Citation: 1C_213/2017 E. 6.1

6.1. Wie die Vorinstanz ausgeführt hat, ist sprachlich nicht eindeutig, ob sich die Genitiv-Wendung "der Gemeinde" in Abs. 1 von § 5 KRWG nur auf das Wort "Einwohner" oder gleichzeitig auch auf die Wendung "von fünf Stimmberechtigten" bezieht. Im Gegensatz zur Ansicht der Beschwerdeführer spricht der Wortlaut von § 5 Abs. 1 KRWG weder klar für die eine noch die andere Lesart, weshalb die Bestimmung einer weitergehenden Auslegung bedarf. Daran ändert der Umstand nichts, dass der Gesetzgeber eine eindeutigere Formulierung hätte wählen können, falls er festlegen wollte, die Wahlvorschläge müssten zwingend von Stimmberechtigten aus der jeweiligen Gemeinde unterzeichnet werden. Auch dass § 23b Abs. 1 WAG, welcher nicht für die Kantonsratswahl, sondern für Wahlvorschläge bei Majorzwahlen gilt, ausdrücklich verlangt, dass die Wahlvorschläge von einer Mindestzahl von Stimmberechtigten "aus dem Wahlkreis" unterschrieben werden müssen, ändert nichts daran, dass der Wortlaut von § 5 Abs. 1 KRWG nicht eindeutig ist.