Citation: I 14/00 15.05.2000 E. 3

3.- a) Nach der Rechtsprechung (RKUV 1988 Nr. U 34 S. 34, Erw. 2a mit Hinweisen) hat eine Nachfristansetzung im Falle von offensichtlichem Rechtsmissbrauch zu unter- bleiben. Auf einen solchen Missbrauch läuft es hinaus, wenn ein Anwalt eine bewusst mangelhafte Rechtsschrift ein- reicht, um sich damit eine Nachfrist für die Begründung zu erwirken. Satz 1 von Art. 85 Abs. 2 lit. b AHVG würde wir- kungslos, wenn sich jeder Beschwerdeführer dadurch, dass er die Beschwerde ohne Begründung einreicht, über die Nach- frist von Satz 2 eine zusätzliche Begründungsfrist erwirken könnte. Insbesondere derjenige Beschwerdeführer kann nicht die Nachfrist beanspruchen, welcher die Erfordernisse von Art. 85 Abs. 2 lit. b Satz 1 AHVG bewusst nicht erfüllt in der Absicht, sich auf Satz 2 berufen zu können. b) Die Vorinstanz erwog, dass die Eingabe vom 15. Ok- tober 1999 wohl einen Antrag, jedoch keine Begründung ent- halte. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin habe eine Begründung bewusst unterlassen, um in den Genuss einer Nachfrist zu gelangen, was er denn auch ausdrücklich bean- tragt habe.