Citation: 1B_321/2008 11.02.2009 E. 6

Der Beschwerdeführer rügt die Weiterführung der Haft als unverhältnismässig, da er bereits mehr als zwei Drittel der erstinstanzlichen Freiheitsstrafe verbüsst habe. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die Möglichkeit einer bedingten Entlassung bei der Berechnung der mutmasslichen Dauer der Freiheitsstrafe ausnahmsweise zu berücksichtigen, wenn der Beschwerdeführer bereits zwei Drittel der erstinstanzlich verhängten Freiheitsstrafe in Untersuchungs- oder Sicherheitshaft bzw. im vorzeitigen Strafvollzug verbracht hat und die Strafe im Rechtsmittelverfahren noch verkürzt, nicht aber erhöht werden kann. In diesen Fällen verlangt das Bundesgericht eine Prognose über die Anwendbarkeit von Art. 86 Abs. 1 StGB. Fällt diese positiv aus, muss dem Haftentlassungsgesuch stattgegeben werden (vgl. den von der Statthalterin zitierten Entscheid 1B_51/2008 vom 19. März 2008 E. 4.1). Mit dieser Rechtsprechung hat sich die Statthalterin in ihrer Verfügung nicht vertieft auseinandergesetzt. Aufgrund der noch während der Rechtsmittelfrist erfolgten Haftentlassung und der hier vorzunehmenden summarischen Prüfung hätte die vorliegende Beschwerde mutmasslich Aussicht auf Erfolg gehabt. Der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer hat daher Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 68 BGG). Kosten sind bei diesem Ausgang des Verfahrens keine zu erheben (Art. 66 Abs. 4 BGG).