Citation: 1B_268/2023 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz hat bezüglich des besonderen Haftgrunds der Fluchtgefahr zusammengefasst festgehalten, dem Beschwerdeführer drohe im Verurteilungsfall angesichts der ihm vorgeworfenen Delikte eine empfindliche Freiheitsstrafe. Dies sei ein gewichtiges Indiz für Fluchtgefahr, vermöge den Haftgrund für sich allein aber noch nicht zu begründen. Beim Beschwerdeführer handle es sich sodann um einen Staatsangehörigen der Dominikanischen Republik mit Wohnsitz in Madrid, Spanien. Zwar habe er vorgebracht, seine Frau, seine Mutter, seine Schwester und seine Kinder, die er etwa alle zwei Monate besuche, würden in der Schweiz wohnen. Abgesehen von diesen Aussagen fehle es indessen noch an Informationen zur persönlichen Situation des Beschwerdeführers, namentlich zu seinen genauen familiären Umständen. Aufgrund der aktenkundigen Ausweisdokumente sei jedoch davon auszugehen, dass er seinen (aktuellen) Lebensmittelpunkt nicht in der Schweiz habe. Die Ausführungen betreffend die angeblichen Besuche bei seiner Familie im Zweimonatsrhythmus schienen sodann, wenigstens für das letzte Jahr und wenn man von einer Einreise per Flugzeug ausgehe, nicht zuzutreffen, da zwischen dem Zeitpunkt seiner Ausschreibung zur Verhaftung und seiner Festnahme genau ein Jahr gelegen habe. Zum jetzigen Zeitpunkt würden die behaupteten familiären Bindungen in der Schweiz sich daher nicht als derart gelagert erweisen, dass sie ihn von einer Flucht in sein Wohnsitz- oder Heimatland abhalten könnten, weshalb der besondere Haftgrund der Fluchtgefahr zu bejahen sei.