Citation: 9C_798/2013 E. 5.1.2

5.1.2. Gemäss Abklärungsbericht vom 23. Januar 2012, welcher auf einer Abklärung vor Ort und den Angaben der Eltern des Beschwerdeführers basiert, trinke der Beschwerdeführer den Schoppen zügig leer. Hierbei müsse seine Mutter die Wangen noch leicht stützen, spezieller Druck sei nicht mehr notwendig. Die Abklärungsperson führte aus, das Kind könne altersmässig (mit normal zubereiteten Mahlzeiten) gefüttert werden (am Morgen und Abend mit Schoppen, am Mittag mit Gemüse und Fleisch und am Nachmittag mit Getreidebrei und Früchten). Dass beim Schoppen geben eine Handunterstützung benötigt werde, könne nicht als erhebliche Hilfestellung gewertet werden. Der Zeitaufwand für die Mahlzeitenabgabe liege im altersgemässen Durchschnitt eher im unteren Bereich. Die Vorinstanz stellte hierzu fest, im Bericht des Kinderspitals X._______ vom 12. Juli 2012 werde zwar erwähnt, aufgrund der ausgeprägten fascialen Schwäche sei der Mundschluss schlecht, die Fütterung schwierig, es brauche eine spezielle Stimulation, um das Saugen zu ermöglichen. Eine solche Stimulation, soweit sie über die Hilfestellung in Form des leichten Stützens der Wangen hinausgehe, sei mit Blick auf den Abklärungsbericht indes nicht dargetan. Die Handunterstützung, welche offenbar ohne nennenswerte körperliche Anstrengung erbracht werde, könne nicht als massgebliche Hilfestellung bezeichnet werden. Ferner sei kein erhöhter Zeitaufwand ausgewiesen, denn auch bei einem nicht behinderten Kind erfolge das Trinken des Schoppens gewöhnlich in Gegenwart einer Obhutsperson. Andere Mehraufwendungen in Bezug auf das Essen seien nicht ersichtlich. Der Beschwerdeführer hält dagegen, das leichte Stützen der Wangen beim Trinken sei nicht üblich bei einem 9 ½ Monate alten Kind. Kinder in diesem Alter könnten einen Schoppen in der Regel selber halten und auch selbstständig leer trinken. Der Hilfsbedarf an sich, unabhängig davon, ob hierfür eine nennenswerte Kraftanstrengung notwendig sei, begründe die Hilflosigkeit. Die Einwendungen des Beschwerdeführers dringen nicht durch. Insbesondere findet sich die hier erbrachte Hilfestellung (das leichte Stützen der Wangen beim Trinken) nicht in der Aufzählung derjenigen Umstände, welche bei der Lebensverrichtung Essen gemäss Anhang III KSIH Ziffer 3 als relevanter Mehraufwand anerkannt sind (u.a. vermehrte Mahlzeiten, Sondenernährung, pürierte Nahrung/Breinahrung, wenn nicht altersgemäss). Sodann erscheint die Hilfestellung auch nicht vergleichbar mit diesen, zumal kein zeitlicher Mehraufwand erforderlich ist und sie auch in qualitativer Hinsicht nicht als erheblich bezeichnet werden kann. Daher erscheint die vorinstanzliche Feststellung, wonach das leichte Stützen der Wangen im Alter von 9 ½ Monaten nicht als erheblicher Mehraufwand beim Trinken zu qualifizieren sei, nicht als offensichtlich unrichtig.