Citation: U 345/02 30.04.2004 E. 6

6.1 Art. 24 Abs. 2 UVV bezweckt die Anpassung des versicherten Verdienstes an die normale Lohnentwicklung im angestammten Tätigkeitsbereich. Arbeitsverhältnisse, die erst nach dem Unfallereignis angetreten werden, fallen ausser Betracht. Vorbehältlich Art. 24 Abs. 4 UVV gilt der erstmalig festgesetzte versicherte Verdienst grundsätzlich für die gesamte Dauer des Rentenanspruchs. Nicht anders verhält es sich grundsätzlich, wenn zwischen dem Eintritt des versicherten Ereignisses und der Rentenfestsetzung nach Art. 24 Abs. 2 UVV eine berufliche Veränderung oder Karriereschritte zu höherem Einkommen führen oder ein neues Arbeitsverhältnis mit anderem Lohnniveau angetreten wird. Es handelt sich dabei um Änderungen in den erwerblichen Verhältnissen, die bei der Bemessung des für die Rentenberechnung massgebenden Verdienstes ausser Acht zu bleiben haben. Denn es soll lediglich verhindert werden, dass die versicherte Person zufolge Verzögerung in der Rentenfestsetzung einen Nachteil erleidet, wenn die Löhne steigen (BGE 127 V 172 Erw. 3b). 6.2 Die SUVA hat in ihrer Verfügung vom 24. Juni 2002 den versicherten Verdienst für die Rentenberechnung in Anwendung von Art. 24 Abs. 2 UVV festgesetzt. Dabei ging sie gemäss den beigezogenen SUVA-Akten vom Einkommen im Jahr vor dem Unfall vom 19. September 1989 von monatlich Fr. 2600.- oder Fr. 33'800.- (Fr. 2600.- x 13) jährlich aus und passte diesen der Lohnentwicklung an, was Fr. 44'500.- ergab. Diese Berechnung, welche im Übrigen von keiner Seite angefochten wurde, ist auch für die Rente, welche zu Lasten der Allianz Suisse geht, zu übernehmen. Nicht massgebend für die Rentenberechnung im Sinne von Art. 24 Abs. 2 UVV ist dagegen das von der SUVA auf den Zeitpunkt des Rentenbeginns im Jahre 1996 ermittelte Valideneinkommen von Fr. 67'200.-, da im Rahmen dieser Bestimmung ausser der Anpassung des versicherten Verdienstes an die normale Lohnentwicklung im angestammten Tätigkeitsbereich keine anderen den versicherten Verdienst beeinflussende Änderungen in den erwerblichen Verhältnissen berücksichtigt werden können (BGE 127 V 171 Erw. 3b mit Hinweisen). Indem die Vorinstanz den versicherten Verdienst gestützt auf das von der SUVA für den Einkommensvergleich ermittelte Valideneinkommen festgesetzt hat, kann ihr daher auch aus diesem Grund nicht beigepflichtet werden. Der angefochtene Entscheid ist somit hinsichtlich des versicherten Verdienstes aufzuheben.