Citation: 8C_43/2020 E. 5

Soweit die Beschwerdeführer das von der Kreisärztin definierte Zumutbarkeitsprofil deshalb bemängeln, weil es die Wechselwirkung zwischen den unfallbedingten Folgen und der Krankheit (ALS) nicht berücksichtige, verfängt ihre Argumentation nicht. Wie bereits die Vorinstanz korrekt festhielt, stehen die im Januar 2016 diagnostizierte ALS und ihre Auswirkungen klarerweise in keinem ursächlichen Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 26. Juni 2014 bzw. 8. November 2014. Diese Frage wurde von der Beschwerdegegnerin medizinisch abgeklärt und gestützt auf eine Stellungnahme der Dr. med. I.________ vom 18. März 2016 verneint. Gegenteilige ärztliche Meinungen, insbesondere mit Hinweisen auf die unterstellten Wechselwirkungen sind nicht aktenkundig und werden von den Beschwerdeführern auch nicht geltend gemacht. Dementsprechend wurden auch die aufgrund der ALS-Krankheit bestehenden (beträchtlichen) funktionellen Leistungseinschränkungen bei der unfallbedingten Bestimmung des Zumutbarkeitsprofils richtigerweise ausgeklammert, ohne dass es weiterer Abklärungen bedurft hätte. Fehl geht ferner der Hinweis der Beschwerdeführer auf Art. 47 UVV, welcher das Mass der Kürzung von Renten und Integritätsentschädigungen bei Zusammentreffen verschiedener Schadenursachen (vgl. dazu auch Art. 36 Abs. 2 UVG) normiert. Angesichts der Tatsache, dass die von der Suva zugesprochene Invalidenrente von 10 % nicht gekürzt wurde, insbesondere auch nicht krankheitsbedingt, besteht kein Raum für eine Anwendung des Art. 36 Abs. 2 UVG bzw. Art. 47 UVV.