Citation: 9C_279/2022 E. 4.2

4.2. Die beschwerdeführende IV-Stelle moniert, das kantonale Gericht wende zu Unrecht die Rechtsprechung zur Invaliditätsbemessung bei Privatiers und Pensionierten an. Es stütze die Annahme einer Frühpensionierung ab 1. Oktober 2020 einzig auf einen entsprechenden Vermerk in einem Arztbericht. Ein solcher Vermerk könne indes keinen Beweis dafür bilden, dass die Beschwerdegegnerin frühpensioniert sei. Entsprechendes werde auch nicht in der Beschwerdeschrift ausgeführt. Die Vorinstanz lege ihrem Entscheid somit eine Annahme zugrunde, die nicht belegt resp. sogar offensichtlich unrichtig sei. Die Beschwerdegegnerin sei im Oktober 2020 55 Jahre alt gewesen; in diesem Alter sei eine Frühpensionierung allgemein und nach dem Vorsorgereglement der Pensionskasse der Beschwerdegegnerin nicht möglich gewesen. Da kein Revisionsgrund ausgewiesen sei, bestehe weiterhin kein Anspruch auf Invalidenleistungen.