Citation: 7B_266/2022 E. 2.3.1

2.3.1. Die Vorinstanz erachtet das Verhalten der Beschuldigten als arglistig. Im Zentrum ihres Lügengebäudes habe die just zu Beginn der Vertragsverhandlungen durchgeführte Kapitalerhöhung der designierten Käuferin, der F.________ AG, von Fr. 100'000.-- auf Fr. 3 Mio. gestanden, wobei der Gesellschaft in Wirklichkeit keinerlei Liquidität zugeführt worden sei. Dies hätte E.________ aber selbst dann nicht wissen können, wenn er Erkundigungen über die F.________ AG, etwa in Form eines Handelsregisterauszugs, eingeholt hätte. Die Beschuldigten hätten zudem nie einen wirtschaftlichen Grund für die - letztlich fingierte - Kapitalerhöhung nennen können. Hingegen habe das Bundesgericht bereits im Verfahren 6B_511/2020 als nicht massgebend beurteilt, dass E.________ keine Auskünfte über die Beschuldigten selbst eingeholt habe, da nicht sie, sondern die F.________ AG designierte Käuferin der C.________ AG gewesen sei (vgl. dort E. 3.5). Sodann hätten die Beschuldigten frühzeitig G.________ für ihre eigenen Zwecke instrumentalisiert und damit weitere Abklärungen seinerseits zu ihrer finanziellen Situation und derjenigen der Käuferin verhindert. Dabei hätten sie nicht wissen können, dass G.________ mangels Auftrags von E.________ hierauf ohnehin verzichtet hätte. Die Beschuldigten hätten E.________ zudem während einer längeren Zeitspanne kennenlernen können und dabei die Erkenntnis gewonnen, dass er keine finanzielle Überprüfung ihrer eigenen Person und der Käuferin einholen würde. Dennoch hätten sie weiter an ihrem Lügengebäude gearbeitet. So hätten die Beschuldigten E.________ ein Organigramm der F.________ AG mit ihren zahlreichen Tochtergesellschaften gezeigt. Der Beschwerdeführer habe auch mit dem Besitz einer Uhrenfabrik geprahlt und behauptet, dass die F.________ AG Eigentümerin einer Türenfabrik in Slowenien sei. Zwar lasse sich daraus nicht auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Käuferin schliessen. Im Zusammenhang mit der Aktienkapitalerhöhung und weiteren Äusserungen der Beschuldigten habe dies aber für E.________ den entsprechenden Eindruck gemacht. Ebenso hätten die Beschuldigten im Verlauf der Gespräche erkannt, dass die Türenfabrik für E.________ verkaufsentscheidend gewesen sei. Der Mitbeschuldigte Schöpfer habe denn auch eingeräumt, gesagt zu haben, die Türenfabrik wäre nach Aufgabe der Produktion durch die C.________ AG wie eine Mutter zur Schraube, eine Synergie. Weitere, von den Beschuldigten zwar bestrittene aber im Gesamtbild plausible Aussagen gegenüber E.________ hätten die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der F.________ AG unterstrichen. So etwa die Behauptung, dass sie für den Kauf keine Bankkredite benötigen würde. Dies habe E.________ besonders beeindruckt, da "seine" C.________ AG in den Jahren zuvor nur durch Kredite über die Runden gekommen sei, was die Beschuldigten gewusst hätten. Die Kündigung ebendieser Kredite durch die Bank habe E.________ zum Verkauf der Firma gezwungen. Zur Verschleierung der Absichten der Beschuldigten hätten auch die wiederholten Änderungen der Vertragsentwürfe beigetragen. Da sie nie ein reelles finanzielles Potenzial zum Erwerb der C.________ AG gehabt hätten, hätten sie damit beabsichtigt, den Nettokaufpreis zu drücken und die notwendige Basis für neue Kredite zu erhalten. Sie hätten die Rückstellungen der C.________ AG massiv erhöht und deren Liegenschaften an eine neu gegründete C.________ Immobilien AG ausgelagert. Schliesslich sei auch der grossspurige Auftritt der Beschuldigten mit einem Mercedes 500 der damals neuesten Bauart in diesen Kontext einzubetten. Zwar hätten auch diese Täuschungsmittel an sich durchschaut werden können. Zusammen mit den übrigen Täuschungshandlungen sei dies jedoch, je länger die Vertragsverhandlungen angedauert hätten, immer weniger zu erwarten gewesen, zumal der grossspurige Auftritt zum von den Beschuldigten aufgebauten Gesamtbild gepasst habe, das E.________ in sich als stimmig beurteilt und deshalb hierauf vertraut habe.