Citation: B 61/00 26.09.2001 E. 5

5.- Zudem verletzt der kantonale Gerichtsentscheid dadurch Bundesrecht (Art. 104 lit. a OG), dass er die Klage hinsichtlich der von der Stiftung 1996 geltend gemachten Betreibungskosten in Höhe von Fr. 105.- gutheisst. Gemäss Art. 68 SchKG ist der Gläubiger berechtigt, die von ihm bevorschussten, bei erfolgreicher Betreibung letztlich aber vom Schuldner zu tragenden Betreibungskosten von dessen Zahlungen vorab zu erheben. Dies bedeutet, dass diese Kosten im Ergebnis zur Schuld geschlagen werden und vom Schuldner zusätzlich zum dem Gläubiger zugesprochenen Betrag zu bezahlen sind (vgl. Amonn/Gasser, Grundriss des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, 6. Aufl. , Bern 1997, § 13 Rz 9; Frank Emmel, in: Staehelin/Bauer/Staehelin [Hrsg. ], Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, Bd. I, N 21 zu Art. 68 SchKG; vgl. auch Art. 85 Abs. 1 OR). Folglich werden die Betreibungskosten im Klageverfahren nicht zugesprochen (vgl. Urteil S. vom 5. Oktober 2000, B 56/99). Letzteres gilt erst recht im vorliegenden Verfahren, in welchem die Stiftung die Betreibung dahinfallen liess, indem sie die Klage nicht innert Jahresfrist seit der Zustellung des Zahlungsbefehls anhob (vgl. Art. 166 Abs. 2 SchKG in der bis 31. Dezember 1996 geltenden Fassung in Verbindung mit Art. 2 Abs. 2 der Schlussbestimmungen der Änderung vom 16. Dezember 1994; die Betreibung wurde 1996 eingeleitet, wohingegen die Klage erst vom 14. Mai 1998 datiert), und dementsprechend auch keine Rechtsöffnung beantragte; denn wenn der Gläubiger eine Betreibung erlöschen lässt, ohne dass der Schuldner die Leistung erbracht hat, werden die Kosten vorgenommener Betreibungshandlungen gar nicht auf den Schuldner überwälzt (Emmel, a.a.O., N 18 zu Art. 68 SchKG), der keine unnötigen Kosten zu tragen hat (vgl. Pierre-Robert Gilliéron, Commentaire de la loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite, Articles 1-88, N 14 zu Art. 68 SchKG). Auch dem Umstand, dass die Betreibungskosten nicht zugesprochen werden können, hat die Vorinstanz in ihrem neuen Entscheid unter Anpassung auch der Zinsen Rechnung zu tragen, woran die fehlende Bestreitung durch die Arbeitgeberin wegen des Grundsatzes der richterlichen Rechtsanwendung nichts zu ändern vermag.