Citation: C 259/02 07.07.2003 E. 4

4.1 Obwohl kein Auszug aus den individuellen Konti des Beschwerdeführers bis 1. Januar 1998 bei den Akten liegt, kann davon ausgegangen werden, dass er beim Antritt der Lehrtätigkeit an der Schweizerschule S.________ bereits während mindestens 5 Jahren obligatorisch AHV-rechtlich versichert war. Zu prüfen bleibt, ob die in Art. 1 Abs. 3 AHVG (in der seit 1. Januar 1997 geltenden Fassung) umschriebenen Voraussetzungen einer Weiterführung dieses obligatorischen Versicherungsverhältnisses mit Blick auf die Auslandtätigkeit erfüllt sind. 4.1.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Förderung der Ausbildung junger Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer vom 9. Oktober 1987 (Auslandschweizer-Ausbildungsgesetz, AAG; SR 418.0) leistet der Bund Finanzhilfen an Schweizerschulen im Ausland (Schulen), die von einer Auslandschweizervereinigung auf privater Basis getragen werden und vom Bundesrat als beitragsberechtigt anerkannt worden sind. Zu dem in Art. 3 AAG geregelten Anerkennungsvoraussetzungen gehört u.a., dass die Schule für einen ausreichenden Sozialversicherungsschutz der schweizerischen Lehrkräfte sorgt (Abs. 7). Gemäss Art. 6 Abs. 1 der Auslandschweizer-Ausbildungsverordnung vom 29. Juni 1988 (AAV; SR 418.01) gelten für Schulen, deren Schweizer Lehrkräfte der schweizerischen AHV/IV und den damit verbundenen Versicherungszweigen (EO/ALV) zwingend unterstellt sind, die ihnen von dieser Gesetzgebung vorgeschriebenen Arbeitgeberpflichten. 4.1.2 Das Arbeitsverhältnis des Beschwerdeführers mit der Schweizerschule S.________ wurde geregelt durch: - den brasilianischen Arbeitsvertrag zwischen dem Beschwerdeführer und der Schweizerschule S.________; - die Rechtsnormen der brasilianischen Arbeitsgesetzgebung CLT; - die Dienst- und Besoldungsordnung der Schweizerschule S.________ vom 28. August 1998; Lehrkräfte mit Anstellungs- verhältnis von drei Jahren; - die Vereinbarung zwischen der Stiftung für Schweizerschulen im Ausland und dem Beschwerdeführer (undatiert). Die vom Beschwerdeführer mit der Stiftung für Schweizerschulen im Ausland (im Folgenden: Stiftung) geschlossene, nicht datierte Vereinbarung enthielt folgende, im vorliegenden Zusammenhang relevante Bestimmungen: "1. Die vorliegende Vereinbarung regelt die Höhe der Vorsorge- und Unter- stützungsleistungen, nachfolgend Entschädigung genannt, welche Hein- rich Lehmann, 28. März 1963, nachfolgend Lehrkraft genannt, in der Schweiz zukommen. Die Lehrkraft hat Anspruch auf eine Entschädigung während der Dauer ihres Arbeitsverhältnisses an der Schweizerschule São Paulo.