Citation: 9D_2/2019 E. 3.2

3.2. Die beschwerdeführende Ausgleichskasse, welche als selbständige öffentliche Anstalt konstituiert ist (vgl. Art. 61 Abs. 1 AHVG), begründet ihre Beschwerdelegitimation lediglich mit einem pauschalen Verweis auf BGE 88 I 107. Dem ist entgegenzuhalten, dass sich der vorliegende Fall wesentlich vom angerufenen - unter der Herrschaft des OG ergangenen - Leiturteil unterscheidet: Dort ging es um die Verweigerung der definitiven Rechtsöffnung für in Betreibung gesetzte Beitragsforderungen. Das Bundesgericht bejahte die Legitimation einer Ausgleichskasse zur staatsrechtlichen Beschwerde nach Art. 88 OG mit der Begründung, im Vollstreckungsverfahren trete diese dem Schuldner in gleicher Weise gegenüber wie ein privater Betreibungsgläubiger und werde demgemäss durch die Verweigerung der definitiven Rechtsöffnung nicht anders betroffen als ein Privater (BGE 88 I 107 S. 109). Demgegenüber geht es im vorliegenden Fall um ein Gesuch um Herabsetzung von persönlichen Beiträgen, welches die Ausgleichskasse - mit Verfügung vom 5. Oktober 2017 und Einspracheentscheid vom 22. Januar 2018 - abgewiesen hatte. Im Rahmen des hiegegen vom Beitragspflichtigen geführten kantonalen Beschwerdeverfahren nahm die Ausgleichskasse als erstinstanzlich verfügende Behörde teil. Die Beschwerdeführerin zeigt weder auf, inwiefern sie im Sinne des in Erwägung 3.1 Dargelegten ausnahmsweise zur Verfassungsbeschwerde legitimiert sein sollte, noch ist eine solche Beschwerdebefugnis offensichtlich gegeben (vgl. E. 1). Damit ist auf die Verfassungsbeschwerde der Ausgleichskasse nicht einzutreten.