Citation: 8C_399/2013 E. 4.4

4.4. Entscheidwesentlich ist, dass beschwerdeweise nicht näher konkretisiert wird, inwiefern die Angaben des Beschwerdeführers von seinem tatsächlichen Funktionieren in der Familie abweichen sollen und der begutachtende Psychiater daher von falschen Voraussetzungen ausgegangen wäre, mithin unter dem hier ausschlaggebenden Blickwinkel einer offensichtlich unrichtigen vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung Anlass zu einer diesbezüglichen Ergänzung bestünde. Der Stellungnahme der behandelnden Ärzte der Psychiatrie Y.________ vom 10. Oktober 2011 ist unter diesem Aspekt nichts Schlüssiges zu entnehmen. Es wird ein durch die Wahnvorstellungen bedingter "in manchen Themen fehlender Realitätsbezug" beschrieben, bestehend seit 1991, mit zunehmendem Lebensalter sich ausweitend, wodurch es erfahrungsgemäss zu Konflikten komme. Dies vermag zur Begründung einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit nicht zu genügen, bestehen hier doch nach Lage der Akten keine entsprechenden Anhaltspunkte. Dem Beschwerdeführer waren bis zur unfallbedingten Aufgabe seiner Erwerbstätigkeit im November 2005 durchwegs gute Zeugnisse ausgestellt worden; er wurde zwar als etwas eingeschränkt belastbar (namentlich im hektischen Strassenverkehr), im Benehmen aber als allseits freundlich, zuvorkommend und korrekt beschrieben. Gestützt auf die ärztlichen Stellungnahmen waren - bis zur Rentenverfügung vom 16. September 2011, welcher Zeitpunkt für die richterliche Überprüfung massgeblich ist (BGE 129 V 167 E. 1 S. 169) - nie psychiatrische Interventionen erforderlich wegen Konflikten innerhalb der Familie, mit Nachbarn oder Bekannten. Die Ärzte der Psychiatrie Y.________ mutmassen, dass es zu solchen Zusammenstössen nur deshalb nicht gekommen sei, weil der Beschwerdeführer (aktuell) kaum soziale Kontakte pflege. Die von den behandelnden Ärzten geäusserten Bedenken lassen sich indessen aufgrund der dargelegten Akten nicht untermauern. In Betracht fällt auch, dass PD Dr. med. J.________, Universitätsspital W.________, Psychiatrische Poliklinik, am 22. Januar 2010 auf das allgemeine, mit Blick auf eine allfällige schizophrene Erkrankung hohe Funktionsniveau hinwies (und deshalb eine entsprechende Diagnose ausschloss). Dass der Beschwerdeführer seit seiner Einreise in die Schweiz im Jahr 1993 - nach einem Aufenthalt als Saisonnier 1991 - nur sehr geringe, für seine sechsköpfige Familie kaum existenzsichernde Einkommen erzielt hat und aufgrund der Einträge im Individuellen Konto häufige Stellenwechsel und wiederholte Bezüge der Arbeitslosenversicherung ausgewiesen sind, ist zwar auffallend; das Unvermögen, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu bestehen, lässt jedoch keine konkreten Schlüsse hinsichtlich einer allfälligen Beeinträchtigung durch ein psychisches Leiden zu. Insgesamt lassen sich damit keine hinreichenden Indizien gegen die Zuverlässigkeit des psychiatrischen Gutachtens, namentlich in dem Sinne, dass der Experte die Schwere des Leidens und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit aufgrund der Angaben des Beschwerdeführers verkannt und falsch eingeschätzt hätte, begründen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4 S. 227; 135 V 465 E. 4.4 S. 470; 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). Dem Einwand, dass der Gutachter des Instituts X.________ gestützt auf fremdanamnestische Auskünfte zu anderen Schlüssen hätte gelangen und namentlich in Übereinstimmung mit den behandelnden Ärzten eine volle Arbeitsunfähigkeit hätte attestieren müssen, kann aus den genannten Gründen auch ohne diesbezügliche beweismässige Weiterungen nicht gefolgt werden.