Citation: 2C_649/2021 E. 3

Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist der Ausstand des Steuerkommissärs, der für die Veranlagung der Steuerperiode 2012 des Beschwerdeführers beim Kantonalen Steueramt zuständig ist. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung von Art. 29 Abs. 1 BV. Die Vorinstanz habe § 119 Abs. 1 lit. d des Steuergesetzes des Kantons Zürich vom 8. Juni 1997 (StG/ZH; LS 631.1) in bundesrechtswidriger Weise angewendet. Der Beschwerdeführer macht geltend, die behördliche Veranlagungstätigkeit sei von der Untersuchungsmaxime und dem Kooperationsprinzip getragen. Ausfluss dieser beiden Prinzipien sei eine gegenseitige Offenheit und Klarheit. Seiner Ansicht nach hat der zuständige Steuerkommissär berechnend und bewusst entweder die Unwahrheit geäussert oder ihn durch taktisches Argumentieren faktisch getäuscht und damit das Misstrauen in seine Unabhängigkeit begründet. Der Beschwerdeführer habe in seinem Akteneinsichtsgesuch vom 23. September 2019 das potenzielle Vorhandensein von Dokumenten der ASU ausdrücklich angesprochen und sein diesbezügliches Misstrauen ausgedrückt. Indem der zuständige Steuerkommissär ihm am 3. Oktober 2019 mitgeteilt habe, er werde in den Akten nichts finden, was er nicht schon selbst kenne, habe der Steuerkommissär zwei Vorgänge verschwiegen. Der erste Vorgang betreffe das E-Mail des zuständigen Steuerkommissärs an die ASU vom 1. Oktober 2019. Am 2. Oktober 2019 habe die ASU alsdann dem zuständigen Steuerkommissär per Post geantwortet und diesem Schreiben den Untersuchungsbericht vom 21. August 2017 zur Veranlagung und Durchführung des Hinterziehungsverfahrens beigefügt. Spätestens mit dem zweiten Vorgang vom 2. Oktober 2019 seien Dokumente der ASU dem zuständigen Steuerkommissär vorgelegen. Mit der Formulierung der Schreiben vom 3. Oktober 2019 und 8. November 2019, so der Beschwerdeführer folgernd, habe der zuständige Steuerkommissär ihn über die "ASU-Kontamination" des Veranlagungsverfahrens bewusst getäuscht und ihn im Glauben gelassen, dass sich keine Dokumente der ASU in den Akten befänden.