Citation: 2P.183/2000 19.09.2000 E. 2

2.- Zur staatsrechtlichen Beschwerde ist nach Art. 88 OG nur legitimiert, wer in rechtlich geschützten Interessen betroffen ist. Grundsätzlich besteht kein Anspruch auf Erteilung bzw. Verlängerung einer Aufenthaltsbewilligung (vgl. Art. 4 des Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer [ANAG; SR 142. 20]; BGE 124 II 361 E. 1a S. 364, mit Hinweisen). Wie auch die Beschwerdeführerin zutreffend bemerkt, hat sie offenkundig weder nach einer Sondernorm des Bundesrechts noch nach einer solchen eines Staatsvertrages einen Anspruch auf Erteilung einer fremdenpolizeilichen Bewilligung. Insbesondere aus Art. 17 Abs. 2 ANAG kann sie angesichts ihrer Trennung vom Ehemann keinen solchen Anspruch ableiten. Daher erwiese sich eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde, der gegenüber die staatsrechtliche Beschwerde subsidiär ist (Art. 84 Abs. 2 OG), als unzulässig (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG). Gemäss ständiger Rechtsprechung ist der Ausländer, der mangels eines Rechtsanspruches keine Verwaltungsgerichtsbeschwerde ergreifen kann, auch nicht zur staatsrechtlichen Beschwerde legitimiert, weil er nicht über ein rechtlich geschütztes Interesse im Sinne von Art. 88 OG verfügt (BGE 122 I 267 E. 1a S. 270, mit Hinweisen). Insbesondere kann die Beschwerdeführerin auch nach Inkrafttreten der neuen Bundesverfassung am 1. Januar 2000 nichts aus dem in Art. 9 BV statuierten Willkürverbot ableiten (BGE 126 I 81 E. 2-7 S. 84 ff.). Wer in einem kantonalen Verfahren Parteistellung hatte, kann zwar trotz fehlender Legitimation in der Sache selber mit staatsrechtlicher Beschwerde die Verletzung von Verfahrensvorschriften rügen, deren Missachtung eine formelle Rechtsverweigerung darstellt (BGE 119 Ia 424 E. 3c S. 428, 4 E. 1 S. 5). Solche Rügen erhebt die Beschwerdeführerin jedoch nicht, schon gar nicht in rechtsgenüglicher Weise (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Im Übrigen dürfen dem Bundesgericht auf diesem Weg keine materiellen Fragen unterbreitet werden, weshalb weder die Beweiswürdigung kritisiert noch geltend gemacht werden kann, die Begründung eines Entscheids sei materiell unzutreffend oder zu wenig differenziert (BGE 122 II 186 E. 2 S. 192; 118 Ia 232 E. 1a S. 235). Nicht zulässig ist die Kritik, Beweisanträge seien zu Unrecht wegen Unerheblichkeit oder aufgrund vorweggenommener Beweiswürdigung abgelehnt worden oder die Behörde habe sich nicht genügend mit den Argumenten des Beschwerdeführers auseinander gesetzt; die Beurteilung dieser Fragen kann regelmässig nicht von der materiellen Prüfung getrennt werden, auf die der in der Sache selber nicht Legitimierte keinen Anspruch hat (BGE 117 Ia 90 E. 4a S. 95). Soweit die Beschwerdeführerin solche Rügen erhebt - sie kritisiert beispielsweise, das Appellationsgericht habe nicht untersucht, ob ihre Behauptungen stimmen, es habe weder die Fremdenpolizei zur Vernehmlassung aufgefordert noch die Strafakten beigezogen -, kann auf ihre Vorbringen deshalb nicht eingetreten werden.