Citation: 9C_110/2016 E. A

Die 1964 geborene A.________ ist gelernte Lastwagenchauffeuse und arbeitete bis 2004 im Saison-Arbeitsvertrag bei der B.________ S.A. Mitte November 2005 meldete sie sich infolge einer Totalprothesen-Operation am linken Knie bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle des Kantons Thurgau klärte die medizinischen und beruflichen Verhältnisse ab und bewilligte eine Umschulung zur technischen Kauffrau. Im April 2011 benötigte A.________ auch am rechten Knie eine Totalprothese. In der Folge sprach ihr die IV-Stelle Rentenleistungen zu. Die entsprechende Verfügung vom 24. Oktober 2012 hob das kantonale Gericht am 23. Januar 2013 auf und wies die Verwaltung an, den Sachverhalt durch Einholung eines orthopädischen Gutachtens ergänzend abzuklären. Nach einer Schulteroperation im Sommer 2013 wurde A.________ im Auftrag der Unfallversicherung durch die Gutachterstelle C.________ für interdisziplinäre Begutachtungen begutachtet (Gutachten vom 27. Dezember 2013). Die IV-Stelle zog diese Expertise hinzu und holte bei der Gutachterstelle D.________ ein ergänzendes bidisziplinäres Gutachten ein, wobei sie neu eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (nachfolgend: EFL) veranlasste; das Gutachten datiert vom 7. Mai 2014. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren gewährte sie A.________ vom 1. Oktober 2005 bis 28. Februar 2007, vom 1. März bis 31. Oktober 2011 und vom 1. Juni 2013 bis 30. April 2014 jeweils eine ganze Invalidenrente (Verfügung vom 19. März 2015). Am 20. März 2015 verneinte die Verwaltung einen Anspruch auf berufliche Massnahmen.