Citation: 1C_106/2018 E. 5.5

5.5. Das BAFU hält in seiner Stellungnahme im bundesgerichtlichen Verfahren vom 14. September 2018 fest, bei der Beurteilung, ob ein Gebiet als dicht überbaut gelte, sei in der Regel das gesamte Gemeindegebiet zu betrachten. Das Dorf Oberwil bei Zug gehöre politisch zur Stadt Zug. Mit Blick auf das Gebiet der Stadt Zug respektive Oberwil sei das Gebiet Räbmatt klar peripher gelegen. Es handle sich beim Quartier Räbmatt unbestrittenermassen weder um eine Zentrums- oder Kernzone noch um einen Entwicklungsschwerpunkt, womit kein raumplanerisches Interesse an einer verdichteten Überbauung des Gewässerraums im Sinne der Verdichtung nach innen gegeben sei. Zudem sei das Land entlang des Trubikerbachs vorwiegend unbebaut. Südlich des Gewässers bestünden lediglich zwei grosse Gebäude und zwei kleinere Anlagen; nördlich des Bachs stehe nur ein Gebäude. Da es sich beim Gebiet Räbmatt mithin nicht um ein dicht überbautes Gebiet handle, seien der Erschliessungsweg für die Mehrfamilienhäuser und die Terrainanpassungen gemäss Art. 41c Abs. 1 Satz 1 GSchV nur zulässig, wenn diese standortgebunden seien und im öffentlichen Interesse lägen. Beides sei in Bezug auf den Erschliessungsweg zu verneinen. Die Terrainanpassungen seien für den Hochwasserschutz nicht notwendig, denn durch den Abtrag sei das Haus A stärker durch Hochwasser gefährdet als vor dem Abtrag. Ein öffentliches Interesse an den Terrainverschiebungen bestehe damit nicht. Der Erschliessungsweg und die Terrainanpassungen seien folglich, da nicht standortgebunden und im öffentlichen Interesse liegend, im Gewässerraum unzulässig.