Citation: U 102/06 09.10.2006 E. 3

Laut ursprünglicher Sachverhaltsschilderung der Beschwerdeführerin am 6. November 2003 jätete sie am 6. Juli 2003 auf dem Balkon Blumenkisten. Beim Versuch, ein kleines Bäumchen herauszuziehen, kam ihr die ungefähr 300 kg schwere, auf zwei Beinen stehende und an die Balkonmauer gelehnte Blumenkiste entgegen. Sie konnte sie mit beiden Beinen halten und so verhindern, dass Weiteres ("Schlimmeres") passierte. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde gibt sie für den Pflanzentrog ein Gewicht von nur noch "mindestens 50 kg" an. 3.1 Wie die Vorinstanz zu Recht dargelegt hat, sind die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens von der Person, die eine Leistung verlangt, glaubhaft zu machen. Kommt sie dieser Forderung nicht nach, indem sie unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, die das Bestehen eines unfallmässigen Schadens als unglaubwürdig erscheinen lassen, besteht keine Leistungspflicht der Unfallversicherung. Im Streitfall obliegt es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind. Dem Untersuchungsgrundsatz entsprechend hat es von Amtes wegen die notwendigen Beweise zu erheben und kann zu diesem Zweck auch die Parteien heranziehen. Wird auf Grund dieser Massnahmen das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht wenigstens mit Wahrscheinlichkeit erstellt - die blosse Möglichkeit genügt nicht -, so hat dieses als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der den Anspruch erhebenden Person auswirkt. Diese Grundsätze gelten auch bezüglich des Nachweises unfallähnlicher Körperschädigungen (BGE 116 V 140 f. Erw. 4b, 114 V 305 f. Erw. 5b mit Hinweisen; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50; in RKUV 2004 Nr. U 524 S. 546 nicht veröffentlichte Erw. 3.1.2 des Urteils Sch. vom 19. Mai 2004, U 236/03). 3.2 Entgegen der ursprünglichen Aussage der Beschwerdeführerin ging die Vorinstanz auf Grund der in den Akten rapportierten Masse des Pflanzentroges nicht von einem Gewicht von 300 kg aus, sondern maximal von einem solchen von 50-80 kg. Dabei sah sie es auf Grund der beschwerdeführerischen Angaben als erstellt an, dass dieser auf nur zwei (und nicht vier) Beinen gestanden habe und zudem an die Balkonmauer angelehnt gewesen sei. Für sie war es daher (zit.) wenig verwunderlich, dass die Blumenkiste durch das Ziehen an dem Bäumchen ins Wackeln geriet und schliesslich umzukippen drohte (Erw. 4.2). Ob das Versicherungsgericht unter diesen Vorgaben und unter Berücksichtigung der oben angeführten Rechtsprechung zu Recht zum Schluss kam, das Ereignis vom 6. Juli 2003 erfülle den Unfallbegriff nicht, ist hier aus den nachstehenden Gründen nicht weiter zu erörtern.