Citation: 8C_500/2022 E. 5.2.2

5.2.2. Die Beschwerdeführerin macht geltend, es habe sich beim Unfall vom 23. Dezember 2018 um ein schweres oder zumindest ein mittelschweres Ereignis im Grenzbereich zu den schweren gehandelt. Dem kann mit Blick auf die geltende Praxis, wonach Auffahrkollisionen als grundsätzlich mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten Unfällen zu qualifizieren sind, nicht beigepflichtet werden (SVR 2017 UV Nr. 41 S. 141, 8C_833/2016 E. 6.1; RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236, U 380/04 E. 5.1.2 mit Hinweisen). Selbst mit Blick darauf, dass sich der Unfall auf einer Autobahn ereignet hat, rechtfertigt sich keine andere Betrachtungsweise (vgl. zu Autounfällen allgemein SVR 2013 UV Nr. 3 S. 7, 8C_398/2012 E. 5.2; Urteil U 161/01 vom 25. Februar 2003 E. 3.3.2, nicht publ. in: BGE 129 V 323, aber in: RKUV 2003 Nr. U 481 S. 203; Urteile 8C_137/2014 vom 5. Juni 2014 E. 6.2; 8C_434/2012 vom 21. November 2012 E. 7.2.2; 8C_363/2012 vom 27. Juni 2012 E. 4.3; 8C_915/2008 vom 11. September 2009 E. 5.1 und dort zitierte Urteile). Insbesondere lässt sich aus dem Umstand, dass es zu einer zweimaligen Heckkollision und - wie fotografisch festgehalten - dementsprechend starken Beschädigung des Fahrzeuges gekommen ist, nichts zugunsten der Beschwerdeführerin ableiten, war sie doch nach der ersten Kollision aus dem Auto ausgestiegen.