Citation: 4C.103/2000 25.07.2000 E. 3

3.-Soweit die Klägerin in diesem Zusammenhang die Verletzung von Art. 8 ZGB rügt, verkennt sie die Tragweite dieser Bestimmung. Es ist zwar richtig, dass sich nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts aus Art. 8 ZGB nicht nur das Recht zum Beweis, sondern auch das Recht zum Gegenbeweis ergibt (BGE 120 II 393 E. 4b S. 397; 115 II 305). Ob die vom Gegenbeweis erfassten Tatsachen geeignet sind, den Hauptbeweis zu erschüttern, ist indessen eine Frage der Beweiswürdigung, die vom Bundesgericht im Verfahren der Berufung nicht überprüft werden kann. Bundesrechtliche Beweisvorschriften sind dann verletzt, wenn der kantonale Sachrichter den Hauptbeweis als erschüttert betrachtet, aber dennoch auf die Sachdarstellung der beweisbelasteten Partei abstellt mit der Begründung, die Gegendarstellung des Beweisgegners sei ihrerseits unbewiesen geblieben (BGE 120 II 393 E. 4b S. 397). Davon kann vorliegend jedoch nicht die Rede sein. Aus dem angefochtenen Urteil ergibt sich, dass die Vorinstanz in Würdigung der im kantonalen Verfahren erhobenen Beweise zum genannten Ergebnis gelangt ist. Eine Verletzung von Art. 8 ZGB scheidet demnach aus.