Citation: 2C_168/2017 E. 4.3

4.3. Was schliesslich das effektive Element der tatsächlichen Steuerersparnis betrifft, so erscheint es der Vorinstanz als fraglich, ob das gewählte Vorgehen insgesamt zu einer erheblichen Steuerersparnis führen würde, sofern es denn von den Steuerbehörden hingenommen würde und worin gegebenenfalls dieser Steuervorteil im konkreten Fall genau bestehen würde. Diese Schlussfolgerung des Verwaltungsgerichts beruht darauf, dass es den Sachverhalt - in Übereinstimmung mit den Beschwerdegegnern - unter dem Blickwinkel der indirekten Teilliquidation (Art. 20a Abs. 1 lit. a DBG) und der mit ihr verbundenen Steuerfolgen betrachtet. Wenn die Vorinstanz diesbezüglich annimmt, dass die Anwendung des Transponierungstatbestandes vorliegend gegenüber einer Subsumtion des Sachverhalts unter den Tatbestand der indirekten Teilliquidation nicht unbedingt zu einem Steuernachteil führe, so lässt diese Betrachtungsweise die steuerlichen Vorteile ausser Betracht, die eine Würdigung des Sachverhalts unter Art. 20a Abs. 1 lit. a DBG statt Art. 20a Abs. 1 lit. b DBG für die Beschwerdegegner mit sich bringen würde. Vorerst ist darauf hinzuweisen, dass bei einer Transponierung der gesamte Erlös aus der Übertragung der Beteiligung steuerbar ist (Art. 20a Abs. 1 lit. b DBG), während bei einer indirekten Teilliquidation nur die tatsächlich ausgeschüttete Substanz erfasst wird (Art. 20a Abs. 1 lit. a DBG). Hinzu kommt, dass der Beschwerdegegner 1 es ohne Weiteres in seiner Hand hatte, die Verwirklichung der indirekten Teilliquidation zu verhindern: Weil er das Verkäuferdarlehen geschenkt erhielt, sind er bzw. die E.________ AG gar nicht auf Ausschüttungen aus der übernommenen Gesellschaft angewiesen, um die unentgeltlich erworbenen Anteilsrechte zu finanzieren. Die Vermeidung einer indirekten Teilliquidation stellte demnach keine praktische Herausforderung dar. Im Übrigen ist die Maximalfrist von fünf Jahren, wie sie nach Art. 20a Abs. 1 lit. a DBG für die indirekte Teilliquidation gilt, am 1. Januar 2016 verstrichen. Das Bundesgericht hat keine Hinweise dafür, dass sich der Tatbestand der indirekten Teilliquidation in diesen fünf Jahren verwirklicht haben könnte. Somit ist klar, dass die von den Beschwerdegegnern gewählte Vorgehensweise zu einer erheblichen Steuerersparnis führen würde, wenn sie von den Steuerbehörden hingenommen würde.