Citation: 1C_220/2019 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Urteil ausgeführt, das Staatssekretariat habe angesichts des Geschehensablaufs, insbesondere des nur wenige Wochen nach der erleichterten Einbürgerung gestellten gemeinsamen Scheidungsbegehrens - was für eine seit Langem zerrüttete Ehe spreche -, zu Recht vermutet, der Beschwerdeführer habe im Einbürgerungszeitpunkt nicht mehr in einer stabilen und zukunftsgerichteten Ehe mit seiner damaligen Schweizer Ehefrau gelebt und sich mit der gegenteiligen Erklärung vom 4. Juli 2011 (vgl. vorne Bst. A) die erleichterte Einbürgerung erschlichen. Diese Vermutung habe der Beschwerdeführer nicht entkräften können. Die Wahrnehmung der anscheinend intakten Beziehung eines anderen Ehepaares nach der Einbürgerung möge für seine damalige Ehefrau zwar der Auslöser für den spontanen Entschluss zur Scheidung gewesen sein. Daraus könne jedoch nicht abgeleitet werden, erst der Vergleich mit dieser Beziehung habe zur (plötzlichen) Zerrüttung der Ehe geführt. Ebenso wenig sei plausibel, dass dem Beschwerdeführer die ehelichen Probleme nicht bewusst gewesen seien und er sich aufrichtig um den Fortbestand der gemeinsamen Beziehung bemüht habe. Seine Vorbringen sprächen vielmehr für die erwähnte Vermutung.