Citation: 6B_1333/2017 E. 2.3.2

2.3.2. Der Beschwerdeführer beanstandet die vorinstanzliche Würdigung seiner vor der Polizei und vor dem Regionalgericht gemachten Aussagen. Die Vorinstanz hätte berücksichtigen müssen, dass er den einschlägig vorbestraften A.________, der ihm nahegestanden sei und für den als selbständig Erwerbenden im Baugeschäft ein Führerausweisentzug einschneidende Folgen gehabt hätte, nie als Täter nennen wollte. Lieber hätte er die Tat schlussendlich auf sich genommen. Vor diesem Hintergrund müsse sein anfängliches Aussageverhalten gewürdigt werden. Die Ausführungen im Schreiben des Verteidigers vom 23. September 2017 (recte: 2015) könnten ihm (dem Beschwerdeführer) nicht direkt angelastet werden. Seine Aussagen im Hauptverfahren würden seinen zuvor vor der Polizei gemachten Angaben nicht widersprechen, sie seien nur nicht die ganze Wahrheit. Der erstinstanzliche Richter habe seine Angaben als stimmig und nachvollziehbar gewertet und es sei auf diese abzustellen. Mit seiner Argumentation vermag der Beschwerdeführer keine Willkür darzutun. Dass eine andere Lösung oder Würdigung ebenfalls vertretbar oder gar zutreffender erscheint - was gemäss der Ansicht des Beschwerdeführers in Bezug auf die Schlussfolgerungen der Erstinstanz der Fall sein soll - genügt für die Annahme von Willkür ohnehin nicht. In der Einvernahme vom 5. November 2015 behauptete der Beschwerdeführer noch, zur fraglichen Zeit nicht mit dem Mercedes-Benz ML 350, sondern mit dem anderen Fahrzeug, ebenfalls einem Mercedes unterwegs gewesen zu sein, beide Fahrzeuge hätten die gleiche Farbe. In Widerspruch dazu räumte der Beschwerdeführer nach dem Auftauchen der Radarfoto (wo er nur 11 Minuten zuvor als Lenker des Mercedes-Benz ML 350 geblitzt wurde) ein, er sei doch mit dem Mercedes-Benz ML 350 unterwegs gewesen. Neu behauptete er, mit A.________ die Autos getauscht zu haben. Dass die Vorinstanz die Aussagen des Beschwerdeführers als widersprüchlich und auf das jeweilige Zwischenbeweisergebnis angepasst wertet, ist nicht zu beanstanden. Sodann setzt sich die Vorinstanz mit den Ausführungen des Beschwerdeführers auseinander, er habe A.________ zu dessen Lebzeiten nicht als Fahrer genannt, weil er ihn nicht habe belasten wollen, und hält willkürfrei fest, dieser für sein inkonsequentes Aussageverhalten vorgebrachte Grund sei wenig überzeugend. Die Schlussfolgerung der Vorinstanz, die Aussagen des Beschwerdeführers seien widersprüchlich, an das jeweilige beweismässige Ergebnis angepasst und somit nicht glaubhaft, ist nachvollziehbar und somit nicht willkürlich. Dies gilt auch dann, wenn man die namens seines Mandanten eingereichte Einsprachebegründung des Verteidigers vom 23. September 2015 unberücksichtigt liesse. Darin wird einerseits die Unverwertbarkeit eines im Anzeigerapport vermerkten Geständnisses (erfolgreich) geltend gemacht und anderseits ausgeführt, der Beschwerdeführer habe den Mercedes-Benz ML 350 "am Samstagabend des 11. Juli 2015" nicht gelenkt, sondern sei mit dem Mercedes-Benz ML 270 unterwegs gewesen. Festzuhalten ist, dass der Beschwerdeführer vom Inhalt der Einsprachebegründung seines Verteidigers Kenntnis hatte ("Kopie an Klient") und in seiner sechs Wochen später in Anwesenheit seines Verteidigers durchgeführten polizeilichen Einvernahme mit keinem Wort angedeutet hat, die Ausführungen seines Verteidigers in der Einsprachebegründung würden nicht der Wahrheit entsprechen; im Gegenteil, er hat sogar die Kernaussage der Eingabe, nämlich er sei nicht mit dem besagten Fahrzeug, sondern mit einem anderen Mercedes der gleichen Farbe unterwegs gewesen, wiederholt.