Citation: 6B_382/2024 E. 5.2

5.2. Auch die von der Vorinstanz erwähnten Chat-Nachrichten (E. 3.2.1.4 des vorinstanzlichen Urteils) stellen bezüglich des massgebenden Beweisthemas (Hauptanklage oder Eventualanklage) zumindest teilweise ambivalente Indizien dar, so etwa die bemängelte Qualität betreffend. Auch die Bezeichnung einer Substanz als "glänzend" lässt diesbezüglich kaum Schlüsse zu. Indes ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz hinsichtlich der Erwähnung von Streckmittel und der Bezeichnung der Konsumenten als "jänks" vom Handel mit harten Drogen ausgeht, zumal in diesem Zusammenhang die Übereinstimmungen zwischen den aus dem Chat ersichtlichen Preisangaben mit den beiden nachgewiesenen Kokainverkäufen zumindest auffällig sind. Die Vorinstanz verfällt auch nicht in Willkür, wenn sie in der Konversation mit "gi" gemachte Bemerkungen zu "weggefallenen Fahrern" und einem "Vorrat von 20 Stk." als Hinweise für Kokainhandel deutet; umso weniger, als in diesem Kontext der Begriff "colo" verwendet wurde.