Citation: 8C_340/2023 E. 3.2.3

3.2.3. Anlässlich der notfallmässigen stationären Erstbehandlung in der Traumaklinik wurden infolge der Frühschwangerschaft fachärztliche Kollegen der Gynäkologie zur Mitbeurteilung beigezogen, welche eine intakte Schwangerschaft feststellten und angesichts der Strahlenbelastung auf eine bildgebende Untersuchung verzichteten. Laut Bericht der Traumaklinik vom 25. Januar 2019 wäre eine Bildgebung therapeutisch wahrscheinlich ohne Konsequenz geblieben, hätte jedoch möglicherweise diagnostisch eine Erklärung für die geschilderten Beeinträchtigungen finden lassen. Hiergegen habe die Beschwerdeführerin mitgeteilt, dass sie "vorerst noch mit einer Bildgebung zuwarten möchte". Explizit stellte die behandelnde Ärztin im Bericht der Traumaklinik vom 7. März 2019 fest, "eine Bildgebung mittels MRI [sei] während der Schwangerschaft möglich", die Beschwerdeführerin wolle jedoch weiterhin darauf verzichten. Letztere legt nicht ansatzweise in rechtsgenüglicher Weise (vgl. Urteil 8C_634/2022 vom 23. Dezember 2022 E. 4.4 mit Hinweisen) dar, inwiefern sie auf Grund ihres Geschlechts in Verletzung von Art. 8 Abs. 2 BV diskriminiert worden wäre, indem bei ihr infolge ihrer Schwangerschaft eine tatsächlich existierende, bildgebend objektiv ausgewiesene Unfallfolge vor dem strittigen folgenlosen Fallabschluss nicht entdeckt worden sei. Weder eine Sonographie vom 4. März 2019 noch eine MRI-Untersuchung vom 17. März 2020 lieferten Anhaltspunkte für bildgebend objektivierbare Anomalien an HWS und Thorax, insbesondere eine Rippen- und/oder Sternumfraktur.