Citation: 5A_893/2017 E. 3.1

3.1. Der in Art. 256 SchKG geregelte Verwertungsmodus sieht vor, dass die zur Masse gehörenden Vermögensgegenstände auf Anordnung des Konkursamtes öffentlich versteigert oder, falls die Gläubiger es beschliessen, freihändig verkauft werden (Abs. 1). Verpfändete Vermögensstücke dürfen nur mit Zustimmung der Pfandgläubiger anders als durch Verkauf an öffentlicher Steigerung verwertet werden (Abs. 2). Vermögensgegenstände von bedeutendem Wert und Grundstücke dürfen nur freihändig verkauft werden, wenn die Gläubiger vorher Gelegenheit erhalten haben, höhere Angebote zu machen (Abs. 3). Abgesehen von dieser Einschränkung liegt es im Ermessen des Konkursamtes, ob es die Gläubiger zur Einreichung eines Angebotes einladen will, bevor es einen Freihandverkauf verfügt. Die für das ordentliche Konkursverfahren erlassenen Verwertungsregeln gelten mit gewissen Ausnahmen auch für das summarische Konkursverfahren (Art. 231 Abs. 3 SchKG; BGE 76 III 102 E. 2; 131 III 280 E. 2.1). Dies gilt auch für die Anordnung eines Notverkaufs. Das Konkursamt verwertet insbesondere ohne Aufschub Gegenstände, die schneller Wertverminderung ausgesetzt sind, einen kostspieligen Unterhalt erfordern oder unverhältnismässige Aufbewahrungskosten verursachen (Art. 243 Abs. 2 SchKG; BGE 131 III 280 E. 2.1).