Citation: 6B_530/2024 E. 2.6

2.6. Betreffend den Tatbestand der Veruntreuung nach Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 i.V.m Ziff. 2 StGB ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer in seiner Funktion als Bankangestellter und Kundenbetreuer von C.B.________ als berufsmässiger Vermögensverwalter im Sinn von Art. 138 Ziff. 2 StGB gilt. Soweit der Beschwerdeführer anführt, es habe kein tatbestandsmässiges Vertrauensverhältnis vorgelegen, kann ihm nicht gefolgt werden. Selbst wenn, wie von ihm geltend gemacht, ein gültiger Vertrag für die Begründung eines Vertrauensverhältnisses nötig wäre, könnte den Ausführungen nicht gefolgt werden, da die Berufung auf einen eigenen einseitigen versteckten Dissens ausgeschlossen ist (BGE 107 II 230 E. 5). Das massgebliche Vertrauensverhältnis besteht grundsätzlich auch dann, wenn der Täter den Treugeber beim Vertragsschluss getäuscht hat (BGE 117 IV 429 E. 3c; Urteil 6B_393/2007 vom 2. November 2007 E. 3.6). Da nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung ein faktisches oder tatsächliches Vertrauensverhältnis für die Begründung eines Werterhaltungsanspruches genügt (vgl. E. 2.2), ist ein solches Vertrauensverhältnis vorliegend ohne Weiteres aufgrund der langjährigen Tätigkeit des Beschwerdeführers als Bankkundenberater von C.B.________ zu bejahen. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass C.B.________ dem Transfer des Geldes in den Tresor gerade deshalb zustimmte, weil der Beschwerdeführer den Tresor C.B.________ als rentablen Aufbewahrungsort des Geldes präsentierte. Damit versprach er eben genau die Werterhaltung oder gar die Wertsteigerung des Vermögens. Dieses Versprechen erfolgte in seiner Funktion als Bankangestellter und im Rahmen des Vertrauensverhältnisses, das sich über die 17-jährige Geschäftsbeziehung zwischen dem Beschwerdeführer als Bankberater und C.B.________ als Kundin, auf Grundlage der Betreuung ihrer Vermögensangelegenheiten ausgebildet hatte. In dieser Funktion konnte der Beschwerdeführer ohne Mitwirkung der Kundin über die in Frage stehenden Geldbeträge verfügen). Er missbrauchte das Vertrauen der Kundin dadurch, dass er das Geld weisungswidrig verwendete, indem er es, nachdem das Geld abgehoben wurde, für seine eigenen persönlichen Ausgaben verwendete. Dass dadurch ein Vermögensschaden entstand, ist unbestritten. Die Frage, bei wem der Schaden eingetreten ist, wird nachfolgend separat betrachtet (E. 3). Der Wille des Beschwerdeführers, den obligatorischen Anspruch von C.B.________ zu vereiteln, ergibt sich insbesondere aus seinem Verhalten gegenüber C.B.________, mit dem er sie überzeugte, dass eine Vermögensverschiebung in den Tresor eine Werterhaltung bzw. sogar eine Wertsteigerung des Vermögens (durch höhere Zinsen) mit sich bringen würde. Der Beschwerdeführer verwendete das Vermögen in seinem Nutzen und liess auch anfänglichen Versprechungen von Rückzahlungen keine Taten folgen. Daraus ergibt sich, dass der Beschwerdeführer vorsätzlich und in der Absicht handelte, sich unrechtmässig zu bereichern. Somit kann der Vorinstanz darin gefolgt werden, dass der Beschwerdeführer sich der Veruntreuung in sieben Fällen schuldig gemacht hat. Ein weiteres Eingehen auf die Vorbringungen des Beschwerdeführers betreffend die Prüfung des Betrugs erübrigt sich deshalb. Da der Antrag des Beschwerdeführers betreffend das Strafmass allein damit begründet ist, dass er eventualiter wegen Betrugs zu verurteilen sei, erübrigt es sich auch hierauf weiter einzugehen. Die Vorinstanz hat mit dem Schuldspruch wegen Veruntreuung kein Bundesrecht verletzt.