Citation: 6B_915/2017 E. 2.5.1

2.5.1. Mit dem Einwand, mangels Strafantrags und infolge Unschuldsvermutung dürfe die Vorinstanz nicht von einem durch ihn begangenen Hausfriedensbruch ausgehen, dringt der Beschwerdeführer nicht durch. Der Strafantrag stellt eine Prozessvoraussetzung und nicht eine objektive Strafbarkeitsbedingung dar (vgl. Art. 303 StPO; BGE 136 III 502 E. 6.3.2 mit Hinweisen). Die im Strafantrag liegende Willenserklärung des Verletzten ist auf Bestrafung eines bestimmten Täters gerichtet. Von ihr hängt ab, ob im konkreten Falle eine Strafe ausgefällt werden darf. Für die abstrakte Würdigung der Tat ist sie dagegen begrifflich belanglos (BGE 81 IV 90 E. 3a S. 93). Die vorinstanzliche Erwägung, der Beschwerdeführer habe einen Hausfriedensbruch begangen, ist daher auch vor diesem Hintergrund nicht zu beanstanden und die Inhaberin des Hausrechts befand sich in der Folge während des unberechtigten Aufenthalts des Beschwerdeführers auf dem Gelände C.________ in einer Notwehrlage.