Citation: 5A_411/2018 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin wirft dem Obergericht Willkür bei der Auslegung vor. Sie hält ihre Lesart (Abschluss des Projekts bzw. Zahlungspflicht erst bei Genehmigung der Pläne durch die Behörden) als die für sie einzig sinnvolle, was auch der Beschwerdegegnerin erkennbar gewesen sei. Nur Pläne, die genehmigt worden seien, hätten für sie einen Mehrwert. Willkürlich ist ein Entscheid nach konstanter Praxis nicht schon dann, wenn eine andere Lösung ebenfalls als vertretbar oder gar zutreffender erscheint. Willkür in der Rechtsanwendung liegt nur vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft; dabei ist erforderlich, dass der Entscheid nicht nur in der Begründung, sondern auch im Ergebnis willkürlich ist (BGE 140 III 16 E. 2.1 S. 18 f. mit Hinweisen). Entsprechendes gilt auch für die Willkür bei der Sachverhaltsfeststellung (BGE 140 III 264 E. 2.3 S. 266; 129 I 173 E. 3.1 S. 178; je mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin trägt nichts vor, was die Auslegung des Obergerichts als willkürlich erweisen könnte. Sie beschränkt sich vielmehr auf die Darstellung ihrer eigenen Rechtsauffassung. Insbesondere kann sie aus dem in die gedruckte Offerte eingefügten handschriftlichen Passus "nach einreichung der Baueingabe mit bestätigung der einreichung zu 100 %" nichts zu ihren Gunsten ableiten. Die Einreichung der Baueingabe ist offenkundig nicht dasselbe wie die Genehmigung der Baueingabe, und was eine Bestätigung der Einreichung zu 100 % sein soll, bleibt unklar. Auch aus ihrem E-Mail vom 15. Dezember 2016 kann sie nichts ableiten. Es ist unklar, auf welches Aktenstück sie sich bezieht. Sofern sie sich auf dasjenige E-Mail vom 15. Dezember 2016 bezieht, welches vom Obergericht erwähnt und behandelt worden ist (act. 3/4; oben E. 2), so findet sich darin entgegen ihren Behauptungen keine Textstelle, wonach nun die Rückmeldung der Baubehörden abgewartet werden müsse.