Citation: 6B_95/2024 E. 1.4.2

1.4.2. Nicht zu beanstanden ist weiter, dass in der Anklage von einer Täuschung und einem Irrtum der Bank E.________ die Rede ist. Dies ist mit einer Täuschung bzw. einem Irrtum der für die Bank E.________ handelnden natürlichen Personen gleichzusetzen, da - wie der Beschwerdeführer zu Recht geltend macht - nur ein Mensch einem Irrtum nach Art. 146 Abs. 1 StGB unterliegen kann (vgl. MAEDER/NIGGLI, in: Basler Kommentar, Strafrecht, Bd. II, 4. Aufl. 2019, N. 126 zu Art. 146 StGB). Nicht erforderlich war, dass die Anklageschrift namentlich erwähnt, welche Mitarbeiter der Bank E.________ das vom Beschwerdeführer ausgefüllte Covid-19-Kreditantragsformular entgegennahmen und wer schliesslich die Vermögensdisposition auslöste (vgl. etwa Urteil 6B_1161/2021 vom 21. April 2023 E. 9.3.2). Der Beschwerdeführer beruft sich zu Unrecht auf das Urteil 6B_934/2017 und 6B_954/2017 vom 22. März 2018. Der diesem Entscheid zugrundeliegende Sachverhalt war insofern anders gelagert, als ein Betrug zum Nachteil einer juristischen Person, gemeinsam begangen durch einen leitenden Angestellten und einen Vertragspartner, angeklagt war. Da sich der leitende Angestellte, der gemäss der Anklage Kenntnis vom wahren Sachverhalt hatte und selbst Mittäter des Betrugs gewesen sein soll, nicht selbst täuschen konnte, drängten sich damals konkrete Angaben zu allfälligen anderen, einem Irrtum unterlegenen Angestellten der juristischen Person auf.