Citation: 5A_112/2015 E. 2.5

2.5. In rechtlicher Hinsicht rügt der Beschwerdeführer eine willkürliche Auslegung des Gesetzes. Als Bruder der Betroffenen qualifiziere er per se als nahestehende Person im Sinne von Art. 450 Abs. 2 Ziff. 2 ZGB, ferner verfüge er über umfangreiche Kenntnisse hinsichtlich der Bedürfnisse und Interessen seiner Schwester. Daraus folge seine Beschwerdelegitimation. Sein einziges Interesse bestehe in der korrekten, dem letzten Willen der Erblasser entsprechenden Erbteilung. Ein (tolerierter) Interessengegensatz zwischen Miterben respektive einem Erben in der Funktion des Willensvollstreckers und dessen Miterben könne nicht zur Verweigerung seiner Beschwerdelegitimation führen. Am dadurch entstehenden, theoretischen Interessenkonflikt sei nichts auszusetzen. Er müsse gerade aufgrund seiner Funktion als Willensvollstrecker legitimiert sein, sich hinsichtlich der Verbeiständung seiner Schwester und Miterbin zu äussern. Zudem sei er sich seiner Verpflichtung bewusst und handle danach.