Citation: 6B_760/2022 E. 3.2.2

3.2.2. Weiter kann dem Beschwerdeführer nicht gefolgt werden, wenn er vorbringt, die Vorinstanz verletze die Begründungspflicht, indem sie im Hinblick auf das Aussageverhalten der Beschwerdegegnerin 2 unterlasse, ihre Art und Persönlichkeitsmerkmale genau zu bezeichnen, welche sie davon überzeugt hätten, über ihre widersprüchlichen Aussagen zum Kerngeschehen hinwegzusehen. Die Vorinstanz beschreibt die Gemütslage oder Persönlichkeit der Beschwerdgegnerin 2, auf die sie jeweils Bezug nimmt, konkret und situativ. So führt sie die Abweichungen in ihren Ausführungen zu ihrem Verhalten, die nicht den eigentlichen Kernbereich betroffen hätten, oder ihre Aussagen zum genauen Zeitpunkt der stattgefundenen Klangschalentherapien auf den von ihr empfundenen Horror nach dem erzwungenen Oralverkehr zurück. Ihr Anzeigeverhalten passe zu dem während der Berufungsverhandlung hinterlassenen Eindruck ihrer Persönlichkeit, als sie nach der erfolgten Anzeige in Angst und Panik geraten sei. Damit wird dem Beschwerdeführer in hinreichender Weise ermöglicht, die Aspekte der Persönlichkeit und Gemütslage der Beschwerdegegnerin 2, auf welche die Vorinstanz Bezug nimmt, zu erfassen. Eine Verletzung der Begründungspflicht liegt somit nicht vor.