Citation: 8C_214/2022 E. 4.3.1

4.3.1. Zunächst ist der Suva beizupflichten, dass den technischen Fortschritten bei Beinprothesen seit der Markteinführung des C-Leg-Kniegelenks im Jahr 1997 hinsichtlich des streitigen Anspruchs auf dieses Hilfsmittel keine wesentliche Bedeutung beizumessen ist. Zwar hat die Hilfsmittelversorgung zeitgemäss zu sein (so für Hilfsmittel im Bereich der Invalidenversicherung ausdrücklich: BGE 143 V 190 E. 7.3.2; 132 V 215 E. 4.3.3). Der Anspruch der Versicherten, vom technologischen Fortschritt zu profitieren, findet seine Grenze jedoch an der gesetzlich verankerten Einfachheit und Zweckmässigkeit des Hilfsmittels, wobei diese Kriterien in jedem konkreten Fall zu prüfen sind (Urteil 8C_279/2014 vom 10. Juli 2014 E. 7.2 mit Hinweis). Dass im Jahr 2011 mit der Genium-Prothese eine technische Weiterentwicklung des C-Leg-Kniegelenks auf den Markt gekommen ist, lässt entgegen der Vorinstanz nicht auf die Einfachheit und Zweckmässigkeit des letzteren schliessen. Was die Vorinstanz aus dem Umstand, dass seit BGE 132 V 215 mehr als 15 Jahre vergangen sind, ableiten möchte, wird im angefochtenen Entscheid nicht weiter erläutert und ist auch nicht ersichtlich (vgl. diesbezüglich auch E. 4.3.3 hiernach).