Citation: 1B_553/2022 E. 2.5

2.5. Die Vorinstanz ist nicht in Willkür verfallen und verletzt auch sonst kein Bundesrecht, indem sie folgende Gesichtspunkte als Fluchtindizien würdigte: Beim Beschwerdeführer handelt es sich um einen rumänischen Staatsangehörigen, der sich vor seiner Verhaftung nur wenige Monate in der Schweiz aufgehalten und weder über eine stabile Erwerbstätigkeit noch über einen (ausländerrechtlich registrierten) festen Wohnsitz verfügt hat. Nach eigenen Angaben ist er finanziell völlig mittellos; er bestreitet auch nicht, dass er über keine Deutschkenntnisse verfügt. Beim zur Anklage gebrachten Hauptvorwurf (kollektiv, evtl. bandenmässig begangener Baustellen-Diebstahl von 453 kg Kupfer) ist er einschlägig vorbestraft, weshalb er im Falle einer strafrechtlichen Verurteilung mit einer empfindlichen Freiheitsstrafe ernsthaft zu rechnen hat. Daraus ergeben sich bei gesamthafter Betrachtung derzeit ausreichend konkrete Anhaltspunkte für das Bestehen von Fluchtgefahr. Die Rüge der Verletzung von Art. 221 Abs. 1 lit. a StPO erweist sich folglich als unbegründet. Weitere substanziierte Rügen (vgl. Art. 42 Abs. 2 Satz 1 StPO) erhebt der anwaltlich verbeiständete Beschwerdeführer nicht.