Citation: 1C_434/2020 E. 3.3

3.3. Im angefochtenen Zwischenentscheid erwog die Vorinstanz bezüglich der Erfolgsaussichten der Beschwerde, dass aufgrund der Aktenlage davon auszugehen sei, dass sowohl vor als auch im Zeitpunkt des Einbürgerungsentscheids schwere Eheprobleme zwischen dem Beschwerdeführer und seiner damaligen Ehefrau bestanden hätten, die der Annahme einer stabilen ehelichen Gemeinschaft entgegenstünden. Zudem wäre es aus Sicht der Vorinstanz im Mai 2013 vermutungsweise nicht zu einem dokumentierten Vorfall häuslicher Gewalt gekommen, wäre beim Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Einbürgerungsentscheids noch ein Ehewille vorhanden gewesen. Die Eheprobleme habe der Beschwerdeführer während des Einbürgerungsverfahrens verschwiegen, weshalb das SEM zu Recht zum Schluss gekommen sei, dass der Beschwerdeführer seine erleichterte Einbürgerung durch falsche Angaben und Verheimlichung erheblicher Tatsachen erschlichen habe. Der Tatbestand der Nichtigerklärung gemäss Art. 41 Abs. 1 des hier noch anwendbaren Bürgerrechtsgesetzes vom 29. September 1952 (aBüG, AS 1952 1087; aufgehoben am 1. Januar 2018; AS 2016 2561) sei somit offensichtlich erfüllt. Insbesondere seien auch die absoluten und relativen Verjährungsfristen von Art. 41 Abs. 1bis aBüG eingehalten. Die Beschwerde erweise sich deshalb als aussichtslos im Sinne von Art. 29 Abs. 3 BV.