Citation: U 125/03 29.04.2004 E. 3.3

3.3.1 Die medizinische Abklärung im Einspracheverfahren hat ergeben, dass die Beschwerdeführerin 1994 an einem als Betriebskrankheit anerkannten Ekzem der Hände litt, welches durch die Arbeit mit Kühlschmiermitteln ausgelöst worden war. Dies führte zum Erlass der Nichteignungsverfügung durch die SUVA vom 30. Juni 1994 für Arbeiten mit Kontakt zu Kühlschmiermitteln und Mineralöladditiven, wobei bereits anlässlich der dermatologischen Abklärung durch Dr. med. G.________ vom 1. Mai 1994 das Ekzem vollständig abgeheilt gewesen und die Versicherte im Rahmen der Nichteignungsverfügung für voll arbeitsfähig befunden worden war. In der danach ausgeübten Tätigkeit als Raumpflegerin fand keine Exposition gegenüber Kühlschmiermitteln sowie Mineralöladditiven statt - in den Akten sind jedenfalls keine derartigen Hinweise ersichtlich - und es kam zu keiner weiteren Erkrankung. Damit fehlt es indes aktuell an einem - für den Rentenanspruch vorausgesetzten - eigentlichen Gesundheitsschaden infolge einer Berufskrankheit; es besteht vielmehr nur, aber immerhin, eine Überempfindlichkeit gegenüber gewissen Stoffen (Urteil J. des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 26. November 2003, U 158/03). 3.3.2 Die Beschwerdeführerin ist unter Berücksichtigung der Restfolgen des Unfalls vom 28. Mai 1997 unbestrittenermassen für leichte, überwiegend sitzende Tätigkeiten ganztags arbeitsfähig. In Frage kommen dabei insbesondere Kontroll- und Überwachungsfunktionen, leichte industrielle Produktions- und Montagetätigkeiten, Portierdienste, Fliessbandarbeiten sowie einfache administrative Arbeiten. Damit sind die zumutbaren Verweisungstätigkeiten hinreichend bezeichnet. Dies gilt auch dann, wenn berücksichtigt wird, dass die zumutbaren Beschäftigungen keine Exposition zu Kühlschmiermitteln und Mineralöladditiven aufweisen dürfen. Der Einwand der ungenügenden Bezeichnung von zumutbaren Verweisungstätigkeiten ist daher unbegründet. Beim weiten Feld der der Versicherten zumutbaren Tätigkeiten ist davon auszugehen, dass auf dem für die Bemessung der Erwerbsunfähigkeit gemäss Art. 18 Abs. 2 Satz 2 UVG in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (vgl. BGE 110 V 276 Erw. 4b) genügend Stellen vorhanden sind, die keine Exposition gegenüber Kühlschmiermitteln und Mineralöladditiven kennen. Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat in vergleichbaren Fällen denn auch keine höheren Anforderungen an die Bezeichnung zumutbarer Verweisungstätigkeiten gestellt (Urteile A. vom 29. Dezember 2003, U 26/02, J. vom 26. November 2003, U 158/03, und M. vom 24. Juli 2002, U 87/01). Damit ist für die Ermittlung des Invalideneinkommens auf die LSE abzustellen. 3.4 Gemäss Tabelle TA1 der LSE 2000 belief sich der Zentralwert für die mit einfachen und repetitiven Arbeiten (Anforderungsniveau 4) beschäftigten Frauen für eine 40-Stundenwoche im privaten Sektor, auf welchen bei der Festsetzung des Invalideneinkommens anhand von Tabellenlöhnen grundsätzlich abgestellt wird (BGE 129 V 483 f. Erw. 4.3.2; RKUV 2001 Nr. U 439 S. 347), auf Fr. 3658.-, was umgerechnet auf die betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit im Jahr 2000 von 41,8 Stunden (Die Volkswirtschaft, 4/2004, S. 86 Tabelle B 9.2) einem Jahreseinkommen von Fr. 45'871.- entspricht. Angesichts der Umstände des Falles, insbesondere der Tatsache, dass nur noch leichte, wechselbelastende Tätigkeiten zumutbar sind - wobei der Arbeitseinsatz jedoch ganztags möglich ist - und unter Berücksichtigung, dass lediglich unfallbedingte Beeinträchtigungen eine Rolle spielen, lässt sich der vorinstanzlich nach den von der Rechtsprechung aufgestellten Grundsätzen (BGE 126 V 78 ff. Erw. 5 mit Hinweisen) vorgenommene Abzug vom Tabellenlohn in Höhe von "ca. 10 %" wie auch der schliesslich durch das kantonale Gericht auf 20 % festgesetzte Invaliditätsgrad im Rahmen der Ermessensprüfung (Art. 132 lit. a OG; BGE 126 V 81 Erw. 6, 123 V 152 Erw. 2 mit Hinweisen) nicht beanstanden, zumal die LSE-Berechnung an sich denn auch nicht gerügt wird.