Citation: 2C_968/2018 E. 3

Zu Recht bestreitet der Beschwerdeführer nicht, dass aufgrund des Strafverdikts des Kriminalgerichts Luzern vom 3. Mai 2016 ein Widerrufsgrund vorliegt (Art. 62 Abs. 1 lit. b AIG), der im Grundsatz das Erlöschen seines Anspruchs auf Familiennachzug zur Folge hat (Art. 51 Abs. 2 lit. b AIG). Summarisch zu prüfen ist damit einzig die Rüge, die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung sei unverhältnismässig und verletze Art. 96 Abs. 1 AIG bzw. Art. 8 Ziff. 2 EMRK. Nicht gefolgt werden kann in diesem Zusammenhang dem Argument des Beschwerdeführers, die Vorinstanz habe für die Gewichtung des öffentlichen Fernhalteinteresses nicht darauf abstellen dürfen, dass es sich bei gewerbs- und bandenmässigem Diebstahl um eine Anlasstat gemäss Art. 66a Abs. 1 lit. c AIG handle. Zwar trifft zu, dass die genannte Bestimmung nicht auf Taten anwendbar ist, die - wie hier - vor dem 1. Oktober 2016 begangen worden sind. Eine Anwendbarkeit von Art. 66a Abs. 1 lit. c AIG hat die Vorinstanz aber gar nicht postuliert. Vielmehr hat sie mit Blick auf die unter Art. 96 Abs. 1 AIG und Art. 8 Ziff. 2 EMRK vorzunehmende Interessenabwägung Wertungsgesichtspunkte hervorgehoben, die auch in der Bundesverfassung zum Ausdruck gelangen (vgl. Art. 121 Abs. 3 lit. a BV: "Einbruchsdelikte"). Dieses Vorgehen entspricht der konstanten Rechtsprechung des Bundesgerichts, wonach den Wertungen des Verfassungsgebers Rechnung zu tragen ist, soweit dies nicht zu einem Widerspruch mit übergeordnetem Recht führt (BGE 139 I 16 E. 5.3 S. 31; Urteile 2C_41/2019 vom 18. September 2019 E. 5.2; 2C_508/2019 vom 10. September 2019 E. 4.2). Ein solcher Widerspruch ist vorliegend aber nicht ersichtlich: Bei einer Freiheitsstrafe von vier Jahren ist praxisgemäss von einem grossen migrationsrechtlichen Verschulden auszugehen (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.1 S. 147); auch mit Blick auf die erheblichen Schulden des Beschwerdeführers (vgl. Bst. A.d hiervor), ist deshalb bundes- und völkerrechtlich nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz von einem sehr grossen öffentlichen Fernhalteinteresse ausging. Der Beschwerdeführer macht sodann zu Recht nicht geltend, die Vorinstanz habe seine privaten Interessen an einem Verbleib in der Schweiz unzutreffend gewichtet. Damit bleibt es dabei, dass das sehr grosse öffentliche Fernhalteinteresse die grossen Interessen des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz überwiegt. Weitere Ausführungen zur Interessenabwägung erübrigen sich; für Einzelheiten kann vollumfänglich auf den einlässlich und zutreffend begründeten Entscheid der Vorinstanz verwiesen werden (Art. 109 Abs. 3 BGG). Die Beschwerde erweist sich damit als unbegründet und ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.