Citation: 8C_531/2022 E. 6.2

6.2. Wie bereits dargelegt, genügt es für ein Eintreten auf eine Neuanmeldung, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten rechtserheblichen Sachumstands wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen (E. 3.2.2 hiervor). Derartige Anhaltspunkte sind im Bericht des Dr. med. C.________ und der lic. phil. E.________ über die zuletzt erfolgte Kontrolle vom 2. Dezember 2022, jedenfalls in Bezug auf die depressive Symptomatik, enthalten. Wie der Beschwerdeführer geltend macht, ging die IV-Stelle in ihrer Verfügung vom 4. März 2021 noch davon aus, gemäss der medizinischen Aktenlage bestünden keine versicherungsmedizinisch relevanten objektiven Befunde und daraus abgeleitete Diagnosen mit dauerhafter Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Diese Auffassung basierte auf den Einschätzungen der RAD-Ärztin Dr. med. H.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 6. Juli 2020 und vom 5. Dezember 2020, welche im Zusammenhang mit dem depressiven Beschwerdebild auf die fragliche medikamentöse Compliance des Beschwerdeführers hingewiesen und gefolgert hatte, unter konsequenter medikamentöser Behandlung seien die Remission der mittelgradigen depressiven Episode und damit auch die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit zu erwarten. Wie der Vorinstanz nicht entging, lassen die Schilderungen der Ärzte der Psychiatrie D.________ vom 3. November 2021 über den teilstationären Aufenthalt des Beschwerdeführers vom 17. Mai bis zum 17. September 2021 zwar wiederum auf eine mangelnde Compliance hinsichtlich der Medikation schliessen. Dem Bericht des Dr. med. C.________ und der lic. phil. E.________ über die Kontrolle vom 2. Dezember 2021 lässt sich jedoch entnehmen, dass infolge einer Verschlechterung des Zustandsbilds nur kurze Zeit nach dem Austritt des Beschwerdeführers aus der Psychiatrie D.________ versucht worden sei, eine antidepressive Medikation zu etablieren. Sowohl Venlafaxin als auch Fluctine und Sertralin hätten jedoch eine ungenügende Wirkung gezeigt. In den nächsten Wochen sei deshalb ein weiterer Wechsel geplant.