Citation: 1C_287/2021 E. 4.6

4.6. Unabhängig davon befürchtet der Beschwerdeführer sinngemäss eine Überlastung der Zufahrt wegen des vom Hotelprojekt verursachten Verkehrs. Er beanstandet, das Verwaltungsgericht habe die Auswirkungen der Erschliessung auf den Mehrverkehr wegen der geplanten Tiefgarage ungenügend ermittelt. Das beantragte verkehrstechnische Gutachten sei zu Unrecht abgewiesen worden. Im angefochtenen Urteil wird der Verzicht auf ein solches Gutachten damit gerechtfertigt, dass die Verfahrensakten und der verwaltungsgerichtliche Augenschein insoweit als Entscheidungsgrundlagen ausreichen würden. Im Ergebnis ist das Verwaltungsgericht auch in dieser Hinsicht von einer genügenden Erschliessung ausgegangen. Für die Zufahrt im Sinne von Art. 19 Abs. 1 RPG ist nicht nur das Verbindungsstück von der öffentlich zugänglichen Strasse zum Grundstück erforderlich, sondern ebenso die weiterführende öffentliche Strasse, soweit der Besucher sie zwingend als Zufahrt benützen muss. Die Zufahrt muss aus technischer und rechtlicher Sicht genügen, um den gesamten Verkehr des Gebiets, das sie erschliesst, zu bewältigen (vgl. BGE 121 I 65 E. 3a; Urteil 1C_471/2020 vom 19. Mai 2021 E. 3.1). Gemäss dem GEP handelt es sich bei der Via Maistra, von der die Zufahrt abzweigt, um eine kommunale Sammelstrasse. Aus den Verfahrensakten ergibt sich, dass auf dieser Strasse auch öffentliche Buslinien verkehren. Auf den prognostizierten Zusatzverkehr im Zusammenhang mit der Tiefgarage wird im Rahmen der lärmrechtlichen Beurteilung einzugehen sein (vgl. unten E. 6.2). Gemäss dem erstinstanzlichen Entscheid ist ein Kreuzen auf bezeichneten Abschnitten dieser Zufahrt möglich. Unter diesen Umständen ist dem Verwaltungsgericht beizupflichten, dass sich das technische Genügen der Zufahrt für die Erschliessung des Bauvorhabens ohne Beizug eines verkehrstechnischen Gutachtens bejahen lässt.