Citation: 2C_870/2019 E. 2

Die Beschwerdeführenden rügen eine offensichtlich unvollständige Sachverhaltsfeststellung und eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV). Die vorangegangenen kantonalen Instanzen hätten die Akten aus dem Kanton Zug zum Visumsgesuch aus dem Jahr 2013 nicht berücksichtigt und ausserdem nicht beachtet, dass die Geschwister der Beschwerdeführerin 3 Schweizer Bürger seien. Zunächst ist diesen Vorbringen zu entgegnen, dass die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid sehr wohl berücksichtigte, dass die Geschwister der Beschwerdeführerin 3 die Schweizer Staatsbürgerschaft besitzen. Es stellt keine Verletzung des rechtlichen Gehörs dar, dass sie daraus nicht die gleichen Schlüsse zog wie die Beschwerdeführenden. Mit ihren Ausführungen gelingt es den Beschwerdeführenden nicht, eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung durch die Vorinstanz aufzuzeigen. Die Vorinstanz gelangte in ihren Erwägungen zum Schluss, das im Mai 2014 im Kanton Zug eingeleitete Verfahren sei faktisch abgeschlossen worden und beim Familiennachzugsgesuch vom 27. März 2018 handle es sich um ein neues Gesuch. Für die Beschwerdeführerin 3 wäre auch das im Jahr 2014 gestellte Gesuch bereits verspätet gewesen, sie sei darin aber gar nicht genannt worden. Es wird im Folgenden zu prüfen sein, ob und inwieweit diese Erwägungen rechtlich haltbar sind und ob die Vorinstanz darauf verzichten durfte, auf die Akten aus dem Kanton Zug näher einzugehen (vgl. E. 4 hiernach).