Citation: 1B_256/2018 E. A

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern führt gegen A.________ ein Strafverfahren wegen Veruntreuung und weiterer Delikte. Am 1. Februar 2018 ersuchte die Beschuldigte um Entlassung von Rechtsanwalt Dr. C.________ als amtlicher Verteidiger und Einsetzung von Rechtsanwalt D.________. Mit Verfügung vom 12. Februar 2018 hiess die Staatsanwaltschaft das Gesuch teilweise gut, setzte jedoch statt Rechtsanwalt D.________ Rechtsanwalt E.________ als neuen amtlichen Verteidiger ein. Mit Verfügung vom 15. Februar 2018 hielt die Staatsanwaltschaft fest, dass nachträglich eine Interessenkollision festgestellt worden sei und Rechtsanwalt E.________ das Mandat deshalb nicht wahrnehmen könne. Sie ernannte deshalb Rechtsanwalt B.________ zum amtlichen Verteidiger. Zur Begründung führte sie aus, die Beschuldigte habe zu Beginn des Verfahrens bereits zweimal ihren Wahlverteidiger gewechselt. Einem Gesuch des dritten Wahlverteidigers um Einsetzung als amtlicher Verteidiger sei am 23. August 2017 stattgegeben worden, worauf dieser einen Tag später die Niederlegung seines Mandats mitgeteilt habe. Der von der Beschuldigten umgehend mit der Wahrung ihrer Interessen beauftragte Rechtsanwalt Dr. C.________ habe noch am 24. August 2017 ein Gesuch um Einsetzung als amtlicher Verteidiger gestellt. Dem Gesuch sei stattgegeben worden, obwohl gemäss der Gerichtspraxis nur ein einmaliges Wahlrecht bestehe. Das Vorverfahren sei bereits weit fortgeschritten und stehe vor dem baldigen Abschluss. Angesichts der Neigung der Beschuldigten, die von ihr gewählten Personen auszuwechseln, sei davon abzusehen, ihren Vorschlag zu berücksichtigen. Es bestünden zudem keine Gründe, die gegen eine effektive Verteidigung durch Rechtsanwalt B.________ sprächen. Das Kantonsgericht Luzern wies eine von A.________ gegen die beiden Verfügungen der Staatsanwaltschaft erhobene Beschwerde mit Beschluss vom 16. April 2018 ab und bestätigte die Verfügung vom 15. Februar 2018.