Citation: 8C_1/2024 E. 5.2

5.2. Mit der Beschwerdeführerin ist nicht nachvollziehbar, weshalb ihr laut angefochtenem Urteil der Entlastungsbeweis gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG verschlossen bleiben sollte. Wie die Vorinstanz gestützt auf die beweiswertige Aktenbeurteilung des Dr. med. I.________ zutreffend erkannte, steht ausser Frage, dass der im April 2021 festgestellte Meniskusschaden im Sinne einer Listenverletzung gemäss Art. 6 Abs. 2 lit. c UVG eine Folge progredienter Veränderungen darstellt, welche ihrerseits auf den bereits im Jahr 2014 erlittenen Knieschaden zurückzuführen sind. Nach Angaben des Dr. med. I.________ war diese Pathologie schon 2014 im Zusammenhang mit der damals erlittenen vorderen Kreuzbandruptur erstmals zu erkennen und entwickelte sich im Verlauf kontinuierlich weiter, gut erkennbar an der begleitenden Baker-Zyste als Zeichen eines chronischen intraartikulären Prozesses. Ungeachtet dessen, dass am Anfang dieses unbestritten ursächlichen und progredienten Verlaufs die unfallbedingte Knieverletzung von 2014 mit weiteren Phasen von ärztlicher Behandlungsbedürftigkeit jeweils im Frühling 2016 und 2018 stand, war die Beschwerdegegnerin jedenfalls erst seit Antritt der neuen Arbeitsstelle vom 1. September 2019 (vgl. Art. 3 Abs. 1 UVG) bei der Beschwerdeführerin nach UVG gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Unter den gegebenen Umständen steht gestützt auf die unbestritten beweiswertige Aktenbeurteilung des Dr. med. I.________ offensichtlich fest, dass die im April 2021 symptomatisch gewordene Listenverletzung nach Art. 6 Abs. 2 lit. c UVG mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vorwiegend auf Einflussfaktoren zurückzuführen ist, die - unabhängig von der Pathogenese der ursprünglichen Gesundheitsschädigung - zu mehr als 50% des gesamten Ursachenspektrums auf Abnützung beruhen (E. 3.2 i.f.). Soweit die Vorinstanz bei dieser Beweislage den Entlastungsbeweis der Beschwerdeführerin verneinte, verletzte sie Bundesrecht.