Citation: 5A_208/2024 E. 9.2.3

9.2.3. Der Beschwerdeführer rügt sodann, die Vorinstanz habe, indem sie sich mit der Thematik der angeblichen Körperverletzung auseinandersetzte, die Untersuchungsmaxime willkürlich angewendet. Dies sei nicht Thema des erstinstanzlichen Entscheids gewesen und die Beschwerdegegnerin habe keine entsprechenden Rügen erhoben. Er begründet seinen Vorwurf allerdings nicht in einer Art und Weise, die dem vorliegend geltenden Rügeprinzip entspricht. Ohnehin trifft es zwar zu, dass sich die Berufungsinstanz grundsätzlich auf die Beurteilung der in der schriftlichen Begründung gegen das erstinstanzliche Urteil erhobenen Beanstandungen zu beschränken hat (BGE 147 III 176 E. 4.2.1 mit Hinweisen). Hingegen verbietet diese Rechtsprechung der Berufungsinstanz nicht, im Rahmen der gestellten Berufungsbegehren Fragen zu beurteilen, die ihr nicht explizit unterbreitet wurden (Urteil 5A_251/2023 vom 18. November 2024 E. 4.1.2 mit Hinweis).