Citation: 5A_251/2023 E. 5.2.2

5.2.2. Sodann wendet die Beschwerdeführerin ein, es sei unzutreffend, dass sie in Bezug auf die Verfügungssperre lediglich "ungefähr" zur Hälfte obsiegt habe, da sie eine vollumfängliche Verfügungssperre erwirkt habe. Ein Teil dieser Verfügungssperre sei mit Entscheid des Kantonsgerichts vom 28. Januar 2022 deshalb aufgehoben worden, damit der Beschwerdegegner der Beschwerdeführerin den Prozesskostenvorschuss habe bezahlen können. Das sei keine Niederlage der Beschwerdeführerin. Sie unterlässt es aber, in diesem Kontext eine Verfassungsrüge zu erheben, geschweige denn aufzuzeigen, welche Gesetzesbestimmung das Obergericht bei Zugrundelegung des von ihr geschilderten Sachverhalts willkürlich angewandt bzw. inwiefern es von dem ihm bei der Verteilung der Prozesskosten zustehenden Ermessen (vgl. Art. 106 und Art. 107 ZPO) in offensichtlich unhaltbarer Weise falschen Gebrauch gemacht haben soll. Namentlich rügt sie nicht als willkürlich, dass das Obergericht ihr die volle Parteientschädigung auferlegte, obwohl es ihr ein Obsiegen im Umfang von 25 % zugestand. Insofern kommt es ihrer Rüge- und Begründungspflicht (E. 2.2 oben) nicht nach und kann in diesem Punkt auf die Beschwerde nicht eingetreten werden.