Citation: 4A_267/2022 E. 5.1

5.1. Die Beschwerdeführerin ist damit nicht einverstanden. Sie moniert, das Obergericht habe die Korrespondenz der Parteien vom 21. November 2016 und vom 20. Dezember 2016 "isoliert", das heisst "unbesehen des bestehenden Mietvertrags vom 1. Juni 2012", interpretiert. Es hätte - so meint die Beschwerdeführerin - insbesondere berücksichtigen müssen, dass das vorbestehende Mietverhältnis ein solches unbefristeter Natur gewesen sei. "Nichts" lasse nun aber den Schluss zu, dass die Parteien den unbefristeten Mietvertrag im Rahmen ihres Schriftverkehrs vom November und Dezember 2016 in einen befristeten Mietvertrag mit einer Maximaldauer von fünf Jahren hätten umwandeln wollen. Vielmehr sei davon auszugehen, dass das um (mindestens) fünf Jahre verlängerte Mietverhältnis ein unbefristetes Mietverhältnis bleibe und erst nach Ablauf der Mindestdauer gekündigt werden könne. Alles andere komme einer "Neugestaltung des bestehenden und auf lange Dauer angelegten Mietverhältnisses" gleich, mit welcher sie damals "beim besten Willen" nicht habe rechnen müssen.