Citation: 4A_386/2018 E. A

A.________ Ltd., Katar (nachfolgend: Agentin, Beschwerdeführerin) und B.________ A.S., Türkei (nachfolgend: Auftraggeberin, Beschwerdegegnerin) schlossen am 21. April 2007 einen Agenturvertrag ("Agency Agreement"). Die Agentin verpflichtete sich darin, Aufträge der Baubehörden in Katar im Zusammenhang mit dem sogenannten "North Highway Project" für die Auftraggeberin zu verschaffen und sollte dafür eine Kommission von 2 % pro vermittelten Auftrag erhalten. Der Vertrag enthielt in Art. 16 folgende Schiedsklausel: "16.1 Any question, dispute or difference between the PARTIES arising out of or in connection with this AGREEMENT shall be settled amicably between the PARTIES. In the event of the PARTIES failing to reach an amicable settlement, the matter shall be referred to arbitration. 16.2 All disputes arising in connection with the AGREEMENT shall be finally settled under the Rules of Conciliation and Arbitration of the International Chamber of Commerce, Paris, by one or more arbitrators appointed in accordance with the said Rules. 16.3 The award shall designate who shall be responsible for the expenses of arbitration. 16.4 Arbitration shall take place in Zurich, Switzerland." Art. 16 bestimmt ausserdem: "This AGREEMENT shall be governed and construed in accordance with the Laws of Switzerland (Canton Zurich) ". Der Agenturvertrag war seitens der Auftraggeberin durch C.________ unterzeichnet worden. A.a. Nachdem zwischen den Parteien Unstimmigkeiten im Zusammenhang mit dem Agenturvertrag entstanden waren, leitete die Agentin ein Schiedsverfahren (ICC Verfahren xxx) ein. Noch bevor sich das Schiedsgericht konstituieren konnte, schlossen die Parteien am 24. Januar 2010 einen Vergleich ("Settlement Agreement"). Die Auftraggeberin verpflichtete sich darin zu einer Zahlung von USD 7'800'000.--, wogegen die Agentin das Gesuch um Einleitung eines Schiedsverfahrens zurückzog. Ausserdem vereinbarten die Parteien in Art. 7 und 9 des "Settlement Agreement": "Art. (7) a) It is agreed that the agreed amount represent[s] the first party's full entitlements under the Qatar North Highway Project Contract. b) The first party [die Agentin] shall be paid a commission of 1.75 % of the total amount of the additional Project value in the event that the second party [die Auftraggeberin] obtains an award of a new motorway section additional to the existing Contract with the services of the first party". "Art. (9) The Parties acknowledge that the Agency Agreement shall remain valid and effective for all its articles and conditions to the extent that they do not contradict with the provisions of this Agreement. The parties have further agreed to refer the dispute arising under this Agreement to Qatari Courts, whereas all disputes arising under the Agency Agreement to Arbitration as set out in Article (16) of the Agency Agreement". Nach Abschluss des Vergleichs vom 24. Januar 2010 vermittelte die Agentin zwei weitere Bauverträge mit den katarischen Baubehörden; die Verträge yyy und zzz. In der Folge kam es erneut zu Streitigkeiten. Die Agentin beanspruchte eine Provision von 1,75 % der Auftragssumme für die Verträge yyy und zzz oder QAR 42'970'747.--. Die Auftraggeberin bestritt einen Anspruch auf Provision. Im Jahr 2012 reichte die Agentin zwei Klagen vor katarischen Gerichten ein. Die Auftraggeberin reagierte ebenfalls mit einer Klage. Die drei Klagen wurden vereinigt. Mit Urteil vom 26. März 2013 wies das erstinstanzliche katarische Gericht alle Klagen ab. Am 31. März 2014 wies das Berufungsgericht die von beiden Parteien erhobenen Berufungen ab. Die Agentin erhob Beschwerde beim Kassationshof von Katar. Dieser bestätigte mit Entscheid vom 2. Dezember 2014 die Entscheide des erstinstanzlichen und des Berufungsgerichts.