Citation: K 156/00 09.11.2001 E. 4

4.- Zu prüfen bleibt, ob die Sauerstofftherapie mit Flüssigsauerstoff während des Zeitraums vom 5. Dezember 1998 bis 30. Juni 1999 auf Grund der ALT Pflichtleistung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung war. a) Wie aus dem mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereichten Schreiben des BSV an die Vorinstanz vom 10. März 2000 hervorgeht, waren im Zeitpunkt des Schreibens und damit während des vorliegend relevanten Zeitraums in der ALT, Ausgabe 1. Juni 1996, "von früher her" immer noch Preise für Flaschenfüllungen von 2000- und 5000-Literflaschen, eine Leihgebühr für eine Flasche und das Druckreduzierventil und eine Zustellgebühr aufgeführt. Diese Umschreibung der kassenpflichtigen Leistungen war ab 1. Januar 1996 mit anderen, angepassten Vergütungsbeträgen in die MiGeL übernommen worden. Eine Streichung der entsprechenden Produkte in der ALT erfolgte jedoch zunächst nicht. b) Aus der dargestellten Sachlage kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten: Das in der ALT aufgeführte Produkt war nach dem Gesagten auch in der MiGeL bereits vor dem 1. Juli 1999 enthalten. Dabei handelt es sich jedoch nicht um den vorliegend interessierenden Flüssigsauerstoff, welcher somit bis zum 30. Juni 1999 weder in die MiGeL noch in die ALT aufgenommen worden war. Dass die Aufzählung der kassenpflichtigen Arzneimittel in der ALT nicht abschliessend sei, behauptet der Beschwerdeführer zu Recht nicht. Auch die ALT bietet demnach keine Grundlage für die Übernahme der Kosten der Sauerstofftherapie mit Flüssigsauerstoff durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung vor dem 1. Juli 1999.