Citation: I 344/06 18.09.2006 E. 4

4.1 Das kantonale Gericht kam in Würdigung der medizinischen Unterlagen und namentlich gestützt auf die Berichte des Dr. med. G.________ vom Spital X.________, des Dr. med. K.________ von der Klinik Y.________, von Frau Dr. med. S.________ und von Dr. med. E.________ zutreffend zum Schluss, dass der Versicherte mit Rücksicht auf die somatischen (chronisches cervikalbetontes Panvertebralsyndrom mit cervikocephalem und cervikospondylogenem Syndrom und degenerativen Wirbelsäulenveränderungen) und psychischen (depressive Störung bei narzisstischer Persönlichkeit mit hinstrionischen Zügen, Verdacht auf somatoforme Schmerzstörung) Beschwerden bei Ausübung von körperlich leichten und psychisch wenig belastenden Tätigkeiten zu 50 % arbeitsfähig ist. Dr. med. G.________ ging im Bericht vom 3. März 2003 gar von einer Arbeitsfähigkeit von 100 % in einer geeigneten, behinderungsgerechten Tätigkeit mit Wechselbelastung aus, während Dr. med. K.________ sich diesbezüglich nicht äusserte. Dr. med. E.________ bezeichnete die attestierte Arbeitsfähigkeit von 50 % für eine Tätigkeit mit geringer körperlicher und psychischer Belastung als initial. Frau Dr. med. S.________ erachtete eine leichte körperliche Arbeit ohne besondere Belastung des Rückens unter wechselnder körperlicher Haltung während rund vier Stunden täglich als zumutbar. Weiter hat die Vorinstanz erwogen, der medizinische Sachverhalt sei in somatischer Hinsicht wie auch bezüglich der psychischen Probleme hinlänglich erstellt. Ergänzende Abklärungen seien nicht erforderlich, da von ihnen keine neuen entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten seien. 4.2 Streitig ist, ob der angefochtene Entscheid auf vollständigen Grundlagen hinsichtlich des leistungsbegründenden Gesundheitsschadens beruht. Nach Ansicht des Beschwerdeführers sind insbesondere der schwere Autounfall vom 11. Juni 1990 und dessen Folgen nicht in die (Gesamt-)Beurteilung miteinbezogen worden. Damals habe er als Beifahrer im Auto eines Freundes bei einer Kollision unter anderem Verletzungen am linken Handgelenk und an der Halswirbelsäule erlitten. Neurologische Ausfälle in schmerzhafter Form seien weiterhin vorhanden. Diese Tatsachen seien den ihn beurteilenden Ärzten nicht bekannt gewesen. Diese Auffassung trifft indessen nicht zu. Bereits in der Anmeldung zum Leistungsbezug hatte der Versicherte auf den Unfall vom 11. Juni 1990 hingewiesen. Dieser wird auch im Bericht des Kantonsspitals X.________ vom 3. März 2003 erwähnt. Die Untersuchungen ergaben jedoch keine neurologischen Ausfälle. Radiologisch fanden sich altersentsprechend ausgeprägte degenerative HWS-Veränderungen. Zum Unfall von 1990 werden Schnittverletzungen an Händen und Kopf festgehalten, welche im Kantonsspital X.________ chirurgisch behandelt wurden. Es kann davon ausgegangen werden, dass diese folgenlos abgeheilt sind. Allfällige Restbeschwerden hätte der Versicherte mit Bestimmtheit gegenüber dem die Untersuchung durchführenden Dr. med. G.________ erwähnt, und sie hätten Eingang in dessen Bericht vom 3. März 2003 gefunden. Frau Dr. med. S.________ nennt im Bericht vom 13. Januar 2004 seit über zehn Jahren auftretende rezidivierende Rückenschmerzen. Im Schreiben vom 4. April 2006 gibt sie an, nach dem Unfall vom Juni 1990 habe das linke Handgelenk im Vordergrund gestanden, welches mehrmals auf der Chirurgie des Kantonsspitals X.________ nachkontrolliert worden sei. Im November 1990 habe die Behandlung jedoch abgeschlossen werden können. Wegen nach dem Unfall aufgetrete-nen Kopfschmerzen sei im Dezember 1990 eine neurologische Untersuchung durchgeführt worden. Die letzte Kontrolle in ihrer Praxis im Zusammenhang mit dem Autounfall habe im November 1990 stattgefunden. Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen den chronischen Rückenschmerzen und dem Verkehrsunfall bezeichnet die Hausärztin als fraglich. Es ergibt sich somit, dass sich aus dem Unfall vom 11. Juni 1990 keine bisher unberücksichtigten neuen gesundheitlichen Aspekte herleiten lassen und die Akten eine hinreichende Grundlage für die Beurteilung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit bieten. Von ergänzenden Abklärungen kann daher abgesehen werden.