Citation: 5C.262/2002 06.03.2003 E. 5

Damit ist die Berufung abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Berufungsklägerin kostenpflichtig (Art. 156 Abs. 1 OG). Sie hat für das bundesgerichtliche Verfahren ein Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Rechtsverbeiständung gestellt. Die unentgeltliche Rechtspflege ist einer Partei zu bewilligen, die bedürftig und deren Sache nicht aussichtslos ist (Art. 152 Abs. 1 OG). Bezüglich der Beiordnung des Prozessbeistandes der Berufungsklägerin als unentgeltlicher Rechtsbeistand ist festzuhalten, dass dieser selber Rechtsanwalt ist und von der Vormundschaftsbehörde beauftragt wurde, die Interessen der Berufungsklägerin im vorliegenden Entmündigungsverfahren wahrzunehmen; insofern verfügt die Berufungsklägerin bereits über einen geeigneten rechtskundigen Vertreter. Daher erübrigt sich die Ernennung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes (BGE 100 Ia 109 E. 8 S. 119; 110 Ia 87 E. 4 S. 90). In Frage steht damit nur noch die Befreiung von der Gerichtsgebühr für das bundesgerichtliche Verfahren. Als geradezu aussichtslos kann die vorliegende Berufung nicht bezeichnet werden. Hingegen besitzt die Berufungsklägerin zwei unbelastete Liegenschaften und verfügt über ein monatliches Renteneinkommen von ca. Fr. 1'800.--. Der Unterhalt der einen Liegenschaft wird zudem aus dem Mietzins bestritten, welcher der Sohn der Berufungsklägerin ihr für die von ihm bewohnte Wohnung leistet. Somit kann die Berufungsklägerin nicht als bedürftig angesehen werden, insbesondere auch unter Berücksichtigung der anfallenden, eher geringen Gerichtsgebühr für das vorliegende Verfahren. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist daher abzuweisen.