Citation: 6B_783/2021 E. 1.5.4

1.5.4. Die Beschwerdeführerin setzt sich mit der von der Vorinstanz eventualiter vorgenommenen Interessenabwägung, namentlich mit deren Erwägungen zu den öffentlichen Interessen, nicht hinreichend auseinander. Sie bringt lediglich vor, der Deliktsbetrag bewege sich im unteren Bereich und sie stelle keine Gefahr für die Öffentlichkeit dar, weshalb ihr privates Interesse das öffentliche Interesse an einer Landesverweisung überwiege. Dabei geht sie insbesondere nicht näher auf den Umstand ein, dass ihr von der Vorinstanz eine schlechte Legalprognose gestellt wird. Ihr pauschales Vorbringen, keine Gefahr für die Öffentlichkeit darzustellen, genügt als taugliche Begründung nicht. Darüber hinaus verkennt die Beschwerdeführerin, dass sich die öffentlichen Interessen an einer Landesverweisung nicht nur aus dem Risiko weiterer Straftaten gegen Rechtsgüter wie Leib und Leben, sondern auch aus dem Risiko von Delikten gegen das Vermögen ergeben können. Dies zeigt bereits der Deliktskatalog von Art. 66a Abs. 1 StGB, der auch gewisse Vermögensdelikte erfasst. Die Beschwerdeführerin hätte detailliert aufzeigen müssen, weshalb in ihrem Fall kein legalprognostisches Risiko besteht oder weshalb dieses keine respektive eine gegenüber ihren privaten Interessen zu vernachlässigende Gefahr für die Öffentlichkeit bergen sollte. Sodann stellt sie auch die von der Vorinstanz festgestellten intakten Wiedereingliederungschancen in ihrem Heimatland nicht in Abrede. Weshalb die Vorinstanz welche privaten oder öffentlichen Interessen falsch gewichten sollte, zeigt sie letztlich nicht im Ansatz auf. Da die Beschwerdeführerin nicht für beide Alternativbegründungen darlegt, dass und inwieweit diese gegen das Recht verstossen sollten, genügt die Eingabe der Beschwerdeführerin im Ergebnis den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG nicht. Das von der Vorinstanz angenommene Überwiegen der öffentlichen Interessen an der Landesverweisung gegenüber den persönlichen Interessen der Beschwerdeführerin an einem weiteren Verbleib in der Schweiz führt auch bei Bejahung eines Härtefalls zur Rechtmässigkeit der Landesverweisung. Da die Alternativbegründung das angefochtene Urteil somit selbstständig trägt, die diesbezüglichen Rügen die vor Bundesgericht geltenden Begründungsanforderungen aber verfehlen, kann auf die Beschwerde gesamthaft nicht eingetreten werden.