Citation: 1P.172/2000 03.05.2000 E. A

A.- In einer unter anderem gegen W.________ geführten Strafuntersuchung wegen verschiedener Wirtschaftsdelikte stellte der Untersuchungsrichter am 9. September 1999 in einigen Fällen Antrag auf Überweisung an das Wirtschaftsstrafgericht des Kantons Bern. In anderen Fällen beantragte er eine Aufhebung des Verfahrens, wobei für sieben Fälle ein Verfahrenskostenanteil von je Fr. 200.-- auszuscheiden und dem Kanton aufzuerlegen, eine Parteientschädigung jedoch zu verweigern sei. Am 3. Dezember 1999 stimmte der kantonale Prokurator 1 diesen Anträgen mit der Änderung zu, dass er für einen der genannten sieben Fälle eine Überweisung beantragte. W.________ erhob gegen die Kosten- und Entschädigungsregelung in den Aufhebungsbeschlüssen Rekurs an die Anklagekammer des Obergerichts des Kantons Bern. Sie machte geltend, da das Verfahren in drei Fünfteln der Fälle aufgehoben worden sei, seien auch drei Fünftel der Verfahrens- und Verteidigungskosten dem Staat aufzuerlegen. Entsprechend dem Antrag der stellvertretenden Generalprokuratorin wies die Anklagekammer den Rekurs am 14. Februar 2000 ab (Ziffer 2 ihres Entscheids). Ausserdem änderte sie den angefochtenen Beschluss von Amtes wegen dahingehend zu Ungunsten von W.________ ab, dass die Aufhebung der Strafverfolgung in allen Fällen ohne Ausscheidung der Verfahrenskosten zu erfolgen habe (Ziffer 1 ihres Entscheids).