Citation: U 384/00 12.10.2001 E. 4

4.- a) Nach Art. 18 Abs. 2 Satz 1 UVG gilt als invalid, wer voraussichtlich bleibend oder für längere Zeit in seiner Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt ist. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das der Versicherte nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihm zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das er erzielen könnte, wenn er nicht invalid geworden wäre (Art. 18 Abs. 2 Satz 2 UVG). Der für die Invaliditätsbemessung bei Erwerbstätigen massgebende Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs). b) Der Invaliditätsbegriff in der Invalidenversicherung stimmt mit demjenigen in der obligatorischen Unfallversicherung (und in der Militärversicherung) grundsätzlich überein, weshalb die Bemessung der Invalidität, auch wenn sie für jeden Versicherungszweig selbstständig vorzunehmen ist, mit Bezug auf den gleichen Gesundheitsschaden im Regelfall zum selben Ergebnis führen muss (BGE 126 V 291 Erw. 2a, 119 V 470 Erw. 2b mit Hinweisen; vgl. auch BGE 123 V 271 Erw. 2a). Im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren hat die IV-Stelle des Kantons Thurgau mit Verfügung vom 15. Februar 1999 festgestellt, eine 20%ige Erwerbseinbusse sei nicht ausgewiesen. Dies wurde von der Rekurskommission des Kantons Thurgau bestätigt (Entscheid vom 6. Juli 1999). Die dagegen vom Versicherten erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird mit heutigem Urteil erledigt (I 547/99). Eine Bindung der Unfallversicherung an die Invaliditätsbemessung im Invalidenversicherungsbereich konnte deshalb bisher nicht entstehen (vgl. BGE 126 V 294 Erw. 3a).