Citation: 4A_621/2019 E. A

Am 26. Juni 2015 schlossen A.________ (Beschwerdeführerin, Mieterin) und die Gewerkschaft B.________ (Beschwerdegegnerin, Vermieterin) einen Mietvertrag über eine 3 ½-Zimmer-Wohnung am X.________ Weg in U.________. Mit S chreiben vom 20. April 2017 kündigte die Vermieterin das Mietverhältnis. Sie zog die Kündigung am 8. Juni 2017 zurück unter den Bedingungen, dass die Mieterin keine «Richtbestimmungen» im Haus oder Veränderungen an den allgemeinen Räumen vornehme und die Privatsphäre der anderen Hausbewohner achte. Mit Schreiben vom 30. November 2017 ermahnte die Vermieterin die Mieterin, sich an die Bedingungen vom 8. Juni 2017 zu halten, andernfalls sie die Kündigung gemäss Art. 257f OR ausspreche. Am 17. Januar 2018 kündigte die Vermieterin den Mietvertrag per 28. Februar 2018. Auf Verlangen der Mieterin führte sie als Begründung an, die Mieterin habe durch ihre Einmischung in Privatangelegenheiten anderer Hausbewohner und durch die Missachtung der Vereinbarung vom 8. Juni 2017 sowie der Mahnung vom 30. November 2017 das Mietverhältnis unzumutbar gemacht.