Citation: 5A_707/2016 E. 2.2

2.2. Wie das Bundesgericht in seinem Rückweisungsentscheid festhielt, hat der heutige Beschwerdeführer nach unbestrittenen Sachverhaltsfeststellungen die Liegenschaft formell nicht gestützt auf einen Erbteilungsvertrag, sondern aufgrund eines Kaufvertrages erworben. Der Beschwerdeführer stellte sich allerdings schon in jenem Verfahren vor Bundesgericht auf den Standpunkt, auf die Bezeichnung des Rechtsgeschäftes könne es nicht ankommen; es hätte sich um reine Teilungs- respektive Zahlungsmodalitäten gehandelt. Da die Vorinstanz für die güterrechtliche Zuteilung fälschlicherweise den Zeitpunkt des Erbanfalls für massgebend erachtete, hielt sie den konkreten Vorgang des Erwerbs zu Alleineigentum für irrelevant. Weil das Bundesgericht zum Ergebnis kam, dass es auf den Zeitpunkt des Erwerbs zu Alleineigentum ankommt, hob es den kantonalen Entscheid auf. Es wies die Sache an die Vorinstanz zurück, "damit sie prüft, wie es sich für die güterrechtliche Zuteilung verhält, wenn der Erbschaftsgegenstand, wie vorliegend, zumindest formell durch einen Kauf und nicht durch eine (partielle) Erbteilung erworben worden ist" (Urteil 5A_143/2015 vom 23. März 2016 E. 4.4, nicht veröffentlicht in: BGE 142 III 257, wohl aber in: FamPra.ch 2016 S. 719). Das Kantonsgericht kam in seinem neuen Entscheid zum Schluss, dass bezüglich des Erwerbsvorgangs keine neuen Beweisanträge gestellt worden seien und sich aufgrund der vorhandenen Akten das Vorliegen eines Kaufvertrages ergebe. In Anwendung der vom Bundesgericht vorgegebenen Gesetzesinterpretation wies es gestützt auf diesen Sachverhalt das Grundstück für die güterrechtliche Auseinandersetzung der Errungenschaft zu und berechnete auf dieser Grundlage den güterrechtlichen Anspruch der Beschwerdegegnerin.