Citation: 6B_1470/2022 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer rügt eine rechtsfehlerhafte Strafzumessung und damit eine Verletzung von Art. 47 StGB sowie des Gleichheits- resp. Differenzierungsgebots. Zudem macht er eine willkürliche Rechtsanwendung geltend. Zusammengefasst habe die Vorinstanz mit der Qualifikation der Tat als "brutal" und "rücksichtslos" (wobei es sich um Synonyme handle) ein zwingend jedem Raub inhärentes Tatbestandselement straferhöhend berücksichtigt. Hätte ein Diebstahl vorgelegen, wäre dieser zudem lediglich im Bereich eines geringfügigen Vermögensdelikts anzusiedeln gewesen. Eine mildere Verwirklichung des Tatbestands sei kaum denkbar und das Vorgehen insgesamt von einer geringen kriminellen Energie gekennzeichnet. Weiter sei es willkürlich, dass für den Beschwerdeführer und seinen Mittäter (der dritte Mittäter ist unterdessen verstorben) trotz unterschiedlicher Tatbeiträge dieselbe Einsatzstrafe von 15 Monaten festgesetzt worden sei. Letzterer habe die Geschädigte vom Fahrrad gerissen (und damit die Initiative ergriffen) sowie ihr die Tasche entrissen. Der Mittäter sei zudem mehrfach - und im Gegensatz zum Beschwerdeführer einschlägig - vorbestraft. Das Verschulden sei für den Beschwerdeführer entgegen der Vorinstanz als leicht zu qualifizieren und die Strafe auf 7 Monate festzusetzen.