Citation: 8C_431/2024 E. 6.3.2

6.3.2. Bei Gesundheitsschäden im Bereich der Wirbelsäule stellt die klinische Untersuchung die wichtigste und feinste Prüfung dar (Urteile 9C_234/2021 vom 13. August 2021 E. 3.2; 8C_839/2019 vom 12. Mai 2020 E. 3.2.1). Diese umfasst die Anamneseerhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung (Urteile 8C_100/2024 vom 19. September 2024 E. 7.5; 8C_787/2021 vom 23. März 2022 E. 9.2.2 mit Hinweis). Bei der blossen Erwähnung von Indikationen, deretwegen eine radiologische Abklärung veranlasst wurde, handelt es sich freilich nicht um eine aussagekräftig dokumentierte ärztliche Beurteilung von klinischen Befunden. Der Einwand der Beschwerdeführerin, wonach eine Indikation nicht von der Patientin selbst gestellt werde und deshalb offensichtlich eine klinische Untersuchung vorgenommen worden sei, verfängt nicht. Zwar trifft zu, dass der zuweisende Hausarzt Dr. med. D.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, Zentrum E.________, das bildgebende Verfahren indiziert hat. Eine klinische Untersuchung, bestehend aus Anamneseerhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung, wurde jedoch nicht (genügend) dokumentiert bzw. eine etwaige Dokumentation im Zuge der Neuanmeldung nicht eingereicht, was hier angesichts der veranlassten Bildgebung umso näher gelegen hätte. Die blosse Indikation ersetzt einen aussagekräftigen klinischen Bericht aber nicht. Sie vermag unter den gegebenen Umständen auch nicht zur blossen Glaubhaftmachung zu genügen, da sich daraus nichts ergibt, was auf eine dauerhafte Einschränkung der Leistungsfähigkeit schliessen liesse. Insofern zielt die Rüge des fehlerhaft festgestellten rechtserheblichen Sachverhalts ins Leere. Denn die Vorinstanz hat in Übernahme der Einschätzung des RAD-Arztes Dr. med. C.________ zutreffend festgestellt, dass dem hausärztlichen Bericht vom 8. November 2022 kein einziger fachbezogen objektivierbarer pathologischer Befund entnommen werden könne, der sich mit körperlichen Funktionsbeeinträchtigungen verknüpfen liesse (vgl. E. 6.2.2 hiervor). Sie hat folglich auch keine überhöhten Anforderungen an das Glaubhaftmachen im Sinne von Art. 87 Abs. 3 IVV gestellt.