Citation: 4A_235/2023 E. A

Die A.________ AG (Klägerin, Beschwerdeführerin) und die Stiftung B.________ (Beklagte, Beschwerdegegnerin) arbeiteten seit 2008 in der Gewürzabfüllung zusammen. Zuletzt lieferte die Klägerin der Beklagten jeweils eine Mischung aus verschiedenen Pfeffersorten in (mit Kabelbindern verschlossenen) Plastiksäcken, welche die Beklagte in Pfeffermühlen abfüllte. Die leeren PET-Pfeffermühlen und die Etikettierung stellte die Klägerin zur Verfügung. Diese organisierte als Lieferantin über ein Subunternehmen den Transport zur und von der Beklagten an den Detailhändler C.________, der die Pfeffermischungen verkaufte. Im August 2015 wurden bei C.________ schimmelbefallene abgepackte Pfeffermischungen entdeckt, die den Chargen-Nrn. 2315 und 2815 zugeordnet werden konnten. In der Folge mussten alle möglicherweise betroffenen Pfeffermischungen der Chargen-Nrn. 2315, 2815 und 3215 zurückgenommen bzw. vernichtet werden, wodurch der Klägerin als Zulieferantin von C.________ finanzielle Ausfälle entstanden. Die Zusammenarbeit zwischen den Parteien wurde in der Folge nicht mehr fortgesetzt, wobei auch diesbezüglich Ansprüche streitig sind.