Citation: 9C_475/2023 E. 3.4.1

3.4.1. Mangels einer besonderen bundesgesetzlichen Norm zur Bewertung von unbeweglichem Vermögen, das im Ausland liegt, sind die auf inländische Objekte anwendbaren Bewertungsregeln heranzuziehen. Unilateral herrscht für die Zwecke des Vermögenssteuerwertes, der ausschliesslich auf Ebene der Staats- und Gemeindesteuern von Belang ist, das Prinzip der Bewertung anhand des Verkehrswerts; dabei kann der Ertragswert angemessen berücksichtigt werden (Art. 14 Abs. 1 Sätze 1 und 2 StHG; BGE 148 I 210 E. 4.4.1). Dies eröffnet den Kantonen und Gemeinden bei Überführung des Harmonisierungsrechts in ihr eigenes Steuerrecht eine "marge de manoeuvre importante" (BGE 148 I 210 E. 4.4.2). Mit jeder Bewertung von Grundeigentum ist, unabhängig von der angewendeten Methode, eine gewisse Ungenauigkeit verbunden (BGE 148 I 210 E. 4.4.3 und 4.4.4), was in einer Streuung zum Ausdruck kommt. Es ist deshalb zulässig, den Steuerwert aufgrund schematischer, vorsichtiger Schätzungen zu bemessen, die der notwendigen Schematisierung und der zwangsläufigen Unsicherheit der Bewertung Rechnung tragen (BGE 148 I 210 E. 4.4.7).