Citation: 4P.263/2006 28.02.2007 E. 1

X.________ und Y.________ (Gesuchsteller und Beschwerdeführer) sind seit Jahren Aktionäre der Z.________ AG (Gesuchsgegnerin und Beschwerdegegnerin). Nachdem sie bereits in früheren Jahren um Sonderprüfung ersucht hatten, stellten sie im Hinblick auf die Generalversammlung der Gesuchsgegnerin vom 30. Juni 2005 erneut eine Vielzahl von Fragen. Die Antworten des Verwaltungsrates befriedigten sie nicht. Ihrem Antrag auf Abklärung der Sachverhalte durch eine Sonderprüfung entsprach die Generalversammlung der Gesuchsgegnerin nicht, wobei offen ist, ob darüber überhaupt abgestimmt wurde. 1.1 Am 14. September 2005 beantragten die Gesuchsteller dem Handelsgerichtspräsidenten des Kantons St. Gallen, es sei eine Sonderprüfung anzuordnen. Ihr Rechtsbegehren schränkten sie im Laufe des Verfahrens wie folgt ein: "Es sei durch Sonderprüfung nur noch festzustellen, wie hoch die Bezüge der Aktionärsmitarbeiter A.________ und B.________ unter allen Titeln bei der Gesellschaft gewesen seien." 1.2 Mit Entscheid vom 8. September 2006 wies der Handelsgerichtspräsident das Gesuch ab. Er erwog, die individualisierte Offenlegung der gesamten Bezüge einzelner Verwaltungsräte könne nach geltendem Recht nicht über den Weg der Sonderprüfung verlangt werden, solange keinerlei Anzeichen für Missbräuche glaubhaft gemacht würden. Insofern hielt der Präsident fest, der pauschale Verweis der Gesuchsteller auf frühere Gesuche sei unzureichend, ihre Schilderungen seien mangels eingereichter Belege (auch wo die Gesuchsteller über Unterlagen verfügten) nicht überprüfbar und diffus und ihre Tatsachenbehauptungen nicht glaubhaft gemacht. Der Gerichtspräsident fügte bei, nach Art. 238 lit. a des St. Galler Zivilprozessgesetzes vom 20. Dezember 1990 (ZPO SG) sei die kantonale Nichtigkeitsbeschwerde ausgeschlossen bis zu einem Streitwert von Fr. 30'000.--. Da sich die Parteien zum Streitwert nicht geäussert hätten, wurden sie sowohl für die eidgenössische Berufung wie die kantonale Nichtigkeitsbeschwerde belehrt, sie hätten dies in allfälligen Rechtsmittelschriften nachzuholen. 1.3 Gegen den Entscheid vom 8. September 2006 haben die Gesuchsteller sowohl staatsrechtliche Beschwerde wie Berufung eingereicht. In der staatsrechtlichen Beschwerde stellen sie das Rechtsbegehren, es sei der angefochtene Entscheid aufzuheben. Sie rügen die Verletzung von Art. 5, 8 Abs. 1, 9, 16 Abs. 1 (in Verbindung mit Art. 697 ff. OR) sowie Art. 29 Abs. 1 und 2 BV. 1.4 Die Gesuchsgegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort, auf die staatsrechtliche Beschwerde sei nicht einzutreten (Ziffer 1) bzw. sie sei vollumfänglich abzuweisen (Ziffer 2). Der Handelsgerichtspräsident verzichtet auf Vernehmlassung.