Citation: 9C_317/2024 E. 1.3.1

1.3.1. Streitgegenstand eines Rechtsmittelverfahrens kann nur sein, was bereits Gegenstand des erstinstanzlichen Verfahrens war oder allenfalls hätte sein sollen und was gemäss der Dispositionsmaxime zwischen den Parteien noch strittig ist, was sich wiederum aus den Parteibegehren, insbesondere den Beschwerdeanträgen, ergibt. Im Laufe des Rechtsmittelverfahrens kann sich der Streitgegenstand verengen bzw. um nicht mehr strittige Punkte reduzieren, jedoch grundsätzlich nicht erweitern oder inhaltlich verändern (BGE 142 I 155 E. 4.4.2; 136 II 457 E. 4.2; 136 II 165 E. 5). Tritt eine Verwaltungsbehörde oder ein Gericht auf ein Gesuch oder ein Rechtsmittel nicht ein, weil es an einer Verfahrens- bzw. Prozessvoraussetzung fehlt, ist es anschliessenden Rechtsmittelinstanzen wie etwa dem Bundesgericht grundsätzlich verwehrt, das ursprüngliche Gesuch oder Rechtsmittel inhaltlich zu überprüfen (vgl. jüngst etwa Urteil 9C_273/2024 vom 16. Dezember 2024 E. 1.4).