Citation: 8C_149/2021 E. 4.1

4.1. Das kantonale Gericht verneinte die sachliche Gebotenheit der unentgeltlichen Verbeiständung für das Verwaltungsverfahren im Wesentlichen mit der Begründung, dass sich keine schwierigen rechtlichen oder tatsächlichen Fragen stellten. Damit seien auch keine Gründe ersichtlich, weshalb eine soziale Institution resp. - wie im vorangehenden Verwaltungsverfahren - die Sozialbehörde nicht in der Lage hätte sein sollen, die Interessen des Beschwerdeführers in genügender Weise zu vertreten. Beanstandungen im Zusammenhang mit der seit der Praxisänderung eingeführten Indikatorenprüfung und Würdigung der einzelnen Kriterien liessen sich nunmehr bei fast allen psychischen Leiden anführen, vermöchten aber den Ausnahmecharakter der Notwendigkeit einer anwaltlichen Vertretung nicht zu begründen. Auch die Beweiswertigkeit könne im Prinzip in jedem Fall vorgebracht werden. Wäre dies ausreichend, liefe dies drauf hinaus, dass der Anspruch auf unentgeltliche Verbeiständung in praktisch allen Verfahren bejaht werden müsste, in denen ein medizinisches Gutachten nach gerichtlicher Rückweisung im wieder aufzunehmenden Verwaltungsverfahren veranlasst werde, was der Konzeption von Art. 37 Abs. 4 ATSG widersprechen würde.