Citation: 4C.332/2005 27.01.2006 E. C

Mit Klage vom 27. November 2001 belangte die Klägerin die Beklagte beim Kantonsgericht Glarus aus ungerechtfertigter Bereicherung auf Zahlung von Fr. 60'000.-- nebst Zins zu 6 % seit Bezug. Zudem stellte die Klägerin den Antrag, in der Betreibung Nr. 2014317 des Betreibungs- und Konkursamtes des Kantons Glarus sei der Rechtsvorschlag aufzuheben. Die Beklagte bestritt, Fr. 60'000.-- erhalten zu haben. Das Kantonsgericht nahm an, die Klägerin habe nicht beweisen können, dass die Käufer der drei Eigentumswohnungen tatsächlich je Fr. 20'000.-- auf ein Konto der Beklagten einbezahlt hätten. Es wies daher die Klage mit Urteil vom 7. Februar 2002 ab. Dieses Urteil focht die Klägerin beim Obergericht des Kantons Glarus mit Berufung an. Zum Beleg der behaupteten Zahlungen reichte die Klägerin zusätzliche Unterlagen ein, worauf die Beklagte diese Zahlungen anerkannte. Das Obergericht erachtete die Voraussetzungen einer ungerechtfertigten Bereicherung als gegeben. Es hiess daher am 26. August 2005 die Berufung gut, hob das erstinstanzliche Urteil auf und verpflichtete die Beklagte, der Klägerin Fr. 60'000.-- nebst Zins zu 5 % auf Fr. 20'000.-- ab 12. April 2000, auf Fr. 20'000.-- ab 18. April 2000 sowie auf Fr. 20'000.-- ab 3. Mai 2000 zu bezahlen. In diesem Umfang hob das Obergericht den Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. 2014317 des Betreibungs- und Konkursamtes des Kantons Glarus auf.