Citation: 2C_255/2019 E. 2.3.4

2.3.4. Anders, als der Steuerpflichtige dies vertritt, hängt eine Überführung namentlich davon ab, dass in technisch-wirtschaftlicher Hinsicht ein Funktionswechsel stattgefunden hat. Dies ist besonders bedeutsam im Bereich von Alternativgütern. Aufgrund ihrer Beschaffenheit können solche ebenso gut dem Geschäfts- wie dem Privatvermögen angehören. Entsprechend bestehen tendenziell erhöhte Anforderungen, wenn die steuerpflichtige Person vorbringt, das bisher dem Geschäftsvermögen angehörige Alternativgut sei aus dem betriebswirtschaftlichen Bereich ausgeschieden (und umgekehrt). Die Besteuerung aufgrund von Art. 18 Abs. 2 Satz 2 bzw. Art. 18 Abs. 4 DBG soll nur und erst greifen, wenn unumstösslich feststeht, dass die steuersystematische Realisation tatsächlich eingetreten ist (vorne E. 2.2.5). Die blosse Verbuchung und Bekanntgabe der Privatentnahme stellen ein gewichtiges Indiz dar, das als solches aber keine Massenumteilung zu bewirken vermag, wenn das Alternativgut auch weiterhin die bisherige technisch-wirtschaftliche Funktion erfüllt (vorne E. 2.2.4). Nichts Anderes kann Art. 18a Abs. 2 DBG entnommen werden, aus welchem der Steuerpflichtige abzuleiten versucht, dass die Veranlagungsbehörde dem Antrag auf Überführung eines verpachteten Geschäftsbetriebs gewissermassen unbedingt zu folgen habe (vgl. Urteil 2C_548/2018 vom 3. August 2018 E. 2.3.4).