Citation: 8C_440/2023 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz stützte sich zur Beurteilung der Folgen des Unfalls vom 25. April 2014 wie bereits die Zürich auf das polydisziplinäre Gutachten der Klinik C.________ vom 8. Dezember 2017 (mit ergänzender Stellungnahme vom 7. Februar 2020). Sie erwog, die Gutachter hätten als Diagnose unter anderem einen "Status nach multiplen Unfällen" mit verschiedenen Verletzungen und Beeinträchtigungen erhoben, welche die Beschwerdeführerin unter anderem bei einem Motorradunfall vom 17. August 2002, einem Reitunfall vom 13. Juni 2008 und dem hier strittigen Unfall vom 25. April 2014 erlitten hatte. Ferner hätten sie dargelegt, dass die zurzeit noch vorhandenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen nicht allein auf das Unfallereignis vom 25. April 2014 zurückzuführen seien. Vielmehr hätten die Beschwerden im linken Bein bereits mit dem Reitunfall vom 13. Juni 2008 begonnen und die Beschwerdeführerin sei seither nie beschwerdefrei gewesen. Durch die zusätzliche Schenkelhalsfraktur vom 25. April 2014 sei es zumindest in der Initialphase sicherlich zu einer passageren Verschlimmerung der Symptomatik und auch des CRPS im linken Bein gekommen. Die wiederholte Entwicklung eines CRPS, wie es bereits nach den Unfallereignissen der Jahre 2002 und 2008 aufgetreten sei, deute auf eine Prädisposition für diese Schmerzstörung hin. Ohne den Unfall vom 25. April 2014 wäre ein CRPS mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht aufgetreten. Unklar bleibe, ob sich die nach dem Unfall vom 13. Juni 2008 manifestierten Beschwerden im linken Bein vor dem Unfall vom 25. April 2014 jemals vollständig zurückgebildet hätten. Ein Grossteil der von der Beschwerdeführerin beschriebenen Beeinträchtigungen und der objektiven Befunde sei auf den Reitunfall vom 13. Juni 2008 sowie auf den "Sturz vom Pferd" vom 25. April 2014 zurückzuführen. Die Arbeitsfähigkeit hätten die Gutachter schliesslich dahingehend beurteilt, dass die Beschwerdeführerin in ihrem Beruf als kaufmännische Angestellte aufgrund der gesundheitlichen Beeinträchtigungen infolge des Unfalls vom 25. April 2014 nicht in höherem Mass eingeschränkt sei als bereits vor diesem Unfall. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit entspreche in Bezug auf zumutbare Belastungen einer angepassten Tätigkeit. In der ergänzenden Stellungnahme vom 7. Februar 2020 seien die Gutachter dann zum Schluss gelangt, dass die in den Akten vielfach wiederholte Darstellung eines erstmals nach dem Unfall vom 25. April 2014 manifest gewordenen CRPS am linken Bein und Fuss nicht den Ausführungen in der zeitechten Dokumentation entspreche. Sie hätten dies damit begründet, dass verschiedene der erforderlichen Diagnosekriterien zu keinem Zeitpunkt nachgewiesen worden seien und verschiedene Berichte dafür sprächen, dass die Symptome und Zeichen eines CRPS erst mit einer deutlichen Latenz von mindestens mehreren Monaten zum Unfall vom 25. April 2014 manifest geworden seien. Aus den Akten ergebe sich zwar eine Exazerbation der Symptomatik nach dem Unfall vom 25. April 2014. Aufgrund des Verlaufs und auch des aktuellen Zustands hätten sich jedoch zu wenig Argumente dafür ergeben, dass der Unfall zu einer richtunggebenden Verschlechterung des CRPS geführt habe. Die Gutachter hätten daher ihre noch im Gutachten vertretene Auffassung dahingehend präzisieren müssen, dass der Unfall vom 25. April 2014 offensichtlich - neben einer richtunggebenden Verschlechterung des sich jeweils im Zusammenhang mit der postulierten Prädisposition manifestierenden CRPS - auch nicht zu einer unmittelbar nach diesem Unfall eingetretenen vorübergehenden massgebenden Verschlechterung geführt habe.