Citation: 4A_223/2021 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer berufe sich auf eine vertragliche Einigung im Rahmen eines Briefwechsels vom Februar 2014. Darin hätten sich die Parteien - so der Standpunkt des Beschwerdeführers - auf "die Herausgabe der 299 Unzen Gold in der beantragten Stückelung zu einem Preis von CHF 14.00" verständigt. Konkret mache der Beschwerdeführer geltend, mit Schreiben vom 8. Februar 2014 die Herausgabe von 299 Unzen Gold in im Einzelnen präzisierter Stückelung (Canadian Maple Leaves et cetera) verlangt zu haben. Im darauf folgenden Schreiben vom 11. Februar 2014 seien die Kosten für die Herausgabe von der Beschwerdegegnerin 1 auf Fr. 14.-- je Unze, total Fr. 4'186.--, veranschlagt worden. Am 17. Februar 2014 habe er (der Beschwerdeführer) der Beschwerdegegnerin 1 mitgeteilt, er entnehme dem Schreiben, dass sie seinem Wunsch nach physischer Aushändigung der Goldmünzen und X.________s gerne entspreche; die bei diesem Prozedere anfallenden Kosten von Fr. 14.-- je Unze nehme er zur Kenntnis. Der Beschwerdeführer - so hält die Vorinstanz zusammenfassend fest - behafte die Beschwerdegegnerinnen nun auf der "Zusage" von Fr. 14.-- je Unze. Das Obergericht bemerkte sodann, dass dieser Argumentation des Beschwerdeführers der folgende Passus des erwähnten Schreibens der Beschwerdegegnerin 1 vom 11. Februar 2014 zugrunde liege: " Selbstverständlich führen wir Ihren Auftrag zur Umwandlung der 299-Gold-Unzen in die von Ihnen gewünschten Gold-Münzen und Gold-X.________s gerne aus. Bitte beachten Sie, dass diese Transaktion mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Die Kosten setzen sich wie folgt zusammen: pro Unze = CHF 14.00 × 299 = Totale Kosten CHF 4'186.00. Diese Münzen und X.________s können auch transferiert werden." Indes - so führte das Obergericht weiter aus - sei das betreffende Schreiben wesentlich umfangreicher. Es laute wie folgt (Absatznummern durch die Vorinstanz hinzugefügt) : (1) Die Bank B.________ AG respektiert voll und ganz das Recht des Kun den, je derzeit über ihre Vermögenswerte zu verfügen. Aufgrund der beste henden rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen und aus Gründen des Risikomanagements erwartet die Bank B.________ jedoch von ihren Kunden, dass diese für Bargeldauszahlungen, Wertpapiere und Edelmetalle die üblichen Methoden für elektronische Überweisungen nutzen. (2) Aus diesen Gründen können wir Ihrer Forderung nach Auslieferung der geforderten Goldmünzen und X.________s nicht nachkommen. (3) [entspricht dem oben wiedergegebenen Passus] (4) Sie haben aber auch noch die zusätzliche Möglichkeit des Transfers der Gold-Unzen aus Ihrem Edelmetallkonto heraus. (5) Diese Vorgehensweisen mindern in keiner Art und Weise den von Ihnen erwähnten und von der Bank B.________ gewährten Lieferanspruch. (6) Sollten Sie keine Umwandlung der Gold-Unzen in Münzen und X.________s wünschen, dann bitten wir Sie um umgehende Benachrich tigung. Für den Transfer der Go ld-Unzen oder der G ol d-Münzen und X.________s brau chen wir von Ihnen zwingend die notwendigen Informationen (N ame des Bankinstitutes, Adresse, IBAN, Depotnummer etc.)." Die Vorinstanz hielt fest, dass sich diese Ausführungen als unklar erwiesen. Aus diesem Schreiben (und insbesondere aus dessen Absatz 2) ergebe sich jedenfalls mit aller Deutlichkeit, dass sich die Beschwerdegegnerin 1 damals der vom Beschwerdeführer verlangten physischen Herausgabe des Goldes widersetzt habe. Unter diesen Umständen könne nicht ohne Weiteres davon ausgegangen werden, dass sich die offerierten Kosten von Fr. 14.-- je Unze auf eine (eben verweigerte) physische Auslieferung bezogen hätten. Auch in Absatz 3 sei einzig von einer "Umwandlung", nicht aber von einer "Herausgabe" oder "Auslieferung" die Rede.