Citation: 8C_239/2019 E. 6

Damit ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen und die Sache an den Beschwerdegegner zur weiteren Abklärung hinsichtlich der Lohnhöhe und der übrigen Anspruchsvoraussetzungen zurückzuweisen. Soweit hilfsweise die Aussetzung des Insolvenzentschädigungsverfahrens bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheids über die Rückzahlungspflicht beantragt wird, besteht dazu kein Anlass, wie schon die Vorinstanz richtig erkannt hat. Die Auszahlung der Insolvenzentschädigung setzt hinsichtlich Lohnforderung nicht den Nachweis des materiellen Bestands, sondern lediglich Glaubhaftmachung voraus (ARV 1990 Nr. 8 S. 53 f. E. 2, C 108/88; Urteil C 362/98 vom 18. Februar 2000 E. 4). Sollte die Forderung im Konkurs der Arbeitgeberin abgewiesen werden, greift Art. 55 Abs. 2 AVIG (E. 3.3 hiervor).