Citation: 4A_506/2024 E. 7.1.2

7.1.2. Die Vorinstanz hielt fest, der Beschwerdegegner habe im erstinstanzlichen Verfahren rechtzeitig vorgebracht (mit Verweis auf act. 12 [Replik] Rz. 57, 64, 77, 118 und 135 f.), dass der Beschwerdeführer persönlich gegenüber der D.________ AG für den Schaden hafte, den er mit seinem Geschäftsleitungsentscheid, diese im Prozess vor dem Handelsgericht Zürich nicht ordnungsgemäss zu vertreten, verursacht habe. In act. 12 Rz. 136 - so die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung im bundesgerichtlichen Verfahren - habe er im Sinne einer Eventualbegründung hinreichend substanziiert behauptet, der Beschwerdeführer habe es unterlassen, den Prozess vor dem Handelsgericht zu führen und eine Gutheissung der Klage abzuwenden. In Rz. 57 der Replik führte der Beschwerdegegner aus: "[...] Es wird zur Kenntnis genommen, dass die D.________ AG angeblich über keine Versicherungsdeckung verfügte. Letztlich wird der Beklagte dadurch jedoch weder entlastet noch hatte dies einen Einfluss auf den Entscheid des Handelsgerichts des Kantons Zürich. Festzuhalten ist jedoch, dass die D.________ AG vertreten durch den Beklagten durch ihren gänzlichen Verzicht zur Stellungnahme zur Begründung und den Beweismitteln der Klage diese anerkannte. Dies muss er sich auch im vorliegenden Verfahren entgegenhalten lassen. In Rz. 64 der Replik machte der Beschwerdegegner geltend: "Selbst wenn der Beklagte nun vorbringen wird, in diesem Verfahren sei nicht er persönlich, sondern die D.________ AG Verfahrenspartei gewesen, muss er sich seinen Verzicht zur Stellungnahme als selbst gewählte stillschweigende Anerkennung entgegenhalten lassen. Er war einziger Verwaltungsrat und Geschäftsführer der D.________ AG und in dieser Funktion wäre es auch seine Pflicht gewesen, die Interessen der D.________ AG so gut wie möglich zu wahren. Mit seinem gänzlichen Verzicht zur Prozessführung für die D.________ AG hat er seine Pflicht zur Wahrung der Interessen der D.________ AG gänzlich missachtet und pflichtwidrig seine Sorgfaltspflichten als Organ der D.________ AG verletzt." Rz. 77 der Replik lautet wie folgt: "Die D.________ AG vertreten durch den Beklagten als einzigen Verwaltungsrat verzichtete in diesem Prozess darauf, sich vernehmen zu lassen. Der Beklagte war in diesem Prozess alleiniger Entscheidungsträger der D.________ AG als Beklagte, weshalb der Verzicht der D.________ AG, die Behauptungen des Klägers nicht zu bestreiten, prozessual als Anerkennung des Standpunkts des Klägers zu werten ist und diese Anerkennung dem Beklagte[n] im vorliegenden Prozess direkt zuzuordnen ist." In Rz. 118 der Replik führte der Beschwerdegegner aus: "Der Vollständigkeit halber ist lediglich darauf hinzuweisen, dass die D.________ AG vertreten durch den Beklagten Prozesspartei des handelsgerichtlichen Verfahrens war. Die identischen Schadenspositionen wurden bereits im Rahmen des handelsgerichtlichen Verfahren geltend gemacht bzw. belegt. Sämtliche Unterlagen wurden dem Beklagten in diesem Verfahren zugestellt. Der Beklagte erachtete es damals nicht für notwendig, die Interessen der D.________ AG auch nur ansatzweise zu wahren, sondern entschied sich dafür, die Sachdarstellungen des Klägers zu anerkennen. Wenn er nun behauptet, der Schaden sei nicht ausgewiesen, hätte er dies anlässlich des Verfahrens vor Handelsgericht und als Vertreter der D.________ AG vorbringen müssen. Dies hat er nicht getan und damit die Interessen der D.________ AG grobfahrlässig verletzt. [...]". In Rz. 136 der Replik machte der Beschwerdegegner geltend: "Der Beklagte kann nichts zu seinen Gunsten ableiten, wenn er ausführt, die Gutheissung der Klage durch das Handelsgericht des Kantons Zürich habe sich einzig auf die Behauptungen des Klägers gestützt. Im Gegenteil: Als Organ der D.________ AG muss er sich entgegenhalten lassen, dass er, wenn er sich nach wie vor auf den Standpunkt stellt, die D.________habe den Auftrag nicht verletzt, es unterlassen hat, den Prozess zu führen und eine Gutheissung der Klage abzuwenden."