Citation: 1B_57/2019 E. 2.4

2.4. Im vorliegenden Fall konnte die Beschwerde an die Vorinstanz nicht als zum Vornherein aussichtslos eingestuft werden: Das Obergericht erwägt, dass die vom Beschuldigten angefochtene Beschlagnahmeverfügung unzureichend begründet worden sei. Es lasse sich ihr nicht entnehmen, "auf welchen konkreten Anhaltspunkten der Tatverdacht des Betrugs" basiere und "weshalb das beschlagnahmte Geld als Beweismittel" dienen solle. Zwar habe der Beschwerdeführer eine entsprechende Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) erhoben. Eine nicht besonders schwerwiegende Verletzung des Gehörsanspruches könne jedoch "ausnahmsweise als geheilt" gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhalte, sich vor einer Rechtsmittelinstanz zu äussern. In ihrer Vernehmlassung vom 10. Oktober 2018 habe die Staatsanwaltschaft unterdessen "das Versäumte nachgeholt". Nachdem dem Beschwerdeführer dazu eine Replik eingeräumt worden sei, könne die festgestellte "Verletzung des Gehörsanspruchs als geheilt" betrachtet werden (angefochtener Entscheid, S. 3 f., E. 2.2-2.3). Die nachträgliche "Heilung" der von der Vorinstanz festgestellten Verletzung des rechtlichen Gehörs hat zwar zur (vollständigen) Abweisung der Beschwerde geführt. Angesichts des gerichtlich festgestellten Verfahrensfehlers hatte der Beschwerdeführer jedoch einen sachlich vertretbaren und vernünftigen Anlass, die Beschlagnahmeverfügung anzufechten. Dass die Staatsanwaltschaft erst im vorinstanzlichen Verfahren eine ausreichende Begründung der angefochtenen Verfügung nachgeschoben hat, war nicht dem Beschuldigten anzulasten und liess seine Beschwerdeführung nicht als prozessual "aussichtslos" oder gar trölerisch erscheinen. Auch seine finanzielle Bedürftigkeit hat der Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfahren und vor Bundesgericht ausreichend dargetan. Weder im angefochtenen Entscheid noch im Verfahren vor dem Bundesgericht haben die kantonalen Instanzen die Mittellosigkeit des Beschwerdeführers bestritten. Die Verweigerung der unentgeltlichen Prozessführung durch die Vorinstanz und die Auferlegung der vorinstanzlichen Gerichtsgebühr an den Beschwerdeführer erweisen sich als bundesrechtswidrig und sind zu korrigieren (vgl. Art. 107 Abs. 2 BGG).