Citation: 6B_82/2018 E. A

Die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen wirft X.________ vor, seine Familie, namentlich seine damalige Ehefrau A.________ und die gemeinsamen Kinder E.________ (geb. 1992), B.________ (geb. 1993), C.________ (geb. 1996) und D.________ (geb. 1998), am 11. September 2009 unter Vorspiegelung falscher Tatsachen in den Libanon gelockt zu haben. Dort habe er A.________ und seine beiden Söhne bis zum 5. Oktober 2009, seine beiden Töchter bis zum 19. April 2011 gegen ihren Willen festgehalten. Dazu habe sich X.________ am 13. September 2009 der Reisepässe seiner Familienmitlieder bemächtigt und ihnen zum Teil die Mobiltelefone weggenommen. Gegen seine beiden Töchter habe er Ausreisesperren erwirkt. Nach deren missglückten Fluchtversuch habe er B.________ mehrmals mit einem Eisenstück auf den Rücken geschlagen und ihr gedroht, sie in den Iran zu bringen. Damit habe er die Mädchen derart eingeschüchtert, dass sie gegenüber der Mutter und den libanesischen Behörden falsche, von ihm vorgegebene Angaben gemacht hätten. Während X.________ A.________ mit E.________ und D.________ freiwillig habe ziehen lassen, sei die Rückführung von B.________ und C.________ durch behördliche Mitwirkung gelungen.