Citation: 8C_828/2023 E. 4.3.3

4.3.3. Indem die Vorinstanz vor diesem Hintergrund zum Schluss gelangt ist, es könne nicht ohne Weiteres nur von einem direkten Aufprall des Betonkübels ausgegangen werden, hat sie entgegen der Auffassung der Suva kein Bundesrecht verletzt. Sie hat sich im Rahmen der Beweiswürdigung zu Recht nicht allein auf die "Aussage der ersten Stunde" (vgl. BGE 143 V 168 E. 5.2.2 mit Hinweis; Urteil 8C_27/2019 vom 20. August 2019 E. 5.2) gestützt. Hingegen kann dem kantonalen Gericht darin nicht zugestimmt werden, dass der Unfallhergang im vorliegenden Fall offen bleiben könne, wie die Suva zutreffend rügt. Denn insbesondere die medizinischen Einschätzungen der Dres. med. F.________ und E.________ gehen von unterschiedlichen Unfallhergängen aus (vgl. nachfolgend E. 5.3). Es ist dem Beschwerdegegner folgend davon auszugehen, dass er vor dem Aufprall versuchte, die schwere Last aufzufangen (vgl. zum im Sozialversicherungsrecht allgemein geforderten Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit BGE 146 V 271 E. 4.4).