Citation: U 384/05 02.02.2006 E. 1

Am 1. Januar 2003 sind das Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 und die dazugehörige Verordnung (ATSV) vom 11. September 2002 in Kraft getreten. Weil der Einspracheentscheid des Unfallversicherers zwar nach dem 31. Dezember 2002 erlassen worden ist, darin aber auch Sachverhalte beurteilt werden, die vor dem 1. Januar 2003 eingetreten sind, ist entsprechend dem von der Praxis entwickelten intertemporalrechtlichen Grundsatz, wonach in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei Verwirklichung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhaltes in Geltung standen, der Beurteilung bis 31. Dezember 2002 altes Recht und ab 1. Januar 2003 neues Recht zugrunde zu legen (BGE 130 V 445). Dies gilt insbesondere, wenn wie vorliegend mit dem geltend gemachten Anspruch auf Invalidenrente Dauerleistungen im Streit stehen, über die noch nicht rechtskräftig verfügt worden ist. Die Bestimmungen über den Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG in den bis 31. Dezember 2002 und ab 1. Januar 2003 geltenden Fassungen) sowie die (den bisherigen, von der Rechtsprechung entwickelten Begriffen und Grundsätzen sowie aArt. 18 Abs. 2 UVG entsprechenden [vgl. RKUV 2004 Nr. U 529 S. 572]) Bestimmungen über den Begriff der Invalidität (Art. 8 ATSG) und die Invaliditätsbemessung (Art. 16 ATSG) werden im angefochtenen Entscheid zutreffend dargelegt. Gleiches gilt für die Voraussetzungen, unter welchen Soziallohn angenommen werden darf, und die hier anwendbaren strengen Beweisanforderungen (BGE 117 V 18, 110 V 277, 104 V 93; Urteil D. vom 17. März 2000, I 270/99; vgl. auch Alexandra Rumo-Jungo, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. Aufl., Zürich 2003, S. 127; Peter Omlin, Die Invalidität in der obligatorischen Unfallversicherung, Diss. Freiburg 1995, 2. Aufl. 1999, S. 213). Darauf wird verwiesen.