Citation: 1C_686/2021 E. 2.2

2.2. Der Beschwerdeführer bestreitet zunächst, dass Reflexionen der Photovoltaikanlage weit über 30 Stunden pro Kalenderjahr auftreten. Es sei nicht ersichtlich, worauf sich diese Aussage im Gutachten vogtpartner stütze. In der Antwort auf die ergänzenden Fragen vom 23. September 2019 verwies der Gutachter auf die vorausgegangene Simulationsbeurteilung, d.h. auf die Reflexionsstudie Basler & Hofmann. Diese hatte die möglichen Blendungen mittels geometrischer Berechnungen der Reflexionsstrahlen aufgrund der Anordnung der PV-Anlage, der Immissionsorte und einem Sonnenstandsdiagramm ermittelt und war zum Ergebnis gekommen, dass Reflexionen im Zeitraum Mai bis August auftreten. Das BAFU hat diese Berechnungen nachvollzogen und bestätigt, dass Blendungen über mehrere Monate im Jahr (Grössenraum Mai bis August) auftreten können. Diese Aussage stimmt mit den in den Akten liegenden Fotos der Beschwerdegegner überein, die Reflexionen ab dem 17. Mai und bis zum 3./4. August zeigen. Die vom Beschwerdeführer erwähnte Aussage des Fachmanns Hächler am Augenschein der Gemeinde vom 27. Mai 2015, wonach Ende Mai praktisch keine Reflexionen mehr aufträten, bezog sich ausdrücklich nur auf die Wohnung G.________ (Nr. 38) und nicht auf diejenige der Beschwerdegegner ("anders als bei der Familie C.________"). Auch aus der Eingabe der Beschwerdegegner vom 16. Juni 2021 lässt sich nichts Gegenteiliges ableiten: Darin wird lediglich ausgeführt, dass bei einem Augenschein Ende August/Anfang September keine Sonnenreflexion mehr zu beobachten wären. Unter diesen Umständen ist die Annahme des Verwaltungsgerichts, dass Reflexionen über mehrere Wochen und weit über 30 Stunden auftreten, keinesfalls wilkürlich.