Citation: 6S.357/2002 18.12.2002 E. 1

Das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb bezweckt, den lauteren und unverfälschten Wettbewerb im Interesse aller Beteiligten zu gewährleisten (Art. 1 UWG). Unlauter und widerrechtlich ist gemäss Art. 2 UWG ("Grundsatz") jedes täuschende oder in anderer Weise gegen Treu und Glauben verstossende Verhalten oder Geschäftsgebaren, welches das Verhältnis zwischen Mitbewerbern oder zwischen Anbietern und Abnehmern beeinflusst. Nach Art. 23 UWG wird auf Antrag mit Gefängnis oder Busse bis zu Fr. 100'000.-- bestraft, wer vorsätzlich unlauteren Wettbewerb nach den Artikeln 3, 4, 5 oder 6 begeht. Strafantrag stellen kann, wer nach den Artikeln 9 und 10 zur Zivilklage berechtigt ist. Gemäss Art. 26 UWG sind für Widerhandlungen in Geschäftsbetrieben, durch Beauftragte und dergleichen Art. 6 und 7 VStrR anwendbar. Die erste Instanz hat, insoweit der Anklage folgend, die Sendungen vom November 1994, Januar 1995 und November 1995 als unlauter sowohl im Sinne von Art. 3 lit. b als auch im Sinne von Art. 3 lit. h UWG und die Sendungen vom März/April 1997 als unlauter gemäss Art. 3 lit. h UWG qualifiziert. Die Vorinstanz hat demgegenüber in Bezug auf alle Sendungen Unlauterkeit im Sinne von Art. 3 lit. b und/oder Art. 3 lit. h UWG verneint und die Beschwerdegegner 1 und 2 daher freigesprochen. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Sendungen vom November 1994, Januar 1995 und November 1995 seien unlauter gemäss Art. 3 lit. b und Art. 3 lit. h UWG und die Sendungen vom März/April 1997 seien unlauter im Sinne von Art. 3 lit. h UWG.