Citation: 2C_336/2015 E. 3.2.3

3.2.3. Zu prüfen bleiben die persönlichen Verhältnisse beim Beschwerdeführer. Er wurde in der Schweiz geboren und lebte danach bis zu seinem 16. Lebensjahr in der Türkei. Er hält sich seit knapp 30 Jahren in der Schweiz auf. Sein Interesse, nach einer derart langen Aufenthaltsdauer und einer partiellen Stabilisierung der Drogensucht weiterhin in der Schweiz zu leben, ist als hoch einzustufen. Über vertiefte soziale Bindungen in der Schweiz verfügt der Beschwerdeführer demgegenüber nicht. Seine Tochter ist mittlerweile volljährig, und die Vorinstanz hat keinen regelmässigen Kontakt des Beschwerdeführers zu ihr feststellen können. Der Beschwerdeführer macht unter dem Gesichtspunkt von Art. 8 EMRK nunmehr eine enge Beziehung zu seiner in der Schweiz lebenden Schwester geltend. Diese kann nur anspruchsbegründend sein, wenn ein sog. Abhängigkeitsverhältnis besteht (vgl. BGE 137 I 284 E. 1.3 S. 287; 135 I 143 E. 3.1 S. 148; 122 II 1 E. 1e S. 5). Ein solches wird vorliegend nicht belegt. Wie die Vorinstanz unter Berücksichtigung der zahlreichen Verurteilungen zurecht erwog, ist der Beschwerdeführer sodann in der Schweiz nicht sozial integriert. Er konnte keiner regelmässigen Berufstätigkeit nachgehen und ist verschuldet. Der angerufene Schutz des Privatlebens nach Art. 8 EMRK vermag ihm keinen Aufenthaltsanspruch zu vermitteln (BGE 130 II 281 E. 3.2.1 S. 286; Urteile 2C_573/2014 vom 4. Dezember 2014 E. 1.2.1; 2C_536/2013 vom 30. Dezember 2013 E. 2.2; je mit Hinweisen).