Citation: 5P.230/2006 29.09.2006 E. 4

Im Zusammenhang mit der Entschädigung nach Art. 124 ZGB verweist das Obergericht auf die erstinstanzliche Feststellung, wonach fragwürdig sei, ob die Beschwerdegegnerin ihr sehr bescheidenes Vorsorgeguthaben aufgrund des Arbeitsmarktes werde aufstocken können und dass der teilweise erfolgreiche Versuch des Beschwerdeführers, ihr Vorsorgegelder zu entziehen, nicht seiner Besserstellung dienen solle. Es wirft dem Beschwerdeführer vor, sich damit nicht auseinandergesetzt zu haben. Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe sich in der Appellation sehr wohl dazu geäussert, weshalb von einer Entschädigung abzusehen sei und dass der Beschwerdegegnerin noch 17 Jahre bis zu ihrer Pensionierung verbleiben, während welcher Zeit sie einer Erwerbstätigkeit nachzugehen vermöge. Diese Ausführungen gehen an den Feststellungen des erstinstanzlichen bzw. des obergerichtlichen Urteils vorbei; sie sind damit nicht geeignet, Willkür darzutun. Der Beschwerdeführer räumt selbst ein, im Rahmen der Appellation keine Ausführungen zum Vorwurf gemacht zu haben, ohne Wissen der Beschwerdegegnerin Vorsorgegelder bezogen zu haben. Soweit er sich in der staatsrechtlichen Beschwerde dazu äussert, handelt es sich um neue und damit unzulässige Vorbringen. Die auch in diesem Zusammenhang behauptete Verletzung der Untersuchungsmaxime wäre mit Berufung zu rügen gewesen (vgl. E. 3.1). Insoweit ist auf die staatsrechtliche Beschwerde nicht einzutreten.