Citation: 5A_762/2024 E. 3

Das Obergericht hat erwogen, Tilgung und Hinterlegung nach Art. 174 Abs. 2 SchKG müssten einschliesslich Zinsen und Kosten erfolgt sein. Dazu gehörten unter anderem die Kosten des Konkursamts, die zwischen der Konkurseröffnung durch die erste Instanz und der Aufhebung des Konkurses im Rechtsmittelverfahren anfallen. Es sei beim Konkursamt anzufragen, welche Kosten anfielen und zwar auch für die Zeit bis zur möglichen Aufhebung durch die Rechtsmittelinstanz. Die Beschwerdeführerin habe Fr. 2'161.75 an das Konkursamt des Kantons Thurgau bezahlt. Damit sei der Forderungsbetrag, inklusive Gerichtsgebühr des Bezirksgerichts gedeckt. Zudem habe sie den Vorschuss für das Beschwerdeverfahren dem Obergericht bezahlt. Nicht bezahlt oder hinterlegt seien hingegen die seit der Konkurseröffnung angefallenen Kosten des Konkursamts. Damit fehle es an der Bezahlung der Schuld inklusive Zinsen und Kosten. Das Obergericht hat weiter erwogen, selbst wenn die Schuld inklusive Zinsen und Kosten bezahlt wäre, wäre die Beschwerde abzuweisen, weil die Beschwerdeführerin ihre Zahlungsfähigkeit nicht glaubhaft gemacht habe. Das Guthaben auf dem Kontokorrentkonto (Fr. 12'286.57) reiche zur Bezahlung der offenen Betreibungen (ca. Fr. 21'500.--) nicht aus. Angesichts der zahlreichen Betreibungen während der letzten Jahre sei nicht davon auszugehen, dass die Zahlungsschwierigkeiten bloss vorübergehend seien.