Citation: K 54/01 15.07.2003 E. 3

3.1 Wie das Eidgenössische Versicherungsgericht im Urteil vom 16. Februar 2000 feststellte (Erw. 5a), scheitert der innerkantonale Vergleich vorliegend daran, dass der Beschwerdeführer 1992 der einzige im Kanton Appenzell Innerrhoden tätige Augenarzt war. Es erwog, dass für die Überprüfung der Wirtschaftlichkeit der ärztlichen Praxistätigkeit anhand der statistischen Methode auch die Durchschnittskosten von Ärzten der gleichen Fachrichtung, die in andern Kantonen als der belangte Arzt tätig sind, herangezogen werden können, sofern die die Kosten beeinflussenden Umstände in den Vergleichskantonen hinreichend ähnlich sind. Fehlt es an gesicherten Grundlagen für einen solchen interkantonalen Vergleich, ist die Wirtschaftlichkeit der Tätigkeit eines Arztes, der in seinem Kanton der einzige seiner Fachrichtung ist, auf Grund der analytischen Methode zu prüfen (Erw. 5c und d). 3.2 Das Schiedsgericht hat im Rückweisungsverfahren die Ärztetarife der Kantone Thurgau, Aargau, Obwalden und Nidwalden für das Jahr 1992 inhaltlich auf ihre Vergleichbarkeit mit demjenigen des Kantons Appenzell Innerrhoden überprüft und festgestellt, dass alle die identische Tarifstruktur aufweisen und im vorliegend interessierenden Bereich die gleichen Tarifpositionen beinhalten. Bei der Verteilung der Taxpunktwerte auf die Tarifpositionen ergab sich, dass die Vergleichskantone im Jahre 1992 vor allem die Grundleistungen, allgemeinen diagnostischen Leistungen und allgemeinen therapeutischen Leistungen gegenüber dem Appenzeller Tarif teilweise mit mehr Taxpunkten bewerteten. Die spezialärztlichen Leistungen, wie sie der Beschwerdeführer erbrachte, wurden in allen Vergleichskantonen mit gleich vielen Taxpunkten wie in Appenzell abgegolten. Weil diese vorinstanzlichen Feststellungen nicht zu beanstanden sind und somit gesicherte Grundlagen für einen interkantonalen Vergleich vorliegen, war die Wirtschaftlichkeitsprüfung nach dem Durchschnittskostenvergleich angebracht, da die statistische Methode der analytischen wo möglich vorgezogen werden soll, und die Einzelfallprüfung im Allgemeinen nur dann zur Anwendung gelangt, wenn es an zuverlässigen Angaben für einen Durchschnittskostenvergleich fehlt (wobei die Schiedsgerichte in der Wahl der Prüfmethode grundsätzlich frei sind) (BGE 98 V 198 f.; Schürer, Honorarrückforderung wegen Überarztung bei ambulanter ärztlicher Behandlung - Materiellrechtliche Aspekte, in: Schaffhauser/Kieser (Hrsg.) Wirtschaftlichkeitskontrolle in der Krankenversicherung, St. Gallen 2001, S. 81 ff.).