Citation: 4A_279/2013 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz hält ausdrücklich fest, im Inhaber-Schuldbrief finde sich einerseits der Verweis auf eine separate Vereinbarung für die Kündigung der verbrieften Schuld und andererseits die Vorschrift, wonach der Schuldbrief nur schriftlich mit sechsmonatiger Kündigungsfrist auf zwei halbjährliche Kündigungstermine gekündigt werden könne. Dies spricht an sich (entgegen der Meinung der Beschwerdeführer) dafür, dass die Vorinstanz annahm, der Verweis auf die separate Vereinbarung betreffe nicht das durch den Schuldbrief gesicherte Darlehen, sondern die verbriefte Forderung, also die Schuldbriefforderung. Worauf die Vorinstanz unter dieser Voraussetzung ihren Schluss stützt, die im Schuldbrief enthaltene, vom Darlehen unabhängige Regelung sei einzig massgebend, bleibt allerdings unklar. Die Aussage, die Fälligkeit der gesicherten Forderung bewirke nicht automatisch die Fälligkeit der Schuldbriefforderung, stellt die Vorinstanz selbst unter Vorbehalt einer anderslautenden Vereinbarung. Sie hält fest, im Schuldbrief finde sich der Verweis auf eine separate Vereinbarung. Zur Bedeutung dieses Verweises äussert sich der angefochtene Entscheid aber nicht. Er erklärt schlicht die im Schuldbrief enthaltene Regelung für allein massgebend, wie wenn im Schuldbrief kein Verweis auf eine separate Vereinbarung enthalten wäre. Die im Schuldbrief enthaltenen Kündigungsbestimmungen konnten indessen formlos abgeändert werden (BGE 123 III 97 E. 2 S. 99 f. mit Hinweisen). So wäre denkbar, dass die Pfandgeberin den Darlehensvertrag zwar nicht als Partei desselben unterzeichnet, wohl aber in der Absicht, die Fälligkeit der verbrieften Forderung (wie im Schuldbrief vorgesehen) in einer separaten Vereinbarung zu regeln, so dass mit der Fälligkeit des Darlehens auch die verbriefte Schuld fällig wird, wie dies die Beschwerdeführer sinngemäss vorbringen.