Citation: 6B_92/2021 E. 1.4.5

1.4.5. Unzutreffend ist die Rüge des Beschwerdeführers, die Vorinstanz beachte seine verminderte Schuldfähigkeit ungerechtfertigerweise nicht strafmindernd. Er argumentiert, die Kombination seiner Krankheiten (Pädophilie und kombinierte Persönlichkeitsstörung) bewirke eine Einschränkung seines freien Handelns und habe ihn dazu verleitet, die Taten zu begehen. Die Vorinstanz erwägt unter der Täterkomponente "Vorleben, persönliche Verhältnisse und Schuldfähigkeit", der Beschwerdeführer sei in seiner Kindheit selbst Opfer von sexuellen Übergriffen geworden. Der Sachverständige habe zwar festgehalten, dass die kombinierte Persönlichkeitsstörung den Beschwerdeführer tatzeitaktuell weder in seiner Einsichts- noch in seiner Steuerungsfähigkeit eingeschränkt habe. Das Gutachten sei immerhin noch nicht von einer Pädophilie ausgegangen, wogegen der Therapieverlaufsbericht vom 8. November 2019 diese deutlich diagnostiziere. Auch führe dieser Bericht aus, dass die Persönlichkeitsstörung ursächlich als komplexe Traumafolgestörung zu betrachten sei. Die Taten habe der Beschwerdeführer offenbar im Rahmen seiner Krankheit ausgeführt. Dies berücksichtige sie klar strafmindernd. Eine Schuldunfähigkeit liege jedoch nicht vor. Die weiteren persönlichen Verhältnisse werte sie als neutral (Urteil S. 23). Daraus ergibt sich zweifelsfrei, dass die Vorinstanz die psychische Störung des Beschwerdeführers bzw. deren Einfluss auf die Schuldfähigkeit strafmindernd berücksichtigt. Die Reduktion von insgesamt 12 Monaten für die persönlichen Verhältnisse und die Schuldfähigkeit liegt innerhalb ihres sachrichterlichen Ermessens. Die Erhöhung der Strafe für die mehrfachen, teilweise einschlägigen Vorstrafen, beanstandet der Beschwerdeführer nicht. Soweit er geltend macht, sein Auftritt in einer Fernsehsendung dürfe nicht straferhöhend einbezogen werden, geht die Rüge an der Sache vorbei, da die Vorinstanz - anders als die erste Instanz - offen lässt, ob dieser Auftritt als besonders dreist zu qualifizieren ist, und diesen insoweit bei der Strafzumessung nicht beachtet (vgl. Urteil S. 23). Insgesamt zeigt der Beschwerdeführer nicht auf, dass die Reduktion der Strafe um 2 Monate für das Vorleben, die persönlichen Verhältnisse und die Schuldfähigkeit nicht ermessens- bzw. bundesrechtskonform ist.