Citation: 8C_569/2022 E. 5.1

5.1. Die Vorinstanz prüfte, ob seit der Rentenzusprechung am 22. Oktober 2003 bis zur hier zu beurteilenden Verfügung vom 23. September 2021 ein Revisionsgrund eingetreten sei. Sie bejahte die Frage, weil der damaligen Invaliditätsbemessung noch die Annahme einer vollzeitlichen Erwerbstätigkeit als Gesunde zugrunde lag, während die Beschwerdeführerin gemäss den Feststellungen im Urteil vom 21. April 2015 zwischenzeitlich Mutter eines Sohnes geworden war. Ihr Ehemann war damals keiner Erwerbstätigkeit nachgegangen, weil er die Erwachsenen-Matura absolvierte. Mit Blick darauf war das kantonale Gericht in jenem Urteil davon ausgegangen, dass die Beschwerdeführerin als Gesunde entgegen ihren eigenen Angaben nicht nur im Umfang von 20 % erwerbstätig wäre, sondern aus finanziellen Gründen ein 50 %-Pensum versehen würde. Danach hätten sich, so die Vorinstanz, die Umstände gemäss den Schilderungen der Beschwerdeführerin insoweit verändert, als ihr Ehemann wegen ihrer eigenen gesundheitlichen Situation entgegen seinen ursprünglichen Absichten auf ein Informatikstudium verzichtet habe. Er kümmere sich um die Vermietung und Verwaltung seiner beiden Mehrfamilienhäuser und erteile gelegentlich Nachhilfeunterricht. Nach der Vorinstanz war davon auszugehen, dass der Ehemann, wenn die Beschwerdeführerin gesund wäre, spätestens ab 2020 als Informatiker gearbeitet hätte, während die Beschwerdeführerin, wie bereits im Urteil vom 21. April 2015 festgestellt, weiterhin zu 50 % erwerbstätig wäre. In gesundheitlicher Hinsicht sei gestützt auf das PMEDA-Gutachten beziehungsweise auf die aktuelle Einschätzung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) auch weiterhin von einer 40%igen Arbeitsfähigkeit in der angestammten beziehungsweise einer anderen leidensangepassten Tätigkeit auszugehen, insbesondere habe sich anhand der beim Hausarzt eingeholten Verlaufsberichte keine Verschlechterung eingestellt. In erwerblicher Hinsicht sei bei beiden Vergleichseinkommen von demselben Lohn auszugehen, sodass ein Invaliditätsgrad von 60 %, gewichtet 30 % resultiere. Im Haushalt bestehe eine Einschränkung von 30 % beziehungsweise ein gewichteter Invaliditätsgrad von 15 %. Insgesamt ergebe sich dadurch ein Invaliditätsgrad von 45 %.