Citation: 2P.225/2000 17.04.2001 E. 2

2.- a) Nach Art. 29 Abs. 1 OG haben Parteivertreter eine Vollmacht zu den Akten zu legen (Satz 1); eine solche kann jederzeit nachgefordert werden (Satz 2). Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung erweist es sich indessen als überflüssig und unangemessen, vom Anwalt für die staatsrechtliche Beschwerde in jedem Fall eine spezielle Vollmacht zu verlangen, so kann etwa dann auf eine ausdrückliche Vollmacht verzichtet werden, wenn der Rechtsvertreter seinen Mandanten bereits im kantonalen Verfahren rechtsgültig vertreten hat (vgl. BGE 117 Ia 440 E. 1a S. 443 f.). b) Der Beschwerdeführer 1 hat dem Bundesgericht für die namens des Beschwerdeführers 2 gestellten Rechtsbegehren keine spezielle Vollmacht eingereicht. Er legitimiert sich diesbezüglich - wie schon im kantonalen Verfahren - mit einer am 2. April 1998 vom Beschwerdeführer 2 in der Ausschaffungshaft unterzeichnete Vollmacht. Darin wird er gemäss Vermerk nur betreffend "Strafverfahren/Ausschaffungshaft" ausdrücklich zur Vertretung ermächtigt. Das Kassationsgericht erachtete die Vollmacht im angefochtenen Entscheid daher bereits für eine Vertretung vor den kantonalen Instanzen als ungenügend (vgl. nachfolgende E. 2d). Auf die im Namen des Beschwerdeführers 2 geltend gemachten Rechtsbegehren kann daher nur dann eingetreten werden, wenn sich - entgegen den Ausführungen im angefochtenen Entscheid - erweisen sollte, dass der Beschwerdeführer 1 den Beschwerdeführer 2 im kantonalen Verfahren rechtsgültig vertreten hat. Eine neue Vollmacht nachzufordern (Art. 29 Abs. 1