Citation: 6B_56/2020 E. 1.4.2

1.4.2. Mit Anklageschrift vom 16. August 2016 wurde dem Beschwerdeführer u.a. Mittäterschaft zu Angriff nach Art. 134 StGB vorgeworfen. Eine Wiederaufnahme bezüglich des Vorwurfs der eventualvorsätzlichen Tötung erfolgte nicht. Der massgebliche Sachverhalt wird in den Vorbemerkungen der Anklageschrift wie folgt umschrieben: Am frühen Morgen des Samstags, 8. August 2009, ereignete sich zwischen zwei Gruppierungen in U.________ in der Nähe des Festivalgeländes C.________ (Gemeinde V.________) eine tätliche Auseinandersetzung. Auf der einen Seite waren dies die Brasilianer C.B.________, A.G.________, B.G.________ und H.________ und auf der anderen Seite die aus dem Balkan stammenden E.________ und F.________ sowie der Beschwerdeführer. Während dieser tätlichen Auseinandersetzung wurde C.B.________ eine Stichverletzung zugefügt, der er noch am Ort des Geschehens erlag (angefochtenes Urteil S. 3, vgl. auch S. 37). Bei der Umschreibung des Angriffs des Beschwerdeführers und seiner beiden Begleiter auf die Gruppe der Brasilianer und der Tötung des Opfers schildert die Anklageschrift zunächst, wie sich die Täter nach ihrer Ankunft mit dem Personenwagen mit Hammer, Messer und Pfefferspray bewaffnet hätten und hernach vom Parkplatz auf die Strasse zurückgerannt seien, bis sie sich in Reichweite der anderen Gruppe befunden hätten. Dabei sei der Beschwerdeführer als erster auf die brasilianische Gruppe zugerannt, welche sich zum Zeitpunkt des Angriffs auf dem Trottoir befunden habe. Das Opfer und seine Kollegen hätten daraufhin ihre Fahrräder fallen lassen und jeder für sich zu fliehen versucht. Den weiteren Verlauf schildert die Anklageschrift folgendermassen: -..] Danach ging der Beschwerdeführer auf A.G.________ los, welcher den Schlägen jedoch auswich. Der Beschwerdeführer fiel aufgrund eines Fehlschlags kurzzeitig hin, rappelte sich aber sogleich wieder auf. A.G.________ versuchte davonzurennen. E.________ stellte ihm daraufhin ein Bein, legte den rechten Arm um seinen Hals und zerrte ihn zu Boden. Sodann behändigte der Beschwerdeführer den Hammer von E.________. Als A.G.________ mit dem Bauch auf der Strasse lag, hielt ihn E.________ zunächst im Schwitzkasten, bis der Beschwerdeführer mit seinem Hammer auf ihn steigen und ihn fixieren konnte. Danach schlug er mit dem Hammer mindestens zweimal auf A.G.________ ein. [...] Als der Beschwerdeführer gewaltsam auf den keinerlei aktiven Widerstand leistenden A.G.________ einwirkte und dabei den zuvor erhaltenen Hammer einsetzte, verfügte E.________ noch über das Messer, welches ihm der Beschwerdeführer nach dem Einlass in das Festzelt wieder ausgehändigt hatte, und nahm dieses als einsetzbare Bewaffnung zur Hand. Über ein solches verfügte auch F.________, der sich damit dem A.G.________ zu Hilfe kommenden späteren Opfer entgegenstellte, wobei sich auch E.________ ganz in der Nähe aufhielt und an der Auseinandersetzung beteiligte. F.________ machte mit dem geöffneten Messer in der Hand auf Brusthöhe Hin- und Herbewegungen. [...] Dieser oder eventuell der neben ihm befindliche E.________ stach in dieser Situation mit dem mitgeführten offenen Messer dem sich mit ihnen in einer Auseinandersetzung befindlichen Opfer linksseitig in die Brust (angefochtenes Urteil S. 6 ff.).