Citation: 6B_1236/2022 E. 4.2.4

4.2.4. Schliesslich deponiert der Beschwerdeführer "ein paar Überlegungen zum Vollzug einer allfälligen Freiheitsstrafe". Die lange Verfahrensdauer dürfe sich für den Beschwerdeführer nicht als Nachteil erweisen. Wäre der Sachverhalt "Oberes Mätteli" ohne den Vorfall beim "Dreiegg" beurteilt worden, wäre nach Ansicht des Beschwerdeführers mit grosser Wahrscheinlichkeit eine bedingte Strafe ausgesprochen worden. Wäre dann der Vorfall beim "Dreiegg" separat beurteilt worden, wäre gemäss Beschwerdeführer allenfalls aufgrund der Vorstrafe aus dem Fall "Oberes Mätteli" eine teilbedingte Strafe ausgesprochen worden. Die Vorinstanz begründet überzeugend, weshalb sie die Freiheitsstrafe unbedingt ausspricht. Sie hält fest, der Beschwerdeführer zeige keine echte Einsicht und Reue. Vielmehr sehe er sich als Opfer, das sich verteidigen müsse. An der Schlusseinvernahme habe er nicht ausschliessen können, dass ihn auch in Zukunft jemand angreife, "eins auf das Maul" bekomme und ihn dann anzeige. Gemäss Vorinstanz lernt der Beschwerdeführer anscheinend nichts aus seinen Taten. Er zeige keine Einsicht in die völlig unverhältnismässige Ausübung von Gewalt. Zudem sei er einschlägig vorbestraft und habe während laufenden Strafverfahrens weiter delinquiert. Auch gehe er keiner geregelten Arbeit mit stabilisierender Tagesstruktur nach und beanspruche Sozialhilfe. In Anbetracht der Schwere der wiederholt begangenen Delikte gegen Leib und Leben sei daher eine unbedingte Freiheitsstrafe unumgänglich. Auch ein Teilvollzug würde die Legalprognose nicht wesentlich verbessern. Der Beschwerdeführer zeigt mit seinen hypothetischen Vorbringen nicht auf, inwiefern diese schlüssigen Erwägungen zu beanstanden wären.