Citation: 4F_22/2024 E. 5.2.4

5.2.4. Die Gesuchsgegnerin 1 beantragt für den Fall, dass das Bundesgericht das Revisionsgesuch gutheissen sollte, es sei im vorliegenden Einzelfall - aufgrund der Verpflichtung der Schweiz als Vertragsstaat, EGMR-Urteile umzusetzen - vom schweizerischen Verjährungsrecht abzuweichen und bei der Neubeurteilung den Verjährungsbeginn der absoluten Verjährung auf den 15. November 2004, d.h. den Tag der Diagnose der Mesotheliom-Erkrankung bei A.A.________ sel., festzusetzen. Soweit das Bundesgericht das Revisionsgesuch nicht als unzulässig oder unbegründet befindet, stellt es dieses unter anderem dem Gesuchsgegner zu. Es setzt diesem gleichzeitig eine Frist zur Einreichung einer Gesuchsantwort (Art. 127 BGG). Diese Gesuchsantwort dient primär dazu, dem Gesuchsgegner zur Wahrung seines rechtlichen Gehörs Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Der Gesuchsgegner kann in seiner Gesuchsantwort entsprechend einzig ein Revisionsantwortbegehren stellen, das auf Abweisung der Revisionsbegehren oder auf Nichteintreten auf diese lauten muss, sofern er die Rechtsschutzanspruchsbehauptung des Gesuchstellers nicht mit einem Gutheissungsantrag unterstützen will (CHRISTOPH HURNI, Zum Rechtsmittelgegenstand im Schweizerischen Zivilprozessrecht, 2018, S. 177 Rz. 599). Wenn die Gesuchsgegnerin 1 in ihrer Gesuchsantwort eventualiter beantragt, es sei in Abweichung vom schweizerischen Verjährungsrecht den Beginn der absoluten Verjährung auf den 15. November 2004 festzusetzen, erweitert sie in ihrer Gesuchsantwort den Streitgegenstand des vorliegenden Revisionsverfahrens, der ihrem Einfluss aber entzogen ist. Entsprechend ist auf ihr Begehren nicht einzutreten.