Citation: 2C_217/2024 E. 8.4

8.4. Ein gewichtiges privates Interesse ergibt sich weiter daraus, dass der Beschwerdeführer seit 30 Jahren hier lebt. Allerdings entspricht die Integration des Beschwerdeführers nur beschränkt seiner langen Anwesenheit. Zwar beherrscht der Beschwerdeführer die deutsche Sprache und ist insofern sprachlich integriert. Für eine weitere, über die Familie hinausgehende soziale Integration konnte die Vorinstanz jedoch keine Anhaltspunkte ausmachen. Vor allem aber ist der Beschwerdeführer wirtschaftlich in der Schweiz in keiner Weise integriert und weist mit Blick auf seine Straffälligkeit (vgl. Bst. A.g) auch in dieser Hinsicht ein Integrationsdefizit auf. Eine Wiedereingliederung in der Türkei dürfte dem Beschwerdeführer zwar nicht leicht fallen, aber sie ist möglich. Der Beschwerdeführer ist in der Türkei sozialisiert worden, beherrscht die Sprache, hält sich regelmässig in der Türkei auf und pflegt eine intakte Beziehung zu seiner in der Türkei lebenden Ursprungsfamilie, mithin zu seinem Vater, zu seinen drei Brüdern sowie seiner Schwester.