Citation: 9C_717/2023 E. 8.1

8.1. Fraglich ist sodann, inwieweit die (allfälligen) Beitragsforderungen der Stiftung FAR verjährt sind. Unbestritten ist, dass die Verjährung nur soweit berücksichtigt werden kann, als sie vor Abgabe der Verjährungseinredeverzichtserklärung, mithin vor dem 25. November 2019 eintrat. Die Beschwerdeführerin wirft dem kantonalen Gericht diesbezüglich eine ungenügende Begründung vor. Es habe insbesondere nicht dargelegt, welche (Abklärungs-) Pflichten sie in unentschuldbarer Weise verletzt haben soll. Sie habe die Vorsorgebeiträge in guten Treuen an die nach ihrer Auffassung zutreffende Stelle abgeführt und keine Veranlassung gehabt, an der Richtigkeit dieses Vorgehens zu zweifeln, weshalb ihr weder eine Pflichtverletzung noch schuldhaftes Verhalten vorgeworfen werden könne. Immerhin sei das Gericht zu Recht von einer fünfjährigen Verjährungsfrist ausgegangen. Aus der von ihm zitierten Rechtsprechung (BGE 136 V 73; SVR 2017 BVG Nr. 46 S. 207, 9C_392/2016) ergebe sich, dass die Beitragsforderungen für ein bestimmtes Beitragsjahr im Normalfall - so auch hier - Ende Januar des Folgejahres fällig würden. Dementsprechend seien die (allfälligen) Beitragsforderungen für die Jahre 2013 und 2014 verjährt.