Citation: 8C_182/2020 E. 5.4

5.4. Mit der Vorinstanz ist dem MEDAS-Gutachten vom 13. Mai 2015 voller Beweiswert zuzuerkennen. Soweit die Lloyd's sich gestützt auf die Einschätzung ihres Vertrauensarztes auf den Standpunkt stellt, das psychiatrische Teilgutachten genüge nicht den Anforderungen der Rechtsprechung, findet sich bei den Akten keine entsprechende Beurteilung des namentlich von der Lloyd's nicht genannten Vertrauensarztes. Somit kann auch nicht beurteilt werden, ob diese den Anforderungen an eine fachärztliche Beurteilung genügt. Die Lloyd's hätte denn auch in nachvollziehbarer Weise zu begründen gehabt, welche konkreten Indizien gegen die Zuverlässigkeit des nach Art. 44 ATSG eingeholten Adminstrativgutachtens, dem voller Beweiswert zukommt, sprechen würden, bevor sie ein weiteres Gutachten in Auftrag gab. Dass sie dies nicht getan hat, legt nahe, dass es sich bei der Beurteilung durch Dr. med. C.________ um eine unzulässige Zweitmeinung (second opinion) handelt (vgl. dazu Urteil 8C_776/2018 vom 9. Mai 2019 E. 5.1 mit Hinweis). Wie es sich damit verhält, kann letztlich offen bleiben. Denn mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass das ohne persönliche Untersuchung erstellte Gutachten des Dr. med. C.________ vom 4. März 2016 und dessen Ergänzung vom 16. August 2016 die Schlussfolgerungen des psychiatrischen MEDAS-Gutachters nicht in Zweifel zu ziehen vermag. Insbesondere fehlt es an einer einlässlichen Auseinandersetzung des Dr. med. C.________ mit der Beurteilung durch den psychiatrischen MEDAS-Experten sowie einer nachvollziehbaren Begründung seiner abweichenden Meinung. Weiter hält Dr. med. C.________ selbst fest, dass die "Diskrepanzen zwischen damaliger und aktueller Beurteilung... eher auf der Ebene der Wertung, Gewichtung und nosologische (n) Einordnung der Störungsphänomene" lägen. Insofern stellt seine Einschätzung bloss eine andere Würdigung desselben Sachverhalts dar, ohne dass er neue Erkenntnisse darzulegen vermag. Schliesslich ist auch zu berücksichtigen, dass die Beurteilung des Dr. med. C.________ bloss auf den Akten beruht und er die Versicherte nie gesehen hat, was gerade im Rahmen einer psychiatrischen Begutachtung, wo dem Facharzt ein weiter Ermessensspielraum zukommt und der persönliche Eindruck sowie die klinische Untersuchung massgeblich sind, von grosser Bedeutung ist (vgl. dazu die Urteile 8C_721/2014 vom 27. April 2015 E. 7.3 und 9C_410/2016 vom 4. August 2016 E. 2.2.1, je mit Hinweisen). So relativiert auch Dr. med. C.________ selber seine Aussagen mangels aktueller persönlicher Untersuchung. Nach dem Gesagten ist mit der Vorinstanz auch in psychiatrischer Hinsicht auf das voll beweiswertige polydisziplinäre MEDAS-Gutachten vom 13. Mai 2015 abzustellen. Gemäss dem MEDAS-Gutachten vom 13. Mai 2015 liegen zwar keine unfallkausalen somatischen Beschwerden mehr vor; hingegen werden darin auf den Unfall vom 7. Dezember 1999 zurückzuführende psychische Beschwerden festgehalten, die auch im Zeitpunkt der Begutachtung noch eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % in einer angepassten Tätigkeit bewirkten. Folglich ist das Dahinfallen der natürlichen Kausalität gestützt auf das MEDAS-Gutachten vom 13. Mai 2015 nicht nachgewiesen und es hat mangels Vorliegen eines Revisionsgrundes bei der Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 50 % sein Bewenden.