Citation: C 201/01 02.06.2003 E. 4

Fraglich ist im Wesentlichen, ob der geltend gemachte Arbeitsausfall in den Monaten März, April und Mai 2000 unvermeidbar war und damit anrechenbar ist (vgl. Erw. 2). 4.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, das Arbeitsamt habe die Voraussehbarkeit des plötzlichen und anhaltenden Beschäftigungseinbruchs zu Unrecht unterstellt. Auf Grund der Branchenerfahrungen habe nicht mit einem derart erheblichen und lang andauernden Nachfrageeinbruch gerechnet werden müssen. Man habe alles daran gesetzt, diesen Einbruch aus eigener Kraft zu meistern, und dazu die Ferienguthaben und Überstunden bis Ende März 2000 abgetragen und zudem rund 3'000 Minus-Stunden eingefahren. Sodann sei mit der Firma X.________ S.A., eine Rahmenvereinbarung über den Einsatz von beschäftigungslosen Mitarbeitenden abgeschlossen worden. Auf Grund der Kundenerhebungen und insbesondere auch der von den Schlüsselkunden in Aussicht gestellten Aufträge habe man es wagen können, auch für das erste Halbjahr 2000 mit einer guten Auslastung zu rechnen. Die Aussagen der erwähnten Kunden zu möglichen Auftragserteilungen seien in den Jahren zuvor immer vorsichtig ausgefallen. Die eigenen Wahrnehmungen seien zudem durch die von führenden Marktbeobachtern der Informationstechnologie-Branche erstellten internationalen Marktanalysen für ihre Kundensegmente und Geschäftsfelder bestätigt worden. Der Geschäftseinbruch im Marktbereich Grosskunden sei auf eine richtiggehende Ballung von Umständen zurückzuführen gewesen, die für die gesamte Branche ausserordentlich waren, und zwar sowohl hinsichtlich der Ursachen, des Umfangs und der Dauer. 4.2 Die Vermeidbarkeit des geltend gemachten Arbeitsausfalls wäre dann zu bejahen, wenn die Beschwerdeführerin im massgeblichen Zeitpunkt der Absehbarkeit des Auftragsrückgangs keine korrigierenden Massnahmen getroffen hätte. Hingegen ist die Vermeidbarkeit zu verneinen, falls die Sachdarstellung der Beschwerdeführerin zutrifft, dass sie von dem Zeitpunkt an die erforderlichen Massnahmen ergriff, in dem sich auf Grund der Kundenerhebungen ein Rückgang abzeichnete, der über das normale Betriebsrisiko bzw. die Branchenüblichkeit hinaus ging (vgl. Erw. 6). Hinsichtlich der Kundenerhebungen sind noch keine Abklärungen erfolgt. Die in diesem Kontext offerierten Beweise (Zeugen- und Parteibefragung, Expertisen) sind nicht abgenommen worden, und es finden sich in den Akten nebst den von der Beschwerdeführerin gemachten Aussagen keine weiteren Hinweise. Die Sache ist zu entsprechenden Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. Sie wird anhand der offenbar vorhandenen Kundenerhebungen überprüfen, welchen Geschäftsgang die Beschwerdeführerin im fraglichen Zeitraum erwarten konnte, und ob die gestützt darauf getroffenen Massnahmen (Personalstopp etc.) ausreichten, um den mutmasslichen Arbeitsausfall auszugleichen. Anhand der Kundenerhebungen wird die Vorinstanz auch darüber zu entscheiden haben, ob der zu erwartende Arbeitsausfall voraussichtlich vorübergehenden Charakter hatte.