Citation: 6B_213/2021 E. 4

Die Vorinstanz erwägt, die auferlegten Verfahrenskosten könnten ganz oder teilweise erlassen oder gestundet werden, wenn die Bezahlung für den Pflichtigen eine unzumutbare Härte darstelle oder die Uneinbringlichkeit feststehe oder anzunehmen sei (vgl. Art. 10 Abs. 1 des Dekrets des Kantons Bern vom 24. März 2010 betreffend die Verfahrenskosten und die Verwaltungsgebühren der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (Verfahrenskostendekret, VKD; BSG 161.12). Wer aus einem Begehren eigene Rechte ableite, sei verpflichtet, an der Feststellung des Sachverhalts mitzuwirken. Werde die Mitwirkung verweigert, werde auf das Begehren nicht eingetreten, es sei denn, es bestehe ein öffentliches Interesse (Art. 20 Abs. 1 des Gesetzes des Kantons Bern vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VPRG; BSG 155.21]). Trotz entsprechender zweimaliger Aufforderung habe der Beschwerdeführer keine Unterlagen zu seinen wirtschaftlichen Verhältnissen eingereicht. Er habe mithin seine Mitwirkung an der Feststellung der von ihm behaupteten unzumutbaren Härte, aus welcher er Rechte ableiten wolle, verweigert. Ein öffentliches Interesse an der Behandlung des Gesuchs bestehe nicht. Darauf sei folglich nicht einzutreten.