Citation: 5A_402/2016 E. A

A.A.________ und B.A.________ sind die verheirateten Eltern des 2015 geborenen C.A.________. Infolge kognitiver Einschränkungen besteht für A.A.________ eine Begleit- und Vertretungsbeistandschaft, für B.A.________ eine Vertretungsbeistandschaft. Am 12. November 2015 richtete die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) U.________ für das noch ungeborene Kind eine Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB ein. Ausserdem holte die KESB ein kinderpsychiatrisches Gutachten über die Erziehungs- und Betreuungsfähigkeit der Eltern ein (Expertise des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes vom 19. Januar 2016). Die KESB beschloss mit Entscheid vom 27. Januar 2016, den Eltern das Aufenthaltsbestimmungsrecht über ihr Kind zu entziehen und C.A.________ in einer sozialpädagogischen Pflegefamilie unterzubringen. Die Verwaltung des Kindeseinkommens und -vermögens wurde auf die Beistandsperson übertragen. Die Beistandschaft nach Art. 308 ZGB sei mit folgenden Aufgaben weiterzuführen (Ziff. 4) : a) die Eltern in ihrer Sorge um C.A.________ mit Rat und Tat zu unterstützen; b) die physische und psychische Gesundheit sowie die altersadäquate Entwicklung von C.A.________ zu überwachen und nötigenfalls die dafür erforderlichen Massnahmen aufzugleisen; c) die Unterbringung von C.A.________ in der Pflegefamilie D.________ zu begleiten und zu überwachen; d) den Umfang des persönlichen Verkehrs zwischen den Eltern und C.A.________ gemäss dem kinderpsychiatrischen Gutachten vom 19. Januar 2016 zu organisieren, die Modalitäten festzulegen und deren Ausübung zu überwachen; e) die Kommunikation zwischen den Eltern und der Pflegefamilie bezüglich aller Belange, die C.A.________ betreffen, zu fördern und bei Konflikten zu vermitteln; f) als Ansprechperson der Eltern, der Pflegefamilie sowie der weiteren involvierten Fachpersonen zu fungieren, an Standortgesprächen teilzunehmen und nötigenfalls die Koordinationsfunktion zu übernehmen.