Citation: 5A_242/2007 16.10.2007 E. 5

Ist das Wohl des Kindes gefährdet und sorgen die Eltern nicht von sich aus für Abhilfe oder sind sie dazu ausserstande, so trifft die Vormundschaftsbehörde die geeigneten Massnahmen zum Schutz des Kindes (Art. 307 Abs. 1 ZGB). Die Vormundschaftsbehörde ist dazu auch gegenüber Kindern verpflichtet, die bei Pflegeeltern untergebracht sind oder sonst ausserhalb der häuslichen Gemeinschaft der Eltern leben (Art. 307 Abs. 2 ZGB). Kann der Gefährdung des Kindes nicht anders begegnet werden, so hat die Vormundschaftsbehörde es den Eltern oder, wenn es sich bei Dritten befindet, diesen wegzunehmen und in angemessener Weise unterzubringen (Art. 310 Abs. 1 ZGB). Die gleiche Anordnung trifft die Vormundschaftsbehörde auf Begehren der Eltern oder des Kindes, wenn das Verhältnis so schwer gestört ist, dass das Verbleiben des Kindes im gemeinsamen Haushalt unzumutbar geworden ist und nach den Umständen nicht anders geholfen werden kann (Art. 310 Abs. 2 ZGB). 5.1 Kindesschutzmassnahmen bezwecken im Allgemeinen die Abwendung einer Gefährdung des Kindeswohls (Hegnauer, Grundriss des Kindesrechts, 5. Aufl., Bern 1999, S. 206 Rz. 27.09). Sie müssen zur Erreichung dieses Ziels erforderlich sein (Subsidiarität), und es ist immer die mildeste Erfolg versprechende Massnahme anzuordnen (Proportionalität); diese soll elterliche Bemühungen nicht ersetzen, sondern ergänzen (Komplementarität, s. zum Ganzen Hegnauer, a.a.O., S. 206 Rz. 27.10 ff.; Meier/Stettler, Droit de la filiation, Tome II: Effets de la filiation [art. 270 à 327 CC], 3. Aufl, Genf/Zürich/Basel 2006, S. 362 f. Rz. 679 f.). 5.2 Die Beschwerdeführerin macht nicht geltend, ihre Tochter solle wieder in ihrem Haushalt leben. Vielmehr geht es vorliegend lediglich um die Frage, ob die bestehende Fremdplatzierung weiterhin aufrecht erhalten bleiben soll. Aufgrund der für das Bundesgericht verbindlichen (Art. 105 Abs. 1 BGG) Sachverhaltsfeststellungen des Verwaltungsgerichts ist davon auszugehen, dass es R.________ bei der Familie der Schwester der Beschwerdeführerin gut geht. Dies entspricht denn auch den Aussagen von R.________ selber. Da sie bald das Mündigkeitsalter erreichen wird, ist bei der Frage einer allfälligen Umplatzierung insbesondere auf ihre Meinung abzustellen (vgl. Hegnauer, a.a.O., S. 193 Rz. 26.04a; Meier/Stettler, a.a.O., S. 31 Rz. 55). Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, es sei für ihre eigene psychische Gesundheit förderlich, wenn sie vermehrt Kontakt mit ihrer Tochter haben könnte, und eine Umplatzierung sei auch aus diesem Grund erforderlich, macht sie eigene Interessen geltend. Die Maxime des Kindeswohls gebietet jedoch, dass die Interessen der Mutter gegenüber denjenigen des Kindes zurückzutreten haben (vgl. dazu Hegnauer, a.a.O., S. 193 Rz. 26.04a ff.). Insofern erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist sie abzuweisen.