Citation: U 14/05 29.05.2006 E. A

A.a M.________, geboren 1967, war als Verkäuferin bei der Firma W.________ angestellt und bei der Alpina Versicherungen (nachfolgend: Alpina) obligatorisch für die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert. Im Februar 1994 hatte sie einen Verkehrsunfall mit posttraumatischem Zervikalsyndrom erlitten, dessen Behandlung am 2. Mai 1994 bei Beschwerdefreiheit abgeschlossen werden konnte. Am 3. März 1995 wurde sie Opfer eines weiteren Verkehrsunfalls, als sie in ihrem Personenwagen von einem den Vortritt im Kreiselverkehr missachtenden Fahrzeug auf der rechten Seite angefahren wurde. Dabei verletzte sie sich an der rechten Tibia und der linken Patella; zudem traten Kopf- und Nackenschmerzen auf. Nach einer Untersuchung im Spital Z.________ wurde sie noch am Unfalltag mit einem Halskragen nach Hause entlassen. Wegen zunehmender Hals-, Nacken- und Schulterbeschwerden suchte sie am 6. März 1995 Dr. med. S.________ auf, welcher rheumatologische, neurologische sowie neurochirurgische Untersuchungen veranlasste und nach weitgehend erfolglosen chiropraktischen sowie physiotherapeutischen Massnahmen eine mehrwöchige stationäre Rehabilitation in der Klinik Y.________ anordnete. Der von der Alpina mit einem Gutachten beauftragte Dr. med. C.________, Facharzt für Neurologie, stellte mit Bericht vom 24. Juni 1996 die Diagnose eines Distorsionstraumas der Halswirbelsäule (HWS) mit wahrscheinlichem Abknickmechanismus und leichter traumatischer Hirnschädigung und bejahte die Unfallkausalität der bestehenden Beschwerden (Nackenschmerzen, Verspannungen, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, depressive Verstimmung); als unfallfremde Faktoren erwähnte er degenerative Veränderungen an der HWS sowie vorbestehende psychische Probleme. In der Folge holte die Alpina beim Institut für Medizinische Begutachtung (IMB) ein unfallchirurgisch-psychiatrisches Gutachten ein. In der am 24. November 1997 erstatteten Expertise gelangten die Dres. med. E.________ und T.________ zum Schluss, es liege eine diffuse muskuläre Verspannung im Schultergürtel-Nackenbereich vor, welche sich keiner pathologisch-anatomischen Diagnose gemäss ICD-10 zuordnen lasse; auch aus psychiatrischer Sicht könne keine Diagnose gestellt werden. Sowohl aus somatisch-medizinischer als auch aus psychiatrischer Sicht bestehe keine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit. Bei Untersuchungen im April und Juli 1998 fanden die Ärzte des Spitals Z.________ ausschliesslich Weichteilveränderungen mit Schmerzgeneralisierung im Sinne eines Fibromyalgie-Syndroms sowie eine muskuläre Insuffizienz, welche mit einer medizinischen Trainingstherapie (MTT) angegangen wurde. Wegen Schwangerschaft kam es zum vorzeitigen Abbruch der Therapie. Nach der am 24. Mai 1999 erfolgten Geburt einer Tochter traten wieder vermehrt Nacken-, Schulter- und Kreuzschmerzen auf. Nachdem Dr. med. E.________ eine Nachbegutachtung wegen Fehlens einer biomechanischen Beurteilung abgelehnt hatte, beauftragte die Alpina die Medizinische Abklärungsstelle (MEDAS) mit einer polydisziplinären Begutachtung. In dem auf orthopädischen, neurologischen und psychiatrischen Teilgutachten sowie einer neuropsychologischen Untersuchung beruhenden Gutachten vom 8. Januar 2001 wurden die Diagnosen "Cervicocephalea und Brachialgie, minimale neuropsychologische Funktionsstörung, Status nach HWS-Distorsion am 3. März 1995" erhoben und psychische Faktoren bei einem chronischen Schmerzsyndrom mit Neigung zu ängstlich-depressiven Verstimmungen erwähnt. Die Frage nach dem Vorliegen unfallkausaler gesundheitlicher Störungen verneinten die Gutachter sowohl in somatischer als auch in psychiatrischer Hinsicht. Als überwiegend wahrscheinlich unfallkausal bezeichneten sie die festgestellte minimale neuropsychologische Funktionsstörung. Auf Begehren der Versicherten unterbreitete die Alpina der MEDAS Ergänzungsfragen, welche zu orthopädischen, neurologischen und neuropsychologischen Nachuntersuchungen Anlass gaben. Die Gutachter fanden im Wesentlichen unveränderte Befunde und hielten an der bisherigen Beurteilung fest. Aus psychiatrischer Sicht wurde der Verdacht auf eine (nicht unfallkausale) somatoforme Schmerzstörung geäussert (Ergänzungsgutachten vom 24. September 2002). Mit Verfügung vom 7. Februar 2003 stellte die Alpina die Heilkosten- und Taggeldleistungen rückwirkend auf den 31. Januar 2001 ein und lehnte die Zusprechung einer Invalidenrente sowie einer Integritätsentschädigung ab. Daran hielt die "Zürich" Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: Zürich) als Rechtsnachfolgerin der Alpina mit Einspracheentscheid vom 11. Juli 2003 fest. A.b Am 1. Februar 1996 hatte sich M.________ auch zum Leistungsbezug bei der IV angemeldet, wobei sie die Umschulung auf eine neue Tätigkeit beantragte. Die IV-Stelle Luzern erachtete eine berufliche Eingliederung als nicht durchführbar und sprach der Versicherten ab 1. März 1996 eine ganze Rente zu. Mit Verfügung vom 7. Dezember 1999 setzte sie den Anspruch per 1. Januar 2000 auf eine halbe Rente herab. Ab 1. Dezember 2003 bezog die Versicherte wieder eine ganze Rente (Verfügung vom 1. September 2004).