Citation: 6B_1104/2019 E. 1.2

1.2. Die Beschwerdeführerin wendet sich in erster Linie gegen den Schluss der Vorinstanz, wonach der Strafantrag rechtzeitig erfolgt sei. Die Vorinstanz nehme willkürlich an, dass der Privatkläger ihr nach dem Vorfall des Jahres 2012 vertraut habe und von den neuen Kartenbezügen keine Kenntnis gehabt habe. Dieser sei sich indes bewusst gewesen, dass der von ihm ausbezahlte Lohn von Fr. 1'500.-- pro Monat für die Deckung des Lebensbedarfs für mehrere erwachsene Personen und die regelmässige Verpflegung seiner erwachsenen Söhne, von Geschäftspartnern und Mitarbeitern nicht ausgereicht habe. Auch die Treuhänderin des Privatklägers habe Lebenshaltungskosten von rund Fr. 50'000.-- bis Fr. 70'000.-- für einen Haushalt dieser Grösse als naheliegend bezeichnet. Bei dieser Sachlage habe der Privatkläger daher wohl bereits zu einem früheren Zeitpunkt vor dem Januar 2017 um die Geldbezüge und Überweisungen gewusst. Es scheine mithin viel plausibler, dass der Privatkläger die Vorteile, die er aus dem Zusammenleben mit ihr (sc. der Beschwerdeführerin) gezogen habe, höher bewertet und es daher hinausgeschoben habe, sie mit den Bezügen zu konfrontieren. Die Frist für die Stellung des Strafantrages habe daher zu einem viel früheren Zeitpunkt zu laufen begonnen und sei daher unbenutzt verstrichen (Beschwerde S. 3 ff.). Eventualiter macht die Beschwerdeführerin geltend, die Vorinstanz habe willkürlich eine ausdrückliche oder konkludente Einwilligung des Privatklägers verneint. Der Bezug und die Verwendung der bezogenen Mittel seien daher nicht rechtswidrig gewesen. Denn die ihr zur Verfügung stehenden bescheidenen Geldmittel hätten gar nicht ausgereicht, um den Kühlschrank im gemeinsamen Haushalt ausreichend zu füllen. Eine unrechtmässige Verwendung fremden Vermögens oder eine Vermögensverschiebung zum Schaden des Privatklägers liege nicht vor. In jedem Fall fehle es an der unrechtmässigen Bereicherungsabsicht, da sie mit den Geldbezügen den Bedarf des Privatklägers befriedigt habe. Soweit die Vorinstanz von der im Handlungszeitpunkt fehlenden Kompensationsabsicht auf das Vorhandensein einer Bereicherungsabsicht schliesse, stelle sie den Sachverhalt offensichtlich falsch fest. Dies gelte in gleichem Masse für die Feststellung gewerbsmässigen Handelns (Beschwerde S. 5 ff.).