Citation: 5A_522/2013 E. 6.2

6.2. Im kantonalen Verfahren hat der Beschwerdegegner geltend gemacht, der Beschwerdeführer sei nicht Eigentümer eines landwirtschaftlichen Gewerbes. Das Kantonsgericht ist davon ausgegangen, die Frage könne aufgrund des vorhandenen Prozessstoffes nicht beurteilt werden. Trotz grösster Zweifel hat es einfach unterstellt, der Beschwerdeführer sei Eigentümer eines landwirtschaftlichen Gewerbes. Die damit offen gelassene Frage nach dem Bestehen eines landwirtschaftlichen Gewerbes auf Seiten des Beschwerdeführers hat für den kantonsgerichtlichen Entscheid keine Rolle gespielt, ist vorliegend aber entscheidend. Gehörten die Miteigentumsanteile an den landwirtschaftlichen Grundstücken des Beschwerdeführers nämlich nicht zu seinem landwirtschaftlichen Gewerbe, könnte der Beschwerdegegner die Zuweisung gestützt auf Art. 36 Abs. 2 BGBB verlangen, wenn er die Voraussetzungen erfüllte. Denn das Realteilungsverbot betrifft nur landwirtschaftliche Gewerbe (Art. 58 Abs. 1 BGBB), nicht hingegen einzelne landwirtschaftliche Grundstücke, und der Erwerb landwirtschaftlicher Grundstücke durch den Mit- oder Gesamteigentümer bedarf keiner behördlichen Bewilligung (Stalder, a.a.O., N. 13 ff. zu Art. 62 BGBB).