Citation: 4A_151/2016 E. 3.4.3

3.4.3. Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz eine willkürliche Beweiswürdigung vor. Die Zeugen I.________ und J.________ hätten ein Retopping als technisch möglich und tauglich eingeschätzt. Demgegenüber habe der Zeuge H.________ selbst eingestanden, er könne seine Aussagen auf keine Untersuchungen stützen. Der Geschäftsführer der Beschwerdeführerin habe ausgesagt, in jenem Zimmer, in welchem das Retopping-Verfahren angewandt worden sei, seien bei der Besichtigung am 20. April 2010 keine Schäden auszumachen gewesen. Diese habe der Zeuge G.________ (Mitarbeiter der Beschwerdegegnerin) bestätigt, habe er doch festgehalten, dass es in diesem nachgebesserten Zimmer keine Schäden mehr gehabt habe. Es sei zudem irrelevant, dass die beiden Zeugen bei der C.________ AG angestellt seien. Beide hätten unter Wahrheitspflicht ausgesagt und keine Veranlassung gehabt, Unwahrheiten zu verbreiten. Der Zeuge I.________ habe seine Aussage entgegen der Ansicht der Vorinstanz nicht auf ästhetische Sanierungen beschränkt, sondern Bezug auf den konkreten Boden genommen, den er inspiziert habe. Damit sei der Beweis der Tauglichkeit erbracht. Wenn die Vorinstanz ausführe, die Zeugen I.________ und J.________ hätten nicht erklärt, dass ein Retopping im vorliegenden Fall eine taugliche Nachbesserung wäre, so verkenne sie die Beweislastverteilung, sei doch die Beschwerdegegnerin für die Untauglichkeit der vorgeschlagenen Nachbesserung beweispflichtig. Die Vorinstanz habe zudem ausser Acht gelassen, dass nicht nur ein Retopping möglich gewesen wäre, sondern auch der Aus- und Neueinbau des PU-Bodens. Den Erwägungen zu zeitlichen Schwierigkeiten und logistischen Problemen sei bereits deshalb nicht zu folgen, weil nach den Sachverhaltsfeststellungen die Beschwerdegegnerin eine Nachbesserung selbst im April 2010 noch angenommen hätte. Daraus folge, dass selbst die Beschwerdegegnerin eine Sanierung als zumutbar erachtet habe. Die logistischen Herausforderungen dürften zudem nicht dazu führen, dass der Unternehmerin die Nachbesserungsmöglichkeit versagt werde, andernfalls würde diese Möglichkeit bei Werken der vorliegenden Art jeglichen Inhalts entleert. Irrelevant sei weiter, ob die Erstellung eines neuen Werks mit kleinerem Aufwand verbunden und allenfalls die vernünftigste und zweckmässigste Lösung sei. Vorausgesetzt sei vielmehr, dass die Nachbesserung aus sachlichen (objektiven) Gründen unmöglich sei; dies sei nicht der Fall. Die Vorinstanz sei auf die Voraussetzung der objektiven Unmöglichkeit nicht eingegangen, was eine Gehörsverletzung und eine unrichtige Rechtsanwendung darstelle.