Citation: 1P.713/2004 04.08.2005 E. 8

8.1 Die Beschwerdeführer machen schliesslich geltend, das Verwaltungsgericht habe sich bei seinem Entscheid auf die "allgemeinen Weisungen" des Einwohnergemeinderats vom 17. Dezember 2003 abgestützt. Damit habe es verschiedene Verfahrensvorschriften willkürlich angewandt, ihr rechtliches Gehör verletzt, eine offensichtliche Aktenwidrigkeit begangen und eine gegen Treu und Glauben verstossende Praxisänderung vorgenommen. 8.2 Die verschiedenen Verfassungsrügen der Beschwerdeführer sind allein schon deshalb unbehelflich, weil die allgemeinen Weisungen entgegen ihrer Behauptung dem Verwaltungsgericht nicht als massgebliche Entscheidungsgrundlage dienten. So lehnte das Verwaltungsgericht das Baugesuch mit der Hauptbegründung ab, dass es der für Dachlukarnen geltenden Vorschrift (Art. 96 Abs. 3 zweiter Satz aBauR) widerspreche und die Voraussetzungen für eine Ausnahmebewilligung nicht gegeben seien. Des Weiteren erkannte es, dass eine frühere verfassungswidrige Praxis nicht anzunehmen sei. Zu dieser Auffassung gelangte das Verwaltungsgericht gestützt auf sämtliche von den Beschwerdeführern vergleichsweise angeführten Objekte. Soweit es im Rahmen dieser Untersuchung feststellte, dass gewisse Dachaufbauten (B.________strasse 00 und 01) heute in Anwendung von Art. 96 Abs. 3 zweiter Satz aBauR bzw. Art. 42 Abs. 3 BauR als unzulässig qualifiziert würden, bezeichnete das Verwaltungsgericht dies als Einzelfälle, so dass daraus noch nicht auf eine eigentliche gesetzeswidrige Praxis geschlossen werden könne. Schliesslich erwog das Verwaltungsgericht für den Fall einer früheren verfassungswidrigen Praxis, der Anspruch der Beschwerdeführer auf Gleichbehandlung im Unrecht scheitere bereits an der Tatsache, dass die Baubewilligungsbehörde klar zu erkennen gegeben habe, inskünftig im Sinne der erlassenen Weisungen vorzugehen. Das Verwaltungsgericht hat sich demnach auf diese Weisungen nur im Rahmen eines Eventualstandpunktes abgestützt. 8.3 Hat das Verwaltungsgericht seinen Entscheid aus den dargelegten Gründen nicht in erster Linie auf die allgemeinen Weisungen des Einwohnergemeinderats vom 17. Dezember 2003 abgestützt, sondern das Baugesuch mit einer davon losgelösten, eigenständigen Begründung abgelehnt, sind die von den Beschwerdeführern vorgebrachten verfassungsrechtlichen Rügen durchwegs unbehelflich. Darauf braucht daher nicht weiter eingegangen zu werden.