Citation: 5A_325/2023 E. 6.4.2

6.4.2. Zu Unrecht hält das Obergericht dem Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang sodann vor, sich mit dem blossen Hinweis auf eine frühere Prozesshandlung begnügt zu haben: Zwar erfüllen derartige Verweise die Anforderungen von Art. 311 Abs. 1 ZPO normalerweise nicht. Dies ist deshalb so, weil dadurch in der Regel mangels Auseinandersetzung mit dem Standpunkt der Erstinstanz nicht hinreichend aufgezeigt wird, weshalb der angefochtene Entscheid unrichtig sein soll (vgl. BGE 141 III 569 E. 2.3.3; Urteil 4A_185/2023 vom 31. Mai 2023 E. 4.3.2; REETZ/THEILER, in: Sutter-Somm et al. [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl. 2016, N. 36 zu Art. 311 ZPO [S. 2443]). Vorliegend hat die Erstinstanz sich mit den neu eingetretenen Umständen und ihren Implikationen für die bestehende Unterhaltspflicht indes auch nach der Darstellung des Obergerichts zu Unrecht nicht auseinandergesetzt (vgl. E. 6.1 hiervor). Insoweit kann vom Beschwerdeführer daher keine Bezugnahme auf den erstinstanzlichen Entscheid erwartet werden (vgl. auch BGE 139 II 185 E. 13.5). Damit genügt der Hinweis auf die frühere Eingabe ausnahmsweise aber auch den Begründungserfordernissen von Art. 311 Abs. 1 ZPO.