Citation: 6B_1242/2022 E. 2

Die Vorinstanz erachtet es nach einer einlässlichen Beweiswürdigung als erstellt, dass der Beschwerdeführer im Rahmen der Begutachtung vom 4. September 2013 die von Dr. med. B.________ in ihrem Bericht vom 29. Oktober 2013 dokumentierten Aussagen respektive das beschriebene Verhalten gezeigt und getätigt hat. Namentlich habe er erklärt, nur mit Schmerzmitteln ruhige Momente zu haben, seit seinem Unfall nie mehr glücklich gewesen zu sein und nur den Tod zu sehen. Aus Angst zu stürzen, helfe er nichts im Haushalt und getraue sich nicht, auf das Kind aufzupassen. Er habe sich während der Untersuchung sehr leidend gezeigt, sei sehr langsam gegangen und habe sich nach Möglichkeit abgestützt. Die Widersprüche zum anlässlich der Beweissicherung vor Ort (BvO [Observationen]) gezeigten Verhalten des Beschwerdeführers qualifiziert die Vorinstanz als eklatant. Er vermittle in den Filmsequenzen einen generellen Endruck von Zufriedenheit, von Normalität, körperlichem und psychischem Einklang, Schmerz- und Bewegungsfreiheit, Kontaktfreude, Zielstrebigkeit, Motivation und Antrieb. Anzeichen für erlebten Schmerz würden komplett fehlen. Seine diesbezüglichen Rechtfertigungsversuche erschienen als Schutzbehauptungen, welche die anhand der BvO gewonnenen Erkenntnisse nicht zu erschüttern vermöchten. Unter ergänzendem Hinweis auf das im sozialversicherungsrechtlichen Verfahren am 18. März 2016 ergangene Urteil 8C_38/2016 gelangt die Vorinstanz zum Schluss, dass die psychischen Einschränkungen, die den Beschwerdeführer ab dem 1. März 1996 zu einer ganzen Invalidenrente berechtigten, im Zeitpunkt der Untersuchung vom 4. September 2013 nicht mehr bestanden hätten.