Citation: 8C_553/2017 E. 3.1.1

3.1.1. Die Vorinstanz hat nach einlässlicher Zusammenfassung des Gutachtens des Spitals B.________ vom 14. Dezember 2013 und dessen Nachtrag vom 21. Januar 2015 erwogen, daraus ergebe sich, dass die medizinischen Sachverständigen die explizit gestellte Frage nach einer revisionsrechtlich erheblichen Verschlimmerung des Gesundheitszustands seit dem Jahre 2004 entgegen der Vorbringen der Allianz nicht allein gestützt auf die Angaben des Versicherten, sondern vor allem auch anhand der radiologischen und klinischen Befunde bejahten. Zwar treffe zu, dass die Experten der Meinung seien, die früheren Ärzte hätten die objektivierbaren Befunde in Bezug auf die Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nicht ausreichend gewichtet. Indessen höben sie hervor, dass im Verlauf der Krankheitsentwicklung entscheidende weitere gesundheitliche Einbussen eingetreten seien. So hielten sie fest, obwohl rückblickend bereits im Dezember 2004 vergleichbare medizinische Befunde vorgelegen hätten, sei seitdem eine Verschlechterung eingetreten. Dies gehe zudem implizite auch aus dem Urteil 8C_803/2009 des Bundesgerichts vom 1. Februar 2010 hervor, wonach gestützt auf das von der Invalidenversicherung eingeholte Gutachten des ABI vom 3. November 2006 für den Zeitraum nach Erlass des Einspracheentscheids der Allianz vom 6. Dezember 2004 möglicherweise zusätzliche, revisionsrechtlich erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigungen zu berücksichtigen sein würden. Entgegen den Vorbringen der Allianz hätten die medizinischen Sachverständigen des Spitals B.________ den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit nicht lediglich anhand der Angaben des Versicherten eingeschätzt, sondern sich vielmehr auf die anamnestischen Auskünfte aller involvierten Ärzte gestützt. Sie übersehe mit ihren weiteren Einwänden, dass sie, indem sie die Schlussfolgerungen des von ihr eingeholten Gutachtens des Spitals B.________ im Verwaltungsverfahren ignoriert habe, nicht ohne zusätzliche medizinische Erhebungen, beispielsweise im Rahmen einer Oberexpertise, über den Leistungsanspruch habe befinden dürfen. Insgesamt betrachtet sei festzustellen, dass das Gutachten des Spitals B.________ vom 14. Dezember 2013 (mit Nachtrag vom 21. Januar 2015) für die Beurteilung des Prozessthemas in jeglicher Hinsicht beweistauglich sei.