Citation: 4A_376/2017 E. 7.1

7.1. Der Arbeitnehmer verwirkt seinen Anspruch auf Bezahlung seiner geleisteten Überstunden, wenn er die ohne Wissen des Arbeitgebers geleisteten Überstunden diesem nicht innert nützlicher Frist anzeigt (BGE 129 III 171 E. 2.2 mit zahlreichen Hinweisen). Die Vorinstanz führte aus, der Beschwerdeführer habe nie behauptet, dass der Beschwerdegegner ohne sein Wissen Überstunden geleistet habe. Auch sei die Aussage des Beschwerdegegners in der Parteibefragung, dass er davon ausgegangen sei, man müsse acht Stunden arbeiten und was darüber liege, sei Überzeit, unbestritten geblieben. Die Anzeige der Überstunden einige Tage nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses sei unter diesen Umständen nicht rechtsmissbräuchlich und führe nicht zur Verwirkung der Ansprüche.