Citation: 6B_26/2018 E. 3

Das Obergericht erwägt, die Beschwerdeführerin sei mit Verfügung vom 4. Oktober 2017 aufgefordert worden, innert 30 Tagen für allfällige Prozesskosten Sicherheit zu leisten, unter der Androhung, dass ansonsten auf die Beschwerde nicht eingetreten werde. Die Verfügung sei mit eingeschriebener Post an die von der Beschwerdeführerin angegebene Adresse verschickt und ihr die Sendung am 6. Oktober 2017 zur Abholung gemeldet worden. Nach Ablauf der siebentägigen Abholfrist sei die Verfügung mit dem Vermerk "nicht abgeholt" an das Obergericht zurückgeschickt worden. Die Beschwerdeführerin habe das Rechtsmittelverfahren mit ihrer Beschwerde selbst eingeleitet und habe daher mit Zustellungen des Gerichts rechnen müssen. Die am 6. Oktober 2017 zur Abholung gemeldete Kautionsverfügung vom 4. Oktober 2017 gelte am siebten Tag nach dem erfolglosen Zustellungsversuch, also am 13. Oktober 2017, als zugestellt. Die dreissigtägige Frist zur Leistung der Kaution sei am 13. November 2017 abgelaufen (vgl. Art. 90 StPO). Innert Frist sei weder die Kaution noch eine andere Eingabe der Beschwerdeführerin beim Gericht eingegangen, weshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten sei.