Citation: 6B_459/2007 18.01.2008 E. 5.4

5.4.1 Der Beschwerdeführer hatte als einziger Verwaltungsrat der F.________ Unternehmung die Eigenschaft eines Geschäftsbesorgers im Sinne von Art. 158 StGB inne. Er hat der Übernahme einer Schuldverpflichtung zugestimmt, ohne dass hierfür eine adäquate Gegenleistung erfolgt wäre. Eine allenfalls bestehende korrespondierende Forderung der F.________ Unternehmung gegenüber dem Beschwerdeführer ist in den Bilanzen nicht ausgewiesen, würde jedoch am eingetretenen Vermögensschaden nichts ändern, da eine solche Forderung von sehr zweifelhafter Bonität wäre. Vorliegend wäre mithin selbst bei korrespondierender Forderung die Vermögensgefährdung derart konkret, dass sie bei umsichtiger Buchhaltung zu einer entsprechenden Wertberichtigung führen müsste. Bei wirtschaftlicher Betrachtungsweise - und diese ist entscheidend - gilt das Vermögen der F.________ Unternehmung damit bereits diesfalls als geschädigt. 5.4.2 In subjektiver Hinsicht war dem Beschwerdeführer bewusst, dass er als Verwaltungsrat die Interessen der F.________ Unternehmung zu wahren hat und dass die Übernahme von Schuldverpflichtungen ohne adäquate Gegenleistung gegen diese Pflicht verstösst. Insoweit nahm er die Schädigung der F.________ Unternehmung zumindest in Kauf. Darüber hinaus hat der Beschwerdeführer in der Absicht gehandelt, sich seiner Verpflichtung gegenüber der E.________ AG zu entledigen und sich hierdurch unrecht-mässig zu bereichern, sei es, weil er annahm, es werde eine unentgeltliche Schuldübernahme durch die F.________ Unternehmung (ohne gleichzeitige Begründung einer korrespondierenden eigenen Verpflichtung) vermutet, oder, sei es, weil er davon ausging, eine korrespondierende Forderung lasse sich ohne schriftliche Belege ohnehin nicht beweisen. 5.4.3 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ändert eine allfällige aus dem Verbot des Selbstkontrahierens resultierende zivilrechtliche Unwirksamkeit an der Pflichtwidrigkeit seines Vorgehens nichts. Auch eine nichtige Schuldübernahme führt zu einem Vermögensschaden im umschriebenen Sinne (vgl. E. 5.3.3 hiervor), ist doch ein Berufen auf Nichtigkeit stets mit Risiken verbunden. Vorliegend war zudem aufgrund der personellen Konstellation ohnehin nicht damit zu rechnen, dass eine allfällige Nichtigkeit geltend gemacht würde, da der Beschwerdeführer einerseits von der Schuldübernahme profitierte und andererseits als Organ der F.________ Unternehmung als Einziger befugt gewesen wäre, den entsprechenden Einwand zu erheben.