Citation: 6B_900/2020 E. 1.3

1.3. Die Vorinstanz begründet, aufgrund welcher Kriterien sie die Höhe des Tagessatzes auf Fr. 45.-- bemessen hat. Sie führt aus, dass und weshalb sie die neueste - dem Bezirksgericht noch nicht bekannte - amtliche Einschätzung über das steuerbare Einkommen des Beschwerdeführers für das Jahr 2018 (Fr. 50'780.--) mitberücksichtigt. Sie legt dar, weshalb sie aufgrund der Ausführungen des Beschwerdeführers (niedrigeres Einkommen wegen der Corona-Pandemie) zu seinen Gunsten einen Abschlag von Fr. 10'000.-- macht und von einem Nettoeinkommen von Fr. 40'000.-- ausgeht. Ebenso begründet sie, welche Abzüge sie vornimmt und weshalb sie einen solchen für die geltend gemachten Unterhaltszahlungen in der Höhe von Fr. 12'000.-- verweigert. Nicht zu beanstanden ist, dass sich die Vorinstanz in ihren Ausführungen zu der (allein angefochtenen) Höhe des Tagessatzes nicht zum Strafmilderungsgrund des Art. 48 lit. c StGB äussert. Soweit die persönlichen Verhältnisse nichts mit der finanziellen Situation des Täters zu tun haben, sind sie im Rahmen des Verschuldens bei der Bemessung der Anzahl Tagessätze zu berücksichtigen. Eine zusätzliche Berücksichtigung bei der Tagessatzhöhe fällt ausser Betracht (Annette Dolge, in: Basler Kommentar, Strafrecht I, 4. Aufl. 2019, N. 40 zu Art. 34; vgl. auch BGE 134 IV 60 E. 6.4 S. 71). Entsprechend hatte sich die Verteidigung auf diesen Strafmilderungsgrund in ihrem Plädoyer denn auch ausschliesslich in Bezug auf das Verschulden (betreffend die Vorwürfe der üblen Nachrede und Beschimpfung) berufen, somit im Zusammenhang mit der Tagessatzanzahl und nicht in Bezug auf die (allein Gegenstand der Beschwerde bildende) Bemessung der Tagessatzhöhe. Zur beantragten Tagessatzhöhe von maximal Fr. 30.-- machte die Verteidigung im Berufungsverfahren lediglich ein niedrigeres Einkommen des Beschwerdeführers und dessen Schulden geltend. Eine Verletzung der Begründungspflicht liegt nicht vor.