Citation: 6B_27/2010 16.03.2010 E. 1

Nach dem Grundsatz von Treu und Glauben ist es nicht zulässig, verfahrensrechtliche Einwendungen, welche in einem früheren Verfahrensstadium hätten geltend gemacht werden können, noch später vorzubringen (BGE 133 III 638 E. 2; 117 Ia 491 E. 2a). Der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer, welcher erstmals vor Bundesgericht geltend macht, die Befragung anlässlich der Konfrontationseinvernahme sei in Verletzung der in § 79 StPO/SG statuierten Einvernahmegrundsätze erfolgt, hätte die Möglichkeit gehabt, den angeblichen Verfahrensmangel bereits vor dem Kreisgericht oder zumindest im kantonsgerichtlichen Verfahren vorzubringen. Sein Verhalten bzw. sein Zuwarten widerspricht Treu und Glauben. Ausserdem ist insofern der kantonale Instanzenzug nicht erschöpft bzw. der Entscheid nicht letztinstanzlich im Sinne von Art. 80 Abs. 1 BGG (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 16. Oktober 2007 6B_317/2007 E. 2). Auf die Rüge kann deshalb nicht eingetreten werden.