Citation: 7B_981/2024 E. 1.4.1

1.4.1. Anders als im vorstehend umschriebenen Fall der passiven Rechtshilfe, geht es im Fall des Beschwerdeführers um die sog. aktive Rechtshilfe. Vorliegend hat somit die Schweiz auf dem Weg der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen das Vereinigte Königreich um Auslieferung des Beschwerdeführers ersucht. Der vorgenannte bundesrechtliche Rechtsmittelweg und damit sein individueller Rechtsschutz im Rahmen eines kontradiktorischen Verfahrens stand dem Beschwerdeführer in der Schweiz nicht offen. Nachdem das Bundesamt für Justiz das Auslieferungsgesuch im Vereinigten Königreich stellte, musste der Beschwerdeführer vielmehr im dortigen Auslieferungsverfahren den Rechtsweg beschreiten, was er auch tat (siehe Sachverhalt Bst. B.a). In der Schweiz steht der von der Auslieferung betroffenen Person demgegenüber bundesrechtlich nur ein eingeschränkter Rechtsmittelweg offen, was gemäss dem Gesetzgeber drohenden Verfahrensverzögerungen entgegenwirken soll (SABINE GLESS/DANIEL SCHAFFNER : a.a.O., N. 5 zu Art. 25 IRSG).