Citation: 8C_339/2022 E. 4.2

4.2. Zur Frage der natürlichen Unfallkausalität der übrigen geklagten Beschwerden erwog die Vorinstanz, der Austrittsbericht des Kantonsspitals B.________ vom 16. August 2011 habe ausdrücklich vermerkt, dass keine weiteren Körperstellen durch den Unfall verletzt worden seien. Die Knieschmerzen seien erstmals im September 2014 aktenkundig, die Schulterbeschwerden seien gemäss Bericht der Dres. med. C.________ und D.________, Fachärzte für Orthopädische Chirurgie, vom 30. Oktober 2015 seit ca. April 2015 aufgetreten. Es fänden sich in den echtzeitlichen Unterlagen keine Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer beim Unfall versucht habe, sich festzuhalten und es dadurch zu einer Schulterverletzung gekommen sei, wie er geltend mache. Es sei ferner nicht nachvollziehbar, dass er aufgrund starker Schmerzmittel und einer Schonung die Knie- bzw. die Fussbeschwerden oder die Schulterbeschwerden nicht früher habe bemerken können, zumal er gegenüber dem behandelnden Arzt Dr. med. E.________ im Oktober 2012 verneint habe, Medikamente einzunehmen, und gegenüber Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) der IV-Stelle, im April 2014 angegeben habe, nur sporadisch Schmerzmittel zu konsumieren. Diesen Umstand habe der Kreisarzt Dr. med. univ. G.________ im Mai 2014 bestätigt. Sodann habe keiner der untersuchenden Ärzte die Nackenbeschwerden als unfallkausal angesehen. Schliesslich liege kein unfallbedingter Milzschaden vor. Die bei der Unterschalluntersuchung vom 10. August 2011 festgestellte Läsion der Milz sei mittels gleichentags durchgeführter Computertomographie (CT) als Verkalkung erkannt und ein Organschaden verneint worden. Unfallkausal seien damit lediglich die durch den Lendenwirbelbruch verursachten Beschwerden. Die Knie-, Sprunggelenk-, Schulter- und Nackenbeschwerden fielen daher bei der Arbeitsfähigkeitsschätzung ausser Betracht. Ob die Hüftbeschwerden kausal zur Wirbelverletzung seien, könne offen gelassen werden, da diese die Arbeitsfähigkeit nicht weiter beeinflussten.