Citation: 1C_569/2018 E. 4.4

4.4. Die Bedenken an der Fahreignung der Beschwerdeführerin kann weiter auch ihr in Bezug auf Alkohol bzw. Trunkenheitsfahrten bisher einwandfreier automobilistischer Leumund nicht ausräumen. Wie erwähnt, setzt die Anordnung einer verkehrsmedizinischen Untersuchung nicht zwingend voraus, dass der Fahrzeugführer tatsächlich unter dem Einfluss von Alkohol gefahren ist (vgl. E. 3.1 hiervor). Schliesslich ist für die Anordnung der verkehrsmedizinischen Untersuchung auch der Nachweis nicht erforderlich, die Beschwerdeführerin sei tatsächlich nicht in der Lage, Alkoholkonsum und Strassenverkehr ausreichend auseinanderzuhalten, zumal die umstrittene Anordnung der verkehrsmedizinischen Untersuchung gerade auch der Klärung dieser Frage dient. Nichts zu ihren Gunsten kann die Beschwerdeführerin sodann aus dem Umstand ableiten, dass ihr der Führerausweis nicht vorsorglich entzogen wurde. Da die Beschwerdeführerin, wie erwähnt, in Bezug auf Trunkenheitsfahrten nicht vorbestraft ist, ist es nicht zu beanstanden, dass ihr der Führerausweis (vorerst) belassen wurde.