Citation: 8C_49/2014 E. 4.3

4.3. Zwar ist bei den Wirbelsäulenaffektionen gemäss SUVA-Tabelle 7 neben dem Grad der Funktionseinschränkung auch die Intensität der Schmerzen für die Festsetzung der Integritätsentschädigung massgeblich (RKUV 1995 Nr. U 228 S. 192 E. 3b). Zu beachten ist dabei aber, dass die Schwere des Integritätsschadens nach dem medizinischen Befund zu beurteilen ist und dass der Integritätsschaden mit Rücksicht auf eine abstrakte und egalitäre Bemessung bei gleichem medizinischen Befund für alle Versicherten gleich ist. Es lassen sich ähnliche Unfallfolgen miteinander vergleichen und auf medizinischer Grundlage allgemeingültige Regeln zur Bemessung des Integritätsschadens aufstellen; spezielle Behinderungen des Betroffenen durch den Integritätsschaden bleiben dabei unberücksichtigt. Die Bemessung des Integritätsschadens hängt somit nicht von den besonderen Umständen des Einzelfalles ab; auch geht es bei ihr nicht um die Schätzung erlittener Unbill, sondern um die medizinisch-theoretische Ermittlung der Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Integrität, wobei subjektive Faktoren grundsätzlich ausser Acht zu lassen sind (BGE 113 V 218 E. 4b S. 221 f.; 115 V 147 E. 1; Urteil 8C_812/2010 vom 2. Mai 2011 E. 6.2).