Citation: 1C_289/2017 E. 5.4

5.4. Das Bundesgericht hat in mehreren Entscheiden unter Verweis auf das Merkblatt "Gewässerraum im Siedlungsgebiet" vom 18. Januar 2013 des Bundesamts für Raumentwicklung (ARE) und des Bundesamts für Umwelt (BAFU) festgehalten, dass eine Anpassung des Gewässerraums bzw. Ausnahmebewilligungen vor allem in dicht überbauten städtischen Quartieren und Dorfzentren zugelassen werden sollen, die (wie Basel und Zürich) von Flüssen durchquert werden. In solchen Gebieten sollen die raumplanerisch erwünschte städtebauliche Verdichtung und die Siedlungsentwicklung nach innen ermöglicht und Baulücken geschlossen werden können. Dagegen besteht gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung in peripheren Gebieten, die an ein Fliessgewässer angrenzen, regelmässig kein überwiegendes Interesse an einer verdichteten Überbauung des Gewässerraums. Hier muss daher der minimale Raumbedarf des Gewässers (gemäss Art. 41a Abs. 2 und Art. 41b Abs. 1 GSchV) grundsätzlich respektiert werden (vgl. zum Ganzen: BGE 143 II 77 E. 2.7 S. 82 f. mit Hinweisen; kritisch dazu ERIK LUSTENBERGER, a.a.O., S. 476 f.).