Citation: 8C_298/2023 E. 6.5

6.5. Zutreffend sind ferner die Erwägungen der Vorinstanz zur Tragweite des Art. 8 Abs. 1 BV in Bezug auf rechtsgleiche Entlöhnung. Der in diesem Kontext ebenfalls angerufene § 10 KV (Rechtsgleichheit) geht nicht darüber hinaus. Es ist zu wiederholen, dass das allgemeine Rechtsgleichheitsgebot gemäss Art. 8 Abs. 1 BV ("Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich") kein subjektives Recht auf einen rechtsgleichen Lohn verschafft, sondern lediglich einen Anspruch auf Beseitigung der Ungleichheit auf geeignete Weise und innert angemessener Frist. Lediglich indirekt kann daraus folgen, dass der öffentliche Arbeitgeber einem Betroffenen zur Beseitigung einer Rechtsungleichheit höhere Leistungen auszurichten hat. Bei der Wahl der Anknüpfungspunkte für die Besoldungsfestsetzung wie auch die Beseitigung einer festgestellten Rechtsungleichheit innerhalb der Grenzen des Willkürverbots kommt dem Arbeitgeber ein weiter Gestaltungsspielraum zu. Das allgemeine Rechtsgleichheitsgebot vermittelt keinen direkten bundesrechtlichen Anspruch auf rückwirkende Ausrichtung einer rechtsgleichen Besoldung (Urteil 8C_572/2020 vom 6. Mai 2021 E. 5 mit Hinweisen). Hieraus lässt sich somit nichts zugunsten des Beschwerdeführers ableiten, zumal seit der tiefen "Ersteinstufung" per 1. Oktober 2018 eine beachtliche Lohnentwicklung bis zur Trichtermitte in der Lohnstufe 15 stattfand, wie die Vorinstanz aufgezeigt hat. Dass diese Lohnentwicklung sachlich unhaltbar wäre, wird nicht vorgebracht (vgl. vorstehende E. 4). Wenn die Vorinstanz angemerkt hat, dass in einzelnen Jahren die zur Verfügung gestellte Lohnsumme nicht genügt habe, um allen Mitarbeitenden eine adäquate Lohnentwicklung zu ermöglichen, hat sie damit nicht einzig für den Beschwerdeführer weitere Anforderungen definiert, wie in der Beschwerde gerügt wird. Vielmehr hat sie damit nur in Übereinstimmung mit dem Beschwerdegegner auf den Umstand hingewiesen, dass die Lage der Mitarbeitenden im Lohntrichter auch davon abhängt, welche finanziellen Mittel für die Pflege des Lohnsystems zur Verfügung stehen, was einen politischen Entscheid darstellt. Der Beschwerdeführer zeigt nicht auf, weshalb diese Auffassung willkürlich, rechtsungleich oder anderweitig verfassungswidrig sein soll.