Citation: 8C_322/2021 E. 6.3.2

6.3.2. Mit Stellungnahme vom 18. September 2019 widersprach der beratende Dr. med. D.________ der Einschätzung des Dr. med. G.________, wonach die Massenruptur der Rotatorenmanschette posttraumatischer Natur sei. Zwischen den beklagten Beschwerden und dem Ereignis vom 28. Juni 2019 bestehe kein natürlicher Kausalzusammenhang. Es handle sich um unfallfremde Faktoren im Sinne schwerer, degenerativer, vorbestehender, ereignisfremder Befunde einer chronischen Massenruptur der Rotatorenmanschette der rechten Schulter. Die Gesundheit des Beschwerdeführers sei mit Sicherheit schon vor dem Ereignis in stummer oder manifester Weise beeinträchtigt gewesen. Das Ereignis habe mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu einer vorübergehenden Verschlimmerung in Form einer Zerrung der Schulterweichteile ohne nachweisbares morphologisches oder ereigniskausales Korrelat gehandelt. Bei einer solchen Weichteilzerrung könne von einem Status quo sine bis zur Diagnose der MRI-Befunde vom 3. Juli 2019 oder aber höchstens nach vier Wochen ausgegangen werden.