Citation: 1P.683/1999 24.02.2000 E. 3

3.-Als Verstoss gegen das Willkürverbot und Art. 6 EMRK rügt der Beschwerdeführer den Umstand, dass "zwischen der angeblichen 'Ausfällung'" des Strafurteils vom 10. März 1999 "und dessen Erstellung am 16. Juli" 1999 "knapp 1/2 Jahr" verstrichen sei. a) Gestützt auf Art. 4 aBV bzw. Art. 29 Abs. 1 BV hat jede Person in Verfahren vor Gerichts- und Verwaltungsinstanzen Anspruch auf gleiche und gerechte Behandlung sowie auf Beurteilung innert angemessener Frist. Auch Art. 6 Ziff. 1 EMRK gewährleistet dem Angeschuldigten, dass ein unabhängiges Gericht innerhalb einer vernünftigen Frist ("dans un délai raisonnable") über die Stichhaltigkeit der gegen ihn erhobenen strafrechtlichen Anklage befindet. b) Wie sich aus den Akten ergibt, wurde das Strafurteil des Einzelrichters des Bezirksgerichtes Horgen am 10. März 1999 gefällt. Das schriftlich begründete Urteil wurde am 16. Juli 1999 versendet und dem Beschwerdeführer (nach dessen eigener Darstellung) am 17. Juli 1999 zugestellt. Der Beschwerdeführer macht nicht geltend, das Strafverfahren habe bis zur Urteilsfällung am 10. März 1999 übermässig lange gedauert. Vielmehr beanstandet er den Umstand, dass zwischen der Urteilsfällung und dem Versand des begründeten Urteils einige Monate verstrichen seien. Er bestreitet allerdings nicht, dass das schriftlich begründete Strafurteil 20 Seiten umfasst. Ebenso wenig legt er dar, inwiefern der blosse Umstand, dass der Einzelrichter des Bezirksgerichtes Horgen für die Ausfertigung der schriftlichen Urteilsbegründung etwas mehr als vier Monate benötigte, gegen die Verfassung oder die EMRK verstiesse. Eine Verletzung des Beschleunigungsgebotes oder des Willkürverbotes ist nicht ersichtlich (vgl. BGE 125 V 373 E. 2b S. 375). Auf die Rüge der Missachtung von (hier gar nicht anwendbaren) Bestimmungen des BStP ist nicht einzutreten (vgl. E. 1b).