Citation: 8C_852/2013 E. 4.3

4.3. Das polydisziplinäre Gutachten der Instituts G.________ vom 2. September 2011 geht davon aus, dass keine organische Hirnläsion ausgewiesen sei. Der Befund könne auch durch ein anderes Ereignis verursacht worden sein. Auch spreche die geringe kinetische Energie des Unfalles vom 13. April 2003 gegen eine Hirnläsion. Ungewöhnlich für eine traumatische Ätiologie seien das Fehlen von Contre-coup-Läsionen, sonstigen Kontusionsarealen sowie von Blutungsresiduen. Dr. med. H.________, Facharzt für Neurologie, SUVA, schliesst in seinem Gutachten vom 3. Juli 2009 angesichts der MRI-Befunde auf einen nur möglichen, nicht aber überwiegend wahrscheinlichen Kausalzusammenhang zum Unfall vom 13. April 2003. Hingegen halten Dr. med. I.________, Facharzt für Neurologie, und Prof. Dr. med. J.________, Facharzt für Neuroradiologie, in ihrem Bericht vom 7. Dezember 2011 (vgl. auch den Bericht des Dr. med. I.________ vom 1. September 2012) sowie Prof. Dr. med. K.________, Universitätsinstitut für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie, Spital L.________, im Bericht vom 26. April 2010 eine organische Hirnläsion für wahrscheinlicher, indem die Lokalisation der Läsion und deren Morphologie typisch für eine traumatische Genese seien (Dr. med. I.________ und Prof. Dr. med. J.________) resp. die Veränderungen links frontal/temporal typisch für chronische Hirnparenchymkontusionen und damit deren traumatische Genese überwiegend wahrscheinlich sei, auch wenn ein allfälliges früheres Schädelhirntrauma ursächlich ebenfalls in Frage komme (Prof. Dr. med. K.________). Soweit die Versicherte die Beurteilung gemäss Gutachten des Instituts G.________ mit Berichten der Psychologin E.________ als unzutreffend zu entkräften versucht, ist festzuhalten, dass deren Aussagen - wie auch die psychischen Einschätzungen des Dr. med. I.________ und des Prof. Dr. med. J.________ - mangels fachärztlicher Ausbildung in Zusammenhang mit somatoformen Schmerzstörungen keine Massgeblichkeit zukommt (BGE 130 V 352 E. 2.2.2 S. 353); zudem sind die diesbezüglichen Aussagen auch infolge des vorliegend besonderen Vertrauensverhältnisses zwischen der Psychologin und der Versicherten zusätzlich mit Vorsicht zu werten (vgl. dazu die Rechtsprechung zu Berichten von Hausärzten BGE 125 V 351 E. 3b/cc S. 353 sowie zum Unterschied zwischen Behandlungs- und Begutachtungsauftrag SVR 2008 IV Nr. 15 S. 43 E. 2.2.1, I 514/06). Damit bestehen unterschiedliche Einschätzungen bezüglich der geltend gemachten organischen Hirnläsion. Angesichts der von beiden Seiten mit nachvollziehbaren Gründen vertretenen Ansicht hält das Bundesgericht es für angebracht, die Sache an die Vorinstanz zur Einholung eines Obergutachtens zurückzuweisen. Dieses wird nebst der Frage der organischen Hirnläsion auch die Frage der Arbeitsunfähigkeit differenziert beurteilen müssen, indem ausgeschieden wird, welche erwerblichen Einschränkungen auf die allenfalls gegebene organische Hirnläsion und welche auf unfallunabhängige psychische Probleme (vgl. dazu die einlässlichen Angaben des früheren Hausarztes Dr. med. M.________, Facharzt für Allgemeine Medizin, im Gutachten des Instituts G.________ gestützt auf die von ihm geführte Krankengeschichte der Versicherten sowie die Verlaufsberichte der behandelnden Psychologin) zurückzuführen sind.