Citation: I 229/02 17.12.2002 E. A

Die 1960 geborene S.________ leidet seit Geburt an einem congenitalen Klumpfuss rechts und seit 1992 an einer Drogensucht. Sie absolvierte nach der Realschule eine zweijährige Verkäuferinnenlehre - welche sie zwei Monate vor der Abschlussprüfung abbrach - bei der Firma U.________. In der Folge war sie jeweils während einer kurzen Dauer an verschiedenen Stellen, beispielsweise als Hilfspflegerin, als Hilfsarbeiterin in der Industrie oder als Briefträgerin tätig. Nachdem sie seit 1989 nicht mehr gearbeitet hatte, meldete sie sich am 7. September 1994 erstmals bei der IV-Stelle Aargau zur Berufsberatung und zum Bezug einer Rente an. Wegen fehlender Mitwirkung bei der Abklärung des Sachverhaltes wurde ihr Begehren mit Verfügung vom 20. Juni 1995 abgelehnt. Am 30. Dezember 1997 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, es werde ihr Kostengutsprache für orthopädische Spezialschuhe gewährt. Mit einer weiteren Anmeldung vom 7. Juli 1998 ersuchte S.________ erneut um berufliche Massnahmen (Umschulung) und eine Invalidenrente. Die IV-Stelle gewährte der Versicherten Berufsberatung (Mitteilung vom 28. Juli 1999), traf Abklärungen in beruflicher (Aufenthalt in der Stiftung E.________ vom 7. Februar bis 31. März 2000) und medizinischer Hinsicht. Sie liess sich über den orthopädischen (Bericht orthopädische Klinik X.________ vom 16. Juli 1999) und den psychischen Gesundheitszustand von S.________ informieren (Gutachten des Psychiatrischen Dienstes, Y.________, vom 14. August 2000). Gestützt auf die beigezogenen Unterlagen wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens ab, da aus medizinischer Sicht keine Umschulung angezeigt sei und es der Versicherten auch ohne weitere Ausbildung oder Umschulung möglich sei, ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen (Verfügung vom 19. Juli 2001).