Citation: 6B_1375/2016 E. 4

Der angefochtene Entscheid verletzt kein Bundesrecht. Soweit die Beschwerde den Begründungsanforderungen gemäss Art. 42 Abs. 2, Art. 106 Abs. 2 BGG genügt, gehen die Rügen an der Sache vorbei. Der Beschwerdeführer setzt sich mit den Erwägungen der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid nicht näher auseinander, sondern beschränkt sich darauf, die geltende Mindestabstandsregel von 1/6 der gefahrenen Geschwindigkeit als nicht mehr zeitgemäss und praktikabel zu rügen. Gründe, warum die Richtschnur " 1/6-Tacho" respektive 0,6 Sekunden-Abstand nicht mehr zeitgemäss sein soll, legt der Beschwerdeführer nicht dar und sind auch nicht ersichtlich. Er verkennt, dass ein genügender Sicherheitsabstand grundsätzlich erst bei "halbem Tacho" oder "Zwei-Sekunden" vorliegt, was ungefähr der Anhaltestrecke bei einem plötzlichen ordnungsgemässen Bremsen und Anhalten des vorausfahrenden Personenwagens entspricht (BGE 131 IV 133 E. 3.1. S. 135 mit Hinweisen). Der vom Beschwerdeführer eingehaltene Abstand von unter einer Sekunde ermöglicht keine angemessene Reaktionszeit und begründet somit eine erhöhte abstrakte Gefahr. Dass im heutigen Strassenverkehr eine Vielzahl von Fahrzeugführern die Mindestabstände nicht einhält, führt nicht dazu, dass kraft Gewohnheitsrecht geringere Abstandsregeln gelten. Ob sich bei besonderen Verkehrsbedingungen, namentlich wenn aufgrund sehr starken Verkehrsaufkommens die Mindestabstände faktisch nicht eingehalten werden können, allenfalls auch geringere Abstände rechtfertigen (vgl. 6B_1030/2010 vom März 2011 E. 3.3 bei dichtem Stadtverkehr aufgrund reduzierter Geschwindigkeit und ständiger Bremsbereitschaft), ist vorliegend nicht zu beurteilen, da gemäss den verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz und den Vorbringen des Beschwerdeführers kein dichter Verkehr herrschte.