Citation: 1C_518/2014 E. A

In der Hafenzone von Bottighofen liegen nebeneinander die vier Parzellen Nr. 647, 854, 855 und 856. Auf allen steht heute ein Badehaus. Die vier Parzellen werden vom Gestaltungsplan Bottighofen-See vom 26. März 2001 erfasst, welcher in diesem Bereich Mantelbaulinien für "Ersatz-Badehäuser" vorsieht. Im Zeitpunkt des Erlasses des Gestaltungsplans bestand lediglich die Parzelle Nr. 647. Von dieser wurden später die anderen drei abparzelliert. C.________, als Eigentümerin der Parzelle Nr. 647 die Rechtsvorgängerin des heutigen Eigentümers B.________, reichte am 10. Februar 2006 ein Gesuch für den Bau eines Badehauses ein. Die Bewilligung wurde am 4. Oktober 2007 erteilt und erwuchs in Rechtskraft. Noch vor dem Bau reichte C.________ ein weiteres Baugesuch ein, welches eine leichte Veränderung der Lage des Badehauses und die Reduktion der Dachlänge vorsah. Am 3. Oktober 2008 erteilte die Gemeinde die Baubewilligung für die Projektänderung im vereinfachten Verfahren. Das Badehaus wurde in der Folge erstellt, am 30. Juni 2010 erfolgte die Bauabnahme. Am 18. Juni 2010 erhob die Eigentümerin der östlich angrenzenden Parzelle Nr. 854, A.________, beim Departement für Bau und Umwelt des Kantons Thurgau (DBU) eine Aufsichtsbeschwerde gegen die Gemeinde Bottighofen. Im Rahmen des Aufsichtsbeschwerdeverfahrens hob das DBU mit Entscheid vom 25. Januar 2012 die Bewilligung vom 3. Oktober 2008 auf, nachdem es festgestellt hatte, dass diese A.________ nicht korrekt eröffnet worden war. Auf ein Wiedererwägungsgesuch von B.________ hin hob das DBU mit Entscheid vom 29. Juni 2012 seinen Entscheid vom 25. Januar 2012 teilweise wieder auf. B.________, der fälschlicherweise nicht ins Verfahren einbezogen worden war, wurde nun die Möglichkeit gewährt, sich zur Sache zu äussern. Noch vor dem zweiten Entscheid des DBU hatte B.________ ein Projektänderungsgesuch für das bereits bestehende Badehaus eingereicht. Die Gemeinde Bottighofen wies mit Entscheid vom 27. Juni 2012 eine dagegen von A.________ erhobene Einsprache ab und erteilte die Baubewilligung unter Bedingungen und Auflagen. Einen dagegen von A.________ erhobenen Rekurs wies das DBU am 19. März 2013 ab. Darauf gelangte A.________ ans Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau. Dieses wies ihre Beschwerde mit Entscheid vom 27. August 2014 ebenfalls ab.