Citation: 6B_694/2023 E. 2.6

2.6. Schliesslich bemerkt die Vorinstanz, dass die Erstinstanz bei den Vergehen gegen das AHVG gemäss Anklagepunkt 2.1 und den Vergehen gegen das UVG gemäss Anklagepunkt 2.3 darauf verzichtete, jeden Verstoss einzeln zu asperieren. Stattdessen habe sie abweichend von der konkreten Methode in einer Gesamtbetrachtung pro Deliktsgruppe jeweils eine Zusatzstrafe ausgesprochen. Dieses Vorgehen wirkt sich gemäss Vorinstanz im Ergebnis zugunsten des Beschwerdeführers aus, da eine Asperation jedes einzelnen Verstosses insgesamt zu einer höheren Strafe führen würde. Denn wie sie aufgezeigt habe, resultierten bereits bei einer Gesamtbetrachtung der nach dem 8. April 2015 begangenen Vergehen Zusatzstrafen von gesamthaft 200 Tagessätzen. Die Erstinstanz habe aber nur eine Geldstrafe von 140 Tagessätzen ausgesprochen, welche die Vorinstanz aufgrund des Verschlechterungsverbots nicht erhöhen könne. Deshalb erübrige sich eine Asperation jedes einzelnen nach dem 8. April 2015 begangenen Vergehens gegen das AHVG und das UVG.