Citation: 5A_529/2014 E. 8.3

8.3. Der im kantonalen Verfahren als Kindesvertretung bezeichnete Beistand ersucht um Bezeichnung als Rechtsvertreter des Kindes im bundesgerichtlichen Verfahren. Es fehlt dafür die Gesetzesgrundlage, da die Vertretung des Kindes in Art. 299 f. ZPO geregelt ist, die Schweizerische Zivilprozessordnung nur das Verfahren vor den kantonalen Instanzen regelt (Art. 1 ZPO) und das Bundesgerichtsgesetz eine entsprechende Regelung nicht vorsieht (Urteil 5A_768/2011 vom 23. Februar 2012 E. 1.5). Eine erneute Bezeichnung des Beistands als Kindesvertretung ist aber auch nicht notwendig. Der im kantonalen Verfahren bezeichnete Beistand handelt unabhängig von Behörden und Gericht aus eigenem Recht für das Kind (Urteil 5P.84/2006 vom 3. Mai 2006 E. 3.4, in: ZBJV 143/2007 S. 612 f.) auch im bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahren (Art. 40 BGG). Er hat im Zwischenverfahren betreffend aufschiebende Wirkung eine Stellungnahme eingereicht und mit seinem Abweisungsantrag obsiegt. Es steht ihm dafür eine Parteientschädigung zu (Urteile 5P.10/2002 vom 16. Juli 2002 E. 4, 5P.83/2006 vom 3. Mai 2006 E. 5 und 5A_271/2009 vom 29. Juni 2009 E. 11). Da die Parteientschädigung bei der Beschwerdeführerin indessen als uneinbringlich erscheint, ist dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zu entsprechen. Deren Voraussetzung sind auf Seiten des minderjährigen Kindes erfüllt (Art. 64 Abs. 1 BGG), und es ist ihm der gerichtlich bestellte Kindesvertreter als unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen (Art. 64 Abs. 2 BGG; Urteil [5]P.403/1984 vom 24. Juli 1984 E. 5, nicht veröffentlicht in BGE 110 Ia 87).