Citation: 9C_318/2015 E. A

Der 1958 geborene A.________ war zuletzt von März 1991 bis zu seiner Entlassung im Dezember 2009 bei der B.________ AG Kaminbau und Spenglerei als Schweisser tätig. Im April 2010 meldete er sich unter Hinweis auf ein Rückenleiden, Knieschmerzen sowie eine Alkoholkrankheit bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle des Kantons Thurgau führte verschiedene erwerbliche und medizinische Abklärungen durch, u.a. eine über zweimonatige Integrationsmassnahme mit Belastbarkeitstraining in den Werkstätten C.________, welches A.________ jedoch vorzeitig abbrach (Schlussbericht vom 11. Januar 2012), und eine polydisziplinäre Begutachtung (allgemeine Medizin, Psychiatrie und orthopädische Chirurgie) im BEGAZ Begutachtungszentrum (Gutachten vom 22. März 2013). Mit zwei Vorbescheiden vom 14. Mai 2013 stellte die IV-Stelle in Aussicht, A.________ eine befristete Rente für den Zeitraum vom 1. Oktober 2012 bis zum 30. August 2013 zuzusprechen und den Anspruch auf berufliche Massnahmen, namentlich eine Umschulung, zu verneinen. Dagegen liess A.________ durch seine Rechtsschutzversicherung Einwände erheben. Mit Verfügung vom 11. April 2014 verneinte die IV-Stelle einen Anspruch auf Umschulung und Arbeitsvermittlung. Die dagegen beim Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau erhobene Beschwerde vom 20. Mai 2014 liess A.________ unter Hinweis auf eine im Januar 2014 eingesetzte Totalendoprothese im rechten (recte: linken) Hüftgelenk gleichzeitig als "Wiedererwägungsgesuch" bei der IV-Stelle einreichen. Diese liess den ergänzten medizinischen Sachverhalt durch den Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) würdigen und sprach A.________ mit Verfügung vom 27. August 2014 eine befristete Rente für den Zeitraum vom 1. Oktober 2012 bis zum 31. August 2013 zu.