Citation: 8C_15/2021 E. 7.3

7.3. Entgegen der Ansicht des Beschwerdegegners liegt kein Rechtsmissbrauch seitens der SWICA vor. Da sich diese bis und mit dem Verfahren vor Vorinstanz auf den Standpunkt stellte, dass die strittigen Leiden nicht natürlich kausal waren, bestand für sie kein Anlass, darüber hinaus den fehlenden adäquaten Kausalzusammenhang geltend zu machen. Der Beschwerdegegner macht geltend, die asim-Experten hätten die entsprechenden Leiden als kausal bezeichnet. Dies kann sich jedoch nur auf die natürliche Kausalität beziehen. Denn nach konstanter Rechtsprechung ist es Sache der Ärzte, Feststellungen zur natürlichen Kausalität als Tatfrage zu machen; die Adäquanz ist aber eine Rechtsfrage, die nur vom Rechtsanwender, mithin der Versicherung und im Beschwerdefall dem Gericht, beantwortet werden kann (vgl. statt vieler SVR 2017 UV Nr. 41 S. 141, 8C_833/2016 E. 5.2 mit Hinweis). Auch sein Einwand, er habe bereits kurz nach dem Unfall über Lärm- und Druckempfindlichkeit sowie über Schwindel berichtet, ist unbehelflich, da sich dies einerseits nicht aus den unfallnahen ärztlichen Berichten ergibt und andererseits der Schwindel gerade Ursache des Unfalls und nicht dessen Folge war (vgl. dazu die Unfallmeldung vom 9. April 2013).