Citation: 4A_664/2015 E. 4.2.2

4.2.2. Ebenso unbehelflich ist sein Einwand, es müsse ein sog. "Notgroschen" berücksichtigt werden, der praxisgemäss zwischen Fr. 20'000.-- und Fr. 40'000.-- betrage. Mit der Praxis zum "Notgroschen" wird demjenigen, der bereits vor dem Gerichtsverfahren unter Einschränkung des allgemeinen Lebensstandards gespart hat, ein gewisser Betrag seiner Ersparnisse belassen. Dagegen soll demjenigen, der bis anhin nicht gespart hat, durch Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege nicht ermöglicht werden, zu Lasten des Staates mit dem Sparen zu beginnen. Ein derartiger Anspruch besteht nicht (Urteile 5A_612/2010 vom 26. Oktober 2010 E. 2.4; 4P.22/2007 vom 18. April 2007 E. 5, mit Hinweisen; ALFRED BÜHLER, in: Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Bd. I, 2012, N. 116 zu Art. 117 ZPO). Nicht stichhaltig ist sodann sein Hinweis, dass ihm zugemutet werde, seine Ersparnisse von Fr. 4'305.-- für die ersten zwei Raten zu verbrauchen. Der von der Vorinstanz angerechnete Betrag von Fr. 60'000.-- beruht auf dem monatlichen Einkommensüberschuss; die Ersparnisse von Fr. 4'305.-- werden dem Beschwerdeführer vielmehr als Notgroschen belassen. Soweit er Fr. 2'000.-- davon für die erste Rate des Kostenvorschusses verwenden müsste, wäre dies nicht ein Vermögensverbrauch, sondern nur eine Umschichtung der finanziellen Mittel. Der in diesem Monat nicht verbrauchte Betrag von Fr. 2'000.-- aus dem Überschuss wäre dann stattdessen auf das Bankkonto zu legen. Gemäss dem Zwischenentscheid vom 2. November 2015, der den Kostenvorschuss festsetzte, wäre die erste Rate von Fr. 2'000.-- zwar schon am 16. November 2015 fällig geworden, die zweite aber erst am 31. Dezember 2015. Die Obergrenze von 60'000.-- stellt überdies unabhängig von der Zahlungsmodalität sicher, dass insgesamt nicht mehr verlangt wird, als aus dem angenommenen Überschuss innerhalb von zwei Jahren bezahlt werden kann.