Citation: 4A_352/2023 E. 3.4.1

3.4.1. § 6 Ziff. 1.2 des Kaufvertrags sieht zwar vor, dass die Vertragsbestimmungen einem potenziellen späteren Käufer des Beschwerdeführers bekannt gegeben werden dürfen. Diese Bestimmung steht jedoch gemäss § 6 Ziff. 1 unter dem Vorbehalt von § 6 Ziff. 3, wonach die Parteien den Vertragsinhalt während der Dauer des Kaufvertrags und während eines Zeitraums von 12 Monaten danach weder einem Hersteller, einem X.________-Händler weltweit noch einem potenziellen Käufer des Beschwerdeführers bekannt geben dürfen. Zudem sieht § 6 Ziff. 2 vor, dass die Parteien nach besten Kräften zu verhindern haben, dass der Hersteller oder der X.________-Händler vom Bestehen des Kaufvertrags Kenntnis erlangt. Angesichts dieser Bestimmungen erscheint es jedenfalls nicht bundesrechtswidrig, wenn die Vorinstanz davon ausgeht, die Geheimhaltungspflicht gelte auch gegenüber einem potenziellen Käufer des Beschwerdeführers bis 12 Monate nach der Fahrzeugübergabe (" upon the Vehicle having been sold to Buyer under this Agreement "). Andernfalls bestünde auch ein potenzieller Widerspruch zur Verpflichtung in § 6 Ziff. 3. Dabei scheint sich die Geheimhaltungspflicht - entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers - auch nicht nur auf Vertragsdetails, sondern allgemein auf den Vertragsinhalt zu beziehen. Zwar spricht § 6 Ziff. 3 von "Contract Particulars", was dem Wortlaut nach allenfalls als Vertragsdetails verstanden werden könnte. Zugleich ergibt sich aber aus einer Gesamtschau dieser Geheimhaltungsbestimmungen, dass sie verhindern sollen, dass ein X.________-Händler oder der Hersteller von einem Weiterverkauf Kenntnis erlangt. Dies spricht dafür, dass sämtliche Vertragsinhalte der Geheimhaltung unterliegen sollten und für den Fall, dass einem potenziellen Käufer des Beschwerdeführers dennoch Vertragsinhalte (wie z.B. die spezifische Konfiguration des X.________) mitgeteilt würden, diesem jedenfalls die Geheimhaltungspflicht aufzuerlegen wäre, um ein Bekanntwerden des Weiterverkaufs zu verhindern. Unter diesen Umständen ist es nicht bundesrechtswidrig, wenn die Vorinstanz davon ausgeht, der Beschwerdeführer habe die Geheimhaltungspflicht verletzt, indem er den Auftraggeber über den Kaufvertrag informiert und ihm keine Geheimhaltungspflicht auferlegt habe.