Citation: 5A_426/2018 E. 3.3.4

3.3.4. Von der Rechtshängigkeit der Scheidungsklage (25. Mai 2010; vgl. vorne Bst. A.a) bis zur Abweisung des Gesuchs um Erlass eines Teilurteils (13. Juli 2016; vgl. vorne Bst. A.b) hat das Verfahren vor dem Bezirksgericht gute sechs Jahre gedauert. Auch danach kam es nicht zum Abschluss und es war im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils im Jahre 2018 nach wie vor bei der ersten Instanz hängig. Allein die bisherige Verfahrensdauer kann nicht anders als äusserst lang bezeichnet werden. Hinweise darauf, dass ein Abschluss des Verfahrens absehbar wäre, ergeben sich aus den Akten sodann nicht. Ganz im Gegenteil betonen beide Parteien, dass ein äusserst umfangreiches Verfahren vorliegt, in welchem es immer wieder zu Verzögerungen kam, und dass der Streit um die zahlreichen weiterbestehenden Differenzen heftig geführt wird (vgl. auch die beiden in diesem Zusammenhang ergangenen Urteile 5A_108/2013 vom 28. März 2013 und 5A_279/2012 vom 13. Juni 2012). Soweit es nicht doch noch zu einer von Vernunft getragenen einverständlichen Regelung kommt, darf mit einem raschen Abschluss des Verfahrens über die Scheidungsfolgen daher nicht gerechnet werden, geschweige denn mit Rücksicht auf allfällige Rechtsmittelverfahren.