Citation: 6S.195/2005 26.08.2005 E. 3

Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Vorinstanz habe einerseits die Möglichkeit des Eintritts einer unmittelbaren Lebensgefahr bejaht und andererseits die Möglichkeit des Todes knapp ausgeschlossen. Damit habe sie die Wirkung der medizinischen Massnahmen in ihre Beurteilung mit einbezogen, denn andernfalls wäre die Feststellung widersprüchlich. Sie vermenge also in unzulässiger Weise den vom Beschwerdegegner geschaffenen Sachverhalt mit der Wirkung der medizinischen Massnahme, wenn sie davon ausgehe, dass konkret nie eine Lebensgefahr bestanden habe. Diese Beurteilung verletze Art. 125 Abs. 2 StGB (Beschwerde S. 7).