Citation: 6P.82/2000 22.01.2001 E. 12

12.- Als offensichtlich aktenwidrig bezeichnet der Beschwerdeführer den Vorwurf des Kantonsgerichts, die Ursache der unglücklichen Entwicklung, dass die Bank A.________ "unattraktive Kontokorrent-Zinssätze" verrechnet habe, habe darin gelegen, dass sich der Beschwerdeführer mit dem Finanzinstitut überworfen gehabt habe. Demgegenüber halte der Finanz-Gutachter fest, der von der Bank A.________ geforderte Kontokorrent-Zinssatz weiche von Anfang an erheblich von den Referenzzinssätzen ab (Beschwerdeschrift S. 49 f. Ziff. 7). Die Argumentation des Beschwerdeführers geht an der Sache vorbei. Es trifft zwar zu, dass die Hotel AG bereits Anfang 1988 einen um 1,25 Prozent höheren Kontokorrent-Zinssatz als üblich bezahlen musste. Indessen erhöhte sich diese Differenz im Jahre 1990 gar auf 1,75 Prozent (Finanz-Gutachten, Anhang 2). Entscheidend ist jedoch, dass die Hotel AG die Zahlungsausstände ab Mitte 1990 zum Kontokorrent-Zinssatz von 11 Prozent verzinsen musste. Über die Zusammensetzung dieses Zinssatzes führt der Gutachter nebst den bankseitig anfallenden Kosten an: "Das vorliegende Geschäft ist, wie bereits die Umstände anlässlich des Abschlusses desselben im Februar 1988 deutlich machen, mit erheblichen Risiken behaftet. Das Verhalten des Schuldners war zudem offensichtlich nicht geeignet, ein allenfalls erschüttertes Vertrauen neu aufzubauen. Da der Zahlungsverkehr wichtige Aufschlüsse über den Zustand einer Firma vermittelt, muss die Umlenkung dieses Geschäfts ab Herbst 1989 als negatives Signal gedeutet werden. Die Kredite sind offensichtlich de facto risikotragendes Kapital und erfordern im vorliegenden Falle eine Risikoprämie. " Nur schon die Aussage des Gutachters, das Verhalten des Schuldners sei offensichtlich nicht geeignet gewesen, ein allenfalls erschüttertes Vertrauen neu aufzubauen, lässt die Feststellung des Kantonsgerichts, dass sich der Beschwerdeführer mit dem Finanzinstitut überworfen habe, sei Ursache für die unglückliche Zinsentwicklung gewesen, nicht als willkürlich erscheinen. Im Übrigen wirft das Kantonsgericht dem Beschwerdeführer nicht vor, dass er sich mit dem Finanzinstitut überworfen hat, sondern dass er trotz dieser hohen Zinsen mit den flüssigen Mitteln der Hotel AG nicht vorsichtig umging (angefochtener Entscheid S. 19).