Citation: 2C_854/2022 E. 3.3.2

3.3.2. Der Beschwerdeführer hat gemäss den vorinstanzlichen Feststellungen von 1994 bis 2014 rechtmässig in Italien gelebt. Er bringt in diesem Zusammenhang vor, der hierauf basierende vorinstanzliche Schluss, wonach nicht ersichtlich sei, weshalb der Beschwerdeführer in Italien nicht wieder eine Aufenthaltsbewilligung erhalten werde (angefochtenes Urteil E. 2.4 S. 4) sei willkürlich. Vielmehr würde er mit einer Übersiedlung nach Tunesien in eine existenzielle Notlage versetzt. Es trifft zwar zu, dass die Vorinstanz zu einer Rückkehr nach Italien keine weiteren Abklärungen getroffen hat; die Abklärung war jedoch vorliegend nicht entscheidwesentlich (vgl. hiervor E. 2.2) : Zunächst ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer in einem erwerbsfähigen Alter ist, und es ihm obliegt, eine starke Gefährdung seiner Wiedereingliederung in seinem Heimatland Tunesien schlüssig vorzutragen. Seine allgemeinen Vorbringen, wonach in seinem Heimatstaat kein Sozialhilfesystem bestehe und beim ihm im Vergleich zu anderen Landsleuten nicht dieselbe familiäre Struktur bestehe, auf die er zurückgreifen könne, genügen nicht, um besondere Probleme bei einer erneuten Integration darzutun. Eine starke Gefährdung seiner Wiedereingliederung in seinem Heimatland muss praxisgemäss objektiv nachvollziehbar konkretisiert und beweismässig unterlegt werden; die befürchtete Beeinträchtigung muss im Einzelfall aufgrund der konkreten Umstände glaubhaft erscheinen. Allgemein gehaltene Hinweise genügen nicht (vgl. BGE 142 I 152 E. 6.2; 138 II 229 E. 3.2.3; Urteile 2C_1043/2021 vom 3. August 2022 E. 4.2; 2C_668/2019 vom 19. November 2019 E. 2.3 in fine).