Citation: 2A.330/2000 07.08.2000 E. 4

4.-a) Gegen den Beschwerdeführer liegt eine Wegweisungsverfügung des Bundesamts für Flüchtlinge vor, deren Vollzug zurzeit mangels Reisepapieren nicht möglich, aber absehbar ist. Die angefochtene Haft beruht auf dem Haftgrund der Untertauchensgefahr. Der Beschwerdeführer hat durch erkennbar unglaubwürdige Angaben die Vollzugsbemühungen der Behörden erschwert. Zunächst hat er zugegebenermassen falsche Angaben zu seiner Identität gemacht. Aufgrund verschiedener Umstände, namentlich der Effekten, die der Beschwerdeführer bei seiner Festnahme bei sich hatte, gibt es einige Anhaltspunkte dafür, dass er schon gewisse Zeit in der Schweiz verbracht hat, was er bisher aber stets abstritt. Wiederholt hat der Beschwerdeführer sodann in Aussicht gestellt, sich die nötigen Reisepapiere zu beschaffen, aber nichts in dieser Hinsicht unternommen. Mehrfach hat er zu erkennen gegeben, dass er nicht nach Pakistan zurückkehren wolle; so hat er gemäss dem Protokoll der Haftrichterverhandlung insbesondere vor der Haftrichterin ausdrücklich ausgesagt, er gehe auf keinen Fall nach Pakistan zurück. Mit seiner hier zu beurteilenden Beschwerde hat er eine 24-stündige Frist verlangt, um die Schweiz zu verlassen; wie er das auf legale Weise tun wollte und könnte, ist jedoch nicht ersichtlich. Damit bestehen genügend konkrete und erhärtete Anzeichen dafür, dass sich der Beschwerdeführer der Ausschaffung entziehen will bzw. sich den Behörden bei einer allfälligen Haftentlassung für den Vollzug der Wegweisung nicht zur Verfügung halten würde. b) Angesichts des Verhaltens des Beschwerdeführers erweisen sich die Haft wie auch die verfügte Verlängerung derselben um drei Monate als verhältnismässig. Auch sonst gibt es keine Anhaltspunkte für die Unzulässigkeit der Haft. Insbesondere sind die Behörden dem Beschleunigungsgebot nachgekommen. In einer ersten Phase haben sie zwar selber relativ wenig direkte Bemühungen zur Durchführung der Ausschaffung unternommen. Dies war aber weitgehend im Verhalten des Beschwerdeführers selbst begründet, der die Bereitschaft vortäuschte, die erforderlichen Reisepapiere selbst zu beschaffen. Inzwischen hat sich die Fremdenpolizei im Hinblick auf die Ausschaffung des Beschwerdeführers jedoch an das Bundesamt für Flüchtlinge gewandt, welches auch bereits eine Vorführung vor der pakistanischen Botschaft in Bern, welche am 19. Juli 2000 stattfand, organisieren konnte. Die Behörden bemühen sich somit nunmehr offenkundig darum, die Voraussetzungen zum Vollzug der Wegweisung zu schaffen. c) Schliesslich macht der Beschwerdeführer auch keine Gründe für unzulässige Haftbedingungen geltend. Namentlich ist nicht ersichtlich, dass die allfälligen gesundheitlichen Probleme, auf die sich der Beschwerdeführer vor der Haftrichterin berufen hat, in der Haft nicht angemessen behandelt werden. Auch wurde die Gefängnisleitung des "Schällemätteli" von der Fremdenpolizei über die vom Beschwerdeführer in der Beschwerdeeingabe geäusserten Selbstmorddrohungen informiert, sodass die erforderlichen Massnahmen ergriffen werden konnten. Im Übrigen sind solche Drohungen ohnehin nicht geeignet, den Haftentscheid zu beeinflussen.