Citation: 6B_657/2019 E. 1.1

1.1. Strittig ist, ob auf einer Videosequenz, die ein zu nahes Aufschliessen dokumentiert, tatsächlich das Fahrzeug des Beschwerdeführers zu sehen ist. Der Beschwerdeführer hat im vorinstanzlichen Verfahren zum einen geltend gemacht, eine zweifelsfreie visuelle Identifizierung der Fahrzeuge sei nicht möglich. Zum andern hielt er der Anklage entgegen, aufgrund des Zeitraums von 87 Sekunden zwischen den Videosequenzen "A3 km 58,7" (15:31:49) und "A1 km 92,5" (15:33:16) hätte er die dazwischenliegende Strecke von ca. 2 ½ Kilometern mit einer Geschwindigkeit von 103,3 km/h zurücklegen müssen. Auf der betreffenden Strecke der A3 bis zur Einmündung in die A1 sei die Geschwindigkeit indes auf 80 km/h begrenzt. Daran habe er sich gehalten. Somit könne es sich nicht um sein Fahrzeug handeln, das auf dem Bild zu sehen sei. Die Vorinstanz hält fest, die letzte von verschiedenen Videosequenzen ("A1 km 94,2") decke sich mit den Angaben des Beschwerdeführers. Diese wiederum stimmten mit der Aussage von A.________ überein, dass dieser vor dem Bareggtunnel (A1) noch im letzten Moment auf die rechte Fahrspur gewechselt sei und dabei die Sicherheitslinie überfahren habe. Dies sei in der erwähnten Sequenz klar ersichtlich. Aufgrund der Angaben der Beteiligten und des Umstandes, dass die in verschiedenen Sequenzen gezeigten Fahrzeuge übereinstimmende Merkmale aufwiesen, sei davon auszugehen, dass es sich um den Fiat Croma des Beschwerdeführers und um den VW Golf Variant von A.________ handle. Die Bilder zeigten übereinstimmend mit den Aussagen von A.________, wie der Beschwerdeführer ihm auf der A3 mit geringem Abstand hinterherfahre. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers sei auch davon auszugehen, dass er den Streckenabschnitt von der A3, km 58,7, bis zur A1, km 94,2, mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 103 km/h zurückgelegt habe, was vorauszusetzen sei, damit er in beiden Sequenzen erscheinen könne. Denn das hintere der beiden Fahrzeuge (der Fiat Croma des Beschwerdeführers) sei laut dem Gutachten des Eidgenössischen Instituts für Metrologie (METAS; S. 11) bei "A3 km 58,7" mit einer Mindestgeschwindigkeit von 102,8 km/h unterwegs gewesen. Hinsichtlich des folgenden Abschnitts auf der A1 habe der Beschwerdeführer selbst ein Tempo von 100 km/h angegeben; zeitweise habe er noch zusätzlich beschleunigt, um zwischen ihm und dem hinteren Fahrzeug Distanz zu schaffen. Die für ein Erscheinen auf beiden Bildern erforderliche Geschwindigkeit sei also erstellt. Unter zusätzlicher Berücksichtigung weiterer Umstände (übereinstimmende Fahrzeugform und -farbe, übereinstimmende Platzierung des "CH-Klebers") gebe es keine Zweifel, dass die jeweiligen Videosequenzen das Fahrzeug des Beschwerdeführers und dasjenige von A.________ zeigten. Aus diesen Gründen geht die Vorinstanz, wie schon die erste Instanz, u.a. gestützt auf das Gutachten des METAS davon aus, dass der Beschwerdeführer mit seinem Fahrzeug Fiat Croma auf der Autobahn A3, km 58,7, dem Fahrzeug von A.________ mit einer Mindestgeschwindigkeit von 102,8 km/h und einem zeitlichen Abstand von höchstens 0,407 Sekunden, entsprechend einem räumlichen Abstand von 11,62 Metern, auf einer Strecke von etwa 500 Metern gefolgt ist (angefochtenes Urteil E. 2.2 und 2.5.3).