Citation: 2C_384/2024 E. 1.1

1.1. A.________ (geb. 1994), von Kosovo, heiratete am 17. August 2015 in seiner Heimat eine italienische Staatsangehörige. 2018 kam ihre gemeinsame Tochter zur Welt. Die Ehefrau reiste am 29. März 2019 mit ihrer Tochter in die Schweiz ein, wo sie eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA erhielt. Am 16. April 2019 stellte sie ein Gesuch um Familiennachzug für A.________. Am 15. September 2019 reiste auch A.________ in die Schweiz ein und erhielt zunächst eine Kurzaufenthaltsbewilligung EU/EFTA, die am 12. November 2019 in eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA mit Gültigkeit bis 30. September 2024 umgewandelt wurde. Gemäss einer Zuzugsmeldung der Einwohnerdienste der Gemeinde U.________ vom 12. Januar 2022 war A.________ ab dem 1. Januar 2022 an einer neuen und anderen Adresse als seine Ehefrau wohnhaft. Mit Schreiben vom 8. März 2022 stellte das Amt für Migration und Integration Kanton Aargau (nachfolgend: Migrationsamt) A.________ den Widerruf seiner Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA und die Wegweisung aus der Schweiz in Aussicht und räumte ihm diesbezüglich das rechtliche Gehör ein. A.________ machte davon mit Eingabe vom 29. Juli 2022 Gebrauch. Mit Schreiben vom 11. August 2022 informierte das Migrationsamt A.________ über die im Juni 2022 erfolgte Abmeldung seiner Ehefrau und der gemeinsamen Tochter aus der Schweiz. Im Rahmen des ihm auch hierzu eingeräumten rechtlichen Gehörs reichte A.________ am 21. September 2022 einen Entscheid des Bezirksgerichts V.________ vom 13. Juni 2022 betreffend Aufhebung des gemeinsamen Haushalts ein. Darin wurde von einem Getrenntleben der Ehegatten seit dem 5. November 2021 Vormerk genommen.