Citation: 1C_286/2021 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz erklärte, im Strafbefehl vom 19. April 2018 werde zum Sachverhalt ausgeführt, der Beschwerdeführer sei am 24. April 2017 vermutlich gegen 18:00 Uhr mit seinem Motorrad in Eggingen auf der Bundesstrasse B 314 in Richtung Stühlingen gefahren und habe mehrfach Überholmanöver durchgeführt. Gemäss den entsprechenden Ausführungen im Strafbefehl habe der Beschwerdeführer mit 210 km/h einen in gleicher Fahrtrichtung mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h fahrenden Audi A3 überholt, obschon zu diesem Zeitpunkt im Gegenverkehr deutlich erkennbar ein VW Touran, ebenfalls mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h, entgegengekommen sei. Er sei im Bereich der unterbrochenen Mittellinie gefahren, während der Audi A3 und der VW Touran ihrerseits möglichst weit rechts gefahren seien, um ihm die Durchfahrt zwischen den beiden Personenwagen zu ermöglichen. Dabei habe der Seitenabstand zu beiden Fahrzeugen lediglich maximal 1.34 m betragen. Die Vorinstanz hielt sodann fest, gestützt auf diese Ausführungen im Strafbefehl sei in tatsächlicher Hinsicht davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer auf der fraglichen Strecke mehrfach Überholmanöver durchgeführt und dabei insbesondere mit 210 km/h (statt der erlaubten 100 km/h) ein anderes Fahrzeug trotz Gegenverkehr sowie mit einem seitlichen Abstand von 1.34 m überholt habe. Mit letzterem Überholmanöver habe er unbestrittenermassen die in Deutschland geltenden Verkehrsregeln verletzt. Zudem habe er dadurch eine rechtskräftige Verurteilung wegen vorsätzlicher Gefährdung des Strassenverkehrs im Sinne von § 315c Abs. 1 Nr. 2 b und Abs. 3 Nr. 1 dStGB sowie ein Fahrverbot im Ausland erwirkt. Wäre die Tat in der Schweiz verübt worden, wäre der Beschwerdeführer, so die Vorinstanz weiter, wegen besonders krasser Missachtung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit und waghalsigen Überholens nach Art. 90 Abs. 3 SVG verurteilt worden. Die entsprechende, mindestens eventualvorsätzlich begangene Widerhandlung sei als schwer im Sinne von Art. 16c SVG zu qualifizieren. Der Beschwerdeführer sei unbestrittenermassen wegen früherer SVG-Widerhandlungen im Administrativmassnahmenregister verzeichnet. Deshalb sei Art. 16c bis Abs. 2 Satz 3 SVG nicht anwendbar und dürfe die Dauer des in Deutschland verfügten Fahrverbots überschritten werden. Der angeordnete Führerausweisentzug von 18 Monaten sei vor diesem Hintergrund nicht zu beanstanden, zumal dessen Dauer zusammen mit dem sechsmonatigen Fahrverbot in Deutschland die im Falle einer Tatbegehung in der Schweiz zu gewärtigende Entzugsdauer nicht übersteige.