Citation: 5A_566/2018 E. A

A.a. A.A.________ und ihr Ehemann B.A.________ sind je zur Hälfte Miteigentümer des in U.________ gelegenen Grundstücks Kat.-Nr. www. Die Liegenschaft besteht aus zwei Hausteilen. A.A.________ und B.A.________ bewohnen den älteren südwestlichen Hausteil (im Folgenden: Hausteil E.________strasse xxx). Den nordöstlichen Hausteil (im Folgenden: Hausteil E.________-strasse yyy) bewohnt C.________, die Mutter von A.A.________, mit ihrem Lebenspartner D.________ gestützt auf ein Wohnrecht. A.b. C.________ ist die frühere Alleineigentümerin der Liegenschaft Kat.-Nr. www. Sie hatte den Hausteil E.________strasse yyy im Jahr 1997 als Anbau errichtet und zog damals mit ihrem Lebenspartner vom Hausteil E.________strasse xxx in den neuen Anbau um, während ihre Tochter sich mit ihrer Familie im alten Hausteil E.________-strasse xxx einrichtete. Ein paar Jahre später trat C.________ die Liegenschaft Kat.-Nr. www unter dem Titel "Teilweiser Erbvorbezug" an ihre Tochter A.A.________ ab (öffentlich beurkundeter Abtretungsvertrag vom 12. November 2003). Laut dieser Vereinbarung war der auf Fr. 2.5 Mio. festgesetzte Übernahmewert im Umfang von Fr. 1 Mio. durch Einräumung eines lebenslangen Wohnrechts für C.________ zu tilgen. Das Wohnrecht wurde als Personaldienstbarkeit im Grundbuch eingetragen. Später, im Jahr 2006, übertrug A.A.________ den hälftigen Miteigentumsanteil an der Liegenschaft Kat.-Nr. www auf ihren Ehemann. A.c. Die Liegenschaft Kat.-Nr. www befindet sich an einer Hanglage. Der Hausteil E.________strasse xxx ist ungefähr ein Geschoss tiefer gelegen als der Hausteil E.________strasse yyy. Letzterer verfügt über ein Obergeschoss, ein Hochparterre und ein Eingangsgeschoss. Im Hausteil E.________strasse xxx befinden sich ein Hochparterre, ein Eingangsgeschoss sowie ein Kellergeschoss. Die unterste Liftstation des Hausteils E.________strasse yyy befindet sich auf der Höhe des Kellergeschosses des Hausteils E.________strasse xxx und ist mit diesem über einen Vorraum und eine abschliessbare Tür verbunden. Ferner ist im Hausteil E.________strasse xxx das (noch weiter südwestlich und tiefer gelegene) Garagengeschoss integriert. Dieses umfasst einen Garagen- sowie einen Tankraum. Vor dem Garagentor befindet sich ein Vorplatz mit vier Aussenparkplätzen. Mit Ausnahme des Zugangs zum Lift im Kellergeschoss des Hausteils E.________strasse xxx sind die beiden Hausteile baulich vollständig voneinander abgetrennt. Der Hausteil E.________strasse yyy bietet eine selbständige Wohneinheit sowie eigene Kellerräumlichkeiten im Eingangsgeschoss mit Waschküche. Die Hausteile verfügen auch je über eine (separate) Haustür auf derselben Ebene. Vom Vorplatz bzw. vom Garagentor führt ein nicht überdachter Fussweg über 34 Treppenstufen westlich um das Haus zu den Haustüren und damit in das jeweilige Eingangsgeschoss. Neben dem Aussenzugang sind die beiden Hausteile auch durch die Garage erreichbar. Von der Garage führt der Innendurchgang nach Passieren einer Tür über insgesamt 21 Treppenstufen in die Waschküche im Kellergeschoss des Hausteils E.________strasse xxx und weiter von dort durch einen auf dem Grundriss als "Vorplatz" bezeichneten Gang zur Tür, durch die sich der Hausteil E.________strasse yyy betreten lässt. Hinter der Tür befinden sich der besagte Vorraum und der Zugang zum Aufzug, der in die übrigen Geschosse des Hausteils E.________strasse yyy führt. A.d. Nachdem sie im März 2011 eine schwere Hirnblutung erlitt, konnte C.________ den Hausteil E.________strasse yyy bis August 2011 nicht bewohnen. Während dieser krankheitsbedingten Abwesenheit liessen A.A.________ und B.A.________ die Schlösser der Innentür zwischen der Garage und dem Hausteil E.________strasse xxx sowie der Zugangstür zum Aufzug zwischen den beiden Hausteilen ersetzen, so dass C.________ den Aufzug von der Garage aus nicht mehr erreichen konnte.