Citation: I 843/05 11.07.2006 E. A

A.a A.________, geboren 1958, lebte bis 1987 Kolumbien (Muttersprache Spanisch). Dort heiratete sie 1980, schloss 1981 die schulische und universitäre Ausbildung als Betriebswirtschaftlerin ab und gebar 1982 eine Tochter sowie 1985 einen Sohn. 1988 zog sie mit ihrer Familie in der Schweiz, besuchte verschiedene Deutschkurse und erlangte im Fremdsprachenkurs Deutsch/Mittelstufe im Februar 1995 ein Abschlusszertifikat der Dolmetscherschule. Seit 1989 war sie in unterschiedlichem Umfang erwerbstätig. Vom 1. Februar 1991 bis Ende 1992 arbeitete sie vollzeitlich und ab 1. Januar 1993 mit einem Pensum von 66,66 % im technischen Rechnungswesen bei der Versicherung X.________. Im Hinblick auf ihre Weiterbildung und weil sie den Arbeitsort nicht mit der Arbeitgeberfirma nach Z.________ verlegen wollte, kündigte A.________ diese Arbeitsstelle per Ende März 1995. Ab dem Wintersemester 1995/96 nahm sie als Doktorandin am Institut D.________ der Universität E.________ an verschiedenen Doktorandenseminaren teil und beabsichtigte, ihr Dissertationsprojekt 1998 abzuschliessen. Am 4. September 1996 (erster Unfall) sowie am 5. September 1997 (zweiter Unfall) zog sich A.________ jeweils als Lenkerin eines Personenwagens bei Strassenverkehrskollisionen in beiden Fällen eine Distorsion der Halswirbelsäule (HWS) zu. Dr. med. G.________ attestierte ihr nach dem ersten Unfall bis Ende 1996 eine vollständige und vom 1. Januar 1997 bis zum zweiten Unfall eine Arbeitsunfähigkeit von 50 %, welche nach dem zweiten Unfall wieder auf 100 % erhöht werden musste. Im Januar 1997 eröffnete die Versicherte unter der Einzelfirma B.________ (seit Sommer 2005 unter der Firma C.________) eine selbstständige Erwerbstätigkeit. Die IV-Stelle des Kantons Thurgau sprach der seit 8. Oktober 1997 zum Leistungsbezug angemeldeten A.________ unter anderem gestützt auf die Ergebnisse einer Haushaltsabklärung vom 26. August 1998 mit Wirkung ab 1. September 1997 bei einem Invaliditätsgrad von 100 % eine ganze und mit Wirkung ab 1. Februar 1998 bei einem Invaliditätsgrad von 47 % eine Viertelsrente zu. Die gegen die entsprechenden Verfügungen vom 21. Januar 1999 erhobene Beschwerde wies die AHV/IV-Rekurskommission des Kantons Thurgau mit unangefochten in Rechtskraft erwachsenem Entscheid vom 20. Juli 1999 ab. Im Rahmen einer ersten amtlichen Rentenrevision vom Mai 2000 blieb es bei der Viertelsrente auf Grund eines unveränderten Invaliditätsgrades von 47 %. A.b Im Januar 2004 leitete die IV-Stelle die nächste Rentenrevision ein. Im Zusammenhang mit der Kenntnisnahme vom Auszug aus dem individuellen Konto (IK) vom 4. August 2004 erfuhr die Verwaltung davon, dass die Versicherte aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit bei der Versicherungs-Gesellschaft Y.________ von 1999 bis 2002 Jahreseinkommen zwischen Fr. 37'698.- und Fr. 62'338.- erzielte. Nach einer zweiten Haushaltsabklärung vom 8. November 2004 ermittelte die IV-Stelle bei unveränderten gesundheitlichen Verhältnissen und einem Anteil der Erwerbstätigkeit von 67 % (ab 2001) und 50 % (ab 1. Mai 2003) sowie einer Einschränkung im Haushaltsbereich von maximal 48 % einen Invaliditätsgrad von (aufgerundet) höchstens 31 %. Unter Feststellung einer Meldepflichtverletzung der Versicherten in Bezug auf ihr ab 2001 erheblich angestiegenes Erwerbseinkommen hob die IV-Stelle die Ausrichtung der Invalidenrente rückwirkend ab 1. Januar 2001 auf (Verfügung vom 22. November 2004) und kündigte die Rückforderung der zu Unrecht bezogenen Leistungen mit separater Verfügung an. Auf Einsprache hin, womit A.________ die ununterbrochene Ausrichtung einer Viertelsrente und ab 2003 die Zusprechung einer ganzen Invalidenrente beantragte, hielt die Verwaltung an ihrer Verfügung vom 22. November 2004 fest (Einspracheentscheid vom 24. Februar 2005).