Citation: 1C_100/2019 E. 1.2

1.2. Dagegen berührt die Unterbreitung einer angeblich materiell rechtswidrigen Behördenvorlage in der Regel nicht das Stimmrecht (GEROLD STEINMANN, St. Galler BV-Kommentar, 3. Aufl., Art. 34 N. 23; vgl. BGE 139 I 195 E. 1.3.2 und 1.3.3 S. 199 f. zur Regel und gewissen - vorliegend nicht einschlägigen - Ausnahmen). Dies gilt insbesondere, wenn geltend gemacht wird, eine Planungsvorlage widerspreche dem übergeordneten Raumplanungsrecht (vgl. Urteil 1P.631/2004 vom 28. Dezember 2004 E. 2, insbes. 2.7). Solche Rügen müssen grundsätzlich mit der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 86 lit. a BGG geltend gemacht werden. Zu deren Erhebung ist der Beschwerdeführer indessen nicht legitimiert, da ihn das (ohnehin nicht eigentümerverbindliche) räumliche Leitbild nicht mehr als jedermann berührt. Nicht einzutreten ist daher auf die Rügen, das räumliche Leitbild verletze materiell das Raumplanungsrecht von Bund und Kanton (RPG, RPV, PBG) bzw. die kantonale Richtplanung oder frühere Beschlüsse des Gemeinderats, z.B. weil es kein räumliches Entwicklungskonzept und keine Karte umfasse. Auch auf den Vorwurf der ungenügenden Abstimmung mit der kantonalen Planung kann nicht eingetreten werden. Auf die Vorgaben des Raumplanungsrechts ist nur insoweit einzugehen, als dies für die Beurteilung notwendig ist, ob die Stimmbürger unrichtig oder unvollständig über Inhalt und Tragweite der Abstimmung informiert worden sind (vgl. unten, E. 4).