Citation: 9C_155/2019 E. A

Die 1976 geborene A.________, Mutter von vier Kindern (geboren 1997, 2001 und 2004), meldete sich im Januar 2011 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle des Kantons Zürich holte insbesondere das interdisziplinäre Gutachten der MEDAS Interlaken vom 14. Februar 2012 ein. Am 11. März 2013 teilte sie der Versicherten mit, dass die Ausrichtung einer ganzen Rente vorgesehen sei, und forderte sie unter Hinweis auf die Schadenminderungspflicht auf, sich einer mehrmonatigen stationären und anschliessend tagesklinischen psychiatrischen Behandlung zu unterziehen. Dies werde sie mit amtlicher Revision per 1. März 2014 überprüfen; die fehlende Mitwirkung könne zur Einstellung oder Kürzung der Rente führen. Mit Verfügung vom 4. Juni 2013 sprach sie A.________ eine ganze Invalidenrente ab 1. August 2011 zu (Invaliditätsgrad 84 %). Wie angekündigt, leitete die Verwaltung im März 2014 ein Revisionsverfahren ein. Nach Abklärungen, u.a. Veranlassung des psychiatrischen Gutachtens des Dr. med. B.________ vom 28. Juli 2016, und Durchführung des Vorbescheidverfahrens hob die IV-Stelle die Rente auf Ende Mai 2017 auf. Zur Begründung führte sie an, obwohl die Behandlungsmöglichkeiten nicht ausgeschöpft worden seien, hätten sich die psychischen Einschränkungen erheblich reduziert. Sie hätten unter Intensivierung der Behandlung längst weiter gebessert werden können und eine Besserung könne auch weiterhin erreicht werden. Es liege somit keine invalidenversicherungsrechtlich relevante Arbeitsunfähigkeit mehr vor (Verfügung vom 6. April 2017).