Citation: 6B_1273/2021 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwägt, eine erneute Einvernahme der Beschwerdegegnerin 2 hätte aufgrund ihrer Einschränkungen durch den Beizug einer sachverständigen Person und nicht durch das Gericht zu erfolgen. Die beiden erfolgten Einvernahmen der Beschwerdegegnerin 2 würden aufgrund der erfolgten Aufzeichnung auch einen unmittelbaren Eindruck von ihr und ihrem Aussageverhalten vermitteln. Ein zusätzlicher Erkenntnisgewinn sei nicht zuletzt angesichts der offensichtlichen kognitiven Einschränkungen der Beschwerdegegnerin 2 drei Jahre nach dem angeklagten Vorfall nicht zu erwarten. Deshalb erscheine eine erneute Befragung nicht erforderlich, zumal sie im Widerspruch zu Art. 155 Abs. 1 StPO stehe, der verlange, dass unnötige Befragungen zu vermeiden seien.