Citation: 1C_257/2022 E. 4.2

4.2. Die Schutzdauer beträgt in der Regel 30 Jahre (Art. 9 Abs. 1 BGA) bzw. 50 Jahre bei Archivgut, das nach Personennamen erschlossen ist und besonders schützenswerte Personendaten oder Persönlichkeitsprofile enthält (Art. 11 BGA). Art. 12 Abs. 1 BGA ermächtigt zudem den Bundesrat, zeitlich befristet die Einsichtnahme in Archivgut nach Ablauf der Schutzfrist zu beschränken oder zu untersagen, wenn bei bestimmten Kategorien von Archivgut ein überwiegendes schutzwürdiges öffentliches oder privates Interesse gegen die Einsichtnahme durch Dritte besteht. Gemäss Art. 14 Abs. 2 VBGA beträgt die verlängerte Schutzfrist bei Kategorien von Archivgut in der Regel insgesamt 50 Jahre. Nach Art. 14 Abs. 3 VBGA liegt ein überwiegendes schutzwürdiges öffentliches Interesse gegen die Einsichtnahme vor, wenn die Akteneinsicht geeignet ist, die innere oder äussere Sicherheit der Eidgenossenschaft zu gefährden (lit. a), die Beziehung zu ausländischen Staaten, internationalen Organisationen oder zwischen dem Bund und den Kantonen dauernd zu beeinträchtigen (lit. b) oder die Handlungsfähigkeit des Bundesrats schwerwiegend zu beeinträchtigen (lit. c). Die Bestände mit besonderer Schutzfrist nach Art. 12 Abs. 1 BGA sind in Anhang 3 VBGA aufgeführt (Art. 14 Abs. 5 VBGA). Die Dossiers mit der Signatur "E4268-06" sind der Kategorie "Bundesamt für Polizei: Ablage Registratur (2000-) " zugeordnet und gemäss Anhang 3 VBGA einer verlängerten Schutzfrist unterstellt. Für die Unterlagen der Hauptgruppe 1 (Vorgangskategorien) beträgt die verlängerte Schutzfrist 50 Jahre; für die Ablieferung 2014/25 beträgt die verlängerte Schutzfrist 80 Jahre (vgl. Bemerkungen zur Signatur E4268-06 im Anhang 3 VBGA). Gemäss Feststellungen der Vorinstanz ist das Dossier 2007/112#22 der Hauptgruppe 1 zugeteilt und untersteht somit einer verlängerten Schutzfrist von 50 Jahren; die Dossiers 2014/25#108 und 2014/25#109 unterstehen als Teil der Ablieferung 2014/25 einer verlängerten Schutzfrist von 80 Jahren. Die Beschwerdeführerin bestreitet dies nicht und somit auch nicht, dass alle streitgegenständlichen Dossiers im heutigen Zeitpunkt noch unter der Schutzfrist stehen.