Citation: I 1001/06 30.01.2007 E. 3

Im vorinstanzlichen Entscheid wird in Würdigung der Aktenlage festgestellt, dass sich die Eltern des Beschwerdeführers, als sie sich für die Einschulung ihres Sohnes ins Kollegium X.________ entschieden, der fehlenden IV-Zulassung dieser Schule und dem sich daraus ergebenden Risiko, sämtliche Schulkosten selber tragen zu müssen, durchaus bewusst waren. Das Bundesgericht ist an diese Feststellung des kantonalen Gerichts gebunden, zumal sie keineswegs als offensichtlich unrichtig bezeichnet werden kann (vgl. Erw. 1.2 hievor): Vielmehr bestätigten die Eltern in ihrer vorinstanzlichen Beschwerde einen Protokolleintrag der IV-Behörden, wonach die Unterscheidung zwischen IV-anerkannten und anderen Schulinternaten bereits am 24. April 2003, d.h. rund zwei Wochen nach Eingang der Anmeldung bei der IV-Stelle und noch mehrere Monate vor Eintritt des Beschwerdeführers ins Kollegium X.________, Gegenstand eines Telefongesprächs zwischen dem zuständigen Sachbearbeiter und der Mutter des versicherten Knaben bildete. Unter diesen Umständen hat die Vorinstanz zu Recht erkannt, dass es jedenfalls nicht auf eine Verletzung der Beratungspflicht (im Sinne unrichtiger Beratung, fehlender Aufklärung oder unterlassener Hinweise) zurückzuführen ist, wenn die von den Eltern getroffene Wahl schliesslich auf ein in der Invalidenversicherung nicht zugelassenes Schulinstitut fiel. Ob die behördliche Beratungstätigkeit auch im Übrigen hinreichend war, mag offen bleiben. Hier ist allein entscheidend, dass die Eltern des Beschwerdeführers nicht durch eine Verletzung der dem Versicherungsträger obliegenden Beratungspflicht nach Art. 27 Abs. 2 ATSG zu einer nachteiligen Disposition im Sinne der dargelegten Rechtsprechung (Erw. 2 hievor am Ende) verleitet wurden. Die Übernahme der aufgelaufenen Schulkosten zu Lasten der Invalidenversicherung gestützt auf Treu und Glauben bzw. eine Haftung aus Art. 78 ATSG fällt somit ausser Betracht.