Citation: 4A_336/2014 E. 6.3

6.3. Vor allem aber hält auch die Hauptbegründung der Vorinstanz der bundesgerichtlichen Überprüfung stand. Entgegen der Kritik der Beschwerdeführerin durfte die Vorinstanz verlangen, dass sie konkrete Behauptungen zum Schaden aufstellte, der durch die vorgeworfene unrichtige Information über die unterschiedliche Gewichtung der Anlagesegmente verursacht worden sein soll. So gehört es zur Behauptungslast des geschädigten Kunden, der Schadenersatz einklagt, anzugeben, welchen Schaden er aus welcher Vertragsverletzung geltend macht (Hans Peter Walter, Prozessuale Aspekte beim Streit zwischen Kunden und Vermögensverwalter, ZSR 127/2008 I S. 99 ff., 111/112). Während die Beschwerdeführerin mit ihrem Hauptvorwurf geltend machte, sie hätte von einer Investition in den B.________ ARB EUR abgesehen, wenn sie über die Risiken aufgeklärt worden wäre bzw. wenn sie nicht eine unangemessene Empfehlung erhalten hätte, brachte sie mit dem hier interessierenden Vorwurf vor, sie habe in den B.________ ARB EUR investiert, weil sie wegen unrichtiger Information über die Unterschiede angenommen habe, er weise die tiefere Risikoexposition des B.________ ARB CHF auf. Die Vorinstanz ging bei dieser unterschiedlichen Zielrichtung der vorgeworfenen Pflichtverletzungen zutreffend davon aus, dass anders als beim Hauptstandpunkt nicht einfach angenommen werden könne, die Beschwerdeführerin hätte bei korrekter Information keine Investition getätigt (Passivhypothese). Die Behauptungen in der Klageschrift zur Hypothese, dass keine Investition getätigt worden wäre, waren daher zur Substanziierung des durch die hier interessierende Pflichtverletzung verursachten Schadens nicht sachdienlich. Die Vorinstanz hielt zutreffend fest, dass im vorliegenden Zusammenhang die Hypothese einer Investition in den B.________ ARB CHF im Vordergrund stand. Da jedoch jegliche Behauptungen dazu fehlten, wie hoch der Schaden dann ausgefallen wäre, liess die Vorinstanz diesen Standpunkt auch daran scheitern. Diese Erwägung ist bundesrechtlich nicht zu beanstanden.