Citation: 5A_373/2018 E. 5.4

5.4. In der Sache rügt der Beschwerdeführer Willkür (Art. 9 BV). Er hält die Errichtung einer Erziehungsbeistandschaft zur Wahrung des Kindeswohls und seiner Rechte als Vater für unumgänglich. Der Erziehungsbeistand soll zum einen gewährleisten, dass er alle ihm zustehenden Auskunfts- und Teilnahmerechte wahrnehmen kann, und zum andern den reibungslosen Ablauf des Besuchs- und Ferienrechts sicherstellen. Unter Bezugnahme auf seine Vorbringen im Berufungsverfahren beschreibt der Beschwerdeführer, wie die Beschwerdegegnerin in Kinderbelangen (Kinderarzt, Entwicklungsabklärungen, Logopädie) eigenmächtig bzw. aus "eigennützigen Motiven" agiere, im Zusammenhang mit dem Besuchsrecht ständig Konflikte schüre und ohne seine Zustimmung aus "prozesstaktischen Überlegungen" veranlasst habe, dass C.________ ein Jahr später eingeschult wird. Der Beschwerdeführer bestreitet, dass die vorgetragenen Noven unterschiedliche Erziehungsvorstellungen der Eltern zum Ausdruck bringen. Er kreidet der Vorinstanz an, sich nicht einmal ansatzweise mit der Frage auseinander zu setzen, ob das Kindeswohl die Errichtung einer Erziehungsbeistandschaft bedinge. Sie versäume es, inhaltlich und detailliert auf seine Argumente einzugehen, was in keiner Weise zu rechtfertigen oder zu entschuldigen sei. Schliesslich meint der Beschwerdeführer, ein Beistand würde dazu beitragen, die von der Beschwerdegegnerin "regelmässig verursachten Spannungen einzudämmen". All diese Klagen laufen ins Leere. Soweit es dem Beschwerdeführer um sein Recht auf persönlichen Verkehr zu tun ist, räumt er selbst ein, dass das Obergericht die Besuchsrechtsregelung zu diesem Zweck mit einer Strafandrohung verbindet. Weshalb es geradezu unhaltbar ist, zusätzlich dazu nicht auch noch eine Erziehungsbeistandschaft zu errichten, diese behördliche Einmischung in Familienangelegenheiten unter dem Gesichtspunkt der Subsidiarität und der Verhältnismässigkeit (E. 5.1) also trotz der richterlich angeordneten indirekten Zwangsvollstreckung geradezu zwingend erforderlich ist, erläutert der Beschwerdeführer nicht. Was sodann die Sorge um seine Teilnahme- und Auskunftsrechte angeht, gibt sich der Beschwerdeführer mit der Behauptung zufrieden, dass sich die Vorinstanz täusche, wenn sie seine Vorbringen im Berufungsverfahren mit den divergierenden Vorstellungen der Parteien in Erziehungsfragen erkläre. Allein damit übersieht er, dass die Vorinstanz die fraglichen Vorbringen, mit denen der Beschwerdeführer die angeblichen Verfehlungen und Launen der Beschwerdegegnerin im Berufungsverfahren anprangerte, auch mit dem tiefen gegenseitigen Misstrauen erklärt, das die Parteien entzweit. Dass die Vorinstanz das Verhältnis zwischen den Parteien falsch einschätzt und sein prozessuales Vorgehen falsch deutet, macht der Beschwerdeführer nicht geltend. Er äussert sich auch nicht dazu, inwiefern die Vorinstanz in Willkür verfällt, wenn sie die Erziehungsbeistandschaft als ungeeignet dafür ansieht, den gegenseitigen Argwohn unter den Parteien aus der Welt zu schaffen. Um den angefochtenen Entscheid als willkürlich auszuweisen, genügt es nicht, einzelne Punkte der vorinstanzlichen Begründung anzugreifen und andere Elemente unangefochten stehen zu lassen. Auch mit Bezug auf die Erziehungsbeistandschaft erweist sich die Beschwerde als unbegründet.