Citation: 2C_1079/2018 E. 2.2

2.2. Die nicht verlängerte Aufenthaltsbewilligung der Beschwerdeführerin beruhte auf Art. 44 AuG; anders als beim Ehegattennachzug nach Art. 42 und Art. 43 AuG besteht auf Erteilung und Verlängerung einer derartigen Bewilligung kein Rechtsanspruch (BGE 137 I 284 E. 1.2 S. 287). Erst recht besteht kein solcher Anspruch nach Auflösung der Ehegemeinschaft: Art. 50 AuG regelt gemäss seinem Einleitungssatz nur das Weiterbestehen eines Anspruchs nach Art. 42 oder 43 AuG; im Zusammenhang mit auf Art. 44 AuG gestützte Bewilligungen findet er keine Anwendung. Wenn Art. 77 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE; SR 142.201) die Verlängerung einer Bewilligung analog zu den Kriterien von Art. 50 AuG ermöglicht, wird damit kein Rechtsanspruch festgeschrieben (Urteil 2C_593/2016 vom 28. Juni 2016 E. 2.2 mit Hinweis). Ein bundesrechtlicher Bewilligungsanspruch fehlt. Die Beschwerdeführerin kann sich auch nicht auf Art. 8 EMRK berufen: Sollte dies während laufender Ehe möglich gewesen sein, weil die blosse Aufenthaltsbewilligung des Ehemannes auf einem gefestigten Anwesenheitsrecht beruhte (was die Beschwerdeführerin aber nicht darlegt), ist die Möglichkeit der Berufung auf Art. 8 EMRK im Zusammenhang mit der Ehe jedenfalls nach deren Auflösung dahingefallen, wäre doch Voraussetzung für eine Berufung auf Art. 8 EMRK eine intakte, tatsächlich gelebte familiäre Beziehung. Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist angesichts des Fehlens eines Bewilligungsanspruchs betreffend die Frage der Bewilligungsverlängerung oder -erteilung nach Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG unzulässig. Sie ist gestützt auf Art. 83 lit. c Ziff. 4 BGG auch unzulässig betreffend die Frage der Ausreisefrist, da es sich dabei um eine blosse Modalität der Wegweisung handelt. Da das ordentliche Rechtsmittel im Bezug auf die materielle Streitsache in jeder Hinsicht unzulässig ist, bleibt es dies nach dem Grundsatz der Einheit des Prozesses (vgl. BGE 138 II 501 E. 1.1 S. 503; 134 II 192 E. 1.3 S. 195; 134 V 138 E. 3 S. 144; 133 III 645 E. 2.2) auch hinsichtlich von Nebenpunkten wie der Frage der unentgeltlichen Rechtspflege.