Citation: 6B_884/2021 E. 2.4

2.4. Der Beschwerdeführer wendet sich zunächst gegen die Berücksichtigung seines Geständnisses. Er meint, er habe im Zeitpunkt der polizeilichen Befragung weder das Video seiner Fahrt noch den genauen Ort der Messung oder die dazugehörenden Akten der Messung gekannt, und weiter, es sei legitim, nach Einsicht in die Akten auf ein zuvor erfolgtes Geständnis begründet zurückzukommen. Die Vorinstanz behafte ihn unzulässigerweise auf das frühe Geständnis, das er später begründet widerrufen habe. Ob auf ein Geständnis abgestellt werden kann, das später zurückgezogen wurde, ist eine Frage der Beweiswürdigung (Urteile 6B_651/2021 vom 13. Oktober 2021 E. 4.3.2; 6B_1220/2019 vom 14. April 2020 E. 4.4). Die Vorinstanz verfällt nicht in Willkür, wenn sie bei ihrer Beweiswürdigung auch das Geständnis des Beschwerdeführers berücksichtigt, in dem dieser die gemessene Geschwindigkeit anerkannt hat, zumal in der Tat nicht nachvollziehbar ist, weshalb er zunächst einen unrichtigen Sachverhalt eingestanden haben sollte. Demgegenüber muss unter den nachfolgend darzulegenden Umständen (Erwägungen 2.5 f.) nicht beurteilt werden, ob die Vorinstanz ihre Feststellungen vorliegend auch alleine auf das Geständnis hätte abstützen dürfen, so insbesondere betreffend den genauen Wert der Geschwindigkeitsüberschreitung.