Citation: 5P.159/2005 15.07.2005 E. 2

Im vorliegenden Fall ist nicht (mehr) strittig, dass die Veräusserung der Liegenschaft nötig ist, damit die Beschwerdeführerin liquide Finanzmittel erhält. Weiter wird auch die Zulassung eines freihändigen Verkaufs an Stelle einer öffentlichen Versteigerung nicht in Frage gestellt. Die Beschwerdeführerin verlangt hingegen, dass die Liegenschaft ihrem Sohn Y.________ übertragen werde. Dabei schlägt sie ein Finanzierungsmodell vor, bei dem ihr Sohn auf der Liegenschaft ein Hypothekardarlehen von rund Fr. 40'000.-- aufnimmt und dieses ihr zur Tilgung der Schulden zur Verfügung stellt. Der übrige, noch zu bestimmende Kaufpreis werde sie als (verzinsliches) Darlehen an ihren Sohn stehen lassen. Das Obergericht hat diesen Finanzierungsvorschlag im Wesentlichen aus folgenden Gründen abgelehnt: Es hat erwogen, die Mittel aus dem Liegenschaftsverkauf müssten frei verfügbar sein, da nur auf diese Weise sichergestellt werden könne, dass die bestehenden Schulden beglichen und die laufenden Lebenshaltungskosten der Beschwerdeführerin gedeckt werden könnten. Zudem müsse das Mündelvermögen sicher und zinstragend angelegt werden; damit sei eine Anlage bei einer Bank gemeint und nicht die Darlehensgewährung an eine Privatperson. Weiter hat es erwogen, Y.________ stehe offenbar gegen seine Mutter noch eine Forderung von ca. Fr. 40'000.-- zu; diese könnte zur Verrechnung gebracht werden, so dass nicht genügend Erlös für die Tilgung der offenen Schulden resultieren würde.