Citation: 4A_99/2007 15.08.2007 E. 3

3.1 Das Kantonsgericht ging davon aus, die Beschwerdeführer hätten den Widerruf der von ihnen anerkanntermassen am 15. Mai 2001 erteilten Generalvollmacht beweisen müssen. Nachdem die Beschwerdeführer den Widerruf der erteilten Vollmacht vor Abschluss des umstrittenen Darlehensvertrags weder rechtsgenüglich behauptet noch bewiesen hätten, sei davon auszugehen, dass F.________ ermächtigt gewesen sei, diesen Vertrag im Namen der Beschwerdeführer und mit Wirkung für sie abzuschliessen. 3.2 Die Beschwerdeführer wenden dem Sinne nach ein, die Beschwerdegegner seien dafür beweispflichtig, dass im Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung vom 6. April 2002 die F.________ erteilte Generalvollmacht noch gültig gewesen sei. Dazu hätten sie nachweisen müssen, dass ihnen bei der Vertragsunterzeichnung das Original der ausgestellten Generalvollmacht vorgelegt worden sei. Dieser Beweis sei ihnen nicht gelungen. Entgegen der Annahme des Kantonsgerichts könne eine blosse Kopie einer Vollmacht zum Nachweis der Bevollmächtigung des Vertreters nicht genügen. 3.3 Wenn jemand, der zur Vertretung eines andern ermächtigt ist, in dessen Namen einen Vertrag abschliesst, so wird der Vertretene und nicht der Vertreter berechtigt und verpflichtet (Art. 32 Abs. 1 OR). Eine durch Rechtsgeschäft erteilte Ermächtigung kann jederzeit vom Vollmachtgeber beschränkt oder widerrufen werden (Art. 34 Abs. 1 OR). Der Widerruf erfolgt durch eine Erklärung des Vollmachtgebers, dass die erteilte Vollmacht beendet sei (Zäch, Berner Kommentar, N. 1 zu Art. 34 OR). Beruft sich der Vollmachtgeber auf eine Widerrufserklärung, so hat er sie gemäss Art. 8 ZGB zu beweisen (Zäch, Berner Kommentar, N. 64 zu Art. 34 OR; vgl. auch Watter/Schneller, Basler Kommentar, 4. Aufl., N. 14 zu Art. 34 OR). Hat der Vertretene die Vollmacht ausdrücklich oder tatsächlich kundgegeben, so kann er deren gänzlichen oder teilweisen Widerruf gutgläubigen Dritten nur dann entgegensetzen, wenn er ihnen auch diesen Widerruf mitgeteilt hat (Art. 34 Abs. 3 OR). Die Kundgabe der Vollmacht kann namentlich dadurch erfolgen, dass der Vertreter dem Dritten eine schriftliche Vollmacht vorlegt (BGE 131 III 511 E. 3.2.1 S. 518 mit Hinweisen). 3.4 Im vorliegenden Fall haben die Beschwerdeführer anerkanntermassen F.________ am 15. Mai 2001 eine schriftliche Generalvollmacht ausgestellt. Dass diese das umstrittene Darlehen nicht erfasse, machen die Beschwerdeführer vor Bundesgericht nicht mehr geltend. Unter diesen Umständen waren die Beschwerdeführer für ihre Angabe, sie hätten die Vollmacht vor Abschluss des Darlehensvertrags am 6. April 2002 widerrufen, beweispflichtig. Da sie diesen Beweis nicht haben erbringen können, hat das Kantonsgericht bundesrechtskonform angenommen, die Generalvollmacht sei im Zeitpunkt des Abschlusses des Darlehensvertrages noch gültig und F.________ zur Vertretung berechtigt gewesen. Damit kann offen bleiben, ob die Beschwerdegegner, wenn die Vollmacht vor Abschluss des Darlehensvertrags gegenüber F.________ widerrufen worden wäre, auf Grund der ihnen vorgelegten Kopie der Vollmachtsurkunde als gutgläubig im Sinne von Art. 34 Abs. 3 OR hätten gelten können, oder ob dazu eine Original-Vollmacht erforderlich gewesen wäre.