Citation: 6B_1073/2022 E. 3.5.4

3.5.4. Die Vorinstanz verletzt kein Bundesrecht, wenn sie in Würdigung der gesamten inneren und äusseren Umstände auf Mord erkennt. Sie betrachtet das Tatmotiv sowie die Ausführung der Tat und zieht die zutreffenden Schlussfolgerungen. Es kann auf ihre diesbezüglichen Erwägungen verwiesen werden. Dass der Beschwerdeführer den Tod von B.________ "nur" in Kauf genommen hat, schliesst nicht aus, dass der hinter der Tötung stehende Beweggrund besonders verwerflich war (vgl. E. 3.3; Urteil 6B_232/2012 vom 8. März 2013 E. 1.4.2). Mit der Vorinstanz ist festzustellen, dass die Tötung im Zusammenhang mit einem Vermögensdelikt verübt wurde. Dass der Beschwerdeführer von seinem ursprünglichen Plan abliess und keine Beute erzielte (Beschwerde S. 13), vermag nichts an der Skrupellosigkeit seines Beweggrundes zu ändern. Es ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz festhält, er habe das schwer verletzte Opfer verschnürt zurückgelassen, um seine Flucht zu sichern. Geht es dem Täter - wie vorliegend - um die Fluchtsicherung, liegt die Skrupellosigkeit nicht im stossenden Verhältnis zwischen der Auslöschung eines Menschenlebens und der Aneignung fremden Vermögens. Es geht um ein anderes, jedoch nicht minder krasses und daher ebenfalls skrupelloses Missverhältnis. Der Beschwerdeführer hat den Tod eines Menschen in Kauf genommen, um nach einem misslungenen Raubversuch die Flucht zu sichern (vgl. Urteil 6B_939/2013 vom 17. Juni 2014 E. 3.2.1).