Citation: 8C_757/2019 E. A

Mit Verfügung vom 19. Februar 2019 sprach die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) A.A.________, geboren 1948, eine Hinterlassenenrente (Witwenrente) zu. Die dagegen erhobene Einsprache, mit welcher die der Rentenberechnung zu Grunde liegende Höhe des versicherten Verdienstes beanstandet wurde, wies sie ab (Einspracheentscheid vom 12. Juni 2019). Mit Schreiben vom 13. Juni 2019 liess A.A.________ der Suva durch ihren Treuhänder unter Bezugnahme auf den Einspracheentscheid mitteilen, im Zusammenzug der AHV-pflichtigen Löhne fehle für das Jahr 2012 das Einkommen des verstorbenen B.A.________ aus selbstständiger Erwerbstätigkeit. Dieses Einkommen müsse für die Bemessung des versicherten Verdienstes mitberechnet werden. Der Treuhänder hielt weiter fest, das Schreiben sei "nicht als Beschwerde im Sinne vom Absatz "Rechtsmittel" aus dem Einsprache-Entscheid" zu betrachten. Vorerst werde um eine Stellungnahme zum Einkommen aus dem Jahr 2012 gebeten. Im Schreiben wurde ausserdem um eine kurze Empfangsbestätigung ersucht, damit eine allfällige Beschwerde gegen den Entscheid beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht rechtzeitig innert 30 Tagen seit Zustellung eingereicht werden könne. Am 10. September 2019 fragte der Treuhänder bei der Suva per E-Mail bezüglich des Schreibens vom 13. Juni 2019 nach. Dabei monierte er, dass er nach beinahe drei Monaten noch keine Antwort erhalten habe. In ihrer Antwort vom 11. September 2019 räumte die Suva ein, dass das erwähnte Schreiben versehentlich nicht an die zuständige Person weitergeleitet worden sei. Sie wies darauf hin, dass Einwände gegen den Einspracheentscheid direkt an das kantonale Versicherungsgericht weitergeleitet würden. Ohne anderslautenden Gegenbericht werde auch im vorliegenden Fall so verfahren. Nachdem der Treuhänder sein Einverständnis mit dem vorgeschlagenen Vorgehen erklärt hatte, leitete die Suva das Schreiben vom 13. Juni 2019 am 17. September 2019 dem Obergericht des Kantons Schaffhausen mit dem Hinweis weiter, die Beschwerde sei fälschlicherweise bei der Suva eingereicht worden.