Citation: 6B_1468/2020 E. 2.4

2.4. Der Beschwerdeführer trägt dem Bundesgericht weitestgehend die gleichen Argumente vor wie der Vorinstanz, ohne sich mit deren Erwägungen weiter auseinanderzusetzen. Soweit er die damaligen Vorfälle in Nigeria erneut umschreibt und pauschal behauptet, aufgrunddessen sei ihm eine Rückkehr bis heute nicht zumutbar, kommt er den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG nicht nach. Darüber hinaus bringt der Beschwerdeführer einzig vor, das Gericht trage die Beweislast dafür, dass kein persönlicher Härtefall vorliege. Damit verkennt er, dass ihn trotz des geltenden Untersuchungsgrundsatzes eine Mitwirkungspflicht trifft (Urteile 6B_1077/2020 vom 2. Juni 2021 E. 1.5.6; 6B_1024/2019 vom 29. Januar 2020 E. 1.3.6; je mit Hinweisen). Anders als er anzunehmen scheint, kommt es somit nicht zu einer gänzlichen Umkehr der Beweislast, nach der das Gericht das Fehlen einer Bedrohungslage beweisen müsste. Der Betroffene ist vielmehr gehalten, stichhaltige Hinweise vorzubringen, die auf eine individuell-konkrete und flüchtlings- resp. völkerrechtlich relevante Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen. Während der Beschwerdeführer dieser Obliegenheit nicht nachkommt, erfüllt die Vorinstanz ihre Abklärungspflicht hinreichend. Sie gelangt zum Schluss, die Lage sei aktuell nicht mehr bedrohlich bzw. sei dies nicht genügend dargelegt. Die Aussagen des Beschwerdeführers in diesem Zusammenhang seien unglaubhaft. Diese Würdigung ist angesichts der in den Aussagen des Beschwerdeführers aufgezeigten Widersprüche und Unstimmigkeiten nicht unhaltbar. Wenn der Beschwerdeführer eine andauernde Gefahrenlage behauptet, ohne weitere konkrete Anhaltspunkte für eine solche vorzubringen, und einzig Dokumente über Vorfälle vorlegt, die über 24 Jahre zurückliegen, darf die Vorinstanz dies zum Anlass nehmen, die Darlegung einer akuten Gefährdung in einer Gesamtwürdigung zu verneinen. Der Beschwerdeführer zeigt nicht auf, weshalb die Bedrohungslage entgegen der vorinstanzlichen Feststellung auch noch 24 Jahre später andauern sollte. Seine nicht näher konkretisierte und belegte Behauptung, wonach seine Mutter immer noch bedroht werde, reicht als hinreichend konkreter Anhaltspunkt jedenfalls nicht aus. Schliesslich stellt die Vorinstanz fest, dass sich die politische Lage in Nigeria in den letzten 24 Jahren stark verändert habe. Der Beschwerdeführer legt nicht dar, inwiefern diese Feststellung willkürlich sein sollte oder weshalb diese politischen Veränderungen keinen Einfluss auf die geltend gemachte, andauernde Gefahrenlage haben sollte. Damit erweist sich insgesamt der vorinstanzliche Schluss, die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Umstände würden kein hinreichendes Bild davon abgeben, inwiefern er im Fall einer Rückführung in sein Heimatland ernsthaft und konkret gefährdet wäre, nicht als schlechterdings unhaltbar. Es wird sodann daran erinnert, dass die Vollzugsbehörde die Vollstreckbarkeit nötigenfalls anhand der aktuellen Verhältnisse nach Art. 66d Abs. 1 StGB überprüfen und dabei auch Umstände beachten wird, die für die Beurteilung der Zumutbarkeit und Verhältnismässigkeit massgebend sind, in den Sachentscheid jedoch nicht oder erst als Prognose Eingang gefunden haben (vgl. Urteil 6B_1077/2020 vom 2. Juni 2021 E. 1.5.6 mit Hinweisen).