Citation: U 179/02 10.12.2002 E. 3

Streitig ist im Weiteren die Höhe des Integritätsschadens. Die Vorinstanz hat in dieser Hinsicht auf die Einschätzung des SUVA-Arztes Dr. med. W.________ vom 16. Juni 1998 abgestellt und eine Integritätseinbusse von 20 % angenommen, während der Beschwerdeführer von einer solchen von 50 % ausgeht und die voraussehbare Verschlimmerung ebenfalls berücksichtigt wissen will. Der SUVA-Arzt hat in seinem Bericht von Juni 1998 - implizit durch den Bericht vom 8. Dezember 1999 bestätigt - anhand der Tabellen über die Integritätsentschädigung (Feinraster; vgl. Erw. 1 hievor) die Integritätseinbusse auf 10 % wegen mässiger Femorotibial-Arthrose (Tabelle 5.2) sowie zusätzlich 10 % wegen mässiger Komplexinstabilität (Tabelle 6.2) festgesetzt. Auch wenn gemäss den Tabellen 5.2 und 6.2 in der Regel keine Kumulation von Integritätsschäden bei Instabilitäten und Arthrosen erfolgen sollte, kann hier ausnahmsweise eine solche vorgenommen werden, da die kumulierten 20 % der Verschlechterung resp. der späteren Einsetzung einer Arthroplastik entsprechen, welche gemäss Tabelle 6.2 einen Integritätsschaden von 20 % zur Folge hat. Damit ist die zukünftige Verschlimmerung, auf die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde hingewiesen wird, berücksichtigt worden. Wie der Versicherte gemäss Anhang 3 zur "Wegleitung der SUVA durch die Unfallversicherung" (recte wohl Anhang 3 zur UVV) auf eine Integritätsentschädigung von 50 % kommt, ist nicht nachvollziehbar; diese Höhe entspricht im Anhang 3 zur UVV am ehesten einem Verlust des Beines oberhalb des Kniegelenkes, was hier jedoch nicht vorliegt.