Citation: 1P.161/2006 25.09.2006 E. A

Am 23. Februar 2005 verurteilte das Strafgericht Basel-Landschaft den nigerianischen Staatsangehörigen Y.________ wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz zu viereinhalb Jahren Zuchthaus. Zudem verwies es ihn für zehn Jahre des Landes. Es auferlegte ihm die Kosten des Verfahrens. Den Entscheid über das Honorar der Offizialverteidigung verwies es in einen separaten Beschluss. Der Verurteilte war zunächst amtlich verteidigt durch X.________. Diese übertrug die Verteidigung in der Folge der bei ihr angestellten A.________. Nachdem diese das Anwaltsbüro verlassen hatte, übernahm die im gleichen Büro tätige Volontärin B.________ die amtliche Verteidigung. In der Folge erkrankte die Volontärin. Darauf amtete der im gleichen Büro tätige C.________ als Verteidiger. Am 22. Februar 2005 hatte C.________ dem Strafgericht eine Kostennote eingereicht. Auf entsprechende Aufforderung des Strafgerichtes hin reichte C.________ am 4. März 2005 eine detailliertere Honorarnote ein. Er machte einen Zeitaufwand von insgesamt 127,73 Stunden geltend. Nach der Honorarnote stellte das Anwaltsbüro überdies 1'517 Kopien her. Für Porti berechnete C.________ Fr. 74.--, für Telefonate Fr. 64.-- und für "Diverses", insbesondere Fahrspesen, Fr. 1'272.80. Er machte einen Betrag von insgesamt Fr. 24'345.90 (inkl. Mehrwertsteuer) geltend.