Citation: 1C_421/2023 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz stützte sich für die Ermittlung des gewachsenen Terrains unter anderem auf ein Gutachten des Nachführungsgeometers I.________ von der J.________ AG vom 4. August 2020 (nachfolgend: Gutachten I.________), welches die Beschwerdegegnerschaft nach Rücksprache mit der Baubewilligungsbehörde in Auftrag gegeben hatte, sowie auf ein von der Stadt Luzern im vorinstanzlichen Verfahren eingereichtes Gutachten des städtischen Geoinformationszentrums (GIS) vom 24. Juni 2022. Gestützt auf diese Gutachten anerkannte die Vorinstanz wie schon die Baudirektion die in den jüngsten Projektplänen der Beschwerdegegnerschaft eingezeichnete Linie "gew. Terrain 1938 an Gebäude" als für die Erteilung der Baubewilligung massgebliches gewachsenes Terrain, welches im Bereich der bestehenden Bauten weitgehend mit dem aktuellen Terrain identisch sei. Die Vorinstanz führte im angefochtenen Urteil aus, das gewachsene Terrain entspreche praxisgemäss grundsätzlich dem natürlichen Geländeverlauf. Falls auf einem Grundstück schon verschiedentlich Aufschüttungen vorgenommen worden seien, gelte als natürlich gewachsenes Terrain nicht das neu gestaltete Terrain, sondern in erster Linie diejenige Höhe, die bei früheren Bauarbeiten in genehmigten Bauplänen als solches festgelegt worden sei. Bei gestützt auf ein bewilligtes Strassenprojekt erstellten Erschliessungsstrassen werde nach kantonaler Praxis jedoch in der Regel die Erschliessungsstrasse als massgeblicher Bezugspunkt für die Festlegung des gewachsenen Terrains akzeptiert. Die Vorinstanz wies weiter darauf hin, es handle sich vorliegend nicht um eine erstmalige Überbauung der strittigen Grundstücke, zumal die bestehenden beiden Einfamilienhäuser abgebrochen und durch zwei Mehrfamilienhäuser mit Einstellhalle ersetzt werden sollen. Daher sei für die Bestimmung des gewachsenen Terrains praxisgemäss nicht ohne weitere Abklärungen auf die bestehende Terrainlinie abzustellen, sondern in erster Linie auf die Festlegung in früher genehmigten Bauplänen. Anhand der früheren Baupläne aus dem Jahr 1966 habe sich die massgebliche Terrainlinie jedoch nicht zuverlässig ermitteln und feststellen lassen. Das dem Baugesuch zugrunde gelegte gewachsene Terrain basiere auf Messtischblättern aus den Jahren 1930-1940, welche eine zuverlässige Aufnahme des Geländes bzw. eine ziemlich genaue Darstellung der Höhenkurven lieferten. Das so ermittelte Terrain liege entlang der bestehenden Gebäude sehr nahe am aktuellen Terrainverlauf. Auch wenn gewisse Annahmen hätten getroffen werden müssen und in bestimmten Punkten keine absolute Sicherheit bestehe, hätten der beschwerdegegnerische Gutachter und das GIS zahlreiche Aspekte zusammengetragen und fachlich gewürdigt, sodass sich ein schlüssiges Bild zum Verlauf des gewachsenen und damit relevanten Terrains im Bereich der bestehenden und projektierten Bauten machen lasse. Zum Einwand der Beschwerdeführenden, das für die Beurteilung des Baugesuchs massgebliche gewachsene Terrain sei vor 1966 mit der Realisierung der Erschliessungsstrasse Salzfasshöhe verändert worden, erklärte die Vorinstanz im angefochtenen Urteil, die Feststellung des von der Beschwerdegegnerschaft eingereichten Gutachtens, wonach mit dem Bau der Erschliessungsstrasse zwar entlang der Strassengrenze Terrainveränderungen vorgenommen werden mussten, das Terrain im Bereich der Fassaden des Untersuchungsperimeters jedoch nicht verändert worden sei, sei schlüssig. Es gebe in den damaligen Strassenprojektplänen keine eindeutigen Hinweise für eine allfällige Tieferlegung des Terrains im Bereich der beiden bestehenden Gebäude bzw. sprächen sämtliche verfügbaren Grundlagen gegen eine solche Terrainveränderung beim Bau der Erschliessungsstrasse.