Citation: 6B_999/2022 E. 3.2.1

3.2.1. Die Vorinstanz hat den Antrag des Beschwerdeführers auf Befragung mehrerer Zeugen (B.________, G.________, H.________, I.________, J.________, K.________, L.________, M.________, N.________, O.________ und P.________) in der Berufungsverhandlung abgewiesen. Sie erwägt unter Verweis auf die Erstinstanz, die Staatsanwaltschaft habe das Teilnahme- und Konfrontationsrecht des Beschwerdeführers im Untersuchungsverfahren respektiert. Sämtliche Einvernahmen seien in Anwesenheit der Verteidigung und teilweise derjenigen des Beschwerdeführers erfolgt. Er habe auch hinreichend Gelegenheit für Ergänzungsfragen gehabt. Es bestehe daher kein Anspruch auf eine Wiederholung der Einvernahmen im Rahmen der Berufungsverhandlung. Auf die Teilnahme an der Befragung von M.________ hätten der Beschwerdeführer und seine Verteidigung zudem verzichtet, sodass insoweit keine Verletzung des Konfrontationsrechts gerügt werden könne. Die unmittelbare Wahrnehmung der Befragtenaussagen durch die Vorinstanz sei zudem entbehrlich, zumal keine klassische Aussage-gegen-Aussage-Situation vorliege und der Beschwerdeführer weder darlege noch erkennbar sei, dass es bei der Aussagenwürdigung entscheidend auf die Art der Präsentation der befragten Personen ankomme. Mit Bezug auf die sinngemässe Rüge des Beschwerdeführers, wonach er sein Konfrontationsrecht nicht angemessen habe ausüben können, belasse er es dabei, pauschal geltend zu machen, es habe bei den Befragungen an der nötigen Zeit für Ergänzungsfragen gefehlt. Der Beschwerdeführer lege indes nicht konkret dar, welche Ergänzungsfragen er wegen Zeitmangels nicht habe anbringen können. Es sei daher nicht substanziiert dargetan und auch nicht ersichtlich, dass das Konfrontationsrecht unzulässig beschränkt worden wäre. Im Ergebnis seien die in Rede stehenden Einvernahmen unter dem Aspekt des Teilnahmerechts und des Konfrontationsanspruchs verwertbar.