Citation: 2P.10/2001 31.08.2001 E. B

B.-Am 7. Juni 2000 ergänzte der Grosse Rat diesen Erlass durch eine Änderung des Gesetzes vom 20. Januar 1993 über die Anstellung der Lehrkräfte (LAG) unter anderem wie folgt: "Kantonalisierung Liegenschaften Art. 71a (neu) 1 Der Kanton erwirbt die Liegenschaften der bisherigen Trägerschaften zu Eigentum oder im Baurecht, soweit er sie für den Schulbetrieb benötigt. 2 Die Entschädigung für die einzelne Liegenschaft richtet sich nach den subventionierten Anlagekosten unter Berücksichtigung sämtlicher von Bund, Kanton und Gemeinden geleisteter Beiträge und des aufgeschobenen Unterhalts. 3 Der aufgeschobene Unterhalt wird entsprechend dem Verteilschlüssel für die Nettobetriebskosten (Art. 12 des Dekrets über die Finanzierung der Berufsbildung) auf Kanton, Wohnsitzgemeinden und Standortgemeinden aufgeteilt; dabei wird auf den durchschnittlichen Verteilschlüssel der letzten drei Jahre vor Inkrafttreten dieser Bestimmung abgestellt. 4 Sofern die Landwerte in den subventionierten Anlagekosten nicht enthalten sind, ist auf Vergleichspreise für Schulliegenschaften abzustellen. 5 Aus besonderen Gründen kann der Kanton die Liegenschaften der bisherigen Trägerschaften mieten, soweit er sie für den Schulbetrieb benötigt. Die Miete berechnet sich nach den Grundsätzen der Absätze 2, 3, 4 und 7. 6 Der Regierungsrat beschliesst über die gemäss den Absätzen 2, 3, 4, 5 und 7 anfallenden Kosten abschliessend. 7 Im Übrigen gelten die Verhandlungsgrundsätze für die Kantonalisierung der öffentlichen Maturitätsschulen sinngemäss. 8 Bis zum Erwerb der Liegenschaften durch der (recte: den) Kanton bzw. bis zum Abschluss eines Mietvertrages stellen die bisherigen Trägerschaften ihre Liegenschaften im bisherigen Umfang, zu den bisherigen Bedingungen und in betriebssicherem Zustand zur Verfügung. Lastenverteilung Kanton/Gemeinden Art. 71c (neu) 1 Die Mehrbelastung des Kantons durch die Kantonalisierung der Berufsberatungsstellen sowie der Schulen und Institutionen der Berufsbildung wird durch Gemeindebeiträge im bisherigen Umfang abgegolten. Bemessungsgrundlage ist die Rechnung 2000. 2 Absatz 1 gilt bis zum Inkrafttreten der neuen Finanz- und Lastenausgleichsgesetzgebung, längstens bis am 31. Dezember 2004.. " Das neue Gesetz über die Berufsbildung und die Berufsberatung trat am 1. Januar 2001 in Kraft.