Citation: 6B_1407/2019 E. 1.2.1

1.2.1. Demnach habe der Beschwerdeführer die Tatvorwürfe in abstrakter, konstruierter und schemenhafter Weise bestritten. Demgegenüber fügten sich die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 sowie der Zeugen zu einem stimmigen Bild zusammen und sie bestätigten das Rahmengeschehen des 17. September 2016. Gewisse Widersprüche in den Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 bestünden allenfalls im Randbereich, nicht aber im Kerngeschehen. Dabei sei zu berücksichtigen, dass die erste Einvernahme der über keine Bildung verfügenden Beschwerdegegnerin 2 durch die Polizei ohne ausgebildeten Dolmetscher von Deutsch auf Englisch auf Dari (eine afghanische Sprachvariation des Neupersischen) erfolgt sei. Es erstaune daher nicht, dass die erste Einvernahme von den weiteren teilweise abweiche. Der Beschwerdeführer scheine den rechtsmedizinischen Befund zudem nicht zu bestreiten. Entgegen seiner Darstellung seien die multiplen Stauungsblutungen der Beschwerdegegnerin 2 an der Gesichtshaut, auf den Augenlidern, hinter den Ohren, an den Augenbindehäuten und der Mundschleimhaut sowie die oberflächlichen Hautabschürfungen und -einblutungen am Hals vorne links auf stumpfe Gewalteinwirkung zurückzuführen. Aus rechtsmedizinischer Sicht lasse der Befund auf ein Würgen schliessen, wobei ein Selbstwürgen dieses Ausmasses praktisch ausgeschlossen und, so die Vorinstanz, ohnehin unplausibel sei (Urteil S. 17 f.). Auch die vom Beschwerdeführer angeführten alternativen und rein spekulativen Erklärungen für die Stauungsblutungen, namentlich heftige Hustenanfälle oder Erbrechen, Bluthochdruck, akute Sepsen, Infekte, Psychosen oder allergische Überempfindlichkeit, könnten ausgeschlossen werden. Solches sei weder seitens der Rechtsmedizin noch des behandelnden Gynäkologen postuliert worden. Vielmehr habe das für die Stauungsblutungen ursächliche Ereignis gemäss den forensischen Akten mit hoher Wahrscheinlichkeit in einer Gewaltanwendung gegen den Hals bestanden und nicht vor dem 17. September 2016 stattgefunden. Während des Würgens sei es sodann zu einem deutlichen Sauerstoffmangel im Gehirn gekommen bzw. die Sauerstoffversorgung sei nicht mehr gewährleistet gewesen. Aufgrund der Akten stehe daher fest, dass sich die Beschwerdegegnerin 2 infolge des Würgens in unmittelbarer Lebensgefahr befunden habe, wobei von einem massiven Krafteinsatz gegen den Hals über längere Zeit auszugehen sei. Der Verweis des Beschwerdeführers auf ein DNA-Mischprofil am Hals der Beschwerdegegnerin 2 sei irreführend. Entgegen seiner Behauptung sei ein männlicher Ursprung der Spur nicht ausgeschlossen, sondern diese lediglich nicht interpretierbar, was bei überlagerten DNA-Spuren aber nicht ungewöhnlich sei. Auch leuchte nicht ein, weshalb die Beschwerdegegnerin 2 den Beschwerdeführer aus Eifersucht ungerechtfertigt belasten sollte, obwohl sie selbst die räumliche Trennung gegenüber dem chronisch gewalttätigen Partner gewünscht und Zuflucht in einer ausserkantonalen Asylunterkunft gesucht habe. Der Beschwerdeführer habe hinsichtlich des möglichen Todes der Beschwerdegegnerin 2 vorsätzlich gehandelt, so die Vorinstanz. Mit dem Versuch, seine hochschwangere Frau zu erwürgen, habe er auch den Tod des Ungeborenen zumindest in Kauf genommen. Die Drohung während des Würgens habe er nur pauschal bestritten. Diese seien daher gestützt auf die Geschädigtenaussagen erstellt.