Citation: 1C_30/2024 E. B

B.a. Am 30. Oktober 2012 stellten A.A.________ und der Schweizer Bürger B.A.________, geboren 1955, den sie im selben Sommer kennengelernt hatte, beim Zivilstandsamt Dübendorf ein Gesuch um Vorbereitung der Heirat und parallel dazu beim Migrationsamt des Kantons Zürich ein Gesuch um Erteilung einer Kurzaufenthaltsbewilligung zur Vorbereitung der Heirat. Nachdem der behördlicherseits gehegte Verdacht der Umgehung der ausländerrechtlichen Zulassungsbestimmungen mittels Eheschliessung sich nicht hatte erhärten lassen, heiratete das Paar am 30. Mai 2013 in Dübendorf. In der Folge erhielt A.A.________ vom Wohnkanton Zürich eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib beim Ehemann. Aus der Ehe gingen keine Kinder hervor. B.b. Gestützt auf die Ehe ersuchte A.A.________ am 18. September 2017 um erleichterte Einbürgerung. Die Ehegatten unterzeichneten im Rahmen des Einbürgerungsverfahrens am 22. März 2019 eine Erklärung, wonach sie in einer tatsächlichen, ungetrennten und stabilen ehelichen Gemeinschaft an derselben Adresse zusammenleben und weder Trennungs- noch Scheidungsabsichten bestehen würden. Gleichzeitig nahmen sie unterschriftlich zur Kenntnis, dass die erleichterte Einbürgerung nicht möglich sei, wenn vor oder während des Einbürgerungsverfahrens einer der Ehegatten die Trennung oder Scheidung beantragt habe oder keine tatsächliche eheliche Gemeinschaft mehr bestehe, und dass die Verheimlichung solcher Umstände zur Nichtigerklärung der Einbürgerung führen könne. B.c. Am 30. April 2019, in Rechtskraft erwachsen am 1. Juni 2019, bürgerte das SEM A.A.________ erleichtert ein. Mit dem Schweizer Bürgerrecht erwarb sie das Bürgerrecht des Kantons Zürich und das Gemeindebürgerrecht von Wallisellen/ZH. B.d. Mit Schreiben vom 29. Oktober 2019 teilte das Zivilstandsamt Dübendorf dem SEM mit, dass das Bezirksgericht Bülach mit Urteil vom 22. August 2019 festgestellt habe, dass das am 8. März 2019 geborene Kind von A.A.________, C.A.________, nicht der leibliche Sohn des Schweizer Ehegatten sei. Zugleich bat es um Prüfung der Frage, ob die erleichterte Einbürgerung nichtig zu erklären sei. Aus ersten Abklärungen ging danach hervor, dass die Ehegatten ab dem 1. November 2019 getrennte Wohnsitze hatten und der nigerianische Staatsangehörige E.________, geboren 1989, seit dem 1. Januar 2020 bei A.A.________ und deren Sohn wohnt. B.e. Am 20. August 2021 informierte das SEM A.A.________ über die Eröffnung eines Verfahrens betreffend Nichtigkeit der erleichterten Einbürgerung. Im Laufe des selbigen unterbreitete es ihr einen Fragenkatalog und gewährte Einsicht in die Verfahrensakten. A.A.________, anwaltlich vertreten, nahm hierzu am 3. Februar 2022 und am 1. Juli 2022 Stellung. Der Schweizer Ehemann äusserte sich am 9. Dezember 2021 schriftlich zur Angelegenheit. Zudem wurde er von der Kantonspolizei Zürich am 17. Mai 2022 mündlich zur Sache einvernommen. B.f. Mit Verfügung vom 12. August 2022 erklärte das SEM die erleichterte Einbürgerung von A.A.________ für nichtig und hielt gleichzeitig fest, dass die Nichtigkeit sich auf alle Kinder erstrecke, deren Schweizer Bürgerrecht auf der nichtig erklärten Einbürgerung beruhe und die Schweizer Ausweise entzogen würden.