Citation: 6B_383/2015 E. 3

Die Vorinstanz stellt unter anderem fest, die Anfrage an die Botschaft von Nigeria datiere vom 22. Oktober 2014 und somit deutlich vor dem 10. Dezember 2014, als die Beschwerdeführerin durch die Polizei einvernommen wurde, bzw. vor dem 18. Dezember 2014, als sie den Strafbefehl zugestellt erhielt. Dessen ungeachtet habe sie ihre Bemühungen um die Erlangung von Ausweispapieren gegenüber den Strafverfolgungsbehörden nicht vorgebracht, obwohl ihr dies ohne Weiteres möglich und zumutbar gewesen wäre und sie hätte erkennen können, dass sich die angeblich erfolglos gebliebenen Bemühungen möglicherweise auf ihre Strafbarkeit auswirken könnten. Sie nenne denn auch keine Gründe, weshalb sie die Behörden nicht früher auf ihre Bemühungen hinwies und die ausstehende Antwort der Botschaft nicht wenigstens teilweise als Grund für ihr Verbleiben in der Schweiz anführte. Angesichts dieser Umstände sei das Revisionsgesuch als rechtsmissbräuchlich zu bezeichnen (Entscheid S. 6). Was an dieser Erwägung gegen das Recht im Sinne von Art. 95 BGG verstossen könnte, ergibt sich aus der Beschwerde nicht und ist auch nicht ersichtlich. Insbesondere vermag die Beschwerdeführerin auch vor Bundesgericht keinen nachvollziehbaren Grund dafür anzugeben, dass sie den Strafverfolgungsbehörden gegenüber nicht angab, sie halte sich trotz der rechtskräftigen Wegweisung am 10. Dezember 2014 immer noch in der Schweiz auf, um auf die Antwort der Botschaft in Bern zu warten. Ein entsprechender Hinweis an die Strafverfolgungsbehörden hätte auch für jemanden auf der Hand gelegen, der über keine Rechtskenntnisse verfügt. Statt dessen stellte sie klar, wegen ihrer Situation als Christin in Nigeria nötigenfalls auch widerrechtlich in der Schweiz verbleiben zu wollen (Beschluss S. 6/7). Unter den gegebenen Umständen ist die Schlussfolgerung der Vorinstanz, das Revisionsgesuch sei rechtsmissbräuchlich, nicht zu beanstanden.