Citation: 4A_420/2015 E. 4.5

4.5. Fragt sich einzig, ob die Vorinstanz von Amtes wegen das Verhalten von C.________ im Vor- und Umfeld der Generalversammlung vom 29. November 2012, deren Beschlüsse wegen Ausschlusses der Aktionärin B.________ AG für ungültig, soweit nicht nichtig, erklärt wurden, wie sie es in ihrem Urteil Ziff. III 2.c.cc S. 14 schilderte, zum Anlass einer Kostenauflage an C.________ gestützt auf Art. 108 ZPO hätte nehmen müssen. Die Frage ist zu verneinen. Auch wenn das dort geschilderte Verhalten kein gutes Licht auf das Vorgehen von C.________ wirft, und sich gestützt darauf allenfalls eine Kostenauflage vertreten liesse, kann umgekehrt nicht gesagt werden, die Vorinstanz habe Art. 108 ZPO verletzt, indem sie davon absah. Nicht jedes zweifelhafte Verhalten einer Drittperson ausserhalb eines Prozesses verursacht unnötige Kosten im Sinne von Art. 108 ZPO. Dazu muss klar und eindeutig feststehen, dass das ganze Verfahren nur wegen des betreffenden Verhaltens der Drittperson veranlasst wurde. Ob dies auf das Vorgehen von C.________ zutrifft, erschliesst sich aus dem doch recht komplexen vorinstanzlichen Urteil mit eingehender Würdigung betreffend die Aktionärseigenschaft der B.________ AG nicht mit hinreichender Klarheit. Die Beschwerdeführerin selbst bleibt zu unbestimmt, wenn sie ausführt, es seien die "persönlichen Machenschaften" von C.________ gewesen, welche die B.________ AG zum Prozess veranlasst hätten. Es fehlen substantiierte Angaben, die schlüssig aufzeigen, dass der Prozess einzig durch das Verhalten von C.________ veranlasst wurde. Es besteht demnach für das Bundesgericht keine genügende Handhabe, die anbegehrte Kostenauflage gestützt auf Art. 108 ZPO anzuordnen. Die Beschwerde muss daher abgewiesen werden.