Citation: 1P.142/2003 07.04.2003 E. A

Am 25. Juni 2002 verurteilte das Bezirksgericht Baden X.________ wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz zu 11 Jahren Zuchthaus und Fr. 5'000.-- Busse. X.________ war im bezirksgerichtlichen Verfahren amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Valentin Landmann und erbeten verteidigt durch Fürsprecher Urs Oswald. Am 20. September 2002 erhob der amtliche Verteidiger im Namen von X.________ gegen das bezirksgerichtliche Urteil Berufung. Am 5. Dezember 2002 sandte die obergerichtliche Instruktionsrichterin dem amtlichen Verteidiger ein Schreiben mit folgendem Inhalt zu: "Sehr geehrter Herr Dr. Landmann, nach Auffassung des Obergerichtes kann im obgenannten Verfahren auf die Durchführung einer mündlichen Berufungsverhandlung verzichtet werden. Wir fragen Sie deshalb an, ob Sie auf eine mündliche Verhandlung verzichten. Die Beurteilung erfolgt dann aufgrund der Akten. Wir bitten Sie, uns ihren Entscheid innert 10 Tagen seit Zustellung dieses Schreibens mitzuteilen, andernfalls werden wir zu einer Verhandlung vorladen." Mit Schreiben vom 9. Dezember 2002 antwortete Rechtsanwalt Landmann dem Obergericht Folgendes: "Nach Rücksprache mit dem Klienten können wir Ihnen bestätigen, dass wir mit dem Verzicht auf mündliche Berufungsverhandlung einverstanden sind." Nachdem auch der Staatsanwalt auf eine mündliche Verhandlung verzichtet hatte, fällte das Obergericht am 16. Januar 2003 sein Urteil. In teilweiser Gutheissung der Berufung sprach es X.________ in einem Anklagepunkt frei. Es bestrafte ihn mit 9 1/2 Jahren Zuchthaus und Fr. 5'000.-- Busse. Im Übrigen wies es die Berufung ab.