Citation: 6B_1068/2022 E. 2.4.5

2.4.5. Was die Frage der zukünftigen Lebenssituation des Beschwerdeführers bzw. dessen Empfangssetting betrifft, erweist sich der Vorwurf, die Vorinstanz verletze den Gehörsanspruch und verhalte sich treuwidrig, als unbegründet (Beschwerde S. 8). Nicht ersichtlich ist zunächst, welche seiner an den Sachverständigen zu stellenden Fragen im Schreiben vom 14. Dezember 2021 der Beschwerdeführer als "Fragen zum Empfangssetting" verstanden haben will. Dem Aufbau der Beschwerde folgend müsste damit die Frage nach den für die Vermeidung eines Rückfalls notwendigen strukturierenden Rahmenbedingungen (in Bezug auf Arbeit, Beschäftigung, Wohnen, Bewährungshilfe, Auflagen und Weisungen etc.) im Falle einer bedingten Entlassung gemeint sein. Diese Frage hat die Vorinstanz wörtlich dem Sachverständigen unterbreitet, wobei sie - zulässigerweise - den Kommentar des Beschwerdeführers weggelassen hat (vgl. kantonale Akten, pag. 895 und 947). Hiervon scheint denn der Beschwerdeführer auch selbst auszugehen, führt er doch nur eine Seite weiter aus, die Vorinstanz habe dem Sachverständigen die Fragen betreffend Empfangsraum zwar unterbreitet, jedoch zugelassen, dass diese unbeantwortet bleiben (Beschwerde S. 9). Diesbezüglich ist festzuhalten, dass der Sachverständige in seiner Antwort ausführt, die Frage einer bedingten Entlassung müsse nicht von strukturierenden Rahmenbedingungen abhängig gemacht werden, sondern vielmehr von den Fortschritten, die der Beschwerdeführer in der weiteren Therapie erzielen sollte. Ferner legt er (erneut) dar, dass und weshalb die Voraussetzungen für eine bedingte Entlassung aus gutachterlicher Sicht noch nicht erreicht seien (kantonale Akten, pag. 957 ff.). Aus den Ausführungen des Sachverständigen ergibt sich nachvollziehbar, weshalb er sich nicht zu den strukturierenden Rahmenbedingungen äussert. Es ist weder dargelegt noch ersichtlich, welche Bestimmung die Vorinstanz verletzen soll, indem sie beim Sachverständigen nicht erneut nachfragte.