Citation: 9C_786/2019 E. 5.3

5.3. Die Beschwerdeführerin macht geltend, e ine aus medizinischer Sicht schwierig zu beurteilende Sachlage bedeute nicht zwingend eine Komplexität des Verfahrens, welche eine anwaltliche Verbeiständung begründe. Einerseits habe sich der Versicherte trotz der medizinischen Sachlage stets im Verfahren zurechtfinden und persönlich seinen Standpunkt darlegen können, wobei er auch gezeigt habe, dass er für die Einreichung von medizinischen Berichten nicht auf die Unterstützung eines Rechtsvertreters angewiesen sei. Andererseits habe der RAD gerade aufgrund der aus medizinischer Sicht schwierig zu beurteilenden Sachlage bis zum Vorliegen des zweiten Gutachtens zugunsten des Versicherten eine vollständige Erwerbsunfähigkeit angenommen. Damit habe der RAD die medizinische Sachlage zugunsten des Versicherten erheblich vereinfacht, weshalb nicht von einem komplexen Sachverhalt ausgegangen werden könne.