Citation: 1C_572/2020 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz ging davon aus, die Beschwerdegegner hätten eine (nachträgliche) Bewilligung nach Art. 24c RPG einholen müssen, da der bestehende Ausbau des Gadenhauses nicht den 1986 bewilligten Plänen entspreche. So bestehe im Untergeschoss an Stelle des Stalles ein Tankraum, anstelle des Holzlagers eine Waschküche, im Erdgeschoss an Stelle der Laube ein verglaster Wintergarten und an Stelle der ehemaligen Heubühne im Erd- und Obergeschoss ein Wohn- und ein Schlafzimmer. Die Kostenaufstellung von Karl Schuler (Schreinerei; Glaserei) vom 19. August 1986 wie auch entsprechende Datumsprägungen auf den Fenstern liessen darauf schliessen, dass diese beim Umbau im Jahr 1986 eingebaut wurden. Der damalige Einbau von Fenstern könne indes weder eine Baubewilligung ersetzen noch eine Umnutzung des Ökonomieteils (zu nicht landwirtschaftlichen Zwecken) vor der Zeit der Fenstereinbaus nachweisen. Wenn in der Schätzung aus dem Jahren 1965/1967 von einer einfachen Hauseinrichtung die Rede sei und der Stall als verlottert beschrieben werde, könne dies als Indiz für eine reduzierte oder allenfalls eingestellte landwirtschaftliche Nutzung verstanden werden. Jedoch könne daraus nicht auf die gewerbliche Umnutzung des für einen Heuschober typischen, über zwei Stockwerke reichenden fensterlosen Raums zum Betrieb einer Werkstatt zum Bohren von Holzrohren (Düchel) geschlossen werden.