Citation: I 401/02 24.01.2003 E. 2

Einig ist man sich, dass die Beschwerdeführerin ohne Behinderung weiterhin wie vor dem Unfall einer Teilerwerbstätigkeit im Umfang von 73 % nachgehen würde. Ebenso unbestritten ist, dass sie nach dem Unfall vom 26. Juni 1999 zu 100 % arbeitsunfähig war, womit sie nach Ablauf des Wartejahres ab Juni 2000 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente hatte. Strittig ist, ob bereits ab 1. Januar 2001 allein aus erwerblicher Sicht, ein Anspruch auf eine ganze oder eine halbe Rente bestand. 2.1 Wird gleichzeitig eine Rente zugesprochen und diese revisionsweise, in sinngemässer Anwendung von Art. 41 IVG und Art. 88a IVV, herauf- oder herabgesetzt oder aufgehoben, liegt ein zwar komplexes, im Wesentlichen jedoch einzig durch die Höhe der Leistung und der Anspruchsperioden definiertes Rechtsverhältnis vor. Der Umstand allein, dass Umfang und allenfalls Dauer des Rentenanspruchs über den verfügungsweise geregelten Zeitraum hinweg variieren, ist unter anfechtungs- und streitgegenständlichem Gesichtspunkt belanglos. Wird nur die Abstufung oder die Befristung der Leistungen angefochten, wird damit die gerichtliche Überprüfungsbefugnis nicht in dem Sinne eingeschränkt, dass unbestritten gebliebene Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 417 f. Erw. 2d mit Hinweisen). 2.2 Verwaltung wie Vorinstanz stützen sich für ihre Invaliditätsschätzung primär auf einen Arztbericht von Dr. med. F.________, Leitender Arzt Handchirurgie, Spital X.________, vom 13. Dezember 2000. Demnach sei die Osteotomie praktisch als vollständig konsolidiert zu bezeichnen. Radiologisch seien zwar beginnende degenerative Gelenksveränderungen im Rahmen der multifragmentären Gelenksfraktur bekannt, diese seien aber für die schon in Ruhe vorhandenen Beschwerden keine sichere Erklärung. Die Beschwerdeführerin sei bei Tätigkeiten eingeschränkt, welche das Heben und Tragen von Lasten sowie Kraftarbeiten mit der adominanten linken Hand, oder die eine aktive Handgelenksbewegung unter Belastung erforderten. In einer behinderungsangepassten Tätigkeit - ohne Einsatz der linken Hand - könne sie ganztags arbeiten. Diese Beurteilung wird durch Prof. Dr. med. S.________, Leitender Arzt der Abteilung für Hand- und Mikrochirurgie, Spital Y.________, in seinem Gutachten vom 7. Mai 2001 geteilt. Demnach könne die linke Hand nur als wenig kraftvolle und durch Schmerzen eingeschränkt einsetzbare Beihand benutzt werden. Die Funktionsfähigkeit der linken Hand sei auf die Hälfte einer gesunden Hand beschränkt. Aufgrund dieser Berichte ermittelte die IV-Stelle gestützt auf Angaben von drei verschiedenen Arbeitsstellen (DAP-Zahlen) ein Invalideneinkommen von Fr. 33'462.- und ein Valideneinkommen für das Jahr 2000 von Fr. 38'649.-, was einen Invaliditätsgrad von 13 % ergab. Das Sozialversicherungsgericht Zürich erkannte, dass der Validenlohn Fr. 40'147.- betrage und errechnete das zumutbarerweise zu erzielende Invalideneinkommen bei einem behinderungsbedingten Abzug von 15 % vom Durchschnittseinkommen für ungelernte Arbeitnehmerinnen auf Fr. 27'721.-. Im erwerblichen Bereich betrage die Invalidität der Beschwerdeführerin 31 %, was anteilig zur prozentualen Erwerbstätigkeit 23 % ergebe. Hinzu komme die noch zu ermittelnde Invalidität im Haushaltsbereich. 2.3 Die Beschwerdeführerin wendet dagegen ein, im Dezember 2001 habe sie sich einer Metallentfernung unterziehen müssen, womit sie ab November 2001 weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig gewesen sei. Die Zürich habe eine ununterbrochene volle Arbeitsunfähigkeit bis zum 31. März 2002 anerkannt, womit sie auch bei der Invalidenversicherung bis zu jenem Zeitpunkt Anspruch auf eine ganze Rente habe. Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens sei übersehen worden, dass die Ärzte sie als praktische Einhänderin beurteilten. Dies sei mit einem invaliditätsbedingten Abzug von den Tabellenlöhnen gemäss den Lohnstrukturerhebungen des Bundesamtes für Statistik (LSE) von mindestens 25 % zu berücksichtigen. Ein Gutachten von Dr. phil. B.________ vom 5. Mai 2002 habe ergeben, dass sie nur mehr ca. vier Stunden am Tag arbeiten könne und dabei auf ein jährliches Invalideneinkommen von Fr. 14'950.- käme. Das ergebe bei einem von der Vorinstanz ermittelten Valideneinkommen von Fr. 40'147.- einen Invaliditätsgrad von 63 %.