Citation: 6B_1031/2015 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer rügt eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung sowie eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" (Beschwerde, S. 8 f. und 15 f.). Zur Begründung führt er aus, für die Beurteilung seines Falles sei entscheidend, ob durch sein Fahrverhalten überhaupt andere Verkehrsteilnehmer gefährdet worden seien. Zentral sei in diesem Zusammenhang die Aussage der Anzeigeerstatterin, die der Polizei am Telefon mitgeteilt habe, er habe zwar das Tempo verlangsamt, aber keine anderen Verkehrsteilnehmer ausgebremst. Eine solche Angabe sei für ihn klar entlastend. Trotzdem sei die Augenzeugin nie förmlich einvernommen worden. Die für ihn entlastende Aussage scheine die Vorinstanz vollkommen übersehen zu haben. Wenn die Polizei in ihrem Rapport ein schwaches Verkehrsaufkommen festgehalten habe, sage dies noch nichts darüber aus, wie die konkrete Verkehrssituation im Augenblick der Bremsungen ausgesehen habe. Die Polizei habe die Bremsvorgänge selbst nicht beobachtet und nur das Verkehrsaufkommen in jenem Zeitpunkt festhalten können, als er auf die Ausfahrt V.________ zugefahren sei und sie ihn erblickt habe. Dem Rapport sei denn auch nicht zu entnehmen, dass sich im Moment der Bremsungen andere Fahrzeuge hinter oder neben ihm befunden hätten. Auch seien keine weiteren Meldungen bei der Polizei eingegangen, was seine eigene Aussage untermauere, dass sich während der Bremsungen - bis auf die von ihm instruierte Hilfsperson - keine anderen Verkehrsteilnehmer in der Nähe befunden hätten. Damit sei unklar und keinesfalls erwiesen, ob überhaupt Dritte gefährdet worden seien. Die Vorinstanz habe den entsprechenden Sachverhalt unvollständig erhoben. Indem sie von einer erhöhten abstrakten Gefährdungssituation ausgehe, ohne dass dies rechtsgenügend nachgewiesen sei, verstosse sie gegen die Unschuldsvermutung.