Citation: 9C_500/2024 E. 6.4

6.4. Im Übrigen könnte der diesbezüglichen Argumentation des Beschwerdeführers, selbst wenn auf das Vorbringen eingetreten würde, nicht gefolgt werden. Gemäss den - in dieser Hinsicht unbestrittenen - Feststellungen des Verwaltungsgerichts hat der Beschwerdeführer jeweils als Reaktion auf die Ermessensveranlagungen der Steuerverwaltung innerhalb der Einsprachefrist von 30 Tagen die Steuererklärungen eingereicht, am 15. April 2020 sogar für zwei Jahre gleichzeitig. Entsprechend ist er offensichtlich in der Lage, eine Steuererklärung innerhalb von 30 Tagen - und damit innerhalb der ihm in den Mahnungen gesetzten Frist - einzureichen. Dass er in allen betreffenden Jahren bereits vor der ermessensweisen Veranlagung begonnen hätte, die Steuererklärungen auszufüllen und diese während mittlerweile fünf Jahren (2016 bis 2020) nur zufällig zwar nach Zugang der Veranlagungsverfügung, aber vor Ablauf der Einsprachefrist fertiggestellt hätte, macht er nicht geltend. Da die Frist zum Einreichen einer Steuererklärung im Kanton Bern ohne Angabe von Gründen um vier Monate verlängert werden kann und ihm mit den Mahnungen eine weitere Frist von 30 Tagen gewährt wurde, ist nicht nachvollziehbar, weshalb dem Beschwerdeführer das Einreichen seiner Unterlagen bis spätestens zum Ablauf der in den Mahnungen gesetzten Nachfrist behinderungsbedingt nicht möglich gewesen sein sollte. Im Übrigen wäre es ihm offen gestanden, beim Ausfüllen und Einreichen der Steuererklärungen Hilfe beizuziehen. Dass er dazu nicht in der Lage gewesen wäre, macht er nicht geltend. Es ist somit nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz von verschuldeten Verfahrenspflichtverletzungen ausgegangen ist und die innerhalb des gesetzlich vorgesehenen Rahmens festgesetzten Bussenbeträge bestätigt hat.