Citation: U 197/06 02.10.2006 E. 3

3.1 Bei der Bemessung der Integritätsentschädigung stützte die SUVA sich auf den Bericht des Kreisarztes Dr. med. W.________ vom 19. Januar 2004. Der Arzt spricht von belastungsabhängigen Restbeschwerden im thorakolumbalen Übergang, einer relativ gut beweglichen Wirbelsäule und diskreten radikulären Residuen am linken Oberschenkel nach Trümmerfraktur L1 und thorakolumbaler Spondylodese. Der Versicherte macht hiegegen geltend, seine Einschränkungen an der Wirbelsäule wögen wesentlich schwerer. Dr. W.________ habe im Bericht über die Untersuchung festgehalten, dass die körperliche Belastbarkeit erheblich reduziert bleibe. Wenn er dennoch nur eine Integritätsentschädigung von 10 % zugestehe, setze er sich in Widerspruch zur übrigen medizinischen Aktenlage. 3.2 Zwar ist richtig, dass Dr. W.________ im Bericht vom 19. Januar 2004 (wie auch Kreisarzt Dr. med. S.________ im Bericht über die Untersuchung vom 16. April 2004) die körperliche Belastbarkeit als erheblich reduziert bezeichnet hat. Diese Aussagen wurden jedoch nicht im Hinblick auf die Bemessung der Integritätsentschädigung geäussert und können daher mit dieser nicht unbesehen in einen direkten Zusammenhang gebracht werden. Dr. W.________ präzisiert im genannten Bericht, dass der thorakolumbale Übergang empfindlich auf mittlere und grosse Belastungen bleibe. Demnach tritt diese Einschränkung bei leichten Belastungen nicht auf. Sodann nennt der Beschwerdeführer keine ärztlichen Belege, welche mit Dr. W.________ in Bezug auf die Integritätseinbusse im Widerspruch ständen. Kreisarzt Dr. S.________ spricht gar von einer verbesserten Inklination der Wirbelsäule und empfiehlt dringend einen Muskelaufbau in einem physiotherapeutisch geleiteten Fitnesscenter. Unter solchen Umständen besteht kein Grund zu einer Erhöhung der Integritätsentschädigung.