Citation: 6B_830/2024 E. 2.5.3

2.5.3. Wie erwähnt, kommt den Kantonen bei der Bemessung des Honorars der amtlichen Verteidigung ein weiter Ermessensspielraum zu. Das Bundesgericht schreitet nur ein, wenn der Ermessensspielraum klarerweise überschritten wurde und Bemühungen nicht honoriert wurden, die zweifelsfrei zu den Obliegenheiten einer amtlichen Verteidigung gehören. Die Vorinstanz spricht dem Beschwerdeführer keine Entschädigung zu mit der Begründung, es seien "keine entschädigungswürdigen Nachteile entstanden". Dies trifft offensichtlich nicht zu. Der Beschwerdeführer legt zutreffend dar, dass nach der Eröffnung des erstinstanzlichen Urteils vom 13. Juni 2024 diverse Bemühungen notwendig waren. Am 13. Juni 2024 habe die Erstinstanz das Urteil nur mündlich begründet. Am 16. August 2024 habe der Beschwerdeführer die 53-seitige erstinstanzliche Urteilsbegründung vom 14. August 2024 auf ihre Richtigkeit überprüft und mit dem Beschwerdeführer besprochen, worauf der Rückzug der Berufung entschieden worden sei. Schliesslich habe der Beschwerdeführer auch den angefochtenen Beschluss vom 9. September 2024 prüfen müssen.