Citation: 5A_568/2019 E. 2

Das Obergericht ist - wie bereits die beiden Vorinstanzen und die Gutachterin - davon ausgegangen, dass eine möglichst umgehende Wiederaufnahme von Kontakten für C.________ eminent wichtig sei, gerade auch im Hinblick auf die männliche Rollenfindung. Bis zum Kontaktabbruch Ende 2016 habe C.________ seinen Vater regelmässig gesehen. Die Mutter negiere, dass C.________ einen Vater habe; der erziehende Elternteil sei aber gehalten, dem Kind eine Beziehung zum anderen Elternteil zu ermöglichen. Die Beschwerde besteht primär in einer Sachverhaltsschilderung aus eigener Sicht in rein appellatorischer Form (namentlich: die Gutachterin habe sich auf das Dogma versteift, dass der persönliche Verkehr funktioniere, wenn die Kindsmutter kooperieren würde; das Kind werde jedoch durch Kontakte, in welcher Form auch immer, retraumatisiert; einem allfälligen Vollzug müsse deshalb der Riegel geschoben werden; das Kind wolle denn auch nichts mehr mit dem Staat zu tun haben und verweigere jegliche Kontakte), ohne dass diesbezüglich irgendwelche Verfassungsrügen erhoben würden, namentlich nicht die Rüge der willkürlichen Sachverhaltsfeststellung. Dies wäre selbst dann unzulässig, wenn nicht wie vorliegend Art. 98 BGG zum Tragen käme (vgl. Art. 105 Abs. 1 BGG; BGE 140 III 264 E. 2.3 S. 266; 141 IV 249 E. 1.3.1 S. 253; 143 I 310 E. 2.2 S. 313). Auch in rechtlicher Hinsicht werden zum grösseren Teil, insbesondere in verfahrensrechtlicher Hinsicht, direkt Rechtsverletzungen bemängelt, was im Anwendungsbereich von Art. 98 BGG unzulässig ist. Soweit auf S. 13 schliesslich diverse verfassungsmässige Rechte als verletzt gerügt werden (Art. 5, 9, 10, 13, 14 und 29a BV), geschieht dies bloss durch abstrakte Aufzählung der betreffenden Verfassungsnormen. Für Verfassungsrügen gilt indes wie gesagt das strenge Rügeprinzip im Sinn von Art. 106 Abs. 2 BGG (vgl. E. 1). Zur Begründung der angeblichen Verfassungsverletzungen dient primär der (auch in der übrigen Beschwerdebegründung mehrfach erhobene) Vorwurf an das Obergericht, es sei zur Realexekution bereit; indes setzt sich die Beschwerdeführerin nicht mit der Erwägung im angefochtenen Entscheid auseinander, dass eine solche nicht zu befürchten sei, wenn sie sich an das Angeordnete halte und C.________ positiv auf die Kontakte einstelle, wie es ihre Aufgabe als Mutter verlange. Keine Verfassungsverletzung ist ferner mit der abstrakten Behauptung darzutun, ohne Rechtfertigungsgrund im Sinn von Art. 36 BV dürfe der Kontakt mit dem Vater nicht erzwungen werden; mit Art. 273 ZGB besteht offensichtlich eine formell-gesetzliche Grundlage für die Regelung des Besuchsrechts und dessen gänzliche Untersagung gemäss Art. 274 Abs. 2 ZGB ist nur als ultima ratio in besonders gelagerten Fällen statthaft (BGE 120 II 229 E. 3b/aa S. 233; 122 III 404 E. 3b S. 407; Urteile 5C.243/2005 vom 7. April 2006 E. 4.2; 5A_586/2012 vom 12. Dezember 2012 E. 4.2; 5A_367/2015 vom 12. August 2015 E. 5.1.2).