Citation: 8C_394/2022 E. 5.1.1

5.1.1. Der Beschwerdeführer wendet ein, mit teils neueren (Leit-) Entscheiden (BGE 140 V 356 E. 5.4, 134 V 109 E. 10.1; Urteil 8C_77/2009 vom 4. Juni 2009 E. 4.2), auf die er sich berufen habe, habe sich die Vorinstanz nicht auseinandergesetzt. Aus diesen Urteilen gehe klar hervor, dass bei der Beurteilung der zu erfüllenden Adäquanzkriterien die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen seien und nicht an Hand starrer Grenzen zu entscheiden sei. Die von der Vorinstanz genannten Zahlen (Erfüllung von drei bzw. vier Kriterien bzw. eines Kriteriums in ausgeprägter Weise) seien lediglich als Leitlinien zu verstehen. Selbst wenn ein Unfall als mittelschwer im Grenzbereich zu einem leichten Ereignis zu qualifizieren sei, müsse hinsichtlich der Umstände des Einzelfalls entschieden werden, wie viele Adäquanzkriterien erfüllt sein müssten. Es sei durchaus denkbar, dass die Adäquanz selbst dann zu bejahen sei, wenn bei einem mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu einem leichten nur drei Adäquanzkriterien erfüllt seien. Eine solche vertiefte Einzelfallprüfung habe die Vorinstanz nicht vorgenommen. Sie habe den Sachverhalt somit unzureichend gewürdigt.