Citation: 6B_145/2019 E. 3.3

3.3. Die Kritik des Beschwerdeführers ist unbegründet. Der Beschwerdeführer beschränkte sich gemäss den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz nicht darauf, die Beschwerdegegnerin 2 zum Sex zu überreden. Die Vorinstanz legt vielmehr dar, er habe sich über den expliziten Willen der Beschwerdegegnerin 2 hinweggesetzt und unter Überwindung von körperlicher Gegenwehr den Geschlechtsverkehr an ihr vollzogen (angefochtenes Urteil S. 12). Die Beschwerdegegnerin 2 sagte dem Beschwerdeführer am besagten Morgen, dass sie keinen Sex mit ihm haben wollte. Anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung sagte sie aus, der Beschwerdeführer habe sie dennoch überall angefasst, weil er Sex haben wollte. Sie habe sich verbal gewehrt und dadurch, dass sie versucht habe, mit ihren Händen seine Hände wegzumachen. Schlussendlich hätten sie Sex gehabt, weil er seine Finger nicht weggenommen habe und sie nicht gelassen habe (kant. Akten, pag. 1504). Im Berufungsverfahren gab sie zudem an, sie habe dem Beschwerdeführer auch mit den Händen klarzumachen versucht, dass sie keinen Sex haben wollte. Es sei dennoch dazu gekommen, weil dieser physisch insistiert habe. Er sei mit den Händen überall auf den Beinen gewesen. Sie habe keine Chance gehabt wegzukommen. Irgendwann habe sie aufgegeben (kant. Akten, pag. 2100). Die Vorinstanz verfällt nicht in Willkür, wenn sie auf die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 abstellt. Daraus geht hervor, dass der Beschwerdeführer sie trotz ihrer körperlichen Gegenwehr (Hände wegmachen) anfasste und mit körperlicher Kraft physisch derart insistierte, dass es ihr nicht gelang, von ihm wegzukommen. Dies ist nach der Rechtsprechung als Gewaltanwendung zu qualifizieren, da sich der Beschwerdeführer mit körperlicher Kraft den Abwehrhandlungen der Beschwerdegegnerin 2 widersetzte. Von einem harmlosen Berühren kann unter den von der Beschwerdegegnerin 2 geschilderten Umständen keine Rede sein. Unbegründet ist auch die Kritik des Beschwerdeführers, die Beschwerdegegnerin 2 habe einen schwarzen Gurt im Judo und nehme an sportlichen Wettkämpfen in dieser Sportart teil, weshalb sie in der Lage gewesen wäre, sich gegen ihn zu wehren (Beschwerde Ziff. 43 und 49). Die Vorinstanz erwägt willkürfrei, die Judokenntnisse hätten der Beschwerdegegnerin 2 gegen einen grösseren und stärkeren Mann nichts genutzt (angefochtenes Urteil S. 12). Im Übrigen verkennt der Beschwerdeführer, dass vom Opfer nach der Rechtsprechung nicht verlangt werden kann, dass es sich mit dem Täter auf einen Kampf einlässt, um sich gegen die sexuellen Handlungen zu wehren. Der vorinstanzliche Schuldspruch wegen Vergewaltigung verstösst nicht gegen Bundesrecht.