Citation: 2C_496/2019 E. 5.4.2

5.4.2. Massgeblich von Bedeutung ist im Weiteren, dass der Beschwerdeführer seine Verschuldung von ihrem Höchststand von Fr. 89'759.20 Ende 2013 auf einen Betrag von Fr. 80'305.10 im Jahr 2018 reduziert hat. Dies verdeutlicht, dass der Beschwerdeführer nicht lediglich keine weiteren Schulden angehäuft, sondern sich um die Tilgung der grössten beiden Verlustscheine in der Höhe von Fr. 59'700.70 und Fr. 19'420.25 mit entsprechenden Rückzahlungsvereinbarungen bemüht hat. Im Lichte seiner bereits fünf Jahre andauernden Tilgungsbestrebung kann deshalb nicht von einem mutwilligen Verstoss gegen die öffentliche Ordnung gesprochen werden. Dies gilt in der vorliegenden Angelegenheit umso mehr, da rund drei Viertel seiner Schulden auf die Kosten eines mittlerweile fast 15 Jahre zurückliegenden Strafverfahrens zurückzuführen sind (Datum des Delikts: 25. März 2005) und diese in einem erheblichen Umfang Kosten infolge unentgeltlicher Rechtspflege beinhalten. Würde diese Schuld nicht berücksichtigt, läge lediglich eine Verschuldung von etwas mehr als Fr. 20'000.-- vor. Inwiefern im Lichte dieser Gesamtumstände davon ausgegangen werden kann, der Beschwerdeführer hätte in erheblich mutwilliger Weise Schulden angehäuft und damit erheblich gegen die öffentliche Ordnung verstossen, ist nicht ersichtlich. Der Beurteilung, wonach keine Mutwilligkeit vorliegt, steht auch nicht entgegen, dass es dem Beschwerdeführer aufgrund seines monatlichen finanziellen Überschusses möglich gewesen wäre, seine Schulden schneller zu tilgen.