Citation: 6B_766/2019 E. 1.4

1.4. Die Vorinstanz weist Beweisanträge des Beschwerdeführers mit einer gut nachvollziehbaren Begründung ab. So war eine der beantragten Zeuginnen, B.________, nicht mehr erreichbar, obwohl diese zur Berufungsverhandlung vor Appellationsgericht vorgeladen wurde. Dass diese Zeugin kein weiteres Mal befragt werden konnte, liegt nicht im Verantwortungsbereich der Behörden. Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer und seine Verteidigung die Befragungen bei allen vier von ihm erwähnten Personen im Ermittlungsverfahren mittels Audio- und Videoübertragung verfolgen und Ergänzungsfragen stellen konnten. Dabei ist unerheblich, dass der Beschwerdeführer vor der jeweiligen Zeugenbefragung nicht wusste, wer befragt werden würde. Unter dem Gesichtspunkt des Anspruchs auf rechtliches Gehör reicht es aus, dass er die Aussagen der Zeuginnen wahrnehmen und anschliessend Fragen stellen konnte. Dem Beschwerdeführer waren die gegen ihn erhobenen Vorwürfe in den groben Zügen bekannt, zumal diese im Haftverfahren umschrieben werden mussten. Daher konnte er sich in grundsätzlicher Weise auf die Zeugenbefragungen und mögliche Anschuldigungen vorbereiten. Weiter gewährten die Behörden dem Beschwerdeführer vor den Ergänzungsfragen eine angemessene Besprechungszeit, um Rücksprache mit seinem Verteidiger zu nehmen. Eine frühere Bekanntgabe der Personalien der Zeuginnen hätte schliesslich nichts am Umstand geändert, dass der Inhalt der Zeugenaussagen erst bei der Befragung entsteht. Daraus folgt, dass die Verteidigung stets mit einer gewissen Spontaneität Ergänzungsfragen stellen muss. Die Kenntnis der ihr zur Verfügung stehenden Akten und die sich daraus ergebende Vorbereitung wird vorausgesetzt. Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass die Vorwürfe betreffend die vier beantragten Zeuginnen gleich gelagert sind, auch wenn sie nicht exakt denselben Lebenssachverhalt betreffen. So wird dem Beschwerdeführer namentlich vorgeworfen, er habe die Notlage der bei ihm im Sexgewerbe tätigen Zeuginnen ausgenützt und dadurch sexuelle Handlungen erwirkt bzw. zu erwirken versucht, dies als Besitzer des Etablissements. Die Rügen des Beschwerdeführers sind insgesamt unbegründet.