Citation: 8C_42/2024 E. 8.2.1

8.2.1. Wie die Beschwerdeführerin vorbringt, lagen der Beschwerdegegnerin bei der Rentenzusprache die Berichte des Facharztes für Neurologie Dr. med. F.________ vom 21. Juli 1998, des Facharztes für Neurologie Dr. med. I.________ (Leiter der Abteilung für Kopfweh und Schmerz der Neurologischen Klinik des Spitals H.________) vom 6. April 1999, der Allgemeinmedizinerin Dr. med. G.________ vom 4. Juli 1999 sowie des Psychiaters med. pract. D.________ vom 6. Oktober 1999 vor. Dr. med. F.________ stellte die Diagnose einer chronifizierten Migräne und notierte unter anderem, dass die Episoden seit einem Jahr täglich aufträten, wobei die bereits vor drei Jahren in der Neurologie des Spitals H.________ versuchten Behandlungen von der Beschwerdeführerin entweder nicht vertragen worden seien oder keine signifikante Verbesserung bewirkt hätten. Aus dem Bericht des Dr. med. I.________ geht u.a. hervor, dass die Beschwerdeführerin seit 1997 täglich unter sehr starken Kopfschmerzen leide, die innerhalb von 24 Stunden vier- bis fünfmal aufträten und über Stunden andauerten; nur medikamentös seien kurze Remissionszeiten möglich. Weiter vermerkte der Neurologe, die Beschwerdeführerin nehme an der "CSS-Studie Gruppe B" teil und erhalte daher eine psychologische Schmerztherapie mit 12 Sitzungen. Auch Dr. med. G.________ diagnostizierte eine chronifizierte hochfrequente Migräne, darüber hinaus "psychische Störungen". Ausserdem hielt sie fest, dass die Arbeitsfähigkeit durch die fast täglich auftretenden Migräneanfälle stark beeinträchtigt sei. Med. pract. D.________ erhob schliesslich neben zwei psychiatrischen Beschwerdebildern (depressive Episoden; Konversionsreaktion) die Diagnose einer einfachen, chronifizierten Migräne mit täglichen Attacken. Nach einem Überblick über die Anamnese schilderte er die bisher erfolglos versuchten Behandlungsformen und wies darauf hin, dass die Beschwerdeführerin durch die täglichen starken Migräneattacken in ihrem Alltag sehr eingeschränkt sei. Es sei absolut undenkbar, dass sie einer Arbeit nachgehen und den Anforderungen der Arbeitswelt gerecht werden könne, da sie hierfür auf keinesfalls realistische Spezialbedingungen angewiesen sei.