Citation: 8C_604/2017 E. 6.2

6.2. Nach den vorinstanzlichen Tatsachenfeststellungen bestehen im Fall des Beschwerdeführers deutliche Hinweise auf ein aggravatorisches Verhalten. Derlei zeigte sich nicht nur in den älteren Arztberichten, sondern gerade auch im Zuge der jüngsten Begutachtung durch die Experten des MZR. So waren bei der rheumatologischen Untersuchung Zeichen einer erheblichen Selbstlimitierung sowie massive Inkonsistenzen zu beobachten, desgleichen aus rheuma-orthopädischer Sicht hinsichtlich des myofaszialen Schultergürtel-Syndroms. Bei der neurologischen Untersuchung wartete der Beschwerdeführer mit diffusen und vagen Angaben zur Symptomatik auf. Ein Aggravationsverhalten brachten insbesondere die Befunde der neuropsychologischen Untersuchung zutage, weshalb sie inhaltlich nicht auszuwerten waren. Und nicht zuletzt hielt der an der Begutachtung mitwirkende Psychiater des MZR (Dr. med. F.________, Facharzt für Neurologie sowie für Psychiatrie und Psychotherapie) fest, es müsse von einer ausgesprochenen Selbstlimitierung und Aggravation ausgegangen werden. Vergleichbare Beobachtungen waren in der Vergangenheit selbst von den behandelnden Ärzten gemacht worden: Das kantonale Gericht verweist in diesem Zusammenhang auf die im Bericht der psychiatrischen Klinik G.________ vom 1. November 2011 nach stationärem Aufenthalt (7. bis 28. Oktober 2011) festgehaltene Diskrepanz zwischen schmerzbedingtem Verzicht auf therapeutische Massnahmen und entspannt wirkendem rückenbelastendem Liegen im Aufenthaltsraum. Ebenso hatten die Ärzte des Medizinischen Zentrums H.________ am 4. Januar 2011 ein ausgeprägtes Schmerz- und Schonverhalten bzw. - so der Rheumatologe - eine demonstrative Verdeutlichungstendenz erwähnt. Typische Zeichen der Symptomausweitung fanden sich gemäss vorinstanzlicher Feststellung endlich auch im ZMB-Gutachten vom 29. Mai 2012.