Citation: 8F_8/2023 E. 4.2

4.2. Der Gesuchsteller stützt sich zur Begründung seines Antrags auf die Medienmitteilung des BSV vom 4. Oktober 2023 und den damit zusammenhängenden Zuweisungsstopp an die PMEDA sowie auf die Evaluation der EKQMB vom 7. November 2023. Die qualitative Auswertung von 32 PMEDA-Gutachten der Jahre 2022 und 2023 habe ergeben, dass diese in über 70 % der Fälle gravierende formelle und inhaltliche Mängel aufwiesen. Wie in BGE 144 V 258 sei auch hier zu bejahen, dass diese neue Tatsache geeignet sei, wenn sie bekannt gewesen wäre, zu einem anderen Ausgang des Verfahrens zu führen. Mit dem Wissen um die gravierenden formellen und inhaltlichen Mängel gleich zu entscheiden, wäre willkürlich gewesen. Im Rahmen der Revision sei das Urteil 8C_558/2015 insofern zu korrigieren, als das psychiatrische PMDA-Gutachten nicht Grundlage für die Verneinung eines Leistungsanspruchs bilden könne, zumal der Überprüfungsbericht der EKQMB vom 7. November 2023 fehlerhafte Gutachten bis mindestens ins Jahr 2013 zurück erwähnt habe.