Citation: 6B_630/2018 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer wendet sich gegen die Strafzumessung. Er bringt vor, die Vorinstanz verstosse gegen das Verbot der reformatio in peius gemäss Art. 391 Abs. 2 StPO, da sie eine Geldstrafe von 45 Tagessätzen zu Fr. 130.- ausspreche, nachdem die erstinstanzlich ausgesprochene Geldstrafe 50 Tagessätze zu lediglich Fr. 40.- betragen habe. Die Tatsache, dass der Beschwerdeführer im Vergleich zu seinem Lehrlingslohn zum Zeitpunkt des Urteils nun wesentlich mehr verdiene, könne nicht als wesentliche Tatsache im Sinne von Art. 391 Abs. 2 StPO betrachtet werden, da es sich offensichtlich um keine neue Tatsache handelt, welche eine Wiederaufnahme- bzw. einen Revisionsgrund darstellen würde. Sodann könne auch aus Art. 34 Abs. 2 StGB nicht abgeleitet werden, dass in jedem Fall die Tagessatzhöhe entsprechend der aktuellen wirtschaftlichen Verhältnisse festzusetzen sei. Sinn und Zweck dieses Artikels sei es, keine unbezahlbaren Geldstrafen auszufällen, also keine Geldstrafen, welche der Beschuldigte aufgrund seiner tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnisse nicht erbringen kann. Aus der Bestimmung zu schliessen, dass in jedem Fall die Tagessatzhöhe entsprechend der aktuellen wirtschaftlichen Verhältnisse festzusetzen sei, werde von der ratio legis der Norm nicht gedeckt und widerspreche dem Verschlechterungsverbot nach Art. 431 Abs. 2 StPO. Im Übrigen habe die Vorinstanz auch seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. So habe die Kammer an der Berufungsverhandlung zwar darauf hingewiesen, dass sie den Tagessatz aufgrund der veränderten finanziellen Verhältnisse allenfalls erhöhen würde, ihm diesbezüglich jedoch kein Replikrecht gewährt.