Citation: 6B_216/2023 E. 3.1

3.1. Es bedeutet keinen überspitzten Formalismus, vom Bürger zu verlangen, dass er seine Rechtsschriften eigenhändig unterzeichnet oder von einem bevollmächtigten und nach einschlägigem Verfahrensrecht zugelassenen Vertreter unterzeichnen lässt. Fehlt indes eine gültige Unterschrift, ist eine angemessene, gegebenenfalls auch über die gesetzliche Rechtsmittelfrist hinausgehende Nachfrist für die gültige Unterzeichnung anzusetzen. (BGE 142 V 152 E. 4.3 f.; 142 I 10 E. 2.4.6; vgl. auch BGE 120 V 413 E. 4). Eine von Amtes wegen angesetzte Nachfrist mit entsprechender Androhung schafft die Voraussetzung für ein Nichteintreten, sofern der Fristansetzung nicht nachgelebt wird (BGE 142 V 152 E. 4.4 mit Hinweis auf Urteil 8C_556/2009 vom 1. März 2010 E. 4.2).