Citation: 5A_502/2013 E. 3.2.2

3.2.2. Nach Art. 28 des kantonalen Datenschutzgesetzes vom 19. Februar 1986 (KDSG; BSG 152.04) sind Verfügungen der verantwortlichen Behörde, insbesondere Bescheide über Gesuche nach Art. 21-24 KDSG sowie deren Verweigern und Verzögern anfechtbar. Soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, gelten für das Verfahren und den Rechtsschutz die Bestimmungen der für das betreffende Rechtsgebiet anwendbaren Verfahrensordnung (Art. 26 KDSG). Aus diesen Bestimmungen kann mit der Vorinstanz ohne Willkür abgeleitet werden, Rechtsschutz und Verfahren richte sich nach dem in der Sache anwendbaren Recht. Gemäss Art. 77 lit. f VRPG ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde unzulässig gegen Verfügungen und Entscheide in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten, die in engem Zusammenhang mit dem Zivilrecht stehen, insbesondere Angelegenheiten nach Art. 72 Abs. 2 lit. b BGG. Da es vorliegend um Auskunft über bzw. Einsicht in Akten im Zusammenhang mit einem früheren vormundschaftsrechtlichen Verfahren geht, ist die Verneinung der sachlichen Zuständigkeit der Vorinstanz gestützt auf Art. 77 lit. f VRPG unter dem Gesichtspunkt der Willkür nicht zu beanstanden. Daran ändert nichts, dass vorliegend nicht ein Entscheid betreffend Anordnung einer vormundschaftlichen Massnahme, sondern Rechtsverweigerung der Behörde infrage steht. Unter dem Gesichtspunkt der Willkür genügt, dass die Auskunft bzw. die Einsicht in Akten im Zusammenhang mit einem vormundschaftlichen Verfahren verlangt und durch die Behörden verweigert worden ist. Das Kindes- und Erwachsenenschutzgericht der Zivilabteilung des Obergerichts des Kantons Bern ist die zuständige gerichtliche Beschwerdeinstanz auf dem Gebiet des Kindes- und Erwachsenenschutzes (Art. 450 ZGB i.V.m. Art. 65 des Gesetzes vom 1. Februar 2012 über den Kindes- und Erwachsenenschutz [KESG 213.316]).