Citation: 6B_1118/2022 E. 1.2.1

1.2.1. Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer in der Nacht vom 29. auf den 30. Juni 2016 zusammen mit drei Mitbeschuldigten und dem Beschwerdegegner 3 in dessen Wohnung Alkohol konsumierte. Im Verlauf begaben sich ein Beschuldigter und der Beschwerdegegner 3 in die nahegelegene Wohnung von dessen Schwester, der Beschwerdegegnerin 2, um Alkohol zu besorgen. Hierauf berichtete der Beschuldigte der Gruppe von seiner Begegnung mit der Beschwerdegegnerin 2. Kurze Zeit später soll der Beschwerdeführer in überwiegend auf sexueller Neugierde beruhender Absicht die Beschwerdegegnerin 2 in ihrer Wohnung aufgesucht haben. Er habe sie gegen ihren Widerstand ins Schlafzimmer geschoben und ihr die Pyjamahose gewaltsam ausgezogen. Nachdem er sich auf die Beschwerdegegnerin 2 gelegt und ihre Brust massiert habe, habe er versucht, mit seinem Penis vaginal in sie einzudringen, was aber nicht vollständig gelungen sei, da die Beschwerdegegnerin 2 zu stark verkrampft gewesen sei. In der Folge habe der Beschwerdeführer sie auf den Bauch gedreht und versucht von hinten vaginal in sie einzudringen, was ebenfalls aufgrund der Verkrampfung nicht gelungen sei. Die Beschwerdegegnerin 2 sei aus Angst wie versteinert und nicht mehr in der Lage gewesen, den Beschwerdeführer abzuwehren. Dieser habe dann von ihr abgelassen und sich selbst manuell befriedigt. Dabei habe er über die Beschwerdegegnerin 2 ejakuliert. Im Verlauf der hiervor geschilderten Ereignisse hätten die drei Mitbeschuldigten die Wohnung der Geschädigten betreten, die vom Beschwerdeführer vorgenommenen sexuellen Handlungen beobachtet. Anschliessend hätten sich die Mitbeschuldigten zur erstarrt und nackt auf dem Rücken liegenden Beschwerdegegnerin 2 begeben, worauf sich zunächst D.________ und direkt anschliessend E.________ an ihr vergangen hätten. Sie hätten versucht, vaginal und/oder anal in die Beschwerdegegnerin 2 einzudringen, was aufgrund von deren Verkrampfung nicht vollständig gelungen sei. E.________ habe sich ausserdem oral bis zum Erguss befriedigen lassen. Durch ihre gemeinsame Anwesenheit hätten die Beschuldigten eine Übermachts- und Zwangssituation geschaffen, wodurch sie die Geschädigte eingeschüchtert und in eine ausweglose Situation versetzt hätten. Namentlich habe auch der Beschwerdeführer, nachdem er seine sexuellen Handlungen an der Geschädigten beendet habe, durch sein für diese wahrnehmbares Verbleiben in der Wohnung bewusst dazu beigetragen, den Druck auf die Geschädigte und die bestehende Zwangssituation aufgrund der Übermacht der Beschuldigten aufrechtzuerhalten. Auf diese Weise hätten die Beschuldigten einander ermöglicht, sich an der ihnen erkennbar körperlich und kognitiv unterlegenen Beschwerdegegnerin 2 zu vergehen. Dies basierend auf einem gemeinsamen Tatentschluss, wobei jeder die sexuellen Handlungen der anderen gebilligt und zu deren Vornahme aktiv beigetragen habe.