Citation: 6B_1090/2019 E. 1.2.1

1.2.1. Der Beschwerdeführer bestreitet in tatsächlicher Hinsicht nicht, dass er sich in der Absicht, Heroin zu erwerben, mit einem möglichen Lieferanten traf und von ihm eine Probe erhielt. Die Vorinstanz begründet, weshalb sie von einem Reinheitsgrad des zu erwerbenden Heroins von mindestens 1%, entsprechend 20 Gramm reinem Heroin ausgeht und einen noch niedrigeren Reinheitsgrad ausschliesst. Sie erwägt, zwar sei es nicht zum Abschluss gekommen, da das Muster gemäss Aussagen des das Heroin Testenden "nur Abfall" gewesen sein. Dies bedeute jedoch - entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers - nicht, dass darunter gar keine Drogen zu verstehen seien, weshalb keine Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen im Sinne von Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG habe vorliegen können. Es sei gerichtsnotorisch, dass Drogen mit vergleichsweise geringem oder zumindest geringerem Reinheitsgehalt gerne auf diese oder ähnliche Weise bezeichnet würden. Entsprechend habe das Bezirksgericht zu Recht und zugunsten des Beschwerdeführers eine sehr schlechte Qualität angenommen. Selbst wenn aber von einem Reinheitsgrad von gerade 1% ausgegangen würde, läge die reine Betäubungsmittelmenge noch über 12 Gramm, was zur Annahme eines schweren Falls führe. Ein noch geringerer Reinheitsgehalt falle ausser Betracht.