Citation: 2P.158/2002 05.08.2002 E. 3

Lediglich der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass der Beschwerde auch bei besserer Begründung kein Erfolg beschieden sein könnte. Das Verwaltungsgericht hat das Vorliegen eines Zwischenveranlagungsgrundes gemäss Art. 42 Abs. 3 oder 6 des hier noch anwendbaren Gesetzes vom 29. Oktober 1944 über die direkten Staats- und Gemeindesteuern (aStG) verneint. Es handelt sich bei diesen Vorschriften um kantonales Recht, dessen Auslegung und Anwendung das Bundesgericht nur unter dem Gesichtswinkel des Willkürverbots überprüft. Gemäss Art. 42 Abs. 3 aStG wird eine Zwischenveranlagung vorgenommen, wenn die steuerpflichtige Person ihre Erwerbstätigkeit endgültig aufgibt, wobei nach der Praxis ein "Aufhören der Erwerbstätigkeit" auch dann angenommen wird, wenn die Aufgabe eines Nebenerwerbes eine Einkommenseinbusse von mindestens 25 Prozent bewirkt. Diese Voraussetzung war im Falle der Beschwerdeführer nicht erfüllt. Es lag insbesondere auch kein Wechsel von unselbständiger zu selbständiger Erwerbstätigkeit oder Übergang von einer nebenberuflichen Tätigkeit zu einer hauptberuflichen Tätigkeit vor, was nach Art. 42 Abs. 6 aStG als Berufswechsel gelten würde und Anlass für eine Zwischenveranlagung geben kann. Unter diesen Umständen ist nicht ersichtlich, inwiefern das Verwaltungsgericht in Willkür verfallen sein könnte, wenn es das Vorliegen eines Zwischenveranlagungsgrundes verneinte. Mit den weiteren Beanstandungen - Vornahme einer Zwischenveranlagung im Jahre 1982, Verletzung der EMRK - befasste sich das Bundesgericht bereits im Entscheid 2A.261/2001 vom 29. Oktober 2001 betreffend die direkte Bundessteuer 1997/98. Sie geben auch heute keinen Anlass für eine andere Beurteilung. Insbesondere hat das Verwaltungsgericht zutreffend dargelegt, dass im Jahre 1982 das Erwerbseinkommen durch Aufnahme der Nebenerwerbstätigkeit um mehr als 25 Prozenz zunahm, weshalb nach ständiger kantonaler Praxis eine Zwischenveranlagung vorzunehmen war (vgl. BVR 1997 S. 145 E. 2), während hier diese Schwelle unbestrittenermassen nicht erreicht wurde. Die Zwischenveranlagung als Ausnahme von der Regelbesteuerung soll nur ausnahmsweise angewendet werden, wo die Weiterführung der bisherigen Besteuerung zu Härten führen würde oder das Leistungsfähigkeitsprinzip nicht mehr gewahrt wäre. Sie kann zugunsten wie auch zu Ungunsten der steuerpflichtigen Person eingreifen (vgl. auch BGE 115 Ib 8 E. 2 S. 10). Die 25-Prozent-Regel trägt dem Rechnung.