Citation: 5A_175/2019 E. 3.1

3.1. In der Sache ist strittig und zu prüfen, ob dem Beschwerdeführer gegenüber den Beschwerdegegnern für die Strassenreinigung ein Entschädigungsanspruch gestützt auf Art. 649 Abs. 2 ZGB zukommt. Einen solchen Anspruch lehnt das Obergericht zusammengefasst ab, weil der Beschwerdeführer keine Entschädigung für Auslagen oder Verwendungen geltend mache, die von Art. 649 Abs. 2 ZGB erfasst würden. Ohnehin käme ein Rückgriff auf die Beschwerdegegner nur infrage, wenn der Beschwerdeführer im Rahmen seiner Kompetenzen gehandelt hätte, was nicht der Fall sei. Die Strassenreinigung sei nicht dringlich gewesen und habe nicht auf einem gemeinsamen Beschluss der Miteigentümer beruht. Der Beschwerdeführer tue auch nicht dar, weshalb eine zweimalige wöchentliche Reinigung notwendig und zweckmässig gewesen sein sollte und den Interessen aller Miteigentümer gedient hätte. Im geltend gemachten Umfang liege auch keine gewöhnliche Verwaltungshandlung vor. Sofern eine weniger häufige Reinigung als gewöhnliche Verwaltungshandlung anerkannt werden könnte, sei das (gerade noch) sachadäquate Ausmass nicht nachgewiesen und müsse dieses mangels entsprechender Anträge offen bleiben. Die von den Beschwerdegegnern zugestandene drei- bis viermaligen Reinigung pro Jahr wären zuletzt als blosse Gelegenheits-Hilfeleistung zu qualifizieren, welche nicht zu entschädigen sei.