Citation: 4A_229/2023 E. 4.3

4.3. Dem kann nicht gefolgt werden. Die Berufung ist hinlänglich zu begründen (Art. 311 Abs. 1 ZPO) und es ist in der Rechtsschrift selbst auszuführen, welche Beanstandungen und weshalb sie gegen die erstinstanzliche Beurteilung erhoben werden (BGE 144 III 394 E. 4.1.4, 142 III 413 E. 2.2.4). Die Partei, welche eine Gehörsverletzung rügt, hat trotz formeller Natur des Gehörsanspruchs darzulegen, welche entscheidrelevanten Vorbringen sie bei Gewährung des rechtlichen Gehörs ins Verfahren eingeführt hätte. Dadurch soll vermieden werden, dass eine Rückweisung zum blossen Leerlauf und zu unnötiger Verfahrensverzögerung wird (Urteil 4A_201/2021 vom 26. November 2021 E. 1.3 mit Hinweisen). Dass der Beschwerdeführer solche Darlegungen entgegen der Vorinstanz in seiner Berufungsschrift vorgebracht hätte, macht er nicht geltend. Er übergeht die Begründungsanforderungen an eine Berufung, wenn er meint, er habe darauf verzichten dürfen, weil sich dies angeblich aus seinen in der Klageantwort enthaltenen Anträgen auf Parteibefragung ergebe. Die Vorinstanz urteilte nicht überspitzt formalistisch, wenn sie verlangte, dass der Beschwerdeführer in seiner Berufungsschrift hätte darlegen müssen, welche entscheidrelevanten Äusserungen er bei Anwesenheit an der erstinstanzlichen Verhandlung hätte einbringen wollen. Sie musste nicht in der Klageantwort forschen, ob sich daraus allenfalls solche entscheidrelevanten Äusserungen ableiten lassen. Dem steht die Eigenständigkeit des Berufungsverfahrens entgegen. Die Gehörsrüge ist unbegründet.