Citation: 5C.271/2004 12.07.2005 E. A

Die Y.________ AG ist Produzentin von Kunststoffrohren. Am 16. Februar 1996 schloss sie bei der Versicherung X.________ eine als "Garantieversicherung/ Umsatzvertrag" betitelte Versicherung ab. Im Rahmen eines Werkvertrages lieferte die Y.________ AG für die Erneuerung einer Druckleitung Rohre, die einem Druck von 12 bar sowie solche, die einem Druck von 6 bar standzuhalten hatten. Anlässlich der am 31. August 1996 durchgeführten Druckprobe barst ein Teilstück der 12-bar-Druckleitung. Eine in der Folge von der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA) durchgeführte Expertise ergab die Mangelhaftigkeit sämtlicher 12-bar-Rohre. In der Folge anerkannte die Y.________ AG in einem Vergleich die Wandelung des Werkvertrages und verpflichtete sich zur Rückzahlung des Werklohnes in der Höhe von rund Fr. 620'000.-- sowie zur Leistung eines Schadenersatzes von rund Fr. 1,9 Mio. Die Y.________ AG meldete den Schadensfall der Versicherung X.________ und verlangte den Ersatz des Vertragswertes, auf welchen die Versicherungsleistung maximal beschränkt war. Die Versicherung X.________ bestritt ihre Leistungspflicht.