Citation: 7B_34/2023 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz begründet ausführlich, warum sie davon ausgeht, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2015 aus dem Fleischhandel keinen Gewinn erzielt hat. Sie erwägt, der Beschwerdeführer habe in den Jahren 2011 bis 2014 mit dem Fleischimport jeweils zwischen Fr. 70'000.-- und Fr. 80'000.-- jährlich an Einnahmen erzielt, was sich aus seinen Steuerunterlagen ergebe. Der Beschwerdeführer habe im Jahr 2015 einen massiven Gewinneinbruch erlitten und keine Einkünfte mehr versteuert. Er habe in einem Schreiben an die Steuerbehörden ausgeführt, aufgrund der Importgebühren erziele er keinen Gewinn mehr und er habe die Aktivität ganz unterbrochen. Ausserdem sei er längere Zeit in Argentinien gewesen. Die fehlenden Einnahmen korrespondierten mit dem Umstand, dass er für das Jahr 2015 eine gänzlich leere Steuererklärung eingereicht habe. Die Vorinstanz geht davon aus, dass das Importgeschäft des Beschwerdeführers aufgrund externer Umstände, d.h. gestiegener Importgebühren, im Jahr 2015 eine Zäsur erfahren habe. Der Beschwerdeführer habe keine Einnahmen mehr generiert und sich in finanziellen Schwierigkeiten befunden. Indessen sei das Strafverfahren erst im Folgejahr, d.h. im Jahr 2016, eröffnet worden. Insoweit sei nicht zu beanstanden, dass die Staatsanwaltschaft davon ausgegangen sei, der Beschwerdeführer habe im Folgejahr nicht ohne Weiteres an seine bis Ende 2014 praktizierte Geschäftstätigkeit anknüpfen können. Sodann sei unbelegt, dass ausgerechnet das Jahr 2016 ein besonders gutes Jahr im Fleischhandel gewesen sein soll. Für dieses Jahr habe er in den Monaten bis zum Versand der ersten angeblich rufschädigenden Verfügung der Strafbehörden, d.h. von Januar bis Mitte September 2016, gerade einmal Einkünfte von Fr. 26'000.-- generiert. Diese Einnahmen kämen nicht annähernd an jene bis Ende 2014 heran. Es könne keine Rede davon sein, dass das Geschäft des Beschwerdeführers, nach dem Unterbruch im Jahr 2015, im Jahr 2016 bis zur Einleitung des Strafverfahrens sehr gut gelaufen sei. Es lägen keine bereits geschlossenen Verträge oder anstehenden Vertragsschlüsse vor, die aufgrund des Strafverfahrens aufgelöst bzw. nicht zustande gekommen wären. Die wirtschaftlichen Probleme und der massive Gewinneinbruch hätten ihren Anfang im Jahr 2015 genommen und im Jahr 2016 angedauert. Sodann habe der Beschwerdeführer den entgangenen Gewinn nicht hinreichend substantiiert und insbesondere für den Zeitraum ab dem Jahr 2019 keine Unterlagen oder Steuererklärungen eingereicht, aus welchen sich seine Einkünfte ergeben würden. Schliesslich sei auch die Behauptung unbelegt, der Beschwerdeführer habe zahlreiche Kunden durch das Strafverfahren verloren, zumal der Beschwerdeführer keine Dokumente hierzu einreiche, wie z.B. Bestätigungen seiner wichtigsten Abnehmer. Es fehle am natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Strafverfahren sowie den geringeren Einnahmen, dem geltend gemachten entgangenen Gewinn und dem Kapitalverlust; hierbei handle es sich um eine unbelegte pauschale Behauptung.