Citation: 5A_1027/2019 E. 3

Der Entscheid des Obergerichts vom 3. Dezember 2019 ist dem damaligen Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin am 5. Dezember 2019 zugestellt worden. Die zehntägige Beschwerdefrist (Art. 100 Abs. 2 lit. a BGG) begann demnach am 6. Dezember 2019 zu laufen und endete - nach der Verlängerung über das Wochenende (Art. 45 Abs. 1 BGG) - am Montag, 16. Dezember 2019. Die auf den 16. Dezember 2019 datierte, jedoch erst am 17. Dezember 2019 der Post übergebene Beschwerde ist damit verspätet (Art. 48 Abs. 1 BGG). Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin kommt es nicht darauf an, wann sie persönlich den Entscheid erhalten hat, was nach ihren Angaben am 13. Dezember 2019 der Fall gewesen sein soll. Vielmehr ist die Zustellung an ihren damaligen Rechtsvertreter fristauslösend. Soweit das Fristerstreckungsgesuch als sinngemässes Gesuch um Fristwiederherstellung (Art. 50 Abs. 1 BGG) entgegenzunehmen ist, kann diesem kein Erfolg beschieden sein: Voraussetzung für eine Fristwiederherstellung ist, dass die Partei unverschuldeterweise davon abgehalten worden ist, fristgerecht zu handeln. Die Beschwerdeführerin macht geltend, ihr sei es noch nicht möglich gewesen, eine vollständige Beschwerde zu verfassen. Als Laie, Hilfsbedürftige und erkrankte Sehbehinderte sei sie benachteiligt. Die Sehbehinderung und allfällige weitere Gebrechen bestehen jedoch seit längerem. Die Beschwerdeführerin hätte sich demnach rechtzeitig so organisieren müssen, dass sie allfällige Rechtsmittelfristen wahren kann. Dass sie dazu in der Lage ist, zeigt der Umstand, dass sie sich für das Verfahren 5A_120/2019 rechtzeitig anwaltliche Hilfe organisieren konnte. Das sinngemässe Fristwiederherstellungsgesuch ist demnach abzuweisen. Gemäss ihren Anträgen verlangt die Beschwerdeführerin nicht bloss die Aufhebung des Entscheids vom 3. Dezember 2019, sondern auch der "anderen Entscheide". Um welche Entscheide es sich handelt, erläutert sie nicht. Es dürfte sich um Entscheide handeln, die demjenigen vom 3. Dezember 2019 vorausgegangen sind. Dass sie im Hinblick auf andere anfechtbare Entscheide als denjenigen vom 3. Dezember 2019 die Beschwerdefrist gewahrt hätte, ist nicht ersichtlich und wird auch nicht geltend gemacht. Für die Entgegennahme von Strafanzeigen ist das Bundesgericht schliesslich nicht zuständig. Die Beschwerde ist demnach offensichtlich unzulässig. Auf sie ist im vereinfachten Verfahren durch das präsidierende Mitglied der Abteilung nicht einzutreten (Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG).