Citation: 1B_312/2021 E. 4

Der Beschwerdeführer rügt schliesslich noch, die Fortdauer der Untersuchungshaft führe zu einem unverhältnismässigen Eingriff in seine grundrechtlich geschützten Freiheitsrechte, insbesondere in sein Privat-, Familien- und Berufsleben. Er rügt in diesem Zusammenhang unter anderem eine Verletzung von Art. 14 BV und Art. 8 EMRK. Es kann offen bleiben, ob und inwiefern diesen Vorbringen im vorliegenden haftrechtlichen Zusammenhang eine über das bereits Erörterte hinausgehende, selbstständige Bedeutung zukommt. Die Grundrechtsrügen erweisen sich jedenfalls als unbegründet: Die beanstandeten Eingriffe in die Freiheitsrechte bilden zwangsläufige Folgen der gesetzlich vorgesehenen Untersuchungshaft. Wie oben dargelegt, sind hier die gesetzlichen Haftgründe (Art. 221 Abs. 1 StPO) erfüllt. Auch unter dem Gesichtspunkt der Schwere der untersuchten Vergehen oder Verbrechen (Art. 221 Abs. 1 Ingress i.V.m. Art. 197 Abs. 1 lit. d StPO) drängt sich im Lichte des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes keine Haftentlassung auf. Eine übermässige Haftdauer - im Hinblick auf die bisher erstandene Untersuchungshaft und die im Falle einer Verurteilung konkret zu erwartende Sanktion (Art. 212 Abs. 3 StPO) - ist weder dargetan, noch ersichtlich. Ebenso wenig bildet das vom Beschwerdeführer beiläufig erwähnte "Risiko einer Ansteckung mit dem Corona-Virus" (im Haftvollzug) hier einen Haftentlassungsgrund (vgl. Urteile des Bundesgerichtes 1B_90/2021 vom 18. März 2021 E. 3.2; 1B_220/2020 vom 26. Mai 2020 E. 5.3).