Citation: 6B_544/2017 E. A

Am 25. Oktober 2016 erhob die Bundesanwaltschaft beim Bundesstrafgericht Anklage gegen X.________. Sie wirft ihm vor, sich an Wettbetrügen beteiligt zu haben. Er habe Fussballspieler kontaktiert, die bereit gewesen seien, gegen Entgelt den Verlauf und Ausgang bestimmter Spiele zu beeinflussen. Nach Zusicherung der Spieler zur Beeinflussung der Spiele habe A.________ über den in London domizilierten Wettvermittler B.________ Ltd. Wetten auf die Spiele bei asiatischen Wettanbietern - namentlich C.________.com und D.________.com - abgeschlossen. Die Mitarbeiter von B.________ Ltd. hätten von der Beeinflussung der Spiele Kenntnis gehabt, nicht dagegen die asiatischen Wettanbieter. Letztere hätten erhebliche Wettgewinne auf ein von B.________ Ltd. geführtes Konto überwiesen, an dem A.________ verfügungsberechtigt gewesen sei. X.________ sei für seine Dienste entschädigt worden und habe seinerseits den Spielern die diesen versprochenen Geldbeträge übergeben. X.________ sei in der Zeit von April bis September 2009 insbesondere an der Beeinflussung von fünf im Einzelnen bezeichneten schweizerischen Fussballspielen der Challenge League beteiligt gewesen. Dadurch habe er sich der Mittäterschaft zum gewerbsmässigen Betrug schuldig gemacht (Anklageschrift Ziffer I.1.1.1-I.1.1.5). Eventualiter sei insoweit Gehilfenschaft zum gewerbsmässigen Betrug anzunehmen (Anklageschrift Ziffer I.1.2). Im Sommer 2009 habe eine bosnische Fussballmannschaft in der Schweiz ein Trainingslager durchgeführt und hier drei Freundschaftsspiele ausgetragen. Auf den Verlauf und das Ergebnis dieser Spiele sei unter Beteiligung des Trainerstabs und von Spielern der bosnischen Mannschaft in gleicher Weise Einfluss genommen worden. X.________ habe die bosnische Mannschaft in der Schweiz betreut und jemandem im Auftrag eines Tatbeteiligten Bargeld zur Begleichung offener Rechnungen im Zusammenhang mit dem Trainingslager übergeben. Für seine Dienste habe X.________ eine Entschädigung erhalten. Insoweit habe er sich der Gehilfenschaft zum gewerbsmässigen Betrug schuldig gemacht (Anklageschrift Ziff. I.1.5).