Citation: 8C_428/2023 E. 14.2.3

14.2.3. Ein Abstellen auf den tatsächlich erzielten Verdienst setzt unter anderem voraus, dass die versicherte Person ihre verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft (BGE 148 V 174 E. 6.2, 143 V 295 E. 2.2). Eine versicherte Person muss sich bei der Invaliditätsbemessung die Einkünfte als Invalideneinkommen anrechnen lassen, die sie auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt an einer zumutbaren Stelle erzielen könnte; selbst wenn sie infolge günstiger Aussichten an der bisherigen Stelle von einem Berufs- oder Stellenwechsel absieht, kann sie nicht erwarten, dass die Unfallversicherung für einen wegen des Verzichts auf zumutbare Einkünfte eingetretenen Minderverdienst aufkommt (SVR 2019 UV Nr. 3 S. 9, 8C_121/2017 E. 7.4, 2012 UV Nr. 3 S. 9, 8C_237/2011 E. 2.3; Urteil 8C_368/2021 vom 22. Juli 2021 E. 9.1 mit Hinweis). Die Beschwerdeführerin bestreitet die vorinstanzliche Feststellung nicht, dass sie gestützt auf die LSE auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt als Bürokraft zumindest ein gleich hohes Einkommen erzielen könnte wie als Gesunde in ihrer angestammten Tätigkeit bei der B.________ AG. Sie zeigt auch nicht substanziiert auf und es ist nicht ersichtlich, dass ihr ein Stellenwechsel unzumutbar sei. Unter diesen Umständen hat es mit der vorinstanzlichen Verneinung des Rentenanspruchs sein Bewenden.