Citation: 7B.166/2004 14.09.2004 E. 6

Der Beschwerdeführer wirft schliesslich der Aufsichtsbehörde vor, sie habe gegen Art. 46 SchKG verstossen, indem sie davon ausgegangen sei, er habe seinen Wohnsitz in Affoltern am Albis und nicht in A.________. Alle vorgenommenen Betreibungshandlungen seien demzufolge nichtig. Von vornherein nicht eingetreten werden kann auf die Vorbringen, mit denen eine Verletzung der Niederlassungsfreiheit (Art. 24 Abs. 1 BV) und des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) sowie von Art. 96 GVG/ZH geltend macht. Die Missachtung von Verfassungsbestimmungen wie auch von kantonalem Recht kann nur mit staatsrechtlicher Beschwerde gerügt werden (Art. 43 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 81 OG; BGE 121 III 24 E. 2d S. 28; 119 III 70 E. 2). 6.1 Dazu wird im angefochtenen Entscheid festgehalten, es sei zwar nicht in Abrede zu stellen, dass der Beschwerdeführer in A.________/SZ gemeldet sei, was allein indes für die Annahme des betreibungsrechtlichen Wohnsitzes nicht massgebend sei. Zur Bestimmung des Wohnsitzes und damit des ordentlichen Betreibungsstandes sei derjenige Ort festzustellen, wo sich eine Person in objektiver und für Dritte erkennbarer Weise mit der Absicht dauernden Verbleibens aufhalte und den sie zum Mittelpunkt ihrer persönlichen Lebensbeziehungen und Interessen gemacht habe (Schmid, in: Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, Staehelin/Bauer/ Staehelin, SchKG I, N. 33 zu Art. 46). Es sei nun aber gerichtsnotorisch, dass der Beschwerdeführer im Rahmen von Betreibungsverfahren seit Jahren seine Wohnsitzverhältnisse gerne verändert darstelle (Lugano/TI, A.________/SZ, Affoltern am Albis/ZH). Er sei indes regelmässig in Affoltern am Albis erreichbar; Affoltern am Albis werde ebenso regelmässig als sein Arbeitsort bezeichnet, wobei entweder die Lindenmoosstrasse 12 oder das Postfach 626 ausdrücklich als Zustelladresse für ihn und die Mitgesellschafter der "Baugesellschaft W.________" angeführt würden. An der Postfachadresse in Affoltern am Albis würden auch die an ihn adressierten Gerichtsurkunden entgegengenommen, während die - auf ausdrückliche Aufforderung hin - nach A.________/ SZ versandte Gerichtsurkunde mit dem Postvermerk "nicht abgeholt" der Vorinstanz habe retourniert werden müssen. Bei der Kammer sei derzeit zudem ein - unter anderem Z.________ Y.________ als Mieter betreffendes - Rekursverfahren pendent, worin der Beschwerdeführer vehement dem Befehl der Einzelrichterin am Bezirksgericht Affoltern am Albis vom 16. September 2003 opponiere, die gemietete, offenbar seit vier Jahren bewohnte 3-1/2 Zimmerwohnung an der C.________strasse in Affoltern am Albis zu räumen und zu verlassen. Damit verdichteten sich die konkreten Momente dafür, dass der effektive Lebensmittelpunkt bzw. zumindest der massgebliche und zentrale Aufenthaltsort des Beschwerdeführers sich vorab in Affoltern befinde. In diesem Sinne habe denn auch bereits die Pfändungsurkunde einen Hinweis auf Art. 48 SchKG enthalten, d.h. auf den Betreibungsort des Aufenthaltes. Nicht zuletzt sei Affoltern offensichtlich auch sein Arbeitsort, an welchem Betreibungsurkunden ebenfalls gültig zugestellt werden könnten (Art. 64 Abs. 1 SchKG). 6.2 Dagegen bringt der Beschwerdeführer nebst den bereits erwähnten unzulässigen Verfassungsverletzungen vor, Forderungen müssten am zivilrechtlichen Wohnort eingeklagt werden, und er habe seit dem 1. Juli 1997 seinen Wohnort in A.________. Mit diesen Einwendungen setzt sich der Beschwerdeführer nicht einmal ansatzweise im Sinne von Art. 79 OG mit den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz (zur Bestimmung des Wohnsitzes im Betreibungsverfahren: BGE 125 III 100 ff.) auseinander, weshalb auf die Vorbringen nicht eingetreten werden kann. Da die Schlussfolgerung der Aufsichtsbehörde, der Beschwerdeführer habe seinen Wohnsitz und damit den ordentliche Betreibungsort in Affoltern am Albis, gestützt auf die verbindlichen tatsächlichen Feststellungen bundesrechtskonform ist, liegen auch keine nichtigen Betreibungen vor.