Citation: 1P.155/2005 29.06.2005 E. A

Die Gerichtspräsidentin 17 des Gerichtskreises VIII Bern-Laupen fällte am 3. Juni 2004 folgendes Urteil: - M.________wurde von der Anschuldigung der Drohung zum Nachteil von HP.________ freigesprochen und unter Umgangnahme von Bestrafung der Tätlichkeit zum Nachteil von HP.________ für schuldig gesprochen; - HP.________ wurde unter Umgangnahme von Bestrafung der Beschimpfung zum Nachteil von M.________für schuldig gesprochen; - RP.________ wurde von der Anschuldigung der Drohung zum Nachteil von J.________ freigesprochen und unter Bestrafung mit einer Busse von Fr. 300.-- der Sachbeschädigung zum Nachteil von M.________schuldig gesprochen; Der Angelegenheit liegen Streitigkeiten unter den Bewohnern der B.________strasse in Bern zugrunde, welche in die zwei Lager der Familien M.________/J.________ einerseits und P.________/ V.________ andererseits aufgeteilt scheinen. Am 15. Februar 2003 ist es im Treppenhaus zu einer Auseinandersetzung gekommen, in deren Verlauf HP.________ die Mitbewohnerin M.________als "puttana" bezeichnet und Zweitere Erstere angespuckt haben soll. Der Zwischenfall nahm am nachfolgenden Tag eine weitere Fortsetzung. Diese Vorfälle führten zum erwähnten Urteil vom 3. Juni 2004. Auf Appellation von HP.________ bestätigte das Obergericht des Kantons Bern mit Urteil vom 9. Dezember 2004 den Schuldspruch der Beschimpfung, nahm ebenfalls von einer Bestrafung Umgang und auferlegte HP.________ die auf sie entfallenden erstinstanzlichen sowie die oberinstanzlichen Verfahrenskosten.