Citation: 6S.131/2004 22.03.2005 E. 6

Die Vorinstanz führt aus, dass das Bezirksgericht für die in diesem Verfahren ausgesprochene 16monatige Gefängnisstrafe den bedingten Strafvollzug nicht hätte gewähren dürfen. Denn es wären auch die früher ausgesprochenen teilweisen Zusatzstrafen zu berücksichtigen gewesen, so dass das Strafmass die Dauer von 18 Monaten bei weitem überschreite. Auf Grund des Verbots der reformatio in peius bestätigt sie indessen den bedingten Vollzug für die neu ausgesprochene Gefängnisstrafe von 16 Monaten, ordnet hingegen den Vollzug der beiden früheren Freiheitsstrafen von 16 Monaten und 45 Tagen Gefängnis an. Den Antrag des Beschwerdeführers, die neu ausgesprochene und die als vollziehbar erklärten Gefängnisstrafen zugunsten einer ambulanten Behandlung aufzuschieben, lehnt die Vorinstanz ab. Sie verweist darauf, dass beim Beschwerdeführer nach dem eingeholten Gutachten von Dr. med. C.________ und Dr. med. D.________ vom 20. Mai 2003 keine Persönlichkeitsproblematik in forensisch relevantem Ausmass vorliege, ein kausaler Zusammenhang zwischen der Tat und einer Persönlichkeitsstörung damit zu verneinen sei und eine ambulante Behandlung nicht geeignet sei, weitere Straftaten zu verhindern oder zu vermindern. Allerdings räumt die Vorinstanz ein, dass die gegenwärtigen therapeutischen Bemühungen von Dr. B.________ hilfreich erschienen, doch gehe es dabei mehr um eine Art Lebenshilfe als um eine Heilung einer psychischen Beeinträchtigung von forensisch relevantem Krankheitswert. Im Übrigen komme ein Aufschub des Strafvollzugs zugunsten einer ambulanten Behandlung ohnehin nicht in Betracht, nur um einem Täter den Strafvollzug zu ersparen. Der Beschwerdeführer macht geltend, dass für die Anordnung einer ambulanten Massnahme geringe Erfolgsaussichten genügten und die Vorinstanz diese zu Unrecht verneine. Er verkennt jedoch, dass im angefochtenen Entscheid die therapeutischen Bemühungen von Dr. B.________ weder übersehen noch als nutzlos hingestellt werden. Die Vorinstanz geht hingegen davon aus, dass keine deliktsspezifische Persönlichkeitsproblematik vorhanden und deshalb die Anordnung einer ambulanten Massnahme nicht erforderlich sei. Der Beschwerdeführer legt nicht dar, inwiefern diese Beurteilung unzutreffend wäre, noch ist dies auf Grund der verbindlichen vorinstanzlichen Feststellungen ersichtlich. Er beschränkt sich darauf, auf seine Therapiebedürftigkeit und -willigkeit sowie auf die schlimmen Konsequenzen des Strafvollzugs hinzuweisen. Im Übrigen scheint der Beschwerdeführer ausser Acht zu lassen, dass selbst bei Anordnung einer ambulanten Behandlung nach der Rechtsprechung zu Art. 43 Ziff. 2 Abs. 2 StGB ein Aufschub des Strafvollzugs nicht ohne weiteres möglich wäre, sondern nur in Betracht käme, wenn eine sofortige Behandlung gute Resozialisierungschancen böte, die der Vollzug der Freiheitsstrafe verhindern oder zumindest wesentlich vermindern würde (BGE 129 IV 161 E. 4.2). Die Nichtigkeitsbeschwerde erweist sich damit als unbegründet und ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.