Citation: 6B_1069/2023 E. 3.4.1

3.4.1. Unbestritten ist, dass sich der Beschwerdeführer seit 2015 in der Schweiz aufhält, sozial jedoch nur mässig integriert scheint. So hält die Vorinstanz jedenfalls unwidersprochen fest, dass er sich vornehmlich im Kreise seiner Landsleute bewege. Eine gelungene berufliche und wirtschaftliche Integration liegt nicht vor. Dass dies auch seinem Status als abgewiesenem Asylbewerber geschuldet sein dürfte, mag zutreffen, ändert an besagtem Ergebnis jedoch nichts. Wie von der Vorinstanz zu Recht erwogen, wäre der Beschwerdeführer gehalten gewesen, die Schweiz zu verlassen. Er ist zudem gesund und auf keinerlei medizinische Behandlung angewiesen. Aus seiner persönlichen Situation allein lassen sich demnach keine Interessen an einem weiteren Aufenthalt in der Schweiz ableiten. Der Beschwerdeführer ist jedoch mit einer Landsfrau liiert, die in der Schweiz über die Aufenthaltsbewilligung B verfügt. Die beiden leben zusammen und haben ein gemeinsames - im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils zweijähriges - Kind. Zwar hält sich die Partnerin des Beschwerdeführers nur unwesentlich länger als er selber in der Schweiz auf und beherrscht die deutsche Sprache ebenfalls nur ungenügend, allerdings hält die Vorinstanz fest, aufgrund ihrer Flüchtlingseigenschaft könne ihr eine Rückkehr nach Eritrea nicht ohne Weiteres zugemutet werden. Entsprechend ist davon auszugehen, dass eine Landesverweisung zur (zeitweisen) physischen Trennung des Beschwerdeführers von seiner Lebenspartnerin und seinem Kind führen könnte. Wenngleich eine Kontaktpflege mittels moderner Kommunikationsmittel auch in Eritrea möglich scheint (die einmal mehr hypothetischen und unbelegten Vorbringen des Beschwerdeführers vermögen diese Einschätzung nicht zu erschüttern), verfügt der Beschwerdeführer damit über ein gewichtiges Interesse an einem weiteren Verbleib in der Schweiz.