Citation: 1C_21/2023 E. 4.7

4.7. Der Ortsbildschutz stellt ein öffentliches Interesse dar, das es erlaubt, die Wirtschaftsfreiheit und die Eigentumsgarantie einzuschränken (Art. 36 Abs. 2 BV; vgl. Urteil 1C_12/2007 vom 8. Januar 2008 E. 6.1 mit Hinweis). Weiter ist erforderlich, dass die Einschränkung dem Verhältnismässigkeitsprinzip genügt (Art. 36 Abs. 3 BV). Danach muss eine Massnahme für das Erreichen des im öffentlichen oder privaten Interesse liegenden Ziels geeignet und erforderlich sein und sich für die Betroffenen in Anbetracht der Schwere der Grundrechtseinschränkung als zumutbar erweisen (BGE 147 I 346 E. 5.5 mit Hinweisen). Diese Voraussetzung ist hier ebenfalls erfüllt. Die Verweigerung der Baubewilligung ist nach dem Ausgeführten sowohl geeignet als auch erforderlich, um den Ortsbildschutz zu gewährleisten. Weiter ist sie den Beschwerdeführern auch zumutbar. Da sich das betreffende Gebäude im Perimeter eines ISOS-Objekts befindet und von zahlreichen inventarisierten und unter Schutz gestellten weiteren Gebäuden umgeben ist, ist das Interesse am Ortsbildschutz hoch zu gewichten. Die Einschränkung, die der Eigentümer in der Nutzung seiner Liegenschaft erfährt, fällt dagegen kaum ins Gewicht. Zwar ist die Bedeutung der Bewilligungsverweigerung für die Beschwerdeführerin im Vergleich dazu grösser. Sie wird jedoch dadurch relativiert, dass sich die erhöhten ästhetischen Anforderungen aus der besonderen Situation ergeben und damit örtlich beschränkt sind. Auch insofern erweist sich die Bewilligungsverweigerung deshalb als zumutbar. Insgesamt liegen somit weder eine Verletzung der Wirtschaftsfreiheit noch der Eigentumsgarantie vor.