Citation: U 406/06 22.10.2007 E. 3

Streitig und zu prüfen ist zunächst, ob die Beschwerdeführerin über den von der Vorinstanz bestätigten Fallabschluss per 2. Dezember 2003 hinaus an einem Gesundheitsschaden leidet, welcher in einem anspruchsbegründenden natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 26. September 2001 steht. 3.1 Dem Bericht der Klinik F.________ vom 14. Januar 2004 ist zu entnehmen, dass sich der Gesundheitszustand der Versicherten zum 2. Dezember 2003 stabilisiert hat. Diese Feststellung steht auch im Einklang mit den übrigen medizinischen Akten. Insbesondere ist zu beachten, dass auch der Neurologe Dr. med. R.________ in dem von der Beschwerdeführerin mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ins Recht gelegten Bericht vom 23. August 2006 davon ausgeht, bei der Versicherten sei der Endzustand erreicht bzw. eine wesentliche Besserung nicht mehr zu erwarten. Dieser Arzt, welcher die Beschwerdeführerin lediglich im März 2002 und im August 2006 untersuchte, äusserte sich jedoch nicht zum Zeitpunkt des Erreichens des Endzustandes. Somit ist auf die Ansicht der behandelnden Ärzte der Klinik abzustellen, welche die Versicherte aufforderten, sich für die Zeit nach dem Klinikaufenthalt ab dem 2. Dezember 2003 eine 100%ige Arbeitsstelle als Grafikerin oder in einem verwandten Bereich zu suchen. Gemäss den Angaben von Dr. med. M.________ vom 30. Januar 2004 meldete sich die Beschwerdeführerin in der Folge auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle als Grafikerin beim zuständigen regionalen Arbeitsvermittlungszentrum an. 3.2 Die Vorinstanz hat das Ereignis vom 26. September 2001 zu Recht als leichten Unfall qualifiziert (vgl. dazu RKUV 2003 Nr. U 489 S. 357 E. 4.2 S. 360 [U 193/01] mit weiteren Hinweisen; Urteil U 206/06 vom 17. Juli 2006, E. 2.1). Die Beteiligten zogen die Polizei nicht an den Unfallort bei. Die Versicherte hat im Beisein ihres Rechtsvertreters gegenüber der Schadeninspektorin der Allianz bestätigt, dass die beiden beteiligten Fahrzeuge keine Beschädigungen aufwiesen. Laut der durch die Haftpflichtversicherung der Unfallverursacherin in Auftrag gegebenen Unfallanalyse betrug die kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung (Delta-v) am Auto der Beschwerdeführerin zwischen etwas mehr als null und maximal rund neun Kilometer pro Stunde. Zudem sind unmittelbar nach dem Unfall nur geringe Beeinträchtigungen aufgetreten (lediglich Nackenbeschwerden und Schwindel ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit). Schliesslich bleibt anzumerken, dass die Versicherte ihren Hausarzt Dr. med. H.________ am 28. September 2001 nicht in erster Linie wegen des Auffahrunfalls, sondern wegen eines anderen gesundheitlichen Problems aufgesucht hat. 3.3 Gemäss der in Erwägung 2 erwähnten Rechtsprechung ist der Kausalzusammenhang zwischen einem leichten Unfall und organisch nicht nachweisbaren Gesundheitsstörungen, welche zum typischen Beschwerdebild eines HWS-Traumas gehören, regelmässig zu verneinen. Anders wäre lediglich zu entscheiden, wenn der Unfall unmittelbare Folgen von einer gewissen Schwere verursacht hätte. Solche sind vorliegend nicht ersichtlich. Es ist insbesondere festzuhalten, dass der Beschwerdeführerin erstmals ab dem 16. Dezember 2002 - mithin mehr als ein Jahr nach dem Unfall - eine Arbeitsunfähigkeit bescheinigt wurde. Tritt eine solche erst mehr als zwölf Monate nach dem Unfallereignis auf, so kann sie nicht mehr als unmittelbare Folge des Ereignisses betrachtet werden. Es braucht daher vorliegend nicht geprüft zu werden, ob das Erfordernis der langen Dauer der Arbeitsunfähigkeit erfüllt wäre. 3.4 Soweit die Versicherte nach dem 2. Dezember 2003 noch an gesundheitlichen Beschwerden litt, waren diese nicht adäquat kausal durch das Ereignis vom 26. September 2001 verursacht. Somit entfällt eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin, wobei offen bleiben kann, inwieweit zwischen dem Ereignis und den Beschwerden ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht (vgl. SVR 1995 UV Nr. 23 E. 3c [U 183/93]). 3.5 Damit ist nicht zu beanstanden, dass die Allianz mit Verfügung vom 4. November 2004 ihre Leistungen rückwirkend per 2. Dezember 2003 eingestellt hat (vgl. auch BGE 133 V 57).