Citation: 9C_109/2008 18.04.2008 E. 5

Die vorinstanzliche Feststellung, wonach bei der Beschwerdeführerin auch nach der Operation vom 23. Januar 2006 ein instabiler Zustand mit unklarer Prognose vorliege, ist nicht offensichtlich unrichtig. Sie betrifft indessen bloss die Verhältnisse nach dem bisherigen Eingriff, welche im Rahmen der prognostischen Beurteilung (E. 3.2 in fine) lediglich insoweit von Bedeutung sind, als sie Rückschlüsse für die Zeit davor erlauben. Dasselbe gilt für den in diesem Verfahren eingereichten Bericht der Dres. med. E.________ und G.________ vom 11. Januar 2008, soweit er berücksichtigt werden kann (Art. 99 Abs. 1 BGG). Im Übrigen schliesst ein allfälliger weiter andauernder labiler pathologischer Zustand bei E.________derjährigen die Leistungspflicht der Invalidenversicherung unter dem Gesichtspunkt der Dauerhaftigkeit des Eingliederungserfolges jedenfalls nicht notwendigerweise aus. Das gilt selbst, wenn aus Sicht der Verhältnisse vor der Operation vom 23. Januar 2006 unter Berücksichtigung der medizinischen Erfahrung ein weiterer Eingriff nicht auszuschliessen war, sofern er dasselbe Leiden betroffen hätte und innert einer bestimmten Zeitspanne - vor Vollendung des zwanzigsten Lebensjahres (Urteil I 242/94 vom 14. Dezember 1994 E. 3a) - durchzuführen gewesen wäre (vgl. Urteil I 651/00 vom 22. Mai 2001 E. 3a). Die Akten erlauben keine zuverlässige Beurteilung der Wesentlichkeit und Dauerhaftigkeit des durch die Operation vom 23. Januar 2006 und allenfalls damit in Zusammenhang stehender weiterer Eingriffe herbeizuführenden Eingliederungserfolgs. Die relevanten Fragen nach dem Beschwerdebild und der Schwere des Leidens, des erwarteten Operationserfolgs und der zu erwartenden Folgen eines Verzichts auf die Operation sind offen geblieben. Es sind weitere Abklärungen durch die IV-Stelle erforderlich. Danach wird die Verwaltung über den Anspruch auf medizinische Massnahmen, insbesondere die Operation vom 23. Januar 2006, und Physiotherapie neu zu verfügen haben.