Citation: 1B_656/2021 E. 8.1.3

8.1.3. Ein persönlicher Eindruck des Beschwerdeführers erscheint für die Prüfung von allfälligen Entsiegelungshindernissen nicht entscheidrelevant. Insofern ist jedenfalls im Ergebnis nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz einen Anspruch auf eine mündliche Verhandlung nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK verneint hat. Weiter hat der Beschwerdeführer nicht dargelegt und es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern seine persönliche Teilnahme an der Triage durch die Vorinstanz sachlich notwendig gewesen wäre. Dass die Staatsanwaltschaft und Polizei bei der Grobtriage während den Hausdurchsuchungen möglicherweise verfahrensirrelevante oder geheimnisgeschützte Aufzeichnungen und Gegenstände nicht ausgesondert haben, liegt in der Natur der Sache und begründet für sich alleine keinen Anspruch auf eine parteiöffentliche Verhandlung. Schliesslich hatte der Beschwerdeführer nach eigenen Angaben Gelegenheit, eine parteiöffentliche Triageverhandlung bzw. seine Teilnahme an der richterlichen Triage zu beantragen. Sein Anspruch auf rechtliches Gehör wurde somit auch in dieser Hinsicht gewahrt. Ob die Vorinstanz die richterliche Triage prozessleitend hätte verfügen müssen oder in Form einer einfachen verfahrensleitenden Verfügung, die weder besonders ausgefertigt noch begründet werden muss (vgl. Art. 80 Abs. 3 StPO), ankündigen durfte, kann somit offen bleiben.