Citation: 5P.341/1999 24.01.2000 E. 5

5.- Eine rechtsungleiche Behandlung erblickt die Beschwerdeführerin darin, dass die Entschädigung, die der Kläger der Beklagten zu entrichten habe, vergleichsweise höher sei als das ihr zugesprochene Honorar. Sie macht geltend, der Rechtsvertreter der Beklagten sei als Liquidator-Stellvertreter mit den Umständen des "T.________-Falles" bereits vertraut gewesen und habe überdies noch einen zweiten Prozess mit im Wesentlichen der gleichen Thematik geführt, was ihm eine Zeitersparnis eingebracht habe. Die Beschwerdeführerin rügt somit, die Entschädigung an die Gegenpartei sei falsch (nämlich zu hoch) bemessen worden, da der Zeitersparnis nicht Rechnung getragen worden sei, und beansprucht eine analoge Behandlung auch für sich. Im Ergebnis verlangt sie damit eine Gleichbehandlung im Unrecht. Ein derartiger Anspruch besteht jedoch nur unter besonderen, hier nicht erfüllten Voraussetzungen (dazu BGE 123 II 248 E. 3c S. 254; 122 II 446 E. 4a S. 451 f.). Ist - wie oben dargelegt - das Honorar der Beschwerdeführerin willkürfrei festgesetzt worden, kann diese mit der Rüge rechtsungleicher, vorteilhafterer Behandlung des Gegenanwalts nichts für sich ableiten. Sie ist durch die Nichtberücksichtigung einer Zeitersparnis, die sich für diesen ergeben haben soll, nicht schlechter gestellt, als wenn dessen Honorar - nach ihren Vorstellungen - korrekt bemessen worden wäre. Zur Diskussion stehen könnte somit unter dem Gesichtswinkel der Rechtsgleichheit nur eine Herabsetzung der Entschädigung an die Gegenpartei. Eine solche Rüge könnte aber die Beschwerdeführerin nicht in eigenem Namen erheben, da nicht sie die Parteientschädigung zu bezahlen hat und sie insoweit somit nicht im Sinne von Art. 88 OG betroffen ist.