Citation: 5D_15/2008 26.02.2008 E. 4

4.1 Ferner macht der Beschwerdeführer geltend, zwar werde in einem Nebensatz festgehalten, die freiwillige Reduktion sei richtig "weil eine solche auch im Sinn des geringen Aufwandes für das Verfahren gerechtfertigt ist". Die Vorinstanz begründe aber nicht, auf welche Bestimmung sie die Kürzung stütze, was erneut den Anspruch auf rechtliches Gehör verletze. 4.1.1 Der Grundsatz des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) verlangt, dass der Entscheid so begründet wird, dass der Betroffene ihn gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Dies ist nur möglich, wenn sowohl er wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheides ein ausreichendes Bild machen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid stützt. Dabei muss sich die Begründung nicht mit jeder tatsächlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand ausdrücklich auseinander setzen. Es genügt vielmehr, wenn die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte genannt werden (BGE 130 II 530 E. 4.3 S. 540; 126 I 97 E. 2b S. 102 f.; 124 II 146 E. 2a S. 149; 123 I 31 E. 2c S. 34; 122 IV 8 E. 2c S. 14 f., je mit Hinweisen; 133 III 439 E. 3.3 S. 445). 4.1.2 Zwar trifft zu, dass das Obergericht nicht ausführt, auf welche Gesetzesbestimmung sich seine Erwägung stützt. Dem mit dem kantonalen Tarif vertrauten Rechtsanwalt kann aber nicht entgangen sein, dass der Tarif in § 7 Abs. 2 eine gesetzliche Grundlage für ausserordentliche Abschläge enthält. Diese Bestimmung sieht ausdrücklich vor, dass sich die Entschädigung gemäss den §§ 3-6 um bis zu 50% vermindert, wenn das Verfahren nur geringe Aufwendungen erfordert. Darauf bezieht sich die obergerichtliche Auffassung, zumal sie ausdrücklich auf den geringen Aufwand als Kürzungsgrund hinweist. Sodann ergibt sich aus dem angefochtenen Entscheid an anderer Stelle, dass die durch die Grundentschädigung von § 6 Abs. 1 AnwT abgegoltene erste Sitzung nur gerade 15 Minuten gedauert hat und die finanziellen Verhältnisse der Parteien keinen Anhaltspunkt für ein überdurchschnittliches aufwändiges Scheidungsverfahren hergäben. Damit aber enthält der angefochtenen Entscheid eine Begründung, die der Beschwerdeführer ohne Weiteres hätte sachgerecht anfechten können. Der Vorwurf der Verletzung des rechtlichen Gehörs erweist sich als unbegründet.