Citation: 5A_455/2008 07.10.2008 E. 3

Die Vorinstanz kam aufgrund summarischer Prüfung des angefochtenen Entscheides zum Schluss, dass die nunmehr bemängelte Regelung des Besuchs- und Ferienrechts gegenüber dem Kind Y.________ vertretbar sei. Nach anfänglichen Schwierigkeiten bei der Ausübung des Besuchsrechts hätten sich die Eltern im Verfahren vor der Erstinstanz darauf geeinigt, dieses auf den ersten Samstag des Monats zu beschränken unter gleichzeitiger Errichtung einer Beistandschaft. Der Beiständin sei indes die Befugnis eingeräumt worden, das Besuchsrecht in Absprache mit dem Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst (KJPD) auf die gerichtsüblichen zwei Wochenende pro Monat auszudehnen. Aus dem Bericht der Vormundschaftsbehörde vom 27. Oktober 2007 gehe hervor, dass der persönliche Verkehr von Vater und Tochter inzwischen besser funktioniere und daher einer Ausdehnung des Besuchsrechts auf zwei Wochenende pro Monat und des Ferienrechts auf drei Wochen im Jahr grundsätzlich nichts mehr im Wege stehe. Es werde indes empfohlen, die Ausübung des Besuchsrechts weiterhin zu überwachen und den Eltern in der Sorge um ihr Kind mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Y.________ gehe im Allgemeinen gerne zu ihrem Vater und dessen Partnerin auf Besuch. Zudem hätten sich beide Parteien, also auch die Mutter, im erstinstanzlichen Verfahren mit einer Ausdehnung des Besuchsrechts im Sinne der Empfehlungen der Vormundschaftsbehörde einverstanden erklärt. Die Aussichten der Beschwerdeführerin mit ihrem Berufungsantrag auf erneute Einschränkung des persönlichen Verkehrs von Vater und Tochter durchzudringen, sei demzufolge erheblich geringer als deren Gewinnchancen.