Citation: 1B_48/2016 E. 2.5.4

2.5.4. Schliesslich erblickt der Beschwerdeführer einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil darin, dass sämtliche weiteren Beweise aufgrund der ersten Befragung erhoben worden seien, weshalb bei Gutheissung der Beschwerde der dringende Tatverdacht für die Aufrechterhaltung der Untersuchungshaft dahinfiele. Dem ist entgegenzuhalten, dass selbst wenn von einem illegalen ersten Beweis ausgegangen würde, nach der Rechtsprechung keine Fernwirkung des Beweisverwertungsverbots vorläge, wenn die Folgebeweise im Sinne eines hypothetischen Ermittlungsverlaufs zumindest mit einer grossen Wahrscheinlichkeit auch ohne diesen erlangt worden wären (BGE 138 IV 169 E. 3.3.3 S. 173 f. mit Hinweisen). Dies ist vorliegend zu bejahen: Der Einvernahme eines am Unfallort anwesenden Rettungssanitäters ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer ihm gesagt habe, in suizidaler Absicht auf die Gegenfahrbahn gefahren zu sein (Einvernahmeprotokoll vom 9. Oktober 2015, S. 3). Der behandelnde Notarzt bestätigte diese Aussage (Einvernahmeprotokoll vom 17. November 2015, S. 2). Diese beiden Personen wären höchstwahrscheinlich auch ohne die erste Einvernahme des Beschwerdeführers befragt worden, zumal sie direkt für seine Betreuung gesorgt haben, über seine Verletzungen Auskunft erteilen konnten und nahe am Unfallgeschehen standen. Demzufolge könnte der dringende Tatverdacht auch ohne die besagte Erstbefragung bejaht werden.