Citation: 6B_1261/2023 E. 2.3.1

2.3.1. Die erste Instanz stellte unter Hinweis auf die Aussagen des Beschwerdeführers fest, dieser habe nach einer verkehrsbedingten Vollbremsung des ihm vorausfahrenden Fahrzeugs selbst stark abbremsen müssen, wobei das Fahrzeugheck nach rechts ausgebrochen sei, das Fahrzeug sich um 90 Grad gedreht habe, unkontrolliert auf die Überholspur geraten und mit der Front in die Mittelleitplanke geprallt sei. Das Fahrzeug habe sich dann erneut um 90 Grad gedreht und sei nach rund 20 Metern auf der Überholspur entgegen der Fahrtrichtung zum Stillstand gekommen. Es stellte weiter fest, dass eine Kollision mit dem voranfahrenden Fahrzeug mit dem gewählten Abstand nur durch starkes Bremsen durch den Beschwerdeführer habe abgewendet werden können. Bei der Bremsung ohne ABS habe der Beschwerdeführer die Kontrolle über das Fahrzeug verloren und sei ins Schleudern geraten. Es sei offensichtlich, dass das Schleudern des Fahrzeugs auf der Autobahn, die Kollision mit der Mittelleitplanke und das Stehenbleiben des Fahrzeugs auf der Strasse in Gegenfahrtrichtung eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer dargestellt habe. In objektiver Hinsicht sei festzuhalten, dass bei einem genügend grossen Abstand zwischen dem Beschwerdeführer und dem vorausfahrenden Fahrzeug keine Vollbremsung nötig gewesen wäre und er die Kontrolle über das Fahrzeug nicht verloren hätte, womit es nicht zum Unfall gekommen wäre. Die erste Instanz ging in sachverhaltlicher Hinsicht zudem davon aus, dass der Beschwerdeführer das Bremsverhalten seines Fahrzeuges gekannt und um die Notwendigkeit eines grösseren Abstandes zur Verhinderung eines Unfalls gewusst habe. Mithin habe der Beschwerdeführer den nach den Umständen verlangten Abstand nicht eingehalten.