Citation: 6B_79/2016 E. A

Die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen wirft X.________ zusammengefasst vor, in der Nacht vom 27. Februar 2011 zusammen mit weiteren Personen A.________ tätlich angegangen zu haben. In den Räumlichkeiten des Clubs sei es zu Übergriffen auf A.________ gekommen. Als X.________ in seiner Funktion als Sicherheitsangestellter (Security) interveniert habe, sei er von A.________ beleidigt worden und habe diesen nach draussen gezerrt. Dort hätten er und weitere Beschuldigte einen Halbkreis um A.________ gebildet und diesen mit Faustschlägen, Fusstritten sowie Kniestössen ins Gesicht und gegen den Körper traktiert. A.________ habe sich aufgrund von Alkohol- und Drogenkonsum (zur Tatzeit über 2 o/oo und Ecstasy) gegen die körperlich und zahlenmässig überlegenen Angreifer nicht wirkungsvoll wehren können. Selbst als er regungslos am Boden gelegen habe, hätten drei der anderen Beschuldigten mehrmals gegen dessen Kopf und Körper getreten. A.________ habe zahllose Prellungen, eine Zahn- und Nasenfraktur, eine Gehirnerschütterung sowie eine bleibende Augenverletzung erlitten. Sein Freund B.________ und der zweite Sicherheitsangestellte, die ihm zur Hilfe geeilt seien, hätten ebenfalls Schläge und Tritte abbekommen und leichte Verletzungen davon getragen. Das Kreisgericht Werdenberg-Sarganserland stellte mit Entscheid vom 28. Januar und 10. Februar 2015 das Verfahren gegen X.________ wegen mehrfacher Arbeitsaufnahme als Sicherheitsangestellter ohne Bewilligung ein und sprach ihn vom Vorwurf der versuchten vorsätzlichen Tötung frei. Es verurteilte ihn wegen Angriffs und weiterer Straftaten (Raufhandel und Widerhandlung gegen das Waffengesetz) zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten und verpflichtete ihn unter solidarischer Haftung zu Genugtuungszahlungen von Fr. 20'000.- an A.________ und Fr. 1'500.- an B.________.