Citation: 6B_1118/2023 E. 2.9.2

2.9.2. Der Beschwerdeführer moniert alsdann erneut, für intensiv gehandelte Depots fehle es an verbindlichen Grenzwerten. Ausserdem seien in BGE 142 IV 346 die Gebühren zu 73 % für die Verluste verantwortlich und damit deren Hauptursache gewesen, während bei seinen Kunden der Gebührenanteil klar untergeordnet sei. Die Verluste seien überwiegend auf die Handelstätigkeit zurückzuführen (Beschwerde S. 19 f. N. 68 f.). Die Kritik ist unbegründet. Wie bereits mehrfach ausgeführt, handelt es sich bei den fraglichen Kennzahlen nicht um starre Grenzwerte, sondern vielmehr um flexible Richtwerte. Ob übermässiges Handeln vorliegt, wird nicht aufgrund präziser Kriterien, sondern aufgrund von Indizien beurteilt (siehe MATTHIAS KUSTER, a.a.O., S. 468 mit Hinweisen). Weiter bedeutet der Umstand, dass die in casu errechneten Werte nicht denjenigen in BGE 142 IV 346 entsprechen, nicht, dass die vorliegenden Werte nicht dennoch auf Churning hinweisen können.