Citation: 8C_183/2020 E. 4.4

4.4. Wie das kantonale Gericht sodann zutreffend erkannte, legte der Vertrauensarzt nachvollziehbar und überzeugend dar, dass die Hörminderung nicht auf den Unfall vom 10. Juni 2016 zurückzuführen ist. So habe bereits vor diesem Ereignis ein nahezu identischer Befund vorgelegen. Die seither eingetretene leichte Verschlechterung sei nur möglicherweise, nicht aber überwiegend wahrscheinlich unfallkausal. Fachärztliche Berichte, die die Einschätzung des Vertrauensarztes als zumindest zweifelhaft erscheinen liessen, sind keine ersichtlich, wie das kantonale Gericht willkürfrei feststellte. Insbesondere äusserten sich die behandelnden Ärzte nicht zur vorbestehenden Schwerhörigkeit mit Hochtonsenke im Bereich C4 gemäss Audiogramm vom 16. November 2006. Selbst wenn aber eine (Teil-) Unfallkausalität anzunehmen wäre, so wäre mit der Vorinstanz auch in Bezug auf die Hörminderung davon auszugehen, dass im Zeitpunkt der Leistungseinstellung von weiteren Behandlungen prognostisch keine namhafte Besserung mehr zu erwarten war (vgl. E. 3 hiervor). Ein Anspruch auf Vergütung der Heilbehandlungskosten über den 17. Oktober 2018 hinaus bestünde demnach auch bei bejahter Unfallkausalität nicht. Weitergehende Leistungsansprüche macht der Beschwerdeführer schliesslich nicht geltend.