Citation: 6B_1135/2023 E. 3.3.6

3.3.6. Allein deshalb ist das kantonale Urteil aber noch nicht aufzuheben. Solange sich die Wahl der Sanktionsart unter Beachtung der relevanten Faktoren im Rahmen des dem Sachgericht zukommenden Ermessens bewegt, bestätigt das Bundesgericht auch ein Urteil, wenn das Erkenntnis in Bezug auf die Erwägungen zur Wahl der Strafart einzelne Unklarheiten und Unvollkommenheiten enthält (Urteil 6B_54/2018 vom 28. November 2018 E. 1.4.4 sowie E. 3.1 hiervor). Aus dem angefochtenen Urteil geht hervor, dass die Vorinstanz das Tatverschulden als mittel bis schwer einstuft. Da der hier anwendbare Strafrahmen von Art. 123 Ziff. 1 StGB von Geldstrafe bis Freiheitsstrafe von drei Jahren reicht, ist es ohne Weiteres schlüssig, wenn die Vorinstanz ausgehend von einem mittelschweren bis schweren Verschulden auf eine Freiheitsstrafe erkennt. Im Weiteren äussert sich das kantonale Gericht zwar kurz, aber gestützt auf den konkreten Tathergang und das Gesamtverhalten des Beschwerdeführers am 11. Februar 2018 zur präventiven Wirkung einer Freiheitsstrafe. Die Wahl der Strafart bleibt daher auch ohne Berücksichtigung der Opferinteressen nachvollziehbar. Sie ist insoweit bundesrechtskonform. Sodann kann nicht gesagt werden, die Wahl einer Freiheitsstrafe sei vom Ergebnis her unangemessen hart. Im Gegenteil kann ein wuchtvoller Faustschlag unter Berücksichtigung der konkreten Umstände zu einer Freiheitsstrafe führen (vgl. Urteil 6B_416/2015 vom 7. Oktober 2015 E. 1.4.2).