Citation: 8C_991/2009 06.05.2010 E. 6

6.1 Es steht fest und ist unbestritten, dass der Versicherte am 3. September 2005 einen Verkehrsunfall mit HWS-Distorsion und Thorax-Kontusion erlitten hat. Die Wirbelsäule des Versicherten weist im Weiteren im Bereich der Wirbelkörper BWK 6 und BWK 7 eine Anomalie auf. Gemäss dem Gutachten des Instituts Y.________ vom 11. August 2008 handelt es sich hiebei um einen bereits vor dem Ereignis vom 3. September 2005 bestehenden Keilwirbel; demgegenüber bestreitet Dr. med. N.________ in seinem Bericht vom 5. Oktober 2008, dass diese Anomalie bereits auf den Röntgenbilder vom 3. August 2002 erkennbar gewesen ist und äussert einen dringenden Verdacht auf eine Impressionsfraktur des BWK 7. Eine solche stünde indessen im Widerspruch zu den Befunden des Krankenhauses X.________, welches eine Fraktur in seinem Bericht vom Unfalltag ausdrücklich ausgeschlossen hat. Wie es sich damit verhält, kann jedoch offenbleiben, da diese Wirbelsäulenanomalien gemäss dem Gutachten des Instituts Y.________ sich nicht namhaft auf den Gesundheitszustand des Versicherten auswirken und die über den 12. Dezember 2006 anhaltend geklagten Beschwerden sich nicht mit diesen erklären lassen. 6.2 Lassen sich die geklagten Beschwerden nicht auf einen durch apperative/bildgebende Verfahren nachweisbaren und damit im Sinne der Rechtsprechung organisch hinreichend nachgewiesenen Gesundheitsschaden erklären, so ist die Adäquanz eines Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfallereignis und diesen Beschwerden speziell zu prüfen. Aufgrund des erwähnten Gutachten des Instituts Y.________ ist davon auszugehen, dass die geklagten Beschwerden nicht mehr auf den Unfall vom 3. August 2002, sondern nur noch auf das Ereignis vom 3. September 2005 zurückzuführen sind. Dem Gutachten kann weiter entnommen werden, dass von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung bereits seit Ende 2006 keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten war. Wie die Vorinstanz in Würdigung der medizinischen Akten festgestellt hat und letztinstanzlich unbestritten geblieben ist, fehlt beim Versicherten das nach Schleudertraumata oftmals beobachtete und daher als typisch bezeichnete vielschichtige Beschwerdebild. Somit rechtfertigt sich die Anwendung der Kriterien der sog. "Schleudertrauma-Rechtsprechung" (BGE 134 V 109) nicht, die Prüfung hat vielmehr nach jenen Kriterien zu erfolgen, welche von der Rechtsprechung für psychische Unfallfolgen entwickelt wurden (BGE 115 V 133; vgl. Urteil 8C_981/2009 vom 18. Dezember 2009 E. 4.2 mit weiteren Hinweisen).