Citation: 5A_291/2023 E. 4.1.1

4.1.1. Im Zusammenhang mit der von der Mutter angeführten Autismus-Erkrankung von C.A.________, der insbesondere an einem Asperger-Syndrom leide, hat das Obergericht festgehalten, dies sei bereits Gegenstand im kroatischen Scheidungsvefahren gewesen und die vom Scheidungsgericht beigezogenen Expertinnen hätten kein Asperger-Syndrom feststellen können; bei der ergänzenden Befragung habe die Gutachterin erklärt, gemäss Expertenfeststellung seien die Kinder vor allem wegen des elterlichen Streites in Not. Das Obergericht hat daraus geschlossen, dass ein Asperger-Syndrom bzw. eine Störung aus dem Autismus-Spektrum nicht feststehe, und ergänzt, dass dahingehende Auffälligkeiten jedenfalls auch bei der gerichtlichen Befragung von C.A.________ in keiner Art zu beobachten gewesen wären. Diesbezüglich vermag die Mutter keine willkürliche Sachverhaltsfeststellung aufzuzeigen, wenn sie behauptet, der Vater wolle die Störung aus dem Autismus-Spektrum nicht anerkennen und die Betrachtung des Obergerichtes sei verkürzt, weil bei C.A.________ kein Autismus-Test durchgeführt worden sei und deshalb eine entsprechende Störung medizinisch nicht ausgeschlossen werden könne. Ausgehend vom willkürfrei festgestellten Sachverhalt fehlt es der sich anschliessenden rechtlichen Argumentation, eine schwerwiegende Gefahr liege nicht erst vor, wenn die Störung handfest bewiesen sei, sondern es reiche eine Verdachtsdiagnose, an einer hinreichenden tatsächlichen Basis. Aber selbst wenn entgegen dem festgestellten Sachverhalt tatsächlich Verdachtsmomente vorliegen würden, wäre immer noch nicht ersichtlich, inwiefern dies eine Rückführung ausschliessen soll; diesbezüglich fehlt es an jeglicher Substanziierung und es darf davon ausgegangen werden, dass allfällig vorhandene Beeinträchtigungen auch in Kroatien adäquat behandelt werden könnten.