Citation: 8C_17/2024 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwog zusammengefasst, dem Bericht des Dr. med. F.________, Chefarzt, Spital B.________, vom 18. November 2015 betreffend die vortags erfolgte Sprechstunde lasse sich als einziger Hinweis auf einen Unfall entnehmen, dass er die Unfallversicherung als Garanten aufgeführt habe. Dies allein vermöge einen Unfall nicht zu belegen. Im Übrigen ergebe sich aus diesem Bericht, dass die Beschwerdeführerin damals schon wegen anderer Beschwerden in Behandlung gewesen sei. Ob die Sprechstunde bei Dr. med. F.________ zu jenen Beschwerden oder wegen der Knieproblematik abgehalten worden sei (am 16. November 2015 sei ein MRI der Schulter gemacht worden), ergebe sich aus dem Bericht ebenso wenig wie ihm Hinweise auf eine Ursache der Beschwerden zu entnehmen wären. Der Vermerk des Dr. med. F.________ vom 18. November 2015, die Beschwerdeführerin verspüre die Beschwerden "seit etwa zwei Wochen", beweise einen Unfall vom 8. November 2015 auch nicht. Im Bericht des Spitals B.________ vom 18. (richtig: 19.) November 2015 (nach durchgeführtem Knie-MRI vom 17. November 2015) sei ein Distorsionstrauma des rechten Kniegelenkes beim Spazieren im Wald angegeben worden. Damit sei erstmals ein Ereignis erwähnt worden. Das Erleiden einer plötzlichen, nicht beabsichtigten schädigenden Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors sei damit aber nicht belegt. Der medizinische Begriff "Trauma" decke sich nicht mit dem Unfallbegriff nach Art. 4 ATSG. Die weiteren Dokumentierungen eines Ereignisses seien sodann keineswegs einheitlich. In der Unfallmeldung vom 20. November 2015 sei von einem "Fehltritt" mit Verdrehen des Knies die Rede. Im Fragebogen der AXA vom 7. Dezember 2015 habe die Beschwerdeführerin von einem "Ausrutschen" und Verdrehen des Knies gesprochen, was mit einem Fehltritt nicht gleichgesetzt werden könne. Die Auskunftsperson G.________ habe dem Gericht mit Schreiben vom 29. September 2023 angegeben, er könne sich an ein Ausrutschen und einen Sturz mit Verletzung am rechten Bein erinnern. Insofern könne Dr. med. D.________ nicht beigepflichtet werden - so das Gericht weiter -, wenn er im Gutachten vom 8. November 2017 festgehalten habe, die Beschwerdeführerin sei am 8. November 2015 auf Laubblättern auf nassem Untergrund ausgerutscht/gestürzt und habe sich das rechte Knie verdreht, was sich mit den Angaben der Unfallmeldung decke. Vielmehr sei das Ereignis derart ungenau beschrieben, dass ein Unfall gemäss Art. 4 ATSG nicht bewiesen sei. Die Aussagekraft der Auskunft des G.________ sei beschränkt, da er der Lebenspartner der Beschwerdeführerin sei, das Ereignis rund acht Jahre zurückliege und - nicht zuletzt wegen Versicherungsfragen - immer wieder Thema zwischen den beiden gebildet habe. Da ein Unfall als Ursache der Beschwerden mithin nicht erstellt sei, entfalle eine Leistungspflicht der AXA.