Citation: 8C_343/2021 E. 6.3

6.3. Die Vorinstanz zeigte in der Folge auf, weshalb die Beschwerdeführer nicht als Kleinpflegeheim im Sinne von Art. 13 Abs. 1 lit. a PAVO und des Gesetzes über die Jugendheime und die Pflegekinderfürsorge des Kantons Zürich vom 1. April 1962 (Jugendheimegesetz; LS 852.2) mit entsprechend höheren Tagesansätzen betrachtet werden können. Gemäss § 1 Abs. 1 des Jugendheimegesetzes seien nämlich Jugendheime im Sinne des Gesetzes Einrichtungen, die dazu bestimmt seien, mehr als fünf Kinder zur Erziehung und Be-treuung aufzunehmen. Eine entsprechende Bewilligung sei notwendig. Diese Voraussetzungen würden die Beschwerdeführer nicht erfüllen. Inwiefern diese Beurteilung willkürlich sein soll, ist nicht erkennbar. Gemäss Art. 13 Abs. 1 lit. a PAVO bedarf einer Heimbewilligung, wer mehrere Unmündige zur Erziehung, Betreuung, Ausbildung, Beobachtung oder Behandlung tags- und nachtsüber aufnimmt. Was unter mehreren Unmündigen zu verstehen ist, bestimmt die Pflegekinderverordnung nicht näher. Im Rahmen ihrer Regelungs- bzw. Konkretisierungskompetenz bleibt es den Kantonen daher unbenommen, die Pflegekategorien zahlenmässig abzugrenzen. Die Formulierung solcher Abgrenzungskriterien ist zulässig und liegt im Interesse der Rechtsgleichheit und namentlich der Rechtssicherheit (Urteil 5A.3/2003 vom 14. Juli 2003 E. 5.3). Die Vorinstanz hielt diesbezüglich zutreffend fest, es dränge sich eine gewisse Mindestanzahl betreuter Personen auf, um sich entsprechend anders - als Heimbetrieb und nicht mehr als Familie - organisieren zu müssen, indem etwa weitere Personen zwecks Betreuung angestellt werden müssten.