Citation: 5A_292/2023 E. 8.6

8.6. An dieser Einschätzung vermag auch der vom Beschwerdeführer angerufene Grundsatz der Gleichbehandlung zwischen Ehegatten nichts zu ändern. Die Vorinstanz mutete der Beschwerdegegnerin einen Vermögensverzehr zu, indem sie ihr den für die Zeit ab Oktober 2020 errechneten Unterhaltsbeitrag von Fr. 300.-- pro Monat nicht zusprach und sie sich am Volljährigenunterhalt monatlich mit Fr. 400.-- pro Kind (ab Oktober 2024 für den älteren und ab Oktober 2026 für den jüngeren Sohn) zu beteiligen habe. Angesichts der stark unterschiedlichen Vermögensverhältnisse der Parteien erscheint es nicht stossend, wenn die Vorinstanz von der Beschwerdegegnerin keinen höheren Vermögensverzehr verlangte. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist der Grundsatz der Gleichbehandlung zwischen Ehegatten auf den hier zu beurteilenden Fall übertragen nicht so zu verstehen, dass für den Vergleich der finanziellen Verhältnisse der Parteien nur die nicht aus Erbschaft stammenden Vermögenswerte herangezogen werden dürften. Ohnehin hat sich gezeigt (vgl. vorne E. 6.5.2.3), dass die Beschwerdegegnerin in grösserem Umfang auf ihr Vermögen zurückzugreifen hat als von der Vorinstanz angenommen.