Citation: 6B_696/2024 E. 2.1.2

2.1.2. Die Vorinstanz berücksichtigt das rechtsmedizinische Gutachten des Kantonsspitals Aarau vom 21. Juni 2021 zur forensisch-klinischen Untersuchung der Ehefrau vom 6. Juni 2021. Demnach seien Zeichen stumpfer Gewalteinwirkung festgestellt worden, die sich zeitlich dem Streit vom 5. Juni 2021 zuordnen liessen. Die links und rechts am Hals festgestellten Hauteinblutungen würden sich plausibel durch den berichteten Angriff erklären lassen. Die Stauungsblutungen an den Augenlidern und am rechten Trommelfell seien als Zeichen einer kreislaufrelevanten Gewalteinwirkung gegen den Hals zu interpretieren. In der behaarten Kopfhaut hätten sich links und rechts kleine Hauteinblutungen gezeigt. An der rechten Wange, am linken Ohrläppchen und an der Rückseite der linken Ohrmuschel seien Blutergüsse festgestellt worden und an den linken Lippeninnenseiten und der Wangenschleimhaut Unterblutungen und Schleimhautläsionen. Diese Verletzungen seien die Folge mehrfacher stumpfer Gewalteinwirkung gegen den Kopf. Faustschläge gegen den Kopf seien geeignet, solche Verletzungen zu verursachen. Sodann seien an der linken Oberarminnenseite zwei fleckenförmige Blutergüsse gefunden worden, die durch festes Zupacken verursacht worden sein könnten. An der rechten Oberarmrückseite habe sich ein Bluterguss mit begleitender Schürfung gezeigt. Dieser könne durch Schläge gegen den Körper entstanden sein. Denkbar sei auch, dass diese Verletzung durch ein Anschlagen gegen eine harte Struktur entstanden sei, habe der Beschwerdeführer doch berichtet, dass er die Ehefrau geschoben habe, worauf diese die Wand berührt habe. Die am rechten Zeigefingergrundgelenk und am rechten Ringfingerglied festgestellten kurzstreckigen, oberflächlichen und kratzerartigen Hautläsionen seien als unspezifisch zu werten, könnten jedoch bei einer dynamischen Auseinandersetzung entstanden sein. Hier sei jedoch auch ein Unfall im Alltag eine mögliche Ursache. Gemäss Vorinstanz bejaht das Gutachten eine unmittelbare Lebensgefahr und begründet dies mit den Befunden am Hals, den Stauungsblutungen am rechten Trommelfell und an den Augenlidern sowie der Aussage der Ehefrau, dass ihr beim Würgen schwarz vor Augen geworden sei und sie weisse Punkte gesehen hätte.