Citation: 4A_258/2007 18.10.2007 E. 2

Die Parteien haben in Art. 9 lit. a des Werkvertrages für die Gewährleistung "die üblichen Garantien gemäss den Normalien des SIA" vereinbart. Daraus schliesst das Kantonsgericht zu Recht, dass die Parteien den Werkvertrag der SIA-Norm 118 unterstellt haben. Auch der Beschwerdeführer geht grundsätzlich von der Anwendbarkeit der SIA-Norm 118 aus. Nur an einer Stelle wirft er der Vorinstanz vor, in zu "apodiktischer Weise" von dieser Norm auszugehen, ohne allerdings darzulegen, inwieweit diese nicht anwendbar sein soll. Darauf ist nicht einzutreten (Art. 42 Abs. 2 BGG). Die SIA-Norm 118 unterscheidet zwischen zwei Kategorien von Mängeln. Einerseits können Mängel, die während der zweijährigen Garantiefrist entdeckt werden, durch den Bauherren jederzeit gerügt werden (Art. 172 [jederzeitige Rügemöglichkeit innerhalb der Garantiefrist]); wenn während der Garantiefrist Mängel behoben werden, beginnt mit dem Tag der Abnahme in Bezug auf den instandgestellten Teil eine neue zweijährige Garantiefrist (Art. 176 Abs. 2). Andrerseits gelten Mängel, die erst nach Ablauf der zweijährigen Garantiefrist entdeckt werden, als verdeckte Mängel (Art. 179 Abs. 1), welche sofort nach ihrer Entdeckung zu rügen sind (Art. 179 Abs. 2 [sofortige Rügepflicht bei der Entdeckung von versteckten Mängeln]).