Citation: 6B_676/2013 E. 3.4.3

3.4.3. Aus den Grundsätzen des fairen Verfahrens und des rechtlichen Gehörs gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 BV ergibt sich für den Angeklagten das grundsätzlich uneingeschränkte Recht, in alle für das Verfahren wesentlichen Akten Einsicht zu nehmen. Die Beweismittel müssen in den Untersuchungsakten vorhanden sein und es muss aktenmässig belegt sein, wie sie produziert wurden (BGE 129 I 85 E. 4.1; Urteil 6P.168/2004 vom 3. Mai 2005 E. 2.1; vgl. auch unten E. 3.6.3). Dies gilt auch für die Transkription von Telefonüberwachungen. Übersetzte Telefonabhörungsprotokolle dürfen nicht zu Lasten des Angeklagten verwertet werden, soweit den Strafakten nicht zu entnehmen ist, wer sie wie produziert hat und ob die Dolmetscher auf die Straffolgen von Art. 307 StGB für falsches Gutachten oder falsche Übersetzung hingewiesen wurden (BGE 129 I 85 E. 4.1 und 4.2; Urteil 6B_80/2012 vom 14. August 2012 E. 1.4).