Citation: 6B_614/2023 E. 2.2.1

2.2.1. Mit Bezug auf die Tatkomponente erachtet die Vorinstanz für den mehrfachen Betrug in sieben Fällen eine Freiheitsstrafe von 120 Tagen für angemessen. Dies ausgehend von einer Einsatzstrafe für die erste Tat von 30 Tagen, welche sie für die sechs weiteren Taten um jeweils 15 Tage (d.h. 90 Tage) erhöht. Die Beschwerdeführerin habe mit einer gewissen Rafinesse getäuscht und sich präventiv darum bemüht, plausible Argumente zu liefern, um die Geschädigten zum Kauf zu bewegen. Der Deliktsbetrag erscheine eher gering. Zudem habe die Beschwerdeführerin aus einer finanziell schwierigen Lage heraus gehandelt, was strafmindernd wirke. Indes sei, zumal angesichts zahlreicher Vorstrafen, die sie nicht von weiterer Delinquenz abgehalten haben, eine Freiheitsstrafe angezeigt. Infolge mehrfacher Zechprellerei - die Beschwerdeführerin verbrachte mehrere Nächte in Hotels, ohne zu bezahlen - sei eine Straferhöhung um 30 Tage vorzunehmen. Wiederum habe die Beschwerdeführerin aus finanzieller schwieriger Lage heraus gehandelt; die Deliktsbeträge und das Verschulden seien gering. Auch insoweit müsse eine Freiheitsstrafe ergehen, da sich die Beschwerdeführerin von mehreren einschlägigen Vorstrafen wegen Zechprellerei nicht habe beeindrucken lassen. Dies zeuge von einer beträchtlichen Gleichgültigkeit gegenüber den auferlegten Strafen und belege die Unzweckmässigkeit einer weiteren Geldstrafe. Dies sei denn auch unbestritten. Wegen rechtswidrigen Aufenthalts während neun Monaten trotz Wegweisungsverfügung erhöhte die Vorinstanz die Strafe schliesslich um 15 Tage auf 165 Tage. Ohnehin bestünden an der Vollstreckbarkeit einer Geldstrafe mit Blick auf die finanziellen Verhältnisse der Beschwerdeführerin erhebliche Zweifel. Hinsichtlich der Täterkomponenten erhöht die Vorinstanz die Strafe aufgrund der mehrfachen Vorstrafen in nur fünf Jahren um 1 Monat. Demgegenüber berücksichtigt sie die Verfahrensdauer von drei Jahren seit der Anklageerhebung mit 15 Tagen strafmindernd. Sie trägt dabei dem Umstand Rechnung, dass die Beschwerdeführerin die Dauer des Verfahrens mitzuverantworten hat. Im Ergebnis resultiert eine Freiheitsstrafe von 180 Tagen resp. 6 Monaten.