Citation: 4A_454/2019 E. 4

Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz habe ihr Recht auf Beweis verletzt (Art. 152 Abs. 1 ZPO), indem sie willkürlich (Art. 9 BV) Beweise antizipiert gewürdigt habe respektive darauf verzichtete, Dr. D.________ und E.________ als Zeugen einzuvernehmen. Es trifft zu, dass die Vorinstanz Beweise antizipiert würdigte, indem sie schloss, angesichts des klaren Beweisergebnisses sei eine Befragung der von der Beschwerdeführerin offerierten Zeugen entbehrlich. Inwiefern die Vorinstanz damit Recht verletzt hätte, tut die Beschwerdeführerin in ihrer Rüge hingegen nicht dar. Vor diesem Hintergrund bleibt insbesondere unklar, ob eine entsprechende Einvernahme der Zeugen das Entscheidergebnis beeinflusst hätte. So zeigt die Beschwerdeführerin nicht auf, wie sich die Zeugen zum Sachverhalt hätten äussern können und inwiefern deren Aussagen bei der Vorinstanz berechtigte Zweifel am Beweisergebnis hätten wecken sollen, was auch nicht ersichtlich ist. Die antizipierte Beweiswürdigung der Vorinstanz verletzt das Recht der Beschwerdeführerin auf Beweis (Art. 152 ZPO) als Teilgehalt des Gehörsanspruchs gemäss Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 53 ZPO nicht, denn dieser Anspruch umfasst nur Umstände, die für den Verfahrensausgang rechtserheblich sind (vgl. Art. 150 Abs. 1 ZPO sowie BGE 143 III 297 E. 9.3.2 S. 332 mit Hinweisen). Die Vorinstanz hat entgegen der weiteren Behauptung der Beschwerdeführerin ihren Schluss zudem ausreichend im Sinne von Art. 112 Abs. 1 lit. a BGG begründet, zumal aus der Beschwerde hervorgeht, dass der Beschwerdeführerin bewusst war, die Zeugenaussagen würden nach Ansicht der Vorinstanz die aufgrund der bereits abgenommenen Beweise gewonnene Überzeugung ohnehin nicht zu erschüttern vermögen (vgl. zur Definition der antizipierten Beweiswürdigung BGE 140 I 285 E. 6.3.1 S. 299; 138 III 374 E. 4.3.2 S. 376; 90 II 219 E. 4b S. 224).