Citation: 6B_1019/2009 11.03.2010 E. 2

2.1 Die Vorinstanz erwägt, indem der Beschwerdeführer eine unwahre Honorarnote eingereicht habe, habe er die durch V.________ und W.________ verübte Haupttat der Urkundenfälschung im Amt gefördert. Als berufsmässiger Treuhänder müsse er gewusst haben, dass seine an eine grosse öffentlich-rechtliche Anstalt gerichtete Rechnung vor der Auszahlung auf ihre Richtigkeit überprüft und diese Überprüfung gemäss allgemeiner Usanz für die Buchhaltung durch die Direktbeteiligten V.________ und W.________ dokumentiert werde. Mit der Dokumentation sei bezweckt worden, die Honorarrechnung des Beschwerdeführers mit der erhöhten Glaubwürdigkeit der durchgeführten Prüfung auszustatten und somit zu einem aussagekräftigen Buchhaltungsdokument der Beschwerdegegnerin 1 bzw. zu einer Urkunde im strafrechtlichen Sinn zu machen. Dies sei vom Beschwerdeführer zumindest bewusst in Kauf genommen worden (angefochtenes Urteil S. 10-14). 2.2 Der Beschwerdeführer rügt diese Sachverhaltsfeststellung als willkürlich und lastet der Vorinstanz eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" als Beweiswürdigungsregel an. Er führt aus, ihm seien die internen Abläufe bei der Beschwerdegegnerin 1 nicht bekannt gewesen, und er habe annehmen dürfen, V.________ oder W.________ lösten die Zahlung der in Rechnung gestellten Provision selbständig aus. Er habe mithin nicht damit gerechnet, dass aus seiner Rechnung mittels Überprüfungsvermerken eine zusammengesetzte Urkunde entstehe. Sein Vorsatz habe sich einzig auf die Förderung der ungetreuen Amtsführung durch V.________ und W.________, nicht aber auf die von diesen verübte Urkundenfälschung im Amt gerichtet. Die gegenteilige Auffassung der Vorinstanz sei unhaltbar und würde im Ergebnis dazu führen, dass die Einreichung einer falschen Rechnung stets als Gehilfenschaft zur Urkundenfälschung strafbar wäre. Konsequenz wäre "ein erneutes Ausufern des laut Bundesgericht und Lehre restriktiv anzuwendenden Tatbestandes" (Beschwerde S. 4-9). 2.3 Was der Täter wusste, wollte oder in Kauf nahm und womit er rechnen musste, sind Tatfragen und betreffen damit die Sachverhaltsfeststellung, welche nur gerügt werden kann, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung beruht (vgl. Art. 97 Abs. 1 BGG). Rechtsfrage ist demgegenüber, ob im Lichte der vom Sachgericht festgestellten Tatsachen der Schluss auf Eventualvorsatz berechtigt erscheint (vgl. BGE 133 IV 222 E. 5.3; 130 IV 58 E. 8.5; 125 IV 242 E. 3c je mit Hinweisen). Der Gehilfe muss wissen oder damit rechnen, eine bestimmt geartete Straftat zu unterstützen, und dies auch wollen oder zumindest in Kauf nehmen, wobei zum Vorsatz auch die Voraussicht des Geschehensablaufs gehört. Dabei genügt es, dass er die wesentlichen Merkmale des vom Täter zu verwirklichenden strafbaren Tuns erkennt, während er um die Einzelheiten der Tat nicht zu wissen braucht (vgl. BGE 117 IV 186 E. 3). 2.4 Entgegen dem Vorbringen in der Beschwerde ist die tatsächliche Feststellung im angefochtenen Urteil, der Beschwerdeführer habe damit rechnen müssen, dass seine Honorarnote vor der Auszahlung durch die Beschwerdegegnerin 1 intern geprüft und diese Prüfung schriftlich festgehalten werde, nicht unhaltbar. Vielmehr musste es für den Beschwerdeführer aufgrund seiner beruflichen Qualifikation angesichts der Wichtigkeit des Geschäfts - eines Liegenschaftsverkaufs - und des hohen Betrags der Honorarforderung von Fr. 107'600.-- auf der Hand liegen, dass seine Rechnung vor Auslösung der Zahlung auf die Richtigkeit geprüft und die Überprüfung schriftlich vermerkt werden würde. Damit ist gleichzeitig gesagt, dass entgegen der Argumentation in der Beschwerde nicht jegliches Einreichen beliebiger Rechnungen als Gehilfenschaft zur Urkundenfälschung zu ahnden ist, sondern eine einzelfallbezogene Beurteilung zu erfolgen hat. Vorliegend konnte die Vorinstanz ohne Bundesrechtsverletzung schliessen, der Beschwerdeführer habe damit gerechnet und es auch in Kauf genommen, die durch die beiden Beamten V.________ und W.________ begangene Urkundenfälschung durch Einreichen der inhaltlich unwahren Honorarnote zu unterstützen. Wie genau die vorgenommene Überprüfung bescheinigt werden würde - ob mittels Visierung des Stempels, mit Unterschrift oder etwa einem angehefteten Vermerk -, gehört demgegenüber zu den Einzelheiten der Tatausführung, um welche der Gehilfe, wie dargelegt, nicht zu wissen braucht. Die Beschwerde ist damit in diesem Punkt abzuweisen.