Citation: 6B_600/2017 E. 5.1

5.1. Zur rechtlichen Würdigung erwägt die Vorinstanz, die Drohung im Sinne von Art. 285 Ziff. 1 StGB respektive die Androhung ernstlicher Nachteile müsse geeignet sein, den Betroffenen in seiner Entscheidungsfreiheit einzuschränken. Nicht wesentlich sei, ob der Adressat konkret in Angst oder Schrecken versetzt werde. Ebenso unwesentlich bleibe, ob die Täterschaft ihre Androhung wahrmachen wolle und ob sie dazu überhaupt in der Lage sei. Die Aufforderung der Beschwerdeführerin habe sich ganz allgemein an die Kantonspolizei Zürich als Behörde sowie an die namentlich erwähnten Polizeibeamten C.________ und B.________ gerichtet. Bei der verlangten Aufnahme eines Protokolls respektive der Entgegennahme einer Anzeige handle es sich um Amtshandlungen im Sinne der Strafbestimmung. Eine Drohung liege fraglos vor. Die verlangten Amtshandlungen seien nicht vorgenommen worden, weshalb es beim Versuch geblieben sei. Wäre davon auszugehen, dass keine Berufungsbeschränkung vorläge, wäre deshalb der erstinstanzliche Schuldspruch wegen versuchter Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte im Sinne von Art. 285 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB zu bestätigen. Dadurch werde die Drohung zum Nachteil von C.________ konsumiert, weshalb diesbezüglich ein Freispruch zu erfolgen habe (Entscheid S. 34 ff.).