Citation: 6B_849/2024 E. 4

Das Obergericht erwägt, das Statthalteramt habe den Beschwerdeführer nach dessen Einspracheerhebung mit Schreiben vom 18. Dezember 2023 auf den 12. März 2024 zur Einvernahme vorgeladen. Diese Vorladung sei dem Beschwerdeführer zugestellt worden, und er hätte mit weiteren Zustellungen des Statthalteramts Bezirk Zürich rechnen müssen. Der Beschwerdeführer führe aus, er sei (zum fraglichen Zeitpunkt) im Gefängnis gewesen. Indessen wäre es an ihm gewesen, sich bezüglich des ihm angekündigten Einvernahmetermins (zur von ihm selbst erhobenen Einsprache) beim Statthalteramt zu melden, diesem seine neue Zustelladresse mitzuteilen oder einen Stellvertreter zu bezeichnen. Dies habe er unterlassen, obwohl er dazu nach Treu und Glauben verpflichtet gewesen wäre. Die angefochtene Verfügung des Statthalteramts Bezirk Zürich vom 12. März 2024 gelte daher am 21. März 2024 als zugestellt. Diese Zustellung habe die 10-tägige Frist gemäss Art. 396 Abs. 1 StPO zur Erhebung und Begründung der Beschwerde ausgelöst. Um rechtzeitig zu sein, hätte der Beschwerdeführer seine Beschwerde spätestens am 2. April 2024 bei der Strafbehörde abgeben oder zu deren Handen der schweizerischen Post übergeben müssen. Die Eingabe des Beschwerdeführers datiere vom 12. Juni 2024 und sei erst am 14. Juni 2024 beim Statthalteramt eingegangen. Sie sei somit nicht rechtzeitig erfolgt.