Citation: 2C_759/2018 E. 3.4

3.4. Was der Beschwerdeführer gegen diese Würdigung einwendet, verfängt nicht. Die Vorinstanz hat nachvollziehbar ausgeführt, es sei unglaubhaft, dass der Beschwerdeführer seinen Vater mit seinen rechtlichen Angelegenheiten betraut habe. Mit dieser Feststellung setzt sich der Beschwerdeführer nicht einmal ansatzweise auseinander. Er rügt lediglich appellatorisch, entgegen der vorinstanzlichen Feststellungen habe er nach Gewährung des rechtlichen Gehörs sehr wohl Vorkehrungen getroffen, um eine allfällige Beschwerdefrist einzuhalten. Welche Vorkehrungen dies sein sollen, führt er nicht weiter aus. Selbst unter der Annahme, dass sein Vater ihn (faktisch) in seinen rechtlichen Angelegenheiten unterstützt hätte, müsste angesichts der kurzen Beschwerdefrist von zehn Tagen zudem als grobfahrlässig bezeichnet werden, dass der Beschwerdeführer die Verfügung des Migrationsamts ohne weiteren Kommentar postalisch an seinen Vater verschickte und sich in der Folge nicht weiter um die Sache kümmerte. Schon ein Mindestmass an Sorgfalt hätte in diesem Fall nahe gelegt, den Vater telefonisch auf die Dringlichkeit der Sache hinzuweisen oder jedenfalls vor Fristablauf bei ihm nachzufragen, ob die nötigen Vorkehrungen getroffen worden sind. Dass der Beschwerdeführer die Bedeutung der Angelegenheit nicht verstanden habe, ist als Schutzbehauptung zu qualifizieren und auch angesichts des Umstands, dass er vor Erlass der Widerrufsverfügung selbständig von seinem Gehörsrecht Gebrauch gemacht hat, unglaubhaft.