Citation: 7B_287/2023 E. 3.4

3.4. Entgegen den Unterstellungen des Beschwerdeführers lässt sich aus dem Umstand, dass der Verfahrensleiter für das Berufungsverfahren die Übersetzung von gewissen deutschsprachigen Eingaben in die Verfahrenssprache Französisch verlangt hat, nicht ableiten, dass der betroffene Richter die Amtssprache Deutsch nicht ausreichend verstünde und deshalb fachlich nicht geeignet wäre, die Berufungssache zu behandeln. Im Gegenteil ist es für das Bundesgericht notorisch, dass der vom Ausstandsgesuch betroffene Richter über ausreichende Deutschkenntnisse verfügt. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers lässt sich auch aus der deutschsprachigen vorinstanzlichen Stellungnahme des Verfahrensleiters vom 29. März 2023 nicht ableiten, dass dieser keine genügenden Deutschkenntnisse hätte. Dass durchaus erkennbar sei, dass der Verfahrensleiter "nicht deutscher Muttersprache ist", begründet keinen Ausstandsgrund. Die Vermutung des Beschwerdeführers, mangels Sprachkenntnissen werde der Verfahrensleiter die massgeblichen Akten und zulässigen Eingaben nicht ausreichend würdigen können, erschöpft sich damit in unbelegten Spekulationen. Diese hätten im Übrigen unterbleiben können: Wie die Vorinstanz feststellt, hatte die erbetene Verteidigerin den Verfahrensleiter mit Schreiben vom 15. März 2023 gefragt, ob er Eingaben verstehe, die auf Deutsch verfasst sind, da dieser Umstand für die Beurteilung der sich stellenden Fragen und das weitere Verfahren als essentiell erscheine. Der Verfahrensleiter antwortete darauf mit Schreiben vom 16. März 2023, es sei bereits in der verfahrensleitenden Verfügung vom 13. März 2023 ausgeführt worden, dass die Anordnungen der Berufungskammer bezüglich Verfahrenssprache in keinem Zusammenhang mit den Sprachkenntnissen der Mitglieder der Kammer stünden. Diesbezüglich verwies er insbesondere auf die anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen. In diesem Zusammenhang ist kein Ausstandsgrund dargetan. Es kann im vorliegenden Fall offen bleiben, inwiefern ein Verfahrensleiter über besondere Kenntnisse der jeweiligen Muttersprache einer beschuldigten Person verfügen müsste bzw. in welchen Konstellationen auch Übersetzungen der wesentlichen Dokumente, Verfahrenshandlungen und mündlichen Äusserungen ausreichen könnten (vgl. dazu BGE 118 Ia 462 E. 2a-b). Soweit der Beschwerdeführer (aufgrund der ihn nicht überzeugenden Erwägungen des Bundesstrafgerichtes) auch noch der Vorinstanz eine Verletzung des Anspruchs auf "Unparteilichkeit und Unbefangenheit des Gerichts" vorwirft, geht seine Rüge am Gegenstand des angefochtenen Entscheides (Ausstandsbegehren gegen den Verfahrensleiter im Berufungsverfahren) vorbei. Darauf ist wie erwähnt (vgl. E. 1 oben) nicht einzutreten (Art. 80 Abs. 1 BGG).