Citation: 8C_187/2019 E. 6.3

6.3. Die Beschwerdeführer rügen gestützt auf den Bericht des Dr. med. H.________ vom 17. Juni 2016, es habe keine vollständige Remission des depressiven Zustandsbildes stattgefunden. Dies stellt die Aussage des Dr. med. F.________ nicht in Frage. Denn er begründet seine Einschätzung mit dem eindeutig verbesserten Zustandsbild, wie es sich auch aus dem Bericht des Dr. med. H.________ vom 4. Dezember 2015 ergibt. So sei die Versicherte zumindest seit Anfang Oktober 2015 und auch am fraglichen Nachmittag in der Lage gewesen, rational zu urteilen und sich über die Tragweite und Opportunität der infrage stehenden Handlungen ein vernünftiges Urteil zu bilden. Es habe vor dem Suizid weder ein sozialer Rückzug noch ein depressiver Stupor oder Nihilimus bestanden. Es seien weder Hinweise für eine akute Suizidalität noch die Symptome eines präsuizidalen Syndroms festgestellt worden. Auch sei während des Klinikaufenthaltes die Erkenntnisfähigkeit nicht eingeschränkt gewesen. Die Tatsache, dass die Versicherte vor dem Ereignis mehrgliedrige zielgerichtete Handlungen habe ausführen und sich in der gegebenen Umgebung habe orientieren können, spreche gegen eine raptusartige Entwicklung und gegen eine suizidale Handlung im Rahmen einer Impulskontrolle. Es lägen somit keine Hinweise vor, welche die vollständige Aufhebung der Urteilsfähigkeit vor der suizidalen Handlung begründen würden. An dieser Einschätzung des konkreten Falles vermögen auch die allgemeinen Ausführungen des Dr. med. H.________ zur Handlung von suizidalen Personen und zu dissoziativen Zuständen nichts zu ändern. Denn damit werden zwar Anhaltspunkte und die Möglichkeit für eine aufgehobene Urteilsfähigkeit dargelegt, sie vermögen aber nicht die begründete und nachvollziehbare Einschätzung des Dr. med. F.________ in Zweifel zu ziehen.