Citation: 1A.23/2002 21.03.2002 E. 3

Was die Einwände des Beschwerdeführers betrifft, gegen einen der Hauptverdächtigen, A.________, sei die Strafuntersuchung eingestellt worden, kann auf die zutreffenden Erwägungen des angefochtenen Entscheides verwiesen werden, wonach das Strafverfahren nicht nur gegen A.________ eingeleitet wurde, russische Pressemeldungen vorliegen, laut denen auch gegen letzteren weiterhin strafrechtlich ermittelt werde, und die ersuchende Behörde ihr Rechtshilfegesuch bisher nicht zurückgezogen hat. Im Übrigen weist der Beschwerdeführer selbst darauf hin, dass "gegen vier Personen betreffend deren Handlungen im Zusammenhang mit der Firmengruppe G.________ SA in Lausanne Anklage erhoben und ein Verfahren eröffnet" worden sei. Dass dieses Verfahren "auf den 18.3.2002 vertagt" worden sei, stellt kein Rechtshilfehindernis dar. Zwar bringt der Beschwerdeführer vor, A.________ sei "als Kreml-Gegner und Intimfeind von Präsident Putin in Russland von Seiten der regierungstreuen Justiz allen denkbaren Schikanen" ausgesetzt. Dieses Vorbringen lässt die untersuchten Straftaten (Betrug und Geldwäscherei) jedoch nicht als Delikte mit "vorwiegend politischem Charakter" erscheinen (Art. 3 Abs. 1 IRSG). Ebenso wenig macht der Beschwerdeführer geltend, er selbst sei in Russland politischer Verfolgung ausgesetzt. Die Hinweise des Beschwerdeführers auf Berichte über allgemeine rechtsstaatliche Mängel in Russland lassen die hier streitige Rechtshilfe ebenfalls nicht als unzulässig erscheinen, zumal Russland Vertragsstaat der EMRK sowie des EUeR ist, und der Beschwerdeführer nicht geltend macht, es drohe ihm in Russland ein menschenrechtswidriges Verfahren (Art. 2 IRSG, vgl. dazu BGE 126 II 258 E. 2d S. 259 - 261; 324 E. 4a S. 326, E. 4e S. 328; 125 II 356 E. 8a S. 364, je mit Hinweisen).