Citation: 4A_660/2020 E. B

Am 11. Oktober 2019 erklärte der Kläger beim Tribunal Arbitral du Sport (TAS) Berufung gegen den Entscheid des Einzelschiedsrichters der FIFA-Kommission für den Status von Spielern vom 16. April 2019. Er beantragte, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Beklagte sei zur Zahlung von USD 246'000.-- sowie EUR 6'000.-- zu verurteilen, zuzüglich Zins zu 5 % seit 1. Juli 2017. Am 2. Juli 2020 fand in Lausanne eine mündliche Verhandlung statt. Mit Schiedsentscheid vom 18. November 2020 hiess der Einzelschiedsrichter des TAS die Berufung des Klägers teilweise gut, er hob den Entscheid des Einzelschiedsrichters der Kommission für den Status von Spielern der FIFA vom 16. April 2019 auf und verurteilte die Beklagte zur Zahlung von USD 246'000.--, zuzüglich Zins zu 5 % seit dem 1. Juli 2007. Der Einzelschiedsrichter des TAS sah es als erwiesen an, dass die Beklagte bewusst das Leben des Klägers in Gefahr gebracht bzw. dies angedroht habe, indem sie ihn allein und schutzlos in U.________ zurückgelassen habe. Er kam nach Würdigung der angebotenen Beweise zum Schluss, die Beklagte habe den Arbeitsvertrag mit dem Kläger am 9. November 2016 gekündigt. Der Kläger habe sich vertragskonform verhalten, indem er auf die Nominierung des Spielers C.________ verzichtete, weshalb für die Kündigung kein wichtiger Grund im Sinne von Artikel 16 des Arbeitsvertrags vom 19. November 2015 bestanden habe. Hinsichtlich der Höhe des Schadenersatzes hielt der Einzelschiedsrichter fest, die massgebenden Bemessungsgrundsätze seien in Artikel 16 des Arbeitsvertrags klar festgehalten. Die Zahlung einer Entschädigung entsprechend dem vereinbarten Lohn für die Restlaufzeit des Vertrags sei auch nicht etwa als übermässig im Sinne von Art. 163 OR zu betrachten. Der Kläger habe demnach Anspruch auf USD 246'000.-- zuzüglich Zins. Eine Entschädigung für Reisespesen sei demgegenüber mangels Nachweises entsprechender Auslagen nicht geschuldet.