Citation: 1B_192/2017 E. 1.2

1.2. Nach Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG ist die Beschwerde gegen einen Zwischenentscheid unter anderem dann zulässig, wenn dieser einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann. Dies trifft im Fall der Ablehnung eines Gesuchs um Wechsel des amtlichen Verteidigers insbesondere dann zu, wenn der amtliche Verteidiger seine Pflichten erheblich vernachlässigt oder zwischen ihm und der beschuldigten Person keine Vertrauensbasis mehr besteht (BGE 139 IV 113 E. 1.1 f. S. 115 f.; Urteile 1B_211/2014 vom 23. Juli 2014 E. 1.2, in: Pra 2014 Nr. 104 S. 838; 1B_127/2015 vom 8. Juni 2015 E. 1; je mit Hinweisen). Das Bundesgericht tritt auf eine Beschwerde gegen einen Entscheid, mit welchem der Wechsel der amtlichen Verteidigung abgelehnt wird, nur ein, sofern der Beschwerdeführer hinreichend darlegt, dass eine effektive Verteidigung nicht gewährleistet ist (zum Ganzen: Urteil 1B_297/2015 vom 26. Oktober 2015 E. 1.2, in: Pra 2016 Nr. 9 S. 68). Die Beschwerdeführerin bringt im Wesentlichen vor, die Verteidigung vernachlässige ihre Pflichten in erheblicher Weise. Ihr sei die Einsichtnahme in sämtliche Prozessakten verweigert worden. An Einvernahmen habe die Verteidigerin nicht persönlich teilgenommen, sondern sich vertreten lassen. Sie habe den Inhalt der Anklageschrift erst drei Monate nach der Zustellung mit der Beschwerdeführerin besprochen. Des Weiteren sei das Vertrauensverhältnis zwischen der amtlichen Verteidigung und der Beschuldigten aufgrund einer Interessenkollision zerrüttet. In diesen Ausführungen kann ein nicht wieder gutzumachender Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG erblickt werden. Wie es sich damit in der Sache verhält ist nachfolgend im entsprechenden Zusammenhang zu prüfen.