Citation: 2C_1030/2022 E. 3.2

3.2. Rechtsprechungsgemäss ist das bisherige materielle Recht gemäss Art. 126 Abs. 1 AIG (bis 31. Dezember 2018: AuG) auf alle Verfahren anwendbar, welche erstinstanzlich vor Inkrafttreten des neuen Rechts eingeleitet wurden. Als Verfahrenseinleitung gilt bei migrationsrechtlichen Widerrufsverfahren, bzw. bei Verfahren betreffend Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung die Gewährung des rechtlichen Gehörs (dazu ausführlich Urteil 2C_222/2021 vom 12. April 2022 E. 2.1 f., insbes. E. 2.2.5). Da dem Beschwerdeführer in casu das rechtliche Gehör erstmals am 31. Mai 2018 gewährt wurde, ist vorliegend das AuG in seiner vom 1. Januar 2018 bis am 30. Juni 2018 geltenden Fassung (AuG; AS 2007 5437 mit den seitherigen, bis am 1. Januar 2018 in Kraft getretenen Änderungen, vgl. zuletzt AS 2017 6171) und die Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit in der vom 1. Januar 2018 bis zum 30. Juni 2018 gültigen Fassung (VZAE; AS 2007 5497 mit den seitherigen, bis am 1. Januar 2018 in Kraft getretenen Änderungen, vgl. zuletzt AS 2017 6539) anwendbar (Urteile 2C_222/2021 vom 12. April 2022 E. 2.2; 2C_20/2022 vom 7. Juli 2022 E. 3; 2C_53/2023 vom 30. Mai 2023 E. 2). Die vorliegend relevanten Bestimmungen sowohl des AuG als auch der VZAE stimmen mit denjenigen des heutigen Rechts überein.