Citation: 6B_775/2020 E. 5.5

5.5. Schliesslich weist der Beschwerdeführer darauf hin, dass Art. 165 StGB nur ein krasses wirtschaftliches Fehlverhalten erfasse. Vorliegend sei "letztlich wenig einsichtig", wie ein "krass wirtschaftliches (und auch unvernünftiges) Fehlverhalten belegt sein soll". Vor der Vorinstanz hatte er als Gehörsverletzung gerügt, die Erstinstanz äussere sich nicht explizit zum Schweregrad des krassen wirtschaftlichen Fehlverhaltens. Die Vorinstanz entgegnete, implizit bejahe die Erstinstanz dies, indem sie "von einer zu grossen Honorarforderung in grösserem Ausmass (Fr. 85'947.15) " ausgegangen sei. Entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers bezieht sich diese Würdigung durchaus auf die Tathandlung und nicht nur auf den Erfolg bzw. die Schädigung. Die Beurteilung als Verschleudern von Vermögenswerten im Sinne von Art. 165 StGB ist nicht zu beanstanden, zumal nach der Rechtsprechung bereits eine einzelne Bankrotthandlung tatbestandsmässig sein kann (BGE 77 IV 167 E. 2). Daran ändert auch die vom Beschwerdeführer geforderte Gesamtbetrachtung nichts. Im Übrigen ist nicht erkennbar, weshalb sich die Vorinstanz in diesem Zusammenhang mit der sogenannten "Business Judgement Rule" hätte auseinandersetzen müssen.