Citation: 4A_343/2015 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz liess offen, ob die Aufklärung durch den Beschwerdegegner, der den Beschwerdeführer 1 nicht eigens über die Interaktion der beiden Medikamente Cordarone und Marcoumar und die sich daraus ergebende Erhöhung des Blutungsrisikos informierte, ausreichend war. Angesichts der im Gutachten von Prof. L.________ beschriebenen Risikolage sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer 1 zu Beginn der Behandlung vom Sommer 2003 nicht nur das (ihm bekannte) generell erhöhte Blutungsrisiko bei der Einnahme von Marcoumar in Kauf genommen habe, sondern auch die durch die Kombinationstherapie mit Marcoumar und Cordarone bedingte Erhöhung dieses Risikos, hätte er sie gekannt, hingenommen hätte, da ja auf der anderen Seite eine nicht unerhebliche Emboliegefahr bestanden habe und zudem die kombinierte Therapie mit Cordarone und Marcoumar Voraussetzung für die Lungenvenen-Isolation gewesen sei, die man ihrerseits ins Auge gefasst habe, weil andere Methoden zur Behandlung der Herzprobleme des Beschwerdeführers 1 (Vorhofflimmern, Arrhythmien) versagt hätten. Hinsichtlich der dem Streit zugrunde liegenden Behandlung vom Sommer 2003 sei daher in Übereinstimmung mit dem Beschwerdegegner jedenfalls von einer hypothetischen Einwilligung des Beschwerdeführers 1 auszugehen.