Citation: 1C_379/2023 E. 5.2

5.2. Der Beschwerdeführer behauptet nicht, dass ihm die Abholungseinladung nicht oder fehlerhaft zugestellt wurde. Jedoch macht er geltend, die Vorinstanz habe den Sachverhalt insoweit offensichtlich unrichtig bzw. unvollständig festgestellt, als sie ohne weitere Abklärungen davon ausgegangen sei, sein Vater sei bevollmächtigt gewesen, die Postsendung abzuholen. Er habe jedoch bereits vor der Vorinstanz ausgeführt, dass er zwischen dem 21. März 2023 und dem 11. April 2023 in den Ferien gewesen sei und dass die einzige Person, die mit ihm im Haushalt lebe und nach der Rechtsprechung bevollmächtigt gewesen wäre, eine Postsendung für ihn abzuholen - seine Lebenspartnerin -, mit ihm in den Ferien verweilt habe. Sein Vater hätte hingegen nicht über eine Vollmacht verfügt, die umstrittene Postsendung abzuholen. Weder das BJD noch das Verwaltungsgericht hätten sich mit dem Umstand auseinandergesetzt, dass in seiner Abwesenheit und der Abwesenheit seiner Lebenspartnerin niemand zur Entgegennahme der eingeschriebenen Postsendung bevollmächtigt gewesen sei und diese am 6. April 2023 somit gar nicht habe zugestellt werden können. Zum Beweis hat der Beschwerdeführer Flugbestätigungen eingereicht, die belegen sollen, dass er und seine Lebenspartnerin im erwähnten Zeitraum in den Ferien verweilten. Der Umstand, dass sein Vater über keine Vollmacht verfügte, sei hingegen durch dessen Befragung festzustellen. Tatsächlich hat die Vorinstanz trotz diesbezüglicher Ausführungen des Beschwerdeführers nicht abgeklärt, ob der Vater des Beschwerdeführers befugt war, die Postsendung abzuholen. Vielmehr geht sie ohne weitere Erklärung und in impliziter Weise davon aus, dass der Vater des Beschwerdeführers diesen beim Abholen der Postsendung vertreten hat. Sie hat diesbezüglich den Sachverhalt nicht bzw. unvollständig festgestellt.