Citation: 5A_682/2022 E. 3.2.2

3.2.2. Die Feststellung, ob ein gerichtliches Gutachten schlüssig ist oder nicht, ist das Ergebnis der Beweiswürdigung, welche das Bundesgericht nur unter dem Gesichtspunkt der Willkür prüft. Hält die Vorinstanz eine Expertise für schlüssig und übernimmt sie deren Ergebnis, ist die Willkürrüge nur dann begründet, wenn der Sachverständige die an ihn gestellten Fragen nicht beantwortet, seine Erkenntnisse und Schlussfolgerungen nicht begründet oder diese in sich widersprüchlich sind oder die Expertise sonstwie an Mängeln krankt, die derart offensichtlich sind, dass sie auch ohne spezielles Fachwissen erkennbar sind (BGE 141 IV 369 E. 6.1; Urteil 5A_700/2021 vom 16. September 2022 E. 3.2). Dabei obliegt es dem Bundesgericht nicht, zu überprüfen, ob sämtliche im Gutachten enthaltenen Feststellungen frei von Willkür sind; seine Aufgabe beschränkt sich auf die Prüfung, ob sich die Vorinstanz willkürfrei dem gutachterlichen Ergebnis anschliessen durfte (Urteile 5A_700/2021 vom 16. September 2022 E. 3.2; 4A_645/2020 vom 4. Februar 2022 E. 5.1). Schliesslich beschlägt auch die Frage, ob ein Gutachten lückenhaft, unklar oder ungenügend begründet ist, die Beweiswürdigung (Urteile 4A_263/2021 vom 21. Oktober 2021 E. 3.1.3; 5A_741/2018 vom 18. Januar 2019 E. 7.2).