Citation: 1B_505/2019 E. 3.7

3.7. Die Beschwerdeführerin ist 62 Jahre alt. Sie ist somit weder wegen jugendlichen noch fortgeschrittenen Alters ausserstande, ihre Sache im Strafverfahren selber zu führen. Sie ist Schweizerin deutscher Muttersprache, weshalb sie sich im Verfahren problemlos verständigen kann. Dass sie in ihrer körperlichen oder psychischen Gesundheit beeinträchtigt wäre, macht sie nicht geltend und ist nicht ersichtlich. Es geht um eine Auseinandersetzung im Zusammenhang mit dem von der Beschwerdeführerin während kurzer Zeit geführten Restaurant- und Hotelbetrieb. Der Sachverhalt ist überschaubar und die sich stellenden Rechtsfragen erscheinen nicht als besonders komplex. Um einen Fall schwerer Kriminalität handelt es sich nicht. Die Beschwerdeführerin verlangt Schadenersatz wegen nutzloser Aufwendungen und entgangenen Gewinns; zudem die Rückerstattung des geleisteten Pachtzinses. Als Wirtin muss sie in der Lage sein, die entsprechenden Forderungen selber zu beziffern. Ebenso kann sie die seelische Unbill, die der Genugtuungsforderung zugrundeliegt, selber zum Ausdruck bringen. Im Lichte der dargelegten restriktiven Rechtsprechung hat die Beschwerdeführerin im Strafverfahren daher keinen Anspruch auf die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands.