Citation: 8C_345/2022 E. 5.5

5.5. Ob der Beschwerdeführer nach abgeschlossener Wiedereingliederung die prognostizierte Arbeitsfähigkeit erreicht, steht noch nicht fest. Ebenso wenig kann allerdings ohne vorgängige Eingliederungsmassnahmen dem Antrag des Beschwerdeführers auf Zusprache einer ganzen Rente gefolgt werden, da gemäss Einschätzung des Dr. med. B.________ eine substanzielle Leistungsfähigkeit namentlich in der bereits früher ausgeübten Tätigkeit des Portiers in Aussicht steht. Es kann dem Beschwerdeführer nicht beigepflichtet werden, dass sein Alter dieses Vorgehen oder überhaupt eine Verwertung der Restarbeitsfähigkeit ausschliessen würde. Denn einerseits steht eine von ihm in der Vergangenheit bereits ausgeübte Beschäftigung im Fokus (Portier) und andererseits ist für die Frage nach der Verwertbarkeit der (Rest-) Arbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter auf das Feststehen der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-) Erwerbsfähigkeit abzustellen (BGE 138 V 457 E. 3.3). Vorliegend fällt dieser Zeitpunkt auf das Datum des psychiatrischen Gutachtens vom 13. Februar 2018. Damals war der Beschwerdeführer 59jährig, womit das Alter keinen Hinderungsgrund für eine Wiedereingliederung ins Erwerbsleben bildet.