Citation: 4C.387/2005 30.01.2006 E. 3

Der Kläger rügt eine Verletzung von Art. 23 ff. OR in Bezug auf den Bürgschaftsvertrag. 3.1 Die Vorinstanz hat festgehalten, die Einreden und Einwendungen, die der Bürge aus dem Bürgschaftsvertrag mit dem Gläubiger oder aus dem Gesetz hat (wie etwa Willensmängel beim Vertragsschluss oder die Verrechnung mit einer Forderung des Bürgen), seien in Art. 502 OR nicht geregelt. Sie hat das Vorbringen des Klägers vor erster Instanz erwähnt, wonach er die Solidarbürgschaft nur eingegangen sei, weil er sich aufgrund einer absichtlichen Täuschung über den Wert der A.________ SA geirrt habe. Wenn der Kläger behauptet, die Vorinstanz habe seine Behauptung nicht geprüft, die Bürgschaft sei als eigenständiger Vertrag auf Grund der absichtlichen Täuschung und zufolge ausdrücklicher und rechtzeitiger Ungültigerklärung nach Art. 28 i.V.m. Art. 31 OR ungültig, so trifft dies nicht zu. 3.2 Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid festgestellt, dass auch der Kläger dem Beklagten sofort am 3. April 2002 die Mängel der Unternehmung, die Bilanzmanipulationen und die Täuschung mitgeteilt habe. Nach den Feststellungen der Vorinstanz hat der Kläger nach seiner eigenen Behauptung die Zahlungen verweigert mit der Begründung, die Käuferin habe den Kaufpreis gemindert und er habe Verrechnung erklärt. Die Vorinstanz hat daraus abgeleitet, der Kläger habe damit den Vertrag (d.h. die Bürgschaft) genehmigt. Die Rüge des Klägers entbehrt unbesehen ihrer Zulässigkeit der Grundlage.