Citation: 2C_617/2024 E. 5.4

5.4. Im Hinblick auf das knapp sechs Monate alte Kind ist festzuhalten, dass dieses wie die Mutter das Schweizer Bürgerrecht besitzt, bei der Mutter lebt und weiterhin bei ihr in der gewohnten Umgebung verbleiben kann. Der Beschwerdeführer hat nie mit dem Kind zusammengelebt, nachdem dieses erst geboren wurde, als er sich bereits in Ausschaffungshaft befand. Zwar ist nicht von der Hand zu weisen, dass es herausfordernd sein wird, die Beziehung zum Kind über Distanz zu leben. Allerdings ist es in der vorliegenden Konstellation, in der die Eltern im Zeitpunkt der Zeugung aufgrund der Straffälligkeit und des rechtswidrigen Aufenthalts des Beschwerdeführers nicht mit einem Zusammenleben in der Schweiz rechnen durften (vorstehend E. 5.3), zumutbar, den Kontakt mittels gelegentlichen Ferienbesuchen und modernen Kommunikationsmitteln zu pflegen (vgl. Urteile 2C_501/2023 vom 11. Oktober 2024 E. 7.5.2; 2C_271/2023 vom 12. Februar 2024 E. 5.7; 2C_344/2023 vom 6. Februar 2024 E. 4.3). Rechtsprechungsgemäss wird damit dem Kindeswohl selbst bei jüngeren Kindern noch genügend Rechnung getragen (Urteil 2C_271/2023 vom 12. Februar 2024 E. 5.7 mit Hinweisen). Das übergeordnete Interesse des Kindes steht der Entfernungsmassnahme somit nicht entgegen.