Citation: 8C_505/2020 E. A

Der 1978 geborene A.________ war seit dem 29. Juli 2013 in einem Pensum von 75 % als Paketauslieferer bei der B.________ AG tätig und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) unfallversichert. Am 2. April 2016 erlitt er in Deutschland einen Autounfall bei dem er sich multiple Verletzungen zuzog. Das erstversorgende Universitätsklinikum C.________ diagnostizierte eine rechtsseitige laterale Claviculafraktur, eine rechtsseitige Rippenserienfraktur 1-7, eine rechtsseitige Fraktur des Querfortsatzes des ersten Brustwirbelkörpers, ein kleiner rechtsseitiger Pneumothorax sowie eine Prellung an der rechten Hand (Begleitbogen für die stationäre Aufnahme vom 2. April 2016). Die Claviculafraktur und der Hämatoseropneumothorax wurden in der Folge operativ versorgt (Operationsbericht vom 7. April 2016). Die weitere Behandlung erfolgte in der Schweiz, nach Entlassung aus dem Spital D.________ hauptsächlich durch Schmerzmittel und Physiotherapie. Am 7. Oktober 2016 wurde eine partielle Metallentfernung an der Clavicula durchgeführt. Im Rahmen des anschliessenden, vom 8. November bis 6. Dezember 2016 dauernden, stationären Aufenthalts in der Rehaklinik E.________ klagte A.________ insbesondere über eine Störung der Konzentration und der Merkfähigkeit, eine Schlafstörung, eine Bewegungs- und Belastungseinschränkung an der rechten Schulter, eine Sensibilitätsminderung am rechten Daumen mit Störung der Feinmotorik und Kraftminderung beim Faustschluss sowie über intermittierend auftretende Thoraxschmerzen (Austrittsbericht vom 15. Dezember 2016). Die Thorax- und Schulterbeschwerden wurden weiter abgeklärt wie auch die Kopfschmerzen und die Merkfähigkeitsstörung. Im September 2017 fand eine bildgebende Untersuchung des Schädels statt und im Oktober 2017 erfolgte die vollständige Metallentfernung an der Clavicula. Eine neuropsychologische Testung durch Dr. phil. F.________, Fachpsychologin für Neuropsychologie und Psychotherapie FSP, musste aufgrund der mangelhaften Compliance des Versicherten unter Hinweis auf seine Mitwirkungspflicht wiederholt werden (neuropsychologischer Untersuchungsbericht vom 21. August 2018). Weiter veranlasste die Suva bei Prof. Dr. med. G.________, Facharzt für Radiologie FMH, speziell Neuroradiologie, einen Konsiliarbericht (vom 25. September 2018) und liess Dr. med. H.________, Facharzt für Neurologie, Leiter der Fachgruppe Neurologie der Suva, hierzu am 14. November 2018 Stellung nehmen. Mit Schreiben vom 15. November 2018 teilte die Suva die Einstellung ihrer bis dahin erbrachten vorübergehenden Leistungen (Heilbehandlung, Taggeld) auf Ende Dezember 2018 mit. Am 11. Januar 2019 verneinte sie verfügungsweise einen Anspruch auf Invalidenrente und Integritätsentschädigung. Dies bestätigte sie mit Einspracheentscheid vom 24. Januar 2020.