Citation: 1B_551/2019 E. 5.3

5.3. Die Vorinstanz erwägt in diesem Zusammenhang Folgendes: Der Sachverständige habe nach dem Kindstod im Berner Inselspital weder eine Meldung betreffend "aussergewöhlichen Todesfall" noch Strafanzeige erstattet. Vielmehr habe er (als zuständiger Chefarzt des betroffenen Spitals) Kontakt mit dem bernischen Spitalamt aufgenommen mit dem Ziel, die Zusammenarbeit zwischen dem Inselspital und dem betroffenen Berner Geburtshaus zu verbessern. Die Kooperation sei damals nicht einfach gewesen, da dessen Leitung "nicht gesprächsbereit" gewesen sei. Deshalb habe der Chefarzt die Situation mit der zuständigen kantonalen Behörde besprechen müssen. Auf deren Aufforderung hin habe er ihr einen Kurzbericht über den fraglichen Vorfall (mit anonymisiertem Geburts- und Austrittsbericht) vorgelegt. Der Todesfall im Kanton Bern stehe "in keinerlei innerem oder äusserem Zusammenhang" mit dem hier zu untersuchenden Zürcher Fall. Die hievon abweichenden Behauptungen der Beschwerdeführerin, insbesondere zu den angeblichen Intentionen des Sachverständigen im Berner Fall, habe diese weder belegt noch glaubhaft gemacht. Dass der Experte (als Leiter der Geburtsabteilung eines Spitals) mit Verlegungen aus Geburtshäusern befasst gewesen sei und zu solchen Vorgängen auch kritische Stellungnahmen bzw. Gutachten erstellt habe, vermöge keinen Anschein von Befangenheit und keine unzulässige "Vorbefassung" zu begründen. Analoges gelte für den Vorwurf, der Sachverständige habe Verantwortlichen des betroffenen (Zürcher) Geburtshauses schon in einem früheren Bericht vom April 2018 (zuhanden der Zürcher Gesundheitsdirektion) medizinische Fehler vorgeworfen, ohne damals die vollständigen Krankenakten gekannt zu haben. Dabei habe es sich um eine Zusammenstellung über ca. 20 Verlegungen dieses Geburtshauses in diverse Spitäler gehandelt. Der Sachverständige habe dort ausdrücklich erwähnt, dass es sich bei diesem Bericht noch "nicht um ein detailliertes Rechtsgutachten" gehandelt habe, zumal die "Aktenlage" damals "noch unvollständig" gewesen sei. Für den hier zu untersuchenden Todesfall habe der Experte darauf hingewiesen, dass zwar "eine detaillierte Beschreibung" des medizinischen Vorgangs bestehe und "Auszüge aus der Dokumentation des Geburtshauses" sowie ein Verlaufsbericht nach der Verlegung ins Spital vorlägen, auch hier hätten (damals) jedoch noch wesentliche Informationen gefehlt (namentlich Angaben über die Schwangerschaftswoche bei Geburt, das Geburtsgewicht oder diverse Laborwerte). Der Sachverständige habe sich deshalb im April 2018 auch noch nicht definitiv festgelegt. Vielmehr habe er zuhanden der Gesundheitsdirektion angemerkt, dass seine vorläufigen Einschätzungen "nur mit Vorbehalt" zu interpretieren gewesen seien und noch "ein vollständiges medizinisches Gutachten" zu erstellen sein werde. Ebenso wenig lasse sich ein Ausstandsgrund aus einem kritischen "Schlussvotum" des Sachverständigen (zu festgestellten Komplikationen bei Verlegungen von Geburtshäusern in Spitäler) in seinem Bericht vom April 2018 herleiten. Zwar erschienen gewisse Aussagen (gegenüber der Zürcher Gesundheitsdirektion) "pointiert". Diese stünden jedoch im Zusammenhang mit der von der Gesundheitsdirektion aufgeworfenen Frage nach den Erfahrungen des Experten mit "Geburtshäusern im Allgemeinen". Dieser habe diesbezüglich eine legitime Fachmeinung geäussert, die sich noch nicht auf die (erst im Mai 2019 expertisierte) "Qualität der spezifischen Arbeit" im untersuchten Zürcher Fall bezogen habe. Der Sachverständige habe denn auch ausgeführt, es handle sich nicht allein um ein Problem der Geburtshäuser im Kanton Zürich, weshalb er für eine "gesamtschweizerische, durch die Gesundheitsdirektorenkonferenz GDK koordinierte Regelung der fachlichen Vorgaben für Geburtshäuser" plädiert habe. Ebenso wenig lasse sich die objektive Befürchtung einer Befangenheit aus dem Vorbringen der Beschwerdeführerin ableiten, der Sachverständige habe offenbar fachlichen Kontakt gehabt mit dem Chefarzt Gynäkologie des Spitals Wetzikon bzw. diesen über seinen Bericht (vom April 2018) an die Zürcher Gesundheitsdirektion informiert (vgl. angefochtener Entscheid, E. 3.2-3.3, S. 8-11).