Citation: 2C_399/2023 E. 1.1

1.1. A.________ (geb. 1994) ist Halterin einer Hündin der Rasse Boxer-Mischling und eines Hundes der Rasse Pit Bull Terrier. Im Zeitraum 2019 bis 2021 wurde die Hündin mehrfach herrenlos aufgegriffen und mussten beide Hunde viermal im Tierheim untergebracht werden, da A.________ aus gesundheitlichen Gründen nicht für diese sorgen konnte. Am 21. März 2022 wurde die Hündin von der Polizei wegen eines Klinikaufenthalts von A.________ in ein Tierheim gebracht. Am 24. März 2022 verfügte das Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen des Kantons St. Gallen (nachfolgend: Veterinäramt) die vorsorgliche Beschlagnahme der Hündin. Bei einer Kontrolle in der Wohnung von A.________ am 29. März 2022 wurde in einem Terrarium eine Kornnatter vorgefunden. Diese wurde vom Veterinäramt ebenfalls vorsorglich beschlagnahmt. Weitere Abklärungen ergaben, dass der Hund seit mehreren Monaten bei einem Bekannten von A.________ weilte. Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs zog das Veterinäramt mit Verfügung vom 27. April 2022 die Hündin und die Kornnatter definitiv ein und verbot A.________ das Halten oder selbständige Betreuen von Tieren ab sofort. Das Veterinäramt erwog, die Hundehalterin habe gegen elementare Vorschriften der Tierschutzgesetzgebung verstossen und scheine weder willens noch fähig, Tiere tierschutzkonform zu halten.