Citation: 1B_23/2016 E. 2.1

2.1. Das Obergericht führt zur Begründung seines Entscheids aus, die Beschwerdeführer seien unbestrittenermassen bedürftig. Sie seien beide über 40 Jahre alt und hätten eine achtjährige Grundschulbildung im Kosovo erhalten. Als völlig unbeholfen könnten sie nicht bezeichnet werden. Der Beschwerdeführer 2 habe zudem eine Maurerausbildung absolviert. Sie seien der deutschen Sprache nicht mächtig, was jedoch nicht von Belang sei, da ein Dolmetscher beigezogen werden könne. Dasselbe gelte hinsichtlich des Vorbringens, keine Korrespondenz mit den Behörden führen bzw. verstehen zu können. Beide seien auf der Baustelle eines Verwandten aufgegriffen worden. Diesem sei zumutbar, ihnen zu helfen. Auch sei das Strafverfahren bereits so weit fortgeschritten, dass es keiner besonderen Kenntnisse des schweizerischen Rechtssystems mehr bedürfe, um sich im Verfahren zurechtzufinden. Der Strafbefehl sei bereits dem Bezirksgericht überwiesen worden. Dieses werde die Beschwerdeführer über ihre Rechte und Pflichten aufklären. Von untergeordneter Bedeutung seien im Übrigen die möglichen ausländerrechtlichen Konsequenzen im Falle eines Schuldspruchs, da die Beschwerdeführer einzig mit einem befristeten Einreiseverbot belegt worden seien und nicht ersichtlich sei, weshalb es für sie eine besondere Härte darstelle, während zweier Jahre nicht in die Schweiz einreisen zu können. Sie verfügten hier zwar über Verwandtschaft, hätten aber ansonsten keine engen Bindungen an die Schweiz. Schliesslich sei auch nicht ersichtlich, dass das Verfahren in tatsächlicher oder rechtlicher Hinsicht besondere Schwierigkeiten biete. Da es sich um Bagatellfälle handle (Art. 132 Abs. 3 StPO), müssten diese schon erheblich sein. Der zur Anklage gebrachte Sachverhalt sei indessen einfach verständlich und die Beschwerdeführer hätten ihren Standpunkt an den bisher erfolgten Einvernahmen ausreichend darlegen können. Die Straftatbestände seien zudem weder besonders komplex noch in der Lehre besonders umstritten.