Citation: 1C_393/2021 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz erwog zusammengefasst, nach summarischer Prüfung bestehe ein nicht gemessenes Weg- bzw. Geh- und Fahrrecht. Der genaue Verlauf und die Abmessungen der Dienstbarkeitsfläche seien nicht verbindlich festgelegt. Im Grundbuch existiere kein Plan. Die E-Mail der Amtsschreiberei Thal-Gäu vom 5. September 2019 gebe bloss wieder, wie das Wegrecht nach der (plausiblen) persönlichen Meinung des Stellvertreters des Amtsschreibers verlaufe. Nach der gebotenen summarischen Prüfung hätte die kommunale Baubehörde die Bewilligung des Tors bis zum Entscheid des Zivilrichters über das Wegrecht vorläufig verweigern können, sie hätte die Bewilligung mit der Auflage erteilen dürfen, das Tor dürfe zur Gewährung des Durchgangs nicht abgeschlossen werden oder sie hätte die Bewilligung erteilen und die Einsprecher auf die (daneben verbleibende) 4,5 Meter breite Durchfahrt verweisen können. Dies hätte aber einer der Baubehörde nicht zumutbaren Auslegung der Dienstbarkeit bedurft. Die Situation sei unbefriedigend, weshalb es nach einer (neuen) Parzellierung und nach über 100 Jahren geboten sei, dass die Parteien das Wegrecht besser definierten.