Citation: 4A_298/2017 E. A

Die Bauunternehmung A.________ AG (Gemeinschuldnerin) schloss am 3. Mai 2007 mit der Krankenkasse B.________ AG (Beklagte, Beschwerdegegnerin) einen Totalunternehmerwerkvertrag mit einem Pauschalpreis von Fr. 10'560'000.-- betreffend das Neubauprojekt "X.________" (nachfolgend TU-Werkvertrag). Am 12. Juni 2007 wurde über sie der Konkurs eröffnet. Mit Schreiben vom 21. Juni 2007 trat die Konkursverwaltung ausdrücklich nicht im Sinne von Art. 211 Abs. 2 SchKG in den TU-Werkvertrag zwischen der Gemeinschuldnerin und der Beklagten ein. Am 11. Juli 2007 meldete die Beklagte die von ihr vor Konkurseröffnung bereits an die Gemeinschuldnerin geleistete erste Teilzahlung des TU-Werkvertrags in Höhe von Fr. 700'000.-- als Konkursforderung an. Die Konkursmasse der A.________ AG in Liquidation (Klägerin, Beschwerdeführerin) verlangte später von der Beklagten die Bezahlung der zweiten Teilzahlung des TU-Werkvertrags in Höhe von Fr. 900'000.--, was diese verweigerte.