Citation: 2C_364/2024 E. 4.3

4.3. Die Beschwerdeführerin bezieht seit dem 1. Januar 2016 eine IV-Rente (seit 1. Mai 2021 im Umfang von monatlich Fr. 1'704.--) und wird zur Deckung ihres Lebensunterhalts zusätzlich mit Ergänzungsleistungen unterstützt (im Jahr 2022 mit monatlich Fr. 1'442.--). Die Vorinstanz erwägt vor diesem Hintergrund zu Recht, dass die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA gestützt auf Art. 24 Anhang I FZA an der Voraussetzung genügender finanzieller Mittel scheitere. Was die Beschwerdeführerin zur Bedeutung der Ergänzungsleistungen vorträgt, vermag an der rechtsprechungsgemässen Beurteilung des Bezugs von Ergänzungsleistungen im Anwendungsbereich von Art. 24 Anhang I FZA nichts zu ändern (vgl. auch Urteil 2C_484/2022 vom 15. Mai 2023 E. 3.3.2). Die von ihr aufgeführte bundesgerichtliche Rechtsprechung hält mit Bezug auf kantonalrechtlich geregelte Integrations- und Kinderzulagen lediglich fest, diese würden Instrumente der Familienpolitik darstellen und nicht unter die Sozialhilfe im Sinne von Art. 62 Abs. 1 lit. e AIG fallen (vgl. BGE 141 II 401 E. 5.1). BGE 149 II 1 befasst sich sodann mit dem Widerruf einer Niederlassungsbewilligung. Dieses Urteil hält zwar fest, dass der Bezug von Ergänzungsleistungen nach dem gesetzgeberischen Willen keinen Widerrufsgrund im Sinne von Art. 63 Abs. 1 lit. c bilde (E. 4.5). Gleichzeitig hat das Bundesgericht in diesem Urteil jedoch die bisherige Rechtsprechung bestätigt, wonach der Bezug von Ergänzungsleistungen einem Aufenthalt ohne Erwerbstätigkeit gemäss Art. 24 Abs. 1 Anhang I FZA entgegensteht (E. 4.5).