Citation: I 509/00 22.06.2001 E. 4

4.- Gestützt auf diese ärztlichen Berichte ist mit Verwaltung und kantonalem Gericht davon auszugehen, dass der Versicherungsfall mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bereits vor der Einreise des Beschwerdeführers in die Schweiz und somit vor Erfüllung der im massgebenden Zeitpunkt der Verfügung geltenden versicherungsmässigen Voraussetzungen eingetreten ist. Es kann diesbezüglich auf die schlüssige Begründung im vorinstanzlichen Entscheid verwiesen werden. Dem Beschwerdeführer ist insoweit Recht zu geben, dass damals noch nicht das Kreisschreiben des Bundesamtes für Sozialversicherung über die Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung (KSIH) vom 1. Januar 2000, sondern dasjenige vom 1. Januar 1979 anwendbar war. Daraus lässt sich jedoch entgegen der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vertretenen Auffassung nicht ableiten, dass damals ausschliesslich die Einschränkung des korrigierten Visus in Betracht zu ziehen war. Vielmehr konnte gemäss Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts bereits zu diesem Zeitpunkt unter Umständen auch bei einem Visus von 0.2 und mehr eine schwere Sinnesschädigung angenommen werden, wenn zusätzlich Gesichtsfeldeinschränkungen bestanden (BGE 108 V 222, 107 V 29). Neben einer korrigierten Sehschärfe links von lediglich 0.2 partiell wurde dem Beschwerdeführer bereits 1981 ein sehr stark eingeschränktes Gesichtsfeld am linken Auge attestiert. Da derselbe Arzt am 20. November 1996 festhielt, dass die Sehschärfe in den letzten Jahren nicht abgenommen hat, aber gleich schlecht geblieben ist, ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer bereits 1981 als sozial blind bezeichnet werden konnte. Wenn in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nun geltend gemacht wird, aus den Bezeichnungen "0.2 partiell" und "knapp 0.2" könne eine für die Hilflosenentschädigung massgebende Verschlechterung des Visus abgeleitet werden, ist dem entgegenzuhalten, dass die zweite Formulierung nicht eine schlechtere Qualifikation beinhaltet, sondern dass beide Umschreibungen im Kontext mit der unkorrigierten Sehschärfe am linken Auge von unter 0.1 einen Wert von tendenziell unter 0.2 bezeichnen. Auch aus dem Bericht der Augenklinik des Spitals X.________ vom 19. Dezember 1996 kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten. Zum einen wird dort festgehalten, dass die Visusabnahme mehr das rechte als das linke Auge betrifft, was bezüglich linkem Auge mit den Berichten des Dr. med. G.________ vom 18. November 1981 und 20. November 1996 übereinstimmt; zum andern ist eine allfällige Verschlechterung vorliegend nicht relevant, da davon auszugehen ist, dass die Voraussetzungen für die Begründung des Anspruchs auf Hilflosentschädigung bereits vor der Einreise in die Schweiz im August 1981 erfüllt gewesen sind. Der Leistungsanspruch ist demzufolge im Ergebnis zu Recht verneint worden.