Citation: 6B_199/2018 E. 1.3.2

1.3.2. Am Vorgesagten ändert nichts, dass kein ausserordentlicher Geldzufluss auf Konten der Beschuldigten nachweisbar war. Abgesehen davon, dass dies angesichts einer Straftat kaum zu erwarten war, ist es für die Annahme einer kausalen Tatbeteiligung nicht erforderlich. Der Vorinstanz kann zudem nicht gefolgt werden, wenn sie erwägt, unabhängig von Schuld oder Unschuld sei es für die Beschwerdegegnerin 1 die beste Verteidigungsstrategie gewesen, eine Verbindung zwischen ihr und der Tat sowie den Räubern zu bestreiten und verdächtige Daten, insbesondere Kontaktdaten, zu löschen. Im Gegenteil hätte es sie trotz der grundsätzlich unverfänglichen Bekanntschaft mit den Haupttätern entlasten können, wenn sich erwiesen hätte, dass unmittelbar vor oder nach der Tat kein verdächtiger Kontakt mit den Räubern stattfand. Genau dies war aber der Fall. Unter der Annahme, die Beschuldigten hätten nichts mit dem Überfall zu tun, ist ihr Verhalten daher nicht nachvollziehbar. Auch die Vorinstanz hält im Übrigen die von den Beschuldigten erst im Verlauf der Berufungsverhandlung vorgebrachte Erklärung für die Löschung von Daten angesichts des Zeitpunkts nicht für plausibel und erwägt, das Verhalten verstärke den Verdacht einer Beteiligung. Erstellt ist schliesslich, dass sich der Beschwerdegegner 2 kurz vor der Tat und keine drei Stunden danach mit den Haupttätern getroffen hat. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz begründet dies augenscheinlich nicht bloss den Verdacht einer Mitwirkung bei der Beutesicherung, zumal unter dieser Prämisse nicht einleuchtet, weshalb er sich zu diesem Zweck auch vor der Tat mit den Räubern hätte treffen sollen. Es erscheint vielmehr naheliegend, mit der Staatsanwaltschaft anzunehmen, dass der Kontakt einem letzten Informationsaustausch vor dem Raub diente. Ob der Beschwerdegegner 2 auch seine deliktischen Erfahrungen, wobei es sich im Übrigen um Allgemeinwissen zu handeln scheint, geteilt hat, ist ohne Belang. Im Übrigen geht auch die Vorinstanz davon aus, dass der Beschwerdegegner 2 von einer Involvierung der Haupttäter sowie der Beschwerdegegnerin 1 in den Raub gewusst haben dürfte. Wenn sie eine Tatbeteiligung insbesondere der letzteren dennoch verneint, verfällt sie in Willkür.