Citation: 5A_629/2015 E. 6.1

6.1. Das Kantonsgericht stellt zunächst fest, die Expertin B.________ stütze sich in ihrem Ergänzungsgutachten für die Bewertung der Ertragswerte der verschiedenen Gebäude auf unterschiedliche Gewichtungskoeffizienten, da die Realwerte der Gebäudeteile mit den Ertragswerten zu gewichten seien. Die Höhe dieser Gewichtungskoeffizienten basiere auf den Angaben der Steuerverwaltung gestützt auf deren Schätzungspraxis und auf das Schweizerische Steuerhandbuch. Die Vorinstanz erklärt, der Verkehrswert entspreche dem unter normalen Verhältnissen erzielbaren Kaufpreis und werde in der Regel aus Real- und Ertragswert ermittelt, wobei sich das Verhältnis zwischen Real- und Ertragswert durch den Gewichtungskoeffizienten bestimme. Der Realwert werde mit dem Koeffizienten 1.0 gewichtet, der Gewichtungsspielraum für den Ertragswert liege zwischen 0.0 und 5.0 und richte sich nach Art, Nutzung und Marktgängigkeit des Objekts. In der Regel sei der Gewichtungskoeffizient des Ertragswerts bei Einfamilienhäusern und Stockwerkeigentum tief (mindestens 0.3), bei Mehrfamilien- und Geschäftshäusern hingegen hoch (mindestens 3.0) anzusetzen. In der Folge prüft das Kantonsgericht für jedes der Gebäude gesondert, wie hoch der Verkehrswert ausfiele, wenn "zugunsten des Beschwerdeführers" auf die höheren Gewichtungskoeffizienten gemäss der Expertise D.________ vom 22. April 2010 abgestellt würde. Als Ergebnis dieser Kontrollrechnung errechnet es für alle Gebäude einen Verkehrswert von insgesamt Fr. 578'207.--, der denjenigen gemäss Expertise B.________ (Fr. 548'374.--) um knapp Fr. 30'000.-- übersteigt. Der gesamte Verkehrswert der beiden Grundstücke (einschliesslich landwirtschaftlicher Nutzflächen und Waldboden) beläuft sich dieser Vergleichsrechnung zufolge auf Fr. 710'744.-- und der zulässige Höchstpreis im Sinne von Art. 66 BGBB auf Fr. 746'281.-- (Fr. 710'744.-- erhöht um 5 %). Diese Vorgehensweise begründet das Kantonsgericht damit, dass der Beschwerdeführer die Gewichtskoeffizienten gemäss Gutachten D.________ in seinen Stellungnahmen zu dieser Expertise bzw. im erstinstanzlichen Verfahren insgesamt nicht beanstandet habe. Es kommt zum Schluss, selbst wenn die Expertin B.________ bei ihren Berechnungen die höheren Gewichtungskoeffizienten gemäss Gutachten D.________ verwendet hätte, hielte der für das Jahr 2007 massgebliche Verkehrswert von Fr. 644'000.-- (s. E. 5.3) den zulässigen Höchstpreis im Sinne von Art. 66 BGBB von Fr. 746'281.-- ein. Angesichts dessen könne offenbleiben, ob die Expertin B.________ auf die von ihr verwendeten tieferen Gewichtskoeffizienten oder auf jene gemäss Gutachten D.________ vom 22. April 2010 hätte abstellen müssen.