Citation: 9C_573/2016 E. 4.3

4.3. Art. 21 IVG unterscheidet für die Hilfsmittelberechtigung somit zwischen erwerblicher (Abs. 1) und nichterwerblicher (Abs. 2) Eingliederungswirksamkeit. Der in Art. 21 Abs. 2 IVG geregelten Eingliederungsmassnahme für schwer Behinderte kommt der Charakter einer Sozialrehabilitation zu, was in der Invalidenversicherung bei volljährigen Versicherten eine grosse Ausnahme darstellt. Diese unterschiedliche Zielrichtung mit entsprechenden Folgen auf Leistungsseite äussert sich in Ziff. 13.05* HVI-Anhang einerseits und in Ziff. 14.05 bzw. 15.05 HVI-Anhang anderseits. Sie ist sachlich gerechtfertigt, trägt dem Ausnahmecharakter von Art. 21 Abs. 2 IVG Rechnung und verletzt das in Art. 8 Abs. 2 BV enthaltene Diskriminierungsverbot nicht (BGE 127 V 121 E. 3b S. 127 mit Hinweisen; Urteil I 133/06 vom 15. März 2007 E. 4.1 mit weiteren Hinweisen, 6.2 und 8.1).