Citation: 9C_41/2009 24.04.2009 E. 4

Streitig ist der Anspruch auf eine Invalidenrente. Das kantonale Gericht hat die zur Beurteilung einschlägigen Rechtsgrundlagen zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. 4.1 Die Frage, ob eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung vorliegt und bejahendenfalls, ob eine psychische Komorbidität oder weitere Umstände und in welcher Intensität gegeben sind, die eine Schmerzbewältigung mit zumutbarer Willensanstrengung behindern, betrifft den rechtserheblichen Sachverhalt. Diesbezügliche Feststellungen der Vorinstanz prüft das Bundesgericht somit lediglich unter eingeschränktem Blickwinkel (E. 1). Dagegen überprüft es frei, ob Art und Ausmass der festgestellten psychischen Komorbidität sowie Intensität und Konstanz einzelner oder mehrerer weiterer Kriterien ausreichen, um den invalidisierenden Charakter der somatoformen Schmerzstörung zu bejahen (SVR 2008 IV Nr. 23, I 683/06 E. 2.2; vgl. auch 132 V 393 E. 3.2 in fine S. 399). 4.2 Dass die Vorinstanz sich sachverhaltlich auf das Gutachten des Zentrums Y.________ gestützt hat, wird vom Beschwerdeführer zu Recht nicht beanstandet. Die Expertise entspricht den Beweisanforderungen, dies allerdings mit folgendem Vorbehalt: Das Gutachten und ihm folgend die Vorinstanz haben somatisch (nach Abklärung des allgemein-internistischen, des orthopädischen, des neurologischen und des HNO-Status) keine wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit festgestellt, was vom Beschwerdeführer nicht in Frage gestellt wird. In der Gesamtbeurteilung ist in angepassten Tätigkeiten eine Arbeitsunfähigkeit von 30 % rein aus psychiatrischer Sicht angenommen worden. Im psychiatrischen Teilgutachten hat der Experte Dr. med. A.________ eine leichte bis höchstens mittelgradige depressive Störung bestätigt, die aber die Arbeitsfähigkeit nicht erheblich beeinträchtige; effektiver eingeschränkt werde der Beschwerdeführer durch das Schmerzsyndrom, welches überwiegend im Sinne einer Somatisierung bei organischem Kern anzusehen sei. Mit diesem gutachterlichen Befund ist ein somatoformes Leiden im Sinne der Rechtsprechung BGE 130 V 352 erstellt. Die Vorinstanz hat diese angewandt und insofern mit Recht die gutachterliche Annahme einer reduzierten Arbeitsfähigkeit hinterfragt. Mit Ausnahme gewisser körperlicher Begleiterkrankungen hat sie das Vorliegen der Voraussetzungen für ein ausnahmsweises Abweichen vom rechtlichen Grundsatz verneint, dass eine somatoforme Schmerzstörung als solche in der Regel keine lang dauernde, zu einer Invalidität führende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu bewirken vermag. Die übrigen Voraussetzungen sind auch nach den Vorbringen des Beschwerdeführers nicht erfüllt; namentlich ist auch bei Zugrundelegung seiner Sachverhaltsdarstellung keine konsequente antidepressive Therapie durchgeführt worden. 4.3 Die Vorinstanz hat entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers die Voraussetzungen nicht als kumulativ verlangt dargestellt, sie ist aber mit Recht davon ausgegangen, dass eine einzige dieser Voraussetzungen (gewisse körperliche Begleiterscheinungen) für sich allein nicht genügt für die Annahme der Nichtüberwindbarkeit der Beschwerden, zumal gerade diese Begleiterscheinungen die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit gar nicht einschränken. Sie hat insgesamt mit Recht den invalidisierenden Charakter des diagnostizierten Schmerzsyndroms verneint. Bei dieser Ausgangslage sind die beschwerdeführerischen Ausführungen zum Einkommensvergleich und zum leidensbedingten Abzug hinfällig, da so oder anders kein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultieren kann.