Citation: 8C_26/2020 E. A

A.________, geboren 1956, war seit 1979 als Verlagsassistentin bei der B.________ AG, angestellt und dadurch bei der ÖKK Kranken- und Unfallversicherungen AG (nachfolgend: ÖKK) für die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert. Am 1. März 2011 stürzte sie beim Langlaufen und zog sich dabei einen Bruch am linken Handgelenk zu (dislozierte distale intraartikuläre Radiusfraktur). Nach einer Erstabklärung im Spital C.________ am gleichen Tag erfolgte am 7. März 2011 eine operative Versorgung mittels Plattenosteosynthese im Spital D.________. Wegen anhaltender Schmerzen, Beweglichkeitseinschränkung und Schwellung liess sich A.________ spezialärztlich durch die Handchirurgen PD Dr. med. E.________ (am 31. Mai und am 29. Juni 2011) und Dr. med. F.________ (am 26. Januar, 10. Mai und 17. August 2012) abklären. Am 16. Januar 2013 entfernte Dr. med. F.________ die eingesetzte Platte. Danach erfolgten weitere Abklärungen in der Klinik G.________ durch Dr. med. H.________ (Berichte vom 24. Mai und vom 27. September 2013), in der Klinik I.________, Rheumatologie, durch PD Dr. med. J.________ (Berichte vom 14. Februar, 9. Juli und 5. August 2014) sowie durch Frau Dr. med. K.________, Fachärztin FMH für Anästhesie, speziell Schmerztherapie, (Berichte vom 13. und 14. November 2014). Mit Verfügung vom 27. März 2015 schloss die ÖKK den Fall per 12. November 2014 ab mit der Begründung, dass die Beschwerden nicht mehr in natürlich-kausalem Zusammenhang mit dem Unfall vom 1. März 2011 stünden. Auf Einsprache hin kündigte sie jedoch weitere Abklärungen an und gewährte weitere Heilbehandlung durch Frau Dr. med. K.________. Zwischenzeitlich begab sich A.________ in psychotherapeutische Behandlung bei Dr. med. L.________ (Berichte vom 11. April 2017 und vom 14. Mai 2017) und war vom 29. Juni bis 23. August 2016 stationär in der Klinik M.________ hospitalisiert. Die ÖKK holte ein Gutachten der IB-Bern, Interdisziplinäre Begutachtungen, mit chirurgisch-traumatologischer, internistisch-rheumatologischer, neurologischer und psychiatrischer Abklärung vom 31. Oktober 2017 mit Ergänzung vom 6. September 2018 ein. Mit Einspracheentscheid vom 29. November 2018 hielt sie an ihrer Auffassung fest. Es hätten am 12. November 2014 keine organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen mehr vorgelegen, insbesondere auch kein komplexes regionales Schmerzsyndrom (complex regional pain syndrome, CRPS). Von einer weiteren Behandlung sei keine namhafte Besserung mehr zu erwarten gewesen. Es bestehe kein adäquat-kausaler Zusammenhang zwischen den psychischen Beschwerden und dem erlittenen Unfall.