Citation: 1C_262/2022 E. 2.2

2.2. Eine kantonale Rechtsmittelbehörde bleibt nach der Rechtsprechung an ihre eigenen Zwischenentscheide gebunden (BGE 133 V 477 E. 5.2.3; Urteil 8C_624/2020 vom 16. April 2021 E. 5.2, in: SVR 2021 UV Nr. 36 S. 162; vgl. auch Urteil 6B_694/2016 vom 22. Mai 2017 E. 8; je mit Hinweisen). Die sachliche Reichweite der Bindungswirkung ergibt sich aus Dispositiv und Begründung des Rückweisungsentscheids (Urteil 1C_205/2016 vom 10. November 2016 E. 4.6.2 mit Hinweis). Allerdings erstreckt sie sich nicht auf das Bundesgericht (BGE 133 V 477 E. 5.2.3 mit Hinweisen) und gilt zudem nur für das betreffende Verfahren. Es ist deshalb entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin durchaus bedeutsam, dass sie ihr ursprüngliches Baubewilligungsgesuch zurückgezogen und ein neues eingereicht hat. Der Rückzug des ursprünglichen Gesuchs erfolgte im Übrigen gemäss den unbestrittenen vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen auf Initiative der Beschwerdeführerin, weshalb ein treuwidriges Verhalten der Behörden (Art. 9 BV) nicht erkennbar ist. Unzutreffend ist die Auffassung, der Rückweisungsentscheid des Verwaltungsgerichts vom 28. September 2016 sei in Rechtskraft erwachsen. Es handelte sich vielmehr um einen Zwischenentscheid, den die Beschwerdegegnerschaft nach Massgabe von Art. 93 Abs. 3 BGG durch Beschwerde gegen den Endentscheid hätte anfechten können, hätte die Beschwerdeführerin ihr Gesuch nicht kurz darauf zurückgezogen. Der Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 28. September 2016 vermochte somit nach Abschreibung des Verfahrens keine Bindungswirkung mehr zu entfalten. Eine Auseinandersetzung mit der Frage, welchen Gehalt seine Bindungswirkung zuvor hatte, erübrigt sich deshalb.