Citation: 4A_48/2019 E. 4.2

4.2. Gestützt auf das Gutachten kam die Vorinstanz zum Schluss, es sei durchaus vertretbar, wenn ein Honorarzuschlag auf den vereinbarten 4 % trotz Pauschlapreisabrede verneint werde. Einen Widerspruch zum 2. Rückweisungsentscheid sah sie darin nicht, da das Bundesgericht lediglich entschieden habe, dass die genannten Risiken bei der Bestimmung des praxisüblichen Honorarzuschlags nicht von vornherein ausser Acht gelassen werden könnten. Der Gutachter habe sich damit auseinandergesetzt wie diese (theoretischen) Risikofaktoren in der Praxis zu gewichten seien. Er habe festgestellt, das zusätzliche Planungsrisiko werde über die Aufnahme der Planungsleistungen in die honorarberechtigte Bausumme abgegolten und aufgrund des Verhältnisses des Kostenvoranschlags zum Pauschalpreis und der Realisierung von drei ganz ähnlichen Überbauungen an anderen Standorten könnten die zusätzlichen Kostenrisiken vernachlässigt werden. Diese vom Gutachter zu Tage geförderten Erkenntnisse habe das Bundesgericht weder bedenken noch berücksichtigen können. Dagegen komme die gemäss Gutachter angezeigte Kürzung der Bausumme aus rechtlichen Gründen nicht in Frage. Da es bei den vereinbarten 4 % bleibe, erübrige sich eine Kürzung.