Citation: 8C_777/2021 E. 4.2.2

4.2.2. Laut der Beschwerdeführerin sei ihr nicht bewusst gewesen, dass die IV-Stelle bis 19. Juni 2019 eine leidensadaptierte Tätigkeit im Umfang von 70 % und danach von 50 % für zumutbar gehalten habe. Das kantonale Gericht ging ausführlich auf die medizinischen Aktenlage ein und schützte diese Einschätzung der Arbeitsfähigkeit. Die Beschwerdeführerin bringt nicht vor, sie sei bloss in geringerem Masse arbeitsfähig gewesen, sondern rügt nur, sich über ihre tatsächliche Arbeitsfähigkeit mangels eines Hinweises der IV-Stelle nicht im Klaren gewesen zu sein. Dabei wies sie die IV-Stelle bereits mit rechtskräftiger Verfügung vom 25. September 2012 darauf hin, es habe keine anspruchsrelevante Arbeitsunfähigkeit bestanden, weshalb ihr die Tätigkeit von 20 - 30 % im angestammten Beruf zumutbar sei. Ob und in welchem Umfang die Beschwerdeführerin die ihr zumutbare Arbeitsfähigkeit ausschöpft oder davon absieht, ist - auch mit Blick auf die von ihr erwähnte Unterstützung im Konkubinat - grundsätzlich eine persönliche Entscheidung. Aufgabe der IV-Stelle ist es, bei der Bemessung des Invaliditätsgrades die anspruchsrelevante Arbeitsunfähigkeit (vgl. Art. 28 IVG) abzuklären.