Citation: I 567/06 05.03.2007 E. 4

Unbestritten ist der Anspruch auf Entschädigung einer Hilflosigkeit schweren Grades. Streitig und zu prüfen ist dagegen, ob der Versicherte Anspruch auf einen Intensivpflegezuschlag entsprechend einem behinderungsbedingten Betreuungsaufwand von mindestens 6 Stunden hat. Beschwerdegegnerin und kantonales Gericht haben dies verneint und dabei entscheidwesentlich auf den Abklärungsbericht der IV-Stelle vom 23. Juni 2004 und den Zusatzbericht vom 17. Dezember 2004 abgestellt. Dabei hat die Vorinstanz erwogen, gemäss Rz 8077 des vom BSV herausgegebenen Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung (KSIH) liege eine besonders intensive Überwachung vor, wenn von der Betreuungsperson überdurchschnittlich hohe Aufmerksamkeit und ständige Interventionsbereitschaft gefordert werde. Zu berücksichtigen sei ferner, dass gemäss Rz 8037 KSIH in Verbindung mit Rz 8076 KSIH bei schwerer Hilflosigkeit der dauernden persönlichen Überwachung ein nur minimes Gewicht beizumessen sei. Aufgrund der medizinischen Unterlagen, der Berichte des Schulheims und der Abklärungsberichte der IV-Stelle sei nicht von einer schweren Form von Autismus auszugehen, die eine ständige und intensive Überwachung erforderlich mache. Der Versicherte könne durchaus einige Zeit auf dem Stuhl sitzen bleiben und sich gelegentlich durch Zeichnen eine Viertelstunde lang beschäftigen. Auch laufe er nicht mehr aus einer Gruppe weg und reagiere normalerweise auf Anruf. Eine Betreuung im Kollektiv von fünf Kindern sei möglich. Aufgrund dieser Umstände und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass eine schwere Hilflosigkeit vorliege, könnten somit nicht zusätzlich vier Stunden Betreuung angerechnet werden. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird demgegenüber geltend gemacht, die Abklärungsberichte beruhten auf realitätsfremden Grundlagen.