Citation: 1P.804/2006 29.03.2007 E. A

Am 6. April 2000 reichte X.________ Strafanzeige ein gegen Y.________ wegen Veruntreuung und Amtsmissbrauchs, eventuell Betrugs. X.________ warf Y.________ vor, dieser habe sich als Notar bei der Teilung von zwei Nachlassen unrechtmässig Gelder angeeignet. Mit Verfügung vom 19. April 2000 trat die Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau auf die Strafanzeige nicht ein. Am 2. Juni 2000 hob das Obergericht des Kantons Aargau (Beschwerdekammer in Strafsachen) die Verfügung der Staatsanwaltschaft auf und wies diese an, die Strafanzeige an die Hand zu nehmen. Nach durchgeführter Untersuchung stellte die Staatsanwaltschaft das Strafverfahren am 14. März 2003 ein. Die von X.________ dagegen erhobene Beschwerde hiess das Obergericht am 3. Juli 2003 gut. Es hob die Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 14. März 2003 auf und hielt diese an, das Verfahren im Sinne der Erwägungen zu ergänzen. Das Bezirksamt Baden führte in der Folge weitere Einvernahmen mit Y.________ durch und nahm zusätzliche Abklärungen vor. Mit Verfügung vom 28. Juli 2006 stellte die Staatsanwaltschaft das Strafverfahren erneut ein. Sie kam (S. 15) zum Schluss, Y.________ habe die Erben nie benachteiligen oder schädigen wollen. Allfällige Sorgfaltspflichtverletzungen habe er nicht gewollt, schon gar nicht damit zusammenhängende Schädigungen der Erben. Er sei auch jederzeit in der Lage (gewesen), allfällige Schäden zu ersetzen. Die in der Untersuchung festgestellten Unstimmigkeiten seien zivilrechtlich zu bereinigen. Straftatbestände des Vermögensstrafrechts seien nicht erfüllt. Die von X.________ dagegen erhobene Beschwerde wies das Obergericht mit Entscheid vom 31. Oktober 2006 ab.