Citation: 6B_1073/2022 E. 2.4.4

2.4.4. Ferner gehen die Ausführungen des Beschwerdeführers betreffend seinen Überfall in V.________ an der Sache vorbei, insbesondere soweit er damit untermauern will, dass er die Tat in U.________ nicht begangen haben könne, weil er gegenüber seinen Opfern nie physische Gewalt angewendet habe (Beschwerde S. 19 f.). In diesem Zusammenhang hält die Voristanz fest, wenn der Beschwerdeführer behaupte, er habe seine Opfer jeweils körperlich geschont, habe er mit der Art, wie er die Juweliersfamilie in V.________ malträtiert habe, das Gegenteil bewiesen (Urteil S. 9 E. 2.3; erstinstanzliches Urteil S. 48). Sie gelangt zum Schluss, die Tat in U.________ passe zum Profil des Beschwerdeführers, welcher jahrzehntelang Vermögensdelikte begangen und dabei auch nicht vor Übergriffen gegenüber Opfern abgesehen habe, habe er doch bei der Tat in V.________ eine sexuelle Nötigung begangen (Urteil S. 13 E. 2.8 mit Hinweis auf die Beizugsakten [Akten PEN 18 46], pag. 1278 ff., pag. 1288 ff. und pag. 1298). Diese Schlussfolgerung ist auch dann nicht zu beanstanden, wenn es sich beim Sexualdelikt "lediglich um eine Nebentat" zum eigentlichen Raub gehandelt hat. Der Beschwerdeführer lässt in diesem Zusammenhang unerwähnt, dass er in V.________ die Opfer gefesselt und gezwungen hat, Rohypnol einzunehmen. Weiter hat er die ganze Familie in Todesangst versetzt, indem er deren Mitgliedern angedroht hat, eine auf deren Rücken gebundene Bombe detonieren zu lassen (erstinstanzliches Urteil S. 48). Das Regionalgericht Oberland sprach den Beschwerdeführer für diese Taten am 6. Juni 2018 des mehrfachen und unter Offenbarung von besonderer Gefährlichkeit begangenen Raubes, der Freiheitsberaubung, der Geiselnahme, der sexuellen Nötigung und des Hausfriedensbruchs schuldig (vgl. Urteil 6B_412/2019 vom 25. April 2019). Da dieses Urteil inzwischen in Rechtskraft erwachsen ist (vgl. Urteil 6B_826/2018 vom 7. November 2018), geht der Einwand des Beschwerdeführers, er habe die sexuelle Nötigung stets bestritten (Beschwerde S. 19), fehl.