Citation: C 229/06 27.04.2007 E. 3

Unbestritten ist, dass der Versicherte die Arbeitsbemühungen für den Monat Februar 2005 nicht rechtzeitig innert der ersten fünf Tage des Monats März 2005 im Sinne von Art. 26 Abs. 2bis AVIV nachwies. Fest steht überdies, dass das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) Zürich Badenerstrasse ihn schriftlich anfangs März 2005 mit falsch datiertem Schreiben (4. Februar 2005) aufforderte, die persönlichen Arbeitsbemühungen für den Monat Februar 2005 innert fälschlicherweise auf 11. Februar 2005 angesetzter Frist nachzureichen; ausserdem wies das RAV den Beschwerdeführer darauf hin, dass die nach Ablauf der Nachfrist eingereichten Arbeitsbemühungen unberücksichtigt blieben, sofern er keinen entschuldbaren Grund geltend machen könne. Der Versicherte liess das ausgefüllte Formular in der Folge erst am 10. Juni 2005 (Eingang: 14. Juni 2005) durch seine Rechtsvertreterin im Rahmen des Einspracheverfahrens beim AWA einreichen. 3.1 Vorinstanz und Verwaltung vertreten die Ansicht, aus dem Umstand, dass das Schreiben zur Einreichung der Arbeitsbemühungen für den Monat Februar 2005 und die darin gesetzte Nachfrist falsch datiert wurden, könne der Versicherte nichts zu seinen Gunsten ableiten. Es sei ohne Weiteres ersichtlich, dass es sich dabei um ein Versehen gehandelt habe. Die Einreichung am 10. Juni 2005 erweise sich als verspätet. Da keine entschuldbaren Gründe hiefür vorlägen, sei der Versicherte in der Anspruchsberechtigung einzustellen. 3.2 Was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde hiegegen vorgebracht wird, ist nicht stichhaltig. Auch wenn das Aufforderungsschreiben der Verwaltung zur Nachreichung der erforderlichen Formulare hinsichtlich Datierung desselben (4. Februar 2005) und Fristansetzung (11. Februar 2005) offensichtliche Schreibfehler aufwies, war es inhaltlich dennoch genügend klar, um die unmissverständliche Aufforderung zur Abgabe der Arbeitsbemühungen für den Monat Februar 2005 zu erkennen. Hätten für den Beschwerdeführer trotzdem noch Zweifel darüber bestanden, ob er die Nachweisformulare richtigerweise bis 11. März 2005 einzureichen hatte, wäre von ihm zu erwarten gewesen, dass er sich mit dem RAV in Verbindung gesetzt hätte, um dies zu klären. Aus seinem gesamten in den Akten dokumentierten Verhalten geht sodann hervor, dass er über mehrere Monate hinweg trotz mehrfacher Aufforderung zur Einreichung der benötigten Dokumente für die jeweiligen Kontrollmonate, seiner Schadenminderungspflicht nach Art. 17 Abs. 1 AVIG nur zögerlich oder ungenügend nachkam und offensichtlich nicht alles Zumutbare unternahm, um die Arbeitslosigkeit schnellstmöglich zu beenden. Mit Blick auf den Kontrollmonat Februar 2005 vereitelte der Beschwerdeführer einzig durch sein Verhalten - ungeachtet der falschen Datierungen im Schreiben des RAV - eine verordnungsgemässe (Art. 26 Abs. 3 AVIV), zeitlich sinnvolle Überprüfung seiner quantitativen und qualitativen Anstrengungen zur Überwindung der Arbeitslosigkeit. Noch am 20. April 2005 gab er im Beratungsgespräch mit der RAV-Teamleitung unbestrittenermassen an, er könne wegen eines Computerdefekts die Nachweisformulare nicht einreichen, was er erst am 10. Juni 2005 durch seine Rechtsvertreterin nachholen liess. Entschuldbare Gründe für die nicht rechtzeitig eingereichten Arbeitsbemühungen werden keine geltend gemacht. Bei dieser Sach- und Rechtslage ist nicht zu beanstanden, wenn Vorinstanz und Verwaltung von einem verspäteten Nachweis der persönlichen Arbeitsbemühungen nach Art. 26 Abs. 2bis AVIV (zu dessen Gesetzmässigkeit: BGE 133 V 89) für den Monat Februar 2005 ausgingen, was die Einstellung in der Anspruchsberechtigung zufolge mangelnden Nachweises von Arbeitsbemühungen im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG nach sich zu ziehen hat.