Citation: 5A_116/2023 E. 3.2.1

3.2.1. Die Erstinstanz hatte der Beschwerdeführerin die Kostennote des Kinderanwalts nicht zugestellt. Die Vorinstanz schloss daher auf die Verletzung des rechtlichen Gehörs der Beschwerdeführerin. Da diese spätestens im Zeitpunkt der Berufungserhebung von der Kostennote Kenntnis gehabt und entsprechend um Akteneinsicht ersuchen und zur Kostennote hätte Stellung nehmen können, könne diese Verletzung im Berufungsverfahren aber als geheilt gelten. Soweit die Beschwerdeführerin rügt, es verletze das rechtliche Gehör, wenn offengelassen werde, ob das rechtliche Gehör verletzt worden sei, und die Vorinstanz verkenne, dass das rechtliche Gehör nicht bloss wegen dem Verhandlungstermin, sondern auch wegen der Kostenpflicht gegenüber dem Kinderanwalt verletzt worden sei, gehen ihre Ausführungen offensichtlich fehl. Die Beschwerdeführerin beanstandet weiter, dass sich die Vorinstanz nicht dazu äussere, dass es sich auf die Kostenverteilung auswirke, wenn die erste Instanz das rechtliche Gehör verletze. Es äussere sich auch nicht dazu, warum die Beschwerdeführerin die Kosten des Kinderanwalts tragen solle und wie die Höhe der erstinstanzlich auferlegten Entschädigungen ohne Kenntnis der Kostennote hätte gerügt werden können. Eine sachgerechte Beschwerde sei nicht möglich. Auch diesbezüglich genügt der angefochtene Entscheid jedoch den Anforderungen von Art. 29 Abs. 2 BV. Die Vorinstanz schützte die erstinstanzliche Kostenregelung mit Hinweis auf Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO und verteilte die Kosten für das Berufungsverfahren gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO, wobei sie das Argument der Beschwerdeführerin verwarf, diese sei "in die Berufung gezwungen worden". Sie hat ihren Entscheid daher ausreichend begründet.