Citation: 9C_638/2013 E. 1.2

1.2. Gemäss Art. 30c Abs. 4 erster Satz BVG wird mit dem Bezug eines Betrages für Wohneigentum gleichzeitig der Anspruch auf Vorsorgeleistungen entsprechend den jeweiligen Vorsorgereglementen und den technischen Grundlagen der Vorsorgeeinrichtung gekürzt (für den überobligatorischen Bereich: Art. 331e Abs. 4 OR). Nach der früheren reglementarischen Regelung der Bernischen Pensionskasse führte ein solcher Vorbezug nicht in allen Fällen zu einer Kürzung. Laut dem am 5. Juli 2011 verabschiedeten, rückwirkend auf den 1. Juli 2011 in Kraft gesetzten Art. 3 des Reglements Nr. 4 führt unter anderem der Vorbezug nunmehr zu einer Leistungskürzung (Abs. 1). Bei einem Teilbezug werden die Versicherungsjahre entsprechend reduziert und das für die Rentenberechtigung massgebende Eintrittsalter neu festgesetzt. Die vor dem Bezug ausgewiesene Austrittsleistung wird um den Betrag des Bezuges reduziert (Abs. 3). Ein nicht wieder eingebrachter Bezug führt auf jeden Fall zu einer Rentenkürzung, selbst wenn sich dies aus der Sistierung bzw. Reduktion der bisherigen Versicherungsjahre nicht ergäbe (Abs. 4 erster Satz; zu den Wirkungen eines Wiedereinkaufs: Art. 4 des Reglements Nr. 4). Die zugehörige Übergangsbestimmung sieht unter anderem vor, dass die Änderungen nach Art. 3 Abs. 4 nicht angewendet werden auf "Vorbezüge für Wohneigentumsförderung mit Antragstellung vor dem 1. Juli 2011 und Auszahlung bis 31. Dezember 2011".