Citation: 6S.142/2004 28.06.2004 E. 2

Der Beschwerdeführer macht eine Verletzung von Art. 397 StGB geltend. Er bringt vor, bei den schriftlich festgehaltenen Erklärungen seiner Tochter, sie habe ihn zu Unrecht beschuldigt, sich sexuell an ihr vergangen zu haben, handle es sich um eine neue Tatsache. Diese sei erheblich, da ein Freispruch deshalb nicht nur möglich, sondern mit "höchster Wahrscheinlichkeit sicher" sei. Die Vorinstanz habe lediglich über die Voraussetzungen für die Wiederaufnahme des Verfahrens befinden dürfen. Ob das frühere Urteil tatsächlich durch ein neues zu ersetzen wäre, hätte der Richter im wieder aufgenommenen Verfahren entscheiden müssen. Das habe die Vorinstanz offensichtlich übersehen, indem sie die Glaubwürdigkeit des Widerrufs der Aussagen der Tochter eingehend geprüft und wegen familiärem und anderweitigem Druck verneint habe. Die Würdigung der neuen Aussagen der Tochter sei unzulässig und verletze Bundesrecht.