Citation: U 126/05 08.11.2005 E. 1

1.1 Im Beschwerdeverfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen ist die Überprüfungsbefugnis des Eidgenössischen Versicherungsgerichts nicht auf die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens beschränkt, sondern sie erstreckt sich auch auf die Angemessenheit der angefochtenen Verfügung; das Gericht ist dabei nicht an die vorinstanzliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gebunden und kann über die Begehren der Parteien zu deren Gunsten oder Ungunsten hinausgehen (Art. 132 OG). 1.2 Die dem Eidgenössischen Versicherungsgericht in Leistungsstreitigkeiten zustehende Kognition hat unter anderem zur Konsequenz, dass auch neue, erstmals im letztinstanzlichen Verfahren vorgebrachte Tatsachenbehauptungen und Beweismittel in Betracht zu ziehen sind (BGE 109 I b 248 f. Erw. 3b, 103 I b 196 Erw. 4A, 102 I b 127 Erw. 2a; RKUV 1988 Nr. K 769 S. 244 Erw. 5a; Urteil C. vom 14. Oktober 2004 [U 66/04] Erw. 2.2.1). Die mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereichten Parteigutachten sind daher beachtlich, freilich unter Vorbehalt von Erw. 3. Nach der Rechtsprechung sind jedoch in der Regel nur Eingaben zu berücksichtigen, welche dem Gericht innert der gesetzlichen Beschwerdefrist (Art. 106 Abs. 1 OG) vorliegen. Anders verhält es sich lediglich dann, wenn die nach Ablauf der Beschwerdefrist oder nach Abschluss des Schriftenwechsels unaufgefordert eingereichten Schriftstücke neue erhebliche Tatsachen oder schlüssige Beweismittel enthalten, welche eine Revision im Sinne von Art. 137 lit. b OG zu rechtfertigen vermöchten (BGE 127 V 353 ff.). Ein solcher Ausnahmefall liegt hier nicht vor. Soweit die mit Eingabe vom 26. September 2005 eingereichten Unterlagen nicht bereits im Verwaltungsverfahren Eingang in die Akten gefunden haben, kommt dem hier einzig neu zu den Akten gelegten Auszug aus der allgemein gehaltenen medizinischen Fachpublikation "Bandscheibenbedingte Erkrankungen" von Jürgen Krämers (Stuttgart/New York 1997) im vorliegenden Zusammenhang nicht entscheidwesentliche Bedeutung zu. Es besteht auch kein Anlass zur Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels.