Citation: 4C.332/2002 08.07.2003 E. 1

Beim angefochtenen Urteil handelt es sich um einen selbständigen Vor- oder Zwischenentscheid, gegen den die Berufung gemäss Art. 50 Abs. 1 OG nur zulässig ist, wenn dadurch sofort ein Endentscheid herbeigeführt und ein so bedeutender Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren erspart werden kann, dass die gesonderte Anrufung des Bundesgerichts gerechtfertigt erscheint. Die erste Voraussetzung der Berufungsfähigkeit ist ohne weiteres erfüllt, denn bei Gutheissung der Berufung wäre der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Klage abzuweisen. Die zweite Voraussetzung ist nach den Vorbringen der Beklagten in der Berufungsschrift ebenfalls gegeben. Sie weist darauf hin, dass sie bereits erstinstanzlich die eingeklagte Forderung nicht nur bezüglich des Bestandes, sondern auch der Höhe nach bestritten habe. Gemäss ihrer Darstellung wäre ein weitläufiges Beweisverfahren durchzuführen, wenn der angefochtene Entscheid vom Bundesgericht bestätigt würde. Wie aus ihrer Klageantwort im erstinstanzlichen Verfahren hervorgeht, hat sie nicht nur beanstandet, dass die Klägerin keine Belege für ihre Gesamtforderung von Fr. 1'979'300.80 eingereicht hat, sondern auch Einwände gegen die Sachverhaltsdarstellung der Klägerin in Bezug auf die Höhe der Forderungen auf Ersatz der Pflege- und Heilungskosten erhoben. Sollte es zu einem Beweisverfahren betreffend diese Fragen kommen, wäre dieses erfahrungsgemäss mit beträchtlichem Aufwand verbunden. Die zweite Voraussetzung von Art. 50 Abs. 1 OG ist somit ebenfalls gegeben. Die Berufung ist zulässig.