Citation: 8C_608/2015 E. A

Die 1985 geborene A.________ war bei der Stadtverwaltung B.________ als dipl. Pflegefachfrau HF angestellt und dadurch bei der AXA Winterthur (nachfolgend: AXA) obligatorisch gegen Unfallfolgen versichert. Gemäss Schadenmeldung vom 3. November 2011 erlitt sie am 17. Oktober 2011 als Beifahrerin in dem von ihrem Ehemann gesteuerten Personenwagen einen Autounfall. Laut Polizeirapport geriet ein entkommender Personenwagen VW Touran auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dabei frontal mit dem BMW X5. Das Fahrzeug überschlug sich und kam auf den Rädern zum Stillstand. Dabei wurden die Airbags ausgelöst. A.________ konnte das Unfallfahrzeug selbständig über die Beifahrertür verlassen. Bei Verdacht auf commotio cerebri und ein Abdominaltrauma, Schmerzen am Kiefer rechts, an der linken Schulter sowie an rechter Flanke und rechtem Knie wurde sie von der Rega ins Spital C.________ überführt. Dort stellten die Ärzte die Diagnose: Leichte traumatische Hirnverletzung, stumpfes Thoraxtrauma (apikaler Pneumothorax rechts, dislozierte Fraktur der 10. Rippe rechts), Nierenlazeration rechts Grad III, Kniekontusion rechts. Am 27. Oktober 2011 begab sich die Versicherte wegen Kiefergelenkschmerzen in zahnärztliche Behandlung. Ab dem 21. November 2011 war sie wieder zu 50 Prozent arbeitsfähig. Die AXA gewährte Heilbehandlung und richtete Taggeld aus. Sie übernahm die Kosten einer wegen der Kieferschmerzen notwendigen Michiganschiene. Überdies zog sie Berichte des behandelnden Arztes, Dr. med. D.________, Facharzt für Rheumatologie FMH, bei. Dieser attestierte im Bericht vom 16. Februar 2013 sowohl in der bisherigen Tätigkeit als Pflegefachfrau als auch in der ab 1. Oktober 2012 neu aufgenommenen Tätigkeit als Fachberaterin im Bereich Homecare Services eine Arbeitsfähigkeit von 70 Prozent. Zudem äusserte sich der beratende Arzt der AXA, Dr. med. E.________, Facharzt Rheumatologie, Innere Medizin FMH, in den Stellungnahmen vom 5. April 2013, 23. August 2013 und 20. Dezember 2013. Am 9. Januar 2014 verfügte die AXA die Einstellung der Leistungen per 31. Januar 2014 mangels Kausalzusammenhangs der geltend gemachten Beschwerden mit dem Unfallereignis. Daran hielt sie auf die von der Versicherten erhobene Einsprache hin fest (Einspracheentscheid vom 8. September 2014). Dem Entscheid legte sie die Beurteilung des Dr. med. F.________, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation, spez. Rheumaerkrankungen FMH, vom 1. September 2014 bei.