Citation: 8C_97/2022 E. A

Der 1967 geborene A.________ bezog in der Rahmenfrist für den Leistungsbezug vom 2. April 2018 bis 1. Oktober 2020 Arbeitslosenentschädigung von der Unia Arbeitslosenkasse. Am 2. Oktober 2020 eröffnete die Kasse eine Folgerahmenfrist für den Leistungsbezug. In den Monaten August bis Dezember 2020 übte A.________ eine Zwischenverdiensttätigkeit als B.________-Fahrer aus. Mit Verfügung vom 25. Januar 2021 stellte die Kasse fest, für diese Kontrollperioden bestehe Anspruch auf total 16,8 Taggelder in der Höhe von gesamthaft Fr. 3'248.30 brutto. Nachdem A.________ dagegen Einsprache erhoben hatte, teilte die Kasse ihm am 1. März 2021 mit, dass das Einkommen aus seiner Zwischenverdiensttätigkeit für B.________ nicht korrekt berechnet worden sei. Es sei fälschlicherweise von einer selbstständigen Erwerbstätigkeit ausgegangen worden, weshalb nebst der Servicegebühr jeweils noch ein 20%iger Pauschalabzug vorgenommen worden sei. Aufgrund verschiedenster Entscheide von Sozialversicherungen und Gerichten gelte B.________ als Arbeitgeber. Durch die unrechtmässige Berücksichtigung des 20%igen Pauschalabzugs für selbstständig Erwerbstätige sei ein zu tiefer Zwischenverdienst angerechnet worden, weshalb nach Korrektur der Abrechnungen für die Monate August 2020 (für diesen Monat sei bisher kein Zwischenverdienst angerechnet worden) und Oktober bis Dezember 2020 eine Rückforderung entstehe. Sollte A.________ die Einsprache zurückziehen wollen, könne er dies innert der angesetzten Frist bis 12. März 2021 schriftlich tun. Dieser liess sich in der Folge nicht vernehmen, woraufhin die Kasse die Einsprache abwies, die Verfügung vom 25. Januar 2021 aufhob und festhielt, die Abrechnungen der Monate August bis Dezember 2020 seien durch den Standort U.________ neu zu prüfen (Einspracheentscheid vom 17. März 2021.