Citation: 1P.568/2004 31.01.2005 E. 3

Im Folgenden ist daher nur zu prüfen, ob das Kantonsgericht dem Beschwerdeführer das rechtliche Gehör verweigerte, als es die von ihm benannten Zeugen B.________, C.________ und D.________ nicht anhörte und ob es bei der Beweiswürdigung in Willkür verfiel. 3.1 Gemäss § 57 der Schwyzer Gerichtsordnung vom 10. Mai 1974 (GO) ist ein Ausstandsbegehren zu begründen und gleichzeitig durch Urkunden oder schriftliche Auskünfte von Amtsstellen zu belegen. Fehlen solche Beweismittel, wird auf Grund einer gewissenhaften Erklärung des Abgelehnten entschieden. Aus zureichenden Gründen können weitere Beweise erhoben werden. Im vorliegenden Fall entschied das Kantonsgericht aufgrund der gewissenhaften Erklärung der Untersuchungsrichterin, der schriftlichen Auskunft von A.________ und dem Protokoll der Stockwerkeigentümerversammlung vom 24. September 2003. Da keine Anhaltspunkte dafür bestünden, dass die Auskunft von A.________ nicht der Wahrheit entspreche, sah das Kantonsgericht von der Einholung von schriftlichen Auskünften oder Zeugenaussagen von drei weiteren Versammlungsteilnehmern ab. Diese antizipierte Beweiswürdigung - wonach die Befragung der drei weiteren Zeugen am Beweisergebnis nichts zu ändern vermocht hätte - kann vom Bundesgericht nur auf Willkür hin überprüft werden. Willkür liegt nach der Rechtsprechung nicht schon dann vor, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder sogar vorzuziehen wäre. Das Bundesgericht weicht vom Entscheid der kantonalen Instanz nur ab, wenn dieser offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 125 I 166 E. 2a S. 168; 125 II 10 E. 3a S. 15, 129 E. 5b S. 134; je mit Hinweisen). 3.2 Der Beschwerdeführer verweist zur Begründung des Willkürvorwurfs auf angebliche Widersprüche in den Erklärungen der Untersuchungsrichterin und von A.________: Diese hätten zahlreiche telefonische und schriftliche Kontakte, die aktenmässig belegt seien, verschwiegen. Der vom Beschwerdeführer geltend gemachte Ausstandsgrund betraf jedoch eine angebliche Äusserung der Untersuchungsrichterin gegenüber A.________ kurz vor der Versammlung der Stockwerkeigentümergemeinschaft vom 24. September 2003. Insofern ist es verständlich, wenn die Untersuchungsrichterin sich in ihrer gewissenhaften Erklärung auf die Aussage beschränkte, sie habe im besagten Zeitraum nicht mit A.________ telefoniert und äussere sich grundsätzlich nie gegenüber den an einem Strafverfahren beteiligten Parteien über ihre Ansichten zum jeweiligen Fall. Auch A.________ hatte keine Veranlassung, sämtliche von ihm verfassten - und in den Akten befindlichen Schreiben - zu nennen, sondern konnte sich auf Telefonate und persönliche Kontakte zur Untersuchungsrichterin beschränken. Seine diesbezüglichen Aussagen werden durch die Akten nicht widerlegt, sondern bestätigt: Die in den Akten liegenden, vom Beschwerdeführer erwähnten Schreiben vom 13. und 23. August sowie vom 26. November 2003 stammen tatsächlich aus dem Jahr 2002 und enthalten lediglich Anfragen zum Stand der Ermittlungen bzw. des Verfahrens (Untersuchungsakten act. 4.05, 4.06 und 4.08). Die auf diese Schreiben erteilte schriftliche Antwort der Untersuchungsrichterin vom 28. November 2002 (act. 4.09) beschränkt sich auf die Mitteilung, das Verfahren sei vorübergehend ausgesetzt worden, und enthält keinerlei Prognose zum Ausgang des Strafverfahrens. Aus dem Jahr 2003 stammen lediglich die Schreiben vom 2. Mai (act. 4.11; betr. einem Zustellungsproblem) und vom 5. Mai 2003 (act. 4.13). Letzteres Schreiben, das sich auf ein vorangegangenes Telefonat bezieht, ist an die Mitarbeiterin des Verhöramts, E.________, adressiert und nicht an die Untersuchungsrichterin. 3.3 Das Kantonsgericht durfte es daher ohne Willkür, aufgrund der bereits abgenommenen Beweismittel, als erwiesen erachten, dass die Untersuchungsrichterin sich gegenüber A.________ nicht über den Ausgang des Strafverfahrens geäussert habe. In dieser Situation durfte das Kantonsgericht auf die Befragung weiterer Zeugen verzichten, zumal diese ohnehin nur über die Äusserungen von A.________ an der Stockwerkeigentümerversammlung hätten Auskunft geben können, nicht aber über Äusserungen der Untersuchungsrichterin gegenüber A.________. Nach dem Gesagten erweisen sich die Rügen des Beschwerdeführers als offensichtlich unbegründet.