Citation: 6B_1060/2020 E. 7.4

7.4. Der Beschwerdeführer stellt wie erwähnt nicht in Abrede, sondern erachtet es als möglich, dass es sich bei der fraglichen Kollision um einen inszenierten Unfall gehandelt haben könnte, der vom Kollisionsgegner, d.h. vom Lenker des Ford, zwecks Versicherungsbetrugs arrangiert wurde. Gestützt auf die Aussagen von I._________, der eine entsprechende Inszenierung einräumte, und in Anbetracht der vom Beschwerdeführer nicht kritisierten und daher gemäss Art. 105 Abs. 1 BGG verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz betreffend die Auffälligkeiten rund um die Einlösung und Verwendung des Ford sowie betreffend das Unfallprotokoll, das I._________ trotz seiner fehlenden Lenkereigenschaft unterzeichnet hat, lässt sich eine solche Inszenierung des Verkehrsunfalls denn auch willkürfrei annehmen. Wird von einem inszenierten Verkehrsunfall ausgegangen, besteht indes kein Raum für eine andere Schlussfolgerung als jene, dass der Beschwerdeführer mit dem von ihm gelenkten Mercedes Teil der besagten Inszenierung war. Dies folgt daraus, dass der Beschwerdeführer unbestrittenermassen gemäss Unfall- bzw. Schadensformular (vgl. angefochtener Entscheid E. 7.1.3 in fine S. 64) im Rahmen des Unfallgeschehens die Rolle des regelkonform fahrenden, geschädigten Fahrzeugführers inne hatte, dem ein Anrecht auf Schadenersatz zukommen sollte. Demgegenüber hatte der Kollisionsgegner, der Lenker des Ford, den Part des sich regelwidrig verhaltenden Unfallverursachers inne. Eine Unfallprovokation, in welcher das provozierende Fahrzeug eine Kollision mit einem anderen Fahrzeug anstrebt und versucht, jenes Fahrzeug als im Unrecht bzw. als Unfallverursacher erscheinen zu lassen, lässt sich betreffend den sich offenkundig verkehrsregelwidrig verhaltenden Ford folglich nicht begründen. Hätte der Lenker des Ford die Kollision eigenmächtig provoziert, wie dies der Beschwerdeführer geltend macht, wären ihm aus diesem Vorhaben wegen seiner Stellung als Unfallverursacher - aus der im Unfallprotokoll kein Hehl gemacht wurde - keine Vorteile, sondern im Gegenteil nur Nachteile erwachsen. Bereits aus diesem Grund verfängt das Vorbringen einer ohne bewusste Mitwirkung des Beschwerdeführers erfolgten Unfallinszenierung bzw. einer zu seinen Lasten gegangenen einseitigen Unfallprovokation nicht und durfte die Vorinstanz willkürfrei davon ausgehen, dass er in den inszenierten Verkehrsunfall als geschädigte Partei, zu deren Gunsten allein die erwirkte Versicherungsleistung ging, massgeblich involviert war. Vor dem Hintergrund, dass die Kollision zwecks Erlangung von Versicherungsleistungen arrangiert wurde und der Beschwerdeführer zudem laut der nicht kritisierten vorinstanzlichen Feststellung noch kurz vor dem Unfall seinen Monatslohn um Fr. 2'000.-- erhöht hatte, ist es im Weiteren ebenfalls nicht unhaltbar, wenn die Vorinstanz annimmt, der Beschwerdeführer habe von der Kollision keine relevanten gesundheitlichen Beeinträchtigungen davongetragen, sondern solche vor dem Arzt und den Mitarbeitern der Unfallversicherung lediglich vorgetäuscht. Bei dieser Sachlage vermag der Beschwerdeführer mit seinen gegenteiligen Vorbringen weder in Bezug auf sein Mitwirken am inszenierten Unfall noch betreffend die ihm erwachsenen Unfallfolgen Willkür in der vorinstanzlichen Beweiswürdigung darzutun. Diese erweist sich vielmehr als nachvollziehbar. Seine Sachverhaltskritik ist damit ebenso in diesem Fall unbegründet, soweit sie sich nicht ohnehin in einer unzulässigen appellatorisch gehaltenen Wiedergabe der eigenen Sichtweise erschöpft.