Citation: 8C_485/2018 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin rügt im Wesentlichen, das kantonale Gericht habe Bundesrecht verletzt, indem es den Entscheid der IV-Stelle vom 25. Juli 2016 als Mitteilung im formlosen Verfahren qualifiziert habe. Die Leistungspflicht der IV-Stelle betreffend Übernahme der Mehrkosten der erstmaligen beruflichen Ausbildung des Versicherten und von Teilkosten des betreuten Wohnens hätte vielmehr in einer Verfügung festgesetzt werden müssen bzw. die Anordnung vom 25. Juli 2016 sei als Verfügung zu qualifizieren. Durch die bundesrechtswidrige Nichteröffnung dieser Verfügung dürfe der Beschwerdeführerin kein Nachteil erwachsen. Sie habe erst mit Aktenzustellung vom 6. März 2018 Kenntnis der Anordnung vom 25. Juli 2016 erhalten, weshalb die Frist zur Anfechtung erst ab diesem Zeitpunkt zu laufen begonnen habe. Selbst wenn die strittige Anordnung im formlosen Verfahren hätte ergehen können, wäre sie der Beschwerdeführerin zwingend zu eröffnen gewesen, damit diese eine beschwerdefähige Verfügung hätte verlangen können. Auch diese Frist hätte erst ab Kenntnisnahme am 6. März 2018 zu laufen begonnen.