Citation: I 556/98 18.04.2000 E. 2

2.- a) Bezüglich der massgebenden gesetzlichen Bestimmungen über die in den Leistungsbereich der Invalidenversicherung fallenden beruflichen Eingliederungsmassnahmen (Art. 16 und 17 IVG) und über die Taggeldberechtigung während der Eingliederung (Art. 22 Abs. 1 IVG) wird auf die zutreffende Darstellung im kantonalen Entscheid verwiesen. b) Wie die Vorinstanz richtig erkannt hat und auch in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht mehr in Frage gestellt wird, kann der früher nie erwerbstätig gewesene Versicherte zum Vornherein keinen Anspruch auf eine Umschulung im Sinne von Art. 17 IVG geltend machen (BGE 118 V 14 Erw. 1c/cc; SVR 2000 IV Nr. 3 S. 7 Erw. 2a). Die beantragten Leistungen könnten daher nur unter dem Titel der erstmaligen beruflichen Ausbildung im Sinne von Art. 16 IVG zugesprochen werden. Ob die im Anschluss an den Erwerb des Handelsdiploms absolvierte Mittelschule und das darauf in Angriff genommene rechtswissenschaftliche Studium dabei noch als erstmalige berufliche Ausbildung unter Art. 16 Abs. 1 IVG fallen würden oder aber - wie die Vorinstanz anzunehmen scheint - als einer solchen gleichgestellte berufliche Weiterausbildung nach Art. 16 Abs. 2 lit. c IVG zu qualifizieren wären, braucht nicht abschliessend geklärt zu werden. Letzteres erscheint immerhin fraglich, gelten doch nach der Rechtsprechung als Weiterausbildung Lehrgänge, welche die im Rahmen einer erstmaligen beruflichen Ausbildung erworbenen Kenntnisse im Hinblick auf ein Ziel innerhalb derselben Berufsart fortsetzend oder vervollkommnend weiter ausbauen (BGE 96 V 33 Erw. 2; AHI 1998 S. 118 Erw. 3b, 1997 S. 168 Erw. 2b mit Hinweisen). Fälle, in welchen eine erstmalige berufliche Ausbildung nach Eintritt des Versicherungsfalles zwar noch abgeschlossen wird, eine Betätigung auf diesem Beruf jedoch invaliditätsbedingt als ungeeignet und auf die Dauer nicht zumutbar erscheint, zählen demgegenüber nach der Verwaltungspraxis zur beruflichen Neuausbildung invalider Versicherter im Sinne von Art. 16 Abs. 2 lit. b IVG (BGE 121 V 189 Erw. 3c, nicht veröffentlichtes Urteil N. vom 1. Februar 2000 [I 618/99]). c) Grundvoraussetzung für jegliche Eingliederungsmassnahme bildet laut Art. 8 Abs. 1 IVG, dass die Vorkehr notwendig und geeignet ist, die Erwerbsfähigkeit wieder herzustellen, zu verbessern, zu erhalten oder ihre Verwertung zu fördern (Satz 1). Das Vorliegen einer invaliditätsbedingten Notwendigkeit des zur Diskussion stehenden Ausbildungsganges kann nicht schon mit der vorinstanzlichen Argumentation, wonach der Entschluss, ein juristisches Studium zu absolvieren, bereits vor Eintritt der Invalidität gefasst worden sei, verneint werden. Sollte diese Annahme tatsächlich zutreffen - was vom Beschwerdeführer bestritten wird, vorliegend aber offen bleiben kann -, würde dies allein nicht ausschliessen, dass eine berufliche Neuorientierung letztlich gerade wegen der aufgetretenen gesundheitlichen Schwierigkeiten und vor allem im Hinblick auf den befürchteten weiteren Verlauf der Krankheit als unumgänglich erschien. Beizupflichten ist der Vorinstanz hingegen darin, dass das aufgenommene rechtswissenschaftliche Studium nicht geeignet ist, zur Verbesserung oder Erhaltung der Erwerbsfähigkeit und damit zur Erreichung des Eingliederungszieles beizutragen. Wie im angefochtenen kantonalen Entscheid zu Recht erwogen wird, werden sich Konzentrationsstörungen sowie Beeinträchtigungen bei der Benützung von Schreibgeräten in einer juristischen Berufstätigkeit nicht weniger behindernd auswirken als bei einer Beschäftigung im erlernten kaufmännischen Bereich. Auch ist nicht einzusehen, inwiefern eine juristische Betätigung eine grössere Flexibilität in der Arbeitszeiteinteilung bieten sollte.