Citation: 1B_125/2009 07.10.2009 E. 2

2.1 Die Beschwerdeführer bestreiten, die Anforderungen des Rügeprinzips gemäss kantonalem Strafprozessrecht nicht erfüllt zu haben. Ihrer Ansicht nach hätte auf ihre Beschwerde eingetreten werden müssen. 2.2 Mit Beschwerde kann die Verletzung kantonalen Rechts nur unter dem Blickwinkel des Willkürverbots geprüft werden (vgl. Art. 95 BGG). Nach der ständigen Praxis des Bundesgerichts liegt Willkür in der Rechtsanwendung dann vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Das Bundesgericht hebt einen Entscheid jedoch nur auf, wenn nicht bloss die Begründung, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist; dass eine andere Lösung ebenfalls als vertretbar oder gar zutreffender erscheint, genügt nicht (BGE 134 II 124 E. 4.1 S. 133 mit Hinweisen). 2.3 Gemäss dem angefochtenen Entscheid gilt im Beschwerdeverfahren vor der Anklagekammer das Rügeprinzip. Art. 232 Abs. 2 des Strafprozessgesetzes des Kantons St. Gallen vom 1. Juli 1999 verlange, dass die Beschwerdeschrift einen Antrag und eine kurze Begründung enthalte. Dies entbinde den Rechtsunterworfenen aber nicht, sich mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinanderzusetzen und zumindest im Wesentlichen darzulegen, aus welchen Gründen die angefochtene Verfügung aufzuheben sei. Diesen minimalen Begründungsanforderungen vermöge im vorliegenden Fall die Beschwerde nicht zu genügen. Die anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer hätten lediglich gerügt, die Beschlagnahmeverfügung sei nicht begründet. Sodann hätten sie pauschal behauptet, die Massnahme sei völlig überzogen, ungerechtfertigt, unverhältnismässig und entbehre jeglicher rechtlicher Grundlage. Damit sei die strafprozessuale Begründungspflicht nicht erfüllt, weshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten sei. Die Beschwerdeführer bringen vor Bundesgericht vor, in der Beschlagnahmeverfügung sei lediglich auf die anwendbaren gesetzlichen Vorschriften verwiesen worden, ohne dass dargelegt worden wäre, weshalb die Beschlagnahme rechtens sei. Da der angefochtene Entscheid keine Begründung enthalten habe, sei es den Beschwerdeführern gar nicht möglich gewesen, sich mit einer solchen auseinanderzusetzen. Im Übrigen wiederholen die Beschwerdeführer ihre im kantonalen Verfahren vorgetragene Beanstandung, dass die Massnahme unverhältnismässig und ungerecht sei und einer rechtlichen Grundlage entbehre. 2.4 Angesichts dieser Vorbringen verfiel die Vorinstanz nicht in Willkür, wenn sie das Rügeprinzip als nicht erfüllt betrachtet. Eine Auseinandersetzung mit der angefochtenen Beschlagnahmeverfügung wäre den Beschwerdeführern sehr wohl möglich gewesen, bringen sie doch selbst vor, in der Verfügung sei das inkriminierte Verhalten genannt und auf die einschlägigen gesetzlichen Vorschriften hingewiesen worden. Jedenfalls hat die Vorinstanz das kantonale Verfahrensrecht in vertretbarer Art gehandhabt, wenn sie pauschale Beanstandungen als ungenüglich qualifiziert. Daran ändert nichts, dass die angefochtene Beschlagnahmeverfügung nicht eingehend begründet, sondern hierzu ein vorgedrucktes Formular verwendet wurde. Somit erweist sich die Beschwerde bezüglich der Hauptbegründung des angefochtenen Entscheids als unbegründet. Eine Prüfung der Alternativbegründung der Anklagekammer erübrigt sich.