Citation: I 227/06 01.06.2007 E. 4

Streitig und aufgrund der Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu prüfen ist der Umfang der Arbeitsfähigkeit und ob zu deren Bemessung weitere medizinische Abklärungen notwendig sind. 4.1 Nach dem eingangs geschilderten Unfall, den der Versicherte am 9. November 2001 an seinem Arbeitsplatz erlitt, bestand "ein Verdacht auf eine kleine Intervallläsion, ein Impingement der Supraspinatussehne bei Acromion Typ II sowie eine Bursitis subdeltoidea Schulter links" (vgl. Diagnosen im Austrittsbericht der Klinik X.________ vom 29. Juli 2002). Die Klinik X.________ schloss dabei auf eine 33 1/3%ige Arbeitsunfähigkeit und erachtete "in den kommenden Wochen [...] eine sukzessive Steigerung" als möglich. Aufgrund des neurologischen Konsiliums in der Klinik Y.________ wurde am 17. Juli 2002 berichtet, "die Minderinnervation aller untersuchten Muskeln des linken Armes deutet auf eine funktionelle Überlagerung hin". Die Klinik X.________ schloss sich in ihrem Austrittsbericht dieser Auffassung an und wies darauf hin, die beobachteten Einschränkungen des Beschwerdeführers sowie die von ihm geschilderten Leiden könnten aufgrund der objektivierbaren Befunde nicht erklärt werden. Auf der Grundlage eigener Untersuchungen sowie der obgenannten Einschätzungen gelangte auch der Kreisarzt Dr. med. F.________, SUVA I.________, mit Bericht vom 25. Oktober 2002 zum Schluss, beim Beschwerdeführer liege eine Selbstlimitierung vor, sodass er in einer leidensangepassten Tätigkeit (keine längerdauernden krafterheischenden Überkopfaktivitäten) voll arbeitsfähig sei. Daraufhin stellte der Unfallversicherer die Taggeldzahlungen mangels unfallbedingten Gesundheitsschadens mit Verfügung vom 28. Oktober 2002 ein. Der Chirurge Dr. med. L.________ schloss sich im Arztbericht vom 17. Januar 2003 der Beurteilung der SUVA an und erachtete die Beschwerden als "rein funktionell". Gleich beurteilte der Hausarzt Dr. med. E.________, Facharzt für Innere Medizin, in seinem Bericht vom 11. Februar 2003 den Gesundheitszustand des Versicherten und bestätigte am 7. April 2003 dessen volle Arbeitsfähigkeit. Ferner erblickt auch Dr. med. G.________, Regionalärztlicher Dienst T.________, mit Bericht vom 20. September 2005 "deutliche" Zeichen einer Selbstlimitierung und Symptomausweitung, "bis hin zu Aggravation", weshalb keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit anzunehmen sei. Eine von den hievor wiedergegebenen Einschätzungen abweichende Beurteilung nahm indessen der Rheumatologe Dr. med. W.________ etwa in seinem Bericht vom 2. Juni 2004 vor: Auf der Grundlage der (abgesehen von der angenommenen Symptomausweitung und somatoformen Schmerzstörung) im Wesentlichen gleichen Diagnosen (chronisches, linksbetontes, in Generalisierung begriffenes Schmerzsyndrom bei cervikocephalobrachialer und lumbospondylogener Betonung, leichten degenerativen Veränderungen ossär wie discal der Hals- und Lendenwirbelsäule, ungünstiger Rückenstatik, muskuläre Dysbalance des Schulter- und Beckengürtels), wie sie bereits die anderen Ärzte gestellt hatten, steht auch gemäss Dr. med. W.________ "eine erhebliche funktionelle Überlagerung im Vordergrund" (vgl. namentlich Bericht vom 20. Februar 2004). Dennoch schliesst er auf eine bloss 50%ige Arbeitsfähigkeit für leichte Tätigkeiten ohne Belastung des linken Arms und ohne Überkopfarbeit. 4.2 Nach dem Gesagten ist der Auffassung des kantonalen Gerichts beizupflichten, wonach dem Beschwerdeführer eine vollständige Leistungsfähigkeit zumutbar ist. Dabei ist zunächst darauf hinzuweisen, dass die Beurteilung des Dr. med. W.________ - abgesehen von der abweichenden Arbeits(un)fähigkeitsbemessung - im Wesentlichen mit den anderen medizinischen Einschätzungen übereinstimmt. So wies auch er in Anlehnung an die Klinik X.________ darauf hin, dass "weder die Beschwerden noch die Limiten bei den Belastungstests mit den objektivierbaren Befunden erklärt werden konnten". Auch er vermutete daher, es stehe eine erhebliche funktionelle Überlagerung im Vordergrund und stellte die Diagnosen einer Symptomausweitung und einer somatoformen Schmerzstörung. Im Hinblick auf diese psychischen Leiden ist indessen auf die Rechtsprechung zur grundsätzlich fehlenden invalidisierenden Wirkung aetiologisch-pathogenetisch unerklärlicher syndromaler Leidenszustände (BGE 131 V 49, 130 V 352 und 396) zu verweisen, zumal nicht erkennbar ist (und auch nicht geltend gemacht wird), dass die Morbiditätskriterien in der erforderlichen Weise erfüllt sein könnten und Dr. med. G.________ gegenteils Hinweise auf aggravatorisches Verhalten feststellte, was eine invalidisierende Wirkung ohnehin ausschliesst. Insgesamt bleibt die abweichende Stellungnahme des Dr. med. W.________ zur Arbeits(un)fähigkeit singulär und nicht nachvollziehbar, weshalb ihr nicht gefolgt werden kann. 4.3 Unter diesen Umständen (und im Anschluss an die zutreffende Begründung der Vorinstanz) sind von weiteren Untersuchungen keine zusätzlichen relevanten Ergebnisse zu erwarten, sodass dem diesbezüglichen Antrag des Beschwerdeführers nicht stattgegeben werden kann (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 90 E. S. 94; SVR 2005 MV Nr. 1 S. 2 E. 2.3, M 1/02, mit Hinweisen; vgl. auch BGE 131 I 153 E. 3 S. 157).