Citation: 6B_196/2021 E. 5.4.4

5.4.4. Die Beschwerdeführerin 2 rügt schliesslich zu Recht, dass das Wohlverhalten nach einer Tat bzw. Haftentlassung gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung keine besondere Leistung darstellt und neutral zu werten ist (vgl. Urteile 6B_387/2020 vom 25. Oktober 2021 E. 1.4.4; 6B_774/2020 vom 28. Juli 2021 E. 3.3.4; 6B_447/2021 vom 16. Juli 2021 E. 6.2.2; 6B_460/2020 vom 10. März 2021 E. 8.4.3; 6B_794/2014 vom 9. Februar 2015 E. 6.3.1; je mit Hinweisen). Ebenso trifft zu, dass stabile berufliche und private Verhältnisse grundsätzlich weder strafmindernd zu berücksichtigen sind noch eine erhöhte Strafempfindlichkeit zu begründen vermögen. Ausserordentliche Umstände, anhand welcher vorliegend auf eine ausserordentliche Strafempfindlichkeit zu schliessen wäre, sind keine ersichtlich (vgl. hierzu: Urteile 6B_387/2020 vom 25. Oktober 2021 E. 1.4.4; 6B_774/2020 vom 28. Juli 2021 E. 3.3.4; 6B_694/2020 vom 17. Juni 2021 E. 4.1.2; 6B_142/2020 vom 27. Mai 2021 E. 1.4.3; je mit Hinweisen). Zu Recht berücksichtigt die Vorinstanz zwar strafmindernd, dass sich der Beschwerdeführer 1 bzw. der Beschwerdegegner 4 sowohl beim Beschwerdegegner 3 als auch bei G.________ schriftlich entschuldigt hat. Insgesamt vermögen indes die Täterkomponenten keine Reduktion der anhand der Tatkomponenten auf insgesamt siebendreiviertel Jahre festgesetzten Strafe um zweieinviertel Jahre auf fünfeinhalb Jahre und damit um rund 30 % zu rechtfertigen. Die Vorinstanz hat das ihr zustehende Ermessen offensichtlich überschritten. Die Beschwerde der Beschwerdeführerin 2 erweist sich auch in diesem Punkt als begründet.