Citation: 5C.154/2005 24.11.2005 E. A

Z.________ und X.________ lernten sich Ende 1999 kennen und unterhielten eine intime Beziehung, welche auch nach der Niederkunft des Kindes U.________ im Oktober 2000 weiter gepflegt wurde. Ein weiteres Kind, Y.________, kam am 29. Oktober 2001 zur Welt. Hinsichtlich des Letztgenannten stellte X.________ offenbar seine Vaterschaft anfänglich nicht infrage; er anerkannte das Kind und schlug der Kindsmutter eine einschlägige Vereinbarung vor, welche von dieser jedoch abgelehnt wurde. Als X.________ aber später erfuhr, dass die Kindsmutter in der kritischen Zeit mit einem anderen Mann im Ausgang gesehen worden war, zweifelte er an seiner Vaterschaft. Am 9. Januar 2004 reichten das Kind (Kläger 1) und die Kindsmutter (Klägerin 2) bei der Gerichtspräsidentin 7 des Gerichtskreises VIII Bern-Laupen eine Klage ein auf Feststellung der Vaterschaft von X.________ (Beklagter) und Verpflichtung desselben zur Zahlung von Unterhaltsbeiträgen. Ein erstes wissenschaftliches Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin A.________ (IRM) verneinte die Vaterschaft des Beklagten. Das Ergebnis beruhte jedoch auf einem Fehler des IRM, welches das Gericht hierüber informierte: Aufgrund einer Verwechslung hatte das IRM den ein Jahr älteren Bruder des Klägers 1, U.________, getestet, welcher mit Sicherheit nicht der Sohn des Beklagten ist. Eine zweite, mittels DNA-Analyse von IRM durchgeführte Vaterschaftsabklärung stellte die Vaterschaft des Beklagten mit einer 99.999% übersteigenden Wahrscheinlichkeit fest. Die erstinstanzliche Präsidentin wies den Antrag des Beklagten auf Durchführung einer neuen Vaterschaftsabklärung bei einem anderen Institut ab, stellte die Vaterschaft des Beklagten gerichtlich fest und verpflichtete ihn zur Erbringung von Unterhaltsbeiträgen.