Citation: 8C_612/2017 E. 5.2.2

5.2.2. Die erstmalige Rentenzusprache basierte in medizinischer Hinsicht auf dem Gutachten der Dr. med. G.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 1. Februar 2007. Sie stellte die Diagnose einer anhaltenden mittelgradigen depressiven Episode mit ausgeprägten ängstlichen Zügen und attestierte eine 50 %ige Arbeitsunfähigkeit in allen Tätigkeiten. Die vom kantonalen Gericht geschützte Revisionsverfügung basiert auf dem asim-Gutachten vom 26. November 2015. Das psychiatrische Teilgutachten datiert vom 10. September 2015. Demnach sei es seit der Leistungszusprache zu einer deutlichen Verbesserung des psychischen Zustandsbildes gekommen, sodass die Arbeitsfähigkeit der Versicherten nicht mehr beeinträchtigt sei. Die Diagnose lautet auf depressive Episode, gegenwärtig remittiert. Bis zum Erlass der Revisionsverfügung vom 21. April 2016 liegen zwei weitere Arztberichte vor. Dr. med. E.________ berichtete über eine Verschlechterung des psychischen Zustandes ab Anfang des Jahres 2016 (Bericht vom 18. Februar 2016). In der Folge kam es vom 10. Februar bis 3. März 2016 zu einer - weiteren - teilstationären - Behandlung in der psychiatrischen Klinik C.________. Gemäss Austrittsbericht vom 22. März 2016 diagnostizierten die Spezialärzte eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode (ICD-10: F33.2). Wie die Beschwerdeführerin zu Recht vorbringt, hat das kantonale Gericht diesen Bericht zu wenig gewürdigt. Zwar ergibt sich aus dem Bericht der psychiatrischen Klinik C.________, dass sich die Befunde kaum verifizieren lassen, da die Beschwerdeführerin oft abwesend war, weshalb schliesslich die Therapie abgebrochen wurde, da die Diagnosen und Befunde der psychiatrischen Klinik C.________ mit denjenigen des asim-Gutachtens nicht übereinstimmen, hätte die Vorinstanz den Sachverhalt entweder weiter abklären müssen oder sie hätte ausführen müssen, weshalb sie sich einzig auf das Gutachten der asim stützt. Im angefochtenen Entscheid wird der Bericht in E. 5.6 zwar zitiert, eine eigentliche Auseinandersetzung findet jedoch nicht statt. Sie erschöpft sich in E. 6.2 zweitletzter Absatz in der unbegründeten Feststellung, es liege kein invalidisierendes Leiden vor. Zusammenfassend ergibt sich, dass das kantonale Gericht angesichts der Aktenlage den Sachverhalt unvollständig festgestellt und den Untersuchungsgrundsatz missachtet hat, was eine Rechtsverletzung darstellt (vgl. E. 2 hievor). Die Sache ist demnach an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie unter Mitberücksichtigung des Austrittsberichts der psychiatrischen Klinik C.________ vom 22. März 2016 über die Beschwerde neu entscheide. Erforderlichenfalls ist eine weitere Begutachtung anzuordnen.