Citation: 5A_585/2009 08.12.2009 E. 5.2

5.2.1 Weiter beanstandet der Beschwerdeführer den Umstand, dass das Kantonsgericht der Beschwerdegegnerin einen Zuschlag von 30% auf dem Grundbetrag gewährt habe, ihm aber nicht, was willkürlich sei. Grundsätzlich sei er zwar der Ansicht, dass ein solcher Zuschlag für beide Parteien nicht gerechtfertigt sei; wenn aber ein Zuschlag zugestanden werde, dann für beide Parteien. Immerhin habe das Kantonsgericht selber in Erwägung 2b zutreffend auf die Ausführungen der Beschwerdegegnerin verwiesen, wonach die Parteien sich gegenseitig übereinstimmend einen Zuschlag von 30% zum Grundbetrag zugestanden hätten. 5.2.2 Das Kantonsgericht hielt im angefochtenen Entscheid fest, der Beschwerdeführer habe den vom erstinstanzlichen Richter ermittelten Überschuss von Fr. 1'550.-- nicht bestritten. In seiner Vernehmlassung führt es ferner aus, man sei "im Unterschied zur Erstinstanz davon ausgegangen, dass genügend Mittel vorhanden sind, um beiden Ehegatten den bisherigen Lebensstandard (Zuschlag von 30% eingeschlossen) zu ermöglichen"; zudem habe der Beschwerdeführer "den ihm von der Erstinstanz berechneten Bedarf nicht bestritten". Die Beschwerdegegnerin vertritt eine ähnliche Auffassung und ergänzt, selbst wenn dem Beschwerdeführer ein Zuschlag von 30% auf seinem Grundbedarf zu gewähren wäre, könne dies keinen Einfluss auf den vorinstanzlich festgelegten Unterhaltsbeitrag haben, weil es ihm auch bei einem niedrigeren Überschuss zuzumuten sei, die Differenz aus der Substanz seines Nettovermögens zu bezahlen. 5.2.3 Es trifft zu und ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer den vom erstinstanzlichen Richter ermittelten Überschuss von Fr. 1'550.-- vor der Vorinstanz nicht bestritten hat. Es trifft aber ebenso zu, dass der erstinstanzliche Richter den Überschuss aufgrund der in E. 2 hiervor wiedergegebenen Zahlen, d.h. ohne Anrechnung eines Zuschlages von 30% auf dem Grundbetrag, ermittelt hat. Auch bei der Beschwerdegegnerin hat er keinen Grundbetragszuschlag eingerechnet. Soweit der Beschwerdeführer mit den Berechnungen des erstinstanzlichen Richters einverstanden war, was zumindest mit Bezug auf den fraglichen Zuschlag anzunehmen ist, zumal er seine Auffassung zu dieser Frage auch noch vor Bundesgericht bekräftigt, hatte er auch keinen Grund, dies vor dem Kantonsgericht zu bestreiten. Aus der unterlassenen Bestreitung kann folglich nichts zu seinen Ungunsten abgeleitet werden. Bei der lebensprägenden Ehe ist vom zuletzt gelebten ehelichen Standard auszugehen, unter Hinzurechnung der scheidungsbedingten Mehrkosten (BGE 134 III 577 E. 3 S. 578), und in diesem Rahmen haben beide Ehegatten Anspruch auf Fortführung der gleichen Lebenshaltung (E. 8 S. 581). Für den vorliegenden Fall hat dies zur Folge, dass grundsätzlich beiden Ehegatten ein Zuschlag auf dem Grundbetrag zuzugestehen ist, weil die Ehegatten auch während der Ehe nicht auf dem nackten Existenzminimum gelebt haben. Entgegen der Vernehmlassung des Kantonsgerichts lässt sich den Erwägungen des angefochtenen Entscheids nichts entnehmen, was darauf hindeutete, dass sich dieses der Problematik der Ungleichbehandlung in der Berechnung bewusst gewesen bzw. aus welchen Gründen eine Ungleichbehandlung der Parteien gerechtfertigt wäre. Diese erweist sich als bundesrechtswidrig.