Citation: 5A_685/2016 E. 3.3

3.3. Für diesen hypothetischen Parteiwillen spreche ferner, so hat das Obergericht ergänzt, dass im Vergleich nicht vorgesehen sei, dass allenfalls ein Teil des hinterlegten Betrags wieder an die Beklagten ausbezahlt werden könne, namentlich bei nachgewiesenen Gegenforderungen oder den Klägern auferlegten Prozesskosten. Stattdessen sei die Auszahlung des hinterlegten Betrags an die Kläger ungeachtet des Verfahrensausgangs vereinbart worden ("... an die Kläger ausbezahlt werden, wenn..."). Ziff. 5 des Vergleichs lege insofern nur den Zeitpunkt fest, wann der (gesamte) hinterlegte Betrag an die Kläger auszuzahlen sei. Eine Differenzierung der Auszahlungsmodalität je nach Ausgang des fortzuführenden Verfahrens yyy sei demgegenüber offensichtlich nicht vereinbart worden. Dem Vergleich lasse sich nirgends entnehmen, dass der beim Gericht hinterlegte Betrag der Sicherung allfälliger Gegenforderungen der Beklagten habe dienen sollen (E. 16.9 S. 10 des angefochtenen Entscheids).