Citation: 8C_253/2024 E. 5.2

5.2. In Bezug auf seinen Aufenthaltsstatus (Niederlassungsbewilligung C) stellt der Beschwerdeführer nicht in Abrede, dass die Vergleichseinkommen anhand der LSE-Tabellenwerte zu ermitteln sind. Die einschlägige Tabelle TA1 bildet den monatlichen Bruttolohn (Zentralwert) nach Wirtschaftszweigen, Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes und Geschlecht im privaten Sektor der Schweiz ab. Dabei wird nicht unterschieden, ob es sich um schweizerische oder ausländische Arbeitnehmende handelt. Vielmehr entsprechen die Löhne gemäss der LSE-Tabelle TA1 Durchschnittswerten, welche jeweils auf sämtlichen erfassten Lohnangaben von besser und schlechter verdienenden, schweizerischen wie auch ausländischen Arbeitnehmenden basieren (SVR 2009 UV Nr. 51 S. 181, 8C_484/2008 E. 5.2.2). Wenn also Validen- und Invalideneinkommen - wie hier - anhand statistischer LSE-Tabellenwerte festgelegt werden, sind die potenziell tieferen Einkommen ausländischer versicherter Personen auf beiden Seiten bereits miteinbezogen. Daher fällt ein Abzug vom Tabellenlohn grundsätzlich ausser Betracht. Ähnlich wie bei der Parallelisierung der Vergleichseinkommen (vgl. dazu: BGE 134 V 322; 135 V 297) gilt, dass die auf invaliditätsfremde Gesichtspunkte zurückzuführenden Lohneinbussen im Grundsatz entweder überhaupt nicht oder aber bei beiden Vergleichseinkommen gleichmässig zu berücksichtigen sind (statt vieler: BGE 141 V 1 E. 5.4; 129 V 222 E. 4.4). Im konkreten Fall ist denn auch weder ersichtlich noch (substanziiert) dargelegt, inwieweit sich die Ausländereigenschaft in einer Verweisungstätigkeit derart lohnmindernd auswirken soll, dass dem - obschon beim Valideneinkommen bereits ein statistischer Durchschnitt massgeblich ist - seitens des Invalideneinkommens ausnahmsweise durch einen (zusätzlichen) Abzug vom Tabellenlohn Rechnung getragen werden müsste. Aus dem in der Beschwerde hauptsächlich angeführten Urteil 8C_332/2022 vom 19. Oktober 2022 (publ. in: SVR 2023 IV Nr. 18 S. 63) lässt sich nichts Gegenteiliges ableiten. Denn dort wurde das Valideneinkommen gerade nicht anhand der LSE-Tabelle TA1, sondern gestützt auf die konkreten Lohnangaben der ehemaligen Arbeitgeberin festgelegt. Auch anderweitig besteht kein Anhaltspunkt für einen Abzug vom Tabellenlohn. Eine Verletzung des Art. 16 ATSG ist somit nicht erkennbar.