Citation: I 490/02 14.03.2003 E. 4

4.1 Die IV-Stelle erliess ihre Verfügung vom 23. September 1999 namentlich mit Blick auf die kreisärztlichen Schlussfolgerungen des Dr. med. A.________ vom 22. Januar 1999, wonach die als Unfallfolgen aktuell noch im Vordergrund stehenden Beschwerden nach Luxationsfraktur im OSG rechts sowie multiplen Fussknochenfrakturen rechts lediglich eine optimale Schuhversorgung benötigten, während im Rücken-, Halswirbelsäulen-, Vorderarm- und Schädelbereich seitens des Unfallversicherers kein Behandlungsbedarf mehr bestünde. Das Hauptproblem bei dieser Patientin scheine die soziale und berufliche, nicht aber die gesundheitliche Situation zu sein. 4.2 Das kantonale Gericht stellte demgegenüber im Wesentlichen auf die Gutachten der Dres. med. X.________ und Z.________ vom 14. Juni 2001 (samt Ergänzungsbericht vom 8. November 2001) sowie des Dr. med. L.________ vom 29. April 2002 und der Frau Dr. phil. Q.________ vom 13. März 2002 ab. Die Dres. med. X.________ und Z.________ waren auf Grund ihrer Untersuchungen vom 27. Juni, 7. und 14. Juli 2000 sowie 2. Mai 2001 aus orthopädischer Sicht zum Ergebnis gelangt, dass die Versicherte zufolge der auf die beiden Unfallereignisse zurückzuführenden Restschäden mit nun stark reduzierter Belastbarkeit der beiden unteren Extremitäten und deutlicher Belastungseinschränkung des linken Armes in einer gut angepassten Tätigkeit - ohne Berücksichtigung der durch das erlittene Schädelhirntrauma bedingten Restbeschwerden - zu 50 % arbeitsfähig sei, wobei, bezogen auf die orthopädischen Verhältnisse, noch mit einer Verschlechterung des Zustandes gerechnet werden müsse. Ergänzend führten sie sodann am 8. November 2001 aus, seit dem Unfall vom 15. November 1978 leide die Patientin auf Grund des schweren Schädelhirntraumas unter chronisch-rezidivierenden Kopf- und Nackenschmerzen, subjektiv verminderter Konzentrationsfähigkeit und rascherer mentaler Ermüdbarkeit. Zur Quantifizierung der dadurch bewirkten Arbeitsunfähigkeit empfahlen sie neurologische und neuropsychologische Spezialabklärungen. Der daraufhin beigezogene Neurologe Dr. med. L.________ verwies in seinem Gutachten vom 29. April 2002 für die körperlichen Beschwerden auf die Schlussfolgerungen der Klinik Y.________ und bescheinigte der Versicherten in einer Gesamtbetrachtung (somatisch-orthopädischer, neurologisch-neuropsychologischer sowie gegebenenfalls psychiatrischer Gesundheitszustand) eine praktisch vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeit. Zum gleichen Schluss war Frau Dr. phil. Q.________ am 13. März 2002 aus neuropsychologischer Sicht gelangt, erachtete sie die Versicherte doch ebenfalls als zu 100 % arbeitsunfähig.