Citation: 6B_568/2020 E. 5.1

5.1. Der Beschwerdeführer wendet sich gegen die Anordnung der Landesverweisung. Er macht im Wesentlichen geltend, die Vorinstanz verneine zu Unrecht das Vorliegen eines persönlichen Härtefalls. Sie gewichte die Umstände in ermessensverletzender Weise zu seinen Lasten. Er habe schon über 25 Jahre in der Schweiz verbracht und verfüge über eine Niederlassungsbewilligung C. Seine Ehefrau, seine vier Kinder und seine beiden Enkelkinder würden alle hier leben, weshalb er eine sehr enge sowie vertiefte Beziehung zur Schweiz aufweise. Entgegen der Meinung der Vorinstanz sei er somit nicht wenig integriert. Angesichts seines Alters von 62 Jahren und insbesondere seiner gesundheitlichen Verfassung wäre es ihm nicht möglich, sich in der Türkei wieder einzugliedern. Er habe dort zwar noch Geschwister, die könnten ihn aber nicht bei sich wohnen lassen. In seinem Heimatland würde er daher weder über eine Unterkunft noch über eine Einkommensquelle verfügen. Überdies sei er nicht gesund - neben einer schweren koronaren Gefässerkrankung leide er an Diabetes mellitus - und könnte sich in der Türkei nicht wie in der Schweiz behandeln lassen. Es bestünde daher die ernsthafte Gefahr, dass sich seine Gesundheit im Falle einer Rückkehr in die Türkei mangels genügender medizinischer Behandlungsmöglichkeiten massiv verschlechtern würde (Beschwerde S. 41 ff. Ziff. 107 ff.).