Citation: 8C_100/2020 E. 3.2.1

3.2.1. Der angefochtene Entscheid enthält, wie in der Beschwerde vorgebracht, keine verbindlichen Feststellungen zur Frage nach dem (fehlenden) Unrechtsbewusstsein der Beschwerdeführerin. Dies ist indessen rechtsprechungsgemäss auch nicht erforderlich (vgl. E. 2.2 hiervor), ist doch das kantonale Gericht zu Recht von einer groben Sorgfaltspflichtverletzung ausgegangen, indem der Beschwerdeführerin offensichtlich hätte bekannt sein müssen, dass sie mangels wetterbedingter Arbeitsausfälle keinen Anspruch auf Schlechtwetterentschädigung gehabt hätte. Es liegt mithin ein grobfahrlässiges Verhalten vor, das den guten Glauben als Erlassvoraussetzung von vornherein ausschliesst. Daran vermögen die Einwendungen der Beschwerdeführerin, wonach sie mit den gleichen Listen bereits vor dem Jahr 2015 Schlechtwetterentschädigung beantragt und bezogen habe, ohne dass dies vom Revisor beanstandet worden sei, nichts zu ändern. Der damalige Bezug von Schlechtwetterentschädigung, insbesondere die Frage des gutgläubigen Empfangs der Leistungen, ist vorliegend nicht Streitgegenstand. Soweit die Beschwerdeführerin erneut geltend macht, die gemeldeten Arbeitnehmer hätten an den Tagen, für die Schlechtwetterentschädigung bezogen wurde, nicht gearbeitet und die Stunden seien nur aus betrieblichen Gründen notiert worden, gehört auch dies in Anbetracht der in Rechtskraft erwachsenen Rückforderungsverfügung nicht mehr zum Streitgegenstand.