Citation: 6B_918/2021 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des Anspruchs auf ein faires Verfahren in Form der Nichtbeachtung des Prinzips der Waffengleichheit gemäss Art. 6 Ziff. 1 EMRK, Art. 29 BV und Art. 3 StPO. Er moniert, die Staatsanwaltschaft habe sich bei ihren Ermittlungen von Beginn an auf ihn fokussiert. Dass der Mitangeklagte E.________ der Schütze sein könne, habe die Staatsanwaltschaft nicht untersucht, obgleich sich dies aufgrund der Aktenlage aufgedrängt hätte. Wegen dieser einseitigen Untersuchung sei es zu einer einseitigen Anklage und einseitigen Urteilen gekommen. Die Einseitigkeit der Untersuchung zeige sich etwa darin, dass der forensische Untersuchungsbericht vom 24. November 2015 ergeben habe, dass an den Händen von E.________ doppelt so viele Schmauchspuren gefunden worden seien als bei ihm. Wenige Tage später habe die Staatsanwaltschaft einen Auftrag an die Kantonspolizei erteilt, der sich nur gegen ihn gerichtet habe. Ausserdem sei nur er psychiatrisch begutachtet und lange in Untersuchungshaft behalten worden, während E.________ ungewöhnlich rasch entlassen worden sei.