Citation: 6B_751/2010 11.01.2011 E. 2.1

2.1.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe mehrmals erfolglos die Beweisanträge um Edition des handschriftlichen Messprotokolls, des Gerätetests inklusive Protokoll und Fotos, um Einholung eines Gutachtens beim METAS (Bundesamt für Metrologie) zur Überprüfung der ermittelten Geschwindigkeit sowie um Einvernahme seiner beiden Söhne als Zeugen ersucht. Diese Anträge seien entgegen der Vorinstanz rechtserheblich und von ausschlaggebender Bedeutung (Beschwerde, S. 6 f.). Die Vorinstanz habe eine offensichtlich willkürliche antizipierte Beweiswürdigung vorgenommen und nicht begründet, weshalb die Erhebung der mehrmals beantragten Beweise an ihrer bereits gewonnenen Überzeugung nichts zu ändern vermocht hätten (Beschwerde, S. 9 ff.). Das METAS könne gestützt auf das handschriftliche Messprotokoll, die Messgerätaufzeichnungen und die allfälligen weiteren sachdienlichen Unterlagen die Funktionstüchtigkeit des Geräts im Zeitpunkt des Vorfalls sowie das korrekte Aufstellen und Inbetriebnehmen überprüfen. Ungeklärt sei namentlich, ob das Gerät während der Durchfahrt seines Fahrzeugs einen kurzfristigen Defekt aufgewiesen habe, da rund fünf Minuten vorher auf dieser vielbefahrenen Autobahn keine Fahrzeuge geblitzt worden seien. 2.1.2 Ferner sei unklar, ob während der Messung die Geräteeinstellung oder der Gerätestandort verändert worden seien. Auch ein geeichtes Gerät könne im Betrieb kurzfristig gestört sein oder sonstige Pannen aufweisen. Der hinter ihm fahrende Personenwagen sei durch einen auf der Normalspur fahrenden Lastwagen verdeckt worden. Mit dem beantragten Gutachten hätten der Einfluss des Lastwagens und der Leitplanken sowie der nahegelegenen Hochspannungsleitung abgeklärt werden können (Beschwerde, S. 7 ff.). Ein Gutachten des Eidgenössischen Amtes für Messwesen vom 8. Juli 1999 habe ergeben, dass bei einer ähnlichen Konstellation von Personenwagen eine Messung nicht möglich gewesen sei. Aus unerfindlichen Gründen seien zudem vier Fotos unbekannten Inhalts, die das Messgerät unmittelbar vor seiner Durchfahrt gemacht habe, nicht ins Recht gelegt worden. Das beantragte Gutachten hätte auch Erklärungen zu diesen vier Fotos abgeben können (Beschwerde, S. 9).