Citation: 8C_229/2022 E. 6.2

6.2. Die Vorinstanz erwog, was den Ausgang des Verwaltungsbeschwerdeverfahrens anbelange, habe die Beschwerdestelle SPG die Kürzung der materiellen Hilfe im Umfang und in der Dauer reduziert. Weiter habe sie die Weisung betreffend Arbeitsbemühungen bestätigt und die Kürzungsandrohung lediglich in der Formulierung angepasst. Unter diesen Umständen greife es zu kurz, wenn die Beschwerdeführer lediglich auf die Kürzung der materiellen Hilfe abstellten und sich zu 84 % als obsiegend erachteten. Es sei nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdestelle SPG die Beschwerdeführer als zur Hälfte obsiegend betrachtet habe. Der Entschädigungsrahmen reiche in Beschwerdeverfahren mit einem Streitwert bis Fr. 20'000.- von Fr. 600.- bis Fr. 4000.- (§ 8a Abs. 1 lit. a Ziff. 1 AnwT). Innerhalb der vorgesehenen Rahmenbeträge richte sich die Entschädigung nach dem mutmasslichen Aufwand des Anwaltes, nach der Bedeutung und der Schwierigkeit des Falles (§ 8a Abs. 2 AnwT). Die Entschädigung werde als Gesamtbetrag festgesetzt. Auslagen und MWST seien darin enthalten (§ 8c AnwT). Die Beschwerdestelle SPG habe Parteikosten von insgesamt Fr. 1400.- verlegt (bestehend aus einer Parteientschädigung von Fr. 700.- sowie einer Entschädigung für die unentgeltliche Rechtspflege in gleicher Höhe). Vorgängig habe sie einen Streitwert von Fr. 3301.20 bestimmt (entsprechend 30 % des Grundbedarfs für die Unterstützungseinheit während sechs Monaten). Daraus habe sich eine Grundentschädigung von Fr. 950.- ergeben, welche die Beschwerdestelle SPG unter Verweis auf einen "Anteil der Beschwerde ohne Streitwert" und Kenntnisse des Rechtsvertreters aus einem weiteren Beschwerdeverfahren auf Fr. 1400.- erhöht habe. Die anteilsmässige Parteientschädigung von Fr. 700.- sei - so die Vorinstanz weiter - zu tief, da damit gemessen an den notwendigen Leistungen kein kostendeckendes Honorar festgelegt worden sei. Dies gelte unabhängig von den Kenntnissen aus einem parallelen Beschwerdeverfahren. Im Ergebnis rechtfertige sich eine anteilsmässige Parteientschädigung von Fr. 1000.-. Im Rahmen des streitwertabhängigen Honorars werde die Entschädigung als Gesamtbetrag festgelegt, wobei Auslagen und MWST darin enthalten seien (§ 8c AnwT). Der Ersatzanspruch für Auslagen gemäss § 13 AnwT gelange hier praxisgemäss nicht zur Anwendung. Ein Stundenansatz sei nicht direkt massgebend. Die vor Verwaltungsgericht nachgereichte Kostennote des Rechtsanwalts C.________ für das Verfahren vor der Beschwerdestelle SPG vom 1. September 2021 stelle auf einen geltend gemachten Zeitaufwand ab und sei daher nicht streitwertabhängig. Sie erweise sich im Hinblick auf die finanzielle Bedeutung der Streitigkeit als überhöht. Der ausgewiesene Aufwand erscheine auch angesichts der Schwierigkeit des Falls als deutlich zu hoch. Analog zur Parteientschädigung sei eine Entschädigung von Fr. 1000.- für die unentgeltliche Vertretung durch Rechtsanwalt C.________ festzulegen. Da sich deren Höhe grundsätzlich gleich berechne wie bei einer Parteientschädigung (§ 10 AnwT) könne auf die obigen Ausführungen verwiesen werden. Zusammenfassend seien die Parteientschädigung und die Entschädigung der unentgeltlichen Rechtsvertretung im Verfahren vor der Beschwerdestelle SPG auf je Fr. 1000.- zu erhöhen.