Citation: 5C.46/2007 06.06.2007 E. D

Die Gesellschaft X.________ und die Stiftung Y.________ (fortan: Klägerinnen) erhoben als Erbinnen gemäss Erbvertrag am 11. und 15. März 2004 Klage gegen T.________ und deren Kinder U.________ und V.________ (hiernach: Beklagte). Streitig war zur Hauptsache, ob es sich bei der Erbeinsetzung gemäss Erbvertrag um eine testamentarische und damit einseitig widerrufliche oder um eine vertraglich bindende und damit unwiderrufliche Regelung handelt und wem die Leistungen der Lebensversicherung zustehen. Das Kreisgericht St. Gallen stellte fest, dass die Lebensversicherung nicht zum Nachlass gehört und dass die Beklagte 1 Begünstigte aus der Lebensversicherung ist. Es wies die Versicherungsgesellschaft an, das Guthaben an die Begünstigte auszuzahlen. Weiter stellte das Kreisgericht fest, dass der Nachlass aus den übrigen im Sicherungsinventar aufgeführten Aktiven und Passiven besteht und dass die Klägerinnen je zur Hälfte daran erbberechtigt sind. Es setzte die letztwillige Verfügung vom 15./22. September 1999 entsprechend herab und wies die Willensvollstreckerin an, den Klägerinnen den je auf sie entfallenden hälftigen Anteil am Nachlass auszuzahlen (Entscheid vom 31. Mai 2005). Gegen den kreisgerichtlichen Entscheid legten die Beklagten kantonale Berufung ein, der sich die Klägerinnen anschlossen. Das Kantonsgericht St. Gallen wies die Klagen ab, hob den angefochtenen Entscheid auf und stellte fest, dass auf Grund des Testamentes vom 15./22. September 1999 die Beklagte 1 alleinige Vorerbin ohne Pflicht zur Sicherstellung und ihre beiden Kinder, die Beklagten 2 und 3, Nacherben zu gleichen Teilen des ganzen Nachlasses sind. Es erteilte dementsprechend die Weisung an die Willensvollstreckerin, der Beklagten 1 den Nettonachlass auszubezahlen bzw. auszuhändigen. Die Versicherungsgesellschaft wurde angewiesen, der Beklagten 1 das Guthaben auszubezahlen (Entscheid vom 20. November 2006).