Citation: 9C_650/2024 E. 1.1

1.1. Die Ehegatten A.A.________ und B.A.________, wohnhaft im Kanton Solothurn, deklarierten in ihrer auf den 24. Mai 2018 datierten Steuererklärung für die Steuerperiode 2017 ein Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit von A.A.________ von Fr. 190'011.-. A.A.________ ist selbständiger Gynäkologe in den Kantonen Solothurn und Aargau. Von der Veranlagungsbehörde Olten-Gösgen dazu aufgefordert, reichten die Ehegatten weitere Unterlagen sowie einen korrigierten "Abschluss 2017 Praxis Dr. Med. A.A.________" ein, worin ein Reingewinn von Fr. 204'329.91 ausgewiesen wurde. Da die Veranlagungsbehörde Olten-Gösgen die Unterlagen weiterhin für unvollständig hielt, setzte sie die Einkünfte nach pflichtgemässem Ermessen auf Fr. 310'000.- fest. Am 14. Januar 2019 eröffnete sie den Ehegatten A.A.________ und B.A.________ die definitive Veranlagung 2017. Auf Einsprache hin setzte die Veranlagungsbehörde Olten-Gösgen das Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit - wiederum nach pflichtgemässem Ermessen - auf Fr. 255'769.- fest. Die dagegen erhobenen Rechtsmittel wies das Steuergericht des Kantons Solothurn mit Urteil vom 22. November 2021 ab. Auf eine dagegen erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht infolge übermässiger Weitschweifigkeit mit Urteil 2C_1044/2021 vom 17. Mai 2022 nicht ein.