Citation: 4P.266/2004 01.02.2005 E. 3

Damit bleibt einzig zu prüfen, ob das Obergericht allenfalls bei der antizipierten Beweiswürdigung in Willkür verfallen ist. 3.1 Das Obergericht ging insoweit unangefochten davon aus, der übereinstimmende Wille müsse bei allen Beteiligten nachgewiesen werden. Indizien, aus denen nur auf den tatsächlichen Willen eines einzelnen Beteiligten geschlossen werden kann, genügen von vornherein nur, sofern aufgrund der übrigen Indizien auch der tatsächliche Wille der anderen nachgewiesen werden kann. Die Annahme, dass der Miteigentumsanteil nach dem tatsächlichen Willen Vertragsbestandteil bildete, muss mithin in Bezug auf alle Beteiligten offensichtlich unhaltbar sein. 3.2 Die in der Beschwerde aufgeführten Behauptungen legen nahe, dass zumindest ein Beschwerdegegner den Miteigentumsanteil nicht als Kaufobjekt betrachtete, wovon im Übrigen auch das Amtsgericht ausging. Wenn tatsächlich ein Beschwerdegegner der Beschwerdeführerin für den Autoabstellplatz Mietzins bezahlte und ihr den Autoabstellplatz lange nach Vollzug des Kaufvertrages immer noch abkaufen wollte, war er offensichtlich nicht der Meinung, der Autoabstellplatz sei Vertragsgegenstand. Daraus lässt sich aber in Bezug auf die übrigen Gesellschafter nichts ableiten. Die Vorbringen der Beschwerdeführerin zum tatsächlichen Willen der übrigen Beschwedegegner, wie beispielsweise die Behauptung, der Eigentümerwechsel sei der Verwaltung nicht gemeldet worden und kein Beschwerdegegner habe gegen den unrichtigen Eigentümerspiegel protestiert, die Beschwerdegegner hätten den Irrtum nicht sofort bestritten, innerhalb der einfachen Gesellschaft habe weder eine Reglung über die Benutzung des Autoabstellplatzes noch über das Entgelt dafür bestanden, die Beschwerdeführerin habe die mit dem Autoabstellplatz verbundenen Nebenkosten getragen ebenso wie der Hinweis auf das gesamte übrige Verhalten der Beschwerdegegner sind zwar als Indizien für die Behauptungen der Beschwerdeführerin geeignet. Die dargelegten Umstände lassen sich aber ebenso gut auch mit der Gleichgültigkeit der Gesellschafter erklären, welche den Parkplatz nicht benutzten. Da nur ein Teil der Beschwerdegegner davon ausgegangen war, dass der Autoabstellplatz Vertragsinhalt bilde, ist auch nachvollziehbar, dass sich die Beschwerdegegner zunächst über das Vorgehen verständigen mussten und daher den von der Beschwerdeführerin behaupteten Irrtum nicht umgehend bestritten. Die angeführten Indizien führen somit nicht zwingend zum Schluss, keiner der Gesellschafter habe den Autoabstellplatz erwerben wollen. 3.3 Angesichts des klaren Hinweises auf den Miteigentumsanteil im Vertrag ist damit die antizipierte Beweiswürdigung des Obergerichts nicht offensichtlich unhaltbar, selbst wenn es tatsächlich üblich sein sollte, dass Autoabstellplätze in der Regel gesondert ausgewiesen werden und wenn im Vertrag nicht festgehalten wurde, dass es sich bei dem Miteigentumsanteil um einen Autoabstellplatz handle. Die gesamten Vorbringen der Beschwerdeführerin zeigen allenfalls auf, dass vielleicht auch ein anderes Ergebnis der Beweiswürdigung vertretbar gewesen wäre. Sie genügen aber nicht, um den Entscheid des Obergerichts geradezu als willkürlich erscheinen zu lassen. Damit kann offen bleiben, ob die Beschwerdeführerin sämtliche in der Beschwerdeschrift aufgeführten Indizien bereits im kantonalen Verfahren prozesskonform behauptet hat. Dies wäre notwendig, da neue tatsächliche und rechtliche Vorbringen im Rahmen der staatsrechtlichen Beschwerde grundsätzlich unzulässig sind (BGE 124 I 208 E. 4b S. 212; 119 II 6 E. 4a S. 7, je mit Hinweisen).