Citation: 6B_335/2020 E. 3.2.4

3.2.4. Die Staatsanwaltschaft habe im Nachgang zur per 3. Juni 2014 eröffneten Strafuntersuchung wegen Widerhandlung gegen das SpoFöG und wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das HMG (oben Sachverhalt A.a) diverse Überwachungsmassnahmen angeordnet. Für den Einsatz des IMSI-Catchers habe per Juni 2014 mit Art. 280 StPO eine hinreichende gesetzliche Grundlage bestanden (Urteil 1B_251/2017 vom 21. Februar 2018 E. 6.3, 6.7; Urteil S. 16 f.). Die Staatsanwaltschaft habe die Zwangsmassnahmen (Art. 197 Abs. 1 lit. b StPO) rechtmässig gestützt auf einen hinreichenden Tatverdacht angeordnet (Urteil S. 17). Soweit die EZV alsdann zwei weitere GPS-Einsätze bewilligt bzw. verlängert habe, sei nicht ersichtlich, dass daraus (allenfalls) gewonnene Erkenntnisse Eingang in die Anzeige des EVZ vom 23. Mai 2014 oder in das Strafverfahren gefunden hätten. Die Vorinstanz setzt sich dazu eingehend mit "pauschalen" Vorbringen zu einer "geheimen und nicht dokumentierten" Zusammenarbeit auseinander und weist den Beweisantrag auf Beizug der nicht relevanten Verfahrensakten der EZV ab (Urteil S. 18-20). Mit Haftbefehl vom 16. März 2016 sei der Beschwerdeführer zur Verhaftung ausgeschrieben worden, was nur unter der Voraussetzung von Art. 221 StPO möglich sei. Da die Staatsanwaltschaft die Passagierliste nicht beigebracht habe, sei davon auszugehen, dass der Zugriff bei der Einreise per 31. März 2015 primär gestützt auf aus geheimen Überwachungsmassnahmen gewonnenen Erkenntnissen erfolgen konnte. Die in diesem Zusammenhang gestellten Beweisanträge seien abzuweisen. Zusammengefasst sei die Gesetzmässigkeit des (ungeteilten) Verfahrens erstellt und damit einhergehend auch, dass das ungeteilte Verfahren das grundsätzlich verwertbare Fundament für das vorliegende Verfahren bilde (Urteil S. 21).