Citation: 5A_36/2022 E. 3.3.3

3.3.3. Die Beschwerdeführerin setzt sich nicht hinreichend mit dieser Begründung der Vorinstanz auseinander, sondern kritisiert einzig die Anwendung des Novenrechts und schliesst daraus, dass die Vorinstanz in der Würdigung der neuen Beweismittel zu einem gegenteiligen Schluss kommen müsse. Sie hält der vorinstanzlichen Würdigung einzig entgegen, diese verletzte das Beweismass des Glaubhaftmachens sowie Art. 8 ZGB. Selbst wenn die erwähnten Rechtsschriften als neue Beweismittel zuzulassen wären, begründet die Beschwerdeführerin nicht hinreichend, inwiefern die allgemeinen Ausführungen zur Interessenwahrung im Konzern gemäss der Duplik eine Neuentdeckung hinsichtlich der strittigen Verantwortlichkeitsansprüche begründet, bzw. inwiefern die Vorinstanz willkürlich zum Schluss gelangt sein soll, dies sei nicht nachvollziehbar bzw. hinreichend begründet. Zum anderen entgegnet sie auch nichts Schlüssiges zur vorinstanzlich gewürdigten Diskrepanz zwischen dem Zeitpunkt der Kenntnis gestützt auf die Duplik aus dem Verfahren im Kanton Bern und dem Zeitpunkt gemäss den Unterlagen aus dem Verfahren in den Vereinigten Staaten. Der Verweis darauf, dass der genaue Zeitpunkt der nachträglichen Entdeckung irrelevant sei, vermag die vorinstanzliche Würdigung nicht als offensichtlich unrichtig auszuweisen. Der Beschwerdeführerin gelingt es nicht, die selbständig tragende Begründung der Vorinstanz als offensichtlich unhaltbar und damit willkürlich zu entkräften.