Citation: 4A_474/2021 E. B

Mit Eingabe vom 10. Juli 2013 reichte die Klägerin beim Kantonsgericht des Kantons Glarus Klage gegen den Beklagten ein. Sie beantragte in einer "Teilklage" im Wesentlichen, der Beklagte sei zu verurteilen, ihr Fr. 355'000.-- als Schaden aus dem IV-Rentenausfall zu bezahlen. Sie berief sich zusammengefasst darauf, dass sie aufgrund der unsorgfältigen Auftragsführung des Beklagten die ihr bereits zugesprochene IV-Rente rückwirkend verloren und sie zudem die Chance auf eine zukünftige Rente vertan habe. Mit Urteil vom 18. August 2016, schriftlich begründet am 2. September 2016, wies das Kantonsgericht die Klage ab. Das Kantonsgericht auferlegte die Gerichtskosten den Parteien je zur Hälfte und sprach keine Parteientschädigung zu. Dagegen erhob die Klägerin Berufung und der Beklagte Kostenbeschwerde an das Obergericht des Kantons Glarus. Das Obergericht vereinigte beide Verfahren. Mit Urteil vom 26. Juli 2021 wies es die Berufung ab, hiess die Beschwerde gut, hob den erstinstanzlichen Kostenentscheid auf und regelte die Kosten- und Entschädigungsfolgen neu.