Citation: 1P.689/2006 29.01.2007 E. A

Y.________ hielt sich im Jahr 2005 im Rahmen einer strafrechtlichen Massnahme im Psychiatriezentrum Rheinau auf. Am 22. November 2005 rief Rechtsanwalt X.________ um ca. 10.00 Uhr an und ersuchte darum, mit Y.________ verbunden zu werden. Der Stationspfleger erklärte ihm, Y.________ sei momentan in der Arbeitstherapie und aus diesem Grunde erst ab 11.15 Uhr telefonisch zu sprechen. X.________ beharrte darauf, mit Y.________ verbunden zu werden, was der Stationspfleger ablehnte. Nach dem Ende der Arbeitstherapie rief Y.________ X.________ um ca. 11.15 Uhr an. X.________ erhob gleichentags Beschwerde an die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich mit dem Antrag, es sei eine Verletzung von Art. 10 EMRK festzustellen. Diese ging in der Folge gestützt auf eine nachträgliche Vollmacht davon aus, dass auch Y.________ Beschwerde erhoben hatte. Mit Verfügung vom 25. April 2006 trat sie auf den Rekurs von Y.________ nicht ein; sie erwog, dass in dessen Name erst am 1. Januar 2006 und damit verspätet rekurriert worden sei. Den Rekurs von X.________ wies sie ab; sie führte aus, dass der Eingriff in das von Art. 10 Ziff. 1 EMRK garantierte Recht durch die Verzögerung um 11/4 Stunden - soweit es sich überhaupt um einen eigentlichen Eingriff handle - durch die Hausordnung abgedeckt sei, im öffentlichen Interesse an der ungehinderten Durchführung der Therapie liege und sich als verhältnismässig erweise. Das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich wies die im Namen von X.________ und Y.________ erhobene Beschwerde am 24. August 2006 ab. Es bestätigte hinsichtlich von Y.________ das Nichteintreten wegen Verspätung und die Abweisung in Bezug auf X.________.