Citation: 1B_153/2019 E. 1.6

1.6. Nach der oben (E. 1.2) dargelegten Praxis hat ein Beschuldigter, der gegen einen Entsiegelungsentscheid Beschwerde beim Bundesgericht erhebt, ausreichend darzulegen, inwiefern ihm durch einen Eingriff in seine rechtlich geschützten Geheimnisinteressen ein nicht wieder gutzumachender Rechtsnachteil droht (Art. 93 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 42 Abs. 1-2 BGG). Dabei hat er angeblich tangierte Geheimnisinteressen ausreichend glaubhaft zu machen. Zudem hat er - besonders bei sehr umfangreichen auf seinen Wunsch hin versiegelten Dateien - diejenigen Aufzeichnungen und Datenträger zu benennen, die angeblich dem Geheimnisschutz unterliegen. Gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichtes genügt es nicht, wenn der Inhaber der gesiegelten Dateien lediglich pauschal geltend macht, auf den sichergestellten elektronischen Datenträgern befänden sich (irgendwo) Aufzeichnungen, die von der privaten Geheimsphäre (Art. 13 Abs. 1 BV) geschützt seien (vgl. Urteile 1B_2/2019 vom 11. Juli 2019 E. 2; 1B_196/2018 vom 26. November 2018 E. 1.3-1.5; 1B_407/2018 vom 13. Dezember 2018 E. 1.2-1.4). Der Beschwerdeführer hat im Entsiegelungsverfahren behauptet, dass sich auf den versiegelten Geräten und Datenträgern Material befinde, welches seine Privatsphäre tangiere. Wie sich aus den vorliegenden Akten ergibt, hat er keine konkreten Angaben gemacht, auf welchen der diversen sichergestellten Geräte (Computer, Mobiltelefone, Kameras und andere Datenträger) solche Aufzeichnungen (in welchen Datenspeichern) vorzufinden und von der Entsiegelung und Durchsuchung auszusondern seien. Es ist nicht die Aufgabe des Entsiegelungsrichters, diesbezüglich von Amtes wegen selber aufwändige Nachforschungen anzustellen. Ebenso wenig ist es Sache des Bundesgerichtes, die Akten des Entsiegelungsverfahrens bzw. die umfangreichen versiegelten Dateien nach Anhaltspunkten abzusuchen, aus denen sich ein drohender nicht wieder gutzumachender Rechtsnachteil erkennen liesse (vgl. BGE 134 II 45 E. 2.2.3 S. 48; 133 II 249 E. 1.1 S. 251; 353 E. 1 S. 356; 400 E. 2 [Ingress] S. 404; s.a. Annette Dolge, in: Spühler/Aemisegger/Dolge/Vock [Hrsg.], Praxiskommentar BGG, 2. Aufl., Zürich 2013, Art. 42 N. 28; Laurent Merz, in: Basler Kommentar BGG, 3. Auflage 2018, Art. 42 N. 70).