Citation: 6B_1186/2019 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung von Art. 20 StGB. Seine Schuldfähigkeit sei möglicherweise vermindert. Die Vorinstanz habe an dieser zweifeln und deshalb ein psychiatrisches Gutachten einholen müssen. Seine behandelnde Therapeutin nenne eine dissoziative Identitätsstörung als wahrscheinlichste Diagnose. Die Erlebnisse in seiner Kindheit und Jugend wiesen auf eine verminderte Schuldfähigkeit hin. Er sei zudem nicht pädophil, habe aber trotzdem Handlungen gegen die sexuelle Integrität seiner Kinder vorgenommen, was ebenso an seiner Schuldfähigkeit zweifeln lasse. Erstmals vor Bundesgericht bringt er schliesslich vor, er sei kurz nach Beginn der Rekrutenschule ausgemustert worden, weil er als schizoide, selbstunsichere, kränkbare Persönlichkeit mit starker Neigung zu affektiven Reaktionen, vorwiegend aber zu depressiver Verarbeitung belastender Lebenseindrücke, beurteilt worden sei. Der Beschwerdeführer reicht diesbezüglich militärärztliche Akten aus den Jahren 1989 und 1990 ein. Dabei handle es sich lediglich um eine sachbezogene Präzisierung. Es sei gerade mit seinem Krankheitsbild erklärbar, dass er bisher nicht auf seine militärische Ausmusterung zu sprechen gekommen sei. Die Militärakten seien deshalb im bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahren zu berücksichtigen.