Citation: 2C_983/2020 E. 3.3

3.3. Das Bundesgericht hatte bereits Gelegenheit klarzustellen, dass Art. 21 Abs. 3bis TG/VS keine direkte mathematische Korrelation zwischen dem Belegungsgrad der Ferienwohnung und der Berechnungsgrundlage verlangt; die Pauschale muss jedoch auf der Grundlage objektiver Kriterien festgelegt werden (Urteile 2C_353/2020 vom 22. September 2021 E. 6.2; 2C_519/2016 vom 4. September 2017 E. 3.6.4). Da die pauschale Kurtaxe jedoch im Wesentlichen eine Fiktion darstellt, wonach die Aufenthalte eine bestimmte durchschnittliche Dauer aufweisen, ist es unvermeidlich, dass die festgelegte Anzahl der Übernachtungen nicht immer in allen Punkten den Umständen des Einzelfalls entspricht. Da es sich bei der Kurtaxe um eine Kostenanlastungssteuer handelt, ist eine gewisse Schematisierung bei der Festlegung der Pauschale zulässig (Urteile 2C_198/2020 vom 23. Dezember 2021 E. 4.3; 2C_353/2020 vom 22. September 2021 E. 6.2; 2C_957/2020 vom 20. August 2021 E. 5.2.2; 2C_947/2019 vom 13. Februar 2020 E. 4.3.1). Diese kann somit auch die Umstände des konkreten Falles ausser Acht lassen, solange sie sich diesen so weit wie möglich anzunähern versucht (vgl. Urteile 2C_353/2020 vom 22. September 2021 E. 6.2; 2C_1037/2020 vom 25. Mai 2021 E. 4). Art. 21 Abs. 3bis TG/VS setzt somit voraus, dass detaillierte und transparente Berechnungsgrundlagen vorliegen (Urteile 2C_353/2020 vom 22. September 2021 E. 6.2; 2C_957/2020 vom 20. August 2021 E. 5.2.2; 2C_519/ 2016 vom 4. September 2016 E. 3.6.11 in fine).