Citation: 2C_537/2022 E. 5.4.1

5.4.1. Im Überprüfungsverfahren eines Arzneimittels gilt zwar die Untersuchungsmaxime. Folglich trägt Swissmedic grundsätzlich die Beweisführungslast (subjektive Beweislast; vgl. Urteil 2C_387/2021 vom 4. November 2021 E. 7.3.1). Swissmedic hat für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Allerdings wird der Untersuchungsgrundsatz durch die Mitwirkungspflicht der Parteien relativiert (vgl. Art. 13 VwVG; BGE 143 II 425 E. 5.1). Für die Zulassung von Heilmitteln und deren Verlängerung ist beachtlich, dass die Gesuchstellerin oder Zulassungsinhaberin klinische Studien beizubringen hat. Die Untersuchungspflicht der Behörde bezieht sich entsprechend lediglich darauf, die Schlüssigkeit dieser Studien zu überprüfen (vgl. Urteil 2C_844/2018 vom 12. Juni 2020 E. 4.1). Soweit die Beschwerdeführerin der Vorinstanz vorwirft, keine weiteren Sachverhaltsabklärungen vorgenommen zu haben, stösst ihre Rüge daher ins Leere: Sowohl Swissmedic als auch die Vorinstanz überprüften die von der Beschwerdeführerin im Rahmen ihrer Mitwirkungspflicht in das Verfahren eingebrachten Studien (vgl. E. 5.3 hiervor) und waren nicht gehalten, von sich aus weitere eigenständige Sachverhaltsabkärungen zu tätigen. Es liegt keine Verletzung von Art. 12 VwVG vor.