Citation: I 183/01 21.12.2001 E. 5

5.- Für die Bestimmung des trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne beigezogen werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn die versicherte Person - wie hier - nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, mit welcher sie die ärztlich bestätigte Rest-Arbeitsfähigkeit voll ausschöpft (vgl. BGE 126 V 76 f. Erw. 3b/bb). Die Vorinstanz hat gestützt auf drei Profile der Dokumentation über Arbeitsplätze (DAP) ein Invalideneinkommen von Fr. 22'200.- ermittelt. Ob dieses Vorgehen korrekt ist, kann offen bleiben, da das Abstellen auf die Ergebnisse der vom Bundesamt für Statistik durchgeführten Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) keinen tieferen Betrag ergibt: Gemäss Tabelle A7 der LSE 1998 betrug der standardisierte monatliche Bruttolohn (Zentralwert) der im Bereich "andere kaufmännisch-administrative Tätigkeiten" - entsprechend dem von ärztlicher Seite formulierten Zumutbarkeitsprofil (Erw. 3a hievor) - mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) beschäftigten Männer Fr. 4850.- (LSE 1998, S. 33). Wird dieser auf 40 Wochenstunden basierende Betrag auf die durchschnittliche betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit im Jahr 1999 von 41,8 Stunden (Die Volkswirtschaft 3/2001, S. 100, Tabelle 9.2) hochgerechnet und die allgemeine Nominallohnentwicklung von 1998 auf 1999 (plus 0,3 %; Die Volkswirtschaft 2001, Heft 10, S. 101 Tabelle B10. 2) berücksichtigt, ergibt sich ein Wert von Fr. 5083.- pro Monat oder Fr. 61'001.- pro Jahr bei einem Vollpensum, entsprechend Fr. 30'500.- bei einer Arbeitsfähigkeit von 50 %. Der behinderungsbedingten Einschränkung sowie allfälligen weiteren lohnmindernden Faktoren kann durch einen prozentualen Abzug von höchstens 25 % Rechnung getragen werden (BGE 126 V 79 f. Erw. 5b mit Hinweisen). Bei Vornahme des Maximalabzugs, der in dieser Höhe nicht gerechtfertigt sein dürfte, resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 22'875.-. Wird dieser Betrag dem Valideneinkommen von Fr. 60'860.- gegenübergestellt, ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 62,4 %, der einen Anspruch auf eine halbe Rente begründet. Damit kann offen bleiben, ob und um wie viel das Valideneinkommen auf Grund der Verzinsung des im Betrieb investierten Eigenkapitals zu reduzieren wäre (vgl. Erw. 2b hievor; die entsprechenden Meldungen der Steuerbehörden, welche für die IV-Stelle verbindlich sind [SVR 1999 IV Nr. 24 Erw. 4b am Ende], liegen nicht vor), denn die allfällige bescheidene Veränderung des Invaliditätsgrades bliebe ohne Einfluss auf den Rentenanspruch.