Citation: 1B_389/2019 E. 3

Sodann beanstandet die Beschwerdeführerin eine Verletzung des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes (Art. 36 Abs. 3 BV, Art. 197 Abs. 1 lit. c-d StPO). Anstelle einer Entsiegelung der betroffenen Geräte und Aufzeichnungen (und der verfügten Freigabe an die Staatsanwaltschaft zur Durchsuchung) sei eine richterliche "Triage" (im Beisein der Beschuldigten und ihres Verteidigers) durchzuführen. Diese stelle eine "mildere bzw. verhältnismässige Massnahme" (im Sinne von Art. 197 Abs. 1 lit. c StPO) dar. Die Rüge der Verletzung des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes erweist sich als unbegründet: Wenn die gesetzlichen Entsiegelungsvoraussetzungen erfüllt sind, hat das ZMG die gesiegelten Gegenstände und Aufzeichnungen zur Durchsuchung an die Staatsanwaltschaft freizugeben (vgl. Art. 246 i.V.m. Art. 248 Abs. 1 StPO). Eine förmliche richterliche Triageverhandlung (unter Beizug von Parteien oder Sachverständigen) hat nur in sachlich begründeten Fällen stattzufinden, insbesondere, wenn der Entsiegelungsrichter (aufgrund von substanziierten Angaben der Inhaberin bzw. des Inhabers) Dateien oder Unterlagen auszusondern hat, die dem Geheimnisschutz unterliegen (vgl. dazu nachfolgend, E. 4-5). Eine solche Triageverhandlung stellt folglich keine "mildere" Ersatzmassnahme dar, die einer Entsiegelung und Durchsuchung ohne Weiteres vorzugehen hätte. Die Verhältnismässigkeit einer Entsiegelung der drei Mobiltelefone und die mutmassliche Untersuchungsrelevanz der darin gespeicherten Aufzeichnungen werden vom ZMG nachvollziehbar dargelegt (vgl. angefochtener Entscheid, S. 4 f., E. 6-7). Das Vorbringen der Beschuldigten, es sei "schlichtweg nicht ersichtlich, inwiefern beispielsweise" das (bei ihr sichergestellte) "Tagebuch oder die Literatur" untersuchungsrelevant sein sollten, erweist sich als unbehelflich, da die genannten Gegenstände weder gesiegelt, noch von der Vorinstanz entsiegelt worden sind; darauf ist nicht einzutreten.