Citation: 6B_1318/2020 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer gibt zu seinen Lebensverhältnissen an, er lebe seit nunmehr 53 Jahren in der Schweiz. In dieser Zeit habe er immer gearbeitet und mit seinem Einkommen den Lebensunterhalt für sich und seine Familie bestritten. Zuvor sei er nie straffällig geworden. Sein Bruder und seine Schwester, zu denen er Kontakt pflege, würden in der Schweiz leben. Auch sein Sohn lebe hier, wobei er wegen familiären Differenzen den Kontakt zu diesem nicht mehr suche. Von seiner Ehefrau lebe er gerichtlich getrennt. Dennoch stünden sie in engem Kontakt zueinander. So habe die Ehefrau ihn beispielsweise an die vorinstanzliche Hauptverhandlung chauffiert und ihn während der zweijährigen Untersuchungs- und Sicherheitshaft wöchentlich besucht. Heute lebe die Ehefrau alleine in der Wohnung in U.________, die ihnen beiden gehöre. Er selbst habe in V.________ auf Vermittlung des Sozialamtes ein Zimmer zugewiesen erhalten. Die Ehefrau lebe zurückgezogen, während er sich regelmässig mit Kollegen treffe. Zur Heimat Italien bestünden nur noch schwache Verbindungen. Er habe keine Verwandten mehr dort; zu den Geschwistern der Ehefrau bestehe kein Kontakt. Hinsichtlich des Vorliegens eines schweren persönlichen Härtefalls macht der Beschwerdeführer geltend, dass der vorinstanzliche Schluss, wonach ihn eine Rückkehr nach Italien nicht vor besondere Probleme stellen würde und in sozialer und kultureller Hinsicht eine Reintegration ohne Weiteres gelingen dürfte, schon wegen seines Alters (Jahrgang 1946), seiner Gebrechlichkeit und seiner psychischen Verfassung nicht zutreffe. In der Schweiz habe er sich beruflich und sozial integriert. Nach Italien dagegen käme er als Fremder. Die getrennt von ihm lebende Ehefrau würde ihm die ihr gehörende Liegenschaft in Italien nicht zur Verfügung stellen. Was im Weiteren die öffentlichen Interessen an einer Landesverweisung betreffe, sei davon auszugehen, dass diese seine privaten Interessen an einem Verbleib in der Schweiz nicht überwiegen würden. Der vom Gutachter in Erwägung gezogene Rückfallgefahr sei entgegenzuhalten, dass er aus seiner zwei Jahre dauernden Haft seine Schlüsse gezogen habe. Er werde sich künftig wohlverhalten. Dabei werde ihm auch die nach Eintritt der Rechtskraft des vorinstanzlichen Urteils durchzuführende ambulante Massnahme helfen. Im Übrigen würde das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (Freizügigkeitsabkommen, FZA; SR 0.142.112.681) einer Landesverweisung entgegenstehen.