Citation: 5A_727/2022 E. 1.2

1.2. Vorliegend fällt einzig die Variante von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG in Betracht, d.h. die Beschwerde ist nur zulässig, wenn der angefochtene Zwischenentscheid einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken könnte. Die Beschwerdeführerin sieht einen solchen Nachteil darin, dass sie mittellos und gar nicht in der Lage sei, die Parteientschädigung und ihren Anwalt zu bezahlen, dem eine viel zu tiefe Entschädigung zugesprochen worden sei. Sie werde das Geld von ihrem Ehemann nicht wieder zurückfordern können, weil dieser angeblich mittellos sei. Nach der Rechtsprechung bewirkt die Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen in einem Zwischenentscheid für sich allein allerdings keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil (BGE 143 III 416 E. 1.3; 138 III 94 E. 2.4; 135 III 329 E. 1.2.1) und kann mit einer sofortigen Beschwerde an das Bundesgericht nur im Rahmen einer Beschwerde gegen den Zwischenentscheid in der Hauptsache angefochten werden, sofern die Voraussetzungen nach Art. 93 Abs. 1 BGG gegeben sind (BGE 135 III 329 E. 1.2.2). Die Partei, die sich durch die Kosten- und Entschädigungsregelung im Zwischenentscheid verletzt fühlt, kann diesen Punkt zusammen mit dem Endentscheid gemäss Art. 93 Abs. 3 BGG anfechten oder, wenn der Endentscheid in der Sache nicht in Frage gestellt wird, sobald dieser ergangen ist (BGE 143 III 290 E. 1.3, 416 E. 1.3).