Citation: 6B_1088/2022 E. 3.3

3.3. Das angefochtene Urteil ist hinsichtlich der Begründung nicht zu beanstanden. Die Vorinstanz nennt in ihrem Urteil die für sie wesentlichen Überlegungen, von denen sie sich leiten lässt und auf welche sie ihr Urteil stützt. Weiter ist dem angefochtenen Urteil zu entnehmen, dass die Vorinstanz den angeklagten Sachverhalt auch in tatsächlicher Hinsicht autonom und umfassend beurteilt. Daraus geht genügend klar hervor, von welchem festgestellten Sachverhalt die Vorinstanz ausgeht. Entgegen der Kritik der Beschwerdeführerin war die Vorinstanz nicht gehalten, sich ausdrücklich mit jeder tatsächlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand ihrer Verteidigung auseinanderzusetzen (vgl. oben E. 3.2). Die Vorinstanz verweist "zur Vermeidung von Wiederholungen" auf die im erstinstanzlichen Urteil "äusserst ausführlich" wiedergegebenen Aussagen der Beschwerdeführerin, von B.A.________ und der vier gemeinsame Kinder der Eheleute (angefochtenes Urteil S. 17 f.). In Bezug auf das Beweisergebnis verweist die Vorinstanz auf die erstinstanzlichen Erwägungen, denen sie beipflichtet (angefochtenes Urteil S. 24). Die Vorinstanz setzt sich im angefochtenen Urteil zudem mit den Einwänden der Beschwerdeführerin bzw. ihrer Verteidigung eingehend auseinander (vgl. angefochtenes Urteil S. 20 f., 22-24). Insofern die Beschwerdeführerin eine Gehörsverletzung sowie eine Verletzung der vorinstanzlichen Begründungspflicht darin erblickt, dass die Vorinstanz bei der Würdigung ihrer Aussagen zu Unrecht weder auf die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung noch auf die möglichen Auswirkungen des Traumas auf ihre Aussagen eingehe (Beschwerde S. 13 f.), kann ihr nicht zugestimmt werden. Indem die Beschwerdeführerin sich auf eine posttraumatische Belastungsstörung beruft, weicht sie von den von der Vorinstanz festgestellten Tatsachen ab (Art. 105 Abs. 1 BGG; vgl. oben E. 2.3), ohne rechtsgenüglich darzulegen, dass diese willkürlich festgestellt worden wären (vgl. Urteil 6B_957/2021 vom 24. März 2022 E. 2.8). Im Übrigen legt die Beschwerdeführerin nicht dar, wie wissenschaftliche Erkenntnisse über das Verhalten von Opfern von Sexualstraftaten ihr Verhalten und insbesondere ihre widersprüchlichen Aussagen erklären könnten (vgl. Urteil 6B_957/2021 vom 24. März 2022 E. 2.8). Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehörs, der vorinstanzlichen Begründungspflicht oder von Art. 82 Abs. 4 StPO liegt nach dem Gesagten nicht vor.