Citation: 2P.69/2000 11.05.2000 E. 3

3.- a) Unabhängig von der Legitimation in der Sache selbst kann mit staatsrechtlicher Beschwerde die Verletzung solcher Verfahrensgarantien gerügt werden, deren Missachtung eine formelle Rechtsverweigerung darstellt; das erforderliche rechtlich geschützte Interesse ergibt sich diesfalls aus der durch das kantonale Recht eingeräumten Stellung als Verfahrenspartei (BGE 125 II 86 E. 3b S. 94; 122 I 267 E. 1b S. 270; 114 Ia 307 E. 3c S. 312 f.). Nicht zu hören sind dabei aber Rügen, die im Ergebnis auf eine materielle Ueberprüfung des Bewilligungsentscheides abzielen (vgl. BGE 118 I 232 E. 1c S. 236; 117 Ia 90 E. 4a S. 95; 114 Ia 307 E. 3c S. 313). b) Soweit der Beschwerdeführer vorbringt (Ziff. 6 der Beschwerde), das Obergericht habe in Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes den Sachverhalt mangelhaft festgestellt, indem es nicht auf die aktuellen Verhältnisse abgestellt habe, betrifft dieser Einwand die materielle Würdigung und kann daher nicht gehört werden (vgl. E. 3a). Dasselbe gilt für die unter dem Titel der "Verletzung des rechtlichen Gehörs" (Ziff. 8 der Beschwerde) erhobenen Einwendungen (u.a., es lägen keine Beweise dafür vor, dass der Beschwerdeführer immer wieder in die Heimat zurückgekehrt sei, bzw. die kantonalen Instanzen hätten einseitig auf negative Berichte der Fremdenpolizei und auf ebensolche von Einwohnern aus der Gemeinde X.________ abgestellt), welche ebenfalls auf eine unzulässige inhaltliche Kritik am angefochtenen Entscheid hinauslaufen. Aus dem gleichen Grunde unzulässig ist auch der Vorwurf, das Obergericht habe einem Editionsbegehren, welches die Rüge der rechtsungleichen Behandlung hätte belegen können, zu Unrecht nicht entsprochen (Ziff. 7 der Beschwerde). c) Eine zulässige Verfahrensrüge kann höchstens im Einwand erblickt werden, es sei "nicht auszuschliessen", dass das Urteil des Obergerichts im Zeitpunkt der gerichtlichen Verhandlung bereits "versandbereit auf dem Tische" gelegen habe, weil der Versandzeitpunkt mit dem Entscheiddatum zusammenfalle (S. 7 der Beschwerde). Das Obergericht hat in seiner Vernehmlassung hierzu ausgeführt, dass das auf dem Urteil angegebene Datum praxisgemäss nicht den Zeitpunkt der Gerichtssitzung wiedergebe, sondern den Zeitpunkt des Urteilsversandes. Damit ist der erwähnten Behauptung die Grundlage entzogen. Wie weit eine solche Praxis bzw. das Nichterwähnen des Sitzungsdatums im Urteil den geltenden Vorschriften und Grundsätzen entspricht, bedarf vorliegend keiner Abklärung.