Citation: 1C_538/2016 E. 3.1

3.1. Der Verfassungs- und Gesetzgeber hat mit dem Erlass von § 75 Abs. 2 KV/BS und dem IDG/BS einen Paradigmenwechsel vollzogen und den Grundsatz der Geheimhaltung der Verwaltungstätigkeit ("Geheimhaltung mit Öffentlichkeitsvorbehalt") zugunsten des Öffentlichkeitsprinzips ("Grundsatz der Öffentlichkeit mit Geheimhaltungsvorbehalt") umgekehrt (vgl. Ratschlag des Regierungsrats des Kantons Basel-Stadt vom 11. Februar 2009 zum IDG/BS, S. 5 ff. [nachfolgend: Ratschlag]). Dieses räumt jeder Person, die bei öffentlichen Organen vorhandene Informationen einsehen möchte, im Geltungsbereich des IDG/BS einen subjektiven, individuellen Anspruch darauf ein. Im hier zu beurteilenden Fall handelt es sich sowohl beim Regierungsrat, als auch bei der von ihm eingesetzten Justizkommission um öffentliche Organe im Sinne des Gesetzes (§ 3 Abs. 1 lit. a IDG/BS; BEAT RUDIN, Praxiskommentar zum Informations- und Datenschutzgesetz des Kantons Basel-Stadt, 2014, N. 4 zu § 3 IDG/BS). Für sie gilt das IDG/BS (§ 2 Abs. 1 IDG/BS). Auch stellt die schriftliche, in Erfüllung einer öffentlichen Aufgabe verfasste Stellungnahme der Justizkommission im gegen sie gerichteten Aufsichtsbeschwerdeverfahren eine Information im Sinne von § 3 Abs. 2 IDG/BS dar. Zu dieser hat gemäss § 25 Abs. 1 IDG/BS jede Person Anspruch auf Zugang, sofern sie vom sachlichen Geltungsbereich des IDG/BS erfasst wird. Dies ist vorliegend der Fall: