Citation: 2C_128/2024 E. 4.2

4.2. Als verfassungsrechtliche Minimalgarantie gewährleistet Art. 29 Abs. 3 BV den Anspruch auf unentgeltlichen Rechtsbeistand, falls eine Person nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint und soweit es zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist (BGE 142 III 131 E. 4.1; 141 I 70 E. 2; 138 IV 35 E. 5.3; 131 I 350 E. 3.1). Die unentgeltliche Verbeiständung erfordert stets ein entsprechendes Gesuch und erfolgt selbst dann nicht von Amtes wegen, wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 131 I 350 E. 3.1; Urteil 2C_341/2010 vom 14. Oktober 2010 E. 3.2.3). Je nach Sachlage gebietet es jedoch die prozessuale Fürsorgepflicht des Richters, dass besonders unbedarfte, nicht anwaltlich vertretene Parteien auf ihre Verfahrensrechte hingewiesen werden (BGE 131 I 350 E. 4.1; Urteil 2C_341/2010 vom 14. Oktober 2010 E. 3.2.3). Das Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege des Kantons Bern vom 23. Mai 1989 (VRPG/BE; BSG 155.21), welches die unentgeltliche Verbeiständung in Art. 111 Abs. 2 VRPG/BE regelt, enthält keinen darüber hinausgehenden Anspruch (LUCIE VON BÜREN, in: Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum VRPG/BE, 2. Aufl. 2020 [Kommentar VRPG/BE], N. 3, N. 34 zu Art. 111 VRPG/BE; MICHEL DAUM, in: Kommentar VRPG/BE, N. 3 zu Art. 11 VRPG/BE). Letzteres wird vom Beschwerdeführer zu Recht auch nicht geltend gemacht.