Citation: 4A_398/2022 E. 6.1

6.1. Eventualiter brachten die Beschwerdeführerinnen vor, wegen nicht von ihnen zu vertretender Unmöglichkeit, die bestellten Produktmengen herzustellen und zu liefern, wäre die Kürzung der AGP auch dann unzulässig, wenn die Auslegung der Vorinstanz zuträfe. Eine Kürzung wäre nur möglich gewesen, wenn eine nicht vollständige Lieferung der Bestellmenge sowie kumulativ eine anderweitige Vertragsverletzung vorgelegen hätten. Eine relevante Vertragsverletzung liege jedoch nicht vor, zumal es unmöglich gewesen sei, die Bestellmenge an API gemäss dem CMA herzustellen. Weder die Beschwerdeführerin 1 noch die Beschwerdeführerin 2 habe die Unterschreitung der Bestellmengen zu vertreten. Ergo hätten die Beschwerdegegnerinnen der Beschwerdeführerin 2 den zu Unrecht zurückbehaltenen Teil der AGP in Höhe von Fr. 6'514'660.92 zu bezahlen.