Citation: 5A_100/2021 E. 5.1

5.1. Zuletzt ist die unentgeltliche Verbeiständung des Beschwerdeführers im vorinstanzlichen Verfahren strittig (vgl. auch vorne E. 1.2). Das Obergericht wies das entsprechende Gesuch in Anwendung von Art. 111 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG/BE; BSG 155.21; vgl. dazu Art. 314 Abs. 1 und Art. 450f ZGB sowie Art. 72 des Gesetzes vom 1. Februar 2012 über den Kindes- und Erwachsenenschutz [KESG/BE; BSG 213.316]) ab, weil die bei ihm erhobene Beschwerde aussichtlos sei. Das Bundesgericht prüft den angefochtenen Entscheid diesbezüglich unter dem Blickwinkel der Anwendung von Art. 29 Abs. 3 BV frei (Urteil 5A_565/2019 vom 19. Dezember 2019 E. 2.2). Aussichtslos sind Begehren, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde. Eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb anstrengen können, weil er sie - zumindest vorläufig - nichts kostet (BGE 142 III 138 E. 5.1).