Citation: 4A_110/2016 E. 2

Die Beschwerdeführerin beanstandet, das Schiedsgericht habe den Begriff des "Verhaltens" in Ziff. 1.3 Abs. 2 des Entflechtungsvertrags "methodisch krass falsch " ausgelegt, indem es diesbezüglich zunächst einen übereinstimmenden wirklichen Parteiwillen festgestellt, dann aber in einem zweiten Schritt eine objektivierte Vertragsauslegung vorgenommen habe, die der subjektiven Auslegung widerspreche. Damit habe das Schiedsgericht Art. 18 Abs. 1 OR willkürlich angewendet und sei zu Unrecht zum Schluss gelangt, dass das Entbündelungsentgelt ("Restkaufpreis") im Umfang von rund Fr. 10.6 Mio. zur Zahlung an die Schiedsbeklagte fällig werde.