Citation: 9C_398/2020 E. 2.3

2.3. Die Rügen verfangen nicht. Entgegen dem Beschwerdeführer führt ein Fehlen objektivierbarer somatischer Befunde nicht automatisch zur Annahme, es liege eine abklärungsbedürftige psychische Störung vor oder es sei ein strukturiertes Beweisverfahren durchzuführen. Demnach hat die Vorinstanz kein Bundesrecht verletzt, indem sie den Verzicht auf eine psychiatrische Begutachtung sowie die Durchführung eines strukturierten Beweisverfahrens geschützt hat. Auf ihre diesbezügliche Erwägung 5 kann verwiesen werden. Daran ändert der Bericht des behandelnden Schmerzspezialisten Dr. med. B.________ vom 24. Juni 2019, mit dem erstmals im vorinstanzlichen Verfahren - fast vier Jahre nach Behandlungsbeginn im Oktober 2015 und nach Abweisung des Rentenanspruchs durch die IV-Stelle - das Einholen einer psychiatrischen oder psychologischen Einschätzung als relevant bezeichnet wird, nichts. Schliesslich lässt sich eine Befangenheit des RAD-Arztes weder aus einer behaupteten "fachlichen Ignoranz" ableiten noch daraus, dass dieser auf eine psychiatrische Beurteilung verzichtete.