Citation: I 300/04 19.10.2004 E. 6

Zu prüfen bleibt, inwieweit die Beschwerdeführerin gesundheitsbedingt im Aufgabenbereich Haushalt eingeschränkt ist. 6.1 Gemäss dem Abklärungsbericht Haushalt vom 31. August 2002, auf welchen die Verwaltung, bestätigt durch die Vorinstanz, abgestellt hat, beträgt das Ausmass der Behinderung in den verschiedenen Betätigungsbereichen der Haushaltführung (einschliesslich der Kindererziehung) gesamthaft 31,1 %. Dieser Ansatz wird in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde insofern bemängelt, als die Einschränkung sich insgesamt auf mindestens 67,4 % belaufe. Namentlich sei in der "Ernährung" von einer Behinderung von 50 und nicht 15 %, in der "Wohnungspflege" von 90 und nicht 70 %, im Bereich "Einkauf und weitere Besorgungen" von 80 und nicht 30 %, in der "Wäsche und Kleiderpflege", welche mit mindestens 20 % - statt der angeführten 14 % - zu gewichten sei, von 80 und nicht 60 %, in der "Betreuung von Kindern oder anderen Familienangehörigen", die nurmehr mit 10 % ins Gewicht falle, von 80 und nicht 20 % auszugehen sowie die Betätigung "Verschiedenes" bei nicht vorhandener Einschränkung mit lediglich noch 3 % zu gewichten. 6.2 Wie das kantonale Gericht zutreffend erwogen hat, beruhen die Ergebnisse des Abklärungsberichtes Haushalt vom 31. August 2002 - entgegen der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vertretenen Sichtweise - auf in allen Teilen nachvollziehbaren und überzeugenden Erhebungen der Verhältnisse vor Ort und erfüllen die rechtsprechungsgemäss erforderlichen Voraussetzungen für eine diesbezüglich zuverlässige Entscheidungsgrundlage (zu den Kriterien für beweiskräftige Abklärungen an Ort und Stelle gemäss Art. 69 Abs. 2 IVV: BGE 130 V 61, 128 V 93, je mit Hinweisen; AHI 2003 S. 218 Erw. 2.3.2; Urteil S. vom 17. November 2003, I 467/03, Erw. 3.2.1 mit weiteren Hinweisen). Namentlich bestehen auch auf Grund der ärztlichen Feststellungen keine Anhaltspunkte für Fehleinschätzungen der IV-Abklärungsperson, welche eine gerichtliche Ermessenskorrektur rechtfertigten. 6.2.1 Den Akten kann insbesondere entnommen werden, dass die Versicherte anlässlich der Begutachtung in der Klinik V.________ vom 15. April 2002 angab, den Haushalt ohne wesentliche Einschränkung bewältigen zu können und einzig im Umfang von ca. 10 % Fremdunterstützung "bei grösseren Putzarbeiten und beim Wäschewaschen" zu benötigen. 6.2.2 Im Rahmen der Haushaltsabklärung vom 26. August 2002, mithin zwei Monate nach dem Unfall ihres Ehemannes (vom 28. Juni 2002), erklärte die Beschwerdeführerin ferner, dass ihr Ehegatte sie aktuell vermehrt im Haushalt unterstütze und an seinen freien Arbeitstagen während fünf bis sechs Stunden Haushaltsarbeiten erledige. Daran vermögen - wie die Beschwerdegegnerin bereits in ihrer kantonalen Beschwerdeantwort richtig erkannt hat - weder die Stellungnahme des Rechtsvertreters an den Unfallversicherer des Ehemannes vom 3. Juli 2003 noch der durch Prof. Dr. med. O.________, Spezialarzt FMH für Neurochirurgie, ausgestellte Unfallschein UVG etwas zu ändern, worin dem Ehegatten eine seit dem 3. Oktober 2002 bestehende vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert wird. Ausschlaggebend für die Feststellung der Behinderung Nichterwerbstätiger im anerkannten Aufgabenbereich ist nicht die medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit, sondern wie sich der Gesundheitsschaden in der nichterwerblichen Betätigung konkret auswirkt, was durch die Abklärung an Ort und Stelle (im Haushalt der versicherten Person) erhoben wird (Meyer-Blaser, Der Rechtsbegriff der Arbeitsunfähigkeit und seine Bedeutung in der Sozialversicherung, namentlich für den Einkommensvergleich in der Invaliditätsbemessung, in: René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Schmerz und Arbeitsunfähigkeit, St. Gallen 2003, S. 55 f.; AHI 2001 S. 161 Erw. 3c; vgl. auch BGE 130 V 99 Erw. 3.3.1). Es ist nicht einsehbar, weshalb dieser Grundsatz nicht auch im Hinblick auf die Ermittlung des - aus gesundheitlicher Sicht - zumutbaren Umfangs der Mithilfe Familienangehöriger gelten sollte. 6.2.3 Darauf hinzuweisen bleibt zudem, dass die bei im Haushalt tätigen Versicherten als zumutbar erachtete familiäre Unterstützung weiter geht, als die ohne Gesundheitsschaden üblicherweise zu erwartende Mithilfe (noch nicht in der Amtlichen Sammlung publiziertes Urteil B. vom 18. Mai 2004, I 457/02, Erw. 8 mit weiteren Hinweisen, u.a. auf Meyer-Blaser, Die Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, Zürich 1997, S. 222 f.). Neben der erweiterten haushaltlichen Hilfestellung durch den Ehemann ist deshalb auch zu berücksichtigen, dass jedenfalls der älteste Sohn (Jahrgang 1992) nach und nach vermehrt Haushaltsaufgaben übernehmen kann (wie etwa das Aufräumen des eigenen Zimmers, Einkäufe, Abwasch, Pflanzengiessen etc.), was von Vorinstanz und Verwaltung noch gar nicht angerechnet wurde. Als invalidenversicherungsrechtlich erheblicher Mehraufwand ist demgegenüber der Einsatz der Schwägerin zu werten, welcher zweimal monatlich in Form einer Grossreinigung der Wohnung gegen Entgelt erfolgt. Diesem Umstand wurde jedoch, da gegenüber der Abklärungsperson erwähnt, bereits im Rahmen der Bemessung der Einschränkungen im August 2002 Rechnung getragen. 6.2.4 Weitere Anhaltspunkte für die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend gemachten vermehrten Behinderungen in den einzelnen Verrichtungen sind aus den Akten nicht ersichtlich, zumal die Ärzte der Klinik V.________ in ihrem Bericht vom 24. Januar 2002 zwar von einer zumutbaren Arbeitsfähigkeit in einer geeigneten Tätigkeit von 50 % ausgingen, die Ausübung einer leichten bis maximal mittelschweren, wechselbelastenden, rückenadaptierten Beschäftigung unter Vermeidung von Hebe- und Lagerungstätigkeit indes sogar während maximal acht Stunden pro Tag als grundsätzlich möglich bezeichneten. Auch wenn diese Angaben mit Blick auf das erwerbliche Leistungsvermögen erfolgten, lässt sich daraus für den Aufgabenbereich Haushalt, welcher zeitlich noch flexibler einteil- und gestaltbar ist als die berufliche Arbeit, doch jedenfalls keine über die auf insgesamt 31,1 % geschätzte Einschränkung hinausgehende Behinderung ableiten. Bei den vom Rechtsvertreter geschilderten zusätzlichen Beeinträchtigungen scheint es sich demnach primär um die Wiedergabe - nicht rechtserheblicher - subjektiver Eindrücke der Versicherten zu handeln. 6.2.5 Für die letztinstanzlich erwähnten "ausgewiesenen Sprachschwierigkeiten" der seit 1987 in der Schweiz wohnhaften und stets als Krankenschwester tätig gewesenen Versicherten anlässlich der ohne Dolmetscher durchgeführten Haushaltsabklärung finden sich in den Unterlagen sodann ebenfalls keine genügenden Hinweise. 6.3 Nachdem es folglich bei der von Vorinstanz und Verwaltung angenommenen Einschränkung im Haushaltsbereich von 31,1 % bleibt - die Einholung eines weiteren Abklärungsberichtes erweist sich nach dem Ausgeführten, auch in Bezug auf die Gewichtung der einzelnen Verrichtungen, als nicht indiziert -, resultiert daraus ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von gesamthaft 32 % (0,5 x 33,62 % + 0,5 x 31,1 %) (zur Rundung: vgl. BGE 130 V 121).