Citation: 6B_427/2021 E. 2.1.2

2.1.2. Die Norm bezweckt, das Leben und die körperliche Integrität der Personen, die am öffentlichen Verkehr teilnehmen, zu schützen. Der Tatbestand der fahrlässigen Störung des öffentlichen Verkehrs ist erfüllt, wenn drei konstitutive Elemente vereinigt sind: eine durch den Täter begangene Fahrlässigkeit, die konkrete Gefährdung des Lebens oder der körperlichen Integrität einer am öffentlichen Verkehr teilnehmenden Person sowie ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang zwischen der Fahrlässigkeit und der Gefährdung (vgl. BGE 134 IV 255 E. 4.1; Urteile 6B_332/2019 vom 29. Oktober 2019 E. 2.1.2; 6B_1220/2018 vom 27. Juni 2019 E. 2.2; 6B_1341/2018 vom 16. April 2019 E. 2.1; je mit weiteren Hinweisen; siehe ferner zum Normschutzzweck: HEMPEL, Strafbarkeit von Fluglotsen wegen Störung des öffentlichen Verkehrs nach schweizerischem Recht, Zeitschrift für Luft- und Weltraumrecht [ZLW], 2020 S. 30 f.; FIOLKA, in: Basler Kommentar, Strafrecht II, 4. Aufl. 2019, N. 5 f. zu Art. 237 StGB; RODIGARI, in: Commentaire romand, Code pénal II, 2017, N. 1 f. zu Art. 237 StGB).