Citation: 7B_220/2022 E. 4.3

4.3. Inwiefern die Erwägungen der Vorinstanz unzutreffend sein sollten, legt der Beschwerdeführer nicht im Ansatz dar. Er macht lediglich geltend, an einer kognitiven Behinderung zu leiden, weshalb ein Fall notwendiger Verteidigung vorliege und ihm die amtliche Verteidigung zu gewähren sei. In diesem Zusammenhang rügt er eine Vielzahl von Bestimmungen des nationalen und internationalen Rechts als verletzt. Der Beschwerdeführer scheint sich auf das bereits erwähnte MEDAS-Gutachten zu stützen. Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass sich aus dem erwähnten MEDAS-Gutachten, welches hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers erstellt wurde, keinerlei Hinweise auf die Notwendigkeit einer Verteidigung ergeben. Erwähnt werden dort einzig eine reduzierte Belastbarkeit und das vermehrte Auftreten von kognitiven Problemen bei Müdigkeit. Inwiefern sich diese Befunde auf die Fähigkeit des Beschwerdeführers auswirken sollten, sich selbst zu verteidigen, ist nicht ersichtlich. Im erstinstanzlichen Verfahren hat der Beschwerdeführer ausserdem ein neuropsychologisches Gutachten des Universitätsspitals Zürich eingereicht, worin eine mittelgradige neuropsychologische Störung diagnostiziert wurde. Auch daraus lässt sich keine Prozessunfähigkeit oder die Unfähigkeit ableiten, sich in der vorliegenden Angelegenheit selbst zu verteidigen, zumal der Beschwerdeführer, wie sich seinen Eingaben entnehmen lässt, seinen Standpunkt problemlos darlegen und sich selbst wirksam verteidigen kann. Schliesslich geht die Vorinstanz ohnehin zu Recht davon aus, dass es sich vorliegend um einen Bagatellfall handelt. Bei der Geschwindigkeitsüberschreitung und der Ermittlung des verantwortlichen Lenkers handelt es sich um überschaubare und vergleichsweise wenig komplexe Fragestellungen, die weder in tatsächlicher noch in rechtlicher besondere Schwierigkeiten aufwerfen.