Citation: 5C.219/2004 01.03.2005 E. 3

3.1 Die Beklagte bestreitet vorab, dass schon heute von einer dauernden Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage des Klägers gesprochen werden könne. Entgegen ihren Vorbringen hat das Obergericht indessen nicht ausschliesslich auf die Abschlüsse für das zweite Halbjahr 2000 und das Jahr 2001 abgestellt. Es hat, in Form einer Prognose, auch die künftige Entwicklung einbezogen. Wie sich das Einkommen des Klägers entwickeln wird, ist eine Frage tatsächlicher Natur, die zu überprüfen das Bundesgericht im Berufungsverfahren nicht befugt ist. Die Beklagte rügt denn auch in unzulässiger Weise das Ergebnis der vorinstanzlichen Beweiswürdigung. Es ist nach dem Gesagten davon auszugehen, dass sich die finanziellen Verhältnisse auf Seiten des Klägers dauerhaft verschlechtert haben. 3.2 Sodann macht die Beklagte geltend, es könne nicht von einem Missverhältnis zwischen dem vom Kläger erzielbaren Einkommen und seiner Unterhaltsverpflichtung die Rede sein. Bei seinem Entscheid habe das Obergericht unberücksichtigt gelassen, dass die Unterhaltspflicht gegenüber dem Sohn A.________ im Oktober 2005 enden werde. Von diesem Zeitpunkt an werde der Kläger in der Grössenordnung der von der Vorinstanz angenommenen Einkommenseinbusse entlastet sein. Die Vorinstanz hat nicht übersehen, dass die Unterhaltsleistungen für den Sohn A.________ an sich nur bis zum Herbst 2005 zu erbringen sein werden. Indessen hält sie es auf Grund der schulischen Probleme des Sohnes für wahrscheinlich, dass bis zu dessen Erstausbildung (gemeint wohl bis zu deren Abschluss) noch weitere Unterstützungsleistungen durch den Kläger erforderlich sein würden, so dass nicht mit einer Entlastung bereits auf den genannten Zeitpunkt gerechnet werden könne. Diese Feststellungen sind ebenfalls tatsächlicher Natur und für das Bundesgericht im vorliegenden Verfahren daher verbindlich, zumal keine Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften dargetan ist und nichts auf ein offensichtliches Versehen hindeutet (vgl. Art. 63 Abs. 2 OG). Ist mithin davon auszugehen, dass der Sohn A.________ über das 20. Altersjahr hinaus unterstützungsbedürftig bleiben wird, verstösst der angefochtene Entscheid auch aus dieser Sicht nicht gegen Bundesrecht. 3.3 In welchem Ausmass Unterhaltsbeiträge gegebenenfalls herabzusetzen sind, hat der Abänderungsrichter nach Recht und Billigkeit zu entscheiden (Art. 4 ZGB; vgl. BGE 108 II 30 E. 8 S. 32 mit Hinweisen). Mit dem blossen Hinweis, die vom Kläger geltend gemachte Verdiensteinbusse mache rund 18 % aus, das Obergericht habe die Unterhaltsbeiträge gesamthaft jedoch um rund 30 % reduziert, vermag die Beklagte nicht darzutun, dass die Vorinstanz von dem ihr zustehenden Ermessen einen falschen Gebrauch gemacht und auf diese Weise gegen Bundesrecht verstossen hätte. 3.4 Die Beklagte beanstandet schliesslich, dass das Obergericht das dem Kläger zuzumutende hypothetische Einkommen (Fr. 9'500.-- im Monat) zu tief angesetzt habe. In welcher Höhe die Erzielung eines Einkommens als möglich erscheint, ist eine Frage tatsächlicher Natur (dazu BGE 128 III 4 E. 4c/bb S. 7). Auf das in der Berufung hierzu Vorgebrachte ist daher von vornherein nicht einzutreten.