Citation: 5A_241/2023 E. 1.1

1.1. Nach der Rechtsprechung gilt die auf Art. 128 ZPO gestützte Bestrafung einer Partei mit einer Ordnungsbusse als Zwischenentscheid (Art. 93 BGG), der einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinn von Art. 93 Abs. 1 Bst. a BGG bewirken kann. Der Nachteil besteht in der Gefahr, dass die Bestrafung bei weiterem entsprechenden Verhalten wiederholt respektive verschärft wird oder dass darüber hinausgehende Disziplinarmassnahmen angedroht und verhängt werden. Ausserdem droht der bestraften Partei, durch die entsprechenden Massnahmen und namentlich durch das mit der Disziplinierung einhergehende Unwerturteil in ihrer prozessualen Stellung unwiderruflich beeinträchtigt zu werden, bevor sie mittels Beschwerde gegen den Endentscheid in der Hauptsache bundesgerichtlichen Rechtsschutz erlangen kann (Urteil 4A_510/2014 vom 23. Juni 2015 E. 2.2.3, nicht publ. in: BGE 141 III 265; bestätigt im Urteil 4A_500/2016 vom 9. Dezember 2016 E. 1; s. auch die Urteile 5D_166/2017 und 5D_167/2017 vom 20. September 2017). Anders als im Fall, der dem zitierten Urteil 4A_510/2014 zugrunde liegt, wurde mit der heutigen Beschwerdeführerin nicht die Prozesspartei im Hauptsacheverfahren, B.________, sondern deren Anwältin mit einer Ordnungsbusse bestraft. Die vorigen Erwägungen müssen aber sinngemäss auch für hier gegebene Konstellation gelten. Die Prozessvertreterin läuft genauso wie die Prozesspartei Gefahr, gegebenenfalls erneut und härter bestraft zu werden. Ausserdem droht ihr aufgrund des der Bestrafung zugrunde liegenden Vorwurfs, sich unrechtmässig verhalten zu haben, eine (unwiderrufliche) Beeinträchtigung ihres beruflichen Ansehens, namentlich auch in den Augen der von ihr vertretenen Prozesspartei, als deren Hilfsperson und Stellvertreterin sie auftritt.