Citation: 2C_538/2021 E. 4.4.3

4.4.3. Der Beschwerdeführer 2 ist in der Schweiz geboren, wurde hier sozialisiert und ist offensichtlich gut integriert. Er hat hier seine Schulbildung begonnen und erzielt gute Noten. Zudem hat er zu seinen Schulkameraden und gleichaltrigen Freunden gute Kontakte geknüpft. Er spricht die heimatliche Sprache und hat sein Heimatland immer wieder ferienhalber besucht, weshalb davon auszugehen ist, dass er mit den dortigen Gepflogenheiten vertraut ist. Nicht erwiesen ist, ob eine familienähnliche Beziehung zwischen ihm und C.________ besteht bzw. dieser die Rolle eines "sozialen Vaters" ihm gegenüber einnimmt. Bereits das Migrationsamt stellt fest, die Beziehung zwischen C.________ und B.A.________ sei "eher lose", es liege eine freundschaftliche Beziehung vor (Art. 105 Abs. 2 BGG). In Anbetracht des erheblichen öffentlichen Interesses an der Wegweisung der Beschwerdeführerin 1, ihrer mangelhaften Integration in der Schweiz und der intakten Wiedereingliederungschancen in ihrem Heimatland erweist sich der Widerruf ihrer Niederlassungsbewilligung jedoch auch bei Vorliegen einer familienähnlichen Beziehung zwischen dem Beschwerdeführer 2 und C.________ als verhältnismässig. Es gilt dabei zu beachten, dass aufgrund der geographischen Nähe des Kosovo die Beziehung zwischen ihnen auch mittels gegenseitigen Besuchen aufrechterhalten und den heute zur Verfügung stehenden Kommunikationsmitteln weitergeführt werden kann.