Citation: 6B_317/2024 E. 4.6

4.6. Dass während der sexuellen Handlungen keine gänzliche Widerstandsunfähigkeit bestand, schliesst die Vorinstanz auch aus widersprüchlichen Aussagen der Beschwerdeführerin. So sei nicht nachvollziehbar, wie die Beschwerdeführerin nach dem Geschlechtsverkehr gemerkt habe, dass der Beschwerdegegner 2 zufrieden eingeschlafen sei, wenn sie aufgrund einer Intoxikation widerstandsunfähig gewesen sei. Zudem habe die Beschwerdeführerin nach dem Vorfall das T-Shirt des Beschwerdegegners 2 angezogen und anbehalten, bis er es zurückverlangt habe. Es erstaune, dass sie das T-Shirt, das nach dem Beschwerdegegner 2 roch, am nächsten Morgen freiwillig anbehalten habe. Nach einer Schändung wäre ein solches Verhalten nicht zu erwarten gewesen. Schliesslich habe die Beschwerdeführerin am Morgen des 3. November 2019 um 6:33 Uhr der Mutter von D.________ eine Nachricht geschickt, wonach es ihnen beiden "super" gehe.