Citation: 8C_53/2021 E. 3

Die Vorinstanz erwog, das Geschehen vom 20. Januar 2016 habe eine gewisse Eindrücklichkeit gehabt und die psychischen Beschwerden seien auch in zeitlicher Nähe zum Ereignis aufgetreten. Dennoch erscheine das Geschehen nach der allgemeinen Lebenserfahrung nicht geeignet, mehrjährige psychische Störungen auszulösen. Dies insbesondere auch deshalb, weil die Beschwerdeführerin unter keinen psychischen Vorerkrankungen gelitten habe und damit nicht besonders gefährdet gewesen sei, psychische Beschwerden zu entwickeln. Selbst bei einer psychisch vulnerablen Person wäre jedoch nicht mit einer langjährigen Beschwerdesymptomatik zu rechnen. Mit Blick auf die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung beurteilten Fälle seien vorliegend keine besonderen Umstände auszumachen, die eine andere Beurteilung der adäquaten Kausalität rechtfertigen würden. Der hier zur Diskussion stehende Geschehensablauf sei nicht vergleichbar mit den seltenen Fällen, in denen das Bundesgericht den adäquaten Kausalzusammenhang auch nach mehreren Jahren noch bejaht habe. Die Beschwerdeführerin sei weder körperlich verletzt worden noch sei eine Waffe tatsächlich zum Einsatz gekommen. Zudem habe der Vorfall höchstens wenige Minuten gedauert. Die Vorinstanz kam deshalb zum Schluss, dass die adäquate Kausalität der über die Leistungseinstellung per 18. Mai 2017 hinaus und mithin rund 16 Monate nach dem Ereignis vom 20. Januar 2016 geklagten Beschwerden zu verneinen sei. Eine andere Sichtweise dränge sich auch nicht dadurch auf, dass in der Zeit des hier zu beurteilenden Vorfalls in verschiedenen europäischen Ländern Terroranschläge mit vielen Opfern zu beklagen gewesen seien. Bei diesem Ergebnis erübrige sich eine Prüfung des natürlichen Kausalzusammenhangs.