Citation: 2C_1067/2019 E. 2.3.1

2.3.1. Ausgangspunkt und Massstab für die Schwere des Verschuldens und die fremdenpolizeiliche Interessenabwägung ist die vom Strafgericht verhängte Strafe (BGE 129 II 215 E. 3.1 S. 216). Der Beschwerdeführer ist zu einer - wenn auch bedingt ausgesprochenen - Freiheitsstrafe von 15 Monaten verurteilt worden. Das Obergericht ging in seinem Urteil vom 19. Juni 2017 von einem mindestens mittelschweren Verschulden aus. Wie die Vorinstanz festgehalten hat, ist das Urteil des Obergerichts nachvollziehbar sowie detailliert und wurden darin alle Argumente des Beschwerdeführers und der Geschädigten, einer ehemaligen Arbeitskollegin des Beschwerdeführers, umfassend gewürdigt. Der Beschwerdeführer hat sich der Arbeitskollegin nach der Beurteilung des Obergerichts von Anfang 2007 bis Juli 2014 ein bis zwei Mal pro Woche von hinten genähert, diese am Bauch gehalten und versucht, mit seiner Hand in ihre Hose zu greifen. Dabei habe er sein Geschlecht pulsierend gegen ihr Gesäss gestemmt und bei einer Gelegenheit ihre Hand an sein erigiertes Glied geführt, um daran zu reiben. Der Beschwerdeführer habe der Arbeitskollegin ferner gedroht, sie zu erschiessen oder ihr den Kopf abzuschneiden, wenn sie jemandem etwas davon erzählen würde. Es ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz mit Blick auf das genannte Urteil des Obergerichts, angesichts der von der Vorinstanz festgestellten Verharmlosung der darin genannten Taten durch den Beschwerdeführer und aufgrund der gegenüber dem Opfer ausgesprochenen massiven Drohungen von einer erheblichen Rückfallgefahr in Bezug auf die Sexualdelinquenz ausging. Entgegen der Beschwerde ist in diesem Punkt keine willkürliche Sachverhaltsfeststellung durch die Vorinstanz auszumachen. Angesichts der bestehenden erheblichen Rückfallgefahr sprach die Vorinstanz sodann richtigerweise von einem erheblichen öffentlichen Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers.