Citation: 4C.159/1999 28.07.2000 E. 6

6.- Schliesslich rügt der Beklagte, die erste Instanz habe die Schadenersatzforderung des Klägers für die im Jahre 1984 entdeckten Mängel an den Hauptsteigleitungen wegen verspäteter Rüge abgewiesen, und dafür am Gesamtschaden eine Reduktion von 10 % vorgenommen. Da der Kläger gegen dieses Urteil weder Berufung noch Anschlussberufung erhoben habe, sei es in diesem Punkt rechtskräftig geworden. Indem die Vorinstanz den Abzug von 10 % nicht vorgenommen habe, habe sie den Grundsatz der abgeurteilten Sache verletzt. Das offensichtliche Versehen der Vorinstanz sei vom Bundesgericht zu korrigieren. a) Die erste Instanz hatte angenommen, es sei nicht nachgewiesen, wann die Mängel an den Hauptsteigleitungen entdeckt worden seien, so dass die Rechtzeitigkeit der Mängelrüge vom 30. März 1984 nicht feststellbar sei und der Kläger aus diesen Mängeln daher keine Rechte ableiten könne. Die Vorinstanz erhob jedoch neue Beweise, aufgrund derer sie den Zeitpunkt der Entdeckung auf den 23. oder 24. März 1984 festsetzen und daraus auf die Rechtzeitigkeit der Mängelrüge vom 30. März 1984 schliessen konnte (vgl. E. 2). Somit kann nicht davon die Rede sein, die Vorinstanz habe die Sachlage wegen eines Versehens verkannt (vgl. E. 1a). b) Nach Art. 55 Abs. 1 lit. c OG ist die Erhebung neuer Einreden im eidgenössischen Berufungsverfahren unzulässig. Der Beklagte legt nicht dar, dass er im vorinstanzlichen Verfahren bezüglich der am 30. März 1984 gerügten Mängel geltend gemacht hätte, es handle sich um eine abgeurteilte Sache; auf die Rüge ist daher nicht einzutreten (Poudret, COJ II, S. 526, N. 3.6.11 zu Art. 63 OG).