Citation: 5A_878/2022 E. 4

Im Zusammenhang mit der Anhörung von B.________ durch die KESB hat das Kantonsgericht befunden und erwogen, diese habe aufgrund der konkreten Umstände nicht anders als telefonisch stattfinden können. Im Zuge der superprovisorischen Anordnung wohne B.________ wieder bei ihrem Vater in Belgien und die Beschwerdeführerin mache selbst nicht geltend, dass B.________ zur Anhörung in die Schweiz hätte reisen oder eine persönliche Anhörung in Belgien hätte stattfinden müssen. Nach den weiteren Erwägungen des Kantonsgerichtes bestanden auch keine objektiven Anhaltspunkte für die Annahme, dass B.________ bei der Anhörung überwacht gewesen wäre; das verfahrensleitende Mitglied habe den Vater vor der Anhörung gebeten, den Raum zu verlassen, und B.________ habe im Folgenden sehr offen und differenziert auf alle Fragen geantwortet und auch ausführlich über ihre Lebensumstände in Belgien berichtet, was nicht darauf schliessen lasse, dass sie nicht allein im Raum gewesen wäre. Die Kritik der Beschwerdeführerin, ein solches Setting sei hilflos, betrifft in erster Linie die Verfahrensgestaltung. Im Bereich des Kindesschutzes ist das Prozessrecht aufgrund des zuteilenden Vorbehaltes in Art. 450f ZGB (von hier nicht interessierenden Ausnahmen abgesehen) grundsätzlich kantonal geregelt und das Bundesgericht könnte selbst bei ansonsten voller Kognition - welche vorliegend jedoch ohnehin nicht gegeben ist (vgl. E. 1) - das kantonale Recht nur auf Willkür hin überprüfen (BGE 140 III 385 E. 2.3). Weder erhebt die Beschwerdeführerin explizite Willkürrügen noch legt sie implizit dar, welche Norm des anwendbaren Rechts willkürlich ausgelegt worden sein könnte; überhaupt bleibt sie jeglichen Fingerzeig schuldig, wie angesichts der konkreten Umstände ein in ihren Augen verfassungskonformes Setting hätte aussehen müssen. Soweit sie schliesslich behauptet, die kantonsgerichtlichen Annahmen seien reine Spekulation, ist wiederum die Sachverhaltsfeststellung und Beweiswürdigung angesprochen, weshalb die Gehörsrüge an der Sache vorbeigeht, sondern vielmehr substanziierte Willkürrügen zu erheben wären.