Citation: 2C_653/2024 E. 2.4

2.4. Die von einem Rechtsanwalt verfasste Beschwerdeschrift sowie die beiden Beschwerdeergänzungen enthalten keine sachbezogene Begründung. Der Beschwerdeführer hätte substanziiert (Art. 106 Abs. 2 BGG) darlegen müssen, inwiefern das Verwaltungsgericht das massgebende kantonale Recht, d.h. § 70 VRG/TG i.V.m. Art. 328 Abs. 2 ZPO, welches vorliegend als subsidiäres kantonales Recht zur Anwendung gelangt (vgl. dazu u.a. Urteil 2C_900/2022 vom 12. Juli 2024 E. 2.2 und 2.4), willkürlich oder unter Verletzung von Bundes (verfassungs) recht angewendet habe, indem es das Vorliegen eines Revisionsgrunds verneint hat. Dies tut er indessen nicht. Stattdessen wirft er der Vorinstanz - unter Berufung auf verschiedene Bestimmungen, namentlich des FZA (SR 0.142.112.681), des AIG (SR 142.20), der BV, der EMRK oder des Übereinkommens über die Rechte des Kindes vom 20. November 1989 (KRK; SR 0.107) - vor, keine Abklärungen zur Frage, ob er künftig die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz stören würde oder bezüglich seiner familiären Situation vorgenommen zu haben. Inwiefern die Vorinstanz verpflichtet gewesen wäre, derartige Abklärungen im Rahmen eines Revisionsgesuchs vorzunehmen bzw. inwiefern sich aus den von ihm genannten Bestimmungen ein Revisionsgrund ergeben soll, zeigt der Beschwerdeführer nicht ansatzweise auf. Insbesondere legt er nicht dar, inwiefern die Verurteilung der Schweiz durch den EGMR im Fall P.J. und R.J. gegen die Schweiz für sich allein einen Revisionsgrund darstellen soll. Vor diesem Hintergrund genügen auch die Behauptungen des Beschwerdeführers, das Verwaltungsgericht habe seinen Anspruch auf rechtliches Gehör sowie auf ein faires Verfahren (Art. 29 Abs. 1 und 2 BV; Art. 6 Ziff. 1 EMRK) verletzt, weil es sich mit der Verurteilung der Schweiz in jenem Fall bzw. der Praxis des EGMR zu Art. 8 Ziff. 1 EMRK nicht auseinandergesetzt habe, den qualifizierten Anforderungen an die Begründung von Verfassungsrügen nicht (Art. 106 Abs. 2 BGG). Unklar ist, ob der Beschwerdeführer in seiner Beschwerdeergänzung vom 3. Januar 2025 geltend machen will, dass die Vorinstanz die Voraussetzungen von Art. 328 Abs. 2 lit. b und c ZPO zu Unrecht nicht geprüft habe. Jedenfalls tut er einmal mehr nicht substanziiert dar, inwiefern die Auslegung des Verwaltungsgerichts, wonach die Voraussetzungen von Art. 328 Abs. 2 lit. a - c kumulativ erfüllt sein müssten und der Revisionsgrund gemäss dieser Bestimmung bereits an der Voraussetzung von lit. a scheitere, willkürlich sei. Soweit in der vorliegenden Beschwerde die strafrechtliche Verurteilung vom 28. November 2019 durch das Bezirksgericht Weinfelden beanstandet wird, ist festzuhalten, dass der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer bereits in verschiedenen Verfahren darauf hingewiesen wurde, dass dieses rechtskräftige Urteil im Rahmen späterer (migrationsrechtlicher) Verfahren nicht mehr infrage gestellt werden kann (vgl. Urteile 2C_23/2025 vom 30. Januar 2025 E. 4.3; 2C_627/2024 vom 13. Dezember 2024 E. 2.5; 2C_481/2024 vom 8. Oktober 2024 E. 3.6).