Citation: 8C_590/2023 E. 4.2.2

4.2.2. Darüber hinaus ist mit der Vorinstanz auf den Zweck der Massnahme zu verweisen, welcher in Art. 4a Abs. 3 IVV explizit umschrieben wird. Ziel der "vertieften Abklärung möglicher Berufsrichtungen" ist es, die Berufseignung der versicherten Person für die im Beratungsgespräch gewählten Berufsrichtungen im ersten Arbeitsmarkt oder zumindest in einem arbeitsmarktnahen Umfeld zu überprüfen. Es geht also um die praktische Erprobung in Frage kommender Berufstätigkeiten (vgl. auch: Rz. 1604 und 1606 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen über die beruflichen Massnahmen der Invalidenversicherung [KSBEM]; zur Verbindlichkeit von Verwaltungsweisungen: BGE 147 V 79 E. 7.3.2; 133 V 257 E. 3.2; je mit Hinweisen). Gerade wenn - wie hier - bereits eine Berufstätigkeit ausgeübt wurde, erscheint es entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers unter Berücksichtigung der Zielsetzung der Massnahme keineswegs zwingend, dass sie für sich allein nicht erfolgreich sein und zusätzliche Eingliederungsmassnahmen nach sich ziehen soll.