Citation: 5A_872/2022 E. 5

Die Beschwerdeführerin macht abschliessend Willkür (Art. 9 BV) bei der Feststellung des für die Kosten- und Entschädigungsfolgen vor dem Obergericht des Kantons Zürich relevanten Sachverhalts sowie eine Verletzung von Art. 118 Abs. 2 ZPO geltend. Das Obergericht habe aktenwidrig darauf abgestellt, dass die Hälfte der Aufwendungen im Beschwerdeverfahren für die Anfechtung der Abweisung des Parteientschädigungsantrags angefallen sei, obschon sich die 17-seitige Beschwerdeschrift nur auf zwei Seiten mit der Parteientschädigung befasse und es notorisch sei, dass sich der Aufwand wegen eines einzelnen zusätzlichen Rechtsbegehrens in der Regel nicht einfach verdopple. Entsprechend hätte die unentgeltliche Rechtspflege im Beschwerdeverfahren auch nicht nur zur Hälfte, sondern zu 90 % gewährt werden müssen. Diese Rüge ist offensichtlich unbegründet, soweit die Beschwerde insoweit nicht ohnehin rein appellatorische Kritik enthält und überhaupt auf sie einzutreten ist (vgl. vorne E. 2.2). Denn die Beschwerdeführerin unterlässt geflissentlich den Hinweis darauf, dass sich ihre Beschwerdeschrift auf ebenfalls nicht mehr als zwei Seiten der Begründung mit der unentgeltlichen Rechtspflege befasst und alle weiteren Seiten den Rechtsbegehren, dem Formellen, dem Sachverhalt sowie den Kosten- und Entschädigungsfolgen (inkl. unentgeltliche Rechtspflege) betreffend das Verfahren vor Obergericht gewidmet waren, aus denen sich im Hinblick auf das Verhältnis zwischen Obsiegen und Unterliegen nichts ableiten lässt. Im Übrigen sind die Seiten einer Beschwerdeschrift nicht der einzige Anhaltspunkt für die Bestimmung eines Aufwands. Abgesehen vom zu pauschalen und damit untauglichen Hinweis auf die fehlende Verdoppelung des Aufwands zufolge eines einzelnen zusätzlichen Rechtsbegehrens führt die Beschwerdeführerin nichts an, was auch nur im Ansatz auf Willkür oder eine Gesetzesverletzung hinweisen würde. Entsprechend ist es auch nicht zu beanstanden, hat das Obergericht die Hälfte des angefallenen Aufwands unter dem Titel der unentgeltlichen Rechtspflege entschädigt.