Citation: I 2/00 10.11.2000 E. A

A.- Die 1947 geborene L.________ arbeitete ab 1972 als Texturiererin bei der Firma X.________ AG. Dieses Anstellungsverhältnis wurde von der Arbeitgeberfirma wegen Aufgabe des entsprechenden Produktionszweiges auf den 29. Februar 1996 gekündigt. Seither ist L.________ nicht mehr erwerbstätig. Sie leidet an einer generalisierten diffusen Schmerzkrankheit (undifferenzierte Somatisierungsstörung bei einfach strukturierter, sozial belasteter Persönlichkeit), einem chronischen lumbalen Schmerzsyndrom bei Fehlhaltung und Fehlform der Lendenwirbelsäule (LWS) mit muskulärer Dysbalance und Segmentdegeneration L5/S1 sowie an chronischen Zervikobrachialgien bei ausgeprägten degenerativen Veränderungen der Halswirbelsäule (HWS). Am 14. Juli 1997 meldete sie sich bei der Invalidenversicherung zum Rentenbezug an. Die IV-Stelle des Kantons Thurgau holte neben einer Stellungnahme der Firma X.________ AG vom 3. September 1997 mehrere Arztberichte ein, worunter sich auch Ausführungen des Neurologen Dr. H.________ vom 18. August 1997 sowie des Hausarztes Dr. G.________ vom 4. November 1997 befanden. Ferner beauftragte die IV-Stelle die Medizinische Abklärungsstelle Zentralschweiz (MEDAS), Luzern, ein polydisziplinäres Gutachten (vom 16. November 1998) zu erstellen. Darin kamen die Ärzte zum Schluss, dass L.________ schwere bis mittelschwere Arbeiten, namentlich die angestammte Tätigkeit in der Spinnerei, nicht mehr zugemutet werden könnten; hingegen sei sie für eine leichte, wechselbelastende, vorwiegend sitzende Tätigkeit ohne zu lange Zwangshaltung und ohne häufige Überkopfarbeiten vollzeitlich einsetzbar. Gestützt darauf ermittelte die IV-Stelle einen Invaliditätsgrad von 10 % und lehnte die Ausrichtung einer Rente nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens mit Verfügung vom 8. Juli 1999 ab.