Citation: 1B_288/2019 E. 5

Zur Möglichkeit der Anordnung von Ersatzmassnahmen hielt das Obergericht fest, gemäss den Ausführungen des Gutachters seien die Erfolgsaussichten einer ambulanten Massnahme sehr gering, lediglich eine stationäre Massnahme verspreche gewisse Erfolgsaussichten. Dem Beschwerdeführer wären bei einer Entlassung umfangreiche Auflagen und Weisungen zu machen, da eine Vielzahl von Rahmenbedingungen geschaffen und eine Behandlung fast alle Lebensbereiche erfassen müsste. Unter diesen Umständen seien eine ambulante Therapie und die weiteren vom Beschwerdeführer vorgeschlagenen Massnahmen nicht geeignet, das Rückfallrisiko kurzfristig zu minimieren. Dies gelte umso mehr, als erhebliche Zweifel an der Ernsthaftigkeit der vom Beschwerdeführer behaupteten Motivation bestünden und bisher weder die zahlreichen Bemühungen und Betreuungen schulpsychologischer, sozialarbeiterischer sowie berufsintegrativer Natur noch die Unterstützung der von ihm aufgeführten Personen und Netzwerke gefruchtet hätten. Daher seien Ersatzmassnahmen nicht geeignet, die Wiederholungsgefahr zu bannen. Der Beschwerdeführer geht auf diese überzeugenden Ausführungen nicht ein, sondern hält einzig fest, er dürfe nicht in Haft behalten werden, nur weil eine stationäre Massnahme erfolgversprechender sei als eine ambulante. Die Beschwerde ist auch in dieser Hinsicht unzureichend begründet (Art. 42 Abs. 2 BGG).