Citation: 4P.4/2005 11.04.2005 E. 4

4.1 Die Beschwerdeführerin beanstandet ferner, dass gestützt auf den Arztbericht vom 21. Januar 1998 überhaupt eine Arbeitsfähigkeit von 100 % angenommen wurde. Der Arztbericht befasse sich lediglich mit der aktuellen rheumatologischen Sichtweise und spreche sich weder über die Zukunft aus noch über die psychischen Aspekte. Auch die neuropsychologische Arbeitsunfähigkeit werde vom Arztbericht nicht erfasst. 4.2 Auch mit diesen Rügen dringt die Beschwerdeführerin nicht durch. Der Arztbericht bezieht sich ausdrücklich auf die neuropsychologischen Abklärungen, so dass dem Obergericht diesbezüglich keine Willkür vorzuwerfen ist. Dass der Bericht zur Arbeitsfähigkeit nicht umfassend Stellung nimmt, bedeutet nicht, dass die nicht berücksichtigten Aspekte zwingend einen Einfluss auf das Ergebnis des Berichtes haben. Es lag an der Beschwerdeführerin nachzuweisen, dass tatsächlich vom Bericht nicht berücksichtigte unfallbedingte Beeinträchtigungen bestehen, welche zu einem vom Bericht abweichenden Ergebnis führen. Das Obergericht geht wie dargelegt in Bezug auf die Unfallkausalität der behaupteten Tatsachen aber ausdrücklich von Beweislosigkeit aus. Hat die Beschwerdeführerin im kantonalen Verfahren form- und fristgerecht entsprechende Behauptungen aufgestellt und dafür entsprechende Beweise angeboten, die das Obergericht nicht abgenommen hat, wäre dies allenfalls als Verletzung von Art. 8 ZGB und damit des Anspruchs auf Beweisführung im Rahmen der Berufung zu rügen gewesen (Art. 84 Abs. 2 OG; BGE 123 III 35 E. 2b S. 40; 120 II 384 E. 4a S. 385; Bundesgerichtsurteil 5P.38/1990 vom 4. Juli 1990, E. 5a mit Hinweisen). In der staatsrechtlichen Beschwerde ist die Rüge nicht zu hören. 4.3 Soweit die Beschwerdeführerin keine vom Arztbericht nicht erfassten Beschwerden nachzuweisen vermag, bleibt es in tatsächlicher Hinsicht bei der dort konstatierten 100-prozentigen Arbeitsfähigkeit für bestimmte Arbeiten. Ob das Obergericht gestützt darauf sämtliche Schadenersatzansprüche der Beschwerdeführerin ab 1998 verneinen durfte, ist eine Frage des Bundesrechts und im Rahmen der Berufung zu behandeln. 4.4 Wenngleich die festgestellte 100-prozentige Arbeitsfähigkeit in Bezug auf den Haushaltsschaden nicht unbedingt massgebend sein muss, ist dem Obergericht keine Willkür vorzuwerfen, wenn es auf die Anordnung weiterer Gutachten verzichtete, zumal die Beschwerdeführerin nach dem insoweit unangefochtenen Urteil des Obergerichts nicht darlegte, inwiefern die von ihr im Haushalt zu leistenden Arbeiten schwerer sind als die für die Annahme der 100-prozentigen Arbeitsfähigkeit massgeblichen. Der Hinweis der Beschwerdeführerin, vor Amtsgericht sei vereinbart worden, allein über den Invaliditätsgrad Beweis zu führen und im Übrigen auf Erfahrungswerte abzustellen, hilft der Beschwerdeführerin nichts. Die Frage, welche Arbeiten die Beschwerdeführerin im Haushalt mit der festgestellten Arbeitsfähigkeit nicht verrichten konnte, bildet Grundlage für die Ermittlung des zu beweisenden Invaliditätsgrades. Damit war die Beschwerdeführerin auch gehalten, entsprechende Behauptungen rechtzeitig und prozesskonform vorzubringen. Die Rüge der Beschwerdeführerin geht ins Leere, soweit überhaupt darauf einzutreten ist und keine mit Berufung zu rügende Bundesrechtsverletzung in Frage steht.