Citation: 6B_1424/2021 E. 8.4

8.4. Der Beschwerdeführer vermag mit seinen Vorbringen keine Willkür in der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung und Beweiswürdigung aufzuzeigen. Die Vorinstanz erachtet gestützt auf die Aussagen der Beiständin und jene deren Kollegin willkürfrei als erstellt, dass der Beschwerdeführer die Beiständin aufforderte, ihre Tätigkeit bzw. die Zahlungen einzustellen, ansonsten er ihr die Beine spreize und mit ihr halt passiere, was passiere, wenn man Geschlechtsverkehr habe. Dass die Beiständin in der von der Vorinstanz nicht erwähnten Aktennotiz am Tag nach dem fraglichen Telefonat unter anderem festhielt, der Beschwerdeführer habe "ekelhafte Bemerkungen sexueller Art" ins Telefon geschrien (kantonale Akten, act. 05.26.2216) und dies nicht explizit als Vergewaltigungsdrohung bezeichnete, lässt die vorinstanzliche Würdigung nicht als willkürlich erscheinen. Die Äusserung des Beschwerdeführers lässt sich ohne Weiteres als "ekelhafte Bemerkung sexueller Art" umschreiben. Soweit der Beschwerdeführer aufzeigen will, dass die Beiständin sich durch seine Äusserung weder bedroht noch in Angst oder Schrecken versetzt fühlte, gehen seine Einwände an der Sache vorbei. Einerseits stellt die Vorinstanz Entsprechendes nicht explizit fest, andererseits verurteilt sie ihn nicht wegen vollendeter, sondern versuchter Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte, wofür nicht vorausgesetzt ist, dass die Beiständin in Angst oder Schrecken versetzt wurde (vgl. zum Tatbestand der Drohung gemäss Art. 180 StGB: BGE 99 IV 212 E. 1a; Urteil 6B_555/2021 vom 29. Juni 2022 E. 3.3). Auch für die rechtliche Würdigung der Äusserung ist letztlich nicht relevant, ob die Beiständin diese als Drohung auffasste oder nicht. Es ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz die Äusserung des Beschwerdeführers als Androhung von sexueller Gewalt versteht. Die Äusserung bzw. Drohung war schwer genug, um eine verständige Person in der Lage der Beiständin gefügig zu machen. Auch sollte die Drohung dazu dienen, die Beiständin an ihrer Amtshandlung zu hindern. Insgesamt verfällt die Vorinstanz weder in Willkür noch verletzt sie mit dem Schuldspruch wegen versuchter Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte Bundesrecht.