Citation: 7B_687/2024 E. 4.2

4.2. In Anbetracht der Tatsache, dass die Strafuntersuchung gegen die Beschwerdeführerin und ihren Ehemann erst seit knapp zwei Monaten andauert, sind die Anforderungen an den Nachweis von Kollusionsgefahr nicht übermässig hoch anzusetzen. Die Vorinstanz bejaht diese und führt zur Begründung aus, angesichts des noch frühen Verfahrensstands drängten sich offenkundig weitere Untersuchungshandlungen auf, um alle in die "Falso-Polizia"-Betrüge involvierten Personen und deren Tatbeiträge, wozu auch jene der Beschwerdeführerin gehörten, zu ermitteln sowie weitere Geschädigte ausfindig zu machen. Weiter seien die noch unbekannten Geldflüsse und allenfalls weitere versteckte und mühelos zu beseitigende Deliktserlöse in bar zu eruieren. Konkrete Erkenntnisse in Bezug auf die sozialen Kontakte der Beschwerdeführerin und ihres Ehemannes sowie deren wirtschaftlichen Verhältnisse erhofften sich die Strafverfolgungsbehörden insoweit aus der Auswertung der sichergestellten elektronischen Datenträger, der Erhebung der Randdaten sowie der Auswertung der Mietverträge und der Boarding-Pässe des Ehepaars. Auch wenn sich die Beschwerdeführerin bisher kooperativ verhalten habe, bestünden konkrete Anhaltspunkte, dass sie in Freiheit versuchen könnte, zu kolludieren. So wäre es ihr gemäss der Vorinstanz ein Leichtes, derzeit noch unbekannte Tatbeteiligte über den Kenntnisstand der Ermittlungsbehörden zu informieren und diese zu motivieren, ihren Tatbeitrag zu verneinen und die Schuld vollumfänglich ihrem Ehemann anzulasten. Eine entsprechende Motivation zu Kollusionshandlungen leitet die Vorinstanz einerseits aus der bereits sichergestellten hohen mutmasslichen Deliktssumme und der damit verbundenen drohenden mehrjährigen Freiheitsstrafe ab. Andererseits stellten die beiden betreuungsbedürftigen Kinder im Alter von sieben und neun Jahren ebenfalls einen beträchtlichen Anreiz dar um eine drohende mehrjährige Freiheitsstrafe abzuwenden, indem sie ihre eigene Beteiligung an den untersuchten Tathandlungen zu verschleiern versuche.