Citation: I 183/03 16.03.2004 E. 3

3.1 Das kantonale Gericht hat auf Grund der medizinischen Akten, insbesondere des Berichtes von Dr. S.________, Spezialarzt für Innere Medizin, vom 23. Juni 1997 zutreffend festgestellt, dass der Beschwerdeführer trotz seiner stark limitierenden gesundheitlichen Beschwerden in der Lage sein sollte, die ihm verbliebene Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen und ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten. Zumutbar ist die Ausübung einer körperlich leichten Halbtagstätigkeit (keine Schichtarbeit) mit möglichst geringem Leistungsdruck und einem Arbeitsumfeld, welches auf seine Beeinträchtigungen (gestörte Vorwarnung vor Unterzuckerung; zwei bis sechs Stuhlentleerungen pro Tag) Rücksicht nimmt. In Übereinstimmung mit Verwaltung und Vorinstanz und entgegen der Auffassung des Versicherten können diese Anforderungen an eine Arbeitsstelle nicht nur im Rahmen einer geschützten Werkstätte erfüllt werden. Der Beschwerdeführer war in seiner Heimat als Sprachlehrer tätig und verfügt über intellektuelle Fähigkeiten, welche ihn für einen potentiellen Arbeitgeber auf der Suche nach einer gut qualifizierten Hilfsarbeitskraft attraktiv machen. Wie im angefochtenen Entscheid zutreffend ausgeführt, kommen für den Versicherten in erster Linie Erwerbstätigkeiten aus dem gesamten Dienstleistungsbreich in Frage. Hinsichtlich des trotz Behinderung erzielbaren Invalideneinkommens ist deshalb beim Heranziehen der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 1996 des Bundesamtes für Statistik vom in Tabelle TA 1 des Anhangs angeführten Zentralwert (Median) für den gesamten privaten Dienstleistungssektor in der Höhe von Fr. 3882.- auszugehen (standardisierter monatlicher Bruttolohn von Männern bei Ausübung einfacher und repetitiver Tätigkeiten [Anforderungsniveau 4]; vgl. RKUV 2001 Nr. U 439 S. 347). Dieser statistische Monatslohn ist - unter Berücksichtigung des Umstandes, dass ihm eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu Grunde liegt (LSE 1996 S. 5), welche etwas tiefer ist als die 1996 betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit im Dienstleistungsgewerbe von wöchentlich 41,9 Stunden (Die Volkswirtschaft, 2004 Heft 2, S. 90, Tabelle B 9.2) - auf Fr. 4066.- zu erhöhen, was einen Jahresverdienst von Fr. 48'792.- ergibt. Dieser Betrag ist im Hinblick auf die nur mehr 50 %ige Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auf Fr. 24'396.- zu halbieren. Vorab unter Berücksichtigung der erwähnten leidensbedingten Einschränkungen und der darauf zurückzuführenden besonderen Anforderungen an einen Arbeitsplatz rechtfertigt sich ferner der vorinstanzlich vorgenommene höchstmögliche Abzug vom Tabellenlohn von 25 % (BGE 129 V 481 Erw. 4.2.3, 126 V 79 f. Erw. 5b/aa-cc), woraus ein jährliches Invalideneinkommen von Fr. 18'297.- (Fr. 24'396.- x 0,75) resultiert. Insofern bedarf die entsprechende Einkommensberechnung im angefochtenen Entscheid (das kantonale Gericht ermittelte anhand identischer Grundlagen ein Invalideneinkommen von Fr. 18'700.- pro Jahr) der geringfügigen Korrektur.