Citation: 9C_347/2021 E. 3.2.3

3.2.3. Weiter rügt die Beschwerdeführerin einen Verstoss gegen den Anspruch auf rechtliches Gehör, weil die Vorinstanz ohne sie vorgängig anzuhören die Beschwerde mit der nicht zu erwartenden Begründung abgewiesen habe, bei ihrer Tätigkeit handle es sich nicht um eine selbständige Erwerbstätigkeit. Dem ist entgegenzuhalten, dass das Versicherungsgericht an die Begehren der Parteien nicht gebunden ist (Art. 61 lit. d ATSG) und die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 28. Oktober 2019 sowie im Einspracheentscheid vom 28. Februar 2020 auch in Erwägung zog, die Tätigkeit der Beschwerdeführerin als Liebhaberei einzustufen. Zudem stellte die Verwaltung in ihrer Vernehmlassung im kantonalen Verfahren eine Erwerbsabsicht der Beschwerdeführerin gänzlich in Frage. Das kantonale Gericht hat somit keine rechtlichen Begründungselemente herangezogen, mit deren Erheblichkeit die Parteien nicht zu rechnen gehabt hätten. Eine Gehörsverletzung durch die Vorinstanz liegt nicht vor.