Citation: 2C_695/2022 E. 5.2.2

5.2.2. Zu den gewichtigsten Indizien, welche für eine Scheinehe sprechen, nämlich den mehrmaligen Wohungskontrollen, welche im vorinstanzlichen Urteil detailliert beschrieben und ausführlich gewürdigt werden, äusserst sich die Beschwerde kaum. Der Beschwerdeführer bringt im Wesentlichen lediglich vor, die in der ehelichen Wohnung vorgefundenen Kleidungsstücke und Hygieneartikel vermöchten für sich alleine kein eheliches Zusammenleben belegen, seien aber doch ein Indiz für eine gelebte Ehe. Diese Argumentation ist nicht nur widersprüchlich, sondern sie blendet auch aus, dass trotz mehrmaligen Kontrollen die Ehefrau in der ehelichen Wohnung nie angetroffen und in Letzterer praktisch keine Kleider oder sonstigen Gegenstände der Ehefrau vorgefunden werden konnten, während sich die Situation in der Wohnung von C.________ völlig anders präsentierte. Anlässlich der Wohnungskontrolle vom 27. Januar 2021 konnte auch sonst nichts gefunden werden, welches auf eine regelmässige Anwesenheit der Ehefrau hindeutete. Die eheliche Wohnung war sehr karg eingerichtet, Fotos der Ehegatten gab es nicht und es war lediglich gebrauchte Wäsche des Beschwerdeführers vorhanden. Über den Aufenthaltsort seiner Ehefrau, welche sich zu diesem Zeitpunkt in der Wohnung von C.________ aufhielt und dort übernachtet hatte, konnte der Beschwerdeführer keine genaueren Angaben machen (vgl. E. 3.1 S. 10 f. vorinstanzliches Urteil).