Citation: 4A_254/2020 E. 4.3.2

4.3.2. Die Beschwerdeführerin legt einlässlich dar, welche Bedeutung die Tiere für sie auch emotional hätten und rügt, die kantonalen Gerichte hätten dieser subjektiven Komponente zu wenig Rechnung getragen. Dass sie sich nicht bereits früher mit dem Tierhalteverbot beschäftigt habe, könne ihr zwar als schuldhaftes Verhalten vorgeworfen werden. Ein Verschulden an der Notsituation sei aber gemäss der Lehre unerheblich. Relevant sei nur, wie sie bereits in der Berufung dargelegt habe, dass sie sich tatsächlich in der Zeit nach der Androhung des Tierhalteverbots nicht mit der Hofnachfolge auseinandergesetzt habe, weshalb sie dann, als sich die Schlinge weiter zugezogen habe, unter akutem Zugzwang gestanden habe. Damit verkennt die Beschwerdeführerin den Begriff der Notlage. Es geht nicht um Verschulden, sondern darum, dass angesichts der Zeitverhältnisse eine Notlage im Sinne des Gesetzes nicht dargetan ist. Es kann diesbezüglich auf die zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid (dort E. 6.3.2.4) verwiesen werden (Art. 109 Abs. 3 BGG).