Citation: 6B_1079/2022 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz erwägt, Rechtsanwalt E.________, der frühere Verteidiger des Beschwerdeführers, habe an den Einvernahmen des Beschwerdeführers sowie an derjenigen des Beschwerdegegners 2 vom 18. April 2018 teilgenommen. Vor den Einvernahmen des Beschwerdeführers habe er sich mit diesem zwölf resp. fünf Minuten besprochen (angefochtenes Urteil E. 1.5.2 S. 13). Die Dauer des zwölfminütigen Gesprächs vor der ersten Einvernahme vom 13. April 2018 erscheine zwar eher kurz. Inwiefern die Instruktion nicht ausreichend gewesen wäre, lasse sich jedoch nicht erkennen und werde von der neuen Verteidigung auch nicht dargelegt. Dabei sei auch zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer sich unmittelbar nach dem Vorfall bei der Polizei selber gestellt und die Polizei auch zum Fundort des Messers geführt habe. Damit habe er seine Beteiligung bereits eingeräumt. Es sei nicht von einer eigentlichen Nichtverteidigung des Beschwerdeführers zu Beginn des Untersuchungsverfahrens auszugehen. Die ersten Einvernahmen des Beschwerdeführers und des Beschwerdegegners 2 seien vollumfänglich verwertbar (angefochtenes Urteil S. 14).