Citation: 6B_334/2008 08.11.2008 E. 2

Zur Beschwerde in Strafsachen ist berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat und ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids hat (Art. 81 Abs. 1 lit. a und b). Die Aufzählung in lit. b Ziff. 1 - 6, wer ein rechtlich geschütztes Interesse hat, ist nicht abschliessend. In der Literatur werden unter anderen auch Personen als beschwerdeberechtigt genannt, die von Kosten- und Entschädigungsentscheiden beschwert sind. Aber auch von ihnen wird verlangt, dass sie sich am vorinstanzlichen Verfahren beteiligt oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten haben (Niklaus Schmid, Die Strafrechtsbeschwerde nach dem Bundesgesetz über das Bundesgericht - eine erste Auslegeordnung, ZStrR 124/2006 S. 187). Für Opfer und (einfache) Geschädigte ist die Teilnahme am Verfahren fakultativ. Von ihnen wird erwartet, dass sie sich aktiv darum bemühen. Wer im vorinstanzlichen Verfahren Gleichgültigkeit und Interesselosigkeit bekundet, soll von der Beschwerde in Strafsachen ausgeschlossen bleiben (NIKLAUS SCHMID, a.a.O., S. 179 oben unter Hinweis auf die Botschaft).