Citation: 2C_878/2022 E. 5.5

5.5. Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vor, es sei unhaltbar, dass die Rechtsmittelinstanzen nicht auch dafür zuständig seien, die mit der (vorsorglichen) Beschlagnahmung des Hundes einhergehenden Kosten zu verlegen. Damit würde zum einen die gemäss Devolutiveffekt von Rekurs und Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegebene Massnahmezuständigkeit der Gesundheitsdirektion und des Verwaltungsgerichts ohne jede Gesetzesgrundlage eingeschränkt. Zum anderen sei es willkürlich, dass das Veterinäramt als Verfahrenspartei im Rechtsmittelverfahren dafür zuständig sein soll, der Gegenpartei die Kosten der von der Rechtsmittelinstanz eigenständig angeordneten vorsorglichen Massnahmen aufzuerlegen. Soweit die Beschwerdeführerin mit Verweis auf den Devolutiveffekt rügt, die Vorinstanz habe das kantonale Recht willkürlich angewendet, zeigt sie nicht auf, inwiefern sich aus dem Devolutiveffekt ergeben soll, dass die Rechtsmittelinstanzen auch über die Verlegung der Massnahmekosten zu entscheiden haben, wenn sie vorsorgliche Massnahmen anordnen. Es ist unter Willkürgesichtspunkten nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz davon ausging, die Überwälzung der Kosten für die Unterbringung des Hundes gründe im materiellen Recht und die Zuständigkeit zur Verlegung dieser Kosten gehe nicht auf die Rechtsmittelinstanzen über, welche die Weitergeltung der (vorsorglichen) Beschlagnahmung angeordnet haben. Soweit die Beschwerdeführerin als offensichtlich unhaltbar und in stossender Weise ungerecht rügt, dass das Veterinäramt als Verfahrenspartei in den Rechtsmittelverfahren dafür zuständig sein soll, die Kosten der von den Rechtsmittelinstanzen angeordneten Massnahmen aufzuerlegen, legt sie ebenfalls keine Willkür dar. Das Veterinäramt ist nicht in seiner Stellung als Verfahrenspartei, sondern als Behörde, die von den Rechtsmittelinstanzen mit der Vollstreckung der Beschlagnahmung beauftragt wurde, für die Kostenauflage zuständig.