Citation: 2C_131/2013 E. 4.1

4.1. Mit den Mitgliederbeiträgen hat es folgende Bewandtnis: Die Beschwerdeführerin fakturierte auf Briefpapier des Vereins A.________ und in dessen Namen, also in direkter Stellvertretung für den Verein (Art. 11 Abs. 1 lit. a aMWSTG bzw. Art. 10 Abs. 1 lit. a aMWSTV), die periodischen Mitgliederbeiträge gegenüber den Vereinsmitgliedern. Es handelt sich unbestrittenermassen um Einnahmen des Vereins. Deren steuerliche Behandlung beim Verein steht hier nicht zur Diskussion. Die Beschwerdeführerin verwendete die Einnahmen aus den Mitgliederbeiträgen zur Abgeltung der Leistungen, welche sie gegenüber dem Verein erbrachte. Es handelt sich um Entgelt für Dienstleistungen im mehrwertsteuerrechtlichen Sinn, welches dementsprechend der Steuer unterliegt (Art. 5 lit. b in Verb. mit Art. 33 Abs. 1 lit. a aMWSTG bzw. Art. 4 lit. b in Verb. mit Art. 26 Abs. 1 aMWSTV). Dies ist unbestritten. Die Beschwerdeführerin verlangt aber eine Kürzung dieses Entgelts um 25 Prozent für den Anteil, welcher "dem Verein tatsächlich gutgeschrieben und tatsächlich zur Verfügung gestellt wird". Die Beschwerdeführerin macht also geltend, dass die Mitgliederbeiträge in diesem begrenzten Umfang tatsächlich dem Verein zugeflossen sind und folglich kein Entgelt darstellen würden.