Citation: 4A_495/2024 E. 3.2.3

3.2.3. Es ist zutreffend, dass die Abtretung nach Art. 260 SchKG nichtig ist, wenn ihr kein Beschluss der Masse über den Verzicht auf eigene Geltendmachung vorangeht (BGE 134 III 75 E. 2). Ebenso trifft zu, dass das Gericht von Amtes wegen prüfen muss, ob die Befugnis besteht, das Recht eines Dritten in eigenem Namen einzuklagen ("Prozessstandschaft"). Demnach hat es sich zu versichern, dass das Prozessführungsrecht nur noch den klagenden Abtretungsgläubigern zusteht. Hingegen obliegt es diesen Gläubigern, zu behaupten und den strikten Beweis dafür zu erbringen, dass die anderen Abtretungsgläubiger auf die Teilnahme am Verfahren verzichtet haben (BGE 144 III 552 E. 4). Doch kann der Beschwerdeführer daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten. Er bestreitet nämlich nicht, dass die Klägerschaft eine Abtretung nach Art. 260 SchKG behauptete und die Abtretungsurkunde vom 27. Februar 2019 ins Recht legte. Darin hält das Konkursamt fest, dass die soeben erwähnten Voraussetzungen einer Abtretung nach Art. 260 SchKG erfüllt sind. Dieser Umstand, namentlich der Verzicht der Gläubigergesamtheit, war damit rechtsgenüglich mitbehauptet. Wenn der Beschwerdeführer der Meinung gewesen sein sollte, dass die Abtretungsurkunde vom 27. Februar 2019 zu Unrecht ausgestellt worden war, dann hätte er dies rechtzeitig vorbringen müssen, indem er bestritten hätte, dass die Mehrheit der Gläubiger auf die Durchsetzung der Rechtsansprüche verzichtet hat.