Citation: 4A_73/2020 E. 3.4.1

3.4.1. Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung der Dispositionsmaxime. Die Vorinstanz habe den durch das Rechtsbegehren definierten Streitgegenstand zu Unrecht überdehnt. Der Streitgegenstand bestimme sich nach den klägerischen Rechtsbegehren. Ihr Rechtsbegehren sei ausschliesslich mietrechtlicher Natur, in dem die Nichtigkeit der mietrechtlichen Kündigungen hätte festgestellt werden sollen. Gemäss Ansicht von beiden Vorinstanzen liege zwischen den Parteien kein Mietverhältnis vor. Somit habe auch nichts gekündigt werden können, weshalb die Kündigungen nichtig seien. Es sei den Vorinstanzen gestützt auf die klägerischen Rechtsbegehren untersagt gewesen, über die Kündigung eines Gebrauchsleihverhältnisses zu befinden. Wenn nun sowohl die Erstinstanz wie auch die Vorinstanz zum Schluss gekommen seien, dass das rechtliche Verhältnis zwischen den Parteien eine Gebrauchsleihe und nicht ein Mietvertrag darstelle, seien die mietrechtlichen Kündigungen nichtig. Dies habe die Vorinstanz verkannt und damit den Dispositionsgrundsatz verletzt.