Citation: 9C_714/2023 E. 6.3

6.3. Mit dem Bezug des eigenen Studios in V.________ im Juli 2016 verschob sich der Lebensmittelpunkt des Beschwerdeführers in diese Gemeinde, zumal der Beschwerdeführer fortan dort übernachtete und von dort aus seine sozialen Kontakte pflegte. Nach den Feststellungen der Vorinstanz kehrte der Beschwerdeführer nach jedem der anschliessenden Auslandeinsätze wieder in die Wohnung in V.________ zurück; das Mietverhältnis dauerte also mindestens bis Ende 2019. Gemäss den Ausführungen in seiner Beschwerde bei der Vorinstanz vermietete der Beschwerdeführer das Studio während seinen Auslandeinsätzen nicht unter, "da bei Auslandeinsätzen in Krisengebieten sich die Situation immer ändern kann" (Art. 105 Abs. 2 BGG). Der erste Auslandeinsatz nach dem Umzug nach V.________ führte den Beschwerdeführer nach Niger, wo er sich vom 26. September 2016 bis zum 25. September 2017 aufhielt. Dieser Einsatz dauerte zwar exakt ein Jahr, war indessen zunächst auf sechs Monate bis am 25. März 2017 befristet und wurde erst im März 2017 um weitere sechs Monate verlängert (Art. 105 Abs. 2 BGG). Der Aufenthalt war also nicht auf ein Jahr angelegt, sondern es war damit zu rechnen, dass der Beschwerdeführer nach sechs Monaten wieder nach V.________ zurückkehren würde. Seine Situation war insoweit also vergleichbar mit einem Swisscoy-Einsatz (vgl. SSK-Kreisschreiben Nr. 1 Ziff. 2.2.3). Damit rechtfertigt es sich nicht, von einer Verlegung des Wohnsitzes nach Niger auszugehen. Dasselbe gilt für den Auslandeinsatz im Kongo (18. Februar 2018 bis 17. August 2018), der ebenfalls nur auf sechs Monate angelegt war und auch effektiv sechs Monate dauerte.