Citation: 4C.374/2005 10.01.2006 E. 2

Die Berufung ist zulässig in Zivilrechtsstreitigkeiten (Art. 46 OG). Darunter versteht die Rechtsprechung ein kontradiktorisches Verfahren zwischen zwei oder mehreren natürlichen oder juristischen Personen in ihrer Eigenschaft als Trägerinnen privater Rechte oder zwischen solchen Personen und einer Behörde, die nach Bundesrecht die Stellung einer Partei einnimmt. Entscheidend ist dabei, dass die Parteien nach ihren Rechtsbegehren und Sachvorbringen Ansprüche des Bundeszivilrechts erhoben haben und ebensolche objektiv streitig sind (BGE 128 III 250 E. 1a S. 252 mit Verweisen; vgl. auch BGE 129 III 301 E.1.2.2; 129 III 415 E. 2.1). 2.1 Auf den vorliegenden Fall finden unbestrittenermassen die Art. 52 aIVG und Art. 48ter aAHVG Anwendung. Danach gingen die Ansprüche des Geschädigten gegenüber dem Haftpflichtigen im Zeitpunkt des Schadenereignisses bis auf die Höhe der gesetzlichen Leistungen auf die Invalidenversicherung über. Mit der Subrogation entstand kein neuer, selbständiger Anspruch des Sozialversicherers. Er übernahm durch Legalzession den Haftpflichtanspruch des Geschädigten mit allen damit verbundenen Vor- und Nachteilen (BGE 124 V 174 E. 3b S. 177; 124 III 222 E. 3 S. 225, je mit Hinweisen). 2.2 Der Haftpflichtanspruch des Geschädigten, in den die Klägerin nach ihren Sachvorbringen durch Subrogation gemäss Art. 52 aIVG in Verbindung mit Art. 48ter aAHVG eingetreten ist und den sie gegenüber der Beklagten geltend macht, stützt sich auf bundesprivatrechtliche Normen (Art. 41 ff. OR bzw. Art. 58 ff./65 SVG). Es handelt sich um eine Zivilrechtsstreitigkeit, woran nichts ändert, dass die Gültigkeit der Subrogation umstritten ist. Da die übrigen formellen Voraussetzungen erfüllt sind, kann auf die Berufung grundsätzlich eingetreten werden.