Citation: I 429/05 06.03.2006 E. 4

Der Beschwerdeführer rügt, obwohl die Annahme einer stark reduzierten Erwerbstätigkeit ab Mitte 1997 auf Grund der Akten und der Parteibefragung nahe liege, seien für die Zeit ab dem zweiten Halbjahr 1997 keine weiteren Einkommensabklärungen getroffen worden. 4.1 Vorab ist festzuhalten, dass vom Beschwerdeführer unabhängig davon, ob er buchführungspflichtig ist oder nicht, erwartet wird, dass er sich an der Ermittlung des Sachverhaltes beteiligt. Auch wenn das Verfahren von der Offizialmaxime beherrscht wird, die Behörde und das Gericht also gehalten sind, von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärungen des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen, so trifft den Beschwerdeführer eine Mitwirkungspflicht (BGE 125 V 195 Erw. 2, 122 V 158 Erw. 1a, je mit Hinweisen). Auch bestimmt der vorliegend anwendbare (vgl. oben Erw. 2.1) altArt. 71 Abs. 1 IVV, dass der Versicherte über die für die Anspruchsberechtigung und die Festsetzung der Leistung massgebenden Verhältnisse wahrheitsgetreu und unentgeltlich Auskunft zu geben hat. Verweigert er schuldhaft Auskünfte im Sinne von altArt. 71 Abs. 1 IVV, so kann die IV-Stelle, unter Ansetzung einer angemessenen Frist und Darlegung der Säumnisfolgen, auf Grund der Akten beschliessen (altArt. 73 IVV). Es ist somit nicht statthaft, dass der Beschwerdeführer der Behörde keine der Sachverhaltsermittlung dienende Unterlagen einreicht und ihr dann vorwirft, sie habe die Untersuchungspflicht verletzt. Dies umso mehr, als nicht belegte Angaben des Beschwerdeführers kaum verlässlich sind, hat er doch sowohl der Versicherung als auch den Steuerbehörden gegenüber Erwerbseinkommen anerkanntermassen nicht deklariert. 4.2 Es steht aber fest, dass der Beschwerdeführer jedenfalls bis Mitte 1997 und dann wieder ab September 2001 arbeitete. Bei den Akten finden sich keine Unterlagen, aus denen hervorgeht, dass der Gesundheitszustand in der dazwischen liegenden Zeit signifikant schlechter als vor- oder nachher gewesen ist. Eine nachträgliche medizinische Beurteilung ergäbe kein aussagekräftiges Bild. Denn obwohl der Beschwerdeführer aus medizinischer Sicht zu 100 % arbeitsunfähig erklärt worden war (MEDAS-Gutachten vom 20. Januar 1994), hat er für die Jahre bis 1997 den Tatbeweis für seine Arbeits- und Leistungsfähigkeit erbracht. Auch war er ab September 2001 bei der Firma T.________ als Bohrmeister und Gruppenführer voll tätig und bezog dafür Leistunglohn. Eine in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erneut vorgebrachte geistig/psychische Gesundheitsbeeinträchtigung ist im Urteil I 73/00 bereits als Schutzbehauptung taxiert worden (Erw. 3a). Es ist mit der Vorinstanz zum Schluss zu kommen, dass allfällige Einkommenseinbussen des Beschwerdeführers ab 1997 überwiegend wahrscheinlich nicht gesundheitlich bedingt, sondern andere, beispielsweise konjunkturelle Gründe dafür gegeben waren, so etwa der Verlust von Aufträgen langjähriger Geschäftspartner. Sollte der Beschwerdeführer bei konstant anhaltender Leistungsfähigkeit seine Erwerbstätigkeit eingeschränkt haben, weil er sich des andernfalls möglichen Verlustes von Versicherungsansprüchen bewusst geworden ist, wäre dies im Übrigen als Verstoss gegen die ihm obliegende Schadenminderungspflicht zu werten.