Citation: U 205/03 15.06.2005 E. 7

Soweit die diagnostizierten Beeinträchtigungen in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfallgeschehen vom 23. Oktober 1995 stehen, ist somit die Adäquanz nach der mit BGE 115 V 138 ff. Erw. 6 eingeleiteten Rechtsprechung zu den psychisch bedingten Unfallfolgeschäden zu beurteilen. Hier ist zu berücksichtigen, dass bei dem nicht besonders eindrücklichen Unfall keinerlei dramatische Begleitumstände zu verzeichnen waren. Der Beschwerdeführer trug keine Verletzungen davon, die als schwer oder von besonderer Art bezeichnet werden können, oder die erfahrungsgemäss geeignet sind, psychische Fehlentwicklungen auszulösen. Es waren keine intensiven und ungewöhnlich lange dauernden ärztlichen Behandlungen notwendig und es erfolgte auch keine Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmerte. Soweit der Heilungsverlauf sich schwierig gestaltete und dies Auswirkungen auf den Grad und die Dauer der Arbeitsunfähigkeit hatte, kann dies im Rahmen der vorliegenden Adäquanzprüfung nicht beachtet werden, da beides nicht physisch bedingt war. Da somit die zu berücksichtigenden Kriterien weder in gehäufter noch in auffallender Weise gegeben sind, kann dem Unfall vom 23. Oktober 1995 keine massgebende Bedeutung für die über den 31. Dezember 1997 andauernden Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers mit Einschränkung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit zukommen. Die Vorinstanz hat damit die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin über dieses Datum hinaus zu Recht verneint (vgl. Erw. 5d des vorinstanzlichen Entscheides).