Citation: 6B_1204/2016 E. 3.3.3

3.3.3. Nicht gefolgt werden kann dem Beschwerdeführer schliesslich, wenn er im Zusammenhang mit dem subjektiven Tatbestand eine Verletzung des Anklagegrundsatzes rügt. Aus dem als Anklageschrift geltenden Strafbefehl (Art. 356 Abs. 1 StPO) ergibt sich der Vorwurf in tatsächlicher Hinsicht klar. Den einschlägigen Rechtsgrundlagen im Strafbefehl ist zudem zu entnehmen, dass auch die Staatsanwaltschaft von (eventual) vorsätzlichem Handeln ausgeht, zumal ein Hinweis auf die Fahrlässigkeitsstrafnorm nach Art. 100 Abs. 1 SVG fehlt. Damit ist der Vorwurf genügend präzisiert und es schadet nicht, dass sich der Strafbefehl in subjektiver Hinsicht nicht ausführlicher äussert. Die Anklageschrift ist nicht Selbstzweck, sondern dient der Umgrenzung des Prozessgegenstandes und der Information der beschuldigten Person, damit diese die Möglichkeit hat, sich zu verteidigen. Der Beschwerdeführer macht nicht geltend und es ist nicht ersichtlich, dass er über den ihm vorgeworfenen Vorwurf im Zweifel gewesen wäre. Etwaige Ungenauigkeiten sind daher nicht entscheidend (BGE 141 IV 132 E. 3.4.1; 140 IV 188 E. 1.3 f.; Urteile 6B_866/2016 vom 9. März 2017 E. 2.2; 6B_702/2016 vom 19. Januar 2017 E. 1.1; 6B_462/2014 vom 27. August 2015 E. 2.3.1, nicht publ. in: BGE 141 IV 369; je mit Hinweisen). Im Übrigen verkennt der Beschwerdeführer mit Blick auf den Anklagegrundsatz, dass das Gericht zwar an den in der Anklage umschriebenen Sachverhalt, nicht aber an die darin vorgenommene rechtliche Würdigung gebunden ist (Art. 350 Abs. 1 StPO).