Citation: 8C_10/2018 E. 5.3.2

5.3.2. Auf ein im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholtes Gutachten ist rechtsprechungsgemäss abzustellen, wenn nicht konkrete Indizien - entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers genügen nicht bereits geringe Zweifel! - gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470; vgl. auch Urteil 8C_5/2018 vom 2. März 2018 E. 5). Solche vermag der Versicherte nicht darzutun, zumal er weitgehend die bereits vorinstanzlich erhobenen Einwendungen wiederholt, mit denen sich das kantonale Gericht einlässlich auseinandergesetzt hat. Die Kritik des Beschwerdeführers hinsichtlich der somatisch bedingten Arbeitsunfähigkeit gründet fast ausschliesslich auf den Berichten des behandelnden Prof. Dr. med. Dr. phil. E.________. Diesbezüglich hat das kantonale Gericht zu Recht auf die Erfahrungstatsache hingewiesen, wonach behandelnde Ärzte im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5 S. 470; 135 V351 E. 3a/cc S. 353; Urteil 8C_8/2018 vom 23. April 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Bezüglich der erneut geltend gemachten Schmerzen hat die Vorinstanz sodann zutreffend dargelegt, dass nach der Rechtsprechung die fortgesetzte Krankheitsbehandlung, die insbesondere auch die dauernde Einnahme ärztlich verschriebener Medikamente umfasst, in aller Regel eine jederzeit zumutbare Form allgemeiner Schadenminderung ist; dazu zählt auch die dauernde Einnahme von ärztlich verschriebenen Schmerzmitteln, selbst wenn diese mit Nebenwirkungen verbunden ist (vgl. Urteil 8C_625/2016 vom 24. Januar 2017 E. 3.4.1 mit Hinweisen). Hinsichtlich der psychischen Beschwerden hat das kantonale Gericht aufgezeigt, dass die zusätzliche psychiatrische Begutachtung durch Dr. med. D.________ auf Empfehlung des RAD erfolgte, da die im psychiatrischen Teilgutachten der medexperts AG vom 19. Januar 2016 gestellten Diagnosen sowie die versicherungsmedizinische Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht nachvollziehbar seien. Das Gutachten des Dr. med. D.________ vom 26. September 2016 setzt sich - wie in der RAD-Stellungnahme vom 25. Oktober 2016 festgehalten wurde - eingehend mit dem Vorgutachten auseinander und legt dar, weshalb auf die darin enthaltenen divergierenden Feststellungen und Folgerungen nicht abgestellt werden kann. Konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit dieser Expertise werden nicht geltend gemacht und ergeben sich nicht aus den Berichten der behandelnden Psychiaterin. Der Beschwerdeführer macht indes geltend, der angefochtene Entscheid sei mit der neusten bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu psychischen Erkrankungen nicht vereinbar, da gemäss BGE 143 V 409 und 143 V 418 nunmehr grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien. Diesbezüglich ist einzuräumen, dass die Auffassung des kantonalen Gerichts, wonach selbst eine allfällige mittelgradige depressive Störung keine Arbeitsunfähigkeit zu begründen vermöchte, weil sie in der Regel therapierbar sei, als überholt zu gelten hat. Allerdings bleibt ein erneutes psychiatrisches Gutachten entbehrlich, wenn im Rahmen fachärztlicher Berichte eine invalidenversicherungsrechtlich relevante Arbeitsunfähigkeit in nachvollziehbar begründeter Weise verneint werden kann (BGE 143 V 409 E. 4.5 S. 415 f.). Diese Voraussetzung ist im vorliegenden Zusammenhang ohne Weiteres zu bejahen, zumal sich aus dem beweiskräftigen Gutachten des Dr. med. D.________ vom 26. September 2016 überzeugend ergibt, dass der Beschwerdeführer aus psychiatrischer Sicht in einer leidensangepassten Tätigkeit spätestens seit August 2013 vollumfänglich arbeitsfähig ist. Soweit sich das kantonale Gericht schliesslich bezüglich Verlauf der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit auf die einlässliche Beurteilung des med. pract. F.________ vom 25. Oktober 2016 stützt, setzt sich der Beschwerdeführer damit nicht auseinander.