Citation: 1P.281/2003 25.08.2003 E. 3

Mit den vorgenommenen Kürzungen hat das Kantonsgericht nach Ansicht der Beschwerdeführer gegen den Grundsatz des Verbots der reformatio in peius verstossen. Sie berufen sich auf Art. 189 Ziff. 1 der Strafprozessordnung des Kantons Wallis vom 22. Februar 1962 (StPO/VS), wonach die Berufung die Vollstreckung des Urteils, im Rahmen der gestellten Begehren hemmt, ausgenommen in Bezug auf die Aufrechterhaltung der Untersuchungs- und Sicherheitshaft, und machen geltend, Art. 3 Abs. 1 GTar, wonach die Parteientschädigung global festgesetzt werde, ändere am Verbot der reformatio in peius nichts. Ferner machen die Beschwerdeführer geltend, wenn das Kantonsgericht schon die Absicht gehabt habe, die vom Kreisgericht festgelegten und unangefochten gebliebenen Entschädigungen herabzusetzen, hätte es ihnen zumindest diese Absicht eröffnen und ihnen Gelegenheit geben müssen, sich dazu zu äussern. Sie rügen dies als Verletzung ihres rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV).