Citation: I 37/02 20.01.2003 E. 4

4.1 Über den Gesundheitszustand des Versicherten sind sowohl für den somatischen wie auch für den psychosomatischen Bereich umfangreiche Gutachten bei den Kliniken Z.________ vom 7. April/5. Juli 1999 und Y.________ vom 10. Mai 2000 eingeholt worden. Beide Gutachten attestieren dem Versicherten eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit für leichte bis mittelschwere Arbeiten ohne Ge-wichtsbelastungen, unter Vermeidung von repetitiven Bewegungen sowie mit der Möglichkeit zu Wechselbelastungen, resp. für eine leichte wechselbelastende Tätigkeit von vier Stunden pro Tag. 4.2 Entgegen der Auffassung des Versicherten wird im Gutachten der Klinik Y.________ sehr wohl eine Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit sowohl aus somatischer wie auch aus psychosomatischer Sicht abgegeben. In der Frage, die auf S. 10 des Gutachtens wiedergegeben ist, wird ausdrücklich die zumutbare Arbeitsfähigkeit aus psychosomatischer Sicht unter Berücksichtigung der somatischen Befunde aufgeführt und von den Gutachtern dann die entsprechende Antwort abgegeben. Dieses Gutachten ist in Übereinstimmung mit der Auffassung der Vorinstanz umfassend und kohärent. In den Gutachten der Klinik Z.________ und der Klinik Y.________ kommt zum Ausdruck, dass die objektiven Befunde nicht der subjektiven Wahrnehmung des Versicherten entsprechen. Die Klinik Z.________ stellt fest, dass aktuell keine klinischen Hinweise auf eine radikuläre Symptomatik vorlägen, bei insbesondere symmetrischem Reflexstatus, abgesehen von einem residual abgeschwächten ASR links; der Lasègue-Provokationstest sei beidseits negativ. Auch die Klinik Y.________ gibt an, dass der Versicherte, obwohl er alle Übungen dynamisch und exakt ausführe und von aussen keine Schmerzen sichtbar seien, eher eine Verschlimmerung seiner Symptome angebe. Es zeige sich eine ausgeprägte Diskrepanz zwischen dem sehr hohen Leidensdruck des Versicherten mit aus-geprägter negativer Selbsteinschätzung (welche praktisch einem pflegebedürf-tigen Patienten entspreche) und den klinisch objektivierbaren Befunden. Soweit in diesem Lichte Aggravation psychischer oder körperlicher Beschwerden als Ursache für die Einschränkung der Leistungsfähigkeit feststellbar ist, bleibt diese Einschränkung als invaliditätsfremder Faktor bei der Beurteilung der Leistungs-fähigkeit unberücksichtigt (AHI 1999 S. 238 Erw. 1; Urteile R. vom 2. Dezember 2002 Erw. 2.2, I 53/02, und A. vom 24. Mai 2002 Erw. 3b/bb, I 518/01). Nach dem Gesagten ist auf Beweisergänzungen in medizinischer Hinsicht zu verzichten, da der rechtserhebliche Sachverhalt hinreichend erstellt ist und von weiteren Abklärungen keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (vgl. zur antizipierten Beweiswürdigung Erw. 3.3 hievor).