Citation: 1C_141/2021 E. 3.5

3.5. Die geplanten Bauten und Anlagen liegen im Wesentlichen innerhalb der Bauzone; die Anpassungen der ausserhalb der Bauzone befindlichen Zufahrtsstrasse sind dagegen marginal. Allerdings ist zu beachten, dass die Parzelle Nr. 877 eine eigentliche "Insel" innerhalb der sie umgebenden Landwirtschaftszone darstellt. Sie ist dadurch landschaftlich stark exponiert. Zudem liegt sie inmitten einer kommunalen Landschaftsschutzzone und laut dem Umweltverträglichkeitsbericht vom 3. Juni 2015 am östlichen Rand des Naherholungsraums "Galgenried" gemäss dem Agglomerationsprogramm Nidwalden 2011. Abgesehen von den befestigten Lager- und Verkehrsflächen und einem 3 m hohen Erdwall (als Sicht- und Immissionsschutz) sollen keine Massivbauten, sondern mobile Bauten (insbesondere aus Betonelementen) erstellt werden. Zudem ist die Parzelle bereits mit einer grossen Halle überbaut, an die sich die geplanten Bauten und Anlagen anfügen. Dies relativiert die Bedeutung des landschaftlichen Eingriffs, wobei die neu beanspruchte Fläche mit 2 ha (20'000 m²) immerhin deutlich grösser ist als diejenige der bestehenden Halle und die geplante Rundbogenhalle zudem bei einer Länge von 64 m und Höhe von 11.5 m sehr voluminös (vgl. dazu die im Urteil 1C_321/2019 vom 27. Oktober 2020 E. 2.6 erwähnten Masse). Anlagen für die Trennung oder mechanische Behandlung von mehr als 10'000 t Abfällen pro Jahr sind UVP-pflichtig (Nr. 40.7 lit. a des Anhangs zur Verordnung vom 19. Oktober 1988 über die Umweltverträglichkeitsprüfung [UVPV; SR 814.011]). In der projektierten Anlage können gemäss dem Umweltverträglichkeitsbericht rund 60'000 m³ Material pro Jahr verarbeitet werden (mineralische Bauabfälle sowie Aushub- und Felsmaterial). Die Schwelle zur UVP-Pflicht wird damit um ein Mehrfaches überschritten. Zum zu erwartenden Verkehrsaufkommen ist dem angefochtenen Entscheid zu entnehmen, dass die Mehrbelastung der Kantons- und Gemeindestrassen und insbesondere der Rotzlochstrasse nur maximal 1.8 % beträgt. Die zusätzlichen Lastwagen müssen zudem aufgrund der Anbindung an die Autobahn nicht durch bewohntes Gebiet fahren. Hingegen erhöht sich das Lastwagenaufkommen auf der Zufahrtsstrasse Galgenried im nördlichen Abschnitt deutlich. An Werktagen ist gemäss den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen während den Betriebszeiten im Durchschnitt mit zusätzlich 42 Lastwagenfahrten pro Richtung zu rechnen, was einer Zunahme von 430 % entspricht.