Citation: 1P.486/2005 02.11.2005 E. 6

Die Beschwerde richtet sich in allgemeiner Weise gegen die Einziehung und Vernichtung verschiedener beim Beschwerdeführer vorgefundener Gegenstände. Diesbezüglich genügen die Rügen den Begründungsanforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG über weite Teile nicht. Der Beschwerdeführer legt nicht dar, welches verfassungsmässige Recht inwiefern verletzt sein soll. Wie die Direktion der Justiz und des Innern in Erwägung zieht, stehen die Ausrüstung und Ordnung einer Zelle nicht im Belieben eines Insassen. Soweit diese von den zuständigen Mitarbeitern der Strafanstalt unter Sicherheits- und Ordnungsaspekten korrigiert würden, sei dies nicht zu beanstanden, wenn dadurch keine unnötigen Einschränkungen entstünden, die sich nicht aus dem Freiheitsentzug selbst ergäben (§ 30 Ziff. 2 StVG/ZH). Der Anstalt stehe hierbei ein grosses Ermessen zu. Gelangt die Direktion der Justiz und des Innern sodann sinngemäss zum Schluss, dieses Ermessen sei im vorliegenden Fall rechtmässig ausgeübt worden, ist dies verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, zumal § 84 Abs. 2 JVV/ZH festhält, dass mitgebrachte oder während des Vollzugs erhaltene Gegenstände aus Gründen der Sicherheit, der Ruhe und Ordnung sowie der Gesundheit und Hygiene abgenommen werden können. Auch liegt keine Verletzung der Begründungspflicht vor (Art. 29 Abs. 2 BV), wenn der angefochtene Entscheid nicht mehr ausdrücklich Bezug nimmt auf die fünf eingezogenen Kondome, welche zu den Effekten des Beschwerdeführers gegeben wurden (vgl. BGE 126 I 97 E. 2b S. 102; 124 II 146 E. 2a S. 149; 124 V 180 E. 1a S. 181; 123 I 31 E. 2c S. 34; 121 I 54 E. 2c S. 57, je mit Hinweisen). Aus den Ausführungen im angefochtenen Entscheid wird deutlich, dass die Direktion der Justiz und des Innern das Vorgehen der Anstaltsleitung auch in dieser Hinsicht für gerechtfertigt erachtet hat.