Citation: I 668/02 07.01.2003 E. 3

Zu prüfen bleibt die Auswirkung des Gesundheitsschadens auf die Erwerbsfähigkeit. Dabei ist nach der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts für die Vornahme des Einkommensvergleichs grundsätzlich auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns abzustellen. Bevor die Verwaltung über einen Leistungsanspruch befindet, muss sie indessen prüfen, ob allenfalls in der dem Rentenbeginn folgenden Zeit eine erhebliche Veränderung der hypothetischen Bezugsgrössen eingetreten ist. Gegebenenfalls hat sie vor ihrem Entscheid einen weiteren Einkommensvergleich durchzuführen (noch nicht in der Amtlichen Sammlung veröffentlichtes Urteil D. vom 23. Mai 2002, U 234/00; vgl. auch Urteil L. vom 18. Oktober 2002, I 761/01). Da der Rentenanspruch frühestens im Februar 1998, nach Ablauf der einjährigen Wartefrist, entstehen konnte, ist der Einkommensvergleich zu diesem Zeitpunkt vorzunehmen. 3.1 Grundsätzlich ist für die Ermittlung des Valideneinkommens vom zuletzt erzielten Lohn auszugehen. Zwar hat der Beschwerdeführer seine Stelle im November 1995 aus wirtschaftlichen Gründen verloren und war - bevor er aus gesundheitlichen Gründen der Arbeit bzw. der Arbeitssuche fernblieb - 15 Monate arbeitslos; ohne gesundheitliche Einschränkung wäre er nach wie vor als Hilfsarbeiter auf dem Bau tätig. Die Zahlen von 1995 sind zudem nicht veraltet für einen Einkommensvergleich im massgebenden Zeitpunkt (Februar 1998), weshalb das Valideneinkommen gestützt auf den tatsächlichen, zuletzt erzielten Lohn anhand der Einträge im individuellen Konto des Beschwerdeführers ermittelt werden kann, was Fr. 49'564.- ergibt (Fr. 44'805.- [Lohn Januar bis November 1995] : 11 x 12 zuzüglich Nominallohnentwicklung im Baugewerbe für 1996 von 1.2 % und für 1997 von 0.2 % [Die Volkswirtschaft, 11/2002, Anhang S. 89, Tabelle B 10.2]). 3.2 Vorinstanz und Verwaltung haben zu Recht für die Bemessung des Invalideneinkommens auf die Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) abgestellt und dabei das Anforderungsniveau 4 als massgebend betrachtet. Denn der Versicherte verfügt über lediglich drei Jahre allgemeine Schulbildung, aber keinerlei berufliche Ausbildung; daran ändert auch die langjährige Tätigkeit auf dem Bau nichts, da er stets als Hilfsarbeiter tätig war und sich keinerlei besonderen Qualifikationen, welche etwa einem Lehrabschluss gleichgestellt werden könnten, erworben hat (vgl. Urteil A. vom 8. Mai 2002, I 367/01, mit Hinweisen). Somit ergibt sich für den massgebenden Zeitpunkt (Februar 1998) unter Berücksichtigung der branchenüblichen Arbeitszeit ein hypothetisches Invalideneinkommen von Fr. 53'649.- (12 x Fr. 4'268.- : 40 x 41.9 [LSE 1998, S. 25, Tabelle TA 1, Anforderungsniveau 4; Die Volkswirtschaft, 11/2002, An-hang S. 88, Tabelle B 9.2]). Es kann offen bleiben, ob - wie Verwaltung und Vorinstanz ihrer Bemessung zugrunde gelegt haben - der Maximalabzug von 25 % angebracht ist oder nicht; denn selbst bei einem leidensbedingten Abzug von 25 % und somit einem massgebenden Invalideneinkommen von Fr. 40'237.- ergibt sich kein rentenbegründender Invaliditätsgrad. 3.3 Bei einem Vergleich des massgebenden Valideneinkommens mit dem Invalideneinkommen resultiert ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad. Da keine erhebliche Veränderung der hypothetischen Bezugsgrössen bis zum Verfügungserlass ersichtlich ist, kann von einem weiteren Einkommensvergleich zu diesem Zeitpunkt abgesehen werden. Vorinstanz und Verwaltung haben demnach zu Recht den Anspruch auf eine Invalidenrente verneint.