Citation: 1P.738/1999 21.03.2000 E. A

A.- Art. 12 des bernischen Gesetzes vom 20. Januar 1993 über die Anstellung der Lehrkräfte (LAG) lautet: Art. 12 Gehalt 1 Lehrkräfte haben Anspruch auf Gehalt und gege- benenfalls auf Zulagen. 2 Der Grosse Rat legt die Grundsätze der Gehalts- ordnung durch Dekret fest. Das Nähere regelt der Regierungsrat. Unter anderem gestützt auf diese Bestimmung erliess der Grosse Rat das Dekret vom 8. September 1994 über die An- stellung der Lehrkräfte (LAD). Das Gehalt der Lehrkräfte be- misst sich gemäss Art. 4 LAD zunächst aus einem Grundgehalt. Das Anfangsgehalt entspricht dem Grundgehalt, reduziert um allfällige Vorstufen (Art. 5 LAD). Das Grundgehalt wird er- gänzt durch einen Erfahrungsanteil, der über 26 Erfahrungs- stufen einen Gehaltsanstieg von maximal 56% des Grundlohns erlaubt. Art. 8 LAD in der hier massgebenden Fassung vom 20. Januar 1993 bestimmt hierzu: Art. 8 Vorstufen, Erfahrungsstufen 1 Jede einzelne Vorstufe reduziert, jede einzelne Erfahrungsstufe erhöht das Grundgehalt. 2 Für jedes absolvierte Praxisjahr (innerhalb oder ausserhalb des Schuldienstes) wird höchs- tens eine Erfahrungsstufe angerechnet. Der An- spruch entsteht jeweils auf Semesteranfang. 3 Eine Erfahrungsstufe erhöht das Grundgehalt wie folgt: a nach ein bis zwölf Praxisjahren je drei Pro- zent pro Jahr, b nach 13 bis 18 Praxisjahren weitere zwei Prozent pro Jahr, c nach 20 Praxisjahren weitere zwei Prozent, d nach 22 Praxisjahren weitere zwei Prozent, e nach 24 Praxisjahren weitere zwei Prozent, f nach 26 Praxisjahren weitere zwei Prozent. Vorbehalten bleibt Absatz 5 Buchstabe d. 4 Jede Vorstufe reduziert das Grundgehalt um zweieinhalb Prozent. 5 Der Regierungsrat legt fest, a nach welchen Kriterien und in welchem Aus- mass ausserschulische Berufserfahrung sowie Eltern- und Hausarbeit angerechnet wird; b unter welchen Voraussetzungen zusätzliche Erfahrungsstufen gewährt werden können; c unter welchen Voraussetzungen die Anrechnung von Erfahrungsstufen sistiert werden kann; d wie viele Erfahrungsstufen höchstens er- reicht werden können, wenn das Anfangsgehalt kleiner als das Grundgehalt ist.