Citation: 1P.818/2005 23.12.2005 E. 4

Ein Verstoss gegen das Beschleunigungsgebot ist nicht ersichtlich, nachdem der Beschwerdeführer seit dem 19. November 2005, mithin seit etwas mehr als einem Monat in Untersuchungshaft ist und die Angelegenheit - wie aus den Akten zu schliessen ist - seither beförderlich behandelt wurde. Es besteht auch kein Anlass, im jetzigen Zeitpunkt besondere Anordnungen zur Verfahrensbeschleunigung zu treffen. Die Staatsanwältin weist in ihrer Vernehmlassung darauf hin, dass die Zeugeneinvernahme der Geschädigten durch besonders ausgebildete Polizistinnen und in Gegenwart einer psychologisch ausgebildeten Spezialistin am 4. Januar 2006 durchgeführt werden soll. Nach Durchführung dieser Befragungen wird umgehend zu prüfen sein, ob die Untersuchungshaft weiterhin gestützt auf den besonderen Haftgrund der Kollusionsgefahr aufrecht zu halten ist.