Citation: 1C_231/2020 E. 2.3

2.3. Gemäss dem angefochtenen Entscheid verfügt die von der Gemeinde beschlossene Auflage über eine ausreichende gesetzliche Grundlage im kantonalen Planungs- und Baugesetz in Verbindung mit dem kommunalen Baureglement. Nach § 106 Abs. 2 des Planungs- und Baugesetzes des Kantons Thurgau vom 21. Dezember 2011 (PBG; RB 700) kann eine Baubewilligung unter anderem mit Auflagen verbunden werden. Gemäss § 78 PBG dürfen Bauten und Anlagen das Landschafts-, Orts-, Quartier- oder Strassenbild nicht beeinträchtigen. Sie sind überdies so in ihre Umgebung einzugliedern, dass sie die Gesamtwirkung nicht stören. Die kantonalen Vorgaben hat die Gemeinde in ihrem Baureglement konkretisiert. Dieses wurde kürzlich revidiert. Im vorliegenden Fall ist noch die alte Fassung vom 9. September 2002 (BauR) anwendbar. Nach Art. 4.3.2 Abs. 3 BauR bezweckt die "Dorfzone D2 (...) eine baustilgerechte Erhaltung, Erneuerung und Pflege der vorhandenen Bausubstanz, der Freiräume und der Bepflanzungen. Neu-, An- und Umbauten sind insbesondere bezüglich ihrer Ausmasse, Proportionen, Gestaltung, Stellung, Materialien, Farbgebung und Umgebungsgestaltung sorgfältig und harmonisch in das bestehende Dorfbild einzuordnen. Die vorhandene Bausubstanz ist nach Möglichkeit zu erhalten. (...) Die Detailgestaltung richtet sich nach den Ziffern 5.4.1 bis 5.4.4 BauR." Art. 5.4.3 Abs. 2 BauR bestimmt, dass nach Möglichkeit Fensterläden anzubringen sind.