Citation: 4A_184/2013 E. 1

Zwischen den Parteien ist umstritten, ob es sich bei der Arbeitsunfähigkeit ab dem 10. Juli 2006 um einen Rückfall oder um einen neuen Versicherungsfall handelt. Die Vorinstanz hat diese Frage offen gelassen. Sie nahm gestützt auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung an, die Leistungspflicht des Krankentaggeldversicherers werde grundsätzlich durch die ärztlich bescheinigte Arbeitsunfähigkeit und den Ablauf der vereinbarten Wartefrist ausgelöst. Damit beginne auch die Verjährungsfrist. Die für die Dauer der Krankheit geltend gemachten Taggelder verjährten gesamthaft in zwei Jahren ab diesem Zeitpunkt (BGE 127 III 268). Die Vorinstanz erkannte, sofern es sich bei der Arbeitsunfähigkeit ab 10. Juli 2006 um eine neue Krankheit handle, habe die Verjährungsfrist für die daraus geschuldeten Taggelder am 24. Juli 2006 zu laufen begonnen, womit der Taggeldanspruch als ganzes am 24. Juli 2008 verjährt sei. Die Beschwerdegegnerin habe aber erst am 19. August 2008 erstmals auf die Einrede der Verjährung verzichtet, sofern diese nicht bereits eingetreten sei. Den für die Zeit vom 10. Juli bis 29. Oktober 2006 erfolgten Taggeldleistungen erkannte die Vorinstanz für einen Anspruch über die Maximaldauer von 716 Bezugstagen hinaus keine verjährungsunterbrechende Wirkung zu, da die Leistungen unter dem Titel Rückfall erfolgt seien. Da die Vorinstanz den Anspruch des Beschwerdeführers für verjährt hielt, ging sie auf die übrigen Einwände der Beschwerdegegnerin nicht ein.