Citation: 4A_5/2014 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erachtete es in Würdigung der Beweise als erwiesen, dass der Motorradlenker zunächst in der Mitte seiner Fahrspur fuhr und die Kollision hätte vermeiden können, wenn er diese Fahrposition beibehalten hätte. Sie hielt allerdings fest, es würde sich im Ergebnis nichts ändern, wenn man davon ausgehe, der Motorradlenker sei zunächst lediglich 1 m von der Mittellinie entfernt gefahren. Sie erkannte, der Motorradlenker hätte den Unfall mit einer minimalen und darüber hinaus rechtlich gebotenen Änderung seiner Fahrspur verhindern können. Dem Rechtsfahrgebot komme gerade bei unübersichtlichen Kurven besondere Bedeutung zu. Die Verletzung dieser fundamentalen Regel in der fraglichen Verkehrssituation gereiche dem Verunfallten zu einem Verschulden, das als mittelschwer einzustufen sei.