Citation: P 31/00 19.09.2000 E. 3

3.- In verbindlicher Weise (vgl. Erw. 1 hievor) hat die kantonale Rekurskommission festgestellt, dass die Beschwerdeführerin die Erhöhung der ihrem Ehemann im Jahre 1998 ausgerichteten Kinderzulagen nicht gemeldet hat, obwohl sie bereits bei der Antragstellung und in den jeweiligen Leistungsverfügungen auf die ihr obliegende Verpflichtung hingewiesen worden ist, jede Änderung in den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen sofort und unaufgefordert der Gemeindezweigstelle zu melden. Bei diesen Gegebenheiten hat die kantonale Rekurskommission zu Recht eine grobfahrlässige Verletzung der Meldepflicht angenommen. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird hiezu lediglich eingewendet, das kantonale Amt für AHV/IV habe an der Änderung des kantonalen Gesetzes, welche zu einer Erhöhung der Kinderzulagen geführt hatte, mitgewirkt. Diesem Amt und der bei ihm geführten Familienausgleichskasse sei damit die Änderung auf jeden Fall bekannt gewesen. Die Beschwerdeführerin habe in guten Treuen geglaubt, dass die Beschwerdegegnerin, in deren Hause die Kinderzulagen ausbezahlt werden, die gesetzliche Änderung von sich aus gekannt habe, weshalb sich eine Bestätigungsmeldung erübrigt habe. Dieser Einwand ist nicht stichhaltig. Abgesehen davon, dass es sich bei der (Familien-)Ausgleichskasse und der EL-Stelle um zwei verschiedene Verwaltungsabteilungen innerhalb des kantonalen Amtes für AHV/IV handelt, vermag ein fehlerhaftes Verhalten der Verwaltung nach ständiger Rechtsprechung die Meldepflichtverletzung der versicherten Person nicht zu kompensieren (RDAT 1999 I Nr. 70 S. 275, AHI-Praxis 1994 S. 125). Schliesslich ist der Vorinstanz auch darin beizupflichten, dass es einer EL-Stelle im Rahmen der Massenverwaltung nicht möglich ist, in jedem Einzelfall nachzuprüfen, ob infolge einer von Gesetzes wegen vorgenommenen Erhöhung der Kinderzulage eine Änderung in der Leistungszusprechung vorzunehmen ist.