Citation: 6B_454/2022 E. 4.2

4.2. Art. 134 StGB stellt wie gesehen die Beteiligung an einem Angriff unter Strafe. Diese kann nach der Rechtsprechung auch in einer sachlich unterstützenden, psychischen oder verbalen Mitwirkung zugunsten der angreifenden Partei liegen (Urteile 6B_1257/2020 vom 12. April 2021 E. 2.1; 6B_157/2016 vom 8. August 2016 E. 6.3 mit weiteren Hinweisen). Im Übrigen hat das Bundesgericht schon die Möglichkeit bejaht, den Tatbestand von Art. 134 StGB in Mittäterschaft zu erfüllen (siehe Urteil 6B_989/2009 vom 22. März 2010 E. 3.1 und 3.2 mit Hinweisen). In Mittäterschaft begangene Tatbeiträge werden jedem Mittäter zugerechnet (Urteil 6B_797/2020 vom 31. Januar 2022 E. 4.3.6). Nach der Rechtsprechung ist Mittäter, wer bei der Entschliessung, Planung oder Ausführung eines Deliktes vorsätzlich und in massgeblicher Weise mit anderen Tätern zusammenwirkt, sodass er als Hauptbeteiligter dasteht. Entscheidend ist, ob der Tatbeitrag nach den Umständen des konkreten Falles und dem Tatplan für die Ausführung des Deliktes so wesentlich ist, dass sie mit ihm steht oder fällt. Mittäterschaft kann auch durch die tatsächliche Mitwirkung bei der Ausführung begründet werden. Konkludentes Handeln genügt (BGE 135 IV 152 E. 2.3.1 S. 155; Urteil 6B_1071/2021 vom 7. April 2022 E. 4.1). Auch an spontanen, nicht geplanten Aktionen oder unkoordinierten Straftaten ist Mittäterschaft möglich. Es ist nicht erforderlich, dass der Tat ein gemeinsamer Tatentschluss oder eine allenfalls stillschweigende Vereinbarung zur Hilfestellung vorausgingen (BGE 143 IV 361 E. 4.10; Urteile 6B_1071/2021 vom 7. April 2022 E. 4.1; 6B_759/2021 vom 16. Dezember 2021 E. 1.2; 6B_964/2018 vom 18. Dezember 2018 E. 1.1.2).