Citation: 6B_751/2018 E. 2.4.2

2.4.2. Daran vermögen die einzelnen Vorbringen der Beschwerdeführerin nichts zu ändern. Die von ihr vorgetragenen Argumente mögen zwar gewissermassen gegen die von der Vorinstanz als glaubhaft erachtete Behauptung des Beschwerdegegners, wonach dieser von der Nichtigkeit der besagten Lohnbezüge ausgegangen sei, sprechen. Dies genügt jedoch nicht, um die Beweiswürdigung und das Beweisergebnis der Vorinstanz als offensichtlich unrichtig und damit als rechtsfehlerhaft im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung erscheinen zu lassen. Das Bundesgericht ist keine Appellationsinstanz, die eine freie Prüfung in tatsächlicher Hinsicht vornimmt oder die vorinstanzliche Beweiswürdigung mit freier Kognition überprüft. Insbesondere hat es nicht zu entscheiden, welche von zwei unterschiedlichen Beweiswürdigungen es für überzeugender hält, solange die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz nicht als schlechterdings unhaltbar erscheinen. Dies ist vorliegend der Fall. So mag zwar beispielsweise zutreffen, dass der Beschwerdegegner die fraglichen Lohnakontozahlungen der B.________-Gruppe in der Buchhaltung seiner A.________ AG selber als Betriebserträge eingebucht hat ohne diese Buchungen später zu korrigieren (vgl. Beschwerde Ziff. 7.1 und 7.2 S. 7 f.). Diesem Umstand kommt jedoch kein derartiges Gewicht zu, als dass er die der Unschuldsvermutung entsprechenden vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung so weit zurückdrängen würde, als dass diese geradezu als unhaltbar gewertet werden müsste. Desgleichen verhält es sich mit dem Hinweis, der Beschwerdegegner habe das Argument der Nichtigkeit erst nachträglich vorgebracht (vgl. Beschwerde Ziff. 7.5 S. 10 f.). Solche allgemeine Vorbringen sind nicht geeignet, Willkür in der Sachverhaltsfeststellung darzutun. Ob es in rechtlicher und buchhalterischer Hinsicht Sinn gemacht hat, die Nichtigkeit der Lohnakontozahlungen anzunehmen, kann sodann dahingestellt bleiben (vgl. hierzu Beschwerde Rz. 7.4 S. 9). Selbst wenn dies verneint werden müsste, erscheint es nicht als ausgeschlossen, dass der Beschwerdegegner diese (allenfalls unsinnige) Annahme dennoch getroffen hat. Nicht gefolgt werden kann der Beschwerdeführerin im Weiteren, sofern sie dem Beschwerdegegner eine doppelte Geltendmachung der Darlehensbeträge (einmal auf dem Weg einer Lohnnachzahlungsklage gegen die G.________ GmbH [Verfahren A2 2009 11] und einmal auf dem Weg einer Darlehensklage gegen J.________ [Verfahren A2 2009 13]) unterstellt und daraus eine klare Schädigungs- und Bereicherungsabsicht ableitet (vgl. Beschwerde Ziff. 7.3 S. 8 f.). Die Vorinstanz hat dieses bereits von der Erstinstanz ausgeführte Argument geprüft und mit plausibler Begründung verworfen. Sie hat dabei erwogen, der Beschwerdegegner habe im Zivilverfahren betreffend die Darlehensforderung (Verfahren A2 2009 13) umfassend und nachvollziehbar darlegen lassen, wozu J.________ bzw. die B.________-Gruppe die streitgegenständlichen Darlehen im Einzelfall verwendet haben. Lohnzahlungen, namentlich solche an den Beschwerdegegner bzw. die A.________ AG seien dabei nicht angeführt worden. Die vorliegend interessierenden Lohnakontozahlungen müssten daher mit Geldern aus anderen Darlehen als jenen, die Gegenstand des besagten Darlehensprozess waren, erfolgt sein (vgl. angefochtenes Urteil Ziff. 6.3.3 S. 17 f.). Dass und inwiefern diese Ausführungen willkürlich sein sollten, erschliesst sich nicht. Zwar weist die Beschwerdeführerin zu Recht darauf hin, dass verschiedene, vom Beschwerdegegner im Verlauf des späteren Strafverfahrens zu Protokoll gegebene Aussagen darauf hindeuten, dass es sich bei den Darlehen, welche er für die hier interessierenden Lohnakontozahlungen verwendete um dieselben Darlehen handelte, welche er später im Darlehensprozess gegen J.________ einklagte. Wieso diesen Äusserungen höheres Gewicht als den in der Darlehensklage gemachten Ausführungen zukommen und sich die vorinstanzliche Schlussfolgerung geradezu als willkürlich erweisen sollte, ist jedoch weder dargetan noch ersichtlich. Dass zwischen der Aufnahme der in der Darlehensklage gegen J.________ angeführten Darlehen und den Lohnakontozahlungen vom 8. Januar 2007, 20. Dezember 2007 und 1. Januar 2008 kein zeitlicher Zusammenhang besteht, passt im Übrigen zur Annahme, dass diese drei Zahlungen nicht mit Geldern aus diesen Darlehen erfolgt sind. Unbehelflich sind sodann auch die weiteren Vorbringen der Beschwerdeführerin, wonach die Nichtverbuchung und Unterdrückung der Buchhaltungsbelege ein modus operandi darstelle, welcher aus kriminalistischer Sicht gegen den Beschwerdegegner sprechen würde. Auch hier gehen die Einwände nicht über eine appellatorische Kritik hinaus, auf welche das Bundesgericht praxisgemäss nicht eintritt. Zusammenfassend durfte die Vorinstanz es willkürfrei als erstellt erachten, dass der Beschwerdegegner in den Bezügen vom 8. Januar 2007, 20. Dezember 2007 und 1. Januar 2008 keine echten Lohnzahlungen erblickt hat bzw. irrtümlich von der Nichtigkeit der Lohnakontozahlungen ausgegangen ist. Die Rüge der willkürlichen Sachverhaltsfeststellung ist damit unbegründet.