Citation: 4A_249/2019 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer schildert seine Sicht der tatsächlichen Gegebenheiten, um daraus zu schliessen, es habe kein hinreichender Grund für eine fristlose Entlassung bestanden. Die Zeitspanne, in welcher der Chefbadmeister und der Beschwerdeführer regelmässig aufeinandergetroffen seien, habe lediglich fünfzehn Minuten betragen, nämlich bei Schichtwechsel für eine Standmeldung, die Übergabe der Kasse und, falls nötig, die Übergabe der begonnenen Arbeiten. Nur beim Schulsporttag hätten ausnahmsweise beide Bademeister anwesend sein müssen. Der Beschwerdeführer behauptet, er habe keine Fehler gemacht und es gehe lediglich um einige wenige Minuten, in denen die Bademeister oft miteinander gezankt hätten. Die Liste der auszuführenden Arbeiten sei sehr detailliert und lasse keinen Raum für mündliche Anweisungen. Wo "das Gebot der gegenseitigen Achtung" gesetzlich verankert sei, wie "Anstand" und "Höflichkeit" zu massgeblichen Bewertungskriterien für Arbeitnehmer stünden, sei nicht bekannt. Der Berufungsführer spreche der Beschwerdegegnerin gegenüber davon "mit diesem Idioten von C.________" könne man nicht zusammenarbeiten. Dieser sei "eine Zumutung" oder er sei ein "Stresskopf". Diese Ausdrücke könnten unmöglich Bestandteil der Gründe sein, die eine fristlose Entlassung rechtfertigten. Da keine Arbeitsverweigerung, keine Verfehlungen, keine Unterlassungen hätten festgestellt werden können, dürfe behauptet werden, der Beschwerdeführer sei den Organen der Beschwerdegegnerin einfach lästig gewesen. Dies sei ein simples Führungsproblem, das mit einer fristlosen Kündigung völlig falsch gelöst werde. Der Beschwerdeführer bestreitet sodann, ermahnt worden zu sein. Er zieht die für ihn ungünstige Zeugenaussage des Chefbademeisters in Zweifel und erklärt diese mit dessen seelischer Verfassung, von der die Beschwerdegegnerin keine Kenntnis gehabt habe.