Citation: 6B_1260/2019 E. 4.4

4.4. Der Beschwerdeführer ruft zwar weder die Bestimmungen der EMRK noch der Bundesverfassung an. Wie dargelegt ist sind die genannten Bestimmungen bei der Auslegung von Art. 66a StGB aber ohnehin zu berücksichtigen. Ob die Vorinstanz den Härtefall zu Recht bejaht hat, kann vorliegend offenbleiben, zumal an ihrer Interessenabwägung, wie sogleich ausgeführt wird, nichts auszusetzen ist. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, die Vorinstanz habe den Sachverhalt bezüglich seiner beruflichen Situation nicht vollständig erstellt, verfängt seine Argumentation nicht. Zunächst ist nicht dargelegt, wo im vorinstanzlichen Verfahren er die aus seiner Sicht entscheidwesentlichen Tatsachen vorgebracht hat. Somit ist fraglich, ob er diese im bundesgerichtlichen Verfahren vorbringen kann. Ausserdem unterlässt es der Beschwerdeführer, seine Behauptungen mit Verweisen auf Aktenstücke zu untermauern. Selbst wenn der Beschwerdeführer, wie er selbst ausführt, zwischenzeitlich einen Schulabschluss gemacht hätte und zeitweise erwerbstätig gewesen wäre, würde dies an der Interessenabwägung aber nichts zu ändern vermögen. Das öffentliche Interesse an der Landesverweisung überwiegt die privaten Interessen des Beschwerdeführers, wie von der Vorinstanz zutreffend ausgeführt, deutlich. Die Tatschwere ergibt sich vorliegend entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers zudem nicht nur aus der abstrakten Deliktsschwere. Vielmehr implizieren die konkreten Tatumstände sowie die ausgesprochene, mehrjährige Freiheitsstrafe, dass ein erhebliches Verschulden vorliegt und es sich keinesfalls um ein Bagatelldelikt handelte. Der Beschwerdeführer kann somit keine überwiegenden privaten Interessen geltend machen, die das öffentliche Interesse an einem Landesverweis überwiegen würden. Es kann diesbezüglich vollumfänglich auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden.