Citation: 2C_904/2022 E. 5.2

5.2. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin drängte es sich für die Vorinstanz - jedenfalls unter der Voraussetzung, dass ihre Sachverhaltsfeststellungen nicht willkürlich sind (vgl. dazu nachstehend E. 6) - nicht auf, von Amtes wegen ein Gutachten betreffend die mutmassliche Wirtschaftlichkeit des Hotels einzuholen, wie dies in Art. 10 lit. c BewG im Hinblick auf die Bewilligungserteilung für die Veräusserung von bewirtschaftungspflichtigen Wohnungen in Apparthotels vorgesehen ist. Die Situation bei der Realisierung des Projekts eines Apparthotels und dem damit verbundenen Verkauf bewirtschaftungspflichtiger Wohnungen lässt sich nicht ohne weiteres mit dem vorliegend zu beurteilenden Fall eines "in die Jahre gekommenen" Apparthotels vergleichen. Dazu kommt hier, dass das Hotel K.________ in der Vergangenheit bedeutende Gewinne abgeworfen hat, und die Vorinstanz zur Auffassung gelangt ist, mittels des neuen Settings (vermietete Restaurants; Übertragung des Hotelbetriebs auf eine Betreibergesellschaft, welche die Umbaukosten für die Appartements übernimmt und für deren Nebenkosten aufkommt) dürfte es möglich sein, in Zukunft wiederum Gewinne zu erwirtschaften. Hätte die Beschwerdeführerin bei dieser Sachlage die Unmöglichkeit oder Unzumutbarkeit der Bewirtschaftungsauflage darlegen wollen, wäre es daher an ihr gewesen, substanziiert darzulegen und gegebenenfalls nachzuweisen, dass selbst unter der Annahme eines Turnarounds des Hotels in den kommenden Jahren die Eigentümer der bewirtschaftungspflichtigen Appartements - vor allem wegen eines sehr hohen Investitionsbedarfs in die allgemeine Struktur des Gebäudes - mit so hohen Kosten zu rechnen hätten, dass ihnen langfristig dauerhaft Verluste aus der Vermietung ihrer Appartements erwachsen würden. Dass ein solcher Nachweis allenfalls gestützt auf ein Gutachten möglich wäre, lässt sich zwar nicht ausschliessen. Die Einholung eines Gutachtens von Amtes wegen drängte sich hier indessen - jedenfalls auf der Grundlage des von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalts - entgegen der Beschwerdeführerin nicht auf.