Citation: 5A_511/2020 E. 5.2

5.2. Die Prozesskostenvorschüsse für das erst- und zweitinstanzliche Verfahren wurden der Beschwerdeführerin zugesprochen. Dieser zufolge hätten sie stattdessen direkt ihrem Rechtsvertreter zugesprochen werden sollen, ansonsten bestehe die Gefahr einer Verrechnung. Bei der unentgeltlichen Rechtspflege sei dies auch so. Der unentgeltlich prozessierende Anwalt hat für die amtliche Entschädigung ein eigenes und persönliches Forderungsrecht gegenüber dem Staat (Urteil 5A_754/2013 vom 4. Februar 2014 E. 5 mit Hinweis). Inwiefern dies auch für die provisio ad litem (etwa analog zur Parteientschädigung; vgl. das soeben zitierte Urteil, a.a.O.) zu gelten hätte, tut die Beschwerdeführerin nicht dar. Ebenso wenig erläutert sie, weshalb daraus abzuleiten wäre, dass der Prozesskostenvorschuss zwingend dem Rechtsvertreter zugesprochen werden müsste, sodass ein anderslautender Entscheid, welcher die provisio ad litem dem bedürftigen Ehegatten zukommen liesse, geradezu willkürlich ausfiele.