Citation: 2C_1160/2014 E. 2.2

2.2. Auch die vom Kantonsgericht vorgenommene Interessenabwägung (vgl. vorne lit. B) erweist sich als bundesrechts- bzw. konventionskonform: Die Vorinstanz hat nicht übersehen, dass die vorliegende Konstellation nach Art. 8 Abs. 2 EMRK eine umfassende Interessenabwägung erfordert (vgl. Urteil 2C_496/2013 vom 15. November 2013 E. 3.7.2), zumal die Ehefrau seit zehn Jahren hier lebt, zwei Kinder geboren hat und sich nun - erweist sich der Widerruf der Niederlassungsbewilligung ihres Ehemannes als rechtmässig - entscheiden muss, ob sie ihrem Mann folgen oder in der Schweiz bleiben und von diesem getrennt leben will, was eine Einschränkung des Rechts auf Familienleben darstellt, die den Voraussetzungen von Art. 8 Ziff. 2 EMRK unterliegt (vgl. BGE 137 I 247 E. 4.1.1 S. 249). Aber auch in dieser Hinsicht ist der angefochtene Entscheid nicht zu beanstanden: Die Ehefrau hat bis zu ihrem 21. Altersjahr im gemeinsamen Heimatland gelebt und ist mit den dortigen Verhältnissen vertraut geblieben (Ferienaufenthalte). Es sind keine Gründe ersichtlich, die eine Rückkehr für sie und die beiden Kinder - welche sich noch in einem anpassungsfähigen Alter befinden (vgl. Urteil 2C_876/2013 vom 18. November 2013 E. 3.7 mit Hinweis auf BGE 135 I 143 E. 2.2 S. 147) - als unzumutbar erscheinen lassen könnten. Das gilt auch für den Beschwerdeführer selber, der seine beruflichen Kenntnisse in der Heimat verwerten kann. Dass die allgemeinen Lebensumstände dort ungünstiger sein mögen als in der Schweiz, begründet noch keine Unzumutbarkeit (zit. Urteil 2C_496/2013 E. 3.7.3). Damit erweist sich der vom Beschwerdeführer beanstandete Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung als verhältnismässig (Art. 96 AuG). Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass das deliktische Verhalten die Erteilung einer neuen Aufenthaltsbewilligung für den Beschwerdeführer nicht zwingend ein für alle Mal verunmöglicht. Sollte sich seine Ehefrau dafür entscheiden, zusammen mit den Kindern in der Schweiz zu verbleiben - wobei diesfalls das Familienleben besuchsweise und mit den heute zur Verfügung stehenden Kommunikationsmitteln gepflegt würde - , kann unter gewissen Voraussetzungen nach einer angemessenen Bewährungsdauer des Ehemannes im Heimatland eine Neubeurteilung durch die zuständigen Migrationsbehörden angezeigt sein (vgl. dazu eingehend das Urteil 2C_1170/2012 vom 24. Mai 2013 E. 3 mit Hinweisen).