Citation: I 97/03 27.02.2004 E. A

Der 1959 geborene A.________ war ab September 1990 als Schichtarbeiter bei der X.________ AG angestellt. Nachdem er wegen Rückenbeschwerden seit Dezember 1993 vollständig arbeitsunfähig gewesen war, löste die Arbeitgeberin das Anstellungsverhältnis per Ende August 1994 auf. Mit Gesuch vom 22. Dezember 1994 meldete sich A.________ bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle Luzern holte den Fragebogen für die Arbeitgeberin vom 4. Januar 1995 sowie den Bericht des Dr. med. B.________, Arzt für Allgemeine Medizin FMH, vom 6. Juni 1995 (mit beigelegtem Bericht des Spitals Y.________ von 15. März 1995) ein. Mit Verfügung vom 9. Januar 1996 sprach sie dem Versicherten die Kostenübernahme eines Intensivkurses der Deutschen Sprache zu. Nachdem A.________ dem Unterricht in der Sprachschule nicht folgen konnte, veranlasste die IV-Stelle eine medizinische und eine berufliche Abklärung (Gutachten der Medizinischen Abklärungsstelle [MEDAS] vom 23. Juni 1997 und Bericht der BEFAS, Berufliche Abklärungsstelle, vom 19. September 1997). Die Ärzte der MEDAS diagnostizierten eine andauernde somatoforme Schmerzstörung und depressiv-neurotische Entwicklung leichten Grades (chronifiziertes mehrheitlich nicht somatisch bedingtes Rücken-Bein-Schmerzsyndorm, Wirbelsäulenfehlhaltung/-statik, muskuläre Dysbalance). Die körperliche Schwerarbeit bei der X.________ AG sei dem Versicherten wegen der rheumatologischen Befunde nicht mehr zumutbar, eine leichte Tätigkeit ohne stereotypes Heben und Tragen von Lasten über 10 kg vermöge er im Umfang von 50 % auszuüben, wobei sich vorwiegend die psychopathologischen Befunde limitierend auswirkten. Die IV-Stelle sprach A.________ mit Wirkung ab 1. Dezember 1994 auf Grund eines Invaliditätsgrades von 100 % eine ganze und ab 1. September 1997 bei einem Invaliditätsgrad von 61 % eine halbe Invalidenrente nebst Zusatzrente für die Ehefrau und Kinderrenten zu (Verfügung vom 27. Januar 1998). Die hiegegen erhobene Beschwerde, mit welcher die Weiterausrichtung einer ganzen Rente beantragt wurde, hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern mit Entscheid vom 11. April 2000 insoweit gut, dass es die Verfügung vom 27. Januar 1998 aufhob und die Sache an die Verwaltung zurückwies, damit diese nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen neu verfüge. Dieser Entscheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Die IV-Stelle holte daraufhin den Bericht des Dr. med. B.________ vom 13. September 2000 sowie eine ergänzende Stellungnahme dieses Arztes vom 19. Februar 2001 ein und sprach dem Versicherten nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren eine halbe Invalidenrente (sowie eine Zusatzrente für die Ehefrau und Kinderrenten) ab 1. Dezember 1994 bei einem nach der Methode des Einkommensvergleichs ermittelten Invaliditätsgrad von 65 % zu (Verfügung vom 6. August 2001).