Citation: 4A_398/2022 E. A

Im Rahmen der Transaktion "Asset Purchase Agreement" ("APA") kaufte die A.________ AG (Klägerin 1, Beschwerdeführerin 1) am 29. Mai 2009 eine Produktionsanlage für chemische Wirkstoffe ("Active Pharmaceutical Ingredients"; kurz "API") in U.________ von der C4.________ AG. Letztere ist nicht Partei des vorliegenden Verfahrens. Dabei übernahm die Klägerin 1 insgesamt 101 der 104 beschäftigten Mitarbeiter der C4.________ AG. Parallel dazu schlossen die Klägerin 1 und die B.________ LDA (Klägerin 2, Beschwerdeführerin 2) einerseits und die C2.________ (Beklagte 2, Beschwerdegegnerin 2) und die C5.________ Limited, die heute Teil der C1.________ AG (Beklagte 1, Beschwerdegegnerin 1) ist, andererseits das "Contract Manufacturing Agreement" ("CMA"). Damit verpflichtete sich die Klägerin 1, die Produktionsanlage in U.________ nach der Übernahme während 21 Monaten unverändert weiter zu betreiben und eine vereinbarte Menge an API über die Klägerin 2 als Wiederverkäuferin an die Beklagten zu verkaufen. Im Gegenzug sicherten die Beklagten der Klägerin 2 garantierte jährliche Mindestzahlungen ("Annual Guaranteed Payments"; kurz "AGP") zu. Die im Rahmen dieser Gesamttransaktion geschlossenen Verträge, das APA und das CMA, wurden am 29. Mai 2009 unterzeichnet und traten am 1. Juli 2009 in Kraft. Ende März 2011, das heisst 21 Monate später, lief das CMA aus.