Citation: 1B_288/2013 E. 2.2

2.2. Für die Annahme von Fluchtgefahr genügt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts die Höhe der zu erwartenden Freiheitsstrafe für sich allein nicht. Eine solche darf nicht schon angenommen werden, wenn die Möglichkeit der Flucht in abstrakter Weise besteht. Vielmehr müssen konkrete Gründe dargetan werden, die eine Flucht nicht nur als möglich, sondern als wahrscheinlich erscheinen lassen. Die Höhe der zu erwartenden Freiheitsstrafe kann immer nur neben anderen, eine Flucht begünstigenden Tatsachen herangezogen werden (BGE 125 I 60 E. 3a; 117 Ia 69 E. 4a; 108 Ia 64 E. 3; 107 Ia 3 E. 6). Dem Beschwerdeführer droht für den Fall einer Verurteilung eine empfindliche, möglicherweise mehrjährige Freiheitsstrafe. Er ist in der Türkei aufgewachsen und besucht sie regelmässig. Er könnte somit ohne grössere Schwierigkeiten bei seiner dortigen Verwandtschaft unterkommen; das ergibt sich im Übrigen auch daraus, dass er seinen Töchtern nach deren Aussagen schon angedroht hat, sie (für immer) in die Türkei zu bringen. Er verfügt zwar über die Niederlassung C, spricht aber nur schlecht Deutsch und verkehrt privat offenbar im Wesentlichen mit seiner hier lebenden Verwandtschaft. Im Falle einer Verurteilung wäre sein Bleiberecht in der Schweiz zudem ohnehin in Frage gestellt. Es ist damit nicht ersichtlich, was den Beschwerdeführer davon abhalten könnte, sich der weiteren Strafverfolgung in der Schweiz durch eine Flucht in seine Heimat zu entziehen. Die Vorinstanz hat Fluchtgefahr zu Recht bejaht.