Citation: 5A_85/2021 E. 3.3

3.3. Unzutreffend ist vorab der Vorwurf, das Kantonsgericht habe sich mit dem Ausstandsgesuch "in keiner Weise auseinandergesetzt". Der Beschwerdeführer gibt vielmehr selbst an, dass dieses in einem Teilbereich beurteilt wurde. Eine umfassendere Prüfung des Gesuchs wäre nach dem Ausgeführten sodann zwar wünschenswert gewesen; der Vorinstanz kann jedoch nicht geradezu eine Verfassungsverletzung vorgeworfen werden: Unbestritten hatte der Beschwerdeführer im Laufe des kantonalen Verfahrens bereits dreifach erfolglos um den Ausstand des erstinstanzlichen Richters ersucht. Die neu vor Kantonsgericht geltend gemachten Gründe erscheinen sodann repetitiv (Vorwurf der Amtsgeheimnisverletzung) oder tendenziell weniger gravierend (Verhalten anlässlich der Hauptverhandlung). Unter diesen Umständen ist es gerade noch nicht zu beanstanden, dass das Kantonsgericht sich bei der Behandlung des neuerlichen Ausstandsgesuchs auf die Ereignisse um die Befragung der Kinder fokussierte. Nicht haltbar ist es mit Blick auf die Rechtsprechung jedoch, dem Beschwerdeführer vorzuwerfen, er habe den (Gesamt-) Ausstandsgrund verspätet vorgetragen, nachdem dieser auch mit Vorfällen vom März 2019 begründet wurde. Die Vorinstanz hat das Ausstandsgesuch indes auch inhaltlich geprüft und abgewiesen, was vom Beschwerdeführer nicht beanstandet wird. Die Beschwerde erweist sich damit als unbegründet.