Citation: I 476/06 10.07.2007 E. 4

4.1 Die kantonale Rekurskommission hat in sorgfältiger, umfassender und überzeugender Würdigung der medizinischen und erwerblichen Akten, insbesondere des Gutachtens des Instituts X.________ vom 18. März 2005 richtig erkannt, dass die Versicherte infolge der relevanten Diagnose (chronisches therapieresistentes panvertebrales Schmerzsyndrom [ICD-10 M54.8], Panikstörung [ICD-10 F41.0], rezidivierende depressive Störung [ICD-10 F33.0] und leichte dissoziative Störung [ICD-10 F44]) sowie unter Berücksichtigung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit bei einem Verhältnis von 80 % Erwerbstätigkeit und 20 % Tätigkeit als Hausfrau einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 16 % aufweist (Art. 8 Abs. 3 und Art. 16 ATSG; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen S. 349; BGE 125 V 146 ff. und SVR 2006 IV Nr. 42 S. 151). 4.2 Die Beschwerdeführerin beruft sich darauf, bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades in der Tätigkeit als Hausfrau sei kein Betätigungsvergleich vorgenommen worden. Da sie vor Eintritt des Gesundheitsschadens als Putzfrau tätig gewesen sei und somit zum grössten Teil die genau gleichen Arbeiten wie als Hausfrau erledigt habe, sei es widersprüchlich, wenn im Gutachten des Instituts X.________ von einer Einschränkung in der Erwerbstätigkeit von 30 %, in der Hausfrauentätigkeit jedoch lediglich von einer solchen von 15 % ausgegangen werde. Aus dem psychiatrischen Gutachten des Dr. med. S.________ vom 13. Dezember 2004 gehe hervor, dass ihr entgegen der Beurteilung im Gutachten des Instituts X.________ eine Restarbeitsfähigkeit im Umfang von 70 % bei einer den Leiden angepassten körperlich leichten bis gelegentlich mittelschweren Tätigkeit nicht zugemutet werden könne, bestätige der Facharzt doch darin eine 75%ige Arbeitsunfähigkeit aus psychischer Sicht. Zudem hätte die Vorinstanz einen Bericht der Psychiatrischen Klinik M.________ vom 11. April 2006 abwarten müssen, welcher im Anschluss an einen stationären Aufenthalt vom 21. Januar bis zum 13. April 2006 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit für jede Tätigkeit attestiere. Bei gebotener Berücksichtigung eines höheren Valideneinkommens von rund Fr. 45'152.-, einer Erwerbseinbusse von Fr. 24'610.- (Invalidenlohn: Fr. 20'542.-) und einer hälftigen Behinderung im Haushalt von gewichtet 10 % ergebe sich ein Gesamtinvaliditätsgrad von 53,2 %. 4.3 Diesen Einwendungen ist zunächst entgegenzuhalten, dass die Tätigkeit als Hausfrau durchaus nicht die gleichen Anforderungen stellt wie der Beruf einer Reinemachefrau, sodass die im Gutachten des Instituts X.________ attestierte geringere Arbeitsunfähigkeit im Haushalt einleuchtet. Der psychiatrische Bericht des Dr. med. S.________ vom 13. Dezember 2004 vermag die Ergebnisse der Begutachtung durch das Institut X.________ im Lichte der Rechtsprechung zur Verschiedenheit von Behandlungs- und Sachverständigenauftrag (BGE 124 I 170 E. 4 S. 175; Urteile K. vom 5. Januar 2007, I 701/05, E. 2; P. vom 2. August 2006, U 58/06, E. 2.2 i.f.; G. vom 13. März 2006, I 676/05, E. 2.4) weder zu erschüttern noch in Zweifel zu ziehen, sodass keine Aktenergänzungen erforderlich sind. Die im Gutachten des Instituts X.________ attestierte Restarbeitsfähigkeit von 70 % in einer angepassten Erwerbstätigkeit ist mit den insgesamt diskreten medizinischen Befunden gut vereinbar, fehlt es doch insbesondere an einer schwerwiegenderen psychopathologischen Entwicklung. Bei diesen Gegebenheiten zeitigte auch eine bedeutend höhere Einschränkung im lediglich 20 % betragenden Haushaltbereich keine rentenrelevanten Auswirkungen, sodass von einer Betätigungsabklärung im Haushalt abgesehen werden konnte. Auf die Ergebnisse im Kurzbericht der Psychiatrischen Klinik M.________ vom 11. April 2006, wo sich die Versicherte vom 25. Januar bis zum 13. April 2006 aufhielt, kann nicht abgestellt werden, fand dieser Aufenthalt doch nach dem Zeitpunkt des Einspracheentscheides vom 29. Juli 2005 statt, welcher für den zu berücksichtigenden Sachverhalt massgebend ist (BGE 130 V 138 E. 2.1 S. 140 mit Hinweisen). In Anbetracht der 70%igen Arbeitsfähigkeit im erwerblichen Bereich kann gegen den vorinstanzlich vorgenommenen Erwerbsvergleich ungeachtet der ziffernmässig genauen Festlegung der beiden Vergleichsgrössen nichts eingewendet werden. Zu Recht hat die kantonale Rekurskommission, auf deren Erwägungen zu verweisen ist (Art. 36a Abs. 3 OG), den Einspracheentscheid daher bestätigt.