Citation: 5P.496/2006 22.01.2007 E. 6

Die Beschwerdeführer rügen ferner eine willkürliche Verletzung des Gebots von Treu und Glauben, weil die Kosten gemäss der superprovisorisch erlassenen Massnahme bei der Prozedur hätten bleiben sollen, dann aber im Massnahmenentscheid entgegen der Ankündigung und ohne Gewährung des rechtlichen Gehörs endgültig verlegt worden seien. Auf Grund der kantonalen Akten steht fest, dass der Beschwerdegegner das Massnahmengesuch unter gesetzlicher Kostenfolge stellte, dass der Beschwerdeführer A.________ Rechtsanwalt und Notar von Beruf ist und dass der Beschwerdeführer B.________ vor Erlass der vorsorglichen Massnahme durch einen im Kanton zugelassenen Rechtsvertreter Einsicht in das Massnahmengesuch verlangt und unter Hinweis auf die laufende Vernehmlassungsfrist auch erhalten hat. Mit Rücksicht auf die Fachkenntnis, die somit den Beschwerdeführern anzurechnen war, hat für das Bezirksgericht unter verfassungsrechtlichen Gesichtspunkten kein Grund bestanden, den Beschwerdeführern seine Absicht, über die Kosten des Verfahrens im Massnahmenentscheid zu befinden, vorgängig mitzuteilen. Daran ändert auch der Hinweis nichts, die Kosten blieben bei der Prozedur, zumal im fraglichen Verfahrensstadium das Massnahmenverfahren die einzige vor Bezirksgericht hängige "Prozedur" und die Klage des Beschwerdegegners erst beim Kreispräsidenten als Vermittler hängig war. Die Rüge der Verletzung des Gebots von Treu und Glauben erweist sich als unbegründet (vgl. dazu PKG 2000 Nr. 8 S. 57 E. 1b).