Citation: 6B_169/2019 E. 2.4

2.4. Mit seinen Einwänden zum subjektiven Tatbestand nimmt der Beschwerdeführer eine eigene Beweiswürdigung vor und setzt sich über die vorinstanzlichen Feststellungen zum äusseren und inneren Sachverhalt hinweg, ohne dass sich aus seinen Ausführungen ergäbe, dass und inwiefern die Beweiswürdigung der Vorinstanz willkürlich und ihre Feststellungen offensichtlich unrichtig wären (Art. 105 i.V.m. Art. 97 Abs. 1 BGG). Weshalb die Vorinstanz auf der Grundlage der von ihr festgestellten Tatsachen den Vorsatz zu Unrecht bejaht haben soll, legt der Beschwerdeführer nicht substanziiert dar und ist auch nicht ersichtlich. Die Vorinstanz hat hierzu verbindlich erwogen, dass sich der Beschwerdeführer mit der Thematik des Dschihads und dessen Protagonisten befasst habe. Deren Positionen seien ihm bekannt gewesen. Das gelte auch für das Zerwürfnis zwischen Al-Qaïda und dem IS. Eine Ablehnung des IS bedeute somit nicht eine grundsätzliche Ablehnung der Al-Qaïda. Die in den Videos gegenüber dem IS geäusserte Kritik betreffe keine Punkte, die den Gesetzgeber veranlasst hätten, sowohl die Al-Qaïda wie auch den IS zu verbieten. Die Kritik beziehe sich auf religiöse Fragen oder fremde Rechtsordnungen, etwa auf islamisch-theologische Auslegungen wie die Voraussetzungen der Exkommunizierung oder die Befugnis zur Umsetzung der Sharia (angefochtener Entscheid E. 3.2.12 S. 49 f.). Der Beschwerdeführer wusste, welcher Ideologie D.________ nahe stand. Durch die Filme inszenierte er nicht nur eine positive Gesinnung zum geistigen Führer der Jaysh Al-Fath bzw. der Jabhat Al-Nusra, sondern liess den Aufruf zum bewaffneten Dschihad kritiklos zu. Im Video "Die wahrhaftige Morgendämmerung" untermalte er die propagandistischen Botschaften von D.________ zudem mit einem hetzerischen Kampflied. Unter diesen Umständen muss dem Beschwerdeführer eine dokumentarfilmische bzw. journalistische Motivation abgesprochen werden. Seine Absicht, die Entwicklungen in Syrien möglichst kontinuierlich zu dokumentieren sowie den zu jener Zeit "hegemonialen IS-Diskurs zu dekonstruieren" ist nur vorgeschoben. Mit der Herstellung und Verbreitung der Videos brachte er den Willen zum Ausdruck, Propaganda für Jabhat Al-Nusra und die Ideologie von Al-Qaïda zu betreiben. Nicht zielführend ist vor diesem Hintergrund auch der Einwand des Beschwerdeführers, er habe nicht wissen können, dass es sich bei seinem Interviewpartner D.________ um eine Person handle, die rund ein Jahr später vom U.S. Department of the Treasury auf eine Sanktionsliste gesetzt würde. Die Vorinstanz hält hierzu bereits zutreffend fest, dass eine propagandistische Botschaft für die Al-Qaïda unabhängig der Aufnahme der sie aussprechenden Person auf einer Terrorliste möglich ist. Ihre Schlussfolgerung, der Beschwerdeführer habe vorsätzlich gehandelt, verletzt kein Bundesrecht.