Citation: M 6/99 21.09.2000 E. 6

6.- Laut Art. 49 Abs. 2 Satz 1 MVG wird die Integritätsschadenrente entsprechend der Schwere des Integritätsschadens in Prozenten des Jahresrentenansatzes gemäss Abs. 4 festgesetzt. Die Integritätsschadenrente wird gemäss Art. 49 Abs. 3 MVG auf unbestimmte Zeit zugesprochen. Sie wird in der Regel ausgekauft. Nach Art. 49 Abs. 4 MVG legt der Bundesrat durch Verordnung den für alle Versicherten geltenden Jahresrentenansatz fest. Er geht dabei vom Ansatz aus, der beim Inkrafttreten dieses Gesetzes gilt, und passt ihn periodisch den veränderten Verhältnissen, namentlich der Preisentwicklung, an. Gestützt auf diese Delegationsnorm hat der Bundesrat Art. 26 MVV (in Kraft seit 1. Januar 1994) erlassen. Nach Abs. 1 dieser Verordnungsbestimmung beträgt der Jahresrentenansatz für die Integritätsschadenrenten Fr. 28'867. -. Dieser Jahresrentenansatz gilt nach Massgabe der übergangsrechtlichen Grundsätze (Erw. 2 hievor) auch dann, wenn der Anspruch - wie im vorliegenden Fall - aus Einwirkungen abgeleitet wird, die sich unter der Herrschaft des alten, bis 31. Dezember 1993 gültig gewesenen MVG ereignet haben (Maeschi, a.a.O., S. 653, N 4 zu Art. 109). In diesem Sinne hat das BAMV denn auch richtigerweise verfügt. Der kantonale Gerichtsentscheid ist somit insoweit, als die Vorinstanz der Integritätsschadenrente für den Zeitraum vor Inkrafttreten des neuen MVG und - offenbar versehentlich - auch für 1994 die altrechtlichen Jahresrentenansätze zu Grunde gelegt hat, bundesrechtswidrig.