Citation: 6B_359/2015 E. 2.2

2.2. In Bezug auf den ersten Vorfall auf der Autobahn, der zur Verurteilung wegen Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit führte, stellt die Vorinstanz fest, der Beschwerdeführer habe erkannt, dass vor ihm eine Polizeipatrouille fuhr und die rote Leuchtschrift, "Polizei - bitte folgen", ihm galt. Er sei in der Folge nur aus dem Grund, sich der zu erwartenden polizeilichen Kontrolle zu entziehen, davongefahren. Vor der Fahrt habe er zugegebenermassen Alkohol getrunken, der zu foetor aethylicus und bei drei später durchgeführten Atemlufttests zu einem Wert von mehr als 0,5 Promillen führte. Da er aufgrund des vorherigen Fahrverhaltens auf der Autobahn höchstens eine Busse zu befürchten hatte, liege auf der Hand, dass er vor der Polizei flüchtete, um einem Alkohol-Atemtest bzw. einer Blutprobe zu entgehen. Es sind Tatfragen, ob und aus welchem Grund der Beschwerdeführer auf der Autobahn flüchtete. Die tatsächlichen Feststellungen im angefochtenen Entscheid können vor Bundesgericht gerügt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG bzw. willkürlich im Sinne von Art. 9 BV sind. Willkür liegt vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Dass eine andere Lösung ebenfalls möglich erscheint, genügt nicht (BGE 138 III 378 E. 6.1, 137 IV 1 E. 2.4). Die angebliche Willkür ist in der Beschwerde präzise zu rügen, und die Rüge ist zu begründen (Art. 106 Abs. 2 BGG). Das Bundesgericht stellt insoweit strenge Anforderungen. Appellatorische Kritik, wie sie z.B. im Berufungsverfahren vor einer Instanz mit voller Kognition vorgebracht werden kann, ist vor Bundesgericht unzulässig. Die Beschwerde enthält zur Hauptsache appellatorische Kritik. Insoweit ist darauf nicht einzutreten. Zur Frage, ob der Beschwerdeführer die Polizeikontrolle erkannte und nur aus dem Grund, sich dieser zu entziehen, davonfuhr, äussert er sich vor Bundesgericht nicht. Es ist folglich davon auszugehen, dass er tatsächlich nur deshalb vor der Polizei davon fuhr, um sich einer polizeilichen Kontrolle zu entziehen. In Bezug auf das Motiv zur Flucht und seinen Alkoholisierungsgrad bringt der Beschwerdeführer im Wesentlichen vor, dass nicht auf die Atemlufttests hätte abgestellt werden dürfen. Das entsprechende Protokoll verstosse gegen die Weisungen betreffend die Feststellung der Fahrfähigkeit im Strassenverkehr des ASTRA, da die Unterschrift des Probanden, die unter Punkt 2.4 der Weisungen als zwingend erforderlich vorgeschrieben sei, auf dem Dokument fehle (Beschwerde S. 2). Das Vorbringen geht an der Sache vorbei. Gemäss Punkt 2.4 der genannten Weisungen des ASTRA ist die Unterschrift der betroffenen Person nur für die Anerkennung der Atem-Alkoholkonzentration zwingend erforderlich. Der Beschwerdeführer hat den Wert nicht anerkannt und die entsprechende Stelle im Protokoll nicht unterzeichnet (HD act. 9 S. 3). Aber die Vorinstanz hat auch nicht festgestellt, dass er das Resultat des Atemlufttests anerkannt hätte (vgl. Urteil S. 12 lit. dd). Davon, dass auf das Protokoll nicht abgestellt werden dürfte, weil es vom Beschwerdeführer nicht unterschrieben wurde, kann nicht die Rede sein. Den Wert selber vermag der Beschwerdeführer im Übrigen in seiner Eingabe vor Bundesgericht nicht in Frage zu stellen. Inwieweit die Feststellung der Vorinstanz, er habe vor der Fahrt eine nicht unerhebliche Menge Alkohol getrunken und sei vor der Polizei geflüchtet, um einem Alkohol-Atemtest bzw. einer Blutprobe zu entgehen, willkürlich wäre, sagt er ebenfalls nicht. Unter diesen Umständen ist die erste Verurteilung wegen Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit nicht zu beanstanden.