Citation: 6P.29/2007 27.04.2007 E. 12

12.1 Der Beschwerdeführer wendet sich zuletzt gegen die Strafzumessung. Der Strafbescheid vom 22. November 2004 habe eine Gefängnisstrafe von drei Monaten und eine Geldbusse von Fr. 5'000.-- festgesetzt. Das Kreisgericht habe die Freiheitsstrafe auf 6 Monate Gefängnis verdoppelt und die Busse auf Fr. 50'000.-- verzehnfacht. Diese auffallend hohe Strafe lasse sich nur damit erklären, dass er sich geweigert habe, die Einsprache gegen den Strafbescheid zurückzuziehen, und dass er dem Gericht dadurch Aufwand verursacht habe, der im Falle eines Rückzugs nicht angefallen wäre. Die auffallende Höhe der Strafe zeige sich auch daran, dass es sich um eine Zusatzstrafe zu weit schwerwiegenderen Straftaten handle, für welche er mit einer Gefängnisstrafe von einem Jahr und einer Busse von Fr. 3'000.-- bestraft worden sei. Schliesslich sehe der Tatbestand der Misswirtschaft als Sanktion lediglich Gefängnis, nicht jedoch Busse vor. Eine Verbindung der Freiheitsstrafe mit Busse sei nach Art. 50 Abs. 1 StGB nur möglich, wenn der Täter aus Gewinnsucht handle. Ausserdem seien nach Art. 48 Ziff. 2 StGB bei der Bemessung der Busse die finanziellen Verhältnisse des Täters zu beachten. Die kantonalen Instanzen seien in Missbrauch ihres Ermessens davon ausgegangen, er lebe in wirtschaftlich starken Verhältnissen und enthalte den Gläubigern und den Strafverfolgungsbehörden angeblich Einkommen vor. Dies widerspreche sowohl den Akten als auch seinen Aussagen. Da keine Nachweise dafür vorhanden seien, dass sein Einkommen effektiv wesentlich höher sei als von ihm angegeben, sei von einem Jahreseinkommen in der Grössenordnung von Fr. 50'000.-- bis Fr. 70'000.-- auszugehen. Die auferlegte Busse von Fr. 50'000.-- sei unter Berücksichtigung dieser Einkommensverhältnisse nicht begründbar, zumal er noch für den Unterhalt seiner Tochter aufzukommen habe (Nichtigkeitsbeschwerde S. 12 f.).