Citation: 2C_109/2022 E. 4.6.2

4.6.2. Demgegenüber stellt sich der Beschwerdegegner auf den Standpunkt, er habe im vorinstanzlichen Verfahren diesen Anfangsverdacht und die damit zusammenhängende Sachverhaltsdarstellung der ersuchenden Behörde wegen offensichtlicher Fehler sofort entkräften können. Seiner Auffassung ist nicht zu folgen: Mit dem Schreiben vom 10. Februar 2021 wird, wie bereits dargelegt (vgl. E. 4.4 hiervor), nicht aufgezeigt, dass der (ursprüngliche) Domizilcode falsch gewesen wäre und sich der Beschwerdegegner nur aufgrund eines Fehlers auf den dem Ersuchen beigelegten Listen befindet. Entgegen der Auffassung des Beschwerdegegners und der Vorinstanz gelingt es ihm mit dem Schreiben vom 10. Februar 2021 daher nicht, die Sachverhaltsdarstellung der ersuchenden Behörde im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung wegen offensichtlicher Fehler, Lücken oder Widersprüche klar zu entkräften (vgl. BGE 139 II 451 E. 2.3.3; vgl. auch BGE 142 II 218 E. 3.1) oder die Vermutung des guten Glaubens aufgrund konkreter, nachgewiesener Anhaltspunkte umzustossen (vgl. BGE 146 II 150 E. 7.1; 144 II 206 E. 4.4). Das vorinstanzliche Vorgehen verletzt nach dem Gesagten auch unter dem Gesichtspunkt des völkerrechtlichen Vertrauensprinzips Art. 25 DBA CH-KR.