Citation: 2C_774/2019 E. 3.6.1

3.6.1. Die Schulden des Beschwerdeführers bestehen hauptsächlich aus Einkommens- und Mehrwertsteuern, Sozialversicherungsbeiträgen, Arzt- und Spitalrechnungen sowie weiteren privatrechtlichen Forderungen, die er über die letzten 15 Jahre grundsätzlich nicht bezahlte. Zwischen den Jahren 2000 und 2018 liess der Beschwerdeführer vier Unternehmen ins Handelsregister eintragen, zwei davon wurden wieder gelöscht, über eines der Konkurs eröffnet; dabei häufte er hohe Schulden an. Insbesondere lieferte er für die Einzelunternehmung "E.________" nie Mehrwertsteuern ab, wobei Forderungen von insgesamt Fr. 204'000.-- aufgrund von Verlustscheinen abgeschrieben werden mussten. Die Vorinstanzen räumten dem Beschwerdeführer mehrmals die Gelegenheit ein, sich zur Frage der Mutwilligkeit der Schuldenanhäufung zu äussern und durch Belege und andere Beweismittel darzulegen, woher seine Schulden stammten und welche Umstände dazu führten. Trotz mehrmaliger Aufforderung versäumte es der Beschwerdeführer, darzutun, welche Umstände zum erheblichen Anstieg der Schulden und Verlustscheine auch nach der ausländerrechtlichen Verwarnung vom 22. Oktober 2004 führten und weshalb er am 10. April 2013 bei der F.________ GmbH als alleiniger Gesellschafter ausschied und sämtliche Stammanteile auf seine damals 84-jährige Mutter als alleinige Gesellschafterin und einzelzeichnungsberechtigte Vorsitzende der Geschäftsführung übertrug. In diesem Zusammenhang teilte er den Vorinstanzen lediglich mit, es sei zu lange her und es gäbe keine Belege mehr. Der Beschwerdeführer häufte somit über Jahre kontinuierlich Schulden an, ohne eine plausible Erklärung dafür geben zu können. Neben seinem unkooperativen Verhalten in den Betreibungsverfahren erklärte der Beschwerdeführer dem Betreibungsamt am 7. Januar 2015, dass er in den letzten Monaten Fr. 3'500.-- verdient habe; die Einkommensnachweise, welche dem Amt für Migration im Rahmen des rechtlichen Gehörs zugestellt wurden, ergaben hingegen ein Einkommen zwischen Fr. 4'732.45 bis Fr. 5'718.40. Insbesondere durch diese falschen Lohnangaben machte der Beschwerdeführer deutlich, dass er keine nachhaltige Schuldentilgung anstrebte, sondern im Gegenteil gar versuchte, sich seiner finanziellen Verpflichtungen zu entziehen. Schliesslich sind keine Anstrengungen zur Änderung seiner Lebensführung ersichtlich, zumal der Beschwerdeführer auf mehrmalige Anfrage keine aktuelle Arbeitsbestätigung seines Arbeitgebers einreichte. Vor diesem Hintergrund lassen das Nichtbezahlen seiner Verpflichtungen, die lange Zeit der Schuldenanhäufung sowie die Höhe der nicht bedienten Schulden auf eine vorsätzliche Misswirtschaft schliessen.