Citation: 4A_570/2014 E. A

Im Frühjahr 2004 erstellte die Bank B.________ AG (Beklagte, Beschwerdegegnerin) für ihren langjährigen Kunden A.________ (Kläger, Beschwerdeführer) im Hinblick auf dessen Frühpensionierung einen Finanzplan. Im sogenannten Optimierungsplan vom 7. April 2004 wurde eine sicherheitsorientierte Anlagestrategie mit einem Aktienanteil von maximal 30-40 % empfohlen. An einer Besprechung der Parteien am 26. Juni 2007 beschloss der Kläger, die vor rund drei Jahren durch die Beklagte entwickelte Anlagestrategie "Kapitalverzehr optimiert" umzusetzen. Diese sah eine Verteilung des Vermögens auf drei verschiedene Anlagehorizonte vor, nämlich Investitionen von Fr. 300'000.-- für die Dauer von 3-5 Jahre in den Bank B.________ Bond Fund (Lux) Target Return (SFR) (nachfolgend: Fonds). Sodann Fr. 100'000.-- und in einem weiteren Schritt zusätzlich Fr. 400'000.-- während mindestens 5 Jahren in den Bank B.________ Portfolio Fund (Lux) Income (SFR) und Fr. 550'000.-- in ein Vermögensverwaltungsmandat (Fonds und alternative Anlagen) für mindestens 10 Jahre. In der Folge zeichnete die Beklagte für den Kläger am 4. Juli 2007 Anteile am Fonds, wofür dem Privatkonto des Klägers ein Gesamtbetrag von Fr. 299'999.95 inkl. Ausgabekommission von Fr. 2'965.90 und Umsatzabgabe von Fr. 444.90 belastet wurde. Am 5. Mai 2008 beschwerte sich der Kläger schriftlich bei der Beklagten über die stetige Wertverminderung des Fonds seit Ende 2007. Daraufhin verwies die Beklagte mit Schreiben vom 16. Mai 2008 auf die im April und Mai 2008 eingetretene Stabilisierung des Fondswertes. Nach weiteren Kursverlusten wandte sich der Kläger im Juni 2008 an den Schweizerischen Bankenombudsmann. Dieser vertrat im Schreiben vom 21. August 2008 die Ansicht, dass der Beklagten kein Vorwurf gemacht werden könne. Am 20. Oktober 2008 informierte die Beklagte den Kläger, dass der Fonds aufgelöst, die Fondspositionen liquidiert und das Kapital an die Kunden zurückbezahlt werde. In der Folge wurden dem Kläger am 24. Oktober 2008, 27. Februar 2009 und 18. September 2009 insgesamt Fr. 185'879.25 ausbezahlt. Ferner wurde ihm am 10. Dezember 2009 die Ausgabekommission zurückerstattet.