Citation: 7B_1139/2024 E. 4.6.2

4.6.2. 4.6.2.1. Der Beschwerdeführer kritisiert, die Vorinstanz stelle im angefochtenen Entscheid ausschliesslich auf das Gutachten von Dr. med. E.________ vom 6. April 2024 ab, ohne die Ausführungen betreffend die Kausalität zu berücksichtigen, welche im FMH-Gutachten vom 14. Juli 2022 enthalten seien. 4.6.2.2. Beim FMH-Gutachten vom 14. Juli 2022 (act. S/3.7) handelt es sich, wie auch beim Gutachten von Prof. Dr. F.________ vom 18. Juni 2024 (act. 8/S/14.2), um ein Parteigutachten. Privatgutachten haben nach konstanter Praxis des Bundesgerichts nicht den gleichen Stellenwert wie ein Gutachten, das von der Untersuchungsbehörde oder von einem Gericht eingeholt wurde. Den Ergebnissen eines Privatgutachtens kommt lediglich die Bedeutung einer der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 10 Abs. 2 StPO) unterliegenden Parteiaussage bzw. eines Bestandteils der Parteivorbringen zu, nicht die Qualität eines Beweismittels. Da Privatgutachten in der Regel nur eingereicht werden, wenn sie für den Auftraggeber günstig lauten, sind sie mit Zurückhaltung zu würdigen. Ein Parteigutachten kann jedoch geeignet sein, die Erstellung eines (zusätzlichen) Gutachtens zu rechtfertigen oder darzulegen, dass das gerichtliche oder amtliche Gutachten mangelhaft oder nicht schlüssig ist (BGE 141 IV 369 E. 6.2; Urteil 6B_321/2021 vom 27. Juni 2022 E. 3.3.3; je mit Hinweisen). 4.6.2.3. Zwar trifft es zu, dass die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid nicht auf das FMH-Gutachten vom 14. Juli 2022 eingeht. Indessen legt der Beschwerdeführer vor Bundesgericht nicht dar, dass und inwiefern dieses Parteigutachten geeignet gewesen wäre, die Erstellung eines (zusätzlichen) Gutachtens zu rechtfertigen oder darzulegen, dass das amtliche Gutachten vom 6. April 2024 - insbesondere in Bezug auf die Kausalität der festgestellten ärztlichen Sorgfaltspflichtverletzungen für den Todeseintritt der Verstorbenen - mangelhaft oder nicht schlüssig wäre (vgl. oben E. 4.6.2.2). Dies ist im Übrigen nicht ersichtlich, führen die Privatgutachter im FHM-Gutachten doch selber aus, die Ursache des Multiorganversagens könne "nicht eindeutig" geklärt werden (act. S/3.7, S. 49); eine "mögliche Ursache" sei eine Lebervenenverschlusskrankheit ("veno-occlusive disease" [VOD], auch "sinusoidal obstruction syndrome" [SOS] benannt [act. S/3.7, S. 38]). Der Beschwerdeführer bringt nichts vor, was die Verwertbarkeit des amtlichen Gutachtens in Frage stellen würde. Wenn er die Verwendung "relativierender Begriffe" durch die amtliche Gutachterin kritisiert und ihr vorwirft, sie habe sich nicht mit dem FHM-Gutachten auseinandergesetzt, legt er nicht rechtsgenüglich dar (Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. oben E. 4.3.3), warum die Vorinstanz in Willkür verfallen sein soll, wenn sie auf das amtliche Gutachten abstellt (vgl. oben E. 4.4). Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.