Citation: 4P.81/2004 29.06.2004 E. 3

Als Verweigerung des rechtlichen Gehörs beanstandet die Beschwerdeführerin schliesslich die Eventual- bzw. Subeventualbegründung des Obergerichts, wonach die Anwendung der allgemeinen Regeln über den Verzug zum selben Resultat führen würden bzw. der Beschwerdegegner die Zahlung aus ungerechtfertigter Bereicherung hätte zurückfordern können. Die Beschwerdeführerin hält dafür, die Begründung genüge den verfassungsrechtlichen Anforderungen nicht, weil der zu subsumierende Sachverhalt nicht umschrieben werde. Indessen übersieht sie, dass das Obergericht den Sachverhalt, den es seiner Beurteilung zugrundelegte, in Würdigung der Beweise festgestellt hat. Dass die Sachverhaltselemente, die das Gericht für die Eventual- und Subeventualbegründung als wesentlich erachtet hat, nicht noch eigens hervorgehoben wurden, verhindert grundsätzlich eine sachgerechte Anfechtung schon deshalb nicht, weil es um die rechtliche Würdigung geht und das Recht im Berufungsverfahren von Amtes wegen anzuwenden ist.