Citation: 2C_307/2023 E. B

A.A.________ hielt sich wiederholt im Rahmen von Touristenaufenthalten und als Asylsuchende in der Schweiz auf. Am 5. September 2022 ersuchte sie das Migrationsamt des Kantons Zürich um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei B.A.________, nachdem sie am 24. August 2022 erneut in die Schweiz eingereist war. Mit Verfügung vom 8. November 2022 das Migrationsamt des Kantons Zürich das Gesuch ab und wies A.A.________ aus der Schweiz weg. Die dagegen auf kantonaler Ebene erhobenen Rechtsmittel blieben erfolglos (Rekursentscheid der Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich vom 17. Januar 2023; Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom 12. April 2023). Das Verwaltungsgericht erwog im Wesentlichen, A.A.________ könne sich nicht auf Art. 8 EMRK berufen, da kein qualifiziertes Abhängigkeitsverhältnis zu ihrem Sohn bestehe. Sodann sei vorliegend das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA; SR 0.142.112.681) nicht anwendbar, da ein grenzüberschreitendes Element fehle. Zudem sei die für einen Anspruch auf Familiennachzug gestützt auf das FZA vorausgesetzte Unterhaltsgewährung ohnehin nicht erfüllt.