Citation: 6B_212/2015 E. 2

Der Beschwerdeführer wendet schliesslich ein, die Vorinstanz verneine zu Unrecht, dass für ihn eine Gefahrensituation bestanden habe. Die Vorinstanz habe nicht bestritten, dass er vom nachfolgenden schwarzen Mercedes bedrängt worden sei, als er sich noch auf der linken Spur befunden habe. In der Folge habe sich der schwarze Mercedes seinerseits in eine Lücke von maximal ein bis zwei Wagenlängen auf die rechte Spur hinter ihm eingefunden und somit den gebotenen Abstand krass unterschritten. Es sei willkürlich, wenn die Vorinstanz verneine, dass er durch das Verhalten des schwarzen Mercedes einer Gefahr ausgesetzt gewesen sei, die ihn berechtigt habe, selbst kurzzeitig den gebotenen Abstand zu unterschreiten. Es sei vielmehr anzunehmen, dass der schwarze Mercedes ihm weiterhin in kurzer Entfernung gefolgt sei, zumal aufgrund der Kameraeinstellung keine lückenlose Aufzeichnung der Fahrt des schwarzen Mercedes bestehe. Er habe sich angesichts der Umstände korrekt verhalten, da für ihn eine unmittelbare und konkrete Gefahr und somit eine Notstandslage bestanden habe. Er habe das aus seiner Sicht einzig Richtige getan, nämlich seine bestehende Position zu halten, bis sich eine Ausweichmöglichkeit nach rechts oder links ergeben würde.