Citation: 1C_569/2022 E. 5.3

5.3. Das Vorsorgeprinzip kommt somit auch unterhalb der Planungswerte zum Tragen, wie der Beschwerdeführer zu Recht vorbringt. Im Gegensatz zu seinen Ausführungen kann gestützt auf Art. 11 Abs. 2 USG (und Art. 7 Abs. 1 lit. a LSV) grundsätzlich nur die umweltrechtliche Optimierung eines Projekts und nicht eine alternative Neuplanung verlangt werden (BGE 124 II 517 E. 5d). Diese Einschränkung scheint der Beschwerdeführer zu verkennen, wenn er eine umfassende Prüfung von Varianten verlangt (zum Ganzen: Urteil 1C_162/2015 vom 15. Juli 2016 E. 6.2). Es geht bei der umweltrechtlichen Optimierung der fraglichen Wärmepumpe somit primär um die Emissionsbegrenzung an der Quelle und nicht - zumindest nicht unmittelbar - um die Begrenzung der Lärmimmissionen bei Nachbargrundstücken. Entgegen seinen diesbezüglichen Ausführungen kann der Beschwerdeführer daher gestützt auf Art. 11 Abs. 2 USG und Art. 7 Abs. 1 lit. a LSV nicht verlangen, dass ein in Bezug auf die Lärmimmissionen auf seinem Grundstück besonders günstiges Projekt gewählt wird. Hingegen kann er etwa verlangen, dass ein Standort gewählt wird, der insgesamt zu einer geringeren Lärmentwicklung führt. Ebenso kann er gestützt darauf fordern, dass ein weniger Lärm erzeugendes Modell (allenfalls mit schalldämpfender Verkleidung) eingebaut wird. Dabei ist die Verhältnismässigkeit jedoch zu wahren, so ist die Begrenzung nur insoweit einzufordern, als sie technisch und betrieblich möglich sowie wirtschaftlich tragbar ist (Art. 11 Abs. 2 USG und Art. 7 Abs. 1 lit. a LSV).