Citation: 2C_952/2014 E. 3.2.2

3.2.2. Weiter beanstandet der Beschwerdeführer, er habe der Anwaltskommission angeboten, die ganze Angelegenheit im Beisein der Anwaltskommission mit der Anzeigestellerin zu besprechen, seine Beweisofferte sei aber abgelehnt worden. Bei der Abweisung von Beweisanträgen in antizipierter Beweiswürdigung ist Zurückhaltung geboten, wird damit doch der Anspruch auf das rechtliche Gehör eingeschränkt. Es darf nicht leichthin angenommen werden, dass das Beweisergebnis aufgrund der bereits abgenommenen Beweise feststeht. Lehnt die Behörde den Beweisantrag ab, hat sie nicht nur darzulegen, weshalb sie aufgrund der bereits abgenommenen Beweise eine bestimmte Überzeugung gewonnen hat, sondern auch, weshalb die beantragte Beweismassnahme aus ihrer Sicht nichts an ihrer Überzeugung zu ändern vermag (Urteil 6B_358/2013 vom 20. Juni 2013 E. 3.4). Die Vorinstanz hat auf die Befragung der Anzeigerin verzichtet, weil es gemäss ihrer Auffassung für die Sorgfaltspflichtverletzung irrelevant ist, ob die Klientin des Beschwerdeführers auf eine unentgeltliche Rechtsvertretung tatsächlich angewiesen war und von ihm auf die Honorierung zusätzlicher Leistungen ausdrücklich hingewiesen wurde (E. 4). Die blosse Rechnungsstellung an eine Partei, welcher die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, reicht aus und eine solche Fakturierung belegt die Vorinstanz ausführlich sowie in nachvollziehbarer Weise (E. 3). Der Beschwerdeführer legt nicht dar, aus welchen Gründen die vorweggenommene Beweiswürdigung der Vorinstanz unter diesen Umständen willkürlich erfolgte.