Citation: 6B_1206/2016 E. 3.3

3.3. Der Beschwerdeführer rügt einzig eine Verletzung der Verhältnismässigkeit. Die übrigen Voraussetzungen einer Massnahme nach Art. 59 StGB, insbesondere eine schwere psychische Störung, einen Zusammenhang mit der Gewaltdelinquenz und eine schlechte Legalprognose bzw. hohe Rückfallgefahr für schwere Gewalttaten, bestreitet er nicht. Es kann dafür auf die überzeugenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden. Der Beschwerdeführer setzt sich mit den Erwägungen der Vorinstanz nicht substanziiert auseinander und zeigt nicht auf, weshalb diese rechtsfehlerhaft sein sollen. Soweit er die Verhältnismässigkeit mit dem Argument bestreitet, ihm würden lediglich einfache Körperverletzungen zur Last gelegt, weshalb die Anlasstat keine Massnahme nach Art. 59 StGB rechtfertige, trifft dies nach dem Gesagten nicht zu. Den Ausführungen des Gutachters lässt sich zudem sehr wohl eine beachtenswerte Erfolgsaussicht der ins Auge gefassten Massnahme entnehmen, wenngleich er keine ausdrückliche Empfehlung dafür ausspricht. Dies insbesondere im Zusammenwirken mit einer Ausbildung sowie mit Suchtmittelabstinenz. Sie kann die Gefahr weiterer Delikte somit mindestens vermindern. Die Vorinstanz weist zu Recht auch auf das jugendliche Alter des Beschwerdeführers sowie auf die Tatsache hin, dass bislang kein Behandlungsversuch erfolgt ist. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann daher (noch) nicht gesagt werden, dass eine stationäre Massnahme nicht geeignet wäre, das Rückfallrisiko und damit die Gefahr für die Gesellschaft deutlich zu reduzieren. Im Rahmen der Verhältnismässigkeitsbeurteilung gilt es ferner, dem sehr hohen Rückfallrisiko und der Schwere der Störung erheblich Rechnung zu tragen. Sollte sich im Laufe des Vollzugs der stationären Massnahme herausstellen, dass dadurch kein Erfolg im Sinne einer deutlichen Verminderung der Gefahr weiterer Taten erreicht werden kann, wenn also die Fortführung dieser Massnahme als aussichtslos erscheint, so wäre sie in Anwendung von Art. 62c Abs. 1 lit. a StGB aufzuheben.