Citation: 9C_696/2022 E. 3.1.2

3.1.2. Der Auffassung des Beschwerdeführers ist jedoch entgegenzuhalten, dass namentlich die in den Jahren 2014 und 2017 in Kraft getretenen Revisionen des Zivilgesetzbuches keine neuen Familienkonstellationen geschaffen haben. Insbesondere brachte die Einführung einer Bestimmung zur alternierenden Obhut keine Änderung der materiellen Rechtslage mit sich (vgl. dazu die Botschaft zu einer Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Kindesunterhalt], vom 29. November 2013, BBI 2014529, 555; siehe diesbezüglich auch schon die Botschaft zu einer Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Elterliche Sorge] vom 16. November 2011, BBI 2011 9077 ff., 9082 f. zu Fällen gemeinsamer elterlicher Sorge, die schon 2010 40% der Fälle darstellten). Die zuvor geltenden gesetzlichen Bestimmungen regeln auch die Fälle getrennt besteuerter Eltern mit gemeinsamer elterlicher Sorge und alternierender Obhut (vgl. insb. auch KS 30, Ziff. 10.2 und 13.4.2), ohne dass sich diesbezüglich Anpassungen aufgedrängt hätten, vor allem hinsichtlich der Zuteilung des Kinderabzugs (vgl. u.a. BGE 133 II 305 E. 6.8; Urteile 2C_533/2021 vom 23. Juni 2022 E. 6.3.1; 2C_905/2017 vom 11. März 2019 E. 2.1.2).