Citation: 6B_685/2017 E. 5.3

5.3. Die besondere Skrupellosigkeit im Sinne von Art. 112 StGB kann mehr oder weniger gross sein. Je skrupelloser der Täter handelt, je ausgeprägter mit anderen Worten die besondere Skrupellosigkeit ist, desto höher ist die Strafe für Mord. Im konkreten Fall ist das objektive Tatverschulden aufgrund der konkreten Tatumstände nach der Einschätzung der Vorinstanz als schwer zu bezeichnen (angefochtener Entscheid S. 31). In subjektiver Hinsicht geht sie von einer ausgesprochenen Gefühlskälte aus und verweist erschwerend auf den Umstand, dass der Beschwerdeführer mit dem beabsichtigten Mord nicht nur den Ehemann, sondern auch den Vater der Kinder seiner Geliebten umbringen wollte. Sie setzt deshalb die hypothetische Einsatzstrafe für das vollendete Delikt mit 18 Jahren Freiheitsstrafe im oberen Bereich des zur Verfügung stehenden Strafrahmens fest. Inwiefern die Vorinstanz durch diese Einschätzung das ihr zustehende weite Ermessen überschritten oder missbraucht habe, legt der Beschwerdeführer nicht dar und ist nicht ersichtlich.