Citation: 1B_116/2016 E.

Am 22. Mai 2015 setzte die Staatsanwaltschaft B.________ über die Überwachung in Kenntnis. Am 11. Juni 2015 erhob B.________ gegen die Überwachung Beschwerde. Am 3. Februar 2016 hiess das Obergericht des Kantons Solothurn (Beschwerdekammer) die Beschwerde gut. Es hob sämtliche Verfügungen der Staatsanwaltschaft und des Haftgerichts auf, mit denen diese die Audio-Überwachungen der Wohnungen angeordnet bzw. genehmigt hatten. Das Obergericht ordnete die Entfernung aus den Akten und die Vernichtung der aus den Überwachungen gewonnenen Ermittlungsergebnisse, namentlich aller Audioprotokolle und der entsprechenden Tonträger, an. Das Obergericht befand unter Hinweis auf ein Urteil des deutschen Bundesverfassungsgerichts vom 3. März 2004 (BVerfGE 109, 279), die Überwachung sei unverhältnismässig gewesen. Zudem habe die Staatsanwaltschaft keine Massnahmen zum Schutz des absoluten Kernbereichs der privaten Lebensgestaltung der Beschuldigten getroffen.