Citation: 1C_231/2017 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz hat zur Beurteilung der Frage, ob der bestehende Gebäudekomplex um ein Attikageschoss aufgestockt werden kann, vorab die Rechtslage näher dargestellt (angefochtenes Urteil S. 5). Dach- bzw. Attikageschosse sind horizontale Gebäudeabschnitte, die über der Schnittlinie zwischen Fassade und Dachfläche liegen (vgl. § 275 Abs. 2 Satz 1 PBG/ZH). Bei Flachdächern wie im zu beurteilenden Fall dürfen Attikageschosse - vorbehältlich § 292 lit. b PBG/ZH - die für ein entsprechendes Schrägdach zulässigen Ebenen nicht durchstossen. Gemeint ist damit jene Profillinie, die unter 45 Grad an die Schnittlinie zwischen der tatsächlichen Dachfläche des obersten Vollgeschosses und der dazugehörigen Fassade ansetzt (§ 281 Abs. 1 lit. a PBG/ZH). Gemäss § 292 lit. b PBG/ZH dürfen Dachaufbauten (ausgenommen Kamine, Anlagen zur Nutzung von Sonnenenergie und kleinere technisch bedingte Aufbauten), wo nichts anderes bestimmt ist, insgesamt nicht breiter als ein Drittel der betreffenden Fassadenlänge sein, sofern sie bei Flachdächern die für ein entsprechendes Schrägdach zulässigen Ebenen durchstossen. Mit der kommunalen Bauordnung kann von diesen kantonalen Bestimmungen abgewichen werden. Von dieser Möglichkeit hat die Stadt Zürich in Art. 7a Abs. 1 der Bau- und Zonenordnung der Stadt Zürich vom 23. Oktober 1991 (BZO/Zürich; AS-Nr. 700.100) mit dem Randtitel "Dachgestaltung bei Attikageschossen" Gebrauch gemacht. Nach dieser Bestimmung müssen Dachgeschosse über Flachdächern (Attikageschosse) mit Ausnahme der nach § 292 PBG/ZH zulässigen Dachaufbauten ein Profil einhalten, das auf den fiktiven Traufseiten unter Einhaltung der zulässigen Gebäudehöhe maximal einen Meter über der Schnittlinie zwischen der Aussenkante der Fassade und der Oberkante des fertigen Fussbodens des Attikageschosses unter 45 Grad angelegt wird. Art. 7a Abs. 1 BZO/Zürich macht den Bau von Attikageschossen somit von der "Einhaltung der zulässigen Gebäudehöhe" abhängig. Der bestehende Gebäudekomplex überschreitet jedoch mit einer Gebäudehöhe von bis zu 14 Metern die nach Art. 13 Abs. 1 BZO/Zürich in der Wohnzone W3 maximal zulässige Gebäudehöhe von 11,5 Metern.