Citation: I 208/03 26.03.2004 E. 4

Damit ist zu prüfen, ob die Vorinstanz den Invaliditätsgrad zu Recht mit 53 % ermittelt und damit einen Anspruch auf eine halbe Invalidenrente bejaht hat. 4.1 Dem vorinstanzlichen Entscheid liegt ein Validenlohn von Fr. 75'600.- entsprechend einem Monatslohn von Fr. 6300.- (inklusive Anteil 13. Monatslohn) zugrunde. Dem kann nicht gefolgt werden. Zwar hat sich das kantonale Gericht für die Bezifferung des Valideneinkommens richtigerweise auf den Fragebogen für Arbeitgeber vom 16. Juni 1997 gestützt, dem die monatlichen Einkommen vor dem Unfall vom 9. Mai 1996 entnommen werden können. Von Januar bis April 1996 betrug der Durchschnittslohn Fr. 6224.50, mithin Fr. 74'694.- im Jahr. Dazu kommt aber gemäss der genannten Arbeitgeberauskunft noch ein 13. Monatslohn von Fr. 5300.-. Für das Jahr 1996 beträgt das Valideneinkommen somit Fr. 79'994.-. Vorliegend stehen die Verhältnisse im Zeitpunkt des Rentenbeginns (BGE 129 V 222), also für das Jahr 1999 zur Diskussion. Da die für die Beurteilung des Invaliditätsgrades zu schätzenden Einkommen so konkret wie möglich zu ermitteln sind, ist wiederum von den Angaben der Arbeitgeberin auszugehen. Der Grundlohn der Beschwerdeführerin hat sich in den Jahren 1996 bis 1999 von Fr. 5300.- auf Fr. 5630.-, mithin um 6,23 % erhöht. Dies trotz der Tatsache, dass sie von der vor Eintritt des Gesundheitsschadens ausgeübten Tätigkeit als Personalassistentin in die weniger qualifizierte einer kaufmännischen Bankangestellten wechseln musste. Es gibt keinen Anlass daran zu zweifeln, dass sie als Gesunde diese prozentuale Lohnerhöhung auch erhalten hätte. Damit beziffert sich das Valideneinkommen für 1999 auf Fr. 84'978.-. 4.2 Die Beschwerdeführerin hatte nach der Geburt einer Tochter im Januar 1999 ihre Tätigkeit als kaufmännische Angestellte bei der Bank X._______ erst im Juli 1999 wieder aufgenommen und sogleich die Kündigung des Arbeitsverhältnisses per Ende September jenes Jahres erhalten. Danach übte sie keine Erwerbstätigkeit mehr aus. Damit ist das Invalideneinkommen aufgrund von Durchschnittswerten der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) zu ermitteln. Das kantonale Gericht ist von einem zumutbaren Invalideneinkommen von Fr. 35'078.- ausgegangen, wobei es seiner Berechnung die Zahlen für das Jahr 2000 für weibliche Angestellte im Bereich Sekretariats- und Kanzleiarbeiten auf hohem Anforderungsniveau (Niveau 1 + 2) zugrundelegte. Dem kann insoweit nicht gefolgt werden, als der Beschwerdeführerin aus medizinischer Sicht eine rasche Ermüdung bei intellektuellen Tätigkeiten insbesondere mit Konzentrations- und Kurzzeitgedächtnisstörungen attestiert wird. Es hatte sich auch an ihrem angestammten Arbeitsplatz gezeigt, dass sie die komplexeren Aufgaben als Personalassistentin nicht mehr bewältigen konnte und nunmehr als kaufmännische Bankangestellte mit dem internen Fakturawesen beschäftigt wurde. Auch im Gutachten vom 14. Dezember 2000 wird die Prognose in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit als kaufmännische Angestellte in einer gehobenen Stellung als eher ungünstig beschrieben. Damit ist der hypothetische Invalidenlohn auf dem Niveau 3 (Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt) anzusetzen. Da die Verhältnisse im Zeitpunkt des Rentenbeginns zu prüfen sind (vgl. Erwägung 4.2 hievor), ist Tabelle TA7 der LSE 1998 massgebend. Durchschnittlich verdienten Frauen in allgemeinen kaufmännisch-administrativen Tätigkeiten Fr. 4800.- im Monat. Aufgerechnet auf das Jahr 1999 und auf eine durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,8 Stunden auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beträgt das Invalideneinkommen bei einer Arbeitsfähigkeit von 50 % demnach Fr. 30'096.-, was einem Invaliditätsgrad von 65 % (vgl. zu den Rundungen bei der Berechnung des Invaliditätsgrades das zur Veröffentlichung bestimmte Urteil R. vom 19. Dezember 2003, U 27/02) entspricht. Die Vorinstanz hat demnach zu Recht entschieden, dass die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine halbe Invalidenrente hat.