Citation: 6B_1107/2018 E. 1.2.1

1.2.1. Es ist unbestritten, dass die Ehegatten A.________ noch in der Tatnacht von der Polizei einvernommen wurden und dass sie ihre Aussagen später bestätigten, wobei auch die ältere, damals zwölfjährige Tochter befragt wurde. Insoweit behauptet der Beschwerdeführer keinerlei Widersprüche. Entgegen seiner Auffassung ist es hingegen nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz primär auf die als differenziert und lebensnah beurteilten, tatnächsten Aussagen der Beteiligten abstellt und den behaupteten Widersprüchen gegenüber den erneuten Befragungen elf Jahre später keine entscheidende Bedeutung beimisst. Dies gilt ebenso für etwaige Widersprüche gegenüber den Angaben der jüngeren Tochter, welche - augenscheinlich aufgrund ihrer Alters im Tatzeitpunkt - erstmals 2016 befragt wurde. Nachdem der Beschwerdeführer zudem nicht bestreitet, dass sich auf einem von den Tätern zurückgelassenen Küchenmesser seine Fingerabdrücke sowie mit "hoher Wahrscheinlichkeit" ihm zuzurechnende DNA-Spuren befanden, ist nicht ersichtlich, weshalb die gestützt auf die Erstaussagen der älteren Tochter und der Mutter getroffene Feststellung der Vorinstanz, wonach ein Täter der Tochter ein Messer oder einen messerähnlichen Gegenstand an den Hals gehalten habe, um Vermögenswerte zu erpressen, willkürlich sein soll. Sein Einwand, wonach die Spuren auch anderweitig aufs Messer gekommen sein könnten, etwa anlässlich gelegentlicher Besuche bei der Familie, begründet solches nicht. Es ist vielmehr naheliegend anzunehmen, dass die Spuren frisch gewesen sein müssen. Andernfalls wären die Abdrücke sicherlich abgewischt worden, oder wäre ein Mischprofil feststellbar gewesen, zumal davon auszugehen ist, jemand anders hätte das Messer in der Zwischenzeit geputzt und/oder wiederverwendet. Die Behauptung des Beschwerdeführers, wonach die Familie den Überfall inszeniert und das von ihm zuvor verwendete Messer absichtlich als Tatwerkzeug drapiert haben soll, würde ferner einiges an Planung voraussetzen und ist nicht plausibel. Ebenso erscheinen Absprachen der Opfer unwahrscheinlich, zumal die erste Befragung bereits in der Tatnacht stattfand und die Kinder augenscheinlich sehr jung waren. Abgesehen davon nennt der Beschwerdeführer keinen Grund, weshalb ihn die Familie zu Unrecht belasten und den Verdacht während Jahren aufrecht erhalten haben sollte. Solches ist auch nicht ersichtlich. Es schadet daher nicht, dass sich die Familienmitglieder elf Jahre nach der Tat nicht mehr sicher an den Einsatz eines Messers erinnern konnten. Gleiches gilt, wenn die Opfer ihre Erstaussagen, die Täter hätten sie mit einer Pistole bedroht, Jahre später nicht bestätigten. Dies erscheint zwar für einen Aussenstehenden erstaunlich, ändert aber an der Schlüssigkeit der ersten Aussagen nichts, zumal wiederum nicht ersichtlich ist, dass und weshalb diese falsch sein sollten.