Citation: 1C_458/2023 E. 4.2.2

4.2.2. Das BAFU hält dazu in seiner Vernehmlassung fest, der Einbau eines lärmarmen Belags und eine Temporeduktion seien als Massnahmen an der Quelle dem Bau einer Lärmschutzwand grundsätzlich vorzuziehen. Gemäss dem technischen Bericht könne mit einer Lärmschutzwand vorliegend eine Lärmreduktion von bis zu 10 dB (A) erzielt werden, während die Senkung der Höchstgeschwindigkeit von 80 auf 60 km/h eine solche von 2 dB (A) und der Einbau eines lärmarmen Belags von 3 dB (A) ermögliche. Unter Verweis auf die Ergebnisse zweier im Auftrag des BAFU durchgeführter Forschungsprojekte (abrufbar auf <https://www.bafu.admin.ch> unter Themen/Lärm/Fachinformationen/ Massnahmen/Strassenlärm/Geschwindigkeitsreduktion, besucht am 21. Oktober 2024) führt das BAFU aus, die Wirkungen eines lärmarmen Belags und einer Geschwindigkeitsreduktion könnten zumindest für niedrige Geschwindigkeiten addiert werden. Auf dieser Basis könne vorliegend bei einer Kombination von lärmarmem Belag und Geschwindigkeitsreduktion von 80 auf 60 km/h eine Lärmreduktion von 5 dB (A) angenommen werden. Somit liege auch die kombinierte Lärmreduktion durch Massnahmen an der Quelle deutlich unter derjenigen der Lärmschutzwand. Als Fazit sei festzuhalten, durch die Lärmschutzwand könne ein Grossteil der von den Immissionsgrenzwertüberschreitungen betroffenen Liegenschaften vor übermässigem Lärm geschützt werden, wohingegen mit der Kombination der Geschwindigkeitsreduktion mit dem Einbau eines lärmarmen Belags eine erheblich geringere Begrenzung der Lärmimmissionen erzielt werden könne. Die Lärmschutzwand stelle vorliegend die geeignetste Massnahme zur Lärmreduktion dar. Für das Bundesgericht besteht kein Anlass, von dieser schlüssigen Einschätzung der Umweltfachbehörde des Bundes abzuweichen. Der Beschwerdeführer hält den Ausführungen des BAFU lediglich entgegen, diese basierten auf den veralteten festgestellten Grenzwertüberschreitungen, welche die seither vorgenommenen Lärmsanierungen (gemeint wohl: die verbauten Schallschutzfenster und Schalldämmlüfter bei den von Erleichterungen profitierenden Liegenschaften) nicht berücksichtigten. Dies trifft nach dem eingangs Gesagten nicht zu. Die vom Beschwerdeführer vorgeschlagene Geschwindigkeitsreduktion in Kombination mit einem lärmarmen Strassenbelag stellt somit keine gleichwertige Alternativlösung dar.