Citation: 2C_862/2020 E. 4.4

4.4. Die Namensnennung führt auch nicht zu einer ungebührlichen Rufschädigung. Wenn sich grundsätzlich auch juristische Personen darauf berufen können, ihr Ruf werde durch die Publikation einer noch nicht rechtskräftigen Sanktionsentscheidung tangiert, so ist der Persönlichkeitsschutz bei juristischen Personen grundsätzlich nicht zu überdehnen (BGE 114 IV 14 E. 2a; Rolf Watter/Urs Kägi, Öffentliche Information über Verfahren und Entscheide in der Finanzmarktaufsicht - zwischen Transparenz und Pranger, AJP 2005, 41). Wenn der Gesetzgeber eine Publikation von (nicht rechtskräftigen) Entscheiden der WEKO als notwendig erachtet hat, ist insofern eine damit verbundene mögliche Rufschädigung hinzunehmen (vgl. Urteil 2C_994/2017 vom 26. Juni 2019 E. 3.3).