Citation: I 128/00 30.04.2001 E. 2

2.- Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer ab 1. Oktober 1995 Anspruch auf eine Viertelsrente oder, wie von ihm beantragt, auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung hat. Dabei stellt sich vorab die Frage, ob für die Beurteilung des psychischen Gesundheitszustandes und seiner allfälligen Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit auf den BEFAS-Schlussbericht vom 19. August 1997 abgestellt werden kann, was die Vorinstanz bejaht, der Beschwerdeführer hingegen verneint. a) In seinem Arztbericht vom 3. November 1995 führt Dr. med. T.________ aus, bisher sei keine psychopathologische Diagnose gestellt worden; es erfolge allerdings eine Behandlung im psychiatrischen Zentrum Y.________. Dr. med. B.________, welcher in somatischer Hinsicht ein chronifiziertes Lumbovertebralsyndrom bei/mit Wirbelsäulenfehlform und -fehlhaltung, eine muskuläre Dysbalance sowie diskrete degenerative Veränderungen diagnostiziert, stellt darüber hinaus eine deutliche Diskrepanz zwischen den subjektiven Schmerzangaben und den objektiven Befunden fest und nimmt an, es bestehe eine Schmerzverarbeitungsstörung. Zusätzlich scheine der Versicherte an einer gewissen depressiven Überlagerung zu leiden, welche sich ebenfalls ungünstig auf die Schmerzempfindung auswirke. Im bisherigen Beruf als Maschinenführer in der Farbenproduktion, einer vorwiegend sitzend zu verrichtenden Tätigkeit ohne körperliche Belastung, sei der Beschwerdeführer zu 100 % arbeitsfähig (Gutachten vom 12. August 1996). Nach der Stellungnahme des Dr. med. N.________ vom 27. September 1996 bestehen in psychischer Hinsicht eine somatoforme Störung (ICD-10 F45. 9) und eine mittelschwere depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32. 11). Die gescheiterten psychotherapeutischen Bemühungen seien ein Hinweis für die mangelnden Bewältigungsmöglichkeiten des Versicherten. Während der Behandlungszeit vom 20. Juni bis 19. Oktober 1995 habe eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Dabei sei zu berücksichtigen, dass bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht einzelne gesundheitliche Störungen für sich genommen werden könnten, sondern die Gesamtheit aller Faktoren auf der psychischen, somatischen und sozialen Ebene (Migration) eine Rolle spielten. Eine Arbeit in einem Tätigkeitsfeld, das körperlich wenig belastend sei und nach Möglichkeit zur Verbesserung des Selbstwertgefühls beitragen könne, sei dem Versicherten zunächst halbtags zumutbar. Dr. med. K.________, FMH für Physikalische Medizin und Rehabilitation, speziell Rheumatologie, führt im BEFAS-Schlussbericht vom 19. August 1997 aus, die subjektiv vom Versicherten massiv erlebten Schmerzen könnten - bei mitverursachender somatoformer Störung - nur zum Teil durch klinische Untersuchungsbefunde erklärt werden. Während der Abklärung habe der Beschwerdeführer eine dysphorische Grundstimmung gezeigt; eindeutige Hinweise auf ein schweres depressives Zustandsbild hätten sich nicht ergeben. Bei einer körperlich leichten, den Rücken und das rechte Knie nur wenig belastenden Tätigkeit sei ein 80 %iges Arbeitspensum zumutbar. Durch die 20 %ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bei behinderungsgerechter Beschäftigung stehe es dem Beschwerdeführer offen, bei vollem Arbeitszeitpensum kurze Entlastungspausen zu machen oder ein zeitlich leicht verkürztes tägliches Arbeitspensum zu absolvieren. Falls die berufliche Reintegration erfolgreich verlaufe, sei das Wiedererlangen einer vollen Arbeitsfähigkeit durchaus möglich. b) Der Vorinstanz ist im Ergebnis beizupflichten, dass auf den Arztbericht des Dr. med. N.________ vom 27. September 1996 nicht abgestellt werden kann. Abgesehen davon, dass er seiner Stellungnahme zur Arbeitsfähigkeit nicht nur die psychischen Leiden zu Grunde legt, sondern auch die somatische und die soziale Ebene "(Migration)" einbezieht, aber dabei offen lässt, welche physischen Leiden er berücksichtigt und welchen sozialen Faktoren er Rechnung trägt, bleiben auf Grund seiner Ausführungen insbesondere der Verlauf der somatoformen Störung (ICD-10 F45. 9) und ihre Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit unklar. Die diagnostizierten depressiven Episoden (ICD-10 F32. 11) dauern im Allgemeinen zwischen drei und zwölf Monate, im Mittel etwa sechs Monate (vgl. Dilling/Mombour/Schmidt, Internationale Klassifikation psychischer Störungen: ICD-10 Kapitel V (F),