Citation: 4P.126/2006 11.09.2006 E. 3

Der Beschwerdeführer beanstandet, dass das Obergericht den von ihm beantragten Zeugen A.________ nicht einvernommen hat. Darin liege eine Verletzung des fairen Verfahrens (Art. 29 BV) und des Willkürverbots (Art. 9 BV). 3.1 Diese Rüge ist kaum rechtsgenüglich begründet. Aus der Beschwerde geht namentlich nicht deutlich hervor, inwiefern der Grundsatz der Verfahrensfairness verletzt worden sein soll. Soweit der Beschwerdeführer eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV geltend machen will, insbesondere des darin enthaltenen Anspruchs auf Abnahme und Würdigung der angebotenen Beweise, so ist er darauf hinzuweisen, dass dieser Anspruch in seiner verfassungsrechtlichen Ausgestaltung nicht unbeschränkt gilt. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung darf vielmehr das Beweisverfahren geschlossen werden, wenn die noch offenen Beweisanträge offensichtlich untauglich sind oder eine rechtsunerhebliche Tatsache betreffen, oder wenn das Gericht aufgrund der bereits abgenommenen Beweise seine Überzeugung gebildet hat und willkürfrei davon ausgehen darf, diese würde durch weitere Beweiserhebungen nicht erschüttert (BGE 131 I 153 E. 3 S. 157; 130 II 425 E. 2.1 S. 429; 129 I 151 E. 4.2; 122 II 464 E. 4a; 119 Ib 492 E. 5b/bb S. 505 f.; antizipierte Beweiswürdigung). Das Bundesgericht greift in eine antizipierte Beweiswürdigung nur ein, wenn sie willkürlich und damit offensichtlich unhaltbar ist, namentlich wenn sie eine prozessuale Vorschrift oder einen unumstrittenen Grundsatz des Beweisrechts krass verletzt oder sonst wie in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 129 I 8 E. 2.1; 124 I 208 E. 4a, je mit Hinweisen). Inwiefern dies zutreffen soll, ist in der staatsrechtlichen Beschwerde klar und detailliert aufzuzeigen (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). 3.2 Das Obergericht hat in antizipierter Beweiswürdigung auf die Einvernahme von A.________ als Zeugen verzichtet, da seine Aussagen am Prozessausgang nichts zu ändern vermöchten. Es begründete dies eingehend und führte insbesondere aus, es sei aufgrund der Würdigung der bereits erhobenen Beweise zur festen Überzeugung gelangt, der Hauptbeweis sei unumstösslich erbracht. Falls der Zeuge das behauptete Treuhandverhältnis bestätigen würde, stünde dies in völligem Widerspruch zu seiner Korrespondenz und den übrigen Prozessakten. Bei einer Würdigung solcher sich widersprechenden Beweise würde das Gericht klar auf die im Anschluss an die Kapitalerhöhung erfolgte Vereinbarung vom 20. Februar 1989 und das anschliessende Verhalten der Parteien abstellen. Da im Umfeld der Kapitalerhöhung nie von einer treuhänderischen Aktienzeichnung die Rede gewesen sei, könnte eine 17 Jahre später erfolgte andere Aussage des Zeugen seine frühere Darstellung in den Briefen nicht entkräften. Der Beschwerdeführer zeigt nicht auf, inwiefern diese überzeugenden Erwägungen des Obergerichts zum Verzicht auf die Anhörung des Zeugen A.________ im oben dargelegten Sinn willkürlich sein sollen (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Die diesbezügliche Rüge ist unbegründet, soweit überhaupt darauf eingetreten werden kann. Damit stösst auch der Vorwurf ins Leere, die Sachverhaltsermittlung sei wegen des Verzichts auf die Einvernahme des Zeugen A.________ unvollständig und daher willkürlich.