Citation: I 639/05 08.05.2006 E. 3

3.1 Das kantonale Gericht hat die Rechtsprechung zur Bedeutung ärztlicher Auskünfte im Rahmen der Invaliditätsbemessung (BGE 125 V 261 Erw. 4) und zum Beweiswert medizinischer Unterlagen (BGE 125 V 353 Erw. 3a) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. 3.2 Laut Gutachten der Klinik S.________ vom 25. November 2004 leidet der Beschwerdeführer seit Jugend an Beschwerden im Bereich des Bewegungsapparates, vor allem an dauernden Schmerzen im Rücken und Nacken, welche die Experten als chronisches diffuses Schmerzsyndrom bezeichneten. Trotz eingehenden klinischen und radiologischen Untersuchungen konnten sie keine objektiven somatischen Befunde erheben, welche die geklagten Beschwerden und deren Ausmass ausreichend zu erklären vermochten. Die Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit vom 24. und 25. März 2005 (Bericht vom 27. August 2004) ergab, dass die Beschäftigung beim Verein K.________ (EDV-Lehrer in der Erwachsenenbildung), welche als leichte, vorwiegend sitzend zu verrichtende Arbeit einzustufen sei, wie auch jede andere körperlich leichte Tätigkeit mit der Möglichkeit von Wechselbelastungen, ganztags ohne Einschränkung zumutbar sei. Die psychiatrischen Experten (Bericht des Psychiatriezentrums B.________ vom 9. August 2004) kamen zum Schluss, dass sich weder für ein depressives, noch psychotisches Geschehen genügend Anhaltspunkte fänden. Andererseits bestehe eine für einen jungen Erwachsenen unpassende Konzentration auf seine Befindlichkeit, die diagnostisch im Rahmen eines depressiven Verarbeitungsmodus zu sehen sei. Es handle sich um Gefühle von Anspannung und Besorgtheit sowie von Minderwertigkeit im Vergleich mit anderen und die Sorge, in sozialen Situationen abgelehnt zu werden. Zusammenfassend sei die Diagnose einer leichtgradigen (ängstlich) vermeidenden Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.6) zu stellen. Spezifische Fähigkeitsstörungen seien nicht auszumachen, zumal die gesamte kognitive Seite vollständig intakt sei (Reizverarbeitung, Konzentration und Merkfähigkeit, Wendigkeit, Situationsüberblick, Reaktionsvermögen). Der Hang zu einem depressiv gefärbten Verarbeitungsmodus könnte sich hingegen leichtgradig auf die Arbeitsfähigkeit in Form einer verminderten Belastbarkeit und reduziertem Durchhaltevermögen auswirken, wodurch die Arbeitsfähigkeit jedoch höchstens im Umfang von bis zu 10% beeinträchtigt werde.