Citation: 6B_751/2021 E. 1.2.5

1.2.5. Demgegenüber qualifiziert die Vorinstanz die Aussagen des Beschwerdeführers überzeugend als oberflächlich und macht darin Ungereimtheiten aus. So habe der Beschwerdeführer zum Beispiel behauptet, die Radarmessanlage mit einer Discobeleuchtung verwechselt zu haben. Seine diesbezüglichen Aussagen seien trotz mehrfachen Nachfragens der Erstinstanz vage geblieben. Zudem habe er nicht überzeugend erklären können, weshalb jemand ausgerechnet an einem Ortsausgang eine Discobeleuchtung testen sollte. Die Vorinstanz verfällt auch nicht in Willkür, wenn sie gewisse Aussagen des Beschwerdeführers als unrealistisch oder gar absurd wertet. Dies gilt beispielsweise für die Behauptung des Beschwerdeführers, dass der Polizist direkt aus dem Gebüsch gekommen sei, weil er dort vermutlich Fische beobachtet habe, und ihn ohne Umschweife gefragt habe, ob er betrunken sei. Zu Recht weist die Vorinstanz hier darauf hin, dass der Beschwerdeführer bei seiner ersten Einvernahme nur einen Tag nach der Geschwindigkeitskontrolle die Aussage zum Vorfall verweigerte. Als beschuldigte Person war der Beschwerdeführer nicht verpflichtet, am Verfahren mitzuwirken und auszusagen (Art. 113 Abs. 1 StPO). Die Vorinstanz verfällt aber keineswegs in Willkür, wenn sie erwägt, es erscheine eigenartig, dass er die Aussage zunächst verweigert habe, nur um im Verlauf der folgenden Einvernahmen immer neue Vorwürfe gegen den Polizisten zu erheben. Auch der vorinstanzliche Schluss, dass der Beschwerdeführer im Verlauf des Verfahrens taktisch vorging, indem er seine Aussagen an die Ermittlungsergebnisse anpasste, ist vertretbar.