Citation: 8C_678/2023 E. 3

Gemäss Vorinstanz bestehen keine Anhaltspunkte für eine Befangenheit des Dr. med. C.________. Insbesondere lasse sich aus seinen Ausführungen nicht darauf schliessen, dass er sich bereits eine feste Meinung über den Ausgang des Verfahrens gebildet habe. Das kantonale Gericht hielt im Einzelnen auf die Einwände des Beschwerdeführers hin fest, dass auf die orthopädische Beurteilung der MEDAS Zentralschweiz durch Prof. Dr. med. D.________ gemäss seinem Urteil vom 21. August 2020 nicht habe abgestellt werden können. Wenn Dr. med. C.________ in seiner Stellungnahme vom 28. Juni 2022 darauf Bezug genommen habe, könne daraus keine Befangenheit abgeleitet werden. Gleiches gelte insoweit, als der RAD-Arzt in seiner Stellungnahme vom 1. Februar 2021 in Nachachtung der vorinstanzlichen Beurteilung vom 21. August 2020 empfohlen habe, nicht nur eine neurologische, sondern zusätzlich erneut auch eine orthopädische Begutachtung anzuordnen. Eine unzulässige Befangenheit sei daraus nicht abzuleiten. Inwiefern das kantonale Gericht damit offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellungen getroffen oder die zu beachtenden Grundsätze über den Ausstand verletzt haben sollte, ist nicht erkennbar. Der Beschwerdeführer erneuert seine vor der Vorinstanz vorgetragenen und von dieser bereits entkräfteten Einwände. Sie zielen allesamt auf eine materielle Kritik an den Stellungnahmen und Empfehlungen des RAD-Arztes ab. Dass die Äusserungen des Dr. med. C.________ nicht sachlich gewesen wären, wird beschwerdeweise nicht geltend gemacht. Allein der Umstand, dass der Beschwerdeführer mit der Anordnung der mehrfachen Begutachtung und mit den zu seinen Ungunsten ausgefallenen Expertisen nicht einverstanden war, vermag keine Befangenheit des Dr. med. C.________ im Sinne der im vorliegenden Verfahren allein überprüfbaren formellen Ausstandsfrage zu begründen. Das Ausstandsbegehren dient grundsätzlich nicht dazu, die medizinische Einschätzung des RAD zu kritisieren. Ob und inwiefern die von der IV-Stelle angeordneten Gutachten durch die Gerichte als beweiskräftig zu qualifizieren seien, ist in diesem Stadium und insbesondere im vorliegenden Verfahren nicht zu beurteilen.