Citation: 6B_197/2021 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung von Art. 117 StGB. Er habe keine der ihm obliegenden Sorgfaltspflichten verletzt. In der Herstellvorschrift habe er eine Massnahme eingeführt, nämlich die Prüfung, ob das Erdungskabel vorhanden und intakt sei, die den Unfall zu 100 % hätte verhindern können. Dass allenfalls weitere Massnahmen möglich gewesen wären, spiele in Bezug auf seine Strafbarkeit keine Rolle. Es seien immer weitere Massnahmen möglich und denkbar, das führe jedoch nicht zu einem unerlaubten Risiko. Zudem sei es für ihn nicht vorhersehbar gewesen, dass sich ein Mitarbeiter nicht an die Weisungen in der Herstellvorschrift halten und dass sich das Opfer entgegen den klaren Anweisungen nicht am geschützten Arbeitsplatz aufhalten würde. Diese beiden Mitursachen des Unfalls drängten sein angeblich fehlerhaftes Verhalten in den Hintergrund.