Citation: 4C.58/2002 09.04.2003 E. 2

Im Berufungsverfahren hat das Bundesgericht seiner Entscheidung die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz als wahr und vollständig zugrunde zu legen, es sei denn, sie beruhten auf einem offensichtlichen Versehen, seien unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zustandegekommen oder bedürften der Ergänzung, weil das Sachgericht in fehlerhafter Rechtsanwendung einen gesetzlichen Tatbestand nicht oder nicht hinreichend klärte, obgleich ihm entscheidwesentliche Behauptungen und Beweisanerbieten dazu prozesskonform unterbreitet worden waren (Art. 63 und 64 OG; BGE 127 III 248 E. 2c; 125 III 193 E. 1e S. 205, je mit Hinweisen). Eine blosse Kritik an der Beweiswürdigung des Sachrichters ist, soweit nicht Vorschriften des Bundesrechts in Frage stehen, von der Berufung ausgeschlossen (BGE 127 III 73 E. 6a; 126 III 10 E. 2b, je mit Hinweisen). Ausführungen, die sich gegen die tatsächlichen Feststellungen richten, sowie Erörterungen über die Verletzung kantonalen Rechts sind unzulässig (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). Soweit die Klägerin eine Verletzung der im kantonalen Verfahren geltenden Dispositionsmaxime rügt, ist sie nicht zu hören. Dasselbe gilt für ihr Vorbringen, ihr hätte die Möglichkeit der Beweisführung eingeräumt werden müssen. Sollte sich ihre Rüge auf kantonales Verfahrensrecht beziehen, wäre sie zum Vornherein unzulässig. Sollte die Klägerin sinngemäss eine Verletzung der bundesrechtlichen Beweisvorschrift von Art. 8 ZGB rügen wollen, ist der Rechtsschrift nicht zu entnehmen, dass entsprechende Beweisanträge im kantonalen Verfahren form- und fristgerecht gestellt worden sind (BGE 126 III 315 E. 4a; 122 III 219 E. 3c, je mit Hinweisen).