Citation: 8C_53/2021 E. A

Die 1971 geborene A.________ war beim Restaurant X.________ angestellt und dadurch bei der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend: Zürich) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Als sie am 20. Januar 2016 an der Kasse tätig war, trat ein Mann an die Verkaufstheke, wo ihn A.________ nach seiner Bestellung fragte. Er antwortete, er wolle ihren Kopf und wiederholte dies auf Nachfrage. Zudem steckte er seine linke Hand in die Jackentasche, worin er zwei grosse Steine mitführte, und rief die Worte "Allah Akbar". Laut Unfallmeldung erlitt A.________ einen Schock. In der Folge war sie zu 100 % arbeitsunfähig. Die Zürich erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld). Im weiteren Verlauf liess sie A.________ psychiatrisch begutachten. Med. pract. B.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte eine Anpassungsstörung, Angst und depressive Reaktion gemischt (ICD-10 F41.2; vgl. Expertise vom 16. März 2017). Mit Schreiben vom 18. Mai 2017 teilte die Zürich A.________ mit, die aktuellen Beschwerden stünden nicht mehr in einem natürlich-kausalen Zusammenhang zum Ereignis vom 20. Januar 2016, weshalb sie die Leistungen per 18. Mai 2017 einstelle. Daran hielt sie mit Verfügung vom 1. November 2017 und Einspracheentscheid vom 27. April 2018 fest, wobei sie in letzterem Entscheid auch den adäquaten Kausalzusammenhang verneinte.