Citation: 8C_226/2022 E. A

A.________, geboren 1968, verfügt über zwei Lehrabschlüsse als Papeterieverkäuferin und Textildesignerin. Von 1999 bis 2002 arbeitete sie in einem Vollzeitpensum als Textildruck-Entwerferin für die Firma B.________ AG. Am 18. Juni 2002 meldete sie sich erstmals bei der Invalidenversicherung wegen Beschwerden im Zusammenhang mit einer seit der Kindheit bestehenden Skoliose zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle des Kantons St. Gallen (nachfolgend: IV-Stelle oder Beschwerdegegnerin) übernahm unter anderem neben verschiedenen Hilfsmitteln auch die Umschulung zur Ergotherapeutin. Nach Abschluss der Umschulung im März 2007 arbeitete A.________ ab 1. September 2007 mit einem 70 %-Pensum als Ergotherapeutin für die Psychiatrie C________. Vom 17. Juni bis 9. September 2015 blieb sie in der psychiatrischen Klinik D.________ zwecks Behandlung verschiedener psychischer Beschwerden hospitalisiert. Am 14. Juli 2015 reichte sie bei der Invalidenversicherung erneut ein Leistungsgesuch ein. Nach umfangreichen Abklärungen verneinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch mangels Einschränkungen bei der Ausübung eines 70 %-Pensums als Ergotherapeutin und angesichts einer vollen Arbeitsfähigkeit in jeder leidensangepassten Tätigkeit (Verfügung vom 6. Dezember 2019).