Citation: 1B_124/2017 E. A

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Appenzell Ausserrhoden führt gegen A.________ ein Strafverfahren insbesondere wegen mehrfacher versuchter schwerer Körperverletzung, mehrfacher einfacher Körperverletzung, Verabreichens gesundheitsgefährdender Stoffe an Kinder, mehrfacher Freiheitsberaubung, ev. Nötigung. Sie wirft ihm insbesondere vor, zwischen dem 1. Juni und dem 4. August 2015 den damals 12-14 Monate alten Sohn seiner Lebensgefährtin mehrfach misshandelt und verletzt und dabei zum Teil auch schwerste und lebensbedrohliche Verletzungen billigend in Kauf genommen zu haben. Seine Lebensgefährtin soll er geohrfeigt und gebissen und sie u.a. mit der Drohung, sie zusammenzuschlagen, davon abgehalten haben, Hilfe zu holen und die Beziehung zu ihm zu beenden. A.________ wurde am 9. August 2015 festgenommen und am 12. August 2015 in Untersuchungshaft versetzt. Am 17. November 2015 erfolgte der vorzeitige Strafantritt und am 4. Mai 2016 der Übertritt in den vorzeitigen Massnahmenvollzug. Nachdem ein abgekürztes Verfahren gescheitert war, erhob die Staatsanwaltschaft am 20. September 2016 Anklage gegen A.________ mit dem Antrag, ihn zu einer Freiheitsstrafe von 52 Monaten zu verurteilen und die Strafe zu Gunsten einer stationären Massnahme im Sinn von Art. 59 Abs. 3 StGB, eventuell einer Verwahrung im Sinn von Art. 64 StGB aufzuschieben. Am 6. Januar 2017 stellte A.________ ein Gesuch um Entlassung aus dem vorzeitigen Massnahmenvollzug, welches vom Kantonsgericht am 27. Januar 2017 abgewiesen wurde. Am 14. März 2017 wies das Obergericht des Kantons Appenzell Ausserrhoden die Beschwerde von A.________ gegen diesen Entscheid des Kantonsgerichts ab. Es teilte die Auffassung des Kantonsgerichts, wonach A.________ aufgrund weitgehender Eingeständnisse der ihm vorgeworfenen Taten dringend verdächtig sei, aufgrund des psychiatrischen Gutachtens von Dr. Knecht vom Psychiatrischen Zentrum Appenzell Ausserrhoden vom 21. Oktober 2015 Wiederholungsgefahr insbesondere in Bezug auf Gewaltdelikte sowie Fluchtgefahr bestehe und noch keine Überhaft drohe.