Citation: 1C_169/2015 E. 10.1

10.1. Die Vorinstanz verwarf den vom Beschwerdeführer erhobenen Einwand der Übergeschossigkeit der geplanten Baute. Zur Begründung führte sie zusammengefasst an, nach der insoweit massgebenden Reglung in Art. 162 Abs. 1 Ziff. 2 BauG gelte ein Dachgeschoss als Vollgeschoss, wenn seine nutzbare Fläche mehr als 70 % der Grundfläche des darunter liegenden Vollgeschosses betrage. Diese Begrenzung sei vorliegend eingehalten, weshalb das Dachgeschoss kein Vollgeschoss sei. Da Art. 162 Abs. 1 Ziff. 2 BauG bezüglich des Vollgeschosses ausschliesslich auf eine Flächenberechnung abstelle, komme es insoweit nicht darauf an, was optisch einem Vollgeschoss gleichwertig angesehen werden könne. Für die Auslegung dieser Regelung seien Gesetzesbestimmungen anderer Kantone und die darauf basierenden Urteile weder bindend oder richtungsweisend. Die Definition des Dachgeschosses gemäss Art. 162 Abs. 1 Ziff. 2 BauG könne durch die in § 30 und § 31 BauV enthaltenen Gestaltungsvorschriften nicht eingeschränkt oder abgeändert werden. Das geplante Dachgeschoss erfülle die Voraussetzungen dieser Vorschriften.