Citation: I 85/01 02.07.2001 E. 2

2.- Unbestritten ist die Ermittlung des Invaliditätsgrades anhand der gemischten Methode mit Anteilen von 80 % im Erwerbs- und von 20 % im Haushaltsführungsbereich. Streitig ist dagegen die Höhe des Invaliditätsgrades und insbesondere - als dessen Teilelement - das Mass der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin im Erwerbsbereich. a) Das kantonale Gericht hat auf das Gutachten des ZMB sowie auf den Arztbericht des Dr. med. G.________, Spezialarzt Innere Medizin, besonders Lungenkrankheiten, vom 19. Juli 2000 abgestellt und sowohl in einer leidensangepassten Tätigkeit wie auch im Haushalt je eine Arbeitsfähigkeit von 50 % angenommen. Die Versicherte bringt vor, dass nicht auf das Gutachten des ZMB abzustellen sei, da sich ihr Gesundheitszustand zwischen dem Zeitpunkt der Begutachtung und dem Erlass der Verfügung verschlechtert habe, und deshalb eine neue Expertise einzuholen sei. Dieses Begehren wird von Frau Dr. med. S.________ in ihrem Schreiben vom 19. März 2001 unterstützt. b) Praxisgemäss (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweis) ist der Sachverhalt zur Zeit des Verfügungserlasses massgebend. Das Gutachten des ZMB wurde am 31. August 1999 erstellt, d.h. ziemlich genau ein Jahr vor Verfügungserlass am 5. September 2000, während der Bericht des Dr. med. G.________ vom 19. Juli 2000 datiert. Die Psychiaterin Frau Dr. med. S.________ bescheinigt der Beschwerdeführerin schon seit Jahren eine vollständige Arbeitsunfähigkeit; dies wird im Schreiben vom 19. März 2001 bestätigt. Das Gutachten des ZMB ist ihrer Auffassung jedoch nicht gefolgt; es ist deshalb nicht ersichtlich, weshalb sich der Gesundheitszustand der Versicherten zwischen August 1999 und September 2000 erheblich verändert haben könnte, insbesondere da Dr. med. G.________ im Juli 2000 - anderthalb Monate vor Verfügungserlass - ebenfalls von einer hälftigen Arbeitsfähigkeit ausgeht. Auch der Bericht des Dr. med. H.________, Facharzt FMH Innere Medizin, speziell Rheumatologie, vom 22. Juni 2000 und das Schreiben der Frau Dr. med. C.________, Spezialärztin FMH für Innere Medizin, speziell Herzkrankheiten, vom 27. Juli 2000 enthalten nichts, was auf eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit der Erstellung der Expertise des ZMB hindeuten würde. Das Gutachten des ZMB ist umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden, ist in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden und leuchtet in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation ein; die Schlussfolgerungen sind zudem begründet (BGE 125 V 352 Erw. 3a) und werden durch den Bericht des Dr. med. G.________ vom 19. Juli 2000 indirekt bestätigt. Die Auffassung der Frau Dr. med. S.________ ist von den Gutachtern des ZMB berücksichtigt und offensichtlich verworfen worden; es ist deshalb nicht von der Auffassung des ZMB abzuweichen und eine Arbeitsfähigkeit von 50 % anzunehmen. Es erübrigt sich somit, ein weiteres Gutachten einzuholen.