Citation: 2C_84/2023 E. 3.4.5

3.4.5. Die unvollständigen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz verletzen den Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör und insbesondere auf Beweisabnahme nicht: Sofern ein Beweismittel von vornherein keinen relevanten Erkenntniswert generiert oder sich die zu beweisenden Sachverhalte bereits im Wesentlichen aus den Akten ergeben, darf eine Behörde von weiteren Beweismassnahmen absehen (vgl. BGE 144 II 427 E. 3.1.3; Urteile 9C_634/2014 vom 31. August 2015 E. 6.1.2; 1P.247/2003 vom 30. Juli 2003 E. 2.1). So verhält es sich vorliegend. Weil die Tatsachen, welche der Beschwerdeführer durch seine Anträge beweisen wollte - das zerrüttete Vertrauensverhältnis und der selbständige Weiterzug des Strafurteils durch den Klienten im März 2020 -, aktenkundig sind und unbestritten blieben, ist nicht ersichtlich, inwiefern der Beizug der Akten des Strafberufungsverfahrens oder die Einvernahme von Personen einen Erkenntnisgewinn gebracht hätten. Die Vorinstanz durfte davon absehen, da sie die versäumten Feststellungen ohne Weiteres aufgrund der vorhandenen Akten hätte treffen können. Aus denselben Gründen besteht auch vor Bundesgericht kein Anlass, zusätzlich die Akten des Strafberufungsverfahrens beizuziehen.