Citation: 6B_376/2024 E. A

A.a. A.________ suchte am 8. Juli 2018 die Wohnung von B.________ auf und verlangte von dieser die Herausgabe von vermeintlich gestohlenen Sachen. Nachdem B.________ diesen Vorwurf zurückgewiesen und A.________ zum Verlassen der Wohnung aufgefordert hatte, wurde sie von dieser an den Haaren gezogen und zu Boden gerissen. In der Folge sprang A.________ auf den Oberkörper der auf dem Rücken liegenden B.________, sass auf deren Brustkasten oder Bauch und drückte einen Küchenschnitzer mit 8 cm Klingenlänge und spitzem Klingenende mehrfach mit grosser Kraft gegen beide Halsseiten von B.________. Diese konnte mit der rechten Hand den oberen Teil des Schnitzers ergreifen, wobei sie sich Verletzungen zuzog. A.________ geriet immer mehr in Rage und erhöhte den Druck, während B.________ versuchte, mit aller Kraft dagegenzuhalten. In diesem Gerangel zog sich B.________ eine 5 mm lange und tiefe Schnittwunde an der rechten Halsseite zu, die genäht werden musste. Eine Nachbarin hatte die Hilfeschreie von B.________ wahrgenommen und gelangte über die offene Balkontüre in deren Wohnung, woraufhin A.________ das Messer nicht mehr einsetzte, jedoch weiterhin Gewalt gegen B.________ ausübte. Namentlich packte A.________ B.________ an den Haaren, stiess sie durch den Flur und gegen den Schrank im Schlafzimmer, wobei B.________ insbesondere eine Rissquetschwunde am Hinterkopf erlitt, die ebenfalls genäht werden musste. B.________ legte schliesslich gegenüber A.________ ein falsches Geständnis ab, womit es ihr gelang, eine erneute Eskalation zu vermeiden. A.b. Das Amtsgericht Olten-Gösgen stellte mit Urteil vom 13. März 2020 fest, dass A.________ mit dem obgenannten Vorgehen und weiteren Handlungen die Tatbestände der einfachen Körperverletzung mit gefährlichem Gegenstand, der mehrfachen einfachen Körperverletzung, der versuchten Nötigung, der unrechtmässigen Aneignung, des Diebstahls, der mehrfachen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte sowie der Sachbeschädigung in Schuldunfähigkeit tatbestandsmässig und rechtswidrig verwirklicht hat und ordnete eine sehr engmaschig ausgestaltete ambulante Massnahme an. A.c. Das Obergericht des Kantons Solothurn stellte auf Berufung der Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn hin mit Urteil vom 14. Januar 2021 fest, dass A.________ die Tatbestände der versuchten vorsätzlichen Tötung, der versuchten Nötigung und der mehrfachen einfachen Körperverletzung im Zustand der nicht selbstverschuldeten Schuldunfähigkeit erfüllt hat. Zudem stellte es fest, dass das erstinstanzliche Urteil, namentlich in Bezug auf die Beurteilung der unrechtmässigen Aneignung, des Diebstahls, der mehrfachen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte sowie der Sachbeschädigung, in Rechtskraft erwachsen ist. Es ordnete eine stationäre therapeutische Behandlung von psychischen Störungen von drei Jahren mit Beginn am 14. Januar 2021 an, unter Anrechnung des bereits erstandenen Freiheitsentzugs. A.d. Das Bundesgericht wies die von A.________ gegen das obergerichtliche Urteil geführte Beschwerde in Strafsachen am 2. November 2022 ab, soweit es darauf eintrat (Verfahren 6B_536/2021).