Citation: 2C_323/2023 E. 4.4

4.4. Wenn die geltend gemachte widerrechtliche Handlung in einem Rechtsakt (z.B. einer Verfügung oder einem Urteil) besteht, kann nur die Verletzung einer wesentlichen Amtspflicht die Haftung auslösen (BGE 139 IV 137 E. 4.2; Urteile 2E_3/2021 vom 14. März 2022 E. 6.2; 2E_3/2020, 2E_4/2020 vom 11. November 2021 E. 8.2; 2E_4/2019 vom 28. Oktober 2021 E. 4.2.2; je mit Hinweisen). Die Tatsache, dass eine höhere Instanz einen Entscheid aufhebt, begründet noch keine haftpflichtrechtliche Widerrechtlichkeit (BGE 123 II 577 E. 4d/dd; 120 Ib 248 E. 2b; 118 Ib 163 E. 2; vgl. auch Urteil 2C_227/2020 vom 21. August 2020 E. 10.1). Auch eine Ermessensüberschreitung genügt dafür noch nicht (Urteil 2C_227/2020 vom 21. August 2020 E. 10.1 mit Hinweisen). Eine wesentliche Amtspflichtverletzung liegt erst vor bei einer unentschuldbaren Fehlleistung, die einem pflichtbewussten Behördenmitglied oder Beamten nicht unterlaufen wäre (BGE 132 II 449 E. 3.3; Urteil 2E_3/2020, 2E_4/2020 vom 11. November 2021 E. 8.2; je mit Hinweisen).