Citation: 1P.564/2003 08.03.2004 E. 2

Die kantonalen Behörden werfen dem Beschwerdeführer vor, er habe am 10. Oktober 2000, ca. 06.00 Uhr, in alkoholisiertem Zustand seinen Lastwagen von Flawil nach Gossau gelenkt. Unterwegs habe er mit dem Fahrzeug, an dem keine Kontrollschilder angebracht gewesen seien, einen Strassenmarkierungspfahl beschädigt. Um 12.20 Uhr des gleichen Tages sei der Beschwerdeführer an seinem Wohnort von der Polizei angetroffen worden. 2.1 Im angefochtenen Entscheid wird (zusammengefasst) folgendes erwogen. Nach eigenen Aussagen habe sich der Beschwerdeführer am Abend des 9. Oktober 2000 (Montag) im Restaurant "Löwen" in Oberglatt/Flawil aufgehalten. Sein Lastwagen sei seit dem vorangegangenen Samstag in Oberglatt/Flawil (bei einer Firma) abgestellt gewesen. Y.________ habe als Zeuge ausgesagt, er sei am 10. Oktober 2000, ca. 06.00 Uhr, von Flawil Richtung Gossau zur Arbeit gefahren. Auf der Höhe des Restaurants "Löwen" sei plötzlich ein Lastwagen ohne Nummernschilder vor ihm aufgetaucht. Dieser sei "Zickzack" gefahren und habe die ganze Strassenbreite beansprucht. Beim "Isenhammer" habe der Lastwagen einen Strassenpfahl umgefahren. Niemand habe den Lastwagen überholen können. In Gossau sei der Lastwagen auf den Parkplatz des Restaurants "Freihof" abgebogen. Er, der Zeuge, habe dort den Fahrer des Lastwagens zur Rede gestellt. Dabei habe der Zeuge feststellen müssen, dass der Fahrer stark alkoholisiert gewesen sei. 2.2 Weiter erwägt das Kantonsgericht, der Nachweis der Angetrunkenheit (mit einer Blutalkoholkonzentration von mindestens 0,8 Gewichtspromillen) müsse nicht in jedem Fall zwingend durch Blutprobenanalyse erbracht werden. Der richterlichen Beweiswürdigung unterlägen auch der nachweisbare Zustand und das Verhalten des Angeschuldigten bzw. andere Ermittlungen zur Frage des Alkoholkonsums. Im vorliegenden Fall sei zwar am Nachmittag des 10. Oktober 2000 eine ärztliche Blutprobe entnommen worden. Angesichts fehlender Zeitangaben zum Trinkbeginn und Trinkende sei "eine rechtsgenügliche Berechnung der Blutalkoholkonzentration für den Tatzeitpunkt jedoch nicht möglich" gewesen. Es sei allerdings "unerheblich, wie hoch die exakte Blutalkoholkonzentration im Tatzeitpunkt war". Gestützt auf die gesamten Beweisergebnisse müsse "unabhängig davon" festgestellt werden, dass der Beschwerdeführer "angetrunken im Sinne von Art. 91 Abs. 1 SVG" gefahren sei.