Citation: 5A_955/2018 E. 2.3

2.3. Die Beschwerdeführer wenden ein, die Voraussetzungen für eine Erläuterung seien nicht erfüllt, zumal Ziff. 4 des Urteilsdispositivs, die sie verpflichte, das Urteilsdispositiv zu veröffentlichen, eindeutig, vollständig und absolut klar sei. Weder Lehre noch Praxis verträten die Meinung, die Namen der Parteien müssten in einer Urteilspublikation selbst dann publiziert werden, wenn das Gericht die Namensnennung nicht verlangt habe. Es könne bei der Erläuterung nicht darum gehen, im ursprünglichen Urteil Unterlassenes nachzuholen. Auf ihre Vorbringen, namentlich zu einer Kommentarstelle und zur Praxis des Bundesgerichts, sei das Obergericht nicht eingegangen, was als Verletzung des rechtlichen Gehörs gerügt werde. Weitere Tatbestände von Art. 334 ZPO hätten die Vorinstanzen nicht geprüft, so dass auf Weiterungen verzichtet werden könne. Der Vollständigkeit halber sei aber darauf hinzuweisen, dass nirgendwo im Urteil die Notwendigkeit der Namensnennung angesprochen werde, die sich auch aus objektiver Sicht nicht aufgedrängt habe. Schliesslich sei die obergerichtliche Feststellung, der Umfang der Prozesseingaben belege die Unklarheit des Dispositivs, falsch und willkürlich. Die Parteien hätten sich praktisch nur über Praktikabilitätsfragen gestritten, weil die Facebook-Internetgruppe "G.________" inzwischen gelöscht sei. Der Schluss des Obergerichts auf eine Unklarheit des Dispositivs sei aktenwidrig (S. 3 ff. Ziff. 2). Weiter rügen die Beschwerdeführer eine Verletzung der Dispositionsmaxime. Indem die Vorinstanzen die Publikationspflicht mittels Erläuterung erweitert hätten, seien sie über das Klagebegehren der Beschwerdegegner, die Beschwerdeführer zu verpflichten, das Urteilsdispositiv zu veröffentlichen, hinausgegangen. Die gerügten Verfahrensgrundsätze hätte das Obergericht als Berufungsinstanz prüfen müssen, habe es aber bundesrechtswidrig nicht geprüft (S. 5 f. Ziff. 3). Desgleichen hätten die Vorinstanzen das schutzwürdige Interesse der Beschwerdegegner nicht geprüft. In ihrer Triplik hätten sie indessen gerügt, dass sowohl die erste Instanz als auch die Beschwerdegegner keinen persönlichkeitsrelevanten Zweck ausführten, der mit der namentlichen Nennung verfolgt werden könne. Sie seien lediglich Administratoren gewesen und hätten selber keine Beiträge in der Facebook-Gruppe gepostet oder verlinkt. Die Personen, die Posts und Kommentare verfasst und Verlinkungen angebracht hätten, seien im Urteilsdispositiv mit Vor- und Nachnamen verzeichnet. Auf diesen Sachverhalt hätten sie das Obergericht ausdrücklich hingewiesen, das darauf jedoch nicht eingegangen sei und damit aktenwidrige Feststellungslücken hinterlassen und das rechtliche Gehör verletzt habe (S. 6 ff. Ziff. 4). Schliesslich werfen die Beschwerdeführer den Vorinstanzen vor, sie zu etwas Unmöglichem zu verpflichten und den Straffolgen von Art. 292 StGB auszusetzen, weil die Facebook-Gruppe inzwischen gelöscht worden sei. Darauf hätten sie ab S. 9 der Berufungsantwort und in allen nachfolgenden Eingaben hingewiesen, doch habe sich das Obergericht dazu nicht geäussert, was als aktenwidrige Feststellungslücke und als Verletzung des rechtlichen Gehörs gerügt werde (S. 8 f. Ziff. 5 der Beschwerdeschrift).