Citation: 8C_531/2022 E. 4.2

4.2. Im Rahmen einer ausführlichen Würdigung der medizinischen Aktenlage im Zeitpunkt der Verfügung vom 4. März 2021 und der mit der Neuanmeldung eingereichten Berichte gelangte die Vorinstanz sodann zum Schluss, der Beschwerdeführer habe keine rentenrelevante Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse glaubhaft machen können. Da in erster Linie eine veränderte Befundlage entscheidend sei, bildeten die Arbeitsunfähigkeitszeugnisse des Dr. med. C.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, hierfür keine Grundlage. Die im Bericht der Psychiatrie D.________ vom 3. November 2021 beschriebene Symptomatik bzw. Befunde fänden sich in Ausprägung und Ausmass sodann bereits im Bericht der Psychiatrie D.________ vom 31. Januar 2020. Die abweichende Diagnosestellung im Sinne einer rezidivierenden depressiven Störung mit gegenwärtig mittelgradiger Episode (ICD-10 F33.1) und einer kombinierten Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61) anstelle der zuvor diagnostizierten mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10 F32.1) sowie der Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten der Lebensbewältigung (ICD-10 Z73) ändere hieran nichts, da sich der Schweregrad und damit die funktionellen Auswirkungen nicht verändert hätten. Im neueren Bericht vom 3. November 2021 hätten die Ärzte der Psychiatrie D.________ denn auch festgehalten, dass sich - wenn auch mit einem chronifizierten Zustandsbild - nur eine minime Veränderung bezüglich der depressiven Symptomatik ergeben habe. Dem Beschwerdeführer sei von den Ärzten der Psychiatrie D.________ deshalb auch ausdrücklich empfohlen worden, mit seinem "Verschlechterungsgesuch" bei aktuell gleichbleibender gesundheitlicher und therapeutischer Situation bis mindestens 2022 zuzuwarten. Im vom Beschwerdeführer zuletzt eingereichten (undatierten) Bericht des Dr. med. C.________ und der Psychotherapeutin lic. phil. E.________ über die letzte Kontrolle vom 2. Dezember 2021 würden sodann zwar eine gesundheitliche Verschlechterung postuliert und eine gegenwärtig schwere Episode der rezidivierenden depressiven Störung sowie eine posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert. Auch hier würden sich die beschriebene Symptomatik und die psychopathologischen Befunde in Ausprägung und Ausmass aber ganz wesentlich mit jenen in den Vorberichten des Dr. med. C.________ vom 28. März und vom 10. September 2020 decken. Insgesamt ergäben sich aus den Berichten der Psychiatrie D.________ vom 3. November 2021 sowie des Dr. med. C.________ und der lic. phil. E.________ über die Kontrolle vom 2. Dezember 2021 weder psychopathologische Befunde noch eine Symptomatik, die in ihrer Ausprägung oder im Ausmass eine Verschlechterung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers glaubhaft machen würden. Dies zeige sich denn auch anhand der von Dr. med. C.________ und lic. phil. E.________ unverändert postulierten Arbeitsfähigkeit auf dem zweiten Arbeitsmarkt von vier Stunden täglich.