Citation: 6B_1032/2023 E. 3.1.2

3.1.2. Die Vorinstanz hält zu obigen Erwägungen präzisierend fest, der Ehefrau des Beschwerdeführers sei es zumutbar, diesem in sein Heimatland zu folgen. Seine Kinder seien allesamt volljährig und hätten ihre Ausbildung abgeschlossen; beim jüngsten Sohn werde dies im Sommer der Fall sein. Die Pflege der Eltern des Beschwerdeführers in der Schweiz sei auch ohne ihn gewährleistet. Seine Integration lasse in mannigfacher Hinsicht zu wünschen übrig. Entscheidend sei jedoch bereits bei der Härtefallprüfung folgender Umstand: Gegen den Beschwerdeführer sei bereits unter altem Recht eine bedingte Landesverweisung ausgesprochen worden (Urteil des Obergerichts Solothurn vom 2. September 2004). In ausländerrechtlicher Hinsicht sei ihm aufgrund seiner wiederholten Straffälligkeit mit Schreiben vom 3. April 2006 das rechtliche Gehör betreffend Ausweisung resp. Androhung der Ausweisung gewährt worden. Mittels Verfügung der Migrationsbehörde vom 26. Oktober 2006 sei dem Beschwerdeführer sodann die Ausweisung aus der Schweiz resp. die Nichtverlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung angedroht worden. Trotz eines laufenden Strafverfahrens, in dem die Anordnung einer obligatorischen Landesverweisung drohe, habe der Beschwerdeführer eine weitere Katalogtat begangen, die zur Verurteilung vom 3. November 2021 wegen, unter anderem, mehrfacher harter Pornografie geführt habe. Alleine dies zeige, dass eine drohende Landesverweisung den Beschwerdeführer nicht vor der Begehung weiterer Delikte abhalte. Dies könne nicht anders interpretiert werden, als dass ihn die Landesverweisung nicht im Sinne eines schweren persönlichen Härtefalles treffe. Angesichts der Schwere der verübten Straftaten sowie der Unbelehrbarkeit und der gemäss Gutachten schlechten Legalprognose würden auch bei allfälliger Bejahung eines schweren persönlichen Härtefalles die öffentlichen Interessen an der Landesverweisung die privaten Interessen des Beschwerdeführers an einem weiteren Aufenthalt in der Schweiz deutlich überwiegen. Bei dieser Ausgangslage rechtfertige es sich, die Dauer der Landesverweisung auf 8 Jahre festzusetzen. Die Ausschreibung im SIS habe zu erfolgen.