Citation: U 489/05 10.04.2006 E. A

J.________, geboren 1970, war seit Januar 1991 bei der Firma X.________ als Betriebsarbeiterin angestellt und bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 25. Oktober 2002 erlitt sie einen Verkehrsunfall, als sie auf nasser Fahrbahn mit ihrem Auto ins Schleudern geriet und beidseits mit den Leitplanken kollidierte. Gleichentags begab sie sich zu ihrem Hausarzt Dr. med. N.________ in Behandlung. Dieser stellte Kontusionen am Thorax sowie am Abdomen und am Kinn links fest und attestierte eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bis 24. November 2002, eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit ab 25. November 2002 und eine vollständige Arbeitsfähigkeit in "zwei bis drei Wochen" (Bericht vom 6. Dezember 2002). Die SUVA anerkannte ihre Leistungspflicht, richtete Taggelder aus und kam für die Kosten der Heilbehandlung auf. Am 30. November 2002 nahm J.________ die Arbeit im Umfang von 50 % wieder auf. Ambulant durchgeführte Physiotherapien konnten die geklagten zervikalen Beschwerden nicht bessern, weshalb sie vom 23. April bis 21. Mai 2003 in der Rehaklinik R.________ hospitalisiert war. Die dortigen Ärzte diagnostizieren einen persistierenden zervikozephalen Symptomkomplex, neuropsychologische Funktionsstörungen, vegetative Dysregulation und eine posttraumatische Belastungsstörung. Sie empfahlen insbesondere eine intensive psychologische Betreuung und attestierten ab 2. Juni 2003 eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit unter angepassten Bedingungen mit Steigerung in kleinen Schritten. Eine Behandlung in der ambulanten Schmerzsprechstunde an der Rehaklinik R.________ wurde am 2. Juli 2003 gestoppt, nachdem J.________ die entsprechenden Termine nicht wahrgenommen hatte. In der Folge klagte sie über enorme Schmerzen, die ihr eine weitere (auch teilzeitliche) Arbeitstätigkeit verunmöglichten. Vom 17. September bis 15. Oktober 2003 wurde J.________ in der Rehaklinik B.________ stationär behandelt. Als Diagnosen sind im Austrittsbericht vom 17. Oktober 2003 ein zervikozephales Schmerzsyndrom sowie eine posttraumatische Belastungsstörung leichten Ausprägungsgrades (ICD-10 F43.1) mit leichter depressiver Episode (ICD-10 F32.0) und anhaltender somatoformer Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) festgehalten. Die Ärzte bescheinigten eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit ab 20. Oktober 2003. Bereits am 23. September 2003 hatte sich J.________ bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug angemeldet. Einen Arbeitsversuch im November 2003 brach J.________ nach zwei Tagen ab. In der Folge begab sie sich zu Dr. med. F.________, FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, in Behandlung. Eine Magnetresonanzuntersuchung vom 2. Januar 2004 zeigte keine pathologischen Befunde; Neurologe Dr. med. E.________ konnte am 19. Januar 2004 weder neurologische Ausfälle noch eine cerebrale Pathologie feststellen. Kreisarzt Dr. med. V.________ stellte am 28. Januar 2004 eine gegenüber den Berichten der Rehaklinik B.________ vom 17. Oktober 2003 und des Dr. med. E.________ vom 19. Januar 2004 unveränderten Gesundheitszustand fest. Psychiater Dr. med. F.________ führte mit Schreiben vom 2. Februar 2004 aus, in Bezug auf die posttraumatische Belastungsstörung und die depressive Episode sei die Behandlung erfolgreich gewesen; diesbezüglich bestehe keine Arbeitsunfähigkeit mehr. J.________ leide aber weiterhin an den Folgen des Distorsionstraumas. Im Weiteren besuchte J.________ die ambulante Schmerzsprechstunde im Spital A.________. Der dort tätige Dr. med. S.________ berichtete am 9. Juli 2004, in Anbetracht der starken psychischen Überlagerung eines mässig ausgeprägten Zervikalsyndroms mit wenig objektivierbaren Befunden sei auf diagnostische und therapeutische Infiltrationen verzichtet worden. Am 14. Oktober 2004 stellte die SUVA ihre Heilkosten- und Taggeldleistungen per 31. Oktober 2004 ein, verfügte die Ausrichtung einer Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 5 % und verneinte einen Rentenanspruch, da die psychischen Beschwerden nicht in einem adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfall stünden und die organischen Unfallfolgen die Arbeitsfähigkeit nicht einschränkten. Die dagegen erhobene Einsprache der J.________ wies die SUVA am 14. Januar 2005 ab.