Citation: 1C_514/2024 E. 8.4

8.4. In seinem Amtsbericht vom 29. Mai 2019 kommt der NDB zum Schluss, die Genehmigung der Einbürgerungsgesuche berge Sicherheits- und Reputationsrisiken, unter anderem, weil die Beschwerdeführenden keine Geschäftskarriere vorweisen könnten, welche ihr Vermögen rechtfertigen würde und es deshalb naheliege, dass sie in die Geschäfte von G.________ involviert seien. Im Amtsbericht vom 4. April 2023 bestätigt der NDB zunächst, er halte an seiner Stellungnahme von 2019 fest. Sodann führt er aus, G.________ lege Vermögenswerte in den von den Beschwerdeführenden kontrollierten Genfer Firmen an. Das Risiko für die Verschiebung von illegal erworbenen Geldern in die Schweiz habe sich seit Beginn des Ukraine-Kriegs noch verstärkt. Im Übrigen sei insbesondere der Beschwerdeführer in jüdischen Gemeinschaften aktiv gewesen, in welchen G.________ seine wirtschaftlichen Interessen propagiere. Das Reputationsrisiko sei noch grösser als 2019. Entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführenden enthalten die Amtsberichte des NDB somit konkrete Anhaltspunkte für die Gefährdung der inneren und äusseren Sicherheit der Schweiz, namentlich die fehlende Transparenz bezüglich der Herkunft des Vermögens der Beschwerdeführenden, das Anlegen von Vermögenswerten durch G.________ in die beschwerdeführerischen Firmen und die allgemeine Verflechtung der Geschäftstätigkeiten der Beschwerdeführenden und jener von G.________. Wie die Beschwerdeführenden zu Recht hervorheben, darf das Bundesverwaltungsgericht nicht ohne triftige Gründe von der Beurteilung durch die Fachbehörden abweichen (vgl. BGE 139 II 185 E. 9.3 mit Hinweisen). Das hat das Bundesverwaltungsgericht vorliegend auch nicht gemacht: vielmehr hat es sich auf die Beurteilung des SEM bzw. des NDB gestützt und deren Anhaltspunkte für die Gefährdung für die innere oder äussere Sicherheit übernommen. Zudem hat es verschiedene Medienberichte analysiert, welche diese Verdachtsmomente bestätigen. Gleichzeitig haben die Beschwerdeführenden, wie bereits oben ausgeführt, keine Dokumente oder andere Beweismittel vorgelegt, welche die Verdachtsmomente entschärft hätten. Schliesslich liegt es in der Natur des unbestimmten Rechtsbegriffs der Gefährdung der inneren oder äusseren Sicherheit in Bezug auf die mögliche Involvierung in Aktivitäten der organisierten Kriminalität, insbesondere der Geldwäscherei, dass nur Anhaltspunkte vorliegen können und keine Beweise; gäbe es Beweise, so wäre ein Strafverfahren etwa wegen Geldwäscherei eröffnet worden, was einer Einbürgerung so oder so im Wege stehen würde (vgl. Art. 14 lit. c aBüG). Insgesamt sind die vom Bundesverwaltungsgericht aufgeführten Anhaltspunkte im Einbürgerungsverfahren konkret genug, um das Vorliegen des Kriteriums der Nicht gefährdung der inneren oder äusseren Sicherheit zu verneinen. Mit anderen Worten fehlt ein für die Einbürgerung notwendiges Kriterium.