Citation: 8C_331/2022 E. 5.4

5.4. Da im psychiatrischen Gutachten nicht substanziiert dargelegt wird, aus welchen medizinisch-psychiatrischen Gründen die erhobenen Befunde das funktionelle Leistungsvermögen und die psychischen Ressourcen in qualitativer, quantitativer und zeitlicher Hinsicht zu schmälern vermögen, war die Vorinstanz gehalten, anhand der Indikatoren des strukturierten Beweisverfahrens zu prüfen, ob der Beweis einer rechtlich relevanten Arbeitsunfähigkeit erbracht ist. Dies muss hier umso mehr gelten, als sich die gutachterlich attestierte 100%ige resp. 40%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit lediglich an der fest-gestellten leicht bis mittelgradigen Ausprägung der depressiven Episo-de zu orientieren scheint.