Citation: U 125/00 09.02.2001 E. 3

3.- a) Die SUVA ging in ihrem Einspracheentscheid vom 5. Dezember 1997 davon aus, dass ab 1. März 1997 keine organischen Unfallfolgen mehr vorliegen und dass bezüglich der psychischen Beschwerden der adäquate Kausalzusammenhang zum Unfall vom 14. März 1996 fehlt. Demgegenüber macht die Beschwerdeführerin geltend, ihre Gesundheitsbeeinträchtigungen und insbesondere auch die psychischen Folgen bestünden erst seit dem Autounfall und seien daher unfallkausal, weshalb die SUVA ihre gesetzlichen Versicherungsleistungen zu erbringen habe. b) Die Vorinstanz hat in einlässlicher Würdigung der gesamten eingeholten oder beigezogenen ärztlichen Unterlagen mit überzeugender Begründung erkannt, dass keine organisch nachweisbaren Beschwerden als Folgen des Unfalles vom 14. März 1996 vorhanden sind. Trotzdem leide die Versicherte unter gesundheitlichen Beeinträchtigungen im Schulter-, Arm- und Nackenbereich, Kopfschmerzen und Schlafstörungen. Mangels eines objektivierbaren Befundes werden diese Beeinträchtigungen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit durch eine psychische Störung verursacht. Dabei haben bereits vor dem Unfall starke Spannungskopfschmerzen bestanden, unter welchen die Versicherte immer noch leide. Ob zwischen dem schädigenden Ereignis und den psychischen Gesundheitsstörungen ein natürlicher Kausalzusammenhang bestehe, lasse sich auf Grund der vorliegenden ärztlichen Berichte jedoch nicht abschliessend klären. Diese Frage könne aber offen bleiben, da es für die Begründung der Leistungspflicht der SUVA an der Voraussetzung des adäquaten Kausalzusammenhanges fehle. c) Der vorinstanzlichen Auffassung kann insofern beigepflichtet werden, als sich auf Grund der ärztlichen Berichte nicht abschliessend klären lässt, ob zwischen dem erlittenen Unfall und den organisch nicht nachweisbaren Gesundheitsstörungen ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Im Bericht zuhanden der SUVA vom 13. November 1997 hatte die behandelnde Psychiaterin, Dr. B.________ zur Hauptsache ICD10-F-Diagnosen, als Differenzialdiagnose jedoch ein Schleudertrauma angegeben. Da die Beschwerdeführerin eine Commotio cerebri erlitten hat und unter Kopfschmerzen und Schwindel leidet, stellt sich die Frage, ob die Beurteilung der Adäquanz unter dem Gesichtspunkt eines Schleudertraumas der HWS beziehungsweise eines Schädel-Hirntraumas (BGE 117 V 369, insbesondere S. 383) oder einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall (BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa) vorzunehmen ist. Letzteres trifft zu, wenn die zum typischen Beschwerdebild eines leichten Schädel-Hirntraumas gehörenden Beeinträchtigungen zwar teilweise gegeben sind, im Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten (BGE 123 V 99 Erw. 2a). Diese Frage kann auf Grund der vorliegenden Akten beantwortet werden. Gestützt auf die spezialärztliche Untersuchung des SUVA-Arztes Dr. med. M.________ vom 15. November 1996 sind somatisch-pathologische Befunde nicht nachweisbar, worauf abzustellen ist. Der Schluss, dass eine depressive Störung im Vordergrund steht, kann aber im Hinblick auf BGE 117 V 369 nur auf Grund eines psychiatrischen Berichts gezogen werden, wie die Einspracheabteilung der SUVA am 10. November 1997 richtig erkannt hat. Der am 13. November 1997 von Dr. med. B.________ erstellte Bericht bestätigt nun tatsächlich die Beurteilung der SUVA, indem die Spezialärztin für Psychiatrie und Psychotherapie die starke depressive Färbung der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung betont. Somit ist die Frage, ob zwischen dem schädigenden Ereignis und den Gesundheitsstörungen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, gemäss BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa zu beurteilen, wie dies die Vorinstanz zutreffend getan hat. d) Was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde diesbezüglich vorgebracht wird, vermag die dargelegte Sachverhaltsfeststellung und das davon abgeleitete Ergebnis nicht in Zweifel zu ziehen oder zu entkräften. Insbesondere wurde richtig festgehalten, von weiteren Beweiserhebungen könne abgesehen werden, da selbst für den Fall, dass auf Grund zusätzlicher Abklärungen der natürliche Kausalzusammenhang zu bejahen wäre, der adäquate Kausalzusammenhang gemäss BGE 115 V 140 zu verneinen wäre (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 68 Erw. 3c). Wie die Vorinstanz zutreffend dargelegt hat, ist das Unfallgeschehen zwar der Kategorie der mittelschweren Unfälle zuzuordnen. Da jedoch nicht mehrere der in der Rechtsprechung erwähnten Einzelkriterien in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sind, ist der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychischen Folgen zu verneinen. Dabei drängen sich ergänzende Abklärungen nicht auf, da von ihnen keine weiteren Aufschlüsse zu erwarten sind. Aus dem vorstehend Gesagten folgt, dass das kantonale Gericht den Einspracheentscheid vom 5. Dezember 1997 in zutreffender Berücksichtigung der gegebenen medizinischen Befunde zu Recht bestätigt hat.