Citation: 5A_791/2014 E. 2.3

2.3. Im Zusammenhang mit der unentgeltlichen Rechtspflege kritisiert der Beschwerdeführer sodann ganz allgemein, der urteilende Richter sei befangen gewesen. Dieser habe früher in einer strafrechtlichen Sache gegen ihn geurteilt. Es erübrigt sich vorliegend, detailliert auf die Voraussetzungen einer Befangenheit einzugehen. Dem Beschwerdeführer (bzw. auch seinem Rechtsvertreter) war seit längerer Zeit bekannt, wer für den Entscheid des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege zuständig sein würde, wurde doch auch sämtliche Korrespondenz (namentlich die diversen Fristverlängerungen) über betreffenden Gerichtspräsidenten geführt. Wer einen Ablehnungsgrund nicht unverzüglich nach dessen Kenntnisnahme geltend macht, verwirkt den Anspruch auf seine spätere Anrufung. Denn es verstösst gegen den Grundsatz von Treu und Glauben, Einwendungen dieser Art erst im Rechtsmittelverfahren vorzubringen, wenn der Mangel schon vorher hätte festgestellt werden können (BGE 138 I 1 E. 2.2 S. 4; 136 I 207 E. 3.4 S. 211; 130 III 66 E. 4.3 S. 75). Hat der Beschwerdeführer darauf verzichtet, den Ausstand des Richters zu verlangen, kann er heute nicht darauf zurückkommen.