Citation: 7B_190/2022 E. 3

Der Beschwerdeführer rügt in seiner Beschwerde, die Vorinstanz habe Art. 429 und Art. 431 StPO verletzt, indem sie ihn nicht von Amtes wegen für die erlittene Überhaft entschädigt habe. Denn die nach Erreichen der Höchstdauer der Massnahme angeordnete Sicherheitshaft i.S.v. Art. 364a StPO habe sich nachträglich, d.h. mit dem Beschluss der Vorinstanz vom 16. August 2022, als ungerechtfertigt erwiesen. Da er sich weit über die ursprünglich ausgesprochene Freiheitsstrafe in Freiheitsentzug befunden habe, lasse sich diese Zeit auch nicht mit anderweitigen Sanktionen verrechnen. Er habe sich daher insgesamt 55 Tage in ungerechtfertigter Sicherheitshaft befunden, woraus ihm ein Genugtuungsanspruch in der Höhe von Fr. 200.-- pro Tag erwachse. Die Vorinstanz wäre von Amtes wegen gehalten gewesen, diesen Anspruch zu prüfen und ihm die Entschädigung zuzusprechen.