Citation: 5A_208/2024 E. 9.1.3

9.1.3. Die Vorbringen des Beschwerdeführers erweisen sich als rein appellatorisch und basieren zu einem grossen Teil auf einem Sachverhalt, der von der Vorinstanz nicht festgestellt wurde, ohne dass der Beschwerdeführer jedoch konkrete und genügend begründete Sachverhaltsrügen (oben E. 2.1) erheben würde: 9.1.3.1. Die Schilderungen zu den angeblichen Arztbesuchen durch die Beschwerdegegnerin finden keine Grundlage im angefochtenen Entscheid, ohne, dass der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang Sachverhaltsrügen erheben würde. Seine Ausführungen sind deshalb für das Bundesgericht unbeachtlich. Damit ist der Rüge, die Vorinstanz habe das Verhalten der Beschwerdegegnerin in willkürlicher Weise nicht berücksichtigt, die Grundlage entzogen. 9.1.3.2. Der vorinstanzlichen Einschätzung, wonach der Umzug der Beschwerdegegnerin zu ihrem neuen Partner den Kontakt des Kindes zu seinem Vater nicht beeinträchtigt habe, widerspricht der Beschwerdeführer zwar und behauptet, damit habe die Beschwerdegegnerin sein Betreuungs- und Sorgerecht krass beschnitten. Inwiefern dies konkret der Fall gewesen sein sollte und die Vorinstanz mit ihrem Schluss in Willkür verfallen wäre, erläutert er jedoch nicht. Soweit er die vorinstanzliche Feststellung rügt, wonach die Beschwerdegegnerin den Sohn trotz Konfliktsituation und schwerwiegender Vorwürfe seitens des Beschwerdeführers zu diesem habe gehen lassen und die Besuche nicht vereitelt habe, nimmt er zwar über fast zwei Seiten Bezug auf diverse angebliche Vorkommnisse, die das Gegenteil aufzeigen sollen. Mindestens teilweise finden diese Vorkommnisse allerdings keine Basis im angefochtenen Entscheid. Der Beschwerdeführer rügt jedoch nicht explizit, die Vorinstanz habe diesbezüglich den Sachverhalt willkürlich festgestellt. Es reicht nicht, zahlreiche eigene Schilderungen des Sachverhalts vorzutragen, um dann zu schliessen, der Vorinstanz sei eine "krass tatsachen- und aktenwidrige und damit willkürliche Würdigung" vorzuwerfen. Damit hat es beim vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt sein Bewenden. 9.1.3.3. Dies gilt auch für die sich über fast drei Seiten erstreckende Schilderung von Aussagen der Beschwerdegegnerin, aus denen angeblich abgeleitet werden müsste, dass diese eine Tendenz hat, ihre eigenen Fähigkeiten in den Mittelpunkt zu stellen und das Betreuungs- und Sorgerecht des Vaters kleinzureden bzw. nicht gewillt ist, den Kontakt zum Vater aktiv zu unterstützen und zu fördern. Diese Sachverhaltselemente hat die Vorinstanz nicht festgestellt. Darüber hinaus hat sie in ihre Erwägungen sehr wohl einbezogen, dass die Beschwerdegegnerin den Kontakt des Sohnes zu seinem Vater teilweise verweigert hat. Sie hat sich damit auseinandergesetzt, aber geschlossen, die Vorkommnisse seien zu relativieren bzw. könne der Beschwerdegegnerin kein Vorwurf gemacht werden (oben E. 9.1.1). Mit der diesbezüglichen vorinstanzlichen Argumentation setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander, weshalb es ihm von vornherein nicht gelingen kann, Willkür zu belegen. Soweit der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang nicht nur die Verletzung des Willkürverbots, sondern auch eine Verletzung von Art. 8 BV geltend macht, begründet er seine Rüge bereits nicht in einer den vorliegend geltenden Anforderungen genügenden Weise. Ausserdem hat Art. 8 BV keine unmittelbare Drittwirkung in den Beziehungen zwischen den Privatpersonen. Zwar sind bei der Auslegung der Vorschriften des Zivilrechts die besonderen Anforderungen zu berücksichtigen, die sich aus den Grundrechten ergeben. Allerdings setzt dies voraus, dass sich die beschwerdeführende Partei konkret mit den zivilrechtlichen Normen auseinandersetzt und sich nicht einfach abstrakt auf Grundrechte beruft (Urteil 5A_240/2022 vom 1. September 2022 E. 3.6.2). Dies unterlässt der Beschwerdeführer, weshalb sich auch aus diesem Grund Weiterungen erübrigen. Inwiefern aus den - mangels erfolgreicher Sachverhaltsrüge für das Bundesgericht ohnehin nicht massgebenden - Schilderungen von Aussagen der Beschwerdegegnerin im Verfahren sodann zwingend darauf geschlossen werden müsste, dass diese nicht gewillt ist, den Kontakt zum Vater aktiv zu unterstützen, bzw. der diesbezüglich gegenteilige - und gestützt auf andere Aussagen der Beschwerdegegnerin getroffene - Schluss der Vorinstanz gar willkürlich sein sollte, legt der Beschwerdeführer nicht ausreichend dar. Stattdessen stellt er der vorinstanzlichen Sichtweise lediglich seine eigene Auffassung gegenüber. Dabei übergeht er insbesondere die Feststellung, wonach die Beschwerdegegnerin den Sohn trotz teils schwerwiegender Vorwürfe seitens des Beschwerdeführers jeweils zu diesem habe gehen lassen.