Citation: 5A_474/2023 E. 3.7

3.7. Aus dem Gesagten folgt, dass die Vorinstanz den Sachverhalt willkürlich feststellte, indem sie einerseits notwendige Abklärungen unterliess und andererseits einzelne Beweismittel offensichtlich falsch würdigte. Ferner weist der Beschwerdeführer zu Recht darauf hin, dass selbst dann, wenn bei der Erziehungsfähigkeit der Beschwerdegegnerin keine Einschränkungen zu verorten wären, letztendlich entscheidend ist, bei welchem Elternteil das Kind am besten aufgehoben ist. Es handelt sich vorliegend nicht um die Abänderung einer Obhutsregelung, sondern um einen erstmaligen Entscheid über die Obhut. Die Vorinstanz hat sich mit Bezug auf die Erziehungsfähigkeit der Beschwerdegegnerin darauf konzentriert, dass keine Kindeswohlgefährdung vorliege. Ob beim Beschwerdeführer in dieser Hinsicht allenfalls (leichte) Vorteile auszumachen wären, was die Beschwerdegegnerin verneint, thematisiert der angefochtene Entscheid nicht.