Citation: U 189/06 26.02.2007 E. 3

3.1 Das kantonale Gericht hat eine ausführliche Würdigung der medizinischen Unterlagen, insbesondere der Stellungnahmen des Dr. med. M.________ und des Prof. Dr. med. P.________ vorgenommen. Dabei hat es erwogen, sowohl aufgrund der medizinischen Literatur wie auch der Darlegungen der beiden Fachärzte sei eine Hyperakusis, wie sie bei der Versicherten festgestellt worden sei, auf einen Gesamtprozess verschiedener interagierender Komponenten wie somatische, psychofunktionelle und umweltbedingte Faktoren, zurückzuführen. Während Prof. Dr. med. P.________ somatischerseits vor allem von einer durch die langzeitliche berufliche Tätigkeit hervorgerufene Besonderheit der auditorischen Verarbeitung im Zentralnervensystem der Berufsmusiker ausgehe, durch die es bei der Versicherten wegen der beruflich bedingten übermässigen Schallexposition zu vegetativen Entgleisungen gekommen sei, halte Dr. med. M.________ eine berufliche Ursache der Hyperakusis für unwahrscheinlich, erwähne jedoch gleichzeitig die Bedeutung einer Abklärung der einzelnen Faktoren durch eine psychosomatische Exploration. Aufgrund des auf medizinischer Erfahrung beruhenden Hinweises des Prof. Dr. med. P.________ auf eine stark überwiegende Verursachung des Leidens durch die berufliche Tätigkeit besteht nach den Darlegungen der Vorinstanz Anlass für nähere Abklärungen zum Nachweis des qualifizierten Kausalzusammenhangs im Einzelfall. Angesichts der multifaktoriellen Genese der Hyperakusis und des Fehlens von Erhebungen zu den weiteren Aspekten, insbesondere allfälliger psychosozialer Belastungsfaktoren sowie des Umstandes, dass Dr. med. M.________ mit Bezug auf die Beschwerdegegnerin andere als berufliche Faktoren von Beginn an als relevanter bezeichnet hat und Prof. Dr. med. P.________ diesen offenbar praktisch keine Bedeutung beimisst, vermag diesbezüglich keine der medizinischen Beurteilungen zu überzeugen. Das kantonale Gericht hat die Sache daher zu Recht zur ergänzenden Abklärung in psychosomatischer und otologisch-audiologischer Hinsicht unter Mitberücksichtigung der von der SUVA erhobenen Messungen von Schallbelastungen von Orchestermusikern an die Zürich zurückgewiesen. Zu ergänzen ist, dass die medizinischen Sachverständigen, die sich mit dem Fall befasst haben, nicht geprüft haben, ob die Versicherte allenfalls bereits in der Zeit vor ihrer Tätigkeit als Berufsmusikerin an Hyperakusis gelitten hat. Auch dazu werden ergänzende Erhebungen zu treffen sein. 3.2 An diesem Ergebnis vermögen die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobenen Einwendungen nichts zu ändern. Es kann insbesondere nicht gestützt auf eine antizipierte Beweiswürdigung davon ausgegangen werden, das Beschwerdebild sei nicht stark überwiegend durch die Schalleinwirkung verursacht worden. Auch kann nicht zum Vornherein gesagt werden, eine Gewichtung der Kausalitätskette sei medizinisch kaum möglich.