Citation: 2C_159/2023 E. 6.2

6.2. Eine gelungene Integration, wie sie der Beschwerdeführer geltend macht, ist nicht ausgewiesen. Gemäss der mit BGE 144 I 266 begründeten Praxis, auf die sich der Beschwerdeführer stützt, kann nach einer rechtmässigen Aufenthaltsdauer von rund zehn Jahren zwar regelmässig davon ausgegangen werden, dass die sozialen Beziehungen in diesem Land so eng geworden sind, dass es für eine Aufenthaltsbeendigung besonderer Gründe bedarf; im Einzelfall kann es sich freilich anders verhalten und die Integration zu wünschen übrig lassen (BGE 149 I 72 E. 2.1.2; 144 I 266 E. 3.9). Letzteres ist beim Beschwerdeführer der Fall: Nicht nur hat er trotz seiner langen Aufenthaltsdauer keine ausserfamiliären Kontakte, die die Vorinstanz hätte feststellen können. Vielmehr hat er durch seine anhaltende, wiederholte und schliesslich in die Straftat des Angriffs gipfelnde Delinquenz unter Beweis gestellt, dass er nicht gewillt ist, sich an die hiesige Rechtsordnung zu halten und auch vor einer schweren Schädigung von Leib und Leben nicht zurückschreckt. Dass auch die Verurteilung und der Strafvollzug ihn nicht zu einem Umdenken bewegt haben, belegen die im Strafvollzug gegen ihn verhängten Massnahmen und die polizeiliche Intervention in der Familienwohnung mit anschliessenden Auflagen. Dass die Vorinstanz vor diesem Hintergrund die Integration als unterdurchschnittlich bezeichnet (angefochtener Entscheid E. 4.4), ist bundesrechtlich nicht zu beanstanden.