Citation: 6B_1153/2021 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer beanstandet zunächst das von der Vorinstanz festgelegte Strafmass sowie die Art und den unbedingten Vollzug der Strafe hinsichtlich der Schuldsprüche wegen Art. 115 Abs. 1 lit. a und b AIG. Er macht geltend, die Vorinstanz habe bei der Beurteilung der (objektiven und subjektiven) Tatkomponenten relevante Kriterien ausser Acht gelassen und die verbleibenden Gesichtspunkte der Strafzumessung unzutreffend gewichtet. Zweifelsohne sei von einer sehr geringen Tatschwere auszugehen, womit auch die Strafe am absolut unteren Strafrahmen anzusiedeln sei. Angesichts dessen sei für die rechtswidrige Einreise von einer Einsatzstrafe von maximal 15 Tagen auszugehen. Für ein paar wenige Stunden Aufenthalt in der Schweiz sei die Einsatzstrafe um maximal 5 Tage zu erhöhen. Im Weiteren seien die Täterkomponenten aufgrund der Umstände neutral zu werden. Sodann sei fraglich, weshalb die Vorinstanz angesichts der neusten Erkenntnisse, namentlich das Eintreten des Staatssekretariats für Migration (SEM) auf das Asylverfahren, die Strafart der Freiheitsstrafe angewandt habe. Die Voraussetzungen gemäss Art. 41 StGB habe die Vorinstanz unberücksichtigt gelassen. Insbesondere sei sie nicht darauf eingegangen, dass er sich nunmehr legal in der Schweiz aufhalte. Von einer Uneinbringlichkeit einer Geldstrafe könne keine Rede sein. Auch würden keinerlei spezialpräventiven Gründe vorliegen, welche gegen eine Geldstrafe sprechen würden. Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, angesichts seines prozessualen Aufenthaltsrechts und der Aussicht auf eine zumindest vorläufige Aufnahme in der Schweiz aufgrund der Situation im Herkunftsland Afghanistan sei es faktisch kaum möglich, dass er im Bereich AIG erneut straffällig werde. Eine Straffälligkeit in einem anderen Bereich stehe ohnehin nicht zur Diskussion. Entgegen der Vorinstanz sei auch keine "Gleichgültigkeit" seinerseits gegenüber der Rechtsordnung zu erkennen. Eine Schlechtprognose sei für ihn demnach nicht möglich. Infolgedessen sei die Strafe bedingt auszusprechen (Beschwerde S. 5 ff.).