Citation: 8C_672/2019 E. 3.1.2

3.1.2. 3.1.2.1. Die Vorinstanz hat weiter erwogen, sie habe im Rückweisungsentscheid vom 25. April 2017 erkannt, das Gutachten der PMEDA vom 17. Februar 2014 sei voll beweiskräftig. Im Zeitpunkt der medizinischen Explorationen (2. Dezember 2013) habe mangels einer weiterbestehenden depressiven Symptomatik keine Arbeitsunfähigkeit mehr begründet werden können. Damit sei ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG ausgewiesen gewesen. Für die Zeit nach der psychiatrischen Untersuchung bis zum Zeitpunkt bei Erlass der Verfügung vom 15. Oktober 2015 sei ausweislich der Akten und insbesondere des Berichts des Dr. med. B.________ vom 15. Mai 2015 nicht auszuschliessen gewesen, dass sich das psychische Beschwerdebild verschlechtert habe. Aufgrund des unklaren psychischen Gesundheitszustands im Zeitpunkt der Verfügung vom 15. Oktober 2015 habe sie die Sache zur Durchführung weiterer Abklärung und zur Neubeurteilung des Leistungsanspruchs ab 1. Dezember 2015 an die IV-Stelle zurückgewiesen. An die im Rückweisungsentscheid vom 25. April 2017 getroffenen Feststellungen, insbesondere auch hinsichtlich der Würdigung des Gutachtens der PMEDA, sei sie bei ihrem zweiten Erkenntnis gebunden. 3.1.2.2. Davon ausgehend hat die Vorinstanz weiter erwogen, gemäss Gutachten der MEDAS Toggenburg AG vom 17. Januar 2018 leide der Versicherte aus psychiatrischer Sicht in erster Linie an einer Panikstörung, verbunden mit Albträumen und Schlafstörung, die dann eine rezidivierende depressive Störung auslösen könne, wenn ein normales Arbeitspensum gefordert würde. Der motivierte Versicherte habe eine seinen Einschränkungen qualitativ angepasste Arbeitsstelle in einem frei gestaltbaren halbtägigen Pensum gefunden und sich so teilweise selbst eingegliedert. Er sei in einer den körperlichen Beeinträchtigungen angepassten Erwerbstätigkeit aus psychiatrischer Sicht ab 14. Februar 2014 vollständig, ab 2. August 2017 zu 50 % und seit dem Untersuchungszeitpunkt (28. November 2017) noch zu 30 % arbeitsunfähig gewesen. Die gebesserte depressive Störung sei vor allem der am 4. April 2016 zu 50 % aufgenommenen Berufstätigkeit geschuldet, da sich der Versicherte erheblich über seinen Beruf motiviere und Zufriedenheit erlange. 3.1.2.3. Dazu hat das kantonale Gericht im Einzelnen erwogen, der psychische Gesundheitszustand habe sich anlässlich der Exploration bei der MEDAS Toggenburg AG (28. November 2017) verglichen mit demjenigen anlässlich der Untersuchung bei der PMEDA (2. Dezember 2013) unverändert gezeigt. Damit sei anzunehmen, dass die Sachverständigen der MEDAS Toggenburg AG bloss die Auswirkungen des gleichgebliebenen psychiatrischen Beschwerdebildes und damit die Arbeitsunfähigkeit unterschiedlich einschätzten. Dieser Umstand werde vom psychiatrischen Experten der MEDAS Toggenburg AG denn auch explizit bestätigt. Dessen abweichende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei daher unbeachtlich und es sei bezüglich des psychischen Gesundheitszustandes - entsprechend den Erkenntnissen im beweiskräftigen Gutachten der PMEDA - von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in jeglicher Erwerbstätigkeit auszugehen. 3.1.2.4. Insgesamt ist die Vorinstanz zum Schluss gelangt, aufgrund der Ausführungen der medizinischen Sachverständigen und der Auskünfte des behandelnden Dr. med. B.________ (Berichte vom 15. Mai 2015 und 2. August 2017) erscheine eine vorübergehende - im Rahmen der Rückweisung zu prüfende - Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustands zwar plausibel, indessen lasse sich die ärztlich echtzeitlich attestierte volle Arbeitsunfähigkeit angesichts der seit April 2016 vom Versicherten tatsächlich im Umfang von 50 % ausgeübten Erwerbstätigkeit nicht aufrecht halten. Für den zu beurteilenden Zeitraum ab 1. Dezember 2015 bis zum Zeitpunkt der psychiatrischen Exploration bei der MEDAS Toggenburg AG (28. November 2017), in dem spätestens eine revisionsrechtlich relevante Verbesserung des psychischen Gesundheitszustands anzunehmen sei, sei demnach bei der Prüfung des verwertbaren Leistungsvermögens auf dem ausgeglichenen allgemeinen Arbeitsmarkt von einer Leistungsfähigkeit im Umfang von 50 %, entsprechend dem tatsächlich ausgeübten Pensum, auszugehen. Danach sei der Versicherte als vollständig arbeitsfähig in einer dem körperlichen Leistungsprofil angepassten Beschäftigung zu betrachten.