Citation: 8C_270/2007 07.12.2007 E. 3

3.1 Im Lichte dieser Rechtsprechung, an welcher festzuhalten ist, verstösst es nicht gegen Bundesrecht, wenn die Vorinstanz die Anspruchsvoraussetzung des Wohnens in der Schweiz im vorliegenden Fall bejaht hat. Nach den im Rahmen von Art. 105 Abs. 2 BGG verbindlichen Feststellungen des kantonalen Gerichts hat sich die Beschwerdegegnerin während des befristeten Auslandaufenthaltes weiterhin um Stellen in der Schweiz beworben und dem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) am 28. Dezember 2006 den Nachweis der persönlichen Arbeitsbemühungen für November und Dezember 2005 zukommen lassen. Des Weiteren steht fest, dass sie am 13. Februar 2006 eine Stelle antreten konnte, um die sie sich am 12. Januar 2006 und damit noch während des Auslandaufenthaltes beworben hatte. Die Beschwerdegegnerin legte zudem glaubhaft und unwidersprochen dar, dass sie auch während des Auslandaufenthaltes jederzeit bereit und in der Lage gewesen wäre, eine Festanstellung anzunehmen und sie den Arbeitsvertrag ohne Konsequenzen auch vorzeitig hätte auflösen können. Anhaltspunkte dafür, dass der Auslandaufenthalt anderen Zwecken als der Erlangung eines Zwischenverdienstes diente, liegen nicht vor. Auch hielt die Versicherte während der Zwischenverdiensttätigkeit in Kuba weiterhin eine enge Verbindung mit dem schweizerischen Arbeitsmarkt aufrecht und blieb dabei in Kontakt mit den schweizerischen Versicherungsorganen. Bei dieser Sachlage ist mit der Vorinstanz festzustellen, dass der vorübergehende (rund zweimonatige) Auslandaufenthalt zu keinem Unterbruch des gewöhnlichen Aufenthalts in der Schweiz geführt hat, weshalb die Anspruchsvoraussetzung des Wohnens in der Schweiz gemäss Art. 8 Abs. 1 lit. c AVIG erfüllt ist. 3.2 An diesem Ergebnis vermögen die Vorbringen des Beschwerdeführers nichts zu ändern. Dem Einwand, im Gegensatz zu dem im Urteil C 290/03 vom 6. März 2006 beurteilten Sachverhalt eines Auslandaufenthaltes in Deutschland habe sich die Beschwerdegegnerin in ein weit entferntes Land begeben, weshalb die Anspruchsvoraussetzungen nur schwer oder gar nicht überprüft werden könnten, ist entgegenzuhalten, dass allein die Voraussetzung des Wohnens in der Schweiz zur Diskussion steht, nachdem das AWA Zürich die Vermittlungsfähigkeit der Beschwerdegegnerin auch für die Dauer des Aufenthaltes in Kuba bejaht hat. Sodann hat die Beschwerdegegnerin überprüfbare persönliche Arbeitsbemühungen ausgewiesen und den Tatbeweis dafür erbracht, dass eine (erfolgreiche) Stellenbewerbung auch unter den gegebenen Umständen möglich war. Fehl geht schliesslich die Feststellung des AWA, ein Export von Leistungen der Arbeitslosenversicherung sei - unter bestimmten Voraussetzungen - lediglich in Länder zulässig, die zu den EU- und EFTA-Mitgliedsstaaten gehörten. Um einen Leistungsexport geht es hier nicht. Es stellt sich lediglich die Frage, ob die Beschwerdegegnerin, welche Wohnsitz in der Schweiz hat, auch während des vorübergehenden Auslandaufenthaltes die Voraussetzung des Wohnens in der Schweiz im Sinne von Art. 8 Abs. 1 lit. c AVIG erfüllte, was nach dem Gesagten zu bejahen ist.