Citation: 9C_464/2016 E. 7.3.1

7.3.1. Am 17. Oktober 2012 hatte die Beschwerdeführerin die Aufhebung der bisherigen ganzen Invalidenrente auf Ende November 2012 verfügt. Dem Entscheid lagen in medizinischer Hinsicht die Ergebnisse der polydisziplinären Expertise des ABI vom 15. Mai 2012 zugrunde. Danach war der Versicherte ab März 2009, jedenfalls aber ab dem Untersuchungszeitpunkt (März 2012), für eine leichte, wechselbelastende Tätigkeit ganztags vollständig arbeits- und leistungsfähig. Körperlich mittelschwere und schwere Verrichtungen wie die bisherige Beschäftigung als Karrosseriespengler sowie solche mit häufig gehenden, stehenden oder knienden Anteilen wurden demgegenüber als nicht mehr zumutbar eingestuft. Auf dieser Basis ermittelte die IV-Stelle anhand eines auf lohnstatistischen Angaben beruhenden Einkommensvergleichs (Valideneinkommen von Fr. 66'073.- [Lohnstrukturerhebung 2010, Tabelle TA1, Ziff. 95 "Reparatur von Gebrauchsgütern", Männer, Anforderungsniveau 3 "Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt", durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,8 Stunden]; Invalideneinkommen von Fr. 55'048.- [Tabelle TA1, Total, Männer, Anforderungsniveau 4 "Einfache und repetitive Tätigkeiten", durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,6 Stunden, leidensbedingter Abzug von 10 %]) einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 17 %. 7.3.1.1. Soweit der Versicherte im damaligen Beschwerdeverfahren den Beweiswert des ABI-Gutachtens infolge inhaltlicher Mängel anzweifelte, wäre der Einwand mutmasslich als nicht stichhaltig entkräftet worden. Als unbehelflich erweist sich dabei namentlich auch das gestützt auf BGE 139 V 99 (E. 2.3.2 S. 103 und dortige Hinweise) vorgebrachte Argument des kantonalen Gerichts, wonach (in Übergangssituationen) ein nach altem Standard (das heisst noch ohne Gewährung der in BGE 137 V 210 statuierten Beteiligungsrechte) in Auftrag gegebenes Gutachten grundsätzlich zwar eine massgebende Entscheidungsgrundlage bilde, das diesbezügliche Manko jedoch bei der Beweiswürdigung berücksichtigt werde. Ähnlich wie bei versicherungsinternen medizinischen Entscheidungsgrundlagen (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.4-4.7 S. 469 ff.) genügten dabei schon relativ geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der (verwaltungsexternen) ärztlichen Feststellungen, um eine (neue) Begutachtung anzuordnen. Übertragen auf den hiesigen Kontext bedeute dies, dass die Sache bereits bei auch nur relativ geringfügig beeinträchtigtem Beweiswert des ABI-Gutachtens vom 15. Mai 2012 zur erneuten gutachtlichen Abklärung an die IV-Stelle zurückgewiesen worden wäre. Dem ist entgegenzuhalten, dass die Beteiligungsrechte gemäss BGE 137 V 210 vorliegend vollumfänglich gewahrt worden sind (vgl. E. 6.3.4 hiervor), weshalb die Expertise des ABI nicht als zum vornherein vermindert beweiskräftig hätte qualifiziert werden dürfen. Die gutachtlichen Ausführungen beruhen im Gegenteil auf allseitigen (insbesondere allgemein-internistischen, psychiatrischen und orthopädischen) Untersuchungen und scheinen für die streitigen Belange umfassend zu sein. Es wurden im Rahmen der Begutachtung die geklagten Beschwerden wie auch die Vorakten (Anamnese) berücksichtigt und die Expertise leuchtet in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation ein. Schliesslich ergeben sich auch keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass die Schlussfolgerungen der beigezogenen Fachärzte als unbegründet zu bewerten wären (zu den Anforderungen an beweiskräftige medizinische Entscheidgrundlagen: BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232 mit Hinweis). Für Letzteres spricht überdies der Umstand, dass die in der Verfügung der Beschwerdeführerin vom 17. Oktober 2012 erwähnten Stellungnahmen des Regionalen Ärztlichen Dienstes ([RAD] vom 24. August und 21. September 2012) - ebenso wie im Ergebnis die nachträglich eingeholte Expertise der SMAB AG vom 1. Mai 2015, auf welche in Anbetracht der hier massgebenden echtzeitlichen Betrachtungsweise aber nicht abzustellen ist - die Einschätzung der ABI-Ärzte in jeder Hinsicht bestätigten. Wäre diese somit vermutungsweise als beweiswertig einzustufen gewesen, hätte sich eine Rückweisung der Angelegenheit an die IV-Stelle zwecks weiterer medizinischer Erhebungen erübrigt. 7.3.1.2. Die summarische Prüfung des Falles lässt ferner auch keine Rückschlüsse darauf zu, dass die Beschwerdeführerin hinsichtlich der erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Einschränkungen des Versicherten fehlerhafte Feststellungen getroffen hätte.