Citation: 5A_366/2020 E. 2

Das Kantonsgericht hat im Wesentlichen erwogen, gegen den Arrestbefehl vom 3. Dezember 2019 habe der Beschwerdeführerin eine neue Möglichkeit zur Einsprache offengestanden; der Beschwerdeführerin hätte klar sein müssen, dass die betreffende Einsprache vom 18. November 2019 keine Wirkung für den Arrestbefehl vom 3. Dezember 2019 entfalten konnte. Aus dem Bestand des neuen Arrestes (Arrestbefehl vom 3. Dezember 2019) könne sich kein schützenswertes Interesse an der Weiterbehandlung der Einsprache gegen den früheren Arrest (Arrestbefehl vom 7. November 2019) ergeben, dessen Vollzug nachweislich gescheitert sei. Das Regionalgericht habe das Vorliegen eines Rechtsschutzinteresses der Beschwerdeführerin folglich zu Recht verneint. In der Tat sei mit der Entlassung aus dem Arrestbeschlag die Einsprache gegen den betreffenden Arrestbefehl gegenstandslos geworden. Bei dieser Sachlage, also dem nachträglichen Wegfall des anfänglich gegebenen Rechtsschutzinteresses, hätte zwar streng genommen kein Nichteintretensentscheid, sondern eine Abschreibung des Einspracheverfahrens erfolgen müssen. Dies ändere jedoch nichts am Ergebnis, dass die materielle Behandlung der Einsprache zu Recht abgelehnt worden sei. Folglich sei die Beschwerde abzuweisen, soweit die Beschwerdeführerin damit die Rückweisung zur Weiterbehandlung ihrer Einsprache angestrebt habe. Eine Pflicht zur Gewährung des rechtlichen Gehörs zur Frage der Gegenstandslosigkeit der Einsprache sei jedenfalls dann zu verneinen, wenn diese eindeutig gegeben sei und - wie vorliegend geschehen - der Einsprecherin keine Prozesskosten auferlegt würden. Auch in diesem Punkt sei die Beschwerde abzuweisen.