Citation: 1P.33/2006 08.03.2006 E. 3

Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer am 6. September 2004 um 22 Uhr am B.________weg in C.________ seinen Citroen neben dem Mercedes von A.________ parkierte. Umstritten ist nur, ob er dabei den Mercedes touchierte und beschädigte. 3.1 Der Cousin von A.________, der zur Tatzeit 14-jährige D.________, sagte gegenüber der Polizei und an der erstinstanzlichen Hauptverhandlung als Zeuge aus, er habe mit Kollegen vor dem Haus Fussball gespielt, als der Beschwerdeführer neben dem Wagen von A.________ in eine enge Lücke parkiert und diesen dabei touchiert habe. Der Knall sei nicht wirklich laut gewesen, es sei möglich, dass der sehr alte Chauffeur die Kollision nicht bemerkt habe. Er habe dann A.________ über den Vorfall informiert und in dessen Auftrag den Beschwerdeführer geholt, der sich bei einem Nachbarn aufgehalten habe. A.________ sagte aus, er habe sich im Haus seines Onkels aufgehalten und die Kinder hätten vor dem Haus gespielt. Irgendwann seien sie gekommen und hätten ihm gesagt, jemand habe sein Auto zerkratzt. Er sei nachschauen gegangen und habe gesehen, dass ein Citroen, der vorher nicht da gewesen sei, schräg neben seinem Mercedes gestanden habe, und dass sein Fahrzeug hinten links einen Schaden aufgewiesen habe, der vorher noch nicht bestanden habe. Der Lenker des Citroen sei dann dazugekommen und habe gesagt, dies sei eine Sache von 100 Franken, er solle den Schaden bei der Garage E.________ in F.________ beheben lassen. Als der Beschwerdeführer über die Schadenshöhe von 800 bis 1'200 Franken informiert worden sei, sei er nicht mehr bereit gewesen, den Schaden zu übernehmen. Der Beschwerdeführer bestätigt, dass D.________ im Verlaufe des Abends geklingelt und ihm gesagt habe, dass er ein Auto beschädigt habe und 1'000 Franken bezahlen müsse. Er habe dann mit A.________ den Schaden begutachtet und gesagt, er würde für den Schaden, der sich nach seiner Meinung in der Grössenordnung von 100 bis 200 Franken bewegt habe, aufkommen. Als dann von einer Schadenshöhe von 500 bis 1'000 Franken die Rede gewesen sei, sei er damit nicht mehr einverstanden gewesen. Den Schaden habe er nicht verursacht. Nach dem Unfallrapport der Kantonspolizei Zürich vom 17. September 2004 wies der Citroen des Beschwerdeführers auf praktisch gleicher Höhe wie der Schaden am Mercedes von A.________ einen neueren Schaden im Bereich des rechten hinteren Radlaufs auf. Die vom Polizeibeamten geschilderten und fotografisch festgehaltenen Beschädigungen der beiden Fahrzeuge (Citroen hinten rechts, Mercedes hinten links) entsprechen dem vom Zeugen geschilderten Parkvorgang, bei welchem der Beschwerdeführer seinen Citroen links neben den Mercedes stellen wollte. Aufgrund dieser Aussagen (angefochtener Entscheid E. 2.2) und des Polizeirapportes (angefochtener Entscheid E. 2.3) steht für das Obergericht unzweifelhaft fest, dass der Beschwerdeführer beim Einparken den Mercedes von A.________ beschädigte (angefochtener Entscheid E. 2.4 f.). 3.2 D.________ hat gleichbleibend ausgesagt, dass der Beschwerdeführer beim Einparken den Mercedes seines Cousins beschädigte. Der Beschwerdeführer bringt nichts vor, was geeignet wäre, die Glaubhaftigkeit dieser Aussage oder die Glaubwürdigkeit des Zeugen ernsthaft in Frage zu stellen. Diese Darstellung des Unfalls wird im Gegenteil durch gewichtige Indizien gestützt, insbesondere durch das durchaus zueinander passende Schadensbild an den beiden Fahrzeugen und nicht zuletzt auch durch das Verhalten des Beschwerdeführers selber, der nach einer gemeinsam mit A.________ vorgenommenen Begutachtung der Situation erklärte, dessen Schaden zu übernehmen und diese Zusage erst zurückzog, als sich herausstellte, dass der Schaden die Schätzung des Beschwerdeführers bei weitem überstieg. Dass die Alarmanlage des Mercedes stumm blieb, kann viele Gründe haben, so z.B. dass kein schwerer Zusammenstoss, sondern nur eine schwache Streifkollision stattfand; etwas anderes wird dem Beschwerdeführer indessen gar nicht vorgeworfen. Das Obergericht konnte daher ohne Verfassungsverletzung davon ausgehen, dass der Beschwerdeführer den Parkschaden am Mercedes von A.________ verursacht hatte. 3.3 Der Beschwerdeführer versucht, kleinere Unstimmigkeiten oder Ungenauigkeiten in der Darstellung des nebensächlichen Geschehens zu "eklatanten Widersprüchen" hochzustilisieren mit dem Ziel, die Zeugenaussage von D.________ als unglaubhaft erscheinen zu lassen. So macht er etwa geltend, dieser habe gegenüber der Polizei ausgesagt, er habe seinem Cousin vom Unfall erzählt und sei von diesem beauftragt worden, den Beschwerdeführer zu holen. Vor Gericht habe er dann gesagt, sein Cousin habe ihm zunächst nicht geglaubt, sondern erst, nachdem dessen Bruder G.________ die Sache angeschaut habe. Da es für die Darstellung des rechtserheblichen Sachverhaltes - des Unfallgeschehens - indessen völlig nebensächlich ist, ob A.________ die "Schadensmeldung" seines Cousins sofort glaubte oder ob zunächst dessen Bruder G.________ die Sachlage klärte, ist es ohne weiteres nachvollziehbar, dass D.________ das Intermezzo mit G.________ der Polizei nicht berichtete, sondern dieses erst als Zeuge vor Gericht - möglicherweise auf Grund einer eingehenderen Befragung - erwähnte. Derartige Einwände sind - auch wenn sie vom Beschwerdeführer mehrfach erhoben werden - nicht geeignet, die Glaubhaftigkeit der Zeugenaussage in Bezug auf das Kerngeschehen ernsthaft zu erschüttern und damit die Beweiswürdigung des Obergerichts, welches darauf abstellt, als willkürlich erscheinen zu lassen. Sie erschöpfen sich in appellatorischer, in einer staatsrechtlichen Beschwerde unzulässigen Kritik. Darauf ist nicht einzutreten. 3.4 Es kann auch keine Rede davon sein, dass das Obergericht seine Begründungspflicht verletzte. Es war verfassungsrechtlich nicht verpflichtet, sich mit sämtlichen, zum Teil an den Haaren herbeigezogenen Einwänden gegen die erstinstanzliche Beweiswürdigung im Einzelnen auseinanderzusetzen, sondern konnte sich auf die für seinen Entscheid erheblichen Gesichtspunkte beschränken. Diese sind im angefochtenen Entscheid aufgeführt, die Rüge ist offensichtlich unbegründet. 3.5 Keiner weiteren Ausführungen bedarf bei dieser Sachlage, dass die Rüge, das Obergericht habe den Grundsatz "in dubio pro reo" verletzt und die der Beschwerdeführer bloss mit einem Verweis auf seine - appellatorische - Kritik an der obergerichtlichen Beweiswürdigung begründet, offensichtlich unbegründet bzw. nicht in einer den gesetzlichen Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG genügenden Weise begründet ist.