Citation: 1C_568/2021 E. 6.2

6.2. Das BAFU geht grundsätzlich von einem engen räumlichen und funktionellen Zusammenhang der WKK-Anlage mit den Anlagen der C.________ und möglicherweise auch des E.________ aus, zumal sämtliche Betriebe zur D.________-Gruppe gehörten. Die Auswirkungen auf die Umwelt hätten daher gesamthaft und in ihrem Zusammenwirken ermittelt und bewertet werden müssen (Art. 8 USG und Art. 9 Abs. 3 UVPV). Die Wärmezentrale der C.________ mit einer Feuerungswärmeleistung von 41.4 MWth verbrenne neben Gas und Heizöl auch Tierfett, d.h. einen erneuerbaren Energieträger. Insofern falle sie unter Ziff. 21.2 lit. c Anh. UVPV (Anlage zur thermischen Energieerzeugung mit einer Feuerungswärmeleistung von mehr als 20 MWth bei kombinierten Energieträgern [fossil und erneuerbar]); für die Bewilligung solcher Anlagen müsse das BAFU angehört werden (Art. 12 Abs. 3 UVPV). Diese Anhörung sei vorliegend unterblieben, weil sich die UVP ausschliesslich auf die WKK-Anlage (mit einer Leistung von 13-13.5 MWth) beschränkt habe. Das BAFU teilt jedoch die Auffassung des Verwaltungsgerichts, wonach dieser Verfahrensmängel für sich allein nicht genügend schwer wiege, um den Widerruf einer rechtskräftigen Baubewilligung zu begründen, sofern genügend Angaben vorliegen, um die Konfor-mität des Vorhabens mit dem Umweltrecht zu beurteilen. Dies sei vorliegend der Fall.