Citation: 8C_525/2023 E. 6.1.3

6.1.3. Der Beschwerdeführer beruft sich schliesslich auf eine radiologisch im Oktober 2015 gezeigte Fehlstellung des Unterschenkels. Gemäss Dr. med. C.________ ist im Operationsbericht über den Wechsel der Knieprothese im Januar 2022 dokumentiert, dass die korrekte Rotation kontrolliert worden sei, wobei diese schon vor der erneuten Operation korrekt gewesen sei, was der Privatgutachter nicht schlüssig widerlegt. Im Übrigen könnten natürliche Variationen der Tibiarotation zwischen rechts und links gemäss Dr. med. C.________ bis zu 25 Grad betragen, sodass sich aus einer Abweichung allein keine Unfallkausalität ableiten lasse. Der Privatgutachter bringt dagegen vor, dem Beschwerdeführer sei vor dem Unfall keine Aussendrehung des Fusses aufgefallen. Damit lässt sich indessen kein Beweis über die Unfallkausalität führen ("post hoc ergo propter hoc"; BGE 119 V 335 E. 2b/bb; SVR 2016 UV Nr. 18 S. 55, 8C_331/2015 E. 2.2.3.1). Gemäss der aktuellen Messung des Prof. Dr. med. D.________ besteht eine Differenz von 10 Grad. Diese Abweichung lässt gestützt auf die kreisärzlichen Ausführungen nicht auf eine überwiegend wahrscheinlich unfallbedingte Fehlstellung schliessen.