Citation: 5F_8/2014 E. 2

Die Gesuchstellerin weist in ihrem Revisionsgesuch zu Recht darauf hin, dass sie sich bereits in ihrer Beschwerde vom 22. November 2013 an das Verwaltungsgericht darauf berufen hatte, dass Art. 412 Abs. 2 ZGB dem Verkauf der Parzelle Nr. xxx (GB A.________) und der Löschung des Vorkaufsrechts auf der Parzelle Nr. zzz (GB B.________) im Wege stehe. Dies hat das Bundesgericht im Urteil 5A_101/2014 trotz entsprechender Rüge übersehen. In diesem Sinn hat das Bundesgericht der Gesuchstellerin zu Unrecht vorgeworfen, vor Bundesrecht unzulässige Noven (Art. 99 BGG) vorgebracht zu haben. Damit hat die Gesuchstellerin allerdings noch nicht den Nachweis dafür erbracht, dass das bundesgerichtliche Versehen eine erhebliche Tatsache im Sinne von Art. 121 Bst. d BGG betrifft, das heisst einen Umstand, der für die Entscheidfindung des Bundesgerichts ausschlaggebend war (s. BGE 122 II 17 E. 3 S. 19). Dies ist bei genauer Analyse des Urteils 5A_101/2014 nicht der Fall. Gegenstand des Urteils 5A_101/2014 war ausschliesslich die Frage, ob das Verwaltungsgericht auf die Beschwerde der Gesuchstellerin gegen den Entscheid der KESB Nidwalden vom 18. Oktober 2013 zu Recht nicht eingetreten ist. Dabei geht es um eine Rechtsfrage. Deren korrekte Beantwortung hängt nicht davon ab, auf welches Tatsachenfundament die Gesuchstellerin ihre Beschwerde gegen die Verfügung der KESB vom 18. Oktober 2013 stützte bzw. ob die Gesuchstellerin die entsprechende Tatsachen auch schon vor dem Verwaltungsgericht vortrug. Dieses Tatsachenfundament hätte erst dann eine Rolle gespielt, wenn das Verwaltungsgericht auf die Beschwerde eingetreten wäre und in der Folge geprüft hätte, ob die Voraussetzungen von Art. 412 Abs. 2 ZGB erfüllt sind. Aufgrund des Gesagten ist das Bundesgericht im Beschwerdeverfahren 5A_101/2014 auf die Rüge betreffend Art. 412 Abs. 2 ZGB möglicherweise zu Unrecht mit dem Hinweis auf ein vermeintlich fehlendes Tatsachenfundament nicht eingetreten. Dies bedeutet aber nicht, dass das Bundesgericht eine in den Akten liegende erhebliche Tatsache übersehen hätte. Vorzuwerfen wäre dem Bundesgericht wenn schon eine falsche Beurteilung der Rechtsfrage, ob das Verwaltungsgericht auf die kantonale Beschwerde der Gesuchstellerin hätte eintreten müssen. Ein solcher Fehler aber ist rechtlicher Natur und damit kein Revisionsgrund.