Citation: 1P.104/2004 10.05.2004 E. 6

Der Beschwerdeführer rügt, dass Frau C.________ - die damalige Lebenspartnerin und Mutter seines Sohnes - lediglich polizeilich als Auskunftsperson, indessen nie gerichtlich als Zeugin einvernommen worden sei. Angesichts der konkreten Umstände halte die in antizipierter Beweiswürdigung vorgenommene Verweigerung einer entsprechenden Beweismassnahme vor der Verfassung und der Menschenrechtskonvention nicht stand. Demgegenüber wies das Kassationsgericht auf die Aussagen von Frau C.________ hin, wonach sie keine Ahnung habe, wo sich der Beschwerdeführer, der kaum je vor 01.00 Uhr zurückkehrte, in jener Nacht aufgehalten habe. Das Gericht hielt ferner fest, dass keine Anhaltspunkte vorlägen, dass die Zeugin gegenüber der Polizei nicht die Wahrheit gesagt hätte, und folgerte daraus gesamthaft, dass Frau C.________ mit grösster Wahrscheinlichkeit keine weitern sachdienlichen Angaben und insbesondere für den Beschwerdeführer kein taugliches Alibi hätte abgeben können. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, vermag keine Verfassungsverletzung zu belegen. Zum einen besteht kein absoluter Anspruch auf Einvernahme von möglichen Entlastungszeugen (oben E. 2.2). Zum andern erscheint die Annahme haltbar, die Zeugin hätte über ihre getätigten Aussagen hinaus keine sachdienlichen Angaben machen können, hat sie sich doch in Anbetracht der regelmässig späten Rückkehr des Beschwerdeführers an den entsprechenden Abend nicht konkret erinnern können. Insoweit hält die antizipierte Beweiswürdigung vor dem Willkürverbot stand. Daran vermögen auch die Hinweise des Beschwerdeführers nichts zu ändern. In seiner staatsrechtlichen Beschwerde macht er zwar geltend, er habe am Vortag des nächtlichen Überfalls einen neuen Wagen, nämlich einen Jaguar, gekauft, diesen gleichentags beim Strassenverkehrsamt eingelöst und ihn voller Stolz der Familie vorgeführt. Angesichts dieser konkreten Vorkommnisse hätte sich Frau C.________ mit Bestimmtheit an jenen Tag erinnert, hätte entsprechende Aussagen machen können und hätte daher von einem Gericht als Zeugin einvernommen werden müssen. Das Kassationsgericht hat sich mit diesem besondern Umstand nicht näher auseinandergesetzt, was der Beschwerdeführer nicht als Verletzung des rechtlichen Gehörs rügt. Entscheidend ist indessen, dass der Beschwerdeführer den Umstand des Jaguar-Kaufs in seiner Nichtigkeitsbeschwerde zwar erwähnte, dessen Nichtberücksichtigung hinsichtlich der geforderten Einvernahme von Frau C.________ indessen nicht als Nichtigkeitsgrund rügte (Nichtigkeitsbeschwerde S. 5 und 7 f.). Daher hat er insoweit den Instanzenzug nicht ausgeschöpft, weshalb in diesem Punkt auf die Beschwerde nicht einzutreten ist.