Citation: 2C_383/2014 E. 8.4.2

8.4.2. Die Vorinstanz führte aus (E. 8.1.2), die Eignung eines nicht abgeschlossenen Projekts als Referenz könne wohl nicht generell ausgeschlossen werden; bei Bauausschreibungen sei es nicht unüblich, nicht vollständig fertiggestellte Projekte als Referenz zuzulassen. Die Frage, wie weit ein noch nicht abgeschlossenes Projekt sein müsse, damit daraus Schlussfolgerungen auf die Qualität der Arbeit gezogen werden könnten, könne nicht generell beantwortet werden, hänge doch dies von Art und Grösse des Projekts und der Funktion des Unternehmens ab. Auch komme der Auskunft des Bauherrn des Referenzprojekts eine grössere Bedeutung zu als bei bereits fertiggestellten Projekten (E. 8.1.2). Beim Projekt Metro Cityringen seien unbestritten die Bauarbeiten im Zeitpunkt der Offerteinreichung noch gar nicht begonnen worden, weshalb es nicht möglich sei, daraus den Schluss zu ziehen, der betreffende Anbieter habe diese Arbeiten erfolgreich ausgeführt. Wenn die Vergabestelle unter diesen Umständen die Referenz als gültigen Eignungsnachweis akzeptierte, so habe sie den ihr zustehenden Ermessensspielraum klarerweise überschritten (E. 8.1.3).