Citation: 4C.160/2001 18.12.2001 E. 2

2.-Das Obergericht des Kantons Zug hat die Verantwortlichkeitsklage im Wesentlichen mit der Begründung abgewiesen, dass die X.________ AG anlässlich der Generalversammlung vom 24. November 1989 bzw. im Nachgang daran nicht überschuldet gewesen sei. Die Verwaltung sei daher nicht zur Benachrichtigung des Richters im Sinn von Art. 725 Abs. 3 aOR verpflichtet gewesen. Allerdings sei davon auszugehen, dass die X.________ AG im Sommer 1991 überschuldet gewesen sei. Die Kontrollstelle hätte in ihren Berichten über die Jahresrechnungen 1988, 1989 und 1990, die alle am 18. Juli 1991 erstattet worden seien, die Verwaltung auf diesen Umstand hinweisen müssen. Die Verwaltung wäre dann verpflichtet gewesen, den Richter im Sinn von Art. 725 Abs. 3 aOR zu benachrichtigen. Der Kläger habe indessen nicht substanziiert dargelegt, ob und allenfalls in welcher Höhe durch die Verzögerung des Konkurses im Zeitraum vom 18. Juli 1991 bis zur Konkurseröffnung am 28. August 1992 ein (Fortsetzungs-) Schaden entstanden sei. In seiner Anschlussberufung wirft der Kläger dem Obergericht vor, dass eine Überschuldung der X.________ AG am 24. November 1989 zu Unrecht verneint worden sei. Die Verwaltung und die Kontrollstelle seien daher schon damals verpflichtet gewesen, den Richter zu benachrichtigen. Im Übrigen habe die Vorinstanz zutreffend festgehalten, dass die X.________ AG im Sommer 1991 überschuldet gewesen sei. Entgegen ihrer Meinung sei aber der Fortführungsschaden, der aufgrund der verspäteten Konkurseröffnung am 28. August 1992 entstanden sei, genügend substanziiert worden. Insgesamt habe die Vorinstanz die Verantwortlichkeit der Organe aus mittelbarer Gläubigerschädigung zu Unrecht verneint. Abgesehen davon habe sich das Obergericht nicht zur eingeklagten unmittelbaren Schädigung geäussert, die darauf zurückzuführen sei, dass seine Forderung bösartig aus der Bilanz gestrichen worden sei. a) In intertemporalrechtlicher Hinsicht ist zunächst festzuhalten, dass die der Beklagten vorgeworfenen Pflichtverletzungen Vorgänge betreffen, die sich vor dem Inkrafttreten des revidierten Aktienrechts am 1. Juli 1992 verwirklicht haben. Die Streitsache beurteilt sich daher nach altem Recht (Art. 1 SchlTZGB i.V.m. Art. 1 SchlBest zum 26. Titel des OR; Peter Böckli, Schweizer Aktienrecht,