Citation: 5D_21/2021 E. 2.3

2.3. Im vorliegenden Fall hat die Vorinstanz zu Recht betont, dass es nicht die betreibende Partei, sondern der Schuldner selbst war, der das Rechtsöffnungsgericht darum ersucht hat, das Verfahren nach Art. 242 ZPO infolge Rückzugs des Rechtsvorschlags abzuschreiben. Weil der Beschwerdeführer wusste, dass der Abschreibungs- und Kostenentscheid unmittelbar bevorstand, erscheint es geradezu treuwidrig, dass er das Gericht in seiner Eingabe vom 20. Mai 2020 aufgefordert hat, ihm gegebenenfalls nochmals eine Frist anzusetzen, um zur Kostenverteilung Stellung zu nehmen. Der Beschwerdeführer hätte sich sogleich zur Kostenverteilung äussern können, was er insoweit getan hat, als dass er das Gericht gebeten hat, in Abweichung von den üblichen Verteilungsgrundsätzen auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten. Kommt hinzu, dass der Beschwerdeführer bereits in seinem Gesuch um Verfahrensvereinigung vom 11. Mai 2020 mit Blick auf die sich abzeichnende Gegenstandslosigkeit der Verfahren zur Höhe und Verteilung der Prozesskosten eingehend Stellung genommen hat. Unter anderem hat der Beschwerdeführer bereits damals ausgeführt, dass der Betreibungsgläubiger schriftlich zugesichert habe, bei einem Rückzug der neun Rechtsvorschläge auf sämtliche Parteientschädigungen zu verzichten. Damit hat die Vorinstanz Art. 29 Abs. 2 BV nicht verletzt, indem sie die vom Beschwerdeführer erhobene Gehörsrüge als unbegründet erachtet hat. Ohnehin wird für eine erfolgreiche Rüge der Verweigerung des rechtlichen Gehörs grundsätzlich vorausgesetzt, dass die beschwerdeführende Partei in der Begründung des Rechtsmittels angibt, welche Vorbringen sie in das kantonale Verfahren bei Gewährung des rechtlichen Gehörs eingeführt hätte und inwiefern diese hätten erheblich sein können (Urteile 4A_241/2020 vom 9. September 2020 E. 3.6; 4A_438/2019 vom 23. Oktober 2019 E. 3.2 mit Hinweisen). Auch aus diesem Grund scheitert die Beschwerde.