Citation: 6P.78/2005 16.11.2005 E. 7

7.1 Der Beschwerdeführer wendet sich gegen den Schuldspruch des räuberischen Diebstahls im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 2 StGB. Er macht geltend, die von den kantonalen Instanzen festgestellten Tatsachen erlaubten den Schluss auf vorsätzliches Handeln nicht. 7.2 Die Vorinstanz erwägt, es sei ohne weiteres denkbar, dass der Beschwerdeführer durch die für ihn völlig unerwartete Anhaltung verwirrt, aufgeschreckt, ja gar ausser sich gewesen sei und habe beruhigt werden müssen. Dass er wegen eines derart geringfügigen Deliktsbetrages zu solch unangemessenen Mitteln wie die Bedrohung mit einem Messer gegriffen habe, weise in diese Richtung, ändere aber nichts daran, dass er völlig zielgerichtet darauf hingewirkt habe, nicht belangt zu werden und dementsprechend seine Beute zu sichern. Der subjektive Tatbestand des Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 2 StGB sei daher erfüllt. 7.3 Was der Täter wusste, wollte und in Kauf nahm, betrifft so genannte innere Tatsachen, ist damit Tatfrage und kann daher im Verfahren der eidgenössischen Nichtigkeitsbeschwerde nicht zur Entscheidung gestellt werden (Art. 273 Abs. 1 lit. b, 277bis BStP). Bundesrecht ist nur verletzt, wenn die kantonale Instanz ihrem Urteil einen unzutreffenden Vorsatzbegriff zugrunde gelegt hat (BGE 130 IV 58 E. 8.4 mit Hinweisen). Dies ist hier nicht der Fall. Aus dem geschilderten Ablauf des Sachverhalts ergibt sich notwendig, dass die Nötigungshandlung jedenfalls auch der Sicherung der Beute diente. Der Schluss der Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe den Tatbestand des räuberischen Diebstahls vorsätzlich begangen, verletzt daher kein Bundesrecht.