Citation: 9C_771/2007 21.02.2008 E. 3

3.1 In pflichtgemässer Würdigung der medizinischen Unterlagen (Berichte der Ärzte am Kantonsspital X.________ vom 23. November 2004 und 31. Oktober 2005; der Rehaklinik Y.________ vom 12. September 2005; der Dres. med. M.________ und A.________ vom 20. September 2005, 10. April 2006 und 29. Mai 2006 bzw. 14. April 2006) gelangte das kantonale Gericht zum Ergebnis, dass der Versicherte keiner schweren körperlichen Tätigkeit mehr nachgehen könne, indessen in einer leichten, wechselbelastenden Tätigkeit ohne vornübergeneigte Arbeiten und solche über Kopf uneingeschränkt arbeitsfähig sei. An die Feststellungen bezüglich Gesundheitsschaden, funktionellem Leistungsvermögen und medizinisch zumutbarer (Rest-) Arbeitsfähigkeit ist das Bundesgericht gebunden, da sie nicht offensichtlich unrichtig oder unvollständig sind. 3.2 Ein Blick in die medizinischen Akten zeigt, dass Dr. med. A.________ mit Arztbericht vom 14. April 2006 die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auf mindestens 50 % veranschlagte. Dr. med. M.________ hielt in seinem Schreiben zuhanden des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers vom 29. Mai 2005 fest, von den objektiverbaren medizinischen Befunden her könnte der Beschwerdeführer eine leichte Arbeit ausführen. Er argumentiere aber, dass er in seinem Alter keine neue Arbeit mehr finden könne, was ein bekanntes Dilemma zeige: Viele Versicherte begriffen nicht, dass der schwierige Stellenmarkt nichts mit medizinisch begründeten Versicherungsleistungen zu tun habe. Wenn er, Dr. med. M.________, davon ausgehe, dass eine 50%ige Arbeitsfähigkeit für leichte Tätigkeiten bestehe, stelle er sich schon vor, dass der Rechtsvertreter dem Beschwerdeführer zu einer Teilrente verhelfen könne. Beide Ärzte hielten gleichzeitig fest, dass der Gesundheitszustand stationär geblieben sei. Wenn die Vorinstanz im Rahmen ihrer Beweiswürdigung berücksichtigte, dass behandelnde Ärzte mit Blick auf das - für die Behandlung unabdingbare - Vertrauensverhältnis im Zweifelsfall eher zugunsten ihrer Patienten aussagen, verstösst dies nicht gegen Bundesrecht (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/cc S. 353). In Würdigung des auch von den Dres. med. M.________ und A.________ attestierten stationären Gesundheitszustandes hat die Vorinstanz ohne Verletzung von Bundesrecht in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 124 V 90 E. 4b S. 94) auf die Einschätzungen der Ärzte an der Rehaklinik Y.________ abstellen dürfen (wo sich der Versicherte vom 10. August bis 6. September 2005 einem ambulanten Trainingsprogramm inklusive einer Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit [EFL] unterzogen hatte). Dies gilt umso mehr, als zunächst auch Dr. med. M.________ die Einschätzung der Ärzte an der Rehaklinik ausdrücklich bestätigte (Bericht vom 20. September 2005), und erst im Rahmen des laufenden Verfahrens - ohne Änderung der Diagnose und bei explizit festgehaltenem stationärem Gesundheitszustand - eine um 50 % eingeschränkte Arbeitsfähigkeit attestierte.