Citation: 1C_156/2017 E. A

Der Äthiopier A.________ (Jg. 1965) reiste 1996 in die Schweiz ein und stellte ein Asylgesuch. Es wurde abgewiesen und seine Wegweisung angeordnet. Er blieb in der Schweiz und heiratete am 3. August 2001 die Schweizerin B.________ (Jg. 1977), worauf er im Kanton Bern eine Aufenthaltsbewilligung erhielt. Die beiden haben zwei gemeinsame Töchter (Jg. 2000 und 2004). Am 12. Dezember 2003 stellte A.________ eine Gesuch um erleichterte Einbürgerung, auf welches das Staatssekretariat für Migration (SEM) nicht eintrat, weil die zeitlichen Voraussetzungen nicht erfüllt waren. Am 11. Oktober 2004 stellte A.________ erneut ein Gesuch um erleichterte Einbürgerung. Wegen einer strafrechtlichen Verurteilung im Jahr 2005 wurde das Einbürgerungsverfahren vorübergehend sistiert. Am 29. November 2008 unterzeichneten die Ehegatten A.________-B.________ die gemeinsame Erklärung, in einer tatsächlichen, stabilen, auf die Zukunft gerichtete Gemeinschaft an derselben Adresse zu leben. Am 18. Dezember 2008 wurde A.________ erleichtert eingebürgert. Ende August 2009 verliess A.________ die gemeinsame Wohnung und bezog auf den 1. September 2009 eine eigene Wohnung. Die Ehe wurde am 28. Februar 2012 auf gemeinsames Begehren der Ehegatten hin geschieden. Am 15. November 2013 heiratete A.________ eine Äthiopierin.