Citation: 7B_157/2024 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer macht sinngemäss geltend, die Verweigerung der bedingten Entlassung verstosse gegen Bundesrecht. Die Vorinstanz stelle alleine auf seine Vorstrafen ab, ohne eine Gesamtwürdigung aller für die Prognose relevanten Umstände vorzunehmen. Sodann lasse die Vorinstanz wesentliche positive Punkte unberücksichtigt. Sie erwarte zu Unrecht eine Verbesserung der Situation des Beschwerdeführers durch einen weiteren Strafvollzug, zumal dieser seit vielen Jahren Drogen konsumiere und nicht drogenfrei werde leben können. Ungeachtet dessen habe er seit fünf Jahren keine weiteren Delikte begangen. Es bestehe keine doppelt negative Prognose. Insgesamt überschreite die Vorinstanz ihr Ermessen, indem sie eine bedingte Entlassung verweigere. Im Zusammenhang mit der Prognosestellung beanstandet der Beschwerdeführer, das psychiatrische Gutachten von Dr. med. B.________ vom 20. April 2020, welches die Vorinstanz zur Beurteilung des von ihm ausgehenden Risikos heranziehe, sei nicht hinreichend aktuell. Er habe unbestrittenermassen Delikte zum Nachteil seiner Ehefrau verübt. Indessen sei er nur für einen Bruchteil der Delikte verurteilt worden, welche die Ehefrau angezeigt habe. Dabei basiere das Gutachten noch auf allen Tatvorwürfen, d.h. auch auf jenen, für welche Freisprüche erfolgt seien. Darüber hinaus verwende das Gutachten für ihn nicht aussagekräftige Prognoseinstrumente. Das Prognoseinstrument VRAG sei für Männer von 30 bis 50 Jahren entwickelt worden. Indessen sei er bald 55 Jahre alt. Das Prognoseinstrument ODARA sei ebenso wenig aussagekräftig. Insgesamt könne nicht auf das Gutachten abgestellt werden.