Citation: 9C_348/2015 E. 2.2.4

2.2.4. Aus demselben Grund bedarf es keiner Klärung der Frage, wie die Arbeitsfähigkeit aus interdisziplinärer Sicht nach einer zumutbaren Gewichtsreduktion zu beurteilen sei, mithin der Hinweis auf die in E. 5.2 des Urteils I 757/06 vom 5. Juni 2007 festgehaltenen Abklärungsparameter nicht weiter hilft. Die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im Gutachten des ABI ist entgegen den Einwänden der Beschwerdeführerin auch nicht widersprüchlich. Die zur Begründung dieser Rüge herangezogenen Einschätzungen stammen je aus unterschiedlichen Teilgutachten (90 % aus allgemeininternistischer, 70 % aus psychiatrischer, 75 % aus rheumatologischer und 100 % aus neurologischer Sicht). Wenn die Gutachter im Rahmen ihrer interdisziplinären Einschätzung zum Schluss gelangen, dass gesamthaft von einer Arbeitsfähigkeit von 70 % für eine den Leiden angepasste Tätigkeit auszugehen sei, ist darin offenkundig kein Widerspruch zu den Einschätzungen in den einzelnen Teilgutachten zu erblicken. Aktenwidrig ist zudem die Behauptung, der rheumatologische Experte spreche von einer Restarbeitsfähigkeit von lediglich 60 %. Dr. med. H.________, FMH Rheumatologie, hat einzig darauf hingewiesen, die vom Orthopäden Dr. med. I.________ postulierte Arbeitsfähigkeit von 60 % entspreche in etwa der globalen Einschätzung gemäss ABI (50 % in angestammter und 70 % in angepasster Tätigkeit), was nicht zu beanstanden ist.