Citation: 6B_14/2020 E. 3.4.2

3.4.2. Die Rügen des Beschwerdeführers erweisen sich als unbegründet. Die Vorinstanz geht zu Recht davon aus, dass das Schriftgutachten kein revisionsrechtlich erhebliches neues Beweismittel ist. Zwar wurde es erst am 7. Mai/9. Juli 2019 erstellt und lag dem Gericht im Urteilszeitpunkt somit noch nicht vor. Es handelt sich aber um ein sprachwissenschaftliches Gutachten über Texte der Staatsanwälte B.________ und C.________ aus den Jahren 2009 sowie 2010. Dem Beschwerdeführer wäre es möglich gewesen, ein solches Gutachten bereits vor Verfahrensabschluss in Auftrag zu geben und vorzubringen. Irrelevant ist, ob ihm die Möglichkeit, Schriftgutachten erstellen zu lassen, erst nach Abschluss der Strafverfahren bewusst geworden ist. Aus der Prozessgeschichte ergibt sich, dass er schon seit Jahren von der Befangenheit des fallführenden Staatsanwalts überzeugt ist. Für eine solche Befangenheit konnten alle involvierten Instanzen keine Anhaltspunkte erkennen. Der Beschwerdeführer hat in mehreren Verfahren zu dieser Frage die Möglichkeit gehabt, Beweise einzureichen und Beweisanträge zu stellen. Selbst wenn ihm die Möglichkeit, Schriftgutachten erstellen zu lassen, erst nach rechtskräftigem Abschluss des Verfahrens bekannt geworden wäre, ändert dies nichts daran, dass diese Form von Gutachten nicht erst neuerdings existiert. Auch der Beschwerdeführer macht keine neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse geltend, sondern zitiert in seiner Beschwerde ein Werk über probabilistische Schlussfolgerungen in Schriftgutachten aus dem Jahr 2004. Das Revisionsverfahren dient nicht dazu, prozessuale Nachlässigkeiten auszugleichen.