Citation: 6B_306/2018 E. 3.4

3.4. Das Bundesgericht schützte im Urteil 6B_215/2017 vom 19. Juli 2017 die Auffassung der Vorinstanz, wonach es sich bei der Entführung um ein Dauerdelikt handelt. Es erwog, dass der Beschwerdeführer weder den konkreten Aufenthaltsort seiner Kinder bekannt gegeben habe noch die Rückführungsbemühungen unterstützt habe, sei im Strafurteil unter dem Titel Täterkomponenten straferhöhend berücksichtigt worden. Die allfällige Weigerung des Beschwerdeführers, den rechtswidrigen Zustand zu beenden, sei mit der ausgefällten Freiheitsstrafe von insgesamt sieben Jahren nicht abgegolten. Nach Verbüssung der Strafe sei somit bei Fortdauer des rechtswidrigen Zustandes eine erneute Bestrafung nicht ausgeschlossen (Urteil, a.a.O., E. 2.3). Das Bundesgericht hielt zudem fest, der Beschwerdeführer hätte sich auch aus dem Gefängnis heraus um die Rückbringung seiner beiden Söhne in die Schweiz bemühen können (Urteil, a.a.O., E. 2.4; Urteil 6B_123/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 2.4, nicht publ. in: BGE 141 IV 10). Es befand weiter, bei der Prognosebeurteilung dürfe mitberücksichtigt werden, dass der Beschwerdeführer Bemühungen zur Rückführung seiner Söhne im Falle einer (bedingten) Entlassung nicht glaubhaft zu machen vermocht habe. Angesichts der ungünstigen Legalprognose verstosse die Verweigerung der bedingten Entlassung nicht gegen Art. 86 Abs. 1 StGB (Urteil 6B_215/2017 vom 19. Juli 2017 E. 2.4 und 2.5).