Citation: 6B_369/2022 E. 2.3.5

2.3.5. Weiter wird im angefochtenen Urteil mit Verweis auf die Aussagen des Beschwerdeführers ausgeführt, Letzterer habe noch Kontakt zu Personen - Familie oder Bekannte - in seinem Heimatland. Er habe seine angeblich bis heute fortbestehenden Probleme mit der angolanischen Regierung, die ihn damals zur Flucht bewogen hätten, zudem nicht substantiiert dargetan. Die politische Lage in Angola werde von der Schweiz in den meisten Landesteilen jedenfalls als stabil beurteilt. Den Akten der Sozialen Dienste zufolge habe der Beschwerdeführer über den Jahreswechsel 2011/2012 in Angola geweilt, womit die Probleme zumindest damals nicht sehr akut gewesen sein könnten. Weiter sei er 2016 für die Beerdigung seines Vaters nach Angola gereist und verhaftet worden. Den Angaben des Beschwerdeführers zufolge seien aber nicht politische Probleme, sondern Probleme mit seinen Papieren der Grund dafür gewesen. Insgesamt seine keine unüberwindbaren Hindernisse ersichtlich, die eine Rückkehr nach Angola verhindern würden. Im übrigen besitze der Beschwerdeführer auch die kongolesische Staatsbürgerschaft. Zudem sei nicht dargetan, dass eine soziale Wiedereingliederung in Angola aufgrund seiner kongolesischen Wurzeln nicht möglich sei. Der Beschwerdeführer kenne nach wie vor Personen in Angola. Es sei ihm zudem in der Schweiz mit 49 Jahren gelungen, eine Arbeitsstelle zu finden. Dies sollte ihm in seinem Heimatland - ohne sprachliches Defizit - auch möglich sein. Er habe in Angola früher in einem Journalismus-Unternehmen wie auch als Chauffeur gearbeitet. Seine Aussichten auf eine wirtschaftliche Eingliederung seien damit intakt. Was die Vorinstanz zur Wiedereingliederung des Beschwerdeführers in Angola erwägt, ist nicht zu beanstanden. So bestreitet dieser nicht, dass sich die politische Lage in weiten Teilen des Landes stabil gestalte. Wenn er geltend macht, er finde dort aufgrund seiner kongolesischen Abstammung keine (existenzsichernde) Arbeit, so steht dies im Widerspruch zu seinen vergangenen Anstellungen als Chauffeur sowie in einem Journalismus-Unternehmen. Zu Recht geht die Vorinstanz von intakten Chancen auf berufliche Wiedereingliederung aus. Der Beschwerdeführer weilte seit seiner Ausreise zudem zwei Mal freiwillig in Angola, was seine Angst vor politischer Verfolgung (die er im Übrigen nie konkret begründen konnte) ebenfalls relativiert. Seine Verhaftung schrieb er jedenfalls Problemen mit seinen Papieren zu. Dass er allenfalls in Angola nicht "registriert" sei (was der Beschwerdeführer ohne substanziierte Begründung geltend macht), begründet derweil keine politische Verfolgung und steht einer Rückkehr soweit ersichtlich nicht entgegen. Der Beschwerdeführer bringt jedenfalls nicht vor, dass eine entsprechende Registrierung nicht nachgeholt werden könnte. Dass der Beschwerdeführer keine Familie in Angola mehr habe, wird von der Vorinstanz schliesslich nicht kategorisch ausgeschlossen. Sie folgert jedoch aus seinen (sich teilweise widersprechenden) Aussagen, dass er dort zumindest noch über Bekannte verfüge. Der Beschwerdeführer bringt nichts vor, das diese Einschätzung willkürlich erscheinen liesse. Ohnehin reiste er mit bereits 34 Jahren in die Schweiz. Er hat mithin deutlich bis ins Erwachsenenalter in Angola gelebt und gearbeitet, womit er mit den dortigen Verhältnissen derart vertraut ist, dass im eine Rückkehr auch ohne lokales familiäres Netz zumutbar erscheint.