Citation: 6B_466/2022 E. 2.4.2

2.4.2. Soweit der Beschwerdeführer in subjektiver Hinsicht pauschal vorbringt, es deute nichts darauf hin, dass er sich der Gefährlichkeit seiner Fahrweise bewusst gewesen sei, rügt er damit die Feststellung einer inneren Tatsache, die vor Bundesgericht lediglich der Willkürprüfung unterliegt (E. 2.3.1). Inwiefern die Vorinstanz aufgrund seines Fahrverhaltens, den Orts-, Witterungs- und Strassenbedingungen sowie seiner Aussagen nicht hätte darauf schliessen dürfen, ihm habe der Kontrollverlust über sein Fahrzeug und die dadurch geschaffene erhebliche Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer und Fussgänger bewusst gewesen sein müssen, legt der Beschwerdeführer nicht hinreichend dar. Die Vorinstanz fährt fort, der Beschwerdeführer habe zumindest pflichtwidrig darauf vertraut, niemanden zu gefährden. So habe der Beschwerdeführer von Anfang an konstant erklärt, keine Fussgänger auf dem Trottoir gesehen zu haben. Indem der Beschwerdeführer bereits nahe der Kurvengrenzgeschwindigkeit die nasse Kurve in Kenntnis der örtlichen Verhältnisse befuhr und ausgangs der Kurve zusätzlich beschleunigte, legte er indes ein bedenkenloses Verhalten an den Tag, sodass bei Verlust der Kontrolle über das Fahrzeug aufgrund der konkreten Umstände ein erhebliches Risiko einer Kollision mit Fussgängern, verbunden mit der Möglichkeit schwerer Verletzungsfolgen, bestand. Wie die Vorinstanz zu Recht erwähnt, spitzte sich diese Gefahr mit Blick auf den Fussgänger D.________ auch zu. Dem Beschwerdeführer ist damit ein grobfahrlässiges Verhalten vorzuwerfen. Besondere Umstände, die das Verhalten subjektiv in einem milderen Licht erscheinen lassen, sind keine erkennbar. Der Beschwerdeführer handelte damit gegenüber den Interessen anderer rücksichtslos. Aufgrund dieser Erwägungen ist auch der subjektive Tatbestand von Art. 90 Abs. 2 SVG erfüllt. Der Schuldspruch wegen fahrlässiger grober Verletzung von Verkehrsregeln nach Art. 90 Abs. 2 SVG in Verbindung mit Art. 100 Ziff. 1 SVG, Art. 31 Abs. 1 und Art. 32 Abs. 1 SVG verletzt kein Bundesrecht.