Citation: 1P.147/2000 31.03.2000 E. 2

2.- a) Im angefochtenen Entscheid wird der dringende Tatverdacht unter Hinweis auf die inzwischen erhobene Anklage bejaht. Der Beschwerdeführer bestreitet zu Recht nicht, dass für die in der Anklage genannten Delikte ein dringender Tatverdacht besteht. Er stellt sich jedoch auf den Standpunkt, dass die Untersuchungshaft gar nicht zur Verfolgung der in der Anklageschrift erwähnten Straftaten verlängert worden sei, sondern wegen anderer, von der Anklage nicht oder noch nicht erfasster Delikte. Denn mit Bezug auf die in der Anklageschrift aufgeführten Delikte habe er ein umfassendes Geständnis abgelegt, so dass insoweit keine Kollusionsgefahr mehr bestehen und die Fortdauer der Haft insoweit nicht mehr notwendig sein könne. Für andere als die von der Anklage erfassten Betäubungsmitteldelikte liege aber ein dringender Tatverdacht nicht vor, ja es sei dafür bisher gar kein Strafverfahren eröffnet worden. Die Argumentation des Beschwerdeführers findet in den Akten keine Stütze. Die Verlängerung der Untersuchungshaft erfolgte allein zur Verfolgung der in der Anklage erwähnten Delikte. Anders als der Beschwerdeführer behauptet, ging der Strafgerichtspräsident im Haftverlängerungsentscheid vom 31. Januar 2000 nicht von einem umfassenden, sondern lediglich von einem teilweisen Geständnis aus. Er ordnete die Fortdauer der Haft an, weil er wesentliche Umstände der in der Anklage enthaltenen Delikte nicht für abschliessend geklärt hielt und er auch den Widerruf des erst nach heftigen Bestreitungen abgelegten Geständnisses für möglich ansah. Der Beschwerdeführer legt nicht dar und es ist auch aus den Akten nicht ersichtlich, inwiefern diese Sachverhaltsdarstellung willkürlich sein sollte (vgl. zu der in diesem Punkt auf Willkür beschränkten Kognition BGE 123 I 268 E. 2d S. 271). Die Rüge, die Haftverlängerung sei für Taten erfolgt, für die kein dringender Tatverdacht besteht, erweist sich somit als unbegründet. Unter diesen Umständen entbehrt auch der weitere Vorwurf, der dringende Tatverdacht für die nicht von der Anklage erfassten Delikte sei nicht ausreichend begründet worden, der Grundlage. Die Haftverlängerung wurde nicht für solche Handlungen angeordnet. b) Zur Begründung der Kollusionsgefahr verweisen die kantonalen Behörden einerseits auf noch offene Fragen bei den dem Beschwerdeführer vorgeworfenen Straftaten und anderseits auf seine durch die Begünstigung erhärtete Bereitschaft, Beweismittel zu beseitigen und Personen zu be- einflussen. Es solle vor allem verhindert werden, dass der Beschwerdeführer mit den den Behörden bisher nicht bekannten Lieferanten der Drogen, aber auch mit weiteren Beteiligten in Kontakt treten und sich mit diesen absprechen könne. Entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers wird im angefochtenen Entscheid somit die Kollusionsgefahr nicht hinsichtlich des ihm gar nicht vorgeworfenen Tötungsdelikts in Lörrach oder irgendwelcher anderer Handlungen, sondern im Blick auf die ihm von der Anklage zur Last gelegten Taten bejaht. Dass die Aufklärung der näheren Umstände dieser Taten für die genaue rechtliche Qualifikation und die Strafzumessung von Bedeutung sein kann, liegt auf der Hand. Der Beschwerdeführer macht auch in diesem Zusammenhang zu Unrecht geltend, dass angesichts seines vollständigen Geständnisses für die in der Anklage genannten Delikte keine Kollusionsgefahr mehr bestehe. Wie bereits erwähnt ist es ohne weiteres haltbar, das abgelegte Geständnis nicht als umfassend und die Sachverhalte nicht als vollumfänglich abgeklärt anzusehen.