Citation: 8C_384/2023 E. 3.1

3.1. Hinsichtlich der als Integritätsschaden geltend gemachten psychischen Einschränkungen liess die Vorinstanz die Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang offen und prüfte deren Adäquanz nach der Rechtsprechung zu den psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 133). Sie ging dabei - wie die Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid vom 28. August 2020 - von einem mittelschweren Unfall im engeren Sinne aus und erachtete von den relevanten Adäquanzkriterien höchstens dasjenige der besonders dramatischen Begleitumstände als erfüllt, jedoch in nicht besonders ausgeprägter Weise. Da der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und den geklagten psychischen Beschwerden mithin zu verneinen sei, so das kantonale Gericht, seien dafür keine Leistungen im Sinne einer Integritätsentschädigung zu erbringen. Ergänzend wies es darauf hin, dass - ausgehend von einem Unfall im mittleren Bereich - auch das für den Anspruch auf eine Integritätsentschädigung erforderliche Kriterium der Dauerhaftigkeit eines psychischen Integritätsschadens ohne nähere Abklärungen zu Art und Dauerhaftigkeit dieses Schadens zu verneinen wäre.