Citation: 2C_1024/2020 E. 6.4

6.4. Der Entzug der Niederlassungsbewilligung trifft den Beschwerdeführer sicher hart. Die Ausreise nach Nordmazedonien kann ihm indessen zugemutet werden. Er spricht Albanisch als Muttersprache, welche in Nordmazedonien als zweite Landessprache gilt, verbrachte einen Teil seiner Kindheit in seinem Heimatland und lernte dort auch seine Ehefrau kennen. Es darf davon ausgegangen werden, dass er weiterhin mit der heimatlichen Kultur vertraut und in der Lage ist, sich in der dortigen Gesellschaft zurecht zu finden. Auch wenn er selbst keine familiären Kontakte nach Nordmazedonien mehr unterhalten will, so macht er nicht geltend, dass ihn nicht zumindest die Verwandten seiner Ehefrau bei der Integration behilflich sein können. Seine hier erworbene Berufsausbildung bzw. -erfahrung ist nicht an die Schweiz gebunden und befähigen ihn dazu, in der Heimat wirtschaftlich Fuss zu fassen. Der mit 36 Jahren noch vergleichsweise junge Beschwerdeführer ist in der Lage, sich bei einer Rückkehr in die Heimat eine neue Existenz aufzubauen, auch wenn dies mit einiger Anstrengung verbunden ist.