Citation: 6B_1090/2019 E. 2

Im Anklagepunkt der Gehilfenschaft zum Anstaltentreffen zur Verarbeitung oder zum Verkauf von Heroin durch einen Dritten macht der Beschwerdeführer eine Verletzung des Anklageprinzips sowie des Prinzips der Akzessorietät der Teilnahme geltend. Der Anklagesachverhalt erschöpfe sich im Vorwurf des Transports von 2 Kilogramm Streckmittel mit dem Cousin des Käufers des Streckmittels. Hingegen ergebe sich daraus nicht, ob und in welcher Quantität dem Streckmittel Drogen beigemischt worden sowie wann und wo dies geschehen sein soll. Mangels Nachweis einer mindestens versuchten - in der Anklage nicht konkretisierten - Haupttat oder bestimmter Vorbereitungshandlungen des in einem anderen Kanton beurteilten Hauptbeschuldigten scheide eine Verurteilung des Beschwerdeführers wegen Gehilfenschaft hierzu aus. Eine reine Vermischungs- und Veräusserungsabsicht des Haupttäters, wie in der Anklage umschrieben, genüge nicht resp. stelle keine strafbare Haupttat dar.