Citation: 8C_58/2019 E. 2.2

2.2. Mit dem seit dem 1. Januar 2007 in Kraft stehenden Art. 14 Abs. 2bis AHVG wird die Beitragspflicht von Asylsuchenden, vorläufig Aufgenommenen und Schutzbedürftigen ohne Aufenthaltsbewilligung, die keine Erwerbstätigkeit ausüben, geregelt. Sie haben erst Beiträge zu entrichten wenn sie als Flüchtlinge anerkannt werden (a), wenn ihnen eine Aufenthaltsbewilligung erteilt wird (b) oder wenn auf Grund des Alters, des Todes oder der Invalidität dieser Personen ein Leistungsanspruch im Sinne des AHVG oder des IVG entsteht (c). Tritt einer der genannten Fälle ein, werden die Beiträge innerhalb der Grenzen der Verjährung rückwirkend erhoben. Werden Beiträge nicht innert fünf Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, für welches sie geschuldet sind, durch Verfügung geltend gemacht, so können sie gemäss Art. 16 Abs. 1 AHVG nicht mehr eingefordert oder entrichtet werden (vgl. auch Wegleitung über die Beiträge der Selbstständigerwerbenden und Nichterwerbstätigen in der AHV, IV und EO [WSN] Rz. 2172 f.).