Citation: 2C_459/2023 E. 4.6.1

4.6.1. Der Beschwerdeführer ist schwer verschuldet (vgl. vorstehend E. A.d). Es ist unbestritten, dass auch seit der Rückstufung der Niederlassungs- in eine Aufenthaltsbewilligung am 12. Mai 2020 weitere Betreibungen und Verlustscheine gegen ihn hinzukamen. Der Beschwerdeführer bestreitet jedoch, dass dies mutwillig geschah; die weitere Verschuldung sei auf pandemiebedingte Schwierigkeiten zurückzuführen. Der Beschwerdeführer hat zwar inzwischen eine Festanstellung in der Gastrobranche und wird seit Juli 2022 von der C.________ GmbH, einer professionellen Schuldenberaterin, unterstützt. Dennoch konnte er bis anhin seine Gesamtverschuldung nicht reduzieren - diese erreicht vielmehr einen neuen Höchststand. Seit dem Rückstufungszeitpunkt hat er 21 neue Verlustscheine im Gesamtbetrag von über Fr. 26'000.-- zu verzeichnen. Der weitere Anstieg der Schulden ist ihm denn auch ohne Weiteres vorzuwerfen: Trotz pandemiebedingter Schwierigkeiten wäre es dem Beschwerdeführer möglich gewesen, sich früher um eine Stelle und die Schuldensanierung zu bemühen - zumindest mittels eines (unter diesen Umständen umso unerlässlicheren) schriftlichen Bewerbungsdossiers. Ein solches hat der Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben aber nie zusammengestellt, sondern sich ausschliesslich im Rahmen spontaner und unangekündigter Vorsprachen an potenzielle Arbeitgeber gewandt. Hinreichende Suchbemühungen hat er mit der eingereichten Aufstellung jedenfalls weder in qualitativer noch in quantitativer Hinsicht dargetan. Bei dieser Ausgangslage kann die Pandemie alsdann nicht als Schicksalsschlag gelten, welcher der Mutwilligkeit entgegenstehen würde (vgl. Urteil 2C_726/2021 vom 8. Juni 2022 E. 2.2.2), wie dies der Beschwerdeführer vorbringt. In jüngster Zeit - d.h. nach dem Ablauf der Bewilligung und unter dem zunehmenden Druck des fortschreitenden migrationsrechtlichen Verfahrens - sind zwar erste Anstrengungen zur Sanierung seiner finanziellen Situation ersichtlich, allerdings sind diese bis dato weder konstant noch effizient. Dem Beschwerdeführer kann angesichts dessen keine positive Prognose bezüglich der voraussichtlichen Entwicklung seiner finanziellen Situation gestellt werden.