Citation: 1A.23/2006 03.11.2006 E. 3

Zu prüfen ist schliesslich, ob auf die staatsrechtliche Beschwerde eingetreten werden kann. 3.1 Die staatsrechtliche Beschwerde ist gegenüber anderen bundesrechtlichen Rechtsmitteln subsidiär (Art. 84 Abs. 2 OG). Insofern kommt sie von vornherein nur für solche Rügen in Betracht, die nicht mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu erheben sind (vgl. oben, E. 1 und 2.1). 3.2 Nach Art. 88 OG steht das Recht zur Erhebung der staatsrechtlichen Beschwerde Bürgern (Privaten) und Korporationen bezüglich solcher Rechtsverletzungen zu, die sie durch allgemein verbindliche oder sie persönlich treffende Entscheide oder Verfügungen erlitten haben. Gemäss ständiger Rechtsprechung kann mit staatsrechtlicher Beschwerde lediglich die Verletzung in rechtlich geschützten Interessen gerügt werden; zur Verfolgung bloss tatsächlicher Vorteile oder zur Geltendmachung allgemeiner öffentlicher Interessen steht dieses Rechtsmittel nicht zur Verfügung (BGE 129 I 113 E. 1.2 S. 117; 129 II 297 E. 2.1 S. 300). Auch die Legitimation von Nachbarn zur staatsrechtlichen Beschwerde bestimmt sich nach Art. 88 OG. Eigentümer benachbarter Grundstücke sind befugt, einen Nutzungsplan anzufechten, wenn sie die willkürliche Anwendung, Aufhebung oder Änderung von Vorschriften geltend machen, die ausser den Interessen der Allgemeinheit auch oder in erster Linie dem Schutz der Nachbarn dienen. Zusätzlich müssen sie dartun, dass sie sich im Schutzbereich der Vorschriften befinden, durch die behaupteten widerrechtlichen Auswirkungen der Bauten betroffen werden und ein aktuelles praktisches Interesse an der Aufhebung des angefochtenen Entscheids haben (BGE 127 I 44 E. 2c S. 47; 119 Ia 362 E. 1b S. 235 f.; 118 Ia 232 E. 1a S. 234, 112 Ia 90 E. 3 S. 93). 3.3 Im vorliegenden Fall machen die Beschwerdeführer in erster Linie öffentliche Interessen an der Erhaltung von Landschaft und Wald im Gebiet "God Laret" geltend. Sie rügen die willkürliche Anwendung der kantonalen Waldabstandsvorschriften, die jedoch nach ständiger Rechtsprechung nicht dem Schutz von Eigentümern nicht bewaldeter, benachbarter Grundstücke dienen (vgl. Entscheid 1P.670/1993 vom 20. Mai 1994 E. 1 mit Hinweisen). Gleiches gilt, soweit eine krass falsche Auslegung von Art. 15 RPG und ein Verstoss gegen den im kantonalen Richtplan festgelegten Grundsatz der nur "massvollen" Erweiterung von bestehenden Waldsiedlungen gerügt wird. Auf diese Rügen ist daher mangels Legitimation der Beschwerdeführer nicht einzutreten. 3.4 Die Beschwerdeführer machen überdies geltend, die Angaben über die Ausnützungsziffern seien täuschend und falsch, da bei der Berechnung der Bruttogeschossfläche (BGF) die Waldflächen miteinbezogen worden seien. Sie berufen sich auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach es willkürlich sein kann, Waldareal in die Berechnung der nach Baurecht zulässigen Ausnützung einzubeziehen (BGE 110 Ia 91 E. 2d S. 93 f.; vgl. aus jüngerer Zeit die Entscheide 1A.123/2005 vom 10. November 2005 E. 3 und 1A.105/2005 vom 29. November 2005 E. 5). Die neuen Zonenvorschriften für das Teilgebiet "God Laret" enthalten jedoch keine Ausnützungsziffern (AZ) mehr; vielmehr legt der Generelle Gestaltungsplan für jede Parzelle die zulässige BGF individuell fest. Zwar ergibt sich aus den Akten, dass die Gemeinde sich dabei an der früheren AZ von 0.15, berechnet über die ganze Parzelle (einschliesslich Wald), orientiert hat. Formuliert wurde das zulässige Nutzungsmass jedoch ausschliesslich in BGF und damit in einem Mass, das unabhängig von der Fläche des Grundstücks und dessen Waldanteil ist. Es mag sein, dass diese Festlegungen, bezogen auf den waldfreien Teil der Parzellen, zu einer sehr hohen AZ führen. Die Beschwerdeführer legen jedoch nicht dar, inwiefern dies übergeordnetes Recht in willkürlicher Weise verletzt. Damit genügt ihre diesbezügliche Rüge den Begründungsanforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG nicht. Es kann daher offen bleiben, ob die Beschwerdeführer insofern zur Beschwerde legitimiert wären. 3.5 Auf die staatsrechtliche Beschwerde ist somit nicht einzutreten.