Citation: 2C_809/2021 E. 5.3

5.3. Die Beschwerdeführer rügen sodann, die Vorinstanz sei aufgrund willkürlicher Beweiswürdigung zum Schluss gelangt, dass Alternativen zum sofortigen Schulwechsel bestanden hätten. Dies sei entgegen der Einschätzung der Vorinstanz nicht der Fall gewesen, weil die Schulbehörden keine wirksamen Massnahmen gegen das Mobbing ergriffen hätten. Den Beschwerdeführern sei deshalb gar keine andere Möglichkeit geblieben, als die Tochter in die Privatschule zu schicken. Soweit diese Rüge auf der Prämisse beruht, ein sofortiger Schulwechsel sei medizinisch notwendig gewesen (vgl. Beschwerde S. 9), ist ihr die Grundlage entzogen, nachdem die Vorinstanz willkürfrei davon ausgehen durfte, ein Schulwechsel müsse nicht unmittelbar vorgenommen werden. Mit dem Vorbringen, das Mobbing habe auch auf dem Schulweg, im Dorf und in den Vereinen stattgefunden, sodass ihre Tochter keine Chance gehabt habe, ihm auszuweichen, vermögen die Beschwerdeführer - soweit das Vorbringen überhaupt eine Grundlage in den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen findet - nicht darzutun, dass die Vorinstanz willkürlich davon ausging, es hätten Alternativen zum sofortigen Schulwechsel bestanden. Wie die Vorinstanz festgehalten hat, führte die Schulsozialarbeit Gespräche mit der Tochter der Beschwerdeführer und X. (29. Oktober 2019), mit Y. (4. November 2019) und mit allen drei Schülerinnen, der Klassenlehrperson und der Schulleitung (6. November 2019). Ein weiteres Gespräch war ca. vier Wochen später vorgesehen. Die Schulbehörden blieben somit nicht untätig. Es ist unter diesen Umständen auch nicht ersichtlich, warum die Vorinstanz hätte feststellen müssen, dass die Beschwerdeführer mit E-Mail vom 2. November 2019 mitgeteilt hatten, sie erwarteten konkrete Massnahmen zum Schutz ihrer Tochter. Die von den Beschwerdeführern angeführten Disziplinarmassnahmen sind im Übrigen nicht die einzige mögliche Alternative zu einem Schulwechsel, um einer Mobbingsituation zu begegnen. Es ist daher auch nicht weiter von Bedeutung, ob es mit Art. 55 VSG/SG vereinbar ist, dass Eltern Disziplinarmassnahmen selber beantragen müssen. Nachdem medizinische Gründe keinen umgehenden Schulwechsel geboten, durfte die Vorinstanz willkürfrei annehmen, dass Alternativen dazu bestanden.