Citation: 1C_183/2017 E. 5.7

5.7. Die Massnahmen für den Geschieberückhalt am Schluchtausgang wurden mittels hydraulischer Modellversuche der EPFL optimiert (vgl. Schlussbericht 2002 S. 41 f.) und beruhen auf einer Kombination von zwei Rückhalteräumen mit unterschiedlichen Funktionen (der untere dient zugleich der Hochwasserentlastung und als Dosierstrecke; vgl. Technischer Bericht S. 19 ff.). Es ist nicht ersichtlich und wird in der Beschwerdeschrift auch nicht ansatzweise dargelegt, wie die geplante Schwergewichtsmauer talauf- oder talabwärts versetzt werden könnte, um den Weiterbetrieb des Kies- und Betonwerks zu ermöglichen, ohne Kapazität und Funktion des einen oder anderen Rückhalteraums zu beeinträchtigen. Schon im Hochwasserschutzkonzept wurde daher die Verlegung des Kieswerks als unabdingbar erachtet, um einen genügenden Geschieberückhalt am Schluchtausgang realisieren zu können (Schlussbericht S. 27 Abb. 8; so auch die Stellungnahme des Bundesamts für Wasser und Geologie [BWG] zum Auflageprojekt 1. Etappe vom 17. März 2004). Die Massnahmen wurde indessen etappiert, um auf die noch laufenden Baurechtsverträge Rücksicht zu nehmen und Verhandlungen für eine Verlegung des Kieswerks an einen Ersatzstandort zu ermöglichen (Schlussbericht S. 43 Abb. 20). Seit Realisierung der ersten Ausbauetappe sind nunmehr über zehn Jahre verstrichen. Ein weiteres Zuwarten, um den Beschwerdeführerinnen noch mehr Zeit einzuräumen, kann aufgrund des bestehenden Schutzdefizits der Gemeinde nicht verantwortet werden.