Citation: 1B_168/2015 E. 2.2

2.2. Unbestritten ist weiter, dass sowohl die D.________ als auch die F.________ vom Beschwerdegegner beherrscht waren und das Leasingobjekt von ihm zu rein privaten Zwecken genutzt wurde. Die Beschwerdeführerin, die der D.________ Kredite in Millionenhöhe gewährt hatte, wirft ihm im Wesentlichen vor, das Unternehmen, für das er ab Februar 2006 einzelzeichnungsberechtigt war, zur Finanzierung seines aufwendigen Lebensstils ausgehöhlt, dessen Konkurs verschuldet und sich dabei in verschiedener Hinsicht strafbar gemacht zu haben, beispielsweise dadurch, dass er das umstrittene Luxusfahrzeug über die F.________ zu Privatzwecken erworben habe. Das Obergericht teilt diese Sichtweise teilweise. Es geht vom Verdacht aus, dass beim Kauf des Leasingobjektes durch die F.________ der (konkursreifen) D.________ die von ihr gestellte, auf den Kaufpreis angerechnete Kaution ohne Gegenleistung auf strafbare Weise entzogen wurde. Es schützte dementsprechend die Beschlagnahme in der Höhe der Kautionssumme von Fr. 5'000.--. Darüber hinaus kam es indessen zum Schluss, das Leasingfahrzeug habe nie im Eigentum der D.________ gestanden. Sie sei daher durch dessen Übergang auf die F.________ (bzw. den Beschwerdegegner) nicht geschädigt worden. Der Aston Martin V8 Vantage sei somit nicht durch eine Straftat erworben worden, was eine strafrechtliche Einziehung des Verwertungserlöses ausschliesse. Damit entfalle auch der Grund für dessen Beschlagnahme.