Citation: 5A_408/2019 E. 2.1

2.1. Das Obergericht hat erwogen, im Rechtsöffnungsverfahren habe das Rechtsöffnungsgericht von Amtes wegen zu prüfen, ob ein genü-gender Rechtsöffnungstitel vorliegt. Die betreibende bzw. die um Rechtsöffnung ersuchende Partei, die sich auf eine Forderungsabtretung berufe, habe diese durch Urkunden zu beweisen. Vorliegend weise der als Rechtsöffnungstitel angerufene Verlustschein vom 17. Januar 2001 als Gläubiger die D.________ und damit eine von der Betreibenden und Gesuchstellerin abweichende Person aus. Das Bezirksgericht habe das Recht nicht unrichtig angewendet, indem es die lückenlose Rechtsnachfolge von Amtes wegen geprüft habe. Die Abtretungserklärung vom 28. August 2018 sei sodann offensichtlich nur von einer Person unterzeichnet worden, wobei entgegen dem Stempelaufdruck der Name des bzw. der Unterzeichneten nicht angegeben und noch nicht einmal das Feld für Einzelunterschrift angekreuzt worden sei. Die C.________ AG könne aber gemäss Handelsregister (unbestritten) nur durch Kollektivunterschrift zu zweien vertreten werden. Ohne eine Urkunde über die Berechtigung der unterzeichneten Person zur Einzelunterzeichnung (zum Beispiel mit einer Handlungsvollmacht) genüge damit diese Abtretungserklärung allein nicht zum Urkundenbeweis für die lückenlose Rechtsnachfolge.