Citation: I 572/02 17.11.2003 E. 3

Für die richterliche Beurteilung sind grundsätzlich die tatsächlichen Verhältnisse zur Zeit des Erlasses der strittigen Verfügung massgebend. Tatsachen, die sich erst später verwirklichen, sind insoweit zu berücksichtigen, als sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung zu beeinflussen (BGE 121 V 366 Erw. 1b; RKUV 2001 Nr. U 419 S. 101; vgl. auch Erw. 1.1. hievor). Der Versicherte reichte im vorinstanzlichen Verfahren einen Bericht des Psychiaters Dr. F.________ vom 30. Juni 2002 ein, bei welchem er sich seit dem 20. Februar 2002 in Behandlung befindet. Dieser Bericht führt gestützt auf die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung aus, der Betroffene sei in der Alltagsbewältigung wesentlich eingeschränkt. Diese Angaben werden durch die bisherigen Akten allerdings nicht gestützt: Einzig der Bericht des SUVA-Kreisarztes vom 13. März 2001, der von einem etwas depressiv wirkenden Patienten spricht, enthält einen - wenn auch beiläufigen - Hinweis auf eine möglicherweise entstandene psychische Beeinträchtigung. Das fragliche Zeugnis vom 30. Juni 2002 erlaubt daher keine Rückschlüsse auf den hier entscheidmassgeblichen Zeitraum bis zum Erlass der Verfügung vom 5. Dezember 2001. Hinzu kommt, dass, wie schon die Vorinstanz festhielt, die der erwähnten ärztlichen Beurteilung zugrunde liegende Anamnese unzutreffend erscheint; aktenkundig sind zwei Unfälle und nicht - wie im Bericht des Dr. F.________ erwähnt - deren vier.