Citation: 2A.468/2001 23.01.2002 E. 2

2.- a) Gemäss Art. 22 Abs. 1 SVG werden die Ausweise von den Verwaltungsbehörden erteilt und entzogen, wobei für Fahrzeuge der Standortkanton, für Führer der Wohnsitzkanton zuständig ist. Für Fahrzeuge ohne festen Standort in der Schweiz ist der Ort massgebend, an dem sie sich vorwiegend befinden (Art. 22 Abs. 3 SVG). Wird der Standort eines Fahrzeugs in einen anderen Kanton verlegt, so ist in diesem Kanton ein neuer Fahrzeugausweis einzuholen (Art. 11 Abs. 3 SVG). Hierfür hat der Halter den entsprechenden Versicherungsnachweis sowie den alten Fahrzeugausweis beizubringen (Art. 74 Abs. 1 lit. b der Verordnung vom 27. Oktober 1976 über die Zulassung von Personen und Fahrzeugen zum Strassenverkehr [VZV; SR 741. 51]) und eine 14-tägige Frist einzuhalten (Art. 74 Abs. 5 VZV). Gemäss Art. 105 Abs. 1 SVG bleibt das Recht der Kantone zur Besteuerung der Fahrzeuge und zur Erhebung von Gebühren gewahrt. Vom Beginn des Monats an, in welchem der Standort eines Motorfahrzeuges in einen andern Kanton verlegt wird, ist der neue Standortkanton zur Steuererhebung zuständig. Der alte Standortkanton hat Steuern, die für weitere Zeit erhoben wurden, zurückzuerstatten (Art. 105 Abs. 2 SVG). b) Gemäss Art. 16 Abs. 1 SVG sind Ausweise zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen. Zu diesen Voraussetzungen gehört auch die Beachtung der Zuständigkeitsvorschrift von Art. 22 Abs. 1 SVG und der steuerrechtlichen Befugnisse des Standortkantons (Art. 105 Abs. 2 SVG), weshalb Fahrzeugausweise und Kontrollschilder eines Kantons, der nicht (mehr) Standortkanton ist, durch die Behörden des neuen Standortkantons zu entziehen sind (unveröffentlichtes Urteil vom 21. April 1999 i.S. L., E. 2c). Dabei ist den zuständigen Behörden des alten Standortkantons, dessen Fahrzeugausweise und Nummernschilder eingezogen werden und der allenfalls zur Rückerstattung von Verkehrssteuern verpflichtet ist (vorne E. 2a), das rechtliche Gehör zu gewähren. Im vorliegenden Fall hat die solothurnische Motorfahrzeugkontrolle zwar nicht bereits von der erstinstanzlichen Verfügung, aber wenigstens vom regierungsrätlichen Beschwerdeentscheid des Kantons Basel-Landschaft eine Kopie erhalten, ohne hierauf zu reagieren. Sodann enthielt sie sich auch im Verfahren vor Bundesgericht eines eigenen Antrages, woraus geschlossen werden kann, dass sie sich dem Vorgehen der basellandschaftlichen Behörden nicht widersetzt.