Citation: 5A_680/2024 E. 5.1

5.1. Das Kantonsgericht stellte fest, für den Kauf des Hausteils D seien bis 1. Dezember 1998 Fr. 10'000.-- und bis 1. Januar 1999 weitere Fr. 160'000.-- zu bezahlen gewesen. Die Beschwerdegegnerin habe ausgesagt, sie habe sich aus ihrem Erbe von ihrem Grossvater, das im Haus ihres Vaters gebunden gewesen sei, den Betrag von Fr. 94'000.-- auszahlen lassen, um davon mit Fr. 70'000.-- das Eigenkapital zum Kauf des Hausteils D aufzubringen. Die Hypothek für den Restbetrag von Fr. 100'000.-- habe sie bei der Bank ihres Vaters erhältlich gemacht. In der Klageantwort, so das Kantonsgericht weiter, habe der Beschwerdeführer behauptet, den Kaufpreis im Umfang von Fr. 70'000.-- aus eigenen Mitteln aufgebracht zu haben. An seiner Beweisaussage habe er sich dazu dann aber nicht mehr geäussert, obwohl im Sinne einer substanziierten Bestreitung zu erwarten gewesen wäre, dass er zumindest ansatzweise erklärt hätte, wie der Hausteil D aus seiner Sicht finanziert worden sei. Die Investition der Beschwerdegegnerin ergebe sich wiederum aus der Vermögenszusammenstellung des Notars, die aus den bereits genannten Gründen zu berücksichtigen sei. Weiter habe der Notar in seinem Schreiben vom 10. April 2006 sinngemäss ausgeführt, dass das Grundeigentum auch aus Eigengut der Beschwerdegegnerin bestehe. Zudem habe die Beschwerdegegnerin die Auszahlung ihrer Erbes in der Höhe von Fr. 94'300.-- belegt, während sich die pauschale Behauptung des Beschwerdeführers nicht objektivieren lasse. Diese sei auch auf der Grundlage der Steuerveranlagung 1999/2000 nicht nachvollziehbar. Danach habe der Beschwerdeführer im Jahr 1998 ein Kapitalvermögen von Fr. 45'207.-- besessen. Dieser Betrag hätte für den Kauf des Hausteils D nicht ausgereicht. Bis zum Jahr 2001 sei das Vermögen sogar leicht auf Fr. 71'459.-- angestiegen. Es sei nicht nachvollziehbar, wie der Beschwerdeführer bei gleichbleibendem Einkommen innert zweier Jahre nicht nur ein Vermögen in dieser Höhe hätte äufnen und zugleich eine solche Investition hätte tätigen können. Auch wenn es zutreffe, dass es zum Beweis nicht ausreiche, dass die Beschwerdegegnerin beim Kauf ein hohes Vermögen verfügt habe, so sei die Investition der Beschwerdegegnerin aufgrund der vorhandenen Belege, ihrer detaillierten und nachvollziehbaren Beweisaussage sowie der Handakten des Notars erwiesen. Zwischen Liegenschaftserwerb und Heirat seien nur wenige Monate gelegen, weshalb es nachvollziehbar sei, dass die Parteien keinen Darlehensvertrag abgeschlossen hätten. Ein Schenkungswille der Klägerin könne nicht ansatzweise erkannt werden.