Citation: 1C_284/2017 E. 6.3

6.3. Was den Bach betrifft, so machen die Beschwerdeführer weder die Verletzung von Gesetzesrecht des Bundes noch die willkürliche Auslegung oder Anwendung von kantonalem Recht geltend. Darauf ist daher nicht einzugehen. Ob der Schlossbergbach bzw., wie er offenbar auch genannt wird, Zöpflibach im Normalfall ein Rinnsal ist oder nicht, ist nicht entscheidend, weshalb übrigens auch insofern ein zusätzlicher Augenschein keine wesentlichen Erkenntnisse mit sich gebracht hätte. Wesentlich ist vielmehr, dass dieser Bach im Grundbuchplan vermessen ist, ein Einzugsgebiet von über 10 ha aufweist und in der Gefahrenkarte die Naturgefahr im fraglichen Bereich mit "Wasser, mittlerer Gefährdung" ausgewiesen wird. Aufgrund dieser Einstufung ist davon auszugehen, dass die Gefährdungslage von den dafür zuständigen Stellen als nicht vernachlässigbar eingeschätzt wird, selbst wenn der Bach möglicherweise meist nur wenig Wasser führt, was sich je nach Wetterlage bekanntlich rasch ändern kann. Dass der massgebliche Gewässerabstand bereits durch das bestehende Wohnhaus unterschritten wird, vermag höchstens insofern Fragen aufzuwerfen oder entsprechende Vorkehren zu begründen, kann aber nicht zusätzliche Unterschreitungen durch Annexbauten rechtfertigen.