Citation: 1C_683/2023 E. 3.4

3.4. An und für sich einer Prüfung zugänglich sind demgegenüber die Rügen des Beschwerdeführers, die Vorinstanz habe den Sachverhalt offensichtlich unrichtig, d.h. willkürlich (vgl. BGE 147 IV 73 E. 4.1.2; 146 I 83 E. 1.3), festgestellt. Allein der Umstand, dass die Quarzuhr der Drohne nicht geeicht gewesen und die Messung einer Wegstrecke mittels eines Messrads bundes- und kantonalrechtlich nicht geregelt sei, vermag für sich genommen keine Willkür in der Sachverhaltsfeststellung zu belegen. Die Vorinstanz begründet ausführlich, weshalb sie auf die Weg-Zeit-Berechnung der Kantonspolizei abstellt (vgl. zur grundsätzlichen Zulässigkeit Urteil 1C_199/2019 vom 12. September 2019 E. 3.2). Allfälligen Messungenauigkeiten wurden mit Sicherheitsmargen Rechnung getragen. Dass die dem Beschwerdeführer vorgeworfene massive Geschwindigkeitsüberschreitung strafrechtlich noch nicht ansatzweise aufgearbeitet sei, wie von ihm geltend gemacht, steht einem vorsorglichen Führerausweisentzug nicht entgegen (vgl. BGE 122 II 359 E. 2b und 2c; Urteil 1C_405/2020 vom 8. Dezember 2020 E. 2.2 mit Hinweisen). Die Vorinstanz ist somit nicht in Willkür verfallen, indem sie von einer gefahrenen Geschwindigkeit von bis zu 175,6 km/h bzw. einer äusserst gravierenden Geschwindigkeitsüberschreitung von bis zu 95,6 km/h ausging. Damit kann offenbleiben, ob es als gerichtsnotorisch gelten darf, dass sich "jede Drohne" auch ohne Satellitenverbindung starten lasse, und dass es sich bei der Ermittlung einer Wegstrecke mittels Messrad um eine "äusserst ungenaue" Messmethode handle.