Citation: 6B_699/2018 E. 1.4

1.4. Die Beschwerde ist in diesem Punkt unbegründet. Die Vorinstanz stützt sich für den Nachweis dafür, dass der Beschwerdeführer aktiv an den Ausschreitungen und Sachbeschädigungen beteiligt war, zur Hauptsache auf die am Vermummungs- und Schutzmaterial aufgefundenen DNA-Hauptprofile des Beschwerdeführers sowie auf den Fundort der Spurenträger im Abfalleimer an der Ecke Streitgasse/Freie Strasse und das objektive Zerstörungsbild, welches den Bereich des Tatorts eingrenzt und Schäden bereits am oberen Ende der Streitgasse an mindestens drei Geschäften und an einem Laden am Münsterberg zeigt. Neben diesen objektiven Befunden kommt den Aussagen der befragten Personen keine eigenständige Bedeutung zu. Die Vorinstanz nimmt daher zu Recht an (angefochtenes Urteil S. 7), die Aussagen von Drittpersonen stellten Indizien untergeordneter Bedeutung dar. Aus den Schilderungen des Zeugen B.________ (Untersuchungsakten Bd. 2 act. 623 ff.) sowie des als Auskunftsperson befragten C.________ (Untersuchungsakten Bd. 2 act. 616 ff.), welche die Vorinstanz heranzieht (angefochtenes Urteil S. 8), ergibt sich nichts, was den Beschwerdeführer direkt belasten würde, zumal sich ihnen nichts zum Verhalten der einzelnen Teilnehmer an der Zerstörungsaktion entnehmen lässt. Die Aussagen erschöpfen sich in Angaben über den Verlauf der Demonstration, die Anzahl Teilnehmer, die von einem Lieferwagen abgespielte Musik, die mitgeführten Transparente, den Beginn der Zerstörungen durch eine Gruppe vermummter Personen und die Fluchtrouten der Beteiligten nach Ertönen der ersten Polizeisirenen. Insgesamt handelt es sich bei diesen Bekundungen nicht um Aussagen, welche für die Entscheidfindung verwertbar und geeignet gewesen wären, den Beschwerdeführer in irgendeiner Hinsicht im Sinne der Anklage individuell zu belasten (WOLFGANG WOHLERS, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, hrsg. von Donatsch et al., 2. Aufl. 2014, N 12 zu Art. 147; ROBERT ESSER, in: Löwe-Rosenberg, Die Strafprozessordnung und das Gerichtsverfassungsgesetz, Band 11: EMRK und IPBPR, 26. Aufl. 2012, N 764 zu Art. 6 EMRK/Art. 14 IPBPR; GRABENWARTER/PABEL, Europäische Menschenrechtskonvention, 6. Aufl. 2016, § 24 N 131). Sie betreffen allein die Umstände und den Kontext, in welchem sich das strafbare Handeln abgespielt hat. In diesem Sinne sind sie jedenfalls nicht von ausschlaggebender Bedeutung. Dass der Beschwerdeführer den befragten Personen nicht gegenübergestellt worden ist und die Vorinstanz den Antrag auf Ladung der befragten Personen abgewiesen hat, verletzt seinen Anspruch auf Konfrontation daher nicht.