Citation: U 402/06 09.01.2007 E. 3

Streitig ist, ob der Beschwerdeführer im Zeitpunkt, zu welchem die SUVA die Leistungen einstellte (Januar 2005) noch unter den Folgen des Unfalls vom 8. August 2004 litt. 3.1 Das kantonale Gericht hat die Leistungspflicht des Unfallversicherers mit der Begründung verneint, dass es an einem natürlichen Kausalzusammenhang zwischen den ab 10. Januar/1. Februar 2005 geklagten, dem Formenkreis einer HWS-Distorsion zuzuordnenden Beschwerden und dem Unfallereignis fehlt, der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallgeschehen und den geklagten psychischen Beschwerden zwar gegeben, diesbezüglich aber der adäquate Kausalzusammenhang zu verneinen ist. In somatischer Hinsicht hat die Vorinstanz in Würdigung der medizinischen Unterlagen erwogen, der Beschwerdeführer habe unmittelbar nach dem Unfall lediglich an Schmerzen im Hinterkopf und im Bereich der LWS gelitten. Von den erstbehandelnden Ärzten im Spital V.________ würden weder Klagen über Schmerzen in der HWS, noch diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen (mit Ausnahme der kurzzeitigen Phase des Unfalls an sich), Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit oder Affektlabilität erwähnt. Einzelne zum Beschwerdebild einer HWS-Distorsion gehörende Symptome seien erst zu einem späteren Zeitpunkt beklagt worden. Da Hinweise auf eine organische Schädigung der HWS fehlten, der Versicherte nicht innert der von der medizinischen Lehrmeinung für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs mit dem Unfall vorausgesetzten Latenzzeit von 24 bis höchstens 72 Stunden nach dem Unfall über Nackenbeschwerden geklagt und sich auch nicht wegen solchen in ärztliche Behandlung begeben habe und unmittelbar im Anschluss an den Unfall keine weiteren schleudertraumaspezifischen Symptome geltend gemacht habe, lägen keine relevanten somatischen Unfallfolgen mehr vor. Hinsichtlich der psychischen Beschwerden sei gestützt auf den Bericht des Dr. med. I.________ von einer durch den Unfall ausgelösten Überlagerung eines organischen Psychosyndroms, einer depressiven Episode und einer posttraumatischen Belastungsstörung auszugehen, während Dr. med. F.________ auf eine maladaptive Problemverarbeitung und Selbstlimitierung hingewiesen habe, womit der natürliche Kausalzusammenhang zu bejahen sei. 3.2 Der Beschwerdeführer wendet ein, er habe beim Unfall ein HWS-Distorsionstrauma erlitten, wovon auch die SUVA bis zum Einspracheentscheid noch ausgegangen sei. Es sei daher nicht näher abgeklärt worden, wann er sich deswegen in die Behandlung des Hausarztes begeben habe. Die objektiv nachvollziehbaren Kopfschmerzen und der Unfallmechanismus liessen zudem mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf ein HWS-Distorsionstrauma schliessen. Ein solches werde auch im Polizeirapport erwähnt. Im Bericht der psychiatrischen Poliklinik vom 28. März 2006 werde des Weitern die Diagnose einer leichten bis mittelgradigen Hirnverletzung gestellt.