Citation: 7B_199/2022 E. 2.3

2.3. Die vorinstanzlichen Erwägungen zur Strafzumessung geben keinen Anlass zur Kritik. Für die qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz fällt nach ihren zutreffenden Erwägungen nur eine Freiheitsstrafe in Betracht. Weiter führt sie aus, straferhöhend ins Gewicht falle, das gleich zwei Qualifikationsgründe nach Art. 19 Abs. 2 BetmG erfüllt seien. Sodann habe der Beschwerdeführer mit einer Verkaufsmenge von 1'592 Gramm reinem Methamphetamin die Grenze zum schweren Fall, die bei 12 Gramm liege, rund 130fach überschritten. Seine Aktivität habe der Beschwerdeführer bloss zufolge der Verhaftung eingestellt, wobei er in jenem Zeitpunkt noch über 1'000 Gramm (nebst dem Eigenkonsum) zum Verkauf bestimmtes Crystal Meth in der Wohnung und Garage (welche er und die Mitbeschuldigte bewohnt hätten) gelagert habe. Der Beschwerdeführer habe mindestens einen Gewinn von Fr. 47'760.-- aus dem Drogenhandel erzielt und die Grenze zur Gewerbsmässigkeit von Fr. 10'000.-- mehrfach überschritten. Dies führe zu einer Erhöhung des Verschuldens. Zusätzlich habe er weitere 500 Gramm Crystal Meth als Bote und ohne Verkaufsgewinn ausgeliefert. Der Beschwerdeführer sei zwar nicht besonders raffiniert vorgegangen, habe aber keineswegs nur einen geringen Aufwand betrieben. Vielmehr habe er das Methamphetamin an Kunden ausgeliefert, für welche er längere Autofahrten und regelmässige Besuche auf sich habe nehmen müssen. Insoweit sei ihm eine gewisse Professionalität zu attestieren. Er habe ein Verteilnetz mit beachtlicher Nachfrage unterhalten, das teilweise geschickt mit illegalen Spielen kombiniert worden sei. Mit dem hohen Gewinn hätte er sich einen luxuriösen Lebensstil, d.h. namentlich teure Fahrzeuge und andere Luxusgegenstände, geleistet. Obwohl der Beschwerdeführer selbst Methamphetamin konsumiert habe, sei sein Motiv gleichwohl vorwiegend finanzieller Natur gewesen. Er sei mehr als nur Gelegenheitskonsument gewesen, habe während der Verkaufstätigkeit zumeist keine Arbeitstätigkeit gehabt und sich mit seinem geringen Einkommen den vergleichsweise luxuriösen Lebensstil nicht leisten können. Er habe mit der illegalen Tätigkeit mehr verdienen können, als auf legalem Weg. Die Schwelle, die Tat nach den inneren und äusseren Umständen zu vermeiden, sei zufolge Eigenkonsums leicht eingeschränkt gewesen. Verschuldenserhöhend wirkten sich die bandenmässigen Züge der Tat aus. Auch wenn dieser Qualifikationsgrund nicht vorliege, so sei doch der Wille auf eine gemeinsame Verübung einer Mehrzahl von zukünftigen Delikten zusammen mit der Mitbeschuldigten vorhanden gewesen. Das objektive Tatverschulden sei als mittel bis schwer zu qualifizieren, was zu einer Einsatzstrafe von 6 Jahren führe. Weiter berücksichtigt die Vorinstanz bei den Täterkomponenten die mehrfachen erheblichen Vorstrafen, darunter auch eine bedingte Freiheitsstrafe. Zu Gunsten des Beschwerdeführers wertet die Vorinstanz das Teilgeständnis, die Kooperationsbereitschaft und den Eigenkonsum. Aufgrund der verschuldensmildernden Elemente reduziert die Vorinstanz die Freiheitsstrafe auf 51 /2 Jahre.