Citation: 6B_343/2020 E. 7.2

7.2. Die Vorinstanz führt im Rahmen der Strafzumessung aus, der Beschwerdeführer habe die Gelder zu einem weit überwiegenden Anteil unwiderlegbar zur Sportförderung verwendet, so dass das Verschulden trotz des Deliktsbetrages von über Fr. 1,8 Mio. nicht allzu hoch einzustufen sei. Es sei ihm auch keine unzulässige Beeinflussung des kantonalen Entscheids vorzuwerfen, die Lotteriegelder ohne weitere Kontrollmechanismen aus der öffentlichen Hand zu geben und dem Sportverband C.________ zur Sportförderung zu überlassen. Der Kanton habe diese Art und Weise der Sportförderung über den Sportverband ohne Leistungsvereinbarung offenbar zugelassen. Die Umstände, dass sich der Beschwerdeführer ohne Wissen des Kantons die Beiträge auf ein Konto habe überweisen lassen, über das er allein habe verfügen können, dass er gegenüber dem Sportverband C.________ vorgegeben habe, über die Vergabe in seiner Eigenschaft als Beamter bestimmen zu können, und dass er sich im Laufe der Zeit schliesslich privat an den der Sportförderung gewidmeten Gelder bedient habe, erlaube es aber insgesamt nicht mehr, von einem eher leichten Verschulden auszugehen. In Anbetracht des Strafrahmens von Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe erachtet die Vorinstanz eine Freiheitsstrafe im Bereich von zwei Jahren dem Tatverschulden als angemessen. Die Vorinstanz zieht weiter in Betracht, der Beschwerdeführer sei nicht vorbestraft und es könne ihm in Bezug auf einen namhaften Teil seines Vorgehens ein ideelles Engagement nicht abgesprochen werden. Es sei auch davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer für seinen Aufwand für den Sportverband C.________ wohl in einem gewissen Umfang hätte entschädigt werden können, doch habe er durch seine Vorgehensweise die erforderlichen Offenlegungen umgangen. Strafmindernd berücksichtigt die Vorinstanz die intensiven, zu öffentlicher Vorverurteilung bzw. "Prozessführung via Medien" tendierenden Belastungen, denen der Beschwerdeführer im Verfahren ausgesetzt war. Sie trägt damit dem Umstand Rechnung, dass den Beschwerdeführer, nachdem der Fall durch die Medien unanonymisiert lange Zeit in den öffentlichen Fokus gerückt worden sei, schwerwiegende gesundheitliche Probleme ereilt hätten. Insgesamt erachtet die Vorinstanz zufolge der Vorstrafenlosigkeit und dem grundsätzlich ideell motivierten Engagement des Beschwerdeführers sowie den öffentlichen Vorverurteilungen eine erhebliche Reduktion der hypothetisch veranschlagten Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf ein Jahr als gerechtfertigt. Im selben Umfang sei die von der Staatsanwaltschaft beantragte obligatorische Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu Fr. 70.-- um die Hälfte auf 90 Tagessätze zu reduzieren (angefochtenes Urteil S. 47 ff.).