Citation: 6P.82/2005 09.10.2005 E. 2

Der Beschwerdeführer bringt vor, er habe stets bestritten, etwas davon gewusst zu haben, dass A.________ beim Überfall auf den Spielsalon "Jackpot" ein Küchenmesser mit sich geführt habe. Das Obergericht habe es als unglaubhafte Schutzbehauptung gewertet, dass er nicht gefragt haben will, warum A.________ und C.________ unmittelbar vor der Fahrt an den Tatort in die Wohnung gegangen seien. Nach Ansicht des Beschwerdeführers führt diese Begründung dazu, dass er eine negative Tatsache beweisen müsse, nämlich die Tatsache, dass er diese Frage nicht gestellt habe. 2.1 Der aus Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK abgeleitete Grundsatz "in dubio pro reo" bedeutet als Beweislastregel, dass es Sache der Anklagebehörde ist, die Schuld des Angeklagten zu beweisen, und nicht dieser seine Unschuld nachweisen muss. Der Grundsatz ist verletzt, wenn der Strafrichter einen Angeklagten (einzig) mit der Begründung verurteilt, er habe seine Unschuld nicht nachgewiesen. Ebenso ist die Maxime verletzt, wenn sich aus den Urteilsgründen ergibt, dass der Strafrichter von der falschen Meinung ausging, der Angeklagte habe seine Unschuld zu beweisen, und dass er ihn verurteilte, weil ihm dieser Beweis misslang. Ob der Grundsatz "in dubio pro reo" als Beweislastregel verletzt ist, prüft das Bundesgericht mit freier Kognition (BGE 127 I 38, E. 2a; 120 Ia 31 E. 2, mit Hinweisen). 2.2 Die Rüge ist unbegründet. Wie aus dem angefochtenen Entscheid deutlich hervorgeht, stützt das Obergericht seinen Urteilsspruch nicht auf den Vorwurf, der Beschwerdeführer habe seine Unschuld nicht nachgewiesen. Es hat von ihm keinen Entlastungsbeweis gefordert und auch nicht verlangt, er müsse beweiskräftig machen, dass er die entsprechende Frage nicht gestellt habe. Vielmehr kommt das Obergericht aufgrund einer Würdigung der Beweise zum Schluss, der Beschwerdeführer habe gewusst, dass A.________ ein Küchenmesser mit sich führte. Von einer verfassungswidrigen Umkehr der Beweislast kann keine Rede sein. Soweit sich die Vorbringen des Beschwerdeführers auch in diesem Zusammenhang gegen die Beweiswürdigung richten, übt er appellatorische Kritik am obergerichtlichen Urteil. Darauf ist nicht einzutreten.