Citation: 5A_1022/2019 E. 3.2

3.2. Ferner ist der Beschwerdeführer nicht einverstanden mit der bis Ende 2019 geltenden Übergangsfrist, während welcher der Beschwerdegegnerin nur ein Arbeitspensum von 75 % angerechnet wird. Diesbezüglich hatte das Bezirksgericht ausgeführt, dass die Parteien jahrelang die 10/16-Regel gelebt hätten, weshalb das Pensum während einer Übergangsphase nur in dieser Höhe angesetzt werde. Der Beschwerdeführer bringt demgegenüber vor, die geteilte Obhut habe spätestens ab März 2018 existiert, weshalb bei der Beschwerdegegnerin nichts gegen ein Arbeitspensum von 90 % ab "Urteilsbildung im März 2019" spreche. Überdies fusse die Anwendung der 10/16-Regel während der Übergangsfrist auf einer nicht mehr aktuellen Rechtsgrundlage. Vielmehr hätten die Gerichte die per 1. Januar 2017 geltenden Gesetze beachten müssen, welche auch der modernen Rollenverteilung in seiner Familie gerecht würden. Der Beschwerdeführer übersieht, dass das Bezirksgericht bzw. das Obergericht, indem es ein Arbeitspensum von 75 % angesetzt hat, der hälftigen Betreuung des Sohnes bereits Rechnung getragen hat. Würde die Beschwerdegegnerin den Sohn voll betreuen, so hätte sie nach Massgabe der 10/16-Regel nur zu einem Pensum von 50 % verpflichtet werden können. Der Beschwerdeführer verkennt zudem, dass die Rechtskraft erst mit Eröffnung des obergerichtlichen Urteils eintreten und die Übergangsphase entsprechend frühstens im November 2019 (und nicht bereits im März 2019) zu laufen beginnen konnte. Im Übrigen vermag der Beschwerdeführer, indem er sich über die Übergangsfrist pauschal empört, nicht überzeugend darzulegen, weshalb eine kurze Übergangsfrist von nicht einmal zwei Monaten geradezu unhaltbar ist. Unbehelflich ist dabei die Aussage des Beschwerdeführers, es sei willkürlich, dass die Beschwerdegegnerin ab Januar 2020 "plötzlich" verpflichtet werde, ihr Pensum auf 90 % zu erhöhen, da sich ja nichts geändert habe. So wurde die Beschwerdegegnerin eben gerade nicht plötzlich zu einer Pensumserweiterung verpflichtet, sondern ihr eben eine Übergangszeit eingeräumt, um ihr zu ermöglichen, bis Januar 2020 eine angemessene Stelle zu finden (vgl. BGE 129 III 417 E. 2.2 S. 421). Anzufügen ist, dass die 10/16-Regel nicht nur einseitig bei der Beschwerdegegnerin angewendet wurde. Vielmehr wurde auch beim Beschwerdeführer während dieser Phase im Sinne besagter Regel nur ein Pensum von 75 % und dementsprechend ein tieferes Einkommen angerechnet. Eine Rechtsverletzung bzw. ein Verstoss gegen das Willkürverbot liegt nicht vor.