Citation: 2C_911/2022 E. 8.1

8.1. Nach Art. 5 Abs. 2 BV muss staatliches Handeln im öffentlichen Interesse liegen und verhältnismässig sein. Das Verhältnismässigkeitsprinzip ist zwar kein selbständiges verfassungsmässiges Recht, sondern ein Verfassungsprinzip. Es kann aber mit der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten - als Bundesrecht i.S.v. Art. 95 lit. a BGG - direkt und unabhängig von einem Grundrecht angerufen werden (BGE 148 II 475 E. 5; 141 I 1 E. 5.3.2). Es verlangt, dass die getroffene Massnahme für den vorgesehenen Zweck geeignet und notwendig sowie dem Betroffenen zumutbar ist (BGE 141 I 1 E. 5.3.2; 140 I 257 E. 6.3.1).