Citation: 6B_478/2022 E. 5.6.1

5.6.1. Hinsichtlich der Geeignetheit der Massnahme ist es gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts allgemein bekannt, dass die Übertragung von SARS-CoV-2 weitgehend von Mensch zu Mensch erfolgt. Folglich ist eine Einschränkung von zwischenmenschlichen Kontakten geeignet, die Übertragung von Viren und damit auch die durch Virenübertragung verursachten Infektionen und Krankheiten zu reduzieren. Verbote oder Einschränkungen von Veranstaltungen schränken die zwischenmenschlichen Kontakte ein und sind daher ein grundsätzlich taugliches Mittel, um die Verbreitung einer Krankheit zu reduzieren (BGE 148 I 33 E. 7.5, 19 E. 6.2.2; 147 I 450 E. 3.3.1). Nichts anderes gilt bezüglich des hier in Frage stehenden Verbots von Menschenansammlungen von mehr als fünf Personen im öffentlichen Raum, zumal aus rein epidemiologischer Sicht eine Gleichbehandlung von Menschenansammlungen und Veranstaltungen, bei denen das Ansteckungsrisiko vergleichbar ist, unabhängig von ihrem Ziel und Zweck, als gerechtfertigt erscheint (BGE 148 I 33 E. 7.6).