Citation: 2C_372/2023 E. 7.2

7.2. Ausgangspunkt für die Beurteilung der Schwere der begangenen Straftat ist die vom Strafgericht verhängte Strafe (BGE 134 II 10 E. 4.2; Urteile 2C_819/2021 vom 12. Mai 2022 E. 5.2.1; 2C_348/2020 vom 7. Oktober 2020 E. 6.4.2). Bei schweren Straftaten, wozu auch Drogendelikte aus rein finanziellen Motiven gehören können, muss zum Schutz der Öffentlichkeit selbst ein geringes Restrisiko weiterer Beeinträchtigungen der dadurch gefährdeten Rechtsgüter (Gesundheit, Leib und Leben usw.) ausländerrechtlich nicht in Kauf genommen werden (BGE 139 I 31 E. 2.3.2; Urteil 2C_819/2021 vom 12. Mai 2022 E. 5.2.1). Bei ausländischen Personen, die nicht in den Anwendungsbereich des Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (Freizügigkeitsabkommen, FZA; SR 0.142.112.681) fallen, dürfen auch generalpräventive Gesichtspunkte in die Beurteilung einfliessen (Urteile 2C_976/2020 vom 19. Oktober 2021 E. 5.3; 2C_773/2019 vom 5. Dezember 2019 E. 3.3; 2C_636/2017 vom 6. Juli 2018 E. 3.2.5).