Citation: 1P.569/2003 22.01.2004 E. 2

2.1 Das Obergericht hat die Berufung des Beschwerdeführers im angefochtenen Entscheid mit zwei selbständigen Begründungen abgewiesen: 2.1.1 Es führt einerseits (E. 2c und d S. 6 f.) aus, nach § 164 i.V.m. §§ 139 f. der Aargauer Strafprozessordnung vom 11. November 1958 (StPO) würden die Kosten im Strafprozess nach dem Verursacherprinzip verlegt. Danach komme bei einer Verurteilung mit teilweisem Freispruch eine teilweise Kostenverlegung zu Lasten des Staates nur in Betracht, wenn durch die Untersuchung des Anklagepunktes, in dem ein Freispruch erfolgt sei, Mehrkosten entstanden seien und der Angeklagte die Untersuchung dieses Punktes nicht in leichtfertiger oder verwerflicher Weise verursacht habe. Im vorliegenden Fall habe die Untersuchung der Anklagepunkte, in denen Freisprüche erfolgt seien, keine Mehrkosten verursacht. Aber selbst wenn dies der Fall gewesen wäre, könnte der Beschwerdeführer daraus nach der Auffassung des Obergerichts ohnehin nichts zu seinen Gunsten ableiten, da er die Untersuchung in diesen Punkten jedenfalls auf verwerfliche oder leichtfertige Weise verursacht habe, indem er sich nach dem Unfall von der Unfallstelle entfernt, das Motorrad beiseite geschafft und sich den polizeilichen Nachforschungen entzogen habe. 2.1.2 Anderseits berief sich das Obergericht auf seine Praxis zur Kostenverlegung bei Gerichtsverfahren mit einem vorgelagerten Strafbefehlsverfahren (E. 3 S. 7). Ende ein solches mit einem teilweisen Freispruch, könne eine teilweise Kostenauflage an den Staat dann erfolgen, wenn der Beschuldigte lediglich eine auf einzelne Schuldsprüche beschränkte Einsprache erhoben hätte. Eine solche spezifizierte Einsprache liege in casu nicht vor, weshalb der Beschwerdeführer aus dieser Praxis nichts zu seinen Gunsten ableiten könne. 2.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Verlegung der Gerichts- und Parteikosten sei willkürlich. Er setzt sich in seiner Beschwerde allerdings einzig mit der zweiten, in E. 2.1.2 dargelegten Begründung des Obergerichts auseinander und führt aus, weshalb dieses nach der eigenen Praxis seine Berufung hätte gutheissen müssen. Die erste, in E. 2.1.1 dargelegte Begründung kritisiert er dagegen nicht und legt nicht dar, inwiefern sie verfassungswidrig sein soll. Damit bleibt diese Begründung unangefochten, weshalb der obergerichtliche Entscheid nicht in einer Art. 90 Abs. 1 lit. b OG genügenden Weise angefochten ist (BGE 115 II 288 E. 4; 113 Ia 94 E. 1a/bb; 111 II 398 E. 2b). Auf die Beschwerde ist daher nicht einzutreten.