Citation: 6B_1420/2022 E. 1.6.2

1.6.2. Die Vorinstanz beschäftigt sich ausführlich mit dem Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach die Sachverständige sowohl im Jahr 2016 als auch bei der Begutachtung im Jahr 2022 dieselben Prognoseinstrumente zur standardisierten Risikobeurteilung verwendet und er trotz beinahe deckungsgleichen Ergebnissen im Jahr 2016 bedingt aus der stationären therapeutischen Massnahme entlassen worden sei, nunmehr aber das beinahe gleichlautende objektive Ergebnis für eine Rückversetzung seinerseits in eine stationäre Massnahme sprechen solle. Sie legt mit Verweis auf das Gutachten schlüssig dar, die Resultate der angewandten Prognoseinstrumente würden keine direkte und unkritische Übertragung auf den Einzelfall erlauben und seien insbesondere nicht dazu geeignet, einen Behandlungsverlauf abzubilden (angefochtener Entscheid S. 9). Die Vorinstanz führt nachvollziehbar aus, der Zustand des Beschwerdeführers habe sich ab Frühling 2021 verschlechtert. Gemäss der Einschätzung der Gutachterin wäre ausserhalb des geschlossenen und hoch strukturierten Settings einer forensisch-psychiatrischen Klinik aufgrund der nach wie vor akuten psychotischen Symptomatik und der mangelnden Absprachefähigkeit des Beschwerdeführers derzeit von einem deutlichen Rückfallrisiko für Gewaltdelikte auszugehen (angefochtener Entscheid S. 12 f.; Gutachten, kantonale Akten, act. 1564). Inwieweit diese Ausführungen nicht bundesrechtskonform sein sollten, wird weder rechtsgenüglich geltend gemacht noch ist dies ersichtlich. Die Vorinstanz geht zu Recht von einem deutlichen Rückfallrisiko für Gewaltdelikte aus.