Citation: 6B_405/2013 E. 1.2

1.2. Der Beschwerdeführer rügt, er sei für den Unfall aufgrund der arbeitsteiligen Organisationsstruktur der B.________ AG in vier Geschäftsbereiche mangels Garantenstellung strafrechtlich nicht verantwortlich. Eine Handlungspflicht bestehe bei Arbeitsteilung aufgrund des Vertauensgrundsatzes nur innerhalb der sachlichen und zeitlichen Grenzen der jeweiligen Aufgaben und Kompetenzen. Die Pistensicherheit habe nicht zu seinem Aufgaben- und Verantwortungsbereich als Chef "Betrieb Zubringer" gehört. Eine (allfällige) dienstliche Überordnung aufgrund seiner Funktion als operativer Leiter begründe keine Garantenpflicht, denn er sei nicht verpflichtet gewesen, erfahrene Mitarbeiter permanent zu überwachen. Er habe nicht gewusst, dass die Fahrer bereits während der Betriebszeiten mit ihren Fahrzeugen auf die Pisten ausrückten, was im Übrigen auch nicht verboten sei. Er sei davon ausgegangen respektive habe davon ausgehen dürfen, dass die Fahrzeugführer ab Saisonbeginn 2008/2009 die neu eingerichtete Servicespur benützen würden, um in das Skigebiet zu gelangen. Dass zuvor die Unfallstrecke befahren wurde, sei unbeachtlich, denn es könne nur auf seinen Wissensstand nach Einrichtung der Servicespur abgestellt werden.