Citation: 7B_269/2022 E. 2.4.3

2.4.3. Die Einwände der Beschwerdeführerin sind unbegründet. Im Zeitpunkt, als der Beschwerdegegner 2 das umstrittene Schreiben verfasste, sah er sich mit einer Vertragspartnerin konfrontiert, die das Vertragsobjekt bereits nutzte, sich jedoch weigerte, den schriftlich unterbreiteten Pachtvertrag zu unterzeichnen (ob zu Unrecht oder zu Recht, sei dahingestellt) und die seiner darauffolgenden Aufforderung zur Räumung des Restaurants nicht nachkam. Seine anschliessenden Abklärungen ergaben, dass die Beschwerdeführerin in der Vergangenheit schon betrieben worden war, und zwar in vergleichbarer Konstellation, nämlich als Mieterin einer Immobilie. Dass die Betreibungen durch E.________ gemäss der Behauptung der Beschwerdeführerin in der Folge nicht fortgesetzt wurden, bedeutet sodann nicht, dass die Angaben von E.________ nicht plausibel oder gar unwahr wären. Weshalb solches der Fall sein sollte, zeigt die Beschwerdeführerin denn auch nicht auf. Dem Beschwerdegegner 2 kann deshalb nicht vorgeworfen werden, auf weitere Erkundigungen verzichtet zu haben. Dies gilt umso mehr, als der Adressatenkreis seines Schreibens beschränkt war und der Eingriff in die strafrechtlich geschützte Ehre der Beschwerdeführerin nicht besonders schwer wiegt. Demnach ist der vorinstanzliche Schluss, der Beschwerdegegner 2 habe die verbreiteten Tatsachen in guten Treuen für wahr halten dürfen, nicht zu beanstanden.