Citation: 6B_1060/2020 E. 1.4.2

1.4.2. Weshalb die Vorinstanz bezüglich der tatrelevanten Handlungen der Gründung der D.________ GmbH, des Ausfüllens des Interview-Formulars und des Einreichens der Versicherungsanträge, aber auch hinsichtlich der Verwendung der Provisionsvorschüsse, jeweils den Aussagen von F.________ Glauben schenkt und auf diese zum Nachteil des Beschwerdeführers abstellt, d.h. folgert, Letzterer habe die besagten Handlungen vorgenommen und den Grossteil der Provisionsvorschüsse beansprucht, begründet sie nicht näher. Sie nimmt keine Aussagenwürdigung vor, aus welcher hervorgeht, warum sie F.________ als glaubwürdig und seine Aussagen als glaubhaft erachtet und den Beschwerdeführer bzw. seine Aussagen dagegen nicht. Wenn die Vorinstanz auf einen von F.________ verfassten Brief verweist und betont, dieser untermauere den Beweiswert seiner Aussagen (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.1.4.2 S. 31), unterlässt sie es darzutun, weshalb dies der Fall ist; einen Erkenntnisgewinn in Bezug auf den Beweiswert der Aussagen von F.________ ergibt sich daraus nicht. Die punktuelle Würdigung der Auswirkung einer einzelnen Aussage von F.________, wonach "ohne sein Zutun" plötzlich die ersten Provisionen "hereingekommen" seien, auf seine generelle "Glaubhaftigkeit" (recte: Glaubwürdigkeit; vgl. angefochtener Entscheid E. 3.1.14 S. 37), vermag im Weiteren ebenfalls nicht zu genügen und kann eine umfassende Aussagenwürdigung nicht ersetzen. Die Vorinstanz verweist im Übrigen auch nicht konkret auf die Aussagenwürdigung der Erstinstanz, die sie geprüft und der sie sich begründet angeschlossen hätte. Sofern die Vorinstanz überhaupt darauf eingeht, weshalb sie den Beweiswert der Aussagen von F.________ als hoch erachtet, erfolgt dies lediglich isoliert, ansatzweise und insgesamt unzureichend. Wird massgeblich auf die Aussagen einer Person abgestellt, ist eine hinreichende Würdigung jener Aussagen indes unabdingbar, um nachvollziehbar und mit der nötigen Sicherheit die relevanten Schlüsse daraus zu ziehen (zu den wiederholt dargelegten Grundsätzen der Aussageanalyse: BGE 133 I 33 E. 4.3; 129 I 49 E. 4 f.; 128 I 81 E. 2; vgl. jüngst auch Urteil 6B_1020/2021 vom 25. Januar 2022 E. 2.3.2; je mit Hinweisen).