Citation: 5A_52/2019 E. 3.3.3

3.3.3. Mit dieser Sichtweise geht die Beschwerdeführerin davon aus, dass ihr ein grundsätzlicher Anspruch auf die Überprüfung einer rechtskräftigen Schätzung zustehe. So betont sie, es müssten alle Umstände korrekt erfasst werden, die den Zuschlag beeinflussen könnten. Soweit sie in diesem Zusammenhang auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung verweist, kann ihr nicht gefolgt werden. Zwar wird im zitierten Urteil (BGE 143 III 532 E. 2.3) festgehalten, dass eine Schätzung alle Faktoren einschliesslich der Vorgaben des öffentlichen Rechts einzubeziehen hat. Damit wird einzig festgehalten, welche Elemente für die Schätzung unabdingbar sind. Es wird aber keineswegs gesagt, dass eine erneute Schätzung verlangt werden kann, nur weil eine Veränderung festgestellt wird, die das Steigerungsergebnis beeinflussen könnte.