Citation: 8C_56/2014 E. 4.1

4.1. Das kantonale Gericht hat in umfassender Würdigung der medizinischen Akten, insbesondere gestützt auf den Bericht des Dr. med. D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie am Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD), vom 10. September 2009 für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlich festgestellt, dass die Versicherte spätestens seit 2009 auch in einer ihrem Leiden angepassten Tätigkeit lediglich zu 60 % arbeitsfähig ist. Hinsichtlich der Feststellung des medizinischen Sachverhaltes bestätigte die Vorinstanz damit die erstinstanzliche Verfügung. Was die beschwerdeführende IV-Stelle nunmehr gegen diese Feststellung vorbringt, vermag sie nicht als bundesrechtswidrig erscheinen lassen: Da der RAD-Arzt die von ihm postulierte Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit nicht mit dem von ihm ebenfalls diagnostizierten "chronischen Ganzkörperschmerzsyndrom" begründet, braucht nicht weiter geprüft zu werden, ob auf dieses Leiden die sog. "Überwindbarkeitspraxis" (BGE 130 V 352; vgl. auch BGE 139 V 547) anwendbar und die entsprechenden Kriterien erfüllt wären. Im Weiteren besteht bereits aufgrund der psychiatrischen Diagnosen eine Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit von 40 %; somit ist es nicht entscheidrelevant, ob alleine aufgrund der somatischen Befunde in einer angepassten Tätigkeit eine 60 %-ige oder eine 90 %-ige Arbeitsfähigkeit besteht. Aufgrund der Ausführungen des RAD-Arztes ist zudem davon auszugehen, dass von weiteren medizinischen Massnahmen lediglich noch eine Stabilisierung der Arbeitsfähigkeit, nicht aber eine Besserung erwartet werden kann. Zudem würde entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführerin auch ein Besserungspotenzial einen allfälligen Anspruch auf eine (allenfalls befristete) Rente nicht im Vorneherein ausschliessen.