Citation: 6B_645/2018 E. 1.3.6

1.3.6. Der Beschwerdeführer macht geltend, aus dem Umstand, dass X.________ in der Strafuntersuchung nie behauptet habe, für alle Entscheidungen die Zustimmung des belgischen Mutterkonzerns benötigt, respektive über keine selbstständige Entscheidkompetenzen verfügt zu haben, könne die Vorinstanz nicht ableiten, dass dieser Geschäftsführer gewesen sei. Es sei nicht Sache des Beschuldigten seine Unschuld zu beweisen (vgl. Beschwerde Ziff. 11.1 S. 14). Auch gehe es nicht an, dass die Vorinstanz die von X.________ im Untersuchungsverfahren getätigten Aussagen als Beweismittel für dessen Geschäftsführerstellung heranziehe, obschon dieser in jener Phase nie konkret gefragt worden sei, ob und welche Entscheide er in welchem finanziellen Umfange selbstständig und unabhängig von den Verwaltungsräten und dem belgischen Mutterkonzern für die Beschwerdegegnerin 2 habe treffen können bzw. ob er für einzelne Entscheide oder gar für alle Aspekte die Zustimmung des Verwaltungsrats E.________ und/oder des belgischen Mutterhauses benötigt habe. Die Vorinstanz verfalle in Willkür, indem sie Antworten zu allgemeinen Fragen als Beweismittel für die Geschäftsführerstellung heranziehe (vgl. Beschwerde Ziff. 11.1 S. 14 f.). Anders als die Vorinstanz meine, würden die von X.________ im Vorverfahren getätigten Depositionen auch nicht im Widerspruch zu dessen späteren Ausführungen stehen (vgl. Beschwerde Ziff. 11.1 S. 15 f.) bzw. könnten aus den im Vorverfahren getätigten Depositionen keine Rückschlüsse auf dessen Geschäftsführereigenschaft gezogen werden (vgl. Beschwerde Ziff. 11.1 S. 17). Dem Beschwerdeführer kann in seiner Kritik nicht gefolgt werden. Die Vorinstanz hebt zwar hervor, dass X.________ bis vor Strafgericht nie behauptet habe, dass der belgische Mutterkonzern bzw. D.________ ihn massgeblich kontrolliert und sämtliche Entscheide getroffen bzw. genehmigt hätte. Letztendlich leitet sie dessen Geschäftsführereigenschaft jedoch nicht aus diesem Umstand, sondern aus den von X.________ im Vorverfahren konkret zu Protokoll gegebenen Vorbringen und weiteren Beweismitteln ab (vgl. angefochtenes Urteil Ziff. 4.3 ff. S. 22 ff.). Sie nimmt folglich nicht an, das den Anklagevorwurf stützende Moment der Geschäftsführereigenschaft von X.________ sei nur deshalb erstellt, weil dieser im Vorverfahren nicht das Gegenteil behauptet habe. Dass sie dem Beschwerdeführer die Beweislast für seine Unschuld überbunden hätte, trifft damit nicht zu. Sodann lässt sich nicht erkennen, inwiefern es willkürlich sein sollte, wenn die Vorinstanz die im Vorverfahren getätigten Aussagen als Nachweis für die Geschäftsführerstellung von X.________ heranzieht. Dass die betreffenden Aussagen durch verbotene Beweiserhebungsmethoden oder unter Verletzung von Beschuldigtenrechten zustande gekommen sein sollen, macht der Beschwerdeführer nicht geltend und ist auch nicht ersichtlich. Entgegen dem Dafürhalten des Beschwerdeführers kann es auch nicht als offensichtlich unhaltbar bezeichnet werden, wenn die Vorinstanz die Schilderungen von X.________ als widersprüchlich wertet. Soweit er die von der Vorinstanz festgestellten Widersprüche in dessen Aussageverhalten zu entkräften versucht (Beschwerde Ziff. 11.1 S. 15 f.) oder behauptet, dessen im Vorverfahren zu Protokoll gegebenen Ausführungen liessen keine Rückschlüsse auf die Geschäftsführereigenschaft zu (Beschwerde Ziff. 11.1 S. 17), legt er lediglich dar, wie X.________s Aussagen seiner Ansicht nach richtigerweise zu verstehen und zu würdigen gewesen wären. Damit vermag er keine Willkür zu begründen. Das Bundesgericht ist keine Appellationsinstanz, die eine freie Prüfung in tatsächlicher Hinsicht vornimmt und die vorinstanzliche Beweiswürdigung durch eine eigene als richtig oder naheliegender erachtete ersetzen kann. Im Übrigen hat die Vorinstanz auch nicht übersehen, dass X.________ leitende Angestellte nicht selber anstellen konnte (vgl. angefochtenes Urteil Ziff. 4.3 S. 22). Dass der Beschwerdeführer keine weitreichenden Kompetenzen in den Personalbelangen gehabt habe, ist damit indessen nicht gesagt.