Citation: 9C_390/2020 E. 2.2

2.2. Fest steht, dass das Medikament Farydak® (10 mg, 15 mg, 20 mg, Hartkapseln; Wirkstoff Panobinostat; Zulassungsinhaberin Novartis Pharma Schweiz AG) in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason für die Behandlung von Patienten mit multiplem Myelom (MM; Plasmazellmyelom), die mindestens zwei vorhergehende Therapien erhalten haben, inklusive Bortezomib und einen immunmodulatorischen Wirkstoff, und nicht refraktär auf Bortezomib sind, am 18. Dezember 2015 von der schweizerischen Heilmittelbehörde Swissmedic in der Schweiz zugelassen wurde (Zulassungsnummer 61878; siehe Näheres unter www.swissmedic.ch/swissmedic/de/home/humanarzneimittel/authorisations/new-medicines.html). Bisher fand das Medikament noch keine Aufnahme in die Spezialitätenliste (SL; Art. 52 Abs. 1 lit. b KVG; vgl. www.spezialitätenliste.ch). Letztinstanzlich nicht mehr bestritten wird, dass die Voraussetzungen für ein ausnahmsweises Abweichen vom Grundsatz der Listenpflicht (vgl. Art. 52 Abs. 1 lit. b KVG; BGE 142 V 325 E. 2.2 S. 328; 139 V 375 E. 4.2 S. 377 mit Hinweisen) im Sinne von Art. 71b Abs. 1 in Verbindung mit Art. 71a Abs. 1 KVV nicht erfüllt sind. Da diesbezüglich keine offenkundigen Rechtsmängel erkennbar sind, hat es bei den entsprechenden Schlussfolgerungen des kantonalen Gerichts sein Bewenden (vgl. E. 1 hiervor).