Citation: 6G_1/2022 E. 1

Das Kantonsgericht des Kantons Appenzell Ausserrhoden verurteilte A.________ am 10. Juli 2020 erstinstanzlich wegen Führens eines Motorfahrzeugs in angetrunkenem Zustand zu einer Busse von Fr. 500.-- bei einer Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen. Die Kosten des Vorverfahrens von Fr. 290.-- und des erstinstanzlichen Verfahrens von Fr. 300.-- nahm es auf die Staatskasse und sprach A.________ eine Entschädigung von Fr. 3'767.55 aus der Staatskasse zu. Dagegen ging die Staatsanwaltschaft in Berufung. Mit dem Urteil Nr. O1S 20 9 vom 28. September 2021 stellte das Obergericht des Kantons Appenzell Ausserrhoden fest, dass der erstinstanzliche Schuldspruch wegen Führens eines Motorfahrzeugs in angetrunkenem Zustand in Rechtskraft erwachsen war (Dispositiv-Ziffer 1). Was die Strafzumessung betrifft, trat das Obergericht auf die Berufung nicht ein (Dispositiv-Ziffer 2). Es bestimmte, dass A.________ die Kosten des Vorverfahrens von Fr. 290.-- zu tragen hat, während es die erstinstanzliche Gerichtsgebühr von Fr. 300.-- und die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr von Fr. 800.-- auf die Staatskasse nahm (Dispositiv-Ziffer 3). Schliesslich entschädigte es A.________ aus der Staatskasse mit Fr. 3'018.80 für das erstinstanzliche Verfahren und mit Fr. 2'600.85 für das zweitinstanzliche Verfahren, beides einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer (Dispositiv-Ziffer 4). Die Staatsanwaltschaft des Kantons Appenzell Ausserrhoden führte gegen das obergerichtliche Urteil Beschwerde in Strafsachen. Das Bundesgericht hiess die Beschwerde mit dem Urteil 6B_1290/2021 vom 31. März 2022 gut. Es hob das obergerichtliche Urteil auf und wies die Sache zu neuer Entscheidung an das Obergericht zurück.