Citation: 5A_44/2015 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwog, dass zu Beginn der mit Beschluss vom 26. April 2010 auf eigenes Begehren errichteten Vormundschaft lediglich ein Bankguthaben von Fr. 627.75 vorhanden gewesen sei, während noch im Jahre 2001 auf dem gleichen Konto des Beschwerdeführers bei der Bank E.________ Fr. 29'191.90 gutgeschrieben worden waren und in der Folge weitere Rentenleistungen (als Kinderrente zur IV-Rente der Mutter des Beschwerdeführers) hinzugekommen seien. Der Beschwerdeführer habe ab August 2004 während der Woche in Institutionen gewohnt, welche von der IV finanziert worden seien. Der Vater des Beschwerdeführers habe bis 30. Juni 2007 durchschnittlich offenbar nur Fr. 250.-- bis Fr. 300.-- beisteuern müssen. Überdies habe der Beschwerdeführer die Wochenenden nach der Aktenlage nicht beim Vater, sondern überwiegend bei den Grosseltern verbracht. Es bestünden deshalb gewichtige Anhaltspunkte für die Annahme, wonach dem Beschwerdeführer zustehende Vermögenswerte zweckwidrig verwendet worden seien, zumal gemäss Auskunft des Rechtsvertreters des Vaters einmal Fr. 14'000.-- vom Konto des Beschwerdeführers für den Kauf eines Personenwagens abgehoben worden seien. Ein Verzicht auf die Prozessführung gegen den Vater sei aus objektiver Sicht erst dann möglich, wenn über die betreffenden Geldbeträge Klarheit herrschten. Ein Verzicht auf die Prozessführung, ohne zu wissen, ob und inwieweit der Berechtigte auf ihm zustehende finanzielle Ansprüche verzichte, lasse sich nicht rechtfertigen. In einer solchen Konstellation sei die Handlungsfähigkeit des Beschwerdeführers zu entziehen. Dies gelte erst recht, als der Beschwerdeführer zwischenzeitlich 25-jährig geworden sei, selbständig wohne und seine kurze Erwerbstätigkeit bereits dreimal aufgegeben und zeitweilig Arbeitslosentaggelder bezogen habe. Die wenig gesicherten Arbeitsstellen bzw. die ständigen Wechsel mit zeitweiliger Arbeitslosigkeit sprächen für die Schlussfolgerung, wonach der Beschwerdeführer zur Absicherung seiner Existenz auf finanzielle Ressourcen angewiesen sei, mithin aus objektiver Sicht ein Verzicht auf finanzielle Ansprüche grundsätzlich nicht ohne weiteres in Frage komme.