Citation: 6A.57/2005 27.02.2006 E. 2

Der Beschwerdeführer macht geltend, die Geschwindigkeitsüberschreitung in einer Notstandssituation begangen zu haben. Der Kantonsgerichtspräsident II hat diese Auffassung mit einer eingehenden Begründung verworfen, der sich die Vorinstanz - im Rahmen einer Eventualerwägung - anschliesst. Danach hätte sich der Beschwerdeführer der Gefahr, die von dem vor ihm fahrenden Lieferwagen mit offener Hecktüre ausging, anstatt durch rasantes Überholen durch Verlangsamen entziehen können. Der Einwand, er habe überholt, um den Führer des Lieferwagens warnen zu können, überzeugt nicht und lässt die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanzen nicht als offensichtlich unrichtig bzw. unvollständig erscheinen (vgl. Art. 105 Abs. 2 OG). Wer einen voranfahrenden Fahrzeuglenker, der nach verbindlicher Feststellung die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h nicht überschritt, auf eine Gefahr aufmerksam machen will, beschleunigt seinen Wagen nicht auf über 160 km/h. Im Übrigen tut der Beschwerdeführer nicht dar und ist nicht ersichtlich, inwiefern die Verneinung einer Notstandssituation Bundesrecht verletzen könnte.