Citation: 1B_191/2021 E. 2

Gemäss der Anklage soll es zwischen B.A.________ und C.________ einerseits sowie A.B.________ und B.B.________ andererseits in der Nacht auf den 11. Oktober 2019 im und vor dem Club "V.________" zu Streitigkeiten gekommen sein, nachdem sie alle zuvor gemeinsam im Club zusammengesessen und getrunken hatten. A.B.________ und B.A.________ hätten sich mit Fäusten geprügelt. B.A.________ habe telefonisch den Beschwerdeführer herbeigerufen, nachdem A.B.________ erwähnt habe, dass dieser ihm Geld schulde. Der Beschwerdeführer sei später in Begleitung zweier unbekannter Männer am Tatort erschienen. Zusammen mit B.A.________ und C.________ seien sie zu fünft auf A.B.________ und B.B.________ losgegangen, hätten diese mit Schlägen zu Fall gebracht, mit Faust- und Fusstritten unter anderem gegen den Kopf weiter traktiert und schliesslich regungslos auf dem Boden liegend zurückgelassen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschwerdeführer gestützt auf diesen Sachverhalt mehrfache versuchte Tötung vor (Art. 111 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB). Das Obergericht bejahte diesbezüglich den dringenden Tatverdacht (Art. 221 Abs. 1 StPO) und wies darauf hin, es sei gemäss dem medizinischen Gutachter lediglich dem Zufall zu verdanken gewesen, dass es zu keinen Schädelfrakturen, Blutungen im Kopfinnern oder Hirngewebsverletzungen und damit zu lebensgefährlichen Verletzungen gekommen sei. Der Beschwerdeführer bestreitet den dringenden Tatverdacht nicht. Er ist jedoch der Auffassung, es bestehe keine Kollusionsgefahr. Er betont in diesem Zusammenhang, dass nach eineinhalb Jahren Haft nur ein Kontaktverbot noch als verhältnismässig angesehen werden könne. Überhaft oder eine Verletzung des Beschleunigungsgebots macht er jedoch nicht geltend. Weiter erhebt der Beschwerdeführer eine Reihe von Rügen, die er teilweise nicht weiter begründet. Dies betrifft zunächst die angebliche Verletzung des Rechtsgleichheitsgebots (Art. 8 Abs. 1 BV) und den Anspruch auf richterliche Haftprüfung (Art. 31 Abs. 3 BV). Darauf ist nicht einzutreten (vgl. Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG). Soweit der Beschwerdeführer weiter davon ausgeht, das rechtliche Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV), das Recht auf ein faires Verfahren (Art. 6 EMRK), der Untersuchungsgrundsatz (Art. 6 Abs. 2 StPO) und der Anspruch auf einen unparteilichen Richter (Art. 30 BV) seien verletzt, weil die Vorinstanz nur Umstände, die gegen ihn sprächen, berücksichtigt habe, erweist sich seine Kritik als offensichtlich unbegründet, soweit sie hinreichend substanziiert wurde. Er zeigt nicht konkret auf, welche Umstände unberücksichtigt geblieben sein sollen. Auch übersieht er, dass die von ihm angerufenen Bestimmungen nicht schon deshalb verletzt sind, weil die Vorinstanz das Recht in einer seiner eigenen Auffassung widersprechenden Weise ausgelegt hat.