Citation: 4A_373/2014 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz stellte zunächst fest, ein übereinstimmender wirklicher Wille der Parteien in Bezug auf die Obhutsklausel sei nicht ermittelbar. Die blosse Behauptung, es habe (nicht) dem übereinstimmenden Willen der Parteien entsprochen, dass Schäden an gemieteten Räumlichkeiten nicht gedeckt seien, genüge den Anforderungen an die Substanziierung nicht. Das wird von der Beschwerdeführerin nicht gerügt. Sie macht einzig geltend, die Vorinstanz hätte die beiden früheren Versicherungsanträge des Versicherten vom 8. August 1991 und vom 1. Oktober 1996 berücksichtigen sollen, aus welchen hervorgehe, dass der Versicherte je im Abschnitt über zusätzlich versicherbare "weitere Sondergefahren bzw. Deckungserweiterungen" die Deckung von "Schäden an gemieteten, geleasten oder gepachteten Grundstücken, Gebäuden und Räumlichkeiten" nicht gewählt habe. Gestützt darauf habe sich der Versicherte bei Stellung des Antrages vom 3. Februar 2004 zumindest bewusst sein müssen, dass die Deckung von Mieterschäden an Immobilien separat zu versichern gewesen wäre. Damit argumentiert die Beschwerdeführerin jedoch vertrauenstheoretisch.