Citation: 2A.502/2002 23.10.2002 E. 2.2

2.2.1 Der Beschwerdeführer wurde am 2. Juli 2002 in Ausschaffungshaft genommen. Am 13. Juli 2002 ersuchten die kantonalen Behörden um Vollzugsunterstützung beim Bundesamt für Flüchtlinge (vgl. Verordnung vom 11. August 1999 über den Vollzug der Weg- und Ausweisung von ausländischen Personen, VVWA; SR 142.281). Am 30. Juli 2002 füllte der Beschwerdeführer das für die diplomatische Vertretung von Pakistan notwendige Antragsformular aus, welches direkt an das Bundesamt weiter geleitet wurde. Mit Schreiben vom 9. August 2002 teilte die Abteilung Vollzugsunterstützung mit, sie wolle abklären, ob eine Befragung in Sachen "Kashmir" stattfinden soll. Auf Nachfrage des Migrationsamtes antwortete sie am 29. August 2002, es bedürfe weiterer Abklärungen; dazu werde ein Länderexperte zu der angegebenen Herkunftsregion des Beschwerdeführers gesucht. Am 12. September 2002 wurde der Beschwerdeführer von der Kantonspolizei Zürich mit Blick auf die bevorstehende Haftverlängerung angehört. Auf erneute Rückfrage des Migrationsamtes erklärte die Abteilung Vollzugsunterstützung am 19. September 2002, sie sei noch daran, den erwähnten Experten zu engagieren. Am 24. September 2002 fand die Verhandlung zur Haftverlängerung beim Haftrichter statt. 2.2.2 Aus dem genannten Ablauf ergibt sich noch keine Verletzung des Beschleunigungsgebots. Der Beschwerdeführer hat den Behörden keine Ausweispapiere vorgewiesen und bereits im Asylverfahren wenig glaubhafte Ausführungen gemacht. Wegen der unvollständigen Angaben des Beschwerdeführers, unter anderem im Zusammenhang mit dem von ihm am 30. Juli 2002 ausgefüllten Antragsformular, ist nicht zu beanstanden, dass das Bundesamt vor Kontaktierung der ausländischen Behörden einen Länderexperten zu Rate ziehen wollte. Dass wegen der Suche nach diesem Experten aus dem pakistanischen Kaschmir, die offenbar nicht einfach war, zwischen dem 9. August 2002 und dem Tag der Haftrichterverhandlung vom 24. September 2002 - ausser einer erneuten polizeilichen Befragung am 12. September 2002, d.h. rund viereinhalb Wochen später - einstweilen keine weiteren Vorkehrungen getroffen wurden, erscheint vorliegend mit Blick auf die unsichere Ausgangslage daher vertretbar. Dies umso mehr, als für den Beschwerdeführer inzwischen ein Vorführdatum auf der pakistanischen und der indischen Botschaft organisiert werden konnte (15. Oktober 2002). Die Beschwerde erweist sich daher als unbegründet und ist abzuweisen.