Citation: 6B_523/2024 E. 1.4.2

1.4.2. In Zusammenhang mit dem Gutachten B.________ ist festzustellen, dass sich der Beschwerdeführer insofern widersprüchlich verhält, als er im vorinstanzlichen Verfahren die Meinung vertrat, das Gutachten leide zwar an gewichtigen Mängeln, biete aber dennoch eine ausreichende Grundlage für eine Beurteilung (kantonale Akten, act. 105 S. 13), auf welche Meinung auch sein Antrag im vorliegenden Verfahren, wonach der Antrag auf Anordnung einer Verwahrung abzuweisen und eine neue therapeutische Massnahme anzuordnen sei, hindeutet, während er in der Beschwerdebegründung vor Bundesgericht geltend macht, das Gutachten sei gänzlich unzureichend, was die Vorinstanz in Verletzung insbesondere von Art. 56 Abs. 3 StGB und Art. 189 StPO nicht berücksichtige, weshalb gestützt darauf keine Verwahrung angeordnet werden könne. Dabei verkennt der Beschwerdeführer, dass ein Gutachten entweder den Anforderungen an ein Sachverständigengutachten i.S.v. Art. 56 Abs. 3 StGB und Art. 182 ff. StPO genügt und eine rechtsgenügende Grundlage für die Beurteilung, ob eine Massnahme i.S.v. Art. 59 ff. StGB (inkl. Art. 64 StGB) anzuordnen ist oder nicht, darstellt, oder dass das Gutachten die entsprechenden Anforderungen nicht erfüllt, womit bei der Prüfung der Massnahmenanordnung nicht darauf abgestellt werden kann. Nicht möglich ist jedoch, dass ein Gutachten zwar genügt, um das Vorliegen der Voraussetzungen der Verwahrung zu verneinen (und jene für die erneute Anordnung einer stationären therapeutischen Behandlung von psychischen Störungen zu bejahen, wie dies der Beschwerdeführer begehrt), nicht jedoch um diese zu bejahen. Sollte das Gutachten B.________ keine rechtsgenügende Grundlage im Sinne von Art. 56 Abs. 3 StGB darstellen, könnte gestützt darauf kein Entscheid über die Anordnung oder Nichtanordnung einer Massnahme gemäss Art. 59 ff. StGB ergehen.