Citation: 1C_445/2018 E. 4.1

4.1. Ob es sich beim Eichhalden- und beim Sonnenweg um eine Zufahrtsstrasse oder einen Zufahrtsweg handelt, ist im vorliegenden Fall nicht von Bedeutung. Bei den von der Abteilung Tiefbau des BVU empfohlenen und im angefochtenen Entscheid festgehaltenen Grenzwerten von durchschnittlich 500 Fahrzeugen am Tag bzw. 50 Fahrzeugen pro Stunde handelt es sich nämlich ohnehin um die Beurteilungswerte für die Belastbarkeit bei einem Zufahrtsweg (vgl. Richtlinie SN 640 045 Ziff. 8, Tab. 1 des Schweizerischen Verbandes der Strassen- und Verkehrsfachleute [VSS]). Sodann gilt es zu beachten, dass die VSS-Richtlinien lediglich als Indiz für die Beurteilung der Belastbarkeit der betroffenen Strassen dienen. Soweit das Gesetz nicht ausdrücklich auf VSS-Normen verweist, sind diese nicht direkt anwendbar, sondern im Sinne einer Orientierungshilfe zu berücksichtigen. Namentlich sind sie nicht schematisch und starr, sondern verhältnismässig und unter Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse anzuwenden, wobei den zuständigen Behörden auch insoweit ein erheblicher Spielraum zusteht (zum Ganzen: BGE 136 III 130 E. 3.3.2 S. 135 f.; Urteil 1C_341/2018 vom 16. Januar 2019 E. 2.1; je mit Hinweisen).