Citation: U 548/06 20.09.2007 E. 5

5.1 Laut Bericht der Psychiatrischen Klinik Y.________ vom 11. Mai 2005 entwickelte sich bei der Beschwerdeführerin nach dem Erleben des Tsunami in Thailand eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1). Während sie in den ersten zwei Monaten unter dem Vollbild der Störung mit ausgeprägten Symptomen gelitten hatte, zeigte sich seither eine allmähliche Regredienz der Symptomatik. Vor dem 26. Dezember 2004 sei die Versicherte, abgesehen von zwei leichten depressiven Episoden im Alter von 20 und 29 Jahren, psychisch gesund gewesen. Eine Weiterführung der psychotherapeutischen Behandlung erachtete die Psychologin als sinnvoll. 5.2 Nach Ansicht der Vorinstanz fehlt es - sofern das Schreckereignis vom 26. Dezember 2004 überhaupt als Unfall zu qualifizieren sei - an einem natürlichen Kausalzusammenhang zwischen diesem und der psychischen Gesundheitsstörung der Versicherten. Sie begründet dies damit, dass die gesundheitliche Schädigung nicht auf das Erschrecken der Versicherten vor den ansteigenden und entgegenkommenden Wassermassen, sondern auf die nachfolgenden Ereignisse zurückzuführen seien, insbesondere den Anblick des vom Hügel aus beobachteten dramatischen Geschehens und das Miterleben der massiven Zerstörung und des immensen Leidens. Dem kann nach dem in Erwägung 4.4 hievor Gesagten nicht beigepflichtet werden. Vielmehr ist das Schreckereignis in seiner Gesamtheit zumindest als Teilursache für die im Anschluss daran aufgetretene psychische Störung zu betrachten.