Citation: 5C.17/2002 26.08.2002 E. 2

Die Beklagten bestreiten, dass der Zeuge W.________ ermächtigt war, sie gegenüber den Klägern zu vertreten. Indem das Kantonsgericht ohne nähere Begründung das Gegenteil angenommen habe, habe es Art. 32 OR verletzt. 2.1 Nach den verbindlichen Feststellungen des Kantonsgerichts fand die Besprechung mit den Klägern auf Veranlassung der Beklagten statt und hatten diese den Zeugen zur Besprechung zugezogen, an der sie offenbar selber nicht teilnahmen (E. 4d Abs. 2 S. 8). Unter diesen Umständen ist offensichtlich, dass der Zeuge die Beklagten an der Besprechung vertrat. Soweit sich die Beklagten zur Besprechung vom 28. Juni 1996 und deren Begleitumstände unter Hinweis auf die Akten und Rechtsschriften äussern und vom angefochtenen Urteil abweichende oder dieses ergänzende Darstellungen geben, ist auf die Berufung nicht einzutreten (BGE 125 III 78 E. 3a S. 79; 116 II 745 E. 3 S. 749). 2.2 Ob der Zeuge als Vertreter der Beklagten auch beauftragt, bzw. ermächtigt war, in deren Namen einen Vertrag abzuschliessen und diese zu verpflichten (Art. 32 Abs. 1 OR), kann entgegen der Meinung der Beklagten offen bleiben. Denn in der Folge orientierte der Zeuge die Beklagten über das Ergebnis der Besprechung mit Brief vom 1. Juli 1996. Darin wurde als Vereinbarung charakterisiert, wie hoch die Bruchsteinmauer im Durchschnitt sein und wie die anschliessende Böschung ausgestaltet und bepflanzt werden soll. Nach den Feststellungen des Kantonsgerichts hatten die Beklagten den Inhalt der ihnen mit Schreiben vom 1. Juli 1996 mitgeteilten Vereinbarung nie beanstandet. Sollte der Zeuge nicht auch ermächtigt gewesen sein, die Beklagten anlässlich der Besprechung zu verpflichten (vgl. E. 5b S. 10), und wäre die von ihm mit den Klägern erzielte Vereinbarung den Beklagten insoweit nicht zuzurechnen gewesen, so hatten sie diese jedenfalls danach stillschweigend angenommen (Art. 6 OR). Hätten sie nämlich die vom Zeugen mit den Klägern ausgehandelte Lösung als unvollständig erachtet und so nicht gegen sich gelten lassen wollen, wären sie entgegen ihrer Ansicht nach Treu und Glauben gehalten gewesen, die vom Zeugen bestätigte Regelung innert angemessener Frist abzulehnen (BGE 114 II 250 E. 2a S. 251 f.; vgl. 123 III 35 E. 2c/aa S. 41 f.). Entsprechendes wird weder von der Vorinstanz festgestellt noch von den Beklagten geltend gemacht.