Citation: 4A_598/2012 E. 5.1

5.1. Die Beschwerdeführer legen dar, die Vorinstanz habe die 35 festgestellten Vertragsverletzungen als grösstenteils gering abqualifiziert, weil es sich überwiegend um geringfügige grafische Ergänzungen bzw. Änderungen gehandelt habe. Die Beschwerdeführer rügen, das Argument der Geringfügigkeit der Vertragsverletzungen sei "falsch". Entscheidend sei einzig, dass ausschliesslich die Beschwerdeführer - sowohl nach Urheberrecht wie auch nach der vertraglichen Vereinbarung (Ziffer 16 Rahmenvertrag) - die Figuren hätten illustrieren, korrigieren und verändern dürfen. Eine Verletzung dieses ausschliesslichen Rechts sei eine Vertragsverletzung, möge sie nun auch teilweise geringfügig erscheinen oder nicht. Die Beschwerdeführer stellen mithin nicht in Abrede, dass die festgestellten vertragsverletzenden Änderungen der Figuren überwiegend geringfügig waren. Ihrer Ansicht, dass einzig das Vorliegen von Vertragsverletzungen, nicht jedoch deren Geringfügigkeit, entscheidend sei, kann nicht gefolgt werden. Für die Frage, ob die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses zumutbar ist, spielt es durchaus eine Rolle, ob gravierende Vertragsverletzungen oder allenfalls mehrere bloss leichte Vertragsverletzungen vorliegen (vgl. Erwägung 4.). Die Vorinstanz hat die Geringfügigkeit der Vertragsverletzungen daher zu Recht bei der Gesamtbeurteilung berücksichtigt.