Citation: 2D_23/2023 E. 4

Die Beschwerdeführer rügen eine Verletzung von Art. 10 Abs. 3, Art. 25 Abs. 3 BV und Artikel 3 EMRK. Sie machen geltend, der Beschwerdeführerin 1 drohe bei ihrer Rückkehr Pranger, Demütigung, Ausgrenzung und Sonderbehandlung. Das heutige Russland sei von neostalinistischer Säuberung und Unterdrückung kaum unterscheidbar. Im Falle einer erzwungenen Rückkehr würden der Beschwerdeführerin 1 gravierende Sanktionen drohen, namentlich eine demütigende und erniedrigende Behandlung als Verräterin am Mutterland bis hin zur erzwungenen Verleugnung ihrer Identität. Die Rückkehr in ihren Herkunftsstaat sei folglich unzulässig.