Citation: 5A_309/2015 E. 3.2.1

3.2.1. Vor Obergericht leitete der Beschwerdeführer die Nichtigkeit aus dem angeblichen Verstoss gegen Art. 12 lit. i BGFA (Verstoss gegen die Pflicht zur Aufklärung über die Grundsätze der Rechnungsstellung) ab. Wie bereits gesagt, kam das Obergericht zum Schluss, der Beschwerdeführer habe nicht glaubhaft machen können, dass keine Honorarvereinbarung geschlossen oder er nicht über die Abrechnungsmodalitäten informiert worden sei (vgl. oben E. 3.1.1). Selbst wenn er jedoch nicht informiert worden wäre und die Parteien keine Honorarvereinbarung geschlossen hätten, wäre die Schuldanerkennung nicht nichtig. Sie habe keinen widerrechtlichen Inhalt und die detaillierten Rechnungen samt in Rechnung gestelltem Stundenansatz seien dem Schreiben vom 23. Juli 2013 beigelegen. Ob die Beschwerdegegnerin standesrechtliche Obliegenheiten verletzt habe, sei unerheblich. Der Beschwerdeführer habe sodann eingewendet, die Beschwerdegegnerin habe auch von seiner dritten Ehefrau eine Unterschrift und damit Solidarhaftung verlangt, was sittenwidrig sei. Das Obergericht hat erwogen, dieser Einwand sei neu und unzulässig (Art. 326 Abs. 1 ZPO). Im Übrigen erscheine ein solches Ansinnen der Beschwerdegegnerin nicht als abwegig, da der Beschwerdeführer bestrebt gewesen sei, seine als Haftungssubstrat dienende Liegenschaft an seine dritte Ehefrau zu übertragen. Ihr Ansinnen verstosse auch nicht gegen die herrschende Moral. Die Ehefrau habe die Schuldanerkennung schliesslich gar nicht unterzeichnet.