Citation: 8C_30/2020 E. 3

Streitig und zu prüfen ist, ob die Verneinung des Rentenanspruchs des Beschwerdeführers vor Bundesrecht standhält. Das kantonale Gericht erwog im Wesentlichen, das ABI-Gutachten vom 8. Oktober 2018 samt ergänzender Stellungnahme vom 18. Dezember 2018 sei beweiskräftig. Laut der Konsensbeurteilung der Gutachter vom 8. Oktober 2018 sei der Versicherte in sämtlichen seinen Fähigkeiten angepassten lebenspraktischen Tätigkeiten, die er nach Anleitung verrichten könne, während sieben bis acht Stunden arbeitsfähig. Aufgrund der Persönlichkeitsstörung bestehe eine verminderte Leistungsfähigkeit mit erhöhter Ermüdbarkeit, raschem Rückzug in Konfliktsituationen, auch mit unangebrachtem, wie verbal drohendem Verhalten. Es bestehe ein leicht eingeschränktes Rendement. Der Versicherte benötige eine gewisse Führung, da ihm Arbeitsanweisungen manchmal zweimal vorgegeben werden müssten. Insgesamt hätten die Gutachter seine Arbeits- und Leistungsfähigkeit aktuell und retrospektiv auf 80 % bezogen auf ein 100%iges Pensum geschätzt. Am 18. Dezember 2018 habe die ABI ihre Angaben dahingehend präzisiert, dass sein Pensum in einer optimal leidensangepassten Tätigkeit grundsätzlich nicht beeinträchtigt sei. Jedoch sei aufgrund des Umstandes, dass sich im "freien Erwerbsleben" eine solche angepasste Stelle kaum finden lasse, eine leichte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit anzunehmen. Somit beziehe sich die ABI zu Unrecht auf den realen und nicht auf den massgebenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Dieser beinhalte aber Arbeitsstellen, in denen der Versicherte seine Restarbeitsfähigkeit umsetzen könne. Ein geschützter Arbeitsplatz sei aufgrund der Stellungnahme des RAD-Psychiaters Dr. med. C.________ vom 16. Januar 2019 nicht erforderlich. Somit sei der Versicherte in einer entsprechenden leidensangepassten Tätigkeit zu 80 % arbeitsfähig gewesen.