Citation: 5C.290/2001 18.02.2002 E. 7

7.- Die Berufung muss in zwei Punkten gutgeheissen werden. Das Obergericht wird die Fragen nach dem Erwerbs- bzw. Erwerbsersatzeinkommen des Beklagten sowie nach dessen Rentenansprüchen neu zu beurteilen haben, wobei damit zusammenhängende Faktoren unter Umständen einzubeziehen sein werden (E. 2-4 hiervor). Die Rückweisung entspricht nicht dem Hauptantrag, so dass die Berufung nur teilweise gutzuheissen ist (Messmer/Imboden, a.a.O., Anm. 6 S. 171). In Anbetracht des noch offenen Ergebnisses der Beweisführung rechtfertigt es sich, die Gerichtskosten hälftig zu teilen und die Parteikosten wettzuschlagen (Art. 156 Abs. 3 und Art. 159 Abs. 3 OG). Die Klägerin ist nachgewiesenermassen bedürftig; daran ändert der inzwischen erhaltene Güterrechtsanteil von Fr. 15'000.-- nichts, der ihr als Notreserve zu belassen ist (vgl. die Nachweise bei Bühler, Die Prozessarmut, in: Gerichtskosten, Parteikosten, Prozesskaution, unentgeltliche Prozessführung, Bern 2001, S. 131 ff., S. 155). Als Berufungsbeklagte kann ihr die Aussichtslosigkeit des gestellten Rechtsbegehrens nicht entgegengehalten werden, zu dessen Erhebung und Begründung sie fraglos auf anwaltliche Hilfestellung angewiesen gewesen ist (Geiser, Grundlagen, in: Prozessieren vor Bundesgericht, 2.A. Basel 1998, N. 1.42 S. 21 f. und S. 23). Ihrem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege kann entsprochen werden (Art. 152 OG).