Citation: 2C_585/2017 E. B

B.a. Basierend auf einem der Vorgängerverträge des Leistungsauftrags 2014 - 2016 hatte die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) dem Verein am 20. Mai 2010 die Auskunft erteilt, dass die Beiträge des Bundes für Zwecke des Mehrwertsteuerrechts als Subventionen einzustufen seien und er nicht mehrwertsteuerpflichtig sei. Nachdem der Verein um Bestätigung dieser Auskunft mit Bezug auf den Leistungsauftrag 2014 - 2016 gebeten hatte, widerrief die ESTV ihre frühere Auskunft und teilte dem Verein mit Schreiben vom 25. Juli 2014 mit, dass sie ihn ins Register der Mehrwertsteuerpflichtigen eintragen werde. Nach Korrespondenz erklärte die ESTV mit Schreiben vom 8. Juni 2015, dass sie wegen Vertrauensschutzes die gestützt auf den Leistungsauftrag 2014 - 2016 erbrachten Leistungen erst ab dem 1. Januar 2017 mit der Mehrwertsteuer belasten werde. Leistungen, die basierend auf Verträgen erbracht wurden, deren Laufzeit 2014 oder früher geendet hatte, würden hingegen ab dem 1. Januar 2015 keinen Vertrauensschutz mehr geniessen. B.b. Mit Verfügung vom 15. Januar 2016 stellte die ESTV fest, dass die Leistungen, welche der Verein unter anderem gestützt auf die erwähnte Ausschreibung aus dem Jahre 2010 und darauf basierenden oder gleichartigen Aufträgen erbringe, steuerbar seien. Die vom Verein erhobene Einsprache wies die ESTV mit Einspracheentscheid vom 5. April 2016 ab. Mit Beschwerde vom 4. Mai 2016 zog der Verein den Einspracheentscheid an das Bundesverwaltungsgericht weiter. Am 27. Mai 2016 teilte die ESTV dem Verein mit, dass er rückwirkend per 1. Januar 2015 in das Mehrwertsteuerregister eingetragen worden sei und nach vereinnahmten Entgelten abrechnen könne. Das Bundesverwaltungsgericht (Vorinstanz) hiess die Beschwerde des Vereins mit Urteil vom 30. Mai 2017 gut und hob den Einspracheentscheid der ESTV auf.