Citation: U 295/06 01.02.2007 E. 5

Die Vorinstanz erwog, gestützt auf das Gutachten des ZMB, dem voller Beweiswert zukomme und auf welches abzustellen sei, habe die Winterthur einen Rentenanspruch der Versicherten zu Recht verneint. Zwischen dem Unfall und den geklagten Beschwerden möge ein natürlicher Kausalzusammenhang bestehen, indessen fehle es an der Adäquanz. Der Unfall sei im mittleren Bereich an der Grenze zu den leichten Fällen anzusiedeln. Von den unfallbedingten Kriterien sei keines erfüllt. Die Versicherte bringt vor, der Hausarzt habe HWS-typische Beschwerden innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach dem Unfall bestätigt. Auf das ZMB-Gutachten könne nicht abgestellt werden. Zum einen seien nicht alle unterzeichnenden Ärzte an den Untersuchungen auch tatsächlich beteiligt gewesen. Zum anderen beantworteten die Gutachter die entscheidende Frage, inwieweit sie bei einer vollzeitlichen Erwerbstätigkeit eingeschränkt sei, nicht bzw. gingen erst in einem späteren Schreiben vom 7. September 2004 darauf ein. Schliesslich setze die angestammte Tätigkeit als Handarbeitslehrerin eine hohe Stresstoleranz und volle Konzentrationsfähigkeit voraus, was bei der Adäquanzbeurteilung berücksichtigt werden müsse. Die persistierenden Beschwerden seien adäquat kausal auf den Unfall zurückzuführen.