Citation: 4D_50/2022 E. 5.2.2

5.2.2. Die Beschwerdeführerin vermag nicht darzutun, dass die Vorinstanz bei der Würdigung der Parteiaussagen der Beschwerdegegnerin in Willkür verfallen wäre. Der Umstand, dass die Vorinstanz von der erstinstanzlichen Würdigung abgewichen ist, vermag für sich allein keine Willkür zu begründen. Die Beschwerdeführerin verweist auf einzelne Aussagen der Beschwerdegegnerin, aus denen sich ergeben soll, dass diese ebenfalls einen tatsächlichen Willen dahingehend gehabt habe, der Jahreslohn von Fr. 62'000.-- gelte für ein 100 %-Pensum. Dass gewisse Aussagen der Beschwerdegegnerin in diese Richtung gehen, hat auch die Vorinstanz explizit berücksichtigt. Sie hielt aber fest, die Beschwerdegegnerin habe auch Aussagen getätigt, die gerade in die andere Richtung (Jahreslohn von Fr. 62'000.-- für ein 80 %-Pensum) gingen. Entsprechend ist es nicht willkürlich, wenn die Vorinstanz erwog, die Aussagen der Beschwerdegegnerin seien nicht derart klar, dass sie keine Interpretationsspielräume mehr offen liessen. Die Beschwerdeführerin vermag jedenfalls nicht darzutun, dass aus den Aussagen der Beschwerdegegnerin zwingend hätte abgeleitet werden müssen, diese sei ebenfalls davon ausgegangen, der vereinbarte Jahreslohn von Fr. 62'000.-- gelte für ein 100 %-Pensum. Damit ist auch ihr Einwand unbegründet, in der zweiten Hauptverhandlung, die über ein Jahr später erfolgt sei, habe die (nunmehr anwaltlich vertretene) Beschwerdegegnerin ihren eigenen Aussagen völlig widersprochen.