Citation: 6B_207/2021 E. 5

Selbst ohne Legitimation in der Sache kann der Beschwerdeführer seine Verfahrensrechte als Partei geltend machen, die eine formelle Rechtsverweigerung bewirken, solange sie nicht auf eine materielle Überprüfung des angefochtenen Entscheides hinauslaufen (BGE 141 IV 1 E. 1.1; 136 IV 41 E. 1.4). Der Beschwerdeführer bringt vor, den auf Deutsch abgefassten Entscheid inhaltlich nicht vollumfänglich zu verstehen. Die Vorinstanz weigere sich, ihm einen Beschluss auf Französisch zuzustellen. Es ist nicht ersichtlich, dass der Beschwerdeführer dieses Vorbringen im vorliegenden Verfahren bereits vor Vorinstanz erhoben hätte. Auf das erstmals vor Bundesgericht erhobene Vorbringen kann daher bereits mangels Ausschöpfung des kantonalen Instanzenzugs nicht eingetreten werden. Im Übrigen ergibt sich, dass nach Art. 2 Abs. 3 und Art. 4 i.V.m. Art. 5 Abs. 1 des Dekrets über die Gerichtssprachen vom 24. März 2010 (GSD/BE; BSG 161.13) Deutsch als Verfahrenssprache festzulegen war. Das Recht auf Übersetzung nach Art. 68 StPO beschlägt zudem grundsätzlich nur mündliche Verfahrenshandlungen. Allfälligen Defiziten/Schwierigkeiten eines Privatklägers im Umgang mit der Verfahrenssprache im schriftlichen Verfahren kann, nach der Rechtsprechung, gegebenenfalls mit dem Beizug eines unentgeltlichen Rechtsbeistands nach Art. 136 StPO abgeholfen werden. Der Beizug eines unentgeltlichen Rechtsbeistands setzt allerdings voraus, dass die Zivilklage des Privatklägers nicht aussichtslos erscheint (Art. 136 Abs. 1 lit. b StPO; siehe Urteile 6B_1098/2019 vom 9. Dezember 2019 E. 6 und 6B_536/2018 vom 2. November 2018 E. 2.3.3). Diese Voraussetzung ist hier von vornherein nicht gegeben (vorstehend E. 4).