Citation: 1C_166/2015 E. 1.3

1.3. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers sind diese Vorbringen im Lichte der auch bei Auslieferungen restriktiven Rechtsprechung nicht geeignet, einen besonders bedeutenden Fall darzutun. Gemäss konstanter Rechtsprechung zum massgebenden Art. 12 EAUe hat der Rechtshilferichter weder Tat- noch Schuldfragen zu prüfen und grundsätzlich auch keine Beweiswürdigung vorzunehmen. Er ist vielmehr an die Sachverhaltsdarstellung im Ersuchen gebunden, soweit sie nicht durch offensichtliche Fehler, Lücken oder Widersprüche entkräftet wird (BGE 133 IV 76 E. 2.2 S. 79 mit Hinweisen). Diesen Anforderungen genügt die Darstellung im Rechtshilfeersuchen. Art. 52 IRSG ist nicht anwendbar, zumal der Beschwerdeführer keinen Alibibeweis geltend macht. Die von ihm vorgebrachten Beweise zur Frage, ob das Opfer Zivilperson oder Kombattant war, werden vom Sachrichter zu würdigen sein. Der Beschwerdeführer bringt nicht substanziiert vor, weshalb aufgrund des Kontextes (bewaffneter Konflikt) im vorliegenden Fall erhöhte Anforderungen an das Rechtshilfeersuchen zu stellen wären (vgl. a.a.O., E. 2.3 S. 79 f. mit Hinweisen). Die Erwägungen im angefochtenen Entscheid stützen sich auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung und überzeugen. Darauf kann verwiesen werden (Art. 109 Abs. 3 BGG). Die angeblich zu erwartende willkürliche Rechtsanwendung durch das zuständige bosnische Gericht leitet der Beschwerdeführer aus dem Umstand ab, dass dieses in den Strafverfahren gegen zwei aufgrund desselben Sachverhalts Angeklagte fälschlicherweise angenommen habe, das Opfer sei eine Zivilperson gewesen. In dieser Hinsicht kann auf das bereits Ausgeführte zur Beweiswürdigung durch den Rechtshilferichter verwiesen werden. Die weiteren in diesem Zusammenhang behaupteten "massiven" prozessualen Fehler in den erwähnten Verfahren werden vom Beschwerdeführer nicht weiter substanziiert. Ob es bereits Rechtsprechung zur Auslieferung an einen bestimmten Staat gibt, ist schliesslich für die Frage des besonders bedeutenden Falls grundsätzlich nicht relevant. Rechtsfragen von grundsätzlicher Bedeutung stellen sich somit nicht. Auch sonst ist der Fall nicht von aussergewöhnlicher Tragweite. Für das Bundesgericht besteht daher kein Anlass, die Sache an die Hand zu nehmen.