Citation: 1B_492/2019 E. A

Die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl führt gegen A.________ ein Strafverfahren wegen falscher Anschuldigung, Überlassen eines Fahrzeugs an eine nicht führungsberechtigte Person und Missachtung eines audienzrichterlichen Verbots. Am 17. April 2019 lud ihn die Staatsanwaltschaft auf den 5. Juni 2019 vor. Weil A.________ der Vorladung nicht folgte, erliess die Staatsanwaltschaft am 5. Juni 2019 einen Vorführungsbefehl, wobei sie den Zeitpunkt der Vorführung auf den 13. Juni 2019, 8 Uhr, festsetzte. Die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden nahm A.________ am 12. Juni 2019 um 8 Uhr an seinem Wohnort B.________ fest. Er wurde gleichentags der Kantonspolizei Zürich übergeben und am Morgen des 13. Juni 2019 von 8.03 Uhr bis 10.42 Uhr von der Staatsanwaltschaft befragt. Um 18 Uhr wurde er entlassen. Eine in der Folge von A.________ erhobene Beschwerde hiess das Obergericht des Kantons Zürich mit Beschluss vom 18. September 2019 teilweise gut. Es stellte fest, dass der Vorführungsbefehl vom 5. Juni 2019 unverhältnismässig gewesen sei. Im Übrigen wies es die Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat. In Bezug auf die teilweise Gutheissung erwog es, im Zeitpunkt des Erlasses des Vorführungsbefehls habe der Verdacht des Verstosses gegen ein gerichtliches Verbot mit Androhung einer Busse von Fr. 100.-- bestanden. Der alternative Verdacht des Überlassens eines Fahrzeugs an eine nicht führungsberechtigte Person sei äusserst gering gewesen. Mit Blick darauf sei nicht nachvollziehbar, weshalb die Staatsanwaltschaft den Einvernahmetermin nicht auf den Nachmittag des 13. Juni 2019 angesetzt und so eine Vorführung am Morgen des 13. Juni 2019 ermöglicht habe. Dies hätte einen milderen Eingriff in die Rechte des Beschuldigten zur Folge gehabt und ihm namentlich eine Übernachtung in polizeilichem Gewahrsam erspart.