Citation: 6B_82/2018 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz geht von der qualifizierten Entführung von B.________ als schwerstes Delikt aus und erachtet aufgrund der objektiven Tatumstände eine Einsatzstrafe von 4½ Jahren als angemessen. Hinsichtlich des subjektiven Tatverschuldens gelangt sie zum Schluss, die initiale Motivlage des Beschwerdeführers, die von einem Generationenkonflikt geprägt gewesen sei, wirke sich in dem Mass strafmindernd aus, wie sich dessen egoistisches und rücksichtsloses Verhalten nach seiner Rückkehr in die Schweiz straferhöhend auswirke. Sein Verhältnis zu seinem Bruder sei bei der Strafzumessung neutral zu werten. Strafschärfend berücksichtigt sie die zeitgleiche Entführung von C.________. Das diesbezüglich objektive und subjektive Verschulden des Beschwerdeführers wiege etwas weniger schwer als bei B.________, weshalb sich eine Erhöhung der Einsatzstrafe um zwei Jahre rechtfertige. Für die Entführungen von A.________ und D.________ sowie das Entziehen von C.________ erhöht die Vorinstanz die Strafe um je vier Monate. Die Täterkomponenten gewichtet sie neutral. Sie stellt eine Verletzung des Beschleunigungsgebots fest und reduziert die Strafe hierfür um sechs Monate. Schliesslich gelangt sie zum Schluss, dass der Beschwerdeführer zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren zu verurteilen wäre, es aufgrund des Verschlechterungsverbots jedoch bei der Freiheitsstrafe von sechs Jahren bleibe (Urteil E. IV.2 ff. S. 42 ff.).