Citation: 6B_376/2024 E. 2.4.4

2.4.4. Entgegen der Kritik der Beschwerdeführerin erweist sich die Verlängerung der stationären therapeutischen Behandlung von psychischen Störungen um 15 Monate auch als verhältnismässig. Es wurde bereits dargelegt, dass die Vorinstanz zu Recht feststellt, dass das noch unerprobte Entlassungssetting nicht ausreicht, um die Rückfallgefahr zu reduzieren bzw. von einer günstigen Legalprognose auszugehen. Damit verneint sie auch die Geeignetheit einer milderen ambulanten Massnahme. Ferner zeigt die Vorinstanz überzeugend auf, welche Schritte sie von den Vollzugsbehörden und der Beschwerdeführerin erwartet, um deren bedingte Entlassung zu ermöglichen. Entgegen dem Einwand der Beschwerdeführerin erachtete die Sachverständige eine ambulante Massnahme nicht einzig aus organisatorischen Gründen als nicht geeignet. Vielmehr führte sie aus, eine stationäre Massnahme sei besser als ein ambulantes Setting, wenn jemand dekompensiere und keine Einsicht in die Verschlechterung des Zustandsbilds habe, da man in dieser Situation das Setting im stationären Rahmen wieder etwas enger machen könne (Akten Vorinstanz, Einvernahmeprotokoll der Sachverständigen, pag. 124). Damit begründete sie einleuchtend, weshalb eine ambulante Massnahme derzeit nicht geeignet ist. Angesichts des Umstands, dass die Beschwerdeführerin im bisherigen Massnahmenvollzug auf Veränderungen äusserer Bedingungen empfindlich reagierte (vgl. Akten Vorinstanz, Einvernahmeprotokoll der Sachverständigen, pag. 123), erscheint es angebracht, dass sie nunmehr in eine Institution in der Nähe ihres geplanten Umfelds nach ihrer Entlassung versetzt und dort noch während des Massnahmenvollzugs schrittweise eine Tagesstruktur, inkl. Berufstätigkeit und Anbindung an ein forensisches Ambulatorium, organisiert wird (vgl. Akten Vorinstanz, Einvernahmeprotokoll der Sachverständigen, pag. 124; Akten Vollzug, Gutachten vom 23. Juni 2023 S. 54 ff., 61 f.). So ist denn auch die von der Beschwerdeführerin zitierte Einschätzung der Sachverständigen, wonach ein Verbleib in der bisherigen Institution im Kanton Zürich "nicht so gut" sei (Akten Vorinstanz, Einvernahmeprotokoll der Sachverständigen, pag. 123), zu erklären.