Citation: 2C_248/2022 E. 4.5.1

4.5.1. Die Vorinstanz erwog, die Beschwerdeführerin lege nicht substanziiert dar, inwiefern sie sich um eine nachhaltige Sanierung ihrer Schulden bemühen würde. Negativ ins Gewicht falle zudem, dass sie in den Jahren 2013 und 2015 von der Staatsanwaltschaft wegen Nichtabgabe von Ausweisen und/oder Kontrollschildern zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von sieben Tagessätzen sowie einer Busse von Fr. 200.-- bzw. einer Geldstrafe von 10 Tagessätzen verurteilt worden sei. Trotz wiederholter Aufforderungen des Migrationsamts und ausländerrechtlichen Verwarnungen habe sie es während Jahren unterlassen, sich ernsthaft um eine Arbeitsstelle zu bemühen, welche ihr die Ablösung von der Sozialhilfe ermöglicht hätte. In den letzten drei Jahren habe sie sich insgesamt lediglich siebenmal für eine Arbeitsstelle beworben, obwohl sie um die Folgen ihrer Erwerbslosigkeit und die Notwendigkeit, eine Arbeitsstelle zu finden, gewusst habe. Während zum Zeitpunkt der letzten Verwarnung im Jahr 2017 die jüngere Tochter D.________ kurz vor der Volljährigkeit gestanden habe, sei die ältere Tochter C.________ bereits volljährig gewesen. Es seien somit keine Gründe ersichtlich, weshalb die Beschwerdeführerin aufgrund dieser familiären Situation verhindert gewesen sein solle, einer Arbeit nachzugehen oder sich ernsthaft um eine Stelle zu bemühen. Die Beschwerdeführerin treffe somit ein erhebliches Verschulden an ihrer Sozialhilfeabhängigkeit.