Citation: 1C_543/2021 E. 3.2

3.2. Die Baukommission hat, wie erwähnt, die Verweigerung der nachträglichen Baubewilligung für die strittige Umnutzung auf Art. 12.3 Abs. 2 BZO gestützt. Das Baurekursgericht hat dagegen diese Bestimmung als verfassungswidrig und daher im konkreten Fall nicht anwendbar beurteilt. Die Vorschrift beeinträchtige die Wirtschaftsfreiheit der betroffenen Unternehmen und die Baufreiheit als Teilgehalt der Eigentumsgarantie, genüge jedoch den Anforderungen gemäss Art. 36 BV für eine zulässige Grundrechtseinschränkung nicht. Die Vorinstanz hat die Auffassung des Baurekursgerichts zurückgewiesen. Art. 12.3 Abs. 2 BZO könne sich mit § 56 Abs. 3 Halbsatz 2 des Planungs- und Baugesetzes des Kantons Zürich vom 7. September 1975 (PBG/ZH; LS 700.1) auf eine ausreichende gesetzliche Grundlage im kantonalen Recht stützen. Da für Off-Airport-Parkierungsanlagen eine Richtplanpflicht nach Art. 8 Abs. 2 RPG (SR 700) gelte, bestehe weiter ein legitimes planerisches Motiv für die Vorschrift und ein hinreichendes öffentliches Interesse an dieser. Sodann sei die Bestimmung zweifellos auch verhältnismässig.