Citation: 8C_439/2010 13.12.2010 E. 3.3

3.3.1 Im Lichte der aufgezeigten ärztlichen Aktenlage ist zunächst als erstellt anzusehen, dass der Beschwerdeführer, wie bereits im vorinstanzlichen Entscheid vom 4. Mai 2001 rechtskräftig erkannt, an keinen die erwerbliche Leistungsfähigkeit einschränkenden, unfallkausalen psychischen Störungen leidet. Es sind auf Grund der vorhandenen medizinischen Angaben ebenso wenig Anhaltspunkte ersichtlich, welche auf eine Veränderung der diesbezüglichen Situation bis zum in zeitlicher Hinsicht relevanten Erlass des Einspracheentscheids vom 16. August 2006 hindeuteten (vgl. auch Urteil I 115/06 vom 15. Juni 2007 E. 4.2). Ein anderes Bild zeigen die Unterlagen demgegenüber hinsichtlich des organischen Beschwerdeverlaufes. Während Dr. med. B.________ in seinen kreisärztlichen Beurteilungen vom 13. Oktober 1998 und 23. Mai 2000 noch keine die Kopfregion betreffenden Beschwerden erwähnt hatte, wird in der Expertise des Instituts D._______ vom 3. Juni 2002 als Zusatzdiagnose eine chronische Cephalea bei Status nach Explosionstrauma am 28. November 1991 mit chronischem Tinnitus und intermittierenden Halbseitenhypästhesien im Gesicht rechts unklarer Ätiologie genannt. Dr. med. E.________ stufte im Rahmen seiner Einschätzung vom 5. Juli 2005 als für den Versicherten gesundheitlich einschränkend die multiple, nicht ausschliesslich unfallkausale Schmerzsymptomatik ein, wobei er gleichenorts auf krankhafte degenerative Befunde im Bereich der LWS und HWS sowie chronische Kopfschmerzen verwies. Eine Begründung dafür, weshalb er Letzteren die Unfallursächlichkeit absprach, findet sich in seinen Ausführungen nicht. Vielmehr liess er sich am 12. Juli 2005 dahingehend vernehmen, dass er sich zu weiteren Befunden und Diagnosestellungen unfallfremder Erkrankungsbefunde nicht äussere, sondern diese Beurteilung den behandelnden Ärzten überlasse. Des Weitern hatte der rheumatologische Facharzt des Instituts D.________ - wie bereits im bundesgerichtlichen Urteil I 115/06 vom 15. Juni 2007 (E. 4.1) erkannt worden war - gegenüber der letzten im August 2000 durchgeführten neurologischen Untersuchung eine Verschlechterung der Befunde an den unteren Extremitäten festgestellt. Während damals insbesondere die Beineigenreflexe symmetrisch ausgelöst werden konnten, war der Achillessehnenreflex (ASR) anlässlich der knapp zwei Jahre später vorgenommenen Abklärung des Instituts D._______ trotz wiederholter Prüfung unter Bahnung nicht provozierbar. Zum gleichen Ergebnis gelangten sodann die Experten des Zentrums F.________ im Rahmen ihrer Begutachtung vom 18. August 2008. Auch wenn sich die durch die Gutachter des Instituts D.________ gestellten Verdachtsdiagnosen eines anhaltenden sensiblen radikulären Ausfallsyndroms L5/S1 rechts sowie eines cervico-radikulären Ausfallsyndroms C8 beidseits, rechts mehr als links, deren radiomorphologische Abklärung das Bundesgericht in seinem Urteil I 115/06 vom 15. Juni 2007 mit seiner dortigen Rückweisung im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren gefordert hatte, in der Folge nicht erhärten liessen (vgl. Expertise des Zentrums F.________ vom 18. August 2008), konstatierten die Begutachter des Zentrums F.________ doch ebenfalls einen seit den beiden Unfallereignissen ungünstigen Beschwerdeverlauf. Sie wie auch die übrigen involvierten Ärzte (vgl. Berichte der Frau Dr. med. G.________ vom 11. August 2003 und des Dr. med. E.________ vom 5. und 12. Juli sowie 12. August 2005) strichen dabei namentlich die zunehmenden degenerativen Veränderungen (chronisches Panvertebralsyndrom, Osteoporose, chronische Fussschmerzen) heraus. 3.3.2 Insgesamt finden sich in den ärztlichen Unterlagen nach dem Gesagten klare Hinweise für eine sich aus somatischer Sicht seit der erstmaligen Rentenzusprechung auf 1. November 1998 verschlechternde gesundheitliche Entwicklung. Dies zeigt sich insbesondere auch anhand der bescheinigten Arbeitsunfähigkeiten: Hatte Dr. med. B.________ anlässlich seiner kreisärztlichen Einschätzungen vom 13. Oktober 1998 und 23. Mai 2000 noch eine im Rahmen einer leidensadaptierten Tätigkeit zumutbare Arbeitsfähigkeit von rund 70 % attestiert (je drei Stunden morgens und nachmittags), erachteten die Experten des Instituts D.________ und des Zentrums F.________ - unter Ausklammerung psychischer Komponenten - nurmehr eine solche von 50 % als gegeben. Damit einhergehend wurde auch die Fahrtauglichkeit zunächst noch als intakt beschrieben, anlässlich der Begutachtung des Instituts D.________ zumindest für längere Strecken aber verneint. Ebenfalls unbestritten ist ferner, dass das Beschwerdebild zusehends durch degenerative Prozesse geprägt wird. Kein klares Bild ergibt sich auf Grund der vorhandenen Aktenlage demgegenüber zum einen in Bezug auf den Einfluss, welchen die einzelnen erhobenen Befunde auf das Leistungsvermögen des Versicherten haben. Zum anderen fehlt es auch an hinreichend aussagekräftigen Informationen zur Frage, inwieweit die besagten Befunde unfallkausalen Charakter aufweisen oder aber Ausfluss von ausschliesslich krankhaften, von den beiden Unfallereignissen losgelösten Vorgängen bilden. So qualifizierte zwar der Kreisarzt Dr. med. E.________ die degenerativen Befunde im Bereich der LWS und HWS als Symptome einer Erkrankung, ohne sich diesbezüglich jedoch näher erklären zu wollen, wohingegen etwa Frau Dr. med. G.________ die ausgeprägte Arthrose des subtalaren Gelenkes und des oberen Sprunggelenkes rechts auf die - unfallbedingte - Fehlhaltung des Beschwerdeführers zurückführt und sie deshalb, zumal sich im linken Bein keine arthrotischen Veränderungen finden liessen, als Unfallfolge beurteilt. Die gutachtlichen Ausführungen des Instituts D.________ und des Zentrums F.________ schliesslich enthalten keinerlei Angaben zur für die vorliegenden Belange essentiellen Unterscheidung von unfallkausalen und -fremden Beschwerden, wobei rechtsprechungsgemäss eine Teilursächlichkeit der Unfallereignisse zur Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhanges genügt (BGE 134 V 109 E. 9.5 S. 125 f. mit Hinweisen). 3.3.3 Die Sache ist daher an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie die erforderlichen medizinischen Abklärungen vornehme. Hernach wird sie erneut über das Rentenrevisionsersuchen des Versicherten zu befinden haben. Ob die Betriebsaufgabe der ehemaligen Arbeitgeberfirma des Beschwerdeführers, auf deren Auskünfte bei der erstmaligen Invaliditätsbemessung zur Festsetzung des hypothetischen Verdienstes, welcher ohne Unfallfolgen hätte erzielt werden können (Valideneinkommen), abgestellt worden war, einen Revisionsgrund in dem Sinne darzustellen vermag, als dem Valideneinkommen nunmehr tabellarische Lohnansätze zugrunde zu legen wären, erscheint - einschliesslich der in E. 4.3 des Urteils I 115/06 vom 15. Juni 2007 festgehaltenen Aussage - fraglich, kann jedoch, wie die nachstehenden Ausführungen zeigen, dahingestellt bleiben. Entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers wäre bei der Ermittlung des Valideneinkommens gestützt auf Angaben der vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) nicht auf den durchschnittlichen baugewerblichen Bruttolohn im Anforderungsniveau 1+2 abzustellen, da der Versicherte über keine entsprechend qualifizierte Berufsausbildung verfügt, sondern sein handwerkliches Geschick im Bereich der zuletzt ausgeübten Sanitär- und Heizungsmonteur- sowie Dachdecker- und Spengleraufgaben anhand von Kursen und bei der täglichen Arbeit erlernt hatte. Es rechtfertigte sich vor dem Hintergrund von unbestrittenermassen vorhandenen langjährigen Berufs- und Fachkenntnissen vielmehr die auf dem Anforderungsniveau 3 basierenden Lohnangaben im Baugewerbe heranzuziehen, auf deren Grundlage ein praktisch identischer - und sich in revisionsrechtlicher Hinsicht mithin nicht entscheidwesentlich auswirkender - Validenverdienst resultierte (Rentenverfügung vom 27. November 1998: Fr. 60'821.-; LSE 1998, Tabelle TA1, S. 25, Wirtschaftszweig Baugewerbe [Abschnitt 45], Anforderungsniveau 3, durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 42,3 Stunden [Die Volkswirtschaft, 4/2008, Tabelle B9.2, S. 90, Baugewerbe [Noga-Abschnitt F]: Fr. 61'740.-).