Citation: 1C_58/2019 E. A

Am Samstag, 20. Dezember 2014, ab ca. 14.20 Uhr verteilte B.________, Präsident des Vereins A.________, auf dem Trottoir vor einem Modegeschäft in St. Gallen Flugblätter gegen "Pelz-Tierquälerei". Rund zehn Minuten nach Beginn der Flugblattaktion wies er sich auf Verlangen von Polizeibeamten hin aus. Die Polizei beobachtete in der Folge das Geschehen während etwa vierzig Minuten und führte mit dem anwesenden Rechtsanwalt von B.________, Rolf W. Rempfler, Verhandlungen. Ausserdem wurde C.________, der die Geschehnisse vor Ort von Anfang an auf Video aufgenommen hatte, ebenfalls polizeilich kontrolliert und aufgefordert, seine Videokamera auszuschalten. Um ca. 15 Uhr verlangte die Polizei von B.________, das Verteilen der Flugblätter einzustellen. Da er dieser Aufforderung trotz Androhung einer Ungehorsamsstrafe nicht nachkam, verbrachte sie ihn gegen seinen Willen in ein Polizeifahrzeug und daraufhin in das Polizeigebäude. Vor der Abführung nahm die Polizei B.________ die verbliebenen Flugblätter weg. Nach einer Besprechung im Polizeigebäude, bei der auch Rechtsanwalt Rolf W. Rempfler anwesend war, entliess sie ihn nach ca. einer halben Stunde wieder. Mit Eingabe vom 27. Februar 2015 erhoben B.________, der Verein A.________ und C.________ Beschwerde und stellten diverse Feststellungsbegehren betreffend die Flugblatt-Verteilaktion vom 20. Dezember 2014. Die Direktion Soziales und Sicherheit der Stadt St. Gallen wies die Beschwerde mit Beschluss vom 24. Februar 2017 ab. Einen dagegen erhobenen Rekurs wies das Sicherheits- und Justizdepartement (SJD) des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 16. April 2018 ebenfalls ab. In der Folge gelangten B.________, der Verein A.________ und C.________ an das Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen. Dieses hiess ihr Rechtsmittel mit Entscheid vom 10. Dezember 2018 teilweise gut. Es hob den Entscheid des SJD auf und stellte fest, das Verbot der Verteilung von Flugblättern, deren Beschlagnahme, die Verbringung auf den Polizeiposten und die Hinderung am Filmen des Geschehens sei verfassungswidrig gewesen (Dispositiv-Ziffer 1). Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 2'000.-- und die Kosten des Rekursverfahrens von Fr. 1'500.-- auferlegte es zu einem Fünftel B.________, dem Verein A.________ und C.________ sowie zu vier Fünfteln dem SJD (Dispositiv-Ziffer 2). Weiter ordnete es an, das SJD habe B.________, den Verein A.________ und C.________ für das Rekursverfahren mit Fr. 900.-- (einschliesslich Barauslagen und zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer) und für das Beschwerdeverfahren mit Fr. 1'872.-- (zuzüglich 7,7 % Mehrwertsteuer) zu entschädigen (Dispositiv-Ziffer 3).