Citation: 4A_222/2022 E. 6.2.5

6.2.5. An entsprechenden Angaben fehlt es auch vorliegend. Die Beschwerdeführerinnen begründen in keiner Weise, weshalb der Streitwert Fr. 30'500.-- betragen soll. Die Vorinstanz hat das zu Recht moniert. Sie übte ihr Ermessen nicht rechtsfehlerhaft aus, wenn sie in Übereinstimmung mit der vom Bundesgericht im genannten Entscheid erwähnten Tendenz und entsprechend der Praxis der II. Zivilrechtlichen Abteilung des Obergerichts des Kantons Zug den Streitwert grundsätzlich nach dem nominellen Gesellschaftskapital, hier 1 Million Franken, bestimmte. Dies ist bundesrechtlich nicht zu beanstanden und stellt eine praxistaugliche Lösung dar, wie die Autoren Domenig/ Gür mit guten Gründen ausführen (Benjamin Domenig/Claudio Gür, Organisationsmangelverfahren nach Art. 731b und Art. 939 OR, Prozessrechtliche Aspekte, AJP 2021, S. 168 ff., S. 177).