Citation: 6B_1155/2017 E. 2.2

2.2. Die zitierte Passage findet sich in der abschliessenden Ausführung zur "Rückfallgefahr und Prognose". Der Privatgutachter führt zu den "oben genannten Bedingungen" des Zitats aus, es sei unübersehbar, dass der Beschwerdeführer mit seinen aggressiven Ausbrüchen eine Hartnäckigkeit gezeigt habe. Diese Gewaltdelikte würden sich vorwiegend auf die Jahre 1974 bis 1982 beziehen. Es dürfte wohl keinen Experten geben, der einen Rückfall gänzlich ausschliessen würde. Das sei bei Wiederholungstätern nie möglich. Das langjährige Wohlverhalten im Vollzug, die über Jahre anhaltende Beziehung zu seiner Partnerin, die ihn in ein psychisches Gleichgewicht gebracht habe, die Einsicht in sein Fehlverhalten, auch die Erschöpfung und Zermürbung durch den ungewöhnlich langen Massnahmenvollzug sprächen für eine Beendigung der Massnahme zu Gunsten einer extramuralen Betreuung. Es könne damit gerechnet werden, dass sich die Gefahr eines Rückfalls in sehr erheblichem Masse reduziert habe. Die Prognose sei insoweit günstig, als es gerechtfertigt sei, ihn in ein Setting zu entlassen, wo eine gewisse Betreuung und Beaufsichtigung bestehe, ihm für die Integration Unterstützung gewährleistet werde und eine psychotherapeutische Betreuung mit der Gewährleistung eines vertrauensvollen Rahmens aufgegleist werden könne. [An dieser Stelle folgt das erwähnte Zitat.] Entscheidend für eine erfolgreiche Weiterentwicklung sei, dass sein Potential der Bereitschaft, eine Psychotherapie bei einem Therapeuten zu machen, der sein notwendiges Vertrauen geniesse, sowie eine relativ stabile Beziehung zu seiner Partnerin genutzt würden. Zusätzlich seien Massnahmen zu treffen, die eine Enthemmung durch Alkoholkonsum vermieden, wobei eine Antabusbehandlung oder eine Behandlung mit einem ebenbürtigen Medikament in Betracht zu ziehen sei (Privatgutachten S. 65 f.). Der Privatgutachter stellt die Diagnose: 1. Status nach Schizophrenie in den Siebzigerjahren (vgl. Gutachten S. 115); 2. Persönlichkeitsstörung mit Borderline und narzisstischen Anteilen (ICD-10: F61.0); 3. frühe Alkoholabhängigkeit (ICD-10: F21) und Mehrfachsubstanzmissbrauch (ICD-10: F19.1); 4. die Grundstörung bestehe in einer seit der Jugendzeit bestehenden Liebessehnsucht mit reaktiven Missstimmungen und Agressionsverhalten bei Nichterfüllung (Privatgutachten S. 66). Es habe sich die Wahrscheinlichkeit weiterer Straftaten der bisherigen Art massiv reduziert (Frage 3a). Die psychische Störung könne therapeutisch behandelt werden (4). Gegen seinen Willen könne die empfohlene ambulante Behandlung nicht durchgeführt werden, weil sie faktisch nicht zustande käme und er sich nicht in erforderlichem Masse darauf einlassen würde (10b) (Privatgutachten S. 67 f.). Nach dem Privatgutachter hätte sich die Gefahr eines Rückfalls "massiv" bzw. "in sehr erheblichem Masse reduziert". Er hält die Störungen für ambulant therapierbar, setzt aber ein Setting voraus, auf das sich der Beschwerdeführer "einlassen würde" (Privatgutachten S. 68, Ziff. 10b). Als "Bedingung" für die Beendigungen der Massnahme und die extramurale "Betreuung und Beaufsichtigung" stellt das Privatgutachten einen seitenlangen Forderungskatalog auf.