Citation: 1C_226/2015 E. 2.2.2

2.2.2. In ihrer Stellungnahme an die Vorinstanz vom 15. Januar 2015 hat die Kantonspolizei festgehalten, am 1. Mai 2011 gegen 16.30 Uhr habe sich aus dem Kanzleiareal heraus eine grosse Zahl von teilweise vermummten Leuten zu einem Demonstrationszug formiert. Zusätzlich verwies die Kantonspolizei auf ihre in den Akten liegende Medienmitteilung vom 1. Mai 2011, wonach von der linksautonomen Szene dazu aufgerufen worden sei, sich im Anschluss an die offiziell bewilligte 1. Mai-Kundgebung im Kanzleiareal zu versammeln und wonach sich nach anfänglicher Ruhe gegen 16.30 Uhr ein Zug von teilweise vermummten Personen vom Kanzleiareal aus in Bewegung habe setzen wollen, wobei die Polizeikräfte mit Wurfgeschossen angegriffen worden seien. Schon in den erwähnten Verfahren vor der Sicherheitsdirektion und dem Verwaltungsgericht (vgl. Sachverhalt Lit. B) hatte die Kantonspolizei erklärt, am Nachmittag des 1. Mai 2011 seien auf dem Kanzleiareal ein steter Personenzufluss bemerkbar und klare Tendenzen zu einer Mobilisierung zwecks einer unbewilligten Nachdemonstration erkennbar gewesen. Diese Situation sowie die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren, in welchen unbewilligte Nachdemonstrationen am 1. Mai immer wieder zu verletzten Personen und massiven Sachbeschädigungen geführt hätten, hätten darauf schliessen lassen, dass eine gewaltsame Nachdemonstration bevorstehe.