Citation: 8C_528/2013 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer bestreitet weder die Anwendung des Art. 27 Abs. 2 lit. a AVIG in der ab 1. April 2011 geltenden Fassung noch die Berechnung der Beitragszeit. Er verlangt jedoch, dass er in seinem Vertrauen auf die behördliche Auskunft vom 20. August 2010 zu schützen sei. Demgemäss müsse sein Anspruch gestützt auf Rahmenfristen berechnet werden, welche auf der Annahme eines Taggeldbezugs für den Monat August 2010 basierten. Zur Begründung gibt er an, wenn er im August 2010 Arbeitslosenentschädigung bezogen hätte, so würde sich für die aktuelle Leistungsrahmenfrist ein Anspruch auf 400 Taggelder ergeben, da er in diesem Fall 21 Beitragsmonate vorweisen könnte. Die Mitarbeiterin der Arbeitslosenkasse habe ihm die Auskunft vom 20. August 2010 in einem Zeitpunkt erteilt, in welchem das neue Recht bereits beschlossen und das Datum der Inkraftsetzung bekannt gewesen sei. Sie habe daher gewusst oder hätte wissen müssen, dass eine Rechtsänderung eintreten werde, welche sich nachteilig auswirken könne. Zudem sei die Auskunft sowohl nach altem als auch nach neuem Recht falsch gewesen, weil sich der Verzicht auf Leistungen schon vor Inkrafttreten der heute geltenden Regelung negativ, unter Umständen aber auch positiv, hätte auswirken können. Er habe aber damals wissen wollen, ob der Nichtbezug Nachteile habe. Dies sei verneint worden. Wenn er gewusst hätte, dass "solche" Nachteile eintreten könnten, hätte er sicher nicht auf das Arbeitslosentaggeld (für den Monat August 2010) verzichtet. Diese Täuschung habe fatale Folgen, weil seine letzte Arbeitgeberin in der Schlussphase der Anstellung Hilfe angeboten habe, welche er abgelehnt habe. Es sei ihm wegen der Fehlinformation nicht in den Sinn gekommen, um einen weiteren Beschäftigungsmonat zu bitten. Somit habe er diese Gelegenheit verpasst, weshalb ihm nun nach neuem Recht - für den Anspruch auf 400 Taggelder - ein Beitragsmonat fehle.