Citation: I 236/99 12.01.2000 E. 2

2.- Das kantonale Gericht hat die vorliegend mass- gebliche gesetzliche Bestimmung über den Anspruch auf Umschulung als berufliche Massnahme (Art. 17 Abs. 1 IVG) unter Hinweis auf die Rechtsprechung (BGE 124 V 108, 122 V 77, 121 V 260 Erw. 2c; AHI 1997 S. 85 Erw. 2) zutreffend dargelegt. Zu ergänzen ist, dass in der Regel nur Anspruch auf die dem jeweiligen Eingliederungszweck angemessenen, notwendigen Massnahmen besteht, nicht aber auf die nach den gegebenen Umständen bestmöglichen Vorkehren (BGE 110 V 102; ZAK 1984 S. 279 Erw. 2). Denn das Gesetz will die Eingliederung lediglich so weit sicherstellen, als diese im Einzelfall notwendig, aber auch genügend ist (ZAK 1988 S. 468 Erw. 2a). Weiter steht nach der Rechtsprechung einem Versicherten, der zu Lasten der Invalidenversicherung eine Umschulung absolviert hat, ein Anspruch auf ergänzende Massnahmen zu, wenn die durchgeführte Umschulung dem Versicherten kein angemessenes Einkommen zu verschaffen vermag, und wenn dieser nur mit ergänzenden Massnahmen in die Lage versetzt werden kann, einen Verdienst zu erzielen, der sich mit demjenigen vergleichen lässt, den er ohne Invalidität bei der früheren Tätigkeit erreichen würde. Dabei hängt der Anspruch auf solche ergänzende Massnahmen nicht davon ab, ob die für den Umschulungsanspruch geforderte Erheblichkeitsschwelle (Erwerbseinbusse von 20 %: BGE 124 V 110 Erw. 2b) erreicht ist (EVGE 1967 S. 108; ZAK 1978 S. 516). Ergänzende Massnahmen sind unter Wahrung der Verhältnismässigkeit zu gewähren, sofern nach den Umständen, insbesondere dem Zustand und den Fähigkeiten des Versicherten, weitere Umschulungsmassnahmen noch eine erhebliche Lohnverbesserung vermuten lassen (vgl. Ulrich Meyer, Zum Verhältnismässigkeitsgrundsatz im staatlichen Leistungsrecht, Diss. Bern 1985, S. 187, mit Hinweis auf das nicht veröffentlichte Urteil G. vom 5. September 1977).