Citation: 2C_555/2024 E. 2.3

2.3. Sollte sich die Beschwerdeführerin mit diesen Ausführungen zumindest sinngemäss auf den Schutz ihres Privatlebens gemäss Art. 8 Ziff. 1 EMRK berufen wollen, ist Folgendes festzuhalten: Das Bundesgericht hat bereits erwogen, dass die im Zusammenhang mit dem Schutz des Privatlebens von Personen, die sich länger als zehn Jahre rechtmässig in der Schweiz aufhalten, entwickelte Rechtsprechung (vgl. BGE 144 I 266) nicht vollständig auf eine Konstellation wie die vorliegende, welche die Prekarität im Rahmen eines lang andauernden Aufenthalts betrifft, übertragbar ist (vgl. BGE 150 I 93 E. 6.4). Sodann hat das Bundesgericht in BGE 147 I 268 die mit dem Status der vorläufigen Aufnahme verbundenen Nachteile geprüft, die einer seit mehr als zehn Jahren vorläufig aufgenommenen erwachsenen Person entstehen können, und ist zum Schluss gelangt, dass diese sich im Wesentlichen auf die internationale Mobilität beziehen (vgl. dort E. 4.2.3). Dabei hat es die Frage offengelassen, ob diese Nachteile derart schwer wiegen, dass sie einen Eingriff in den Schutzbereich von Art. 8 Ziff. 1 EMRK darstellen (vgl. BGE 147 I 268 E. 4.4 und E. 5; vgl. auch Urteil 2C_157/2023 vom 23. Juli 2024 E. 5.6.1, zur Publ. vorgesehen). Die vagen Ausführungen der Beschwerdeführerin, ohne Bezug auf eine konkrete Anspruchsnorm, wonach sie sich wünsche, ein Leben "in Würde und Freiheit" zu führen und mit ihrer Familie zu reisen, reichen im konkreten Fall nicht aus, um einen potenziellen Bewilligungsanspruch gestützt auf den Schutz des Privatlebens gemäss Art. 8 Ziff. 1 EMRK in vertretbarer Weise darzutun. Mit Blick auf die zitierte Rechtsprechung ist ein solcher Anspruch auch nicht offensichtlich.