Citation: 6B_1118/2023 E. 2.8

2.8. Hinsichtlich der commission-to-equity-Rate hält die Vorinstanz zunächst fest, diese Kennzahl gelte im amerikanischen Recht gemäss der Aufsichtsbehörde der Terminbörse (futures) nur für solche Transaktionen als wichtigster Faktor für den Nachweis von Churning. Sie beschreibe das Verhältnis der Kosten zum durchschnittlichen Anlagevermögen. Die Berechnung werde nicht für Wertpapier-, sondern speziell für Termingeschäfte angewendet und gehe im Unterschied zu den bisherigen Methoden von einer anderen Berechnung des durchschnittlichen Vermögenssaldos aus. Der Beschwerdeführer habe mit drei Konten von E.________ (USD, EUR, CH) gehandelt. Soweit ersichtlich seien die daraus resultierenden Durchschnittswerte per Handelstag nicht eruiert worden. Die Vorinstanz gelangt zum Schluss, mangels entsprechender Grundlagen könne somit nicht mit letzter Sicherheit gesagt werden, der Beschwerdeführer habe den von der amerikanischen Behörde festgelegten Grenzwert von 18 %, bei dem für den Handel mit Termingeschäften bei der commission-to-equity-Rate in aller Regel Übermässigkeit bejaht werde, überschritten. Dies werde ihm denn auch nicht zur Last gelegt (Urteil S. 36 f. E. 6.1.1-6.1.3). Unzutreffend ist die Rüge des Beschwerdeführers, die Vorinstanz würdige die Indizien unter diesem Titel einseitig zu seinem Nachteil (Beschwerde S. 19 N. 66). Nachdem sie festhält, es fehle an den entsprechenden Feststellungen, um die commission-to-equity-Rate zu berechnen, lässt sie im Weiteren ausdrücklich offen, ob dieses Kriterium vorliegend gegeben ist. Zu Recht gelangt sie schliesslich zum Schluss, der Beschwerdeführer könne aus den genannten Umständen nichts zu seinen Gunsten ableiten (Urteil S. 37 E. 6.1.3). Die von der Rechtsprechung entwickelten Indizien, die es erlauben, strafbares Churning von einem allenfalls bloss moralisch vorwerfbaren Verhalten eines Dienstleisters abzugrenzen, stellen keine absoluten Tatbestandsmerkmale dar. Es handelt sich dabei lediglich um Indizien, die allerdings, wenn sie - kumulativ oder teilweise auch alternativ - auftreten und zueinander entsprechend in Beziehung gesetzt werden, aufgrund einer wertenden Gesamtschau der konkreten Umstände des Einzelfalls den Rückschluss auf das Vorliegen von Churning zulassen oder nahelegen (NINA NESTLER, a.a.O., S. 31 mit Hinweisen).