Citation: 2C_476/2023 E. 5.5.2

5.5.2. Nach der Literatur statuiert der im Rekursverfahren anwendbare § 13 VRG/ZH in Absatz 2 das Erfolgs- und das Verursacherprinzip als Kostenverteilungsgrundsätze (vgl. KASPAR PLÜSS, in: Kommentar VRG, N. 2 f. zu § 13). Dabei erscheine die Kostenauferlegung nach Massgabe des Unterliegens (Satz 1) als Regel und jene nach dem Verursacherprinzip (Satz 2) als Ausnahme. Zulässig könne unter Umständen aber auch die Kostenauferlegung ohne Anknüpfung an die gesetzlichen Kriterien - rein fallbezogen unter Berücksichtigung von Billigkeitserwägungen - sein (vgl. KASPAR PLÜSS, in: Kommentar VRG, N. 41 zu § 13). Die Entscheidbehörde habe deshalb Spielraum, um bei besonderen Umständen die Prozesskosten nach Ermessen zu verlegen. Im Sinne der Einzelfallgerechtigkeit könne die Belastung mit Prozesskosten zugunsten der unterlegenen bzw. zulasten der obsiegenden Partei verschoben werden (vgl. KASPAR PLÜSS, in: Kommentar VRG, N. 63 zu § 13). Als solcher besonderer Umstand gelte, wenn eine Partei lediglich aufgrund von Noven unterliege (vgl. KASPAR PLÜSS, in: Kommentar VRG, N. 64 zu § 13).