Citation: 2C_451/2009 07.12.2009 E. 2

2.1 Die peruanische Ehefrau des Beschwerdeführers besitzt lediglich eine Aufenthaltsbewilligung. Diese verschafft dem Beschwerdeführer gemäss Art. 17 Abs. 2 ANAG - der für den Familiennachzug das Bestehen einer Niederlassungsbewilligung voraussetzt (BGE 119 Ib 91 E. 1b S. 93) - keinen Anspruch auf Nachzug zu seiner Ehefrau. Zwar lebt die Ehefrau nun schon über elf Jahre in der Schweiz, doch hat sie nie über eine Niederlassungsbewilligung verfügt und hat darauf keinen Anspruch, weshalb der Beschwerdeführer aus Art. 17 Abs. 2 ANAG nichts zu seinen Gunsten abzuleiten vermag (BGE 130 II 281 E. 2.2 S. 284; 126 II 377 E. 2a S. 382). 2.2 Ein Anspruch auf Familiennachzug zu seiner Ehefrau könnte sich demzufolge einzig aus dem in Art. 8 EMRK (bzw. mit gleicher Tragweite in Art. 13 Abs. 1 BV) verankerten Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens ergeben. 2.2.1 Hat ein Ausländer nahe Verwandte in der Schweiz und ist diese familiäre Beziehung intakt und wird sie tatsächlich gelebt, kann es das in Art. 8 Ziff. 1 EMRK bzw. in Art. 13 Abs. 1 BV garantierte Recht auf Achtung des Familienlebens verletzen, wenn ihm die Anwesenheit in der Schweiz untersagt wird. Der sich hier aufhaltende Angehörige muss dabei über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht verfügen. Dies ist der Fall, wenn er das Schweizer Bürgerrecht oder eine Niederlassungsbewilligung besitzt oder über eine Aufenthaltsbewilligung verfügt, die ihrerseits auf einem gefestigten Rechtsanspruch beruht (BGE 130 II 281 E. 3.1 S. 285 f. mit Hinweisen). 2.2.2 Die Ehegattin des Beschwerdeführers besitzt wie erwähnt lediglich eine Aufenthaltsbewilligung. Sie kann sich demnach nur dann auf Art. 8 EMRK berufen, wenn sie zumindest im Grundsatz über einen Anspruch auf Verlängerung dieser Aufenthaltsbewilligung und in dem Sinne über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht verfügt (vgl. BGE 130 II 281 E. 3.2 S. 286). Ein solches kann sich aus dem Schutz des Privatlebens, d.h. wiederum aus Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 BV ergeben. Nach der Rechtsprechung bedarf es hierfür indessen besonders intensiver, über eine normale Integration hinausgehender privater Bindungen gesellschaftlicher oder beruflicher Natur bzw. entsprechend vertiefter sozialer Beziehungen zum ausserfamiliären bzw. ausserhäuslichen Bereich (BGE 130 II 281 E. 3.2.1 S. 286; 126 II 425 E. 4c/aa S. 432, 377 E. 2c/aa S. 385; 120 Ib 16 E. 3b S. 22). Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers trifft es nicht zu, dass das Bundesgericht bei mehrjähriger Verlängerung der Anwesenheitsbewilligung des Ehegatten des Gesuchstellers auf das Vorliegen besonders intensiver Beziehungen zur Schweiz verzichtet hätte. An diesem Erfordernis hat es auch im Urteil, auf das sich der Beschwerdeführer beruft, ausdrücklich festgehalten (vgl. BGE 130 II 281 E. 3.2.1 S. 286 f. mit Hinweisen). Aus dem Umstand, dass es in Ausnahmefällen nicht verlangte, dass notwendigerweise die Bedingungen für einen sich allein aus dem Schutz des Privatlebens ergebenden Bewilligungsanspruch vorliegen müssten, kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten, da auch bei der Gesamtwürdigung der Situation im Lichte des kombinierten Schutzbereichs des Privat- und Familienlebens keineswegs ausschliesslich die Aufenthaltsdauer massgebend ist und bereits zur Annahme eines faktischen Anwesenheitsrechts führt (vgl. BGE 130 II 281 E. 3.3 S. 289). 2.2.3 Die peruanische Ehegattin des Beschwerdeführers ist im Alter von fast 33 Jahren illegal in die Schweiz eingereist, wo ihr in der Folge gestützt auf die Heirat mit einem hier niederlassungsberechtigten Landsmann eine Aufenthaltsbewilligung erteilt wurde. Wohl ging die Ehegattin während einer gewissen Zeit einer Erwerbstätigkeit nach, seit 2005 arbeitet sie jedoch nicht mehr. Die Feststellung der Vorinstanz, die Ehegattin sei weder beruflich noch sozial besonders integriert, ist daher nicht zu beanstanden. Dass sie aussergewöhnlich intensive private Bindungen zur Schweiz hätte, wird auch vom Beschwerdeführer nicht behauptet. Im Übrigen hat die Ehegattin den Kontakt zu ihrem Heimatland nicht abgebrochen, weshalb die Aufenthaltsdauer bei der Würdigung des Privatlebens auch nicht wegen Fehlens einer namhaften Beziehung zu einem anderen Staat allenfalls stärker zu gewichten wäre (vgl. BGE 130 II 281 E. 3.3 S. 289). Entgegen der Annahme des Beschwerdeführers kann folglich nicht von einem gefestigten Anwesenheitsrecht der Ehegattin ausgegangen werden, weshalb er aufgrund der ehelichen Beziehung auch nach Art. 8 EMRK keinen Anspruch auf eine Anwesenheitsbewilligung in der Schweiz hat. Dass er gestützt auf sein eigenes Privatleben aus Art. 8 EMRK einen Bewilligungsanspruch ableiten könnte, macht er zu Recht nicht geltend. 2.3 Mangels Anspruchs auf eine Aufenthaltsbewilligung erweist sich die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten als unzulässig.