Citation: 1C_618/2022 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz hielt im angefochtenen Entscheid fest, die betroffene Liegenschaft sei im Jahr 1988 ausdrücklich als Einfamilienhaus bewilligt worden. Würde nun im Dachgeschoss eine zweite Küche zugelassen, bestünde ein Mehrfamilienhaus, was der Baubewilligung aus dem Jahr 1988 widerspreche. Insofern steige durch den Einbau der Küche im Dachgeschoss die Intensität der Nutzung, was im Rahmen von Art. 24d Abs. 1 RPG nicht bewilligungsfähig sei. Der Bewilligung stünden aber auch gewichtige öffentliche Interessen entgegen (vgl. Art. 24d Abs. 3 lit. e RPG), weil der Grundsatz der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet tangiert werde (Art. 1 Abs. 1 RPG). Sodann könne die fragliche Kocheinheit nicht als unumgängliche Erweiterung für eine zeitgemässe Wohnnutzung betrachtet werden (vgl. Art. 42a Abs. 1 RPV), da das Haus bereits über eine Küche im Erdgeschoss verfüge und jederzeit als Einfamilienhaus vermietet werden könne. Individuelle Wohnbedürfnisse würden in diesem Zusammenhang keine Rolle spielen.