Citation: 8C_555/2024 E. 2.1

2.1. Am 1. Januar 2022 traten im Zuge der Weiterentwicklung der IV revidierte Bestimmungen im IVG (SR 831.20) sowie im ATSG (SR 830.1) samt entsprechendem Verordnungsrecht in Kraft (Weiterentwicklung der IV [WEIV]; Änderung vom 19. Juni 2020, AS 2021 705, BBl 2017 2535). Die dem angefochtenen Urteil zugrunde liegende Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022. Nach den allgemeinen Grundsätzen des - materiellen - intertemporalen Rechts sind bei einer Rechtsänderung in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 150 V 323 E. 4.1 f.). Der Vorinstanz ist beizupflichten, das aufgrund der im November 2021 von der Beschwerdeführerin anhängig gemachten IV-Anmeldung allfällige Leistungen frühestens ab Mai 2022 ausgerichtet werden könnten (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG), weshalb die seit 1. Januar 2022 geltende Rechtslage massgebend sei.