Citation: 6B_180/2023 E. 2.4

2.4. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht mehr, dass sein Manöver den Tatbestand der groben Verkehrsregelverletzung gemäss Art. 90 Abs. 2 SVG erfüllt. Er wendet sich aber gegen den Schuldspruch wegen qualifiziert grober Verkehrsregelverletzung nach Art. 90 Abs. 3 SVG. Zur Begründung trägt er vor, die vorinstanzliche Beweisführung sei mangelhaft und die daraus gezogenen Schlüsse seien teils willkürlich. Die Rüge ist unbegründet. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz erwähne mit keinem Wort, ob die überholte Auskunftsperson glaubwürdig und ob ihre Aussagen glaubhaft seien. Dabei verkennt er, dass der allgemeinen Glaubwürdigkeit im Sinne einer dauerhaften personalen Eigenschaft einer Person nach der Rechtsprechung kaum mehr relevante Bedeutung zukommt. Weitaus bedeutender für die Wahrheitsfindung ist die Glaubhaftigkeit der konkreten Aussagen (BGE 147 IV 409 E. 5.4.3 mit Hinweisen). Dass die Aussagen der Auskunftsperson nicht glaubhaft wären, legt der Beschwerdeführer nicht im Ansatz dar. Vielmehr erschöpft sich sein Vorbringen in einer unzulässigen appellatorischen Kritik am angefochtenen Urteil. So trägt er beispielsweise vor, es könne "nicht ausgeschlossen werden, dass die Auskunftsperson subtil beeinflusst worden" sei. Solches Vorbringen reicht nicht aus, um Willkür in der Sachverhaltsfeststellung zu belegen. Gleiches gilt, wenn der Beschwerdeführer eine freie Würdigung einzelner Aussagen der Auskunftsperson vornimmt. Auch seine Behauptung, angesichts der Dunkelheit hätte er trotz Rechtskurve einen allfälligen Gegenverkehr an den Lichtern erkennen können, begründet keine Willkür in der Sachverhaltsfeststellung.