Citation: 9C_86/2009 30.06.2010 E. 2

2.1 Das kantonale Gericht stellte fest, es sei unbestritten, dass der Beschwerdegegner die fraglichen Liegenschaften in den Jahren 1967, 1968 und 1970 in Miteigentum erworben habe. 1972, 1992 und 2003 habe er zusätzliche Miteigentumsanteile übernommen; nunmehr halte er die Liegenschaften X.________ und Y.________ in Alleineigentum und die Liegenschaft Z.________ zu zwei Dritteln. Weiter ging die Vorinstanz davon aus, die Verwaltung habe die Vermögenserträge aus den betreffenden Liegenschaften für das Jahr 2000 als nicht (mehr) beitragspflichtig qualifiziert, mithin die Aufgabe der selbständigen Erwerbstätigkeit als Privatentnahme und die Liegenschaften neu als Privatvermögen eingestuft. Zwar erfasse die Rechtskraft einer Beitragsverfügung stets nur einen zeitlich abgeschlossenen Sachverhalt, weshalb es - mit der gebotenen Zurückhaltung - möglich sei, den Sachverhalt für spätere Perioden anders zu würdigen (BGE 124 V 150). Die Mitteilung über die Aufgabe der selbständigen Erwerbstätigkeit stelle indessen ein gewichtiges Indiz für einen Wechsel vom Geschäfts- zum Privatvermögen und damit gegen die Beitragspflicht der Liegenschaftserträge der Jahre 2001 und 2002 dar. Die Vermietung von Immobilien gehöre "ausgesprochen zur üblichen Verwaltung privaten Anlagevermögens" (Urteil 2A.52/2003 vom 23. Januar 2004 E. 2.5). Auch unter Berücksichtigung der weiteren Umstände sei es überwiegend wahrscheinlich, dass die Liegenschaftserträge der Jahre 2001 und 2002 nicht auf gewerbsmässiger Tätigkeit beruhten und kein beitragspflichtiges Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit darstellten. 2.2 Die beschwerdeführende Verwaltung macht geltend, die umstrittenen Einkommen hätten auch hinsichtlich der Jahre 2001 und 2002 erwerblichen Charakter, da die Liegenschaften nie aus dem Geschäftsvermögen in das Privatvermögen übertragen worden seien; andernfalls wäre ein beitragspflichtiger Liquidationsgewinn angefallen. Vorliegend gehörten die Liegenschaften zum Geschäftsvermögen, weshalb S.________ für die genannten Jahre Beiträge für Selbständigerwerbende bezahlen müsse. Der Ende 1999 vorgenommene Abgang als Selbständigerwerbender sei zu Unrecht anerkannt worden. Aus dem Umstand, dass deswegen für das Jahr 2000 keine Beiträge eingefordert worden seien, könne der Beschwerdegegner nichts zu seinen Gunsten ableiten. 2.3 Der Beschwerdegegner bringt vor, er sei rückwirkend auf Ende 1999 aus dem Register der Beitragspflichtigen gelöscht worden. Danach könne kein Geschäftsvermögen mehr bestanden haben. Eine spätere Zuweisung der Liegenschaften in das Geschäftsvermögen bedingte somit die Überführung vom Privat- in das Geschäftsvermögen, was nie erfolgt sei.