Citation: 8C_270/2022 E. 6.3.1

6.3.1. Die Vorinstanz bejahte zunächst das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung unter Hinweis darauf, die Beschwerden liessen sich nicht als ausschliesslich organisch objektiv nicht ausgewiesen qualifizieren. Dies widerspricht den ihrer Auffassung nach voll beweiskräftigen gutachtlichen Angaben. Danach trat nach der EFL im Frühjahr 2019 eine somatisch nicht erklärbare Ausweitung der Beschwerden auf praktisch die gesamte linke Körperhälfte auf. An der Qualifikation der Beschwerden als insoweit organisch objektiv nicht ausgewiesen kann entgegen der Vorinstanz nichts ändern, dass sich der Beschwerdegegner gemäss Angaben der behandelnden Ärztin des Spitals C.________ einer intensiven Behandlung unterzogen habe, was im Übrigen auch im asim-Gutachten bestätigt wird. Indem die Vorinstanz auf die erforderliche Unterscheidung verzichtete, verletzte sie Bundesrecht. Dass nach der EFL noch auf die somatischen Beschwerden ausgerichtete Behandlungen stattgefunden hätten, ist nicht erkennbar. Angesichts der hier zur Frage stehenden Dauer von höchstens knapp zweieinhalb Jahren kann das Kriterium nicht als erfüllt gelten.