Citation: 9C_680/2009 23.10.2009 E. 1

Streitig und zu prüfen ist, ob die - antizipierte - vorinstanzliche Beweiswürdigung Bundesrecht verletzt. 1.1 Die konkrete Beweiswürdigung ist Tatfrage. Sie ist somit für das Bundesgericht nur dann nicht verbindlich, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann. Als Rechtsfrage frei überprüfbar sind hingegen Verletzungen des Grundsatzes der freien Beweiswürdigung (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) sowie des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 61 lit. c ATSG). 1.2 Im Sozialversicherungsrecht hat der Richter seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Der Richter hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die er von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 129 V 150 E. 2.1 S. 153 mit Hinweisen). 1.3 Der Beweis dafür, dass sich Konkubinatspartner die Treue halten und sich Beistand leisten wie Eheleute, ist schwierig zu erbringen. Aus diesem Grund hat das Bundesgericht eine Tatsachenvermutung in dem Sinne aufgestellt, dass bei einem Konkubinat, welches fünf Jahre gedauert hat, grundsätzlich davon auszugehen ist, es handle sich um eine Schicksalsgemeinschaft ähnlich einer Ehe. Diejenige Prozesspartei, welche Rechte aus einem Konkubinat ableiten will, hat somit nur die Vermutungsbasis zu beweisen, d.h. zu beweisen, dass ein Konkubinat vorliegt und dass dieses (mindestens) fünf Jahre gedauert hat. Gelingt ihr dies, greift die erwähnte Vermutungsfolge. Es ist alsdann Sache der Gegenpartei zu beweisen, das Konkubinat sei nicht so eng und stabil gewesen, dass die Konkubinatspartner voneinander Beistand und Unterstützung ähnlich wie in einer Ehe erwarten konnten (BGE 109 II 188 E. 2 S. 190 f.; 114 II 295 E. 1b S. 298; vgl. Urteil 5C.70/2003 vom 2. Juni 2003 in: FamPra.ch 2003 S. 905).