Citation: 8C_373/2023 E. 5.1

5.1. Es liegen ein versicherungsexternes Gutachten sowie die Einschätzung der Suva-Ärztin vor, in denen übereinstimmend eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit bescheinigt wird. Gemäss Gutachter Dr. med. B.________ soll bereits zum Zeitpunkt der Anmeldung bei der Invalidenversicherung im März 2003 eine uneingeschränkte Leistungsfähigkeit bestanden haben. Seiner Auffassung nach beruhten die früheren Einschätzungen der Suva-Ärzte auf subjektiven, nicht authentischen Angaben des Beschwerdeführers. Dr. med. B.________ vermochte dementsprechend auch keine Verbesserung seit den letzten Begutachtungen zuhanden der Invalidenversicherung in den Jahren 2005 und 2016 zu benennen. Die Suva-Ärztin gelangte diesbezüglich zu einem anderen Schluss. Ihrer Einschätzung nach hätten ursprünglich beziehungsweise anlässlich der Rentenzusprechung durch die Beschwerdegegnerin sehr wohl objektive Befunde vorgelegen, die sie mit den bei der letzten psychiatrischen Begutachtung durch Dr. med. B.________ erhobenen verglich. Sie erläuterte dazu, dass die Klagen über die depressiven Beschwerden ursprünglich, insbesondere wegen der damals noch detaillierten Schilderung, als authentisch beurteilt, zuletzt jedoch angesichts der vagen und auch auf Nachfrage ausweichenden Angaben als Aggravation interpretiert worden seien. Es hätten sich auf verschiedenen Ebenen substanzielle Verbesserungen ergeben, die vom Beschwerdeführer aber nicht als solche berichtet worden seien. Demgegenüber entgegnete der Gutachter Dr. med. B.________ auf die Frage, inwiefern sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der letzten Begutachtung durch die PMEDA, Polydisziplinäre medizinische Abklärungen, vom 5. Januar 2016 verändert habe, hierzu seien aufgrund der von diesem präsentierten, bewusstseinsnahen, sehr ausgeprägten Übertreibungen bei Beschwerden und Leistungseinschränkungen, für welche es aus psychiatrisch-gutachterlicher wie aus neurologischer Sicht keine Erklärung gebe, keine Angaben möglich. Diese Frage könne nicht beantwortet werden. Dennoch beantwortete der Gutachter die Frage in der Folge, indem er festhielt, bereits zum Zeitpunkt der IV-Anmeldung wie in den folgenden Jahren habe aus psychiatrischer Sicht keine Diagnose mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gestellt und keine Minderung der Leistungsfähigkeit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit angenommen werden können. In diesem Punkt überzeugt die Auffassung der Suva-Ärztin, die eingehend und schlüssig begründete, weshalb bei der Rentenzusprechung sehr wohl objektive Befunde vorgelegen hätten und in diesem Punkt die Beurteilung des Gutachters nicht nachvollziehbar sei. Diese würde auf einer Verallgemeinerung der von ihm gesehenen Aggravation beruhen. Eine Verbesserung der psychiatrischen Symptomatik sei im Verlauf von ihm nicht in Erwägung gezogen worden. Die retrospektiven Rückschlüsse des Gutachters könnten nicht geteilt werden. Angesichts der widersprüchlichen und nicht nachvollziehbaren Ausführungen des Gutachters ist in diesem Punkt auf die Beurteilung der Suva-Ärztin abzustellen.