Citation: K 108/03 10.11.2005 E. 4.3

4.3.1 Sollte sich aus den zusätzlichen Erhebungen ergeben, dass die medizinisch indizierte mechanische Darmentleerung auch im hier zu beurteilenden Fall mit einem am Wohnort durchzuführenden herkömmlichen hohen Einlauf zu gewährleisten wäre, würde - im Sinne der Abgeltung von pflegerischen Massnahmen nach Art. 7 Abs. 2 lit. b Ziff. 11 KLV - der gesamtschweizerische Tarif für Krankenschwestern/Krankenpfleger oder der bernische Spitextarif zur Anwendung gelangen und könnte somit, entgegen der beschwerdeführerischen Betrachtungsweise, nicht von einem tariflosen Zustand gesprochen werden. Laut Art. 1 Abs. 1 des Anhangs II zum Vertrag zwischen dem Kantonalverband Bernischer Krankenversicherer und dem Spitex Verband des Kantons Bern gilt im Sinne des Hauptvertrages ein Einheitstarif von Fr. 4.- pro fünf Minuten bzw. von pauschal Fr. 48.- pro Stunde. Die Beschwerdegegnerin geht vorliegend von einem - vorinstanzlich bestätigten - Zeitaufwand für eine Darmentleerung von einer Stunde aus, was im Lichte der Akten als angemessen erscheint und auch nicht beanstandet wird. Die der Beschwerdeführerin zugesprochene Vergütung von Fr. 48.- pro Behandlung aus der obligatorischen Krankenpflegeversicherung wäre folglich rechtens. 4.3.2 Würden die beigezogenen Gutachter demgegenüber zu dem von der Versicherten befürworteten Schluss gelangen, dass - zufolge der spezifischen Wirkungsweise, speziell ausgebildeten Personals, besonderer Geräte und Räumlichkeiten etc. - einzig mit dem als Element der Colonhydrotherapie durchgeführten Spülsaugverfahren eine fachgerechte Darmentleerung erreicht werden kann, wäre in einem zweiten Schritt der - in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde negierte - Punkt abzuklären, ob mit dem von der Krankenkasse zugestandenen Ansatz (von Fr. 48.-) eine entsprechende Behandlung im Raum X.________ vorgenommen werden könnte. Sollte diese Frage zu verneinen sein, muss die Beschwerdegegnerin die gesamten Kosten der Behandlung übernehmen, jedoch zum bernischen Tarif, sofern dieser tiefer ist als der vom Zentrum Z.________ verrechnete Ansatz. In diesem Zusammenhang wird sie auch, um überhaupt eine aussagekräftige Vergleichsrechnung anstellen zu können, den Tarif zu ermitteln haben, welcher dem durch das Zentrum Z.________ in Rechnung gestellten Betrag zu Grunde liegt.