Citation: 6B_1208/2022 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz geht entgegen dem Erstgericht von einer uneingeschränkten Schuldfähigkeit des Beschwerdeführers aus. Sie stützt sich auf ein forensisches Gutachten von Dr. med. B.________ einschliesslich mehrerer Ergänzungen. Demnach sei die Einsichts- und Steuerungsfähigkeit des Beschwerdeführers erhalten gewesen. Er sei "zweifellos jederzeit" in der Lage gewesen, das Unrecht seiner Taten einzusehen. Abstriche aufgrund der Alkoholisierung seien höchstens bei der Steuerungsfähigkeit denkbar. Da der Beschwerdeführer die Situation jedoch förmlich gesucht habe, erscheine es aus psychiatrischer Sicht nicht zwingend, von einer signifikanten Verminderung der Steuerungsfähigkeit auszugehen. Sofern überhaupt eine solche in Betracht komme, wäre sie höchstens leichtgradig. Gestützt auf diese gutachterliche Einschätzung sowie die Tatsache, dass der Beschwerdeführer zu koordinierten Handlungsabläufen während einer längeren Zeit fähig gewesen sei, müsse auf eine voll erhaltene Einsichts- und Steuerungsfähigkeit geschlossen werden, so die Vorinstanz. Auch eine leichtgradige Strafreduktion sei daher unter diesem Aspekt nicht angezeigt.