Citation: U 194/06 22.02.2007 E. A

D.________, geboren 1960, absolvierte vom 20. April 1976 bis zum 19. April 1980 eine Lehre als Konstruktionsschlosser bei der X.________ AG und wurde unmittelbar nach der Lehrabschlussprüfung als Gruppenchef in der Schweisserei für Bahnmotoren angestellt. Am 8. Mai 1980 erlitt er einen Verkehrsunfall, bei dem er sich eine schwere Gesichtsimpressionsfraktur, eine nasoorbitale Impressionstrümmerfraktur sowie eine Commotio cerebri zuzog. Nach komplikationslosem postoperativem Verlauf konnte er die Arbeit im Januar 1981 wieder voll aufnehmen, klagte jedoch weiterhin über Gesichts- und Kopfschmerzen, Schwindelbeschwerden sowie eine beeinträchtigte Nasenatmung. Im weiteren Verlauf kam es zu psychischen Beeinträchtigungen in Form einer reaktiven Depression sowie einer angst-neurotischen Fehlentwicklung und es trat eine chronische Sinusitis maxillaris auf. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) erbrachte die gesetzlichen Leistungen und schloss den Fall am 15. Mai 1984 ab, nachdem D.________ am 1. Februar 1984 eine Stelle als Konstruktionsschlosser bei der Firma Y.________ & Co. angetreten hatte. Mit Verfügung vom 13. Juni 1984 sprach sie dem Versicherten für die Restfolgen des Unfalls vom 8. Mai 1980 eine Entschädigung aufgrund einer Integritätseinbusse von 20 % zu. Am 4. September 1985 verfügte sie die Zusprechung einer Invalidenrente aufgrund eines versicherten Verdienstes von Fr. 30'408.- und einer Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit von 20 % mit Wirkung ab 1. Februar 1984. In der Folge liess sich D.________ berufsbegleitend zum Betriebsfachmann ausbilden und trat im April 1988 eine Stelle als Arbeitsvorbereiter (AVOR-Mitarbeiter) bei der Z.________ AG (später W.________) an. Auf Rückfallmeldungen vom 18. April 1991 sowie 8. April 1993 wegen chronischer Sinusitiden und vom 6. Dezember 1995 wegen Kopfschmerzen und Migräne lehnte die SUVA zusätzliche Leistungen mangels einer Unfallkausalität der Beschwerden ab (Mitteilungen vom 2. Februar 1994 und 17. Juni 1998). Nach der aus wirtschaftlichen Gründen erfolgten Auflösung des Arbeitsverhältnisses trat D.________ im Mai 1998 eine Stelle als Kalkulator/Sachbearbeiter AVOR bei der Maschinenfabrik V.________ AG an, welche ihm auf Ende Mai 2001 ebenfalls gekündigt wurde. Ab Juni 2001 war er arbeitslos. Am 16. Juni 2001 suchte er wegen Kopfschmerzen, Gedächtnisstörungen, Schwindel und Migräneanfällen Dr. med. C.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, auf, welcher eine depressive Verstimmung fand und eine Begutachtung der Arbeitsfähigkeit befürwortete. Anfangs 2003 wurde D.________ in der MEDAS polydisziplinär untersucht. Im Gutachten vom 16. April 2003 und in einem Ergänzungsbericht vom 19. Dezember 2003 nahmen die beauftragten Ärzte zur Unfallkausalität der geklagten Beschwerden Stellung und schätzten die Arbeitsfähigkeit in der Tätigkeit als Betriebsfachmann/AVOR oder einer anderen körperlich leichten und wechselbelastenden Tätigkeit auf 50 %. Gestützt darauf sprach die SUVA dem Versicherten mit Wirkung ab 1. März 2004 eine Invalidenrente aufgrund einer Erwerbsunfähigkeit von 50 % zu; ferner richtete sie eine zusätzliche Integritätsentschädigung für eine Integritätseinbusse von 15 % aus. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 21. März 2005 fest.