Citation: 6B_140/2021 E. 6.3.2

6.3.2. Was der Beschwerdeführer gegen diese Erwägungen vorbringt, überzeugt nicht. Seiner Meinung nach kann sich die Landesverweisung nur auf eine Anlasstat, nämlich die Nötigung zum Nachteil von C.________ stützen. Er argumentiert, diese sei im Versuchsstadium stecken geblieben und er habe sich durch eine "unüberlegte Dummheit" von seinen Bekannten zum Mitmachen überreden lassen. Bei einem derart geringen Verschulden sei eine fakultative Landesverweisung von Vornherein nicht indiziert. Damit verkennt er, dass zufolge der bestätigten Schuldsprüche weitere Anlasstaten vorliegen und die Vorinstanz bereits berücksichtigt, dass sein Tatverschulden hinsichtlich der einzelnen Delikte nicht schwer wiegt. Darüber hinaus ist wie in der migrationsrechtlichen Interessenabwägung eine Gesamtbetrachtung des deliktischen Verhaltens bis zum angefochtenen Urteil ausschlaggebend (Urteil 6B_1044/2019 vom 17. Februar 2020 E. 2.4.1 mit Hinweisen). Die Vorinstanz bezieht daher richtigerweise auch die vor dem 1. Oktober 2016 begangenen Taten (Freiheitsberaubung und Entführung sowie versuchte Nötigung zum Nachteil des Beschwerdegegners 2) in die Gesamtwürdigung mit ein. Diese Gesamtbetrachtung zeigt, dass der Beschwerdeführer in der Vergangenheit (trotz migrations- und strafrechtlich begründeten Warnungen) wiederholt mitnichten zu bagatellisierendes deliktisches Verhalten an den Tag legte und nicht gewillt scheint, sich an die hiesige Rechtsordnung zu halten. Er stellt eine Gefahr für die öffentliche Ordnung und Sicherheit dar. Vor diesem Hintergrund und unter zusätzlicher Berücksichtigung der fehlenden wirtschaftlichen Integration gelangt die Vorinstanz berechtigterweise zum Schluss, dass gewichtige öffentliche Interessen an einer Landesverweisung bestehen.