Citation: 1C_508/2023 E. 3.5.2

3.5.2. Ebenfalls keine Vertrauensgrundlage ergibt sich aus dem von den Beschwerdeführenden geltend gemachten Umstand, dass für die Erweiterung des Hundezwingers ein Baugesuch eingereicht und dieser in der Folge vom zuständigen Baukontrolleur abgenommen worden sei. Nach den zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz kann aus der erfolgten Abnahme nicht geschlossen werden, dass der Baukontrolleur die gewerbsmässige Nutzung und die Anzahl der gehaltenen Hunde in diesem Zeitpunkt erkannt hat oder hätte erkennen müssen. Selbst wenn anlässlich der Bauabnahme mehrere Hunde anwesend waren und im Garten neu installierte Hundehütten standen, war nicht zwingend von einer gewerblichen Hundehaltung auszugehen. Dies umso weniger, da die neuen Zäune im Baugesuch nicht als Erweiterung der gewerblichen Hundezucht deklariert wurden. Die diesbezügliche Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz ist nicht offensichtlich unrichtig (vgl. E. 2.2). Ausserdem darf die Bauherrschaft nicht darauf vertrauen, dass alle von ihnen ohne rechtsgültige Baubewilligung ausgeführten baulichen Massnahmen, die bei durchgeführten Kontrollen von den Behörden nicht beanstandet wurden, inskünftig als rechtmässig gelten (vgl. Urteil 1C_572/2020 vom 30. November 2021 E. 9.3). Dies gilt auch für die gewerbliche Nutzung der Liegenschaft als Hundezuchtbetrieb, welche unbestritten nicht Gegenstand der damaligen Bauabnahme war. Eine Vertrauensgrundlage kann somit auch aus der Zwingererweiterung und der anschliessenden Bauabnahme nicht abgeleitet werden.