Citation: 1C_493/2021 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer macht jedoch geltend, das KOBI - als bloss behördenverbindliches einstweiliges Inventar i.S.v. § 203 Abs. 2 PBG - sei durch den Erlass der Kernzonenbestimmungen grundeigentümerverbindlich umgesetzt worden und habe seither keine eigenständige Bedeutung mehr. Dies trifft materiell-rechtlich zu: Schutzwürdige Ortsbilder sind nach Zürcher Recht planungsrechtlich in erster Linie durch die Festsetzung von Kernzonen zu schützen (§ 24 Abs. 1 KNHV; vgl. auch § 50 Abs. 1 PBG). Dies ist vorliegend erfolgt, und es besteht Einigkeit darüber, dass keine darüber hinausgehenden Schutzmassnahmen erforderlich sind. Dies bedeutet indessen nicht, dass das kantonale Inventar für Mettmenstetten ausser Kraft getreten ist: Wird eine behördenverbindliche Planung (Richtplan) oder Arbeitsgrundlage (Inventar) grundeigentümerverbindlich in der Nutzungsplanung umgesetzt, so wird sie nicht hinfällig, sondern bleibt bestehen. Allerdings kommt dem KOBI in dieser Situation nur noch eine verfahrensrechtliche Rolle zu, insofern es die Zuständigkeit der Baudirektion bzw. des Amts für Raumplanung für die ortsschutzrechtliche Bewilligung begründet (so schon Baurekursgericht, Entscheid vom 21. November 2017, E. 6.1).