Citation: 4A_418/2017 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführer führen in ihrer Beschwerde dazu aus, es handle sich bei der "Frage nach dem massgebenden Berechnungsmodell [...] nicht um eine Parteidisposition gemäss Art. 55 Abs. 1 ZPO", sondern um eine dem Gericht gemäss Art. 57 ZPO vorbehaltene Rechtsanwendung. Die Vorinstanz leite nun aus einem solitären Zitat aus einer Parteiverhandlung ab, sie hätten nicht bloss eine Rechtsauffassung vertreten, sondern eine Disposition über die eingeklagten Ansprüche vorgenommen. Selbstverständlich seien die Kürzungen betraglich eindeutig gewesen. Sie hätten ja auch ihre Anträge beziffern und diese mit einer Berechnung ermitteln müssen. Unbestritten sei, dass die Anträge binden seien, und insofern seien sie der Beschwerdegegnerin ja auch entgegengekommen. Wenn nun aber darüber hinaus in einem Haftpflichtprozess ein bindendes Zugeständnis abgeleitet werde, stehe dies im Widerspruch zur massgebenden Rechtslage und einschlägigen Lehre und Rechtsprechung. Dass die Rechtslage bezüglich der Anrechnungsmethode als ungewiss einzustufen gewesen sei, habe nicht nur für sie gegolten. Im Übrigen räume die Vorinstanz ein, dass der Lebenssachverhalt und das Klagefundament durch die Berechnungsmethode nicht betroffen seien.