Citation: 6B_1332/2021 E. 2.4

2.4. Der Beschwerdeführer beruft sich darauf, dass er selbst - eine nicht quantifizierte Menge - Kokain konsumiert habe. Inwiefern dieser Umstand zwingend als strafmindernd berücksichtigt werden müsste, legt er nicht dar und ist auch nicht ersichtlich. Insbesondere bleibt die vorinstanzliche Feststellung, wonach die Menge des (zum Verkauf bestimmten) Kokains den Grenzwert von 18 Gramm - für die Annahme eines schweren Falls (vgl. Urteile 6B_138/2022 vom 4. November 2022 E. 2.2.2; 6B_134/2021 vom 20. Juni 2022 E. 1.3.3) - um ein mehrfaches überschritten habe, für das Bundesgericht verbindlich (vgl. vorangehende E. 1.3). Anders als der Beschwerdeführer glauben machen will, gewichtet die Vorinstanz nicht als straferhöhend, dass in seinem Auto eine Vorrichtung zur Vernichtung von Betäubungsmitteln eingebaut war. Soweit die Vorinstanz mit ihrer Feststellung betreffend die beabsichtigten finanziellen Vorteile von jener des erstinstanzlichen Gerichts abweicht, verletzt sie kein Bundesrecht. Vielmehr ist sie gehalten, bei Beschränkung der Berufung auf die Strafzumessung (und allenfalls weitere Sanktionen) ihre Prüfung auf jene Punkte des erstinstanzlichen Urteils auszudehnen, die in engem Zusammenhang mit der angefochtenen Strafhöhe stehen, namentlich auf straferhöhende oder strafmindernde Umstände (BGE 141 IV 244 E. 1.3.3; Urteile 6B_291/2017 vom 16. Januar 2018 E. 1; 6B_1167/2015 vom 25. August 2016 E. 1.3). Aus der Anklage geht hervor, dass der Beschwerdeführer das Kokaingemisch für Fr. 90.-- pro Gramm kaufte und für Fr. 100.-- pro Konsumeinheit verkaufte. Ob deshalb der Gewinn wesentlich höher gewesen wäre als lediglich ca. Fr. 4'500.--, wie die Vorinstanz feststellt, kann offenbleiben, zumal die Berücksichtigung des festgestellten Betrages nichts am (vorinstanzlich verbindlich festgestellten) Motiv des Beschwerdeführers - Verfolgung rein pekuniärer Interessen ohne eigentliche Notlage - ändert. Weiter leuchtet nicht ein, weshalb die Vorinstanz der Vergleichstabelle von FINGERHUTH/SCHLEGEL/JUCKER (Kommentar BetmG, 3. Aufl. 2016, N. 44 zu Art. 47 StGB) keinen Anhaltspunkt für die Einsatzstrafe entnehmen dürfte (vgl. Urteil 6B_668/2022 vom 31. August 2022 E. 2.2.2). Was die Strafart für den Marihuanahandel anbelangt, so ist für die Vorinstanz nicht entscheidend, dass der Beschwerdeführer nicht einmal mit Sicherheit sagen konnte, ob er früher verhängte Geldstrafen bezahlt hatte, sondern dass ihn die früheren Strafen nicht von weiterer Delinquenz abhielten. Es stellt keine unzulässige Doppelverwertung dar, die Vorstrafen zur Wahl der Strafart einerseits und zur Festsetzung der Strafhöhe anderseits einzubeziehen, betrifft dies doch zwei unterschiedliche und voneinander unabhängige Aspekte der Strafzumessung. Zum Geständnis hält die Vorinstanz - für das Bundesgericht verbindlich (vgl. vorangehende E. 1.3) - fest, es sei keine vollständige Aussage gegen den Drogenlieferanten aktenkundig, und der Beschwerdeführer habe zu diversen Fragen die Auskunft verweigert und keine Namen von Abnehmern genannt; ausserdem hätten bereits gewisse andere Beweise (sichergestellte Drogen, auf dem Mobiltelefon sichergestellte Drogenabrechnungen, belastende Aussagen von zwei Bekannten) vorgelegen. Damit begründet sie ihre Gewichtung des Geständnisses nachvollziehbar. Daran ändert nichts, dass der Beschwerdeführer, wie er geltend macht, anlässlich der Hafteinvernahme weitere Angaben zu seinem Lieferanten machen wollte; daraus ergibt sich auch kein "überschiessendes" Geständnis. Zudem berücksichtigt die Vorinstanz entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers auch dessen Vorleben. Im Übrigen beschränkt sich der Beschwerdeführer darauf, die verschiedenen Faktoren der Strafzumessung abweichend von der Vorinstanz zu werten. Damit ist im hier interessierenden Punkt weder eine rechtsfehlerhafte Ermessensausübung noch eine andere Rechtsverletzung erkennbar.