Citation: 6B_708/2019 E. 5.4

5.4. Was der Beschwerdeführer gegen die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz einwendet, erschöpft sich weitgehend in einer unzulässigen appellatorischen Kritik am angefochtenen Urteil, auf welche praxisgemäss nicht eingetreten wird (BGE 142 III 364 E. 2.4 S. 368; 141 IV 369 E. 6.3 S. 375; je mit Hinweisen). Dem Sachgericht steht bei der Beweiswürdigung ein weiter Spielraum des Ermessens zu (BGE 129 IV 6 E. E. 6.1). Das Bundesgericht greift auf Beschwerde hin nur ein, wenn jenes offensichtlich unhaltbare Schlüsse zieht, erhebliche Beweise übersieht oder solche willkürlich ausser Acht lässt (BGE 140 III 264 E. 2.3; 135 II 356 E. 4.2.1). Der Beschwerdeführer hätte mithin darlegen müssen, inwiefern die Feststellungen der Vorinstanz offensichtlich unhaltbar sein oder mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch stehen und die vorhandenen Beweise andere Schlussfolgerungen geradezu aufdrängen sollen. Diese Anforderungen vermag seine Beschwerde nicht zu erfüllen. So legt der Beschwerdeführer nicht dar, inwiefern die Annahme der Vorinstanz, er sei anlässlich der Quartalsbesprechung vom 10. Juli 2002 vom Beschwerdegegner über den Vermögensstand orientiert worden, schlechterdings unhaltbar sein soll, zumal die Vorinstanz sich insofern auch auf seine eigenen Aussagen selbst stützt. Sodann nimmt sie auch willkürfrei an, dass mit Ausnahme der Quartalsabrechnung per 30. März 2001, in welcher vier Transaktionen nicht ausgewiesen worden seien, alle Quartalsabrechnungen durch den Beschwerdegegner wahrheitsgemäss erstellt wurden. Die Vorinstanz stützt sich insofern auf die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft vom 22. März 2017 (Untersuchungsakten, Ordner 16, act. 28000003 f.), welche diesen Umstand feststellt und insofern unangefochten geblieben ist. Damit geht die Vorinstanz zu Recht davon aus, dass der Beschwerdeführer anlässlich der Quartalsbesprechung vom 10. Juli 2002 Kenntnis von der Höhe der Negativsaldi auf beiden Tradingkonten per Ende Juni 2002 erhalten hat und über die Entwicklung seit dem 1. Quartal 2002 und über die hohen Negativsaldi per 30. Juni 2002 auf den beiden Tradingkonten informiert war sowie trotz dieser Kenntnisse daran festgehalten hat, die Quartalsbesprechung für das 3. Quartal 2002 infolge seiner Auslandsabwesenheit ausfallen zu lassen (angefochtenes Urteil S. 24, 25 f.). Jedenfalls ist nicht ersichtlich, inwiefern sie in dieser Hinsicht in Willkür verfallen sein soll. Was der Beschwerdeführer hiegegen vorbringt, führt nicht zu einer anderen Beurteilung. Es mag zutreffen, dass der Beschwerdegegner im 1. Quartal 2001 Transaktionen in der Höhe von Fr. 310'495.50 nicht abgerechnet hat. Davon ist, wie der Beschwerdeführer selber einräumt, auch die Staatsanwaltschaft in ihrer Einstellungsverfügung vom 22. März 2017 ausgegangen (Untersuchungsakten, Ordner 16, act. 28000003). Doch lässt sich nicht sagen, dass ausgehend von diesem nicht offengelegten Verlust sämtliche nachfolgenden Quartalsabrechnungen unvollständig gewesen sein mussten (Beschwerde S. 8, 14). Die Vorinstanz nimmt jedenfalls mit guten Gründen an, der Beschwerdeführer sei anlässlich des Transfers der Lombardkredite über die Vermögenslage informiert gewesen (angefochtenes Urteil S. 24, 27). Ausserdem verweist die Vorinstanz in Bezug auf den Bericht zum 1. Quartal 2001 zutreffend auf den Umstand, dass die vorgeworfene Pflichtverletzung nicht in den Anklagezeitraum fällt (angefochtenes Urteil S. 26). Sodann mag richtig sein, dass aus der Erfahrung des Beschwerdeführers in der Vermögensverwaltung für sich allein nicht abgeleitet werden kann, dieser habe von den Verlusten Kenntnis gehabt oder an diesen gar Mitschuld trage (Beschwerde S. 11). Doch lässt sich ein derartiger Schluss dem angefochtenen Urteil nicht entnehmen. Die Vorinstanz verweist lediglich im Zusammenhang mit dem Festhalten an der Anlagestrategie "Fisch" sowie im Rahmen der Beurteilung des Vorsatzes auf die Erfahrungen des Beschwerdeführers im Bereich der Vermögensverwaltung (angefochtenes Urteil S. 24 ff.). Dass die Vorinstanz die vom Beschwerdeführer vertretene Anlagemethode in unhaltbarer Weise interpretiert hat (Beschwerde S. 11 ff.), trifft somit nicht zu. Wie es sich damit im Einzelnen verhält, kann indes letztlich offenbleiben. Denn die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung durch den Abschluss weisungswidriger Anlagegeschäfte mit Verfügung vom 2. März 2015 eingestellt (Untersuchungsakten, Ordner 10., act. 18000008 ff.) und das Obergericht des Kantons Zürich hat die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde in diesem Punkt abgewiesen (Beschluss des Obergerichts vom 26. Januar 2016 S. 19 ff., Untersuchungsakten, Ordner 11, act. 190003010 ff.). Dieser Punkt bildet denn auch nicht Bestandteil des Anklagesachverhalts, sodass im bundesgerichtlichen Verfahren nicht darauf eingetreten werden kann. Nicht zu beanstanden ist schliesslich, dass die Vorinstanz in Bezug auf die Frage, ob der Beschwerdegegner unter den gegebenen Umständen trotz des vereinbarten Verzichts auf Durchführung einer Quartalsbesprechung betreffend das 3. Quartal 2002 verpflichtet gewesen wäre, den Beschwerdeführer über den weiteren Anstieg der Negativsaldi auf den beiden Tradingkonten zu informieren, zum Schluss gekommen ist, es lägen jedenfalls keine Hinweise dafür vor, dass der Beschwerdegegner zumindest in Kauf genommen habe, eine Informationspflicht gegenüber dem Beschwerdeführer zu verletzen (angefochtenes Urteil S. 26). In diesem Zusammenhang berücksichtigt die Vorinstanz zu Recht die Erfahrungen des Beschwerdeführers im Bereich der Vermögensverwaltung, der trotz Kenntnis der Verluste am Verzicht auf die Besprechung für das 3. Quartal 2002 festhielt, und den Umstand, dass die negative Entwicklung Resultat der Börsenschwäche des ganzen Jahres war und nicht auf besondere Ereignisse zurückzuführen war, über die der Beschwerdeführer hätte informiert werden müssen (angefochtenes Urteil S. 26 unten, 27). Insgesamt ist das angefochtenen Urteil nicht zu beanstanden. Es mag zutreffen, dass sich auch Argumente für eine andere Würdigung vertreten liessen. Doch genügt nach ständiger Rechtsprechung für die Begründung von Willkür nicht, dass das angefochtene Urteil mit der Darstellung der beschwerdeführenden Partei nicht übereinstimmt (BGE 144 V 50 E. 4.2; 143 IV 241 E. 2.3.1; je mit Hinweisen). Bei diesem Ergebnis muss auf die Einwände des Beschwerdeführers gegen die von der Vorinstanz bloss ergänzend angestellten Erwägungen zum Kausalzusammenhang und zum Vermögensschaden (Beschwerde S. 16 ff.; angefochtenes Urteil S. 28 f.) nicht eingegangen werden. Die Beschwerde ist auch in diesem Punkt unbegründet.