Citation: 6B_779/2020 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz ging davon aus, der Vorfall gemäss Ziffer 5 der Anklage, nämlich das Führen eines Motorfahrzeugs in alkoholisiertem Zustand, sei die schwerste Straftat im Sinne von Art. 49 Abs. 1 StGB. Sie stufte das Verschulden für diese Straftat "als mittelschwer im unteren Bereich" ein und legte die Einsatzstrafe in Anbetracht des Strafrahmens von Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe auf 12 Monate fest. Zur Begründung erwog sie, die Blutalkoholkonzentration von 1.51 Gewichtspromille habe deutlich über dem Grenzwert von 0.8 Gewichtspromille gelegen. Der Beschwerdeführer habe ca. eine Stunde vor der inkriminierten Fahrt etwa einen Liter Rotwein getrunken und sei danach trotzdem zusammen mit seiner Ehefrau mit seinem Auto Richtung Münchenstein, vermutlich zur Wohnung seiner Frau an der V.________strasse, gefahren. Dieses Verhalten sei verantwortungslos und zeige einmal mehr, dass der Beschwerdeführer sich nicht an die in der Schweiz geltenden Verkehrsregeln halten wolle. Seine Bemerkung, wonach es sich nur um eine kurze Strecke gehandelt habe, nütze ihm "gar nichts". Im Gegenteil wiege sein Verhalten "dadurch noch schwerer", zumal er ohne Weiteres zu Fuss vom Dreispitz nach Münchenstein hätte gehen können, wenn sich tatsächlich keine andere Mitfahrgelegenheit ergeben hätte. Wie die Erstinstanz festgehalten habe, gebe es somit auch keine triftigen, nachvollziehbaren Sachzwänge für die Fahrt vom 10. Mai 2016. In der Folge erhöhte die Vorinstanz die Einsatzstrafe wegen Tatmehrheit in Anwendung des Asperationsprinzips um 3 und 4 Monate auf 19 Monate. Sodann erachtete sie die Beurteilung des Strafgerichts als zutreffend, wonach die Gesamtstrafe aufgrund der "Täterkomponenten" um weitere 3 Monate zu erhöhen sei. Aufgrund des Verbots der "reformatio in peius" bleibe es indessen bei der Freiheitsstrafe von 17 Monaten.