Citation: 2C_566/2019 E. 4.3

4.3. Das Bundesgericht prüfte in BGE 145 II 168 in einem zweiten Schritt, ob die in Frage stehende internationale Hilfe im Sinne von Art. 83 lit. h BGG verwaltungsrechtlicher Natur (Amtshilfe) ist. Es führte dazu aus, die FINMA habe von ihrer Anerkennungszuständigkeit in Art. 37g Abs. 1 BankG Gebrauch gemacht und unter Berufung auf Art. 37g Abs. 2 BankG die ausländische Aufsichtsbehörde ermächtigt, die Vermögenswerte bei der Schweizer Bank ohne Anschlusskonkursverfahren direkt einzufordern (vgl. BGE 145 II 168 E. 3.3.1 S. 174 f.). Es handle sich damit bei der entsprechenden Verfügung der FINMA um eine Hilfeleistung verwaltungsrechtlicher Art, welche im öffentlichen Recht der Schweiz bzw. in Art. 37g BankG geregelt sei. Der schweizerische Gesetzgeber habe bezeichnenderweise ebenso wie derjenige von Andorra der Finanzmarktaufsichtsbehörde die Aufgabe anvertraut, auf der Basis spezialgesetzlicher Normen des öffentlichen Rechts über den Bankenkonkurs sowie über Massnahmen im Fall der Insolvenzgefahr von Banken zu befinden; namentlich habe der Gesetzgeber der FINMA die Aufgabe übertragen, über die Anerkennung ausländischer Konkursdekrete und ähnlicher ausländischer Massnahmen zu entscheiden (BGE 145 II 168 E. 3.3.2 S. 175).