Citation: 4A_84/2020 E. B

Die Klägerin reichte am 3. November 2017 beim Arbeitsgericht Zürich Klage ein und berief sich auf das Vorliegen eines Arbeitsverhältnisses mit dem Beklagten. Sie beantragte zusammengefasst, der Beklagte habe ihr eine Entschädigung wegen missbräuchlicher Kündigung des Arbeitsvertrages und den Ferienlohn von September 2016 bis März 2017 zu bezahlen. Sodann sei der Beklagte zu verpflichten, ihr im Rechtsbegehren spezifizierte Abrechnungen und Bestätigungen vorzulegen. Er habe ihr die sich daraus ergebenden Guthabenbeträge auszubezahlen und verschiedene weitere, im Rechtsbegehren konkre tisierte Kosten zurückzuerstatten. Der Beklagte bestritt das Vorliegen eines Arbeitsverhältnisses und damit die sachliche Zuständigkeit des Arbeitsgerichts. Er erhob sodann Widerklage und begehrte, die Klägerin zu sei verpflichten, ihm Fr. 1'353.20 zuzüglich Zins zu bezahlen. In der Verfügung und dem Urteil vom 26. November 2018 erwog das Arbeitsgericht zusammengefasst, bei der Frage, ob ein Arbeitsverhältnis vorliege, handle es sich um eine doppelrelevante Tatsache. Da die Vorbringen der Klägerin, es liege ein Arbeitsvertrag vor, nicht auf Anhieb unrichtig erscheinen würden, sei auf die Klage einzutreten. In der materiellen Beurteilung kam das Arbeitsgericht aber zum Schluss, dass kein Arbeitsvertrag zwischen den Parteien vorliege. Entspre chend wies es die Klage ab und trat auf die Widerklage nicht ein. Dagegen erhob die Klägerin Berufung an das Obergericht des Kantons Zürich. Das Obergericht bestätigte mit Urteil vom 23. Dezember 2019 das Urteil des Arbeitsgerichts und wies die Berufung ab.