Citation: 8C_89/2024 E. 4.4.1

4.4.1. Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, er hätte das zentrale Beweismittel eines Abklärungsberichts im Verfahren zur Verfügung vom 19. November 2019 nicht beibringen können, ist ihm entgegenzuhalten, dass es an ihm gelegen wäre, eine entsprechende Abklärung zu beantragen. Bei genügender Sorgfalt hätte er demnach ein solches Beweismittel im früheren Verfahren beibringen können (Urteil 8C_523/2012 vom 7. November 2012 E. 3.3.2; vgl. auch I 635/99 vom 18. April 2000 E. 5). Dass der rechtsunkundige Beschwerdeführer damals nicht anwaltlich vertreten war, ändert daran nichts, wäre es ihm resp. seinen Eltern doch zumutbar gewesen, innert der Rechtsmittelfrist bei einer rechtskundigen Person Rat zu suchen (vgl. BGE 111 Ib 209 E. 1). Der Sichtweise des Beschwerdeführers zu folgen liefe darauf hinaus, dass frühere Unterlassungen nachträglich korrigiert werden könnten, was nicht Sinn der prozessualen Revision als ausserordentliches Rechtsmittel ist (vgl. ARV 2013 S. 356, 8C_334/2013 E. 3.3; Urteil 9C_830/2015 vom 6. April 2016 E. 5.3.3). Beim heilpädagogischen Fachbericht vom 7. Oktober 2015 handelt es sich nicht um ein neues Beweismittel im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG, lag dieser dem Beschwerdeführer doch schon vor der Verfügung vom 19. November 2019 vor. Wie der Beschwerdeführer im Übrigen selber vorbringt, wäre der Bericht nicht geeignet gewesen, eine Hilflosigkeit mittleren Grades zu belegen. Dafür wäre vielmehr eine Abklärung vor Ort notwendig gewesen.