Citation: 6B_333/2024 E. 3.2.2

3.2.2. Im Urteil 6P.43/2000 bzw. 6S.192/2000 vom 26. April 2000 E. 2.a hielt das Bundesgericht fest, Analoges müsse auch für den Rückzug des Rechtsmittels gelten. Werde das Rechtsmittel zurückgezogen, so bleibe der Zeitpunkt der Eröffnung des angefochtenen Entscheides massgebend. Anders verhielte es sich, wenn bei (erfolgloser) Einlegung eines Rechtsmittels an die Stelle des angefochtenen (erstinstanzlichen) Urteils das Urteil der Rechtsmittelinstanz tritt und dieses allein in Rechtskraft erwächst (Urteil 6P.43/2000 bzw. 6S.192/2000 vom 26. April 2000 E. 2.a). In demselben Sinne äussert sich auch die herrschende Lehre (SCHNEIDER/GARRÉ, a.a.O., N. 11 zu Art. 44 StGB; STRATENWERTH/BOMMER, Schweizerisches Strafrecht Allgemeiner Teil II: Strafen und Massnahmen, 3. Aufl. 2020, § 4 N. 65). Für diese Lösung spricht auch der Umstand, dass im Falle des Berufungsrückzugs die Abschreibung des Berufungsverfahrens erfolgt. Die Abschreibungsverfügung resp. der Abschreibungsbeschluss hat lediglich deklaratorische Wirkung. Nach dem Rückzug des Rechtsmittels ist die Situation nicht anders, als wäre das Rechtsmittel nie erhoben worden (vgl. BGE 141 IV 269 E. 2.2.3; Urteile 7B_163/2023 vom 17. Oktober 2023 E. 2.1; 6B_193/2023 vom 16. August 2023 E. 2; 6B_963/2021 vom 26. September 2022 E. 3.2; mit Hinweisen). Die Vorinstanz verletzte demnach kein Bundesrecht, indem sie vom Beginn der Probezeit am 29. September 2021 ausging. Davon abgesehen bringt der Beschwerdeführer nichts vor, das gegen den Widerruf sprechen würde. Die Beschwerde ist daher auch in diesem Punkt abzuweisen.