Citation: 6B_1078/2022 E. 2.2

2.2. Der Einwand des Beschwerdeführers ist unbegründet. Es ist unbestritten, dass das Verfahren gegen die Beschuldigte B.B.________ und deren Ehemann getrennt von demjenigen gegen den Beschwerdeführer - und in einem anderen Kanton - geführt wurde. Unter diesen Umständen bestand von vornherein kein Anspruch auf eine Teilnahme an deren Einvernahme im Sinne von Art. 147 StPO. Zudem wurden gemäss dem angefochtenen Urteil die Akten jenes Verfahrens - Akten aus dem Kanton Bern - beigezogen und dem Beschwerdeführer zur Kenntnis gebracht. Ausserdem wurde die Beschuldigte am 8. März 2017 als Auskunftsperson delegiert mit dem Beschwerdeführer konfrontiert, was er nicht in Abrede stellt. Gemäss überzeugender Erwägung der Vorinstanz hat sich die Beschuldigte neuerlich inhaltlich geäussert und ihre bisherigen Einlassungen nicht bloss formal bestätigt. Der Beschwerdeführer konnte sich daher angemessen gegen die Vorwürfe verteidigen und diese in kontradiktorischer Weise in Zweifel ziehen resp. entkräften. Ob einzelne oder mehrere Fragen an die Beschuldigte in suggestiver Weise formuliert wurden, hätte im Übrigen grundsätzlich keinen Einfluss auf die Verwertbarkeit der Einvernahme, sondern wäre im Rahmen der Beweiswürdigung zu beurteilen (vgl. Urteil 6B_1401/2016 vom 24. August 2017 E. 2.2). Entgegen seiner Auffassung verstiess die getrennte Verfahrensführung zudem nicht gegen den Grundsatz der Verfahrenseinheit gemäss Art. 29 StPO (vgl. BGE 138 IV 214 E. 3.2, 29 E. 3.2; Urteil 6B_23/2021 vom 20. Juli 2021 E. 3.3). Wie aus dem angefochtenen Urteil erhellt, wurde dem Beschwerdeführer keine Mittäterschaft oder Teilnahme an den Delikten des Ehepaars B.________ vorgeworfen. Er soll vielmehr einer von deren Abnehmern gewesen sein, wobei das Ehepaar nicht der Hauptlieferant des Beschwerdeführers gewesen sei. Die Voraussetzung für ein gemeinsames Verfahren war daher nicht erfüllt. Es ist auch nicht ersichtlich, dass der Beschwerdeführer zu Unrecht nicht als Mittäter oder Teilnehmer behandelt worden wäre. Die Vorinstanz weist zudem zutreffend darauf hin, dass ohnehin sachliche Gründe für ein getrenntes Verfahren vorgelegen hätten. Insbesondere habe das Verfahren gegen das Ehepaar einfacher und erheblich früher abgeschlossen werden können, während der Beschwerdeführer erst ein Jahr später verhaftet worden und gegen ihn wegen zahlreicher weiterer Delikte erst später Anklage erhoben worden sei. Da zudem nicht wechselseitige Beschuldigungen im Raum gestanden hätten, habe nicht die Gefahr bestanden, dass sich die Beschuldigten gegenseitig die Verantwortung zugeschoben hätten. Soweit der Beschwerdeführer eine Verletzung der Unschuldsvermutung rügt, indem er im Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland vom 13. Juni 2019 als Abnehmer von Drogen des Ehepaars B.________ bezeichnet werde, ist darauf nicht einzugehen. Dieses Urteil und die dortigen Feststellungen bilden nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens. Die in diesem Zusammenhang erhobene Rüge, die Vorinstanz gehe von einer grösseren Drogenmenge aus als das Bezirksgericht Bern-Mittelland, was zu widersprüchlichen Urteilen führe, ist nicht im Rahmen eines Verstosses gegen Art. 29 StPO zu prüfen, sondern anlässlich der Beweiswürdigung.