Citation: 4D_124/2008 10.11.2008 E. 2

Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie sei mit ihrem Lebenspartner nicht verheiratet, weshalb keine eheliche Beistandspflicht bestehe. Die von ihrem Lebenspartner übernommenen Lebenshaltungskosten seien zu berücksichtigen. Sie verweist diesbezüglich auf eine bei den Akten liegende schriftliche Bestätigung ihres Lebenspartners. Angesichts ihres Nettoeinkommens gemäss der im kantonalen Beschwerdeverfahren eingereichten Steuerveranlagung für das Jahr 2007 von Fr. 25'262.-- sei offenkundig, dass die Beschwerdeführerin aus ihrem Einkommen ihr Existenzminimum nicht decken könne. Daher sei es überspitzt formalistisch, wenn die Vorinstanz die unentgeltliche Prozessführung verweigere, weil die Beschwerdeführerin es versäumt habe, sämtliche Ausgaben wie beispielsweise die Leasingraten zu belegen. Im Übrigen sei die Verfügung des Arbeitsgerichts Zurzach offensichtlich unzulässig, da der Beschwerdeführerin keine Gelegenheit zur Verbesserung ihres allfällig mangelhaften Gesuchs gegeben worden sei. Zudem seien das arbeitsgerichtliche Verfahren und das Beschwerdeverfahren vor der Vorinstanz voneinander unabhängige Verfahren, weshalb nicht nachvollziehbar sei, dass im kantonalen Beschwerdeverfahren die zu Unrecht vorenthaltene Nachfrist erneut nicht eingeräumt worden sei. Der Beschwerdeführerin dürfe das Recht auf unentgeltliche Prozessführung nicht wegen mangelnder Mitwirkung verweigert werden. Für eine derartige Einschränkung ihres Grundrechts gebe es keine gesetzliche Grundlage. Im Rahmen des nunmehr mit gerichtlichem Vergleich rechtskräftig abgeschlossenen Arbeitsgerichtsverfahrens und des Beschwerdeverfahrens gegen die Abweisung der unentgeltlichen Rechtsvertretung seien der Beschwerdeführerin Aufwendungen von ca. Fr. 5'000.-- entstanden, welche sie angesichts der Ausgleichsschulden gegenüber ihrem Lebenspartner sowie der kommenden Verpflichtungen (Ausbildungskosten / Abzahlung der Restforderung für das Auto) nicht binnen angemessener Frist abzahlen könne.