Citation: 6B_1038/2017 E. 2.6.3

2.6.3. Bei den Täterkomponenten schliesslich handelt es sich um straferhöhende oder -mindernde Umstände, die nicht der Tat, sondern der Täterpersönlichkeit zuzuordnen sind und das Strafbedürfnis beeinflussen (z.B. Vorleben, persönliche Verhältnisse, zu erwartende Auswirkungen der Strafe auf das Leben des Täters, Tatfolgeverhalten wie Geständigkeit etc.; BGE 129 IV 6 E. 6.1 S. 20). Feststellungen über biographische Aspekte fallen an dieser Stelle nur mehr ins Gewicht, soweit sie nicht die Bewertung der Tat betreffen. Hier waren die Lebensumstände, die zur Tat beitrugen, wohl auch massgeblich dafür verantwortlich, dass der Beschwerdeführer bis zu seiner Inhaftierung keine Berufsausbildung abschliessen konnte. Unter diesem Aspekt trifft ihn die langjährige Freiheitsstrafe mehr als andere Täter in ansonsten vergleichbaren Verhältnissen (vgl. QUELOZ/HUMBERT, a.a.O., N. 88 zu Art. 47 StGB). Es liegt ein aussergewöhnlicher Umstand im Sinne der Rechtsprechung (zuletzt Urteil 6B_988/2017 vom 26. Februar 2018 E. 2.4) vor, der eine Strafminderung unter dem Titel der Strafempfindlichkeit rechtfertigt. Mit der Vorinstanz ist dem im jungen Erwachsenenalter stehenden Beschwerdeführer sodann neben seiner Geständigkeit ein hohes Mass an Verantwortungsbewusstsein und Einsicht in das Unrecht seiner Tat zu attestieren. Dies weist auf ein reflektiertes Wesen und bemerkenswert starke charakterliche Anlagen hin. Es liegt denn auch insofern eine "tätige" Reue vor, als sich das Unrechtsbewusstsein deutlich in der Prozessführung niederschlägt; der Beschwerdeführer verzichtet offensichtlich bewusst darauf, auf ein möglichst tiefes Strafmass hinzuwirken. Die erwähnten Täterkomponenten führen insgesamt zu einer merklichen Strafminderung.