Citation: 1C_741/2021 E. 3.1.2

3.1.2. Die konkrete Gefahr für die Gesundheit Dritter lag in den naheliegenden Folgen der verursachten Kollision. Selbst wenn dabei niemand verletzt wird, besteht bei Auffahrunfällen jedoch insbesondere die ernsthafte Gefahr, dass die durch den Stoss auf das Heck bewirkte hohe Rückwärtsbeschleunigung auf die Halswirbelsäule der Betroffenen, selbst bei blossem Zurückprallen des Hinterkopfes und des Nackens auf die Kopfstütze, zu schwerwiegenden gesundheitlichen Schäden (sog. "Schleudertrauma") führen kann (vgl. BGE 135 II 138 E. 2.3; s. auch 134 III 489; 130 V 35; 127 V 165). Dies gilt nach der Praxis auch bei aufprallenden Personenwagen mit Aufprallgeschwindigkeiten von ca. 10-15 km/h (Urteil des Bundesgerichts 1C_75/2007 vom 13. September 2007 E. 3.2).