Citation: 4A_395/2021 E. 3.3

3.3. Auch die weitere in der Beschwerde erhobene Kritik stützt sich auf die Prämisse, das Obergericht habe verkannt, dass ein "besonderes Rechtsschutzinteresse" für die Zulässigkeit der negativen Feststellungswiderklage vorauszusetzen sei. Nachdem aber feststeht, dass die Vorinstanz ihren Überlegungen in dieser Hinsicht eine zutreffende Rechtsauffassung zugrunde gelegt hat, ist der Kritik der Boden entzogen. Dies gilt insbesondere für die Rügen, das Obergericht habe Regeln über den Beweis (wie Art. 8 ZGB, Art. 151 ZPO) sowie verschiedene Verfahrensgrundsätze (wie Art. 55 ZPO) und -garantien (wie Art. 29 BV, Art. 6 EMRK, "Waffengleichheit", "Fairness im Verfahren") verletzt und ferner den Sachverhalt unrichtig festgestellt. Auch kann dahingestellt bleiben, ob tatsächlich die Gefahr bestünde, dass die Beschwerdeführerin bei Nichtzulassung der Feststellungswiderklage im Sinne eines "scheibchenweisen" Vorgehens eine "Vielzahl" weiterer Teilklagen betreffend dasselbe Unfallereignis erheben würde, wie dies die Beschwerdegegnerin befürchtet, die Beschwerdeführerin aber in Abrede stellt.