Citation: 2C_523/2014 E. 6.2.2

6.2.2. Die Beschwerdeführerin bringt schliesslich vor, Eingriffszweck und Eingriffswirkung stünden in einem Missverhältnis. Die Vorwürfe unter anderem wegen der direkten Medikamentenabgabe und der Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz rechtfertigten keinen dauerhaften Entzug der Berufsausübungsbewilligung. Der Beschwerdeführerin müssen indessen folgende Verletzungen der Berufspflichten zur Last gelegt werden: - Missachtung des behördlichen Operationsverbots in zahlreichen Fällen - Ausübung selbstständiger ärztlicher Tätigkeiten nach Entzug der Bewilligung - Sorgfaltspflichtverletzung bei einem operativen Eingriff - Verletzung der ärztlichen Kunst bei operativen Eingriffen in zwei Fällen - Vornahme eines Schwangerschaftsabbruches nach der 12. Woche ohne medizinische Indikation oder seelische Notlage der Schwangeren - Vornahme eines Schwangerschaftsabbruches ohne schriftliches Gesuch und ohne Aushändigung des Leitfadens - Verletzung der Aufbewahrungspflichten von Betäubungsmitteln - Verletzungen des Verbots der Selbstdispensation. In Anbetracht der zahlreichen und teils gravierenden Verstösse - unter mehrfacher Missachtung behördlicher Auflagen - erweist sich das definitive Verbot der Ausübung einer selbstständigen ärztlichen Erwerbstätigkeit als verhältnismässig. Die Einschränkung der privatwirt schaftlichen Erwerbstätigkeit der Beschwerdeführerin ist mit Art. 27 BV vereinbar.