Citation: 2C_479/2022 E. 5.3

5.3. Die Vorinstanz hat ausgeführt, selbst wenn der Veterinärbehörde als Organ der gerichtlichen Polizei bestimmte Pflichten gemäss der Schweizerischen Strafprozessordnung (StPO; SR 312.0) oblägen, bestehe der entscheidende Unterschied zur Polizei im engeren Sinne darin, dass das Veterinäramt als Administrativbehörde eine Kontrolle nicht zwangsweise durchsetzen könne. Verweigere die betroffene Person die Kontrolle, habe die Veterinärbehörde zu deren zwangsweisen Durchsetzung die Hilfe der Polizei in Anspruch zu nehmen. Deshalb sei das Veterinäramt beider Appenzell bzw. der für dieses handelnde Kantonstierarzt nicht als Strafverfolgungsbehörde zu qualifizieren. Die vom Beschwerdeführer erhobene Beschwerde in Strafsachen erweise sich vor dem Hintergrund der Bestimmung von Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO als unzulässig. Diese Begründung hat es dem Beschwerdeführer ermöglicht, sich über die Tragweite des Urteils Rechenschaft zu geben und es in voller Kenntnis der Sache weiterzuziehen. Die Vorinstanz hat ihre Begründungspflicht damit hinreichend erfüllt. Die Rüge der Gehörsverletzung erweist sich als unbegründet.