Citation: 5P.222/2002 05.08.2002 E. 2

Das Obergericht hat erwogen, die Beschwerdegegnerin wohne erst seit Frühling 2001, also deutlich weniger als fünf Jahre mit ihrem neuen Lebenspartner zusammen, weshalb der Beschwerdeführer das Vorliegen eines qualifizierten Konkubinates glaubhaft machen müsse. Die Beschwerdegegnerin bestreite die vom Beschwerdeführer behauptete Unterstützung durch den Lebenspartner und mache geltend, sie bezahle Fr. 1'500.-- an die Miete, während jener Fr. 1'000.-- Haushaltsgeld für sich und das gemeinsame Baby gebe; im Übrigen hätten sie getrennte Kassen. Zwar erscheine der Betrag von Fr. 1'000.-- gut bemessen, da der Lebenspartner Einkäufe zum Teil selbst bezahle, aber die Beschwerdegegnerin trage auf der anderen Seite den grösseren Teil der Mietkosten, weshalb ein allfälliger Überschuss zu ihren Gunsten zu vernachlässigen wäre und jedenfalls nicht von einer vollumfänglichen Unterstützung durch den Lebenspartner gesprochen werden könne. Zumal keine weitere finanzielle Verflechtung bestehe, könne aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht auf eine eheähnliche Gemeinschaft geschlossen werden. Des Weiteren habe der Beschwerdeführer in seiner Eingabe vom 8. Oktober 2001 ausgeführt, der Lebenspartner der Beschwerdegegnerin habe sich vor der Schwangerschaft mehrmals von ihr trennen und sie habe ihn mit einem Kind an sich binden wollen. Damit erwähne der Beschwerdeführer selbst Umstände, die gegen eine enge und stabile Beziehung sprächen. In rechnerischer Hinsicht hat das Obergericht im Wesentlichen erwogen, der Beschwerdeführer habe bereits zur Zeit des Eheschutzverfahrens zu denselben Bedingungen wie heute, d.h. zu einem Jahresbruttolohn von Fr. 200'000.-- plus Bonus, Kinderzulagen und Spesen gearbeitet. Dem Einwand, es sehe mit dem Bonus nicht mehr gut aus, habe die Vorinstanz insofern Rechnung getragen, als sie nur die Hälfte berücksichtigt und auch sonst von einem gegenüber dem Lohnausweis um Fr. 15'000.-- verminderten Jahreseinkommen von Fr. 189'557.-- netto ausgegangen sei. Davon habe sie die monatlichen Spesenzahlungen von Fr. 1'500.-- und die Kinderzulagen von Fr. 360.-- abgezogen und auf ein monatliches Nettoeinkommen von Fr. 13'936.-- abgestellt.