Citation: 2C_352/2018 E. 3.3

3.3. Nach der Rechtsprechung verwirkt der Steuerpflichtige sein Beschwerderecht bzw. das Recht zur Anfechtung der (rechtskräftigen) kantonalen Veranlagung, wenn er seine dortige Steuerpflicht in Kenntnis des kollidierenden Steueranspruchs eines anderen Kantons vorbehaltlos anerkennt, z. B. wenn er sich der Veranlagung ausdrücklich oder stillschweigend unterwirft oder wenn er im Veranlagungsverfahren seiner Mitwirkungspflicht nicht nachkommt, indem er beispielsweise die verlangte Steuererklärung nicht einreicht, sodass zur Ermessensveranlagung geschritten werden muss (BGE 137 I 273 E. 3.3.3 S. 278 f.; 123 I 264 E. 2d S. 267; Urteile 2C_592/2018 vom 1. Oktober 2019 E. 6.1; 2C_655/2016 vom 17. Juli 2017 E. 2.3.2; 2C_396/2011 vom 26. April 2012 E. 3.2.2; 2C_27/2009 vom 9. Juli 2009 E. 1.2). Die Verwirkung wird vom Bundesgericht jedoch nicht von Amtes wegen berücksichtigt, sondern muss vom betroffenen Kanton oder der betroffenen Behörde geltend gemacht werden (BGE 137 I 273 E. 3.3.3 S. 278 f.; Urteile 2C_396/2011 vom 26. April 2012 E. 3.2.2 mit Hinweisen; 2C_27/2009 vom 9. Juli 2009 E. 1.2). Die Steuerverwaltung BS hat vorliegend auf eine Vernehmlassung und damit auf die Geltendmachung der Verwirkung des Beschwerderechts verzichtet.