Citation: 2C_1152/2014 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer bringt in erster Linie vor, die Hälfte der Delikte seien Übertretungen gewesen und dass er sich seit 2010 nichts mehr zu Schulden habe kommen lassen. Dem Beschwerdeführer ist darin zuzustimmen, dass die von ihm begangenen Straftaten einzeln betrachtet nicht als schwerwiegend bezeichnet werden können. Allerdings sind die von ihm begangenen SVG-Delikte nicht zu unterschätzen: Durch das mehrmalige Lenken eines Fahrzeugs mit qualifizierter Blutalkoholkonzentration hat der Beschwerdeführer wiederholt Leib und Leben anderer Menschen gefährdet. Auch der Umstand, dass ihn sowohl die im Jahr 2004 ausgesprochene ausländerrechtliche Verwarnung als auch die verschiedenen strafrechtlichen Verurteilungen nicht von weiteren Verfehlungen abgehalten haben, spricht nicht zu seinen Gunsten. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers lässt sich allein aus der Tatsache, dass er seit 2011 nicht mehr strafrechtlich belangt wurde, noch nicht ableiten, dass er auch tatsächlich die Lehren aus seinen Verfehlungen gezogen hat. Ebenso wenig trifft zu, dass er sich - wie er vorbringt - in den letzten Jahren "klaglos" verhalten hat. So kam er seiner Verpflichtung zur Bezahlung der am 14. Februar 2011 ausgesprochenen Geldstrafe nicht nach, weshalb diese mit Vollzugsbefehl vom 16. August 2012 in 720 Stunden gemeinnützige Arbeit umgewandelt wurde. Überhaupt zeugt die beträchtliche Anhäufung von Betreibungen und Verlustscheinen in den letzten zehn Jahren von einer bemerkenswerten Gleichgültigkeit des Beschwerdeführers gegenüber seinen finanziellen Verpflichtungen. Entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers sind die Schulden aus der Zeit vor April 2010 nicht nur auf zwei Kredite zurückzuführen. Dem Betreibungsregisterauszug lässt sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer namentlich auch seinen öffentlich-rechtlichen Verpflichtungen (u.a. Steuer- und Krankenkassenschulden) wiederholt nicht nachgekommen ist.