Citation: 9C_434/2021 E. 3.4

3.4. Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör der Beschwerdeführerin durch das kantonale Gericht ist vor diesem Hintergrund zu bejahen, da dieses es unterlassen hat, sich zum betreffenden prozessualen Antrag zu äussern. Letztinstanzlich werden Tat- und Rechtsfragen in den Verfahren betreffend AHVG nurmehr eingeschränkt überprüft (vgl. E. 1 hiervor), weshalb eine Heilung auf dieser Stufe rechtsprechungsgemäss entfällt, unbesehen davon, ob es sich dabei um eine schwerwiegende oder nicht besonders schwerwiegende Verletzung handelt. Überdies belegt das ausdrückliche Begehren der Beschwerdeführerin, das angefochtene Urteil bereits aus diesem Grund aufzuheben und die Angelegenheit zur Behandlung des Beiladungsersuchens an die Vorinstanz zurückzuweisen, ohne Weiteres, dass sie zugunsten eines formell einwandfreien Prozesses auf eine beförderliche Beurteilung der Sache im materiellen Punkt verzichtet. Wie hiervor dargelegt, führt ferner der Umstand, dass es sich dabei um einen verfahrensrechtlichen Antrag handelt, der für den Ausgang der materiellen Streitentscheidung unmittelbar nicht von Belang sein dürfte, auf Grund des formellen Charakters des Gehörsanspruchs zu keinem anderen Ergebnis. Das angefochtene Urteil verletzt daher Bundesrecht und ist aufzuheben; nähere Erläuterungen zur Frage der Arbeitgeberhaftung sind nicht erforderlich. Die Angelegenheit wird an die Vorinstanz zurückgewiesen, damit sie auf den Beiladungsantrag eingeht.