Citation: 6B_433/2023 E. A

A.a. Das Kreisgericht VI Signau-Trachselwald verurteilte A.________ am 23. Januar 2009 wegen mehrfacher sexueller Nötigung, mehrfachen sexuellen Handlungen mit einem Kind und Pornografie zu einer Gefängnisstrafe von 14 Monaten und ordnete eine ambulante Massnahme während und nach dem Vollzug an. Am 14. September 2010 ordnete das Kreisgericht VI auf Antrag von A.________ nachträglich eine stationäre therapeutische Massnahme nach Art. 59 StGB an. Die Strafe von 14 Monaten wurde aufgeschoben. A.b. In einem zweiten Strafverfahren verurteilte das Obergericht des Kantons Bern A.________ am 8. Dezember 2010 zweitinstanzlich wegen mehrfacher Vergewaltigung, mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern, mehrfachen Inzests, Pornografie, Drohung und mehrfacher einfacher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren, teilweise als Zusatzstrafe zum Urteil des Kreisgerichts VI vom 23. Januar 2009. Es schob die Freiheitsstrafe auf und ordnete eine stationäre therapeutische Massnahme gemäss Art. 59 StGB an. A.c. Mit Verfügung vom 22. Dezember 2010 legte die damalige Vollzugsbehörde den Vollzug der erwähnten stationären Massnahmen, die das Kreisgericht VI und das Obergericht angeordnet hatten, zusammen. A.d. Das Regionalgericht Emmental-Oberaargau verlängerte die stationäre therapeutische Massnahme am 10. Juni 2015 um 4 Jahre und am 19. August 2019 um weitere 2 Jahre.