Citation: 2C_545/2020 E. 4.1

4.1. Aus dem hiervor Ausgeführten (E. 3) folgt, dass das Justiz- und Sicherheitsdepartement das bei ihm erhobene Rechtsmittel hätte gutheissen und der Beschwerdeführerin eine Aufenthaltsbewilligung hätte erteilen müssen. Demzufolge muss die Beschwerdeführerin als im entsprechenden Verwaltungsbeschwerdeverfahren obsiegend behandelt werden. Weil gemäss § 198 Abs. 1 lit. c VRG/LU die amtlichen Kosten des Verwaltungsbeschwerdeverfahrens (unter Vorbehalt hier nicht einschlägiger Ausnahmen) einer Partei nur auferlegt werden können, wenn sie unterliegt (oder auf ihr Rechtsmittel nicht eingetreten wird), hat die Vorinstanz somit - und wie in der Beschwerde gerügt wird - kantonales Recht in willkürlicher Weise angewendet, indem sie die Anordnung des Justiz- und Sicherheitsdepartements (sinngemäss) bestätigte, wonach die Beschwerdeführerin einzig aufgrund der Gewährung unentgeltlicher Rechtspflege (und damit, auch wenn dies nicht ausdrücklich festgehalten wurde, unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht von § 204 Abs. 4 VRG/LU) keine Kosten trägt. Die Beschwerde ist damit insoweit gutzuheissen, als das angefochtene Urteil dahingehend abzuändern ist, dass die Beschwerdeführerin für das Verwaltungsbeschwerdeverfahren keine amtlichen Kosten trägt und damit das in diesem Verfahren gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege als gegenstandslos abgeschrieben wird.