Citation: 1C_269/2024 E. A

Mit Beschluss vom 3. Juni 2015 erteilte der Bauausschuss der Gemeinde Maur verschiedenen Bauherrschaften, darunter dem Verein A.________, die Baubewilligung für eine Wohnüberbauung mit sechs Mehrfamilienhäusern und einem Wohnheim mit Werkstätte in Binz. Als Auflage wurde in Dispositivziffer 1.5.8 namentlich Folgendes statuiert: "Der Bestandteil bildende Umgebungsplan der Baugesuchseingabe gilt lediglich als Übersichtsplan. Der detaillierte Umgebungsplan [...] ist unter Beachtung der Strassenabstands-Verordnung vom 19. April 1978 und der privatrechtlichen Bestimmungen des EG zum ZGB (§ 169 f.) nachzureichen, mit Angabe: [...] - des Banketts; gegenüber dem öffentlichen Grund ist ein horizontales Bankett von mind. 0.30 m auszubilden (gilt auch bei Stützmauern, toten Einfriedungen und Terrasse IBK) ". Diese Bewilligung blieb unangefochten. Anlässlich einer Zwischenkontrolle im Oktober 2018 und einer Nachkontrolle nach Abschluss der Bauarbeiten im Oktober 2019 wurde festgestellt, dass die unmittelbar an das Trottoir der Strasse Im Gütsch angrenzende Terrasse des Wohnheims auf dem Grundstück Kat.-Nr. 8714 die Auflage der Baubewilligung verletze, wonach gegenüber dem öffentlichen Grund ein Bankett von mindestens 0,3 m auszubilden sei. Am 13. Dezember 2019 forderte die damalige Abteilung Hoch- und Tiefbau den Verein auf, die Terrasse bis zum 31. Januar 2020 in Nachachtung dieser Auflage anzupassen. Mit Verfügung vom 3. März 2021 verweigerte die Abteilung Hochbau und Planung der Gemeinde Maur ein nachträgliches Baugesuch des Vereins, mit dem dieser um Bewilligung der Terrasse ohne Aussparung eines entsprechenden Banketts ersuchte, und ordnete die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands an. Einen dagegen gerichteten Rekurs des Vereins wies das Baurekursgericht des Kantons Zürich nach Durchführung eines Augenscheins mit Entscheid vom 1. Dezember 2021 ab. Das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich schützte diesen Entscheid mit Urteil vom 22. September 2022 (Verfahren VB.2022.00041). Während des hängigen Rekursverfahrens reichte der Verein bei der Gemeinde ein "Alternativgesuch zur Projektänderung Terrasse" ein. Die Abteilung Hochbau und Planung trat auf dieses Gesuch am 6. September 2021 nicht ein. Auch dagegen gelangte der Verein an das Baurekursgericht, welches das Alternativgesuch als Wiedererwägungsgesuch qualifizierte und den Rekurs gegen den Nichteintretensentscheid am 15. Dezember 2021 abwies. Dies bestätigte das Verwaltungsgericht mit Urteil vom 22. September 2022 (Verfahren VB.2022.00058). Gegen die beiden Urteile des Verwaltungsgerichts vom 22. September 2022 gelangte der Verein in der Folge an das Bundesgericht. Dieses hiess die Beschwerde mit Urteil 1C_633/2022 vom 27. September 2023 gut und wies beide Angelegenheiten zur Neubeurteilung an das Verwaltungsgericht zurück. Es gelangte zum Schluss, das Verwaltungsgericht habe sich in Verletzung des Gehörsanspruchs und der Begründungspflicht nicht hinreichend mit den Unzuständigkeitsrügen des Vereins auseinandergesetzt.