Citation: 9C_546/2017 E. 3.2.1

3.2.1. 3.2.1.1. Im angefochtenen Entscheid wurde der Wohnsitz des Beschwerdegegners in der Schweiz im Wesentlichen damit bejaht, dass der Beschwerdegegner und seine Ehefrau sich unbestrittenermassen seit ihrer Einreise in die Schweiz am 8. Juli 2016 ununterbrochen in Hünenberg, dem Wohnort ihrer Tochter und deren Familie, aufgehalten hätten. Die Ergänzung des Mietvertrags des Schwiegersohns beweise denn auch, dass der Beschwerdegegner und seine Ehefrau formell als Mitbewohner bestätigt worden seien und in einer Hausgemeinschaft mit Tochter, Schwiegersohn und Enkelkindern lebten. Dies werde dadurch erhärtet, dass der Briefkasten entsprechend neu beschriftet worden sei. Das Ehepaar habe zudem Prepaid-Handyverträge abgeschlossen und die Ehefrau habe bei einem anderen Krankenversicherer ebenfalls einen Antrag auf Aufnahme in die OKP gestellt. Ferner sei aktenkundig, dass das Ehepaar sich bemühe, eine längerfristige Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz zu erhalten. Auch wenn dem Gericht keine Beweise vorlägen, wonach der frühere Wohnsitz in China aufgegeben worden sei, dürfe angesichts dieser objektiven Umstände davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdegegner plane, bis auf Weiteres in der Schweiz zu bleiben. Allein die Tatsache, dass er hier über keine eigene Bankverbindung verfüge, vermöge daran nichts zu ändern, zumal er und seine Ehefrau bei ihrer Tochter und deren Ehemann wohnten und diese sowohl in ihrem Schreiben an die schweizerische Botschaft in Peking vom 8. Mai 2016 wie auch in ihrem Gesuch um Familiennachzug vom 6. September 2016 ausdrücklich zugesichert hätten, finanziell für sie aufzukommen. 3.2.1.2. In Bezug auf die Gründe für die Wohnsitznahme in der Schweiz führte die Vorinstanz aus, der Beschwerdegegner räume ein, ursprünglich nicht mit der Absicht dauernden Verbleibens in die Schweiz eingereist zu sein, sondern um hier eine medizinische Zweitmeinung bezüglich der festgestellten Leukämie einzuholen. Da der Beschwerdegegner die Diagnose indessen bereits Anfang 2015 erhalten habe, er aber direkt sieben Tage nach der Ankunft in der Schweiz bei PD Dr. med. B.________ vorstellig geworden sei, sich am 28. Juli 2016 nach Bestätigung der Diagnose durch denselben die Milz habe entfernen lassen und unmittelbar im Anschluss daran mit der Chemotherapie begonnen worden sei, deute doch Einiges darauf hin - so das kantonale Gericht im Weiteren -, dass die Einreise in die Schweiz auch zum Zweck einer längerdauernden medizinischen Behandlung und nicht nur zur Einholung einer ärztlichen Zweitmeinung erfolgt sei. So oder anders erscheine es jedoch vor dem Hintergrund der dem Beschwerdegegner in der Schweiz prognostizierten nurmehr kurzen Lebensdauer nachvollziehbar, dass er sich, wie von ihm geltend gemacht, jedenfalls spätestens in diesem Zeitpunkt dazu entschieden habe, die ihm verbleibende Lebenszeit bei seiner ihn sowohl moralisch wie finanziell unterstützenden Tochter und deren Familie zu verbringen und hier samt seiner Ehefrau Wohnsitz zu begründen. Zusammenfassend gelangte die Vorinstanz zum Ergebnis, dass die gesamten Umstände für eine Wohnsitznahme des Beschwerdegegners und seiner Ehefrau in der Schweiz sprächen.