Citation: 8C_329/2010 06.08.2010 E. 4.2

4.2.1 Der Zusprechung der ganzen Rente auf den 1. Februar 2003 mit Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 19. Dezember 2003 lagen zur Hauptsache die Angaben des behandelnden Psychiaters Dr. med. E.________ vom 12. Februar 2003 und des Dr. med. F.________ vom 30. März 2003 (samt Bericht der Frau Dr. med. L.________ vom 19. Januar 2003) sowie der Ärzte des Spitals M.________ (u.a. Berichte vom 8. April und 7. Juni 2002 sowie 7. März 2003) zugrunde. Danach litt die Versicherte damals bereits seit geraumer Zeit an einem deutlichen schweren depressiven Zustandsbild sowie diversen erheblichen somatischen Befunden wie insbesondere einem Schlafapnoe-Syndrom mit schwierigem Verlauf (Müdigkeit, Konzentrationsmangel, Einschlafen), einer mutmasslichen Narkolepsie und Störungen im Bewegungsapparat (Schulter/Arm rechts, Rücken und Bein links). Eine Arbeitsfähigkeit in der angestammten wie auch in jeder anderen Tätigkeit wurde - aktuell und in näherer Zukunft - übereinstimmend ausgeschlossen. Der Ende 2004 angeforderte Bericht des Dr. med. F.________ vom 31. Januar 2005 ergab keine Änderung der gesundheitlichen Verhältnisse (vgl. Mitteilung der Beschwerdegegnerin vom 18. Mai 2005). 4.2.2 Entgegen den Ausführungen im angefochtenen Entscheid kann gestützt auf diese medizinische Grundlage nicht von einer zweifellosen Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenzusprache ausgegangen werden. Vielmehr begründeten die behandelnden Ärzte die von ihnen bescheinigte vollständige Arbeitsunfähigkeit mit den genannten somatischen und psychischen Befunden, denen ein erheblicher Schweregrad attestiert wurde. Die hinsichtlich Diagnosestellung und Einschät-zung des verbliebenen Leistungsvermögens übereinstimmenden Aussagen der Dres. med. F.________ und E.________ beruhten auf mehrjährigen, in regelmässigen Intervallen durchgeführten Untersuchungen und decken sich zudem mit den zeitgleichen Schlussfolgerungen der Ärzte des Spitals M.________. Anzeichen dafür, dass die betreffenden Aussagen hätten hinterfragt werden müssen und durch gutachterliche Abklärungen zu erhärten gewesen wären, wie von der Vorinstanz angenommen, lagen der Verwaltung im damaligen Zeitpunkt nicht vor. Insbesondere vermochte der Hinweis des Dr. med. E.________ auf einen "Versuch des Ordnens der zunehmend schwierigen sozialen Probleme" noch keine derartigen Zweifel an der Stichhaltigkeit der Angaben zu wecken. Allein von dieser - sich einzig auf den psychischen Gesundheitszustand beziehenden - Äusserung kann noch nicht auf eine überwiegend in invaliditätsfremden soziokulturellen und psycho-sozialen Faktoren begründeten Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit geschlossen werden, zumal von einer erst zunehmenden Entwicklung die Rede ist. Ebenso wenig enthalten schliesslich die Ausführungen der MEDAS-Gutachter vom 9. März 2009 Anhaltspunkte dafür, dass die der Rentenzusprache zugrunde liegenden medizinischen Erhebungen für ungenügend erachtet worden wären. Vor diesem Hintergrund ist von einem wiedererwägungsweisen Zurückkommen auf die ursprüngliche Rentenverfügung abzusehen.