Citation: 7B_294/2023 E. A

A.a. Die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat stellte am 13. Mai 2019 einen Antrag auf Entsiegelung im Strafverfahren gegen A.________ wegen qualifizierter Widerhandlungen gegen das SVG (Art. 90 Abs. 3 SVG, Geschwindigkeitsüberschreitung). Sie führte aus, A.________ werde vorgeworfen, am 5. November 2018 um 03.10 Uhr mit dem Personenwagen Audi RS7 auf der Autobahn in Uster in Fahrtrichtung Zürich bis auf eine Höchstgeschwindigkeit von 296 km/h bei einer zulässigen allgemeinen Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h beschleunigt zu haben. Dabei soll er die Fahrt auf seinem Mobiltelefon aufgezeichnet haben. A.b. Das Bezirksgericht Zürich als Zwangsmassnahmengericht schrieb mit Teilurteil und Verfügung vom 26. August 2019 das Entsiegelungsgesuch hinsichtlich der Fahrzeugteile als gegenstandslos ab und gab diese nach Eintritt der Rechtskraft zur weiteren Verwendung an die Staatsanwaltschaft frei. Es hiess das Entsiegelungsgesuch der Staatsanwaltschaft hinsichtlich des Fahrzeugs Audi RS7 und der beiden Racelogic-Geräte gut und gab diese der Staatsanwaltschaft nach Eintritt der Rechtskraft zur Verwendung in der laufenden Strafuntersuchung frei. Die Gerichtsgebühr für das Teilurteil setzte es auf Fr. 700.-- fest und behielt die definitive Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen im Endentscheid vor. In Bezug auf den Plastiksack mit den Asservatenklebern A012'610'445, A012'610'456, A012'610'478, A012'610'489, A012'610'490, A012'610'503, A012'610'514 und A012'610'570 verfügte das Bezirksgericht den Siegelbruch am 10. September 2019 um 09.00 Uhr. In Bezug auf die Asservate A012'610'445 (Apple iPhone X), A012'610'456 (Computer), A012'610'478, A012'610'489, A012'610'490, A012'610'503, A012'610'514 und A012'610'570 (alles USB-Sticks) verfügte das Bezirksgericht Zürich als Zwangsmassnahmengericht, dass mit Hinblick auf das Anwaltsgeheimnis eine Triage durchzuführen sei. Mit Verfügung vom 27. August 2019 wurde im Hinblick auf die Triage eine sachverständige Person ernannt. Mit Verfügung vom 3. Oktober 2019 wurde A.________ aufgefordert, den Gerätesperrcode für das Apple iPhone X sowie ein allfällig vorhandenes iTunes-Backup-Passwort bekannt zu geben, mit dem Hinweis, dass bei Säumnis oder Stillschweigen eine Triage unter Umständen nicht möglich sei. A.________ verweigerte die Bekanntgabe des Codes und des Passwortes. Mit Verfügung vom 12. November 2019 wurde eine Triageverhandlung auf den 16. Dezember 2019 um 14.00 Uhr angesetzt. Die Parteien wurden darauf aufmerksam gemacht, dass eine Triage des Apple iPhones X nicht möglich sei, bis das hierzu beauftragte Bundesamt für Polizei (fedpol) den Gerätesperrcode und das iTunes-Backup-Passwort ermittelt sowie die darauf befindlichen Daten extrahiert habe. Die Triageverhandlung wurde mit Verfügung vom 16. Dezember 2019 auf den 18. Dezember 2019 um 15.00 Uhr verschoben. A.c. Gestützt auf die Anklage der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 30. März 2021 (übermittelt am 26. Juli 2021) verurteilte das Bezirksgericht Uster A.________ am 5. Mai 2022 wegen qualifizierter grober Verletzung der Verkehrsregeln gemäss Art. 90 Abs. 3 und Abs. 4 lit. d SVG zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 28 Monaten, wovon 20 Monate bedingt bei einer Probezeit von zwei Jahren aufgeschoben wurden. Es verfügte die Herausgabe der sichergestellten Gegenstände, so namentlich der unter A.b. erwähnten Gegenstände. Dieses Urteil erwuchs in Rechtskraft.