Citation: 8C_654/2008 02.12.2008 E. 3.2

3.2.1 Es steht fest und ist unbestritten, dass die von Dr. med. F.________ am 16. April 2002 mittels Arthroskopie resezierte Diskusläsion am linken Handgelenk unfallbedingt ist. Die Ulnaverlängerung im linken Arm (Ulna-Plus-Variante), die am 19. Dezember 2002 einer Verkürzungsosteotomie unterzogen wurde (Bericht des Dr. med. F.________ vom 25. April 2003), ist dagegen unstreitig angeboren und damit unfallfremd. Die nach dem chirurgischen Eingriff vom 19. Dezember 2002 am linken Handgelenk ulnarseitig aufgetretenen Parästhesien konnten fachmedizinisch nicht objektiviert werden (Bericht der Frau Dr. med. Z.________ vom 29. Januar 2003). 3.2.2 Das kantonale Gericht gelangte in einlässlicher Darstellung und sorgfältiger Würdigung der medizinischen Unterlagen zum Schluss, es sei gestützt auf die überzeugenden Auskünfte der Dres. med. F.________, S.________ und E.________ mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die Ulnaverkürzungsosteotomie unabhängig vom Unfall vom August 2001 aufgrund der angeborenen Ulna-Plus-Variante notwendig wurde, wofür die SUVA nicht leistungspflichtig sei. 3.2.3 Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, die Beeinträchtigungen am linken Handgelenk und Unterarm seien durch den Unfall vom August 2001 zumindest im Sinne einer Teilursache ausgelöst worden. Entgegen der vorinstanzlichen Auffassung stehe aufgrund der medizinischen Unterlagen der status quo nicht fest. Diese Vorbringen sind nicht stichhaltig. Den Aussagen des Dr. med. B.________ vom 14. März 2002 kann keine eigenständige Bedeutung beigemessen werden, weil er die medizinische Beurteilung und Behandlung weitgehend an Dr. med. F.________ delegiert hatte. Aus dem Bericht dieses Arztes vom 3. Dezember 2002 geht klar hervor, dass die nach der Arthroskopie mit Diskusteilresektion vom 16. April 2002 unverändert fortbestandene Symptomatik weitgehend ("vor allem") mit der angeborenen Ulnaverlängerung zu erklären war. Daraus ist mit dem kantonalen Gericht der Schluss zu ziehen, dass der Unfall vom August 2001 keine wesentliche Teilursache der angegebenen Beschwerden mehr bildete. Dr. med. E.________ (Bericht vom 25. August 2005) hat zutreffend darauf hingewiesen, dass es sich beim Unfall vom August 2001 um ein bagatelläres Ereignis mit einer harmlosen Diskusläsion handelte; ein solches ist nicht geeignet, eine dauernde Schädigung hervorzurufen. In Übereinstimmung damit ist dem Gutachten des Dr. med. S.________ vom 7. Februar 2004 zu entnehmen, dass überhaupt eine unfallbedingte Schädigung eher auszuschliessen war. In Anbetracht dieser Auskünfte ist unerheblich, wenn Dr. med. F.________ allfällige Restbeschwerden der Diskusläsion nicht explizit ausschloss. Sodann geht aus dem Bericht des Dr. med. R.________ vom 16. Juni 2005 entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers unmissverständlich hervor, dass seine Empfehlung, ein externes Gutachten einzuholen, nicht wegen der ungeklärten medizinischen Sachlage erfolgte. Er wies ausdrücklich auf die ärztliche Beurteilung des Dr. med. F.________ hin, welcher nichts beizufügen war. Die vorinstanzliche Feststellung, der SUVA-Kreisarzt habe die vorgeschlagene Vorgehensweise nicht aus medizinischen Überlegungen, sondern aufgrund des bisherigen Fallverlaufs (verlorener Prozess; vgl. Entscheid des kantonalen Gerichts vom 15. Dezember 2004) für angebracht gehalten, ist daher nicht zu beanstanden. Unter diesen Umständen ist nicht ersichtlich, inwiefern von den beantragten weiteren Abklärungen neue Erkenntnisse in Bezug auf die streitige Unfallkausalität der Beschwerden im linken Handgelenk und Arm zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 90 E. 4b S. 94). Mit dem Einwand, die angeborene Ulna-Plus-Stellung habe vor dem Unfall vom August 2001 keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen zur Folge gehabt, beruft sich der Beschwerdeführer auf die Beweisregel "post hoc ergo propter hoc", welcher, auch angesichts des unfallfremden (stummen) Vorzustandes, untergeordnete Bedeutung zukommt (vgl. BGE 119 V 335 E. 2b/bb S. 341 f. und SVR 2008 UV Nr. 11 S. 34, U 290/06 E. 4.2.1 und 4.2.3). Hinsichtlich des Zeitpunkts, in welchem der status quo sine erreicht gewesen war (3. Juni 2002; vgl. Bericht des Dr. med. F.________ vom gleichen Tag), sind der letztinstanzlichen Beschwerde keine Einwände zu entnehmen, weshalb auf diese Frage nicht näher einzugehen ist. 3.3 Zusammenfassend ergibt sich, dass die vom Beschwerdeführer vorgebrachten, die vorinstanzliche Beweiswürdigung betreffenden Rügen unbegründet sind. War somit der status quo sine am 3. Juni 2002 erreicht, hat das kantonale Gericht die gemäss Einspracheentscheid vom 19. April 2006 auf diesen Zeitpunkt hin verfügte Einstellung sämtlicher Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung zu Recht bestätigt.