Citation: 1P.623/2005 16.02.2006 E. A

Am 13. Februar 2004 erhob die Bezirksanwaltschaft Bülach Anklage gegen Y.________ und X.________ wegen Raufhandels; dies gestützt auf folgenden Sachverhalt: Am Samstag, den 31. August 2002, um ca. 23.00 Uhr sei es vor einem Dancing im Anschluss an eine zunächst verbale Auseinandersetzung zwischen Y.________ und X.________ zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen den beiden gekommen, bei der sie sich gegenseitig mit der Faust ins Gesicht geschlagen hätten. A.________ (separates Verfahren bei der Jugendanwaltschaft), der sich zusammen mit Y.________ im Dancing aufgehalten habe, sowie zwei Unbekannte hätten sich sofort eingemischt, um Y.________ zu unterstützen. Darauf seien B.________ und C.________, die Mutter bzw. Freundin von X.________, diesem zu Hilfe gekommen. Dadurch habe sich eine tätliche Auseinandersetzung zwischen allen diesen Personen, mit Ausnahme von C.________, entwickelt, in deren Verlauf sämtliche Beteiligten aktiv Schläge gegen die jeweils anderen Personen ausgetauscht hätten. Dabei habe Y.________ eine Quetschung an der Oberlippe und eine Schürfung am rechten Knie erlitten; X.________ einen Nasenbeinbruch, eine Rissquetschwunde auf dem Kopf und eine Quetschwunde an der rechten Augenbraue; C.________ eine Prellung im Genitalbereich und einen gestauchten Kleinfinger; B.________ ein Hämatom am rechten Knie und Prellungen im Gesicht und an der Oberlippe. Ausserdem klagte die Bezirksanwaltschaft X.________ wegen grober Verletzung von Verkehrsregeln an, da er am 21. Juni 2003 mit seinem Personenwagen auf der Autobahn die signalisierte Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h um 42 km/h überschritten habe.