Citation: 5A_231/2024 E. 3.1

3.1. Das Konkursamt kritisiert nicht die Berechnung der angeordneten Verteilung im Nachkonkurs, wie sie das Obergericht bei Berücksichtigung des Prozessgewinns der Beschwerdegegnerin vorgenommen hat. Es stellt vielmehr den Ansatz in Frage, dass ein Prozessgewinn in der Verteilung des Erlöses im Nachkonkurs zugunsten eines erfolgreichen Wegweisungsklägers (hier: die Beschwerdegegnerin) überhaupt zu berücksichtigen sei. Nach Auffassung (und Berechnung) des Konkursamtes ist einzig der Erlösanteil, der auf die Forderung der Beschwerdegegnerin entfällt, zur Nachdividende berechtigt. Es wirft dem Obergericht eine ungerechtfertigte Bevorzugung der Beschwerdegegnerin als Konkursgläubigerin und eine Verletzung der Regeln über die (negative) Kollokationskage (Art. 250 SchKG) bzw. über den Nachkonkurs vor (Art. 269 Abs. 1 SchKG) vor.