Citation: 6B_976/2019 E. 2.4.5

2.4.5. Gemäss Vorinstanz ist schliesslich umstritten, in welcher Phase der Beschwerdegegner den Start abgebrochen hat. Sie hält fest, die diesbezüglichen Aussagen der Beteiligten würden auseinandergehen. Es müsse angenommen werden, dass der Beschwerdegegner den Startlauf in die Wege geleitet habe, obwohl ihm bereits ein Bremsgriff entglitten sei. Die Unterschiede in den Angaben der Beteiligten lägen letztlich einzig bei der Frage, wie lange die Beschleunigungsphase schon gedauert habe, als sie zu Fall gekommen seien (Beschluss S. 7 ff. E. 10.1 f.). In Anbetracht dieses von der Vorinstanz in einem massgebenden Punkt der Aussagen festgestellten Unterschieds, ist es unhaltbar, von einem klaren Sachverhalt auszugehen. Wenn die Vorinstanz hier im Weiteren auf die Aussagen von C.________ abstellt, die den Unfall beobachtet habe, um zum Schluss zu gelangen, der Startlauf sei kurz nach Einsetzen der Beschleunigung abgebrochen worden und kontrolliert erfolgt, scheint sie Tat- und Rechtsfragen zu vermischen, greift sie der Beweiswürdigung eines Sachgerichts vor und verletzt den Grundsatz "in dubio pro duriore". Der Beschwerdeführer weist zu Recht darauf hin (Beschwerde S. 24 ff. Ziff. 41 ff.), dass die Vorinstanz dabei weder auf die Umstände des Zustandekommens der schriftlichen Erklärung von C.________ vom 10. Oktober 2015 noch auf die diversen Inkonsistenzen in deren Angaben eingeht. Unerwähnt bleibt auch deren Aussage, wonach sie bei diesem Flug dummerweise die Startleitung gehabt habe (Protokoll der Einvernahme vom 17. Dezember 2018 S. 3, kantonale Akten). Im Übrigen lässt sich der Schluss der Vorinstanz, dass C.________ keine längerdauernde Laufphase beobachtet habe, ansonsten sie das sicher bemerkt und auch so ausgesagt hätte, nicht mit der nötigen Gewissheit ableiten. Im Gegensatz zur Beschwerdegegnerin geht die Vorinstanz davon aus, der Beschwerdeführer und der Beschwerdegegner hätten sich im Zeitpunkt des Startabbruchs bereits in der Beschleunigungsphase befunden. Sie nimmt damit an, dass ein Pilotenfehler vorlag und dass somit nicht von einem Startabbruch sondern von einem Fehlstart auszugehen ist. Sie lastet dem Beschwerdegegner an, er habe den Startlauf in die Wege geleitet, obwohl ihm der Bremsgriff bereits entglitten gewesen sei und, dass er während des Startvorgangs überhastet reagiert habe. Indem die Vorinstanz trotz dieser Ausführungen zum Schluss gelangt, es liege ein Fall klarer Straflosigkeit vor und selber prüft, ob ein Pilotenfehler mit einer Sorgfaltspflichtverletzung gleichzusetzen ist, verkennt sie, dass das zur materiellen Beurteilung zuständige Sachgericht über die Stichhaltigkeit des strafrechtlichen Vorwurfs gegen den Beschwerdegegner zu entscheiden hat.