Citation: 5P.491/2002 22.07.2003 E. 2

Der Beschwerdeführer erblickt in der "Umteilung" seiner Kinder als Gegner des Rekurses mehrfache Verfassungsverletzungen (S. 12 ff.). Die entsprechenden Rügen sind allesamt unzulässig. Gemäss Art. 306 Abs. 2 ZGB finden die Bestimmungen über die Vertretungsbeistandschaft Anwendung, wenn die Eltern in einer Angelegenheit Interessen haben, die denen des Kindes widersprechen. Die Sozialbehörde Meilen hat den vier Kindern der Erblasserin nach Angaben des Beschwerdeführers - offenbar für das Nachlassverfahren in der Schweiz - einen Beistand bestellt. Der Beschwerdeführer will diesen Entscheid angefochten haben. In jenem Verfahren werden die Fragen nach dem Vorliegen einer Interessenkollision und nach der Zuständigkeit der schweizerischen Behörden zur Anordnung von Kindesschutzmassnahmen aufzuwerfen sein. Desgleichen muss der Beschwerdeführer dort geltend machen, die Verbeiständung der Kinder verstosse gegen das Grundrecht der persönlichen Freiheit und das Recht auf Familie (Art. 13 f. BV). Alle diese Fragen haben nicht Gegenstand des hier angefochtenen Beschlusses gebildet und können deshalb nicht Gegenstand der staatsrechtlichen Beschwerde bilden. Solange die Interessenkollision bzw. die gestützt darauf angeordnete Beistandschaft besteht, vermag der Beschwerdeführer als gesetzlicher Vertreter für seine Kinder nicht mehr rechtswirksam zu handeln und wird durch den Beistand ersetzt (vgl. etwa Schnyder/Murer, Berner Kommentar, 1984, N. 21 und N. 101 zu Art. 392 ZGB; Basler Kommentar, 2002: Schwenzer, N. 6 zu Art. 306 ZGB, und Langenegger, N. 27 zu Art. 392 ZGB). Er ist deshalb auch nicht legitimiert für die Kinder eine staatsrechtliche Beschwerde einzulegen bzw. Rügen zu erheben, die deren Rechtsstellung betreffen. Die Kinder werden durch ihren Beistand vertreten. Sie können - Urteilsfähigkeit vorausgesetzt - zudem diejenigen Rechte selber bzw. durch selbst bestellte Vertreter einfordern, die ihnen um ihrer Persönlichkeit willen zustehen (Art. 88 OG; BGE 120 Ia 369 E. 1a S. 371). Mangels Legitimation kann auf die Rügen des Beschwerdeführers betreffend Parteistellung seiner Kinder nicht eingetreten werden.