Citation: I 931/05 21.08.2006 E. A

Der 1970 geborene M.________, gelernter Metallbauschlosser, ersuchte Ende September 1996 die Invalidenversicherung u.a. um Eingliederungsmassnahmen beruflicher Art. Als Behinderung gab er einen Bandscheibenschaden an. Die IV-Stelle des Kantons Graubünden sprach ihm die Umschulung zum Sozialpädagogen, umfassend ein Praktikum als Erzieherpraktikant im Bereich Internat im Kinderheim H.________ vom 28. Juli 1997 bis 3. Juli 1998 sowie einen Vorkurs an der Schule für Soziale Arbeit in X.________ vom 28. Oktober 1997 bis 8. Juli 1998 zu (Mitteilung vom 15. Juli 1997 und Verfügung vom 31. März 1998). Wegen eines Hexenschusses stand M.________ ab 14. November 1997 in ärztlicher Behandlung und er war ganz oder teilweise arbeitsunfähig geschrieben. Die Ausbildung zum Sozialpädagogen brach er ab. Vom 1. Juni bis 30. November 1999 absolvierte M.________ ein Praktikum als soziokultureller Animator in einem Durchgangszentrum für Asylsuchende. Das Arbeitspensum betrug 50 %. Vom 14. Februar bis 7. Juli 2000 besuchte er an den Maturitätsschulen F.________ in A.________ den Vorbereitungskurs auf die Aufnahmeprüfung der Hochschule für Soziale Arbeit in U.________. Vom 1. September 2000 bis 28. Februar 2001 sodann leistete er ein Praktikum im Zentrum für offene Jugendarbeit S.________. Das Arbeitspensum betrug 70 %. Die Invalidenversicherung erbrachte für diese beruflichen Massnahmen die gesetzlichen Leistungen (Verfügungen vom 23. Februar und 19. Oktober 2000). Schliesslich sprach die IV-Stelle des Kantons Graubünden M.________ die Umschulung zum soziokulturellen Animator Phase I an der Hochschule für Soziale Arbeit in U.________ vom 22. Oktober 2001 bis 21. Oktober 2002 zu (Verfügung vom 26. April 2001). Diese Ausbildung beendete der Versicherte nicht. Gemäss einem Schreiben des Dozenten Diplomausbildung der Hochschule vom 19. September 2002 hatte er drei von fünf Qualifikationselementen des Grundstudiums nicht bestanden und daher nicht an die Zwischenprüfung zugelassen werden können. Ebenfalls fehlte es an einem Praktikumsplatz als zwingende Voraussetzung für die Fortsetzung der Ausbildung. Daraufhin liess die IV-Stelle des Kantons Graubünden Gesundheitszustand, Arbeitsfähigkeit und Eingliederungsfähigkeit durch das ABI (Ärztliches Begutachtungsinstitut GmbH) abklären (Expertise vom 30. Oktober 2003 und ergänzender Bericht vom 6. Mai 2004). Mit Verfügung vom 7. Juli 2004 lehnte die IV-Stelle des Kantons Graubünden das Gesuch des M.________ um Wiederaufnahme der Ausbildung zum soziokulturellen Animator mit der Begründung ab, er könnte mit einer zumutbaren Tätigkeit ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen. Der Invaliditätsgrad betrage 16 %, was den Anspruch auf weitere berufliche Massnahmen entfallen lasse. Mit einer weiteren Verfügung vom 8. Juli 2004 verneinte die IV-Stelle auch den Anspruch auf eine Invalidenrente. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 23. März 2005 fest.