Citation: U 116/02 10.03.2003 E. 5

Zu prüfen bleibt der Anspruch auf Integritätsentschädigung. Während SUVA und Vorinstanz die Integritätseinbusse mit 10 % bemessen haben, beantragt die Beschwerdeführerin die Zusprechung einer Entschädigung von mindestens 20 %. 5.1 Im angefochtenen Entscheid werden die für die Bemessung von Integritätsschäden nach Art. 25 Abs. 2 UVG in Verbindung mit Art. 36 UVV und Anhang 3 zur UVV geltenden Regeln zutreffend dargelegt, sodass darauf verwiesen werden kann. Das Gleiche gilt hinsichtlich der von der SUVA in Ergänzung der bundesrätlichen Skala herausgegebenen Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form, welche nach der Rechtsprechung mit Anhang 3 zur UVV vereinbar sind, soweit sie lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll (BGE 124 V 32 Erw. 1c). 5.2 Für den hier zur Diskussion stehenden Fussschaden enthalten weder Anhang 3 zur UVV noch die von der SUVA herausgegebenen Tabellen einen direkt anwendbaren Richtwert. Kreisarzt Dr. med. J.________ schätzte den Integritätsschaden unter Berücksichtigung der kosmetischen Verhältnisse an der rechten Ferse und im Bereich der Hautentnahmestelle an der linken Schulter mit geringen Restbeschwerden auf 10 %. In der ärztlichen Beurteilung vom 13. Dezember 2000 führt Dr. med. V.________ ergänzend aus, bei der Bemessung des Integritätsschadens seien funktionelle und kosmetische Aspekte zu berücksichtigen. Die als Unfallfolge bestehende Einschränkung der Beweglichkeit des rechten oberen Sprunggelenkes falle in funktioneller Hinsicht nicht ins Gewicht und erreiche isoliert die Erheblichkeitsgrenze nicht. Der auf 10 % festgesetzte Wert sei als angemessen zu bezeichnen. Im Quervergleich sei der Zustand in funktioneller Hinsicht besser als bei einer Peronaeuslähmung, für welche ebenfalls ein Richtwert von 10 % gelte (SUVA-Tabelle 2.2), und eindeutig besser, als bei einer mässigen bis beginnend schweren Arthrose des oberen oder unteren Sprunggelenkes (Tabelle 5.2) oder bei einem im rechten Winkel versteiften oberen Sprunggelenk (Tabelle 2.2), wofür der Richtwert 15 % betrage. Der von der Versicherten genannte Wert von 20 % entspreche einem in Spitzfuss versteiften Sprunggelenk (Tabelle 2.2) oder einer Panarthrose des oberen und unteren Sprunggelenks (Tabelle 5.2), was einem medizinischen Quervergleich nicht stand halte. Die Beschwerdeführerin macht geltend, bei der Bemessung des Integritätsschadens sei zusätzlich zu berücksichtigen, dass sie an Lumbalgien und Schmerzen an der Hautentnahmestelle in der linken Schulter leide. Nach dem Gesagten sind die Rückenschmerzen jedoch nicht überwiegend wahrscheinlich unfallkausal, weshalb sie unberücksichtigt zu bleiben haben. Hinsichtlich der linken Schulter ist gemäss den medizinischen Akten anzunehmen, dass nur geringe belastungsabhängige Beschwerden bestehen, welche für sich allein nicht erheblich sind und im Ansatz von 10 % als mit berücksichtigt gelten können. Der Beschwerdeführerin ist auch insoweit nicht zu folgen, als sie unter Hinweis darauf, dass SUVA-Tabelle 2 für Funktionsbehinderungen in den unteren Sprunggelenken einen Richtwert von 5 - 30 % vorsieht, eine Entschädigung von 20 % beansprucht. Auf Grund des von Dr. med. V.________ vorgenommenen Quervergleichs, welcher zu überzeugen vermag und gegen den in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nichts Konkretes vorgebracht wird, ist eine Entschädigung von 10 % als angemessen zu betrachten.