Citation: 4C.64/2007 07.11.2007 E. 3

3.1 Nach dem angefochtenen Entscheid ist unbestritten, dass im Schreiben des Klägers vom 22. April 2004 zumindest teilweise der Grund der späteren Kündigung lag. Nach Auffassung der Vorinstanz stellte der Kläger in diesem Schreiben ausschliesslich Forderungen, zu denen er nach Treu und Glauben berechtigt war. Soweit diese zur Kündigung geführt haben, sei diese ungerechtfertigt und daher missbräuchlich. Dasselbe gelte, soweit das Gesuch um ein Zwischenzeugnis die Kündigung mitverursacht habe. Dass all diese berechtigten Ansprüche des Klägers für die Kündigung tatsächlich mitursächlich waren, ergibt sich nach Auffassung der Vorinstanz einerseits aus dem Kündigungsschreiben selbst und andererseits aus der geringen zeitlichen Distanz zwischen Anspruchserhebung und Kündigung. Diese Indizien lassen die Missbräuchlichkeit der Kündigung vermuten, wie die Vorinstanz festhält. 3.2 Die Klägerin bringt vor, wenn die zeitliche Nähe für sich allein genüge, um den "Beweis" für die Missbräuchlichkeit der Kündigung zu erbringen, liefe dies auf blosse Glaubhaftmachung statt des bundesrechtlich verlangten Beweises der überwiegenden Wahrscheinlichkeit hinaus. 3.3 Im Berufungsverfahren prüft das Bundesgericht frei, ob die Vorinstanz vom richtigen Beweismass ausgegangen ist. Ob der Beweis gemäss dem bundesrechtlich vorgegebenen Beweismass im konkreten Fall erbracht wurde, ist eine Frage der Beweiswürdigung (vgl. BGE 128 III 271 E. 2b/aa S. 275 ff.; Bundesgerichtsurteil 4C.225/2002 vom 7. Februar 2003 E. 2.1, publiziert in Pra 92/2003 Nr. 146 S. 786 f., je mit Hinweisen), welche das Bundesgericht im Berufungsverfahren nicht überprüfen kann (BGE 127 III 73 E. 6a S. 81; 126 III 10 E. 2b S. 13; 119 II 84 E. 3 S. 85). 3.4 Die Rüge, aufgrund der durch die Vorinstanz gewürdigten Beweismittel könne der Beweis bei Anwendung des richtigen Beweismasses nicht als erbracht gelten, läuft auf eine in der Berufung nicht zulässige Kritik an der Beweiswürdigung hinaus. Zudem hat die Vorinstanz nicht einzig auf die zeitliche Nähe, sondern zusätzlich auch auf den Inhalt des Kündigungsschreibens abgestellt. Sie hat sich demnach offensichtlich nicht mit einer blossen Glaubhaftmachung begnügt. Die Berufung ist insoweit unbegründet, soweit überhaupt darauf einzutreten ist.