Citation: 5P.150/2001 10.07.2001 E. 5

5.- Das Kantonsgericht führt weiter aus, es sei nicht nachvollziehbar, dass die gestohlenen Portemonnaies und die Tageseinnahmen nicht spätestens in der Schadenanzeige vom 2. Januar 1997 angegeben worden seien. Mit diesen Einnahmen hätten doch am 30. Dezember 1996 Einzahlungen gemacht werden sollen; auch seien schon am 31. Dezember 1996 neue Portemonnaies angeschafft worden. Weiter seien über die gestohlenen Tageseinnahmen widersprüchliche Angaben gemacht worden. Während die Beschwerdeführerin anlässlich der erneuten Einvernahme am 3. Juni 1997 ausgeführt habe, Tageseinnahmen seien über Nacht nie im Restaurant gelassen worden, habe sie diese Aussage später bestritten und erklärt, das habe sie gar nicht wissen können, weil ihr Mann das Finanzielle besorge. Da sie aber am Morgen des 30. Dezember 1996, also kurz nach dem Einbruch, in das Restaurant gegangen sei, hätte sie schon vor dem Diebstahl wissen müssen, wo sich das Bargeld befindet. Denn ohne dieses hätte der Betrieb ja gar nicht aufgenommen werden können. a) Die Beschwerdeführerin wendet zunächst ein, dem sechs Monate nach dem Einbruch erstellten Nachtragsrapport der Polizei könne keine Beweiskraft beigemessen werden, weil sich kein unvoreingenommener Polizeibeamte an so weit zurückliegende Aussagen erinnern könne; das Kantonsgericht habe bloss unkritisch die Argumente der Beschwerdegegnerin aufgenommen. Diese Rüge zielt an der Begründung des angefochtenen Urteils vorbei. Das Kantonsgericht zitiert aus den am 3. Juni 1997 bei der Polizei gemachten und somit aktuellen Aussagen der Beschwerdeführerin und zieht daraus offensichtlich haltbare und eigene Schlüsse; dass diese mit der Ansicht der Beschwerdegegnerin übereinstimmen, macht sie nicht verfassungswidrig. Wenn die Beschwerdeführerin den protokollierenden Polizeibeamten als unvoreingenommen hinzustellen versucht, reichen Aktenverweise zur Begründung nicht. Diese muss in der Beschwerdeschrift selbst enthalten sein (BGE 115 Ia 27 E. 4a S. 30). b) Weiter rügt die Beschwerdeführerin erfolglos, ihr könne nicht angelastet werden, dass die Tageseinnahmen nicht sofort angegeben worden seien, weil sie den Polizeirapport vom 2. Januar 1997 nicht gesehen habe und davon habe ausgehen dürfen, Schadenspositionen später anmelden zu können. Weshalb sofort erkennbare, bzw. erkannte Verluste nicht angegeben wurden, begründet die Beschwerdeführerin wiederum nicht, und sie hält dem Kantonsgericht bloss ihre eigene Ansicht entgegen, was für die Begründung des Willkürvorwurfs nicht ausreicht (BGE 120 Ia 369 E. 3a S. 373). Auch setzt sie sich mit keinem Wort mit der Auffassung des Kantonsgerichts auseinander, unmittelbar nach dem Schadenereignis gemachte Angaben zum Schaden seien glaubhafter als spätere (vgl. BGE 121 V 45 E. 1a S. 47). c) Schliesslich macht die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang geltend, die beiden gestohlenen Serviceportemonnaies seien für ihren Mann und die Serviertochter bestimmt gewesen, die am 30. Dezember 1996 die Spätschicht hätten machen wollen. Damit mag nachvollziehbar begründet sein, warum der Verlust dieser zwei Portemonnaies der Polizei nicht sofort angegeben worden ist. Jedoch wird damit nicht begründet (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG), weshalb sie der Beschwerdegegnerin am 2. Januar 1997 nicht wenigstens als gestohlen gemeldet wurden.