Citation: 5P.333/2000 19.10.2000 E. 2

2.- Der Beschwerdeführer rügt sodann, das Obergericht habe nicht einmal begründet, wieso es ihm für das Rekursverfahren die unentgeltliche Rechtspflege verwehrt habe. Erachte das Obergericht den Zeitpunkt des Gesuchs für massgeblich, so hätte es diesbezüglich von einem tieferen Lohn von Fr. 5'700.-- ausgehen müssen, woraus eine Unterdeckung von Fr. 300.-- resultiert hätte. Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung im Rekursverfahren vor Obergericht datiert vom 8. Mai 2000. Nach den Feststellungen des Obergerichts erwirtschaftete der Beschwerdeführer mit seiner Unternehmung in den Monaten Januar, Februar und März 2000 ein Einkommen von je Fr. 5'700.-- bei einem Quartalsverlust von rund Fr. 2'700.--, wobei aber die Tatsache, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2000 monatlich Fr. 700.-- mehr Lohn beziehe als im Vorjahr, auf einen anhaltend guten Geschäftsverlauf hindeute. Gründe für eine Verschlechterung des Geschäftsganges werden weder im angefochtenen Urteil erwähnt noch vom Beschwerdeführer dargetan; dieser ficht namentlich nicht an, dass das Obergericht verneinte, dass der Reingewinn im Jahre 1999 ausserordentlich hoch gewesen sei. Ist somit davon auszugehen, dass eine blosse Schwankung vorliegt und sich das Einkommen des Beschwerdeführers im Jahresschnitt weiterhin in ähnlicher Höhe bewegen wird wie im Vorjahr, nach den Feststellungen des Obergerichts also bei monatlich etwa Fr. 8'500.--, rechtfertigt es sich nicht, die Bedürftigkeit des Beschwerdeführers aufgrund der vorübergehenden Einkommenssenkung im Frühjahr 2000 zu bejahen, zumal sich die Kosten des Rekursverfahrens in eher bescheidenem Rahmen bewegten. Dies gilt auch dann, wenn man in Anlehnung an das angefochtene Urteil dem Beschwerdeführer aufgrund des schlechten Quartalsergebnisses im Jahre 2000 nur ein monatliches Durchschnittseinkommen von Fr. 6'650.-- anrechnet. Da nach den unangefochtenen Feststellungen des Obergerichts jedenfalls nicht von einer dauerhaften Veränderung des Geschäftsganges auszugehen war, ist diesem keine Verletzung seiner Begründungspflicht vorzuwerfen, wenn es die Abweisung des zweitinstanzlichen Kostenerlassgesuchs lediglich mit dem Verweis auf die Erwägungen zum erstinstanzlichen Entscheid begründete.