Citation: 4A_412/2019 E. 8.1

8.1. Die Vorinstanz führte aus, nachdem die Beschwerdeführerin mit ihrer Schadenersatzforderung nicht durchdringe, sei eine Honorarminderung zu prüfen. Die diesbezüglichen Ausführungen der Beschwerdeführerin, die einen Abzug von 50 % des Anteils der Bauleitung am Gesamthonorar der Beschwerdegegnerin (23 %) vorgenommen habe, seien ungenügend. Die Beschwerdeführerin habe nicht weiter begründet, weshalb das Honorar auf die Hälfte zu reduzieren wäre. Sie habe nicht ansatzweise dargelegt, welchen Anteil an der Arbeit der Beschwerdegegnerin die ungenügenden Leistungen ausmachen würden. Weiter könnten Fehler im Rahmen der Planung nicht berücksichtigt werden, da diese nicht nach Auftragsrecht zu beurteilen seien. Aus den resultierenden Schäden könne auch nicht auf einen Reduktionsanspruch geschlossen werden. Das mit der G.________ AG vereinbarte Honorar, das zur Plausibilisierung der klägerischen Behauptung herangezogen werden könne, sei fast zwei Mal geringer als der von der Beschwerdeführerin geforderte Abzug, wozu sich die Beschwerdeführerin gar nicht geäussert habe. Dem Gericht würden die Grundlagen fehlen, welche eine begründete Kürzung des Honorars erlauben würden [ang. Entscheid, 6.3].