Citation: 5A_26/2009 E. 5.4.2

5.4.2. Sodann macht der Beschwerdeführer geltend, die Positionen Zeitschriften, Kulturelles und Soziales, Kosmetikerin und Coiffeur seien bereits im Grundbetrag von Fr. 1'250.-- enthalten. Die Beschwerdegegnerin habe keine Mehrkosten behauptet. Der dem Betreibungsrecht entlehnte Grundbetrag ist eine Richtgrösse. Der Richter ist befugt, bei entsprechenden Bedingungen darüber hinauszugehen. Die Beschwerdegegnerin hat solche Positionen in ihrer Bedarfsberechnung vom 20. August 2008sowie ihrer Berufungserklärung vom 7. April 2008 geltend gemacht und belegt (s. oben, E. 5.3). Es stimmt also nicht, dass die Beschwerdegegnerin diese über den Grundbetrag hinausgehenden Mehrkosten nicht behauptet hätte. Davon ist offensichtlich auch das Kantonsgericht ausgegangen. Alsdann war es dem Richter nach dem soeben Ausgeführten nicht a priori verwehrt, über den betreibungsrechtlichen Grundbedarf hinauszugehen, zumal sich der gebührende Unterhalt bei einer - wie vorliegend - lebensprägenden Ehe an dem in der Ehe zuletzt gemeinsam gelebten Standard (zuzüglich scheidungsbedingter Mehrkosten) bemisst, auf dessen Fortführung bei genügenden Mitteln beide Teile Anspruch haben, der aber gleichzeitig auch die Obergrenze des gebührenden Unterhalts bildet (BGE 134 III 145 E. 4 S. 146 mit Hinweisen; zur Vorgehensweise bei mittleren Einkommen BGE 134 III 577 E. 3 S. 579 f.). Die Rüge ist daher unbegründet.