Citation: U 203/99 10.04.2000 E. 4

4.- Wie das kantonale Gericht zutreffend dargetan hat, ist durchaus glaubwürdig, dass die Versicherte vor dem 12. Mai 1996 keinerlei Rückenbeschwerden hatte. Es kann ihm allerdings insoweit nicht beigepflichtet werden, als es den Anspruch auf Versicherungsleistungen im Wesentlichen mit der Begründung verneinte, die auf die Osteoporose zurückzuführenden Wirbelkörperfrakturen träten mehr oder weniger spontan auf und könnten daher nicht als unfallkausal angesehen werden. Denn für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen Unfallereignis und eingetretenem Schaden genügt es, wenn dem Unfall neben dem unfallfremden Faktor die Bedeutung einer Teilursache zukommt (BGE 121 V 329 Erw. 2a, 119 V 338 Erw. 1 in fine, 117 V 360 Erw. 4b). Dabei ist unerheblich, ob eine ärztliche Behandlung früher oder später auch ohne Unfall notwendig geworden wäre. Auf Grund der vorhandenen medizinischen Unterlagen lässt sich nicht zuverlässig beantworten, ob das Unfallereignis eine Teilursache der seit 12. Mai 1996 auftretenden Rückenbeschwerden bildet. Weder der Hinweis des Dr. med. P.________ (vom 30. August 1996), wonach die Ursache der Deckplattenimpressionsfrakturen eine neu festgestellte Osteoporose sei, noch die Angaben des Dr. med. M.________ (vom 4. November und 23. Dezember 1996), es handle sich um krankhafte Frakturen und der Sturz dürfte eher nicht zur erheblichen Kompressionsfraktur LWK 2 geführt haben, geben Aufschluss darüber, ob sich der Gesundheitszustand (zumindest teilweise) bedingt durch das Unfallereignis massgeblich verschlechtert hat. Auch der Stellungnahme des Dr. med. Z.________ (vom 18. November 1996) kann nichts über allfällig vorhandene oder ausgebliebene Auswirkungen des Sturzes vom 12. Mai 1996 auf die Rückenbeschwerden entnommen werden. Das Arztzeugnis des Dr. med. B.________ (vom 31. Juli 1996), in welchem ohne weitere Begründung angegeben wird, es lägen ausschliesslich Unfallfolgen vor, ist schon deshalb nicht massgebend, weil es erstellt wurde, bevor das Osteoporoseleiden bekannt war.