Citation: 6B_978/2023 E. 5.2.2

5.2.2. Hinsichtlich der mehrfachen Urkundenfälschung sei das Verschulden des Beschwerdeführers im Wesentlichen gleich zu beurteilen wie beim gewerbsmässigen Betrug, zumal die Delikte in einem engen zeitlichen und sachlichen Zusammenhang stünden. Der Beschwerdeführer habe 685 Kontoauszüge, mindestens 13 Bankauszüge und weitere Unterlagen gefälscht, um Kunden zu akquirieren oder zu behalten und sich daran zu bereichern. Das Tatverschulden wiege gesamthaft ebenfalls mittelschwer. Es rechtfertige sich eine Erhöhung der Freiheitsstrafe um 6 Monate. Sodann habe der Beschwerdeführer zwar die objektiv wahrnehmbaren Abläufe seiner Taten eingestanden, was das Strafverfahren erheblich vereinfacht habe. Indes hätte ein Bestreiten der äusseren Tatumstände aufgrund der klaren Beweislage kaum Sinn ergeben, was dem Beschwerdeführer bewusst gewesen sei. Zudem habe er nur bedingt aufrichtige Reue oder Einsicht gezeigt, indem er die Schuld teilweise externalisiert habe. Zugute zu halten sei ihm hingegen, dass er einen erheblichen Geldbetrag - Fr. 35'000.-- - zwecks Wiedergutmachung angespart habe. Eine Strafreduktion nach Art. 48 lit. d StGB rechtfertige sich deswegen aber nicht, da es sich angesichts der Höhe des Betrages um kein ausserordentliches Opfer handle und der Betrag mit Blick auf die Deliktsumme eher marginal sei. Auch eine überdurchschnittliche Strafempfindlichkeit liege nicht vor. Insgesamt sei aufgrund der Täterkomponente eine Reduktion der Freiheitsstrafe um 4 Monate vorzunehmen. Mit 4 Monaten zugunsten des Beschwerdeführers sei ferner die eher lange Verfahrensdauer zu berücksichtigen. In Anwendung von Art. 48 lit. e StGB rechtfertige sich schliesslich, angesichts der seit den Taten vergangenen Zeit, eine weitere Reduktion der Freiheitsstrafe um 3 Monate; die Delikte wurden zwischen 2007 und 2015 begangen.