Citation: 9C_385/2008 07.07.2008 E. 2

2.1 Gemäss Art. 122 Abs. 1 ZGB hat jeder Ehegatte Anspruch auf die Hälfte der nach dem Freizügigkeitsgesetz vom 17. Dezember 1993 (FZG; SR 831.42) für die Ehedauer zu ermittelnden Austrittsleistung des andern Ehegatten, wenn ein Ehegatte oder beide Ehegatten einer Einrichtung der beruflichen Vorsorge angehören und bei keinem Ehegatten ein Vorsorgefall eingetreten ist. Stehen den Ehegatten gegenseitig Ansprüche zu, so ist nur der Differenzbetrag zu teilen (Abs. 2). Haben sich die Ehegatten über die Teilung der Austrittsleistungen sowie die Art der Durchführung der Teilung nicht geeinigt, so entscheidet das Scheidungsgericht über das Verhältnis, in welchem die Austrittsleistungen zu teilen sind (Art. 142 Abs. 1 ZGB). Sobald der Entscheid über das Teilungsverhältnis rechtskräftig ist, überweist das Gericht die Streitsache von Amtes wegen dem nach dem FZG zuständigen Gericht (Abs. 2). 2.2 Angesichts dieser Zuständigkeitsordnung zwischen Scheidungsgericht und Berufsvorsorgegericht ging die Vorinstanz zu Recht davon aus, dass die Durchführung einer Teilung der Austrittsleistung nach Art. 122 ZGB einen Entscheid des Scheidungsgerichts voraussetzt, in welchem dieses das Verhältnis der Teilung der Austrittsleistungen festgelegt hat (Art. 142 Abs. 1 ZGB; vgl. Art. 25a Abs. 1 FZG). Dies gilt auch im Zusammenhang mit einer im Ausland ausgesprochenen Ehescheidung (BGE 130 III 336). Hat ein ausländisches Scheidungsurteil, das - wie hier - in der Schweiz anerkennungsfähig und vor Eintritt des Vorsorgefalles rechtskräftig geworden ist (BGE 132 III 401), zum Vorsorgeausgleich nichts festgelegt, so ist dieser Anspruch durch eine Ergänzungsklage vor dem zuständigen schweizerischen Scheidungsgericht geltend zu machen (Art. 15 Abs. 1 und Art. 64 Abs. 1 IPRG; BGE 131 III 289 E. 2.3 S. 290; Urteil 5C.173/2001 vom 19. Oktober 2001; Urteil B 45/00 vom 2. Februar 2004).