Citation: 6B_912/2018 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erwägt zusammengefasst, es sei allgemein bekannt, dass eine abgeschlagene Glasflasche mit der Gefährlichkeit eines Messers mittlerer Grösse vergleichbar und geeignet sei, erhebliche Verletzungen zuzufügen. Ferner gehöre es zum Allgemeinwissen und bedürfe keiner besonderen Intelligenz, dass Stichverletzungen am Hals tödlich enden können. Indem der Beschwerdeführer die abgeschlagene Glasflasche gezielt gegen den Oberkörper und damit insbesondere auch gegen den Hals- und Kopfbereich des Geschädigten eingesetzt habe, sei er das Risiko eingegangen, diesem tödliche Schnittverletzungen zuzufügen. Zudem seien die Schläge und Stiche im Rahmen einer tätlichen Auseinandersetzung erfolgt, welche der Beschwerdeführer nur schlecht habe kontrollieren können, weshalb ihm auch eine Eindämmung der Gefahr nicht möglich gewesen sei. Der Beschwerdeführer habe den Geschädigten einem hohen und ihm bekannten Risiko des Todeseintritts ausgesetzt, welches er nicht habe kalkulieren können. Er habe dessen Tod in Kauf genommen und sich daher einer versuchten eventualvorsätzlichen Tötung schuldig gemacht (vgl. angefochtenes Urteil Ziff. 3.2 bis 3.3 S. 27 ff.).