Citation: 6B_1136/2014 E. 1.2

1.2. Der Beschwerdeführer rügt im Wesentlichen, die nur dem Beschwerdegegner 2 einseitig gewährte Einsicht in die Akten vor der Tatrekonstruktion habe zu einer ungleichen Ausgangslage zu seinen Ungunsten geführt. Er habe davon ausgehen dürfen, dass auch dem Beschwerdegegner 2 die Kenntnisnahme der Akten vor der Nachstellung verweigert worden sei. Das Argument, wonach sich die Aussagen der beiden Beteiligten in den wesentlichen Punkten nicht geändert hätten, überzeuge nicht. Es könne nicht davon ausgegangen werden, dass der Verfahrensausgang durch diesen Verfahrensmangel nicht beeinflusst worden sei. Durch die gewonnenen Informationen habe der Beschwerdegegner 2 Szenarien schildern können, welche er an der ersten polizeilichen Einvernahme nicht vorgebracht habe. Die Verletzung des rechtlichen Gehörs könne nicht als geheilt angesehen werden.