Citation: I 59/04 18.08.2004 E. 2.2

2.2.1 Aus den Akten ist ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin in der Anmeldung zum Bezug von Leistungen vom 7. August 2001 keine Angaben über ihre bisherige Tätigkeit gemacht hatte. In einem kantonalen Gesuch zur Erlangung der unentgeltlichen Rechtspflege vom 3. Oktober 2002 wurde sodann unter der Rubrik "Beruf" "Hilfsarbeiterin" und anstelle eines Arbeitgebers "IV Rentner" angegeben. Sowohl aus dem Individuellen Konto als auch aus einer am 23. August 2001 durch das Amt für Wirtschaft und Arbeit, Abteilung Öffentliche Arbeitslosenkasse Solothurn, gegebenen Auskunft geht hervor, dass die Versicherte, nach den Verhältnissen, wie sie sich seit 1992 und bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung vom 22. Mai 2002 entwickelt haben, in den Rahmenfristen vom 27. Mai 1997 bis 26. Mai 1999 und vom 3. Januar 2000 bis 2. Januar 2002 Leistungen der Arbeitslosenversicherung bezogen hat. In medizinischer Hinsicht wurde hauptsächlich festgehalten, dass sich bei der Beschwerdeführerin nach der Geburt der Zwillinge am 10. August 1999 ein Erschöpfungszustand mit Depression entwickelt hatte. 2.2.2 Dem "Fragebogen zur Ermittlung der Erwerbstätigkeit beziehungsweise Statusfrage" vom 15. Januar 2002, dem "Abklärungsbericht Haushalt" vom 25. Januar 2002 und dem Zusatzbericht der IV-Stelle vom 3. Juli 2002 ist zu entnehmen, dass der Ehemann der Versicherten anlässlich der Abklärung vom 15. Januar 2002 die Übersetzerfunktion übernahm, seiner Ehefrau jedoch kaum Fragen stellte, sondern diese grösstenteils gleich selber beantwortete. Aus dem Abklärungsbericht ist namentlich ersichtlich, dass der Ehemann zunächst angab, seine Ehefrau würde ohne Behinderung zu 100 % arbeiten. Erst nachdem er auf Veranlassung der Abklärerin der IV-Stelle hin mit seiner Frau Rücksprache genommen hatte, korrigierte er das mögliche Pensum auf 50 %. Im Zusatzbericht wies die Abklärerin darauf hin, dass K.________ nach Angaben der Arbeitslosenkasse zwar zu einem Beschäftigungsgrad von 100 % gestempelt, gemäss Auszügen aus dem Individuellen Konto jedoch höchstens einige Monate zu 100 % gearbeitet hatte. Frau und Herr K.________ seien sich nicht einig gewesen, wie viel die Versicherte arbeiten würde. Die Ehefrau habe zur Ansicht geneigt, sie würde etwa 50 % arbeiten, wenn sie gesund wäre, während der Ehemann gemeint habe, sie müsse 100 % ausser Haus erwerbstätig sein, da sich für die Kinder eine Lösung finden würde. 2.2.3 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde macht die Beschwerdeführerin geltend, sie hätte Anspruch auf die Anwesenheit eines neutralen und unbefangenen Dolmetschers gehabt. Ferner rügt sie die Ansicht der Vorinstanz, wonach eine Frau mit drei Kindern sowieso nur noch teilweise arbeiten würde. Nicht nur ihr Ehemann, sondern auch sie habe die Aussage gemacht, sie wolle weiterhin zu 100 % arbeiten. Dass Unklarheiten bestehen blieben, gestehe selbst die Abklärerin der IV-Stelle, da sie in ihrem Bericht vom 25. Januar 2002 erwähnt habe, die Situation habe nicht befriedigend geklärt werden können. Darin werde auch festgehalten, dass die Versicherte angegeben hatte, vor Geburt der Kinder bei befristeten Stellen jeweils zu 100 % gearbeitet zu haben. Entscheidend sei, dass sie weiterhin als Ganzerwerbstätige arbeiten und dass sie die Kinderbetreuung durch Drittpersonen organisieren wollte. 2.3 Die Argumentation der Beschwerdeführerin ist nicht überzeugend und ihre Betrachtungsweise kann nicht geschützt werden. Dass sie zur Ansicht geneigt habe, sie würde etwa 50 % arbeiten, sich jedoch auch hätte vorstellen können, eine Ganzerwerbstätigkeit aufzunehmen, beziehungsweise dass diese hypothetische Annahme möglicherweise auch im zeitlich umgekehrten Sinn zu Stande gekommen sein mag, wurde durch die Abklärungsbeauftragte rechtsgenüglich festgestellt, sodass die Anwesenheit eines neutralen und unbefangenen Dolmetschers nicht erforderlich war. Massgebend ist nach der hievor dargelegten Rechtsprechung einzig, in welchem Umfang die Versicherte als Valide bei im Übrigen unveränderten Verhältnissen einer ausserhäuslichen Beschäftigung nachgegangen wäre. Dabei stellt die bisherige beruflich-erwerbliche Situation zweifellos ein gewichtiges Indiz dar, welches aber - vor allem wenn wie vorliegend mit gewissen Unsicherheiten behaftet - in Verbindung mit anderen Faktoren beurteilt werden muss. Fest steht, dass die Beschwerdeführerin ihre zeitlich auf höchstens einige Monate beschränkten ausserhäuslichen Erwerbstätigkeiten nur bis kurz vor der Geburt der Zwillinge im August 1999 zu 100 % ausgeübt hat, während sie in der Folge und bis im Mai 2002 überhaupt keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgegangen ist. Allein aus der Tatsache, dass sie sich während ihrer kontrollierten Arbeitslosigkeit für Vollzeitstellen beworben hat, lässt nicht darauf schliessen, sie hätte ab diesem Zeitpunkt, hauptsächlich in der Rahmenfrist vom 3. Januar 2000 bis 2. Januar 2002, weiterhin eine Ganzerwerbstätigkeit ausgeübt. Unter Würdigung dieser für den invalidenversicherungsrechtlichen Status relevanten Umstände steht nicht nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest, dass die Beschwerdeführerin in Anbetracht ihrer Familiensituation auch ohne Behinderung eine ganztägige Erwerbstätigkeit ausgeübt hätte. Der angefochtene Entscheid ist demzufolge nicht zu beanstanden.