Citation: 2C_698/2019 E. 3.2.1

3.2.1. In rechtlicher Hinsicht legt die Vorinstanz dar, eine Anbieterin, die die von der Vergabebehörde festgelegten Eignungskriterien nicht erfülle, sei vom Vergabeverfahren auszuschliessen. Würden einzelne Musskriterien nicht erfüllt, führe dies allerdings nicht zwingend zum Ausschluss aus dem Vergabeverfahren. Dies ergebe sich allein schon aus der Rechtsprechung, wonach ein Ausschluss aus dem Verfahren nicht überspitzt formalistisch sein dürfe. Zwingende Vorgaben, deren Nichterfüllung zu einem Ausschluss führten, seien nur dann gerechtfertigt, wenn die Vorgaben konkret als zweckmässig erschienen. Der Vergabebehörde komme bei der Bewertung von Eignungskriterien ein erheblicher Ermessenspielraum zu (vgl. E. 4.3 des angefochtenen Urteils).