Citation: 9C_794/2020 E. 6.1.3

6.1.3. Daran vermag der Hinweis des Beschwerdeführers, wonach es sich beim Krankentaggeld nach VVG zwar nicht um Sozialversicherungsleistungen, aber doch um diesen nahe stehende Leistungen handle, nichts zu ändern. Seine pauschale Behauptung, die Höhe eines grundsätzlich berechtigten Verrechnungsantrages des Privatversicherers richte sich immer nach Art. 69 ATSG, beruht auf einem unzutreffenden Verständnis dieser Bestimmung. Nicht gefolgt werden kann ihm auch, soweit er Art. 69 ATSG über die Versicherungsbedingungen der Allianz für anwendbar hält, denn die Versicherungsbedingungen regeln allein das interne Verhältnis zwischen ihm und der Allianz als Krankentaggeldversicherer. Dabei gibt Art. 7 Ziff. 3 lit. b der ZB für die Krankentaggeld-Versicherung eine Antwort auf die Frage, was gilt, wenn die ausgerichteten Taggelder zusammen mit Leistungen der Invalidenversicherung das versicherte Taggeld übersteigen; eine Berücksichtigung der für die Einzelkrankentaggeldversicherung geleisteten Prämien ist auch hier nicht vorgesehen. Soweit der Beschwerdeführer schliesslich argumentiert, aus der dem Privatversicherer wie einem Sozialversicherer zustehenden Verrechnungsmöglichkeit sei abzuleiten, dass auch die sozialversicherungsrechtliche Überentschädigungsregelung für beide gelten müsse, vergleicht er zwei Rechtsinstitute, die in keinem Zusammenhang stehen.