Citation: 4A_672/2012 E. 4.1.2

4.1.2. Die versehentliche Nichtberücksichtigung einer einschlägigen Regel oder einer erheblichen Tatsachenbehauptung stellt indessen keine Ungleichbehandlung i.S. von Art. 190 Abs. 2 lit. d IPRG dar. Denn es geht nicht an, unter dem Titel der Verletzung von Art. 190 Abs. 2 lit. d IPRG eine eigentliche Willkürrüge einzuführen, welche der eidgenössische Gesetzgeber gerade ausschliessen wollte. Das Gleichbehandlungsgebot ist mithin weder durch die Beweiswürdigung noch durch die Rechtsanwendung des Schiedsgerichts berührt, selbst wenn sich diese als unhaltbar erweisen sollten (Urteil 4A_360/2011 vom 31. Januar 2012 E. 4.1, publ. in: ASA Bull. 2012 S. 634).