Citation: 6B_863/2017 E. A

Am 17. Dezember 2011 nachmittags fuhr X.________ in seinem BMW zeitgleich wie sein Nachbar und Freund Y.________ in seinem VW Polo von H.________ in Richtung K.________. Wiederholt überschritten die beiden die zulässige Höchstgeschwindigkeit. X.________ fuhr Y.________ mehrmals nahe auf und versuchte, ihn zu überholen. Dies verhinderte Y.________, indem er auf die Fahrbahnmitte lenkte und X.________ dadurch die Durchfahrt versperrte. Als X.________ nach dem Überholmanöver im Dorfkern von L.________ im Bereich einer unübersichtlichen Rechtskurve auf die rechte Fahrbahn einlenken wollte, kam er mit einer Geschwindigkeit zwischen 93 km/h und 100 km/h ins Schleudern und kollidierte mit dem aus der Gegenrichtung kommenden Fahrzeug von A.________. In der Folge erfasste das Fahrzeug von X.________ den Fussgänger B.A.________, der sich mit seiner Familie nach dem Überqueren des Fussgängerstreifens auf dem Trottoir befand. B.A.________ erlag auf der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. B.B.________, die Ehefrau des Verstorbenen, erlitt leichte physische Verletzungen und leidet seither an einer posttraumatischen Belastungsstörung. B.C.________, der damals 16 Monate alte Sohn des Verstorbenen, erlitt einen Ellenbogenbruch sowie leichte Verletzungen. Die vierjährige Tochter B.D.________ blieb unverletzt. A.________ erlitt einen Knochen- und Lendenwirbelbruch sowie eine Hirnerschütterung.