Citation: 2C_890/2022 E. 4.3

4.3. Sodann ist unbestritten, dass die verschiedenen Reglemente auf alle Studierenden, die ihre Prüfungen in derselben Session abgelegt haben, gleichermassen anwendbar waren. Eine Ungleichbehandlung gegenüber Kandidaten, die ihre Prüfung in derselben Prüfungsperiode abgelegt haben wie der Beschwerdeführer, ist nicht ersichtlich und wird auch nicht geltend gemacht. Ob und inwiefern sich aus der Rechtsgleichheit, wie der Beschwerdeführer behauptet, ein Anspruch auf Gleichbehandlung mit Studierenden anderer Prüfungsperioden ergibt, braucht vorliegend nicht abschliessend geklärt zu werden, zumal eine Verletzung der Rechtsgleichheit ohnehin zu verneinen wäre. So legt die Hochschule in ihrer Vernehmlassung an das Bundesgericht überzeugend dar, dass die Umstellung auf den Online-Betrieb im Frühlingssemester 2020 äusserst kurzfristig und im Zusammenhang mit den ersten einschneidenden bundesrätlichen Massnahmen bezüglich der Corona-Pandemie erfolgt sei. Dies habe sowohl für Dozierende als auch für Studierende eine unbekannte Situation bzw. eine ganz neue Herausforderung dargestellt. Dabei hätten namentlich die Prüfungen kurzfristig umgeschrieben werden müssen. Ziel des Fehlversuchmoratoriums sei gewesen - so die Hochschule weiter - der mit dieser Umstellung verbundenen Schlechterstellung der Studierenden im Frühlingssemester 2020 zu begegnen. Im darauffolgenden Semester hätten sowohl die Hochschule als auch die Studierenden mit dem digitalen Lehrbetrieb Erfahrungen sammen können, sodass eine Art Normalbetrieb zurückgekehrt sei, weshalb das Fehlversuchmoratorium wieder aufgehoben worden sei (vgl. auch E. 3.6 des angefochtenen Urteils).