Citation: 9C_234/2021 E. A

Der 1961 geborene A.________ meldete sich im Oktober 2012 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle Bern holte im Rahmen der Abklärungen insbesondere das interdisziplinäre Gutachten der MEDAS Bern vom 24. Januar 2014 samt ergänzender Stellungnahme des Dr. med. B.________, Facharzt für Neurologie, vom 4. April 2014 ein. Nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens ermittelte die Verwaltung einen Invaliditätsgrad von 15 %. Folglich verneinte sie mit Verfügung vom 5. August 2014 einen Rentenanspruch. Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Urteil vom 1. Februar 2016 ab. Das Bundesgericht hiess die daraufhin erhobene Beschwerde mit Urteil 9C_181/2016 vom 2. Juni 2016 teilweise gut. Es hob das angefochtene Urteil und die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 5. August 2014 auf und wies die Sache zu neuer Verfügung an die Verwaltung zurück. Im Übrigen wies es die Beschwerde ab. Nach weiteren Abklärungen sprach die IV-Stelle A.________ mit Verfügung vom 10. August 2018 eine halbe Invalidenrente ab dem 1. Mai 2017 zu (Invaliditätsgrad 55 %). Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern hiess eine erneute Beschwerde des A.________ - nachdem es ihm eine Schlechterstellung (reformatio in peius) angedroht und Gelegenheit zum Beschwerderückzug eingeräumt hatte - mit Urteil vom 27. Mai 2019 teilweise gut. Es hob die Verfügung vom 10. August 2018 auf und wies die Sache zu weiteren Abklärungen und neuer Verfügung an die IV-Stelle zurück. Nach ergänzenden Untersuchungen, insbesondere Einholung des polydisziplinären Gutachtens der Ärztliches Begutachtungsinstitut GmbH (ABI) vom 7. Januar 2020, und Durchführung des Vorbescheidverfahrens ermittelte die IV-Stelle einen Invaliditätsgrad von 10 %. Mit Verfügung vom 27. Oktober 2020 verneinte sie einen Leistungsanspruch des A.________.