Citation: 2C_235/2021 E. 4.2.2

4.2.2. Ob ein Gericht die in einem Gutachten oder Fachbericht enthaltenen Erörterungen für überzeugend hält oder nicht und ob es dementsprechend den Schlussfolgerungen der Experten folgen soll, ist eine Frage der Beweiswürdigung, in die das Bundesgericht nur eingreift, sofern sie offensichtlich unrichtig ist (vgl. Art. 105 Abs. 1 und Art. 97 Abs. 1 BGG; Urteil 1C_320/2017 vom 9. Januar 2018 E. 2.3). Das Gericht darf in Fachfragen nicht ohne triftige Gründe vom Gutachten abweichen (BGE 140 II 334 E. 3; 136 II 214 E. 5). Dies ist nur zulässig, wenn die "Glaubwürdigkeit" des Gutachtens durch die Umstände ernsthaft erschüttert ist (BGE 140 II 334 E. 3; 132 II 257 E. 4.4.1). Erscheint dem Gericht die Schlüssigkeit eines Gutachtens in wesentlichen Punkten zweifelhaft, kann ein Abstellen darauf gegen das Verbot willkürlicher Beweiswürdigung (Art. 9 BV) verstossen (BGE 136 II 539 E. 3.2; 130 I 337 E. 5.4.2).