Citation: I 582/99 10.05.2000 E. A

A.- Der Fürsorgeverein X.________ (nachfolgend: Verein) bezweckt die spezialisierte Gesundheitsfürsorge auf dem Gebiet der Epilepsie, der Neurorehabilitation sowie der Parkinson-Krankheit und betreibt zu diesem Zweck die Klinik für Epilepsie und Neurorehabilitation in Y.________. In die Klinik integriert sind Werkstätten (Ateliers), in denen die Patienten verschiedenen ergotherapeutischen und handwerkli- chen Beschäftigungen im Rahmen einer Aktivierungs- oder Werktherapie nachgehen können. In diesen Werkstätten werden überwiegend Invalide beschäftigt, weshalb das Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) dem Verein jährliche Beiträge an die dadurch entstandenen zusätzlichen Betriebskosten zu- sprach. Mit rechtskräftiger Verfügung vom 6. Juni 1995 ge- währte das BSV dem Verein Beiträge für die Rechnungsjahre 1992 und 1993 und hielt fest (Ziff. 5 der Verfügung), nach dem 31. Dezember 1994 würden Beiträge nur noch gewährt, wenn spezielle Abteilungen ("z.B. für das Wohnen sowie für das Beschäftigen") geschaffen würden, die auf "die Bedürf- nisse der Behinderten im IV-Alter" zugeschnitten seien. Zu diesem Zweck müssten folgende Voraussetzungen erfüllt wer- den: "-Für die Behindertenabteilungen sind in der Buchhaltung separate Kostenstellen zu führen. -Die bauliche Gestaltung der Abteilungen muss den Richt- linien und dem Richtraumprogramm für Behindertenwohn- heime bzw. Beschäftigungsstätten entsprechen. -Für die Behindertenabteilung muss ein Konzept zur ziel- gerichteten Förderung und Beschäftigung mit spezifischen Förderungsmassnahmen vorhanden sein und durchgeführt werden. -Für die Behindertenabteilungen ist fachlich ausgebilde- tes Personal für die Betreuung einzustellen. Das Ver- hältnis Personal/Behinderte soll dem einer reinen Behinderteninstitution entsprechen." Mit Eingaben vom 28. Juni 1996 und 15. Mai 1997 stell- te der Verein Gesuche um Gewährung von Beiträgen für die Rechnungsjahre 1995 und 1996. Nach Ergänzung der Akten durch die beiden Konzepte "Aktivierungstherapie" und "Werk- therapie" führte das BSV am 4. September 1997 einen Augen- schein durch und hielt mit Verfügung vom 30. September 1997 fest, die Voraussetzungen für die Gewährung eines Beitrages seien nicht erfüllt; zugleich ordnete es die Rückerstattung der am 11. September 1996 für das Rechnungsjahr 1995 ausge- richteten Akontozahlung von Fr. 700'000.- an. Der Verein erhob Einsprache und beantragte, es seien Betriebskosten- beiträge für die Rechnungsjahre 1995 und 1996 zu gewähren und die Rückerstattungsverfügung aufzuheben. Mit Einspra- cheentscheid vom 1. Mai 1998 wies das BSV diese Anträge ab.