Citation: 2C_663/2019 E. 2.3.1

2.3.1. Der Kanton Zug bestreitet im bundesgerichtlichen Verfahren nicht, dass der Ort der tatsächlichen Verwaltung in der Steuerperiode 2015 im Kanton Zürich lag. Er beruft sich vielmehr auf die Verwirkung des Beschwerderechts der steuerpflichtigen Person und wirft dieser treuwidriges und damit rechtsmissbräuchliches Verhalten vor, das nicht zu schützen sei. Unbestritten ist, dass für den Zeitraum vom 23. Mai bis zum 31. Dezember 2015 eine aktuelle Doppelbesteuerung vorliegt. Das Verhalten der Steuerpflichtigen war allerdings höchst widersprüchlich (vorne E. 2.2.1) und offenkundig darauf ausgerichtet, von den günstigeren Steuerkonditionen des Kantons Zug zu profitieren. Im Veranlagungsverfahren des Kantons Zug verhielt sie sich, als ob der Ort der tatsächlichen Verwaltung tatsächlich dort läge, was - wie sie wissen musste - steuerrechtlich keinerlei Grundlage findet (vorne E. 2.2.2). Den Akten kann sachverhaltsergänzend entnommen werden (Art. 105 Abs. 2 BGG; vorne E. 1.5.1), dass die Steuererklärung des Kantons Zug am 1. November 2016 unterzeichnet wurde. Seit der Sitzverlegung vom 22. Mai 2015 (Sachverhalt, lit. A) waren mithin beinahe eineinhalb Jahre vergangen.