Citation: 8C_606/2023 E. 4.1.2

4.1.2. Die Vorinstanz hat sich namentlich hinreichend mit der vorinstanzlichen Rüge befasst, wonach die Gutachter im Widerspruch zur übrigen Aktenlage festgestellt hätten, dass die Beschwerdeführerin den Haushalt selbstständig besorgen könne. Den Umstand, dass die Beschwerdeführerin gemäss eigenen Angaben im Haushalt auf Unterstützung der Spitex und von Bekannten angewiesen sein soll, hat die Vorinstanz für die Beurteilung der funktionellen Einschränkungen und der daraus resultierenden Arbeitsunfähigkeit aus versicherungsmedizinischer Sicht als nicht massgebend angesehen, was nicht zu beanstanden ist. Die Gutachter stellten bezüglich der Haushaltsführung keinerlei Einschränkungen aus somatischer oder psychischer Hinsicht fest. Im orthopädischen Fachgebiet konnte kein signifikanter pathologischer Befund erhoben werden. Die bei der Beugung gezeigte deutliche Bewegungseinschränkung an der Lendenwirbelsäule bei nur geringen degenerativen Veränderungen (Protrusionen) war nicht erklärbar. Neurologischerseits fand sich ein regelrechter klinischer Untersuchungsbefund, anamnestisch und aktenkundig lag ein leichtgradiges, rechtsbetontes Karpaltunnelsyndrom vor, das gemäss Gutachten zu keiner namhaften Beeinträchtigung in der angestammten Tätigkeit als Pflegefachfrau führe. Gegenüber dem begutachtenden Psychiater gab die Beschwerdeführerin überdies zu ihrem Tagesablauf an, am Vormittag versorge sie ihre Echse, mache die Wäsche und widme sich der Haushaltsarbeit. Unter "Benötigte Hilfen in Haushalt und Alltag" hielt dieser ergänzend fest, normalerweise erhalte die Beschwerdeführerin Hilfe seitens der Spitex, zur Zeit erledige sie aber derartige Tätigkeiten vollständig alleine. Der internistische Experte vermerkte in seinem Teilgutachten ebenfalls, die Beschwerdeführerin brauche keine Hilfe im Haushalt und Alltag; nur einmal in der Woche komme die Spitex für eine Stunde. Die Gutachter gaben an, die Aussage der Beschwerdeführerin, wonach sie sich zur Zeit keine ausübbare Tätigkeit vorstellen könne, sei diskrepant zu ihrem Aktivitätenniveau in den Lebensbereichen Freizeit und Haushalt. Die Beschwerdeführerin legt auch letztinstanzlich nicht näher dar, weshalb diese Feststellungen der Experten mit der übrigen Aktenlage im Widerspruch sein sollen. Dass sie keinen besonderen Freizeitaktivitäten oder Hobbys mehr nachgeht, wurde im Gutachten vermerkt, gleichzeitig aber darauf hingewiesen, dass sie in der Lage sei, den Haushalt zu versorgen, spazieren zu gehen, Verkehrsmittel zu benutzen und auch nach Thailand in den Urlaub zu fahren. Es ist nicht ersichtlich und wird auch nicht substanziiert gerügt, dass die Experten Aspekte übersehen oder nicht gewürdigt hätten, die zu relevanten Einschränkungen in der Haushaltsbesorgung führten. Die Vorinstanz verletzte kein Bundesrecht, indem sie nicht näher auf die Einwände der Beschwerdeführerin hierzu eingegangen ist.