Citation: 6B_511/2020 E. 2.4.1

2.4.1. Soweit die Vorinstanz zum Schluss gelangt, der Beschwerdegegner 1 sei vom Tatvorwurf der Veruntreuung freizusprechen, verletzt sie kein Bundesrecht. Sie nimmt insofern zu Recht an, es erscheine fraglich, ob es dem Beschwerdegegner 1 als Gesellschaftsorgan einzig darum gegangen sei, sich Vermögenswerte der Gesellschaft zwecks persönlicher Bereicherung anzueignen (angefochtenes Urteil S. 96). Diese von der Beschwerdeführerin als willkürlich gerügte Erwägung der Vorinstanz erfolgt im Rahmen der Prüfung, ob der Tatbestand der Veruntreuung im zu beurteilenden Zusammenhang zur Anwendung gelangt. Die Vorinstanz begründet ihre Auffassung damit, dass sich der Beschwerdegegner 1 anders als in anderen Sachverhaltskomplexen nicht mit Bargeldbezügen direkt bereichert, sondern einen Umweg über die wertlose Beteiligung an der E.________.ch AG gemacht hat. Damit verneint die Vorinstanz lediglich im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, dass das Verhalten des Beschwerdegegners jeglichen Bezug zur Geschäftstätigkeit hat vermissen lassen und es ihm ausschliesslich darum gegangen ist, sich die Vermögenswerte anzueignen. Aus diesem Grund ist sie zum Schluss gelangt, der Sachverhalt sei im Lichte der ungetreuen Geschäftsbesorgung zu würdigen (angefochtenes Urteil S. 96). Inwiefern dieser Schluss schlechterdings unhaltbar sein soll, ist nicht ersichtlich. Insofern kann in diesem Kontext offenbleiben, ob die Vorinstanz zu Recht angenommen hat, es habe eine - wenn auch sehr geringe - Möglichkeit der Wertvermehrung der Aktien bestanden und die - zwar sehr wahrscheinliche - persönliche Bereicherungsabsicht des Beschwerdegegners 1 stehe nicht ohne jeden Zweifel fest (angefochtenes Urteil S. 96).