Citation: 1B_488/2021 E. A

Die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau führt gegen A.________ ein Strafverfahren wegen sexueller Handlungen mit Kindern (Art. 187 StGB), Verletzung des Geheim- und Privatbereichs durch Aufnahmegeräte (Art. 179quater StGB) etc. Im Zuge der Ermittlungen wurde im WC- und Duschraum im Erdgeschoss des Reiheneinfamilienhauses von A.________ eine Videokamera mitsamt den von ihr gemachten Aufzeichnungen sichergestellt. A.________ weigerte sich, an der Identifizierung der auf seiner Toilette gefilmten Personen mitzuwirken. Am 22. März 2021 teilte die Staatsanwaltschaft A.________ mit, sie habe sein Mobiltelefon und dasjenige seiner Lebensgefährtin ausgewertet und daraus eine Liste von zwölf Personen erstellt, welche möglicherweise gefilmt worden sein könnten. Sie werde diese als Zeugen zu ihrer Beziehung zu ihm, zu ihrem Aufenthalt in seinem Haus und zu einer allfälligen Benutzung der (videoüberwachten) Toilette schriftlich befragen. Sie setzte ihm unter Hinweis auf sein Aussageverweigerungsrecht eine Frist von zehn Tagen, um die Personen auf dem Video zu identifizieren. Mit Schreiben vom 1. April 2021 lehnte es A.________ ab, an der Identifizierung mitzuwirken. Das Vorgehen der Staatsanwaltschaft verletze sein verfassungsmässiges Recht, sich nicht selber belasten zu müssen, sowie seine Persönlichkeitsrechte und diejenigen seiner Lebensgefährtin und seiner Tochter. Am 30. April 2021 hielt die Staatsanwaltschaft an ihrem Vorgehen fest und verfügte, die zwölf Personen seien wie angekündigt anzuschreiben. Mit Beschwerde vom 12. Mai 2021 beantragte A.________, diese Verfügung aufzuheben und die Staatsanwaltschaft anzuweisen, den Versand des umstrittenen Schreibens an Dritte zu unterlassen. Das Obergericht des Kantons Aargau wies die Beschwerde am 2. August 2021 ab.