Citation: 5A_467/2023 E. 4.1

4.1. Das Obergericht erinnert daran, dass der Beschwerdeführer seine Berufung erst nach Ablauf der Berufungsfrist um ein Rechtsbegehren Ziffer 2d ergänzt habe, mit dem er verlangte, die monatlichen Kinderalimente ab dem 1. Februar 2021 bis zum Abschluss einer ordentlichen Ausbildung auf Fr. 877.-- festzusetzen (s. Sachverhalt Bst. C.a). In der Folge stelle sich die Frage, ob sich dieses Rechtsbegehren auch aus der (rechtzeitig) eingereichten Berufungsbegründung ergeben hat. Das Obergericht verneint dies. Zwar erwähne der Beschwerdeführer an einigen Stellen seiner Berufung Berechnungspositionen, die erst für die Zeit nach dem 1. Januar 2021 relevant werden. Von einer Phase 4, die vom 1. Januar 2021 bis zum Ende der Erstausbildung des Beschwerdegegners dauern soll, sei in der Berufungsbegründung aber nicht die Rede. Insbesondere sei nicht ersichtlich, welchen Unterhaltsbeitrag der Berufungskläger nach dem 1. Januar 2022 (recte 2021) zu zahlen bereit ist. Dies ergebe sich auch nicht klar aus den Beanstandungen der verschiedenen Berechnungspositionen, noch erwähne der Beschwerdeführer, dass er dieselben Rechtsbegehren wie in seinem zweiten Parteivortrag vor erster Instanz stellen wollte. Den Rechtsbegehren könne im Zusammenhang mit der Berufungsbegründung und dem erstinstanzlichen Entscheid einzig entnommen werden, dass die vom Regionalgericht gebildeten Phasen 1 bis 3 (ab Geburt des Beschwerdegegners bis 28. Februar 2021 [recte 31. Januar 2021]) angefochten sind. Dem angefochtenen Entscheid zufolge ändert an diesem Ergebnis auch die instruktionsrichterliche Verfügung vom 28. September 2022 nichts, mit welcher der Beschwerdeführer darauf hingewiesen wurde, dass die Rechtsbegehren unvollständig erscheinen würden bzw. im Widerspruch zur Begründung ständen. Nachdem der Beschwerdeführer seine Berufung am letzten Tag der dreissigtägigen Berufungsfrist eingereicht habe, sei eine Korrektur der unvollständigen Rechtsbegehren nicht mehr rechtzeitig möglich gewesen. Ausserdem habe nicht die Instruktionsrichterin, sondern die Dreierbesetzung der 2. Zivilkammer den Entscheid über die Zulässigkeit der Rechtsbegehren und den allenfalls damit verbundenen Nichteintretensentscheid zu fällen. Auf das nachträglich korrigierte Rechtsbegehren 2d gemäss Eingabe vom 3. Oktober 2022 könne nicht eingetreten werden; hinsichtlich der Phasen 4 bis 12 seien die Dispositiv-Ziffern 1 bis 4 des erstinstanzlichen Entscheids in Rechtskraft erwachsen.