Citation: 1P.290/2002 20.12.2002 E. A

Die Kollektivgesellschaft X.________, eine Baufirma, betreibt auf ihrer Parzelle Nr. 1006 an der Hauptstrasse zwischen Jenaz und Pragg einen Werkhof. Am 20. Oktober 1998 beschloss die Gemeinde Jenaz, die Hauptstrasse zwischen Jenaz und Pragg mit einem Trottoir auszurüsten, wofür sie unter anderem 167 m2 Land der Parzelle Nr. 1006 benötigte. Da sie mit der Kollektivgesellschaft X.________ keine gütliche Lösung fand, ersuchte sie das Bau-, Verkehrs- und Forstdepartement des Kantons Graubünden (BVFD) um die Erteilung des Enteignungsrechts für die Erstellung des Trottoirs. Das BVFD erteilte der Gemeinde Jenaz das beantragte Enteignungsrecht am 21. September 2000. Die von der Kollektivgesellschaft X.________ dagegen ergriffenen Rechtsmittel blieben erfolglos. In der Folge führte die Enteignungskommission V das Schätzungsverfahren durch und erkannte am 28. August 2001: "1. Die Gemeinde Jenaz leistet an die Firma X.________ : a) Fr. 8'350.-- für den Eigentumserwerb von ca. 167 m2 Land ab Parzelle 1006, wobei aber die baugesetzlich mögliche Bruttogeschossfläche dieses Landstückes der Restparzelle 1006 zugewiesen wird; b) Fr. 2'500.-- für Beeinträchtigungen während der Bauzeit, wobei die Gemeinde zudem allfällig erforderliche Wegführungen von Werkhofmaterialien in ein Zwischenlager und diesbezügliche Rückführungen zur Restparzelle 1006 auf eigene Kosten vornimmt; c) Fr. 33'500.-- für Minderwert der Restparzelle 1006.