Citation: 8C_632/2018 E. 4

Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, das interdisziplinäre (neurologische, neuropsychologische, neuro-otologische, otologische, neuroradiologische und psychiatrische) Gutachten des Spitals E.________ vom 30. Dezember 2013 erfülle die Anforderungen an eine medizinische Beurteilungsgrundlage. Es bestehe kein Grund, darauf nicht abzustellen. Die umfassenden bildgebenden sowie klinisch- und apparativ-neurologischen Untersuchungen hätten ausser der inzwischen verheilten Rissquetschwunde und einer allfälligen Unterbrechung der Gehörknöchelchenkette keine organisch-strukturellen Folgen des Unfalls vom 3. Oktober 2007 gezeigt. Bei Fallabschluss per 1. Dezember 2013 sei der natürliche Kausalzusammenhang zwischen diesem Unfall und den gesundheitlichen Beschwerden des Versicherten zu bejahen. Es sei davon auszugehen, dass er bei diesem Unfall ein leichtes bis mittelschweres Schädelhirntrauma erlitten habe. Die psychischen Beschwerden seien im Vergleich mit den weiteren Beschwerden nicht dominierend. Deshalb sei die Adäquanzprüfung nach der Schleudertrauma-Praxis vorzunehmen. Unbestritten stehe fest, dass der Versicherte beim Unfall vom 3. Oktober 2007 auf einer dreiteiligen ausziehbaren Kombi-/Stehleiter gestanden sei und Firstbalken in einem Raum gemalt habe, als die Leiter zusammengebrochen bzw. der ausziehbare Leiterteil abgebrochen sei. Er sei zu Boden gestürzt und habe sich insbesondere am Vorderkopf verletzt. Aufgrund der Akten sei von maximal 4,7 Metern Fallhöhe auszugehen. Praxisgemäss sei der Unfall als mittelschwer im Grenzbereich zu den schweren Ereignissen einzustufen. Erfüllt seien folgende drei Adäquanzkriterien: erhebliche Beschwerden, schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen sowie erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen bis zum Fallabschluss. Somit seien die gesundheitlichen Beschwerden des Versicherten adäquat unfallkausal. Gemäss dem Gutachten des Spitals E.________ vom 30. Dezember 2013 sei er für sämtliche Tätigkeiten zu 100 % arbeitsunfähig. Ab 1. Dezember 2013 sei ihm deshalb eine unbefristete Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 100 % zuzusprechen. Bezüglich der Integritätsentschädigung sei die Sache noch nicht spruchreif, obwohl das neuro-otologische Teilgutachten des Spitals E.________ vom 14. Januar 2013 festgehalten habe, aufgrund der Schallleitungsschwerhörigkeit bestehe ein Integritätsschaden von 5 %. Denn laut dem Gesamtgutachten des Spitals E.________ vom 30. Dezember 2013 könne zur Integritätsentschädigung noch nicht Stellung bezogen werden, da kein Endzustand erreicht sei. Folglich sei die Sache an die Suva zurückzuweisen, damit sie den Integritätsschaden unter Beizug von Sachverständigen ermittle und anschliessend diesbezüglich neu verfüge.