Citation: 2P.319/2006 23.01.2007 E. 3

3.1 In Bezug auf den Grundsatz von Treu und Glauben beruft sich der Beschwerdeführer darauf, dass ihm der Staatsanwalt im Strafverfahren für sein kooperatives Verhalten mündlich zugesichert habe, er werde keine Ausweisung beantragen und sich beim Migrationsamt bezüglich der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung für ihn einsetzen. Die Nichtverlängerung untergrabe diese Zusicherung der Strafbehörde. 3.2 Diese Rüge ist unbegründet. Zwar kann sich unter Umständen aus dem Grundsatz von Treu und Glauben ein Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung ergeben (BGE 126 II 377 E. 3a). Es besteht indessen schon auf Grund der von Straf- und fremdenpolizeilichem Verwaltungsverfahren verfolgten verschiedenen Zwecke keine Verpflichtung der Verwaltungsbehörden, von den Strafbehörden in dieser Hinsicht angestellte Überlegungen zu übernehmen. Das Verwaltungsgericht hat zudem zu Recht erwähnt, das Bezirksgericht habe denn auch tatsächlich auf eine Landesverweisung verzichtet; dies im Gegensatz zu den meisten Mitangeklagten.