Citation: 8C_302/2024 E. 11.2

11.2. Die Vorinstanz erwog, auf dem allgemeinen und ausgeglichenen Arbeitsmarkt existierten Arbeitsplätze für die im Verfügungszeitpunkt 61 Jahre alt gewesene Beschwerdeführerin. Die lange Abwesenheit vom Berufsleben sei bei Hilfsarbeiten, die in der Regel eben gerade keinen grossen Einarbeitungsaufwand erforderten, irrelevant. Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen seien in der Arbeitsfähigkeitsschätzung berücksichtigt worden, beeinflussten die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit in der Regel jedoch nicht. Dies sei nur dann möglich, wenn eine versicherte Person wegen ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigung jedem Arbeitgeber unzumutbar wäre, beispielsweise weil sie wegen einer Schizophrenie eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellen würde. Eine solche Konstellation liege hier jedoch nicht vor. Hilfsarbeiten erforderten in der Regel auch keine intellektuellen Fähigkeiten. In den Akten seien keine Hinweise dafür vorhanden, dass die geistigen Fähigkeiten der Beschwerdeführerin stark eingeschränkt wären. Auf den psychiatrischen ABI-Gutachter habe sie vielmehr normintelligent gewirkt. Die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit sei demnach zu bejahen.