Citation: 5A_735/2022 E. 3

Das Obergericht hat der Beschwerdeführerin vorgehalten, mit dem angegebenen monatlichen Einkommen von EUR 2'142.-- für das Jahr 2021 und den zwei deutschen Steuererklärungen aus den Jahren 2019 und 2020 ihre Einkommens- und Vermögenssituation nur höchst lückenhaft offengelegt und dokumentiert und damit ihre Mitwirkungspflicht verletzt zu haben. Nebst München habe sie primär in Marbella Wohnsitz, weshalb die deutschen Steuererklärungen wenig aussagekräftig seien. Unterlagen zur Geschäftsbuchhaltung habe sie entgegen der Aufforderung nicht eingereicht, ebenso wenig die einverlangte Bestätigung des Steueramtes ihrer Wohnsitzgemeinde. Auch Angaben über allfällige Ersatzeinkommen würden fehlen. Zur Vermögenssituation würden ebenfalls kaum Angaben und Belege vorliegen. Während sie im erstinstanzlichen Verfahren noch von drei bzw. zwei Autos gesprochen und zwei Lebensversicherungen angegeben habe, werde nunmehr nur noch ein Auto erwähnt (obwohl noch zwei Motorfahrzeugversicherungen ersichtlich seien) und keine Versicherung mehr deklariert. Sodann liefere sie keine Informationen zum mutmasslichen Konto bei der Banco B.________ S.A. oder zu den Edelsteinen und Goldmünzen im Wert von mindestens EUR 1'130'000.--, die sich angeblich in einem Tresorschliessfach befänden, dessen Eigentum sie beanspruche. Vor diesem Hintergrund sei es nicht möglich nachzuvollziehen, wie die Beschwerdeführerin ihren Lebensunterhalt finanziere und aus welchen Mitteln sie die von ihr geltend gemachten Auslagen von monatlich EUR 2'955.-- bestreite.