Citation: 2A.368/2004 24.11.2004 E. B

Am 20. April 1998 wurde H.X.________ wegen Beihilfe zu widerrechtlichem Aufenthalt in der Schweiz schuldig gesprochen und zu einer bedingten Gefängnisstrafe von fünf Tagen sowie einer Busse von Fr. 100.-- verurteilt. Mit Strafbescheid vom 29. Juni 1998 wurden H.X.________ und L.X.________ wegen Betrugs zu fünf bzw. drei Wochen Gefängnis bedingt verurteilt. Am 16. November 1998 wurden die beiden vom Ausländeramt des Kantons St. Gallen fremdenpolizeilich verwarnt mit der Aufforderung, sich inskünftig in jeder Hinsicht klaglos zu verhalten. Mit Schreiben vom 31. März 1999 verwarnte die Schulgemeinde Z.________ H. und L.X.________ wegen unentschuldigten Fernbleibens der Kinder vom Unterricht. Aus dem soeben erwähnten Grund auferlegte die Gemeinde Z.________ den Eheleuten X.________ am 7. Februar 2000 eine Busse von Fr. 1'000.--. Eine weitere Bussenverfügung (Fr. 500.--) wegen wiederholter unentschuldigter Schulabsenzen von E.________ und B.________ folgte am 25. Juli 2000. Am 28. September 2000 drohte das Ausländeramt den Eheleuten X.________ die Ausweisung aus der Schweiz an. Das Amt begründete die - rechtskräftig gewordene - Androhung der Ausweisung im Wesentlichen damit, die Eltern verletzten ihre Sorgepflicht gegenüber ihren Kindern. Diese seien unentschuldigt der Schule ferngeblieben, ausserdem störten sie den Schulunterricht erheblich. Die Eltern hätten trotz entsprechender Versuche nicht dazu bewegt werden können, für einen ordnungsgemässen Schulbesuch ihrer Kinder zu sorgen.