Citation: 6B_774/2020 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz hält fest, der Beschwerdeführer habe seit seiner zweiten Einvernahme anerkannt, dem Beschwerdegegner 2 mit dem von ihm mitgeführten Klappmesser die Stichverletzung in dessen Oberbauch zugefügt zu haben. Alsdann stellt sie in tatsächlicher Hinsicht fest, dass der sich am 15. Juni 2017 ereigneten Tat am 9. Juni 2017 ein zwischen den beiden Kontrahenten via Klassen-Whatsapp-Gruppe geführter, verbaler Schlagabtausch vorausgegangen sei. Im Nachgang zu diesem habe sich der Beschwerdeführer bei seinem Kollegen D.________ erkundigt, ob er ihm ein Messer besorgen könne. Anhand der konkreten Mitteilungen des Beschwerdeführers ergebe sich, dass er sich bereits zu jenem Zeitpunkt mit der Möglichkeit befasst gehabt habe, den Beschwerdegegner 2 "abzustechen". Am 15. Juni 2017 habe sich der Beschwerdeführer sodann mit einem Streit mit seinem Vater und einem Streit mit einem Kollegen konfrontiert gesehen. Diese Auseinandersetzungen hätten ihn frustriert. Gleichentags sei es zwischen dem Beschwerdeführer und dem Beschwerdegegner 2 zu einer weiteren verbalen Auseinandersetzung via Klassen-Whatsapp-Gruppe gekommen. Daraufhin habe sich der Beschwerdeführer entschlossen, an den Wohnort des Beschwerdegegners 2 zu fahren, darum wissend, dass sich im Auto die nachmalige Tatwaffe befand. Damit hätten alle Vorzeichen darauf hingewiesen, dass der Beschwerdeführer in seiner generellen und seiner gegen den Beschwerdegegner 2 gerichteten Wut die Vorstellung gehegt habe, das bewusst von ihm mitgenommene Messer gegen seinen Widersacher einzusetzen (angefochtenes Urteil S. 14, 18 ff.). Für den weiteren Verlauf geht die Vorinstanz davon aus, dass der Beschwerdeführer und der Beschwerdegegner 2 zunächst verbal gestritten, sich gegenseitig beschimpft und Schläge angedroht hätten. Damit einhergehend hätten sie sich zu Fuss vom Wohnhaus des Beschwerdegegners 2 entfernt. Als sie stehen geblieben seien, habe der Beschwerdeführer das Messer gezogen. Mit gegen den Beschwerdegegner 2 gerichteten Stichbewegungen habe er dieser Drohgebärde zusätzlich Nachdruck verliehen (angefochtenes Urteil S. 26 ff.). Um Distanz zwischen sich und dem Stichbewegungen ausführenden Beschwerdeführer zu schaffen, habe der Beschwerdegegner 2 diesen weggestossen. Daraufhin habe der Beschwerdeführer bewusst und gewollt zugestochen. Der Beschwerdegegner 2 seinerseits habe darauf mit einem gegen dessen Kiefer gerichteten Faustschlag reagiert und sei geflüchtet (angefochtenes Urteil S. 30 ff.).