Citation: 1P.726/2004 07.01.2005 E. 4

Wie soeben gesehen, ist das Ablehnungsbegehren offensichtlich unbegründet. Es ist daher nicht stossend, dass die Strafkammer das Ausstandsgesuch "gegen den Präsidenten der Strafkammer sowie sämtliche Richter und Gerichtsschreiber, die von dieser kurz angesetzten Frist Kenntnis hatten" selber beurteilt hat. Der Strafkammer ist denn auch nicht vorzuwerfen, dass sie das Ausstandsgesuch als gegen die gesamte Kammer gerichtet und damit als unzulässig erachtet hat, zumal keine Mitarbeiter namentlich genannt wurden (vgl. BGE 122 II 471 E. 3a S. 476; 105 Ib 302 E. 1b S. 303). Soweit die Beschwerdeführerin dieses Vorgehen als Verletzung gegen das Willkürverbot und als überspitzten Formalismus rügt, dringt sie nicht durch.