Citation: 5A_34/2009 26.05.2009 E. 2

Mit der Anfechtung sollen Vermögenswerte der Zwangsvollstreckung zugeführt werden, die ihr durch eine Rechtshandlung nach den Art. 286-288 SchKG entzogen wurden (Art. 285 Abs. 1 SchKG). Die Kläger, die in Betreibungen gegen ihren Schuldner S.________ einen provisorischen Pfändungsverlustschein erhalten haben, sind zur Anfechtung berechtigt (Art. 285 Abs. 2 Ziff. 1 SchKG). Sie berufen sich auf Art. 288 SchKG, wonach alle Rechtshandlungen anfechtbar sind, welche der Schuldner innerhalb der letzten fünf Jahre vor der Pfändung in der dem andern Teile erkennbaren Absicht vorgenommen hat, seine Gläubiger zu benachteiligen oder einzelne Gläubiger zum Nachteil anderer zu begünstigen. Angefochten haben die Kläger die Kaufverträge über sieben Genossenschaftsanteilscheine. Ihre Klage richten sie gegen die Erstbeklagte, die mit dem Schuldner das angefochtene Rechtsgeschäft abgeschlossen hat, sowie gegen den Zweitbeklagten, der die Anteilscheine von der Erstbeklagten gekauft hat. Passivlegitimiert ist der Zweitbeklagte neben der Erstbeklagten gemäss Art. 290 SchKG, wenn er bösgläubig gewesen sein sollte. Die Klage geht auf Rückgabe des Vermögens des Schuldners, das durch die angefochtene Rechtshandlung erworben wurde (Art. 291 Abs. 1 SchKG). Streitig sind alle Voraussetzungen der Absichtsanfechtung (E. 3-6), die Bösgläubigkeit des Zweitbeklagten und die Anfechtbarkeit seines Vertrags mit der Erstbeklagten (E. 7-8) sowie der Betrag der Rückerstattung (E. 9-10). Angefochten ist schliesslich die Regelung der Parteientschädigung im kantonalen Verfahren (E. 11 hiernach).