Citation: 1C_451/2017 E. 4.6.2

4.6.2. Die beanstandete Anforderung bezieht sich auf sämtliche von Art. 55 Abs. 6 revBZR erfassten Zonen und Objekte. Zwar gilt auch hier, dass nur visuell wahrnehmbare Antennenanlagen unter die Abstandsregel fallen. Diese hat aber weitreichende Folgen, weil sie die Möglichkeit der Erstellung von Mobilfunkanlagen in der Gemeinde bereits räumlich erheblich einschränkt. Das gilt umso mehr, als nicht zu beanstanden ist, die Anwendung der strittigen Bestimmung auch auf die Fleckenerweiterungszone zu erstrecken, wie unter E. 4.5 dargelegt wurde. Indem in diesem Punkt der Gemeinde gefolgt wurde, muss sie sich das nunmehr im vorliegenden Zusammenhang entgegenhalten lassen. Eine Einschränkung der Anwendbarkeit der Bestimmung und damit ein Vorbehalt von Ausnahmekonstellationen wie beispielsweise durch die Verwendung der Wortfolge "in der Regel" in Art. 55 Abs. 4 Prioritäten 2 und 3 revBZR (vgl. vorne E. 4.3) kennt Art. 55 Abs. 6 revBZR nicht.Auch der angefochtene Entscheid sieht keine solche Einschränkung vor. Der strittige Vorbehalt in Art. 55 Abs. 6 revBZRerweist sich daher als zu absolut und folglich als bundesrechtswidrig. Das schliesst eine weniger weitgehende Regelung nicht aus. Es obliegt aber nicht dem Bundesgericht, sondern gegebenenfalls der Gemeinde, eine alternative, bundesrechtskonforme Formulierung zu erlassen.