Citation: 1C_265/2022 E. 4.3

4.3. Das Verwaltungsgericht hielt dem entgegen, der Kanton St. Gallen habe die Gewässerschutzkarte gestützt auf alle massgebenden und bekannten geologischen, hydrogeologischen und wasserrechtlichen Grundlagen erlassen, und es gebe keine Hinweise, dass die darin enthaltenen Ausscheidungen im fraglichen Bereich unvollständig seien. Die Ausführungen in der Botschaft zu Art. 28bis GSchVG/SG, wonach ohne die generelle Bewilligungspflicht für Bohrungen und erhebliche Grabungen die besonders gefährdeten Bereiche dort, wo noch keine genügenden Kenntnisse über den Untergrund vorhanden seien, vorsorglich weiter gefasst werden müssten, bezögen sich auf tiefer liegende potenzielle Grundwasservorkommen und nicht generell auf die auszuscheidenden Bereiche. Vorliegend habe das AWE dem Gesuch die Einhaltung der gewässerschutzrechtlichen Voraussetzungen attestiert, ohne den geringsten Hinweis anzubringen, dass die Kenntnisse des Untergrunds im Bereich der Bauparzelle ungenügend seien und deshalb ein besonders gefährdeter Bereich zur Diskussion stehen könnte. Auf die Einholung des von den Beschwerdeführenden beantragten Amtsberichts könnte daher verzichtet werden.