Citation: 8C_194/2022 E. 6.1

6.1. Die Vorinstanz stellte fest, dass die Beschwerdeführerin als Gesunde zumindest (wie von der IV-Stelle angenommen) im Umfang von 65 % erwerbstätig wäre, beurteilte die Statusfrage indessen nicht abschliessend. Selbst unter Annahme eines 74 %-Pensums resultierte kein rentenbegründender Invaliditätsgrad. Im Haushalt bestehe eine Einschränkung von 35,66 %, mithin gewichtet - bei einer Beschäftigung im Haushalt von 26 % - 9,27 %. Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit im erwerblichen Bereich ging die Vorinstanz gestützt auf das orthopädische Gutachten davon aus, dass der Beschwerdeführerin die angestammte Tätigkeit in der Pflege zufolge einer Arthrose im Sternoclaviculargelenk (links ausgeprägter als rechts) nicht mehr zuzumuten sei. Für körperlich leichte Tätigkeiten bestünden aber keine Einschränkungen, weder in der Präsenzzeit noch in der Leistungsfähigkeit. Aus psychiatrischer Sicht seien keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt worden. In erwerblicher Hinsicht rechnete das kantonale Gericht der Beschwerdeführerin als Invalideneinkommen einen Betrag von Fr. 60'764.- an. Diesen ermittelte es gestützt auf die vom Bundesamt für Statistik herausgegebene Lohnstrukturerhebung (LSE), Tabelle TA1, Sektor 3 (Dienstleistungen), Kompetenzniveau 2. Einen leidensbedingten Abzug gewährte es nicht. Hinsichtlich des Lohns, den die Beschwerdeführerin als Gesunde erzielen könnte (Valideneinkommen), holte die Vorinstanz weitere Beweisauskünfte bei der vormaligen Arbeitgeberin ein. Gestützt darauf ging sie davon aus, dass die Beschwerdeführerin bei einer Vollerwerbstätigkeit in dem seit jeher von ihr ausgeübten ausschliesslichen Nachtdienst (entsprechend einem 90 %-Pensum im Tagdienst) jedenfalls weniger als Fr. 102'750.- verdienen würde. Nur unter der Annahme eines Valideneinkommens in dieser Höhe resultierte rechnerisch bei einem Anteil der Erwerbstätigkeit von 74 % ein rentenbegründender Invaliditätsgrad.