Citation: 6B_1007/2022 E. 4.5.1

4.5.1. Die Vorinstanz erwägt betreffend Maskendispens, sofern der Beschwerdeführer das Schreiben "Sach- und Rechtsattest" von Dr. iur. B.________ als Nachweis im Sinne von Art. 3b Abs. 2 lit. b aCovid-19-Verordnung besondere Lage erachte, um an einer Kundgebung keine Schutzmaske tragen zu müssen, sei festzuhalten, dass es ihm nicht persönlich ausgestellt worden sei, sondern als generelles Sach- und Rechtsattest ausgestaltet sei. Der Beschwerdeführer erkläre selbst, keine medizinischen Gründe vorzuweisen, die ihn vom Tragen einer Schutzmaske befreien würden. Besondere Gründe im Sinne von Art. 3b Abs. 2 lit. b aCovid-19-Verordnung besondere Lage müssten "ad personam" vorliegen und könnten nicht genereller Art sein. Solche gingen aus dem Attest nicht hervor, vielmehr enthalte es lediglich generelle Vorbringen gegen die Maskentragepflicht. Im Übrigen behaupte oder belege der Beschwerdeführer solche persönlichen Gründe auch nicht rechtsgenügend. Die pauschale Nennung von ethischen und religiösen Gründen sei unzureichend. Der Beschwerdeführer habe somit nicht nachgewiesen, dass er aus besonderen Gründen keine Gesichtsmaske habe tragen können, weshalb kein gültiger Maskendispens vorliege. Sein Verhalten sei nicht gerechtfertigt gewesen. Selbstredend könne er sich nicht auf den Persönlichkeitsschutz berufen, um das Vorliegen einer Ausnahme von der Maskentragepflicht nachzuweisen, ansonsten diese ins Leere laufen würde (Urteil S. 16 f. E. 3).