Citation: 1E.1/2006 12.04.2006 E. 10

In der Beschwerde wird schliesslich auch die im Einspracheentscheid getroffene Kosten- und Entschädigungsregelung kritisiert, da die von der Einsprachebehörde vorgenommene Reduktion der Parteientschädigung mit keinem Wort begründet werde und willkürlich sei. Im angefochtenen Entscheid wird jedoch zunächst ausdrücklich auf die Sondervorschriften des Enteignungsgesetzes über die Kosten- und Entschädigungsfolgen im enteignungsrechtlichen Einspracheverfahren hingewiesen. Hierauf hat das UVEK festgestellt, dass den Enteigneten gemäss der an die Gemeinde Baar gerichteten Honorarnote des Rechtsvertreters anwaltliche Kosten in der Höhe von Fr. 22'631.30 entstanden seien. Bei der Festlegung der den Enteigneten zustehenden Entschädigung sei indes zu berücksichtigen, dass diese mit ihren Einwänden und Begehren nicht durchgedrungen seien und das Gesetz nicht vom Ersatz der Kosten schlechthin, sondern von einer "angemessenen Entschädigung" spreche. Es rechtfertige sich daher, den Einsprechern eine Entschädigung von Fr. 15'000.-- zu entrichten. Somit trifft nicht zu, dass die von den Beschwerdeführern beanstandete Reduktion der Parteientschädigung mit keinem Wort begründet worden wäre. Sie kann auch nicht als willkürlich betrachtet werden, hätte doch Art. 115 Abs. 2 EntG im Falle des vollständigen Unterliegens der Enteigneten sogar erlaubt, von der Zusprechung einer Parteientschädigung nicht nur teilweise sondern völlig abzusehen.