Citation: H 63/06 26.01.2007 E. 6.1

6.1.1 Die Einsprache umfasste rund 17 ½ Seiten (inkl. 1 Seite Parteienanschrift, ohne Beilagenverzeichnis), wovon 2 Seiten den Anträgen und formellen Punkten (S. 2 bis 4), 7 Seiten der Sachverhaltswiedergabe (S. 4 bis 10), 6 Seiten der materiellen Begründung (S. 11 bis 16) und knapp 1 Seite dem Anspruch auf Parteientschädigung (S. 17 f.) gewidmet waren. Es stellten sich keine besonders schwierigen Rechtsfragen. Mit Blick auf den zu beurteilenden Sachverhalt kann von einem durchschnittlichen Fall gesprochen werden, der einen erfahrenen Anwalt nicht vor besondere Schwierigkeiten stellt (vgl. E. 5.2.2 hievor; BGE 111 V 50 E. 5b; SVR 2002 ALV Nr. 3 S. 7 E. 4d [Urteil W. vom 11. Juni 2001, C 130/99]; Urteil W. vom 24. März 2006 E. 8, U 87/06). Diesbezüglich ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer in der Einsprache ausführte, die Akten der Kasse über die von der Revisionsstelle der Ausgleichskassen vorgenommene Revision seien äusserst spärlich, weshalb er sich vorbehalte, den Beizug sämtlicher Revisionsakten sowie Akteneinsicht in diese zu beantragen; bereits auf Grund der wenigen vorhandenen Akten, insbesondere des nicht datierten "Ergänzungsberichts", lasse sich jedoch ohne weiteres feststellen, dass die Revision fehlerhaft vorgenommen worden sei. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, es habe auf fremdsprachige Unterlagen abgestellt werden müssen, ist dem entgegenzuhalten, dass es sich auf Grund der Akten um nicht besonders umfangreiche, englischsprachige Dokumente handelte. Weiter beanstandet der Beschwerdeführer letztinstanzlich nicht, dass die Vorinstanz den vom Rechtsvertreter ursprünglich geltend gemachten Stundenansatz von Fr. 320.- reduziert hat (E. 4.2 hievor am Ende). 6.1.2 Im Weiteren ist zu beachten, dass der Beschwerdeführer in der Einsprache den Antrag stellte, das Verfahren sei bis zum rechtskräftigen Kollokationsentscheid betreffend die Kassen-Forderung zu sistieren. Zu dessen Begründung legte er dar, die Frage der Schadenersatzpflicht werde mit grosser Wahrscheinlichkeit gegenstandslos, weil die von der Kasse angemeldete Forderung vollumfänglich zugelassen und bezahlt werde. Der Kollokationsplan und das Inventar lägen im Entwurf vor und würden in ca. zwei Wochen aufgelegt, weshalb sich die Sistierung ohne weiteres rechtfertige. Es sei weder für die Kasse noch für den Einsprecher sinnvoll, für ein unnötiges Verfahren weiteren Aufwand betreiben zu müssen. In der Folge wurde die Kassen-Forderung denn auch beglichen, weshalb das Einspracheverfahren als erledigt abgeschrieben wurde. In diesem Licht erscheint die Einsprache, insbesondere was die 7-seitige Sachverhaltswiedergabe anbelangt, als zu lang. Für den entsprechenden unnötigen Aufwand hat die Kasse nicht aufzukommen (vgl. auch Urteile U. vom 26. Juli 2005 E. 4.3, U 433/04, B. vom 15. Oktober 2001 E. 3, U 112/00, und P. vom 12. Juni 2001 E. 3c, U 34/01). 6.2 Auch wenn sich die Vorinstanz bei der Bemessung der Parteientschädigung auf die kantonalzugerische Kostenregelung bzw. Rechtsprechung bezog und damit nicht auf die für das Einspracheverfahren massgebenden bundesrechtlichen Bemessungskriterien abstellte, ist deren Festsetzung auf Fr. 1500.- (inkl. Mehrwertsteuer) im Ergebnis nicht zu beanstanden (vgl. auch BGE 131 V 160). Die Entschädigung deckt die effektiv entstandenen Anwaltskosten möglicherweise nur zum Teil und mag auch sonst als niedrig erscheinen, zumal die Wichtigkeit der Streitsache nicht als gering einzustufen ist. Entscheidend ist indessen, dass von einer rechtsfehlerhaften Ermessensbetätigung und damit bundesrechtswidrigen Festsetzung der Entschädigung nicht die Rede sein kann. Der angefochtene Entscheid hält demnach im Rahmen der dem Bundesgericht zustehenden eingeschränkten Überprüfungsbefugnis (E. 2 hievor) stand.