Citation: 2C_716/2021 E. 3.3.1

3.3.1. Insbesondere hat die Vorinstanz sehr wohl in Betracht gezogen, dass der Beschwerdeführer seit 2002 ununterbrochen in der Schweiz lebt. Die lange Aufenthaltsdauer ist jedoch mit Blick auf seine mangelhafte Integration zu relativieren. Die beruflich-wirtschaftliche Integration des Beschwerdeführers ist denn auch gescheitert, was er nicht bestreitet. Seit seiner Einreise im Jahr 2002 hat er sich zu keinem Zeitpunkt ernsthaft um eine Anstellung bemüht, danach nicht einmal um Einsätze im zweiten Arbeitsmarkt. Hinsichtlich der sozialen Integration kann er wohl einen weiterhin freundschaftlichen Kontakt mit seiner Schweizer Ex-Frau geltend machen, hat sonst aber keine nennenswerten Verbindungen in der Schweiz, ebenso wenig wie familiäre Beziehungen: Die Tochter aus zweiter Ehe lebt seit ihrer Geburt ausserhalb der Schweiz bei der sorgeberechtigten Mutter. Ansonsten scheint der Beschwerdeführer über ein geringes soziales Umfeld zu verfügen und seine Zeit überwiegend allein - mit «Tendenz zu Einsamkeit» - zu verbringen, was auf jeden Fall nicht auf eine starke Verankerung in der hiesigen Gesellschaft und Kultur schliessen lässt, ebenso wenig auf eine gelungene Integration in die hiesigen Verhältnisse.