Citation: 6B_1453/2022 E. 1.1

1.1. Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz stelle den Sachverhalt hinsichtlich der Landesverweisung unvollständig fest und verletze Art. 66a StGB, indem sie von einer Landesverweisung des Beschwerdegegners absehe. Sie anerkenne zwar, dass die Anordnung einer Landesverweisung einschneidend in die Lebensgestaltung und die familiären Verhältnisse des Beschwerdegegners eingreifen würde, weshalb ein persönlicher Härtefall im Sinne von Art. 66a Abs. 2 StGB vorliege. Jedoch könne der Vorinstanz nicht gefolgt werden, wenn sie die höhere Gewichtung der öffentlichen Interessen an einer Landesverweisung verneine. Die Vorinstanz weise zutreffend darauf hin, dass die öffentlichen Interessen an der Anordnung einer Landesverweisung gegenüber dem Beschwerdegegner erheblich seien und diesem die Rückkehr in sein Heimatland auch zumutbar sei. Jedoch gewichte sie die persönlichen Interessen des Beschwerdegegners zu Unrecht bzw. übermässig zu dessen Gunsten mit der Folge, dass sie die Verhältnismässigkeit einer Landesverweisung in Verletzung von Art. 66a Abs. 2 StGB verneine.