Citation: 8C_51/2023 E. 7.2.1

7.2.1. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin berücksichtigte Dr. med. C.________ in den Stellungnahmen vom 19. Februar und 11. August 2021, dass sie unmittelbar nach dem Sturz vom 12. Februar 2020 starke Schmerzen verspürte, weshalb sie einen Moment auf dem Eis liegen bleiben musste. Er hielt aber richtig fest, dass sie sich erst am 10. März 2020, mithin rund einen Monat nach dem Unfall, in ärztliche Behandlung zu Dr. med. E.________ begeben und ihr gegenüber angegeben habe, seit einer Woche bei gewissen Bewegungen Schmerzen in der rechten Schulter zu haben. Dr. med. E.________ habe eine Arbeitsunfähigkeit erst vom 10. bis 22. März 2020 attestiert. Dies spreche - so Dr. med. C.________ weiter - gegen eine Unfallkausalität der Schulterbeschwerden rechts. Weiter hielt er am 11. August 2021 fest, es bestünden eine Impingement-Konstellation mit chronischer Entzündung des Schleimbeutels unter dem Schulterdach (chronische Bursitis subakromialis) und eine Aufrauung der Sehne M. supraspinatus rechts (Sonographie vom 3. November 2020 und MRI-Befunde vom 9. November 2020). Diese Veränderungen seien unfallfremd und führten zu belastungsabhängigen Schulterschmerzen. Andererseits stellte Dr. med. C.________ am 19. Februar 2020 aber auch fest, für einen unfallbedingten Zusammenhang spreche, dass eine Pulley-Läsion nur schwierig apparativ im MRI nachweisbar sei und eigentlich erst intraoperativ definitiv ausgeschlossen werden könne. Ebenfalls für eine unfallbedingte Läsion spreche die leichtgradige Verdickung des Lig. coracohumerale, was einem reparativen Prozess des Bandes bei Status nach einer Zerrung entspreche.