Citation: 9C_755/2020 E. 2

Die Vorinstanz erwog, im Vergleich zur letzten materiellen Prüfung des Rentenanspruchs (mit Verfügung vom 16. September 2014) liege eine Sachverhaltsänderung vor, und zwar in Form einer neu aufgetretenen, gutachterlich erhobenen psychischen Problematik. Das bidisziplinäre Gutachten der B.________ vom 26. November 2018 sei beweistauglich. In nicht-somatischer Hinsicht bestehe kein erheblicher Unterschied zwischen den Ergebnissen des psychiatrischen Teilgutachtens vom 30. Juli 2018 von Dr. med. C.________ und den Befunden des behandelnden Psychiaters Dr. med. D.________ (Oberarzt der Psychiatrischen Dienste E.________ AG). Soweit Dr. med. C.________ ausführe, der Beschwerdeführer solle aufgrund der Dekonditionierung keinesfalls überfordert und allmählich an das Pensum von 70 % herangeführt werden, sei zu beachten, dass Dekonditionierung kein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinn von Art. 4 Abs. 1 IVG darstelle. Die Vorinstanz ging von einer sofort umsetzbaren Arbeitsfähigkeit von 70 % aus, führte den Einkommensvergleich durch und errechnete einen Invaliditätsgrad von 34 % ab dem Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach der Neuanmeldung.