Citation: 8C_338/2021 E. 5.2

5.2. Dass die Vorinstanz gestützt darauf feststellte, es fehle an der hinreichenden, eine Arbeitsunfähigkeit begründenden Schwere des psychischen Leidens, ist nicht zu beanstanden. Dies gilt insbesondere insoweit, als der Gutachter ihrer Auffassung nach weder den Umfang der von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Dissimulation noch die Bedeutung der von ihr in diesem Rahmen unerwähnt gelassenen besonderen Umstände (unter anderem das Verschweigen ihrer Transsexualität gegenüber ihrem Partner sowie die Kränkung zufolge dessen Auflösung der Beziehung nach Kennenlernen einer anderen Frau) verkannte. Daran kann auch nichts ändern, dass die behandelnde Ärztin hinsichtlich des Krankheitswerts unter Diagnostizierung einer Panikstörung, einer Persönlichkeitsstörung, einer schweren depressiven Episode sowie eines Alkoholmissbrauchs zu anderen Schlüssen gelangte. Insbesondere lässt sich nicht ersehen, dass sich die behandelnde Psychiaterin auf einen vom psychiatrischen Gutachten abweichenden psychopathologischen Status stützen würde. Ihre Ausführungen beschränken sich vielmehr auch in ihrem jüngsten Bericht vom 5. Oktober 2020 auf eine Wiedergabe der subjektiven Schilderung der Beschwerdeführerin etwa zu ihren Schamgefühlen im Zusammenhang mit ihrer Transsexualität, zu ihren Panikgefühlen in Anwesenheit fremder Personen oder zu ihren nicht weiter begründeten Stresszuständen bei der Arbeit. Es ist nicht zu erkennen, dass die behandelnde Ärztin am 5. Oktober 2020 neue massgebliche Umstände benannt hätte, die in ihrer den SMAB-Gutachtern vorgelegten Stellungnahme vom 22. April 2020 noch unerwähnt geblieben wären. Dass die Vorinstanz in den Berichten der behandelnden Ärztin keine objektiven Aspekte auszumachen vermochte, die bei der psychiatrischen Begutachtung nicht gewürdigt worden wären, ist nicht zu beanstanden. Mit ihrem Einwand, es fehle dem psychiatrischen Teilgutachten an Abklärungstiefe, was angesichts ihrer Dissimulation zu einer Verkennung der Schwere des Krankheitsbildes geführt habe, vermag die Beschwerdeführerin nicht durchzudringen.