Citation: 1B_174/2023 E. 2.1

2.1. Vorliegend ist unbestritten, dass die 96-Stunden-Frist gemäss Art. 224 Abs. 2 und Art. 226 Abs. 1 StPO, innert welcher das Zwangsmassnahmengericht über den Haftantrag der Staatsanwaltschaft zu entscheiden hat, nicht eingehalten wurde. Die Vorinstanz hat für das Bundesgericht insoweit verbindlich festgehalten (Art. 105 Abs. 1 BGG), dass die 96-Stunden-Frist am Montag, 6. Februar 2023, um 14:50 Uhr endete, der Haftanordnungsentscheid des Zwangsmassnahmengerichts jedoch erst um 16:00 Uhr und damit 70 Minuten nach Fristablauf erging. Strittig sind die Rechtsfolgen dieser Fristüberschreitung. Die Beschwerdeführerin rügt, die Nichteinhaltung der 96-Stunden-Frist durch das Zwangsmassnahmengericht stelle eine Verletzung des Beschleunigungsgebots in Haftsachen nach Art. 30 Abs. 3 BV, Art. 5 Abs. 2 StPO und Art. 5 Ziff. 4 EMRK dar, was durch die Vorinstanz im Urteilsdispositiv des angefochtenen Entscheids hätte festgehalten werden müssen. Die Nichteinhaltung der gesetzlich vorgesehenen 96-Stunden-Frist führe zudem zur Rechtswidrigkeit des Freiheitsentzugs im Umfang von 70 Minuten.