Citation: 6B_1208/2015 E. 3.2

3.2. Ein abweichender Gerichtsstand kann indessen nicht allein durch implizite Anerkennung beziehungsweise aus prozessökonomischen Überlegungen begründet werden. Nach Rechtsprechung und Lehre ist zudem erforderlich, dass ein örtlicher Anknüpfungspunkt besteht. Soll bei der Festlegung der Zuständigkeit eines bestimmten Kantons vom gesetzlichen Gerichtsstand abgewichen werden, kann dies nur geschehen, wenn ausser dem triftigen Grund bei diesem Kanton auch ein entsprechender Anknüpfungspunkt besteht (Beschluss der I. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts vom 18. Oktober 2011, BG.2011.34, E. 3.1 und E. 3.3 mit Hinweisen; BGE 120 IV 280 E. 2 mit Hinweisen; Urteil 6B_825/2010 vom 27. April 2011 E. 2.3; MOSER/SCHLAPBACH, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, Art. 38 StPO N. 2; BERNARD BERTOSSA, in: Commentaire romand, Code de procédure pénale suisse, 2011, art. 38 CPP n. 2). Ein solcher Anknüpfungspunkt ist vorliegend nach den zutreffenden Vorbringen der Beschwerdeführerin entgegen der Auffassung der Vorinstanz aus nachfolgenden Gründen gegeben. Die Kooperationsvereinbarung zwischen der X.________ SA und der B.________ AG unter anderem betreffend Lagern loser und gesackter Ware wurde in Basel abgeschlossen (kant. Akten, separate Beilagen OH/30 ff.). Diese Vereinbarung bezeichnet Basel als Gerichtsstand (kant. Akten, separate Beilagen OH/34). Die Ergänzung 1 zur Kooperationsvereinbarung vom 28. Februar 2002 wurde am 4. Juli 2008 ebenfalls in Basel abgeschlossen (kant. Akten, separate Beilagen OH/35 f.). Dies genügt zur Begründung eines örtlichen Anknüpfungspunktes.