Citation: 4A_583/2021 E. 9.1.2

9.1.2. Die Vorinstanz erwog, zum behaupteten mündlichen Einverständnis der Beschwerdegegnerin mit einem Prozenthonorar von 1.85 %, sei festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin die Behauptung der Beschwerdegegnerin, dass ihr CEO (I.________) lediglich kollektivzeichnungsberechtigt gewesen sei, in ihrer Stellungnahme zur Duplik nicht bestritten habe. Dass Umstände vorgelegen hätten, die auf eine Anscheins- oder Duldungsvollmacht hindeuten würden, trage sie nicht vor. Eine der Beschwerdegegnerin zurechenbare mündliche Zustimmung zum geltend gemachten Prozenthonorar lasse sich folglich nicht erstellen. Aus der Ausstellung der Schadloshaltungserklärung für Kosten und Auslagen in Zusammenhang mit dem Eintritt eines darin genannten auslösenden Ereignisses ("triggering event") könne - so die Vorinstanz weiter - nicht auf eine Blankoverpflichtung der Beschwerdeführerin zur Zahlung von Auslagen für beigezogene Erfüllungsgehilfen in beliebiger Höhe geschlossen werden. Der Auftrag umfasse nur die Zustimmung zu notwendigen Aufwendungen, die durch ein auslösendes Ereignis bedingt seien. Weshalb für die Tätigkeiten von G.________ ein Prozenthonorar anstelle eines Honorars nach Aufwand die angemessene Vergütungsart gewesen sei, habe die Beschwerdeführerin nicht dargetan. Zutreffend führe die Beschwerdegegnerin zudem aus, dass selbst wenn ein Ansatz von 1.85 % zugrunde gelegt würde, lediglich ein bedeutend geringeres Honorar für G.________ als Auslagenersatz in Betracht käme. Gemäss Ziff. 4.1 der Vereinbarung zwischen der Beschwerdeführerin und G.________ falle das Honorar auf der Summe an, bei der G.________ die Überweisung ermöglicht habe ("assisted to facilitate"). Diese Summe beziffere die Beschwerdeführerin an einer Stelle mit AED 600 Mio., an anderer Stelle mit AED 570 Mio. Soweit sie nach Aktenschluss weitere Zahlen zu den nach der angekündigten Inkraftsetzung der Sanktionen zu tätigenden Transaktionen vorbringe, sei nicht dargetan, inwiefern diese Vorbringen im Lichte von Art. 229 Abs. 1 ZPO zulässig wären. Daraus folge, dass selbst bei Zugrundelegung eines Ansatzes von 1.85 % und der mit keinem Wort erläuterten Angemessenheit eines solchen Prozenthonorars für ebenfalls nicht substanziiert dargelegte anwaltliche Dienstleistungen ein Betrag von maximal AED 10'545'000.-- überhaupt in Betracht gekommen wäre.