Citation: 6B_838/2024 E. 3.1.2

3.1.2. Nach alledem stellt die Vorinstanz fest, die Beschwerdegegnerin 2 habe sich in der Nacht auf den 8. August 2021 gemeinsam mit einer Kollegin auf der Kleinen Schanze in Bern aufgehalten. Dort seien die beiden mit einer Gruppe von vier bis fünf Männern ins Gespräch gekommen. Darunter sei der Beschwerdeführer gewesen. Die Beschwerdegegnerin 2 und ihre Kollegin hätten sich danach in die Büsche begeben, um zu urinieren. Dort seien sie vom Beschwerdeführer und einem weiteren Mann aus der Gruppe beobachtet worden. Danach seien sie mit diesen beiden Männern erneut ins Gespräch gekommen und gemeinsam auf einer Treppe gesessen. Später seien zwei weitere Männer aus der Gruppe dazugestossen. Der Beschwerdeführer habe zuerst eher zurückhaltend gewirkt und sich kaum am Gespräch beteiligt. Nach einer Weile habe er die Beschwerdegegnerin 2 aufgefordert, ihn oral zu befriedigen, was diese sogleich abgelehnt habe. Er habe sie immer wieder darum gebeten, während des ganzen Abends mindestens 20-mal, teils fragend und teils auffordernd. Die Beschwerdegegnerin 2 habe stets abgelehnt. Die beiden Frauen hätten sich von der Gruppe verabschiedet, seien aber noch etwas dort geblieben. In der Folge habe der Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin 2 mehrmals an das Gesäss gefasst, worauf sie seine Hand immer wieder weggedrückt und teilweise auch gesagt habe, er solle aufhören. Etwas später habe sich die Beschwerdegegnerin 2 mit einem Mann aus der Gruppe zur Seite begeben, um ein Gespräch über Ferien in Tokio zu führen. Plötzlich sei der Beschwerdeführer von hinten gekommen und der andere Mann habe sich entfernt, so dass die Beschwerdegegnerin 2 alleine mit dem Beschwerdeführer rund 8 bis 9 Meter abseits der Gruppe gestanden sei. Die Beschwerdegegnerin 2 habe zur Gruppe zurückgewollt, sei jedoch vom Beschwerdeführer am Handgelenk gepackt und festgehalten worden. Er habe sie so fest gehalten, dass sie sich nicht habe befreien können. Auf die Frage der Beschwerdegegnerin 2, ob er es lustig finde, wenn eine Frau etwas gegen ihren Willen tun solle, habe der Beschwerdeführer bejahend geantwortet. Erst als er gemerkt habe, dass sie keinen körperlichen Widerstand mehr leiste, und sie ihm vorgeschlagen habe, auf die Bank zu sitzen, habe er sie wieder losgelassen. Auf der Sitzbank habe er sie auf Höhe ihrer Schulter umarmt und von oben mit seiner Hand unter ihrem T-Shirt und auch unter dem BH an ihre Brüste gefasst. Die Beschwerdegegnerin 2 habe sich darauf leicht von ihm abgewandt. Auch in dieser Phase habe die Beschwerdegegnerin 2 gegenüber dem Beschwerdeführer mehrfach geäussert, er solle aufhören. Doch er sei immer aufdringlicher geworden und habe dabei gelacht, so dass die Beschwerdegegnerin 2 Angst bekommen habe. Mit wütendem Blick habe der Beschwerdeführer sie aufgefordert, sie solle jetzt wirklich machen. Die Beschwerdegegnerin 2 sei erstarrt und habe befürchtet, dass etwas Schlimmeres wie beispielsweise eine Vergewaltigung passieren könnte, wenn sie seiner Aufforderung nicht nachkomme. Zudem sei sie davon ausgegangen, dass die Sache zwischen dem Beschwerdeführer und seiner Gruppe abgesprochen gewesen sei, weshalb ihr niemand helfen würde, wenn sie um Hilfe zu schreien oder zu flüchten versuchen würde. In der Folge habe sie resigniert und gesagt, "okay, aber hinter dem Baum". Dort habe sie sich vor den Beschwerdeführer auf den Boden gekniet und ihn oral befriedigt, ohne dass er sie festgehalten habe. Der Beschwerdeführer habe schliesslich in den Mund und die Haare der Beschwerdegegnerin 2 ejakuliert. Diese habe dem Beschwerdeführer darauf das Ejakulat auf seine Schuhe gespuckt. Beide hätten sich anschliessend zurück zur Gruppe begeben. Der Oralverkehr sei gegen den Willen der Beschwerdegegnerin 2 erfolgt, was dem Beschwerdeführer aufgrund ihrer mehrfachen körperlichen und verbalen Ablehnung sowie der sonstigen Umstände bewusst gewesen sei. Die Vorinstanz erwähnt, dass er sich der Beschwerdegegnerin 2 in den Weg gestellt habe, dass er sie am Handgelenk gehalten habe, dass sie seine Hand von ihrem Gesäss weggedrückt habe, dass sie ihn mehrfach verbal vernehmlich zum Aufhören aufgefordert habe und dass sie sich nach dem Anfassen der Brüste weggedreht habe. Damit sei dem Beschwerdeführer auch bewusst gewesen, dass es sich bei der späteren Resignation der Beschwerdegegnerin 2 nicht um eine eigentliche Einwilligung gehandelt habe. Indem er die Beschwerdegegnerin 2 auf der Bank nochmals mehrmals dazu aufgefordert habe, Oralverkehr an ihm zu vollziehen, und seinen Aufforderungen bereits mehrfach Nachdruck verliehen habe, habe er sich bewusst über den Willen der Beschwerdegegnerin 2 hinweggesetzt.