Citation: 1B_217/2022 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwägt im angefochtenen Entscheid, der gewerbs- und bandenmässige Diebstahl sei als Verbrechenstatbestand und mithin als schwerwiegendes Delikt zu qualifizieren. Zwar liessen sich Ladendiebstähle grundsätzlich nicht mithilfe eines DNA-Profils aufklären, da bei Delikten in Supermärkten regelmässig keine DNA-Spuren gesichert würden. Sofern jedoch wie im vorliegenden Fall davon ausgegangen werde, dass Drittpersonen am Diebstahl beteiligt seien und eine Lieferkette mit potentieller Abnehmerschaft des Diebesguts bestehe, könnten DNA-Spuren und ein DNA-Profil dem Nachweis der Täterschaft dienen. Die Probeabnahme und Erstellung eines DNA-Profils hielten daher vor dem Verhältnismässigkeitsprinzip stand.