Citation: 6B_903/2014 E. 1.3.2

1.3.2. Im Übrigen bringt der Beschwerdeführer vor, nach den vorinstanzlichen Erwägungen seien Pferde gewohnt, dass Traktoren auf Wiesen und Äckern fahren, während es unüblich sei, dass Autos sie von hinten auf einer Wiese überholten. Dies sei widersinnig, könnten Pferde doch kaum Fahrzeugkategorien auseinanderhalten. Überdies sei nicht ersichtlich, weshalb ein knatternder Traktor ein Pferd nicht erschrecken könne, wogegen ein sehr langsam in 7 m Distanz fahrendes Auto ein Pferd aufzuscheuchen vermöge. Die Vorinstanz erwägt unter Hinweis auf das Gutachten vom 28. Februar 2014, Pferde suchten bei unerwarteten Ereignissen ihr Heil in der Flucht. An Verkehr gewöhnten sie sich schnell. Sie seien damit vertraut, dass auf Strassen mit Verkehr Motorfahrzeuge von vorne kreuzen und von hinten überholen. Ebenso seien sie gewohnt, dass Traktoren auf Wiesen und Äckern fahren. Ungewohnt, weil unüblich, sei es für Pferde, dass sie von einem auf einer Wiese fahrenden Auto von hinten überholt werden. Damit hält die Vorinstanz entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers nicht fest, die Pferde wären nicht erschrocken, hätte nicht sein Personenwagen, sondern ein Traktor sie überholt. Ebenso wenig erwägt sie, Pferde könnten Fahrzeugkategorien unterscheiden. Der Beschwerdeführer wendet ein, der Beschwerdegegner hätte die Pferde auf jeden Fall im Griff haben müssen. Dass er die Nervosität des Beschwerdegegners wahrgenommen habe, könne ihm nicht angelastet werden. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer habe vor dem Überholmanöver bemerkt, dass der Beschwerdegegner nervös sei. Spätestens in diesem Zeitpunkt hätte er gewahr werden müssen, dass der Beschwerdegegner die Pferde allenfalls nicht hinreichend auf sein Überholmanöver vorbereiten würde und seine Tiere ungenügend im Griff haben könnte. Es wäre folglich angezeigt gewesen, dass er auf ein Handzeichen oder einen Zwischenhalt des Beschwerdegegners wartet oder ganz vom Überholen absieht. Diese Erwägungen sind nicht zu beanstanden. Weiter trägt der Beschwerdeführer vor, es sei schleierhaft, welche zusätzlichen Vorsichtsmassnahmen er hätte treffen sollen. Die Vorinstanz erwägt zutreffend, er hätte zumindest sicherstellen müssen, dass der Beschwerdegegner den Überholvorgang rechtzeitig erkennt und Einfluss auf seine Pferde nehmen kann. Dass nirgends geschrieben steht, der Beschwerdeführer habe nur auf ein Handzeichen des Beschwerdegegners überholen dürfen, schadet freilich nicht. Der Beschwerdeführer wendet ein, er habe sein Überholmanöver abgebrochen, als er wahrnahm, dass der Beschwerdegegner die Pferde nicht im Griff hatte. Dies hilft ihm nicht, da er in diesem Zeitpunkt den Kausalverlauf bereits in Gang gesetzt hatte. Als unbegründet erweist sich auch die Rüge, es sei nicht untersucht worden, ob die Pferde mit Scheuklappen versehen waren. Die Vorinstanz gelangt zum Ergebnis, es könne offenbleiben, ob die Pferde Scheuklappen trugen. Zwar halte es der Gutachter für unwahrscheinlich, dass Pferde ohne Scheuklappen erschrecken, er schliesse eine Schreckreaktion aber nicht aus.