Citation: 1B_461/2022 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erwägt in diesem Zusammenhang Folgendes: Der Beschwerdeführer habe geltend gemacht, dass sich in den gesiegelten elektronischen Dateien diverse Kommunikationsinhalte mit Rechtsanwälten bzw. Ärzten befänden. Er habe auf digitale Korrespondenz zwischen ihm und diversen Mitarbeitenden der Kanzlei des amtlichen Verteidigers verwiesen und entsprechende E-Mail-Adressen genannt. Auch habe er auf zwei weitere E-Mail-Adressen verwiesen, welche Korrespondenzen enthielten, die dem Arztgeheimnis unterstünden. Zwar habe er in diesem Zusammenhang zwei Telefonnummern und acht E-Mail-Adressen genannt, jedoch nur zwei E-Mails konkret mit Datum bezeichnet, nämlich eine vom 6. Dezember 2021 an ihn (die von einer Arztpraxis stamme) und eine weitere vom 15. Dezember 2021 von ihm, mit der er die genannte E-Mail vom 6. Dezember 2021 an seinen Offizialverteidiger weitergeleitet habe. In diesem Zusammenhang sei zu berücksichtigen, dass auf das vom Beschwerdeführer benutzte E-Mail-Konto jederzeit online zugegriffen werden könne. Folglich habe er auch die Möglichkeit gehabt, nicht nur die erwähnten zwei E-Mails konkret mit Datumsangabe zu bezeichnen, sondern auch die weitere angeblich von Berufsgeheimnissen betroffene Korrespondenz. Dies gelte nach Ansicht der Vorinstanz "umso mehr" für die Mail-Korrespondenz mit dem amtlichen Verteidiger und dessen Kanzleipartnern, die auch noch auf den Mail-Konten der Verteidigung abgerufen werden könne. Soweit der Offizialverteidiger über WhatsApp mit dem Beschuldigten kommuniziert hätte, was indes nicht behauptet worden sei, gelte das Analoge. Dass der Verteidiger und sein Büropartner "Kontakte mit dem Beschuldigten hatten", sei "ohnehin bekannt, womit auch die Bekanntgabe der konkreten Daten der Kontakte im Rahmen des Entsiegelungsverfahrens keinem Geheimnisschutz" unterstehe. Wesentlich sei, dass der Beschwerdeführer nicht angegeben habe, "auf welchen der 11 sichergestellten Datenträger die entsprechenden Korrespondenzen zu finden und folglich auszusondern sein sollen", weshalb er seiner Substanziierungsobliegenheit nicht nachgekommen sei. Was die sichergestellten physischen Unterlagen mit Kontenauszügen betrifft (Position 27 des Durchsuchungsprotokolls), habe der Beschwerdeführer zwar geltend gemacht, er wisse nicht mehr, ob er einen Teil der Anwaltskorrespondenz ausgedruckt habe und sich entsprechende Dokumente unter den Kontenauszügen befinden könnten. Es sei jedoch Sache des anwaltlich vertretenen Beschwerdeführers gewesen, darzulegen, ob und inwiefern in diesem Zusammenhang Anwaltskorrespondenz ausgedruckt worden sein könnte. Im Entsiegelungsverfahren habe er keine entsprechenden substanziierten Vorbringen gemacht. Für die gesiegelte Telefonliste (Position 8 des Durchsuchungsprotokolls) habe er in diesem Zusammenhang (Berufsgeheimnisschutz) kein Entsiegelungshindernis dargelegt (angefochtener Entscheid, E. 5.4, S. 9-11).