Citation: 6B_1145/2022 E. 5.1.2

5.1.2. Schliesslich wendet sich die Beschwerdeführerin gegen die Höhe der dem Beschwerdegegner zugesprochenen Entschädigung, respektive rügt die fehlende Begründung für eine derart hohe Kostennote. Sie habe einlässlich begründet, weshalb ein Aufwand von maximal Fr. 3'000.-- angemessen erscheine. Die Vorinstanz äussere sich hierzu nicht und es bleibe offen, welche Norm sie zur Anwendung bringe oder aber prüfe. Der Entscheid sei dementsprechend zur neuen Begründung zurückzuweisen. Umso mehr, als gestützt auf Art. 429 StPO grundsätzlich der Staat entschädigungspflichtig sei. Es werde nicht begründet, warum "hier die Privatklägerin [Beschwerdeführerin] und der Staat Kosten tragen sollten". Eine sachgerechte Beschwerde sei nicht möglich. Art. 432 StPO beziehe sich ausdrücklich auf die angemessenen Kosten der Verteidigung. Inwiefern sich vorliegend Anwaltskosten von Fr. 8'000.-- generieren liessen, sei nicht ersichtlich. Überdies stehe der geltend gemacht Aufwand in einem krassen Missverhältnis zum effektiven Aufwand. Angesichts des für einzelne Positionen geltend gemachten Aufwandes sei es willkürlich, diese Kostennoten zu genehmigen und ohne Begründung zu entschädigen. Ein Gesamtaufwand von 33.48 Stunden sei weit zu viel und sei nicht ersichtlich, dass die Vorinstanz die Kostennote auf ihre Angemessenheit überprüft hätte. Selbst wenn bezüglich der Berufung von einem teilweisen Obsiegen des Beschwerdegegners auszugehen wäre, könne er keinen höheren Aufwand als sie, die Beschwerdeführerin, generiert haben. Dementsprechend wäre sie zu einer Entschädigung von maximal Fr. 1'333.33 zu verpflichten, wobei unerfindlich und nicht begründet worden sei, weshalb sie zu 33 % unterliege. Eine sachgerechte Beschwerde sei wiederum nicht möglich. Im für sie wichtigsten Punkt, mithin der Verletzung von Art. 179quater StGB, habe sie obsiegt.