Citation: 4C.157/2006 31.08.2006 E. 1

Im Berufungsverfahren hat das Bundesgericht seiner Entscheidung die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz als wahr und vollständig zugrunde zu legen, es sei denn, sie beruhten auf einem offensichtlichen Versehen, seien unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zustandegekommen oder bedürften der Ergänzung, weil das kantonale Gericht in fehlerhafter Rechtsanwendung einen gesetzlichen Tatbestand nicht oder nicht hinreichend klärte, obgleich ihm die entscheidwesentlichen Behauptungen und Beweisanträge dazu prozesskonform unterbreitet wurden (vgl. Art. 63 und 64 OG; BGE 130 III 102 E. 2.2 S. 106; 127 III 248 E. 2c). Blosse Kritik an der Beweiswürdigung des kantonalen Gerichts ist im Berufungsverfahren unzulässig (BGE 127 III 73 E. 6a S. 81). Die Beklagte ist somit nicht zu hören, soweit sie die vorinstanzliche Beweiswürdigung beanstandet und die tatsächlichen Feststellungen im angefochtenen Urteil ergänzt bzw. von diesen abweicht. Unzulässig ist auch der Hinweis der Beklagten auf die im kantonalen Verfahren eingereichten Rechtsschriften, da in der Berufungsschrift selber darzulegen ist, inwiefern das angefochtene Urteil Bundesrecht verletzt (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 126 III 198 E. 1d; 116 II 92 E. 2; 115 II 83 E. 3 S. 85; 110 II 74 E. 1 S. 78).