Citation: 8C_618/2020 E. 5.2.2

5.2.2. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, vermag zu keinem anderen Ergebnis zu führen. Namentlich ist die Suva nach konstanter Rechtsprechung (SVR 2014 UV Nr. 1 S. 1, 8C_211/2013 E. 4.1 mit Hinweisen) im Rahmen einer Revision nicht an die der erstmaligen Rentenzusprechung zugrunde gelegte Bemessungsmethode gebunden. Dies gilt erst recht hinsichtlich der Anwendung der ausserordentlichen Bemessungsmethode, auf welche nur in Ausnahmefällen zurückgegriffen werden soll (Thomas Flückiger, Basler Kommentar, Unfallversicherungsgesetz, 2019, N. 12 zu Art. 18 UVG). Zudem entfaltet der Entscheid vom 28. Februar 2013 seine Rechtskraft nur hinsichtlich der Anordnung der Bemessungsmethode zur erstmaligen Rentenfestsetzung, nicht jedoch für künftige Revisionsverfahren. Die Behauptung, zur Festsetzung des Valideneinkommens bei Selbstständigerwerbenden könne nicht auf die Lohnstrukturerhebung des Bundes (LSE) zurückgegriffen werden, da sie nur Arbeitnehmerlöhne umfasse, geht ins Leere, steht ein Abstellen auf die LSE im hier zu beurteilenden Fall doch ausser Diskussion. Hingegen ist das Abstellen auf die Einträge im Individuellen Konto (IK) zur Ermittlung des Valideneinkommens bei Selbstständigerwerbenden nicht zu beanstanden (Urteile 8C_328/2020 vom 3. September 2020 E. 2.2; 8C_443/2018 vom 30. Januar 2019 E. 2.1 und 9C_ 48/2018 vom 18. Mai 2018 E. 6). Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, das Valideneinkommen resp. die unfallbedingte Einschränkung könne nicht mit hinreichender Genauigkeit bestimmt werden, da er ohne diese Einschränkungen nach wie vor als Plattenleger tätig sein könnte und sein Einkommen deshalb wesentlich höher ausfallen würde. Für diese Behauptung fehlen jegliche Anhaltspunkte, so dass nach der Rechtsprechung davon auszugehen ist, dass die versicherte Person ohne die gesundheitliche Beeinträchtigung nach wie vor in ihrer angestammten Tätigkeit arbeiten würde (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30). Für eine davon abweichende Beurteilung, wie etwa die Berücksichtigung eines infolge beruflichen Aufstiegs oder aus anderen Gründen höheren Einkommens, bedarf es überzeugender und konkreter Anhaltspunkte (BGE 145 V 141 E. 5.2.1 S. 144; Flückiger, a.a.O., N. 23 f. zu Art. 18 UVG). Auch ist bei Selbstständigerwerbenden regelmässig auf den Durchschnitt der Betriebsergebnisse über mehrere Jahre abzustellen, was etwa durch den Beizug der IK-Einträge und ohne Einholung eines betriebswirtschaftlichen Gutachtens festgestellt werden kann (Flückiger, a.a.O., N. 32 zu Art. 18 UVG). Der Beschwerdeführer legt auch nicht substanziiert dar, inwiefern solche konkreten Anhaltspunkte, die ein Abweichen von den IK-Einträgen rechtfertigen würden, gegeben wären. Soweit der Beschwerdeführer schliesslich rügt, entgegen der Feststellung der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid sei bereits zur Zeit der Verfügung vom 19. Oktober 2011, des Einspracheentscheids vom 16. Februar 2012 und des vorinstanzlichen Entscheids vom 28. Februar 2013 der IK-Eintrag für das Einkommen 2009 bekannt gewesen, verkennt er, dass er das ahv-pflichtige Einkommen gegenüber seiner Ausgleichskasse abgerechnet hat. Das bedeutet nicht, dass die Suva automatisch davon Kenntnis erhält. Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass Vorinstanz und Verwaltung für den Einkommensvergleich beim Valideneinkommen auf die IK-Einträge (vgl. oben) und beim Invalideneinkommen auf das tatsächlich erzielte Einkommen (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296) abgestellt haben.