Citation: 8C_230/2022 E. 4.2

4.2. Im angefochtenen Urteil wurde die von der IV-Stelle anhand der gemischten Methode vorgenommene Invaliditätsbemessung bestätigt. Bis Ende Juli 2017 seien die Anteile 50 % Erwerb und 50 % Haushalt anzunehmen, ab August 2017 ein Anteil Erwerb von 70 % und ein 30%iger Anteil Haushalt. Bei einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % bis Mai 2016 und einer Einschränkung im Haushalt von 70 % resultiere bei entsprechender Gewichtung ab 1. Dezember 2015 (Ende Wartejahr) ein Gesamtinvaliditätsgrad von 85 %. Für die Zeit ab Mai 2016 liege keine Einschränkung im Erwerbsbereich vor (Valideneinkommen: Fr. 25'478.40; Invalideneinkommen: Fr. 27'290.55) und ebenso wenig eine solche im Haushalt, weshalb sich ein Gesamtinvaliditätsgrad von 0 % ergebe. Nach der Statusänderung ab 1. August 2017 (mit einem nunmehr 70%-igen Erwerbsanteil) sei die Beschwerdeführerin im Erwerb nicht eingeschränkt. Gleiches gelte für den Haushaltsanteil, weshalb es beim Gesamtinvaliditätsgrad von 0 % bleibe. Die Anwendung der gemischten Methode ergab unter Berücksichtigung des seit 1. Januar 2018 geltenden Berechnungsmodells im Anteil Erwerb einen Invaliditätsgrad von 14,29 % (gewichtet 10 %) und bei fehlender Einschränkung im Haushalt einen Gesamtinvalidiätsgrad von 10 %. Damit bestätigte die Vorinstanz die Zusprechung der vom 1. Dezember 2015 bis 31. August 2016 befristeten ganzen Invalidenrente. Einen Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen verneinte sie.