Citation: 4A_72/2021 E. 7.1

7.1. Die Vorinstanz hielt (in Abweichung zur Erstinstanz) fest, es sei überwiegend wahrscheinlich, dass die A.________ Inc. vor dem 15. April 2009 tatsächlich Dienstleistungen zugunsten von H.________ LLC erbracht habe. Weiter sei die Erstinstanz aber auch zum Schluss gelangt, es sei der Beschwerdeführerin nicht gelungen, den notwendigen Konnex zwischen den Dienstleistungen vor dem 15. Juli 2009 und den US-Klagen von J.________, K.________ und L.________ darzulegen. Diese erstinstanzliche Feststellung greife die Beschwerdeführerin in ihrer Berufung nicht an. Sie erläutere nicht, inwiefern und weshalb sie diese Schlussfolgerung als fehlerhaft erachte. Erst auf Hinweis der Beschwerdegegnerin in der Berufungsantwort bringe sie in ihrer (Berufungs-) Replik vor, sie habe substanziiert dargelegt, dass die Forderungen von J.________, K.________ und L.________ aus ihrer Dienstleistungstätigkeit entstanden seien und gerade diese zu ihrer Verurteilung wegen "tortious interference" geführt habe. Allerdings - so die Vorinstanz - sei auch mit diesen pauschalen Ausführungen die Berufung offenkundig nicht hinreichend begründet, weshalb insoweit nicht darauf einzutreten sei. Wie die Beschwerdegegnerin ferner zu Recht vorbringe, habe die Beschwerdeführerin den erforderlichen Konnex zwischen den vor dem 15. Juli 2009 erbrachten Dienstleistungen und den US-Klagen auch nicht hinreichend substanziiert behauptet. Insbesondere bleibe völlig offen, weshalb und inwieweit die von A.________ Inc. erbrachten Dienstleistungen zu den US-Klagen geführt hätten. Aus diesem Grund müsste die Berufung selbst dann abgewiesen werden, wenn sie formell hinreichend begründet worden wäre. Schliesslich sei die Berufung aber auch materiell unbegründet, da es am notwendigen Konnex zwischen den Dienstleistungen, die A.________ Inc. vor dem 15. Juli 2009 erbracht habe, und dem angeblichen Schaden fehle.