Citation: I 506/01 13.09.2002 E. 3

3.1 Gemäss Art. 11 Abs. 1 IVV in der bis 31. Dezember 1996 gültig gewesenen Fassung übernimmt die Versicherung die für den Besuch der Sonderschule sowie für die Durchführung pädagogisch-therapeutischer Massnahmen notwendigen invaliditätsbedingten Transportkosten. Vergütet werden die Kosten, die den Preisen der öffentlichen Transportmittel für Fahrten auf dem direkten Weg entsprechen, oder die Kosten des von der Sonderschule organisierten Sammeltransportes. Ausnahmsweise können die Kosten anderer Transportmittel vergütet werden, wenn die Schule deren Benützung als notwendig erachtet. Nach der Rechtsprechung zu dieser Bestimmung war die Übernahme der Kosten anderer als der öffentlichen Verkehrsmittel auch dann möglich, wenn der versicherten Person die Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel unmöglich oder unzumutbar war. Für die Beurteilung der (Un-)Zumutbarkeit, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen, waren nach der Rechtsprechung die gesamten Umstände des Einzelfalles massgeblich, insbesondere das Alter, der Gesundheitszustand, ein allenfalls unverhältnismässig grosser Zeitaufwand infolge schlechter Verkehrsverbindungen und die Länge des Schulweges (nicht veröffentlichtes Urteil M. vom 25. Februar 1987, I 125/86; Hardy Landolt, Das Zumutbarkeitsprinzip im schweizerischen Sozialversicherungsrecht, Zürich 1995, S. 253 f. mit weiteren Hinweisen). Auf Grund des allgemeinen Verhältnismässigkeitsgrundsatzes war ausserdem erforderlich, dass die Transportkosten in einem vernünftigen Verhältnis zum angestrebten Eingliederungserfolg standen (BGE 107 V 87). 3.2 Mit Verordnung vom 25. November 1996 hat der Bundesrat die Massnahmen für die Sonderschulung und die Betreuung von hilflosen Versicherten vor dem vollendeten 20. Altersjahr neu geregelt und dabei unter anderem Art. 11 IVV in der bis dahin geltenden Fassung aufgehoben. Der seit 1. Januar 1997 in Kraft stehende Art. 8quater IVV (vgl. Erw. 1a hievor) entspricht laut den amtlichen Erläuterungen zur entsprechenden Änderung der IVV den bis zu diesem Zeitpunkt geltenden Art. 8 Abs. 1 lit. d, 11 Abs. 1, 12 Abs. 1 lit. e, 12 Abs. 2 sowie 90 Abs. 5 IVV. Da somit keine materielle Änderung gegenüber der bis dahin geltenden Rechtslage stattfand, ist die dazu ergangene Rechtsprechung (Erw. 3.1 hievor) weiterhin massgebend.