Citation: 4P.269/2004 14.04.2005 E. 3

Die Beschwerdeführer werfen dem Kantonsgericht sodann vor, es habe die Beweise bezüglich des wirklichen Willens der Parteien in Verletzung von Art. 9 BV willkürlich gewürdigt. Es sei willkürlich anzunehmen, die Parteien hätten für die Zeit vom 16. bis 31. August 2000 eine einmonatige Kündigungsfrist gewollt. Eine solche Feststellung findet sich indessen nirgends im angefochtenen Urteil. Was die Beschwerdeführer als tatsächliche Feststellung des Kantonsgerichts ausgeben, ist vielmehr eine von diesem in Anwendung der Regeln des Obligationenrechts gezogene Schlussfolgerung. Das Kantonsgericht hält zunächst fest, dass die vertragliche Vereinbarung einer Probezeit bis Ende August 2000 insoweit nichtig ist, als damit gegen die zwingende Vorschrift von Art. 335b Abs. 2 OR verstossen wurde. Es erwägt sodann, dass für die Zeit zwischen dem 16. und dem 31. August 2000 die siebentägige Kündigungsfrist von Art. 335b Abs. 1 OR nicht gelten kann und diesbezüglich eine Vertragslücke vorliegt, die durch die Anwendung von Art. 335c Abs. 1 OR zu füllen ist. Soweit die Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang vorbringen, die Rechtsanwendung durch das Kantonsgericht beruhe auf willkürlicher Vertragsauslegung, ist auf ihre Rügen nicht einzutreten. Sie haben nicht beachtet, dass es dabei um Fragen der Anwendung des Bundesrechts im Sinne von Art. 43 OG geht, die bei Berufungsfähigkeit der Streitsache, wie sie hier gegeben ist, ausschliesslich im Berufungsverfahren zu behandeln sind (Art. 84 Abs. 2 OG).