Citation: H 3/99 25.01.2000 E. A

A.- Die portugiesische Staatsangehörige D.________ (geboren 1967) reiste am 1. Juni 1993 mit den zwei Töchtern in die Schweiz zu ihrem hier erwerbstätigen Ehemann ein. Ab 22. November 1993 übte sie bei der T.________ AG eine beitragspflichtige Beschäftigung aus. Infolge Erkrankung war sie seit 1. Februar 1994 vollständig arbeitsunfähig. Im Oktober 1994 meldete sie sich bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle des Kantons St. Gallen teilte ihr mit Vorbescheid vom 23. Mai 1995 mit, sie habe mit Wirkung ab 1. Dezember 1994 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente. Mit Verfügung vom 10. August 1995 wies sie hingegen das Leistungsbegehren ab, weil die Versicherte weder ein volles Jahr AHV-Beiträge geleistet noch unmittelbar vor der Anmeldung ein ununterbrochener Aufenthalt in der Schweiz von fünf Jahren vorgelegen habe. Diese leistungsablehnende Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Mit Eingabe vom 18. August 1997 liess D.________ bei der Ostschweizerischen AHV-Ausgleichskasse für Handel und Industrie den Antrag stellen, sie sei für das ganze Jahr 1994 als Erwerbstätige zu qualifizieren. Mit als "Feststellungsverfügung" bezeichnetem Schreiben vom 23. Oktober 1997 hielt die Ausgleichskasse fest, die Antragstellerin habe nach Beendigung der Erwerbstätigkeit ab März 1994 nicht mehr der Beitragspflicht unterstanden, da sie als nicht erwerbstätige Ehefrau eines Versicherten von der Beitragspflicht befreit gewesen sei.