Citation: 1C_267/2021 E. 4.3

4.3. Grundsätzlich trifft es zu, dass die zum gleichen Amt gehörenden organisatorischen Untereinheiten sich das Wissen gegenseitig anrechnen lassen müssen bzw. verpflichtet sind, für die andere Einheit wesentliche Erkenntnisse an diese weiterzuleiten. Gemäss den Akten stellte jedoch das von der Beschwerdeführerin beauftragte Fachbüro der Fachstelle Grundwasser am 9. Dezember 2016 ein erstes Memo über die während der Abbauarbeiten bzw. der Dauer der Einstellung derselben über die Feiertage zu treffenden Vorkehrungen zum Grundwasserschutz zu. Darin wurde ausgeführt, dass das Öl durch die in 2.4 m Tiefe liegende Lehmschicht durchgedrungen sei und sich in den darunter liegenden Schotter ausgebreitet habe. Als Folge davon vereinbarte das Fachbüro mit der Fachstelle Grundwasser gewisse Vorkehrungen zum Schutz des Grundwassers, namentlich die Abdeckung der verbleibenden verschmutzten Fläche mit Plastikplanen. Im am 16. Dezember 2016 zugestellten zweiten Memo führte das Fachbüro aus, das Öl sei mehrere Meter tief in den Schotter eingedrungen. Mit den durchgeführten Arbeiten habe der verunreinigte Untergrund durch gezielten Aushub vom Rand zum Zentrum des Schadensorts deutlich verkleinert werden können und die Sohle der durch den Aushub entstandenen Grube sei unverschmutzt; es sei vorgesehen, die Böschungen im verbleibenden Bereich der Restbelastung mit Plastik abzudecken, so dass allfällig anfallendes Niederschlagswasser in die unverschmutzten Vertiefungen der Grube ablaufe. Damit erhielt die Fachstelle Grundwasser zwar Kenntnis davon, dass die Ölverunreinigung über grössere Ausmasse als vorher angenommen verfügte; die Information beschränkte sich aber darauf, das Öl sei in den unter der Lehmschicht liegenden Schotter eingedrungen. Über ein mögliches Vorrücken bis in den Grundwasserschwankungsbereich war damals noch nichts bekannt.