Citation: 1C_446/2022 E. 5.2

5.2. Ohne Kenntnis der Nutzung ist es insbesondere nicht möglich zu prüfen, ob die Verkehrssicherheit gewährleistet ist. Wie oben ausgeführt, gilt Land nur dann dann als genügend erschlossen, wenn die Zufahrt die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden, insbesondere der Fussgängerinnen und Fussgänger, gewährleistet (vgl. oben E. 4.1). Gemäss den Beschwerdeführenden soll indes die Verkehrssicherheit auf der Bahnhofstrasse nicht gewährleistet sein. Sie führen aus, Lastwagen und Autos müssten beim Einbiegen auf das hier betroffene Grundstück Nr. 414 nicht nur die Gegenfahrbahn voll ausnützen, sondern auch den bestehenden Veloweg, das Trottoir - und somit den Schulweg für zahlreiche Kindergarten- und Schulkinder - überfahren. Zudem seien zurzeit im Gebiet Musermatte zwei weitere Baugesuche hängig, deren Zufahrt über die Bahnhofstrasse führe. In einem kürzlich ergangenen Urteil habe das Kantonsgericht ein Bauvorhaben gutgeheissen, das einen erheblichen zusätzlichen LKW-Verkehr mit sich bringe. Ob diese Ausführungen zutreffen, ist nicht bekannt, zumal sich die Vorinstanz in ihrem Urteil nicht zur Frage der Verkehrssicherheit geäussert hat; ihre Sachverhaltsfeststellungen sind insoweit unvollständig. Immerhin bestreiten die Beschwerdegegnerinnen die entsprechenden Vorbringen nicht und aus der Stellungnahme des BAFU geht hervor, dass die Bahnhofstrasse sanierungsbedürftig ist, was für eine erhebliche Verkehrsbelastung spricht. Ohne Kenntnis der zukünftigen Nutzung ist es vor diesem Hintergrund nicht möglich zu klären, ob die Verkehrssicherheit gewährleistet und das Land somit hinreichend erschlossen ist.