Citation: 2C_944/2020 E. A

Der kosovarische Staatsangehörige A.A.________ (geb. 1980) reiste erstmals am 10. März 2002 in die Schweiz ein und stellte gleichentags ein Asylgesuch. Dieses wurde am 11. Juni 2002 abgewiesen und A.A.________ aus der Schweiz weggewiesen. In der F olge tauchte er zwar unter, konnte jedoch am 25. August 2002 in sein Heimatland zurückgeführt werden. A.a. A.A.________ heiratete am 20. Juli 2007 eine in der Schweiz niederlassungsberechtigte deutsche Staatsangehörige, reiste am 25. Januar 2008 zufolge Familiennachzugs in die Schweiz ein und erhielt am 12. Februar 2008 eine Aufenthaltsbewilligung. Am 25. Mai 2011 trennte sich A.A.________ von seiner deutschen Ehefrau. Das Migrationsamt des Kantons Solothurn verlängerte ihm gestützt auf die vormalige eheliche Gemeinschaft von über drei Jahren am 15. Februar 2013 die Aufenthaltsbewilligung. Am 1. April 2014 wurde die Ehe zwischen A.A.________ und seiner deutschen Ehefrau geschieden. A.b. Am 30. Mai 2014 heiratete A.A.________ die kosovarische Staatsangehörige B.A.________ (geb. 1991) im Kosovo. Bei der Überprüfung des Familiennachzugsgesuchs stiess das Migrationsamt zwar auf Ungereimtheiten, konnte zwischen A.A.________ und seiner ersten Ehefrau eine Scheinehe jedoch nicht rechtsgenüglich nachweisen. Deshalb sah das Migrationsamt am 17. April 2015 von einem Widerruf der Aufenthaltsbewilligung von A.A.________ ab und trat auf das Familiennachzugsgesuch ein. Am 26. Mai 2015 erhielten B.A.________ sowie die beiden gemeinsamen Töchter die Einreiseerlaubnis. Am 15. Juni 2015 reisten sie in die Schweiz ein. A.A.________ und B.A.________ haben heute drei gemeinsame Kinder: C.A.________ (geb. 2012), D.A.________ (geb. 2014) und E.A.________ (geb. 2017). Alle verfügen über eine Aufenthaltsbewilligung. A.c. A.A.________ trat während seines Aufenthalts in der Schweiz wiederholt strafrechtlich in Erscheinung und wurde wie folgt verurteilt: Haftstrafe von sechs Tagen, bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von einem Jahr, wegen geringfügigen Diebstahls, begangen am 25. April 2002 (Strafverfügung des Untersuchungsrichteramts des Kantons Solothurn vom 13. Mai 2003); Geldstrafe von 25 Tagessätzen zu je Fr. 100.--, bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von zwei Jahren, und Busse von Fr. 500.-- wegen Fälschung von Ausweisen, Erschleichung eines Ausweises und Fahrens ohne Führerausweis, begangen in der Zeit vom 25. Januar 2008 bis 5. November 2008 (Strafverfügung der Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn vom 19. Januar 2009); Busse von Fr. 400.-- wegen einfacher Verletzung der Verkehrsregeln, begangen am 9. April 2014 (Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Landschaft vom 27. Mai 2014); Busse von Fr. 180.-- wegen Missachtens der Sperrfläche ohne Gefährdung und Nichtbeachten des Vorschriftsignals "Einfahrt verboten", begangen am 20. Dezember 2015 (Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn vom 15. Januar 2016); Freiheitsstrafe von 30 Monaten, davon 20 Monate bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von zwei Jahren, wegen Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz (SR 812.121), Gehilfenschaft zur Fälschung von Ausweisen und Förderung des rechtswidrigen Aufenthaltes, begangen in der Zeit von Anfang 2015 bis am 10. Februar 2016 (Urteil vom 28. März 2018 des Obergerichts des Kantons Solothurn). B.A.________ ist in der Schweiz nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten. A.A.________ sowie B.A.________ mussten nie von der Sozialhilfe unterstützt werden (Stand: 31. Oktober 2019) und gegen sie bestehen weder Betreibungen noch Verlustscheine (Stand: 30. Oktober 2019).