Citation: 5A_767/2015 E. 3.3.3

3.3.3. Die erst am 27. August 2013 beigebrachten Bestätigungen können somit nur noch unter den Voraussetzungen von Art. 229 Abs. 1 lit. a (Vorliegen echter Noven) bzw. lit. b (Vorliegen unechter Noven) ZPO berücksichtigt werden (BGE 140 III 312 E. 6.3.2.3 S. 314 f.). Die Beschwerdegegnerin hat an der Hauptverhandlung vom 13. Februar 2013 erklärt, sie sei finanziell in der Lage, die Liegenschaft zu übernehmen. Zum damaligen Zeitpunkt lag das Gutachten vom 26. Oktober 2012 über die Bewertung der Liegenschaft vor. Unter diesen Umständen vermag nicht von vornherein einzuleuchten, warum die Beschwerdegegnerin die entsprechenden Belege nicht bereits an der Hauptverhandlung beigebracht hat bzw. nicht hätte beibringen können. Zwar ist verständlich, dass das Obergericht aufgrund aktueller Angaben betreffend die Finanzierung über die Zuweisung der Liegenschaft zu entscheiden beabsichtigte; von daher ist auch nachvollziehbar, dass es die anlässlich der Fortsetzungsverhandlung vom 27. August 2013 beigebrachten Bestätigungen noch zugelassen hat. Das ändert aber nichts an der entscheidenden Feststellung, dass die Beschwerdegegnerin an der Hauptverhandlung keinen Vorbehalt bezüglich einer späteren Einreichung dieser Belege angebracht hat. Die Vorinstanz hat nicht geprüft, ob unter den aufgezeigten tatsächlichen Gegebenheiten die Voraussetzungen von Art. 229 Abs. 1 ZPO für eine nachträgliche Einreichung und Berücksichtigung der Belege erfüllt sind. Folglich kann heute nicht über die Frage der Zuweisung der Liegenschaft befunden werden. Bei dieser Sachlage ist das Bundesgericht nicht in der Lage, abschliessend über sämtliche gestellten Rechtsbegehren zu entscheiden. Von daher rechtfertigt es sich, das angefochtene Urteil aufzuheben und die Sache zur Ergänzung des Beweisverfahrens und anschliessendem neuen Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen.