Citation: 8C_720/2020 E. 8.4

8.4. Damit dringt der Beschwerdeführer nicht durch. Wie er selber vorbringt, war er im Jahr 2006 für zwei Arbeitgeber tätig. Der Unterricht fand aber nicht in den Räumlichkeiten der Arbeitgeber statt, sondern in denjenigen der jeweiligen Kunden (in-company). Gemäss eigenen Angaben des Beschwerdeführers setzt sich die Arbeitszeit bei einer solchen In-company-Schulung aus der Unterrichtszeit, aus der Vorbereitungszeit, welche in etwa dem Umfang der Unterrichtsstunden entspreche, sowie der Reisezeit zu den jeweiligen Kunden zusammen. Die maximale wöchentliche Arbeitszeit bei einer Lehrtätigkeit in einer Sprachschule betrage auf Vollzeitbasis etwa 38 Stunden pro Woche, wohingegen bei Schulungen in den Betrieben der Kunden (in-company) aufgrund der zusätzlichen Reisezeiten die maximale wöchentliche Arbeitszeit bei etwa 24 Stunden liege. Die Vorinstanz ging bei der Ermittlung des Valideneinkommens - implizit - davon aus, dass der Beschwerdeführer ohne Gesundheitsschaden die bisher ausgeübte Tätigkeit als Sprachlehrer in den Räumlichkeiten der Kunden (in-company) weiterhin ausgeübt hätte. Wenn der Beschwerdeführer demgegenüber seiner Berechnung eine Tätigkeit in einer Privatschule mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 ganzen Stunden zu Grunde legt, so unterstellt er einen anderen Sachverhalt, ohne aber auch nur ansatzweise darzulegen, inwiefern die vorinstanzliche Beurteilung des hypothetischen Geschehensablaufs offensichtlich unrichtig (vgl. E. 1.1 hiervor) sein soll. Wenn die Vorinstanz im Übrigen aufgrund der Angaben des Beschwerdeführers gegenüber der IV-Stelle und den Gutachtern, wonach er in den Jahren 2005 und 2006 60-100 % resp. nahezu 100 %, jedenfalls aber deutlich über 60 %, gearbeitet habe, von einem zuletzt ausgeübten durchschnittlichen 80 %-Pensum ausging und das dabei erzielte Einkommen - aufgrund der im Gesundheitsfall ausgeübten Vollzeiterwerbstätigkeit - auf 100 % hochrechnete, so ist sie auch damit nicht in Willkür verfallen. Jedenfalls legt der Beschwerdeführer nicht substanziiert dar, dass er im Gesundheitsfall deutlich mehr gearbeitet hätte als er dies im Jahr 2006 effektiv getan tat.