Citation: 4P.244/2000 21.12.2000 E. 7

7.- a) Die Beschwerdeführerin rügt, das Obergericht habe seinerseits ihren Anspruch auf rechtliches Gehör missachtet, da es sich mit der Vorgeschichte zum Schiedsverfahren und dem mehrmaligen Versuch der Beschwerdeführerin, eine Anhörung zu erwirken, überhaupt nicht auseinander gesetzt habe. Der Entscheid des Obergerichts erging nach dem 1. Januar 2000, so dass insoweit Art. 29 Abs. 2 BV der revidierten Bundesverfassung zur Anwendung kommt. Materiell hat sich durch die Verfassungsrevision indes nichts geändert; das zu Art. 4 aBV Gesagte gilt auch für Art. 29 Abs. 2 BV. b) Das Obergericht hat ausführlich begründet, wieso es dafür hielt, der Beschwerdeführerin sei das rechtliche Gehör nicht verweigert worden. Auch wenn die Beschwerdeführerin vor der Schiedsverhandlung mehrmals um eine Anhörung gebeten haben sollte, ändert dies nichts an der Tatsache, dass sie keine Stellungnahme einreichte, als ihr dazu Gelegenheit geboten wurde, obwohl sie dadurch einen Entscheid aufgrund der Akten hätte verhindern können. Daher musste das Obergericht nicht näher auf die Vorbringen der Beschwerdeführerin bezüglich der Vorgeschichte des Prozesses vor dem Schiedsgericht eingehen. Sollte die Beschwerdeführerin dagegen sinngemäss geltend machen wollen, bereits im Vorfeld des Schiedsverfahrens sei ihr Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt worden, ist ihr entgegenzuhalten, dass neue tatsächliche oder rechtliche Vorbringen in staatsrechtlichen Beschwerden wegen Verletzung des Gehörsanspruchs grundsätzlich nicht zulässig sind (BGE 119 II 6 E. 4a S. 7; 118 III 37 E. 2a S. 39). Vor Bundesgericht können nur solche Verfassungsverletzungen gerügt werden, die der Beschwerdeführer bereits im kantonalen Nichtigkeitsbeschwerdeverfahren ordnungsgemäss vorgebracht hatte. Bei seiner Überprüfung, wieweit dies der Fall ist, hat sich das Bundesgericht - wie sich wiederum aus dem Rügeprinzip ergibt - an die Feststellungen der letzten kantonalen Instanz zu den prozessualen Vorbringen des Beschwerdeführers zu halten, es sei denn, dieser weise auch sie als willkürlich aus. Dass die Beschwerdeführerin im Verfahren vor dem Obergericht eine entsprechende Rüge erhoben hat, legt sie nicht dar und ist auch nicht ersichtlich, weshalb ihr Vorbringen nicht zu hören ist. Damit ist nicht zu prüfen, ob ihr vor Einleitung des Schiedsverfahrens ein Anspruch auf Anhörung zugestanden hätte.