Citation: 2C_562/2019 E. 4.3

4.3. Diese Argumentation der Beschwerdeführerin ist unbegründet. Es ist zwar zutreffend, dass die aufgrund der Bestimmungen zum Familiennachzug erhaltene Niederlassungsbewilligung gemäss Art. 34 Abs. 1 AIG grundsätzlich unbefristet und bedingungslos erteilt wurde. Dessen ungeachtet verkennt die Beschwerdeführerin, dass eine Niederlassungsbewilligung, die aufgrund von Falschangaben im Bewilligungsverfahren, namentlich beim Vorliegen einer Scheinehe, erteilt wurde, widerrufen werden kann (Art. 63 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 62 Abs. lit. a AIG). Eine auf diese Art erhaltene Niederlassungsbewilligung ist als ursprünglich fehlerhafte Verfügung anzusehen, was zur Folge hat, dass die betreffende Person durch den Widerruf in dieselbe Situation versetzt wird, in welcher sie sich vor der Erteilung befand (Urteil 2C_200/2017 vom 14. Juli 2017 E. 3.5.4; 2C_748/2014 vom 12. Januar 2015 E. 3.1). Die anschliessende erneute Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung fällt ausser Betracht, da der vorliegende Widerrufsgrund der Scheinehe dem ursprünglich geltend gemachten Anspruch auf Familiennachzug von vornherein entgegen stand und somit auch den Widerruf der Aufenthaltsbewilligung rechtfertigen würde (vgl. Urteil 2C_748/2014 vom 12. Januar 2015 E. 3.1). Im Ergebnis durfte die Vorinstanz davon ausgehen, die Niederlassungsbewilligung könne grundsätzlich widerrufen werden.