Citation: 2C_577/2017 E. 2.2

2.2. Der Beschwerdeführer rügt einzig, die vom Obergericht vorgenommene Interessenabwägung verletze Art. 96 Abs. 1 AuG und Art. 5 Abs. 2 BV in Verbindung mit Art. 63 Abs. 1 lit. c AuG insofern, als die Vorinstanz nicht berücksichtigt habe, dass die zwei ausländerrechtlichen Verwarnungen von 2006 und 2010 allein wegen seiner Straffälligkeit ergangen seien; er ist der Auffassung, dass er - da der Bewilligungswiderruf auf Sozialhilfebezug beruhe - ausdrücklich hätte gewarnt werden müssen, dass er aufgrund von Sozialhilfebezugs vor dem Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung stehe. Diese Rüge ist offensichtlich unbegründet. Das Obergericht hat in E. 5.6 seines Entscheids zu dieser Problematik Folgendes ausgeführt: "Bereits anlässlich der ersten Verwarnung im Jahr 2006 wurde der Beschwerdeführer in allgemeiner Weise aufgefordert, sich 'künftig in jeder Beziehung absolut klaglos zu verhalten'... Anlässlich der zweiten Verwarnung vom Dezember 2010 wurde er ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Niederlassungsbewilligung u.a. bei dauerhaftem und erheblichem Sozialhilfebezug widerrufen werden kann.... Zum Zeitpunkt dieser zweiten Verwarnung hatte er bereits Sozialhilfe bezogen und musste damit rechnen, dass dies mit der Zeit zum Bewilligungswiderruf führen könnte. Im Übrigen ist bei der Verhältnismässigkeitsprüfung eine Gesamtwürdigung vorzunehmen, wobei sowohl das der Verwarnung zu Grunde liegende Verhalten als auch das daran anschliessende zu beurteilen sind (BGer 2C_665/2014 vom 9. Oktober 2014 E. 3.3 mit Hinweisen). Eine zusätzliche Verwarnung mit Bezug auf den Sozialhilfebezug war im konkreten Fall auch deshalb nicht erforderlich, weil der Beschwerdeführer wie dargelegt am 30. Dezember 2010 schriftlich darauf aufmerksam gemacht worden war, dass eine dauerhafte und erhebliche Sozialhilfeabhängigkeit zu einem Widerruf der Niederlassungsbewilligung führen kann." Auf diese Erwägung (E. 5.6) kann vollumfänglich verwiesen werden. Beifügen lässt sich, dass bei klarem Vorliegen eines Widerrufsgrunds der Widerruf einer Bewilligung auch ohne vorausgehende Androhung der Massnahme "angemessen" (vgl. Art. 96 Abs. 2 AuG) wäre. Jedenfalls aber setzte hier die zweimalige Verwarnung des Beschwerdeführers, welche er übrigens angesichts seiner Verurteilung von 2012 ohnehin missachtet hat, die Anforderungen an die Verhängung einer Massnahme grundsätzlich herab.