Citation: 5A_796/2013 E. 1.2.4

1.2.4. Zu prüfen ist, ob das Interesse des Beschwerdegegners an der umstrittenen Ausdehnung des Wegrechts den Mindeststreitwert überschreitet, wie das die Beschwerdeführer behaupten. Sie machen geltend, durch die Eintragung eines (Not-) Wegrechts im Grundbuch erfahre das Grundstück Nr. 292 eine erhebliche Wertsteigerung (S. 4 Rz. 7 der Beschwerdeschrift). Da das Grundstück in der Landwirtschaftszone gelegen ist und das Strässchen hauptsächlich zur landwirtschaftlichen Nutzung befahren wird, kann der Streitwert nach dem zusätzlichen Ertrag, den die umstrittene Ausdehnung des Wegrechts ermöglicht, bestimmt werden (Pradervand-Kernen, a.a.O., S. 157 f. N. 574 und 575 und S. 274 N. 993). Den Akten kann dazu lediglich entnommen werden, dass der Beschwerdegegner nur mehr Graswirtschaft betreibt. Eine Schätzung der Ertragssteigerung ist aufgrund der Angaben der Beschwerdeführer nicht möglich. Ersatzweise kann auf den Preis abgestellt werden, den der Beschwerdegegner bezahlen müsste, wenn er die gesamte Fläche des Strässchens kaufen wollte. Gemäss dem Ergänzungsgutachten hat das Strässchen ab der öffentlichen Strasse bis zur Grenze des Grundstücks Nr. 292 eine Länge von 130 m, wovon rund 15 m auf das Grundstück Nr. 570 und rund 115 m auf das Grundstück Nr. 291 entfallen (act. 56 und 56/1). Unter der Annahme, das Wegrecht müsse 3 m breit sein, ergibt sich bei gutachterlich festgestellten m²-Preisen für das Grundstück Nr. 570 von Fr. 100.-- und für das Grundstück Nr. 291 von Fr. 7.-- bis Fr. 8.-- (Ziff. III/3, act. 44) ein Wert der Wegrechtsfläche auf dem Grundstück Nr. 570 von Fr. 4'500.-- (= 3 m x 15m x Fr. 100.--) und auf dem Grundstück Nr. 291 von Fr. 2'587.50 (= 3m x 115 m x Fr. 7.50), also von rund Fr. 7'100.-- für die ganze Wegrechtsfläche.