Citation: 5P.419/2002 20.01.2003 E. 2

Das Kantonsgericht hat R.________ als Betriebsangehörigen bzw. Versicherungsexperten der Beschwerdeführerin bezeichnet und ihr dessen Wissen angerechnet. Die Beschwerdeführerin zitiert die entscheidrelevanten Erwägungen aus dem angefochtenen Urteil (E. 4c und e S. 10 f.) und macht geltend, das Kantonsgericht habe das Wissen von R.________ fälschlicherweise ihr zugerechnet. Soweit das Kantonsgericht damit nicht Bundesrecht falsch angewendet habe oder nicht ein offensichtliches Versehen (i.S.v. Art. 63 Abs. 2 OG) vorliege, habe das Kantonsgericht Beweise willkürlich gewürdigt. Die Beschwerdeführerin belegt mit Aktenhinweisen, unter den Parteien sei weder im Schriftenwechsel noch im Beweisverfahren jemals strittig gewesen, dass es sich bei R.________ um einen Mitarbeiter der "A.________" und nicht der "B.________" handle, was sich auch aus dessen eigener Aussage ergebe. In dieser offensichtlichen und mit sachlichen Gründen nicht vertretbaren Aktenwidrigkeit erblickt die Beschwerdeführerin willkürliche Beweiswürdigung. Mit ihren Vorbringen begründet die Beschwerdeführerin ein offensichtliches Versehen im Sinne von Art. 63 Abs. 2 OG, dessen Voraussetzungen gerade dann erfüllt sein können, wenn - wie hier geltend gemacht - eine tatsächliche Feststellung des angefochtenen Urteils der übereinstimmenden Darstellung der Parteien sowie den Prozessbeilagen widerspricht (z.B. BGE 83 II 231 E. 2a/aa S. 235). Die entsprechende Versehensrüge, die mit der hier fraglos zulässigen eidgenössischen Berufung erhoben werden kann und erhoben wird (S. 6 Ziffer 2 der Berufungsschrift), schliesst die staatsrechtliche Beschwerde wegen Willkür in der Beweiswürdigung aus (Art. 84 Abs. 2 OG; vgl. BGE 96 I 193 E. 3 und 4 S. 197 ff.; Messmer/Imboden, Die eidgenössischen Rechtsmittel in Zivilsachen, Zürich 1992, Anm. 42 und 43 S. 213; seither: Urteile des Bundesgerichts 4P.232/1995 vom 4. Juni 1996, E. 4b (ausführlich), sowie 5P.457/2000 vom 20. April 2001, E. 5, und 4P.257/2000 vom 28. März 2001, E. 2). Zufolge ihrer Subsidiarität (Art. 84 Abs. 2 OG) kann auf die staatsrechtliche Beschwerde ebenso wenig eingetreten werden, was die Frage angeht, ob und inwieweit die Beschwerdeführerin sich das Wissen von R.________ anrechnen lassen muss. Sie wird durch das Bundesrecht beantwortet, dessen Verletzung wiederum mit der hier fraglos zulässigen eidgenössischen Berufung geltend zu machen ist und geltend gemacht wird (S. 5 ff. der Berufungsschrift).