Citation: 4A_542/2017 E. 3.5.2

3.5.2. Unterstellt die Vorinstanz die Behauptungen des Beschwerdeführers als wahr, widerspricht es Treu und Glauben, wenn sich dieser anschliessend darauf beruft, der Beweisführungsanspruch sei verletzt worden. Ein solches prozessuales Verhalten ist widersprüchlich und nicht schutzwürdig. Dies jedenfalls dann, wenn wie hier zwischen den einzelnen als wahr unterstellten Behauptungen (Echtheit der beiden Dokumente) auch noch ein Zusammenhang besteht, hielt doch die Vorinstanz u.a. fest, die beiden in Frage stehenden Dokumente stünden in engem Zusammenhang zueinander. Die (verspätete) Erkenntnis des Beschwerdeführers, dass es für ihn letztlich vorteilhafter wäre, wenn sich ein Teil seiner Behauptungen als wahr, ein anderer aber als unwahr herausstellen würde, begründet kein schutzwürdiges Interesse von ihm an der Durchführung eines Beweisverfahrens anstelle einer Unterstellung der Wahrheit seiner Behauptungen.