Citation: 5A_292/2023 E. 5.5

5.5. Im Übrigen rechtfertigt sich die Annahme eines Ausnahmefalls gerade auch deshalb, da der Beschwerdeführer seinen eigenen Bedarf aus dem durch Erbschaft erworbenen Vermögen bestreitet, zumal er keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgeht. Bei dieser Sachlage verliert insofern die Funktion des durch Erbanfall erworbenen Vermögens, welche im Grundsatz dessen Anzehrung zu einem Ausnahmefall macht (vgl. BGE 147 III 393 E. 6.1.4), bis zu einem gewissen Grad an Bedeutung. Zwar wurde fragliches Vermögen nicht erworben, um den Unterhalt des Beschwerdeführers sicherzustellen, doch dient es nun bereits seit mehreren Jahren eben genau hierzu und wird es dies unbestrittenermassen auch in Zukunft weiterhin tun, sodass gewissermassen eine Annäherung zu jenem Fall stattfindet, in welchem Vermögen für das Alter angespart wird und sich dessen Verzehr für ebendiesen Zweck als unproblematisch erweist.