Citation: U 369/05 23.11.2006 E. 5

5.1 Gemäss dem Zeugnis des Dr. med. G.________, Oberarzt, vom 20. April 1999 erlitt die Versicherte am 27. Februar 1999 ein HWS-Beschleunigungstrauma. Im HWS-Zusatzfragebogen diagnostizierte er am 26. Mai 1999 eine HWS-Distorsion. Als Begleitdiagnose gab er Folgendes an: Schluckstörungen, Atemnot, Schmerzen am Kiefer und Sinus frontalis, Hinterkopfschmerzen, unklares Sehen, Schwindel und Übelkeit. Weiter führte er aus, die Versicherte habe am 2. März 1999 an Schwindel, Übelkeit, Schlafstörung, Depression, Spontanschmerzen am Kopf okzipital und Nacken mit Ausstrahlungen in Schulter und Arm sowie einer HWS-Bewegungseinschränkung gelitten. Auch das Zentrum Z.________-Gutachten geht von einem HWS-Distorsionstrauma am 27. Februar 1999 aus (Erw. 4.1.1 hievor). Nach dem Gesagten trat innerhalb der von der Rechtsprechung anerkannten Latenzzeit von höchstens 72 Std. (RKUV 2000 Nr. U 359 S. 29 f.; Urteil S. vom 27. April 2006 Erw. 4.1.1, U 393/05) das für ein HWS-Schleudertrauma bzw. eine HWS-Distorsion typische Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden auf (vgl. BGE 117 V 360 Erw. 4b). Damit ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die Beschwerdeführerin eine solche Verletzung erlitten hat. 5.2 Die Zürich hat laut Einspracheentscheid vom 29. Juni 2004 auf eine Überprüfung der natürlichen Kausalität zwischen dem Unfall vom 27. Februar 1999 und den weiterhin geklagten Beschwerden verzichtet, da sie die Adäquanz verneint hat. Die Vorinstanz hat den natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den bezüglich der HWS geltend gemachten gesundheitlichen Beeinträchtigungen gestützt auf das Zentrum Z.________-Gutachten vom 12./21. August 2003 zu Recht bejaht. Die letztinstanzlichen Einwendungen der Beschwerdegegnerin vermögen hieran nichts zu ändern (zur psychischen Problematik vgl. Erw. 6.3, 9.1 und 9.2.2 hienach). 5.3 Die Versicherte macht geltend, an der Wirbelsäule finde sich auch ein organisch nachweisbarer pathologischer Befund. Diese somatischen Symptome führten zur teilweisen Arbeitsunfähigkeit und zu einem Integritätsschaden. Im Zentrum Z.________-Gutachten werde ein persistierendes paravertebrales Schmerzsyndrom bestätigt. Die Organizität der Beschwerden sei damit hinreichend nachgewiesen. Dem ist entgegenzuhalten, dass sich aus dem Zentrum Z.________-Gutachten kein organischer Befund ergibt, der auf den Unfall vom 27. Februar 1999 zurückzuführen wäre. Gemäss den Ausführungen des Zentrum Z.________ vom 12. August 2003 sind die Kopfprotraktion mit leicht verstärkter Stufenbildung am cervico-thorakalen Übergang und der eher abgeflachten langgezogenen Kyphose der Brustwirbelsäule (ebenso eine Fehlform-Fehlhaltung) und die leichtgradigen Dehydrationen auf Höhe C4/5 sowie C5/6 unfallfremd. Weiter kann entgegen der Versicherten aus einem persistierenden paravertebralen Schmerzsyndrom für sich allein nicht auf ein organisches Substrat der Beschwerden geschlossen werden (vgl. auch Urteil M. vom 8. Juni 2006 Erw. 4.2, U 147/05).