Citation: U 322/05 11.01.2007 E. 4

Das Unfallereignis ist mit der Vorinstanz dem mittleren Bereich im Grenzbereich zu den leichten Unfällen zuzuordnen. Mit Blick auf die Kasuistik zu Unfällen dieser Kategorie (vgl. dazu RKUV 2005 Nr. U 549 S. 237 Erw. 5.1.2 [Urteil C. vom 15. März 2005, U 380/04] mit Hinweisen; Urteil E. vom 30. November 2004, U 300/03, Erw. 3.3) ist nicht ersichtlich, weshalb angesichts der Unfallmechanik und des - im Übrigen nicht genauer spezifizierten - Gewichts des gefrorenen Fleischblocks von einem mittelschweren Ereignis im engeren Sinne ausgegangen werden sollte, zumal, wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat, das Ereignis erst mehrere Tage oder sogar Wochen später eine erste ärztliche Konsultation erforderte und sich der Versicherte anlässlich dieser nicht einmal mehr an eine mögliche Unfallursache für die dort geklagten Schulterbeschwerden erinnern konnte. Hinsichtlich der einzelnen Adäquanzkriterien ergibt sich Folgendes: 4.1 Unbestrittenermassen liegt keine schwere Verletzung oder eine solche von einer besonderen Art vor. Eine Schulterverletzung ist entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers nicht schon per se eine schwere Verletzung, nur weil die Schulter bei vielen Verrichtungen gebraucht wird. Daran ändert nichts, dass die Seite des dominanten Armes betroffen ist. Ebenso sind besonders dramatische Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit des Unfalls zu verneinen, zumal sich der Versicherte, wie bereits ausgeführt, angesichts der ersten ärztlichen Konsultation nicht mehr an eine mögliche Unfallursache für die dort geklagten Schulterbeschwerden erinnern konnte. Es kann auch in keiner Weise von einer ärztlichen Fehlbehandlung im Zusammenhang mit der vom Beschwerdeführer ins Feld geführten "zögerlichen Diagnosestellung" die Rede sein. Schliesslich kann bei einer drei Jahre nach dem Unfallereignis aufgetretenen - notabene schmerzlosen - Schwellung im Handbereich nicht ernsthaft von erheblichen Komplikationen gesprochen werden. Die diesbezüglichen Einwände des Beschwerdeführers erweisen sich als unbehelflich. 4.2 Hinsichtlich der langdauernden Arbeitsunfähigkeit ist mit der Vorinstanz darauf hinzuweisen, dass nur die physisch bedingte Arbeitsfähigkeit berücksichtigt werden kann, während beim Versicherten schon im November 2003, mithin rund eineinhalb Jahre nach dem Unfallereignis, die Schmerzen als nicht mehr erklärbar beurteilt wurden (Bericht der Klinik Y.________ vom 17. November 2003) und ihm erst ab dem Zeitpunkt der Arthroskopie am 7. März 2003 eine volle Arbeitsfähigkeit attestiert wurde. Aus demselben Grund sind auch körperliche Dauerbeschwerden nicht ausgewiesen. 4.3 Mit der Vorinstanz ist eine ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung der physischen Beschwerden nicht anzunehmen, nachdem bis zur Arthroskopie am 7. März 2003 mit einem Spitalaufenthalt von drei Tagen, also rund ein Jahr nach dem mutmasslichen Zeitpunkt des Unfalles, abgesehen von Infiltrationen keine eigentlichen Behandlungen durchgeführt wurden. Zu berücksichtigen ist ebenfalls, dass der Versicherte den stationären Aufenthalt in der Rehaklinik Z.________ nach einer Woche selbst abbrach und auch sonst jegliche Kooperation im Sinne der minimalen Erfüllung der ihm obliegenden Schadenminderungspflicht vermissen liess. 4.4 Zusammenfassend hat die Vorinstanz mit der SUVA die Adäquanz der psychischen Beschwerden zu Recht verneint, weshalb diese bei der Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit nicht zu berücksichtigen sind.