Citation: 2C_784/2014 E. 3.3

3.3. Mit seiner rechtskräftigen Verurteilung im März 2013 zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten durch das Strafgericht Basel-Landschaft hat der Beschwerdeführer den Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 62 lit. b AuG gesetzt. Der Widerruf erweist sich mit den Vorgaben von Art. 5 Anhang I FZA als vereinbar. Der Beschwerdeführer hat nicht nur während Jahren Heroin konsumiert, sondern damit auch gehandelt bzw. dieses anderen Personen verschafft, womit er die öffentliche Ordnung konkret, unmittelbar und schwer gefährdet hat (Urteil 2C_407/2013 vom 15. November 2013 E. 4.2; Urteil des EuGH vom 23. November 2010 C-145/09 Tsakouridis, Slg. 2010 I-11979 Randnr. 46 f.). Im vorinstanzlichen Verfahren machte der Beschwerdeführer geltend, seine Delinquenz sei suchtbedingt. Weder die Hinweise des kantonalen Migrationsamtes auf eine mögliche Ausweisung von straffälligen Ausländern noch die Verurteilungen in der Zeitspanne zwischen 1997 und 2013 vermochten ihn vom Konsum oder vom Handel mit Betäubungsmitteln abzuhalten. Selbst ohne Berücksichtigung des nicht rechtskräftigen Urteils des Strafgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 25. Februar 2014 - auf welches, entgegen der Vorinstanz, nicht abgestellt werden kann (BGE 139 I 145 E. 2.5 S. 150) - hat der Beschwerdeführer mit seinem rechtskräftig beurteilten deliktischen Verhalten gezeigt, dass er weder fähig noch willens ist, vom Betäubungsmittelkonsum abzulassen. Sogar falls einer Abnahme der im bundesgerichtlichen Verfahren erstmals ins Recht gelegten und teilweise nach Erlass des angefochtenen kantonalen Urteils entstandenen Beweismittel zur Untermauerung einer nach Haftentlassung im Februar 2014 eingetretenen Lösung von der Drogensucht das massgebliche Prozessrecht nicht entgegenstände (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 139 III 120 E. 3.1.2 S. 123; zu den echten Noven 133 IV 342 E. 2.1 S. 344), würde deren Berücksichtigung zu keinem anderen Ergebnis führen, geht doch aus den ins Recht gelegten Beweismitteln eine Drogenabstinzenz des Beschwerdeführers nicht schlüssig hervor. Es besteht zusammenfassend eine erhebliche Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Beschwerdeführer zur Finanzierung seiner Sucht oder zur Beschaffung von Betäubungsmitteln weitere Delikte begehen wird. Die Vorinstanz konnte somit ohne Verletzung von Art. 5 Abs. 1 Anhang I FZA darauf schliessen, dass vom Beschwerdeführer eine schwere und gegenwärtige Gefährdung der öffentlichen Ordnung ausgeht. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.