Citation: 8C_492/2020 E. 6

Mit Entscheid vom 12. Dezember 2017 stellte die Vorinstanz fest, die fristlose Kündigung vom 24. Februar 2017 sei mit einer Begründung versehen und damit rechtswirksam ausgesprochen worden. Sie sei nicht nichtig, sondern bloss anfechtbar. Das Schreiben der Behörde X.________ vom 13. März 2017 sei demgegenüber nicht als selbstständig anfechtbare Kündigung zu qualifizieren, da es auf die beigelegte Kündigung vom 24. Februar 2017 verweise und diese bestätige. Zu prüfen sei somit die Rechtmässigkeit dieser Kündigung. Laut der Behörde X.________ sei der Beschwerdeführerin am 27. Februar 2017 anlässlich der mündlichen Eröffnung und Übergabe des Kündigungsschreibens vom 24. Februar 2017 das rechtliche Gehör gewährt worden. Es sei sei nicht ersichtlich, dass sie vorgängig über das Gespräch vom 27. Februar 2017 schriftlich orientiert worden sei. Dieses Gespräch könne somit nicht als Gewährung des rechtlichen Gehörs dienen. Im Übrigen sei darauf hinzuweisen, dass die entscheidende Behörde erst nach Kenntnisnahme der gesamten entscheidwesentlichen Sachlage - und mithin nach Anhörung der betroffenen Person - zu einem Schluss gelangen dürfe. Dies sei hier nicht erfolgt, sei doch die Kündigung bereits am 24. Februar 2017 nach Überprüfung der Vorkommnisse versandt worden. Indem die Behörde X.________ der Beschwerdeführerin vor der Kündigung keine Gelegenheit zur Stellungnahme eingeräumt habe, habe sie ihren Anspruch auf rechtliches Gehör nach § 65 Abs. 2 PG verletzt. Die Kündigung sei somit formell rechtswidrig. Es sei somit zu prüfen, wie es sich mit der materiellen Rechtmässigkeit der Kündigung verhalte.