Citation: 8C_102/2019 E. 4

Die Vorinstanz stellte fest, dass nicht nur das Mining von Kryptowährungen, sondern auch das vom Beschwerdeführer vorgesehene Erbringen von IT-Leistungen in direktem Zusamenhang mit der Nutzung von digitalen Währungen stehe, welche sich durch eine grosse Volatilität kennzeichnen würden. Nach Angaben des Beschwerdeführers erfolge die Vergütung für die IT-Dienstleistungen unmittelbar in Kryptowährungen und werde alsbald in Schweizer Franken umgetauscht. Durch diese Art der Bezahlung werde aber die grundsätzliche Spekulation mit der digitalen Währung gerade nicht ausgeschlossen. Die Chancen und Risiken der Kryptowährungen seien im Übrigen allgemein bekannt. So sei etwa der Kurs des Bitcoins Ende 2017 auf fast 20'000.- US-Dollar gestiegen und bereits wenige Monate später auf ca. 6'000.- US-Dollar abgestürzt. Das Szenario des Beschwerdeführers gehe von einem stetigen Aufwärtstrend aus, was in einem so schwankungsanfälligen Umfeld illusorisch oder zumindest auf lange Sicht nicht stabil genug erscheine. Das kantonale Gericht erkannte deshalb, die im Wert stark schwankenden und der Spekulation zugänglichen Kryptowährungen könnten grundsätzlich nicht Basis einer stabilen und tragfähigen unternehmerischen Tätigkeit sein, welche im Rahmen von Art. 71a AVIG zu fördern sei. Davon abgesehen habe der Versicherte die wirtschaftliche Tragfähigkeit und Dauerhaftigkeit seines Unternehmenskonzeptes nicht belegen können. Es bleibe unsicher, ob die Tätigkeit existenzsichernd wäre.