Citation: 8C_825/2018 E. 6.6

6.6. Die von den Gerichtsgutachtern beschriebenen Inkonsistenzen finden sich auch in den übrigen medizinischen Akten (zur Zulässigkeit sachverhaltlicher Ergänzungen, soweit sie sich ohne Weiteres aus den Akten ergeben, vgl. BGE 136 V 362 E. 4.1 S. 366). So wies etwa auch der behandelnde Psychiater Dr. med. F.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, auf die inkonsequente und mangelhafte psychotherapeutische Behandlung hin (Bericht vom 30. März 2012). Der Versicherte habe wiederholt sowohl die ambulanten als auch stationären Behandlungen abgebrochen. Der psychiatrische Gutachter Dr. med. B.________ hielt eine objektive Einschätzung nach ICF-APP aufgrund von Inkonsistenzen der Anknüpfungs- und Befundtatsachen für nicht möglich. Die Bereitschaft des Exploranden, in der gutachterlichen Untersuchung relevante Angaben zu machen, müsse insgesamt als schwach ausgeprägt beurteilt werden. Es falle auf, dass die ohnehin spärlichen Angaben des Exploranden zum Teil nicht mit den Angaben in den Akten übereinstimmen würden. Das Verhalten und der Auftritt des Versicherten gemäss aktueller Verhaltensbeobachtung und gemäss den Akten lasse auf eine Traumatisierung, Malcompliance und geringe Problemlösungskompetenz schliessen. Auch anlässlich der Untersuchungen in der MEDAS Bern (Expertise vom 25. Juli 2013) wurden Inkonsistenzen festgestellt. Aus neurologischer Sicht wurde erwähnt, dass sich bei der körperlichen Untersuchung schon bei 10 Grad ein Pseudolasègue gezeigt habe, während ein normales Sitzen für gut zwei Stunden möglich gewesen sei. Die Schmerzangaben seien von einem expressiven Ausdrucksverhalten begleitet gewesen, welches aber ablenkbar gewesen sei. Der psychiatrische Teilgutachter führte aus, der Versicherte kümmere sich nicht um Therapien. Die dysfunktionale Verarbeitung des Schmerzzustandes werde durch die aussergewöhnliche Schonhaltung geschürt. Das kantonale Gericht erachtete das Gutachten des Dr. med. B.________ wie auch das psychiatrische Teilgutachten der MEDAS Bern zwar als nicht beweiskräftig, dies lässt aber nicht darüber hinweg sehen, dass die darin erwähnten Inkonsistenzen ins Gesamtbild passen.