Citation: I 254/05 22.08.2005 E. 3

3.1 Vorinstanz und Verwaltung gehen, namentlich gestützt auf die Berichte des Dr. med. L.________ vom 10. April 2002 und des Dr. med. B.________ vom 7. Februar 2003 sowie der Stellungnahmen des internen ärztlichen Dienstes vom 30. Mai 2003 sowie des RAD vom 27. Oktober 2004, davon aus, dass der Beschwerdeführer in einer körperlich leichten, seinen Leiden angepassten Tätigkeit uneingeschränkt arbeitsfähig ist. Demgegenüber macht der Versicherte letztinstanzlich unter Berufung auf den Bericht des Dr. med. B.________ vom 8. April 2005, einen nicht eingereichten Bericht der Klinik Y.________ vom 16. Dezember 2003 sowie den Austrittsbericht der Klinik X.________ vom 4. Februar 2002 geltend, nurmehr im Ausmass von 25 % einer erwerblichen Beschäftigung nachgehen zu können. 3.2 Die medizinischen Akten ergeben folgendes Bild: 3.2.1 Die Ärzte der Klinik X.________ attestierten dem Beschwerdeführer im Austrittsbericht vom 4. Februar 2002, nachdem jener sich vom 5. Dezember 2001 bis 23. Januar 2002 zwecks Ausschöpfung aller konservativen Behandlungsmöglichkeiten bezüglich der am linken Knie festgestellten Funktionsstörung in der Klinik aufgehalten hatte, hinsichtlich seiner angestammten beruflichen Tätigkeit als Lagerist wiederum die vorbestehende Arbeitsfähigkeit von 50 %. 3.2.2 Der SUVA-Kreisarzt Dr. med. L.________ war gestützt auf eine Untersuchung vom 4. April 2002 zum Schluss gekommen, dem Versicherten seien sämtliche sitzenden Tätigkeiten vollschichtig und ohne Einschränkungen zumutbar, wobei auf eine zumindest zeitweise Streckhaltung der Kniegelenke geachtet werden sollte. Zudem seien auch leichtere wechselbelastende Beschäftigungen, sofern nicht knieend oder kauernd auszuführen oder mit dem Anheben oder Tragen von schweren Lasten, häufigem Treppensteigen, Gehen auf unebener Unterlage oder ganztags stehend-gehenden Tätigkeiten ohne zwischengeschaltete Sitzphasen verbunden, zeitlich unlimitiert durchführbar. Bei adäquater Arbeit sei der Explorand im Rahmen des Zumutbarkeitsprofils arbeitsfähig. 3.2.3 Am 7. Februar 2003 hielt Dr. med. B.________ fest, dass der Beschwerdeführer zwar seine ursprüngliche Tätigkeit als Lagerist nicht mehr auszuüben vermöge, er aber imstande sei, leichte wechselbelastende Tätigkeiten während vier bis acht Stunden täglich zu bewältigen. 3.2.4 Dr. med. W.________, medizinischer Dienst der IV-Stelle, war am 30. Mai 2003 zum Ergebnis gelangt, dass der Beschwerdeführer in seiner bisherigen Tätigkeit als vollständig arbeitsunfähig zu betrachten sei, da er sein Knie nicht übermässig belasten sollte. Im Rahmen einer geeigneten Tätigkeit habe ihm aber auch sein Hausarzt gegebenfalls eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit bescheinigt. Eines besondereren Schutzes im Sinne eines "beschützten" Arbeitsplatzes bedürfe es auf Grund des beschriebenen Leidens sicherlich nicht. 3.2.5 Mit Bericht vom 14. September 2004 bestätigte der Hausarzt, dass der Beschwerdeführer bereit sei, eine leichte Arbeit während vier bis acht Stunden täglich anzunehmen, wobei er nicht länger als eine Stunde stehen oder sitzen könne. 3.2.6 Dr. med. G.________, RAD, hielt in seiner Stellungnahme vom 27. Oktober 2004 fest, dass objektive Befunde, welche eine wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes belegten, fehlten. Weitere mögliche gesundheitliche Störungen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit würden alsdann vom Hausarzt nicht genannt. 3.2.7 Am 25. November 2004 führte Dr. med. B.________ gegenüber der IV-Stelle aus, der Versicherte leide an deutlichen Abnützungserscheinungen an beiden Knien und an der Wirbelsäule sowie an einer schweren anhaltenden somatoformen Schmerzstörung. Die Arbeitsfähigkeit (gemeint wohl: Arbeitsunfähigkeit) betrage 100 %. Die bisher attestierte Teilarbeitsfähigkeit sei vom Beschwerdeführer im Hinblick auf seinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung gewünscht worden, bestehe aber nur rein theoretisch und, wie bereits erwähnt, höchstens im Umfang von 25 %. 3.2.8 Letztinstanzlich weist der Hausarzt in seiner Eingabe vom 8. April 2005 (erstmals) darauf hin, dass er den Beschwerdeführer im Juli 2003 an das Interdisziplinäre Schmerzzentrum ZISP, Klinik Zurzach, überwiesen habe, wo er vom 14. Oktober bis 11. November 2003 stationär und anschliessend bis Februar 2004 ambulant behandelt worden sei. Bezüglich der diagnostizierten Depression lägen eindeutige Befunde seit November 2003 vor, als der Patient noch in ambulanter physiotherapeutischer Behandlung in Zurzach gestanden sowie "psychologische Gespräche bei S. Pedroli auf italienisch" geführt habe. Das im Januar 2004 verschriebene Antidepressivum habe der Versicherte zwischenzeitlich wieder abgesetzt. Der Beschwerdeführer leide an invalidisierenden Knie- und Kreuzschmerzen sowie an einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10: F 45.4) bzw. an einer Schmerzstörung in Verbindung mit sowohl psychischen Faktoren wie einem medizinischen Krankheitsfaktor (DSM IV 307.89). Was die Arbeitsfähigkeit anbelange, sei dem Versicherte von der Klinik X.________ ein 50%iges Leistungsvermögen attestiert worden und auch die Klinik Y.________ habe ihm am 16. Dezember 2003 ein solches von 50 % für leichte Tätigkeiten bescheinigt. Daraus resultiere für einen "körperlich Arbeitenden" ein Rendement von 25 % oder eine Arbeitsunfähigkeit von 75 %.