Citation: 1C_403/2022 E. 3.2

3.2. Die Bausektion der Stadt Zürich kam zum Ergebnis, die geplante Mobilfunkanlage ordne sich im Sinne von § 238 PBG/ZH in der Umgebung befriedigend ein. Diese Beurteilung bestätigten das Baurekursgericht und die Vorinstanz. Zur Begründung führte letztere zusammengefasst aus, mangels eines hinreichenden optischen Bezugs zwischen den inventarisierten Gärten und der bewilligten Mobilfunkanlage sei § 238 Abs. 2 PBG/ZH nicht anwendbar. Im Verhältnis zum 12,1 m hohen Standortgebäude wirkten die Antennen klein und nicht dominant. Die Umgebung des Baugrundstücks weise eine heterogen gestaltete Dachlandschaft auf, die von diversen Dachaufbauten geprägt sei. Auch wenn die meisten Gebäude in der Umgebung architektonisch ansprechend seien, wiesen sie doch eine gewisse Heterogenität auf. In Anbetracht der Umgebung sowie der Grösse des Standortgebäudes würden die mit ihren Ausmassen eher kleinen Sendeantennen unter Berücksichtigung ihrer Platzierung in der Mitte des Standortgebäudes nicht in einem Mass herausstechen, dass eine befriedigende Gesamtwirkung im Sinne von § 238 Abs. 1 PBG/ZH zu verneinen sei. An dieser Beurteilung vermöge nichts zu ändern, dass im Jahr 2006 eine auf dem Standortgebäude geplante Mobilfunkanlage wegen ungenügender Einordnung nicht bewilligt worden sei, weil deren Sendeantennen einen halben Meter höher gewesen wären als die nun bewilligten. Zudem hätte sich seither das Stadtbild geändert, zu dem mittlerweile Dachaufbauten wie Mobilfunkantennen gehörten, die nicht mehr generell als Fremdkörper angesehen würden.