Citation: 5A_592/2017 E. 2.1

2.1. Das Kantonsgericht hat die Zuteilungskriterien zutreffend dargestellt und die Wohnung dem Ehemann zugewiesen mit dem Argument, dass er seit 25 Jahren ununterbrochen darin gelebt habe. Er sei in der Umgebung verwurzelt und habe seinen gesamten Hausrat in der Wohnung, während die Ehefrau dort lediglich über einen Schrank und eine Kommode verfüge und ihre Umzugskisten im Keller verstaut und noch nicht ausgepackt seien, so dass für sie mit dem Auszug ein vergleichsweise geringer Aufwand anfalle. Soweit die Ehefrau den Zuweisungsanspruch mit ihrem Aufenthaltsstatus begründe, müsse sie sich entgegenhalten lassen, dass sie vor dem Kennenlernen des Ehemannes trotz des illegalen Aufenthaltes in der Lage gewesen sei, eine Unterkunft zu finden. Sodann verfüge sie über schriftliche und gute mündliche Deutschkenntnisse. Überdies habe sie in unmittelbarer Nähe von Basel Verwandte, die sie bei der Wohnungssuche unterstützen könnten. Angesichts des zuzusprechenden Unterhaltes sei sie finanziell auch in der Lage, eine neue Wohnung zu finanzieren.