Citation: 5A_603/2021 E. 2.2.2

2.2.2. Was die Berufung angeht, erwägt das Obergericht, die erhobenen Beanstandungen beschlügen letztlich praktisch allesamt die Frage, ob der Beschwerdeführer aktuell über die erforderlichen verfügbaren Mittel verfüge, um neben seinem Lebensunterhalt die Prozesskosten zu finanzieren bzw. einen Vorschuss an die Gerichtskosten zu leisten. Das Obergericht stellt klar, dass das Bezirksgericht diese Frage bereits mit Beschluss vom 11. März 2021 (vgl. Sachverhalt Bst. A.a) bejaht habe; dieser Beschluss sei unangefochten geblieben und damit formell rechtskräftig. Ein Anspruch auf Wiedererwägung bestehe nur, soweit der Beschwerdeführer in seinem Ratenzahlungsgesuch vom 12. April 2021 gegenüber dem Beschluss vom 11. März 2021 veränderte Verhältnisse geltend mache. Dass er dies getan hätte und die Vorinstanz deshalb die bereits (formell rechtskräftig) verneinte Mittellosigkeit erneut zu prüfen gehabt hätte, mache der Beschwerdeführer in seiner Berufung jedoch nicht geltend. Damit würden die Berufungsvorbringen zum Fehlen aktuell effektiv verfügbarer Mittel zur Zahlung des Gerichtskostenvorschusses ins Leere gehen. In der Folge erklärt das Obergericht, weshalb der Beschwerdeführer auch nicht gegen die vorinstanzliche Alternativbegründung aufkomme, wonach eine Verfahrensverzögerung von zehn Monaten nicht angängig sei. BGE 85 I 1 E. 3, auf den sich der Beschwerdeführer berufe, sage nichts darüber aus, welche mit einer Ratenzahlung verbundene Verfahrensverzögerung noch hinzunehmen sei. Eine Rechtsverzögerung im Sinne von Art. 319 Bst. c ZPO könne schon begriffsnotwendig nicht vorliegen, weil das Gericht mit weiteren Entscheiden zuwarten müsse, bis der Vorschuss vollständig eingegangen ist. Auch dass die Voraussetzungen für eine Sistierung (Art. 126 ZPO) erfüllt wären, werde in der Berufung nicht dargetan.