Citation: 6B_457/2019 E. 2

Das Gericht misst die Strafe in erster Linie nach dem Verschulden des Täters zu (vgl. Art. 47 Abs. 1 erster Satz StGB). Das Verschulden wird nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach bestimmt, wie weit der Täter nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden (Art. 47 Abs. 2 StGB). Diesbezüglich macht die Beschwerdeführerin geltend, die Vorinstanz gehe in Bezug auf die schwerste sexuelle Nötigung, für welche sie die Einsatzstrafe (von vier Jahren Freiheitsstrafe) festlegt, von einem mittelschweren objektiven und subjektiven Tatverschulden aus, das sie angesichts der leicht verminderten Schuldfähigkeit auf "nicht mehr leicht bis mittelschwer" herabstuft. Dabei verletze sie die Strafzumessungsgrundsätze nach Art. 47 StGB dreifach: