Citation: 5P.285/2006 12.10.2006 E. A

Y.________ (Ehefrau) stellte mit Eingabe vom 8. April 2006 beim Kreisgericht Werdenberg-Sargans ein Gesuch um Eheschutz und beantragte, dass sie von ihrem Ehemann X.________ getrennt leben dürfe, die Tochter Z.________ (geboren 2000) unter ihrer Obhut bleibe und diese angemessene Unterhaltsbeiträge erhalte. Am 21. April 2006 gab die Gerichtspräsidentin X.________ Gelegenheit zur Stellungnahme und lud die Parteien zur Verhandlung auf den 22. Mai 2006 vor. Am 11. Mai 2006 ersuchte die von X.________ beauftragte Rechtsanwältin Dr. Barbara Wyler bzw. ihr Praktikant die Gerichtspräsidentin um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege unter Hinweis darauf, noch nicht über alle notwendigen Unterlagen zu verfügen, weshalb ein begründetes Gesuch vorbehalten werde. Ferner wurde um Zustellung der Akten nach stattgefundener Anhörung der Parteien ersucht. Am 12. Mai 2006 übermittelte die Gerichtspräsidentin der Rechtsanwältin das Gesuchsformular und wies sie darauf hin, dass eine Übertragung des Mandates auf den Praktikanten nicht möglich sei. Am 22. Mai 2006 fand die mündliche Verhandlung statt. Bei dieser Gelegenheit unterzeichneten die Parteien einen Vergleich, laut welchem X.________ sich im Wesentlichen verpflichtete, für das unter der Obhut von Y.________ stehende Kind einen Unterhaltsbeitrag von Fr. 600.-- pro Monat zu bezahlen. Weiter verzichteten die Parteien für den Fall, dass antragsgemäss entschieden werde, auf eine Begründung des Entscheides sowie auf das Ergreifen eines Rechtsmittels.