Citation: I 782/04 14.09.2005 E. 3

3.1 Auf Grund der Akten ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer wegen der Unfallfolgen und der durchgeführten Behandlungen bis nach Abschluss des Aufenthaltes in der Klinik Z.________ Ende Oktober 2000 zu 100 % arbeitsunfähig war. Weil die Arbeitsunfähigkeit am 13. Juli 1999 eingetreten ist, steht ihm gemäss Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG ab 1. Juli 2000 (vgl. Art. 29 Abs. 2 IVG) eine ganze Invalidenrente zu. Zu prüfen ist, wie es sich hinsichtlich des Invaliditätsgrades für die Zeit nach dem Austritt aus der Klinik Z.________ verhält. Dabei ist für den Einkommensvergleich auf die Verhältnisse im Jahr 2001 abzustellen, weil sich eine Veränderung des Invaliditätsgrades nach Art. 88a Abs. 1 IVV erst in diesem Jahr auswirken kann, wie im angefochtenen Entscheid zutreffend ausgeführt wird. 3.2 In Nachachtung der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (BGE 129 V 472) hat die Vorinstanz das für die Invaliditätsbemessung nach Art. 28 Abs. 2 IVG (bzw. heute: Art. 16 ATSG) massgebende Invalideneinkommen abweichend vom Einspracheentscheid der IV-Stelle anhand der Tabellenlöhne ermittelt, wie sie der vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) zu entnehmen sind. Dabei ist sie zu Recht vom monatlichen Bruttolohn (Zentralwert, einschliesslich Anteil 13. Monatslohn bei einer standardisierten Arbeitszeit von 40 Wochenstunden) der im Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) beschäftigten Arbeitnehmer im privaten Sektor von Fr. 4'437.- ausgegangen (LSE 2000, S. 31 Tabelle TA1). Umgerechnet auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit im Jahr 2001 von 41,7 Stunden (Statistisches Jahrbuch der Schweiz 2003, S. 201 Tabelle T3.2.3.5) und unter Berücksichtigung der Nominallohnerhöhung im Jahr 2001 von durchschnittlich 2,5% (BFS, Lohnentwicklung 2002, S. 32 Tabelle T1.1.93) ermittelte sie - jeweils abgerundet - einen Monatslohn von Fr. 4'740.- bzw. einen Jahreslohn von Fr. 56'880.-. Davon hat sie - um dem Umstand Rechnung zu tragen, dass behinderte Personen in der Regel die für gesunde und uneingeschränkt einsetzbare Arbeitnehmer geltenden Lohnansätze nicht erreichen - einen leidensbedingten Abzug von 15 % vorgenommen, was zu einem Invalideneinkommen von Fr. 48'348.- führte. Diese Berechnungsweise hält sich im Rahmen der Rechtsprechung (BGE 129 V 481 f. Erw. 4.2.3 mit Hinweisen und 483 f. Erw. 4.3.2) und ist in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde denn auch unbestritten geblieben. Zu keinen weiteren Ausführungen Anlass gibt das Valideneinkommen, welches von Verwaltung und Vorinstanz gestützt auf die Angaben des früheren Arbeitgebers im unfallversicherungsrechtlichen Verfahren auf Fr. 60'580.- (13 x Fr. 4'660.-) festgesetzt wurde. Aus der Gegenüberstellung des Invalideneinkommens von Fr. 48'348.- mit dem Valideneinkommen von Fr. 60'580.- resultiert ein Invaliditätsgrad von 20,19 %. Demnach besteht keine anspruchsbegründende Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG, weshalb die Rente in Anwendung von Art. 41 IVG und Art. 88a Abs. 1 IVV auf den 1. Februar 2001 aufzuheben ist. 3.3 Was schliesslich den Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen betrifft, ist der Vorinstanz darin beizupflichten, dass die invaliditätsmässigen Voraussetzungen für eine Umschulung erfüllt sind (BGE 124 V 110 Erw. 2b mit Hinweisen). Die IV-Stelle wird daher die in Betracht fallenden Massnahmen näher abklären und über den Anspruch unter Berücksichtigung der weiteren Anspruchsvoraussetzungen, insbesondere der Angemessenheit und Wirksamkeit der in Frage kommenden Vorkehren, neu entscheiden. Dabei wird sie berücksichtigen, dass nur Massnahmen leistungsbegründend sind, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit (oder die Bewahrung der Erwerbsfähigkeit vor wesentlicher Beeinträchtigung) erwarten lassen (Art. 17 Abs. 1 IVG).