Citation: 5A_763/2018 E. 1.8

1.8. Im vorinstanzlichen Verfahren hatten die Klägerinnen die Ungültigkeit der Einsetzung des Beklagten 2 als Willensvollstrecker geltend gemacht, was das Obergericht für unbegründet hielt (E. 9 des angefochtenen Entscheids). In ihrer Beschwerde äussern sich die Klägerinnen nicht zu den fraglichen Erwägungen der Vorinstanz. Damit verfolgen sie diesen Ansatz nicht weiter. Grundsätzlich ist der Willensvollstrecker in einem Ungültigkeitsprozess weder aktiv- noch passivlegitimiert (BGE 44 II 107 E. 2; 85 II 597 E. 3; 103 II 84 E. 1). Hingegen ist es denkbar, auf dem Weg der Ungültigkeitsklage (Art. 519/520 ZGB) die Einsetzung eines Willensvollstreckers für ungültig erklären zu lassen (Urteil 5A_55/2016 vom 11. April 2016 E. 3.1 mit Hinweisen). In einer solchen Situation kommt dem Willensvollstrecker ausnahmsweise Parteistellung zu (für einen weiteren, hier nicht relevanten Ausnahmefall vgl. BGE 51 II 49 E. 3). Nachdem die Klägerinnen ihr Argument, die Einsetzung des Beklagten 2 als Willensvollstrecker sei ungültig, aufgegeben haben, ist dieser im vorliegenden Verfahren nur noch hinsichtlich der Parteientschädigungen Partei (vgl. dazu E. 8.5 unten).