Citation: 5D_149/2023 E. 5.2.1

5.2.1. Der Beschwerdeführer beanstandet die Annahme des Kantonsgerichts, dass es sich beim Chat-Verlauf vom 11. November 2022, den er nach Aktenschluss mit seiner Stellungnahme vom 27. September 2022 eingereicht habe, mangels Darlegung der Novenberechtigung um ein unzulässiges Novum handle. Es gebe keinen Grund, diesen Beweis nicht zuzulassen, da er ihn schon im April 2022 eingereicht habe. Das Kantonsgericht habe die Akten offensichtlich nicht genügend studiert. Zwar trifft zu, dass der Beschwerdeführer dem Bezirksgericht das Protokoll des Skype-Chats mit dem Beschwerdegegner vom 11. November 2020 (auch) mit seiner ersten Stellungnahme vom 21. April 2022 vorgelegt hat. Auf S. 16 seiner Beschwerde an das Kantonsgericht vom 21. Dezember 2022 hat er in diesem Zusammenhang indes einzig auf die Beilage 10 zur Stellungnahme vom 27. September 2022 verwiesen, wobei der Beschwerdeführer in der genannten Stellungnahme selbst von einem "neuen Beweis" gesprochen hat. Der Beschwerdeführer übersieht, dass die Beschwerdeinstanz in der Regel gehalten ist, sich auf die Beurteilung der in der schriftlichen Begründung gegen das erstinstanzliche Urteil erhobenen Beanstandungen zu beschränken (vgl. BGE 144 III 394 E. 4.1.4; 142 III 413 E. 2.2.4). Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers war die Vorinstanz nicht verpflichtet, die Akten selbst zu durchforsten, um abzuklären, ob er das angerufene Beweismittel (RB-10) bereits in seiner ersten Stellungnahme eingereicht hat. Vielmehr hätte es dem Beschwerdeführer oblegen, in seiner Beschwerde an das Kantonsgericht durch einen präzisen Aktenhinweis auf die einschlägige Stelle in seiner erstinstanzlichen Stellungnahme aufzuzeigen, dass das angerufene Protokoll des Chats vom 11. November 2022 rechtzeitig in den Prozess eingebracht wurde. Nachdem der Beschwerdeführer dies versäumt hat, kann dem Kantonsgericht keine Verletzung der angerufenen verfassungsmässigen Rechte vorgeworfen werden, wenn es das genannte Protokoll im Rahmen der Überprüfung der erstinstanzlichen Beweiswürdigung nicht berücksichtigt hat.