Citation: 6B_595/2021 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer sei im Besitz aller Verfahrensunterlagen, die den Sachverständigen zwecks Gutachtenserstellung zugestellt worden seien. Auch die auf Antrag der Sachverständigen vorgenommene Ergänzung der Akten sei dem Beschwerdeführer zur Kenntnis gebracht worden. Weitere Arztberichte und ähnliches, die sich nicht in den Akten befänden bzw. in die der Beschwerdeführer keine Einsicht gehabt habe, lägen nicht vor. Alle Berichte, auf die im Gutachten verwiesen werde, seien in den Strafakten (Basel, Bern und Aargau) enthalten. Nicht in den Verfahrensakten lägen lediglich die Aufzeichnung der Explorationen des Opfers, die im Rahmen der Erstellung des aussagepsychologischen Gutachtens von den Sachverständigen gemeinsam durchgeführt worden seien. Grundsätzlich bestehe kein Anspruch auf Einsicht in Unterlagen, die nicht Teil der Verfahrensakten bildeten. Bei den Explorationsgesprächen und deren Aufzeichnungen handle es sich um fachspezifische Abklärungen, die mit dem Expertiseauftrag in engem Zusammenhang stünden und der Gutachtenserstellung dienten. Sie seien Mittel für die Durchführung der Begutachtung und stellten für sich keine Beweismittel dar. Selbst wenn für die Aufzeichnung der Explorationsgespräche ein grundsätzliches Akteneinsichtsrecht bestehen würde, würden vorliegend höherwertige Interessen des Opfers einem allfälligen Akteneinsichtsrecht des Beschwerdeführers entgegenstehen (Urteil S. 25 ff.).