Citation: 1C_611/2024 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz erwog, dem Beschwerdeführer werde vorgeworfen, C.________, seine frühere Partnerin und Mutter eines gemeinsamen Sohnes, deren Vater sowie D.________, die ebenfalls einen gemeinsamen Sohn mit dem Beschwerdeführer habe, mittels WhatsApp-Nachrichten bedroht zu haben. Die vom Beschwerdeführer an D.________ gesendeten Nachrichten seien zweifelsohne bedrohlich und angsteinflössend gewesen. Die Staatsanwaltschaft sei damals daher zu Recht von einem dringenden Tatverdacht betreffend Drohung ausgegangen. Darüber hinaus habe die Staatsanwaltschaft offenbar das Vorliegen eines Haftgrundes vermutet, habe sie doch am 18. September 2022 einen Antrag beim Zwangsmassnahmengericht auf Anordnung von Ersatzmassnahmen gestellt. Das Zwangsmassnahmengericht habe das Vorliegen von Haftgründen bejaht und ein Kontakt- und Rayonverbot gegen den Beschwerdeführer angeordnet. Der Umstand, dass das hierauf angerufene Obergericht das Vorliegen von Kollusionsgefahr verneint und die Beschwerde gutgeheissen habe, lasse die Vermutung nach dem Bestehen von Haftgründen nicht ex tunc dahinfallen. Die verfügte Vorführung und vorübergehende Festnahme des Beschwerdeführers sei daher nicht zu beanstanden. Der Beschwerdegegner habe seine amtlichen Befugnisse somit nicht überschritten und sich nicht des Amtsmissbrauchs, der Freiheitsberaubung, der Entführung oder einer anderen strafbaren Handlung schuldig gemacht.