Citation: I 75/05 12.04.2005 E. 2

2.1 Während der Hausarzt Dr. med. R.________ am 22. April 1996, am 4. Mai 1997 wie auch am 5. November 2000 ein chronisches Lumbovertebralsyndrom bei Spondylose L5/S1 diagnostiziert hatte, wurde die Beschwerdeführerin im Institut X.________ einer polydisziplinären Abklärung unterzogen. Nebst den bekannten Rückenschmerzen gab sie zusätzlich ein arthrotisches Knieleiden beidseits an. Die untersuchenden Ärzte befanden, rückenbelastende Arbeiten und damit auch die Tätigkeit als Schuhverkäuferin seien nicht mehr zumutbar; ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit blieben hingegen die vorhandene Adipositas sowie die derzeit unauffälligen Kniebeschwerden. Psychiatrischerseits wurde nebst einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD 10; F45.4) ein Verdacht auf Klaustrophobie erhoben, eine depressive Episode jedoch verneint. Neurologisch bestätigt wurden dagegen degenerative Veränderungen der Wirbelsäule; das mässige Lumbovertebralsyndrom führe zu mittelstarken, schmerzhaften Funktionseinschränkungen; gesamthaft sei die Arbeitsfähigkeit seit April 1996 um 40 % eingeschränkt. Diese Einschätzung wurde in der Folge von sämtlichen mit der Untersuchung der Beschwerdeführerin befassten Medizinern und insbesondere auch im MEDAS-Bericht des Instituts X.________ vom 24. April 2002 bestätigt. Diesbezüglich kann vollumfänglich auf den Einspracheentscheid vom 15. Januar 2004 verwiesen werden. Dasselbe gilt hinsichtlich der abgebrochenen und trotz wiederholter Aufforderung seitens der Berufsberaterin der IV-Stelle nicht wieder aufgenommenen Prüfung der allenfalls noch in Betracht fallenden beruflichen Wiedereingliederungsmöglichkeiten in der BEFAS. 2.2 Nicht beanstanden lässt sich weiter, dass die IV-Stelle die Beschwerdeführerin im Rahmen der Invaliditätsbemessung als voll Erwerbstätige behandelte. Angesichts der prekären finanziellen Verhältnisse der vom Sozialamt Y.________ unterstützten Familie und der Tatsache, dass der inzwischen volljährig gewordene Sohn keiner intensiven Betreuung mehr bedarf, kann durchaus ein ganztägiger Arbeitseinsatz erwartet werden, was denn auch in der am 3. November 2000 ausgefüllten Selbstdeklaration (Statusfragebogen) so angegeben wurde. Keiner weiteren Bemerkung bedarf - anders als die Vorinstanz meint - der von der IV-Stelle im Einspracheverfahren angesichts des auf den 1. Oktober 1999 fallenden Rentenbeginns neu auf 47 % und damit gegenüber der ursprünglichen Verfügung vom 29. Oktober 2003 nach oben korrigierte Einkommensvergleich mit dem als angemessen zu betrachtenden leidensbedingten Abzug von 15 % vom Tabellenlohn. 2.3 Es besteht demnach kein Anlass, von der im Ergebnis auch vorinstanzlich bestätigten Invaliditätsschätzung der IV-Stelle vom 15. Januar 2004 abzuweichen. Daran ändern weder die Ausführungen in den der Vorinstanz eingereichten Rechtsschriften noch in der nunmehr zur Diskussion stehenden Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit den jeweils beigefügten Attesten des Hausarztes Dr. med. R.________ etwas. Ergänzend ist lediglich beizufügen, dass auch eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung, wie sie im MEDAS-Gutachten des Institut X.________ vom 24. April 2002 diagnostiziert worden ist, nach der Rechtsprechung in der Regel keine lang dauernde, zu einer Invalidität führende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 Abs. 1 ATSG zu bewirken vermag (vgl. BGE 130 V 353 f. Erw. 2.2.3 mit Hinweisen). Gründe, die vorliegend ausnahmsweise ein Abweichen von diesem Grundsatz rechtfertigen würden, liegen nicht vor (vgl. BGE 130 V 354 f. Erw. 2.2.3 mit weiteren Hinweisen).