Citation: 2C_788/2018 E. 5.2.2

5.2.2. Der vorliegende Fall ist mit dem am 8. Mai 2018 (2C_105/2017) beurteilten nicht vergleichbar: Der Beschwerdeführer hielt sich von seiner Einreise bis zum Urteil der Vorinstanz - mit einem Unterbruch von zwei Jahren, die er in Indien verbrachte - 51 /2 Jahre hier auf. Zwar kann sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt als den 10 Jahren ein Anspruch auf eine Anwesenheitsberechtigung ergeben, doch braucht es hierfür eine "ausgeprägte" Integration in den hiesigen Verhältnissen. Der Beschwerdeführer macht keine solche geltend; er stützt sich im Wesentlichen lediglich auf seine Ausführungen zu Art. 50 AIG. Zwar arbeitet der Beschwerdeführer hier, zudem lebt er in einer Wohngemeinschaft, dies genügt für sich allein aber nicht, um bereits von einer vertieften Verwurzelung im Land sprechen zu können. Für die nacheheliche Bewilligungserteilung ist in erster Linie auf die gesetzliche Regelung nach Art. 50 AuG und nur ausnahmsweise direkt auf das Recht auf Achtung des Privatlebens abzustellen. Der Beschwerdeführer im Urteil 2C_105/2017 war sprachlich, kulturell, sozial, beruflich und wirtschaftlich in der Schweiz "vorzüglich" integriert und hielt sich bereits seit fast 10 Jahren im Land auf. Der Beschwerdeführer legt nicht dar, dass und inwiefern er ebenfalls als "ausgeprägt" integriert zu gelten hätte.