Citation: 8C_269/2017 E. 6.1

6.1. Dr. med. G.________ führte in seinem (von der Assistenzärztin mitunterzeichneten) Bericht vom 26. August 2015 aus, das Kniegelenk sei "nach der Operation" nie ruhiggestellt gewesen, der Beschwerdeführer habe 100 % als Automechanikerlehrling gearbeitet und weiterhin intensiv Fitness-Sport sowie Hip Hop-Tanz betrieben. Der Beschwerdeführer weist zu Recht auf die Tatsache hin, dass bisher keine Knieoperation erfolgt sei. Auch bezüglich des von Dr. med. G.________ erwähnten intensiven Betreibens von Hip Hop-Tanz und Fitness nach dem Unfall drängt sich die Frage auf, ob er seinen Patienten missverstanden hat. Denn demselben Bericht lässt sich auch entnehmen, dass der Versicherte seit dem Unfall vor zwei Monaten über ständige Schmerzen im linken Knie klage, welche bei bestimmten Beugebewegungen zunehmen würden; zudem trete beim Stehen ein Instabilitätsgefühl auf, bzw. der Unterschenkel knicke nach hinten ein. Wie insbesondere Hip Hop-Tanz nach dem Unfall noch möglich gewesen sein soll, wenn der Unterschenkel schon beim Stehen einknickte, wird in der fachärztlichen Stellungnahme nicht geklärt. Hingegen riet Dr. med. G.________ zu einem operativen Eingriff, wie im Übrigen auch der für eine Zweitmeinung konsultierte Dr. med. E.________. Bei einer solchen Knieinstabilität wäre ein intensives Hip Hop-Tanztraining oder Fitnesstraining jedenfalls schwer vorstellbar. Trotz dieser Ungereimtheit stellte Dr. med. D.________ allerdings in seiner ärztlichen Beurteilung vom 18. Dezember 2015 ohne Einschränkung auf die Angaben von Dr. med. G.________ ab und stufte - unter anderem auch mit Blick auf die vermeintliche Tatsache, dass der Versicherte nach dem Unfall weiterhin intensiv Hip Hop-Tanz und Fitness-Sport betrieben habe - eine hintere Kreuzbandruptur anlässlich des Motorradunfalls am 22. Juni 2015 als "sehr unwahrscheinlich" ein. In seiner Stellungnahme vom 15. Februar 2016 ging er ebenfalls davon aus, dass eine frische Kreuzbandruptur "mit Sicherheit" die Tätigkeit als Automechaniker-Lernender sowie das "weiterhin uneingeschränkte intensive Betreiben von Fitnesssport und Hip Hop-Tanz" verunmöglicht hätte; weder beruflich noch sportlich hätten aber offenbar relevante Einschränkungen bestanden.