Citation: 9C_527/2024 E. 3.3

3.3. Mit ihren in E. 3.2 wiedergegebenen Ausführungen zeigte die Vorinstanz auf, inwiefern auch sie - insoweit übereinstimmend mit der IV-Stelle - nach einer Indikatorenprüfung zum Ergebnis gelangt war, dass auf die im Gutachten vom 9. Mai 2022 attestierte vollständige Arbeitsunfähigkeit nicht abgestellt werden könne. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass sie den von der IV-Stelle gezogenen, der Einschätzung des Dr. med. B.________ diametral entgegengesetzten Schluss auf eine volle Arbeitsfähigkeit angesichts der sich aus dem Gutachten ergebenden Einschränkungen für unzulässig hielt. Es trifft zwar zu, dass das kantonale Gericht an dieser Stelle nicht näher präzisierte, inwiefern die Argumentation der IV-Stelle in der Verfügung vom 3. April 2023 "nur bedingt" überzeugte. Allerdings hatte es im Rahmen seiner Indikatorenprüfung bereits ausführlich Stellung genommen zu den in der Verfügung vom 3. April 2023 in den Vordergrund gerückten Elementen, nämlich zur Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde und zu den persönlichen Ressourcen, womit die diesbezüglich unterschiedlichen Auffassungen bzw. Gewichtungen von Verwaltung und Gericht ohne Weiteres ersichtlich waren. Eine Verletzung der Begründungspflicht liegt damit nicht vor.