Citation: I 206/03 04.08.2003 E. 3

3.1 Der Beschwerdeführer macht mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend, von weiteren medizinischen Abklärungen durch die IV-Stelle sei entgegen dem angefochtenen Entscheid abzusehen, da auf Grund der sich aus dem ABI-Gutachten ergebenden Erkenntnisse von einem invalidisierenden Gesundheitsschaden auszugehen sei; darauf habe ja das kantonale Gericht die Gutheissung der vorinstanzlichen Beschwerde abgestützt. 3.2 Die Vorinstanz unterliess es im angefochtenen Entscheid, über den Streitgegenstand schlüssig zu bestimmen. Wohl hob das kantonale Gericht die Verwaltungsverfügung vom 19. August 2002 mit der Bemerkung auf, die IV-Stelle habe "das Leistungsbegehren zu Unrecht abgewiesen" (Dispositiv Ziffer 1 in Verbindung mit Erwägung Ziffer 3). Es begründete dies damit, "die Stellungnahmen des IV-Arztes und des BSV [würden] die Erkenntnisse im ABI-Gutachten und im Bericht des Prof. Dr. Z.________ nicht zu widerlegen vermögen." Sinngemäss stellte es somit auf die Ergebnisse des ABI-Gutachtens vom 8. Februar 2002 ab, wonach die Experten davon ausgingen, dass beim Exploranden retrospektiv ab November 1999 von einer 75 %igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen und ab 8. Februar 2002 eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit anzunehmen sei. Diese Auffassung, gestützt auf welche die vorinstanzliche Beschwerde gutgeheissen und die Verwaltungsverfügung aufgehoben wurde, steht in direktem Widerspruch zur unmittelbar anschliessenden Aussage, dass die Verwaltung, falls diese vom Vorhandensein eines invalidisierenden Gesundheitsschadens - entgegen dem hier angefochtenen Entscheid - nicht überzeugt sei, nach Belieben weitere medizinische Abklärungen vornehmen lassen könne. Mit dieser Formulierung wäre es der Verwaltung anheim gestellt, zum Beispiel durch eine erneute medizinische Begutachtung dem kantonalen Entscheid nachträglich gegebenenfalls die Grundlage zu entziehen, was zu einem verfahrensmässigen Leerlauf führen würde. Die Vorinstanz, an welche die Sache zur neuen Entscheidung über die Beschwerde gegen die Verfügung der IV-Stelle des Kantons Graubünden vom 19. August 2002 zurückzuweisen ist, wird in unmissverständlicher Form und mit einer entsprechenden Begründung versehen zum Streitgegenstand (vgl. Erw. 2 und 1.2 hievor) Stellung nehmen und sich dabei in für die IV-Stelle verbindlicher Weise entscheiden müssen, ob die vorhandenen medizinischen Unterlagen zur schlüssigen Beantwortung der Frage nach einem Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung ausreichen oder nicht.