Citation: 9C_279/2020 E. 4

Die Vorinstanz hat gestützt auf den Bericht des Dr. med. C.________ vom 16. Juli 2019, dem sie vollen Beweiswert beimass, in für das Bundesgericht verbindlicher Weise (oben E. 1.2) festgestellt, dass bei der Versicherten eine mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F32.11), eine chronische Anpassungsstörung mit gemischter Störung von Gefühlen und Sozialverhalten (ICD-10: F43.25) sowie eine selbstunsicher-abhängige Persönlichkeitsakzentuierung (ICD-10: Z73.1) vorliege. In der Folge prüfte sie in Anwendung des strukturierten Beweisverfahrens die von Dr. med. C.________ für eine angepasste Tätigkeit attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50 bis 60 %. Dabei ging sie von einer nicht besonders schwerwiegenden Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde aus, da ein reaktives Geschehen vorliege und bei der Auslösung der psychischen Beeinträchtigung psychosoziale Faktoren eine herausragende Rolle gespielt hätten. Angesichts der bis anhin bloss ambulanten Psychotherapie und mangels Durchführung einer medikamentösen Behandlung liege weder ein Eingliederungserfolg noch eine Eingliederungsresistenz vor. Weiter verneinte sie eine Komorbidität, bejahte aber mobilisierbare Ressourcen. Zur Konsistenz stellte sie fest, dass die Versicherte nicht in allen Lebensbereichen erheblich eingeschränkt sei und sich aus dem RAD-Bericht deutliche Inkonsistenzen zwischen dem klinischen Befund und den Angaben der Versicherten ergäben. Bezüglich des Leidensdrucks verwies sie erneut darauf, dass die Versicherte keine Psychopharmaka nehme und bisher keine tagesklinische oder stationäre psychiatrische Behandlung stattgefunden habe. Unter Berücksichtigung all dieser Umstände verneinte die Vorinstanz einen invalidisierenden Gesundheitsschaden und bestätigte die Verfügung vom 30. Oktober 2019.