Citation: 2P.4/2002 03.07.2002 E. 5

5.1 Schliesslich rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör, weil das Kantonsgericht und die Kantonale Steuerverwaltung die von ihm im Verfahren geltend gemachten Tatsachen nicht berücksichtigt und zu diesen nicht Stellung genommen hätten. Er macht damit eine mangelnde Begründung geltend. 5.2 Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV leitet die Rechtsprechung eine Pflicht der Behörden ab, ihre Entscheide zu begründen. Die Begründung eines Entscheides ist so abzufassen, dass der Betroffene ihn gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Dies ist nur möglich, wenn sowohl er wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheides ein Bild machen können. Die Behörde muss demnach wenigstens kurz die Überlegungen nennen, von denen sie sich hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt. Sie muss sich jedoch nicht mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzen und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegen. Die Behörde kann sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 126 I 97 E. 2b S. 102 f.; 121 I 54 E. 2c S. 57; je mit Hinweisen). Im Lichte dieser Rechtsprechung erweist sich die Rüge der Gehörsverletzung als unbegründet. Das Kantonsgericht hat im angefochtenen Entscheid insbesondere in den Erwägungen 3b) und 3c) ausführlich zur Frage der Kapitalgewinnbesteuerung Stellung genommen. Es hat auch dargelegt, weshalb es von einer Auflösung von stillen Reserven ausgegangen ist. Aus den vom Kantonsgericht genannten Gründen geht in nachvollziehbarer Weise hervor, weshalb es die vom Beschwerdeführer vorgetragenen Argumente als unbegründet verworfen hat. Damit hat das Kantonsgericht den Anspruch auf rechtliches Gehör des Beschwerdeführers nicht verletzt.