Citation: 5A.1/2001 19.04.2001 E. 8

8.- Die Beschwerdeführer halten der Vorinstanz vor, sie habe den Umstand negativ bewertet, dass S.M.________, wiewohl schon Jahre in der Schweiz lebend, nicht Deutsch spreche. a) Mangelhafte Sprachkenntnisse der Pflegeeltern können in der Tat die Integration von Pflegekindern erschweren. Ins Gewicht fällt indessen, dass H.M.________ als Einheimischer das Pflegekind durchaus sowohl mit den hiesigen Gepflogenheiten als auch mit der Sprache bekannt machen kann, weshalb die fehlenden Kenntnisse einer Landessprache von S.M.________ nicht von wesentlicher Bedeutung sein dürften. Im Gegenteil; wären die übrigen Voraussetzungen für eine Pflegekindaufnahme erfüllt, könnte es bei einem Kind, das wie R.E._________ im Alter von rund zehn Jahren aufgenommen werden soll, sogar von Vorteil sein, wenn ein Elternteil ebenfalls aus dessen Herkunftsland stammt und damit der mit dem Wechsel des Kulturkreises verbundene Bruch für das Kind abgefedert werden kann. b) Kritischer ist der grosse Altersunterschied von 46 Jahren zwischen H.M.________ und dem Knaben. Art. 5 Abs. 3 PAVO schreibt als allgemeine Bewilligungsvoraussetzung vor, dass der Eignung der künftigen Adoptiveltern besondere Beachtung zu schenken ist, wenn Umstände vorliegen, die ihre Aufgabe erschweren können, namentlich wenn der Altersunterschied zwischen dem Kind und dem Pflegevater oder der Pflegemutter mehr als vierzig Jahre beträgt (lit. a). Wenn der Appellationshof die Eignung des Beschwerdeführers auch aus diesem Grunde eher zurückhaltend gewürdigt hat, ist dies nicht zu beanstanden (unveröffentlichter Entscheid des Bundesgerichtes vom 21. Dezember 1999 i.S. H., E. 3d); sowenig als die Berücksichtigung des aktenkundigen gelegentlichen übermässigen Alkoholkonsums des Beschwerdeführers.