Citation: 2C_1057/2012 E. 4.2.4

4.2.4. Nachdem der Anspruch auf Nachzug gemäss Art. 42 Abs. 2 lit. a AuG bis zur Vollendung des 21. Lebensjahrs bzw. bei Unterhaltsgewährung selbst danach besteht und keine Nachzugsfristen zu berücksichtigen sind (Art. 47 Abs. 2 AuG), lässt sich auch nicht sagen, der Anspruch sei erst kurz vor Erreichen der Altersgrenze geltend gemacht worden, was auf Zweckwidrigkeit hindeute. Selbst wenn bei Jugendlichen im fortgeschrittenen Alter mit dem Nachzug auch Erwerbsinteressen einhergehen, entspricht dies im Übrigen der Konzeption der hohen Alterslimite der fraglichen Gesetzesbestimmung und macht den Nachzug nicht rechtsmissbräuchlich (vgl. MARC SPESCHA, in: Spescha/Thür/Zünd/Bolzli, Kommentar Migrationsrecht, 3. Aufl. 2012, AuG 42 N 8). Es trifft zwar zu, dass es im Hinblick auf die Integration in der Schweiz von Vorteil ist, wenn Kinder möglichst frühzeitig in die Schweiz nachgezogen werden. Abgesehen davon, dass dies mit den hier gerade nicht geltenden Nachzugsfristen bezweckt wird und damit nicht zu berücksichtigen ist, bestehen vorliegend ohnehin nicht die üblichen Integrationsbedenken, da die beiden Enkel hier geboren sind und bis zur Wegweisung in der Schweiz die Schule besucht haben. Wie die Vorinstanz ausführt, sind die Beschwerdeführer 2 der deutschen Sprache mächtig, kennen die hiesigen Verhältnisse und verfügen über einen gefestigten Freundeskreis in Luzern.