Citation: U 26/07 28.01.2008 E. 5

5.1 Dr. med. N.________ hat in den Berichten vom 5. Juli und 6. September 2004 dargelegt, dass Angaben zur Wahrscheinlichkeit, als Passivraucher an einer chronischen Bronchitis zu erkranken, unter anderem in einer Publikation zur Sapaldia-Studie aus dem Jahre 1994, eine in der Schweiz durchgeführte, massgebende Studie zu Luftverschmutzung und Lungenkrankheiten bei Erwachsenen, gemacht werden. Darin werde für eine Person, welche mit mehr als drei Rauchern am Arbeitsplatz arbeite, bei einer Exposition von mehr als drei Stunden am Tag ein relatives Risiko ("odds ratio") von 2 (1,95) angegeben. Gemäss Angaben des Versicherten vom 31. August 2005 (vgl. auch Stellungnahme vom 19. Februar 2004) war er in den Jahren 1970 bis 1984 am Arbeitsplatz bei der Firma T.________ AG täglich mehr als drei Stunden, in den ersten fünf Jahren sogar über sechs Stunden dem Tabakrauch ausgesetzt gewesen. Ab 1993 waren die Räume der Firma T.________ AG weitgehend rauchfrei (vgl. Telefonnotiz der SUVA vom 3. März 2004). Gestützt auf die von Dr. med. N.________ erwähnte epidemiologische Studie ist der in Art. 9 Abs. 2 UVG vorausgesetzte qualifizierte Kausalzusammenhang (mindestens 75%ige Wahrscheinlichkeit) zwischen dem Passivrauchen und einer chronischen Bronchitis von vornherein auszuschliessen. Zu prüfen bleibt daher einzig, ob eine Berufskrankheit gestützt auf Art. 9 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Ziff. 1 des Anhangs I zur UVV (Liste der schädigenden Stoffe) zu begründen ist.