Citation: 6B_1083/2022 E. 1.2.1

1.2.1. Die Vorinstanz erachtet den Anklagesachverhalt als erstellt, wobei sie sich im Wesentlichen auf eine Arbeitgeberkontrolle des SECO vom 15. April 2011 stützt. Dieses hatte die von der C.________/D.________ geltend gemachten Kurzarbeitsentschädigungen seit Dezember 2008 überprüft und nicht den effektiven Gegebenheiten entsprechende Zeiterfassungen festgestellt. Dem Einwand des Beschwerdeführers, wonach er die Anträge um Kurzarbeitsentschädigung zwar unterschrieben, aber die Geschäftsführung und Umsetzung des Entscheids für die Kurzarbeit dem Geschäftsführer und dem kaufmännischen Leiter überlassen, mithin von der Unrechtmässigkeit der Bezüge nichts gewusst habe, schenkt die Vorinstanz keinen Glauben. Der Beschwerdeführer sei als Delegierter des Verwaltungsrats funktionsbedingt und zugegebenermassen auch im operativen Bereich tätig und als Besitzer des Unternehmens omnipräsent gewesen. Selbst wenn er sich anlässlich seiner Anwesenheiten nicht um die Details gekümmert habe, habe ihm nach dem von ihm mitgetragenen strategischen Entscheid, Kurzarbeit zu beantragen, und angesichts der von ihm unterzeichneten einzelnen Anträge auffallen müssen, inwiefern Kurzarbeit geleistet worden sei. Überdies habe er die Beilage "Anrechenbarer Stundenverdienst" unterzeichnet. Der Beschwerdeführer habe eingeräumt gemerkt zu haben, dass die Angestellten arbeiteten, "obwohl sie weg waren". Angesichts des Umfangs der geforderten Kurzarbeitsentschädigung könne ausgeschlossen werden, dass ihm nicht aufgefallen wäre, dass weniger Kurzarbeit geleistet wurde, als geltend gemacht. Gemäss Angaben der Mitarbeitenden seien sie vollbeschäftigt gewesen. Zumeist hätten sie der Kurzarbeit auf Druck der Geschäftsleitung unterschriftlich zugestimmt. Auch der Geschäftsführer habe in seiner ersten Einvernahme ausgesagt, der Beschwerdeführer habe als Chef alle Entscheidungsbefugnisse ausgeübt. Soweit er dies später schriftlich in Abrede gestellt habe, sei dies ebenso wenig glaubhaft wie seine spätere Behauptung, der Beschwerdeführer habe mit der Umsetzung des Entscheids zum Bezug von Kurzarbeitsentschädigung nichts mehr zu tun gehabt.