Citation: 4A_228/2018 E. 4.2

4.2. Die Erstinstanz kam zum Schluss, es lägen keine Anhaltspunkte dafür vor, dass die vereinbarte Entschädigung von Fr. 180'000.-- zum Zeitpunkt des Abschlusses der Vereinbarung offensichtlich unzulänglich gewesen sei. Die Ausführungen der Beschwerdeführerin in ihrem zweiten Parteivortrag bezögen sich weitgehend auf die Entwicklung ihres gesundheitlichen Zustands, womit sie eine offensichtliche Unzulänglichkeit der Entschädigung im Zeitpunkt des Urteils und nicht zum Zeitpunkt des Abschlusses der Vereinbarung geltend mache. Diesbezüglich stellte die Vorinstanz fest, die Beschwerdeführerin versuche erfolglos, ihr Versäumnis, keine Behauptungen zur angeblich offensichtlich unzulänglichen Entschädigung im Zeitpunkt des Vergleichsabschlusses aufgestellt zu haben, zu korrigieren, indem sie sinngemäss geltend mache, die Vorinstanz hätte ihre Vorbringen selber auf diesen Zeitpunkt " herunterrechnen " müssen. Die Verhältnisse im Zeitpunkt des Vergleichs könnten aber nicht durch eine blosse Rück-rechnung eruiert werden. Die Vorinstanz stellte weiter fest, die Beschwerdeführerin sei im erstinstanzlichen Verfahren entgegen ihrer Behauptung durchaus anwaltlich vertreten bzw. beraten worden.