Citation: 1B_270/2018 E. 5.4

5.4. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers kann die fehlende (vollumfängliche) Geständigkeit bei der Beurteilung der Kollusionsgefahr eine Rolle spielen, auch wenn sie, für sich allein genommen, eine solche nicht zu begründen vermag (Urteil 1B_483/2011 vom 6. Oktober 2011 E. 2.4 mit Hinweisen). Dies steht nicht im Widerspruch zu seinem Aussageverweigerungsrecht (Art. 113 StPO). Gestützt auf die Feststellungen im angefochtenen Entscheid ist von einem komplexen Fall und aufwändigen Untersuchungen auszugehen. Nebst anderen Drogen ist insbesondere von einer grossen Menge von Heroin die Rede. Dies verstärkt das öffentliche Interesse an einer von Beeinflussungsversuchen freien Sachverhaltsermittlung. Zudem ist bei Strafverfahren im Zusammenhang mit dem organisierten Drogenhandel die Kollusionsgefahr regelmässig besonders ausgeprägt (Urteile 1B_449/2015 vom 15. Januar 2016 E. 2.5; 1P.724/2003 vom 16. Dezember 2003 E. 2.3). Welche Rolle der Beschwerdeführer in den beiden von der Vorinstanzen erwähnten mutmasslichen Banden innehatte, ist Gegenstand der Untersuchung. Er hat insbesondere auch insofern ein erhebliches Interesse daran, auf weitere Beschuldigte oder auf Zeugen und Auskunftspersonen einzuwirken bzw. sich mit ihnen über das Aussageverhalten abzusprechen. Dass sich aus den abgehörten Gesprächen bisher keine konkreten Kollusionsversuche ergeben haben, ändert hieran nichts. Allerdings ist auch zu berücksichtigen, dass sich ein Teil der involvierten Personen in Haft befindet. Gemäss dem Entscheid des Zwangsmassnahmengerichts handelt es sich dabei um D.________, E.________, H.________ und G.________. Wie das Zwangsmassnahmengericht richtig erkannt hat, ist nicht einzusehen, wie der Beschwerdeführer auf diese Personen Einfluss nehmen könnte (vgl. Urteil 1B_257/2010 vom 25. August 2010 E. 2.5.1). Problematisch ist aber auch, dass das Kantonsgericht in Bezug auf B.________ und C.________, die sich im vorzeitigen Strafvollzug befinden, annimmt, es bestehe "ohne Weiteres" Kollusionsgefahr. Zum einen ist für den vorzeitigen Strafvollzug, auch wenn er in einer Strafanstalt erfolgt, grundsätzlich das Haftregime der Untersuchungs- bzw. Sicherheitshaft massgebend. Die für den ordentlichen Strafvollzug geltenden Vollzugserleichterungen können deshalb nach Massgabe der Erfordernisse des Verfahrenszwecks und gemäss den Notwendigkeiten, die sich aus dem besonderen Haftgrund der Kollusionsgefahr ergeben, beschränkt werden (vgl. Art. 236 Abs. 4 StPO; BGE 133 I 270 E. 3.2.1 S. 278 mit Hinweis). Zum andern ist der vorzeitige Strafvollzug ohnehin ausgeschlossen, wenn die Kollusionsgefahr so ausgeprägt ist, dass ihr ausserhalb der Untersuchungs- bzw. Sicherheitshaft nicht hinreichend begegnet werden könnte (Urteil 1B_449/2015 vom 15. Januar 2016 E. 2.3 mit Hinweisen). Im Ergebnis ist der angefochtene Entscheid dennoch nicht zu beanstanden, da sich ein weiterer Teil der involvierten Personen gemäss den Feststellungen der Vorinstanz auf freiem Fuss befindet. Insofern ist auch nicht davon auszugehen, dass der Kollusionsgefahr mit Ersatzmassnahmen begegnet werden könnte.