Citation: 6B_1424/2019 E. 3.4.1

3.4.1. Die Beschwerdeführerin lebt seit 27 Jahren in der Schweiz. Aufgrund der langen Aufenthaltsdauer ist eine Landesverweisung zweifelsohne mit einer gewissen Härte für sie verbunden. Daraus lässt sich jedoch noch kein für die Annahme eines Härtefalls genügend gewichtiges persönliches Interesse an einem Verbleib in der Schweiz ableiten. Ob ein Härtefall vorliegt, entscheidet sich weder anhand von starren Altersvorgaben, noch führt eine bestimmte Anwesenheitsdauer automatisch zur Annahme eines Härtefalls. Die Härtefallprüfung ist vielmehr in jedem Fall anhand der gängigen Integrationskriterien vorzunehmen (BGE 146 IV 105 E. 3.4.4 S. 110; Urteile 6B_300/2020 vom 21. August 2020 E. 3.4.2; 6B_15/2020 vom 5. Mai 2020 E. 1.7.2; je mit Hinweisen), wobei die intendierte "massive Verschärfung" (BGE 145 IV 55 E. 4.3 S. 62) des Ausweisungsrechts nicht aus dem Auge zu verlieren ist (BGE 144 IV 332 E. 3.3.1 S. 350 und E. 3.3.3 S. 341 f.; Urteil 6B_689/2019 vom 25. Oktober 2019 E. 1.7.2). Die Vorinstanz hat die Aufenthaltsdauer der Beschwerdeführerin in der Schweiz in ihre Erwägungen zum Härtefall gebührend miteinbezogen und diese richtigerweise lediglich als ein Element unter anderen gewürdigt.