Citation: 5P.230/2000 14.09.2000 E. 1

1.- E.H.________ schloss als Geschäftsführer für die M.________ AG mit Wirkung ab dem 18. Februar 1981 für diese mit der Rechtsschutzversicherungs-Aktiengesellschaft X.________ eine kombinierte Privat- und Betriebsrechtsschutzversicherung (Police Nr. x). Dieser mit Datum vom 26. Februar 1981 versehene Vertrag wurde mit Nachtrag vom 10. März 1994 geändert, den E.H.________ für die M.________ AG mit dem nun zur Rechtsschutzversicherungs-Gesellschaft X.________ gewordenen Versicherer abschloss; die Betriebsrechtsschutzversicherung wurde ausgeschlossen und die Privatrechtsschutzversicherung erneuert. Anwendbar waren stets die allgemeinen Versicherungsbedingungen, Ausgabe 7/82 (nachstehend: AVB). E.H.________ erklärte sich am 3. Oktober 1995 bereit, der F.________ AG, welche damals in Gründung stand, seine Aktien der M.________ AG zu verkaufen. Auf der Basis der Bilanz der M.________ AG per Ende 1995 einigten sich die Parteien am 12. Juni 1996 auf einen Kaufpreis von 7 Mio. Fr. und übertrugen die Aktien. Nachträglich stellte sich heraus, dass der als Revisor amtende Treuhänder die Aktiven mit Fr. 698'000.-- zu hoch in die Bilanz eingesetzt hatte, weil er ein Lire-Konto falsch in Schweizerfranken umgerechnet hatte. Letztendlich bezahlte E.H.________ der Käuferin 0,5 Mio. Fr. zurück. Er beabsichtigt, die B.________ Treuhand AG für den entstandenen Schaden aus aktienrechtlicher Verantwortlichkeit (Art. 755 OR) haftbar zu machen; in dieser Sache verlangte er von der Rechtsschutzversicherungs-Gesellschaft X.________ erfolglos Kostengutsprache in der Höhe von maximal Fr. 154'000.--. Mit Klage vom 3. Dezember 1998 verlangte E.H.________, die Rechtsschutzversicherungs-Gesellschaft X.________ sei zu verpflichten, ihm im Rechtsstreit mit der B._________ Treuhand AG für vorprozessuale Beratung durch seinen Anwalt, für die Gerichtskosten (inklusive Expertenhonorare), sowie für die Entschädigung des eigenen und allenfalls des Gegenanwaltes Kostengutsprache zu erteilen. Mit Klageantwort vom 25. Februar 1999 beantragte die Beklagte die Abweisung der Klage mit den Begründungen, es fehle an einer versicherungsvertraglichen Deckung, der Kläger sei gegenüber der B.________ Treuhand AG nicht aktivlegitimiert und der Prozess habe keine Erfolgschancen. Der zweite Schriftenwechsel führte dazu, dass die Aktivlegitimation des Klägers von der Beklagten anerkannt wurde. Das Handelsgericht des Kantons Aargau hiess die Klage mit Urteil vom 26. April 2000 gut und erklärte die Beklagte pflichtig, dem Kläger für den Rechtsstreit mit der B.________ Treuhand AG Kostengutsprache in der maximalen Höhe von Fr. 154'000.-- zu gewähren (für vorprozessuale Beratung durch den klägerischen Anwalt, Gerichtskosten und zur Entschädigung der Parteianwälte). Die Rechtsschutzversicherungs-Gesellschaft X.________ beantragt mit staatsrechtlicher Beschwerde, das Urteil des Handelsgerichts sei aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an dieses zurückzuweisen. E.H.________ schliesst auf Nichteintreten, evtl. auf Abweisung der staatsrechtlichen Beschwerde. Das Handelsgericht hat auf Vernehmlassung verzichtet. Die Beschwerdeführerin hat gegen das Urteil des Handelsgerichts beim Bundesgericht auch Berufung eingelegt.