Citation: 6B_1027/2020 E. 2.2.1

2.2.1. Es ist unbestritten und erstellt, dass der Beschwerdeführer eine Katalogtat nach Art. 66a Abs. 1 lit. o StGB begangen hat. Sodann hat sich das Bundesgericht bei Straftaten gegen das BetmG hinsichtlich der Landesverweisung zwecks Verhinderung neuer Straftaten zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit stets besonders streng gezeigt; diese Strenge bekräftigte der Gesetzgeber mit Art. 66a Abs. 1 lit. o StGB. "Drogenhandel" führt von Verfassungs wegen in der Regel zur Landesverweisung (Art. 121 Abs. 3 lit. a BV; Urteil 6B_1299/2019 vom 28. Januar 2020 E. 3.3 mit Hinweisen). Das öffentliche Interesse an der Landesverweisung wiegt daher bei Straftaten gegen das BetmG praxisgemäss besonders schwer. Die Vorinstanz begründet ihre Einschätzung zudem überzeugend. Sie erwägt, der Beschwerdeführer sei, abgesehen von der Beziehung zu seiner Kernfamilie, hier kaum verwurzelt, gehe keiner ausserehelichen Arbeit nach und spreche keine Landessprache. Eine Wiedereingliederung im Heimatstaat sei ihm trotz der langen Aufenthaltsdauer in der Schweiz möglich und zumutbar, zumal er erst mit 19 Jahren hierher migriert sei und einen guten Kontakt zu seinen Eltern und Geschwistern in der Heimat pflege. Hinzu komme, dass der Beschwerdeführer mit der Art und Weise der Tatbegehung gezeigt habe, dass er seine eigenen Bedürfnisse über die Verantwortung als Vater und Betreuungsperson stelle. Mit oder ohne ihn liege die Hauptverantwortung für die Kinder und deren Unterhalt ohnehin bei der Mutter. Zudem werde die geltend gemachte Einbindung als Betreuungsperson durch die Dauer des Strafvollzugs resp. das dannzumalige Alter der Kinder weiter relativiert. Auch nach der Haftentlassung bestehe hingegen die Gefahr weiterer Straftaten. Der Beschwerdeführer habe aus rein pekuniären Motiven gehandelt und angeblich weiterhin Schulden bei der Gruppe resp. Bande, sodass ein Rückfall für qualifizierte Widerhandlungen gegen das BetmG und damit für schwere Straftaten nicht auszuschliessen sei. Überdies habe er generell Mühe bekundet, sich an die geltende Rechtsordnung zu halten, was sich an seinen Vorstrafen zeige. Zur Zeit der Begehung sei er zudem bereits 37 Jahre alt gewesen.