Citation: 4A_404/2023 E. A

Die A.________ AG (Beschwerdeführerin) macht im Zusammenhang mit einem gescheiterten Geschäft mit dem Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) betreffend den Verkauf von 22 Mio. Hygienemasken im Gesamtwert von EUR 25 Mio. Schadenersatzansprüche gegen die B.________ AG (Beschwerdegegnerin) geltend. Die Beschwerdegegnerin habe ihre vertraglichen Sorgfalts- und Treuepflichten verletzt und so das Scheitern des Geschäfts verursacht, indem sie nach Eingang der Anzahlung des VBS von EUR 7,5 Mio. die weitere Abwicklung mit der Begründung abgelehnt habe, der Zahlungseingang habe nicht plausibilisiert werden können. Die dem Ablehnungsentscheid vorausgegangenen Abklärungshandlungen der Bank seien sorgfaltswidrig erfolgt. Mit ihrer vorsätzlich falschen MROS-Meldung habe sie zudem Sorgfaltspflichten sowie Geldwäschereibestimmungen verletzt. Überdies habe die Bank aufgrund eines Interessenkonflikts vertragliche Treuepflichten verletzt.