Citation: U 211/98 25.05.2000 E. 3

3.- Dr. med. D.________ gelangte in seinem Obergutachten vom 1. Juli 1998 zum Ergebnis, dass das posttraumatische cervico-cephale Schmerzsyndrom, an welchem die Beschwerdeführerin leide, stark funktionell überlagert sei, wofür sowohl die anamnestischen Angaben mit dem spät hinzugekommenen Brachialsyndrom sprächen als auch die klinischen, etwas divergierenden und nicht typischen Befunde mit ruckartigen Innervationen der paravertebralen Muskulatur sowie die Unmöglichkeit, die Arme zu heben, ohne dass neurologisch bzw. neuropsychologisch ein Ausfall eruiert werden könne. Diese funktionelle Überlagerung und Aggravation der offensichtlich nach einem Trauma entstandenen Schmerzsymptomatik sei möglicherweise bzw. wahrscheinlich in Zusammenhang mit der prätraumatischen Persönlichkeitsstruktur der Versicherten zu verstehen und zu interpretieren. Allerdings sei der prätraumatischen Persönlichkeitsstruktur mit all den negativen Faktoren nicht alles anzulasten. Immerhin sei es der Versicherten gelungen, aus eigenem Willen der Drogensucht und auch im Langzeitverlauf nach dem Trauma der Invalidisierung bzw. der drohenden Arbeitslosigkeit zu entkommen. Verglichen mit ähnlich gelagerten Fällen und unter Berücksichtigung der möglichen, vorbestehenden und sich möglicherweise negativ auswirkenden Persönlichkeitsstruktur auf die Unfallfolgen gehe er zum jetzigen Zeitpunkt aus somatischer und neuropsychologischer Sicht von einer Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit um 30 % aus. Im Übrigen verwies er auf die Beurteilung durch Dr. med. K.________ vom 15. Mai 1997, wonach das heutige psychische Zustandsbild vorwiegend auf eine hirnorganische Genese im Sinne von posttraumatisch, bedingt durch das HWS-Schleudertrauma, hinweise.