Citation: 2C_758/2020 E. 7.1

7.1. Die Vorinstanz würdigte den vorliegenden Sachverhalt vor dem Hintergrund des erwähnten Kreisschreibens. Es führte im angefochtenen Urteil aus, die Zahl der Transaktionen des Beschwerdeführers, die Haltedauer und die Höhe des Transaktionsvolumens würden nicht in besonders gewichtiger Weise für einen gewerbsmässigen Wertschriftenhandel in der Steuerperiode 2015 sprechen. Die 26 im Jahr 2014 vom Beschwerdeführer getätigten Transaktionen liessen nicht auf eine besondere Häufigkeit von Wertschriftentransaktionen schliessen. Selbst wenn die Positionen im Jahr 2014 in der Mehrheit weniger als sechs Monate gehalten worden seien, könne darin kein gewichtiges Indiz für einen gewerbsmässigen Wertschriftenhandel gesehen werden (E. 3.3 des angefochtenen Urteils). Zwar sei das für das Jahr 2014 belegte Transaktionsvolumen von rund Fr. 92.5 Mio. und dem rund 230-fachen Umschlag des Wertschriftenguthabens zweifelsohne hoch, doch sei angesichts der grossen Hebelwirkung, mit welcher der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge gearbeitet habe, fraglich, ob auf den Wert der underlying assets abgestellt werden dürfe, oder ob es nicht sachgerechter sei, das massgebliche Transaktionsvolumen durch Addition der in den Depotauszügen unter der Rubrik "Booked Amount" ausgewiesenen Beträge zu ermitteln (E. 3.4.1 des angefochtenen Urteils). Obschon im Jahr 2015 mit drei Transaktionen im Januar über die Beträge von Fr. 1'747'900.--, Fr. 613'750.-- und Fr. 10'350.-- mittels Leverage-Effektes ein Volumen von Fr. 92'500'000.-- bewegt worden sei, könnten auch damit die Kriterien der Häufigkeit der Handelsgeschäfte sowie der Höhe des Transaktionsvolumens nicht als erfüllt betrachtet werden. An den Zahlen zu diesem Jahr und angesichts des letztlich eingetretenen Verlustes von "nur" rund Fr. 2.3 Mio. zeige sich ebenfalls die Unzulänglichkeit des Abstellens auf das Transaktionsvolumen bzw. das Volumen der underlying assets (E. 3.4.2 des angefochtenen Urteils). Im Übrigen habe der Beschwerdeführer in den Steuerperioden 2012 und 2013 keinen Gewinn oder Verlust aus gewerbsmässigem Wertschriftenhandel deklariert und im Jahr 2013 bereits ein ähnliches Volumen umgesetzt wie im Jahr 2014 (E. 3.4.3 des angefochtenen Urteils).