Citation: 6B_535/2024 E. 3.3

3.3. Nach den nicht bemängelten und daher verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz (vgl. Art. 105 Abs. 1 BGG) kaufte die Beschwerdeführerin das Lasergerät "C.________" aus Kostengründen direkt beim chinesischen Hersteller E.________ Ltd., wobei sie den Preisunterschied zu aus Europa importierten Geräten unter anderem darin sah, dass der europäische Händler "für Transport und Verantwortung zuständig" sei. Der chinesische Hersteller wies das Lasergerät in seiner "Declaration" vom 27. Februar 2020 bzw. "Declaration of Confirmity" vom 18. September 2020 zur Laserkategorie IIb, äquivalent zur europäischen Laserklasse III, gehörig aus und gab an, es sei "all special made for salon client, not for doctors". Laut Auskunft des Eidgenössischen Instituts für Metrologie METAS ist das Lasergerät für den Schweizer Markt jedoch nicht zugelassen. Eine Laserklasse IIb nach der internationalen Lasersicherheitsnorm IEC 60825-1 ED.3: 2014 existiere nicht. Das fragliche Gerät müsse der Laserklasse 4 zugeordnet werden und dürfe unabhängig von der Berufsausbildung weder für kosmetische noch für medizinische Zwecke eingesetzt werden, da eine mögliche Gefährdung aufgrund der falschen Laserklassifizierung nicht erkennbar sei (vgl. angefochtenes Urteil E. 1.5.4.1 b/ba S. 11). Weiter verfügte die Beschwerdeführerin laut den verbindlichen vorinstanzlichen Feststellungen weder über eine grundlegende Fachausbildung als Kosmetikerin noch über einen sog. Sachkundenachweis betreffend die Verwendung von hochenergetischen Lasergeräten zur kosmetischen Behandlung. Ebenso wenig habe sie bei der fraglichen Laserbehandlung eine ärztliche Betreuung sichergestellt (vgl. angefochtenes Urteil E. 1.5.4.1 b/bb S. 12).