Citation: 1B_273/2022 E. 6.2

6.2. Die Ermittlungen der Strafbehörden zeigen, dass die Beschwerdeführerin am 6. Oktober 2021 zusammen mit E.B.________ und deren Sohn D.B.________ nach Deutschland zu F.________ gefahren ist, wo sich E.B.________ und deren Sohn in der Folge aufgehalten haben. Weiter ist erstellt, dass die Beschwerdeführerin am 16. Oktober 2021 Nachrichten mit einer mitbeschuldigten Person austauschte, in welchen über eine beabsichtigte Paketsendung an E.B.________ nach Deutschland gesprochen wurde. In diesem Zusammenhang hat die Beschwerdeführerin geschrieben, das Paket müsse an "ihn" geschickt werden, weil die Post gesichtet werde. Sodann hat sich ergeben, dass am 4. November 2021 auf einem Mobiltelefon, welches zeitweise im Besitz der Beschwerdeführerin war und später von der Schwester der Beschwerdeführerin der Polizei übergeben wurde, zwei Zeitungsartikel aufgerufen wurden, welche die Entführung von D.B.________ thematisierten. Auf dem gleichen Mobiltelefon wurden gleichentags zwei Mitteilungen empfangen, welche mit "Liebe A.________" beginnen. Erstellt ist sodann, dass F.________ die Beschwerdeführerin am 15. November 2021 an deren Wohnort besucht hat. Insoweit werden die vorläufigen Ermittlungsergebnisse von der Beschwerdeführerin nicht bestritten. Sie wendet jedoch ein, sie habe nicht von der Unrechtmässigkeit des Aufenthalts von E.B.________ und deren Sohn in Deutschland gewusst, das angesprochene Mobiltelefon sei am 4. November 2021 nicht in ihrem Besitz gewesen bzw. an diesem Tag nicht von ihr, sondern von ihrer Schwester benutzt worden und sie sei zum fraglichen Zeitpunkt ohnehin schwer krank gewesen.