Citation: 2A.208/2003 11.09.2003 E. 3

3.1 Der Beschwerdeführer wurde wiederholt strafrechtlich verurteilt und hat namentlich aufgrund seiner Verurteilung wegen gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls den Ausweisungsgrund von Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG erfüllt. Insgesamt wurden ihm Freiheitsstrafen von 21 Monaten und 50 Tagen Dauer, also von knapp 23 Monaten auferlegt. Das Bezirksgericht Zürich wertete das Verschulden des Beschwerdeführers als "nicht mehr leicht", und das Strafgericht des Kantons Zug warf ihm "ein hohes Mass an krimineller Energie" vor. Trotz laufender Strafuntersuchung liess sich der Beschwerdeführer nicht von weiteren Delikten abhalten. Zwar liegen die Einbruchdiebstähle inzwischen bereits rund neun Jahre zurück, doch hat sich der Beschwerdeführer seither sowohl am 5. Dezember 1996 als auch am 12. März 2001 des Fahrens in angetrunkenem Zustand schuldig gemacht. Die Vorinstanzen billigen dem Beschwerdeführer wohl eine gewisse Stabilisierung zu, erachten aber seine berufliche und persönliche Zukunft angesichts der immer noch auftretenden Alkoholexzesse als ungesichert und gehen daher von einer das zu duldende Mass übersteigenden Gefahr für die öffentliche Ordnung aus. Diese Einschätzung ist nicht zu beanstanden, und es ist von einer weiterhin bestehenden Gefährlichkeit des Beschwerdeführers auszugehen, zumal er in seiner Beschwerdeschrift selber erwähnt, erneut in einem Strafverfahren zu stehen, wobei er das auf eine Strafe von 18 Monaten Gefängnis unbedingt lautende erstinstanzliche Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 25. März 2003 angefochten habe, weshalb dieses noch nicht rechtskräftig geworden sei. Im Übrigen versucht der Beschwerdeführer in seiner Beschwerdeschrift auch im Wesentlichen nur, seine Delinquenz zu erklären, vermag aber ausser dem angeblichen Willen, nicht mehr straffällig zu werden, nicht darzutun, dass er keine Gefahr für die öffentliche Ordnung und Sicherheit mehr darstellen würde. Sein allfälliges subjektives Bemühen um ein Wohlverhalten genügt jedoch für sich allein ohne entsprechenden Erfolg nicht und steht denn auch im Gegensatz zu den erneut begangenen Straftaten. 3.2 Der Beschwerdeführer lebt seit nunmehr rund elf Jahren in der Schweiz. Weder beruflich noch privat ist er besonders gut integriert, was allerdings auch auf seine unfallbedingte Behinderung zurückgeführt werden kann. Ein besonderer Grund, dass wegen dieser Invalidität ein Verbleiben in der Schweiz angezeigt wäre, ist jedoch nicht ersichtlich. Im Übrigen ist der Beschwerdeführer erst im Alter von 27 Jahren in die Schweiz gelangt und unterhält er intakte Beziehungen zu seiner eigenen Familie und zu derjenigen seiner Ehefrau im Heimatland, weshalb ihm eine Rückkehr dorthin zumutbar ist. 3.3 Die Ehefrau des Beschwerdeführers lebte als Kind ebenfalls in der Heimat und reiste 1970 im Alter von 18 Jahren in die Schweiz ein. Sie hält sich demnach seit über 30 Jahren hier auf. Trotz dieser langen Aufenthaltsdauer erscheint eine Rückkehr aber nicht als unzumutbar, kennt sie die Verhältnisse in der Heimat doch von ihrer Jugend her und pflegt sie ebenfalls gute Beziehungen zur eigenen Familie und zu derjenigen des Beschwerdeführers. Unter diesen Umständen durfte die Vorinstanz mit Recht davon ausgehen, dass es im vorliegenden Fall nicht den Ausschlag geben kann, dass die Ehefrau im Zeitpunkt des Eheschlusses darauf vertrauen durfte, die Beziehung in der Schweiz zu leben, was sie im Übrigen zunächst - bis die Straffälligkeit des Beschwerdeführers ein nicht mehr zu duldendes Mass erreichte - ja auch ohne weiteres konnte. Soweit der Beschwerdeführer bis zu einem gewissen Masse auf die persönliche Unterstützung der Ehefrau angewiesen ist, wie er behauptet, wird es gegebenenfalls an den Eheleuten liegen, ihre künftige Lebensgestaltung darauf auszurichten, auch wenn die Ehegattin nicht vorrangig in ihre Heimat zurückkehren möchte. 3.4 Heikler ist die Ausgangslage bei den beiden Kindern. Die Söhne des Beschwerdeführers sind hier geboren, aufgewachsen und eingeschult und heute elf und knapp zehn Jahre alt. Mit der Vorinstanz ist von einer gewissen Verwurzelung in der Schweiz sowie von der Massgeblichkeit von Beziehungen ausserhalb des familiären Umfelds auszugehen. Indessen sprechen die Kinder neben Deutsch auch Serbokroatisch. Eine allfällige Ausreise nach Serbien-Montenegro ist für sie demnach mit Härten und mit der Gefahr einer gewissen Entwurzelung verbunden; insgesamt erscheint sie deshalb nicht unproblematisch, aber doch noch als zumutbar. 3.5 Der angefochtene Entscheid erweist sich daher als verhältnismässig und verstösst nicht gegen Bundesrecht.