Citation: 1B_656/2021 E. 6.3

6.3. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist eine Grobtriage durch die Strafbehörden grundsätzlich zulässig. Es bestehen keine Hinweise darauf, dass die Strafbehörden über das im Rahmen einer solchen Vortriage zulässige Mass hinaus Aufzeichnungen und Gegenstände durchsucht hätten. Eine Sicherstellung der untersuchungsrelevanten Beweismittel ohne vorhergehende Grobtriage wäre zudem insbesondere in den Büroräumlichkeiten des als Rechtsanwalt tätigen Beschwerdeführers auch aufgrund des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes kaum praktikabel gewesen. Eine Verletzung von Art. 247 Abs. 2 StPO ist somit nicht ersichtlich. Überdies sieht das Gesetz ohnehin kein ausdrückliches Verwertungsverbot für unzulässig vortriagierte Beweismittel vor; auch dass die Strafbehörden bei den Hausdurchsuchungen "unerlaubten Zwang" angewandt hätten, geht aus den Akten nicht hervor und wird vom Beschwerdeführer auch nicht weiter substanziiert (vgl. E. 2.1 hiervor). Der angefochtene Entscheid ist daher auch in diesem Punkt nicht zu beanstanden.