Citation: 6B_1255/2017 E. 1.4

1.4. Der Beschwerdeführer macht geltend, es gebe keine direkten Spuren des Kollisionsortes, weshalb dieser mittels Flüssigkeitsspuren rekonstruiert worden sei. Die zuständige Staatsanwaltschaft habe selber eingeräumt, dass der Bericht des UTD nicht schlüssig sei. Sie habe festgehalten: "Zurzeit ist insbesondere unklar, wer von den beiden Unfallbeteiligten für den Unfall verantwortlich ist." Daher sei bei der DTC ein Gutachten eingeholt worden. Damit hätten die Unklarheiten allerdings nicht beseitigt werden können. Die Simulationssoftware der Gutachterin habe den Unfallhergang nicht zuverlässig rekonstruieren können. Das Resultat der verwendeten Software stimme nicht mit der effektiv durch Spuren belegbaren Kollisionsstellung überein. Das Gutachten habe zu den entscheidenden Fragen des vorliegenden Falles nur Mutmassungen und Spekulationen zu Tage fördern können. So "gehe die Gutachterin davon aus", dass der auf der falschen Spur entgegenkommende Toyota des Beschwerdeführers "der Auslöser sein könnte". Weiter halte sie fest, es sei "mit grosser Wahrscheinlichkeit davon auszugehen", dass der Beschwerdeführer "wohl eher" auf der permanenten weiss-linierten Fahrspur gefahren sei. Mit den im Gutachten verwendeten Formulierungen werde zum Ausdruck gebracht, dass eben nicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden könne, dass er seine Fahrspur verlassen und damit den Unfall ausgelöst habe. Insbesondere habe nicht erstellt werden können, weshalb die Beschwerdegegnerin 2 in die Leitplanke gefahren sei. Dies könne auch auf Unachtsamkeit oder andere Gründe zurückzuführen sein. Nachdem das Gutachten, wie aufgezeigt, nicht aussagekräftig sei, bleibe als Beweis lediglich noch die Flüssigkeitsspur, welche allein nicht genüge, um den Sachverhalt zu erstellen. Bereits im vorinstanzlichen Verfahren habe er vorgebracht, dass der Kollisionspunkt nicht genau ermittelt werden konnte und der eingeholte Bericht bzw. das Gutachten im Grunde lediglich auf Spekulationen beruhten. Dennoch stelle die Vorinstanz auf den Bericht des UTD und das DTC-Gutachten ab, ohne sich mit seinen Einwänden zu befassen und diese ernsthaft zu prüfen. Damit verletze sie sein rechtliches Gehör. Schliesslich legt der Beschwerdeführer dar, wie sich der Unfall seiner Ansicht nach ereignet hat. Das Fahrzeug der Beschwerdegegnerin 2 habe sich nach der Kollision mit der Leitplanke in einer Rotationsbewegung befunden. Während dieser anhaltenden Rotationsbewegung sei das Fahrzeug auf die linke Fahrzeugfront seines Toyotas aufgetroffen und habe ihn nach links abgelenkt und leicht auf die Gegenfahrbahn gezogen. Die Flüssigkeit könne auch in diesem Zeitpunkt ausgetreten sein. Er habe konstant ausgesagt, sich auf seiner Fahrbahnhälfte befunden zu haben. Nach der Kollision habe er aufgrund des geöffneten Airbags nichts gesehen. Es sei möglich, dass er deshalb auf die andere Fahrbahn geraten sei. Er müsse daher "in dubio pro reo" freigesprochen werden.