Citation: 8C_537/2018 E. 4.3

4.3. Das kantonale Gericht prüfte zunächst, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht davon ausgegangen sei, der Fallabschluss sei per Ende Oktober 2012 formlos erfolgt und mangels dagegen erhobener Beschwerde in Rechtskraft erwachsen. Es kam zum Schluss, dass nach Treu und Glauben bei der vorliegenden Ausgangslage, insbesondere unter Berücksichtigung des auf eine umfassende medizinische Abklärung zielenden Begutachtungsauftrags nicht davon ausgegangen werden könne, die Einstellung der Taggelder per Ende Oktober 2012 sei akzeptiert worden. Vielmehr habe der Beschwerdeführer damit rechnen dürfen, dass nach Erstellung des Gutachtens neu über sämtliche Ansprüche entschieden werde. In der Folge - so die Vorinstanz weiter - sei die Frage eines Taggeldanspruchs, inklusive des Fallabschlusses, im hier streitigen Zeitraum grundsätzlich frei zu prüfen und nicht allein unter dem Aspekt des Rückkommenstitels (Wiedererwägung bzw. Revision [Art. 53 ATSG]), wie dies bei einem unwidersprochen gebliebenen formlosen Fallabschluss der Fall wäre.