Citation: 6B_479/2024 E. 2.4.4

2.4.4. Die Vorinstanz erwägt, die Legalprognose rechtfertige eine stationäre therapeutische Massnahme. Selbst wenn der Beschwerdeführer umfassend zur Behandlung bereit sei, liessen sich künftige Krankheitsepisoden nicht verhindern, sondern bestenfalls bewältigen. Denn paranoide Schizophrenie sei nach heutigem Stand nicht heilbar. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass die psychische Störung des Beschwerdeführers grundsätzlich behandelbar sei. So sei es ihm nach der stationären Massnahme während einigen Jahren gelungen, straffrei zu leben. Dennoch habe die Massnahme per 3. April 2014 wegen Aussichtslosigkeit aufgehoben werden müssen, da die Kooperationsbereitschaft des Beschwerdeführers nachgelassen habe und er eine Alkohol- und THC-Problematik nicht eingesehen habe. Phasen bloss eingeschränkter oder nicht vorhandener Kooperationsbereitschaft könnten daher auch bei einem grundsätzlichen Massnahmeerfolg im Sinne einer verbesserten Legalprognose in Gewalttaten und Sexualdelikten münden, wie die zu beurteilenden Delikte zeigten. Aufgrund der mit der psychischen Erkrankung des Beschwerdeführers in Zusammenhang stehenden Wahnvorstellungen, die zu schweren Gewalt- und Sexualdelikten mit Körperkontakt führen könnten und die bereits zu versuchten schweren Gewaltdelikten geführt hätten, wiege das öffentliche Sicherheitsinteresse an der Landesverweisung schwer. Vom Beschwerdeführer gehe eine grosse Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung aus.