Citation: 5A_427/2015 E. 4

Im Zusammenhang mit der Festsetzung der Lidlohnansprüche machen die Beschwerdeführer geltend, Art. 334 ZGB sei geltungszeitlich zu handhaben, nicht wie in den vergangenen 100 Jahren unter ausschliesslicher Bezugnahme auf landwirtschaftliche Verhältnisse; der moderne Mensch sei bestrebt, für seine eigene wirtschaftliche Zukunft selbst zu sorgen. Es sei deshalb bundesrechtswidrig, landwirtschaftliche Ansätze zur Anwendung zu bringen und diese um 20 % zu erhöhen. Die Wertschöpfung in der Bauwirtschaft sei notorisch drei bis vier Mal höher als in der Landwirtschaft. In der Baubranche habe der durchschnittliche Lohn ab 1960 pro Monat Fr. 1'300.-- und ab 1970 pro Monat Fr. 2'400.-- betragen.