Citation: 1P.42/2000 15.02.2000 E. 3

3.- a) Nach den Aussagen von R.W.________ hat ihr der Beschwerdeführer für den Fall, dass sie jemandem von seinen sexuellen Übergriffen erzähle, schwerwiegende Konsequenzen angedroht: ihre Mutter komme ins Gefängnis oder die Welt gehe unter. Der Beschwerdeführer führt dazu aus, das seien keine konkreten Drohungen, und diese Aussage lasse sich auch nicht in diese Richtung interpretieren. R.W.________ habe nämlich "sehr nüchtern analysierende Antworten" gegeben, so etwa, dass ihr Vater vor Gericht alles abstreiten werde und dass sie sich vielleicht einer ärztlichen Untersuchung unterziehen lassen müsse, was sie aber ablehne. Daraus leitet der Beschwerdeführer ab, dass R.W.________ mit derartigen Drohungen nicht einzuschüchtern wäre (Beschwerde S. 4 f. Ziff. 10). Der Einwand geht fehl. Nach den Aussagen von R.W.________, die, was auch der Beschwerdeführer zugesteht, nicht von vornherein als unzutreffend abgetan werden können, hat er sie zwischen ihrem 5. und 10. Altersjahr sexuell missbraucht und mit den erwähnten Drohungen zum Schweigen angehalten. Diese waren durchaus geeignet, ein Kind in diesem Alter einzuschüchtern und zum Schweigen zu bringen. Einerseits sind die in Aussicht gestellten Konsequenzen - der Verlust der engsten Bezugsperson bzw. der Weltuntergang - für das Kind äusserst bedrohlich. Anderseits war es noch kaum in der Lage, zu durchschauen, dass es leere Drohungen waren, weil ihr Vater weder die Welt untergehen noch seine geschiedene Frau verhaften lassen kann. Dass R.W.________ an ihrer polizeilichen Befragung in verschiedener Hinsicht durchaus "verständige" Antworten gegeben hat, ändert nichts daran, dass sie diese zum Teil bis in ihr