Citation: 1C_170/2022 E. 4.3

4.3. Das Verwaltungsgericht folgte der Beurteilung des Baurekursgerichts, wonach sich abstandsprivilegierte Vorsprünge auf die Frage, ob zwei Gebäude im Sinne von Art. 14 Abs. 3 BZO zueinander in einem Unterabstand stehen, aufgrund der Privilegierung von a§ 260 Abs. 3 PBG/ZH nicht auswirken würden. Ausschlaggebend für die in Art. 14 Abs. 3 BZO genannten Rechtsfolgen sei nach dem klaren Wortlaut der Bestimmung einzig das Mass des Gebäudeabstands. Demzufolge seien nicht die für die Frage der Fassadenlängen massgeblichen Bestimmungen, sondern diejenigen über den Gebäudeabstand einschlägig. Es seien keine Gründe ersichtlich, vom klaren Wortlaut von Art. 14 Abs. 3 BZO abzuweichen. Wie mit Gebäudevorsprüngen im Gebäudeabstandsbereich zu verfahren sei, bestimme sich daher, entgegen dem Vorbringen der Beschwerdeführerin, allein nach a§ 260 Abs. 3 PBG/ZH. Nicht zur Anwendung gelange hingegen a§ 27 Abs. 1 ABV/ZH, in welcher Bestimmung die Berechnung der Fassadenlänge geregelt sei. Da die beiden Neubauten den Gebäudeabstand von 7 m genau einhalten, müssten sie keinen Mehrlängenzuschlag im Sinne von Art. 14 Abs. 3 i.V.m. Art. 14 Abs. 1 BZO einhalten. Die Rüge der Grenzabstandsverletzung sei daher unbegründet.