Citation: 8C_180/2017 E. 4.2

4.2. Zu den Beschwerden im linken Unterarm hielt das kantonale Gericht fest, die Experten der Gutachterstelle C.________, Dres. med. D.________, Facharzt für Neurologie FMH, und E.________, Facharzt für Chirurgie, Handchirurgie und Chirurgie der peripheren Nerven FMH, würden die zumutbare Kraft- und Gewichtsbelastung für das Hantieren, Heben und Tragen von Gewichten auf 30 kg festlegen und deshalb die angestammte Tätigkeit für uneingeschränkt zumutbar halten (wobei schwerste Arbeiten nur kurzfristig auszuführen seien). Demgegenüber setze der orthopädisch-handchirurgische Gutachter der MGBB, Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädie und Handchirurgie FMH, eine Trage- und Hebelimite von 20 kg fest, so dass nur noch eine adaptierte Tätigkeit uneingeschränkt zumutbar sei. Beide Gutachten schlössen Schwerstarbeit somit aus und variierten nur hinsichtlich der Belastungsgrenze (20 oder 30 kg). Zur angestammten Tätigkeit des Beschwerdegegners zählten Umzüge und Möbeltransporte je im Umfang von 34 bis 66 % bzw. 3 bis 5 1/4 h pro Tag, sowie Verkauf im Umfang bis 5 % bzw. 1/2 h pro Tag. Ebenso betrage die körperliche Belastung durch Heben und Tragen über 25 kg 34 bis 66 % oder 3 bis 5 1/4 h pro Tag. Daher sei eine Weiterbeschäftigung in der bisherigen Tätigkeit (die zu 34 bis 66 % auch Schwerstarbeit im Sinn von Belastungen über 25 kg umfasse) im Grunde genommen auch für die Gutachter der Gutachterstelle C.________ nicht mehr zumutbar. Dem stehe auch die Einschätzung der behandelnden Handchirurgin Prof. Dr. med. G.________, Fachärztin für plastische, rekonstruktive und ästhetische Chirurgie und Handchirurgie, nicht entgegen, habe diese doch im Februar 2015 eine Einschränkung von 20-30 % in der bisherigen Tätigkeit attestiert. Sodann ziele das Argument der Versicherung, das Trage- und Hebelimit von 20 kg gemäss dem Gutachten der MGBB werde alleine mit den nicht unfallkausalen Rückenbeschwerden begründet, ins Leere. Denn die Gutachter der MGBB hätten festgehalten, dass sich die Beschwerden im linken Vorderarm zusammen mit den Rückenbeschwerden immer wieder arbeitslimitierend auswirkten. Ergänzend hätten sie in ihrer Stellungnahme vom 3. Juli 2016 ausgeführt, dass die beschriebenen arbeitslimitierenden Beeinträchtigungen im linken Vorderarm bei einer angepassten Tätigkeit ohne Notwendigkeit, höhere Gewichte als 20 kg zu bewältigen, nicht zu einer Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit führten. Daraus folge im Umkehrschluss, dass bei Überschreitung dieser Belastungsgrenze Einschränkungen infolge der unfallbedingten Verletzung am linken Vorderarm resultierten. Im Ergebnis sei dem Beschwerdegegner die angestammte Tätigkeit bei der B.________ SA zwar nicht mehr uneingeschränkt zumutbar, doch bestehe in einer leidensangepassten Tätigkeit eine uneingeschränkte Arbeits- und Leistungsfähigkeit.