Citation: 1B_250/2023 E. 3.3

3.3. Nach dem Beschwerdeführer hat die Vorinstanz dagegen "zwingend festgeschrieben[e] Verfahrensabläufe und sachliche[...] Zuständigkeiten" verletzt. Neben den "strafprozessrechtlichen Normen" rügt er auch eine Verletzung von Art. 31 Abs. 1 BV und Art. 5 EMRK. Im Einzelnen macht er geltend, am 6. März 2023 wäre nicht mehr die Staatsanwaltschaft, sondern das Sachgericht dafür zuständig gewesen, beim Zwangsmassnahmengericht Sicherheitshaft zu beantragen. Soweit die Staatsanwaltschaft folglich mit Eingabe vom 6. März 2023 "nachträglich" die Anordnung von Sicherheitshaft beantragte, wäre - seiner Auffassung nach - mangels Zuständigkeit nicht darauf einzutreten gewesen. Dies ergebe sich direkt aus dem Gesetzeswortlaut von Art. 229 StPO und entspreche auch der gesetzgeberischen Absicht, wonach die Herrschaft über das Verfahren mit der Anklageerhebung von der Staatsanwaltschaft auf das erstinstanzliche Gericht übergehen soll und damit auch die Zuständigkeit, dem Zwangsmassnahmengericht die Haft zu beantragen. Selbiges ergebe sich auch aus der Gesetzessystematik; denn mit der Anklageerhebung verliere die Staatsanwaltschaft ihre Stellung als Verfahrensleiterin und das damit einhergehende Antragsrecht. Weiter bringt der Beschwerdeführer vor, am 6. März 2023 habe bereits seit fünf Tagen keine Untersuchungshaft mehr bestanden. Unter diesen Umständen hätte die Vorinstanz auch nicht "ohne weiteres" davon ausgehen dürfen, dass ein Fall vorbestehender Untersuchungshaft im Sinne von Art. 229 Abs. 1 StPO vorliege.