Citation: 2C_636/2017 E. 4.1.3

4.1.3. Die Delikte, welche der Beschwerdeführer vor und nach der verfahrensauslösenden Verurteilung vom 21. Oktober 2015 begangen hat, wiegen für sich genommen nicht schwer. Insgesamt fallen jedoch die Anzahl und Häufung der Delikte negativ auf. So wurde der Beschwerdeführer zwei Mal wegen Vergehens gegen das Waffengesetz und drei Mal wegen (teilweise mehrfach begangener) Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz bestraft. In Verbindung mit den schweren Delikten, welche zur Freiheitsstrafe von 30 Monaten führten, ergibt sich das Bild einer über Jahre dauernden Straffälligkeit (Herbst 2012 bis Frühling 2016). Das Verschulden wird gemildert durch den Umstand, dass der Beschwerdeführer bei der Begehung der Raubtaten erst 20 Jahre alt war. Auf ihn als jungen Erwachsenen ist - mutatis mutandis - die Rechtsprechung des EGMR anwendbar, wonach jugendliche Delinquenz episodisch verläuft und sich verlieren kann (vgl. E. 3.2.6). Hier fällt jedoch ins Gewicht, dass es sich um Gewaltdelikte handelt und das Strafmass mit 30 Monaten im Vergleich zur Schwelle von 12 Monaten (vgl. E. 3.1) relativ hoch ist. Zudem kann dem Beschwerdeführer weder für die Zeit vor der verfahrensauslösenden Verurteilung vom 21. Oktober 2015 noch für die Zeit danach ein reines Wohlverhalten attestiert werden.