Citation: 7B_595/2023 E. B

B.a. Am 21. Juni 2017 erstattete deren Tochter, B.A.________, Strafanzeige wegen einfacher Körperverletzung gegen Unbekannt zum Nachteil von A.A.________. Die Vorfälle sollen sich während deren Aufenthalt im Alters- und Pflegeheim C.________ in U.________ zwischen dem 19. März 2016 und dem Datum der Anzeige zugetragen haben. Die Staats- und Jugendanwaltschaft des Kantons Glarus nahm das Verfahren nicht an die Hand. Die dagegen von A.A.________ erhobene Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Glarus mit Beschluss vom 7. September 2018 ab. Dieser Beschluss erwuchs in Rechtskraft. B.b. Am 7. Mai 2018 reichte B.A.________ erneut eine Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Nötigung, Körperverletzung und allenfalls weiteren Delikten zum Nachteil ihrer Mutter ein. Die zur Anzeige gebrachten Vorfälle sollen sich zwischen dem 19. März 2016 und dem 25. Januar 2018 im Alters- und Pflegeheim C.________ in U.________ zugetragen haben. Das Pflegepersonal soll A.A.________ wider ihren Willen mit einem Bauchgurt befestigt, ohne Informationen sedierende Medikamente erhöht, rezeptpflichtige Medikamente ohne Vorliegen eines gültigen Rezepts verabreicht und die Pflege und Körperhygiene generell vernachlässigt haben. A.A.________ sei nicht ausreichend mobilisiert worden und habe jede Nacht zwischen 12 und 14 Stunden in Rückenlage gelegen. Sie habe Verletzungen erlitten, indem das Personal sie im Rollstuhl sitzend mit den Beinen gegen das Bett gefahren und ihren Arm auf die Rollstuhlkante fallen gelassen habe, und es sei zu Verletzungen gekommen, als sie aus dem Rollstuhl gefallen sei oder gegen das Bettgitter geschlagen habe. Sie habe ferner Verletzungen an Wange und Hals aufgewiesen. A.A.________ habe innerhalb eines halben Jahres 5.9 Kilogramm zugenommen, das Pflegepersonal habe sie laut angeschrien. Weiter habe das Alters- und Pflegeheim versucht, A.A.________ zwangsweise in eine psychiatrische Klinik zu überweisen. Schliesslich seien die Patientenakten hinsichtlich der Verabreichung von Medikamenten falsch geführt worden. B.c. Die Staats- und Jugendanwaltschaft des Kantons Glarus nahm das Verfahren gemäss der unter lit. B.b. erwähnten Anzeige mit Verfügung vom 31. Januar 2023 wiederum nicht an die Hand. Das Obergericht des Kantons Glarus schützte die Nichtanhandnahme mit Beschluss vom 14. Juli 2023.