Citation: 1C_448/2017 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz hat zusammenfassend erwogen, der von der Beschwerdeführerin im Baugesuchsformular verwendete Begriff "Überdachung" beinhalte keinen seitlichen, bis zum Boden reichenden Abschluss. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin stelle auch der Begriff der "Kaltüberdachung" keinen allgemein anerkannten Fachbegriff dar, der zwingend einen allseitigen seitlichen Abschluss bedingen würde. Aus den Baugesuchsplänen sei nicht ersichtlich, dass neben dem Glasdach auch Glasschiebetüren mit Lamellenstoren auf der Süd- und Westseite des Sitzplatzes realisiert werden sollten. In Kombination mit der Beschreibung des Bauvorhabens als "Überdachung" hätte es in den Plänen einer unzweideutigen zeichnerischen Darstellung bedurft, welche eine bis zum Boden reichende Seitenverglasung gezeigt hätte. Dies wäre ohne grossen Aufwand mit einer Schraffur der beiden Seitenflächen oder einer Bezeichnung dieser Flächen als "Glasschiebetüren" möglich gewesen. Zudem habe die Beschwerdeführerin eingeräumt, dass sie erst nach Erhalt der Baubewilligung vom 19. Dezember 2013 zwei Fachfirmen mit der Erstellung von Offerten beauftragt habe. Ganz offensichtlich sei denn auch erst aufgrund dieser Offerten die Idee entstanden, neben der Überdachung Glasschiebetüren mit Lamellenstoren zu montieren. Das Baugesuch vom 20. Oktober 2013 habe mithin weder seitliche Verglasungen in Form von Glasschiebetüren noch Lamellenstoren als Sonnenschutz beinhaltet, womit diese auch nicht Bestandteil der am 19. Dezember 2013 erteilten Baubewilligung gebildet hätten. Die Einholung eines Gutachtens zu dieser Frage erübrige sich.