Citation: 9C_394/2017 E. 4.2

4.2. Die behandelnden Zahnärzte gaben in ihrer Stellungnahme vom 15. März 2017 an, Zahn '25' sei im Zeitpunkt der Befundaufnahme am 30. Januar 2014 horizontal frakturiert gewesen. Am Zahn '23' sei nach der Extraktion am 4. Februar 2014 eine Längsfraktur der Wurzel festgestellt worden. Unter diesen Umständen war aufgrund der Darlegungen des Bundesgerichts zu den möglichen Ursachen allenfalls bestehender Zahnfrakturen der Beizug der Unterlagen zur Behandlung im Mai 2013 (Röntgenbilder vor und nach dem Eingriff, Operationsbericht) unabdingbar. Dazu bestand umso mehr Anlass, als aufgrund der Akten und der Vorbringen des Versicherten einzig ein Behandlungsfehler (Ungeschicklichkeit) bei der Extraktion von Zahn '24' und der Wurzelspitzenresektion beim Zahn '23' am 28. Mai 2013 als anspruchsbegründender Unfall im Sinne von Art. 31 Abs. 2 KVG i.V.m. Art. 1a Abs. 2 lit. b und Art. 28 KVG in Betracht fiel.