Citation: 8C_680/2023 E. 3.2.2

3.2.2. Mit der Vorinstanz ist es Aufgabe des Arztes oder der Ärztin, den Gesundheitszustand zu beurteilen (Befunderhebung, Diagnosestellung) und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten der Versicherte aus medizinisch-theoretischer Sicht arbeitsunfähig ist (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2; Urteil 8C_809/2021 vom 24. Mai 2022 E. 5.4 mit Hinweisen). Zu Recht stellte das kantonale Gericht nicht auf den Schlussbericht zum fünfwöchigen "Praxis Check" bei der Organisation G.________ vom 19. März bis 19. April 2018 ab. Zum einen handelte es sich dabei - im Gegensatz zum Gutachten des Spitals D.________ - nicht um eine auf der vollständigen medizinischen Aktenlage und einer einlässlichen Exploration basierende fachärztliche Beurteilung. Zum anderen beruhten die im Schlussbericht beschriebenen Leistungsdefizite nicht nur auf unfallkausalen Beschwerden. Demgegenüber hatten die Gutachter des Spitals D.________ ausschliesslich die aus den Unfallfolgen resultierenden Einschränkungen der funktionellen Leistungsfähigkeit zu beurteilen. Inwiefern diese Begründung der Vorinstanz "überspitzt formalistisch" sei, legt der Beschwerdeführer nicht dar und ist nicht ersichtlich.