Citation: U 379/99 23.05.2000 E. 5

5. Mit Unterzeichnung dieser Vereinbarung erklären sich die Parteien in der vorgenannten Prozesssache als auseinandergesetzt." b) Nach dem Wortlaut der Vereinbarung haben sich die Parteien vergleichsweise darauf geeinigt, dass dem Beschwerdeführer ab 1. April 1990 (wieder) eine Invalidenrente von 20 % ausgerichtet und nach Abschluss der Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung eine Neuüberprüfung des Rentenanspruchs sowie eine Prüfung des Anspruchs auf Integritätsentschädigung erfolgt. Der Vereinbarung lässt sich nicht entnehmen, dass der Rentenanspruch nach Abschluss der Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung rückwirkend auf den 1. April 1990 neu zu beurteilen war. Ebenso wenig geht aus dem Vergleich zwingend hervor, dass die Neuüberprüfung des Rentenanspruchs nur unter den revisionsrechtlichen Voraussetzungen von Art. 22 Abs. 1 UVG zu erfolgen hatte. Dem Wortlaut nach kann der Vergleich auch in dem Sinne verstanden werden, dass für die Zeit ab 1. April 1990 bis zum Abschluss der Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung ein Invaliditätsgrad von 20 % gelten und für die Folgezeit eine voraussetzungslose Neubeurteilung des Rentenanspruchs vorgenommen werden sollte. Welche Bedeutung dem Vergleich nach dem Willen der Parteien beizumessen ist, lässt sich nicht eindeutig feststellen, kann jedoch offen bleiben, weil dem streitigen Leistungsbegehren auch dann nicht entsprochen werden kann, wenn der Anspruch ohne Bindung an die revisionsrechtlichen Voraussetzungen von Art. 22 Abs. 1 UVG geprüft wird, wie sich aus dem Folgenden ergibt.