Citation: 4A_484/2015 E. 4.3

4.3. Wie erwähnt stellte die Vorinstanz fest, der Beschwerdeführer habe nicht gleichbleibend dargelegt, wie und warum es zu zwei (bis auf die Namen der Mieterschaft) gleich lautenden Mietverträgen gekommen sei. Der Beschwerdeführer rügt diesbezüglich eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts (Art. 97 Abs. 1 BGG). Ob er unterschiedliche rechtliche Wertungen vorbringe, sei irrelevant. Seine Aufgabe sei der Tatsachenvortrag, und der sei nie widersprüchlich gewesen. Von einer offensichtlich unrichtigen Sachverhaltsfeststellung im Sinn von Art. 97 Abs. 1 BGG (vgl. BGE 140 III 115 E. 2 S. 117 mit Hinweis) kann nicht die Rede sein. Vorliegend war nicht umstritten, dass zwei bis auf die Namen der Mieterschaft gleich lautende Mietvertragsdokumente bestehen. Die Frage war vielmehr, ob der tatsächliche Vorgang (Abschluss des zweiten Vertrags mit C.B.________) als (konkludente) Aufhebung des ersten Vertrags mit B.B.________, als zu Papier bringen des eigentlich bereits ursprünglich gewollten Vertragsverhältnisses zwischen dem Beschwerdeführer und C.B.________ (siehe Urteil 5C.127/2001 vom 26. Oktober 2001 E. 2a zur Parteisimulation), als Übertragung des ersten Vertrages gemäss Art. 263 OR oder als Einbezug von C.B.________ in das Mietverhältnis zwischen ihrem Bruder und der Vermieterin zu werten ist. Ziel der Vertragsauslegung ist es in erster Linie, den übereinstimmenden wirklichen Willen der Parteien festzustellen (vgl. Art. 18 Abs. 1 OR). Nur wenn dies nicht gelingt, kommt in zweiter Linie eine objektivierte Vertragsauslegung zum Zuge. Darauf, dass der Vertragspartner eine Vereinbarung nach Treu und Glauben in einem gewissen Sinne hätte verstehen müssen, darf sich eine Vertragspartei nur berufen, soweit sie selbst die Bestimmung tatsächlich so verstanden hat (Urteile 4A_388/2012 vom 18. März 2013 E. 3.4.3; 4A_538/2011 vom 9. März 2012 E. 2.2; 4A_219/2010 vom 28. September 2010 E. 1 mit Hinweisen, nicht publ. in: BGE 136 III 528). Daher bedarf es sowohl bei der Ermittlung der übereinstimmenden inneren Willen als auch bei einer objektivierten Vertragsauslegung einer Tatsachenbehauptung der Vertragspartei betreffend dessen, was sie selber wollte. Die Vorinstanz hat insofern zu Recht von einer "lavierenden Sachdarstellung" des Beschwerdeführers zum tatsächlichen Willen gesprochen. Aus dem Begründungszusammenhang ergibt sich, dass sie auch die Formulierung der nicht gleichbleibenden Darstellung in diesem Sinn meinte; um die rechtliche Wertung geht es dabei entgegen dem Beschwerdeführer nicht.