Citation: I 191/02 05.08.2002 E. 1

Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen über den Anspruch auf medizinische Massnahmen für Minderjährige, namentlich solche mit Geburtsgebrechen (Art. 8 Abs. 3 lit. a in Verbindung mit Art. 12 ff. IVG sowie Art. 1 und Art. 2 Abs. 3 GgV), zutreffend dargelegt. Gleiches gilt für den Pflegebeitrag nach Art. 20 IVG. Darauf wird verwiesen. Zu ergänzen ist, dass die Invalidität bei medizinischen Eingliederungsmassnahmen als eingetreten gilt, wenn das Gebrechen eine medizinische Behandlung oder ständige Kontrolle objektiv erstmals notwendig macht. Dies ist dann der Fall, wenn die Behandlungs- oder Kontrollbedürftigkeit beginnt und keine Gegenindikation besteht (BGE 118 V 82 Erw. 3a; SVR 2000 IV Nr. 14 S. 43 Erw. II./2a). Dementsprechend sieht Art. 2 GgV u.a. vor, dass der Anspruch mit der Einleitung von medizinischen Massnahmen beginnt (Abs. 1); wird die Behandlung des Geburtsgebrechens nur übernommen, weil eine im GgV-Anhang festgelegte Therapie notwendig ist, so beginnt der Anspruch mit der Einleitung dieser Massnahme (Abs. 2).