Citation: 2C_219/2024 E. A

Die australische Steuerbehörde (Australian Taxation Office; nachfolgend: ersuchende Behörde) ersuchte die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) mit Schreiben vom 24. März 2022 gestützt auf Art. 25 des Abkommens vom 30. Juli 2013 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und Australien zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen (DBA CH-AU; SR 0.672.915.81) um Informationen betreffend die B.________, die C._________ und die D.________. Als Informationsinhaberin wurde die A.________ AG mit Sitz in U._______ (Kanton Basel-Landschaft) genannt. Die ersuchende Behörde legte dar, sie führe zurzeit eine Untersuchung der Steuerjahre 2016/17 und 2017/18 betreffend die drei australischen Gesellschaften durch. Die B.________ sei die Hauptgesellschaft einer für einkommenssteuerrechtliche Zwecke zusammengefassten Gruppe ("income tax consolidated group"), zu welcher auch die C.________ und die D.________ gehörten. Die B.________, die einige B.________ Franchise-Filialen in Australien betreibe, habe in den Steuerjahren 2016/17 und 2017/18 einen bedeutenden Rückgang der Profitabilität ("profitability") verzeichnet. Die von der B.________ verkauften Waren würden hauptsächlich von der A.________ AG bezogen. Im Jahr 2016 habe eine Restrukturierung bei A.________ stattgefunden. Die kommerziellen und finanziellen Beziehungen zwischen der B.________ und der A.________ AG würden untersucht, um festzustellen, ob die B.________ in den Transaktionen mit der A.________ AG durch die nicht korrekte Anwendung des Fremdvergleichsgrundsatzes einen Verrechnungspreisvorteil erzielt habe.