Citation: 6B_1068/2022 E. 3.4.3

3.4.3. An dieser Einschätzung vermag der implizite Einwand des Beschwerdeführers, wonach es sich bei der stationären therapeutischen Behandlung von psychischen Störungen nicht um eine mildere Massnahme handelt, da sie (ebenfalls) im geschlossenen Rahmen vollzogen würde, nichts zu ändern. Es mag zutreffen, dass die Intensität der beiden Massnahmen aufgrund des damit verbundenen Freiheitsentzugs zunächst vergleichbar sind. Allerdings unterscheiden sie sich in der Zielsetzung und in den Perspektiven, welche die betroffene Person hat. Zeigt sich diese motiviert und kann sie Fortschritte in der Therapie erzielen, können Vollzugsöffnungen in der stationären therapeutischen Behandlung von psychischen Störungen in der Regel schneller erzielt werden als in der Verwahrung. Auch richtet sich die bedingte Entlassung nach jeweils unterschiedlichen Verfahrensvorschriften und Kriterien (vgl. Urteil 6B_1360/2020 vom 18. März 2021 E. 2.4). Soweit der Beschwerdeführer im bisherigen Vollzugsverlauf und den verschiedenen Umwandlungen eine Verletzung von Art. 3 EMRK erblickt, ist auf seine Beschwerde nicht einzutreten. Einerseits erscheint sie in diesem Punkt nicht hinreichend begründet (vgl. Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG). Andererseits erhebt der Beschwerdeführer die Rüge, soweit ersichtlich, erstmals vor Bundesgericht; die Vorinstanz äussert sich jedenfalls nicht dazu und er rügt in diesem Zusammenhang keine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör (vgl. Art. 80 Abs. 1 und Art. 99 Abs. 1 BGG). Im Übrigen erweist sie sich als unbegründet. Die verschiedenen Umwandlungen sind Ausdruck des Bedürfnisses nach Flexibilität und Durchlässigkeit im Massnahmenrecht (vgl. BGE 145 IV 164 E. 1.7 mit Hinweisen) und verletzen Art. 3 EMRK nicht.