Citation: 5A_656/2024 E. 5.1

5.1. Die Beschwerdeführerin erhebt diverse Rügen im Zusammenhang mit der Vorgehensweise der Vorinstanz zur Bestimmung der mutmasslichen Prozesskosten. Insbesondere stört sie sich daran, dass die Vorinstanz quasi automatisch von der Höhe des beantragten Prozesskostenvorschusses auf die von der Beschwerdeführerin erwarteten Prozesskosten und damit auf die mutmasslichen Prozesskosten geschlossen hat. Die Ausführungen der Beschwerdeführerin, wonach diese deutlich höhere Prozesskosten befürchtet habe (bis zu Fr. 40'000.--), seien von der Vorinstanz einfach ignoriert worden. Die Vorinstanz hätte aber die Rechtsfrage, wie hoch die mutmasslichen Prozesskosten seien, prüfen müssen. Die offensichtlich unrichtige rechtliche Argumentation der Vorinstanz führe zu dem unhaltbaren Ergebnis, dass von mutmasslichen Prozesskosten in Höhe von Fr. 12'000.-- auszugehen sei. Diese falsche Annahme habe direkte Konsequenzen auf den Ausgang des Berufungsverfahrens. Wäre die Vorinstanz vom von der Beschwerdeführerin substanziierten Gesamtaufwand von bis zu Fr. 40'000.-- ausgegangen, hätte sie, so die Beschwerdeführerin weiter, zum Schluss kommen müssen, dass dieser Betrag durch den monatlichen Überschuss über die erwähnte Zeitspanne nicht gedeckt werden könne. Die Vorinstanz habe das Willkürverbot (Art. 9 BV) und den Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 4 [recte: Art. 29 Abs. 2] BV) verletzt, die Parteien ungleich behandelt und damit gegen Art. 29 Abs. 1 BV verstossen, eine Rechtsverweigerung begangen und sei in überspitzten Formalismus (Art. 29 Abs. 2 [recte: Abs. 1] BV) verfallen.