Citation: U 274/02 21.01.2004 E. 3

Zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente. 3.1 Das Valideneinkommen von Fr. 55'238.20 ist - trotz der widersprüchlichen Bezeichnung in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde - nicht bestritten. 3.2 Der Versicherte beanstandet beim Invalideneinkommen insbesondere eine Arbeitsfähigkeit von 50 %, die Zumutbarkeit der Arbeitsstellen gemäss den DAP-Profilen sowie das Nichtgewähren eines leidensbedingten Abzugs bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades. 3.2.1 Das Gutachten des Zentrums für Medizinische Begutachtung, Y.________ (ZMB), vom 21. Dezember 2000 ist für die streitigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt auch die geklagten Beschwerden, ist in Kenntnis der Vorakten ergangen, leuchtet in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein; auch sind die Schlussfolgerungen der Experten begründet. Es entspricht somit den Anforderungen der Rechtsprechung (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis) und es kann vollumfänglich darauf abgestellt werden. 3.2.2 Aus dem Gutachten geht hervor, dass dem Beschwerdeführer unter Berücksichtigung der physischen und psychischen Einschränkungen eine körperlich adaptierte Tätigkeit von 50 % zumutbar ist. Dabei kommen Arbeiten in Frage, bei welchen er keine Verrichtungen über Kopf oder auf Leitern/Gerüsten auszuüben hat, keine Zwangshaltung mit Inklination des Kopfes einnehmen sowie keine Gewichte von über 10 kg heben oder tragen muss und das Einschalten von Pausen möglich ist. Somit ist für die Ermittlung des Invaliditätsgrades sehr wohl von der Zumutbarkeit einer Erwerbstätigkeit auszugehen. Der Versicherte hilft zuhause bei der Kindererziehung mit, erledigt kleinere Gartenarbeiten und geht einkaufen. Es kann nicht gesagt werden, er sei auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht vermittelbar. Vielmehr ist ihm eine Erwerbstätigkeit auch sozialpraktisch zumutbar. Gemäss den Angaben zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege stand er zudem zu jenem Zeitpunkt kurz vor der Eröffnung seines Betriebes für Autowäsche in seinem Heimatland, was die Zumutbarkeit der Erwerbstätigkeit unterstreicht. 3.2.3 Die von der SUVA für die Ermittlung des Invaliditätsgrades ausgewählten sieben Arbeitsstellen entsprechen, entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers, durchaus den ärztlich vorgegebenen Anforderungen an einen zumutbaren Arbeitsplatz: An vier Arbeitsplätzen müssen keine Gewichte von mehr als 5 kg, bei den übrigen drei gelegentlich Gewichte von 5 bis 10 kg gehoben werden; sämtliche Tätigkeiten sind ohne Zwangshaltung (Inklination des Kopfes) auszuüben und es handelt sich durchwegs um leichte Arbeiten, welche keine Verrichtungen auf Gerüsten oder Leitern verlangen und bei welchen das Einlegen von Pausen möglich ist. 3.2.4 Gemäss den ausgewählten Arbeitsstellen könnte der Versicherte beim zumutbaren Arbeitspensum von 50 % ein durchschnittliches jährliches Einkommen von Fr. 24'066.35 erzielen. Was den Einwand des leidensbedingten Abzugs betrifft, hat das Eidgenössische Versicherungsgericht in BGE 129 V 472 festgehalten, dass bei der Ermittlung des Invalideneinkommens gestützt auf die DAP-Profile Abzüge vom System der DAP her nicht sachgerecht und somit auch nicht zulässig sind. Es bleibt somit beim Invalideneinkommen von Fr. 24'066.35. 3.3 Bei einem Vergleich des massgeblichen Valideneinkommens mit dem Invalideneinkommen zeigt sich, dass der von der SUVA auf Grund der DAP-Unterlagen ermittelte und von der Vorinstanz bestätigte Invaliditätsgrad von 57 % nicht zu beanstanden ist. Wie das kantonale Gericht zu Recht nachweist, wird die Richtigkeit dieses gestützt auf die DAP-Zahlen ermittelten Invaliditätsgrades durch ein entsprechendes Ergebnis (54 %) bei einem Lohnvergleich gestützt auf die Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) und unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 10 % bestätigt (BGE 129 V 483 Erw. 4.3.2).