Citation: 8C_326/2018 E. 4.3.2

4.3.2. Zur möglichen Infizierung durch direkten Blutkontakt mit der Schnittwunde hielt der Experte fest, dass es sich beim Unfall vom 13. Juni 2013 nicht um eine klassische Stich- oder Schnittverletzung gehandelt hatte. Vielmehr habe sich die Beschwerdeführerin ausserhalb ihres Berufs mit einem Messer selber verletzt, die Wunde verbunden und mit diesem Wundverband wieder in der Pflege gearbeitet. Auch verwies Prof. Dr. med. D.________ darauf, dass bei der einen möglichen (weiblichen) Indexperson die Hepatitis C-Serologie sowie der HCV RHN PCR-Test negativ ausgefallen war. Die andere in Frage kommende (männliche) Indexperson war inzwischen verstorben. Immerhin konnte zu diesem Patienten in Erfahrung gebracht werden, dass ein Herzinfarkt die Todesursache war, er an einem metastasierenden Prostatakarzinom gelitten hatte und kein Dialyse-Patient gewesen war. Auch hatte er gemäss Auskunft seines Hausarztes nie an einer Leberproblematik gelitten, so dass auch kein Grund für eine Hepatitis-Serologie bestanden habe. Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeinmedizin und Arbeitsmedizin FMH, Suva, Abteilung Arbeitsmedizin, beurteilte es daher als extrem unwahrscheinlich, dass dieser Patient Hepatitis C-positiv gewesen sei. Eine überwiegend wahrscheinliche Ansteckung auf diesem Weg ergibt sich aus diesen Umständen nicht.