Citation: 7B_90/2023 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz geht von folgendem Sachverhalt aus: Rechtsanwalt C.________ habe als Rechtsvertreter von Notar D.________ am 22. Februar 2018 Strafanzeige gegen B.________ und den Beschwerdeführer wegen mehrfachen unlauteren Wettbewerbs eingereicht. Er habe sich bei der Anzeige auf eine Replikschrift vom 20. November 2017 aus einer Staatshaftungsklage von B.________ als Kläger an das Verwaltungsgericht Graubünden und das dieser beigelegte Rechtsgutachten von Prof. Dr. E.________ vom 4. September 2017 berufen. Der Beschwerdeführer sei Rechtsvertreter des dortigen Klägers und damit Verfasser der Rechtsschrift gewesen - nicht aber selbst Prozesspartei. Das vorliegende Verfahren drehe sich um den Vorwurf, es handle sich bei der Replikschrift und dem Rechtsgutachten um geheime Prozessakten, die dem Anzeigeerstatter, Notar D.________, bzw. dessen Vertreter, Rechtsanwalt C.________, nicht auf legalem Weg hätten bekannt sein können, denn diese seien beide nicht Prozesspartei oder in anderer Weise am Staatshaftungsverfahren beteiligt gewesen. Ungeklärt sei, auf welchem Weg sie an die Dokumente gelangt seien.