Citation: 1C_400/2022 E. 5.6.2

5.6.2. Wie die Vorinstanz in ihrem dritten Urteil (VB.2021.00609 E. 5.2 a.E.) festhielt, hiess die Baukommission mit Beschluss vom 17. Dezember 2020 das Gesuch der privaten Beschwerdegegnerin betreffend Projektänderung gut, wobei sie die fragliche Projektänderung offenkundig auch mit Blick auf die Frage der Einordnung geprüft habe und zum Schluss gekommen sei, dass die verlangte befriedigende Gesamtwirkung erreicht werde. Auch wenn insoweit eine eingehendere Begründung denk- bzw. wünschbar gewesen wäre, habe die Baukommission jedenfalls auf den Rekurs der Beschwerdeführenden hin im Rekursverfahren bzw. in ihrer Rekursvernehmlassung vom 23. Februar 2021 ihren Entscheid ausführlicher begründet. In der Folge sei den Beschwerdeführenden eine Anfechtung ohne Weiteres möglich gewesen. Mit anderen Worten ging die Vorinstanz davon aus, dass eine allfällige Gehörsverletzung durch die Baukommission vom Baurekursgericht geheilt worden sei. Die Heilung einer allfälligen Verletzung des rechtlichen Gehörs kommt nur in Frage, wenn die Rechtsmittelinstanz den Verfahrensmangel korrigiert und bei ihrem Entscheid sowohl den Sachverhalt als auch die Rechtslage frei überprüfen kann (vgl. etwa BGE 137 I 195 E. 2.3.2 mit Hinweisen; Urteil 1C_580/2016 vom 31. Mai 2017 E. 2.7). Im Rekursverfahren vor dem Baurekursgericht des Kantons Zürich sind diese Voraussetzungen erfüllt (vgl. § 20 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [des Kantons Zürich] vom 24. Mai 1959 [VRG/ZH; LS 175.2]).