Citation: 5A_625/2023 E. 3.4.3

3.4.3. Die Vorinstanz hat den Verzicht auf die vom Beschwerdeführer beantragte Anhörung der Tochter durch eine Fachperson insbesondere damit begründet, dass keine Anzeichen für irgendwelche Manipulationen durch die Beschwerdegegnerin zu erkennen seien und die Tochter am 20. August 2021 vom erstinstanzlichen Gerichtspräsidenten angehört worden sei (vgl. E. 3.1 hiervor). Der Beschwerdeführer bringt vor, dem erstinstanzlichen Gerichtspräsidenten habe bereits aufgrund der Angaben der Tochter auf dem mit der Vorladung versandten Formular klar sein müssen, dass sich diese in einem Loyalitätskonflikt befindet. Zudem gebe es Anzeichen einer Beeinflussung. Die Aussage der Tochter anlässlich der Kinderanhörung, dass sie sich bei einer Änderung des Betreuungsrhythmus nicht wohlfühle und dann zum Beispiel nach der Schule an den falschen Ort gehe, wirke instruiert. Auch sei dem Protokoll der Kindesanhörung nicht zu entnehmen, dass abgeklärt worden wäre, ob die Tochter durch einen Elternteil beeinflusst worden ist. Mit seinen Vorbringen ergänzt der Beschwerdeführer die Sachverhaltsfeststellungen im angefochtenen Entscheid ohne darzulegen, inwiefern diese willkürlich sein sollen (vgl. vorne E. 2.2). Im Übrigen zeigt er damit auch nicht auf und es ist nicht ersichtlich, inwiefern das Ermessen, ob das Kind durch das Gericht oder eine Drittperson angehört wird, offensichtlich falsch ausgeübt worden sein soll. Dass eine erneute Anhörung im obergerichtlichen Verfahren erforderlich gewesen wäre, macht der Beschwerdeführer nicht geltend. Die Rüge, im Zusammenhang mit der Anhörung der Tochter sei Bundesrecht verletzt worden, erweist sich daher als unbegründet.