Citation: 2C_296/2016 E. 2.1

2.1. Die Beschwerdeführerin stellt an sich nicht in Abrede, dass bei der Berechnung des Ressourcenausgleichs die einschlägigen Normen zutreffend angewendet worden seien. Sie ist jedoch der Ansicht, dass im konkreten Fall, wo der definitive Entscheid über eine gewichtige Steuereinnahme ausstehe, ein signifikanter Fehler im Sinne von Art. 22 Abs. 3 GIFA vorliege. Der Staatsrat hielt dazu fest, dass es sich bei einem signifikanten Fehler um einen rein kalkulatorischen Fehler handle bzw. um Fehler bei der Übermittlung von Daten an den Kanton. Das Kantonsgericht bekräftigt diese Auffassung und hält fest, dass im Zeitpunkt der Festlegung des Ressourcenindexes kein signifikanter Fehler in dem Sinne vorgelegen habe, sodass Art. 22 Abs. 3 GIFA jedenfalls weder im Einspracheentscheid noch im Entscheid des Staatsrats verletzt worden sei. Die Bestimmung sehe vor, dass nur Fehler, die maximal auf zwei Jahre rückwirkend korrigiert werden können (Art. 22 Abs. 4 GIFA), angefochten werden könnten, nicht jedoch Fehler, die allenfalls erst nach langjährigen Beschwerdeverfahren rechtskräftig feststehen. Im Übrigen entspricht die Auslegung der kantonalen Behörden der ausführlicher formulierten Regelung von Art. 9a Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 3. Oktober 2003 über den Finanz- und Lastenausgleich (FiLaG; SR 613.2). Schliesslich fehlt es vorliegend bis heute an einer definitiven Veranlagung, womit ohnehin kein zu korrigierender Fehler erstellt wäre. Die Gemeinde vermag nicht aufzuzeigen, inwiefern die Auslegung willkürlich sei, und es ist nicht ersichtlich, inwiefern sie sonst wie schweizerisches Recht verletze.