Citation: 5A_582/2022 E. 2.1

2.1. Praxisgemäss wird den Gläubigern eine Frist zur Stellung der Abtretungsbegehren angesetzt. Diese darf grundsätzlich nicht unter 10 Tagen bemessen werden (Urteil 5A_950/2016 vom 5. April 2017 E. 3.1, in: SJ 2017 I S. 474; BACHOFNER, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 3. Aufl. 2021, N. 50 zu Art. 260 SchKG). Mit der Fristansetzung wird das Recht, die Abtretung zu verlangen, in der Weise zeitlich beschränkt, dass es untergeht, wenn es nicht vor Ablauf der Frist geltend gemacht wird (BGE 134 III 75 E. 2.2; SCHLAEPFER, Abtretung streitiger Rechtsansprüche im Konkurs, 1990, S. 84). Die Frist kann aber nach Art. 33 Abs. 4 SchKG wiederhergestellt werden (zit. Urteil 5A_950/2016 E. 3.1; BACHOFNER, a.a.O., N. 51 zu Art. 260 SchKG).