Citation: 2C_860/2017 E. 5.3.4

5.3.4. Zwar haben deutsche Anleger erklärt, nach ihrer Interpretation sei das Vertragswerk "Zwangswandelanleihe" zivilrechtlich so zu verstehen, dass sich die Anleger, im Wissen um mögliche Wertverluste, an einer "zu gründenden Investmentgesellschaft" beteiligen wollten und die Verträge nach ihrem Verständnis "auf Lieferung von Aktien im Sinne von Art. 5 Abs. 3 lit. a BankV" (gemäss Verordnung vom 30. April 2014 über die Banken und Sparkassen, Bankenverordnung [BankV; SR 952.02]) gerichtet seien. Daraus können die Beschwerdeführer indessen - wie die Vorinstanz wiederum zu Recht festgestellt hat - nichts zu ihren Gunsten ableiten: Ausgegeben wurden keine Aktien, sondern "Wandelanleihen"; dem Geschäft lagen weder Verträge noch Zeichnungsdokumente zugrunde, woraus sich ergeben würde, dass die Investoren der Beschwerdeführerin 2 Mittel zuführten, um im direkten Gegenzug Aktien zu zeichnen; die Anleger erwarben gemäss dem Zeichnungsschein vielmehr ausdrücklich Wandelanleihen zu den Emissionsbedingungen, welche einen auf längere Zeit bemessenen Rückzahlungstermin (30. Juni 2015) und eine Wandelungsoption vorsahen, für deren Ausübung die Grundlagen offenbar aber nicht geschaffen wurden (zwei Aktienarten). Das umstrittene - im Hinblick auf dessen Bedingungen (auffallend tiefer Zinssatz, laufende Ausgabe mit unterschiedlichen Laufzeiten für die Investoren, keine verbindliche Zeichnungsfrist, kein festes Liberierungsdatum usw.) - unübliche Konstrukt lässt sich zwar hinsichtlich seines Ziels mit einer Wandelanleihe vergleichen, die unter den Begriff der Anleihensobligation subsumiert werden kann; sie fällt aus systematischen Gründen dann aber nicht unter den Ausschlussgrund von Art. 3a Abs. 3 lit. a aBankV, da sie die Voraussetzung von dessen lit. b aBankV wie dargelegt gerade nicht erfüllt. Die Annahme des Bundesverwaltungsgerichts, dass der Vertragszweck vor dem Hintergrund der besonderen Struktur und des Anlagegeschäfts der vom Beschwerdeführer 1 beherrschten B.________ Group, vornehmlich in der Überlassung von Geld in Erwartung einer Rendite lag und nicht im Rahmen der Abwicklung eines synallagmatischen Vertrags stand, ist nicht bundesrechtswidrig (vgl. zur Überprüfungsbefugnis des diesbezüglich zu beachtenden "technischen Ermessens" durch das Bundesverwaltungsgericht und das Bundesgericht: Urteil 2C_101/2011 vom 21. September 2011 E. 4.1.2 und 4.1.3).