Citation: 7B_456/2023 E. 2.2.2

2.2.2. Weiter hält die Vorinstanz teilweise mit Verweis auf das erstinstanzliche Urteil fest, es liege ein Radarfoto vor, welches anlässlich der erstinstanzlichen Gerichtsverhandlung vergrössert worden sei, um das Gesicht des Fahrzeuglenkers besser ersichtlich zu machen. Beim Vergleich des Radarfotos mit dem Foto auf dem Führerschein des Beschwerdeführers und dem anlässlich der Verhandlung anwesenden Beschwerdeführer habe die ausserordentliche Amtsgerichtsstatthalterin klar erkennen können, dass es sich dabei um die gleiche Person handle. Auch der Umstand, dass das Fahrzeug dem Vater des Beschwerdeführers gehört und der Beschwerdeführer das Fahrzeug mit einer gewissen Regelmässigkeit gefahren habe, würden für die Täterschaft des Beschwerdeführers sprechen. Dieser könne sich denn auch nicht mehr daran erinnern, ob er das Fahrzeug zum fraglichen Zeitpunkt gefahren habe. Es erscheine unter diesen Umständen äusserst unwahrscheinlich, dass es sich beim Fahrzeuglenker um eine andere Person gehandelt habe, die dem Beschwerdeführer derart ähnlich sehe und zudem Zugang zum Fahrzeug gehabt habe. Hinweise darauf, dass es sich so wie vom Beschwerdeführer behauptet verhalten habe, gebe es nicht und würden von diesem auch nicht vorgebracht. Der Grundsatz "in dubio pro reo" gelange somit nicht zur Anwendung, denn es bestünden eindeutig keine unüberwindbaren Zweifel, dass es sich bei der Person am Steuer um den Beschwerdeführer gehandelt habe.