Citation: 7B_356/2023 E. 2.4.2

2.4.2. Der Beschwerdeführer kritisiert, med. pract. B.________ hätte aufgrund des Zeitablaufs seit der Begutachtung mindestens befragt und dabei über den aktuellen Stand der Wissenschaft zur Gefährlichkeit von über 60-jährigen, praktisch ihr gesamtes Leben als Erwachsene in Gefangenschaft lebenden Personen Auskunft geben können. Er hätte sich auch zu geeigneten Institutionen, einer möglichen Entlassungsperspektive, zum Vollzug in einem offenen Setting und zu den Vorteilen eines solchen Vollzugs äussern können. Ausserdem blende die Vorinstanz aus, dass nicht der Gutachter oder die Verlaufsberichte, sondern die richterliche Überzeugung massgeblich sei, die sich ohne persönlichen Eindruck nicht bilden könne. Inwieweit sich die Verhältnisse seit der Erstellung des Gutachtens merklich verändert haben sollen, lässt sich diesen Ausführungen nicht entnehmen. Insbesondere wurden im Gutachten von med. pract. B.________ vom 28. August 2019 das Alter des Beschwerdeführers, die körperliche Degeneration sowie die Dauer des Freiheitsentzugs bereits berücksichtigt. Die Vorinstanz durfte und konnte ihre Überzeugung gestützt auf dieses Gutachten und die übrigen Akten bilden, ohne den Sachverständigen persönlich vorzuladen.