Citation: 6B_1232/2021 E. 1.3.3

1.3.3. Unter Willkürgesichtspunkten ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz die Schilderungen des Geschädigten als detailliert, authentisch sowie anschaulich bezeichnet und darauf abstellt. Sie legt nachvollziehbar dar, dass es weder Anhaltspunkte für eine Falschbelastung gebe noch in seinen Aussagen Aggravierungstendenzen auszumachen seien. Auch schliesst sie ein finanzielles Interesse des Geschädigten willkürfrei mangels Konstituierung als Privatkläger aus (Urteil S. 32). Mit seinen grösstenteils appellatorischen und teilweise polemisch anmutenden Ausführungen vermag der Beschwerdeführer weder Willkür in der vorinstanzlichen Würdigung aufzuzeigen noch darzulegen, dass die Aussagen des Geschädigten "eine einzige Aggravierungstendenz" sind. Die Vorinstanz verkennt nicht, dass sich der Geschädigte in einer IV-Abklärung befindet. Inwiefern dies ein Grund für Aggravierungen sein soll, ist entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers nicht ersichtlich. Ebenso wenig leuchtet ein, weshalb die angebliche Vorliebe des Geschädigten für Eishockeyspiele von Relevanz sein soll. Mit seinem Einwand, er habe wegen seiner Erkrankung unter "wahnhaften Verzerrungen" gelitten und die Realität wohl nur noch am Rande wahrgenommen, vermag der Beschwerdeführer keine Willkür in der vorinstanzlichen Einschätzung aufzuzeigen, die teilweise widersprüchlichen Aussagen des Beschwerdeführers, der den Vorfall gänzlich abstreite oder sich nicht mehr an den Vorfall erinnere bzw. erinnern könne, seien als unglaubhaft zu würdigen. Dass die widersprüchlichen Aussagen allenfalls in seiner Erkrankung gründen, ändert nichts an deren Widersprüchlichkeit. Die erste Instanz, auf deren Begründung die Vorinstanz verweist, zeigte hinsichtlich der Aussagen des Beschwerdeführers zu seinem T-Shirt anschaulich auf, weshalb diese nicht stimmen können (Urteil S. 31; erstinstanzliches Urteil S. 18). Damit setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander. Es ist nicht schlechterdings unhaltbar, wenn die Vorinstanz zum Schluss gelangt, das Nasenbluten des Geschädigten sei durch den Faustschlag des Beschwerdeführers in das Gesicht des Geschädigten ausgelöst worden und dieser habe sich aufgrund seiner erlittenen Verletzungen (über Nacht) ins Spital begeben müssen. Die Vorinstanz begründet ihre Einschätzung überzeugend mit den polizeilichen Feststellungen, den Aussagen des Geschädigten und den zeitlichen Gegebenheiten (Urteil S. 32 f.). Was der Beschwerdeführer hiergegen einwendet, überzeugt nicht. Sein Vorbringen, auch das Wegrennen des Geschädigten hätte bei diesem das Nasenbluten verursachen können, genügt nicht, um die vorinstanzliche Würdigung als willkürlich erscheinen zu lassen. Hinsichtlich des Spitalaufenthalts ergibt sich aus dem Polizeirapport, dass der Geschädigte von der Sanität in ein Spital gebracht wurde. Die Vorinstanz begründet nachvollziehbar und willkürfrei, weshalb sie auf die Angaben des Geschädigten anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung, wonach er eine Nacht auf der Überwachungsstation im Spital verbracht habe, abstellt, obwohl er dies an der polizeilichen Befragung zwei Tage nach dem Vorfall noch nicht erwähnte (Urteil S. 32). Soweit der Beschwerdeführer bemängelt, es sei völlig unklar, was ein "Druck in der Nase und im Kopf" bedeuten solle, es existiere kein solches Verletzungsbild, ist dies keine Frage der tatsächlichen Feststellungen, sondern der rechtlichen Würdigung. Zusammenfassend erachtet die Vorinstanz den angeklagten Sachverhalt willkürfrei als erstellt.