Citation: 9C_124/2015 E. 4.3

4.3. Selbst wenn die Beschwerdegegnerin als Ehegattin des Verstorbenen von den diesem unrechtmässig zugeflossenen Invaliditätsleistungen mitprofitiert hätte und insoweit der Anspruch auf die Freizügigkeitsleistung für sie einen "doppelten Nutzen" bewirken würde, wie die Beschwerdeführerin geltend macht, rechtfertigt dieser Umstand eine dem Urteil 9C_65/2008 analoge Betrachtungsweise auch deshalb nicht, weil das Bundesgericht nur, aber immerhin dem dortigen Versicherten selbst die Möglichkeit entzog, von seinem retrospektiv betrachtet ungerechtfertigten Leistungsbezug zu profitieren. Diese Einschränkung ist nicht zuletzt deshalb sachgerecht, weil nach Eintritt des Vorsorgefalles Tod die nach Art. 15 FZV begünstigten Hinterlassenen nicht über die Verwendung einer Austrittsleistung nach den Art. 3 und 4 FZG befinden können und sie es somit auch nicht in der Hand haben, den Rückforderungsanspruch der Beschwerdeführerin nachträglich zu vereiteln, was im Urteil 9C_56/2008 indes entscheidwesentlich war.