Citation: 2C_935/2016 E. 3.4

3.4. Schliesslich erweisen sich auch die Zweifel der Vorinstanz am gemeinsamen ehelichen Wohnsitz in der Wohnung eines Bruders des Beschwerdeführers als berechtigt. Die Tatsache, dass die Ehefrau bei keiner der fünf polizeilichen Kontrollen angetroffen werden konnte, spricht gegen ein Zusammenleben an jener Adresse. Auch dass nur wenige Kleider und Toilettenartikel auf die Anwesenheit einer Frau hindeuteten und die Ehefrau selbst aussagte, sie bewahre ihre Kleider mehrheitlich bei der Tochter auf und wasche auch dort, indiziert, dass sich ihr Lebensmittelpunkt nicht in der Wohnung des Schwagers befand. Sodann handelt es sich bei sämtlichen eingereichten Referenzschreiben um formelhafte, unpersönliche und äusserst knapp abgefasste Bestätigungen, welchen die Vorinstanz im Rahmen der Sachverhaltsfeststellung einen massgeblichen Beweiswert absprechen durfte. Der Verdacht, dass die Ehefrau seit längerer Zeit nicht mehr mit dem Beschwerdeführer zusammenlebte, basiert somit auf konkreten Indizien.