Citation: 1C_371/2021 E. 2.6

2.6. Die Vorinstanz hat zu Recht eine objektivierte Betrachtungsweise zur Frage angestellt, ob das Interesse an der weiteren Nutzung wegen des Zeitablaufs seit dem Rückbau unterbrochen worden bzw. untergegangen ist. Mit einem gewillkürten Abbruch gibt der Grundeigentümer die Nutzung der Baute aus freien Stücken auf. Bei einer solchen Konstellation erweist sich eine Zeitspanne von sieben Jahren zwischen dem Abbruch und der eigenmächtigen Neuerstellung - wie im vorliegenden Fall - als lang und ist grundsätzlich geeignet, zum Untergang des Anspruchs auf Wiederaufbau zu führen. Der Beschwerdeführer beruft sich auf den Zusammenhang zum Ersatzneubau des Wohnhauses auf demselben Grundstück. Er stellt nicht in Abrede, dass der Standort, an dem sich die umstrittene Baute befindet, zur Umgebung des Wohnhauses gehört. Jedenfalls wurde diese Fläche in den Bauplänen für das Wohnhaus als Umgebung mit der Bezeichnung "bestehender Garten" ohne dort befindliche Bauten dargestellt. Dabei ist es entgegen dem Beschwerdeführer von Belang, wenn in jenen Bauplänen kein Hinweis zum früheren Schopf (inkl. Fundament) bzw. zu einer Ersatzbaute erkennbar ist. Der Beschwerdeführer zeigt vor Bundesgericht auch nicht substanziiert auf, dass er im Bauverfahren über das Wohnhaus anderweitig auf den früheren Schopf und seine Absicht eines Wiederaufbaus aufmerksam gemacht hätte. Dazu hätte er im konkreten Fall spätestens seit der Eröffnung der kantonalen Verfügung vom 28. April 2014 im Rahmen der Baubewilligung für das Wohnhaus konkreten Anlass gehabt. Dort wurde der bewilligungsfähige Rahmen für Carports und gedeckte Sitzplätze dargelegt. Vor diesem Hintergrund hat er sich das Wissen anrechnen zu lassen, dass die zuständigen Behörden von keiner weiteren Nebenbaute in diesem Gartenbereich ausgingen. Wenn der Beschwerdeführer zusätzlich einen Wiederaufbau des früheren Schopfs beanspruchen wollte, oblag es ihm, dies den zuständigen Behörden offenzulegen und dafür nachträglich um Bewilligung zu ersuchen. Dies ist nicht nachweislich innert nützlicher Frist geschehen. Insgesamt vermag der Beschwerdeführer auch aus dem Ersatzneubau des Wohnhauses kein ununterbrochenes Interesse an der weiteren Nutzung des früheren Schopfs bei einer objektivierten Betrachtungsweise abzuleiten. Somit kommt es in dieser Hinsicht nicht entscheidend auf die geltend gemachten persönlichen Umstände des Beschwerdeführers an. Im Übrigen diente die Betonsockelplatte bzw. das Fundament des früheren Schopfs zwar offenbar noch als Untergrund für die Baustelleninstallation beim Ersatzneubau des Wohnhauses. Dieses Fundament liess der Beschwerdeführer aber entfernen. Er hat schon im kantonalen Verfahren dargelegt, dass der Unterbau des Gartenunterstands aus Steinplatten inkl. darunterliegendem Kies und Geröll besteht. Davon geht auch das angefochtene Urteil aus. Deshalb verfügt der Beschwerdeführer ebenfalls nicht über ein ununterbrochenes Interesse an der weiteren Nutzung jener Betonsockelplatte.