Citation: 1C_125/2019 E. 5

Der Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt, dass eine Behörde die Vorbringen der vom Entscheid Betroffenen tatsächlich hört, sorgfältig und ernsthaft prüft und - soweit erheblich - in der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die grundsätzliche Pflicht, einen Entscheid zu begründen. Die Begründung braucht jedoch nicht auf jede Einwendung im Detail einzugehen, sondern kann sich auf die für die Behörde wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 129 I 232 E. 3.2 S. 236, 126 I 97 E. 2b S. 102 f.). Den Beschwerdeführern ist einzuräumen, dass sich die Vorinstanzen nicht im Detail mit der Problematik der vorfrageweisen Anfechtung der Sanierungsverfügung im Baubewilligungsverfahren befasst haben. Beide Vorinstanzen gingen indessen davon aus, dass die Möglichkeit einer späteren Anfechtung der Baubewilligung genüge, um den Anwohnern einen genügenden, d.h. den Anforderungen von Art. 29 und 29a BV entsprechenden Rechtsschutz zu gewähren; dies bedingt, dass auch die Grundlagen der Sanierung - sofern für die Beurteilung nötig und noch aktuell - noch in Frage gestellt werden dürfen. Das Kantonsgericht hat im Übrigen darauf hingewiesen, dass die angefochtene Sanierungsverfügung keine endgültigen Anordnungen treffe, sondern das Sanierungsprojekt noch einmal zu überarbeiten wäre, wenn sich in einem späteren Verfahrensabschnitt zeigen sollte, dass die Sanierungsziele - wie von den Beschwerdeführern geltend gemacht - auf unzureichenden Erhebungen basierten oder mit der geplanten Vorgehensweise nicht erreicht werden könnten. Es hat damit zum Ausdruck gebracht, dass diese Rügen der Beschwerdeführer auch in späteren Verfahrensabschnitten nicht ausgeschlossen, sondern grundsätzlich noch zulässig sind. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs bzw. der Begründungspflicht ist daher zu verneinen.