Citation: 9C_41/2024 E. 4.2.2

4.2.2. Ausweislich ihrer Rechtsschriften hatten die anwaltlich vertretenen Stiftungen aufgrund der Einspracheentscheide erkannt, dass sie im Beschwerdeverfahren Gefahr liefen, selbst dann zur Leistung von Umsatzabgaben für den Zeitraum vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2016 verpflichtet zu werden, wenn die Feststellung des Vermittlerstatus aufgehoben werden würde. Schliesslich wehrten sie sich nunmehr ausdrücklich auch gegen die Qualifikation als Händler. Sie hätten zu diesem Zeitpunkt auch erkennen und umgehend rügen können, dass die ESTV mit ihrer Eventualbegründung möglicherweise ihre funktionelle Zuständigkeit als Einsprachebehörde überschritten hatte. Gleichwohl haben die Stiftungen das Verhalten der ESTV erst im bundesgerichtlichen Verfahren beanstandet. Abgesehen davon, dass die Beanstandungen der Stiftungen in dieser Hinsicht auch vor Bundesgericht eher unbestimmt ausgefallen sind, wären sie nach dem Gesagten ohnehin verspätet. Es gibt folglich für das Bundesgericht keinen Grund, von der vorgenannten Rechtsprechung abzuweichen und die Frage der funktionellen Zuständigkeit der ESTV vertieft zu prüfen.