Citation: 2C_945/2016 E. 2.4

2.4. Das Verwaltungsgericht lehnt das Begehren um Wiedererwägung seines Urteils vom 13. Juli 2016 ab, weil der Beschwerdeführer nicht dargetan habe, warum er die zusätzlichen Abklärungen nicht schon früher getroffen und die entsprechenden Unterlagen nicht schon im früheren, mit Urteil vom 13. Juli 2016 abgeschlossenen Verfahren hätte beibringen können; mit der Nachreichung der Unterlagen werde offensichtlich einzig bezweckt, die prozessualen Versäumnisse im früheren Wiedererwägungsverfahren nachträglich zu korrigieren, was mit einem erneuten Wiedererwägungsgesuch nicht möglich sei; das Wiedererwägungsgesuch betreffend das Urteil vom 13. Juli 2016 müsse als offensichtlich rechtsmissbräuchlich bezeichnet werden (E. 3.1 und 3.3). Zusätzlich hält das Verwaltungsgericht fest, dass und warum auch in materieller Hinsicht nicht von veränderten Umständen in Bezug auf die medizinische Versorgung des Beschwerdeführers und seine Eigenschaft als alevitischer Kurde gesprochen werden könne; insbesondere sei nicht ersichtlich und nicht einmal im Ansatz dargetan, inwiefern der Beschwerdeführer durch den versuchten Militärputsch in der Türkei konkret betroffen sei (E. 3.2). Der Beschwerdeführer wirft dem Verwaltungsgericht die Verletzung von Art. 29 Abs. 1 BV vor; es habe trotz gegebener Voraussetzungen die Wiedererwägung verweigert. Nicht zu hören ist er, soweit er dabei auch Art. 6 EMRK anruft (vgl. BGE 137 I 128 E. 4.4.2 S. 133 f.). Was die Frage der rechtzeitigen Beibringung von Unterlagen betrifft, ist nicht ersichtlich, was sich diesbezüglich aus dem Urteil 2C_183/2016 vom 26. Mai 2016 ableiten liesse, nachdem dort erkannt wurde, dass keine Notwendigkeit für die vorsorgliche Aufenthaltsgestattung sprechen würden. Ob zu diesem Punkt (E. 3.3 der angefochtenen Verfügung) insgesamt eine hinreichende Beschwerdebegründung vorliegt, ist zweifelhaft, kann aber offenbleiben, da es an einer solchen jedenfalls zur weiteren, für sich allein das Ergebnis der angefochtenen Verfügung rechtfertigenden Erwägung (E. 3.2) fehlt: Worin sich die Verhältnisse seit dem 13. Juli 2016 in einer konkret für den Beschwerdeführer massgeblichen Weise entscheidend geändert haben sollen, was unter dem Aspekt verfassungsmässige Rechte zu einer neuen Beurteilung der ausländerrechtlichen Situation des Beschwerdeführers hätte führen sollen, lässt sich der Rechtsschrift vom 3. September 2016 nicht entnehmen. Einerseits wird kurz beschrieben, welche Unterlagen beschafft wurden, ohne dass deren Inhalt näher dargestellt würde; andererseits wird auf die Ausführungen des dem Verwaltungsgericht vorgelegten Wiedererwägungsgesuchs verwiesen, was unbeachtlich ist (vorstehend E. 2.3). Auch eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) wird nicht in einer den Anforderungen von Art. 106 Abs. 2 BV genügenden Weise dargetan, wenn der Vorinstanz vorgeworfen wird, sie habe "die angebotenen Beweise über die veränderte Lage nicht (abgenommen) "; welche für die Prüfung einer Wiedererwägungssituation und damit für den Ausgang des Verfahrens massgeblichen, sich gerade aus den angebotenen Beweismitteln ergebenden Punkte aus unzulänglichen Gründen nicht berücksichtigt worden wären, wird in der Beschwerde nicht substantiiert (s. dazu auch Art. 97 Abs. 1 BGG).