Citation: 6B_149/2022 E. 2.3

2.3. Die Verteidigung war unter dem Gesichtspunkt der offenkundig hinreichenden vorinstanzlichen und bezirksgerichtlichen Begründung im Sinne von Art. 29 Abs. 2 BV in der Lage, das Urteil anzufechten. Unter dem Titel des Gehörsrechts ist darauf hinzuweisen, dass die Entscheidbegründung kurz die wesentlichen Überlegungen nennen muss, von denen sich das Gericht leiten liess und auf die es seinen Entscheid stützt. Es muss sich nicht mit jedem noch so entlegenen Parteivorbringen einlässlich auseinandersetzen. Dies entspricht den konventionsrechtlichen Anforderungen. Die EMRK verpflichtet nach der Rechtsprechung des EGMR, Entscheide zu motivieren, wobei es auf den Einzelfall ankommt, doch lässt sich Art. 6 Ziff. 1 EMRK nicht in der Weise auslegen, dass eine detaillierte Antwort auf jedes Argument gefordert würde. Wie jedes behördliche Handeln hat auch der Motivationsaufwand sachbezogen und verhältnismässig zu sein (BGE 146 IV 297 E. 2.2.7 mit Hinweis auch auf Urteil des EGMR Mäder gegen Schweiz vom 8. Dezember 2015, Verfahren 6232/09 und 21261/10, §§ 75, 77). Das angefochtene Urteil ist in dieser Hinsicht nicht zu beanstanden. Auf die mehrfach mit blosser Zitierung von Art. 6 Ziff. 3 EMRK angezeigte Konventionsverletzung ist mangels qualifizierter Begründung (oben E. 1.2) nicht gesondert einzutreten.