Citation: 2A.218/2006 03.05.2006 E. 3

3.1 Das Verwaltungsgericht geht in seinem Urteil von der dargestellten Rechtsprechung zur missbräuchlichen Berufung auf die Ehe aus. Die Ehegatten haben sich im Februar 2004 getrennt und seither nicht mehr zusammengelebt. Wie die Vorinstanz für das Bundesgericht verbindlich festgestellt hat (vgl. E. 1.3), kommt für die Ehegattin ein Zusammenleben nicht mehr in Frage. Zudem kann ausgeschlossen werden, dass der Beschwerdeführer der Willkür seiner schweizerischen Ehefrau ausgesetzt gewesen war, da er es war, der sich von ihr getrennt haben will. Ergänzend kann auf die Ausführungen im angefochtenen Urteil verwiesen werden (Art. 36a Abs. 3 OG). Hinweise darauf, dass diese Feststellungen offensichtlich unrichtig wären, sind nicht ersichtlich und gehen namentlich auch nicht aus den Vorbringen des Beschwerdeführers hervor. Es ist unbestritten, dass er sich etwas mehr als zweieinhalb Jahre nach der Heirat von seiner Ehefrau getrennt und seither nicht mehr mit ihr zusammengelebt hat. Er kann umso weniger ernsthaft damit rechnen, das eheliche Zusammenleben werde zu irgendeinem Zeitpunkt nochmals aufgenommen, als die Ehegattin inzwischen ein Kind geboren hat, das von einem andern Mann stammt. Umstände oder eigene Bemühungen, die darauf schliessen liessen, dass konkret Hoffnung auf Versöhnung bestünde, macht der Beschwerdeführer keine geltend. Dass die Ehegattin den Gerichtstermin betreffend die von ihr eingereichte Scheidungsklage nicht wahrgenommen hatte, beruhte im Übrigen keineswegs auf einer Annäherung der Ehegatten, sondern darauf, dass sie sich zu jenem Zeitpunkt in einer Drogenentzugsklinik aufhielt. Im Übrigen sind für das vorliegende Verfahren die (auf eine Scheinehe hindeutenden) Umstände der Eheschliessung nicht von Belang, weshalb darauf nicht einzugehen ist. 3.2 Bei gesamthafter Betrachtung aller Indizien musste sich für das Verwaltungsgericht der Schluss aufdrängen, dass keine Aussichten auf Wiederaufnahme der ehelichen Gemeinschaft mehr bestanden. Wenn sich der Beschwerdeführer unter den dargelegten Umständen dennoch auf die Ehe beruft, um die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung zu erwirken, handelt er rechtsmissbräuchlich. Dass die Vorinstanz das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege mangels ernsthafter Aussichten auf Erfolg der Beschwerde abgewiesen hat, ist somit nicht zu beanstanden.