Citation: 4C.103/2003 04.08.2003 E. 6

Schliesslich macht die Klägerin dem Sinne nach geltend, der Einwand der Beklagten, sie habe den Kaufvertrag nicht mit der Klägerin sondern der B.________ SA abgeschlossen sei rechtsmissbräuchlich. Zur Begründung führt die Klägerin sinngemäss aus, die Beklagte habe nicht behauptet, von der B.________ SA bezüglich der Weinlieferung eine Rechnung erhalten zu haben. Die Beklagte müsse demnach den Wein nicht bezahlen, wenn die Aktivlegitimation der Klägerin verneint würde. Dies sei stossend, weil die Klägerin diesfalls den Kaufpreis nicht erhalten werde, da sie ihn mangels eines mit der B.________ SA abgeschlossenen Vertrages auch nicht bei ihr verlangen könne. Dieser Einwand dringt nicht durch, da der Beklagten nicht angelastet werden kann, dass sich die Klägerin nach ihren Angaben bei der B.________ SA für den für sie gelieferten Wein nicht schadlos halten kann.