Citation: 2C_630/2017 E. 2.3

2.3. Die Erwägungen der Vorinstanz hinsichtlich der Arbeitnehmereigenschaft des Beschwerdeführers sind nicht sehr ausführlich. Die Vorinstanz scheint davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer sich nicht mehr auf seinen freizügigkeitsrechtlichen Status als unselbständig erwerbstätiger Arbeitnehmer berufen kann. Solches ist entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers durchaus möglich, u.a. wenn er freiwillig arbeitslos wäre oder aufgrund seines Verhaltens feststünde, dass keinerlei ernsthafte Aussichten (mehr) darauf bestehen, dass er in absehbarer Zeit eine andere Arbeit findet (vgl. BGE 141 II 1 E. 2.2.1). Eine abschliessende Feststellung dieses rechtserheblichen Sachverhaltselements lässt sich dem vorinstanzlichen Urteil nicht entnehmen, weshalb es sich in dieser Hinsicht als unvollständig erweist. Eine Aufhebung des angefochtenen Urteils und Rückweisung zur Sachverhaltsergänzung in diesem Punkt ist jedoch nicht notwendig. Die Behebung des Mangels ist für den Ausgang des Verfahrens nicht entscheidend (E. 1.3), weil der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers im Falle einer Anwendbarkeit mit den Anforderungen des FZA vereinbar wäre (vgl. E. 4.4). Es kann somit insbesondere offenbleiben, ob seine Beschäftigung im zweiten Arbeitsmarkt im Umfang von 50%, für die er bezahlt wird, nach objektiven Kriterien eine echte und wirtschaftliche Tätigkeit darstellt, die sich von einer klassischen Arbeitstätigkeit nicht unterscheidet (vgl. BGE 141 II 1 E. 2.2.4 S. 6 und E. 2.2.5 S. 6 f.; Urteile 2C_289/2017 vom 4. Dezember 2017 E. 4.2.1 und E. 4.2.2; 2C_761/2015 vom 21. April 2016 E. 4.5).