Citation: 2C_538/2018 E. 3.3.4

3.3.4. Verfahrensrechtlich ist für die vertieften, vom Verwaltungsgericht angeordneten Abklärungen bezüglich des weiteren Aufenthalts der Kinder die Anwesenheit des Beschwerdeführers 1 in der Schweiz erforderlich. Er kann seine verfassungsmässigen Verfahrensrechte (Art. 29 BV) im Hinblick auf die von der Vorinstanz ausgemachten Abklärungsbedürfnisse nur sinnvoll wahrnehmen, wenn er zur - ausnahmsweise wohl mündlich vorzunehmenden - Anhörung während der Verfahrensdauer in der Schweiz verbleiben kann. Es geht dabei auch darum, dass die ausländerrechtlichen Behörden sich von ihm ein Bild machen können, was nicht allein über den Rechtsvertreter möglich ist. Die Anhörung des Beschwerdeführers 1 hat das Verwaltungsgericht selber angeordnet. Der Aufenthaltsanspruch ergibt sich für diesen, in der spezifischen Situation des vorliegenden Falles, aus Art. 29 BV und dem Recht, sich wirksam in das Beweisverfahren einbringen zu können. Dies ist vom Libanon aus nicht möglich, selbst wenn er anwaltlich vertreten ist.