Citation: 2C_314/2018 E. 5.1

5.1. Der Beschwerdeführer hält sich seit rund 15 Jahren in der Schweiz auf; er ist mit 111 /2 Jahren ins Land gekommen. Es handelt sich bei ihm nicht um einen hier geborenen Ausländer der "Zweiten Generation". Die entsprechenden Regeln für solche Personen kommen für ihn deshalb nicht direkt zur Anwendung; bei seit längerer Zeit anwesenden ausländischen Personen soll die Niederlassungsbewilligung dennoch nur mit einer gewissen Zurückhaltung widerrufen werden; das gilt umso mehr, wenn die betroffene Person keine Gewaltdelikte begangen hat und - trotz ihres bisherigen durch wiederholte strafbare Handlungen geprägten Lebenswandels - zu einem bestimmten Zeitpunkt bereit ist, sich zu ändern und künftig deliktfrei zu leben. Der Beschwerdeführer hat keine Gewaltdelikte verübt oder Menschen gefährdet; sein oft mageres Diebesgut diente mehrheitlich dem Kauf von Alkohol und Cannabis. Der Beschwerdeführer arbeitet seit dem freiwilligen Antritt seiner Massnahme glaubhaft daran, nicht mehr kriminell zu werden. Bei einem Rückfall ist davon auszugehen, dass allenfalls wiederum Straftaten im Zusammenhang mit (relativ geringen) Vermögensdelikten zu befürchten wären. Solche sind mit Blick auf die bereits während mehr als drei Jahren dauernde Therapie und die Betreuung im Massnahmenvollzug aufgrund der Zwischenberichte eher wenig wahrscheinlich. Die Gefahr eines Rückfalls ist zwar nicht gänzlich auszuschliessen, doch überschreitet sie das Mass dessen nicht, was zum Schutz der Öffentlichkeit ausländerrechtlich nicht mehr hingenommen werden kann; insbesondere, wenn berücksichtigt wird, dass der Beschwerdeführer bis zum vorzeitigen Antritt der Massnahme nach Art. 61 StGB teilweise unter den im Strafurteil erstellten erschwerten persönlichen Bedingungen gelebt hat.