Citation: 5C.243/2005 07.04.2006 E. A

A.a X.________ (nachfolgend: Klägerin) und Y.________ (nachfolgend: Beklagter) lernten sich anfangs 1996 kennen, heirateten im selben Jahr und wurden am 16. Januar 1997 Eltern des Sohnes S.________, knapp zwei Monate nachdem der Vater in die Schweiz eingereist war. A.b Am 2. September 1998 wurde die Scheidung anhängig gemacht; im Rahmen vorsorglicher Massnahmen kamen die Parteien überein, dass das Kind unter die Obhut der Klägerin gestellt und dem Beklagten ein eingeschränktes Besuchsrecht (ein Sonntag Nachmittag im Monat und jeder dritte Freitag Nachmittag, jeweils in Anwesenheit der Mutter oder einer Drittperson) eingeräumt werde. Das Bezirksgericht Zürich sprach die Trennung der Ehe auf unbestimmte Zeit aus. A.c Nachdem der Beklagte ein Abänderungsbegehren gestellt, dann aber wieder zurückgezogen hatte, wandte sich die Klägerin am 16. Mai 2000 an die Vormundschaftsbehörde V.________ mit dem Antrag auf Kürzung des beklagtischen Besuchsrechts auf den ersten Sonntag Nachmittag im Monat. Dem Antrag wurde entsprochen, und sowohl eine dagegen gerichtete Beschwerde beim Bezirksrat B.________ als auch eine dagegen gerichtete Klage beim Obergericht des Kantons Zürich blieben erfolglos. In der Folge reichte der Beklagte noch zwei Abänderungsbegehren betreffend die Besuchsrechtsregelung ein; weil inzwischen aber die Klägerin die Scheidungsklage eingereicht hatte, überliess der Bezirksrat B.________ die Regelung der Beziehungen zwischen den Eltern und dem Kind fortan dem Scheidungsrichter. A.d Daraufhin ersuchte der Beklagte nochmals das Bezirksgericht Zürich im Rahmen vorsorglicher Massnahmen namentlich um Herabsetzung der von ihm geschuldeten Unterhaltsbeiträge und um Gewährung eines unbegleiteten Besuchsrechtes. Mit Verfügung vom 22. Juli 2003 bestätigte die erste Instanz die geltende Besuchsrechtsregelung und Unterhaltspflicht des Beklagten. A.e Schliesslich sprach das Bezirksgericht Zürich in der Sache am 3. November 2003 die Scheidung aus: Soweit hier von Belang wurde das Kind unter der elterlichen Sorge der Klägerin belassen, und wurde der Beklagte zur Entrichtung eines monatlichen Unterhaltsbeitrages von Fr. 450.-- an den Sohn verpflichtet. Sein Besuchsrecht wurde altersabhängig im Sinne einer progressiven Ausdehnung ausgestaltet: ein Sonntag im Monat von 11 bis 17 Uhr in Anwesenheit des Beistandes (oder einer von diesem bezeichneten Person) bis zum vollendeten 8. Altersjahr; zwei Sonntage im Monat, von 9 bis 18 Uhr ohne Begleitung, aber in der Schweiz und gegen Hinterlegung der Reisepapiere von Vater und Sohn, bis zum vollendeten 12. Altersjahr; schliesslich zwei Wochenenden im Monat und zwei Wochen pro Jahr, unbeaufsichtigt und ohne Einschränkung auf das Gebiet der Eidgenossenschaft.