Citation: 6P.84/2003 24.11.2003 E. 2

Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz habe ihn zu Unrecht des Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung schuldig gesprochen und damit Art. 292 StGB verletzt. 2.1 Der Beschwerdeführer führt an, das Bezirksamt habe ihm in Ziff. 4 der Verfügung unter Androhung von Art. 292 StGB untersagt, die Hanfpflanzen bis zur Feststellung des THC-Gehalts auf die dort genannten Arten zu verwenden. Das Verbot und die damit verbundene Androhung von Art. 292 StGB seien demnach eindeutig bis zu diesem Zeitpunkt befristet gewesen. Es gehe im Übrigen aus der Begründung der Verfügung hervor, dass der Zweck der Beschlagnahmeverfügung ausschliesslich in der Feststellung des THC-Gehalts bestanden habe. Mit der Feststellung dieses Wertes sei der Beweis gesichert gewesen. Danach hätten die Pflanzen nicht mehr dem Ermittlungsverfahren gedient und seien daher wieder nutzbar gewesen. 2.2 Die Vorinstanz hielt demgegenüber fest, das Verbot habe mindestens bis zum Erlass einer neuen Anordnung des Bezirksamts gegolten. Zum einen gehe dies aus Ziff. 5 der Verfügung hervor, wonach das Bezirksamt nach der Feststellung des THC-Gehalts die sich allfällig aufdrängenden weiteren Anordnungen treffen würde. Zum anderen ergebe sich aus dem Beschwerdeentscheid der Beschwerdekammer des Obergerichts, dass die Beschlagnahme so lange aufrecht zu erhalten gewesen wäre, als die Pflanzen dem Strafverfahren hätten dienen können, allenfalls bis zur rechtskräftigen Erledigung des Strafverfahrens.