Citation: 6B_714/2012 E. 2.4.5

2.4.5. Die Vorinstanz sieht die strafbare Handlung des Beschwerdeführers darin, dass dieser ab den beiden Konten der B.________ AG bei der Y.________ und der W.________ AG, auf welche die Darlehensgeber die Gelder überwiesen hatten, Zahlungen tätigte, die in keinem Zusammenhang mit dem Stahlhandel standen. Die Vorinstanz erachtet es als unerheblich, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang der Beschwerdeführer ab anderen Konten beziehungsweise aus anderen Quellen Zahlungen für den Stahlhandel leistete. Sie scheint davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer sich gegenüber den drei Geschädigten verpflichtet hatte, die Zahlungen für den Stahlhandel gerade ab denjenigen beiden Konten zu leisten, auf welche die Geschädigten die Darlehen überwiesen hatten. Dem angefochtenen Urteil kann indessen nicht entnommen werden, worauf die Vorinstanz ihre Ansicht stützt, der Beschwerdeführer sei verpflichtet gewesen, die Zahlungen für den Stahlhandel ab denjenigen beiden Konten zu tätigen, auf welche die drei Geschädigten ihre Darlehen überwiesen hatten. Eine solche Verpflichtung lässt sich weder aus den schriftlichen Verträgen vom 11. Januar 2005 noch aus den Aussagen des Vertreters der drei Geschädigten ableiten und ergibt sich auch nicht schon daraus, dass die Darlehen zur Verwendung im Stahlhandel bestimmt und damit zweckgebunden waren. Die Auffassung der Vorinstanz wäre allenfalls begründet, wenn es sich bei den beiden Konten, auf welche die drei Geschädigten die Darlehen überwiesen hatten, um Treuhandkonten oder um Fonds gehandelt hätte. Die Vorinstanz nennt indessen keine Umstände, die eine solche Annahme zuliessen.