Citation: 6B_86/2022 E. 1.3.2

1.3.2. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, die Vorinstanz habe zu Unrecht festgestellt, ihm drohe bei einer Rückkehr nach Eritrea keine Folter oder eine andere unmenschliche Behandlung, genügt seine Rüge den strengen Anforderungen an eine Sachverhaltsrüge nicht bzw. ist diese jedenfalls offensichtlich unbegründet: Der blosse Hinweis darauf, dass ihm im Dezember 2016 in der Schweiz Asyl gewährt worden ist, weist die vorinstanzliche Feststellung keineswegs als willkürlich aus. Konkrete Anhaltspunkte und Beweismittel, weshalb ihm auch im heutigen Zeitpunkt noch Folter oder ähnliches in Eritrea drohen, vermag der Beschwerdeführer nicht ansatzweise zu benennen. Namentlich sein Verweis auf das Schreiben des Migrationsdienstes des Kantons Bern vom 12. September 2019, wonach eine strafrechtliche Landesverweisung wegen Verstosses gegen das Non-refoulement-Gebot nicht vollzogen werden könne (act. 295), erweist sich als unbehelflich. Die Frage, wie sich die Situation für den Beschwerdeführer im Falle einer Rückkehr nach Eritrea präsentiert, wird in diesem Schreiben nur abstrakt beantwortet. Weder wird auf die aktuelle Lage in Eritrea, noch auf die persönlichen Umstände des Beschwerdeführers eingegangen. Das Schreiben enthält somit keine zusätzlichen Sachverhaltsfeststellungen, welche die Vorinstanz hätte berücksichtigen können resp. müssen. Sie verfällt somit nicht in Willkür, wenn sie das fragliche Schreiben nicht in ihre Beurteilung miteinbezieht.