Citation: 4A_196/2020 E. 4.3

4.3. Anders als die Beschwerdeführerin weismacht, wies die Vorinstanz die Widerklageduplik nicht aus dem Recht. Vielmehr hat sie nur die Tatsachen, welche die Beschwerdeführerin zur Nachsubstanziierung ihrer Klage vortrug, nicht berücksichtigt. Was die Widerklage betrifft, hätte die Vorinstanz die Rechtsschrift berücksichtigt, wenn sie auf die Widerklage eingetreten wäre. Doch dies tat sie nicht, was unangefochten blieb. Auch vor Bundesgericht erklärt die Beschwerdeführerin mit keinem Wort, weshalb welche Behauptungen als Noven hätten berücksichtigt werden müssen. Zudem versäumt sie jede Begründung, dass sie die Noven ohne Verzug vorgetragen hätte. Die Beschwerdeführerin behauptet, es habe eine thematische "Verquickung" bestanden zwischen den Anträgen der Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Klage einerseits und auf Gutheissung der Widerklage anderseits. Die Beschwerdeführerin habe darauf nur mit einer umfassenden Widerklageduplik antworten können. Dieses Vorbringen ist nicht nachvollziehbar. Denn die Beschwerdegegnerin verlangte mit ihrer Widerklage die Rückerstattung angeblich ungerechtfertigter Zahlungen für die Monate August 2016, November 2016, Mai 2017 und Juni 2017. Demgegenüber behauptet die Beschwerdeführerin selbst in der Beschwerde an das Bundesgericht, Thema ihrer Klage sei der Aufwand für die Monate August 2017 und September 2017. Es lag offensichtlich keine thematische Verbindung vor, die es der Beschwerdeführerin verunmöglicht hätte, unabhängig vom Thema der Klage zur Widerklagereplik Stellung zu nehmen. Die Rüge ist unbegründet.