Citation: 9C_726/2017 E. 4.2.2

4.2.2. Ohne ausreichende eigene Untersuchung und ohne Kenntnis der vollständigen Akten - so die Beschwerdeführerin weiter - seien die Experten der ABI davon ausgegangen, sie habe - trotz Vorliegen eines CRPS - anlässlich der Begutachtung durch die PMEDA im Dezember 2014 einbeinig hüpfen können. Dies sei höchst unwahrscheinlich, habe doch der internistische Gutachter der PMEDA ein hinkendes Gangbild und Erschöpfung beim Treppensteigen beobachtet mit Abbruch wegen Schmerzen im Knöchel. Der orthopädische Gutachter der ABI erhob bei seiner Untersuchung vom 18. April 2016 verschiedene Unsicherheiten z.B. beim Einbeinstand; indessen konnte er weder klinisch noch bildgebend Auffälligkeiten am linken oberen Sprunggelenk ausmachen. Im vorinstanzlichen Verfahren legte die Beschwerdeführerin u.a. Berichte ihres Hausarztes bezüglich eines CRPS ins Recht, die den Gutachtern nicht vorgelegen hatten. Hierauf holte das kantonale Gericht eine ergänzende Stellungnahme des orthopädischen Gutachters der ABI ein, die am 7. Juni 2017 erstattet wurde. Der Experte schloss nicht gänzlich aus, dass ein CRPS bestanden haben könnte, konnte dessen Vorliegen aber auch anhand der neu vorgelegten Unterlagen nicht (mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit, vgl. hierzu BGE 138 V 218 E. 6 S. 221; Urteil 8C_664/2017 vom 25. Januar 2018 E. 2.2) bestätigen, zumal verschiedene aktenkundige Indizien dagegen sprachen. Dass die Versicherte in der PMEDA-Begutachtung im Dezember 2014 einbeinig gehüpft sein soll, war ein solches unter vielen und erscheint im Lichte der übrigen vom orthopädischen Experten genannten Anhaltspunkte nicht allein deshalb unwahrscheinlich, weil der internistische Gutachter der PMEDA beim Treppensteigen Hinken, Erschöpfung und Knöchelschmerzen festhielt. In der ergänzenden Stellungnahme vom 7. Juni 2017 begründete der orthopädische Gutachter der ABI einlässlich und nachvollziehbar, dass aus orthopädischer Sicht die Versicherte ab Mitte September 2014 zumindest für Tätigkeiten im Sitzen (ohne Belastung des linken Fusses) wieder zu 100 % einsatzfähig gewesen sei und ihr spätestens ab März 2015 auch Arbeiten im Stehen oder Gehen wieder zu 100 % möglich gewesen seien. An massgeblichen Akten, die dabei unberücksichtigt blieben, erwähnt die Beschwerdeführerin letztinstanzlich einzig eine Fotografie, welche sie am 8. August 2017 ins Recht legte. Inwiefern die Vorinstanz Bundesrecht verletzt haben soll, indem sie erwog, dass diese Fotografie keine Zweifel an den ergänzenden gutachterlichen Ausführungen zu wecken vermochte, ist nicht ersichtlich.