Citation: 7B_368/2023 E. 2.5.1

2.5.1. Die Vorinstanz begründet schlüssig, weshalb sie den Aussagen der Zeugin B.________ eine hohe Glaubhaftigkeit attestiert. So sei diese im Zeitpunkt des Vorfalls bereits mehrere Jahre bei der Mobilen Einsatzpolizei tätig gewesen und habe in dieser Funktion ausschliesslich mit Verkehr zu tun gehabt. Es sei davon auszugehen, dass sie aufgrund ihrer Ausbildung und Berufserfahrung dazu in der Lage sei, die Distanz zwischen dem Polizeifahrzeug und dem Fahrzeug des Beschwerdeführers zu schätzen. Letzteres findet eine ausdrückliche Stütze in der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. Urteil 6B_80/2019 vom 11. März 2020 E. 2.4.5 mit Hinweis). Weiter erwägt die Vorinstanz, es sei aufgrund der Einzigartigkeit des Vorfalls glaubhaft, dass sich die Zeugin anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung noch gut habe daran erinnern und entsprechende Angaben dazu habe machen können. Ausserdem habe sie das Geschehen nicht nur über den Rückspiegel beobachtet, sondern sich auch umgedreht. Es geht sodann aus dem angefochtenen Urteil hervor, dass die Zeugin genau begründen konnte, wie sie auf die Schätzung des Abstands zwischen den beiden Fahrzeugen gekommen ist. Schliesslich, so die Vorinstanz, stützten die Videoaufnahmen des Polizeiautos die Angaben der Zeugin. Es sei nicht ersichtlich, weshalb ein Polizeifahrzeug auf dringlicher Dienstfahrt ohne gewichtigen Anlass vom Überhol- auf den Normalstreifen wechseln und das Martinshorn sowie das Blaulicht ausschalten sollte, um ein anderes Fahrzeug überholen zu lassen.