Citation: 8C_347/2023 E. 7.3

7.3. Dr. med. J.________, Fachärztin für Oto-Rhino-Laryngologie, habe bei der Bemessung des Integritätsschadens die verschlechterte Hörsituation auf dem rechten Ohr und den fehlenden Druckausgleich nicht berücksichtigt, so die Beschwerdeführerin weiter. Dr. med. J.________ beurteilte am 10. Dezember 2018 den rechtsseitigen Hörverlust mit 19 % als nicht erheblich. Auch wenn sie sich bei der Festsetzung des Integritätsschadens nicht weiter über den als nicht persistent angegebenen Druckausgleich ausliess, ist es nicht bundesrechtswidrig, wenn die Vorinstanz diesbezüglich nicht von einer erheblichen Schädigung des Organs ausging. Dr. med. J.________ berücksichtigte die vollständige Anosmie, den rechtsseitigen Tinnitus sowie die Gleichgewichtsstörung. Laut Suva-Tabelle 2 zu Tabelle 12 (Integritätsschaden bei Schädigung des Gehörs) besteht Anspruch auf eine Integritätsentschädigung erst ab einem Hörverlust von 50 % bei einseitiger Schwerhörigkeit. Angesichts des rechtsseitig mit 19 % deutlich unter der erwähnten Schwelle von mindestens 50 % liegenden Werts begründet die Beschwerdeführerin mit ihrer bloss behaupteten Gehörverschlechterung nicht hinreichend, weshalb die Erheblichkeitsschwelle bis zum Zeitpunkt des strittigen Einspracheentscheids vom 30. Juni 2022 (BGE 140 V 70 E. 4.2) unfallbedingt überschritten worden sein soll. Es bestehen ausweislich der Akten keine Anhaltspunkte dafür. Wenn die Vorinstanz von weiteren Abklärungen hierzu absah, hat sie den Untersuchungsgrundsatz demnach nicht verletzt. Gleiches gilt für die objektiv wie subjektiv als mässig bezeichneten Schwindelbeschwerden, die eine Integritätseinbusse von 15 % ausmachen. Weshalb diese einer weiteren neurologischen Beurteilung bedürften, ist nicht ersichtlich.