Citation: 8C_315/2022 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz eine Verletzung von Bundesrecht, insbesondere von Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG vor. Sie macht im Wesentlichen geltend, die Annahme der vom Arbeitgeber angebotenen zweiten Option im Sinne einer Verlängerung des Arbeitsverhältnisses bis Ende Dezember 2020 wäre dem Beschwerdegegner zumutbar gewesen. Indem er sich dennoch für die erste Option, d.h. eine Verlängerung des Arbeitsverhältnisses nur bis Ende Juni 2020 entschieden habe, sei er durch eigenes Verschulden vorzeitig arbeitslos geworden und somit seiner Schadenminderungspflicht nicht genügend nachgekommen. Deshalb sei er für 31 Tage in der Anspruchsberechtigung einzustellen.