Citation: C 148/05 29.09.2005 E. 3

Streitig und zu prüfen ist, ob die Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen ist, dass der Beschwerdeführer mit einem Autohandel ein selbstständiges Einkommen erzielt hat, das bei der Festsetzung des Taggeldanspruchs als Zwischenverdienst zu berücksichtigen ist. Die Vorinstanz verneinte das Vorliegen einer Handelstätigkeit allein gestützt auf die Angaben aus dem Polizeirapport vom 7. September 2002, kam aber zum Schluss, gestützt auf das weitere Indiz der Vermögensflussrechnung, welche - in Abweichung von einigen Berechnungsdetails des AWA - einen Vermögensvorschlag von Fr. 63'247.- ergebe, sei das Betreiben eines Autohandels zu bejahen. Der Versicherte sei deshalb entgegen der Auffassung des AWA nicht als vermittlungsunfähig zu betrachten, indes sei der Vermögensüberschuss als Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit und damit als Zwischenverdienst zu betrachten, weshalb der Versicherte für das Jahr 2002 keinen Anspruch auf Taggelder der Arbeitslosenversicherung habe. Demgegenüber anerkennt der Beschwerdeführer zwar die Feststellungen der Vorinstanz, wonach er im Jahr 2002 einen Vermögenszuwachs von Fr. 58'438.-, einen Privataufwand von Fr. 55'660.- sowie Einnahmen von Fr. 50'851.- erzielt habe und ihm deshalb im Sinne eines Vermögensüberschusses nicht deklarierte Einkünfte von Fr. 63'247.- zugeflossen sein müssten. Er bestreitet jedoch, dass für diesen Betrag keine plausible Erklärung bestehe und deshalb von Einkünften aus Autoverkäufen auszugehen sei. Dazu bringt er insbesondere vor, gestützt auf einen Privataufwand von Fr. 48'010.- sowie ein Reineinkommen von Fr. 80'542.- für das Jahr 2001 ergebe sich ein Einnahmenüberschuss von Fr. 32'532.- für das Jahr 2001, welcher für den Erwerb der in der Steuererklärung 2002 nicht deklarierten Fahrzeuge aufgewendet worden sei. Sodann sei ein Betrag von DM 30'000.- (rund Fr. 22'500.-) als Erbvorbezug ebenfalls Bestandteil des Vermögensüberschusses, womit lediglich ein offener Betrag von Fr. 8'215.- (Fr. 63'247.- abzüglich Fr. 32'532.-, abzüglich Fr. 22'500.-) resultiere. Auch wenn es sich dabei um Einkünfte aus Autoverkäufen handeln würde - was bestritten werde -, wäre dieser relativ geringe Betrag von vornherein lediglich als Liebhaberei und nicht als Erwerbstätigkeit zu werten, weshalb dieser bei den Taggeldleistungen auch nicht im Sinne eines Zwischenverdienstes anzurechnen wäre.