Citation: 1B_58/2018 E. 2.7

2.7. Nicht gefolgt werden kann schliesslich der Rüge, die Anklagekammer habe die Beschwerdeführerin (zur Frage der Unzulässigkeit einer vorzeitigen Rückgabe vor Abschluss des Strafverfahrens) zu Unrecht nicht als "teilweise obsiegend" angesehen und diesen Verfahrensausgang bei den Kosten- und Entschädigungsfolgen in bundesrechtswidriger Weise nicht berücksichtigt: Die angefochtene Verfügung des Untersuchungsamtes vom 18. Juli 2017 ist ausdrücklich als "Beschlagnahmebefehl (Art. 263 StPO) " bezeichnet. Auch aus der Kurzbegründung der Verfügung wird deutlich, dass es sich um eine vorläufige Restitutionsbeschlagnahme gestützt auf "Art. 263 Abs. 1 lit. c StPO i.V.m. Art. 73 Abs. 1 lit. b StGB" handelt. Zwar findet sich in der Kurzbegründung noch die etwas missverständliche Formulierung, dass die beschlagnahmten Aktien "nach Rechtskraft dieser Verfügung" der mutmasslich geschädigten Konkursmasse zu "übergeben" seien. Die Vorinstanz hat jedoch in ihrem obiter dictum (Erwägung 4 des angefochtenen Entscheides) allfällige Missverständnisse ausgeräumt. Wie sich aus den Akten ergibt, hatte auch die Beschwerdeführerin die Verfügung des Untersuchungsamtes als Beschlagnahmeverfügung interpretiert: In ihren vorinstanzlichen Rechtsbegehren hat sie die Aufhebung des Beschlagnahmebefehls und die Aushändigung der beschlagnahmten Aktien beantragt. Diesen Beschwerdeanträgen hat die Vorinstanz zu Recht keine Folge geleistet. Bei dieser Sachlage bestand für sie von Bundesrechts wegen kein zwingender Anlass, die Beschwerde teilweise gutzuheissen und andere Kostenfolgen anzuordnen.