Citation: 5F_75/2025 E. A

Mit Verfügung vom 15. Juli 2025 schrieb das Bezirksgericht das vom Ehemann gegen die Gesuchstellerin eingeleitete Scheidungsverfahren zufolge Klagerückzuges als erledigt ab. Mit Schreiben vom 4. September 2025 teilte das Bezirksgericht der Gesuchstellerin mit, dass innert der angesetzten Frist keine Eingabe eingegangen sei, aus der sich ergeben hätte, dass sie mit ihrer Eingabe vom 15. Mai 2025 an die Bundesanwaltschaft eine Aufsichtsbeschwerde gemäss § 82 ff. GOG/ZH hätte einreichen wollen. Die Eingabe wäre daher wie angekündigt als Ausstandsbegehren gegen die verfahrensabschreibende Bezirksrichterin zu behandeln. Weil das Scheidungsverfahren jedoch rechtskräftig erledigt und auf ein von der Gesuchstellerin am 15. August 2025 erhobenes Revisionsgesuch nicht eingetreten worden sei, fehle es an einem Verfahren, in welchem ein Ausstandsgrund geprüft werden könnte. Das Bezirksgericht werde daher in Bezug auf die Eingabe vom 15. Mai 2025 kein formelles Verfahren eröffnen. Mit Eingabe vom 3. Oktober 2025 gelangte die Gesuchstellerin an das Obergericht des Kantons Zürich. Mit Schreiben vom 8. Oktober 2025 teilte ihr das Obergericht mit, dass ihrer Beschwerde infolge Verspätung wohl kein Erfolg beschieden sein würde, weshalb einstweilen kein aufsichtsrechtliches Beschwerdeverfahren eröffnet werde. Falls sie dennoch die Durchführung eines formellen kostenpflichtigen Beschwerdeverfahrens wünsche, werde sie um Mitteilung binnen fünf Tagen ab Erhalt dieses Schreibens ersucht.