Citation: 1P.253/2005 11.05.2005 E. 1

1.1 Beim angefochtenen Haftentscheid handelt es sich um einen kantonal letztinstanzlichen Endentscheid, gegen den die staatsrechtliche Beschwerde zulässig ist (Art. 86 Abs. 1 OG). Der Beschwerdeführer rügt die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten, wozu er befugt ist (Art. 88 OG). Da diese und die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde mit folgenden Ausnahmen einzutreten: 1.1.1 Der Beschwerdeführer rügt unter Berufung auf BGE 131 I 36, die Untersuchungshaft gegen ihn sei von einem weisungsgebundenen Untersuchungsrichter, nicht von einem unabhängigen Richter im Sinne von Art. 31 Abs. 3 BV angeordnet worden und hätte von der Strafkammer im angefochtenen Entscheid bereits deswegen aufgehoben werden müssen. Diese Rüge erhebt der Beschwerdeführer erstmals in der staatsrechtlichen Beschwerde, in seiner Beschwerde vom 21. Februar 2005 war davon noch nicht die Rede. Er hat damit den Instanzenzug nicht ausgeschöpft. Die Rüge ist neu und scheitert deshalb am Novenverbot von Art. 86 Abs. 1 OG; darauf ist nicht einzutreten. Unerheblich ist in diesem Zusammenhang, ob der Beschwerdeführer am 21. Februar 2005, als er bei der Strafkammer des Kantonsgerichts Haftbeschwerde erhob, den rund 3 1/2 Monate zuvor ergangenen BGE 131 I 36 kannte oder hätte kennen müssen (der Entscheid war ab dem 12. November 2004 im Internet unter www.bger.ch abrufbar). Selbst wenn das Bundesgericht mit diesem Entscheid eine Änderung der Rechtsprechung vorgenommen hätte, so würde auch eine geänderte Rechtslage den Beschwerdeführer nicht berechtigen, in einer staatsrechtlichen Beschwerde neue Rügen zu erheben. 1.1.2 In seiner Replik macht der Beschwerdeführer geltend, seine Haftentlassung werde "zunehmend dringlich", da dringliche Arbeiten in der Landwirtschaft anstünden und seine Existenzgrundlage gefährdet sei, wenn er diese nicht ausführen könne. Er erhebt indessen in dieser Hinsicht keine Verfassungsrüge, weshalb darauf nicht einzutreten ist (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; BGE 127 I 38 E. 3c; 125 I 492 E. 1b; 122 I 70 E. 1c). Der Hinweis auf die besondere zeitliche Dringlichkeit des Verfahrens mutet zudem eher befremdlich an, nachdem der Vertreter des Beschwerdeführers für die Einreichung der vorliegenden staatsrechtlichen Beschwerde die um die Ostergerichtsferien und ein Wochenende verlängerte 30-tägige Beschwerdefrist vollständig ausgenützt hat. 1.2 Mit einer staatsrechtlichen Beschwerde gegen die Aufrechterhaltung von Untersuchungshaft kann, ausser der Aufhebung des angefochtenen Entscheids, auch die sofortige Entlassung aus der Haft verlangt werden (BGE 115 Ia 293 E. 1a). Der entsprechende Antrag des Beschwerdeführers ist daher zulässig. 1.3 Bei staatsrechtlichen Beschwerden, die gestützt auf das verfassungsmässige Recht der persönlichen Freiheit gegen die Aufrechterhaltung von Haft erhoben werden, prüft das Bundesgericht die Auslegung und die Anwendung des kantonalen Rechts grundsätzlich frei (BGE 117 Ia 72 E. 1; 114 Ia 281 E. 3).