Citation: 9C_27/2022 E. 4.4

4.4. Weiter rügt der Beschwerdeführer, die vorinstanzliche Feststellung, die geklagten Schmerzen seien nicht objektivierbar, sei nicht vereinbar mit dem Umstand, dass er diverse Hilfsmittel (Krücken etc.) benötige. Diesem Vorbringen liegen unzutreffende Prämissen über die objektive Notwendigkeit solcher Hilfsmittel zugrunde. Wenn der orthopädische Gutachter festhielt, der Beschwerdeführer habe das Untersuchungszimmer "mit einem sehr flotten Gangbild betreten", so offenbart sich darin, anders als der Beschwerdeführer meint, keine Widersprüchlichkeit; die Beobachtung trägt vielmehr zur gutachterlichen Erkenntnis bei, dass es sich um einen Fall von Aggravation handelt. Dies gilt sinngemäss auch für andere vermeintliche Diskrepanzen im Verhalten des Beschwerdeführers, wie sie im Verlauf der Begutachtung beobachtet wurden. Die betreffenden Ausführungen der Gutachter sind Teil der Herleitung einer zentralen Schlussfolgerung. Sie beschreiben widersprüchliches Verhalten des Exploranden. Die Diskrepanzen sind also in erster Linie Gegenstand des Beweises; sie stellen den Beweiswert der Expertise erst dann infrage, wenn die gutachterliche Argumentation insgesamt nicht zu überzeugen vermag. Dafür bestehen hier aber keine Anhaltspunkte.