Citation: 9C_389/2014 E. 2.1

2.1. Das kantonale Gericht hielt zunächst fest, die Aufrechnung eines Verzichtseinkommens für den Monat November 2013 sei zu Recht erfolgt, da es dem Beschwerdeführer möglich gewesen wäre, während der verlängerten Kündigungsfrist im Unternehmen C.________ weiter zu arbeiten. Für den Zeitraum ab 1. Dezember 2013 habe der Beschwerdeführer sodann die Vermutung von Art. 14a ELV nicht widerlegt, dass er in der Lage wäre, ein festgelegtes Mindesteinkommen zu erzielen. Es sei daher nach wie vor davon auszugehen, dass er die verbliebene Arbeitsfähigkeit von 70 % wirtschaftlich zu verwerten vermöchte. Da er dies unterlassen und sich auch nicht in genügender Weise um eine neue Anstellung bemüht hat, sei die Anrechnung eines hypothetischen Erwerbseinkommens grundsätzlich ohne weiteres zulässig. Dies habe gleichermassen für die Anrechnung eines Taggeldes der Arbeitslosenversicherung zu gelten. Dabei sei Art. 25 Abs. 4 ELV zu beachten. Die dort statuierte Frist von sechs Monaten habe auch bezüglich der Anrechnung hypothetischer Taggelder der Arbeitslosenversicherung (als Ersatz für das Erwerbseinkommen) zu gelten. Im Weiteren wäre nebst den hypothetischen Taggeldern auch das zumutbare hypothetische Erwerbseinkommen anzurechnen; dies müsste jedoch ebenfalls sechs Monate vor der Herabsetzung der Ergänzungsleistung durch die Ausgleichskasse verfügt werden. Eine solche Verfügung sei bis anhin nicht ergangen. Im Ergebnis bedeute dies, dass die Ergänzungsleistung für Dezember 2013 ohne Berücksichtigung hypothetischer Taggelder der Arbeitslosenversicherung zu berechnen ist. Gleiches habe für die Monate Januar bis April 2014 zu gelten. Diese dürften erst ab 1. Mai 2014 angerechnet werden.