Citation: 6B_484/2013 E. 4.4

4.4. Diese vorinstanzlichen Erwägungen, die mit dem erstinstanzlichen Standpunkt übereinstimmen (erstinstanzlicher Entscheid S. 10 ff.), sind nicht zu beanstanden. Um Wiederholungen zu vermeiden, kann darauf verwiesen werden. Die Argumentation des Beschwerdeführers einer zu späten Arretierung fusst zu einem wesentlichen Umfang auf der unzutreffenden Behauptung, der Inhalt des Drogenverstecks sei bereits ab Mai 2009 fast täglich kontrolliert worden. Ob die Strafverfolgungsbehörden das Ziel ihrer Ermittlungen erreichen, steht mit der Vorinstanz selbstredend nie fest. Im konkreten Fall ist zu bemerken, dass durch das Zuwarten insbesondere Y.________ als Hintermann des Beschwerdeführers überführt und 100 Kilogramm Heroin beschlagnahmt werden konnten. Wie gleichwohl argumentiert werden kann, der "Erfolg dieser Aktion war effektiv bescheiden" (Beschwerde S. 18), bleibt das Geheimnis der Verteidigung. Die Verantwortung für die Delikte des Beschwerdeführers lag nicht bei den Strafverfolgern (Beschwerde S. 18). Das Bundesgericht hat einen persönlichen Anspruch des Delinquenten, wegen der zu gewärtigenden Straftatfolgen durch die staatlichen Behörden von Straftaten abgehalten zu werden, die er mit Wissen und Willen begeht, verneint. Es erwog, dem Staat könne gegenüber dem frei entscheidenden Täter keine Garantenstellung oder eine paternalistische Rolle zugeschrieben werden. Ein persönlicher Anspruch, verhaftet zu werden, bestehe grundsätzlich nicht (Urteil 6P.117/2003 vom 3. März 2004 E. 5; bestätigt in den Urteilen 6P.102/2004 vom 18. Mai 2005 E. 9, nicht publ. in BGE 131 I 372, sowie 1B_175/2013 vom 13. November 2013 E. 4.4.2, zur Publikation vorgesehen). Mit Blick auf das Gebot gerechter Behandlung im Sinne von Art. 29 Abs. 1 BV und das Recht auf ein faires Verfahren gemäss Art. 6 Ziff. 1 EMRK seien Ausnahmen denkbar, so etwa, wenn der Täter von den Vertretern der Strafverfolgungsbehörden zu seinen Taten fortgesetzt angestiftet wird (vgl. Urteil 6P.117/2003 vom 3. März 2004 E. 6). Dies ist hier nicht der Fall. Der Beschwerdeführer wurde einzig observiert. Er ging dem Heroinhandel aus freien Stücken nach, ohne dass staatliche Behörden auf ihn motivierend einwirkten oder ihn daran hinderten, seine verbrecherische Tätigkeit zu beenden. Ein Anknüpfen von Kontakten durch (nicht als solche erkennbare) Polizeiangehörige mit dem Ziel, eine strafbare Handlung festzustellen und zu beweisen, lag nicht vor. Der Hinweis des Beschwerdeführers auf die verdeckte Ermittlung sowie die darauf gestützte Argumentation gehen an der Sache vorbei (vgl. zur verdeckten Ermittlung BGE 134 IV 266 E. 3.6 S. 275 ff.). Eine Verletzung von Art. 29 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK liegt nicht vor. Das weitere vom Beschwerdeführer angerufene Grundrecht hat in diesem Zusammenhang keine über das bereits Dargelegte hinausgehende selbstständige Bedeutung.