Citation: U 503/05 17.08.2006 E. 3

3.1 Während die SUVA den Unfall vom 8. Oktober 1998 noch den leichten Fällen zuordnete und dementsprechend von einer Adäquanzprüfung absehen konnte, qualifizierte ihn die Vorinstanz als mittelschwer, weshalb sie die SUVA verpflichtete, die Adäquanzfrage doch noch zu prüfen. Bei der Beurteilung der Schwere des Unfalles liess sich das kantonale Gericht indessen fälschlicherweise von den weiteren Kriterien leiten, welche für die Beurteilung der Adäquanzfrage bei mittelschweren Unfällen heranzuziehen sind (Erw. 2.2 hievor). Das Unfallereignis als solches, bei welchem dem Beschwerdegegner bei einer Gerüstdemontage eine von einem Arbeitskollegen fallen gelassene Geländerstange auf die Hand fiel, ist nicht mittelschwer, sondern, wie die SUVA richtig erkannte, leicht. Dass der betroffene Handgelenksbereich bereits auf Grund eines andern, 16 Jahre zurückliegenden Unfalles vorgeschädigt war, ändert daran, entgegen der Auffassung der Vorinstanz, nichts. Anhaltspunkte dafür, dass trotz Vorliegens eines leichten Unfalles ausnahmsweise eine Adäquanzprüfung vorzunehmen wäre, liegen nicht vor. 3.2 Auch den Unfall vom 16. Dezember 1999 stufte die Vorinstanz nicht wie die SUVA als leicht, sondern als mittelschwer ein, womit sie die Notwendigkeit einer Adäquanzprüfung als gegeben erachtete und die Sache zu deren Durchführung an die SUVA zurückwies. Auch hier orientierte sie sich wie bei der Prüfung der Schwere des Unfalles vom 8. Oktober 1998 nicht am äusseren Geschehensablauf des Unfallereignisses, sondern an den für die Beurteilung der Adäquanz bei mittelschweren Unfällen massgebenden weiteren Kriterien (Erw. 2.2 hievor). Das am 16. Dezember 1999 erfolgte Ausrutschen beim Schneeschaufeln stellt einen leichten Unfall dar. Auch hier bedarf es keiner ausnahmsweisen Adäquanzprüfung. 3.3 Zu Recht als mittelschwer, sogar im Grenzbereich zu den schweren Unfällen liegend, beurteilte die Vorinstanz hingegen das Ereignis vom 21. März 2000, bei welchem der Beschwerdegegner wegen eines eingeklemmten Armes oder Ärmels - dass der Arm selbst in der mitunter geschlossenen Autotür eingeklemmt gewesen sein könnte, ist trotz teilweise entsprechender Darstellung in den (Polizei-)Akten doch eher unwahrscheinlich, zumal später ärztlicherseits nicht einmal eine Verletzung am Arm festgehalten worden ist - von einem wegfahrenden Personenwagen über eine Strecke von rund zehn Metern mitgeschleppt wurde, zu Boden stürzte, nach links schlitterte und darauf mit dem Kopf gegen eine etwa 10 cm hohe Verbundsteinmauer schlug. Was die SUVA, welche zwar auch einen mittelschweren Unfall annimmt, diesen aber nicht im Grenzbereich zu den schweren Unfällen ansiedelt, hiegegen vorbringt, überzeugt nicht. Bedenkt man, dass der Beschwerdegegner nach einer Auseinandersetzung mit dem Lenker des wegfahrenden und damit sein Tempo beschleunigenden Fahrzeuges an diesem festhing, sodass er nicht wusste, ob überhaupt und gegebenenfalls wie und vor allem wann er sich werde loslösen können, schliesslich weggeschleudert wurde und unkontrolliert mit dem Kopf auf eine Verbundsteinmauer prallte, ist vom äusseren Geschehensablauf her eine besondere Eindrücklichkeit des Unfalles mit der Vorinstanz zu bejahen. Eine Verletzung besonderer Art, eine ärztliche Fehlbehandlung und eine langdauernde ärztliche Behandlung liegen nicht vor. Hingegen ist gegen die vorinstanzliche Annahme eines schleppenden Heilungsverlaufs mit Komplikationen, körperlicher Dauerschmerzen sowie langdauernder physischer Arbeitsunfähigkeit nichts einzuwenden. Mit der Vorinstanz, auf deren Erwägungen im Übrigen verwiesen wird, kann daher die Adäquanz des Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall vom 21. März 2000 und den psychischen Beschwerden als gegeben betrachtet werden.