Citation: I 84/03 26.08.2003 E. 4

Verwaltung und Vorinstanz haben sowohl hinsichtlich der somatischen als auch der psychischen Gesundheit verneint, dass eine für den Anspruch auf Invalidenrente erhebliche Änderung im massgeblichen Prüfungszeitraum zwischen dem 20. September 2000 (Erlass der ersten, rentenablehnenden Verfügung) und dem 17. Juni 2002 (Datum der diesem Verfahren zu Grunde liegenden Nichteintretensverfügung) glaubhaft gemacht worden sei. Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringen lässt, dringt nicht durch. 4.1 Die Beschwerdegegnerin stellte beim Erlass der Verfügung vom 20. September 2000 hinsichtlich der Beurteilung des Gesundheitszustandes im Wesentlichen auf das Gutachten der MEDAS Z.________ (vom 23. November 1998) und die Expertise des Dr. med. L.________ (vom 14. März 2000) ab. Die beteiligten Gutachter stimmten darin überein, dass keine Diagnosen vorliegen würden, die eine wesentliche Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit zur Folge hätten: Unter dem Titel "Diagnosen ohne wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, aber mit Krankheitswert" werden im Gutachten der MEDAS eine narzisstische Persönlichkeitsstörung mit Selbstüberschätzung, eine Aggravation sowie eine chronische Oktzipitio-Sakralgie genannt. Der Umstand, dass die Gutachter der MEDAS, anders als Dr. med. L.________, welcher sich für eine 100 %ige Arbeitsfähigkeit (auch) aus orthopädischer Sicht aussprach, gleichwohl eine 10 %ige Einschränkung, "mit Limitation durch orthopädische Befunde" (Gutachten S. 16 Mitte), der Arbeitsfähigkeit als gegeben erachteten, ist vor dem Hintergrund zu würdigen, dass der für die MEDAS konsiliarisch tätige Orthopäde Dr. med. W.________ die Beurteilung der Beschwerdeführerin als erschwert qualifizierte, weil die Angaben diffus, bald einmal ungeduldig vorgetragen und die Untersuchung durch das Verhalten der Patientin (massives Schmerzklagen etc.) kompliziert worden sei. Nach dem in Erw. 2 in fine hievor Dargelegten erübrigen sich indes Weiterungen zur Frage des tatsächlichen rechtlichen Bedeutungsgehaltes (vgl. BGE 120 V 496) der Verfügung vom 20. September 2000, d.h. ob die Verwaltung den Rentenanspruch wegen eines zu geringen oder auf Grund eines fehlenden Invaliditätsgrades verneint hat. Selbst wenn man zu Gunsten der Beschwerdeführerin davon ausginge, bei einer um 10 % verminderten Arbeitsfähigkeit sei die rentenablehnende Verfügung nicht wegen fehlender, sondern wegen eines zu geringen, nicht näher bezifferten Invaliditätsgrades erfolgt, ist zu berücksichtigen, dass die Hürde für das Vorliegen einer für den Anspruch auf Invalidenrente erheblichen Änderung im hier zu beurteilenden Fall insofern hoch liegt, als die Zusprechung einer Invalidenrente zumindest einen Invaliditätsgrad von 40 % erfordert (vgl. Art. 28 Abs. 1 IVG). 4.2 Die nach dem abschlägigen Vorbescheid vom 26. April 2002 von der Beschwerdeführerin aufgelegten Berichte ihres Hausarztes Dr. med. B.________ (vom 15. April 2002) und des Dr. med. A.________ (vom 8. Dezember 2001) erbringen den geforderten Nachweis nicht. Über mehrere Jahre hinweg hat sich das Schwergewicht der medizinischen Abklärungen, Therapien und Beurteilungen von somatischer in Richtung psychischer Gesundheit hin verschoben. Indem Dr. med. B.________ ausführte, "auf Grund der nun erheblich chronifizierten Schmerzkrankheit wie auch der (durch Dr. med. A.________) postulierten schweren hypochondrischen Neurose sei das erneute Rentenbegehren wiederum zu prüfen" (Bericht vom 14. April 2002 S. 1 unten), vermag er weder die geklagten Beschwerden rheumatologisch zu erklären, noch wird, was hier von Bedeutung ist, eine in den Fachbereich der Inneren Medizin, insbesondere die Rheumatologie, fallende Verschlechterung der somatischen Gesundheit behauptet. Der Hausarzt macht sich vielmehr im Wesentlichen den Standpunkt des von ihm beigezogenen Psychiaters zu eigen und spricht sich für das Vorliegen eines neuen psychischen Leidens mit Krankheitswert aus. Bei der Würdigung des Berichts des Dr. med. A.________ fällt nun aber entscheidend ins Gewicht, dass der Psychiater nicht gestützt auf seit der ersten Verfügung der IV-Stelle eingetretene Umstände eine Verschlechterung der psychischen Verfassung geltend macht, sondern die dem Gutachten der MEDAS zu Grunde liegende fachärztliche Beurteilung der psychischen Gesundheit als unzutreffend kritisiert. Er rügt u.a. das Gutachten der MEDAS als oberflächlich und tritt dafür ein, dass die psychogenen Faktoren massiv unterschätzt worden seien. Eine neue Beurteilung einer in tatsächlicher Hinsicht unveränderten Sachlage ist indes revisions- wie neuanmeldungsrechtlich nicht relevant (BGE 112 V 371 Erw. 2b; SVR 1996 IV Nr. 70 S. 203 ff. Erw. 3a, je mit Hinweisen). 4.3 Das kantonale Gericht hat sodann mit einlässlicher, in allen Teilen zutreffender Begründung, auf die verwiesen wird, erwogen, der Bericht der Klinik V.________ (vom 13. August 2001), wo die Beschwerdeführerin vom 3. bis 24. Juli 2001 wegen lumbosakraler Schmerzen zur intensiven Physiotherapie zugewiesen worden war, vermöge keine für den Anspruch auf Invalidenrente erhebliche Änderung glaubhaft zu machen. Bei dieser Sachlage braucht die zwischen den Parteien strittige Frage, ob der genannte Bericht im vorinstanzlichen Verfahren in prozessual zulässiger Weise eingebracht werden konnte, nicht näher erörtert und entschieden zu werden.