Citation: 6B_703/2021 E. 3.3.1

3.3.1. Der Beschwerdeführer rügt im Zusammenhang mit dem Gutachten des Eidgenössischen Instituts für Metrologie METAS vom 28. Oktober 2019 (nachfolgend: das Gutachten) sinngemäss eine Verletzung von Art. 183 StPO i.V.m. Art. 56 StPO. Der Gutachter sei Bereichsleiter des Bereichs Eichungen und Prüfungen des METAS, welches für die Eichung, Zulassung, Überwachung und Überprüfung der von der Staatsanwaltschaft verwendeten Messmittel zuständig sei. Die gutachterliche Einschätzung sei daher nicht mehr wert als diejenige einer offensichtlich befangenen Person. Zudem beziehe sich das Gutachten explizit auf "interne Quellen", stelle diese aber nicht zur Verfügung. Das Gutachten sei daher nicht beweiskräftig. Sodann sei das Gutachten inhaltlich fehlerhaft. Die Bandbreite der gefahrenen Geschwindigkeiten liege gemäss den Berechnungen auf S. 12 des Gutachtens für die erste Messung zwischen 124 km/h und 140 km/h, womit auch eine Geschwindigkeit von 124 km/h plausibel sei. Bei der zweiten Messung fehlten die Zeitangaben bzw. die gemessenen Intervallzeiten, da das Gerät offensichtlich nicht richtig funktioniert habe. Nachrechenbare Kalkulationen im Sinne einer Plausibilitätsprüfung seien vom Gutachter nicht vorgenommen worden. Nachdem für die erste Messung von einer Abweichung von 7 km/h (was 5,34 % entspreche) ausgegangen werde, könne diese auch auf die zweite Messung angewandt werden, womit die gefahrene Geschwindigkeit bei der zweiten Messung auch nur 104 km/h betragen haben könne. Bei der zweiten Messung sei überdies der Blitz ausgeblieben, weitere Messdaten zur genauen Berechnung fehlten und die Daten seien gerundet, sodass per se keine schlüssige Berechnung habe stattfinden können. Eine "gute" Übereinstimmung sei kein Beweis. Das Gutachten bzw. die Methodik stellten daher keine rechtsgenügenden Beweise dar.