Citation: 8C_122/2018 E. 4.1

4.1. Wie bereits im kantonalen Beschwerdeverfahren stellt die Beschwerdeführerin die Beweiskraft des ABI-Gutachtens in Abrede. Die Vorinstanz habe es unrichtig gewürdigt und hätte nicht darauf abstellen dürfen. Namentlich sei die faktische Blindheit als funktionelle Auswirkung der dissoziativen Störung vom ophtalmologischen Gutachter und auch in der Gesamtbeurteilung nicht berücksichtigt worden. Der Psychiater könne die Arbeitsfähigkeit bei faktischem Visusverlust nicht schätzen. So sei die Expertise unstimmig und letztlich widersprüchlich. Weiter sei die Feststellung der Vorinstanz, die therapeutischen Möglichkeiten seien nicht ausgeschöpft und die dissoziative Störung (zumindest theoretisch) behandelbar, aktenwidrig und offensichtlich unrichtig. Die Experten hätten die Störung als nicht behandelbar beurteilt. Eine Beweiswürdigung anhand der Standardindikatioren gemäss BGE 141 V 281 sei nicht erfolgt. Die Gutachter seien davon ausgegangen, dass eine gravierende Erkrankung vorliege, die zu einer funktionellen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führe, was auch rechtlich berücksichtigt werden müsse, weshalb der gegenteilige Schluss der Vorinstanz Bundesrecht verletze.