Citation: 4A_15/2019 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz ging zunächst auf den Inhalt der beiden E-Mails vom 28. März und 14. April 2012 und die Erwägungen der Erstinstanz ein. Sie kam anschliessend zum Schluss, dass der Ausdruck "certains paiements que tu m'as fait" im E-Mail vom 28. März 2012 zwar durchwegs so verstanden werden könne, dass gewisse (persönliche) Zahlungen geleistet worden seien. Jedoch sei auch nicht ausgeschlossen, dass damit die Honorare gemeint seien, welche im (behaupteten) Vergleichsvorschlag von der Forderung des Beschwerdegegners abgezogen werden sollten. Auch sei nicht ausgeschlossen, dass damit andere Zahlungen als die im Rahmen des Vollstreckungsverfahrens freiwillig geleisteten gemeint gewesen seien, jedoch von den Parteien vor der Erstinstanz nicht thematisiert worden seien.