Citation: 5A_164/2023 E. A

A.a. A.________ war mit B.________ verheiratet. A.b. Nach Anhängigmachung des Eheschutz- und wenig später des Scheidungsverfahrens beim Landgericht Uri beantragte A.________ in beiden Verfahren (im Eheschutzverfahren am 15. Februar 2019, im Scheidungsverfahren am 11. März 2019) die Leistung eines Prozesskostenvorschusses. Eventualiter ersuchte sie jeweils um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeiständung. Mit Entscheid vom 14. August 2020 hiess das Landgericht den Hauptantrag von A.________ gut und verpflichtete B.________ zur Bezahlung eines Prozesskostenvorschusses von pauschal Fr. 5'000.-- für jedes Verfahren. Die dagegen von B.________ erhobene Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Uri am 14. April 2021 ab. A.c. Mit Schreiben vom 16. Juni 2021 bzw. mit E-Mail vom 9. August 2021 forderte A.________ ihren Ehemann zur Leistung des Prozesskostenvorschusses auf. Am 30. September 2021 teilte das Landgericht A.________ mit, dass sich B.________ in der Schweiz abgemeldet hat und sich in U.________ aufhält. A.d. Am 20. Januar 2022 erging schliesslich das Scheidungsurteil. Darin verpflichtete das Landgericht den Ehemann zur Bezahlung einer Parteientschädigung von Fr. 10'000.-- (Dispositiv-Ziffer 5.1). Weiter stellte es fest, dass der Ehemann die festgelegten Prozesskostenvorschüsse im Betrag von total Fr. 10'000.-- nicht bezahlt hat und mit Rechtskraft der Dispositiv-Ziffer 5.1 die Verpflichtung zur Leistung dieser Prozesskostenvorschüsse hinfällig werde (Dispositiv-Ziffer 5.2). A.e. Am 24. Mai 2022 stellte A.________ ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung für das Eheschutz- und das Scheidungsverfahren. Das Landgericht wies dieses Gesuch mit Entscheid vom 31. Mai 2022 ab.