Citation: 7B_331/2023 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz hat bezüglich der Anordnung von Ersatzmassnahmen im Wesentlichen erwogen, angesichts der Umstände deute aktuell nichts darauf hin, dass der Beschwerdeführer willens und vor allem in der Lage sei, die von ihm beantragten Ersatzmassnahmen zu erfüllen. Diese würden daher aktuell nicht als geeignet erscheinen, die festgestellte hohe Rückfallgefahr zu minimieren. Zwar könne die Einhaltung eines Kontakt- und Rayonverbots in Anwendung von Art. 237 Abs. 3 StPO mittels Electronic Monitoring überwacht werden. Dieses garantiere zurzeit aber, selbst bei lückenloser Überwachung in Echtzeit, noch keinen unmittelbaren Schutz von möglichen Opfern. Ohne zusätzliche psychiatrische Abklärung sei es sodann auch schwierig, allenfalls geeignete Massnahmen (ambulante Therapie) anzuordnen, zumal die bisherige ambulante Therapie den Beschwerdeführer nicht davon abgehalten habe, dem Opfer erneut zu drohen.