Citation: 8C_266/2013 E. 3.2.1

3.2.1. Das kantonale Gericht hat mit überzeugender Begründung erkannt, dass der Überfall vom 14. November 2007 - die Beschwerdeführerin wurde als Kioskverkäuferin hinter dem Verkaufstresen von zwei jungen maskierten Männern bedroht, wobei einer der Täter sie an der Schulter festhielt, eine Pistole gegen ihre Stirn richtete (Abstand ca. 7 - 10 cm) und schrie "Überfall! Geld her! Kasse!", woraufhin sie die Kasse öffnete, der zweite Täter das Notengeld entnahm und die beiden Männer aus dem Kiosk flüchteten -, bei welchem keine körperliche Gewalt angewendet wurde und der nur sehr kurz dauerte, nach Massgabe der bundesgerichtlichen Judikatur im Falle psychisch gesunder Personen nicht geeignet gewesen wäre, langjährige, psychische Störungen mit andauernder Arbeitsunfähigkeit auszulösen. Fraglich erscheint, ob dies auch für die Beschwerdeführerin zu gelten hat, die nach eigener Darstellung im Zeitpunkt des Ereignisses auf Grund einer langen Leidensgeschichte und der Folgen eines schweren Autounfalles im Jahr 1985 weit mehr als eine durchschnittliche Person psychisch belastet gewesen sei. Sie habe deshalb stärker auf das nochmalige Trauma reagiert und mehr Mühe gehabt, dieses adäquat verarbeiten zu können.