Citation: 5A_805/2018 E. B

Am 25. Juni 2018 (mit Korrigendum vom 26. Juni 2018) erhob die A.________ AG Beschwerde an das Obergericht des Kantons Bern. Sie verlangte, das Konkursamt sei anzuweisen, die für die D.________ AG und eventuell für die E.________ AG erklärten Forderungsverzichte gegenüber der B.________ AG unverzüglich durch den vom Konkursamt mandatierten Herrn F.________ in seiner Funktion als Verwaltungsrat der entsprechenden Gesellschaften widerrufen zu lassen (Ziff. 1 der Rechtsbegehren). Das Konkursamt sei anzuweisen, Herrn F.________ nach dem Widerruf der Forderungsrückzüge sofort das Mandat zu entziehen und ihn als Verwaltungsrat in sämtlichen Gesellschaften der C.________-Gruppe (C.________ AG, E.________ AG, D.________ AG) abzuwählen (Ziff. 2). Das Konkursamt sei anzuweisen, sämtliche Aktivitäten (insbesondere diejenigen seines Beauftragten Herrn F.________) im Hinblick auf einen Widerruf des Konkurses der B.________ AG unverzüglich einzustellen (Ziff. 3). Das Konkursamt sei anzuweisen, seinen Beauftragten Herrn F.________ aufzufordern, schriftlich und vollständig Rechenschaft abzulegen über (1.) alle im Zusammenhang mit den Forderungsverzichten von den C.________-Gesellschaften getroffenen mündlichen oder schriftlichen Vereinbarungen, unabhängig davon, mit welchen Parteien diese getroffen wurden, (2.) alle im Hinblick auf den Konkurswiderruf von Herrn F.________ unternommenen Aktivitäten und alle diesbezüglich getroffenen mündlichen oder schriftlichen Vereinbarungen, unabhängig davon, mit welchen Parteien diese getroffen wurden, (3.) alle Vereinbarungen, welche Herr F.________ als Gläubiger im Konkurs der B.________ AG mündlich oder schriftlich getroffen hat, unabhängig davon, mit welchen Parteien diese getroffen wurden (Ziff. 4). Das Konkursamt sei anzuweisen, von seinem Beauftragten F.________ mit Bezug auf die Rechenschaftsablage gemäss Ziff. 4 hiervor eine schriftliche Vollständigkeitserklärung einzufordern (Ziff. 5). Die Stellung weiterer Anträge nach Rechenschaftsablage durch das Konkursamt bzw. Herrn F.________ behielt sich die A.________ AG vor. Mit Verfügung vom 26. Juni 2018 wies das Obergericht das Gesuch der A.________ AG um Erteilung der aufschiebenden Wirkung ab. Am 4. Juli 2018 reichte die A.________ AG einen Antrag auf vorsorgliche Massnahmen nach Art. 27 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) sowie eine Aufsichtsanzeige nach Art. 13 SchKG ein. Die A.________ AG reichte später noch mehrere Eingaben ein (Eingaben vom 10. Juli, 7. August und 27. August 2018). Mit Verfügung vom 4. Juli 2018 wies das Obergericht den Antrag auf Erlass superprovisorischer bzw. vorsorglicher Massnahmen ab. Das Konkursamt beantragte mit Vernehmlassung vom 13. Juli 2018 die Abweisung der Beschwerde. Am 26. Juli 2018 teilte das Konkursamt mit, es habe Herrn F.________, wie in der Vernehmlassung angekündigt, angewiesen, G.________ aus sämtlichen Gesellschaften herauszuhalten. Zugleich reichte das Konkursamt eine Stellungnahme von F.________ vom 24. Juli 2018 ein. Mit Entscheid vom 11. September 2018 wies das Obergericht die Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat. Auf die Einleitung eines Disziplinarverfahrens verzichtete es.