Citation: 6B_678/2021 E. 3.4.1

3.4.1. Die Anklageschrift umschreibt in Ziffer 2.1 und 2.3 die Verwendung der vom Privatkläger auf das Konto der "E.________" einbezahlten Gelder in der Höhe von Fr. 350'000.--. Als Straftatbestände, die nach Auffassung der Staatsanwaltschaft erfüllt sind, werden Veruntreuung (Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB) zum Nachteil der D.________ AG und des Privatklägers und eventualiter zusätzlich qualifizierte ungetreue Geschäftsbesorgung zum Nachteil der D.________ AG bezeichnet. Im Einzelnen wird in der Anklageschrift geschildert, dass der Privatkläger am 1. und 4. Juli 2008 in drei Teilbeträgen insgesamt Fr. 350'000.-- auf ein Konto der "E.________" bei der Bank F.________ überwiesen und der Beschwerdegegnerin 1, welche Inhaberin des Kontos gewesen sei, anvertraut habe. Das Geld sei ein Darlehen zugunsten der noch zu gründenden D.________ AG gewesen mit dem Zweck, damit Liegenschaften in U.________ und V.________ zu kaufen bzw. Akontozahlungen hiefür zu leisten. Die Beschwerdegegnerin 1 habe diesen Betrag indes, ohne jemals ersatzfähig gewesen zu sein, im Umfang von insgesamt Fr. 325'579.-- pflichtwidrig nicht im Nutzen der D.________ AG, sondern zweckwidrig und unrechtmässig im Nutzen anderer verwendet, mit dem Willen, diese unrechtmässig zu bereichern (Anklageziffer 2.3.a). Im Weiteren wird der Beschwerdegegnerin 1 vorgeworfen, sie habe im Hinblick auf das von ihrem Ehemann, dem Beschwerdegegner 2, in U.________ zu erwerbende Haus am 9. Juli 2008 den Betrag von Fr. 50'000.-- auf ihr privates Konto bei der Bank F.________ in V.________ überwiesen, um diesen zweckwidrig im eigenen Nutzen bzw. demjenigen ihres Ehemannes zu verwenden. Diesen Betrag habe sie einen Tag später an den Eigentümer der Liegenschaft Nr. xxx in U.________ als Anzahlung an den Kaufpreis weitergeleitet. Eventualiter habe sie im Zeitpunkt der Überweisung zunächst die Absicht gehabt, die Liegenschaft für die D.________ AG zu erwerben, habe indes spätestens am 1. November 2008 ihre Absicht geändert und den Betrag von Fr. 50'000.-- letztlich zweckwidrig im Interesse ihres Ehemannes verwendet, welcher die Liegenschaft mit Unterzeichnung des öffentlich beurkundeten Vertrages am 11. Februar 2009 gekauft habe. Mit dieser Vorgehensweise habe sie den obligatorischen Anspruch des Privatklägers vereitelt. Als Geschäftsführerin der D.________ AG habe sie es zudem unterlassen, dafür zu sorgen, dass der Betrag von Fr. 50'000.-- später der D.________ AG zurückerstattet werde, wodurch jene einen Schaden in diesem Umfang erlitten habe (Anklageziffer 2.3.b; Anklageschrift S. 10 ff., 14 ff.; vgl. auch angefochtenes Urteil S. 35 ff.).