Citation: 9C_909/2017 E. 4.1

4.1. Die dem kantonalen Entscheid zugrunde liegende, von der Beschwerdeführerin kritisierte Rechtsprechung, wonach regelmässig bei nicht ausgewiesener Therapieresistenz ein invalidenversicherungsrechtlich relevanter psychischer Gesundheitsschaden zu verneinen war (statt vieler BGE 140 V 193 E. 3.3 S. 197 mit Hinweis), wurde zwischenzeitlich aufgegeben. Demnach steht die Therapierbarkeit eines Leidens dem Eintritt einer rentenbegründenden Invalidität nicht absolut entgegen. Denn die Behandelbarkeit, für sich allein betrachtet, sagt nichts über den invalidisierenden Charakter einer psychischen Störung aus (BGE 143 V 409 E. 4.2.1 S. 412 f. und E. 5.1 S. 417.; Urteil 9C_590/2017 vom 15. Februar 2018 E. 5.1). Weiter erkannte das Bundesgericht, dass sämtliche psychischen Leiden, namentlich auch depressive Störungen leicht- bis mittelgradiger Natur, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (BGE 143 V 418 E. 7.2 S. 429; 143 V 409 E. 4.5.2 S. 416 f.). Sodann stellte es fest, dass Störungen unabhängig von ihrer Diagnose bereits dann als rechtlich bedeutsame Komorbidität in Betracht fallen, wenn ihnen im konkreten Fall ressourcenhemmende Wirkung beizumessen ist (BGE 143 V 418 E. 8.1 S. 430).