Citation: 8C_787/2021 E. 9.1

9.1. Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, die von den Gutachtern veranlassten psychometrischen Tests (Global Assessment of Functioning [GAF], Hamilton Depressionsskala [HAMD]) seien nicht offen gelegt, die Test-Fragebögen nicht bei ihnen ediert und ihm nicht zur Stellungnahme zugesandt worden. Die Vorinstanz sei der Ansicht, diese Testverfahren dienten der internen Meinungsbildung der Gutachter, weshalb kein Anspruch auf Einsicht in die entsprechenden Unterlagen und Aufzeichnungen bestehe. Dem könne nicht beigepflichtet werden. Denn die erwähnten Tests hätten den Gutachtern dazu gedient, ihre subjektive Sichtweise soweit wie möglich zu objektivieren. Somit seien sie von Belang und Gegenstand des Akteneinsichtsrechts. Wenn die Gutachter über die Herkunft ihrer Erkenntnisse keine Rechenschaft ablegen müssten, setze dies die versicherte Person der Willkür aus. Mit der Verweigerung seines Anspruchs auf Edition/Herausgabe der Testunterlagen habe die Vorinstanz somit Bundesrecht verletzt. Die Gutachter hätten die aus den psychometrischen Tests resultierenden Erkenntnisse nicht übernommen, sondern "alle Akten" mit einbezogen und eine "Beurteilung aufgrund objektiv erhobener Befunde" vorgenommen, woraus deutlich weniger hohe Skalenwerte/Scores resultierten. Wie sie diese Berichtigung vorgenommen hätten, sei mangels Offenlegung nicht überprüfbar.