Citation: 8C_765/2021 E. 4.1.2

4.1.2. Dr. med. G.________, stellvertretender Oberarzt der Klinik F.________, erläuterte am 9. März 2020, er könne anhand des Röntgenbildes vom 3. März 2020 Stieda-Pellegrini-Zeichen mit deutlicher Abrundung des Ossikels konstatieren. Allerdings verneinte er relevante degenerative Veränderungen. Dr. med. H.________, stellvertretender Oberarzt, und Dr. med. I.________, Assistenzarzt, beide bei der Klinik F.________, legten am 21. April 2020 dar, dass das MRI vom 20. November 2019 eine Ruptur des vorderen Kreuzbandes zeige. Das subchondrale Knochenmarködem postero-medial sei (wahrscheinlich) dem Trauma vom 8. November 2019 zuzuschreiben. In einer weiteren Stellungnahme vom 13. Mai 2020 legten die Dres. med. G.________, H.________ und I.________ dar, anders als Dr. med. E.________ sähen sie anhand der Röntgenbilder vom 3. März 2020 keine deutliche mediale Gonarthrose. Bestenfalls liege eine beginnende Sklerosierung im medialen Tibiaplateau vor. Sie gaben ausserdem bekannt, dass Dr. med. E.________ von einer Inexistenz des vorderen Kreuzbandes gesprochen habe, was überrasche, da sie dieses sowohl in den coronaren als auch den sagittalen Bildern ausmachen könnten. Die dargestellte Struktur habe dem Beschwerdeführer bis Anfang November 2019 wahrscheinlich eine ausreichende Stabilität gegeben, um "einen Arbeitseinsatz in einem körperlich anstrengenden Beruf als Bauarbeiter tätig zu sein". Mit der nun vorhandenen deutlichen klinischen Instabilität sei sehr unwahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer seine bisherige Tätigkeit wieder aufnehmen könne. Der eindrückliche Pivot-Shift-Test lasse vermuten, dass er auch mit einer intensiven Physiotherapie keine ausreichende Stabilität erreicht hätte.