Citation: 5A_303/2021 E. 5.2

5.2. Unter dem Stichwort "Rechtzeitigkeit" bringt der Beschwerdeführer vor, das Revisionsgesuch sei verspätet, weil dieses mehr als zwei Jahre nach Eintritt der Rechtskraft des Scheidungsurteils eingereicht worden sei. Eine Missachtung der (absoluten) Zehnjahresfrist von Art. 329 Abs. 2 ZPO macht er damit nicht geltend. Zwar führt der Beschwerdeführer weitergehend auch vor Bundesgericht aus, die Rechtssicherheit würde ebenso wie der Grundsatz von Trau und Glauben und das Beschleunigungsgebot der (allzu leichten) Zulassung einer Revision noch nach Jahren entgegenstehen. Mit den diesbezüglichen Überlegungen des Kantonsgerichts (vgl. E. 5.1 hiervor) setzt er sich damit aber nicht hinreichend auseinander. Hierzu reicht weder die Behauptung, das Gesetz lasse die Revision nur in engem Rahmen zu, noch der Hinweis, dem Beschwerdeführer sei es im Ergebnis nicht zumutbar, sich fünf Jahre nach der Scheidung nochmals mit deren Nebenfolgen auseinandersetzen zu müssen. Unzutreffend ist nach dem Ausgeführten sodann die Rüge, das Kantonsgericht habe sich in Verletzung seiner Begründungspflicht mit dem Vorbringen des Beschwerdeführers zur Rechtssicherheit nicht befasst. Zwar mag der Beschwerdeführer anderer Auffassung als die Vorinstanz sein. Angesprochen ist damit aber keine den Gehörsanspruch berührende Frage der Begründung des Urteils, sondern dessen inhaltliche Begründetheit (BGE 145 III 324 E. 6.1).