Citation: 9C_95/2018 E. 3.1

3.1. Dr. med. C.________ berichtete im Gutachten vom 29. Dezember 2016, der Versicherte leide an einer mittelgradigen depressiven Episode, die sich an der Grenze zur schweren depressiven Episode befinde (ICD-10 F32.1/2). Der Psychiater führte aus, eine mittelgradige bis schwere depressive Episode würde immer eine volle Arbeitsunfähigkeit bedingen. Eine Teilarbeitsfähigkeit könne bei akuten psychiatrischen Erkrankungen zumeist schwer nachvollzogen werden. So sei auch im vorliegenden Fall von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Eine Orientierung an den Standardindikatoren gemäss BGE 141 V 281 (vgl. E. 2.2 hiervor) ist der Expertise nicht zu entnehmen. Es fällt auf, dass bei der pauschalisierten Aussage des Dr. med. C.________, wonach die von ihm gestellte Diagnose immer zur vollständigen Arbeitsunfähigkeit führte, eine eingehende Auseinandersetzung mit den funktionellen Einschränkungen des Versicherten und den Auswirkungen der Erkrankung auf die Arbeitsfähigkeit fehlt. Zwar sind die Aussagen, ein sozialer Rückzug könne nachvollzogen werden und die Tagesstruktur sei brüchig sowie durch wenig zielgerichtete Aktivität geprägt, für die Beurteilung des Aspekts der Konsistenz wichtig (BGE 141 V 281 E. 4.4 S. 303 f.), sie werden jedoch nicht genügend begründet. Klar ist, dass der Beschwerdeführer sich in keiner psychiatrischen Therapie befindet, obwohl diese sich gemäss Dr. med. C.________ positiv auf die diagnostizierte Depression auswirken würde. Der Indikator Behandlungserfolg oder -resistenz (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2 S. 299 ff.) kann aber für sich alleine nicht zur Abweichung von der medizinisch festgelegten Arbeitsfähigkeit führen. Die mangelnden ärztlichen Feststellungen lassen keine abschliessende Prüfung der Indikatoren zu (E. 2.2).