Citation: 4A_250/2021 E. 5.3.2

5.3.2. Die Beschwerdeführer meinen, die Beschwerdegegnerin habe mit ihrem Verhalten in Bezug auf den "Vertragsfortbestand" eine "Unklarheit" geschaffen. Nach der "Unklarheitsregel" müsse sie dafür einstehen und den Vertrag betreffend die Zusatzversicherungen über den 31. Dezember 2019 hinaus gegen sich gelten lassen. Abgesehen davon, dass nicht ersichtlich ist, welche "Unklarheit" die Beschwerdegegnerin verursacht haben soll, bezieht sich die von den Beschwerdeführern zitierte Rechtsprechung auf die Interpretation von vorformulierten Vertragsbestimmungen (insbesondere in allgemeinen Geschäfts- und Versicherungsbedingungen) und besagt, dass mehrdeutige Klauseln im Zweifel gegen den Verfasser auszulegen sind (vgl. BGE 146 III 339 E. 5.2.3 S. 342 f.). Inwiefern diese Vertragsauslegungsregel im vorliegenden Fall eine Rolle spielen soll, tun die Beschwerdeführer nicht nachvollziehbar dar.