Citation: 4A_513/2022 E. 3.1

3.1. Anspruch 1 lautet in der massgebenden Fassung: "1. The use of a first agent selected from X.________e from 0.5 to 1, 2, 3, 4 or 5 mg/kg/d in combination with Z.________, for the preparation of a medicament as a combined product for simultaneous, separated or sequential use for the treatment of Parkinson's Disease." Die deutsche Übersetzung lautet: "Verwendung eines ersten Agens, ausgewählt aus X.________ von 0.5 bis 1, 2, 3, 4 oder 5 mg/kg/Tag, zusammen mit Z.________ zur Herstellung eines Medikaments als ein kombiniertes Produkt für die simultane, getrennte oder sequen zi elle Verwendung zur Behandlung von Parkinson-Krankheit." Laut Vorinstanz (E. 7) führt die Auslegung der Beschwerdeführerin im Wesentlichen zu einem Anspruch auf ein Erzeugnis als Monopräparat bestehend aus X.________. Dieses soll im Sinne einer losen Kombination als Zusatztherapie oder Add-On Therapie zur Standardtherapie mit Z.________ verabreicht werden. Die Add-On Therapie sei als eine spezifische Form von Kombinationstherapie zu verstehen, bei der ein Patient bereits eine bekannte und etablierte Behandlung der Parkinson-Krankheit mit Z.________ erhalte und die Abgabe des Monopräparats X.________ ergänzend im Sinn von zeitlich später hinzutrete. Demgegenüber legt das IGE den Anspruch so aus, dass zwei Wirkstoffe, nämlich X.________ und Z.________ in einer Wirkstoffkombination im Sinne eines kombinierten Produkts als relevantes Erzeugnis anzusehen seien.