Citation: H 235/04 18.04.2005 E. 6

6.1 Die Vorinstanz hat die Haftung für die mit Nachzahlungsverfügung vom 15. Dezember 2000 veranlagten Fr. 20'288.45 für die Beitragsjahre 1994 bis 1997 mit der Begründung verneint, die Überschuldung sei bei Verfügungserlass bereits eingetreten und somit die Nachforderung auch bei pflichtgemässer Sorgfalt nicht mehr begleichbar gewesen. Die Beschwerdeführer wenden ein, dasselbe müsse auch bezüglich der Forderungen für die Beitragsjahre 1999 bis 2001 gelten, da der grösste Teil der Ausstände erst Ende 2000 entstanden sei. 6.2 Auch diesem Einwand kann nicht gefolgt werden. Wie aufgezeigt (Erwägung 4.3.1 hievor) bestanden schon Ende 1999 Beitragsschulden gegenüber der Ausgleichskasse. Die Genossenschaft bezahlte aber auch in den Folgejahren 2000 und 2001 erhebliche Lohnsummen aus. Sie musste sich bewusst sein, dass sie dafür Sozialversicherungsbeiträge zu entrichten hatte. Der Kausalzusammenhang zwischen dem pflichtwidrigen Verhalten der Genossenschaftsorgane und dem eingetretenen Schaden wurde demnach nicht unterbrochen. Bezüglich der mit Nachzahlungsverfügung erhobenen Beiträge, die einen früheren Zeitraum betrafen, stand die Zahlungspflicht erst am 15. Dezember 2000 fest. Zuvor war der Beitragsstatus der betroffenen Arbeitnehmer umstritten, stellten sich diese doch auf den Standpunkt, sie seien selbstständigerwerbend. Bezüglich der ab 1999 laufenden Löhne gab es indessen nie Zweifel an der Beitragspflicht. Die haftungsrechtlich unterschiedliche Beurteilung der beiden Veranlagungsperioden ist daher sachlich begründet.