Citation: 6B_963/2021 E. 3.3.1

3.3.1. Während der Privatkläger im erstinstanzlichen Verfahren noch die Bezahlung von Schadenersatz und einer Genugtuung von je mehreren tausend Franken beantragt hatte (Akten Vorinstanz act. 34), verlangte er berufungshalber einzig, dem freigesprochenen Beschuldigten B.________ in Abänderung von Ziff. 6 des angefochtenen Urteilsdispositivs keine Parteientschädigung bezahlen zu müssen. Die zu diesem Zweck geführten aussergerichtlichen Vergleichsgespräche dienten, wie vom Beschwerdeführer selbst vorgebracht, dem mit der Berufung angestrebten Ziel einer teilweisen Abänderung des angefochtenen Urteils und fanden gewissermassen anstelle des Berufungsverfahrens statt. Sie betrafen mit anderen Worten bereits den Streitgegenstand des Rechtsmittelverfahrens und nicht mehr denjenigen des erstinstanzlichen Verfahrens. Die fraglichen Aufwände können deshalb nicht dem erstinstanzlichen Verfahren zugerechnet werden.