Citation: 7B_61/2022 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, in der Verfügung fehle es an einer Interessenabwägung, warum die Medienschaffenden vom gesamten Verfahren ausgeschlossen wurden. Es sei weder dargetan noch ersichtlich, warum der Umstand, dass es um vier Opfer aus dem familiären Umfeld des Beschuldigten gehe, die Identifikation bei anonymisierter Berichterstattung erleichtere. Auch der Hinweis auf eine frühere Verurteilung sei unbehelflich. In der Verfügung werde nicht dargelegt, weshalb die Zulassung der Medienschaffenden unter entsprechenden Auflagen oder deren Ausschluss von gewissen Verfahrensabschnitten (z.B. bei der Befragung der Kinder) zweckuntauglich sein soll. Der komplette Ausschluss sei unverhältnismässig und verstosse gegen Art. 17, Art. 30 und Art. 36 BV. Die Verfügung genüge der Begründungspflicht nicht und verletze damit den grundrechtlich garantierten Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV.