Citation: 2C_766/2019 E. 4.5

4.5. Die Rechtsstellung von Flüchtlingen in der Schweiz wird zudem durch die Flüchtlingskonvention geregelt (vgl. Art. 12 ff. FK; BGE 139 II 65 E. 4.1 S. 68; Urteil 2C_14/2017 vom 18. Dezember 2017 E. 2.1). Im Zusammenhang mit der Wegweisung von Flüchtlingen findet namentlich Art. 32 FK Anwendung (vgl. Urteil 2C_108/2018 vom 28. September 2018 E. 3.2). Danach darf ein Flüchtling, der sich rechtmässig in der Schweiz aufhält, nur aus Gründen der Staatssicherheit oder der öffentlichen Ordnung ausgewiesen werden; insofern wird die Möglichkeit der Wegweisung flüchtlings- bzw. asylrechtlich beschränkt (BGE 139 II 65 E. 5.1 S. 72; 135 II 110 E. 2.2.1 S. 113; Urteile 2D_40/2019 vom 8. Juli 2020 E. 3.1; 2C_14/2017 vom 18. Dezember 2017 E. 2.2 mit Hinweisen). Art. 63 Abs. 1 lit. b AIG ist somit völkerrechtskonform, d.h. in Übereinstimmung mit Art. 32 FK auszulegen; folglich dürfen nur anerkannte Flüchtlinge aus der Schweiz aus- oder weggewiesen werden, welche die innere oder äussere Sicherheit des Landes oder die öffentliche Ordnung schwerwiegend gefährden (BGE 139 II 65 E. 5.1 S. 72; 135 II 110 E. 2.2.1 S. 113; Urteile 2D_40/2019 vom 8. Juli 2020 E. 3.1; 2C_14/2017 vom 18. Dezember 2017 E. 2.2).