Citation: 1C_269/2024 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz hielt bereits mit Urteil vom 22. September 2022 fest, gemäss § 240 Abs. 1 PBG dürften durch Bauten, Anlagen, Bepflanzungen und sonstige Grundstücksnutzungen weder der Verkehr behindert oder gefährdet noch der Bestand und die Sicherheit des Strassenkörpers beeinträchtigt werden. Während die Verkehrserschliessungsverordnung des Kantons Zürich vom 17. April 2019 (VErV; LS 700.4) detaillierte Vorgaben für die Grundstücksnutzung im Bereich von Strassen und Einfahrten aufstelle, sei es der Baubehörde nicht verwehrt, Bauvorhaben im Falle einer Behinderung oder Gefährdung des Verkehrs direkt gestützt auf § 240 Abs. 1 PBG zu verweigern. Die am Augenschein aufgenommenen Fotos würden die von der Baubehörde und dem Baurekursgericht angeführte Gefährlichkeit der Terrassenbrüstung in ihrer aktuellen Ausführung insbesondere für auf dem Trottoir hinunterfahrende Kinder deutlich machen. § 26 Abs. 1 VErV beziehe sich auf Mauern und Einfriedungen und sei damit auf die zur Beurteilung stehende Terrassenbrüstung nicht anwendbar. Ohnehin behalte die Bestimmung ihrerseits die Verkehrssicherheit vor, die bei der gegenwärtigen Ausführung der Terrasse gerade beeinträchtigt erscheine. Die Vorinstanz schützte damit die Auffassung des Baurekursgerichts, die nachträgliche Baubewilligung sei (auch) mit Blick auf die Verkehrssicherheit zu verweigern. Im Zusammenhang mit der Verhältnismässigkeit der angeordneten Rückversetzung der Terrasse um 0,3 m führte die Vorinstanz aus, in der rechtskräftigen Stammbaubewilligung vom 3. Juni 2015 sei auflageweise statuiert worden, dass neben dem Trottoir ein Bankett von 0,3 m Breite auszubilden sei. Darauf habe der Beschwerdeführer bei der Ausführung der Terrasse verzichtet, wobei es sich nicht um eine geringfügige Abweichung vom bewilligten Zustand handle. Der Beschwerdeführer habe offenkundig bösgläubig gehandelt. So habe er die Terrasse bewusst im Widerspruch zur entsprechenden Auflage erstellen lassen, um nach wiederholten, unbeachtet gelassenen Aufforderungen, der Auflage Nachachtung zu verschaffen, um nachträgliche Bewilligung der bewilligungswidrigen Ausführung zu ersuchen. Die Rückversetzung der Terrassenbrüstung bzw. die Ausbildung des infrage stehenden Banketts sei ohne Weiteres geeignet, die von der Terrasse in ihrer aktuellen Ausführung ausgehende Unfallgefahr erheblich zu mindern. Der vom Beschwerdeführer als mildere Massnahme gemachte Vorschlag, im betreffenden Bereich einen Holzpoller vor der Terrassenecke anzubringen, ändere an der Gefährdung durch die am Trottoir stehende Baute kaum etwas. Nicht die eingeschränkte Sichtbarkeit der Terrasse, sondern die Aufprallgefahr stelle das Problem dar. Auch ein Aufprall auf den Holzpoller berge ein erhebliches Verletzungspotenzial. Im Übrigen bestehe nicht nur die Gefahr einer Kollision mit der Ecke der Brüstung, sondern mit der Brüstung selbst, deren Handlauf sich auf Kopfhöhe vorbeifahrender Kinder befinde. Folglich sei keine mildere Massnahme als die angeordnete Rückversetzung der Terrasse im betreffenden Bereich ersichtlich. Im Ergebnis würden die schwerwiegenden öffentlichen Interessen an der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands die privaten Interessen des bösgläubigen Beschwerdeführers an der Vermeidung des zumutbaren Aufwands für den bewilligungskonformen Umbau der eigenmächtig ausgeführten Terrasse klar überwiegen.