Citation: 5A_669/2022 E. 4.5

4.5. Soweit die Beschwerdeführerin der Vorinstanz eine Verletzung ihrer Begründungspflicht (Art. 29 Abs. 2 BV) vorwirft, da sie sich mit diesen drei Punkten nicht auseinandergesetzt habe, erweist sich ihre Rüge als unbegründet. Aus den Erwägungen im angefochtenen Entscheid erhellt, dass die Vorinstanz die Unvereinbarkeit des Stiftungszwecks mit dem zwingenden materiellen Recht für offensichtlich hielt, weshalb das Handelsregisteramt seine beschränkte Prüfungsbefugnis nicht überschritten habe. Den Stifterwillen ermittelte sie in Auslegung der Stiftungsurkunden. Eine Teilnichtigkeit verneinte sie implizit, denn aus ihren Erwägungen ergibt sich, dass sie den Stiftungszweck auch mit Bezug auf die Ausbildung und die Aussteuer und damit gesamthaft als unzulässig erachtete (vgl. vorne E. 4.3.2). Es mangelt mithin nicht an einer rechtsgenüglichen Begründung, sondern die Beschwerdeführerin ist damit vielmehr nicht einverstanden. Dies beschlägt nicht die Frage der Begründungspflicht, sondern jene nach der materiellen Begründetheit des angefochtenen Entscheids, welche es nachfolgend zu prüfen gilt.