Citation: 2C_631/2014 E. 4.2

4.2. Zu berücksichtigen in der Interessenabwägung sind weiter die Beziehungen, die der Beschwerdeführer zum Aufnahmestaat bzw. zu seinem Heimatstaat unterhält. Er ist im Alter von 21 Jahren in die Schweiz eingereist und hat hier zweimal einen sechsmonatigen Kurs als Automechaniker absolviert sowie eine Anlehre als Koch abgeschlossen. Zeitweilig musste er durch wirtschaftliche Sozialhilfe unterstützt werden. Per Dezember 2008 lagen gegen ihn Betreibungen für ausstehende Forderungen in der Höhe von Fr. 56'422.60 und 42 Verlustscheine im Betrag von Fr. 57'174.60 vor. Eine besondere gesellschaftliche Integration in die hiesigen Verhältnisse wurde nicht geltend gemacht. Im Kosovo hat der Beschwerdeführer hingegen während acht Jahren die Grundschule und vier Jahren ein Gymnasium besucht und dabei sehr gute Noten erzielt. Der Beschwerdeführer hält sich somit seit dem Jahr 1999 in der Schweiz auf, was die Vorinstanz zu Recht als eine lange Zeit bezeichnet hat. Aus den dem Gericht vorliegenden Akten geht jedoch nicht hervor, dass er in die hiesigen Verhältnisse besonders verwurzelt wäre und sich im Falle einer Ausreise in seinen Heimatstaat Kosovo mit unüberwindlichen Schwierigkeiten konfrontiert sehen würde. Seine dort absolvierte Schulbildung und die in der Zwischenzeit erworbenen Berufskenntnisse werden ihm eine berufliche Integration vielmehr erleichtern, zumal er mit den dortigen Verhältnissen nach wie vor vertraut ist.