Citation: 5A_827/2023 E. 8.1

8.1. Willkür (Art. 9 BV) macht der Beschwerdeführer zuletzt deshalb geltend, weil das Kantonsgericht der Beschwerdegegnerin im Berufungsverfahren in Verletzung des Dispositionsgrundsatzes (Art. 58 Abs. 1 ZPO) mehr Ehegattenunterhalt als beantragt zugesprochen habe. Die Beschwerdegegnerin habe vor der Vorinstanz keine Eventualanträge für den nunmehr eingetretenen Fall gestellt, dass die alternierende Obhut angeordnet werde. Trotz Reduktion des Betreuungsunterhalts dürfe der Beschwerdeführer daher nicht zu höheren Ehegattenunterhaltsbeiträgen verpflichtet werden, zumal diese beiden Unterhaltsarten auf unterschiedlichen Voraussetzungen und wirtschaftlichen Verhältnissen beruhten. Dem Eheschutzgericht sei es auch dann versagt, von Amtes wegen mehr Unterhalt als beantragt zuzusprechen, wenn dem unterhaltspflichtigen Ehegatten nach Abzug seiner Leistungen an die Kinder verfügbare und an sich zu teilende Mittel blieben. Sodann sei der Beschwerdeführer auch bei einer Gesamtbetrachtung durch das Kantonsgericht insgesamt (d.h. Kindes- und Ehegattenunterhalt zusammengenommen) zu einer höheren Leistung verpflichtet worden, als die Erstinstanz sie vorgesehen hatte. Die Beschwerdegegnerin werde wesentlich besser gestellt als mit den erstinstanzlich zugesprochenen Unterhaltsbeträgen.