Citation: 2C_80/2017 E. 3.1

3.1. Die Beschwerdeführerin kann sich zumindest gestützt auf ihre Beziehung zu ihrer minderjährigen Tochter, mit der sie zusammenlebt und für welche sie das Sorge- und Obhutsrecht hat, auf einen Anspruch gestützt auf Art. 8 Ziff. 1 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV berufen. Ob sie darüber hinaus auch einen Anspruch aus der Beziehung zu B.________ hat - mit dem sie zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils noch nicht verheiratet war -, hat die Vorinstanz offen gelassen, was, mit Blick auf das Ergebnis, nicht zu beanstanden ist. Nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK kann in das Recht auf Familienleben eingegriffen werden, soweit der Eingriff gesetzlich vorgesehen und in einer demokratischen Gesellschaft notwendig ist für die nationale oder öffentliche Sicherheit, für das wirtschaftliche Wohl des Landes, zur Aufrechterhaltung der Ordnung, zur Verhütung von Straftaten, zum Schutz der Gesundheit oder der Moral oder zum Schutz der Rechte und Freiheiten anderer. Die Vorinstanz ist angesichts der Verurteilung wegen vorsätzlicher Tötung zu einer zehnjährigen Freiheitsstrafe zu Recht davon ausgegangen, dass ein Widerrufsgrund nach Art. 62 Abs. 1 lit. b AuG (SR 142.20) wegen Verurteilung "zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe" gegeben ist (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.1 S. 147; 139 I 31 E. 2.1 S. 32). Sie hat dabei beachtet, dass nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung grundsätzlich auch Urteile durch ein ausländisches Gericht berücksichtigt werden dürfen. Dies jedenfalls dann, wenn es sich bei den infrage stehenden Delikten nach der schweizerischen Rechtsordnung um Verbrechen oder Vergehen handelt und der Schuldspruch in einem Staat erfolgt ist, in dem die Einhaltung der rechtsstaatlichen Verfahrensgrundsätze und Verteidigungsrechte als gesichert gelten kann (Urteile 2C_122/2017 vom 20. Juni 2017 E. 3.2; 2C_1011/2016 vom 21. März 2017 E. 4.4; ferner BGE 134 II 25 E. 4.3.1 S. 29). Es ist somit nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz Art. 62 Abs. 1 lit. b AuG als erfüllt betrachtet hat.