Citation: I 454/01 23.07.2002 E. 4

4.- Zu dem Vorbringen der Beschwerdeführerin, die IV-Stelle habe die Festlegung des Invaliditätsgrades durch den UVG-Versicherer bei ihrem Entscheid zu berücksichtigen, ist anzumerken, dass ein im UVG-Verfahren vergleichsweise festgelegter Invaliditätsgrad keine Bindungswirkung für das IV-Verfahren zu entfalten vermag (BGE 126 V 292 Erw. 2b mit Hinweis auf BGE 112 V 175 f. Erw. 2a). Die Annahme eines Invaliditätsgrades von 40 % durch den UVG-Versicherer stellt aber immerhin ein gewisses Indiz für das Vorliegen einer beträchtlichen Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit der Beschwerdeführerin dar, zumal unfallfremde Beschwerden (Diskushernie) bestehen. Eine solche wird auch durch die festgestellte Einschränkung im Haushaltbereich von 55 % (IV-Abklärungsbericht Haushalt vom 4. Juni 1997), welche zwar keinen Eingang in die Invaliditätsberechnung gefunden hat, nahe gelegt. Diese beiden Festlegungen sprechen ebenfalls dafür, dass der medizinische Sachverhalt, insbesondere zur Frage, welche Arbeitsleistungen in welchem Umfang der Beschwerdeführerin unter Berücksichtigung aller Leiden noch zugemutet werden können, umfassend zu prüfen ist.