Citation: 1C_505/2022 E. 5.4

5.4. Es ist einleuchtend, dass die beiden Bushaltestellen möglichst nahe beieinander und zudem in unmittelbarer Nähe zur Klosterstrasse, die das nördlich der Hauptstrasse liegende Quartier erschliesst, gebaut werden sollen. Das weiter westlich liegende Grundstück der Genossame Muotathal erscheint in dieser Hinsicht als weniger geeignet. Auch ist nicht zu beanstanden, dass das Verwaltungsgericht den Standort gegenüber dem ehemaligen Restaurant Sternen verwarf. Obschon nicht geklärt ist, wieviele der dort bestehenden Parkplätze aufgehoben werden müssten, so bestreiten die Beschwerdeführer immerhin nicht, dass es sich um mehrere handelt. Ob sie derzeit vermietet werden, erscheint nicht ausschlaggebend (vgl. Art. 97 Abs. 1 BGG), weshalb das Verwaltungsgericht auch nicht den Anspruch der Beschwerdeführer auf rechtliches Gehör verletzte, wenn es auf diese Frage nicht einging. Nicht nachvollziehbar ist, weshalb die Beschwerdeführer an ihrer Behauptung festhalten, sie würden einen Parkplatz bzw. die Einfahrt auf die Kantonsstrasse verlieren. Mit den betreffenden Sachverhaltsfeststellungen des Verwaltungsgerichts, das zum gegenteiligen Schluss kommt, setzen sie sich nicht substanziiert auseinander, weshalb auf diese abzustellen ist (s. E. 4.1 hiervor). Weiter ist angesichts des Umstands, dass die Haltestelle nicht direkt vor dem Gebäude des Beschwerdeführers 1 geplant ist und es sich um eine periphere Haltestelle handelt, die zudem lediglich von ca. 30 Bussen täglich bedient wird, nicht davon auszugehen, er werde erheblich in seiner Privatsphäre betroffen oder habe übermässig unter Immissionen wie Abfall und Lärm zu leiden. Auch ist nicht zu beanstanden, wenn das Verwaltungsgericht davon ausging, auf einen Bus wartende Personen würden das Sichtfeld bei der Ausfahrt von seinem Grundstück nur marginal beschränken. Unter Berücksichtigung des Umstands, dass die Beurteilung der Erforderlichkeit und Zumutbarkeit des Eigentumseingriffs im vorliegenden Fall von einer Würdigung der örtlichen Verhältnisse abhängt, welche die kantonalen Behörden besser überblicken, erweist sich nach dem Ausgeführten die Rüge der Verletzung der Eigentumsgarantie als unbegründet.