Citation: 6B_442/2019 E. 1.3.2

1.3.2. Im Zusammenhang mit der Frage nach einer bleibenden Arbeitsunfähigkeit macht der Beschwerdeführer geltend, die Privatklägerin habe an der vorinstanzlichen Hauptverhandlung im November 2018 angegeben, sie arbeite weiterhin selbständig als Raumpflegerin. Das Protokoll zeigt indes auch, dass die Privatklägerin ausgeführt hat, diese Tätigkeit wegen der Beeinträchtigung von Schulter und Hand nur während zweier Tage in der Woche ausführen zu können (vorinstanzliche Akten pag. 1428). Der Beschwerdeführer führt sodann aus, eine Arbeitsunfähigkeit von weniger als fünf Monaten könne nicht als (im Sinn von Art. 122 Abs. 3 StGB; vgl. BGE 124 IV 53 E. 2 S. 57) langdauernd gewertet werden. Es kann offenbleiben, ob es sich so verhielt, namentlich auch mit Blick darauf, dass die Betroffene im Alltag ebenfalls eingeschränkt ist (vgl. ROTH/BERKEMEIER, Basler Kommentar, Strafrecht I, 4. Aufl. 2019, N 22 zu Art. 122 StGB). Denn der Beschwerdeführer übersieht, dass die im Zeugnis des behandelnden Arztes vom 16. September 2014 attestierte fünfmonatige Arbeitsunfähigkeit von März bis Juli 2014 (erstinstanzliche Akten pag. 42) nur eine damalige akute funktionale Beeinträchtigung anzeigt. Darüber hinaus hat die Vorinstanz wie erwähnt aber noch eine bleibende Einschränkung des Leistungsvermögens (Art. 122 Abs. 2 StGB; vgl. MARC RÉMY, Commentaire romand, Code pénal II, 2017, N 7 zu Art. 122 StGB) von nicht unerheblicher Schwere infolge verminderter Belastbarkeit von rechter Hand und linker Schulter als medizinisch ausgewiesen festgestellt (angefochtenes Urteil S. 24). Der vorinstanzliche Schluss ist jedenfalls nicht willkürlich (vgl. Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG; BGE 141 IV 369 E. 6.3 S. 375; 140 III 115 E. 2 S. 117).