Citation: 5C.190/1999 29.02.2000 E. 1

1.-Die Klägerin macht geltend, dass ihr zufolge Ausgleichung bzw. Herabsetzung lebzeitiger Verfügungen des Erblassers zugunsten des Beklagten nicht bloss Fr. 2'927'057. --, sondern Fr. 4'864'826. 85 zustehe. Die Differenz von Fr. 1'937'769. 85 ergebe sich daraus, dass der Erblasser dem Beklagten am 22. April 1987 eine Reihe von Grundstücken massiv unter deren wirklichemWertverkaufthabe. DerVerkaufspreisfürdieGrundstückeseidamalsaufFr. 6'930'815. --bzw. nachAbzugderlatentenGrundstückgewinnsteuervon Fr. 1'293'642. -- auf Fr. 5'637'173. -- festgesetzt worden. Das im kantonalen Verfahren eingeholte Gutachten habe ergeben, dass der wirkliche Wert der Grundstücke im Verkaufszeitpunkt Fr. 9'676'770. -- betragen habe. Die Rechtsgeschäfte seien daher der Ausgleichung, eventuell der Herabsetzung unterworfen und die Differenz von Fr. 2'745'955. -- rechnerisch zum Nachlass hinzuzufügen, wovon 3/8, d.h. Fr. 1'029'733. 10 auf die Klägerin entfielen. Hinzu kämen 3/8 an Verzugszinsen von 5% auf dem Differenzbetrag von Fr. 2'745'955. -- seit dem 22. April 1987, was zusätzlich Fr. 665'478. 85 entspreche. Der Ausgleichung, eventuell der Herabsetzung unterliege schliesslich die vollumfängliche Übernahme der latenten Grundstückgewinnsteuer von Fr. 1'293'642. - durch den Erblasser; da bei einer Erbteilung latente Steuerlasten nur zu 50% hätten berücksichtigt werden dürfen, rechtfertige es sich, die vom Erblasser vollumfänglich übernommenen Grundstückgewinnsteuern zur Hälfte beim Nachlass aufzurechnen, wovon ihr 3/8 bzw. Fr. 242'557. 90 zustehe. Falls die Ausgleichungspflicht bzw. der Herabsetzungsanspruch verneint werden sollte, stellt sich die Klägerin auf den Standpunkt, dass sie die Grundstückverkäufe an den Beklagten zufolge Grundlagenirrtums des Erblassers anfechten könne, so dass diese Rechtsgeschäfte zumindest rechnerisch rückabzuwickeln seien.