Citation: 6B_759/2024 E. 4.3

4.3. Soweit die Beschwerdeführerin beanstandet, die Vorinstanz komme - obschon B.________ ausgesagt habe, ihre Unterhose sei voller Blut gewesen - zum Schluss, dass sich auf dieser keine Blutspuren befunden hätten, vermag sie damit keine Willkür darzutun. Das vorgebrachte Alternativszenario, wonach B.________ ihre Unterhose im Hotel gewechselt habe, ist zwar möglich. Da sie selbst solches nie erwähnt hat, erweist es sich jedoch nicht als unhaltbar, dass die Vorinstanz diese Möglichkeit ausschliesst. Aus dem Bericht des FOR vom 1. Oktober 2020 (kantonale Akten, act. D1/13/1) ergibt sich zwar - wie die Beschwerdeführerin zu Recht vorbringt - nicht, dass die sichergestellte Unterhose auf Blutspuren untersucht worden ist. Wenn die Vorinstanz jedoch davon ausgeht, dass die Unterhose angesichts der offensichtlichen Relevanz allfälliger Blutspuren auch auf solche untersucht worden wäre und diese auch in den Polizeiberichten erwähnt worden wären, erweist sich dies ebenfalls nicht als unhaltbar. Indes hätte die Vorinstanz diesem offensichtlichen Widerspruch zu den Aussagen von B.________ weiter nachgehen müssen (auch ohne diesbezüglichen Antrag der Beschwerdeführerin), indem sie diese dazu hätte befragen müssen (Art. 389 Abs. 3 StPO).