Citation: C 136/01 09.10.2002 E. 5

5.1 Zu prüfen bleibt, ob Verwaltung und Vorinstanz zu Recht das Verschulden des Beschwerdeführers als schwer qualifiziert und die Einstellungsdauer innerhalb des entsprechenden Rahmens (31 bis 60 Tage; Art. 45 Abs. 2 lit. c AVIV) auf 36 Tage festgesetzt haben. Dabei ist zu beachten, dass vorliegend einzig eine Einstellung wegen Nichtbefolgens einer Weisung (Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG) durch den Nichtantritt des Kurses "Erfolg im Arbeitsmarkt" zur Diskussion steht. 5.2 Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat bei erstmaliger Einstellung in der Anspruchsberechtigung wegen des Nichtantritts oder Abbruchs eines zugewiesenen Kurses regelmässig ein mittelschweres Verschulden angenommen und entsprechende kantonale Entscheide bestätigt (Urteile R. vom 14. August 2001, C 247/00, und S. vom 16. Mai 2001, C 33/01; nicht veröffentlichte Urteile R. vom 22. Dezember 1998, C 182/98, und E. vom 19. Januar 1998, C 256/97). In einzelnen, besonders gelagerten Fällen blieb die Festsetzung einer Einstellungsdauer im obersten Bereich des leichten Verschuldens unbeanstandet (nicht veröffentlichte Urteile F. vom 6. Juni 2000, C 165/99, und M. vom 28. Juli 1999, C 24/99). Überzeugende Gründe für eine abweichende Behandlung des einwöchigen Kurses "Erfolg im Arbeitsmarkt" in dem Sinne, dass dessen Nichtantritt ein schweres Verschulden darstellen würde, sind nicht ersichtlich. Die Ermessensausübung von Verwaltung und Vorinstanz ist daher zu korrigieren (vgl. zur Ermessensprüfung BGE 123 V 152 Erw. 2 mit Hinweisen). Die Einstellungsdauer ist innerhalb des für mittelschweres Verschulden geltenden Rahmens von 16 bis 30 Tagen festzusetzen, wobei angesichts der gesamten Umstände die Verhängung von 23 Einstellungstagen, entsprechend dem Mittelwert, als angemessen erscheint.