Citation: 1C_451/2022 E. 3.1

3.1. Das Unterlassen einer gebotenen vorfrageweisen Überprüfung des Zonenplans im Baubewilligungsverfahren führt in der Regel zur Rückweisung an das Verwaltungsgericht oder die Gemeinde, um die Prüfung nachzuholen. Ist der Anpassungsbedarf jedoch offensichtlich, oder kann die gebotene Überprüfung nur im Rahmen einer gesamthaften Prüfung der Bauzonenreserven erfolgen, so ist die Baubewilligung aufzuheben (siehe zum Ganzen BGE 148 II 417 E. 4.1 mit Hinweisen). Vorliegend muss die Gemeinde im Rahmen der hängigen Ortsplanungsrevision entscheiden, wo und wie die gebotene Reduktion ihrer Bauzonen erfolgen soll (vgl. vorne E. 2.9). Zuvor kann schon wegen der in Kraft gesetzten Planungszone keine Baubewilligung mehr erteilt werden. Es rechtfertigt sich daher, das angefochtene Urteil und die Baubewilligung der Gemeinde Sumvitg vom 7. Juli 2020 aufzuheben, ohne dass auf die weiteren Rügen der Beschwerdeführenden einzugehen ist. Sollte die Parzelle Nr. 4915 mit Abschluss der Ortsplanungsrevision doch wieder der Bauzone zugeteilt werden, steht es der Beschwerdegegnerin frei, erneut ein Baugesuch für das Bauvorhaben zu stellen (vgl. BGE 148 II 417 E. 4.1 mit Hinweis).