Citation: 8C_251/2024 E. 3.2.1

3.2.1. Soweit er von der Anwendbarkeit der Schleudertrauma-Rechtsprechung nach BGE 134 V 109 ausgeht, kann ihm nicht gefolgt werden. Wie das kantonale Gericht richtig darlegte, kommt diese Praxis gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung lediglich bei Schleudertraumen und äquivalenten Verletzungen der Halswirbelsäule sowie Schädel-Hirntraumen (Contusio cerebri) zur Anwendung (sog. Schleudertrauma-Praxis). Nur in diesen Fällen wird auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet (BGE 134 V 109 E. 6). Vorliegend wurde keine solche Verletzung diagnostiziert. Dass es bei Schmerzleiden zu einer depressiven Entwicklung kommen kann, rechtfertigt die Anwendung der Schleudertrauma-Praxis ebenso wenig wie der Umstand, dass der Beschwerdeführer an psychischen und organischen Gesundheitsschäden leidet. Die Frage nach der Adäquanz eines natürlichen Kausalzusammenhanges stellt sich im Übrigen entgegen der Darstellung in der Beschwerde auch dann, wenn sich eine psychische Beeinträchtigung auf der Basis eines somatisch begründeten Schmerzzustandes entwickelt hat (Urteil 8C_100/2021 vom 7. April 2021 E. 4.2). Damit hat die Vorinstanz die Adäquanz zu Recht gemäss Rechtsprechung nach BGE 115 V 133 geprüft.