Citation: 6P.128/2003 22.01.2004 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör. Er macht geltend, das vom Institut für Rechtsmedizin an der Universität Zürich (IRM) zur Todesursache erstattete Obduktionsgutachten vom 29. Dezember 1999 und das Ergänzungsgutachten nebst Nachtrag vom 30. Oktober 2000 seien in verschiedener Hinsicht nicht schlüssig. Er habe vor allen kantonalen Instanzen geltend gemacht, dass andere Todesursachen als der vom Gutachter allein näher untersuchte Tod durch Ersticken wahrscheinlicher, zumindest aber ebenso wahrscheinlich seien. Deshalb habe er mehrfach die Einholung eines weiteren Gutachtens von einem unabhängigen Gutachter beantragt. 2.1 Der Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV umfasst u.a. das Recht des Betroffenen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 126 I 15 E. 2a/aa; 124 I 49 E. 3a und 241 E. 2 je mit Hinweisen). Der Richter muss somit rechtzeitig und formrichtig angebotene erhebliche Beweismittel abnehmen (BGE 122 I 53 E. 4a mit Hinweisen). Dies verwehrt es ihm indes nicht, einen Beweisantrag abzulehnen, wenn er in willkürfreier Würdigung der bereits abgenommenen Beweise zur Überzeugung gelangt, der rechtlich erhebliche Sachverhalt sei genügend abgeklärt, und er überdies in willkürfreier antizipierter Würdigung der zusätzlich beantragten Beweise zur Auffassung gelangen durfte, weitere Beweisvorkehren würden an der Würdigung der bereits abgenommenen Beweise voraussichtlich nichts mehr ändern (BGE 124 I 208 E. 4a; 122 II 464 E. 4a; 122 III 219 E. 3c; 122 V 157 E. 1d je mit Hinweisen). Ob ein Gericht die im Gutachten enthaltenen Erörterungen für überzeugend hält oder nicht und ob es dementsprechend den Schlussfolgerungen des Experten folgen oder eine Oberexpertise anordnen soll, ist eine Frage der Beweiswürdigung. Zieht der Richter mangels eigener Fachkenntnis einen Experten bei, ist er bei der Würdigung des Gutachtens grundsätzlich frei. Er darf aber nicht ohne triftige Gründe in Fachfragen seine Meinung anstelle derjenigen des Experten stellen. Weicht er von den Folgerungen des Gutachters ab, so hat er dies zu begründen (BGE 101 IV 129 E. 3a mit Hinweisen).