Citation: 1B_101/2007 28.11.2007 E. 5

Der Beschwerdeführer rügt zunächst, das Verfahrensgericht sei in Willkür verfallen, indem es einen hinreichenden Tatverdacht von Vermögensdelikten bejaht habe. Der Vorwurf, er habe keinen Nachweis für die Rechtmässigkeit der fraglichen Finanztransaktionen erbracht, sei absolut haltlos und verstosse (indem er zu einer unzulässigen Umkehr der Beweislast führe) gegen die strafprozessuale Unschuldsvermutung. 5.1 Dem Beschwerdeführer wird im angefochtenen Entscheid vorgeworfen, er habe (zwischen 1995 und 2004) als berufsmässiger Vermögensverwalter und aufgrund einer Konto-Vollmacht insgesamt vierzehn Transaktionen zulasten des Kontos einer Kundin veranlasst. Die Überweisungen von Hundertausenden von Schweizer Franken seien ohne erkennbaren wirtschaftlichen Grund bzw. ohne schriftliche Vertragsgrundlage, Vermögensverwaltungsaufträge, Abrechnungen oder Quittungen, teilweise sogar nach dem Ableben der Kundin (im September 2001) erfolgt und hätten diese bzw. ihren Nachlass wirtschaftlich geschädigt. Von einem berufsmässigen Vermögensverwalter sei zu erwarten, dass er Finanztransaktionen in dieser Höhe aktenmässig erfasse. Dies umso mehr, als eine dem Beschwerdeführer zuzurechnende Firma in diesem Zusammenhang Vergütungen für Verwaltungsbemühungen erhalten habe. Ausserdem habe der Beschwerdeführer als Vermögensverwalter sogenannte Retrozessionen ("Kickbacks") von Dritten in der Höhe von Fr. 64'288.-- unrechtmässig für sich einkassiert. Diese hätten nach der Praxis des Bundesgerichtes nicht ihm, sondern der Kundin (bzw. ihren Rechtsnachfolgern) gehört. Dabei falle belastend ins Gewicht, dass weder eine Information der Kundschaft über die zu erwartenden Retrozessionen erfolgt sei, noch eine ausdrückliche Vereinbarung, wonach diese dem Beschwerdeführer zustünden. Die genannten Vorgänge begründeten nach Ansicht des Verfahrensgerichtes den Verdacht der ungetreuen Geschäftsbesorgung, evtl. der Veruntreuung. 5.2 Was der Beschwerdeführer dagegen einwendet, lässt den von den kantonalen Strafjustizbehörden dargelegten hinreichenden Tatverdacht nicht dahinfallen. Dies gilt namentlich für die Vorbringen, mit denen sich bereits das Verfahrensgericht im angefochtenen Entscheid auseinandergesetzt hat. Zwar macht der Beschwerdeführer geltend, dass es sich bei den fraglichen Transaktionen bzw. Bezügen "im wesentlichen um Gebühren für die Vermögensverwaltung" gehandelt habe. Er legt jedoch nicht nachvollziehbar dar, auf welche vertraglichen Vereinbarungen und Abrechnungsgrundlagen sich diese Gebührenbezüge in der Höhe von mehreren Hundertausend Schweizer Franken stützen. Zur Erklärung von zwei hohen Bargeldabhebungen legt er weder Aufträge noch Empfangsquittungen der Kundin vor, sondern verweist auf allgemeine Spesenbelege für Reisen nach Deutschland, wo er das abgehobene Geld der Kundin übergeben haben will. Dass die Kontoinhaberin und ihre Rechtsnachfolger den Barbezug nachträglich aus den Kontoabrechnungen hätten ersehen können, heilt diesen Mangel an ordnungsgemässen Vermögensverwaltungsbelegen nicht. Eine auffallend hohe Einzelüberweisung von Fr. 200'000.-- begründet der Beschwerdeführer als Entgelt für "übrige, u.a. in den Jahren 1992 bis 1994 getätigte Dienstleistungen". Um welche Dienstleistungen es sich dabei konkret handelte und wie diese abgerechnet wurden, erläutert er nicht. Der vom Beschwerdeführer ins Feld geführte Umstand, dass die Kundin ihm zu Vermögensverwaltungszwecken Bankvollmachten ausgestellt habe, erlaubte es ihm jedenfalls nicht, nach freiem Gutdünken und ohne auftragsrechtskonforme Abrechnung über die Guthaben der Kundin bzw. ihrer Rechtsnachfolger zu verfügen. Es ist im übrigen nicht die Aufgabe des Bundesgerichtes, in den umfangreichen Verfahrensakten, auf die der Beschwerdeführer grösstenteils pauschal verweist, selber nach allfälligen Anhaltspunkten und Dokumenten zu suchen, die gegen die genannten Verdachtsgründe sprechen könnten. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers schliesst auch der geltend gemachte Umstand, das von ihm verwaltete Vermögen habe einen "wesentlichen Wertzuwachs" erfahren, einen strafrechtlich relevanten Vermögensschaden (in Form eines verminderten Aktivenzuwachses) keineswegs aus. 5.3 Willkürliche, geradezu unhaltbare Erwägungen des Verfahrensgerichtes sind in diesem Zusammenhang nicht ersichtlich. Die Annahme eines hinreichenden Tatverdachtes hält vor der Verfassung stand. Unbegründet ist auch die Rüge der Verletzung der Unschuldsvermutung (Art. 32 Abs. 1 BV). Die kantonalen Instanzen haben nicht über eine strafrechtliche Schuld und Strafe entschieden. Noch viel weniger wurde der Beschwerdeführer mit der Begründung verurteilt, er habe seine Unschuld nicht nachgewiesen. Das Verfahrensgericht hat vielmehr geprüft, ob hinreichende Verdachtsmomente für eine Straftat gegeben sind. Dass es in diesem Zusammenhang auch auf das Fehlen von einschlägigen Unterlagen hingewiesen hat, die bei berufsmässiger Verwaltung gerade von hohen Vermögenswerten erwartet werden müssten, verletzt die Unschuldsvermutung nicht. 5.4 Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers wird aus der Begründung des angefochtenen Entscheides auch keine Verletzung des rechtlichen Gehörs ersichtlich. Das Verfahrensgericht hat in den wesentlichen Punkten dargelegt, worauf es den Tatverdacht der ungetreuen Geschäftsbesorgung, evtl. der Veruntreuung stützt (vgl. oben, E. 5.1). Dabei musste es sich nicht mit sämtlichen Einwendungen und Vorbringen des Beschwerdeführers ausdrücklich und im einzelnen befassen. Dies gilt namentlich für seine Parteibehauptung, die von ihm bezogenen "Verwaltungsgebühren" seien angemessen, oder für das in diesem Zusammenhang irrelevante Vorbringen, selbst nach Abzug der fragwürdigen Transaktionen habe das von ihm verwaltete Vermögen einen Wertzuwachs erfahren. Es ist denn auch nicht ersichtlich, inwiefern die Begründung des angefochtenen Entscheides es dem Beschwerdeführer geradezu verunmöglicht hätte, wirksam den Rechtsweg zu beschreiten (vgl. BGE 129 I 232 E. 3.2 S. 236; 126 I 97 E. 2b S. 102 f. mit Hinweisen).