Citation: 6B_355/2019 E. 1.3

1.3. Die Rügen des Beschwerdeführers sind unbegründet, soweit darauf einzutreten ist. Die Vorinstanz begründet eingehend und nachvollziehbar, zum Teil unter Verweis auf die erstinstanzlichen Ausführungen, weshalb sie zum Schluss gelangt, das Sichtfeld des Beschwerdeführers sei durch den dünnen Eisbeschlag so stark beeinträchtigt gewesen, dass er seine (beleuchtete) Umgebung nur schemenhaft habe wahrnehmen können. Die nicht beleuchtete Umgebung sei kaum zu erkennen gewesen. Das freie Feld im unteren Drittel der Frontscheibe habe sich nicht auf der Höhe des Sichtfelds des Beschwerdeführers befunden und habe daher die Sichtverhältnisse nicht verbessern können. Das Verkehrsaufkommen sei der Tageszeit entsprechend schwach gewesen. Die Strasse sei jedoch insbesondere aufgrund der beginnenden Nachtschicht von verschiedenen Verkehrsteilnehmern befahren worden (Urteil S. 4 ff. E. 6 ff., erstinstanzliches Urteil S. 5 ff.). Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, erschöpft sich weitgehend in einer appellatorischen Kritik am angefochtenen Entscheid, auf die das Bundesgericht nicht eintritt. Entgegen seiner Darstellung äussert die Vorinstanz keineswegs erhebliche Bedenken an der Beweiskraft der Fotodokumentation (Beschwerde S. 4 f.). Vielmehr hält sie ausdrücklich fest, die Fotoaufnahmen, welche den Beschlag der Frontscheibe vor der Anhaltung des Beschwerdeführers zeigten, seien von eher schlechter Qualität. Dennoch würden sie den Umfang und die Dichte des Beschlags genügend deutlich zeigen (Urteil S. 6 E. 12.1). Ausserdem widerspricht sich der Beschwerdeführer teilweise selber. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn er zutreffend erörtert, die Vorinstanz stelle selber fest, dass der Beschlag wohl weniger als 80 % der Frontscheibe abgedeckt habe (Beschwerde S. 5 Ziff. 6; Urteil S. 7 E. 12.1), dann jedoch ausführt, die Fotoaufnahmen zeigten, dass der Beschlag deutlich weniger als 80 % der Frontscheibe bedeckt habe, weshalb die Beweiswürdigung der Vorinstanz aktenwidrig sei (Beschwerde S. 5 Ziff. 8). Es ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz nicht grundsätzlich an den Aussagen des Polizisten A.________s zweifelt, selbst wenn sie nicht davon ausgeht, dass die Frontscheibe gemäss dessen Schätzung zu 80 % beschlagen war. Sie verfällt daher nicht in Willkür, wenn sie feststellt, der Zeuge habe bestätigt, dass die Frontscheibe - abgesehen von der freien Stelle oberhalb des Lüftungsschlitzes - mit einer dünnen Eisschicht beschlagen gewesen sei. Es sei eine Art Film aus Eis gewesen (Urteil S. 7 E. 12.1). Schliesslich kann dem Beschwerdeführer nicht gefolgt werden, wenn er behauptet, die Vorinstanz setze implizit seine Sicht mit derjenigen eines Fahrzeuglenkers durch eine beschlagsfreie Scheibe gleich, wenn sie festhalte, dass er die (beleuchteten) Polizisten habe wahrnehmen können (Beschwerde S. 5 Ziff. 9). Hierzu stellt die Vorinstanz zutreffend fest, dass der Beschwerdeführer die Polizei rechtzeitig wahrgenommen habe, vermöge nichts daran zu ändern, dass seine Sicht durch den Beschlag auf der Frontscheibe erheblich eingeschränkt gewesen sei. Nachts würden beleuchtete Objekte, welche u.U. auch reflektierten (Polizeifahrzeug oder Uniform), erfahrungsgemäss verhältnismässig rasch wahrgenommen. Problematisch seien vielmehr Objekte oder Subjekte, die nicht beleuchtet oder dunkel gekleidet seien. Gerade weil die Eisschicht eher dünn gewesen sei, habe durchaus Licht ins Fahrzeuginnere gelangen können (Urteil S. 6 f. E. 12.1).