Citation: 5P.86/2005 25.08.2005 E. 4

4.1 Die sachverhaltsmässige Annahme des Obergerichts, es habe eine klare Sach- und Rechtslage geherrscht, da der Beschwerdeführer über eine Schuldanerkennung des Beschwerdegegners verfügte und dieser ausserdem eine Zahlungsverpflichtung von Fr. 160'000.-- vorprozessual anerkannt hatte, vermögen die Einwendungen des Beschwerdeführers nicht als willkürlich erscheinen zu lassen: Zum Beweis, dass die Sachlage nicht klar gewesen sei, kann er sich selbstverständlich nicht auf die laufenden Strafverfahren und die ausserprozessuale Korrespondenz berufen. Ebenso wenig behilflich sind ihm auch die angeblich unzähligen Zahlungsversprechen, die schuldnerischen Einwendungen und das behauptete verwirrende prozessuale Vorgehen des Schuldners. Zu entschädigen sind hier gestützt auf Art. 62 Abs. 1 GebV SchKG strikte nur jene Aufwendungen, die sich unmittelbar auf das erstinstanzliche Rechtsöffnungsverfahren beziehen. 4.2 Auch einen konkret höheren Aufwand, als vom Obergericht angenommen, vermag der Beschwerdeführer mit seinem Hinweis auf die beigefügten Urkunden nicht darzutun: Zunächst einmal genügt der pauschale Hinweis auf beigelegte Akten den formellen Anforderungen an eine genügende Beschwerdebegründung (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG) nicht (BGE 130 I 290 E. 4.10 S. 402). Sodann ergibt sich bereits aus der Liste der offerierten Beweismittel, dass alle erwähnten Schreiben aus der Zeit vor Einleitung des Rechtsöffnungsbegehrens am 1. Oktober 2004 stammen, während die beizuziehenden Vor- und Strafakten andere Verfahren betreffen.