Citation: 6B_976/2015 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer rügt, er sei zu Beginn der ersten Einvernahme nicht respektive mangelhaft darüber informiert worden, was ihm in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht konkret vorgeworfen werde. Es seien ihm nur pauschale Handlungen, Tatbestände und Rechtsbegriffe vorgehalten worden, nicht aber konkrete Tathandlungen und auch nicht die Namen der übrigen Bandenmitglieder. Da ihm in den nachfolgenden Befragungen ebenfalls kein genügender Tatvorhalt gemacht worden sei, seien sämtliche Einvernahmen absolut unverwertbar. Die Strafverfolgungsbehörden hätten sodann den Vorwurf, er habe Anstalten zum Verkauf von rund 200 kg Marihuana getroffen, unzulässigerweise zurückbehalten und erst nach über zwei Monaten in der 13. delegierten Einvernahme erstmals vorgebracht. Dies sei unzulässig. Das Vorgehen der Strafverfolgungsbehörden verletze Art. 158 Abs. 1 lit. a StPO.