Citation: 4A_15/2024 E. B

B.a. Am 26. Juli 2021 reichte die B.________ AG beim Bezirksgericht Frauenfeld eine Klage gegen A.________ ein. Die Klägerin verlangte die Rückzahlung von Provisionsvorschüssen in der Höhe von Fr. 98'119.25 zzgl. Zins zu 5% seit 18. November 2019. Zudem ersuchte sie um Beseitigung des Rechtsvorschlags in der Betreibung Nr. xxx des Betreibungsamts X.________. Mit Entscheid vom 20. September 2022 hiess das Bezirksgericht die Klage vollumfänglich gut. B.b. Die Beklagte focht diesen Entscheid mit Berufung beim Obergericht des Kantons Thurgau an. Dieses wies die Berufung mit Entscheid vom 25. April 2023 ab und bestätigte das Urteil des Bezirksgerichts. Das Obergericht unterstellte das Schuldverhältnis zwischen der Klägerin und der Beklagten zufolge gültiger Rechtswahl dem liechtensteinischen Recht. Es beurteilte das Sicherungsgeschäft unter diesem Recht als formgültig zustande gekommen. In einer Eventualbegründung hielt das Obergericht dafür, dass unter schweizerischem Recht ebenfalls von einer formfreien, kumulativen Schuldübernahme auszugehen sei.