Citation: 7B_218/2022 E. 2.2.8

2.2.8. Es ist nicht ersichtlich, dass die Vorinstanz bei der Überprüfung der von der ersten Instanz vorgenommenen Kürzung des Honorars des amtlichen Verteidigers (d.h. des Beschwerdeführers) das ihr zustehende Ermessen klarerweise überschritten hätte. Von einer willkürlichen Anwendung des kantonalen Anwaltstarifs (vgl. oben E. 2.2.4) kann keine Rede sein. Aus dem angefochtenen Entscheid geht nämlich hervor, dass der vom Beschwerdeführer geltend gemachte Zeitaufwand von 160 Stunden erstinstanzlich um 50 Stunden auf 110 Stunden gekürzt wurde, während die Vorinstanz für das Untersuchungs- und erstinstanzliche Verfahren zusätzlich 28.25 Stunden als entschädigungsfähig erklärte (angefochtener Entscheid S. 7, 30). Dies ist gestützt auf die vorinstanzlichen Ausführungen nachvollziehbar. Ebensowenig kann gesagt werden, dass die Festsetzung des Honorars ausserhalb jedes vernünftigen Verhältnisses zu den vom Anwalt geleisteten Diensten stehen und in krasser Weise gegen das Gerechtigkeitsgefühl verstossen würde (vgl. oben E. 2.2.6). Weder die Kürzung des Zeitaufwands noch die Höhe des Honorars erscheinen insgesamt klar unverhältnismässig oder willkürlich.