Citation: I 608/05 17.01.2006 E. 2

Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente, insbesondere die Frage der zumutbarerweise verwertbaren Restarbeitsfähigkeit. 2.1 Im Wesentlichen gestützt auf das Gutachten des Dr. med. B.________, Facharzt FMH für Innere Medizin, Gefässkrankheiten Beinleiden SGP, vom 19. Januar 2004, welches die rechtsprechungsgemäss erforderlichen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entscheidungsgrundlagen (vgl. BGE 125 V 352 Erw. 3 mit Hinweisen) erfüllt, sind Verwaltung und Vorinstanz davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer die zuletzt ausgeführte Tätigkeit als Eisenleger nicht mehr ausüben kann. In einer den Behinderungen angepassten Tätigkeit (wechselbelastende Tätigkeit, vor allem Wechsel Gehen/Sitzen, kein langes Stehen) sei der Versicherte aber voll arbeitsfähig. 2.2 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers besteht kein Anlass, von dieser Beurteilung abzuweichen. Laut S.________, praktischer Arzt, leidet der Versicherte bei beiden Unterschenkeln an massiven sekundären Lymphödemen nach rezidivierenden Erysipelen sowie bei beiden Füssen an chronischen, hyperkeratotischen, stark nässenden Ekzemen und Fussmykosen (Bericht vom 16. November 2003). Angesichts der übereinstimmenden Diagnosen in der gesamten medizinischen Aktenlage leuchtet die entsprechende fachärztliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im Gutachten des Dr. med. B.________ ein. Die diesbezüglichen Vorbringen hat das kantonale Gericht mit zutreffender Begründung, worauf verwiesen wird, entkräftet. Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass keine ärztliche Stellungnahmen, insbesondere nicht die des Hausarztes S.________, welcher bei gleichen Diagnosen von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit ausging (Bericht vom 16. November 2003 und Schreiben vom 15. März 2004), diese Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in Frage zu stellen vermöchte. Bei der Würdigung seiner Aussagen ist auch der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass Hausärzte und Hausärztinnen mitunter in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc mit Hinweisen). Wenn der Hausarzt darauf hinwies, dass eine vorwiegend stehende oder sitzende Tätigkeit im trockenen, warmen Innenbereich, bei der Sandalen getragen werden könnten, kaum mehr vorstellbar sei, widerspricht dies der Einschätzung des Dr. med. B.________ und des internen medizinischen Dienstes der IV-Stelle (Stellungnahme des Dr. med. R.________ vom 13. Mai 2004) nicht, welche bei ihren Angaben zur Arbeitsfähigkeit von einer angepassten, wechselbelastenden Tätigkeit ausgingen. Auch die vom Hausarzt erwähnte Schwierigkeit, für den Arbeitsweg ein geeignetes, nässe- und wintertaugliches Schuhwerk zu finden, rechtfertigt die Annahme einer Arbeitsunfähigkeit nicht. Weiter geht der Einwand in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde fehl, das kantonale Gericht sei auf den Bericht des Prof. Dr. med. F.________, Facharzt für Innere Medizin FMH und Angiologie FMH am Zentrum für Gefässkrankheiten, vom 26. März 2004, nicht eingegangen. Zum einen kommt Prof. Dr. med. F.________ in seinem Bericht an den Hausarzt hinsichtlich der Diagnosen zum gleichen Ergebnis wie Dr. med. B.________, zum andern äusserte er sich zur verbleibenden Arbeitsfähigkeit nicht. Prof. Dr. med. F.________ wies insoweit auf eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes hin, als er eine deutliche Zunahme der Ödeme beider Beine feststellte. Wie Dr. med. B.________ hielt er eine stationäre Therapie für sinnvoll, die vom 17. August bis 25. September 2004 auch durchgeführt wurde und eine deutliche Beschwerdebesserung mit einem insgesamt erfreulichen Verlauf brachte (Bericht der Rehaklinik vom 19. Oktober 2004), wobei dieser Bericht insoweit ausser Acht zu lassen ist, als er nicht Rückschlüsse auf den für die richterliche Überprüfungsbefugnis zeitlich massgebenden Sachverhalt bis zum Zeitpunkt des Einspracheentscheids (hier: 15. Juni 2004) zulässt (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweis; vgl. auch BGE 129 V 4 Erw. 1.2, 169 Erw. 1, 356 Erw. 1, je mit Hinweisen). Zwar hielt Dr. med. B.________ eine behinderungsangepasste Tätigkeit nur "zu fast 100 %" zumutbar. Wenn die Verwaltung unter den gegebenen Umständen nach Rücksprache mit ihrem internen ärztlichen Dienst bei adäquater Behandlung aber von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit ausging (vgl. Art. 8 ATSG), wobei Dr. med. R.________ bezüglich der behinderungsbedingten Einschränkungen ausdrücklich bemerkte, dass der Versicherte keine schweren Tätigkeiten ausführen könne und zudem die Möglichkeit zu lockerem Schuhwerk vorhanden sein müsse (Stellungnahme vom 13. Mai 2004), lässt sich dies nicht beanstanden. Bei dieser Aktenlage sind ergänzende medizinische Abklärungen, wie sie vom Beschwerdeführer auch letztinstanzlich beantragt werden, unnötig (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. 1d; SVR 2005 MV Nr. 1 S. 2 Erw. 2.3 mit Hinweisen).