Citation: I 460/05 13.09.2005 E. 2

Letztinstanzlich strittig ist die Frage, in welchem Umfang der Beschwerdeführer im massgebenden Zeitraum bis zum Einspracheentscheid vom 24. Februar 2004 (vgl. BGE 121 V 366 Erw. 1b, 116 V 248 Erw. 1a) arbeitsfähig war. 2.1 In seinem Gutachten vom 19. Juli 2002 diagnostizierte der Rheumatologe Dr. F.________ eine somatoforme Störung "mit/bei chronischer Lumboischialgie links, Fehlhaltung der Wirbelsäule, diskreten degenerativen Bandscheibenveränderungen, Aggravation und Simulation, Rentenbegehrlichkeit wahrscheinlich" sowie eine arterielle Hypertonie. Anhand des klinischen und radiologischen Befundes - und unter Berücksichtigung der früheren medizinischen Berichte - stellte der Sachverständige fest, es bestünden keine gravierenden pathologischen Veränderungen, die aus somatischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit begründen könnten. Bezogen auf eine körperlich leichte oder mittelschwere Tätigkeit sei die Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt. Das Schon- und Vermeidungsverhalten, welches der Versicherte an den Tag lege, sei im Zusammenhang mit den Möglichkeiten für eine Besserung des Gesundheitszustandes von zentraler Bedeutung. Demonstrativ vorgetragene Bewegungseinschränkungen spielten sich auf bewusster Ebene ab. Dieser simulative Anteil lege eine Rentenbegehrlichkeit nahe. Abschliessend wies der Sachverständige allerdings auch darauf hin, dass er als Somatiker ein relevantes psychisches Leiden nicht auszuschliessen vermöge. Eine endgültige Beurteilung habe durch psychiatrische Expertise zu erfolgen. Die IV-Stelle holte bei Dr. S.________ eine solche ein. In seinem Gutachten vom 22. November 2002 kam der Psychiater zum Schluss, es lägen Probleme der Krankheitsbewältigung bei einem chronifizierten Schmerzsyndrom vor, nicht (mehr) aber eine depressive Störung von Krankheitswert. Die Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung lasse sich nicht mit Sicherheit bestätigen, da hiefür zu wenige lebensgeschichtliche Belastungsfaktoren ersichtlich seien. Eine Aggravation sei nicht ausgeschlossen; allerdings habe eine solche während der psychiatrischen Exploration auch nicht festgestellt werden können. Eine Rentenbegehrlichkeit "dürfte aus der Konstellation heraus durchaus vorliegen", nicht so aber eine Simulation. Aus psychischen Gründen sei eine Arbeitsunfähigkeit im Umfang von 25 Prozent gegeben. Die Behandlung mit Antidepressiva habe schmerzdistanzierende Wirkung und müsse fortgesetzt werden.