Citation: 6B_131/2020 E. 3

Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer habe sich zum Zeitpunkt der Zustellung des Strafbefehls vom 4. Juni 2019 bis 3. Juli 2019 in einer fürsorgerischen Unterbringung befunden. Die Frist der Abholeinladung für den Strafbefehl habe bis zum 4. Juli 2019 gedauert. Der Beschwerdeführer habe die Klinik indes bereits am 3. Juli 2019 verlassen können. Weshalb es ihm unmöglich gewesen sein soll, sein Postfach gegen Abend des 3. Juli 2019 oder einen Tag später am 4. Juli 2019 zu leeren, um in der Folge den Strafbefehl entgegen zu nehmen, lege er nicht dar. Sein Vorbringen, er habe während des Klinikaufenthalts niemanden mit der Postfachleerung beauftragen können, ziele an der Begründung im angefochtenen Entscheid vorbei. Eine sorgsame Person hätte sich spätestens nach dem Austritt aus der Klinik um die während des Klinikaufenthalts angefallene Post gekümmert. Dies müsse umso mehr für den Beschwerdeführer gelten, weil er anlässlich der polizeilichen Einvernahme vom 28. Mai 2019 darauf hingewiesen worden sei, dass ihm die Staatsanwaltschaft die weiteren Verfahrensschritte mitteilen werde, und er folglich mit diesbezüglichen Postzustellungen habe rechnen müssen.