Citation: 5A_310/2010 19.11.2010 E. 6.6

6.6.1 Weiter hat das Obergericht der Beschwerdeführerin jeweils pro Monat Krankenversicherungsprämien von Fr. 702.-- und einen Betrag von Fr. 600.-- für übrige Krankheitskosten angerechnet. Letzteres begründete es einerseits mit dem gehobenen Lebensstandard der Parteien. Andererseits anerkannte es die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Rückenbeschwerden. Hingegen lehnte es die Berücksichtigung eines höheren Betrages ab, da von der Beschwerdeführerin nur Belege aus dem Jahr 2006, hingegen keine aktuellen Belege vorgebracht worden seien. 6.6.2 Gegen den Einbezug von Fr. 600.-- für übrige Krankheitskosten bringt der Beschwerdeführer vor, die Beschwerdeführerin habe ihre geltend gemachten gesundheitlichen Probleme und die dadurch ausgelösten Kosten nicht nachgewiesen, sondern lediglich behauptet, obwohl sie dafür gemäss Art. 8 ZGB die Beweislast trage. Das Obergericht sei deshalb von einem falschen Sachverhalt ausgegangen. 6.6.3 Der Beschwerdeführer rügt damit eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts, die auf einer Verletzung von Art. 8 ZGB beruht (Art. 97 Abs. 1 i.V.m. Art. 95 BGG). Das Obergericht hat das Bestehen eines Rückenleidens der Beschwerdeführerin anerkannt. Ist dieser Sachverhalt erwiesen, wird die Frage der Beweislastverteilung gegenstandslos (BGE 132 III 626 E. 3.4 S. 634 mit Hinweis). Die Rüge einer Verletzung von Art. 8 ZGB erweist sich damit als unbegründet. Soweit sich der Beschwerdeführer gegen die obergerichtliche Beweiswürdigung richtet, fällt dies hingegen nicht unter Art. 8 ZGB (BGE 131 III 222 E. 4.3 S. 226 mit Hinweisen). Eine anderweitige Rüge (insbesondere einer offensichtlich unrichtigen und damit willkürlichen Sachverhaltsfeststellung) bringt der Beschwerdeführer aber nicht vor. Darauf ist nicht einzutreten (vgl. E. 1.5 oben).