Citation: 6B_1470/2020 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz führt aus, dem Gutachten seien keinerlei Anhaltspunkte zu entnehmen, die auf wesentliche sprachlich bedingte Verständigungsschwierigkeiten zwischen dem Beschwerdeführer und dem Gutachter schliessen liessen, selbst wenn der Beschwerdeführer - nach Ansicht des Gutachters - nur über ein beschränktes Vokabular verfüge. Im Gutachten vom 27. Dezember 2019 werde ausdrücklich festgehalten, dass die Deutschkenntnisse des Beschwerdeführers für die Exploration ausreichend seien und eine Verständigung problemlos möglich sei. Wörtlich werde im Gutachten festgehalten: "Herr A.________ spricht zwar etwas gebrochen, jedoch ausreichend gut Deutsch, so dass eine Verständigung mit ihm in deutscher Sprache problemlos möglich war und der Beizug eines Dolmetschers - auch nach Einschätzung des Exploranden - nicht notwendig erschien." Gestützt auf diese Ausführungen könne davon ausgegangen werden, dass die Deutschkenntnisse des Beschwerdeführers zur Erstellung des nun in Frage gestellten Gutachtens durchwegs ausreichten, zumal der Beschwerdeführer auch keine konkreten Angaben dazu mache, in welchen Punkten er missverstanden worden sein soll. Hinzu komme, dass der Beschwerdeführer bereits mit Schreiben der Bewährungs- und Vollzugsdienste vom 19. August 2019 darüber in Kenntnis gesetzt worden sei, dass ein aktuelles Gutachten erstellt werden soll. Weder nach Erhalt des besagten Schreibens noch im Rahmen der jeweils mehrstündigen Untersuchungen habe der Beschwerdeführer sprachliche Vorbehalte angebracht. Auch nachträglich habe er nicht opponiert. So sei die Tatsache, dass die Exploration in deutscher Sprache durchgeführt worden sei, erstmals im obergerichtlichen Beschwerdeverfahren Thema gewesen. Dies lasse erheblich an den vom Beschwerdeführer geltend gemachten Verständigungsschwierigkeiten zweifeln.