Citation: 6B_1305/2023 E. 4.3.1

4.3.1. Soweit aus den Akten erkennbar, stellte der Beschwerdeführer anlässlich des vorinstanzlichen Verfahrens weder ein Gesuch um amtliche Verteidigung, noch machte er geltend, dass aufgrund seiner Erkrankung eine notwendige Verteidigung im Sinne von Art. 130 lit. c StPO angezeigt wäre. Erst vor Bundesgericht bringt der Beschwerdeführer vor, am 13. September 2023 den Hautarzt besucht zu haben, welcher bei ihm Krätze diagnostiziert habe. Aus dem Protokoll der Berufungsverhandlung vom 19. September 2023 geht hingegen lediglich hervor, dass der Beschwerdeführer beantragte, C.________ als (Wahl-) Verteidiger zuzulassen (vgl. kantonale Akten, Vorinstanz act. 295 f.). Dies wurde unter Hinweis auf Art. 129 Abs. 1 i.V.m. Art. 127 Abs. 5 StPO abgelehnt. Dass der Beschwerdeführer daraufhin ein entsprechendes Gesuch um Unterbrechung bzw. Verschiebung der vorinstanzlichen Hauptverhandlung gestellt hätte, um einen anderen Wahlverteidiger zu mandatieren, geht aus den Akten nicht hervor und wird auch nicht geltend gemacht. Dem Beschwerdeführer wurde gemäss Verhandlungsprotokoll überdies die Möglichkeit gegeben, sich mit seinem Rechtsbeistand zu beraten, insbesondere vor dem Parteivortrag. Mit seinen Vorbringen gelingt es dem Beschwerdeführer nicht, eine Rechtsverletzung unter Einschluss der Grund- und Menschenrechte aufzuzeigen. Der Beschwerdeführer vermag überdies auch nicht darzulegen, inwiefern ein Fall von notwendiger Verteidigung vorliegt. Die eingereichte "Diagnose" vom 25. September 2023 ist im vorliegenden Verfahren als echtes Novum unbeachtlich (vgl. vorne E. 2.2). Doch selbst wenn diese berücksichtigt werden könnte, ist nicht ersichtlich, weshalb aufgrund einer Erkrankung an Krätze eine notwendige Verteidigung im Sinne von Art. 130 lit. c StPO angezeigt gewesen wäre. Inwiefern sich dieser Befund auf seine Fähigkeit auswirken sollte, sich selbst zu verteidigen, begründet der Beschwerdeführer nicht und ist auch nicht ersichtlich. Es lässt sich daraus keine Prozessunfähigkeit oder die Unfähigkeit ableiten, sich in der vorliegenden Angelegenheit selbst zu verteidigen, zumal der Beschwerdeführer, wie sich seinen Eingaben entnehmen lässt, seine Standpunkte problemlos darlegen und sich selbst wirksam verteidigen kann.