Citation: 6S.9/2002 30.01.2003 E. 4

Der Beschwerdeführer bemängelt, die Vorinstanz habe es bei der Begründung der Strafzumessung an der erforderlichen Sorgfalt fehlen lassen. Sie habe sich damit begnügt, die versuchte Vermittlung von 10 Kilogramm Heroin als den zentralen Punkt beim Verschulden hinzustellen sowie dem Freispruch im Anklagepunkt 2 und dem Schuldspruch im Anklagepunkt 1 keine grosse Bedeutung zuzuschreiben. Dem Beschwerdeführer dennoch eine Freiheitsstrafe von 3 Jahren aufzubrummen, sei angesichts der Vorwürfe unverhältnismässig hart, zumal er nicht vorbestraft sei und seit mehr als 10 Jahren anstandslos in der Schweiz gelebt habe. Die Vorinstanz hat die versuchte Vermittlung von 10 Kilogramm Heroin nicht einfach als den zentralen Punkt hingestellt. Vielmehr begründet sie anschliessend an ihre Feststellung, dass der Versuch, dieses grosse Drogengeschäft in die Wege zu leiten, eine nicht unerhebliche kriminelle Energie und Skrupellosigkeit verrate. Das Scheitern dieses Geschäfts sei allein durch das Desinteresse des Angefragten bedingt gewesen, und es bestünden keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer aus eigenem Antrieb davon Abstand genommen hätte. Inwiefern diese Begründung unzutreffend sein sollte, legt der Beschwerdeführer nicht dar. Dass er nicht vorbestraft sei und seit mehr als 10 Jahren anstandslos in der Schweiz gelebt habe, wurde von der Vorinstanz berücksichtigt, wenn sie betreffend die persönlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers auf die erstinstanzlichen Ausführungen verweist und die beiden Umstände dort ausdrücklich erwähnt sind (act. 63 S. 26 f. Ziff. 2.2). Angesichts der Strafzumessungserwägungen im angefochtenen Urteil und der dortigen Hinweise auf die erstinstanzlichen Erwägungen erscheint die ausgefällte Strafe von 3 Jahren Zuchthaus auch nicht als auffallend hoch (BGE 121 IV 49 E. 2a). Damit erweisen sich die Rügen als unbegründet.