Citation: 7B_222/2022 E. 3.4

3.4. Zunächst ist festzuhalten, dass das angefochtene Urteil den Anforderungen an den Anspruch auf rechtliches Gehör genügt (vgl. E. 3.3 hiervor), zumal die Vorinstanz auf die wesentlichen Punkte eingeht. Der Beschwerdeführer konnte den Entscheid der Vorinstanz somit sachgerecht anfechten. Die Vorinstanz war nicht gehalten, auf alle Vorbringen des Beschwerdeführers einzugehen, sondern bloss auf die entscheidrelevanten. Nicht einzutreten ist auf die Rügen betreffend einzelne, vom Beschwerdeführer aus dem vorinstanzlichen Urteil herausgegriffene Aussagen, die er als falsch bemängelt, indessen ohne Willkür im Ergebnis darzutun. Soweit der Beschwerdeführer die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung bemängelt, begnügt er sich weitestgehend mit einer eigenen freien Darstellung des Sachverhalts und Wertung der einzelnen Beweismittel. Damit lässt sich Willkür nicht begründen. Dies gilt etwa in Bezug auf seine Ausführungen zum Tatmotiv oder den angeblich ungenügend gewürdigten Aussagen. Jedenfalls berücksichtigt die Vorinstanz in Bezug auf das Tatmotiv, dass er seinen Geburtstag mit dem Opfer verbringen wollte und dieses eigentlich liebt. Die Vorinstanz erwähnt sodann im Rahmen der Strafzumessung auch die vom Beschwerdeführer geltend gemachte, der Auseinandersetzung vorausgehende, verbale Provokation des Opfers betreffend dessen angeblich promiskes Sexualleben, ohne die ordinäre Wortwahl explizit zu wiederholen. Dass der Entscheid im Ergebnis willkürlich wäre, ist auch in diesem Punkt nicht ansatzweise dargetan oder ersichtlich. Unzutreffend ist, dass die Untersuchungsbehörden ein Würgen ins Spiel gebracht hätten, ohne dass dies vom Opfer je so gesagt worden wäre (vgl. C2.10, Formular Strafantra g, unterzeichnet vom Opfer am 22. Juli 2020, am Datum des Vorfalls, worin von einem Würgen die Rede ist). Von einem Würgen durfte die Vorinstanz ausgehen, nachdem der Beschwerdeführer mehrfach selbst aussagte, das Opfer in den Schwitzkasten genommen zu haben und die g utachterlich festgestellten Blutergüsse und Schürfungen am Hals sowie Stauungsblutungen an den Augenlidern, den Lippeninnenseiten und am Trommelfell mit einem Würgen vereinbar sind. In diesem Zusammenhang ist angesichts der vorhandenen Beweismittel nicht ersichtlich, dass eine willkürliche Würdigung des Gutachtens stattgefunden hätte, selbst wenn dieses keine konkreten Hinweise auf den Würgegriff ergab. Schliesslich ist im Ergebnis nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz bei der von ihr als erwiesen erachteten tätlichen Auseinandersetzung des Beschwerdeführers mit dem Opfer aus den Ergebnissen des Gutachtens den Schluss zieht, der Beschwerdeführer habe die Lebensgefahr in tatsächlicher Hinsicht nicht kontrollieren können. Der 113 kg schwere Beschwerdeführer wirkte wiederholt auf das ihm körperlich unterlegene, rund 50 kg leichtere und auf dem Bauch liegende Opfer ein, kniete auf dessen Rücken und hielt ihm gleichzeitig Mund und Nase zu und nahm es (auch) in den Schwitzkasten. Dabei hatte sich der Beschwerdeführer nicht mehr im Griff und er hat die Übersicht verloren, mit welcher Kraft er auf den Hals des Opfers einwirkte, wobei er einräumte, recht viel Kraft zu haben. Die Vorgänge waren von einiger Intensität, zumal der Vorfall erhebliche, gutachterlich dokumentierte Spuren am Körper des Opfers hinterliess. Nicht einzutreten ist auch auf die Beschwerde, soweit der Beschwerdeführer sich darauf beruft, er habe um die Lebensgefahr nicht wissen können. Es bedarf selbst für einen Laien keiner weiteren Begründung, dass die Einwirkung auf den Hals mittels Würgegriff und das Knien auf den Rücken eines Menschen unter gleichzeitigem Verschluss der Atemwege tödlich sein kann. Von einem geringfügigen Eingriff des Beschwerdeführers in die körperliche Integrität des Opfers kann vorliegend keine Rede sein. Auch diesbezüglich erschöpft sich die Beschwerde in unzulässiger appellatorischer Kritik.