Citation: 4A_648/2023 E. 2.2.2

2.2.2. Der Beschwerdeführer bringt vor, es sei entgegen der Vorinstanz irrelevant, dass der Entscheid der Erstinstanz ihm zur Kenntnis gelangt sei und er die Beschwerdefrist habe wahren können. Er stützt sich dabei neben der Zustellung des Rechtsöffnungsentscheids am 27. Januar 2023 an ihn persönlich auf eine weitere Zustellung an seinen (ehemaligen) Rechtsanwalt. Diese Zustellung sei am 1. Februar 2023 erfolgt und damit zu einem Zeitpunkt, in welchem die Beendigung des Mandats der Erstinstanz bereits mitgeteilt worden sei. Durch diese fehlerhaften Zustellungen habe die Erstinstanz beim anwaltlich dann nicht mehr vertretenen, selbst nicht rechtskundigen und der deutschen Sprache nicht mächtigen Beschwerdeführer "Verwirrung und Verunsicherung über den Lauf der Beschwerdefrist verursacht". Aufgrund der direkten Zustellung am 27. Januar 2023 habe der Beschwerdeführer angenommen, die Beschwerdefrist laufe am 6. Februar 2023 ab und "nicht erst sieben Tage später am 13. Februar 2023". Der Beschwerdeführer sei als juristischer Laie davon ausgegangen, die Rechtsmittelbelehrung des Rechtsöffnungsentscheids sei zutreffend und die Frist beginne sofort mit der Zustellung des Entscheids zu laufen. Die Vorinstanz werfe dem Beschwerdeführer im angefochtenen Urteil vor, seine Rügen nicht genügend begründet zu haben. Dies sei die direkte Konsequenz aus dem Umstand, dass der Beschwerdeführer aufgrund der fehlerhaften Zustellung durch die Erstinstanz gezwungen gewesen sei, seine Beschwerde schon am 6. Februar 2023 einreichen zu müssen. Hätte der Beschwerdeführer gewusst, dass er für die Einreichung seiner Beschwerde bis zum 13. Februar 2023 und damit eine Woche länger Zeit gehabt hätte, hätte er die Beschwerde " besser und genauer begründen können " und die Vorinstanz hätte diese materiell behandeln müssen. Durch die Verwirrung und Unsicherheit über den Lauf der Beschwerdefrist sei der Beschwerdeführer auch in seiner "Konzentration und Gedankengänge" negativ beeinträchtigt gewesen und er sei gezwungen gewesen, seine Beschwerde eine Woche früher einzureichen. Die fehlerhafte Zustellung habe ihm auch "beträchtliche finanzielle Aufwendungen" und damit einen Schaden verursacht, indem er mit "seinem Anwalt Rücksprache nehmen, die Zustellungen abgleichen, Eingaben an das Gericht erstellen resp. veranlassen etc." musste.