Citation: 8C_698/2022 E. 6.3.3

6.3.3. Auch wenn die Geschwindigkeit der beiden Fahrzeuge beim hier zu beurteilenden Zusammenstoss vom 19. Mai 2015 nicht fest steht, ist der Unfall unter den gegebenen Umständen, insbesondere aufgrund des Wegschleuderns des Beschwerdeführers auf die Strasse, wobei sein Helm gespalten wurde, als mittelschwer im Grenzbereich zu den schweren Ereignissen einzustufen. Dies rechtfertigt sich auch deshalb, weil im Unterschied zu einem Zusammenstoss zweier Personenwagen etwa gleicher Masse bei einer Kollision zwischen Motorrad und Auto das erstere, viel leichtere Gefährt, den weitaus grösseren Teil der Aufprallgeschwindigkeit zu absorbieren hat mit entsprechender Weitergabe der damit ausgelösten Kräfte an den Motorradlenker (vgl. Urteil 8C_746/2008 vom 17. August 2009 E. 5.1.1 f.).