Citation: 4A_52/2022 E. 5.3.3

5.3.3. Die Ausführungen der Beschwerdeführer zielen auf eine (angeblich) unrichtige Feststellung des "wirklichen Willens" beziehungsweise des "tatsächlichen Konsenses" der Parteien. Diese Fragen gehören zur Beweiswürdigung, die vom Bundesgericht nur unter Willkürgesichtspunkten überprüfbar ist (BGE 142 III 239 E. 5.2.1 mit Hinweisen). Gleiches gilt für die (angeblich zu Unrecht erfolgte) antizipierte Beweiswürdigung der Vorinstanz (BGE 138 III 374 E. 4.3.2). Es gelingt den Beschwerdeführern indes nicht, das angefochtene Urteil als offensichtlich unrichtig auszuweisen, so namentlich, soweit sie den Feststellungen im angefochtenen Urteil ihre eigenen Sachdarstellungen gegenüberstellen. Der Umstand, dass ein Vertragsabschluss "unter vier Augen" zur Diskussion steht, bedeutet entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer im Übrigen nicht, dass die Vorinstanzen in Willkür verfallen wären, wenn sie auf eine Parteibefragung nach Art. 191 ZPO betreffend "das Zustandekommen einer mündlichen Vergleichsvereinbarung" verzichtet haben. Auch ist nicht zu beanstanden, dass das Obergericht das Verhalten der involvierten Personen nach Vertragsabschluss ("nachträgliches Parteiverhalten") bei der Ermittlung des tatsächlichen Willens der Parteien in Rechnung gestellt hat (vgl. BGE 142 III 239 E. 5.2.1).