Citation: 6P.69/2003 10.09.2003 E. 2

Der Beschwerdeführer erachtet die Feststellung der Vorinstanz, dass eine oder mehrere Sekretärinnen des Beschwerdegegners vom Schreiben des Rechtsanwalts A.________ Kenntnis genommen hätten, als willkürlich und dem Grundsatz "in dubio pro reo" widersprechend. Auch auf diese Rüge ist nicht einzutreten. Das Bundesgericht hat sich - wie aus dem Urteil zur Nichtigkeitsbeschwerde hervorgeht - mit der Eventualbegründung des Obergerichts nicht auseinander zu setzen, da bereits der damalige Anwalt des Beschwerdeführers als Dritter im Sinne von Art. 173 Ziff. 1 Abs. 1 StGB zu betrachten ist. Wie das Obergericht in seiner Vernehmlassung zutreffend ausführt, ist es entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht von einer zweifachen Tatbegehung ausgegangen. Hätte das Obergericht eine solche angenommen, so hätte es dies sowohl in den Erwägungen als auch im Dispositiv zum Ausdruck gebracht, indem es bei der Strafzumessung den Strafschärfungsgrund von Art. 68 Ziff. 1 Abs. 1 StGB angewandt und den Beschwerdeführer wegen "mehrfacher" übler Nachrede schuldig gesprochen hätte.