Citation: 9C_714/2009 06.05.2010 E. 3

3.1 Das kantonale Gericht ist - wobei es die hievor (E. 1) aufgeführte gesetzliche Kognitionsregelung zu beachten gilt - nach einlässlicher, pflichtgemässer Würdigung der medizinischen Unterlagen (angefochtener Entscheid, S. 8-11 E. 4), insbesondere des Gutachtens des medizinischen Zentrums X.________ vom 21. Oktober 2008 sowie weiterer Gutachten und Berichte zum Schluss gelangt, dass dem Versicherten die Ausübung einer körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit vollzeitig zumutbar ist und dass von psychiatrischer Seite, in welcher Hinsicht eine somatoforme Schmerzstörung und eine allenfalls leichte depressive Symptomatik im Sinne einer Anpassungsstörung diagnostiziert wurde, keine zusätzliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit besteht (angefochtener Entscheid, S. 12 E. 5.2 und S. 14 E. 5.3). Dass sich die Vorinstanz, was die Interpretation der medizinischen Befunde mit Blick auf die für die Invaliditätsbemessung entscheidende funktionelle Leistungsfähigkeit anbelangt, bei ihrer Beweiswürdigung vorwiegend auf das durch sie veranlasste Gutachten des medizinischen Zentrums X.________ vom 21. Oktober 2008 gestützt hat, verletzt grundsätzlich kein Bundesrecht (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/aa S. 352 f.). 3.2 Der Beschwerdeführer macht allerdings geltend, auf das Gutachten des medizinischen Zentrums X.________ könne nicht abgestellt werden. Wenn gemäss Beschluss der Vorinstanz vom 24. November 2007 ausdrücklich die Einholung einer Fremdanamnese beim behandelnden Psychiater gefordert worden sei, habe dies auch tatsächlich zu erfolgen, nachdem der frühere Bericht des Dr. med. S.________ dem Gutachter vorenthalten wurde. 3.2.1 Eine unabhängig vom Gutachten vom 21. Oktober 2008 vorhandene Gesundheitsschädigung wurde weder in somatischer noch in psychiatrischer Hinsicht ausgewiesen und durch Dr. med. S.________ in einem früheren gutachtlichen Bericht vom 18. Februar 2006 auch nicht überzeugend dargelegt. Aufgrund der vorinstanzlich vorhandenen Akten wurde ferner entschieden, dass eine Arbeitsunfähigkeit mit relevant invalidisierender Wirkung, welche von der grundsätzlich - und auch in diesem Fall wegen offensichtlich fehlender Erfüllung der Morbiditätskriterien - nicht invalidisierenden (BGE 130 V 352) Schmerz- und anderweitigen syndromalen Fehlentwicklung zu unterscheiden ist, nicht gegeben war. 3.2.2 Es trifft allerdings zu, dass das kantonale Gericht anlässlich der eingeholten Begutachtung des medizinischen Zentrums X.________ eine "vollständige Anamnese unter Einbezug von fremdanamnestischen Auskünften, insbesondere des behandelnden Psychiaters Dr. med. S.________" angeordnet hatte, mit gleichzeitig verlangter Bezugnahme auf die lite pendente eingereichten Berichte. Den Parteien wurde in diesem Zusammenhang zunächst Gelegenheit eingeräumt, sich zu den in Aussicht genommenen Gutachtern zu äussern und Ergänzungen sowie Änderungen der Fragestellung zu beantragen. Der Versicherte benutzte diese ihm korrekt zugestandenen Verfahrensrechte nicht etwa, um Fragen zuhanden der Begutachter zu stellen, sondern liess statt dessen innert verlängerter Frist kommentarlos weitere Berichte der Klinik Y.________ und der Dres. med. S.________, N.________ und G.________ vom 5. und 31. Dezember 2007 sowie vom 10. und 26. Januar 2008 einreichen. Obwohl der Gutachtensauftrag an das medizinische Zentrum X.________ vom 8. April 2008 den Vermerkt "Beilage: gesamte Akten" enthielt, wurden diese Berichte dem medizinischen Zentrum X.________ nicht zur Verfügung gestellt, worauf der Beschwerdeführer in seiner Stellungnahme zur Begutachtung beanstandete, den Experten des medizinischen Zentrums X.________ hätten die von ihm am 28. Januar 2008 eingereichten Berichte nicht zur Verfügung gestanden. Die Vorinstanz sprach diesem Einwand Erheblichkeit ab mit der Begründung, das medizinische Zentrum X.________ wäre auch in Kenntnis dieser Berichte rheumatologisch-somatisch und psychiatrisch nicht zu anderen Erkenntnissen gelangt. 3.2.3 Die Vorinstanz hat die am 28. Januar 2008 eingereichte Stellungnahme von Dr. med. S.________ vom 31. Dezember 2007 und die anderen damit eingereichten Berichte zwar gewürdigt. Dem medizinischen Zentrum X.________ konnte auch nicht vorgeworfen werden, es habe die gestellte Frage nicht beantwortet. In der Tat wurde im Gutachtensauftrag festgehalten, es sei eine vollständige Anamnese zu erheben unter Einbezug von fremdanamnestischen Auskünften, insbesondere des behandelnden Psychiaters Dr. med. S.________, was das medizinische Zentrum X.________ in Kenntnis eines ihm vorliegenden Berichts dieses Arztes vom 18. Februar 2006 auch tat. Der Vorwurf des Beschwerdeführers kann somit nur darin bestehen, dass die Vorinstanz unvollständigerweise die am 28. Januar 2008 eingereichte Stellungnahme von Dr. med. S.________ vom 31. Dezember 2007 und die anderen gleichzeitig eingereichten Berichte dem medizinischen Zentrum X.________ nicht vorgelegt hat. Damit liegt aber eine unvollständige Sachverhaltsermittlung gemäss Art. 105 Abs. 2 BGG vor, welche den Grundsatz des rechtlichen Gehörs und somit Bundesrecht verletzt. Die Vorinstanz wird daher angewiesen, dem medizinischen Zentrum X.________ nachträglich die streitigen Berichte einzureichen, damit dieses zu bestimmen hat, ob in Berücksichtigung derselben das Gutachten anders ausgefallen wäre.