Citation: 6B_1239/2023 E. 1.2.3

1.2.3. Zur einfachen Körperverletzung hält die Vorinstanz fest, der Beschwerdeführer habe seinen damaligen Kollegen überraschend und unvermittelt von hinten mit Faustschlägen traktiert und ihm mit der Faust ins Gesicht geschlagen, als er sich umgedreht habe. Sein Verhalten sei rücksichtslos, brutal und hinterhältig gewesen, wobei verschuldenserhöhend wirke, dass das Tatvorgehen bzw. die Verwerflichkeit des Handelns über die blosse Tatbestandserfüllung hinausgegangen sei. Auch das erhebliche Mass an Entscheidungsfreiheit des Beschwerdeführers sei zu berücksichtigen. Er habe einzig deshalb auf den Kollegen eingeschlagen, weil dieser ihn auf vermeintliche Drogen in seinem Fahrzeug sowie wegen ausstehenden Monatslöhnen zur Rede gestellt habe. Insgesamt sei, unter Berücksichtigung des Strafrahmens und des breiten Spektrums der vom Tatbestand erfassten Verletzungsfolgen und Handlungsweisen, von einem noch leichten Verschulden auszugehen und, bei isolierter Betrachtung, eine Freiheitsstrafe von 5 Monaten angemessen. Aspiriert sei die Strafe aufgrund der einfachen Körperverletzung um weitere 3 Monate auf 21 Monate zu erhöhen.