Citation: 8C_128/2022 E. 6.1.2

6.1.2. Das kantonale Gericht hat festgestellt, dass der Beschwerdeführer zweifelsohne eine langjährige Berufserfahrung im Bausektor (30 Jahre) ausweise. Allerdings verfüge er über keine diesbezügliche Ausbildung. Er habe eine Lehre als Lebensmittelverkäufer EFZ abgeschlossen, ohne je in diesem Gebiet gearbeitet zu haben. Dieser Umstand wie auch die von ihm zuletzt verrichteten Arbeiten (unter anderem Abladen von LKW sowie Montieren von Profilen und Gipskartonplatten) und der von ihm im Jahr 2017 deklarierte Jahreslohn von Fr. 73'880.- würden auf das Kompetenzniveau 2 hinweisen. Laut Vorinstanz habe er auch in den vorherigen Jahren (2016: Fr. 20'000.-, 2015: Fr. 36'500.-, 2014: Fr. 42'000.-, 2013: Fr. 40'250.-, 2012: Fr. 42'000.-) kein Einkommen in der von ihm geltend gemachten Höhe (Fr. 111'750.-) erzielt. Der Beschwerdeführer moniert, die Vorinstanz habe den Einfluss seiner seit 30 Jahren dokumentierten Alkoholabhängigkeit ausser Acht gelassen. Die ab 2006 bis 2017 generierten Löhne würden nichts über das Valideneinkommen aussagen, da diese mit Gesundheitsproblemen erzielt worden seien. Es müsse auf die Erwerbsmöglichkeiten abgestellt werden, die ihm ohne Gesundheitsschäden und damit auch ohne Alkoholabhängigkeit offen stünden. Entsprechend seien die Löhne beizuziehen, die er als zwischenzeitlich trockener Alkoholiker bei der D.________ AG vor seiner Arbeitsunfähigkeit infolge Epicondylitis im Jahr 2020 in einer nicht angepassten Tätigkeit (als Gipser) habe verdienen können. Er habe in einem "speziellen Setting" namentlich von Januar bis April 2020 Bruttolöhne im Umfang von Fr. 7'608.- bis Fr. 9'462.95 erzielt. Da er einen der Inhaber von früher gekannt habe, habe ihm dieser eine Chance gegeben, bei ihm zusammen mit seinem Sohn temporär arbeiten zu können. Bekanntlich habe ihm sein Sohn bei allen für den Rücken schweren Arbeiten assistiert. Diese damals generierten Löhne würden klar gegen die Anwendung von Kompetenzniveau 2 und für die Kompetenzniveaus 3 und 4 sprechen. Diese Argumente greifen nicht. Einerseits hat das kantonale Gericht erkannt, dass die PMEDA-Gutachter die angestammte Tätigkeit als Trockenbauer ab 2018 als nicht mehr zumutbar erachtet hätten und der Rentenanspruch frühestens ab 1. April 2019 entstanden sei. Mithin kann der Beschwerdeführer mit dem Hinweis auf seine geltend gemachte Alkoholabhängigkeit in den letzten dreissig Jahren nichts für sich ableiten. Anderseits handelt es sich bei dem bei der D.________ AG erzielten Lohn nicht um ein Valideneinkommen. Denn wie der Beschwerdeführer selber konstatiert, ist die dortige Tätigkeit im Lichte der 100%igen Arbeitsunfähigkeit ab 2018 im angestammten Beruf nicht mehr zumutbar gewesen. Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer von einem "speziellen Setting" spricht, was auf einen Soziallohn hindeutet (vgl. dazu MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 4. Aufl. 2022, N. 23 zu Art. 28a IVG). Daraus kann der Beschwerdeführer nichts für das Valideneinkommen ableiten. Nach dem Gesagten hat die Vorinstanz kein Bundesrecht verletzt, wenn sie für die Ermittlung des Valideneinkommens das Kompetenzniveau 2 herangezogen hat.