Citation: 6B_1029/2016 E. 3.4

3.4. Für eine Befangenheit des Gutachters (vgl. Urteil 6B_520/2014 vom 26. Januar 2016 E. 1.3) sind keine stichhaltigen Anhaltspunkte zu erkennen (dazu Urteil S. 13 ff.). Es genügt nicht, dass das Gutachten nicht den Erwartungen entspricht (vgl. 6B_709/2016 vom 5. September 2016 E. 3). Eine Befangenheit lässt sich nicht bereits aus der Tatsache konstruieren, dass der Gutachter als Bereichsleiter METAS die Freigabe des Messmittels signierte. Es ist Sinn und Zweck eines amtlichen Gutachtens, allfällige "Diskrepanzen" aufgrund "besonderer Kenntnisse und Fähigkeiten" (Art. 182 Abs. 1 StPO) zu eruieren und zu erläutern. Die sachverständige Person teilt dem Gericht aufgrund ihrer Sachkunde entweder Erfahrungs- oder Wissenssätze ihrer Disziplin mit, erforscht erhebliche Tatsachen oder zieht sachliche Schlussfolgerungen aus bestehenden Tatsachen; sie ist Entscheidungsgehilfe des Gerichts, dessen Wissen sie durch besondere Kenntnisse aus ihrem Sachgebiet ergänzt (Urteil 6B_488/2016 vom 5. September 2016 E. 3.4.2). Sie hat sich im Gutachten nicht mit technischen Details und denkbaren Eventualitäten auseinanderzusetzen, die angesichts der Fragestellung nicht relevant sind (im Übrigen Art. 189 StPO). Die Vorinstanz weist denn auch auf ein "Kurzgutachten" hin, dass sich in denkbaren Fehlerquellen erschöpfe (Urteil S. 10; zu Privatgutachten BGE 141 IV 369 E. 6.2; Urteil 6B_20/2014 vom 14. November 2014 E. 7.2). Es erübrigt sich, auf die dem Gutachter unterstellte mangelnde "Gerätekompetenz" (oben E. 3.1.4; Beschwerde S. 23 f.) oder den Vorwurf eines Agierens "ohne tiefgreifendes und aktuelles Fachwissen" (Urteil S. 12 f.) einzugehen. Das sind argumenta ad personam ("au simple motif que la réponse est donnée par celui-là que l'on soupçonne d'être de mauvaise foi" (FRANÇOIS MARTINEAU, Petit traité d'argumentation judiciaire et de plaidoirie, 7éme édition, Dalloz, Paris 2017, n. 113.251).