Citation: 7B_1087/2024 E. 5.4.1

5.4.1. Als unbegründet erweist sich die Beschwerde schliesslich, soweit sie sich unter dem Aspekt der Verhältnismässigkeit auf das Urteil 1B_42/2009 vom 5. März 2009 beruft. In diesem Urteil hat das Bundesgericht zwar festgehalten, dass es das Verhältnismässigkeitsprinzip gebietet, dass die beschuldigte Person, die sich aufgrund einer zu erwartenden stationären therapeutischen Massnahme in Untersuchungs- bzw. Sicherheitshaft befindet, grundsätzlich nicht schlechter gestellt werden darf, als wenn die Massnahme bereits angeordnet worden wäre. Das Bundesgericht erwog weiter, dass das Haftgericht demnach sowohl Vollzugsöffnungen zu prüfen habe als auch, ob der Inhaftierte in analoger Anwendung von Art. 62 Abs. 3 StGB unter der Verpflichtung zu ambulanter Behandlung entlassen werden könnte. Bei der entsprechenden Prüfung sei das Interesse an einer wirksamen Therapie und Resozialisierung verstärkt zu berücksichtigen, sofern nur deshalb keine Überhaft bestehe, weil mit der Anordnung einer stationären Massnahme gerechnet werden müsse (a.a.O., E. 3.3.2).