Citation: 5A_96/2018 E. B

B.a. An der Einigungsverhandlung vor dem Einzelrichter des Bezirksgerichts Frauenfeld vom 23. Februar 2017 unterzeichneten die Parteien eine umfassende Scheidungskonvention. Diese umfasste insb. ihre gemeinsamen Anträge betreffend gemeinsame elterliche Sorge, Obhut bei der Mutter, Tragung der Kinderkosten und Kinderunterhalt (je Fr. 1'200.-- bis zur Mündigkeit resp. nach Massgabe von Art. 277 ZGB darüber hinaus). Weiter vereinbarten sie nachehelichen Unterhalt von Fr. 200.-- bis und mit Dezember 2017 sowie eine güterrechtliche Ausgleichszahlung zugunsten der Ehefrau von Fr. 5'000.-- und legten fest, welche Einkommen sie der Vereinbarung zu Grunde legten (Fr. 5'490.-- Ehemann, Fr. 2'000.-- Ehefrau bei Pensum von 40-50 %). B.b. Mit Scheidungsurteil vom 28. Februar 2017 (zugestellt am 2. März 2017) genehmigte der Einzelrichter die Scheidungskonvention resp. urteilte entsprechend der gemeinsamen Anträge der Parteien. B.c. Am 14. März 2017 teilte die Beschwerdeführerin mit, dass sie das Mandatsverhältnis zu ihrem bisherigen Anwalt beendet habe, und verlangte die Entscheidbegründung. Am 21. März 2017 konstituierte sich Rechtsanwalt Christian Schroff als ihr neuer Rechtsvertreter. B.d. Mit Berufung vom 19. Juni 2017 beantragte die Beschwerdeführerin, das Scheidungsurteil sei in Bezug auf Ziff. 6 Tragung Kinderkosten, Ziff. 7 Kinderunterhalt, Ziff. 14 Einkommen, Ziff. 15 übrige Genehmigung der Scheidungskonvention inkl. nachehelichem Unterhalt und Ausgleichszahlung aufzuheben. Ziff. 6 sei dahingehend zu ergänzen, dass der Beschwerdegegner die Hälfte der Krankenkassenzusatzversicherungen der Kinder zu bezahlen habe. Die Kinderunterhaltsbeiträge gemäss Ziff. 7 seien zu erhöhen (bis und mit Oktober 2022 je Fr. 1'600.-- pro Monat, wovon je Fr. 600.-- der Betreuung durch sie dienten; bis und mit Juli 2025 je Fr. 1'450.--, wovon je Fr. 150.-- Betreuung; bis und mit Oktober 2028 Fr. 1'300.-- für C.________ und Fr. 1'450.-- für D.________, wovon Fr. 150.-- Betreuung D.________; danach je Fr. 1'300.-- bis zum Abschluss der Erstausbildung). In Abänderung von Ziff. 14 sei ihr Einkommen auf Fr. 0.00 zu korrigieren. Die Genehmigung der Scheidungskonvention in Ziff. 15 sei aufzuheben und ihr ein nachehelicher Unterhalt von monatlich Fr. 230.-- bis 31. Oktober 2022, Fr. 325.-- bis 31. Juli 2025 und Fr. 480.-- bis 31. Oktober 2028 zuzusprechen sowie die güterrechtliche Ausgleichszahlung auf Fr. 50'000.-- zu erhöhen. Der Beschwerdegegner schloss auf Abweisung der Berufung. B.e. Das Obergericht wies die Berufung mit Urteil vom 30. November 2017 ab (Ziff. 1) und entschied erneut wie von den Parteien in der Scheidungskonvention beantragt/vereinbart (Ziff. 3 Tragung Kinderkosten, Ziff. 4 Kinderunterhalt, Ziff. 5 Einkommen, Ziff. 6 übrige Genehmigung der Scheidungskonvention inkl. nachehelichem Unterhalt und Ausgleichszahlung). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege der Beschwerdeführerin wies es zufolge Aussichtslosigkeit ab (Ziff. 8a) und auferlegte ihr die Kosten des Berufungsverfahrens sowie eine Parteientschädigung für den Beschwerdegegner (Ziff. 8b, 8c). Dem Beschwerdegegner war bereits früher die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt worden.