Citation: 9C_635/2022 E. 2.3.1

2.3.1. Zu diesem Kreisschreiben hat das Bundesgericht festgestellt, dass es mit dem Wortlaut und dem Geist von Art. 33 Abs. 1 lit. h bzw. h bis DBG übereinstimmt (vgl. u.a. das Urteil 2C_450/2020 vom 15. September 2020 E. 3.3.2. u. 3.3.3; m.w.H.). Das KS Nr. 11 entspricht grundsätzlich gefestigter Praxis und wurde vom Bundesgericht verschiedentlich als sachgerecht sowie zweckmässig beurteilt. Als Verwaltungsverordnung richtet das Kreisschreiben sich vorab an die Vollzugsorgane und ist für das Gericht nicht verbindlich. Dieses berücksichtigt Kreisschreiben aber bei seiner Entscheidung, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungsverordnungen ab, sofern deren generell-abstrakter Gehalt eine dem individuell-konkreten Fall angepasste und gerecht werdende Auslegung der massgebenden Rechtssätze zulässt, welche diese überzeugend konkretisiert (vgl. u.a. BGE 147 II 248 E. 2.2.1; 142 II 182 E. 2.3.3; Urteile 2C_450/2020 vom 15. September 2020 E. 3.3.2 u. 3.3.3; 2C_479/2016 vom 12. Januar 2017 E. 3.5; 2C_873/2014 vom 8. November 2015 E. 3.4.1 u. E. 3.4.2; 2C_258/2010 vom 23. Mai 2011 E. 4.2).