Citation: 1C_13/2022 E. A

A.________ überschritt gemäss Rapport der Kantonspolizei Tessin vom 14. August 2018 mit einem Personenwagen am 27. Juni 2018 um 23.23 Uhr in Quinto die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h um 21 bis 24 km/h nach Abzug der Sicherheitsmarge. Mit Strafbefehl vom 14. Dezember 2018 verurteilte die " Sezione della circolazione, Ufficio giuridico, Servizio multe " (nachfolgend: Übertretungsstrafbehörde) A.________ wegen Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit innerorts zu einer Busse von Fr. 430.--. Am 14. Mai 2019 setzte die Übertretungsstrafbehörde das Verkehrssicherheitszentrum OW/NW (nachfolgend: VSZ) über den Vorfall vom 27. Juni 2018 sowie den Erlass des Strafbefehls vom 14. Dezember 2018 in Kenntnis und teilte mit, dass letzterer in Rechtskraft erwachsen sei. Das VSZ informierte A.________ mit Schreiben vom 28. Juni 2019, dass ein Administrativverfahren eröffnet worden sei und aufgrund der vorgenommenen Aktenprüfung beabsichtigt werde, ihm den Führerausweis für die Dauer von einem Monat (gesetzliche Mindestentzugsdauer) zu entziehen. A.________ führte mit Schreiben an das VSZ vom 2. Juli 2019 aus, der Vorwurf der Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit sei nicht wahr, weshalb er schriftlich widersprochen habe. Um sich weitere zeitraubende Umtriebe zu ersparen, habe er die Busse unter Protest bezahlt. Das VSZ sistierte in der Folge das Administrativverfahren bis zum Abschluss des Strafverfahrens, was es A.________ mit Schreiben vom 3. Juli 2019 mitteilte. Mit Schreiben vom 25. März 2021 informierte das VSZ A.________ darüber, dass das Strafverfahren inzwischen habe abgeschlossen werden können, dem VSZ das entsprechende Strafurteil vom 14. Dezember 2018 am 24. März 2021 zugestellt worden sei und beabsichtigt werde, A.________ den Führerausweis für die Dauer von einem Monat (gesetzliche Mindestentzugsdauer) zu entziehen. A.________ gab am 29. März 2021 an, die Tessiner Behörden hätten auf seinen Widerspruch hin nicht reagiert und weder ein Strafverfahren durchgeführt noch ein solches abgeschlossen. Um unnötige Kosten und Umtriebe zu vermeiden, habe er damals unter Protest eine ultimativ geforderte Summe bezahlt. Das VSZ entzog A.________ mit Verfügung vom 14. Mai 2021 den Führerausweis für die Dauer von einem Monat. Die dagegen von A.________ erhobene Einsprache vom 20. Mai 2021 wies das VSZ mit Entscheid vom 9. Juni 2021 ab. Das Verwaltungsgericht des Kantons Nidwalden, Verwaltungsabteilung, wies die von A.________ dagegen erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 15. November 2021 ab.