Citation: 1A.49/2001 16.07.2001 E. 1

1.-a) Für die hier streitige Rechtshilfe zwischen der Republik Polen und der Schweiz sind zunächst die Bestimmungen des Europäischen Übereinkommens über die Rechtshilfe in Strafsachen vom 20. April 1959 (EUeR, SR 0.351. 1) massgeblich. Dieses Abkommen wurde von der Schweiz am 20. Dezember 1966 und von Polen 19. März 1996 ratifiziert. Es ist zwischen den beiden Staaten seit dem 17. Juni 1996 in Kraft (vgl. Art. 27 Ziff. 3 EUeR). Soweit das EUeR bestimmte Fragen nicht abschliessend regelt, gelangt das schweizerische Landesrecht (namentlich das Bundesgesetz über internationale Rechtshilfe in Strafsachen vom 20. März 1981 [IRSG, SR 351. 1] und die dazugehörende Verordnung [IRSV, SR 351. 11]) zur Anwendung (vgl. Art. 1 Abs. 1 IRSG). b) Zur Beschwerdeführung gegen Schlussverfügungen ist nur berechtigt, wer persönlich und direkt von den angeordneten Rechtshilfemassnahmen betroffen ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 80h lit. b IRSG). Die Beschwerde richtet sich gegen die in der Schlussverfügung angeordnete Rechtshilfe. In der Schlussverfügung werden auch Erhebungen bezüglich Konten bewilligt, an denen der Beschwerdeführer nicht berechtigt ist. Zur Beschwerde ist er lediglich in dem Umfang legitimiert, als auf ihn lautende Bankverbindungen von der Rechtshilfe betroffen sind (vgl. Art. 9a lit. a IRSV). Im Übrigen sind die Eintretensvoraussetzungen von Art. 80f ff. IRSG erfüllt. c) Zulässige Beschwerdegründe sind die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens) und internationalem Staatsvertragsrecht sowie die unzulässige oder offensichtlich unrichtige Anwendung ausländischen Rechts in den Fällen nach Art. 65 IRSG (Art. 80i Abs. 1 IRSG). Die Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes durch das Obergericht kann nur auf die Frage der offensichtlichen Unrichtigkeit oder Unvollständigkeit bzw. auf Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen hin geprüft werden (Art. 104 lit. b i.V.m. Art. 105 Abs. 2 OG und Art. 25 Abs. 1 IRSG). Soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegeben (und die staatsrechtliche Beschwerde daher ausgeschlossen) ist, kann auch die Verletzung verfassungsmässiger Individualrechte mitgerügt werden (BGE 122 II 373 E. 1b S. 375). d) Da der Beschwerde gegen eine Schlussverfügung, mit der die rechtshilfeweise Weitergabe von Bankunterlagen bewilligt wird, bereits von Gesetzes wegen die aufschiebende Wirkung zukommt (Art. 80l Abs. 1 IRSG), ist das entsprechende Gesuch des Beschwerdeführers hinfällig.