Citation: 1B_389/2019 E. 1.1

1.1. Die Beschwerde in Strafsachen gegen Entsiegelungsentscheide der Zwangsmassnahmengerichte ist nur zulässig, wenn der betroffenen beschuldigten Person wegen eines Eingriffs in ihre rechtlich geschützten Geheimnisinteressen ein nicht wieder gutzumachender Rechtsnachteil droht (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG i.V.m. Art. 248 Abs. 1 StPO; BGE 143 IV 462 E. 1 S. 465; nicht amtl. publizierte E. 1.2 von BGE 143 IV 270 und E. 2 von BGE 142 IV 207). Schon anlässlich ihres Siegelungsbegehrens vom 28. Mai 2019 (und der Hafteröffnung vom 29. Mai 2019) hatte die Beschwerdeführerin geltend gemacht, angesichts ihrer Tätigkeit als Journalistin drohe eine Verletzung des beruflichen Quellenschutzes von Medienschaffenden (Art. 172 StPO). Sie habe namentlich Mitteilungen für eine kurdische Nachrichtenagentur publiziert. Es sei zu vermeiden, dass (aus ihrer digitalen Korrespondenz) journalistische Quellen enttarnt würden. Ausserdem sei auch ihre eigene Privatsphäre tangiert. Sogar in der Schweiz lebe man "gefährlich", wenn man Kritik an der türkischen Regierung äussere. Bekanntlich sei es in der Türkei in den letzten Jahren zu extremen Einschränkungen der Meinungs- und Medienfreiheit gekommen. Sie habe in der Türkei lebende Angehörige sowie Kontakte zu anderen Personen, namentlich Journalisten, die gefährdet seien, wenn "heikle" Informationen bekannt würden. Damit wird ein drohender nicht wieder gutzumachender Rechtsnachteil (im Falle einer Entsiegelung und Durchsuchung der in den sichergestellten Mobiltelefonen enthaltenen elektronischen Aufzeichnungen) ausreichend substanziiert (vgl. auch Urteil des Bundesgerichtes 1B_550/2018 vom 6. August 2019 E. 1).