Citation: 1C_286/2023 E. 4.4

4.4. Dieser Obliegenheit, die auch bezüglich der streitbetroffenen Mobilfunkanlage zu gelten hat, kommen die Beschwerdeführenden nicht nach. Sodann bringen sie vor, realistische Berechnungen der Strahlung unter Berücksichtigung von Terrain- und Gebäudemodellen (zur Berücksichtigung von Reflexionen) benötigten Finiten-Elementen-Methoden, Monte Carlo Simulationen und Integralgleichungsverfahren. Soweit sei die Entwicklung noch nicht. Damit gehen die Beschwerdeführenden wohl davon aus, bei der für Mobilfunkanlagen vorzunehmenden rechnerischen Prognose der Strahlenbelastung an OMEN könnten die Reflexionen der Strahlung mit verhältnismässigem Aufwand (noch) nicht generell berücksichtigt werden. Entsprechend führt das BAFU in seiner Vernehmlassung aus, die Oberflächen der (Bau-) Strukturen, an denen die Strahlung reflektiert werden könne, seien vielfältig, zeitlich veränderlich und wiesen unterschiedliche Reflexionseigenschaften auf, die mit verhältnismässigem Aufwand nicht für jede projektierte Anlage realistisch erfasst werden könnten. Demnach ist bei der rechnerischen Prognose der Strahlungsbelastung an OMEN eine ungenügende Berücksichtigung der Reflexionen der Strahlung an grossen Flächen zu verneinen.