Citation: 6B_968/2022 E. 2.4

2.4. Ungeachtet der fehlenden Legitimation in der Sache selbst kann die Privatklägerschaft vor Bundesgericht die Verletzung von Verfahrensrechten rügen, deren Missachtung eine formelle Rechtsverweigerung darstellt. Zulässig sind Rügen, die formeller Natur sind und von der Prüfung der Sache getrennt werden können. Nicht zu hören sind dabei Rügen, die im Ergebnis auf eine materielle Überprüfung des angefochtenen Entscheids abzielen ("Star-Praxis"; BGE 141 IV 1 E. 1.1 S. 5; Urteil 6B_252/2020 vom 8. September 2020 E. 2.1; je mit Hinweisen). Die Privatklägerschaft kann somit die Verletzung von Prozessvorschriften geltend machen, die ihrem Schutz dienen. Sie kann beispielsweise rügen, dass auf ihre Beschwerde zu Unrecht nicht eingetreten worden sei, dass sie nicht angehört worden sei, dass sie keine Gelegenheit erhalten habe, ihre Beweismittel zu präsentieren oder dass sie das Dossier nicht konsultieren konnte (BGE 121 IV 317 E. 3b S. 324; Urteile 6B_382/2022 vom 12. September 2022 E. 2; 6B_996/2020 vom 2. Februar 2021 E. 2.1).