Citation: 1C_415/2023 E. 7.3.4

7.3.4. An dieser Einschätzung vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass eine Begehung im vorliegenden Fall hinsichtlich der Geruchsimmissionen womöglich belastbarere Ergebnisse ermöglichen würde. Die Beschwerdeführenden haben keinen Anspruch auf die Durchführung einer bestimmten in der Geruchsempfehlung des BAFU festgelegten Methode. Entscheidend ist letztlich, dass eine taugliche Erhebung i.S.v. Art. 2 Abs. 5 lit. b LRV durchgeführt wurde, die eine Beurteilung ermöglicht, ob die geltend gemachten Geruchsimmissionen einen wesentlichen Teil der Bevölkerung in ihrem Wohlbefinden erheblich stören und somit als übermässig zu betrachten sind. Dies konnte vorliegend mit der Modellrechnung erreicht werden. Zudem wäre eine Begehung auch gemäss BAFU mit erheblichem Aufwand verbunden, da die Geruchsbelastung über das Jahr verteilt und in unterschiedlichen Situationen (Winter - Sommer, Nacht - Tag, Wochenende - Wochentag usw.) zu untersuchen wäre. Es ist daher mit der Vorinstanz und dem BAFU davon auszugehen, dass der zusätzliche Erkenntnisgewinn zu den vorliegend bereits erfolgten Sachverhaltserhebungen im Vergleich zum Aufwand und zu den entstehenden Kosten nicht mehr angemessen erscheint. Angesichts dessen konnte von einer Begehung abgesehen werden und ist auch der von den Beschwerdeführenden im bundesgerichtlichen Verfahren gestellte Antrag zur Durchführung einer Begehung abzulehnen. Dasselbe gilt für die Befragung, welche aufgrund der zu geringen Anzahl betroffener Personen von vornherein nicht repräsentativ wäre (vgl. BAFU Geruchsempfehlung, S. 22). Die Durchführung einer ebenfalls in der BAFU Geruchsempfehlung vorgesehenen Olfaktormetrie, die der Ermittlung von Emissionen dient und damit ebenfalls ungeeignet wäre, wurde von den Beschwerdeführenden zu Recht nicht verlangt.