Citation: 2C_481/2018 E. 4

Gemäss Art. 43 Abs. 1 AuG haben ausländische Ehegatten und ledige Kinder unter 18 Jahren von Personen mit Niederlassung Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Der Anspruch auf Familiennachzug muss innert fünf Jahren geltend gemacht werden; beim Nachzug von Kindern über zwölf Jahren hat der Nachzug innert zwölf Monaten zu erfolgen (Art. 47 Abs. 1 AIG). Die Fünfjahresfrist gilt nach ständiger Rechtsprechung auch für den Ehegatten, und zwar auch dann, wenn er im Ausland für die Kinder gesorgt hat und später mit diesen in die Schweiz gelangen will (Urteil 2C_323/2018 vom 21. September 2018 E. 4.2.2 und 4.2.4, mit Hinweisen). Die Frist für Gesuche um Familiennachzug im Sinne von Art. 43 Abs. 1 AIG beginnt dabei grundsätzlich mit der Erteilung der Niederlassungsbewilligung oder der Entstehung des Familienverhältnisses zu laufen (Art. 47 Abs. 3 lit. b AIG); indessen läuft die Frist frühestens mit Inkrafttreten des Ausländergesetzes am 1. Januar 2008 (AS 2007 5489), sofern vor diesem Zeitpunkt die Einreise erfolgt oder das Familienverhältnis entstanden ist (Art. 126 Abs. 3 AIG). Ein nachträglicher Familiennachzug wird nur bewilligt, wenn wichtige familiäre Gründe geltend gemacht werden (Art. 47 Abs. 4 Satz 1 AIG).