Citation: 2C_793/2015 E. 6.3

6.3. Nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz hat der Beschwerdeführer ab Ende 2011 bis Januar 2013 einer Vielzahl von Personen auf dem Gebiet der Stadt V.________ Kokain verkauft; zudem hat er selbst von ca. Oktober 2009 bis November 2012 Kokain konsumiert. Das Bezirksgericht Zürich stützte den Schuldspruch wegen des Kokainhandels auf Art. 19 Abs. 1 BetmG (SR 812.121) i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG, wonach der Täter mit einer Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft wird (womit eine Geldstrafe verbunden werden kann), wenn er weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann. Der Beschwerdeführer hat sich somit einer qualifizierten Form der Betäubungsmitteldelinquenz schuldig gemacht. Im April 2013 bedrohte er einen Bekannten wegen angeblich geschuldeten Fr. 1'000.-- mehrmals mit dem Tod, um seinen Anwalt für das migrationsrechtliche Verfahren bezahlen zu können. Sein eigener Sohn war massgeblich an der Straftat beteiligt. Das skrupellose Vorgehen in Verbindung mit den zahlreichen Vorstrafen erlaubt keine günstige Legalprognose, zumal die verfahrensauslösenden Straftaten im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils nur zweieinhalb Jahre ("Drogenhandel") bzw. wenig mehr als zwei Jahre (versuchte Nötigung und Drohung) zurücklagen. Diese Zeitspanne erlaubt es nicht, eine Rückfallgefahr auszuschliessen, umso weniger, als in der Vergangenheit drei Verwarnungen wirkungslos geblieben waren und die Schwere der Straftaten zugenommen hatte. Die Gewährung des teilbedingten Strafvollzugs bedeutet entgegen der Meinung des Beschwerdeführers nicht, dass keine Rückfallgefahr besteht. Vielmehr kann ihm entgegengehalten werden, dass das Strafgericht von der Möglichkeit, die Strafe ganz aufzuschieben (vgl. Art. 42 Abs. 1 und 2 StGB), keinen Gebrauch gemacht hat. Zudem wurde für den bedingt aufgeschobenen Teil der Strafe eine Probezeit von vier Jahren festgesetzt, was nicht auf eine günstige Prognose schliessen lässt. Diese Elemente in Verbindung mit einer Gesamtbetrachtung der deliktischen Vergangenheit des Beschwerdeführers lassen einen Rückfall als durchaus wahrscheinlich erscheinen. Die Vorinstanz hat das Vorliegen einer hinreichend schweren und aktuellen Gefahr für die öffentliche Ordnung, Sicherheit und Gesundheit zu Recht bejaht.