Citation: 1P.583/2002 23.05.2003 E. C

Das kantonale Fischereiinspektorat verweigerte am 23. März 2002 die fragliche Zustimmung. Hiergegen gelangte die Stadt Thun an die kantonale Volkswirtschaftsdirektion, welche die Beschwerde am 24. Februar 2003 guthiess und die befristete Ausnahmebewilligung zur Schliessung des Reckweges für die Dauer der Übergangsnutzung im Selve-Areal, längstens bis Ende 2005, erteilte. Die Direktion erwog im Wesentlichen, gestützt auf Art. 21 des bernischen Fischereigesetzes vom 21. Juni 1995 (FiG) sei vorliegend in Abwägung der betroffenen Interessen eine Einschränkung des Uferbegehungsrechts nach Art. 20 FiG angezeigt. Die Fischpachtvereinigung Thun erhob gegen diesen Beschluss am 20. März 2003 Beschwerde an das Verwaltungsgericht, welches das Verfahren bis zum Abschluss des vorliegenden bundesgerichtlichen Verfahrens sistierte. Zuvor hatte das Verwaltungsgericht ein Gesuch der Fischpachtvereinigung Thun abgewiesen, der Stadt Thun die vorgesehene Löschung der Reckweg-Dienstbarkeit durch superprovisorische Verfügung einer vorsorglichen Massnahme zu verbieten.