Citation: 9C_990/2012 E. 5.2.2

5.2.2. Aus psychiatrischer Sicht wurde im Teilgutachten der ärztlichen Abklärungsstelle X.________ vom 30. November 2006 eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung diagnostiziert. Obwohl die von Dr. med. S.________ attestierte Arbeitsunfähigkeit von 35% im Wesentlichen der diagnostizierten somatoformen Schmerzstörung zuzuschreiben ist, hat das kantonale Gericht die entsprechende Rechtsprechung gemäss BGE 130 V 352, wonach eine diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung allein in der Regel keine lang dauernde, zu einer Invalidität führende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu bewirken vermag (vgl. E. 4 hievor), entgegen BGE 136 V 279 nicht sinngemäss angewendet. Ebenso wenig hat es die im erwähnten Urteil umschriebenen Voraussetzungen, unter welchen ein Abweichen von diesem Grundsatz ausnahmsweise in Betracht fällt, richtig auf den vorliegenden Fall umgesetzt.