Citation: 6B_1290/2015 E. 2.12

2.12. Willkürliche Würdigung des Beweisergebnisses durch Nichtberücksichtigung der Einwirkung auf das Beweisergebnis durch strafbare Handlungen, Verletzung von Art. 6 Abs. 2 StPO (Ziff. 12). Durch die Weigerung der Staatsanwältin, eine Strafuntersuchung an die Hand zu nehmen, und durch die Nichteinreichung einer Strafanzeige durch die Vorinstanz sei der objektive Tatbestand der Begünstigung gegeben (Ziff. 12.2). D.________ und A.C.________ hätten mit ihren Aussagen den Tatbestand der falschen Anschuldigung bzw. falschen Zeugenaussage erfüllt (Ziffn. 12.3 und 12.14 sowie 12.6 betreffend eine Drittperson). Auch die übrigen Sicherheitsleute hätte sich ihn als Täter aufschwatzen lassen (Ziff. 12.5). Die Verteidigung habe in der Hauptverhandlung gegen mehrere Personen Strafanzeige erstattet. Die Staatsanwältin bestreite aktenwidrig einen Anfangsverdacht und jegliche Hinweise auf eine Dritttäterschaft. Dies erfülle objektiv den Tatbestand der Begünstigung (Ziff. 12.7). Ebenso stelle das Verwischen von Spuren Begünstigung dar (Ziff. 12. 8). Schliesslich stelle das Fehlen der beiden entlastenden Aktennotizen "- welche anlässlich der ersten Akteneinsicht der Verteidigung noch vorhanden waren, sonst hätte sie davon keine Kopie herstellen und einreichen können - eine objektive Urkundenunterdrückung dar, welche sich negativ auf die Rechte des Beschuldigten im Beweisverfahren auswirken konnte und auswirkte, indem der Kollusionsgefahr nicht nachgegangen wurde und die beiden Belege zumindest während längerer Zeit in den Akten fehlten und das Beweisergebnis beeinflussten" (Ziff. 12.9). Diese Handlungen stellten, wäre das Urteil rechtskräftig, einen Revisionsgrund im Sinne von Art. 410 Abs. 1 lit. c StPO dar (Ziff. 12.10).