Citation: 6B_798/2024 E. 4.2.2

4.2.2. Insofern der Beschwerdeführer mit seinen Ausführungen geltend machen will, die Vorinstanz habe eingetretene Veränderungen zu Unrecht nicht berücksichtigt oder aber falsch gewürdigt, trifft dies offensichtlich nicht zu. Aus ihren Erwägungen ergibt sich, dass sie eine "zweifellos positive Entwicklung" erkennt und diese in ihre Beurteilung mit einfliessen lässt. Damit einhergehend verweist sie indes auf die Ausführungen des Gutachters zur Frage der angezeigten Massnahme (angefochtenes Urteil S. 20). Aus diesen ergibt sich, dass von einem schweren Ausprägungsgrad eines komplexen psychischen Störungsbildes (schizoaffektive Grunderkrankung und Suchtmittelabhängigkeit) auszugehen ist und die dem Beschwerdeführer vorgeworfenen Delikte in erster Linie in Zusammenhang mit der schizoaffektiven Störung stehen, in beiden Tatzeiträumen (November/Dezember 2021 und Juli/ August 2022) dekompensiert mit gereizt-schizomanischer Symptomatik. Zum Zweck einer nachhaltigen Deliktsprävention erachtet der Gutachter eine langfristig angelegte, störungspezifische und risikoorientierte Behandlung als erforderlich. Er führt weiter aus, dass bei komplexen, chronifizierten und schwer ausgeprägten Fällen wie beim Beschwerdeführer mit einer langjährigen Behandlungsdauer gerechnet werden müsse. Angesichts der gescheiterten früheren stationären Suchtbehandlungen nach Art. 60 StGB, der zahlreichen, ebenfalls erfolglos gebliebenen ambulanten und allgemeinpsychiatrischen Behandlungsversuchen sowie im Hinblick auf das fortbestehende, krankheitsbedingte Fremdgefährdungspotential erscheine eine stationäre therapeutische Massnahme nach Art. 59 StGB als die einzig geeignete, zweckmässige und auch noch einigermassen erfolgsversprechend durchführbare Behandlungsstrategie (vgl. Gutachten, insbesondere S. 99 ff. [vorinstanzliche Akten act. 654 ff.]). Damit hat der Gutachter in seine Beurteilung einfliessen lassen, dass der Beschwerdeführer bereits zahlreiche, auch stationäre Behandlungen abgebrochen hat und nachvollziehbar dargelegt, dass er (u.a.) gerade deswegen einzig eine stationäre Massnahme als erfolgsversprechend erachtet. Die Vorinstanz qualifiziert diese Ausführungen zu Recht als nachvollziehbar. Es ist folglich nicht zu beanstanden, wenn sie mit dem Gutachter zum Schluss gelangt, dass nach wie vor einzig eine stationäre therapeutische Massnahme als geeignet und zweckmässig erscheint. Die Beschwerde erweist sich auch in diesem Punkt als unbegründet.