Citation: 1C_35/2022 E. 3.3

3.3. Der Beschwerdeführer macht dagegen geltend, Art. 36 Abs. 2 RPG sei nicht anwendbar, weil das Thurgauer Recht die Zuständigkeit zum Erlass von Planungszonen den Gemeinden übertrage. Der Kanton sei auch nicht verpflichtet gewesen, den Auftrag des ARE notfallmässig im "Handstreichverfahren" umzusetzen, sondern es sei das ordentliche Verfahren einzuhalten (Zonenplanrevision in den betroffenen Gemeinden). Allenfalls hätte der Kanton die betroffenen Gemeinden auffordern müssen, je eine kommunale Planungszone zu erlassen. Soweit mit der KSV die bevorstehende Richtplanänderung gesichert werden solle, wäre nicht der Regierungsrat, sondern der Grosse Rat (unter Mitwirkung der zuständigen Raumplanungskommission) zuständig (§ 5 PBG/TG). Der Beschwerdeführer betont, dass die Thurgauer Weilerzonen nicht mit der im Urteil BGE 145 II 83 behandelten Erhaltungszone der Gemeinde Langwies/Arosa vergleichbar seien: Es handle sich um rechtskräftige Bauzonen (§ 6 PBV/TG); zu beachten sei insbesondere der Grundsatz der Planbeständigkeit (Art. 21 RPG).