Citation: 8C_177/2022 E. 7.1

7.1. Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, nach einer Verschlechterung seiner gesundheitlichen Situation habe er der IV-Stelle am 30. März 2020 Atteste der Klinik D.________, vom 8. November 2018 und 3. Dezember 2019 eingereicht, worin eine Tendinitis calcarea Supraspinatussehne links, eventuell Bizepstendinopathie oder Supraspinatussehnenläsion diagnostiziert worden seien. Am 13. April und 10. November 2020 habe er der IV-Stelle Berichte des Dr. med. E.________ vom 1. April 2020 und 6. Mai 2020 zugestellt, worin ein C8 Reiz- und Ausfallsyndrom rechts diagnostiziert worden sei mit zusätzlicher sehr ausgeprägter atrophiler Medula spinalis sowie hochgradigen, teilweise posttraumatischen, teilweise degenerativen Veränderungen im ganzen HWS-Bereich. Am 10. November 2020 habe er der IV-Stelle auch den entsprechenden Befund des Spitals C.________ vom 24. April 2020 eingereicht. Infolge des C8 Reiz- und Ausfallsyndroms sei sein rechter Arm nicht mehr belastbar. Erwartungsgemäss nähmen diese Beschwerden mit der Zeit zu. Im Anschluss an sein Schreiben vom 10. November 2020 habe ihm der zuständige Sachbearbeiter der IV-Stelle telefonisch versichert, seine gesundheitliche Situation werde mittels Gutachtens neu geprüft. Er leide an einer wesentlichen Einschränkung des Gebrauchs des rechten Arms und an Einschränkungen des linken Arms, was bei ihm als Paraplegiker zu einer Verminderung der Arbeitsfähigkeit führe. Die IV-Stelle habe am 28. Mai 2021 verfügt, ohne seine gesundheitliche Verschlechterung in Betracht zu ziehen und ohne zu den ärztlichen Berichten Stellung zu nehmen. Damit habe sie seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. Gemäss Rz. 6021 Kreisschreiben über das Verfahren in der Invalidenversicherung (KSVI [Stand: 1. Januar 2022]) seien nämlich vor dem Erlass der Verfügung, aber erst nach Ablauf der 30-tägigen Einwandfrist gegen den Vorbescheid vorgebrachte neue Tatsachen zu berücksichtigen, soweit sie entscheidwesentlich sein könnten. Die Vorinstanz sei in Willkür verfallen und habe gegen das Gebot des fairen Verfahrens nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK verstossen, indem sie Gründe für eine Abweichung von der Einschätzung des Zentrums B.________ vom 4. Dezember 2017 verneint habe, ohne eine medizinische Begutachtung seiner neuen gesundheitlichen Beschwerden zu veranlassen.