Citation: 6B_1032/2023 E. 3.3.1

3.3.1. Der Beschwerdeführer ist zwar der Ansicht, diese tangiere ohne jeden Zweifel den Schutzbereich von Art. 8 EMRK u nd es liege ein schwerer persönlicher Härtefall vor. Dies ist aber insofern fraglich, als weder die erwachsenen Kinder des Beschwerdeführers noch seine Eltern Teil der Kernfamilie im Sinne von Art. 8 EMRK bilden (vgl. dazu supra E. 3.2.6). Ein regelrechtes Abhängigkeitsverhältnis zum Beschwerdeführer ist insofern nicht dargetan, als deren Pflege auch durch dessen Kinder, die Spitex oder in einem Pflegeheim erfolgen könnte. Sodann scheint es der Ehefrau des Beschwerdeführers, welche hier weder sprachlich gut integriert ist noch je erwerbstätig war, durchaus zumutbar, diesen zurück in das gemeinsame Heimatland zu begleiten. Dass die Wahl zwischen einem Leben mit ihrem Ehemann und der räumlichen Nähe zu ihren Kindern naturgemäss eine gewisse Härte bedeuten würde, lässt diese Beurteilung nicht in einem fundamental anderen Licht erscheinen. Entgegen der Vorinstanz sagt jedoch der Umstand, dass der Beschwerdeführer im Wissen um die drohende Landesverweisung straffällig wurde, kaum etwas über das Vorliegen eines schweren persönlichen Härtefalls aus. Dessen Prüfung hat vielmehr gestützt auf eine eingehende Würdigung der einschlägigen Kriterien (vgl. supra E. 3.2.2) zu erfolgen. Die Frage kann im Ergebnis offenbleiben, überwiegen doch in jedem Fall die öffentlichen Interessen an der Landesverweisung diejenigen des Beschwerdeführers an einem weiteren hiesigen Aufenthalt.