Citation: 2C_292/2022 E. 3.3

3.3. Soweit der Anspruch auf rechtliches Gehör der Sachaufklärung dient, können grundsätzlich auch die Rügen, die den Sachverhalt betreffen, beurteilt werden (vgl. Urteile 2C_159/2021 vom 11. Mai 2022 E. 3.2.2; 2C_852/2020 vom 14. Januar 2021 E. 3.3; 2C_828/2020 vom 24. November 2020 E. 3.3). Die Beanstandung, der Sachverhalt sei offensichtlich unrichtig festgestellt worden, muss allerdings hinreichend begründet werden (vgl. E. 2 i.f. hiervor; Art. 106 Abs. 2 BGG). Vorliegend macht die Beschwerdeführerin mit ihrer Gehörsrüge und ihrer darin geäusserten Kritik am Bericht des Staatssekretariats für Migration vom 27. Mai 2020 denn auch im Kern geltend, die Vorinstanz habe den Sachverhalt mit Blick auf die Frage, ob wichtige persönliche Gründe für den Verbleib in der Schweiz vorlägen, nicht zuverlässig abgeklärt und den Untersuchungsgrundsatz verletzt. Entsprechend sind unter dem Aspekt des Anspruchs auf rechtliches Gehör im Folgenden auch die Sachverhaltsrügen zu prüfen.