Citation: U 489/05 10.04.2006 E. 4

4.1 Für die sich mit wachsender zeitlicher Distanz ausweitenden gesundheitlichen Beschwerden konnte - mit Ausnahme geringer Befunde an den Wirbelkörpern C4/5/6 und C6/7 sowie an der caudaleren HWS - kein ausreichendes organisches Substrat erhoben werden (Bericht der Radiologie I.________ vom 23. Januar 2003; Zwischenbericht des Dr. med. N.________ vom 26. Januar 2003; Austrittsbericht der Rehaklinik B.________ vom 17. Oktober 2003; MRI vom 2. Januar 2004; Berichte des Neurologen Dr. med. E.________ vom 19. Januar 2004 sowie des Spitals A.________ vom 9. Juli 2004). Hingegen äusserten die Ärzte schon bald nach dem Unfall den Verdacht auf eine psychische Komponente, die im weiteren Verlauf immer deutlicher zu Tage trat ("psychische Überlastung": Bericht des Dr. med. N.________ vom 26. Januar 2003; "intensive psychologische Betreuung von Nöten": Austrittsbericht der Rehaklinik R.________ vom 16. Juni 2003; "psychisch depressiv": Bericht des Dr. med. N.________ vom 10. August 2003; "posttraumatische Belastungsstörungen leichten Ausprägungsgrades, leichte depressive Episode, anhaltende somatoforme Schmerzstörung": Konsilium der Psychosomatischen Abteilung an der Rehaklinik B.________ vom 2. Oktober 2003; "psychisch sehr schlechter Zustand": Auskunft der Betriebsärztin der Arbeitgeberin vom 21. November 2003; "mittelgradige depressive Episode mit somatischen Symptomen [ICD-10 F32.22]": Bericht des Dr. med. F.________ vom 16. Dezember 2003). In Anbetracht dessen, dass schon kurze Zeit nach dem Unfall (sich in der Folge verstärkende) psychische Probleme auftraten, während die erlittenen Prellungen im Bauch- und Thoraxbereich bereits anfangs November 2002 in der Krankengeschichte nicht mehr erwähnt wurden und für die geklagten weiteren Beschwerden in den umfangreichen medizinischen Abklärungen höchstens mässige organische Befunde nachgewiesen werden konnten (vgl. kreisärztliche Untersuchung vom 28. Januar 2004; Erw. 5.1 hienach) sowie unter Berücksichtigung, dass das lediglich mässig ausgeprägte Zervikalsyndrom mit wenig objektivierbaren Befunden stark psychisch überlagert war (Bericht des Spitals A.________ vom 9. Juli 2003) und die Versicherte im Zuge ihrer Ehescheidung grossen psychosozialen Belastungen ausgesetzt war, welche die somatoforme Schmerzstörung mitverursachten (psychosomatisches Konsilium der Rehaklinik B.________ vom 25. Oktober 2002, lic. phil. T.________/Dr.med. K.________), haben Vorinstanz und Verwaltung zur Recht eine Dominanz der psychischen Problematik bejaht und die Adäquanz nach den in BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa entwickelten Kriterien geprüft. 4.2 Im angefochtenen Entscheid wie auch im Einspracheentscheid wurde der Unfall vom 25. Oktober 2002 zu Recht als Ereignis im mittleren Bereich eingestuft (vgl. den ähnlich gelagerten, im Urteil K. vom 25. August 2005, U 273/04, beurteilten Fall mit Hinweisen auf die in SZS 45/2001 S. 431 ff. zusammengefasste Rechtsprechung sowie das Urteil M. vom 12. Juli 2002, U 34/01). Die Adäquanz der psychischen Unfallfolgen ist daher zu bejahen, wenn eines der in BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa erwähnten Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist oder die massgebenden Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sind. Bei der Prüfung der einzelnen Kriterien sind nur die organisch bedingten Beschwerden zu berücksichtigen, während die psychisch begründeten Anteile, deren hinreichender Zusammenhang mit dem Unfall Gegenstand der Prüfung bildet, ausgeklammert bleiben (Urteil C. vom 14. Oktober 2004, U 66/04). Der Unfall hat sich weder unter besonders dramatischen Begleitumständen ereignet, noch war er besonders eindrücklich. Ein allenfalls erlittenes Schleudertrauma der HWS fällt als besondere Art der erlittenen Verletzung ausser Betracht (vgl. das bereits angeführte Urteil C. vom 14. Oktober 2004, U 66/04), die rasch abgeheilten Prellungen (dazu Erw. 4.1 hievor) waren nach den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz weder schwer noch erfahrungsgemäss geeignet, eine psychische Fehlentwicklung auszulösen. Eine ärztliche Fehlbehandlung wird zu Recht nicht behauptet und eine physisch bedingte Arbeitsunfähigkeit bestand nach Lage der Akten nur für kurze Zeit; soweit die Ärzte der Rehaklinik R.________ am 16. Juni 2003 eine 50 %ige Arbeitsunfähigkeit attestierten, beruhte diese Einschätzung bereits vorwiegend auf den psychischen Problemen im Zusammenhang mit der nicht adäquaten Verarbeitung des Unfallgeschehens. Weiter liegt hinsichtlich der organischen Unfallfolgen kein schwieriger Heilungsverlauf mit erheblichen Komplikationen vor. Angesichts des mässiggradigen Zervikalsyndroms kann das Kriterium der körperlichen Dauerbeschwerden (ungeachtet der starken psychischen Überlagerung; Erw. 4.1 hievor) bejaht werden. Dies allein führt jedoch nicht zu einer anderen Beurteilung. Vorinstanz und Verwaltung haben somit den adäquaten Kausalzusammenhang zutreffend verneint.