Citation: 6B_1300/2015 E. 1.5.1

1.5.1. Verfahrensgegenstand war ein im Jahre 2013 begangenes Tötungsdelikt in Brugg zum Nachteil von B.________. Der Beschwerdeführer wurde als Zeuge vorgeladen und schwergewichtig zur Ehesituation seines Bruders mit C.________ und zur Anzahl Kinder befragt. Aus dieser Ehe sind 1996, 1999, 2004 und 2009 vier Kinder hervorgegangen. Die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach verfügte spätestens einen Monat vor der Einvernahme des Beschwerdeführers über die Namen und Geburtsdaten dieser vier Kinder (Entscheid S. 13; vgl. auch Untersuchungsakten pag. 110 ff.). Weitere Fragen betrafen eine frühere Ehe von A.________, welche bereits im Jahre 2007 aufgelöst und im Jahre 2009 rechtskräftig als Scheinehe qualifiziert worden war. Wenige Fragen betrafen schliesslich die Beziehung des Beschuldigten zum Opfer. Die zweite Hälfte der Befragung drehte sich um die eigene aufgelöste Ehe des Zeugen, was das A.________ vorgeworfene Tötungsdelikt nicht im Ansatz tangierte. Die Vorinstanz erkennt bereits in der ersten protokollierten Antwort zur Frage der Kinder wie auch in den Aussagen betreffend die Ehe mit C.________ eine ablehnende und ausweichende Haltung des Beschwerdeführers. Diese Würdigung erscheint unter Willkürgesichtspunkten gerade noch vertretbar. Gleichwohl bleibt anzufügen, dass der Beschwerdeführer in der nämlichen Einvernahme über 20 weitere Fragen betreffend die Kinder seines Bruders beantwortete, was das ihm vorgeworfene ablehnende Verhalten zumindest relativiert. Zudem war er nach seiner Darstellung und mit einer gewissen Berechtigung über den Gegenstand der Befragung irritiert. Selbst wenn die Staatsanwaltschaft die Glaubwürdigkeit des Zeugen prüfen wollte (vgl. Art. 177 Abs. 2 StPO), konfrontierte sie ihn mit einer Vielzahl von Fragen, die in keinem Zusammenhang zum Tötungsdelikt standen. Der Beschwerdeführer bringt im Übrigen mangelnde Sprachkenntnisse vor, die nicht ohne Weiteres von der Hand zu weisen sind (die staatsanwaltschaftliche Befragung vom 18. November 2013 erfolgte ohne Beizug eines Dolmetschers, dies im Gegensatz zu sämtlichen folgenden Einvernahmen durch die Staatsanwaltschaft, das Zwangsmassnahmengericht und die erste Instanz). Hingegen kann der Vorinstanz nicht gefolgt werden, es sei nicht nachvollziehbar, weshalb der Beschwerdeführer nichts von allfälligen Kindern hätte wissen können, die sein Bruder mit einer anderen Frau als C.________ gezeugt hätte. Der Beschwerdeführer hat mit der fraglichen Aussage offensichtlich die Möglichkeit thematisiert respektive nicht ausgeschlossen, dass sein Bruder weitere Kinder hat, von denen er (der Beschwerdeführer) keine Kenntnis hat. Es kann nicht gesagt werden, eine solche Aussage sei nicht nachvollziehbar (vgl. auch den erstinstanzlichen Entscheid S. 16).