Citation: 4A_55/2014 E. 6.2

6.2. Der Vorinstanz kann keine willkürliche Anwendung von Bundesrecht vorgeworfen werden. Sie hat zu Recht erkannt, dass die Parteien während der Dauer des pactum de non petendo auf die Geltendmachung ihrer Forderung verzichtet haben, ohne dabei die Existenz des Schuldverhältnisses oder die Leistungspflicht anzutasten. Es handelt sich somit um ein Versprechen seitens des Gläubigers, eine bestehende und (allenfalls) bereits fällige Forderung nicht geltend zu machen. Die Durchsetzbarkeit des Anspruchs wird damit (wenigstens vorübergehend) eingeschränkt. So ist es auch nicht willkürlich, wenn die Vorinstanz davon ausgegangen ist, dass ein pactum de non petendo als schuldnerische Anerkennungshandlung im Sinne von Art. 135 Ziff. 1 OR die Verjährung unterbricht und den Lauf der Verjährung während dessen Dauer hindert. Es würde dem Sinn und Zweck der zwischen den Parteien geschlossenen Vereinbarung widersprechen, wenn sich die Beschwerdeführerin einerseits verpflichtet, auf die Geltendmachung ihrer Forderung gegenüber der Beschwerdeführerin während der Dauer des Nachlassverfahrens der C.________ AG zu verzichten, diese andererseits während dieser Dauer verjährt. Von einer willkürlichen Anwendung der Bestimmungen über das Verjährungsrechts kann demnach keine Rede sein. Aufgrund des willkürfrei ermittelten Sachverhaltes bestand auch keine Veranlassung der Vorinstanz, sich zu weiteren Fragen der Verjährung zu äussern.