Citation: 6B_518/2023 E. 5.4.2

5.4.2. Der Beschwerdeführer wurde wegen banden- und gewerbsmässigen Diebstahls verurteilt. Er beging damit eine Katalogtat, welche zu einer obligatorischen Landesverweisung führt (vgl. Art. 66a Abs. 1 lit. c StGB). Sein diesbezügliches Verschulden qualifiziert die Vorinstanz (unter Beizug der als erheblich relativierend beurteilten subjektiven Aspekte) insgesamt als keinesfalls leicht. Der Beschwerdeführer stuft die dem vorliegenden Strafverfahren zugrundeliegenden Straftaten selbst als nicht mehr von eher untergeordneter Bedeutung ein. Sowohl die hohe Anzahl der Delikte als auch deren Schwere schlugen sich, wie bereits einleitend festgehalten, in der ausgesprochenen Strafe nieder. Zudem lässt die Vorinstanz sowohl die grosse Menge an erlangtem Deliktsgut als auch das planmässige Vorgehen und Zusammenwirken der Tatbeteiligten zu Recht in die Beurteilung einfliessen. Erschwerend kommt die Intensivierung der Delinquenz sowie die hohe Kadenz der Einzeltaten hinzu. So beging der Beschwerdeführer elf - teilweise versuchte - Diebstähle innert sechs Monaten, wobei es nicht vom Beschwerdeführer und seinen jeweiligen Mittätern abhing, dass es teilweise beim Versuch blieb. Ins Gewicht fallen überdies die Vorstrafen wegen zahlreicher, unterschiedlicher und teilweise einschlägiger Normverstösse. So wurde er mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 22. April 2014 wegen Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch, mehrfachen Führens eines Motorfahrzeugs ohne erforderlichen Führerausweis und einfacher Verletzung der Verkehrsregeln verurteilt. Die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich erliess am 22. April 2015 einen Strafbefehl gegen den Beschwerdeführer wegen mehrfachen Vergehens gegen das Waffengesetz sowie Drohung. Am 21. März 2019 erging sodann ein Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland gegen den Beschwerdeführer wegen teilweise versuchter Irreführung der Rechtspflege, Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch und Überlassens eines nicht betriebssicheren Fahrzeugs. Die Erstinstanz berücksichtigte zudem die vor der Vorinstanz im Strafregister zwischenzeitlich gelöschten Vorstrafen. Demgemäss erliess die Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn am 25. März 2011 einen Strafbefehl gegen den Beschwerdeführer wegen mehrfacher Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes, Fahrens in fahrunfähigem Zustand sowie Fahrens ohne Führerausweis und am 21. Dezember 2011 einen wegen Diebstahls, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruchs, Übertretung des Bundesgesetzes über den Schutz der Gewässer, Verletzung der Verkehrsregeln, mehrfachen Fahrens ohne Führerausweis, Fahrens ohne Fahrzeugausweis oder Kontrollschilder sowie ohne Haftpflichtversicherung. Am 17. Oktober 2011 erging zudem ein Strafbefehl der Regionalen Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland gegen den Beschwerdeführer wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand, Entwendung eines Motorfahrze ugs zum Gebrauch, Missbrauch von Ausweisen und Schildern, Fahrens ohne Führerausweis, Nichtmitführens von Ausweisen oder Bewilligungen in Sachen des Strassenverkehrsgesetzes, Verletzung von Verkehrsregeln, falscher Anschuldigung und Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a BetmG. Von Grenzübertretungen im Rahmen der Adoleszenz kann keine Rede sein. Ebenso vermögen diese Str aftaten das öffentliche Interesse am Schutz vor (Serien-) Diebstählen wegen ihres Gegenstands nicht in einem geringeren Lichte erscheinen zu lassen. Zutreffend erwägt die Vorinstanz, dass sich der Beschwerdeführer von den Vorstrafen und den damit verbunden ausgesprochenen Strafen nicht vor weiterer (teilweise einschlägiger) Straffälligkeit abhalten liess. Selbst laufende Strafverfahren hielten ihn nicht dazu an, sich wohl zu verhalten. Das gesteht der Beschwerdeführer selbst ein. Allfällige jüngste positive Entwicklungen vermögen weder daran noch an der vorinstanzlich erwogenen ungünstigen Rückfallprognose etwas zu ändern, sondern treten angesichts des langjährig strafrechtlich relevanten Verhaltens in den Hintergrund. Das Wohlverhalten des Beschwerdeführers in letzter Zeit ist aufgrund des drohenden Strafvollzugs und der drohenden Landesverweisung zu relativieren (vgl. Urteil 6B_47/2022 vom 5. Juni 2023 E. 2.4.2 mit Hinweis). Die Summe und die Regelmässigkeit der Delikte zeigen auf, dass der Beschwerdeführer sich nicht an die hiesigen Gesetze halten kann oder will. Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz das öffentliche Interesse als erheblich einstuft.