Citation: 5A_472/2017 E. 3.4

3.4. Der Rechtsauffassung der Beschwerdeführerin kann zudem nicht gefolgt werden, wenn sie meint, der Konkurs sei einzustellen, da die Aktiven der Masse weitgehend durch Eigentumsansprachen an Dritte gehen würden und da selbst die in der ersten Klasse kollozierten Gläubiger voraussichtlich keine Dividende erhalten werden. Entscheidend für die Anordnung des summarischen Konkursverfahrens ist nämlich einzig der Umstand, dass die vorhandenen Mittel für die mutmasslichen Kosten des ordentlichen Verfahrens nicht ausreichen oder es sich um einen einfachen Fall handelt. Erst wenn es gänzlich an Aktiven fehlt, ist der Konkurs einzustellen (vgl. E. 3.1; vgl. BGE 141 III 590 E. 3.1). Wie die Vorinstanz zu Recht festgehalten hat, ist über die von Dritten erhobenen Eigentumsansprachen nicht bereits jetzt, sondern im Laufe der entsprechenden Verfahren zu befinden (Art. 242 SchKG). Was die Dividende an die Gläubiger betrifft, steht eine solche fest, sobald die Verteilungsliste und Schlussrechnung erstellt worden ist, was erst der Fall ist, nachdem der Erlös der ganzen Konkursmasse eingegangen und der Kollokationsplan in Rechtskraft erwachsen ist (Art. 261 SchKG). Dies gilt auch für das summarische Konkursverfahren (Art. 96 lit. c KOV). Hätte das Konkursgericht bereits zu Beginn des Verfahrens auf die Prognose der Dividende abgestellt, so hätte es auch hier in unzulässiger Weise ein ganzes Verfahren vorweggenommen.