Citation: 9C_311/2019 E. 3.1

3.1. Das kantonale Gericht erwog, es entspreche dem Zweck der Ergänzungsleistung, welche die Entstehung einer Notlage verhindern und den Existenzbedarf sicherstellen wolle, dass nach Art. 14 Abs. 1 lit. b ELG nicht nur der zeitliche Aufwand der Hilfe, Pflege und Betreuung zu vergüten sei (diese Auffassung hatte die Ausgleichskasse vertreten). Vielmehr sei den Bezügern von Ergänzungsleistungen ein genereller Anspruch auf Übernahme der mit der Pflege einhergehenden notwendigen Hilfsmittel und Nebenkosten einzuräumen, welche nicht durch einen anderen Versicherungsträger vergütet würden. Die konkret von der Beschwerdeführerin beantragten Vergütungen verneinte die Vorinstanz indessen aus verschiedenen Gründen: In Bezug auf die Kosten für die Peristeen Anale der B.________ AG stellte sie fest, diese seien bereits durch die obligatorische Krankenversicherung vergütet worden; Anspruch auf eine zusätzliche Vergütung bestehe nicht. Die beantragten Kostenübernahmen für Greifzangen, Handschuhe, das Rückenfell sowie die Ersatzgurte für den Rollstuhl und das Blutdruckmessgerät beschied sie abschlägig, weil - mangels entsprechender ärztlicher Atteste - deren Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit nicht ausgewiesen sei. Das kantonale Gericht führte in diesem Zusammenhang aus, es wäre Sache der Beschwerdeführerin gewesen, im Rahmen ihrer Mitwirkungspflicht derlei (begründete) Atteste beizubringen. Demgegenüber genüge es auch unter der Prämisse der Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen nicht, ohne nähere Begründung eine Vielzahl von Rechnungen einzureichen und danach ein Gutachten zu verlangen. Bezüglich der Kosten für die Blasenspritze, die Medikamente (Priorin N Kapseln, URO-VAXOM Kapseln, Preiselbeerkapseln, B-Oil Hautpflege), die Fusspflege und die Urinbeutel wies die Vorinstanz darauf hin, dass diese - sofern wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich - von der obligatorischen Krankenversicherung übernommen würden. Dasselbe gelte für die Inkontinenzartikel, sofern mindestens eine mittlere Inkontinenz vorliege; bei einer leichten Inkontinenz seien indessen handelsübliche Damenbinden ausreichend, welche aus dem allgemeinen Lebensbedarf abzudecken seien. Eine Abrechnung über die Ergänzungsleistung sei für diese Kosten nicht möglich.