Citation: 5A_839/2021 E. 2.2.2

2.2.2. Zweitens habe die Beschwerdeführerin mehrfach pflichtwidrig und gegen klare Anweisungen der KESB gehandelt. So habe sie Vermögen der Verbeiständeten in die im März 2015 (vor Errichtung der Beistandschaft von einer indirekten Stellvertreterin der Verbeiständeten) gegründete Stiftung D.________ eingebracht. Im Einzelnen: 2.2.2.1. Nach ihrer Ernennung zur Beiständin sei der Beschwerdeführerin mitgeteilt worden, dass jegliche Handlungen, die sie im Namen der Verbeiständeten mit der genannten Stiftung tätigen wolle, bewilligungspflichtig seien. Sie sei somit explizit darauf hingewiesen worden, dass sie für das Einbringen von Vermögenswerten in die Stiftung einer Bewilligung durch die KESB bedürfe. Gleichwohl habe die Beschwerdeführerin in ihrem ersten Rechenschaftsbericht festgehalten, dass sie Fahrzeuge der Verbeiständeten im Wert von rund Fr. 200'000.-- in die Stiftung eingebracht habe. Obwohl die KESB die Beiständin erneut darauf hingewiesen habe, dass es nicht erlaubt sei, aus dem Vermögen der Verbeiständeten Einlagen in die Stiftung zu tätigen, habe diese erneut Gelder, den Erlös von Bildern und auch den Erlös aus der Liquidation des umfangreichen Hausrates, in die Stiftung eingebracht. Der Umstand allein, dass die Verbeiständete zu Lebzeiten alleinige Begünstigte dieser Stiftung sei, vermöge die mehrfachen Verstösse gegen klare Anweisungen der KESB nicht zu rechtfertigen. 2.2.2.2. Daraus folgerte die Vorinstanz, die Beschwerdeführerin habe das nicht für den Bedarf der Verbeiständeten benötigte Vermögen unbestrittenermassen nicht im Sinne der Anweisung der KESB (das inventarisierte Vermögen bei einer dem Schweizerischen Bankengesetz unterstellten Bank zu hinterlegen) verwaltet, sondern auf die Stiftung übertragen. 2.2.2.3. Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringe, schlage nicht durch, soweit sie sich mit den Erwägungen des Bezirksrates überhaupt näher auseinandersetze und nicht bloss Allgemeines vortrage. So beträfen die Pflichtverletzungen nicht eine längst vergangene Zeit. Einerseits wirkten diese nach, weil das Vermögen entäussert bleibe. Andererseits habe die KESB die Beschwerdeführerin im Januar 2019 erneut darauf aufmerksam machen müssen, dass die in Art. 416 ZGB aufgelisteten Geschäfte der Zustimmung der KESB bedürfen. Zuvor habe die Beschwerdeführerin - obwohl vorher wiederholt durch die KESB ermahnt, wegen des Interessenkonflikts an keinen Geschäften mit der Stiftung mitzuwirken und für Geschäfte mit der Stiftung vorgängig die Zustimmung der KESB einzuholen (welche allerdings tatsächlich nicht bewilligungsfähig seien) - zwei Bilder von Max Ernst bzw. Per Kirkeby verkauft und die Verkaufserlöse in die Stiftung eingebracht. Im Übrigen sei darauf hinzuweisen, dass die Genehmigung des Rechenschaftsberichtes (wobei allerdings die im Vorfeld der Genehmigung ergangenen Ermahnungen der KESB mitzudenken seien) einer Überprüfung der Massnahme bei Weiterführung der Beistandschaft mit einem anderen Mandatsträger nicht entgegenstehe.