Citation: 2C_832/2021 E. 7.1.4

7.1.4. Aus migrationsrechtlicher Sicht stellt eine versuchte vorsätzliche Tötung und eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und neun Monaten einen schwerwiegenden Verstoss gegen die Rechtsordnung dar (vgl. BGE 139 I 145 E. 3.4; Urteil 2C_998/2020 vom 3. Juni 2021 E. 4.2). Daran ändert nichts, dass das Obergericht sein Verschulden als "nicht mehr leicht" bezeichnete. Diese Einschätzung bezog sich auf das Festlegen der Einsatzstrafe für die vorsätzliche Tötung und nicht auf das migrationsrechtliche Verschulden, welches nicht Gegenstand des Strafverfahrens ist (siehe auch hinten E. 7.3.2). Es ist folglich nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz von einem schweren migrationsrechtlichen Verschulden und einem entsprechenden öffentlichen Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers ausgeht.