Citation: 7B_92/2022 E. 2.4.2

2.4.2. Der Entscheid der Vorinstanz ist nicht zu beanstanden. Selbst unter Mitberücksichtigung des Umstands, dass die ehemalige Oberstaatsanwältin in der gegenständlichen Angelegenheit am 21. Dezember 2018 für sämtliche Staatsanwälte des Kantons Obwalden bei der Vorinstanz ein Ausstandsbegehren stellte, sind keine Gründe ersichtlich, die zumindest objektiv den Anschein der Befangenheit von Bernhard Schöni ab dem Tag der Eröffnung des Strafverfahrens rechtfertigen würden. Die Oberstaatsanwältin begründete ihr Ausstandsgesuch damit, dass gemäss Ansicht des Beschwerdeführers zwischen der Strafklägerin als (damaliger) Rechtspflegekommissionspräsidentin und u.a. der Staatsanwaltschaft eine Abhängigkeit bestehen soll. Darüber hinaus machte sie eine "sehr gute Freundschaft seit Kindesalter" zwischen ihr (der Oberstaatsanwältin) und der Strafklägerin geltend. Die Person von Bernhard Schöni erwähnte die Oberstaatsanwältin im fraglichen Schreiben vom 16. Januar 2019 nicht. Der Beschwerdeführer geht in Bezug auf Bernhard Schöni denn auch von einer "weniger substantiierten" Mitteilung aus. Wie er sodann selber vorbringt, wurde das Ausstandsgesuch der Oberstaatsanwältin von der Vorinstanz am 6. Februar 2019 "nur" teilweise gutgeheissen, wobei der Ausstand der Oberstaatsanwältin bewilligt wurde; für die übrigen Staatsanwälte der Staatsanwaltschaft Obwalden wurde ein Ausstandsgrund verneint. Zudem wurde der Antrag der Staatsanwaltschaft Obwalden auf Einsetzung eines ausserkantonalen Staatsanwalts am 21. Februar 2019 abgewiesen, woraufhin Bernhard Schöni am 29. März 2019 als Staatsanwalt die Verfahrensleitung übernahm. Inwiefern die früheren Entscheide der Vorinstanz, nicht sämtliche innerkantonalen Staatsanwälte - mithin auch nicht Bernhard Schöni - als befangen zu erklären, zu kritisieren wären, legt der Beschwerdeführer nicht dar. Ebenso wenig ist ersichtlich, was die späteren schriftlichen Äusserungen von Bernhard Schöni vom 29. September 2021 an der damaligen Einschätzung der Vorinstanz rückwirkend ändern sollten. Auch im Übrigen vermag der Beschwerdeführer nicht im Ansatz darzutun und ist nicht ersichtlich, inwiefern Bernhard Schöni vor dem 29. September 2021 befangen gewesen sein sollte. Soweit er weitschweifig und unsubstanziiert behauptet, Bernhard Schöni habe von Beginn an einseitig gegen ihn ermittelt, kommt er den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG nicht nach. Dass Bernhard Schöni als fallführender Staatsanwalt vor dem erwähnten Stichtag krasse oder ungewöhnlich häufige Verfahrensfehler begangen oder zu verantworten hätte, ergibt sich aus den - für das Bundesgericht verbindlichen (Art. 105 Abs. 1 BGG) - vorinstanzlichen Feststellungen jedenfalls nicht. Was der Beschwerdeführer hiergegen vorbringt, geht nicht über eine appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid hinaus. Zusammenfassend verletzt die Vorinstanz kein Bundesrecht, wenn sie für Bernhard Schöni vor dem 29. September 2021 einen Ausstandsgrund verneint. Die Rügen der Verletzung von Art. 56 StPO und des Willkürverbots verfangen nicht, soweit sie überhaupt hinreichend begründet werden. Gleiches gilt für die Rüge der Verletzung der Begründungspflicht, brauchte sich die Vorinstanz doch nicht mit jedem einzelnen Einwand des Beschwerdeführers ausdrücklich auseinanderzusetzen (vgl. E. 2.3.2 hiervor).