Citation: I 661/06 03.11.2006 E. 3

Umstritten sind sodann die erwerblichen Auswirkungen. 3.1 Die Vorinstanz hat das Valideneinkommen mit Fr. 36'937.- ermittelt, indem sie den Durchschnitt des vom Beschwerdeführer gemäss individuellem Konto (IK) in den Jahren 1988-2000 erzielten Einkommens (angepasst um die Nominallohnentwicklung; Fr. 35'081.-) auf das Jahr 2003 hochrechnete (Nominallohnentwicklung 2001 von 1,6 %, 2002 von 2 % und 2003 von 1,6 %). Für die Bestimmung des Invalideneinkommens hat sie auf die Tabellenlöhne gemäss Schweizerischer Lohnstrukturerhebung (LSE) 2002, Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten), abgestellt (Fr. 4557.- pro Monat; angepasst an die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden: Fr. 57'008.- pro Jahr), diese auf 50 % umgerechnet (Fr. 28'504.-) und einen Leidensabzug von 15 % vorgenommen (Invalideneinkommen: Fr. 24'228.-). Daraus resultierte ein Invaliditätsgrad von 34 %. 3.2 Die Ermittlung eines hypothetischen Einkommens ist eine vom Eidgenössischen Versicherungsgericht nur in den genannten Schranken (Erw. 1) zu überprüfende Tatfrage, soweit sie auf konkreter Beweiswürdigung beruht, hingegen eine Rechtsfrage, soweit sich der Entscheid nach der allgemeinen Lebenserfahrung richtet, wie etwa die Frage, welche Bemessungsmethode anzuwenden ist oder ob Tabellenlöhne anwendbar sind (zur Publikation in BGE 132 V vorgesehenes Urteil B. vom 28. September 2006, I 618/06, Erw. 3.3). 3.3 Soweit es die Vorinstanz im Rahmen der Ermittlung des Invalideneinkommens unterlassen hat, die Werte gemäss LSE 2002 auf das Jahr 2003 hochzurechnen, erweist sich dies als rechtsfehlerhaft. Wird das Invalideneinkommen um die Nominallohnentwicklung von 1,6 % aufgewertet (Invalideneinkommen: Fr. 24'616.-), führt dies mit 33 % zu einem geringfügig tieferen Invaliditätsgrad, was sich jedoch im Ergebnis nicht auswirkt. 3.4 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin hätten übersehen, dass er vor dem Unfall nur teilzeitlich gearbeitet und daneben den Haushalt besorgt habe. 3.4.1 In der Tat hat der Beschwerdeführer in seiner IV-Anmeldung vom Mai 2003 nebst der Hauptbeschäftigung "Taxi" als Nebenbeschäftigung "Hausmann" angegeben. Ob die Vorinstanz diesbezüglich den Sachverhalt offensichtlich unrichtig oder unvollständig festgestellt hat, kann jedoch aus folgenden Gründen offen bleiben: 3.4.2 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers würde nämlich die Annahme einer bloss teilzeitlichen Erwerbstätigkeit nicht dazu führen, dass für die Bestimmung des Valideneinkommens sein IK-Einkommen von 60 auf 100 % aufzurechnen wäre. Vielmehr wäre der Invaliditätsgrad in diesem Fall anhand der gemischten Methode zu berechnen (Art. 28 Abs. 2ter IVG). Denn wenn der Beschwerdeführer nach seinen Angaben bis zum Unfall (Februar 2002) nur teilzeitlich gearbeitet hat, zu einem Zeitpunkt also, in dem seine Töchter bereits 17 ½ bzw. 16 Jahre alt waren, ist sein Vorbringen, er wäre ohne den Unfall im Zeitpunkt des Einspracheentscheids vollzeitlich erwerbstätig gewesen, wenig glaubwürdig. 3.4.3 Der Invaliditätsgrad von 33 % wäre bei dieser Betrachtungsweise mit dem vom Beschwerdeführer angegebenen Erwerbsanteil von 60 % zu gewichten, was 19,8 % ergäbe. Sodann wäre für den Haushaltanteil die Behinderung in diesem Bereich zu ermitteln und mit 40 % zu gewichten. Um zu einem rentenbegründenden Invaliditätsgrad von 40 % (bzw. aufzurundenden 39,5 %) zu gelangen, müsste somit die Einschränkung im Haushaltbereich mindestens 49,25 % betragen. 3.4.4 In somatischer Hinsicht ist der Beschwerdeführer für leichtere Tätigkeiten ohne repetitives Gewichtheben über 15 kg, und damit für den Grossteil der Haushalttätigkeiten, nicht eingeschränkt. Seine bloss 50%ige Arbeitsunfähigkeit resultiert hauptsächlich aus der psychischen Beeinträchtigung (Angstsymptomatik mit vegetativen Begleiterscheinungen), die sich im Erwerbsleben auswirkt. Hingegen wäre der Beschwerdeführer gemäss Gutachten der Medizinischen Begutachtungsstelle X.________ vom 15. März 2003 als haushaltführende Person voll arbeitsfähig. Es kann daher in antizipierter Beweiswürdigung auch ohne eingehende Haushaltabklärung davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer im Haushaltbereich jedenfalls nicht die zur Rentenbegründung erforderliche Einschränkung von mindestens 49,25 % erleidet. 3.5 Der Beschwerdeführer beanstandet schliesslich, der Leidensabzug müsse mindestens 20 % betragen. Der Leidensabzug ist nach pflichtgemässem Ermessen festzulegen. Seine Höhe ist eine Ermessensfrage (zur Publikation in BGE 132 V vorgesehenes Urteil B. vom 28. September 2006, I 618/06, Erw. 3.3), die das Eidgenössische Versicherungsgericht nicht überprüfen kann (Erw. 1). Der vorinstanzliche Abzug von 15 % beruht nicht auf Missbrauch oder Überschreitung des Ermessens und ist daher nicht zu beanstanden.