Citation: 1C_645/2023 E. 3.4

3.4. Die weiteren Ausführungen in der Beschwerde scheinen sich auf die Standortgebundenheit im Sinne von Art. 24 lit. a RPG zu beziehen. Die Beschwerdeführenden bringen vor, die Weganlage sei für die - in der Landwirtschaftszone zulässige - Pflege der Grünfläche erforderlich. Nach den verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz (Art. 105 Abs. 1 BGG) betrage der Höhenunterschied zwischen dem Südrand des Wohnhauses der Beschwerdeführenden bis zur südlichen Grenze der Parzelle rund 6 m, was bei einer Distanz von rund 50 m einer Steigung von durchschnittlich 12 % entspreche. Die Beschwerdeführenden monieren in diesem Zusammenhang, die Vorinstanz habe ihren Antrag auf Durchführung eines Augenscheins zu Unrecht verweigert. Ergibt sich der rechtlich relevante Sachverhalt wie hier mit hinreichender Klarheit aus den Akten und sind von einer Begehung vor Ort keine neuen, entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten, darf auf einen beantragten Augenschein in willkürfreier antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden (vgl. BGE 141 I 60 E. 3.3; Urteil 1C_551/2022 vom 16. April 2024 E. 3.4). Soweit die Beschwerdeführenden geltend machen, die Bedeutung einer Steigung von 12 % sei "nur vor Ort erfahrbar", kann ihnen nicht gefolgt werden. Der Vorinstanz ist keine Gehörsverletzung (Art. 29 Abs. 2 BV) vorzuwerfen, indem sie auf einen Augenschein verzichtet hat. Die Vorinstanz bestätigt im angefochtenen Entscheid die Ansicht des kantonalen Amtes für Raumentwicklung, wonach für das Mähen des Rasens und das Abführen des Schnittguts der Weg nicht erforderlich sei, wie dies eine Vielzahl landwirtschaftlicher Grundstücke ohne Weganlage und ähnlicher Exposition aufzeige. Der Schluss, eine Grünfläche an einem Hang mit einer Steigung von 12 % könne auch ohne befestigten Fussweg unterhalten werden, ist nachvollziehbar. Bezeichnenderweise legen die Beschwerdeführenden denn auch nicht schlüssig dar, für welche konkreten Unterhaltsarbeiten auf der Parzelle sie auf den Weg in seiner aktuellen Ausgestaltung - mit Bordsteineinfassung und eingewalztem Kiesbelag - angewiesen seien. Somit kann die Weganlage auch nicht als standortgebunden im Sinne von Art. 24 lit. a RPG qualifiziert werden.