Citation: U 102/00 21.10.2003 E. 2

Was zunächst die medizinischen Folgen des Unfalles vom 10. September 1994 anbelangt, ist aktenkundig und unbestritten, dass der Beschwerdegegner seine bisherige Tätigkeit als Gipser nicht mehr ausüben kann. Gemäss Austrittsbericht der Rehaklinik X.________ vom 14. August 1998 ist jedoch eine andere berufliche Tätigkeit in einer wechselbelastenden, vorwiegend sitzenden Position mit leichter bis mittelschwerer Arbeit ganztags zumutbar. Im Bericht über die anlässlich des Klinikaufenthalts durchgeführte berufliche Abklärung vom 22. Juli 1998 wird bezüglich Zumutbarkeitsbeurteilung zusätzlich ausgeführt, dass der Versicherte bei künftigen Arbeiten nicht knien und auf Leitern steigen könne und wiederholtes Treppensteigen sowie das Arbeiten in der Hocke vermeiden sollte. Eine behinderungsangepasste Tätigkeit könne der Versicherte ganztags, mit kurzen Pausen, ausüben. Die Beurteilung, wonach dem Versicherten eine leidensangepasste Tätigkeit ganztags zumutbar ist, ist in den erwähnten Berichten schlüssig begründet und im Grundsatz nicht bestritten. Divergenzen ergeben sich nur in der Frage, wie die im Bericht über die berufliche Abklärung vom 22. Juli 1998 erwähnten kurzen Pausen zu berücksichtigen sind. Diesbezüglich ist der SUVA darin beizupflichten, dass diese Pausen - wie sich auch aus dem Austrittsbericht der Rehaklinik X.________ vom 14. August 1998 ergibt - an der Zumutbarkeit einer ganztägigen, leidensangepassten Tätigkeit nichts ändern, zumal erfahrungsgemäss auch für gesunde Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Möglichkeit besteht, bei manuellen Tätigkeiten kurze Pausen einzulegen. Der Notwendigkeit vermehrter Pausen kann jedoch allenfalls bei der Ermittlung des hypothetischen Invalideneinkommens Rechnung getragen werden.