Citation: 6S.57/2003 26.01.2004 E. 5

Der Beschwerdeführer bestreitet, in Bereicherungsabsicht gehandelt zu haben (vgl. Beschwerde S. 14/15). Der Tatbestand von Art. 138 StGB bzw. Art. 140 aStGB ist nur erfüllt, wenn der Täter handelt, um sich oder einen anderen unrechtmässig zu bereichern (BGE 129 IV 257 E. 2.2.1 S. 259). Als Bereicherung gilt jeder Vermögensvorteil, auch wenn er bloss vorübergehend ist (Trechsel, Schweizerisches Strafgesetzbuch, 2. Aufl. 1997, N 11 vor Art. 137 mit Hinweisen). Unrechtmässig ist die Bereicherung immer, wenn die Vermögensverschiebung vom Recht missbilligt wird (Trechsel a.a.O. N 14). Die Vorinstanz stellt für das vorliegende Verfahren verbindlich fest, der Beschwerdeführer habe das Guthaben auf dem Konto ... für die Finanzierung der Geschäfte seines Vaters verwendet. Die Liegenschaft in L.________ sei zu spekulativen Zwecken gekauft worden und hätte kurzfristig weiterverkauft werden sollen. Wäre das Geschäft zum Abschluss gebracht worden, hätte der Vater des Beschwerdeführers einen Gewinn erzielt, der ohne Finanzierung durch das Guthaben auf dem Sparkonto nicht hätte realisiert werden können. Insoweit habe der Beschwerdeführer in der Absicht gehandelt, seinem Vater einen Vermögensvorteil zu verschaffen, den dieser ohne das Guthaben nicht gehabt hätte (angefochtener Entscheid S. 14/15). Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, er habe nicht realisiert, dass das Geschäft in L.________ ohne das Geld auf dem Sparkonto nicht hätte verwirklicht werden können (Beschwerde S. 14), ist darauf nicht einzutreten, da er sich gegen die verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz wendet. Was der Beschwerdeführer zur Frage der Ersatzbereitschaft vorbringt (vgl. Beschwerde S. 15), ist abwegig. Da er hätte dafür sorgen müssen, dass mit dem ihm anvertrauten Geld die Liegenschaftsgewinnsteuer bezahlt wird, kommt es klarerweise nur auf seine Ersatzbereitschaft an. Dass sein Vorgehen unrechtmässig war, stellt er zu Recht selber nicht in Abrede.