Citation: 7B_1439/2024 E. 5.2.1

5.2.1. Die Einwände des Beschwerdeführers lassen den vorinstanzlich bejahten Haftgrund der Fluchtgefahr nach Art. 221 Abs. 1 lit. a StPO nicht dahinfallen. Bei ihm handelt es sich unbestrittenermassen um einen 60-jährigen Nordmazedonier, der im Alter von 27 Jahren in die Schweiz eingereist ist und hier über eine Niederlassungsbewilligung C verfügt. Nicht substanziiert bestritten ist weiter, dass er nach den gemäss Art. 105 Abs. 1 BGG für das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz im Jahr 2021 gegenüber der zuständigen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) nach einem Ferienaufenthalt in seinem Heimatland ausgeführt hat, am liebsten würde er in Mazedonien bei seiner Familie leben. Da er aber für seine Töchter sorgen müsse, nachdem die Mutter sie verlassen habe, könne er jedoch nicht machen, was er wolle. Der Beschwerdeführer führt vor Bundesgericht zwar aus, er habe diese Aussagen "angeblich" einmal getätigt und es seien insoweit auch mögliche Sprachbarrieren zu berücksichtigen. Damit vermag er aber keine willkürliche Sachverhaltsfeststellung darzutun. Gemäss der Vorinstanz hat der Beschwerdeführer gegenüber der KESB auch ausgeführt, der Verbleib in der Schweiz sei für ihn eigentlich eine Last, er bleibe nur wegen der Mädchen. Wenn die Vorinstanz diese persönlichen Umstände und Aussagen dahingehend wertet, dass der Beschwerdeführer noch enge Verbindungen zu seinem Heimatland habe und sich ein dortiges Leben vorstelle könne, was als Fluchtindiz zu werten sei, ist dies nicht zu beanstanden. Entgegen des Vorbringens des Beschwerdeführers ändert daran auch die Tatsache nichts, dass er diese Aussagen nicht im Rahmen eines Strafverfahrens getätigt hat. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern der Umstand, dass nun gegen den Beschwerdeführer ein Strafverfahren geführt wird, einen Einfluss auf seine Bindungen zu seinem Heimatland haben soll. Der Einwand des Beschwerdeführers, sein Heimatland sei für ihn nichts anderes als eine Feriendestination, muss sodann insbesondere angesichts seiner Aussagen gegenüber der KESB als Schutzbehauptung gewertet werden.