Citation: 2C_227/2013 E. 2.2.1

2.2.1. Der Beschwerdeführer hat während seiner Anwesenheit in der Schweiz regelmässig gegen die öffentliche Ordnung verstossen. Während über zehn Jahren hat er zahlreiche Straftaten begangen, die unter anderem in Freiheitsstrafen von 15, 39 und 18 Monaten ihren Ausdruck fanden. Die bisher letzte Verurteilung stammt aus dem Jahr 2011, sodass entgegen seiner Vorbringen nicht von einem "in jüngerer Zeit deliktfreien Leben" gesprochen werden kann. Sein Tatverschulden wurde von den Strafgerichten als erheblich eingeschätzt; das Obergericht des Kantons Zürich etwa qualifizierte sein Verhalten anlässlich einer Verurteilung im Jahr 2009 (Beteiligung an 19 Einbruchsdiebstählen noch während der Probezeit einer Vorstrafe) als "zielstrebig, professionell und routiniert". Die Vorinstanz durfte auch davon ausgehen, das Verhalten des Beschwerdeführers sei nicht allein wegen einer früher bestehenden Kokain- und Alkoholabhängigkeit erfolgt: Die forensisch-prognostische Gesamteinschätzung des Amts für Justizvollzug des Kantons Zürich kam nach einem durch zahlreiche Unregelmässigkeiten geprägten Massnahmenvollzug zum Schluss, die Delinquenz des Beschwerdeführers sei primär auf dissoziale Persönlichkeitsaspekte und nur sekundär auf Substanzabhängigkeit zurückzuführen. Die stationären therapeutischen Massnahmen, zugunsten deren der Vollzug der Freiheitsstrafen aufgeschoben wurde, waren aufgrund des fehlenden Therapiewillens des Beschwerdeführers denn auch als aussichtslos zu betrachten und deshalb aufzuheben. Dass sich der Beschwerdeführer kurze Zeit nach der verfügten Wegweisung aus der Schweiz im Oktober 2012 freiwillig in ambulante psychiatrische Behandlung begab, kann vor diesem Hintergrund und entgegen seiner Auffassung nicht entscheidend sein. Die Ausführungen der Vorinstanz zum Verschulden, zur Legalprognose, insbesondere zur unterschiedlichen Zweckverfolgung von Strafrecht und Ausländerrecht (vgl. BGE 137 II 233 E. 5.2.2 S. 236 f.), und deren Anwendung auf den konkreten Fall sind nicht zu beanstanden.