Citation: 6B_596/2020 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz erblickt das Merkmal der Täuschung darin, dass der Beschwerdeführer und der Mitangeklagte F.________ die Beschwerdegegnerin 2 konkludent über den Verkehrswert der verkauften Liegenschaften bzw. über das eklatante Missverhältnis der Vertragsleistungen der F.________ Hausbau AG zum vereinbarten Kaufpreis in die Irre geführt haben. Soweit die Vorinstanz in diesem Kontext annimmt, die beiden Täter hätten mit falschen Renditezahlen operiert und D.________ und E.________ seien als Mitglieder des Anlageausschusses davon ausgegangen, dass die Berechnungen der Renditeerwartungen das Ergebnis seriöser Abklärungen gewesen seien, ist das angefochtene Urteil nicht zu beanstanden. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 7) ist nicht zu sehen, inwiefern die Vorinstanz in diesem Punkt von einem willkürlich festgestellten Sachverhalt ausgegangen sein soll. Dass in den Einvernahmen der beiden weiteren Mitglieder des Anlageausschusses D.________ und E.________ nicht von "Abklärungen" die Rede war (Beschwerde S. 7), ändert daran nichts. Wie die Vorinstanz zutreffend annimmt, haben die beiden Täter die Mitglieder des Anlageausschusses nicht bloss über die Erwartung der künftig möglicherweise erzielbaren Mietzinse getäuscht, sondern über im Zeitpunkt des Vertragsschlusses objektiv feststehende gegenwärtige Gegebenheiten, mithin über Tatsachen, und nicht lediglich über die spekulative Einschätzung in der Zukunft liegender ungewisser Ereignisse und Vorgänge. Die Vorinstanz unterstellt den Tätern insofern auch nicht im Sinne einer inneren Tatsache ein Wissen darum, dass die Renditeerwartungen nicht eintreffen würden. Gegenstand der Täuschung bildete mithin nicht die Prognose über die künftige Entwicklung der Mietzinseinnahmen, sondern die gegenwärtigen Grundlagen für die Berechnung des Verkehrswerts der Liegenschaften auf der Basis des vom Mitangeklagten F.________ zu leistenden Sanierungsaufwandes, der wiederum wesentliche Grösse für die Mietzinsvorschläge war. Mit ihren zu einem überhöhten Verkehrswert führenden Berechnungen haben die beiden Täter dabei namentlich auch über den Umstand getäuscht, dass der Beschwerdeführer für die Vermittlung der Geschäfte in beträchtlicher Höhe verdeckte Provisionen bezogen hat. Damit liegt nicht nur eine Enttäuschung der beiden Mitglieder des Anlageausschusses über die erzielbaren Mietzinseinnahmen vor, sondern eine Täuschung über Tatsachen. Im Übrigen nimmt die Vorinstanz auch zutreffend an (angefochtenes Urteil S. 163), es läge selbst dann eine Täuschung über Tatsachen vor, wenn man die in den Berechnungen zum Ausdruck kommende Erklärung als reine Prognose über künftige Vorgänge betrachten wollte. Denn die Täuschung hat sich auch insofern nicht bloss auf die subjektive Einschätzung ungewisser künftiger Entwicklungen gerichtet, sondern auf die der Prognose zugrunde gelegten gegenwärtigen tatsächlichen Verhältnisse (BGE 135 IV 76 E. 5.1; GARBARSKI/BORSODI, A.A.O., N 10 F. ZU Art. 146; CHRISTOF RIEDO, Die Gegenwart der Zukunft - Zur Möglichkeit der Täuschung über künftige Tatsachen, in: Festschrift für Andreas Donatsch, 2017, S. 206 ff.; vgl. auch SCHÖNKE/SCHRÖDER-PERRON, Strafgesetzbuch, Kommentar, 30. Aufl., München 2019, N 9 zu § 263).