Citation: 8C_100/2020 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz hat erwogen, das SECO habe anlässlich einer Arbeitgeberkontrolle bei der Beschwerdeführerin am 4. Mai 2017 anhand der überprüften Stundenlisten festgestellt, dass wetterbedingte Ausfälle für Tage geltend gemacht worden seien, an denen die Arbeitnehmer gearbeitet hätten, Ferien bezogen hätten oder krankheits-/unfallbedingt zu 100% arbeitsunfähig gewesen seien. Es habe aufgelistet, wie viele Stunden die vier Arbeitnehmer der Beschwerdeführerin gemäss den Stundenlisten im Januar 2015, Februar 2015, Januar 2016 und Januar 2017 gearbeitet hätten, wie viele Mahlzeitenentschädigungen ihnen gemäss den Lohnabrechnungen ausgerichtet worden und welche Ausfallstunden nachträglich nicht anerkannt worden seien. Es lägen - so die Vorinstanz - keine erheblichen Anhaltspunkte dafür vor, dass die Angaben der Beschwerdeführerin zu den Arbeitszeiten ihrer Arbeitnehmer in den vom SECO analysierten Stundenlisten nicht korrekt sein könnten. Dass die Arbeitgeberin über Monate hinweg versehentlich falsche Arbeitszeiten festgehalten haben solle, sei nicht glaubhaft. Weder die Bestätigungen der Bauherren, aus denen lediglich hervorgehe, dass die Arbeiten bei Schnee, Eis und Minustemperaturen unterbrochen worden seien, noch der Rapport über die wetterbedingten Ausfallstunden des Monats Januar 2016 vermöchten sodann die Angaben in den Stundenlisten in Zweifel zu ziehen. Das kantonale Gericht hat aufgrund der festgestellten Ausgangslage erkannt, der Beschwerdeführerin hätte offensichtlich bekannt sein müssen, dass sie mangels wetterbedingter Arbeitsausfälle keinen Anspruch auf Schlechtwetterentschädigung gehabt hätte, weshalb nicht von einem gutgläubigen Leistungsbezug ausgegangen werden könne. Unter diesen Umständen könne auf eine Härtefallprüfung verzichtet werden.