Citation: 6B_630/2018 E. 1.5.2

1.5.2. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer und seine Kollegen hätten vor dem Spiel am Bahnhof auf die besagten Visper Fans gewartet und auf dem Hinweg ein bzw. mehrere Bier mit diesen getrunken. Im Stadion sei der Beschwerdeführer der Visper Gruppe in den Gästesektor gefolgt, habe beim Lied "Warum seid ihr Huren so wenig" mitgesungen und auch den Hitlergruss gemacht. Hiernach habe er sich von der Gruppe entfernt und sich zu einem Imbiss-Stand, zum Rauchen nach draussen und anschliessend mit zwei seiner Kollegen ins Restaurant begeben. Gegen Ende des Matches habe er und seine Kollegen sich wieder zurück in den Gästesektor zu den Visper Ultras begeben wollen. Dies sei ihnen nur deshalb nicht gelungen, weil der Stadion-Sicherheitsdienst inzwischen Durchgänge abgesperrt hatte. Der Beschwerdeführer habe dies gemäss eigenen Angaben so aufgefasst, dass versucht worden sei, seine Gruppe Visper Fans ("uns") im Gästesektor zu isolieren. Nach dem Match habe sich der Beschwerdeführer und seine Kollegen draussen sofort wieder zu den wartenden Visper Ultras begeben und sich bewusst und gewollt dieser Gruppe angeschlossen. Dabei gehe aus den Aussagen des Beschwerdeführers hervor, dass er die Situation nicht als völlig entspannt oder friedlich wahrgenommen, sondern mit einer Eskalation der Situation gerechnet habe und sich bewusst gewesen sei, dass er eigentlich nicht daran teilnehmen sollte. Dennoch habe er sich der Rotte angeschlossen. Obschon während des Fanmarsches vom Stadion zum Bahnhof wiederholt Gewalttätigkeiten verübt wurden, sei er in der Zusammenrottung verblieben und habe bis zum Eintreffen am Bahnhof nie versucht, diese zu verlassen und sich von den Visper Ultras ernsthaft zu distanzieren. Dies obschon es ihm durchaus möglich gewesen wäre, sich von der besagten Fangruppe zu entfernen. Der Beschwerdeführer habe damit (eventual) vorsätzlich an einer öffentlichen Zusammenrottung teilgenommen, bei welcher mit vereinten Kräften Gewalttätigkeiten gegen Menschen begangen worden seien (angefochtenes Urteil S. 21 ff.).