Citation: 8C_525/2023 E. 6.3

6.3. Beantragt wird schliesslich eine höhere Integritätsentschädigung unter Berücksichtigung des Zustands des linken Knies, der Arthrose im linken oberen Sprunggelenk sowie der Fehlstellung des linken Unterschenkels. Was zunächst die Arthrose im Sprunggelenk betrifft, wird für eine Entschädigung gemäss Suva-Tabelle 5 über die Integritätsschäden bei Arthrosen eine mindestens mässige Arthrose vorausgesetzt. Inwiefern dieses Erfordernis hier erfüllt wäre, sofern es sich bei der Schädigung denn überhaupt um eine Unfallfolge handelte, wird beschwerdeweise nicht aufgezeigt und findet auch keine Stütze in den Stellungnahmen des Privatgutachters. Praxisgemäss hat die Bemessung des Integritätsschadens bei Funktionsausfall oder Gebrauchsunfähigkeit eines Organs auch bei der Versorgung mit Endoprothesen nach dem unkorrigierten Zustand zu erfolgen (RKUV 2001 Nr. U 445 S. 555, U 40/01 E. 4; RKUV 2003 Nr. U 496 S. 403, U 313/02 E. 3 und 4; Urteil 8C_746/2022 vom 18. Oktober 2023 E. 4.3.2). Wie Suva-Arzt Dr. med. C.________ in seiner Stellungnahme vom 31. Oktober 2022 ausführte, habe vor der Implantation der ersten Knietotalprothese höchstens eine leichte Form einer mässigen Gonarthrose vorgelegen. Bei mässigen Pangonarthrosen ist die Integritätseinbusse gemäss Suva-Tabelle 5 auf 10 bis 30 % festzusetzen. Die von der Beschwerdegegnerin zugesprochene und von der Vorinstanz bestätigte Integritätsentschädigung von 30 % entspricht dem höchsten vorgesehenen Wert und lässt sich somit nicht beanstanden. Inwiefern sich eine zusätzliche Entschädigung wegen des geltend gemachten Rotationsfehlers gestützt auf die Suva-Tabellen rechtfertigen liesse, ist nicht erkennbar.