Citation: 1C_598/2018 E. A

A.________ (Bauherr) reichte am 16. November 2009 bei der Stadtgemeinde Brig-Glis (nachstehend: Stadtgemeinde) ein Baugesuch betreffend den Neubau eines Mehrfamilienhauses auf den Grundstücken Nrn. 3602, 3603, 3604, 3605, 3606 und 3646 des Plans Nr. 33 in der Kernzone K der Gemeinde Brig-Glis ein. Diese Grundstücke befinden sich nördlich der X.________strasse und westlich der Y.________strasse und grenzen im Norden an das Grundstück Nr. 3607, das im Eigentum der Stockwerkeigentümer der Hausgemeinschaft B.________ (nachstehend: Nachbarn) steht. Am 16. Dezember 2009 wies die Stadtgemeinde die gegen das Bauvorhaben des Bauherrn erhobenen Einsprachen ab und erteilte dem Bauherrn die provisorische Baubewilligung mit dem Hinweis, die definitive Baubewilligung werde erst zugestellt, wenn die kantonalen Stellungnahmen vorliegen würden und das gesamte Bodengeschäft grundbuchrechtlich geregelt worden sei. Durch eine Neuparzellierung vom 29. Januar/8. Februar 2013 wurden die Stadtgemeinde Eigentümerin des neu gebildeten Grundstücks Nr. 3602 und der Bauherr Eigentümer des neu gebildeten Grundstücks Nr. 3605 (nachstehend: Baugrundstück), auf dem das geplante Mehrfamilienhaus errichtet werden sollte. Am 17. April 2013 erteilte der Gemeinderat der Stadtgemeinde dem Bauherrn die definitive Baubewilligung und wies die dagegen erhobenen Einsprachen ab. Diese Baubewilligung hielt unter Ziffer 5.9,,Städtebauliche Aspekte" betreffend die Gestaltung der Nordfassade fest, die nördlichen Wohnungen seien in allen Geschossen so umzuplanen, dass die Möglichkeit einer zukünftigen Blockrandbebauung offen bleibt (Zusammenbau mit Neubau auf Parzelle Nr. 3607). Der Staatsrat des Kantons Wallis hob die Baubewilligung vom 17. April 2013 in Gutheissung einer dagegen eingereichten Beschwerde am 30. April 2014 auf, da er zum Ergebnis kam, das geplante Mehrfamilienhaus halte die Abstandsvorschriften zur südlichen X.________strasse nicht ein. Eine dagegen vom Bauherrn erhobene Beschwerde wies das Kantonsgericht des Kantons Wallis am 16. Januar 2015 ab. Dieses Urteil blieb unangefochten.