Citation: 2C_155/2014 E. 7.3

7.3. Zu prüfen bleiben die Nachteile, welche sich bei einem Widerruf der Niederlassungsbewilligung für die Familie des Beschwerdeführers ergäben. Rechtsprechungsgemäss werden unter dem Aspekt des Ehe- und Familienlebens die Dauer der ehelichen Beziehung und weitere Gesichtspunkte berücksichtigt, welche Rückschlüsse auf deren Intensität zulassen (Geburt und Alter allfälliger Kinder, Kenntnis der Tatsache, dass die Beziehung wegen der Straftat unter Umständen nicht in der Schweiz wird gelebt werden können; vgl. BGE 135 II 377 E. 4.3 S. 381). Der Beschwerdeführer und seine Frau heirateten am 9. Mai 2011, zwei Monate nach der Eröffnung des Widerrufsverfahrens. Sie mussten daher wissen, dass sie die Ehe unter Umständen nicht in der Schweiz würden leben können. Obwohl eine Rückkehr in den Kosovo für die hier niederlassungsberechtigte Ehefrau des Beschwerdeführers mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden wäre, ist sie ihr, welche die kosovarische Staatsbürgerschaft besitzt, zumutbar. Es steht der Ehefrau frei, ob sie in der Schweiz bleiben oder dem Beschwerdeführer in den Kosovo folgen will. Die Ausreise ist der im Urteilszeitpunkt zweijährigen Tochter, welche (wie ihre Mutter) nicht Schweizer Bürgerin ist, ohne weiteres zumutbar, weil sie sich in einem anpassungsfähigen Alter befindet und das ausländerrechtliche Schicksal der sorgeberechtigten Eltern teilen muss (BGE 135 I 153 E. 2.2 S. 156 ff.; Urteil 2C_467/2012 vom 25. Januar 2013 E. 2.1.4 mit Hinweisen). Insgesamt wird das Recht auf Familienleben durch den Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers nicht in unzumutbarer Weise beschränkt. Zudem entspricht die Behauptung des Beschwerdeführers, er und seine Frau würden "seit beinahe 13 Jahren eine echte Ehe" führen, nicht den Tatsachen: Die Eheleute waren im Urteilszeitpunkt zwei Jahre und sieben Monate verheiratet; dass davor ein sta-biles Konkubinat vorgelegen hätte, wird nicht dargetan. Falls die Ehefrau es vorzieht, mit der Tochter in der Schweiz zu bleiben, können die Kontakte mit den heute üblichen Kommunikationsmitteln und durch Besuche aufrecht erhalten werden.