Citation: 1C_390/2022 E. 5.6

5.6. Die Beschwerdeführenden rügen weiter, die künftige Überbauung sei hinsichtlich Lage, Dimensionen und Gestaltung noch nicht definiert, weshalb nicht - oder jedenfalls nicht ohne Beizug einer Fachstelle, z.B. der Kantonalen Kommission zur Pflege der Orts- und Landschaftsbilder (OLK) - beurteilt werden könne, wie sich die künftige Überbauung zur Uferlandschaft und zum Ortsbild verhalten werde. Die Gemeinde hat jedoch nachvollziehbar dargelegt, dass eine Baute mit einer Geschossfläche von 0.55, unabhängig von ihrer Ausgestaltung in Einzelnen, den Massstab der umgebenden Bauten und die für den Uferabschnitt geltenden Vorgaben sprengen würde. Im Baubewilligungsverfahren besteht grundsätzlich ein Anspruch auf Ausschöpfung der Nutzungsdichte, d.h. eine Herabsetzung aus Gründen der Ästhetik und der Eingliederung ist nur ausnahmsweise zulässig (vgl. BGE 115 Ia 114 E. 3d S. 119; 363 E. 3; Urteil 1C_383/2021 vom 13. September 2022 E. 2.2.1; je mit Hinweisen). Schon im Nutzungsplanverfahren muss deshalb geprüft werden, ob die vorgesehene Nutzungsdichte in ortsbild- und landschaftsverträglicher Weise auf der Parzelle untergebracht werden kann. Diese Beurteilung ist grundsätzlich Sache der Gemeinde als Planungsbehörde; zudem wirkte das AGR mit, das gemäss Art. 17 Abs. 2 SFV für den See- und Flussuferschutz zuständig ist. Die Beschwerdeführenden legen nicht dar, inwiefern der Beizug der OLK kantonalrechtlich geboten sei; erst recht fehlt es an einer entsprechenden Willkürrüge.