Citation: 9C_553/2019 E. A

Der 1975 geborene A.________ bezieht seit August 2004 eine ganze Invalidenrente (Invaliditätsgrad 100 %; Verfügung vom 31. August 2005) sowie seit Januar 2009 eine Entschädigung für mittelschwere Hilflosigkeit (Verfügung vom 5. Januar 2011). Der Rentenanspruch wurde im Rahmen zweier Revisionsverfahren (2007 und 2011) überprüft und bestätigt. Anlässlich einer weiteren Revision im Jahre 2014 veranlasste die IV-Stelle des Kantons Luzern eine Begutachtung bei der Medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS) Zentralschweiz (Expertise vom 21. April 2015). Wegen Verdachts auf unrechtmässigen Leistungsbezug liess sie den Versicherten zudem observieren (Ermittlungsbericht vom 25. November 2015). Gestützt auf den dazu bei der MEDAS eingeholten Bericht vom 8. Februar 2016 sowie die regionalärztlichen Stellungnahmen vom 2. Dezember 2015 und vom 15. Februar 2016 hob die IV-Stelle die Invalidenrente und die Hilflosenentschädigung rückwirkend ab August 2004 bzw. ab Januar 2009 auf (Verfügungen vom 22. Juni 2016). Gleichzeitig verpflichtete sie A.________ zur Rückerstattung zu Unrecht bezogener Leistungen, welche sie mit zwei separaten Verfügungen vom 5. September 2016 bezifferte. Das Kantonsgericht Luzern vereinigte die hiegegen erhobenen Beschwerden vom 24. August und vom 3. Oktober 2016, hiess diese betreffend die Aufhebung der Invalidenrente und der Hilflosenentschädigung gut und wies die Sache an die Verwaltung zurück, damit diese nach weiteren Abklärungen gemäss Erwägungen neu verfüge; auf die Beschwerden betreffend die Höhe der Rückforderungsbeträge trat es nicht ein (Entscheid vom 22. Februar 2017). Die von der IV-Stelle dagegen erhobene Beschwerde hiess das Bundesgericht teilweise gut und wies die Sache an das Kantonsgericht zurück, damit dieses über die Beschwerde unter Einbezug aller Akten (insbesondere auch betreffend die Observation) neu entscheide (Urteil 9C_261/2017 vom 14. November 2017).