Citation: I 160/06 10.05.2006 E. 1

1.1 Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat in in Erw. 3b des ersten in dieser Sache ergangenen Urteils vom 22. September 2000 (I 110/99) u.a. festgestellt, dass nicht ohne weiteres gesagt werden kann, die Beschwerdeführerin sei mit der Ausbildung zur Psychologin optimal und zweckmässig eingegliedert (gewesen), weshalb es an der Notwendigkeit zusätzlicher Lehrgänge fehle. Inwiefern eine berufliche Massnahme, sei es eine erstmalige berufliche Ausbildung nach Art. 16 IVG oder eine Umschulung im Sinne von Art. 17 IVG, eine Zusatzausbildung erfordert, um das Eingliederungsziel zu erreichen, hängt zunächst von Art und Umfang der gesundheitlichen Beeinträchtigung ab. Von Bedeutung sind sodann Breite und Tiefe der Grundausbildung, hier des Psychologiestudiums am IAP, (verwertbare) Berufserfahrungen sowie die Angebots- und Nachfragesituation auf dem Arbeitsmarkt. Schliesslich ist der Anspruch auf ergänzende Massnahmen zu einer Umschulung nach Art. 17 Abs. 1 IVG im Unterschied zu dieser nicht an die Voraussetzung der invaliditätsbedingten Notwendigkeit geknüpft. Vielmehr genügt, dass die betreffende Zusatzausbildung im Rahmen des Einfachen und Zweckmässigen erforderlich ist, damit das Eingliederungsziel voraussichtlich erreicht werden kann (BGE 124 V 109 f. Erw. 2a sowie EVGE 1967 S. 108 und ZAK 1978 S. 516 f. Erw. 2). In Erw. 2.2.2 und 3 seines Urteils vom 17. Januar 2003 (I 743/02) hat das Eidgenössische Versicherungsgericht sodann ausgeführt, dass die Ausbildung zur Naturärztin und zur Masseurin nicht als Zusatzausbildungen zum Psychologiestudium bezeichnet werden können, sondern eine eigentliche berufliche Neuorientierung in Richtung Naturheilkunde darstellen. Dies schliesst indessen die Übernahme durch die Invalidenversicherung als Massnahme der beruflichen Eingliederung nicht aus. Insbesondere kann grundsätzlich der Ausbildung zum Naturarzt Umschulungscharakter im Sinne des Art. 17 IVG zukommen (nicht veröffentlichtes Urteil Z. vom 2. Februar 1998 [I 448/96]). Im Übrigen stellt sich aufgrund der gesundheitlichen Einschränkungen und des progredienten Charakters des Rückenleidens die Frage, welche körperlichen Anforderungen an den Beruf als Naturärztin und als Masseurin gestellt werden, und weiter, ob die Wesentlichkeit des Eingliederungserfolges bejaht werden kann. 1.2 Aufgrund dieser höchstrichterlichen Erwägungen hat das kantonale Gericht geprüft, welches die Verdienstmöglichkeiten als Psychologin und als Naturärztin sind, ob die Versicherte mit der Ausbildung zur Psychologin optimal und zweckmässig eingegliedert war, ferner welche körperlichen Anforderungen an den Beruf als Naturärztin und als Masseurin gestellt werden und ob unter Berücksichtigung der gesundheitlichen Einschränkungen die Wesentlichkeit des Eingliederungserfolges bejaht werden kann. Alle Fragen betreffen die Notwendigkeit und Geeignetheit der Ausbildung zur Naturärztin und zur Masseurin zur Erreichung des Eingliederungszieles sowie die Eingliederungswirksamkeit dieser beruflichen Eingliederungsmassnahmen (Art. 8 Abs. 1 und Abs. 3 lit. b IVG in Verbindung mit Art. 17 Abs. 1 IVG; BGE 129 V 68 Erw. 1.1.1, 124 V 109 f. Erw. 2a und b). 1.3 Dass die Versicherte trotz des Rückenleidens die körperlichen Anforderungen an den Beruf als Naturärztin und als Masseurin mit Hauptanwendungsgebiet Fussreflexzonenmassage erfüllt, ist aufgrund der Akten und der diesbezüglichen Darlegungen im angefochtenen Entscheid zu Recht unbestritten. Darauf ist nicht näher einzugehen (BGE 125 V 415 Erw. 1b und 417 oben). Ausser Frage steht sodann, dass die Verdienstmöglichkeiten als Psychologin IAP im Bereich Diagnostik/Beratung mindestens ebenso gut sind wie im früheren Beruf als Krankenschwester. Anderseits stellen entgegen der Auffassung der Vorinstanz und auch der Beschwerdeführerin die Ausbildungen zur Naturärztin und zur Masseurin keine ergänzenden Massnahmen der Umschulung zur Psychologin IAP dar (erwähntes Urteil vom 17. Januar 2003 Erw. 2.2.2). Deren Übernahme durch die Invalidenversicherung ist somit ebenfalls an die Voraussetzung der invaliditätsbedingten Notwendigkeit geknüpft.