Citation: 8C_728/2020 E. 3.1.2

3.1.2. Der Beschwerdeführer wendet im Wesentlichen ein, die Vorinstanz habe nicht begründet, inwiefern ein Revisionsgrund vorliege. Für dessen Bejahung genüge nicht ein Vergleich der Invaliditätsgrade. Vielmehr brauche es eine wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen. In einem ersten Schritt sei also zu prüfen, ob ein Revisionsgrund vorliege. Im zweiten Schritt müsse dieser erheblich sein, was erfüllt sei, wenn sich die Rente um mindesten 5 % verändere. Die Vorinstanz habe den ersten Schritt ausgeklammert und sei direkt zum zweiten übergegangen, was bundesrechtswidrig sei. Entgegen der Vorinstanz habe er bei der B.________ GmbH ab Mai 2014 nicht mehr verdient als bei der C.________ GmbH, sondern unverändert jährlich brutto Fr. 58'800.- (Fr. 4900.- x 12). Nebst den Ausbildungszulagen werde zusätzlich je nach Geschäftsgang und persönlicher Leistung ein freiwilliger Bonus ausgerichtet. Wie die Vorinstanz ausgeführt habe, sei auch im vorherigen Arbeitsverhältnis ein solcher Bonus ausgerichtet worden, jedoch aufgrund des Unfalls zunächst von der Haftpflichtversicherung entschädigt und später gestrichen worden. Er habe die Stelle bei der B.________ GmbH am 1. März 2007, mithin vier Monate vor dem Unfall angetreten, weshalb zu seinem dortigen Lohn keine verlässlichen Angaben bestanden hätten. Jedenfalls könne im Stellenwechsel vom Mai 2014 kein Revisionsgrund erblickt werden, da das Arbeitspensum, die ausgeübten Tätigkeiten und die Entlöhnung seit der ursprünglichen Rentenzusprache identisch seien. Selbst wenn sein tatsächliches Einkommen im Jahr 2019 höher wäre als dasjenige bei der Rentenzusprache vom 17. Juni 2013, könnte es nicht als Revisionsgrund herangezogen werden. Denn 2013 sei das Invalideneinkommen aufgrund des LSE-Tabellenlohns bemessen worden, obwohl die Heranziehung des tatsächlichen Verdienstes möglich gewesen wäre. Er habe nämlich damals nach dem Unfall beim selben Arbeitgeber unter voller Ausschöpfung seiner zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 70 % in einem stabilen Arbeitsverhältnis ohne Soziallohn gearbeitet. Sieben Jahre später könne nicht bei unverändertem Sachverhalt auf das tatsächliche Invalideneinkommen abgestellt werden. Dies sei eine unzulässige Änderung der Berechnungsmethode. Liesse man dies zu, wäre die Rente jedes Jahr zu revidieren, sobald feststünde, ob ein Bonus ausgerichtet werde.