Citation: 8C_620/2018 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer beanstandet, die Schlussfolgerungen des MEDAS-Gutachtens seien nur teilweise nachvollziehbar. Dass ein CTS vorliege, sei aktenkundig. Dabei handle es sich nach Anhang 1 zur UVV um eine Drucklähmung der Nerven. Auch die Berücksichtigung der zusätzlichen Risikofaktoren des Alters, des Diabetes mellitus und der - als Berufskrankheit anerkannten - Ellenbogengelenksarthrose könne bei zutreffender Gewichtung nicht zur Verneinung der Berufsbedingtheit des CTS führen. Ebenso sei der Tremor sehr wahrscheinlich auf eine Berufskrankheit zurückzuführen, weshalb die Suva auch für die Folgen dieser Beschwerden leistungspflichtig sei. Gehe man berufskrankheitsbedingt von der beidseitigen Ellenbogengelenksarthrose, dem CTS und dem Tremor aus, müsse auch die Adäquanz des Kausalzusammenhanges der psychischen Störungen zu diesen Krankheiten nach der allgemeinen Adäquanzformel bejaht werden. Allein die psychischen Störungen begründeten einen zusätzlichen Anspruch auf Integritätsentschädigung von 20 %. Unter Berücksichtigung aller Berufskrankheiten sei der Versicherte nicht mehr in der Lage, ein Erwerbseinkommen zu erzielen.