Citation: 6B_912/2018 E. 1.3

1.3. Die Vorinstanz würdigt neben den Aussagen des Beschwerdeführers und des Geschädigten die Schilderungen verschiedener Zeugen bzw. Zeuginnen, wobei sie in Bezug auf den Geschehensablauf weitgehend auf die Ausführungen von M.________ abstellt. Sodann berücksichtigt sie unter anderem die Videoaufnahmen der Verkehrsbetriebe Zürich (nachfolgend: "VBZ") und die Ergebnisse der körperlichen Untersuchung des Geschädigten. Nach Würdigung der vorhandenen Beweismittel erachtet sie es in Anlehnung an das erstinstanzliche Urteil als erstellt, dass es am 28. Mai 2016 vor dem Pub U.________ zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen dem Beschwerdeführer und dem Geschädigten gekommen ist. Im Anschluss daran habe sich der Beschwerdeführer zusammen mit seiner Freundin M.________ in Richtung Schwamendingerplatz entfernt, wobei der Geschädigte dem Beschwerdeführer Schimpfwörter hinterher geschrien habe. Nachdem sich der Beschwerdeführer und M.________ kurz zu zweit am Platz aufgehalten hätten, habe sich auch der Geschädigte mit seinen Begleitern dem Schwamendingerplatz genähert. Gemäss den als glaubhaft erachteten Aussagen von M.________ habe der Beschwerdeführer daraufhin eine Bierflasche ausser Sichtweite des Geschädigten behändigt und diese an einer Treppe zerbrochen. Er habe die abgebrochene Flasche sodann hinter seinem Rücken versteckt gehalten und so auf den Geschädigten gewartet. Als jener zusammen mit seinen Begleitern beim Schwamendingerplatz angekommen sei, sei es zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen den beiden Männern gekommen, wobei indes nicht erstellt werden könne, wie diese genau aufeinander getroffen seien und wer wen zuerst geschlagen habe. "In dubio pro reo" sei jedoch davon auszugehen, dass der Geschädigte zuerst auf den Beschwerdeführer losgegangen ist. Im Rahmen der darauf folgenden, von beiden Männern bewusst gesuchten Auseinandersetzung, habe der Beschwerdeführer mit dem abgebrochenen Teil der Bierflasche gezielt auf den Oberkörper und den Kopf des Geschädigten eingeschlagen bzw. -gestochen und diesem dadurch lebensgefährliche Verletzungen zugefügt. Dass der Geschädigte nicht verstorben sei, sei lediglich dem raschen Eingreifen der Rettungssanitäter zu verdanken.