Citation: 7B_640/2023 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer habe schon in seinem Ausstandsgesuch eingeräumt, dass grundsätzlich keine unzulässige Mehrfachbefassung im Sinne von Art. 56 lit. b StPO vorliege, wenn eine Rechtsmittelinstanz ein Urteil aufhebt und die schon vorinstanzlich mit dem Fall befassten Justizpersonen an der Neubeurteilung des an die Vorinstanz zurückgewiesenen Falles nochmals mitwirken. Eine solche Mehrfachbefassung könne seiner Ansicht nach aber nach Art. 56 lit. f StPO unter dem Gesichtspunkt der Voreingenommenheit ausstandsrelevant werden, wenn zu erwarten sei, die Justizpersonen hätten sich in Bezug auf einzelne Fragen bereits in einem Mass festgelegt, dass das Verfahren nicht mehr als offen erscheine. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung seien Richterinnen und Richter grundsätzlich in der Lage, der von der Rechtsmittelinstanz ausgesprochenen Ansicht Rechnung zu tragen und sich an die ihnen von dieser erteilten Weisungen zu halten. Nach dieser Praxis könnten nur ausserordentliche Umstände ausnahmsweise einen Ausstand wegen Befangenheit rechtfertigen, wenn die betroffenen Justizpersonen klar zum Ausdruck gebracht hätten, dass sie nicht imstande wären, ihren bisherigen Standpunkt zu überdenken und sich mit dem Fall "unter Abstand zu ihrer vorgängig geäusserten Meinung" nochmals zu befassen. Ein solcher Ausnahmefall liege hier nicht vor.