Citation: 4C.466/2004 10.08.2005 E. 1

A.________ AG (Beklagte) mietete von der B.________ AG (Klägerin) mit Mietverträgen für Geschäftsräume vom 18. Mai 2000 und 2. Juli 2001 Büroräume im 1. und 4. Obergeschoss der Liegenschaft Strasse X.________ in Zürich. Die Verträge waren erstmals auf den 30. September 2005 bzw. den 15. Juni 2006 kündbar. Am 28. Juli 2003 kündigte die Klägerin mit amtlichem Formular beide Mietverträge auf den 31. August 2003 wegen Zahlungsverzugs der Beklagten. Die Abnahme der Mieträumlichkeiten fand am 12. September 2003 statt. Trotz intensiver Suche nach neuen Mietern und Insertionskosten von Fr. 11'300.-- konnte die Klägerin die Räume nicht weitervermieten. Mit Zahlungsbefehl vom 15. Januar 2004 betrieb sie die Beklagte für einen Betrag von Fr. 60'909.-- nebst Zins zu 5% seit 15. November 2003 sowie Fr. 150.-- Umtriebskosten mit der Begründung "ausstehender Schadenersatz für ausgefallene Mietzinse September 2003 bis Januar 2004 für die Büroräume an der Strasse X.________ in Zürich". Die Beklagte erhob Rechtsvorschlag gegen den Zahlungsbefehl. 1.1 Nach erfolgloser Schlichtungsverhandlung gelangte die Klägerin mit Eingabe vom 19. Mai 2004 an das Mietgericht Zürich. Sie stellte im Wesentlichen die Begehren, es seien ihr die ausstehenden Mietzinse als Schadenersatz zuzusprechen; es sei der Rechtsvorschlag zu beseitigen und ihre Forderung mit der Mietzinskaution zu verrechnen. Die Beklagte blieb im Verfahren vor Mietgericht säumig. Das Mietgericht hiess die Klage mit Urteil vom 22. Juli 2004 gut und verpflichtete die Beklagte, der Klägerin Fr. 60'909.-- zuzüglich Zins zu 5% seit dem 15. November 2003 sowie Umtriebsspesen von Fr. 150.-- zu bezahlen; der Rechtsvorschlag wurde in diesem Umfang aufgehoben. Ausserdem wurde die Beklagte verpflichtet, der Klägerin für den Ausfall der Mietzinse seit dem 1. Februar 2004 bis Juli 2004 Fr. 73'290.-- zu bezahlen. 1.2 Mit Beschluss vom 4. November 2004 liess das Obergericht des Kantons Zürich die C.________ AGim kantonalen Berufungsverfahren nicht als Vertreterin der Klägerin zu und strich sie aus dem Rubrum. Die von der Beklagten gegen das Urteil des Mietgerichts erhobene Berufung wies das Obergericht ab und bestätigte das angefochtene Urteil vom 22. Juli 2004. Das Kassationsgericht des Kantons Zürich wies am 24. Mai 2005 die Beschwerde der Beklagten gegen den Beschluss des Obergerichts ab, soweit es darauf eintrat. 1.3 Mit eidgenössischer Berufung stellt die Beklagte das Rechtsbegehren, das "Urteil" des Obergerichts des Kantons Zürich vom 4. November 2004 sei aufzuheben; eventualiter sei die Streitsache zwecks weiterer Abklärung des Sachverhalts an die Vorinstanz zurückzuweisen. Die Beklagte bringt vor, sie habe den gesamten Umbau der gemieteten Räumlichkeiten finanziert und es stehe ihr für den geschaffenen Mehrwert ein Entschädigungsanspruch aus Art. 260a Abs. 3 OR zu. Da der investierte Wert auch nach allfälliger Amortisation noch erheblich höher sei als die Forderung der Klägerin, könne sie mindestens in diesem Umfang Verrechnung geltend machen. Die Beklagte rügt weiter, die Vorinstanz habe offensichtlich übersehen, dass sie bereits vor Schlichtungsbehörde gleichlautende Behauptungen wie im vorinstanzlichen Verfahren aufgestellt habe. Die Vorinstanz habe Art. 63 und 64 OG auch verletzt, indem sie willkürliche Annahmen getroffen und bundesrechtliche Beweisvorschriften verletzt habe. 1.4 Die C.________ AG hat für die Klägerin eine Antwort eingereicht, in der sie sinngemäss die Abweisung der Berufung beantragt.