Citation: 2C_432/2023 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführer rügen eine Verletzung von Art. 47 Abs. 4 AIG sowie Art. 8 EMRK und Art. 13 BV. Sie bringen diesbezüglich vor, der Beschwerdeführer 1 habe während der Nachzugsfrist seine Gross- und Adoptiveltern betreuen müssen. Die Vorinstanz habe, so die Beschwerdeführer weiter, zu hohe Anforderungen an die Frage der Betreuungsalternative und an den Umfang des Betreuungsaufwands gestellt. Auch sei es zu streng, eine Geltendmachung der wichtigen familiären Gründe innert weniger als einem Jahr nach Wegfall der Betreuungspflichten zu verlangen. Weiter machen die Beschwerdeführer geltend, der Beschwerdeführer 2 leide an sich verschlechternden Herzproblemen. Das Reisen werde dadurch erschwert und eine dauerhafte Ausreise in ein Land mit deutlich schlechterem Gesundheitswesen sei deswegen nicht zumutbar. Weiter seien die pandemiebedingten Reisehindernisse und die Bedrohungslage für gleichgeschlechtliche Paare in Südafrika zu berücksichtigen. Wegen des Ruhestandes sei die Reisetätigkeit auch aus finanziellen Gründen zunehmend erschwert. Zudem fühle sich der Beschwerdeführer 2 verpflichtet, in der Nähe seiner betreuungsbedürftigen Mutter zu bleiben. Ferner seien jüngst auch beim Beschwerdeführer 1 gesundheitliche Probleme aufgetreten. Schliesslich lege die Vorinstanz einen zu strengen Massstab an, wenn sie die Integration des Beschwerdeführers 1 bemängle.