Citation: 6B_328/2017 E. 2.2.2

2.2.2. Die Vorinstanz legt sodann überzeugend dar, weshalb sie als erstellt erachtet, dass der Beschwerdeführer am 2. Juli 2008 in Basel vom Kurier "B.________" eine Kokainlieferung in Empfang genommen und diese sowie den Kurier zum Auftraggeber A.________ chauffiert hat. Sie verletzt dabei weder die Unschuldsvermutung noch verfällt sie in Willkür. Die Vorinstanz erwägt nachvollziehbar, dass A.________ gemäss der Dokumentation der Telefonüberwachung am 12. Juli 2008 zunächst mit dem Abnehmer "C.________" und unmittelbar anschliessend mit dem Beschwerdeführer über die Kokainlieferung von "B.________* vom 2. Juli 2008 gesprochen hat. So sei in beiden Gesprächen von "genau 170" die Rede gewesen, wobei der Beschwerdeführer auf Vorhalt von A.________ und den Vorwurf, es würde etwas fehlen, geantwortet habe, somit sei die gemeinsame Rechnung korrekt gewesen. Er nahm somit offensichtlich auf eine frühere Gegebenheit als den 12. Juli 2008 Bezug, woran er zudem selber beteiligt war ("die gemeinsame Rechnung"). Entgegen der Behauptung in der Beschwerde kann es im Gespräch vom 12. Juli 2008 mithin nicht um "eine der zwei anderen Lieferungen" an "C.________" gegangen sein, welche zwischen dem 3. und dem 8. Juli 2008 erfolgt sein müssten und an denen der Beschwerdeführer nicht beteiligt gewesen wäre. Der gegenteilige Schluss der Vorinstanz, dass es um die Lieferung von "B.________" vom 2. Juli 2008 ging, ist jedenfalls nicht willkürlich. Dies gilt ebenso für die Feststellung, wonach die folgende Diskussion zwischen A.________ und dem Beschwerdeführer, weshalb das Gewicht wohl geringer sei - nämlich wegen des als Verpackung verwendeten Plastiks oder Aluminiums - darauf schliessen lasse, dass es sich beim transportierten Material um Drogen, nicht wie vom Beschwerdeführer behauptet um Gold gehandelt habe. Nicht zu beanstanden ist ferner, wenn die Vorinstanz seine diesbezüglichen Aussagen als widersprüchlich, mit denjenigen von A.________ unvereinbar und daher als Schutzbehauptung qualifiziert. Sie erwägt, der Beschwerdeführer habe in der erstinstanzlichen Hauptverhandlung ausgesagt, er habe das angeblich von einem Dritten erhaltene Paket mit Gold noch am selben Abend als er "B.________" abgeholt habe, d.h. am 2. Juli 2008, oder am darauf folgenden Morgen zu A.________ gebracht, während dies gemäss späteren Aussagen am 12. Juli 2008 oder kurz davor geschehen sein soll. Er habe sich zudem offensichtlich mit A.________ abgesprochen, was daraus erhelle, dass dieser nach der Anklageerhebung plötzlich ebenfalls behauptet habe, in den 30 oder 300 "Finger" von "B.________" sei Gold, nicht Kokain gewesen. Von einem Paket habe A.________ zudem erst in der erstinstanzlichen Hauptverhandlung gesprochen, nachdem ihm detailliert die Indizien für Drogenhandel vorgehalten worden seien und der Beschwerdeführer seine Version wiederholt gehabt habe. Im Unterschied zu diesem wolle A.________ das angebliche Gold aber am 2. Juli 2008 von "B.________" erhalten haben, wohingegen der Beschwerdeführer insistiere, dass es sich um zwei unterschiedliche Fahrten gehandelt habe, was aber nicht ersichtlich sei. Schliesslich könne es sich beim im Telefonat vom 12. Juli 2008 erwähnten Transport auch deshalb nicht um einen anderen als denjenigen vom 2. Juli 2008 gehandelt haben, weil A.________ in der fraglichen Zeit nur einmal nach D.________ gereist sei und die Beschaffung sowie der Verkauf des Kokains offenbar mehrere Wochen in Anspruch genommen hätten. Der Käufer "C.________" und A.________ hätten sich zwar über die Beschaffung weiterer Drogen unterhalten. Aus den Telefonstandortdaten der folgenden Tage lasse sich jedoch schliessen, dass keine weitere Reise zustande gekommen sei. Abgesehen davon habe "C.________" A.________ am 8. Juli 2008 gefragt, ob er "immer noch von die 2 neuen Sache" habe, was darauf hindeute, dass es um dieselbe Sache gegangen, mithin in der Zwischenzeit keine neue Kokainlieferung erfolgt sei.