Citation: 1C_283/2018 E. 2

Nachdem A.________ in den Folgejahren kein Baugesuch für die erforderliche Mistgrube eingereicht hatte, leitete der Gemeinderat Lengnau am 17. Mai 2017 von Amtes wegen ein Baugesuchsverfahren ein. Mit Beschluss vom 5. Februar 2018 wies der Gemeinderat das Baugesuch ab und verfügte gleichzeitig die Einstellung der bisherigen Nutzung im Sinne der Erwägungen sowie die Beseitigung und Entsorgung des gesamten mit Jauche/Mistwasser durchtränkten Erdreichs, inklusive dem ebenfalls mit Jauche/Mistwasser belasteten Boden darunter. Einer allfälligen Beschwerde entzog er die aufschiebende Wirkung. A.________ erhob dagegen Beschwerde und ersuchte u.a. um Gewährung der aufschiebenden Wirkung. Der Regierungsrat des Kantons Aargau entzog der Beschwerde mit Zwischenentscheid vom 25. April 2018 die aufschiebende Wirkung bezüglich der folgenden Anordnungen: "Die Nutzung von Wechselmulden auf Parzelle 537 zur Mist- und Jauchelagerung ist nach der Zustellung dieser Verfügung sofort einzustellen. Die Mulden sind innert 24 Stunden seit Zustellung dieser Verfügung zu leeren und zu reinigen. Der in und neben den Wechselmulden auf Parzelle 537 lagernde Mist ist nach Zustellung dieser Verfügung innert 24 Stunden zu entfernen und entweder fachgerecht zu gebrauchen oder zu entsorgen." A.________ erhob gegen den regierungsrätlichen Zwischenentscheid am 30. April 2018 Beschwerde. Mit Urteil vom 30. Mai 2018 passte das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau in teilweiser Gutheissung der Beschwerde den regierungsrätlichen Zwischenentscheid dahingehend an, dass die angeordnete Frist von 24 Stunden ab Zustellung der Verfügung neu auf sieben Tage ab Zustellung des Entscheids angesetzt wurde. Im Übrigen wies das Verwaltungsgericht die Beschwerde ab. Zur Begründung führte es zusammenfassend aus, vom Beschwerdeführer werde seit 2001 eine vorschriftsgemässe Mistgrube verlangt. Am 15. April 2002 sei ihm für die Mistlagerung im Sinne eines Provisoriums an Stelle der Mistgrube die Benutzung eines Mistcontainers als Sofortmassnahme erlaubt worden. Dabei sei u.a. festgehalten worden, dass keine Jauche oder anderweitig verschmutztes Wasser auslaufen dürfe. Daran habe sich der Beschwerdeführer nicht gehalten. Eine Fotodokumentation zeige, dass Mist neben den Mulden gelagert werde und die Mulden derart aufgehäuft seien, dass Mist über den Muldenrand hinauslappe. Gemäss Fotos habe der Beschwerdeführer sogar wenige Tage nach Einreichung der Beschwerde weiterhin Mist auf dem Boden neben den Wechselcontainern gelagert. Es lägen somit wichtige Gründe im Sinne von § 46 Abs. 1 VRPG zur Entziehung der aufschiebenden Wirkung vor. Angesichts der Gefährdung des Grundwassers überwiege das öffentliche Interesse an der sofortigen Einstellung der Nutzung von Wechselmulden das private Interesse des Beschwerdeführers an der bisher praktizierten Mistlagerung.