Citation: 7B_300/2023 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz erwägt im angefochtenen Entscheid, der Beschwerdeführer habe im Siegelungsantrag keine konkreten Siegelungsgründe angerufen, sondern nur ausgeführt, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich Anwaltskorrespondenz unter den sichergestellten Gegenständen und Unterlagen befinden würde. Er sei auch seiner Substanziierungsobliegenheit nicht nachgekommen. So habe er keinen Namen eines Rechtsanwalts oder einer Rechtsanwältin, mit dem bzw. der er korrespondiert haben soll, genannt und auch mit Bezug auf die angeblich auf dem Mobiltelefon befindlichen persönlichen Daten nur pauschale Ausführungen gemacht, anstatt genau bestimmte Informationen zu bezeichnen und aufzuzeigen, inwiefern diesbezüglich der Schutz seiner Persönlichkeit das Strafverfolgungsinteresse überwiegen soll. Anzumerken sei zudem, dass andere als in Art. 170 bis Art. 173 StPO genannte Zeugnisverweigerungsrechte (wie das Zeugnisverweigerungsrecht der Ehegattin gemäss Art. 168 Abs. 1 lit. a StPO) kein Beschlagnahmeverbot und damit auch kein Durchsuchungsverbot zu begründen vermöchten. Auch soweit der Beschwerdeführer schliesslich in eigenem Namen Geheimhaltungsinteressen Dritter anrufe, liege kein gültiger Siegelungsantrag vor.