Citation: 5A_292/2023 E. 6.5.2

6.5.2. Sodann bemängelt der Beschwerdeführer, dass die Vorinstanz den Grundbetrag der Söhne ab Volljährigkeit auf Fr. 1'000.-- erhöhte. 6.5.2.1. Die Vorinstanz veranschlagte diese Position für einen Volljährigen in Hausgemeinschaft, ohne zu präzisieren, ob sie davon ausging, dass die Söhne auch nach Abschluss der Kantonsschule noch zu Hause oder (auswärts) in einer Wohngemeinschaft leben würden. 6.5.2.2. Das Bundesgericht hat zwar in einem unpublizierten Urteil festgehalten, dass für das bei einem Elternteil wohnende, über kein eigenes Einkommen verfügende volljährige Kind derselbe Grundbetrag (und Wohnkostenanteil) einzusetzen ist wie für ein minderjähriges Kind (Fr. 600.--; Urteil 5A_382/2021 vom 20. April 2022 E. 8.3, nicht publ. in: BGE 148 III 353, aber in: FamPra.ch 2022 S. 748). Ferner hat es in der Vergangenheit nicht beanstandet, wenn für ein auswärts in Wohngemeinschaft lebendes volljähriges Kind der Betrag für im Hause Angehöriger lebende alleinstehende Personen (Fr. 655.--) gemäss der damaligen SchKG-Richtlinien (BlSchK 1982 S. 237 [zum Vergleich: Betrag für Alleinstehende nicht bei Angehörigen: Fr. 730.--, Ehepaar: Fr. 970.--; 1. Kind 16-20 Jahre: Fr. 340.--, 2. Kind 16-20 Jahre: 280.--]; BGE 111 II 413 E. 5b) bzw. jener für eine alleinstehende Person in Haushaltsgemeinschaft nach den Aargauer Richtlinien (Fr. 1'000.--; Urteil 5C.150/2005 vom 11. Oktober 2005 E. 4.2.2) eingesetzt wurde. Um eine gefestigte Rechtsprechung (vgl. vorne E. 3.1) handelt es sich dabei indessen nicht, sodass der veranschlagte Betrag bereits aus diesem Grund nicht willkürlich erscheint. 6.5.2.3. Ohnehin basiert die Rechnung der Vorinstanz auch für die Zeit ab Volljährigkeit der Söhne auf einem Grundbedarf von je Fr. 600.--, zumal sie den Volljährigenunterhalt im Umfang der Erhöhung (Fr. 400.--) der Beschwerdegegnerin überband. Mit anderen Worten sollte der Beschwerdeführer den höheren Grundbetrag nicht tragen müssen. Wäre dieser zu reduzieren, würde dies zwar im Ergebnis bedeuten, dass die Beschwerdegegnerin nicht an den Volljährigenunterhalt beizutragen hätte. Ihr Vermögensverzehr fiele deswegen jedoch nicht tiefer aus als von der Vorinstanz angenommen. Im Gegenteil: Diese ging ab März 2022 von einem Überschuss infolge hypothetischen Einkommens von Fr. 131.-- aus. Stattdessen weist die Beschwerdegegnerin auch seit März 2022 ein rechnerisches Manko auf (- Fr. 469.--) und decken die gesprochenen Ehegattenunterhaltsbeiträge ihren Bedarf für die Zeit davor ebenfalls nicht, da sich aufgrund der Korrektur der Wohnkostenanteile der Kinder die Auslagen der Beschwerdegegnerin entsprechend erhöhen. 6.5.2.4. Selbst wenn dem nicht so wäre, scheiterte eine weitere Herabsetzung der Unterhaltsbeiträge zwecks Beteiligung der Beschwerdegegnerin am Volljährigenunterhalt an den mit der Beschwerde gestellten Begehren, zumal die ermittelten Alimente für die Zeit ab Volljährigkeit der Söhne beinahe exakt den Anträgen des Beschwerdeführers entsprechen (vgl. hinten E. 7.3).