Citation: 5A_796/2013 E. 4.2

4.2. Das Kantonsgericht ist von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ausgegangen (E. III/2c/aa S. 15) und hat festgestellt, dass aufgrund der mündlich geschlossenen Vereinbarung von 1988 der Zugang zum Grundstück des Beschwerdegegners für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung möglich gewesen sei und damals keine Wegenot bestanden habe. Die Verhältnisse hätten sich seither aber geändert. Der Rechtsvorgänger der Beschwerdeführer habe ein allgemeines Fahrverbot beantragt mit der Begründung, es würden vermehrt Lastwagen und landwirtschaftliche Fahrzeuge über die Privatstrasse zum Betrieb des Beschwerdegegners fahren und dadurch seien erhebliche Schäden an der Strasse und am angrenzenden Wiesenbord entstanden (E. III/2c/bb S. 15 f.). Das Kantonsgericht hat daraus geschlossen, die vermehrte Benutzung der Privatstrasse mit Lastwagen und landwirtschaftlichen Fahrzeugen werde nicht mehr durch die Vereinbarung von 1988 gedeckt, sei doch das allgemeine Fahrverbot aus diesem Grund beantragt worden. Zur rationellen Bewirtschaftung einer landwirtschaftlichen Liegenschaft gehörten aber unstreitig landwirtschaftliche Fahrzeuge. Die Beschwerdeführer räumten ein, heute würden in der Landwirtschaft grössere und schwerere Fahrzeuge eingesetzt als noch vor 25 Jahren gleichwie eine Bodenverdichtung stattgefunden habe. Sie hielten fest, seit einigen Jahren werde die Zufahrtsstrasse über ihre Grundstücke mit schweren Traktoren und auch Lastwagen befahren, die zum Landwirtschaftsbetrieb des Beschwerdegegners gelangen wollten. Die von den Beschwerdeführern erkannten veränderten Verhältnisse - die gemäss ihren Vorbringen nicht mehr vom obligatorischen Wegrecht von 1988 gedeckt seien und zur Beantragung eines allgemeinen Fahrverbots geführt hätten - beruhten auf Entwicklungen in der Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen Grundstücken und lägen nicht in der Person des Beschwerdegegners begründet. Auch wenn der Beschwerdegegner im Vergleich zu früher nicht mehr Hektaren an Wiesland zur Verfügung habe, führten die technische Entwicklung und die in der Landwirtschaft beobachtete Bodenverdichtung insgesamt dazu, dass in der Zwischenzeit andere Fahrzeuge als noch 1988 eingesetzt würden und die Benutzungsintensität zugenommen habe. Diese Veränderungen begründeten einen Anspruch des Beschwerdegegners auf einen Notweg und zeigten insbesondere auf, dass das 1988 eingeräumte obligatorische Wegrecht nicht mehr als genügende Verbindung im Sinne von Art. 694 ZGB gelten könne (E. III/2b/cc S. 17 des angefochtenen Entscheids).