Citation: 9C_383/2017 E. 5

Die Beschwerdeführerin rügt, das ZMB-Gutachten könne, entgegen der bundesrechtswidrigen vorinstanzlichen Würdigung, für die Zwecke einer Rentenrevision nicht als beweiskräftig gelten, da es sich nicht dazu ausspreche, inwiefern seit dem ursprünglichen Rentenentscheid eine Veränderung eingetreten sei. Damit basiere die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit auf einer abweichenden Beurteilung eines im wesentlichen unveränderten Gesundheitszustandes. Indem das kantonale Gericht ausserdem das Eingliederungsergebnis in der Genossenschaft B._________ nicht berücksichtigt, sondern darauf verwiesen habe, dass es an seine früheren Erwägungen gebunden sei, habe es ihr das rechtliche Gehör verweigert. Auch die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung seien nicht gegeben, da der ursprüngliche Entscheid weder offensichtlich unrichtig, noch nach unvollständiger Sachverhaltsabklärung ergangen sei. Insbesondere sei eine Knietotalprothese, die verschiedentlich als Therapiemassnahme zur Diskussion stand, nach wie vor aufgrund gewichtiger Kontraindikationen (Alter und Gewicht der Beschwerdeführerin) nicht eingesetzt worden; insofern als die Vorinstanz festhalte, es hätte mit dem Rentenentscheid bis zur Vornahme dieser Operation abgewartet werden müssen, verfalle sie deshalb in Willkür. Schliesslich hätte, selbst bei Vorliegen der Voraussetzungen für eine Rentenreduktion, eine solche in ihrem Fall, nach über 15-jährigem Bezug, nicht vorgenommen werden dürfen, da das Scheitern der Integrationsmassnahme in der Genossenschaft B._________ aufgezeigt habe, dass eine Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt - trotz der von den medizinischen Gutachtern attestierten medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit von 50 % - unmöglich sei.