Citation: 1C_173/2022 E. 2.3

2.3. Diesen Begründungsanforderungen genügt das vorinstanzliche Urteil. Zwar wird darin nicht ausdrücklich auf den Einwand der Beschwerdeführerin eingegangen, die Verfahrenskoordination sei verletzt worden, weil das zur Umsetzung des Erschliessungsplans erforderliche Enteignungsverfahren noch nicht durchgeführt worden sei. Der Regierungsrat führte jedoch in seinem Beschluss vom 8. Juni 2021 bezüglich der Rüge der fehlenden Koordination mit der Enteignung aus, der Erschliessungsplan sei gemäss § 42 des Planungs- und Baugesetzes des Kantons Solothurn vom 3. Dezember 1978 (PBG; BSG 711.1) gleichzeitig auch Enteignungstitel. Bei Streitigkeiten über die Abtretungs- und Duldungspflicht entscheide gemäss § 42 (Abs. 2) PBG der Regierungsrat. Könnten sich die Parteien nicht über die Entschädigung einigen, sei diese gemäss § 43 PBG im Schätzungsverfahren für Enteignungen zu ermitteln. Diese Erwägungen bestätige die Vorinstanz mit dem Verweis auf den Beschluss des Regierungsrats, soweit darauf nachfolgend (d.h. im vorinstanzlichen Urteil) nicht eingegangen wird, zumindest implizit. Demnach konnte die Beschwerdeführerin das angefochtene Urteil bezüglich der Frage der Koordination mit der Enteignung und den anderen von der Beschwerdeführerin angeführten Frage sachgerecht anfechten, weshalb eine Verletzung der Begründungspflicht zu verneinen ist.