Citation: 6B_999/2023 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer wendet sich gegen den Schuldspruch wegen versuchter schwerer Körperverletzung zum Nachteil von B.________ (nachfolgend: Geschädigter). Er rügt im Wesentlichen, er habe mit dem Hammer nicht "voll", sondern "dosiert" zugeschlagen. Selbst der Geschädigte habe ausgesagt, der Schlag sei nicht mit "voller Härte", sondern mit "6 von 10" ausgeführt worden. Das rechtsmedizinische Gutachten bestätige lediglich, dass der verwendete Hammer grundsätzlich ein taugliches Tatmittel für die Herbeiführung einer lebensgefährlichen Verletzung sei. Die Heftigkeit des konkreten Schlages beurteile das Gutachten nicht bzw. es weiche der diesbezüglichen Frage mit Hinweis auf den Aufprallwinkel des Hammers aus. Der Wundbefund lasse sehr wohl Aussagen zur Heftigkeit eines Schlages zu. Die Vorinstanz habe dem Gutachter zudem explizit aufgetragen, von der Arbeitshypothese eines heftigen Schlages auszugehen, und seine diesbezüglichen Ergänzungsfragen an den Gutachter mit Beschluss vom 2. August 2022 zu Unrecht abgelehnt. Die Vorinstanz wende Bundesrecht falsch an, da sie - anstelle des Nachweises einer grundsätzlich tauglichen Tathandlung - die Abkürzung über ein taugliches Tatmittel nehme und dies mit der falschen These kombiniere, dass jeder Schädelbruch zu einer unmittelbaren Lebensgefahr führe. Das Gutachten beantworte die Frage, ob beim konkreten Hammerschlag überhaupt die Möglichkeit eines lebensgefährlichen Schädelbruchs bestand, nicht mit ausreichender Eindeutigkeit. Selbst wenn man dies im Sinne eines Gedankenspiels annehmen würde, sei eine eventualvorsätzliche schwere Körperverletzung zu verneinen, da die Umstände es nicht erlauben würden, allein aus der Möglichkeit des Erfolgseintritts auf dessen Inkaufnahme zu schliessen. Er habe die Kraft des Hammerschlags sehr wohl kontrollieren können, zumal er im Umgang mit dem besagten Hammer äusserst geübt sei. Er habe den Plastikhammer und nicht den Maurerhammer benutzt, um grössere Verletzungen zu vermeiden. Er sei subjektiv der Meinung gewesen, der Plastikhammer sei nicht so gefährlich, was bei der Beurteilung seines Vorsatzes zu würdigen sei. Zu berücksichtigen sei auch, dass entgegen der Vorinstanz von einer Notwehrsituation auszugehen sei. Die Videoaufnahme belege klar, dass sowohl der Geschädigte als auch C.________ gemeinsam tätlich gegen seinen Chef vorgegangen seien. Dieser Angriff durch die beiden Aggressoren sei im Moment des Schlages mit dem Hammer immer noch in vollem Gange gewesen. Die Vorinstanz verneine zudem zu Unrecht die Eignung, die Subsidiarität und die Proportionalität des Abwehrmittels. Sie spreche ihm im angefochtenen Entscheid gestützt auf sachfremde Argumente auch den Abwehrwillen ab, obschon sie in ihrem ersten Urteil noch anerkannt habe, dass er den Hammer zur Verteidigung seines Chefs eingesetzt habe. Erstellt sei, dass er von C.________ mit einem Holzstock ins Gesicht geschlagen worden sei. Er werde zum Schwerstkriminellen hochstilisiert, weil er mit einem Werkzeug jemandem einen einzigen Hieb gegen den Kopf verpasst habe, während ein anderer Beteiligter genau das Gleiche getan habe und ungeschoren davonkomme. Diese Ungleichbehandlung verstosse auch gegen Art. 8 BV i.V.m. Art. 3 StPO.