Citation: 6A.40/2001 26.06.2001 E. 2

2.- a) Der Beschwerdeführer rügt, dass die Vorinstanz den auf einer unvollständigen Abklärung des Sachverhaltes basierenden Entscheid des Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamtes des Kantons Bern geschützt und die Administrativmassnahme bestätigt hat. Das Amt habe die Entzugsverfügung vor Erlass eines rechtskräftigen Urteils im Strafverfahren und daher ohne die entsprechende Aktenkenntnis lediglich gestützt auf die polizeiliche Anzeige, erlassen. b) Der Vorwurf ist unbegründet. Der in BGE 119 Ib 158 ff. aufgestellte Grundsatz, wonach die Verwaltungsbehörde mit ihrem Entscheid grundsätzlich zuzuwarten hat, bis ein rechtskräftiges Strafurteil vorliegt, soweit der Sachverhalt oder die rechtliche Qualifikation des in Frage stehenden Verhaltens für das Verwaltungsverfahren von Bedeutung sind, wurde nicht verletzt. Die Vorinstanz hat gemäss den Ausführungen des Beschwerdeführers selbst ein entsprechendes Sistierungsbegehren gutgeheissen und den Entscheid des Strafrichters abgewartet. Die allfällige Verletzung des erwähnten bundesgerichtlichen Grundsatzes durch das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt wäre damit bereits im kantonalen Beschwerdeverfahren geheilt worden.