Citation: 1P.569/2001 17.10.2001 E. A

A.- X.________ wurde mit Urteil des Kantonsgerichts Appenzell I.Rh. vom 11. November 1997 der schweren Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig gesprochen. Er wurde zu einer Zuchthausstrafe von 5 Jahren unter Anrechnung von 485 Tagen Untersuchungshaft und zu einer Busse von Fr. 2'000.-- verurteilt. Eine hiergegen erhobene staatsrechtliche Beschwerde und eine eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde wies das Bundesgericht mit Urteil vom 30. April 1998 ab. Das Justiz-, Polizei- und Militärdepartement des Kantons Appenzell I.Rh. (JPMD) setzte den Antritt des Strafvollzuges am 25. August 1998 auf den 7. September 1998 fest, nachdem es ihn vorher aufgrund von Gesuchen des Verurteilten zweimal aufgeschoben hatte. X.________ trat am 7. September 1998 die Strafe nicht an. Am 10. September 1998 wurde er von der Verwaltungspolizei des Kantons Appenzell I.Rh. im Schweizerischen Polizeianzeiger/Ripol zwecks Strafvollzug zur Verhaftung ausgeschrieben. Am 20. Oktober 1998 stellte X.________ beim Grossen Rat des Kantons Appenzell I.Rh. erfolglos ein Begnadigungsgesuch. Ferner reichte er am 12. November 1998 gegen seine Verurteilung eine Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) ein. X.________ wurde am 29. Januar 2001 in Herisau verhaftet und in das Kantonsgefängnis nach Appenzell überführt. Gleichentags ordnete das JPMD den sofortigen ordentlichen Strafvollzug an. Am 12. Februar 2001 gelangte X.________ gegen die Verfügung des JPMD an die Standeskommission des Kantons Appenzell I.Rh.. Er beantragte im Wesentlichen, der Strafvollzug sei bis nach rechtskräftiger Abweisung der hängigen Beschwerde durch den EGMR und eines noch einzureichenden Revisionsgesuches aufzuschieben. Eventuell sei der Strafvollzug gemäss Art. 40 StGB zu unterbrechen. Subeventuell sei er in eine Anstalt für Erstmalige nach Art. 37 Ziff. 2 Abs. 2 StGB zu verlegen. Die Standeskommission wies die Beschwerde mit Entscheid vom 20. März 2001 ab.