Citation: 5A_290/2017 E. 3.2.2

3.2.2. Im vorliegenden Fall hat das Betreibungsamt in einem vorangehenden Betreibungsverfahren zwei Inhaberschuldbriefe des Beschwerdeführers in Verwahrung genommen. Ob diese Sicherungsmassnahme dannzumal zu Recht erfolgt ist und wie lange sie gerechtfertigt war, spielt entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers für die nunmehr laufende Betreibung keine Rolle. Das Betreibungsamt ist ohnehin verpflichtet, die zwei Inhaberschuldbriefe für die Dauer des Verwertungsverfahrens in Verwahrung zu nehmen, da es sich um Eigentümerpfandtitel handelt, die nicht verpfändet sind (Art. 13 Abs. 1 VZG). Mit dieser Massnahme ist gewährleistet, dass sie nicht nachträglich als Sicherheit gegeben werden (vgl. FEUZ, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 2. Aufl. 2010, N. 32 zu Art. 140; PIOTET, in: Commentaire romand, Poursuite et faillite, 2005, N. 11 zu Art. 140; JENT-SØRENSEN, Die Rechtsdurchsetzung bei der Grundstücksverwertung in der Spezialexekution, 2003, S. 129, Rz. 231, 316; ZOPFI, in: Kurzkommentar VZG, 2011, N. 3 f. zu Art. 13).