Citation: 1C_100/2015 E. 5.2

5.2. Die Verschiebung hätte aber eine Lärmzunahme für die weiter südwestlich liegenden Parzellen zur Folge. Während die Planungswerte an den Bauten Obfelderstrasse 44 vermutlich eingehalten werden könnten, ist dies für die unüberbaute Liegenschaft Nr. 2921 fraglich: Dort prognostiziert die Lärmabklärung ewp (ohne Verschiebung der Strasse) eine Lärmbelastung von tagsüber 65 dB (A) und nachts 54 dB (A). Würde dort ein Gewerbebau mit Betriebsräumen erstellt, gälten dafür um 5 dB (A) höhere Grenzwerte (Art. 42 Abs. 1 LSV), so dass die Planungswerte möglicherweise knapp eingehalten werden könnten. Die Lärmzunahme infolge einer Verschiebung der Strasse wurden in der Lärmabklärung ewp nicht berechnet. Immerhin ist davon auszugehen, dass sie mindestens so hoch - vermutlich aber wegen der Lage an einer Innenkurve höher - ausfallen würde als die Lärmreduktion bei der Beschwerdeführerin (vgl. dazu bereits die Stellungnahme der kantonalen Fachstelle Lärm vom 1. Juli 2013 S. 2 oben. Ob die Fassade einer künftigen Baute auf die - im fraglichen Bereich gebogene - Baulinie gestellt werden muss, wie die Beschwerdeführerin geltend macht, steht noch nicht fest. Wäre dies der Fall, so bliebe der Abstand zur Strasse gleich, weshalb auch die Lärmbelastung an der Fassade in etwa gleich hoch wäre wie ohne die Verschiebung. Wie es sich damit verhält, kann offenbleiben: Entscheidend ist, dass die Baulinien bei dieser Variante um bis zu 5 m tiefer auf das Grundstück 2921 zu liegen kämen, d.h. ein noch grösserer Teil der Parzelle vom Bauverbot nach § 99 Abs. 1 des Zürcher Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) erfasst würde. Dies ist als Nachteil zu werten, unabhängig davon, ob die Eigentümerin in einem späteren Strassenprojektierungsverfahren für den Landverlust entschädigt wird. Das Grundstück der Beschwerdeführerin würde bei dieser Variante weitgehend verschont und die bei der Baulinienfestsetzung angestrebte ausgeglichene Belastung der betroffenen Grundeigentümer gestört.