Citation: 4C.258/2005 24.10.2005 E. A

B.________ (Klägerin) arbeitete seit dem Jahre 2000 mit einem Pensum von rund 40 % als angestellte Fachärztin für Radiologie bei A.________ (Beklagtet), der zusammen mit zwei Kollegen in Luzern als Dr. med FMH für Radiologie eine Praxis betreibt. Nach dem schriftlichen Arbeitsvertrag, der von den Parteien nicht unterzeichnet wurde, aber nach ihrer Auffassung Grundlage einer mündlichen Vereinbarung bildete, war die Klägerin berechtigt, jährlich zwei Wochen Weiterbildung auf Kosten des Beklagten zu besuchen. Nach einem Schreiben des Beklagten vom 2. Februar 2002 sollte in gegenseitigem Einvernehmen ein längerfristiger Plan über die Arbeitseinsätze beziehungsweise die Kursbesuche der Klägerin erarbeitet werden. Dazu kam es nicht. Der Beklagte entliess die Klägerin fristlos, weil sie trotz der Aufforderung, am 7. Juni 2002 zur Arbeit zu erscheinen, an diesem Tag einen Weiterbildungskurs besucht hatte.