Citation: 7B_151/2022 E. 2.2

2.2. Nach den Vorbringen des Beschwerdeführers falle der Tatbestand der eventualvorsätzlichen versuchten Tötung nur in Betracht, wenn der Täter eine konkrete Lebensgefahr für das Opfer geschaffen habe. Eine solche habe im Zusammenhang mit dem Messer nicht vorgelegen respektive sei die entsprechende, auf rein theoretische Möglichkeiten gestützte Annahme der Vorinstanz willkürlich. Gleiches gelte bezüglich des Griffes an den Hals. Aus den Aussagen der Parteien habe die konkrete Krafteinwirkung auf den Hals schlicht nicht rekonstruiert werden können. Die angeblichen lebensbedrohlichen Verletzungen der Beschwerdegegnerin 2 seinen nicht belegt. Völlig unplausibel seien die Ausführungen der Vorinstanz im Zusammenhang mit dem Sturz der Beschwerdegegnerin 2 auf die Fahrräder. Aufgrund angeblicher Rückenschmerzen, deren Ursache nicht hinreichend belegt sei, auf weitere mögliche lebensbedrohliche Verletzungen durch den Sturz zu schliessen, entspreche reiner Willkür. Weiter irre die Vorinstanz, wenn sie aufgrund der von ihm beschriebenen Beweggründe auf Eventualtötungsvorsatz schliesse, habe er doch mehrfach glaubhaft ausgeführt, dass sich seine Aggressionen nicht gegen die Beschwerdegegnerin 2, sondern gegen deren neuen Partner gerichtet hätten. Davon abgesehen hätte sich die Vorinstanz, wenn sie von einer konkreten Lebensgefahr ausgehe, mit der Abgrenzung des Gefährdungsvorsatzes gemäss Art. 129 StGB vom Eventualvorsatz bezüglich Art. 111 StGB befassen müssen.