Citation: 9C_81/2020 E. 5.2.7

5.2.7. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin ist das Gutachten schliesslich auch mit Blick auf BGE 141 V 281 nicht in Frage zu stellen. Zu den gerügten Aspekten (Biographie, Eingliederungserfolg, Ressourcen) wurde bereits Stellung genommen (E. 5.2.1-5.2.3). Weiter hat Dr. med. B.________ zwar bei der Aussage der Beschwerdeführerin, wonach ihr der Beruf als Goldschmiedin nicht mehr gefalle (Expertise S. 11 Ziff. 2.3), auf eine diesbezüglich fragliche Motivation zur beruflichen Eingliederung geschlossen (Expertise S. 14 Ziff. 5.2). Davon abgesehen ging der Facharzt jedoch von einer durchaus vorhandenen Arbeitsmotivation aus (Expertise S. 13 Ziff. 5.1). Das Vorbringen, Dr. med. B.________ habe in willkürlicher Weise auf eine fehlende Motivation geschlossen, ist damit offensichtlich unbegründet. Im Zusammenhang mit dem behandlungsbezogenen Leidensdruck wies der Experte sodann explizit auf die tagesklinische Behandlung hin und berücksichtigte auch, dass eine indizierte psychopharmakologische Behandlung nicht stattfand (Expertise S. 14 Ziff. 5.2), was gegen einen hohen Leidensdruck spricht. Soweit die Beschwerdeführerin aus ihrem Aktivitätsniveau auf die Leistungsfähigkeit schliessen will, kann ihr nicht gefolgt werden. Genauso wenig kann sie aus dem Umstand, dass das Aktivitätsniveau nicht diskrepant ist zum Antrag auf eine halbe Invalidenrente, etwas zu ihren Gunsten ableiten. Denn ihr Aktivitätsniveau definiert sie selbst.