Citation: 1C_37/2018 E. 9.2

9.2. In Übereinstimmung mit dieser Rechtsprechung führte die Vorinstanz aus, die Verletzung der Anzeige- und Mitteilungspflicht bei vereinfachten Baubewilligungsverfahren führe nicht zur Nichtigkeit der Baubewilligung. Diese Verletzung führe nur dazu, dass die Einsprache- und Rekursmöglichkeiten der übergangenen Personen erst zu laufen beginne, wenn sie vom entsprechenden Entscheid auf andere Weise Kenntnis erhalten hätten. Der Voraushub sei im Meldeverfahren am 18. Februar 2014 bewilligt und in der Folge ausgeführt worden, wovon die Beschwerdeführer als unmittelbare Nachbarn sichere Kenntnis gehabt hätten. Sie hätten sich daraufhin bezüglich der entsprechenden Baubewilligung erkundigen können und müssen. Dies hätten sie unterlassen, da sie gegen die Bewilligung des Voraushubs erst am 6. August 2014 Einsprache erhoben hätten. Diese Einsprache sei verspätet erfolgt, weshalb die Aushubbewilligung in Rechtskraft erwachsen sei und nicht mehr Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bilde.