Citation: 9C_615/2021 E. A

Die 1975 geborene A.________ ist bei der KluG Krankenversicherung (nachfolgend: KluG) obligatorisch krankenpflegeversichert. Seit Dezember 2015 steht sie wegen einer Gender-Dysphorie im Sinne einer Mann-zu-Frau-Transsexualität in psychiatrischer Behandlung. Im Juli 2016 wurde die hormonelle Therapie eingeleitet, woraufhin sich A.________ einer feminisierenden Nadelepilation im Gesicht sowie einer Brustaufbauoperation unterzog. Für die Kosten dieser Behandlungen kam die KluG auf. Hingegen lehnte sie eine Vergütung für die Ende Februar und Anfang Oktober 2019 durchgeführten gesichtsfeminisierenden Eingriffe (Facial Feminization Surgery; nachfolgend: FFS) mit der Begründung ab, diese seien in der Klinik B.________ (Belgien) vorgenommen worden, obschon ein vergleichbares Behandlungsangebot in der Schweiz bestanden hätte (Verfügung vom 10. Dezember 2019). Daran hielt die KluG mit Einspracheentscheid vom 27. Oktober 2020 fest.