Citation: 8C_261/2022 E. 4.3.2

4.3.2. Im Lichte des dargelegten aktenkundigen Heil- und Behandlungsverlaufs (vorstehende E. 4.2) kann daher der Vorinstanz nicht gefolgt werden, soweit sie von fortdauernden Beschwerden ausging, die es erlaubten, das Krankheitsgeschehen über die jeweils leistungsfreie Zeit hinweg als Einheit anzusehen. Die Behandlung der Nackenbeschwerden mittels Physiotherapie konnte ein erstes Mal im November 1994 bei Schmerzfreiheit abgeschlossen werden und ein zweites Mal im November 1996 bei noch minimalen linksseitigen Beschwerden bei Belastung, nachdem diese im September 1995 im WK wieder aufgetreten waren. Es fehlen damit aktenkundige fortdauernde Beschwerden hinreichender Intensität während rund zehn Monaten (bis zur Geltendmachung weiterer Leistungen im September 1995) bzw. während rund eines Jahres (Behandlungsabschluss im November 1996 [mit einer manualtherapeutischen Konsultation im Januar 1997] und erneuten ärztlichen Behandlungen erst wieder im Dezember 1997). Eindeutige Brückensymptome, die zu Behandlungsbedarf oder Arbeitsunfähigkeit geführt hätten, sind in dieser Zeit demnach zu verneinen (vgl. Urteil 8C_522/2013 vom 23. September 2013 E. 3.2 und Urteil M 16/92 vom 5. April 1993 E. 4c).