Citation: I 567/02 28.04.2003 E. 2

2.1 Die Beschwerdeführerin macht im Wesentlichen geltend, dass sie mit ihrer bis jetzt absolvierten Ausbildung bei der heutigen Arbeitsmarktsituation keine Chance habe, insbesondere weil sie damit die Voraussetzungen für eine Kassenzulassung nicht erfülle. 2.2 Das kantonale Gericht hat zu Recht erwogen, dass die Versicherte bei Ausschöpfung der ärztlich attestierten Arbeitsfähigkeit von 50 % bereits als Heilpraktikerin in der Lage ist, ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen, wobei eine ungenügende Auslastung nicht invaliditäts-, sondern wirtschaftlich bedingt wäre. Auf seine Ausführungen kann vollumfänglich verwiesen werden. Wie die Beschwerdegegnerin unter Hinweis auf die Verordnung über Leistungen in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (KLV) darlegt, würde sich die Einkommenssituation auch mit Kassenzulassung nicht in dem von der Versicherten erhofften Masse verbessern, da Anspruch auf Kassenleistungen nur im freiwilligen Zusatzversicherungsbereich besteht. Anzufügen ist des Weiteren, dass der Beschwerdeführerin nach Lage der medizinischen Akten auch die angestammte Tätigkeit im Umfang eines Pensums von 50 % zumutbar ist (Berichte des Dr. med. A.________ vom 9. Oktober 2000 und vom 21. November 1997). Ihre Stellenlosigkeit nach Konkurs der vormaligen Arbeitgeberin im Juni 2000 ist nicht massgeblich auf ihren Gesundheitsschaden, sondern auf den rezessiven Arbeitsmarkt zurückzuführen. Es liegt daher keine Invalidität im Sinne des Gesetzes vor, hat die Invalidenversicherung doch im Rahmen beruflicher Massnahmen nur für gesundheitliche, für wirtschaftlich-konjunkturelle Gründe der Erwerbslosigkeit jedoch ebenso wenig einzustehen wie beim Rentenanspruch, dessen Prüfung nach Art. 28 Abs. 2 IVG von einem angenommenen ausgeglichenen Arbeitsmarkt ausgeht (nicht veröffentlichtes Urteil R. vom 19. August 1996, I 336/95). Dieser weist ein bestimmtes Gleichgewicht zwischen dem Angebot und der Nachfrage auf dem Stellenmarkt auf und hält den Versicherten von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen offen (BGE 110 V 276 Erw. 4b; ZAK 1991 S. 320 Erw. 3b). Des Weiteren muss das Umschulungsziel der früheren Tätigkeit annähernd gleichwertig sein (ZAK 1968 S. 349 Erw. 1 mit Hinweis). Dies trifft bei der Zusatzausbildung zur Homöopathin nicht mehr zu, sodass sich die Beschwerdeführerin bei ärztlich attestierter gleichbleibender Arbeitsfähigkeit von 50 % nicht auf die besseren Erwerbsmöglichkeiten gegenüber denjenigen einer kaufmännischen Angestellten berufen kann. Schliesslich macht die Beschwerdegegnerin zu Recht geltend, dass die Versicherte mit ihrer angestammten Tätigkeit als kaufmännische Angestellte und der unter Rücksichtnahme auf ihre Beschwerden (Sehstörungen, Sauerstoffmangel) von der Invalidenversicherung gewährten ergänzenden Umschulung zur Ernährungsberaterin und Heilpraktikerin im Rahmen der ihr zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 50 % genügend eingegliedert ist.