Citation: 1P.753/2005 20.04.2006 E. 1.3

1.3.1 Im Einzelnen beanstandet der Beschwerdeführer, das Obergericht ziehe nicht in Betracht, dass noch andere Personen als Drogenlieferanten von Y.________ in Frage kommen. Das Gericht gehe gestützt auf dessen Zeugenaussage davon aus, dass Y.________ den Drogenhandel mit dem Beschwerdeführer über die Rufnummer ... abgewickelt habe. Y.________ habe beschrieben, wie er mit seinem Drogenlieferanten, welcher sich wie der Beschwerdeführer "Jeff" genannt habe, jeweils über diese Nummer telefonischen Kontakt aufgenommen habe. Die Wahrscheinlichkeit, dass nebst "Jeff" noch andere Personen über das fragliche Natel Drogenhandel betrieben, lasse das Obergericht unberücksichtigt. Immerhin seien in der Zeit vom 14. Februar 2002 bis 10. April 2002, während der der Beschwerdeführer über ein Mobiltelefon verfügte, 965 Verbindungen hergestellt worden. Y.________ habe ausgesagt, dass unter dieser Nummer manchmal auch ein gewisser "Jerry" erreichbar gewesen sei. Sodann bestätige die Strafanzeige vom 10. Juni 2002, dass die SIM-Karte regelmässig mit verschiedenen Natel-Geräten benutzt worden sei. Die Auswertung per Antennenstandort habe lediglich ergeben, dass mit der Rufnummer ... von der örtlichen Drogenszene aus telefoniert worden sei. Damit stehe aber nicht fest, dass es der Beschwerdeführer war, der die Anrufe tätigte. 1.3.2 Gemäss dem angefochtenen Urteil beschrieb Y.________, wie er mit "Jeff" fast immer per Natel Kontakt aufgenommen habe, um einen Drogenkauf zu vereinbaren. Die Nummer des Lieferanten habe Y.________ unter dem Namen "Jeff" abgespeichert. Bei der Natel-Nummer ... handle es sich um die Nummer des Beschwerdeführers, der gemäss eigenen Aussagen auch "Jeff" genannt werde. Dies reiche zur Identifizierung des Beschwerdeführers als Drogenlieferant von Y.________ bereits aus. Des Weitern habe die Auswertung der Daten der SIM-Karte ergeben, dass von der besagten Rufnummer innert acht Wochen insgesamt 965 Verbindungen hergestellt worden seien. Dazu seien zwei verschiedene Mobiltelefone benutzt und die SIM-Karte zwischen den Geräten hin und her gewechselt worden. In der gleichen Zeitspanne seien 1499 Anrufe registriert worden. Diese häufigen Telefonate seien ebenfalls ein Indiz, dass der Beschwerdeführer intensiv im Drogenhandel tätig gewesen sei. Auch hätte die Auswertung der Daten des Natel-Geräts (Antennenstandort) gezeigt, dass sich der Beschwerdeführer fast täglich in der örtlichen Drogenszene aufgehalten habe. 1.3.3 Diese beweismässige Schlussfolgerung des Obergerichts ist durchaus vertretbar. Der Beschwerdeführer stellt in der staatsrechtlichen Beschwerdeschrift nicht in Abrede, in den Einvernahmen ausgesagt zu haben, dass es sich bei der Nummer ... um seine eigene handelte und dass er sich "Jeff" nannte. Selbst wenn die besagte Nummer teilweise auch von einem gewissen "Jerry" benutzt worden sein könnte und dieser ebenfalls Telefonate von der örtlichen Drogenszene aus getätigt hätte, so handelte es sich doch grundsätzlich um die kostenpflichtige Nummer des Beschwerdeführers. Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer für die Häufigkeit der Telefonate keine plausible Erklärung vorbrachte. Weiter gilt es festzuhalten, dass gemäss Telefonkontrolle insgesamt lediglich drei IMEI-Nummern festgestellt wurden und für den Zeitraum vom 15. Februar 2002 bis und mit 30. März 2002 Telefonnummer und IMEI-Nummer ständig übereinstimmten. Y.________ war es denn auch stets möglich, seinen Gesprächspartner zu erkennen. Es ist daher nicht haltlos, die häufigen Telefonkontakte weitgehend dem Beschwerdeführer zuzuordnen und als Indiz für eine Drogentätigkeit zu werten. Die Rüge der willkürlichen Beweiswürdigung ist in diesem Punkt unbegründet.