Citation: 4P.266/2005 06.01.2006 E. 3

Nach § 104 Abs. 2 ZPO BL soll die schriftliche Klage namentlich enthalten: c. eine kurze und deutliche Darstellung der Tatsachen, welche das Rechtsbegehren begründen, d. die Angabe der Beweismittel, von denen der Kläger Gebrauch machen will; diese sind, soweit es sich um Urkunden handelt, der Klage beizulegen." 3.1 Das Kantonsgericht hat im angefochtenen Urteil festgehalten, der Beschwerdeführer habe nicht rechtsgenügend substanziiert, wie sich seine Gegenforderung zusammensetze, und die erst mit der Replik eingereichten Bankbelege seien verspätet in den Prozess eingeführt worden. In der vorangehenden Erwägung hat das Kantonsgericht als fraglich bezeichnet, ob die vom Beschwerdeführer behaupteten Investitionen genügend substanziiert seien, wenn sie nicht direkt in der Klage aufgeführt würden und nur der Gesamtbetrag genannt werde, während aus den Beilagen konstruiert werden müsse, wie sich die Summe zusammensetze. Die als Beilage vom Beschwerdeführer eingereichte Übersicht aller angeblich bezahlten Rechnungen qualifizierte das Kantonsgericht als blosse Parteibehauptung ohne Beweiskraft. Den der Klageschrift beigelegten Rechnungen vermochte das Kantonsgericht nicht zu entnehmen, dass tatsächlich Zahlungen erfolgt waren. 3.2 Der Beschwerdeführer stellt nicht in Frage, dass es sich bei den von ihm mit der Replik eingereichten Bankbelegen um Urkunden handelt. Es entspricht dem Wortlaut von § 104 Abs. 2 lit. d ZPO BL, dass diese der Klage beigelegt werden müssen. Das Kantonsgericht stützte seine Rechtsauffassung, dass später eingereichte Urkunden unberücksichtigt bleiben müssten, zudem auf die Lehrmeinung von Kommentatoren und seine eigene Praxis. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers entspricht diese Auslegung dem Zweck eines geordneten und zeitgerechten Prozessverfahrens. Der Beschwerdeführer begründet denn auch in keiner Weise, weshalb es ihm nicht möglich gewesen sein sollte, die Bankbelege bereits der Klage beizulegen, wie es der Wortlaut von § 104 Abs. 2 lit. d ZPO BL verlangt. Dass das Kantonsgericht die blosse Beweisofferte nicht als hinreichend ansah, ist jedenfalls vertretbar und damit nicht willkürlich. Unter diesen Umständen ist unerheblich, ob der Beschwerdeführer die Anforderungen an die Substanziierung der behaupteten Investitionen erfüllt hat, wie er vorbringt, und ob die Beschwerdegegnerin seine Darstellung rechtzeitig bestritten hat.