Citation: 8C_16/2024 E. 5.6

5.6. Die Beschwerdeführerin wiederholt ihren Einwand, in Verletzung der Begründungspflicht habe der Beschwerdegegner für 5'795,20 Ausfallstunden pauschal eine ungenügende Zeiterfassung als Rückerstattungsgrund angegeben. Mit der Vorinstanz kann festgehalten werden, dass der Vorwurf der ungenügenden Arbeitszeiterfassung im Einspracheentscheid vom 8. September 2022 hinreichend begründet wurde und weshalb für den Zeitraum von März bis Mai 2020 und von Januar bis April 2021 kein Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung besteht. Der Beschwerdegegner legte bereits in der Revisionsverfügung u.a. dar, dass die Mitarbeitenden der Beschwerdeführerin bis 22. März 2020 keine Arbeitszeitkontrollen vorgenommen hätten, wobei ein Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung ab 17. März 2020 geltend gemacht worden sei. Vom 23. März bis 29. Mai 2020 sei zwar eine Excel-Liste geführt worden, in der die (angeblich) täglich geleisteten Arbeitsstunden aufgelistet worden seien. Sämtliche wirtschaftlichen und anderweitigen Absenzen seien daraus aber nicht ersichtlich. Aus diversen E-Mails gehe hervor, dass die Mitarbeitenden angewiesen worden seien, nicht die effektiven Arbeitsstunden zu erfassen, da die Differenz die Arbeitslosenversicherung bezahle. Aus Kalendereinträgen, aus Aufstellungen zu den besuchten Kunden, aus durch (Innendienst-) Mitarbeitende verfassten E-Mails, aus Bestellscheinen der Handelsreisenden, aus Arztzeugnissen und Unfallscheinen ergebe sich, dass die Arbeitsstunden sowie allfällige Abwesenheiten nicht korrekt erfasst worden seien und die Beschwerdeführerin in erheblichem Ausmass für Tage oder Stunden wirtschaftlich bedingte Arbeitsausfälle geltend gemacht habe, an welchen die Mitarbeitenden gearbeitet hätten oder aus nicht wirtschaftlichen Gründen abwesend gewesen seien. Daraus zog der Beschwerdegegner den Schluss, dass für die Zeit vom 17. bis 22. März 2020 die Arbeitsausfälle aller Mitarbeitenden wegen der fehlenden Arbeitszeitkontrollen nicht überprüfbar und Plausibilisierungsversuche anhand von anderen betrieblichen Unterlagen nicht möglich seien. Die geführten Excel-Listen enthielten erwiesenermassen nicht die tatsächlich gearbeiteten Stunden, weshalb diese als Nachweis der Arbeitsstunden untauglich seien, wobei Excel-Listen die an eine Arbeitszeitkontrolle zu erfüllenden Anforderungen ohnehin nicht erfüllten. Diese Argumentation nahm der Beschwerdegegner im Einspracheentscheid vom 8. September 2022 nochmals auf und ging auf die einzelnen Rügen der Beschwerdeführerin ein, wie die Vorinstanz bereits festgestellt hat. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin wurde einlässlich begründet, weshalb die gesamten geltend gemachten Ausfallstunden aufgrund ungenügender Überprüfbarkeit nicht anerkannt werden konnten. Der Beschwerdegegner nannte die wesentlichen Überlegungen, von denen er sich leiten liess und auf welche er seinen Entscheid stützte. Von einer lediglich pauschal begründeten Rückforderung kann mithin keine Rede sein. Eine Verletzung der (aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör fliessenden) Begründungspflicht (Art. 29 Abs. 2 BV; BGE 149 V 156 E. 6.1; 148 III 30 E. 3.1) hat die Vorinstanz damit zu Recht verneint.