Citation: 2C_27/2015 E. A

A.A.________ ist zusammen mit C.A.________ und D.________ seit 1989 an einer Erbengemeinschaft mit namhaftem Grundbesitz in der Gemeinde U.________/TG beteiligt. Die betreffenden Liegenschaften befanden sich schon seit längerer Zeit in Familienbesitz. Nach Aufnahme der an der W.________strasse gelegenen Liegenschaft in die Wohnzone W2 und deren Erschliessung durch die Gemeinde im Jahr 2005 veräusserte die Erbengemeinschaft in den Jahren 2008 bis 2010 insgesamt zehn Parzellen im Wert von rund 4,6 Mio. Fr. In der Gemeinde U.________/TG realisierte die Erbengemeinschaft in den Jahren 2008 bis 2010 auch das Projekt V.________strasse, eine Überbauung mit drei Wohnblöcken (insgesamt 33 Stockwerkeinheiten) mit einem Volumen von rund 18,4 Mio. Fr. Bei der Veranlagung der Eheleute A.A.________ und B.A.________ für die direkte Bundessteuer 2008 legte die Veranlagungsbehörde das steuerbare Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit (Liegenschaftenhandel) auf Fr. 471'740.-- (Projekte V.________strasse und W.________strasse) fest. Der einkommenssteuerpflichtige Gewinnanteil aus den Verkäufen an der W.________strasse belief sich auf Fr. 53'870.--. Die Steuerpflichtigen bestritten, dass sie in Bezug auf das Projekt W.________strasse eine selbständige Erwerbstätigkeit entfaltet hätten; es handle sich um einen privaten Kapitalgewinn. Die Steuerverwaltung wies die Einsprache ab.