Citation: 5A_1072/2020 E. 8.2

8.2. Die Beschwerdeführerin ist mit der Wahl der (zweistufigen) Methode einverstanden. Hingegen kritisiert sie, dass die Vorinstanz bei der Unterhaltsberechnung einen Überschussanteil der Töchter C.________ und D.________ berücksichtigt hat. Die Vorinstanz gehe von der falschen Prämisse aus, dass allein der Beschwerdeführer für den Unterhalt der volljährigen Kinder aufzukommen hätte. Dies widerspreche Art. 276 Abs. 2 ZGB, welcher festschreibe, dass die Eltern gemeinsam, ein jeder Elternteil nach seinen Kräften, für den gebührenden Unterhalt der Kinder zu sorgen habe. Obwohl der Volljährigenunterhalt nicht Gegenstand dieses Verfahrens und die Regelung von den volljährigen Kindern (von D.________ ausdrücklich) abgelehnt worden sei, habe die Vorinstanz mit der Überschussverteilung Volljährigenunterhalt festgesetzt, was offensichtlich unhaltbar und damit willkürlich sei. Die Vorinstanz habe auch verkannt, dass die volljährigen Kinder im Haushalt der Beschwerdeführerin lebten. Der Überschuss sei unter den minderjährigen Kindern und den Eltern nach kleinen und grossen Köpfen aufzuteilen, d.h. durch sieben bzw. ab Mai 2020 durch sechs Teile. Aus den Akten sei der Unterhaltsbedarf der volljährigen Töchter gar nicht bekannt. Eine Überschussverteilung unter acht Teilen komme einzig dem Beschwerdegegner zugute, da er in diesem Fall einen höheren Überschuss für sich beanspruche. Der Volljährigenunterhalt sei aufgrund des klaren Willens der betroffenen Töchter als auch des Beschwerdegegners ausserhalb dieses Verfahrens zu regeln. Die Vorinstanz vermische in Dispositiv-Ziffer 2 (s. Sachverhalt Bst. B.b) den Volljährigenunterhalt mit dem Minderjährigenunterhalt, und zwar derart, dass diese Regelung nicht durchgesetzt werden könnte, falls der Beschwerdegegner nicht vollständig für den Unterhalt der beiden volljährigen Töchter in Ausbildung aufkäme. Zudem sei anzumerken, dass die Beschwerdeführerin aufgrund der Korrektur des anrechenbaren Einkommens von Januar bis April 2020 nicht in der Lage sei, ihren eigenen Bedarf zu decken. Deshalb habe sie Anspruch auf Betreuungsunterhalt von Fr. 246.75.