Citation: 4A_651/2024 E. 5.3

5.3. Kommt hinzu, dass in keiner Weise absehbar ist, wie lange die Sistierung dauern würde. Je nach Ausgang des IV-Beschwerdeverfahrens vor der Vorinstanz kann der rechtskräftige materielle Entscheid der Invalidenversicherung noch lange ausstehen. Die Beschwerdeführerin moniert zu Recht, dass das Beschleunigungsgebot verletzt wäre, wenn ihr die gerichtliche Klärung des eingeklagten Krankentaggeldanspruchs auf Jahre hinaus verwehrt würde, falls das IV-Verfahren nach einer Rückweisung neu aufgenommen werden müsste. Eine solche unabsehbare Verzögerung des Verfahrens betreffend Krankentaggeld kann nicht als verhältnismässig angesehen werden. Diesem Aspekt der unsicheren Dauer bis zum rechtskräftigen Abschluss des IV-Verfahrens trägt die angefochtene Verfügung, welche das Verfahren "bis zum Ergehen eines rechtskräftigen materiellen Entscheids der Invalidenversicherung betreffend eine Invalidenrente" der Beschwerdeführerin sistiert, zu wenig Rechnung. Die Vorinstanz macht dazu keine Angaben. Die gebotene Interessenabwägung zwischen dem Vorteil einer Sistierung - der in casu ohnehin nicht ausgewiesen ist - und der voraussichtlichen Sistierungsdauer ist unter diesen Umständen nicht möglich. Folglich muss dem Beschleunigungsgebot Vorrang zukommen.