Citation: 8C_777/2009 12.11.2009 E. 3

3.1 Die Vorinstanz hat die Frage, ob den Verantwortlichen der Beschwerdeführerin beim Bezug der Kurzarbeitsentschädigungen das Unrechtsbewusstsein fehlte, nicht näher geprüft. Stattdessen sprach sie der Gesellschaft das Recht ab, sich angesichts der konkreten Umstände auf den guten Glauben berufen zu können. Auf der Rückseite des Formulars "Personalliste", welches von einer bei der Gesellschaft beschäftigten Person im Rahmen des Antrags auf Kurzarbeitsentschädigung ausgefüllt worden sei, finde sich der Hinweis, dass Arbeitnehmende, deren Arbeitsausfall nicht bestimmbar oder deren Arbeitszeit nicht kontrollierbar sei, nicht anspruchsberechtigt seien. Auch in den Verfügungen vom 8. Dezember 2003 und 1. Dezember 2004, mit welchen die Kurzarbeitsentschädigungen zugesprochen worden seien, sei darauf aufmerksam gemacht und ausserdem festgehalten worden, dass die genügende Kontrollierbarkeit des Arbeitsausfalls eine betriebliche Arbeitszeitkontrolle voraussetze. Aufgrund dieser Angaben habe die Beschwerdeführerin gewusst, bzw. bei hinreichender Aufmerksamkeit Kenntnis davon haben müssen, dass die erforderliche Kontrollierbarkeit der Arbeitszeit ein entsprechendes Zeiterfassungssystem voraussetze. Zwar wäre es durchaus wünschenswert, dass die Verwaltung in den Unterlagen die Anforderungen an eine ausreichende Arbeitszeitkontrolle gründlicher umschreiben würde. Aus der fehlenden Detaillierung der verlangten Arbeitszeitkontrolle lasse sich aber nicht bereits die Gutgläubigkeit der Beschwerdeführerin ableiten. Bei der gebotenen Aufmerksamkeit hätte die Gesellschaft Anlass gehabt, der Verwaltung ihre Zeiterfassung zur Kenntnis zu bringen und sich zu erkundigen, ob diese für die geforderte Kontrollierbarkeit ausreiche. Eine solche Abklärung habe sie aber nicht vorgenommen. Diese Unterlassung könne nicht als leichte Nachlässigkeit qualifiziert werden, was zur Verneinung der Erlassvoraussetzung des guten Glaubens führe. 3.2 Die Vorbringen der Beschwerdeführerin, welche im Übrigen weitgehend ihren Einwänden im kantonalen Gerichtsverfahren entsprechen, vermögen diese Betrachtungsweise nicht in Zweifel zu ziehen. Die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz sind nicht mangelhaft im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG und die rechtliche Würdigung ist bundesrechtskonform. Im angefochtenen Entscheid werden die Gründe angegeben, weshalb namentlich auf die Behauptung der Beschwerdeführerin, die Verwaltung habe Kenntnis vom mangelhaften Zeiterfassungssystem im Betrieb gehabt und dennoch nicht reklamiert, nicht abgestellt werden kann. Der in diesem Zusammenhang erfolgte Verzicht des kantonalen Gerichts auf die Befragung einer für die Beschwerdeführerin tätigen Person und zweier Mitarbeiter der Verwaltung beruht auf willkürfreier antizipierter Beweiswürdigung (BGE 134 I 140 E. 5.3 S. 148; 124 V 90 E. 4b S. 94). Die Ausführungen in der letztinstanzlich eingereichten Beschwerdeschrift sind nicht geeignet, die Sachverhaltsfeststellung des kantonalen Gerichts als offensichtlich unrichtig oder unvollständig erscheinen zu lassen. Von einer willkürlichen Beweiswürdigung kann ohnehin nicht gesprochen werden (BGE 132 V 393 E. 4.1 S. 400).