Citation: 5A_725/2018 E. 4.2

4.2. Das SchKG schreibt den Betreibungsämtern nicht vor, ihre Verfügungen mit einer Rechtsmittelbelehrung zu versehen. Ausdrücklich vorgeschrieben ist eine Rechtsmittelbelehrung nur für die Entscheide der Aufsichtsbehörden (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 4 SchKG; BGE 142 III 643 E. 3.2 S. 647 mit Hinweisen). Die Existenzminimumsberechnung als solche stellt allerdings ohnehin keine anfechtbare Verfügung dar (BGE 65 III 68 S. 70). Die Berechnung des Existenzminimums ist bloss die Begründung, ob und in welchem Umfang eine Einkommens- oder Verdienstpfändung erfolgt (BGE 127 III 572 E. 3b S. 574; 73 III 114 S. 115 f.). Gegenstand der Beschwerde ist die Pfändung als solche. Dem Schuldner ist die Existenzminimumsberechnung zusammen mit der Pfändung mitzuteilen (BGE 100 III 12 E. 2 S. 15). Vorliegend ergibt sich anhand der Akten, dass die Existenzminimumsberechnung vom 29. Januar 2014, auf welche die Aufsichtsbehörde einzig konkret eingeht, tatsächlich keinen Hinweis auf die Beschwerdefrist enthielt. Allerdings gehört diese Existenzminimumsberechnung zu einer Pfändungsurkunde vom selben Datum. Diese enthält am Schluss eine Rechtsmittelbelehrung mit dem Hinweis auf die zehntägige Beschwerdefrist. Laut der Pfändungsurkunde ist diese Urkunde dem Beschwerdeführer ebenfalls am 29. Januar 2014 eröffnet worden. Der Beschwerdeführer macht nicht geltend, er habe die Pfändungsurkunde damals nicht erhalten. Er hat diese Urkunde vielmehr im vorliegenden Verfahren der Aufsichtsbehörde selber eingereicht. Nach seinen Ausführungen in der kantonalen Beschwerde hat er ausserdem auf dem Betreibungsamt vorgesprochen, worauf der Fehler auf Juni 2014 korrigiert worden sei. Damit ist davon auszugehen, dass die Pfändungsurkunde dem Beschwerdeführer in der ersten Hälfte 2014 zugegangen ist. Die Beschwerdefrist gegen die Pfändungsurkunde ist somit längstens abgelaufen. Der Beschwerdeführer bezieht sich nicht ausdrücklich auf eine bestimmte Existenzminimumsberechnung bzw. eine bestimmte Pfändungsurkunde. Er macht geltend, keine Berechnung habe eine Rechtsmittelbelehrung enthalten, womit er sich offenkundig auf mehrere Existenzminimumsberechnungen bezieht. Da er von der Aufsichtsbehörde auch die Rückerstattung von Kinderzulagen aus dem Jahr 2013 verlangt hatte, ist in der Tat davon auszugehen, dass weitere Existenzminimumsberechnungen bzw. Pfändungsurkunden neben der soeben behandelten vom 29. Januar 2014 existieren. Es besteht jedoch kein Anlass, vorliegend auch noch auf andere Existenzminimumsberechnungen und Pfändungsurkunden als die soeben behandelte einzugehen. Es läge am Beschwerdeführer, die konkret beanstandeten Existenzminimumsberechnungen ausdrücklich zu benennen. Zudem ist wie gesagt eine Rechtsmittelbelehrung auf den Verfügungen des Betreibungsamts ohnehin nicht erforderlich. Dass die weiteren Existenzminimumsberechnungen bzw. Pfändungsurkunden dem Beschwerdeführer gar nicht eröffnet worden wären, macht er nicht geltend.