Citation: 5A_15/2017 E. 3.4

3.4. Die Beschwerdeführer stellen sodann den Eventualantrag, es sei ein neues Gutachten einzuholen. Dies nicht nur weil das Gutachten fälschlicherweise als Zuteilungsgutachten betitelt worden sei, sondern auch weil es nicht schlüssig, vergangenheitsbezogen und einseitig sei (E. 2.2). Die von den Beschwerdeführern erhobene Kritik vermag das Gutachten nicht zu erschüttern. Darin wurde klar anhand der Persönlichkeiten der Beschwerdeführer sowie der persönlichen und gemeinsamen Geschichte aufgezeigt, inwiefern Einschränkungen in der Erziehungsfähigkeit vorliegen. Ebenso klar und nachvollziehbar ist die diagnostische Einordnung der Mädchen. Ist der Inhalt eines Gutachtens aber schlüssig, vermag eine Titelüberschrift in der Kopfzeile nichts zu ändern, zumal auf der ersten Seite klar von einem kinderpsychiatrischen Gutachten die Rede ist. Der von den Beschwerdeführern kritisierte Umstand, dass der Gutachter sie nur im begleiteten Rahmen habe sehen können, war von der Lebenswirklichkeit her vorgegeben, da eine versuchsweise Rückführung gerade nicht möglich ist. Wie aufgezeigt wurde (E. 2.1), hat sich die Vorinstanz sodann nicht alleine auf das Gutachten abgestützt, sondern die aktuellen Begebenheiten berücksichtigt und weitere Berichte der behandelnden Ärzte und begleitenden Institutionen eingeholt. Die vorhandenen Gutachten und Berichte genügen, damit sich die Vorinstanz ein aktuelles Bild von der Lage machen konnte.