Citation: 4A_545/2019 E. 4.5.3

4.5.3. Der Beschwerdeführer stellt nicht in Abrede, dass die Auffassung der Vorinstanz in Einklang mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung steht. Er hält diese aber für falsch oder jedenfalls nicht auf den vorliegenden Sachverhalt anwendbar. Er zitiert KLAUS HÜTTE, SchKG 260 II - Zum Rechtsschutzinteresse des zu Unrecht kollozierten Gläubigers, in: Insolvenz- und Wirtschaftsrecht 2000, S. 41 ff., dessen Auffassung das Bundesgericht in BGE 132 III 342 E. 2.2.3 und E. 2.3 allerdings besprochen und mit einlässlicher Begründung verworfen hat. Der Beschwerdeführer verweist wiederholt auf den Umstand, dass es sich bei den kollozierten Forderungen um solche aus Delikt handle. Er zeigt aber nicht auf, inwiefern dieser Gesichtspunkt den - der zitierten Rechtsprechung zugrunde liegenden - konkursrechtlichen Grundsätzen entgegensteht, wonach die Prozessführungsbefugnis zur Einforderung bestrittener Aktiven der Konkursmasse ein Nebenrecht der kollozierten Forderung ist und der Schuldner (der Konkursmasse) eine bereits in Rechtskraft erwachsene Kollokation des klagenden Abtretungsgläubigers mit Blick auf die unterschiedliche Funktion von Abtretung (Feststellung von streitigen Aktiven) und Kollokationsplan (Bereinigung von Passiven) nicht in Frage stellen können soll (BGE 132 III 342 E. 2.2.2; 111 II 81 E. 3a S. 83). Wenn die Beschwerdegegnerinnen die nach Art. 260 SchKG abgetretenen Forderungen einklagen, machen sie von den ihnen gesetzlich eingeräumten Befugnissen Gebrauch, woran auch die vom Beschwerdeführer betonten Besonderheiten des hier zur Beurteilung stehenden Falls nichts ändern. Dieses Vorgehen stellt keine "ungerechtfertigte Bereicherung" dar und widerspricht auch nicht "jeglichem Gerechtigkeitsgedanken und dem Verbot des Rechtsmissbrauchs". Im Übrigen macht der Beschwerdeführer weder geltend, die rechtskräftige Kollokation sei widerrufen beziehungsweise der Kollokationsplan geändert worden, noch trägt er vor, die Vorinstanzen hätten verkannt, dass die Abtretung nichtig sei (siehe dazu BGE 136 III 534 E. 4.1). Zu Recht wurde auf die Klage eingetreten und die Aktivlegitimation bejaht. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.