Citation: U 557/06 04.10.2007 E. 4

4.1 Die SUVA hat dem Versicherten mit Schreiben vom 26. März 2001 angezeigt, dass infolge der vorhandenen, vorwiegend durch die berufliche Lärmarbeit verursachte (vgl. Bericht des Dr. med. G.________ vom 5. März 2001) Schwerhörigkeit eine apparative Hörgeräteversorgung medizinisch indiziert sei, weshalb deren Kosten übernommen würden. Daran hielt sie tags darauf, mit Schreiben vom 27. März 2001, im Wesentlichen fest, ergänzt um den Zusatz, dass eine Taggeldzahlung wegen Fehlens einer Arbeitsunfähigkeit entfalle. Nachdem die Hörgeräteversorgung zufriedenstellend verlaufen war (Berichte des Dr. med. A.________ vom 25. September 2001 und des Dr. med. G.________ vom 22. Oktober 2001; Schreiben der SUVA vom 24. Oktober 2001), wurde der Fall nach Lage der Akten offenbar als abgeschlossen betrachtet. Im Rahmen seiner gegen die Verfügung des Unfallversicherers vom 15. März 2001 erhobenen Einsprache (vom 30. März 2001) hatte der Beschwerdeführer im Rahmen der mittels Invalididenrente abzugeltenden Einbusse der Erwerbsfähigkeit sowie eines Integritätsschadens nicht nur sein Knieleiden sondern auch die Gehörschädigung erwähnt. Im Einspracheentscheid vom 26. April 2001 nahm die SUVA darauf insofern Bezug, als sie diesbezüglich weitere Abklärungen und eine separat zu erlassende Verfügung in Aussicht stellte. Das beschwerdeweise angerufene Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau befasste sich mit der Gehörsproblematik nicht näher, da diese von der SUVA in einem speziellen Verfahren geprüft werde und im vorliegenden Prozess somit nicht von Belang sei (Entscheid vom 6. Februar 2002, E. 2b/aa; vgl. auch Beschwerdeantwort der SUVA vom 5. Oktober 2001, Ziff. 6 [S. 3 unten]; Urteil des EVG vom 23. Dezember 2002, E. 2 in fine [U 115/02]). Der Versicherte wandte sich daraufhin mit Schreiben vom 18. November 2002 erneut an die Beschwerdegegnerin und ersuchte um Auskunft hinsichtlich des weiteren Vorgehens in Bezug auf die Gehörschädigung. Soweit ersichtlich, nahm der Unfallversicherer den Fall erst wieder an die Hand, als der Versicherte im November 2003 persönlich vorstellig geworden war, prüfte in der Folge indes nurmehr die Frage eines Zusammenhanges zwischen der als Berufskrankheit anerkannten Schwerhörigkeit und der in der Folge eingetretenen zusätzlichen Verschlechterung. 4.2 Nach dem Gesagten konnte der "Grundfall", da infolge der weggefallenen beruflichen Lärmbelastung nicht mit einer weiteren Verschlechterung der Hörfähigkeit zu rechnen war, im Jahre 2001 durch die Beschwerdegegnerin abgeschlossen werden. Die SUVA äusserte sich jedoch lediglich zur Heilbehandlung (und Taggeldzahlung), nicht aber hinsichtlich eines allfälligen - auf die Schwerhörigkeit zurückzuführenden - Anspruchs auf Rente sowie Integritätsentschädigung. Der Versicherte wurde auf entsprechende Vorstösse im sein Knieleiden betreffenden Prozess stets auf die beim Unfallversicherer noch hängige Gehörsproblematik verwiesen. Ein Abschluss dieses Verfahrens im Sinne einer Stellungnahme zur Renten- bzw. Integritätsentschädigungsfrage erfolgte indessen - auch auf Intervention der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers vom 18. November 2002 hin -, soweit aus den Akten erkennbar, nicht, obgleich sich entsprechende Hinweise beispielsweise aus den Ausführungen des Dr. med. G.________ vom 17. März 2004 ergaben: " ... . Was den berufslärmbedingten entschädigungspflichtigen Integritätsschaden anbetrifft, so war der Versicherte bis 1998 am Arbeitsplatz gegenüber gehörgefährdendem Lärm exponiert. Als Beurteilungsgrundlage für die Integritätsentschädigung aus ohrenärztlicher Sicht gilt somit der reintonaudiometrische Kurvenverlauf des Reintonaudiogrammes vom 22.2.2000. Diese widerspiegelt einen Integritätsschaden von 25 %. Die weitere Hörverschlechterung steht nicht im Kausalzusammenhang mit der beruflichen Lärmarbeit. ... ." Es wird Sache der SUVA sein, an welche die Angelegenheit in diesem Punkt zurückzuweisen ist, nach allfälligen weiteren Abklärungen über eine auf die - als berufsbedingt anerkannte - Gehörschädigung zurückzuführende Erwerbsunfähigkeit sowie einen Integritätsschaden zu befinden.