Citation: 9C_70/2017 E. 4.4

4.4. Schliesslich ist die wiederholte Berufung des Beschwerdeführers auf den Grundsatz von Treu und Glauben, der den Bürger unter bestimmten Voraussetzungen in seinem berechtigten Vertrauen auf behördliches Verhalten schützt, auch im Zusammenhang mit der materiellen Seite des Rechtsstreits unbegründet. Dass die Ausgleichskasse AHV-Beiträge verfügt hat, die bei Unterzeichnung des Reverses im Jahre 1976 nicht absehbar waren, verletzt diesen Grundsatz nicht. Ebenso wenig lässt sich ein Verstoss gegen den Vertrauensschutz im Umstand erkennen, dass die Ausgleichskasse vor 2009 keine Beiträge erhoben hat und die nunmehr festgesetzten AHV-Beiträge nicht mehr rentenbildend sind. Immerhin ist darauf hinzuweisen, dass nach Art. 6quarter Abs. 2 AHVV Männer, die das 65. Altersjahr vollendet haben, vom Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit nur für den Teil Beiträge entrichten, der Fr. 16'800.- im Jahr übersteigt. Nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz (Art. 97 Abs. 1 und 105 Abs. 1 BGG) hatte die Ausgleichskasse bis zur erstmaligen Meldung der Liegenschaftserträge durch die Steuerbehörden keine Kenntnis von einem beitragspflichtigen Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit, weshalb ihr kein Fehlverhalten vorgeworfen werden kann, das für den Beschwerdeführer unter Umständen eine Vertrauensposition des Inhalts hätte schaffen können, dass er nach Treu und Glauben auch in den Jahren 2009 bis 2012 keine Beiträge auf den Liegenschaftseinkommen zu bezahlen hat. Aus einer allfälligen, während Jahren andauernden Unterlassung der Steuerverwaltung, entsprechende Liegenschaftserträge der Ausgleichskasse zu melden, könnte der Beschwerdeführer im AHV-Beitragsverfahren nicht zu seinen Gunsten ableiten. Ob ein solches Fehlverhalten vorliegt, ist daher nicht zu prüfen.