Citation: 4A_6/2020 E. 4

Hinsichtlich der zu viel bezahlten Provisionen argumentiert der Beschwerdeführer wie bereits vor der Vorinstanz, dass die stornierten Abschlüsse "grösstenteils doch noch abgewickelt" worden seien, womit die Provision wieder auflebe. Die Vorinstanz beurteilte diese Behauptung unter Hinweis auf Art. 317 ZPO als unzulässiges Novum, nachdem der Beschwerdeführer im erstinstanzlichen Verfahren keine konkreten Einwendungen gegen die detaillierten Ausführungen der Beschwerdegegnerin "betreffend nicht wirksam gewordene Vertragsabschlüsse" erhoben habe. Die der Replik vorangestellte allgemeine Bestreitung der Ausführungen in der Klageantwort/Widerklage sei ungenügend gewesen, womit auf die Stornolisten der Beschwerdegegnerin abzustellen sei. Die Beschwerde verfehlt ihr Ziel, wenn darin ausgeführt wird, dass der Beschwerdeführer "erst nach seiner Kündigung von den Vertragsabschlüssen" erfahren habe und diese "somit zuvor gar nicht hätte vorbringen können". Denn es ist nicht erkennbar, inwiefern der Beschwerdeführer die Tatsachen unter diesen Umständen nicht bereits vor der ersten Instanz hätte vorbringen können. Eine Verletzung von Art. 317 Abs. 1 oder Art. 229 Abs. 1 lit. b ZPO ist nicht dargetan. Im Übrigen verkennt der Beschwerdeführer die Überprüfungsbefugnis des Bundesgerichts in tatsächlicher Hinsicht (Erwägung 2.3), wenn er in diesem Zusammenhang "eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts" rügt.