Citation: I 690/05 17.10.2006 E. 2

2.1 Das kantonale Gericht hat die Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 19. August 2004 aus formellen Gründen gutgeheissen. Dabei hat es erwogen, indem die IV-Stelle der Versicherten das psychiatrische Gutachten des Dr. med. I.________ vom 7. August 2004 nicht zur Stellungnahme unterbreitet und ihr keine Gelegenheit gegeben habe, Erläuterungen oder Ergänzungen zu beantragen, habe sie deren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. Da es sich bei diesem Gutachten um eine wesentliche medizinische Entscheidungsgrundlage für die revisionsweise Leistungseinstellung handle, erweise sich die Gehörsverletzung als derart schwerwiegend, dass sie sich im Beschwerdeverfahren nicht heilen lasse. 2.2 Demgegenüber stellt sich die IV-Stelle in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde auf den Standpunkt, die Vorinstanz habe zu Unrecht eine Gehörsverletzung angenommen. Sie habe insbesondere die Bedeutung von Art. 44 ATSG verkannt, welche Bestimmung keine Pflicht der Verwaltung beinhalte, den versicherten Personen oder ihren Vertretern unaufgefordert ein Gutachten zur Stellungnahme zuzustellen oder Ergänzungsfragen zuzulassen. Falls diese Einsicht in medizinische Unterlagen nehmen wollten, könnten sie Akteneinsicht verlangen. Insbesondere könne der Anspruch auf rechtliches Gehör nicht bedeuten, dass die Verwaltung jede ihrer Schritte den Betroffenen zur Stellungnahme und Genehmigung vorlegen müsse. Vielmehr bestimme die Verwaltung den Verfahrensablauf. Die Rückweisung bedeute zudem einen formalistischen Leerlauf und führe zur Verzögerung des Verfahrens. Allenfalls liege keine besonders schwer wiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs vor, welche im Beschwerdeverfahren nicht geheilt werden könne.