Citation: 9C_10/2023 E. A

Die A.________ AG mit Sitz in U.________/ZG bezweckte gemäss Handelsregisterauszug bis zum 7. Oktober 2016 die Beratung und Optimierung in sämtlichen Bau- und Liegenschaftenfragen bezüglich Planung, Finanzierung, Ausführung und Bewirtschaftung und die Ausführung der geplanten, projektierten und optimierten Baumassnahmen gesamthaft oder in Teilen als Total- oder Generalunternehmerin oder im Auftrag auf Abrechnung. Das Steueramt des Kantons St. Gallen teilte der A.________ AG am 7. August 2018 mit, es habe aufgrund einer internen steueramtlichen Mitteilung erfahren, dass sie sich an der Finanzierung des Erwerbs der Immobilie Strasse C.________, durch die D.________ AG mit Sitz in V.________ beteiligt habe. Im Jahr 2014 sei der A.________ AG einerseits das (ursprüngliche) Darlehen über Fr. 2'000'000.- zurückbezahlt und ihr ein Verkaufsgewinn zugewiesen worden. Andererseits habe sie auch an Mietzinsen partizipiert, welche die D.________ AG aus dieser Immobilie vereinnahmt habe. Vor diesem Hintergrund ersuchte das Steueramt die A.________ AG für die Abklärung ihrer Steuerpflicht im Kanton St. Gallen um die Einreichung verschiedener Unterlagen. Am 31. März 2020 reichte die A.________ AG verschiedene Dokumente ein und stellte sich auf den Standpunkt, dass im Kanton St. Gallen keine sekundäre Steuerpflicht bestehe. Das Steueramt stellte mit Verfügung vom 15. September 2020 fest, dass die A.________ AG grundsätzlich seit dem 22. April 2010 (Datum der Unterzeichnung der Vereinbarung "Projektentwicklung E.________ Areal") bzw. per 1. Januar 2010 (Beginn der Steuerperiode) aufgrund der wirtschaftlichen Zugehörigkeit im Kanton St. Gallen der (beschränkten) Steuerpflicht unterliege. Aufgrund der Verjährungsfristen beginne die Steuerpflicht erst per 1. Januar 2013. Nachdem die Liegenschaft Strasse C.________, veräussert worden bzw. das "Projekt E.________" handelsrechtlich im Jahr 2014 erfolgswirksam realisiert worden sei, ende die (beschränkte) Steuerpflicht der A.________ AG im Kanton St. Gallen per 31. Dezember 2014. Eine dagegen erhobene Einsprache wies das Steueramt mit Entscheid vom 13. November 2020 ab. Dieser Entscheid wurde nicht angefochten.