Citation: 4A_497/2021 E. 6

Die vorliegende Beschwerdeschrift vermag diesen Anforderungen an die Begründung offensichtlich nicht zu genügen, soweit sie sich überhaupt gegen den Entscheid des Obergerichts richtet und auf den Streitgegenstand des kantonalen Verfahrens bezieht (vgl. vorstehende Erwägung 4). Dazu kann folgendes festgehalten werden: Der Beschwerdeführer handelt zwar die Erwägungen des obergerichtlichen Entscheids formell, d.h. nach Erwägungsnummern geordnet, eine um die andere ab. Er kritisiert dabei allerdings die Verfahrensführung und den Entscheid der Erstinstanz (dazu Erwägung 4 vorne) sowie die vorinstanzliche Entscheidfindung bloss in frei gehaltenen, weitschweifigen Ausführungen, in denen er insbesondere seine sprachliche Diskriminierung (einschliesslich der Auferlegung von Kosten für einen Dolmetscher in der Verhandlung vor dem Regionalgericht) und die Nichtberücksichtigung bzw. das Verschwindenlassen von Dokumenten in französischer Sprache und von verschiedenen durch ihn angeblich anerbotenen bzw. eingereichten Beweismitteln rügt. Dabei setzt er sich nicht hinreichend - soweit er es überhaupt tut - mit den entsprechenden umfangreichen und einlässlichen Erwägungen der Vorinstanz auseinander und legt nicht rechtsgenügend dar, welche Rechte die Vorinstanz inwiefern verletzt haben soll, indem sie gestützt darauf seine Berufung gegen den erstinstanzlichen Entscheid abwies. Dies namentlich auch, soweit er die angebliche Verletzung von Normen der Strafprozessordnung rügt und trotz gegenteiliger Erklärungen der Vorinstanz fälschlicherweise davon ausgeht, der Zivilprozess vor den Vorinstanzen wäre auch hinsichtlich ihn entlastender Elemente wie ein Strafprozess zu instruieren gewesen und die entsprechenden Normen der Strafprozessordnung und der EMRK seien anwendbar. In seinen Ausführungen ergänzt der Beschwerdeführer überdies den von der Vorinstanz verbindlich festgestellten Sachverhalt nach Belieben, ohne indessen dazu Sachverhaltsrügen im vorstehend (Erwägung 5.2) umschriebenen Sinn zu erheben, die es dem Bundesgericht erlauben könnten, den Sachverhalt zu ergänzen oder zu berichtigen. Darauf kann nicht eingetreten werden. Letzteres ist namentlich auch der Fall, soweit der Beschwerdeführer geltend macht, an der Hauptverhandlung vor dem Regionalgericht sei Schweizerdeutsch statt Hochdeutsch gesprochen worden, wogegen der verfahrensleitende erstinstanzliche Richter nicht eingeschritten sei, weshalb der Beschwerdeführer den Verhandlungen nicht habe folgen können. So ist dem angefochtenen Urteil nicht zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer vor der Vorinstanz entsprechende Rügen erhoben hätte und der vorinstanzliche Entscheid enthält keine diesbezüglichen tatsächlichen Feststellungen (abgesehen davon, dass darin erwähnt wird, dass vor dem Regional- und dem Obergericht die Thematik der Sprache bereits in einem Ausstandsverfahren gegen den verfahrensleitenden Richter der Erstinstanz abgehandelt wurde). Diesbezüglich erhebt der Beschwerdeführer keinerlei taugliche Sachverhaltsrügen. Insbesondere verfehlt der Beschwerdeführer die Begründungsanforderungen, soweit er eine ganze Reihe von Konventions-, Verfassungs- und Gesetzesverletzungen durch das Regionalgericht rügt, gegen welche die Vorinstanz nicht eingeschritten sei, ohne sich indessen hinreichend mit den diesbezüglichen Erwägungen der Vorinstanz auseinanderzusetzen und darzulegen, inwiefern sie damit die angerufenen Rechte verletzt haben soll. Der Beschwerdeführer verlangt u.a. die Aufhebung der für das erst- und das zweitinstanzliche Verfahren gesprochenen Gerichtskostenauflagen in der Höhe von Fr. 20'000.-- bzw. Fr. 12'000.-- sowie der zugunsten der Beschwerdegegnerin zugesprochenen Parteientschädigungen von Fr. 25'890.-- bzw. Fr. 5'160.50. Dies sinngemäss weil das durchgeführte Gerichtsverfahren nicht seinen ursprünglichen Klageanträgen entsprochen habe, mit denen er lediglich die Abänderung des Gutachtens vom 16. August 2017 habe erreichen wollen bzw. mit denen er schlicht ein Verfahren ("une procédure") verlangt habe. Er weicht damit von den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz ab, wonach er mit seiner Klage die Annullierung des Gutachtens und die Zahlung von Schadenersatz in der Höhe bis zu Fr. 548'640.35 verlangt habe, welchen Betrag er im Laufe der Verfahrens auf Fr. 1'224'640.35 erhöht habe, und wonach der Streitwert von Fr. 1,2 Mio. unbestritten geblieben sei. Auch insoweit unterlässt er es indessen, eine taugliche Sachverhaltsrüge im vorstehend umschriebenen Sinne zu erheben. Auch auf die entsprechenden Vorbringen bzw. Anträge kann daher nicht eingetreten werden.