Citation: 5A_878/2022 E. 3

Die Beschwerdeführerin verlangte am 21. Februar 2022 den Ausstand des verfahrensleitenden Mitgliedes der KESB; dieser Antrag wurde mit Entscheid vom 25. Februar 2022 abgewiesen. Anlässlich der Anhörung am 11. März 2022 erneuerte sie ihr Ausstandsbegehren mündlich sowie mit Schreiben vom 14. März 2022 schriftlich. Darauf antwortete ihr die KESB am 17. März 2022, das Ausstandsgesuch sei mit beschwerdefähigem Entscheid vom 25. Februar 2022 abgewiesen worden und deshalb sei auf den erneuten Antrag nicht weiter einzugehen. In ihrer kantonalen Beschwerde monierte die Beschwerdeführerin dieses Vorgehen. Indes erblickte das Kantonsgericht darin keine Rechtsverletzung, zumal die Beschwerdeführerin keinen Ausstandsgrund darlege. Die Beschwerdeführerin verweist auf die Protokollierung ihres Antrages vor der KESB und auf ihre zusätzliche Eingabe vom 9. September 2022 an das Kantonsgericht, welche in der Beschwerde an das Bundesgericht in vollem Wortlaut wiedergegeben wird und welche das Kantonsgericht im angefochtenen Entscheid nicht bzw. nicht ausreichend beachtet habe. Zwar erhebt die Beschwerdeführerin im Anschluss an diese Ausführungen wiederum formal eine Gehörsrüge. Indes stellen die Ausführungen von der Sache her appellatorische Kritik dar und im Übrigen zielt der Vorwurf inhaltlich erneut auf die Sachverhaltsfeststellung und Beweiswürdigung, in welcher Hinsicht substanziierte Willkürrügen zu erheben wären. Soweit es um die Entscheidbegründung als solche geht, genügen die sich auf die Ausstandsfrage beziehenden kantonsgerichtlichen Ausführungen (enthalten in E. 5.1, welche sich über mehr als eine halbe Seite erstreckt) den vorstehend dargelegten verfassungsrechtlichen Anforderungen an die Begründungsdichte. Inhaltliche Kritik an den Erwägungen müsste wie gesagt in Form substanziierter Willkürrügen erfolgen, welche nicht auszumachen sind.