Citation: 6B_185/2014 E. 2.4.6

2.4.6. Indessen erwägt die Vorinstanz in ihrer Gesamtwürdigung willkürfrei, die Beobachtungen von B.________ könnten die klaren Aussagen von C.________ und D.________ nicht entkräften, da sich die beiden Passagiere näher an der Unfallstelle befunden, das Fahrverhalten des Beschwerdeführers verfolgt und sich vollständig auf die relevanten Ereignisse konzentriert hätten (Urteil S. 13 E. 4.1.5). Zwar trifft zu, dass B.________ die Position des Anhängers von aussen sah und den Abstand zwischen dem Anhänger und dem Strassenrand abschätzen konnte. Jedoch weist die Vorinstanz zu Recht darauf hin, er habe die Fahrt des Busses des Beschwerdeführers nicht über den gesamten relevanten Zeitraum hinweg verfolgt, sondern diesen nur für einen kurzen Moment aus relativ weiter Distanz gesehen (Urteil S. 10 E. 4.1.2). Demgegenüber waren die Passagiere nicht abgelenkt und konnten sich auf das Geschehen konzentrieren. D.________ führte anschaulich aus, er habe zunächst in Fahrtrichtung geschaut. Als er den Fahrradfahrer wahrgenommen und gesehen habe, dass es eng werde mit dem Bus, habe er seinen Blick hinüber- und zurückgeschwenkt (Untersuchungsakten, act. 2/9 Ziff. 49). Auch die Zeugin gab an, sie habe aus dem Fenster geschaut und sei nicht abgelenkt gewesen (Untersuchungsakten, act. 2/16 Ziff. 80 f.). Demnach wirkt sich der Umstand, dass die Vorinstanz die Aussagen von B.________ zu Unrecht als nicht glaubhaft, widersprüchlich und ungenau bezeichnet, nicht auf das Beweisergebnis aus. Sie verfällt nicht in Willkür, wenn sie aufgrund einer Gesamtwürdigung auf die Aussagen der Passagiere abstellt, woraus hervor geht, dass der Beschwerdeführer das Überholmanöver zu früh beendete.