Citation: C 116/06 08.08.2006 E. 2

Unbestrittenermassen hat sich der Beschwerdeführer per 1. September 2004 an der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität A.________ für das (Vollzeit-)Studium Y.________ immatrikuliert und seit dem Wintersemester 2004/2005 Lehrveranstaltungen besucht. Auf Grund seiner im Rahmen der Ausbildung zum Sekundarlehrer absolvierten und geprüften Lehrveranstaltungen wurden ihm sodann einzelne Teile des Studiums in den Fächern Mathematik und Biologie erlassen. 2.1 Die Vorinstanz führte aus, dass der Versicherte im ersten Semester, welches vom 1. September 2004 bis 28. Februar 2005 dauerte, die Pflichtmodule ERD 111 und CHE 170 und 171 zu besuchen hatte, welche testatpflichtig seien, dazu kämen noch zweistündige Übungen und ein vierstündiges Praktikum, die zu verschiedenen Zeiten angeboten worden seien. Aufgrund des Stundenplans sei es dem Versicherten nicht möglich gewesen, neben dem Studium eine Vollzeitstelle auszuüben. 2.2 Zu Recht weist der Beschwerdeführer darauf hin, dass es grundsätzlich zur Annahme der Vermittlungsfähigkeit genügt, wenn er bereit und in der Lage gewesen wäre, neben dem Studium dauernd einer Voll- oder Teilzeitbeschäftigung im Umfang von mindestens 20 % eines Normalarbeitspensums, nachzugehen. Auf Grund seiner eigenen Angaben und der gesamten Aktenlage ist aber davon auszugehen, dass er das Studium Y.________ als Vollzeitstudium absolvieren wollte, nachdem er sich auf Grund ständiger Absagen bei der Stellensuche zur Aufnahme eines Studiums entschlossen hatte. Bei einem Bachelor-Studiengang sollen Studierende im Rahmen eines Vollzeitstudiums pro Jahr Studienleistungen im Umfang von 60 ECTS-Punkten erbringen, wobei der Erwerb eines ECTS-Punktes 30 Arbeitsstunden voraussetzt, was einer 42-Stundenwoche entspricht. Der Bachelorabschluss wird nach sechs Semestern (180 ECTS-Punkten) erworben. Dem Versicherten wurden für das gesamte Studium Y.________ 24 Punkte erlassen. Selbst wenn, den Vorbringen des Beschwerdeführers folgend, im ersten Semester einzig das Chemiepraktikum am Montagnachmittag unabdingbare Präsenz an der Universität erforderte und die Bachelor-Studiengänge keine Testatpflicht mehr kennen, geht aus dem eben Dargelegten und aus der Abmeldung per 1. April 2005 hervor, dass er auf Grund der zeitlichen Intensität des Studiums nicht in der Lage und bereit war, im Sinne eines Werkstudenten neben dem Studium einem dauerhaften (Teil-)Erwerb nachzugehen, worauf auch die während seiner Studienzeit wiederholt ungenügenden Arbeitsbemühungen hinweisen. Nicht stichhaltig ist sodann das beschwerdeführerische Argument, die eigentlichen Vorlesungen hätten erst am 18. Oktober 2004 begonnen, weshalb er bis dahin als vermittlungsfähig zu gelten habe. Diesbezüglich verwies das kantonale Gericht zu Recht auf die ständige Rechtsprechung, wonach eine versicherte Person, die auf einen bestimmten Termin anderweitig disponiert hat und deshalb für eine neue Beschäftigung nur noch während relativ kurzer Zeit zur Verfügung steht, in der Regel als nicht vermittlungsfähig gilt, weil die Aussichten, für die verbleibende Zeit von einem andern Arbeitgeber angestellt zu werden, verhältnismässig gering sind (BGE 126 V 522 Erw. 3a mit Hinweisen). Wenn Vorinstanz und Verwaltung davon ausgingen, dass der Versicherte spätestens ab dem Zeitpunkt des Semesterbeginns am 1. September 2004 nicht mehr vermittlungsfähig war, lässt sich dies somit bei der vorliegenden Sach- und Rechtslage nicht beanstanden.