Citation: B 82/00 11.07.2002 E. 2

2.- a) Nach den medizinischen Akten, worunter sich die im kantonalen Verfahren von der Eidgenössischen Invalidenversicherung beigezogenen Unterlagen befinden, ist davon auszugehen, dass der Beschwerdegegner von Dezember 1977 bis Dezember 1992 insgesamt sechs Mal wegen psychischer Probleme und/oder Alkoholismus stationär behandelt wurde. Im Gutachten der V.________-Klinik vom 31. Mai 1994 - verfasst durch Assistenzärztin Frau Dr. med. A.________, visiert von Chefarzt Dr. med. B.________ - wurde die Diagnose einer "primären, multiplen Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen und Borderlineanteilen bei Status nach sekundärem, chronischem Alkoholismus (vom Mischtyp) bei Totalabstinenz seit Dezember 1992" gestellt. b) Laut Feststellungsblatt für den Beschluss der Invalidenversicherung vom 4. September 1996 ist die IV-Stelle diagnostisch von einer selbstunsicheren, unreifen Persönlichkeit mit zyklothymer Symptomatik, sekundärem Aethylabusus und narzisstischer Neurose ausgegangen. Sie stellte dabei auf die Berichte der Psychiatrischen Klinik W.________, vom 20. März 1996, wo der Beschwerdegegner vom 22. Dezember 1995 bis 19. Januar 1996 hospitalisiert gewesen war, und des Dr. med. C.________, vom 26. Februar 1996 ab. Dieser hatte den Beschwerdegegner seit Mai 1979 wiederholt psychiatrisch behandelt. Nach Auffassung der Klinikärzte war der Beschwerdegegner im Anschluss an den stationären Alkoholentzug in der Psychiatrischen Klinik X.________ (vom 1. bis 11. Dezember 1992) bis im Frühjahr 1995 alkoholabstinent gewesen. Schon bald nach Beginn der Tätigkeit als Leiter des Altersheims Q.________ habe er wegen Problemen am Arbeitsplatz wieder Alkohol konsumiert, allerdings nur am Wochenende. Nachdem er seit Dezember 1995 wieder täglich Alkohol zu sich genommen habe, sei er auf Rat des behandelnden Psychiaters in ihre Klinik eingeliefert worden. Im Bericht des Dr. med. C.________ ist für die Zeit von "1993 bis 1995" von einer zweieinhalbjährigen Alkoholabstinenz die Rede. Die Ärzte der Klinik W.________ und Dr. C.________ sprachen sich für eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit seit dem 11. Dezember 1995 aus.