Citation: 6B_902/2019 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz begründet die Strafzumessung ausführlich, methodisch korrekt und überzeugend. Es ist nicht ersichtlich, dass sie sich von sachfremden Kriterien leiten lässt oder das ihr zustehende Ermessen überschreitet. Soweit der Beschwerdeführer seinem Eventualantrag einen von den willkürfreien Feststellungen der Vorinstanz (vgl. E. 2.4) abweichenden bzw. ergänzenden Sachverhalt zugrunde legt, ist darauf nicht einzutreten. Dies gilt etwa, wenn er geltend macht, es habe keine konkrete Lebensgefahr bestanden und er hätte, wenn er tatsächlich gewollt hätte, mit mehr roher Gewalt sein Vorhaben in die Tat umsetzen können. Der Beschwerdeführer unterlässt es zudem erneut, mit seiner Kritik an den vorinstanzlichen Erwägungen anzusetzen. Dass er als unmittelbar Betroffener die ausgesprochene Strafe als zu hoch empfindet, ist nachvollziehbar, begründet aber noch keine Ermessensüberschreitung der Vorinstanz. Nicht zu beanstanden ist das methodische Vorgehen der Vorinstanz, welche zunächst die Strafe für das vollendete Delikt der vorsätzlichen Tötung festlegt und erst hernach strafmindernd berücksichtigt, dass es beim Tatversuch blieb. Wenn die Vorinstanz feststellt, dass die Tatvorbereitungshandlungen des Beschwerdeführers die Handschrift eines entschlossenen und planmässig agierenden Täters trügen und er perfide vorgegangen sei, indem er das vermeintlich zum feierlichen Anlass des positiven Taggeldbescheids zubereitete Nachtessen dafür benutzt habe, der Beschwerdegegnerin 2 unbemerkt Trimipramin ins Getränk zu geben, damit er sie später ohne grosse Gegenwehr würde ersticken können, hat sie die Vorgehensweise durchaus im Rahmen ihres Ermessens gewürdigt. Nicht zu beanstanden ist sodann die weitere Berücksichtigung des unmittelbaren Tatgeschehens mit den wiederholten Versuchen, die Atemwege der Beschwerdegegnerin 2 zu blockieren. Die Vorinstanz anerkennt mit Blick auf die Beziehungslage der Eheleute, die Überwachung und das Misstrauen durch die Beschwerdegegnerin 2 durchaus, dass sich die Tat vor einem emotionalen Hintergrund abspielte, berücksichtigt jedoch mit überzeugender Begründung, dass einerseits der Beschwerdeführer selbst in massgeblicher Weise zur angespannten Situation zwischen den Eheleuten beigetragen hat und er es andererseits durchaus in der Hand gehabt hätte, durch die Aufgabe seiner Affäre oder die Trennung von seiner Frau der unbefriedigenden Situation gewaltfrei Abhilfe zu schaffen. Der Vorinstanz ist jedenfalls darin zuzustimmen, dass dem Beschwerdeführer keinesfalls eine ernst zu nehmende Zwangslage zugute gehalten werden kann, in welcher er den Ausweg nur in der Tötung seiner Ehefrau gesehen habe und auch, dass es sich klarerweise nicht um eine Affekttat gehandelt hat. Unter diesen Umständen darf die Vorinstanz das Tatverschulden ohne Weiteres insgesamt als schwer gewichten. Es ist im Lichte dessen nicht zu beanstanden, wenn sie ausgehend vom Strafrahmen von 5 bis 20 Jahren Freiheitsstrafe für die vollendete Tötung im Sinne von Art. 111 StGB die hypothetische Strafe mit 16 Jahren Freiheitsstrafe bemisst. Die Vorinstanz anerkennt sodann, dass die lediglich leichte Verletzung der Beschwerdegegnerin 2 zu einer erheblichen Strafminderung führen muss, da der Taterfolg der Tötung als wesentliche Voraussetzung der hohen Strafdrohung objektiv noch nicht besonders nahe lag. Sie berücksichtigt jedoch mit überzeugender Begründung, dass sich ein Unterschreiten der Mindeststrafe von 5 Jahren Freiheitsstrafe nicht rechtfertigt. Dabei weist sie darauf hin, dass der Versuch vollendet war, der Taterfolg namentlich zufolge der heftigen physischen und verbalen Gegenwehr der Beschwerdegegnerin 2 nicht eintrat und das letztliche Ablassen des Beschwerdeführers von seinem Vorhaben massgeblich darauf zurückzuführen ist, dass die Beschwerdegegnerin 2 während des Kampfes ankündigte, dass alles beim Anwalt hinterlegt sei und man ihn kriegen würde. Wenn die Vorinstanz Letzteres nur in sehr begrenztem Ausmass zu Gunsten des Beschwerdeführers gewichtet und im Übrigen im Lichte dieser Umstände die hypothetische Einsatzstrafe von 16 Jahren aufgrund der versuchten Tatbegehung zur Hauptsache wegen der sehr gering gebliebenen Tatfolgen um die Hälfte auf 8 Jahre reduziert, liegt dies im Bereich ihres sachrichterlichen Ermessens. Gleiches gilt, soweit sie die Täterkomponenten als neutral beurteilt. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer eine ermessensverletzende Gewichtung der wesentlichen schuldrelevanten Faktoren respektive eine Verletzung von Bundesrecht nicht darlegt. Solches ist auch nicht ersichtlich. Die Beschwerde ist auch in diesem Punkt unbegründet.