Citation: U 61/07 11.10.2007 E. 3

Der Rechtsstreit dreht sich um die Frage, ob der Vorfall vom 14. März 2005, bei welchem K.________ nach einer harten Landung sich den Rücken verletzte, als Unfall zu qualifizieren ist und die Beschwerdeführerin Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung hat. Zu den schwierigsten Flugmanövern im kommerziellen Luftverkehr gehören Start und Landung. Beim Landen gilt es, das Flugzeug durch Reduktion der Geschwindigkeit innerhalb der Rollbahn zum Stillstand zu bringen und damit eine hohe kinetische Energie zu vernichten (RKUV 2005 Nr. U 545 S. 212). Beim Ereignis vom 14. März 2005 ist dies planwidrig infolge einer verspäteten Landeerlaubnis nur zum Teil gelungen, indem der Pilot das Flugzeug zwar innerhalb der Touch down-Zone hart aufsetzte, jedoch noch rechtzeitig zum Stehen brachte. Eine solche Landung gehört im Lebensbereich einer Flugbegleiterin zum Alltäglichen und Üblichen. Erst wenn bei der Landung die Gefahr eines Überrollens der Fahrbahn besteht, weil etwa das Flugzeug nicht innerhalb der Touch down-Zone landet oder durch andere Umstände abgetrieben wird, kann dies nicht mehr als alltäglich und üblich qualifiziert werden (RKUV 2005 Nr. U 545 S. 212). Vorliegend setzte der Pilot die Maschine bei guten Wetterverhältnissen überraschend hart auf. Wie die Beschwerdegegnerin jedoch selbst ausführt, ist das harte Aufsetzen bei Landungen in Y.________ üblich und sogar notwendig. Eine solche Landung, die ansonsten im geregelten Rahmen verlief, erfüllt weder das Kriterium der Plötzlichkeit des Vorfalls noch dasjenige der Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors, weshalb kein Unfall im Rechtssinn vorliegt. Damit erweist sich die Verneinung der Leistungspflicht durch die SUVA als rechtmässig.