Citation: 6B_30/2019 E. 5

Der Beschwerdeführer wendet sich gegen die vorinstanzliche Strafzumessung. Er rügt, die Strafe sei zu hoch und führt aus, da er für die Berufsausübung auf einen einwandfreien Strafregisterauszug angewiesen sei und der Beschwerdegegner ohnehin keinen Schaden erlitten habe, müsse gestützt auf Art. 52 und Art. 54 StGB von einer Bestrafung abgesehen werden. Gemäss Art. 52 StGB sieht die zuständige Behörde von einer Strafverfolgung, einer Überweisung an das Gericht oder einer Bestrafung ab, wenn Schuld und Tatfolgen geringfügig sind. Das Bundesgericht hat sich bereits mehrfach zum Anwendungsbereich der genannten Bestimmung geäussert. Darauf kann verwiesen werden (vgl. BGE 135 IV 130 E. 5.3.2 f. S. 135 f. mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer begründet sein Vorbringen lediglich damit, der Beschwerdegegner habe keinen Schaden erlitten. Allein die Tatsache, dass der Beschwerdegegner keinen finanziellen Schaden erlitten hat, rechtfertigt die Anwendung von Art. 52 StGB allerdings nicht. Vorliegend unterscheiden sich die Tatfolgen vom Regelfall nicht in einer Weise, welche sie als geringfügig im Sinne von Art. 52 StGB erscheinen lassen würden. Der Beschwerdeführer beruft sich ferner auf Art. 54 StGB. Gemäss dieser Bestimmung sieht die zuständige Behörde von einer Strafverfolgung, einer Überweisung an das Gericht oder einer Bestrafung ab, wenn der Täter durch die unmittelbaren Folgen seiner Tat so schwer betroffen ist, dass eine Strafe unangemessen wäre. Vorliegend liegt keine besondere Betroffenheit im Sinne von Art. 54 StGB vor. Vielmehr stellt der Eintrag im Strafregister eine gesetzlich vorgesehene Folge der Verurteilung dar. Die allenfalls negativen Folgen hinsichtlich der beruflichen Situation des Beschwerdeführers ändern daran nichts. Die Vorinstanz verletzt somit kein Bundesrecht, indem sie Art. 54 StGB nicht zur Anwendung brachte. Auch in den übrigen Punkten ist nicht ersichtlich, inwiefern die Strafzumessung Bundesrecht verletzen sollte. Die kantonalen Instanzen gewichteten das objektive Tatverschulden aufgrund des immateriellen Schadens des Beschwerdegegners (Verbreitung einer privaten Angelegenheit, welche unter den Mitarbeitern schnell die Runde mache) als mittelschwer. Da es dem Beschwerdeführer primär darum gegangen sei, dem Beschwerdegegner Unannehmlichkeiten zu bereiten und diesem zu schaden, wiege auch das subjektive Tatverschulden leicht bis mittelschwer. Die Einsatzstrafe wurde auf 30 Tagessätze festgesetzt und aufgrund der mehrfachen Begehung auf 45 Tagessätze erhöht. Damit hat die Vorinstanz das ihr bei der Strafzumessung zustehende, weite Ermessen nicht überschritten. Ferner ist auch nicht ersichtlich, dass die Vorinstanz bei der Strafzumessung methodisch falsch vorgegangen wäre oder wesentliche Strafzumessungsfaktoren nicht berücksichtigt oder falsch gewichtet hätte.