Citation: 1C_553/2023 E. 1.2.1

1.2.1. Richtpläne haben keinen rechtsetzenden Charakter, weshalb es sich materiell-rechtlich nicht um Erlasse i.S.v. Art. 82 lit. b BGG handelt. Dennoch werden kantonale Richtpläne nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts verfahrensrechtlich den Regeln der Erlassanfechtung unterstellt (Art. 82 lit. b und 87 Abs. 1 BGG). Dies wird damit begründet, dass Richtpläne vom Kantonsrat festgesetzt werden, wobei im Wesentlichen die Grundsätze des kantonalen Rechtsetzungsverfahrens zur Anwendung kommen (BGE 136 I 265 E. 1.1; bestätigt in BGE 146 I 36 E. 1.1; in BGE 147 I 433 nicht publ. E. 1.1). Zudem habe der kantonale Richtplan vorwiegend politischen Charakter, weshalb sich der Ausschluss eines kantonalen Rechtsmittels und damit die direkte Anfechtbarkeit beim Bundesgericht auch auf Art. 86 Abs. 3 BGG stützen könne (BGE 136 I 265 E. 1.1 S. 267; 146 I 36 E. 1.2; in BGE 147 I 433 nicht publizierte E. 1.2).