Citation: 2C_479/2022 E. 7.2.2

7.2.2. Aus dem Wortlaut von Art. 39 TSchG ("dabei haben sie die Eigenschaften der Organe der gerichtlichen Polizei"; "pour ce faire, elles ont qualité d'organes de la police judiciare"; "in tale funzione hanno qualità di organi della polizia giudiziaria") lässt sich - entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers - nicht ableiten, dass die mit dem Vollzug des TSchG beauftragten Behörden im Rahmen des Zutrittsrechts als Strafverfolgungsbehörden handeln. Nach der Rechtsprechung gehören polizeiliche Kontrollen zu den Realakten; anders verhielte es sich, wenn strafprozessuale Zwangsmittel vorgenommen würden. Solche könnten mit den ordentlichen strafprozessualen Rechtsmitteln angefochten werden (BGE 130 I 369 E. 6.1; 128 I 167 E. 4.5). Solange aber keine Zwangsmittel eingesetzt werden, handelt es sich bei der polizeilichen Kontrolle um einen verwaltungsrechtlichen Realakt. Der Wortlaut, wonach die zuständigen Behörden die Eigenschaft der Organe der gerichtlichen Polizei hat, bedeutet daher nicht, dass sie selbst dann als Strafverfolgungsbehörde zu qualifizieren sind, wenn sie keine Zwangsmittel einsetzt.