Citation: 2C_481/2018 E. 6.3.1

6.3.1. Die Vorinstanz hat das Vorliegen von wichtigen familiären Gründen im Sinne von Art. 47 Abs. 4 Satz 1 AIG im Wesentlichen mit der Begründung verneint, der Beschwerdeführer und seine Ehefrau würden seit dem 1. Juli 2001 grundsätzlich geografisch getrennt leben, er in der Schweiz und sie in Serbien. Nur in der Zwischensaison sei er jeweils nach Serbien zurückgekehrt. Spätestens 2007 seien alle dortigen Betreuungsaufgaben der Ehefrau weggefallen. Dennoch habe der Beschwerdeführer bis zum 4. Mai 2010 gewartet, um für seine Frau sowie seinen damals 14-jährigen Sohn um Familiennachzug zu ersuchen. Der Beschwerdeführer habe dies zwar damit begründet, dass der Sohn aus Gründen des Kindeswohles zuerst die Volksschule in Serbien hätte beenden sollen. Diese Einschätzung des Beschwerdeführers widerspreche aber dem Sinn und Zweck der gesetzlichen Fristen für den Familiennachzug, wonach minderjährige Kinder die Möglichkeit erhalten sollen, zwecks Erleichterung der Integration so früh wie möglich in der Schweiz zur Schule zu gehen. Jedenfalls stelle dies keinen wichtigen Grund für ein verspätetes Gesuch dar. Es sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer und seine Ehefrau im Jahr 2007 entschieden hätten, dem Zusammenleben in der Schweiz keine Priorität einzuräumen (vgl. E. 4.2.7 und 6.1 des angefochtenen Entscheids). An anderer Stelle des angefochtenen Entscheids wird ausgeführt, der Beschwerdeführer und dessen Ehefrau hätten seit dem Jahr 2001 nicht mehr in der Schweiz zusammengelebt und der Staatsrat sei richtigerweise zur Einschätzung gelangt, das Ehepaar habe sich freiwillig für diese Art des Familienlebens entschieden (E. 5.3 des angefochtenen Entscheids).