Citation: 4A_324/2018 E. 2

Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanzen hätten die Dispositionsmaxime (Art. 58 ZPO) verletzt, indem sie eine Abänderung der vorsorglichen Massnahmen nach Art. 268 Abs. 1 ZPO von Amtes wegen vorgenommen hätten. Der Beschwerdeführerin kann nicht gefolgt werden, wenn sie vorbringt, es habe kein Antrag auf Aufhebung oder Änderung der vorsorglichen Massnahmen vorgelegen. Aus dem angefochtenen Entscheid geht hervor, dass der Beschwerdegegner dem Bezirksgericht Lausanne mit Eingabe vom 12. Januar 2018 beantragte, vom Umstand Kenntnis zu nehmen, dass über die Art und Weise der Analyse der Proben definitiv entschieden worden sei, und die Verfügung vom 31. März 2014 einer Verwendung der Proben nicht mehr im Wege stehe. Mit Eingabe vom 18. Januar 2018 wies der Beschwerdegegner darauf hin, dass Dispositiv-Ziffern I, II und III des Massnahmeentscheids des Bezirksgerichts Lausanne vom 31. März 2014 gegenstandslos seien und sich eine Bescheinigung nach LugÜ auf jeden Fall auf den noch aufrechterhaltenen Teil des Entscheids beschränken müsse. Mit Eingabe vom 23. Januar 2018 wiederholte der Beschwerdegegner seinen Antrag, wonach die Gegenstandslosigkeit von Dispositiv-Ziffern I, II und III des bezirksgerichtlichen Entscheids vom 31. März 2014 festzustellen sei. Von einer willkürlichen Anwendung des Dispositionsgrundsatzes nach Art. 58 ZPO kann keine Rede sein.