Citation: 5A_479/2022 E. 5

Im Ergebnis ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. Der obergerichtliche Urteilsspruch über die Verteilung der Prozesskosten des Berufungsverfahrens ist aufzuheben und die Sache diesbezüglich zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen. Soweit weitergehend, ist die Beschwerde abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens rechtfertigt es sich, der Beschwerdeführerin zwei Drittel und dem Beschwerdegegner ein Drittel der Gerichtskosten aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG). Der Beschwerdegegner, der sich lediglich zum Kostenstreit zu vernehmen hatte und diesbezüglich unterliegt, hat die Beschwerdeführerin entsprechend zu entschädigen (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG). Soweit er sich in seiner Beschwerdeantwort unaufgefordert auch zum Streit um die Ausgestaltung der alternierenden Obhut äussert, kann er keinen eigenen Entschädigungsanspruch in Rechnung stellen. Das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege für das bundesgerichtliche Verfahren ist abzuweisen, soweit es nicht gegenstandslos geworden ist. Wie die vorigen Erwägungen zeigen, müssen die im Obhutsstreit gestellten Rechtsbegehren der Beschwerdeführerin als von Anfang an aussichtslos gelten. Damit mangelt es an einer materiellen Anspruchsvoraussetzung (Art. 64 Abs. 1 BGG).