Citation: 7B_429/2024 E. 2.2

2.2. Es ist fraglich, inwieweit der Beschwerdeführer, welcher unterdessen aus der Untersuchungshaft entlassen wurde, an der Beurteilung dieser Rügen überhaupt noch ein Rechtsschutzinteresse hat. Wie in E. 1.1 hiervor festgehalten, tritt das Bundesgericht auf Beschwerden mit fehlendem aktuellen Rechtsschutzinteresse nur ein, wenn Verletzungen der EMRK geltend gemacht werden. Der Beschwerdeführer behauptet zwar rudimentär, Art. 6 Ziff. 1 und Ziff. 3 EMRK, Art. 5 Ziff. 3 und Ziff. 4 EMRK seien durch das angeblich verspätet gestellte Haftverlängerungsgesuch der Staatsanwaltschaft verletzt worden. Es ist allerdings fraglich, ob seine diesbezüglichen Rügen als hinreichend substanziiert bezeichnet werden können. Seine Ausführungen hinsichtlich des angeblich "krass verspätet" gestellten Haftverlängerungsantrags beziehen sich mehrheitlich auf Art. 227 Abs. 2 StPO und diesbezüglich auf die Frage, ob es sich um eine Ordnungsfrist oder eine Gültigkeitsvorschrift handle und die Staatsanwaltschaft verpflichtet gewesen wäre, die Haftverlängerung früher einzureichen. Nur am Rande behauptet er, indem die Staatsanwaltschaft mit der Stellung des Haftverlängerungsantrags bis zum formal letztmöglichen Zeitpunkt zugewartet habe, obschon ein Fall mit 47 Bundesordnern vorliege, sei sein Anspruch auf rechtliches Gehör sowie das Recht auf wirksame Verteidigung gemäss Art. 6 Ziff. 3 lit. b EMRK massiv verletzt worden.