Citation: 9C_506/2019 E. 3.2

3.2. In der Beschwerde wird hiegegen vorgebracht, laut Urteil 9C_75/2015 vom 11. Mai 2015 E. 3 sei bezüglich aller invaliditätsspezifisch definierten Leistungsansprüche darauf abgestellt worden, wie sich die gesundheitliche Beeinträchtigung in der konkreten beruflich-erwerblichen Situation auswirkt. Im Urteil 9C_114/2018 vom 19. Juli 2018 sei demgegenüber für die Härtefallprüfung die Beurteilung der ORL-Klinik als massgebend erklärt worden. Werde für die Beurteilung, ob ein Härtefall vorliegt, allein auf solche formalen Kriterien abgestellt, hätte dies eine rechtsungleiche Anwendung der Härtefallregelung zur Folge. Die Hörbehinderung wirke sich je nach Beruf unterschiedlich aus. So sei es für den Beschwerdeführer lebenswichtig, dass er in seinem Beruf als Baumaschinenmechaniker neben lärmigen Maschinen Warnrufe erkenne. Im vorliegenden Fall habe die ORL-Klinik aus medizinischer Sicht den invaliditätsbedingten Eingliederungsbedarf bestätigt, obwohl die formalen Voraussetzungen des Härtefalles nicht vollständig erfüllt sind. Es sei nicht zulässig, dass sich die IV-Stelle über die Gesamtbetrachtung durch die ORL-Klinik hinwegsetze und isoliert auf die formalen Voraussetzungen abstelle. Ohne die beantragte Hörgeräteversorgung wäre der Versicherte nicht mehr in der Lage, seinen angestammten Beruf auszuüben.