Citation: 7B_236/2022 E. 2.7.3

2.7.3. Die Vorinstanz erwägt, nachdem die vom Beschwerdeführer begangene qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz eine Mindeststrafe von einem Jahr vorsehe (vgl. Art. 19 Abs. 2 BetmG), seien die Voraussetzungen für eine SIS-Ausschreibung grundsätzlich erfüllt. Der Beschwerdeführer habe durch seine mehrjährige Beteiligung am inländischen und teils grenzüberschreitenden Drogenhandel bewiesen, dass von ihm eine Gefahr für die öffentliche Ordnung und Sicherheit - auch in anderen Schengen-Mitgliedstaaten - ausgehe. Überdies sei aus seinen Aussagen nicht ersichtlich, dass er im Schengen-Raum über Freunde oder Verwandte verfüge, weshalb ein Einreiseverbot in sämtliche Schengen-Mitgliedstaaten, wozu Nordmazedonien nicht gehört, auch nicht unverhältnismässig wäre. Entsprechend sei eine Ausschreibung der Landesverweisung erforderlich und geeignet, um der vom Beschwerdeführer ausgehenden Gefahr für die öffentliche Ordnung und Sicherheit für sämtliche Schengen-Mitgliedstaaten entgegenzuwirken. Gesamthaft bestehe ein erhebliches Interesse der Schengen-Mitgliedstaaten, über die auszusprechende Landesverweisung in Kenntnis gesetzt zu werden, welches das persönliche Interesse des Beschwerdeführers am Absehen einer Ausschreibung überwiege (angefochtenes Urteil S. 45).