Citation: 5A_511/2020 E. 4.1.2

4.1.2. Zwar ist den Rechtsbegehren der Beschwerdeführerin zu entnehmen, dass sie gerade keine Änderung der Unterhaltsbeiträge anstrebte, zumal die Höhe der verlangten Alimente den im ersten Eheschutzurteil gesprochenen Beiträgen entspricht. Dies ändert indessen nichts an der Tatsache, dass sie bezifferte Anträge sowohl zum Kindes- als auch zum Ehegattenunterhalt stellte. Ferner verlangte sie die Bestätigung der Ziff. 8 des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs zum Ehegattenunterhalt gerade nicht. Es ist nicht willkürlich, wenn die Vorinstanz - welche willkürfrei von einer Neuregelung des Getrenntlebens ausging (vgl. vorne E. 3.2) - ihre Begehren in dem Sinne verstand, dass die Beschwerdeführerin Unterhaltsbeiträge in derselben Höhe wie im ersten Eheschutzurteil gesprochen verlangte. Soweit die Beschwerdeführerin beanstandet, dass die Vorinstanz "massiv tiefere" Kinderalimente sprach und sie auf ihrem Antrag zum Ehegattenunterhalt behaftete, erhebt sie keine Willkürrüge. Ohnehin gilt im Eheschutzverfahren in Bezug auf die Kinderbelange die Offizialmaxime (Art. 296 Abs. 3 ZPO), nicht aber hinsichtlich des Ehegattenunterhalts (vgl. Art. 272 ZPO, welcher sich auf den Untersuchungsgrundsatz beschränkt).