Citation: 9C_625/2009 03.02.2010 E. 3

3.1 Die Vorinstanz nahm als Ausgangspunkt für die Beurteilung einer relevanten Sachverhaltsänderung im Rahmen der Neuanmeldung die Situation, wie sie sich bei Erlass der rentenablehnenden Verfügung vom 5. August 2004 darstellte. Damals konnte der Versicherte wegen der zur Hauptsache auf den Sturz vom 7. Dezember 1999 zurückzuführenden somatischen Beschwerden (Schmerzsyndrom am Knie rechts, lumbospondylogenes Syndrom) - die von ihm bereits zum damaligen Zeitpunkt geltend gemachte psychische Erkrankung in Form einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung oder Schmerzverarbeitungsstörung wurde nicht diagnostiziert - seine bisherige, körperlich schwere Tätigkeit als Isoleur nicht mehr ausüben; doch war ihm jedenfalls ab Beginn des Jahres 2002 eine leidensangepasste Arbeit (leicht, wechselbelastend, kein Tragen von Gewichten über 14 kg) noch vollumfänglich zumutbar. Nach einem Vergleich mit den sich aus den Berichten des Dr. med. R.________ vom 18. August 2006 und 20. Juni 2008, des Dr. med. H.________, Spezialarzt FMH für Chirurgie, spez. für Wirbelsäulenleiden, vom 7. Oktober 2006, der Rehaklinik X.________ vom 18. Oktober 2007 und der psychiatrischen Dienste Y.________ vom 19. Juni 2008 ergebenden gesundheitlichen Verhältnissen gelangte die Vorinstanz zum Ergebnis, eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes sei nicht glaubhaft gemacht, weshalb die IV-Stelle auf das Revisionsgesuch zu Recht nicht eingetreten sei. 3.2 Die Vorinstanz hat damit eine neuanmeldungsrechtlich relevante Sachverhaltsfeststellung getroffen, die nach der gesamten Aktenlage weder offensichtlich unrichtig ist noch auf einer Rechtsverletzung beruht, sodass sie für das Bundesgericht verbindlich ist (oben E. 1). Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, ist unbehelflich oder nicht stichhaltig. Aus der von einer Intensivierung und Ausdehnung der Schmerzen sowie einer Depression berichtenden Stellungnahme des Hausarztes Dr. med. R.________ vom 18. August 2006 (vgl. auch Bericht vom 20. Juni 2008) vermag der Beschwerdeführer schon deshalb nichts zu seinen Gunsten abzuleiten, weil sich der Arzt auf die subjektiven Angaben des Versicherten stützte und keine entsprechenden objektiven Befunde erheben konnte. Keine Hinweise für eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes lassen sich auch dem Bericht des Dr. med. H.________ vom 7. Oktober 2006 entnehmen, in welchem auf die Diskrepanz zwischen objektivierbaren Befunden und subjektiven Beschwerden sowie eine Aggravation hingewiesen wurde. Soweit darin auch die Rede von einer somatoformen Schmerzstörung ist, kann darauf schon deshalb nicht abgestellt werden, da diese Diagnose nicht von einem Facharzt oder einer Fachärztin für Psychiatrie stammt (BGE 132 V 65 E. 4.3 S. 72; 130 V 396 E. 5.3.2 S. 399, 352 E. 2.2.2 S. 353 [mit Hinweisen]). Zwar berichteten auch die Ärzte der psychiatrischen Dienste Y.________ am 19. Juni 2008 von einer somatoformen Schmerzstörung, doch wiesen sie gleichzeitig darauf hin, dass diese nicht invalidisierenden Charakter habe, stellten sie doch beim Versicherten lediglich eine leichte depressive Episode fest, womit es an einer für die Erfüllung dieses Kriteriums erforderlichen fachärztlich schlüssig ausgewiesenen (selbstständigen, vom psychogenen Schmerzsyndrom losgelösten) Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer fehlt (vgl. dazu BGE 130 V 352 E. 3.3.1 S. 358 und SVR 2008 IV Nr. 1 S. 1, I 176/06 E. 5.2; so auch bereits Urteil I 43/06 vom 21. Juni 2006 E. 2.2.1 mit Hinweisen). Entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung lässt auch die Bescheinigung einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit im Austrittsbericht der Rehaklinik X.________ vom 18. Oktober 2007 nicht auf eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes schliessen, weil darin von einer seit acht Jahren (durchgehend) bestehenden vollständigen Arbeitsunfähigkeit die Rede ist, die Ärzte mithin entweder auf die angestammte Tätigkeit als Isoleur Bezug nahmen oder lediglich eine - neuanmeldungs- und revisionsrechtlich irrelevante - unterschiedliche Einschätzung des im Wesentlich gleich gebliebenen Gesundheitsschadens abgaben.