Citation: 6B_729/2024 E. 2.5.1

2.5.1. Dem hält bereits die Vorinstanz entgegen, der Gerichtsgutachter habe nachvollziehbar und schlüssig erläutert, dass die beiden Metallclips nie verformt worden seien. Der Gerichtsgutachter habe sich nicht nur auf seine eigene Betrachtung der Bilder der Obduktion gestützt, sondern mit einem baugleichen Metallclip-Applikator und entsprechenden Metallclips aus Titan praktische Tests durchgeführt und diese auf Video aufgezeichnet. So illustriere er anschaulich und nachvollziehbar, dass die Metallclips durch Zusammendrücken derart irreversibel verformt würden, dass sie sich nicht mehr öffnen oder zurückfedern könnten. Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers qualifiziert die Vorinstanz diese Videos zu Recht als beweistauglich. Dass der Gerichtsgutachter die Tests an Gummibändern statt Blutgefässen durchführte, ist in der Tat unerheblich, ging es doch um die Eigenschaften der Metallclips und nicht der Blutgefässe. Ebenso ist unerheblich, dass der Gerichtsgutachter neue Metallclips für die Tests verwendete. Die Vorinstanz erwägt schlüssig, dass die Metallclips mit rechtsgenügender Sicherheit die gleichen Materialeigenschaften aufwiesen wie die Metallclips, die bei der Operation verwendet wurden. Die Vorinstanz übersieht nicht, dass der Gerichtsgutachter kein Experte der Metallurgie oder Medizinaltechnik ist. Gleichwohl habe er als langjähriger praktizierender Viszeralchirurge nachvollziehbar und mit Bildmaterial untermauert erläutert, weshalb ein korrekt applizierter Metallclip nicht in die Originalform zurückkehren oder von menschlichem Gewebe in die Originalform zurückgebracht werden könne.