Citation: 6B_267/2023 E. 4.1

4.1. Den Tatbestand der Gefährdung des Lebens erfüllt, wer einen Menschen in skrupelloser Weise in unmittelbare Lebensgefahr bringt (Art. 129 StGB). In objektiver Hinsicht erfordert der Tatbestand den Eintritt einer konkreten, unmittelbaren Lebensgefahr. Eine solche liegt vor, wenn sich aus dem Verhalten des Täters nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge direkt die Wahrscheinlichkeit oder nahe Möglichkeit der Todesfolge ergibt (BGE 133 IV 1 E. 5.1). Die Gefahr muss unmittelbar, nicht aber unausweichlich erscheinen (Urteile 6B_196/2021 vom 25. April 2022 E. 2.3.1; 6B_526/2021 vom 22. Dezember 2021 E. 3.1; 6B_1017/2019 vom 20. November 2019 E. 2.2).