Citation: 8C_210/2020 E. 7.2

7.2. Nach den zutreffenden Feststellungen der Vorinstanz ergibt sich aus der Erwerbsbiografie des Versicherten, dass dieser längere Zeiten keiner Erwerbstätigkeit nachging. Gemäss IK-Auszug arbeitete er zwar bis 1998 lückenlos. Zwischen 1998 und 2012 erzielte er aber allein in den Jahren 2005 und 2007 noch geringe Erwerbseinkommen. Belege für eine Erwerbstätigkeit im Ausland finden sich in den Akten nicht. Jedenfalls ist der Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben im Jahr 2004 in die Schweiz zurückgekehrt. Danach sei er bis 2011 Hausmann gewesen. Erst ab 24. Mai 2012 war der Beschwerdeführer im Rahmen eines Temporärarbeitsverhältnisses wieder erwerbstätig. Der erste Einsatz dauerte bis zum 8. Juli 2012. Beim zweiten Einsatz kam es am Abend des zweiten Arbeitstages (18. Juli 2012) zum folgenschweren Unfall. Gemäss Einsatzvertrag hätte der Einsatz maximal drei Monate gedauert. Von einer mehr oder weniger lückenlosen Erwerbstätigkeit vor dem Unfall kann mit Blick auf diese Erwerbsbiografie keine Rede sein. Der vorliegende Fall unterscheidet sich in diesem Punkt denn auch massgeblich von denjenigen Sachverhalten, welche in den Urteilen U 421/05 vom 25. Oktober 2006 und 8C_480/2010 vom 20. März 2012 zur Beurteilung standen. Im ersten Fall ergaben sich längere Erwerbsunterbrüche nur durch Militärdienst und Sprachaufenthalt im Ausland, ansonsten stand der Versicherte seit jeher lückenlos in unmittelbar abfolgenden Arbeitsverhältnissen (Urteil U 421/05 vom 25. Oktober 2006 E. 3.1). Im zweiten Fall bestanden ebenfalls keine Anhaltspunkte für relevante Erwerbslücken (Urteil 8C_480/2010 vom 20. März 2012 E. 4.4.1).