Citation: 9C_279/2009 06.05.2009 E. 3

Die revisionsweise Anpassung der Invalidenrente setzt nach Art. 17 ATSG Tatsachenänderungen (des Gesundheitszustandes, der Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit usw.) im massgeblichen Vergleichszeitraum (BGE 133 V 108) voraus. 3.1 Die Vorinstanz hat die anspruchsrelevante Verbesserung des Gesundheitszustandes bejaht und hierzu Feststellungen getroffen, die für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlich sind (E. 1). Der Beschwerdeführer wendet ein, es sei keine Verbesserung eingetreten; die Vorinstanz habe die Stellungnahmen der behandelnden Fachärzte nicht berücksichtigt und alleine auf die gutachterlichen Aussagen abgestützt; damit habe sie den medizinischen Sachverhalt mangelhaft und einseitig festgestellt. 3.2 Die Vorinstanzen stützten den Entscheid in der Tat und zu Recht auf die beiden Gutachten und den Zusatzbericht des medizinischen Zentrums X.________ ab. Im ersten Gutachten wurden ein chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom und eine mittelgradige, agitierte depressive Episode mit somatischen Symptomen (ICD-10 F32.11) mit/bei anhaltender somatoformer Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) diagnostiziert. Die Ärzte attestierten eine 70-prozentige Arbeitsunfähigkeit für jede Tätigkeit, führten jedoch an, es sei unter adäquaten psychotherapeutischen und medikamentösen Therapien eine Verbesserung des Gesundheitszustandes innerhalb eines Jahres zu erwarten. Im späteren Gutachten diagnostizierten sie nach wie vor das lumbospondylogene Schmerzsyndrom. Zu der bei der Verlaufsbegutachtung neu erhobenen Panikstörung (ICD-10 F41.0) wurde ausgeführt, es handle sich um eine gut zu therapierende Erkrankung, bei welcher der Behandlungsspielraum noch nicht ausgeschöpft sei. Die Depression erreiche noch den Grad einer leichten Episode (ICD-10 F32.0). Die frühere Arbeitsunfähigkeit von 70 % habe sich unter der psychiatrischen Behandlung deutlich verbessert; aus psychiatrischer Sicht bestehe noch eine 20-prozentige Einschränkung; für leidensangepasste körperliche Tätigkeiten betrage die Arbeitsfähigkeit somit 80 %. Bei adäquater Therapie könne innert sechs Monaten eine deutliche Besserung des psychischen Zustandsbildes und der Arbeitsfähigkeit erreicht werden. Im Zusatzbericht vom 16. April 2008 bestätigten die Experten den Fortbestand der Panikstörung und der leichten depressiven Episode bei einer Arbeitsfähigkeit von 80 %, wobei die Schmerzsymptomatik im vergangenen halben Jahr noch weiter in den Hintergrund getreten sei und den Versicherten im Alltag nicht mehr limitiere. An der Psychopathologie habe sich wenig geändert, da die bei der Untersuchung im Herbst 2007 angegebenen Behandlungsmassnahmen nicht durchgeführt worden seien. Nach wie vor könne es dabei innert sechs Monaten zu einer deutlichen Verbesserung kommen. 3.3 Die Gutachten und der Zusatzbericht sind das Ergebnis einer umfassenden und sorgfältigen Untersuchung, die sämtliche von der Rechtsprechung gestellten Anforderungen erfüllt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 mit Hinweisen) und beweiskräftig ist. Die Rüge einer einseitigen Berücksichtigung der gutachterlichen Erkenntnisse ist unbegründet: Die Vorinstanz hat die entsprechenden Gründe für den konkreten Fall korrekt und auf die Rechtsprechung abgestützt dargelegt. Der Einkommensvergleich ist nicht zu beanstanden und letztinstanzlich nicht gerügt. Ausführungen zu der im kantonalen Entscheid obendrein erörterten Frage einer Verletzung der Schadenmindungspflicht erübrigen sich.