Citation: 2C_461/2015 E. 3.3

3.3. Das Kantonsgericht verweist vorab darauf, dass der Geschäftsführer der Y.________, der Beschwerdeführer 1, bereits bei der X.________ AG in V.________/BE mit einem Vollzeitpensum unselbständig erwerbstätig sei. Die Beschwerdeführerin 2 sei während der Steuerperiode 2011 mit einem Pensum von 50 Stellenprozenten die einzige Angestellte der Y.________ gewesen; während den übrigen 50 % sei auch sie bei der X.________ AG in V.________/BE angestellt gewesen. Diesbezüglich falle auf, dass die Beschwerdeführerin 2 trotz angeblich gleich hohem Pensum für die Anstellung bei der X.________ AG 176 Arbeitstage, für die Tätigkeit bei der Y.________ jedoch lediglich 40 Arbeitstage deklariert habe. In diesem Zusammenhang stellte die Vorinstanz sachverhaltlich fest, dass der Mietvertrag die angeblichen Geschäftsräumlichkeiten der Y.________ als möbliertes Zimmer von 20.2 m 2 ausweise, wobei das Wort "möbliert" unter der Rubrik "Mietobjekt" gestrichen worden sei. Dieses Zimmer teile sich die Y.________ zudem noch mit einer weiteren Firma. Der Mietzins für die Mitbenutzung dieses Zimmers betrage Fr. 500.-- zuzüglich Fr. 80.-- für sämtliche Nebenkosten, inkl. der Dienstleistung "Postnachsendung bei Abwesenheit". Als Parkmöglichkeit sei einzig ein "Anteil" an einem Einstellhallenplatz gemietet worden, wobei das monatliche Entgelt hierfür Fr. 20.-- betrage. Diese Umstände bestätigten das bescheidene Ausmass des Mietgegenstandes. Hinzu komme, dass die Y.________ über keinen ortsgebundenen Telefonanschluss verfüge, sondern einzig die private Mobiltelefonnummer des Beschwerdeführers 1 angegeben werde. Es sei schwer nachvollziehbar, wie der Beschwerdeführer 1 einzig mit einer solchen Infrastruktur effektiv eine Einzelfirma betreiben könne, welche ihm in der betreffenden Steuerperiode 2011 immerhin mehr Einkommen eingetragen habe als seine Vollzeitanstellung als Partner der X.________ AG. Die blosse Mitnutzung des kleinen Zimmers lasse insbesondere nur schwer erkennen, wie genügend Platz für die verschiedenen Arbeitsplätze, den Kundenempfang, die Aufbewahrung der Akten, etc. vorhanden sein könnte. Von Bedeutung sei zudem, dass die "Kundenpflege" (Restaurantbesuche, VIP-Tickets des Schlittschuhclubs Bern, Kundenanlass in S.________/BE) anerkanntermassen im Raum Bern/Freiburg stattgefunden habe, wo beide Beschwerdeführer wohnen und einer unselbständigen Erwerbstätigkeit nachgehen. Gleiches gelte für die behaupteten Kundenbesuche vor Ort sowie für die von den Beschwerdeführern geltend gemachten Sitzungen an "zentralen Orten"; aus den eingereichten Rechnungen ergebe sich nämlich, dass die umsatzmässig bedeutenden Kunden der Y.________ im Gebiet Bern/Aargau/Mittelland ansässig seien. Aufgrund dieser Feststellungen und Erwägungen gelangte die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid zum Schluss, dass die Tätigkeit der Y.________ nicht zur Hauptsache in T.________/SZ ausgeübt werde, sondern dass es sich beim behaupteten Geschäftsort um ein künstlich geschaffenes Scheindomizil handle.