Citation: 5C.11/2006 09.02.2007 E. A

A.a) X.________ (Ehemann) (nachfolgend: Berufungskläger) ist amerikanisch- schweizerischer Doppelbürger und von Beruf Erziehungsfachmann. Y.________ (Ehefrau) (nachfolgend: Berufungsbeklagte) ist Schweizerin. Die Parteien heirateten 1989 in Las Vegas (Nevada, USA), worauf sie ein Jahr lang in Los Angeles in den USA lebten und dann 1990 nach A.________ in die Schweiz übersiedelten. 1993 wurde ihnen die Tochter R.________ und 1996 die Tochter S.________ geboren. Die Parteien trennten sich im Februar 2000, wobei der Berufungskläger die eheliche Wohnung verliess und nach B.________ übersiedelte, um dann im Frühling 2003 in die Gemeinde A.________ zurück zu ziehen, um in der Nähe der Berufungsbeklagten und der Kinder zu sein. Ende Juli 2003 zog die Mutter mit den beiden Töchtern nach C.________, wohin im Frühling 2004 dann auch der Berufungskläger umzog. ln der Zwischenzeit leben beide Parteien in C.________ je mit neuen Lebenspartnern in Wohn- und Lebensgemeinschaft zusammen. Am 31. Dezember 2003 gebar die Berufungsbeklagte ihre dritte Tochter T.________, deren Vater ihr neuer Lebenspartner ist. A.b) Die Parteien machten am 20. August 2003 den vorliegenden Scheidungsprozess vor der Einzelrichterin am Bezirksgericht Meilen anhängig, indem sie ein Schreiben von Ende Juli 2003 einreichten, worin sie bekundeten, dass sie sich im Scheidungspunkt einig seien. Der Eingabe lag auch eine von beiden Parteien am 13. August 2003 unterzeichnete Scheidungskonvention bei, die ein gemeinsames Scheidungsbegehren mit vollständiger Einigung über die Nebenfolgen der Scheidung enthielt. Insbesondere beantragten die Parteien darin, es seien die aus der Ehe hervorgegangenen Kinder unter der elterlichen Sorge beider Parteien zu belassen. Mit Schreiben vom 30. September 2003 teilte der Berufungskläger der Einzelrichterin dann aber mit, dass er seine Zustimmung zu einem älteren, an und für sich bereits mit Mängeln behafteten und überholten Entwurf für eine Scheidungsregelung nicht mehr aufrechterhalten könne. A.c) An der Verhandlung vom 29. Januar 2004 fand die gemeinsame und getrennte Anhörung der Parteien zum Scheidungspunkt und bezüglich der Nebenpunkte statt. Dabei beantragte die Berufungsbeklagte, dass die beiden Kinder unter ihre elterliche Sorge zu stellen seien, wogegen der Berufungskläger primär auf der gemeinsamen Sorge beharrte bzw. eventualiter beantragte, dass die beiden Kinder unter seine alleinige elterliche Sorge zu stellen seien. Nach der persönlichen Befragung der Parteien einigten sich diese auf eine Teilkonvention betreffend berufliche Vorsorge und Güterrecht. Am 17. März 2004 erfolgte die Anhörung der beiden Kinder durch die Einzelrichterin. Nach Ablauf der gesetzlichen Bedenkfrist bestätigten die Parteien am 31. März 2004 bzw. am 10. Mai 2004 ihren Scheidungswillen sowie ihr Einverständnis mit der Teilkonvention und beantragten, dass das Gericht über die weiteren Nebenfolgen entscheide. A.d) Am 26. November 2004 stellte die Berufungsbeklagte ein Gesuch um Anordnung vorsorglicher Massnahmen. Mit Verfügung vom 26. Januar 2005 unterstellte die Einzelrichterin am Bezirksgericht Meilen die Kinder für die Dauer des Scheidungsverfahrens unter die Obhut der Mutter und räumte dem Vater ein ausgedehntes Besuchsrecht ein. Der vom Vater dagegen erhobene Rekurs blieb ohne Erfolg. A.e) Am 26. Januar 2005 erging ebenfalls das Scheidungsurteil. Die Ehe der Parteien wurde geschieden und die Teilvereinbarung der Parteien vom 29. Januar 2004 über die Scheidungsfolgen genehmigt. Die Kinder R.________ und S.________ wurden unter die elterliche Sorge der Mutter gestellt und dem Vater wurde ein ausgedehntes Besuchs- und Ferienrecht eingeräumt. Der Vater wurde verpflichtet, an die Kosten des Unterhalts und der Erziehung der Kinder monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats zahlbare Unterhaltsbeiträge von Fr. 510.-- je Kind zu bezahlen.