Citation: 1C_30/2024 E. 4

Zunächst macht die Beschwerdeführerin geltend, dass es das SEM unterlassen habe, die nach Art. 41 Abs. 1 aBüG notwendige Zustimmung der zuständigen Behörde des Heimatkantons einzuholen. Die in Art. 41 Abs. 1 aBüG und Art. 36 Abs. 1 BüG aufgestellten materiellen Voraussetzungen entsprechen sich bis auf die in der von Art. 41 Abs. 1 aBüG geforderten Zustimmung der zuständigen Behörde des Heimatkantons, auf die das neue Recht verzichtet hat. Diese Bedingung ist eine formelle Voraussetzung für die Nichtigerklärung der Einbürgerung, da das Gesetz keine materiellen Kriterien für die Zustimmung der kantonalen Behörde aufstellt. Nach ständiger Praxis des Bundesgerichts ist das neue Recht in Bezug auf die Form- und Verfahrensvorschriften sofort anwendbar, sofern die Übergangsbestimmungen keine andere Lösung vorsehen und die Anwendung des materiellen Rechts nicht beeinträchtigt wird (BGE 136 II 5 E. 1.2; 135 I 143 E. 1.2; 115 II 97 E. 2c). Dies ist hier der Fall, sodass die Zustimmung des Heimatkantons nach dem Inkrafttreten des neuen Rechts nicht mehr erforderlich ist (zum Ganzen Urteil 1C_574/2021 vom 27. April 2022 E. 2.4). Die Beschwerde erweist sich daher insoweit als unbegründet.