Citation: 5A_107/2023 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz führt aus, dass die Beschwerdeführerin nach dem Obhutswechsel der Kinder zum Beschwerdegegner keine Betreuungspflichten mehr treffen würden. Solche Pflichten habe sie auch gegenüber G.________ und F.________ aus der Beziehung mit H.________ nicht, nachdem das Bezirksgericht Muri diese mit Verfügung vom 11. August 2021 vorsorglich unter die Obhut des Vaters gestellt habe. Vor diesem Hintergrund sei ihr gestützt auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung (BGE 144 III 481 E. 4.7.5; Urteil 5A_98/2016 vom 25. Juni 2018 E. 3.5) die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit von 100 % zumutbar. Die Vorinstanz rechnet der Beschwerdeführerin ab April 2022 ein monatliches Einkommen von Fr. 4'560.-- netto (inkl. 13. Monatslohn) an. Die Ausrichtung eines 13. Monatslohns bzw. einer entsprechenden Gratifikation sei üblich, sodass ohne konkrete gegenteiligen Hinweise davon auszugehen sei, dass ein 13. Monatslohn oder eine Gratifikation ausbezahlt werde.