Citation: 6B_81/2021 E. 2

Die Vorinstanz legt zunächst die hypothetische Einzelstrafe für den Raub z.N. von B.________ fest (Urteil S. 11 f.). Sie erwägt bezüglich der Tatkomponenten, der Beschwerdeführer habe sich mit zwei Mittätern B.________ vorgenommen und von ihm Geld gefordert mit der Begründung, er habe einen der Täter bei der Polizei verpfiffen; andernfalls erhalte er Schläge. Dabei sei der Beschwerdeführer nahe an ihn herangetreten, habe ihn mit beiden Händen an den Schultern nach hinten gestossen und damit die mündliche Aufforderung zur Herausgabe von Geld verdeutlicht. B.________ habe zwar einen Sturz verhindern können, habe aber aufgrund des aggressiven Auftretens und der Übermacht der Täter Angst bekommen und dem Beschwerdeführer seine gesamte Barschaft von Fr. 12.-- ausgehändigt. Dabei hätten die Täter ihm gesagt, er solle keine Polizei beiziehen und sie wüssten, wo er wohne. Damit hätten sie Gewalt angedroht und dies dadurch verdeutlicht, dass der Beschwerdeführer B.________ weggestossen habe und die Täter eine psychisch wirkende Drohkulisse aufgebaut hätten, welcher das Opfer schliesslich nachgegeben habe. Dass sie nur Fr. 12.-- erbeuten konnten, sei nicht deren Willen geschuldet, sondern dem Umstand, dass B.________ lediglich so viel Geld bei sich getragen habe. Die Vorinstanz beurteilt die Schwere der Verletzung des geschützten Rechtsguts insgesamt als unterdurchschnittlich, da B.________ durch den Raub keinen weiteren Schaden erlitten habe. Hinsichtlich der Verwerflichkeit erwägt sie, die Gewalt sei nicht heftig gewesen und die angedrohten Schläge hätten ausgereicht, um B.________ gefügig zu machen. Sie wertet diesen Strafzumessungsfaktor entsprechend als eher unterdurchschnittlich, lastet dem Beschwerdeführer hingegen leicht erschwerend an, er habe eine vergleichsweise aktive Rolle eingenommen. Der direkte Vorsatz wirke sich unter dem Titel der Willensrichtung und der Beweggründe des Beschwerdeführers neutral aus (Urteil S. 12). Zusammenfassend führt die Vorinstanz aus, die Tatkomponenten würden unterdurchschnittlich ins Gewicht fallen und das Verschulden sei als leicht zu bezeichnen. Mit Bezug auf einen Referenzsachverhalt hält sie fest, im Vergleich dazu habe der Beschwerdeführer nicht alleine, sondern als Teil einer Dreiergruppe gehandelt, eine besonders aktive Rolle eingenommen und leichte Gewalt mit demonstrativem Steigerungspotential ins Spiel gebracht. Sie setzt die hypothetische Einzelstrafe gestützt auf die Tatkomponenten auf 14 Monate Freiheitsstrafe fest (Urteil S. 12). Bezüglich der Täterkomponenten erwägt die Vorinstanz, die Vorstrafen des Beschwerdeführers wirkten sich deutlich erhöhend aus. Gleiches gelte für das Nachtatverhalten. So habe er während des laufenden Strafverfahrens massiv weiter delinquiert und es seien bei ihm weder Reue noch Einsicht ersichtlich. Insgesamt erhöht sie die hypothetische Einzelstrafe um 3 Monate auf 17 Monate Freiheitsstrafe (Urteil S. 12 f.). Bei der Strafzumessung betreffend den Raub z.N. von C.________ verweist die Vorinstanz zum Teil auf die Strafzumessung im ersten Raubdelikt (Urteil S. 14 f.). Sie wertet das Verschulden des Beschwerdeführers im zweiten Raubdelikt leicht geringer und setzt die hypothetische Einzelstrafe bei den Tatkomponenten entsprechend auf 13 statt 14 Monate Freiheitsstrafe fest. Unter dem Titel der Täterkomponenten erhöht sie diese um 2 Monate auf insgesamt 15 Monate Freiheitsstrafe. Die Vorinstanz stuft den Raub z.N. von B.________ als schwerstes Delikt ein. Die entsprechende hypothetische Einsatzstrafe von 17 Monaten Freiheitsstrafe erhöht sie in Anwendung des Asperationsprinzips um 10 Monate für das zweite Raubdelikt und bildet daraus eine Gesamtfreiheitsstrafe von 27 Monaten.