Citation: 6B_703/2021 E. 4.3.3

4.3.3. Vorliegend erliess die Staatsanwaltschaft am 11. Februar 2019 einen ersten Strafbefehl wegen zweier Geschwindigkeitsübertretungen von 5 km/h resp. 4 km/h und bestrafte den Beschwerdeführer mit einer Busse von Fr. 40.--. Nach eingegangener Einsprache eröffnete die Staatsanwaltschaft eine Strafuntersuchung in dessen Zuge sie ein Gutachten beim METAS einholte. Besagte Expertise ermittelte eine Geschwindigkeitsübertretung von nunmehr 10 km/h resp. 9 km/h (vgl. supra E. 3.3.4 und E. 4.2.3). Gestützt auf diese veränderte Sachlage erliess die Staatsanwaltschaft am 26. November 2019 einen zweiten Strafbefehl und sprach neu eine Busse von Fr. 120.-- (und damit eine höhere Sanktion) aus. Dies erweist sich nach dem Gesagten im Sinne von Art. 355 Abs. 3 lit. c StPO als zulässig und eine Verletzung des Verbots der reformatio in peius ist nicht auszumachen.