Citation: 5A_740/2014 E. 6.2.3

6.2.3. Ob auf dem berechtigten Grundstück Nr. xxx ein Weg über den Rasen erkennbar ist, wie das die Beklagte anders als das Obergericht in tatsächlicher Hinsicht behauptet, ist rechtlich unerheblich. Entscheidend ist, dass das Wegrecht auf dem belasteten Grundstück als Dienstbarkeit eingetragen ist (BGE 135 III 496 E. 4.1 S. 499) und dass deren Ausübung auf dem belasteten Grundstück räumlich festgelegt ist (BGE 138 III 742 E. 2.1 S. 743). Auf dem berechtigten Grundstück braucht die Fortsetzung des Weges für dessen Bestand nicht erkennbar zu sein, zumal es dem Eigentümer des berechtigten Grundstücks aus dienstbarkeitsrechtlicher Sicht frei steht, wo und wie er über sein eigenes Grundstück geht oder fährt.