Citation: 2C_836/2021 E. 6.1.1

6.1.1. Das Amt für Migration und die Rekursinstanz stützten den Widerruf der Niederlassungsbewilligung EU/EFTA des Beschwerdeführers auf Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG (schwerwiegender Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung) und stellten dabei massgeblich auf die Verschuldung des Beschwerdeführers ab. Das Bundesgericht hat festgehalten, dass die gravierende finanzielle Situation einer freizügigkeitsberechtigten Person (Betreibungen von Fr. 1'194'104.60; Verlustscheine von Fr. 475'368.50) allein keine hinreichende Gefährdung im Sinne von Art. 5 Anhang I FZA zu begründen vermag (vgl. Urteil 2C_479/2018 vom 15. Februar 2019 E. 3.4; vorstehende E. 5.4). Vor diesem Hintergrund hat die Vorinstanz den Widerruf - zu Recht und anders als die Unterinstanzen - jedenfalls primär mit der anhaltenden Straffälligkeit des Beschwerdeführers begründet und sich dabei auf Art. 63 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 62 Abs. 1 lit. b AuG gestützt (Widerrufsgrund der Verurteilung zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe).