Citation: 4P.34/2001 02.07.2001 E. 4

4.- Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des Anspruchs auf rechtlichen Gehörs. a) Das durch Art. 29 Abs. 2 BV gewährleistete rechtliche Gehör dient der Sachaufklärung und garantiert dem Betroffenen ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht im Verfahren. Er soll sich vor Erlass des Entscheids zur Sache äussern, erhebliche Beweise beibringen, Einsicht in die Akten nehmen und an der Erhebung von Beweisen mitwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis äussern können, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen. Dem Mitwirkungsrecht entspricht die Pflicht der Behörde, die Argumente und Verfahrensanträge der Partei entgegenzunehmen und zu prüfen sowie die ihr rechtzeitig und formrichtig angebotenen Beweismittel abzunehmen, es sei denn, diese beträfen eine nicht erhebliche Tatsache oder seien offensichtlich untauglich, über die streitige Tatsache Beweis zu erbringen (BGE 124 I 241 S. 242; 119 Ia 136 E. 2d S. 139; 117 Ia 262 E. 4b S. 268). b) Im Einzelnen führt der Beschwerdeführer an, es sei ihm namentlich auf Grund des Vorhandenseins von Sammelakten ohne durchgehende Aktenverzeichnisse verunmöglicht worden, gehörig Akteneinsicht zu nehmen und sich umfassend zu den prozessrelevanten Unterlagen zu äussern. Diese Rüge ist unbegründet, zumal der Beschwerdeführer nicht darlegt und auch nicht ersichtlich ist, inwiefern das teilweise Fehlen von Verzeichnissen bzw. Nummerierungen ihm die Akteneinsicht hätte verunmöglichen können. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs ist damit insoweit zu verneinen. Weiter führt der Beschwerdeführer sinngemäss an, sein rechtliches Gehör sei dadurch verletzt worden, dass vor Bezirksgericht zahlreiche nicht protokollierte Telefongespräche mit dem Vertreter des Beschwerdegegners geführt worden seien, so dass der informelle Weg die Entscheidfindung des Gerichts ebenso beeinflusst habe wie der aktenkundige. Diese Rüge betrifft jedoch nicht das Verfahren vor Obergericht, weshalb darauf nicht einzutreten ist, da der Beschwerdeführer nicht geltend macht, er habe bereits vor Obergericht eine entsprechende Rüge erhoben, welche zu Unrecht abgewiesen worden sei. Alsdann rügt der Beschwerdeführer, sein rechtliches Gehör sei verletzt worden, weil bezüglich der von ihm geltend gemachten Täuschung, zu den relevanten jeweiligen Themenkreisen offerierte Beweise verweigert worden seien. So habe das Obergericht nicht abgeklärt, ob der Beschwerdegegner dem Beschwerdeführer die von Letzterem behauptete Zusicherung abgegeben habe, wonach die Unternehmensgruppe im fraglichen Zeitpunkt nicht überschuldet gewesen sei. Abklärungen seien auch mit Bezug auf die effektive Aufgabenteilung und den damit verbundenen Wissensstand mit Blick auf die finanziellen Kennzahlen im Rahmen der Führung der Unternehmensgruppen unterblieben. Der Beschwerdeführer unterlässt es jedoch aufzuzeigen, welche konkreten Beweisanträge das Obergericht missachtet habe, weshalb insoweit auf die Beschwerde mangels einer genügend substanziierten Begründung nicht einzutreten ist (vgl. E. 2 hievor).