Citation: 5A_966/2021 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz erwägt, dass die Beschwerdeführer die Beweislast dafür tragen, dass die Darlehensverträge zwischen der Erblasserin und ihrem Sohn nur simuliert (und eigentlich Schenkungen gemeint) seien. Sodann reiche für die Bejahung von Schenkungen bzw. unentgeltlichen Zuwendungen nicht aus, dass der als Zeuge angerufene Bankmitarbeiter H._______ allenfalls in der Lage wäre, über einen ihm seinerzeit von der Erblasserin mitgeteilten Verwendungszweck Auskunft zu geben. Selbst wenn die Erblasserin beim Bezug der Gelder der Bank mitgeteilt hätte, dass sie das Geld ihrem Sohn übergeben werde und nicht beabsichtige, die als "Darlehen" bezeichneten Beträge zurückzufordern, wäre damit nichts zugunsten des Standpunkts der Beschwerdeführer gewonnen. Denn für die Bejahung einer Schenkung oder eines Vorbezugs wäre zusätzlich erforderlich, dass die Erblasserin ihre Schenkungsabsicht ihrem Sohn gegenüber eröffnet hätte. Entsprechendes hätten die Beschwerdeführer vor erster Instanz nicht behauptet; auch diese Behauptung erfolge im Berufungsverfahren verspätet. Ohne entsprechende Behauptung falle eine Beweisabnahme im Sinne einer antizipierten Beweiswürdigung von vornherein ausser Betracht.