Citation: 6B_21/2019 E. A

Am 14. Juni 2016 gelangten die für die Gewerkschaft Z.________ handelnden X.________ und Y.________ an die A.________ Schweiz GmbH. Sie führten aus, aktuelle und ehemalige Mitarbeiterinnen des A.________ Interlaken hätten von sexuellen Belästigungen, Verstössen gegen das Gesundheitsgesetz und Mobbing berichtet und schlugen zur Lösung der angesprochenen Probleme ein Zusammentreffen vor. Die A.________ Schweiz GmbH lehnte dies ab und bezeichnete die Vorwürfe als haltlos. Mit Schreiben von "im Juli 2016" hielt die Z.________ an den geäusserten Vorwürfen fest. Anhand zahlreicher Aussagen lasse sich ein klares Bild des Betriebs zeichnen, der die Verstösse nicht präventiv verhindere und die Mitarbeiterinnen unangemessen informiere und behandle. Die Gewerkschaft sei verpflichtet, ihren Mitgliedern beizustehen, solchen Missständen nachzugehen und diese notfalls öffentlich anzuprangern. Mit E-Mail vom 28. Juli 2016 ersuchte die A.________ Schweiz GmbH die Kantonspolizei Bern, das Schreiben der Z.________ unter dem Straftatbestand der Nötigung in ein im selben Zusammenhang bereits laufendes Verfahren gegen unbekannt wegen Ehrverletzungsdelikten einzubeziehen. Einen Antrag auf Befragung der Beschuldigten zur Identität der Informanten lehnte die Regionale Staatsanwaltschaft Oberland ab. Am 23. August 2018 stellte sie das Verfahren ein. Die dagegen erhobene Beschwerde der A.________ Schweiz GmbH wies das Obergericht des Kantons Bern am 16. November 2018 ab, soweit es darauf eintrat.