Citation: 9C_97/2019 E. 4.3.2

4.3.2. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, die Vorinstanz habe mittels Bestätigung der von der IV-Stelle vorgenommenen Wiedererwägung den Vertrauensschutz missachtet, kann ihm ebenfalls nicht gefolgt werden. Der in Art. 9 BV verankerte Grundsatz von Treu und Glauben gebietet unter bestimmten Voraussetzungen (vgl. BGE 143 V 95 E. 3.6.2 S. 103; 137 II 182 E. 3.6.2 S. 193 mit Hinweisen), dass eine unrichtige Auskunft einer Behörde eine vom materiellen Recht abweichende Behandlung des Rechtsuchenden gebietet. Auch wenn der Hinweis der Vorinstanz an den Beschwerdeführer, dass er das Rechtsmittel zurückziehen könne, um damit einer Schlechterstellung (reformatio in peius) zu entgehen, einer Auskunft gleichzustellen wäre, erfolgte damit jedenfalls keine Zusicherung des Inhalts, dass die angefochtene Verfügung vom 22. November 2016 im Fall des Beschwerderückzugs rechtsbeständig sei und er eine ganze Invalidenrente beziehen könne, ohne dass er mit einer Wiedererwägung rechnen müsse. Im Übrigen ist nicht erkennbar, dass der Versicherte im Hinblick auf das Schreiben der Vorinstanz Dispositionen getroffen hat, die nicht ohne Nachteil rückgängig zu machen sind.