Citation: 8C_150/2023 E. 4.2

4.2. Diese Einschränkungen waren schon im Zeitpunkt der am 18. Juli 2019 durchgeführten kreisärztlichen Abschlussuntersuchung bekannt. Der Kreisarzt Dr. med. C.________ gelangte ausserdem zur im Wesentlichen gleichen Diagnose wie später der neurologische ZIMB-Experte (vgl. Abschlussbericht vom 19. Juli 2019, S. 5 und 7). Beiden Einschätzungen liegen unter anderem die an der Klinik E.________ am 8. November 2017 durchgeführten neurologischen und neurophysiologischen Untersuchungen zugrunde. Der neurologischen ZIMB-Expertise ist diesbezüglich zu entnehmen, (bereits) im Rahmen der dort erhobenen klinischen Befunde und der elektromyografischen Untersuchungen (EMG) habe eine diskrete axonale Schädigung des N. tibialis links, "deutlicher als N. peroneus links" im Bereich des linken Unterschenkels erhoben werden können. Klinisch sei ein "neuropathisches Schmerzsyndrom linker Fuss, führend N. tibialis links (R. plantaris medialis), geringer auch N. peroneus links" zu erkennen (ZIMB-Gutachten, S. 75 f.). Ein neu erhobener Befund, wie im Licht der prozessualen Revision erforderlich (vgl. E. 4.1 hievor), fällt mit anderen Worten ausser Betracht. Dies gilt umso mehr, als sich aus dem ZIMB-Gutachten nicht der Schluss ziehen lässt, der Kreisarzt Dr. med. C.________ sei von einer gravierenden und unvertretbaren Fehldiagnose ausgegangen (vgl. dazu: BGE 144 V 245 E. 5.4). Macht der Beschwerdeführer schliesslich geltend, dem Urteil vom 29. März 2022 liege keine neurologische Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zugrunde, so hilft dies ebenso wenig weiter. Vielmehr hätte ein entsprechender beweisrechtlicher Mangel schon im vorherigen Verfahren gerügt werden müssen. Denn die prozessuale Revision dient als ausserordentliches Rechtsmittel nicht dazu, dieses weiterzuführen. Insbesondere dürfen damit nicht angebliche frühere Fehler oder Unterlassungen nachträglich korrigiert werden (statt vieler: Urteil 8C_197/2020 vom 11. Mai 2020 E. 3.4). Auch anhand der sonstigen Vorbringen ist kein (prozessualer) Revisionstitel im Sinne einer neuen Tatsache ersichtlich. Damit entfällt auch die beschwerdeweise geforderte Neubeurteilung des Rentenanspruchs.