Citation: 6B_897/2017 E. 3.2.1

3.2.1. Die Vorinstanz begründet überzeugend, weshalb sie das Tatverschulden des Beschwerdeführers insgesamt als mittelschwer beurteilt. Sie geht grundsätzlich von einem leichten Verschulden aus, welches sie aufgrund der Tatmehrheit mittelschwer erhöht. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist dies angesichts der Tatkonkurrenz gemäss Art. 49 Abs. 1 StGB nicht zu beanstanden. Gleiches gilt, wenn die Vorinstanz das grosse Mass an Entscheidungsfreiheit sowie die Beweggründe stark verschuldenserhöhend gewichtet. Ihr ist zuzustimmen, dass kein vernünftiger Anlass für die Tat bestand. Wenngleich der Beschwerdeführer durch die vorgängige verbale Auseinandersetzung aufgewühlt gewesen sein mag, ist sein Verhalten unverständlich. Dies umso mehr, als er eigens einen Umweg fahren musste, da sich die befahrene Strecke nicht auf seinem Heimweg befand. Wenn der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang vorbringt, dies falle nicht ins Gewicht, da der Umweg legal gewesen sei, ist er nicht zu hören. Darauf kommt es nicht an. Er hat sich klar für eine weitere Konfrontation entschieden und allein deshalb einen Umweg auf sich genommen, was die Vorinstanz berücksichtigen darf. Daran ändert nichts, dass der Beschwerdeführer nicht anhalten wollte. Gleichfalls nachvollziehbar gewichtet die Vorinstanz mittelschwer verschuldensmindernd, dass er nicht direktvorsätzlich gehandelt hat. Ebenso hält sie ihm den Versuch, eine Kollision zu vermeiden, leicht verschuldensmindernd zugute, was angesichts der sehr späten Reaktion plausibel ist. Ausgehend von einem Strafrahmen für die vorsätzliche Tötung zwischen fünf und 20 Jahren ist die hypothetische Einsatzstrafe von 10 Jahren für eine zweifach vollendete Tat mit dem mittelschweren Verschulden vereinbar.