Citation: 6B_630/2018 E. 1.4.2

1.4.2. Auch mit dieser Rüge dringt er nicht durch. Anders als der Beschwerdeführer meint, setzt der Tatbestand des Landfriedensbruchs nicht voraus, dass die Ausschreitungen über Stunden andauern, bis die Polizei die Lage wieder unter Kontrolle hat. Sodann steht in tatsächlicher Hinsicht fest, dass die Visper Gruppe während des Marsches vom Stadion bis zum Bahnhof sowohl auf gegnerische Fans wie auch auf die Polizei los ging und letztere auch mit Bierflaschen und Steinen bewarf. Mit der Vorinstanz handelt es sich dabei um Angriffe auf Menschen mit potentiell gravierenden Folgen, welche die für den Landfriedensbruch erforderliche Erheblichkeitsgrenze klar überschreiten (vgl. etwa BGE 108 IV 176 E. 3b betreffend aus der Menge heraus geworfene Pflastersteine, die dem Opernhaus bzw. den Polizeibeamten galten). Dabei ist es unerheblich, dass es auf dem Weg vom Stadion zum Bahnhof keine Verletzten gegeben hat, bzw. erst am Bahnhof ein Polizist von einer geworfenen Bierflasche leicht am Kopf verwundet wurde. Dass diese Gewalttätigkeiten aus der Gruppe heraus erfolgten und Ausdruck der aggressiven Grundstimmung waren, mithin von dem die Menge beherrschenden Willen zur Friedensstörung getragen wurden, stellt der Beschwerdeführer zu Recht nicht in Frage.