Citation: 1P.632/2000 01.12.2000 E. 2

2.- Der Beschwerdeführer wirft dem Obergericht vor, die Beweise willkürlich gewürdigt und gegen den Grundsatz in "dubio pro reo" in seiner Funktion als Beweislast- und Beweiswürdigungsregel verstossen zu haben. Inwiefern das Obergericht diesen Grundsatz als Beweislastregel verletzt haben soll, begründet der Beschwerdeführer allerdings nicht oder jedenfalls nicht in einer den gesetzlichen Anforderungen genügenden Weise. Das Gleiche gilt für die Rüge, das Obergericht habe Art. 8 BV verletzt. Darauf ist somit mangels genügender Substanziierung nicht einzutreten. In der Funktion als Beweiswürdigungsregel geht der Schutz der von Art. 6 Ziff. 2 EMRK garantierten Rechtsregel "in dubio pro reo" nicht über das Willkürverbot von Art. 9 BV hinaus. Zu prüfen ist daher im Folgenden, ob das Obergericht die Beweise willkürlich zu Lasten des Beschwerdeführers würdigte. Willkürlich handelt ein Gericht, wenn es seinem Entscheid Tatsachenfeststellungen zugrunde legt, die mit den Akten in klarem Widerspruch stehen. Im Bereich der Beweiswürdigung besitzt der Richter einen weiten Ermessensspielraum. Das Bundesgericht greift im Rahmen einer staatsrechtlichen Beschwerde nur ein, wenn die Beweiswürdigung offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht oder auf einem offenkundigen Versehen beruht (BGE 124 I 208 E. 4a; 117 Ia 13 E. 2c; 18 E. 3c je mit Hinweisen).