Citation: 9C_363/2008 16.01.2009 E. 2

2.1 Nachdem die IV-Stelle des Kantons St. Gallen mit rechtskräftiger Verfügung vom 13. Januar 2003 die Ausrichtung einer Rente verweigert hatte, reichte die Versicherte am 5. Dezember 2005 bei der IV-Stelle des Kantons Thurgau erneut ein Begehren ein. 2.2 Bei der Neuanmeldung eines Leistungsanspruchs (Art. 87 Abs. 4 in Verbindung mit Abs. 3 IVV) ist zeitlicher Ausgangspunkt für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs beruhte (BGE 133 V 108 E. 5 S. 110 f.). Die Vorinstanz hat erwogen, aufgrund der Akten ergäben sich keine Hinweise dafür, dass der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin sich seit dem Einreichen des ursprünglichen Gesuches verschlechtert habe (vorinstanzliche E. 3c). Sie hat damit eine neuanmeldungsrechtlich relevante Sachverhaltsfeststellung getroffen, die nach der gesamten Aktenlage weder offensichtlich unrichtig ist, noch auf einer Rechtsverletzung beruht, sodass sie für das Bundesgericht verbindlich ist (oben E. 1): Die laut Frau Dr. med. H.________ seit Jugendalter bestehende Borderline-Störung konnte bei der Prüfung des neuen Gesuchs nicht als rentenbegründender Sachverhalt berücksichtigt werden, weil sie bereits vor Erlass der rechtskräftigen Ablehnungsverfügung bestand und sich seither nicht verschlimmert hat. Das Gleiche gilt für die nach sämtlichen Berichten seit den 70er-Jahren diagnostizierte Epilepsie. Das Gutachten des Epilepsie-Zentrums vom 22. April 2005 führt dazu aus, aufgrund der vorliegenden Befunde und der Anamnese scheine eine solche Erkrankung als sicher; deren Auswirkungen seien aber bei adäquater zumutbarer Behandlung als gering anzusehen (Gutachten S. 4). 2.3 Was die wirtschaftliche Seite betrifft, kann vor Bundesgericht die Änderung der hypothetischen erwerblichen Verhältnisse nicht als Novum geltend gemacht werden (vgl. Art. 99 Abs. 1 BGG, wonach neue Tatsachen und Beweismittel nur so weit vorgebracht werden dürfen, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt, was hier nicht zutrifft).