Citation: I 633/01 12.09.2002 E. 4

4.- a) Bei der Beurteilung der Invalidität der Beschwerdeführerin ist nicht massgebend, in welchem Ausmass sie ihre bisherige Arbeit auch weiterhin ausüben kann, sondern inwiefern ihr eine Tätigkeit aus dem gesamten Spektrum des Arbeitsmarktes auf Grund ihres Gesundheitszustandes und ihrer Ausbildung zumutbar ist. b) Gemäss den Berichten des Dr. med. Z.________ sowie des Gutachtens der Frau Dr. med. Y.________ ist erstellt, dass die Versicherte im massgebenden Zeitpunkt, dem 6. April 2001, aus somatischer Sicht die Arbeit als Raumpflegerin auch weiterhin zu 25 % ausüben kann. Streitig ist jedoch, inwieweit ihr auch eine leichte wechselbelastende Tätigkeit ohne Heben von Gewichten zumutbar ist. Während Frau Dr. med. Y.________ in einer angepassten Tätigkeit volle Arbeitsfähigkeit bejaht, äussert sich Dr. med. Z.________ nicht explizit dazu und Dr. med. U.________ macht keinerlei Angaben über die zumutbare Arbeitsfähigkeit. Dr. med. Z.________ hält im Bericht vom 20. September 2000 lediglich fest, Arbeiten, welche Kraft erforderten, seien nicht möglich; bezüglich Sitzdauer und Gehstrecke sei die Versicherte nicht eingeschränkt. Insoweit stimmt seine Beurteilung mit jener von Frau Dr. med. Y.________ überein. Nachdem das Gericht der Erfahrungstatsache, wonach Hausärzte in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen, Rechnung tragen soll, vermögen die darüber hinausgehenden Aussagen des Dr. med. Z.________ die begründete und nachvollziehbare Einschätzung der Gutachterin Y.________ nicht in Zweifel zu ziehen. Anzufügen bleibt, dass der Bericht des Dr. med. V.________ lange nach dem massgebenden Zeitpunkt erstellt worden ist; aus diesem Grund und angesichts des Umstands, dass Dr. med. V.________ nach eigenen Angaben seit November 1995 keine Kenntnis der medizinischen Akten mehr hatte, kann vorliegend nicht darauf abgestellt werden. c) Dr. med. X.________ und Dr. med. W.________ weichen in ihrer Beurteilung des psychischen Gesundheitszustandes stark voneinander ab. Der Ansicht des Dr. med. X.________, wonach bei der Versicherten keine Anzeichen für eine Depression vorliegen, kann auf Grund der übrigen Akten und des Umstands, dass sie zur Zeit der Begutachtung Antidepressiva erhielt, nicht gefolgt werden. Allerdings hat die Beschwerdeführerin diese Medikamente gegenüber dem Gutachter X.________ nicht erwähnt. Dr. med. W.________, bei welchem sie seit 1989 mit Unterbrüchen immer wieder in Behandlung war, hält hingegen eine Persönlichkeitsstörung fest und schliesst auf eine Arbeitsfähigkeit von 50 %. Die psychischen Probleme beruhen jedoch vor allem auf familiären sowie finanziellen Problemen, und auch Dr. med. W.________ betrachtet die körperlichen Beschwerden als im Vordergrund stehend. Weiter ist nicht ersichtlich, auf welche Tätigkeit sich seine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit bezieht und ob - sofern er vom angestammten Beruf ausgegangen ist - der Versicherten eine ihren Leiden angepasste Arbeit allenfalls zu einem höheren Prozentsatz zumutbar wäre. Zudem erstattete er seinen Bericht nach dem 6. April 2001, sodass sich seine Schlussfolgerungen zum Teil auf einen hier nicht mehr zu beurteilenden Zeitpunkt beziehen. Insgesamt ist festzuhalten, dass auch mit dem Bericht des Dr. med. W.________ kein psychisches Leiden nachgewiesen ist, welches im Sinne der Rechtsprechung (Erw. 2a) eine wesentlich eingeschränkte Erwerbsfähigkeit und somit eine Invalidität zu begründen vermöchte. d) Nachdem bei der Versicherten keine massgebliche Invalidität vorliegt, haben Verwaltung und Vorinstanz das Leistungsbegehren zu Recht abgewiesen.