Citation: I 590/03 28.06.2004 E. 6

Zu prüfen sind im Weiteren die erwerblichen Auswirkungen der festgestellten verminderten Arbeitsfähigkeit. 6.1 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad auf Grund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Insoweit das Validen- und das Invalideneinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen. Wird eine Schätzung vorgenommen, so muss diese nicht unbedingt in einer ziffernmässigen Festlegung von Annäherungswerten bestehen. Vielmehr kann auch eine Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen genügen. Das ohne Invalidität erzielbare hypothetische Erwerbseinkommen ist alsdann mit 100 % zu bewerten, während das Invalideneinkommen auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, sodass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (so genannter Prozentvergleich; BGE 114 V 313 Erw. 3a mit Hinweisen). 6.2 Kann davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin ihrer bisherigen Tätigkeit als Verkäuferin/Kassiererin, welche sie im Gesundheitsfall zu 100 % ausüben würde (Erw. 4 hievor), auf Grund ihrer Leiden nur noch zu 60 % nachzugehen vermag (Erw. 5 hievor), und sind nebst der rein zeitlichen Einschränkung keine weiteren lohnmässigen Beeinträchtigungen ersichtlich, ist anzunehmen, dass sie bei einer 100 %igen Erwerbstätigkeit im bisherigen Beruf auch 100 % des entsprechenden Einkommens erzielen könnte; der Invaliditätsgrad beträgt bei dieser Berechnung somit 40 %. Dies wird auch von der Beschwerdeführerin nicht gerügt. Was den Beginn der damit ausgewiesenen Viertelsrente anbelangt, ist zu beachten, dass sich die Versicherte trotz seit längerem vorhandener Rückenbeschwerden erst am 1. Mai 2002 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug ange-meldet hat. Da gemäss Art. 48 Abs. 2 Satz 1 IVG Leistungen jedoch lediglich für die zwölf der Anmeldung vorangehenden Monate ausgerichtet werden - Hinweise dafür, dass die in Art. 48 Abs. 2 Satz 2 IVG statuierte Ausnahmeregelung zum Tragen käme, bestehen nicht -, entfällt die Zusprechung einer Rente für die Zeit vor dem 1. Mai 2001. Entgegen den Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist jedoch nicht nachvollziehbar, weshalb die Aufnahme einer Vollzeitstelle bei intakter Gesundheit erst per 1. August 2000, d.h. anlässlich ihres Stellenantritts bei Manor, hätte erfolgen sollen. So bestanden die gesundheitlichen, die Arbeitsfähigkeit um 30 - 40 % vermindernden Beeinträchtigungen doch bereits seit ca. 1997/1998 und lassen auch der familiäre und finanzielle Hintergrund - wie in Erw. 4 einlässlich dargelegt - auf eine frühere Erhöhung ihres Arbeitspensums, jedenfalls aber auf den 1. Mai 2000 schliessen. Der Beschwerdeführerin steht damit, über deren Antrag hinausgehend (vgl. Erw. 1 hievor), per 1. Mai 2001 eine Viertelsrente oder - bei Vorliegen der entsprechenden wirtschaftlichen Verhältnisse, welche die IV-Stelle zu prüfen haben wird - auf eine halbe Härtefallrente im Sinne von Art. 28 Abs. 1bis IVG (in der bis 31. Dezember 2003 in Kraft gestandenen Fassung) zu.