Citation: 5A_426/2018 E. 3.3.1

3.3.1. Der Beschwerdeführer bringt diesbezüglich vor, er sei seit vier Jahren mit einer neuen Lebenspartnerin verbunden, mit der er eine gemeinsame Tochter habe und betreue, welche im Jahre 2014 geboren worden sei. Es sei "selbstverständlich [...], dass er die neue Lebensgemeinschaft in den Hafen der Ehe einfahren und einbetten möchte". Wie im vorzitierten Leitentscheid (BGE 144 III 298 E. 7.2.1) dargelegt, befürwortet ein Teil der Lehre die Ausfällung eines Teilurteils im Scheidungspunkt mit Blick auf das Recht auf Ehe, umfassend das Recht auf Wiederverheiratung (vgl. Art. 14 BV), wenn die Scheidung liquid ist und sich die Auseinandersetzung über die Scheidungsfolgen stark in die Länge zieht. Einen vergleichbaren Schutz kann allenfalls Art. 12EMRK bieten. Diese Gedanken hat das Bundesgericht im Sinne einer verfassungskonformen Auslegung des Zivilprozessrechts (vgl. BGE 140III 636 E. 2.2) und mit Blick auf dessen dienende Funktion, welche auch seine Auslegung bestimmt (vgl. BGE 139 III 457 E. 4.4.3.3), in die auch hier vorzunehmende Interessenabwägung einfliessen lassen. Insoweit ergibt sich, was folgt: