Citation: 7B.8/2006 06.03.2006 E. 2

2.1 Die obere Aufsichtsbehörde hat im Wesentlichen erwogen, dass entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers keine rechtsmissbräuchliche bzw. nichtige Betreibung vorliege, und dass in der Betreibung auf Sicherheitsleistung nach Erteilung der provisorischen Rechtsöffnung die provisorische Pfändung gemäss Art. 83 Abs. 1 SchKG möglich sei. Die Betreibung auf Sicherheitsleistung sei lediglich eine Betreibung mit besonderem Ziel (Sicherheitsleistung, nicht Zahlung), unterscheide sich im Verfahren aber nicht von der Betreibung auf Geldzahlung, so dass das Betreibungsamt in der fraglichen Betreibung dem Beschwerdeführer am 31. Oktober 2005 zu Recht die provisorische Pfändung angekündigt habe. 2.2 Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, sowohl die provisorische Pfändung als auch die Betreibung auf Sicherheitsleistung würden die Sicherstellung des Gläubigers bezwecken. Bei der Betreibung auf Sicherheitsleistung könne die Sicherstellung erst nach der rechtskräftigen Abweisung der Aberkennungsklage durchgesetzt werden, da sonst das Resultat des Aberkennungsprozesses vorweggenommen würde und der Schuldner quasi in die Rolle des Rückforderungsklägers versetzt würde, der sich um die Rückgängigmachung dieser Massnahme bemühen müsse. Der Beschwerdeführer schliesst daraus, dass Art. 83 SchKG eine Lücke enthalte, die mittels teleologischer Reduktion zu füllen sei: Die provisorische Pfändung solle nur bei der Betreibung auf Geldzahlung möglich sein, nicht aber in der Betreibung auf Sicherheitsleistung.