Citation: 2A.117/2001 19.03.2001 E. 2

2.- a) Obwohl Art. 8 EMRK unter anderem auch die familiäre Beziehung getrennt lebender Eltern zu ihren Kindern schützt, räumt diese Bestimmung grundsätzlich nicht demjenigen Elternteil ein Recht auf Nachzug eines Kindes ein, der freiwillig ins Ausland verreist ist, ein weniger enges Verhältnis zum Kind hat als der andere Elternteil oder sonstige Verwandte, die für das Kind sorgen, und seine bisherige Beziehung zum Kind weiterhin - im bis anhin gewohnten Rahmen - pflegen kann. Ein Nachzugsrecht des in der Schweiz lebenden Elternteils setzt vielmehr voraus, dass das Kind zu diesem die vorrangige familiäre Beziehung unterhält und sich der Nachzug als zu deren Pflege notwendig erweist (BGE 125 II 633 E. 3a S. 639 f., mit Hinweisen). b) Wie die Vorinstanz zutreffend darlegt, wird die im Verwaltungsverfahren für die Feststellung des Sachverhalts grundsätzlich geltende Untersuchungsmaxime durch die Mitwirkungspflicht der Parteien (vgl. Art. 13 VwVG) relativiert, welche namentlich insoweit greift, als eine Partei das Verfahren durch eigenes Begehren eingeleitet hat oder darin eigene Rechte geltend macht. Die Mitwirkungspflicht gilt vorab gerade für solche Tatsachen, welche eine Partei besser kennt als die Behörden und welche diese ohne ihre Mitwirkung gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben können (BGE 124 II 361 E. 2b S. 365). Im vorliegenden Zusammenhang trifft dies insbesondere auf die Umstände der Beziehung des Beschwerdeführers zu seinem im Heimatland lebenden Kind zu. Solche Tatsachen lassen sich erfahrungsgemäss von den schweizerischen Behörden, wenn überhaupt, nur mit erhöhtem Aufwand abklären. Der Beschwerdeführer hat den Nachweis, dass sein Kind zu ihm die vorrangige Beziehung unterhält, nicht erbracht. In seiner Eingabe an das Bundesgericht beschränkt sich der Beschwerdeführer im Wesentlichen auf Vorbringen betreffend die amtlich beglaubigte Erklärung der Mutter, womit diese den Beschwerdeführer ermächtigt, sich des Kindes anzunehmen. Allein aufgrund dieser Erklärung lässt sich jedoch nicht auf eine vorrangige Beziehung des Kindes zum in der Schweiz ansässigen Beschwerdeführer schliessen. Unter diesen Umständen ist der Familiennachzug zu Recht verweigert worden. Für die Begründung wird ergänzend auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid verwiesen (Art. 36a Abs. 3 OG).