Citation: 4A_434/2019 E. 3

Die Parteien schlossen am 22. August 2011 einen Privatkreditvertrag ab. Darin anerkannten die Beschwerdeführer, vom Beschwerdegegner "als Privatkredit den Betrag von CHF 117'000.00, zuzüglich 11.9 % Zins p.a. CHF 36'666.00, Total CHF 153'666.00" erhalten zu haben und dem Beschwerdegegner zu schulden. Strittig war vor der Vorinstanz, ob die Beschwerdeführer dem Beschwerdegegner aus diesem Vertrag noch Fr. 53'783.10 nebst Verzugszins schulden. Die Beschwerdeführer machten geltend, der Privatkreditvertrag gebe nicht die tatsächliche Vereinbarung zwischen den Parteien und damit nicht deren wirklichen Willen wieder. Die Vorinstanz kam zum Schluss, dass von den Fr. 117'000.-- "Privatkredit" gemäss schriftlichem Vertrag unbestrittener- und erwiesenermassen nur Fr. 100'000.-- Darlehen seien. Insofern hätten sich die Parteien tatsächlich übereinstimmend verstanden und sich in diesem Verständnis auch tatsächlich geeinigt. Ebenso sei ein tatsächlicher Konsens betreffend den Zins von Fr. 36'666.-- erstellt. Auch müssten sich die Parteien offensichtlich einig gewesen sein, dass weitere Fr. 17'000.-- geschuldet seien, insgesamt also Fr. 153'666.--. Nur so lasse sich das nachträgliche Zahlungsverhalten der Beschwerdeführer interpretieren. Bei den Fr. 17'000.--- handle es sich neben den Fr. 36'666.-- "Zins im engeren Sinn" um "Darlehenszins im weiteren Sinn". Der Zins für das Darlehen von Fr. 100'000.-- betrage damit Fr. 53'666.--. Das ergebe einen effektiven Jahreszins von 20.91 %. Ein solch hoher Zins sei sittenwidrig. Der Zins sei daher wenigstens auf den erlaubten Höchstzinssatz von 18 % herabzusetzen. Entsprechend betrage die Schuld der Beschwerdeführer nicht Fr. 153'666.--, sondern Fr. 143'013.--. Abzüglich der geleisteten Zahlungen ergebe dies einen Fehlbetrag von Fr. 42'102.25.