Citation: I 762/04 24.05.2005 E. 5.2

5.2.1 Das trotz gesundheitsbedingter Einschränkung zumutbarerweise noch erzielbare Einkommen (Invalideneinkommen) hat das kantonale Gericht mangels erneuter Aufnahme einer Erwerbstätigkeit durch den Beschwerdeführer anhand der statistischen Durchschnittslöhne gemäss der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) ermittelt. Es ging vom monatlichen Bruttolohn (Zentralwert bei einer standardisierten Arbeitszeit von 40 Wochenstunden) der mit einfachen und repetitiven Arbeiten (Anforderungsniveau 4) im gesamten privaten Sektor beschäftigten Männer im Jahr 2002 von Fr. 4557.- (LSE 2002, S. 43 Tabelle TA1) aus und rechnete diesen Wert auf die betriebsübliche Wochenarbeitszeit im Jahr 2002 von 41,7 Stunden (Die Volkswirtschaft, Heft 12/2004, S. 94 Tabelle B 9) um, was bei dem noch zumutbaren Arbeitspensum von 50 % zu einem Jahreseinkommen (x 12) von Fr. 28'504.- führt. Hievon nahm die Vorinstanz einen leidensbedingten Abzug von 10 % vor, was ein Invalideneinkommen von Fr. 25'653.60 und in Gegenüberstellung mit dem Valideneinkommen von Fr. 68'120.- eine invaliditätsbedingte Erwerbseinbusse von Fr. 42'466.40 ergibt. Dies entspricht einem Invaliditätsgrad von 62 %, welcher (jedenfalls bis 31. Dezember 2003 [In-Kraft-Treten der 4. IV-Revision]) den Anspruch lediglich auf eine halbe Rente begründet. 5.2.2 Das Vorgehen des kantonalen Gerichts entspricht den von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätzen (BGE 126 V 75 ff.). Besonderer Betrachtung bedarf lediglich die vom Versicherten beanstandete Höhe des leidensbedingten Abzuges. Der unter bestimmten, von der Rechtsprechung umschriebenen Voraussetzungen vom anhand von Tabellenlöhnen ermittelten Invalideneinkommen vorzunehmende Abzug ist für sämtliche in Betracht fallenden Umstände (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) gesamthaft zu schätzen und unter Berücksichtigung aller jeweils in Betracht fallender Merkmale auf höchstens 25 % zu beschränken (BGE 126 V 78 ff. Erw. 5). Um vorliegend den Anspruch auf eine höhere als die zugesprochene halbe Rente zu begründen, was bis zum In-Kraft-Treten der 4. IV-Revision einen Invaliditätsgrad von mindestens 66 2/3 % erforderte (Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis Ende 2003 in Kraft gewesenen Fassung), müsste der leidensbedingte Abzug annähernd auf die höchstens zulässigen 25 % festgesetzt werden. Dies ist nicht gerechtfertigt, zumal der behinderungsbedingt zu erwartenden Verdiensteinbusse auch dadurch Rechnung getragen wurde, dass beim Invalideneinkommen von den statistischen Durchschnittslöhnen für Arbeiten des niedrigsten Anforderungsniveaus 4 ausgegangen wurde, während das Valideneinkommen auf der bisherigen höher qualifizierten und entsprechend besser entlöhnten Stellung eines Vorarbeiters beruht.