Citation: 5A_884/2020 E. B

Im Frühling 2019 erreichten die KESB Oberaargau mehrere Gefährdungsmeldungen. Die Schule U.________ meldete, dass die Zusammenarbeit mit der Mutter schwierig und ihr Verhalten chaotisch sei, so dass C.________ gefährdet erscheine; er sei zusehends schwieriger, da er verunsichert wirke und schnell aggressiv werde. Die Kantonspolizei meldete, dass es zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen der Mutter und dem ehemaligen Freund D.________ gekommen sei. Die Mutter sei stark alkoholisiert gewesen und C.________ habe der Polizei geholfen, diese zu stützen. Es sei der Eindruck entstanden, dass solche Situationen für ihn nicht neu seien. Das Spital V.________ meldete, die Mutter sei als Patientin ausfällig und unkooperativ gewesen und habe das Spital gegen ärztlichen Rat verlassen. In der Folge erweiterte die KESB Oberaargau mit Entscheid vom 27. August 2019 die Aufgaben der bereits bestehenden Beistandschaft. Im Bericht vom 20. April 2020 teilte die Beiständin mit, dass bei C.________ eine Kindeswohlgefährdung vorliege. Er sei im sozialen Verhalten auffällig und die schulischen Leistungen seien ungenügend. Es bedürfe stärkerer Massnahmen. Die Eltern würden die Bedürfnisse von C.________ nicht erkennen. Er brauche stabile Ansprechpersonen, die ihm Halt geben und Vorbild in der Kommunikation und Konfliktbewältigung sein können. Er brauche ein spezielles Fördersetting in der Schule. Hierfür sei eine Platzierung in einer geeigneten Institution erforderlich, ansonsten sich die Aggressionsproblematik verschärfe und der Anschluss im schulischen Bereich gefährdet sei. Anlässlich der Anhörung von Mutter und Rechtsvertreterin (C.________ blieb der Anhörung fern), erklärte sich Erstere damit einverstanden, die Institution E.________ anschauen zu gehen. Kurz darauf beantragte jedoch die Rechtsvertreterin, dass C.________ weiterhin in U.________ zu beschulen sei; die Mutter habe nie das Einverständnis zu einer Platzierung in der Institution E.________ gegeben. Nach Abklärungen und diversen Beratungen entzog die KESB den Eltern mit superprovisorischer Verfügung vom 12. August 2020 das Aufenthaltsbestimmungsrecht über C.________ und platzierte diesen in der Institution E.________.