Citation: 9C_48/2022 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdeführerin bringt im Wesentlichen vor, das kantonale Gericht missachte die Rechtsprechung gemäss BGE 143 V 190. Zudem sei der hier zu beurteilende Sachverhalt nicht mit dem des genannten BGE vergleichbar. Den medizinischen Unterlagen lasse sich nicht entnehmen, dass der Versicherte keine Kapazitäten habe, sich während der Berufsausübung im Freien auch noch auf den eigentlichen Gehvorgang zu konzentrieren, oder dass er zur Berufsausübung auf ein "Genium" angewiesen sei, während ein "C-Leg 4" dafür nicht genüge. Die Konzentrationsstörung habe den zum Agrar- und Pflanzenschutzingenieur ausgebildeten Versicherten weder am Abschluss seines Masterstudiums (im Juni 2020) noch an der anschliessenden Berufsausübung als Aussendienstmitarbeiter gehindert. Sie sei im neuropsychologischen Bericht vom 17. August 2020 als diffus bezeichnet und einer vorübergehenden psychischen Beeinträchtigung zugeordnet worden und wiege jedenfalls nicht so schwer, dass deswegen ein "Genium" notwendig gewesen wäre. Für das Gehen und Stehen auf unebenem Gelände und damit das Begehen von Feldern genüge das "C-Leg 4". Der Versicherte müsse nur selten Sachen heben und weder schwere und teure Materialien transportieren noch ständig Treppen bewältigen oder gar rückwärtsgehen.