Citation: 6B_1403/2016 E. 3.3.2

3.3.2. Die Vorinstanz erwägt, die Aussagen von C.________ seien wiederholt analysiert und deren Glaubhaftigkeit anhand der Realkennzeichen überwiegend bejaht worden. Diese Analysen seien grundsätzlich nach wie vor gültig. Die Zeugin habe den Beschwerdeführer zweimal in einer Gegenüberstellung als Messerstecher wiedererkannt. Eine bewusste Falschaussage oder Lüge könne ausgeschlossen werden. Aufgrund der völlig unterschiedlichen Signalemente der beiden möglichen Täter sei auch eine Verwechslung ausgeschlossen. Sie sei beiden Personen gegenüber gestellt worden und habe ohne jeden Zweifel den Beschwerdeführer identifiziert. Sie habe ausdrücklich festgehalten, D.________ könne es zu 100 Prozent nicht gewesen sein, der sei zu klein. Sodann stimmten viele Aussagen von C.________ mit jenen von Drittpersonen überein. Gemäss erstem Fazit der Vorinstanz erweist es sich heute als schwer verständliche Unterlassung der Strafverfolgungsbehörden, dass C.________ nicht in zeitlicher Nähe zur Tat und zur polizeilichen Erstbefragung als Zeugin formell und detailliert zum Ablauf der Ereignisse befragt wurde. Allerdings stehe fest, dass es sich bei ihr um eine glaubwürdige Person handle, die zu beiden in Frage kommenden Tätern keinerlei Beziehungen habe. Für eine bewusste Falschaussage sei kein Motiv ersichtlich. Auch sei sie bereit gewesen, weiterhin auszusagen, obwohl sie Angst vor dem Beschwerdeführer gehabt habe. Sie habe unmittelbar nach der Tat mit einem Signalement den Beschwerdeführer beschrieben und D.________ ausgeschlossen. Sie habe den Beschwerdeführer zweimal als diejenige Person identifiziert, die das Messer geführt habe und D.________ als Täter zu 100 Prozent ausgeschlossen. Sie sei von der ersten Minute an sicher gewesen, es habe der Beschwerdeführer zugestochen. Gemäss dem zweiten Fazit der Vorinstanz ist die Frage nach einem Irrtum auch nach erneuter kritischer Überprüfung klar zu verneinen. Entscheidend sei die erste Befragung der Zeugin. Es müsse aufgrund des Standortes davon ausgegangen werden, dass sie gesehen habe, wer zugestochen habe. Sie habe nicht nur den Täter gesehen, sondern auch, wie er das Messer gezückt und auf das Opfer eingestochen habe. Die Vorinstanz gelangt zum Schluss, aufgrund der grossen Sicherheit, mit der die Zeugin den Beschwerdeführer als Messerstecher habe identifizieren können, ihrer noch in der Tatnacht abgegebenen Personenbeschreibung und der grundsätzlichen Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen komme diesen Aussagen ein sehr hohes Gewicht zu. Damit stehe die Täterschaft des Beschwerdeführers fest. Aufgrund der dargelegten Umstände erscheine es als unwahrscheinlich, dass die Zeugin sich in der Person geirrt haben könne. Da dies indes nicht völlig ausgeschlossen sei, sei nachfolgend sorgfältig zu prüfen, ob es Beweise gebe, welche die Möglichkeit eines solchen Irrtums der Zeugin in den Vordergrund rücken und damit das Beweisergebnis erschüttern würden (Urteil S. 33-41 E. 2.1.6).