Citation: 2C_664/2023 E. 7.3

7.3. Bezüglich der schriftlichen Prüfung macht die Beschwerdeführerin geltend, die beiden Prüfer für die "Urkunde A" und die "Urkunde B" hätten in den Ausstand treten müssen. Diese hätten ihre Leistungen bereits im ersten erfolglosen Prüfungsversuch 2020 negativ bewertet und beim zweiten Versuch absichtlich verhindert, dass sie die Prüfung bestehe. Die schriftlichen Prüfungen im Jahr 2021 seien absichtlich so organisiert worden, dass sie nicht vorgängig habe wissen können, wer ihre Prüfung bewerten würde. Gemäss den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz machte die Beschwerdeführerin erstmals vor Verwaltungsgericht eine Vorbefassung der beiden Prüfer geltend. Sie hatte jedoch spätestens im Zeitpunkt der Beschwerde an die Direktion für Inneres und Justiz Kenntnis der Prüfer. Der Einwand hätte mithin schon früher vorgebracht werden können. Das Ausstandsgesuch erst in einem nachfolgenden Verfahren verstösst gegen Treu und Glauben. Der von der Beschwerdeführerin vorgebrachte Ausstandsgrund ist daher verwirkt (vgl. BGE 143 V 66 E. 4.3; 135 III 334 E. 2.2; 134 I 20 E. 4.3.1). Damit erübrigen sich weitere Ausführungen zur Vorbefasstheit der Prüfer.