Citation: 4A_308/2020 E. 6.1.1

6.1.1. Die Vorinstanz stellte fest, es sei nicht bewiesen, dass die C.________ AG hinreichend klar zum Ausdruck gebracht habe, dass sie mit der Beschwerdegegnerin einen Vertrag schliessen wolle. Im Einzelnen begründete die Vorinstanz diesen Schluss unter Würdigung verschiedener Urkunden. Sie erwog, aus der Sitzungsnotiz vom 7. Oktober 2014 und dem Bericht vom 11. November 2014 lasse sich nichts ableiten, was für den behaupteten Vertragsschluss spreche. Denn diese Unterlagen beträfen nicht die fragliche Liegenschaft und erwähnten die C.________ AG nicht. Die E-Mail vom 6. Mai 2014 an J.________ betreffe zwar die fragliche Liegenschaft und sei von der Adresse H.________@C.________.ch verschickt worden. Im Text habe H.________ jedoch keine Signatur angefügt, aus der sich ergeben würde, dass er die Nachricht im Namen der C.________ AG verfasst habe. Die Adresse H.________@C.________.ch sei auch für die Ab.________ AG benutzt worden, weshalb aus ihrer blossen Verwendung nicht ohne weiteres darauf geschlossen werden könne, die Mitteilung sei im Namen der C.________ AG erfolgt. Im Schreiben vom 31. Juli 2014 habe die C.________ AG der Beschwerdegegnerin mitgeteilt, alle Leistungen im Zusammenhang mit der fraglichen Liegenschaft seien an sie und nicht an die Beschwerdeführerin zu adressieren. Selbst in diesem Schreiben habe sich die C.________ AG nicht als Auftraggeberin, sondern bloss als Adressatin der Rechnungen zu erkennen gegeben. Die E-Mail der Beschwerdegegnerin vom 28. April 2014 beziehe sich zwar auf die fragliche Liegenschaft, daraus ergebe sich jedoch nicht, ob H.________ als Vertreter der Beschwerdeführerin, der C.________ AG oder einer anderen Gesellschaft angeschrieben worden sei. Das Gleiche gelte für die E-Mail vom 11. Februar 2016 an H.________, in welcher die Beschwerdegegnerin mitgeteilt habe, sie werde ihre Versicherung kontaktieren. Aus dem Umstand, dass die Beschwerdegegnerin E-Mails an die Adresse H.________@C.________.ch gerichtet habe, könne nicht geschlossen werden, die Beschwerdegegnerin habe die C.________ AG als Vertragspartnerin angesehen. Denn diese Adresse sei für verschiedene Firmen benutzt worden.