Citation: 2C_849/2017 E. 2.2

2.2. Das Verwaltungsgericht stellt zunächst fest, dass das Verschulden des Beschwerdeführers angesichts der Höhe der Strafe und der Art der dieser zugrundeliegenden Delikte (Anlasstaten gemäss Art. 66a Abs. 1 lit. a bzw. lit. g StGB) gross sei. Es erläutert, warum dem Wohlverhalten während des Strafvollzugs keine besondere Bedeutung zuzumessen sei. Was die Einsicht in das begangene Unrecht betrifft, verweist es - zulässigerweise - auf die Erwägungen der Einsprachebehörde. Es stützt deren Einschätzung, dass das öffentliche Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung insgesamt sehr gross sei (E. 1.2.1). Es wertet in E. 1.2.2, wiederum vorab unter Hinweis auf die Erwägungen im Einspracheentscheid, die privaten Interessen des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz und bestätigt in E. 1.3 die Einschätzung seiner Vorinstanz, wonach das sehr grosse öffentliche Interesse am Bewilligungswiderruf und der Wegweisung das bloss mittlere private Interesse an einem weiteren Verbleib in der Schweiz deutlich überwiege. Es vertieft dies in E. 2.3 im Lichte der Vorbringen des Beschwerdeführers. Einen Eingriff in das von Art. 8 EMRK geschützte Familienleben verneint es unter ergänzender Verweisung auf den Einspracheentscheid, einen (allfälligen) Eingriff in das durch Art. 8 EMRK ebenfalls geschützte Privatleben wertet es als gerechtfertigt. Seine Interessenabwägung fasst es in E. 5 zusammen. Angesichts der Erwägungen des Verwaltungsgerichts sowie des Amtes für Migration und Integration ist der implizite Vorwurf des Beschwerdeführers, eine korrekte Interessenabwägung sei unterblieben, nicht nachvollziehbar. Insbesondere haben das Verwaltungsgericht und zuvor schon die Einsprachebehörde sich mit dem zur hohen Freiheitsstrafe führenden Verhalten des Beschwerdeführers konkret auseinandergesetzt und in dem Zusammenhang (aber nicht nur) dessen familiären Beziehungen zu den Töchtern aus erster Ehe gewürdigt. Wenn wiederum eine Relativierung der Schuldfrage gefordert wird, tut der Beschwerdeführer dies mit den gleichen Vorbringen wie vor den Vorinstanzen, ohne deren Erwägungen hierzu konkret zu diskutieren oder auch nur wahrzunehmen. Vollends unverständlich ist der Einwand, vorliegend werde im ausländerrechtlichen Verfahren eine Zweitbestrafung vorgenommen, ist doch gerade die Schwere der vom Strafrichter verhängten Sanktion Ausgangspunkt und Massstab für die ausländerrechtliche Würdigung bzw. für das migrationsrechtliche Verschulden (BGE 134 II 10 E. 4.2 S. 23; 129 II 215 E. 3.1 S. 216).