Citation: 8C_765/2014 E. 11.3

11.3. Das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der physisch bedingten ärztlichen Behandlung ist nicht allein nach einem zeitlichen Massstab zu beurteilen. Von Bedeutung sind auch Art und Intensität der Behandlung sowie der Umstand, inwieweit noch eine Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten ist. Es muss, gesamthaft betrachtet, eine kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässigkeit auf die Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichtete ärztliche Behandlung von ungewöhnlich langer Dauer vorliegen. Manualtherapeutische Massnahmen zur Erhaltung des Zustandes und medikamentöse Schmerzbekämpfung allein genügen diesen Anforderungen nicht. Auch kommt einzig der Abklärung des Beschwerdebildes dienenden Vorkehren nicht die Qualität einer Heilmethodik in diesem Sinne zu (Urteil 8C_137/2014 E. 7.3). Nach dem Unfall wurde der Versicherte zunächst ambulant behandelt. Vom 9. bis 27. März 2009 war er in der Rehaklinik M.________ hospitalisiert, wo er konservativ behandelt wurde. Im Weiteren bestand die Behandlung im Wesentlichen in Medikamenteneinnahme sowie ambulanter Physiotherapie, Akupunktur, Kraniosakraltherapie und Chiropraktik. Am 20. April 2009 erfolgte im Schmerzzentrum Klinik W.________ eine perkutane Rhizotomie C3 beidseits, C5 beidseits und C6 beidseits. Am 30. April 2012 wurde der Versicherte am HWK3/4 operiert, wobei im Hinblick darauf Infiltrationen und Mobilisation unter Narkose stattfanden. Diese Eingriffe können nicht als unfallbedingt angesehen werden (siehe E. 6.2 hievor); selbst wenn sie es wären, wäre das Kriterium jedoch nicht erfüllt (vgl. Urteil 8C_729/2012 vom 4. April 2013 E. 8.3, wo das Kriterium trotz vier Operationen verneint wurde).