Citation: 5A_112/2015 E. 2.3

2.3. Unter Bezugnahme auf ihr Urteil vom 5. November 2013 im Erbteilungsprozess (vgl. oben Sachverhalt A.c) erwog die Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe als Willensvollstrecker im Nachlass seiner Mutter die geforderte Objektivität und Neutralität vermissen lassen, als er versuchte, sich die "G.________" "klandestin wieder (teilweise) zu verschaffen" und seiner Schwester den im Rahmen vorsorglicher Massnahmen erfolglose Standpunkt als Vergleich unterzuschieben. Unter Verweisung auf ihren Entscheid vom 9. Juli 2014 führte sie aus, der Beschwerdeführer stehe seiner Schwester im Sinne des Gesetzes zwar nahe und sei daher im Sinne von Art. 450 Abs. 2 Ziff. 2 ZGB ohne Weiteres zur Beschwerde gegen Handlungen eines Amtsträgers oder einer Behörde legitimiert. Es müsse aber auch hier berücksichtigt werden, dass Dritte nur zur Beschwerde legitimiert seien, wenn sie ein (eigenes) Interesse geltend machten, welches bei der angefochtenen Handlung / Anordnung hätte berücksichtigt werden müssen. Wenn sich eine Massnahme des Erwachsenenschutzes direkt gegen eine dem zu Schützenden nahe stehende Person richte, müsse das auf die Legitimation der Letzteren durchschlagen. Vorliegend stehe ein nach Darstellung der Beschwerde mündlich besprochener und damit noch nicht formgültiger Erbteilungsvertrag in Frage, dessen Parteien der Beschwerdeführer und seine Schwester sein sollen. Die Bestellung eines Mitwirkungsbeistandes richte sich klarerweise einzig gegen den Beschwerdeführer. Wäre er ein Dritter, würde sein Interesse an einer möglichst einfachen und reibungslosen Einigung über die streitigen Fragen seine Legitimation nicht begründen. Nichts anderes könne gelten, wenn er nicht nur Vertragsgegner, sondern auch Bruder der zu schützenden Person sei. Der Beschwerdeführer sei als selber Interessierter gemäss der vom Recht vermuteten Interessenkollision, welche das Selbstkontrahieren verbiete, nicht in der Lage, diese Interessen von den seinen zu trennen, weswegen er auch nicht legitimiert sein könne, sie im Rechtsmittelverfahren zu verfechten. Ergänzend verweist die Vorinstanz auf den Fall, in welchem das Gericht der unbeholfenen Partei einen Vertreter bestellt (Art. 69 Abs. 1 ZPO). Auch hier sei die Gegenpartei nicht legitimiert, diese Bestellung anzufechten.