Citation: I 230/05 02.05.2006 E. 2

Die Beschwerdeführerin bringt nichts vor, das die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz als mangelhaft erscheinen liesse. Zu den gegen den Einspracheentscheid erhobenen Einwänden von Bedeutung hat das kantonale Gericht sich bereits umfassend geäussert. 2.1 So hat es zu Recht befunden, dass der zur Beurteilung des Invaliditätsgrades erforderliche Sachverhalt genügend abgeklärt worden ist. 2.1.1 Verwaltung und Vorinstanz stützten sich bei ihren Entscheiden auf das polydisziplinäre Gutachten der MEDAS vom 7. März 2003. Darin legten die Experten die Arbeitsfähigkeit der Versicherten in einer Gesamtschätzung auf 50 % der Norm fest. Sie berücksichtigten dabei die Befunde der Konsiliarärzte Dr. med. B.________, Spezialarzt FMH für Psychiatrie, und Dr. med. M.________, Spezialarzt FMH für Rheumatologie und Innere Medizin, (Konsiliarberichte vom 2. und 14. Januar 2003). Der Rheumatologe Dr. med. M.________ diagnostizierte vorab Rückenbeschwerden sowie einen diffusen Armschmerz, der Psychiater Dr. med. B.________ eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte bis mittelgradige Episode. Er hielt dafür, die Versicherte sei in Berücksichtigung ihrer Anamnese und ihres jetzigen psychischen Gesundheitszustandes für jede für sie in Betracht fallende berufliche Tätigkeit zu 50 % arbeitsfähig. Dies bezog sich auf körperlich leichte, möglichst wechselbelastende Arbeiten ohne Tätigkeiten in ständig sitzender, in gehäuft vorgeneigter oder abgedrehter Haltung und ohne Heben von Lasten über 10 Kilogramm sowie ohne ständige repetitive und kraftaufwändige Arbeiten mit dem linken Arm. Für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Bankangestellte wie auch für andere körperlich leichte Beschäftigungen bezeichnete die MEDAS in ihrer Gesamtschätzung der Arbeitsfähigkeit auf 50 % sowohl die psychiatrischen als auch die rheumatologischen Befunde als limitierend. 2.1.2 Wie bereits im kantonalen Verfahren bringt die Beschwerdeführerin vor, sie sei aus rein rheumatologischer und rein psychiatrischer Sicht zu je 50 % arbeitsunfähig. Die MEDAS sei einfach davon ausgegangen, dass die Auswirkungen der verschiedenartigen Beschwerden völlig deckungsgleich seien und sich keine zusätzliche Beeinträchtigung durch das Vorliegen zweier völlig unterschiedlicher Leiden ergebe. Eine solche Schlussfolgerung sei zwar beim Vorliegen zweier Leiden verschiedenartiger Genese möglich, jedoch nicht ohne weiteres selbstverständlich. Im MEDAS-Gutachten finde sich keine Begründung, wieso dies im konkreten Fall so sein solle. Es sei nicht ersichtlich (weil nicht begründet) und damit nicht nachvollziehbar, von welchen Überlegungen sich die MEDAS-Gutachter hätten leiten lassen. 2.1.3 In Erwägung 6 des angefochtenen Entscheides ist unter Hinweis auf die Rechtsprechung zutreffend dargelegt worden, dass Zweifel an der Schlüssigkeit der medizinischen Beurteilung durch die MEDAS nicht angebracht sind. Nachdem nach Aussage der Konsiliarärzte sowohl aus psychiatrischer wie somatischer Sicht jeweils eine Leistungseinbusse in der Grössenordnung von 50 % resultierte, gelangte die MEDAS in ihrer Gesamtschätzung zum Schluss, dass der Beschwerdeführerin eine leidensangepasste Tätigkeit halbtags zumutbar sei. Wenn die Beschwerdeführerin die Auffassung vertritt, es sei nicht so, dass jede der beiden Einschränkungen in der jeweils anderen aufgehe, so ist ihr darin im Grundsatz insofern zuzustimmen, dass die Frage, ob die betreffenden Erfordernisse psychischer und somatischer Natur deckungsgleich sind oder aber eine je eigenständige Entlastung von einer Tätigkeit bedingen, sich nicht in allgemeiner Weise, sondern nur im Einzelfall beantworten lässt. Hier besteht eine funktionale Einschränkung auf Grund des Rückenleidens mit der Folge, dass die Versicherte auch eine leichte Tätigkeit nur halbtags ausüben kann. Da die rezidivierende depressive Störung einen massgebenden Zusammenhang mit der geklagten Müdigkeit aufweist, wird der aus organischen Gründen notwendige Schonungseffekt auch der psychischen Beeinträchtigung zuteil. Eine Addition der beiden bereichsspezifischen Arbeitsunfähigkeiten kommt somit nicht in Betracht. Die Gesamteinschätzung der MEDAS erscheint damit als schlüssig und von zusätzlichen Sachverhaltsabklärungen war darum abzusehen. 2.2 Zur Frage nach einem möglichen Invalideneinkommen bzw. der Eingliederungsfähigkeit sowie Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bringt die Beschwerdeführerin erneut vor, bei der Arbeit an der Klinik X.________ von Juni 2000 bis Januar 2002 habe es sich um einen Arbeitsversuch gehandelt, der wegen ihrer gesundheitlichen Einschränkungen gescheitert sei. Es ist auf Grund der Akten nicht nachvollziehbar, warum es sich bei diesem zeitlich unbefristet eingegangenen Arbeitsverhältnis - die Versicherte führte alleine das Ärztesekretariat der Klinik - um einen Arbeitsversuch gehandelt haben sollte. Aus dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin die 50 %-Stelle allenfalls aus gesundheitlichen Gründen verlor, kann nicht abgeleitet werden, dass die im MEDAS-Gutachten attestierte und an geeigneten Arbeitsplätzen verwertbare Arbeitsfähigkeit auf einer falschen Einschätzung beruhte. 2.3 Die erneute Forderung, bei der Bemessung des Invaliditätsgrades im Einkommensvergleich als Invalideneinkommen das 2002 im ersten und soweit ersichtlich einzigen Jahr der selbstständigen Erwerbstätigkeit erzielte Einkommen einzusetzen, verkennt die von der Vorinstanz dargelegte Rechtslage. Als Invalideneinkommen ist zu berücksichtigen, was eine versicherte Person durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Marktlage erzielen könnte (vgl. dazu BGE 130 V 348 f. Erw. 3.4 mit Hinweisen). Der von einer invaliden versicherten Person tatsächlich erzielte Verdienst bildet, für sich alleine betrachtet, grundsätzlich kein genügendes Kriterium für die Bestimmung der Erwerbsunfähigkeit und damit des Invaliditätsgrades. Das Mass der tatsächlichen Erwerbseinbusse stimmt mit dem Umfang der Invalidität vielmehr nur dann überein, wenn - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse eine Bezugnahme auf den allgemeinen Arbeitsmarkt praktisch erübrigen, wenn die versicherte Person eine Tätigkeit ausübt, bei der anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und wenn das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn erscheint (Meyer-Blaser, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], in: Murer/Stauffer [Hrsg.], Die Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Zürich 1997, S. 209 mit Hinweisen). Bei der Beschwerdeführerin ist bereits das Kriterium der besonders stabilen Arbeitsverhältnisse nicht erfüllt.