Citation: 4A_447/2018 E. 5.3.4

5.3.4. Die Beschwerdeführerinnen machen sodann geltend, die Vorinstanz habe durch eine ungenügende Begründung ihr Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. Sie hätten unter dem Titel Mehrforderung Nr. 8 drei unterschiedliche Mehrforderungen geltend gemacht, nämlich Fr. 57'444.-- für mehrseitig geneigte Balkonunterschichten (Mehrpreis Fr. 12 pro m2), Fr. 10'877.-- für auf- und absteigende Deckenrandschalungen (dieser Anspruch sei vollumfänglich anerkannt worden) sowie Fr. 21'541.50 für mehrseitig geneigte Balkonoberflächen (Mehrpreis Fr. 4.50 pro m2). Die Vorinstanz vermische diese Bereiche vollständig und behaupte lediglich zu den einzelnen Kostenelementen, diese seien nicht rechtsgenügend substanziiert worden. Die Begründung der Vorinstanz ist in der Tat sehr knapp und die drei Bereiche sind im vorinstanzlichen Entscheid nicht mit letzter Konsequenz auseinander gehalten. Eine sachgerechte Anfechtung (vgl. BGE 142 III 433 E. 4.3.2 S. 436; 141 III 28 E. 3.2.4 S. 41; je mit Hinweisen) war aber für die Beschwerdeführerinnen dennoch insofern möglich, als die Vorinstanz jeweils mit Bezugnahme auf die Darstellung der Beschwerdeführerinnen in ihren Rechtsschriften ausführt, welche der jeweiligen Kostenelemente ungenügend substanziiert seien. Daher war für die Beschwerdeführerinnen dennoch nac hvollziehbar, welche Kostenelemente (Mehrpreise) hinsichtlich welcher der drei unter Mehrforderung Nr. 8 zusammengefassten Mehrforderungen, die Vorinstanz als ungenügend substanziiert erachtet.