Citation: 8C_366/2019 E. 4.1

4.1. Die gegen die Beurteilung des Dr. med. C.________ vorgetragenen Einwände vermögen deren Beweiskraft mit dem kantonalen Gericht nicht in Frage zu stellen. Soweit der Beschwerdeführer erneut vorbringt, der Kreisarzt lasse sich von nicht medizinischen Argumenten leiten, wird auf die vorinstanzlichen Erwägungen hierzu verwiesen, wonach Dr. med. C.________ sowohl die neuen Dokumente, die ihm hinsichtlich der zu beurteilenden Arbeitsfähigkeit zur Verfügung standen - mithin namentlich jene der Kioskbesichtigung und der Staatsanwaltschaft Bern - als auch die medizinischen Unterlagen wertete. So gab er an, die erlittene stabile Fraktur mit konstanter Befundlage und minimaler Sinterung ermögliche erfahrungsgemäss schon nach wenigen Monaten wieder zumindest eine Teilarbeitsfähigkeit. Die Bildgebungs- und Untersuchungsbefunde rechtfertigten, nach Abschluss der wirbelsäulenorthopädischen Behandlung per 31. Juli 2017, die Annahme einer Arbeitsfähigkeit im Umfang von 50 % für die angestammte, körperlich belastende Tätigkeit als Bodenleger ab 1. August 2017. Eine vollständige Arbeitsunfähigkeit als Bodenleger lasse sich aber nicht begründen. Der Beschwerdeführer übersieht bei seiner Argumentation, dass Dr. med. C.________ zu Recht nicht bloss eine neue medizinische Einschätzung der Arbeitsfähigkeit vornahm, ohne auch die neuen Dokumente zu berücksichtigen, was - mit Blick auf die Frage eines Rückkommenstitels bezüglich der ausgerichteten Taggeldleistungen - revisionsrechtlich nicht genügte. Er gelangte vielmehr unter Einbezug aller zur Verfügung stehenden Unterlagen überzeugend zum Schluss, dass die Annahme einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit im hier zu beurteilenden Zeitraum sicherlich nicht gerechtfertigt gewesen sei. Nachdem die genannten Tatsachen zwingend zu einer anderen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit ab 1. August 2017 und somit zu einem geringeren Taggeldanspruch ab diesem Zeitpunkt hätten führen müssen, sind die Voraussetzungen einer prozessualen Revision erfüllt (Art. 53 Abs. 1 ATSG; vgl. Urteil 9C_955/2012 vom 13. Februar 2013 E. 3).