Citation: 2C_219/2008 11.07.2008 E. 3

3.1 Eine Verletzung von Art. 8 EMRK liegt von vornherein nicht vor, wenn es (auch) den fest anwesenheitsberechtigten Familienmitgliedern zumutbar ist, ihr Familienleben im Ausland zu führen. Einem Kind im anpassungsfähigen Alter kann grundsätzlich zugemutet werden, dem für ihn sorgenden Elternteil ins Ausland zu folgen (BGE 122 II 289 E. 2c S. 298; vgl. auch Niccolò Raselli/Christine Hausammann, in: Uebersax/Münch/Geiser/Arnold, Ausländerrecht, Basel 2002, Rz. 13.61). Dies gilt insbesondere für Kleinkinder. Dass ein Kleinkind das schweizerische Bürgerrecht oder eine Niederlassungsbewilligung besitzt, schliesst nicht aus, dass es den Eltern oder dem obhutsberechtigten Elternteil, wenn diesen bzw. diesem der weitere Aufenthalt in der Schweiz verweigert wird, ins Ausland zu folgen hat (BGE 127 II 60 E. 2b S. 67; 122 II 289 E. 2c S. 298; Urteile 2A.562/2006 vom 16. Februar 2007, E. 3.2, und 2C_185/2007 vom 12. Juni 2007, E. 3.3.2). Gemäss konstanter Rechtsprechung des Bundesgerichts ist diese Konsequenz einem Kleinkind regelmässig dann zuzumuten, wenn keine besonders intensive Beziehung zum anderen Elternteil dem entgegensteht (vgl. die letztgenannten Urteile, insbesondere 2A.562/2006 [E. 3.4.1, am Ende] sowie 2A.508/2005 vom 16. September 2005 [E. 2.2.3 mit Hinweisen] und - neuestens - 2C_657/2007 vom 26. Mai 2008, E. 2.4.3 mit Hinweisen). Aus der von der Beschwerdeführerin angerufenen UNO-Kinderrechtekonvention lässt sich nichts Gegenteiliges herleiten (BGE 126 II 377 E. 5 S. 388 ff., 124 II 361 E. 3b S. 367). 3.2 Eine besonders intensive Beziehung zum Kindsvater ist hier - wie das Verwaltungsgericht zu Recht annehmen durfte (E. 2b des angefochtenen Entscheides) - klarerweise nicht gegeben: Am 3. Oktober 2005 hatte der Vater gegenüber dem kantonalen Migrationsamt ausgesagt, er könne "gut damit leben, wenn mein Sohn nicht in der Schweiz lebt". Am 18. November 2005 gab er schriftlich an, er wolle den Kontakt zu seinem Sohn hier in der Schweiz nicht aufrechterhalten bzw. diesen Kontakt ganz abbrechen. Selbst wenn die Beschwerdeführerin nun geltend macht, dass der biologische Vater "rend régulièrement visite à son enfant et respecte la convention d'entretien qui lui oblige de s'occuper de l'enfant" , kann unter diesen Umständen nicht von einer intensiven emotionalen Bindung des Vaters zu seinem Kind die Rede sein. 3.3 Unbegründet ist auch der Einwand der Beschwerdeführerin, eine Aufenthaltsbewilligung auf der Grundlage von Art. 8 EMRK müsse ihr "au vu de notre concubinage longue duréé et stable" erteilt werden: Am 7. Juli 2005 hatte X.________ gegenüber dem Migrationsamt angegeben, sie lebe nicht mit dem Vater des Kindes zusammen ("weil wir uns getrennt haben") und es bestehe auch keine Absicht des Zusammenziehens. Z.________ gab seinerseits an, es liege ihm "nicht viel daran, dass Frau X.________ hier bleibt". Er werde "nie mit ihr zusammenleben" (Befragung vom 3. Oktober 2005). Im Verfahren vor Bundesgericht macht die Beschwerdeführerin nun geltend, sie habe mit dem Vater ihres Kindes regelmässig Kontakt ("nous vivons en contact depuis 2004"). Ein Konkubinat der Beschwerdeführerin mit Z.________, welches allenfalls den Schutz von Art. 8 EMRK geniessen könnte (vgl. dazu BGE 126 II 425), ist unter diesen Umständen aber in keiner Weise dargetan. 3.4 Die Einwände der Beschwerdeführerin gegen die Nichterteilung einer Aufenthaltsbewilligung erweisen sich damit als unbegründet. Ihr Hinweis auf die hohe Kindersterblichkeit in Kamerun rechtfertigt - soweit er nicht ohnehin als unzulässiges Novum unbeachtlich bleiben muss (vgl. vorne E. 2.5) - keinen anderen Schluss: Die Beschwerdeführerin, welche vom Vater ihres Kindes immerhin Alimente (Fr. 1'000.-- pro Monat) bezieht, wird dank dieser Unterstützung besser als die meisten anderen Landsleute in der Lage sein, ihrem Kind die erforderliche Pflege zukommen zu lassen.