Citation: 2C_635/2021 E. 2.2

2.2. Das Kantonsgericht hat erwogen, der Beschwerdeführer könne sich nicht mehr auf ein Aufenthaltsrecht gestützt auf das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA; SR 0.142.112.681) berufen (vgl. E. 4 des angefochtenen Urteils). Er erfülle mit seinem andauernden Sozialhilfebezug den Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 lit. c AIG (SR 142.20; vgl. E. 5 des angefochtenen Urteils). Der Widerruf sei auch verhältnismässig. Der Beschwerdeführer sei im Alter von 27 Jahren in die Schweiz gekommen und lebe seit über achtzehn Jahren hier. Es könne davon ausgegangen werden, dass er über soziale Beziehungen verfüge, wobei allerdings keine besonders engen sozialen Bindungen geltend gemacht würden, die deutlich über eine gewöhnliche Integration hinausgingen. Beruflich sei er nicht integriert, nachdem er seit 2013 nicht mehr am Berufsleben teilnehme. Der Sozialhilfebezug müsse wegen der festgestellten Arbeitsfähigkeit von 80 % als schuldhaft qualifiziert werden. Auch nach der Verwarnung habe der Beschwerdeführer keine Bemühungen gezeigt, seine Situation zu ändern. Zwar wäre er bei einer Rückkehr in den Herkunftsstaat Wiedereingliederungsschwierigkeiten ausgesetzt, doch sei er in der Heimat sozialisiert worden und habe er sich auch in der Schweiz nicht wirtschaftlich integrieren können (vgl. E. 6 des angefochtenen Urteils).