Citation: 1P.209/2002 23.07.2002 E. A

Das Untersuchungsrichteramt St. Gallen verurteilte X.________ mit Verfügung vom 11. Dezember 2000 zu einer Busse von Fr. 480.--, weil er am 7. November 2000, um ca. 15.33 Uhr, mit seinem Personenwagen auf der Autobahn A1, Gemeindegebiet St. Gallen, die signalisierte Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h um 33 km/h überschritten habe. Die Strafverfügung erwuchs in Rechtskraft. Die Direktion für Soziales und Sicherheit des Kantons Zürich entzog X.________ mit Verfügung vom 9. Januar 2001 den Führerausweis für die Dauer eines Monats. Nach zwei vergeblichen Zustellungsversuchen konnte ihm die Entzugsverfügung am 8. März 2001 durch die Polizei zugestellt werden. Am 8. April 2001 wandte sich X.________ an den Regierungsrat des Kantons Zürich, mit dem Begehren, der Entzug sei auf Ende des Jahres zu verschieben, da er dann für einen Monat nach Übersee verreise. Die Direktion für Soziales und Sicherheit erklärte sich in ihrer Vernehmlassung vom 19. April 2001 bereit, die Abgabefrist um drei Monate hinauszuschieben, wenn ein sofortiger Entzug den Betroffenen unverhältnismässig hart treffen würde. Mit Schreiben vom 5. Juni 2001 sandte die Staatskanzlei des Kantons Zürich X.________ eine Kopie dieser Vernehmlassung, gab ihm unter Hinweis auf die "eher geringen Erfolgsaussichten" Gelegenheit, den Rekurs (kostenfrei) zurückzuziehen und stellte ihm einen Aufschub des Führerausweisentzugs bis Ende August 2001 in Aussicht. Auch dieses Schreiben konnte X.________ nicht zugestellt werden. Mit Entscheid vom 18. Juli 2001 wies der Regierungsrat des Kantons Zürich den Rekurs von X.________ gegen die Verfügung der Direktion für Soziales und Sicherheit vom 9. Januar 2001 betreffend Entzug des Führerausweises ab und auferlegte die Kosten von insgesamt Fr. 1'106.-- dem Rekurrenten. Nach einem ersten erfolglosen Zustellungsversuch am 24. Juli 2001 wurde der Entscheid des Regierungsrates anfangs September 2001 dem Rekurrenten ein zweites Mal zugestellt. Mit Eingabe vom 29. September 2001 erhob X.________ gegen den Entscheid des Regierungsrates Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Zürich. Der Einzelrichter des Verwaltungsgerichts trat mit Verfügung vom 30. Januar 2002 auf die Beschwerde nicht ein.