Citation: 8C_479/2021 E. A

A.a. Die am 7. Juli 1995 geborene A.________ meldete sich am 10. April 2013 erstmals zum Bezug von Leistungen bei der Invalidenversicherung an. Damals stand sie im ersten Lehrjahr zur Detailhandelsfachangestellten (Beginn: 1. August 2012) bei der B.________ AG und es wurde ihr vom behandelnden Dipl. med. C.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, seit 21. November 2012 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit zufolge einer paranoiden Schizophrenie attestiert. Die IV-Stelle des Kantons Graubünden trat mit unangefochten in Rechtskraft erwachsener Verfügung vom 11. Dezember 2013 wegen fehlender Mitwirkung im Rahmen von beruflichen Massnahmen auf das Leistungsbegehren nicht ein. A.b. Am 5. August 2014 meldete sich A.________ erneut zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an, wobei sie darauf hinwies, sie sei aufgrund einer Psychose seit 31. Juli 2013 zu 100 % arbeitsunfähig. In der Folge fanden Eingliederungsmassnahmen statt. Von März bis Juli 2015 absolvierte A.________ ein Arbeitstraining bei der Stiftung D.________, und am 1. August 2015 begann sie dort eine Lehre als Blumenbindemitarbeiterin. Diese Lehre brach sie nach dem ersten Jahr wegen ihrer Schwangerschaft ab, was auch den Abschluss der beruflichen Massnahmen nach sich zog. Nach der Geburt ihrer Tochter im Jahr 2016 und der (dritten) stationären Behandlung bei den Psychiatrischen Diensten E.________ vom 18. Dezember 2016 bis 27. Januar 2017 wurden die beruflichen Massnahmen im Frühjahr 2017 wieder aufgenommen. A.________ nahm von November 2017 bis Juli 2018 an einem Arbeitstraining bei der F.________ GmbH teil und konnte dort am 1. August 2018 eine Ausbildung zur Detailhandelsassistentin EBA, Fachrichtung "Garden", beginnen. Nachdem sie am 4. April 2019 in einem Mahn- und Bedenkzeitverfahren erfolglos darauf hingewiesen worden war, sich um ihre berufliche Eingliederung zu bemühen, brach sie auch diese Ausbildung am 6. Mai 2019 ab. Die beruflichen Massnahmen wurden wiederum abgeschlossen (Verfügung vom 15. Juli 2019). Die IV-Stelle holte anschliessend unter anderem das psychiatrische Gutachten des Dr. med. G.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, Leitender Arzt Psychosomatik, Zentrum H.________, vom 12. Februar 2020 (inklusive neuropsychologisches Gutachten der Dr. phil. I.________, Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP, Zentrum H.________, vom 19. Dezember 2019) ein. Anschliessend an das Vorbescheidverfahren verneinte sie mit Verfügung vom 4. Dezember 2020 einen Anspruch auf Leistungen unter Hinweis auf einen Invaliditätsgrad von 27,6 %, ermittelt anhand der gemischten Methode mit den Anteilen 50 % Erwerb und 50 % Haushalt.