Citation: 9C_597/2016 E. 6.2.1

6.2.1. Im vorinstanzlichen Entscheid wird in nachvollziehbarer - jedenfalls aber nicht offensichtlich unrichtiger - Weise aufgezeigt, weshalb der effektive Bestand der von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Verrechnungsforderung (aus Arbeitsvertrag) nicht als zweifelsfrei ausgewiesen einzustufen ist und eine Verrechnungswirkung daher nicht eintreten kann. Mit dem kantonalen Gericht sind Anhaltspunkte zu bejahen, die einen Schluss in diesem Sinne nahe legen. So deutet etwa der Umstand, dass der Beschwerdegegner in seiner Funktion als Geschäftsführer, welchem gemäss Geschäftsführervertrag vom 24. Januar 2003 die gesamte Geschäftsführung der ehemaligen Arbeitgeberin oblag (dazu im Detail Beschluss des Obergerichts vom 16. März 2016 E. 4.2), befugt war, seinen Lohn selber festzusetzen (so der erwähnte obergerichtliche Beschluss E. 6.3), auch auf einen gewissen Ermessensspielraum hinsichtlich der Frage der Tragung der Arbeitnehmerbeiträge aus beruflicher Vorsorge hin. Zudem sieht der erwähnte Geschäftsführervertrag vor, dass vom Bruttolohn "die Prämien der gesetzlich vorgeschriebenen Sozialversicherungen (AHV/IV/EO, ALV) und die Krankentaggeldversicherungs-Prämie" in Abzug gebracht werden, stipuliert aber (zumindest explizit) keinen Lohnabzug für Beiträge an die berufliche Vorsorge. Sodann hat die D.________ AG eine derartige Forderung weder im Rahmen ihrer arbeitsrechtlichen Widerklage auf Bezahlung von Fr. 3'211'239.- vom 5. Februar 2015 eingebracht, noch wurde die am 18. Juli 2014 wegen mehrfacher ungetreuer Geschäftsbesorgung und Bereicherung erhobene Strafanzeige mit einer solchen Vorhaltung begründet.