Citation: 5A_161/2023 E. 2.3.2

2.3.2. Die Beschwerdeführerin hält dem angefochtenen Urteil entgegen, gemäss der Vorinstanz müsse eine Mindestkonkursdividende garantiert werden, ansonsten Rechtsmissbrauch unterstellt werde. Eine schematische Missbrauchsqualifikation aufgrund einer zu tiefen Konkursdividende verstosse gegen Art. 2 Abs. 2 ZGB. Diese Rüge ist unbegründet. Das Bundesgericht hat bisher offengelassen, in welchem genauen Umfang ein Minimum an verwertbaren Aktiven zur Erzielung eines minimalen Erlöses für die Gläubiger vorliegen muss, damit die Insolvenzerklärung nicht als rechtsmissbräuchlich erscheint (Urteile 5A_433/2019, a.a.O., E. 4.2; 5A_819/2018, a.a.O. E. 2.4.2). Auch in der Lehre bestehen verschiedene Ansichten zur Bestimmung dieses Minimums (vgl. WUFFLI, Aktuelles zur Insolvenzerklärung nach Art. 191 SchKG, AJP 2016 S. 1501 f.; MEIER, Privatkonkurs nur bei Vorliegen von verwertbarem Vermögen?, in: Jusletter 1. Februar 2016 Rz. 9; vgl. bereits WALTHER, in: ZBJV 2009 S. 398; HUNKELER, in: Aktuelle Anwaltspraxis 2009, 2009, S. 1367). Die Vorinstanz ging von einer maximal möglichen Dividende von 1,1 % aus. Sie stützte sich dabei explizit auf das Urteil 5A_819/2018, a.a.O., E. 2.4.2, in dem das Bundesgericht bei einer möglichen Dividende von ca. 1 % keine Bundesrechtsverletzung festgestellt hat. Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, dass die Gläubiger in ihrem konkreten Fall maximal eine sehr geringe Konkursdividende erhalten würden, sofern - was die Vorinstanz als ungewiss erachtet - die Konkurskosten aufgebracht werden könnten. Diese Feststellungen sind für das Bundesgericht verbindlich (Art. 105 Abs. 1 BGG). Gestützt darauf erweist sich die vorinstanzliche Verweigerung der Eröffnung des Konkurses mangels hinreichendem Vermögen mit Blick auf den Zweck des Konkursverfahrens nach der dargelegten bundesgerichtlichen Praxis ebenfalls nicht als bundesrechtswidrig.