Citation: 5P.165/2004 20.07.2004 E. A

E.________ wurde am 7. Juni 1909 geboren. Gemeinsam mit ihrem Ehemann adoptierte sie die heutige Beschwerdegegnerin, T.________. Die Familie wohnte in B.________ (Kanton Aargau). Nach dem Tod ihres Ehemannes im Februar 1984 überliess E.________ das Wohnhaus in B.________ ihrer Adoptivtochter und zog nach G.________ (Kanton Glarus), wo sie geboren war. Sie besass dort ein Wohnhaus, das sie aus dem Nachlass ihrer Eltern übernommen hatte. Die Erbteilung erfolgte damals zwischen ihr, den beiden Kindern eines verstorbenen Bruders und den drei Töchtern einer verstorbenen Schwester, den im Rubrum genannten Beschwerdeführerinnen. Am 7. November 1996 verfasste E.________ eigenhändig eine letztwillige Verfügung, die sie am 20. August 1997 handschriftlich ergänzte. Sie bestimmte, dass die Beschwerdegegnerin die Liegenschaft in B.________ und die Beschwerdeführerinnen die Liegenschaft in G.________ erhalten sollten. Anfangs September 1998 kehrte E.________ zur Beschwerdegegnerin nach B.________ zurück. Ihr Gesundheitszustand machte vorübergehende Aufenthalte im Krankenheim erforderlich. Teilzeitlich wurde sie zu Hause auch durch Dritte betreut. Am 1. Dezember 1998 suchte E.________ Rechtsanwalt R.________ auf, der Notar N.________ zur Besprechung beizog. Der Notar erstellte zu ihren Handen einen Entwurf für ein neues Testament. Mit eigenhändiger letztwilliger Verfügung setzte E.________ die Beschwerdegegnerin als Universalerbin ein und vermachte den fünf Geschwisterkindern je Fr. 10'000.--. Die Verfügung trägt das Datum vom 16. November 1998, wurde aber auf den erwähnten Entwurf gestützt und damit nach dem 1. Dezember 1998 - vermutlich am 16. ds. bzw. in der ersten Hälfte Dezember 1998 - geschrieben. E.________ starb am 4. Februar 1999.