Citation: 5A_525/2023 E. 3.2.3

3.2.3. Im zweiten, nun streitigen Abänderungsverfahren vertrat der Beschwerdeführer wiederum, der Beschwerdegegnerin sei im Eheschutzverfahren nur deshalb kein hypothetisches Erwerbseinkommen zu 100 % auf das Erreichen des 16. Altersjahres des Sohnes der Parteien hin angerechnet worden, da man damals nicht davon ausgegangen sei, dass das Scheidungsverfahren so lange dauern würde. Die Vorinstanz erwog hierzu im angefochtenen Entscheid, bereits im ersten Abänderungsverfahren habe sie darauf hingewiesen, dass der Beschwerdeführer im Eheschutzverfahren geltend gemacht habe, der Beschwerdegegnerin sei zunächst ein 50 %-Pensum zumutbar und ab dem Zeitpunkt, da der Sohn 16 Jahre alt werde, ein solches von 100 %, zumal die Kinder der Parteien bereits 13 und 15 Jahre alt seien. Im Zeitpunkt des Eheschutzurteils sei voraussehbar gewesen, dass der Sohn rund zweieinhalb Jahre nach dem Eheschutzentscheid 16 Jahre alt werde und die Beschwerdegegnerin aufgrund des Wegfalls ihrer Betreuungspflichten nach der damals anwendbaren 10/16-Regel ihr Arbeitspensum auszudehnen hätte. Da dieser Umstand bei der Festsetzung des abzuändernden Unterhaltsbeitrages berücksichtigt worden sei, könne er nun keinen Abänderungsgrund mehr bilden. Eine falsche Beurteilung der ursprünglichen Umstände werde vom Beschwerdeführer nicht geltend gemacht und könne im Abänderungsverfahren auch nicht (mehr) geltend gemacht werden.