Citation: 4A_12/2018 E. 3.4

3.4. Entgegen der in der Beschwerde vertretenen Ansicht hat die Vorinstanz die Schätzung des Verletzergewinns nach Art. 42 Abs. 2 OR auch nicht etwa mit dem Umstand begründet, dass die Beschwerdeführerin nicht die vollständige Buchhaltung der E.________ AG einreichte. Wie im angefochtenen Entscheid ausdrücklich festgehalten, war die Beschwerdeführerin dazu nach dem Teil-Urteil vom 23. Juni 2015 nicht verpflichtet. Die Vorinstanz berücksichtigte den Umstand, dass die Beschwerdeführerin auf eine entsprechende Einreichung verzichtete, vielmehr im Zusammenhang mit der Beurteilung der von der Beschwerdegegnerin behaupteten Unvollständigkeit der eingereichten Kontenblätter. Indem die Beschwerdeführerin nunmehr vorbringt, sie habe sämtliche Rechnungen an die E.________ AG eingereicht und darauf hingewiesen, dass das Wareneinkaufskonto keine weiteren Einkäufe der E.________ AG enthalten habe, weshalb sie keinen weiteren indirekten Beweis für - nach ihrer Ansicht - nicht vorhandene weitere Käufe habe erbringen können, kritisiert sie in unzulässiger Weise die vorinstanzliche Beweiswürdigung. Entsprechendes gilt für ihr Vorbringen, ihre Angaben und Beweismittel zum Wareneinkaufskonto der E.________ AG seien im Gegensatz zum Einwand der Beschwerdegegnerin äusserst detailliert und substanziiert gewesen. Sie vermag in diesem Zusammenhang auch nicht aufzuzeigen, inwiefern ihr zu Unrecht die Beweislast (Art. 8 ZGB) für eine negative Tatsache auferlegt worden wäre; vielmehr wurde ihr prozessuales Verhalten bzw. ihre Mitwirkung bei der Beweisführung gewürdigt, was wiederum die Beweiswürdigung betrifft (vgl. BGE 133 V 205 E. 5.5 S. 217; 119 II 305 E. 1b/aa S. 306). Ebenso wenig vermag sie mit dem Argument, die Eidgenössische Steuerverwaltung habe der E.________ AG eine ordnungsgemässe Buchführung bescheinigt, zu der ex lege (Art. 959b OR) gehöre, dass identische Vorgänge im identischen Konto verbucht würden, eine willkürliche Beweiswürdigung aufzuzeigen.