Citation: 1C_615/2021 E. 10

Die Beschwerdeführenden halten die vorinstanzliche Verhältnismässigkeitsprüfung für rechtsfehlerhaft bzw. willkürlich. Soweit sie sich dabei auf den Umstand stützen, dass die Lärmwirkung ungenügend abgeklärt worden sei, dringen sie damit nicht durch, da die Behörde angesichts ihres Ermessensspielraums anhand der vorhandenen Informationen eine wesentliche Reduktion der Lärmimmissionen durch die Massnahme als gesichert annehmen konnte und andere Massnahmen bloss als Ergänzung und nicht als Alternative in Frage kamen (vorne E. 7; vgl. ANNETTE DALCHER UND WEITERE, Lärmsanierungsrecht bei Strassen, PBG aktuell 2018, S. 5, 15). Zu keinem anderen Ergebnis führt der Umstand, dass nicht gesichert ist, ob der Taktfahrplan des öffentlichen Verkehrs wegen Verlustzeiten nur mit dem Einsatz eines zusätzlichen Fahrzeugs eingehalten werden kann und welche zusätzlichen Kosten der Massnahme dadurch entgegenstehen könnten. Die Verhältnismässigkeit der vorgesehenen Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit kann bei einer gesamthaften Betrachtung bejaht werden, denn der Stadt Bern kommt diesbezüglich ein Ermessen zu und sie kann ihren Entscheid auch dank der eingeholten Informationen auf eine Vielzahl gewichtiger Gründe stützen.