Citation: 9C_261/2013 E. 2.1

2.1. Das kantonale Gericht würdigte das medizinische Dossier und stellte im Wesentlichen fest, der behandelnde Kardiologe Prof. S.________ und die Fachärzte des Universitätsspitals X.________ bescheinigten dem Beschwerdeführer ab November 2010 eine andauernde hälftige Arbeitsunfähigkeit in körperlich nicht belastenden, mehrheitlich sitzend zu verrichtenden Tätigkeiten. Die Gutachter der MEDAS seien hingegen zum Schluss gekommen, ab diesem Zeitpunkt sei eine vollständige Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten gegeben. Die Unterschiede in den Beurteilungen schienen vor allem darin begründet zu sein, dass die kardiologischen Untersuchungen nahezu ein Jahr auseinanderlägen (Universitätsspital X.________: Ende Oktober 2010; MEDAS: Mitte August 2011). Darüber hinaus hätten die Sachverständigen des Universitätsspitals X.________ auch einen Verdacht auf Schlafapnoesyndrom und Depression in die Beurteilung einbezogen; eine derartige Komorbidität sei von der MEDAS indes nicht bestätigt worden. Den verschiedenen Verlaufsberichten des Prof. S.________ zwischen Februar 2010 und Juni 2011 sei eine stetige Besserung des Gesundheitszustandes zu entnehmen. Der Beschwerdeführer habe in dieser Zeit ein intensives Aufbautraining mit täglichen Märschen von bis zu vier Stunden absolviert und seinen langjährigen Nikotinkonsum beendet. Rückschläge - ein inferiorer Myokardinfarkt am 27. September 2010 und ein Zwischenfall, der zu einer fünftägigen Hospitalisation im Januar 2011 geführt habe - seien entgegen der Meinung des Beschwerdeführers in die Beurteilung der MEDAS eingeflossen (E. 2.5). Der Untersuchungsbericht des Universitätsspitals X.________ erweise sich als nicht umfassend; er bringe nicht klar zum Ausdruck, welchen Einfluss die vermuteten Komorbiditäten auf die attestierte Arbeitsunfähigkeit ausübten. Dagegen könne dem MEDAS-Gutachten grundsätzlich gefolgt werden. Einzig die rückwirkende Terminierung des Eintritts einer vollständigen Arbeitsfähigkeit ab November 2010 sei mit Blick auf den Verlauf (Herzinfarkt im September 2010, Hospitalisation im Januar 2011) schwer nachvollziehbar. Überwiegend wahrscheinlich sei eine wesentliche Verbesserung des Gesundheitszustandes erst nach Januar 2011 eingetreten. Mit Blick auf den Verlaufsbericht des Prof. S.________ vom 22. März 2011 könne - ansonsten der Einschätzung der MEDAS folgend - davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer seit März 2011 trotz einer zweifelsfrei bestehenden schweren Herzkrankheit in geeigneten leichten Arbeiten vollständig arbeitsfähig sei. Aufgrund der von Dezember 2008 bis März 2011 ausgewiesenen Arbeitsunfähigkeit von 50 Prozent bestehe ein Rentenanspruch für den Zeitraum Dezember 2008 bis Mai 2011 (E. 2.6). Angesichts des bestehenden medizinischen Dossiers sei ein Gerichtsgutachten nicht notwendig (E. 3). Hinsichtlich der Bemessung des Invaliditätsgrades korrigierte das kantonale Gericht (E. 4.1.3.1), im Unterschied zur Verwaltung, den (dem Invalideneinkommen zugrundegelegten) Tabellenlohn gemäss Schweizerischer Lohnstrukturerhebung (LSE) um 10 Prozent (vgl. BGE 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481; 126 V 75). Auf dieser Grundlage ermittelte es für die Zeit von Dezember 2008 bis Mai 2011 einen Invaliditätsgrad von 60 Prozent, was den Anspruch auf eine Dreiviertelrente begründet (Art. 28 Abs. 2 IVG), für die Zeit danach - unter Offenlassung der Frage, ob ein leidensbedinger Abzug weiterhin angezeigt sei (E. 4.1.3.2) - einen nicht rentenbegründenden Invaliditätsgrad von 11 bzw. 20 Prozent (vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV).