Citation: K 154/00 16.07.2002 E. 3

3.- Wie F.________ und die SUPRA als Mitinteressierte mit Vernehmlassung vom 13. November 2000 zutreffend geltend machen, ist aus den vorliegenden Akten auf einen rechtsgültigen Übertritt des Beschwerdeführers aus der Kollektiv-Krankentaggeldversicherung in die Einzel-Krankentaggeldversicherung innerhalb der SKBH zu schliessen. Die SKBH ging bereits mit dem in italienischer Sprache abgefassten Schreiben vom 18. Mai 1994 davon aus, dass er per 30. April 1994 aus dem Kreis der von der Kollektivversicherung zwischen ihr und der Q.________ AG erfassten Personen ausgeschieden sei, weshalb sie ihn auf Art. 5bis Abs. 4 KUVG hinwies, wonach ihm das Recht zum Übertritt in die Einzelversicherung zustehe. Für die Krankenpflegeversicherungszweige AH, HC und SC1 stellte sie ihm unter Verweis auf Art. 2 Abs. 3 VO II nach dem Kollektivvertrag gültige monatliche Prämienforderungen von total Fr. 137. 50 in Aussicht. Das Schreiben schloss mit dem Hinweis, ohne schriftliche Antwort innert 30 Tagen werde die SKBH den Transfer in die Einzelversicherung vornehmen und ihm einen entsprechenden Versicherungsausweis zustellen. Zwei Tage später (am 20. Mai 1994) orientierte die SKBH die Q.________ AG, gestützt auf Art. 2 Abs. 3 VO II werde sie den Beschwerdeführer für die Arzt- und Arzneimittelkosten (Krankenpflege) weiterhin im Kollektivvertrag versichern. Die entsprechenden Prämienrechnungen würden ab 1. Mai 1994 direkt dem Versicherten zugestellt. Weiter ist diesem Schreiben zu entnehmen: "Was jedoch die Taggeldversicherung betrifft, werden wir ihren Arbeitnehmer in die Einzelversicherung transferieren. Um dem Versicherten eine zu grosse finanzielle Belastung zu ersparen, werden wir den Ansatz des Kollektivvertrags für die Berechnung seiner Monatsprämien übernehmen. Dieser Beitrag wird von den Taggeldzahlungen abgezogen, die ab dem 1. Mai 1994 direkt an Herrn F.________ überwiesen werden. " Ebenfalls am 20. Mai 1994 informierte die SKBH auch den Beschwerdeführer im gleichen Sinne und teilte ihm mit, nach dem Transfer in die Einzel-Krankentaggeldversicherung betrage die entsprechende Prämie (gemäss Berechnungsansatz für den Kollektivvertrag) Fr. 227. 15 pro Monat. Dieser Betrag werde von den Taggeldzahlungen abgezogen, die ab 1. Mai 1994 an ihn direkt überwiesen würden. In Übereinstimmung mit diesen Ausführungen stellte die SKBH dem Beschwerdeführer mit Datum vom 6. Juni 1994 einen Versicherungsausweis für die gemäss Art. 2 Abs. 3 VO II im Kollektivvertrag durch die SKBH weiterzuversichernden Krankenpflegeleistungen mit einem Prämien-Total von Fr. 137. 50 pro Monat ab 1. Mai 1994 zu. Folgerichtig fand sich auf diesem Versicherungsausweis über den Zeitraum bis Ende April 1994 hinaus kein Hinweis mehr in Bezug auf die ab 1. Mai 1994 in der Einzelversicherung fortzuführende Krankentaggeldversicherung. In Bezug auf den auf Seite 1 des Schreibens vom 18. Mai 1994 vorgeschlagenen Übertritt in die Einzelversicherung nach Art. 5bis Abs. 4 KUVG erklärte sich der Beschwerdeführer - nach Kenntnisnahme vom Schreiben der SKBH vom 20. Mai 1994 und damit im Wissen um die ihm in Aussicht gestellte genaue Höhe der Krankentaggeldversicherungsprämie in der Einzelversicherung - gemäss handschriftlicher Anmerkung vom 30. Mai 1994 auf dem Schreiben vom 18. Mai 1994 mit dem Übertritt in die Einzelversicherung einverstanden. Entgegen der Vorinstanz existiert keine Gesetzesvorschrift, wonach die Einreichung eines schriftlichen Gesuches des Versicherten für den Übertritt von der Kollektiv- in die Einzelversicherung erforderlich wäre. Soweit die SKBH - entgegen ihrer eigenen allgemeinen Versicherungsbestimmungen in der seit 1. Januar 1993 gültigen Fassung (nachfolgend: AVB; vgl. Art. 12 Ziff. 1AVB) - auf die Einreichung eines schriftlichen Gesuches des Beschwerdeführers als Voraussetzung für den Übertritt von der Kollektiv- in die Einzelversicherung offensichtlich gemäss mehrfacher stillschweigender Willensäusserungen verzichtet hat, vermag sie daraus nachträglich nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. Insbesondere kann angesichts dieser wiederholt unmissverständlich und in unterschiedlichen Formulierungen zum Ausdruck gebrachten Auffassung der SKBH hinsichtlich der Aufnahme des Versicherten in die Einzel-Krankentaggeldversicherung ein angeblicher Übersetzungsfehler, den die Beschwerdegegnerin geltend macht, ausgeschlossen werden. Somit ist gestützt auf die vorliegenden Akten auf den per 1. Mai 1994 rechtsgültig erfolgten Übertritt des Beschwerdeführers von der Kollektiv- in die Einzel-Krankentaggeldversicherung innerhalb der SKBH zu schliessen.