Citation: 6B_196/2021 E. 2.4.3

2.4.3. Der Beschwerdeführer 1 stellt in Abrede, den Finger am Abzug gehalten zu haben, nicht aber, gewusst zu haben, dass ein ungewollt und damit auch zufällig abgegebener Schuss eine Lebensgefahr für die direkt Bedrohten bedeutet. Anhand der konkreten Umstände (vgl. oben Ziffer 2.3.2 f.) war die Gefahr eines sich (ungewollt) lösenden Schusses unabhängig von der Fingerstellung derart offensichtlich, dass der Beschwerdeführer 1 dies erkennen musste. Dass er sich dieser Gefahr bewusst war, ergibt sich auch daraus, dass er den Beschwerdeführer 3 während der Taxifahrt mit deutlichen Worten und dem Hinweis, dass die Waffe geladen sei, aufforderte, diese nicht gegen den Kopf des Fahrers G.________ zu richten (angefochtenes Urteil S. 56). Mit der sich aus der konkreten Situation als notwendige Folge ergebenden unmittelbaren Lebensgefahr hat er sich durch sein Handeln - zumindest im Sinne eines direkten Vorsatzes zweiten Grades - abgefunden, was die Vorinstanz im Ergebnis willkürfrei festgestellt hat (angefochtenes Urteil S. 71). Die vorinstanzlichen Erwägungen zur Skrupellosigkeit seines Handelns stellt der Beschwerdeführer 1 nicht in Frage. Zusammenfassend verletzt die Verurteilung des Beschwerdeführers 1 wegen Gefährdung des Lebens kein Bundesrecht. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.