Citation: 1C_405/2021 E. 4

Schliesslich rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung des Beschleunigungsgebots, weil das Urteil vom 21. Oktober 2020 erst über sieben Monate später begründet eröffnet worden sei. Soweit er damit eine Reduktion der Entzugsdauer erreichen will, kann ihm nicht gefolgt werden. Wie dargelegt, sind bei der Festlegung der Entzugsdauer grundsätzlich die für Inlandtaten geltenden Vorschriften anzuwenden (vgl. oben E. 3.1). Gemäss Art. 16 Abs. 3 Satz 2 SVG darf die Mindestentzugsdauer nicht unterschritten werden. Dies gilt nach der Rechtsprechung auch bei einer Verletzung des verfassungsrechtlichen Beschleunigungsgebots und selbst bei Personen, die beruflich auf den Führerausweis angewiesen sind (vgl. BGE 135 II 334 E. 2.2; Urteile 1C_52/2022 vom 8. Juni 2022 E. 2.5; 1C_498/2021 vom 5. Oktober 2021 E. 3). Dass Art. 16cbis Abs. 2 Satz 2 SVG entsprechend den Auswirkungen des ausländischen Fahrverbots auf die betroffene Person die Möglichkeit einer Unterschreitung der Mindestentzugsdauer erlaubt, vermag daran nichts zu ändern. Eine schwere Verletzung des Beschleunigungsgebots macht der Beschwerdeführer sodann nicht geltend. Vielmehr räumt er selber ein, dass die geltend gemachte Verletzung "freilich nicht zu einem Absehen von einer Massnahme führen" könne. Nachdem der Beschwerdeführer seine Rüge nicht weiter begründet (vgl. Art. 106 Abs. 2 BGG, oben E. 2) und auch nicht ersichtlich ist, dass der Entzug des Führerausweises unter den gegebenen Umständen wegen des Zeitablaufs keine erzieherische Wirkung mehr haben könnte, ist nicht weiter darauf einzugehen.