Citation: 6B_1494/2021 E. 1.6.3

1.6.3. Der Beschwerdeführer vermag mit seinen Argumenten den schlüssigen Erwägungen der Vorinstanz mit Bezug auf die öffentlichen Interessen nichts entgegenzuhalten. Wie die Vorinstanz richtigerweise festhält, hat sich das Bundesgericht bei Straftaten von Ausländern gegen das BetmG hinsichtlich der Ausweisung zwecks Verhinderung neuer Straftaten zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit stets rigoros gezeigt (Urteile 6B_1124/2021 vom 16. Dezember 2022 E. 3.2.1; 6B_1424/2019 vom 15. September 2020 E. 3.4.10; je mit Hinweisen). Sie gibt überzeugend zu bedenken, dass der Beschwerdeführer Kokainmengen verkaufte, welche die Schwelle zum schweren Fall mehrfach übersteigen. Es besteht ein hohes öffentliches Interesse an der Verhinderung von derartigen Taten. Die Vorinstanz übersieht nicht, dass zwar durchaus schwerere Fälle des Drogenhandels mit einem grösseren Abnehmerkreis oder auch einer längeren Dauer denkbar sind. Jedoch berücksichtigt sie zu Recht, dass vorliegend mit einer Gesamtfreiheitsstrafe von 30 Monaten und einer Einsatzstrafe für die qualifizierte Widerhandlung gegen das BetmG von 21 Monaten bereits hohe Strafen ausgesprochen wurden. Es ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz diesbezüglich ausführt, diese Widerhandlung und das damit verbundene Verschulden würden vergleichsweise schwer wiegen. Dem Beschwerdeführer ist nicht zu folgen, soweit er sich auf die positive Legalprognose beruft, eine Rückfallgefahr verneint und insofern lediglich von einem geringen öffentlichen Interesse an der Landesverweisung ausgeht. Der Beschwerdeführer ist mehrfach vorbestraft; so wurde er gemäss den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz zwischen 2013 und 2020 bereits wegen versuchten Betrugs, Urkundenfälschung, Verletzung der Verkehrsregeln, Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit, pflichtwidrigen Verhaltens bei Unfall sowie zweifach wegen Nichtabgabe des Ausweises oder der Kontrollschilder schuldig gesprochen. Daraus wird eine anhaltende Gleichgültigkeit gegenüber der hiesigen Rechtsordnung ersichtlich, die erhebliche Zweifel an seinem künftigen Wohlverhalten begründet. Die Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach sein Freiheitsentzug eine erhebliche spezialpräventive Wirkung zeitigen dürfte und er bei Verzicht auf eine Landesverweisung unter einem grossen zusätzlichen Bewährungsdruck stünde, zumal ihm bewusst wäre, dass ihm damit die letzte Chance für einen Verbleib in der Schweiz gewährt würde, sind mangels begründeter Auseinandersetzung mit den vorinstanzlichen Erwägungen nicht zu hören (Art. 42 Abs. 2 BGG; vgl. soeben E. 1.6). Gleiches gilt für seinen Einwand, er bewege sich nicht mehr im deliktsrelevanten Umfeld, sondern verbringe seine Zeit hauptsächlich mit seiner Familie. Die Vorinstanz geht zu Recht von einer ungünstigen Legalprognose aus. Hinzu kommt, dass sich der Beschwerdeführer durchaus seit seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft wohlverhalten haben mag, diese Zeit jedoch mit der Vorinstanz nicht als lang bezeichnet werden kann. Die öffentlichen Interessen an einer Landesverweisung sind als hoch einzustufen.