Citation: 2C_270/2020 E. 4.2.3

4.2.3. Auch wenn sein Vater ihn nicht wieder aufnimmt bzw. mit ihm keine Kontakte mehr pflegen will, ist es dem jungen, kinderlosen Beschwerdeführer - wie die Vorinstanz zutreffend darlegt - möglich, sich in der Heimat wieder einen Bekannten- und Freundeskreis aufzubauen und sich dort ein neues soziales Netz zu schaffen. Der blosse Umstand, dass die Sicherheits- oder Wirtschaftslage in der Schweiz besser ist als im Heimatstaat, bildet keinen wichtigen persönlichen Grund im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG, auch wenn der Betroffene in der Schweiz integriert erscheint, eine Landessprache relativ gut spricht, eine Arbeitsstelle hat und nicht straffällig geworden ist (Urteile 2C_578/2011 vom 1. Dezember 2011 E. 3.3 und 2C_467/2012 vom 25. Januar 2013 E. 2.3; BGE 139 II 393 E. 6; HUGI YAR, a.a.O., S. 83).