Citation: 4A_633/2016 E. 6.5.1

6.5.1. Da das aAFG nicht eine bestimmte Methode vorschreibt, ist lediglich zu prüfen, ob die gewählte Methode den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Die Schätzung des Wertes einer Sache ist naturgemäss eine Ermessensfrage. Das Resultat einer Verkehrswertschätzung kann deshalb nicht nach objektiven Kriterien als richtig oder falsch bewertet werden. Das Bundesgericht anerkennt in konstanter Praxis, dass bei Liegenschaftenschätzungen Schätzungsabweichungen in der branchenüblichen Grössenordnung von rund +/- 10 % zu tolerieren sind, ohne dass deshalb von einer nicht mehr korrekten Bewertung gesprochen werden kann. Diese Schätzungstoleranz bedeutet mit Blick auf die Regelung von Art. 4 Abs. 3 aAFV nicht, dass die Fondsleitung einen Spielraum hätte, den sie ausnutzen dürfte (zit. Urteil 4A_202/2014 E. 5 mit Hinweisen). Davon geht auch die Beschwerdeführerin aus. Sie hält aber den Schluss des Bundesgerichts, bei kleineren Schätzungsabweichungen in der Grössenordnung von 10 % dürfe von Übereinstimmung gesprochen werden (zit. Urteil 4A_202/2014 E. 5), nicht für zulässig, da die Spielregeln für eine Einzelschätzung nicht auf das Massenschätzungsverfahren des Anlagefonds übertragen werden dürften. Unabsichtliche Abweichungen einer Vielzahl "von [recte voneinander unabhängigen] Bewertungen" glichen sich (gemäss dem Gesetz der grossen Zahl) im Durchschnitt aus.