Citation: 1C_299/2015 E. 3.2

3.2. Da die Baubehörden grundsätzlich verpflichtet sind, rechtskräftige Entscheide zu vollstrecken, erweist sich die Androhung der Ersatzvornahme für den Fall, dass die betroffene Person der Abbruchverfügung nicht innert Frist Folge leistet, zumindest bei schweren Verstössen gegen Vorschriften des Bau- und Planungsrechts als unumgänglich, um den rechtmässigen Zustand herbeizuführen, ohne dass den Behörden diesbezüglich ein Entschliessungsermessen zusteht (Urteil 1C_730/2013 vom 4. Juni 2014 E. 6.4). Die Beschwerdeführerin macht nicht geltend, der Gemeinde stehe im vorliegenden Fall trotz des schweren Verstosses gegen die Vorschriften des Baurechts bezüglich der Androhung bzw. Vornahme der Ersatzvornahmen im Falle der Verweigerung der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands ein Ermessen zu. Vielmehr bringt sie einzig vor, ihr stehe die Ersatzvornahme mit deren Androhung näher. Damit ist jedoch kein relevanter Nachteil verbunden, weil an der blossen Verzögerung einer unumgänglichen Rechtsfolge kein schützenswertes Interesse bestehen kann. Dass der verlangte Kostenvorschuss von maximal Fr. 300'000.-- zu hoch sei, weil die Umbaukosten tiefer seien, macht die Beschwerdeführer nicht geltend. Vielmehr geht sie selber von Rückbaukosten zwischen Fr. 300'000.-- und Fr. 1'337'000.-- aus. Damit wurden der Beschwerdeführerin mit der Androhung der Ersatzvornahme mit dem entsprechenden Kostenvorschuss nur die gesetzlichen Rechtsfolgen aufgezeigt, was ihre Rechtslage nicht verschlechterte. Unter diesen Umständen war das BVU nicht verpflichtet, ihr Gelegenheit einzuräumen, sich vorgängig zur Anordnung der Ersatzvornahme zu äussern. Dies wird dadurch bestätigt, dass die Beschwerdeführerin nicht geltend macht, sie hätte ihren Rekurs beim BVU zurückgezogen, wenn sie gewusst hätte, dass dieses für den Fall der unterlassenen Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands die Ersatzvornahme androhen werde (vgl. Urteil 1C_730/2013 vom 4. Juni 2014 in E. 6.4).