Citation: 1P.707/2006 19.12.2006 E. 1

Der Beschwerdeführer ficht das Urteil des Bündner Verwaltungsgerichts nur insofern an, als dieses festgestellt hat, dass die Dachsparren im Hause des Beschwerdeführers entgegen der Auflage in der kommunalen Verfügung vom 15. November 2005 keine tragende Funktion hätten. In der staatsrechtlichen Beschwerde wird geltend gemacht, die auszuführende Dachkonstruktion sei mit Plan und Schreiben der A.________ AG vom 10. November 2005 verbindlich festgelegt worden. Aus dem Schreiben ergebe sich, dass den Dachsparren eine Aussteifungsfunktion gegen die Verformung des Daches zukomme. Ohne die - mit dem Beton und den Dachelementen zu verbindenden - Sparren sei die Formstabilität der Dachelemente im Firstbereich auf Dauer nicht gewährleistet. Darin liege die mittragende Funktion der Sparren. Dass das Verwaltungsgericht den Begriff der "mittragenden Elemente des Daches" anders verstehen wolle und an die tragende Funktion der Sparren weitere Anforderungen stelle, sei willkürlich und verstosse gegen den Grundsatz von Treu und Glauben. Dieser Vorwurf ist offensichtlich unbegründet. Es trifft nicht zu, dass sich die Gemeinde in der Verfügung vom 15. November 2005 damit begnügt hätte, dass die einzubauenden Dachsparren (lediglich) eine versteifende Wirkung für den Dachfirst hätten. Zwar ist von dieser Wirkung im Schreiben der A.________ AG vom 10. November 2005 ebenfalls die Rede, doch hat die Gemeinde in ihrer Verfügung klar verlangt, dass die Sparren (mit)tragende Elemente des Daches und fest verbaut sein müssten. Aus dem zur Verfügung gehörenden Plan geht denn auch hervor, dass die Sparren auf die Seitenmauern abgestützt werden müssen und so ihre Funktion als Träger zu erfüllen haben. Die Auslegung des Verwaltungsgerichtes ist weder willkürlich noch treuwidrig, sondern zutreffend.