Citation: 5A_24/2016 E. 3.3.1

3.3.1. Die Beschwerdegegnerin schliesst sich der vorinstanzlichen Auffassung an, wonach die zweistufige Methode angemessen und die einstufige Berechnungsweise nicht anwendbar sei. Beide Vorinstanzen hätten erkannt, dass angesichts einer 24 Jahre dauernden, in hohem Lebensstandard und klassisch arbeits- bzw. rollenteilig gelebten, lebensprägenden, nachhaltigen Ehe ohne nennenswerte Sparquote an die während der Dauer der Ehe zuletzt gemeinsam gelebten Verhältnisse anzuknüpfen sei, und zwar zuzüglich Mehrkosten des Getrenntlebens und Vorsorgeunterhalt. Die zweistufige Methode liefere in solchen Konstellationen ein angemessenes Ergebnis. Denn rechnerisch liessen sich die in Art. 125 ZGB vorgegebenen Prinzipien adäquat umsetzen, sofern im konkreten Fall die relevanten Lebensverhältnisse miteinbezogen würden, was beide kantonalen Instanzen getan hätten.