Citation: 2C_364/2024 E. 5.3.2

5.3.2. Vorliegend ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin seit August 2000 ununterbrochen in der Schweiz lebt und ihre sprachliche Integration mit der Länge ihrer Aufenthaltsdauer korreliert. Allerdings verneinte die Vorinstanz unter Hinweis darauf, dass keine besonders intensiven Beziehungen beruflicher oder sozialer Art vorhanden seien, eine überdurchschnittlich starke Verwurzelung in der Schweiz. In diesem Zusammenhang ist insbesondere anzumerken, dass mit der Vorinstanz gestützt auf die Feststellungen der sozialversicherungsrechtlichen Behörden lediglich vom 1. September 2014 bis zum 28. Februar 2016 von einer unverschuldeten, krankheitsbedingten Arbeitsverhinderung ausgegangen werden kann. Während rund 14 Jahren ihres Aufenthalts hat die Beschwerdeführerin keine Erwerbstätigkeit in einem möglichen und zumutbaren Teilzeitpensum ausgeübt. Auch hat sie sich relativ hoch verschuldet (vgl. Bst. A.e vorne). Ihr langjähriger Aufenthalt in der Schweiz wird vor diesem Hintergrund erheblich relativiert. Die Sozialkontakte beschränken sich gemäss vorinstanzlicher Feststellung zudem hauptsächlich auf Familienmitglieder oder diesen nahestehenden Personen. Insgesamt ist demnach höchstens von einer durchschnittlichen Integration auszugehen, welche in wirtschaftlicher Hinsicht klar mangelhaft ist. Nach dem Gesagten ist fraglich, ob bezüglich der Beschwerdeführerin überhaupt der Schutzbereich des Privatlebens gemäss Art. 8 Ziff. 1 EMRK tangiert ist (vgl. E. 5.1 oben). Diese Frage kann jedoch aufgrund der nachstehenden Ausführungen zur Interessenabwägung offen gelassen werden.