Citation: I 436/01 04.06.2003 E. 5

Es entspricht einem allgemeinen, auch im Bereich der Invalidenversicherung anwendbaren Prozessrechtsgrundsatz, dass unnötige Kosten bezahlen muss, wer sie in schuldhafter Weise verursacht hat (Art. 159 Abs. 5 in Verbindung mit Art. 156 Abs. 6 OG; ZAK 1989 S. 283 Erw. 3a sowie 1988 S. 400; Bernet, Die Parteientschädigung in der schweizerischen Verwaltungsrechtspflege, Diss. Zürich 1986, S. 137). Nach der Rechtsprechung zu Art. 156 Abs. 3 OG, welcher bezüglich der Auferlegung der Verfahrenskosten eine Art. 159 Abs. 3 OG entsprechende Regelung enthält, können einer obsiegenden Partei, die der andern Partei durch ihr rechtswidriges Verhalten Anlass zur Prozessführung gab, Gerichtskosten auferlegt werden (BGE 105 V 89 Erw. 4). Unter den gleichen Voraussetzungen kann eine obsiegende Partei in Anwendung von Art. 159 Abs. 3 OG zur Bezahlung einer Parteientschädigung an die unterliegende Partei verpflichtet werden (nicht veröffentlichtes Urteil Z. vom 30. August 1985 [H 80/85]). Im vorliegenden Fall sah sich der Beschwerdegegner wegen des Erlasses der vor beiden Beschwerdeinstanzen aufgehobenen Verfügung vom 20. Januar 2000 zur Prozessführung veranlasst. Die IV-Stelle hat es zu vertreten, dass dem Beschwerdegegner durch den Beizug eines Rechtsvertreters Kosten entstanden sind. Es rechtfertigt sich, sie zur Bezahlung einer Parteientschädigung an den Beschwerdegegner zu verpflichten, umsomehr, als sie nur insoweit obsiegt, als der vorinstanzliche Entscheid zwar aufgehoben wird, dies aber auch für die streitige Verfügung vom 20. Januar 2000 gilt.