Citation: 9C_317/2020 E. 4.1

4.1. Wohl trifft mit der Vorinstanz zu, dass grundsätzlich eine auf keiner nachvollziehbaren ärztlichen Einschätzung der massgeblichen Arbeitsfähigkeit beruhende Invaliditätsbemessung nicht rechtskonform und die entsprechende Verfügung zweifellos unrichtig ist im wiedererwägungsrechtlichen Sinne (Urteil 9C_188/2020 vom 26. Mai 2020 E. 2.1 mit Hinweis). Diese Rechtsprechung ist hier jedoch nicht einschlägig. So lag der damaligen Verfügung vom 7. Dezember 2016 ein polydisziplinäres MEDAS-Gutachten vom 5. Juli 2016 zugrunde, das explizit (fachärztliche) Angaben zur Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit enthält (E. 3.1 oben). Das kantonale Gericht kam diesbezüglich zwar nicht offensichtlich unrichtig zum Schluss, dass sich weder die MEDAS-Gutachter noch Dr. med. B.________ im RAD-Bericht vom 15. Juli 2016 retrospektiv zur Arbeitsfähigkeit in Bezug auf eine angepasste Tätigkeit äusserten. Wie die Beschwerdeführerin jedoch richtig vorbringt, waren weitere fachärztliche Stellungnahmen aktenkundig - die im Übrigen auch Eingang in das MEDAS-Gutachten vom 5. Juli 2016 fanden - die bereits vor der Exploration im Juli 2016 bei der MEDAS von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit der Versicherten in einer angepassten Tätigkeit berichteten (E. 3.2). Diese blieben im kantonalen Entscheid unberücksichtigt (zur Sachverhaltsergänzung durch das Bundesgericht vgl. BGE 143 V 177 E. 4.3 S. 188). Folglich kann beim Vorgehen der IV-Stelle, die bei der Rentenzusprache mit Verfügung vom 7. Dezember 2016 in Anlehnung an den RAD auf die gutachterliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in leidensangepassten Tätigkeiten abstellte, jedenfalls nicht von einer offensichtlich unrichtigen Sachverhaltsabklärung gesprochen werden.