Citation: 1C_495/2020 E. 8.7

8.7. Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, die Vorinstanz habe das Weglassen des Vordachs willkürlich als baurechtswidrig qualifiziert, weil dafür eine Rechtsgrundlage fehle. Art. 9 Abs. 2 SBV besage lediglich, dass Hauptdächer eine Neigung zwischen 20-30° haben sollten. Die Hauptdachneigung betreffe jedoch Lukarnen nicht. Werde eine solche - wie vorliegend - rechtmässig direkt an die Giebelfassade gestellt, sei es willkürlich aus Art. 9 Abs. 2 SBV abzuleiten, das zuvor im Bereich der Lukarne bestehende Vordach müsse weiterhin vor der Fassade "abgebildet", bzw. beibehalten werden, wenn diese - wie vorliegend - zum Teil verglast sei. Mit diesen Ausführungen bestreitet der Beschwerdeführer nicht, dass das Dach der streitbetroffenen Lukarne die gemäss Art. 9 Abs. 2 SBV verlangte Dachneigung nicht einhält und es von Osten her betrachtet als Hauptdach wahrgenommen wird, weil dieses hinter der Lukarne nicht gesehen werden kann. Er stellt auch nicht in Frage, dass die streitbetroffene bis zur Giebelfassade gebaute Lukarne mit dem grossen Fenster das Dachgeschoss als Vollgeschoss in Erscheinung treten lässt und damit der Eindruck eines zweigeschossigen Hauses entsteht. Die Vorinstanz durfte daher willkürfrei davon ausgehen, Art. 9 Abs. 2 SBV und die im Zonenplan der Gemeinde Wollerau vorgesehene Zuteilung der Bauparzelle in die eingeschossige Wohnzone W1 bildeten gesetzliche Grundlagen für die Beibehaltung des bisherigen seitlichen Vordachs, das gewährleisten soll, dass von Osten her betrachtet die Neigung des Dachs des Hauptgebäudes erkennbar bleibt und das Dachgeschoss nicht als Vollgeschoss in Erscheinung tritt.