Citation: 9C_765/2023 E. 5

Zunächst richtet sich die Beschwerde gegen den Beweiswert des Gerichtsgutachtens vom 24. Mai 2023. Der Beschwerdeführer macht geltend, entsprechend den Ausführungen in der Stellungnahme der behandelnden med. pract. C.________ sei von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Die Behandlerin habe verschiedene weitere Diagnosen genannt und aufgezeigt, dass auf das psychiatrische ABI-Gutachten nicht abgestellt werden könne. Triftige Gründe, welche es erlauben würden, vom Gerichtsgutachten abzuweichen (vgl. E. 3.3), nennt der Beschwerdeführer indes keine. So reicht es insbesondere nicht aus, dass die Behandlerin in ihrer undatierten Stellungnahme zu einer vom Gutachten abweichenden Arbeitsfähigkeitseinschätzung gelangt und weitere psychiatrische Diagnosen stellt (vgl. Urteil 8C_73/2020 vom 7. Mai 2020 E. 7.1.3 mit Hinweis). Dies gilt umso mehr, als im psychiatrischen ABI-Gutachten plausibel dargelegt wird, weshalb insbesondere weder von einer depressiven Störung noch einer somatoformen Schmerzstörung ausgegangen werde könne. Damit vermag die vom Beschwerdeführer angerufene Stellungnahme den Beweiswert des Gerichtsgutachtens nicht in Frage zu stellen. Nicht abschliessend geprüft zu werden braucht daher die Frage, ob die Einschätzung der Behandlerin, welche gemäss Vorinstanz über keinen Facharzttitel im Bereich der Psychiatrie verfügt, überhaupt geeignet wäre, eine von den ABI-Experten vorgenommen fachärztliche Beurteilung des Gesundheitszustands zu entkräften (vgl. dazu Urteil 8C_584/2018 vom 13. November 2018 E. 4.1.1.2 mit Hinweisen). Die Vorinstanz hat somit kein Bundesrecht verletzt, als sie das Gerichtsgutachten vom 24. Mai 2023 als beweiswertig erachtete.