Citation: 9C_519/2022 E. 3.3

3.3. Ein polydisziplinäres Gutachten bezweckt, alle relevanten gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erfassen und die sich daraus je einzeln ergebenden Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit in ein Gesamtergebnis zu bringen. Der abschliessenden, gesamthaften Beurteilung von Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit kommt damit dann grosses Gewicht zu, wenn sie auf der Grundlage einer Konsensdiskussion der an der Begutachtung mitwirkenden Fachärzte erfolgt (BGE 143 V 124 E. 2.2.4; 137 V 210 E. 1.2.4). Ob sich die einzelnen aus mehreren Behinderungen resultierenden Einschränkungsgrade summieren und in welchem Masse, betrifft eine spezifisch medizinische Problematik und Einschätzung, von der das Gericht grundsätzlich nicht abrückt (Urteile 8C_483/2020 vom 26. Oktober 2020 E. 4.1; 9C_461/2019 vom 22. November 2019 E. 4.1). Ausserdem ist dem Ermessensspielraum der Experten Rechnung zu tragen (vgl. BGE 137 V 210 E. 3.4.2.3; Urteil 9C_385/2022 vom 2. November 2022 E. 3.3). In concreto legten die asim-Experten dar, dass sie die psychiatrisch begründete Einschränkung zur Hälfte als additiv zur neurologisch attestierten Einschränkung bewerteten. Anders als der Beschwerdeführer anzunehmen scheint, leuchtet denn auch nicht ein, weshalb Arbeitspausen, auch wenn sie somatisch begründet sind, nicht gleichzeitig auch in psychischer Hinsicht eine Erholung erlauben sollen.