Citation: 6B_739/2021 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erwägt, dass B.________ teilweise zwar neue Angaben zum Kerngeschehen mache, indes auch in den Gesprächsprotokollen eine auswegslose Situation schildere. Diese hätte sich zugespitzt, was der Beschwerdeführer aufgrund der Platzverhältnisse habe erkennen müssen und im zwangsweisen Schlucken des Ejakulats geendet habe. Dass sie anfänglich "mitgemacht" habe, ändere nichts daran, dass sie dem Beschwerdeführer ausdrücklich gesagt habe, keinen Sex zu wollen. Darunter falle nach allgemeinem Verständnis auch Oralsex. Auch aus ihren neuen Ausführungen gehe hervor, dass der Beschwerdeführer sie zunächst auf die Toilette gedrückt bzw. geführt habe. Sie habe wiederholt angegeben, Angst gehabt zu haben und es nicht mehr viele Optionen gegeben habe, ausser "mitzumachen". Dass sie angebe, sein Glied selbst in den Mund genommen zu haben, zeitige keinen wesentlichen Einfluss auf die Beurteilung des massiven sexuellen Übergriffs. Reine Spekulation sei, wenn B.________ davon ausgehe, dass der Beschwerdeführer bis ins Jahr 2009 nicht realisierte, was er gemacht habe. Sie habe erklärt, keinen Sex zu wollen; der Beschwerdeführer habe anlässlich der Berufungsverhandlung denn auch eingeräumt, ab etwa der Hälfte bzw. Mitte des Oralverkehrs gemerkt zu haben, dass B.________ diesen nicht wollte. Im Sinne einer Gesamtbetrachtung dürfe schliesslich nicht ausser Acht gelassen werden, dass begründete Anhaltspunkte dafür bestünden, dass die neuen Aussagen von B.________ nicht kollusionsfrei seien. Es lägen damit insoweit neue Tatsachen vor, als B.________ zu Beginn "wie willenlos" in eine auswegslose Situation geraten sei. Die Türe sei geschlossen gewesen und der Beschwerdeführer vor ihr gestanden. Sie habe sich gefügt, da ihr nichts anderes übrig geblieben sei. Sie habe dem Beschwerdeführer indes von Anfang an gesagt, keinen Sex zu wollen und auch, dass "dass sie nicht schlucken wolle", was er ignoriert und erzwungen habe. Es habe dem Beschwerdeführer klar sein müssen, dass sie angesichts der beengten Platzverhältnisse und weil er vor ihr gestanden sei, den Raum nicht ohne sein Zutun hätte verlassen können. Dass er die arglose B.________ mit einer List in den Personalbereich gelockt habe, sei vom Obergericht verschuldenserhöhend bewertet worden; ebenso das Erzwingen des Schluckens des Ejakulates. Aus den Aussagen von B.________ ergebe sich sodann, dass die Tat sie traumatisiert habe. An diesem Tatsachenfundament habe sich durch die neuen Aussagen nichts geändert. Ebenso wenig vermöchten diese das direktvorsätzliche Handeln des Beschwerdeführers in Frage zu stellen. Damit lägen keine neuen Tatsachen vor, die geeignet wären, die tatsächlichen Grundlagen des zur Diskussion stehenden Urteils massgeblich zu erschüttern. Ebenso wenig weise die vom Beschwerdeführer geltend gemachte (voraussichtliche) Veränderung der tatsächlichen Grundlagen die für eine Revision erforderliche Erheblichkeit auf, so dass deren rechtliche Relevanz im Hinblick auf die avisierte wesentlich mildere Strafe zu verneinen sei bzw. fehle es an der hinreichenden Wahrscheinlichkeit für ein wesentlich milderes Urteil.