Citation: 6B_572/2021 E. 3.4.1

3.4.1. Die Beschuldigten warfen dem Beschwerdeführer (und einer weiteren Person) in ihrer Anzeige vor, er habe das von ihnen investierte Kapital selbst beansprucht, weil davon ausgegangen werden müsse, dass er Aktien aus eigenen Beständen in ihre Depots übertragen habe, wogegen ihnen vorgespiegelt worden sei, sie würden neu von der Gesellschaft ausgegebene Aktien kaufen (Untersuchungsakten pag. 20101025 ff.). Soweit der Beschwerdeführer hiergegen vorbringt, diese Behauptung sei offensichtlich falsch, da er nie Aktionär der C.________ S.A. bzw. der B.________ AG gewesen sei, ist nicht ersichtlich, inwiefern die Beschuldigten diese Behauptung wider besseres Wissen getätigt haben sollen, zumal sie sich in ihrer Anzeige u.a. auf einen Businessplan der B.________ AG von Januar 2016 beriefen, wonach die Gründer, darunter der Beschwerdeführer, (direkt oder über persönliche Investmentvehikel) 51% der Aktien an der B.________ AG gehalten haben sollen (vgl. Untersuchungsakten pag. 20101148). Zudem erläuterten die Beschuldigten in ihrer Anzeige, dass die Gesellschaft in der Folge gar keine Kapitalerhöhung durchgeführt hatte. Damit setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander. Weiter legt er nicht dar, inwiefern allein der Umstand, dass die Beschuldigten nie direkten Kontakt mit ihm gehabt haben sollen, dafür sprechen könnte, dass sie wider besseres Wissen behauptet hätten, der Beschwerdeführer habe die Aktienverkäufer instruiert und mit wahrheitswidrigen Informationen versorgt. Jedenfalls schildern die Beschuldigten in ihrer Strafanzeige, weshalb aus ihrer Sicht der Beschwerdeführer als (damaliger) Verwaltungsrat der B.________ AG über deren Angestellte unter wahrheitswidrigen und täuschenden Angaben Aktien zu massiv übersetzten Preisen verkauft haben soll. So erwähnen sie etwa, dass er fast alle Aktien-Zeichnungsscheine gegengezeichnet und verschiedentlich auch als Absender von Berichten, welche den Investoren über die angeblichen Entwicklungen bei der B.________ AG zugestellt worden seien, gezeichnet haben soll. Auch dies wird vom Beschwerdeführer in seiner Beschwerde nicht in Abrede gestellt. Dass die den Beschuldigten zugekommenen Informationen über die B.________ AG (teilweise) falsch gewesen sein sollen, bestreitet der Beschwerdeführer nicht substantiiert. Sodann kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten, wenn er vorbringt, die Beschuldigten hätten ihm vorgeworfen, er habe ihnen vorgemacht, die B.________ AG (und nicht deren Töchter) würde das operative Geschäft führen. Wie aus der Anzeige hervorgeht, ging der Vorwurf der Beschuldigten dahin, dass es sich bei der B.________ AG um einen Aktienmantel ohne werthaltige Aktiven gehandelt habe. Auch darauf geht der Beschwerdeführer nicht näher ein. Schliesslich macht er geltend, eine Tochter der B.________-Gruppe habe mit dem D.________ einen Vertrag abgeschlossen, wobei aus diesem Geschäft ein Jahresumsatz von USD 3,6 Mia. resultiere, was von den Beschuldigten verschwiegen worden sei. Inwiefern diese Behauptung für die Begründung einer allfälligen Ehrverletzung herangezogen werden sollte, ist nicht ersichtlich, zumal der Beschwerdeführer in seiner Strafanzeige selber ausführen liess, den Beschuldigten sei zum Zeitpunkt ihrer Strafanzeige nicht bekannt gewesen, dass damals Vertragsverhandlungen stattgefunden hätten (vgl. Untersuchungsakten pag. 20101015).