Citation: 4P.143/2005 18.08.2005 E. 1

Das Zivilgericht als erste kantonale Instanz führte im Wesentlichen aus, zwischen den Parteien habe ein versteckter Dissens vorgelegen, da sie die Seitenangabe "rechts" verschieden verstanden hätten. Während der Beschwerdegegner die Seitenangabe aus der Sitzposition interpretiert habe, habe die Beschwerdeführerin sie aus der Frontperspektive definiert. Da es sich bei der Seite des Relax-Auszugs um ein Essentiale des Kaufs handle, sei der Vertrag nicht zustande gekommen. Der Beschwerdegegner könne daher Zug um Zug gegen die Rückgabe der Möbel den bereits bezahlten Kaufpreis von Fr. 6'200.-- zurückfordern. Vor Appellationsgericht beanstandete die Beschwerdeführerin in erster Linie, dass das Zivilgericht unterlassen habe, C.________ als Zeugin einzuvernehmen. C.________ hätte nämlich bestätigen können, dass sie den Beschwerdegegner beim Verkaufsgespräch an der MUBA darüber aufgeklärt habe, "dass links nicht immer links und rechts nicht unbedingt rechts" sei. Das Appellationsgericht führte dazu aus, es könne davon ausgegangen werden, dass C.________ als Zeugin die erwähnte Darstellung bestätigt hätte. Als Arbeitnehmerin der Beschwerdeführerin hätte aber nicht entscheidend auf ihre Aussagen abgestellt werden können, weil C.________ aufgrund ihrer arbeitsvertraglichen Bindung zur Beschwerdeführerin nicht neutral aussagen könne bzw. sich selber belasten würde, wenn sie zugeben müsste, den Beschwerdegegner nicht mit aller Deutlichkeit über das Verständnis von "links" und "rechts" aufgeklärt zu haben. Dass das Zivilgericht unter diesen Umständen davon ausgegangen sei, eine Befragung von C.________ könne am Beweisergebnis nichts ändern und sei damit für den Ausgang des Prozesses nicht erheblich, sei auf jeden Fall nicht willkürlich.