Citation: 5A_894/2017 E. 6.2

6.2. Der Beklagte hält dagegen, die Klägerin könne sich zufolge Rechtsmittelverzichts nicht mit ihren Ausführungen in ihrer Berufungsantwort und Anschlussberufung gegen die Prozesskostenverlegung im angefochtenen Urteil wenden. Es gelte das Verschlechterungsverbot. Nach Rückweisung durch das Bundesgericht habe sich die Klägerin in ihren Vernehmlassungen an das Kantonsgericht zur angeblich unrichtigen Prozesskostenverlegung nicht mehr geäussert (S. 12 ff. der Beschwerdeantwort). Die Klägerin bestreitet prozessuale Grundsätze und Vorgaben, wonach sie ihre bisherigen rechtlichen Vorbringen zur Kostenverlegung nicht nochmals dem Kantonsgericht zur neuen Prüfung im Rahmen des Neubeurteilungsverfahrens unterbreiten dürfe, auch wenn sie den ursprünglichen Entscheid des Kantonsgerichts selber nicht angefochten habe. Zufolge der Rückweisung durch das Bundesgericht sei das Verfahren vor Kantonsgericht im Rahmen der Vorgaben des Bundesgerichts und im Rahmen der vor Kantonsgericht gestellten Anträge frei, was insbesondere auch für den Kostenpunkt gelte. Sie stelle vor Bundesgericht den gleichen Antrag, den sie dem Kantonsgericht mit Anschlussberufung gestellt habe, weshalb keine Verletzung des Verschlechterungsverbots vorliege. Sollte ihr das Bundesgericht wegen des vom Beklagten geltend gemachten Verschlechterungsverbots lediglich den Pflichtteil von Fr. 98'692.45 gemäss dem ersten kantonsgerichtlichen Sachurteil vom 16. Februar 2016 zusprechen, so müsste es zumindest sämtliche seit diesem Urteil zusätzlich angefallenen Gerichts- und Parteikosten dem Beklagten auferlegen und diesen verpflichten, ihr eine angemessene Parteientschädigung zu bezahlen (S. 4 f. der Replik).