Citation: 6P.26/2006 18.10.2006 E. 8

Der Beschwerdeführer kritisiert ebenfalls die Strafzumessung. Mit staatsrechtlicher Beschwerde rügt er zunächst, dass das Obergericht eine Verletzung des Beschleunigungsgebots (Art. 29 Abs. 1 BV; Art. 6 Ziff. 1 EMRK) verneint. Die Prüfung, ob dem genannten Verfassungsgrundsatz entsprochen wurde, erfolgt im angefochtenen Entscheid bei der Strafzumessung. Aus der Begründung der Beschwerde, wonach eine Neubeurteilung unter Berücksichtigung der zu langen Verfahrensdauer zu erfolgen habe, ist zu schliessen, dass der Beschwerdeführer eine Strafreduktion anstrebt. Die Verletzung des Beschleunigungsgebots hätte unter diesen Umständen mit Nichtigkeitsbeschwerde geltend gemacht werden müssen (BGE 130 IV 54 E. 3). Auf die Rüge ist aber auch deshalb nicht einzutreten, weil der Beschwerdeführer durch die Verneinung der behaupteten Verfassungsverletzung gar nicht beschwert ist. Das Obergericht trägt nämlich der langen Verfahrensdauer bei der Strafzumessung "in massgeblicher Weise zu Gunsten des Beschuldigten strafmindernd" Rechnung, und es führt aus, die Bejahung einer Verletzung des Beschleunigungsgebots könnte nicht zu einer zusätzlichen Strafreduktion führen. Der Beschwerdeführer macht nicht geltend, dass die erfolgte erhebliche Strafreduktion im Blick auf die behauptete Verfassungsverletzung ungenügend ausgefallen sei.