Citation: 5F_20/2023 E. 4.3.2

4.3.2. Das Bundesgericht hat seinem Urteil die Tatsache zu Grunde gelegt, dass die Gesuchsgegnerin aufgrund einer Paramnesie der festen Überzeugung ist, Opfer sexueller Übergriffe geworden zu sein, und sie im Rahmen dieses Syndroms nicht in der Lage ist, zwischen Erlebtem und nicht Erlebtem zu unterscheiden. Dass der Strafbefehl diese tatsächlichen Grundlagen zu erschüttern vermöchte - weil aus ihm beispielsweise hervorginge, dass die Gesuchsgegnerin nicht (mehr) an einer Paramnesie leidet, die Vorwürfe aber weiterhin kolportiert -, behaupten die Gesuchsteller nicht und ist auch nicht ersichtlich. Dem Strafbefehl ist lediglich zu entnehmen, dass die Gesuchsgegnerin im Wissen um die in Rechtskraft erwachsene Einstellungsverfügung vom 14. August 2018 diverse ehrverletzende und rufschädigende Passagen in ihrer Maturaarbeit verfasst hat. Aus dem von den Gesuchstellern eingereichten Einvernahmeprotokoll der Gesuchsgegnerin geht im Übrigen deutlich hervor, dass diese noch immer der festen Überzeugung ist, Opfer sexueller Übergriffe geworden zu sein.