Citation: 1P.55/2006 23.05.2006 E. 4

4.1 Unbestritten sind folgende Sachverhaltselemente: - -:- - In der Bankfiliale in B.________ gab es zwei Kassen; sie wurden im Computer unter den Nummern 21 und 22 identifiziert. - Die Saldierung des Kontos von A.________ ist gemäss dem Computerjournal am 20. März 1998 um 13.14 Uhr an der Kasse 22 unter dem Kürzel von C.________ erfolgt. Der Saldobetrag von Fr. 12'982.-- wurde der Kasse entnommen. - A.________ befand sich zur Tatzeit an ihrem Arbeitsplatz. Ihre Unterschrift auf dem bei der Bank aufbewahrten Saldierungsbeleg wurde gefälscht. Es liess sich nachweisen, dass die Unterschrift in einem Pausvorgang auf den Beleg übertragen worden war. - Beim gefälschten Schriftzug besteht eine aussergewöhnlich hohe Übereinstimmung mit der Unterschriftenkarte von A.________ vom 23. Dezember 1991. Diese Karte wurde im Original in der Filiale B.________ aufbewahrt; eine Kopie befand sich am Hauptsitz der Bank in D.________. Zwischenzeitlich hatte A.________ ihre Unterschrift geändert, wie sich namentlich aus ihrem Ausländerausweis ergab. - Die Möglichkeit von Manipulationen an den Orts- und Zeitangaben wie an der Bildschirmnummer im Journal waren von der Software her ausgeschlossen. Manuell einzugeben waren hingegen das Kürzel des Sachbearbeiters, wobei auch ein fremdes Kürzel eingegeben werden konnte, die Bezeichnung des Geschäfts, das betroffene Konto und der Betrag. - Um 13.14 Uhr waren zwei Mitarbeiter der Filiale anwesend: An Kasse 21 arbeitete E.________; sie war anfangs März 1998 neu als Aushilfskassierin in der Filiale angestellt worden. Zu ihrer Entlastung bediente der Filialleiter C.________ an Kasse 22 ebenfalls Kunden. - Der Beschwerdeführer arbeitete nicht in der Filiale, sondern am Hauptsitz der Bank in D.________. Er hob aber nach dem Journal am 20. März 1998 an der Kasse 22 unter seinem Kürzel um 13.18 Uhr (Fr. 50.--) und um 13.20 Uhr (Fr. 6'000.--) Bargeld ab. - Zuvor musste er von C.________ oder E.________ eingelassen worden sein; es konnte nicht festgestellt werden, welcher der beiden dies getan hatte noch wann genau dies geschehen war. Einen beruflichen Grund für die Anwesenheit des Beschwerdeführers in der Filiale gab es nicht. - Der Beschwerdeführer machte die Bezüge somit am selben Kassenterminal, an dem die umstrittene Saldierung zuvor stattgefunden hatte. Dazwischen sind keine weiteren Transaktionen im Journal dokumentiert. Zeitlich am nächsten liegen Buchungen an Kasse 21, d.h. der anderen Kasse; sie erfolgten um 13.09 Uhr und 13.37 Uhr unter dem Kurzzeichen der Aushilfskassierin. - Am selben Tag um 13.49 Uhr bezahlte der Beschwerdeführer Fr. 6'000.-- am Hauptsitz der Bank, d.h. an seinem Arbeitsort, wieder auf sein Konto ein. - Der Beschwerdeführer war 1997 als Kassier in der Filiale B.________ beschäftigt gewesen, bevor er ab Juli 1997 als Kreditsachbearbeiter am Hauptsitz tätig war. Nach den Feststellungen des Kantonsgerichts verfügte er über das Wissen, dass an der Kasse im Computer Eingaben unter einem fremden Kürzel gemacht werden konnten.