Citation: 6B_388/2021 E. B

Auf Berufung von A.________ und Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft des Kantons Schaffhausen bestätigte das Obergericht des Kantons Schaffhausen am 11. Dezember 2020 das erstinstanzliche Urteil in Bezug auf die Schuldsprüche, das Tätigkeitsverbot und die Genugtuungsleistungen. Es ändert einzig die Sanktion ab, indem es A.________ mit einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 30 Monaten und einer bedingten Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu je Fr. 100.-- bestrafte. B.a. Das Obergericht geht hinsichtlich der Delikte zum Nachteil von C.________ zusammengefasst von folgendem Sachverhalt aus: In der Nacht vom 21./22. April 2016 ging A.________ mit der damals 14-jährigen C.________ in U.________ in den Ausgang. Im Verlauf des Abends stellte er ihr insgesamt drei Bier und ein Getränk mit hartem Alkohol zur Verfügung. C.________ wurde aufgrund des Konsums der Getränke betrunken, sodass sie nicht mehr richtig stehen konnte und Mühe hatte, zu laufen. Sie begab sich mit A.________ zur Übernachtung in dessen Wohnung, wo er sie - entgegen ihrem ursprünglichen Willen, auf dem Sofa zu schlafen - dazu brachte, zu ihm in sein Zimmer und Bett zu kommen. Nachdem sie sich wegen des übermässigen Alkoholkonsums übergeben musste, er ihr mit einem frischen T-Shirt ausgeholfen und sie bei dieser Gelegenheit ihren Büstenhalter ausgezogen hatte, fasste er sie im Bett zuerst am Oberkörper und an den Brüsten an. Das tat er, obwohl sie ihn wiederholt wegstiess und ihm sagte, sie wolle das nicht. In der Folge berührte er sie ebenfalls im Intimbereich, wobei sie wiederum sagte, dass sie das nicht möchte, und versuchte, ihn wegzustossen. Er brachte sie auch dazu, seinen Penis anzufassen, indem er ihr sagte, dass sie ihn doch gern habe und das darum machen solle, und daraufhin - obwohl sie mit "Nein" antwortete - ihre Hand nahm, diese zu seinem Penis führte und dort festhielt, als sie sie wegziehen wollte. Nachdem er fragte, ob sie seinen Penis in den Mund nehmen würde, was sie ebenfalls verneinte, und er ihr wiederum sagte, unter Kollegen würde man das aber so machen, sie habe ihn doch gern und sie solle sich nicht so anstellen, nahm sie aufgrund des von ihm aufgebauten Drucks, und weil sie sich wegen des Alkoholkonsums nicht mehr weiter wehren konnte, ebenso seinen Penis in den Mund (angefochtener Entscheid Sachverhalt lit. A S. 2 f., E. 4.4.5 S. 27). B.b. Betreffend die Schändung zum Nachteil von B.________ hält das Obergericht zusammengefasst folgenden Sachverhalt für erstellt: A.________ bot der damals 17-jährigen B.________ an, sie könne nach einem externen Anlass vom 3. auf den 4. März 2017 bei ihm übernachten. Als sie am Abend ankam, erhielt sie von A.________, der mit einem Kollegen am Alkohol trinken war, ein Smirnoff und zwei Appenzeller-Shots; zudem trank sie im Rahmen eines Trinkspiels weitere vier bis fünf Appenzeller-Shots. Infolge des Alkoholkonsums musste sie sich übergeben und mit Durchfall auf die Toilette. A.________, dessen Kollege inzwischen heimgegangen war, konnte B.________, die nicht mehr allein stehen konnte und welcher schwindlig war, überreden, sich zu ihm ins Bett zu legen, da sie nur noch Ruhe haben und die Augen schliessen wollte. Sie musste von A.________ fast ins Bett getragen werden, konnte auf dem Bett sitzend das Gleichgewicht nicht mehr halten, musste sich erneut übergeben und war mit pochenden Kopfschmerzen und geschlossenen Augen im Bett liegend nicht mehr in der Lage, sich zu bewegen. A.________ begann mit ihr zu reden, sie zu küssen und sagte zu ihr, sie könne ihm vertrauen, er sei für sie da, das machten Freunde so. Er fuhr mit seiner Hand unter ihr Pyjama, schob ihr Oberteil nach oben, berührte sie am Oberkörper, Bauch und an den Brüsten und fasste ihr unter der Hose an die Vagina. Er drang mit seinen Fingern in ihre Scheide ein, versuchte, sie durch Reiben zu stimulieren, nahm ihre Hand und legte sie auf seinen Penis. Zuletzt legte er sich mit der Hose bekleidet auf sie und rieb seinen Penis an ihr bis zum Samenerguss, den sie bemerkte. B.________ lag wegen der starken Alkoholisierung regungslos da, fühlte sich in ihrem Körper gefangen, konnte nicht mehr sprechen und war nicht mehr in der Lage, seine Hand wegzuschieben oder ihre Hand von seinem Penis wegzunehmen, sondern hoffte einfach, dass es vorbeigeht (angefochtener Entscheid Sachverhalt lit. A S. 3, E. 5.4.4 S. 40).