Citation: 5A_42/2020 E. 5.1

5.1. Das Kantonsgericht erwog diesbezüglich, es sei vom tatsächlich erzielten Einkommen auszugehen. Die Beschwerdegegnerin habe angegeben, seit Januar 2017 zunächst in einem 10 %-Pensum als Reinigungskraft gearbeitet und damit ein Einkommen von ca. Fr. 500.-- monatlich erwirtschaftet zu haben. An der Befragung vom 25. Oktober 2017 habe sie ausgesagt, im Laufe des Jahres immer weniger gearbeitet zu haben und derzeit nur noch zwei Stunden pro Woche zu arbeiten, mithin in einem Pensum von ca. 5 %. Am 5. Juni 2018 habe sie angegeben, monatlich Fr. 220.-- zu verdienen. Gemäss Lohnausweis vom 6. Februar 2018 habe die Beschwerdegegnerin vom 1. Juni 2018 bis zum 31. Dezember 2018 einen Nettolohn von Fr. 8'362.-- erzielt, was einem monatlichen Nettolohn von Fr. 1'194.55 (Fr. 8'362.-- / 7) entspreche. Es handle sich dabei um eine Teilzeitanstellung von 33 % bei der K.________ SA in X.________. Darüber hinaus habe die Beschwerdegegnerin bestätigt, dass sie ihre bisherige Tätigkeit immer noch ausübe. Das Bezirksgericht habe der Beschwerdegegnerin für die Monate Juli und August 2017 ein Einkommen von Fr. 500.-- und ab September 2017 ein Einkommen von Fr. 220.-- angerechnet. Das seit 1. Juni 2018 tatsächlich erzielte Einkommen der Beschwerdegegnerin belaufe sich sodann auf Fr. 1'414.55 (= Fr. 1'194.55 [Pensum 33 %] + Fr. 220.-- [Pensum ca. 5 %]) monatlich und entspreche einem Arbeitspensum von ca. 40 %. Soweit der Beschwerdeführer vorbringe, es sei ein hypothetisches Einkommen zwischen 60 % und 80 % anzurechnen, sei festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin erst ungefähr ein halbes Jahr vor Einreichung des Eheschutzgesuchs eine Arbeitstätigkeit im Umfang von 10 % aufgenommen habe. Bei genügenden Mitteln hätten beide Ehegatten Anspruch auf die Fortführung des zuletzt gelebten Standards. Wie nachfolgend aufgezeigt werde, seien genügend Mittel vorhanden, um den Bedarf der Familie zu decken. Überdies verbleibe dem Beschwerdeführer - abgesehen von der Sparquote der Beschwerdegegnerin aufgrund der bisher bezahlten Vorsorgeleistungen - eine maximale Sparquote, d.h. eine Überschussverteilung entfalle. Weil die Mittel zur Deckung des Familienbedarfs ausreichten und aufgrund des bisher gelebten Standards sei es daher nicht angezeigt, auf Seiten der Beschwerdegegnerin ein höheres, hypothetisches Einkommen anzurechnen.