Citation: 9C_536/2010 05.10.2010 E. 2

2.1 Das kantonale Gericht hat in tatsächlicher Hinsicht verbindlich festgestellt, dass die Antragsformulare handschriftliche Korrekturen aufwiesen. Es erscheine aufgrund der Akten- und Interessenlage unwahrscheinlich, dass die Krankenkasse die Versicherungsanträge eigenmächtig, d.h. ohne Zustimmung des Beschwerdeführers, auf ein anderes Versicherungsmodell umgeschrieben habe. Es sei dem Beschwerdeführer also nicht eine höhere Prämie als vereinbart in Rechnung gestellt worden, sondern die Prämien hätten auf seine Veranlassung hin neu berechnet werden müssen, da er die vorgeschlagenen Versicherungsmodelle in abgeänderter Form habe abschliessen wollen. Die Schilderung des Sachverhalts durch die Krankenkasse erscheine als plausibel und es sei nicht überwiegend wahrscheinlich, dass die Krankenkasse die Anträge ohne Zustimmung des Beschwerdeführers abgeändert habe. 2.2 Diese tatsächlichen Feststellungen des kantonalen Gerichts sind nicht mangelhaft im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG. Die Schlussfolgerung des kantonalen Gerichts, wonach die Prämien auf Veranlassung des Beschwerdeführers durch dessen Wahl eines anderen Versicherungsmodells neu berechnet worden sind, ist nach der Aktenlage nicht offensichtlich unrichtig, noch ist darin eine unvollständige Sachverhaltsfeststellung oder in der Ablehnung von Beweisweiterungen eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes zu erblicken. Daran ändern die Einwendungen in der Beschwerde nichts. 2.3 In rechtlicher Hinsicht ist der angefochtene Entscheid bundesrechtskonform. Zu Recht weist das kantonale Gericht auf Art. 64a Abs. 4 KVG hin, wonach säumige Versicherte den Krankenversicherer nicht wechseln können, solange sie ausstehende Prämien, Kostenbeteiligungen, Verzugszinsen und Betreibungskosten nicht vollständig bezahlt haben. Die Kündigungen der Versicherungsverträge durch den säumigen Beschwerdeführer sind daher unbehelflich.