Citation: I 45/02 31.01.2003 E. 6

Die auf Grund der unterschiedlichen ärztlichen Einschätzungen mit der medizinischen Abklärung und der Erstellung eines Gutachtens beauftragten Dres. med. L.________, Spezialärztin FMH für Neurochirurgie, und H.________, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, kamen gemeinsam zum Schluss, auf Grund der Untersuchungsbefunde aus neurochirurgischer Sicht betrage die Arbeitsfähigkeit 100 % für eine körperlich nicht belastende Tätigkeit ohne längeres Verharren in gebückter oder gedrehter Stellung und ohne wiederholtes Tragen von Lasten über 10 Kilogramm. Bei einer körperlich belastenden Tätigkeit mache sie 50 % aus. Es dränge sich beim Versicherten eine berufliche Umstellung auf (Gutachten Dr. med. L.________ vom 10. Januar 2001). Der Psychiater diagnostizierte eine längere depressive Reaktion mässigen Ausmasses (F43.21) und äusserte den Verdacht auf eine sich entwickelnde psychosomatische Störung (F45.0). Er bezeichnete die Arbeitsfähigkeit als aus psychiatrischer/psychosomatischer Sicht nicht eingeschränkt bzw. zeitlich und leistungsmässig weitgehend gegeben. Die in der Klinik M.________ festgestellte Schmerzverarbeitungsstörung wollte er nicht bestätigen, da bei den typischen psychosomatischen Störungen in der Regel deutliche Depressionen und Ängste auftreten würden, was beim Beschwerdeführer nicht der Fall sei. Eine psychiatrische Behandlung sei vorerst nicht indiziert, weshalb er sich bei der interdisziplinären Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Einschätzung der Neurochirurgin anschloss (Gutachten Dr. med. H.________ vom 15. Januar 2001).