Citation: 8C_367/2021 E. A

Die 1991 geborene A.________ war seit dem 10. März 2017 über die B.________ AG als Lagermitarbeiterin angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Unfällen obligatorisch versichert. Am 2. September 2017 wollte sie mit ihren beiden Kindern die Grossmutter besuchen. Auf der Autobahn versiegte der Motor des von der Versicherten gelenkten Personenwagens mangels Treibstoff. Sie fuhr auf den Pannenstreifen und brachte das Fahrzeug zum Stillstand. Kurze Zeit danach prallte ein nachfolgendes Auto mit hoher Geschwindigkeit linksseitig in das teilweise in die Fahrbahn ragende Heck des Fahrzeugs. Die auf der linken Seite im Fonds des Wagens sitzende achtjährige Tochter der Versicherten erlitt schwere Verletzungen an denen sie zwei Tage danach im Spital erlag (vgl. Rapport der Kantonspolizei Aargau vom 11. Januar 2018). Eine weitere Tochter sowie die Versicherte selbst wurden bloss leicht verletzt. Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung; Taggeld) hinsichtlich der von der Versicherten erlittenen Verletzungen. Gestützt auf die Akten und eine fachärztliche Untersuchung vom 18. Juni 2020 hielt Dr. med. C.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Suva Versicherungsmedizin, im Bericht vom 21. Juli 2020 fest, die Versicherte leide an einer posttraumatischen Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) und einer rund mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10 F32.1) mit chronischem Verlauf. Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit würde zu einer starken Verschlechterung des psychischen Zustands führen, insbesondere wegen der auf die Kinder bezogenen pathologischen Ängste und Schuldgefühle. Die mangelnde psychische Belastbarkeit der Versicherten werde überwiegend wahrscheinlich noch während etlicher Jahre keine Erwerbstätigkeit im ersten Arbeitsmarkt erlauben. Mit Verfügung vom 21. August 2020 stellte die Suva die Versicherungsleistungen auf den 31. August 2020 ein. Zur Begründung führte sie an, es lägen keine psychischen Einschränkungen vor, die in einem adäquaten Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 2. September 2017 stünden. Die hiegegen erhobene Einsprache wies sie ab (Einspracheentscheid vom 2. Oktober 2020).