Citation: 8C_764/2020 E. A

Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) sprach dem 1973 geborenen A.________ für die Folgen der Unfälle vom 19. August 1997 (Status nach Contusio capitis occipitalis bei Distorsion der Halswirbelsäule [HWS] mit persistierenden Zervikozephalgien, vegetativen sowie neuropsychologischen Funktionsstörungen) und vom 20. April 1999 (Status nach Heckkollision mit Distorsion der HWS und Exazerbation der vorbestehenden Beschwerden) gestützt auf eine Vergleichsvereinbarung vom 28. Juni/16. August 2005 ab 1. März 2005 eine Invalidenrente auf Basis eines Invaliditätsgrades von 33 % zu (Verfügung vom 15. September 2005). Nach den in den Jahren 2008 und 2013 von Amtes wegen eingeleiteten Rentenrevisionsverfahren teilte die Suva dem Versicherten jeweils mit, die Arbeitsfähigkeit und die Einkommensverhältnisse hätten sich nicht erheblich verändert, weshalb er nach wie vor Anspruch auf die Invalidenrente habe (Schreiben vom 25. Juli 2008 und 8. Oktober 2013). Im Rahmen eines weiteren von Amtes wegen am 1. November 2017 eingeleiteten Revisionsverfahrens stellte die Suva fest, dass der Versicherte bei mehreren Handelsgesellschaften Aufgaben wahrnahm. Dem daraufhin eingeholten Auszug aus dem Individuellen Konto war zu entnehmen, dass er seit 2012 neben der bekannten Erwerbstätigkeit bei der B.________ GmbH auch für eine andere Firma (C.________ GmbH) arbeitete. Mit Verfügung vom 12. Dezember 2017 eröffnete die Suva dem Versicherten, dass sie die Invalidenrente rückwirkend ab 1. Januar 2014 aufhebe und die seither erbrachten Rentenzahlungen im Umfang von Fr. 116'107.20 zurückfordere. Zur Begründung führte sie an, der Versicherte habe sie nicht darüber informiert, dass er auch bei der C.________ GmbH arbeitstätig gewesen sei, die ihm spätestens ab 2014 massiv höhere Löhne ausbezahlt habe. Die hiegegen erhobene Einsprache wies sie ab (Einspracheentscheid vom 10. April 2019).