Citation: 8C_83/2024 E. 5.2.1

5.2.1. Es kann als erstellt betrachtet werden, dass der Einriss in der Gebärmutterhinterwand während der Geburt des Kindes am 21. August 2019 entstand. Gemäss dem Administrativgutachter Prof. Dr. med. H.________ können sowohl der Riss an der Hinterwand als auch derjenige an der Seitenwand der Gebärmutter mit den im Rahmen der erschwerten Entwicklung des Kindes bei Geburtsstillstand wirkenden Kräften hinreichend erklärt werden. Nach der Entwicklung des Kindes werde in der Regel die Gebärmutterhöhle mit einem Tuch ausgewischt, um restliches Plazentamaterial aufzuspüren und zu entfernen. Dabei müsse mit der Gegenhand des Operateurs Gegendruck auf den Gebärmutterkörper ausgeübt werden, um ein Abreissen desselben zu verhindern. Inwieweit dieser Gegendruck ausgeübt worden sei, lasse sich den Unterlagen nicht entnehmen. Aber auch bei diesem Manöver könnte die Hinterwand der Gebärmutter im Sinne einer Komplikation eingerissen sein. Dass der Riss durch die Wehentätigkeit eingetreten sei, scheine "sehr wenig wahrscheinlich". Der Riss sei viel eher als Komplikation des Kaiserschnitts zu werten.