Citation: I 685/06 30.01.2007 E. 4

Die Rüge, die IV-Stelle habe die gesetzliche Aufklärungspflicht verletzt (Art. 27 Abs. 2 ATSG; BGE 131 V 472), ist haltlos. Die Beschwerdeführerin wusste auf Grund der Empfangsbestätigung der IV-Stelle vom 9. März 2005, dass sich die Verwaltung die Prüfung der gesetzlichen Anspruchsvoraussetzungen vorbehielt, wovon die Leistungspflicht für die beantragte Umschulung abhängt. Die Beschwerdeführenden konnten daher nicht in guten Treuen annehmen, dass die Umschulung von der Invalidenversicherung übernommen würde. Nichts anderes lässt sich aus dem Bericht der Berufsberatung vom 23. Juni 2005 ableiten; dieser stellte bloss den "Antrag: Handelsschule", was klar zeigt, dass der Entscheid darüber noch nicht gefasst war. Die Begründetheit des Umschulungsgesuchs blieb auch in jenem Moment offensichtlich von der Erfüllung u.a. der gesundheitlich-medizinischen Anspruchsvoraussetzungen abhängig, über welche allein die IV-Stelle als Durchführungsorgan zu entscheiden hat (Art. 57 Abs. 1 lit. d IVG). Diese Entscheidbefugnis hat sich die IV-Stelle mit der erwähnten Empfangsbestätigung vom 9. März 2005 vorbehalten.