Citation: 5A_126/2024 E. 3.4.6

3.4.6. Unabhängig von der Behauptung, sie trage den Namen "C.________" schon seit Jahren und sie wolle nach Serbien auswandern, macht die Beschwerdeführerin geltend, die Namensänderung sei für ihre persönliche Entwicklung, ihre Identitätsbildung sowie ihr Selbstwertgefühl von grosser Bedeutung. 3.4.6.1. In diesem Zusammenhang nimmt sie Anstoss daran, dass ihrem Beweisantrag auf Befragung der Eltern nicht entsprochen wurde. Die Vorinstanz erwog zwar, die Befragung der Eltern sei für den Beweis der behaupteten inneren Vorgänge der Beschwerdeführerin nicht tauglich. Mithin verzichtete sie in antizipierter Beweiswürdigung auf die Beweisabnahme, was die Beschwerdeführerin für unzulässig hält. Indessen erkannte die Vorinstanz auch, dass bereits die zu beweisende Tatsachenbehauptung nicht genügend substanziiert sei (vgl. vorne E. 3.3.3). 3.4.6.2. Das Beweisverfahren dient nicht dazu, fehlende (substanziierte) Behauptungen zu ersetzen oder zu ergänzen, sondern setzt solche vielmehr voraus (Urteile 4A_350/2023 vom 21. November 2023 E. 7.4.4; 4A_24/2021 vom 24. Juni 2021 E. 6.4.2; je mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin müsste deshalb in einem ersten Schritt mittels Aktenverweis aufzeigen, dass sie im Berufungsverfahren substanziierte Behauptungen darüber aufstellte, welche konkrete Bedeutung die Namensänderung für ihre persönliche Entwicklung, ihre Identitätsbildung sowie ihr Selbstwertgefühl hätte. Dies tut sie nicht; ebenso wenig beanstandet sie in dieser Hinsicht die Feststellungen der Vorinstanz zum Prozesssachverhalt als willkürlich. Sowohl mangels tauglicher Sachverhaltsrüge als auch infolge fehlender Auseinandersetzung mit einer von zwei selbständigen Begründungen (vgl. BGE 150 I 39 E. 4.3; 142 III 364 E. 2.4 in fine; je mit Hinweisen) ist auf ihre Ausführungen zu diesem Punkt deshalb nicht weiter einzugehen.