Citation: U 445/04 11.07.2005 E. 7

Streitig ist sodann, ob der Beschwerdeführer auf Grund des Unfalles vom 22. Juli 1994 Anspruch auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung hat. 7.1 Nach Art. 19 Abs. 1 Satz 1 UVG entsteht der Rentenanspruch, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes des Versicherten erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Wird der Versicherte infolge eines Unfalles invalid, so hat er Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG in der bis 30. Juni 2001 gültig gewesenen Fassung; auf den 1. Juli 2001 trat die gesetzlich statuierte Massgeblichkeitsgrenze einer Invalidität von mindestens 10 % in Kraft; vgl. dazu BGE 131 V 84). Als invalid gilt, wer voraussichtlich bleibend oder für längere Zeit in seiner Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt ist (Art. 18 Abs. 2 Satz 1 UVG in der bis 31. Dezember 2002 gültig gewesenen Fassung). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das der Versicherte nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihm zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das er erzielen könnte, wenn er nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 18 Abs. 2 Satz 2 UVG in der bis 31. Dezember 2002 gültig gewesenen Fassung). Nach der Rechtsprechung sind für den Einkommensvergleich die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns eines allfälligen Rentenanspruchs massgebend; Validen- und Invalideneinkommen sind dabei auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Erlass des Einspracheentscheids zu berücksichtigen (BGE 128 V 174). Nachdem der medizinische Endzustand am 31. Dezember 1999 erreicht wurde (Erw. 6.2 hievor), ist auf die Gegebenheiten per 1. Januar 2000 abzustellen (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG). 7.2 Fest steht, dass der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit als landwirtschaftlicher Hilfsarbeiter arbeitsunfähig bleibt, dass ihm aber die erwerbliche Verwertung einer angepassten, vorwiegend sitzend auszuführenden Tätigkeit trotz seiner geklagten Beschwerden seit Anfang 2000 bei voller Arbeitsfähigkeit zumutbar ist, wie das Eidgenössische Versicherungsgericht mit heutigem Urteil im parallelen Verfahren (I 814/04) betreffend Leistungen der Invalidenversicherung bestätigt hat. Da gemäss dem eben genannten Urteil der Versicherte unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden bei zumutbarer erwerblicher Verwertung der ihm verbleibenden vollen Arbeitsfähigkeit ab 1. Januar 2000 in einer angepassten Tätigkeit keine invaliditätsbedingte Erwerbseinbusse erleidet, lehnte die IV-Stelle zu Recht nicht nur den Anspruch auf eine Invalidenrente, sondern auch auf eine Umschulung zu Lasten der Invalidenversicherung ab. Wie soeben dargelegt (Erw. 6.2 hievor), ist auch die vorinstanzlich bestätigte Einstellung der unfallbedingten Heilbehandlung per Ende 1999 nicht zu beanstanden. Unter diesen Umständen hat das kantonale Gericht im angefochtenen Entscheid zu Recht auf seine Ausführungen im parallelen kantonalen Beschwerdeverfahren betreffend Leistungen der Invalidenversicherung verwiesen und daraus abgeleitet, dass dem Beschwerdeführer somit auch aus der obligatorischen Unfallversicherung kein Rentenanspruch zusteht.