Citation: 1C_620/2023 E. 6.3

6.3. Die Beschwerdeführenden kritisieren, die einzelnen Geschosse des strittigen Bauvorhabens wiesen zwar talseitig horizontale Rücksprünge auf, bergseitig würden hingegen sämtliche Geschosse bündig auf einer Fassade zu liegen kommen. Das Bauvorhaben erfülle daher die Vorschrift von § 24 aV PBG/ZG, wonach die einzelnen Geschosse um mindestens 3 m horizontal versetzt sein müssten, nicht. Das so gestaltete Gebäude entspreche insbesondere auch nicht dem "Schema Terrassenhäuser" in Anhang 3 zur BO Walchwil. Infolgedessen trete das Gebäude auch nicht als Terrassenhaus, sondern als ganz gewöhnliches Gebäude in Erscheinung. Das Gebäude sei im Übrigen auch nicht auf eine Hanglage angewiesen und könnte problemlos in der Ebene erstellt werden. Ein richtiges Terrassenhaus hingegen könnte in der Ebene nicht erstellt werden, weil es ohne Hanglage die Vorschriften der Einzelbauweise (Gebäudelänge, Firsthöhe, Anzahl Vollgeschosse etc.) nicht einhalten würde. Hätte mit § 24 aV PBG/ZG tatsächlich eine nur einseitige Versetzung der Geschosse erlaubt werden sollen, hätte man statt von einer horizontalen Versetzung von einem Rücksprung der Hauptfassade sprechen müssen. Indem sich die Vorinstanz zum klaren Wortlaut von § 24 aV PBG/ZG und zur Schemaskizze in Anhang 3 BO Walchwil in Widerspruch setze, verfalle sie in Willkür.