Citation: 1C_669/2020 E. 4.3

4.3. Da der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zuerkannt wurde und die von der Vorinstanz auf den 31. Dezember 2020 gesetzte Frist während des Beschwerdeverfahrens ablief, ist eine neue Frist anzusetzen. Damit erweist sich die Beschwerde, soweit sie sich gegen die von der Vorinstanz festgelegte Frist richtet, als gegenstandslos. Es erübrigt sich deshalb abzuklären, ob die Beschwerdeführerin diese Frist hätte einhalten können. Dagegen ist zu prüfen, ob die neu anzusetzende Frist wiederum kurz gehalten werden muss (Urteil 1P.123/2005 vom 14. Juni 2005 E. 3.1). Dies ist zu bejahen. Zwar verpflichten die vom Bundesrat zur Eindämmung der Corona-19-Epidemie vorgesehenen Massnahmen die Arbeitgeber, zum Schutz von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Einhaltung der Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit (BAG) betreffend Hygiene und Abstand zu gewährleisten und sicherzustellen, dass in Innenräumen, einschliesslich Fahrzeugen, in denen sich mehr als eine Person aufhält, jede Person eine Gesichtsmaske tragen muss (vgl. Art. 10 Abs. 1 und 1bis der Verordnung über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie [Covid-19-Verordnung besondere Lage] vom 19. Juni 2020; SR 818.101.26). Jedoch ist gemäss der allgemeinen Lebenserfahrung nicht davon auszugehen, dass diese Massnahmen die Fortführung der vor der Erstellung des Schnurgerüsts erforderlichen Arbeiten zum Aushub der Baugrube und ihrer Sicherung erheblich erschweren. Eine ins Gewicht fallende Erschwerung ist auch aufgrund der klimatischen Verhältnisse nicht zu erwarten. Jedoch ist zu berücksichtigen, dass Bauunternehmen in den Sommermonaten üblicherweise Betriebsferien durchführen. Unter den gegebenen Umständen erscheint es zumutbar und verhältnismässig, den Abschluss der für die Einreichung der Meldekarte "Erstellung Schnurgerüst" erforderlichen Bauarbeiten auf den 30. September 2021 festzulegen, zumal die Beschwerdeführerin mit den Aushubarbeiten bereits begonnen hat und gemäss der zutreffenden Angabe der Vorinstanz ein gewichtiges öffentliches Interesse daran besteht, die Öffentlichkeit möglichst bald vor dem Anblick der teilweise abgebrochenen, eingerüsteten und baufälligen Bauten auf dem Baugrundstück und den mit einer lange andauernden Baustelle verbundenen potenziellen Gefahren zu bewahren.