Citation: 2C_878/2018 E. 6.5

6.5. Dass die Beschwerdeführerin in der Schweiz Arbeit gefunden hat und keine Sozialhilfe bezieht, wird nicht in Abrede gestellt, ändert jedoch nichts daran, dass aufgrund der Umstände davon auszugehen ist, dass sie nach einer Rückkehr in die Türkei dort rasch wieder wird Fuss fassen können. Ihre psychischen Probleme stehen jedenfalls auch der aktuellen Erwerbstätigkeit in der Schweiz nicht im Wege und aufgrund des Umstandes, dass sie rund 38 Jahre und damit den weitaus grössten Teil ihres bisherigen Lebens in der Türkei verbracht hat, ist sie in der Türkei weit mehr verwurzelt als in der Schweiz. Der hiesige Aufenthalt hat bis zum vorinstanzlichen Urteil nur rund zwei Jahre angedauert. Eine konkrete Bedrohung der Beschwerdeführerin in der Türkei ist nicht nachgewiesen. Die Vorinstanz hat Art. 50 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AIG in Bezug auf den Härtefallgrund der starken Gefährdung der sozialen Wiedereingliederung im Herkunftsland korrekt angewendet. Dieser ist vorliegend nicht gegeben.