Citation: 1C_25/2022 E. 3.1

3.1. Das Kantonsgericht erwog, es bestehe ein grosses Ermessen der zuständigen Behörde bei der Festlegung des Inkraftsetzungstermins; Zweckmässigkeitsüberlegungen seien zulässig, sofern sie sachlicher Natur seien. Mit der Teilrevision der NLV habe der Regierungsrat in erster Linie das Urteil des Bundesgerichts 1C_512/2018 vom 13. Juni 2019 umgesetzt (Erhöhung der Naturschutzbeiträge für nicht direktzahlungsberechtigte Bewirtschafter). Die Inkraftsetzung auf den 1. Oktober 2020 sei vor dem Hintergrund erfolgt, dass die Schlusszahlungen für das Beitragsjahr 2020 per 9. Oktober 2020 auszuzahlen gewesen seien. Dies stelle einen hinreichenden sachlichen Grund dar. Längere Übergangsfristen könnten praxisgemäss geboten sein bei Regelungen, die zu einschneidenden Besoldungs- oder Rentenkürzungen führten oder bei Einschränkungen einer bisher erlaubten Tätigkeit, um zu verhindern, dass gutgläubig getätigte Investitionen nutzlos würden (mit Verweis auf BGE 118 Ib 241 E. 9b). Vorliegend behaupte der Antragsteller keine solchen Dispositionen.