Citation: 6S.9/2007 17.05.2007 E. 2

Nach Ansicht des Beschwerdeführers ist die Beweiswürdigung bzw. sind die Sachverhaltsfeststellungen, die das Obergericht im Zusammenhang mit der auch ihm angelasteten Tötung von C.________ trifft, in verschiedener Hinsicht aktenwidrig und willkürlich, und sie verletzten daher Art. 9 BV und den Grundsatz "in dubio pro reo". 2.1 Willkür liegt nach ständiger Rechtsprechung nicht schon vor, wenn eine andere Lösung vertretbar oder gar vorzuziehen wäre. Das Bundesgericht hebt einen Entscheid vielmehr nur auf, wenn dieser mit der tatsächlichen Situation in offensichtlichem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Dabei rechtfertigt sich die Aufhebung des angefochtenen Entscheids nur, wenn er auch im Ergebnis verfassungswidrig ist (BGE 131 I 57 E. 2; 129 I 49 E. 4 mit Verweis). Die gerügte Verletzung der Unschuldsvermutung als Beweiswürdigungsregel hat keine selbständige Bedeutung neben der Willkürrüge (vgl. BGE 120 Ia 31 E. 2c und d). 2.2 Die Rügen des Beschwerdeführers erschöpfen sich weitestgehend in unzulässiger appellatorischer Kritik am angefochtenen Entscheid (vgl. Beschwerdeschrift Ziff. 3.1, Ziff. 3.2 zur Kenntnis der Gefährlichkeit und Gewaltbereitschaft von Y.________, Ziff. 3.3. zur Bewaffnung C.________s, Ziff. 3.4 zur Abmachung und Vorstellung der Angeschuldigten über die Anwesenheit von C.________ und dessen Ehefrau im Salon, Ziff. 4.3 zur Würdigung des Aussageverhaltens des Beschwerdeführers über die Art, Zeit, der Ort und die Person der Informationsübermittlung hinsichtlich C.________s Tötung). Darauf ist nicht einzutreten (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; vgl. BGE 127 I 38 E. 3c; 125 I 492 E. 1b mit Hinweisen). Nachfolgend bleibt lediglich auf zwei Rügen näher einzugehen. 2.3 Das Obergericht kommt im Gegensatz zum Kreisgericht zum Schluss, alle Angeschuldigten hätten damit rechnen müssen, dass die mitgeführten Schusswaffen nicht nur zur reinen Bedrohung eingesetzt werden würden, da keine Vorbereitungen hinsichtlich Fesselung der Opfer oder eigener Maskierung getroffen worden seien. Dennoch sei die Tötung wohl nicht von vorneherein abgesprochen worden (angefochtenes Urteil, S. 104 und 108). Der Beschwerdeführer beanstandet diese Schlussfolgerungen zu Unrecht als willkürlich. Denn das Obergericht leitet seine Annahmen aus mehreren sachlich fundierten Indizien ab. Für seine Beweiswürdigung spricht aber insbesondere der Umstand, dass die von den Angeschuldigten akribisch betriebene Beschaffung der schallgedämpften Waffe der Annahme eines "gewaltlosen" Raubs entgegensteht und die mitgeführte Schusswaffe denn auch gezielt und rasch zum ersten Einsatz kam. Dass und inwiefern die obergerichtliche Beweiswürdigung vor diesem Hintergrund schlechterdings unhaltbar sein sollte, ist nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer im Übrigen auch nicht aufgezeigt, stellt er der Auffassung des Obergerichts doch lediglich seine eigene abweichende Sicht der Dinge gegenüber, indem er darlegt, wie die Beweise richtigerweise zu würdigen gewesen wären. Damit kann Willkür jedoch nicht begründet werden. 2.4 Der Beschwerdeführer rügt die Feststellung des Obergerichts als willkürlich, wonach er den Salon erst nach der Erschiessung von C.________ verlassen habe. Das Obergericht gelangt zur beanstandeten Annahme insbesondere aufgrund einer Gesamtwürdigung der Aussagen der Angeschuldigten, namentlich derjenigen von X.________, und zieht in seine Beurteilung auch die Auswertung der Mobiltelefondaten des Beschwerdeführers sowie die Aussagen des unbeteiligten Zeugen E.________ mit ein. Das Obergericht übersieht dabei nicht, dass der Beschwerdeführer immer bestritten hat, die Schussabgabe auf C.________ mitverfolgt zu haben. Ebenso wenig verkennt es, dass die Aussagen X.________s hierzu nicht vollkommen einheitlich sind, begründet aber die Abweichungen bzw. Relativierungen in dessen Aussageverhalten anlässlich der Hauptverhandlung nachvollziehbar mit der Anwesenheit des ihm nahestehenden Beschwerdeführers. Diese Beweiswürdigung ist nicht willkürlich.