Citation: 6B_775/2020 E. 4.3

4.3. In diesem Zusammenhang setzte sich die Vorinstanz ausdrücklich mit dem vom Beschwerdeführer eingereichten Gutachten der E.________ AG und den darauf basierenden Argumenten des Beschwerdeführers auseinander. Sie erwog, die E.________ AG sei nachträglich beauftragt worden, "ein marktübliches Honorar anhand der SIA Normen pro Haus zu ermitteln sowie die Kosten und Geldflüsse der einzelnen Häuser aufzuzeigen, um die Guthaben/Saldi daraus abzuleiten". Im Gutachten seien entsprechend die BKP (Baukostenplan) -Positionen berücksichtigt worden, währenddem die erstinstanzliche Berechnung jeweils auf den Gesamtbaukosten sowie den bezahlten Honoraren basiere. Die erstinstanzlichen Berechnungsweise basiere auf den konkret abgerechneten Gesamtbaukosten, welche sich auf die Bauverträge stützten "und nicht lediglich auf den BKP-Positionen". Die gestützt auf die konkreten Gesamtbaukosten vorgenommene Honorarberechnung (mit einem Honorar von 15 %) - so die Vorinstanz weiter - sei zutreffend. Auf die Honorarrechnung gemäss dem nachträglich erstellten Gutachten der E.________ AG müsse daher nicht weiter eingegangen werden bzw. es erübrige sich auch eine Vorladung der Gutachterin. Diese knappe Auseinandersetzung mit dem Gutachten genügt der Begründungspflicht gerade noch. Es ergibt sich daraus hinreichend klar, dass die Vorinstanz nicht auf das Gutachten abstellte, weil sie befand, dieses habe eine andere Frage zum Gegenstand (marktübliches Honorar anhand der SIA-Normen) als die hinsichtlich des Tatvorwurfs massgebliche (bei der internen Kalkulation berechnetes Honorar, gestützt auf die abgerechneten Gesamtbaukosten gemäss den Bauverträgen). Der Beschwerdeführer tut aber auch nicht dar, dass es willkürlich gewesen wäre, bei der Beweiswürdigung nicht auf die Erkenntnisse der E.________ AG abzustellen: Er meint unter Berufung auf das Gutachten, die Berechnung der Erstinstanz sei "sehr rudimentär bzw. oberflächlich" vorgenommen worden, zeigt jedoch nicht im Einzelnen auf, inwiefern sie als geradezu unhaltbar erscheinen soll. Andererseits möchte der Beschwerdeführer aus dem Gutachten der E.________ AG ableiten, dass er gegenüber der B.________ AG in Bezug auf die Häuser C und D über ein Guthaben von Fr. 54'426.-- verfügt habe. Indessen kommt das Gutachten aus dem Grund zu diesem Ergebnis, dass darin dem Beschwerdeführer für "Honorare / Eigenleistung" respektive "Eingebrachte Eigenleistung (Bauleitung etc.) " ein Betrag von Fr. 70'050.-- pro Haus (C und D) angerechnet wird. Der Beschwerdeführer führt selber aus, dass er "für seine eigenen Leistungen" keine Honorarzahlung geleistet habe respektive habe leisten müssen, bestätigt dadurch also gerade den Kern des Tatvorwurfs (siehe dazu auch Erwägung 5.2). Die Vorinstanz durfte auch unter Willkürgesichtspunkten auf die Berechnung der Erstinstanz abstellen.