Citation: I 560/04 17.02.2005 E. 2

In BGE 127 V 353 hat das Eidgenössische Versicherungsgericht in Änderung der Rechtsprechung erkannt, dass es auch in Verfahren, in welchen es nicht an die vorinstanzliche Feststellung des Sachverhalts gebunden ist (Art. 132 lit. b OG), im Lichte von Art. 108 Abs. 2 OG grundsätzlich unzulässig ist, nach Ablauf der Beschwerdefrist neue Beweismittel beizubringen, es sei denn, dass ausnahmsweise ein zweiter Schriftenwechsel (Art. 110 Abs. 4 OG) - wozu vorliegend kein Anlass besteht - angeordnet wurde. Zu berücksichtigen sind in der Regel nur solche Eingaben, die dem Gericht innert der gesetzlichen Frist (Art. 106 Abs. 1 OG) vorliegen. Anderes gilt einzig, wenn die nach Ablauf der Beschwerdefrist oder nach Ablauf eines zweiten Schriftenwechsels unaufgefordert eingereichten Schriftstücke neue erhebliche Tatsachen oder schlüssige Beweismittel enthalten, welche eine Revision im Sinne von Art. 137 lit. b OG zu rechtfertigen vermöchten. Dies trifft auf den nachträglich eingereichten Bericht des Dr. med. G.________ vom 29. November 2004, welcher lediglich eine weitere Beurteilung der schon mehrfach erhobenen psychiatrischen Befunde enthält, nicht zu. Daran ändert nichts, dass Dr. med. G.________ im Vergleich zu den bisher bereits mit der Untersuchung der Beschwerdeführerin befassten psychiatrischen Fachärzten zusätzlich eine posttraumatische Belastungsstörung diagnostizierte und sich dabei auf die gleichen, bekannten Traumatisierungen (wiederholter sexueller Missbrauch und Vergewaltigungen) bezog. Der nachträglich eingereichte Bericht hat daher bei der Entscheidfindung ausser Acht zu bleiben.