Citation: 6B_1315/2017 E. 1.1.3

1.1.3. Er rügt eine Verletzung von Art. 27 Abs. 4 JStPO i.V.m. Art. 228 StPO, Art. 30 Abs. 4 BV, Art. 5 Ziff. 4 EMRK (Beschwerde Ziff. 40 ff.). Der Nichteintretenentscheid des Zwangsmassnahmengerichts führe dazu, dass die Vorinstanz seinen Anspruch auf gerichtliche Prüfung der erlittenen Freiheitsentziehung verletze. Auch im Falle eines Freiheitsentzugs im Sinne von Art. 5 Ziff. 1 lit. d EMRK müsse der Rechtsschutz gemäss Art. 5 Ziff. 4 EMRK garantiert sein (BGE 121 I 208 E. 4d S. 216). Die Vorinstanz habe trotz Antrags die im Geltungsbereich von Art. 5 Ziff. 4 EMRK grundsätzlich gebotene mündliche Verhandlung nicht durchgeführt. Die Vorinstanz habe nicht unverzüglich, sondern erst 34 Tage nach Einreichung des Haftentlassungsgesuchs bei der Jugendanwaltschaft entschieden (Art. 5 Ziff. 4 EMRK; BGE 142 I 135 E. 2.1 S. 145, recte: E. 3.1 S. 147).