Citation: 2C_630/2014 E. A

A.________ nahm per 1. Dezember 2009 im Kanton Bern Wohnsitz, wo er ordentlich besteuert wurde. Für das Steuerjahr 2009 wurde er zusätzlich zu Unrecht durch seinen damaligen Arbeitgeber im Kanton Neuenburg an der Quelle besteuert. Die entrichtete Steuer wurde versehentlich an die Behörden des Kantons Freiburg überwiesen. A.________s Bemühungen um eine Rückerstattung dieser entrichteten Steuerbeträge blieben zunächst ohne Erfolg; auf dem Kontoauszug der Steuerverwaltung des Kantons Bern vom 19. April 2012 betreffend Kantons- und Gemeindesteuer 2009 war die Quellensteuerzahlung für das Jahr 2009 nicht berücksichtigt. Auf Nachfrage erhielt A.________ von einer Mitarbeiterin der Steuerverwaltung des Kantons Bern die Auskunft, dass der entsprechende Betrag nicht an den Kanton Bern überwiesen worden sei und sie in dieser Sache nichts unternehme. Seine Arbeitgeberin wurde durch eine andere Mitarbeiterin der Steuerverwaltung des Kantons Bern darüber informiert, dass das Geld einem Berner Quellensteuerkonto gutgeschrieben und per Ende April 2012 auf das reguläre Steuerkonto von A.________ umgebucht werde. Diese Umbuchung erfolgte nicht, worauf A.________ am 8. Mai 2012 zusätzlich zu der bereits für ihn aktiven Arbeitgeberin einen Rechtsanwalt mit der Wahrung seiner Interessen betraute. Mit Veranlagungsverfügung vom 18. Mai 2012 hielt die Steuerverwaltung des Kantons Bern fest, dass A.________ Anspruch auf Rückerstattung der bezahlten Quellensteuer habe. Mit anschliessender Verrechnungsanzeige wurde der ihm zustehende Betrag mit bestehenden Steuerforderungen verrechnet und die Überweisung des Restbetrags in Aussicht gestellt. Im Zusammenhang mit der Abwicklung der Rückerstattung gelangte der Rechtsanwalt nochmals an die Steuerbehörden, worauf A.________ nach eigenen Angaben anfangs Juni 2012 Kenntnis der Auszahlung erhielt.