Citation: 1C_26/2015 E. 2.6

2.6. Dem Wortlaut von Art. 23 VVV zufolge müssen die darin genannten Voraussetzungen kumulativ erfüllt sein (vgl. BGE 109 Ib 43 E. 3 S. 46). Fallen einzelne davon weg, ist der Kollektiv-Fahrzeugausweis und damit auch das Händlerschild zu entziehen (Art. 23a Abs. 1 VVV; vgl. Art. 106 Abs. 1 und Abs. 3 i.V.m. Art. 73 lit. d VZV; vgl. Weisungen und Erläuterungen betreffend Kollektiv-Fahrzeugausweise mit Händlerschildern des Eidg. Justiz- und Polizeidepartements vom 5. August 1994 Ziff. 1.9). Bei den Räumlichkeiten und Betriebseinrichtungen handelt es sich um zentrale Elemente eines Fahrzeughandelsbetriebs. Werden diese aufgegeben, ist der auf (unter anderem) dieser Grundlage erteilte Kollektiv-Fahrzeugausweis und das Handelsschild zu entziehen. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts begründet der Kollektiv-Fahrzeugausweis keine subjektiven Rechte. Dem öffentlichen Interesse an der gleichmässigen Anwendung und rechtsgleichen Durchsetzung des objektiven Rechts kommt der Vorrang vor dem Interesse des bisherigen Inhabers an der Weiterbelassung des Kollektiv-Fahrzeugausweises zu (BGE 120 Ib 317 E. 3a S. 320; vgl. BGE 106 Ib 252 E. 2b S. 255). Daran vermag auch der Einwand nichts zu ändern, dass der Ausweisentzug schwerwiegende Folgen für die Beschwerdeführerin haben kann. Ihr steht es zudem frei, ein neues Gesuch für den Standort an der Strasse W.________ in Unterägeri zu stellen.