Citation: 6B_1273/2021 E. 1.4.1

1.4.1. Weiter rügt der Beschwerdeführer mit Blick auf den Anklagegrundsatz, beim Nötigungsmittel des psychischen Drucks müsse die tatsituative Zwangssituation in der Anklageschrift präzise umschrieben sein. Dies sei vorliegend nicht der Fall, beschreibe die Anklageschrift doch mit keinem Wort, dass bzw. inwiefern der Beschwerdeführer (psychischen) Zwang angewandt habe und weshalb sich die Beschwerdegegnerin 2 in einer ausweglosen Situation befunden und deshalb kapituliert habe. Die Vorinstanz leite die angebliche tatsituative Zwangssituation ausschliesslich aus der behaupteten kognitiven Unterlegenheit der Beschwerdegegnerin 2 ab, was sich als bundesrechtswidrig erweise. Andere Umstände, die eine tatsituative Zwangssituation umschreiben würden, enthalte die Anklageschrift nicht.