Citation: 1B_271/2023 E. 1

Das Regionalgericht Bern-Mittelland sprach mit Urteil 1. Februar 2023 A.________ der mehrfach begangenen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte, der mehrfach begangenen einfachen Körperverletzung, der mehrfach begangenen Widerhandlungen gegen das Ausländer- und Integrationsgesetz, der mehrfach begangenen Hinderung einer Amtshandlung, des mehrfach begangenen Hausfriedensbruchs, der Beschimpfung, des mehrfach begangenen Diebstahls und der mehrfach begangenen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig und verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten, wobei festgestellt wurde, dass sich der Beschuldigte vom 10. März 2022 bis 1. Februar 2023 im vorzeitigen Strafvollzug befunden habe und dieser an die Freiheitsstrafe angerechnet werde. Sodann ordnete das Regionalgericht eine stationäre therapeutische Massnahme nach Art. 59 StGB an und hielt fest, dass der Vollzug der Massnahme der Freiheitsstrafe vorausgehe. Weiter versetzte das Regionalgericht den Beschuldigten in Sicherheitshaft und legte deren Dauer vorerst auf drei Monate fest. A.________ erhob dagegen, beschränkt auf die Frage der stationären therapeutischen Massnahme, Berufung. Die 2. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Bern verfügte am 26. April 2023, dass A.________ zwecks Sicherung des Massnahmenvollzugs in Sicherheitshaft verbleibe. Sie bejahte dabei den dringenden Tatverdacht sowie das Vorliegen der besonderen Haftgründe der Flucht- und der Wiederholungsgefahr und erachtete die Sicherheitshaft als verhältnismässig.