Citation: 1A.65/2002 30.07.2002 E. 3

3.1 Der Beschwerdeführer erhebt den Vorwurf, das Kantonsgericht habe eine willkürliche Beweiswürdigung (Art. 9 BV) vorgenommen, indem es sich vorbehaltlos auf den Expertenbericht gestützt habe. 3.2 Im Bereich der Beweiswürdigung verfügt der Sachrichter über einen weiten Ermessensspielraum. Das Bundesgericht kann die Beweiswürdigung nur unter dem Gesichtswinkel des Willkürverbots prüfen. Willkür im Sinne von Art. 9 BV bzw. der bisherigen Praxis zu Art. 4 aBV liegt vor, wenn die Beweiswürdigung offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, auf einem offenkundigen Versehen beruht oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Dabei genügt es nicht, wenn der angefochtene Entscheid sich nur in der Begründung als unhaltbar erweist; eine Auf-hebung rechtfertigt sich erst, wenn er auch im Ergebnis verfassungswidrig ist (BGE 127 I 38 E. 2a S. 41 mit Hinweisen). 3.3 Der Beschwerdeführer ist einerseits der Meinung, das Kantonsgericht habe bei der Beantwortung der Frage, ob der Staatsrat durch die Projektgenehmigung Recht verletzt habe, nicht vorbehaltlos auf den Expertenbericht abstellen dürfen. Der Experte habe nämlich den eigentlichen Auftrag aus den Augen verloren und nur ungenaue Kenntnisse der Eigentums- und Pachtverhältnisse im betreffenden Gebiet gehabt. Weiter seien östlich der Grundstücke X.________ die kleinräumlichen Besonderheiten nicht abgeklärt und festgehalten worden, und der Experte sei offenkundig nicht unparteilich gewesen. Dem Beschwerdeführer ist indes entgegenzuhalten, dass das Kantonsgericht bei der Prüfung der Rechtmässigkeit des Projekts zwar "in erster Linie" vom Expertenbericht ausgegangen ist, daneben jedoch eine eigene Interessenabwägung vorgenommen, die Vorbringen des Beschwerdeführers gewürdigt sowie berücksichtigt hat, dass der Gemeinderat und die Urversammlung das Projekt befürwortet haben. Weshalb die Beweiswürdigung des Kantonsgerichts nicht nur unhaltbar, sondern im Ergebnis verfassungswidrig sein soll, ist aus den Ausführungen des Beschwerdeführers nicht ersichtlich. 3.4 Andererseits sei das Kantonsgericht weder auf die Gefahrenproblematik im Allgemeinen noch auf die implizite Feststellung des Experten im Besonderen eingegangen, wonach die aktuelle Art und Weise der Bewirtschaftung nicht mit einem besonderen Gefahrenpotential verbunden sei. Schliesslich habe das Kantonsgericht die Feststellung nicht behandelt, im oberen Teil des Gebietes sei keine eigentliche Vergandung und Verbuschung festzustellen, obwohl die Verbuschung als ein Hauptargument für die Notwendigkeit einer Flurstrasse angeführt worden sei. Diese Vorbringen berühren nicht den Gehalt des Willkürverbots (Art. 9 BV), sondern den Grundsatz des rechtlichen Gehörs, insbesondere die Pflicht zur hinreichenden Begründung eines Urteils (Art. 29 Abs. 2 BV). Dass dem Beschwerdeführer das rechtliche Gehör jedoch gewährt worden ist, wird nachstehend (E. 5) ausgeführt. Die Rüge der Verletzung des Willkürverbotes ist insgesamt abzuweisen.