Citation: 2A.591/1998 22.03.2000 E. 4.-

Unter dem Schutz des - hier noch anwendbaren - Art. 31 aBV steht jede gewerbsmässig ausgeübte, privatwirt- schaftliche Tätigkeit, die der Erzielung eines Gewinnes oder eines Erwerbseinkommens dient. Art. 31 aBV behält jedoch in Abs. 2 kantonale Bestimmungen über die Ausübung von Handel und Gewerben vor. Solche Einschränkungen können dem Schutz der öffentlichen Ordnung, der Gesundheit, Sittlichkeit und Sicherheit oder von Treu und Glauben im Geschäftsverkehr dienen. Unzulässig sind wirtschaftspolitische oder standes- politische Massnahmen, die den freien Wettbewerb behindern, um gewisse Gewerbezweige oder Bewirtschaftungsformen zu si- chern oder zu begünstigen. Beschränkungen der Handels- und Gewerbefreiheit bedürfen sodann einer gesetzlichen Grund- lage, müssen durch ein überwiegendes öffentliches Interesse gerechtfertigt sein und den Grundsatz der Verhältnismässig- keit sowie der Rechtsgleichheit wahren (BGE 125 I 276 E. 3a, mit Hinweisen). Die vom Beschwerdeführer neu angebotene Dienstleis- tung stellt - nicht anders als die Besamungstätigkeit auch - eine private, auf Erwerb gerichtete und damit unter den Schutz der Handels- und Gewerbefreiheit fallende Tätigkeit dar; die - letztinstanzlich vom Verwaltungsgericht bestä- tigte - Verfügung des Veterinäramtes, wonach bestimmte vom Beschwerdeführer angebotene Tätigkeiten den Tierärzten vor- behalten sind, greift in die Handels- und Gewerbefreiheit ein.