Citation: 8C_541/2016 E. 3.5.2

3.5.2. Das kantonale Gericht ist von den Arbeitszeitangaben gemäss Auskünften der Arbeitgeberin vom 10. Juli und 4. November 2014 ausgegangen. Am 4. November 2014 hat diese auf Rückfrage hin ausdrücklich bestätigt, dass die Beschwerdeführerin "jeweils ca. 4 bis 5 Stunden nur nachmittags" arbeite. Nachdem die zur Diskussion stehende Verrechnung indessen erst ab September 2015 erfolgt ist und bereits in der der Vorinstanz eingereichten Beschwerde ausgeführt wurde, dass die Beschwerdeführerin während drei Tagen (pro Woche) über Mittag im Betrieb sei und auswärts essen müsse, welche Behauptung in der Replik ihre Wiederholung fand, erscheint die bezüglich Notwendigkeit auswärtiger Verpflegung erhobene Rüge einer Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes in der Tat als berechtigt. Es ist nicht einzusehen, weshalb bei der Berechnung des ab September 2015 massgebenden Existenzminimums trotz gegenteiliger Behauptung der Beschwerdeführerin unbesehen auf Arbeitgeberangaben vom 10. Juli und 4. November 2014 sollte abgestellt werden können. Da nicht auszuschliessen ist, dass sich ihre Arbeitszeiten seither verändert haben, ist die Sache in diesem Punkt an die Verwaltung zurückzuweisen, damit diese insoweit die noch erforderlichen genaueren Abklärungen trifft und anschliessend über das massgebende Existenzminimum und damit die Zulässigkeit der angefochtenen Verrechnung neu befindet. Könnte der für auswärtige Verpflegung geltend gemachte Betrag von monatlich Fr. 130.- Berücksichtigung finden, würde sich das der Beschwerdeführerin zu belassende Existenzminimum so weit reduzieren, dass die streitige Verrechnung der Invalidenrente mit einer Schuld von Fr. 500.- monatlich nicht mehr vollumfänglich anginge.