Citation: 5A_407/2022 E. 2

Die Vorinstanz stützte sich bei der Feststellung des Sachverhalts auf ein Strafverfahren gegen den Schuldner im Kanton Zürich (Urteile 6B_1256/2018, 6B_1267/2018 vom 28. Oktober 2019). Sie stellte fest, dass die Liegenschaft in U.________ das einzige Aktivum der Beschwerdeführerin sei. Die Ehefrau des Schuldners halte 100% der Aktien und sei einziges Mitglied des Verwaltungsrates der Beschwerdeführerin. Der Schuldner sei bei der Gläubigerin angestellt gewesen. Es sei offensichtlich, dass die interne Versetzung, die eigene Kündigung sowie die drohende Strafuntersuchung für die Übertragung der Liegenschaft vom Schuldner auf die Beschwerdeführerin ausschlaggebend gewesen sei. Unzweifelhaft habe der Schuldner mit diesem Vorgehen bezweckt, Vermögenswerte als Haftungssubstrat beiseite zu schaffen. Die Ehefrau des Schuldners könne betreffend die Übertragung der Liegenschaft auf die Beschwerdeführerin bzw. auf sie als Inhaberin nicht mehr gutgläubig sein. Eine Gegenleistung habe die Ehefrau bzw. die Beschwerdegegnerin bei der Übertragung der Liegenschaft auch nicht erbracht. Aufgrund dieses Scheingeschäfts erscheine es der Vorinstanz als glaubhaft, dass die Liegenschaft in U.________ nur pro forma auf die Beschwerdeführerin zu Alleineigentum übertragen worden sei und in Wirklichkeit wirtschaftlich dem Vermögen des Schuldners zuzusprechen sei. Die Vorinstanz kam zum Schluss, dass es zumindest glaubhaft sei, dass der Grundbucheintrag über die Liegenschaft in Bezug auf die Eigentümerschaft materiell unrichtig sei. Die gemäss Grundbucheintrag im Eigentum der Beschwerdeführerin stehende Liegenschaft in U.________ sei deshalb dem Vermögen des Schuldners zuzurechnen und könne folglich als dem Schuldners gehörender Arrestgegenstand i.S.v. Art. 272 Abs. 1 Ziff. 3 SchKG mit Arrest belegt werden.