Citation: 8C_784/2020 E. A

Die IV-Stelle des Kantons Zürich wies mit Verfügung vom 11. Januar 2002 ein Begehren der 1989 geborenen A.________ um Kostengutsprache für Sonderschulmassnahmen in Form einer Sprachheilbehandlung ab. Am 22. Februar 2005 erlitt A.________ bei einem Schlittelunfall ein schweres Schädelhirntrauma. Ein erneutes Begehren um Sonderschulmassnahmen lehnte die IV-Stelle am 26. September 2005 verfügungsweise ab. Nach Erhalt eines weiteren Gesuchs leistete sie mit Verfügung vom 24. November 2005 und Mitteilung vom 24. November 2006 Kostengutsprache für Sonderschulmassnahmen (Sprachheilbehandlung). Am 21. April 2009 beantragte A.________ Massnahmen für die berufliche Eingliederung im Zusammenhang mit der Erstausbildung. Mit Verfügung vom 17. Februar 2010 verneinte die IV-Stelle einen Anspruch auf berufliche Massnahmen. A.________ erneuerte ihr Gesuch um Gewährung beruflicher Massnahmen am 19. Dezember 2011. Die IV-Stelle erteilte Kostengutsprache für die Berufsvorbereitung in der Kindertagesstätte (Kita) B.________ und am 16. August 2012 für die erstmalige berufliche Ausbildung als Fachfrau Betreuung in der Kita. Die beruflichen Massnahmen wurden am 16. August 2012 erfolgreich abgeschlossen und A.________ mit Verfügung vom 27. Mai 2016 bei einem Invaliditätsgrad vom 66 % eine Dreiviertelsrente der Invalidenversicherung zugesprochen. Der Invaliditätsbemessung legte die IV-Stelle bezüglich des Valideneinkommens die Annahme zugrunde, dass A.________ ohne den Unfall ein Medizinstudium abgeschlossen hätte und als Assistenzärztin tätig wäre. Anlässlich einer im Mai 2017 eingeleiteten Revision vom Amtes wegen liess die IV-Stelle A.________ durch die MediCore AG, Bad Ragaz, begutachten (Expertise vom 20. Juni 2018). Daraufhin reduzierte sie die bisherigen Rentenleistungen und gewährte nurmehr eine halbe Invalidenrente (Verfügung vom 9. Januar 2019; Invaliditätsgrad: 51 %).