Citation: 1C_219/2023 E. 4.4

4.4. Auch in der Sache besteht kein Anlass, das Verhalten des Beschwerdeführers vom 20. Oktober 2019, das zu einem Ausweisentzug von drei Monaten geführt hat, zum heutigen Zeitpunkt neu zu beurteilen: Dieses wurde aufgrund der damals geltenden Wertungen als schwere Widerhandlung qualifiziert; das betreffende Verfahren ist abgeschlossen. Sowohl die strafrechtliche Verurteilung wie auch die administrative Massnahme sind rechtskräftig. Der Beschwerdeführer musste damit rechnen, bei einer erneuten schweren oder mittelschweren Widerhandlung aufgrund des Kaskadensystems mit einem mindestens viermonatigen Führerausweisentzug belegt zu werden. Eine solche Widerhandlung hat er sich zuschulden kommen lassen, indem er am 2. Juni 2021 den gebotenen Abstand zum vor ihm fahrenden Auto erheblich unterschritten hat. Dieses Verhalten hat die Anwendung des Kaskadensystems zur Folge, und dessen rechtliche Beurteilung hat zwischen Tatbegehung und Beurteilung keine Änderung erfahren.