Citation: 6B_943/2020 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdeführerin macht unter dem Titel des gewerbsmässigen Diebstahls geltend, die Vorinstanz berücksichtige ihre besonders hohe Strafempfindlichkeit angesichts ihrer durch die zweimonatige Untersuchungshaft traumatisierten schulpflichtigen Tochter nicht. Wie die Verbüssung einer Freiheitsstrafe stellt eine Untersuchungshaft für die betroffene Person, das Kind sowie die Partnerschaft eine Belastung dar und ist für jede in ein familiäres Umfeld eingebettete Person mit einer gewissen Härte verbunden. Die Trennung von ihrem Kind durch die Untersuchungshaft ist eine zwangsläufige, unmittelbar gesetzmässige Nebenfolge der Straftat (vgl. zur Publikation in der amtlichen Sammlung bestimmtes Urteil 6B_40/2020 vom 17. August 2020 E. 3.2.2 ff.). Eine erhöhte Strafempfindlichkeit ist nur bei aussergewöhnlichen Umständen zu bejahen (Urteile 6B_1235/2018 vom 28. September 2020 E. 5; 6B_1107/2019 vom 27. Januar 2020 E. 2.6.4; 6B_698/2017 vom 13. Oktober 2017 E. 7.1.2). Es liegt keine derartige Ausnahmekonstellation vor, trifft dieser Sachverhalt doch auf eine grosse Zahl von Betroffenen in vergleichbarer Weise zu. Die Vorinstanz war nicht veranlasst, die kurze Untersuchungshaft strafmindernd zu berücksichtigen.