Citation: 1P.568/2004 31.01.2005 E. 1

1.1 Der Beschluss des Kantonsgerichts vom 18. Oktober 2004 ist ein kantonal letztinstanzlicher, selbständig eröffneter Zwischenentscheid über ein Ausstandsbegehren i.S.v. Art. 87 Abs. 1 OG. Er kann daher mit staatsrechtlicher Beschwerde angefochten werden. Der Beschwerdeführer ist zur Beschwerdeführung legitimiert. 1.1.1 Allerdings ist zweifelhaft, ob die Eingabe den Begründungsanforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG genügt: Danach muss die Beschwerdeschrift eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Erlass oder Entscheid verletzt worden sind. Der Beschwerdeführer erhebt in seiner Eingabe eine Vielzahl von Vorwürfen gegen die kantonalen Strafbehörden, legt aber nicht dar, welche Verfassungsbestimmung durch den Beschluss vom 18. Oktober 2004 inwiefern verletzt worden sein soll. Immerhin lässt sich seinen Ausführungen entnehmen, dass er der Staatsanwaltschaft und dem Kantonsgericht vorwirft, die von ihm benannten Zeugen nicht angehört und gewisse Schreiben von A.________ nicht berücksichtigt zu haben, aus denen hervorgehe, dass er und Untersuchungsrichterin Y.________ viel öfters miteinander Kontakt gehaben hätten, als von ihnen eingeräumt worden sei. Dies lässt sich als Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) und als Rüge der willkürlichen Beweiswürdigung (Art. 9 BV) verstehen. Insofern ist auf die Beschwerde einzutreten. 1.1.2 Nicht einzutreten ist dagegen auf die vom Beschwerdeführer erstmals vor Bundesgericht vorgebrachten Gründe für eine Ausstandspflicht der Untersuchungsrichterin. Neue tatsächliche und rechtliche Vorbringen sind im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde grundsätzlich - von hier nicht realisierten Ausnahmen abgesehen - unzulässig (BGE 128 I 354 E. 6c S. 357 f. mit Hinweisen). Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist daher lediglich der beantragte Ausstand der Untersuchungsrichterin Y.________ wegen ihrer angeblichen Äusserung über den Ausgang des Strafverfahrens gegenüber A.________. 1.1.3 Nicht einzutreten ist schliesslich auf die Feststellungsanträge des Beschwerdeführers: Das Bundesgericht kann im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde nur über Beschwerden gegen letztinstanzliche Endentscheide sowie gewisse Zwischenentscheide der kantonalen Behörden entscheiden, nicht aber generell die Rechtmässigkeit eines laufenden Untersuchungsverfahrens überprüfen.