Citation: 5A_45/2021 E. 4.3.4

4.3.4. Was die Zustellung des einleitenden Schriftstücks des Verfahrens vor der Cour d'Appel de Nancy betrifft, wendet die Beschwerdeführerin ein, vom zweitinstanzlichen Verfahren über den normalen Postweg und nicht auf dem Rechtshilfeweg erfahren zu haben, womit ihre Verteidigungsrechte ausgehebelt worden seien. Eine postalische Zustellung verstosse per se gegen den formellen Ordre public und sei nicht heilbar. Dieser Einwand schlägt fehl. Soweit sich die Beschwerdeführerin mit Literaturhinweisen indirekt auf die Rechtsprechung gemäss BGE 135 III 623 zu Art. 27 Abs. 2 aLugÜ abstützt, so steht diese unter dem expliziten (und selbstverständlichen) Vorbehalt der vorbehaltlosen Einlassung in das Verfahren (BGE 135 III 623 E. 3.5). Gegen die vorbehaltlose Einlassung auf das Verfahren vor der Cour d'Appel de Nancy trägt die Beschwerdeführerin einzig vor, dass vorliegend von einer Einlassung in das Verfahren nicht die Rede sein könne. Damit vermag sie die Feststellung der Vorinstanz, die Beschwerdeführerin habe nicht gegen den Einbezug protestiert, nicht zu erschüttern.