Citation: 8C_662/2024 E. 7.3

7.3. Die Beschwerdeführerin vertrat von Anfang an den Standpunkt, die Parzelle Nr. rrr habe im Zeitpunkt der Veräusserung im September 2020 keinen Verkehrswert gehabt und sei wertlos gewesen. Sie bestreitet indessen nicht, dass ein Teil der Parzelle auch nach Beschluss der Planungszone in der Ferienhauszone verblieb. Dass ein Grundstück mit einer Grösse von insgesamt 5'850 m2 und einer nach wie vor in der Bauzone liegenden Fläche von 1'402 m2 auch bei Vorliegen von (zeitlich limitierten) öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen nicht einfach wertlos ist, ist evident und ergibt sich auch aus den von der Beschwerdeführerin erwähnten Stellungnahmen des Immobilien-Entwicklers (vgl. E-Mail vom 19. Juni 2024) und des Immobilienberaters (vgl. E-Mail vom 26. Juni 2024). Während ersterer den "heutigen Wert" mit dem Katasterwert (Fr. 55'242.-) gleichsetzt, hält letzterer den für eine landwirtschaftliche Nutzung geltenden Preis von Fr. 6.- pro Quadratmeter (was für das ganze Grundstück Fr. 35'100.- entspricht) für angemessen. Mit der Vorinstanz ist damit jedenfalls davon auszugehen, dass die streitigen Parzellen im Zeitpunkt der Abtretung im September 2020 einen Marktwert hatten, mithin nicht wertlos waren. Daran ändert nichts, dass die Beschwerdeführerin gemäss eigener Auflistung offenbar seit 2012 bemüht ist, die Grundstücke zu bebauen resp. zu verkaufen. Dass ihr die Annahme der Zweitwohnungsinitiative am 11. März 2012 (vgl. Art. 75b BV) nicht entgegenkam, liegt auf der Hand. Es ist auch nachvollziehbar, dass die im Mai 2017 beschlossene Planungszone den Verkauf der Parzelle Nr. rrr zusätzlich erschwerte. Woran dieses Unterfangen der Beschwerdeführerin letztlich gescheitert ist, ergibt sich aus dem stichwortartigen Beschrieb ihrer Bemühungen nicht. Insbesondere ist nicht ersichtlich, zu welchem Preis die Parzelle überhaupt angeboten wurde. Auch die Bestätigung eines Immobilienberaters, wonach sämtliche seiner Kunden von einer Investition im betreffenden Gebiet abgesehen und sich zurückgezogen hätten, lässt ohne präzisere Angaben zu den Konditionen nicht den Schluss zu, ein Verkauf der Parzelle Nr. rrr sei gänzlich unmöglich gewesen. Das Kantonsgericht hat weder die Beweise willkürlich gewürdigt noch Art. 11a Abs. 2 ELG verletzt, indem es davon ausging, die streitige Parzelle Nr. rrr habe im Veräusserungszeitpunkt einen Verkehrswert (Marktwert) gehabt. Dies gilt erst Recht in Bezug auf die Parzelle Nr. qqq, die nie von einer Planungszone betroffen war, wie die Vorinstanz verbindlich feststellte (vgl. E. 2.1 hiervor).