Citation: 6B_376/2022 E. 3

Die vom Beschwerdeführer beschuldigte Person hat die ihr vorgeworfenen angeblich strafbaren Handlungen in Ausübung ihrer Funktion als Tierschutzbeamtin begangen. Nach Art. 1 Abs. 1 des Verantwortlichkeitsgesetzes des Kantons St. Gallen vom 7. Dezember 1959 (VG/SG; sGS 161.1) haften der Staat, die Gemeinden, die übrigen öffentlich-rechtlichen Körperschaften und die öffentlich-rechtlichen Anstalten des kantonalen Rechtes für den Schaden, den ihre Behörden und Angestellten in Ausübung dienstlicher Verrichtungen Dritten widerrechtlich zufügen. Der Geschädigte kann Behördemitglieder und Angestellte nicht unmittelbar belangen (Art. 1 Abs. 3 VG/SG). Allfällige Schadenersatz- und/oder Genugtuungsansprüche des Beschwerdeführers gegen die Beschuldigte richten sich mithin allein nach dem kantonalen Verantwortlichkeitsgesetz und sind damit öffentlich-rechtlicher Natur. Die vom Beschwerdeführer erhobenen strafrechtlichen Vorwürfe können sich daher allenfalls auf Staatshaftungsansprüche, nicht aber auf Zivilansprüche im Sinne von Art. 81 Abs. 1 Ziff. 5 lit. b BGG auswirken. Dass sich die Verfahrenseinstellung allenfalls auf einen Staatshaftungsprozess auswirken könnte, begründet keine Beschwerdeberechtigung (vgl. BGE 146 IV 76). Der Beschwerdeführer ist folglich in der Sache nicht zur Beschwerde in Strafsachen legitimiert. Beim zur Anzeige gebrachten Vorwurf der Tierquälerei gemäss Art. 26 Abs. 1 lit. a und Art. 26 Abs. 2 des Tierschutzgesetzes (TSchG) handelt es sich im Übrigen nicht um ein Antragsdelikt. Eine Beschwerdelegitimation nach Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 6 BGG, worauf sich der Beschwerdeführer ebenfalls beruft, fällt folglich von vornherein ausser Betracht, da es vorliegend nicht um das Strafantragsrecht als solches geht bzw. gehen kann.