Citation: 2C_346/2022 E. 3.1.2

3.1.2. Im Rahmen des Staatenberichtsverfahrens kritisierte der UNO-Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen kürzlich die hohe Anzahl Kinder in separativen Sonderschulen in der Schweiz; er empfahl ihr insbesondere, ein verfassungsmässiges Recht auf inklusive Bildung einzuführen, eine umfassende Strategie zur Umsetzung einer inklusiven Bildung zu entwickeln für alle Kinder mit Behinderungen, speziell für autistische Kinder und solche mit einer geistigen Behinderung, sowie hierfür Ressourcen von den Sonderschulen in die Regelschule zu übertragen (Committee on the Rights of Persons with Disabilities, Convention on the Rights of Persons with Disabilities, Concluding observations on the initial report of Switzerland, 13. April 2022, UN Doc. CRPD/C/CHE/CO/1, Rz. 47 f.). Diese Empfehlungen für die bessere Umsetzung der BRK sind zwar nicht verbindlich, ihnen kommt aber eine gewisse rechtliche Bedeutung zu (vgl. zur Rechtsnatur der sog. "Abschliessenden Bemerkungen" BGE 137 I 305 E. 6.5).