Citation: 7B.215/2005 10.01.2006 E. 2

2.1 Die obere Aufsichtsbehörde hat im Wesentlichen (unter Hinweis auf die erstinstanzlichen Erwägungen) festgehalten, dass sich die Beschwerdeführerin am 21. Juni 2005 an das Betreibungsamt mit der Frage gewandt habe, ob der am 15. Juni 2005 erhobene Rechtsvorschlag gültig sei. Demnach habe die Beschwerdeführerin spätestens am 21. Juni 2005 vom angeblich zu Unrecht zugelassenen Rechtsvorschlag Kenntnis gehabt, so dass die Beschwerde vom 2. August 2005 nach Ablauf der zehntägigen Beschwerdefrist erfolgt und damit unzulässig sei. Im Übrigen sei der Rechtsvorschlag gültig, da die Ehefrau des Betreibungsschuldners den Zahlungsbefehl entgegennehmen und auch Rechtsvorschlag erheben durfte, zumal der Betreibungsschuldner den Rechtsvorschlag nachträglich ausdrücklich genehmigt habe. 2.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, die obere Aufsichtsbehörde habe zu Unrecht angenommen, dass die nachträgliche Genehmigung des Rechtsvorschlages durch den Betreibungsschuldner gültig sei. Dieses Vorbringen geht fehl. Jede Person, die einen Zahlungsbefehl entgegennehmen kann (Art. 64 Abs. 1 SchKG), ist auch zum Erheben des Rechtsvorschlages legitimiert, unter Vorbehalt der Genehmigung für den Fall, dass die Person, welche Rechtsvorschlag erklärt, zur Vertretung des Betreibungsschuldners nicht ermächtigt ist (BGE 97 III 113 S. 115 f.; Gilliéron, Commentaire de la loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite, N. 22 zu Art. 74). Vorliegend stellt die Beschwerdeführerin nicht in Frage, dass der Zahlungsbefehl der Ehefrau des Betreibungsschuldners rechtswirksam zugestellt worden ist. Die obere Aufsichtsbehörde hat daher zu Recht angenommen, dass die Ehefrau den Rechtsvorschlag erheben durfte. Der Einwand, dass der Betreibungsschuldner den Rechtsvorschlag nachträglich nicht habe genehmigen können, geht ins Leere: Macht der Betreibungsgläubiger - wie hier die Beschwerdeführerin - geltend, die Person, welche den Rechtsvorschlag erklärt habe, sei dazu nicht ermächtigt, so hat das Betreibungsamt oder die Aufsichtsbehörde zu prüfen, wie es mit der Vertretungsbefugnis bestellt sei (BGE 97 III 113 S. 116). Im konkreten Fall hat der Betreibungsschuldner auf Nachfrage der unteren Aufsichtsbehörde ausdrücklich die Genehmigung des Rechtsvorschlages erklärt. Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, wenn die obere Aufsichtsbehörde die Zulassung des Rechtsvorschlages in der strittigen Betreibung bestätigt hat. 2.3 Bei diesem Ergebnis erübrigt sich die Prüfung, ob - wie die Beschwerdeführerin sinngemäss geltend macht - die Eingabe vom 21. Juni 2005 an das Betreibungsamt als rechtzeitige und an die zuständige Behörde weiterzuleitende Beschwerde zu behandeln gewesen wäre und die obere Aufsichtsbehörde zu Recht verspätete Beschwerdeführung annehmen durfte.