Citation: 4C.396/2004 22.03.2006 E. 4

Schliesslich hat die Vorinstanz die Passivlegitimation der Beklagten auch insofern zu Recht verneint, als der Kläger eine Haftung der Beklagten aus erwecktem Konzernvertrauen abzuleiten versucht. Zutreffend wird im angefochtenen Urteil darauf hingewiesen, dass Gegenstand der zu beurteilenden Klage nicht ein Schaden sei, welcher dem Kläger erwachsen sein soll, sondern eine Forderung des Klägers aus dem Optionsvertrag vom 21./24. Oktober 1997. Weil sich aber die Haftung aus erwecktem Konzernvertrauen auf erwachsenen Schaden - und nicht auf eine Forderung beziehe - und weil ein solcher Schaden nicht geltend gemacht worden sei, sei auch diese Haftung nicht gegeben und die Passivlegitimation auch aus diesem Grunde zu verneinen. Wenn der Kläger dem Obergericht vorwirft, es habe mit der Abweisung einer Schadenersatzforderung aufgrund einer Haftung aus erwecktem Konzernvertrauen Art. 343 Abs. 4 OR verletzt, weil es den Sachverhalt nicht von Amtes wegen festgestellt habe, übersieht er, dass er weder einen Schadenersatz eingeklagt noch einen Schaden substanziiert hat. Die Rüge ist daher ohne weiteres abzuweisen, zumal sich der Kläger in Missachtung von Art. 55 Abs. 1 lit. c OG auch nicht mit den Erwägungen der Vorinstanz auseinandersetzt.