Citation: 6B_780/2010 13.01.2011 E. 4

4. Sachverhalt in Bezug auf C.________, geb. 1999 4.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung hinsichtlich der angeblichen sexuellen Handlungen mit Kindern zum Nachteil von C.________ sei willkürlich und verletze Art. 9 BV, Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK. Er habe immer deckungsgleich ausgesagt, das Opfer habe ihn überrascht, als er sich nach dem Duschen eingecremt habe. Auf die Frage des Opfers nach dem Grund für sein grosses Glied habe er spontan geantwortet, beim Eincremen wachse alles. Es sei zwar möglich, dass ihn das Opfer beim Eincremen des Gliedes gesehen habe. Dabei habe er jedoch keine sexuell motivierten Manipulationen vorgenommen. Er halte es für möglich, dass er in dieser Situation gesagt habe, das Opfer könne sein Glied auch eincremen. Das Opfer habe gegenüber seiner Mutter nach dem Vorfall betreffend das "Eincremen des Pimeli" gesprochen, als sei es für ihn eine normale Situation gewesen. Erst fünf Jahre nach dem Vorfall, als gegen ihn (den Beschwerdeführer) weitere Vorwürfe mit sexuellem Hintergrund erhoben geworden seien, habe das Opfer der Polizei von dem Ereignis erzählt. Die Aussagen des Opfers seien widersprüchlich und teilweise unwahr. So sei es sich fünf Jahre später angeblich sicher gewesen, dass er sein Glied in der linken Hand gehalten und mit der rechten Hand eingecremt habe. Gleichzeitig habe es sich nicht mehr daran erinnern können, wann es mit seiner Mutter letztmals über den Vorfall gesprochen hatte, obwohl dies vor kurzer Zeit gewesen sei. Zudem habe seine Freundin D.________ entgegen der Behauptung des Opfers nie gesagt, sie werde die Polizei informieren, falls er diesem etwas antue. Die Vorinstanz lasse seine Einwände in willkürlicher Weise unberücksichtigt und erachte den ungünstigsten Sachverhalt trotz erheblicher Zweifel als erstellt. 4.2 Der Beschwerdeführer räumt ein, er habe in Anwesenheit des Opfers sein Glied eingecremt (Beschwerde S. 11 Mitte). Er hält es sogar für möglich, dass er diesem gesagt habe, es könne sein eigenes Glied ebenfalls eincremen (Beschwerde S. 12 oben). Nach den vorinstanzlichen Feststellungen äusserte sich der Beschwerdeführer dahingehend, dass ihn das Opfer gefragt habe, weshalb er einen so grossen Penis habe, worauf er geantwortet habe, dieser wachse beim Eincremen (angefochtenes Urteil S. 83). In Übereinstimmung dazu sagte das Opfer anlässlich der Einvernahme bei der Polizei aus, der Penis von X.________ sei gross gewesen und "ufe" gestanden (angefochtenes Urteil S. 79). Die in der Beschwerde und in der Einvernahme vom 16. April 2008 (act. 15/7 S. 2) aufgestellte Behauptung des Beschwerdeführers, er habe gesagt, beim Eincremen wachse "alles", d.h. der ganze Körper, wertet die Vorinstanz in nachvollziehbarer Weise als unglaubhaft. Für die Darstellung des Opfers, wonach sich der Vorfall entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers nicht zufällig nach dem Duschen im Badezimmer zutrug, sondern um einen gezielten sexuellen Akt im Wohnzimmer handelt, spricht die Aussage der Partnerin des Beschwerdeführers, dieser creme sich nach dem Duschen nie ein (angefochtenes Urteil S. 75 Mitte). Dass es sich um einen gravierenden Vorfall handelte, zeigt auch das unmittelbar nach dem Ereignis geführte Telefonat der Mutter des Opfers mit der Partnerin des Beschwerdeführers und dem Beschwerdeführer selbst, worin thematisiert wurde, der Beschwerdeführer und C.________ hätten sich beide ihr Glied eingecremt (angefochtenes Urteil S. 74 f., S. 83 f.). Auch wenn das Opfer anlässlich seiner polizeilichen Befragung nicht mehr wusste, wann es letztmals mit seiner Mutter über sein Erlebnis gesprochen hatte, musste die Vorinstanz daraus nicht zwingend schliessen, die Aussagen seien im Kerngehalt unwahr. Entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers hat die Vorinstanz denn auch nicht festgestellt, das Opfer wisse auch fünf Jahre später noch, mit welcher Hand der Beschwerdeführer seinen Penis gehalten haben soll. Aus dem Umstand, dass das Opfer die masturbierende Bewegung beim Eincremen demonstrierte (vgl. angefochtenes Urteil S. 79 f.), um der befragenden Person eine ungefähre Vorstellung des Handlungsablaufs aufzuzeigen, kann nicht auf eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung geschlossen werden. Die Vorinstanz berücksichtigt in ihrer Beweiswürdigung, dass die Aussagen des Opfers lange Zeit nach dem Ereignis erfolgt sind. Sie erachtet diese jedoch nicht als nachträglich konstruiert, weil sich das Opfer seiner Mutter unmittelbar nach der Übernachtung anvertraute und sich diese umgehend telefonisch hinsichtlich des Vorfalls erkundigte (angefochtenes Urteil angefochtenes Urteil S. 74 f., S. 83 f.). Aufgrund des langen Zeitablaufs erscheint es auch nicht als willkürlich, wenn die Vorinstanz Aussagen, welche nicht das Kerngeschehen betreffen (so z.B. der vom Opfer behauptete Dialog, D.________ habe dem Beschwerdeführer gesagt, sie informiere die Polizei, falls er ihm etwas antue; Beschwerde S. 14), nicht als massgeblich erachtet. Jedenfalls muss aus einzelnen Details, die nicht erhärtet werden können, nicht auf ein Lüge des Opfers in Bezug auf Kerngeschehen geschlossen werden, wie der Beschwerdeführer dies geltend macht. Die Vorinstanz begründet auch, warum das Opfer das Eincremen des Penis so beschrieb, als hätte es sich um ein "normales" Ereignis gehandelt. Sie erwägt, dieses habe aufgrund seines Alters weder damals noch heute die Tragweite seiner Schilderungen erfasst (angefochtenes Urteil S. 81 oben). Der Beschwerdeführer setzt sich insoweit nicht mit der vorinstanzlichen Begründung auseinander (vgl. Art. 97 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen). Soweit auf seine Rügen einzutreten ist, erweisen sich diese als unbegründet. Folglich durfte die Vorinstanz ohne Willkür davon ausgehen, der Beschwerdeführer habe in Gegenwart des Opfers seinen Penis mit masturbierenden Bewegungen eingecremt und es habe den Penis auf dessen Aufforderung hin ebenfalls eingecremt, als es im Sommer/Herbst 2003 bei seiner Gotte D.________ und dem Beschwerdeführer übernachtete.