Citation: 8C_662/2012 E. 3.3.3

3.3.3. Das kantonale Gericht hat demnach vollumfänglich auf die Schätzung im MEDAS Gutachten vom 7. Februar 2008 abgestellt; dies, obschon es zunächst erkannt hatte, dass der Psychiater Dr. med. K.________ die attestierte Arbeitsunfähigkeit nicht näher "spezifizierte". Im Entscheid der Vorinstanz wird denn auch nicht dargelegt, weshalb und in welcher Weise sich die festgestellten Restbefunde bei welcher Tätigkeit noch limitierend auswirken. Dr. med. K.________ nennt in seinem Konsiliargutachten vom 18. Januar 2008 als verbliebene Einschränkung im Wesentlichen lediglich eine verminderte Belastbarkeit, was eine über einen Drittel ausmachende Arbeitsunfähigkeit nicht ohne Weiteres als nachvollziehbar erscheinen lässt. Ohne genauere fachärztliche Erklärungen ist die Annahme einer um 35 % reduzierten Arbeitsfähigkeit aufgrund lediglich residualer Diagnosen jedenfalls nicht zu rechtfertigen. Weil nicht konkret aufgezeigt wird, inwiefern die verminderte Belastbarkeit das Leistungspotential der Beschwerdegegnerin noch erheblich schmälern sollte, beruht das vorinstanzliche Abstellen auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung im MEDAS-Gutachten vom 7. Februar 2008 für die Zeit ab 9. August 2007 auf einer unvollständigen Sachverhaltsfeststellung, weshalb der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen ist, um mittels präzisierender Fragestellungen die für eine zuverlässige Beurteilung noch erforderlichen Aufschlüsse erhältlich zu machen.