Citation: 9C_9/2019 E. 3.2.2

3.2.2. Dem kantonalen Gericht ist vor diesem Hintergrund insofern beizupflichten, als die Schädigung der Cauda Equina erstmals im März 2003 und damit nach den rentenzusprechenden Verfügungen vom 14. Mai/4. Juli 2002 diagnostiziert worden war. Die hier im Fokus stehenden Rückenbeschwerden waren aber bereits unmittelbar nach der zweiten Operation vom 7. Februar 2002 - also noch vor dem Berentungszeitpunkt - manifest geworden. Lediglich die entsprechende Diagnose wurde von den beteiligten Ärzten erst im späteren Verlauf gestellt. Demgegenüber hatte die Schulterproblematik, die im von der Vorinstanz erwähnten BGE 141 V 9 die revisionsrechtlich erhebliche Sachverhaltsänderung darstellte, im der damaligen Rentenzusprache zugrunde liegenden Gutachten "weder diagnostisch noch klinisch festgestellt" werden können (BGE a.a.O. E. 3.2 S. 12). Es hatte sich vielmehr um eine zum bestehenden Beschwerdebild neu hinzugetretene gesundheitliche Symptomatik gehandelt (BGE a.a.O. E. 5.3 S. 13). Daraus ist der Schluss zu ziehen, dass der Gesundheitsschaden, welcher vorliegend zur Zusprechung einer Rente geführt hat, an sich gleich geblieben ist und einzig dessen diagnostische Einordnung zu einem nachgelagerten Zeitpunkt erfolgte. Ist somit das quantitative Element der (erheblichen) Gesundheitsverbesserung oder -verschlechterung nicht ausgewiesen, kann keine anspruchsrelevante Veränderung nach Art. 17 Abs. 1 ATSG als erstellt angesehen werden. Die vorinstanzlichen Tatsachenfeststellungen sind demgemäss in diesem Punkt unhaltbar (Art. 105 Abs. 2 BGG) und daher für das Bundesgericht nicht verbindlich (E. 1.1 hiervor).