Citation: 6B_936/2019 E. 5.4

5.4. Das angefochtene Urteil verletzt auch in diesem Punkt kein Bundesrecht. Nach der Rechtsprechung macht sich der leitende Angestellte einer Bank, der an Bankkunden zum Beweis für den Kontostand Schreiben versandt hat, die fiktive Positionen in deren Konten auswiesen, der Falschbeurkundung schuldig (BGE 120 IV 361 E. 2c). Im zu beurteilenden Fall liegen die Verhältnisse nicht anders. Die Kunden haben der Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Stellung als deren Vermögen betreuende Verwalterin ein besonderes Vertrauen entgegengebracht, so dass ihr diesen gegenüber eine garantenähnliche Stellung zugekommen ist. Die kantonalen Instanzen haben aufgrunddessen zu Recht angenommen, dass die von der Beschwerdeführerin verfassten und den Kunden vorgelegten Erklärungen zum Kontostand in einem erhöhten Masse glaubwürdig gewesen sind. Soweit die Beschwerdeführerin auf diesen Kontoauszügen unvollständige oder inhaltlich unwahre Angaben gemacht hat, hat sie mithin den Tatbestand der Falschbeurkundung erfüllt. Dass nach der Rechtsprechung nicht jedem inhaltlich ungenauen Kontoauszug erhöhte Glaubwürdigkeit zukommt (BGE 120 IV 361 E. 2c a.E.), führt im vorliegenden Kontext nicht zu einem anderen Ergebnis. Was die Beschwerdeführerin hiegegen einwendet, verfängt nicht. Dass es sich bei den Auszügen um Schriftstücke gehandelt hätte, die auf den bankinternen Verkehr beschränkt waren, ist nicht festgestellt und auch nicht ersichtlich, zumal offensichtlich der Geschäftsverkehr mit den Bankkunden betroffen war. Insofern ist ohne Bedeutung, dass die Auszüge zum Teil kein Logo der Bank aufgewiesen haben. Zudem ist in den von der Beschwerdeführerin genannten Fällen nach den Feststellungen der Vorinstanz entgegen ihrer Auffassung offenbar ein Versand an die Kunden erfolgt oder haben diese in jene jedenfalls Einsicht erhalten (erstinstanzliches Urteil S. 149 ff.).