Citation: I 609/00 18.12.2002 E. 3

3.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, der zuständige Sachbearbeiter der Beschwerdegegnerin habe ihm in Bezug auf die Verfügung vom 1. Oktober 1996 erklärt, sein Leistungsbegehren werde vorläufig abgewiesen. Er könne, sobald er steuerlich veranlagt sei, bei der IV-Stelle vorstellig werden, worauf diese die insofern provisorische Verfügung materiell überprüfen werde. Das kantonale Gericht erachtet diese Behauptung, für deren Nachweis der Versicherte die Befragung verschiedener Personen beantragt, als nicht beweisbar. 3.2 Wie es sich damit verhält, kann offen gelassen werden, weil die Aussage des Sachbearbeiters, falls sie so wie vom Beschwerdeführer dargestellt gemacht wurde, lediglich als Hinweis auf das Rechtsinstitut der prozessualen Revision zu verstehen ist, wonach die Verwaltung verpflichtet ist, auf eine formell rechtskräftige Verfügung zurückzukommen, wenn neue Tatsachen oder neue Beweismittel entdeckt werden, die geeignet sind, zu einer andern rechtlichen Beurteilung zu führen (BGE 127 V 469 Erw. 2c mit Hinweisen). In einer solchen Erklärung kann nicht ein Versprechen erblickt werden, die Verfügung bei Vorliegen der Steuerveranlagung selbst dann materiell zu überprüfen, wenn sich herausstellt, dass Letztere gar nicht geeignet ist, zu einer andern rechtlichen Beurteilung zu führen. Der Sachbearbeiter hat dem Beschwerdeführer mithin gegebenenfalls nur etwas zugesagt, was ohnehin von Rechts wegen gilt. Somit liegt in der vom Beschwerdeführer behaupteten Erklärung keine Zusicherung, bei Vorliegen der Steuerveranlagung unabhängig von den Voraussetzungen der prozessualen Revision unter Durchführung eines Einkommens- statt eines erwerblich gewichteten Bestätigungsvergleichs auf die Verfügung zurückzukommen. Da es demnach schon an einer entsprechenden Zusicherung fehlt, ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz dem auf den öffentlich-rechtlichen Vertrauensschutz (vgl. BGE 121 V 66 Erw. 2a) gestützten Antrag des Beschwerdeführers, die Verwaltung sei anzuweisen, die Verfügung vom 1. Oktober 1996 voraussetzungslos mittels Einkommensvergleichs zu überprüfen, nicht stattgegeben hat. 3.3 In der behaupteten Auskunft, die nach dem Gesagten lediglich einen Hinweis auf das Rechtsinstitut der prozessualen Revision darstellt, kann auch kein eine Voraussetzung für eine Wiederherstellung der Beschwerdefrist bildendes (Art. 24 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 81 IVG und Art. 96 AHVG) Hindernis gesehen werden, durch welches der Versicherte unverschuldet von der rechtzeitigen Erhebung einer Beschwerde gegen die Verfügung vom 1. Oktober 1996 abgehalten worden wäre. Noch nicht vorhandene Tatsachen oder Beweismittel konnten mit einer Beschwerde nicht geltend gemacht werden, sondern nur später, sofern geeignet, zu einer andern rechtlichen Beurteilung zu führen, zu einer prozessualen Revision Anlass geben. Hätte der Beschwerdeführer die Verfügung aus anderen Gründen anfechten wollen, hätte er dies tun müssen und hätte sich durch die Aussicht auf eine allfällige spätere prozessuale Revision nicht davon abhalten lassen dürfen. Im Ergebnis sind somit auch die vorinstanzliche Verweigerung der Fristwiederherstellung und das damit verbundene Nichteintreten auf die gegen die Verfügung vom 1. Oktober 1996 gerichtete Beschwerde rechtens.