Citation: 6P.163/2004 03.05.2005 E. 6

Das Gutachten von Dr. I.________ setzt sich mit den örtlichen Gegebenheiten und den Verhältnissen am Unfalltag ausführlich auseinander. Der Gutachter besichtigte zu diesem Zweck am Tag nach dem Lawinenniedergang das Gebiet und nahm die notwendigen schnee- und lawinentechnischen Abklärungen vor. Insbesondere wur-den Schneeprofile erstellt. Ausgewertet wurden zudem die Aufnahmen des getöteten B.________, dessen Fotoapparat Wanderer im nach-folgenden Sommer aufgefunden hatten. Die Fotos zeigen den Hang vor dem Lawinenniedergang mit den Spuren von B.________ und C.________ im ansonsten noch unverspurten Hang. Die Unter-suchungen an der Schneedecke ergaben, dass die Schneedecke in Kammnähe wesentlich schwächer war als im Bereich der Getöteten. Aus diesem Umstand und den Aussagen des Beschwerdeführers - wonach er bei einem Linksschwung ein dumpfes Geräusch vernom-men haben - schloss Dr. I.________, es sei höchst unwahr-scheinlich, dass einer der Getöteten, A.________ oder Dritte die Lawine ausgelöst hätten. Auch dass es sich um einen spontanen Niedergang gehandelt haben könnte, betrachtete der Experte als äusserst unwahrscheinlich. Aufgrund der gesamten Aktenlage und den Beobachtungen zog Dr. I.________ den Schluss, dass höchst-wahrscheinlich der Beschwerdeführer die Unfalllawine ausgelöst hat.