Citation: 2C_741/2019 E. 2

Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten steht gegen Entscheide kantonaler letzter Instanzen auf dem Gebiet des öffentlichen Beschaffungswesens nur unter der doppelten Voraussetzung offen, dass (1) der geschätzte Wert des zu vergebenden Auftrags den massgebenden Schwellenwert des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 1994 über das öffentliche Beschaffungswesen oder des Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemeinschaft über bestimmte Aspekte des öffentlichen Beschaffungswesens erreicht, und (2) sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt (Art. 83 lit. f.; Art. 42 Abs. 2 BGG; BGE 141 II 113 E. 1.2 S. 116 f.). Die Beschwerdeführerin wirft die Rechtsfrage auf, ob das kantonale Gericht in Beachtung der Untersuchungsmaxime und des Offizialprinzips verpflichtet sei zu prüfen, ob die Zuschlagsempfängerin die Eignungskriterien, hier namentlich die Einhaltung der Strassenverkehrsvorschriften, erfülle. Das Bundesgericht hat diese Frage in einem publizierten Leiturteil bereits dahin beantwortet, dass wie in jedem Verwaltungsverfahren die Behörde auch im Submissionsverfahren grundsätzlich den erhobenen Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären habe, ohne dabei an die Vorbringen oder Beweisanträge der Beteiligten gebunden zu sein. Dabei stelle die Behörde in der Regel primär auf die von den Anbietern eingereichten Unterlagen ab und sei insbesondere nicht verpflichtet, von Amtes wegen mangelhaft oder unvollständig eingereichte Unterlagen oder Angaben zu vervollständigen (BGE 139 II 489 E. 3.2 S. 495). Mangels höchstrichterlichen Klärungsbedarfs der Tragweite der Untersuchungsmaxime im Submissionsverfahren ist die Voraussetzung von Art. 83 lit. f Ziff. 2 BGG nicht erfüllt, weshalb auf die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht eingetreten werden kann.