Citation: 6B_683/2008 02.04.2009 E. 2.1

2.1.1 Nach der Auffassung der Vorinstanz ist die Nichtdeklaration der sog. kleinen und mittleren Spenden im Gesamtbetrag von Fr. 193'611.45 als arglistige Täuschung zu qualifizieren, da die Beschwerdeführerin habe voraussehen können, dass die Interdepartementale Arbeitsgruppe die Spendendeklarationen der einzelnen Gemeinden aus verschiedenen Gründen nicht überprüfen werde, zumal die im Namen der Gemeinden handelnden kommunalen Behördenmitglieder über einen Vertrauensbonus verfügten. Die Vorinstanz weist ferner darauf hin, dass die Beschwerdeführerin diese Direktspenden an die Gemeinde in einem offiziellen, von ihr und von der Gemeinderatsschreiberin im Namen der Gemeindeverwaltung verfassten Brief verschwiegen habe, in welchem ausdrücklich auf die schriftliche Aufforderung der Arbeitsgruppe vom 3. Dezember 2001 Bezug genommen worden sei, wonach eine von der Gemeindebehörde verbindlich unterzeichnete Zusammenstellung der Spendengelder und Versicherungsleistungen einzureichen sei. Dies alles verstärkt nach der Meinung der Vorinstanz die Glaubwürdigkeit des Schreibens vom 29. Mai 2002 zusätzlich, womit auch besondere Machenschaften vorlägen. Die Vorinstanz hält fest, die Beschwerdeführerin habe schliesslich in mehreren Sitzungen, auch im Beisein des Präsidenten der Arbeitsgruppe sowie kommunaler und kantonaler Behördenmitglieder, diese Spenden verschwiegen. Das Vorgehen der Beschwerdeführerin sei insgesamt arglistig (angefochtenes Urteil S. 55). 2.1.2 Nach der Auffassung der Vorinstanz sind auch die Angaben der Beschwerdeführerin betreffend die Aargauer Spende von Fr. 711'687.45 als arglistige Täuschung im Sinne des Betrugstatbestands zu qualifizieren. Zur Begründung verweist die Vorinstanz zunächst auf ihre Erwägungen zur arglistigen Täuschung im Zusammenhang mit der Nichtdeklaration der kleinen und mittleren Spenden im Gesamtbetrag von Fr. 193'611.45. Sodann hält die Vorinstanz fest, dass in Bezug auf die Aargauer Spende allerdings nicht der Eingang der Spende verschwiegen, sondern ein unwahrer Spendenzweck angegeben worden sei. Die Vorinstanz hält es für beachtlich, dass die Beschwerdeführerin den Zweck dieser Spende im Rahmen einer Sitzung in Mörel mit dem Präsidenten der Interdepartementalen Arbeitsgruppe, A.________, ausführlich dargelegt und umschrieben habe. Die Beschwerdeführerin habe damals A.________ das Zustandekommen der Spende, die Dankesfeier und auch die Beschädigung des Regionalschulhauses umschrieben. Der Präsident der Arbeitsgruppe habe nicht damit rechnen müssen, von einem kommunalen Behördenmitglied in dieser Art und Weise falsch orientiert zu werden. Das weitere Vorgehen der Beschwerdeführerin, namentlich ihre Teilnahme an den Sitzungen vom 14. Mai 2002 und vom 28. Oktober 2002 sowie die Spendendeklaration vom 29. Mai 2002, hätten A.________ in seinem Irrtum bestärkt. A.________ habe als Präsident der Arbeitsgruppe daraufhin gegenüber den anderen Mitgliedern dieser Gruppe durchgesetzt, dass die Aargauer Spende in der Schlussabrechnung nicht zu Lasten der Gemeinde berücksichtigt werde. Insgesamt stelle dieses systematische Vorgehen der Beschwerdeführerin ein eigentliches Lügengebäude dar (angefochtenes Urteil S. 57).