Citation: 4C.14/2006 01.03.2006 E. B

B.a Mit Klage vom 28. Mai 2002 forderte der Kläger vom Beklagten die Gewinnbeteiligung, die ihm gemäss Arbeitsvertrag vom 28. April 2000 zustehe. Dabei sei ihm - nach Auflage der Bilanz und Erfolgsrechnung für die Jahre 2000 und 2001 - eine Frist zur Bezifferung der Forderungshöhe anzusetzen. Ausserdem sei der Beklagte zu verpflichten, ihm für die Projektarbeiten "LUS" eine Entschädigung von Fr. 4'800.- zu bezahlen und das Arbeitszeugnis neu zu verfassen. Der Beklagte schloss auf Abweisung der Klage, soweit darauf einzutreten sei. Ferner beantragte er, der Kläger sei zu verpflichten, die Geheimhaltungserklärung vom 13. Dezember 2001 zu unterschreiben und ihm zurückzugeben. Für den Fall, dass er verpflichtet werden sollte, dem Kläger eine Entschädigung aus dem Arbeitsvertrag zu bezahlen, machte der Beklagte verrechnungsweise Fr. 710.- geltend. Nachdem das zuständige Arbeitsgericht des Kantons Luzern einen Sachverständigen mit der Kontrolle der Jahresabschlüsse 2000 und 2001 sowie der Ermittlung der diesbezüglichen Jahresgewinne beauftragt hatte, bezifferte der Kläger seine gesamte Geldforderung auf Fr. 14'718.-. Den Antrag auf Ausstellung eines abgeänderten Arbeitszeugnisses zog er zurück. Mit Urteil vom 29. März 2005 wies das Arbeitsgericht die Klage ab, soweit es darauf eintrat. Ebenso wies es die Widerklage betreffend die Geheimhaltungserklärung ab. B.b Dagegen appellierte der Kläger an das Obergericht des Kantons Luzern, I. Kammer, wobei er nunmehr beantragte, der Beklagte sei zu verpflichten, ihm 10% des Gewinns zu entrichten, der in der Zeitspanne vom 2. August 2000 bis 31. Dezember 2001 erwirtschaftet worden sei. Zudem sei ihm zwecks Bezifferung seiner Forderung uneingeschränkte Einsicht in die Geschäftsbücher zu gewähren. Ferner sei ihm Gelegenheit zu bieten, seine Forderung nach Abschluss des Beweisverfahrens zu beziffern. Sofern diese Hauptanträge abgewiesen würden, sei der Beklagte zu verpflichten, ihm Fr. 14'718.- zuzüglich 5% Verzugszins ab 1. Januar 2002 zu bezahlen und den zuständigen Sozialversicherungen die darauf aufzurechnenden Sozialversicherungsbeiträge zu entrichten. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an das Arbeitsgericht zurückzuweisen. Der Beklagte schloss auf Abweisung der Klage, soweit darauf einzutreten sei und verlangte eventualiter verrechnungsweise Fr. 710.-. Mit Urteil vom 16. November 2005 wies das Obergericht die Klage ab, soweit es darauf eintrat.