Citation: 4P.149/2002 05.11.2002 E. 3

Das Erfordernis der Erschöpfung des kantonalen Instanzenzuges schliesst grundsätzlich die Beurteilung von Rügen aus, welche schon vor der letzten kantonalen Instanz hätten vorgebracht werden können. Neue Vorbringen sind somit in der Regel ausgeschlossen (BGE 124 I 208 E. 4b; 118 Ia 20 E. 5a; 107 Ia 187 E. 2b, je mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer rügt erstmals vor Bundesgericht, Ersatzoberrichterin B.________ sei befangen gewesen. Er bringt diesbezüglich - im Zusammenhang mit seiner nach Ablauf der kantonalen Beschwerdefrist vor dem Kassationsgericht vorgetragenen Rüge der Befangenheit von Oberrichter C.________ - vor, ihm sei aus der zeitlichen Koinzidenz klar geworden, dass das Urteil bereits am 10. Juli 2001 ausformuliert vorgelegen und am 13. Juli 2001 den Parteien zugestellt worden sei. Damit sei das Urteil bereits zu einem Zeitpunkt gefällt gewesen, als - vor dem entsprechenden Verzicht der Parteien - noch mündliche Verhandlungen (Replik und Duplik) zu erwarten gewesen seien. Dies bedeute, dass die zuständige Referentin und auch das Gericht nicht mehr gewillt gewesen seien, eine echte Urteilsfindung anzustreben. Daraus ergebe sich der Anschein der Befangenheit. Der Beschwerdeführer hat diese Rüge vor dem Kassationsgericht nicht vorgebracht. Weshalb ihm nicht möglich gewesen sein sollte, die von ihm behauptete zeitliche Koinzidenz - aus der er die gerügte Befangenheit ableitet - rechtzeitig zu erkennen, ist nicht dargetan. Auf das Novum ist somit nicht einzutreten.