Citation: 6B_889/2024 E. 1.3.2

1.3.2. Die Vorinstanz hat sich auch mit der gesundheitlichen Situation des Beschwerdeführers und der Möglichkeit einer medizinischen Versorgung in Kenia ausführlich und überzeugend auseinander gesetzt. Sie ist zum Schluss gelangt, dass seine angeschlagene Gesundheit der Anordnung einer Landesverweisung nicht entgegen steht. Darauf kann grundsätzlich verwiesen werden. Der Beschwerdeführer bringt nichts vor, was diese Erwägungen als konventions- oder bundesrechtswidrig oder die Sachverhaltsfeststellung als willkürlich ausweisen würde. Der Beschwerdeführer belässt es dabei, zu behaupten, der Zugang zu den nötigen Medikamenten, insbesondere gegen HIV und Diabetes, sei ihm aus finanziellen Gründen verwehrt. Er belegt dies indes nicht näher. Insbesondere ist nicht einzusehen, inwiefern sich seine finanzielle Situation von derjenigen anderer des Landes Verwiesener unterscheiden soll. Soweit der Beschwerdeführer auf die Therapiekosten in der Schweiz verweist wobei er von monatlichen Kosten von Fr. 3'000.-- bis Fr. 5'000.-- spricht, ist er von vornherein nicht zu hören. Er begründet damit keine Willkür in der Sachverhaltsfeststellung. Zudem ging die Vorinstanz trotz seiner Beschwerden von einer teilweise erhaltenen Arbeitsfähigkeit aus, was nachvollziehbar ist. Ferner verfügt der Beschwerdeführer in Kenia über Angehörige, insbesondere einen Bruder. Zur in der Beschwerde neuerlich erwähnten Drittlinientherapie gemäss einem Bericht von 2019, welche in Ostafrika nicht verfügbar sein soll, hat die Vorinstanz überzeugend und damit willkürfrei erwogen, dass diese heute nicht mehr relevant sei. Darauf ist nicht neuerlich einzugehen. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers war die Vorinstanz auch nicht gehalten, über den Bericht des SEM hinaus weitere Abklärungen zur Verfügbarkeit und Erschwinglichkeit von Medikamenten vorzunehmen (vgl. etwa Urteil 6B_603/2024 vom 4. November 2024 E. 1.3.3). Der Untersuchungsgrundsatz ist nicht verletzt. Der Beschwerdeführer legt nicht substanziiert dar, dass ihm bei einer Landesverweisung die medizinische Behandlung versagt bliebe und eine rapide und irreversible Verschlechterung seines Gesundheitszustands droht, die intensives Leiden oder eine wesentliche Verringerung der Lebenserwartung nach sich ziehen würde. Schon gar nicht begründet er, dass mangels genügender Gesundheitsversorgung mit seinem sicheren Tod zu rechnen wäre, wie er behauptet. Die Vorinstanz verneint einen aussergewöhnlichen Fall im Sinne der Rechtsprechung des EGMR zu Art. 3 EMRK zu Recht. Im Übrigen weist sie zutreffend darauf hin, dass bis zum Vollzug der Landesverweisung noch einige Zeit vergehen wird, sodass mit Bezug auf den Gesundheitszustand und die medizinische Versorgungslage in Kenia von keinem stabilen Zustand auszugehen ist, welcher der Anordnung einer Landesverweisung definitiv entgegen stünde. Die effektive Durchführbarkeit der Landesverweisung wird erst später zu prüfen sein (vgl. dazu oben E. 1.1.2). Die Vorinstanz trägt der gesundheitlichen Situation des Beschwerdeführers und den völkerrechtlichen Bestimmungen im Rahmen der Anordnung der Landesverweisung angemessen Rechnung.