Citation: 2C_4/2022 E. 6.3

6.3. Die dem verfahrensauslösenden Urteil zugrunde liegenden Delikte liegen bereits länger zurück und der Beschwerdeführer 1 ist seit September 2015 nicht mehr straffällig geworden. Der Beschwerdeführer 1 wurde in der Vergangenheit indessen wiederholt rückfällig, wobei die Schwere seiner Delinquenz zunahm: Das Urteil des Amtsgerichts Bucheggberg-Wasseramt vom 4. Juni 2018 stellt die bislang schwerste von zahlreichen strafrechtlichen Verurteilungen dar. Er ist ab 2001 bereits 15 Mal strafrechtlich in Erscheinung getreten (vgl. vorne lit. A.b) und wurde unter anderem schon einmal wegen qualifizierten Widerhandlungen gegen die Betäubungsmittelgesetzgebung zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt; damals fand man beim ihm rund 5,6 Kilogramm Kokaingemisch. Zwar datiert die zuletzt genannte Vorstrafe von 2006 und beging der Beschwerdeführer 1 mitunter Delikte, die weniger schwer wiegen. Gleichwohl liess er sich bislang durch die vielen strafrechtlichen Verurteilungen sowie eine ausländerrechtliche Verwarnung im Jahr 2011 nicht von weiterem straffälligem Verhalten abhalten (vgl. Urteil 2C_976/2020 Urteil vom 19. Oktober 2021 E. 5.4.2). Diese anhaltende und teils schwere Delinquenz lässt auf ein erhebliches aktuelles Rückfallrisiko schliessen. Erst seit seinem letzten und schwersten Delikt verhält sich der Beschwerdeführer über längere Zeit straflos. Wie die Vorinstanz zu Recht festhält, kann diesem Umstand im Rahmen der Beurteilung der Rückfallgefahr jedoch kein massgebliches Gewicht zukommen (vgl. BGE 139 II 121 E. 5.5.2; Urteile 2C_514/2020 vom 20. November 2020 E. 3.3.2; 2C_410/2018 vom 7. September 2018 E. 5.4.6) : Das verfahrensauslösende Strafverfahren war noch bis 2018 hängig; danach befand sich der Beschwerdeführer 1 von Juli 2019 bis September 2021 im Strafvollzug und er stand gleichzeitig unter dem Eindruck des ausländerrechtlichen Widerrufs- und Wegweisungsverfahrens. Die seit seiner bedingten Entlassung im September 2021 bis zum vorinstanzlichen Urteil vergangene Zeitspanne ist zu kurz, als dass sie die aktuelle Rückfallgefahr entscheidwesentlich infrage stellen könnte. Zudem dauert seine Probezeit noch bis zum 28. März 2023.