Citation: 8C_273/2019 E. 5.3.2

5.3.2. Weiter ist auch mit Blick auf die subsidiäre Bedeutung der Haftungsnorm nicht ersichtlich, inwiefern die Beschwerdegegnerin ihre Schädigung anderweitig im Rahmen des sozialversicherungsrechtlichen Verwaltungsverfahrens oder im gerichtlichen Anfechtungsverfahren hätte abwenden können (vgl. E. 3 hiervor und Art. 82a AVIG), wie eingewendet wird. Die Vorinstanz stellte dazu willkürfrei die erfolglose Rückforderung der geleisteten Taggelder beim Versicherten (durch Erfüllung der Erlassvoraussetzungen, weshalb sie von einer Aufforderung zur Rückerstattung absah) und bei seiner Krankenversicherung (da diese nur für die Heilbehandlung und nicht für einen unfallbedingten Lohnausfall aufzukommen hatte) fest. Wodurch der von der Beschwerdeführerin angerufene Art. 12 VG (in Verbindung mit Art. 78 Abs. 4 ATSG) verletzt sein soll, ist nicht ersichtlich. Danach kann die Rechtmässigkeit formell rechtskräftiger Verfügungen, Entscheide und Urteile nicht in einem Verantwortlichkeitsverfahren überprüft werden. Die Beschwerdegegnerin verlangt jedoch keine erneute Überprüfung eines Entscheids im Sinne von Art. 12 VG im Rahmen des vorliegenden Verantwortlichkeitsverfahrens. Der Umstand, dass die Rückforderung im Umfang von Fr. 117'524.65 beim Versicherten und bei der Krankenkasse scheiterte, schliesst die Anwendung von Art. 78 ATSG gerade nicht aus, sondern liess den erlittenen Schaden erst manifest werden.