Citation: 5A_349/2020 E. 3.2

3.2. In rechtlicher Hinsicht findet sich keine den Anforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG genügende Auseinandersetzung mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheides. Es wird einfach behauptet, dass die Massnahmen der KESB in keiner Weise nachvollziehbar seien und die Prinzipien der Proportionalität, Subsidiarität und Komplementarität verletzen würden. Der Auszug des Stiefvaters wäre die mildeste Massnahme. Es obliege vorab den Eltern, für Abhilfe zu sorgen, bevor eine Behörde eingreife. Die KESB habe aber den Auszug des Stiefvaters nicht ermöglicht, sondern diese elterliche Kompetenz durch eigenes Handeln verdrängt, und sie unterstelle ihr, vom Ehemann abhängig und nicht zur Selbstreflektion fähig zu sein. Dies stellt ebenso wenig eine sachgerichtete Auseinandersetzung mit den rechtlichen Erwägungen im angefochtenen Urteil dar wie die allgemeine Behördenkritik (welche sich ohnehin nicht an das Kantonsgericht, sondern an die KESB richtet, obwohl vor Bundesgericht einzig das kantonsgerichtliche Urteil das Anfechtungsobjekt bildet, vgl. Art. 75 Abs. 1 BGG, und dem Bundesgericht auch keine Aufsichtsfunktion gegenüber kantonalen Behörden zukommt).