Citation: I 7/04 20.07.2004 E. 3

Die IV-Stelle hat in ihrer Verfügung vom 2. April 2001 zu den im Vorbescheidverfahren vorgebrachten Einwänden lediglich festgehalten, dass diese am Beschluss nichts zu ändern vermöchten; sie hat es jedoch unterlassen, darzulegen, weshalb die vom Versicherten genannten Einwände unbehelflich sind. Damit hat sie entgegen ihrer Ansicht ihrer summarischen Begründungspflicht keine Genüge getan und es ist mit der Vorinstanz die Verletzung des rechtlichen Gehörs zu bejahen (BGE 124 V 180). Jedoch kommt die vom kantonalen Gericht angeordnete Rückweisung zur korrekten Durchführung des Vorbescheidverfahrens auf Grund der geänderten Verfahrensbestimmungen nicht mehr in Frage (SVR 2003 IV Nr. 25 S. 77 Erw. 1.4 mit Hinweisen). Möglich wäre lediglich eine Rückweisung an die Verwaltung unter Aufhebung der Verfügung vom 2. April 2001 zum erneuten Erlass einer Verfügung und allenfalls anschliessendem Einspracheverfahren. Dieses Vorgehen erweist sich aber unter Berücksichtigung der konkreten Umstände - vor allem auch im Interesse des Versicherten - nicht als opportun: Denn einerseits kann mit der angeordneten Rückweisung der für die Vorinstanz massgebliche Sinn und Zweck des Vorbescheidverfahrens nicht mehr erreicht werden, weil dieses abgeschafft wurde; andererseits ist im vorliegenden Fall der Sachverhalt bis zum 2. April 2001 massgebend, sodass eine Rückweisung an die IV-Stelle das Verfahren weiter verlängern und die mehrere Jahre zurückreichende Beurteilung des Gesundheitszustandes zusätzlich erschweren würde. Im Übrigen wurde das rechtliche Gehör durch die Verwaltung, nicht jedoch auch durch das kantonale Gericht verletzt, weshalb anders als bei BGE 124 V 183 Erw. 4b keine Häufung der Verletzung des rechtlichen Gehörs gegeben ist. Zudem geht es weder um eine Missachtung der zwingend vorgeschriebenen Anhörungspflicht noch um eine Verweigerung der Akteneinsicht; auch verhält es sich nicht so, dass der Verwaltung sowohl eine Verletzung der Anhörungspflicht wie auch eine Verletzung der Begründungspflicht vorzuwerfen wäre. Somit liegt entgegen der Ansicht der Vorinstanz keine schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs vor, die einer Heilung im kantonalen Verfahren nicht zugänglich wäre (vgl. Urteil S. vom 4. September 2001, I 175/01, Urteil A. vom 16. Juli 2001, I 293/00, sowie Urteil G. vom 2. November 2000, I 321/99). Aus diesen Gründen ist ausnahmsweise die Möglichkeit der Heilung des Mangels zu bejahen. Dies rechtfertigt sich auch deshalb, weil der Beschwerdegegner eine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor Vorinstanz nicht geltend gemacht hat. Die Sache ist deshalb an diese zurückzuweisen, damit sie materiell über die Beschwerde vom 18. April 2001 entscheide.