Citation: 8C_526/2020 E. 4.3.1

4.3.1. Zwar trifft zu, dass die Vorinstanz aktenwidrig feststellte, die Beschwerdeführerin habe sich von April 2011 bis September 2012, als der Sohn starb, nicht mehr um neue Arbeitsstellen beworben. Zum einen verstarb der Sohn bereits am 28. Juli 2012. Zum anderen steht - wie die Beschwerdeführerin bereits im vorinstanzlichen Verfahren durch die beantragte Edition der Arbeitslosenversicherungsakten geltend machte - fest, dass sie sich zwischen Januar 2011 und Juni 2012 regelmässig um Vollzeit-Arbeitsstellen bewarb. Allerdings handelte es sich dabei im Wesentlichen um Blindbewerbungen gestützt auf ein stets identisches, sprachlich mangelhaft abgefasstes Standardschreiben, auf welchem die Beschwerdeführerin jeweils nur das Datum und die Adresse individuell anpasste und mit ihrer Unterschrift ergänzte.