Citation: 1C_531/2015 E. 4.1

4.1. Sie macht in erster Linie geltend, der Entzug der aufschiebenden Wirkung sei nicht erforderlich gewesen, weil die dringlichen Arbeiten zur Behebung der Brandfolgen bereits in der Verfügung der Gemeinde Horn vom 4. September 2015 geregelt worden seien. Zwar habe sie gegen diese Verfügung ebenfalls Rekurs erhoben, nicht aber die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung verlangt. Weitergehende Tiefbauarbeiten könnten trotz des Entzugs der aufschiebenden Wirkung nicht sofort realisiert werden, solange die in den Auflagen des AfU und des DBU angeordneten Abklärungen und Massnahmen (u.a. Probenahmen im Grenzbereich der Parzellen Nrn. 2 und 3; Beurteilungsbericht) nicht abgeschlossen seien. Sollten sekundäre CKW-Quellen oder Hotspots gefunden werden, müsste das Sanierungskonzept ohnehin überarbeitet und neu genehmigt werden. Insofern bewirke der Entzug der aufschiebenden Wirkung keinen Zeitgewinn. Dagegen sei es für die von ihr verfolgte gesamtheitliche Sanierung des Areals C.________ wichtig, dass noch nicht mit den eigentlichen Sanierungsmassnahmen begonnen werde. Ihr entstehe ein nicht wieder gutzumachender Nachteil, wenn die Sanierung - die faktisch von zwei Standorten ausgehe - ohne die notwendige Koordination durchgeführt werde, weil es dann immer schwieriger werde, zu der von ihr für richtig gehaltenen gesamthaften Sanierung zu kommen. Werde den Schadstoffflüssen im Grenzbereich nicht mit einem gesamthaften Ansatz begegnet, bestehe das Risiko, dass in späteren Jahren noch ein drittes Mal altlastenrechtliche Massnahmen ergriffen werden müssten. Dies sei ihr nicht zuzumuten, habe sie doch bereits in den 1990er Jahren eine erste Sanierung durchgeführt, die zur Entlassung aus dem Kataster geführt habe, bevor der Standort aufgrund neuer Erkenntnisse wiederum als sanierungsbedürftig eingetragen worden sei.