Citation: 6B_1126/2017 E. 2.4.2

2.4.2. Die Würdigung der Beweise durch die Vorinstanz und die Frage, ob die Vorinstanz zutreffend von einer klaren Beweislage ausgeht, prüft das Bundesgericht lediglich auf Willkür (vgl. hiervor E. 2.2.2). Den an die Willkürrüge gestellten qualifizierten Begründungsanforderungen (vgl. hiervor E. 2.2.4) vermögen die Ausführungen der Beschwerdeführerin weitestgehend nicht zu genügen. Sie beschränkt sich grösstenteils darauf, ihre Sicht der Dinge darzulegen, ohne sich mit den ausführlichen Erwägungen der Vorinstanz auseinanderzusetzen. Auch vor Bundesgericht belässt sie es dabei, geltend zu machen, der Verstorbene sei nicht hinreichend aufgeklärt worden und habe nicht gültig in die Eingriffe eingewilligt, ohne zu begründen, worauf sie ihre Behauptung stützt. Unbegründet ist jedenfalls der Einwand, die Ärzte hätten einen Übersetzer beiziehen müssen, um sich zu vergewissern, dass der Verstorbene die bevorstehende medizinische Behandlung überhaupt verstanden habe. Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, dass bei allen Konsultationen des Verstorbenen im KSA AG ein Familienmitglied dabei war, das für diesen übersetzen konnte; inwiefern dies nicht genügen sollte, ist weder ersichtlich noch von der Beschwerdeführerin dargelegt. Auch hinsichtlich der Fragen, ob die Ärzte die schwere koronare Herzkrankheit hätten diagnostizieren müssen und ob sie bei gesamthafter Betrachtung in sorgfaltswidriger Weise das Operationsrisiko falsch eingeschätzt hätten, äussert sich die Beschwerdeführerin mit keinem Wort zu den vorinstanzlichen Ausführungen, sondern legt dar, weshalb die behandelnden Ärzte ihres Erachtens sorgfaltswidrig gehandelt haben. Insgesamt vermag sie damit nicht darzulegen, dass die Vorinstanz die Beweise willkürlich würdigt und in unhaltbarer Weise von einer klaren Beweislage ausgeht. Auch auf die vorinstanzliche Erwägung, ihrem Anliegen, wonach ein Gutachter mit operativer Fachkompetenz und kardiologischen Kenntnissen zu beauftragen sei, sei Rechnung getragen worden, indem der zweite und dritte Bericht des IRM Bern von einem Facharzt für Chirurgie und Intensivmedizin sowie der dritte Bericht von einem Facharzt für Kardiologie und einem Facharzt für Radiologie mitunterzeichnet worden seien, geht die Beschwerdeführerin nicht ein. Ebenso wenig zeigt sie auf, dass die Vorinstanz in Willkür verfällt oder ihren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, indem sie von einem "Gutachten Chirurgie Stufe Spital" absieht. Schliesslich ist nicht ersichtlich, dass die Vorinstanz ihrem Entscheid ein falsches Verständnis des Grundsatzes "in dubio pro duriore" zugrunde legt.