Citation: 8C_475/2017 E. 6.2

6.2. Die Versicherte wird an ihrer aktuellen Stelle zu einem Lohn entschädigt, der 2014 bei einem vollen Arbeitspensum Fr. 72'000.- betrug. Gemäss Abklärungen der AXA würde das Spital B.________ der Versicherten für die von ihr ausgeübte Tätigkeit ausgehend von einem Anfangslohn einer medizinischen Codiererin in der Lohnklasse 15 mit einer Lohnbandbreite von Fr. 75'893.- bis Fr. 109'276.- angesichts ihrer Berufserfahrung für 2014 ein Jahreseinkommen von Fr. 95'900.- ausrichten, was knapp 88 % des Maximum des Lohnbandes entspricht. Weitere Abklärungen der AXA bestätigten diesen Betrag. So sehen die Ausführungsbestimmungen zur Gehaltsordnung in den Berner Spitälern für 2014 für Berufseinsteigerinnen als medizinische Codiererinnen ein Lohnband von Fr. 68'935.- bis Fr. 110'296.- und der Gesamtarbeitsvertrag 2015 des Zuger Kantonsspitals ein solches von Fr. 74'061.- bis Fr. 113'620.- vor. Somit ist unter Berücksichtigung der langjährigen beruflichen Erfahrung der Versicherten im Gesundheitswesen auch bei diesen beiden potenziellen grossen Arbeitgeberinnen (wie beim Spital B.________ und demzufolge den anderen kantonalen Spitälern im Kanton Zürich) von einer Lohnfestsetzung in derselben Grössenordnung auszugehen. Daran ändert auch der Hinweis der Versicherten auf ein konkretes Stelleninserat des Spitals B.________ nichts, wonach die Teilnahme an der ärztlichen Visite notwendig sei, was ihr aber aus gesundheitlichen Gründen nicht zugemutet werden könne. Dazu ist festzuhalten, dass gemäss allgemeiner Beschreibung der Tätigkeit als medizinischer Codiererin dies keinen notwendigen Bestandteil des Berufes darstellt (vgl. https://berufsberatung.ch/dyn/ show/1900?lang=de&idx=30&id= 7581 [Anfrage vom 1. Dezember 2017]), weshalb davon auszugehen ist, dass es - sei es am Spital B.________, sei es an einem anderen Zürcher oder ausserkantonalen Spital - genügend Stellen als medizinische Codiererin gibt, bei welchen dies nicht notwendig ist. Im Übrigen hat das Spital B.________ den erzielbaren Lohn gerade in Kenntnis der konkreten gesundheitlichen Einschränkungen und nicht für das von der Versicherten aufgelegte Stelleninserat angegeben.