Citation: I 452/03 06.09.2005 E. 4

4.1 Der Hausarzt berichtete, dass der Versicherte infolge dauernder Schmerzen und täglicher Einnahme von Medikamenten unter einer Einschränkung der geistigen Beweglichkeit, verminderter Belastbarkeit, Müdigkeit/Vergesslichkeit (Medikamente), vermehrter Stressanfälligkeit sowie an psychischen Problemen leide, weil er die Arbeit nicht mehr gleich erledigen könne wie früher. Die Tätigkeit als kaufmännischer Abteilungsleiter sei nicht mehr zumutbar, als Angestellter mit beratenden Funktionen bestehe eine Leistungsfähigkeit im Umfang von 4 Stunden am Tag oder 50 % (Bericht des Dr. med. S.________ vom 16. November 2001). Gemäss im vorinstanzlichen Verfahren aufgelegtem Bericht des behandelnden Rheumatologen, Dr. med. L.________, vom 9. Oktober 2002 hat der Hausarzt die Arbeitsfähigkeit mit seinem Einverständnis festgelegt. Seit 15. Januar 2001 arbeite der Versicherte im zeitlichen Umfang von 75 % bis 80 %, wobei er gesundheitlich bedingt eine Leistung von 50 % zu erbringen vermöge (Psoriasisarthritis mit polymyalgischem Verlauf). Der psychiatrische Experte stellte eine beginnende, leicht depressive Verstimmung ohne Auffälligkeiten und ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest (Gutachten des Dr. med. N.________ vom 24. April 2002). Im Gutachten vom 16. Mai 2002 gelangt Dr. med. P.________ zum Schluss, die aktuelle Arbeitstätigkeit als Chef der kaufmännischen Abteilung sei dem Versicherten mit einer zeitlichen und leistungsmässigen Belastung von mindestens 50 % möglich. Die zur Zeit erbrachte Leistung am Arbeitsplatz betrage gemäss Angaben des Patienten 75 %. Gemäss der von der IV-Stelle zusätzlich einverlangten Stellungnahme des Dr. med. P.________ vom 2. Juli 2002 war der Versicherte in der Funktion als kaufmännischer Abteilungsleiter zu 75 % arbeitsfähig. Laut dem behandelnden Psychiater Dr. med. F.________ bringt der Versicherte bei einer Präsenzzeit von 75 % gegenüber früher eine Arbeitsleistung von 50 % (Bericht vom 5. Oktober 2002). Gemäss dem letztinstanzlich aufgelegten Privatgutachten des Dr. med. Dr. phil. M.________ vom 13. Juni 2003 leidet der Beschwerdeführer aktuell an einer mittelgradigen depressiven Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.11), welche sich auf die Arbeitsfähigkeit relevant auswirke. Anamnestisch gesehen bestehe dieses psychische Leiden seit mindestens Anfang 2001. Dass er zu einem anderen Ergebnis als Dr. med. N.________ gelange, liege einerseits am progredienten Verlauf des geistigen Gesundheitsschadens, andererseits möglicherweise auch an den umfassenderen, dem vorliegenden Bericht zu Grunde liegenden Untersuchungen. 4.2 Soweit Dr. med. Dr. phil. M.________ anhand der Anamnese eine Beeinträchtigung aus psychischen Gründen bereits vor Erlass der Verfügung vom 25. September 2002 annimmt, ist ihm nicht zu folgen. Wie er selbst einräumt, ist der Verlauf der diagnostizierten psychischen Erkrankung progredient und der Grad der Einschränkung wechselnd. Daher vermag seine retrospektive Beurteilung das Gutachten des Dr. med. N.________, welcher einen blanden klinischen Status fand, nicht in Frage zu stellen. Daran ändert auch nichts, dass dieser Arzt keine testpsychologische Untersuchung durchgeführt hat. Kern der psychiatrischen Untersuchung ist das psychiatrische Gespräch, welches nicht zwingend durch Tests ergänzt werden muss (vgl. Venzlaff/Foerster, Psychiatrische Begutachtung, 3. Aufl., München-Jena 2000, S. 82). Dr. med. N.________ hat denn auch festgehalten, dass er auf Grund des blanden klinischen Status auf die Durchführung psychometrischer Tests verzichtet habe. Von einer weiteren psychiatrischen Abklärung ist abzusehen. 4.3 Dr. med. P.________ hat auf Grund einer eigenen klinischen Untersuchung in Übereinstimmung mit den aktuellen Berichten des behandelnden Rheumatologen Dr. med. L.________ vom 20. Dezember 2000 und 8. Juni 2001 (sowie weiteren vom Gutachter zitierten Berichten dieses Arztes vom 29. September und 20. Dezember 2000, 28. Juni 2001 sowie 20. Januar und 13. Februar 2002) und des Hausarztes Dr. med. S.________ (Bericht vom 16. November 2001) festgehalten, dass die Grunderkrankung (Psoriasis Arthritis seit 1993 mit Hautpsoriasis seit 25 Jahren, polymyalgischem Syndrom seit 1995, ausgedehntem Befall der Finger- und Zehennägel) medikamentös unter Kontrolle ist und zu keinen signifikanten Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit für leichte körperliche Arbeiten führe. Es beständen zur Zeit keine floriden Synovitiden und Tendosynovitiden; auch sei die funktionelle Kapazität von Seiten des Bewegungsapparats nicht eingeschränkt. Der aktuelle Arbeitsplatz sei den körperlichen Beschwerden (geringfügige Beschwerden an einzelnen peripheren Gelenken und Schmerzen an der operierten Lendenwirbelsäule) optimal angepasst; der Patient habe die Möglichkeit, seine Arbeitsposition ständig zu wechseln und müsse weder schwere Gewichte anheben oder tragen, noch über längere Zeitspannen in einer monotonen, rückenergonomisch ungünstigen Körperposition arbeiten; er könne seine Gelenke durch Einhaltung einfacher Gelenksschutzprinzipien vor hohen körperlichen Belastungen schonen. Wegen der vom Patienten angegebenen allgemeinen Müdigkeit sowie Leistungs- und Stressintoleranz ergebe sich eine Beeinträchtigung von knapp 25 %. Gemäss Zusatzbericht des Dr. med. P.________ vom 2. Juli 2002 ist der Beschwerdeführer im ausgeübten Beruf mit der zugeteilten Funktion wie auch in jeder anderen gleichwertigen Tätigkeit zu 75 % arbeitsfähig. 4.4 Die dieser schlüssigen Beurteilung entgegengehaltenen Einwendungen sind nicht stichhaltig. Es ist Dr. med. P.________ nicht entgangen, wie Dr. med. L.________ im Bericht vom 9. Oktober 2002 vorbringt, dass der Hausarzt (Bericht des Dr. med. S.________ vom 16. November 2001) von einer Arbeitsleistung von 50 % bei einer Präsenzzeit von 75 % ausgegangen ist. Der Gutachter führt aus, die die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigenden Symptome (Müdigkeit, Leistungs- und Stressintoleranz) seien weniger krankheitsbedingt (wie der Hausarzt annimmt), sondern eher als Folge der Unstimmigkeiten und Reibereien an der Arbeitsstelle zu sehen. Man solle mit der Einschätzung einer höhergradigen Arbeitsunfähigkeit vorsichtig umgehen, damit der Patient nicht unnötigerweise durch eine medizinische Fehlentscheidung in eine dauernde Erwerbsunfähigkeit geführt werde. Sodann vermag auch die Einschätzung des behandelnden Psychiaters Dr. med. F.________ die Beurteilung des Dr. med. P.________ nicht zu erschüttern. Laut Bericht vom 5. Oktober 2002 ist die Differenz zwischen Präsenzzeit und erbrachter Leistung primär altersbedingt. Damit ist ein Umstand angesprochen, der invalidenversicherungsrechtlich nicht zu berücksichtigen ist, denn Art. 4 Abs. 1 IVG setzt seinem Wortlaut nach für die Annahme einer Invalidität einen körperlichen oder geistigen Gesundheitsschaden voraus, der Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall ist. Aus dem Bericht des Dr. med. F.________ ist demnach in Übereinstimmung mit dem Gutachten des Dr. med. P.________ zu schliessen, dass die Arbeitsfähigkeit gesundheitsbedingt um 25 % eingeschränkt ist. Der Bericht des behandelnden Psychiaters vom 5. Oktober 2002 (wie auch der letztinstanzlich aufgelegte Bericht dieses Arztes vom 11. Juni 2003) ist nicht zu berücksichtigen, soweit sich daraus eine Verschlechterung des Gesundheitszustands ab 7. Oktober 2002 ergibt, da das Sozialversicherungsgericht auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (hier: 25. September 2002) eingetretenen Sachverhalt abstellt. Schliesslich ist auch dem Fragebogen für den Arbeitgeber vom 24. Oktober 2001 nichts zu entnehmen, was die medizinische Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit von 25 % in Frage zu stellen vermöchte. Die darin enthaltene Feststellung, die Arbeitsleistung entspreche nur noch einem Monatslohn von Fr. 5000.-, statt der ab 15. Januar 2001 Fr. 10'770.- monatlich, bzw. ab 15. Juli 2001 Fr. 9690.- tatsächlich ausgerichteten Beträge, beruht offensichtlich auf den Angaben des Hausarztes, welcher den Versicherten ab 15. Januar 2001 zu 50 % arbeitsunfähig schrieb. Jedenfalls lässt sich eine von den ärztlichen Beurteilungen der Arbeitsunfähigkeit abweichende Einschätzung mit dem Arbeitgeberbericht nicht begründen. Von einer arbeitsanalytischen Begutachtung ist angesichts des Gesagten abzusehen. 4.5 Zusammenfassend ergibt sich, dass der Beschwerdeführer im ausgeübten Beruf als kaufmännischer Abteilungsleiter bei der Q.________ AG wie auch in jeglichen anderen entsprechenden Beschäftigungen zu 75 % arbeitsfähig ist. Nachdem nicht geltend gemacht wird, dass er bei voller Verwertung dieser Arbeitsfähigkeit eine deren Umfang übersteigende Erwerbseinbusse erleiden würde, ist er nicht in rentenbegründendem Mass invalid.