Citation: 6B_1421/2021 E. 3.3

3.3. Der Beschwerdeführer behauptet zu Recht nicht, die Vorinstanz habe den Widerruf einzig mit dem Fehlen einer positiven Prognose begründet. Wenn sie ausführt, es sei "nicht von einer guten Legalprognose auszugehen", mag dies für sich alleine betrachtet zwar allenfalls diesen Eindruck erwecken. Aus den übrigen Erwägungen ergibt sich jedoch, dass die Vorinstanz damit auf die Argumente des Beschwerdeführers Bezug nimmt, wonach von einer günstigen Legalprognose auszugehen sei. Jedenfalls dem Sinn nach geht sie zweifellos von der - gesetzlich verlangten - Schlechtprognose aus. Die vorinstanzliche Beurteilung offenbart auch keine Ermessensüber- oder -unterschreitung respektive einen Ermessensmissbrauch. Dem Widerruf des bedingten Strafvollzugs nach Art. 46 Abs. 1 StGB steht insbesondere nicht entgegen, dass die "Vorstrafen" - wie der Beschwerdeführer anführt - nicht einschlägig seien (vgl. Urteil 6B_744/2020 vom 26. Oktober 2020 E. 1.4.1). Im Übrigen hat sich die Vorinstanz hinreichend mit den Argumenten des Beschwerdeführers auseinandergesetzt. Dass sie dem Wohlverhalten des Beschwerdeführers während des hängigen Strafverfahrens und den Ausführungen der Verteidigung zu seiner aktuellen beruflichen Situation keine entscheidende Bedeutung zumisst, ist nachvollziehbar und begründet keine Verletzung von Art. 46 Abs. 1 StGB.