Citation: 8C_495/2007 31.01.2008 E. 2

2.1 Streitgegenstand bilden einerseits der Anspruch auf revisionsweise Anpassung der Invalidenrente an die nachträgliche Änderung des rechtserheblichen Sachverhaltes und anderseits der Anspruch auf eine Integritätsentschädigung von mehr als 10 %. 2.2 Intertemporalrechtlich ist Art. 82 Abs. 1 des am 1. Januar 2003 in Kraft getretenen Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 zu beachten, wonach die materiellen Bestimmungen dieses Gesetzes auf die bei seinem Inkrafttreten laufenden Leistungen und festgesetzten Forderungen nicht anwendbar sind. Bei der dem Beschwerdeführer mit Verfügung/Einspracheentscheid vom 4. November 1988/17. April 1989 zugesprochenen Invalidenrente von 33 1/3 % handelt es sich um eine "laufende", das heisst rechtskräftig verfügte (vgl. BGE 130 V 329 E. 2.2 S. 333) Leistung im Sinne von Art. 82 Abs. 1 ATSG. Ihre Revision richtet sich daher nicht nach der Revisionsbestimmung von Art. 17 ATSG, sondern nach der bis 31. Dezember 2002 in Kraft gewesenen und per 1. Januar 2003 aufgehobenen Bestimmung von Art. 22 Abs. 1 Satz 1 UVG. Da indessen der Gesetzgeber in Art. 17 Abs. 1 ATSG die altrechtliche Regelung der Rentenrevision in Art. 41 aIVG und Art. 22 Abs. 1 Satz 1 aUVG weitergeführt hat (BGE 130 V 343 E. 3.5.2 S. 350), kommt der intertemporalrechtlichen Anwendung der Revisionsbestimmung von Art. 22 Abs. 1 Satz 1 UVG (in der bis 31. Dezember 2002 gültigen Fassung) allerdings keine materiell-rechtliche Bedeutung zu. 2.3 Mit Bezug auf die streitige Integritätsentschädigung könnte sich intertemporalrechtlich die Frage nach der Anwendbarkeit der Verzugszinsbestimmung von Art. 26 Abs. 2 ATSG stellen. Der Anspruch auf Verzugszins ist aber weder Bestandteil des Anfechtungs- und Streitgegenstandes noch darf das Bundesgericht über das - einen Verzugszinsanspruch nicht umfassende - Beschwerdebegehren des Beschwerdeführers hinausgehen (Art. 107 Abs. 1 BGG).