Citation: 6B_4/2025 E. 2.2.7

2.2.7. Die Vorinstanz erachtet es nicht als willkürlich, dass die Erstinstanz auf die Wahrnehmungen des Verkehrspolizisten abstellte. Es sei auch nicht zu beanstanden, dass bei einer Verkehrskontrolle Schätzungen angestellt würden. Der Verkehrspolizist sei aufgrund seiner Ausbildung und Berufserfahrung in der Lage gewesen, seine Beobachtung des Beschwerdeführers zeitlich richtig einzuordnen. Er habe glaubhaft dargelegt, dass die Schwelle für Anzeigen von Verkehrsregelverletzungen bewusst hoch angesetzt sei. Entsprechend würden nur eindeutige Vorfälle rapportiert. Sonst wäre er jeden zweiten Tag vor der Staatsanwaltschaft. Die Vorinstanz gibt zu bedenken, dass sich die Zeitangaben des Verkehrspolizisten auf bewusste Wahrnehmungen abstützen. Demgegenüber habe der Beschwerdeführer erst im Nachhinein behauptet, er sei weniger lange als 3 Sekunden abgelenkt gewesen. Dieser subjektive Eindruck könne keine erheblichen Zweifel an den Feststellungen des Verkehrspolizisten wecken. Insbesondere seien circa 3 Sekunden nicht derart lange, dass von einer längeren Blindfahrt ausgegangen werden müsste. Der Beschwerdeführer habe behauptet, er habe das Mobiltelefon aus der Halterung genommen, das Bluetooth mit der Schnellfunktion eingeschaltet und auf die Verbindung gewartet. Es erscheine wenig glaubhaft, dass dies nicht mehr als eine Sekunde gedauert haben soll.