Citation: 8C_123/2018 E. 4.3.3

4.3.3. Zwar klagte der Versicherte im weiteren Verlauf über ständige Schmerzen und Schwellungen im linken Unterschenkel/OSG. Allerdings weist die Vorinstanz zum einen selbst darauf hin, dass die geltend gemachten Schwellungen nicht in allen ärztlichen bzw. gutachterlichen Untersuchungen bestätigt werden konnten. Zum andern spricht (entgegen der Vorinstanz) der Umstand, dass er bereits im Jahr 2003 wieder zu arbeiten begann (wobei er zunächst körperlich leichte Tätigkeiten und ab 2004 wieder die bisherige, körperlich anstrengende Arbeit ausübte) ebenfalls gegen ein CRPS. Denn immerhin sind im Zeitraum von 2004 bis zur unfallbedingten Verletzung am rechten Arm im Jahr 2010 keine Arztkonsultationen bezüglich allfälliger Beschwerden des linken Beins/Fusses aktenkundig. Dass er die Arbeit nur dank der Einnahme von Schmerzmitteln habe bewältigen können, ändert daran nichts. Eine andere Betrachtungsweise ergibt sich auch nicht aus der anlässlich des Aufenthalts in der Klinik H.________ festgestellten "Low-dose-dependency" von Diazepam (Bensedin, das der Versicherte nach eigenen Angaben aus Serbien importierte), ging die Einnahme dieses Wirkstoffs doch insbesondere mit der Stressbelastung durch die Makula-Erkrankung seiner (dannzumal) 14jährigen Tochter einher, wie im Austrittsbericht vom 7. November 2013 festgehalten wird.