Citation: 9C_639/2017 E. 6.1

6.1. Nach Einschätzung des psychiatrischen Gutachters des ABI besteht bei der Beschwerdeführerin in der bisherigen Tätigkeit als Gewerkschaftssekretärin eine Arbeitsfähigkeit von 70 %, realisierbar auch in einem ganztägigen Pensum mit der Möglichkeit zu vermehrten Pausen. Von dieser Arbeitsfähigkeit könne seit 2013 gemittelt über den Verlauf ausgegangen werden, nachdem auch in den Akten fachärztlich eine Arbeitsunfähigkeit bestätigt worden sei. In allen ihren Fähigkeiten entsprechenden Tätigkeiten bestehe die aufgrund der heutigen Untersuchung angegebene Arbeitsfähigkeit. Im Rahmen der Gesamtbeurteilung kamen die Gutachter des ABI zum Schluss, aus polydisziplinärer Sicht sei seit April 2014 eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 70 % in der angestammten Tätigkeit ebenso wie in jeder anderen körperlich leichten bis gelegentlich mittelschweren angepassten Tätigkeit gegeben. Diese Einschätzung sei über die Zeit gemittelt anzunehmen, nachdem die Arbeitsfähigkeit von September 2013 bis März 2014 aufgehoben gewesen sei und vor dem September 2013 keine wesentliche Arbeitsunfähigkeit vorgelegen habe.