Citation: 6B_442/2021 E. 4.3.2

4.3.2. Diese Ausführungen haben auch für die Geltendmachung von Willensmängeln betreffend den Rückzug der Einsprache gegen den Strafbefehl zu gelten. Der Beschwerdeführer hat sich in Bezug auf die Wirksamkeit seines Einspracherückzugs zu Recht an das erstinstanzliche Gericht gewendet, zumal er diesem gegenüber den Rückzug der Einsprache gegen den Strafbefehl erklärt hatte. Entgegen der Ansicht der Vorinstanz hat sich das erstinstanzliche Gericht damit mit der vom Beschwerdeführer am 31. Januar 2020 eingereichten Stellungnahme, in welcher dieser geltend machte, er habe die Einsprache gar nicht zurückziehen, sondern sich nur von der Hauptverhandlung dispensieren lassen wollen, zu befassen und einen Entscheid zu erlassen. Dass der Beschwerdeführer in dieser Eingabe festhielt, "sollte das Bezirksgericht nicht mehr auf den vorliegenden Entscheid zurückkommen können, ist dieses Schreiben als gegenstandslos zu betrachten" vermag an dessen Zuständigkeit nichts zu ändern. Soweit ersichtlich hat das zuständige erstinstanzliche Gericht die Frage nach der Wirksamkeit des Einspracherückzugs bzw. des Rückzugswiderrufs bis anhin noch nicht beurteilt. Das Verfahren vor dem erstinstanzlichen Gericht ist insofern noch offen. Dem Beschwerdeführer fehlte es damit an einem aktuellen und praktischen Interesse an der Behandlung seines vor Vorinstanz gestellten Gesuchs um Revision des Strafbefehls.