Citation: 4A_150/2017 E. A

A.a. A.________ Ltd. (Beklagte, Beschwerdeführerin) ist eine Versicherungsgesellschaft mit Sitz in U.________. Sie ist im Bereich der Direkt- und Rückversicherung von Infrastrukturprojekten tätig. B.________ AG (Klägerin, Beschwerdegegnerin) ist eine Versicherungsgesellschaft mit Sitz in V.________. Sie ist in allen Versicherungssparten tätig. A.b. Die weltweit tätige Minengesellschaft C.________ SA beauftragte den Versicherungsmakler D.________, Versicherungsdeckung für ihre weltweiten Minenprojekte zu vermitteln; dabei sollten die Versicherungen in einer Masterpolice zusammengefasst werden. Zu diesem Zweck wandte sich D.________ an die Versicherungsgruppe E.________. C.________ SA betraute D.________ auch damit, für Rückversicherung hinter der E.________ zu sorgen. Ursprünglich hatte sich die Beklagte darum bemüht, als direkte Rückversichererin der E.________ zu dienen. Im Rahmen des von C.________ SA erteilten Mandats hatte D.________ angestrebt, durch Verhandlung eines Rückversicherungsvertrags zwischen der E.________ und der Beklagten für Rückversicherungsdeckung hinter der E.________ zu sorgen. Die Beklagte unterzeichnete zu diesem Zweck am 23. April 2010 eine Offerte mit Deckungszusage ("insurance slip") und am 29. April 2010 einen Vertragsnachtrag Nr. 1 ("contract endorsement no. 1"), der die Versicherungsbedingungen der E.________ ("E.________ Conditions") für anwendbar erklärte, die in Ziffer 7 eine Schiedsklausel zugunsten eines Ad hoc Schiedsgerichts mit Sitz in Zürich enthalten. Das Vorhaben, die Beklagte als Rückversichererin der E.________ einzusetzen, scheiterte jedoch in der Folge. Die E.________ lehnte die Beklagte nämlich als direkte Rückversichererin ab, da sie nicht über hinreichende Finanzkraft und Reputation verfüge. Nach dieser Ablehnung der Beklagten durch die E.________ wurde die Klägerin auf Vorschlag von D.________ hin als sog. Fronter, d.h. als unmittelbarer Rückversicherer des Direktversicherers, in die Vertragskette zwischen der E.________ und der Beklagten eingefügt. Zu diesem Zweck wandte sich D.________ an die Beklagte und forderte sie auf, im Hinblick auf die vorgeschlagene Versicherungslösung (d.h. mit der Klägerin als direkter Rückversichererin der E.________) die Vertragsdokumentation entsprechend anzupassen. In der Folge liess die Beklagte dem Versicherungsvermittler D.________ den von ihr am 4. Mai 2010 unterzeichneten Rückversicherungsvertrag (sog. "retrocession agreement" oder "Retrovertrag") zukommen, der (samt der entsprechenden Marktreferenznummer) weitgehend identisch ist mit der von ihr am 23. April 2010 unterzeichneten Offerte an die E.________, ausser dass unter dem Titel "reinsured" handschriftlich "B.________ AG, agreed additional 7.5% RI fronting cost" eingefügt und ausserdem die Prämie abgeändert wurde. Dieser Retrovertrag vom 4. Mai 2010 mit der Klägerin enthält unter anderem eine Gerichtsstandsklausel zugunsten der staatlichen Gerichte, wie sie in der bzw. den Originalpolice (n) der Direktversicherung umschrieben werden ("Each party agrees to submit to the jurisdiction of any court of competent jurisdiction within countries as defined in the Original policy[ies] and to comply with all requirements necessary to give such court jurisdiction."). Anschliessend bereitete D.________ einen im angefochtenen Entscheid als Vertragsnachtrag Nr. 2("contract endorsement no. 2") bezeichneten Nachtrag zum Retrovertrag vom 4. Mai 2010 zwischen der Klägerin (als Fronter) und der Beklagten (als Rückversichererin des Fronters) vor, den die Beklagte am 8. Juni 2016 unterzeichnete. Dass diese beiden Verträge zwischen den Parteien gültig abgeschlossen wurden, ist unbestritten. Der zwischen der E.________ (als Direktversichererin) und der Klägerin (als Rückversichererin) abgeschlossene Rückversicherungsvertrag enthält in Ziffer 7 der auf diesen Vertrag anwendbaren E.________ Conditions eine Schiedsklausel.