Citation: 8C_33/2017 E. 3.2

3.2. Die IV-Stelle bestreitet einen eigenständigen Krankheitswert der depressiven Störung. Die invalidisierende Wirkung des Schmerzsyndroms hätte mittels der Rechtsprechung gemäss BGE 141 V 281 beurteilt werden müssen. Bei der Indikatorenprüfung sei der Verdeutlichungstendenz während der rheumatologischen Untersuchung im Rahmen der Begutachtung am ZMB Beachtung zu schenken. Die therapeutischen Möglichkeiten seien nicht ausgeschöpft und bei den Komorbiditäten sei die depressive Störung nicht zu beachten, da eine solche - wenn nicht in einer schweren Ausprägung - nicht invalidisierend sein könne. Dasselbe gelte für die Angststörung, da diese mit der depressiven Störung zusammenhänge. Da es an einem invalidisierenden Gesundheitsschaden fehle, habe die Beschwerdegegnerin keinen Anspruch auf eine Rente.