Citation: 2C_691/2019 E. 4.6

4.6. Die Beschwerdeführerin macht auch geltend, eine Suche mit dem Stichwort "Pizzeria" auf der Website https://tel.search.ch/ ergebe bei einer Einschränkung auf den Kanton Basel-Landschaft insgesamt 69 Adressen. Damit sei erstellt, dass (unter Berücksichtigung des einzigen von der ESTV mit einbezogenen Vergleichsbetriebes mit Standort im Kanton Basel-Landschaft und jährlichem Warenaufwand zwischen Fr. 240'000.-- sowie Fr. 440'000.--) mindestens 68 Gastronomiebetriebe existieren würden, welche infolge besserer Vergleichbarkeit mit der Beschwerdeführerin geeignetere Erfahrungszahlen hätten liefern können als die tatsächlich herangezogenen Vergleichsgaststätten. Auch mit diesem Vorbringen vermag die Beschwerdeführerin nicht nachzuweisen, dass die streitbetroffene Schätzung der ESTV offensichtlich falsch ist: Soweit die Beschwerdeführerin damit unterstellt, dass für die Frage der Vergleichbarkeit mit ihrem Restaurant nebst der Zugehörigkeit zur gleichen Branche einzig der Betriebsstandort massgebend ist, kann ihr nicht gefolgt werden. Denn die zu einem Vergleich gestützt auf Erfahrungszahlen heranziehbaren Betriebe müssen nicht nur zur gleichen Branche zählen und einen ähnlichen Standort haben wie das eingeschätzte Unternehmen, sondern auch in anderer Hinsicht vergleichbar sein (vgl. JÜRG STEIGER, in: Zweifel/Beusch/Glauser/Robinson [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die Mehrwertsteuer, 2015, N. 20 zu Art. 79 MWSTG). Dementsprechend hat die ESTV in bundesrechtskonformer Weise auch den jährlichen Materialaufwand mitberücksichtigt. Ebenso wenig gefolgt werden könnte der Beschwerdeführerin, soweit sie implizit behauptet, die in der Web-Datenbank https://tel.search.ch/ unter dem Stichwort "Pizzeria" eingetragenen Betriebe mit Standort im Kanton Basel-Landschaft würden allesamt (oder zu einem wesentlichen Teil) einen Warenaufwand von jährlich zwischen Fr. 240'000.-- sowie Fr. 440'000.-- aufweisen. Denn dafür gibt es keine Anhaltspunkte. Vor diesem Hintergrund kann vorliegend nicht davon ausgegangen werden, dass die ESTV in bundesrechtswidriger Weise Gastronomiebetriebe ignoriert hätte, welche eine besser geeignete Vergleichsgrundlage geliefert hätten. Unter diesen Umständen braucht hier im Übrigen nicht geklärt zu werden, ob die Einträge in der genannten Web-Datenbank im vorliegenden Verfahren überhaupt berücksichtigt werden können.