Citation: P 56/01 23.01.2003 E. A

L.________, geb. 1971, liess sich am 30. August 1999 durch ihren Vormund zum Bezug von Ergänzungsleistungen zur Ivalidenversicherung anmelden. Die Mutter zweier Kinder - S.________ (geb. am 2. Januar 1995) und M.________ (geb. am 9. Januar 2000) - lebte im Anschluss an einen Aufenthalt in der Grossfamilie F.________ vom 9. August bis 15. September 1999 in der Mutter-Kind-Wohngemeinschaft Y.________ (nachfolgend: Wohngemeinschaft Y.________), bis sie am 15. August 2000 in die Psychiatrische Klinik X.________ eingewiesen werden musste. Es war vorgesehen, dass sie per Ende August 2000 im Rahmen des betreuten Einzelwohnens in eine eigene Wohnung hätte umziehen sollen; dies ohne ihre zweitgeborene Tochter M.________, die, wie bereits vorgängig ihre Halbschwester S.________, in eine Pflegefamilie kommen sollte. Mit zwei Verfügungen vom 17. Februar 2000 kam die Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen (SVA) wiedererwägungsweise auf ihre Verfügungen vom 4. Februar 2000 zurück. Sie qualifizierte den Aufenthalt in der Wohngemeinschaft Y.________ El-rechtlich neu als Heimaufenthalt und sprach L.________ (allein) für die Zeit ab Oktober 1999 (bis Dezember 1999 und ab Januar 2000) monatliche Ergänzungsleistungen von Fr. 4'532.- zu. Auf separate Anmeldung vom 15. Mai 2000 der Tochter M.________ (durch ihren Vormund) zum Bezug von Ergänzungsleistungen hin, stellte sich die SVA auf den Standpunkt, für die Zeit ab Oktober 1999 (Aufenthalt in der Wohngemeinschaft Y.________) sei L.________ zu Unrecht als Heimbewohnerin betrachtet worden. M.________ stünde kein eigener EL-Anspruch zu; ihre Ergänzungsleistung müsse zusammen mit derjenigen ihrer Mutter berechnet werden. Die Ergänzungsleistung für die Mutter (und das Kind) werde auf den 1. September 2000 angepasst (Verfügung vom 20. Juni 2000).