Citation: 1C_40/2021 E. 2.2

2.2. Die Beschwerdeführerin ist hingegen der Auffassung, ihre Beschwerde an das Verwaltungsgericht sei rechtzeitig erfolgt. Es kann ihr ihrer Auffassung nach vorliegend schon deshalb nicht entgegengehalten werden, dass der Entscheid des kantonalen Departements für Bau und Umwelt (angeblich) am 25. August 2020 ins Postfach ihres Rechtsvertreters gelegt worden sei, weil der Versand fristauslösender Entscheide aufgrund der Rechtsweggarantie von Art. 29a BV und des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) nicht mittels A-Post Plus, sondern mit eingeschriebener Postsendung oder auf andere Weise gegen Empfangsbestätigung erfolgen müsse. Die Beschwerdeführerin bringt auch vor, der Entscheid des Departements sei entgegen den Angaben im "Track & Trace"-Auszug der Post tatsächlich erst am 26. August 2020 im Postfach der Anwaltskanzlei eingegangen. Zwar bilde der vorliegende "Track & Trace"-Auszug ein Indiz dafür, dass die entsprechende Sendung schon am Vortag ins Postfach gelegt worden sei. Die Beschwerdeführerin habe vorliegend aber konkrete, glaubwürdige sowie nachvollziehbare Anhaltspunkte für eine fehlerhafte Postzustellung vorgebracht. Insbesondere habe sie mit ihren Ausführungen zur Organisation der Anwaltskanzlei ihres Rechtsvertreters in Bezug auf Briefsendungen deutlich gemacht, dass Posteingänge dort seriös bearbeitet würden und nicht von einem Fehler im Einflussbereich der Kanzlei auszugehen sei. Auch sei aufgrund einer auf den 24. August 2020 datierenden Präsidialverfügung des Arbeitsgerichts Zürich, welche den Eingangsstempel der Kanzlei vom 25. August 2020 trage, belegt, dass das Postfach der Kanzlei am 25. August 2020 geleert worden sei. Mit Blick auf diese Präsidialverfügung und den darauf figurierenden Eingangsstempel sei es unwahrscheinlich, dass der Entscheid des Departements für Bau und Umwelt, welcher mit dem Eingangsstempel der Kanzlei vom 26. August 2020 versehen sei, am 25. August 2020 ins Postfach gelegt worden und dort liegengeblieben sei bzw. den falschen Eingangsstempel erhalten habe. Das Verwaltungsgericht habe im Übrigen im Zusammenhang mit der Frage, wann die fragliche Sendung ins Postfach gelegt worden sei, in Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) der Beschwerdeführerin auf die von ihr beantragte Zeugenbefragung der Mitarbeiterinnen des Kanzleisekretariats (insbesondere der am 25. August 2020 für das Abholen der Post zuständig gewesenen Mitarbeiterin) verzichtet.