Citation: 6B_56/2024 E. 2.5.6

2.5.6. Der Beschwerdeführer wendet ein, die Vorinstanz befasse sich willkürlich nicht mit seinen Vorbringen zum fehlenden Tatmotiv und lasse demzufolge ein gewichtiges Entlastungsindiz ausser Acht. Am 8. März 2013 hätten sich auf seinem Konto über Fr. 1 Mio. befunden. Die Gutschrift von Fr. 8'617.70 habe er nicht einmal bemerkt und deren Bedeutung sei in Anbetracht seines damaligen Vermögens von über Fr. 4 Mio. verschwindend klein gewesen. Es sei unglaubhaft, dass er als erfolgreicher Geschäftsmann auch nur auf die Idee habe kommen können, für einen solchen Betrag eine Bestrafung zu riskieren. Hinzu komme, dass er im März 2013 der Beschwerdegegnerin 2 aufgrund eines Liquiditätsengpasses aus seinen eigenen Mitteln eine Einlage von Fr. 20'000.-- überwiesen habe. Vor diesem Hintergrund sei nicht nachvollziehbar, dass die Vorinstanz mutmasse, es sei ihm auch um eine Schädigung der Beschwerdegegnerin 2 gegangen (Beschwerde Ziff. III.7a-b S. 18-20). Die Vorinstanz führt aus, es sei davon auszugehen, dass die Motivation des Beschwerdeführers darin bestanden habe, sich selbst zu bereichern. Angesichts seines Vermögens und der in diesem Zeitraum geleisteten Zahlung von Fr. 20'000.-- sei es ihm vermutlich nicht nur um eine eigene Bereicherung, sondern mutmasslich auch um eine Schädigung der Beschwerdegegnerin 2 gegangen (Urteil E. 4.4.6 S. 22). Ob der Beschwerdeführer die Tat hauptsächlich wegen des Familienstreits oder aus anderen Gründen begangen habe, sei letztlich unerheblich. Sein Vorgehen mit den zwei Rechnungen und namentlich die verdeckte Überweisung auf sein eigenes Konto zeigten, dass es ihm zumindest teilweise auch darum gegangen sei, sich selbst zu bereichern bzw. zu begünstigen (Urteil E. 5.5.2 S. 26). Soweit die Vorinstanz die Schädigung der Beschwerdegegnerin 2 als mutmassliches Tatmotiv wertet, steht dies in einem Spannungsverhältnis zu der vom Beschwerdeführer in derselben Zeit (März 2013) geleisteten Einlage von Fr. 20'000.-- zugunsten der Beschwerdegegnerin 2. Deren Schädigung als eigentliche Triebfeder der Delinquenz erschliesst sich deshalb nicht. Hingegen lässt der Umstand, dass der Beschwerdeführer zum Tatzeitpunkt über ein hohes Vermögen und Einkommen verfügte, nicht den Rückschluss zu, es habe ihm ein nachvollziehbares Motiv für die Begehung eines Vermögensdelikts gefehlt. Anhand der erstellten äusserlichen Gegebenheiten - der Beschwerdeführer stellte nachweislich zwei unterschiedliche Rechnungen aus, wobei er der STWEG "J.________" jene im Betrag von Fr. 17'136.70, der Beschwerdegegnerin 2 jene im Betrag von Fr. 8'519.00 zukommen und sich den (Differenz-) Betrag von Fr. 8'617.70 vom Gesellschafterkonto auf sein Privatkonto transferieren liess - durfte die Vorinstanz willkürfrei auf die innere Tatsache bzw. das Tatmotiv der Selbstbereicherung schliessen.