Citation: 8C_794/2023 E. 5.3.4

5.3.4. Solche Zweifel müssen umso mehr bejaht werden, wenn die im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten Berichte der Hausärztin Dr. med. F.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin FMH, (vgl. auch Erstbericht vom 13. Juni 2022: Arbeitsunfähigkeit zu 100 % ab 18. April 2022 aufgrund psychischer Belastungssituation und Verdacht auf Erschöpfungsdepression) vom 19. Juni 2023, der Psychiatrischen Klinik H.________ vom 15. Juli 2023 und der Psychotherapeutin G.________ vom 17. August 2023 berücksichtigt werden. Die Vorinstanz bezeichnet den ersteren uneingeschränkt und die letzteren insoweit als relevant, als sie Rückschlüsse auf die Beurteilung im Verfügungszeitpunkt erlauben. Die Hausärztin beschreibt am 19. Juni 2023 eine persistierend schlechte psychische Situation auch nach Juni 2022. Im Eintrittsbericht der Psychiatrischen Klinik H.________ vom 15. Juli 2023 wird unter anderem von depressiven Schüben seit fünf Jahren berichtet. Die Psychotherapeutin G. ________ gibt ihrerseits in der soziobiografischen Anamnese ausgeprägte Auffälligkeiten sogar seit der Kindheit und neben den weiteren bekannten Diagnosen eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige bis schwere Episode bei deutlicher Antriebsstörung und Verlust von Alltagskompetenzen an und bestätigt die 100%ige Arbeitsunfähigkeit.