Citation: 6B_477/2009 24.09.2009 E. 3

3.1 Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz sei zu Unrecht von einer einfachen Körperverletzung von D.________ im Sinne von Art. 123 Ziff. 2 StGB ausgegangen. Das Opfer selbst habe eine Verletzung verneint. Die im Arztzeugnis festgestellten sichtbaren Prellmarken am Oberschenkel seien nicht als Verletzung im Sinne von Art. 123 StGB zu qualifizieren, auch wenn diese von einem Missbehagen begleitet seien. Da keine Körperverletzung vorliege, sei er auch vom Vorwurf des Angriffs nach Art. 134 StGB freizusprechen. 3.2 Gemäss den Feststellungen der Vorinstanz traf der Beschwerdeführer D.________ mit der Faust auf den Hinterkopf, während sein Bruder dem Opfer mit dem Drehmomentschlüssel zuerst auf den Rücken und anschliessend dreimal auf den Oberschenkel schlug. D.________ habe auf die Frage nach den Verletzungen ausgesagt, er habe am Oberschenkel einen Muskelfaserriss und ein paar blaue Flecken erlitten. Die Aktenstelle, die der Beschwerdeführer zitiere, beziehe sich auf den Zwillingsbruder des Opfers, welcher seinerseits Verletzungen verneint habe. Der Arzt habe Prellmarken am rechten Oberschenkel festgestellt. Er sei vom Opfer notfallmässig und unmittelbar nach dem Vorfall aufgesucht worden. Das Opfer habe erhebliche Schmerzen erlitten, da die Schläge auf den Oberschenkel mit einem 57 cm langen und 1.4 kg schweren Drehmomentschlüssel erfolgten. Deshalb sei die Handlung nicht als Tätlichkeit sondern als Körperverletzung zu qualifizieren. 3.3 Die Unterscheidung zwischen Körperverletzung und Tätlichkeit ist schwierig, wo es sich um Schürfungen, Kratzer oder Prellungen handelt. In Grenzfällen ist das Ausmass des erlittenen Schmerzes ein mögliches Abgrenzungskriterium. Bei der Frage, ob eine Körperverletzung oder eine Tätlichkeit vorliegt, verfügt der kantonale Richter über einen Ermessensspielraum, weil die Feststellung der Tatsachen und die Interpretation der Rechtsbegriffes eng miteinander verbunden sind. Das Bundesgericht auferlegt sich eine Zurückhaltung bei der Überprüfung dieser vorinstanzlichen Würdigung (vgl. BGE 134 IV 189 E. 1.3 S. 191 f. mit Hinweisen). Soweit der Beschwerdeführer zur Frage der Körperverletzung dieselben Behauptungen aufstellt wie im vorinstanzlichen Verfahren, ohne auf die Erwägungen des angefochtenen Urteils einzugehen (Aussagen des Opfers zu seiner Verletzung, Strafantrag des Opfers), erschöpfen sich seine Rügen in appellatorischer Kritik. Darauf ist nicht einzutreten (vgl. E. 1.4). Gestützt auf die Feststellungen, wonach das Opfer mehrere Schläge an Rücken und Oberschenkel erhielt, notfallmässig den Arzt aufsuchte, selbst einen Muskelfaserriss vermutete und Prellmarken mit erheblichen Schmerzen erlitt, ist es vertretbar, wenn die Vorinstanz von einer einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 2 StGB ausgeht. Die Rüge erweist sich als unbegründet.