Citation: 5A_240/2023 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz verweist auf Dispositiv-Ziffer 5 der Verfügung vom 10. September 2021 (s. Sachverhalt Bst. A.b). Danach sei für das väterliche Besuchsrecht von drei Phasen auszugehen: Zweistündige begleitete Besuche in einem Besuchstreff oder einer ähnlichen Institution, vierstündige solche Besuche und schliesslich vierstündige unbegleitete Besuche mit begleiteten Übergaben. Das Bezirksgericht habe den Übergang zur jeweils nächsten Phase davon abhängig gemacht, dass die vorhergehende nach Einschätzung der Beistandsperson gut klappte. Im Hinblick auf die letzte Phase habe das Bezirksgericht angeordnet, dass die Beistandsperson vor dem Übergang zu dieser Phase einen Bericht über die erfolgten Besuche einzureichen habe. Zudem sollten die Besuche nur an für D.A.________ geeigneten Orten stattfinden. Bereits aus diesem letzten Satz werde ersichtlich, dass die unbegleiteten Besuche nur von der Einschätzung der Beistandsperson abhängig seien. Insbesondere sei den Parteien nicht angekündigt worden, dass sie sich vorab zum Bericht der Beistandsperson äussern könnten und erst danach über ein unbegleitetes Besuchsrecht befunden würde. Bestätigt werde dies in Dispositiv-Ziffer 6 der fraglichen Verfügung, wonach die Beistandsperson ermächtigt werde, dem Vater mit Blick auf die Tagesbesuche Weisungen zum Ort zu machen bzw. die Tagesbesuche an Orten zu untersagen, die zur Besuchsrechtsausübung ungeeignet erscheinen. Mit seinem Vorbehalt, das festgesetzte Besuchsrecht nach Eingang des Berichts anzupassen, habe das Bezirksgericht lediglich zum Ausdruck gebracht, dass es das unbegleitete Besuchsrecht auch anpassen könne, sollte sich dies aufgrund des Berichts aufdrängen. Sollte die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin der Meinung gewesen sein, dass das Dispositiv der Verfügung dem Inhalt der Verfügung widerspricht, hätte sie gemäss Art. 334 Abs. 1 ZPO eine Berichtigung oder Erläuterung verlangen müssen. Die Tragweite von Dispositiv-Ziffer 5 der Verfügung vom 10. September 2021 sei aber klar. Es sei demzufolge nicht erforderlich, die Erwägungen des Bezirksgerichts heranzuziehen. Gleichwohl weist das Obergericht auf die bezirksgerichtlichen Erwägungen hin, wonach vor dem Übergang zu unbegleiteten Besuchen der Bericht der Beistandsperson abzuwarten sei und das Bezirksgericht unter Berücksichtigung der Berichte und der hiezu eingeholten Stellungnahmen der Parteien von Amtes wegen über die weitere Ausgestaltung des Besuchsrechts entscheiden werde. Anders als die Beschwerdeführerin meine, erfasse die "weitere Ausgestaltung des Besuchsrechts" nicht bereits die Phase unbegleiteter Besuche. Es sei nirgends davon die Rede, dass die zweite Phase solange dauern (oder gar aufhören) werde, bis die Stellungnahmen zum Bericht und der Entscheid über die dritte Phase vorliegt. Die "weitere Ausgestaltung des Besuchsrechts" betreffe die Zeit nach der dritten Phase mit dem unbegleiteten Besuchsrecht mit begleiteten Übergaben. Die dritte Phase sollte nach der Vorstellung des Bezirksgerichts offenbar dazu genutzt werden, das Verfahren für das weitere Besuchsrecht abzuwickeln. Schliesslich stellt das Obergericht klar, dass das Bezirksgericht keinen neuen Entscheid fällte, als es in Dispositiv-Ziffer 4 seiner Verfügung vom 16. Dezember 2022 nochmals festhielt, dass der erste Besuch mit begleiteten Übergaben am 23. Dezember 2022 stattfinde, denn die Beiständin habe dieses Treffen bereits am 1. Dezember 2022 festgesetzt. Gestützt auf diese Erwägungen pflichtet das Obergericht dem Bezirksgericht darin bei, dass hinsichtlich des unbegleiteten Besuchsrechts mit begleiteten Übergaben kein separater Entscheid erforderlich sei. Soweit sie sich gegen die Dispositiv-Ziffern 3 und 4 der Verfügung vom 16. Dezember 2022 richte, sei auf die Berufung in Ermangelung eines Anfechtungsobjekts nicht einzutreten.