Citation: 6B_911/2023 E. 1.4.3

1.4.3. Soweit der Beschwerdeführer überdies geltend macht, entgegen der Auffassung der Vorinstanz sei sein eingereichtes Revisionsgesuch nicht rechtsmissbräuchlich, so vermag er auch damit nicht zu überzeugen. Es ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz ausführt, das Revisionsgesuch erscheine als Mittel, um den ordentlichen Rechtsmittelweg zu umgehen. Die Vorinstanz erwägt, das Revisionsgesuch sei zeitgleich mit einer Beschwerde gegen einen Führerausweisentzug eingereicht worden, der offensichtlich als Folge der Verurteilung vom 28. Juni 2022 erfolgt sei. Wenn sie daraus schliesst, es mache den Anschein, der Beschwerdeführer versuche nachträglich, dem Führerausweisentzug zu entgehen, so gibt dies zu keinen Bemerkungen Anlass. Was der Beschwerdeführer dagegen einwendet, verfängt nicht. Zweifellos steht das Administrativverfahren betreffend Führerausweisentzug im Zusammenhang mit dem Strafverfahren und hat die Administrativbehörde das Verfahren (gemäss Angaben des Beschwerdeführers) sistiert. Jedoch ist eine Revision i.S.v. Art. 410 Abs. 1 lit. a StPO - wie die Vorinstanz zu Recht hervorhebt - nicht dazu da, prozessuale Versäumnisse nachzuholen und nicht genutzte Rechtsmittel zu ersetzen (vgl. oben E. 1.3.1). Seine Rüge, wonach eine Beschwerde gegen den Massnahmenentscheid notwendig gewesen sei, da sich die Behörde sonst auf einen rechtskräftigen Strafbefehl hätte stützen können, geht diesbezüglich fehl. Der Beschwerdeführer hätte gegen den Strafbefehl Einsprache erheben können. Zwar ist ihm insoweit beizupflichten, als ein Revisionsgesuch gegen einen Strafbefehl unter Umständen auch dann möglich ist, wenn dagegen zuvor keine Einsprache erhoben wurde. Jedoch scheint der Beschwerdeführer zu übersehen, dass Art. 410 Abs. 1 lit. a StPO in jedem Fall das Vorliegen neuer Tatsachen oder Beweismittel verlangt, die überdies erheblich sein müssen. Soweit er in diesem Zusammenhang erneut geltend macht, bei den Daten des Fahrtenschreibers handle es sich um ein neues Beweismittel i.S.v. Art. 410 Abs. 1 lit. a StPO, so ist darauf nach den obigen Ausführungen nicht näher einzugehen.