Citation: 1C_272/2017 E. 2.5

2.5. § 2 Abs. 3 ZR differenziert zwischen einem "nördlichen Teil" und einem "südlichen Teil", umschreibt deren Ausgestaltung aber nicht näher und schreibt somit auch nicht vor, die beiden Teile müssten genau gleich gross sein. Daher kann dem Wortlaut der Bestimmung nicht entnommen werden, der nördliche und der südliche Teil müssten zwingend je die Hälfte des Grundstücks umfassen. Weil der Wortlaut nicht im von der Beschwerdeführerin behaupteten Sinn klar ist, ist es vertretbar, die Bestimmung insofern als auslegungsbedürftig anzusehen. Im Rahmen der Auslegung durfte die Vorinstanz auch die Regelungsabsicht der Gemeindebehörden mit einbeziehen und damit ohne Willkür darauf schliessen, es sei der Zweck von § 2 Abs. 3 ZR, die Sicht auf das Bauernhaus und dessen Dach zu gewährleisten. Daher ist es nicht unhaltbar, wenn sie gestützt auf diese Überlegung die geplante Überbauung als rechtmässig erachtete, obwohl diese mehr als die Hälfte des Grundstücks umfasst. Mit ihren weiteren Ausführungen vermag die Beschwerdeführerin ebenfalls kein willkürliches Handeln der Vorinstanz aufzuzeigen, gehen diese doch alle von der unzutreffenden Annahme aus, die Parzelle könne aufgrund des Wortlauts von § 2 Abs. 3 ZR nur in zwei Hälften aufgeteilt werden.