Citation: 1C_3/2019 E. 2.1

2.1. Die Vorinstanz führte zusammengefasst aus, das Institut für Rechtsmedizin (IRM) der Universität Zürich sei in seinem pharmakologisch-toxikologischen Gutachten vom 18. April 2018 davon ausgegangen, die Fahrfähigkeit des Beschwerdeführers sei durch die Wirkung von Tramadol im Ereigniszeitpunkt 23. März 2018 vermindert gewesen. Unter Berücksichtigung dieses Gutachtens sei das IRM St. Gallen am 8. Juni 2018 zum Schluss gelangt, es liege eine verkehrsmedizinisch relevante Erkrankung vor, die einer spezialärztlichen Abklärung bedürfe. Dieses Ergebnis sei zu bestätigen. Gemäss der Fachinformation des Arzneimittel-Kompendiums der Schweiz sollte beim Medikament Zaldiar die Gesamtdosis von acht Filmtabletten pro Tag nicht überschritten und ein Dosierungsintervall von vier bis sechs Stunden nicht unterschritten werden. Die dem Beschwerdeführer vom Hausarzt verordnete Dosis von 12 Tabletten Zaldiar pro Tag und die jahrelange Behandlungsdauer übersteige das empfohlene Mass massiv, weshalb erhebliche Zweifel an der Fahreignung des Beschwerdeführers bestünden. Dass diese Eignung nach der Stellungnahme des Hausarztes nicht beeinträchtigt werde, überzeuge nicht, da die verordnete Dosis wie auch die Dauer der Behandlung nicht im Einklang mit den Empfehlungen des Herstellers von Zaldiar stünden und dieses Medikament die Fahrtauglichkeit bereits bei bestimmungsgemässem Gebrauch beeinträchtigen könne. So habe das IRM St. Gallen an der Empfehlung zur Durchführung einer spezialärztlichen Abklärung auch nach Kenntnisnahme der Stellungnahme des Hausarztes vom 12. Juni 2018 festgehalten. Demnach habe das Strassenverkehrsamt des Kantons Thurgau erhebliche Zweifel an der Fahreignung des Beschwerdeführers bejahen und vor der Wiedererteilung des Führerausweises eine spezialärztliche Abklärung verlangen dürfen.