Citation: 1B_197/2014 E. 3.2

3.2. Gemäss Art. 264 Abs. 1 StPO dürfen nicht beschlagnahmt werden, ungeachtet des Ortes, wo sie sich befinden, und des Zeitpunkts, in welchem sie geschaffen worden sind: a. Unterlagen aus dem Verkehr der beschuldigten Person mit ihrer Verteidigung; (...) c. Gegenstände und Unterlagen aus dem Verkehr der beschuldigten Person mit Personen, die nach den Artikeln 170-173 das Zeugnis verweigern können und im gleichen Sachzusammenhang nicht selber beschuldigt sind. Nach Art. 171 Abs. 1 StPO können Rechtsanwälte das Zeugnis über Geheimnisse verweigern, die ihnen aufgrund ihres Berufes anvertraut worden sind oder die sie in dessen Ausübung wahrgenommen haben. Wie dargelegt, waren in den sichergestellten Unterlagen keine vorhanden, die unter das Anwaltsgeheimnis fallen, insbesondere auch keine Verteidigerkorrespondenz. Der Beschwerdeführer 3 ist im vorliegenden Zusammenhang zudem selber beschuldigt. Dafür, dass die Strafuntersuchung gegen ihn rechtsmissbräuchlich eröffnet worden wäre, bestehen keine hinreichenden Anhaltspunkte. Dazu kann auf das im bundesgerichtlichen Urteil 1B_213/2014 vom 27. August 2014 (E. 3.3) Gesagte verwiesen werden, wo es um den Ausstand des Statthalters ging. Das Beschlagnahmeverbot nach Art. 264 Abs. 1 lit. a bzw. lit. c StPO greift somit nicht, weshalb auch insoweit einer Durchsuchung durch den Statthalter nichts entgegen steht.