Citation: 5A_624/2023 E. 6.4.9

6.4.9. Nach dem Ausgeführten durfte das Kantonsgericht mangels rechtzeitiger gegenteiliger Behauptungen im Ergebnis annehmen, es sei unbestritten geblieben, dass bei Abschluss der Scheidungsvereinbarung nicht erkennbar war, wie sich die Krankheit und die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdegegners und damit dessen finanziellen Verhältnisse entwickeln würden. Damit vermag die Beschwerdeführerin nichts für sich daraus abzuleiten, dass die Parteien erkennbare Entwicklungen beim Abschluss einer Scheidungsvereinbarung vermutungsweise berücksichtigen (vgl. E. 6.1 hiervor). Weiter gehen ihre Ausführungen zur Notwendigkeit eines Abänderungsvorbehalts ebenso an der Sache vorbei, wie der Hinweis, die Ehegatten hätten sich bei der Scheidung gegenseitige Unterstützung zugesichert und keine Abänderung der Vereinbarung gewollt.