Citation: 8C_640/2015 E. 5.3

5.3. Der ausgeglichene Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) bietet vielfältige Stellen im Gesundheitswesen auf dem Anforderungsniveau 3, welche die Versicherte trotz ihren gesundheitlichen Beschwerden noch ausführen kann. Sie ist nicht auf einfache und repetitive Tätigkeiten beschränkt. Ihre durch die qualifizierte Berufsausbildung und langjährige Pflegeerfahrung erworbenen fachspezifischen, sozialen und administrativen Fähigkeiten kann sie weiterhin für entsprechende Tätigkeiten, welche die linke Hand nicht stark belasten, einsetzen. Hiefür genügen auch ihre Kenntnisse der deutschen Sprache und der EDV, zumal sie entgegen ihrer Auffassung nicht auf reine Büro- und administrative Tätigkeiten beschränkt ist, welche allenfalls eine höhere Anforderung an Sprache und Computerkenntnisse stellen würden und bei welchen sie ihre beruflichen Fähigkeiten nicht einsetzen könnte. Trotz ihrer körperlichen Einschränkung wäre beispielsweise eine Tätigkeit als Pflegefachfrau in Sprechstunden von Arztpraxen oder Spitälern vorstellbar. Bei einer Verweistätigkeit können ihr auch ihre Fremdsprachenkenntnisse zugute kommen. Die in der Beschwerde erwähnten bundesgerichtlichen Urteile 8C_907/2011 vom 30. Juli 2012 und 8C_990/2010 vom 16. März 2011 rechtfertigen keine andere Betrachtungsweise. Die Rechtsprechung hat denn auch in mit dem vorliegenden etwa vergleichbaren Fällen die Anwendung des Anforderungsniveaus 3 bejaht (Urteile 8C_515/2010 vom 20. Oktober 2010 E. 2.4.2.6, 9C_235/2007 vom 8. Mai 2008 E. 3.4.1, I 14/05 vom 17. Juni 2005 E. 2.2 f. und I 314/03 vom 17. November 2003 E. 5.2.3).