Citation: 8C_720/2020 E. 7.4

7.4. Gemäss gutachterlicher Einschätzung kann der Beschwerdeführer aufgrund seines Skelettleidens keine Lasten über 5 kg heben und tragen. Vermieden werden sollten auch Arbeiten, bei denen der Beschwerdeführer ausschliesslich gehen, stehen oder sitzen kann oder wo er monotone Zwangshaltungen des Oberkörpers einnehmen muss. Das Gehen auf unebenem Boden, das Besteigen von Gerüsten und häufiges Treppensteigen ist ebenfalls nicht zumutbar. Das gleiche gilt für Arbeiten in gebückter, kniender und hockender Position. In einer Tätigkeit, die diesem negativen Leistungsprofil Rechnung trägt, besteht eine Arbeitsfähigkeit von 70 %. Aufgrund dieses Belastungsprofils kann nicht gesagt werden, dass die zumutbare Tätigkeit in nur so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen erscheint (vgl. Urteil 8C_143/2019 vom 21. August 2019 E. 5.2 mit Hinweisen). Auch wenn der Beschwerdeführer letztmals 2003 handwerklich gearbeitet hat, ist aufgrund der in der Schweiz zunächst ausgeübten Tätigkeiten von einer gewissen Umstellungsfähigkeit auszugehen. Etwas anderes ergibt sich denn auch nicht aus dem MEDAS-Gutachten. Bei einer verbleibenden Aktivitätsdauer von mehr als fünf Jahren, einer vergleichsweise hohen Arbeitsfähigkeit und im Lichte der relativ hohen Hürden, welche das Bundesgericht für die Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit älterer Menschen errichtet hat, hat das kantonale Gericht kein Bundesrecht verletzt, wenn es einen IV-rechtlich relevanten mangelnden Zugang des Beschwerdeführers zum Arbeitsmarkt - mangels gegenteiliger beschwerdeweisen Vorbringen implizit - verneint hat (vgl. Urteil 8C_892/2017 vom 23. August 2018 E. 5).