Citation: 6B_81/2021 E. 4.2

4.2. Hinsichtlich des vorinstanzlich herangezogenen Referenzsachverhalts verkennt der Beschwerdeführer, dass das Gericht in Literatur und Richtlinien angegebene Strafmasse als blosse Orientierungshilfe heranziehen kann, diese jedoch für Strafgerichte in keiner Weise bindend sind (Urteile 6B_667/2020 vom 3. Februar 2021 E. 1.3.3; 6B_144/2018 vom 21. März 2019 E. 3.2 mit Hinweisen). Vorliegend ist nicht erkennbar, inwiefern der herangezogene Referenzsachverhalt in der Strafzumessung eine Bedeutung gehabt hätte, welche über diejenige einer blossen Orientierungshilfe hinausgegangen wäre. Die durch die Vorinstanz erfolgte Strafzumessung entspricht den bundesgerichtlichen Vorgaben (vgl. E. 3 oben). Der Beschwerdeführer kann ferner auch aus dem von ihm vorgebrachten Vergleichsfall, in welchem das Obergericht des Kantons Bern für einen Raub eine ähnlich hohe Freiheitsstrafe ausgesprochen habe, obwohl im dortigen Fall massive Gewalt angewendet worden sei, nichts für sich ableiten. Die daraus behauptete resultierende Ungleichheit in der Zumessung der hypothetischen Einzelstrafe reicht für sich allein nicht aus, um auf einen Missbrauch des Ermessens zu schliessen. Vergleiche mit anderen Urteilen sind vor dem Hintergrund des Grundsatzes der Individualisierung und des weiten Ermessens des Sachgerichts nur beschränkt möglich. Soweit die Strafe innerhalb des gesetzlichen Strafrahmens, gestützt auf alle wesentlichen Gesichtspunkte und im Rahmen des richterlichen Ermessens festgesetzt wurde, sind Unterschiede in der Strafzumessungspraxis innerhalb dieser Grenzen als Ausdruck unseres Rechtssystems hinzunehmen (Urteile 6B_141/2020 vom 9. Juli 2020 E. 2.3; 6B_27/2020 vom 20. April 2020 E. 3.3.3; je mit Hinweisen).