Citation: 5A_592/2017 E. 3.1

3.1. Das Kantonsgericht ist auf das Begehren der Beschwerdeführerin um einmalige zusätzliche Unterhaltszahlung von Fr. 5'000.-- zur Begleichung von ausserordentlichen Kosten nicht eingetreten mit der Begründung, ihr Rechtsvertreter habe es unterlassen, die Kosten der rechtlichen Vertretung im erstinstanzlichen Verfahren zu substanziieren, namentlich durch Vorlage einer Honorarnote. Betreffend die oberinstanzlichen Kosten hat das Kantonsgericht in rechtlicher Hinsicht erwogen, dass keine ermessensweise Kostenverteilung nach Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO angezeigt sei, sondern die Prozesskosten gemäss Art. 106 Abs. 2 ZPO nach dem Ausgang des Verfahrens zu verteilen seien. In tatsächlicher Hinsicht hat es unter Erhöhung des Grundbetrages um 15 % und unter Berücksichtigung der mit dem angefochtenen Entscheid neu zugesprochenen Unterhaltsbeiträge einen Überschuss der Beschwerdeführerin von Fr. 3'000.-- während der fünf Monate März bis Juli 2017 (Dauer des Beschwerdeverfahrens) festgestellt. Davon ausgehend hat es befunden, dass sie die Anwaltskosten von Fr. 3'042.45 (inkl. Auslagen und MWSt) des Berufungsverfahrens selbst tragen könne, jedoch die Gerichtskosten integral dem Beschwerdegegner aufzuerlegen seien.