Citation: 9C_32/2022 E. 4.3.1

4.3.1. Ein unvermeidbarer "doppelter Wohnbedarf" fällt selbstredend nur vorübergehend und im Zusammenhang mit einer Veränderung der Wohnsituation an. Die einschlägigen Vorgaben von Gesetz und WEL (auch in den aktuellen Fassungen) sind offenkundig nicht für den wohl eher seltenen Fall eines Übertritts von einem Wohn- in ein Pflegeheim konzipiert. Vielmehr fokussieren sie auf zu Hause lebende EL-Bezüger, die in ein Pflegeheim (oder Spital) eintreten. Die beantragte analoge Anwendung der Rz. 3390.01 f. WEL fällt daher nur in Betracht, wenn die darin enthaltenen Vorgaben auch bei einer solchen Person, die sich im Übrigen in einer vergleichbaren Situation wie der Beschwerdeführer befindet, zum Tragen kommen. Das ist näher zu beleuchten.