Citation: 2C_397/2020 E. 4.3.2

4.3.2. Angesichts der Tatsache, dass der Beschwerdeführer, wenn auch nicht unterbrochen, so doch während insgesamt mehr als einem Jahr nicht in der Lage war, den Lebensunterhalt (einschliesslich des von ihm zu tragenden Teils des Unterhaltes seiner drei Kinder) mittels einer Erwerbstätigkeit zu bestreiten, sondern auf Sozialhilfe angewiesen war, lässt sich nicht von einer gelungenen beruflichen Integration sprechen. Ins Gewicht fällt in diesem Kontext, dass nach den Feststellungen im angefochtenen Urteil bislang noch keine substanziellen Sozialhilferückzahlungen geleistet worden sind. Es kann unter diesen Umständen nicht davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer hinreichende Bemühungen um den Abbau seiner Schulden an den Tag gelegt hat. Was das strafrechtliche Verhalten des Beschwerdeführers betrifft, ist ihm zwar darin zuzustimmen, dass die von ihm begangenen Delikte je für sich allein betrachtet nicht besonders gravierend sind, die Schwere der Verstösse tendenziell abgenommen hat und das schwerste Delikt schon mehrere Jahre zurückliegt. Jedoch zeigen die Häufung der Verfehlungen und der Umstand, dass sich der Beschwerdeführer trotz einer ausländerrechtlichen Verwarnung und mehreren Strafbefehlen nicht davon abhalten liess, erneut zu delinquieren, dass er Mühe hat, die hiesige Rechtsordnung zu respektieren. Ins Bild passt, dass der Beschwerdeführer noch in seiner Beschwerde an das Bundesgericht die gegenüber seiner Ex-Frau begangenen Tätlichkeiten unter Hinweis auf ein angebliches Mitverschulden des Opfers zum einen und die Umstände kurz vor der Trennung von seiner damaligen Gattin zum anderen zu verharmlosen sucht. Damit zeigt sich der Beschwerdeführer uneinsichtig. Der Umstand, dass der Beschwerdeführer unbestrittenermassen über gute Deutschkenntnisse verfügt, reicht, anders als in der Beschwerde suggeriert wird, nicht aus, um eine erfolgreiche Integration anzunehmen. Insgesamt ist nach dem Gesagten nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz eine erfolgreiche Integration im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG verneint hat. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers kann daran auch der Umstand nichts ändern, dass das Departement für Justiz und Sicherheit des Kantons Thurgau ihn im Entscheid vom 17. April 2019 nicht als bedürftig eingestuft hat.