Citation: 2C_332/2023 E. 5.2.3

5.2.3. Auch die Berücksichtigung des Urteils des Bezirksgerichts Münchwilen aus dem Jahr 2010 ist nicht zu beanstanden, zumal die Vorinstanz für den Widerruf der Niederlassungsbewilligung nicht etwa direkt darauf abstellt, sondern die Vorstrafe lediglich in die erforderliche Gesamtbetrachtung des deliktischen Verhaltens einfliessen lässt. Bei der ausländerrechtlichen Verhältnismässigkeitsprüfung kann nicht ausser Acht gelassen werden, dass es sich bei den anno 2015 begangenen Einbruchdiebstählen bereits um die zweite Serie handelt, an welcher der Beschwerdeführer teilhatte. Die im Jahr 2008 begangenen Delikte der ersten Serie wurden mit einer Freiheitsstrafe von 22 Monaten sowie einer Busse von Fr. 2'000.-- geahndet, womit auch diese Verfehlungen eine gewisse Erheblichkeit aufweisen. Entsprechend hat das Migrationsamt den Beschwerdeführer im Nachgang des Urteils denn auch verwarnt und ihm den Widerruf der Niederlassungsbewilligung angedroht (vgl. vorstehend A.c). Hinzu kommt, dass er neben diesen beiden gravierenden Verstössen gegen die Strafrechtsordnung mehrfach im Bagatellbereich delinquierte. Der Beschwerdeführer bekundet offensichtlich Mühe, sich an die hiesige Rechtsordnung zu halten - selbst unter dem Druck strafrechtlicher Probezeiten und ausländerrechtlicher Verwarnungen. Die Vorstrafen aggravieren das migrationsrechtliche Verschulden vorliegend zusätzlich.