Citation: 1B_262/2021 E. 5

Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Haft dauere übermässig lange. Für Diebstahl droht das Strafgesetzbuch Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe an (Art. 139 Ziff. 1); für Sachbeschädigung Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe (Art. 144 Abs. 1); für Hausfriedensbruch Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe (Art. 186); für Brandstiftung Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr (Art. 221 Abs. 1). Die Beschwerdeführerin weist zahlreiche einschlägige Vorstrafen auf und sie delinquierte unstreitig während hängigen Verfahrens mehrfach weiter. Nach Auffassung des Gutachters besteht keine verminderte Schuldfähigkeit. Angesichts dessen droht der Beschwerdeführerin eine Freiheitsstrafe, welche die Dauer der bisher erstanden Haft von gut 9 Monaten deutlich übersteigt. Zu berücksichtigen ist zudem, dass der Gutachter die therapeutische Behandlung der Beschwerdeführerin empfiehlt und dabei eine stationäre Massnahme nach Art. 59 StGB als wesentlich erfolgversprechender einstuft als eine ambulante nach Art. 63 StGB. Er legt dar, bei einer dissozialen Persönlichkeitsstörung müsse mit einer Behandlungsdauer von mehreren Jahren gerechnet werden. Die Beschwerdeführerin muss somit eine stationäre Massnahme gewärtigen, welche die Dauer der Haft deutlich übersteigt. Letztere ist daher auch in zeitlicher Hinsicht verhältnismässig (BGE 144 IV 113 E. 4.1 mit Hinweisen).