Citation: 2C_453/2015 E. 3.1

3.1. Hinsichtlich des Widerrufs der Niederlassungsbewilligung gibt das kantonale Urteil die Rechtslage zutreffend wieder (Art. 63 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 63 Abs. 2, Art. 62 lit. b bzw. lit. c sowie Art. 96 Abs. 1 AuG bzw. Art. 8 Ziff. 2 EMRK). Entgegen der Kritik des Beschwerdeführers haben die kantonalen Instanzen sich auch hinreichend zu den von ihm angerufenen Entscheiden des EGMR (Udeh, Maslov usw.) geäussert und seinen Fall von diesen abgegrenzt. Die Empfehlungen des Ministerkomitees des Europarats Rec (2000) 15 vom 13. September 2000 über den sicheren Aufenthalt von langjährigen Einwanderern bilden kein zwingendes Recht und geben im Wesentlichen lediglich die Kriterien der Interessenabwägung wieder, wie sie der EGMR und das Bundesgericht ihrer Praxis zu Art. 8 EMRK zugrunde legen (vgl. BGE 139 I 16 ff., 31 ff.; 137 II 297 E. 2 - 4; 135 II 377 E. 4; vgl. ZÜND/HUGI YAR, Aufenthaltsbeendende Massnahmen im schweizerischen Ausländerrecht, insbesondere unter dem Aspekt des Privat- und Familienlebens, EuGRZ 40/2013 S. 1 ff. N. 38 ff. und N. 41 ff. mit weiteren Hinweisen).