Citation: 8C_401/2023 E. 8.2

8.2. Im Bericht vom 15. Januar 2021 betreffend die Erstkonsultation gleichen Datums stellte Dr. med. D.________ fest, es bestünden Schmerzen bei Elevation über die Horizontale; die Innen- und Aussenrotation seien gut möglich. Im Attest vom 12. März 2021 betreffend diese Erstkonsultation gab Dr. med. D.________ an, die Bewegung der Schulter sei gut möglich gewesen. Ob Dr. med. G.________ in diesem Lichte am 20. August 2022 zu Recht von einer freien Beweglichkeit der rechten Schulter bei der Erstkonsultation am Unfalltag ausging, kann letztlich offen bleiben. Denn als typisches Merkmal für eine traumatische Verursachung einer Rotatorenmanschettenläsion gilt u.a. die sofortige Beeinträchtigung der aktiven Mobilität bzw. Entwicklung einer Pseudoparalyse der Schulter ("drop-arm-sign"; vgl. Urteile 8C_253/2021 vom 2. Juli 2021 E. 5.2 mit Hinweis und 8C_606/2016 vom 13. Dezember 2016 E. 4.2). Wie Dr. med. G.________ zu Recht festhielt, ist jedenfalls eine solche umgehende Pseudoparalyse nach dem Unfall in den echtzeitlichen ärztlichen Dokumenten nicht ausgewiesen.