Citation: 2C_213/2023 E. 4.4

4.4. Im Rahmen der Interessenabwägung sind namentlich das Gewicht des öffentlichen Fernhalteinteresses, die Dauer der bisherigen Anwesenheit in der Schweiz, das Alter der betroffenen Person im Zeitpunkt der Einwanderung, der Grad der Integration sowie die der betroffenen Person und ihrer Familie drohenden Nachteile zu berücksichtigen. Zu beachten ist zudem die Qualität der sozialen, kulturellen und familiären Beziehungen sowohl in der Schweiz als auch im Heimatland (vgl. BGE 144 I 266 E. 3.7; 139 I 145 E. 2.4; Urteile 2C_235/2023 vom 27. September 2023 E. 4.4; 2C_19/2023 vom 20. Juli 2023 E. 4.2.1; 2C_370/2021 vom 28. Dezember 2021 E. 3.3; Urteile des EGMR Palanci gegen Schweiz vom 25. März 2014 [Nr. 2607/08] § 51 und 58; Hasanbasic gegen Schweiz vom 11. Juni 2013 [Nr. 52166/09] § 53 und 55, 57, 59 und 62 f.). Wird ein Aufenthaltstitel zufolge mutwilliger Verschuldung widerrufen oder nicht verlängert, misst sich das öffentliche Interesse am Umfang und an der Vorwerfbarkeit der angehäuften Schulden. Ferner fällt ins Gewicht, ob im Sinne einer günstigen Zukunftsprognose davon auszugehen ist, dass die betroffene Person sich nicht weiter mutwillig verschulden wird (vgl. Urteil 2C_19/2023 vom 20. Juli 2023 E. 4.2.1 mit Hinweis).