Citation: I 583/99 06.07.2000 E. 2

2.- Das kantonale Gericht ist gestützt auf das Gutachten des Dr. med. H.________ vom 21. April 1998 davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführerin eine körperlich leichte, sitzende Tätigkeit im Umfang von 6 Stunden täglich bzw. - umgerechnet auf ein durchschnittliches Tagespensum von 8,4 Stunden - eine Beschäftigung von 70 % zumutbar wäre. Die Beschwerdeführerin bestreitet unter Hinweis auf die unterschiedliche Bedeutung, welche dem Begriff der Arbeitsfähigkeit in den einzelnen Sozialversicherungen zukommt, die Massgeblichkeit der gutachtlichen Ausführungen des Dr. med. H.________, weil dessen Beurteilung unter unfallversicherungsrechtlichen Gesichtspunkten erfolgt sei. Ihrer Auffassung nach ist auf den Bericht der VEBO vom 10. Oktober 1995 abzustellen, wonach ihr lediglich ein Halbtagspensum zugemutet werden kann. Dieser Einwendung kann, wie bereits die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat, nicht gefolgt werden. Dr. med. H.________ wies zwar darauf hin, dass neben der unfallbedingten Beeinträchtigung im Bereich des rechten Hüftgelenks auch Rückenprobleme bestünden, welche die Beschwerdeführerin bei Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit in der Arbeitsfähigkeit zusätzlich beeinträchtigen könnten. Gleichzeitig führte er jedoch aus, dass die Versicherte als Telefonistin oder bei einer andern, vorwiegend sitzend zu verrichtenden Arbeit keine wesentlichen Probleme habe - weder seitens der Unfallfolgen an der rechten Hüfte noch seitens der als unfallfremd zu betrachtenden Beschwerden am Rücken - und eine solche Tätigkeit auf Grund der zur Zeit bestehenden Befunde während sechs Stunden täglich (am besten aufgeteilt in je drei Stunden am Morgen und am Nachmittag) zumutbarerweise ausüben könnte. Damit brachte der Gutachter klar zum Ausdruck, dass seine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit unter Einschluss einer aus dem Rückenleiden resultierenden Beeinträchtigung erfolgte. Der Vorbehalt bezüglich der Rückenprobleme in der Schlussbemerkung des Gutachtens kann nur in dem Sinne verstanden werden, dass sich seitens des Rückenleidens je nach der in Betracht gezogenen Erwerbstätigkeit eine zusätzliche Beeinträchtigung in der Arbeitsfähigkeit ergeben kann. Dies ändert jedoch nichts daran, dass der Beschwerdeführerin laut ärztlicher Beurteilung im Rahmen einer geeigneten, vorwiegend sitzend zu verrichtenden Tätigkeit eine Arbeitsleistung von sechs Stunden im Tag zumutbar ist, was einer Arbeitsfähigkeit von rund 70 % entspricht. Auf diese Angaben und nicht etwa auf die anderslautende Beurteilung durch die VEBO ist, wovon die Vorinstanz zutreffend ausgegangen ist, abzustellen. Denn abgesehen davon, dass die Beurteilung der VEBO längere Zeit zurückliegt und insbesondere vor den operativen Eingriffen von 1996 und 1997 erfolgte, ist es primär Aufgabe des Arztes anzugeben, inwiefern der Versicherte in seinen körperlichen und geistigen Funktionen durch das Leiden eingeschränkt ist, wogegen die berufliche Abklärungsstelle zu sagen hat, welche konkreten beruflichen Tätigkeiten auf Grund der ärztlichen Angaben und unter Berücksichtigung der übrigen Fähigkeiten des Versicherten in Frage kommen (vgl. BGE 107 V 17 Erw. 2b).