Citation: 4A_173/2009 03.07.2009 E. 6

Den mit Widerklage geltend gemachten Lohnanspruch für nicht bezogene Ferien erachtete die Vorinstanz für nicht nachgewiesen. Sie gab dafür zwei Begründungen. Zum einen verwies sie auf die eigenen Aussagen des Beschwerdeführers anlässlich der untersuchungsrichterlichen Einvernahme vom 8. April 2002, wonach er Anfang Januar 2002 der Beschwerdegegnerin vorgeschlagen habe, bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses am 28. Februar 2002 seine Ferien zu beziehen bzw. - falls die Beschwerdegegnerin mit dem Ferienbezug nicht einverstanden sei - das Ganze zur Berechnung seiner Ansprüche dem Treuhänder zu übergeben. In der Folge habe er am 7. Januar 2002 seine Geschäftsschlüssel abgegeben. Insbesondere auch aufgrund der Saldoerklärung müsse als erstellt gelten, dass der Beschwerdeführer damals selbst der Auffassung gewesen sei, seine Ferienansprüche seien damit abgegolten. Zum anderen berechnete die Vorinstanz anhand der von der Beschwerdegegnerin gelieferten Daten betreffend die Betriebsferien in den Betrieben in B.________ und C.________, dass der Beschwerdeführer an 43 Tagen, an welchen in beiden Betrieben Betriebsferien waren und für welche keinerlei Hinweise auf eine Arbeitstätigkeit des Beschwerdeführers bestanden, in den Ferien weilte und somit seine Ferien vollständig bezogen hatte. Gegen die erste Begründung wendet der Beschwerdeführer ein, sie verstosse gegen Art. 341 OR. Es könne keine Rede davon sein, dass der Beschwerdeführer mit der Saldoerklärung auf etwas verzichtet habe. Dieser Einwand geht fehl. Die Vorinstanz leitete aus der Saldoerklärung nicht ab, der Beschwerdeführer habe auf einen Lohnanspruch für nicht bezogene Ferien verzichtet, der ihm an sich zugestanden wäre. Vielmehr ging sie davon aus, der Beschwerdeführer habe nicht bewiesen, dass er noch offene Ferien habe. Es sei im Gegenteil aus seinen Aussagen zu folgern, dass er selber der Auffassung gewesen sei, seine Ferienansprüche seien mit dem Ferienbezug im Januar und Februar 2002 abgegolten. Mit dieser Beurteilung hat die Vorinstanz Art. 341 OR nicht verletzt. Da bereits diese Begründung den angefochtenen Entscheid stützt, besteht kein Rechtsschutzinteresse an der Überprüfung der zweiten alternativen Begründung für die Verneinung eines Lohnanspruchs für angeblich nicht bezogene Ferien. Ohnehin verkennt der Beschwerdeführer mit seinen dagegen vorgebrachten appellatorischen Ausführungen einmal mehr, dass das Bundesgericht keine letzte Appellationsinstanz ist, die von den Parteien mit vollkommenen Rechtsmitteln angerufen werden könnte.