Citation: 1P.30/2005 30.05.2005 E. 2

2.1 Die Beschwerdeführer begründen die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs damit, das Verwaltungsgericht habe rechtzeitig und formgerecht angebotene erhebliche Beweismittel nicht korrekt abgenommen und gewürdigt. Der Gemeindepräsident habe ausgeführt, an anderen Orten in der Gemeinde sei die Bebauung von Hofstattflächen zugelassen worden. Das Verwaltungsgericht habe sich nicht mit den einzelnen genannten Objekten auseinandergesetzt. 2.2 Der Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt, dass die Behörde die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tatsächlich hört, prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt (BGE 124 I 49 E. 3a S. 51 und 241 E. 2 S. 242, je mit Hinweisen). Die Begründungspflicht und der Anspruch auf Begründung sind nicht bereits dadurch verletzt, dass sich die urteilende Behörde nicht mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinander setzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken (vgl. BGE 126 I 97 E. 2b S. 102; 124 II 146 E. 2a S. 149; 124 V 180 E. 1a S. 181; 123 I 31 E. 2c S. 34; 121 I 54 E. 2c S. 57, je mit Hinweisen). 2.3 Bei den von den Beschwerdeführern genannten Vergleichsobjekten handelt es sich um solche in Hofstattflächen, deren Bebauung nicht vom Verwaltungsgericht, sondern vom Gemeinderat bewilligt worden sind. Das Verwaltungsgericht hat den angefochtenen Gestaltungsplan hinsichtlich der darin vorgesehenen Überbauung des Hofstattgebietes als rechtswidrig bezeichnet und mit dieser Beurteilung nicht ein eigenes Präjudiz in Frage gestellt. Die Beschwerdeführer erwähnen in diesem Zusammenhang denn auch keine vom angefochtenen Entscheid abweichenden Urteile des Verwaltungsgerichts. Dieses war bei der Beurteilung der Überbauungsmöglichkeiten der Hofstattgebiete nicht an frühere seines Erachtens rechtswidrige Entscheide der Gemeinde gebunden. Die Voraussetzungen für eine zulässige "Gleichbehandlung im Unrecht" (vgl. BGE 127 I 1 E. 3a S. 2 f. mit Hinweisen) sind hier nicht erfüllt. Es ist somit verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, dass das Verwaltungsgericht bei der Beweisabnahme und -würdigung die frühere kommunale Bewilligungspraxis in Bezug auf die Hofstattgebiete ausser Acht gelassen hat. Diese war für die Beurteilung des Falles durch das Verwaltungsgericht unerheblich. Ferner hat es durch dieses Vorgehen in materieller Hinsicht auch nicht gegen das Rechtsgleichheitsgebot verstossen.