Citation: 1P.448/2001 14.09.2001 E. 1

1.- a) Zur staatsrechtlichen Beschwerde befugt ist nach Art. 88 OG, wer durch den angefochtenen Entscheid persönlich in seinen rechtlich geschützten Interessen beeinträchtigt ist und ein aktuelles und praktisches Interesse an der Beschwerde hat. Nach der Praxis des Bundesgerichts sind die Eigentümer benachbarter Grundstücke befugt, die Erteilung einer Baubewilligung anzufechten, wenn sie die Verletzung von Bauvorschriften geltend machen, die ausser den Interessen der Allgemeinheit auch oder in erster Linie dem Schutz der Nachbarn dienen. Zusätzlich müssen sie dartun, dass sie sich im Schutzbereich der Vorschriften befinden und durch die behaupteten widerrechtlichen Auswirkungen der Baute betroffen werden (ZBl 100/1999 S. 136 E. 1b; BGE 118 Ia 232 E. 1a mit Hinweisen). b) Mit dem angefochtenen Entscheid hat das Verwaltungsgericht einerseits zwei das Baubewilligungsverfahren Alters- und Pflegeheim "Letz" betreffende Beschwerden abgewiesen, worin sich der Beschwerdeführer insbesondere gegen den Bau der Baustellenzufahrt über das Nachbargrundstück zur Wehr setzte. Diese Baupiste ist heute, nach Abschluss des Bauprojektes "Letz", nicht mehr in Betrieb. Damit fehlt es dem Beschwerdeführer insoweit an einem aktuellen Anfechtungsinteresse (Art. 88 OG). Soweit sich der Beschwerdeführer auch gegen die Baubewilligung für das Alters- und Pflegeheim "Letz" als solche wandte mit dem Argument, es fehle die strassenmässige Erschliessung, war er damit offensichtlich verspätet. Die Erschliessung ergibt sich - anders als die nachträglich vom Gemeinderat verfügte Baupiste - bereits aus dem am 24. September 1998 publizierten und am 30. Oktober 1998 bewilligten Baugesuch, weshalb der Beschwerdeführer mit dieser am 17. Dezember 1998 in einer nachträglichen Baueinsprache an den Gemeinderat und in einer Verwaltungsbeschwerde an den Regierungsrat erstmals vorgebrachten Rüge die 14-tägigen Rechtsmittelfristen (Art. 39 und 56 des Kantonalen Raumplanungs- und Baugesetzes vom 1. Mai 1988; RBG) nicht eingehalten hat. Das Verwaltungsgericht beging damit keineswegs eine Verfassungsverletzung, indem es, wie zuvor schon der Gemeinderat und der Regierungsrat, diesen Einwand nicht prüfte. Die Rüge ist daher offensichtlich unbegründet, weshalb offen bleiben kann, ob der Beschwerdeführer - was fraglich ist, weil die in der Baubewilligung vorgesehene strassenmässige Erschliessung des Alters- und Pflegeheimes "Letz" nicht unmittelbar an seiner Liegenschaft vorbei führt - zu dieser Rüge nach Art. 88 OG überhaupt befugt wäre. Auf die Beschwerde ist somit nicht einzutreten, soweit sie sich gegen die Baubewilligung für die Baupiste richtet, während die Rüge gegen das Nichteintreten des Verwaltungsgerichts auf die Einwände des Beschwerdeführers gegen die Erteilung der Baubewilligung als solcher abzuweisen ist. c) Die umstrittene Baupiste wurde indessen entgegen den Zusicherungen des Gemeinderates von Näfels nach Beendigung der Bauten nicht abgebrochen, sondern soll als Teil der Erschliessungsstrasse "Letz" weiterbestehen. Soweit der Beschwerdeführer das Verwaltungsgerichtsurteil anficht, als dieses seine Beschwerde gegen den Bau der Erschliessungsstrasse "Letz" abwies, hat er ein aktuelles Anfechtungsinteresse. Als unmittelbarer Nachbar ist der Beschwerdeführer befugt, die Verletzung der Vorschriften über den Grenz- bzw. Strassenabstand zu rügen, da diese ausser den Interessen der Allgemeinheit auch seinem Schutz dienen (BGE 112 Ia 88 E. 1b S. 90; 106 Ia 62 E. 2). Dies gilt allerdings nur für den Teil der Erschliessungsstrasse, der effektiv an sein Grundstück anstösst. Ob diese rund 100 m weiter östlich davon den Gewässerabstand verletzt oder nicht, betrifft ihn nicht in seinen rechtlich geschützten Interessen. Auf diese Rüge wäre daher auch dann nicht einzutreten, wenn die Gewässerabstandsvorschriften, was nicht der Fall ist (BGE 115 Ib 347 E. 1c/aa), nachbarschützende Funktionen hätten. d) Die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen sind erfüllt, sodass auf die Beschwerde in diesem Rahmen und unter dem Vorbehalt gehörig begründeter Rügen (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; BGE 126 I 81 E. 1; 125 I 492 E. 1b; 122 I 70 E. 1c), einzutreten ist. Soweit im Folgenden auf Ausführungen in der Beschwerdeschrift nicht eingegangen wird, genügen sie diesen Anforderungen nicht.