Citation: 9C_62/2024 E. 5.1

5.1. Die Beschwerdeführerin macht eine offensichtlich unrichtige Erhebung des Sachverhalts durch die Vorinstanz geltend. Die IV-Stelle sei bereits in ihrer Verfügung vom 27. Dezember 2012 von einer Arbeitsfähigkeit von lediglich 80 % und einer unsicheren Prognose ausgegangen, weshalb es unwahrscheinlich sei, dass bei der C.________ AG eine volle Arbeitsfähigkeit bestanden habe. Direkt vor Antritt dieser Anstellung sei noch eine Arbeitsunfähigkeit von 80 % attestiert worden und der behandelnde Psychiater habe einerseits die Wiederherstellung der vollen Arbeitsfähigkeit lediglich als Behandlungsziel und andererseits die Anstellung ausdrücklich als Arbeitsversuch bezeichnet. Eine volle Arbeitsfähigkeit im Beruf als Käserin habe Dr. med. E.________ als äusserst fraglich erachtet. Es sei auch offensichtlich falsch, dass der behandelnde Psychiater am 1. September 2018 eine weiterhin bestehende volle Arbeitsfähigkeit festgehalten habe; er habe lediglich eine versuchsweise volle Arbeitsfähigkeit mit vorsichtig günstiger Wiedereingliederungsprognose angegeben. Zudem habe er auch Umschulungsmassnahmen empfohlen. Weiter erhebe die Vorinstanz den Sachverhalt nur lückenhaft, indem sie in lit. A.h. des angefochtenen Entscheids nicht berücksichtige, dass die Beschwerdegegnerin aktengemäss seit Jahren nie länger als einige Monate symptomfrei gewesen sei und auch in ihren eigenen Eingaben kurz vor Stellenantritt beim Alterszentrum V.________ einen grossen Leidensdruck schildere. Es sei willkürlich, wenn das kantonale Gericht annehme, dass die Beschwerdegegnerin während ihrer Tätigkeit im D.________ nicht eingeschränkt gewesen sei. Sie habe selbst festgehalten, dass sie jede Festanstellung in diesem Zusammenhang verloren hätte; auch ihre damalige Vorgesetzte habe festgehalten, dass sie mit einer Teamleitung überfordert gewesen wäre und sich noch "viel Boden erarbeiten" müsse. Der behandelnde Psychiater habe eine Arbeitstätigkeit von 80 % als "die Schwere der Erkrankung bagatellisierend" bezeichnet. Echtzeitlich seien demnach alle Beteiligten von einer erheblichen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ausgegangen. Zudem habe das Beschäftigungsprogramm nur in einem Pensum von 80 % stattgefunden und sage damit nichts über eine volle Arbeitsfähigkeit im 1. Arbeitsmarkt aus.