Citation: 2C_494/2020 E. 3.3.1

3.3.1. Die Beschwerdeführerin bringt vor, nachdem das Verwaltungsgericht den Anspruch nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG mit einer neuen Begründung verworfen hätte, hätte es ihr zumindest Gelegenheit geben müssen, ihren behaupteten Anspruch nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG "genauer zu begründen". Dies trifft nicht zu. Wie erwähnt (vgl. vorne E. 3.2) hat das Verwaltungsgericht keine Gehörsverletzung begangen, indem es den Anspruch nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG mit einer neuen Begründung verworfen hat. Ebenso war der Anspruch nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG bereits vor dem Migrationsamt und der Rekursinstanz Thema, weshalb für die Beschwerdeführerin kein Anlass bestand, ihre Beschwerde im vorinstanzlichen Verfahren diesbezüglich nicht substanziiert zu begründen. Ihr eigenes prozessuales Versäumnis kann der Vorinstanz nicht vorgeworfen werden.