Citation: 2C_311/2021 E. 3.5.1

3.5.1. Die Beschwerdeführerin beanstandet diesbezüglich, dass der Entscheid der IV über die durch den Ehemann beantragte Rente noch ausstehe und dieser für das vorliegende Verfahren ausschlaggebend sein könne. Bei Zusprechung einer IV-Rente hätten er und seine Familie auch Anspruch auf eine Kinderrente sowie allenfalls Ergänzungsleistungen, falls die IV-Renten und das Einkommen der Beschwerdeführerin als Raumpflegerin zur Deckung des Lebensunterhalts nicht ausreichen würden. Bei Ergänzungsleistungen handle es sich aber nicht um Sozialhilfe, weshalb der Widerrufsgrund von Art. 62 Abs. 1 lit. e AIG nicht erfüllt sei, sollte die Familie zusätzlich zu einer IV-Rente auch Ergänzungsleistungen beziehen, wobei noch nicht einmal feststehe, ob die Familie auf solche angewiesen sein werde. Die Vorinstanz wäre deshalb verpflichtet gewesen, das Verfahren bis zu einem rechtskräftigen Entscheid in dieser Sache zu sistieren. Solches habe die Vorinstanz jedoch versäumt und sie habe dadurch den rechtserheblichen Sachverhalt in unvollständiger Weise erstellt.