Citation: 1B_408/2021 E. A

Mit Eingabe vom 30. Juni 2021 erhob der Privatkläger A.________ beim Obergericht des Kantons Thurgau Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsstraffälle und Organisierte Kriminalität vom 25. Juni 2021. Am 8. Juli 2021 auferlegte der Vizepräsident des Obergerichts A.________ eine Sicherheitsleistung von Fr. 1'500.-, unter der Androhung, bei Säumnis auf das Rechtsmittel nicht einzutreten. Dieser stellte daraufhin ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege. Am 12. Juli 2021 wies der Vizepräsident des Obergerichts das Gesuch ab. Zur Begründung führte er an, die Bedarfsermittlung nach den "Richtlinien der Konferenz der Betreibungs- und Konkursbeamten der Schweiz für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums" ergebe, dass ihm pro Monat ein Betrag von Fr. 120.- zur freien Verfügung stehe. Daraus könne er die Sicherheitsleistung von Fr. 1'500.- in rund einem Jahr aufbringen. Auf Antrag könne Ratenzahlung gewährt werden. Mit Eingabe vom 14. Juli 2021 ersuchte A.________ das Obergericht, ihm die Bezahlung der Sicherheitsleistung in monatlichen Raten von Fr. 125.- zu erlauben. Weiter stellte er das Gesuch, die erste Rate auf den 31. Oktober 2021 anzusetzen, da er bis dahin noch Ratenzahlungen für ein anderes Strafverfahren zu leisten habe. Mit Verfügung vom 15. Juli 2021 schützte der Vizepräsident des Obergerichts das Gesuch von A.________ teilweise. Er erwog, eine Ratenzahlung von monatlich Fr. 125.- komme nicht in Frage, weil es diesfalls ein Jahr dauern würde, bis feststehe, ob die Sicherheit geleistet sei und das Verfahren fortgesetzt werden könne. Die Sicherheit sei daher in drei Raten zu je Fr. 500.- zu leisten, wovon die erste bis zum 31. August, die zweite bis zum 30. September und die dritte bis zum 31. Oktober 2021 zu bezahlen sei.