Citation: I 207/05 24.01.2006 E. 2

Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. 2.1 Das kantonale Gericht hat in einlässlicher Würdigung der medizinischen Unterlagen sorgfältig begründet, weshalb für die Beurteilung der verwertbaren Restarbeitsfähigkeit auf die umfassende, den Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische Stellungnahme (BGE 125 V 352 Erw. 3a, 122 V 160 Erw. 1c) genügende interdisziplinäre Begutachtung durch die Dres. med. E.________ und M.________, vom August/ September 2003 abgestellt werden kann und dass die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Verschlechterung des Gesundheitszustandes auch den nachträglich aufgelegten Arztberichten nicht entnommen werden kann. Darauf kann verwiesen werden, wobei ergänzend anzufügen ist, dass letzteres auch für den nachträglich eingereichten Bericht des Dr. med. W._______ vom 12. Juli 2005, soweit er sich überhaupt auf den massgebenden Beurteilungszeitpunkt bezieht, gilt. Demzufolge ist der Versicherten trotz der diagnostizierten gesundheitlichen Beeinträchtigungen (leichte Chondrosen C4/5 und C5/6, Diskushernie L5/S1, Somatisierungsstörung, schwierige soziale Umstände sowie rezidivierende depressive Störung, remittiert) eine wechselbelastende, rückenschonende Tätigkeit im Umfang von 70% zumutbar. Was die erwerblichen Auswirkungen dieser Einschränkung anbelangt, hat die Vorinstanz dem vorzunehmenden Einkommensvergleich zu Recht sowohl für das Validen- wie auch für das Invalideneinkommen Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung zu Grunde gelegt, in Abweichung von der IV-Stelle jedoch aus dem Jahr 2002 anstatt 2000 und den Durchschnittswert "Total" anstatt denjenigen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen der Tabelle TA1 für Frauen in einfachen und repetitiven Tätigkeiten. Überzeugend begründet hat das kantonale Gericht schliesslich, dass - wiederum abweichend von der IV-Stelle - selbst bei Vornahme eines leidensbedingten Abzuges von 10% vom Invalideneinkommen aus der Gegenüberstellung mit dem Valideneinkommen ein unter 40% liegender Invaliditätsgrad resultiert, weshalb der Anspruch auf eine Invalidenrente zu verneinen ist. 2.2 Die Einwendungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vermögen den kantonalen Entscheid nicht in Frage zu stellen. Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, sie habe schon als Kind unter einem leichten cerebralen Schaden und unter Rückenproblemen gelitten, ist darauf hinzuweisen, dass die interdisziplinäre Begutachtung durch die Dres. med. E.________ und M.________ vom August/ September 2003 die Kindheit der Versicherten miteinbezogen hat. Allein aus der Kostengutsprache der Schulpflege R.________ für den Besuch einer Sonderschule vom 5. September 1975 und der ablehnenden Verfügung der Invalidenversicherung betreffend Sonderschulbeiträge vom 6. November 1975 ergeben sich keine genügenden Anhaltspunkte für eine andere Beurteilung. Weitere Akten aus dieser Zeit sind - wie die erfolglosen Editionsbegehren gezeigt haben - nicht (mehr) vorhanden, weshalb auch kein Anlass für eine Rückweisung zu weiteren diesbezüglichen Abklärungen besteht. Wenn die Versicherte sodann sinngemäss vorbringt, ihre Restarbeitsfähigkeit sei nicht mehr wirtschaftlich verwertbar, ist darauf hinzuweisen, dass für die Invaliditätsbemessung gemäss Gesetz nicht der aktuelle, sondern der ausgeglichene Arbeitsmarkt massgebend ist. Damit sind bei der Beurteilung der Aussichten einer versicherten Person, im Arbeitsmarkt effektiv vermittelt zu werden, nicht die dort herrschenden konkreten Verhältnisse massgebend; vielmehr wird - abstrahierend - unterstellt, hinsichtlich der in Frage kommenden Stellen bestehe ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage. Es kommt also darauf an, ob die versicherte Person die ihr verbliebene Arbeitskraft wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würde (AHI 1998 S. 287 mit Hinweis auf BGE 110 V 276 Erw. 4b). Eine seit dem Einspracheentscheid vom 3. August 2004 allenfalls eingetretene, mit Bezug auf den Rentenanspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades schliesslich hätte die Beschwerdeführerin im Rahmen einer Neuanmeldung nach Massgabe von Art. 87 Abs. 3 und 4 IVV geltend zu machen.