Citation: 2C_291/2023 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer bringt vor, er leide an einer autosomal dominanten polyzystischen Nierenerkrankung. Eine künftige Dialysebedürftigkeit könne nur verhindert werden, wenn der Blutdruck mittels Medikamenten optimal eingestellt werde. Ausserdem müsse die Erkrankung regelmässig kontrolliert werden. Der Beschwerdeführer vertritt die Auffassung, die Vorinstanz sei in antizipierter Beweiswürdigung unhaltbar zum Schluss gelangt, dass der Gesundheitszustand einer Ausreise nicht im Wege stehe, da die dem Beschwerdeführer verschriebenen Medikamente in einer Spitalapotheke in der Hauptstadt Ghanas verfügbar seien. Dabei stütze sich die Vorinstanz, so der Beschwerdeführer weiter, im Wesentlichen auf das medizinische Consulting des Staatssekretariats für Migration vom 17. Juni 2020. Auf eine Rückfrage des Migrationsamts habe das Staatssekretariat allerdings keine Abklärungen im Sinne eines medizinischen Consultings vorgenommen, sondern sich mit einer einfachen E-Mail begnügt. Die darin enthaltene Aussage werde durch keine Quellenangabe belegt und es bleibe unklar, wie hoch die Gesamtkosten der medizinisch notwendigen Behandlung ausfallen würden. Überdies stamme die Rückmeldung des Staatssekretariats von einem "Länderanalyst Südeuropa". Indem sich die Vorinstanz bloss auf das medizinische Consulting sowie auf eine unfundierte Aussage eines unzuständigen Sachbearbeiters stütze, nehme sie, so der Beschwerdeführer folgernd, eine unhaltbare antizipierte Beweiswürdigung vor und verletze die Begründungspflicht gemäss Art. 29 Abs. 2 BV.