Citation: 4A_633/2016 E. 5.4

5.4. Mit dem Anspruch auf Erfüllung kann der Anleger von der Fondsleitung die gehörige Erfüllung ihrer Pflichten verlangen. Die Auszahlung bei Rückgabe hat aber aus dem Fondsvermögen zu erfolgen. Dies ergibt sich aus Art. 21 Abs. 2 aAFG, wonach die Fondsleitung sogleich Anlagen des Anlagefonds verwertet, sofern der Anlagefonds nicht die für die Auszahlung benötigten flüssigen Mittel enthält (wobei Art. 36 Abs. 1 aAFG der Fondsleitung eines Immobilienanlagefonds für die Verwertung von Grundstücken grundsätzlich eine Frist von 12 Monaten einräumt). Der (verschuldensunabhängige) Erfüllungsanspruch der Beschwerdeführerin würde sich demnach auf Auszahlung ihres Anteils aus dem Fondsvermögen richten, was wohl voraussetzen würde, dass dieses noch vorhanden ist und die Beschwerdegegnerin darüber zu Gunsten der Beschwerdeführerin verfügen darf.