Citation: 2A.604/2006 08.05.2007 E. A

Am 12. Oktober 2004 eröffnete die Schweizerische Bundesanwaltschaft ein Strafverfahren gegen X.________ und Mitbeteiligte wegen des Verdachtes von Vermögensdelikten (gewerbsmässiger Betrug, eventuell Veruntreuung, Geldwäscherei). Zuvor hatten bereits die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt sowie die Bezirksanwaltschaft Zürich im gleichen Sachzusammenhang separate Strafuntersuchungen eingeleitet. Nach der Festnahme am 19. Oktober 2004 durch die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt ordnete der dortige Haftrichter tags darauf im Rahmen des kantonalen Strafverfahrens die Untersuchungshaft gegen X.________ wegen Kollusionsgefahr an; er befristete die Haft - gestützt auf basel-städtisches Strafverfahrensrecht - bis zum 17. November 2004. Die Inhaftierung wurde nicht angefochten. Mit Verfügung vom 25. Oktober 2004 übernahm die Bundesanwaltschaft die bei der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt und der Bezirksanwaltschaft Zürich hängigen kantonalen Strafuntersuchungen per sofort und stellte fest, dass die gestützt auf kantonales Recht erfolgten Ermittlungshandlungen und Verfügungen nicht wiederholt werden müssten und weiterhin Geltung hätten. Diese Übernahmeverfügung der Bundesanwaltschaft blieb ebenfalls unangefochten. Am 9. November 2004 stellte X.________ bei der Bundesanwaltschaft ein Haftentlassungsgesuch. Er beanstandete namentlich eine Verletzung von Art. 51 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 15. Juni 1934 über die Bundesstrafrechtspflege (BStP; SR 312.0). Gegen den abweisenden Entscheid der Bundesanwaltschaft vom 12. November 2004 wandte sich X.________ am 16. November 2004 an das Bundesstrafgericht. Ebenfalls an diesem Tag beantragte die Bundesanwaltschaft dem Bundesstrafgericht die Verlängerung der Untersuchungshaft. Mit Entscheid vom 24. November 2004 trat das Bundesstrafgericht auf den Haftverlängerungsantrag der Bundesanwaltschaft nicht ein. Die Beschwerde von X.________ wurde - ohne Prüfung der materiellen Haftvoraussetzungen - gutgeheissen; dies mit der Begründung, es habe nach dem 3. November 2004 (Ablauf der Haftverlängerungsfrist gemäss Art. 51 Abs. 2 BStP) keine gültige Haftverfügung mehr bestanden. Gegen diesen Entscheid gelangte X.________ mit Beschwerde vom 30. November 2004 an das Bundesgericht, mit welcher er beantragte, das Bundesstrafgericht anzuweisen, das Dispositiv seines Entscheides vom 24. November 2004 dahingehend zu ergänzen, dass er unverzüglich aus der Haft zu entlassen sei; eventualiter sei seine unverzügliche Haftentlassung zu verfügen. Mit Urteil vom 21. Dezember 2004 (1S.14/2004) trat das Bundesgericht auf die Beschwerde mangels aktuellen praktischen Rechtsschutzinteresses nicht ein.