Citation: 4A_459/2023 E. 2.3

2.3. Die Erstinstanz erwog zusammengefasst, im Kaufvertrag hätten die Parteien als Lieferort der streitgegenständlichen 14 kg Gold U.________ vereinbart und damit eine Bringschuld gegenüber dem Beschwerdegegner. Die Übergabe der Ware hätte in der Zweigniederlassung der Beschwerdeführerin 2 in U.________ stattfinden sollen. Das habe der Beschwerdegegner zumindest nach Treu und Glauben annehmen dürfen. Das Gold sei dem Beschwerdegegner nicht vereinbarungsgemäss geliefert worden. Die Gefahr des Untergangs der Ware sei nicht auf ihn übergegangen. Wenn es stimme, dass das Gold tatsächlich in Ghana gestohlen wurde, dann treffe diese Gefahr nicht den Beschwerdegegner. Selbst wenn von einem Versendungskauf ausgegangen würde, hätte der Beschwerdegegner die Gefahr nicht zu tragen, da das Gold dem Beförderer E.________ Ltd. nicht zur Übermittlung an ihn übergeben worden sei.