Citation: 2C_681/2020 E. 4.2

4.2. Nach Art. 57 Abs. 1 StG/SG entspricht der vermögenssteuerliche Verkehrswert von Grundstücken im Kanton St. Gallen dem mittleren Preis, zu dem Grundstücke gleicher oder ähnlicher Grösse, Lage und Beschaffenheit in der betreffenden Gegend veräussert werden. Der Verkehrswert wird gemäss Art. 57 Abs. 2 StG/SG in Verbindung mit Art. 30bis Abs. 1 Satz 1 StV/SG mittels Schätzung nach den Bestimmungen des GGS/SG festgelegt. Eine Neubeurteilung der Schätzung erfolgt gemäss Art. 6 Abs. 1 GGS/SG in der Regel alle zehn Jahre (lit. a), auf Antrag des Eigentümers (lit. b) oder nach einer wesentlichen Veränderung der wertbestimmenden Eigenschaften eines Objektes (lit. c). Ausserdem sollte der Verkehrswert eines Grundstücks nach Art. 30bis Abs. 1 Satz 2 StV/SG ohne Neubeurteilung der Schätzung an die Entwicklung der Marktpreise angepasst werden, wenn sich diese im Vergleich zum Stand der letzten Wertermittlung um mehr als zehn Prozent verändert haben. Wie sich aus dem angefochtenen Urteil ergibt, fehlt es jedoch an einer Verkehrswertstatistik, aufgrund derer eine solche Anpassung ohne Neubeurteilung der Schätzung vorgenommen werden könnte (vgl. angefochtenes Urteil E. 3.1).