Citation: 8C_360/2023 E. 3.3

3.3. Hinsichtlich der Integritätsentschädigung hat die Vorinstanz festgehalten, im Gutachten des ZMB vom 12. November 2013 sei der Integritätsschaden aufgrund der chronischen Schmerzsymptomatik aus orthopädischer Sicht mit 5 % beziffert worden. Die Wertung der Schmerzen sei analog der Schmerzfunktionsskala gemäss Tabelle 7 ("Integritätsschaden bei Wirbelsäulenaffektionen") der von der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) unter dem Titel "Integritätsentschädigung gemäss UVG" herausgegebenen Richtlinien erfolgt. Aus neurologischer Sicht bestehe ein Integritätsschaden von 10 %, internistisch und psychiatrisch finde sich kein Integritätsschaden. Gesamthaft betrage der Integritätsschaden 15 %. Hinzuweisen sei darauf, so die Gutachter, dass bezüglich der ISG-Arthrose kein Endzustand bestehe und eine Verschlechterung möglich sei. Die Vorinstanz erwog, die zugesprochene Integritätsentschädigung sei somit um 5 % höher als die gutachterlich geschätzte Einbusse. Die Einschätzung des Prof. Dr. med. D.________ in seiner Stellungnahme vom 24. November 2022, wonach angesichts der starken Dauerschmerzen (VAS 7) und der eingeschränkt möglichen Zusatzbelastungen der Integritätsschaden "eher bei 10-15 %" anzusiedeln sei, rechtfertige keine höhere Entschädigung.