Citation: 4A_645/2016 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz stellte für das Bundesgericht verbindlich folgenden Prozesssachverhalt fest: Die Beschwerdeführerin habe mit Einreichung ihrer beiden Klagen am 9. Oktober 2015 bzw. 26. Januar 2016, mit denen sie die Rückzahlung zweier von ihr geleisteter Zahlungen verlangte, im Wesentlichen geltend gemacht, sie habe die entsprechenden Beträge einzig unter dem Druck einer drohenden Betreibung bzw. eines drohenden Konkurses an die Gegenpartei im Hauptverfahren bezahlt, obwohl diese nicht geschuldet gewesen seien. In den Klagebegründungen habe sie u.a. ausgeführt, aufgrund des drohenden Konkurses habe sie eine aussergerichtliche Stundungsvereinbarung unterschreiben müssen. Diese Stundungsvereinbarung sei ausweislich des Vertrages "ohne Anerkennung einer Rechtspflicht und nur unter dem Druck der Konkursandrohung seitens des Gläubigers" zustande gekommen. In beiden Klageverfahren habe sie als Beweismittel ein undatiertes, als "Stundungsvereinbarung" bezeichnetes Dokument eingereicht. Die Gegenpartei im Hauptverfahren habe eingewendet, dass es sich beim eingereichten Dokument nicht um die zwischen den Parteien am 11. Juni 2014 abgeschlossene Stundungsvereinbarung handle. Diese enthalte den Satz "ohne Anerkennung einer Rechtspflicht und nur unter dem Druck der Konkursandrohung seitens des Gläubigers" nicht, was von der Beschwerdeführerin bewusst verheimlicht worden sei und offenbar dazu hätte dienen sollen, das Gericht zu täuschen. Im Schlichtungsverfahren habe die Beschwerdeführerin noch die effektiv am 11. Juni 2014 abgeschlossene Vereinbarung als Beilage eingereicht. Die Gegenpartei im Hauptverfahren habe die Stundungsvereinbarung vom 11. Juni 2014 als Klageantwortbeilage zu den Akten gegeben. Im weiteren Verlauf des Verfahrens habe die Beschwerdeführerin argumentiert, dass es sich bei dem von ihr eingereichten Dokument um eine Fassung der Stundungsvereinbarung handle, die von der Gegenpartei nicht akzeptiert worden sei. Das Dokument habe lediglich dazu gedient, aufzuzeigen, dass sie den Betrag bloss bezahlt habe, um den Konkurs abzuwenden. Dabei habe sie auf verschiedene E-Mail Nachrichten verwiesen, welche sie an der Hauptverhandlung nachgereicht habe (insbesondere E-Mail vom 11. Juni 2016 [recte: 2014]). Anlässlich der auf den 26. April 2016 verschobenen Hauptverhandlung habe die Beschwerdegegnerin 1 mitgeteilt, dass die Akten wegen konkreter Verdachtsgründe für einen versuchten Prozessbetrug, evtl. Urkundenfälschung an die Staatsanwaltschaft überwiesen würden. Am 27. Mai 2016 habe die Staatsanwaltschaft des Kantons Bern eine Nichtanhandnahmeverfügung betreffend versuchten Prozessbetrugs, evtl. Urkundenfälschung erlassen. Daraufhin habe die Beschwerdeführerin ein Ausstandsgesuch gegen die Beschwerdegegnerin 1 gestellt. Dieses habe sie im Wesentlichen mit drei Handlungen begründet: der erfolgten Anzeige an die Staatsanwaltschaft, der unterlassenen Anzeige gegen die Gegenpartei im Hauptverfahren wegen falscher Anschuldigung und der Abweisung des von ihr gestellten Begehrens um Einholung eines Arztzeugnisses beim Rechtsvertreter der Gegenpartei im Hauptverfahren wegen dessen durch Krankheit begründeten Ersuchen um Verschiebung der Hauptverhandlung.