Citation: 1C_681/2019 E. 3.7

3.7. Der Beschwerdeführer rügt schiesslich eine Verletzung des Legalitätsprinzips gemäss Art. 5 Abs. 1 BV und des Gebots des Handelns nach Treu und Glauben gemäss Art. 9 BV. Die Vorinstanz habe auf eine neu zu schaffende Erschliessungsverordnung und deren Anhang abgestellt, mithin auf eine Rechtsgrundlage, die im Zeitpunkt der Durchführung des Schätzungsverfahrens noch nicht in Kraft gewesen sei. Mit der Formulierung "neu zu schaffende Erschliessungsverordnung" habe sie zudem suggeriert, die Bezugnahme auf diese Verordnung sei rechtens. Diese Rüge greift ungeachtet der Frage, ob sie den Begründungsanforderungen genügt, ins Leere. Zwar hat sich die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid auch auf die vom Regierungsrat des Kantons Zürich am 17. April 2019 beschlossene Verkehrserschliessungsverordnung (VErV/ZH; LS 700.4) bezogen, die am 1. Juni 2020 und damit nach Ergehen des angefochtenen Entscheids in Kraft getreten ist und (u.a.) die VSiV/ZH ersetzt hat. Sie hat dies jedoch lediglich im Sinne einer ergänzenden Bemerkung getan. Für die Beurteilung der Überbaubarkeit und der anderweitigen Nutzung der enteigneten Fläche hat sie, wie dargelegt (vgl. vorne E. 3.1), nicht auf diese Regelung abgestellt, sondern auf den Anhang der während des Schätzungsverfahrens und im Zeitpunkt ihres Entscheids noch geltenden VSiV/ZH. Auch in Bezug auf diese Rüge ergibt sich somit nicht, dass die Vorinstanz Bundesrecht verletzt hat, indem sie den vom Beschwerdeführer abzutretenden Landstreifen gemäss ihrer Praxis als "Vorgartenland" bzw. minderwertiges Land beurteilt und die Entschädigung um (rund) ein Drittel des Baulandwerts herabgesetzt hat. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.