Citation: 6B_194/2017 E. 2.2.2

2.2.2. Nicht zu beanstanden ist sodann, dass die Vorinstanz erwägt, die Glaubhaftigkeit der Aussagen der Beschwerdeführerin werde bereits durch die im Kern anderslautende Einlassung ihrer Tochter entkräftet. Diese schilderte den Sachverhalt gegenüber der Staatsanwaltschaft zunächst wie folgt: "Danach gab es eine Diskussion. Es wurde immer schlimmer. Wir waren dann einfach in dem Zimmer. Danach wollten wir mit dem Taxi gehen. Es kam aber kein Taxi, deshalb blieben wir über Nacht. Am nächsten Morgen diskutierten sie, dass wir zu einer Bank gehen und der Beschuldigten den Rest des Geldes geben würden." Davor hätten sie indes im Haus bleiben müssen. Als die Beschwerdeführerin und ihre Tochter versucht hätten zu gehen, habe die Beschuldigte sie "zurückgeholt". Der Vorinstanz ist zuzustimmen, dass die Tochter der Beschwerdeführerin deren Version, insbesondere hinsichtlich der Anwendung von Gewalt, im Wesentlichen nicht bestätigt hat. Sie erwähnt zudem bloss einen Versuch, das Haus zu verlassen und dies am Folgetag, während die Beschwerdeführerin von mindestens drei Fluchtversuchen am Vorabend spricht. Zwar hat die Tochter auf Nachfrage, ob die Beschwerdeführerin verletzt worden sei, angegeben, es sei einmal zu einem Gerangel gekommen. Die Mutter sei gegen das Bett oder so gefallen, sie sei von der Beschuldigten gestossen worden. Sie habe am Arm einen blauen Fleck gehabt. Wie die Vorinstanz aber zu Recht erwägt, enthält die Aussage der Tochter erstaunlich wenige Details, obschon diese das Geschehen mitverfolgte. Wenn sie deren Aussage kein allzu hohes Gewicht beimisst, ist dies, zumal angesichts der familiären Nähe der Befragten, nicht zu beanstanden. Soweit die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang rügt, die Vorinstanz lasse die Aussagen ihrer Tochter willkürlich ausser Acht, kann ihr nicht gefolgt werden. Die Vorinstanz bezieht die Erwägungen der Staatsanwaltschaft sowie der Oberstaatsanwaltschaft in ihre Würdigung mit ein und übernimmt diese.