Citation: 1C_565/2023 E. 4

Die Beschwerdeführerin und B.A.________ stehen sich seit 2018 vor den Gerichten des Kantons Zürich in einem Scheidungsverfahren gegenüber, das sich hauptsächlich um die Regelung der Belange ihrer zwei minderjährigen Töchter (geboren 2011 und 2013) dreht. Im Juni 2019 entzog das mit der Scheidung befasste Bezirksgericht Meilen den Eltern das Aufenthaltsbestimmungsrecht und ordnete die Fremdplatzierung der Mädchen an. Dieser Entscheid wurde vom Obergericht des Kantons Zürich und vom Bundesgericht geschützt (Urteil 5A_973/2019 vom 9. Dezember 2019). Im Februar 2020 schränkte das Bezirksgericht Meilen das Kontaktrecht der Beschwerdeführerin ein. Im März 2021 stellte es die Kinder unter die alleinige Obhut des Vaters, entzog zugleich der Beschwerdeführerin die elterliche Sorge, sistierte ihr Kontaktrecht und auferlegte ihr ein Kontakt- und Rayonverbot. Die dagegen gerichteten Rechtsmittel der Beschwerdeführerin wies das Obergericht allesamt ab. Ebenfalls erfolglos blieben ein (superprovisorischer) Antrag der Beschwerdeführerin im November 2021, die beiden Töchter unter ihre Obhut zu stellen (Urteil 5A_120/2022 vom 21. April 2022), sowie ein Ausstandsbegehren gegen die Beschwerdegegnerin (Urteil 5A_350/2023 vom 18. Juli 2023). Eine im Juni 2021 eingeräumte Kontaktmöglichkeit im Rahmen monatlicher Videogespräche wurde mehrmals abgeändert. Im August 2022 wurde das mütterliche Kontaktrecht wieder sistiert. Am 27. Januar 2023 fällte das Bezirksgericht Meilen - die Beschwerdegegnerin amtete als Einzelrichterin - das Scheidungsurteil. Darin übertrug es die alleinige elterliche Sorge und die elterliche Obhut dem Ehemann und schränkte das Kontaktrecht der Beschwerdeführerin auf vorerst indirekte halbjährliche Erinnerungskontakte ein, soweit die behandelnden Psychotherapeuten der Kinder dies zu deren Wohl als angezeigt erachten. Im Übrigen wurde der Beschwerdeführerin ein Kontakt- und Rayonverbot auferlegt. Das Scheidungsurteil ist noch nicht in Rechtskraft erwachsen.