Citation: 6B_687/2016 E. 1.6

1.6. Das Gericht berücksichtigt die Wirkung der Strafe, so dass diese im einzelnen Fall unter der schuldangemessenen Strafe liegen kann (BGE 134 IV 17 E. 3.4). Bei Strafen über drei Jahren kommt nur der vollständige Vollzug in Frage. Diese Grenze ist gesetzlich bestimmt und lässt sich nicht erweitern, um besonderen Anliegen einer Täterin entgegen zu kommen (BGE 134 IV 17 E. 3.3). Es ist demnach eine strafmindernde Berücksichtigung lediglich im Rahmen von Art. 47 StGB gesetzlich vorgesehen. Zudem wirken sich selbst ein tadelloses Vorleben sowie eine Vorstrafenlosigkeit bei der Strafzumessung in aller Regel neutral aus und sind deshalb nicht strafmindernd zu berücksichtigen (vgl. BGE 136 IV 1 E. 2.6.4; Urteil 6B_961/2016 vom 10. April 2017 E. 10.4). Auch das Wohlverhalten seit der Tat stellt in der Regel keine besondere Leistung dar und ist grundsätzlich neutral zu werten (Urteil 6B_364/2014 vom 30. Juni 2014 E. 2.4). Die Vorinstanz kann selbst bei einer Minderung der schuldangemessenen Strafe nicht in den Bereich einer Freiheitsstrafe kommen, die einen teilbedingten Vollzug (Art. 43 StGB) noch in Betracht fallen liesse. Das Strafmass lässt sich nicht auf drei Jahre "drücken" (vgl. BGE 134 IV 17 E. 3.3), ohne Bundesrecht zu verletzen (BGE 134 IV 17 E. 2.1).