Citation: I 736/02 13.02.2003 E. 4

Beim Einkommensvergleich ging die Vorinstanz davon aus, dass die Beschwerdeführerin in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Reinigerin bei der Firma A.________ AG im Jahre 1999 mit einem Vollzeitpensum Einkünfte von Fr. 38'195.- erzielt hätte. Diesem hypothetischen Einkommen ohne Invalidität stellte sie ein Invalideneinkommen von Fr. 22'042.-, entsprechend 50 % des Durchschnittslohn für einfache und repetitive Arbeiten gemäss Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik gegenüber. Aus dem Vergleich dieser beiden hypothetischen Einkommen resultierte eine Erwerbseinbusse von 42,3 %. Wie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde richtig eingewendet wird, liegt das auf ein Jahr umgerechnete Einkommen, das die Versicherte bei der Firma A.________ AG hätte erzielen können (Fr. 38'195.-), um über 13 % unter dem von der Rekurskommission als massgebend erachteten Tabellenlohn von Fr. 44'084.-. Bezog indessen eine versicherte Person vor Eintritt des Gesundheitsschadens aus invaliditätsfremden Gründen ein deutlich unter den branchenüblichen Ansätzen liegendes Gehalt, ist diesem Umstand auch bei der Festsetzung des Invalideneinkommens Rechnung zu tragen. Im Rahmen des Einkommensvergleichs sind daher die invaliditätsfremden Gesichtspunkte überhaupt nicht oder dann bei beiden Vergleichsgrössen gleichmässig zu berücksichtigen (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 103 Erw. 5b; ZAK 1989 S. 458 Erw. 3b; Urteil S. vom 29. August 2002, I 97/00). Im vorliegenden Fall bedeutet dies, dass die Verwaltung in ihrer neuen Verfügung beim Invalideneinkommen von einem um den prozentualen Unterschied zwischen dem Tabellenlohn und dem mutmasslichen Einkommen bei der Firma A.________ AG gekürzten Invalideneinkommen auszugehen haben wird. Denn es ist offensichtlich, dass die Beschwerdeführerin mangels Schulbildung, beruflicher Kenntnisse und Fertigkeiten vor Eintritt des Gesundheitsschadens erhebliche Lohneinbussen in Kauf nehmen musste, was eine Korrektur des Invalideneinkommens nach sich zieht.