Citation: 8C_385/2020 E. 6.3.1

6.3.1. In grundsätzlicher Hinsicht hat das Gericht sodann - entgegen den Darlegungen in der Beschwerde - zutreffend erwogen, dass die Arbeitslosenversicherung im streitbetroffenen Zeitraum gegenüber der Invalidenversicherung koordinationsrechtlich aufgrund der Anmeldung bei derselben (bei erfülltem Wartejahr am 16. Mai 2016 und nicht offensichtlicher Vermittlungsunfähigkeit) vorleistungspflichtig war. Die Beschwerdegegnerin hat im Rahmen der Vorleistung so lange Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung, bis mit Entscheid der Invalidenversicherung der Schwebezustand beendet wird (vgl. BGE 142 V 380 E. 3.2 S. 382; 136 V 195 E. 7.4 S. 205; ARV 2011 S. 55, 8C_651/2009; E. 4.2 hiervor). Wenn die Beschwerdeführerin eine Vorleistungspflicht erst ab dem 6. Mai 2017 gelten lassen will, geht dies daher insoweit fehl, als sie gegenüber der Versicherten jedenfalls im Umfang der über deren Krankentaggeldanspruch nach VVG hinaus allfällig bestehenden Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung vorleistungspflichtig blieb (vgl. BGE 144 III 136 E. 4.3 S. 143 und Urteil 8C_625/2018 vom 22. Januar 2019 E. 5.3 in: ARV 2019 S. 97). Die in diesem Sinne grundsätzlich bestehende Vorleistungspflicht der Arbeitslosenversicherung endete erst mit der leistungsablehnenden Verfügung der Invalidenversicherung vom 19. Februar 2018, die eine Arbeitsfähigkeit von 80 % in der angestammten wie in einer leidensangepassten Tätigkeit festhielt. Durch die bis 31. März 2017 bestandene Abtretung der Arbeitslosenversicherungsleistungen an die bevorschussende Gemeinde, war diese im soeben skizzierten Umfang berechtigte Leistungsempfängerin derselben.