Citation: 6B_1246/2023 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer rügt die Verletzung des Willkürverbots (Art. 9 BV, Art. 6 Abs. 1 EMRK) und seiner Ansprüche auf ein faires Verfahren (Art. 29 Abs. 1 BV, Art. 6 Abs. 1 EMRK) bzw. auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 6 Abs. 1 EMRK). Die Vorinstanz habe zu seinem Nachteil insbesondere bei der Beurteilung der für die Strafzumessung zentralen Frage seiner Schuldfähigkeit hinsichtlich des Hauptanklagevorwurfs (Schuldspruch wegen Anstiftung zu sexuellen Handlungen mit Kindern und Anstiftung zur Schändung [nachfolgend Anklageziffer 1]) auf das qualifiziert mangelhafte Gutachten von Dr. med. B.________ vom 11. Juni 2020 (nachfolgend: Zweitgutachten) abgestellt. Sie habe dem Beschwerdeführer entgegen der überzeugend begründeten Einschätzung im Gutachten von Prof. Dr. med. C.________ und Dr. med. D.________ vom 26. November 2018 (nachfolgend: Erstgutachten) nicht eine mittelgradig eingeschränkte, sondern gestützt auf das Zweitgutachten lediglich eine leichtgradig eingeschränkte Schuldfähigkeit zugestanden. Selbst wenn das Zweitgutachten wider Erwarten als verwertbar eingestuft werden sollte, hätte die Vorinstanz die beiden im Recht liegenden Gutachten bei der Beurteilung der Schuldfähigkeit nicht frei würdigen dürfen. Vielmehr hätte die Vorinstanz zum in den beiden Gutachten unterschiedlich beurteilten Ausmass der Einschränkung der Schuldfähigkeit des Hauptanklagevorwurfs ein forensisch-psychiatrisches Obergutachten einholen müssen, da die Beurteilung der Schuldfähigkeit besonderes fachärztliches Sachwissen voraussetze, über welches die Vorinstanz nicht verfüge. Indem sie in Anmassung fachärztlichen Sachwissens die beiden im Recht liegenden forensisch-psychiatrischen Gutachten hinsichtlich der zentralen Frage des Ausmasses der Einschränkung der Schuldfähigkeit des Beschwerdeführers zu Unrecht frei gewürdigt habe, sei die Vorinstanz in Willkür verfallen und habe den Anspruch auf ein faires Verfahren verletzt.