Citation: 6B_481/2024 E. A

A.a. Am 4. November 2017 fuhr A.________ mit einem Blutalkoholwert von mindestens 1.14 Gewichtspromille von Zürich Richtung Schaffhausen. In seinem Auto waren B.________, C.________ und D.________. Ungefähr um 5:00 Uhr schloss er zu einem Sattelzug auf, der mit den für ihn erlaubten 80 km/h unterwegs war. Da das Überholen auf der dort einspurigen Autostrasse verboten ist, beschloss A.________, den Sattelzug rechts über einen Rastplatz zu überholen. Dazu beschleunigte er auf dem Verzögerungsstreifen auf ca. 100 km/h, bremste in der folgenden Kurvenkombination leicht ab und raste dann mit mindestens 80 km/h über den Rastplatz. Als A.________ gegen Ende des Rastplatzes nach links blickte und erkannte, dass die Führerkabine des Sattelzugs noch immer fast auf gleicher Höhe war, entschied er sich, sein Vorhaben zu Ende zu führen und befuhr die Kurve am Ende des Rastplatzes mit einer solchen Geschwindigkeit, dass sein Auto unkontrolliert schleuderte und auf die Autostrasse geriet, wo es zu einer ersten Kollision mit der hinteren rechten Ecke des Sattelzugs kam. Das Auto rotierte im Uhrzeigersinn und geriet um beinahe 180 Grad gedreht auf die Gegenfahrbahn. Dort näherte sich aus Schaffhausen ein korrekt fahrender Personenwagen mit E.________ am Steuer. Dieser kollidierte mit mindestens 100 km/h ungebremst mit dem Auto von A.________, welches hinter dem Heck des Sattelzugs hervorgeschossen war. Wegen dieser Kollision drehte sich das Auto von A.________ abermals um fast 180 Grad und wurde auf die Fahrbahn Richtung Schaffhausen katapultiert, wo es am Strassenrand stehen blieb. Der mit seinem Personenwagen in Richtung Schaffhausen fahrende F.________ konnte eine Kollision mit dem Auto von A.________ knapp vermeiden, indem er über den rechtsseitigen Grünstreifen auswich. A.b. B.________, welcher hinten rechts im Auto von A.________ sass, erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma mit Hirnblutungen und Hirnschwellung, eine Ruptur der Aorta, diverse weitere teilweise schwere Verletzungen und starb trotz sofortigen Rettungsmassnahmen und mehreren Operationen am 8. November 2017. C.________, welche hinten links sass, erlitt ein schweres Polytrauma, unter anderem einen Bruch des ersten Halswirbels, eine beidseitige Lungenquetschung, Risse in Leber, Milz und Niere, Brüche an beiden Oberschenkeln und weitere Verletzungen. Sie musste drei Wochen hospitalisiert und mehrmals operiert werden. Es folgten drei Monate in einer Reha-Klinik. Ihr rechter Arm bleibt teilweise gelähmt und kann auch mit einer Operation nicht vollständig geheilt werden. Sie musste ihre Ausbildung als Fachfrau Gesundheit abbrechen und sich beruflich neu orientieren. Die Beifahrerin D.________ erlitt ein stumpfes Bauchtrauma mit diversen Prellungen und musste sechs Tage im Spital behandelt werden. Der Lenker des entgegenkommenden Personenwagens E.________ erlitt zumindest ein Hochrasanztrauma mit Lungenkontusion am rechten Überlappen sowie eine Thoraxkontusion mit einer Rippenprellung rechts, was zwei Tage Spitalaufenthalt zur Folge hatte. F.________ erlitt ein Schleudertrauma.