Citation: 8C_243/2023 E. 6.1

6.1. Zunächst konnte die ADHS-Diagnose anlässlich der neuropsychologischen und der psychiatrischen Untersuchung durch die estimed-Gutachter nicht bestätigt werden. Gemäss dem neuropsychologischen Teilgutachter können entsprechende Störungen wie namentlich desorganisiertes, impulsives Verhalten auch durch einen depressiven Verstimmungszustand ausgelöst werden, wie er anlässlich der tagesklinischen Betreuung durch die Psychiatrischen Dienste C.________ im Frühjahr 2015 vorgelegen habe. Aus psychiatrischer Sicht musste zudem die depressive Symptomatik als aktuell remittiert gelten. Inwiefern sich aus den Berichten des seit Juli 2016 behandelnden Psychiaters Dr. med. E.________ vom 22. November 2019 und vom 6. Mai 2022 hinsichtlich der depressiven Symptomatik, aber auch bezüglich der ADHS-Diagnose wichtige objektive Aspekte ergeben sollten, die bei der Begutachtung unberücksichtigt geblieben wären und aus diesem Grund zu Unrecht zu einer falschen Beurteilung durch die Gutachter geführt hätten, wird beschwerdeweise nicht dargetan und ist nicht erkennbar.