Citation: 4A_488/2023 E. 4.2

4.2. Das Schiedsgericht liess den in der Berufungsbegründung erhobenen Einwand der Beschwerdeführerin nicht gelten, wonach das Schiedsgericht vorschriftswidrig zusammengesetzt sei: Es erwog unter Hinweis auf die Rechtsprechung des EGMR sowie des Bundesgerichts, dass das bestehende System des TAS in Bezug auf die Ernennung der Schiedsrichter den Anforderungen an die Unabhängigkeit und Unparteilichkeit genüge. Dies insbesondere auch unter Berücksichtigung des Umstands, dass der Vorsitzende des Schiedsgerichts durch den Präsidenten der Berufungskammer des TAS bestimmt wird. Ohnehin seien nach den anwendbaren Verfahrensregeln Einwände gegen die Zusammensetzung des Schiedsgerichts innert sieben Tagen nach Bekanntwerden des Grundes zu erheben. Dies sei nicht erfolgt, weshalb das Recht der Beschwerdeführerin, sich auf die vorschriftswidrige Zusammensetzung des Schiedsgerichts zu berufen, verwirkt sei.