Citation: 1B_245/2013 E. 2.3

2.3. Der Beschwerdeführer ist mehrfach insbesondere wegen Einbruchdiebstählen vorbestraft. Dabei handelt es sich um Verbrechen (Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. Art. 10 Abs. 2 StGB). Im jetzigen Verfahren wird ihm erneut ein Einbruchdiebstahl zur Last gelegt, überdies ein Raub. Letzteren gesteht er grundsätzlich ein. Den Einbruchdiebstahl bestreitet er dagegen. Im Gebäude, in welches der Täter einbrach, wurde jedoch ein von diesem mitgeführter Hammer gefunden, auf dem eine DNA-Spur des Beschwerdeführers festgestellt wurde. Ob insoweit von einer erdrückenden Beweislage gesprochen werden kann und dem Beschwerdeführer daher auch der nunmehr zur Anklage gebrachte Einbruchdiebstahl als Vortat zuzurechnen ist, kann dahingestellt bleiben. Als Vortaten gelten jedenfalls die bereits rechtskräftig abgeurteilten Einbruchdiebstähle und der grundsätzlich eingestandene Raub. Am 27. Mai 2013 wurde ein psychiatrisches Gutachten über den Beschwerdeführer erstellt. Der Gutachter diagnostiziert für den Zeitpunkt der dem Beschwerdeführer neu vorgeworfenen Taten ein Abhängigkeitssyndrom von multiplen psychotropen Substanzen (Benzodiazepine, Methadon, Cannabis und Alkohol) mit ständigem Gebrauch (S. 31). Aufgrund des langjährigen Drogen- und Alkoholkonsums schliesst der Gutachter eine Persönlichkeits- und Verhaltensstörung nicht aus (S. 33). Ohne suchtspezifische Behandlung und geregelte Tagesstruktur sei die Gefahr, dass der Beschwerdeführer erneut Straftaten begehen werde, "sehr gross". Der Beschwerdeführer sei seit mehreren Jahren rückfällig. Bei einem Rückfall sei wieder mit Straftaten im Zusammenhang mit dem Konsum, Erwerb und eventuell Verkauf von Drogen zu rechnen (S. 37). Der Beschwerdeführer ist, wie er im Zusammenhang mit dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege selber darlegt, Sozialhilfeempfänger. Er befindet sich somit in schwierigen finanziellen Verhältnissen. Dies erhöht die Gefahr, dass er bei einer Haftentlassung erneut Vermögensdelikte begehen würde. Dass bei ihm nicht nur mit Diebstählen, insbesondere Einbruchdiebstählen, sondern gegebenenfalls auch zumindest mit der Androhung schwerer Gewalt zu rechnen ist, zeigt der ihm vorgeworfene Raub, bei dem er die Opfer mit einem Messer in Angst und Schrecken versetzte. Dafür, dass die Gefahr zumindest der Androhung von Gewalt durch den Beschwerdeführer besteht, spricht auch seine Vorstrafe unter anderem wegen Nötigung und Widerhandlung gegen das Waffengesetz. Die Verbüssung einer mehrmonatigen Freiheitsstrafe hat ihn im Übrigen ebenso wenig vor einer neuen Tatbegehung bewahrt wie eine bereits erstandene Untersuchungshaft. Würdigt man dies gesamthaft, sind erhebliche Anhaltspunkte dafür gegeben, dass der Beschwerdeführer bei einer Haftentlassung wiederum rückfällig würde. Die zu befürchtenden Delikte sind nicht geringfügig. Wenn die Vorinstanz Wiederholungsgefahr bejaht hat, verletzt das daher jedenfalls im Ergebnis kein Bundesrecht. Ob, wie die Vorinstanz unter Hinweis auf BGE 137 IV 13 annimmt, hier auf das Vortatenerfordernis verzichtet werden könnte, kann nach dem Gesagten offen bleiben. Der vorliegende Fall ist weitgehend vergleichbar mit jenem, der dem Urteil 1B_103/2013 vom 27. März 2013 zugrunde liegt. Dort bejahte das Bundesgericht die Wiederholungsgefahr ebenso (E. 6.3 f.).