Citation: 2C_925/2020 E. 4.4.5

4.4.5. Inwiefern die Vorinstanz diese Fakten offensichtlich falsch festgestellt hätte, vermag der Beschwerdeführer allerdings nicht darzulegen. Er hält lediglich fest, dass er vom Opfer verbal massiv provoziert und attackiert worden sei. Die Vorinstanz hat unter Verweis auf die Anklageschrift ausdrücklich festgehalten, dass der Tat eine Streiterei vorausgegangen war. Die Anklageschrift wiederum führt die Beleidigungen wörtlich auf und der Beschwerdeführer bringt nicht vor, dass diese unzutreffend gewesen wären oder keine Berücksichtigung gefunden hätten. Hingegen fällt auf, dass gemäss Anklageschrift und Polizeibericht weder der Beschwerdeführer noch die weiteren anwesenden Personen es für nötig befunden hatten, nach der Tat Rettungskräfte für das Opfer herbeizurufen. Hinsichtlich der angeblichen Attacke des Opfers und der dadurch angedeuteten Notwehrsituation kann bereits dem massgebenden strafrechtlichen Urteil in Ziff. 1 des Dispositivs entnommen werden, dass eine solche nicht bestanden hat. Aus den gesamten Umständen lässt sich nichts erkennen, was die Feststellung des migrationsrechtlichen Verschuldens in Zusammenhang mit der Anlasstat als offensichtlich falsch erschienen liesse.