Citation: 4A_102/2017 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz stellte fest, die Beschwerdeführerin habe im Juli 2010 u.a. gegenüber der Beschwerdegegnerin gerügt, die Innenwände im Untergeschoss seien mit Wasser vollgesogen, die Farbe blättere ab und die Möbel seien schimmlig. Sie habe Frist zur Mängelbehebung bis 10. August 2010 gesetzt und sich vorbehalten, andernfalls die Mängel kostenfällig beseitigen zu lassen. Die Beschwerdegegnerin habe in ihrer Antwort die Verantwortung für den Schaden bestritten und die Mängelrüge zurückgewiesen. Später führte sie aus, gewährleistungspflichtig sei ihres Erachtens, wenn schon, die C.________ GmbH. Nach weiterer Korrespondenz zwischen den Parteien habe die Beschwerdeführerin eine Nachfrist zur Mängelbeseitigung bis 20. September 2010 gesetzt und sich eine Ersatzvornahme, eine gutachterliche Mängelfeststellung sowie Schadenersatzforderungen vorbehalten. Die Beschwerdegegnerin habe geantwortet, sie habe die Mängelrüge bereits abgelehnt, weshalb sie die Nachfrist als gegenstandslos erachte. Daraufhin habe ihr die Beschwerdeführerin eine letzte Nachfrist bis 8. Oktober 2010 gestellt und sich Weiterungen, die gutachterliche Feststellung der Mängel sowie Schadenersatzforderungen vorbehalten. Aufgrund dessen habe die Beschwerdeführerin spätestens ab 9. Oktober 2010 von einer ernsthaften Verweigerung jeglicher Nacherfüllung durch die Beschwerdegegnerin ausgehen dürfen. Die Beschwerdeführerin sei allerdings (noch) nicht dazu übergegangen, von der Beschwerdegegnerin konkret Ersatz der Kosten der Ersatzvornahme resp. Schadenersatz zu verlangen, sondern habe sich dies bislang erst vorbehalten.