Citation: 9C_569/2013 E. 6.2.2

6.2.2. Während der vom 9. Februar bis 4. Mai 2005 dauernden Anstellung bei der E.________ AG hat die Klägerin nach dem Bericht des Psychiaters Dr. M.________ vom 20. Januar 2012 knapp drei Monate nach Stellenantritt, am 29. April 2005, erneut "psychotisch imponiert". Der behandelnde Psychiater attestierte für den Zeitraum vom 2. bis 30. Mai 2005 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. In der folgenden Phase von Arbeitslosigkeit habe die Versicherte am 30. Mai 2005 zunächst gesagt, es gehe ihr gut; sie habe bereits einen Termin beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) wahrgenommen; für die Zeit vom 18. Juni bis 10. Juli 2005 habe er sie jedoch erneut zu 100 Prozent krankgeschrieben. Am 13. Juli 2005 hielt Dr. M.________ ein anhaltendes psychotisches Syndrom fest, bescheinigte ungeachtet dessen ab 11. Juli 2005 aber wieder eine Arbeitsfähigkeit. Bis zum 9. November 2005 hatte sich der Gesundheitszustand wieder soweit verschlechtert, dass die Klägerin bis 14. Dezember 2005 in der Klinik S.________ stationär hospitalisiert werden musste (Austrittsbericht vom 23. Januar 2006). Die Vorinstanz hob hervor, der ambulant nachbehandelnde Klinikpsychologe lic. phil. J.________ dokumentiere für die Folgezeit vom 15. Dezember 2005 bis Anfang April 2006 keine Arbeitsunfähigkeit mehr. Damals trat die Klägerin eine temporäre Stelle im Bereich Kreditorenbuchhaltung bei der Firma A.________ an (19. Dezember 2005 bis 19. März 2006). Aus der Bemerkung des Therapeuten, diese Arbeit habe für die Klägerin keine allzu grosse Belastung dargestellt und ihr (zunächst) Stabilität verliehen, schloss die Vorinstanz, es habe keine medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit vorgelegen. Die Beschwerdeführerin macht zutreffend geltend, dass die Aussage im Kontext gelesen werden muss: Aus dem Bericht des Psychologen geht nämlich hervor, dass sich bald wieder deutliche Krankheitssymptome eingestellt haben, nachdem die Medikation reduziert resp. abgesetzt wurde.