Citation: 1C_531/2023 E. B

Am 24. September 2020 reichten A.A.________ und B.A.________ (nachfolgend: Bauherrschaft) bei der EG Lauterbrunnen ein am 22. September 2020 unterzeichnetes Baugesuch ein. Damit verlangten sie die nachträgliche Bewilligung des bereits erfolgten Innenausbaus ihrer Alphütte, wobei sie das Bauvorhaben mit: "Umbau Alphütte für Safrananbau; Einbau von Wohnraum in best. Scheune/Remise" umschrieben. Gestützt auf die Fachberichte des Amtes für Landwirtschaft und Natur des Kantons Bern (LANAT) vom 4. November 2020 und 16. April 2021 verneinte das Amt für Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern (AGR) in seiner Verfügung vom 26. April 2021 die Zonenkonformität des Innenausbaus der Alphütte und verweigerte auch eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 ff. RPG (SR 700). Hierauf erteilte die EG Lauterbrunnen mit Verfügung vom 17. November 2021 dem nachträglichen Baugesuch der Bauherrschaft den Bauabschlag und ordnete an: " . In der Scheune Nr.1237 darf ab Rechtskraft dieser Verfügung künftig nicht gewohnt werden, und zwar weder durch die Eigentümerschaft noch durch Dritte. Die Nutzung als landwirtschaftlicher Abstell- und Lagerraum bleibt erlaubt. Die Gemeinde Lauterbrunnen behält sich bei Widerhandlungen eine erneute Strafanzeige vor. . Folgende Innenausbauten sind bis am 31. Mai 2022komplett auszubauen: - Küchenkombination - Fest eingebaute Betten - Innenliegende Fenster (hinter Gimmwand) - Wand- und Deckenvertäferungen (Verkleidungen) - Bodenbeläge - Holzofen und Heizgeräte - Sämtliches Dämmmaterial." Die Bauherrschaft focht diese Verfügung mit Beschwerde an, welche die Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) mit Entscheid vom 5. April 2022 abwies, soweit sie darauf eintrat. Eine dagegen von der Bauherrschaft eingereichte Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Urteil vom 28. August 2023 ab, wobei es die Frist zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands bis zum 31. Januar 2024 verlängerte.