Citation: 8C_16/2024 E. 5.3

5.3. Ebenfalls fehl geht ihr Vorbringen, mit dem Schreiben vom 8. Juni 2022 sei sie nicht darüber in Kenntnis gesetzt worden, dass nebst der Möglichkeit "die Originalbestellscheine" am Sitz des Beschwerdegegners einzusehen auch noch "übrige Akten" im Allgemeinen, bzw. entscheidrelevante Beweismittel einsehbar seien, womit das rechtliche Gehör verletzt worden sei. Diese Behauptung ist aktenwidrig. Im Schreiben vom 8. Juni 2022 wies der Beschwerdegegner ausdrücklich darauf hin, dass "Eine Zusammenstellung der sichergestellten umfangreichen Bestellscheine" einen erheblichen Aufwand bedeuten würde, weshalb die Möglichkeit bestünde, "die Original-Bestellscheine sowie auch die weiteren bereits erwähnten Unterlagen" einzusehen. Welche Akten im einzelnen vor Ort vorhanden gewesen wären, brauchte der Beschwerdegegner im Schreiben vom 8. Juni 2022 nicht explizit aufzulisten. Aus dem Schreiben geht unmissverständlich hervor, dass gewisse, ohne erheblichen Aufwand bereitzustellende Dokumente zuhanden der Beschwerdeführerin verschickt wurden und die weiteren Akten aus dem sozialversicherungsrechtlichen Verfahren am Sitz des Beschwerdegegners hätten eingesehen werden können. Die Rüge, die "Gegenüberstellung angeblich unrechtmässig geltend gemachter Ausfallstunden" sei ihr nicht zugestellt worden, geht daher fehl. Der Beschwerdegegner weist zudem darauf hin, dass diese von ihm erstellte Gesamtübersicht der unrechtmässig bezogenen Kurzarbeitsentschädigung mit der Revisionsverfügung vom 13. Mai 2022 zugestellt worden sei, was die Beschwerdeführerin nicht substanziiert bestreitet. Sie konnte sich somit spätestens im Rahmen des Einspracheverfahrens damit auseinander setzen. Wenn die Beschwerdeführerin ferner moniert, ihr hätte auch Einsicht in die USB-Sticks mit den Lohnabrechnungen, Arbeitsverträgen sowie den E-Mails gewährt werden müssen, ist zu wiederholen, dass ihr die Einsicht in diese Dokumente vor Ort gewährt worden wäre.