Citation: 6B_314/2017 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz äussert sich ebenfalls nicht dazu, aufgrund welcher Vorschriften sie ihre Zuständigkeit zur Beurteilung der "angedrohten belastenden Verwaltungsmassnahmen" ableitet. Sie scheint die angedrohten Verwaltugnsmassnahmen als Justizverwaltungsakte der Inkassostelle zu qualifizieren. Diese wurden vom Obergericht - handelnd durch die Inkassostelle als gerichtsinterne Organisationseinheit erlassen (vgl. vorstehend E. 2; sh. auch: § 1 Abs. 1 und 2 der OrganisationsVO i.V.m. § 3 der Verordnung des Obergerichts über das Rechnungswesen der Bezirksgerichte und des Obergerichts sowie über das zentrale Inkasso vom 9. April 2003 (LS 211.14 [RechnungswesenVO]). Zwar fällt gemäss § 18 Abs. 1 lit. a der OrganisationsVO die Rechtsprechung in Justizverwaltungssachen in die Zuständigkeit der Vorinstanz (Verwaltungskommission; vgl. auch HAUSER/SCHWERI/LIEBER, GOG, Kommentar zum zürcherischen Gesetz über die Gerichts- und Behördenorganisation im Zivil- und Strafprozess, 2. Aufl. 2017, N. 14 zu § 201 GOG); ob dies auch die Beurteilung der (eigenen) Justizverwaltungssachen des Obergerichts umfasst, ist fraglich und näher zu begründen. So sieht § 42 lit. c VRG/ZH für Justizverwaltungsakte anderer oberster kantonaler Gerichte (als das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich), die diese als einzige Instanz getroffen haben, explizit die Beschwerde ans Verwaltungsgericht vor. Im Gegenzug sind gemäss § 43 Abs. 2 lit. a VRG/ZH Justizverwaltungsakte des Verwaltungsgerichts, die es als einzige Instanz getroffen hat, - zur Wahrung der Rechtsweggarantie (vgl. Art. 29a BV) - beim Obergericht als vom Verwaltungsgericht unabhängige Justizbehörde anzufechten (vgl. REGINA KIENER, in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich [VRG], 3. Aufl. 2014, N. 17 f. zu § 42 und N. 7 ff. VRG).