Citation: 7B_142/2023 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer habe in seiner Beschwerde ans Verwaltungsgericht vom 23. Dezember 2022 inkl. Ergänzung vom 25. Januar 2023 neue Tatsachenbehauptungen vorgebracht, die im Zeitpunkt des Entscheids des Departements des Innern (d.h. am 5. Dezember 2022) zwar bereits vorgelegen hätten, dem Departement des Innern aber nicht bekannt gewesen seien. Der Beschwerdeführer habe ausgeführt, er habe im Oktober 2022 seine bisherige Arbeit bei seiner langjährigen Arbeitgeberin wiederaufnehmen können, dies bei einem Arbeitspensum von ca. 50 %. Obwohl diese Tatsache dem Beschwerdeführer bereits vor dem Entscheid des Departements des Innern vom 5. Dezember 2022 bekannt gewesen sei, habe er die Behörde nicht informiert. Mit Schreiben vom 2. Februar 2023 habe die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers diesen Umstand damit begründet, dass sie in ihren Wanderferien im Oktober 2022 schwer verunfallt und seither und bis auf Weiteres zu 100 % arbeitsunfähig sei. Sie habe auch erst nach Eingang des Beschwerdeentscheids vom 5. Dezember 2022 von der veränderten Arbeitssituation ihres Klienten (d.h. von der Wiederaufnahme seiner bisherigen Arbeit zu 50 % im Oktober 2022) erfahren. Gemäss der Vorinstanz muss sich der Beschwerdeführer das Verschulden seiner Rechtsvertreterin grundsätzlich anrechnen lassen. Laut den vom Beschwerdeführer eingereichten Lohnabrechnungen vom Oktober und November 2022 habe er ab Oktober 2022 wieder bei seiner bisherigen Arbeitgeberin gearbeitet. Dass der Beschwerdeführer seine Arbeit bei seiner bisherigen Arbeitgeberin wieder habe antreten können, sei gemäss der Vorinstanz mit Sicherheit nicht erst mit Antritt im Oktober 2022 bekannt gewesen. Ab Bekanntgabe des Arbeitsantritts bis zum Unfall der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers sei bereits genügend Zeit verstrichen, um die Behörde zu informieren. Ein Anruf oder z.B. die Zustellung der Lohnabrechnung vom Oktober 2022 an die Behörde, um diese über die veränderte Situation zu informieren, wäre das Mindeste gewesen. Das Departement des Innern hätte aufgrund der im Beschwerdeverfahren geltenden Offizialmaxime grundsätzlich jederzeit Vorbringen zum Sachverhalt entgegennehmen und berücksichtigen können. Dem Beschwerdeführer selbst müsse bewusst gewesen sein, dass der Umstand des Arbeitsantritts eine entscheidende Information für sein Verfahren gewesen wäre. Indessen sei er mehrere Monate untätig geblieben. Ein solches Verhalten könne gemäss der Vorinstanz nur als rechtsmissbräuchlich eingestuft und nicht geschützt werden. Den Akten sei zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer mit allen Mitteln versuche, sich dem Normalvollzug zu entziehen und seine Wegweisung aus der Schweiz hinauszuzögern.