Citation: 9C_271/2020 E. 4.1

4.1. Entgegen der Beschwerdeführerin konnte die Versicherte nach einer Anmeldung zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung im April 2013 keinen Rentenanspruch vor Oktober 2013 durchsetzen, sieht doch Art. 29 Abs. 1 IVG vor, dass ein solcher Anspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der Geltendmachung des Leistungsanspruchs entsteht (Urteil 8C_544/2016 vom 28. November 2016 E. 4.2.2). Daran ändert nichts, dass die IV-Stelle von einer Arbeitsunfähigkeit (zumindest) seit dem 16. Juli 2012 ausging. Wie die Vorinstanz richtig feststellte, ist damit der Entscheid der Invalidenversicherung bezüglich dem Beginn des Wartejahres für das Verfahren der beruflichen Vorsorge nicht verbindlich. Es ist deshalb nicht ersichtlich, inwiefern sich die Versicherte widersprüchlich verhält, wenn sie nun im berufsvorsorgerechtlichen Verfahren eine Arbeitsunfähigkeit vor dem 16. Juli 2012 geltend macht, den Entscheid der IV-Stelle jedoch akzeptierte.