Citation: I 241/05 05.12.2005 E. 2

2.1 Die Beschwerdeführerin leidet unter Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen. Neuerdings soll eine Polyarthritis hinzu gekommen sein, was aber aus den im angefochtenen Entscheid genannten Gründen hier noch nicht zu berücksichtigen ist. 2.2 Wie die Vorinstanz im Rahmen einer zutreffenden und überzeugenden Beurteilung und Würdigung der medizinischen Akten festgestellt hat, ist bei der Beschwerdeführerin von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen für körperlich leichte, wechselbelastende und die Wirbelsäule schonende Arbeiten. 2.3 Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt ist nicht stichhaltig. Dass sie heute nach eigenen Angaben nur während maximal zwei Stunden pro Tag ihre Tätigkeit als selbstständig erwerbende Kosmetikerin ausübt, ist ganz offensichtlich darauf zurückzuführen, dass sie diesen Beruf nicht in einer ihren Leiden angepassten Weise betreibt. Dies ergibt sich mit Blick auf das vom Berufsinformationszentrum (BIZ) zusammengestellte Berufsbild einer Kosmetikerin (abrufbar unter www.berufsberatung.ch). So führt die Beschwerdeführerin nicht nur die dort genannte berufstypische sanfte Gesichtsmassage durch, sondern nach Angabe in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde auch Nacken- und Rückenmassagen sowie Fussreflexzonenmassagen und Lymphdrainage. Sie macht geltend, nachdem auch die Konkurrenz die gesamte Angebotspalette abdecke, wäre sie praktisch arbeitslos, wenn sie sich auf das Kerngeschäft einer Kosmetikerin beschränken würde. Aus der im letztinstanzlichen Verfahren eingelegten Übersicht über die Geschäftseinnahmen der Monate Januar bis März 2005 geht jedoch hervor, dass die Beschwerdeführerin in diesen drei Monaten insgesamt nur je eine einzige Gesichtspflege, ein Make-up, eine Maniküre, eine Nagelpflege und eine Fusspflege ausgeführt hat, hingegen aber sechsunddreissig Massagen. Nun ist aber unter sämtlichen begutachtenden und behandelnden Ärzten unbestritten, dass bei der Beschwerdeführerin für die im Anschluss an die abgebrochene Lehre als Sportartikelverkäuferin erlernte Tätigkeit als medizinische Masseurin keine oder zumindest nicht eine relevante Arbeitsfähigkeit vorhanden ist. Es ist darum offensichtlich, dass sie heute keine ihren Leiden angepasste Tätigkeit ausübt. Wie bereits dargelegt (vgl. oben Erw. 1) ist aber von ihr zu verlangen, dass sie in Wahrnehmung ihrer Schadenminderungspflicht im Rahmen des ihr Zumutbaren eine andere als die angestammte Tätigkeit ausübt, sofern sich dadurch die verbleibende Arbeitsfähigkeit besser verwerten lässt. Die Aufnahme einer unselbstständigen Haupterwerbstätigkeit erscheint unter Berücksichtigung der gesamten Umstände ohne weiteres als zumutbar. Schon nur bei einer Beschäftigung als angestellte Kosmetikerin in einem grösseren Institut wäre ihr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ein leidensangepassteres Arbeiten möglich, wie der Blick auf das bereits erwähnte BIZ-Berufsbild zeigt. Da für die Beurteilung der Zumutbarkeit eines Status- oder Berufswechsels letztlich insofern eine objektive Betrachtungsweise massgebend ist, als es nicht auf eine bloss subjektiv ablehnende Bewertung der in Frage stehenden Erwerbstätigkeit durch die versicherte Person ankommt (BGE 109 V 25 Erw. 3c; Meyer-Blaser, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, Zürich 1997, S. 202), kann und muss unter den vorliegenden Umständen von der Beschwerdeführerin verlangt werden, dass sie auch in einer anderen als der aktuell ausgeübten Tätigkeit eine genügende Motivation entwickelt, zumal mit einer dem Leiden angepassten, körperlich weniger belastenden Tätigkeit ihrer angeschlagenen Gesundheit besser Rechnung getragen werden kann.