Citation: 1B_571/2021 E. 3.3

3.3. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschwerdeführer gewerbsmässigen Diebstahl, mehrfache Sachbeschädigung, mehrfachen Hausfriedensbruch und weitere Delikte vor und beantragt hierfür eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren. Dabei stützt sie sich unter anderem auf 27 DNA-Spuren, die dem Beschwerdeführer als Spurenverursacher zugeordnet werden konnten. Gewerbsmässiger Diebstahl wird mit Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren oder Geldstrafe nicht unter 90 Tagessätzen bestraft (Art. 139 Ziff. 2 StGB). Der Beschwerdeführer wird gemäss den Ausführungen in der Anklageschrift vom 29. März 2021 dringend verdächtigt, Deliktsgut im Gesamtwert von ca. Fr. 453'241.28 entwendet und einen Sachschaden von mind. Fr. 107'771.10 verursacht zu haben. Die vom Beschwerdeführer bisher erstandene Haft von knapp 23 Monaten erweist sich unter Berücksichtigung der genannten Umstände, insbesondere des sehr hohen Deliktsbetrags von fast einer halben Million Franken und der damit zu erwartenden empfindlichen Strafe, jedenfalls noch nicht als unverhältnismässig lange. Dass das Sachgericht, wie von der Staatsanwaltschaft beantragt, eine mehrjährige Freiheitsstrafe aussprechen wird, ist zumindest nicht abwegig. Die bisher erstandene Haftdauer ist damit noch nicht in grosse Nähe der im Falle einer strafrechtlichen Verurteilung wegen gewerbsmässigen Diebstahls und weiterer Delikte konkret zu erwartenden Freiheitsstrafe gerückt. Die Rüge ist unbegründet.