Citation: 2C_127/2024 E. 5.2

5.2. Die Beschwerdeführer haben zwar kein Gesuch um Fristwiederherstellung gestellt. Sie bringen aber vor, ein solches Gesuch sei nur zu stellen, wenn der Grund für das Fristversäumnis bei der betreffenden Partei liegt. Im vorliegenden Fall liege der Grund aber bei der Sicherheitsdirektion, denn diese habe die Erstzustellung just in der Zeit der Sommerferien veranlasst, sodass es wahrscheinlich gewesen sei, dass eine Zustellung und Abholung innert sieben Tagen nicht möglich gewesen wäre. Mit dieser Argumentation zeigen die Beschwerdeführer nicht auf, inwiefern die Vorinstanz § 12 Abs. 2 VRG willkürlich angewendet haben soll. Sofern sie damit geltend machen wollen, die Beschwerdefrist sei wegen Zustellung des Rekursentscheids in der Ferienzeit nicht durch die Zustellfiktion ausgelöst worden, geht es nicht um die richtige Anwendung von § 12 Abs. 2 VRG, sondern um die Zulässigkeit der Zustellfiktion. In diesem Zusammenhang ist festzuhalten, dass eine Zustellung während des Fristenstillstands zulässig ist (Art. 146 Abs. 1 ZPO i.V.m. § 71 VRG) und das kantonale Gericht den Stillstand bei der Fristberechnung berücksichtigte (vorne E. 3.1). Ferienabwesenheit vermag an der Zustellfiktion jedenfalls dann nichts zu ändern, wenn die Partei in einem bestehenden Prozessrechtsverhältnis die Behörde nicht vorgängig über die Abwesenheit informiert hat (vgl. Urteile 6B_826/2023 vom 26. Oktober 2023 E. 4.2; 4A_660/2011 vom 9. Februar 2012 E. 2.4.2). Die Beschwerdeführer machen keine solche vorgängige Information geltend. Sie haben sich das Fristversäumnis somit selbst zuzuschreiben.