Citation: 1A.79/2000 10.07.2000 E. 2

2.- Der Beschwerdeführer bringt vor, das Verwaltungsgericht habe ausgeführt, die streitige Anbaute könne nicht als blosse teilweise Änderung qualifiziert werden. Diese Ansicht sei unhaltbar. Der Anbau stelle eine teilweise Änderung im Sinne von Art. 24 Abs. 2 RPG dar. Es trifft zu, dass im angefochtenen Urteil ausgeführt wird, der Anbau könne nicht als teilweise Änderung qualifiziert werden. Zuvor führt das Verwaltungsgericht jedoch aus, eine teilweise Änderung könne gemäss Art. 80 Abs. 2 EG zum RPG bewilligt werden, wenn unter anderem Art. 77 dieses Gesetzes eingehalten sei. Gemäss Art. 77 Abs. 2 EG zum RPG hätten sich Neubauten, Umbauten und Renovationen der herkömmlichen Bauart zumindest in Bezug auf Gebäude- und Dachform sowie Material- und Farbwahl anzupassen. Diese Bestimmung gehe über ein blosses Verunstaltungsverbot hinaus und verlange positiv eine gute Gestaltung. Das bedeute, dass an traditionellen Bauten stilgerechte Bauteile verlangt und stilfremde untersagt werden könnten. In der Folge beurteilte das Verwaltungsgericht den streitigen Balkonanbau mit Überdachung im Lichte der Kriterien von Art. 77 Abs. 2 EG zum RPG und kam zum Ergebnis, die nachträgliche Baubewilligung sei dafür mit Recht verweigert worden. Auch bei der Beurteilung, ob die Abbruchverfügung verhältnismässig sei, stützt sich das Verwaltungsgericht auf Art. 77 Abs. 2 EG zum RPG. Es hat damit diejenigen Kriterien angewendet, welche gemäss Art. 80 Abs. 2 lit. c EG zum RPG für die Bewilligung einer teilweisen Änderung massgebend sind. Selbst wenn die Ansicht des Beschwerdeführers, der streitige Anbau sei eine teilweise Änderung, richtig sein sollte, kann daher das Vorgehen des Verwaltungsgerichts im Ergebnis nicht beanstandet werden.