Citation: 5A_801/2022 E. 4.3.1

4.3.1. Sie begründet dies damit, die Vorinstanz gehe auf ihre Diagnosen nicht bzw. nicht in genügendem Masse ein und beachte insbesondere die Auswirkung dieser Problematiken auf ihren Alltag und die damit verbundenen Einschränkungen nicht. Die täglichen Schmerzen verbunden mit der Schlafproblematik führten dazu, dass sie nach einem Arbeitstag fast den gesamten nachfolgenden Tag zur Erholung benötige. Es seien insbesondere die Schmerzen im Rücken, welche sie zum Ruhen und Liegen zwingen würden. An einem oder zwei Arbeitstagen pro Woche gelinge es ihr, ihre Schmerzen einigermassen unter Kontrolle zu halten. Seien es aber drei oder gar vier Arbeitstage am Stück, gelinge die Entlastung nicht mehr. Wäre es ihr möglich, mit ein paar "geeigneten" Übungen ihr chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom in den Griff zu bekommen, hätte sie dies längst getan. Eine Arbeitstätigkeit von 80 % ab dem 1. August 2023 sei deshalb schlicht nicht zumutbar. Stattdessen sei ihr eine Erwerbsquote von 64 % anzurechnen und erst ab dem 1. August 2026 eine solche von 80 %.