Citation: 1B_332/2009 03.12.2009 E. 5

5.1 Schliesslich rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung der Begründungspflicht, da sich der Haftrichter trotz der sich aufgrund des Gutachtens ergebenden neuen Sachlage nicht mit der Anordnung von Ersatzmassnahmen auseinandergesetzt habe. Sie erachtet die Anordnung einer kontrollierten Suchtmittelabstinenz als hinreichend, um einer Wiederholungsgefahr entgegenzutreten. 5.2 Aus dem Gehörsanspruch (Art. 29 Abs. 2 BV) folgt die Pflicht der Behörde, ihren Entscheid zu begründen. Dabei kann sie sich aber auf die wesentlichen Punkte beschränken (BGE 134 I 83 E. 4.1 S. 88 mit Hinweisen). Verweise auf frühere Entscheide sind zulässig. 5.3 Im vorliegenden Fall verwies der Haftrichter auf die früheren Haftentscheide, worin er die Anordnung einer Ersatzmassnahme ohne Abstützung auf ein psychiatrisches Gutachten ablehnte. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin gibt das in der Zwischenzeit eingegangene psychiatrische Gutachten indessen nicht klar Auskunft darüber, ob eine kontrollierte Suchtmittelabstinenz die Rückfallgefahr mit sofortiger Wirkung bannen könnte. Eine verbindliche Aussage über die Eignung der vorgeschlagenen Ersatzmassnahme ist nicht möglich. Wenn auch der Haftrichter den Punkt der Ersatzmassnahme nicht nochmals aufgriff, so liegt unter den gegebenen Umständen keine Verletzung der Begründungspflicht vor.