Citation: 6S.57/2003 26.01.2004 E. 2

Der Beschwerdeführer wurde wegen qualifizierter Veruntreuung schuldig gesprochen. Diese wurde bis zum 1. Januar 1995, als das revidierte Vermögensstrafrecht in Kraft trat, nur auf Antrag verfolgt, sofern sie zum Nachteil eines Angehörigen oder Familiengenossen begangen worden war (Art. 140 aStGB). Der Beschwerdeführer macht geltend, das ihm vorgeworfene Ereignis habe sich 1989 abgespielt, also vor dem Inkrafttreten des revidierten Vermögensstrafrechts. Deshalb gelange das alte als das mildere Recht zur Anwendung. Bei dem auf dem Sparkonto ... liegenden Geld habe es sich um Vermögenswerte seines Vaters gehandelt, weshalb er die angebliche Veruntreuung zum Nachteil seines Vaters begangen habe. Dieser aber habe keinen Strafantrag gestellt. Indem die Vorinstanz ihn ohne Vorliegen des nach altem Recht erforderlichen Strafantrags seines Vaters schuldig gesprochen habe, habe sie Art. 140 Ziff. 3 aStGB verletzt (vgl. Beschwerde S. 8/9). Das Vorbringen geht an der Sache vorbei. Die Vorinstanz geht davon aus, der Beschwerdeführer habe die Veruntreuung nicht zum Nachteil seines Vaters, sondern zum Nachteil der Käufer C.________ und D.________ begangen (angefochtener Entscheid S. 12). Dass eine Veruntreuung zum Nachteil des Vaters nicht vorliegt, ist offensichtlich, denn dieser war ja mit der zweckwidrigen Verwendung des ursprünglich von ihm für die Bezahlung der Steuer vorgesehenen Geldes einverstanden. Bei dieser Sachlage kommt eine Veruntreuung durch den Beschwerdeführer zum Nachteil des Vaters von vornherein nicht in Betracht. Zu prüfen ist nur, ob der Beschwerdeführer eine Veruntreuung zum Nachteil der Käufer begangen hat.