Citation: 1C_569/2022 E. 4

Der Beschwerdeführer macht geltend, dass die Vorinstanz den massgebenden Sachverhalt in mehrfacher Hinsicht offensichtlich falsch festgestellt habe. Insbesondere zweifelt er die Richtigkeit der Lärmmessungen vor Ort an. Er weist namentlich auf die ungünstigen Wetterbedingungen (etwa Schnee, Wind und Blätterrascheln) während der Lärmmessungen hin. Demgegenüber halten das BAFU und der Beschwerdegegner wie bereits die Vorinstanzen die Lärmmessungen und -berechnungen für plausibel. So führt das BAFU zusammenfassend aus, dass das vom Beschwerdeführer eingeholte Lärmgutachten der Buri Bauphysik & Akustik AG aus seiner Sicht nachvollziehbar und plausibel sei. Die Lärmmessung ergebe am Tag unter Volllast einen Beurteilungspegel von 45 dB (A) und von 38 dB (A) in der Nacht mit dem Nachtbetrieb (auch Flüsterbetrieb genannt). Die Planungswerte der Empfindlichkeitsstufe (ES) Il von tags 55 und nachts 45 dB (A) seien damit bei den lärmempfindlichen Räumen des Beschwerdeführers sehr deutlich eingehalten. Der Augenschein und der Lärmschutznachweis der n-energietechnik GmbH haben keine wesentlich davon abweichende Ergebnisse gezeitigt. Es ist daher nicht erkennbar, dass der festgestellte Sachverhalt offensichtlich unrichtig ist. Die Messungen mögen unter schwierigen Verhältnissen durchgeführt worden sein, sind jedoch fachgerecht erstellt worden und haben auch mit Blick auf die vom Wärmepumpen-Hersteller angegebenen Lärmwerte plausible Resultate gezeitigt, wie das BAFU als Fachbehörde des Bundes in seiner ausführlichen Vernehmlassung bestätigt. Angesichts der gemessenen Lärmwerte, welche die Planungswerte klar unterschreiten, erscheint es - wie bereits die Vorinstanz ausgeführt hat - selbst bei Berücksichtigung aller Messunsicherheiten zulasten der Wärmepumpe höchst unwahrscheinlich, dass deren Betrieb die Planungswerte bei den lärmempflindlichen Räumen am Gebäude des Beschwerdeführers erreichen oder gar überschreiten könnte. Letztlich scheint auch der Beschwerdeführer davon auszugehen, macht er doch nicht geltend, dass die Planungswerte an jenen Orten überschritten würden. Zudem bleibt die vom Beschwerdeführer nebenbei behauptete, auf eine Bemerkung im Gutachten der Buri Bauphysik & Akustik AG gestützte "mutmassliche" Verletzung der Planungswerte am Gebäude des Beschwerdegegners in losem Zusammenhang mit den vorgebrachten Rügen und daher letztlich unsubstanziiert. Ohnehin kommt das BAFU mit eingehender Begründung auch diesbezüglich zum gegenteiligen Schluss. Angesichts dieser Ausgangslage verletzte es auch nicht den Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV), dass die Vorinstanz keinen Augenschein und keine zusätzlichen Lärmmessungen durchgeführt hat. Aufgrund der bereits abgenommenen Beweise hatte sie ihre Überzeugung bilden können und konnte ohne Willkür in vorweggenommener (antizipierter) Beweiswürdigung annehmen, dass ihre Überzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert würde (vgl. BGE 141 I 60 E. 3.3). Der Beschwerdeführer beantragt auch vor Bundesgericht, zusätzliche Lärmmessungen durchzuführen. Dieser Antrag ist abzuweisen, weil sich der für den vorliegenden Entscheid rechtlich relevante Sachverhalt mit hinreichender Klarheit aus den Akten ergibt und nicht ersichtlich ist, inwiefern die Abnahme weiterer Beweise zusätzliche entscheidwesentliche Erkenntnisse liefern könnte.