Citation: 2C_62/2018 E. 5.6

5.6. Schliesslich führt der Umstand, dass es sich bei den Kühen "B.________" und "C.________" nicht um Seuchenfälle, sondern um Verdachtsfälle handelte, nicht automatisch dazu, dass die über den Rindvieh- und Ziegenbestand des Beschwerdeführers verhängte einfache Sperre 1. Grades aufzuheben wäre. Gemäss den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz wurde im Viehbestand des Beschwerdeführers im Frühjahr 2017 erneut ein Seuchenfall gemäss Art. 238a Abs. 1 i.V.m. Art. 237 Abs. 1 TSV festgestellt. Ein Rind (CH rrr) sei im Februar 2017 wegen Durchfall und Abmagerung aufgefallen. Der Beschwerdeführer habe es im März 2017 getötet und zur Entsorgung abholen lassen, worauf das Veterinäramt insbesondere eine pathologisch-anatomische Untersuchung veranlasst habe, welche die Diagnose Paratuberkulose bestätigt habe. Das Veterinäramt habe den Beschwerdeführer hierüber informiert und ihn gleichzeitig darauf hingewiesen, dass auf die Anordnung einer erneuten Sperre verzichtet werde, da die am 15. Februar 2016 verfügte Sperre 1. Grades weiterhin gültig sei. In seiner Replik bestreitet der Beschwerdeführer die vom Veterinäramt in dessen Vernehmlassung gemachte Bemerkung, er habe diesen weiteren Todesfall eines an Paratuberkulose erkrankten Rindes vom März 2017 verschwiegen. Er äussert sich indes nicht näher zu diesem erneuten Seuchenfall, sondern bestätigt hinsichtlich der im Februar 2016 erkrankten Kuh (CH xxx), diese euthanasiert und zu einer Kadaversammelstelle gebracht zu haben. Die vom Veterinäramt mit Verfügung vom 15. Februar 2016 verhängte einfache Sperre 1. Grades wird gemäss Art. 238a Abs. 2 TSV aufgehoben, nachdem die klinische Untersuchung abgeschlossen ist und dabei keine verdächtigen Tiere entdeckt wurden (lit. a) und die verseuchten Tiere und ihre saugenden Jungtiere getötet und entsorgt sowie die Stallungen gereinigt und desinfiziert worden sind (lit. b). Angesichts des erneuten Seuchenfalles scheint die Sperre grundsätzlich weiterhin begründet. Sie ist unter den genannten Voraussetzungen von Art. 238a Abs. 2 TSV zu gegebener Zeit aufzuheben.