Citation: P 65/02 23.01.2003 E. 3

Die Vorinstanz erkannte richtig, dass es sich beim strittigen Kostenanteil von Fr. 701.65, den die SWICA für die fragliche Behandlung im ZSCM in Rechnung stellte, gemäss Leistungsabrechnung Nr. 36636874 um eine Selbstbeteiligung des Versicherten an Leistungen aus der COMPLETA TOP Krankenzusatzversicherung der SWICA handelte. Indes schenkten weder die SVA noch das kantonale Gericht der Tatsache besondere Beachtung, dass der Beschwerdeführer als - den angeblich vergütungsfähigen Krankheitskosten zugrunde liegende - Krankenpflegeleistung stets eine Akupunkturbehandlung geltend machte. Die Akupunktur gehört zu den komplementärmedizinischen Krankenpflege-Pflichtleistungen, soweit sie durch Ärztinnen oder Ärzte erbracht wird, deren Weiterbildung in dieser Disziplin durch die Verbindung der Schweizer Ärzte (FMH) anerkannt ist (Ziff. 10 des Anhanges 1 zur Verordnung über Leistungen in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung [KLV; SR 832.112.31]). "Der Anhang 1 bezeichnet diejenigen Leistungen, die nach Art. 33 Buchstaben a und b KVV [Verordnung über die Krankenversicherung; SR 832.102] von der Leistungskommission geprüft wurden und deren Kosten von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung" übernommen (lit. a), unter bestimmten Voraussetzungen übernommen (lit. b) oder nicht übernommen (lit. c) werden (Art. 1 KLV). Ob die Voraussetzungen für die Kostenübernahme durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung in Bezug auf die vom Beschwerdeführer zwischen 4. Juli und 11. August sowie 15. August bis 8. September 2001 im ZSCM in Anspruch genommenen Leistungen erfüllt waren, lässt sich auf Grund der vorliegenden Akten nicht schlüssig beurteilen. Sowohl die SVA als auch die Vorinstanz unterliessen es, zu der sich aufdrängenden Frage Stellung zu nehmen, weshalb die SWICA an die Kosten der Akupunkturbehandlung als grundsätzliche Pflichtleistung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung nur aus der Krankenzusatzversicherung COMPLETA TOP Leistungen erbrachte. Die Leistungsabrechnung Nr. 36636874 der SWICA stellt lediglich ein Indiz dar, welches darauf hindeutet, dass die fragliche Behandlung nicht durch anerkannte Ärztinnen oder Ärzte erbracht worden sein könnte oder es sich bei den fraglichen Leistungen - entgegen der Behauptung des Versicherten - gar nicht um Akupunktur gehandelt hatte; zumindest finden sich in der genannten Leistungsabrechnung keinerlei Hinweise zur tatsächlich beanspruchten Krankenpflegeleistung. Die SVA wird durch geeignete Massnahmen (z.B. anhand der vom Versicherten oder Leistungserbringer eingereichten Rechnungsbelege) bei der SWICA abklären, welche effektiven Leistungen die Abrechnung Nr. 36636874 zum Gegenstand hatte. Sollte es sich dabei um Pflichtleistungen handeln, deren Kosten von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung zu übernehmen sind, so wäre dem Versicherten die entsprechende Kostenbeteiligung nach Art. 64 KVG gestützt auf Art. 3d Abs. 1 lit. f ELG und Art. 6 ELKV durch die Ergänzungsleistungen zu vergüten. Die SVA, an welche die Sache zu ergänzenden Abklärungen zurückzuweisen ist, wird nach Massgabe der Abklärungsergebnisse über den geltend gemachten Anspruch auf Vergütung der Krankheitskosten neu verfügen.