Citation: 1C_28/2021 E. 3.1.1

3.1.1. Bei der Prüfung der Bewilligungsfähigkeit von ohne Bewilligung erstellten oder geänderten Bauten erachtet das Bundesgericht in der Regel den Rechtszustand im Zeitpunkt der Errichtung der Baute als massgeblich, es sei denn, die Baute könne gemäss dem im Zeitpunkt des Entscheids geltenden "milderen" Recht bewilligt werden (BGE 123 II 248 E. 3.a/bb S. 252; 102 Ib 64 E. 4 S. 69; Urteil 1C_22/2019 vom 6. April 2020 E. 8.1, nicht publ. in BGE 146 II 304). Auf strengeres neues Recht wird (soweit hier interessierend) nur abgestellt, wenn der Bauherr bewusst keine Bewilligung eingeholt hat, weil er wusste, dass vor der Erteilung der Bewilligung neues strengeres Recht in Kraft treten werde (BGE 104 Ib 301 E. 5c S. 303 f.; Urteil 1C_534/2012 vom 16. Juli 2013 E. 4.3 mit Hinweis; siehe auch BGE 123 II 248 E. 3a/bb S. 251 f.; Urteil 1C_22/2019 vom 6. April 2020 E. 8.1 f. [nicht publ. in BGE 146 II 304]; Urteil 1C_480/2019 / 1C_481/2019 vom 16. Juli 2020 E. 3.2).