Citation: 2C_1055/2021 E. 3.3

3.3. In Bezug auf den freizügigkeitsrechtlichen Familiennachzug behaupten die Beschwerdeführer, dass Unterhaltszahlungen von Fr. 300.-- bis Fr. 1'000.-- geleistet worden seien, wobei sie auch vor Bundesgericht offenlassen, in welchen Zeitabständen diese Beträge jeweils ausgerichtet worden sein sollen. Zum Beweis haben sie eine "übereinstimmende Erklärung der Unterhaltsgewährung" der Kinder der Beschwerdeführerin eingereicht. Das Migrationsamt hatte die Beschwerdeführerin allerdings bereits im ersten Familiennachzugsverfahren auf die Relevanz von Unterhaltszahlungen hingewiesen, sodass sie schon damals allen Anlass gehabt hätte, solche Zahlungen zu behaupten (vgl. angefochtenes Urteil E. 2.2.2). Es ist daher äusserst zweifelhaft, ob dieses unechte Novum ein Eintreten zu rechtfertigen vermöchte. Auf jeden Fall ist aber nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz der genannten Erklärung der Kinder der Beschwerdeführerin keinen massgeblichen Beweiswert beigemessen hat. Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführer auch vor Bundesgericht die angeblichen Zahlungen nicht auf die Kinder aufschlüsseln, sodass unklar bleibt, in welchem Umfang der Sohn mit italienischer Staatsangehörigkeit Unterhalt gezahlt haben soll. Entgegen den Beschwerdeführern ist daher von vornherein unerheblich, dass nun eine genügende Wohnung zur Verfügung stehen soll. Ohnehin war die neue Wohnung im ersten Verfahren bereits berücksichtigt worden (vgl. angefochtenes Urteil E. 2.2.3).