Citation: 6B_4/2019 E. 5.5.2

5.5.2. Die Vorinstanz erwägt zunächst, der Beschwerdeführer begründe nicht ausreichend, dass die angebliche Persönlichkeitsverletzung die erforderliche Schwere erreicht habe. Ebenso wenig ergebe sich diese aus den Akten. Die Arztzeugnisse würden lediglich aufzeigen, dass der Beschwerdeführer für eine gewisse Zeit aus gesundheitlichen Gründen arbeits- beziehungsweise verhandlungsunfähig gewesen sei, weshalb die angesetzten Einvernahmen hätten verschoben werden müssen. Hingegen ergebe sich daraus nicht, welcher Art die Erkrankung gewesen sei und ob diese durch das Strafverfahren veranlasst worden sei. Es fehle am Kausalzusammenhang zwischen Strafverfahren und Erkrankung, die zur Arbeitsunfähigkeit geführt haben solle. Selbst wenn ein natürlicher Kausalzusammenhang belegt wäre, müsste ein adäquater Kausalzusammenhang verneint werden, da das Strafverfahren wegen der beanzeigten Vorwürfe nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge nicht geeignet gewesen sei, eine Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers herbeizuführen. Hinzu komme, dass die Staatsanwaltschaft dessen Angaben nicht habe überprüfen können, da er die Namen seiner Ärzte nicht bekannt gegeben habe und diese nicht vom Arztgeheimnis entbunden habe. Schliesslich verkenne die Staatsanwaltschaft die lange Verfahrensdauer nicht, jedoch sei diese auf die Verfahrensverzögerungen des Beschwerdeführers zurückzuführen, sodass er seine allfällige Erkrankung selbst zu verantworten habe. Insgesamt habe das lange Strafverfahren die persönlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers nicht in einer Schwere tangiert, welche die Ausrichtung einer Genugtuung gestützt auf Art. 429 Abs. 1 lit. c StPO rechtfertigen würde (Beschluss S. 26 f.).