Citation: I 637/02 09.05.2003 E. 2

Streitig und zu prüfen ist vorab, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung in Form einer Umschulung auf eine neue Tätigkeit hat. 2.1 Nach Art. 17 IVG hat der Versicherte Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder wesentlich verbessert werden kann. Als invalid im Sinne von Art. 17 IVG gilt, wer nicht hinreichend eingegliedert ist, weil der Gesundheitsschaden eine Art und Schwere erreicht hat, welche die Ausübung der bisherigen Erwerbstätigkeit ganz oder teilweise unzumutbar macht. Dabei muss der Invaliditätsgrad ein bestimmtes erhebliches Mass erreicht haben; nach der Rechtsprechung ist dies der Fall, wenn der Versicherte in den ohne zusätzliche berufliche Ausbildung noch zumutbaren Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbseinbusse von etwa 20 % erleidet (BGE 124 V 110 Erw. 2b mit Hinweisen; AHI 2000 S. 25 ff.). 2.2 Die Verwaltung hat das Begehren um berufliche Eingliederungsmassnahmen mit der Begründung abgewiesen, bei Ausübung einer zumutbaren Erwerbstätigkeit resultiere auch ohne zusätzliche Ausbildung keine anspruchsbegründende Erwerbseinbusse. Dabei ging sie davon aus, dass der Beschwerdeführer als selbstständiger Kundenmaurer in den Jahren 1996 und 1997 ein beitragspflichtiges Erwerbseinkommen von je Fr. 45'300.- abgerechnet hatte, woraus sie unter Berücksichtigung der Sozialversicherungsbeiträge und der Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2000 ein Valideneinkommen von Fr. 53'996.- ermittelte. Das Invalideneinkommen setzte sie aufgrund der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 1998 auf Fr. 48'816.- fest, wobei sie davon ausging, dass der Versicherte mit einer einfachen und repetitiven Tätigkeit (Anforderungsniveau 4) ein Jahreseinkommen von Fr. 54'240.- zu erzielen vermöchte; ferner nahm sie einen behinderungsbedingten Abzug von 10 % vor. Die Vorinstanz ist zum Schluss gelangt, beim Valideneinkommen sei auf das im Jahr 1997 erzielte Einkommen abzustellen, welches sich gemäss Steuerakten auf Fr. 46'212.- belaufen habe, was abzüglich der Kapitalerträge von Fr. 644.- und zuzüglich der Sozialversicherungsbeiträge von Fr. 7'706.80 ein Einkommen von Fr. 53'274.80 ergebe. Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2000 ermittelte sie ein massgebendes Valideneinkommen von Fr. 54'500.-. Beim Invalideneinkommen ging sie vom monatlichen Bruttolohn (Zentralwert) für die im privaten Sektor tätigen Arbeitnehmer (Anforderungsniveau 4) von Fr. 4'268.- aus (LSE 1998 S. 25 Tab. TA1) und gelangte unter Berücksichtigung der betriebsüblichen Wochenarbeitszeit von 41,8 Stunden und der Nominallohnentwicklung zu einem Jahreseinkommen von Fr. 54'377.-; unter Vornahme eines leidensbedingten Abzuges von 10 % setzte sie das Invalideneinkommen auf Fr. 48'939.- fest, was im Vergleich zum Valideneinkommen von Fr. 52'274.- einen Invaliditätsgrad von 10,2 % ergab. Der Beschwerdeführer macht geltend, sein Einkommen habe sich im Jahr 1997 brutto auf Fr. 60'747.- belaufen, so dass unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung von 2,3 % bis ins Jahr 2000 ein Valideneinkommen von Fr. 62'144.- resultiere. Zusätzlich in Betracht zu ziehen sei die vermutliche Geschäftsentwicklung in den Jahren 1997 bis 2000. Im Hinblick darauf, dass er bereits im Jahr 1990 als Aussendienstmitarbeiter ein Jahressalär einschliesslich Vertrauensspesen von Fr. 77'500.- erzielt habe und als Vorarbeiter im Baugewerbe mindestens Fr. 81'900.- im Jahr verdienen könnte, sei das Valideneinkommen in dieser Höhe festzusetzen. Beim Invalideneinkommen sei von einer Arbeitsfähigkeit von höchstens 50 % auszugehen. Bei einem Tabellenlohn von Fr. 54'377.- ergebe sich ein Einkommen von Fr. 27'188.50, wovon ein Abzug von 25 % vorzunehmen sei. Dem Valideneinkommen von Fr. 81'900.- stehe damit ein Invalideneinkommen von Fr. 20'391.- gegenüber, was zu einem Invaliditätsgrad von 75 % führe.