Citation: 8C_289/2022 E. 5

Gemäss den verbindlichen, unbestrittenen Feststellungen der Vorinstanz (Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG) endete die 30-tägige Einsprachefrist gegen die Verfügung der Beschwerdeführerin vom 16. Juli 2021 nach Art. 52 Abs. 1 ATSG unter Berücksichtigung des Fristenstillstands vom 15. Juli bis 15. August 2021 (Art. 38 Abs. 1 und 4 ATSG) am 14. September 2021. Am 14. September 2021 und somit am letzten Tag der Frist ersuchte der Rechtsvertreter des Beschwerdegegners unter Hinweis auf die per 14. September 2021 ablaufende Einsprachefrist um deren Verlängerung um 10 Tage. Zur Begründung gab er eine längere krankheitsbedingte Abwesenheit der das Gesuch unterzeichnenden Person sowie die Kumulation fristgebundener Geschäfte an. Die Beschwerdeführerin räumte ihm mit Schreiben vom 15. September 2021 eine Frist bis 26. September 2021 ein, um die Einsprache zu begründen.