Citation: 5A_423/2014 E. 3.3

3.3. Mit diesen Ausführungen beanstandet die Beschwerdeführerin als Erstes eine ungenügende Begründung des Entscheids. Aus Art. 29 Abs. 2 BV ergibt sich die Pflicht der Behörde, ihren Entscheid zu begründen (BGE 124 I 49 E. 3a S. 51, 242 E. 2; je mit Hinweisen). Dabei ist nicht erforderlich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich der Betroffene über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (BGE 136 I 229 E. 5.2 S. 236). Im Falle vorweggenommener Beweiswürdigung muss sich zumindest implizit ergeben, weshalb das Gericht dem nicht abgenommenen Beweismittel jede Erheblichkeit oder Tauglichkeit abspricht (Urteil 5P.322/2001 vom 30. November 2001 E. 3c, nicht publiziert in BGE 128 II 4 mit Hinweisen). Mit dem Hinweis, die Beschwerdeführerin behaupte nicht und lege schon dar nicht dar, dass ihr die Wohnung bei ihrem Nachbarn wesentliche Zeit vor dem 19. Juli 2012 zur Verfügung gestanden habe, hat die Vorinstanz begründet, warum sie die gegenteilige Behauptung der Beschwerdeführerin für nicht erwiesen hält. Mit Blick auf die erwähnten Beweismittel und die Akten ergibt sich daraus zumindest implizit, dass die Vorinstanz die vorgetragenen Beweismittel für nicht schlüssig hielt und im Weiteren davon ausging, eine Beweisaussage der Klägerin und heutigen Beschwerdeführerin, (§ 12 Abs. 4 des thurgauischen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Februar 1981 [VRG; RB 170.1] i.V.m. Art. 192 ZPO) werde an diesem Ergebnis nichts ändern. Insgesamt betrachtet genügt diese Begründung den Anforderungen von Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK. Die Beschwerdeführerin war denn auch in der Lage, den angefochtenen Entscheid sachgerecht anzufechten.