Citation: 4A_564/2021 E. 6.2

6.2. Die Beschwerdeführer zeigen keine Verletzung des verfahrensrechtlichen Ordre public auf, indem sie vorbringen, das TAS habe gemäss Art. 57 Abs. 2 der FIFA-Statuten (Ausgabe Juni 2019) das Schweizer Recht einzuhalten, wozu auch die zwingenden Bestimmungen des Vereinsrechts gemäss Art. 60 ff. des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB) zählten, und dem Bundesgericht in der Folge ihre Rechtsauffassung unterbreiten, nach der Vereinsmitglieder gestützt auf Art. 75 ZGB zur Anfechtung von Verbandsentscheiden der FIFA aktivlegitimiert seien. Sie vermögen keine Verletzung von Art. 190 Abs. 2 lit. e IPRG aufzuzeigen, indem sie sich vor Bundesgericht in allgemeiner Weise darauf berufen, "der durch Art. 75 ZGB garantierte Rechtsschutz des einzelnen gegen Massnahmen eines Verbands [sei] unverzichtbarer Bestandteil des ordre public". Sie erwähnen verschiedene Voraussetzungen der Anfechtung von Vereinsbeschlüssen nach schweizerischem Recht; dass das Schiedsgericht einen fundamentalen und allgemein anerkannten Verfahrensgrundsatz hinsichtlich der verfahrensrechtlichen Stellung von Anzeigestellern in Disziplinarverfahren verletzt hätte, zeigen sie mit ihren Ausführungen jedoch nicht auf. Soweit sie von einem allgemein anerkannten Prinzip ausgehen wollen, nach dem einem blossen Anzeigesteller - unabhängig von seiner eigenen Betroffenheit - in einem verbandsinternen Disziplinarverfahren ohne Weiteres Parteistellung zukommen soll, kann ihnen nicht gefolgt werden (vgl. BGE 146 III 358 E. 4.2). Entsprechendes gilt, soweit sie in ihrer weiteren Beschwerdebegründung einen angeblichen Verstoss gegen Art. 75 ZGB auch unter dem Titel des materiellen Ordre public rügen. Ins Leere stösst damit auch der auf diese unzutreffenden Vorbringen gestützte Vorwurf der Beschwerdeführer, es seien ihnen in Verletzung von Art. 190 Abs. 2 lit. d und e IPRG keine Informationen zum Verfahren erteilt und keine Parteistellung zuerkannt worden. Im Übrigen zeigen sie keine Verletzung der nach diesen Bestimmungen massgebenden Verfahrensgarantien durch das Schiedsgericht auf, indem sie in der Folge verschiedene Vorwürfe gegenüber der Disziplinarkommission der FIFA erheben.