Citation: I 144/03 26.08.2003 E. 4

4.1 Der Verfügung vom 8. Februar 2000 (für die Zeit ab 1. Februar 1998) lagen in medizinischer Hinsicht insbesondere Berichte des Spitals X.________ und das Gutachten des Dr. med. L.________ vom 2. Dezember 1998 zu Grunde. Gemäss dem Zwischen- und Schlussbericht des Spitals X.________ vom 27. Juli 1998 litt die Beschwerdeführerin weiterhin an diffusen linksseitigen Hüftschmerzen, ausstrahlend zum linken Kniegelenk. Das linke Sprunggelenk verursache jetzt keinerlei Beschwerden mehr; es sei vollkommen belastungsfähig. Die Beweglichkeit des linken Hüft- und Kniegelenkes sei frei. Seit 5. Januar 1998 betrage die Arbeitsunfähigkeit bis voraussichtlich 15. September 1998 noch 50 %. Die Wahrscheinlichkeit einer restitutio ad integrum sei deutlich gebessert, wobei jedoch der Verlauf abzuwarten bleibe. Dr. med. L.________ stellte folgende Diagnose: Zustand nach Trimalleolarfraktur links am 6. Mai 1996, nach Osteosynthese am 14. Mai 1996 ohne Funktionsverlust geheilt; belastungsabhängige Restbeschwerden am linken Hüftgelenk nach sekundärer Algodystrophie mit wahrscheinlicher kleiner Osteonekrose am oberen Pol des Hüftkopfes; belastungsabhängige Restbeschwerden am linken Kniegelenk nach sekundärer Algodystrophie, mit einer kleinen subchondralen Nekrosezone am medialen hinteren Femurcondylus und leichter retropatellarer Chondropathie. Die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit schätzte Dr. med. L.________ aus rein orthopädischer Sicht auf etwa zwei Drittel, entsprechend einer täglichen Arbeitszeit von fünf bis sechs Stunden. Die Versicherte habe ihre Arbeitszeit ihm gegenüber auf 20 bis 25 Stunden pro Woche geschätzt, was nicht überprüfbar sei. 4.2 Dem Abklärungsbericht Haushalt vom 23. April 1999 ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin vor dem Eintritt des Gesundheitsschadens mit einem Pensum von 80 % (32 Stunden pro Woche) erwerbstätig gewesen sei, wobei ihr die Firma auch weiterhin - unter Verrechnung mit seit dem Unfall vom 6. Mai 1996 laufenden Taggeldern der "Winterthur" Schweizerische Versicherungs-Gesellschaft - den vollen diesem Pensum entsprechenden Lohn von Fr. 51'168.- pro Jahr bezahle. Seit 5. Januar 1998 sei sie noch zu 50 % arbeitsunfähig und arbeite rund 3¼ Stunden pro Tag, entsprechend der Hälfte des früheren Pensums. Die Beschwerdeführerin hatte gemäss dem Bericht ausgesagt, es sei ihr nicht möglich, die von Dr. med. L.________ für zumutbar erachteten fünf bis sechs Stunden pro Tag zu arbeiten. Sie könne nur noch durchschnittlich die Hälfte des bisherigen Pensums leisten. Seit dem Unfall würden sporadisch andere Personen in der Arbeitgeberfirma für ihre bisherigen Arbeiten eingesetzt. Die Einschränkung im Haushaltsbereich bezifferte die Abklärungsperson gesamthaft auf 36 %. 4.3 Ausgehend von diesen Informationen bestimmte die IV-Stelle den Invaliditätsgrad nach der gemischten Methode (Art. 27bis Abs. 1 IVV), wobei sie den erwerblichen Bereich mit 80 %, entsprechend dem angestammten Teilpensum, und den Haushaltsbereich mit 20 % gewichtete. In der Begründung zur Verfügung vom 8. Februar 2000 hielt die Verwaltung fest, gemäss der vorliegenden medizinischen Beurteilung sei der Versicherten die Ausübung einer beruflichen Tätigkeit derzeit noch im Rahmen von 50 % des früheren Arbeitspensums zumutbar. Das Valideneinkommen bezifferte sie auf Fr. 51'168.-, das Invalideneinkommen auf die Hälfte, also Fr. 25'584.-. Damit ergab sich für den mit 80 % gewichteten erwerblichen Anteil eine auf Grund eines Prozentvergleichs (BGE 114 V 313 Erw. 3a mit Hinweisen) ermittelte Erwerbsunfähigkeit von 50 %, für den mit 20 % gewichteten Haushaltsanteil eine Einschränkung von 36 %, gesamthaft somit ein Invaliditätsgrad von 47.2 %. Da die Verwaltung nach entsprechenden Abklärungen zum Ergebnis gelangte, es sei ein Härtefall im Sinne von Art. 28 Abs. 1bis IVG in Verbindung mit Art. 28bis IVV gegeben, wurde der Beschwerdeführerin ab 1. Februar 1998 eine halbe Rente zugesprochen.