Citation: 9C_496/2017 E. 3.2

3.2. 3.2.1 Die Beschwerde erschöpft sich in weiten Teilen in einer im letztinstanzlichen Verfahren unzulässigen appellatorischen Kritik an der vorinstanzlichen Beweiswürdigung und bestreitet in diesem Zusammenhang in erster Linie die Schlüssigkeit des von der IV-Stelle eingeholten polydisziplinären Gutachtens, welchem seitens des Kantonsgerichts volle Beweiskraft zuerkannt wurde. Inwiefern der massgebliche medizinische Sachverhalt von der Vorinstanz unzutreffend erfasst und im angefochtenen Entscheid offensichtlich unrichtig wiedergegeben worden sein soll, vermag die Beschwerdeführerin nicht darzutun. Der Umstand, dass namentlich ältere Arztberichte aus den Jahren 2010-2012 seitens der Vorinstanz nicht erwähnt worden sind, ist unerheblich, ist es doch gerade Aufgabe einer Begutachtungsstelle, die entsprechenden ärztlichen Ausführungen aus früheren Jahren zu würdigen und einzuordnen. Entgegen den Vorbringen in der Beschwerde kommt den Aussagen des Prof. B.________ keine höhere Beweiskraft zu, weil er über mehrere Facharztausbildungen verfügt und wissenschaftlich tätig ist. An der Tatsache, dass er der behandelnde Arzt der Versicherten ist, wie die Vorinstanz ausführt, ändert sich dadurch nichts, weshalb die entsprechende Aussage im angefochtenen Entscheid nicht als rechtswidrig bezeichnet werden kann. Ob Prof. B.________ als Koordinator eines "mehrdisziplinären Teams" an der Klinik D.________ tätig ist und eine führende Rolle beim Aufbau der SIM (swiss insurance medicine) gespielt hat, ist im vorliegend interessierenden Zusammenhang unerheblich und kann auch nicht dazu führen, dass das Gutachten der SMAB den Beweiswert verliert. 3.2.2 Die Rüge, die Vorinstanz habe zu Unrecht davon abgesehen, ein Gerichtsgutachten anzuordnen, ist unbehelflich. Die Begründung für den Verzicht auf eine solche Expertise ergibt sich aus dem angefochtenen Entscheid, in welchem eingehend dargelegt wird, dass die medizinischen Unterlagen eine schlüssige Beurteilung der gesundheitlich bedingten Einschränkungen in der Arbeitsfähigkeit erlauben. Wenn das kantonale Gericht auf gewisse Ungereimtheiten in der Expertise des SMAB hingewiesen hat, ist dies im Rahmen der zu einem klaren Resultat führenden Beweiswürdigung erfolgt, die weder willkürlich noch anderweitig bundesrechtswidrig ist. 3.2.3 Die Beschwerdeführerin kritisiert, dass die Vorinstanz die materielle Würdigung des Gutachtens mit dem Satz einleite: "Auf das Gutachten SMAB kann abgestellt werden". Damit habe sie das Ergebnis ihres Entscheids vorweggenommen. Die weitere Begründung diene damit offensichtlich nicht mehr der Rechtsfindung, sondern sei nur noch auf die Abweisung der Beschwerde gerichtet. Dieser Einwand geht an der Sache vorbei. Es ist eine bloss redaktionelle, mit dem gewählten Aufbau des Entscheids zusammenhängende Frage, ob die Schlussfolgerung des Gerichts einleitend oder am Ende der Erwägungen ihren Platz findet. Am materiellen Gehalt des Entscheides ändert die Voranstellung des Ergebnisses der Beweiswürdigung offensichtlich nichts. 3.2.4 Das in der Beschwerde zitierte Urteil 9C_495/2012 vom 4. Oktober 2012 äussert sich zum Beweiswert eines Gutachtens, das vor Erlass von BGE 137 V 210 betreffend die Anforderungen an die Einholung von MEDAS-Gutachten erstattet wurde. Diese Frage stellt sich im vorliegenden Fall nicht. Dass die Vorinstanz sich nicht mit Diagnosen befasst hat, welchen von den Experten kein Krankheitswert beigemessen wurde, ist nicht zu beanstanden. Die geltend gemachten Mängel und Widersprüche, an denen das Gutachten des SMAB der Meinung der Beschwerdeführerin zufolge leidet und die teilweise auch vom Kantonsgericht erkannt und namhaft gemacht wurden, sind nicht derart gravierend, dass sie geeignet wären, die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung, welche auf dieser Expertise basiert, als willkürlich erscheinen zu lassen. Im psychiatrischen Teilgutachten vom 13. November 2015 diagnostizierte Dr. med. E.________ mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine leicht- bis mittelgradige depressive Episode. Dem chronischen Schmerzsyndrom mit psychischen und somatischen Anteilen mass er keine Relevanz für die Arbeitsfähigkeit bei. Ob der Psychiater über alle erhältlichen früheren Arztberichte, insbesondere einen Abklärungsbericht des Schmerzzentrums am Schweizer Paraplegikerzentrum Nottwil (SPZ) verfügte, ist nicht entscheidend, konnte er doch im Verlauf der Untersuchung ein hinreichend klares Bild vom psychischen Gesundheitszustand der Versicherten gewinnen. 3.2.5 SMAB-Gutachter Dr. med. F.________, Facharzt für Neurologie, hielt entsprechend den Vorbringen in der Beschwerde fest, dass ein neurologischer Befund oder ein aussagekräftiger Neurostatus fehlten. Aufgrund der umfassenden zweistündigen Untersuchung und der bekannten Diagnose "sensomotorisches Ausfallsyndrom L5/S1" gemäss Operationsbericht der Universitätsklinik D.________ vom 20. März 2014 sowie des Umstands, dass nicht neurologische Ausfälle im Vordergrund gestanden haben, können die fehlenden neurologischen Unterlagen nicht dazu führen, dass der neurologischen Teilexpertise des Dr. med. F.________ der Beweiswert abgesprochen wird. 3.2.6 Die Beschwerdeführerin macht des Weiteren geltend, dass sie an einer Hormonstörung infolge einer Nebennierenrindeninsuffizienz leide. Wie es sich damit verhält, ist vorliegend nicht zu prüfen. Trifft diese Behauptung zu, handelt es sich um eine Krankheit, welche einer Behandlung zugänglich ist und schon mangels ausgewiesener langer Dauer nicht zusätzlich zu den anderen im Gutachten aufgeführten Diagnosen Auswirkungen auf die berufliche Einsatzfähigkeit zeitigt.