Citation: 6B_710/2022 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz stellt fest, der Beschwerdeführer sei im Treuhandbereich tätig. Gemäss eigenen Angaben sei er für Buchhaltungen, Steuererklärungen, Buchprüfungen, Revisionen und andere administrative Arbeiten zuständig. Teilweise besorge er auch den Zahlungsverkehr für Kunden. An der Berufungsverhandlung habe er diesbezüglich angegeben, grundsätzlich keine Vermögensverwaltung und keine Versicherungsberatung anzubieten. Dass er fremde Geldmittel treuhänderisch übertragen erhalte, komme selten vor. Wie häufig, habe der Beschwerdeführer nicht konkret sagen können. Daraus zieht die Vorinstanz den Schluss, der Beschwerdeführer sei kein berufsmässiger Vermögensverwalter im eigentlichen Sinn. Auch für den Beschwerdegegner sei der Beschwerdeführer vor den inkriminierten Taten nicht in der Vermögensverwaltung tätig gewesen. Er habe über viele Jahre hinweg die Steuererklärungen des Beschwerdegegners erledigt. Zudem habe die kurzzeitige Aufbewahrung von Fr. 1'330'000.-- wohl auch keinen bedeutenden Teil seiner Erwerbstätigkeit dargestellt. Gemäss Vorinstanz stellt die einmalige Annahme des Schwarzgelds zur Weiterleitung an die D.________ AG auch keine dauerhafte Vermögensverwaltung für den Beschwerdegegner dar. Denn der Beschwerdeführer hätte das Geld unverzüglich an die D.________ AG weiterleiten müssen. Der Beschwerdegegner und E.________ hätten den Beschwerdeführer mehrheitlich als Treuhänder bezeichnet. Beide hätten betont, dass sie dem Beschwerdeführer als Fachmann vertraut hätten. Er habe angeboten, das Geld über eine seiner Gesellschaften an die D.________ AG weiterzuleiten, um eine Selbstanzeige zu vermeiden. Auch in der Aktennotiz vom 26. März 2013 werde der Beschwerdeführer als Treuhänder bezeichnet. Die Vorinstanz geht daher davon aus, dass ihm der beträchtliche Geldbetrag nur anvertraut wurde, weil er aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit ein grosses Vertrauen genoss. Der Beschwerdegegner und E.________ hätten die Dienste des Beschwerdeführers gerade deshalb in Anspruch genommen, weil sie ihm aufgrund seiner fachlichen Kenntnisse als Treuhänder vertraut hätten. Der Beschwerdeführer habe vom Beschwerdegegner Schwarzgeld im Betrag von Fr. 1'330'000.-- ohne Quittung erhalten. Er hätte das erhaltene Schwarzgeld so verwalten müssen, dass es der D.________ AG sauber als Darlehen zur Verfügung gestellt werden konnte. Damit sei davon auszugehen, dass der Beschwerdegegner den Beschwerdeführer zu seinem Vermögensverwalter bestimmte. Der Beschwerdeführer habe daher im Sinne eines berufsmässigen Vermögensverwalters gehandelt.