Citation: 8C_391/2016 E. 3.3

3.3. Was die Verfügung vom 8. Juni 2015 über die Festlegung der Rahmenfrist für den Leistungsbezug anbelangt, kann darin eine Feststellungsverfügung erblickt werden. Der Erlass einer solchen setzt gemäss Art. 49 Abs. 2 ATSG - analog zu Art. 25 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 5 Abs. 1 lit. b VwVG - ein schützenswertes Interesse voraus, worunter rechtsprechungsgemäss ein rechtliches oder tatsächliches und aktuelles Interesse an der sofortigen Feststellung des Bestehens oder Nichtbestehens eines Rechtsverhältnisses zu verstehen ist, dem keine erheblichen öffentlichen oder privaten Interessen entgegenstehen. Zu verneinen ist das schutzwürdige Interesse namentlich dann, wenn eine rechtsgestaltende Verfügung erwirkt werden kann (BGE 132 V 257 E. 1 S. 259; vgl. auch BGE 142 V 2 E. 1.1 S. 4; 137 II 199 E. 6.5 Ingress S. 218 f. mit Hinweisen). Ob der Beschwerdeführer an der alleinigen verbindlichen Festlegung der Rahmenfristen ein genügendes Feststellungsinteresse geltend machen konnte, ist deshalb fraglich und es ist somit auch zweifelhaft, ob das Verwaltungsgericht die Kasse in seinem Nichteintretensentscheid vom 16. April 2015 zu Recht aufgefordert hat, sich betreffend Rahmenfristen in einer separaten Verfügung zu äussern. Wie es sich damit verhält, kann offen bleiben, weil - infolge der Zusammenlegung der zwei Einspracheverfahren durch die Kasse - vor der Vorinstanz sowohl die Rahmenfristen als auch Verfügungen über Leistungen der Arbeitslosenkasse im Streit lagen.