Citation: C 256/01 06.11.2002 E. 2

2.1 Das kantonale Gericht gelangte zum Schluss, dass die medizinischen Unterlagen keine hinreichend schlüssige Beurteilung der Vermittlungsfähigkeit des Beschwerdegegners ab 1. April 1999 erlaubten. Das Gutachten der psychiatrischen Dienste Z.________ vom 18. November 1998, das ab 31. März 1996 infolge einer chronischen psychotischen Störung volle Arbeitsunfähigkeit in der freien Wirtschaft attestierte, und auf welches sich die Verwaltung stütze, beruhe auf einer Untersuchung durch Dr. med. E.________ vom 4. Mai 1998. Zum Zeitpunkt dieser Abklärung habe der Beschwerdegegner seit 1. April 1998 in einem vollen Arbeitsverhältnis als Psychiatriepfleger gestanden. Zwar bestünden Anhaltspunkte dafür, dass in diesem Anstellungsverhältnis in der Psychiatrischen Klinik X.________, welches bis Ende März 1999 andauerte, in einer späteren Phase Schwierigkeiten aufgetreten seien, welche den Versicherten in seiner Funktion untragbar gemacht hätten. So sei er am 28. Januar 1999 entlassen und mit sofortiger Wirkung freigestellt worden. Auf Anfang Mai 1999 habe er nochmals eine Tätigkeit als Mitarbeiter einer Wohngruppe eines Beschäftigungswohnheims aufgenommen, nach drei Wochen sei ihm jedoch bereits wieder gekündigt worden. Unter diesen Umständen und Berücksichtigung der Einschätzung des Bezirksarztes Dr. med. N.________ vom 18. September 1997, wonach die Arbeitsfähigkeit nur geringfügig eingeschränkt sei, im erlernten Beruf aber kaum Vermittlungsfähigkeit angenommen werden könne, hätte für die Verwaltung aller Anlass bestanden, im Sinne von Art. 15 Abs. 3 AVIG eine vertrauensärztliche Untersuchung anzuordnen. Da dies unterlassen wurde, habe die Verwaltung ergänzende Abklärungen zur Vermittlungsfähigkeit ab 1. April 1999 zu treffen, wobei sie die Mitwirkungsrechte des Beschwerdegegners zu wahren habe. 2.2 Gestützt auf die Aktenlage, wie sie sich der Vorinstanz präsentierte, ist den Erwägungen im angefochtenen Entscheid beizupflichten. Indessen hat das Amt für Arbeit mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde einen Beschluss der IV-Stelle vom 1. Mai 2001 aufgelegt, laut welchem aufgrund eines Gesuchs vom 24. Januar 2001 festgestellt wurde, dass der Beschwerdegegner seit 1. März 1997 zu 100 % invalid ist, wobei die Invalidenrente infolge verspäteter Anmeldung erst ab 1. Januar 2000 ausgerichtet wird. Dieser Beschluss erging zwar nach dem für die richterliche Beurteilung praxisgemäss massgebenden Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verwaltungsverfügung (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen) des Amtes für Arbeit betreffend Aberkennung der Vermittlungsfähigkeit (vom 25. Mai 2000), kann indessen gleichwohl in die Beurteilung miteinbezogen werden, da er Rückschlüsse auf den hier in Frage stehenden Zeitraum ab 1. April 1999 zulässt. Gestützt auf den Entscheid der Invalidenversicherung steht nunmehr fest, dass der Beschwerdegegner seit März 1997, somit auch in der vorliegend interessierenden Periode ab 1. April 1999, vollständig arbeits- und erwerbsunfähig war. Damit war er auch nicht in der Lage, im Sinne von Art. 15 Abs. 1 AVIG eine zumutbare Arbeit anzunehmen, weshalb die Verwaltung im Ergebnis zu Recht auf Vermittlungsunfähigkeit geschlossen hat.