Citation: 6A.32/2002 21.06.2002 E. 4

4.1 Die Vorinstanz bezeichnet die vom Beschwerdeführer geschaffene Verkehrsgefährdung im Sinne von BGE 123 II 106 E. 2c als schwer (angefochtener Entscheid, S. 5 f. Ziff. 5b). Eine signalisierte Geschwindigkeitsbegrenzung könne nicht einfach durch das subjektive Gefühl, der Innerortscharakter der Umgebung habe jetzt aufgehört, sondern nur durch das Signal "Ende Geschwindigkeitsbegrenzung" aufgehoben werden. Das Verschulden des Beschwerdeführers erweise sich als gravierend und nicht entschuldbar. Die Bezirkshauptmannschaft Bregenz habe im Bescheid vom 19. Dezember 2000 ausdrücklich festgehalten, dass die Verkehrszuverlässigkeit nicht mehr gegeben sei (was zu einem Verbot des Lenkens von Kraftfahrzeugen in Österreich führe), wenn eine Person die Verkehrssicherheit insbesondere durch rücksichtsloses Verhalten gefährde. Für die Annahme eines schweren Verschuldens genüge diese Feststellung mit Sicherheit. Es brauche hier nicht die "besondere Rücksichtslosigkeit" des qualifizierten Falles nach österreichischem Recht. Schliesslich sei auch im Strafurteil von einer "erheblichen Verletzung der Verkehrssicherheit" die Rede, was ein leichtes Verschulden ausschliesse (angefochtener Entscheid, S. 6 f. Ziff. 5c). 4.2 Der Beschwerdeführer bestreitet die rechtliche Qualifikation der Geschwindigkeitsüberschreitung. Er verweist auf das österreichische Recht. Dieses kenne eine Regelung, die sich unschwer mit der Bestimmung von Art. 90 SVG vergleichen lasse. Es werde zwischen leichter und schwerer Verkehrsregelverletzung unterschieden. Der Strafrichter habe die tiefere Strafdrohung zur Anwendung gebracht und den Rahmen der Geldstrafe nicht voll ausgeschöpft. Auch der Verwaltungsbescheid der Bezirkshauptmannschaft Bregenz, der ihm das Lenken von Kraftfahrzeugen für die Dauer von 2 Wochen untersage, bestätige, dass ihm im Hinblick auf die konkreten Verhältnisse keine schwere Verkehrsregelverletzung vorgeworfen werden könne (Beschwerde, S. 9 ff. Ziff. 4). Die Vorinstanz, welche die Umstände des vorliegenden Falles nicht näher prüfe, verstosse gegen die Rechtsprechung des Bundesgerichts (Beschwerde, S. 11 ff. Ziff. 5).