Citation: I 29/06 09.08.2007 E. A

Der am 22. Juni 1985 geborene L.________ leidet an einem angeborenen Psychoorganischen Syndrom [POS] entsprechend dem Geburtsgebrechen Ziff. 404 des Anhangs zur Verordnung über Geburtsgebrechen (GgV Anhang), wofür die IV-Stelle des Kantons St. Gallen am 3. Juni 1993 Kostenvergütung für medizinische Massnahmen bis 28. Februar 1998 zusprach. Nachdem sich gemäss Bericht des Dr. med. O.________, Spezialarzt Pädiatrie, speziell Neuropädiatrie, Kons. Neuropädiatrie des Spitals X.________ (vom 20. Oktober 1995) Auffälligkeiten im Zusammenhang mit dem POS gezeigt hatten, wurde mit Verfügung vom 30. November 1995 für die Zeit vom 7. Januar 1995 bis 31. Januar 1997 Kostenvergütung für ärztlich verordnete Psychotherapie bei Dr. phil. H.________ gewährt. Am 25. Juni 1997 verfügte die IV-Stelle eine Verlängerung der Psychotherapie bis 31. Januar 1999. Schliesslich wurden dem Versicherten nach Beizug eines ärztlichen Zwischenberichts des Dr. med. O.________ (vom 24. Juni 1998) medizinische Massnahmen zur Behandlung des Geburtsgebrechens Ziff. 404 für die Dauer vom 1. März 1998 bis 30. Juni 2005, also bis zum Erreichen des 20. Altersjahres, bewilligt (Verfügung vom 13. Juli 1998). Seit dem 22. Juni 2004 befand sich der Versicherte in psychotherapeutischer Behandlung bei Dr. med. M.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, welcher in seinem Bericht (vom 1. September 2004) eine schwere depressive Episode (F32.2) bei neurotischer Persönlichkeitsstruktur (vor allem depressiv, selbstunsicher, abhängig) bei frühkindlichem POS diagnostizierte. Zudem stellte er einen Status nach Cannabismissbrauch und -abhängigkeit fest. Mit Verfügung vom 3. Dezember 2004 lehnte die IV-Stelle eine Übernahme der Kosten für Psychotherapie ab, u.a. da die jetzige "Problematik" nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem verfügten Geburtsgebrechen stehe. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 3. Juni 2005 fest.