Citation: 6B_915/2017 E. 2.5.2

2.5.2. Der Beschwerdegegner 1 war in dieser Situation zur Notwehrhilfe in einer den Umständen angemessenen Weise berechtigt (vgl. Art. 15 StGB). Der Angriff durch den Beschwerdeführer richtete sich gegen das Hausrecht und die ungestörte Verfügung darüber, während die Abwehr durch den Beschwerdegegner 1 mittels eines Fixationsgriffs auf die körperliche Integrität sowie die Fortbewegungsfreiheit zielte. Zwischen diesen Rechtsgütern besteht kein grundsätzliches Missverhältnis. Die Vorinstanz erwägt zu Recht, dass sich vorliegend die Anwendung von leichtem physischen Zwang (am Arm festhalten) als den Umständen angemessen erweist, nachdem sich der Beschwerdeführer mehrfach den Anordnungen des Sicherheitsdienstes widersetzte und das Hausrecht durch Zureden nicht durchzusetzen war. Das Festhalten war, als der Beschwerdeführer sich auf dem unteren Teil der Treppe zu wehren begann, nach wie vor verhältnismässig. Das vom Beschwerdegegner 1 gewählte und laut Vorinstanz spätestens am Fuss der Treppe angewandte Abwehrmittel eines Fixationsgriffes erscheint ebenfalls verhältnismässig, wehrte sich der Beschwerdeführer zu diesem Zeitpunkt doch noch stärker. Zwar wog die vorliegende Beeinträchtigung des Hausrechts nicht schwer. Ein milderes Mittel zum Schutz des Hausrechts stand angesichts des sich zunehmend stärker und heftiger wehrenden Beschwerdeführers jedoch nicht zur Verfügung. Ein solches nennt auch er nicht. Er macht lediglich geltend, dass der Griff etwas hätte gelockert werden müssen. Aus den vorinstanzlichen Erwägungen ergibt sich, dass entgegen dem Standpunkt des Beschwerdeführers gar eine Intensivierung des Fixationsgriffes erforderlich war. Es entspricht dem gewöhnlichen Lauf der Dinge, dass zur Unterbindung der sich steigernden Gegenwehr auch die Intensität des Fixationsgriffes zunehmen musste. Wenn der Beschwerdeführer den Fixationsgriff als unangemessen bezeichnet, kann er deshalb nicht gehört werden. Mit einem stufenweisen Vorgehen verhielten sich die Sicherheitsangestellten vielmehr vorbildlich. Auch der Hinweis des Beschwerdeführers, E.________, der ihn an seinem rechten Arm fixierte, habe gezeigt, dass man ihn selbst bei vorbelasteter Schulter auch ohne Zufügung einer Verletzung habe festhalten können, dringt nicht durch, denn E.________ fixierte den Beschwerdeführer zu keinem Zeitpunkt ohne Zutun des Beschwerdegegners 1. Der Beschwerdeführer verhält sich zudem widersprüchlich, wenn er einerseits auf eine vorbelastete Schulter hinweist und daraus auf eine erhöhte Verletzungsanfälligkeit schliesst, sich andererseits aber dessen ungeachtet mit steigender Intensität heftig wehrte.