Citation: 1C_204/2019 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer keine Gutgläubigkeit bei den eigenmächtig vorgenommenen Umbauten am Weidstall und bei der Erstellung der Steinmauer zugute gehalten. Diese Beurteilung lässt sich im Lichte der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. dazu Urteil 1C_347/2017 vom 23. März 2018 E. 6.3 mit Hinweisen) nicht ernsthaft in Frage stellen. Falls der Beschwerdeführer im Rahmen der Realisierung der Baubewilligung von 2015 zusätzliche bauliche Massnahmen für angezeigt hielt, so oblag es ihm, vorgängig erneut ein Baugesuch einzureichen. Weiter bestreitet der Beschwerdeführer vor Bundesgericht nicht konkret, dass das Gebäude bei einer blossen Entfernung der illegal errichteten Bauteile einzustürzen droht. Wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat, gingen die vom Beschwerdeführer vorgenommenen Veränderungen an der Baute über Massnahmen zur Substanzerhaltung, die für die bewilligte Nutzung erforderlich gewesen wären, weit hinaus. Ausserdem ist es nicht zu beanstanden, wenn die kantonalen Instanzen konkrete Anhaltspunkte für eine unzulässige Nutzung des Weidstalls im umgebauten Zustand für Aufenthaltszwecke statt als Bienenhaus und Geräteschuppen bejaht haben. Dabei kann der Beschwerdeführer aus dem ehemaligen Hirtenzimmer nichts für sich ableiten, weil er die diesbezügliche Bausubstanz ohne Bewilligung im Wesentlichen zerstört hat. Damit ist ein öffentliches Interesse für den vollständigen Rückbau des Weidstalls zu bejahen, und die entsprechende Anordnung ist geeignet und erforderlich für die Erreichung dieses öffentlichen Interesses. Vorliegend geht es nicht um eine unbedeutende Abweichung vom Erlaubten, selbst wenn das Vorhaben innerhalb des vorbestehenden Gebäudevolumens realisiert worden sein sollte. Der Beschwerdeführer hat bei den Investitionen für die eigenmächtigen Umbauten auf eigenes Risiko gehandelt. Die Vermögenseinbusse, die er bei einem Verlust des Weidstalls hinzunehmen hat, ist bei weitem nicht derart gewichtig, dass sie das entgegenstehende öffentliche Interesse zu überwiegen vermöchte. Im Übrigen vermag der Beschwerdeführer nicht erfolgreich darzutun, dass eine sachgerechte Bewirtschaftung des Grundstücks bei einem Abbruch des Weidstalls gefährdet ist. Insbesondere ist nicht nachvollziehbar, weshalb die Bewirtschaftung der vom Beschwerdeführer ins Feld geführten Trockenwiesen auf dem Grundstück auf einen Weiterbestand des Weidstalls angewiesen sein soll. Insgesamt erweist sich der von der Vorinstanz bestätigte Abbruch des Weidstalls als zumutbar und verhältnismässig. Ebenso besteht ein erhebliches öffentliches Interesse an der Freihaltung der Landwirtschaftszone von der eigenmächtig erstellten Steinmauer und damit an ihrem Rückbau. Die entgegenstehenden privaten Interessen am Erhalt der Mauer haben demgegenüber ein vergleichsweise geringes Gewicht. Die von der Vorinstanz bestätigte Anordnung zum Abbruch der Mauer ist unter Verhältnismässigkeitsgesichtspunkten nicht zu beanstanden.