Citation: 9C_12/2022 E. 3.2.2

3.2.2. Das EDI bezeichnet nach Anhören der zuständigen Kommission (Eidgenössische Kommission für allgemeine Leistungen und Grundsatzfragen, Leistungs- und Grundsatzkommission, ELGK, Art. 37a lit. a und Art. 37d KVV) unter anderem die medizinischen Präventionsmassnahmen nach Art. 26 KVG (Art. 33 lit. d KVV). Zu diesen gehören insbesondere die im Streit liegenden Massnahmen zur Prophylaxe von Krankheiten, welche in Art. 12b KLV in einer sogenannten Positivliste (BGE 129 V 167 E. 3.2, Urteil K 55/05 vom 24. Oktober 2005 E. 1.2.1 mit Hinweis) Eingang gefunden haben (Art. 12 lit. b KLV). In diesem Rahmen wird eine medizinische Leistung erst ab dem Zeitpunkt der Aufnahme in die Liste zur Pflichtleistung (VOKINGER/ZOBL in: Basler Kommentar, Krankenversicherungsgesetz, Krankenversicherungsaufsichtsgesetz, 1. Aufl., 2020 [nachfolgend: BSK KVG/KVAG], N 4 zu Art. 33 KVG).