Citation: 9C_256/2013 E. 3.4

3.4. Schliesslich macht die Versicherte geltend, eine Leidensüberwindung in dem Sinn, dass sie ein rentenausschliessendes Einkommen habe erzielen können, sei erst seit Mai 2011, nicht jedoch vor Ablauf des Wartejahres (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) möglich gewesen. Damit beruft sie sich - entgegen BGE 130 V 352 E. 2.2.3 S. 354 f. (E. 2.1) - für die vorangegangene Zeit auf eine invalidisierende Arbeitsunfähigkeit. Triftige Gründe für eine Abkehr von der gefestigten Rechtsprechung (vgl. zu den Voraussetzung für eine Praxisänderung BGE 136 III 6 E. 3 S. 8; 135 I 79 E. 3 S. 82; 134 V 72 E. 3.3 S. 76) werden indessen nicht dargelegt und sind auch nicht erkennbar. Insbesondere hat die Vorinstanz diesbezüglich zutreffend dargelegt, dass sich aus BGE 137 V 199 nichts zu Gunsten der Beschwerdeführerin ergibt. Das Bundesgericht begründete in diesem Urteil eingehend (a.a.O., E. 2.2 S. 202 ff.), weshalb die Rechtsprechung gemäss BGE 130 V 352 E. 2.2.3 S. 354 f. zwar auf Invalidenrenten (als Dauerleistungen), nicht aber auf Heilbehandlungen und Taggelder der Unfallversicherung (als vorübergehende Leistungen) anwendbar ist. Dementsprechend lässt sich auch nicht umgekehrt von einem allfälligen - hier ohnehin nicht gegebenen - länger dauernden Taggeldanspruch auf eine rentenbegründende Invalidität schliessen (vgl. auch Urteil 9C_1026/2012 vom 13. Februar 2013 E. 4).