Citation: U 133/03 16.06.2004 E. 3

3.1 Das kantonale Gericht erachtet es aufgrund der medizinischen Unterlagen als fraglich, ob bei der Streifkollision vom 28. Dezember 1995 von einer eigentlichen Schleudertraumasymptomatik auszugehen ist. Nach den unfalltechnischen und biomechanischen Abklärungen ist selbst das Vorliegen eines eigentlichen Schleudermechanismus nicht gesichert. Auf diesen Punkt ist das kantonale Gericht indessen nicht näher eingegangen. Vielmehr hat es den adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 28. Dezember 1995, den gesundheitlichen Beeinträchtigungen und der dadurch bedingten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit nach Massgabe von BGE 117 V 366 Erw. 6a und b geprüft. Ausgehend von einem mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen ist die Vorinstanz in Würdigung der Akten zum Ergebnis gelangt, gewisse der massgebenden Kriterien seien zwar gegeben, jedoch nicht gehäuft und in ausgeprägter Form. Nach der impliziten Verneinung der Adäquanzfrage hat das kantonale Gericht den von der Zürich festgesetzten Zeitpunkt der Leistungseinstellung geprüft und für rechtens befunden. Aus den medizinischen Unterlagen ergebe sich, dass spätestens ab April 1997 von einer Fortsetzung der Heilbehandlung (Physiotherapie, Ergotherapie) keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes habe erwartet werden können. Abgesehen davon habe, wie dargelegt, das heutige Beschwerdebild, welches sich in einem Schmerzsyndrom und neuropsychologischen Ausfällen äussere, nicht als adäquat unfallkausal zu gelten. Die Arbeitsfähigkeit sodann sei aus rheumatologischer Sicht schon bald nach dem Unfall vom 28. Dezember 1995 nicht mehr eingeschränkt gewesen. Unfallbedingte Rücken- und HWS-Beschwerden hätten sich nicht objektivieren lassen. Die neuropsychologische Situation sei nicht zu berücksichtigen, «weil eben der Kausalzusammenhang zu verneinen ist». Unter diesen Umständen erscheine die Einstellung der Taggelder ab 29. Januar 1996 richtig. 3.2 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird vorgebracht, die Adäquanzbeurteilung erfolge verfrüht, solange ein Endzustand nicht erreicht sei und von der Heilbehandlung eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden könne. Diese Tatfrage bedürfe der umfassenden medizinischen Abklärung. Eine solche habe Ende Januar 1996 mit Bezug auf die Arbeitsfähigkeit sowie im April 1997 hinsichtlich der Heilbehandlung gefehlt. Das Gutachten der Klinik Y.________ vom 2. September 1999 lasse keine Rückschlüsse zu. Wenn laut den Experten gut drei Jahre nach dem Unfall vom 28. Dezember 1995 eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes nicht mehr zu erwarten sei, heisse dies nur, dass die Adäquanz vorher nicht habe überprüft werden können. Die fehlende Notwendigkeit der Heilbehandlung ab April 1997 ergebe sich auch nicht aus dem Bericht der Ergotherapie vom 24. März 1997. Vielmehr seien auch später noch solche Massnahmen verordnet und durchgeführt worden. Wegen der ablehnenden Haltung des Unfallversicherers seien sie aber durch die Beschwerdeführerin selber oder durch die Krankenkasse bezahlt worden. Bis zum Zeitpunkt der Verfügung vom 15. März 2001 seien daher die Übernahme der Heilbehandlungsmassnahmen sowie Taggeldleistungen geschuldet. Schliesslich müsse bei richtiger und nicht einseitiger rechtlicher Würdigung der Akten der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 28. Dezember 1995 und den geklagten Beschwerden als gegeben betrachtet werden.