Citation: 8C_112/2024 E. 6.3.2

6.3.2. Weitere Anhaltspunkte, welche in bundesrechtskonformer Weise darauf schliessen liessen, dass die Beschwerdegegnerin unmittelbar nach Abschluss des Doktorats eine Stelle im "unteren Kader" gemäss Tabelle T11 angetreten hätte, werden von der Vorinstanz nicht dargelegt und sind auch nicht ohne Weiteres ersichtlich. Zu Recht weist die AXA in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Beschwerdegegnerin im Zeitpunkt des hypothetischen Abschlusses des Doktorats im Alter von 31 Jahren ihre erste entsprechende Stelle ohne Führungs- und ohne einschlägige Berufserfahrung angetreten hätte, was - auch bei ausgezeichneter akademischer Qualifikation - eher gegen eine Kaderposition mit ausführender Leitungsfunktion spricht. Schliesslich ist auch den vom kantonalen Gericht zitierten Schreiben des Prof. Dr. G.________ und von I.________ nicht zu entnehmen, dass die Absolventen der GSE unmittelbar nach ihrem Abschluss entsprechende Kaderpositionen eingenommen hätten. Soweit die Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung einwendet, im Kanton Basel-Landschaft würden Staatsanwälte und Abteilungsgerichtsschreiber bereits dem "mittleren Kader" zugeordnet, zielt dies ebenfalls ins Leere, da vorliegend nicht die personalrechtliche Einreihung des besagten Kantons, sondern die den beruflichen Stellungen zugrunde liegenden Definitionen des BFS massgebend sind. Wie die AXA zuletzt auch einwendet, betrug gemäss der Tabelle TA3E61-2 des BFS der Median der monatlichen Bruttoeinkommen von Doktoratsabsolventen im Bereich der Wirtschaftswissenschaften ein Jahr nach Abschluss im Jahr 2020 Fr. 100'000.-. Die Hälfte erzielte dabei ein Einkommen zwischen 85'000.- und Fr. 120'000.-, ein Viertel weniger als Fr. 85'000.- und ein Viertel mehr als Fr. 120'000.-. Das von der Vorinstanz angenommene Valideneinkommen von Fr. 125'760.- liegt somit deutlich über dem Median und auch über dem, was 75 % der Absolventen verdienen. Ausgehend von der vorinstanzlich festgestellten Exklusivität des Doktorats an der GSE erscheint dies zwar nicht von vornherein ausgeschlossen, aber angesichs des Umstands, dass letztlich völlig offen ist, welche Tätigkeit die Beschwerdeführerin aufgenommen hätte, auch nicht überwiegend wahrscheinlich.