Citation: 1C_297/2020 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz verneinte grundsätzlich, dass die in den Planunterlagen des Gestaltungsplans eingezeichneten Höhenkurven für Fragen unabhängig vom Erdgeschossniveau als verbindliches gewachsenes Terrain zu betrachten seien. Vielmehr sei die gesetzliche Grundregel massgebend, wonach der bei Einreichung des Baugesuchs bestehende Verlauf des Bodens als gewachsenes Terrain gelte. Die Fassadenabwicklung des Untergeschosses rage mit weniger als zwei Dritteln um mehr als 1,5 m aus dem massgeblichen gewachsenen Terrain hinaus. Deshalb sei das Untergeschoss nicht als Vollgeschoss zu betrachten. In einer Eventualerwägung fügte die Vorinstanz bei, selbst wenn den Höhenkurven des Gestaltungsplans eine Bedeutung als gewachsenes Terrain zugemessen würde, rage die Fassadenabwicklung immer noch mit weniger als zwei Dritteln um mehr als 1,5 m aus jenem Terrain hinaus. Auch dann stelle es kein Vollgeschoss dar. Zusätzlich ging die Vorinstanz auf die bereits im kommunalen Verfahren vorgetragene Argumentation der Beschwerdeführer ein, dass die Bauherrschaft die Höhenkurven des Gestaltungsplans fehlerhaft in die Baupläne eingetragen habe. Sie hatten den Antrag gestellt, dass ein unabhängiger Geometer das massgebende Terrain aus dem Gestaltungsplan überprüfen und einzeichnen solle. Die Vorinstanz hielt fest, dass die Baubehörde dem geäusserten Verdacht vor Ort nachgegangen und zum Schluss gekommen sei, dass das Terrain korrekt auf die Baupläne übertragen worden sei. Neben den Abklärungen der Gemeinde sei zu berücksichtigen, dass das Terrain durch einen ausgebildeten Architekten mit den notwendigen Fachkenntnissen übertragen worden sei. Die Vorinstanz verneinte erhebliche Zweifel an der Richtigkeit der Übertragung des massgebenden Terrains gemäss dem Gestaltungsplan in das Baugesuch. Deshalb erachtete sie es als rechtmässig, dass die Unterinstanzen auf die Einholung der Expertise eines unabhängigen Geometers verzichtet hatten.