Citation: 5A_371/2022 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz hält fest, dass der Beschwerdeführer eine Reihe von materiellrechtlichen Fragen aufwerfe, welche nicht in ihre Zuständigkeit als Aufsichtsbehörde fallen würden, sondern im Rahmen eines Widerspruchsprozesses von einem Sachgericht zu klären seien. Dazu gehörten namentlich die Feststellung des Eigentums am Pfandobjekt und des materiellen Bestandes eines Pfandes. In betreibungsrechtlicher Hinsicht sei die Zwangsverwertung mit keinen Mängeln behaftet. Die Vorinstanz schildert den konkreten Ablauf des Grundpfandverwertungsverfahrens und nimmt zu den verschiedenen Vorbringen des Beschwerdeführers Stellung. Es bestünden keine Hinweise, dass die zwangsverwertete Liegenschaft eine Familienwohnung war und ist, so dass dem Beschwerdeführer kein nachträglicher Zahlungsbefehl zuzustellen sei (Art. 100 VZG). Nach Ansicht der Vorinstanz verstossen die erst nach der Verwertung der Liegenschaft vorgebrachten Behauptungen des Beschwerdeführers, die Kaufverträge vom 3. Mai 2010 und vom 30. September 2010 seien simuliert gewesen und daher sei er nach wie vor der Eigentümer des Pfandobjektes, gegen Treu und Glauben, da er vom laufenden Betreibungsverfahren bereits seit 2013 Kenntnis hatte. Sie kam zum Schluss, dass sich ein nachträgliches Lastenbereinigungsverfahren - soweit ein solches überhaupt zulässig wäre - nicht rechtfertige und auch ein Einschreiten von Amtes wegen sich nicht aufdränge.