Citation: 8C_491/2020 E. 4.1

4.1. Dr. med. B.________ führte im Schreiben vom 25. November 2019 wörtlich Folgendes aus: "Es ist korrekt, dass ich persönlich ein Telefongespräch mit Mitarbeitenden der Mobiliar im Zusammenhang mit der Begutachtung des Beschwerdeführers geführt habe. In diesem Zusammenhang sind Fragen bezüglich des materiellen Gehalts des Gutachtens angesprochen worden. Ich hatte darauf hingewiesen, dass die Tinnitus-Problematik nicht monokausal auf einen prozentualen Innenohrschaden zurückzuführen sei, sondern dass die gesamte Hörbahn bis zur zentralen Hörwindung bei der Tinnitus-Genese eine klinisch relevante Rolle spielen würde. In Anbetracht der langjährigen Lärmanamnese mit Exposition gegenüber gehörschädigendem Lärm am Arbeitsplatz sei es durchaus denkbar, dass der Arbeitsplatz des Versicherten für sein chronisches Leiden hauptverantwortlich sein könnte, obwohl die Frage nach einer Berufskrankheit (70%iger Gehörverlust, das intakte Gesamtgehör mit 200 % veranschlagt) verneint werden muss. Es gäbe gegenwärtig auch noch keine klinisch tauglichen Untersuchungsmethoden, um die oben beschriebenen modernen Forschungsresultate zu untermauern. Ich habe auch darauf hingewiesen, dass die von der Mobiliar gestellten Fragen dem Wissensstand der frühen 80er Jahre entsprechen würden und dem tatsächlichen Sachverhalt aber kaum Genüge leisten würden. Was das Telefongespräch zwischen Sekretariatsmitarbeitenden mit Mitarbeitenden der Mobiliar anbetrifft, so wurden diesbezüglich nur organisatorische Aspekte thematisiert."