Citation: K 134/02 26.08.2003 E. 3

Aus den Akten ersichtlich und unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin unter therapieresistenten Kopfschmerzen litt und sich deswegen behandeln liess. In diesem Zusammenhang wurde sie an Dr. med. et Dr. med. dent. A.________ überwiesen, welcher ihr am 15. September 1998 drei Weisheitszähne entfernte. Streitig und zu prüfen ist, ob die Kosten dieser Behandlung von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung zu übernehmen sind. 3.1 Im Rahmen der Abklärung der Leistungspflicht teilte Dr. med. et Dr. med. dent. A.________ der SWICA am 19. Januar 1999 mit, bei der Beschwerdeführerin hätten pericoronale Infekte und follikuläre Zysten bei verlagerten Weisheitszähnen im Oberkiefer beidseits und im Unterkiefer links vorgelegen. Es sei um die Behandlung einer Erkrankung an sich gemäss Art. 25 KVG, nicht um deren Auswirkungen auf das Odontoparodont im Sinne eines Zahnschadens gegangen. 3.2 Nach Beizug ihres Vertrauenszahnarztes qualifizierte die SWICA die Entfernung der Weisheitszähne als zahnärztliche Behandlung. Sie lehnte eine Übernahme der Behandlungskosten von vornherein ab, da keiner der drei entfernten Weisheitszähne verlagert gewesen sei, sondern nur eine Zahnretention vorgelegen habe, was keine schwere Erkrankung darstelle. Nach Einholung zweier Berichte des Dr. med. dent. P.________ vom 25. November 1999 und 17. Juli 2000 hielt die SWICA im Einspracheentscheid vom 17. Oktober 2000 daran fest, dass eine Verlagerung der entfernten Weisheitszähne mit Krankheitswert in Anbetracht der übereinstimmenden Beurteilungen der beigezogenen Zahnärzte nicht als nachgewiesen gelten könne. 3.3 Die Vorinstanz ging ebenfalls vom Vorliegen einer zahnärztlichen Behandlung aus und prüfte, ob diese durch eine schwere, nicht vermeidbare Erkrankung des Kausystems im Sinne von Art. 31 Abs. 1 lit. a KVG bedingt sei. In Frage komme dabei einzig eine Verlagerung von Zähnen und Zahnkeimen mit Krankheitswert gemäss Art. 17 lit. a Ziff. 2 KLV, wobei eine Behandlung nur soweit zu übernehmen wäre, wie es der Krankheitswert des Leidens notwendig mache. Das kantonale Gericht kam wie die Krankenkasse zum Schluss, dass das Vorliegen einer Verlagerung nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt sei. Selbst wenn sie jedoch zu bejahen wäre, würde es am für den qualifizierten Krankheitswert erforderlichen pathologischen Geschehen fehlen, wobei der Vollständigkeit halber festzuhalten sei, dass die geltend gemachten Kopfschmerzen nicht darunter subsumiert werden könnten. 3.4 In den Berichten des Dr. med. et Dr. med. dent. A.________ vom 20. November 2002 und 7. März 2003, welche die Beschwerdeführerin zur Begründung ihrer Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht hat, wird im wesentlichen ausgeführt, der Weisheitszahn 38 sei impaktiert sowie transversal verlagert und die Weisheitszähne 18 und 28 seien retiniert verlagert gewesen. Es hätten sowohl ärztliche Krankheitswerte gemäss Art. 2 KVG, als auch zahnärztliche Krankheitswerte gemäss Art. 31 KVG, speziell Art. 17 lit. a Ziff. 2 KLV vorgelegen, wobei die ärztliche Indikation überwogen habe. Die Patientin habe sich nämlich wegen Kopfschmerzen in Behandlung gegeben und sei in diesem Zusammenhang an ihn als Fachspezialisten für Kiefer- und Gesichtschirurgie überwiesen worden. Diese Hauptbeschwerden würden indessen sowohl vom Krankenversicherer wie auch von der Vorinstanz negiert.