Citation: 8C_429/2022 E. 5.4.2

5.4.2. Ob besonders dramatische Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit des Ereignisses vorliegen, beurteilt sich objektiv und nicht aufgrund des subjektiven Empfindens bzw. Angstgefühls der versicherten Person (BGE 140 V 356 E. 5.6.1). Der Unfallhergang geht nicht über die Eindrücklichkeit hinaus, die jedem mittelschweren Unfall im engeren Sinn eigen ist. An die Erfüllung dieses Kriteriums sind deutlich höhere Anforderungen gestellt (nicht publ. E. 3.5.1 des Urteils BGE 137 V 199). Daran ändert die Aussage des Beschwerdeführers anlässlich der polizeilichen Befragung am 22. März 2018 nichts, es habe sich angefühlt, als hätte er einen "gestreckten Salto" gemacht. Gleiches gilt für die in der Beschwerde erwähnte handschriftliche Angabe des Unfallverursachers, wonach er auf die Bremse gegangen sei, als er den Beschwerdeführer bemerkt habe, dann sei die Kollision bereits geschehen. Das Nächste was er wisse sei, dass der Beschwerdeführer auf der linken Seite seines Personenwagens gelegen sei. Wie die Vorinstanz bereits feststellte, lässt sich insbesondere weder aus der Fotodokumentation der Kantonspolizei Aargau noch aus dem anlässlich des Einspracheverfahrens eingereichten Aktenstück oder zeitnahen Schilderungen des Unfallhergangs ableiten, dass der Beschwerdeführer beim Aufprall rund zehn Meter durch die Luft geschleudert wurde.