Citation: 2C_642/2022 E. A

A.a. A.________ (geb. 1958) stammt aus Bosnien und Herzegowina. Am 28. November 1998 heiratete er die mazedonische Staatsangehörige B.________. Am 21. Mai 1999 kam er im Rahmen des Familiennachzugs zu dieser in die Schweiz. Er verfügt hier seither über eine Jahresaufenthaltsbewilligung. Per 1. Mai 2002 trennte sich das Ehepaar, bevor die Ehe am 15. November 2005 rechtskräftig geschieden wurde. Aus der Ehe sind keine Kinder hervorgegangen. A.b. Zwischen 2007 und 2013 war A.________ während insgesamt 8.5 Monaten im Rahmen von (Kurzzeit-) Anstellungen erwerbstätig, während das Amt für Migration und Zivilrecht Graubünden (nachfolgend: Migrationsamt) seine Jahresaufenthaltsbewilligung jeweils verlängerte. A.c. Im Juli 2013 erlitt A.________ während eines Urlaubs in Bosnien und Herzegowina einen Herzinfarkt und kehrte im November 2013 in die Schweiz zurück. Ab dem 24. Februar 2014 bezog er Sozialhilfeleistungen, da er keiner existenzsichernden Tätigkeit mehr nachging. Die Unterstützungsleistungen beliefen sich bis Ende Februar 2021 auf Fr. 103'148.--. A.d. Die Sozialversicherungsanstalt Graubünden (nachfolgend: SVA) sprach A.________ am 7. Oktober 2016 vom 1. September 2014 bis zum 31. März 2015 eine befristete, ganze IV-Rente (100 %) zu. Ab dem 1. April 2015 ging die SVA von einem IV-Grad unter 40 % aus, weshalb sie einen Anspruch auf Rentenleistungen verneinte. Die dagegen erhobene Beschwerde blieb ohne Erfolg. Auf sein erneutes Gesuch hin anerkannte die SVA am 10. Oktober 2019 eine Verschlechterung seines Gesundheitszustands und sprach ihm eine halbe IV-Rente (IV-Grad 57 %) ab dem 1. Februar 2019 zu; sie erachtete eine leichte körperliche Tätigkeit ohne Stressbelastung zu 50 % als zumutbar. Seit dem 1. Juli 2020 bezieht A.________ Ergänzungsleistungen zu seiner AHV/IV-Rente.