Citation: 6B_684/2024 E. 4.3.2

4.3.2. Mit diesen ausführlichen und überzeugenden Erwägungen der Vorinstanz zur Glaubhaftigkeit der Aussagen des Privatklägers und des Beschwerdeführers setzt sich der Beschwerdeführer wiederum nicht auseinander und behauptet diesbezüglich nicht einmal explizit Willkür. Umso weniger vermag er solche zu begründen. So erweist sich der Hinweis auf den Umstand, dass der Privatkläger zuerst von Vergewaltigung gesprochen habe, wie bereits ausgeführt, als unbehelflich. Die Behauptung des Beschwerdeführers, der Privatkläger habe als Transgender klar zwischen Vergewaltigung und Analverkehr unterscheiden können, ist völlig abwegig, liegen doch keinerlei Hinweise auf besondere juristische Kenntnisse beim Privatkläger vor. Zumindest umgangssprachlich wurde erzwungener Analverkehr in der Laiensphäre seit jeher als Vergewaltigung bezeichnet. Mit der seit dem 1. Juli 2024 geltenden Novelle des Sexualstrafrechts hat auch der Gesetzgeber dieser in der Gesellschaft weit verbreiteten Sichtweise Rechnung getragen. Davon abgesehen vermag der Beschwerdeführer auch mit dem Hinweis auf die Aussage von D.________, der Privatkläger habe ihn ins Gefängnis bringen wollen, keine willkürliche vorinstanzliche Beweiswürdigung zu begründen, verneint die Vorinstanz doch mit nachvollziehbarer Begründung Motive für eine allfällige Falschbezichtigung seitens des Privatklägers. Dass der Privatkläger die Ansicht vertrat, der Beschwerdeführer solle für seine Handlungen ins Gefängnis kommen, ist im Übrigen nachvollziehbar und kann dem Privatkläger nicht vorgeworfen werden. Die Vorinstanz stellt somit zurecht auf die Aussagen des Privatklägers ab. Dass vorliegend Veranlassung zur aussagepsychologischen Begutachtung des Privatklägers bestanden hätte, begründet der Beschwerdeführer nicht weiter und liegen dafür auch keinerlei Anzeichen vor.