Citation: 6B_453/2015 E. A

X.________ erstattete am 21. Dezember 2012 Strafanzeige und stellte eventualiter Strafantrag gegen A.________ sowie B.________ und evtl. weitere Beteiligte wegen Veruntreuung, ungetreuer Geschäftsbesorgung sowie allenfalls Urkundendelikten. X.________ schilderte im Wesentlichen folgenden Sachverhalt: Er sei Aktionär der C.________ AG gewesen und habe eine Option zum Bezug sämtlicher Aktien gehabt. Gemäss Aktionärbindungsvertrag sei A.________ Vertreter aller Aktien an allen ordentlichen und ausserordentlichen Generalversammlungen gewesen. B.________ sei Verwaltungsratspräsidentin der Gesellschaft gewesen. Die C.________ AG sei Eigentümerin der D.________ AG, E.________ AG (mit deren Tochter F.________ AG) und von vier Einschiffgesellschaften (Eigentümerinnen und Betreiberinnen je eines Hochsee-Frachtschiffes) gewesen. Nach einer Schifffahrtskrise habe sich die Situation der Einschiffgesellschaften verschärft. X.________ und A.________ hätten am 5. Juli 2012 telefonisch einen Mindestkaufpreis besprochen (Fr. 1.-- für die Aktien der C.________ AG, Fr. 120'000.-- Beratungshonorar, Kommissionen für weitere Schiffe, Fr. 150'000.-- als Rechnung). Bis im Juni 2012 habe ein regelmässiger Informationsaustausch zwischen X.________, A.________ sowie B.________ stattgefunden. X.________ habe an zahlreichen Versammlungen und Sitzungen teilgenommen. Es habe ein grosses Vertrauensverhältnis bestanden. Später hätten A.________ und B.________ ohne Wissen von X.________ die ordentliche Generalversammlung der C.________ AG durchgeführt. Dabei sei B.________ als Verwaltungsrätin wiedergewählt und A.________ neu als Verwaltungsrat gewählt worden. Wiederum ohne Wissen von X.________ hätten sie am 6. Juli 2012 eine ausserordentliche Generalversammlung zum Verkauf sämtlicher Tochtergesellschaften der C.________ AG durchgeführt. Mit Kaufvertrag vom 24. August 2012 hätten sie hinter dem Rücken von X.________ namens der C.________ AG alle Tochtergesellschaften zum Kaufpreis von einem Franken an die G.________ AG verkauft. Dabei sei ohne Mitwirkung von X.________ in einem Sideletter vereinbart worden, dass ihm eine Entschädigung von Fr. 120'000.-- ausgerichtet werde. Mit Email vom 28. August 2012 habe A.________ die Aktionäre der C.________ AG über den Sanierungsbedarf und einen möglichen Verkauf der Gruppe informiert. Mit angehängtem Schreiben des Verwaltungsrats an die Aktionäre vom 27. August 2012 seien zwei Vorgehensweisen skizziert worden, nämlich die Zuführung von Eigenmitteln und der Abschluss eines Kaufvertrages über sämtliche Aktien der C.________ AG bzw. deren Gruppengesellschaften bis zum 7. September 2012. Der angeblich bereits am 24. August 2012 resolutiv bedingt abgeschlossene Kaufvertrag betreffend sämtliche Tochtergesellschaften sei nicht erwähnt worden. Am 29. August 2012 habe A.________ X.________ den Entwurf eines Aktienkaufvertrags vom 28. August 2012 zukommen lassen. Über den angeblich wenige Tage zuvor abgeschlossenen Vertrag habe er ihn nicht informiert. Mit Schreiben an die Aktionäre vom 29. August 2012 habe X.________ von seiner Option Gebrauch gemacht und die Aktien der C.________ AG in seinen Besitz überführt. Am 31. August 2012 habe er als Alleinaktionär eine ausserordentliche Generalversammlung durchgeführt und den Verwaltungsrat ersetzt. Erst danach habe er erfahren, dass die Tochtergesellschaften der C.________ AG bereits verkauft worden seien. X.________ sei durch den vertuschten Verkauf der Aktien sämtlicher Tochtergesellschaften der C.________ AG hintergangen und geschädigt worden. A.________ und B.________ hätten das ihnen anvertraute Vermögen ohne Anweisung und gegen seinen Willen praktisch verschenkt. Damit bestehe der dringende Verdacht der Veruntreuung und der ungetreuen Geschäftsbesorgung. Überdies bestehe der dringende Verdacht, dass der mit 24. August 2012 datierte Aktienverkaufsvertrag und die blanko indossierten Aktienzertifikate der Tochtergesellschaften rückdatiert worden seien.