Citation: 1B_359/2020 E. 2.2.3

2.2.3. Auch diese Ausführungen überzeugen nicht. Der Verhaftungsdruck in der Türkei kann nicht besonders hoch sein, wenn der Beschwerdeführer unbehelligt dorthin reiste, um seine kranke Mutter zu besuchen und sich damit an den Ort begab, wo ihn die Behörden wohl zuerst suchen würden. Das ist jedenfalls ein starkes Indiz dafür, dass er sich in der Türkei relativ frei bewegen und auch untertauchen könnte, allenfalls in ein kurdisch beherrschtes, benachbartes Gebiet. In Bezug auf seine Tätigkeit als Geschäftsführer führt die Staatsanwaltschaft zu Recht an, dass er dieser wohl ohne Weiteres auch aus dem Ausland nachgehen könnte, nachdem ihm dies nach eigenen Angaben auch aus dem Gefängnis heraus möglich war. Es ist daher nach wie vor von Fluchtgefahr auszugehen.