Citation: 6B_1050/2020 E. 6

Der vorläufig aufgenommene Beschwerdeführer (Ausweis F; Art. 41 Abs. 2 und Art. 83 f. AIG; SR 142.20) rügt eine Verletzung von Art. 16 Abs. 1 StGB und Art. 66a Abs. 3 StGB sowie eine Gehörsrechtsverletzung und willkürliche Sachverhaltsfeststellung. Der Beschwerdeführer bringt gestützt auf Aussagen des Zeugen B.________ vor, er sei bei der ersten Auseinandersetzung nicht beteiligt gewesen. Der "Gegenangriff" des Geschädigten habe eine Notwehrsituation geschaffen. Ein Notwehrexzess hätte sich strafmindernd auswirken müssen, und die Vorinstanz hätte prüfen müssen, ob ausnahmsweise gestützt auf Art. 66a Abs. 3 StGB von einer Landesverweisung abgesehen werden solle (Beschwerde S. 20 f.). Die Vorinstanz ordnet die obligatorische Landesverweisung gemäss Art. 66a Abs. 1 lit. b StGB unter eingehender Prüfung eines Härtefalls sowie des Gesichtspunkts allfälliger Vollzugshindernisse bezüglich Eritrea an (Art. 66d StGB, u.a. mit Hinweis auf die Urteile des BVGer E-5022/2017 vom 10. Juli 2018; D-7898/2015 vom 30. Januar 2017 E. 5.1; Urteil des EGMR M.O. gegen Schweiz vom 20. Juni 2017, Verfahren 41282/16, § 79 f.). Die Vorinstanz hält gleichzeitig fest, die Berufung der Verteidigung auf einen Notwehrexzess gehe wie gezeigt fehl, weshalb auch aus diesem Grund nicht von einer Landesverweisung gestützt auf Art. 66a Abs. 3 StGB abgesehen werden könne (Urteil S. 62). Damit setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander (Art. 42 Abs. 2 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG), so dass darauf nicht einzutreten ist (vgl. ferner Urteil 6B_1270/2020 vom 10. März 2021 E. 9.4 f.; es kann ceteris paribus auf das den Mitbeschuldigten betreffende Urteil 6B_1102/2020 E. 3.4 und 3.5 gleichen Datums verwiesen werden). Ein Notwehrexzess ist in der Tat nicht ersichtlich. Angesichts der 72-seitigen Würdigung lässt sich eine Gehörsrechtsverletzung weder bezüglich einer hinlänglichen Auseinandersetzung mit der Sache noch bezüglich einer nicht genügenden Urteilsbegründung geltend machen.