Citation: 1P.576/2001 05.11.2001 E. 4

4.- a) Der Beschwerdeführer beanstandet schliesslich, dass sein Beweisantrag auf Durchführung einer Befragung des Zeugen R.________ mit einem Dolmetscher abgewiesen wurde. Auch sei der Antrag, bei seiner eigenen untersuchungsrichterlichen Einvernahme zum Vorwurf des Fahrens in angetrunkenem Zustand einen Dolmetscher beizuziehen, weder protokolliert noch sei diesem entsprochen worden. b) In der Abweisung von Beweisanträgen erblickt der Beschwerdeführer eine Verletzung seines Anspruchs auf ein faires Verfahren (Ziff. 8 der Beschwerde). Soweit er damit sinngemäss eine Verletzung von Art. 29 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK rügen will (vgl. BGE 127 I 73 E. 3f S. 80), legt er nicht näher dar, inwiefern diese Bestimmungen verletzt worden sein sollen. Auch in diesem Punkt genügt seine Beschwerde den Begründungsanforderungen gemäss Art. 90 Abs. 1 lit. b OG (vgl. BGE 127 III 279 E. 1c S. 282, 125 I 492 E. 1b S. 495, je mit Hinweisen) nicht, weshalb darauf nicht einzutreten ist. c) aa) Die Abweisung der Beweisanträge stellt nach Auffassung des Beschwerdeführers eine Verletzung seiner Gehörsrechte dar. Richtet sich indessen - wie vorliegend - eine staatsrechtliche Beschwerde gegen eine aufgrund antizipierter Würdigung verweigerte Beweismassnahme, so fällt die Rüge wegen Verletzung des rechtlichen Gehörs praxisgemäss mit der Rüge der willkürlichen Beweiswürdigung zusammen (BGE 124 I 208 E. 4a S. 211; 122 II 464 E. 4a S. 469, mit Hinweis). bb) Sowohl das Bundesgericht als auch die Strassburger Organe lassen die antizipierte Beweiswürdigung zu. Nach der Rechtsprechung kann der Richter das Beweisverfahren schliessen, wenn gestellte Beweisanträge eine nicht erhebliche Tatsache betreffen oder offensichtlich untauglich sind oder wenn er aufgrund bereits abgenommener Beweise seine Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür in vorweggenommener Beweiswürdigung annehmen kann, dass seine Überzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert würde. Es besteht somit kein vorbehaltloses Recht des Angeschuldigten, mit Beweisanträgen gehört zu werden (BGE 124 I 208 E. 4a S. 211, 274 E. 5b S. 284 f., je mit Hinweisen). cc) Im angefochtenen Entscheid wird mit willkürfreier Begründung dargelegt, weshalb die vom Beschwerdeführer beantragten Beweismassnahmen keine relevanten Ergebnisse erwarten liessen. Das Kantonsgericht hat festgehalten, die Angaben des Zeugen R.________ seien klar, konkret, vollständig und schlüssig und der Zeuge habe den Beizug eines Dolmetschers nicht verlangt. Es bestünden keine Hinweise darauf, dass es dem Zeugen aufgrund sprachlicher Probleme nicht möglich gewesen sei, die einfachen Fragen des Untersuchungsrichters korrekt zu beantworten. Diese Ausführungen sind nicht zu beanstanden. Das Kantonsgericht durfte ohne Willkür davon ausgehen, dass weitere Einvernahmen des Zeugen R.________ unter Beizug eines Dolmetschers nichts am gefundenen Beweisergebnis ändern könnten. Hinsichtlich des Fehlens eines Dolmetschers bei der Einvernahme des Beschwerdeführers selber hat das Kantonsgericht unter anderem ausgeführt, zum Hilfsmittel des Dolmetschers sei nur dann zu greifen, wenn der Fremdsprachige die offizielle Landessprache nicht genügend beherrsche. Diese Voraussetzung sei beim Beschwerdeführer nicht erfüllt, zumal er anlässlich seiner Einvernahmen zum Vorwurf des Erpressungsversuchs keinen Antrag auf Beizug eines Dolmetschers gestellt und das Fehlen eines Übersetzers auch in der Berufungsschrift nicht beanstandet habe. Zu diesen Erwägungen äussert sich der Beschwerdeführer mit keinem Wort. Insoweit vermag die staatsrechtliche Beschwerde den Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG ebenfalls nicht zu genügen und kann deshalb darauf nicht eingetreten werden. Einer materiellen Willkürprüfung würden die zitierten Erwägungen des Kantonsgerichts im Übrigen ohne weiteres standhalten.