Citation: 1B_91/2023 E. 3.1

3.1. Das angerufene Gericht hat gestützt auf Art. 329 Abs. 1 lit. b StPO die örtliche Zuständigkeit als Prozessvoraussetzung von Amtes wegen zu prüfen. Sowohl für die Bestimmung des interkantonal als auch des innerkantonal örtlich zuständigen Gerichts sind die Art. 31 ff. StPO anwendbar (STEPHAN SCHLEGEL, in: Kommentar zur Schweizerischen StPO, 3. Aufl. 2020, N. 1 zu Art. 31 StPO; URS BARTETZKO, in: Basler Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, N. 5 zu Art. 31 StPO). Nach Art. 31 Abs. 1 StPO sind für die Verfolgung und Beurteilung einer Straftat primär die Behörden des Ortes zuständig, an dem die Tat verübt worden ist. Wenn das mit der Anklage bestimmte Gericht innerkantonal an seiner örtlichen Zuständigkeit zweifelt, da ein örtlicher Anknüpfungspunkt fehlt, so weist es die Anklage zur Berichtigung an die Staatsanwaltschaft zurück (siehe ERICH KUHN, in: Basler Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, N. 5 zu Art. 40 StPO).