Citation: 6B_57/2024 E. 3.4.4

3.4.4. Die Vorinstanz wirft dem Beschwerdeführer vor, er habe eine gewisse Planmässigkeit an den Tag gelegt, obschon sie ebenso festhält, er habe sich dem Tatentschluss von E.B.________ erst nachträglich angeschlossen. Er sei - so die Begründung der Vorinstanz - von E.B.________ (über G.B.________) zur Auseinandersetzung aufgeboten worden und habe sich bewusst zum späteren Tatort hinbegeben, um Ersterem beizustehen (Urteil E. IV. Ziff. 43.1.1 S. 77). Die Argumentation der Vorinstanz verfängt nicht. Diese hält ausdrücklich fest, der Beschwerdeführer habe das Messer in der Hand von E.B.________ erst am Tatort gesehen und sich dessen Tatentschluss zu eigen gemacht, indem er den Beschwerdegegner festgehalten und auf diese Weise seinem Bruder das weitere Zustechen mit dem Messer ermöglicht habe (Urteil E. III. Ziff. 39.6.3 S. 68). Dies lässt keinen Raum für die Annahme, das inkriminierte Verhalten des Beschwerdeführers habe eine planmässige Komponente aufgewiesen. Daran vermag auch das von diesem mit G.B.________ wenige Minuten vor der Tat geführte Telefongespräch nichts zu ändern. Gemäss dem Beweisergebnis wurde der Beschwerdeführer mit diesem Anruf zu E.B.________ beordert, um diesen bei der Auseinandersetzung gegen den Beschwerdegegner zu unterstützen. Der Einsatz eines Messers unter Inkaufnahme der Tötung des Opfers war dagegen nicht Gegenstand des Gesprächs, jedenfalls lässt sich dies, wovon auch die Vorinstanz ausgeht, nicht nachweisen. Der Beschwerdeführer entschloss sich demzufolge spontan zur Tat. Soweit die Vorinstanz ihm im Rahmen der Strafzumessung eine "gewisse Planmässigkeit" anlastet, lässt sie sich somit von einem unzutreffenden, mit ihrem Beweisergebnis in Widerspruch stehenden Kriterium leiten. Demzufolge erweist sich die Beschwerde in diesem Punkt als begründet.