Citation: 2C_392/2017 E. 1.4.2

1.4.2. 1.4.2.1. Neue Tatsachen und Beweismittel dürfen vor Bundesgericht nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). Das Novenrecht vor Bundesgericht kann nicht dazu dienen, im vorinstanzlichen Verfahren Versäumtes nachzuholen oder die verletzte Mitwirkungspflicht zu heilen (Urteile 2C_1115/2014 vom 29. August 2016 E. 1.4.1, nicht publ. in: BGE 142 II 488; 2C_715/2013 vom 13. Januar 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 107 II 222 E. I/3 S. 224). 1.4.2.2. Die Beschwerdeführer tragen vor, die Steuerverwaltung des Kantons Bern versende in den allermeisten Fällen ihre Veranlagungsverfügungen und Einspracheentscheide aus Spargründen per normaler Post. In all diesen Fällen werde für die Berechnung der Rechtsmittelfrist stets auf das Verfügungsdatum abgestellt, weil der Nachweis einer früheren Zustellung gar nicht möglich sei. Individuelle Rückfragen an die Steuerverwaltung bezüglich Vordatierung und Fristenlauf würden in der Regel dahingehend beantwortet, dass einzig auf das Verfügungsdatum abgestellt werde, nicht auf den effektiven (früheren) Versand. Werde vom Empfänger ein seltenes Mal behauptet, er sei selbst am aufgedruckten späteren Datum noch nicht im Besitz der Verfügung gewesen, so würden Einsprache und Rekurs auch noch verspätet entgegengenommen - eben weil in 95% der Fälle das Zustelldatum fehle. Diese Sachdarstellung fehlt in der Beschwerde an die Vorinstanz, so dass diese keine Veranlassung hatte, sich mit der Frage nach der Versandpraxis der Steuerverwaltung zu beschäftigen, geschweige denn diesbezüglich weitere Untersuchungen anzustellen und sich mit aus einer solchen Praxis, so sie denn bestehen sollte, für die hier zu beurteilende Angelegenheit allenfalls zu ziehenden Konsequenzen zu befassen. Damit stellt die neue, im Übrigen unbelegte Sachdarstellung in der Beschwerde kein zulässiges neues tatsächliches Vorbringen dar, zu dem erst der Entscheid der Vorinstanz Anlass gab. Ausserdem fehlt es mit Bezug auf das neue Vorbringen auch an einer den Anforderungen von Art. 106 Abs. 2 BGG genügenden Beschwerdebegründung; die Beschwerdeführer bringen nicht vor, dass und inwiefern der angefochtene Entscheid unter Berücksichtigung des neuen tatsächlichen Vorbringens Grundrechte verletzen soll (BGE 139 I 229 E. 2.2 S. 232).