Citation: 1A.335/2005 18.08.2006 E. G

Am 8. Juni 2005 stellte die Firma X.________ ein neues Gesuch um Aufhebung der Kontosperre. Sie machte geltend, die blockierten Gelder gehörten Y.________, einem in der Bau- und Immobilienbranche tätigen Unternehmer, und stammten aus legalen Geschäften. Die von den philippinischen Behörden gegen diesen geltend gemachten Straftatbestände seien sowohl nach philippinischem als auch nach schweizerischem Recht verjährt. Selbst wenn die Unverjährbarkeit der Straftatbestände nach philippinischem Recht angenommen würde, sei die Kontosperre wegen unverhältnismässigen Eingriffs in die von der Bundesverfassung geschützten Eigentumsrechte und wegen Verletzung des Beschleunigungsgebots aufzuheben. Am 15. Juni 2005 leitete die Staatsanwaltschaft das Gesuch an das Bundesamt für Justiz weiter, um bei der ersuchenden Behörde abzuklären, ob noch ein Interesse an der Fortführung der Kontosperre bestehe. Am 19. August 2005 überwies das Bundesamt für Justiz der Staatsanwaltschaft die Antwort der PCGG mit einer Übersicht zum Verfahrensstand vom 27. Juli 2005 (Status of the Civil Case) und mit der Bemerkung: "Wir gehen davon aus, dass damit einer Weiterführung der Sperre nichts im Wege steht". Mit Verfügung vom 30. August 2005 wies die Staatsanwaltschaft das Gesuch vom 8. Juni 2005 ab. Gleichzeitig wurde ein Gesuch der Firma X.________ um Freigabe von EUR 20'000.-- zur teilweisen Deckung von Honorarforderungen ihres Rechtsvertreters abgewiesen, weil dafür keine gesetzliche Grundlage bestehe.