Citation: 1C_558/2018 E. 4.3

4.3. Nach der Rechtsprechung verwirkt der Anspruch der Behörden auf Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands einer Baute im Interesse der Rechtssicherheit grundsätzlich 30 Jahre nach dem Bauabschluss (BGE 136 II 359 E. 8 S. 367 mit Hinweisen). Danach ist der rechtswidrige Zustand der Baute grundsätzlich zu dulden. Dies führt jedoch - anders als bei der Ersitzung von Eigentum - nicht dazu, dass der rechtswidrige Zustand der Baute rechtmässig wird. Daher darf nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts der Eigentümer einer zu duldenden Baute diese zwar mit bewilligungsfrei zulässigen Massnahmen unterhalten. Er hat jedoch keinen Anspruch darauf, die Baute - im Sinne eines erweiterten Bestandesschutzes - mit bewilligungspflichtigen Massnahmen zu erneuern, teilweise zu ändern, zu erweitern oder wiederaufzubauen (Urteile 1A.17/2004 vom 19. Mai 2004 E. 2.2.6 und 2.2.7, in: ZBl 106/2005 S. 388 f.; 1A.42/2004 vom 16. August 2004 E. 3.2, in: SJ 2005 I 23 ff.; 1C_514/2011 vom 6. Juni 2012 E. 5.4; 1C_486/2015 vom 24. Mai 2016 E. 2.1.1; je mit Hinweisen; vgl. auch: MUGGLI, a.a.O., N. 15 zu Art. 24c RPG). Demnach nahm die Vorinstanz bundesrechtskonform an, am trotz der widerrechtlichen Nutzung zu duldenden ehemaligen Jagdhaus dürften nur Reparaturarbeiten vorgenommen werden, die keiner Baubewilligung bedürfen.