Citation: 6B_684/2024 E. 4.2.2

4.2.2. Die Vorinstanz begründet nachvollziehbar und überzeugend, weshalb von der Auswertung des Mobiltelefons des Privatklägers, der körperlichen Untersuchung des Privatklägers, der Erhebung von DNA-Spuren sowie der Befragung von C.________ und der weiteren unbekannten Begleitperson keine relevanten neuen Erkenntnisse zu erwarten waren (E. 2 des vorinstanzlichen Urteils). So führt sie aus, dass keine objektiven Anhaltspunkte dafür bestünden, dass auch das Mobiltelefon des Privatklägers im Zusammenhang mit den sexuellen Übergriffen zum Einsatz gekommen wäre oder darauf sachdienliche Hinweise zu finden wären. Wenn der Beschwerdeführer diesbezüglich darauf hinweist, der Privatkläger habe im inkriminierten Zeitraum nachweislich mit seinem eigenen Mobiltelefon Selfies von sich erstellt, vermag er damit keine willkürliche antizipierte Beweiswürdigung der Vorinstanz zu begründen. Dasselbe gilt für die nicht vorgenommene frauenärztliche Untersuchung des Privatklägers und die Erhebung von DNA-Spuren an den Tatorten. Die Vorinstanz weist diesbezüglich auf die zeitliche Komponente hin, dass die Anzeigeerstattung rund anderthalb Jahre nach den letzten Tathandlungen erfolgte. Auch diesbezüglich vermag der Beschwerdeführer mit dem bloss pauschalen Hinweis auf die Möglichkeiten der modernen Forensikwissenschaft keine Willkür zu begründen. Hinsichtlich der Befragung von C.________ und der unbekannten Begleiterin weist die Vorinstanz darauf hin, dass diese aus eigener Wahrnehmung keine Aussagen zu den dem Beschwerdeführer vorgeworfenen Taten machen könnten. Dasselbe gelte hinsichtlich des Gespräches zwischen dem Privatkläger und D.________ sowie dem Beschwerdeführer und dessen Schwester am 17. Januar 2020 im Vorfeld der Anzeigeerstattung. An diesem Gespräch hätten C.________ und die unbekannte Begleiterin nicht teilgenommen sondern derweil im Auto gewartet. Weshalb diese Schlussfolgerung der Vorinstanz willkürlich sein soll, begründet der Beschwerdeführer nicht ausreichend. Er mutmasst, zwischen C.________, der unbekannten Begleiterin und dem Privatkläger hätten sich relevante Gespräche ergeben und diese hätten relevante Wahrnehmungen zu den Ereignissen im Wagen anlässlich der Fahrt zur Polizei gemacht. Wie die Vorinstanz zu recht ausführt, hätte es sich diesbezüglich lediglich um Aussagen "vom Hörensagen" gehandelt. Demgegenüber wurde D.________ zum Ablauf des Gespräches des Privatklägers mit dem Beschwerdeführer und dessen Schwester befragt, welches sich direkt auf die relevanten, gegen den Beschwerdeführer erhobenen Vorwürfe bezog und anlässlich dessen sich dieser auch dazu äusserte. Die "Ungleichbehandlung" des Zeugen D.________ mit der Zeugin C.________ hatte deshalb ihre Berechtigung. Abgesehen davon ist in diesem Zusammenhang eine Verletzung der Waffengleichheit im Sinne von Art. 3 Abs. 2 lit. c StPO nicht ansatzweise ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer auch nicht begründet. In diesem Zusammenhang weist der Beschwerdeführer zudem auf die Verwendung des Begriffs "Vergewaltigung" durch den Privatkläger hin, mit welchem er D.________, seine Intimfreundin C.________ und die weitere unbekannte Begleiterin habe emotional manipulieren und dazu motivieren wollen, ihn zur Polizei zu begleiten. Indes erwägt die Vorinstanz an anderer Stelle zu recht, dass der Begriff Vergewaltigung im Zusammenhang mit Analverkehr von einem juristischen Laien nicht ungewöhnlich erscheint. Insgesamt erweist sich die Beschwerde somit hinsichtlich der durch die Vorinstanz vorgenommenen antizipierten Beweiswürdigung als unbegründet, soweit überhaupt darauf eingetreten werden kann. Zufolge zulässiger antizipierter Beweiswürdigung durch die Vorinstanz ist auch keine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 6 Abs. 2 StPO) zu erkennen.