Citation: 2C_646/2023 E. 4.5.3

4.5.3. Der Beschwerdeführer wendet dagegen ein, die Vorinstanz gebe dem Wiedererwägungsgesuch vom 2. Mai 2023 einen Inhalt, den es nicht habe, was willkürlich sei. Aus dem besagten Gesuch könne willkürfrei einzig der Schluss gezogen werden, dass dem Rechtsvertreter am 2. Mai 2023 bekannt war, dass die Ausschaffung seines Klienten kurz bevorstand. Daraus ergebe sich jedoch nicht, dass der Rechtsvertreter am 2. Mai 2023 wusste, welche ausländerrechtlichen Zwangsmassnahmen gegen seinen Klienten ergriffen wurden. Hiervon könne umso weniger ausgegangen werden, als das in Art. 29 der Zwangsanwendungsverordnung (ZAV; SR 364.3) vorgeschriebene Vorbereitungsgespräch bei Rückführungen auf dem Luftweg nicht durchgeführt worden sei.