Citation: 7B_781/2023 E. 3.4

3.4. Die Vorinstanz erwägt, sie habe schon in ihrem Haftprüfungsentscheid vom 15. Juni 2023 die Fluchtgefahr bejaht. Sollte der Beschwerdeführer wegen vorsätzlicher Tötung oder gar Mordes verurteilt werden, drohe ihm eine langjährige Freiheitsstrafe. Diese bilde einen wichtigen Fluchtanreiz. Der Beschwerdeführer sei zwar Schweizer Bürger und lebe schon lange in der Schweiz. Ursprünglich aber stamme er aus Tunesien und sei der französischen Sprache mächtig. Auch habe er sich immer wieder und insgesamt lange Zeit in Frankreich aufgehalten, wo er über einen weiteren Wohnsitz verfüge und wo er sich erklärtermassen nach seiner Pensionierung niederlassen wolle. Damit seien seine familiären und sozialen Bindungen zur Schweiz nicht dergestalt, dass sie ihn von einem Wegzug ins Ausland abhielten. Anlässlich der Eröffnung seiner Festnahme am 12. August 2022 habe der Beschwerdeführer ausgesagt, "normal" wohne er zwar in Schaffhausen. Seit Mai 2022 seien "sie" (gemeint er und seine Ehefrau) jedoch "in Frankreich". Er lasse sich in einem Jahr pensionieren; dann zögen sie nach Frankreich, wo er ein Haus besitze. Seine Tochter wohne in Schaffhausen. Er halte sich bereits mehrheitlich in Frankreich auf; "tageweise hier und da". Soziale Bindungen - etwa zu seiner in Schaffhausen lebenden Tochter - schienen ihn gemäss eigenen Aussagen nicht von einem Wegzug aus der Schweiz abzuhalten. Nach unterdessen erfolgter Anklage wegen Mordes bestehe eine erhebliche Gefahr, dass sich der Beschwerdeführer nach Frankreich und von da allenfalls sogar nach Tunesien absetzen könnte (vgl. angefochtener Entscheid, E. 3.3 S. 8 f.).