Citation: 5A_414/2023 E. 4.5

4.5. Eine Verletzung der Rechtsweggarantie (Art. 29 Abs. 1 BV), wie sie die Beschwerdeführer darin erblicken, dass die Wahrnehmung berechtigter Interessen mit Kostenfolgen bestraft werde, liegt ebenfalls nicht vor. Die Rüge bleibt rudimentär begründet, was den geltenden Anforderungen an die Begründung von Verfassungsverletzungen (E. 2.1) nicht genügt. Weiterungen würden sich daher bereits aus diesem Grund erübrigen. Ohnehin richtet sich die Frage, ob die Beschwerdeführer durch die KESB bzw. den Kanton für ihren Aufwand im Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz zu entschädigen sind, nach dem massgebenden kantonalen Verfahrensgesetz. Der Bundesgesetzgeber hat folglich von Kanton zu Kanton unterschiedliche Lösungen bewusst in Kauf genommen. Beispielsweise hält die Lösung im Kanton Zürich, der keine gesetzliche Grundlage für einen Anspruch auf eine Parteientschädigung gegenüber dem Staat im Verfahren vor den gerichtlichen Beschwerdeinstanzen vorsieht, einer Willkürprüfung stand (zum Ganzen BGE 140 III 385 E. 4.3 und E. 5).