Citation: U 264/00 13.11.2001 E. 2

2.- Das UVG kennt im Gegensatz zu Art. 96 AHVG, welche die Art. 20 bis 24 VwVG als anwendbar erklärt, keine Vorschrift, wonach die Bestimmungen über die Fristen gemäss VwVG auch im kantonalen Beschwerdeverfahren nach Art. 108 UVG anwendbar sind. Insbesondere findet der mit der OG-Revision vom 4. Oktober 1991 auf den 15. Februar 1992 in Kraft getretene Art. 22a VwVG über den Fristenstillstand im Verwaltungsverfahren auf das erstinstanzliche Beschwerdeverfahren nach UVG nicht Anwendung (SVR 1998 UV Nr. 10 S. 26 Erw. 2a; RKUV 1994 Nr. U 194 S. 208 Erw. 2). Anderseits schliesst das UVG die Anwendung kantonalrechtlicher Fristenstillstandsbestimmungen im erstinstanzlichen Beschwerdeverfahren nicht aus (BGE 116 V 265). Es ist somit den Kantonen anheim gestellt, ob sie für das Beschwerdeverfahren nach Art. 108 UVG Gerichtsferien vorsehen wollen oder nicht, was zur Folge hat, dass eine Partei im kantonalen Gerichtsverfahren, je nach örtlichem Gerichtsstand, vom Fristenstillstand profitieren kann oder nicht. Dementsprechend hat das Eidgenössische Versicherungsgericht Art. 22a VwVG auf die kantonalen Beschwerdeverfahren als nicht anwendbar erklärt (BGE 126 V 121 Erw. 2b mit Hinweisen). Wenn die Vorinstanz unter Hinweis auf das Fehlen einer kantonalen Bestimmung über den Fristenstillstand im Kanton Bern zum Schluss gelangt ist, der Beschwerdeführer habe die Frist zur Beschwerde gegen den Einspracheentscheid nicht eingehalten, so hat sie nach den gesamten Umständen nicht willkürlich entschieden, noch hat sie sonstwie gegen Bundesrecht verstossen. An dieser Feststellung vermögen die Vorbringen des Beschwerdeführers nichts zu ändern.