Citation: 2P.172/2004 09.07.2004 E. 4

Soweit auf die staatsrechtliche Beschwerde eingetreten werden kann, ist diese offensichtlich unbegründet und im vereinfachten Verfahren nach Art. 36a OG (summarische Begründung, Verzicht auf Vernehmlassungen und Beizug weiterer Akten) abzuweisen: Es ist keineswegs unhaltbar, wenn der Nach- und Strafsteuerbetrag vorliegend gestützt auf die (ganze) Jahresdividende von durchschnittlich 534'000 Franken berechnet wird. Die Verrechnungssteuer ist für in der Schweiz wohnhafte Steuerpflichtige eine reine Sicherungssteuer, können diese doch den bezahlten Steuerbetrag innert Frist gänzlich zurückfordern (vgl. Art. 21 ff. des Bundesgesetzes vom 13. Oktober 1965 über die Verrechnungssteuer [VStG; SR 642.21]). Darum ist es nur sachgerecht, wenn entrichtete Verrechnungssteuerbeträge die Einkommenssteuer nicht beeinflussen. Dass die Verrechnungssteuer vorliegend zu einer definitiven Schmälerung der streitigen Einkünfte führte, hat sich die Beschwerdeführerin selbst zuzuschreiben; ihr Rückerstattungsanspruch ist deswegen verwirkt, weil sie die nachträglich besteuerten Dividenden gegenüber den Steuerbehörden nie deklariert hat (vgl. Art. 23 VStG). Bei diesen Gegebenheiten ist es verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, wenn das Obergericht - weil die Nachsteuer jener Steuer entspreche, die bei korrekter Deklaration des Einkommens geschuldet gewesen wäre - die Berechnungsweise der Steuerverwaltung geschützt hat.