Citation: 6B_1408/2016 E. B

Gegen dieses Urteil erhoben sowohl X.________ als auch die Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern Berufung. Das Obergericht des Kantons Bern bestätigte am 23. August 2016 die erstinstanzlichen Schuld- und Freisprüche, soweit sie nicht - mangels Beanstandung in den beiden Berufungen - bereits in Rechtskraft erwachsen waren. Hinsichtlich eines einzigen eingeklagten Sachverhalts gelangte das Obergericht im Gegensatz zum Regionalgericht zu einer (weiteren) Verurteilung wegen sexueller Handlungen mit einem Kind. Es bestrafte X.________ mit einer Freiheitsstrafe von 34 Monaten und einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 30.--. Untersuchungs- und Sicherheitshaft von insgesamt 545 Tagen wurden auf die Freiheitsstrafe angerechnet. Das Obergericht ordnete zudem eine Massnahme für junge Erwachsene gemäss Art. 61 StGB in Verbindung mit einer stationären therapeutischen Massnahme nach Art. 59 StGB an, zu deren Gunsten es den Vollzug der Freiheitsstrafe aufschob. Im Zivilpunkt bestätigte es das regionalgerichtliche Urteil. Soweit letztinstanzlich von Bedeutung, geht das Obergericht im Wesentlichen von folgendem Sachverhalt aus: X.________ hatte sowohl persönlich als auch auf elektronischem Wege Kontakt mit A.________ (Jg. 1994). Ungefähr ab 27. Juli 2013 setzte er sie mittels Chatnachrichten auf Facebook zunehmend unter grossen Druck, indem er im Chat sowohl unter seinem Namen wie auch (über einen sog. fake-account) als "Y.________" agierte. Dabei ging A.________ davon aus, dass es sich bei "Y.________" tatsächlich um eine Freundin von X.________ handelte. Dieser verfolgte das Ziel, A.________ dazu zu bewegen, ihren damaligen Freund zu verlassen. A.________ schenkte den im Vorfeld ausgesprochenen Drohungen Glauben, weswegen sie der Forderung nachkam und die Beziehung zu ihrem Freund beendete. Am Abend des 2. Augusts 2013 entschied sie sich jedoch aus freien Stücken, X.________ zu Hause aufzusuchen. Dort kam es in der Nacht vorab zu Zungenküssen, was A.________ zunächst ablehnte, schliesslich aber aus Angst vor den ihr angedrohten "Konsequenzen" zuliess. Danach verlangte X.________ von ihr Oralverkehr, was sie wiederum ablehnte. Daraufhin stellte X.________ A.________ erneut "Konsequenzen" in Aussicht und erklärte ihr, sie wisse ja, dass er den Frauen beim Sex gerne die Luft wegnehme. Konkret versetzte er A.________ in Angst, indem er ihr "zum Test" einen Plastiksack über den Kopf zog und ihr damit die Luftzufuhr unterbrach. Als sie zu zappeln begann, nahm er den Sack weg. Er sagte ihr, er sei "spitz" und kriege was er wolle, das wisse sie ja. Sie müsse ihn oral befriedigen, es sei denn, sie wolle Schmerzen. Er setzte sich rittlings auf A.________, welche auf dem Rücken lag. Durch das vorangegangene Luftwegnehmen und die Drohungen stand A.________ derart unter psychischem Druck, dass sie schliesslich - durch X.________ auch körperlich fixiert - den von diesem geforderten Oralverkehr vollzog. Nach seinem Orgasmus erklärte er ihr, sie sei jetzt sein Eigentum, sie solle ihn lieben und alles machen, was er verlange, wenn sie wolle, dass niemandem etwas passiere. A.________ schlief die Nacht bei X.________. Am andern Morgen machte er ihr Frühstück und liess sie gehen mit der Auflage, am Abend wiederzukommen, sonst werde sie bestraft.