Citation: 6P.132/2003 02.12.2003 E. 1

Der Beschwerdeführer macht geltend, das Obergericht habe bei der Beurteilung der Frage, ob über den Beschwerdeführer ein Gutachten einzuholen sei, die Maxime "in dubio pro reo" verletzt, indem es befunden habe, es bestehe kein Grund, an seiner Zurechnungsfähigkeit zu zweifeln. Bei der Beurteilung der Frage, ob gemäss Art. 13 StGB eine psychiatrische Untersuchung des Beschwerdeführers anzuordnen sei, führt das Obergericht aus, es gebe keinen ernsthaften Anlass, an der Zurechnungsfähigkeit des Beschwerdeführers im Tatzeitraum Zweifel zu hegen. Im Rahmen der Strafzumessung hingegen gesteht das Obergericht dem Beschwerdeführer, in analoger Anwendung der Maxime "in dubio pro reo", eine verminderte Zurechnungsfähigkeit im Tatzeitpunkt zu. Den Ausführungen des Obergerichts zur Strafzumessung ist zu entnehmen, dass es an der vollen Zurechnungsfähigkeit des Beschwerdeführers sehr wohl zweifelt. Diesen Zweifeln trägt es im Rahmen der Strafzumessung auch Rechnung. Die diesbezügliche Rüge des Beschwerdeführers stösst somit ins Leere.