Citation: 9C_348/2024 E. 7.2.2

7.2.2. Was den Einwand der Beschwerdeführerin anbelangt, der durch Werkstatt und Waschstrasse verursachte Wasserverbrauch sei, da maximal fünf Fahrzeuge die Waschanlage pro Tag benutzen würden, als "ausserordentlich gering" im Sinne der in E. 6.2.2 am Ende angeführten Rechtsprechung zu bezeichnen, weshalb von einer rein schematischen Gebührenberechnung Abstand zu nehmen sei, hat hierzu schon das kantonale Gericht eingehend Stellung genommen. Zu beachten ist dabei nach dessen zutreffenden Erwägungen, dass - so die Rechtsprechung (vgl. E. 6.2.1 hiervor) - zum einen auch eine potenzielle zukünftige Nutzung des Areals zu berücksichtigen und zum andern nicht die effektive Nutzung massgeblich ist, sondern diejenige, die durch den Anschluss ermöglicht wird, und zwar auf Spitzenwerte ausgelegt. Als entscheidwesentlich erweist sich daher nicht die mit der aktuell geplanten Parkhausnutzung generierte Abwassermenge, sodass sich auch aus dem von der Beschwerdeführerin erstmals aufgelegten "Journal Waschanlage 2014-2023", dem die im besagten Zeitraum erfolgten Waschgänge zu entnehmen sind, nichts Weiterführendes ergibt und die Frage, ob das betreffende Aktenstück aus novenrechtlicher Sicht überhaupt zulässig ist (vgl. Art. 99 Abs. 1 BGG), offen gelassen werden kann. Relevant ist vielmehr das künftige diesbezügliche Potenzial, welches unstrittig vorhanden ist und auch nicht durch allfällige rechtliche Auflagen verunmöglicht wäre. Eine zusätzliche Anschlussgebühr könnte im Fall von künftigen Bau- und Nutzungsänderungen nur dann erhoben werden, wenn eine entsprechende formellrechtliche Grundlage vorhanden wäre (E. 6.2.1 am Ende hiervor). Eine Gebührennachzahlung liesse sich in casu laut Art. 5 Abs. 1 AVGO jedoch - vorbehältlich hier nicht weiter interessierender Konstellationen - nur bei einer künftigen Volumenvergrösserung begründen (E. 4.2.2 hiervor). Im Falle einer blossen Nutzungsänderung ohne Volumenvergrösserung, sei diese bewilligungspflichtig oder nicht, wäre der Beschwerdegegnerin eine solche verwehrt. Wie die Vorinstanz in ihrem Urteil nachvollziehbar, jedenfalls aber entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführerin nicht offensichtlich unrichtig darlegt, erscheint es plausibel, dass die Parkhausnutzung in Zukunft, auch ohne Volumenvergrösserung, zu erheblich mehr Abwasser führen könnte als heute. Die Schlussfolgerung des kantonalen Gerichts, das potenzielle Abwasserbelastungsvolumen des Parkhauses sei - unter Berücksichtigung von möglichen Nutzungsänderungen - nicht als "ausserordentlich niedrig" einzustufen, ist daher zu schützen.