Citation: 9C_275/2009 10.07.2009 E. 4

4.1 Die Beschwerdeführerin rügt im Weiteren eine offensichtlich unrichtige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes (Art. 97 Abs. 1 BGG). Richtig halte das vorinstanzliche Gericht fest, dass Dr. med. L.________ die Schmerzschübe nur im Zusammenhang mit der Schulterproblematik thematisiere. Allerdings könnten sämtliche Gelenke von Schmerzschüben betroffen sein, weshalb der Sachverhalt unvollständig festgestellt sei. Übergangen habe das kantonale Gericht zahlreiche zum Hypermobilitätssyndrom gehörende gesundheitliche Probleme wie ein Loose-back-Syndrom, eine SIG-Dysfunktion und Spondylolyse, Arthralgien, akute Ergüsse bei Mono- und Polyarthriden, eine Früharthrose, Spreiz-, Knick- und Senkfüsse, Tendinopathien, sowie ein Knieschmerzsyndrom und Varikosis. Zudem seien seit der Hirntumoroperation von 1998 ständig vorhandene Kopfschmerzen aktenkundig, wobei der MRI-Befund vom 18. Februar 2003 diese objektiviere. 4.2 Diese Einwände lassen unbeachtet, dass gemäss angefochtenem Entscheid Dr. med. L.________ die HWS- und BWS-Beschwerden thematisiert und nebst Schmerzen im Bereich der oberen Extremitäten auch leichtgradige DIP-Arthrosen des Zeige- und Mittelfingers beidseits bestätigt hat. Gleich wie PD Dr. med. F.________ schreibt Dr. med. L.________ die Schultergelenke und die Verhältnisse in der Lendenwirbelsäule (LWS; mit einer Retrolisthesis LWK 4 und 5) dem Hypermobilitätssyndrom zu. Auch wenn sämtliche Gelenke im Einzelfall von einer Hypermobilität betroffen sein können, stellte das kantonale Gericht nach Lage der Akten nicht offensichtlich unrichtig keinen derartigen Befund fest (Art. 97 Abs. 1 BGG). Sodann führte Frau Dr. med. R.________ in der Stellungnahme vom 19. Juni 2006 wohl ein Loose-back-Syndrom an, welches hingegen in keiner aktenkundigen Diagnoseliste enthalten ist, und von der Vorinstanz somit auch nicht festgestellt werden konnte. Dr. med. L.________ diskutierte weiter die Verhältnisse im Sakrum und beschrieb eine Hemilumbalisation; insbesondere setzte er sich schlüssig, nachvollziehbar und differenziert mit dem MRI-Befund des Iliosakralgelenks (ISG) vom 4. Juli 2003 auseinander, worin ein normales ISG-Gelenk nachgewiesen ist. Der Experte äusserte sich ferner zur Varikosis. Es lässt sich nichts gegen die vorinstanzlichen Feststellungen zu Bestand und Auswirkung der Kopfbeschwerden einwenden, zumal die behandelnde Ärztin, Frau Dr. med. R.________, im Bericht vom vom 3. Februar 2005 die Kopfschmerzen lediglich als Nebendiagnose aufführte und am 17. Mai 2005 unter die Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit subsumierte. Wenn sie in ihrer Stellungnahme vom 19. Juni 2006 erklärt, Dr. med. L.________ habe die täglich sehr stark limitierenden Kopfbeschwerden überhaupt nicht zur Kenntnis genommen, überzeugt dies mit Blick auf ihre Bewertung der Schmerzen in früheren Berichten nicht. Die Beschwerdeführerin stellt sich schliesslich auf den Standpunkt, die Vorinstanz gehe zu Unrecht von nicht objektivierten Kopfbeschwerden aus. Sie beruft sich auf den MRI-Befund des Schädels vom 18. Februar 2003 mit dem Nachweis stationärer postoperativer Veränderungen parieto-okzipital rechts. Laut MRI-Bericht weist der Schädel jedoch keine pathologischen Verhältnisse auf und im Vergleich zur Voruntersuchung vom 28. Januar 1999 bestand kein Hinweis auf einen Rezidivtumor bei Status nach Exstirpation eines rechts-okzipital gelegenen Falx-Meningeoms, womit das vorinstanzliche Gericht die Organizität der Kopfbeschwerden jedenfalls in nicht offensichtlich unrichtiger Weise ausschloss.