Citation: 5A_310/2010 19.11.2010 E. 2.3

2.3.1 Bei der Berechnung der Unterhaltsbeiträge ging das Obergericht auf Seiten des Beschwerdeführers - unbestrittenermassen - von einem Einkommen von mindestens Fr. 25'000.-- pro Monat aus. 2.3.2 Die Parteien pflegten während der Ehe einen gehobenen Lebensstandard mit regelmässigen Ferien, hatten aber keine teuren Freizeitaktivitäten, sondern investierten den grössten Teil der finanziellen Mittel in ihr Haus und in ihren Garten. Aufgrund dieser guten wirtschaftlichen Verhältnisse hat das Obergericht die Berechnung des nachehelichen Unterhalts nach der sog. einstufig-konkreten Methode vorgenommen. Dabei geht es darum, zur Aufrechterhaltung des bisherigen Lebensstandards des unterhaltsberechtigten Ehegatten den tatsächlichen Bedarf direkt - durch Addition einzelner Budgetposten - zu ermitteln. 2.3.3 Gestützt auf den zuletzt gemeinsam gelebten Standard ging das Obergericht von einem monatlichen Bedarf der Beschwerdeführerin (zuzüglich eines Vorsorgeunterhalts von Fr. 2'011.--) bis zu ihrem Eintritt in das AHV-Alter von insgesamt Fr. 12'340.-- aus. Für den anschliessenden Zeitraum reduzierte es diesen Betrag auf Fr. 8'629.-- pro Monat. 2.3.4 Im Rahmen der Eigenversorgungskapazität erachtete das Obergericht die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit für die Beschwerdeführerin als nicht zumutbar, weshalb es ihr kein hypothetisches Einkommen anrechnete. Hingegen berücksichtigte es als Einkommen der Beschwerdeführerin den Vermögensertrag in Höhe von monatlich Fr. 1'875.--. Für den Zeitraum nach dem Erreichen ihres AHV-Alters erhöhte es diesen Betrag um die Vorsorgerenten auf insgesamt Fr. 6'575.-- pro Monat. 2.3.5 Aus der Gegenüberstellung des Einkommens und Bedarfs (zuzüglich Vorsorgeunterhalt) der Beschwerdeführerin schloss das Obergericht für den Zeitraum vom 1. Januar 2010 bis zur Erreichung ihres AHV-Alters auf einen ihr zustehenden Unterhaltsbeitrag von Fr. 10'465.-- pro Monat. Für die anschliessende Zeit bis zur Erreichung des AHV-Alters des Beschwerdeführers sprach es ihr einen Unterhaltsbeitrag von Fr. 2'000.-- pro Monat zu. Es lehnte die Ausrichtung der Unterhaltsbeiträge in Form einer einmaligen Kapitalabfindung ab.