Citation: 1P.141/2000 12.04.2000 E. A

A.- Die Anklagekammer des Kantons St. Gallen entschied am 23. Dezember 1999 auf eine von A.________ wegen Beamtenmissbrauchs gegen den kantonalen Untersuchungsrichter X.________ eingereichte Strafklage hin, gegen letzteren kein Strafverfahren zu eröffnen. A.________ focht diesen Entscheid beim Bundesgericht an (Verfahren 1P.43/2000). Im selben Entscheid erwog die Anklagekammer, es müsse in der Folge abgeklärt werden, ob A.________ eine Ordnungsbusse aufzuerlegen sei, weil es den Anschein habe, dass er X.________ mutwillig des Beamtenmissbrauchs bzw. der Amtsgeheimnisverletzung bezichtige. Nach Einholung einer Stellungnahme von A.________ und Beurteilung der Anzeige im prozessgeschichtlichen Zusammenhang entschied die Anklagekammer am 10. Februar 2000, A.________ eine Ordnungsbusse von Fr. 300.-- aufzuerlegen. In der Begründung führte sie insbesondere aus, die Strafklage sei unter den konkreten Umständen für den angezeigten Untersuchungsrichter als in höchstem Masse diffamierend und verletzend zu betrachten.