Citation: 8C_484/2016 E. 3

Die Kündigung beim unbefristeten Arbeitsverhältnis und insbesondere der Kündigungsschutz ist in Art. 16 PV geregelt. Nach dessen Abs. 1 setzt die Kündigung durch den Kanton einen sachlich zureichenden Grund voraus. Sie darf insbesondere nicht missbräuchlich im Sinne des Obligationenrechts sein. Ein sachlich zureichender Grund liegt unter anderem namentlich vor, wenn durch das Verhalten der angestellten Person die Aufgabenerfüllung der vorgesetzten Person oder anderer Angestellten erheblich erschwert wird (Art. 16 Abs. 2 lit. d PV) oder wenn die angestellte Person ihre wesentlichen Verpflichtungen nach dieser Verordnung verletzt hat (Art. 16 Abs. 2 lit. e PV). Als Pflichten der Angestellten werden insbesondere die Wahrung der Gesamtinteressen des Kantons (Art. 26 Abs. 2 PV) und des Amtsgeheimnisses (Art. 27 PV) genannt. Des Weiteren dürfen Nebenbeschäftigungen die Aufgabenerfüllung nicht nachteilig beeinflussen. Für Nebenbeschäftigungen, die die Arbeitsleistung beeinträchtigen oder im Hinblick auf die amtliche Tätigkeit zu Interessenkollisionen führen können, ist die Bewilligung der Anstellungsbehörde einzuholen (Art. 33 Abs. 1 und 2 PV).