Citation: 6P.59/2004 08.07.2004 E. 2

Gegenstand dieses Verfahrens ist einzig die Strafzumessung gemäss Art. 63 StGB. Soweit der Beschwerdeführer von einem andern Sachverhalt als die Vorinstanz ausgeht, ist er mit seinen Vorbringen nicht zu hören. Denn damit wendet er sich gegen deren tatsächlichen Feststellungen, was im Verfahren der eidgenössischen Nichtigkeitsbeschwerde unzulässig ist (Art. 273 Abs. 1 lit. b BStP). Ebenso wenig kann mit diesem Rechtsmittel eine Verletzung des Willkürverbots gemäss Art. 9 BV gerügt werden (vgl. Art. 269 Abs. 2 BStP). Auf die Beschwerde ist in diesem Umfang nicht einzutreten. 2.1 Das Bundesgericht hat die massgebenden Elemente der Strafzumessung gemäss Art. 63 StGB und die Anforderungen an ihre Begründung in seiner bisherigen Rechtsprechung eingehend dargelegt (BGE 127 IV 101 E. 2; 124 IV 286 E. 4a; 123 IV 150 E. 2a). Darauf kann verwiesen werden. 2.2 Der Beschwerdeführer bemängelt, sein subjektives Tatverschulden sei nicht analysiert worden. Zwar treffe zu, dass mangels entsprechender Aussagen keine diesbezüglichen Kriterien vorlägen. Die Vorinstanz wäre indes verpflichtet gewesen, seine Beweggründe unter Heranziehung vergleichbarer Fälle zu rekonstruieren. Indem sie eine solche Beurteilung unterlassen habe, sei er zu einer Strafe verurteilt worden, die seinem Verschulden nicht entspreche. Die Vorinstanz hat festgestellt, dass sich das subjektive Tatverschulden des Beschwerdeführers nicht abschliessend bestimmen lasse, weil dieser nicht geständig gewesen sei. Die Motivation für sein deliktisches Handeln könne daher nicht ergründet werden. Diese Beurteilung ist zutreffend, hat doch der Beschwerdeführer die ihm vorgeworfenen Taten stets bestritten, so dass dessen Beweggründe in der Tat nicht offen erkennbar waren. Soweit als möglich hat die Vorinstanz die Motivation bzw. Zielsetzung des Beschwerdeführers aber einzugrenzen versucht. Sie hat erwogen, dass der nicht drogenkonsumierende Beschwerdeführer nicht zur Befriedigung seiner Drogensucht gehandelt habe. Ebenso wenig habe er sich aufgrund einer finanziellen Notlage am Drogenhandel beteiligen müssen, da er über ein - unter Berücksichtigung der kosovarischen Verhältnisse - überdurchschnittliches Einkommen verfügt habe. Im Übrigen sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer bei vollständigem Gelingen des Drogengeschäfts einen gewissen finanziellen Vorteil erlangt hätte. Aus diesen Erwägungen erhellt, dass die Vorinstanz die subjektiven Strafzumessungskomponenten berücksichtigt hat. Die Forderung, dass sie darüber hinaus gleich oder ähnlich gelagerte Fälle hätte heranziehen müssen, um zusätzliche Erkenntnisse über die Motive des Beschwerdeführers zu erlangen, ist abzulehnen. Denn die Beweggründe eines Täters sind individualspezifisch und können deshalb nicht auf andere übertragen werden. Die Rüge erweist sich als unbegründet. 2.3 Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, dass es in subjektiver Hinsicht nicht auf die Menge der gehandelten Droge ankomme. Insoweit spiele es keine Rolle, ob er mit einem oder acht Kilo Heroin gehandelt habe. Entscheidend sei vielmehr seine Zielsetzung. Dies habe die Vorinstanz in Verletzung von Art. 63 StGB verkannt. Mit der gehandelten Heroinmenge hat der Beschwerdeführer seinen Willen bzw. seine Bereitschaft zum Ausdruck gebracht, in diesem Umfang im illegalen Betäubungsmittelhandel tätig zu sein. Dies ist für die Bestimmung der subjektiven Tatschwere relevant. Die Kritik des Beschwerdeführers geht insoweit an der Sache vorbei. 2.4 Die Vorinstanz hat auch die weiteren für die Strafzumessung wesentlichen Gesichtspunkte gewürdigt, ohne dass eine Ermessensverletzung vorliegt. Sie hat insbesondere zu Recht angenommen, dass der Beschwerdeführer aufgrund der besessenen Drogenmenge und der Möglichkeit, diese relativ rasch zu beschaffen, eine etwas gehobene Position in der Drogenhandelshierarchie eingenommen hat. Diesen Umstand durfte die Vorinstanz straferhöhend gewichten. Auf ihre insgesamt zutreffenden Ausführungen kann verwiesen werden. 2.5 Nach dem Gesagten ist die Nichtigkeitsbeschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. -:-