Citation: 1B_264/2019 E. 3.2

3.2. An diesen, für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz vermögen die von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Einwände nichts ändern. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern der Umstand, die Beschwerdeführerin sei seit Jahren Stammgast in den vorliegend betroffenen 3- bis 4-Sterne Hotels und habe ihre privaten Rechnungen bisher immer beglichen, "unwiderlegbar belegen" solle, sie habe die ihr vorgeworfenen Delikte nicht begangen. Es ist nicht bestritten, dass sie ihre (privaten) Hotelrechnungen bisher immer bezahlt hat. Darüber hinaus ist aber fraglich, inwiefern der Umstand, sie sei "Stammgast", gegen den Tatverdacht sprechen soll. Unter dem Gesichtspunkt der Arglist stellt sich diesbezüglich nämlich die Frage, ob diese Tatsache eventuell nicht zu ihren Ungunsten zu werten wäre. Insofern stellt sich die Frage nach der Zumutbarkeit der Überprüfung durch die Hotelangestellten betreffend die behauptete Kostenübernahme durch die Firma B.________ bzw. ehemals C.________. Diese Frage braucht vorliegend jedoch nicht beantwortet zu werden, sondern wird vom Sachgericht abschliessend zu klären sein. Unbehelflich ist weiter auch die Rüge der Beschwerdeführerin, wonach ihr das Recht zustehe, dass ihre im Handelsregister eingetragene Unternehmensberatungsfirma für Dienstreisen die Kosten übernehme. Ihrer Ansicht nach seien bereits aus diesem Grund sämtliche Behauptungen zum Hotelbetrug falsch und stünden im Widerspruch zu den Tatsachen, zumal sie als Geschäftsführerin mit Einzelunterschrift ermächtigt sei, Rechtsgeschäfte für das Unternehmen zu tätigen. Es trifft zwar zu, dass die Beschwerdeführerin Rechtsgeschäfte für ihr Unternehmen abschliessen kann und grundsätzlich auch die Übernachtungskosten der Geschäftsleitung für Geschäftszwecke von der Firma beglichen und als Betriebskosten abgesetzt werden können, dadurch vermag die Beschwerdeführerin jedoch nicht den vorliegenden dringenden Tatverdacht der Zechprellerei bzw. des Betrugs zu widerlegen. Vorgeworfen wird der Beschwerdeführerin nicht der Umstand, dass seit Januar 2019 die Buchungen der Hotels stets von der Firma auf deren Name und Adresse und mit Kostenübernahmeschreiben getätigt wurden, sondern ihr fehlender Zahlungswille bzw. ihre fehlende Zahlungsmöglichkeit sowie die ihr diesbezüglich vorgeworfene Täuschungsabsicht. Ebenso wenig zielführend ist daher auch ihre Behauptung, es sei mit den Hotels abgesprochen gewesen, dass sie bzw. ihre Firma die Rechnungen später bezahlen könne. Die Beschwerdeführerin kann folglich den dringenden Tatverdacht nicht durch ein Vorschieben der von ihr beherrschten, mittellosen Unternehmensberatungsfirma entkräften. Von Bedeutung ist einzig, dass die Rechnungen für den inkriminierten Zeitraum vom 7. Januar bis am 2. April 2019 gemäss den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz bisher nicht bezahlt wurden und konkrete Hinweise dafür vorliegen, die Beschwerdeführerin bzw. die von ihr beherrschte Unternehmensberatungsfirma habe gar nie die Absicht und die Mittel besessen, diese Rechnungen zu bezahlen. Inwiefern diesbezüglich die von ihr geltend gemachte unrichtige Sachverhaltsfeststellung durch die Vorinstanz vorliegen soll, ist sodann weder erkennbar noch rechtsgenüglich dargetan. Dasselbe gilt im Übrigen auch für die angeblich in schwerwiegender Weise in Verletzung von Art. 140 StPO erhobenen Beweise, zumal die Prüfung der Verwertbarkeit von Beweismitteln sowie die Beweiswürdigung ohnehin dem Sachgericht vorbehalten bleibt (vgl. E. 2.2 hiervor).