Citation: 8C_145/2022 E. 4

Die Vorinstanz mass dem MEDAS-Gutachten vollen Beweiswert zu und stellte gestützt darauf fest, die Beschwerdeführerin sei spätestens seit dem 1. Januar 2020 in sämtlichen Tätigkeiten zu 70 % arbeitsfähig. Die Gutachter hätten mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit unter anderem folgende Diagnosen erhoben: rezidivierende depressive Störung mit gegenwärtig leichter Episode (ICD-10 F33.0), Status nach Panikstörung (ICD-10 F41.0) und Zwangshandlungen in der Kindheit (ICD-10 F42.1) sowie Verdacht auf Status nach posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS; ICD-10 F43.1). Für die Zeit von Sommer 2014 bis Frühjahr 2015 sei aus gesamtmedizinischer Sicht von einer hochgradigen Arbeitsunfähigkeit von bis zu 100 % für sämtliche Tätigkeiten auszugehen. Im Zuge einer Remission der Panikstörung habe dann eine Arbeitsunfähigkeit von 80 % bis 90 % vorgelegen. Seit 2019 sei die Versicherte wieder zu 70 % arbeitsfähig, wobei eine genaue Datierung angesichts der Aktenlage nicht möglich sei. Die Befunderhebung sei unter Beachtung der rechtsprechungsgemäss relevanten Indikatoren und gestützt auf diverse Tests (AMDP und Mini-ICF) erfolgt. Insbesondere habe sich die in den letzten Jahren im Vordergrund stehende kognitive Leistungseinschränkung weder psychiatrisch noch neuropsychologisch objektiv erfassen und erklären lassen.