Citation: 1C_28/2021 E. 5

Fraglich ist, ob und gegebenenfalls inwieweit die streitgegenständliche (obere) Stützmauer im Sinne von § 41 Abs. 4 Satz 1 aBNO eine Höhe von mehr als 1,0 m überschreitet. Die massgebliche Höhe der Stützmauern bemisst sich dabei, wie ausgeführt, gemäss § 19 Abs. 1 lit. a ABauV/AG ab dem "niedriger gelegenen Terrain". Wie nachfolgend im Einzelnen aufzuzeigen ist, ging die Vorinstanz zur Prüfung, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang die (obere) Stützmauer den massgebenden Grenzwert von 1,0 m überschreitet, wie folgt vor: Zunächst legte die Vorinstanz den Begriff des "niedriger gelegenen Terrains" im Sinne von § 19 Abs. 1 lit. a ABauV/AG aus, und zwar (namentlich) mit Blick auf die Frage, welcher Terrainverlauf in zeitlicher Hinsicht massgebend ist (siehe dazu nachfolgend E. 5.1). Sodann prüfte sie, welche Beweismittel bzw. Pläne zur Ermittlung der massgebenden Höhe der Stützmauer heranzuziehen sind (siehe dazu nachfolgend E. 5.2). Weiter ging die Vorinstanz der Frage nach, ob der massgebende Terrainverlauf auf den als entscheidend erachteten Plänen korrekt eingetragen ist resp. ob dieser Terrainverlauf der Innen- oder Aussenseite der früheren unteren Stützmauer folgt (siehe dazu nachfolgend E. 5.3). Sodann begründete die Vorinstanz, weshalb ihrer Auffassung nach die Beschwerdeführerin so zu behandeln ist, wie wenn sie die untere Stützmauer auf ihrer eigenen Parzelle oder auf der Parzellengrenze errichtet oder um zwei Steinreihen erhöht hätte. Zudem zeigte die Vorinstanz auf, welche Folgerungen sich aus einer solchen Behandlung ergeben (siehe dazu nachfolgend E. 5.4). Schliesslich zeigte die Vorinstanz auf, dass und weshalb unter ihren Prämissen von einer Überschreitung der Maximalhöhe von 1,0 m auszugehen ist (siehe dazu nachfolgend E. 5.5).