung des Vorsatzes stehe im Widerspruch zu den Erwägungen, mit welchen die Vorinstanz die Kostenauflage zu Lasten der freigesprochenen Beschuldigten begründet (Beschwerde S. 51 Ziff. 2.2.10.2). Die Vorinstanz hält im Kostenpunkt fest, dass die Beschuldigten bewusst und in systematischer Weise Geschäftskontakte zu einer Vielzahl von Personen unterhielten, gegen welche in Italien Strafverfahren wegen (z.T. organisierten) Schmuggels, aber auch wegen mafiöser Vereinigung (gemäss Art. 416bis CPI) liefen. Damit hätten sich die Beschuldigten bewusst in einem Grenzbereich bewegt, welcher die Gefahr mit sich brachte, dass früher oder später auch gegen sie selbst strafrechtlich vorgegangen wurde (Urteil E. 9.2.5 S. 402). Diese Ausführungen stehen nicht im Widerspruch zur vorinstanzlichen Feststellung, wonach die Zweifel darüber, ob die Beschuldigten (mit Ausnahme von I.________ und C.________) wussten, dass und wie die Camorra und die SCU systematisch finanziell am Zigarettengeschäft partizipierten, bei einer kritischen Würdigung nicht auszuräumen sind (Urteil E. 3.7.4 lit. s S. 358).