Citation: I 211/03 19.11.2003 E. 4

Streitig und zu prüfen ist somit lediglich, ob der die erneute Verweigerung einer Rente schützende Entscheid der Vorinstanz rechtens ist. 4.1 Die ablehnende Verfügung vom 26. November 2001 stützt sich in medizinischer Hinsicht hauptsächlich auf ein im Auftrag der IV-Stelle am 27. Juni 2001 von Dr. med. H.________, Innere Medizin/Rheumatologie FMH, und Dr. med. M.________, Chefarzt, MEDAS, erstelltes Gutachten (MEDAS-Gutachten). Dieses berücksichtigt seinerseits die vorhandenen Akten und namentlich eine von Dr. med. I.________, Psychiatrie und Psychotherapie, am 30. Mai 2001 durchgeführte konsiliarische Untersuchung. Im MEDAS-Gutachten wurde die Diagnose eines diffusen chronischen Schmerzsyndroms panvertebral und ischialgiform rechts mit multiplen vegetativen Begleitbeschwerden sowie Status nach Spondylodese L5/S1 bei Discushernie und Segmentdegeneration 9/95 gestellt. Aus psychiatrischer Sicht erhob Dr. med. I.________ den Befund eines Problems der Krankheitsbewältigung bei einem chronifizierten Schmerzsyndrom (ICD-10 F54) und depressive Störung sowie zur Zeit leicht depressive Episode mit somatischen Symptomen (F.33.01). Die Dres. H.________ und M.________ kamen zum Schluss, für die früher ausgeübte Tätigkeit als Bauarbeiter sei der Beschwerdeführer auf Dauer vollständig arbeitsunfähig, wohingegen die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für eine körperlich eher leichte, rückenadaptierte Tätigkeit 15 % betrage; eine solche Tätigkeit sei ganztags zumutbar. Der Psychiater Dr. med. I.________ attestierte eine Arbeitsunfähigkeit von ebenfalls etwa 15 %. Demgegenüber hatte die behandelnde Psychiaterin Frau Dr. med. R.________ im bereits erwähnten Bericht vom 16./21. Juni 2000 eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung diagnostiziert. Sie stufte die Arbeitsunfähigkeit des Versicherten als Hilfsmaurer seit dem 15. September 1996 auf 100 % ein und führte aus, seine Konzentrationsfähigkeit sei stark eingeschränkt, sodass er zur Zeit nicht umschulungsfähig sei. Zudem legte sie dar, ein gezieltes Aufbautraining mit psychologischer Betreuung habe einer Umschulung vorauszugehen, wobei eine leidensangepasste Tätigkeit anfangs halbtags, später ganztags zumutbar sei. Am 9. Juli 2001 nahm Frau Dr. med. R.________ zum MEDAS-Gutachten Stellung, dies insbesondere mit dem präzisierenden Hinweis, die von ihr attestierte vollständige Arbeitsunfähigkeit beziehe sich auf die angestammte Tätigkeit als Hilfsmaurer, wobei sie auch die somatischen beim Versicherten festgestellten Befunde einbezogen habe. Schliesslich stellte sie in einem Zeugnis vom 11. Juli 2002 die Diagnose einer schweren narzisstischen Persönlichkeitsstörung mit reaktiver Depression, Angst und Panikstörungen sowie Affektdurchbrüchen. 4.2 Auf Grund dieser Angaben kam die Vorinstanz zum Schluss, die Beurteilung durch die behandelnde Psychiaterin vermöge diejenige durch die MEDAS-Gutachter nicht in Frage zu stellen, da hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit bei Frau Dr. med. R.________ keine von derjenigen des MEDAS-Gutachtens abweichende eigenständige Einschätzung vorlag. Verwaltung und kantonales Gericht haben auf Grund der in jeder Hinsicht vollständigen und überzeugend dokumentierten medizinischen Akten dem MEDAS-Gutachten im Lichte der von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätze (BGE 125 V 352 Erw. 3a) somit zu Recht volle Beweiskraft beigemessen. Zutreffend haben sie hauptsächlich festgehalten, dass die behandelnde Psychiaterin weder im Bericht vom 16./21. Juni 2000 noch in ihren Stellungnahmen vom 9. Juli 2001 und 11. Juli 2002 von einer 100 %igen Arbeitsunfähigkeit auch in leidensangepassten Tätigkeiten ausgegangen ist. 4.3 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird geltend gemacht, es zeige sich ein schweres psychisches Krankheitsbild, das eindeutig bereits vor der zweiten Antragstellung bestanden habe. Dr. med. I.________, welcher am 30. Mai 2001 eine leichte depressive Episode diagnostiziert und eine 15 %ige Arbeitsunfähigkeit festgestellt hatte, habe es unterlassen, eine eingehende, auch die Vergangenheit und eine mögliche Entwicklung berücksichtigende Beobachtung des Krankheitsverlaufs durchzuführen. Ferner wird erneut gerügt, die Vorinstanz habe eine unrichtige Feststellung gemacht, wenn sie behaupte, im Arztbericht vom 16./21. Juni 2000 habe Frau Dr. med. R.________ nicht eine absolute Arbeitsunfähigkeit bezüglich jeder Tätigkeit angenommen. 4.4 Die Einwendungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vermögen zu keinem anderen Ergebnis zu führen. Aus dem psychiatrischen Bericht von Dr. med. I.________ geht nicht hervor, dass er bei seiner Beurteilung das Krankheitsbild und den Krankheitsverlauf nicht vollständig, sondern lediglich bezogen auf den Untersuchungstag gewürdigt hätte. Sodann kann aus dem erwähnten Arztbericht von Frau Dr. med. R.________ nicht abgeleitet werden, sie hätte bezüglich jeder Tätigkeit eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Auch der letztinstanzlich nachgereichte Bericht des Dr. med. H.________ vom 25. März 2003 vermag die Zuverlässigkeit des MEDAS-Gutachtens für den hier zu beurteilenden Zeitraum bis zum Erlass der Verfügung vom 26. November 2001 (Erw. 1 in fine) nicht in Frage zu stellen. Schliesslich war bezüglich des vorliegend massgebenden Sachverhalts auch von weiteren psychiatrischen Abklärungen kein entscheidwesentlicher Aufschluss zu erwarten, weshalb davon abgesehen werden konnte. 4.5 In erwerblicher Hinsicht besteht weder nach den Akten noch gestützt auf die Vorbringen des Beschwerdeführers Anlass, auf den vorinstanzlich berücksichtigten Einkommensvergleich und den dabei ermittelten Invaliditätsgrad von 26,6 % zurückzukommen. Da dieser unter dem für einen Rentenanspruch erforderlichen Invaliditätsgrad von mindestens 40 % liegt, ist im Vergleich zur ersten leistungsverneinenden Verfügung vom 13. September 1996 keine anspruchswesentliche Änderung eingetreten.