Citation: 8C_464/2023 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, gestützt auf den Bericht der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft Hilfsmittelberatung für Behinderte und Betagte (SAHB) vom 13. September 2022 sei erstellt, dass die Hilfspersonen des Beschwerdeführers durch eine Lifteinrichtung entlastet werden müssten. Die Vergütung der Kosten für den Einbau eines Hecklifts im Gesamtbetrag von Fr. 13'500.- sei somit rechtmässig. Zu prüfen sei, ob auch die Kosten für die Schwenkvorrichtung im Betrag von Fr. 2'480.- von der IV-Stelle zu finanzieren seien. Gemäss den Herstellerangaben lasse sich der Liftarm standardmässig um 90° drehen, sodass die (hochgeklappte) Stellfläche für den Rollstuhl gewissermassen parallel zur Hecktüre bewegt - geöffnet oder geschlossen - werden könne. Die vom Beschwerdeführer gewählte Zusatz-Schwenk-Option erhöhe den Schwenkbereich um weitere 90° auf 180°, womit die (hochgeklappte) Stellfläche für den Rollstuhl bis nach vorne gedreht werden könne. Dadurch könne der Kofferraum des Fahrzeugs in seiner ganzen Länge bis zur Heckklappe genutzt werden. Laut dem SAHB-Bericht vom 13. September 2022 habe der Vater des Beschwerdeführers angegeben, diese Option gewählt zu haben, weil er selbst das Auto auch zu geschäftlichen Zwecken nutzen wolle. Sowohl in der Eingabe gegen den Vorbescheid vom 7. Oktober 2022 als auch in der Beschwerde und in der Replik habe der Vater des Beschwerdeführers allerdings geltend gemacht, er benötige den durch die Zusatzoption gewonnenen Stauraum unter anderem auch zum Transport der medizinischen Geräte und der Rollstühle des Beschwerdeführers, wenn er diesen zu Therapien und medizinischen Behandlungen fahre. Aber für die Beantwortung der Frage, ob die Kosten für den erweiterten Schwenkbereich von der IV-Stelle zu tragen seien, sei nicht relevant, wofür das Fahrzeug nebst der Fortbewegung des Beschwerdeführers noch verwendet werde, sondern nur, welche Funktionalitäten für die Fortbewegung notwendig seien. Die SAHB habe sich am 13. September 2022 auf den Standpunkt gestellt, dass der erweiterte Schwenkbereich nicht zwingend notwendig sei, damit der Beschwerdeführer mit seinem Fahrzeug transportiert werden könne. Die Erweiterung des Schwenkbereichs sei aber sinnvoll und grundsätzlich zu empfehlen. Diese Ausführungen leuchteten ein, denn tatsächlich erscheine der durch den zusätzlichen Schwenkbereich auf 180° gewonnene Stauraum (gerade auch angesichts der eher knappen Platzverhältnisse im Fahrzeuginnern) als nützlich. Aber diese Option sei für den Transport des Beschwerdeführers nicht zwingend erforderlich, da es möglich sei, ihn im Rollstuhl mit sämtlichen notwendigen Gegenständen zu transportieren, auch wenn der Liftarm nur um 90° geschwenkt werden könne. Die Zusatzoption sei also zwar sinnvoll, aber nicht invaliditätsbedingt notwendig. Die IV-Stelle habe hierfür deshalb zu Recht keine Kostengutsprache geleistet.