Citation: 8C_63/2017 E. 4.2.2

4.2.2. Das kantonale Gericht hat sich einlässlich mit der Frage auseinandergesetzt, wie sich die unfallbedingten Bewegungseinschränkungen an den Schultern und die Belastungsintoleranz der Lendenwirbelsäule in den einzelnen Tätigkeitsgebieten des von der Versicherten geführten Unternehmens auswirkten. Es ist zum Schluss gelangt, dass sie mit einer zumutbaren betrieblichen Umorganisation und Verschiebung ihrer Aufgabenbereiche weiterhin uneingeschränkt arbeitstätig sein könne. Hinsichtlich der vor dem Unfall vom 30. Oktober 2009 ausgeübten, körperlich belastenden Verrichtungen (wie Bewirtschaftung des Lagers oder Auf- und Abbau von Messeständen) sei sie zwar gezwungen, ersatzweise eine geeignete Person einzusetzen. Solche wenig qualifizierte Arbeiten seien indessen geringer entlöhnt als die nunmehr im Rahmen der Schadenminderungspflicht zusätzlich zu übernehmenden Tätigkeiten im Bereich der Führung des Unternehmens (beispielsweise Übernahme der bislang ausgelagerten Lohn- und übrigen Buchhaltung), weshalb nicht mit Mehrkosten zu rechnen sei. Auf eine detaillierte erwerbliche Gewichtung in den einzelnen von der Versicherten vor dem Unfall vom 30. Oktober 2009 ausgeübten Tätigkeiten mittels branchenüblicher Lohnansätze, die etwa bezüglich der Führungsfunktion ohnehin schwierig wäre, könne verzichtet werden. Entgegen ihrer Ansicht erübrigten sich daher zusätzliche erwerbliche Abklärungen. Auch so stehe mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest, dass sie trotz der Unfallfolgen nicht in wesentlichem Ausmass erwerbsunfähig sei und deshalb kein rentenbegründender Invaliditätsgrad von mindestens 10 % vorliege.