Citation: 8C_249/2023 E. 4.3.2

4.3.2. Auch abgesehen davon ist die vorinstanzliche Beweiswürdigung, wie die Beschwerdeführerin unter Hinweis auf die im angefochtenen Entscheid festgehaltene Auffassung der Minderheit des kantonalen Gerichts zu Recht geltend macht, offensichtlich unhaltbar. Den in allen Teilen glaubhaften, im Abklärungsbericht Haushalt vom 5. Januar 2021 wiedergegebenen Aussagen der Beschwerdeführerin kommt auch deshalb besonderer Beweiswert zu, weil keine divergierenden Auskünfte ersichtlich sind. Sie wurde erstmals anlässlich der Besichtigung an Ort und Stelle von der Fachperson zu ihrer beruflichen Zukunft befragt. Zu Recht weist in diesem Zusammenhang die Minderheit des kantonalen Gerichts auf die Rechtsprechung hin, wonach gemäss der Beweismaxime der "Aussage der ersten Stunde" die Angaben der Beschwerdeführerin gegenüber der Abklärungsfachperson unbeeinflusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher Art gewesen sind (vgl. BGE 121 V 45 E. 2a mit Hinweis; Urteil 9C_581/2020 vom 21. Januar 2021 E. 4.5 mit Hinweisen). Mit der Minderheit der Vorinstanz ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall ab Mitte 2018 (Lehreintritt der jüngsten Tochter) ganztägig erwerbstätig wäre.