Citation: 6B_343/2020 E. 7.1

7.1. Der Beschwerdeführer wendet sich schliesslich im Eventualstandpunkt gegen die Strafzumessung. Er beanstandet zunächst, dass die Vorinstanz eine Verletzung des Beschleunigungsgebots verneint hat. Die Staatsanwaltschaft habe erst knapp drei Jahre nach Eröffnung des Strafverfahrens Anklage erhoben. Der Fall sei nicht komplex und die Beschaffung der Beweise sei nicht anspruchsvoll gewesen. Der ihm vorgehaltene Tatvorwurf hätte deutlich zügiger und mit einem geringeren Aufwand abgeklärt werden können. Die überlange Verfahrensdauer lasse sich auch nicht mit der Schwere des Tatvorwurfs rechtfertigen. Er selbst habe nicht zur Verzögerung des Verfahrens beigetragen. Auch könne der Umstand, dass er zu Beginn des Verfahrens die Aussage verweigert habe, nicht zu seinen Ungunsten gewertet werden. Auf der anderen Seite habe die mit der Verfahrensdauer verbundene, seit nunmehr rund fünf Jahren andauernde Ungewissheit zu einer enormen psychischen Belastung geführt, zumal in der Öffentlichkeit immer wieder unter Nennung seines vollen Namens über die Angelegenheit berichtet worden sei und die Staatsanwaltschaft die Presse immer wieder mit Interviews bedient habe. Zudem habe er nach der Einvernahme seines Stellvertreters einen Herzinfarkt erlitten. Aufgrund des Strafverfahrens sei er nunmehr sozial geächtet. Die Vorinstanz habe diese Belastungen nicht unter dem Gesichtspunkt des Beschleunigungsgebots gewürdigt. Weiter sei zu beachten, dass die gegen ihn erhobenen Vorwürfe teilweise bereits 15 Jahre zurücklägen. Aufgrund der Missachtung des Beschleunigungsgebots und der gravierenden Folgen müsse die Strafe erheblich reduziert werden (Beschwerde S. 40 ff.).