Citation: U 373/01 04.07.2002 E. A

A.- Der 1972 geborene, 1991 als Asylbewerber in die Schweiz eingereiste R.________ war ab 21. April 1992 bei der Z.________ AG angestellt und bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch für Unfälle und Berufskrankheiten versichert. Am 30. Juli 1995 wurde er bei einer Auseinandersetzung unter Kosovo-Albanern durch mehrere Schüsse aus einer Pistole verletzt. Er erlitt dabei eine Zertrümmerung des zweiten Lendenwirbelkörpers (LWK 2) mit posttraumatischer, sensomotorisch inkompletter linksbetonter Paraplegie, eine Verletzung des Abdomens mit multiplen Perforationen des Duodenums, Ileums und Colons sowie eine axilläre Verletzung mit Beteiligung der Vena brachialis. Nach der operativen Behandlung im Spital X.________ wurde er zur Nachbehandlung ins Paraplegiker-Zentrum Y.________ verlegt, wo eine Oberschenkelschiene links angepasst und er am 17. Januar 1996 mit eingeschränkter Gehfähigkeit entlassen wurde. Vom 16. Oktober bis zum 27. November 1996 hielt er sich zur Behandlung und beruflichen Abklärung in der Rehaklinik V.________ auf. Am 6. Januar 1997 erfolgte die kreisärztliche Abschlussuntersuchung durch Dr. med. W.________, welcher den Versicherten für wechselbelastende, vorwiegend sitzend zu verrichtende Tätigkeiten als arbeitsfähig erachtete und den Integritätsschaden auf 30 % schätzte. Mit Schreiben vom 23. Januar 1997 eröffnete die SUVA dem Versicherten, dass die Leistungen für die Heilbehandlung eingestellt würden, über einen Rentenanspruch nach Prüfung der Eingliederungsfrage durch die Invalidenversicherung entschieden, vorläufig weiterhin ein Taggeld von 50 % ausgerichtet und einstweilen die Hälfte der Integritätsentschädigung von 30 % ausbezahlt werde. Nach Einsicht in die Anklageschrift gegen den Schädiger teilte die SUVA dem Versicherten am 19. August 1997 sinngemäss mit, dass Anspruch auf die ungekürzten Versicherungsleistungen bestehe und ihm das noch ausstehende Taggeld sowie die Restzahlung der Integritätsentschädigung überwiesen würden. Am 28. November 1997 verfügte sie die Herabsetzung des Taggeldes auf 50 % ab 1. Oktober 1997 mit der Begründung, dass R.________ nach kreisärztlicher Feststellung für eine sitzende Tätigkeit mit gelegentlich wechselnder Körperhaltung und regelmässigen Pausen arbeitsfähig sei, woran sie mit Einspracheentscheid vom 17. März 1998 festhielt. Diesen hob das Versicherungsgericht des Kantons Aargau mit Entscheid vom 24. März 1999 auf und wies die Sache an die SUVA zurück, damit sie dem Versicherten ab 1. Oktober 1997 eine Übergangsrente zuspreche. Mit Verfügung vom 3. Dezember 1999 sprach die SUVA dem Versicherten eine Rente auf Grund einer Erwerbsunfähigkeit von 66 2/3 % ab 1. Oktober 1997 sowie eine Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 30 % zu; den Rentennachzahlungsbetrag von Fr. 90'174.- für die Zeit vom 1. Oktober 1997 bis zum 31. Dezember 1999 verrechnete sie teilweise mit einer Taggeld-Rückforderung von Fr. 48'505.-. Die Einsprache gegen diese Verfügung wies sie mit Einspracheentscheid vom 15. Mai 2000 ab.