Citation: 1P.571/2005 17.11.2005 E. 3

3.1 Sinngemäss macht der Beschwerdeführer geltend, er habe bereits am Unfallort erklärt, dass er - trotz eingeleiteter Bremsung und trotz Nachpumpen - bei seinem Fahrzeug keine Bremswirkung habe feststellen können und aus diesem Grund mit unverminderter Geschwindigkeit auf den vor ihm stehenden Wagen aufgefahren sei. Er habe sich somit auf ein technisches Versagen seines Fahrzeuges berufen, welches ursächlich für die fehlende, beziehungsweise mangelnde Bremswirkung und für die nachfolgende Kollision gewesen sei. Er habe die Sicherstellung sowie eine entsprechende technische Überprüfung des Fahrzeuges verlangt. In der Folge hätten zwei Experten der Kantonspolizei den Wagen einer Sichtkontrolle unterzogen. Am 17. Juni 2002 habe der mit Fahrzeugprüfungen betraute Polizist einen Fahrzeug-Kurzprüfbericht zuhanden der Bezirksanwaltschaft erstellt; einen technischen Defekt als Unfallursache habe er mit grösster Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen. Einen ausführlichen Fahrzeugprüfbericht habe die Polizei am 18. Oktober 2002 nachgereicht. Der Beschwerdeführer selber habe anlässlich der Hauptverhandlung vor der Einzelrichterin ein von einem Automobil-Ingenieur verfasstes Expertengutachten zu den Akten gegeben, welches die Schlussfolgerungen des Fahrzeugprüfberichtes widerlege und Mängel im Zusammenhang mit der Fahrzeuguntersuchung aufdecke. In der Folge habe die Einzelrichterin beiden Experten nochmals Gelegenheit zur Stellungnahme eingeräumt und ihn dann der fahrlässigen Körperverletzung für schuldig befunden. Nach Ansicht des Beschwerdeführers wären die kantonalen Instanzen indessen gehalten gewesen, den Bericht der Polizei ergänzen zu lassen oder ein weiteres Gutachten eines anderen Sachverständigen einzuholen. Der Fahrzeugbericht der Polizei vermöge nicht zu überzeugen. Wie sein eigener Gutachter im Zusatzbericht vom 23. Februar 2004 klar darlege, könne nur nach Zerlegung des Hauptzylinders und Untersuchung der Bremsflüssigkeit auf Verschmutzung sicher beantwortet werden, ob im vorliegenden Fall ein technischer Defekt mit grösster Wahrscheinlichkeit auszuschliessen sei. Der Beschwerdeführer hält dafür, der von ihm gewählte Gutachter verfüge über eine bessere fachtechnische Ausbildung und grössere Erfahrung als der Polizei-Experte.