Citation: 4A_549/2014 E. B

Am 3. März 2000 war die Klägerin erneut Opfer einer Auffahrkollision geworden. Mit Klage vom 13. November 2002 verlangte sie vor dem Handelsgericht des Kantons Zürich von den Beklagten unter solidarischer Haftbarkeit Fr. 6'717'842.15. Dem Unfallverursacher vom 3. März 2000 und dessen Haftpflichtversicherer verkündete sie den Streit. B.a. Im Verlaufe des Verfahrens erfolgten seitens der Klägerin persönlich diverse Eingaben an das Gericht. Darunter auch einige mit "Versicherung B.________ AG" auf der unteren Seite versehene Droh- und Schmähbriefe, welche die Klägerin von der Beklagten 1 beziehungsweise deren Mitarbeitern erhalten haben will, was diese bestreitet. Die Klägerin orientierte das Gericht unter anderem darüber, dass sie am 2. Mai 2005 erneut unverschuldet einen Unfall erlitten habe, wobei die Beklagte 1 wiederum Haftpflichtversicherin des Unfallverursachers sei. Ferner reichte sie Bestätigungen ihrer behandelnden Psychiaterin vom 12. Oktober 2006 und vom 11. August 2007 ein, wonach sie grundsätzlich nicht einvernahmefähig sei und dies (gemäss dem Zeugnis vom 11. August 2007) eventuell nach Beendigung des Verfahrens wieder sein werde. B.b. Nachdem der Klägerin mit Wirkung ab dem 2. August 2012 vorläufig die Handlungsfähigkeit entzogen und eine gesetzliche Vertreterin bestellt worden war, wurde mit Entscheid vom 2. Mai 2013 (in Rechtskraft erwachsen am 7. Juni 2013) der vorläufige Entzug der Handlungsfähigkeit aufgehoben und lediglich eine die Handlungsfähigkeit nicht tangierende Begleitbeistandschaft im Sinne von Art. 393 ZGB angeordnet. Ein vom Rechtsvertreter der Klägerin eingereichtes Gutachten der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich (Gutachten PUK) vom 16. August 2012 diagnostiziert bei der Klägerin eine schwere psychiatrische Erkrankung (paranoide Schizophrenie), die sich seit mindestens 10 Jahren schleichend entwickelt habe und sich unter anderem in Wahn- und Verfolgungserleben äussere. B.c. Das Handelsgericht ging davon aus, mit Bezug auf das eigentliche Schadenereignis vom 30. Juli 1997 und dessen unmittelbarer gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen sei die Urteilsfähigkeit gegeben, mit Bezug auf das als mitverursachendes Element angeführte Fehlverhalten der Beklagten liege dagegen eine partielle Urteilsunfähigkeit vor. Es wies die Klage mit Urteil vom 29. Juli 2014 ab.