Citation: 2C_870/2016 E. 5.2

5.2. Die aufenthaltsverweigernde bzw. -beendende Massnahme muss sich zudem als verhältnismässig erweisen (vgl. Art. 96 AuG). Dabei sind die Schwere des begangenen Delikts, der seit der Tat vergangene Zeitraum, das Verhalten des Ausländers während dieser Periode, die Auswirkung auf die betroffene Person sowie deren familiäre Situation zu berücksichtigen. Ins Gewicht fallen auch die Nachteile, welche dem Ehepartner oder den Kindern erwachsen, müssten sie das Land verlassen (Art. 13 Abs. 1 i.V.m. Art. 36 BV; Art. 8 Ziff. 2 EMRK). Die entsprechende Interessenabwägung entspricht derjenigen nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK (vgl. das Urteil 2C_218/2010 vom 27. Juli 2010 E. 4 in fine).