Citation: 6B_999/2022 E. 2.3

2.3. Den Vorbringen des Beschwerdeführers kann nicht gefolgt werden, wobei offenbleiben kann, ob die vorinstanzliche Begründung zutrifft. Der Grundsatz "nemo tenetur se ipsum accusare" verleiht der angeschuldigten Person zwar das Recht zu Schweigen, nicht aber das Recht, im Konkursverfahren zum Nachteil der Gläubiger Vermögenswerte arglistig zu verheimlichen (Urteil 6B_843/2011 vom 23. August 2012 E. 3.4.2). Genau dies hat der Beschwerdeführer aber, jedenfalls in der konkursamtlichen Einvernahme betreffend die C.________ AG, offensichtlich getan. Wie er selbst ausführt, hatte er - offenbar wahrheitswidrig - angegeben, das von ihm als Sacheinlage eingebrachte Fahrzeug der Marke Porsche Panamera sei nur geleast. Er hat damit zum Nachteil der Gläubiger Teile der Konkursmasse verschwiegen. Dies gilt ebenso, indem er bei der Einvernahme betreffend die D.________ AG eine Forderung verschwieg. Ob dies auch in weiteren Fällen zutrifft, erschliesst sich weder aus den Ausführungen der Vorinstanz noch denjenigen des Beschwerdeführers klar. Es kann jedoch offenbleiben, wie nachfolgend zu zeigen ist. Soweit der Beschwerdeführer die Verfahrenseröffnung betreffend die D.________ AG, die Strafverfahren "im Zusammenhang mit den Liegenschaften in U.________ und in V.________" bzw. "im Zusammenhang mit der E.________ GmbH" und der F.________ GmbH beanstandet, legt er nicht dar, auf welchen unzulässigerweise erlangten Beweismitteln resp. selbstbelastenden Aussagen die Verfahrenseröffnungen konkret beruhen sollen. Er genügt daher insoweit seiner Begründungspflicht nicht (Art. 42 BGG). Der pauschale Hinweis des Beschwerdeführers, ohne die Strafbewehrung hätte er in der konkursamtlichen Befragung schlicht keine Angaben gemacht, reicht hierzu nicht. Wie die Erstinstanz im Übrigen zutreffend erwägt, wäre das Konkursamt unter dem Aspekt der Auskunftspflicht nach Art. 222 SchKG berechtigt gewesen, sämtliche Vermögenswerte und namentlich Geschäftsbücher der konkursiten Gesellschaften auch zwangsweise durch die Polizei mittels einer Hausdurchsuchung erhältlich zu machen (vgl. LEUENBERGER/SCHENKER, in: Basler Kommentar, Schuldbetreibungs- und Konkursrecht, 3. Aufl. 2021, N. 5 f. zu Art. 222 SchKG mit Hinweis auf BGE 146 III 435 E. 4.1.2). Entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers, ist es deshalb nachvollziehbar anzunehmen, dass es auch ohne seine Angaben in den konkursamtlichen Einvernahmen zu den beanstandeten Strafverfahren gekommen wäre. Dies insbesondere - bei fehlenden Angaben - gestützt auf eine zulässige Hausdurchsuchung und die Beschlagnahme der Geschäftsbücher (vgl. oben E. 2.1.1). Insofern liegen Beweise vor, die auch gegen den Willen des Beschwerdeführers hätten erhoben werden können.