Citation: 4A_568/2013 E. A

A.a. Die A.________ GmbH (nachfolgend: A.________, Beschwerdeführerin) mit Sitz in U.________ ist Teil der A.________-Unternehmensgruppe, die hauptsächlich Nahrungsmittel, Ausrüstung und Treibstoffe in Krisengebieten an militärische Organisationen liefert. Sie war vormals eine Aktiengesellschaft (A.________ AG) und wurde am 29. Juni 2009 in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung umgewandelt. Die B.________ AG (nachfolgend: B.________, Beschwerdegegnerin) ist im Kanton V.________ domiziliert und bezweckt den Handel mit Waren aller Art, insbesondere Import und Export von Gütern, Gütertransport und -umschlag, Transport- und Finanzberatung sowie entsprechende Vertretungen im internationalen Warenhandel. Ende 2006 führten die Parteien Gespräche, wobei es darum ging, ob die B.________ für die A.________ Flugzeugtreibstoff für die internationalen Friedenstruppen der NATO in Afghanistan liefern könnte. Im April 2007 bestellte die A.________ bei der B.________ zweimal 150'000 I Flugzeugtreibstoff für das deutsche Kontingent der ISAF (International Security Systems Force) nach Masar-e-Sharif. Die B.________ stellte am 11. und 17. April 2007 die entsprechenden pro forma-Rechnungen für je 150'000 I aus, wobei sich bei einem Preis von EUR 0.91 per Liter Rechnungsbeträge von je EUR 136'500.-- ergaben. Die A.________ überwies der B.________ per Valuta vom 13. und 27. April 2007 die entsprechenden Beträge von je EUR 136'500.--. Im Juni 2007 bestellte die A.________ 1'120'000 I Flugzeugtreibstoff. Die B.________ stellte am 19. Juni 2007 eine pro forma-Rechnung für 1'000'000 I à EUR 0.85, mithin zu einem Gesamtbetrag von EUR 850'000.--, aus, wobei als Lieferort Herat aufgeführt wurde. Ebenfalls am 19. Juni 2007 stellte die B.________ eine pro forma-Rechnung über 120'000 I mit Lieferort Mazar-e-Sharif aus, wobei sich bei einem Preis von EUR 0.91 per Liter ein Gesamtbetrag von EUR 109'200.-- ergab. Die A.________ leistete für die bestellten 1'120'000 I Flugzeugtreibstoff am 25. Juni 2007 entsprechend den pro forma-Rechnungen eine Zahlung von EUR 959'200.--. Ende Juni 2007 bestellte die A.________ bei der B.________ 5'000'000 I Flugzeugtreibstoff für die ISAF in Kandahar. Die B.________ stellte am 1. Juli 2007 eine pro forma-Rechnung über 5'000'000 I zu einem Preis von EUR 0.91 per Liter aus, was einen Gesamtbetrag von EUR 4'550'000.-- ergab. In einem Postskriptum hielt die B.________ fest, dass diese pro forma-Rechnung ersetzt werde durch eine Schlussrechnung ("Final Invoice"), nachdem die aktuellen Lieferungen erfolgt seien und die exakten Liefermengen feststünden. Ferner wurde festgehalten, dass der genannte pro forma-Preis auf den Platt-Durchschnittspreisen ("Platt Mediterranean USD 610.- per ton") basiere. Am 3. Juli 2007 überwies die A.________ der B.________ den in der pro forma-Rechnung genannten Betrag von EUR 4'550'000.--. Insgesamt leistete die A.________ Vorauszahlungen im Gesamtbetrag von EUR 5'782'200.--. Mit Schreiben vom 1. Dezember 2008 teilte die A.________ der B.________ mit, dass sie per sofort vom Vertrag zurücktrete. Sie forderte von der B.________ Vorauszahlungen im Betrag von EUR 2'010'358.98 zurück. A.b. Bereits am 1. April 2008 hatte die B.________ beim Kantonsgericht Glarus Klage gegen die A.________ eingereicht, wobei sie insbesondere verlangte, diese sei zu verpflichten, ihr Fr. 2'936'352.85 (entsprechend den Fremdwährungsbeträgen von EUR 1'368'211.95 und USD 584'500.--) nebst Zins sowie Fr. 410.-- für Zahlungsbefehlskosten zu bezahlen. Die A.________ bestritt mit Klageantwort vom 28. November 2008 im Hauptstandpunkt ihre Passivlegitimation (sowie den Bestand der Forderung). Für den Fall, dass die Klage geschützt werde, machte sie im entsprechenden Umfang Verrechnung geltend mit ihrer Forderung in der Höhe von EUR 2'010'358.98 aus den Vorauszahlungen für nicht erbrachte Treibstofflieferungen. Das Kantonsgericht Glarus wies die Klage der B.________ mit Entscheid vom 23. Juni 2009 ab. Es begründete diesen Entscheid zusammengefasst damit, es bestehe aus den gegenseitigen Ansprüchen ein Saldo in der Höhe von EUR 129'970.05 zugunsten der A.________. Gegen diesen Entscheid wurden keine Rechtsmittel erhoben.