Citation: 1C_690/2017 E. 3.3.1

3.3.1. Die Vorinstanz ist nach Würdigung der Aussagen der Beschwerdegegnerin zum Schluss gekommen, diese habe in ihrer Einvernahme vom 16. Februar 2017 die Ereignisse des Vortags aus ihrer Sicht geschildert. Es lägen keine Anhaltspunkte vor, dass sie wider besseres Wissen ausgesagt hätte; insbesondere seien keine Übertreibungen in ihren Schilderungen erkennbar. Diese Beweiswürdigung der Vorinstanz ist ohne Weiteres haltbar. Eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung kann der Vorinstanz entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht angelastet werden. Ebenso ist die in diesem Zusammenhang erhobene Rüge der willkürlichen antizipierten Beweiswürdigung nicht stichhaltig. Die Vorinstanz konnte auf den Beizug der weiteren Akten des Strafverfahrens gegen den Beschwerdeführer verzichten, da das relevante Aktenstück, auf welches sich der Vorwurf der Ehrverletzung ausschliesslich stützte, bereits bei den Akten war. Aus dem gleichen Grund erweist sich dieser Aktenbeizug auch im bundesgerichtlichen Verfahren als entbehrlich. Hat die Beschwerdegegnerin ihre Behauptung nicht wider besseres Wissen aufgestellt, so kann sie sich mit Erfolg auf den Rechtfertigungsgrund von Art. 14 StGB berufen.