Citation: 4A_137/2019 E. A

A.a. B.________, verstorben am 14. August 2015, war seit 1990 in einem festen Arbeitsverhältnis als Mechaniker und bald darauf als Produktionsleiter bei der Einzelfirma von C.________ angestellt, die 1996 in die A.________ GmbH (Klägerin, Beschwerdeführerin) überführt wurde. Die A.________ GmbH fertigt Metallteile an. Als Produktionsleiter war B.________ nicht nur für den ganzen Produktionsablauf, sondern auch für Einkauf, Verkauf, Qualitätssicherung und Auslieferung zuständig. Im November 2000 kündigte B.________ den Arbeitsvertrag, um im selben Tätigkeitsgebiet eine eigene Unternehmung zu gründen. Er mietete auf den 15. Dezember 2000 Geschäftsräumlichkeiten und gründete am 21. Februar 2001 die D.________ GmbH. Am 9. März 2001 hatte er seinen letzten Arbeitstag bei der A.________ GmbH. A.b. Am 14. März 2001 erstattete C.________ bei der Polizei Anzeige wegen des Verdachts ungetreuer Geschäftsbesorgung, evtl. Veruntreuung, und machte Zivilforderungen in unbestimmter Höhe geltend. Das Strafverfahren führte zu einer Anklage, in der B.________ hauptsächlich vorgeworfen wurde, er habe in der Zeit seit der Kündigung im November 2000 bis zum Arbeitsende im März 2001 offene Bestellungen nicht bearbeitet, laufende Bestellungen auf seine D.________ GmbH in Gründung umplatziert oder Neubestellungen von A.________ GmbH-Kunden zu Gunsten seiner D.________ GmbH in Gründung entgegengenommen. Während das Kriminalgericht des Kantons Luzern den Angeklagten frei sprach, sprach ihn das damalige Obergericht des Kantons Luzern mit Urteil vom 26. Dezember 2007 der mehrfachen ungetreuen Geschäftsbesorgung nach Art. 158 Ziff. 2 StGB schuldig und verurteilte ihn zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 14 Monaten. Die beiden Zivilkläger C.________ und A.________ GmbH wurden mit ihren Forderungen an den Zivilrichter verwiesen. Eine Beschwerde des Angeklagten beim Bundesgericht blieb erfolglos (Urteil vom 9. Oktober 2009 im Verfahren 6B_494/2009).