Citation: 5P.200/2005 02.11.2005 E. 1

Die Willkürrügen des Beschwerdeführers betreffen die Anwendung des kantonalen Prozessrechts (z.B. Novenrecht) und damit verbunden auch das Zustandekommen des Sachverhalts, der im Verfahren der eidgenössischen Berufung - von eng umschriebenen Ausnahmen abgesehen - verbindlich sein wird (Art. 63 f. OG). Der Regel entsprechend (Art. 57 Abs. 5 OG) ist deshalb die staatsrechtliche Beschwerde vor der Berufung zu erledigen. In seiner Berufung bezieht der Beschwerdeführer seinen Bruder ausdrücklich in das Verfahren mit ein. Erst unlängst hat das Bundesgericht festgehalten, dass zwar jeder Erbe berechtigt ist, das Urteil über die Erbteilung unabhängig von seinen Miterben anzufechten, dass er jedoch auf Grund des materiellen Zivilrechts alle Erben vor der oberen Gerichtsbehörde - hier vor dem Bundesgericht - belangen muss, ansonsten das Rechtsmittel abgewiesen wird (BGE 130 III 550 Nr. 71). Der Grundsatz gilt allgemein (BGE 130 III 550 E. 2.1.2 S. 552) und damit auch im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde (Urteile 5P.59/1995 vom 22. Juni 1995, E. 2, und 5P.37/2001 vom 23. Mai 2001, E. 1b). In seiner Beschwerdeschrift nennt der Beschwerdeführer seinen Bruder und Miterben weder auf dem Deckblatt noch in seinen Anträgen. Da er ihn in seiner Berufungsschrift im Unterschied zur Beschwerdeschrift ausdrücklich erwähnt, darf ausnahmsweise eine versehentlich unvollständige Parteibezeichnung angenommen werden, die das Bundesgericht von Amtes wegen korrigieren kann (z.B. Urteil 4P.138/2004 vom 28. Oktober 2004, E. 2.4.3; vgl. BGE 131 I 57 E. 2.2 S. 63). Neben Verfassungsrügen macht der Beschwerdeführer eine Verletzung von Art. 6 EMRK geltend, legt dabei aber nicht dar, inwiefern die staatsvertragliche Verfahrensgarantie über die gerügten Verfassungsrechte hinausgehen soll, so dass darauf nicht eingetreten werden kann (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; BGE 113 Ia 225 E. 2 S. 230 und die seitherige ständige Rechtsprechung, z.B. BGE 126 III 257 E. 3a und 127 III 385 E. 1b, je nicht veröffentlicht). Mit diesem Vorbehalt kann auf die staatsrechtliche Beschwerde eingetreten werden. Formelle Einzelfragen werden dabei im Sachzusammenhang noch zu erörtern sein.