Citation: 5A_522/2009 25.09.2009 E. 3

Mit Bezug auf den Sohn B.________ rügt die Beschwerdeführerin die Verletzung von Art. 307 und 310 ZGB, indem das Obergericht eine weitergehende Massnahme getroffen habe, als es für das Wohl des Kindes erforderlich gewesen wäre. Dabei bezieht sie sich ausschliesslich auf das Gutachten vom 29. Oktober 2008, den Bericht der Amtsvormundschaft vom 15. Januar 2009 sowie auf die Aussagen des B.________ anlässlich seiner Anhörung. Mit den Erwägungen des Obergerichts, das sich vor allem auf die neuesten Entwicklungen abstützt, namentlich feststellt, dass die bisher getroffenen, milderen Massnahmen nicht erfolgreich waren und der Beschwerdeführerin Zeit geben will, die Wohnsituation zu klären, sich psychiatrische Hilfe zu besorgen und sich ein soziales Netz und eine Tagesstruktur aufzubauen, setzt sich die Beschwerdeführerin dagegen nicht auseinander. Das Erfordernis der Auseinandersetzung mit den Erwägungen der Vorinstanz (E. 1.3) ist gerade dort von besonderer Bedeutung, wenn die Vorinstanz - wie hier und namentlich mit Bezug auf die Würdigung des Sachverhalts - über ein erhebliches Ermessen verfügt. Wohl überprüft das Bundesgericht Ermessensentscheide kantonaler Instanzen an sich frei. Es übt aber Zurückhaltung und schreitet nur ein, wenn die Vorinstanz grundlos von in Rechtsprechung und Lehre anerkannten Grundsätzen abgewichen ist, wenn sie Gesichtspunkte berücksichtigt hat, die für den Entscheid im Einzelfall keine Rolle hätte spielen dürfen, oder wenn Umstände nicht in Betracht gezogen worden sind, die hätten beachtet werden müssen. Das Bundesgericht greift ausserdem in Ermessensentscheide ein, wenn sich diese offensichtlich unbillig, als in stossender Weise ungerecht erweisen (BGE 128 III 428 E. 4 S. 432; s. auch Urteil 5A_726/2008 vom 19. Dezember 2008, E. 3.2). Die Beschwerdeschrift enthält keine Ausführungen, inwiefern das Obergericht mit seinen Erwägungen das ihm zustehende Ermessen missbraucht oder überschritten haben soll. Die Rüge ist ungenügend begründet, weshalb nicht auf sie eingetreten werden kann (s. E. 1.3).