Citation: 6S.587/2000 15.03.2001 E. 30

30. Juni, 30. September oder 31. Dezember 1996 eingeräumt, wobei dann der Zins 10 % betragen sollte. Für die Darlehensnehmerin unterschrieb deren einzelzeichnungsberechtigter Geschäftsführer A.D.________. In Wahrheit war das Geld für diesen persönlich bestimmt, der damit die Vermittlung afrikanischer Fussballer nach Europa finanzieren wollte. Zur Sicherung des Darlehens verpflichtete sich daher A.D.________ persönlich. In Ziffer 5 des Vertrages wurde sodann Folgendes vereinbart: "Als Sicherheit erhält die Darlehensgeberin [recte: der Darlehensgeber] einen entsprechenden Anteil im ersten Rang an der Grundpfandverschreibung von Fr. 250'000.--, Vorgang Fr. 640'000.--, auf das Wohn- und Geschäftshaus des W.S.________.. " Über die F.________ AG, deren statutarischer Zweck der Import und der Handel mit Natursteinen war und die auch Grundstücke erwerben, halten und veräussern konnte, wurde am 21. August 1997 der Konkurs eröffnet. Bereits am 25. Februar 1997 war das Pfandgrundstück versteigert worden. Die für das Darlehen des U.Z.________ bestellte Sicherheit erwies sich als wertlos, da das Pfandrecht der F.________ AG auf Veranlassung von A.D.________ am 12. April 1996 im Grundbuch gelöscht worden war. A.D.________ anerkannte seine persönliche Haftbarkeit für die Darlehensschuld und stellte Zahlungen in Aussicht. Er erlitt später einen tödlichen Unfall, weshalb es zu keinen Rückzahlungen mehr kam. 2.) Mit Sanierungsvereinbarung vom 3. Juni 1997 gewährte S.H.________ im Namen von U.Z.________ dessen in Liquiditätsschwierigkeiten steckenden Bruder J.Z.________ ein zu 4 % verzinsliches Darlehen in der Höhe von Fr. 30'000.--. Das Darlehen war an die Bedingung geknüpft, dass J.Z.________ den unrentablen Landwirtschaftsbetrieb spätestens auf den 1. Mai 1998 aufgebe. Als Sicherheit trat J.Z.________ den künftigen Verkaufserlös (abzüglich Grundpfandschulden von Fr. 68'000.--) an den Darlehensgeber ab. Vom zugesicherten Darlehen wurden in der Folge Fr. 25'000.-- beansprucht. 3.) Die über beide Darlehensverträge nicht informierte Vormundschaftsbehörde entliess S.H.________ am 3. September 1997 mit sofortiger Wirkung aus seinem Amt als Beirat. Am 19. März 1998 erhob die Vormundschaftsbehörde gegen S.H.________ Strafanzeige wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung. Im Falle des Darlehens an die F.________ AG machte die Behörde auch den entstandenen Vermögensschaden von Fr. 40'000.-- nebst Zins geltend.