Citation: 2C_344/2022 E. 1.2

1.2. Die Beschwerdeführerin beantragt für den Fall, dass das Bundesgerichtsurteil nach dem 6. Juli 2022 ergeht, die Feststellung, dass ihr die Ausstellung eines Covid-19-Genesungszertifikats zu Unrecht verweigert worden sei. Feststellungsbegehren sind im bundesgerichtlichen Verfahren zulässig, sofern an der Feststellung ein schutzwürdiges Interesse besteht und dieses nicht ebenso gut mit einem Leistungsbegehren gewahrt werden kann (vgl. BGE 126 II 300 E. 2c). Die Beschwerdeführerin hat bereits im vorinstanzlichen Verfahren die Ausstellung eines Zertifikats mit Geltungsdauer bis zum 6. Juli 2022 sowie eventualiter die genannte Feststellung beantragt. Da im bundesgerichtlichen Verfahren laut Art. 99 Abs. 2 BGG keine neuen Anträge zulässig sind, kann die Beschwerdeführerin ihr Leistungsbegehren (zeitlich) nicht anpassen. Entsprechend lässt sich die beantragte Feststellung, an der die Beschwerdeführerin ein schutzwürdiges Interesse hat, nicht ebenso gut mit einem Leistungsbegehren wahren. Das Feststellungsbegehren ist zulässig.