Citation: I 470/05 01.06.2006 E. 2

Verwaltung und Vorinstanz haben sich bezüglich der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin auf den Bericht des Dr. med. W.________ vom 4. November 2003 gestützt. Der Psychiater stellte die Diagnose einer ängstlichen (vermeidenden) Persönlichkeitsstörung mit Beeinträchtigungsgefühlen und schleichender depressiver Entwicklung (ICD F 60.6). Nach seiner Einschätzung - die ihm nach eigenen Angaben nicht leicht gefallen war - bestand seit zwei Jahren eine Arbeitsunfähigkeit von 30 %. In Übereinstimmung mit der Versicherten gehe er davon aus, dass sie mit ihren zwei Kindern mit durchschnittlichem Erziehungsaufwand und ohne weiteren Pflichten mit einem Pensum von 70 % erwerbstätig sein könnte. Die Beschwerdeführerin arbeitete damals zu 50 % als Sekretärin. Sie klagte über rasche Ermüdung, Gefühle der Überforderung und Beeinträchtigung, fehlende Möglichkeiten einer aktiven Freizeitgestaltung, fehlende Kontaktmöglichkeiten, Ein- und Durchschlafstörungen und damit ein Erholungsdefizit. Trotz Trennung und Scheidung vor über zehn Jahren stand sie noch immer in Konflikt mit ihrem früheren Ehemann, unter anderem aus finanziellen Gründen, die in der Folge auch zu Problemen mit dem Sozialamt führten. Ihre jüngere, 1989 geborene Tochter litt an einer Entwicklungsstörung, die eine psychiatrische Abklärung erforderlich machte. Anzumerken ist in diesem Zusammenhang, dass Dr. med. W.________ in einem früheren Bericht vom 17. Juni 2003 davon ausgegangen war, die Versicherte sei in einer ausserhäuslichen Tätigkeit zu nicht mehr als 50 % arbeitsfähig, welche Einschätzung auch der Hausarzt Dr. med. G.________ in seinem Bericht vom 19. Oktober 2003 übernommen hatte.