Citation: 5A_184/2023 E. 5.2

5.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, dass die Beschwerdegegnerin im Verlaufe des Verfahrens umgezogen sei und sich die Wohnkosten auf EUR 1'800.-- reduziert hätten. Er habe dieses Novum rechtzeitig ins Verfahren eingebracht und die Behauptung der Beschwerdegegnerin, wonach sie mangels Unterhaltsleistungen gezwungen gewesen sei, umzuziehen, sei merkwürdig. Das angefochtene Urteil sei willkürlich (Art. 9 BV) und die Vorinstanz habe das rechtliche Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) verletzt, wenn sie beim Bedarf der Beschwerdegegnerin trotzdem von Wohnkosten (inkl. Nebenkosten) von Fr. 3'220.-- ausgehe. Willkür und eine Verletzung des rechtlichen Gehörs erblickt der Beschwerdeführer auch darin, dass die Vorinstanz Kosten für eine Reinigungshilfe von Fr. 300.-- berücksichtige. Stattdessen sei dafür der von ihm zugestandene Betrag von Fr. 100.-- (für eine 3,5-Zimmerwohnung) einzusetzen. Auch habe die Vorinstanz das rechtliche Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) verletzt, indem sie auf den gesetzlichen Mindestlohn in Frankreich abgestellt habe: Dieser sei weder von einer Partei geltend gemacht noch behauptet worden. Auch die Kosten für Kosmetik bezeichnet der Beschwerdeführer als offensichtlich unhaltbar: Das Kantonsgericht habe festgestellt, dass die Position "Eurolastik" von Fr. 819.96 nicht in der Bedarfsberechnung der Beschwerdegegnerin berücksichtigt werden dürfe. Entsprechend habe sie die Ausgaben für Kosmetik um monatlich Fr. 63.07 reduziert. Fr. 819.96 dividiert durch zwölf (Monate) ergäbe aber nicht Fr. 63.07, sondern Fr. 68.33. Im Ergebnis habe der Beschwerdeführer damit Fr. 5.26 pro Monat zu viel an den Unterhalt der Beschwerdegegnerin zu leisten. Auch im Zusammenhang mit den Fahrzeugkosten wirft der Beschwerdeführer der Vorinstanz Willkür und eine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor: Die Vorinstanz habe festgestellt, dass die Kosten von Fr. 6'272.30 und Fr. 676.37 den Kauf eines Rollers betreffen und daher nicht in der Bedarfsberechnung der Beschwerdegegnerin berücksichtigt werden dürfen. Fr. 6'272.30 mit Fr. 676.37 addiert, ergebe eine Summe von Fr. 6'948.67. Monatlich resultiere daraus ein Betrag von Fr. 579.06. Ausgehend von den Fr. 1'485.--, welche das Regionalgericht als monatliche Fahrzeugkosten berücksichtigt habe und unter Berücksichtigung der monatlichen Reduktion von Fr. 579.06 (Anschaffungskosten Roller) resultierte daraus ein Betrag von Fr. 905.94 und nicht ein solcher von Fr. 949.25. Im Ergebnis habe der Beschwerdeführer damit monatlich Fr. 43.31 zu viel an Unterhalt zu leisten. Für Kosmetik und Fahrzeugkosten zusammen bezahle der Beschwerdeführer so über fünf Jahre Fr. 2'914.20 zu viel an Unterhalt. Willkür und eine Verletzung des rechtlichen Gehörs erblickt der Beschwerdeführer schliesslich in der Berücksichtigung von Fr. 200.-- für Kultur. Die Beschwerdegegnerin habe keinerlei entsprechende Ausgaben nachweisen können und diese nicht genügend substanziiert. Letztlich komme dies einer unrechtmässigen Vermögensverschiebung gleich. In gleicher Weise willkürlich sei es, dass die Vorinstanz einen Betrag von Fr. 250.-- für Ferien berücksichtigt habe. Ein Direktflug von Nizza nach Tunis koste rund Fr. 100.--. Unter Berücksichtigung des Rückflugs resultierten daraus monatliche Kosten von Fr. 16.65. Die behaupteten und häufigen Reisen habe auch die Vorinstanz als nicht glaubhaft angesehen und der Beschwerdegegnerin im Widerspruch hierzu aber dennoch einen namhaften Betrag angerechnet.