Citation: 4A_12/2020 E. 3.3.2

3.3.2. Im angefochtenen Entscheid kam die Vorinstanz nunmehr zum Ergebnis, das Privatgutachten C.________ sei nicht schlüssig. Dennoch erachtete sie den Nachweis der Arbeitsunfähigkeit als gescheitert. Dem Parteigutachten kommt für das Scheitern des Beweises nunmehr offensichtlich keine entscheidende Bedeutung mehr zu. Insoweit hat die Vorinstanz ihre ursprüngliche Begründung abgeändert. Sie scheint davon auszugehen, das Bundesgericht sei im Rückweisungsentscheid unabhängig von der Schlüssigkeit des Privatgutachtens zum Ergebnis gelangt, die Beschwerdeführerin vermöge nicht aufzuzeigen, dass das Gericht in Willkür verfallen sei, wenn es den Beweis für ihre Behauptungen aufgrund der angeführten Arztzeugnisse nicht für erbracht erachte. Damit verkennt sie die Tragweite des Rückweisungsentscheides. Dieser hat nicht beurteilt, ob es willkürlich wäre, angesichts eines nicht schlüssigen Privatgutachtens Zweifel an der Arbeitsunfähigkeit zu haben, falls kein Gerichtsgutachten erstellt werden kann. Er erachtete die Zweifel an den Vorbringen der Beschwerdeführerin als nicht willkürlich, zumal das Parteigutachten der Beschwerdegegnerin zu diametral entgegengesetzten Ergebnissen komme. Zwar thematisierte er die Kausalität des Privatgutachtens im Zusammenhang mit einem allfälligen Gerichtsgutachten. Die Rückweisung erfolgte aber auch, um auf die inhaltlichen Einwände gegen das Privatgutachten einzugehen. Diesen käme keine Bedeutung zu, wenn die Beweistauglichkeit der eingereichten Unterlagen bereits im Erstentscheid unabhängig von der Schlüssigkeit des Privatgutachtens C.________ verneint worden wäre. Davon ging der Rückweisungsentscheid nicht aus, und deswegen waren die Einwände gegen das Privatgutachten zu prüfen. Ansonsten hätte nur geprüft werden müssen, ob es eine Grundlage für ein gerichtliches Gutachten bilden konnte.