Citation: 9C_755/2020 E. 4.3.3

4.3.3. Der Vorinstanz kann keine Willkür vorgeworfen werden, wenn sie - in Übereinstimmung mit den Angaben im bidisziplinären Gutachten vom 26. November 2018 - die Arbeitsfähigkeit im Umfang von 70 % auf die Zeit nach der Neuanmeldung bezieht. Das psychiatrische Teilgutachten vom 30. Juli 2018 quantifiziert zwar retrospektiv nicht die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit; die diesbezügliche Präzisierung findet sich nur im bidisziplinären Gutachten vom 26. November 2018. Jedoch hält das Teilgutachten fest, die Einschätzung der Psychiatrischen Dienste E.________ AG sei nur (aber immerhin) "in der Gesamtschau" nachvollziehbar. Es ist kein Widerspruch, wenn das psychiatrische Teilgutachten einerseits die wesentlichen Befunde der Psychiatrischen Dienste E.________ AG punkto Beginn des psychischen Leidens bestätigt, andererseits den Grad der Arbeitsunfähigkeit tiefer ansetzt.