Citation: 1B_263/2021 E. 4.5

4.5. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid die Einwände des Beschwerdeführers teilweise explizit, teilweise implizit zurückgewiesen. Dass sie damit Bundesrecht verletzt hätte, zeigt dieser nicht auf und ist nicht ersichtlich. Dies gilt insbesondere bezüglich des psychiatrischen Gutachtens vom 9. März 2021. Zwar wird darin festgehalten, im gegenwärtigen Zeitpunkt sei aufgrund des Unterbruchs und der teilweise stattgefundenen Entaktualisierung von einem geringeren Risiko einer Gewaltstrafttat gegen die beiden Geschädigten auszugehen. Gleichzeitig wird jedoch ausgeführt, es bestehe erst nach dauerhafter Entaktualisierung und ambulanter Psychotherapie die Möglichkeit, dass der Beschwerdeführer über ausreichende Kompensationsstrategien verfüge, um beim nach der Haftentlassung zu erwartenden neuerlichen Aufeinandertreffen mit der Geschädigten eine erneute Eskalation zu vermeiden. Ausserdem wird betont, dass ein Kontakt zwischen dem Beschwerdeführer und der Geschädigten so weit wie möglich zu unterbinden bzw. zusätzlich zur Psychotherapie ein absolutes Kontaktverbot dringend indiziert sei, da doch ein gewisses Risiko bezüglich der beteiligten Personen bestehe. Allgemein wird zudem festgehalten, es sei von einer höheren Wahrscheinlichkeit einer spezifischen Gewaltstraftat gegen die in die Beziehungsstruktur verwickelten Personen auszugehen. Angesichts dieser Ausführungen ist bundesrechtlich nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz zum Schluss gekommen ist, (auch) das psychiatrische Gutachten vom 9. März 2021 stütze ihre Beurteilung, wonach (insbesondere) in Bezug auf mögliche künftige schwere Gewaltstraftaten des Beschwerdeführers gegen den Geschädigten bis hin zur Tötung - und damit schwere Verbrechen im Sinne von Art. 221 Abs. 2 StPO - von einer sehr ungünstigen Risikoprognose auszugehen sei. Auch sonst ergibt sich aus den im Wesentlichen appellatorischen Vorbringen des Beschwerdeführers nicht, dass die Vorinstanz Bundesrecht verletzt hätte, indem sie gestützt auf die beiden psychiatrischen Gutachten sowie eine gesamthafte Würdigung der gegebenen Umstände und der persönlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers Ausführungsgefahr gemäss Art. 221 Abs. 2 StPO bejaht hat. Die entsprechende Rüge des Beschwerdeführers erweist sich demnach als unbegründet.