Citation: 2C_389/2022 E. 6.4

6.4. Bei dieser Sachlage gehen die Rügen in der Beschwerde zum Vertrauensschutz ins Leere. Der aus dem in Art. 9 BV verbrieften Grundsatz von Treu und Glauben abgeleitete Vertrauensschutz in behördliche Zusicherungen gilt nur, wenn die Rechtslage seit der Auskunftserteilung keine Änderung erfahren hat (vgl. BGE 143 V 341 E. 5.2.1; 137 II 182 E. 3.6.2; Urteil 2C_879/2021 vom 8. Juli 2022 E. 8.1, auch zu den übrigen Voraussetzungen des Vertrauensschutzes). Unabhängig davon, dass es bereits an einer Vertrauensgrundlage mangelt - der Beschwerdeführer kann nichts zu seinen Gunsten darauf ableiten, dass die Behörden seinen Sozialhilfebezug zunächst toleriert haben, weil es den Behörden wie erwähnt freigestanden hat, die Situation angesichts der andauernden Sozialhilfeabhängigkeit später neu zu prüfen (vgl. vorne E. 6.3) -, hat sich die Rechtslage mit Inkrafttreten des neuen Rechts entscheidend geändert (vgl. nachfolgend E. 7.1), so dass allfällige unter altem Recht gemachten Zusicherungen zum Widerruf wegen Sozialhilfebezugs so oder anders keine Gültigkeit mehr hätten. Soweit der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang auch eine Verfahrensverzögerung und damit eine Verletzung von Art. 29 Abs. 1 BV rügt (vgl. S. 15 f. der verbesserten Beschwerde), setzt er sich nicht substanziiert mit den vorinstanzlichen Erwägungen auseinander, wonach die langwierigen Abklärungen des Migrationsamts vor Gewährung des rechtlichen Gehörs Folge seines prozessualen Verhaltens waren (vgl. E. 3.2.5 des angefochtenen Urteils). Darauf ist nicht weiter einzugehen.