Citation: 5A_1023/2017 E. 4.5

4.5. Sodann bringt die Beschwerdeführerin vor, aus ihrem bloss viermonatigen Auslandaufenthalt dürfe nicht abgeleitet werden, sie sei eine schlechte Mutter und habe sich nicht um ihren Sohn gekümmert. Diese Ausführungen gehen an der Sache vorbei. Entscheidend ist, dass die Beschwerdeführerin mehrere Monate im Ausland war und sich der Sohn in dieser Zeit an eine neue Betreuungssituation gewöhnte. Daran vermag auch nichts zu ändern, dass die Beschwerdeführerin vorbringt, die Regelung im Scheidungsurteil habe es ihr verunmöglicht, den Sohn ohne Einwilligung des Vaters für länger als sechs Wochen mit ins Ausland zu nehmen, bzw. es sei ihr aufgrund des Notfalls nicht möglich gewesen, die Einwilligung wie verlangt zwei Monate im Voraus einzuholen.