Citation: 6B_673/2014 E. 6.1

6.1. Die Beschwerdeführerin rügt ferner eine offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts. Sie macht geltend, es habe am frühen Nachmittag des 5. Juni 2009 bei ihr zu Hause weder ein Treffen mit den beiden Mitangeklagten stattgefunden, noch sei ein Tatplan entworfen bzw. die Tötung der Familie A.________ abgesprochen worden. Die Tötungen seien Ergebnis einer Eskalation am Tatort gewesen. In ihrem Beisein sei immer nur von Diebstahl oder Raub die Rede gewesen. In dieser Beziehung habe sie eingeräumt, dass sie Tipps zur Beschaffung von Tarnbekleidung gegeben habe. Am 5. Juni 2009 hätte indes kein Raub ausgeführt werden sollen, da an diesem Tag bei dem Opfer kein Geld zu holen gewesen wäre. Daraus ergebe sich, dass sie für die Tötung der Opfer nicht verantwortlich sei. Die kantonalen Instanzen hätten die Beweise krass einseitig gewürdigt. Sie hätten lediglich den belastenden Momenten Beachtung geschenkt und die von ihrer Verteidigung vorgebrachten entlastenden Gesichtspunkte ausser Acht gelassen. Indem die Vorinstanz zudem pauschal auf die erstinstanzlichen Erwägungen verweise, verletze sie ihre Begründungspflicht. Im Einzelnen macht die Beschwerdeführerin geltend, die Vorinstanz habe ihre Aussagen willkürlich als unglaubhaft gewürdigt. Im Gegensatz zu den beiden Mitangeklagten habe sie konstant ausgesagt, auch wenn sie nicht schon bei der ersten Einvernahme alles eingestanden habe. Die Vorinstanz habe es namentlich unterlassen, die Aussagen des Mitangeklagten Y.________ den ihren gegenüberzustellen. So habe die Vorinstanz nicht berücksichtigt, dass sie bereits in der zweiten Einvernahme, ohne danach gefragt worden zu sein, freimütig ihr gesamtes Nachtatverhalten umfassend und ohne Beschönigungen gestanden habe. Sie habe namentlich eingeräumt, dass sie zusammen mit dem Mitangeklagten X.________ diverse, zumindest teilweise illegale Geldbeschaffungsprojekte verfolgt habe bzw. an solchen beteiligt gewesen sei (Beschwerde S. 107 ff.). Zudem habe die Vorinstanz bei der Würdigung der Aussagen des Mitangeklagten Y.________ nicht berücksichtigt, dass dessen Aussagen durch suggestive Fragetechnik verfälscht worden seien. Namentlich das angebliche Treffen vom 5. Juni 2009 hätten die Untersuchungsbehörden durch die suggestive Befragung des Mitangeklagten Y.________ regelrecht kreiert. Auch mit diesen Einwänden habe sich die Vorinstanz in keiner Weise auseinandergesetzt (Beschwerde S. 87 ff., 90 ff.). Schliesslich habe die Vorinstanz den Sachverhalt auch bezüglich ihrer Persönlichkeit und der Motivlage qualifiziert unrichtig festgestellt (Beschwerde S. 52 ff.).