Citation: 1C_511/2020 E. 2.2

2.2. Die Beschwerdeführerin hat am 28. Februar 2020 beim Verwaltungsgericht um Einsicht in die Stellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 4. November 2019 ersucht, welche Bestandteil der Akten des rechtskräftig abgeschlossenen Verfahrens "..." bildet. Das Verwaltungsgericht hat in seiner Verfügung vom 26. März 2020 erwogen, die geschwärzten Passagen der Stellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 4. November 2019 enthielten einzig Aussagen zu Verfahren, welche weder die Beschwerdegegnerin noch die Beschwerdeführerin beträfen, und ein schutzwürdiges Informationsinteresse der Beschwerdeführerin sei weder dargetan noch ersichtlich. Umgekehrt bestehe an den geschwärzten Passagen ein gewichtiges Geheimhaltungsinteresse von Drittpersonen. Die Beschwerdeführerin geht davon aus, ihr Gesuch um Einsicht in ein bestimmtes Dokument eines rechtskräftig abgeschlossenen verwaltungsgerichtlichen Verfahrens sei nach dem Gesetz über die Information und den Datenschutz vom 12. Februar 2007 (IDG/ZH; LS 170.4) zu beurteilen. Das Verwaltungsgericht führte in der angefochtenen Verfügung vom 26. März 2020 aus, der ersuchten Einsicht stehe ein überwiegendes privates Interesse im Sinne von § 23 Abs. 1 und Abs. 3 IDG/ZH entgegen, zumal die Bekanntgabe der entsprechenden Informationen die Privatsphäre Dritter beeinträchtigen würde. Angesichts der Ausführungen der Verwaltungskommission des Verwaltungsgerichts in ihrem Urteil vom 8. Juli 2020 erscheint unklar, ob das IDG/ZH in der vorliegenden Konstellation überhaupt anwendbar ist (vgl. § 2 Abs. 1 und § 20 Abs. 3 IDG/ZH sowie § 1 der Akteneinsichtsverordnung der obersten Gerichte vom 16. März 2001 [LS 211.15]). Allerdings steht auch ein allfälliges Einsichtsrecht gemäss § 1 und § 5 der Akteineinsichtsverordnung unter dem Vorbehalt der Rechte der Beteiligten sowie Dritter an der Geheimhaltung der ersuchten Informationen.