Citation: 4P.38/2003 23.05.2003 E. 1

1.1 Der Anspruch auf rechtliches Gehör, der bisher aus Art. 4 aBV floss und jetzt in Art. 29 Abs. 2 der neuen Bundesverfassung vom 18. April 1999 ausdrücklich gewährleistet ist, verlangt insbesondere, dass die Gerichte die rechtserheblichen Vorbringen der Parteien anhören und bei der Entscheidfindung berücksichtigen. Damit sich die Parteien ein Bild über die Erwägungen des Gerichts machen können, ist der Entscheid zu begründen. Die Begründung muss kurz die Überlegungen nennen, von denen sich das Gericht hat leiten lassen und auf die sich dessen Entscheid stützt. Nicht erforderlich ist hingegen, dass sich der Entscheid mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinander setzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Es genügt, wenn der Entscheid gegebenenfalls sachgerecht angefochten werden kann (BGE 126 I 97 E. 2b S. 104; 125 II 369 E. 2c S. 372, je mit Hinweisen). 1.2 Der Beschwerdeführer wirft dem Obergericht vor, seinen Anspruch auf rechtliches Gehör durch ungenügende Urteilsbegründung verletzt zu haben. 1.3 Nachdem der Beschwerdeführer für seine bestrittene Behauptung zum Inhalt des im Januar 1990 geschlossenen Vertrages keine Beweise angeboten hatte, prüfte das Obergericht, ob das nachträgliche Parteiverhalten auf den wirklichen Willen schliessen liess. In diesem Zusammenhang erwog das Obergericht, es könne offen bleiben, ob der Beschwerdegegner bezüglich seiner Kompetenz zur Vertretung der IG X.________ den Beschwerdeführer irregeführt habe, denn die Vertretungsbefugnis spiele hinsichtlich der Pflicht zur Käufersuche keine Rolle, und der Beschwerdeführer leite aus der behaupteten Irreführung keinen Willensmangel ab. Daraus geht hinreichend klar hervor, dass das Obergericht die betreffende Behauptung des Beschwerdeführers in rechtlicher Hinsicht für nicht entscheidrelevant hielt. Das Obergericht legte die Überlegungen dar, von denen es sich leiten liess und auf welche sich sein Entscheid stützte. Es hat demnach die aus Art. 29 Abs. 2 BV abgeleiteten Anforderungen an die Begründung eines Entscheids beachtet. 1.4 Die weitere Rüge der Missachtung des Gehörsanspruchs fällt mit jener der willkürlichen Nichtbeachtung einer Zeugenaussage zusammen. Sie hat daher keine selbständige Bedeutung und bleibt ausser Betracht. 1.5 Eine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV durch die Vorinstanz liegt daher nicht vor.