Citation: 4A_624/2019 E. 2.1

2.1. Nach Feststellung der Vorinstanz wurde im Tausch- und Abtretungsvertrag hinsichtlich Haftung und Unterhalt Folgendes vereinbart: " [...] Der Kanton ist für alle Schäden am alten und neuen Teil des Hauses [...] haftbar, die auf den Bestand der Galerie und der Strassenanlage unter dem Gebäude zurückzuführen sind. [...] Der Unterhalt der Konstruktion [Galerie] bis oberkant Betondecke ist Sache des Kantons. " Die Vorinstanz verwies zur Auslegung des Vertrages weitgehend auf die Begründung der ersten Instanz. Nachdem ein tatsächlicher Konsens nicht feststellbar war, legte die erste Instanz den Vertrag vorerst nach seinem Wortlaut aus. Gemäss den Erwägungen der ersten Instanz, welcher die Vorinstanz folgte, sind nach dem allgemeinen Sprachgebrauch als Strassenanlagen Bauten zu verstehen, die dem Strassenverkehr dienen. Darunter falle die W.________strasse inklusive Trottoir und Bordsteinkante, nicht aber die Seeufermauer, zumal diese von der Strasse mitsamt Trottoir durch die Differenzmauer sowie das Gartengrundstück der Beschwerdeführer abgetrennt werde. Die Beschwerdeführer setzen sich auch vor Bundesgericht weder mit diesem plausiblen Wortverständnis auseinander noch damit, dass aus dem Zusatz " unter dem Gebäude " nicht eine Mauer gemeint sein könne, welche am Seeufer entlang geht.