Citation: 2A.282/2001 18.09.2001 E. 4

4.- a) Es kann Art. 8 Ziff. 1 EMRK verletzen, wenn einem Ausländer, dessen Familienangehörige in der Schweiz weilen, die Anwesenheit in der Schweiz untersagt wird. Da der Beschwerdeführer grundsätzlich einen Rechtsanspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung und damit ein gefestigtes Anwesenheitsrecht hat, kann er sich, soweit die familiäre Beziehung tatsächlich gelebt wird und intakt ist - was hier zutrifft -, grundsätzlich auf diese Bestimmung berufen (vgl. BGE 126 II 377 E. 2b S. 382, mit Hinweisen). b) Nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK ist ein Eingriff in das nach Ziff. 1 geschützte Rechtsgut statthaft, soweit er gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer demokratischen Gesellschaft für die nationale Sicherheit, die öffentliche Ruhe und Ordnung, das wirtschaftliche Wohl des Landes, die Verteidigung der Ordnung und zur Verhinderung von strafbaren Handlungen, zum Schutze der Gesundheit und Moral sowie der Rechte und Freiheiten anderer notwendig erscheint (BGE 126 II 425 E. 5a S. 435). Angesichts der vom Beschwerdeführer begangenen Straftaten erweist sich die Verweigerung einer Aufenthaltsbewilligung auch unter diesem Gesichtspunkt als gerechtfertigt. c) Der in Art. 13 Abs. 1 BV garantierte Anspruch auf Achtung des Familienlebens entspricht materiell der Garantie von Art. 8 EMRK und gewährt im Bereich des Ausländerrechts keiner weitergehenden Ansprüche (BGE 126 II 377 E. 7 S. 394).