Citation: 6B_657/2015 E. A

Gemäss Anklage schloss die A.________ (nachfolgend A.________) mit dem Konsortium B.________ (nachfolgend Konsortium B.________) einen Werkvertrag, der die Lieferung und Montage der technischen Ausstattung eines Autobahntunnels in der Slowakischen Republik beinhaltete. Auftraggeberin bzw. Investorin dieses Tunnels war die Slowakische Strassenverwaltung (nachfolgend SSC), welche die Aufgabe der Verwaltung der Autobahnen und Strassen in der Slowakischen Republik ausübte. Etwa im Juli 2001 genehmigte die SSC die Vertragsvergabe an das Konsortium B.________ durch die A.________ als Generalunternehmerin. Die C.________GmbH, vertreten durch X.________ als einzelzeichnungsberechtiger Geschäftsführer, und die D.________AG hatten sich als Konsortium zusammengeschlossen, um die im Werkvertrag bezeichneten Leistungen zu erbringen. Im Rahmen der Erstellung des Tunnels stellte die A.________ der SSC die Kosten laufend in Rechnung, so auch die durch das Konsortium, vertreten durch X.________, in Rechnung gestellten Aufwände. Die SSC prüfte die Rechnungen und bezahlte sie, damit die A.________ ihrerseits die Subunternehmer bezahlen konnte. X.________ habe als einziger Geschäftsführer der C.________GmbH ab deren Konto, unter anderem am 3. Juni 2002 die Zahlung von Fr. 1.67 Mio. zu Gunsten des liechtensteinischen E.________ (nachfolgend E.________) bei der F.________AG veranlasst, dessen wirtschaftlich Berechtigter im Zeitpunkt der Zahlung G.________ gewesen sei, der Direktor der Wirtschaftsabteilung der SSC. X.________ habe gewusst, dass dieser keinen rechtmässigen Anspruch auf die Zahlung gehabt habe. Durch die Veranlassung der gesetzeswidrigen und nicht geschuldeten Vermögensdisposition (Bezahlung von Bestechungsgeldern) zu Lasten der C.________GmbH habe X.________ die ihm als Geschäftsführer zukommenden Vermögensfürsorge- und Sorgfaltspflichten verletzt, so die Pflicht zur Befolgung des Gesetzes. Dabei habe er die Verursachung eines Vermögensschadens in Form einer schadensgleichen Vermögensgefährdung zum Nachteil der C.________GmbH in Kauf genommen, da die Bezahlung von Bestechungsgeldern ihren Ausschluss aus Submissionsverfahren und die Beeinträchtigung des geschäftlichen Ansehens zur Folge haben und, aufgrund der Zweckbestimmung des bezahlten Geldes, den Verlust der Rückforderungsmöglichkeit bewirken könne. X.________ sei zudem weder willens noch in der Lage gewesen, für diese Vermögenswerte aus eigenen Mitteln Ersatz zu leisten.