Citation: 2C_364/2023 E. 8.4.2

8.4.2. Die Vorinstanz hat es im kantonalen Verfahren trotz entsprechender Anträge abgelehnt, vorab über die unentgeltliche Rechtspflege zu entscheiden. Der zuständige Instruktionsrichter begründete dies in der entsprechenden Verfügung (Akt. 8 der Akten des Verwaltungsgerichts; Art. 105 Abs. 2 BGG) unter Verweis auf Literatur zum kantonalen Verfahrensrecht (LUCIE VON BÜREN, in: Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, N. 33 zu Art. 111) damit, dass nur dann vorab über ein gestelltes Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zu entscheiden sei, wenn weitere Verfahrensschritte unternommen werden müssten, welche mit erheblichen Kosten verbunden seien; von solchen könne nicht gesprochen werden, soweit das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege nachzubessern oder eine blosse Stellungnahme (ohne Beweischarakter) zur Wahrnehmung des allgemeinen Replikrechts einzureichen sei. Der Beschwerdeführer habe nicht näher begründet, weshalb die Ausübung des Replikrechts erst möglich sein soll, wenn über das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege entschieden sei; dies sei auch nicht ersichtlich, zumal die kantonalen Vorinstanzen keine neuen Tatsachen oder Beweismittel in das Verfahren eingeführt hätten.