Citation: 1P.785/2000 08.01.2001 E. 1

1.-Die staatsrechtliche Beschwerde ist nur zulässig, wenn die behauptete Rechtsverletzung nicht sonstwie durch Klage oder Rechtsmittel beim Bundesgericht oder einer anderen Bundesbehörde gerügt werden kann (Art. 84 Abs. 2 OG). Es fragt sich, ob im angefochtenen Entscheid strafprozessuale Haft (gestützt auf kantonales Strafverfahrensrecht) angeordnet wurde oder ob es sich dabei um eine strafvollzugsrechtliche Verfügung (gestützt auf materielles Bundesstraf- oder Bundesverwaltungsrecht) handelt. Mit Urteil vom 7. September 2000 erklärte das Bezirksgericht Lenzburg verschiedene aufgeschobene Freiheitsstrafen als vollziehbar. Dagegen erhob der Verurteilte Berufung. Laut angefochtenem Entscheid bildet die Frage der vollziehbaren Sanktionen Gegenstand des vor Obergericht hängigen Berufungsverfahrens. Das Urteil vom 7. September 2000 ist somit im Strafpunkt (im Gegensatz zum Schuldpunkt) noch nicht rechtskräftig. Mangels eines rechtskräftigen Strafurteils stellt der am 27. November 2000 vom Präsidenten der 1. Strafkammer des Obergerichtes angeordnete (und im angefochtenen Entscheid bestätigte) Freiheitsentzug strafprozessuale Haft dar, nämlich Sicherheitshaft vor Eintritt der Rechtskraft des Strafurteils. Die Haft wurde von den kantonalen Behörden denn auch ausdrücklich auf § 67 Abs. 2 StPO/AG gestützt. Für die Haftanordnung während des hängigen Berufungsverfahrens ist nach aargauischem Strafprozessrecht der Präsident der zuständigen Kammer des Obergerichtes zuständig (§ 68 Ziff. 2 i.V.m. §§ 217 ff. StPO/AG). Der vom Beschwerdeführer zuvor (gestützt auf bereits rechtskräftige frühere Strafurteile) absolvierte Strafvollzug endete laut angefochtenem Entscheid am 27. November 2000. Nach dem Gesagten erweist sich die staatsrechtliche Beschwerde gegen den angefochtenen strafprozessualen Haftentscheid als zulässig. Die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen von Art. 84 ff. OG erscheinen ebenfalls erfüllt.