Citation: 6B_1069/2016 E. 1.3

1.3. Die Rügen des Rechtsbeistands des Beschwerdeführers erweisen sich als unbegründet, soweit überhaupt darauf einzutreten ist. Zwar weist er zutreffend darauf hin, dass für die beschuldigte Person im Falle einer Verurteilung im Hinblick auf eine allfällige Beschwerde in Strafsachen Härtesituationen entstehen können, da die (notwendige) amtliche Verteidigung nach Abschluss des kantonalen Verfahrens "automatisch" endet und die diesbezüglichen Vorschriften der StPO im bundesgerichtlichen Verfahren keine Anwendung finden. Ob dies vorliegend von der Verfahrensleitung der Vorinstanz und/oder der im kantonalen Verfahren bestellten amtlichen Verteidigerin angesichts der Schwere der Tatvorwürfe und des Umstands, dass der Beschwerdeführer der Verfahrenssprache nicht mächtig ist, weitere Vorkehrungen erfordert hätte, kann offenbleiben. Der Beschwerdeführer war trotz der beanstandeten Rechtsmittelbelehrung in der Lage, den angefochtenen Entscheid rechtzeitig beim Bundesgericht anzufechten. Mangels Fristversäumung scheidet eine Fristwiederherstellung aus. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers verkennt, dass eine allfällige Gewährung unentgeltlicher Rechtspflege gemäss Art. 64 Abs. 1 BGG keinen Einfluss auf die Wahrung der 30-tägigen Beschwerdefrist hat. Zudem hat er es unterlassen, die vermeintlich versäumte Rechtshandlung in Form einer (zusätzlichen) Beschwerdeeinreichung unverzüglich nachzuholen. Die Vollmacht des Beschwerdeführers datiert vom 22. Oktober 2016. Mit Schreiben vom 11. November 2016 ersucht der Rechtsbeistand des Beschwerdeführers erstmalig um Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland. Auch nachdem die Staatsanwaltschaft ihm mitgeteilt hatte, dass der Beschwerdeführer gegen das Urteil der Vorinstanz Beschwerde in Strafsachen beim Bundesgericht erhoben hat, beschränken sich die Eingaben des Rechtsvertreters auf prozessuale Gesuche um Akteneinsicht und Wiederherstellung der Beschwerdefrist. Zum angefochtenen Entscheid hat er sich - mit Ausnahme der seiner Ansicht nach fehlerhaften, weil unvollständigen Rechtsmittelbelehrung - nicht geäussert. Er hat auch nach Einsicht in die Akten des Bundesgerichts sowie Zustellung der Eingaben der Vorinstanz und der Beschwerdegegnerin keine Beschwerde eingereicht, weshalb das Gesuch bereits aus formellen Gründen abzuweisen ist (vgl. Urteil 6B_1154/2016 vom 1. November 2016 E. 3). Zudem widerlegt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, dass die Voraussetzungen der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeiständung im bundesgerichtlichen Verfahren gemäss Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG erfüllt sind, wenn er ausführt, dass die von seinem Mandaten ohne Rechtsbeistand in der Sache "erhobenen Rechtsbegehren" nicht aussichtslos seien.