Citation: 4A_466/2020 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung von Art. 55 ZPO und Art. 8 ZGB sowie Art. 152 Abs. 1 ZPO. Die Vorinstanz habe ohne Durchführung eines Beweisverfahrens eine absichtliche Täuschung festgestellt. Sie habe ihre Bestreitungen zu Unrecht als nicht hinlänglich substanziiert erachtet. Eine substanziierte Bestreitung setze eine vorgängig erfolgte substanziierte Behauptung des Beschwerdegegners voraus. Dieser habe in Rz. 51 der Klageschrift lediglich Folgendes vorgebracht: "Daraufhin setzten C.________ und Rechtsanwalt D.________ den Kläger unter Druck. Sie spiegelten ihm falsche Tatsachen vor und führten wahrheitswidrig aus, die Beklagte sei wegen verlustreichen Geschäften in finanziellen Schwierigkeiten. Nur ein Schulderlass des Klägers könne den Konkurs der Beklagten noch abwenden. Mit anderen Worten gaukelten sie dem Kläger wahrheitswidrig die Konkursreife der Beklagte vor." Diese Vorbringen seien bestenfalls schlüssig aber keinesfalls substanziiert. Im Übrigen habe sie die Behauptungen des Beschwerdegegners "mindestens so substanziiert oder schlüssig bestritten", wie sie behauptet worden seien.