Citation: 9C_702/2018 E. A

A.a. Der 1972 geborene A.________ schloss am 9. Juli 2001 mit der Vaudoise Leben Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend: Vaudoise) einen Versicherungsvertrag der gebundenen Vorsorge (Säule 3a) mit Beginn per 1. Juni 2001. Garantierte Leistungen bei (vollständiger) Erwerbsunfähigkeit sind eine Rente von jährlich Fr. 12'000.-, zahlbar nach einer Wartefrist von 24 Monaten, sowie eine Prämienbefreiung bei Erwerbsunfähigkeit nach einer Wartefrist von drei Monaten. Mit Verfügung vom 10. Oktober 2013 sprach die IV-Stelle Solothurn A.________ eine ganze Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 79 % ab 1. Juni 2013 zu. A.b. Am 7. August 2014 teilte A.________ der Vaudoise mit Formular "Erklärungen des Versicherten bei Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit" unter Hinweis auf einen beiliegenden Bericht der behandelnden Ärztin Frau Dr. med. B.________, FMH Praktische Ärztin, vom 28. Juli 2014 mit, dass er seit Juni 2012 an einer paranoiden Schizophrenie leide und deshalb Rentenleistungen der Invalidenversicherung beziehe. Die Vaudoise forderte daraufhin am 13. November 2014 die IV-Akten ein, welche ihr am 28. November 2014 zugestellt wurden. Gestützt darauf ergaben sich für die Vaudoise Anhaltspunkte für eine bei A.________ seit frühester Kindheit bestehende Entwicklungsstörung in Form eines psychoorganischen Syndroms (POS). In der Folge holte sie - durch ihren beratenden Arzt - weitere Berichte der Frau Dr. med. B.________ vom 4. März 2015 und des Dr. med. C.________, Innere Medizin FMH, vom 2. Juli 2015 ein. Mit Schreiben vom 21. Juli 2015 kündigte der Versicherer den Vertrag, da, indem A.________ in der im Mai 2001 mit Blick auf den Vertragsschluss ausgefüllten Gesundheitserklärung das POS nicht angegeben habe, die Anzeigepflicht verletzt worden sei. Es folgten weitere Schriftenwechsel zwischen den Parteien, wobei die Vaudoise an ihrem Standpunkt festhielt.