Citation: 8C_197/2021 E. 7.3

7.3. Fragen werfen hingegen die Ausführungen der Vorinstanz zum akzeptierten Arbeitsaufwand für das Verfassen der Beschwerde und der Replik auf. Die von ihr vorgenommene Kürzung der geltend gemachten Arbeitsstunden begründet sie nämlich allein damit, dass für das Verfassen von den zwei Rechtsschriften von 13 bzw. 14 Seiten sich praxisgemäss ein Aufwand von je vier Stunden rechtfertige. Inwiefern acht Stunden für das Verfassen von zwei Rechtsschriften von insgesamt 27 Seiten eine realistische Annahme sein soll, darüber schweigt sich das kantonale Gericht indessen aus. Dabei sind es verschiedene Faktoren, welche den effektiven Aufwand für Rechtsschriften bestimmen. Zu denken ist etwa an die Komplexität der Streitsache, ob bereits früher Aufgegriffenes wiederholt wird oder ob Literatur und Rechtsprechung darin verarbeitet werden; ganz generell: die Qualität der Arbeit. Auch sind 27 Seiten nicht einfach 27 Seiten: Formalien wie Schriftgrösse, Formatierung und Aufbau der Rechtsschrift spielen hier eine Rolle. Zwar ist die Angelegenheit in Übereinstimmung mit der Vorinstanz als in juristischer Hinsicht nicht besonders anspruchsvoll zu betrachten. Auch bezeichnet sich die Beschwerdeführerin als erfahrene Anwältin. Dennoch kann der effektive Aufwand der Rechtsvertreterin für das Verfassen der beiden fraglichen Eingaben nicht willkürfrei von den in der Kostennote ausgewiesenen 32.69 Stunden auf acht Stunden vermindert werden. Soweit das kantonale Gericht mit der Aussage "ein zeitlicher Aufwand von acht Stunden rechtfertige sich" zum Ausdruck bringen will, der in der Kostennote geltend gemachte Aufwand könne nur soweit entschädigt werden, als er sich zur gehörigen Vertretung für notwendig erweise, und dieser sei "praxisgemäss" mit vier Stunden je Rechtsschrift zu veranschlagen, so erweist sich auch dies, da den Einzelfall ausser Acht lassend, ebenfalls als mit dem Willkürverbot unvereinbar. Diese Feststellungen führen nun aber nicht unmittelbar zur Aufhebung des vorinstanzlichen Urteils im Entschädigungspunkt. Denn damit das Urteil als offensichtlich unhaltbar anzusehen ist, muss dieses auch im Ergebnis willkürlich sein (E. 6.2 hievor mit Verweis auf BGE 142 V 513 E. 4.2 mit Hinweisen).