Citation: 2C_138/2016 E. 1.1

1.1. Gemäss § 7 Abs. 2 des Zürcher Gesetzes vom 1. April 1962 über die Jugendheime und die Pflegekinderfürsorge (Jugendheimegesetz, JHG) leistet der Kanton anerkannten privaten Trägern für von ihnen geführte Jugendheime Kostenanteile bis zur vollen Höhe der beitragsberechtigten Ausgaben. Per 2008 wurden die Jugendheime mit dem Wechsel vom Defizit- zum Pauschalierungssytem zur Äufnung eines sogenannten Schwankungsfonds verpflichtet, welcher im Hinblick auf die Auszahlung der pauschalierten Kostenanteile als zweckgebundenes Rücklagenkapital bilanziert werden musste und der Deckung von Verlusten aus Vorjahren dienen sollte. Die entsprechende Regelung erfolgte auf Verordnungsstufe (eingefügt in die Verordnung vom 4. Oktober 1962 über die Jugendheime [Jugendheimeverordnung, JHV]). Das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich erklärte die Regelung mit Urteil vom 26. Oktober 2011 für unzulässig. Als Folge davon beschloss der Regierungsrat des Kantons Zürich am 26. September 2012 eine rückwirkend auf den 1. Januar 2012 in Kraft gesetzte Änderung der Jugendheimeverordnung, wobei er im Prinzip zum Defizitdeckungssystem zurückkehrte und namentlich die Vorschrift zum Schwankungsfonds aufhob. In den Übergangsbestimmungen legte er fest, dass die im Schwankungsfonds geäufneten Mittel bei der Ausrichtung der Kostenanteile berücksichtigt würden. Eine Antwort darauf, wie zu verfahren ist, wenn der Schwankungsfonds einen negativen Saldo aufweist, lässt sich den Übergangsbestimmungen offenbar nicht entnehmen.