Citation: 8C_274/2024 E. 6.2.2

6.2.2. Soweit die Vorinstanz über diese pauschale Kritik des Dr. med. C.________ hinausgeht und bemängelt, das Gutachten des Prof. Dr. med. E.________ sei "eher kurz", "oberflächlich begründet" und "weniger detailliert", vermag dies - soweit es überhaupt zutrifft - nicht zu überzeugen. Inwiefern der Hinweis des Prof. Dr. med. E.________, er könne die Rotatorenmanschettentests aufgrund der Beschwerdeangaben des Beschwerdegegners nicht sicher beurteilen, konkrete Zweifel an der Zuverlässigkeit seiner Beurteilung begründen soll, ist ebenfalls nicht ersichtlich. Gleiches gilt für den Umstand, dass im Abschlussbericht der Standortbestimmung "Fokus" vom 16. August 2022 die Leistungsfähigkeit auch in einer angepassten beruflichen Tätigkeit als schmerzbedingt beeinträchtigt beurteilt wurde. Zwar ist einer ausführlichen beruflichen Abklärung mit einwandfreiem Arbeitsverhalten der versicherten Person, die in offensichtlicher und erheblicher Diskrepanz zu einer medizinischen Einschätzung steht, nicht von vornherein jede Relevanz abzusprechen (vgl. Urteile 8C_606/2023 vom 24. April 2024 E. 4.2.1 am Ende mit Hinweisen). Im vorliegenden Fall ist diesbezüglich allerdings zu beachten, dass der psychiatrische Gutachter der asim bezüglich der Diagnosen in seinem Fachbereich unter anderem festhielt, dass der Zustand des Versicherten es ihm nicht erlaube, aktiv an der Überwindung seiner Beschwerden zu arbeiten; er sei stark auf seine Beschwerden eingeengt und erlebe sich als dauerhaft geschädigt. Vor diesem Hintergrund ist der Abschlussbericht, der letztlich die subjektive Arbeitsleistung des Beschwerdegegners wiedergibt, nicht geeignet, die Einschätzung des Prof. Dr. med. E.________ in Frage zu stellen.