Citation: 6B_1166/2019 E. 3.3.2

3.3.2. Wie die Vorinstanz anführt, ist die Hanfpflanze nur unter dem betäubungsmittelrechtlichen Titel verboten, nämlich wegen des abhängigkeitserzeugenden Wirkstoffs THC. Unbestreitbar lässt sich "Cannabisharz (Haschisch) " als Bestandteil der Hanfpflanze phänomenologisch unter "Cannabis" einordnen. Indes sind etwa Cannabissamen gemäss Art. 4 des Verzeichnisses von den Bestimmungen für kontrollierte Substanzen ausgenommen, jedoch ausweislich des Anhangs 5 nicht mehr mit einem Gesamt-THC-Gehalt von mindestens 1,0 Prozent (die gleiche Regelung gilt für Cannabisstecklinge). Es kann nicht ein phänomenologisches Vorverständnis zugrunde gelegt werden. Vielmehr muss für die Erkenntnis, welcher Stoff qualititativ und quantitativ unter den Rechtsbegriff "Cannabis" als verbotenes Betäubungsmittel im Sinne von Art. 2 lit. a und Art. 8 Abs. 1 lit. d BetmG zu subsumieren ist, auf das vom EDI geführte Verzeichnis abgestellt werden.