Citation: 6B_919/2010 22.12.2010 E. 3.1

3.1.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz verletze das Willkürverbot (Art. 9 BV), indem sie zur Klärung des Vorsatzes seine Aussage über den Ablauf des Geschehens mit seinem tatsächlichen Willen gleichsetze. In dubio pro reo sei zudem davon auszugehen, dass das Geschehen dynamisch verlaufen und ein gezielter Tritt an den Oberkörper oder Kopf nicht möglich gewesen sei. Die Vorinstanz habe nicht widerlegt, dass B.________ sich weiteren Schlägen von A.________ entziehen wollte. Dieser habe sich daher genauso heftig bewegt wie A.________, der die Schläge ausgeteilt habe. Eine Nasenbeinfraktur und Zahnverletzung wären auch bei einem mittleren oder leichten Tritt ohne weiteres möglich. Zudem sei ein Zusammenhang zwischen der Rissquetschwunde am Hinterkopf mit dem Fusstritt beweismässig nicht erstellt. Die Vorinstanz verletze hierbei das Willkürverbot sowie die Unschuldsvermutung (Art. 32 Abs. 1 BV; Beschwerde, S. 11 f.). 3.1.2 Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, die Vorinstanz verletze Bundesrecht, indem sie nicht von einem widerrechtlichen Angriff von A.________ ausgehe und eine Notwehrsituation bei B.________, dem er habe helfen wollen, verneine. Ein widerrechtlicher Angriff könne auch vorliegen, wenn der Auslöser des Konflikts vom Angegriffenen ausgegangen sei (Beschwerde, S. 13). Ebenfalls liege keine unangemessene Abwehr vor. Es sei nicht geklärt, welche Verletzungen B.________ ohne Notwehrhilfe erlitten hätte. Sich selber in die Schlägerei zu stürzen und eigene Körperverletzungen zu riskieren, sei für ihn nicht zumutbar gewesen. Eine Alarmierung von Security-Mitarbeitern hätte B.________ nicht vor weiteren Schlägen verschont. Die Vorinstanz verletze daher Art. 15 StGB (Beschwerde, S. 14). Schliesslich hätte auch bei einer Verneinung von Art. 15 StGB geprüft werden müssen, ob die Voraussetzungen von Art. 16 StGB (entschuldbare Notwehr) als Strafmilderungs- oder Ausschlussgrund erfüllt gewesen wären. Indem die Vorinstanz dies unterlassen habe, verletze sie Bundesrecht (Beschwerde, S. 15).