Citation: 2A.364/2000 03.10.2000 E. A

A.-Die X.________ AG, führt Tierfuttermittel ein. In Gutheissung einer Beschwerde der X.________ AG vom 7. September 1999 stellte die Eidgenössische Zollrekurskommission fest, dass das fragliche Tierfuttermittel unter die Zolltarif-Nr. 2309. 9011 falle (Tierfutter melassiert oder gezuckert). Das Bundesamt für Landwirtschaft setzte gestützt auf Art. 20 Abs. 3 und 5 des Bundesgesetzes vom 29. April 1998 über die Landwirtschaft (Landwirtschaftsgesetz, LwG; SR 910. 1) bzw. die Allgemeine Verordnung vom 7. Dezember 1998 über die Einfuhr von landwirtschaftlichen Erzeugnissen (Agrareinfuhrverordnung, AEV; SR 916. 01) den Zollansatz für Tierfutter melassiert oder gezuckert (Zolltarif-Nr. 2309. 9011) auf Fr. 28.--/100 kg und den Importrichtwert auf Fr. 96.--/ 100 kg fest (Anhänge 1. Ziff. 13 bzw. Anhang 3 zur Agrareinfuhrverordnung). Die X.________ AG setzte sich gegen die Festsetzung dieser Werte zur Wehr und reichte schliesslich Beschwerde bei der Rekurskommission EVD ein. Diese trat am 7. April 2000 auf die Beschwerde mit der Begründung nicht ein, dass die Festsetzung der fraglichen Werte als Erlass erscheine und weder als Verfügung noch als Allgemeinverfügung betrachtet werden könne, so dass kein mit Beschwerde anfechtbarer Hoheitsakt im Sinne von Art. 5 VwVG vorliege. Am 20. April 2000 gelangte die X.________ AG an die Bundeskanzlei, Sektion Allgemeines Recht. Sie stellte im Wesentlichen die Begehren, der Importrichtwert bei der Zolltarif-Nr. 2309. 9011 sei auf Fr. 53.--/100 kg festzusetzen, nach Möglichkeit sei ein anständiger, wertbezogener Schwellenpreis festzusetzen und es sei eine neue, zusätzliche Tarif-Nummer zu schaffen. Ergänzend stellte sie einen Antrag betreffend die Ermittlung der massgeblichen Einstandspreise franko Schweizer Grenze und forderte die Beamten der Oberzolldirektion und des Bundesamtes für Landwirtschaft zur sachdienlichen Koordination sowie zur rechtmässigen Amtspflichterfüllung auf. Es wurde um Stellungnahme bis spätestens am 16. Mai 2000 ersucht. Mit Eingabe vom 3. Juli 2000 an die Bundeskanzlei präzisierte die X.________ AG die Begehren, wobei sie "zur Respektierung und Umsetzung" eine ultimative Frist bis 1. August 2000 ansetzte, ansonsten sie "beim Bundesverwaltungsgericht wegen Verstössen in mehreren Punkten vorstellig" werden würde.