Citation: 8C_1049/2008 09.04.2009 E. 4

4.1 Das kantonale Gericht hat in Würdigung der gesamten medizinischen Akten für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlich festgestellt, dass der Beschwerdeführerin eine leidensangepasste Tätigkeit vollzeitlich zumutbar wäre. Die Versicherte macht geltend, Vorinstanz und Verwaltung hätten in psychiatrischer Hinsicht zu Unrecht dem Gutachten des Dr. med. C.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 8. Oktober 2007 vollen Beweiswert zuerkannt; diese Begutachtung sei in verschiedener Hinsicht fehlerbehaftet. 4.2 Die Versicherte bringt gegen das Gutachten vor, der Gutachter habe sich nicht für die Inzestproblematik interessiert. Dr. med. C.________ hat im vorinstanzlichen Verfahren zu diesem Vorwurf mit Schreiben vom 15. April 2008 Stellung genommen. In dieser Stellungnahme führt er aus, die Versicherte habe beim Begutachtungsgespräch vom 31. Mai 2007 einen Missbrauch in ihrer Kindheit mit keinem Wort erwähnt und auch in den Akten fänden sich keine Hinweise auf solche traumatischen Erfahrungen. Diese Behauptung des Gutachters ist jedoch aktenwidrig: Bereits im Bericht des Dienstes Y.________ vom 5. Oktober 2005 - mithin in jenem Bericht, der erst Anlass zu einer psychiatrischen Begutachtung gab - wurden sexuelle Übergriffe auf die Versicherte in ihrer Jugend thematisiert. Dass der Gutachter die Darstellung der Anamnese in jenem Bericht nicht zur Kenntnis genommen hat, spricht dafür, dass er bei der Ausarbeitung seines Gutachtens nicht die notwendige Sorgfalt aufgewendet hat. Zudem ist ein Gutachten, welches die medizinischen Vorakten unzureichend berücksichtigt, unvollständig und vermag daher nicht zu Ergebnissen zu führen, welche auf gesamthafter Würdigung der medizinischen Lage beruhen. Einer solchen Expertise fehlt rechtsprechungsgemäss die erforderliche Überzeugungs- und Beweiskraft selbst dann, wenn die auf der Grundlage der vom Experten selbst erhobenen Befunde gezogenen Schlüsse an sich einleuchten und vom Rechtsanwender prüfend nachvollzogen werden können (Urteil 9C_51/2008 vom 15. Juli 2008 E. 2.2 mit weiteren Hinweisen). Somit haben Vorinstanz und Verwaltung gegen Bundesrecht verstossen, als sie dem Gutachten des Dr. med. C.________ vom 8. Oktober 2007 uneingeschränkten Beweiswert zuerkannt haben. Bei dieser Ausgangslage braucht auf die weiteren Vorbringen der Versicherten gegen die Begutachtung nicht näher eingegangen zu werden. 4.3 Kommt dem erwähnten Gutachten kein voller Beweiswert zu, so erweist sich der Sachverhalt in psychiatrischer Hinsicht als zu wenig abgeklärt, um ohne Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes über den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin befinden zu können. Die Beschwerde ist demnach gutzuheissen, der Einsprache- und der kantonale Gerichtsentscheid sind aufzuheben und die Sache ist an die IV-Stelle Schwyz zurückzuweisen, damit sie nach Durchführung einer bundesrechtskonformen psychiatrischen Begutachtung der Versicherten durch eine andere Gutachtensperson über den Leistungsanspruch neu entscheide.