Citation: 8C_105/2024 E. 4.2

4.2. Anders als die Beschwerdeführerin anzunehmen scheint, ist in der vorliegenden Konstellation der Ausschluss vom Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung absolut zu verstehen, und zwar ungeachtet der Höhe der gehaltenen Gesellschaftsanteile (vgl. bezügl. arbeitgeberähnliche Personen als Liquidatoren des Betriebs: Urteil 8C_379/2022 vom 21. November 2022 E. 5). Wie die Vorinstanz bereits zutreffend erwogen hat, fällt hier eine Einzelfallprüfung ausser Betracht. Das Bundesgericht hat mit BGE 145 V 200 E. 4.1 ff. bekräftigt, dass an der Rechtsprechung, wonach sich der massgebliche Einfluss eines Gesellschafters oder einer Gesellschafterin einer GmbH nach schweizerischem Recht (mit oder ohne Geschäftsführerfunktion) bereits aus der Gesellschafterstellung an sich ergibt, festzuhalten ist. An ihrer arbeitgeberähnlichen Stellung als Gesellschafterin der GmbH ändert auch mit der Vorinstanz ihr Einwand nichts, wonach sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der angestammten Funktion als Köchin arbeiten könne und konkret keine leidensangepasste Tätigkeit im Restaurant zur Verfügung gestanden sei. Von einem definitiven Ausscheiden aus dem Betrieb kann daher keine Rede sein, auch wenn sie dort nicht mehr als Köchin oder in einer anderen leidensangepassten Tätigkeit arbeitet. Ernsthafte sachliche Gründe für eine Rechtsprechungsänderung ergeben sich aus den Einwendungen der Beschwerdeführerin nicht (zu den Voraussetzungen: BGE 145 V 304 E. 4.4; 141 II 297 E. 5.5.1; 137 V 417 E. 2.2.2).