Citation: 6B_638/2022 E. 1.6

1.6. Hinsichtlich des verneinten Tatwillens des Beschwerdegegners zur Urkundenfälschung bringt die Beschwerdeführerin vor, dass die Vorinstanz nicht berücksichtigt habe, dass der Beschwerdegegner den Antrag um Zulassung insgesamt drei Mal eingereicht habe. Ferner weist sie auf die Stellung des Beschwerdegegners als Verwaltungsrat und formeller Geschäftsführer der B.________ AG hin. Aufgrund dessen sowie seiner Ausbildung als Anwalt und Urkundsperson sei es unglaubhaft, dass der Beschwerdegegner die Eröffnungsbilanz der B.________ AG drei Mal weitergeleitet habe, ohne diese zu kontrollieren. Mit dem Wissen um den Darlehensvertrag habe ihm nicht entgehen können, dass die Eröffnungsbilanz unwahr sei, soweit in dieser ein liberiertes Aktienkapital in der Höhe von Fr. 100'000.-- und lediglich eine Darlehensschuld von Fr. 30'000.-- ausgewiesen worden sei. Die Stellung des Beschwerdegegners sowie der Umstand, dass er die Bilanz mehrfach eingereicht hat, genügen indes nicht, um darzulegen, dass er sich der fehlenden Liberierung zwischenzeitlich bewusst geworden wäre. Die vorinstanzliche Erwägung, wonach von einem Folgefehler des Beschwerdegegners und damit von einem fehlenden Tatwillen auszugehen sei, ist nicht als unhaltbar zu qualifizieren. Die Beschwerdeführerin vermag mit ihren Ausführungen keine willkürliche Sachverhaltsfeststellung aufzuzeigen und ihre Rüge erweist sich als unbegründet.