Citation: 8C_359/2021 E. 5.2.3

5.2.3. Wohl kann aufgrund der zielgerichteten Ausübung der Suizidhandlung nicht unmittelbar auf die Urteilsfähigkeit des Suizidenten geschlossen werden, zumal nicht ungewöhnlich ist, dass eine Person bei den der Selbsttötung oder dem Selbsttötungsversuch vorausgehenden oder diese vorbereitenden Handlungen urteilsfähig ist, für die Suizidhandlung selbst, die auf ganz anderen Motiven und seelischen Hintergründen beruhen kann, hingegen als urteilsunfähig erscheint (vgl. Urteil U 395/01 vom 1. Juli 1993 E. 5b). Die Vorinstanz hat aber - trotz all der innewohnenden Tragik - zu Recht nicht unberücksichtigt gelassen, dass gemäss indiziengestützer Vermutung der Lebenspartnerin des Versicherten (unmittelbar) vor dem Suizidversuch mit letalem Ausgang ein erster Suizidversuch scheiterte.