Citation: 6B_658/2021 E. 1.1

1.1. Die Beschwerdeführerin rügt zunächst eine Verletzung von Bundesrecht hinsichtlich der Wahl der Strafart für das Vergehen gegen das BetmG. Sie macht geltend, die Vorinstanz habe in diesem Kontext wesentliche Gesichtspunkte ausser Acht gelassen. So habe sie in ihre Erwägungen namentlich nicht miteinbezogen, dass sie (sc. die Beschwerdeführerin) noch nie zu einer unbedingten Geldstrafe verurteilt worden sei. Bei dieser Sachlage sei es willkürlich, an der spezialpräventiven Wirkung einer vollziehbaren Geldstrafe zu zweifeln. Zudem sei zu beachten, dass sie als alleinerziehende Mutter ihres jüngeren, mittlerweile neunjährigen Sohnes übermässig strafempfindlich sei, so dass bei der Ausfällung einer Freiheitsstrafe Zurückhaltung geboten sei. Dies gelte umso mehr, als sie über kein Aufenthaltsrecht in der Schweiz verfüge und gegen sie für die Dauer von fünf Jahren eine Einreisesperre verhängt worden sei. Dass der jüngere Sohn via KESB fremdplaziert sei, ändere daran nichts, zumal sie sehr bemüht sei, den Kontakt zu ihm aufrechtzuerhalten, und beim Staatssekretariat für Migration (SEM) bereits mehrfach Suspendierungen des Einreiseverbots zur Ermöglichung des persönlichen Kontakts erlangt habe. Ausserdem sei damit zu rechnen, dass der Sohn in naher Zukunft wieder in ihre Obhut übergeben werde. Eine längerdauernde Freiheitsstrafe hätte mithin gravierende Auswirkungen. Diesen Umständen habe die Vorinstanz zu wenig Gewicht beigemessen. Indem sie für das Betäubungsmittelvergehen nicht eine Geldstrafe, sondern unter Anwendung des neuen Rechts für sämtliche Delikte eine Gesamtfreiheitsstrafe ausgesprochen habe, habe sie mithin ihr Ermessen verletzt (Beschwerde S. 8 ff.).