Citation: 5A_116/2023 E. A

A.a. A.________ (geb. 1972) und B.________ (geb. 1973) sind die seit 2005 verheirateten Eltern von C.________ (geb. 2008). A.b. Die Eltern trennten sich. Im danach eingeleiteten Eheschutzverfahren einigten sie sich darauf, das Kind unter die Obhut des Vaters zu stellen (Entscheid vom 23. Juli 2018). A.c. Im in der Zwischenzeit eingeleiteten Scheidungsverfahren am Bezirksgericht Zofingen wurde in der Folge ein Gutachten zur Frage eingeholt, mit welcher Regelung der Obhut dem Wohl des Kindes am besten gedient ist (Gutachten vom 9. Dezember 2020). Daraufhin wurde das Kind mit Entscheid vom 29. Juni 2021 zunächst vorsorglich unter die Obhut der Mutter gestellt. Die dagegen - vom Kind - erhobene Berufung wies das Obergericht des Kantons Aargau mit Entscheid vom 15. November 2021 ab. Die Umsetzung scheiterte jedoch; das Kind wohnte und wohnt weiterhin beim Vater. A.d. Mit Eingabe vom 14. Januar 2022 beantragte die Beiständin des Kindes dessen vorübergehende Fremdplatzierung. Beide Elternteile beantragten ebenfalls die Fremdplatzierung des Kindes in einer geeigneten Institution (der Vater für die Dauer eines halben Jahres ab Rechtskraft des Entscheids). Mit vorsorglichem Entscheid vom 28. Juni 2022 lehnte das Bezirksgericht die Fremdplatzierung des Kindes ab und stellte es erneut unter die Obhut des Vaters.