Citation: U 79/04 09.06.2005 E. 3

3.1 Es ist unbestritten, dass der Versicherte keinen Aufenthalt in der Schweiz hat. Es fehlt daher, wie die Vorinstanz richtig erwogen hat, an einer Anspruchsvoraussetzung für die Ausrichtung der beantragten Übergangsentschädigung. Damit würde sich an sich die Prüfung der weiteren Erfordernisse erübrigen. 3.2 Der Beschwerdeführer macht indessen geltend, er habe Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht, da die SUVA für die Ausrichtung einer Übergangsentschädigung keinen Wohnsitz in der Schweiz verlange. 3.2.1 Nach der Rechtsprechung geht der Grundsatz der Gesetzmässigkeit der Verwaltung in der Regel der Rücksicht auf die gleichmässige Rechtsanwendung vor. Der Umstand, dass das Gesetz in andern Fällen nicht oder nicht richtig angewendet worden ist, gibt dem Bürger und der Bürgerin grundsätzlich keinen Anspruch darauf, ebenfalls abweichend vom Gesetz behandelt zu werden. Das gilt jedoch nur, wenn lediglich in einem einzigen oder in einigen wenigen Fällen eine abweichende Behandlung dargetan ist. Wenn dagegen die Behörden die Aufgabe der in andern Fällen geübten, gesetzwidrigen Praxis ablehnen, können der Bürger oder die Bürgerin verlangen, dass die gesetzwidrige Begünstigung, die Dritten zuteil wird, auch ihnen gewährt werde (BGE 126 V 392 Erw. 6a, 122 II 451 Erw. 4a, 115 Ia 83 Erw. 2, 115 V 238/239, je mit Hinweisen auf Lehre und Rechtsprechung). 3.2.2 Die SUVA hat in ihrer Beschwerdeantwort zuhanden der Vorinstanz ausgeführt, dass sie entgegen der strengen Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts bei der Übergangsentschädigung für Leistungsansprecher, welche ihren Wohnsitz in einem EU-Staat haben, keinen Aufenthalt in der Schweiz verlange. Allerdings müsse der Versicherte im Rahmen der Schadenminderungspflicht seine Arbeitsbemühungen in der Schweiz nachweisen können, wobei monatlich acht bis zehn gute bis sehr gute schriftliche Bewerbungen (und Antworten) in der Schweiz erforderlich seien. 3.2.3 Damit setzt SUVA für die gesetzwidrige Begünstigung voraus, dass der Versicherte sich bei fehlendem Wohnsitz in der Schweiz wenigstens hier um Arbeit bemühen muss, was Gesetz und Rechtsprechung ohnehin verlangen (RKUV 1995 Nr. U 225 S. 161). Daran fehlt es jedoch vorliegend, befindet sich in den Akten doch für das Jahr 2001 keine einzige Bewerbung um eine Stelle in der Schweiz. 3.2.4 Sinngemäss ist den Ausführungen des Beschwerdeführers zu entnehmen, dass er dazu aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage war. Dafür bestehen in den Akten jedoch keine Anhaltspunkte. Bei der letzten von der SUVA veranlassten Untersuchung des Versicherten durch Dr. med. W.________, Innere Medizin FMH, speziell Lungenkrankheiten, am 15. und 16. Juni 2000 ergab sich, dass der Krankheitsverlauf stabil sei und trotz der Silikose eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit für praktisch alle Berufe bestehe, sofern die entsprechenden arbeitsplatzhygienischen und persönlichen Schutzmassnahmen getroffen würden. Andere Leiden, welche zu einer Funktionseinbusse führten, liessen sich nicht erheben (Bericht vom 23. Juni 2000). Eine spätere Verschlechterung des Gesundheitszustands ist nicht aktenkundig. Damit ist die vom Beschwerdeführer verlangte medizinische Expertise nicht erforderlich.