Citation: 6B_1325/2017 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz erwägt, die Strafklägerin habe in allen Einvernahmen konstante, stimmige, detailreiche und präzise Aussagen gemacht. Sie habe die verschiedenen Handlungsabschnitte detailliert und gleichbleibend beschrieben. Für die Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen spreche zudem, dass sie sich anlässlich der ersten Einvernahme selber belastet habe, indem sie eingestanden habe, dem Beschwerdeführer eine Bierflasche über den Kopf geschlagen zu haben. Sie habe dies getan, obwohl der Beschwerdeführer keine solchen Vorwürfe erhoben habe. Sie habe ihr Verhalten bereut und als Fehler bezeichnet, für den sie zu Recht verurteilt worden sei. Weiter habe sie mehrfach geäussert, sie habe kein Verständnis, dass der Beschwerdeführer nicht zu seinem Verhalten stehen könne. Die Strafklägerin habe den Beschwerdeführer nicht unnötig belastet. So habe sie vehement und unverzüglich klargestellt, es habe keinerlei sexuelle Belästigungen gegeben. Auch ihre Verletzungen habe sie nicht dramatisiert, sondern nur von Kratzern an den Armen und Händen sowie Kopfschmerzen am nächsten Tag gesprochen. Dass diese leichten Verletzungen nicht ärztlich dokumentiert seien, überrasche nicht. Es sei unüblich, wegen einigen Kratzern oder Kopfschmerzen einen Arzt zu konsultieren und die Verletzungen dokumentieren zu lassen, zumal die Strafklägerin keinen Anlass dazu gehabt habe. Sie sei erst rund einen Monat nach dem Vorfall mit Vorwürfen des Beschwerdeführers konfrontiert worden und habe erst dann selber Strafantrag gestellt. Demgegenüber qualifiziert die Vorinstanz die Aussagen des Beschwerdeführers als unglaubhaft. Er mache sowohl zum Grund der Auseinandersetzung als auch zu deren Ablauf unterschiedliche Aussagen. Bei der ersten Einvernahme habe er ausgesagt, die Strafklägerin habe ihn aus dem Nichts angegriffen. Später habe er schliesslich angegeben, der Freund der Strafklägerin habe das Ganze ausgelöst, indem er an seinem Kostüm gezerrt habe. Zu Beginn habe er lediglich von zwei Aufeinandertreffen mit der Strafklägerin gesprochen, bevor daraus im Lauf der Einvernahmen drei Vorfälle geworden seien. Er widerspreche sich, wenn es um seine eigene Beteiligung an der Auseinandersetzung gehe. Teilweise führe er aus, er habe sich nicht zur Wehr gesetzt, mache aber auch geltend, dass es logisch sei, dass man sich zur Wehr setze, und dass er die Strafklägerin auch gepackt habe. Es sei nicht erklärbar, dass er den Schlag mit der Bierflasche nicht mitbekommen habe, sonst aber detaillierte Aussagen zum Geschehensablauf mache. Seine Schilderung des Tathergangs sei insgesamt nicht nachvollziehbar. Es sei nicht ersichtlich, weshalb die Strafklägerin ihn ohne jeden Grund hätte angreifen und ihm mehrere Ohrfeigen verpassen sollen. Es sei nicht glaubhaft, dass ein leichtes Anrempeln aufgrund der engen Platzverhältnisse in der vollen Halle unumgänglich gewesen sei, denn der fragliche Vorfall habe gegen Ende des Fests zwischen 02:45 Uhr und 03.15 Uhr stattgefunden. Im Gesamtkontext werde klar ersichtlich, dass die Strafklägerin aufgebracht gewesen sei, weil der Beschwerdeführer sie zu Fall gebracht und ihr Faustschläge gegen den Kopf versetzt habe, und ihm deshalb eine Bierflasche über den Kopf geschlagen habe.