Citation: C 6/06 26.04.2006 E. 2

Streitig und zu prüfen ist vorliegend, ob und gegebenenfalls in welchem Ausmass eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung begründet und angemessen (Art. 132 lit. a OG) ist. 2.1 Der Versicherte trat am 1. Dezember 2004 eine Vollzeitstelle als Lagerist bei der Firma W.________ AG an. Dieser Vertrag wurde am 24. Februar 2005 innerhalb der Probezeit auf den 4. März 2005 von der Arbeitgeberin beendet. Auf Anfrage der Beschwerde führenden Arbeitslosenkasse gab die W.________ AG als Kündigungsgrund an: "Herr S.________ wurde die ganze Arbeit innerhalb von 11/2 Monaten gezeigt und erklärt, ohne Erfolg! Danach wurde versucht, ihm die Arbeit von einem Arbeitskollegen in der Muttersprache zu erklären. Dies zeigte dann, dass er überhaupt kein Ineresse zeigte und nicht wollte, auch nicht in seiner Muttersprache. Herr S.________ verstand es nicht, was seine Aufgaben waren und wie es in einem Umschlag/Lager abläuft. Laut einer Aussage an einen Mitarbeiter hätte Herr S.________ im Sommer 2005 kündigen wollen". Die Verwaltung geht davon aus, dass der Versicherte durch sein Verhalten, namentlich wegen mangelnden Interesses an der Arbeit, Anlass zur Kündigung gegeben habe. Er habe in seiner Stellungnahme vom 30. März 2005 die Vorwürfe seiner Arbeitgeberin teilweise zugegeben und nur bestritten, eine Kündigung geplant zu haben. Auch wenn er dies später widerrufen habe, gelte die Beweismaxime, dass sogenannte spontane Aussagen der ersten Stunde in der Regel unbefangener und zuverlässiger seine als spätere Sachverhaltsdarstellungen, weshalb davon auszugehen sei, dass die Vorwürfe der Arbeitgeberin zuträfen. Das Verschulden an der (erneuten) Arbeitslosigkeit werde als schwer beurteilt. 2.2 Die Vorinstanz schloss sich dieser rechtlichen Würdigung nicht an und erwog zusammengefasst, die Beschwerdeführerin habe eine ergänzende von ihr eingeholte Stellungnahme dem Versicherten nicht mehr zur Vernehmlassung unterbreitet. Im Einspracheverfahren und in der kantonalen Beschwerde habe dieser sämtliche gegen ihn erhobenen Vorwürfe bestritten und sich auf den Standpunkt gestellt, seine Arbeit gut und zur Zufriedenheit seiner Vorgesetzten erledigt zu haben. Auch die durch das kantonale Gericht selbst vorgenommenen Sachverhaltsabklärungen hätten kein klares Fehlverhalten des Beschwerdegegners am Arbeitsplatz zu Tage gefördert, womit es auch am Nachweis eines Eventualvorsatzes hinsichtlich einer arbeitsvertraglichen Pflichtverletzung fehle.