Citation: 1C_81/2010 04.05.2010 E. 2

2.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor, die Vorinstanz habe die Frage der Erschliessung und der Zufahrt zur Garage des Hauses B nur in technischer Hinsicht, nicht aber unter dem Aspekt der Einordnung des Neubaus in die bestehende Umgebung geprüft. Vor der Vorinstanz habe sie geltend gemacht, die Art der gewählten Erschliessung mittels einer Stichstrasse durch das Baugrundstück hindurch sei dem Quartier fremd und widerspreche einem ungeschriebenen Grundprinzip des Langrütiquartiers, wonach die einzelnen Grundstücke frei von Verkehrsflächen seien. Indem die Vorinstanz den Aspekt der Erschliessung und Zufahrt des Neubaus nicht im Rahmen der ästhetischen Einordnung geprüft habe, habe sie gegen die Begründungspflicht nach Art. 29 Abs. 2 BV verstossen und § 13 BO in Verletzung von Art. 9 BV willkürlich nicht angewandt. 2.2 Aus der Garantie des rechtlichen Gehörs nach Art. 29 Abs. 2 BV ergibt sich die behördliche Begründungspflicht. Der Bürger soll wissen, warum die Behörde entgegen seinem Antrag entschieden hat. Die Begründung eines Verwaltungsakts oder eines Entscheids muss so abgefasst sein, dass die Betroffenen ihn gegebenenfalls sachgerecht anfechten können. Das ist nur möglich, wenn sich sowohl die Betroffenen als auch die Rechtsmittelinstanzen über die Tragweite des Entscheids ein Bild machen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (BGE 129 I 232 E. 3.2 S. 236; 126 I 97 E. 2b S. 102; je mit Hinweisen). Das bedeutet indessen nicht, dass sich die Behörde ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Die Begründungspflicht und der Anspruch auf Begründung sind nicht bereits dadurch verletzt, dass sich die urteilende Behörde nicht mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 126 I 97 E. 2b S. 102; 124 II 146 E. 2a S. 149; 112 Ia 107 E. 2b S. 109; je mit Hinweisen). 2.3 Es trifft zu, dass die Vorinstanz zu den erwähnten Einwendungen der Beschwerdeführerin nicht ausdrücklich Stellung genommen hat. Allein darin liegt jedoch noch keine Verletzung des rechtlichen Gehörs, sofern sich die Auffassung der Vorinstanz zur Frage der Einordnung der Neubaute aus dem angefochtenen Entscheid mit hinreichender Klarheit entnehmen lässt. Dies ist der Fall. Die Vorinstanz setzt sich im angefochtenen Urteil (Erwägung 2) mit der Frage der Einordnung der geplanten Neubaute auseinander. Sie führt aus, es handle sich bei § 13 BO um eine positive Ästhetikklausel, der sich alle Bauten unterzuordnen hätten, selbst wenn die übrigen Bau- und Zonenvorschriften eingehalten seien. Gleichzeitig bedeute das Einordnungsgebot aber nicht, dass die Bauherrschaft bei einem Neu- und Umbau zur traditionellen Architektur oder herkömmlichen Quartiergestaltung verpflichtet werden könne. Bei der Anwendung der Ästhetikklausel sei nicht nur auf die unmittelbare Umgebung abzustellen. Massgebend sei das Baugebiet zwischen der Bahnlinie und der Holzhäusernstrasse. Das ganze Quartier mache einen deutlich heterogenen Eindruck, wobei verschiedene Häuser über integrierte Garagen verfügten, andere über separate Garagebauten oder Abstellplätze. Die Vorinstanz stellt fest, der Regierungsrat habe mit seinem Entscheid § 13 BO nicht verletzt, und kommt selbst zum Schluss, dass sich das Bauvorhaben gut in die Umgebung, insbesondere gegenüber den südwestlich angrenzenden Bauten, einfüge und den Vorinstanzen keine Rechtsverletzung vorgeworfen werden könne. Die Vorinstanz hat kurz die Überlegungen genannt, von denen sie sich hat leiten lassen und auf welche sie ihren Entscheid stützt. Sie hat namentlich Ausführungen zur Auslegung von § 13 BO gemacht. Damit hat sie die Einwendungen der Beschwerdeführerin hinsichtlich der Einordnung der geplanten Zufahrt zur Garage des Hauses B ins Quartier sinngemäss verworfen. Dem Entscheid lässt sich mit hinreichender Klarheit entnehmen, dass die Vorinstanz die Einordnung des gesamten Bauvorhabens in die Umgebung unter dem Blickwinkel von § 13 BO geprüft und nicht beanstandet hat. Es liegt keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor.