Citation: 5A_13/2021 E. 4

In der Sache selbst wird eine Verletzung des Willkürverbotes (Art. 9 BV), namentlich auch eine willkürliche Anwendung von Art. 315 Abs. 5 ZPO, sowie eine Verletzung des Anspruches auf Familienleben (Art. 8 Ziff. 1 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV) gerügt, indes trotz der langen Ausführungen letztlich nicht konzis dargelegt, worin die Unhaltbarkeit der angefochtenen Verfügung genau bestehen soll, denn die Argumentation, Kontakte zwischen Vater und Sohn seien für diesen wichtig und ein grundsätzlicher Ausschluss unverhältnismässig, beschlägt letztlich die Sache selbst und nicht die Frage der aufschiebenden Wirkung. Willkür liegt nicht schon vor, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder sogar vorzuziehen wäre; sie ist erst gegeben, wenn ein Entscheid auf einem offensichtlichen Versehen beruht, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 138 I 305 E. 4.3 S. 319; 140 I 201 E. 6.1 S. 205; 140 III 167 E. 2.1 S. 168; 141 IV 305 E. 1.2 S. 308 f.). Solches wird vorliegend nicht aufgezeigt und ist auch nicht ersichtlich: Die obergerichtliche Kernüberlegung geht augenfällig dahin, dass der Ausgang des (der Kammer vorbehaltenen) Beschwerdeverfahrens offen ist und dieser mit der Instruktionsverfügung möglichst wenig präjudiziert werden soll. Vor dem Hintergrund, dass ein rascher Berufungsentscheid in Aussicht gestellt wird und der bereits seit längerem bestehende Zustand für diese kurze Zeit aufrechterhalten werden soll, um ein für den Fall der Gutheissung der Berufung für das Kind nicht nachvollziehbares und allenfalls belastendes Hin und Her zu vermeiden, ist Willkür nicht erkennbar. Ferner stellt die aus den genannten Gründen für eine kurze Zeit gedachte Fortführung des bisherigen Zustandes angesichts der gesetzlichen Grundlage von Art. 274 Abs. 2 ZGB auch keine Verletzung des Familienlebens bzw. der gerügten diesbezüglichen Verfassungsbestimmungen dar.