Citation: 8C_41/2023 E. 5.4

5.4. Der Vertrauensarzt der Beschwerdeführerin, Dr. med. E.________, untersuchte den Beschwerdegegner am 18. März 2021. In seinem Bericht vom 19. März 2021 hielt er fest, mit einer wesentlichen Verbesserung der medizinischen Situation sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht mehr zu rechnen. In der Untersuchung habe sich ein diffuses Beschwerdebild an der rechten Schulter mit ausgeprägter und manifester Muskelatrophie gezeigt, dessen Rehabilitationspotenzial als äusserst gering bis nicht gegeben eingeschätzt werden müsse. Die Bereitschaft zur Rehabilitation sei gemäss Aussage des Beschwerdegegners zwar vorhanden. Allerdings verstehe er darunter Thermalbaden, Wärmeanwendungen und passive Therapie. Sodann äusserte sich Dr. med. E.________ kritisch zur im asim-Gutachten gestellten Rehabilitationsindikation. Mit Verweis auf die Literatur erachtete er die Voraussetzungen einer erfolgreichen Rehabilitation im vorliegenden Fall von Anfang als nicht gegeben. Weiter betonte er die Bedeutung der Kooperation und Willensbereitschaft bei der Durchführung einer stationären Rehabilitationsmassnahme. Diese Bereitschaft sei beim Beschwerdegegner gemäss Austrittsbericht der Klinik C.________ nicht gegeben gewesen. Er habe sich sogar geweigert, seine Schulter untersuchen zu lassen, was ein Zeichen fehlender Kooperation sei und die erfolglose Rehabilitation auch ausserhalb der medizinischen Kriterien vollumfänglich erkläre. Bei einer Schultersteife oberhalb der Horizontalen rechts lägen keine strukturell objektivierbaren Befunde vor, welche weitere medizinische Massnahmen aus unfallkausaler Sicht rechtfertigen würden. Somit sei der Endzustand spätestens Ende 2020 eingetreten. Eine Behandlung der nicht objektivierbaren Schmerzsymptome gehe zu Lasten der Krankenversicherung.