Citation: 1C_668/2021 E. 2.2

2.2. Die Beschwerdeführerin erachtet die Beweiswürdigung der Vorinstanz als willkürlich. Im Protokollauszug vom 12. November 2018 habe der Gemeinderat Wuppenau explizit festgehalten, dass C.B.________ an der Sitzung teilgenommen und folglich mitgestimmt habe. Dieses Protokoll sei an der darauffolgenden Sitzung vorbehaltlos genehmigt worden. Erst drei Sitzungen bzw. zwei Monate später sei die "Korrektur" erfolgt, nach der Lektüre der Rekursschrift und wohl vor allem auf den guten Rat des beigezogenen Anwaltes hin. Unter Würdigung der zeitlichen Umstände und vor allem auch der Tragweite des nachträglich "bereinigten" Verfahrensfehlers sei es willkürlich, wenn das Verwaltungsgericht diesem Korrekturversuch Glauben schenke, weil er in Form eines amtlichen Protokolls erfolgt sei, und dabei übersehe, dass die Teilnahme C.B.________s an der Beschlussfassung genauso in einem amtlichen, vom Gemeindeschreiber unterzeichneten Protokoll bestätigt worden sei. Im Übrigen müsse schon der Anschein bzw. Verdacht einer behördlichen Mogelei zur Aufhebung des damit verteidigten Entscheides führen. Die Beschwerdeführerin bestreitet im Übrigen, dass § 18 VRG/TG auf Einspracheentscheide nicht anwendbar sei, und gibt zu Bedenken, dass auch die Parteien eines Verwaltungsverfahrens Anspruch auf richtige Zusammensetzung der Verwaltungsbehörde gemäss Art. 29 Abs. 1 BV und auf Bekanntgabe der persönlichen Zusammensetzung des Spruchkörpers hätten. Seien die Behördenmitglieder (wie in den Einspracheentscheiden vom 20. November 2018) nicht einzeln aufgeführt, dürfe und müsse davon ausgegangen werden, dass sämtliche Mitglieder am Entscheid beteiligt gewesen seien. Dies entspreche auch der Praxis des Verwaltungsgerichts (mit Verweis auf VG.2015.135 vom 29. April 2015 E. 3.3).