Citation: 5C.306/2001 28.01.2002 E. 1

1.-Nach der kantonalen Rechtsmittelbelehrung kann der angefochtene Entscheid beim Bundesgericht mit Berufung angefochten werden (Art. 43 ff. OG). Das Bundesgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob auf eine Berufung eingetreten werden kann (BGE 108 II 490 E. 1; 118 II 213 E. 2 S. 217; 120 II 270 E. 1 S. 271; 124 III 44 E. 1 S. 46). Die Berufung ist in der Regel erst gegen Endentscheide der oberen kantonalen Gerichte oder sonstigen Spruchbehörden zulässig, die nicht durch ein ordentliches kantonales Rechtsmittel angefochten werden können (Art. 48 Abs. 1 OG). Fraglich ist, ob überhaupt ein Endentscheid im Sinne dieser Bestimmung vorliegt. In dem in der Schweiz angehobenen Rechtshilfeverfahren hat das Obergericht einzig über die Frage befunden, in welchem Umfang dem Rechtshilfebegehren der argentinischen Behörden im Lichte des Haager Übereinkommens über die Beweisaufnahme im Ausland in Zivil- oder Handelssachen vom 18. März 1970 (SR 0.274. 132) entsprochen werden kann. Damit aber hat es weder über einen materiellen Anspruch entschieden noch dessen Behandlung aus einem Grunde abgelehnt, der endgültig verbietet, dass dieser nochmals geltend gemacht wird (zum Begriff des Endentscheids im Sinne von Art. 48 Abs. 1 OG: BGE 126 III 445 E. 3b S. 446 f.; zur amtlichen Publikation bestimmter Entscheid des Bundesgerichtes vom 11. Juni 2001 i.S. B., E. 1a mit Hinweisen [5C. 46/2001]). Liegt somit kein Endentscheid im Sinne von Art. 48 Abs. 1 OG vor, so erweist sich die Berufung als unzulässig. Abgesehen davon rügt die Beklagte auch keine Verletzung von Bundesrecht, weshalb die Berufung auch aus dieser Sicht nicht zu- lässig sein kann. Die Beklagte ist in ihrem Vertrauen auf die Richtigkeit der Rechtsmittelbelehrung nicht zu schützen, zumal sie im Verfahren durch eine Rechtsanwältin vertreten war; diese hätte aufgrund ihrer Ausbildung bei genügender Aufmerksamkeit erkennen müssen, dass die Rechtsmittelbelehrung auf falschen Grundlagen beruht und somit nicht zutreffen kann (vgl. BGE 117 Ia 297 E. 2 S. 298 f. mit Hinweisen). Auf die Berufung ist demnach nicht einzutreten.