Citation: 9C_108/2019 E. 4.1

4.1. Die IV-Stelle sprach der Beschwerdeführerin aufgrund einer (Rest-) Arbeitsfähigkeit von 50 % (vgl. ABI-Gutachten vom 7. November 2015) mit Verfügung vom 16. März 2016 eine halbe Rente ab 1. April 2013 zu. Der Verdacht auf ein Tumorrezidiv im Januar 2016 stellt dies nicht in Frage, zwar führt ein solcher zu notwendigen weiteren medizinischen Abklärungen, dies begründet jedoch noch keine weitergehende Arbeitsunfähigkeit. Die Beschwerdeführer machen weiter geltend, ab März 2016 sei es zu vorübergehenden Verschlechterungen des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin gekommen. Dies sei - anders als im Verfahren der Invalidenversicherung (Art. 88a 2 IVV) - beim Ergänzungsleistungsanspruch zu berücksichtigen. Dem ist entgegenzuhalten, dass die EL-Organe und Sozialversicherungsgerichte mit Bezug auf die invaliditätsbedingte Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit grundsätzlich die Invaliditätsbemessung der Invalidenversicherung zu übernehmen haben (BGE 141 V 343 E. 5.7 S. 350, Urteil 9C_680/2016 vom 14. Juni 2017 E. 3.4.2 mit Hinweisen). Diese Bindung ist deshalb angezeigt, weil die EL-Durchführungsorgane zum einen nicht über die fachlichen Voraussetzungen für eine selbstständige Beurteilung der Invalidität verfügen und es zum anderen zu vermeiden gilt, dass der gleiche Sachverhalt unter denselben Gesichtspunkten von verschiedenen Instanzen unterschiedlich beurteilt wird (BGE 140 V 267 E. 5.1 S. 273). Diese Bindung an den IV-Entscheid ist zudem auch gerechtfertigt, weil zwischen der Leistungsberechtigung in der Invalidenversicherung und dem Anspruch auf Ergänzungsleistungen ein enger Zusammenhang besteht (Art. 4 Abs. 1 lit. c ELG; BGE 140 V 267 E. 5.2.2 S. 275; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts P 49/06 vom 16. Juli 2007 E. 4.2). Eine Veränderung des Gesundheitszustands ist somit grundsätzlich im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren geltend zu machen und wird alsdann im Rahmen eines EL-Anpassungsverfahrens (Art. 25 ELV) berücksichtigt. Kurzfristige gesundheitliche Beeinträchtigungen, die (noch) keine höheren Leistungen der Invalidenversicherung auszulösen vermögen, sind somit entgegen der von der Beschwerdeführerin vertretenen Auffassung, nicht zu berücksichtigen (Urteil 9C_241/2016 vom 22. Juni 2016 E. 4 i.V.m. E. 6.1; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts P 49/06 vom 16. Juli 2007 E. 4.2).