Citation: U 50/01 19.10.2001 E. A

A.- Der 1938 geborene, als Elektroingenieur erwerbstätige C.________ leidet seit Jahren an Gleichgewichtsproblemen und Gangstörungen. Nachdem eine ORL-Abklärung einen unauffälligen Befund ergeben hatte, stellte Dr. med. S.________, Spezialarzt für Neurologie FMH, am 24. September 1996 eine zerebellare Symptomatik und Polyneuropathie fest. Dr. med. X.________, Spezialarzt für Neurologie FMH, erhob die Diagnose einer zerebellaren Ataxie vom "late onset - Typ" und stellte mit Bericht vom 16. Juni 1997 fest, ätiologisch liege am Wahrscheinlichsten ein degeneratives Leiden vor, wobei eine beginnende olivo-ponto-zerebellare Atrophie nicht ausgeschlossen werden könne; begleitend bestehe eine leichte periphere Neuropathie, welche aufgrund des Ausmasses für die Gangstörung nicht verantwortlich gemacht werden könne. Eine neuropsychologische Untersuchung in der Klinik vom 11. Juli 1997 ergab weitgehend unauffällige Befunde. Am 8. April 1998 suchte C.________ Dr. med. Y.________, Spezialarzt für Innere Medizin FMH, auf, welcher eine Lyme-Neuroborreliose diagnostizierte und eine stationäre Behandlung mit Claforan während vier Wochen vornahm. Der Arbeitgeber reichte der SUVA am 22. Juli 1998 eine Unfallmeldung ein, worin angegeben wurde, C.________ habe im Herbst 1995 beim Pilzsuchen in der Gegend von Weiach einen Zeckenbiss erlitten. Am 10. November 1998 berichtete Dr. med. Y.________ der SUVA, seit der Antibiotika-Therapie habe sich die Feinmotorik an den oberen Extremitäten deutlich gebessert, unverändert geblieben seien die Gleichgewichtsstörungen und die Koordinationsstörungen der unteren Extremitäten. Es bestehe der dringende Verdacht auf Lyme-Borreliose. Nach zwei Stürzen zu Hause am 9. November 1998 und 1. Januar 1999 wurde C.________ vom Neurologen Prof. Dr. med. W.________, untersucht, welcher eine ausgeprägte Atrophie des Kleinhirns sowie eine Atrophie des Pons fand, eine olivo-ponto-zerebellare Atrophie diagnostizierte und eine Neuro-Borreliose ausschloss. Mit Verfügung vom 29. Januar 1999 lehnte die SUVA den Anspruch auf Versicherungsleistungen mangels einer Unfallkausalität der bestehenden Beschwerden ab. An ihrem Standpunkt hielt sie mit Einspracheentscheid vom 30. April 1999 fest.