Citation: 4A_453/2008 22.12.2008 E. B

Am 24. April 2001 reichten die Beschwerdegegner beim Gerichtskreis V Burgdorf-Fraubrunnen Klage ein und verlangten die Verpflichtung der Beschwerdeführerin zur Bezahlung von Schadenersatz und Genugtuung in nach richterlichem Ermessen zu bestimmender, insgesamt Fr. 1'000'000.-- übersteigender Höhe nebst Zins zu 5 % seit 21. März 1997. B.a Mit Verfügung vom 3. Juli 2001 beschränkte der Gerichtspräsident 1 des Gerichtskreises V Burgdorf-Fraubrunnen das Verfahren auf die Frage der Verjährung. Mit Entscheid vom 25. Februar 2002 wies er die Klage ab, da die geltend gemachten Ansprüche verjährt seien. Dagegen appellierten die Beschwerdegegner an das Obergericht des Kantons Bern. Die II. Zivilkammer des Appellationshofes verwehrte der Beschwerdeführerin mit Urteil vom 5. November 2002 die Einrede der Verjährung. Sie hob das Urteil des Gerichtspräsidenten vom 25. Februar 2002 auf und wies die Sache zur materiellen Beurteilung an den Gerichtspräsidenten zurück. Gegen diesen Zwischenentscheid wurde kein Rechtsmittel ergriffen. B.b Der Gerichtspräsident 1 des Gerichtskreises V Burgdorf-Fraubrunnen setzte daraufhin das Verfahren fort. Mit Urteil vom 12. November 2007 wies er die Klage ab. Er verneinte sowohl eine erhöhte Betriebsgefahr am fraglichen Bahnübergang als auch ein Verschulden der Beschwerdeführerin. Hingegen wertete er das Selbstverschulden von H.________ als so schwer, dass es als einzige rechtserhebliche Unfallursache erscheine und den adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem Betrieb der Bahn und dem eingetretenen Schaden unterbreche. Der Entlastungsbeweis nach Art. 1 Abs. 1 EHG sei der Beschwerdeführerin mithin gelungen und sie habe somit für den entstandenen Schaden nicht einzustehen. Die Beschwerdegegner appellierten an das Obergericht des Kantons Bern. Sie beantragten, die Haftung der Beschwerdeführerin zu bejahen und die Sache zu neuer Verhandlung an die erste Instanz zurückzuweisen. Eventuell sei die Beschwerdeführerin zu verurteilen, den Beschwerdegegnern Schadenersatz und Genugtuung von insgesamt Fr. 1'003'121.-- (Fr. 669'910.-- an Beschwerdegegner 1; Fr. 56'198.-- an Beschwerdegegner 2; Fr. 64'400.-- an Beschwerdegegnerin 3; Fr. 95'242.-- an Beschwerdegegnerin 4; Fr. 106'121.-- an Beschwerdegegner 5; Fr. 11'250.-- an Beschwerdegegnerin 6) nebst Zins zu 5 % seit 21. März 1997 zu bezahlen. Die Beschwerdeführerin schloss auf Abweisung der Klage. Am 29. August 2008 fällte das Obergericht, Appellationshof, 1. Zivilkammer, folgendes Urteil: