Citation: I 379/02 23.01.2003 E. 2

2.1 Unbestrittenermassen ist der Beschwerdeführer aufgrund eines lumbospondylogenen Syndroms, einer ärztlich diagnostizierten anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) und einem depressiven Zustandsbild im Sinne einer Anpassungsstörung (ICD-10: F43.21) nicht mehr in der Lage, seine angestammte Tätigkeit als Maurer auszuüben. Im Wesentlichen gestützt auf das psychiatrische Gutachten des Dr. med. F.________, Oberarzt im Psychiatriezentrum X.________ am Spital Y.________, vom 26. Mai 2000, den Bericht des Dr. med. M.________, Facharzt FMH für Innere Medizin, vom 2. Mai 1999 sowie den Schlussbericht der Beruflichen Abklärungsstelle der Stiftung B.________ (BEFAS) vom 20. Juli 2000 sind Vorinstanz und Verwaltung indes zum Schluss gelangt, dass er in körperlich leichter Tätigkeit zu 50 % arbeitsfähig sei. Der Beschwerdeführer bestreitet dies. 2.2 Soweit in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingewendet wird, allein das psychiatrische Gutachten vom 26. Mai 2000 lasse auf eine zumutbare Restarbeitsfähigkeit von weniger als 50 % schliessen, kann dem nicht gefolgt werden. Zwar trifft zu, dass der Psychiater im Rahmen des von ihm in zeitlicher Hinsicht als zumutbar erachteten 50 %-Arbeitspensums eine zusätzliche Einschränkung des Leistungsvermögens erwähnt. Diese vom Gutachter als nicht wesentlich eingestufte und mit weniger als 20 % bezifferte Reduktion der Leistungsfähigkeit innerhalb des genannten Zeitrahmens fällt indessen nach den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz bei der Gesamtbeurteilung nicht ins Gewicht, nachdem Dr. med. F.________ die Restarbeitsfähigkeit in Erwägung sämtlicher einschränkender Faktoren abschliessend ausdrücklich auf insgesamt 50 % bei körperlich leichter Tätigkeit eingeschätzt hat (vgl. auch nachfolgend Erw. 2.3). Zusätzliche Berücksichtigung finden könnte die infolge eines verlangsamten Arbeitstempos und Konzentrationsschwierigkeiten im Vergleich zu einem in gleichem Arbeitspensum arbeitenden gesunden Versicherten leicht verminderte Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers nach dem Gesagten lediglich noch durch Gewährung eines sog. leidensbedingten Abzugs bei der Ermittlung des trotz Gesundheitsschadens zumutbarerweise erzielbaren Einkommens (siehe nachfolgend Erw. 3.1). Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist auch die Aussage des Dr. med. F.________, es bestehe aus psychiatrischer Sicht eine Teilarbeitsfähigkeit von 50 % im Sinne einer "zeitlich auf etwa 4 Stunden täglich" beschränkten Arbeitsfähigkeit, als schlüssig zu beurteilen. Der Umstand, dass der geforderte Einsatz bei einem 50 %-Arbeitspensum in der Regel etwas über der angegebenen Stundenzahl liegt (rund 4.17 Stunden/Tag bei einer betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von durchschnittlich 41.7 Stunden im Jahre 2001 [Tabelle B9.2, in: Die Volkswirtschaft 2002/Heft 12, S. 88]), ändert daran nichts. Denn die Präzisierung des Leistungsvermögens unter Ziff. 5c des Gutachtens ("etwa vier Stunden") legt den zumutbaren Einsatz stundenmässig nicht exakt fest, sondern lässt eine leichte Abweichung nach oben durchaus zu, was mit Blick auf den Ermessensanteil einer jeden ärztlichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit (vgl. Erw. 1.3 hievor) nicht zu beanstanden ist. 2.3 Das psychiatrische Gutachten des Dr. med. F.________ vom 26. Mai 2000 rückt die Schmerzsymptomatik in ihrer Gesamtheit ins Blickfeld. Namentlich wird die bereits vom Hausarzt Dr. med. M.________ hervorgehobene schwere psychosoziale Belastung (Bericht vom 2. Mai 1999) und die im Austrittsbericht der Frau Dr. med. I.________, Klinik O._______, vom 20. Oktober 1998 angesichts der deutlichen Diskrepanz zwischen subjektivem Schmerzempfinden und den rheumatologisch und radiologisch eher diskreten Befunden als wahrscheinlich erachtete, ausgeprägte psychogene Überlagerung des Beschwerdebildes bestätigt: Nach Auffassung des Dr. med. F.________ sind weder körperliche Befunde nachweisbar noch vorbestehende depressive Leiden oder sonstige psychische Störungen ersichtlich, welche das Ausmass des Schmerzsyndroms hinreichend erklären. Das Auftreten der Schmerzen könne nicht mehr isoliert betrachtet werden; vielmehr bestehe eine enge Verknüpfung der somatischen Beschwerden und den die Arbeitsfähigkeit negativ beeinflussenden psychischen Faktoren, d.h. ein dynamisches Zusammenwirken von Schmerzen, depressiver Verstimmung und psychosozialer Belastungssituation "entsprechend einer sich selbst verstärkenden Regelschleife". Dabei sei der psychischen Störung in Würdigung der Gesamtsituation "teilweise" Krankheitswert beizumessen. Lässt die von einem depressiven Zustandsbild überlagerte somatoforme Schmerzstörung des Beschwerdeführers nach Auffassung des Dr. med. F.________ eine getrennte Beurteilung der körperlichen und psychischen Aspekte kaum zu, ist davon auszugehen, dass die im psychiatrischen Gutachten in der Folge angenommene 50 %-ige Einschränkung der Restarbeitsfähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit der Schmerzsymptomatik umfassend Rechnung trägt. Anhaltspunkte dafür, dass nebst der anerkannten schmerzbedingten Reduktion des Leistungsvermögens weitere körperliche oder psychische Faktoren mit Krankheitswert (vgl. Erw. 1.2 hievor) in einer leichten, rückenschonenden Tätigkeit limitierend wirken, ergeben sich aus den medizinischen Akten keine. Schliesslich wird die Einschätzung des Psychiaters im - unter anderem von einem Arzt unterzeichneten - BEFAS-Bericht vom 20. Juli 2000 mit der Anerkennung einer zumutbaren "Tagesleistung von 50 %" bekräftigt, sodass es nach dem Gesagten bei der von Vorinstanz und Verwaltung angenommenen Restarbeitsfähigkeit von 50 % bleibt.