Citation: 4A_455/2021 E. 6

Die Beschwerde ist teilweise gutzuheissen. Dispositiv-Ziffer 1 des angefochtenen Urteils ist aufzuheben und die Beschwerdegegnerin ist zu verpflichten, der Beschwerdeführerin Fr. 262'815.70 nebst Zins zu 5 % auf Fr. 40'542.26 seit dem 27. Juni 2016 und auf Fr. 222'273.44 seit dem 25. August 2016 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird die Klage abgewiesen. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen. Im vorliegenden Verfahren ging es einerseits um Zins zu 5 % auf Fr. 40'542.26 für 3 Monate, also ungefähr Fr. 506.77 (die Beschwerdeführerin fordert diesen Zins ab 26. April 2016, während die Vorinstanz ihn ab 26. Juli 2016 zusprach). Anderseits stand Zins zu 5 % auf Fr. 222'273.44 für rund 4 Monate im Streit, also rund Fr. 3'704.55 (die Beschwerdeführerin fordert diesen Zins ab 26. April 2016, während die Vorinstanz ihn ab 25. August 2016 zusprach). Nun erhält die Beschwerdeführerin den Zins zu 5 % auf Fr. 40'542.26 seit 27. Juni 2016 statt 26. Juli 2016. Sie obsiegt also im Betrag von Fr. 161.05 und damit in verschwindend kleinem Umfang. Daher rechtfertigt es sich, ihr dennoch die ganzen Gerichtskosten aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Entsprechend hat sie die Beschwerdegegnerin für das bundesgerichtliche Verfahren angemessen zu entschädigen (Art. 68 Abs. 2 BGG). Da das angefochtene Urteil nur geringfügig geändert wird, besteht keine Veranlassung, die Kosten des kantonalen Verfahrens anders zu verteilen (Art. 67 BGG).