Citation: U 98/05 19.07.2005 E. 3

3.1 Den medizinischen Akten ist zu entnehmen, dass der Patient nach der am 14. August 2000 durchgeführten Metallentfernung weiterhin über Schmerzen klagte. Die chirurgische Klinik des Kantonsspitals Glarus schloss die Behandlung in der Folge ab (Bericht vom 15. Januar 2001). Der Kreisarzt Dr. med. I.________ gelangte am 6. April 2001 zum Ergebnis, der Versicherte leide - als Unfallfolgen, welche die Belastbarkeit des Gehapparats und damit die Arbeitsfähigkeit limitierten - an Belastungsschmerzen im linken Knie, nach operativ versorgter Patellafraktur, verursacht durch eine beginnende Femuropatellararthrose. Ein ganztägiger Arbeitseinsatz mit voller Leistung sei zumutbar in einer stehend und gehend auszuübenden Tätigkeit, welche die Möglichkeit biete, das linke Bein durch sitzende Tätigkeit im Rahmen von etwa einem Viertel bis zu einem Drittel der Arbeitszeit, über den Tag verteilt, zu entlasten. Zu vermeiden seien länger dauernde Arbeiten in ungünstiger Stellung (wie kniend oder in der Hocke), das Heben und Herumtragen schwerer Gewichte über 20 kg sowie Arbeiten mit ausgesprochen häufigem Treppensteigen oder Steigen auf Leitern. Die auf diesem Zumutbarkeitsprofil basierende Verweigerung einer Rente durch die Verfügung vom 27. April 2001 und den Einspracheentscheid vom 18. Juli 2001 erwuchs in Rechtskraft. 3.2 Die Klinik W.________ diagnostizierte in ihren Berichten vom 19. und 21. November 2001 eine posttraumatische Patellaarthrose am Knie links bei Status nach Patellafraktur und Versorgung durch Cerclage am 6. Juni 1999 sowie Entfernung der Cerclage am 14. August 2000. Der Patient klage über verstärkte Schmerzen am linken Knie seit der Metallentfernung im August 2000. Die Schmerzen nähmen unter Belastung, etwa beim Treppensteigen, zu. Es werde zu einer rein sitzenden Tätigkeit geraten, wo über eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit nachgedacht werden könne. Die SUVA legte der Invaliditätsbemessung dementsprechend vorwiegend sitzend auszuübende und bestimmten zusätzlichen Anforderungen genügende Tätigkeiten zu Grunde, ging jedoch weiterhin von voller Leistung und vollem Pensum aus. Dies ergab den in der Verfügung vom 5. Juni 2002 enthaltenen Invaliditätsgrad von 19%. Im Verlauf des Einspracheverfahrens wurde die Zumutbarkeitsbeurteilung durch den Kreisarzt Dr. med. Weber dahingehend modifiziert, dass eine abwechselnd sitzende / stehende oder gehende Tätigkeit ganztägig ausgeübt werden könne. Die Dauer der stehenden bzw. gehenden Position sollte einen Viertel bis einen Drittel der Arbeitszeit nicht übersteigen und auf den ganzen Tag verteilt sein. Zu vermeiden seien länger dauernde Arbeiten in kniender Position oder in der Hocke, das Heben von Lasten über 15 bis 20 kg, das Arbeiten auf Leitern sowie häufiges Treppensteigen. Diese Einschätzung lässt sich auf Grund der medizinischen Akten sowie mit Blick auf die formellrechtliche Ausgangslage, welche ein Abweichen von der Beurteilung im Einspracheentscheid vom 18. Juli 2001 nur insoweit zulässt, als sich die Situation zwischenzeitlich verändert hat, nicht beanstanden. Der festgestellten leichten Zunahme der retropatellären Arthrose und den damit verbundenen Einschränkungen wird durch die Reduktion der stehend oder gehend zu verrichtenden Anteile Rechnung getragen. Die kreisärztliche Untersuchung vom 30. März 2004 hat bestätigt, dass keine weitergehenden Veränderungen stattgefunden haben. Dementsprechend beruht der Einspracheentscheid vom 15. Dezember 2003, wie die Vorinstanz festgehalten hat, auf einer rechtlich korrekten Zumutbarkeitsbeurteilung. Richtig ist auch die darin enthaltene Aussage, dass die SUVA für allfällige psychische Unfallfolgen nicht leistungspflichtig wäre, weil der dafür vorausgesetzte adäquate Kausalzusammenhang im Lichte der Rechtsprechung (BGE 115 V 133 ff.) verneint werden müsste. Es kann diesbezüglich auf die Begründung im Einspracheentscheid verwiesen werden. Weitere medizinische Abklärungen, wie sie der Beschwerdeführer eventualiter beantragen lässt, rechtfertigen sich nicht, weil davon keine zusätzlichen relevanten Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 94 Erw. 4b; RKUV 2003 Nr. U 473 S. 50 Erw. 3, 2002 Nr. U 469 S. 527 Erw. 2c)