Citation: 4C.452/1999 27.03.2000 E. 3

3.- Schliesslich wendet sich der Kläger gegen die Auffassung des Kantonsgerichts, der Planungsfehler des Beklagten 2 sei für den eingetretenen Schaden nicht kausal gewesen. Er macht geltend, wenn der Beklagte 2 das von der Schweizer Norm SN 592000 ("Planung und Erstellung von Anlagen für Liegenschaftsentwässerung") empfohlene Mindestgefälle vorgesehen und die Bauherrschaft auf die Einhaltung dieses Mindestgefälles aufmerksam gemacht hätte, wäre sie nicht dazu verleitet worden, die Bedenken des Unternehmers in den Wind zu schlagen. Aus dem angefochtenen Urteil geht hervor, dass der Beklagte 1 die Bauherrschaft davon in Kenntnis gesetzt hat, bei einer Verlegung der Leitung in der Bodenplatte könne das vom Ingenieur in den Plänen vorgesehene Gefälle von 1% keinesfalls eingehalten werden. Den Bestellern musste demnach bewusst sein, dass die Pläne des Beklagten 2 eine unmögliche Ausführungsanweisung enthielten und insofern fehlerhaft waren. Der Kläger behauptet nicht, der Beklagte 2 habe auch nach der Abmahnung durch den Unternehmer noch empfohlen, die Leitungen in der Bodenplatte zu verlegen. Wenn die Bauherrschaft dennoch an dieser Konstruktionsweise festhielt, tritt der Beitrag des Beklagten 2 derart in den Hintergrund, dass die Verursachung des Werkmangels bei einer wertenden Betrachtung allein den Bestellern zuzurechnen ist. Das Urteil des Kantonsgerichts erweist sich demnach auch in diesem Punkt als bundesrechtskonform.