Citation: 5A_521/2023 E. 3.1

3.1. Nach Art. 76 Abs. 1 Bst. b BGG ist zur Beschwerde in Zivilsachen berechtigt, wer durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung hat. Zur Beschwerde in Zivilsachen ist nach der Rechtsprechung nur legitimiert, wer die Beschwerde im eigenen Interesse führt. Das von den Beschwerdeführern verfolgte Interesse muss ihr eigenes sein. Mithin können mit der Beschwerde in Zivilsachen nicht die Interessen Dritter geltend gemacht werden (Urteile 5A_310/2023 vom 6. Juli 2023 E. 1.2.1; 5A_111/2021 vom 9. Juni 2021 E. 2.2; 5A_686/2020 vom 28. Oktober 2020 E. 2.1). Das erforderliche eigene Interesse besteht im praktischen Nutzen, den die Gutheissung der Beschwerde den Beschwerdeführern verschaffen würde, indem ihnen ein Nachteil wirtschaftlicher, ideeller, materieller oder anderweitiger Natur erspart bliebe (BGE 143 III 578 E. 3.2.2.2). Dass das Beschwerderecht der Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfahren kein Thema war und vor den kantonalen Instanzen gemäss Art. 450 Abs. 2 ZGB neben den am Verfahren beteiligten Personen (Ziffer 1) auch der betroffenen Person nahestehende Personen (Ziffer 2) zur Beschwerde befugt sind, ändert nichts am beschriebenen Erfordernis eines eigenen schutzwürdigen Interesses. Das Beschwerderecht richtet sich im hiesigen Verfahren ausschliesslich nach Art. 76 BGG. Diese Norm ist enger formuliert als Art. 450 Abs. 2 ZGB (Urteile 5A_34/2021 vom 22. Dezember 2021 E. 1.2.1; 5A_542/2019 vom 30. Juli 2019 E. 3.1; 5A_930/2018 vom 15. November 2018 E. 3; je mit Hinweisen). In seiner Rechtsprechung hat das Bundesgericht den Sohn als beschwerdeberechtigt erachtet, die Einweisung seiner Mutter in ein Alters- und Pflegeheim anzufechten, weil er die Mutter persönlich betreuen wollte (Urteil 5A_338/2015 vom 1. Juli 2015 E. 1.1). Hingegen hat das Bundesgericht das schutzwürdige Interesse der Tochter verneint, die sich gegen die fürsorgerische Unterbringung ihrer Mutter wehrte (Urteil 5A_238/2015 vom 16. April 2015 E. 2). Ebenso verneinte es das Beschwerderecht der Eltern, die für die Entlassung ihrer fürsorgerisch untergebrachten volljährigen Tochter aus einer psychiatrischen Einrichtung kämpften und ihr eigenes schutzwürdiges Interesse im Sinne von Art. 76 Abs. 1 Bst. b BGG damit begründeten, dass die gegenwärtige Betreuung ihrer Tochter im Isolierzimmer für sie kaum mehr zu ertragen sei und sich die Mutter wegen dieser Belastung selbst in ärztliche Behandlung habe begeben müssen. Das Bundesgericht befand, allein ein solch mittelbares Interesse sei nicht im Sinne von Art. 76 Abs. 1 Bst. b BGG schutzwürdig (Urteil 5A_542/2019 vom 30. Juli 2019 E. 3.2). Es ist Sache der Beschwerdeführer darzulegen, dass die gesetzlichen Legitimationsvoraussetzungen gegeben sind, es sei denn, diese ergäben sich ohne Weiteres aus dem angefochtenen Entscheid oder aus den Akten (BGE 138 III 537 E. 1.2; 133 II 353 E. 1; s. aus der jüngeren Rechtsprechung etwa die Urteile 5A_18/2019 vom 6. Juni 2019 E. 1; 5A_956/2016 vom 19. Juni 2017 E. 1.3.3).