Citation: 2C_374/2014 E. 2.4.2

2.4.2. Als Gewinnungskosten der unselbständigen Erwerbstätigkeit werden nach ständiger Praxis nur diejenigen Kosten anerkannt, deren Vermeidung dem Pflichtigen nicht zumutbar ist (vgl. u.a. BGE 124 II 29 E. 3a S. 32 mit Hinweisen). Dementsprechend werden die Fahrkosten vom privaten Wohnort zum Arbeitsort gemäss Art. 26 Abs. 1 lit. c DBG (bzw. § 35 Abs. 1 lit. a StG/AG) nur dann zum Abzug zugelassen, wenn eine tägliche Rückkehr als zumutbar und sinnvoll erscheint. Nicht zum Abzug zugelassen werden die vom Steuerpflichtigen geltend gemachten Fahrkosten, wenn er in unangebracht hohem Ausmass täglich oder zumindest mehrmals wöchentlich zwischen seinem Wohn- und Arbeitsort hin- und wieder zurückfährt. Bei nicht zumutbarer Rückkehr werden als notwendige Berufskosten die Mehrkosten für den auswärtigen Wochenaufenthalt anerkannt, im Wesentlichen die Mietkosten für eine 1-Zimmer-Wohnung am Arbeitsort (vgl. u.a. 2C_728/2010 vom 25. März 2011 E. 2.1; siehe zum Ganzen die Urteile 2C_630/2012 vom 20. Februar 2013 E. 2.1, 2.2 u. 2.5 in: StR 68/2013 S. 400; 2C_807/2011 vom 9. Juli 2012 E 2.4.1; 2C_728/2010 vom 25. März 2011 E. 2.1; 2C_14/2009 vom 22. April 2009 E. 2.2; 2C_477/2009 vom 8. Januar 2010 E. 3.4; 2C_445/2008 vom 26. November 2008 E. 5.3 u. 6.2 in: RDAF 2008 II S. 528; 2A.224/ 2004 vom 26. Oktober 2004 E. 8.3 u. 8.4 in: ASA 75 S. 253; 2P.64/2004 vom 19. Juli 2004 E. 4.3 in: RDAF 2004 II S. 251; 2A.439/ 1996 vom 12. März 1997 E. 2c in: ASA 66 S. 632; 2A.237/1995 vom 9. Dezember 1996 E. 5c in: ASA 67 S. 551; 2A.479/1995 vom 14. Mai 1996 E. 2b u. 2c; siehe für die direkte Bundessteuer auch Art. 5 u. Art. 9 Abs. 3 u. 4 VBK).