Citation: 5P.407/2005 31.01.2006 E. A

X.________, geboren 1993, und Y.________, geboren 1995, sind die Kinder von V.________ und W.________. Die Eltern wurden Ende 2001 in Deutschland geschieden. Seither führen sie mit grossem Aufwand und äusserster Erbitterung einen Prozess um sämtliche Scheidungsfolgen vor dem Kreisgericht St. Gallen. Daneben waren oder sind sie im In- und Ausland in zahlreiche andere Verfahren gegeneinander verwickelt. Im Herbst 2002 stellte die Massnahmerichterin die Kinder für die Dauer des Scheidungsprozesses in die Obhut der Mutter und regelte ihren persönlichen Umgang mit dem Vater. Bis heute sind alle Versuche, einen regelmässigen Kontakt zum Vater anzuknüpfen oder - mit den Worten der Mutter - eine "Zwangsbeziehung" zu ihm herzustellen, gescheitert. Den Kindern wurden nacheinander drei Erziehungsbeistände mit besonderen Befugnissen zur Überwachung des persönlichen Verkehrs bestellt. Die erste Beiständin wurde einem Wunsch der Mutter folgend ausgewechselt. Die zweite Beiständin trat von ihrem Amt zurück, nachdem die Mutter sie der Parteinahme und des Vertrauensbruchs beschuldigt hatte. Der dritte Beistand wurde hingegen in seinem Amt bestätigt, obwohl die Mutter seine Absetzung verlangte und obschon der Beistand selber seine Aufgabe für unerfüllbar hielt. Die Vormundschaftsbehörde empfahl dem Kreisgericht St. Gallen zudem, den Kindern für das Verfahren betreffend Ergänzung des Scheidungsurteils (unter anderem Zuteilung der elterlichen Sorge und Besuchsrecht) einen unabhängigen und neutralen Prozessbeistand beizugeben. Darauf ordnete der Kreisgerichtspräsident am 2. März 2005 eine Kindesvertretung im Sinne von Art. 146 ZGB an. Diese Verfügung wurde von keiner Seite angefochten und erwuchs in Rechtskraft.