Citation: 1C_699/2021 E. 2.1

2.1. Die Vorinstanz führte in rechtlicher Hinsicht allgemein aus, gemäss § 239 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes des Kantons Zürich vom 7. September 1975 (PBG; LS 700.1) dürften Bauten und Anlagen weder bei ihrer Erstellung noch durch ihren Bestand Personen oder Sachen gefährden. Diese Bestimmung werde durch § 20 der Besonderen Bauverordnung I vom 6. Mai 1981 (BBV I) konkretisiert, wonach unter anderem Terrassen so zu sichern seien, dass insbesondere für Kinder keine Absturzgefahr besteht. Für die Beurteilung fachgerechter Bauausführung sei nach § 2 BBV I auf Richtlinien und Empfehlungen von anerkannten Fachverbänden abzustellen. Vorliegend sei die SIA-Norm 358 (Ausgabe 2010) betreffend Geländer und Brüstungen einschlägig. Diese schreibe für jede bei Normalbenutzung begehbare Fläche, bei der eine Gefährdung durch Absturz anzunehmen sei, die Sicherung durch ein Schutzelement vor. Dabei gelte jede für Personen zugängliche Fläche als begehbar (Ziff. 2.1.1). Die Anforderungen an Geländer und Brüstungen gingen von Gefahren aus, sie sich bei normaler Benutzung und normalem Verhalten ergeben können (Ziff. 1.3.2), wobei für Wohnbauten das Fehlverhalten unbeaufsichtigter Kinder zu berücksichtigen sei (Ziff. 1.3.3).