Citation: 8C_698/2023 E. 6.1

6.1. Wird von einer impliziten Adäquanzprüfung ausgegangen, ist zu prüfen, ob diese im Ergebnis, vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich zum Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung am 7. November 2007 darbot, nicht zweifellos unrichtig war (vgl. E. 3.2.2 hiervor). Nicht massgebend sind die Verhältnisse im Zeitpunkt der Einstellungsverfügung vom 22. Dezember 2015. Aus der vorinstanzlichen Verneinung des adäquaten Kausalzusammenhangs aufgrund der Kriterien nach BGE 134 V 109 kann somit nicht schon auf eine zweifellos unrichtige Rentenzusprechung im Jahr 2007 geschlossen werden. Es ist einzig relevant, ob die Bejahung der Adäquanz im Rahmen des bei sämtlichen Kriterien nach BGE 117 V 359 bestehenden Beurteilungsspielraums zweifellos unrichtig war (vgl. SVR 2017 UV Nr. 16 S. 53, 8C_425/2016 E. 4).