Citation: 2A.759/2006 20.12.2006 E. 3

3.1 Der Beschwerdeführer hat der Vorinstanz einen "Darlehensvertrag" (datiert "Januar 1998") eingereicht, gemäss welchem er Y.________ in den Jahren 1996/97 in der Form von "verschiedenen Vorschüssen" ein Darlehen von 100'000 Franken gegeben und hierfür vier Prozent Zins verlangt haben soll. Zudem hat er ein Schreiben vorgelegt, in welchem Y.________ bestätigte, dass es sich bei der am 11. Mai 1998 geleisteten Zahlung von 102'000 Franken nicht um eine Provision, sondern um die Rückzahlung eines Darlehens (einschliesslich Zinsen) gehandelt habe. 3.2 Diese Dokumente stützen zwar die Behauptung des Beschwerdeführers; mehr als gewisse Zweifel an der Richtigkeit der streitigen Ermessensveranlagung vermögen sie jedoch nicht zu wecken: Gemäss den für das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz (vgl. Art. 105 Abs. 2 OG) unterhielten der Beschwerdeführer und Y.________ Geschäftsbeziehungen, wobei der Erstere bereits Immobilienverkäufe für den Letzteren getätigt und hierfür Verkaufsprovisionen bezogen hatte. Y.________ hatte in seiner Buchhaltung auch die streitige Zahlung vom 11. Mai 1998 als Provision und nicht als Darlehensrückzahlung verbucht. Zudem gibt es keinerlei Hinweise dafür, dass der Beschwerdeführer Y.________ tatsächlich Geldmittel in der Höhe von 100'000 Franken zur Verfügung gestellt hätte. Schliesslich erscheint es überhaupt wenig glaubwürdig, dass der Beschwerdeführer einem Geschäftspartner, der sich offenbar in finanziellen Schwierigkeiten befand, einen nicht unbedeutenden Darlehensbetrag überlassen haben soll, ohne eine schriftliche Schuldanerkennung geschweige denn eine Sicherheit zu erhalten. Jedenfalls ist es nach dem Gesagten nicht auszuschliessen, dass es sich beim "Darlehensvertrag" und der Erklärung von Y.________ um Gefälligkeitszeugnisse handelt. Mithin vermögen diese Dokumente die Ermessensveranlagung nicht als offensichtlich unrichtig erscheinen zu lassen, was gemäss Art. 132 Abs. 3 DBG Voraussetzung für deren Abänderung zugunsten des Steuerpflichtigen wäre. 3.3 Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, an den Nachweis einer Darlehensrückzahlung würden "prohibitive Anforderungen" gestellt, verkennt er, dass er die Lückenhaftigkeit seiner Geschäftsunterlagen und damit einen allfälligen Beweisnotstand selber zu verantworten hat.