Citation: 5A_818/2019 E. 4.3

4.3. Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung von Art. 296b Bst. b SchKG; sie bestreitet, dass "offensichtlich" keine Aussicht mehr auf Sanierung besteht. Was sie dem angefochtenen Entscheid entgegen hält, vermag jedoch nicht zu überzeugen. Zuerst macht die Beschwerdeführerin geltend, aus der Tatsache, dass sich die angestrebten und prognostizierten Liquiditätszuflüsse in den Monaten September bis Dezember 2018 nicht wie geplant eingestellt hätten, dürfe nicht gefolgert werden, dass sie auch die für die Zukunft geplanten Umsatzziele gemäss Liquiditätsplan nicht erreichen wird und daher offensichtlich keine Aussicht mehr auf Sanierung besteht. Die Beschwerdeführerin schildert lediglich ihre Sicht der Dinge. Ihre Erörterungen gipfeln in der pauschalen Behauptung, "da müssten greifbarere Fakten vorgebracht werden können", was die Vorinstanz "nicht gemacht" habe. Damit ist nichts gewonnen. Daran ändert auch der Vorwurf nichts, dass die Vorinstanz nicht auf ein Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich eingehe, auf das sie, die Beschwerdeführerin, im kantonalen Rechtsmittelverfahren verwiesen habe und dem zufolge der Schuldner lediglich aufzeigen muss, dass realistischerweise mit gewissen Sanierungschancen gerechnet werden kann, selbst wenn die Wahrscheinlichkeit, dass eine Sanierung gelingt, deutlich geringer ist als die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns. Ob im Sinne von Art. 296b Bst. b SchKG offensichtlich keine Aussicht mehr auf Sanierung besteht, ist zwar eine Rechtsfrage. Trotzdem darf sich die Beschwerdeführerin nicht damit begnügen, dem Bundesgericht abstrakte Beschreibungen davon vorzulegen, wie andere kantonale Instanzen die fragliche Norm auslegen. Weshalb die vom Obergericht des Kantons Zürich entwickelte Rechtsprechung in ihrem konkreten Fall zu einer Verlängerung der definitiven Nachlassstundung führen muss, erklärt die Beschwerdeführerin nicht, noch ist ihrem Schriftsatz zu entnehmen, welche "greifbareren Fakten" die kantonalen Instanzen bundesrechtswidrig nicht festgestellt oder nicht berücksichtigt haben sollen. Überdies fusst die vorinstanzliche Beurteilung nicht allein auf den verfehlten Umsatzzielen im Jahr 2018, sondern auch auf der Erkenntnis, dass ungewiss ist, ob die Bank B.________ SA im Rahmen der ausländischen Liquidationsverfahren mit einer Zahlung von USD 4 Mio. rechnen kann. Damit setzt sich die Beschwerdeführerin nicht auseinander. Um einen Ermessensentscheid umzustossen, genügt es jedoch nicht, bloss einzelne Elemente zu beanstanden und andere Punkte aus der Begründung unangefochten stehen zu lassen. Die vorigen Erwägungen gelten sinngemäss, soweit die Beschwerdeführerin bemängelt, wie das Obergericht der erstinstanzlichen Beurteilung der Ausführungen des Sachwalters beipflichtet. Bloss zu behaupten, dass ausser der eigenen Geschäftsführung niemand die Aussichten für eine Sanierung besser einschätzen könne als der Sachwalter, genügt nicht. Im Übrigen meint die Beschwerdeführerin, dass mit den Ausführungen des Sachwalters, wonach er mehr Zeit für weitere Abklärungen brauche, bezüglich der Verfahren auf den Cayman Islands viele Fragen offen seien und auch sonst Unsicherheiten bestünden, nichts Einschlägiges über die Sanierungsaussichten gesagt sei. Auch diese Einwände helfen der Beschwerdeführerin nicht weiter. Denn zur selben Einsicht kommt - wie ihre Erwägungen zeigen - die Vorinstanz, betont doch auch sie, dass der Sachwalter vage geblieben sei und keine klare Aussage über das Verfahren auf den Cayman Islands habe machen können (E. 4.2). Allein daraus, dass der Sachwalter eine weitere Verlängerung der definitiven Nachlassstundung beantragte, kann auch nicht der (Umkehr) Schluss gezogen werden, dass für den Sachwalter am 29. Mai 2019 "sehr wohl noch Aussichten auf eine erfolgreiche Sanierung" bestanden. Dem angefochtenen Entscheid zufolge begründete der Sachwalter sein Gesuch hauptsächlich damit, dass er mehr Zeit für weitere Abklärungen brauche. Entgegen dem, was die Beschwerdeführerin glauben machen will, fusst die vorinstanzliche Beurteilung, wonach am 29. Mai 2019 offensichtlich keine Aussicht mehr auf eine Sanierung bestand, also nicht auf den Äusserungen des Sachwalters. An alledem ändern auch die Schilderungen nichts, in denen die Beschwerdeführerin schliesslich auf ihre "besondere Situation" zu sprechen kommt. Die Beschwerdeführerin begnügt sich damit, den Sachverhalt aus ihrer Sicht darzulegen. Mit dem angefochtenen Entscheid setzt sie sich (auch) in diesem Abschnitt nicht auseinander. Darauf ist nicht einzutreten.