Citation: 1P.572/2000 24.11.2000 E. A

A.- Die Wirtschaftsabteilung des Untersuchungsrichteramtes des Kantons Zug führt eine umfangreiche Strafuntersuchung gegen verschiedene für die F.________ Finance AG in Konkurs verantwortliche Personen, darunter auch X.________, wegen des Verdachts auf gewerbsmässigen Betrug, eventuell qualifizierte Veruntreuung, eventuell ungetreue Geschäftsbesorgung und Beteiligung an einer kriminellen Organisation sowie Geldwäscherei im Zusammenhang mit Devisenhandelsgeschäften, die über die F.________ Finance AG für Kunden abgewickelt wurden. Der Untersuchungsrichter schloss die Untersuchung am 29. Oktober 1999 mit einer Überweisungsverfügung von 187 Seiten Umfang ab, in welcher er X.________ gewerbsmässigen Betrug (eventuell qualifizierte Veruntreuung oder ungetreue Geschäftsbesorgung), Beteiligung an einer kriminellen Organisation und Geldwäscherei vorwirft. In der Untersuchung wurden Akten im Umfang von 80 vollen Bundesordnern und nicht akturierte Belege in 15 Bananenschachteln produziert. François Bernath erhob im Namen von X.________ am 29. Oktober 1999 Beschwerde gegen die Überweisungsverfügung. Die Justizkommission des Obergerichts des Kantons Zug hiess die Beschwerde am 29. Februar 2000 teilweise gut und wies das Untersuchungsrichteramt an, die aus anderen Verfahren beigezogenen Einvernahmeprotokolle ohne Abdeckungen den Untersuchungsakten beizufügen und X.________ auch in die übrigen Fragebogen Einsicht zu gewähren. Das Untersuchungsrichteramt setzte dem amtlichen Verteidiger von X.________, Rechtsanwalt François A. Bernath, am 26. April 2000 eine Frist bis am 31. Mai 2000 an, um beim Untersuchungsrichteramt die Akten einzusehen und allfällige Aktenergänzungsbegehren zu stellen. Am 15. Mai 2000 stellte der Verteidiger ein Gesuch um Aushändigung der Akten zur Einsichtnahme bis am 8. Juni 2000. Der Untersuchungsrichter lehnte das Gesuch am 16. Mai 2000 ab und hielt daran fest, dass die Akten nur auf dem Amt eingesehen werden könnten und die mit Verfügung vom 26. April 2000 angesetzte Frist unverändert bleibe. Der Verteidiger ersuchte am 22. Mai 2000 erneut um Verlängerung der Frist für die Akteneinsicht bis am 8. Juni 2000, unter anderem wegen eines Todesfalles. Der Untersuchungsrichter gab dem Ersuchen um Fristerstreckung am gleichen Tag statt, wobei er auf Wunsch des Verteidigers seine Begründung ergänzte, nach welcher die Akten nur auf dem Untersuchungsrichteramt eingesehen werden könnten. Am 25. Mai 2000 hielt der Verteidiger erneut an seinem Standpunkt fest und ersuchte um Erlass einer beschwerdefähigen Verfügung, falls ihm das Untersuchungsrichteramt die Akten nicht für eine Einsichtnahme in seiner Anwaltskanzlei in Zürich herausgeben könne. Mit Verfügung vom 26. Mai 2000 bestätigte das Untersuchungsrichteramt seine früheren Verfügungen und setzte eine Frist bis zum 8. Juni 2000 an, während welcher die Akten auf dem Untersuchungsrichteramt eingesehen werden konnten und allfällige Aktenergänzungsbegehren zu stellen waren.