Citation: 2C_456/2020 E. A

A.a. A.________ erwarb mit Kaufvertrag vom 5. August 2004 eine Parzelle in der Gemeinde U.________/VS. Dabei wurde eine Übertragung der Ausnützungsziffer auf die Nachbarzelle vereinbart. Mit Zusatzvereinbarung vom 13. August 2004 kamen die Vertragsparteien des Kaufvertrages überein, dass eine Rückübertragung der Ausnützungsziffer auf die Parzelle der Käuferin vorgenommen werde, sobald diese für den Ausbau ihres Hauses eine höhere Ausnützungsziffer benötige. Als A.________ in der Folge vom vereinbarten Recht auf Rückübertragung der Ausnützungsziffer Gebrauch machen wollte, weigerte sich der Verkäufer, die Rückübertragung vorzunehmen. Hierauf zog A.________ einen Anwalt bei und leitete ein Zivilverfahren ein. Nachdem der Anwalt mit Zwischenabrechnung vom 20. Juli 2015 A.________ Anwaltskosten von Fr. 7'425.-- fakturiert hatte, verpflichtete das Kantonsgericht Wallis den Verkäufer im entsprechenden Zivilverfahren mit Entscheid vom 17. Februar 2017, die Ausnützungsziffer unentgeltlich auf die Parzelle A.________s zurückzuübertragen. Dieser Entscheid erwuchs in Rechtskraft. A.b. Mit Veranlagungsverfügung vom 6. Oktober 2016 wurde A.________ (nachfolgend: die Steuerpflichtige) von der Steuerverwaltung des Kantons Wallis (nachfolgend: kantonale Steuerverwaltung) für die direkte Bundessteuer sowie die Staats- und Gemeindesteuern 2015 veranlagt. Dabei verweigerte die kantonale Steuerverwaltung den unter dem Titel Liegenschaftsunterhaltskosten geltend gemachten Abzug der erwähnten Anwaltskosten von Fr. 7'425.-- ebenso wie den Abzug einer geltend gemachten Spende.