Citation: 2C_346/2022 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer sieht Art. 29 Abs. 2 BV zunächst deshalb verletzt, weil sich die Vorinstanz nicht mit dem völker- und verfassungsrechtlichen Anspruch auf integrative Sonderschulung und den Voraussetzungen für dessen ausnahmsweise Beschränkung im konkreten Einzelfall befasst und dabei namentlich die Frage der Beweislastverteilung unberücksichtigt gelassen habe. Auch auf die vom Beschwerdeführer gerügte Verweigerung angemessener Vorkehrungen zur Gewährleistung einer integrativen Sonderschulung und die daraus resultierende Diskriminierung gehe die Vorinstanz mit keinem Wort ein. Wie oben dargelegt, besteht entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers rechtsprechungsgemäss kein absoluter Anspruch auf integrative Sonderschulung (vgl. vorstehende E. 3.2.6). Die Vorinstanz prüfte die vom Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang angerufenen völker- und bundesrechtlichen Bestimmungen, namentlich Art. 24 BRK, Art. 8 Abs. 2 und Art. 19 i.V.m. Art. 62 BV sowie Art. 20 BehiG und berücksichtigte dabei insbesondere den Grundsatz des Vorrangs der integrierten gegenüber der separierten Sonderschulung (vgl. angefochtener Entscheid E. 4.1 S. 6 f. sowie E. 6.3 S. 18). Zwar äusserte sich die Vorinstanz nicht explizit zur Beweislastverteilung, wie sie der Beschwerdeführer aus der BRK ableiten möchte. Darin ist indessen noch keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör zu erblicken, zumal keine Verpflichtung besteht, alle Parteivorbringen einzeln zu widerlegen. Mit der hier wesentlichen Frage, ob die separative anstelle einer integrativen Sonderschulung des Beschwerdeführers mit den angerufenen Bestimmungen vereinbar ist, hat sich die Vorinstanz eingehend auseinandergesetzt (vgl. angefochtener Entscheid E. 6 S. 15 ff.). Dabei äusserte sie sich zumindest insofern auch zur Möglichkeit einer integrativen Sonderschulung, als sie insbesondere zum Schluss gelangte, der Beschwerdeführer könne selbst mit verstärkten Massnahmen nicht in der Regelschule unterrichtet werden (vgl. angefochtener Entscheid E. 6.7 S. 21).