Citation: 5A_536/2023 E. 5.1

5.1. Er macht eine Verletzung von Art. 6 Ziff. 1 EMRK geltend, weil die Parteien nicht mündlich angehört worden seien bzw. keine öffentliche Verhandlung stattgefunden habe. Indem der Beschwerdeführer mit seinem Vorbringen (in Verletzung seiner Begründungspflicht) abstrakt bleibt, wird nicht klar, auf welches Verfahren er sich bezieht. Es muss angenommen werden, dass er das Rechtsmittelverfahren meint. Vor der KESB sind nämlich beide Elternteile mündlich angehört worden, insbesondere auch der Beschwerdeführer (vgl. KESB-Entscheid, S. 1, Ziff. 3 und 4). Im Rechtsmittelverfahren scheint hingegen keine mündliche Anhörung stattgefunden zu haben; solches ist jedenfalls weder aus dem angefochtenen Entscheid noch aus den Akten ersichtlich. Indes besteht nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK im Rahmen des Instanzenzuges das Recht auf eine mündliche Verhandlung grundsätzlich nur einmal (vgl. MEYER, in: Karpenstein/Meyer, EMRK Kommentar, 3. Aufl. 2022, N. 71 und 75 m.w.H. auf die einschlägige Rechtsprechung). Insofern fordert Art. 6 Ziff. 1 EMRK nicht zwingend eine Anhörung im Rechtsmittelverfahren. Abgesehen davon können die Parteien auf ihren Anspruch stillschweigend verzichten, soweit die anwendbare Prozessordnung eines solche nicht zwingend vorschreibt, und es ist ein solcher Verzicht anzunehmen, wenn die Parteien keinen entsprechenden Verfahrensantrag stellen (BGE 127 I 44 E. 2e/aa; 134 I 331 E. 2.3; Urteil 4A_66/2014 vom 2. Juni 2014 E. 4.1). Vor diesem Hintergrund müsste der Beschwerdeführer aufgrund des Rügeprinzips gemäss Art. 106 Abs. 2 BGG substanziiert dartun, dass die KESB im Kanton Basel-Stadt nicht als selbständiges Gericht organisiert ist, so dass die sich aus Art. 6 Ziff. 1 EMRK ergebenden Ansprüche trotz der dortigen mündlichen Anhörung noch nicht konsumiert sein könnten, und dass er im Übrigen vor zweiter Instanz einen Antrag auf ein mündliches Verfahren gestellt hätte. Indem er dazu kein Wort verliert, bleibt die Rüge unbegründet. Ohnehin wäre ein Antrag auf eine mündliche Verhandlung weder aus seiner kantonalen Beschwerde noch aus seiner ebenfalls umfangreichen Replik im kantonalen Beschwerdeverfahren ersichtlich; mithin hätte das Appellationsgericht - soweit vorliegend eine substanziierte Rüge erfolgt wäre, was nicht der Fall ist - nach dem Gesagten von einem Verzicht ausgehen dürfen.