Citation: 4C.433/1999 22.02.2000 E. 1

1.- Im Berufungsverfahren ist das Bundesgericht an die tatsächlichen Feststellungen der letzten kantonalen Instanz gebunden, sofern sie nicht auf einem offensichtlichen Versehen beruhen, unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zustande gekommen oder zu ergänzen sind, weil die Vorinstanz für die Beurteilung der Streitsache massgebendes Bundesrecht nicht oder unrichtig angewandt und daher einen rechtserheblichen Tatbestand nicht hinreichend geklärt hat (Art. 63 und 64 OG). Eine Ergänzung des Sachverhalts setzt dabei voraus, dass entsprechende Behauptungen im kantonalen Verfahren prozesskonform aufgestellt und zum Beweis verstellt wurden, was in der Berufung aufzuzeigen ist, andernfalls die Vorbringen als neu zu gelten haben und unzulässig sind (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 119 II 353 E. 5c/aa). a) Die Beklagte legt ihrer in der Berufungsschrift vertretenen Rechtsauffassung über weite Strecken einen gegenüber den Feststellungen der Vorinstanz geänderten und erweiterten Sachverhalt zu Grunde, ohne sich auf eine der genannten Ausnahmen von der Sachverhaltsbindung des Bundesgerichts zu berufen. Auf diese Weiterungen ist nach dem Gesagten nicht einzutreten. b) Weiter ist die Beklagte insoweit nicht zu hören, als sie dem Bezirksgericht Appenzell Verletzungen bundesrechtlicher Beweisvorschriften vorwirft. Anfechtungsobjekt der eidgenössischen Berufung ist ausschliesslich das Urteil der oberen kantonalen Instanz (Art. 48 Abs. 1 OG). Den darin relevierten Sachverhalt aber hat das Kantonsgericht selbst festgestellt.