Citation: U 206/03 04.02.2004 E. 3

In materieller Hinsicht wird in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde einzig noch geltend gemacht, es läge eine unfallbedingte psychische Schädigung vor, welche einen Anspruch auf die beantragten Leistungen auslöse. Für eine nähere Prüfung der Auswirkungen der daneben bestehenden, ärztlicherseits bescheinigten Leiden (Hautproblematik am rechten Unterschenkel, Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen, Magenbeschwerden) auf die Leistungsberechtigung besteht für das Eidgenössische Versicherungsgericht daher und auf Grund der Aktenlage kein Anlass. 3.1 Nachdem die SUVA die Leistungserbringung in Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 3. November 1989 - abgesehen von den Heilungskosten für die als unfallkausal anerkannten Hautbeschwerden am rechten Unterschenkel - mit Verfügung vom 4. März 1994 und Einspracheentscheid vom 1. Juni 1994 abgelehnt hatte und dies sowohl vom kantonalen Verwaltungsgericht mit Entscheid vom 6. Dezember 1995 als auch vom Eidgenössischen Versicherungsgericht mit Urteil vom 30. Juni 1997 (U 26/96) bestätigt worden war, wandte sich der heutige Beschwerdeführer I im September 1998 erneut an die SUVA mit dem Begehren um Zusprechung weiter gehender Leistungen. Gegen den die erneut ablehnende Verfügung vom 29. März 1999 bestätigenden Einspracheentscheid der SUVA vom 20. August 1999 liess er wiederum Beschwerde erheben, welche auf kantonaler Ebene mit vorliegend angefochtenem Entscheid vom 18. Juli 2003 abgewiesen wurde. Im Laufe des vorinstanzlichen Verfahrens liess das kantonale Gericht ein Gutachten der Medizinischen Abklärungsstelle der Invalidenversicherung (MEDAS) erstellen, welches am 19. März 2001 erstattet wurde. Diese Expertise, zu welcher unter anderm ein psychiatrisches Teilgutachten des MEDAS-Chefarztes Dr. med. M.________ vom Spital X.________ vom 29. Januar 2001 gehört, veranlasste den heutigen Beschwerdeführer I, dem Eidgenössischen Versicherungsgericht am 30. März 2001 ein Gesuch um prozessuale Revision des Urteils vom 30. Juni 1997 (U 26/96) einzureichen, welches indessen mit Urteil vom 10. Oktober 2002 (U 118/01) abgewiesen wurde. 3.2 Im MEDAS-Gutachten vom 19. März 2001 wird dem Beschwerdeführer I eine posttraumatische Belastungsstörung attestiert, welche zusammen mit den somatischen Schädigungen zu einer 70%igen Arbeitsunfähigkeit im angestammten Malerberuf und zu einer 50%igen Einschränkung bei leichteren körperlichen Tätigkeiten geführt habe. Diese erstmals diagnostizierte psychische Beeinträchtigung und die dadurch bedingte Verminderung des Leistungsvermögens, welche gemäss Teilgutachten des Dr. med. M.________ vom 29. Januar 2001 allein 25 % ausmacht, betrachtete das Eidgenössische Versicherungsgericht in seinem Urteil vom 10. Oktober 2002 (U 118/01) nicht als Revisionsgrund im Sinne von Art. 137 lit. b OG, weil im massgebenden, bis zum Erlass des Einspracheentscheids der SUVA vom 1. Juni 1994 dauernden Prüfungszeitraum nie von einer psychischen Störung die Rede war und eine damals schon darauf zurückzuführende Verminderung der Arbeitsfähigkeit auch durch das neu aufgelegte MEDAS-Gutachten vom 19. März 2001 nicht als ausgewiesen gelten konnte. Von vornherein erübrigte sich damit für das Eidgenössische Versicherungsgericht eine Prüfung der Unfallkausalität einer allfälligen psychischen Fehlentwicklung. Im vorliegenden Verfahren stellt sich nunmehr die Frage, ob die laut Expertise der MEDAS vom 19. März 2001 aktuell bestehende psychische Störung und die im Hinblick darauf bescheinigte Verminderung des Leistungsvermögens um 25 % noch auf den Unfall vom 3. November 1989 zurückzuführen sind, wobei eine solche Annahme mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt sein müsste. Die Darlegungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zeigen unter Bezugnahme auf die dazu ergangene Rechtsprechung auf, dass ein Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 3. November 1989 und sich erst Jahre später manifestierenden psychischen Störungen theoretisch zwar denkbar wäre. Konkrete Anhaltspunkte, welche - zumindest im Sinne einer überwiegenden Wahrscheinlichkeit - für einen solchen Konnex sprechen würden, werden hingegen nicht genannt und ergeben sich auch nicht aus den Akten. Die kaum näher begründete Bejahung der Unfallkausalität durch Dr. med. M.________ im Rahmen der MEDAS-Untersuchung vermag diesbezügliche Zweifel nicht überzeugend auszuräumen. Die darauf gestützte Argumentation in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, wonach psychische Schwierigkeiten schon Jahre vor der entsprechenden Diagnosestellung durch die Ärzte der MEDAS vorgelegen hätten und es nunmehr zu einer Verschlimmerung gekommen sei, kann lediglich als Behauptung qualifiziert werden, für die sich ein rechtsgenüglicher Nachweis nicht erbringen lässt. Dies gilt im Übrigen ebenso für die Geltendmachung eines am 3. November 1989 erlittenen, aktenmässig jedoch keineswegs belegten Schleudertraumas der Halswirbelsäule. Mangels eindeutiger Fakten kann die natürliche Kausalität des Unfalles für die nunmehrige psychische Beeinträchtigung nicht als ausgewiesen gelten, weshalb dem Beschwerdeführer I, wie SUVA und Vorinstanz im Ergebnis richtig erkannt haben, insoweit keine Leistungen der Unfallversicherung zustehen. Dessen Vorbringen, welche sich zur Hauptsache auf die ohnehin nicht mehr zu prüfende Adäquanzfrage beziehen, ändern daran nichts.