Citation: 6B_592/2014 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz erwägt zusammengefasst, der Beschwerdeführer sei besonders verwerflich vorgegangen. Er habe seine ahnungs- und wehrlose Ehefrau hinterrücks überfahren. Um sicher zu gehen, dass sie sterben würde, habe er mit dem Radmutternschlüssel mehrfach kräftig auf ihren Kopf eingeschlagen, als sie regungs- und wehrlos am Boden lag. Indem er den seiner Ehefrau zu Hilfe eilenden Zeugen bedroht habe, habe er die Unbeirrbarkeit und Beharrlichkeit offenbart, mit der er die Tötung angestrebt habe. Insgesamt zeuge die Tat von ausserordentlicher Brutalität und Kaltblütigkeit. Er habe besonders grausam und skrupellos gehandelt (Urteil S. 13 ff.). Die Vorinstanz erachtet als erwiesen, dass die Trennung von seiner Ehefrau und ihre anschliessende Beziehung mit einem Türken Beweggrund für die Tat des Beschwerdeführers war. Dieser habe sich durch ihre Weigerung, zu ihm zurückzukehren, und durch ihre neue Beziehung gedemütigt sowie gekränkt gefühlt. Daran vermöchten auch die Ausführungen zum Beweggrund im forensisch-psychiatrischen Gutachten nichts zu ändern. Die Tat zeuge von Eifersucht und sei als Rachehandlung zu verstehen. Der Beschwerdeführer habe seine eigenen Interessen weit über diejenigen seiner Ehefrau gestellt und mit der Tat einen ausserordentlichen Egoismus gezeigt. Er habe aus einem vergleichsweise geringfügigen Anlass getötet und eine extreme Geringschätzung des Lebens ausgedrückt. Seine vermeintliche Kränkung stehe in einem krassen Missverhältnis zu dem von ihm vernichteten Leben. Sein Verhalten sei nicht nachvollziehbar, zumal die Ehe gescheitert und gerichtlich getrennt gewesen sei. Insgesamt sei auch der Beweggrund besonders verwerflich (Urteil S. 17 ff.). An der Qualifikation seines Verhaltens als Mord würden auch allfällige Rechts- und Wertvorstellungen seiner Herkunftskultur nichts ändern. Es sei ihm zwar zuzugestehen, dass er sich durch das Verhalten seiner Ehefrau verletzt fühlte und wütend sowie verzweifelt war. Er habe sich indessen nicht in einer schweren Konfliktsituation befunden. Das von ihm durch das Verhalten seiner Ehefrau subjektiv erfahrene Unrecht lasse seine Tat nicht einfühlbar erscheinen. Auch habe er selbst eine andere Frau gesucht, weil seine Ehefrau nicht zu ihm habe zurückkehren wollen. Damit habe er sein Verhalten nach den hierzulande geltenden Wertmassstäben ausgerichtet. Ferner lebe er seit mehr als 24 Jahren in der Schweiz, weshalb nicht von andauernden Assimilierungsschwierigkeiten auszugehen sei. Ein möglicher fremdkultureller Hintergrund der Tat sei nicht zu beachten (Urteil S. 20 ff. mit Hinweisen). Die Vorinstanz gelangt zum Schluss, sowohl die Art der Tatausführung als auch der Beweggrund des Beschwerdeführers seien besonders verwerflich im Sinne von Art. 112 StGB. Er habe um die ausserordentliche Brutalität und Kaltblütigkeit seines Verhaltens sowie die Verwerflichkeit seines Beweggrundes gewusst und direkt vorsätzlich gehandelt. Er sei wegen Mordes schuldig zu sprechen (Urteil S. 22 f.).