Citation: 6B_706/2022 E. 5.2

5.2. Aus dem angefochtenen Urteil (resp. dem erstinstanzlichen Urteil) erhellt, dass die Untersuchungshaft bereits an die im abgetrennten Verfahren ausgefällte Strafe angerechnet wurde, was der Beschwerdeführer nicht bestreitet. Es ist nicht ersichtlich und der Beschwerdeführer legt nicht dar, inwiefern ihm ein Nachteil daraus erwachsen oder Bundesrecht verletzt worden sein soll, dass im vorliegenden Verfahren keine neuerliche Anrechnung erfolgt. Daran ändert nichts, dass die Untersuchungshaft an eine Geldstrafe angerechnet worden war und nunmehr hierzu eine Zusatzstrafe in Form einer Freiheitsstrafe ausgefällt wurde. Nachdem die Untersuchungshaft bereits im Urteil vom 12. Februar 2020 berücksichtigt wurde, besteht kein Anspruch mehr auf Anrechnung an die Freiheitsstrafe. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers wurde dadurch auch Art. 49 Abs. 2 StGB nicht verletzt, indem er schwerer bestraft worden wäre als bei gleichzeitiger Beurteilung aller Taten. Zutreffend ist zwar, dass in diesem Fall die Anrechnung an die Freiheitsstrafe erfolgt wäre. Dies hätte jedoch keinen Einfluss auf die Höhe der Strafe.