Citation: 1P.614/1999 26.06.2000 E. A

A.- Am 16. Juni 1998 verabschiedete die Gemeindever- sammlung von Lommis eine einheitliche baurechtliche Grund- ordnung für die früheren Ortsgemeinden Lommis, Weingarten und Kalthäusern. Gemäss neuem Zonenplan besteht namentlich entlang des Kaabachs und der Lauche ein 20 m breiter Land- schaftsschutzgürtel sowie eine Naturschutzzone im Gebiet Lommiserriet. Zweck der Landschaftsschutzzone ist nach Ziff. 4.4.2 Abs. 1 des Baureglementes die dauernde Erhaltung der ausge- schiedenen Gebiete in ihrer natürlichen Schönheit und Eigen- art. Im Übrigen lautet die massgebende Bestimmung wie folgt: Bauten und Anlagen sind untersagt, wenn sie nicht zur War- tung oder Bewirtschaftung des Gebietes notwendig sind; für zulässige Bauten gelten die Vorschriften der Landwirtschafts- zone (Abs. 2). Die Art der landwirtschaftlichen Nutzung und Massnahmen zum Zwecke der Bodenverbesserung sowie geringfü- gige Terrainveränderungen werden durch diese Zonenvorschrif- ten nicht eingeschränkt (Abs. 3). Zum Eindecken von Bach- läufen und Roden von Gehölzen und Hecken können in dieser Zone keine Bewilligungen erteilt werden. Die als Unterhalt notwendige Lichtung der Gehölze ist möglich und erwünscht (Abs. 4). Der Zweck der Naturschutzzone besteht gemäss Ziff. 4.4.3 des Baureglementes darin, die ausgeschiedenen Gebiete in ihrer heutigen Struktur mit der dazugehörenden Pflanzen- und Tierwelt umfassend zu schützen (Abs. 1). Bau- ten und Anlagen sind nicht zulässig. Eingriffe irgendwelcher Art sind bewilligungspflichtig. Der Gemeinderat holt vor- gängig eine Stellungnahme bzw. eine Ausnahmebewilligung der zuständigen kantonalen Fachstelle (Amt für Raumplanung) ein (Abs. 2). In der Naturschutzzone gilt ein gänzliches Ablage- rungs- und Deponieverbot. Entwässerungen mit dem Zweck der Trockenlegung eines Gebietes sind untersagt (Abs. 3). Wei- tergehende Vorschriften über die Erhaltung und Pflege der Naturschutzgebiete sowie der Tier- und Pflanzenwelt werden durch Verordnungen, privatrechtliche Verträge oder Grund- bucheinträge geregelt (Abs. 4).