Citation: 1A.63/2001 20.07.2001 E. 3

3.-Laut Rechtshilfeersuchen seien L._______, J.________ und R.________ Aufsichtsräte der schwedischen Firma E.________ (Malmö). Tochtergesellschaft der Fa. E.________ sei die Firma F.________ (Swedela/Schweden), an welcher L.________ beteiligt sei. J.________ und R.________ seien ausserdem Gesellschafter und Geschäftsführer der Firma B.________ GmbH (Z.________/D). a) Die Fa. F.________ habe "als Herstellerfirma mindestens seit dem Jahr 1991 Produkte direkt an die" Fa. B.________ GmbH geliefert. Die jeweiligen Rechnungen seien an die Fa. E.________ gerichtet worden, welche die Lieferungen ihrerseits der Firma H.________ AG (Schaan/FL) weiterfakturiert habe. Die in den Jahren 1992 und 1995 an die Fa. B.________ GmbH gelieferten Produkte seien (laut Buchhaltung dieser Gesellschaft) von der damaligen Firma S.________ AG Rechtsvorgängerin der Beschwerdeführerin) in Rechnung gestellt worden. Es bestehe Grund zur Annahme, dass die Fa. H.________ AG die (an die Fa. B.________ GmbH erfolgten) Lieferungen der Fa. S.________ AG weiterfakturiert habe. Seit dem 1. Januar 1996 sei die Fa. S.________ AG "nach aussen nicht mehr als Rechnungssteller oder Rechnungsempfänger aufgetreten". Die Fakturierung werde "nunmehr nur noch über die" Fa. H.________ AG abgewickelt. Bei dieser handle es sich um eine reine Domizilgesellschaft ohne eigene Geschäftstätigkeit. Sie werde von den Angeschuldigten wirtschaftlich bzw. faktisch kontrolliert. b) Es bestehe "der Verdacht, dass die Einschaltung" der Firmen H.________ AG und S.________ AG "in die Geschäfte einzig und allein dem Zweck diente, Umsätze und Gewinne aus der Bundesrepublik Deutschland (möglicherweise auch aus Schweden) in das Ausland zu verlagern". Das gewählte System der Kettenfakturierungen erscheine "wirtschaftlich völlig unsinnig". c) Die Fa. E.________ habe "von November 1990 bis August 1991" ca. DM 450'000.-- an die Firma G.________ AG ausbezahlt. Bei der Fa. G.________ AG handle es sich ebenfalls "um eine Domizilgesellschaft". Für die Zahlungen der Fa. E.________ an die Fa. G.________ AG bestehe "keine erkennbare wirtschaftliche Geschäftsgrundlage". Es bestehe der "Verdacht, dass hier Betriebsausgaben fingiert wurden und diese über die Schweiz den hinter der Fa. G.________ AG stehenden Personen (vermutlich u.a." dem Beschuldigten "L.________) zugeflossen" seien. Gemäss ergänzendem Ersuchen vom 14. September 1998 gehe aus Rechnungen der Fa. G.________ AG an die Fa. E.________ hervor, dass (zwischen 1. Dezember 1990 und 28. Februar 1991) hohe Geldbeträge (nämlich 176'700.-- und zweimal 63'000.-- schwedische Kronen) an die Fa. B.________ GmbH rückvergütet worden seien. d) L.________ und M.________ seien "von 1986 bis 1993 (...) Gesellschafter der Firma O.________ GmbH" (Ludwigshafen/D) gewesen. Als Geschäftsführer habe L.________ gewirkt. Anlässlich einer Steuerprüfung bei der Fa. F.________ sei "im Zusammenhang mit Lieferungen an die" Fa. O.________ GmbH eine "Rechnung betreffend das Jahr 1993" sichergestellt worden, auf der Folgendes "handschriftlich vermerkt" worden sei: "Provision L.________: 1040 St. x 20,-- = 20.800,-- SEK (= circa 4.000,-- Deutsche Mark)". e) "Diese Vorgehensweise" begründe "den Verdacht, dass der Beschuldigte L.________ im Jahr 1993 mindestens diesen Betrag an Provision erhalten" habe. "Da jedoch vor diesem Zeitpunkt und auch später ähnliche Geschäfte durchgeführt" worden seien, "dürften noch weitere erhebliche Beträge in dieser Art und Weise geflossen sein". "Bei dieser Sachlage" sei "auch zu erwähnen, dass der Beschuldigte L.________ (...) bei der Firma F.________ ein Verrechnungskonto" besitze. f) Es sei davon auszugehen, dass die Rechnungen der gelieferten Produkte zu Täuschungszwecken "wesentlich überhöht" worden seien. "Die Differenz zwischen dem Fakturabetrag und dem wahren Handelswert der Fabrikate" sei "an den Käufer zurückgeflossen". Dieser habe "diese Konstruktion zur Steuerhinterziehung" missbraucht ("sogenannter Kapitalrückfluss"). Der Gewinn, welcher insgesamt "der Besteuerung entzogen" worden sei, betrage (für die Jahre 1992 - 1995) schätzungsweise über DM 5,5 Mio. g) "Bezüglich der Beschuldigten L.________ und M.________" bestehe "der Verdacht der Verkürzung der Einkommenssteuer für die Jahre 1990 bis mindestens 1994, sowie auf seiten des Beschuldigten L.________ der Verdacht der Beihilfe zur Verkürzung der Körperschafts- und Gewerbesteuer mindestens für die Jahre 1991 und 1992 zugunsten der Firma B.________ GmbH". R.________ und J.________ seien verdächtig, "als Geschäftsführer der Fa. B.________ GmbH Betriebsausgaben mindestens der Jahre 1991 und 1992, möglicherweise auch später, fingiert zu haben". "Ferner" bestehe "der Verdacht, dass die auf diese Art und Weise wohl nach Liechtenstein abgeflossenen Gelder angelegt und die entsprechenden Erträge weder erklärt noch versteuert worden" seien. h) "Zur Durchführung weiterer Ermittlungen" sei die "Durchsuchung der Geschäftsräume der Firmen S.________ AG" sowie Fa. G.________ AG erforderlich.