Citation: 1B_58/2008 27.03.2008 E. 4

In der Sache selbst geht der Beschwerdeführer auf die Voraussetzung des dringenden Tatverdachts nicht konkret ein. Es ist davon auszugehen, dass er diesen nicht bestreitet. Hingegen stellt der Beschwerdeführer das Vorliegen besonderer Haftgründe in Abrede. Insbesondere wendet er sich gegen die Annahme von Kollusionsgefahr im Verhältnis zu Y.________. 4.1 Der besondere Haftgrund der Kollusionsgefahr ist erfüllt, wenn aufgrund konkreter Indizien ernsthaft zu befürchten ist, der Beschuldigte werde die Freiheit zur Erschwerung oder Vereitelung der Untersuchung benützen, namentlich durch Beeinflussung anderer Personen oder durch Beseitigung von Beweismitteln (§ 77 Abs. 1 lit. b der Strafprozessordnung des Kantons Basel-Landschaft vom 3. Juni 1999 (StPO/BL; SGS 251). Bei Beschwerden, die gestützt auf das Recht der persönlichen Freiheit (Art. 10 Abs. 2, Art. 31 BV) gegen die Anordnung oder Fortdauer von strafprozessualer Haft erhoben werden, prüft das Bundesgericht im Hinblick auf die Schwere des Eingriffs die Auslegung und Anwendung des entsprechenden kantonalen Rechts frei (vgl. BGE 132 I 21 E. 3.2.3 S. 24 mit Hinweisen). Dem zusätzlich angerufenen Willkürverbot (Art. 9 BV) kommt keine eigenständige Bedeutung zu. 4.2 Die theoretische Möglichkeit, dass der Angeschuldigte in Freiheit kolludieren könnte, genügt nicht, um die Fortsetzung der Haft unter diesem Titel zu rechtfertigen. Es müssen vielmehr konkrete Indizien für die Annahme von Verdunkelungsgefahr sprechen (BGE 132 I 21 E. 3.2 S. 23; 128 I 149 E. 2.1 S. 151, je mit Hinweisen). Konkrete Anhaltspunkte für Kollusion können sich nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts namentlich ergeben aus dem bisherigen Verhalten des Angeschuldigten im Strafprozess, aus seinen persönlichen Merkmalen, aus seiner Stellung und seinen Tatbeiträgen im Rahmen des untersuchten Sachverhalts sowie aus den persönlichen Beziehungen zwischen ihm und den ihn belastenden Personen. Bei der Frage, ob im konkreten Fall eine massgebliche Beeinträchtigung des Strafverfahrens wegen Verdunkelungsgefahr droht, ist auch der Art und Bedeutung der von Beeinflussung bedrohten Aussagen bzw. Beweismittel, der Schwere der untersuchten Straftaten sowie dem Stand des Verfahrens Rechnung zu tragen (BGE 132 I 21 E. 3.2.1 S. 23 mit Hinweisen). 4.3 Wie bei E. 2 hiervor angesprochen, hat die Vorinstanz eine besondere, geschäftliche Beziehung zwischen dem Beschwerdeführer und Y.________ im Hinblick auf die untersuchten Straftaten bejaht. Diese Feststellung kritisiert der Beschwerdeführer in keiner Weise. Angesichts des von der Vorinstanz erwähnten, abgehörten Telefongesprächs zwischen den beiden vom 18. Februar 2007 ist zudem erstellt, dass zumindest von Seiten von Y.________ Versuche zu Kollusionshandlungen unternommen worden sind. Dabei war Y.________ nach der unbestrittenen Darstellung der Vorinstanz bereits in Deutschland inhaftiert. Dem Beschwerdeführer kann somit nicht gefolgt werden, wenn er Kollusionshandlungen deswegen ausschliesst, weil sich Y.________ offenbar in Deutschland im Strafvollzug befindet. Der Beschwerdeführer hat nach wie vor ein konkretes Interesse daran, die Aussagen von Y.________ zu den untersuchten Delikten zu beeinflussen und diese mit seinen eigenen Angaben in Einklang zu bringen. Ob ein solches Unterfangen aussichtsreich erscheint, ist nicht entscheidend, weil auch eine Gefährdung der Wahrheitsfindung genügt. 4.4 Der Beschwerdeführer wendet ein, eine Gegenüberstellung zwischen ihm und Y.________ könne innert nützlicher Frist nicht stattfinden. Dabei macht er geltend, der von der Vorinstanz aufgezeigte Weg einer Zuführung von Y.________ werde vermutlich aus auslieferungsrechtlichen Gründen am Widerstand der deutschen Behörden scheitern, denn dieser besitze das Schweizer Bürgerrecht. Andere Wege, wie eine solche Konfrontation durchgeführt werden könne, seien nicht aufgezeigt worden. Diese Einwände sind jedoch nicht geeignet, um die Annahme von konkreter Kollusionsgefahr zu entkräften. Es hält vor der Verfassung stand, wenn sich die Vorinstanz beim jetzigen Verfahrensstand damit begnügt hat, dass eine Gegenüberstellung nicht von vornherein als rechtlich ausgeschlossen erscheint. Derartige Hindernisse führt der Beschwerdeführer nicht ins Feld. 4.5 Insgesamt durfte die Vorinstanz unter den gegebenen Umständen davon ausgehen, dass Kollusionsgefahr bestehe. Der Vorinstanz ist ebenso zuzustimmen, wenn sie erwogen hat, dass keine mildere Massnahme als die Aufrechterhaltung der Haft ersichtlich ist, um der Verdunkelungsgefahr hinreichend zu begegnen. Unter diesen Umständen müssen andere besondere Haftgründe im vorliegenden Verfahren nicht geprüft werden.