Citation: 2C_118/2021 E. 2.4.1

2.4.1. Eine formell richtige Buchhaltung ist gemäss bundesgerichtlicher Praxis vermutungsweise auch materiell richtig (Urteile 2C_311/2016 vom 23. Mai 2016 E. 2.2.1, in: ASA 85 S. 59; 2C_812/2013 vom 28. Mai 2014 E. 2.4.1, in: ASA 83 S. 63; 2C_835/2011 vom 4. Juni 2012 E. 2.3 mit Hinweis). Die Vermutung ist durch die Veranlagungsbehörde umzustossen, da sie die Beweislast für steuerbegründende und steuererhöhende Tatsachen trägt. Steuermindernde und steuerausschliessende Tatsachen sind hingegen durch die steuerpflichtige Person zu beweisen (BGE 140 II 248 E. 3.5 S. 252 mit Hinweisen). Die Beweisführungslast liegt aufgrund der behördlichen Untersuchungspflicht bei der Veranlagungsbehörde (Art. 130 Abs. 1 DBG), doch untersteht die steuerpflichtige natürliche oder juristische Person einer weitreichenden Mitwirkungspflicht (Art. 124 ff. DBG). Sie muss alles tun, um eine vollständige und richtige Veranlagung zu ermöglichen (Art. 126 Abs. 1 DBG; vgl. Urteil 2C_16/2015 vom 6. August 2015 E. 2.5.1).