Citation: 8C_604/2022 E. 4.2

4.2. Im Rahmen der allseitigen Neuprüfung des Rentenanspruchs gelangte die Vorinstanz anhand des strukturierten Beweisverfahrens zum Schluss, auf die von Dr. med. B.________ attestierte volle Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit könne aus rechtlicher Sicht nicht abgestellt werden. Da es dem Beschwerdeführer inzwischen an einem invalidenversicherungsrechtlichen Gesundheitsschaden fehle, sei sein Anspruch auf eine Invalidenrente weggefallen; die Beschwerdegegnerin habe letztere somit zu Recht aufgehoben. Weiter habe dem Beschwerdeführer bewusst sein müssen, dass seine umfangreichen und regelmässigen Tätigkeiten im Zusammenhang mit dem Autohandel mit einer gänzlichen Arbeitsunfähigkeit und einem Invaliditätsgrad von 100 % in keiner Weise vereinbar gewesen seien. Eine zumindest leichtfahrlässige Meldepflichtverletzung liege damit vor, wobei sich zu Gunsten des Beschwerdeführers auswirke, dass die Beschwerdegegnerin diese erst per Juli 2018 als erstellt erachtet habe. Die rückwirkende Rentenaufhebung per Ende Juni 2018 sei somit nicht zu beanstanden. In einem letzten Schritt bestätigte das kantonale Gericht schliesslich die von der IV-Stelle verfügte Rückerstattung von Fr. 20'796.-.