Citation: U 355/01 15.10.2002 E. 3

3.1 Im angefochtenen Entscheid ist sodann auch die Rechtsprechung zu dem für die Leistungspflicht des Unfallversicherers weiter vorausgesetzten adäquaten Kausalzusammenhang zwischen einem Unfall mit Schleudertrauma der HWS ohne organisch nachweisbare Funktionsausfälle und den hernach andauernden Beschwerden mit Einschränkung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit (BGE 117 V 359) zutreffend wiedergegeben, weshalb darauf verwiesen wird. 3.2 Ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf ist der Unfall vom 6. November 1993 im Rahmen der Einteilung, welche für die Belange der Adäquanzbeurteilung sowohl bei psychischen Unfallfolgen wie auch - analog - bei Unfällen mit Schleudertrauma der HWS vorzunehmen ist (BGE 117 V 366 Erw. 6a), entsprechend bisheriger Praxis (RKUV 1997 Nr. U 272 S. 175; Urteil B. vom 22. Mai 2002, U 339/01) dem mittleren Bereich an der Grenze zu den leichten Unfällen zuzuordnen. Ob der adäquate Kausalzusammenhang gegeben ist, beurteilt sich mithin anhand der in BGE 117 V 366 Erw. 6a aufgelisteten Kriterien. Dieser ist zu bejahen, wenn die einschlägigen Beurteilungskriterien in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sind (BGE 117 V 368 Erw. 6b), wobei auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten zu verzichten ist (BGE 117 V 367 Erw. 6a). In Anwendung dieser Rechtsprechung hat das kantonale Gericht die Adäquanz des Kausalzusammenhangs mit Recht bejaht. Es kann auf die entsprechenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden, von denen abzuweichen auch unter Berücksichtigung der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgebrachten Einwände kein Anlass besteht. Ob ein Unfall nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, eine (psychische) Gesundheitsschädigung herbeizuführen, beurteilt sich gestützt auf eine weite Bandbreite von Versicherten, worunter auch Versicherte fallen, welche im Hinblick auf die erlebnismässige Verarbeitung des Unfalles zu einer Gruppe mit erhöhtem Risiko gehören, weil sie aus versicherungsmässiger Sicht auf den Unfall nicht optimal reagieren (BGE 117 V 362 Erw. 5b). Falls die Beschwerdegegnerin somit für psychische Störungen anfälliger sein sollte, ist diese Prädisposition von der weiten Bandbreite der zu berücksichtigenden Versicherten erfasst. Die objektivierte Beurteilung der Adäquanz anhand der von der Rechtsprechung entwickelten Kriterien führt gerade dazu, dass die Notwendigkeit entfällt, nach anderen Ursachen zu forschen, welche die nach einem Schleudertrauma der HWS aufgetretenen Beschwerden möglicherweise mitbegünstigt haben könnten (BGE 117 V 366 Erw. 6).