Citation: 2C_630/2017 E. 6.5

6.5. Den während des Verfahrens eingereichten Unterlagen des Migrationsamt des Kantons Zürich lässt sich entnehmen, dass das Bezirksgericht Winterthur vom 23. August 2018 den Beschwerdeführer der qualifizierten Widerhandlung gegen das BetmG, der einfachen Körperverletzung, der unrechtmässigen Aneignung, der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte, der mehrfachen Beschimpfung, der Tätlichkeiten und der mehrfachen Übertretung des BetmG schuldig gesprochen hat; vom Vorwurf des Raubes wurde er hingegen freigesprochen. Das Bezirksgericht bestrafte ihn mit einer unbedingten Freiheitsstrafe von 20 Monaten sowie einer unbedingten Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu Fr. 10.-- und einer Busse von Fr. 600.--. Als echtes Novum kann das Urteil, wie bereits erwähnt (E. 1.4), keinen Eingang in den vorliegenden Entscheid finden, zumal die amtliche Verteidigerin des Beschwerdeführers gegen das Urteil Berufung erhoben hat und es noch nicht rechtskräftig ist. Immerhin bleibt zu erwähnen, dass das Bezirksgericht Winterthur von der Anordnung einer Landesverweisung im Sinne von Art. 66a Abs. 1 lit. o StGB in Anwendung von Art. 66a Abs. 2 StGB abgesehen hat. Ein allfälliger Widerruf, der nur damit begründet wird, dass ein Delikt begangen wurde, für das ein Strafgericht bereits eine Strafe oder Massnahme verhängt, jedoch von einer Landesverweisung abgesehen hat, wäre unzulässig (Art. 63 Abs. 3 AuG). Dadurch soll der Dualismus zwischen strafrechtlichen und ausländerrechtlichen Entfernungsmassnahmen verhindert werden (vgl. Botschaft vom 26. Juni 2013 zur Änderung des Strafgesetzbuches und des Militärstrafgesetzes [Umsetzung von Art. 121 Abs. 3-6 BV über die Ausschaffung krimineller Ausländer], BBl 2013 5975 6046 mit weiteren Ausführungen).