Citation: 1P.2/2005 26.05.2005 E. 3.5

3.5.1 Das Obergericht befand den Beschwerdeführer der Unterdrückung von Urkunden im Sinne von Art. 254 StGB für schuldig, weil er Geschäftsunterlagen der Y.________ AG bei sich zu Hause aufbewahrt und sie so der Buchhaltung entzogen und für die Firma unzugänglich gemacht habe (angefochtener Entscheid S. 18 f.). 3.5.2 Der Beschwerdeführer rügt dies als aktenwidrig, bei ihm zu Hause seien ausschliesslich Akten über private Angelegenheiten gefunden worden. An Geschäftsunterlagen sei einzig ein Aktenmäppchen mit "Geschäftsunterlagen/Rechnungen" sichergestellt worden, welches indessen für seine Verurteilung irrelevant sei, da dieses Rechnungen und Zahlungsbelege enthalte, welche die Zeit nach der Konkurseröffnung beträfen. 3.5.3 Der Einwand ist, wie Staatsanwaltschaft und Obergericht in ihren Vernehmlassungen zu Recht festhalten, aktenwidrig. Auf der letzten Seite von Anhang 6 des Überweisungserkanntnisses sind die beim Beschwerdeführer privat sichergestellten Akten aufgeführt. Darunter befindet sich ein "Ordner Kantonalbank ab 1994", in welchem nach der Überzeugung des Obergerichts Geschäftsvorfälle der Y.________ AG erfasst sind. In seiner (verspäteten) Replik hält der Beschwerdeführer dem entgegen, dieser Ordner habe das Sparkonto seiner Frau betroffen, welches ausschliesslich privaten Zwecken gedient habe. Das Obergericht konnte indessen nach den oben in E. 3.4 gemachten Ausführungen ohne Willkür davon ausgehen, dass über dieses Konto auch Geschäftsvorfälle abgewickelt wurden. Die Rüge ist unbegründet.