Citation: 6B_652/2022 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz stellt fest, dass der Beschwerdeführer am 17. Januar 2022 trotz der mit der Verfügung vom 13. Januar 2022 bekräftigten Erscheinungspflicht und ohne Reaktion hierauf nicht zur Hauptverhandlung erschienen sei. Sein Nichterscheinen sei als unentschuldigt zu bezeichnen. Die festgelegten Schutzmassnahmen hätten dem Ersuchen des Beschwerdeführers vom 13. September 2021 entsprochen, wonach er bei der Verhandlung angesichts seines fehlenden Immunsystems in einem separaten Raum unterzubringen und die Befragung per Übertragung durchzuführen sei. Damit werde angemessen der im ärztlichen Attest vom 12. Januar 2022 geschilderten Lebensgefahr bei Aufenthalt in einem engen, nicht durchlüfteten Saal mit vielen Leuten begegnet. Dass der Beschwerdeführer trotz dieser den ärztlichen Vorgaben Rechnung tragenden Massnahmen nicht zur Hauptverhandlung erschienen sei, ohne etwa zuvor seine Ängste betreffend Aerosole kundzutun und sich beispielsweise über die konkreten Lüftungsmöglichkeiten zu erkundigen, könne nach Treu und Glauben nicht anders als ein Verzicht auf den weiteren Fortgang des Verfahrens gewertet werden (angefochtener Entscheid S. 8 f. E. 3.2.3).