Citation: 6B_989/2021 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz nimmt ein Mitwissen des Beschwerdeführers über die falsch angegebene Lohnsumme betreffend seinen Kredit gestützt auf die Aussagen der Mitbeschuldigten C.________ und D.________ sowie anhand seiner eigenen Schilderungen an. Hinsichtlich der zugunsten G.________ und I.I.________ eingeholten Kredite stellt sie zusätzlich auf die Aussagen von G.________ ab. Zusammengefasst stellt die Vorinstanz fest, aus den Aussagen von C.________ und D.________ ergebe sich betreffend den Kredit des Beschwerdeführers, dass er die Lohnabrechnungen gebracht, D.________ diese nach Besprechung mit ihm in seinem Beisein gefälscht und er die gefälschten Unterlagen schliesslich zum Bankschalter mitgenommen habe, wo er sie nochmals habe vorzeigen müssen. Weiter sei den Aussagen zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer auch in die zwei weiteren Kredite involviert gewesen sei. Er habe nicht nur Kunden gebracht, sondern sei zumindest an Gesprächen mit Personen, die er näher gekannt habe (Bekannte/Verwandte), dabei gewesen, bei denen über Fälschungen gesprochen worden sei und bei denen er D.________ entsprechend mit Fälschungen beauftragt habe. G.________ habe das ihrerseits bestätigt. Sie habe ausgesagt, dass der Beschwerdeführer ihr trotz ihres tiefen Einkommens beim Kredit habe helfen können, sie zur B.________ GmbH gebracht habe und bei den Gesprächen grundsätzlich dabei gewesen sei (angefochtenes Urteil E. 2.3.5 S. 10, E. 2.4.6 S. 21). Die Vorinstanz stuft die Aussagen von C.________ und D.________ als in den wesentlichen Punkten übereinstimmend und im Kerntatgeschehen konstant und nachvollziehbar ein, weshalb sie diese insofern als glaubhaft bewertet. Gleich beurteilt sie die Aussagen von G.________. Es sei nicht ausser Acht zu lassen, dass die drei sich mit der Zeit geständig gezeigt und weitgehend selbst belastet hätten. Dass die Aussagen von C.________ eher allgemein gehalten seien und D.________ sich nicht mehr in jedem Fall an Details habe erinnern können, erachtet die Vorinstanz angesichts der vielen verübten Kreditbetrugsfälle und des Zeitablaufs als der Überzeugungskraft nicht hinderlich. Dasselbe gelte für den Umstand, dass G.________ nach siebeneinhalb Jahren nicht mehr gewusst habe, ob der Beschwerdeführer spezifisch von den falschen Lohnangaben Kenntnis gehabt habe, zumal sie konstant von seinem Beisein gesprochen habe. Auch eine mögliche Absprache von C.________ und D.________ zum Nachteil des Beschwerdeführers schliesst die Vorinstanz aus, da selbst unter Beachtung der vom Beschwerdeführer gegen die zwei Vorgenannten und G.________ erhobenen Strafanzeigen sowie mit Blick auf die Aussagen von M.________ ein verdächtiger Austausch angesichts der damaligen Einvernahme- und Haftsituation nicht ersichtlich sei, zudem nicht nachvollziehbar sei, weshalb D.________ bei einer Absprache nicht sogleich geständig gewesen wäre, und die Aussagen überdies nicht derart stereotyp seien, dass von einer Absprache auszugehen wäre. Bezüglich des Wissens des Beschwerdeführers über die Fälschungen lasse sich aus den insoweit unklaren Aussagen von M.________ im Übrigen ebenfalls nichts ableiten. Aus den Aussagen von J.I.________, dem Ehemann von I.I.________, zieht die Vorinstanz ferner, mit Ausnahme der Annahme, dieser habe zum Dank für die Kreditvermittlung eine Papierlieferung zugunsten der B.________ GmbH veranlasst, keine relevanten Folgerungen (angefochtenes Urteil E. 2.3.3 ff. S. 8 ff., E. 2.4.2 S. 17 ff.). Die Darlegungen des Beschwerdeführers qualifiziert die Vorinstanz sodann als in entscheidenden Punkten widersprüchlich und insoweit nicht glaubhaft. Betreffend seinen eigenen Kredit divergierten seine Aussagen in diversen grundlegenden Punkten. Die Vorinstanz folgert daraus und aus den Umständen, dass der Beschwerdeführer als Versicherungsvermittler den Umgang mit komplizierteren Dokumenten gewohnt sei, er den überhöhten Lohn dreimal unterschriftlich bestätigt habe (Antragsgesuch der B.________ GmbH, Kreditantrag der Bank, Budgetberechnung der Bank) und die ihm per Post zugeschickten Bankunterlagen ohne Druck zu Hause habe unterzeichnen können, es sei unglaubhaft, dass er für einen eigenen Kredit von Fr. 55'000.-- Unterlagen unterzeichne, ohne etwas über die bestätigten Angaben zu wissen oder wissen zu wollen. Insgesamt schliesst die Vorinstanz, ein "nichts gesehen, nichts gehört sowie nichts gewusst" sei bei einer Kreditaufnahme von Fr. 55'000.-- schlicht nicht glaubhaft. Auch hinsichtlich der zwei weiteren Kredite beurteilt sie die Aussagen des Beschwerdeführers als in wesentlichen Punkten wenig glaubhaft. Dass er bei seiner jeweils nach den von C.________ durchgeführten Kreditgesprächen vorgenommenen Prüfung von Versicherungslösungen nichts über die finanziellen Verhältnisse der Kunden gewusst habe, sei genauso wenig überzeugend wie seine Angabe, er habe ein Gespräch "mit I.________" von seinem Arbeitsplatz mitbekommen, weitere Gespräche jedoch nicht, und er habe der einzigen Sachbearbeiterin D.________ mit Ausnahme einer Anfrage keine Aufträge erteilt, geschweige denn gewusst, was sie mache, trotz mehrmonatiger Zusammenarbeit in einem Büro von nur rund 40 m2 mit hauptsächlich zwei weiteren Mitarbeitern. Seine Darstellung, wonach er zwei Bekannte/Verwandte zur Prüfung von Kreditanträgen "geholt habe" und - wenn überhaupt - nur beim ersten, informellen Gespräch dabei gewesen sei, nichts von den Kreditanträgen gewusst, nicht einmal darüber gesprochen und bei Erkundigungen seitens der Kunden direkt an C.________ verwiesen habe, sei völlig unglaubhaft. Als widersprüchlich nennt die Vorinstanz ferner ebenso die Tatsache, dass er nach eigener Angabe (erst) seit September 2013 von der Fälschungspraxis gewusst habe und die B.________ GmbH daher bereits dann habe verlassen wollen, er sich jedoch noch im Dezember 2013 um Beteiligung eines Kollegen in Höhe von Fr. 150'000.-- bemüht und zudem noch im November 2013 J.I.________ (bzw. dessen Ehefrau) für einen Kredit akquiriert habe. Aufgrund dieser Beweislage hegt die Vorinstanz am Mitwissen des Beschwerdeführers über die falschen Lohnangaben bezüglich aller drei Kredite insgesamt keine ernsthaften Zweifel (vgl. angefochtenes Urteil E. 2.3.6 S. 11 ff., E. 2.4.7 S. 22 ff.).