Citation: 6B_1194/2017 E. 1.7

1.7. In einem weiteren Schritt asperiert die Vorinstanz die hypothetische Einsatzstrafe für die schwere Körperverletzung zum Nachteil der ersten Tochter von dreieinhalb Jahren um ein Jahr für die versuchte schwere Körperverletzung der zweiten Tochter auf insgesamt viereinhalb Jahre. Dabei gewichtet sie den Umstand, dass beide Delikte zeitlich, sachlich und situativ in engem Zusammenhang stehen. Die Vorinstanz erhöht die Einsatzstrafe der ersten Tochter um 40%. Die Tathandlungen betreffen zwar zwei Opfer, stehen aber in einem engen inneren Sachzusammenhang, so dass diese Strafmasserhöhung als angemessen im Rahmen von Art. 49 Abs. 1 StGB erscheint. Die Vorinstanz wendet Art. 49 Abs. 1 StGB korrekt an (BGE 138 IV 120 E. 5.2 S. 122). Ratio legis des Asperationsprinzips ist es, das Kumulationsprinzip abzuschwächen (BGE 143 IV 145 E. 8.2.3 S. 148).