Citation: 8C_774/2019 E. 8.5

8.5. Ob und in welcher Höhe statistische Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des Einzelfalles ab, die nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind. Relevante Merkmale sind leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad (BGE 126 V 75 E. 5b/bb S. 80). Die Frage, ob ein Abzug vom Tabellenlohn vorzunehmen sei oder nicht, stellt eine vom Bundesgericht frei zu prüfende Rechtsfrage dar (BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399). Die Vorinstanz hat die Voraussetzungen eines solchen Abzugs nicht geprüft, da nach ihrer Auffassung selbst bei einem 10%igen Abzug kein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultieren würde, was jedoch nach dem Gesagten nicht zutrifft.