Citation: 1P.188/2000 21.06.2000 E. 1

1.- a) Das Bundesgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob es auf die bei ihm eingereichte staatsrechtliche Beschwerde eintreten kann (BGE 124 I 11 E. 1, 231 E. 1). b) Die staatsrechtliche Beschwerde ist subsidiärer Natur, d.h. sie ist nur zulässig, wenn die behauptete Rechtsverletzung nicht sonstwie durch Klage oder Rechtsmittel beim Bundesgericht oder bei einer anderen Bundesbehörde gerügt werden kann (Art. 84 Abs. 2 OG). Zu den Rechtsmitteln, die ihr vorgehen, gehört die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nach Art. 97 OG. Ein kantonaler Entscheid, mit dem über eine Frage des Strafvollzugs befunden wird, ist mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht anfechtbar, wenn er sich auf öffentliches Recht des Bundes stützt oder in Anwendung solchen kantonalen Rechts erging, das im betreffenden Sachgebiet gegenüber den bundesrechtlichen Vorschriften keine selbständige Bedeutung hat. Beruht er dagegen auf kantonalem Recht, dem im betreffenden Sachbereich gegenüber dem Bundesrecht selbständige Bedeutung zukommt, ist nicht die Verwaltungsgerichtsbeschwerde, sondern die staatsrechtliche Beschwerde gegeben (BGE 124 I 231 E. 1a/aa; 118 Ib 130 E. 1a). Der angefochtene Rekursentscheid der Zürcher Justizdirektion vom 17. Februar 2000 erging in Anwendung kantonalen Rechts, und zwar der zürcherischen Verordnung über die kantonale Strafanstalt Pöschwies vom 12. Februar 1975 (im Folgenden abgekürzt: VO). Mit diesem Entscheid wurde darüber befunden, ob die Direktion der Strafanstalt das Urlaubsgesuch des im vorzeitigen Strafvollzug befindlichen Beschwerdeführers zu Recht abgewiesen hatte. Da das Bundes- recht über die Frage der Urlaubsgewährung im Strafvollzug keine Bestimmungen enthält (vgl. die drei Verordnungen zum Schweizerischen Strafgesetzbuch, SR 311. 01, 311. 02 und 311. 03), handelt es sich bei den betreffenden Vorschriften der erwähnten Verordnung um selbständiges kantonales Recht. Gegen den Entscheid der Justizdirektion ist deshalb die staatsrechtliche Beschwerde zulässig. c) Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts zu Art. 88 OG setzt das Eintreten auf eine staatsrechtliche Beschwerde in der Regel voraus, dass der Beschwerdeführer ein aktuelles praktisches Interesse an der Aufhebung des angefochtenen Entscheids bzw. an der Prüfung der erhobenen Rügen hat (BGE 124 I 231 E. 1b; 121 I 279 E. 1, je mit Hinweisen). Mit dem angefochtenen Entscheid vom 17. Februar 2000 wies die Justizdirektion das vom Beschwerdeführer für einen nicht näher bestimmten künftigen Zeitpunkt gestellte Gesuch um Gewährung eines Beziehungsurlaubs ab. Seit dem 17. April 2000 befindet sich der Beschwerdeführer nicht mehr im vorzeitigen, sondern im ordentlichen Strafvollzug. Am 14. Mai 2000 hatte er zwei Drittel der gegen ihn ausgefällten Strafe verbüsst. Das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich wies mit Verfügung vom 7. Juni 2000 das Gesuch des Beschwerdeführers um bedingte Entlassung aus dem Strafvollzug ab. Demzufolge dauert der Freiheitsentzug fort, und der Beschwerdeführer hat deshalb nach wie vor ein aktuelles praktisches Interesse an der Überprüfung des Entscheids über die Urlaubsgewährung (Art. 88 OG). Auf die staatsrechtliche Beschwerde ist daher einzutreten.