Citation: 1C_205/2019 E. 4.3

4.3. Die Beschwerdeführerin macht zwar geltend, die Einwohnergemeinde habe mit der Bewilligung der Projektänderung durchaus verbindlich auf Wiederherstellungsmassnahmen verzichtet, und verweist insbesondere auf Dispositivziffer 2c dieser Bewilligung, wonach das Untergeschoss "im heutigen Stand" belassen werden könne. Da die zuständigen Behörden die sexgebewerbliche Nutzung nicht beanstandet hätten, habe ihr Vater zudem annehmen dürfen, diese sei rechtmässig. Er sei daher als gutgläubig zu betrachten, was ihr als Rechtsnachfolgerin anzurechnen sei. Dass der von der Vorinstanz genannte Grund für den - in der Projektänderungsbewilligung wie erwähnt zum Ausdruck gebrachten - Verzicht auf den teilweisen Rückbau des Erotiksalons offensichtlich unrichtig wäre, macht die Beschwerdeführerin jedoch nicht ausdrücklich geltend und geht aus ihren Vorbringen auch sonst nicht hervor. Dasselbe gilt in Bezug auf die Feststellung der Vorinstanz, der Vater der Beschwerdeführerin wie auch diese selbst hätten bezüglich der Rechtmässigkeit der sexgewerblichen Nutzung nicht gutgläubig sein können. Auch sonst ist nicht ersichtlich, dass die Beurteilung der Vorinstanz offensichtlich unrichtig oder in anderer Weise bundesrechtswidrig wäre (vgl. insbes. Urteile 1C_171/2017 vom 3. Oktober 2017 E. 4.4; 1C_533/2015 vom 6. Januar 2016 E. 3.4; jeweils betreffend Anrechnung des bösen Glaubens). Insbesondere folgt solches nicht bereits daraus, dass der Einwohnergemeinde die sexgewerbliche Nutzung seit vielen Jahren bekannt war und sie diese tolerierte. Die Vorinstanz durfte demnach eine Berufung auf den Vertrauensschutz mangels Gutgläubigkeit der Beschwerdeführerin ausschliessen, ohne Bundesrecht zu verletzen.