Citation: 6B_1118/2022 E. 1.3.1

1.3.1. Der Beschwerdeführer beschränkt sich im Wesentlichen darauf, seine vor Vorinstanz erhobenen Einwände zu wiederholen und die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 unter Hinweis auf deren Minderintelligenz in Zweifel zu ziehen. Auf diese appellatorische Kritik am angefochtenen Urteil ist nicht einzugehen (oben E. 1.1.1). Die Vorinstanz begründet schlüssig, weshalb sie die Aussagen der Geschädigten unter Hinweis auf das aussagepsychologische Gutachten als erlebnisbasiert beurteilt und darauf abstellt. Der Beschwerdeführer bringt nichts vor, was Anlass böte, die Schlüssigkeit des Gutachtens in Zweifel zu ziehen. Namentlich den Einwand, wonach nicht genügend Analysematerial mit Bezug zum Kerngeschehen vorliege, widerlegt die Vorinstanz schlüssig. Sie verzichtet in nicht zu beanstandender Weise auf eine weitere Begutachtung. Soweit der Beschwerdeführer eine Verletzung der Unschuldsvermutung rügt, da die Alternativhypothese, dass die geschilderten Abwehrhandlungen nicht realem Erleben entsprechen würden, aussagepsychologisch nicht gänzlich ausgeschlossen werden könne, missversteht er die Tragweite des Grundsatzes "in dubio pro reo". Die Entscheidungsregel kommt nur zur Anwendung, wenn nach der Beweiswürdigung als Ganzes relevante Zweifel verbleiben (Urteil 6B_138/2022 vom 4. November 2022 E. 1.3 mit Hinweisen). Relevant sind nur unüberwindliche Zweifel, d.h. solche, die sich nach der objektiven Sachlage aufdrängen (vgl. Art. 10 Abs. 3 StPO; BGE 138 V 74 E. 7; 127 I 38 E. 2a). Von derlei unüberwindbaren Zweifeln kann vorliegend nicht einmal mit Bezug auf das aussagepsychologische Gutachten als isoliertes Beweismittel, geschweige denn auf die Beweiswürdigung als Ganzes die Rede sein. Wie der Beschwerdeführer selbst einräumt, kann die Alternativhypothese lediglich nicht vollständig ausgeschlossen werden. Auch, inwiefern das Gutachten in zentralen Fragen unklar sein soll, begründet der Beschwerdeführer nicht nachvollziehbar. Es kann auf die vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen werden (oben E. 1.2.2 f.). Dies gilt ebenso, wenn der Beschwerdeführer vorbringt, auto- und fremdsuggestive Einflüsse könnten sich auf die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 ausgewirkt haben, da sie in der Vergangenheit wiederholt sexuellen Missbrauch erlebt habe. Die Vorinstanz verwirft auch dies schlüssig. Die Kritik des Beschwerdeführers erschöpft sich auch hier in appellatorischen Vorbringen; darauf ist nicht einzugehen. Dies ist etwa der Fall, wenn er im Zusammenhang mit der Strafanzeige wiederum rügt, die Beschwerdegegnerin 2 sei für Suggestionen durch nahe Bezugspersonen empfänglich.