Citation: U 176/99 18.08.2000 E. 2

2.- a) Das kantonale Gericht hat erwogen, die vorhandenen medizinischen Unterlagen erlaubten keine schlüssige Antwort auf die Frage, ob zwischen den am 15. Januar 1997 als Rückfall gemeldeten, im Jahre 1996 aufgetretenen Rückenbeschwerden, deretwegen der Beschwerdegegner ärztliche Hilfe in Anspruch genommen hat, und dem Unfall vom 30. September 1992 ein natürlicher Kausalzusammenhang bestehe. Angesichts unterschiedlicher Feststellungen in den Arztberichten sei nicht klar, ob der Beschwerdegegner vor dem 30. September 1992 degenerative Veränderungen an der Wirbelsäule aufgewiesen habe; widersprüchlich seien auch die auf grundsätzliche medizinische Erkenntnisse zurückgreifenden Aussagen der SUVA zur Frage, ob die im Dezember 1996 im Kantonsspital diagnostizierte Diskushernie nach allgemeiner Erfahrung überhaupt durch einen Unfall hervorgerufen werden konnte. b) Die SUVA macht in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend, die von der Vorinstanz angesprochenen Widersprüche seien nur scheinbarer Natur. In Wirklichkeit sei die Aktenlage klar, was sich auch aus einer Stellungnahme von Dr. med. S.________ vom Ärzteteam Unfallmedizin vom 5. Mai 1999 ergebe. Der Auffassung der SUVA kann nicht gefolgt werden. Allein die Tatsache, dass sie einen 10-seitigen ärztlichen Bericht nachreicht, den sie zum integrierenden Bestandteil ihrer Verwaltungsgerichtsbeschwerde erklärt, deutet darauf hin, dass das kantonale Gericht zu Recht verschiedene medizinische Fragen für ungenügend abgeklärt qualifizierte. Dabei hat Dr. med. S.________ seinen Bericht allein aufgrund der Akten verfasst, wobei ihm aber namentlich die Röntgenbilder aus dem Jahre 1992 nicht zur Verfügung standen. Unter diesen Umständen fällt die Möglichkeit, dass das Eidgenössische Versicherungsgericht in der Sache selbst entscheidet, ausser Betracht. Die Vorinstanz hat daher zu Recht die Sache an die SUVA zurückgewiesen. Diese wird, nachdem ihre eigenen medizinischen Dienste nicht nur im Abklärungsverfahren, sondern auch im Rahmen des Prozesses zu den umstrittenen Fragen Stellung genommen haben, ein externes Gutachten in Auftrag geben (vgl. BGE 125 V 353 Erw. 3b/ee). Die Fragestellung an den Experten wird u.a. die Rechtsprechung zur Unfallkausalität von Diskushernien mit berücksichtigen: Ein Unfallereignis fällt nur als eigentliche Ursache einer Diskushernie in Betracht, wenn das Unfallereignis von besonderer Schwere und geeignet ist, eine Schädigung der Bandscheibe herbeizuführen, und wenn die Symptome der Diskushernie unverzüglich auftreten und eine sofortige Arbeitsunfähigkeit zur Folge haben; in den übrigen Fällen wird eine Diskushernie durch einen Unfall lediglich ausgelöst, nicht aber verursacht (nicht veröffentlichte Urteile Z. vom 26. Juli 2000, U 24/00, K. vom 1. Februar 2000, U 353/98, S. vom 5. Januar 2000, U 103/99, F. vom 27. Dezember 1999, U 2/99, S. vom 22. Januar 1999, U 69/98, je mit Hinweisen). Näher abzuklären ist auch, ob das Ereignis vom 21. Januar 1996 allenfalls als Unfall qualifiziert werden muss.