Citation: 5A_1023/2015 E. 3.3.1

3.3.1. Die prozessuale Lage im Fall, dass der Gläubiger mit dem Rechtsöffnungsbegehren obsiegt, ist mit Bezug auf die Aberkennungsklage bereits Gegenstand der Rechtsprechung gewesen. In BGE 71 III 52 (E. 3 S. 58/59) hat das Bundesgericht den Nachteil erwähnt, dass bei Gutheissung des Rechtsöffnungsbegehrens unter Umständen dieselbe Grundpfandbetreibung zwei getrennte Prozesse zwischen den gleichen Parteien auslösen könne, nämlich den Prozess über das Pfandrecht an den Mietzinsen einerseits und den Aberkennungsprozess gemäss Art. 83 Abs. 2 SchKG andererseits. Das Bundesgericht hat indes die Möglichkeit, dem Gläubiger zu gestatten, die Aberkennungsklage des Schuldners abzuwarten, um ihm zu ermöglichen, die Feststellung des Pfandrechts an den Miet- und Pachtzinsen widerklageweise zu verlangen, verworfen, weil dabei unter Umständen unnütz Zeit verloren ginge (BGE 71 III 52 E. 3 S. 59). Die Begründung hat - wie die Vorinstanz zu Recht festgehalten hat - nichts an Erheblichkeit verloren.