Citation: 4A_449/2017 E. 6.3.3

6.3.3. Weiter rügt der Beschwerdeführer die Beweiswürdigung, wonach er bis zu seinem Pensionsalter nicht mehr erwerbstätig geworden wäre, als willkürlich. Dabei werde das gerichtliche Gutachten gänzlich aussen vor gelassen, in welchem davon ausgegangen worden sei, bei Vermeidung von rückenbelastenden Tätigkeiten sei seine Arbeitsfähigkeit erhalten geblieben. Auch seine bisherige Laufbahn, die in diesem Gutachten aufgeführt sei, lasse die Vorinstanz ausser acht. Ebenso hätte die widersprüchliche Darstellung der Beschwerdegegnerin, die in Kenntnis des gerichtlichen Gutachtens noch behauptet habe, er sei arbeitsfähig, berücksichtigt werden müssen. Die vorinstanzliche Feststellung, wonach bezweifelt werden müsse, ob er überhaupt längerfristig einer bezahlten Erwerbstätigkeit in diesem Umfang nachgegangen wäre, verstosse gegen die allgemeine Lebenserfahrung. Indem von ihm ein strikter Beweis verlangt worden sei, dass er bis zu seiner Pensionierung überhaupt erwerbstätig geblieben wäre, sei Unmögliches von ihm verlangt worden, was Art. 8 ZGB verletze. Es wären genügend Anhaltspunkte vorhanden gewesen, um gestützt auf Art. 42 Abs. 2 OR auf eine grundsätzlich dauerhafte Erwerbstätigkeit in einer Hilfsarbeitertätigkeit in der Produktion bis Aktivitätsende zu schliessen. Die Behauptung des Beschwerdeführers, die Vorinstanz habe von ihm den Beweis verlangt, dass er bis zu seiner Pensionierung erwerbstätig bleibe, trifft nicht zu. Auch infolge des Nichtbestreitens seitens des Beschwerdeführers stellte sie nur, aber immerhin, fest, dass er nicht mehr über längere Zeit seiner bisherigen Tätigkeit bei der Beschwerdegegnerin hätte nachgehen können. Da seitens des Beschwerdeführers bezüglich der künftigen Erwerbstätigkeit und des entsprechenden Einkommens ausser dem Hinweis auf seinen bisherigen Lohn bei der Beschwerdegegnerin keine Behauptungen vorlagen, erachtete sie die Voraussetzungen für eine Schadenschätzung nach Art. 42 Abs. 2 OR zu Recht als nicht gegeben. Mit seinen Ausführungen zum angeblichen Inhalt des Gutachtens übergeht der Beschwerdeführer einmal mehr, dass es sich dabei nicht um von ihm aufgestellte Tatsachenbehauptungen handelt und das Gutachten solche nicht zu ersetzen vermag (siehe bereits E. 4.3).