Citation: 1C_34/2018 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz erwägt mit Hinweis auf die einschlägigen kantonalen Normen, das streitbetroffene Gebäude sei im Kurzinventar der Baudenkmäler von kommunaler Bedeutung aufgeführt und sei der Spezialzone Spinnerei zugeordnet, welche die Erhaltung der kulturgeschichtlich bedeutsamen Bauten und Anlagen sowie deren Umgebung bezwecke (§ 15 Abs. 1 der vom Regierungsrat genehmigten Bau- und Nutzungsordnung der Gemeinde Turgi vom 24. November 1995 [BNO]). Um- und Ausbauten seien gemäss § 15 Abs. 4 BNO zulässig, soweit sie die charakteristische Bausubstanz nicht beeinträchtigen würden. Das hier zu beurteilende Verwaltungsgebäude der ehemaligen Spinnerei stehe unter kommunalem Substanzschutz. Nach § 23 Abs. 1 BNO dürften solche Gebäude nicht abgebrochen werden und seien zu unterhalten; innerhalb des bestehenden Bauvolumens dürften sie aus- und umgebaut werden, soweit dies dem Schutzziel nicht entgegenstehe. Da der Ersatz von Fenstern Auswirkungen auf das äussere Erscheinungsbild habe, sei dieser bewilligungspflichtig. Mit Hinweis auf die Stellungnahme des BVU, Abteilung Raumentwicklung, Fachstelle Ortsbild, Siedlung, Städteentwicklung, schloss die Vorinstanz sodann, die Befensterung präge die Erscheinung wesentlich mit und Kunststofffenster seien aufgrund ihrer Materialisierung bei vergleichbaren Substanzschutzobjekten nicht bewilligungsfähig. Obwohl bekannt sei, dass bereits vor dem Umbau Rafflamellenstoren am Gebäude vorhanden gewesen seien, seien diese nicht bewilligungsfähig, da im Rahmen des Fensterersatzes eine Verbesserung anzustreben sei. Die Vorinstanz erwägt weiter, auf dem mit dem Baugesuch vom 13. Juni 2012 eingereichten Fassadenplan seien die Fenster nicht mit roter Farbe eingezeichnet, weshalb deren Auswechslung nicht von der Bewilligung für den hier zu beurteilenden Umbau erfasst werde. Durch den Systemnachweis Energie vom 27. Juli 2012 seien die Kunststofffenster nicht genehmigt worden, da dieser im Gegensatz zum Energienachweis vom 25. Februar 2013 nicht mittels Verweis zum Inhalt der Baubewilligung geworden sei. Zudem handle es sich dabei um einen "nicht mehr gültigen Wärmedämmnachweis". Im Übrigen seien die eingebauten Fenster auch mit dem Energienachweis nicht bewilligt worden.