Citation: I 558/04 31.01.2005 E. 3.4

3.4.1 Das ohne Invalidität mutmasslich erzielte Einkommen (Valideneinkommen) hat die Vorinstanz gestützt auf die Angaben des früheren Arbeitgebers für das Jahr 1996 auf Fr. 62'140.- festgesetzt, was von keiner Seite in Frage gestellt wird. 3.4.2 Ab Eintritt des invalidisierenden Gesundheitsschadens war der Versicherte nicht mehr in einem relevanten Ausmass erwerbstätig. Für die Ermittlung des trotz gesundheitsbedingter Beeinträchtigung zumutbarerweise noch erzielbaren Einkommens (Invalideneinkommen) hat das kantonale Gericht daher zu Recht Tabellenlöhne herangezogen (BGE 126 V 76 f. Erw. 3b/bb). Gemäss der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) belief sich der monatliche Bruttolohn (Zentralwert bei einer standardisierten Arbeitszeit von 40 Wochenstunden) der mit einfachen und repetitiven Arbeiten (Anforderungsniveau 4) im gesamten privaten Sektor beschäftigten Männer im Jahr 1996 auf Fr. 4294.- (LSE 1996 Tabelle TA1). Die Umrechnung auf die betriebsübliche Arbeitszeit im Jahr 1996 von 41,9 Wochenstunden (Die Volkswirtschaft, Heft 12/2004, Tabelle B9.2 S. 94) führt bei der gegebenen Restarbeitsfähigkeit von 75 % aufs Jahr zu einem Einkommen von Fr. 40'481.70 (Fr. 4268.- : 40 x 41,9 x 0.75 x 12). Die Vorinstanz hat von diesem Betrag einen leidensbedingten Abzug (vgl. 126 V 75) von 15 % vorgenommen. Dies erscheint eher hoch, kann aber im Rahmen der Ermessensprüfung noch bestätigt werden (Art. 132 OG; BGE 126 V 362 Erw. 5d mit Hinweis). Ein höherer Abzug lässt sich aber jedenfalls nicht rechtfertigen, woran die Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nichts zu ändern vermögen. 3.4.3 Die Gegenüberstellung des Invalideneinkommens von demnach Fr. 34'409.45 und des Valideneinkommens von Fr. 62'140.- (Erw. 3.4.1) führt - wie im Übrigen auch der mit auf das Jahr 2003 hochgerechneten Lohnzahlen vorgenommene Einkommensvergleich im angefochtenen Entscheid - zu einem Invaliditätsgrad von 45 %, was den Anspruch auf eine Viertelsrente (Art. 28 Abs. 1 IVG) begründet. 3.5 Die auf eine ganze Invalidenrente lautende Verfügung vom 26. Mai 2000 ist nach dem Gesagten zweifellos unrichtig. Ihrer Berichtigung kommt mit Blick darauf, dass sie laufende Rentenleistungen zum Inhalt hat, auch eine erhebliche Bedeutung zu. Rechtsprechungsgemäss setzt die wiedererwägungsweise Rentenaufhebung oder -herabsetzung voraus, dass seit der als zweifellos unrichtig erkannten Rentenzusprechung nicht Änderungen tatsächlicher Natur (im Sinne von aArt. 41 IVG und Art. 17 Abs. 1 ATSG) eingetreten sind, welche im Zeitpunkt der Aufhebungs- oder Herabsetzungsverfügung erneut einen (ganz-)rentenbegründenden Invaliditätsgrad ergeben (Urteil B. vom 19. Dezember 2002, I 222/02, Erw. 5.1; Meyer-Blaser, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, S. 262; vgl. auch BGE 99 V 101 Erw. 4). Für eine solche Annahme enthalten jedoch die verfügbaren Akten keine Anhaltspunkte. Namentlich ist entgegen der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vertretenen Auffassung eine gegebenenfalls rentenrelevante gesundheitliche Verschlechterung auszuschliessen. Das geltend gemachte Magen-Darm-Leiden bestand bereits im Zeitpunkt der MEDAS-Begutachtung im Jahr 1999 und beeinflusste die Arbeitsfähigkeit nach der Beurteilung der Experten nicht. Daran hat sich, wie die behandelnden Ärzte bestätigen, zwischenzeitlich nichts Wesentliches geändert. Der Stellungnahme des seit Januar 2004 behandelnden Psychiaters vom 29. Januar und 9. März 2004 lässt sich für den hier zu beurteilenden Zeitraum bis zum Einspracheentscheid vom 22. September 2003 ebenfalls nichts entnehmen, was eine abweichende Betrachtungsweise rechtfertigen könnte. Ob allenfalls seit dem Einspracheentscheid eine Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes eingetreten ist, bildet nicht Gegenstand dieses Verfahrens. Es hat daher mit dem Hinweis sein Bewenden, dass eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung, wie sie im Bericht vom 9. März 2004 als einziges psychisches Leiden diagnostiziert wird, für sich alleine betrachtet in der Regel keine lang dauernde, zu einer Invalidität führende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG (seit 1. Januar 2003: Art. 8 ATSG) zu bewirken vermag (einlässlich BGE 130 V 352). Es kann im Übrigen auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden, welche richtigerweise auch den Bedarf weiterer Abklärungen verneint hat (antizipierte Beweiswürdigung, BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. 1d mit Hinweis; SVR 2003 IV Nr. 1 S. 1 Erw. 2). 3.6 Der Entscheid des kantonalen Gerichts, den Leistungsanspruch mit der - dem Beschwerdeführer zuvor gehörig angekündigten (vgl. BGE 125 V 370 Erw. 4) - substituierten Begründung der Wiedererwägung auf eine Viertelsrente herabzusetzen, ist somit in allen Teilen rechtens, was zur Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde führt. 3.7 Für die Zeit von der Rentenherabsetzung per 1. Juli bis 31. Dezember 2003 bleibt von Amtes wegen zu prüfen, ob ein wirtschaftlicher Härtefall vorliegt, welcher den Anspruch auf eine halbe Rente begründet (Art. 28 Abs. 1bis IVG, in Kraft gewesen bis Ende 2003). Die Akten werden hiefür der Verwaltung überwiesen.