Citation: 2C_188/2019 E. 2.2.2

2.2.2. Die Beschwerdeführerin ist letztmals am 16. Mai 2018 u.a. wegen Menschenhandel zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt worden. Sie hat damit eine Straftat nach Art. 121 Abs. 3 lit. a BV begangen, wobei das Strafmass ein hohes Verschulden indiziert. Die Vorinstanz hat sich eingehend mit der Straffälligkeit der Beschwerdeführerin auseinandergesetzt und ist zu Recht von einem erheblichen öffentlichen Interesse an der Beendigung ihres Aufenthalts ausgegangen (vgl. E. 4.2 und 4.3 des angefochtenen Urteils). Dabei spielt es entgegen den Ausführungen in der Beschwerde nur eine untergeordnete Rolle, ob eine konkrete Rückfallgefahr besteht, weil sich die Beschwerdeführerin nicht auf das Freizügigkeitsabkommen zwischen der Schweiz und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten (FZA; SR 0.142.112.681) berufen kann und generalpräventive Gesichtspunkte deshalb berücksichtigt werden dürfen (vgl. Urteil 2C_290/2017 vom 28. Februar 2018 E. 4.2). Zudem kann keine Rede davon sein, dass keine Rückfallgefahr bestehe, nur weil das Obergericht auf eine Landesverweisung und auf die Anordnung von Sicherheitshaft verzichtet habe. Die Bestimmungen über die Landesverweisung (Art. 66a ff. StGB) sind auf den vorliegenden Fall noch gar nicht anwendbar gewesen (vgl. Art. 2 StGB sowie vorne E. 2.2.1 am Ende). Die ausländerrechtliche Rückfallgefahr ist sodann vom strafprozessualen Haftgrund der Wiederholungsgefahr nach Art. 221 Abs. 1 lit. c StPO zu unterscheiden. Nachdem die Beschwerdeführerin über Jahre hinweg immer wieder straffällig geworden ist und sich weder von Strafurteilen noch einer ausländerrechtlichen Verwarnung hat beeindrucken lassen, kann die Rückfallgefahr ohne weiteres bejaht werden.