Citation: 1C_57/2016 E. 1.2

1.2. Der Bundesgesetzgeber hat für verschiedene Gebiete - vorab im Umweltrecht - abstrakte Beschwerderechte für Organisationen geschaffen (vgl. Art. 89 Abs. 2 lit. d BGG). Die Voraussetzungen des Beschwerderechts richten sich ausschliesslich nach den jeweiligen Vorschriften. Die allgemeinen Voraussetzungen von Art. 89 Abs. 1 BGG kommen nicht zur Anwendung, d.h. die Organisationen müssen weder ein schutzwürdiges persönliches Interesse nachweisen, noch die Wahrung der Interessen ihrer Mitglieder geltend machen (Bernhard Waldmann, Kommentar BGG, 2. Aufl. 2011, Art. 89 N. 69). Das Vorhaben erforderte eine Umweltverträglichkeitsprüfung (Art. 10a USG). Der VCS und der WWF Schweiz gehören zu den gesamtschweizerischen Organisationen, die nach Art. 55 USG zur Erhebung von Beschwerden ans Bundesgericht berechtigt sind (Art. 89 Abs. 2 lit. d BGG); der WWF Schweiz ist überdies nach Art. 12 NHG (SR 451) zur Beschwerdeführung befugt (vgl. Anhang der Verordnung vom 27. Juni 1990 über die Bezeichnung der im Bereich des Umweltschutzes sowie des Natur- und Heimatschutzes beschwerdeberechtigten Organisationen [VBO; SR 814.076]). Sowohl Art. 55 Abs. 2 USG als auch Art. 12 Abs. 2 NHG sehen vor, dass das Beschwerderecht den Organisationen nur für Rügen in Rechtsbereichen zusteht, die seit mindestens zehn Jahren Gegenstand ihres statutarischen Zwecks bilden. Die Beschwerdeführer rügen Bestimmungen des RPG (SR 700) und des kantonalen Richtplans und damit in Zusammenhang stehend Art. 9 BV als verletzt. Das Beschwerderecht der Umweltschutzorganisationen steht im Dienst der Respektierung sämtlicher bundesrechtlicher Vorschriften über den Schutz der Umwelt, wozu auch die Anliegen der Raumplanung zählen (BGE 118 Ib 301 E. 1c S. 304 f.; Urteil 1C_283/2012 vom 2. April 2014 E. 1.3, nicht publ. in: BGE 140 II 262). Die vorgebrachten Rügen erweisen sich als zulässig. Auf die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist einzutreten.