Citation: 9C_148/2014 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz hat die Verfügung vom 9. April 2009 für zweifellos unrichtig qualifiziert. Sie hat erwogen, das Gutachten der Klinik D.________ sei mit einem offensichtlichen und nicht auflösbaren Widerspruch behaftet. Aus dem orthopädischen Teil des Gutachtens gehe eine volle Arbeitsfähigkeit für eine angepasste Tätigkeit mit einer Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 20 % hervor. Dazu stehe der in der pluridisziplinären Besprechung und Beurteilung festgehaltene Satz in klarem Widerspruch, wonach der Beschwerdeführerin von somatischer Seite eine angepasste Tätigkeit in einem Umfang von sechs Stunden pro Tag zumutbar sei mit einer schmerzbedingten Minderung der Leistungsfähigkeit von 20 %. Diese deutliche Abweichung sei in Anbetracht der Tatsache, dass neben der orthopädischen nur eine psychiatrische Abklärung stattgefunden habe, bei welcher keine somatischen (organisch-korrelierenden) Diagnosen erhoben wurden, nicht nachvollziehbar. Sie sei weder an irgend einer Stelle begründet worden, noch ergebe sie sich sonst wie aus der gutachterlichen Beurteilung. Dennoch habe sich der RAD-Arzt Dr. med. E.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, auf diese divergierende Einschätzung abgestützt. Das Fehlen einer nachvollziehbaren fachärztlichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit könne eine Leistungszusprechung als zweifellos unrichtig im wiedererwägungsrechtlichen Sinne erscheinen lassen. In Anbetracht dessen, dass die Ausweitung der orthopädisch festgehaltenen somatisch-bedingten Einschränkungen der Leistungsfähigkeit auf eine zusätzliche somatisch-bedingte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit weder schlüssig noch nachvollziehbar sei, der RAD aber trotzdem auf diese von den explizit rein orthopädischen Beurteilungen abweichende Einschätzung der somatisch bedingten Einschränkungen abgestellt habe, sei die mit der Verfügung vom 9. April 2009 erfolgte Leistungszusprache als zweifellos unrichtig zu beurteilen. Überdies sei auch die von der Beschwerdegegnerin hervorgehobene, psychisch bedingte Reduktion der Arbeitsfähigkeit als zweifellos unrichtig zu beurteilen.