Citation: 8C_261/2022 E. 3.1.2

3.1.2. Im Übrigen sei der Leistungsanspruch unter dem Aspekt des Grund- und nicht unter demjenigen eines Rückfalles zu beurteilen, wenn die versicherte Person während der leistungsfreien Zeit weiterhin an den nach dem Unfall aufgetretenen Beschwerden gelitten habe bzw. wenn Brückensymptome gegeben seien, die das Krankheitsgeschehen über das betreffende Intervall hinweg als Einheit kennzeichneten. Vorliegend seien die letztgenannten Voraussetzungen gegeben, auch wenn die Behandlung im Jahre 1996 vorläufig abgeschlossen worden sei und die Beschwerden therapeutisch offenbar hätten stabilisiert werden können. Es sei von einem einheitlichen Geschehen und dem gleichen Versicherungsfall auszugehen). So habe auch Dr. med. F.________, Rheuma- und Schmerzzentrum, Rheumatologie und Innere Medizin, im Schreiben vom 21. September 2021 ausgeführt, eine Heilung sei nie vollständig eingetreten. Folglich sei die Haftung der Beschwerdeführerin gestützt auf Art. 5 und nicht auf Art. 6 MVG zu beurteilen. Daher sei der natürliche und adäquate Kausalzusammenhang nicht zu prüfen, und die Beschwerdeführerin hafte im Sinne des Kontemporalitätsprinzips für den Gesundheitsschaden, sofern sie nicht beweise, dass die Schädigung sicher vordienstlich sei oder sicher nicht während des Dienstes verursacht werden konnte und dass sie sich während des Dienstes weder verschlimmert habe noch in ihrem Ablauf beschleunigt worden sei. Dafür gebe es aufgrund der Akten keine Anhaltspunkte und die Beschwerdeführerin habe sich denn auch nicht auf etwas Derartiges berufen. Sie hafte daher für die geltend gemachten chronischen, therapieresistenten Nackenschmerzen mit Ausstrahlung in den Kopf und in den linken Arm.