Citation: 2C_106/2017 E. 4.1

4.1. Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, die letzte Straftat liege vier Jahre zurück und er würde sich seitdem wohlverhalten, dringt er nicht durch. Zum einen ist diese Behauptung unzutreffend, da sich der Beschwerdeführer noch im August und September 2014 - d.h. vor weniger als drei Jahren - des Ungehorsams im Betreibungs- und Konkursverfahren schuldig gemacht hat. Zum andern wäre die Bedeutung seines Wohlverhaltens ohnehin zu relativieren, da seine Verurteilung wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz erst im Februar 2015 erfolgte und das ausländerrechtliche Verfahren seit April 2015 anhängig ist. In Anbetracht dieser Umstände durfte ein korrektes Verhalten von ihm erwartet werden und stellt keine besondere Leistung dar. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers wird auch die Anzahl der Delikte nicht dadurch relativiert, dass sie sich "über die doch sehr grosse Zeitspanne von rund 15 Jahren verteilen". Im Gegenteil deutet gerade die Häufung der Delikte über einen längeren Zeitraum hinweg auf eine beharrliche Unbelehrbarkeit hin. Unbehelflich ist auch das Argument des Beschwerdeführers, dass viele Verurteilungen direkt mit seinen Schulden zusammenhängen. Der Umstand, dass er nicht in der Lage war, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen, vermag nicht das systematische Ignorieren von Vorladungen des Betreibungsamtes zu rechtfertigen. Der Beschwerdeführer führt zutreffend aus, dass ein Widerruf der Niederlassungsbewilligung nicht ohne Weiteres aufgrund der Schuldenwirtschaft zulässig wäre. Aus dem in diesem Zusammenhang von ihm zitierten Entscheid 2C_273/2010 vom 6. Oktober 2010 kann er jedoch nichts zu seinen Gunsten ableiten, da in jenem Fall die Vorinstanzen den Widerruf unzulässigerweise einzig mit der Schuldenwirtschaft des Betroffenen begründet haben. Dies ist vorliegend gerade nicht der Fall, gab doch vor allem das wiederholte strafrechtlich relevante Verhalten des Beschwerdeführers den Ausschlag zum Bewilligungswiderruf. Schliesslich unterscheidet sich die vorliegende Situation auch von jener im Urteil 2C_745/2008 vom 24. Februar 2009. Dort lag der Schwerpunkt der Delinquenz des Betroffenen rund zehn Jahre zurück; seither hatte die Schwere der Straftaten wesentlich abgenommen. Vorliegend verhält es sich anders, gehörte doch das im Jahr 2013 vom Beschwerdeführer begangene Betäubungsmitteldelikt zu seinen schwersten Straftaten. Zudem sind im Unterschied zum zitierten Urteil keine klaren Anzeichen dafür ersichtlich, dass der Beschwerdeführer sowohl verhaltensmässig als auch in finanzieller Hinsicht eine Besserung zeigt.