Citation: 5P.380/2006 17.11.2006 E. B

B.a Am 8. März 2006 beantragte der Kläger dem Gerichtspräsidium Baden, es sei festzustellen, dass die Beklagte das Kind widerrechtlich in der Schweiz zurückbehalte; die Beklagte sei zu verpflichten, es unverzüglich nach Frankreich zurückzubringen, unter Androhung des polizeilichen Vollzuges im Unterlassungsfall; im Fall der Nichtbefolgung der Anweisung sei der Beklagten ausdrücklich die Bestrafung wegen Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen anzudrohen; sodann sei das kantonale Pass- und Patentamt anzuweisen, den anbegehrten Reisepass für das Kind nicht herauszugeben. Letzterem Begehren wurde vorsorglich mit Verfügung vom 13. März 2006 entsprochen. Mit Urteil vom 16. Juni 2006 wurde die Klage abgewiesen und das Pass- und Patentamt in Abänderung der Verfügung vom 13. März 2006 angewiesen, den Reisepass für das Kind an die Beklagte herauszugeben. B.b Mit Beschwerde vom 10. Juli 2006 beantragte der Kläger, die Aufhebung des erstinstanzlichen Urteils und die Gutheissung der Klage unter Ansetzung einer angemessenen Frist für die Rückführung des Kindes nach Frankreich. Mit Urteil vom 28. August 2006 hiess das Obergericht des Kantons Aargau, Zivilgericht, 5. Kammer, Beschwerde und Klage gut und verpflichtete die Beklagte unter Androhung des polizeilichen Vollzugs und der Ungehorsamstrafe nach Art. 292 StGB, das Kind in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Justiz innert zehn Tagen seit Zustellung des Urteils nach Frankreich zurückzuführen (Dispositiv-Ziff. 1.1). Ferner wurde das Pass- und Patentamt angewiesen, den Reisepass für das Kind nicht an die Beklagte oder an Dritte herauszugeben (Dispositiv-Ziff. 1.2).