Citation: 4A_404/2023 E. 4.2.1

4.2.1. In tatsächlicher Hinsicht ist unbestritten, dass zwischen den Parteien seit 2014 ein Kontokorrent-/Giroverhältnis besteht. Am 7. April 2020 ging auf dem Konto der Beschwerdeführerin ohne Vorankündigung ein Betrag des VBS von EUR 7,5 Mio. ein. Am gleichen Tag erkundigte sich ein Verwaltungsrat der Beschwerdeführerin beim zuständigen Bankmitarbeiter nach "Echtzeitüberweisungen" an Lieferanten in China, ohne aber einen konkreten Zahlungsauftrag zu erteilen. Hierauf verlangte die Beschwerdegegnerin zur Plausibilisierung der beabsichtigten Transaktion die Vorlage von Verträgen. Am 10. April 2020 reichte eine Mitarbeiterin der Beschwerdeführerin Unterlagen zum infrage stehenden Geschäft ein, wobei es sich nach deren eigenen Angaben um "zusammengestückelte Schriftstücke in unterschiedlichen Schriftarten" handelte. Am 14. April 2020 lehnte die Beschwerdegegnerin die Ausführung von Zahlungsaufträgen wegen mangelnder Plausibilisierung und lückenhaften, nicht nachvollziehbaren Unterlagen ab. Sie überwies die Anzahlung des VBS am 16. April 2020 an dieses zurück und erstattete am 17. April 2020 eine MROS-Meldung nach Geldwäschereigesetz.