Citation: 2C_502/2015 E. 4.2

4.2. In der Regel erfolgen Unterhaltsbeiträge als wiederkehrende direkte Geldleistungen. Diese können jedoch auch in der Form von indirekten Zahlungen erbracht werden, wie etwa durch die Übernahme von Krankenkassenprämien, Steuern, Hypothekarzinsen oder Mietkosten. Ebenso möglich sind schliesslich Unterhaltsbeiträge in der Form von Naturalleistungen (vgl. RICHNER UND ANDERE, Handkommentar zum DBG, 2. Aufl. 2009, N. 64 zu Art. 23 DBG; dieselben, a.a.O., N. 57 ff. zu Art. 33 DBG; ZIGERLIG/JUD, in: Zweifel/Athanas [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, 2. Aufl. 2008, N. 23a ff. zu Art. 23 DBG; PETER LOCHER, Kommentar zum DBG, 2001, N. 56 ff. zu Art. 23 DBG; derselbe, a.a.O., N. 38 ff. zu Art. 33 DBG; CHRISTINE JAQUES, in: Yersin/Noël [Hrsg.], Commentaire romand, Impôt fédéral direct, 2008, N. 46 zu Art. 23 DBG; Kreisschreiben Nr. 30 der Eidgenössischen Steuerverwaltung [ESTV] vom 21. Dezember 2010 betreffend Ehepaar- und Familienbesteuerung nach dem Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer [DBG], S. 31 f.; Urteil 2A.432/2004 vom 16. Dezember 2004 E. 4.2). Der Beschwerdeführer bestreitet für die Monate von Januar bis August 2011 das Vorliegen von abzugsfähigen Unterhaltsbeiträgen. Er rügt insbesondere, dass diese nicht ziffernmässig bestimmt seien. Zudem grenze die Vorinstanz die Kontobezüge der Ehefrau nicht korrekt von einer indirekten Tilgung von Unterhaltsbeiträgen ab. Vielmehr lasse die Vorinstanz mit ihrem Vorgehen bloss fiktive Unterhaltsbeiträge zum Abzug zu. Erst in den ab September 2011 erfolgenden Überweisungen auf ein separates Konto der Ehefrau und in der seitherigen Begleichung von Krankenkassenprämien durch den Beschwerdegegner erblickt der Beschwerdeführer abzugsfähige Unterhaltsbeiträge. In tatsächlicher Hinsicht stellte die Vorinstanz für das Bundesgericht verbindlich (Art. 105 BGG; vgl. E. 2.3 hiervor) fest, dass der Beschwerdegegner vom gemeinsamen, aber praktisch ausschliesslich durch seine Erwerbseinkünfte gespeisten Konto klar abgrenzbare Unterhaltsleistungen für die Ehefrau und die gemeinsamen Kinder erbrachte. Demnach wurden im Zeitraum vom Januar bis August 2011 Mietzinse in der Höhe von Fr. 9'450.-- für die von der Ehefrau und den gemeinsamen Kindern allein bewohnte Liegenschaft bezahlt. Ausserdem beglich der Beschwerdegegner im selben Zeitraum die Krankenkassenprämien für die Ehefrau und die Kinder in der Höhe von Fr. 3'281.60. Schliesslich können weitere Kontobezüge für Einkäufe, Benzin, etc. in der Höhe von Fr. 15'345.53 eindeutig der Ehefrau zugerechnet werden. Insgesamt resultiert eine Summe, welche den vom Beschwerdegegner für die Monate Januar bis August 2011 zum Abzug gebrachten Betrag von Fr. 25'680.-- übertrifft. Diese vorinstanzlichen Feststellungen zweifelt der Beschwerdeführer nicht an. Damit geht aber seine Kritik, wonach die Vorinstanz lediglich fiktiv verstandene Unterhaltsbeiträge mit konkretem Unterhaltsaufwand der Ehefrau gleichgesetzt habe, in der Sache fehl: Zur Deckung ihres Unterhalts flossen der getrennt lebenden Ehefrau (mindestens) in der zum Abzug gebrachten Höhe ziffernmässig nachgewiesene Leistungen zu. Darauf und nicht auf die ab September 2011 bzw. Dezember 2011 erfolgenden Zahlungen des Beschwerdegegners stellte die Vorinstanz ab, als sie abzugsfähige Unterhaltsbeiträge für die Monate Januar bis August 2011 bejahte. Die zwischen den Ehegatten ab September bzw. Dezember 2011 geltende Regelung diente der Vorinstanz einzig dazu, die vom Beschwerdegegner für den Zeitraum davor zum Abzug gebrachten und mittels verschiedener Beweisstücke belegten Unterstützungsleistungen zu plausibilisieren. Dies ist nicht zu beanstanden.