Citation: 1B_133/2010 27.05.2010 E. 3

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschwerdeführer mehrfache Körperverletzung, mehrfach versuchte schwere Körperverletzung, Drohung und weitere Delikte vor. Am 18. September 2009 habe er zusammen mit zwei Mitangeschuldigten eine Person mit einem Beilhammer angegriffen, sie mit Fäusten geschlagen und ihr eine Schnittverletzung am Bauch zugefügt. In den frühen Morgenstunden des 5. März 2010 sei er in die Wohnung seiner Ex-Freundin eingedrungen. Mit einem Beilhammer und mit Fäusten habe er auf diese und einen dort anwesenden weiteren Geschädigten eingeschlagen und beide mit dem Tode bedroht. Seiner Ex-Freundin habe er ausserdem mit dem Fuss ins Gesicht getreten. Sie habe eine Nasenbeinfraktur erlitten. Den zweiten Geschädigten habe er mehrmals mit dem Beilhammer auf den Kopf zu schlagen versucht. Der Beschwerdeführer stellt den dringenden Tatverdacht von Vergehen oder Verbrechen grundsätzlich nicht in Abrede. Er räumt ausdrücklich ein, er sei an den beiden Auseinandersetzungen aktiv beteiligt gewesen und es bestehe ein "genügender Tatverdacht", dass er beim ersten Vorfall "irgendeinen Gegenstand zum Kampf benutzte". Zwar bestreitet er, einen Beilhammer eingesetzt zu haben (und macht geltend, die Geschädigten hätten sich an einer Türe bzw. an einem Fenster gestossen und verletzt). Angesichts der bisherigen Beweisergebnisse, insbesondere der Zeugenaussagen und medizinischen Befunde, sind in diesem Zusammenhang jedoch keine willkürlichen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz ersichtlich. Die appellatorischen Vorbringen des Beschwerdeführers lassen die Erwägungen des Haftrichters zum dringenden Tatverdacht (angefochtener Entscheid, S. 2-3) nicht als verfassungswidrig erscheinen. Insbesondere schliessen Schürfungen, die eine geschädigte Person an der rechten Hand erlitt, keineswegs aus, dass der Beschwerdeführer auch versucht haben könnte, sie mit dem Beilhammer am Kopf zu treffen. Ebenso wenig kann die Nasenbeinfraktur eines Opfers als "minime" Verletzung eingestuft werden. Im Übrigen hat das Bundesgericht bei der Überprüfung des allgemeinen Haftgrundes des dringenden Tatverdachtes keine erschöpfende Abwägung sämtlicher belastender und entlastender Beweisergebnisse vorzunehmen (vgl. BGE 124 I 208 E. 3 S. 210 mit Hinweisen; 116 Ia 143 E. 3c S. 146).