Citation: 8C_128/2023 E. 5

Das kantonale Gericht stellte fest, C.________ sei zu keinem Zeitpunkt Mitglied der Universitätsleitung oder Leiterin oder sonst eine Vertreterin des Instituts F.________ gewesen. Es sei ihr folglich nicht die Kompetenz zugekommen, die Leiterin oder den Leiter des Instituts E.________ auszuwählen und anzustellen. Sie habe gegenüber dem Beschwerdeführer denn auch mehrfach zum Ausdruck gebracht, dass nicht sie bzw. nicht sie allein darüber entscheiden könne, wer die Leitung des Instituts E.________ übernehme. So habe sie dem Beschwerdeführer namentlich ihr Schreiben vom 8. August 2016 an den Rektor zukommen lassen, mit welchem sie diesem den Beschwerdeführer als interimistischen Leiter des Instituts E.________ vorgeschlagen und um wohlwollende Prüfung sowie - bei Einverständnis - schriftliche Bestätigung gebeten habe. Die E-Mail vom 10. August 2016, mit welcher der damalige Prorektor des Instituts I.________ das Schreiben beantwortet habe, stelle keine solche Bestätigung dar. Diese habe vielmehr zum Ausdruck gebracht, dass der Entscheid über die vorgeschlagenen Massnahmen nicht in der Kompetenz von C.________ liege und noch nicht gefällt worden sei. Auch wenn C.________ bis Mitte 2018 Dekanin der Fakultät G.________ gewesen sei, habe der Beschwerdeführer nicht in guten Treuen davon ausgehen dürfen, dass sie für die Auswahl oder Anstellung der Leiterin oder des Leiters des Instituts E.________ (allein) zuständig wäre. In all ihren Äusserungen könne daher keine Grundlage für ein schutzwürdiges Vertrauen im Sinne von Art. 9 BV gesehen werden. Auch B.________, Leiter des Instituts F.________, habe dem Beschwerdeführer nie vorbehaltlos eine Anstellung als Leiter des Instituts E.________ zugesichert. Seine vom Beschwerdeführer eingereichte E-Mail vom 24. Januar 2020 könne nicht als Vertrauensgrundlage im Hinblick auf eine Anstellung ab 2019 gesehen werden. Der unfertige Entwurf eines nicht den Beschwerdeführer betreffenden Stellenantrags stelle keine Willensäusserung gegenüber dem Beschwerdeführer dar und es fehle die erforderliche Vorbehaltlosigkeit. Ende November 2019 seien zudem mehrere Medienberichte erschienen, die den Beschwerdeführer namentlich erwähnt hätten. In diesem Rahmen sei unter anderem darauf hingewiesen worden, dass er Mitglied des wissenschaftlichen Beraterstabs eines Unternehmens gewesen sei, welches das Produkt X.________ entwickelt habe, das zu Schädigungen bei Patientinnen und Patienten geführt habe. Angesichts der unbestrittenermassen erfolgten negativen Medienberichterstattung hätte die Anstellung des Beschwerdeführers als Leiter des Instituts E.________ per Anfang 2019 ein Reputationsrisiko für die Beschwerdegegnerin dargestellt. Zudem habe sich die Berichterstattung nachteilig auf seine Eignung ausgewirkt, die Aufgaben zu erfüllen, die der Leiterin bzw. dem Leiter des Instituts E.________ zukommen würden. Folglich sei ab Ende November 2018 ein wesentlich veränderter Sachverhalt vorgelegen. Selbst wenn die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer zuvor eine Anstellung als Leiter des Instituts E.________ zugesichert hätte, wäre sie somit aufgrund der Veränderung der tatsächlichen Umstände nicht mehr an diese Zusicherung gebunden gewesen. Ferner sei die vom Beschwerdeführer geltend gemachte unrichtige bzw. unvollständige Erstellung des Sachverhalts nicht ersichtlich. Die Frage, ob die Universitätsleitung oder das Institut F.________ gestützt auf die PVO-UZH, das Organisationsreglement der Universitätsleitung und die UniO für die Auswahl bzw. Anstellung des Leiters des Instituts E.________ zuständig sei, könne offen bleiben, da keine der zwei möglicherweise zuständigen Stellen eine vorbehaltlose Zusicherung ausgesprochen hätte. Die Beschwerdegegnerin sei des Weiteren nicht verpflichtet gewesen, die Nichtanstellung des Beschwerdeführers förmlich zu verfügen und vorgängig Gelegenheit zur Stellungnahme einzuräumen, weshalb ihr keine Gehörsverletzung vorgeworfen werden könne. Bezogen auf die Nichtanstellung des Beschwerdeführers sei schliesslich kein Verhalten der Beschwerdegegnerin ersichtlich, das eine Verletzung der Fürsorgepflicht hätte darstellen können. Die Beschwerde sei abzuweisen.