Citation: 8C_672/2014 E. 4

Der Versicherte wendet ein, die Vorinstanz habe die Begründungspflicht verletzt, indem sie den von ihm angerufenen Bericht des Dr. med. L.________, Innere Medizin FMH, Vertrauensarzt der Pensionskasse, vom 19. Dezember 2008 mit keinem Wort gewürdigt habe. Darin sei festgehalten worden, bei der Durchsicht des Bildmaterials und im Vergleich der präoperativen und postoperativen Situation (Valgisations-Osteotomie) stelle man einen relativ eindrücklichen Beckenschiefstand mit Hochstand des linken Hüftgelenks fest. Die Vorinstanz habe selektiv jene Gutachten und Berichte zitiert, die einseitig die Position der Zürich stützten. Dies verletzte den Gleichheitsgrundsatz und die elementaren EMRK-Garantien (z.B. Art. 6, Gleichheitsgebot, Willkürverbot und Fairnessgebot). Die Vorinstanz erwähnte den Bericht des Dr. med. L.________ vom 19. Dezember 2008 im Sachverhalt, nahm dazu aber in den Erwägungen nicht Stellung. Das Bundesgericht kann mit Blick auf die festgestellte Rechtsverletzung, die aus der Nichtbehandlung von potenziell entscheidungserheblichen Beweismitteln resultiert, die entsprechenden Aktenstücke selber würdigen und beurteilen, ob die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung zu korrigieren ist (Art. 105 Abs. 2 BGG; Urteil 8C_677/2014 vom 29. Oktober 2014 E. 7.2); dies trifft hier nicht zu. Denn zur Problematik des Beckens und des linken Hüftgelenks wurde in den Gutachten der FMH vom 20. August 2012 und des Dr. med. H.________ vom 29. April 2011 - auf welche die Vorinstanz abstellte - Stellung genommen. Der Versicherte legt nicht dar und es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern der Bericht des Dr. med. L.________ vom 19. Dezember 2008 diese Gutachten zu entkräften vermag. Eine vorinstanzliche Verletzung der vom Versicherten angeführten EMRK-Garantien ist zu verneinen.