Citation: 1P.318/2002 26.08.2002 E. B

Die Staatsanwaltschaft Graubünden erhob gegen das Urteil des Bezirksgerichts Plessur am 7. Januar 2002 Berufung an das Kantonsgericht Graubünden. Sie beantragte, X.________ sei zusätzlich zu den bereits erfolgten Schuldsprüchen derjenigen Delikten schuldig zu sprechen, von denen ihn das Bezirksgericht freigesprochen hatte. Dafür sei er mit zwei Monaten Gefängnis und einer Busse von Fr. 500.-- zu bestrafen. X.________ reichte am 14. Januar 2002 ebenfalls Berufung gegen das bezirksgerichtliche Urteil ein. Er stellte insbesondere das Begehren, er sei vom Vorwurf des vorsätzlichen Fahrens in angetrunkenem Zustand gemäss Art. 91 Abs. 1 SVG freizusprechen. Das Kantonsgericht Graubünden, Kantonsgerichtsausschuss, hiess die Berufung der Staatsanwaltschaft Graubünden am 20. März 2002 gut und wies jene von X.________ ab. Es sprach ihn schuldig der einfachen Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte gemäss Art. 285 Ziff. 1 StGB, des vorsätzlichen Fahrens in angetrunkenem Zustand gemäss Art. 91 Abs. 1 und des unvollendeten Versuchs der Vereitelung der Blutprobe gemäss Art. 91 Abs. 3 SVG in Verbindung mit Art. 21 Abs. 1 StGB sowie der Widerhandlung gegen Art. 99 SVG. Dafür verurteilte es X.________ zu zwei Monaten Gefängnis und zu einer Busse von Fr. 500.--, unter Gewährung des bedingten Strafvollzuges und unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren. Die Busse sollte bei Wohlverhalten ebenfalls nach zwei Jahren aus dem Strafregister gelöscht werden.