Citation: 6B_324/2023 E. 2.2.1

2.2.1. Am 5. April 2019 kam es zum angeklagten Vorfall. Die Beschwerdegegnerin 2 habe am Morgen des 6. April 2019 um 08:13 Uhr eine E-Mail an den behandelnden Arzt geschrieben, um den Termin von 10:00 Uhr abzusagen, weil sie Ohrenschmerzen habe. Beim Ersatztermin vom 12. April 2019 habe die Beschwerdegegnerin 2 dem Arzt vom Suizidversuch mit dem Medikament C.________ erzählt. Sie wisse nicht mehr genau, was passiert sei, sie wisse aber noch, dass der Beschwerdeführer sie ins Bett gebracht und Geschlechtsverkehr mit ihr gehabt habe. Am 19. August 2019 sei die Beschwerdegegnerin 2 im Spital D.________ mit einem Blutalkoholgehalt von 3.33 Promille ambulant behandelt worden. In den folgenden Monaten habe sie sich wiederholt in Kliniken aufgehalten. Schliesslich habe am 13. Februar 2020 eine engmaschige ambulante Therapie in einer Klinik begonnen. Dort habe die Beschwerdegegnerin 2 über den angeklagten Vorfall berichtet. Der Beschwerdeführer habe sich am 30. April 2020 im Rahmen einer Kinderübergabe am Wohnort der Beschwerdegegnerin 2 bei der Polizei gemeldet, worauf es zu einer Intervention gekommen sei. Die Beschwerdegegnerin 2 habe sich beinahe gleichzeitig bei der Polizei gemeldet. Noch am gleichen Tag habe sie Strafanzeige erstattet wegen des Vorfalls vom 5. April 2019.