Citation: 2C_771/2017 E. 4.2.4

4.2.4. Diese Beweiswürdigung ist verfassungsrechtlich haltbar: Von Willkür kann - wie dargelegt - nicht bereits dann die Rede sein, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erschiene oder sogar vorzuziehen wäre (vorstehende E. 2); es ist im Übrigen nicht ersichtlich und wird von der Beschwerdeführerin auch nicht weiter belegt, inwiefern die Vorinstanz bei der Würdigung der Verhältnisse offensichtlich unhaltbare Schlüsse gezogen, erhebliche Beweismittel übersehen oder solche willkürlich ausser Acht gelassen hätte (BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9 mit Hinweisen). Entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin hat die Vorinstanz von den verschiedenen, nicht in allen Punkten für sie sprechenden ärztlichen Zeugnissen Kenntnis genommen und diese in ihre Beweiswürdigung miteinbezogen. Soweit die Beschwerdeführerin auf das ärztliche Zeugnis vom 2. Januar 2012 verweist, attestiert dieses nur untergeordnete körperliche Beeinträchtigungen. Im Übrigen ergaben die verschiedenen Untersuchungen keine objektiv feststellbaren Verletzungen, was bei den von der Beschwerdeführerin geschilderten brutalen Vergewaltigungen der Fall gewesen wäre. Die Gutachter haben im Wesentlichen auf die Schilderungen der Beschwerdeführerin abgestellt; die Zeugeneinvernahmen ergaben ihrerseits kein klares Bild. In ihrer Eingabe an das Bundesgericht bestätigt die Beschwerdeführerin selber, dass sie die Wohnung "offensichtlich" habe verlassen könne, so etwa für ihren Deutschkurs; unter diesen Umständen ist es aber nicht unhaltbar, wenn die kantonalen Instanzen es als nicht nachvollziehbar bezeichneten, dass die Beschwerdeführerin im Hinblick auf die von ihr beschriebenen Grausamkeiten nicht um Hilfe nachgesucht hat. Zusammengefasst ergibt sich, dass die Beweiswürdigung der Vorinstanz kein Bundesverfassungsrecht verletzt und nicht als willkürlich gelten kann.