Citation: 1C_106/2018 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführer rügen, das Bauprojekt könne aus lärmschutzrechtlichen Gründen nicht bewilligt werden. Die gewährten Lärmerleichterungen seien bundesrechtswidrig. Sie stellen die Gesetzmässigkeit von Art. 31 Abs. 2 der Lärmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV; SR 814.41) in Frage. Soweit sie (namentlich unter Hinweis auf BGE 142 II 100) die grundsätzliche Möglichkeit einer Ausnahmeregelung unter Berücksichtigung des Verhältnismässigkeitsprinzips anerkennen, machen sie geltend, die Behörden wären nach Art. 31 Abs. 1 und 2 LSV verpflichtet gewesen, die Anordnung der lärmempfindlichen Räume sowie bauliche und gestalterische Massnahmen, die das Gebäude gegen Lärm abschirmten, intensiv zu prüfen. Eine solche Prüfung sei aber nicht erfolgt. Man habe sich mit der Aussage im Lärmgutachten vom 5. Februar 2015 begnügt, wonach Lärmschutzmassnahmen die Aussicht und die Besonnung der Liegenschaft beeinträchtigen würden. Die Ausnahmebewilligung sei vorliegend nur erteilt worden, um dem Bauherrn den Arealbebauungsbonus nach § 32 der Bauordnung der Stadt Zug (insbesondere ein zusätzliches VolIgeschoss) zu gewähren. Ohne diesen Bonus respektive mit einer Redimensionierung des Hauses A könne problemlos ein Bauprojekt mit zum See gewandten Fenstern unter Einhaltung der lärmschutzrechtlichen Bestimmungen realisiert werden. Zudem gehe die Vorinstanz von einem "noch angemessenen" Wohnkomfort aus. § 31 Abs. 1 lit. c der Bauordnung der Stadt Zug verlange jedoch als Voraussetzung für die Arealbebauung eine besonders gute Wohnhygiene.