Citation: 5A_172/2024 E. 4.4

4.4. Wenn die Vorinstanz der Frage nachgegangen ist, ob Anhaltspunkte für die Existenz der betriebenen Forderung bestehen, ist dies entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht zu beanstanden. Wie dargelegt (vorne E. 3.2), stellt es ein gewichtiges Indiz für die Missbräuchlichkeit einer Betreibung dar, wenn der Gläubiger die in Betreibung gesetzte Forderung nicht im Ansatz zu plausibilisieren vermag und deren Bestand daher ausgeschlossen erscheint. Insoweit kann die Frage nach dem Bestand einer Forderung im Rahmen der Prüfung der Missbräuchlichkeit einer Betreibung nicht ausgeblendet werden. Gleichwohl bleibt zu beachten, dass eine Betreibung nur in Ausnahmefällen aufgrund offenbaren Rechtsmissbrauchs nichtig ist und sich der Vorwurf des Betreibungsschuldners nicht darauf beschränken darf, der umstrittene Anspruch werde rechtsmissbräuchlich erhoben (Urteil 5A_223/2023 vom 22. März 2024 E. 2.3 mit Hinweisen). Die Einschätzung der Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe seine Forderung von rund 70 Millionen Franken nicht einmal ansatzweise zu plausibilisieren vermocht, womit der Bestand einer Forderung in der geltend gemachten Höhe gänzlich unplausibel erscheine, ist zutreffend. Die Darlegungen des Beschwerdeführers zu den angeblich in der Wohnung an der D.________-Strasse yy in U.________ aufbewahrten und dann abhanden gekommenen Vermögenswerten, wobei gemäss einer vom Beschwerdeführer im Jahr 2020 erstellten Inventarliste gleich vier Goldmünzen "Double Eagle 1933" im Wert von mittlerweile ca. USD/CHF 7 Mio. pro Stück und ein "Liberty Coin 17xx" im Wert von mittlerweile ca. USD/CHF 12 Mio. im Vordergrund stehen sollen, sind völlig lebensfremd, durch nichts belegt und damit allem Anschein nach frei erfunden. Vor diesem Hintergrund sind die Erwägungen der Vorinstanz zu den Beweggründen des Beschwerdeführers ohne Weiteres nachvollziehbar. Offenbar ist der Beschwerdeführer mit gewissen behördlichen Entscheiden nicht einverstanden, wobei er sich insbesondere vom Erbschaftsamt des Kantons Basel-Landschaft ungerecht behandelt fühlt. Dies rechtfertigt es jedoch nicht, eine Betreibung für eine absurd hohe Forderung einzuleiten, für die der Beschwerdeführer nicht die geringsten Nachweise beizubringen vermag. Mithin hat die Vorinstanz kein Bundesrecht verletzt, wenn sie davon ausgegangen ist, dass es dem Beschwerdeführer bei der Betreibung auf rund 70 Millionen Franken nicht ernsthaft um die Durchsetzung dieser Forderung gegangen ist, sondern um die Schikanierung der betriebenen Partei - und damit des Kantons Basel-Landschaft und seiner Mitarbeitenden, die immer wieder aufs Neue mit seiner Fantasieforderung beschäftigt werden sollen. Mit der Betreibung werden damit sachfremde Ziele verfolgt, weshalb diese von der Vorinstanz zu Recht als nichtig erachtet wurde.