Citation: 6B_567/2017 E. 2.2.1

2.2.1. Nach dem zum Sachverhalt Gesagten (oben E. 1.2) steht für das Bundesgericht verbindlich fest, dass die sichtbare Strecke bei Beginn des Überholmanövers lediglich 150 Meter betragen hat und, dass diese Wegstrecke angesichts des Strassenverlaufs sowie der Witterungsverhältnisse bei Feuchtigkeit, Dunkelheit und Nebel für ein Überholmanöver ungenügend war, um auf Gegenverkehr rechtzeitig zu reagieren. Der Vorinstanz ist zuzustimmen, dass der Beschwerdeführer bei Überfahren der Sicherheitslinie bzw. beim Verbleib auf der linken Fahrspur trotz ungenügender Sicht auf den Gegenverkehr die naheliegende Möglichkeit eines Verkehrsunfalls erkannt haben musste. Sie erwägt daher zu Recht, dass er um die grosse Gefahr einer Frontalkollision mit dem Gegenverkehr sowie um deren potenziell tödlichen Folgen wusste. Dies gilt im Übrigen nicht erst bei einer Geschwindigkeit von mindestens 133 km/h wie sie kurz vor dem Zusammenstoss gemessen wurde, sondern ebenso bei einer jedenfalls erheblich über den erlaubten 80 km/h liegenden Geschwindigkeit zu Beginn des Manövers.