Citation: 2C_515/2023 E. 5.3

5.3. Auch seit 2019 ist es gleich mehrfach zu weiteren strafrechtlichen Verurteilungen gekommen, wobei der Beschwerdeführer unter anderem unter dem Einfluss von verschiedenen schweren Betäubungsmitteln (Kokain, Opiate, Heroin) Auto gefahren ist, obwohl ihm der Führerausweis längst entzogen worden war (begangen am 2. Mai 2019, 27. Januar 2020, 3. Juli 2020 und 15. Juli 2020). Damit hat der Beschwerdeführer wiederholt andere Menschen gefährdet. Mit der Frequenz der Tatbegehung hat der Beschwerdeführer zudem unterstrichen, dass ihn strafrechtliche Sanktionen nicht beeindrucken. Schliesslich hat er sich auch an die Weisungen der Bewährungshilfe seit seiner letzten Haftentlassung im Februar 2022 - der Beschwerdeführer hätte ein Konsumverbot von Alkohol, illegalen Suchtmitteln und nicht ärztlich verordneten, verschreibungspflichtigen Medikamenten einhalten und dies regelmässig kontrollieren lassen sollen - kaum gehalten; trotz formeller Warnung im Juni 2022 hielt der Beschwerdeführer von den sieben Aufforderungen zur Urinprobe nur gerade zwei ein, wobei beide positiv auf Opiate (verschiedene Schmerzmedikamente und Kokain) ausfielen. Zudem wurde der Beschwerdeführer wegen Nicht-Wahrnehmung von Terminen bei der Bewährungshilfe im September 2022 mit Fr. 500.-- gebüsst. Schliesslich war gegen den Beschwerdeführer im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils ein weiteres Strafverfahren unter anderem wegen Drogenhandels zweitinstanzlich hängig. Auch wenn das diesbezügliche Verfahren im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils noch nicht rechtskräftig abgeschlossen war und die Unschuldsvermutung gilt, zeigt der Umstand, dass dem Verfahren unter anderem der Fund von Waffen sowie einer beträchtlichen Menge an Drogen beim Beschwerdeführer zugrunde lag (vgl. vorne E. A.b), dass der Beschwerdeführer sich in keiner Art und Weise von seiner früheren - insbesondere mit der Produktion und dem Verkauf von Betäubungsmitteln im Zusammenhang stehenden - Delinquenz abgewendet hat.