Citation: 2A.539/2001 18.12.2001 E. 2

2.- a) Der Beschwerdeführer stösst sich daran, trotz bedingtem Vollzug der ihm auferlegten Freiheitsstrafe von 18 Monaten immer noch inhaftiert zu sein. Er scheint den Unterschied zwischen strafprozessualer bzw. -rechtlicher Haft einerseits und fremdenpolizeilicher Ausschaffungshaft andererseits nicht zu kennen. Der Beschwerdeführer ist darauf hinzuweisen, dass er aus der Untersuchungshaft entlassen worden ist; im vorliegenden Verfahren geht es nicht mehr um die Verbüssung von Straftaten, sondern einzig um fremdenpolizeiliche und damit administrative Haft zwecks Vollzugs der ihm auferlegten Landesverweisung bzw. Wegweisung. Dabei können begangene Straftaten freilich auch eine Rolle spielen. Die Dauer der Ausschaffungshaft hängt jedoch im Unterschied zu strafprozessualer bzw. -rechtlicher Inhaftierung vom Vollzug der Wegweisung ab. Mit der Ausschaffung wird die Ausschaffungshaft jederzeit beendet, allenfalls auch vor Ablauf der festgelegten Haftdauer. b) Im Übrigen wurde der Beschwerdeführer nicht von den Behörden des Kantons Solothurn in Haft genommen, weil es, wie er schreibt, im Kanton St. Gallen - dessen Behörden mit dem Vollzug der asylrechtlichen Wegweisung betraut sind - keine Ausschaffungshaft gibt. Vielmehr beruht die Zuständigkeit des Kantons Solothurn auf der ihm von den Strafbehörden dieses Kantons auferlegten Landesverweisung.