Citation: 8C_68/2022 E. 5.4

5.4. Die Vorinstanz äusserte sich mit keinem Wort zur Anwendung von Art. 22 Abs. 2 lit. c UVV. Dazu wäre sie aufgrund der Ausführungen in den Rechtsschriften aber gehalten gewesen, zumal die Suva von der grundsätzlichen Anwendbarkeit der genannten Bestimmung auszugehen scheint. Es ist nicht Aufgabe des Bundesgerichts, sich erstmals zur Frage der Funktion, Leistung und Arbeitszeit des Beschwerdeführers innerhalb der B.________ AG zu äussern und die Akten nach entsprechenden Hinweisen zu durchforsten. Dies gilt umso mehr, als unklar ist, ob es sich beim Beschwerdeführer überhaupt um einen mitarbeitenden Aktionär im Sinne von Art. 22 Abs. 2 lit. c UVV handelt. So gab der Beschwerdeführer im Rahmen einer strafrechtlichen Einvernahme am 14. November 2016 an, das Unternehmen B.________ AG gehöre den Aktionären; er selber sei kein "Mitaktionär". Bei der UVG-Anmeldung vom 11. Dezember 2014 wurde die Frage, ob das Unternehmen Personen mit besonderen Lohn- oder Anstellungsbedingungen (Aktionäre, Gesellschafter, Familienangehörige, Heimarbeiter, Entsandte, Lehrlinge, Rentner) beschäftige, verneint. In der Schadenmeldung UVG wurde zudem unter der Ziffer 13 "Sonderfälle" das Feld "Familienmitglied, Gesellschafter" nicht angekreuzt. Hingegen wird der Beschwerdeführer im Protokoll der ausserordentlichen Generalversammlung der B.________ AG vom 21. Juli 2017 als Aktionär bezeichnet. Es drängen sich diesbezüglich weitere Abklärungen auf.