Citation: 6B_523/2024 E. 1.10.2

1.10.2. Hinsichtlich der (Un-) Therapierbarkeit ist zu ergänzen, dass der Beschwerdeführer unbestrittenermassen therapiebedürftig ist. Obwohl bereits das Gutachten C.________ von einer deutlich unzureichenden Behandelbarkeit des Beschwerdeführers ausging, wurde während mehrerer Jahre in zwei verschiedenen Einrichtungen versucht, ihn in ein therapeutisches Setting einzubringen (vgl. Beschluss S. 55 f.). Die bisherigen Therapien waren delikts- und störungsorientiert und es wurde versucht, eine tragfähige therapeutische Beziehung mit dem Beschwerdeführer aufzubauen, was jedoch nicht dauerhaft gelang (vgl. E. 1.8.3). Es ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz ausführt, eine erfolgreiche Behandlung sei letztlich wegen der fehlenden Behandlungs- und Kooperationsbereitschaft des Beschwerdeführers und seiner ausgeprägten Anspruchs- und Forderungshaltung weitestgehend erfolglos geblieben. Ebenso wie die beiden Therapieversuche sind auch weitere Versetzungsversuche gescheitert. Sowohl die paranoide Persönlichkeitsstörung als auch die wahnhafte Störung sind gemäss Gutachten B.________ psychotherapeutisch und medikamentös schwer zu beeinflussende und häufig progrediente psychische Störungen (kantonale Akten, act. 64, Gutachten B.________, S. 113). Aus dem Gutachten B.________ wie auch dem Gutachten D.________ ergibt sich, dass der Beschwerdeführer zwar einen Behandlungswunsch formuliere, jedoch keine ausreichende und tragfähige Behandlungsmotivation und Behandlungsfähigkeit aufweise und auch bei einer erneuten stationären therapeutischen Behandlung gemäss Art. 59 StGB nicht entwickeln könne (kantonale Akten, act. 9/84, Ergänzungsgutachten D.________, S. 28 ff.; act. 64, Gutachten B.________, S. 122 f.). Zwar sei gemäss Gutachten B.________ vorstellbar, dass sich der Beschwerdeführer zu einer von ihm vorgeschlagenen Versetzung und erneuten stationären therapeutischen Massnahme bereit erklären würde. Jedoch wäre entweder schon im Vorfeld oder relativ bald nach einem solchen Wechsel zu erwarten, dass sich die beschriebenen Konflikte und die mangelnde Kooperation auch in einer anderen Institution fortsetzen und rasch wieder in eine Stagnation oder einen Behandlungsabbruch münden würden (kantonale Akten, act. 64, Gutachten B.________, S. 113). Es ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz in Berücksichtigung der verschiedenen Berichte, Stellungnahmen und gutachterlichen Einschätzungen sowie der vorangegangenen langjährigen Therapiebemühungen von einer ausgewiesenen langfristigen Untherapierbarkeit des Beschwerdeführers ausgeht. Damit verspricht die erneute Anordnung einer stationären therapeutischen Massnahme gemäss Art. 59 StGB derzeit keinen Erfolg.