Citation: 6B_699/2020 E. 1.4

1.4. Die Vorinstanz, wie auch die erste Instanz, auf deren Erwägungen Erstere teilweise verweist, setzen sich eingehend mit den Aussagen des Beschwerdeführers und der Beschwerdegegnerin 2 auseinander. Die Aussagen des Beschwerdeführers werden als detailarm und widersprüchlich bezeichnet. Insbesondere widerlegen die kantonalen Sachgerichte anhand der im Anschluss an den Vorfall abgesetzten Textnachrichten, weshalb die vom Beschwerdeführer als "neutral" dargestellte Stimmung nicht plausibel erscheint (angefochtenes Urteil S. 13 f.; Urteil Bezirksgericht S. 22 ff.). Im Widerspruch zu diesen Feststellungen bezeichnet der Beschwerdeführer seine eigene Sachdarstellung als offen, ehrlich, nichts Beschönigendes enthaltend und mit den bei den Akten liegenden Textnachrichten übereinstimmend. Mit den Erwägungen der kantonalen Instanzen befasst er sich hingegen nicht hinreichend. Er übersieht ausserdem, dass für die Annahme von Willkür nicht genügt, wenn die von den Sachgerichten gezogenen Schlüsse nicht mit der eigenen Darstellung übereinstimmen oder eine andere Würdigung ebenfalls vertretbar oder gar zutreffender erscheint. Dem Beschwerdeführer kann alsdann nicht gefolgt werden, wenn er behauptet, die Beschwerdegegnerin 2 habe sein sexuelles Ansinnen nicht klar abgelehnt. Zwar erklärte sie ihm gegenüber einmal "You never know...". Der Beschwerdeführer übergeht allerdings weitere Textnachrichten der Beschwerdegegnerin 2. Diese schrieb ihm: "Let us drink something before...", "I didn't want just sex...sorry", "Would be nice, but that is the wrong way..." sowie "Kiss on the first date is ok but not sex..." (kant. Akten act. 5/1, act. 5/5 und act. 5/6). Die Vorinstanz durfte unter diesen Umständen - ohne in Willkür zu verfallen - davon ausgehen, dass für die Beschwerdegegnerin 2 Sex beim ersten Treffen nicht in Frage gekommen sei und die Textnachrichten gleichzeitig die Darstellung des Beschwerdeführers widerlege, wonach es zwischen ihnen angeblich klar gewesen sei, dass sie sich zum Geschlechtsverkehr treffen würden (angefochtenes Urteil S. 11). Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers verkennt die Vorinstanz auch nicht die Bedeutung des von den Parteien übereinstimmend geschilderten (äusseren) Ablaufs. Aus der übereinstimmenden Darstellung leitet sie jedenfalls nicht ab, die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 seien glaubhafter als diejenigen des Beschwerdeführers. Vielmehr schliesst sie daraus einzig, dass es angesichts der Übereinstimmung keinerlei Anzeichen dafür gebe, wonach die Beschwerdegegnerin 2 irgendetwas erfunden und Unwahres hinzugefügt haben könnte. "Krasse Willkür" - wie der Beschwerdeführer geltend macht - kann darin nicht erblickt werden. Das gilt gleichermassen für die Vorbringen des Beschwerdeführers bezüglich der "zurückhaltenden Belastung" durch die Beschwerdegegnerin 2. Die Vorinstanz durfte im Rahmen der methodischen Analyse die fehlenden Übertreibungen oder Übersteigerungen als Hinweis für die Glaubhaftigkeit der Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 heranziehen (vgl. Urteil 6B_1090/2018 vom 17. Januar 2019 E. 2.3.1). Sodann trifft auch nicht zu, dass sich die Vorinstanz den Argumenten des Beschwerdeführers verschlossen und insofern den Grundsatz der Unschuldsvermutung verletzt hat (vgl. etwa angefochtenes Urteil E. 4.2.2 S. 11, E. 4.2.5.4 S. 13, E. 4.2.6 S. 14). Sie war ohnehin nicht gehalten, sich mit sämtlichen herangetragenen Überlegungen einlässlich zu befassen und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich zu widerlegen (BGE 142 II 49 E. 9.2; 138 IV 81 E. 2.2; je mit Hinweisen). Dem Beschwerdeführer kann schliesslich nicht gefolgt werden, wenn er unter Hinweis auf den Zeugen F.________ den abrupt abgebrochenen Beziehungsversuch und die grobe Beleidigung im Chat des Beschwerdeführers als Erklärung für die Verzweiflung der Beschwerdegegnerin 2 anführt. Auch wenn es sich dabei um eine zumindest theoretisch denkbare - obgleich wenig einleuchtende - Erklärung handelt, vermag sie keine Willkür oder Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" zu begründen. Die Vorinstanz trägt im Übrigen dem Umstand Rechnung, dass F.________ kein "unabhängiger Zeuge" ist und den Vorgang nur gestützt auf die Darstellung der Beschwerdegegnerin 2 kannte. Dass sie die Aussagen des Zeugen in überschiessender Form berücksichtigt, ist nicht ersichtlich. Soweit der Beschwerdeführer zur Begründung der Beschwerde seinen Parteivortrag aus der Berufungsverhandlung zum integrierenden Bestandteil erklärt und namentlich im Zusammenhang mit der Aussage von F.________ darauf verweist, sind seine Vorbringen unbeachtlich. Blosse Verweise auf die den Vorinstanzen eingereichten Rechtsschriften oder vorgetragenen Standpunkte genügen den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG nicht (BGE 140 III 115 E. 2; 133 II 396 E. 3.2). Solche Verweise setzen sich naturgemäss nicht mit dem angefochtenen Entscheid auseinander.