Citation: 5P.397/2005 16.01.2006 E. 3

Gemäss dem angefochtenen Entscheid rügte der Beschwerdeführer, dass das Urteil des Zivilgerichts vom 13. Januar 2005, mit dem seinem Bruder die Handlungsfähigkeit entzogen worden war, nur Letzterem und dem Friedensgericht, nicht aber ihm selbst mitgeteilt worden war, weshalb es nicht rechtskräftig geworden sei. Er verlangte deshalb die Aufhebung des Entscheids vom 17. Mai 2005 sowie desjenigen vom. 3. März 2005 und beharrte darauf, dass die Vormundschaftskammer des Bezirksgerichts ein ordnungsgemässes Verfahren mit Bezug auf die Entmündigung seines Bruders durchführe. Die Vormundschaftskammer des Kantonsgerichts ist auf die dagegen eingereichte Beschwerde nicht eingetreten: Sie hat befunden, dass das Urteil des Zivilgerichts dem Betroffenen mitgeteilt worden sei und dieses X.________ nicht habe eröffnet werden müssen, da dieser nicht Partei im Verfahren vor dem Zivilgericht gewesen sei. Der vom Beschwerdeführer gewählte Weg, die Ernennung des Vormunds mit der Begründung anzufechten, das Urteil betreffend Entzug der Handlungsfähigkeit sei ihm nie zugestellt worden, sei daher unbehelflich. Der Beschwerdeführer macht in seiner Beschwerde geltend, das Entmündigungsverfahren sei fehlerhaft gewesen, weil er nicht mit einbezogen, insbesondere nicht angehört worden sei und nicht Einsicht in sämtliche Verfahrensakten gehabt habe. Dadurch sei das rechtliche Gehör, welches durch Art. 29 Abs. 2 BV gewährleistet sei, verletzt worden. Der Beschwerdeführer setzt sich jedoch mit der Begründung des angefochtenen Entscheids nicht auseinander. Er legt insbesondere nicht dar, warum die Verneinung der Parteifähigkeit seitens des Kantonsgerichts verfassungswidrig sein soll. Inwiefern die Auffassung des Kantonsgerichts nicht vor der Verfassung Stand halten soll, dass der Beschwerdeführer die Ernennung des Vormunds nicht infrage stellen könne mit der Begründung, das Urteil betreffend Entzug der Handlungsfähigkeit sei ihm nie zugestellt worden, setzt der Beschwerdeführer nicht auseinander. Da die Beschwerde den Begründungsvoraussetzungen des Art. 90 Abs. 1 lit. b OG nicht genügt, kann darauf nicht eingetreten werden (E. 2 hiervor). Der Beschwerdeführer handelt auf jeden Fall gegen Treu und Glauben. Er hat den Entscheid betreffend die Entmündigung seines Bruders selbst entgegen genommen und den Empfang unterschriftlich bestätigt, doch dagegen kein Rechtsmittel eingelegt. Es ist somit haltlos zu behaupten, dieser Entscheid sei nicht in Rechtskraft erwachsen und es hätte deshalb kein Vormund bestellt werden können (BGE 102 Ib 91; 107 Ia 72).