Citation: H 356/01 24.07.2002 E. 2

2.- Die Beschwerdeführenden machen eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend. Dieser formelle Einwand ist vorab zu prüfen. a) Die erwähnte Rüge wird damit begründet, dass die Ausgleichskasse sich stets auf den Standpunkt gestellt habe, im Einspruchverfahren bestehe von Bundesrechts wegen kein Anspruch auf unentgeltliche Prozessführung. In der kantonalen Beschwerdeantwort habe sie erstmals die Ansicht vertreten, die nachträgliche Forderung nach einer Parteientschädigung erfolge rechtsmissbräuchlich. Zu dieser Auffassung hätten die Beschwerdeführenden nie Stellung nehmen können. b) Der Anspruch auf rechtliches Gehör besteht und ist zu gewähren, wenn eine Behörde ihren Entscheid mit einer Rechtsnorm oder einem Rechtsgrund zu begründen beabsichtigt, die im bisherigen Verfahren nicht herangezogen wurden, auf die sich die beteiligten Parteien nicht berufen haben und mit deren Erheblichkeit im konkreten Fall sie nicht rechnen konnten (BGE 126 I 22 Erw. 2c/aa, 125 V 370 Erw. 4a, 124 I 52 Erw. 3c, 123 I 69, 116 V 185 Erw. 1a, je mit Hinweisen). c) Die Beschwerdeführenden waren vom Instruktionsrichter des kantonalen Verfahrens mit Schreiben vom 21. September 2000 auf den Aspekt des widersprüchlichen prozessualen Verhaltens hingewiesen worden. Sie konnten sich dazu in ihrer Eingabe vom 23. November 2000 äussern. Zwar trifft zu, dass der Schriftenwechsel nach Eingang der Beschwerdeantwort der Kasse mit Verfügung des Instruktionsrichters vom 10. Januar 2001 geschlossen und den Beschwerdeführenden somit eine allfällige weitere Eingabe verwehrt wurde. Ob darin eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör zu erblicken ist, kann indessen offen bleiben: die Frage, ob den Beschwerdeführenden bzw. ihrem Rechtsvertreter widersprüchliches Verhalten im Prozess vorgehalten werden muss und ihr Begehren um Ersatz der Parteikosten im Vorverfahren daher rechtsmissbräuchlich war, ist - wie sich aus den nachfolgenden Ausführungen ergibt (Erw. 3 hienach) - für den Ausgang des kantonalen Verfahrens nicht relevant gewesen. Eine Gehörsverletzung beträfe daher keinen für die letztinstanzliche Beurteilung massgeblichen Gesichtspunkt, weshalb ein allfälliger Mangel als geheilt gelten könnte (BGE 126 V 132 mit Hinweisen).