Citation: 4A_155/2020 E. B

Mit Klage vom 4. Mai 2018 beim Bezirksgericht Willisau beantragte der Kläger, der Beklagte sei zu verpflichten, ihm Fr. 34'900.-- nebst Zins zu bezahlen. Mit Urteil vom 7. Mai 2019 verpflichtete das Bezirksgericht den Beklagten zur Zahlung von Fr. 34'900.-- nebst Zins. Das Kantonsgericht Luzern wies die dagegen erhobene Berufung des Beklagten mit Urteil vom 6. Februar 2020 ab. Es stellte unter Hinweis auf die Erstinstanz fest, der sog. Pferdepensionsvertrag sei ein Hinterlegungsvertrag oder ein gemischter Vertrag mit hinterlegungs- und auftragsrechtlichen Komponenten. Für den Transport des Tieres kämen analog die Bestimmungen über den Frachtvertrag zur Anwendung. Entgeltlichkeit könne auch ohne entsprechende Vereinbarung bestehen, wenn sie üblich sei. Üblichkeit schaffe eine Rechtsvermutung für die Entgeltlichkeit. Der Kläger habe Leistungen erbracht, die üblicherweise entgeltlich seien. Entsprechend ging das Kantonsgericht von einem entgeltlichen Vertrag aus und verneinte die vom Beklagten behauptete unentgeltliche Gebrauchsleihe im Sinn von Art. 305 OR.