Citation: 7B_698/2024 E. 3.3

3.3. Der Beschwerdeführer legt auch keine besonders schwer wiegenden bzw. häufigen Versäumnisse der Strafbehörden dar, welche ausnahmsweise eine Haftentlassung rechtfertigen könnten. Er erwähnt die diesbezüglichen Erwägungen der Vorinstanz, wonach keine Verletzung des Beschleunigungsgebotes ersichtlich sei und diverse Untersuchungshandlungen (inklusive Schlusseinvernahme) durchgeführt worden seien. Seiner Ansicht, Stellungnahmen der Untersuchungsbehörde in Haftprüfungsverfahren gehörten nicht zu den "haftrechtlich relevanten Untersuchungshandlungen", ist nicht zu folgen. Auch sonst legt der Beschwerdeführer keine massive Verfahrensverschleppung substanziiert dar. Aus den Akten ergibt sich im Gegenteil, dass die Staatsanwaltschaft durchaus zügig vorgegangen ist und innert 10 Monaten seit der Inhaftierung des Beschuldigten Anklage beim Bezirksgericht Uster erhoben hat. In diesem Zusammenhang ist auch keine Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) ersichtlich. Im angefochtenen Entscheid wird erwogen, dass das ZMG die Rüge der Verletzung des Beschleunigungsgebotes mit "ausreichender, wenngleich eher knapper Begründung" abgewiesen hat. Der Beschwerdeführer hat seine diesbezüglichen Einwände der Vorinstanz unterbreiten können. Das Obergericht hat diese mit freier Kognition geprüft (Art. 393 Abs. 2 i.V.m. Art. 222 StPO), womit eine allfällige Verletzung des rechtlichen Gehörs schon im vorinstanzlichen Verfahren geheilt worden wäre.