Citation: 4C.385/2002 04.12.2003 E. 2.1

Was die Höhe des eingeklagten Schadens anbelangt, führt die Vorinstanz aus, die Klägerin verweise auf eine Rechnung der Firma C.________ GmbH, welche Materialkosten von DEM 48'284.80 und Personalkosten von DEM 53'342.-- umfasse. Für Eigenleistungen (213 Mannstunden) habe die Eigentümerin der Maschine zusätzlich DEM 16'860.40 ersetzt erhalten. Ferner mache die Klägerin die Reisekosten von DEM 1'372.96 und Kosten des im Prozess vorgelegten Privatgutachtens von DEM 3'850.-- geltend. Keine dieser Schadenspositionen sei anerkannt worden. Die Beklagte habe vielmehr den Beweiswert der Reparaturrechnung unter Hinweis auf die offensichtliche Nähe der B.________-Gesellschaften in Abrede gestellt und vorgebracht, die den behaupteten Eigenleistungen zugrund liegenden Ansätze enthielten Gewinnanteile, auf welche die geschädigte Eigentümerin der Maschine keinen Anspruch habe. Schliesslich sei für die Kosten des Privatgutachtens, welches im Ergebnis lediglich Parteibehauptungen darstelle, nach der kantonalen Rechtsprechung (ZR 87/1988 Nr. 134) kein Ersatz geschuldet. Nach Auffassung des Handelsgerichts hat die Klägerin den behaupteten Schaden nicht hinreichend detailliert geschildert. Sie hätte die Funktionsweise der beschädigten Lasermaschine zumindest in groben Zügen beschreiben und anhand einer bildlichen Darstellung erläutern müssen, welche Teile und wie sie beschädigt worden seien, denn bei der fraglichen Maschine handle es sich um ein spezielles Gut, über dessen Funktionsweise keine allgemeine Kenntnis erwartet werden dürfe. Die blosse Auflistung von Bestandteilen wie X-Achse, Motor-Adapter, Glasmassstab, Winkel-Element, Faltenbalg, Leistungsleitung, Servomotor genüge bei dieser Sachlage nicht. Auch bleibe offen, wofür ein Professor zwanzig, ein diplomierter Ingenieur achtundzwanzig Stunden aufgewendet habe. Vor diesem Hintergrund sei der Beklagten eine differenzierte Bestreitung der Reparaturkosten weder möglich noch zumutbar. Darüber hinaus liefe auf eine nach kantonalem Prozessrecht unzulässige Sammlung von Prozessstoff im Beweisverfahren hinaus, dem im vorliegenden Fall für die Überprüfung der Angemessenheit der Reparaturrechnung gerichtlich zu bestellenden Gutachter aufzugeben, die gesamte Materie selbst zu erarbeiten. Nicht rechtsgenügend substanziiert seien auch die zum Ersatz verstellten Reisekosten und Eigenleistungen, da weder Reiseteilnehmer, Reisemittel noch Tarife bezeichnet und die Bemühung der Mechaniker K.________ und L.________ und des Abteilungsleiters M.________ nicht konkretisiert worden seien. Den Ersatz der Gutachterkosten lehnte die Vorinstanz schliesslich ab, weil dessen Einsatz nicht notwendig gewesen sei, nachdem bereits die Herstellerfirma eine Bestandesaufnahme gemacht hatte.