Citation: 8C_722/2023 E. 4.2

4.2. Das kantonale Gericht hat mit in allen Teilen zutreffender Begründung, worauf verwiesen wird (Art. 109 Abs. 3 BGG), richtig erkannt, dass nach konstanter Rechtsprechung zur arbeitgeberähnlichen Stellung des Versicherten bzw. des mitarbeitenden Ehegatten (vgl. zuletzt SVR 2023 ALV Nr. 22 S. 73, 8C_668/2022 E. 3.2 mit Hinweisen) bis zum Scheidungsurteil ein Missbrauchsrisiko persistiert, und zwar unabhängig davon, ob und wie lange die Ehepartner faktisch oder gerichtlich getrennt leben oder ob gerichtliche Eheschutzmassnahmen angeordnet wurden. Selbst wenn der Scheidungswille der schon lange getrennt lebenden Ehepartner als unerschütterlich feststehend erscheint, was hier weder erstellt noch widerlegt ist, kann der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung nicht entstehen (BGE 142 V 263 E. 5.2.2 und Urteil 8C_87/2023 vom 14. September 2023 E. 2.2, je mit Hinweisen). Entgegen der vom Beschwerdeführer wiederholt angerufenen, von FRANZ SCHLAURI (Ungesetzliche Ausschlüsse von der Arbeitslosenentschädigung, in: Jahrbuch zum Sozialversicherungsrecht [JaSo] 2012, 203 ff.) an dieser Rechtsprechung geübten Kritik verweist zumindest THOMAS GÄCHTER (Rechtsmissbrauch im öffentlichen Recht, Zürich 2005, S. 524) auf das dieser Praxis in "teleologischer Extension" zu Grunde liegende nachweisbare gesetzgeberische Ziel der Missbrauchsvermeidung (vgl. auch THOMAS NUSSBAUMER, Arbeitslosenversicherung, in: Soziale Sicherheit, SBVR Bd. XIV, 3. Aufl. 2016, S. 2310 Rz. 275 mit weiteren Hinweisen).