Citation: 4P.200/2002 27.01.2003 E. 2

2.1 Vor Bundesgericht macht der Beschwerdeführer geltend, das Kantonsgericht sei über das klar formulierte Berufungsbegehren der Beschwerdegegnerin hinausgegangen. Diese habe beantragt, die Rechenschaftspflicht des Beschwerdeführers über die Überbauung "T." in zeitlicher Hinsicht auszudehnen. Sie habe deshalb lediglich verlangt, dass die Dispositivziffer 1 des erstinstanzlichen Urteils, welche sich auf die Rechenschaftspflicht über die Überbauung "T." bezieht, abgeändert wird. Das Kantonsgericht habe aber nicht nur Dispositivziffer 1, sondern auch Dispositivziffer 3 des erstinstanzlichen Urteils, worin die Klage betreffend Rechenschaftsablegung über weitere Mandate abgewiesen wurde, zugunsten der Beschwerdegegnerin abgeändert. Das Kantonsgericht habe die Dispositionsmaxime (Art. 119 ZPO/GR) nicht eingehalten und dadurch den Beschwerdeführer um sein Recht gebracht, rechtzeitig Anschlussberufung (Art. 220 ZPO/GR) zu erheben. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des Willkürverbots (Art. 9 BV) und des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV). 2.2 Im kantonalen Verfahren brachte der Beschwerdeführer demgegenüber vor, das Berufungsbegehren der Beschwerdegegnerin sei unklar und entspreche nicht den zivilprozessualen Anforderungen. Dieses Vorbringen betrifft zwar ebenfalls die Dispositionsmaxime, ist aber trotzdem ein anderes als das vor Bundesgericht vorgetragene; das Vorbringen vor Bundesgericht ist deshalb neu. Bei reinen Willkürbeschwerden und Beschwerden, deren Rügen mit der Willkürbeschwerde zusammenfallen, sind rechtliche Noven grundsätzlich nicht zulässig (BGE 119 Ia 88 E. 1a S. 90f., mit Hinweisen). Ausnahmen werden für Vorbringen gemacht, zu deren Geltendmachung erst die Begründung des angefochtenen Entscheids Anlass gab, und für Gesichtspunkte, die sich aufdrängen und deshalb von der kantonalen Instanz offensichtlich von Amtes wegen hätten berücksichtigt werden müssen (BGE 99 Ia 113 E. 4a S. 122). Letzteres trifft in Bezug auf die Anwendung der Dispositionsmaxime zweifelsohne zu, zumal sowohl das Vorbringen vor Kantonsgericht als auch dasjenige vor Bundesgericht die Dispositionsmaxime betreffen und nur nuanciert voneinander abweichen. Im Hinblick auf den Verfahrensausgang kann die Frage der Zulässigkeit des neuen Vorbringens vor Bundesgericht aber ohnehin offen bleiben.