Citation: 7B_218/2022 E. 2.2.13

2.2.13. Dass und inwiefern die Vorinstanz des Weiteren im angefochtenen Entscheid "zugegeben" haben soll, den Tatverdacht nicht ausreichend geprüft zu haben (vgl. Beschwerde S. 11), ist nicht ersichtlich. Vielmehr erwägt die Vorinstanz zutreffend, dass die Arbeit des Sachgerichts vorweggenommen würde, wenn Aussagen von Opfern im Beschwerdeverfahren bereits in kleinsten Details und mit allen Methoden geprüft würden (angefochtener Entscheid S. 12). Dies entspricht der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach im Haftprüfungsverfahren bei der Überprüfung des allgemeinen Haftgrundes des dringenden Tatverdachts (vgl. Art. 221 Abs. 1 Ingress StPO) keine erschöpfende Abwägung sämtlicher belastender und entlastender Beweisergebnisse vorzunehmen ist. Vielmehr ist zu prüfen, ob aufgrund der bisherigen Untersuchungsergebnisse genügend konkrete Anhaltspunkte für ein Verbrechen oder Vergehen und eine Beteiligung des Beschwerdeführers an dieser Tat vorliegen, die Strafbehörden somit das Bestehen eines dringenden Tatverdachts mit vertretbaren Gründen bejahen durften (vgl. BGE 143 IV 330 E. 2.1; 137 IV 122 E. 3.2; 116 Ia 143 E. 3c). Im Übrigen war die Überprüfung des dringenden Tatverdachts nicht Thema des vorinstanzlichen Entscheids, weshalb bereits aus diesem Grund auf die entsprechende Argumentation des Beschwerdeführers nicht einzutreten wäre (vgl. oben E. 1.3).