Citation: C 181/06 12.03.2007 E. 3

Vorliegend ist umstritten, ob der Beschwerdeführer innerhalb der Beitragsrahmenfrist vom 14. April 2003 bis 13. April 2005 mindestens zwölf Monate beitragspflichtiger Beschäftigung aufweisen kann (Art. 13 Abs. 1 AVIG). In diesem Zeitraum stand der Versicherte in zahlreichen Arbeitsverhältnissen, in welchen die Entlöhnung nach Stunden erfolgte und die Ferien mit einem Zuschlag (konkret von 33,3 %) auf dem Stundenlohn abgegolten wurden. 3.1 Gemäss Ermittlung der Arbeitslosenkasse ergeben die Anstellungsverhältnisse insgesamt eine Beitragszeit von 10,834 Monaten. Diese Berechnung wird vom Beschwerdeführer nicht grundsätzlich bestritten. Uneinig ist man sich lediglich hinsichtlich der Berücksichtigung des Ferienzuschlages in Form von Beitragszeit. Er macht geltend, insgesamt sei er während 40 Wochen als Lehrer tätig gewesen, was mehr als einem Schuljahr von 39 Wochen entspreche. Es sei ihm als Lehrer-Stellvertreter nicht möglich gewesen, innerhalb seiner verschiedenen Arbeitsverhältnisse seine ihm zustehenden Ferien zu beziehen, da der Zweck des Einsatzes gerade darin bestehe, eine abwesende Lehrkraft zu ersetzen. Eine Nichtberücksichtigung der ihm ausbezahlten Ferienvergütung als Beitragszeit bedeute eine ungerechtfertigte Benachteiligung und sei nicht sachgerecht. 3.2 In BGE 130 V 492 Erw. 4 S. 495 ff. hat das Eidgenössische Versicherungsgericht seine Rechtsprechung dahingehend geändert, dass die Abgeltung des Ferienanspruches in Form eines Zuschlages zum Stunden- oder Monatslohn nicht zu einer Erhöhung der anrechenbaren Beitragszeit entsprechend der auf Ferientage oder -wochen umgerechneten Ferienentschädigung führt. Dabei hielt es fest, mit der bisherigen Rechtsprechung (BGE 112 V 220 und seitherige Urteile) würden Versicherte, deren Ferienanspruch in Form eines Lohnzuschlages abgegolten wurde, so gestellt, wie wenn sie während der Dauer des Arbeitsverhältnisses im Umfang der entschädigten Tage oder Wochen effektiv Ferien bezogen hätten, welche ihnen im Rahmen von Art. 11 Abs. 3 AVIV als Beitragszeit nach Art. 13 Abs. 1 AVIG angerechnet werden. Diese Praxis widersprach in zweierlei Hinsicht dem Gleichbehandlungsgebot. Zum einen benachteiligte sie alle jene Versicherten, deren Arbeitsverhältnisse innerhalb der Beitragsrahmenfrist lediglich volle Kalendermonate umfassten und die wegen der Art der Tätigkeit und/oder aus zeitlichen Gründen (Dringlichkeit) keine oder nicht alle Ferien beziehen konnten. Schlechter gestellt wurden zum andern Versicherte mit vereinbartem Lohnanspruch während den Ferien, welche aus von ihnen nicht zu vertretenden Gründen indessen effektiv keine oder nicht alle Ferien beziehen konnten. Aus diesen Gründen rechtfertigt die Abgeltung des Ferienanspruchs in Form eines Lohnzuschlages die Anrechnung der auf Ferientage oder -wochen umgerechneten Ferienentschädigung als zusätzliche Beitragszeit nicht (BGE 130 V 492 Erw. 4.4.2 S. 499 f.; vgl. auch Urteil R. vom 10. Januar 2005, C 181/04 für den Fall eines Lehrers). 3.3 Die dargelegte Praxis führt dazu, dass der Beschwerdeführer ungeachtet der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde dargestellten Argumente weniger als zwölf Beitragsmonate aufweist, sodass die Anspruchsvoraussetzung der erfüllten Beitragszeit nach Art. 8 Abs. 1 lit. e und Art. 13 Abs. 1 AVIG nicht gegeben ist.