Citation: 6B_659/2018 E. 3.3

3.3. Der Beschwerdeführer ist somit einschlägig vorbestraft. Er wird mit der Anlasstat erneut wegen Drogenhandels verurteilt. Die qualifizierte Widerhandlung gegen Art. 19 Abs. 2 BetmG stellt eine Katalogtat (mit einjähriger Mindeststrafandrohung) dar und führt gemäss Art. 66a Abs. 1 lit. o StGB obligatorisch zur Landesverweisung. Wie die Vorinstanz festhält, ist ein ausnahmsweises Absehen von der Landesverweisung (Art. 66a Abs. 3 StGB fällt hier nicht in Betracht) nur unter den beiden kumulativen Voraussetzungen von Art. 66a Abs. 2 StGB zulässig, nämlich des Vorliegens eines schweren persönlichen Härtefalls und der Annahme eines fehlenden überwiegenden öffentlichen Interesses an der Landesverweisung. Erst wenn feststehe, dass diese einen schweren persönlichen Härtefall bewirken würde, sei in einem zweiten Schritt das private Interesse an einem Verbleib in der Schweiz dem öffentlichen Interesse an einem Verlassen der Schweiz gegenüberzustellen. Resultiere daraus ein überwiegendes öffentliches Interesse, müsse die Landesverweisung verhängt werden (mit Hinweis auf BUSSLINGER/ UEBERSAX, a.a.O., S. 97 f., 102).