Citation: 6B_73/2015 E. 2.4.2

2.4.2. Soweit der Beschwerdeführer hinsichtlich Gewichtung einzelner Strafzumessungsfaktoren mit seinen Rügen von den verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz abweicht, ist hierauf nicht einzutreten. Im Übrigen erweisen sich seine Vorbringen, wie nach seiner Auffassung einzelne Strafzumessungskriterien zu gewichten sind, als unzutreffend oder ungeeignet, im Ergebnis eine Ermessensverletzung darzulegen. Dass die Einsatzstrafe von acht Jahren übersetzt scheint, kann nicht isoliert von der Gewichtung der übrigen Strafzumessungsfaktoren und der ausgesprochenen Freiheitsstrafe betrachtet werden kann. Die Vorinstanz gewichtet alle Strafzumessungskriterien übermässig stark; dies gilt sowohl hinsichtlich straferhöhender als auch strafmindernder bzw. -mildernder Umstände. Inwieweit sie sich dabei jeweils noch innerhalb des ihr zustehenden Ermessens hält, kann vorliegend mit Blick auf die gerade noch nicht bundesrechtswidrig erscheinende Freiheitsstrafe von fünf Jahren offenbleiben. Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers und den anderslautenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid, berücksichtigt die Vorinstanz, dass es beim Versuch geblieben ist, strafmildernd und nicht nur strafmindernd. Sie reduziert die "hypothetische Einsatzstrafe" für das vollendete Delikt um die Hälfte auf vier Jahre und unterschreitet damit die gesetzliche Mindeststrafe von Art. 111 StGB um ein Jahr. Unzutreffend ist, die Vorinstanz setze sich bei der Beurteilung des Ausmasses der Rechtsgutgefährdung über das unangefochtene Sachverständigengutachten des PDAG hinweg. Dass sie eine erhebliche Rechtsgutgefährdung bejaht, obwohl für die Ehefrau des Beschwerdeführers keine Lebensgefahr bestand, ist (auf den ersten Blick) nicht kohärent. Die Vorinstanz bejaht damit jedoch nicht implizit eine (konkrete oder unmittelbare) Lebensgefahr, sondern trägt dem Umstand Rechnung, dass der Beschwerdeführer Intensität und Ausmass seiner Tathandlungen infolge seiner Alkoholisierung und Medikamenteneinnahme nicht mehr kontrollieren konnte. Wäre die Vorinstanz von einer unmittelbaren Lebensgefahr ausgegangen, hätte sie den Versuch nicht strafmildernd berücksichtigen können. Soweit der Beschwerdeführer implizit einen Rücktritt vom Versuch geltend macht, da er seine bewusstlose Ehefrau hätte töten können, wenn er dies gewollt hätte, kann er nicht gehört werden. Er setzt sich mit den Erwägungen der Vorinstanz, die aufgrund einer zeitlichen Zäsur von Tatmehrheit zwischen Gewaltanwendung und Freiheitsberaubung ausgeht, nicht auseinander. Ist jedoch der Tötungsversuch im Zeitpunkt der Freiheitsberaubung beendet, konnte der Beschwerdeführer von diesem auch nicht mehr zurücktreten.