Citation: 2C_128/2024 E. 5.5

5.5. Zunächst ist festzuhalten, dass die Anwendung von Art. 50 AIG und die Ableitung eines Aufenthaltsanspruchs aus dieser Bestimmung ein zentrales Thema im Beschwerdeentscheid der Sicherheitsdirektion war. Obwohl die Sicherheitsdirektion diesbezüglich in ihrem Beschwerdeentscheid die erste Ehe des Beschwerdeführers herangezogen hat, durfte der Beschwerdeführer für den weiteren Verlauf des Rechtsmittelverfahrens nicht davon ausgehen, dass seine zweite Ehe im Rahmen von Art. 50 AIG keine Rolle spielen würde. Vielmehr musste er damit rechnen, dass die Vorinstanz die Auswirkungen dieser zweiten Ehe in Bezug auf den Aufenthaltsanspruch umfassend prüft und daraus allenfalls andere Schlüsse zieht als die Sicherheitsdirektion. Dass Art. 50 AIG zur Anwendung kommt, war dem Beschwerdeführer bekannt, und dass die Vorinstanz diese Bestimmung allenfalls anders auslegt und anwendet als die Sicherheitsdirektion, musste der Beschwerdeführer einkalkulieren. Die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) erweist sich damit als unbegründet und das vorinstanzliche Urteil als bundesrechtskonform.