Citation: 2C_528/2020 E. 3.3.3

3.3.3. Die Vorinstanz hat sich weiter ausführlich mit dem Gesundheitszustand des Beschwerdeführers auseinandergesetzt und unter Hinweis auf den Therapiebericht vom 24. Januar 2018 erwogen, dass sich seine Intelligenz mit Ausnahme des Verbalanteils im Normbereich befinde und er in der Lage sei, zweckvoll zu handeln, vernünftig zu denken und sich rational mit seiner Umgebung auseinanderzusetzen. Zwar sei offensichtlich, dass der Beschwerdeführer Unterstützung benötige, doch sei nicht davon auszugehen, dass sich der Gesundheitszustand bei einer Wegweisung nach Italien erheblich oder gar lebensbedrohlich verschlechtern würde. Eine adäquate Behandlung bzw. Unterstützung sei auch in Italien möglich. Mit diesen Erwägungen setzt sich die Beschwerde nicht substanziiert auseinander. Der Beschwerdeführer behauptet ohne weitere Begründung, dass sich sein Entwicklungsstand auf dem Niveau eines 9-12-Jährigen befinde. Dies widerspricht sowohl den eingehenden medizinischen Abklärungen im Strafverfahren (vgl. Urteil 6B_930/2015 vom 1. Februar 2016 E. 1.4.2) als auch dem von der Vorinstanz zitierten Bericht. Dass die Berufsbeiständin den angeblich tiefen Entwicklungsstand bestätigt, ändert nichts daran, nachdem auch sie zu den gegenteiligen ärztlichen Einschätzungen keine Stellung nimmt. Es ist nicht umstritten, dass der Beschwerdeführer auf Hilfe angewiesen ist, doch können auch in Italien Erwachsenenschutzmassnahmen zu seiner Unterstützung angeordnet werden.