Citation: 6B_987/2010 30.12.2010 E. A

A.a Am 16. August 2010 ereignete sich um 18.00 Uhr auf dem Gelände einer Tankstelle in Riethüsli, Stadt St. Gallen, eine leichte Kollision zwischen zwei Personenwagen. X.________ war als Lenker eines der beiden Fahrzeuge daran beteiligt. Da die Unfallbeteiligten sich nicht selber gütlich einigen konnten, telefonierte X.________ der Stadtpolizei St. Gallen, um den Vorfall zu melden. Die beiden Polizeibeamten, Y.________ und Z.________, trafen ihn, wie von diesem bezeichnet, an einer nahegelegenen Bushaltestelle an. X.________ wartete dort auf einen Bus in die Stadt St. Gallen. Den Aufforderungen der Beamten, an die Unfallstelle mitzukommen, kam er nicht nach, worauf sie ihm Handschellen anlegten und mit ihm zum Unfallplatz zurückfuhren. Weil er sich dort weiterhin renitent verhielt, wurde er auf den Polizeiposten überführt und zu Protokoll befragt. A.b X.________ reichte im Zusammenhang mit dem erwähnten Vorfall eine Strafanzeige gegen die Stadtpolizei ein. Die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen übermittelte die Strafanzeige sowie die Akten des Vorfalls der Anklagekammer des Kantons St. Gallen. Diese erachtete mit Entscheid vom 19. Oktober 2010 die Voraussetzungen für die Eröffnung einer Strafuntersuchung gegen die Polizeibeamten als nicht erfüllt.