Citation: I 610/01 02.06.2003 E. 7

Die geltend gemachten Arztbesuche können nur insoweit berücksichtigt werden, als sie als invaliditätsbedingt ausgewiesen sind. Die letztinstanzlich ins Recht gelegten Arztrechnungen vermögen diesem Anspruch nicht zu genügen. Entweder schweigen sie sich über den Behandlungsgrund aus, oder, soweit darin Medikamente erwähnt sind, belegen das Gegenteil (Impf- oder Wirkstoffe gegen Masern, Diphterie, Tetanus und Grippe). Einige Abrechnungen haben darüber hinaus allein telefonische Konsultationen zum Gegenstand, was nicht mit einem weitaus zeitintensiveren Arztbesuch gleich gesetzt werden darf. Es ist demnach auf den Abklärungsbericht vom 20. März 2001 abzustellen, welcher neben den Therapiebesuchen die Arztkonsultationen nicht gesondert berücksichtigt. Selbst wenn man dies tun wollte, würde damit gesamthaft gesehen die eine höhere Entschädigung begründende Grenze von vier Stunden (Art. 4 Abs. 3 und 4 IVV) nicht überschritten. Denn es darf nicht ausser acht gelassen werden, dass bereits der mit der Notdurft zusammenhängende Aufwand in einem grosszügigen Umfang Berücksichtigung gefunden hat.