Citation: K 47/03 16.06.2004 E. 5

Die medizinische Aktenlage präsentiert sich wie folgt: 5.1 In der Verordnung vom 2. Juli 2001 gab S.________ als Diagnose "Tonus beim Schreiben. Probleme beim Schreiben und Basteln" an. Zur nachträglichen Anfrage der Versicherung, welche somatische Krankheit vorliege, hielt sie mit Schreiben vom 12. November 2001 fest, eine Tonusregulationsstörung mit erschwertem Schreiben und erwähnte die Klassifikation F 82, ICD-10. In einem ergänzenden Schreiben vom 14. Januar 2002 sprach sie als Grund für die Ergotherapieanordnung von "zu hohem Druck und Verkrampftheit beim Schreiben" und vermerkte eine generelle Ablehnung aller Kinderergotherapien mit F82, ICD-10 durch die Beschwerdeführerin. Im Scoreblatt vom 7. Februar 2002 wurden von der behandelnden Kinderärztin deutliche Abweichungen gegenüber dem üblichen Niveau bei der Visuomotorik (Score 2 Punkte) angegeben. Zudem wurden neben gewissen neurologischen Auffälligkeiten (Score je 1 Punkt) weniger erhebliche Störungen der Selbständigkeit beim Umgang mit Alltags- und Haushaltgegenständen sowie der Feinmotorik und Handlungsfähigkeit (insbesondere der Finger- und Handgelenksbewegungen, des Körperschemas und der Geschicklichkeit/Zielsicherheit) und psychosomatische Störungen (Score je 1 Punkt) erwähnt. 5.2 Dr. med. Y.________, Vertrauensarzt der Concordia, hielt demgegenüber in seinen Schreiben vom 8. Februar 2002 und 28. Juni 2002 dafür, den Störungen des Kindes komme kein Krankheitswert zu, da bei der gezeigten Symptomatik von keiner schwerwiegenden Entwicklungsbeeinträchtigung der motorischen Koordination gesprochen werden könne.