Citation: 6B_1403/2016 E. 3.6

3.6. Auch bei der Würdigung der Aussagen von G.________ verfällt die Vorinstanz nicht in Willkür; selbst dann nicht, wenn dieser mutmasslich näher beim Tatgeschehen stand als C.________. Auf ihre Ausführungen kann verwiesen werden (Urteil S. 61 f. E. 2.5.2). Namentlich ist es vertretbar, dass sie zum Schluss gelangt, angesichts des langen Zeitablaufs komme den Aussagen von G.________ nur eine geringe Bedeutung zu. Sie würden auch inhaltlich nichts zur Klärung beitragen. Es würden einerseits die Angaben der Hauptzeugin von der Tatnacht gestützt (zweiteilige Auseinandersetzung, ein kleinerer Kokainverkäufer, der dann voraus über die Brücke gegangen sei und Verstärkung per Telefon gerufen habe, der Messerstecher, der grösser und nicht mit dem Drogenverkäufer identisch gewesen sei). Andererseits mache er auch abweichende Aussagen, in dem der kleinere Drogenanbieter Solothurner Dialekt mit ausländischem Akzent gesprochen und Militärhosen getragen haben soll; er habe in einer Balkansprache telefoniert. Beim Messerstecher (den er gemäss Aussagenbeginn eigentlich gar nicht beschreiben könne) würden die Aussagen zur Grösse und zur Haarfarbe mit der Hauptbelastungszeugin übereinstimmen und D.________ als Täter ausschliessen. Gewisse Abweichungen gebe es bei der Kleidung und der Haarlänge (Urteil S. 62).