Citation: 9C_266/2017 E. 3.3

3.3. Das kantonale Gericht nahm bei der Bemessung des Invalideneinkommens auf der Grundlage der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2010 - unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung von 2010 bis 2011 und der betriebsüblichen Arbeitszeit von 41,7 Stunden pro Woche - einen Abzug vom Tabellenlohn von 10 % vor und ermittelte einen Betrag von Fr. 44'586.-. Den Tabellenlohnabzug begründete die Vorinstanz damit, dass der Beschwerdegegner unter kognitiven Defiziten leide und er deshalb im Betrieb nicht flexibel eingesetzt werden könne. Mit Blick auf die Arbeitszeit fehle es dem Versicherten ebenfalls an Flexibilität, da er nicht in der Lage sei, seine Leistung vorübergehend zu erhöhen und Überstunden zu leisten. Ausserdem drohe die Gefahr überdurchschnittlicher Krankheitsabsenzen. Im Weiteren weise der Versicherte klare Lohnnachteile aus, die nicht durch eine besondere Qualifikation oder durch eine überdurchschnittliche Leistungsfähigkeit ausgeglichen werden könnten. Es sei offensichtlich, dass er die ihm verbliebene Arbeitskraft nicht zu einem "Preis" verkaufen könne, der dem Zentralwert entspreche, welcher also höher sei als der "Preis", den 50 % seiner gesunden mit einem Pensum von 80 % tätigen Konkurrenten für einen Hilfsarbeitsplatz erzielen würden. Dem müsse mit einem Abzug vom Zentralwert Rechnung getragen werden.