Citation: 8C_488/2023 E. 5.2

5.2. Eine weitergehende Differenzierung im Sinne der von der Vorinstanz angewendeten kantonalen Praxis kann mit Blick insbesondere auf den von der Rechtsprechung erst unlängst hervorgehobenen letztgenannten Grundsatz der einheitlichen Begriffsbestimmung in Art. 25 Abs. 1 ELV nicht als bundesrechtskonform gelten. Im Rahmen der Anspruchsprüfung für die Ergänzungsleistung ist bei einem (längerdauernden) Aufenthalt in einem Heim einzig zu prüfen, ob dieses formell anerkannt sei. Eine weitergehende Beurteilung durch die für die Zusprechung der Ergänzungsleistung zuständigen Behörden, ob die Unterbringung im Heim gerechtfertigt sei, fällt insbesondere dann ausser Betracht, wenn das betreffende Kind aufgrund einer Anordnung durch die zuständige KESB in einem Heim lebt. Ob die Fremdplatzierung in einem Heim notwendig war, muss der dafür zuständigen Behörde anheimgestellt bleiben.