Citation: 6B_943/2020 E. 3.5

3.5. Der Grundsatz der Individualisierung und das dem Sachgericht bei der Strafzumessung eingeräumte weite Ermessen führen notwendigerweise zu einer gewissen vom Gesetzgeber in Kauf genommenen Ungleichheit. Selbst gleich oder ähnlich gelagerte Fälle unterscheiden sich durchwegs massgeblich in zumessungsrelevanten Punkten. Die aus diesen Umständen resultierende Ungleichheit in der Zumessung der Strafe reicht für sich allein nicht aus, um auf eine Ermessensüberschreitung zu schliessen (vgl. BGE 135 IV 191 E. 3.1 S. 193; Urteil 6B_507/2020 vom 17. August 2020 E. 2.2.2). Der Hinweis der Beschwerdeführerin auf andere Fälle ist nicht relevant. Die Vorinstanz weist auf die dreijährige Deliktsperiode hin, die Vertrauensstellung als Abteilungsleiterin mit operativen Kompetenzen, den erheblichen Deliktsbetrag von rund Fr. 80'000.-- (d.h. jährlich knapp Fr. 23'000.-- bei einem Umsatz von rund Fr. 300'000.--) und das den mit Schliessung bedrohten Betrieb schädigende, äusserst egoistische Handeln der verantwortlichen Abteilungsleiterin.