Citation: 2C_1035/2014 E. 3.2

3.2. Sodann behaupten die Beschwerdeführer, eine Sorgfaltspflichtverletzung liege auch in der unterlassenen persönlichen Risikoevaluation durch den Lehrer. Sie verweisen in diesem Zusammenhang auf die Empfehlungen des Volksschulamtes des Kantons Zürich zum Schwimmunterricht. Diese führen unter dem Stichwort "Gefahrenabschätzung" was folgt aus: "Das Gefahrenpotential hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wenn die örtlichen Verhältnisse nicht oder kaum bekannt sind, hat die Lehrperson die notwendigen Abklärungen vorgängig zu treffen". Die Beschwerdeführer machen geltend, der Lehrer hätte sich mithin nicht auf Angaben des Veranstalters oder auf eine Rekognoszierung eines anderen Lehrers verlassen dürfen. Das Obergericht verweist demgegenüber darauf, dass gemäss den genannten Empfehlungen eben nur "unbekanntes Terrain" abgeklärt werden müsse, wobei Abklären und Rekognoszieren nicht identisch sei. Abklärungen könnten auch auf anderem Weg als durch persönliches Rekognoszieren erfolgen und sie könnten sich auch erübrigen, wenn die erforderliche Klarheit auf andere Weise erlangt werden kann. Im vorliegenden Fall habe der Lehrer einen zertifizierten Anbieter gewählt, welcher die gleiche Rafting-Tour regelmässig veranstalte. Ausserdem habe auch ein Lehrerkollege der gleichen Schule dieselbe Tour mit seinen Schülern absolviert, so dass unerfindlich sei, was durch eine persönliche Rekognoszierung an weiterer Erkenntnis und zusätzlicher Sicherheit hätte gewonnen werden können. Abgesehen davon, dass die gewählte Strecke nach dem bereits Ausgeführten willkürfrei als geeignet betrachtet werden durfte, ist nicht ersichtlich, inwiefern die vorinstanzlichen Ausführungen geradezu unhaltbar sein sollten. Die Verneinung einer Sorgfaltspflichtverletzung ist jedenfalls auch in diesem Zusammenhang nicht willkürlich. Die Rüge ist demnach unbegründet.