Citation: 1B_598/2020 E. 3.2

3.2. Diese Ausführungen der Vorinstanz sind nicht zu beanstanden. Wie sie richtig darlegt, gelangt vorliegend Art. 227 in Verbindung mit Art. 229 StPO zur Anwendung (BGE 139 IV 94 E. 2.1 S. 95 f. mit Hinweisen), womit eine mündliche Verhandlung unter dem Blickwinkel des Anspruchs auf rechtliches Gehör nur dann durchzuführen ist, wenn dies zur Wahrheitsfindung zwingend erforderlich erscheint (Urteil des Bundesgerichts 1B_84/2018 vom 28. Februar 2018 E. 2.2 mit Hinweis). In Bezug auf die Freimütigkeit, mit der sich der Betroffene zu den aufgeworfenen Fragen äussern soll, unterscheiden sich die mündliche und die schriftliche Durchführung nicht. Die schriftlichen Eingaben des Beschwerdeführers und sein Verhalten in der Hauptverhandlung liessen die Vorinstanz berechtigterweise daran zweifeln, dass eine mündliche Einvernahme überhaupt sinnvoll wäre. Inwiefern hier die Anhörung des Beschwerdeführers zur Wahrheitsfindung gar hätte erforderlich sein sollen, ist nicht erkennbar. An dieser Einschätzung ändert auch nichts, dass der Beschwerdeführer eine mündliche Anhörung beantragt hatte. Der Verzicht auf die Durchführung einer mündlichen Anhörung erweist sich demnach als rechtskonform. Die Beschwerde ist in diesem Punkt unbegründet.