Citation: 6B_196/2021 E. 6.3.3

6.3.3. Die Wahl der Strafart für die einzelnen Delikte wird auch vom Beschwerdeführer 3 nicht beanstandet. Damit bleibt es bei der jeweiligen Ausfällung einer Freiheitsstrafe. Der Beschwerdeführer 3 rügt zu Recht, dass die Vorinstanz in unzulässiger Weise von der vom Bundesgericht entwickelten Methodik zur Gesamtstrafenbildung abweicht und ihre Begründungspflicht verletzt, indem sie die Delikte des Raufhandels und der Gefährdung des Lebens zum Nachteil von G.________ und damit zwei völlig unterschiedliche Sachverhaltskomplexe pauschal "mit 1 Jahr [recte: mit einem dreiviertel Jahr] taxiert", mithin zu einer (zweiten) Deliktsgruppe zusammenfasst. Der Beschwerdeführer 3 verkennt oder aber ignoriert jedoch, dass die Vorinstanz die Einsatzstrafe für die versuchte eventualvorsätzliche Tötung nicht um ein halbes Jahr erhöht hat. Sie hat stattdessen die von ihr in einer ersten Deliktsgruppe zusammengefassten Delikte einer Gesamtwürdigung unterzogen und für diese eine Einsatzstrafe von dreieinhalb Jahren festgesetzt. Damit weicht die Vorinstanz in ihrer Strafzumessung wiederum von der vom Bundesgericht entwickelten Methodik zur Gesamtstrafenbildung gemäss Art. 49 Abs. 1 StGB ab. Es kann hierzu und vorbehältlich des Umstandes, dass die zweite Deliktsgruppe im vorliegenden Verfahren andere Delikte umfasst als jene im Verfahren 6B_196/2021 und dass lediglich dem Beschwerdeführer 1 eine verminderte Schuldunfähigkeit attestiert worden ist, vollumfänglich auf die Ausführungen unter Ziffer 5.4.1 f. hiervor verwiesen werden. Die Vorinstanz hat auch für den Beschwerdeführer 3 die Strafe anhand des in Ziffer 5.4.3 dargelegten methodischen Vorgehens und vorbehältlich der lediglich dem Beschwerdeführer 1 attestierten verminderten Schuldfähigkeit festzulegen. Da lediglich der Beschwerdeführer 3 Beschwerde gegen das vorinstanzliche Urteil erhoben hat, wird sie zudem das Verbot der reformatio in peius zu berücksichtigen haben.