Citation: 8C_854/2013 E. 2.2.1

2.2.1. Das kantonale Gericht hat zunächst erkannt, nach seiner Rechtsprechung sei die pauschale Reduktion des Grundbedarfs eines in einer Wohngemeinschaft lebenden Sozialhilfebezügers weder im SPG noch in der SPV oder in den SKOS-Richtlinien vorgesehen. Dies schliesse nicht aus, auf eine Wohngemeinschaft zurückzuführende Einsparungen bei einzelnen Ausgabeposten des Grundbedarfs im Rahmen der Festsetzung der materiellen Hilfe zu berücksichtigen. Voraussetzung dafür sei, dass aufgrund der konkreten Verhältnisse Einsparungen innerhalb der Wohngemeinschaft klar ausgewiesen und nachgewiesen seien. Möglich sei dies etwa, wenn Personen vorübergehend oder dauerhaft in besonderen Wohnformen wie beispielsweise Pensionen, Zimmern ohne Kochgelegenheit oder ähnlichen Unterkünften lebten. Bei besonderen Wohnformen sei daher grundsätzlich der Grundbedarf I zu gewähren. Lebten mehrere Personen zusammen in einer Wohngemeinschaft, sei der Grundbedarf I für den entsprechenden Mehrpersonenhaushalt einzusetzen. Dabei werde für jede unterstützte Person ein eigenes Unterstützungskonto geführt. Für die Berechnung des individuellen Unterstützungsbedarfs werde auf den Grundbedarf I des Gesamthaushaltes abgestellt, welcher danach auf die Anzahl Köpfe aufzuteilen sei.