Citation: 8C_545/2019 E. 10.3

10.3. In diesem Zusammenhang ist ferner auch auf das Bundesgesetz über den Schutz vor Gefährdungen durch nichtionisierende Strahlung und Schall vom 16. Juni 2017 (NISSG, SR 814.71) sowie dessen Verordnung vom 27. Februar 2019 (V-NISSG; SR 814.711) hinzuweisen. Gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. b V-NISSG dürfen Veranstaltungen mit elektroakustisch verstärktem Schall zu keinem Zeitpunkt den maximalen Schallpegel von 125 dB (A) überschreiten. Auch wenn diese Bestimmung vorwiegend für Veranstaltungen mit elektroakustisch verstärktem Schall gilt, kann der genannte Wert als Indiz für die Beurteilung der Ungewöhnlichkeit einer Schalleinwirkung herangezogen werden. Gleiches gilt auch für die von der Suva herausgegebenen akustischen Grenz- und Richtwerte für Schallimmissionen am Arbeitsplatz, die für impulsartigen Schall einen Grenzwert von L E 120 dB (A) festlegen.