Citation: 8C_163/2022 E. 4.1.3

4.1.3. Weiter, so die Vorinstanz, habe die Allgemeinmedizinerin vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD), med. pract. H.________, in den Feststellungsblättern vom 25. August 2020 und 8. März 2021 betont, einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätten lediglich gastroenterologische Beschwerden in Gestalt des Morbus Crohn. Es bestehe der Verdacht, dass die Erschöpfungszustände aus der Einnahme des Medikaments Tamoxifen resultierten. Es müsse in Rücksprache mit einem Onkologen entschieden werden, ob diese Therapie nun abgesetzt werden könne. Auf dessen Beizug habe man bei der polydisziplinären Begutachtung verzichtet, da die operative Entfernung des Mammakarzinoms bereits fünf Jahre zurückliege. Die anti-hormonelle Behandlung sei ursprünglich für einen Zeitraum von fünf Jahren vorgesehen gewesen.