Citation: 6B_1394/2019 E. 1.2.1

1.2.1. Der Vorwurf des einfachen Raubes - sowie des Hausfriedensbruchs und der Sachbeschädigung - war vorinstanzlich unbestritten. Der Beschwerdeführer und ein Mitbeschuldigter (B.________) hätten eingeräumt, in die Wohnung eines Dealers eingedrungen zu sein und diesen durch Gewalt zur Herausgabe von Geld aufgefordert zu haben. Sie hätten auch zugegeben, dass beide Beschuldigten ein Messer dabei gehabt und dieses zu Beginn der Aktion mit geöffneter Klinge in der Hand gehalten hätten. Ihren Bestreitungen zum Trotz sei gestützt auf die Opferaussagen erwiesen, dass der Mitbeschuldigte B.________ dem Geschädigten unmittelbar nach dem Eindringen in die Wohnung das Messer an den Hals sowie an den Bauch gehalten habe; das Opfer habe die "kalte" Klinge gespürt. Der Beschwerdeführer selbst habe sein Messer zwar nicht unmittelbar drohend eingesetzt, seine Haltung und Wirkung auf das Opfer seien aber dennoch drohend gewesen. Die spätere Behauptung, wonach er sein Messer noch vor dem Eindringen eingesteckt habe, widerspreche der Darstellung des Opfers und erscheine wenig plausibel. Gemäss dessen Beschreibung, welche die Beschuldigten im Wesentlichen bestätigt hätten, habe es sich um ein Klappmesser mit einer Klingenlänge von ca. 9 Zentimeter gehandelt, wobei dasjenige des Beschwerdeführers etwas kürzer gewesen sei. Der erbeutete Barbetrag in Höhe von Fr. 600.-- sei deutlich geringer ausgefallen als erhofft. Der Beschwerdeführer habe mindestens ein Kilogramm Gras, sprich Marihuana, erwartet, und der Mitbeschuldigte sei über die Beute enttäuscht gewesen. Für höhere Erwartungen spreche auch, dass die Beschuldigten mit dem Bargeld nicht zufrieden gewesen wären, sondern unter Gewaltanwendung - der Beschwerdeführer habe das Opfer mehrfach geschlagen - mehr gefordert und die Wohnung nach Schmuck und Wertsachen durchsucht hätten.