Citation: 2C_773/2019 E. 3.4.2

3.4.2. Erschwerend kommt hinzu, dass der Beschwerdeführer sich nebst der versuchten schweren Körperverletzung auch des Wuchers (begangen von August 2010 bis 2013), der Hehlerei (begangen im Mai 2013), der Beschimpfung (begangen am 3. Februar 2014) und der Widerhandlung gegen das Waffengesetz (begangen im Februar 2014) schuldig gemacht hat. Zwar wiegen diese Straftaten vergleichsweise weniger schwer, doch kann - entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers - nicht behauptet werden, dass sie vernachlässigbar seien. Schliesslich hatte der Beschwerdeführer bereits in den Jahren 2010 und 2011 zwei Verurteilungen wegen Widerhandlungen gegen das Waffengesetz erwirkt (vgl. Sachverhalt, A). Auch diese Delikte haben keinen Bagatellcharakter. Vor diesem Hintergrund stellt die versuchte schwere Körperverletzung - entgegen den Behauptungen des Beschwerdeführers - kein einmaliges Fehlverhalten dar. Vielmehr ist mit der Vorinstanz von einer wiederholten Delinquenz über mehrere Jahre auszugehen (vgl. E. 3.3.1 des angefochtenen Urteils). Durch sein Verhalten hat der Beschwerdeführer gezeigt, dass er nicht willig oder fähig ist, sich über eine längere Zeit an die Rechtsordnung zu halten. Insbesondere liess er sich durch die angesetzte Probezeit nicht beeindrucken, sondern delinquierte weiter, wobei die Schwere der Straftaten mit der Zeit zunahm. Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz zum Schluss gekommen ist, dass weitere Straftaten nicht ausgeschlossen seien (vgl. E. 3.4.2 des angefochtenen Urteils). In diesem Zusammenhang ist auch zu berücksichtigen, dass bei schweren Straftaten, wozu die versuchte schwere Körperverletzung gehört, zum Schutz der Öffentlichkeit ausländerrechtlich selbst ein geringes Restrisiko weiterer Beeinträchtigungen der dadurch gefährdeten Rechtsgüter (Leib und Leben; Gesundheit usw.) nicht in Kauf genommen werden muss (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.2 S. 34).