Citation: 1C_155/2021 E. 3.3

3.3. Nach Art. 1 Abs. 1 des Gesetzes vom 9. September 2002 über die Verwaltungsrechtspflege des Kantons Appenzell Ausserrhoden (VRPG; bGS 143.1) gelten die Bestimmungen des Verwaltungsrechtspflegegesetzes nur insoweit, als nicht besondere Vorschriften bestehen. Solche finden sich im kantonalen Gesetz vom 24. April 1988 über die politischen Rechte (GPR; bGS 131.12). Nach Art. 38 GPR sind die Ergebnisse von Wahlen und Abstimmungen so rasch wie möglich durch Anschlag zu veröffentlichen, wobei die Publikation einen Hinweis auf die Beschwerdefrist und die Beschwerdeinstanz zu enthalten hat. Art. 49 ff. GPR regeln die Volksinitiative in Kanton und Gemeinde. Gemäss Art. 57 Abs. 2 GPR entscheidet der Gemeinderat oder in Gemeinden mit Gemeindeparlament dieses letztere über die Gültigkeit einer kommunalen Initiative. Nach Art. 62 GPR kann wegen Verletzung des Stimmrechts sowie wegen Unregelmässigkeiten bei der Vorbereitung und Durchführung von Wahlen und Abstimmungen beim Regierungsrat Beschwerde geführt werden (Abs. 1); die Beschwerde ist innert drei Tagen seit der Entdeckung des Beschwerdegrundes, spätestens jedoch am dritten Tag nach der amtlichen Veröffentlichung der Ergebnisse einzureichen (Abs. 2). Beschwerdeentscheide des Regierungsrats können innert 30 Tagen mit Beschwerde an das Obergericht weitergezogen werden (Art. 65bis GRP), wie das hier geschehen ist.