Citation: 4A_248/2018 E. A

A.________ (Kunde, Kläger, Beschwerdeführer) ist von Beruf Kapitän und Reeder. Seit 1995 betreibt er in U.________ eine Reederei. Er eröffnete am 14. Dezember 2006 ein Konto/Depot bei der B.________ Bank AG (Bank, Beklagte, Beschwerdegegnerin) mit Sitz in V.________ und unterhielt die Bankenkundenbeziehung bis anfangs 2015. Am 5. März 2009 unterzeichneten die Parteien einen Rahmenvertrag zur Abwicklung von "Over-The-Counter" (OTC-) Devisengeschäften (OTC-Rahmenvertrag 2009); der Kunde unterschrieb am selben Tag eine "Allgemeine Faustpfandverschreibung". Am 19. Januar 2012 unterzeichnete der Kunde eine "Zugangsbewilligung für Kunden zur direkten Platzierung von Handelsaufträgen in den Handelsbereichen der B.________ Bank AG (Zugangsbewilligung). Damit konnte er Handelsaufträge, namentlich OTC-Devisenaufträge, über das sog. "Direct Acces Client Desk" (DAC-Desk) direkt platzieren. Gleichentags unterzeichnete er ein Dokument "Kenntnis und Erfahrungen bezüglich Finanzinstrumente" und erteilte einen Vermögensverwaltungsauftrag für ein neues Portfolio mit einem Anlagevermögen per 3. Februar von EUR 2 Mio., wobei im "Anlageprofil Vermögensverwaltungsauftrag Target/Volatility" Wertschwankungen von maximal 5 % vereinbart wurden. Am 1./24. Juli 2014 eröffnete der Kunde eine zweite Bankbeziehung. Die Parteien unterzeichneten in der Folge einen Rahmenvertrag für OTC-Devisengeschäfte sowie Call- und Put-Optionen auf Devisen und Edelmetallen (OTC-Rahmenvertrag 2014). Der Kunde erteilte der Bank einen Vermögensverwaltungsvertrag mit einem Anlagevermögen per 19. August 2014 von EUR 8 Mio., wobei im "Anlageprofil Vermögensverwaltung individuell" wiederum Wertschwankungen von maximal 5 % vereinbart wurden. Am 13. August 2014 unterschrieb der Kunde eine zweite "Allgemeine Faustpfandverschreibung". Sodann unterschrieb der Kunde am 4. November 2014 zwei Dokumente mit dem Titel "Antrag auf Änderung der Kundenklassifizierung für Kunden mit Domizil Deutschland. Vom nicht professionellen Anleger zum professionellen Anleger" für seine beiden Bankbeziehungen. Mit Schreiben vom 11. November 2014 wies ihn die Bank im Wesentlichen darauf hin, dass er nicht mehr dem umfassenden Schutz für nicht professionelle Anleger unterstehe. Am 14. November 2014 unterschrieb der Kunde schliesslich eine "Erklärung zur Neueinstufung als professioneller Anleger für Kunden mit Dom izil in Deutschland". Am 18. Dezember 2014 kaufte der Kunde unter anderem EUR 20 Mio. zum Kurs von CHF 1.2095 (entsprechend CHF 24'190'000.--) auf Termin, konkret per 20. Januar 2015. Am 15. Januar 2015 gab die Schweizerische Nationalbank (SNB) um 10.30 Uhr bekannt, dass sie den Mindestkurs von CHF 1.20 pro Euro aufhebe. Noch am gleichen Tag schloss der Kunde die offenen Devisentermingeschäfte in EUR/USD und EUR/CH. Der Verlust betrug per Valuta 20. Januar 2015 USD 1'016'187.50 und Fr. 8'415'627.50. Die Bank forderte den Kunden gleichentags auf, bis Freitag, 16. Januar 2015, 11.00 Uhr, einen Nachschuss von Fr. 6'231'000.-- zu leisten, andernfalls sie ohne weitere Ankündigung die eingeräumten Sicherheiten nach eigenem Ermessen verwerten und ihre Forderung mit den Vermögenswerten des Kunden verrechnen werde. Da der Nachschuss innert Frist nicht geleistet wurde, stellte die Bank auch die (verbleibenden) Optionsgeschäfte glatt und verwertete die vom Kunden bei ihr gehaltenen Vermögenswerte. Am 22. Januar 2015 teilte sie dem Kunden den Abschluss der Verwertung mit.