Citation: 9C_84/2019 E. 4.4

4.4. Der von den Beschwerdeführern sinngemäss angerufene Grundsatz, wonach der klare Wortlaut Vorrang vor weiteren Auslegungsmitteln hat, gilt nur, soweit er sich nicht aufgrund von anderen Vertragsbedingungen, dem von den Parteien verfolgten Zweck oder weiteren Umständen als nur scheinbar klar erweist. Was die hier auszulegende Bestimmung anbelangt, trifft es zwar zu, dass der in Art. 17 Abs. 4 Abschnitt 1 Vorsorgeplan BP verwendete Terminus "erhalten" "empfangen" oder "mit etwas bedacht werden" bedeutet und die gewählte Vergangenheitsform "erhielt" auf einen am 1. Januar 2012 abgeschlossenen Vorgang hinweist. Im Gesamtzusammenhang, insbesondere in Verbindung mit Abschnitt 2 desselben Absatzes gelesen, wird aber klar, dass die volle Entschädigungsgutschrift im Vorsorgeplan BP nur vorgesehen ist für den Fall, dass die versicherte Person die Austrittsleistung nicht vor dem 30. April 2020 bezieht. Mit anderen Worten erfolgt der Erwerb der vollen Gutschrift am 1. Januar 2012 unter der Bedingung, dass die Austrittsleistung nicht vor diesem Stichtag bezogen wird. In diesem Sinne bilden die beiden Abschnitte ein untrennbares Ganzes, dessen Sinn sich erst bei gemeinsamer Lektüre erschliesst. Diesem Gesamtzusammenhang trägt die von den Beschwerdeführern vertretene, allein dem isolierten Wortlaut von Abschnitt 1 verhaftete Auslegung nicht Rechnung. Dass andere Möglichkeiten, wie insbesondere die sukzessive Senkung des Umwandlungssatzes über mehrere Jahre unter Umständen sinnvoller gewesen wären und im Beitragsprimat häufiger anzutreffen ist, wie die Beschwerdeführer geltend machen, ändert an diesen reglementarischen Gegebenheiten nichts.