Citation: U 304/05 23.06.2006 E. 1

In formeller Hinsicht lässt der Beschwerdeführer geltend machen, die Vorinstanz habe das Ausstandsbegehren gegen Fachrichter A.________ zu Unrecht abgewiesen und ihr Entscheid sei aus diesem Grund aufzuheben. 1.1 Der vorinstanzliche Entscheid über das Ausstandsbegehren gegen Fachrichter A.________ hat nicht die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen zum Gegenstand. Das Eidgenössische Versicherungsgericht prüft daher nur, ob das vorinstanzliche Gericht Bundesrecht verletzte, einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, oder ob der rechtserhebliche Sachverhalt offensichtlich unrichtig, unvollständig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt wurde (Art. 132 in Verbindung mit Art. 104 lit. a und b sowie Art. 105 Abs. 2 OG). 1.2 Mit der Beschwerdeerhebung beim kantonalen Gericht vom 18. Juni 2004 wurde die Durchführung einer öffentlichen Verhandlung verlangt. Diese fand am 22. Juni 2005 statt. Der Vertreter des Beschwerdeführers stellte den Antrag, der medizinische Fachrichter Dr. med. A.________ habe in den Ausstand zu treten. Zur Begründung machte er geltend, der Fachrichter sei Vertrauensarzt der Versicherungsgesellschaften "Allianz" und "Winterthur". Zudem vertrete er in Kausalitätsfragen nachweislich eine einseitige Haltung zu Gunsten der UVG-Versicherer. Im weiteren Verlauf der Verhandlung erklärte der Vertreter des Beschwerdeführers jedoch, er mache Fachrichter A.________ "persönlich keinen Vorwurf". Zwar beruht die Prüfung, ob die Rüge der Befangenheit begründet ist, praxisgemäss auf einer objektivierenden Betrachtungsweise (BGE 131 I 25 Erw. 1.1 und 116 Erw. 3.4). Die Voreingenommenheit ist und bleibt aber ein innerer Zustand und bildet den Bezugspunkt des geäusserten Misstrauens in die Unparteilichkeit des Richters (BGE 120 V 365 oben), weshalb es in jedem Fall der konkret und bestimmt geäusserten Rüge bedarf, die betreffende Gerichtsperson sei tatsächlich nicht neutral. Das in Anwesenheit aller Beteiligten erfolgte oberwähnte Zugeständnis muss so verstanden werden, dass der Rechtsvertreter Fachrichter A.________ im vorliegenden Fall effektiv gar keine Befangenheit im Sinne eines bewussten Fehlverhaltens vorwirft; man kann in diesem Sinne nicht eine Gerichtsperson ablehnen und ihr gleichzeitig persönlich keinen Vorwurf machen. Fehlt die konkrete Rüge, eine bestimmte Gerichtsperson sei tatsächlich befangen, ist die Prüfung, ob sie es dem Anschein nach sei, gegenstandslos. So besehen erübrigte sich im Prinzip die Prüfung der Frage, ob die geltend gemachten Gesichtspunkte geeignet wären, den Anschein von Befangenheit zu begründen. Soweit die Äusserung besagen will, Fachrichter A.________ sei wegen ausserhalb seiner Person liegender äusserer Umstände nicht als neutral zu betrachten, ist darauf hinzuweisen, dass im Verfahren M. (U 305/05), in welchem die durch denselben Rechtsanwalt vertretene versicherte Person in einer analogen Konstellation mit identischer Begründung ebenfalls den Ausstand von Fachrichter A.________ verlangt hatte, Befangenheit verneint worden ist.