Citation: 6B_1179/2021 E. 3.4.2

3.4.2. Der subjektive Tatbestand ist erfüllt, wenn der Beschwerdeführer zumindest ernsthaft für möglich hielt, dass die Beschwerdegegnerin 2 schlief und sich gegen die sexuelle Handlung nicht zur Wehr setzen konnte. Sichere Kenntnis um die Widerstandsunfähigkeit ist nicht erforderlich. Zum Widerstand unfähig ist bereits eine schlafende Person, weshalb sich das subjektive Wissen des Beschwerdeführers nur auf den Schlaf der Beschwerdegegnerin 2 beziehen musste (vgl. oben E. 3.3.2; Urteil 6B_128/2012 vom 21. Juni 2012 E. 1.5 und E. 1.6.3). Der Einwand des Beschwerdeführers, er sei davon ausgegangen, dass die Beschwerdegegnerin 2 "freiwillig mitgemacht" habe (Beschwerde S. 30 Rz. 168), überzeugt nicht. Die gesamten Umstände, insbesondere die klare Ablehnung beider Frauen, dass er mit ihnen im Bett schlafen konnte, der Umstand, dass die Beschwerdegegnerin 2 zum Tatzeitpunkt ihre Periode hatte und dass der Beschwerdeführer sich erst, als beide Frauen eingeschlafen waren, ins Bett legte, zeigen, dass er keineswegs von einer hypothetischen Einwilligung der Beschwerdegegnerin 2 in Bezug auf die Vornahme einer sexuellen Handlung (konkret: des Geschlechtsverkehrs) mit ihm ausging. Die Vorinstanz verletzt kein Bundesrecht, wenn sie den Tatbestand der Schändung subjektiv als erfüllt betrachtet.