Citation: 6B_902/2021 E. 3.5.6

3.5.6. Unter dem Titel des BehiG verweist der Beschwerdeführer auf eine ärztliche Dispensation von der Maskentragpflicht, ohne aber darzulegen, inwiefern er sich auf den Rechtsbegriff "Mensch mit Behinderungen" des Art. 2 Abs. 1 BehiG berufen kann, was die Vorinstanz ihm jedoch stillschweigend zugesteht. Soweit ersichtlich, will er geltend machen, dass "eine unterschiedliche Behandlung fehlt, die zur tatsächlichen Gleichstellung Behinderter und nicht Behinderter notwendig ist" (Art. 2 Abs. 2 BehiG), dass nämlich nur der zwingend maskenfreie Zutritt zum Adventure Room behindertengerecht sei. Dabei setzt er sich nicht mit der Frage einer "sachlichen Rechtfertigung" (Art. 2 Abs. 2 Satz 1 BehiG) einer Maskentragepflicht im Eingangsbereich des Gebäudes auseinander. Denn die Maske würde an sich nicht nur den offenbar unter Atembeschwerden leidenden Beschwerdeführer selber schützen, sondern hat nach dem Schutzkonzept vordringlich die Funktion, dass die Mitarbeitenden und die anderen Gäste nicht durch Tröpfcheninfektionen gefährdet werden ("Atmet, spricht, niest oder hustet die infizierte Person, können virenhaltige Tröpfchen direkt auf die Schleimhäute von Nase, Mund oder Augen von anderen Menschen in unmittelbarer Nähe (<1.5 m) gelangen" [Bundesamt für Gesundheit BAG/Coronavirus: Krankheit, Symptome, Behandlung/Übertragung des Coronavirus]). Dass aber die Mitarbeitenden am Arbeitsplatz möglichst geschützt und die Gäste - und damit auch der Beschwerdeführer - möglichst ungefährdet ihrem Freizeitvergnügen nachgehen können, dafür ist der Betrieb unmittelbar verantwortlich und zu diesem Zweck bestimmte die Unternehmensgruppe eine Maskentragepflicht. Ein Schutzkonzept funktioniert nur, wenn es konsequent durchgesetzt wird. Unter dem Gesichtspunkt des BehiG zielen die Vorbringen auf die materielle Beurteilung, weshalb darauf mangels Sachurteilsvoraussetzung nicht einzutreten ist.