Citation: 4A_583/2021 E. 7.1

7.1. Die Vorinstanz erwog, die Beschwerdeführerin bestreite nicht rechtsgenüglich, dass nach August 2013 eine Leistungserbringung ihrerseits als "pay/financial agent" infolge der Umsetzung der Sanktionen auch in den VAE nicht mehr möglich gewesen sei. Damit sei erstellt, dass ab September 2013 zumindest eine teilweise Unmöglichkeit der Leistungserbringung auf unabsehbare Dauer unter dem befristeten Vertrag (1. Februar 2013 bis 31. Dezember 2014) vorgelegen habe, an der sich bis Vertragsende nichts geändert habe. Zum Anteil der Leistungen als "pay/financial agent" an der Gesamtheit der von der Beschwerdeführerin unter dem Vertrag erbrachten Leistungen würden sich die Parteien nicht äussern. Die Beschwerdeführerin stütze ihre eigentliche Honorarforderung gemäss Ziff. 3.3 des Vertrags ausschliesslich auf erbrachte Dienstleistungen als "pay/financial agent", obwohl sich der Wortlaut dieser Ziffer auch auf die Erbringung weiterer Dienstleistungen beziehe und die Honorierung des Beauftragten nicht erfolgsabhängig sei. Aufgrund der zu den Akten gereichten Urkunden und den Vorbringen der Beschwerdeführerin sei nicht von der Hand zu weisen, dass sie auch ausserhalb des Aufgabenbereichs als "pay/ financial agent" tätig geworden sein möge. Aus ihrer Begründung der Honorarforderung (einzig für erbrachte Leistungen als "pay/financial agent") sei aber dennoch zu schliessen, dass die Tätigkeit als "pay/ financial agent" offenkundig der gewichtigste Teil der Leistungserbringung unter dem Vertrag gebildet habe. Der Wegfall dieser Tätigkeit infolge Unmöglichkeit rechtfertige ermessensweise eine Reduktion der monatlichen "retainer fee" um drei Viertel ab September 2013. Damit bestehe der Anspruch auf die "retainer fee" im Umfang von AED 5'390'000.-- (vertragliche "retainer fee" [AED 490'000.--] für 7 Monate + reduzierte "retainer fee" [AED 122'500.--] für die restlichen 16 Monate).