Citation: 5D_249/2020 E. 2.4

2.4. Die Beschwerdeführerin erachtet die Auslegung des Obergerichts als willkürlich, weil dessen Annahme willkürlich sei, die Parteien hätten den neu verlängerten Mietvertrag unbestrittenermassen auf 5 Jahre befristet. Von "unbestritten" könne keine Rede sein; von einem befristeten Mietvertrag ebenso wenig. Indem die Beschwerdegegnerin eine Vertragsverlängerung um fünf Jahre und eine Anpassung der Kündigungsmodalitäten erwirkt habe, sei der unbefristete Mietvertrag keineswegs in einen befristeten Mietvertrag umgewandelt worden. Weder dem Mietvertrag noch der späteren Korrespondenz betreffend Vertragsverlängerung liessen sich irgendwelche Anhaltspunkte dafür entnehmen, dass die Parteien das Mietverhältnis befristet oder gar eine Maximalfrist vereinbart hätten. Die obergerichtlichen Erwägungen stünden in klarem Widerspruch zur tatsächlichen Situation. Damit sei dem vorinstanzlichen Urteil der Boden entzogen.