Citation: 1B_201/2019 E. 4.3

4.3. Dass die Vorinstanz die genannten Gründe als hinreichend erachtete, um eine andere als die gesetzlich vorgesehene Zuständigkeit festzulegen, verstösst nicht gegen Bundesrecht (vgl. FINGERHUTH/LIEBER; Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, N. 4 zu Art. 38 StPO; MOSER/SCHLAPBACH, in: Basler Kommentar, StPO/JSTPO, 2. Aufl. 2014, N. 10 zu Art. 38 StPO; SCHMID/JOSITSCH, Praxiskommentar StPO, 3. Aufl. 2018, N. 2 zu Art. 38 StPO). Daran ändern die unbelegten Behauptungen der Beschwerdeführer nichts, wonach die Staatsanwaltschaft March mit aller Wahrscheinlichkeit weder über besondere Sachkenntnis verfüge, wenn es um die Abklärung "offizialdeliktischer Grundwasserschutzverletzungen" gehe noch über das erforderliche, einschlägige Fachwissen und einen Erfahrungshintergrund im Zusammenhang mit einer Strafuntersuchung gegen einen Regierungsrat bzw. einen Leiter eines kantonalen Amts. Ebenfalls nicht zielführend ist diesbezüglich der Einwand der Beschwerdeführer, die ausserordentliche Zuweisung der Strafuntersuchung an die Staatsanwaltschaft March sei auch insofern missbräuchlich, als die wesentlichen Elemente des Falles nicht nur - wie fälschlicherweise dargestellt - schwergewichtig Fragen betreffend das Gewässerschutzrecht beträfen, sondern auch den Straftatbestand der ungetreuen Amtsführung. Dem ist zu entgegnen, dass der Vorwurf der ungetreuen Amtsführung ebenso im Zusammenhang mit den geltend gemachten Verletzungen der Gewässerschutzvorschriften steht. Es leuchtet daher ein, wenn für die Zuständigkeit für solche Verletzungen die als am besten geeignete Staatsanwaltschaft bezeichnet wird. Die Vorinstanz verweist weiter zu Recht darauf, dass die Zuständigkeit betreffend die den Verantwortlichen der C.________ AG im gleichen Sachzusammenhang vorgeworfenen Verstösse gegen das Gewässerschutzrecht gemäss § 20 JG ohnehin in die gesetzliche Zuständigkeit der Staatsanwaltschaft March falle (vgl. E. 2.2 hiervor). Aus diesem Grund erscheint es als zweckmässig und verfahrensökonomisch, beide Strafuntersuchungen durch die gleiche Behörde führen zu lassen. Nicht nachvollziehbar ist sodann der Vorwurf der Beschwerdeführer, die Oberstaatsanwaltschaft wolle durch die Zuweisung der Strafuntersuchung an die Staatsanwaltschaft March die verlangte Strafuntersuchung gegenüber führenden Amtspersonen des Kantons Schwyz abwenden, da sie dank der ausserordentlichen Zuweisung zugunsten der angezeigten Mandatsträger und Funktionäre, zu denen sie offenbar selbst in Abhängigkeit stehe, Einfluss nehmen könne. Es ist nicht einsichtig, weshalb die Bezeichnung der Staatsanwaltschaft March der Oberstaatsanwaltschaft mehr Möglichkeiten zur Einflussnahme auf die Untersuchung eröffnen sollte, als wenn sie die Untersuchung selbst führt bzw. diese von der kantonalen Staatsanwaltschaft geführt würde. Im Übrigen ist auch nicht ersichtlich, inwiefern die Ausnahme gegenüber der gesetzlichen Regelung, wie von den Beschwerdeführern behauptet, vorliegend zu einer Verschlechterung der Glaubwürdigkeit der unbehinderten Strafuntersuchung führen soll. Zusammenfassend handelt es sich, entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer, bei den genannten Ausführungen der Vorinstanz nicht um eine "unbehelfliche Begründung" für die ausserordentliche Fallzuweisung an die Staatsanwaltschaft March, sondern um eine bundesrechtskonforme Auslegung von § 48 lit. a JG. Die Vorinstanz hat verständliche und hinreichende Gründe dargelegt, welche die Bezeichnung einer anderen als der gesetzlich vorgesehenen Staatsanwaltschaft im vorliegenden Fall nicht als bundesrechtswidrig erscheinen lassen.