Citation: 2C_930/2022 E. 2.4

2.4. Die Vorinstanz hat in Anwendung von § 76 Abs. 1 des Gesetzes des Kantons Solothurn vom 15. November 1970 über den Rechtsschutz in Verwaltungssachen (Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRG/SO; BGS 124.11) festgehalten, dass die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wird, wenn der Prozess nicht als aussichtslos oder mutwillig erscheint. Sie hat sodann erwogen, es sei höchst fraglich, ob auf die Beschwerde, mit welcher die Aufhebung der Bedingungen, unter welchen der Beschwerdeführerin die Aufenthaltsbewilligung erteilt worden sei, verlangt werde, einzutreten sei. Gestützt auf eine summarische Prüfung ist das Verwaltungsgericht zum Schluss gelangt, dass die Beschwerdeführerin kein schutzwürdiges Interesse im Sinne von § 12 Abs. 1 VRG/SO an der Aufhebung der strittigen Bedingungen habe, zumal diese im Wesentlichen ohnehin den in Art. 62 AIG festgehaltenen Widerrufsgründen entsprechen würden, die angefochtene Ziffer der Verfügung des Migrationsamts vom 8. September 2022 nicht direkt vollstreckbar sei und diese sinngemäss einen Zwischenentscheid darstelle. Schliesslich hat die Vorinstanz erwogen, dass kein besonders starker Eingriff in die Rechtsposition der Beschwerdeführerin vorliege, sodass sie keinen Anspruch auf eine unentgeltliche Rechtsbeiständin habe. Somit erging der angefochtene Entscheid gestützt auf kantonales (Verfahrens-) Recht.