Citation: 4A_62/2023 E. 6.2.2

6.2.2. Entgegen der Beschwerdeführerin geht es nicht allgemein um die Frage, ob die Beschwerdegegnerin in irgend einer Form instruiert worden ist. Vielmehr geht es um die im Schlussvortrag vorgebrachte konkrete Tatsachenbehauptung, die Beschwerdegegnerin (bzw. deren Mitarbeitende) sei zu Beginn der Vertragsbeziehung darauf hingewiesen worden, dass kostenpflichtige Kreditabfragen (Bezug von Bonitätsdaten) über ihr Online Tool erfolgen könnten. Die allgemeine Behauptung der Beschwerdeführerin in ihrer Klage - C.________ (Mitarbeitende der Beschwerdegegnerin) sei von ihr instruiert worden, wie sie auf das Online Tool zugreifen könne - umfasst die in der Hauptverhandlung erstmals vorgebrachte Behauptung (Hinweis auf die Möglichkeit des kostenpflichtigen Bezugs von Bonitätsdaten) nicht. Sie muss nicht als implizite bzw. mitbehauptete Tatsache betrachtet werden. Die Beschwerdeführerin legt sodann nicht dar, dass es ihr unmöglich oder unzumutbar gewesen wäre, die konkrete Behauptung im kantonalen Verfahren rechtzeitig vorzubringen.