Citation: 9C_822/2017 E. 4.2

4.2. Gemäss dem Operationsbericht vom 8. Dezember 2010litt die Beschwerdeführerin an einer "Lumboischialgie links bei Foraminalstenose L4/5 und L5/S1 links". Beim Eingriff wurde eine "Dekompression L4/5 und L5/S1 inkl. Foraminotomie und Rhizotomie" vorgenommen. Die Einschätzung der Folgen der Operation betrifft in erster Linie die Fachgebiete Orthopädische Chirurgie, Orthopädie und Rheumatologie. Dr. med. B.________ ist Fachärztin für Allgemeine Medizin. Es kommt dazu, dass sie die Versicherte zwar am 2. März 2009, danach jedoch nicht mehr persönlich untersucht hat. Darin ist mit Blick auf die Bedeutung der klinischen Untersuchung bei die Wirbelsäule betreffenden Diagnosen (vgl. Urteil 9C_335/2015 vom 1. September 2015 E. 4.2.2) und das Fehlen einer fachärztlichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit sowie einer Umschreibung des funktionellen Leistungsvermögens seit der Operation vom 8. Dezember 2010 eine unvollständige Tatsachenfeststellung zu erblicken. Daran vermag der vorinstanzlich erwähnte Umstand nichts zu ändern, dass das MRI der Lendenwirbelsäule vom 6. Februar 2014 im Vergleich zur Voruntersuchung vom 16. Oktober 2012, welche insgesamt keine eindeutigen Anhaltspunkte für eine radikuläre Kompression ergeben hatte, keine wesentlichen Veränderungen, insbesondere kein Diskushernienrezidiv, zeigte. Eine lumbale Symptomatik kann, je nach Ausprägung und Schweregrad, die Arbeitsfähigkeit auch ohne radikuläre Beteiligung einschränken (Urteil 9C_870/2010 vom 24. Januar 2011 E. 4.3).