Citation: 9C_32/2022 E. 2.2

2.2. Der Bund und die Kantone gewähren Personen, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen, EL zur Deckung ihres Existenzbedarfs (Art. 2 Abs. 1 ELG). Sie bestehen aus der jährlichen EL und der Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten (Art. 3 Abs. 1 ELG). Die jährliche EL entspricht dem Betrag, um den die anerkannten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art. 9 Abs. 1 ELG). Anerkannte Ausgaben von zu Hause lebenden Personen sind insbesondere ein Betrag für den allgemeinen Lebensbedarf und (bis zu einem bestimmten Höchstbetrag) der Mietzins einer Wohnung (Art. 10 Abs. 1 ELG). Für Personen, die dauernd oder längere Zeit in einem Heim oder Spital leben, gilt die Tagestaxe als anerkannte Ausgabe; die Kantone können die Kosten begrenzen, die wegen des Aufenthaltes in einem Heim oder Spital berücksichtigt werden; sie sorgen dafür, dass durch den Aufenthalt in einem anerkannten Pflegeheim in der Regel keine Sozialhilfe-Abhängigkeit begründet wird (Art. 10 Abs. 2 lit. a ELG). Zudem sind für solche Personen ein vom Kanton zu bestimmender Betrag für persönliche Auslagen (Art. 10 Abs. 2 lit. b ELG) und weitere - hier nicht interessierende - Ausgaben gemäss Art. 10 Abs. 3 ELG zu berücksichtigen. Der Kanton Luzern hat die anrechenbare Taxestaxe für Personen, die dauernd oder längere Zeit in einem Alters- oder Pflegeheim leben, auf maximal Fr. 179.- pro Tag festgelegt (§ 1 Abs. 1 der luzernischen Verordnung vom 30. November 2007 über die Ergänzungsleistungen zur AHV/IV [SRL 881a; LU/ELV] in der aktuellen, rückwirkend auf den 1. Januar 2020 in Kraft gesetzten Fassung i.V.m. § 3 des luzernischen Gesetzes vom 10. September 2007 über die Ergänzungsleistungen zur AHV/IV [SRL 881; LU/ELG]).