Citation: 6B_1050/2017 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz erwägt zum Willenselement des Vorsatzes, der Beschwerdeführer habe bei feuchter Fahrbahn, Temperaturen um den Gefrierpunkt, Dunkelheit, dichtem Nebel und einer Sichtweite von 50 Metern (in dubio pro reo) zwei mit ca. 40 km/h vor ihm fahrende Fahrzeuge mit 70 km/h überholen wollen. Er hätte für ein solches Manöver eine Strecke von rund 270 Metern überblicken müssen. Aufgrund der Sichtverhältnisse habe er in keiner Hinsicht zuverlässig beurteilen können, ob der nötige Raum frei von Hindernissen oder Gegenverkehr gewesen sei, sich aber dennoch entschlossen, zu überholen. Die sichtbare Strecke sei völlig ungenügend gewesen, um rechtzeitig reagieren zu können. Sein Verhalten könne nur als krass sorgfaltswidrig bezeichnet werden. Aufgrund des Zugs auf der linken und der zu überholenden Fahrzeuge auf der rechten Seite habe er einem entgegenkommenden Motorradfahrer nicht ausweichen können. Er habe nicht mehr ernsthaft darauf vertrauen können, er werde den als möglich erkannten Erfolg durch sein Fahrgeschick vermeiden können. Auch der Motorradfahrer habe keinerlei Abwehrchancen gehabt, einen Unfall mit Todesfolge durch zweckmässige Reaktion zu vermeiden. Nachdem der Beschwerdeführer sein Fahrzeug auf die linke Strassenseite gelenkt habe, habe der Eintritt einer Frontalkollision einzig vom Auftauchen von Gegenverkehr abgehangen. Auf ein entgegenkommendes Fahrzeug habe er unmöglich reagieren können. Er habe es darauf ankommen lassen, ob der Taterfolg eintritt und gar nicht anders als mit der Tatbestandsverwirklichung rechnen können. Er habe diese in Kauf genommen und folglich eventualvorsätzlich gehandelt (vgl. angefochtenes Urteil, E. 3.4.3.5.3.7 S. 22 und E. 3.4.3.6.2 S. 24 ff.).