Citation: 2C_791/2022 E. 7.5.2

7.5.2. Die Beschwerdeführerin vermag keine Willkür aufzuzeigen, wenn sie geltend macht, dass bei Vorliegen der Bauabrechnung gestützt auf Art. 1 Abs. 2 AG/AR eine Anpassung der Schätzung hätte erfolgen müssen. Aus dem Wortlaut von Art. 1 Abs. 2 AG/AR lässt sich nichts zur Methode der Schadensermittlung ableiten. Eine Pflicht zur nachträglichen Anpassung der Schätzung aufgrund der Baukosten ergibt sich auch sonst nicht aus den gesetzlichen Grundlagen. Vielmehr statuiert das Assekuranzgesetz ausdrücklich, dass die Schadensschätzung Grundlage für die Versicherungsleistung ist (Art. 25 Abs. 2 AG/AR). Inwiefern die von Dritten nach Abschluss der Wiederherstellung für ihre Leistungen in Rechnung gestellten Beträge eine unverzügliche und präzisere Ermittlung des Schadens ermöglichen könnten, tut die Beschwerdeführerin nicht dar. Damit erscheint die vorinstanzliche Erwägung, mit der Schadensschätzung werde zum Zeitpunkt des Schadentages der Umfang der Beschädigung verbindlich festgehalten, nicht offensichtlich unhaltbar.