Citation: 6S.575/2001 16.03.2002 E. A

A.- A.________, B.________ und C.________ waren Anfang 1995 Bundesangestellte in der Sektion Marketing und Vertrieb Geschäftskunden der damaligen Telecom PTT (nachstehend: Telecom). A.________ fungierte als Leiter der Fachgruppe strategisches Marketing, B.________ als Leiter der Fachgruppe Betrieb und C.________ als Leiterin der Fachgruppe Marketing-Kommunikation. Ungefähr im Februar 1995 hatte A.________ die Idee, mit B.________ und C.________ eine eigene Firma im Sinne einer Promotionsagentur für die Bearbeitung von KMU-Kunden (KMU = kleine und mittlere Unternehmen) zu gründen. Diese Geschäftsidee basierte auf der Tatsache, dass etwa 70-80 % des Umsatzes der Telecom von den KMU kamen, diese aber durch jene nur mangelhaft betreut wurden. Um dem abzuhelfen, wollte A.________ eine Organisation aufziehen, die von den drei Beamten im Hintergrund gesteuert mit der Telecom zusammenarbeiten würde. Zur Durchführung der Gründung wandte sich A.________ an X.________. Dieser war Alleininhaber der X.________ Marketing und Verwaltungsratspräsident der E.________ AG, beides Unternehmen, welche geschäftliche Beziehungen zur Telecom unterhielten. Weil X.________ sich der Unvereinbarkeit der geplanten Geschäftstätigkeit der F.________ AG mit dem Status der drei beteiligten Telecom-Mitarbeiter bewusst war, wollte er die Gründung nicht selber bewerkstelligen. Er verwies A.________ an G.________, welcher schliesslich die Gründung der F.________ AG - ebenfalls im Wissen um deren Problematik hinsichtlich der vorgesehenen Beteiligungen - offiziell durchführte. X.________ war zudem an mindestens zwei Sitzungen betreffend die Gründung der F._______ AG anwesend. A.________ vereinbarte mit G.________ am 21. April 1995, dass er selbst als Mehrheitsaktionär vollständig im Hintergrund bleiben und gegenüber Dritten nicht als Beteiligter der F.________ AG in Erscheinung treten werde. Die Gründung erfolgte mit Eintragungsdatum vom 25. April 1995 mit verbotener, "verdeckter" Beteiligung der drei Telecom-Mitarbeiter. Die F.________ AG wurde offiziell von der H.________ AG (1 Namenaktie), G.________ (1 Namenaktie) und dessen Sekretärin (998 Namenaktien) gegründet, währenddem A.________ Fr. 40'000.-- und G.________ Fr. 10'000.-- des zu 50 % liberierten Aktienkapitals zur Verfügung stellten. Verwaltungsratspräsident und einziger Geschäftsführer war offiziell G.________. Die stillen Teilhaber wollten durch die Geschäftstätigkeit der F.________ AG "etwas dazu verdienen", zudem wurde dieses Unternehmen von den drei Telecom-Angestellten als Basis einer zukünftigen selbständigen Tätigkeit angesehen. Sie hatten mit verschiedenen, von der Telecom mit Aufträgen bedienten Unternehmen, so etwa auch der X.________ Marketing und E.________ AG, vereinbart, dass diese künftig den drei Telecom-Mitarbeitern Provisionszahlungen von insgesamt 10% des jeweiligen Auftragsvolumens ausrichten würden. Über eine Drittfirma, die H.________ AG, liess X.________ ab Mai 1995, nach vorgängiger Absprache mit A.________, den dreien für Aufträge der Telecom an die X.________ Marketing Provisionen in der Höhe von fünfstelligen Frankenbeträgen zukommen.