Citation: 2C_1057/2022 E. B

Am 9. Juni 2021 informierte das Migrationsamt A.________ darüber, dass es beabsichtige, ihre Aufenthaltsbewilligung zufolge Dahinfallens des Aufenthaltszweckes und mangels originären Aufenthaltstitels nicht mehr zu verlängern und sie aus der Schweiz wegzuweisen. Zu diesem Zeitpunkt war sie mit 57 Verlustscheinen im Umfang von CHF 69'927.35 im Register des Betreibungsamtes U.________ verzeichnet und hatte einen Steuerausstand von CHF 16'876.70. Ausserdem ist sie 11 Mal wegen Übertretungen im Strassenverkehr und Ungehorsams im Betreibungs- und Konkursverfahren gebüsst und einmal zu einer bedingten Geldstrafe von 10 Tagessätzen à CHF 30 im Zusammenhang mit einem Strassenverkehrsdelikt verurteilt worden. Aufgrund der Verschuldung und der mehrfachen Straffälligkeit wurde sie zweimal ausländerrechtlich verwarnt. Am 7. September 2021 wurde das Migrationsamt durch die Gemeinde U.________ über die Trennung der Eheleute per 15. Juni 2021 informiert. Mit Verfügung vom 19. November 2021 verlängerte das Migrationsamt die Aufenthaltsbewilligung von A.________ nicht mehr und wies sie unter Ansetzung einer 90-tägigen Ausreisefrist aus der Schweiz weg. Die beiden Kinder bezog es in die Wegweisungsverfügung mit ein. Die dagegen erhobenen Rechtsmittel blieben erfolglos (Einspracheentscheid des Rechtsdiensts des Amtes für Migration und Integration des Kantons Aargau vom 9. Juni 2022; Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau vom 11. November 2022).