Citation: 6B_264/2016 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz bezeichnet den von der Beschwerdeführerin für das staatsanwaltliche Verfahren betriebenen Aufwand von 9.3 Stunden als nicht nachvollziehbar und völlig unverhältnismässig. Im Strafbefehl gehe es um eine Busse von Fr. 40.--. Die Einsprache gegen den Strafbefehl hätte mit Hinweis auf die Fahrerdaten erhoben werden können, zumal die Einsprache nicht begründet werden müsse. Stattdessen sei im Strafbefehlsverfahren ein unverhältnismässiger Aufwand betrieben worden, wohl um einen Grundsatzentscheid zur Halterhaftung gemäss Art. 6 Abs. 5 des Ordnungsbussengesetzes vom 24. Juni 1970 (OBG; SR 741.03) zu erwirken. Die Einsprachesache sei ein aus juristischer Sicht einfacher Fall. Insofern müsse sich der vom Anwalt betriebene Aufwand gemäss Rechtsprechung auf ein Minimum beschränken. Unter diesen Umständen rechtfertige es sich, die Entschädigung ermessensweise auf Fr. 600.-- festzusetzen. Bei den für das Beschwerdeverfahren geltend gemachten Aufwendungen verhalte es sich im Wesentlichen gleich. In der angefochtenen Verfügung sei die Einstellung des Verfahrens damit begründet, dass die Beschwerdeführerin die Fahrzeugführerin bekannt gegeben habe und dieser in der Folge ein Strafbefehl habe zugestellt werden können. Erneut lasse es die Beschwerdeführerin nicht bei dieser Thematik bewenden, sondern mache unter Hinweis auf die Praxis anderer Kantone Ausführungen zur Halterhaftung gemäss OBG. Im Strafbefehl werde festgestellt, dass der Polizei nicht gemeldet worden sei, wer das Fahrzeug gelenkt habe, was mit der Einsprache ohne grossen Aufwand hätte richtig gestellt werden können. Wäre die Beschwerde auf dieses Thema beschränkt worden, hätte nicht ein Aufwand von über 6 Stunden generiert werden müssen. Da die Abfassung einer Beschwerde mit mehr Aufwand verbunden sei als eine Einsprache gegen einen Strafbefehl, rechtfertige es sich, die Entschädigung ermessensweise auf pauschal Fr. 900.-- festzusetzen (Beschluss S. 3 f.).