Citation: I 176/02 11.07.2002 E. 2.2

Da die Invaliditätsbemessung der voraussichtlich bleibenden oder längere Zeit dauernden Erwerbsunfähigkeit zu entsprechen hat, ist die berufliche Weiterentwicklung miteinzubeziehen, die ein Versicherter normalerweise vollzogen hätte; dazu ist erforderlich, dass konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, ein beruflicher Aufstieg und ein entsprechend höheres Einkommen wären ohne Invaliditätseintritt tatsächlich realisiert worden. Absichtserklärungen genügen nicht, vielmehr muss der Wille, beruflich weiterzukommen, bereits durch konkrete Schritte wie Kursbesuche usw. kundgetan sein (vgl. AHI 1998 S. 171 Erw. 5a). An den Nachweis von Weiterentwicklung und Aufstieg im Beruf sind hohe Beweisanforderungen zu stellen (vgl. RKUV 1997 Nr. U 280 S. 276). Aus den Akten ergeben sich keinerlei Hinweise dafür, dass die Versicherte konkrete Schritte wie Kursbesuche, Aufnahme eines Studiums, Ablegen von Prüfungen usw. kundgetan hätte, welche auf einen beruflichen Aufstieg im Sinne der genannten Rechtsprechung schliessen liessen. Der Berechnung des Valideneinkommens durch die Vorinstanz kann daher beigepflichtet werden. Die Vorinstanz hat sodann das Invalideneinkommen zutreffenderweise aufgrund der so genannten Tabellenlöhne gemäss der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) berechnet. Im Rahmen der Angemessenheitsprüfung (BGE 126 V 81 Erw. 6) ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz von diesem Lohn einen leidensbedingten Abzug von 10 % vorgenommen hat.