Citation: 8C_87/2021 E. 3.3

3.3. Den Ausführungen der Suva ist beizupflichten. Die Einwände des Beschwerdegegners überzeugen nicht. Entgegen seiner Auffassung ist für die prognostische Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit, wie die Suva einlässlich darlegt, entscheidend, dass er sich der von den Ärzten vorgeschlagenen, mithin aus medizinischer Sicht zumutbaren Handgelenksversteifung während Jahren, auch noch während des Einspracheverfahrens (vgl. Bericht der Dr. med. F.________ vom 4. Februar 2019), nicht unterziehen wollte. Daher ist der Einwand des Beschwerdegegners, die Suva hätte das Mahn- und Bedenkzeitverfahren gemäss Art. 21 Abs. 4 ATSG durchführen müssen, haltlos und bei der hier gegebenen Sachlage nicht zu hören. Dabei ist zu verdeutlichen und mit zu berücksichtigen, dass selbst der Beschwerdegegner von der vorgeschlagenen Arthrodese und je nach Ergebnis von einem weiteren chirurgischen Eingriff (PRC) keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit im Sinne der in E. 2.2 hievor zitierten Rechtslage erwartete. So hielt Dr. med. F.________ im Bericht vom 4. Februar 2019 fest, der Patient habe eine Handgelenksschiene zur Simulation einer Arthrodese bekommen, damit sei er im Alltag doch recht eingeschränkt gewesen, weshalb er sich nicht für den vorgeschlagenen chirurgischen Eingriff habe entscheiden können. Diese Angaben verstärken den Eindruck, dass der Beschwerdegegner über den Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 31. Januar 2018 hinaus Taggeldleistungen erwirken wollte, wie die Suva implizit zu Recht beanstandet. Zusammengefasst ist festzuhalten, dass das kantonale Gericht den Sachverhalt unrichtig festgestellt und damit zu Unrecht erkannt hat, von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung sei bezogen auf die Leistungseinstellung per 31. Januar 2018 eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten gewesen. Die Beschwerde ist gutzuheissen.