Citation: 6B_361/2019 E. 3.2.2

3.2.2. Es ist vom folgenden, von der Vorinstanz festgestellten und für das Bundesgericht verbindlichen Sachverhalt auszugehen: Zur Einvernahme vor der Polizei Luzern erschien "B.________ in Begleitung seines Verteidigers (Protokoll der Einvernahme vom 6. Juni 2017: "Verteidigung: Kanzlei lic. iur. A.________, vertreten durch MLaw C.________"). Auf den Hinweis, als Beschuldigter könne er jederzeit selber einen Anwalt im Sinne einer Wahlverteidigung beiziehen und die Frage, ob er einen Anwalt beiziehen wolle, antwortete "B.________, seine Verteidigung sei anwesend. Auf den anschliessenden Hinweis, wenn er aus finanziellen Gründen nicht in der Lage sei, selber einen Anwalt beizuziehen, könne er eine amtliche Verteidigung beantragen und auf die Frage, ob er eine amtliche Verteidigung beantrage, antwortete "B.________, er beantrage eine amtliche Verteidigung von der Kanzlei A.________. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern behandelte dieses Gesuch nicht. Eine Verfügung, mit welcher der Beschwerdeführer für das Verfahren in Luzern als amtlicher Verteidiger bestellt worden wäre, war zum Zeitpunkt, als die Staatsanwaltschaft des Kantons Uri zuständigkeitshalber das Strafverfahren am 23. August 2017 übernahm, nicht ergangen. Vom Beschwerdeführer bzw. seinem Verteidiger wurde dies nicht moniert. In der Übernahmeverfügung ("Verfügung über den Gerichtsstand") der Staatsanwaltschaft des Kantons Uri vom 23. August 2017 wird als Verteidiger der Beschwerdeführer aufgeführt. Vor der Staatsanwaltschaft des Kantons Uri stellten weder "B.________ noch der Beschwerdeführer ein Gesuch um Einsetzung des Beschwerdeführers als amtlichen Verteidiger. Von Anfang an trat der Beschwerdeführer gegenüber der Staatsanwaltschaft des Kantons Uri als Verteidiger von "B.________ auf, verlangte mehrmals Akteneinsicht und verfasste Eingaben im Namen seines Klienten an die Staatsanwaltschaft. "B.________ war in der Strafuntersuchung im Kanton Uri (wie bereits zuvor im Kanton Luzern) stets anwaltlich vertreten. Nach Übernahme der Strafuntersuchung durch die Staatsanwaltschaft Innerschwyz legitimierte sich Rechtsanwalt D.________ mit Vollmacht vom 14. Februar 2018 als erbetener Verteidiger von "B.________. Mit Schreiben vom 18. April 2018 teilte Rechtsanwalt D.________ der Staatsanwaltschaft Innerschwyz mit, die Situation seines Mandanten - welcher eigenen Angaben zufolge im Zeitraum Sommer 2017 (also dem Zeitraum, als er um amtliche Verteidigung im Kanton Luzern nachsuchte) ein Einkommen von Fr. 200'000.-- erzielte - habe sich massiv verschlechtert, und ersuchte um Einsetzung als amtlicher Verteidiger. Mit Verfügung vom 13. Juli 2018 setzte die Staatsanwaltschaft Innerschwyz Rechtsanwalt D.________ als amtlichen Verteidiger ein.