Citation: 4C.155/2004 06.07.2004 E. 3

Die Klägerin beanstandet schliesslich, dass die Vorinstanz ihr Schreiben vom 14. Juni 2000 als Kündigung der - auf die tatsächlich von der Klägerin erbrachten Arbeitsleistungen beschränkten - Zusammenarbeit der Parteien qualifizierte. 3.1 Nach den Erwägungen der Vorinstanz weist das Schreiben der Klägerin vom 14. Juni 2000 nach seiner Wortwahl und den darin skizzierten Folgen der definitiven Auflösung (Urheberrechte, Rechnungsstellung etc.) eindeutig die Merkmale eines Kündigungsschreibens auf und musste von der Beklagten auch so verstanden werden. Dass das Schreiben neben der Klägerin von weiteren Personen unterzeichnet wurde, deren Einbezug in die Arbeitsgruppe beabsichtigt gewesen war, hielt die Vorinstanz für unerheblich. Auch dass die Beklagte nach einem Versuch, mit der Klägerin doch noch eine Einigung über die Weiterführung der Zusammenarbeit zu finden, am 28. August 2000 ihrerseits mit sofortiger Wirkung auf eine weitere Zusammenarbeit verzichtete, ändert nach den Erwägungen im angefochtenen Urteil nichts daran, dass die Klägerin gültig die Zusammenarbeit bereits am 14. Juni 2000 gekündigt hatte. 3.2 Die Klägerin macht auch in der Berufung geltend, ihr Schreiben vom 14. Juni 2000 könne nicht als Kündigung verstanden werden, weil es von Personen unterzeichnet worden sei, die nicht Vertragspartei waren. Entgegen ihrer Ansicht ändert dieser Umstand nichts daran, dass das Schreiben nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz von zeichnungsberechtigten Personen der Klägerin unterschrieben war und somit als deren Willenserklärung verstanden werden durfte. Auch ist nicht ersichtlich, weshalb die Beklagte aus diesen zusätzlichen Unterschriften hätte schliessen müssen, das Schreiben sei entgegen dessen Wortlaut nicht als Kündigung zu verstehen. Soweit die Klägerin im Übrigen vorbringt, sie selbst habe das Schreiben nicht als Kündigung, sondern bloss als Sistierung der Zusammenarbeit verstanden, verkennt sie, dass sie sich ihre Äusserungen nach dem Vertrauensgrundsatz so entgegenhalten lassen muss, wie sie die Gegenpartei nach Treu und Glauben verstehen durfte. Dass das Schreiben vom 14. Juni 2000 von der Beklagten aufgrund der Umstände als Kündigung verstanden werden durfte und musste, hat die Vorinstanz bundesrechtskonform bejaht. Soweit die Klägerin im Übrigen behauptet, die Beklagte habe das Schreiben tatsächlich anders verstanden, wendet sie sich wiederum gegen verbindliche Feststellungen der Vorinstanz und ist nicht zu hören (BGE 118 II 365).