Citation: 6B_1222/2016 E. 5.2

5.2. Der Beschwerdeführer hält dem entgegen, die Vorinstanz habe unkritisch die Ansicht der Staatsanwaltschaft übernommen, wonach er Vertreter der F.________ AG gewesen sei. Er sei weder Organ im Sinne von Art. 29 lit. a StGB noch Gesellschafter im Sinne von Art. 29 lit. b StGB gewesen. Damit blieben noch lit. c und d von Art. 29 StGB. Dieser über das Zivilrecht hinausgehende strafrechtliche Organbegriff widerspreche Art. 1 StGB und delegiere die strafrechtliche Verantwortung nach unten. Aus der Anklageschrift ergebe sich nicht, dass er tatsächlicher Leiter oder Mitarbeiter mit selbstständiger Entscheidungsbefugnis und damit verantwortlich gewesen sei. Dieser Einwand gelte auch in Zusammenhang mit dem Schuldspruch bezüglich der unterlassenen Buchführung nach Art. 166 StGB; denn dies sei primär Pflicht des Verwaltungsrats und nicht des Angestellten. Es gehe nicht an, dass er wegen dieser beiden Tatbestände angeklagt werde, die Verwaltungsräte aber nicht belangt würden.