Citation: 6B_300/2016 E. 1.2

1.2. Die erste Instanz ist demgegenüber zum Schluss gelangt, der Beschwerdeführer habe B.________, der beim Erwerb der G.________ AG gegen aussen nicht habe in Erscheinung treten wollen, stets zeitnah über sein Vorgehen auf dem Laufenden gehalten. Aus dessen Reaktion auf die Orientierungsmails vom 21. Juli 2010 ergebe sich, dass er die Vorgehensweise des Beschwerdeführers jedenfalls im Nachhinein genehmigt habe. Es könne daher ausgeschlossen werden, dass der Beschwerdeführer versucht habe, B.________ zu betrügen und sich auf diese Weise die G.________ AG anzueignen. Ein deliktischer Vorsatz sei nicht erkennbar (angefochtenes Urteil S. 4 f.; erstinstanzliches Urteil S. 13 f., 22 ff.). In rechtlicher Hinsicht hat die erste Instanz angenommen, der Beschwerdeführer habe die von der Privatklägerin bereitgestellten Gelder tatsächlich zum Kauf der G.________ AG verwendet. Sein Vorgehen sei damit korrekt gewesen, da ihm B.________ als Alleinaktionär in permanenter Universalversammlung laut Gesetz einen solchen Auftrag jederzeit und verbindlich habe erteilen können. Der Beschwerdeführer habe daher als einziger Verwaltungsrat der Privatklägerin nicht pflichtwidrig, sondern gemäss den Weisungen von B.________ gehandelt. Im Übrigen fehle es auch an einem Vermögensschaden. Zwar sei bei der Privatklägerin tatsächlich eine Wertberichtigung der Darlehensforderung des Beschwerdeführers vorgenommen worden. Es sei aber fraglich, ob diese genügend begründet gewesen sei, zumal die Bonität des Beschwerdeführers nie abgeklärt worden sei (angefochtenes Urteil S. 6; erstinstanzliches Urteil S. 31 f.).