Citation: 1C_28/2021 E. 6.3.2

6.3.2. Mit Blick auf die Ausführungen im angefochtenen Urteil (vgl. dazu insbesondere E. 5.3 hiervor) könnte man sich fragen, ob das Vorgehen der Vorinstanz resp. das vorliegend (wie gesehen) im Widerspruch zu § 13 Abs. 2 ABauV/AG stehende faktische Abstellen auf "frühere Verhältnisse" mit einer Regel gerechtfertigt werden kann, wonach bei Stützmauern für den massgebenden Terrainverlauf auf die dem Erdreich zugewandte Innenseite der Mauern abzustellen ist. Vorauszuschicken ist dazu, dass es grundsätzlich nicht als willkürlich erscheint, für den Terrainverlauf die Innenseite einer Mauer als massgebend zu betrachten. Dies gilt jedenfalls dann, wenn nur eine einzelne Stützmauer auf dem eigenen Grundstück an oder auf der Grenze zum Nachbargrundstück errichtet wird und sonst keine andere Stützmauer vorhanden ist. Für diese Ansicht spricht insbesondere eine analoge Anwendung von § 12 Abs. 3 Satz 1 ABauV/AG, wonach Gebäudehöhe, Firsthöhe und Geschosszahl am Hang "talseitig" zu messen sind. Ob auch die von der Vorinstanz herangezogenen Skizzen im Handbuch BNR in diese Richtung weisen, kann dahingestellt bleiben. Die (allfällige) Regel, wonach die Innenseite einer Mauer massgebend ist, kann aber vorliegend nicht im Zusammenhang mit der oberen Stützmauer zu Ungunsten der Beschwerdeführerin auf die untere Stützmauer angewendet werden. Als blosse Regel, wie der Terrainverlauf bei einer einzelnen Stützmauer zu bestimmen ist, muss sie nämlich bei der hier zu beurteilenden Konstellation gegenüber dem genannten Grundsatz, wonach die Höhe einer einzelnen Stützmauer für sich allein bzw. ohne Rücksicht auf andere vorbestehende Stützmauern zu bestimmen ist, zurücktreten.