Citation: 1P.353/2002 18.07.2002 E. 1

1.1 Der Beschwerdeführer ficht eine Haftverlängerungsverfügung gemäss § 76 Abs. 2 des Gesetzes über die Strafrechtspflege des Kantons Aargau vom 11. November 1958 (StPO; SR 251.100) an und verlangt nebst der Aufhebung dieser Verfügung die unverzügliche Entlassung aus der Untersuchungshaft. Obwohl die staatsrechtliche Beschwerde grundsätzlich rein kassatorischer Natur ist, ist im Rahmen der Beschwerde wegen Verletzung der persönlichen Freiheit das Begehren zulässig, die kantonalen Behörden seien anzuweisen, den Beschwerdeführer aus der Haft zu entlassen (BGE 124 I 327 E. 4b/aa S. 333; 115 Ia 293 E. 1a S. 297). Auf die gegen einen kantonal letztinstanzlichen Entscheid erhobene und im Übrigen frist- und formgerechte Beschwerde ist daher einzutreten. 1.2 Neue tatsächliche Vorbringen sind im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde grundsätzlich nicht erlaubt. Das Novenverbot gilt für den Beschwerdegegner ebenso wie für den Beschwerdeführer (BGE 118 III 37 E. 2a S. 38 f.). Ausnahmsweise zulässige neue Vorbringen sollen sich auf Tatsachen und Beweismittel beziehen, die bereits im Zeitpunkt des letzten kantonalen Entscheides gegeben waren (Walter Kälin, Das Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde, 2. Auflage, Bern 1994, S. 370). Soweit der Bezirksamtmann-Stellvertreter vorbringt, es bestehe neu auch dringender Tatverdacht sowie Kollusionsgefahr bezüglich mehrerer Diebstähle von Servierportemonnaies, sind die Ausführungen der Strafverfolgungsbehörde nicht zu berücksichtigen.