Citation: 8C_511/2022 E. 5.1.1

5.1.1. Die Vorinstanz erwog diesbezüglich in ihrem Rückweisungsentscheid vom 27. April 2020, die gegebenen Umstände führten jedenfalls in ihrer Gesamtheit dazu, dass zumindest geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der kreisärztlichen Stellungnahmen bestünden (so insbesondere kein Ausschluss struktureller Läsionen im Röntgenbild gemäss Austrittsbericht vom 25. Februar 2013; Fehlen eines eigentlichen Befundberichts über die Röntgenaufnahmen vom 14. Februar 2013; frühere [teilweise] Bejahung der Frage, ob dieses Ereignis zu strukturellen bildgebend nachweisbaren Läsionen geführt habe, durch die Kreisärztin Dr. med. G.________, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, und spätere gegenteilige Aussage ohne Begründung für den Meinungswechsel; abweichende Beurteilung durch die Handchirurgin Dr. med. H.________; soweit ersichtlich unzutreffende Annahme der Kreisärztin Dr. med. I.________, die vorbestehenden Schmerzen seien aktenmässig dokumentiert). Da beide Parteien davon ausgingen, die Unfallkausalität hänge davon ab, ob das Ereignis vom 14. Februar 2013 zu bildgebend nachweisbaren strukturellen Läsionen geführt habe, würden sich ergänzende Abklärungen zu diesem Punkt als unumgänglich erweisen. In einem ersten Schritt werde die Suva die damals erstellten Röntgenbilder zu beschaffen und eine spezialärztliche Befundung dieser Aufnahmen zu veranlassen haben. Sollte die fachkundige Auswertung der Bilder (wenn nötig in Verbindung mit einer weiteren ärztlichen Beurteilung) ergeben, dass das Ereignis vom 14. Februar 2013 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu einer bildgebend nachweisbaren strukturellen Läsion geführt habe, wäre eine versicherungsexterne handchirurgische Begutachtung in die Wege zu leiten. Dasselbe gelte, falls sich die Bilder allenfalls nicht mehr auffinden liessen. Je nach Ausgang der Begutachtung werde weiter vorzugehen sein: Sollte sich ergeben, dass eine strukturelle Läsion nicht überwiegend wahrscheinlich sei, wäre die Kausalität der über den 31. Dezember 2016 hinaus fortbestehenden Beschwerden mit der von der Suva gelieferten Begründung zu verneinen. Die vom Beschwerdeführer für diesen Fall vertretene These, der Vorfall habe zu einer richtunggebenden Verschlimmerung des Vorzustandes geführt, könne nicht als überwiegend wahrscheinlich gelten, falls eine "normale" Kontusion (ohne bildgebend nachweisbare strukturelle Läsion) stattgefunden habe. Der Zustand, wie er vor dem Sturz vom 14. Februar 2013 bestanden habe oder wie er sich auch ohne diesen Vorfall eingestellt hätte, wäre bei einer solchen Kontusion auf jeden Fall vor dem 1. Januar 2017 erreicht worden. Die von der Suva nach dem Rückweisungsentscheid eingeholte versicherungsmedizinische Beurteilung der Dres. med. F.________ und E.________ vom 11. Dezember 2020 erachtete die Vorinstanz als plausibel. Sie erwog, die von der behandelnden Ärztin Dr. med. H.________, Fachärztin für Orthopädie, spez. Handchirurgie, geäusserte Vermutung, dass die STT-Arthrose posttraumatischen Ursprungs sei, werde anhand der konventionellen Röntgenaufnahme vom 14. Februar 2013 widerlegt. Es fehlten nämlich nach einleuchtender Darlegung der Versicherungsmediziner hierzu radiologisch wichtige Kriterien (Bone Bruise; erhöhte Umbauaktivität). Die Suva-Ärzte hätten auch in der MRT- (Magnetresonanztomographie) -Aufnahme vom 17. September 2013 keine Hinweise auf Verletzungen der Mittelhand resp. Handwurzel gesehen, obwohl diese Untersuchung sechs Monate nach dem erlittenen Sturz immer noch Zeichen einer möglichen Fraktur des Trapezius mit Heilung hätte nachweisen können. Weiter hätten sie darauf hingewiesen, dass die in der MRT ersichtliche und von Dr. med. H.________ angesprochene Vertiefung in der Basis des Trapeziums trotz der Deformierung homogene Strukturen zeige, welche sich in dieser Form auch sechs (richtig: sieben) Monate nach einer Impressionsfraktur nicht darstellen würden, sondern es wären mehr Aktivität und Konturunregelmässigkeiten zu erwarten. Zu Recht sei von den Suva-Ärzten auch bedacht worden, dass das vom Beschwerdeführer erst später berichtete Hämatom im Austrittsbericht der Klinik D.________ keine Erwähnung finde (im Gegensatz zu einer diskreten Schwellung). Die Vorinstanz erachtete es nicht als überwiegend wahrscheinlich, dass es sich bei dem vom Beschwerdeführer geschilderten "Schwarzwerden" der Hand um ein Hämatom handelte resp. dass ein solches vorlag. Schliesslich hätten die Versicherungsmediziner der Suva nachvollziehbar dargelegt, dass eine in der MRT vom 17. September 2013 ersichtliche Konturunregelmässigkeit an der Basis des Trapeziums bei einem insgesamt massiv umgestalteten Carpus als Folge einer vermuteten kindlichen Fraktur nicht genüge, um eine (frische) Fraktur im Zusammenhang mit dem Sturz vom 14. Februar 2013 überwiegend wahrscheinlich erscheinen zu lassen.