Citation: 1C_460/2018 E. 4.5

4.5. Soweit die Beschwerdeführer und die Gemeinde überdies geltend machen, es hätte eine Gesamtbetrachtung der Situation erfolgen müssen, können sie ebenfalls nichts zu ihren Gunsten ableiten. Wie erwähnt, ist unbestritten, dass die Anwesenheit des Betriebsleiters bzw. dessen dauernde Wohnsitznahme auf dem abgelegenen landwirtschaftlichen Betrieb erforderlich ist. Auch wenn verständlich ist, dass die vorliegende Situation für die Beschwerdeführer nicht zufriedenstellend ist und die Gemeinde grundsätzlich ein Interesse daran hat, der Abwanderung entgegenzuwirken und einen funktionierenden Landwirtschaftsbetrieb zu unterstützen, sind die Interessen der Raumplanung an der Trennung zwischen Bau- und Nichtbaugebiet vorrangig. Angesichts des Trennungsgrundsatzes (Art. 1 Abs. 1 RPG) ist Zurückhaltung bei der Bewilligung von landwirtschaftlichem Wohnraum angebracht, damit eine Zersiedlung der Landwirtschaftszone vermieden wird. Mildere Massnahmen, insbesondere die von den Beschwerdeführern erwähnte Auflage, dass nur Selbstbewirtschafter im Sinne des BGBB das neue Betriebsleiterwohnhaus bewohnen dürften bzw. ein Benützungsverbot für die Wohnung im 2. OG erlassen werde, wären unter den genannten Umständen nicht zielführend.