Citation: 9C_191/2017 E. 6.3.4

6.3.4. Als ressourcenhemmende Faktoren bezeichnete Dr. med. C.________ schliesslich die depressive Störung und die Panikstörung (vgl. Urteil 8C_130/2017 vom 30. November 2017 E. 8.1 mit Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3 S. 300 f.). Dies begründete er damit, dass die Beschwerdeführerin unter anfallsartigen Ängsten mit vegetativen Symptomen leide, die unabhängig von der Situation bis mehrmals wöchentlich auftreten würden (ABI-Gutachten, S. 14 Ziff. 4.1.8). Im Zusammenhang mit der leichten depressiven Störung seien eine verminderte Freudeempfindungsfähigkeit, eine erhöhte Ermüdbarkeit, leichte Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen und Morgentiefs festzustellen (ABI-Gutachten, S. 12 Ziff. 4.1.4). Eine schwere psychische Erkrankung, die (theoretisch) therapeutisch nicht günstig beeinflussbar wäre, könne jedoch nicht diagnostiziert werden (ABI-Gutachten, S. 13 Ziff. 4.1.5). Es bestünden ausgeweitete Schmerzen am Bewegungsapparat, deren Ausmass sich durch die somatischen Befunde nicht hinreichend objektivieren lasse. Sodann wies Dr. med. C.________ explizit darauf hin, dass bei der Beschwerdeführerin psychosoziale und emotionale Belastungsfaktoren eine Rolle spielten (Todesfälle, Einbrüche zuhause, Kündigung der früheren Arbeitsstelle, Krankheit des Ehemannes, finanzielle Abhängigkeit von Renten- und Pensionskassenleistungen; ABI-Gutachten, S. 12 Ziff. 4.1.4). Diese klammerte er bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zu Recht aus (vgl. BGE 141 V 281 E. 4.3.3 S. 303 mit Hinweis auf BGE 127 V 294 E. 5a S. 299).