Citation: 1B_80/2007 04.06.2007 E. 3.2

3.2.1 In Bezug auf die Fluchtgefahr führt das Verfahrensgericht ergänzend zu seinen früheren Beschlüssen sinngemäss aus, der Beschwerdeführer habe in seiner Stellungnahme selber zugestanden, sich bereits mehrmals im Ausland aufgehalten zu haben. Mittlerweile sei auch seine kranke Mutter verstorben, welche ihn bisher emotional an die Schweiz gebunden habe. Auch wenn er über keine Reisedokumente verfüge, so bestehe im Hinblick auf eine im Falle einer Verurteilung zu erwartende Strafe eine erhebliche Gefahr, dass er sich durch Flucht oder Untertauchen in der Schweiz der weiteren Strafverfolgung oder einem allfälligen Strafvollzug entziehen könnte. Eine Schriftensperre sei bei einem Ausländer nur bedingt eine geeignete Ersatzmassnahme, da er sich jederzeit in seiner Heimatbotschaft neue Papiere beschaffen könne. Auch die regelmässige Meldepflicht stelle keine geeignete Ersatzmassnahme dar. Bezüglich des Electronic Monitorings könne auf die Ausführungen im letzten Beschluss verwiesen werden. Als Erstes müssten zusammen mit der Bewährungshilfe die Voraussetzungen abgeklärt werden, zumal die betroffene Person über eine Wohnung und eine geregelte Tagesstruktur verfügen müsse. Zusätzlich müsse das Umfeld des Betroffenen mit der Massnahme einverstanden sein. Trotz eines entsprechenden Hinweises des Verfahrensgerichts in seinem vorgängigen Beschluss gehe aus der Stellungnahme des Angeschuldigten nicht hervor, ob er Kontakt zur Bewährungshilfe aufgenommen habe und wie weit die entsprechenden Abklärungen gediehen seien. Im Übrigen hege das Verfahrensgericht Zweifel, ob das Electronic Monitoring bei einer erheblichen Fluchtgefahr eine geeignete Ersatzmassnahme sei. 3.2.2 Im Beschluss vom 29. Dezember 2006 hatte das Verfahrensgericht zusätzlich dargelegt, der Angeschuldigte sei serbischer Staatsangehöriger, verfüge über verwandtschaftliche Kontakte in Serbien und habe in der Schweiz weder Ehefrau noch Kinder. Die Tatsache allein, dass sich seine Eltern und Geschwister in der Schweiz aufhalten würden, dürfte ihn nicht von der Flucht abhalten. Zudem habe er im Falle einer Verurteilung mit einer mehrjährigen Freiheitsstrafe zu rechnen, nachdem ihm vorgeworfen werde, mindestens 23 Bodypacker mit je 1 kg Kokain von hohem Reinheitsgehalt empfangen zu haben. Wenn er angebe, sein Lebensmittelpunkt sei in der Schweiz und er könne ohne Reisepass höchstens in seine Heimat ausreisen, wo er jedoch wegen Militärdienstverweigerung gesucht werde, seien diese Behauptungen durch nichts belegt. 3.3 Diesen Ausführungen hält der Beschwerdeführer keine neuen Argumente entgegen. Er macht sinngemäss geltend, in der Region Basel aufgewachsen zu sein, wo auch Vater, Bruder und Schwestern leben würden. Sein Lebensmittelpunkt liege zweifelsohne dort. Zudem habe er vor seiner Inhaftierung genügend Zeit für eine Flucht gehabt und sei mehrfach von Auslandaufenthalten in die Schweiz zurückgekehrt. Seine Reisedokumente seien beschlagnahmt. Auf dem serbischen Konsulat könne er sich keine neuen Papiere beschaffen, da er den Militärdienst in Serbien nicht angetreten habe und sofort verhaftet würde. Die Angst vor Repressalien im Heimatstaat schliesst jedoch die Flucht in einen Drittstaat nicht aus (vgl. Urteil 1B_49/2007 des Bundesgerichts vom 11. April 2007, E. 2.5), insbesondere mit Blick auf die Schwere der Straftaten, welche dem Beschwerdeführer zur Last gelegt werden. Im Falle einer Verurteilung im Sinne der Vorwürfe hat er eine empfindliche Freiheitsstrafe zu gewärtigen. Dass er sich vor der Inhaftierung nicht ins Ausland abgesetzt hat, vermag nicht zu überzeugen, zumal er im damaligen Zeitpunkt noch keinen dringlichen Grund zur Flucht hatte. Die Erwägungen des Verfahrensgerichts sind verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden. Auf die Verhältnismässigkeit der Untersuchungshaft ist sogleich einzugehen (vgl. E. 5 hiernach).