Citation: 1C_462/2022 E. 7.3

7.3. Die Vorinstanz hielt in Bezug auf das Wohnhaus Nr. 29d fest, dieses werde zwar derzeit an Dritte vermietet und damit zonenfremd genutzt. Das Wohnhaus stehe aber im Miteigentum des Beschwerdegegners, sei dem Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht vom 4. Oktober 1991 (BGBB; SR 211.412.11) unterstellt und bilde Teil seiner landwirtschaftlichen Liegenschaft. Folglich sei dieses Gebäude als betriebseigenes Wohnhaus und nicht als Nachbarschaftsgebäude zu qualifizieren. Jemand, der sich dafür entscheide, eine Wohnung in der Landwirtschaftszone bzw. auf einem Landwirtschaftsbetrieb zu mieten, habe die Immissionen, die sich aus der rechts- und zonenkonformen Nutzung des Betriebs ergeben würden, grundsätzlich zu dulden.