Citation: 4A_457/2020 E. A

B.________ (Kläger, Beschwerdegegner) ist gelernter Rohrschlosser/Klempner und wurde von der A.________ AG (Beklagte, Beschwerdeführerin) im Rahmen eines Personalverleihs ab dem 24. September 2007 für Arbeitseinsätze bei der C.________ AG aufgeboten. Als Arbeitsort wurde V.________ vereinbart, wo der Kläger auch seinen Wohnsitz nahm. Ab 2013 wurde der Kläger von der C.________ AG auf Baustellen schweizweit eingesetzt, wobei er ab Juli 2013 unter der Woche ein Zimmer in W.________ bzw. X.________ bezog. Ende 2014 wurde das Arbeitsverhältnis zwischen dem Kläger und der Beklagten infolge Erreichens des Rentenalters aufgelöst. Der Kläger verlangt von der Beklagten einerseits den Ersatz der Mehrauslagen, die ihm von 2013 bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses daraus entstanden sind, dass er von der C.________ AG an anderen Arbeitsorten als V.________ eingesetzt worden ist. Andererseits verlangt er für diese Periode auch die korrekte Entschädigung der Arbeitszeit, insbesondere unter Berücksichtigung der Fahrzeiten zu den jeweiligen Baustellen (Reisezeit) sowie der geleisteten Überstunden und Sonntagsarbeit.