Citation: 5C.36/2000 20.03.2000 E. 1

1.- a) Am 21. Oktober 1982 erwarb A.________ von seinem Vater D.________ die landwirtschaftliche Liegenschaft Y.________ in X.________. Seine beiden Schwestern B.________ und C.________ stimmten der Handänderung ausdrücklich zu. In den im Kaufvertrag vereinbarten "Übernahmebedingungen" wurde unter Ziffer 10 festgelegt, dass die Erträgnisse der von der Z.________ AG auf dem Grundstück betriebenen Kiesausbeutung "direkt ab Kieswerk" je zu einem Viertel an den Verkäufer und seine drei Nachkommen gingen. Durch schriftliche Vereinbarung vom 5. September 1983 wurde zwischen den Beteiligten bezüglich der Kiesgewinnung neu festgelegt, dass 50 % des Ertrags "von dem zur laufenden Abbauphase gehörenden Streifen westlich des jetzigen Zufahrtsweges zum Y.________" an A.________, die restlichen 50 % zu gleichen Teilen an D.________ und seine beiden Töchter gehen sollten. Von 1988 bis 1990 wurde der Ertrag gestützt auf die ursprüngliche Abmachung wieder zu je einem Viertel den Berechtigten ausbezahlt. In der Folge behielt A.________ vorweg einen Teil des Gewinns - zwei Hundertstel je Eigentumsjahr - für sich. b) Am 2. Februar 1993 starb D.________. Bei den Bemühungen um eine Teilung des Nachlasses entstanden Differenzen über das Honorar der testamentarisch als Willensvollstreckerin eingesetzten C.________ sowie über die Frage des von A.________ beanspruchten Besitzdauerabzugs. A.________ vertrat die Ansicht, er dürfe für jedes einzelne Jahr, in welchem die Liegenschaft schon in seinem Eigentum gestanden habe, vom Gewinn vorweg zwei Hundertstel für sich abziehen. Demgegenüber halten B.________ und C.________ dafür, der gesetzlich vorgesehene Besitzdauerabzug sei mit der seinerzeit vereinbarten Teilung der Erträgnisse wegbedungen worden.