Citation: 6B_76/2023 E. 1.4

1.4. Mit seinen Willkürrügen unterstellt der Beschwerdeführer der Vorinstanz Sachverhaltsfeststellungen, welche diese so nicht gemacht hat. Sein Vorbringen, es sei willkürlich, aus seiner Aussage, er habe in der Schweiz keine Nunchakus gefunden, abzuleiten, er habe nach den Nunchakus im Internet gesucht und so festgestellt, dass diese in der Schweiz verboten seien, erweist sich als haltlos. Die Vorinstanz wirft dem Beschwerdeführer nicht vor, im Internet nach einer Kaufmöglichkeit von Nunchakus in der Schweiz gesucht zu haben. Im Gegenteil, die Vorinstanz hält explizit fest, der Beschwerdeführer habe ausgesagt, auf Google nicht nach "Nunchakus Schweiz" gesucht zu haben. Folglich geht die Vorinstanz auch nicht davon aus, der Beschwerdeführer habe bei seiner Suche nach Nunchakus im Internet festgestellt oder feststellen müssen, dass man diese in der Schweiz ohne Bewilligung nicht legal erwerben kann. Die Vorinstanz wirft ihm einzig vor, sich nicht im Internet darüber informiert zu haben, ob man in der Schweiz Nunchakus (ohne Bewilligung) erwerben bzw. diese in die Schweiz einführen könne. Damit erweist sich auch der Einwand des Beschwerdeführers als unbehelflich, es habe nicht erstellt werden können, dass er in der Schweiz in einem Sportgeschäft auf das Verbot hingewiesen worden wäre, was die Vorinstanz nicht berücksichtige. Im Übrigen hat der Beschwerdeführer nie geltend gemacht, in einem Sportgeschäft in der Schweiz nach einem Nunchaku gefragt zu haben bzw. dass dort je die Sprache auf Nunchakus gekommen wäre. Somit stellte sich die Frage einer Orientierung durch einen Verkäufer über die Zulässigkeit in der Schweiz nicht. Unbegründet ist auch die Rüge, die Vorinstanz ziehe bei der Beantwortung der Frage der Vermeidbarkeit des Irrtums willkürlich und in Verletzung der Begründungspflicht den kulturellen Hintergrund des Beschwerdeführers nicht mit ein und stelle bloss darauf ab, dass er seit zehn Jahren in der Schweiz lebe und über eine Niederlassungsbewilligung verfüge. Die Vorinstanz berücksichtigt ausdrücklich den kulturellen Hintergrund des Beschwerdeführers und lässt nicht ausser Betracht, dass er aus einem Kulturkreis stammt, in welchem Nunchakus als Sportgeräte gelten. Dass sie unter anderem auch festhält, der Beschwerdeführer habe zum Tatzeitpunkt seit zehn Jahren in der Schweiz gelebt und über die Niederlassungsbewilligung verfügt, ist nicht zu beanstanden. Entgegen der Rüge des Beschwerdeführers berücksichtigt die Vorinstanz bei der Sachverhaltsfeststellung umfassend die für die Beantwortung der Frage der Vermeidbarkeit oder Unvermeidbarkeit des Rechtsirrtums massgeblichen Umstände und verfällt weder in Willkür noch verletzt sie ihre Begründungspflicht.