Citation: 6B_49/2022 E. 3.3.2

3.3.2. Der Vorinstanz zufolge habe die Beschwerdegegnerin die für die persönliche Prägung entscheidenden Kinder- und Jugendjahre in der Schweiz verbracht. Nach der Rechtsprechung und Lehre gelte sie als in der Schweiz aufgewachsen. Die Beschwerdegegnerin spreche die deutsche Sprache und übe die alleinige Sorge über ihre drei in der Schweiz geborenen Söhne aus. Die Reintegration in ihrem Heimatland dürfte ihr damit sehr schwer fallen. In der Dominikanischen Republik hielten sich abgesehen von ihrer Grossmutter keine weiteren Familienmitglieder oder enge Bezugspersonen auf. Eine Wohnsitznahme in Spanien fiele bei einer Eintragung der Landesverweisung ins SIS ausser Betracht. Die fehlende berufliche Integration, die bei einer alleinerziehenden Mutter von drei Kindern zumindest teilweise nachvollziehbar sei, sowie die schlechte finanzielle Situation der Beschwerdegegnerin sprächen demgegenüber gegen einen schweren persönlichen Härtefall. Auch scheine die Beschwerdegegnerin trotz langer Aufenthaltsdauer in der Schweiz nur mässig gut sozial integriert zu sein. Sie verfüge ausserhalb ihrer Familie eigenen Angaben zufolge lediglich über Freunde und Bekannte, mit denen sie manchmal etwas trinken gehe und telefoniere, da sie nicht viel Zeit habe. Jedoch sei die Beschwerdegegnerin auf dem Arbeitsmarkt mittlerweile zumindest ansatzweise integriert und pflege gewisse soziale Kontakte. Auch die strafrechtliche Vorbelastung spreche zusammen mit dem vorliegend zu beurteilenden Delikt gegen die Annahme eines schweren persönlichen Härtefalls.