Citation: 1B_199/2020 E. A

Das Strafgericht Basel-Stadt verurteilte A.________ mit Urteil vom 5. September 2018 wegen Pornographiedelikten (u.a. mehrfacher Pornographie mit Minderjährigen), Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte sowie mehrfacher grober und einfacher Verletzung der Verkehrsregeln zu 17 Monaten Freiheitsstrafe und zu einer Busse. Von der Rückversetzung in eine stationäre therapeutische Massnahme, aus welcher A.________ am 12. Mai 2017 nach einer Verurteilung im März 2008 bedingt entlassen worden war, wurde abgesehen. Hingegen wurde die Probezeit mit den damals erteilten Weisungen um ein Jahr verlängert. Sowohl A.________ als auch die Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt erhoben gegen dieses Urteil Berufung. Anlässlich der Berufungsverhandlung vom 9. Juli 2019 hielt das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt fest, es erachte eine Freiheitsstrafe von 27 Monaten für schuldangemessen. Aufgrund im Rahmen der Verhandlung gewonnener neuer Erkenntnisse bestünden aber Zweifel bezüglich der Therapiebereitschaft von A.________. Aus diesem Grund sei das Verfahren auszusetzen, so dass ein neues psychiatrisches Gutachten eingeholt werden könne, welches sich zur Diagnose, zur Therapiefähigkeit, zum Rückfallrisiko und zur angezeigten Massnahme äussere. A.________ stellte am 14. Juli 2019 ein Ausstandsgesuch gegen die Mitglieder des Dreiergerichts des Appellationsgerichts (lic. iur. Eva Christ, Prof. Dr. Daniela Thurnherr Keller, Dr. Carl Gustav Mez) wegen Befangenheit. Zur Begründung führte er aus, durch die vorschnelle und bundesrechtswidrige Festsetzung des definitiven Strafmasses könne das Berufungsverfahren nicht mehr als ergebnisoffen bezeichnet werden. Der Anschein der Befangenheit des zweitinstanzlichen Spruchkörpers sei evident. Das Appellationsgericht wies das Ausstandsbegehren mit Entscheid vom 10. März 2020 ab.