Citation: 6B_33/2022 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer sei Ersttäter und es sei von keiner ungünstigen Legalprognose auszugehen. Er sei weder in der Schweiz geboren noch aufgewachsen und habe den Grossteil seines Lebens in Syrien verbracht. Erst im Jahre 2014 sei er in die Schweiz migriert. Das Asylgesuch des Beschwerdeführers sei abgewiesen worden, weil er die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllt habe. Ihm habe gemäss dem Urteil des Bundesverwaltungsgericht vom 26. Februar 2015 in seinem Heimatland persönlich keine Verfolgung gedroht. Da die Wegweisung aus der Schweiz wegen Unzumutbarkeit nicht habe vollzogen werden können, sei deren Vollzug zu Gunsten einer vorläufigen Aufnahme aufgeschoben worden. Dass die Lebensumstände in Syrien aufgrund des Bürgerkriegs gegenwärtig schwierig seien, sei allgemein bekannt. Anhaltspunkte, wonach der Beschuldigte bei einer Rückkehr in seine Heimat inzwischen mit hoher Wahrscheinlichkeit Folter oder unmenschlicher Behandlung ausgesetzt wäre, lägen nicht vor und seien von ihm auch nicht geltend gemacht worden. Die Landesverweisung sei somit gegenwärtig rechtlich durchführbar. Lediglich seine in der Schweiz lebenden Geschwister besitzen offenbar eine B-Bewilligung, in Bezug auf welche der Beschwerdeführer jedoch keine besondere Beziehung geltend gemacht habe. Der Beschwerdeführer sei gesund, erwerbsfähig, im mittleren Alter, kinderlos und beherrsche die Sprache seines Heimatlandes. Er vermöge mit seinem Lohn als Küchenangestellter zwar seine Ausgaben zu decken. Mangels Vorliegens aktueller Belege sei hingegen anzunehmen, dass seine Frau nach wie vor vom Sozialamt unterstützt werde. Zusammengefasst lasse sich feststellen, dass der Beschwerdeführer angesichts der noch nicht langen Aufenthaltsdauer in der Schweiz, mangels gefestigten Aufenthaltsrechts und fehlender sozialer Integration über keine gefestigte Beziehung zur Schweiz und gleichzeitig über die persönlichen Voraussetzungen verfüge, die ihm auch unter den aktuell schwierigen äusseren Bedingungen eine erfolgreiche Wiedereingliederung in die syrische Gesellschaft ermöglichen sollten. Der Vollzug der Landesverweisung sei aus heutiger Sicht zumutbar und verhältnismässig. Dass die Landesverweisung für den Beschwerdeführer einen schweren persönlichen Härtefall bewirken könne, sei insgesamt zu verneinen. Ob die öffentlichen Interessen des Ausländers am Verbleib in der Schweiz überwiegten, sei unter diesen Umständen nicht weiter zu prüfen.