Citation: 2C_867/2021 E. 5.3.2

5.3.2. Eine solche konkrete Gefahr ergibt sich hier, wie die Vorinstanz richtig annahm, daraus, dass die Interessenlage der Verzeigerinnen nicht deckungsgleich mit derjenigen von I.________ ist (vgl. vorstehende E. 5.1) und dass zwischen den Verfahren (bzw. Mandaten) "S.________" sowie "T.________" ein hinreichend enger Sachzusammenhang besteht: In beiden Verfahren sind dieselben Parteien involviert und es geht um die Sportübertragungsrechte, die neu vergeben wurden (vgl. angefochtener Entscheid E. 4.3.5; vgl. vorstehende lit. B.a.). Dass der Untersuchungszeitraum ein anderer ist und der E.________ AG im ersten Verfahren als Inhaberin der Übertragungsrechte ein marktmissbräuchliches Verhalten vorgeworfen wird, wohingegen sie im zweiten Verfahren als Nachfragerin gegenüber H.________ selbst diskriminierungsfreien Zugang fordert, vermag diesen Zusammenhang nicht massgeblich infrage zu stellen. Die unterschiedlichen Rollen in den beiden Kartellrechtsverfahren schliessen nicht aus, dass im Rahmen der Verhandlungen zwischen I.________ und H.________ betreffend die im Verfahren "T.________" untersuchungsrelevanten TV-Inhalte Kenntnisse (insbesondere über Taktik und Strategie) zum Nachteil der Verzeigerinnen hätten verwendet werden können. Ob der Beschwerdeführer, der als federführender Anwalt von I.________ für die groben Zielsetzungen zuständig war, selbst an diesen Gesprächen beteiligt war, spielt - wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat - keine Rolle.