Citation: 4F_2/2025 E. 1.2

1.2. Auch soweit die Gesuchstellerin einen "Durchgriff" verlangt, ist die Beherrschung durch einen Mehrheitsaktionär lediglich eine der Voraussetzungen für einen Durchgriff. Er greift nur, falls die Unterscheidung zwischen juristischer Person und dem hinter ihr stehenden, alles beherrschenden Aktionär eine juristische Fiktion darstellt, die den realen Gegebenheiten in keiner Weise entspricht (BGE 149 III 145 E. 4.3.3 mit Hinweisen). Das ist nicht der Fall, wenn es darum geht, ob ein Provisionssatz zur Anwendung kommt, von dessen Anwendbarkeit die Gesuchstellerin selbst allenfalls nicht ausgegangen ist. Auch hier wäre eine überzeugende Erklärung für die abweichende Rechnung (beziehungsweise das Fehlen eines Hinweises auf den Teilzahlungscharakter) notwendig.