Citation: 2C_5/2024 E. 6.4.3

6.4.3. Schliesslich kann auch die vorinstanzliche Feststellung, die Aussagen der Beschwerdeführer 1 und 2 betreffend das Sorgerecht über die gemeinsamen Töchter und deren Wohnsitz in Kosovo seien widersprüchlich, als willkürfrei gelten. Der Beschwerdeführer 1 gab im Rahmen der Befragung an, seine Mutter habe sich um die beiden Töchter gekümmert und er habe die elterliche Sorge allein innegehabt. Die Beschwerdeführerin 2 sagte dagegen aus, mit den Töchtern bei ihren Eltern (nicht den Schwiegereltern) gelebt zu haben, wobei der Beschwerdeführer 1 und sie das Sorgerecht gemeinsam ausgeübt hätten. Es trifft zwar zu, dass der Beschwerdeführer 1 nach dem Familiennachzug das alleinige Sorgerecht für seine Töchter erhielt. Dass sich seine Aussage zur elterlichen Sorge indes nur auf den Zeitraum nach der Übersiedlung der Töchter in die Schweiz beziehe, überzeugt insofern nicht, als die ebenfalls von ihm erwähnte Betreuung der Töchter durch seine Mutter in die Zeitperiode davor fällt. Zudem weichen die Aussagen der Beschwerdeführer 1 und 2 jedenfalls hinsichtlich des Wohnorts und der Betreuung der Töchter in Kosovo klar von einander ab. Insofern durfte die Vorinstanz dies willkürfrei als Hinweis auf eine Scheinehe werten.