Citation: 5A_278/2022 E. 3.3.2

3.3.2. Die Vorinstanz erwog zu dieser Thematik, die Strafbefehle seien infolge Einspruchs noch nicht rechtskräftig. Die Vorwürfe gegenüber der Beschwerdegegnerin seien noch strafrechtlich zu klären. Nach Abschluss des Strafverfahrens sei eine erneute Beurteilung der Erziehungsfähigkeit angezeigt. Im vorinstanzlichen Verfahren habe es jedoch keinerlei Hinweise darauf gegeben, dass die Beschwerdegegnerin gegenüber den Kindern systematisch gewalttätig werde. Die ehemalige Kinderbeiständin halte in ihrem Bericht vom 31. Dezember 2021 fest, dass das Kindeswohl nicht gefährdet sei. Fachpersonen hätten die Vorwürfe des Beschwerdeführers stets entkräften bzw. die behauptete Gewalttätigkeit nicht bestätigen können. Auch in der Kinderanhörung vom 18. Januar 2022 hätten keine Hinweise auf eine akute Kindeswohlgefährdung gefunden werden können. Die Kinder hätten lediglich bestätigt, dass die Beschwerdegegnerin ihnen manchmal den Mund zuhalte, wenn sie zu laut seien. Aktuelle Gewalttätigkeiten ihnen gegenüber hätten sie verneint. Gemäss Polizeibericht der jüngsten Untersuchung sei überdies das Kindeswohl nicht gefährdet. Dennoch zeige das neuste Strafverfahren im Kanton Aargau Handlungsbedarf auf, da es unangemessen erscheine, seinen Kindern - aus welchen Gründen auch immer - den Mund zuzuhalten. Es sei vorliegend eine sozialpädagogische Familienbegleitung anzuordnen und die Beschwerdegegnerin zu ermahnen, den Kindern nicht den Mund zuzuhalten. Sollte dies wieder vorkommen oder eine Verurteilung der Beschwerdegegnerin erfolgen, könne jederzeit eine entsprechende Weisung durch die zuständigen Behörden verfügt werden.