Citation: I 169/02 25.11.2002 E. 3

3.1 Es fragt sich, ob der Beschwerdegegner wegen seiner Leiden Probleme bei der Stellensuche hat. Die MEDAS kommt in ihrem Gutachten vom 18. September 2000 zum Schluss, dass der Beschwerdegegner in seiner angestammten Tätigkeit als Aussendienstmitarbeiter sowie in anderen leichten bis mittelschweren Tätigkeiten während der schmerzfreien Intervalle zu 100% und während der Schmerzepisoden zu 70% arbeitsfähig ist; körperlich schwer belastende Tätigkeiten sollte der Versicherte nicht ausführen. Das Gutachten der MEDAS ist für die streitigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden; zudem ist es in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation einleuchtend und beinhaltet begründete Schlussfolgerungen (BGE 125 V 352 Erw. 3a). Da deshalb ohne Weiteres auf diese Einschätzung abgestellt werden kann, ist davon auszugehen, dass der Beschwerdegegner in einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit vollständig arbeitsfähig ist. Jedoch besteht wegen der - jetzt immerhin seltener auftretenden - Schmerzschübe zusätzlich eine gesundheitlich bedingte spezifische Einschränkung in der Stellensuche, welche durch die Inanspruchnahme der speziellen Fachkenntnisse der Versicherungsorgane (oder der von ihr beigezogenen Stellen; vgl. Art. 59 IVG) auszugleichen ist (vgl. Erw. 2.3 in fine hievor). 3.2 Gemäss der Begründung - nicht jedoch des Dispositives - des kantonalen Entscheides hat der Versicherte im Übrigen materiell einen Anspruch auf Arbeitsvermittlung durch die Arbeitslosenversicherung; in diesem Zusammenhang kritisiert die Vorinstanz, dass der Vorrang der Invalidenversicherung nicht durch die unterschiedliche Rechtsnatur der Arbeitsvermittlung in der Invalidenversicherung (Rechtsanspruch) und der Arbeitslosenversicherung (Verwaltungsaufgabe) begründet werden könne. Dies braucht im vorliegenden Verfahren jedoch nicht entschieden zu werden, da Massnahmen der Arbeitslosenversicherung nicht Gegenstand des Verfahrens sind und aus den Akten auch nicht ersichtlich ist, dass sich die Organe der Arbeitslosenversicherung geweigert hätten, dem Beschwerdegegner Arbeit zu vermitteln. Immerhin kann auf Erw. 2.2 hievor sowie auf AHI 2000 S. 228 Erw. 1 verwiesen werden, wonach die Invalidenversicherung betreffend der Arbeitsvermittlung invalider Personen vorrangig zuständig ist; dabei muss dem Begriff "vorrangig" nicht zwingend die Bedeutung "ausschliesslich" zukommen, lehnten doch in AHI 2000 S. 228 nicht die Organe der Arbeitslosenversicherung, sondern diejenigen der Invalidenversicherung, die Gewährung von Arbeitsvermittlung ab.