Citation: 1C_528/2019 E. 4.3

4.3. Die Beschwerdeführer entgegnen, die Vorinstanz habe bei den Zitaten aus der Rechtsprechung zu Art. 1 Abs. 2 VRV den dahinter stehenden Grundsatz nicht beachtet, wonach eine Strasse öffentlich sei, wenn sie von jedermann, allenfalls zu einem beschränkten Gebrauch, benützt werden dürfe (BGE 86 IV 29 E. 2 S. 31). Dies entspreche auch einem gängigen Verständnis für das Wort "öffentlich". Die betroffene Zufahrtsstrasse stehe nicht beliebigen oder zufälligen Personen offen. Ausserdem würden Besucher und Zubringer diese Strasse ausschliesslich im privaten Interesse der Anwohner benutzen; auch insoweit fehle es am öffentlichen Charakter. Nach dem unzutreffenden Auslegungsergebnis der Vorinstanz müsste jede Zufahrt, auch wenn sie nur zu einem Haus führe, als öffentlich deklariert werden, sobald sie Zubringern zur Verfügung stehe. Das weite Begriffsverständnis der Vorinstanz zur Öffentlichkeit von Strassen sei überdies unhaltbar, weil es die Überbaubarkeit von Grundstücken im Baugebiet übermässig einschränke. Dies stehe im Widerspruch zum öffentlichen Interesse an der Nutzungsverdichtung in überbauten Gebieten. Deshalb sei der angefochtene Entscheid zu korrigieren.