Citation: 9C_190/2015 E. 3.2

3.2. Wie das kantonale Gericht ausführt, das sich bereits mit den gleichen Einwendungen auseinandergesetzt hat, vermögen die "nicht gravierenden" Verfahrensmängel der IV-Stelle die Beweiskraft der Expertise der Begutachtungsstelle D.________ nicht zu schmälern. Die Versicherte wurde durch das Vorgehen der IV-Stelle nicht dran gehindert, die Zwischenverfügung vom 13. September 2012 betreffend Anordnung der Expertise beschwerdeweise anzufechten (vgl. BGE 137 V 210 E. 3.4.2.7 S. 256 f.) und dadurch den Gutachterauftrag an die Begutachtungsstelle D.________ zu stoppen. Ihre Bedenken, dass sich eine Verzögerung des medizinischen Abklärungsverfahrens durch eine Beschwerde zu ihrem Nachteil hätte auswirken können, sind subjektiver Natur, durch nichts belegt und nicht geeignet, die Vorgehensweise der Verwaltung als Verletzung des rechtlichen Gehörs zu qualifizieren. Ob sodann die Akten der Invalidenversicherung bereits mit der Auftragserteilung vom 14. September 2012 der Begutachtungsstelle D.________ zugestellt wurden, wie die Versicherte behauptet, wodurch höchstpersönliche Daten vor rechtskräftiger Auftragserteilung an die begutachtende Stelle gelangt wären, ist nicht erstellt. Einen Missbrauch höchstpersönlicher Daten macht die Versicherte zu Recht nicht geltend. Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., N 16 zu Art. 44, weist bezüglich des Zeitpunkts der Mitteilung lediglich darauf hin, dass vom Normzweck her eine vorgängige Bekanntgabe der sachverständigen Person verlangt wird. Damit ist für den Standpunkt der Beschwerdeführerin nichts gewonnen, da dieser Verfahrensmangel nicht genügend schwer wiegt, um den vorinstanzlichen Entscheid aufzuheben, zumal ihr Begutachtungsstelle und Ärzte lange vor der Begutachtung bekannt gegeben wurden. Denn die Untersuchungen in der Begutachtungsstelle D.________ erfolgten erst am 26. Oktober und 1. November 2012, nach Ablauf der Einwandfrist von zehn Tagen gemäss Schreiben vom 4. Oktober 2012, innert welcher die Beschwerdeführerin Einwendungen gegen die vorgesehenen Gutachter hätte erheben können. Die weitere in der vorinstanzlichen Beschwerdeschrift zitierte Literatur bezieht sich auf altrechtliche UVG-Verfahren, für welche das ATSG (in Kraft seit 1. Januar 2003) noch nicht anwendbar war, wie die Beschwerdeführerin im Übrigen selbst einräumt, weshalb darauf nicht einzugehen ist.