Citation: 5C.102/2002 31.05.2002 E. A

M.S.________ ist die Mutter von J.S.________ (geb. 1987), die seit Mai 2001 dem Schulunterricht fernblieb und auch sonst negativ auffiel. Am 9. Oktober 2001 hob die Vormundschafts- und Fürsorgekommission von X.________ (nachfolgend Fürsorgekommission) die Obhut der Mutter über ihre Tochter in Anwendung von Art. 310 Abs. 1 ZGB auf, entzog der Tochter fürsorgerisch die Freiheit und wies sie in ein geeignetes Schulheim ein. Da sich die Tochter im Heim nicht integrieren konnte und ein renitentes Verhalten an den Tag legte, wurde der Heimaufenthalt am 22. November 2001 beendet. Die Tochter kehrte zu ihrer Mutter zurück. Am 6. Februar 2002 trat die Tochter freiwillig in die Beobachtungsstation der Viktoria Stiftung in Richigen (nachfolgend Stiftung) ein, die sie jedoch bereits am 15. Februar 2002 ohne Erlaubnis verliess.