Citation: 8C_194/2023 E. A

Der 1974 geborene A.________ meldete sich am 20. Februar 2020 zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung an. Die IV-Stelle des Kantons Zürich klärte den Sachverhalt in erwerblicher und medizinischer Hinsicht ab. Mit Schreiben vom 6. August 2020 forderte sie den Versicherten unter Hinweis auf seine Mitwirkungspflicht und deren Säumnisfolgen auf, sich zur Verbesserung des Gesundheitszustands über die folgenden 12 Monate hinweg einer psychotherapeutischen und medikamentösen Behandlung zu unterziehen. Am 7. April 2021 teilte sie ihm mit, aufgrund seines Gesundheitszustands seien derzeit keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich. Sie holte das auf allgemein-innermedizinischen, orthopädischen, psychiatrischen und neurologischen Untersuchungen beruhende Gutachten der ABI, Aerztliches Begutachtungsinstitut GmbH, Basel, vom 7. Februar 2022 ein. Die Sachverständigen diagnostizierten eine chronische Dorsalgie (radiologisch tieflumbale Spondylarthrose sowie im Verlauf regrediente Diskushernie; ICD-10 M54.5), ein chronisches unspezifisches multilokuläres Schmerzsyndrom (ICD-10 R52.9) sowie eine arterielle Hypertonie (ICD-10 I10). Aus psychiatrischer Sicht könne keine Diagnose gestellt werden, da eine Untersuchung auch dolmetschergestützt nicht adäquat möglich gewesen sei. Der Versicherte sei für körperlich leicht- bis mittelschwer-, wechselbelastende Tätigkeiten, die ohne häufig wiederholtes Heben und Tragen von Lasten über 15 kg und ohne länger dauernde Zwangshaltungen des Rumpfes ausgeübt werden könnten, uneingeschränkt arbeitsfähig. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 11. Juli 2022 einen Anspruch auf Invalidenrente mangels einer leistungsbegründenden Arbeitsunfähigkeit.