Citation: 6B_207/2022 E. 1.5.3

1.5.3. Weiter prüft die Vorinstanz auch die berufliche Integration des Beschwerdegegners (angefochtenes Urteil S. 132 f.). Nachdem sie verbindlich festhält, er habe eine Lehre als Metallbaupraktiker abgeschlossen, im Rahmen von temporären Anstellungen in den letzten Jahren seinen Lebensunterhalt selber bestritten und sei seit einiger Zeit in einem 100 % Pensum als Sicherheitsangestellter tätig, attestiert die Vorinstanz ihm zu Recht eine gewisse Integration. Dies scheint auch die Beschwerdeführerin nicht zu bestreiten. Jedoch ist die berufliche und wirtschaftliche Situation des Beschwerdegegners bloss als ein Element innerhalb der Härtefallprüfung zu berücksichtigen und wiegt vorliegend zudem nicht übermässig hoch. Nicht zu vernachlässigen ist in dieser Hinsicht überdies, dass dem Beschwerdegegner mit seinem beruflichen Werdegang in wirtschaftlicher Hinsicht eine Wiedereingliederung in seinem Heimatland möglich erscheint. Diesbezüglich hält die Vorinstanz unter anderem fest, der Beschwerdegegner spreche Albanisch, habe im Rahmen seines fünfjährigen Schulbesuchs in Mazedonien die Sprache auch schreiben und lesen gelernt und sei mit der dortigen Kultur vertraut. Demnach sind die Chancen der Reintegration des Beschwerdegegners in seinem Heimatland in dieser Hinsicht mit der Beschwerdeführerin als intakt einzustufen. Ein allenfalls günstigeres wirtschaftliches Fortkommen in der Schweiz vermag einen Verbleib in der Schweiz nicht zu begründen (vgl. Urteil 6B_1123/2020 vom 2. März 2021 E. 3.3.7). Was der Beschwerdegegner diesbezüglich vorbringt, vermag - soweit überhaupt rechtsgenüglich begründet - nicht zu überzeugen, zumal er sich grösstenteils auf den Zeitraum nach dem vorinstanzlichen Urteil bezieht. Darauf kann nicht abgestellt werden (vgl. Art. 99 BGG).