Citation: 6F_29/2014 E. 3.4.1

3.4.1. Das Bundesgericht trat im Urteil 6B_1089/2013 vom 18. Dezember 2014, an welchem Bundesrichter Oberholzer mitwirkte, auf die Beschwerde des Gesuchstellers gegen den Entscheid der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts nicht ein. Die Eingabe war als Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 79 BGG unzulässig, weil das damit angefochtene Urteil der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts kein Entscheid über Zwangsmassnahmen war. Sie war als subsidiäre Verfassungsbeschwerde unzulässig, da diese gemäss Art. 113 BGG einzig gegen Entscheide letzter kantonaler Instanzen gegeben ist. Auf die Aufsichtsanzeige wurde nicht eingetreten, weil die in der Eingabe erhobenen Rügen der unrichtigen Rechtsanwendung nicht Gegenstand einer Aufsichtsanzeige sein können (siehe dazu Art. 2 Abs. 2 des Aufsichtsreglements des Bundesgerichts, SR 173.110.132) oder weil die Rügen nicht ausreichend substantiiert waren. Dies galt auch für die vom Gesuchsteller erhobene Rüge der Verletzung des Beschleunigungsgebots wegen überlanger Verfahrensdauer. Der Beschwerdeführer machte nicht geltend, dass die beanstandete Verfahrenslänge auf einen organisatorischen oder administrativen Mangel zurückzuführen sei, was allein im Rahmen der administrativen Aufsicht hätte überprüft werden können. Dass die Strafrechtliche Abteilung des Bundesgerichts sich im Urteil 6B_1089/2013 vom 18. Dezember 2014 mit den Rügen des Gesuchstellers, einschliesslich der Rüge der Verletzung des Beschleunigungsgebots, nicht inhaltlich auseinandersetzte, sondern auf die Beschwerde aus den genannten Gründen nicht eintrat, schliesst indessen das Vorliegen eines Ausstandsgrundes nicht aus. Die Ausstandsregeln sind auch bei der Mitwirkung von Gerichtspersonen an bundesgerichtlichen Nichteintretensentscheiden zu beachten. Der Ausstandsgrund gemäss Art. 34 Abs. 1 lit. b BGG setzt nicht voraus, dass die Gerichtsperson sich im bundesgerichtlichen Verfahren tatsächlich inhaltlich mit einer bestimmten, konkreten Frage befasst, mit welcher sie sich bereits in einer anderen Stellung auseinandersetzen musste.