Citation: I 285/02 20.06.2003 E. 3

3.1 Rechtsprechungsgemäss ist im erstinstanzlichen Beschwerdeverfahren in Invalidenversicherungssachen (Art. 69 IVG in Verbindung mit Art. 84 f. AHVG) nur über Anspruchsberechtigungen zu entscheiden, hinsichtlich deren die IV-Stelle eine Verfügung erlassen hat und/oder bezüglich deren sie es - in Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes sowie des Prinzips der Rechtsanwendung von Amtes wegen - unterlassen hat, eine Verfügung zu treffen, obwohl dazu nach der Aktenlage oder den Parteivorbringen hinreichender Anlass bestanden hätte (Urteil V. vom 20. August 2002, I 347/00 mit Hinweis). Streitpunkte, die ausserhalb des Anfechtungsgegenstandes liegen, können aus prozessökonomischen Gründen in die Beurteilung einbezogen werden, wenn sie mit dem bisherigen Streitgegenstand derart eng zusammenhängen, dass von einer Tatbestandsgesamtheit gesprochen werden kann, die Verwaltung sich mindestens in Form einer Prozesserklärung geäussert hat und die Frage spruchreif ist (BGE 122 V 36 Erw. 2a). Nach der Judikatur kann wohl die vorgenommene, nicht aber die unterbliebene Ausdehnung des vorinstanzlichen Verfahrens geprüft werden (nicht veröffentlichtes Urteil S. vom 21. April 1993, K 117/92). 3.2 Auf Grund der Parteivorbringen ist letztinstanzlich strittig, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine ganze Invalidenrente mit Wirkung ab 1. März 2000 hat. Ob die Verwaltung gegen den Untersuchungsgrundsatz sowie das Prinzip der Rechtsanwendung von Amtes wegen verstiess (vgl. Erw. 3.1 erster Absatz), indem sie über den Anspruch auf Massnahmen beruflicher Art, insbesondere Umschulung, nicht verfügte und die Vorinstanz insoweit auf die bei ihr anhängig gemachte Beschwerde in Verletzung von Bundesrecht nicht eintrat, kann, wie nachfolgend zu zeigen sein wird (vgl. Erw. 5 in fine), offen bleiben. Die Vorinstanz hat die im kantonalen Beschwerdeverfahren Anfechtungsobjekt bildende Verwaltungsverfügung vom 26. Oktober 2000 - womit eine halbe Invalidenrente rückwirkend ab 1. März 2000 zugesprochen worden war - aus der Erwägung heraus aufgehoben, das Wartejahr gemäss Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG sei erst am 1. März 2001 abgelaufen. Sie hat sich damit den von der IV-Stelle im kantonalen Prozess - vernehmlassungsweise - eingenommenen Standpunkt zu eigen gemacht und, wie mit Schreiben vom 5. Februar 2002 angekündigt, eine reformatio in peius vorgenommen. Dispositiv-Ziffer 2 des letztinstanzlich angefochtenen Gerichtsentscheides, wonach die Verwaltungsverfügung aufgehoben und die Sache an die IV-Stelle zurückgewiesen werde, ist im Lichte der kantonalen Entscheidbegründung dahingehend zu verstehen, dass der Anspruch auf eine Invalidenrente für die Zeit bis zum Erlass der Verfügung vom 26. Oktober 2000 verneint wird. Ob und gegebenenfalls in welchem Umfang in der nachfolgenden Zeit ein Rentenanspruch entstand, darüber hat die Verwaltung mit separater Verfügung zu befinden (vgl. insbesondere S. 12 unten des kantonalen Entscheides). Weil die Vorinstanz die Prüfung des Rentenanspruchs nicht über den Zeitpunkt des Erlasses der strittigen Verwaltungsverfügung (vom 26. Oktober 2000) hinaus ausdehnte, sind die Festlegung des Rentenbeginns auf den 1. März 2001 (in diesem Sinne zumindest missverständlich Erw. 9 Ingress des kantonalen Entscheides) und die - allgemeinen - Erwägungen zu den erwerblichen Auswirkungen so genannte obiter dicta und für die Verwaltung nicht bindende Feststellungen (ohne dass damit über die materielle Richtigkeit derselben etwas gesagt worden wäre).