Citation: 2C_809/2015 E. 3.6

3.6. Die Beschwerdeführer rügen eine Verletzung von Art. 5 Abs. 1, Art. 36 Abs. 1, Art. 127 Abs. 1 und Art. 164 Abs. 1 lit. d BV; die Abgabe beruhe auf einer nicht genügenden gesetzlichen Grundlage und verletze das Kostendeckungsprinzip. Art. 11.1 KonzReg sehe die Erhebung einer Anschlussgebühr nur für Neuanschlüsse, bauliche Erweiterungen, Umbauten und Nutzungsänderungen vor, nicht aber für einen Wiederaufbau. Ohnehin sei der Gegenstand der Anschlussgebühr im KonzReg nicht genügend bestimmt umschrieben. Zudem werde die Beschwerdegegnerin im KonzReg nur berechtigt, aber nicht verpflichtet, Anschlussgebühren zu erheben. Art. 11 KonzReg bilde daher keine genügende gesetzliche Grundlage für die Erhebung einer Gebühr. Sodann bestimme das KonzReg nicht, nach welchen Kriterien die Anschlussgebühren zu bemessen seien; es begrenze auch die Gebührenhöhe nicht. Das Kostendeckungsprinzip könne die Funktion der Kostenbegrenzung nicht übernehmen, weil Art. 11.2 KonzReg ausdrücklich die Erzielung eines wirtschaftlichen Ertrags vorsehe. Die Anschlussgebühr in ihrer konkreten Ausgestaltung sei daher keine kostenabhängige Kausalabgabe und könne nicht in eine solche umfunktioniert werden, indem die Einhaltung des Kostendeckungsprinzips überprüft werde. Sodann bilde die Wasserversorgung Tuggen/SZ einen einheitlichen Verwaltungszweig ohne Unterteilungen in die Teilbereiche Betrieb und Investitionen. Das Kostendeckungsprinzip könne schon daher die Schutzfunktion für eine einzelne Abgabeart wie die Anschlussgebühren nicht übernehmen, zumal auch nirgends festgelegt sei, dass die Anschlussgebühren und Erschliessungsbeiträge der Finanzierung der Investitionen dienten und die Buchhaltung der Beschwerdegegnerin keine saubere Aufgliederung in die Teilbereiche Betrieb und Investitionen enthalte. Selbst wenn die Gebührenerhebung zulässig wäre, könnte sie nur für das Mehrvolumen des wiederaufgebauten Hauses (311 m3) erhoben werden, da eine allfällige Anschlussgebühr für das Altvolumen (520 m3) verjährt sei. Schliesslich rügen sie eine Verletzung des Beweisführungsanspruchs (Art. 29 Abs. 2 BV) bei der Prüfung der Einhaltung des Kostendeckungsprinzips.