Citation: 6B_107/2021 E. 2.3.3

2.3.3. Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, dass allein die Frage der Einziehung der beschlagnahmten Vermögenswerte auf ihrem eigenen Konto bei der Bank D.________ Gegenstand der neuen Beurteilung im erstinstanzlichen Rückweisungsverfahren war. Ungeachtet dessen beantragte sie in diesem Verfahren (auch) die Verwendung der bereits rechtskräftig eingezogenen Vermögenswerte auf dem Konto der E.________ SA bei derselben Bank zu ihren eigenen Gunsten gestützt auf Art. 73 StGB. Wie die Vorinstanz zu Recht festgehalten hat, verlässt die Beschwerdeführerin damit den Gegenstand des bundesgerichtlichen Rückweisungsentscheids. Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, sämtliche Voraussetzungen gemäss Art. 73 StGB seien erfüllt, ist sie im Rückweisungsverfahren nicht zu hören. Der Hinweis auf den Grundsatz der materiellen Wahrheit ist insofern unbehelflich. Ihre Behauptung, das erstinstanzliche Nichteintreten auf ihren Antrag würde diesem Rechtsgrundsatz zuwiderlaufen, stösst ohnehin ins Leere: Dieselbe Erstinstanz hatte in ihrem Sachurteil SK.2015.44 festgehalten, dass über eine allfällige Verwendung der eingezogenen Vermögenswerte sowie der Ersatzforderung zu Gunsten der Geschädigten in einem separaten (Nach-) Verfahren entschieden werde, wenn die Voraussetzungen von Art. 73 StGB vorliegen würden (vgl. Dispositiv-Ziff. IV.2). Im gegenständlichen Rückweisungsverfahren hat die Erstinstanz wiederholt, dass sie über die Verteilung der eingezogenen Vermögenswerte "in einem separaten, nach Eintritt der Rechtskraft jenes Urteils [SK.2015.44] in noch verbliebenen Zivil- und Einziehungspunkten durchzuführenden Verfahren" befinden werde (vgl. Entscheid der Erstinstanz S. 4). Inwiefern dieses Vorgehen im Übrigen einer Rechtsverweigerung gleichkommen sollte, ist - gerade auch in Berücksichtigung der ausserordentlich hohen Anzahl Geschädigter im Verfahren SK.2015.44 - weder offensichtlich noch von der Beschwerdeführerin konkret dargetan. Die Beschwerdeführerin wird ihren Antrag auf Zusprechung der eingezogenen Vermögenswerte auf dem Konto der E.________ SA bei der Bank D.________ gegebenenfalls im dafür vorgesehenen Nachverfahren zu stellen haben. Damit ist die Erstinstanz in ihrem Rückweisungsverfahren auf den Antrag der Beschwerdeführerin zu Recht nicht eingetreten; das Urteil der Vorinstanz erweist sich als bundesrechtskonform.