Citation: 1C_648/2017 E. 2.3

2.3. Im angefochtenen Urteil gab die Vorinstanz an, das neu zu beurteilende Bauprojekt unterscheide sich von demjenigen, das Gegenstand des Urteils R-15-7 gebildet habe, lediglich darin dass die projektierten Erker nicht ganz bis zum Dach reichten. Sie würden sich jedoch nach wie vor über zwei Stockwerke hin ziehen und bildeten daher nach aussen eine Wand bzw. einen Teil der Hausfassaden auf der West- und Ostseite, weshalb die Erwägungen im Urteil R-15-7 betreffend die Einhaltung der privilegierten Grenzabstandsvorschriften weiterhin unverändert gelten würden. Demnach verletzten die Erker den Grenzabstand von 5,5 m (ordentlicher Grenzabstand von 5 m zuzüglich 0,5 m Mehrlängenzuschlag gemäss Art. 40 BG).