Citation: 1C_68/2018 E. 3.1

3.1. Die Beschwerdeführerin bestreitet grundsätzlich nicht, dass ihre Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 18. September 2017 verspätet eingereicht worden ist. Sie stellt sich aber auf den Standpunkt, die Vorinstanz hätte nicht die 20-tägige Frist nach § 98 Abs. 2 StrG, sondern die sich aus § 86 EntG i.V.m. § 130 VRG ergebende 30-tägige Frist beachten müssen. Nach dieser wäre ihre Beschwerde rechtzeitig gewesen. Zudem hätte aufgrund der Anwendbarkeit des Enteignungsgesetzes gemäss § 85 EntG die Zustellung eingeschrieben erfolgen müssen, womit ihr der Entscheid frühestens am Montag, 28. August 2017 hätte zugestellt werden können. Aus dieser fehlerhaften Zustellung dürfe ihr kein Rechtsnachteil erwachsen, weshalb die Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 18. September 2017 als rechtzeitig erhoben gelten müsse. Indem sich die Vorinstanz aber auf das Strassenrecht gestützt habe, ignoriere sie den selbst hergestellten Bezug zum Enteignungsrecht. Dieses widersprüchliche Verhalten widerspreche dem Willkürverbot i.S.v. Art. 9 BV.