Citation: 8C_940/2009 08.03.2010 E. 3

3.1 Es ist unbestritten, dass der Versicherte am 4. April 2005 an dem im November 2004 diagnostizieren Pleuramesotheliom verstorben ist. Im Weiteren anerkennt die SUVA die Kausalität zwischen dem Ausüben einer versicherten Tätigkeit mit Exposition zu Asbeststaub in den 1960er und 1970er Jahre bei der Firma E.________ AG und diesem Leiden. Die Anstalt sprach mit Verfügung vom 31. Mai 2007 der Witwe des Versicherten, B.________, eine Hinterlassenenrente ab 1. Mai 2005 zu. Streitig und zu prüfen ist zunächst, ob der Versicherte vor seinem Ableben aufgrund dieser Krankheit einen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung der Unfallversicherung erworben hat. 3.2 Das kantonale Gericht hat in zutreffender Darstellung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung erwogen, die Integritätsentschädigung bezwecke nicht einen Ausgleich körperlicher oder psychischer Leiden der versicherten Person während der ärztlichen Behandlung, sondern die pauschalierte Abgeltung der nach Abschluss der ärztlichen Behandlung verbleibenden Unbill, welche aus der dauerhaften erheblichen Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität hervorgeht (vgl. BGE 133 V 224 E. 5.1 ff. S. 230 f.). Eine Berufskrankheit mit erheblicher Beeinträchtigung der Lebenserwartung des Versicherten bewirkt daher dann keinen dauernden Integritätsschaden, wenn zwischen dem Zeitpunkt, in dem die Behandlung keine Verbesserung des Zustandes mehr versprach, und demjenigen des Todes weniger als zwölf Monate lagen (BGE 133 V 224 E. 5.4 S. 231 f.). 3.3 Gemäss der Aktenzusammenfassung der SUVA-Ärztin Dr. med. O.________ vom 28. August 2006 fand die erste Behandlung des Pleuramesothelioms des Versicherten am 5. November 2004 statt. Diese Aussage findet sich auch im Privatgutachten des Dr. med. C.________ Chirurge und Spezialarzt für Arbeitsmedizin sowie für Hygiene und medizinische Prävention vom 13. August 2008 bestätigt: Auch dieser Arzt geht davon aus, dass ein Pleuramesotheliom erst ab November 2004 zu diagnostizieren war. Da der Versicherte am 4. April 2005 verstorben ist, braucht, wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat, nicht näher geprüft zu werden, in welchem Zeitpunkt die Behandlung keine weitere Besserung des Zustandes mehr versprach, da selbst zwischen Auftreten der Krankheit und dem Tod weniger als sechs Monate vergingen. Somit kann das Erfordernis der mindestens zwölfmonatigen Stabilisierung des Gesundheitszustandes nicht erfüllt sein. Insoweit in der Beschwerde eine Integritätsentschädigung wegen des Pleuramesothelioms verlangt wird, ist diese offensichtlich unbegründet.