Citation: 5A_284/2024 E. 3.3.6

3.3.6. Aus der gesprochenen Honorarpauschale resultiert bei Anwendung des verfassungsrechtlich relevanten Minimalstundenansatzes ein Aufwand von rund 58,3 Stunden (Fr. 10'500.-- : Fr. 180.--). Die Beschwerdeführerin geht ihrerseits von gut 47,7 Stunden aus (Fr. 10'500.-- : Fr. 220.--). Sie veranschaulicht nicht, inwiefern es willkürlich sein soll, für das Berufungsverfahren nur einen solchen Aufwand als notwendig und insofern ausreichend zu betrachten. Lediglich in allgemeiner Weise bekräftigt sie, damit entziehe die Vorinstanz ihr gänzlich den Handlungsspielraum, welcher zur wirksamen Ausübung des Mandats benötigt werde, und wirft sie die Frage auf, wie sie innert nicht einmal 48 Stunden die verrichteten Arbeiten (mit Ausnahme der Besprechungen mit der Klientin und dem Einholen von Instruktionen) hätte erledigen sollen. Dies genügt den Anforderungen an eine substanziierte Willkürrüge nicht (vgl. vorne E. 2.1). Die Beschwerdeführerin müsste konkret aufzeigen, weshalb sich die im Berufungsverfahren gestellten tatsächlichen und rechtlichen Fragen schwieriger präsentiert haben sollten, als die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid annahm, und eines bedeutend grösseren Aufwandes namentlich für das Verfassen der einzelnen Rechtsschriften bedurften. Eine derartige Analyse erfolgt nicht. Soweit die Beschwerdeführerin bemängelt, die Vorinstanz hätte einzelne Positionen ihrer Honorarnote unter Angabe eines Grundes herausstreichen und erwähnen müssen, wie viele Stunden stattdessen gerechtfertigt gewesen wären, verkennt sie das System der Pauschalentschädigung. Bei diesem werden gerade nicht die geltend gemachten Stunden gekürzt und das Gericht muss deshalb auch nicht die einzelnen Positionen bewerten (vgl. vorne E. 3.1; Urteil 5D_45/2024 vom 20. Februar 2025 E. 5). Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin vermag sodann eine lange Verfahrensdauer per se nicht einen deutlich höheren Aufwand zu rechtfertigen. Ebenso wenig taugt der generell gehaltene Hinweis darauf, dass das Berufungsverfahren überdurchschnittlich aufwendig und zeitintensiv gewesen sei, zumal die Vorinstanz diesem Umstand mit der Erhöhung der Pauschale Rechnung trug (vgl. vorne E. 3.2.2). Im Ergebnis hält der angefochtene Entscheid mithin vor dem Willkürverbot stand.