Citation: 2C_5/2024 E. 4.4

4.4. In Bezug auf das behördliche Vorgehen anlässlich der Befragung vom 16. Juni 2020 mag schliesslich zutreffen, dass Art. 29 Abs. 2 BV grundsätzlich die Pflicht der Behörden umfasst, die Betroffenen über entscheidwesentliche Vorgänge und Grundlagen vorweg zu orientieren (vgl. BGE 140 I 99 E. 3.4). Wie die Vorinstanz indes zutreffend ausführt, musste den Beschwerdeführern 1 und 2 vorliegend klar sein, dass es bei der Befragung vom 16. Juni 2020 um ihre (frühere) Beziehung gehen würde. Bereits deshalb bestand keine Veranlassung, im Vorfeld der Befragung explizit über den Verdacht einer Umgehungsehe zu informieren. Zu bemerken bleibt zudem, dass die Beschwerdeführer im Rahmen der Gewährung des rechtlichen Gehörs schriftlich erneut Stellung beziehen konnten.