Citation: 6B_443/2024 E. 1

Der Beschwerdeführer ersuchte das Kantonsgericht Wallis am 21. Februar 2024, den Strafbefehl einer Staatsanwältin zu löschen. Das Kantonsgericht forderte den Beschwerdeführer mit Verfügung vom 28. Februar 2024 auf, den in seiner Eingabe erwähnten Strafbefehl innert einer Frist von fünf Tagen nachzureichen. In seinem Entscheid vom 26. April 2024 weist das Kantonsgericht darauf hin, dem Beschwerdeführer habe die Verfügung vom 28. Februar 2024 nicht zugestellt werden können. Er habe mit einer Zustellung allerdings rechnen müssen und die Zustellfiktion (Art. 85 Abs. 4 lit. a StPO) gelte auch vorliegend in einem Strafverfahren mit Auslandbezug. Weil der Beschwerdeführer den Strafbefehl nicht eingereicht habe, habe nicht geprüft werden können, ob dieser allenfalls bereits rechtskräftig sei und die Eingabe des Beschwerdeführers allfällig als Revisionsgesuch zu behandeln wäre. Selbst wenn davon auszugehen wäre, ergäbe sich aus der Eingabe des Beschwerdeführers nicht, aufgrund welchen Sachverhalts welcher Revisionsgrund im Sinne von Art. 410 StPO angerufen werde und welche allfälligen Verfahrens- und Rechtsfehler im ordentlichen Rechtsmittelverfahren geltend gemacht werden müssten. Das Gesuch erweise sich daher als offensichtlich unbegründet, weshalb darauf nicht einzutreten sei.