Citation: 8C_68/2021 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz hob den Einspracheentscheid der Suva vom 25. März 2020 auf und wies die Sache zur Festlegung der weiteren Leistungen im Sinne der Erwägungen an die Suva zurück. In ihren Erwägungen bejahte sie den adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 10. Januar 2009 und der psychischen Beeinträchtigung in Form einer andauernden Persönlichkeitsänderung (E. 5.6). In Bezug auf die Integritätsentschädigung anerkannte sie zudem die Dauerhaftigkeit des psychischen Gesundheitsschadens (E. 6.2). Hinsichtlich der gutachterlich festgestellten Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen erwog das kantonale Gericht, die Expertise müsse sich an den normativen Vorgaben gemäss BGE 141 V 281 (strukturiertes Beweisverfahren) orientieren (E. 6.3.3). Ärztlicherseits sei darzulegen, aus welchen medizinisch-psychiatrischen Gründen die erhobenen Befunde das funktionelle Leistungsvermögen und die psychischen Ressourcen in qualitativer, quantitativer und zeitlicher Hinsicht zu schmälern vermöchten. Das gutachterlich bescheinigte Ausmass der Arbeitsunfähigkeit sei vom Rechtsanwender sodann zu plausibilisieren. Vorliegend erscheine die "Ausgangslage nicht ganz frei", weshalb die Annahme einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit einer besonders substanziierten Begründung bedürfe (E. 6.3.5). Es liege indessen nicht am Sozialversicherungsgericht, die hier gebotene Beurteilung der Arbeitsfähigkeit anhand der Standardindikatoren von sich aus vorzunehmen. Die Sache sei dafür an die Suva zurückzuweisen, welche allenfalls auch nochmals Rücksprache mit der Gutachterin zu nehmen habe. Zusammenfassend hielt die Vorinstanz fest, die Suva habe den Anspruch auf Integritätsentschädigung aufgrund der psychischen Unfallfolgen festzulegen und über den Rentenanspruch der Beschwerdegegnerin unter Miteinbezug des psychischen Gesundheitsschadens zu entscheiden (E. 7.1).