Citation: 5C.164/2000 04.04.2001 E. 6

6.-Die Klägerin beanstandet in ihrer Berufung die Höhe des ihr zugesprochenen Schadenersatzes. Der Appellationshof hat sich in diesem Zusammenhang zu verschiedenen Schadenspositionen geäussert. Zunächst wurde im angefochtenen Urteil festgehalten, dass für Schäden an der Baustruktur Fr. 68'300.-- einzusetzen seien; davon abzuziehen seien Fr. 12'211. 40, welchen Betrag die Klägerin bereits von der Berner Versicherung ausbezahlt erhalten habe. Sodann sei für den Mietzinsausfall gerundet Fr. 65'000.-- und für den Scha-denszins Fr. 15'500.-- zu berücksichtigen. Schliesslich sei für die Sanierung gemäss der Variante "Mini" der Betrag von Fr. 270'000.-- einzusetzen. a) Die Klägerin macht zunächst geltend, dass die Vorinstanz zu Unrecht von der Sanierungsvariante "Mini" mit Kosten von Fr. 270'000.-- anstatt von der Sanierungsvariante "Mini+" mit Kosten von Fr. 325'000.-- ausgegangen sei. aa) Zur Begründung macht sie geltend, dass der Appellationshof versehentlich festgestellt habe, dass mit der Sanierungsvariante "Mini" nicht nur künftige Grundwassereinbrüche verhindert, sondern auch der kapillare Feuchtigkeitsanstieg behoben werden könnten. Auf diesen Einwand ist nicht einzutreten. Die Versehensrüge deckt sich mit der Willkürrüge im konnexen Beschwerdeverfahren. In diesem hat sich ergeben, dass die beanstandeten Feststellungen des Appellationshofes keineswegs willkürlich sind. Das Bundesgericht ist daran gebunden (Art. 63 Abs. 2 OG). Die dagegen gerichteten Ausführungen sind unzulässig (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). bb) Die Berufung erweist sich auch insoweit als unbegründet, als die Klägerin geltend macht, aus dem Rechtsanspruch auf vollumfänglichen Schadenersatz folge, dass der seit 1976 verstärkt aufgetretene kapillare Feuchtigkeitsanstieg zurückzubinden sei. Der Appellationshof hat festgestellt, dass die Leitungssanierung im Frühjahr 1990 zu Grundwassereinbrüchen geführt habe. Dass die betreffende Leitungsabdichtung auch zu einer Verschärfung der kapillarenFeuchtigkeitsprobleme geführt habe, ist dem angefochtenen Urteil nicht zu entnehmen. Vielmehr geht die Klägerin selbst davon aus, dass diese Probleme auf den sukzessiven Anstieg des Grundwasserspiegels zurückzuführen sind, welcher u.a. durch die Sanierung des Hauptsammelkanals in den Jahren 1976/77 verursacht wurde. Schadenersatzansprüche, die sich aus schädigenden Handlungen in den Jahren 1976/77 ergeben, sind aber längst absolut verjährt (siehe E. 2b). Die entsprechende Verjährungseinrede hat die Beklagte sowohl im kantonalen Verfahren als auch im Verfahren vor Bundesgericht erhoben. b) Weiter wirft die Klägerin dem Appellationshof vor, versehentlich festgestellt zu haben, dass im Zusammenhang mit den Schäden an der Baustruktur Versicherungsleistungen in der Höhe von Fr. 12'211. 40 abzuziehen seien; tatsächlich seien nur Abzüge im Umfang von Fr. 5'528. 60 gerechtfertigt. Auch diese Versehensrüge deckt sich mit der Willkürrüge im konnexen Beschwerdeverfahren. In diesem hat sich ergeben, dass die beanstandeten Feststellungen des Appellationshofes keineswegs willkürlich sind, weshalb das Bundesgericht an diese Feststellungen gebunden ist (Art. 63 Abs. 2 OG) und die dagegen gerichteten Ausführungen unzulässig sind (Art. 55 Abs. 1 lit. cOG).