Citation: I 818/05 31.03.2006 E. 4

4.1 Die Vorinstanz hat den Wiedererwägungsentscheid der Verwaltung geschützt, weil sie zum Schluss gekommen ist, es könne kein vernünftiger Zweifel daran bestehen, dass die Verfügung vom 24. November 1998, mit welcher dem Beschwerdeführer eine ganze Invalidenrente ab Dezember 1996 zugesprochen wurde, unrichtig sei. Die IV-Stelle habe sich auf das sorgfältig begründete Gutachten von Dr. med. L.________ abgestützt, das dem Beschwerdeführer eine volle Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit bescheinige. In der Verfügung vom 24. November 1998 sei dem Beschwerdeführer gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 68 % eine ganze Rente zugesprochen worden, wiewohl darin darauf hingewiesen worden sei, dass angesichts des Gutachtens wieder eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit zu 100 % zumutbar sei. Angesichts der vom Gutachter bescheinigten vollen Arbeitsfähigkeit in einer alternativen Tätigkeit erscheine die Zusprechung einer ganzen Rente im damaligen Zeitpunkt ohne Zweifel als unzutreffend. Statt eine Rentenrevision nach Abschluss der Berufsabklärung in Aussicht zu stellen, wäre die IV-Stelle gehalten gewesen, die Rente revisionsweise und sogleich herabzusetzen. Auch der nach Verfügungserlass verfasste Abklärungsbericht des WW vom 8. April 1999 lasse die zweifellose Unrichtigkeit der Verfügung vom 24. November 1998 nicht entfallen. Die Diskrepanz in der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zwischen Dr. med. L.________ (leichte bis mittelschwere Tätigkeit zu 100 %) und dem WW (Arbeitsleistung von 15 - 20 % bei einer Halbtagestätigkeit) werde von Dr. med. L.________ in seinem Schreiben vom 21. Juni 1999 einlässlich dargelegt und überzeugend mit der Aggravationstendenz und der fehlenden Motivation des Beschwerdeführers begründet. 4.2 Der Beschwerdeführer hält dagegen, wenn auf den Kenntnisstand der IV-Stelle zum Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung vom 24. November 1998 abgestellt werde, so sei ersichtlich, dass eine Arbeitsunfähigkeit von über zwei Dritteln und der damit verbundene Invaliditätsgrad von 68 % absolut vertretbar und keineswegs unzweifelhaft unrichtig gewesen sei. Die medizinischen Gutachten der Jahre 1998 bis 2000 würden nicht grundlegend voneinander abweichen. Sofern sie von einer 50-prozentigen Arbeitsfähigkeit ausgehen würden, seien jeweils die aktenkundigen Knie- und Rückenschmerzen bei der Festsetzung der Arbeitsfähigkeit gänzlich unberücksichtigt geblieben. Gegenüber dem Gutachten von Dr. med. L.________ seien Vorbehalte angebracht. Die Verfügung vom 24. November 1998 erweise sich nicht nur nicht als unrichtig, sondern erscheine sogar als zweifellos richtig, weshalb sie zu bestätigen sei.