Citation: 2C_1085/2014 E. 3.3.2

3.3.2. Drogenhandel stellt nach der Rechtsprechung eine schwere Gefährdung der öffentlichen Ordnung im Sinne von Art. 5 Anhang I FZA dar und kann eine Wegweisung auch im Bereich der Freizügigkeitsrechte rechtfertigen (vgl. Urteil des EuGH vom 23. November 2010 C-145/09 Tsakouridis, Slg. 2010 I-11979 Randnr. 46 f.; Urteil 2C_485/2014 vom 22. Januar 2015 E. 2.2). Der Beschwerdeführer wurde zu einer 33-monatigen Freiheitsstrafe im Bereich des Betäubungsmittelhandels verurteilt. Dem Delikt geht eine Verurteilung zu einer vierjährigen Freiheitsstrafe wegen Handelns mit Heroin in Deutschland voraus. Es steht ausser Zweifel, dass er um die strafrechtliche Relevanz seiner Tätigkeit wusste - und gleichwohl nicht vom erneuten Handeln mit Betäubungsmitteln in grossem Umfang abliess (Heroin und Kokain). Die deliktischen Handlungen im Betäubungsmittelbereich konnten erst mit seiner Verhaftung am 11. Juli 2012 gestoppt werden. Der Beschwerdeführer wurde im Frühjahr 2013 nach Verbüssung des unbedingten Teil der Freiheitsstrafe aus der Haft entlassen. Die seitherige Straflosigkeit ist erst von kurzer Dauer, und die Probezeit dauert noch an. Die Vorinstanz durfte vor diesem Hintergrund von einer hinreichend schweren Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und einem erheblichen Rückfallrisiko für eine erneute Delinquenz im Betäubungsmittelbereich ausgehen. Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung erweist sich als mit Art. 5 Anhang I FZA vereinbar (vgl. Urteil 2C_903/2010 vom 6. Juni 2011 E. 4.3, nicht publ. in: BGE 137 II 233 ff.; BGE 136 II 5 E. 4.2 S. 20; je mit Hinweisen).