Citation: 6B_430/2012 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdegegner X.________ machte sich der qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung in Bereicherungsabsicht (Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 und Abs. 3 StGB) auch dadurch schuldig, dass er in der Zeit von April bis Dezember 2000 als Geschäftsführer der A.________ zu deren Lasten der B.________ AG Darlehen zu viel zu niedrigen Zinsen gewährte. Anstelle des unter Berücksichtigung der massgeblichen Kriterien marktgerechten Zinssatzes von mindestens 10 % stellte er Zinssätze von lediglich 3,45 % bis 4,2 % in Rechnung. Dadurch entgingen der A.________ Zinseinnahmen im Betrag von Fr. 367'450.--. Unter Abzug von 15 % aufgrund der entsprechenden Beteiligung der A.________ an der B.________ AG betrug der Schaden der A.________ zufolge zu niedriger Zinseinnahmen rund Fr. 312'200.--. Im Umfang der Differenz zwischen den effektiv bezahlten Darlehenszinsen und den Zinsen, die nach dem "at arm's length"-Prinzip ab 25. April 2000 hätten bezahlt werden müssen, waren die B.________ AG beziehungsweise indirekt die Beschwerdegegner als deren Aktionäre unrechtmässig bereichert (Urteil S. 61/62). Der Beschwerdegegner X.________ machte sich der qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung in Bereicherungsabsicht (Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 und Abs. 3 StGB) schliesslich dadurch schuldig, dass er als Geschäftsführer der A.________ in der Zeit vom 25. April 2000 bis zum 13. September 2002 den Betrieb der B.________ AG mit Personal, Material und Logistik der A.________ sicherstellte, ohne der B.________ AG hiefür Rechnung zu stellen. Dadurch wurde die A.________ am Vermögen geschädigt und erlangten die B.________ AG und letztlich die Beschwerdegegner als deren Aktionäre einen unrechtmässigen Vermögensvorteil (Urteil S. 71 ff.). Die Vorinstanz hält fest, dass mangels zeitlicher Abrechnungen und Erfassung der erbrachten Leistungen eine konkrete Schadensberechnung jedoch nicht möglich sei. Es müsse mit der Feststellung sein Bewenden haben, dass der Schaden der A.________ im Sachverhaltskomplex "Administrativkosten" sicherlich in der Grössenordnung von mehreren Zehntausend Franken liege (Urteil S. 78). In ihren Erwägungen zur Einziehung respektive staatlichen Ersatzforderung führt die Vorinstanz aus, dass der Wert der B.________ AG-Aktien ohne die genannten Straftaten des Beschwerdegegners X.________ kleiner gewesen wäre. Insbesondere hätte die B.________ AG höhere Zinsen für Darlehen sowie eine Entschädigung für administrative Aufwendungen an die A.________ geleistet (Urteil S. 114/115). Nach der Auffassung der Vorinstanz lassen sich indessen die Auswirkungen des diesbezüglichen ungetreuen Geschäftsgebarens des Beschwerdegegners X.________ auf den Wert der B.________ AG-Aktien beziehungsweise die dadurch deliktisch generierten Gewinne der Beschwerdegegner nicht genau ausrechnen und wäre eine Schätzung derselben völlig willkürlich. Daher sei in Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils auf eine Abschöpfung dieser Vermögenswerte gegenüber sämtlichen Beschwerdegegnern zu verzichten, zumal es sich bei Art. 70 Abs. 1 StGB (gemeint wohl: Art. 70 Abs. 5 StGB) um eine "Kann"-Vorschrift handle. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin sei das Gericht demnach nicht verpflichtet, eine Schätzung sämtlicher deliktischer Vermögenswerte vorzunehmen, zumal vorliegend mit der Abschöpfung des im Sachverhaltskomplex "Initialer B.________ AG-Titelhandel" erlangten deliktischen Vermögensvorteils dem Ausgleichsgedanken genügend Rechnung getragen werde (Urteil S. 115).