Citation: 2C_176/2015 E. 4.2

4.2. Diese Ausführungen zielen an der Sache vorbei: Zwar trifft für jede gesetzliche Frist zu, dass das Verpassen der Frist um eine relativ kurze Zeit den gesetzlichen Zweck der Frist nicht ohne weiteres vereiteln würde. Trotzdem kann im Interesse der Rechtssicherheit nicht ohne zureichenden Grund von einer Frist abgewichen werden; dementsprechend streng sind die Voraussetzungen für eine Wiederherstellung von Fristen (vgl. Urteil 2C_303/2014 vom 20. Februar 2015 E. 6.3 mit Hinweis). Der Umstand, dass die damalige familiäre Situation der Beschwerdeführerin (während der Ehe mit ihrem ersten Schweizer Ehemann) aus ihrer Sicht einem Familiennachzug entgegenstand, kann deshalb für sich allein kein Grund sein, um trotz Fristversäumnis den Familiennachzug zu bewilligen. Dies kann höchstens im Rahmen der im Folgenden vorzunehmenden Gesamtbetrachtung ein zu berücksichtigender Aspekt sein (vgl. E. 3.1 und 3.3 hiervor).