Citation: 8C_714/2018 E. 4.3

4.3. Das kantonale Gericht verneinte jedoch einen stabilen Gesundheitszustand in Bezug auf den für die Beurteilung der Streitsache in zeitlicher Hinsicht massgebenden Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass des Einspracheentscheides (hier: vom 9. August 2017) verwirklicht hat (BGE 130 V 445 E. 1.2 S. 446; SVR 2014 IV Nr. 6 S. 25, 9C_656/2013 E. 3.1; vgl. auch BGE 134 V 392 E. 6 S. 397 mit Hinweis; Urteil 8C_644/2017 vom 20. Februar 2018 E. 4). Sowohl gestützt auf die Berichte des behandelnden Kniechirurgen Dr. med. D.________ als auch mit Blick auf die Ausführungen der Visana selber schloss es darauf, bei Erlass des Einspracheentscheides seien die Voraussetzungen für den Fallabschluss unbestritten nicht erfüllt gewesen. Zudem habe die Beschwerdeführerin selber anerkannt, dass auch die Übernahme der ununterbrochen fortgesetzten ärztlichen, medikamentösen und gegebenenfalls auch operativen Behandlung als Unfallfolge sichergestellt sei. Demnach sei auch die Visana davon ausgegangen, dass von der Fortsetzung der Heilbehandlung bei Erlass des Einspracheentscheides noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten war. Sei folglich der Gesundheitszustand im Zeitpunkt der strittigen Taggeldeinstellung nicht stabil gewesen, habe die Beschwerdeführerin bei der Arbeitsfähigkeit zu Unrecht auf eine leidensangepasste, anstatt die tatsächlich ausgeübte angestammte Tätigkeit abgestellt.