Citation: 1C_15/2023 E. 2

Soweit die Beschwerdeführerin bestreitet, dass sich die KWI auf wohlerworbene Rechte berufen kann, gehen ihre Einwendungen an der Sache vorbei. So stellt sie selbst nicht infrage, dass die KWI über eine Konzession verfügt, die der KWI Wassernutzungsrechte einräumt. Dass diese Konzession der KWI - unabhängig von den direkten und indirekten Besitzverhältnissen an ihr - ein wohlerworbenes Recht verschafft, geht klar aus Art. 40 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 43 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 22. Dezember 1916 über die Nutzbarmachung der Wasserkräfte (Wasserrechtsgesetz, WRG; SR 721.80) hervor. Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, vermag daran nichts zu ändern. Sie argumentiert namentlich, dass die KWI im Zeitpunkt des Baubeginns ihrer Kraftwerksanlagen angeblich damit rechnen musste, genügende Restwassermengen belassen zu müssen. Es ist jedoch nicht ersichtlich, wie dieser Umstand dazu führen soll, dass die wohlerworbenen Rechte der KWI nicht geschützt sein sollen. Diese entstehen nämlich mit der Konzessionserteilung und nicht mit dem Baubeginn (siehe zum Ganzen BGE 107 Ib 140 E. 3a).