Citation: 1P.480/1999 07.01.2000 E. 4

4.- a) Das Obergericht verurteilt den Beschwerdeführer im Weiteren wegen einfacher Körperverletzung. Dies wird in der Beschwerde zunächst als Verletzung der Unschuldsvermutung kritisiert. Der angefochtene Entscheid geht davon aus, der Beschwerdeführer habe seine Gaspistole als Schlagwerkzeug benutzt und K.________ damit seine Verletzungen zugefügt. Der Beschwerdeführer hält dem entgegen, diese Verletzungen hätte sich K.________, wie das Bezirksgericht anerkannt habe, auch bei einem Sturz gegen eine Kante zuziehen können. Er erklärt aber nicht, warum die obergerichtliche Beweiswürdigung geradezu willkürlich sei, ja er bezeichnet sie noch nicht einmal als willkürlich. Der Beschwerdeführer führt etwa aus, eine Pistole werde als Schlagwaffe am Lauf gehalten, womit das Blut am Knauf und nicht am Lauf gefunden worden wäre, wenn es direkt vom Kopf von K.________ gestammt hätte. Er erklärt aber nicht, warum es willkürlich sei, wie das Obergericht angesichts der aufgefundenen Spuren anzunehmen, der Beschwerdeführer habe die Pistole am Knauf gehalten, als er auf K.________ einschlug. Ebenso kritisiert der Beschwerdeführer, dass das Obergericht auf die Aussagen von K.________ und dessen Vater abstelle, statt auf die seinigen, obwohl diese glaubwürdiger seien. Er erläutert jedoch nicht, warum es willkürlich gewesen sei, bei der Würdigung der Glaubwürdigkeit der Beteiligten zu berücksichtigen, dass er anfänglich bestritt, überhaupt eine Gaspistole mitgeführt zu haben, während sich K.________ und sein Vater in keine so schweren Widersprüche in wesentlichen Punkten verwickelten. Schliesslich kritisiert der Beschwerdeführer die Gesamtwürdigung des Obergerichts nur dadurch, dass er geltend macht, seine Version einer Notwehrhandlung sei glaubwürdiger. Er substanziiert aber in keiner Weise, welche erheblichen schlechterdings nicht zu unterdrückenden Zweifel daran bestünden, dass er auf K.________ eingeschlagen habe und dabei nicht in Notwehr gehandelt habe. Gesamthaft erfüllt der Beschwerdeführer somit nicht die Anforderungen, die Art. 90 Abs. 1 lit. b OG an die Begründung der Rüge einer Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" in einer staatsrechtlichen Beschwerde stellt. Er beschränkt sich auf appellatorische Kritik am angefochtenen Urteil und Verweise auf seine Eingaben an das Obergericht, auf die nicht eingetreten werden kann. b) Weiterhin rügt der Beschwerdeführer, im angefochtenen Entscheid habe das Obergericht auch in Bezug auf seine Verurteilung wegen einfacher Körperverletzung die Begründungspflicht verletzt. Das Obergericht führt aus, die Wunden könnten nicht von einer Kante stammen, da keine blutige Kante in den Räumen gefunden worden sei, in denen sich die Schlägerei abgespielt habe. Entgegen den Ausführungen in der Beschwerde kann dies nicht damit erklärt werden, dass G.________ nach Beendigung des Kampfes den Tatort aufgeräumt und gereinigt habe. Nach Bericht der kriminaltechnischen Abteilung der Kantonspolizei vom 3. August 1996 hatte G.________ bloss die Spuren des Kampfes beseitigt. Ohne in Willkür zu verfallen, durfte das Obergericht dies als Hinweis auf blosses Aufräumen verstehen und nicht auf eine gründliche Reinigung. Der Beschwerdeführer brachte vor Obergericht weiter vor, auch der Vater von K.________ hätte Blut auf den Lauf der Pistole übertragen können, als er sie aufhob. Dem widerspricht jedoch die vom Bezirksgericht erwähnte Tatsache, dass auch ein Haar am Magazinboden haftete. Entsprechende Begründungen hätten zwar vom Obergericht erwartet werden können. Es verstösst jedoch nicht geradezu gegen Art. 4 aBV (bzw. Art. 29 Abs. 2 nBV), wenn es die Alternativerklärungen des Beschwerdeführers angesichts der erwähnten Gegenargumente implizit dadurch verwarf, dass es auf die Hauptargumentation im bezirksgerichtlichen Entscheid verwies.