Citation: 2C_698/2019 E. 1.3.2

1.3.2. Am Vorliegen eines rechtlich geschützten Interesses ändert sich auch dann nichts, wenn zwischen der Vergabebehörde und der Zuschlagsempfängerin bereits ein Vertrag abgeschlossen worden ist. Zwar wird die Gültigkeit des Vertrags durch die Gutheissung der Beschwerde einer Konkurrentin nicht berührt, doch behält die übergangene Anbieterin insofern ein aktuelles und praktisches Interesse am Verfahren, als das Bundesgericht aufgrund von Art. 9 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 1995 über den Binnenmarkt (Binnenmarktgesetz, BGBM; SR 943.02) in diesem Fall die Rechtswidrigkeit des angefochtenen Entscheids feststellen kann (vgl. Art. 18 Abs. 2 der Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen vom 15. März 2001 [IVöB] i.V.m. § 1 des Gesetzes des Kantons Zürich vom 15. September 2003 über den Beitritt zur revidierten Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen vom 15. März 2001 [LS 720.1]; BGE 141 II 353 E. 1.3.2 S. 361; 137 II 313 E. 1.2.2 S. 317; 131 I 153 E. 1.2 S. 157; 125 II 86 E. 5b S. 97 f.; Urteile 2C_1086/2017 vom 15. März 2019 E. 1.3.1 f.; 2D_50/2009 vom 25. Februar 2010 E. 1.2). Die Vergabebehörde und die Zuschlagsempfängerin haben mit Vertrag vom 4. Dezember 2019 den Kauf von acht Kehrblasgeräten vereinbart. Die Beschwerdeführerin beantragt im Rahmen ihres Eventualantrags, es sei festzustellen, dass die Erteilung des Zuschlags an die Zuschlagsempfängerin widerrechtlich erfolgt sei.