Citation: 1C_75/2022 E. 5.3.1

5.3.1. Die Beschwerdeführerin bestreitet das Bestehen eines öffentlichen Interesses hinsichtlich der Erschliessung des Nachbargrundstücks. Bei Strassenbauten könne das öffentliche Interesse nur dann bejaht werden, wenn es mehrere Grundstücke zu erschliessen gelte oder die Erschliessung im Hinblick auf die Schaffung einer grösseren Zahl von Wohnstätten erfolge. Vorliegend gehe es nur um die angebliche Erschliessung eines Grundstücks, die nicht im öffentlichen Interesse stehe. Es bestehe zwar eine zivilrechtliche Dienstbarkeit auf ihrem Grundstück, deren Auslegung benötige jedoch zwingend eine Beurteilung eines Zivilgerichts. Die vorfrageweise Auslegung durch die Vorinstanz, welche die Auffassung des Regierungsrats bestätigt habe, sei willkürlich.