Citation: 5A_508/2024 E. 4

Wie ebenfalls schon im kantonalen Verfahren machen die Beschwerdeführer sodann geltend, der Ersteigerer sei der Vorsitzende der Geschäftsleitung der Bank C.________ und er habe sich von einem Mitglied des Bankrates, der im Kreditausschuss sitze und von Beruf Architekt sei, begleiten lassen. Dies führe zu Günstlingswirtschaft, Mauschelei, Wettbewerbsvorteil, Risikofinanzierung einer Immobilie und zum Versagen des internen Kontrollsystems bzw. zu einer Verflechtung zwischen Kreditausschuss, Risikofinanzierung für Privatzweck und Renovationstätigkeit. Entsprechend hätten sie bei der FINMA eine Anzeige erstattet und diese habe die Bank gerügt. Die Feststellung im angefochtenen Entscheid, dass der Ersteigerer die Liegenschaft als Privatmann erworben habe, greifen die Beschwerdeführer nicht an. Im Übrigen ist unbekannt - und musste dem Betreibungsamt auch nicht bekannt sein, weil es für den Zuschlag ohne Belang ist -, auf welche Weise der Ersteigerer den Erwerb finanziert (vollständig aus eigenem Vermögen bzw. ganz oder teilweise durch Aufnahme eines Hypothekardarlehens). Weder dargetan noch ersichtlich ist ferner, welche Normen des Zwangsvollstreckungsrechts verletzt sein sollen, wenn der Ersteigerer sich von einer anderen Person hat begleiten und möglicherweise beraten lassen. Keine Relevanz für die Zwangsversteigerung und den Zuschlag, welcher vorliegend den Anfechtungsgegenstand bildet, hat insbesondere die Frage, ob es aus der Perspektive der Aufsicht über Finanzintermediäre, namentlich über Banken, als Bewilligungsträger unter irgendeinem Aspekt problematisch sein könnte, wenn es sich beim Ersteigerer um den CEO einer Bank und bei der Begleitperson um ein Mitglied des Bankrates handelt; hierüber hätte die FINMA im Rahmen ihrer Aufsichtsinstrumente, namentlich eines Enforcementverfahrens zu entscheiden (vgl. Art. 3 Abs. 1 und Art. 23 ff. BankG i.V.m. Art. 1 Abs. 1 lit. d und Abs. 2, Art. 3 lit. a, Art. 6 Abs. 1, Art. 24 ff. und insb. Art. 29 ff. FINMAG).